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Beschreibung von Cod. Guelf. 576 Helmst.
geplant: Die mittelalterlichen Helmstedter Handschriften der Herzog August Bibliothek. Teil IV: Cod. Guelf. 462 bis 615 Helmst., beschrieben von Bertram Lesser.
Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft im Rahmen des Programms Erschließung und Digitalisierung handschriftlicher und gedruckter Überlieferung
Handschriftentitel: Grammatisch-medizinische Sammelhandschrift
Entstehungsort: Südniedersachsen
Entstehungszeit: 15. Jh.
Katalognummer: Heinemann-Nr. 624
Beschreibstoff:
Umfang: 257 Bl.
Format: 20,5 × 14 cm
Seitennummerierung: Bleistiftfoliierung modern: 1256, das letzte Bl. ist ungez.
Lagenstruktur: 2 VI (24). VIII (40). VIII–3 (53). V (63). III–1 (68). IV (76). VI (88). IV (96). VI (108). 2 IV (124). VI (136). VI–1 (147). 4 VI (195). VI + VII (221). 3 VI (256)!
Einband: Spätgotischer Holzdeckelband mit dunkelbraun gefärbtem Schafslederüberzug, am Rücken beschädigt, in den Gelenken gebrochen. Streicheisenlinien. Einzelstempel Adler natürlich: EBDB s000052. Jäger: EBDB s003041. Rosette, ein Blattkranz, sechsblättrig: EBDB s007844. Sämtlich aus der Werkstatt "Brunshausen" (EBDB w000240). Drei Doppelbünde. Eine Langriemenschließe, Schließenriemen und Lagerdorn auf dem VD verloren, nur noch Gegenblech am HD mit Riemenrest erhalten. Vorn vier, hinten fünf mächtige eiserne Schonernägel in Halbkugelform (∅ 3 cm).
Entstehung der Handschrift: Die neun Teile des Codex entstanden sukzessive im späten 14. bis ins 15. Jh. im südniedersächsischen Raum, vermutlich zum größten Teil in Göttingen. Der Inhalt, insbesondere die ausgewählten Fachtexte und Dichtungen, ihre Kommentierung und die zahlreichen Exzerpte machen eine Entstehung im Milieu der städtischen Schule in Göttingen wahrscheinlich. Ein weiteres Zeugnis der Göttinger Schultradition stellt Cod. Guelf. 608 Helmst. dar, der ebenfalls nachträglich in eine Klosterbibliothek gelangte (vgl. dort). Für die Entstehung weiterer Teile im Südniedersächsischen steht auch der mitteldeutsch-thüringisch beeinflusste Sprachstand der mnd. Texte in Teil II.
Provenienz der Handschrift: Die einzelnen Teile des Codex gelangte zu einem unbekannten Zeitpunkt in das Benediktinerinnenkloster Brunshausen, wo sie in der gegenwärtigen Reihenfolge zusammengebunden wurden; ein entsprechender Besitzvermerk des 16. Jh. (?) auf Bl. I*r: Iste liber pertinet monasterio Brunshusen. Ob und ggf. welche Teile der Hs. im Kloster enstanden sind oder ob dort nur Nachträge hinzugefügt wurden, kann mangels konkreter Vermerke und Hinweise nicht mehr entschieden werden.
Erwerb der Handschrift: Seit dem 24.4.1572 mit einem Teil der Konventsbibliothek im Besitz der Bibliotheca Julia in Wolfenbüttel, 1614 im Gesamtkatalog von Liborius Otho (Cod. Guelf. A Extrav., p. 288 [283]) unter den Papalia Miscellanea mit der Signatur W 8 ausführlich und detailliert beschrieben. 1618 in die Universitätsbibliothek Helmstedt überführt, 1644 im Katalog der Helmstedter Universitätsbibliothek (Cod. Guelf. 27.2 Aug. 2°, 31r) als Copia Latinitatis. Institutio Epistolica, cum aliis miscellis Medicis Grammaticis etc. unter den Miscellanei MSSti in quarto nachgewiesen; im Handschriftenverzeichnis von 1797 (BA III, 52) unter Nr. 645 aufgeführt.
Bibliographie
Handschriftenteil: VS und HS
Handschriftentitel:
Entstehungszeit: 14. Jh., 2. Hälfte
Beschreibstoff: Pergament
Umfang: 2 Bl.
Format: 20,5 × 14,5 cm
Seiteneinrichtung: 16 × 14,5 cm, zweispaltig (jede Spalte ca. 7 cm breit), noch max. 50 Zeilen erhalten (beschnitten).
Hände: Ältere gotische Kursive von einer Hand.
