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Beschreibung von Cod. Guelf. 488 Helmst.
geplant: Die mittelalterlichen Helmstedter Handschriften der Herzog August Bibliothek. Teil 3: Cod. Guelf. 441 bis 615 Helmst., beschrieben von Bertram Lesser.
Handschriftentitel: Aristoteles. Averroes
Entstehungsort: Nordfrankreich und Norditalien
Entstehungszeit: 1290–1330
Katalognummer: Manuscripta Mediaevalia Objektnummer, 32412342,T
Beschreibstoff:
  • Pergament
  • Aus vier Teilen zusammengesetzt: I 1ra–159vb, II 160ra–169vb, III 170ra–177vb, IV 178ra–220rb.
Umfang: 220 Bl.
Format: 25 × 20 cm
Seitennummerierung: Tintenfoliierung modern (19. Jh.): 1220.
Lagenstruktur: 13 VI (156). I+1 (159). IV (167). I (169). IV (177). 4 V (217). I+1 (220). Das beschriebene und gez. Bl. 220 als Spiegel an den HD geklebt.
Zustand: Der gesamte Buchblock wurde bei der Neubindung an den Rändern um z. T. mehrere Zentimeter beschnitten, daher vor allem im marginalen Kommentar, bei den Seitentiteln und Bordürenausläufern der Initialen Verluste.
Spätere Ergänzungen: Im gesamten Codex zahlreiche Hervorhebungen späterer Hände, wie Unterstreichungen und marginale Kennzeichnungen durch waagerechte Striche und Asterisken sowie nachträgliche Kapitelzählung in arabischen Ziffern entweder in brauner (1ra–88va, Ethik und Politik) oder roter Tinte (115ra–159vb und 182ra–219vb, Rhetorik). Zumindest letztere stammen von der Hand des Helmstedter Bibliothekars Christoph Schrader (siehe unten), ebenso wie der Besitzvermerk 1r: Liber Acad[emiae] Juliæ Helmæstadi.
Einband: Renaissanceeinband (Mitte 16. Jh.) aus dünnen, mit Pergamentmakulatur (siehe unten) überzogenen Buchenholzdeckeln. Darüber zusätzlicher Halbbezug aus rotgefärbtem Schafsleder. Eine Riemenschließe mit Stiftlager in Gabelform, Schließenriemen und -haken verloren. Ehemals 4, jetzt nur noch 3 Doppelbünde, Kapitalbünde ebenfalls verloren.
Zusatzmaterial: Fragmente, 1. Einbandüberzug (VD und HD): Pergament, je ein Bl., misst pro Deckel noch sichtbar ca. 28 × 12 cm (teilweise beschnitten bzw. vom Halbbezug verdeckt). Schriftraum identisch, beschnitten, noch 11 Zeilen. Über jeder Zeile ein Notensystem; Mischform aus Metzer und Hufnagelnotation auf fünf Linien, c-Linie rot, f-Linie gelb.Textura, 14. Jh., 1. Hälfte. Rubriziert, rote und blaue Lombarden sowie schwarz-rote Cadellen. Antiphonale officii (Temporale). VD: Responsorien und Versikel CAO 6872, 6872a, 6419, 6419a, 6403 und 6403a zu Dominica IV post Pascha. HD: Responsorien und Versikel CAO 6152, 6152a, 6400, 6400a und 7877 zu Dominica II post Pascha. — 2. VS: Pergament, ein Bl., 25 × 20 cm. Schriftraum: 23 x 16 cm, zweispaltig, 19 Zeilen, dünne Tintenliniierung.Textura, 14. Jh. Rubriziert, wechselnd rote und blaue Lombarden über 2 Zeilen mit Fadenausläufern, konturbegleitendem Knospenfleuronnée und spiralig gedrehtem Binnenfleuronnée in der Gegenfarbe. Missale (Temporale). Orationes, Secreta und Postcommuniones zur feria III–V post Pascha.
Provenienz der Handschrift: Die Hs. befand sich mit den drei übrigen Aristotelescodices des Helmstedter Fonds (Cod. Guelf. 577 Helmst., 593 Helmst. und 1105 Helmst.) und Cod. Guelf. 810 Helmst. mit Kommentaren des 16. Jh. zur Rhetorik, Nikomachischen Ethik und zu De mundo, im Besitz von Matthias Flacius Illyricus. Nach den Inhaltsangaben auf dem Kopfsteg von Bl. 1r (Ethica A[ristotelis] ad Nicomachum. Politica eiusdem. Eiusdem magna moralia. Eiusdem Rhetorica. Eiusdem Problemata. Eiusdem Liber de Mundo. Eiusdem Poetica), die von der gleichen Hand wie in Cod. Guelf. 442 Helmst., 1r, und damit von einem Mitarbeiter oder Schreiber der "Magdeburger Centurien" stammen, hatte er diesen und die übrigen drei Codices den Centuriatoren zur Auswertung zur Verfügung gestellt. Inhalt und Einband lassen den Schluss zu, dass die Teile der Hs. erst in Norddeutschland (Magdeburg?) in den gegenwärtigen Überlieferungsverbund gebracht wurden (vgl. auch Cod. Guelf. 577 Helmst.). Da nicht mehr zu ermitteln ist, ob der in Cod. Guelf. 810 Helmst. eingelegte Brief des Johannes Wigand an Flacius vom 23.2.1553 zur Hs. gehört oder nur zufällig als Lesezeichen eingelegt worden ist, bleibt letztlich unklar, wann und auf welchem Wege Flacius die fünf Codices erhalten hat; zumindest Cod. Guelf. 810 Helmst. wurde ihm nach Magdeburg gesandt, auf dem HD ist vermerkt: Domino Matthiæ Illyrico Magdeburgæ agenti detur. Zwar verfügten Flacius und die Zenturiatoren über Verbindungen zu mehreren französischen Gelehrten, es sind jedoch keinerlei Nachrichten über einen Handschriftentransfer aus Frankreich zu Flacius erhalten (vgl. Bollbuck, 158f.).
Erwerb der Handschrift: Zusammen mit der übrigen Bibliothek des Matthias Flacius am 20.4.1597 von Herzog Heinrich Julius von Braunschweig-Lüneburg erworben. 1614 im Gesamtkatalog des Liborius Otho (Cod. Guelf. A Extrav., p. 84 [80]) unter Nr. 17 der Libri Ethici in folio als Ethica Aristotelis ad Nicomachum, Politica eiusdem, Eiusdem magna moralia, Eiusdem Rhetorica, Eiusdem problemata, Eiusdem liber de Mundo, Eiusdem Poetica. Alles auf Pergament geschrieben in groß Quarto (entspricht der Angabe 1r) aufgeführt. — Seit 1618 in der Universitätsbibliothek Helmstedt, 1644 im Handschriftenkatalog der Universitätsbibliothek (Cod. Guelf. 27.2 Aug. 2°, 29v) unter den Miscellanei MSSti in folio als Aristotelis Ethica ad Nicomachum, Politica, magna Moralia, Rhetorica, Problemata, Liber de Mundo, Poetica, Latinè, in membrana genannt, im Handschriftenverzeichnis von 1797 (BA III, 52) ausführlich unter Nr. 273 beschrieben.
Bibliographie
Handschriftenteil: I
Entstehungsort: Nordfrankreich
Entstehungszeit: 14. Jh., 1. Viertel
Beschreibstoff: Pergament
Umfang: 159 Bl.
Format: 25 × 20 cm
Lagenstruktur: 13 VI (156). I+1 (159).
Seiteneinrichtung: 19,5 × 10,5 cm, Haupttext zweispaltig, 40 Zeilen, dünne Bleiliniierung. Zusätzliche schmale Randspalte für Fleuronnéestäbe, Fadenausläufer und marginale Anstreichungen, äußere und innere Seitenstege ebenfalls zweispaltig für Notavermerke und Glosse eingerichtet, aber nur teilweise ausgefüllt.
