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Beschreibung von Cod. Guelf. 332 Helmst.
Die mittelalterlichen Helmstedter Handschriften der Herzog August Bibliothek. Teil II: Cod. Guelf. 277 bis 370 Helmst. Mit einem Anhang: Die mittelalterlichen Handschriften und Fragmente der Ehemaligen Universitätsbibliothek Helmstedt, beschrieben von Bertram Lesser (im Erscheinen).
Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft im Rahmen des Programms Erschließung und Digitalisierung handschriftlicher und gedruckter Überlieferung
Handschriftentitel: Vergilius. Appendix Vergiliana. Carmina XII sapientum. Proba
Entstehungsort: Padua
Entstehungszeit: 1454
Katalognummer:
  • Heinemann-Nr. 367
  • Manuscripta Mediaevalia Objektnummer, 32412195,T
Beschreibstoff:
Umfang: V, 336, III Bl.
Format: 28,5 × 21,5 cm
Seitennummerierung: Bleistiftfoliierung modern: 1336, vorderes und hinteres Vorsatz ungez., Zählfehler: Bl. 228 übersprungen.
Lagenstruktur: II+1 (ungez.). 13 V (130). IV (138). 19 V (329)! V–3 (336). I+1 (ungez.). Reklamanten, einige durch Beschnitt verloren, Reste von Lagensignaturen in arabischen Zahlen und Minuskeln. Vorsatzkonstruktion, identisch mit Cod. Guelf. 319b Helmst.: Vorn zwei Bifolia, hinten ein Bifolium Papier, davon jeweils ein Bl. als Spiegel an den Deckel geklebt; als Schutzbl. vorn und hinten je ein Pergamentbl. eingefügt.
Seiteneinrichtung: 17,5–18,5 × 11,5–12 cm, einspaltig, 26–27 Zeilen, Blindliniierung, z. T. Liniierung mit braunem Strich.
Hände:
  • Haupttext: Sorgfältige, voll ausgebildete humanistische Minuskel von der Hand des Schreibers Henricus Hopf. Einige Verse (52r, 70v, 107v, 110r, 116r, 120r, 142v, 158r, 163r–v, 166v, 170v, 184r, 201r, 203r, 208r, 227r, 234r, 238r, 241r, 242v und 334v) wie auch in Cod. Guelf. 336 Helmst. in einer Bastarda, die bereits Züge der späteren Fraktur aufweist.
  • Glossen von der gleichen Hand wie in Cod. Guelf. 319b Helmst.
Auszeichnungsschriften / Buchschmuck: Am Beginn der einzelnen Eklogen und der vier Bücher der Georgica qualitätvolle Initialen in Deckfarbenmalerei, 1r auf quadratischem Blattgoldgrund. Sämtliche kleineren Dichtungen sind durch abwechselnd rote und blaue Lombarden, meist über 2–3 Zeilen, mit filigranen purpurnen Fadenranken eingeleitet. Der Buchschmuck ist identisch mit jenem in Cod. Guelf. 319b Helmst. Die Argumenta und die einzelnen Bücher der Aeneis (139v–335r) sind durch kunstvoll ausgeführte, abwechselnd purpurne und grüne Initialen in Unzialform über 4–8 Zeilen eingeleitet, die in rechteckige Rahmen in der Gegenfarbe eingepasst sind. Die Buchstabenkörper sind jeweils mit Akanthus- und Palmettenblättern verziert, die Rahmen mit komplizierten Teppichmustern ausgefüllt; ähnlich in Cod. Guelf. 44 Helmst.
Einband: Renaissance-Einband aus der zweiten Hälfte des 16. Jh., Gestaltung identisch mit Cod. Guelf. 319b Helmst. Auf dem VD eine geprägte, mit brauner Tinte gefüllte Inskription in Capitalis quadrata P: VIRGILVS[sic] | MANVSCRIPVS[sic].
