geplant: Die mittelalterlichen Helmstedter Handschriften der Herzog August Bibliothek. Teil 3: Cod. Guelf. 441 bis 615 Helmst., beschrieben von Bertram Lesser. (Vorläufige Beschreibung)

Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek, Cod. Guelf. 499 Helmst.

Claudius Claudianus

Pergament — 105 Bl. — 24 × 13,5 cm — England — 13. Jh., 1. Drittel

Lagen: 12 IV (96). IV+1 (105). Bleistiftfoliierung modern: 1105. Schriftraum: 18 × 6–6,5 cm, einspaltig, 41 Zeilen. Kleine, sorgfältige Textualis von einer Hand. Die Majuskeln an den Versanfängen sind in einer separaten Spalte abgesetzt. Kurze Textnachträge sowie marginale und interlineare Korrekturen und Kommentare einer weiteren Hand (Kommentator). Am Beginn der einzelnen Carmina maiora sowie bei den längeren Gedichten der Carmina minora qualitätvolle, sorgfältig ausgeführte historisierte Rankeninitialen in Deckfarbenmalerei. Sie reichen meist über 6–8 Zeilen, die je nach Buchstabe zugehörigen Rankenausläufer oder Caudae sind oft mehr als doppelt so lang. Die Initialen selbst sind (meist rechteckigen) Rahmen einbeschrieben, aus denen die Caudae herausragen, die mit profilblatt- oder palmettenförmig gestalteten Endausläufern ausgestattet sind. Die Rahmen sind abwechselnd dunkelblau oder rot gefüllt und mit Linienfiligran versehen, das bei den roten Hintergründen in weißer, bei den blauen in roter Farbe gehalten ist. Die Buchstabenkörper sind durch Weißhöhungen und palmettenverzierte Ornamentik plastisch hervorgehoben; das verwendete Farbspektrum weist verschiedene Rot-, Blau-, Grün- und Brauntöne auf. Die Binnenfelder der Initialen zeigen auf Goldgrund diverse, vom Buchstaben ausgehende Ranken, die meist von weißen, beige-braun gehöhten Löwen, manche mit rotem Kopf, einige auch blau, in verschiedenen Stellungen bewohnt sind. Auffällig ist etwa die Initiale I auf Bl. 5v, die lediglich aus einem goldenen, schwarz konturiertem Buchstabenkörper besteht, in dessen Inneren sich ein langgetreckter, auf den Hinterbeinen stehender weißer Löwe mit rotem Kopf befindet. Die gesamte Initialornamentik und -gestaltung ist dem Channel-Style verpflichtet. Die einzelnen Abschnitte der Carmina maiora bzw. die Carmina minora und Epigramme sind dagegen von abwechselnd roten und blauen Lombarden über 2–4 Zeilen eingeleitet, vielfach mit konturbegleitenden Silhouettenornamenten (Halbpalmetten u. ä.) in der Gegenfarbe. Ähnlich ist beispielsweise die Initialgestaltung des älteren Bosham-Psalters Oxford, BodL, Ms. Auct. E infra 6 (2051), dazu T. S. R. Boase, English Romanesque illumination, Oxford 1951 (Bodleian picture books 1), 11 Nr. 21 mit Abb. 21.

Gotischer Holzdeckelband des 15. Jh., mit unverziertem dunkelbraunem Kalbsleder überzogen. Drei einfache Bünde. Eine Riemenschließe mit Stiftlager, Schließenriemen und -haken erneuert (passen nicht zum Lager). Beim Auslösen der Vorsatzbl. im September 1920 wurde der Rücken restauriert und für den Codex ein Schuber mit separater Einlage für die Vorsatzbl. angefertigt.