Hände: Regelmäßige, kaum gebrochene französische Textualis von einer Hand.
Auszeichnungsschriften / Buchschmuck:
  • Rubriziert, abwechselnd rote und blaue Paragraphenzeichen, lebende Seitentitel in abwechselnd roten und blauen Unzialmajuskeln. Am Beginn der einzelnen Kapitel abwechselnd rote und blaue Fleuronnéeinitialen meist über 2 Zeilen mit filigranem binnen- und konturbegleitendem Fleuronnée in der Gegenfarbe. Von den Buchstaben gehen zunächst Fleuronnéeleisten aus rot-blauen Kreissegmenten mit Fibrillenbesatz aus, die ihrerseits von langen parallelen Fadenranken mit Perlreihen und Fibrillen fortgesetzt werden. Als Konturbesatz dienen entweder einfache, seltener doppelte Konturbegleitstriche oder Reihen von einfachen bzw. gekernten Perlen. In den Binnenfeldern abwechselnd C-förmige Haken mit Enden in Knospen- oder Halbpalmettenformen, Knospenbüschel oder Rankenspiralen. Als Konturbesatz dienen Einzelknospen oder gekernte Perlen. In den Binnenfeldern einfache oder doppelte C-Haken mit Füllornamenten, einzelne oder doppelte Rankenspiralen mit Knospen oder axialsymmetrisch angeordnete Knospenbüschel. Vgl. Stirnemann 71 und 73 jeweils Nr. 45.
  • Am Beginn der einzelnen Bücher eines Werkes Rankenintialen über 4 Zeilen in sorgfältiger Deckfarbenmalerei. Buchstabenkörper meist tiefblau (einige dunkelrosa) mit Weißlinienfiligran in diversen geometrischen Mustern (Kopfstempel u. a.) ist vor einem dunkelrosa (einige tiefblau) gefüllten quadratischen Hintergrund angebracht; dort nochmals Weißlinienfiligran in den Zwickeln. Die Buchstabenkörper und der ausgezogene Rahmen bilden je einen nach unten und nach oben gerichteten, jeweils in eine blaue und dunkelrosa gefärbte, mit weiß gehöhtem Mustern strukturierte Hälfte geteilten, geschwungenen Bordürenstab mit volutenartig gerollten oder gegabelten Enden, die mit Dornen besetzt sind und in Profil- oder Efeublättern auslaufen. Die Gestaltung der mit Blattgold belegten Binnenfelder wechselt regelmäßig zwischen blauen bzw. dunkelrosa gefärbten (Gegenfarbe zum Buchstabenstamm) Ranken, die an den Ende mit roten und/oder blauen Efeublättern besetzt sind, oder zwischen einer geometrischen Füllung durch ein Diagonalnetz mit abwechselnd farbigen (meist blau, rosa, schwarz) und goldenen Rautenfeldern. —
  • Am Beginn der einzelnen Werke historisierte Deckfarbeninitialen mit Drolerien in außerordentlich qualitätvoller Ausführung über meist 6 bis max. 14 Zeilen. Die prinzipielle Gestaltung entspricht in den Grundfarben Blau und Rosa und dem vielfältig gestalteten Weißlinienfiligran den kleineren Rankeninitialen, allerdings sind die quadratischen Hintergründe mit schmalen Blattgoldleisten gerahmt. Die am Übergang zum Buchstaben bzw. an den Eckpunkten stets mit Dornenreihen verzierten Bordürenstäbe sind gerade und rahmen die Vertikalseite der betreffenden Textspalte völlig ein; sie schwingen dann weit auf den Fußsteg aus bieten den Raum für die (leider auch beschnittenen) Drolerien. Das Binnenfeld der Buchstaben ist stets vollständig mit Blattgold ausgelegt und bietet damit den Hintergrund für die sorgfältig und filigran dargestellten Figuren und Figurengruppen, deren mit feinen Strichen gezeichnete Gesichter durch angedeutete rote Wangen belebt werden. 1. 20ra (Politik): Initiale Q über 7 Zeilen, Buchstabenkörper blau, Hintergrund rosa. Im Binnenfeld links ein thronender, blau und rosa gewandeter König mit roter Krone und Gerichtsschwert, die Rechte im Redegestus erhoben, vor den ein weltlicher (rosa Übergewand, weiße Mütze, rote Beinkleider und Schuhe) und ein blau gekleideter geistlicher Untertan (tonsuriert) hintreten. Ihre im Rede- bzw. Ablehnungsgestus erhobenen Hände deuten auf eine erregte, vermutlich gerichtlich motivierte Diskussion. Die gesamte Szene ist auf die gerechte Regierung des Staatles, den Gegenstand des Buches, hin zu deuten. Die Bordürenstäbe sind außen blau, innen rosa mit Weißlinienfiligran und Dornenbesatz, oben mit einem rund gegabelter Ausläufer mit je drei (rot, blau, golden) Efeublättern am Ende. Der lang geschwungene untere Stab ist beschnitten und endet ebenfalls in sechs noch erkennbaren Efeublättern in den gleichen Farben wie oben. In der Mitte des Bordürenstabes steht ein grauer Kranich (Beine durch Beschnitt verloren), der als Sinnbild der Wachsamkeit (Staats- und Herrschertugend) in seinem roten Schnabel einen goldenen Stein hält. – 2. 88vb (Ökonomie): Initiale Y über 14 Zeilen. Der Buchstabenkörper besteht aus einem langgezogenen rhombischen Kasten mit dünnem blauem Rahmen, der durch Stege in drei übereinanderliegende Kompartimente geteilt ist, die oben und unten mit Blattgoldauflage, in der Mitte mit einem rot-weißen Schachbrettmuster gefüllt sind. Da die aristotelische Ökonomie im wesentlichen mit der wirtschaftlichen Haushaltsführung befasst ist, sind in der Initiale untereinander die Mitglieder eines Haushalts (Kleinfamilie) dargestellt; oben der blau gewandete paterfamilias mit einer Rolle in der Hand, darunter seine Ehefrau mit rotem Unter-, blauem Übergewand, Gebende und Rise. Ganz unten ein Knabe mit langem rosa Übergewand und roten Schuhen. Die langgezogene geschwungene Unterlänge des Y bietet auf dem Fußsteg Platz für einen mi-parti rosa und blau gewandeten Jäger, der einen Pfeil auf einen grauen Vogel abschießt, der auf einem der 9 Dornblätter sitzt, in welche die Ranke ausläuft. Je drei Dornblätter wachsen auch aus den oberen Ecken des Buchstabenkörpers. Zwischen diesen befindet sich als Sinnbild haushälterischer Vorratshaltung ein graues Eichhörnchen, das eine Nuss verzehrt. – 3. 92ra (Magna moralia): Initiale Q über 6 Zeilen. Buchstabenkörper blau, Hintergrund rosa. Quer zweigeteiltes Binnenfeld, oben ein blau gekleideter dozierender Gelehrter hinter einem Pult mit Buch, rechts davon drei Studenten oder Schüler in blauen und roten Gewändern, die die Gestik der Aufmerksamkeit bzw. des Zuhörens zeigen. Darunter zwei erregt disputierende Personen. Der nach oben verlaufende Bordürenstab ist durch einen roten Tierkopf mit dem Rahmen verbunden und läuft in einer locker gerollten Volute mit zwei Efeublättern aus. Die untere Bordürenranke ist nur an Ende geschwungen und mit neun Efeublättern besetzt; auf der Ranke flieht ein brauner Hase mit erschrockenem Gesichtsausdruck vor einem blaugrauen Windhund. – 4. 115ra (Rhetorik): Initiale R über 6 Zeilen. Buchstabenkörper rosa, Hintergrund blau. In Binnenfeld links ein dozierender Gelehrter in blauem Gewand, der mit übereinandergeschlagenen Beinen hinter seinem Pult sitzt, auf dem ein geöffnetes Buch liegt. Von rechts treten zwei Zuhörer in einem roten bzw. blauen Gewand an ihn heran, der vordere ist durch seine Tonsur als Weltgeistlicher oder Scholar kenntlich. Er hat die Rechte im Redegestus erhoben und diskutiert offenbar mit dem Lehrer. Die nach oben gerichtete Bordüre ist nur eine kurze, geschwungene Ranke mit drei Efeublättern in Rot und Blau, der nach unten gerichtete gerade Bordürenstab endet in einer fast kreisrund gebogenen Ranke mit fünf endständigen Efeublättern. Auf diesen landet ein brauner Vogel, im Kreisbogen der Ranke sitzt ein blaugrauer Hase. – 5. 159vb (Secretum secretorum de regimine principum): Initiale D über 6 Zeilen. Buchstabenkörper blau, Hintergrund rosa. In Binnenfeld thront ein rot gekrönter König mit roter Tunika und blauem Übergewand, in der Linken ein Schwert (wie oben 20ra). Die im Redegestus erhobene Rechte deutet an, dass er seinen rechts vor ihm knienden Sohn unterrichtet, der mit einen langen roten Gewand bekleidet ist, in der Linken einen langen Stab und in der Rechten einen gesiegelten Brief (? ) hält. Die beiden Bordürenstäbe nach oben und unten sind gerade, seitlich gerichtete Ranken und Drolerien fehlen. Am oberen, geraden Ende fünf Efeublätter, unten in zwei halbrunden, mit je einem Efeublatt besetzten Enden gegabelt.
