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Beschreibung von Cod. Guelf. 407 Helmst. VS
Die mittelalterlichen Helmstedter Handschriften der Herzog August Bibliothek. Teil 3: Cod. Guelf. 371 bis 460 Helmst. Beschrieben von Bertram Lesser. Wiesbaden: Harrassowitz, (im Erscheinen).
Handschriftentitel: Bonifatius Ⅷ papa. Johannes XXII papa. Johannes Andreae.
Entstehungsort: Südfrankreich
Entstehungszeit: 14. Jh., 2. Viertel
Katalognummer:
  • Heinemann-Nr. 442
  • Manuscripta Mediaevalia Objektnummer, 32412257,T
Beschreibstoff: Pergament
Umfang: 206 Bl.
Format: 29,5 × 20,5 cm.
Seitennummerierung: Zeitgenössische Tintenfoliierung: 1–208, letztes gez. Bl. als Spiegel an den HD geklebt, Zählfehler: Bl. 55 und 77 übersprungen.
Lagenstruktur: 13 IV (106)! V (116). 11 IV (204). II (208). Befolgung der Gregory-Regel. Reklamanten, Lagensignaturen, letztere in den meisten Fällen durch Beschnitt verloren.
Zustand: An den vorderen unteren Ecken der Pergamentbl. leichte Fraßschäden ohne Textverlust.
Seiteneinrichtung:
  • 1ra–53vb Schriftraum: 22–22,5 × 15–15,5 cm, Nachträge auf Bl. 57v ein-, sonst zweispaltig (Spalten jeweils 7 cm breit), je nach Hand 37–45 Zeilen, Blindliniierung;
  • Bl. 58ra–205rb Schriftraum: 21–23 × 14–15,5 cm, zweispaltig (Spalten jeweils 7 cm breit), je nach Hand 52–54 Zeilen, Blindliniierung;
  • Nachtrag Bl. 205v–208r Schriftraum: 26 × 16 cm, einspaltig, 47–49 Zeilen, Blindliniierung.
Hände: Haupttext in südfranzösischer Textualis rotunda von fünf Händen,
  • Hand 1: 1ra–15ra;
  • Hand 2: 15ra–53vb;
  • Hand 3: 58ra–78rb und 117ra–191rb;
  • Hand 4: 78va–116vb;
  • Hand 5: 191va–205ra.
  • Glossen und Nachträge von mindestens fünf weiteren Händen, die meisten von einem zwischen 1371 und 1376 arbeitenden Schreiber (Datierungen s. unten), von dem auch der Nachtrag 205rb–208r stammt.
Auszeichnungsschriften / Buchschmuck:
  • Rubriziert, auf Bl. 1ra–53vb nur rote, sonst wechselnd rote und blaue Paragraphenzeichen und Lombarden über 2–4 Zeilen mit schlichtem, meist rektilinearem Fadenwerk in der Gegenfarbe.
  • Auf Bl. 1ra schlichte rote Initiale B in Unzialform über 6 Zeilen mit blauen Fadenausläufern und blauen Knospenähren im Binnenfeld; als Konturbegleitung mehrere parallel geführte Fadenranken und umlaufendem Perlenbesatz. Die Initiale ist von anderer Hand ausgeführt als der übrige Buchschmuck.
Spätere Ergänzungen: Zahlreiche Marginal- und Interlinearglossen verschiedener Hände.
Einband: Gotischer Holzdeckelband mit Schafslederüberzug (Fleischseite außen). Vier Doppelbünde, Kapital am Kopf mit rotgefärbten Lederstreifen umflochten. Eine Langriemenschließe, Schließenblech mit Öse in der Mitte des Riemens. Schließenriemen und Dorn im Deckel verloren, Gegenblech mit Riemenrest unter dem Bezug des HD erhalten.