Fragmente (ehemals vorderes und hinteres Vorsatz, 1920 herausgelöst, jetzt in separater Mappe im Schuber) W3: Pergament, je ein gefaltetes Bl., 28 × 24 cm. Schriftraum: 28 × 21–22 cm (beschnitten), noch 8 bzw. 9 Zeilen. Bl. 1r–2v Textualis, notiert über jeder Textzeile auf fünf roten Notenlinien in schwarzer englischer Mensuralnotation, je nach Stimme mit c-, f- und g-Schlüsseln (14. Jh.). Am Beginn der Texte schlichte Initialen in Unzialform über maximal je zwei Text- und Notenzeilen, Buchstabenkörper in Kopfstempelform in ein rotes und ein grünes Feld geteilt, letztere durch Farbfraß teils großflächig geschädigt. Auf Bl. 2r dreizeiliger, unverzierter Nachtrag in jüngerer gotischer Kursive, notiert mit weißer Mensuralnotation ohne Schlüssel (frühes 15. Jh.). 1r Motetus. Das Fragment enthält die letzte Textzeile einer vierstimmig gesetzten Mottete (… solis vel syderis cum beatis ceteris coram salvatore, mit Stimmangabe Quartus, Tenor pro III und Tenor pro IIII). 1v Motetus. Rest einer tropierten, drei- oder vierstimmigen Alleluia-Komposition (Marien–Doppelmotette); erhalten sind die Oberstimmen Alleluya concrepando pange musica … und Alleluya consonet presens familia …. 2r Motetus. Erhalten ist die Notation der Stimmen Quartus und Tenor pro IIII, jeweils ohne Text. Darunter: Gloria. Zwei Textzeilen eines Gloria ([se]des ad dexteram patris miserere nobis tu solus altissimus … quoniam tu solus sanctus to solus dominus In gloria dei patris …) mit Tenor und einer Oberstimme. 2v Motetus. Erhalten ist die Oberstimme einer tropierten Alleluia-Komposition zu einem entsprechenden Heiligenfest: Alleluia confessoris almi presentia canoro cum iubilo … — … pater qui de scelere dignatus es perplures tecum trahere ac reddere lucide … Druck: Manuscripts of polyphonic music, Bd. 1: 11th – early 14th century, hrsg. von G. Reaney, München 1966 (Répertoire international des sources musicales 4,1), 205f. (diese Hs., Sigle W3). Literatur: J. Wolf, Handbuch der Notationskunde, Bd. 1: Tonschriften des Altertums und des Mittelalters, Choral- und Mensuralnotation, Leipzig 1913, ND Hildesheim 1963, 286 (diese Hs.); F. Ludwig, Die Quellen der Motetten ältesten Stils, in: Archiv für Musikwissenschaft 5 (1923), 185–222 und 273–315 (192 Hs. genannt); H. Besseler, Studien zur Musik des Mittelalters I: Neue Quellen des 14 und beginnenden 15. Jahrhunderts, in: Archiv für Musikwissenschaft 7 (1925), 167–252 (223 Hs. genannt); Musikalischer Lustgarten, 33f. Nr. II.5 (F. Reckow); I. Woods Preece, Our awin Scottis use. Music in the Scottish Church up to 1603, ed. by. S. Harper, Aberdeen und Glasgow 2000, 304–324 mit Abb. 8–11 (Appendix 1: W3: Some fragments of fourteenth-century scottish polyphony, ausführlich zur Geschichte, mit Rekonstruktion der Melodien und ); M. Bent, Counterpoint, composition, and musica ficta, New York und London 2002 (Criticism and analysis of early music 4), 45 (Hs. genannt, Sigle W3); S. M. Holmes, Catalogue of Liturgical Books and Fragments in Scotland before 1560, in: The Innes Review 62.2 (2011), 127–212 (149 Nr. 54 Hs. genannt); E. M. Maschke, Porta salutis ave: Manuscript Culture, Material Culture, and Music, in: Musica disciplina 58 (2013), 167–230 (177 Hs. genannt).