Entstehung der Handschrift: Nach Ausweis der paläographischen Merkmale und des Buchschmucks wurde der Codex im ersten Viertel des 14. Jh. in Nordfrankreich geschrieben. Zur Datierung und Lokalisierung verglichen u. a. mit Cambridge, UL, Ff.3.3, dazu mit Abb. P. Binski, P. Zutshi, Western illuminated manuscripts. A catalogue of the collection in Cambridge University Library, Cambridge 2011, 295f. Nr. 322. Siehe außerdem London, BL, MS Burney 275, dazu mit Abb. A. Stones, Gothic manuscripts 1260–1320, Bd. 1/1: Texts and illustrations, London 2013, Abb. 171–174, beschrieben in Bd. 1/2: Catalogue, London 2013, 85–87 Nr. I-42.
Inhalt:
  1. 1ra–20ra Aristoteles: Ethica Nicomachea (interprete Roberto Grosseteste). (Text setzt ein)[philo]sophatur iste enim finis architecton ad quem respicientes unumquodque enim hoc quidem malum hoc autem bonum simpliciter dicamus … — … ordinata et quibus legibus et consuetudinibus utens. Dicamus igitur incipientes. >Explicit liber ethicorum Aristotelis nove translacionis<. Der Anfang fehlt durch Verlust mehrerer Lagen; enthalten sind Eth. Nic. VII,12–X,10. Die Kapitelteilung weicht von der Ausgabe ab.
    Textgeschichte: Diese Fassung vollständig in Cod. Guelf. 593 Helmst., 1r–47r; Buch I–V mit Kommentar auch in Cod. Guelf. 366 Helmst., 70ra–136va. Andere Fassungen in Cod. Guelf. 577 Helmst., 148r–151v; 87.3 Aug. 2°, 1r–84v. Auszüge ("Auctoritates") siehe in Cod. Guelf. 567 Helmst., 170r–173r; 698 Helmst., 182vb–185ra; 727 Helmst., 202ra–203va; 38.18 Aug. 2°, 192vb; 44.25 Aug. 2°, 288vb–291va; 17.21 Aug. 4°, 132ra–134rb; 18.31 Aug. 4°, 288v–293v; 101.3 Extrav., 63va–65va; 96 Weiss., 25v–29r; 131 Gud. lat., 124rb–125vb.
    Edition
    Literatur
    • Grabmann Aristotelesübersetzungen, 220–237;
    • Aristoteles Latinus Codices 1, 158f. Nr. 48;
    • Aristoteles Latinus XXVI/1-3,1, CLVII Nr. 91;
    • Markowski, 112 cap. IV Nr. I.2.
  2. 20ra–88va Aristoteles: Politica (interprete Guilelmo de Moerbeka) cum glossis marginalibus et interlinearibus.
    • (20ra–88va) Textus. >Incipit liber politicorum eiusdem primus<. Quoniam omnem civitatem videmus communitatem quandam existentem … — … quod medium et quod possibile et quod decens. Reliqua huius operis in greco nondum inveni. >Explicit liber politicorum Aristotilis<.
    • (20ra–88va) Glossa super libros VIII Politicorum. Ostendit dignitatem huius sciencie … — … est ad disciplinam libere. Die marginale und interlineare Glossierung stammt von einer Hand und ist regelmäßig durchgeführt.
    Textgeschichte: Nochmals unvollständig unten, 178ra–181vb; vollständig in Cod. Guelf. 593 Helmst., 90r–150r. Auszüge ("Auctoritates") siehe in Cod. Guelf. 567 Helmst., 174r–177r und 196r–207r (zusammen mit Exzerpten aus anderen Werken des Aristoteles); 698 Helmst., 185ra–186va; 727 Helmst., 203vb–205ra; 44.25 Aug. 2°, 292ra–294ra; 17.21 Aug. 4°, 134vb–136va; 18.31 Aug. 4°, 294v–298v; 101.3 Extrav., 66ra–67rb; 96 Weiss., 29v–32r; 131 Gud. lat., 126ra–127rb.
    Edition
    • Aristotelis Politicorum libri octo, accedunt variae lectiones oeconomicorum. Cum vetusta translatione Guillelmi de Moerbeka, hrsg. von F. Susemihl, Leipzig, 1872, 1–371 (unter dem griech. Text, z. T. abweichende Kapitelteilung und Buchfolge, mit beiden Codices Helmstadienses, XXXVII genannt, Siglen g und h; in der ALD-Datenbank von BREPOLS erreichbar);
    • Sancti Thomae Aquinatis doctoris Angelici opera omnia, Bd. 48: Sententia libri politicorum. Tabula libri ethicorum. Appendix: Saint Thomas et l'éthique à Nicomaque, Rom 1971, A71–A203 (nur iib. I,1–III,6 jeweils vor dem Kommentartext, A50 Hs. genannt);
    • Aristoteles Latinus XXIX/2 (kritische Edition von B. Schneider in Vorbereitung).
    Literatur
    • Grabmann Aristotelesübersetzungen, 238–240;
    • Aristoteles Latinus Codices 1, 163–165 Nr. 55;
    • C. Flüeler, Mittelalterliche Kommentare zur Politik des Aristoteles und zur Pseudo-Aristotelischen Oekonomik, in: Bulletin de philosophie médiévale 29 (1987), 193–229 (280 Hs. genannt, ebenso Cod. Guelf. 593 Helmst. jeweils mit Glossen);
    • L'ottavo libro della Politica di Aristotele: il testo e le traduzioni. Indagine preliminare sulle fonti (XIII–XV secolo), in: Medioevo umanistico e umanesimo medievale. Testi della X Settimana Residenziale di Studi Medievali, Palermo – Carini, 22–26 ottobre 1990, Palermo 1993 (Scrinium 16), 118–126 (125 beide Codices Helmstadienses genannt);
    • Markowski, 123 cap. IV Nr. III.1 (Text) und 124 cap. IV Nr. III.6 (Glosse);
    • CALMA 5, 106 Nr. 629.