Entstehung der Handschrift: Der Codex wurde 1454 von dem aus windsheim stammenden Henricus Hopf in vermutlich in Padua geschrieben (jedenfalls dort illuminiert), von seiner Hand stammen auch Cod. Guelf. 336 Helmst. und der Livius-Codex Augsburg, SSB, 2° Cod. 103 (Augsburg SSB 3, 2f., vergl.). Ob es sich bei den rätselhaften, von Hopf wohl aus seiner Vorlage übernommenen Vermerken 1.4.5.0 Czrnaho bzw. Czrnahora um Ortsangaben (Černá Hora in Mähren ?), Akronyme oder Buchstabenchiffren handelt, ist mangels weiterer Überlieferungszeugen ungeklärt; eine ausführliche Diskussion dazu bietet Schneider Vergil, 44f.
Provenienz der Handschrift: Zur weiteren Geschichte des Codex vgl. Cod. Guelf. 319b Helmst.
Erwerb der Handschrift: Der Codex gelangte vermutlich als Geschenk des Herzogs Ernst Ludwig von Pommern-Wolgast an seinen Schwiegervater, Herzog Julius von Braunschweig-Lüneburg, in die Wolfenbütteler Hofbibliothek, wo er 1614 im Gesamtkatalog des Liborius Otho (Cod. Guelf. A Extrav., p. 23 [19]) unter Nr. 11 der Poëtæ Græci, Latini Gallici etc. als Virgilius Maro manuscriptus entsprechend der Inskription auf dem VD aufgeführt. Seit 1618 in der Universitätsbibliothek Helmstedt, 1644 in deren Handschriftenkatalog (Cod. Guelf. 27.2 Aug. 2°, 29r) als Virgilius in bretter, roth aufm Schnitt. Probæ Faltoniæ Centones Virgiliani unter den Miscellanei MSSti in folio nachgewiesen. Auf dem VS die entsprechende Signatur Misc. 10. Im Handschriftenverzeichnis von 1797 (BA III, 52) unter Nr. 260 genannt.
Inhalt:
  1. 1r–17r Publius Vergilius Maro: Bucolica argumentis praemissis. Vorangestellt die Argumenta Anthologia latina 1 Nr. 2,1. Ecloge 6 nach Vers 51 und 73 in zwei Abschnitte geteilt. Die Rollenbezeichnungen der Dialoge meist vom Glossator in marg. nachgetragen.
    Textgeschichte: Auch in Cod. Guelf. 7 Aug. 2°, 1r–19r; 36.4 Aug. 2°, 1r–15r; 8.14 Aug. 4°, 2r–16r; 9.11 Aug. 4° 1r–12v; 11.3 Aug. 4°, 1r–15v; 63.5 Aug. 8°, 42r–57r; 82.10 Aug. 8°, 127r–142v; 207.4 Extrav., 2r–30v; 70 Gud. lat., 5ra–10ra; 164 Gud. lat., 1v–7r.
    Der Text ist ebenso wie der gesamte Codex reich interlinear und marginal glossiert; wie in den übrigen Codices der Reihe (vgl. bei Cod. Guelf. 319b Helmst.) handelt es sich vielfach um Korrekturen und Wortergänzungen. Die Scholien zu den kleineren Dichtungen sind weitgehend Eigengut des Glossators; die Anmerkungen zur Appendix und die umfangreichen Erläuterungen zu den vergilischen Carmina maiora nehmen auch die ältere Kommentartradition seit Servius auf, weichen jedoch im direkten Wortlaut meist davon ab.
  2. 17v–60v Publius Vergilius Maro: Georgica argumentis praemissis. >Laus deo<. Henricus Hopf 1454. (Colophons 14699). Als Argumenta vor den vier Büchern jeweils die Tetrasticha Anthologia latina 1 Nr. 2. Buchgliederung durch lebende rubrizierte Seitentitel G IG IIII.
    Textgeschichte: Auch in Cod. Guelf. 7 Aug. 2°, 19r–63v; 36.4 Aug. 2°, 15v–55r; 8.14 Aug. 4°, 16v–54r; 9.11 Aug. 4°, 12v–43r; 11.3 Aug. 4°, 16r–54r; 63.5 Aug. 8°, 57v–96v; 70 Gud. lat., 10rb–23va; 164 Gud. lat., 7v–22v; 238 Gud. lat., 1r–48r und im handschriftlichen Teil des Mischbandes 27.6 Poet., 13r–86v. Fragmente in Cod. Guelf. 404.1 Novi (2), 1r–v; 91 Weiss., 148v–149r; 66 Gud. lat., 1r–4ra.