Entstehung der Handschrift: Sowohl die zur Glossierung benutzten Texte als auch die paläographischen Merkmale und der Buchschmuck deuten darauf hin, dass die Hs. vor der Mitte des 14. Jh. im akademischen Milieu Südfrankreichs geschrieben und auch intensiv benutzt wurde. Vergleichbar sind z. B. die Codices Cambridge, Fitzwilliam Museum, Marlay Cutting Fr. 2 (Liber Extra mit Glossa ordinaria, Südfrankreich, 1330–1340, vgl. Illuminating the law, 204–206 Nr. 15), Prag, NKCR, XXIII.B.6 (Liber Sextus mit Glossa ordinaria, Südfrankreich, 1344, digital) oder Montpellier, BM, Ms. 34 (Decretum Gratiani, Montpellier bzw. Toulouse, 1345–1350, vgl. Les fastes du gothique. Le siècle de Charles V. Galeries Nationales du Grand Palais, 9 octobre 1981 – 1er février 1982, présentation de l'exposition conçue et réalisée par B. Donzet et C. Siret, Paris 1981, 311 Nr. 262).
Provenienz der Handschrift:
  • Ein ungenannter Besitzer, der zahlreiche datierte Glossen und Nachträge hinzufügte, scheint den Codex um 1370 ins westpommersche Arnswalde (heute Choszczno) gebracht zu haben, vgl. die mit Cisiojanus datierte Glosse auf Bl. 58r: 1373 Urban in pede cris can In Arnswolde scripsi orate pro me legentes. —
  • Später gelangte der Codex im 15. Jh. ins südliche Niedersachsen, wenigstens belegt dies ein knapper Vermerk auf dem VS: Ludeke Voget vov … , der übrige Text ist vom Fragment eines Siegelabdrucks in grünem Wachs überdeckt. Die einzige bislang nachweisbare Person dieses Namens wird im Lehnbuch des Erzbischofs Günther II. von Magdeburg (1403–1445) als Hildesheimer Lehnsmann aus Klein Flöthe (Lutken Vlot, südl. von Wolfenbüttel) erwähnt, vgl. Die ältesten Lehnbücher der Magdeburgischen Erzbischöfe, bearbeitet von G. Hertel, Halle 1883 (Geschichtsquellen der Provinz Sachsen und angrenzender Gebiete 16), 346.
Erwerb der Handschrift: Der weitere Weg des Codex in die Bibliotheca Julia in Wolfenbüttel, vermutlich über eine der 1572 konfiszierten südniedersächsischen Klosterbibliotheken, ist unbekannt. Dort ist er erstmals 1588 von Eberhard Eggelinck im Verzeichnis der Pergamenthandschriften der Bibliotheca Julia (NLA – StA Wolfenbüttel, 1 Alt 22, 83, 22r–35v, hier 29v) als Quatuor Libri Decretalium auf Pergamein geschrieben vnd gloßen in quarto vnd bretern mit gelem Semischen leder vbertzogen gebunden verzeichnet. 1614 im Gesamtkatalog von Liborius Otho (p. 155 [151]) unter den Libri Iuridici in folio als Liber Sextus Decretalium manuscriptus in membranis mit der Signatur L 21 nachgewiesen. Seit 1618 in der Universitätsbibliothek Helmstedt, 1644 in deren Handschriftenkatalog (Cod. Guelf. 27.2 Aug. 2°, 25r) als Sextus decretalium in membrana. Apparatus VI Decretalium per Joann. Andreæ completus in membrana unter den Juridici MSSti in folio beschrieben, auf dem VS die entsprechende Helmstedter Signatur J. 33. Im Handschriftenverzeichnis von 1797 (BA III, 52) unter Nr. 312 genannt.