  3. 88va–92ra Aristoteles: Oeconomica (interprete Durando de Alvernia) cum glossis marginalibus.
    • (88va–92ra) Textus. >Incipit yconomica Aristotelis<. Yconomica et politica differunt non solum tantum quantum domus et civitas hec autem subiecta sunt eis … — … qui vitam habet et multum ad suam uxorem et filios et parentes. >Explicit yconomica Aristotelis<.
    • (88vb–90vb) Glossa super libros II Oeconomicorum. Probat quod dixit. hic dividitur in quatuor partes … — … et conservatores rerum suarum. Die marginale und interlineare Glossierung stammt von einer Hand und ist unregelmäßig und nicht bis zum Ende durchgeführt.
    Textgeschichte: Auch in Cod. Guelf. 593 Helmst., 48r–51r. Die translatio vetus unvollständig unten, 219vb–220rb; die translatio Aretini in Cod. Guelf. 299 Extrav., 59r–76v. Auszüge ("Auctoritates") siehe in Cod. Guelf. 567 Helmst., 173v–174r; 698 Helmst., 186va–187ra; 44.25 Aug. 2°, 291va–292ra; 17.21 Aug. 4°, 134va–b; 18.31 Aug. 4°, 294r–v; 101.3 Extrav., 65vb–66ra; 96 Weiss., 29r–v; 131 Gud. lat., 125vb–126ra.
    Edition
    • V. Rose, Aristoteles pseudepigraphus, Leipzig 1863, 644–654 (nur lib. II, mit beiden Codices Helmstadienses, XXX genannt, Siglen g und h);
    • Aristotelis quae feruntur Oeconomica, recensuit F. Susemihl, Leipzig 1887, 40–63 (nur lib. II, mit beiden Codices Helmstadienses, 647 genannt);
    • H. Goldbrunner, Durandus de Alvernia, Nicolaus von Oresme und Leonardo Bruni. Zu den Übersetzungen der pseudo-aristotelischen Ökonomik, in: Archiv für Kulturgeschichte 50 (1968), 200–239, hier 235–238 (nur lib. I, 215 Hs. genannt);
    • Aristote: Économique. Texte établi par B. A. van Groningen et A. Wartelle, Paris 1968, 36–47 (nur lib. II, mit dieser Hs., XXVII und XXXI genannt, Sigle H).
    Literatur
    • Grabmann Aristotelesübersetzungen, 240–242;
    • Aristoteles Latinus Codices 1, 166f. Nr. 57;
    • Glorieux Faculté, 124 Nr, 86a;
    • CALMA 3, 157 Nr. 1;
    • Markowski, 125 cap. IV Nr. IV.2 (Text) und Nr. IV.5 (Glosse).
  4. 92ra–114vb Aristoteles: Magna moralia (interprete Bartholomeo de Neocastro). >Incipiunt magna moralia eiusdem<. Quoniam eligere dicimus de moralibus primum utique erit considerandum mores cuius sit pars … — … qualiter oportet uti amico in amicitia que est in equalibus amicis. >Expliciunt magna moralia<.
    Textgeschichte: Auch in Cod. Guelf. 593 Helmst., 159v–177v.
    Ausgaben
    • GW 2359 (translatio Georgii Vallae Placentini, vergl. mit dem Exemplar 155.3 Quod. 2° (1), oIIqII);
    • C. Pannier, La traduction latine médiévale des Magna Moralia. Une étude critique de la tradition manuscrite, in: La Production du Livre Universitaire au Moyen Age. Actes du symposium tenu au Collegio San Bonaventura de Grottaferrata en mai 1983, hrsg. von L. J. Bataillon, B. G. Guyot und R. H. Rouse, Paris 1991, 165–204, hier 180–191 (Teilausgabe mit beiden Codices Helmstadienses, 167 u. ö. genannt);
    • Aristoteles Latinus XXVII (kritische Edition von C. Pannier in Vorbereitung, als Arbeitstext in der ALD-Datenbank von BREPOLS erreichbar).
    Literatur
    • Grabmann Aristotelesübersetzungen, 237f.;
    • Aristoteles Latinus Codices 1, 159f. Nr. 49;
    • CALMA 2, 21 Nr. 10;
    • Markowski, 128 cap. IV Nr. VII.1.
  5. 115ra–159vb Aristoteles: Rhetorica (interprete Guilelmo de Moerbeka, recensio recentior) cum glossis marginalibus et interlinearibus.
    • (115ra–159vb) Textus. >Incipit Rethorica Aristotilis. Liber primus<. Rethorica assecutiva dyaletice[sic] est ambe enim de talibus quibusdam sunt que communiter quodammodo omnium est cognoscere … — … quatinus epylogus sed non oratio sit. Dixi audistis habete iudicate. >Explicit Rethorica Aristotelis<.
    • (115ra–156ra) Glossa super libros III Rhetoricorum. Proponit similitudinem rethorice cum dyalectica … — … capitulum 14 exequitur de prohemio et dividitur. Die meist marginale Glossierung stammt mit wenigen Ausnahmen von einer Hand und ist unregelmäßig durchgeführt; zumeist handelt es sich um kunstvolle Nota-Vermerke und rein gliedernde Angaben.
    Textgeschichte: Auch in Cod. Guelf. 593 Helmst., 51r–89r; ein Fragment in Cod. Guelf. 404.1 Novi (1,14), 1r–v. Eine andere Fassung unikal unten, 182ra–219vb. Auszüge ("Auctoritates") siehe in Cod. Guelf. 567 Helmst., 177r–178r; 698 Helmst., 187ra–vb; 727 Helmst., 205ra–va; 44.25 Aug. 2°, 294ra–295ra; 17.21 Aug. 4°, 136va–137rb; 18.31 Aug. 4°, 298v–300r; 101.3 Extrav., 67va–68va; 96 Weiss., 32r–33r; 131 Gud. lat., 127rb–vb.
    Edition
    Literatur
    • Grabmann Aristotelesübersetzungen, 242f.;
    • Aristoteles Latinus Codices 1, 167f. Nr. 59;
    • Schneider Übersetzungen, 77f., 94 Nr. 37 (jeweils Hs. genannt);
    • Markowski, 126 cap. IV Nr. V.1 (Text) und 127 cap. IV Nr. V.6 (Glosse);
    • CALMA 5, 106f. Nr. 630.
  6. 159vb Ps.-Aristoteles: Secretum Secretorum (interprete Philippo Tripolitano, prima pars epistulae dedicatoriae tantum). >Incipit liber secretorum Aristotelis vel de regimine principum<. Domino suo excellentissomo in cultu religionis christiane strenuissimo Guidoni Vere de Valencia … Philippus suorum minimus clericorum seipsum et fidele devocionis obsequium. Quantum luna ceteris stellis est lucidior … — … Josue stabilitas Helye devocio Helysei perfectio David benignitas sensus … (Text bricht ab).
    Textgeschichte: Vollständig in Cod. Guelf. 622 Helmst., 235r–277r; 784 Helmst., 145r–164v (beide ebenfalls translatio Philippi Tripolitani, letztere mit anonymer Dedikationsepistel). Fragmente in Cod. Guelf. 433 Helmst., 178v–179r, 204v–205r, 207r–209r (stark bearbeitet, nicht sicher zuzuordnen); 1105 Helmst., 395r–396r; 17.11 Aug. 4°, 63r–64r (beide translatio Johannis Hispalensis).
    Drucke (zuletzt)
    • Secretum secretorum cum glossis et notulis. Tractatus brevis et utilis ad declarandum quedam obscure dicta Fratris Rogeri nunc primum edidit R. Steele, Oxford 1920 (Opera hactenus inedita Rogeri Baconi 5), 25–172, hier 25f.;
    • S. J. Williams ., The secret of secrets. The scholarly career of a pseudo-Aristotelian text in the Latin Middle Ages, Ann Arbor, Mich. 2003, 359–365, hier 360 (413 Hs. genannt und beschrieben).