  3. 61r–108v Appendix Vergiliana carminibus minoribus aucta.
    • (61r) De institutione viri boni.
      Edition (u. a.)
      • Appendix Vergiliana, recognoverunt et adnotatione critica instruxerunt W. V. Clausen, F. R. D. Goodyear, E, J. Kenney und J. A. Richmond, Oxford 1967 (Scriptorum classicorum bibliotheca Oxoniensis), 165–168;
      • The Works of Ausonius, edited with Introduction and Commentary by R. P. H. Green, Oxford 1991, 105f. (als Ecloge 20 des Ausonius, mit dieser Hs.).
      Zum Text vgl. Schaller/Könsgen 17263 und Suppl.
    • (61v) De est et non.
      Edition (u. a.)
      • Appendix Vergiliana (s. oben), 169–174;
      • The Works of Ausonius (s. oben), 106f. (als Ecloge 21 des Ausonius, mit dieser Hs.).
      Zum Text vgl. Schaller/Könsgen 4582 und Suppl.
    • (61v–62v) De rosis nascentibus.
      Textgeschichte: Einzelne Verse auch in Cod. Guelf. 114.3 Extrav., 27r–v.
      Edition
      • Appendix Vergiliana (s. oben), 175–178;
      • Il "De rosis nascentibus". Introduzione, testo critico, traduzione e commento di G. Cupaiuolo, Rom 1984 (Biblioteca Athena NS 2), 170–174 (124–147 Hs. genannt, Sigle Wo).
      Zum Text vgl. Schaller/Könsgen 17074 und Suppl.
    • (63r–70v) Culex. Am Schluss: >1.4.5.0 O Fenix Czrnaho<. Edition: PLM 1, 45–66; Appendix Vergiliana (s. oben), 15–36; Appendix Vergiliana, Bd. I: Ciris – Culex, recensuit auctorum imitatorumque notis instruxit A. Salvatore, Turin 1957 (Corpus scriptorum Latinorum Paravianum), 67–127 (mit dieser Hs., VII und X genannt, Sigle H); S. Seelentag, Der pseudovergilische Culex. Text, Übersetzung, Kommentar, Stuttgart 2012 (Hermes 105), 46–62. Zum Text vgl. Schaller/Könsgen 9099 und Suppl.
    • (71r–74v) Dirae. >Incipit Diras[sic]<. >O Fenix<. 71r auf dem Kopfsteg die Invokation Iesus. Edition: PLM 1, 69–77; Appendix Vergiliana (s. oben), 1–14; Appendix Vergiliana, Bd. II: Dirae (Lydia). Copa. Moretum. Catalepton, recensuit A. Salvatore, Turin 1960 (Corpus scriptorum Latinorum Paravianum), 5–21 (mit dieser Hs., XV genannt, Sigle H). Zum Text vgl. Schaller/Könsgen 1614.
    • (74v–76v) Moretum. >Moretum incipit<. >O Fenix<.
      Textgeschichte: Auch in Cod. Guelf. 342 Gud. lat., 26v–31r.
      Edition: PLM 1, 83–89; Appendix Vergiliana (s. oben), 155–163; Salvatore Appendix Vergiliana II (s. oben), 35–46 (mit dieser Hs., Sigle H); The ploughman's lunch – Moretum. A poem ascribed to Virgil, edited with translation, introduction and commentary by E. J. Kenney, Bristol 1984, 2–10 (ohne Kenntnis dieser Hs.). Zum Text vgl. Schaller/Könsgen 7517 und Suppl.– Direkt angehängt:
    • (76v) Epigramma in Ballistam. Druck: Anthologia latina 1 Nr. 261. Dazu Schaller/Könsgen 9759 und Suppl.
    • (77r–v) Copa. >Copa<. >O Fenix<.
