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Beschreibung von Cod. Guelf. 329 Helmst.
Die mittelalterlichen Helmstedter Handschriften der Herzog August Bibliothek. Teil II: Cod. Guelf. 277 bis 370 Helmst. Mit einem Anhang: Die mittelalterlichen Handschriften und Fragmente der Ehemaligen Universitätsbibliothek Helmstedt, beschrieben von Bertram Lesser (im Erscheinen).
Handschriftentitel: Liber chronicorum Erfordensis. Isidorus Hispalensis
Entstehungsort: Mitteldeutschland
Entstehungszeit: um 1460
Katalognummer: Heinemann-Nr. 364
Beschreibstoff:
Umfang: 130 Bl.
Format: 29,5 × 20 cm.
Seitennummerierung: Bleistiftfoliierung modern: 1–130.
Lagenstruktur: 9 VI (108). VI–2 (118). VI (130).Reklamanten, meist durch Beschnitt verloren.
Zustand: Bl. 119–123 Textverlust durch Beschnitt beim Binden; Bl. 124 bis auf eine Breite von ca. 9,5 cm beschnitten.
Seiteneinrichtung: Schriftraum: 23,5–25 × 14–18 cm, zumeist zweispaltig (Spaltenbreite wechselnd, 5–6,5 cm breit), auf einigen Bl. (2v, 116v–118v) einspaltig, je nach Hand 44–58 Zeilen.
Hände: Jüngere gotische Kursive von mehreren, schwer unterscheidbaren Händen.
Auszeichnungsschriften / Buchschmuck: Rubrizierung fehlt, Raum für Lombarden ausgespart, Repräsentanten z. T. erkennbar.
Einband: Papierband mit gebrochenem Rücken und Kiebitzpapierüberzug des ausgehenden 18. oder frühen 19. Jh. wie bei Cod. Guelf. 314 Helmst. aus der Werkstatt des Buchbinders Anton Friedrich Wirck in Helmstedt.
Inhalt:
  1. 1ra–115va, 119ra–130rb Liber chronicorum Erfordensis.
    • (1ra–115va) Textus. Hec in isto libro conscripta atque eiusdem historie ecclesiastice libros autenticos affirmat[sic] omnes ecclesie doctores … — … nequaquam propria deliberacione et presumpcione sed consilio et assensu prelatorum meorum. In nomine domini amen. >Et sic est finis<. Rubrikatoranweisungen für Kapitelüberschriften als Marginalien, vielfach durch Beschnitt fragmentiert oder verloren. In marg. außerdem zahlreiche Stichworte notiert, die im Register erneut auftauchen.
    • (119ra–130rb) Tabula. A. Adam sexterno 1 folio 3. Apollo 2 | 1. Asthacades 2 | 1 … — … (128va) V. Ursa maior 2 | 2. Ursa minor 2 | 2. Jeweils eine Recto- und Versoseite für die Lemmata eines Buchstabens reserviert, der zwischen den beiden Spalten eingetragen ist (von 119r: A bis 130r Z). Registereinträge auf jeder Seite nur in der linken Spalte; (129ra–130ra) wurden zu den Buchstaben Y–Z keine Lemmata eingetragen.
    Teiledition (ohne Register)
    • C. Wenck, Liber Cronicorum (Erfordensis), in: Zeitschrift des Verein für Thüringische Geschichte und Altertumskunde NF 4 (1885), 185–251, hier 216–250;
    • Monumenta Erphesfurtensia saec. XII. XIII. XIV., hrsg. von O. Holder-Egger, Hannover, Leipzig 1899 ND 2003 (MGH SS rer. Germ. 42), 737–781 (mit dieser Hs., 730f. genannt).
    Auf die einzelnen Passagen dieses Textes bezieht sich das auf dem neuzeitlichen Vorsatzbl. von einer Hand des 19. Jh. nachgetragene Inhaltsverzeichnis unter der Überschrift: Anonymi Chronicon. – 115v–116r leer.
  2. 116v Sermo (Fragment). (Text setzt ein) … ostium pectoris tui mediocriter sermone pulsare … — … eterne vite gaudia concedat in eum que nobis concedere dignetur ipse qui sine fine vivit et regnat Amen. Nicht identifizierbares Predigtfragment, quer zur Schreibrichtung eingebunden,Tinte verblasst.
  3. 117r–124v Isidorus Hispalensis: Synonyma (partim). In subsequenti libro cuius nominatur[sic] sinonima id est multa verba in unam significacionem coeuncia … — … (123vb) quodcumque evenerit libera mente sustine … non serves dolorem odium a regno dei … (Text bricht ab). Der gesamte Text wurde nach der Anlage des "Liber chronicorum Erfordensis" von einem der Schreiber nach der Chronik auf den frei gebliebenen Bl. 117r–118v (cap. 1,1–45 in einspaltigem Fließtext) bzw. den freigelassenen rechten Spalten des Registers (119r–124v, cap. 1,45–2,36) nachgetragen. Die Abschrift ist unvollständig und reicht bis bis cap. 2,36, außerdem Textverlust (cap. 2,30–36) durch Beschnitt von Bl. 124. Rollenbezeichnungen homo und ratio in marg. angegeben. Zu Text, Ausgaben und Literatur vgl. Cod. Guelf. 277 Helmst., 76v–87r.
Entstehung der Handschrift: Die Schriftheimat des Codex ist aufgrund des Inhalts wahrscheinlich in Mitteldeutschland zu suchen.
Erwerb der Handschrift: Wann und auf welchem Wege die Hs. in die Universitätsbibliothek Helmstedt gelangte, ist unbekannt; sie wird erstmals 1797 im Handschriftenkatalog von P. J. Bruns (BA III, 52) unter Nr. 1274 als Chronicon sive descriptio rerum mirabilium ab orbe condito usque ad annum Christi 1310. b) Isidorus Synonyma circa nomina [et] pronomina. chart. fol. beschrieben.
Bibliographie

Korrekturen, Ergänzungen:
  • Normdaten ergänzt bzw. korrigiert. (schassan, 2015-09-04)

Abgekürzt zitierte Literatur

Heinemann O. von Heinemann, Die Helmstedter Handschriften, Bd. 1–3, Wolfenbüttel 1884–1888, Nachdruck Frankfurt/M. 1963–1965 (Kataloge der Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel, Die alte Reihe 1–3)
Rep. font. Repertorium fontium historiae medii aevi, Bd. 1–12, hrsg. vom Istituto Storico Italiano per il Medio Evo, Rom 1962–2007
Waitz/Holder-Egger G. Waitz und O. Holder-Egger, Aus neueren Handschriftenverzeichnissen, in: Neues Archiv der Gesellschaft für Ältere Deutsche Geschichtskunde 11 (1886), 418–425
WZIS Wasserzeichen-Informationssystem. Landesarchiv Baden-Württemberg, Hauptstaatsarchiv Stuttgart (http://www.wasserzeichen-online.de/wzis/index.php)

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