    Literatur
    • R. Förster, Handschriften und Ausgaben des pseudo-aristotelischen Secretum secretorum, in: Zentralblatt für Bibliothekswesen 6 (1889), 1–22 (5 Hs. genannt);
    • Steinschneider 2, 6 Nr. 141;
    • D. W. Singer, Catalogue of Latin and vernacular alchemical manuscripts in Great Britain and Ireland dating from before the XVI century, Bd. 1, Brussels 1928, 25–31 Nr. 29;
    • Aristoteles Latinus Codices 1, 195 Nr. I;
    • Thorndike/Kibre, 465.13;
    • M. Ullmann, Die Natur- und Geheimwissenschaften im Islam, Leiden u.a. 1972 (Handbuch der Orientalistik Abt. 1: Der Nahe und der Mittlere Osten, Erg.-Bd. 6/2), 110f., 220 u.ö.;
    • Schmitt/Knox, 54–75 Nr. 81 (74 Hs. genannt);
    • Markowski, 145 cap. V Nr. XVII.6.
Handschriftenteil: II
Entstehungsort: Nordfrankreich
Entstehungszeit: 1300–1320
Beschreibstoff: Pergament
Umfang: 10 Bl.
Format: 25 × 20 cm
Lagenstruktur: IV (167). I (169).
Seiteneinrichtung: 18,5 × 12 cm, zweispaltig, 40 Zeilen, Blindliniierung.
Hände: Regelmäßige französische Textualis von einer Hand.
Auszeichnungsschriften / Buchschmuck:
  • Rubriziert, abwechselnd rote und blaue Paragraphenzeichen, Seitentitel in abwechselnd roten und blauen Unzialmajuskeln, beschnitten. Am Beginn der einzelnen Kapitel abwechselnd rote und blaue Fleuronnéeinitialen über 3–5 Zeilen mit filigranem binnen- und konturbegleitendem Fleuronnée in der Gegenfarbe. Von den Buchstaben gehen lange parallele Fadenranken aus, die mit Perlreihen und Fibrillen besetzt sind. Als Konturbesatz dienen Einzelknospen oder gekernte Perlen. In den Binnenfeldern einfache oder doppelte C-Haken mit vegetabilen Füllornamenten, einzelne oder doppelte Rankenspiralen mit Knospen oder achsialsymmetrisch angeordnete Knospenbüschel. Vgl. dazu Stirnemann 71 und 73 jeweils Nr. 44.
  • Am Beginn der einzelnen Particula der Problemata (160vb, 161vb, 162rb, 162va ) Rankenintialen P über 5–6 Zeilen in sorgfältiger Deckfarbenmalerei. Der tiefblaue Buchstabenkörper mit Weißlinienfiligran in diversen geometrischen Mustern (Kopfstempel u. a.) ist vor einem dunkelrosa gefüllten quadratischen Hintergrund mit dünnem Blattgoldrahmen angebracht (nur auf Bl. 162rb in umgekehrter Farbanordnung); dort nochmals Weißlinienfiligran in den Zwickeln. Die Buchstabenkörper und der ausgezogene Rahmen bilden je einen nach unten (gerade) und nach oben (geschwungen) gerichtete Bordürenstab. Dieser ist jeweils in eine blaue und dunkelrosa gefärbte, mit weiß gehöhten Mustern strukturierte Hälfte geteilt und besitzt volutenartig gerollte Enden, die mit Dornen besetzt sind und in Profilblättern auslaufen. Die Binnenfelder sind wechselnd blau (162rb rosa) und mit Blattgold belegt. Darauf liegen zwei geschwungene rosafarbene (162rb blaue) Ranken, die in diversen vegetabilen Motiven in Rot und Blau (Tütenblätter und ein roter Tierkopf, meist aber abwechselnd rote und blaue fünffach handförmig gefiederte Blätter, die an Kastanienblätter erinnern) auslaufen. Die Initiale E auf Bl. 16rb über 7 Zeilen ist analog gestaltet mit rosa Buchstabenkörper, blauem Rahmen und blauen Binnenranken (Farbgebung wie 162rb). Die Gestaltung der Initialen ist weitgehend identisch mit jenen in Teil III.
Entstehung der Handschrift: Nach Ausweis der paläographischen Merkmale und des Buchschmucks wurde der Codex, aus dem das Fragment stammt, um 1300 in Nordfrankreich geschrieben. In Schrift und Ausstattung sehr nahe stehen die Hss. Cambridge, UL, Ii.2.10, dazu mit Abb. Binski/Zutshi, Western illuminated manuscripts (siehe oben), 293f. Nr. 319, , Paris, BN, MSS lat. 15863 und MSS lat. 16122, dazu Manuscrits datés Frankreich 3, 455 mit Pl. LXX und 505 mit Pl. LXXI.
Inhalt:
  1. 160ra–163ra Ps.-Aristoteles: Problemata (translatio vulgata interprete Bartholomeo de Neocastro, ultima pars tantum). (Text setzt ein)[meri]to quere quia calefactum humidum cito exire potest ventositas facta … — … ab hiis autem pro eo quod sunt pre manibus facile est consumere humidum. Der Text beginnt aufgrund von Blattverlust erst in probl. XXXIII,10. Die Einteilung der particulae und problemata entspricht weitgehend der Ausgabe, allerdings steht probl. XXXIV,1 am Schluss der particula XXX, außerdem sind die letzten particulae (XXXVII und XXXVIII) zu einer einzigen zusammengezogen und enthalten ein im Druck fehlendes problema.
    Druck (u. a.)
    • Problematum Aristotelis translatio duplex antiqua scilicet et ea quam Theodorus Gaza edidit cum Petri Apponensis expositionibus nuper correctis…, Venetiis 1519, 265ra–271va (vergl.).
    • R. Seligsohn, Die Übersetzung der ps.-aristotelischen Problemata durch Bartholomaeus von Messina. Text und textkritische Untersuchungen zum ersten Buch, Berlin 1934, 19–58 (nur Teilausgabe, weicht stark ab).
    Literatur
    • Grabmann Aristotelesübersetzungen, 201;
    • Aristoteles Latinus Codices 1, 181f. Nr. 73;
    • Thorndike/Kibre, 1144.11;
    • CALMA 2, 21f. Nr. 12;
    • Markowski, 140 cap. V Nr. XIV.6;
    • G. Coucke, , T. Swaenepoel, The relation between Bartholomew of Messina's translation of the Problemata and Peter of Abano's Expositio problematum, in: The Aristoteles latinus: Past, present, future (Contactforum 29–30 April 2005), hrsg. von P. De Leemans und C. Steel, Brussels 2009, 85–114 (87 und 99 Hs. genannt);
    • G. Coucke, Needle in the Haystack. In search of the model of Peter of Abano's Expositio problematum, in: Revue d'histoire des textes N.S. 4 (2009), 179–213 (183 und 201 Hs. genannt).
  2. 163rb–169vb Aristoteles: De mundo (interprete Bartholomeo de Neocastro). >Liber Aristotilis de mundo<. Multociens michi Alexander vere a philosophia visa esst esse utilitas quedam divina et felix … — … beatus autem et felix ex principio confestim princeps erit. >Explicit de mundo<.
    Textgeschichte: Glossiert auch in 17.21 Aug. 4°, 32r–34v.
    Edition
    • W. L. Lorimer, The text tradition of Pseudo-Aristotle "De mundo". Together with an appendix containing the text of the medieval Latin versions, London 1924 (St Andrews University publications 18), 42–94 (basierend auf dieser Hs., 25, 39f. genannt, Sigle W);
    • Aristoteles latinus XI/1–2, 3–25 (mit dieser Hs., XII Nr. b3 und XIII–XVI genannt, Sigle Wl).