      Textgeschichte: Auch in Cod. Guelf. 342 Gud. lat., 24r–25v; 351 Gud. lat., 83v–92v (mit Kommentar).
      Edition: PLM 1, 78–80; Appendix Vergiliana (s. oben), 77–82; Salvatore Appendix Vergiliana II (s. oben), 25–31 (mit dieser Hs., Sigle H); Zum Text vgl. Schaller/Könsgen 2759 und Suppl.
    • (77v–81r) Elegiae in Maecenatem. >Ad Mecenatem<. >O Fenix<. 80v Vers 165 vom Glossator nachgetragen. Edition: PLM 1, 145–155 (mit dieser Hs., Sigle H); Appendix Vergiliana (s. oben), 83–95 (mit dieser Hs., Sigle H); Consolation à Livie. Élégies à Mécène. Bucoliques d'Einsiedeln, texte établi et traduit par J. Amat, Paris 22003 (Collection des universités de France 342), 118–126 (mit dieser Hs., 106 genannt, Sigle H). Zum Text Schaller/Könsgen 3440 und Suppl.
    • (81r) De Y littera. >De littera Pithagore<. >O Fenix<. In marg. ein rotes und ein schwarzes Y. Auch als Carmen XII sapientum Nr. 139 überliefert.
      Druck
      • Anthologia latina 1 Nr. 632;
      • A. Friedrich, Das Symposium der XII sapientes. Kommentar und Verfasserfrage, Berlin 2002 (Texte und Kommentare 22), 73 (mit dieser Hs.).
      Dazu Schaller/Könsgen 8966 und Suppl.; Walther I 10361 (Hs. genannt).
    • (81v–93r) Aetna. >De Etna monte<. >O Fenix<. 82v Vers 82 vom Glossator nachgetragen. Druck: PLM 1, 159–195 (mit dieser Hs., Sigle H); Appendix Vergiliana (s. oben), 37–76 (mit dieser Hs., Sigle H); L'Etna. Poème, texte établi et traduit par J. Vessereau, Paris 32002 (Collection des universités de France ), 3–43 (mit dieser Hs., 2 genannt, Sigle H). Zum Text Schaller/Könsgen 443 und Suppl.
    • (93v–103r) Ciris. >Decirrina[sic]<. >O Fenix<.
      Edition
      • PLM 1, 93–124 (mit dieser Hs., Sigle H);
      • Appendix Vergiliana (s. oben), 97–125 (mit dieser Hs., Sigle H);
      • A. Salvatore, Studi sulla tradizione manoscritta e sul testo della Ciris, Bd. 2: Commentario e testo critico, Neapel 1955, 103–125 (mit dieser Hs.);
      • Salvatore Appendix Vergiliana I (s. oben), 3–64 (mit dieser Hs., Sigle H).
      Vgl. Schaller/Könsgen 4697.
    • (103v–108v) Priapea et Catalepton. >Catalepton Virgilii incipit<. >O Fenix<. Ohne Trennung sind aneinandergefügt: Priapea 1–3, Catalepton 1–13,16; 16; 13,17–40; 14; 15. 105v catal. 9,15 fehlt, ebenso 106r catal. 9,33. Edition: PLM 1, 127–142 (mit dieser Hs., Sigle H); Appendix Vergiliana (s. oben), 127–146 (mit dieser Hs., Sigle H); Salvatore Appendix Vergiliana II (s. oben), 49–82 (mit dieser Hs., Sigle H);
    • (108v) De aetatibus animantium Hesiodion. >De etatibus animantum[sic] Hesiodion<. >O Fenix<.
      Edition (u. a.)
      • Anthologia latina 1 Nr. 647;
      • The Works of Ausonius (s. oben), 107f. (als Ecloge 22 des Ausonius, mit dieser Hs.).
      Dazu Schaller/Könsgen 16238 und Suppl.