Inhalt:
  1. 1ra–53vb Bonifatius Ⅷ papa: Liber Ⅵ decretalium cum variis apparatibus. >Liber Sextus decretalium compositus a Bonifatio papa octavo<. >Explicit<. Nur Rubriken, keine Einteilung in Bücher. Die Dekretalen Clericis laicos (VI 3.23.3), Ad succidendos (VI 5.3.un., dazu Schmidt Publikation, s. unten) und Exiit qui seminat (VI 5.12.3, fehlt in vielen Sextus-Hss.; vgl. Friedberg 2, 1109 im Apparat) fehlen. Der Text ist reichhaltig, aber nicht durchgängig marginal und interlinear glossiert, die Glossen wurden von mindestens fünf Händen in mehreren zeitlich abweichenden Stufen vom Zeitpunkt der Abschrift des Werkes bis zum Zeitraum 1373–1376 eingetragen, so die Datierungen der letzten Hand mittels Cisiojanus, z. B. auf Bl. 1r in marg.: 1373 Urban in pede cris can orate pro me legentes; 46r in marg.: 1376 ovat in parasceve orate pro me legentes. Die Marginalien wurden der "Glossa ordinaria" des Johannes Andreae (meist allegiert als JoAn), den "Casus breves libri Ⅵ decretalium" (1r: Sacrosancte. Bonifacius in libro isto quem sextum nominandum duxit … , vgl. in Cod. Guelf. 39.2 Aug. 2°, 293r–304v, dazu Schulte 2, 224f. Nr. 68.IV) sowie den Kommentaren von Gui[do de Baisio] (z. B. 31r und 35v) und Gui[lelmus] de Monte Lauduno (46r) entnommen.
    Textgeschichte: Der Liber Sextus mit der Glossa ordinaria des Johannes Andreae in Cod. Guelf. 151 Helmst., 7r–200v, mit dem inserierten Kommentar des Johannes Monachus in Cod. Guelf. 437 Helmst., 1ra–29va (Textverlust), ein Exzerpt in Cod. Guelf. 71.5 Aug. 2°, 289r–312v.
    Edition
    Literatur
    • Schulte 2, 34–45;
    • Hove, 363–365;
    • Schmidt Publikation, 577 (Hs. genannt);
    • CALMA 2, 477 Nr. 2.
  2. 54ra–b Johannes XXII papa: Bulla 'Ne super hiis' (Avignon, 3.12.1334). Johannes episcopus servus servorum dei papa XXII. Ad perpetuam rei memoriam. Ne super hiis que de animabus purgatis separatis a corporibus … — … submittimus determinacioni ecclesie et successorum nostrorum. Nulli ergo etc. Datum Avinione IV nonas Decembris pontificatus nostri anno XIX.
    Druck (zuletzt)
    • Chartularium universitatis Parisiensis. Sub auspiciis consilii generalis facultatum Parisiensium… contulit H. Denifle … auxiliante Æ. Chatelain, Bd. 2: Ab anno MCCLXXXVI usque ad annum MCCCL, Paris 1891, 440f. Nr. 987.
    Regest bei Mollat Jean XXII 14, 220 Nr. 64227. Auf dem Kopfsteg des Bl. die nach 1323 hinzugefügte Ablassnotiz: In die Thome de Aquino [7.3.] et per octavam IIII anni et 165 dies indulgenciarum monasteria visitantibus deserviunt.
  3. 54rb–56ra Benedictus Ⅻ papa: Bulla 'Benedictus Deus' (Avignon, 29.1.1336). Benedictus episcopus servus servorum dei papa XII. Ad eternam rei memoriam. Benedictus deus in donis suis et sanctus in omnibus operibus suis … — … pro modo debito procedetur. Nulli ergo hominum etc. Datum Avinione IV nonas Februarii[sic] pontificatus nostri anno II. Datum Avinione anno domini Mo CCCoXXVo[sic] die XXIX Januarii.
    Druck
  4. 56ra Notae de consanguinitate. Capitulo 'Iordane' [X 4.13.11]. Nota sponsalia de futuro per copulam carnis transsit[sic] in matrimonium [X 4.1.30]. Item affinitas superveniens non solvit matrimonium debent tamen coniuges de honestate continere [X 4.13.10] etc. etc. etc. Caucione. Nota de obligacione facta in sponsalibus: Nulla oritur obligacio si non sequitur matrimonium per capitulum 'Gemma mulier' de sponsalibus [X 4.1.29]. Nota ad homicidium casuale concurrunt duo scilicet culpa et voluntas ergo preter voluntatem de tanto proiciens … non dicitur homicida.