    Literatur
Handschriftenteil: III
Entstehungsort: Nordfrankreich
Entstehungszeit: 1290–1320
Beschreibstoff: Pergament
Umfang: 8 Bl.
Format: 25 × 20 cm
Lagenstruktur: IV (177).
Seiteneinrichtung: 21,5 × 14 cm, zweispaltig, 42 Zeilen, dünne Bleiliniierung.
Hände: Sehr regelmäßige französische Semitextualis von einer Hand.
Auszeichnungsschriften / Buchschmuck:
  • Rubriziert abwechselnd rote und blaue Paragraphenzeichen, Seitentitel vollständig durch Beschnitt verloren. Am Beginn der einzelnen Kapitel abwechselnd rote und blaue Fleuronnéeinitialen über 2–4 Zeilen mit filigranem binnen- und konturbegleitendem Fleuronnée in der Gegenfarbe. Von den Buchstaben gehen lange Fleuronnéeleisten aus, die meist mit rot-blauen Kreissegmenten mit endständigen Fibrillen besetzt sind. Als Konturbesatz dienen meist Reihen einfacher oder gekernter Perlen. In den Binnenfeldern abwechselnd C-förmige Haken mit Enden in Knospen- oder Halbpalmettenformen, Knospenbüschel oder Rankenspiralen.
  • 173va Rankenintiale P über 6 Zeilen in sorgfältiger Deckfarbenmalerei. Der tiefblaue Buchstabenkörper mit Weißlinienfiligran ist vor einem dunkelpurpurnen quadratischen Hintergrund angebracht; in den Zwickeln ebenfalls Weißlinienfiligran und runde Blattgoldpollen. Die Unterlänge des P und der ausgezogene Rahmen bilden einen nach unten gerichteten geraden, in eine tiefblaue und eine dunkelpurpurne Hälfte geteilten Bordürenstab mit zwei volutenartig gerollten Enden, die mit Dornen besetzt sind und in Tütenblättern (beschnitten) auslaufen. Der nach oben gerichtete Bordürenstab ist analog gestaltet, aber kürzer und gewellt. Das Binnenfeld des P ist wechselnd blau oder mit Blattgold belegt. Darauf liegen zwei geschwungene rosafarbene Ranken, die in je zwei abwechselnd rote und blaue Blätter auslaufen, die fünffach handförmig gefiedert sind und in der Form an Kastanienblätter erinnern. Die Initiale E auf Bl. 176vb ist analog gestaltet, die vom Buchstabenkörper ausgehenden Bordürenranken sind jedoch kürzer und gewellt, das Ende der unteren ist mit zwei Reihen abwechselnd roter und weißer Efeublätter besetzt. Die Gestaltung der Initialen ist weitgehend identisch mit jenen in Teil II.
Entstehung der Handschrift: Nach Ausweis der paläographischen Merkmale und des Buchschmucks wurde der Codex, aus dem das Fragment stammt, zwischen 1290 und 1310 in Frankreich geschrieben. Sehr ähnlich sind Reims, BM, ms. 697 (dazu Stones, Gothic manuscripts 1260–1320, siehe oben, Bd. 1/1, Abb. 82–84, beschrieben in Bd. 1/2, 36–42 Nr. I-19) oder Cambridge, UL, Dd.7.12 (vgl. Binski/Zutshi, Western illuminated manuscripts, siehe oben, 299 Nr. 325).
Inhalt:
  1. 170ra–va Aristoteles: De bona fortuna (interprete Guilelmo de Moerbeka, ultima pars tantum). (Text setzt ein)[con]cupiscunt et hoc et tunc sic utique oportet et quando isti dirigent et si contingat inspicientes … — … et de virtute articulatius tractandum ea que ex hiis quam vocamus kalokachiam[sic].
    Textgeschichte: Auszüge ("Auctoritates") siehe in Cod. Guelf. 698 Helmst., 185ra; 727 Helmst., 230vb; 44.25 Aug. 2°, 291va; 17.21 Aug. 4°, 134rb–va; 18.31 Aug. 4°, 280v; 101.3 Extrav., 65va–b; 96 Weiss., 29r; 131 Gud. lat., 125vb.
    Edition
    Literatur
    • Aristoteles Latinus Codices 1, 160f. Nr. 50;
    • Markowski, 123 cap. IV Nr. II.1;
    • V. Cordonier, C. Steel, Guillaume de Moerbeke traducteur du Liber de bona fortuna et de l’Éthique à Eudème, in: The letter before the spirit. The importance of text editions for the study of the reception of Aristotle, hrsg. von A. M. I. van Oppenraay unter Mitwirkung von R. Fontaine, Leiden u.a. 2012 (Aristoteles Semitico-Latinus 22), 401–466.
  2. 170va–176va Averroes: Expositio poeticae seu "Poetria Ibinrosdin" (interprete Hermanno Alemanno, recensio abbreviata). >Incipit poetria Aristotilis<. Propositum quidem nostrum nunc est loqui in arte poetica et in modis poematum … — … que preeminentiam habent usitatam ex illis et allis speciebus. Ideoque decide. Die Vorrede des Übersetzers fehlt; der Text ist wie in mehreren anderes Hss. am Schluss gekürzt.
    Textgeschichte: Mit dem Übersetzerprolog auch in Cod. Guelf. 593 Helmst., 150r–159v. Auszüge ("Auctoritates", meist mit dem Aristotelestext) siehe in Cod. Guelf. 567 Helmst., 178r–vb; 698 Helmst., 187vb–188ra; 727 Helmst., 205va–b; 44.25 Aug. 2°, 295ra–b; 17.21 Aug. 4°, 137rb–va; 18.31 Aug. 4°, 300r–301r; 101.3 Extrav., 68va–b; 96 Weiss., 33r–v.
    Edition
    • Aristoteles Latinus XXXIII, 41–74, hier bis 68 (XXV Nr. 5 und 6 beide Codices Helmstadienses genannt).
    Literatur
    • A. Elter, , De Aristotelis arte poetica, in Ders., , L. Radermacher, Analecta Graeca, Bonn 1898, Sp. 28–37 (mit Teilabdruck, nach dieser Hs., 28 und 37 genannt);
    • Aristoteles Latinus Codices 1, 212f. Nr. 104;
    • Markowski, 127 cap. IV Nr. VII.1.
  3. 176vb–177vb Liber de pomo et morte (interprete Manfredo rege Siciliae, prima pars tantum). >Incipit liber de morte Aristotelis sive de pomo<. Cum clausa esset via veritatis sapientibus et impedita via rectitudinis intellectuum convenerunt sapientes in una domo … — … a quibus est radix vite hominis et virtus sua. Et una est sanguis a quo est vite minera et est calidus et … (Text bricht ab). Der Übersetzerprolog fehlt; am Schluss durch Blattverlust fragmentiert.
    Textgeschichte: Mit Kommentar auch in Cod. Guelf. 954 Helmst., 257v–268v. Auszüge ("Auctoritates") siehe in Cod. Guelf. 567 Helmst., 179rb–va; 698 Helmst., 188va; 727 Helmst., 206ra–b; 44.25 Aug. 2°, 295vb; 17.21 Aug. 4°, 138ra; 18.31 Aug. 4°, 301v–302r; 101.3 Extrav., 69rb; 96 Weiss., 34r; 131 Gud. lat., 128rb.
