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Beschreibung von Cod. Guelf. 101 Weiss. (Heinemann-Nr. 4185)
Butzmann, Hans: Die Weissenburger Handschriften. - Frankfurt am Main: Klostermann, 1964. - (Kataloge der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel: Neue Reihe, Bd. 10), S. 288
Handschriftentitel: Berengar von Tours: Über das Abendmahl
Entstehungsort: Frankreich
Entstehungszeit: XI. Jh.
Katalognummer: Heinemann-Nr. 4185
Beschreibstoff: Pergament
Umfang: 120 Bl. Einschaltzettel mitgezählt.
Format: 17,5 × 12 cm.
Seitennummerierung: (Alte Seitenzählung 1—228, wobei 154 und 216 zweimal gezählt und 212 übergangen wurden).
Lagenstruktur: Quaternionen. (Bll. 21, 28, 57, 42 einseitig beschriebene Einschaltzettel.) Von der drittletzten Lage sind zwei Blätter am Schluß, von der vorletzten zwei Blätter am Anfang weggeschnitten. Lagenzählung untere Mitte des ersten Blattes: IIII (jetzige 2. Lage) — XVI erkennbar, die Zahl XII nicht verwendet. Die Handschrift ist verbunden, Lage XIIII (78-84) liegt vor Lage XIII (85-92), jedoch richtet sich die alte rote Seitenzählung noch nach der ursprünglichen Reihenfolge. Die ursprünglichen Lagen I und II sind verloren, auch der alte Schluß der Handschrift fehlt.
Zustand: Das erste und letzte Blatt weisen außer verwischter Schrift Leimspuren eines alten Einbandes auf. Das Pergament ist stark gewellt.
Seiteneinrichtung: Schriftraum 14 × 9 cm. 26 Zeilen.
Hände: Außer einer Haupthand eine (jüngere) Nebenhand am Schluß. Die einseitig beschriebenen Einschaltzettel von einer dritten Hand, welche auch Textzusätze schrieb.
Schrift: Kleinere karolingische Minuskel.
Einband: Pappband mit braunem Lederüberzug.
Inhalt:
1r Berengarius Turonensis: De sacra coena adversus Lanfrancum. Anfang und Ende fehlen. Ausgaben nach der vorliegenden einzigen Hs.:
  • K. F. Stäudlin und J. T. Hemsen, 1820—29 (Pfingstprogramm der Georg-August-Universität zu Göttingen).
  • A. F. und F. Th. Vischer, Berlin 1854 (Berengarii Turonensis quae supersunt moderante A. Neandro, T. 1).
  • W. H. Beekenkamp, Den Haag 1941.
Entstehung der Handschrift: Einschaltzettel sowie Durchstreichung des Blattes 53v und des Anfangs von 34r (S. 62 und 63) legen die Vermutung nahe, daß der vorliegende Codex Originalmanuskript sei; jedoch sind auch Schreibernachlässigkeiten nicht selten. (Vgl. die Praefatio der Vischerschen Ausg.) Jedenfalls steht die Handschrift nach Ort und Zeit ihrem Entstehungspunkte nahe.
Provenienz der Handschrift:
  • Von der Hand, welche (im XV. Jh.?) die rote Seitenzählung vornahm, stammen wohl auch die häufigen roten Unterstreichungen im Text.
  • Die Handschrift war nie in Weissenburg. Der Inhaltsvermerk 1r De sacra coena domini, praesertim de transsubstantiatione. Nr. 137 ist, wie schon F. A. Ebert feststellte, von der Hand des Matthias Flacius Illyricus, dessen Bücherbesitz unter Herzog Heinrich Julius nach Wolfenbüttel kam und mit den Helmstedter Handschriften in die Bibliotheca Augusta gelangte (s. Heinemann, Abt. 1, Bd 1, S. IX). Es ist anzunehmen, daß die vorliegende Handschrift zunächst, wie die Weissenburger, in ungebundenem Zustand aufbewahrt, 1618 nicht nach Helmstedt gegeben und dann gleichzeitig mit den Weissenburgern (1753; s. Heinemann, Abt. 4, S. 165 f.) eingebunden wurde, und so unter diese geriet. Nicht in der Wiener Liste.
Bibliographie

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Dieses Dokument steht seit dem 1.März 2013 unter einer Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz (CC BY-SA).

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