  5. 56rb Nota de constitutionibus. Constituciones humane que fiunt modernis diebus … — … genere peccata. Nicht näher identifizierbar; beide von späterer Hand direkt an den vorhergehenden Text angeschlossen.
  6. 56va Raimundus (de Pennaforti?): Expositio arboris consanguinitatis (partim). Consanguinitas est vinculum personarum ab eodem stipite descendencium … — … nota quod duo linee descendentes unam faciunt transversalem.
    Textgeschichte: Der vollständige Text in Cod. Guelf. 12 Helmst., 117va–118ra; A. d. Extrav., 21ra–24rb, sowie auf einem unsignierten, aus dem Druck T 126.2° Helmst. ausgelösten Spiegelbl. mit prachtvollem Baumschema in französischer Deckfarbenmalerei der zweiten Hälfte des 13. Jh., heute in der Fragmentensammlung.
    Druck
    • S. Worby, Law and kinship in thirteenth-century England, Woodbridge 2010, 148–162 (Appendix 1), hier 149.
    Literatur
    • Kaeppeli 3402;
    • S. Kuttner, The Barcelona edition of St. Raymond's first treatise on Canon Law, in: Ders., Studies in the history of medieval canon law, Aldershot 1990, 52–67.
    – 56vb leer.
    1. (57ra) Nota de exceptione. 'Exceptionis' de litis contestacione [VI 2.3.1]. Ad evidenciam huius si queras que excepciones litis contestati impediant … — … hic Jo An cum Gui in verbo defencionis[sic]. In dieser Form bislang nicht nachweisbar. Benutzt wurden nach den Allegationen offenbar die Sextus-Kommentare von Johannes Andreae und Guido de Baisio.
    2. (57ra–b) Nota de pacto de non petendo. Nota quod si quis facit pactum de non petendo … — … Quidam tamen dicunt … (Text bricht ab). In dieser Form bislang nicht nachweisbar. – Auf dem Kopfsteg des Bl. die Merkverse
      Quis quid ubi per quos quociens cur quomodo quando
      Quilibet observet anime medicamina danda.
      (Walther II 25429a).
  7. 57v Bonifatius Ⅷ papa: Bulla 'Provide attendentes' (Extravag. com. 5.10.2, Anagni, 31.5.1302). >Extravagans Bonifacii VIII<.
    Textgeschichte: Zu Parallelüberlieferung und Ausgaben vgl. Cod. Guelf. 311 Helmst., 46rb–va.
    Direkt darunter ein Zahlenschema, das die römische Zahl C (mit der Beischrift Carnifex) mit den Buchstaben A, B und C sowie den arabischen Zahlen 2–10 in Beziehung setzt.
  8. 58ra–205rb Johannes Andreae: Glossa ordinaria in librum Ⅵ decretalium multis annotationibus aucta.
    • (58ra–b) Prooemium. Quia preposterus est ordo presens humana subsidia petere ut illis deficientibus divini favoris graciam postuletur … — … fides de summa trinitate dampnamus in fine. Joan. Andree.
    • (58rb–205rb) Textus. Bonifacius episcopus ea ratione motus qua in principio primi secundi tertii quarti vel quinti libri decretalium querere non solemus … — … postea labores meos offeram iam licet noviter inchoatos. Johannes Andree. Explicit apparatus sexti libri decretalium per dominum Johannem Andree noviter compilatum. Deo gratias.
    Als fortlaufender Fließtext geschrieben und vielfach, aber nicht durchgängig marginal von den gleichen Händen wie Bl. 1ra–53vb in mehreren zeitlich abweichenden Stufen glossiert. Die Datierungen der jüngsten Glossenschicht mittels Cisiojanus liegen wiederum im Zeitraum 1371–1374, z. B. auf Bl. 58v in marg.: 1374 Janus Epi orate pro me legentes; 184v und 205r in marg.: 1371 Maria. Die Marginalien stammen zum überwiegenden Teil aus Andreaes "Novella in librum Sextum", meist allegiert als JoAn, JoAndree oder JoAn in novella, z. B. 58v, 66r, 79r und 205rb, bzw. aus den hauptsächlich in Frankreich populären "Lecturae super librum Sextum" von Zenzelinus de Cassanis (Gencellinus, 147v) und Johannes de Borbone (Jo de Borbonio, 102r).