    Edition
    • Aristotelis qui ferebatur Liber de pomo. Versio latina vetusta interprete Manfredo duce edidit M. Plezia, in: Eos 47 (1954), 191–217, Text 203–217, hier 205–211;
    • Aristotelis qui ferebatur Liber de pomo. Versio Latina Manfredi recensuit et illustravit M. Plezia, Varsoviae 1960 (Auctorum graecorum et latinorum opuscula selecta 2), 37–64, hier 42–52 (75 Nr. 43 Hs. genannt);
    • Liber de pomo – Buch vom Apfel. Eingeleitet, übers. und kommentiert von E. Acampora-Michel, Frankfurt/M. 2001 (Klostermann-Texte Philosophie), 72–101, hier 74–86.
    Literatur
    • Aristoteles Latinus Codices 1, 196 Nr. III;
    • Schmitt/Knox, 51f. Nr. 75;
    • Markowski, 127 cap. IV Nr. VII.1.
Handschriftenteil: IV
Entstehungsort: Oberitalien (Bologna)
Entstehungszeit: 1320–1330
Beschreibstoff: Pergament
Umfang: 43 Bl.
Format: 25 × 20 cm
Lagenstruktur: 4 V (217). I+1 (220).
Seiteneinrichtung: 22 × 16 cm, zweispaltig, 45 Zeilen, dünne Bleiliniierung.
Hände: Sehr regelmäßige Textualis rotunda ("littera Bononiensis") von einer Hand.
Auszeichnungsschriften / Buchschmuck:
  • Bis Bl. 219vb abwechselnd rote und blaue Paragraphenzeichen, Seitentitel vollständig durch Beschnitt verloren. Am Beginn der einzelnen Kapitel abwechselnd rote und blaue Fleuronnéeinitialen, meist über zwei Zeilen mit filigranem binnen- und konturbegleitendem Fleuronnée in der Gegenfarbe. Die meist drei bis fünf parallelen und mit Perlreihen besetzten Fadenranken gehen am oberen und unteren Buchstabenende von charakteristischen, zu konzentrischen Kreisen mit drei Punkten im Zentrum gerollten Ranken aus, die auch in mehrfacher Ausführung für das Binnenfleuronnée verwendet werden. Vgl. sehr ähnliche, gleichzeitige Bologneser Beispiele in den Fragmenten Cambridge, Fitzwilliam Museum, Marlay cuttings It. 3–11 (Illuminated manuscripts in Cambridge. A catalogue of Western book illumination in the Fitzwilliam Museum and the Cambridge colleges, ed. by N. Morgan, Vol. 1,2: Italy and the Iberian peninsula, London, Turnhout 2001, 294–298 Nr. 174).
  • Am Beginn der einzelnen Bücher der Rhetorik (181ra 195vb 210ra) qualitätvolle, sorgfältig ausgeführte historisierte Initialen in Deckfarbenmalerei über 8 Zeilen. Der stets in rosa gehaltene Buchstabenkörper in Unzialform gewinnt durch Abschattierung des Farbauftrags und aufgelegte geometrische Ornamente an Plastizität. Beim den Initialen des ersten (181ra) und dritten (210ra) Buchs enden die Buchstabenkörper des R bzw. die Cauda des Q kurzen Ausläufern mit weichlappig, fast tuchartig gezackten bzw. gewellten Profil- und Tütenblättern, welche die blauen rechteckigen Rahmen der Initiale durchbrechen und verformen. Der blaue Grund ist mit konturbegleitendem, arabeskenartig geschwungenem Weißlinienfiligran besetzt. In den Binnenfeldern aller drei Initialen ist jeweils in Halbfigur im Profil bzw. in Schrägansicht Aristoteles in zeitgenössischer Gelehrtentracht dargestellt, die aus einem langen roten oder grauen Untergewand, darüber jeweils ein schwungvoll zurückgeschlagener Talar in der Gegenfarbe, einer barettartigen Mütze mit Ohrenklappen und einem detaillliert dargestellten Buch mit hellbraunem Einband besteht. Der Gelehrte hält das Buch jeweils in der Linken, die Rechte ist im Redegestus erhoben. Von den Initialen gehen Blattrankenstäbe aus, die die betreffende Textspalte von drei Seiten umrahmen und am oberen und unteren Ende stark geschwungen bzw. eingerollt sind. Sie setzen sich aus mehreren gereihten lappigen Profil- bzw. Tütenblättern in den wechselnden Farben Grau, Blau, Rosa und Weiß zusammen, die umgeklappten Innenseiten der Blätter sind rot. Die Blattfolgen sind von mehreren manschettenartig aufgesetzten Farbperlen durchbrochen. Auf dem unteren Ende der Ranken auf Bl. 181ra und 210ra sitzt jeweils ein singender rosafarbener Vogel mit geöffnetem Schnabel; aus der Blattranke vor Buch II (195vb) wächst eine menschliche Halbfigur heraus, die sich nach links wendet und mit beiden Händen Buchstabenstamm und Rahmen der Initiale hält. 178rb eine gleichartig gestaltete Ornamentinitiale über vier Zeilen.
Spätere Ergänzungen: Von der Hand des Hauptglossators zahlreiche Maniculae und marginale Anstreichungen über mehrere Zeilen, meist kunstvoll zu menschlichen Gesichtern mit spitzen Nasen verlängert.
Entstehung der Handschrift: Nach Ausweis der paläographischen Merkmale und des Buchschmucks wurde der Codex, aus dem das Fragment stammt, zwischen 1320 und 1330 in Norditalien, mit ziemlicher Sicherheit in Bologna, geschrieben. Vergleichbar sind z. B. die Bologneser Codices München, BSB, Clm 18047 und Clm 23553 (München BSB Illuminierte Hss. 6,1, Katalogbd., 208–210 Nr. 198 und Tafelbd., 98f. mit Abb. 169–171; Katalogbd., 215–217 Nr. 203 und Tafelbd., 104f. mit Abb. 180–182).
Inhalt:
  1. 178ra–181vb Aristoteles: Politica (interprete Guilelmo de Moerbeka) cum paucis glossis marginalibus et interlinearibus. (Text setzt ein) … puerorum et que a medicis dicuntur et que a physicis. Medici enim tempora corporum dicunt sufficienter et de spiritibus physici boreales australibus laudantes magis … — … quod medium et quod possibile et quod decens. Reliqua huius operis in greco nondum inveni. >Explicit liber de textu politicorum Amen<. Der Text setzt durch Blattverlust in lib. VII,16 ein. Die wenigen, unregelmäßigen Glossen haben meist nur gliedernde Funktion. Zum Text siehe oben, 20ra–88va. Druck: Aristotelis Politicorum libri octo (siehe oben, 20ra), 320–371, dazu Markowski, 127 cap. IV Nr. III.2.
  2. 182ra–219vb Aristoteles: Rhetorica (interprete Guilelmo de Moerbeka, recensio antiquior) cum glossis marginalibus et interlinearibus.
    • (182ra–219vb) Textus. Rethoricha[sic] vice dyaletice[sic] versabilis est ambe enim de talibus quibusdam sunt que communia quodam modo omnium est cognoscere … — … quatinus epilogus sed non oratio sit. Dixi audistis habete iudicate. >Deo gratias<.
    • (182ra–203ra) Glossa super libros II Rhetoricorum. Aliter rethorica dyalectice assecutiva est … — … nobilitas ergo omisit etc. Die meist marginale Glossierung stammt mit wenigen Ausnahmen von einer Hand und ist bis lib. II,18 regelmäßig durchgeführt; die auf dem vorderen Seitensteg befindlichen Glossen sind fast ausnahmslos durch Beschnitt verloren. Danach bricht die Glossierung ab, die Marginalien sind auf Nota-Vermerke und Zeigehände (maniculae) beschränkt. Das Initium der Glosse legt nahe, dass der Glossator die endgültige Fassung der Übersetzung (siehe oben 115ra–159vb) kannte und sie mit dem vorliegenden Text verglichen hat.