Herkunft: Nach Ausweis der paläographischen Merkmale und des Buchschmucks wurde der Codex im ersten Dritttel des 13. Jh. in England geschrieben. Zur Datierung und Lokalisierung verglichen u. a. mit dem Claudian-Codex Oxford, BodL, Ms. Auct. F. 2. 16 (2077), dazu O. Pächt, J. J. G. Alexander, Illuminated manuscripts in the Bodleian Library Oxford, Bd. 3: British, Irish, and Icelandic schools, with addenda to Volumes 1 and 2, Oxford 1973, 26 Nr. 248 und 30 Nr. 299, jeweils mit Taf. XXIV Nr. 248 und XXVI Nr. 298. — Er gelangte zu einem unbekannten Zeitpunkt in das schottische Benediktinerkloster Arbroath Abbey; entsprechende Besitzvermerke auf Bl. 1r: Iste est liber sancti Thome martiris de Albirbrothik (Kopfsteg, stark verblasst), darunter: Liber sancti Thome martiris de Albr … sowie Bl. 105v (siehe unten). Zum Konvent vgl. D. E. Easson, Medieval religious houses: Scotland. With an appendix on the houses in the Isle of Man, London u.a. 1957, 58; The heads of religious houses in Scotland from twelfth to sixteenth centuries, ed. by D. E. R. Watt and N. F. Shead, Edinburgh 2001, 3–10. Möglicherweise befand sich der Codex zeitweilig in einem Franziskanerkloster, wie auf Bl. 1r die nachgetragene Signatur (?, ff 21) und ein Vermerk nahelegen: pro conventu fratrum minorum sancti Johannis nisi pro illo missum fuerit de Arbrod, nachweisbar ist dies jedoch nicht. Das Kloster ist nicht näher bestimmbar, da die Patrozinien der beiden nächstgelegenen Franziskanerkonvente in St. Andrews und Dundee unbekannt sind. — Zusammen mit dem ebenfalls aus Arbroath Abbey stammenden Cod. Guelf. 1006 Helmst. von Marcus Wagner im Jahre 1553 auf einer Schottlandreise für Matthias Flacius Illyricus erworben (Hartmann, 64f., 110f.). Der Inhaltsvermerk auf Bl. 1r: Claudianus poeta stammt nicht von Flacius, sondern wie in Cod. Guelf. 442 Helmst., 1r, von der Hand eines Mitarbeiters oder Sekretärs der Centuriatoren. — Zusammen mit der übrigen Bibliothek des Matthias Flacius am 20.4.1597 von Herzog Heinrich Julius von Braunschweig-Lüneburg erworben. 1614 im Gesamtkatalog des Liborius Otho (Cod. Guelf. A Extrav., p. 23 [19]) unter Nr. 20 der Poëtæ Græci, Latini Gallici etc. als Claudianus poeta manuscriptus in pergameno aufgeführt. 1618 aus Wolfenbüttel in die Universitätsbibliothek Helmstedt überführt. 1644 im Handschriftenkatalog der Universitätsbibliothek (Cod. Guelf. 27.2 Aug. 2°, 30r) unter den Miscellanei in folio als Claudianus in membrana beschrieben, im Handschriftenverzeichnis von 1797 (BA III, 52) unter Nr. 274 aufgeführt.

Ebert Nr. 296. — Heinemann Nr. 538. — Copiale Prioratus Sanctiandree. The Letter-Book of James Haldenstone, Prior of St. Andrews (1418–1443), transscribed and edited … by J. H. Baxter, London u. a. 1930 (St. Andrews University publications 31), XIII–XIV.Ker Medieval Libraries, 4. — Ker Medieval Libraries Suppl., 1. — Hartmann, 111, 235. — Olson, 275. — Bollbuck, 242.