    Textgeschichte: In Zwei-Spalten-Klammerform mit dem Text des Liber Sextus auch in Cod. Guelf. 151 Helmst., 7ra–200vb.
    Druck
    Literatur
  9. 205rb Nota de beneficiis. Clericus impetravit sibi provideri de beneficio … — … beneficium valeat valorem duplum vel triplum ymmo et decuplum vel centuplum. In dieser Form bislang nur hier nachgewiesen.
  10. 205v–207v Quaestiones Ⅷ in Ⅹ 5.38.12. 'Omnis utriusque sexus' de penitencia et remissione [X 5.38.12]. Ad evidenciam huius canonis primo queritur utrum statim quando quis peccavit teneatur confiteri … — … et illa non liberat a satisfactione Amen. Die traktierten Quaestionen sind auf dem Kopf- und Fußsteg der betreffenden Seite wiederholt. Bislang nur hier nachgewiesen.
  11. 207v–208r Quaestiones de Ⅶ vitiis capitalibus. >Queritur quando quodlibet VII capitalium peccatorum sit mortale vel veniale et quando veniale<. Ad primam questionem quando sunt mortalia dicit Augustinus: Peccatum mortale est spreto spreto[sic] incommutabili bono rebus commutabilibus adherere [Thom. Aquin. in IV sent. 49,1,3] … — … resurrexionem de lecto et tamen pigrescit hoc facere. 1373 Cir Gertrud Alba Bene [März 1373] orate pro me legentes. Ohne Übergang direkt an den vorhergehenden Text angeschlossen. Die Namen der sieben Todsünden (Superbia, Ira, Invidia, Accidia, Avaricia, Gula und Luxuria) sind in marg. angegeben.
    Textgeschichte: Mit leicht abweichendem Incipit und identischem Explicit in Frankfurt/M., StUB, Ms. Praed. 138, 221r–222v (Frankfurt 1, 320); Jena, ULB, Ms. El. q. 11, 210rb–211rb (Jena 1, 251f.).
    Vgl. Bloomfield 4505. – Direkt darunter einige rasch hingeworfene Federproben und Notizen, meist juristischen Inhalts, z. B. zur adoptio.
Bibliographie
Handschriftenteil: VS
Entstehungsort: Süd- oder Südwestfrankreich
Entstehungszeit: 11. Jh., 1. Hälfte
Beschreibstoff: Pergament
Umfang: 1 Bl.
Format: 29,5 × 20,5 cm.
Seiteneinrichtung: Schriftraum: 24 × 17,5 cm, einspaltig, noch 12 liniierte Zeilen erhalten (beschnitten).
Hände: Karolingische Minuskel von einer Hand.
Musiknotationen: Über jeder Zeile ein Notensystem auf einer eingeritzten Linie mit diastematischen aquitanischen Neumen der Epoche 1 (vgl. Stäblein, 148–151) ohne Schlüssel.
Auszeichnungsschriften / Buchschmuck: Rubriziert, rote Lombarden.
Spätere Ergänzungen: Zwischen den Zeilen sind Glossen zum Text des Liber Sextus auf dem gegenüberliegenden Bl. 1r nachgetragen.
Inhalt:
1. VS Antiphonale officii (Proprium de tempore, pars hiemalis). Enthalten sind Antiphonen und Responsorien in festo nativitas Domini, und zwar In prima nocturna: CAO 1668; In secunda nocturna: CAO 3877; Ad canticis[sic]: CAO 4410; Responsoria: CAO 7840; In evangelio: CAO 5362, 4224 und 1791.