    Für die meisten Gedichte der Appendix Vergiliana ist diese Überlieferung dank ihrer Vollständigkeit und Qualität als nicht zu eliminierender Textzeuge von Bedeutung; sie wird in fast allen Ausgaben benutzt und beschrieben, meist unter der Sigle H. Zur älteren Literatur vgl. die Übersicht von J. Richmond, Recent Work on the "Appendix Vergiliana" (1950–1975), in: Aufstieg und Niedergang der römischen Welt, Teil 2: Principat, Bd. 31: Literatur der Augusteischen Zeit. Einzelne Autoren, Halbbd. 2, hrsg. von H. Temporini und W. Haase, Berlin, New York 1981, 1112–1154. Vgl. außerdem Reynolds, 437–440 (438 Hs. genannt, Sigle H).
  4. 108v–120v Carmina XII sapientum.
    • (108v–109r) Cyclus III (Disticha de unda et speculo, carm. XXV–XXXVI). >De ymaginibus in aquis<. >O Fenix<. Vorangestellt ist die wohl aus der Vorlage übernommene Rubrik: De rosis nascentibus et senescentibus, der Text steht jedoch bereits oben, 61v–62v. Carm. 25 und 26 nochmals unten, 335v.
    • (109r–v) Cyclus IV (Disticha de glaciali aqua, carm. XXXVII–XCVIII). >Incipit de glacie et nive<. >O Fenix. Explicit de glacie<.
    • (109r–110v) Cyclus V (Tristicha de arcu caeli, carm. XCIX–LX). >Incipit de iri<. >O Fenix<.
    • (110v–111v) Cyclus VII (Tetrasticha de quattuor temporibus anni, carm. LXXIII–LXXXIV cum aliis versibus). >Incipit de quatuor temporibus<. >O Fenix<. Das einleitende Tetrastichon Anthologia latina 1 Nr. 566 gehört vermutlich nicht zum ursprünglichen Bestand.
    • (111v–112v) Cyclus VIII (Tetrasticha de aurora et sole, carm. LXXXV–XCVI). >Incipit de sole<. >O Fenix<.
    • (112v–113v) Cyclus IX (Pentasticha de XII libros Aeneidos, carm. XCVII–CVIII). >Incipit argumentum eneidos<. >O Fenix<. Die Anfänge der Pentasticha sind vor dem Vers markiert.
    • (113v–114v) Cyclus XI (Hexasticha de XII signis, carm. CXXI–CXXV et CXXVII–CXXXII). >De XII signis celestibus<. >O Fenix<. Die Anfänge der Hexasticha sind vor dem Vers markiert.
    • (115r) Carmen CXXXIII. >De XII laboribus herculis<. >O Fenix<.
    • (115r) Carmen CXXXIV. >Incipit de Orpheo<. >O Fenix<. Von Vers 7 nur das erste Wort, Vers 8 fehlt (Lücke).
    • (115v) Carmen CXXXV. >Incipit de Fortuna<. >O Fenix<. Vers 1 nur: Fortuna potens.
    • (115v–116r) Carmen CXL. >De vino et venere<. >O Fenix<.
    • (116r–v) Carmen CXLII. >Laus sorti mei<. >O Fenix<.
    • (116v–117r) Carmen CXLIII. >Incipit de livore<. >O Fenix<.
    • (117r) Carmen CXLIV. >Incipit de Ulixe et cantu sirenarum<. >O Fenix<.
    • (117v–118v) Cyclus VI (Tetrasticha de Vergilio, carm. LXI–LXXII). >Epitaphia Virgilii<. Die einzelnen Tetrasticha sind durch Rubriken Aliud getrennt. In carm. 64 fehlt der dritte Vers.
    • (118v–120r) Cyclus X (Hexasticha de titulo Ciceronis, carm. CIX–CXX). >Epitaphium in laudem Ciceronis<. Die einzelnen Tetrasticha sind durch Rubriken getrennt, meist Aliud, 118v und 119v auch O Fenix bzw. das aus der Vorlage übernommene Datum 1.4.5.0.
    • (120r) Carmen CXXXVI. >Epitaphium Hectoris<.
    • (120r) Carmen CXXXVIII. >Eiusdem<.
    Alle Carmina der Zyklen sind ohne Trennung aneinandergefügt.