1r–105v Claudius Claudianus: Carmina. Sofern Rubriken vorhanden sind, wurden sie vom Kommentator hinzugefügt. Im einzelnen sind enthalten: (1r–12r) In Rufinum liber I. (12r–v) In Rufinum liber II (praefatio tantum). Pandite defensum reduces Helicona sorores … — … Pyeriis aures pacificare modis. Die Auslassung des zweiten Buchs kommt bei mehreren Hss. dieser Gruppe vor, die auch sonst mit dem vorliegenden Codex übereinstimmen, vgl. Jeep Nachträgliches (siehe unten), 622; Ders. Die Kritik (siehe unten), 10–15 (jeweils Hs. genannt). (12v–19v) De bello Gildonico. (19v–26r) In Eutropium liber I. (26r–34v) In Eutropium liber II. (34v–36r) Fescennina de nuptiis Honorii Augusti. (36r–40v) Epithalamium de nuptiis Honorii Augusti. Bl. 36r Z. 15–16 vom Schreiber nachgetragen. (40v–43v) Panegyricus de tertio consulatu Honorii Augusti. (43v–51r) Panegyricus de quarto consulatu Honorii Augusti. Der Text ist relativ dicht interlinear glossiert und marginal kommentiert, ohne dass eine Zuordnung oder Identifizierung des Kommentars möglich wäre, vgl. als Übersicht A. K. Clarke, und H. L. Levy, Claudianus, in: Catalogus translationum et commentariorum. Medieval and Renaissance Latin Translations and Commentaries. Annotated Lists and Guides, Bd. 3, hrsg. von F. E. Cranz und P. O. Kristeller, Washington, D. C. 1976, 141–171, bes. 151–161. Die Glossierung ist wesentlich ausführlicher als z. B. in Cod. Guelf. 220 Gud. lat., 62v–70v. (51r–55v) Panegyricus dictus Manlio Theodoro consuli. Bl. 55v Z. 339 vom Kommentator nachgetragen. (55v–60v) De consulatu Stilichonis liber I. (60v–66r) De consulatu Stilichonis liber II. In der zweiten Hälfte marginal und interlinear glossiert. (66r–71r) De consulatu Stilichonis liber III. (71r–79v) Panegyricus de sexto consulatu Honorii Augusti. (79v–87v) De bello Pollentino sive Gothico. (87v) Ad Stilichonem. (87v) Descriptio portus Smyrnensis. Descriptio portus. (87v) Ad Aeternalem. Das Tetrastichon wurde vom Schreiber zum vorigen Gedicht gezogen und erst nachträglich durch einen Strich getrennt. (88r) Descriptio Armenti. (88r) Est in conspectu longe locus. (88r) Rimanti telum ira facit. (88r) De quadriga marmorea. (88r) De Polycaste et Perdicca. De Policarte et Percitta [!]. (88r–89r) De histrice. Bl. 88v Z. 16 vom Schreiber nachgetragen. (89r) De birro castoreo. (89r) In sepulchrum speciose. (89r) De balneis Quintianis quae in via posita erant. De balneis Quintilianis [!]. (89r) In podagrum qui carmina sua non stare dicebat. In podagrum qui carmina culpabat. (89r) Ad Maximum qui ei mel misit. (89r) De paupere amante. (89r) De eodem. Das Distichon wurde vom Schreiber zum vorigen Gedicht gezogen. (89r–v) De piis fratribus et de statutis eorum quae sunt apud Catinam. De piis fratribus. Bl. 89r Z. 10 vom Kommentator nachgetragen. (89v–90r) De mulabus gallicis. (90r) Epistula ad Gennadium exproconsulem. Incipit epistula ad Genradium proconsulem. (90r–v) De sene Veronensi qui suburbium suum numquam egressus est. Incipit epigramma de quodam sene qui numquam egressus est. Bl. 89r Z. 10 vom Kommentator nachgetragen. (90v) De Theodorico et Hadriano. De Theodorico. (90v–91r) Imprecatio ad Hadrianum. Ad Stiliconem iratum … — … Explicit satisfactio pro se ad Stiliconem. (91r–v) Deprecatio in Alethium quaestorem. In Alethium questorem. Bl. 91v Z. 14–15 vom Kommentator nachgetragen. (91v) De Lucusta. (91v–93v) Epithalamium dictum Palladio V. C. tribuno et notario et Celerinae. Carmen epitalamium. Bl. 91v ist die Verspraefatio (Octasticha) vom Kommentator durch folgende Rubrik abgetrennt: Explicit prefacio epitalamii Palladii et Celerine. (93v–94v) Aponus. De Apono fluvio. (94v–96r) Phoenix. De phenice. (96r–v) Nilus. De Nilo. (96v–97v) Magnes. De magnete lapide. Der Text bricht auf Bl. 96v nach Vers 9 ab, der auf Bl. 97r wiederholt wird, worauf der übrige Text folgt. (97v–100r) Laus Serenae. (100v–101r) Epistula ad Serenam. (101r–v) De Salvatore. Carmen paschale. (101v) De cristallo. Mit eigener Überschrift hier nur Carmen XXXIII. (101v–102r) De crystallo cui aqua inerat. Die Carmina XXXIV–XXXIX sind ohne Trennung zusammengefaßt. In Carmen XXXV ist Z. 6 vom Kommentator in marg. nachgetragen. (102r) Epistula ad Olybrium. Ad amicum non scribentem. (102r–v) Ad Probinum. (102v) De apro et leone. (102v) In Curetium. (102v) De eodem. (102v) De concha. (102v–103r) De chlamyde et concha. (103r) De equo dono donato. (103r–103v) De zona equi regii missa Honorio Augusto a Serena. (103v) De torpedine. (103v–104r) In Iacobum magistrum equitum. (104r) In sphaeram Archimedis. (104r–105v) De Gigantomachia. Liber sancti Thome martiris de Alb[irbrothik] et vocatur Claudianus magnus. Die Carmina maiora (1r–87v) gehören zur sog. Serie I, die Carmina minora (87v–105v) zur sog. Serie B, worin Carmen LII fehlt, vgl. dazu MGH AA 10, CXXIX und CXXXVIII (jeweils Hs. genannt, Sigle He); Hall Prolegomena, 67f. (Hs. genannt, Sigle W2). In abweichender Reihenfolge auch in Cod. Guelf. 220 Gud. lat., 1r–107r. Sentenzenhafte Exzerpte in Cod. Guelf. 578 Helmst., 26r–29r. Carmen minor 27 (De phoenice) auch separat in den drei inhaltlich sehr ähnlichen italienischen Hss. Cod. Guelf. 6.7 Aug. 2°, 375r–376v; 14 Gud. lat., 152r–153v und 240 Gud. lat., 76r–78v. Die Hs. wurde von dem Hamburger Juristen und späteren holsteinischen Rat Lucas Langermann (1625–1686) bei einem Aufenthalt in Helmstedt mit anderen Überlieferungsträgern kollationiert und exzerpiert; die Ergebnisse stellte er Nicolaas Heinsius (1620–1681), den er 1651 auf seiner zweiten Italienreise begleitet hatte, für dessen kommentierte Claudianausgabe (siehe unten) zur Verfügung. Ausgaben (jeweils mit dieser Hs.): Cl. Claudiani quae exstant Nic. Heinsius recensuit … , Amstelodami 1665 (unpag. Praefatio, Hs. genannt); Claudii Claudiani opera, quae exstant, omnia … cum adnotationibus Petri Burmanni Secundi, Amstelodami 1760 (Bd. 1, XXVII und Bd. 2, 743 Hs. genannt); Claudii Claudiani Carmina, recensuit L. Jeep, 2 Bde., Leipzig 1876–1879 (Bd. 1, XLIX Hs. genannt); MGH AA 10, 18–34, 54–283 und 287–346 (CXXII Hs. genannt, Sigle He); Hall Claudiani Carmina, 12–30, 52–288 und 342–409 (XVIII Hs. genannt, Sigle W2); Claudien, Œuvres, Bd. 2: Poèmes politiques (395–398), texte établi et trad. par J.-L. Charlet, Paris 2002 (Collection des universités de France, Série latine 358), LXXX (Hs. genannt, Sigle W2). Literatur: L. Jeep, Quaestiones criticae ad emendationem Claudiani panegyricorum spectantes, Naumburg 1869 (10f. Hs. genannt, Sigle H); Ders., Nachträgliches über die Handschriften von Claudian’s Raptus Proserpinae, in: Rheinisches Museum für Philologie 27 (1872), 618–624 (622 Hs. genannt); Ders., Die Kritik des Claudianus mit Ausschluss des Raptus Proserpinae, in: Rheinisches Museum für Philologie 30 (1875), 1–25 (10f., 13, 15 Nr. 24, 21, 23 Hs. genannt); Hall Prolegomena, 32 (Sigle W2). P. L. Schmidt, Die Überlieferungsgeschichte von Claudians Carmina minora, in: Illinois Classical Studies 14 (1989), 391–415, hier nach dem ND in Ders., Traditio latinitatis. Studien zur Überlieferung und Rezeption der lateinischen Literatur, hrsg. von J. Fugmann, M. Hose und B. Zimmermann, Stuttgart 2000, 39–58 (53 Hs. genannt).