    Diese frühe Fassung der Übersetzung Moerbekes (sie ist vermutlich 1264–1266 zu datieren, vgl. die Literatur unten) weicht im Wortlaut und in der Kapitelgliederung z. T. noch erheblich von der endgültigen Fassung (siehe oben, 115ra–159vb) ab; sie ist hier unikal überliefert. Entdeckt hat sie der Helmstedter Bibliothekar und Professor der Eloquenz Christoph Schrader, der die beiden Fassungen der Hs. für seinen 1674 erschienenen Kommentar zur aristotelischen Rhetorik auswertete (zu seinen Annotationen in der Hs. selbst siehe oben) und den Text mehrfach zitierte. Vgl. z. B. Christophori Schraderi De Rhetoricorum Aristotelis sententia et usu commentarius, Helmestadi 1674 (VD17 14:019313V), 4, 88, 355, 375, 379, 516f., sowie 86f. § 59 (ad Rhet. 1,7): Abest autem à libris melioribus ista comparationis particula nec agnoscit eam antiquissima versio Latina, prima, quæ manuscripta extat in Acad. nostræ bibliotheca, ita enim vertit: Fines magis quæ apud finem (aus Cod. Guelf. 488 Helmst., 187va).
    Literatur
    • Schneider Übersetzungen, 77f., 94 Nr. 38, 165–187, 194–198 (jeweils Hs. genannt, Sigle Wl);
    • F. Bossier, Méthode de traduction et problèmes de chronologie, in: Guillaume de Moerbeke. Recueil d'études à l'occasion du 700e anniversaire de sa mort (1286), hrsg. von J. Brams und W. Vanhamel, Leuven 1989 (Ancient and medieval philosophy 7), 257–294 (291 Hs. genannt);
    • J. Brams, Guillaume de Moerbeke et Aristote, in: Rencontres de cultures dans la philosophie médiévale. Traductions et traducteurs de l'antiquité tardive au XIVe siècle, hrsg. von J. Hamesse und M. Fattori, Louvain-La-Neuve u.a. 1990 (Publications de l'Institut d' Études Médiévales 11 = Rencontres de philosophie médiévale 1), 317–336, hier 320, 324f. (325 Hs. genannt);
    • F.-J. Worstbrock, Die Rhetorik des Aristoteles im Spätmittelalter. Elemente ihrer Rezeption in: Aristotelische Rhetoriktradition. Akten der 5. Tagung der Karl-und-Gertrud-Abel-Stiftung vom 5.–6. Oktober 2001 in Tübingen, hrsg. von J. Knape und T. Schirren, Stuttgart 2005 (Philosophie der Antike 18), 164–196 (165f. Hs. genannt);
    • Markowski, 126 cap. IV Nr. V.3 (Text) und 127 cap. IV Nr. V.7 (Glosse).
  3. 219vb–220rb Aristoteles: Oeconomica (translatio vetus) cum glossis marginalibus et interlinearibus.
    • (219vb–220rb) Textus. [Y]conomica et politica differunt non solum tantum quantum domus et civitas hec quidem enim subiecta sunt eis … — … propter quod quecumque contingit per se fieri oportet curam et Persiani et Libii proverbium bene habet … (Text bricht ab).
    • (219vb–220rb) Glossula super librum I Oeconomicorum. "Hec" scilicet domus et civitas … — … "oportet" scilicet divinum habere.
    Textgeschichte: Der Text bricht in cap. 6 ab (der fehlende Schluss befindet sich auf der jetzt an den HD geklebten Versoseite von Bl. 220. Die vollständige translatio Durandi siehe oben, 88va–92ra, dort auch weitere Literatur.
    Edition
    • F. Susemihl, Oeconomicorum quae Aristoteli vulgo tribuuntur libri primi vetusta translatio latina, in: Programmschrift der Universität Greifswald 1870, Greifswald, Berlin 1870, 3–7, hier bis 6 Z. 19 (mit dieser Hs., 3 genannt).
    Literatur
    • H. Goldbrunner. Durandus de Alvernia (siehe oben), 215–223 (218 Hs. genannt);
    • Aristoteles Latinus Codices 1, 166f. Nr. 56;
    • Markowski, 125 cap. IV Nr. IV.3.

Korrekturen, Ergänzungen:
  • Manuscripta Mediaevalia Objektnummer hinzugefügt (schassan, 2019-08-20)
  • Normdaten ergänzt bzw. korrigiert. (schassan, 2015-09-04)

Abgekürzt zitierte Literatur

Aristoteles Latinus Aristoteles Latinus, hrsg. von L. Minio-Paluello, C. Steel, G. Lacombe und G. Verbeke, Bruges, Leiden, Turnhout 1939– (Corpus philosophorum Medii Aevi I, 1–)
Aristoteles latinus Aristoteles Latinus, hrsg. von L. Minio-Paluello, C. Steel, G. Lacombe und G. Verbeke, Bruges, Leiden, Turnhout 1939– (Corpus philosophorum Medii Aevi I, 1–)
Bollbuck H. Bollbuck, Wahrheitszeugnis, Gottes Auftrag und Zeitkritik. Die Kirchengeschichte der Magdeburger Zenturien und ihre Arbeitstechniken, Wiesbaden 2014 (Wolfenbütteler Forschungen 138)
CALMA C.A.L.M.A. Compendium auctorum latinorum medii aevi, hrsg. von M. Lapidge u. a., Bd. 1–, Firenze 1999–
CAO R.-J. Hesbert, Corpus antiphonalium officii, Bd. 1–6, Rom 1963–1979 (Rerum ecclesiasticarum documenta. Series maior 7–12)
Ebert F. A. Ebert, Bibliothecae Guelferbytanae Codices Graeci et Latini Classici, Leipzig 1827 (Die Bildung des Bibliothekars 2 = Zur Handschriftenkunde 2)
GW Gesamtkatalog der Wiegendrucke, Bd. 1–, Leipzig 1925–1938, Stuttgart 1978–
Hartmann M. Hartmann, Humanismus und Kirchenkritik. Matthias Flacius Illyricus als Erforscher des Mittelalters, Stuttgart 2001 (Beiträge zur Geschichte und Quellenkunde des Mittelalters 19)
Heinemann O. von Heinemann, Die Helmstedter Handschriften, Bd. 1–3, Wolfenbüttel 1884–1888, Nachdruck Frankfurt/M. 1963–1965 (Kataloge der Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel, Die alte Reihe 1–3)
Markowski M. Markowski, Repertorium commentariorum medii aevi in Aristotelem latinorum qui in bibliothecis Saxoniae Inferioris asservantur, Kraków 2007 (Corpus philosophorum medii aevi)
Schmitt/Knox C. B. Schmitt und D. Knox, Pseudo-Aristoteles latinus. A guide to the works falsely attributed to Aristotle before 1500, London 1985 (Warburg Institute surveys and texts 12)
Steinschneider M. Steinschneider, Die europäischen Übersetzungen aus dem Arabischen bis Mitte des 17. Jahrhunderts. Unveränderter photomechanischer ND aus den Sitzungsberichten der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften Wien 1904/05, Graz 1956
Stirnemann P. Stirnemann, Fils de la vierge. L'initiale à filigranes parisiennes 1140–1314, in: Revue de l'Art 90 (1990), 58–73
Thorndike/Kibre L. Thorndike und P. Kibre, A catalogue of incipits of mediaeval scientific writings in latin, revisited and augmented edition, London 21963 (Mediaeval Academy of America publication 29)
VD17 Verzeichnis der im deutschen Sprachbereich erschienenen Drucke des XVII. Jahrhunderts, Online-Ressource: http://gso.gbv.de/DB=1.28/LNG=DU/SRT=RLV/IMPLAND=Y/

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