    Edition
    • Anthologia latina 1 Nr. 519–554, 567–602, 615–619, 621–629, 633, 635–637, 555–566, 603–614, 630, 631;
    • Friedrich. Das Symposium der XII sapientes (s. oben), 43–50, 53–62, 66–71, 73f., 75–77, 50–53, 62–66, 71f. (mit dieser Hs., 25 genannt).
  5. 120v Ps.-Vergilius: De nominibus Musarum. >De VIII[sic] Musis<. Versabfolge verändert: 1–6, 8, 9, 7, 10, 11. Edition: Anthologia latina 1 Nr. 664. Zum Text Schaller/Könsgen 2425 und Suppl.
  6. 120v Isidorus Hispalensis: Nota de centone (Isid. orig. 1,39,25). >Incipit liber centonis editur[sic] a Proba Alipii uxore<. Centones apud grammaticos vocari solent … — … similiter et de eneidis. Sequitur jam dudum. >O Fenix<.
  7. 121r–134v Faltonia Betitia Proba: Cento Vergilianus. >Incipit carmen Probe de fabrica mundi<. >O Fenix 1.4.5.0<. Der Prolog fehlt. Das gesamte Gedicht ist durch Rubriken gegliedert; vor jedem Vers ist die Quelle des Verses bei Vergil angegeben; z. B. 121r zu Vers 24: XI En (Aen. 11,343).
    Textgeschichte: Auch in Cod. Guelf. 237 Gud. lat., 35r–53v; 284 Gud. lat., 1r–28v.
    Edition
    • CSEL 16/1, 569–609;
    • Faltonia Betitia Proba, Cento Vergilianus, praefatus est C. M. Lucarini, ediderunt idem et A. Fassina, Berlin, Boston 2015 (Bibliotheca scriptorum Graecorum et Romanorum Teubneriana), 4–54 (mit dieser Hs. XXX genannt, Sigle J).
    Literatur: Walther I 9696; Stegmüller RB 7009; Schaller/Könsgen 14383; CPL 1480; CPPM 1560; C. M. Lucarini, La tradizione manoscritta del centone di Proba, in: Hermes 142 (2014), 349–370 (353, 356, 359f., 368 Hs. genannt, Sigle J). – 135r–139r leer.
  8. 139v–334v Publius Vergilius Maro: Aeneidos libri XII. Am Schluss (334v): 1.4.5.0. O Fenix Czrnahora. Mit folgenden Argumenta: 139v einleitend Anthologia latina 1 Nr. 634; vor jedem Buch die Argumenta Anthologia latina 1 Nr. 1 I–XII. Die Argumenta zu Buch 2–4 ohne das einleitende Monostichon; auf das Argument zu 3 (170r) folgt der Vers: Ternus ait rursus terris undisque percursus; auf das Argument zu 4 (184r) folgt: Extingwitur quartus Didoni nomen et artus. 197v–198r ist in das Argument zu Buch 5 versehentlich der Halbvers Aen. 5,1 eingeschoben, das sonst einleitende Monostichon steht am Schluss des Arguments, gefolgt von dem Zusatzvers: Quinto letantur domini navesque cremantur. 233v steht das einleitende Monostichon am Schluss des Arguments von Buch 7, gefolgt von dem Zusatzvers: Septimus armatos rutulos belloque paratos. 280r folgt auf das Argument zu Buch 10 der Vers: Pro patre stans ausus decimo cadit ipse lausus. 139v auf dem Kopfsteg die Invokation Iesus; 140r auf dem Fußsteg: 1.4.5.0 O Fenix Czrnaho, 254v nach dem Argument von Buch 2: 1.4.5.0 O Fenix. Buchgliederung durch lebende rubrizierte Seitentitel: l[iber] Il[iber] XII.
    Textgeschichte: Auch in Cod. Guelf. 349 Helmst., 8r–101v; 7 Aug. 2°, 65r–266r; 36.4 Aug. 2°, 62r–230r; 8.14 Aug. 4°, 56r–229v; 9.11 Aug. 4° 44r–183r; 11.3 Aug. 4°, 55r–220v; 70 Gud. lat., 24ra–87rb; 164 Gud. lat., 24r–96r. Fragmente in 404.8.4 Novi (15), 1r–2v; 993a Novi, 1r; 66 Gud. lat., 4ra–48v.