Abgekürzt zitierte Literatur

Bollbuck H. Bollbuck, Wahrheitszeugnis, Gottes Auftrag und Zeitkritik. Die Kirchengeschichte der Magdeburger Zenturien und ihre Arbeitstechniken, Wiesbaden 2014 (Wolfenbütteler Forschungen 138)
Ebert F. A. Ebert, Bibliothecae Guelferbytanae Codices Graeci et Latini Classici, Leipzig 1827 (Die Bildung des Bibliothekars 2 = Zur Handschriftenkunde 2)
Hall Claudiani Carmina Claudii Claudiani Carmina edidit J. B. Hall, Leipzig 1985 (Bibliotheca scriptorum Graecorum et Romanorum Teubneriana)
Hall Prolegomena J. B. Hall, Prolegomena to Claudian, London 1986 (Bulletin of the Institute of Classical Studies of the University of London. Supplementary papers 45)
Hartmann M. Hartmann, Humanismus und Kirchenkritik. Matthias Flacius Illyricus als Erforscher des Mittelalters, Stuttgart 2001 (Beiträge zur Geschichte und Quellenkunde des Mittelalters 19)
Heinemann O. von Heinemann, Die Helmstedter Handschriften, Bd. 1–3, Wolfenbüttel 1884–1888, Nachdruck Frankfurt/M. 1963–1965 (Kataloge der Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel, Die alte Reihe 1–3)
Ker Medieval Libraries Medieval libraries of Great Britain. A list of surviving books, edited by N. R. Ker, 2nd edition, London 1964 (Royal Historical Society guides and handbooks 3)
Ker Medieval Libraries Suppl. Medieval libraries of Great Britain. A list of surviving books, edited by N. R. Ker, Supplement to the 2nd edition, London 1987 (Royal Historical Society guides and handbooks 15)
MGH AA Monumenta Germaniae Historica Auctores antiquissimi, Bd. 1–15, Berlin 1877–1919
Musikalischer Lustgarten Musikalischer Lustgarten. Kostbare Zeugnisse der Musikgeschichte, hrsg. von U. Konrad, A. Roth und M. Staehelin, Wolfenbüttel 1985 (Ausstellungskataloge der Herzog August Bibliothek 47)
Olson O. K. Olson, Matthias Flacius and the survival of Luther's reform. Second edition with corrections, Minneapolis 2011