Korrekturen, Ergänzungen:
  • Manuscripta Mediaevalia Objektnummer hinzugefügt (schassan, 2019-08-20)
  • Normdaten ergänzt bzw. korrigiert. (schassan, 2015-09-04)

Abgekürzt zitierte Literatur

Bloomfield M. W. Bloomfield, Incipits of Latin Works on the Virtues and Vices 1100–1500 A.D., Cambridge/Mass. 1979 (Publications of the Medieval Academy of America 88)
Bullarum Taurinensis editio 4 Bullarum, diplomatum et privilegiorum sanctorum Romanorum pontificum Taurinensis editio, Bd. 4: A Gregorio X. (a. 1271) ad Martinum V. (a. 1431), hrsg. von L. Tomassetti und F. Gaude, Augusta Taurinorum 1859
CALMA C.A.L.M.A. Compendium auctorum latinorum medii aevi, hrsg. von M. Lapidge u. a., Bd. 1–, Firenze 1999–
CAO R.-J. Hesbert, Corpus antiphonalium officii, Bd. 1–6, Rom 1963–1979 (Rerum ecclesiasticarum documenta. Series maior 7–12)
DDC Dictionnaire de droit canonique, Bd. 1–7, hrsg. von R. Naz, Paris 1935–1965
Frankfurt 1 Die Handschriften des Dominikanerklosters und des Leonhardstifts in Frankfurt am Main, beschrieben von G. Powitz, Frankfurt/M. 1968 (Kataloge der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main 2; Die Handschriften der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt am Main 1)
Friedberg E. Friedberg, Corpus iuris canonici, Bd. 1–2, Leipzig 1879–1881
GW Gesamtkatalog der Wiegendrucke, Bd. 1–, Leipzig 1925–1938, Stuttgart 1978–
Heinemann O. von Heinemann, Die Helmstedter Handschriften, Bd. 1–3, Wolfenbüttel 1884–1888, Nachdruck Frankfurt/M. 1963–1965 (Kataloge der Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel, Die alte Reihe 1–3)
Hove A. van Hove, Commentarium Lovaniense in Codicem Iuris Canonici, Vol. 1,1: Prolegomena ad Codicem Iuris Canonici, editio altera, Mecheln 1945
HQL 1 Handbuch der Quellen und Literatur der neueren europäischen Privatrechtsgeschichte, Bd. 1: Mittelalter (1100–1500): Die gelehrten Rechte und die Gesetzgebung, hrsg. von H. Coing, München 1973 (Veröffentlichung des Max-Planck-Instituts für Europäische Rechtsgeschichte)
Illuminating the law S. L’Engle und R. J. Gibbs, Illuminating the law. Legal manuscripts in Cambridge collections, London 2001
Jena 1 Die mittelalterlichen lateinischen Handschriften der Electoralis-Gruppe, beschrieben von B. Tönnies, Wiesbaden 2002 (Die Handschriften der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena 1)
Kaeppeli T. Kaeppeli, Scriptores ordinis praedicatorum, Bd. 1–4, Rom 1970–1993
Lange/Kriechbaum H. Lange und M. Kriechbaum, Römisches Recht im Mittelalter, Bd. 1: Die Glossatoren, München 1997, Bd. 2: Die Kommentatoren, München 2007
Rep. font. Repertorium fontium historiae medii aevi, Bd. 1–12, hrsg. vom Istituto Storico Italiano per il Medio Evo, Rom 1962–2007
Schulte J. F. von Schulte, Die Geschichte der Quellen und Literatur des Canonischen Rechts … , Bd. 1: … von Gratian bis auf Papst Gregor IX. Stuttgart 1875; Bd. 2: … von Papst Gregor IX. bis zum Concil von Trient, Stuttgart 1877
Stäblein B. Stäblein, Schriftbild der einstimmigen Musik, Leipzig 1975 (Musikgeschichte in Bildern 3)
Walther II H. Walther, Proverbia sententiaeque Latinitatis medii aevi, Bd. 1–6; P. G. Schmidt, Proverbia sententiaeque Latinitatis medii aevi. Nova series, Bd. 7–9, Göttingen 1963–1969, 1982–1986 (Carmina medii aevi posterioris Latina 2, 1–9)

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