  9. 334v Epitaphia Vergilii. Es handelt sich um die Distichen Schaller/Könsgen 9268 sowie eine modifizierte Fassung von Anthologia latina 1 Nr. 256 (Schaller/Könsgen 10279). Direkt angeschlossen ist Anthologia latina 1 Nr. 257 (Schaller/Könsgen 14383), das mit folgende Zusatzversen zum Tetrastichon erweitert ist:
    Sic vos non vobis fellera fertis oves
    Sic vos non vobis fertis aratra boves.
  10. 334v–335v Carmina XII sapientum.
    • (334v–335r) Cyclus I (Monosticha, carm. I–Ⅻ). Am Schluss (335r): H[enricus].H[opf]. ich wart der czeit 1.4.5.4.
    • (335r–335v) Cyclus II (Epitaphia Vergilii, carm.XIII–XXVI). >Laus domino<.
    Edition
    • Friedrich. Das Symposium der XII sapientes (s. oben), 39–43 (mit dieser Hs.).
  11. 335v–336r Ps.-Vergilius: Carmen ad Caesarem. Am Schluss (336r): >O Fenix<. Edition: Anthologia latina 1 Nr. 242. Zum Text vgl. Schaller/Könsgen 16206 und Suppl.
  12. 336r Versus de Vergilio. Am Schluss: >O Fenix<. Hexastichon aus der Aelius Donatus zugeschriebenen Vita Vergils: Schaller/Könsgen 8573 und Suppl. Vgl. den vollständigen Text mit Ausgaben und Literatur in Cod. Guelf. 338 Helmst., 88v–96r.
  13. 336r–v Versus de Vergilio Caesari Augusto attributi. >O Fenix<. Die Verse 12 und 36 fehlen, Vers 17 ist zwischen Vers 14 und Vers 15 geschoben. Edition: Anthologia latina 1 Nr. 672. Vgl. zum Text Schaller/Könsgen 4517 und Suppl.
Bibliographie

Korrekturen, Ergänzungen:
  • Manuscripta Mediaevalia Objektnummer hinzugefügt (schassan, 2019-08-20)
  • Normdaten ergänzt bzw. korrigiert. (schassan, 2015-09-04)

Abgekürzt zitierte Literatur

Anthologia latina 1 Anthologia latina Bd. 1: Carmina in codicibus scripta, Ps. 1, hrsg. von F. Buechler und D. R. Shackleton Bailey, Stuttgart 1982
Augsburg SSB 3 Die Handschriften der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg: 2° Cod 101–250, beschrieben von H. Spilling, Wiesbaden 1984 (Handschriftenkataloge der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg 3)
Briquet C. M. Briquet, Les Filigranes. Dictionnaire historique des marques du papier, Bd. 1–4, Leipzig 21923
Colophons Colophons de manuscrits occidentaux des origines au XVIe siècle, Bd. 1–6, ed. par les Bénédictins du Bouveret, Fribourg/Schweiz 1965–1982 (Spicilegii Friburgensis subsidia 2–7)
CPL Clavis patrum Latinorum, hrsg. von E. Dekkers, Steenbrugge u.a. 31995 (Corpus Christianorum. Series Latina)
CPPM Clavis patristica pseudepigraphorum medii aevi, hrsg. von I. Machielsen, Turnhout 1990– (Corpus Christianorum. Series Latina)
CSEL Corpus scriptorum ecclesiasticorum Latinorum, Bd. 1–, Wien 1866–
Ebert F. A. Ebert, Bibliothecae Guelferbytanae Codices Graeci et Latini Classici, Leipzig 1827 (Die Bildung des Bibliothekars 2 = Zur Handschriftenkunde 2)
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WZIS Wasserzeichen-Informationssystem. Landesarchiv Baden-Württemberg, Hauptstaatsarchiv Stuttgart (http://www.wasserzeichen-online.de/wzis/index.php)

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