Auszeichnungsschriften / Buchschmuck: Keinerlei Buchschmuck
Inhalt:
1. VS, HS Textus philosophicus cum commento. Das erhaltene Material reicht zur Textbestimmung nicht aus.
Handschriftenteil: I
Entstehungsort: Göttingen
Entstehungszeit: 1408/1409
Beschreibstoff:
  • Papier
  • Wasserzeichen: Ochsenkopf mit Augen, darüber einkonturige Stange, darüber Stern: WZIS DE2730-PO-67725, NL0360-PO-67726 (beide 1409, weiterer Typ nicht nachweisbar).
Umfang: 24 Bl.
Format: 20,5 × 14 cm
Seiteneinrichtung: 17–17,5 × 10–11 cm, ein- und zweispaltig (letzteres auf Bl. 5v12v, Spalte jeweils ca. 5,5 cm breit), 23–33 Zeilen.
Hände: Stark abgekürzte jüngere gotische Kursive von der Hand des Schreibers Hermannus. Ob er, wie Szklenar. Magister Nicolaus de Dybin (s. unten), 153, annimmt, mit Hermannus Levenowe identisch ist, der in der Handschrift Erfurt, UFB Erfurt/Gotha, CA 4° 56, 143r (Erfurt, 332) neun Jahre zuvor den gleichen Hexameter als Kolophon verwendet, muss offenbleiben.
Auszeichnungsschriften / Buchschmuck: Rubriziert, schlichte rote Lombarden.
Inhalt:
  1. 1r5r Tractatus grammaticus. Aristoteles scribit quinto topicorum: Conturbat audientem illud quod continue dicitur et ergo necessarium est recthori ut habeat dictionum varietatem … — … latinitatis copia ne propter eundem sermonem attediatur animus audientis et sic de mutacionibus dicta sufficiant etc. Explicit copia latinitatis scriptum et completum[sic] de vespere in Gotingen sub anno domini 1408 sabbato ante dominicam Gaudete in domino semper etc.
    Qui te finivit portecas rodere scivit etc
    Her tibi sit primum medium man nus fit in ymum.
    (Colophons 6943, nur der erste Teil genannt). Der vermutlich aus dem Göttinger Schulmilieu stammende Text ist in dieser Form bislang nur hier überliefert und ungedruckt.
  2. 5va12vb Nicolaus de Dybin: Viaticus dictandi (partim). Epistola est fidelis secretorum nuncia. Epistola amicabilis hostilis … — … autem caret salutacione longa semel ponitur ad dorsum litere etc. etc. >Et sic est finis huius libelli<. Explicit viaticum Tibini sive rethorica Tibini scriptum et completum[sic] in Gotingen hora prima post prandium sub annis domini 1408 in vigilia Thome apostoli.
    Her tibi sit primum medium man nus fit in ymum
    Qui te finivit portecas rodere scivit
    etc. etc. etc.(Colophons 6943).
    Textgeschichte: Ebenfalls ohne Kommentar, aber umfangreicher in Cod. Guelf. 820 Helmst., 74r–84r; zwei ausführlich kommentierte Fassungen auch in Cod. Guelf. 654 Helmst., 255ra–271r (am Schluss unvollständig); 694 Helmst., 1r–58v.
    Ungedruckt.
    Literatur
    • K. Doskočil, Mistr Dybin, rétor doby Karlovy, Prag 1948 (Zvláštní otisk ze práv českého zemského archivu 11), 5f., 8–18 (5 Hs. genannt);
    • Briefwechsel des Cola di Rienzo, hrsg. von K. Burdach und P. Piur, Teil 2: Kritische Darstellung der Quellen zur Geschichte Rienzos. Mit einer Abhandlung über die Briefsammlungen Petrarcas, Berlin 1928 (Vom Mittelalter zur Reformation 2,2), 360–368 (365 Hs. genannt);
    • Tříška Činnost, 36–38;
    • Tříška Repertorium, 389;
    • Tříška Studie, 103–105 Nr. 2 (104 Hs. genannt);
    • H. Szklenar, Magister Nicolaus de Dybin. Vorstudien zu einer Edition seiner Schriften. Ein Beitrag zur Geschichte der literarischen Rhetorik im späteren Mittelalter, München 1981 (MTU 65), 126–158 (152f. Nr. 12, 154 und 157f. diese Hs. genannt);
    • 2VL 6, 1062–1068, hier 1066 Nr. 5;
    • Polak Treatises 3, 568 (diese Hs.).
  3. 13r24v Nicolaus de Dybin: Tractatulus de modo dictandi. Ad epistolaris faciliorem dictaminis composicionem investigandum est parcium noticia epistolarum tam privilegiorum quam missilium constituencium … — … que quidem causa brevitatis et ob iuniorum informacionem de dictamine epistolari dicta et de ipsius partibus sufficiant pro presenti etc. >Explicit liber intitulatus Adepistolaris[sic]scriptum et completum[sic] in Gotingen hora vesperorum Anno domini 1409 quarto nonas Martii etc.< Ungedruckt.
    Literatur
    • Doskočil. Mistr Dybin (s. oben), 6f.;
    • Szklenar. Magister Nicolaus de Dybin (s. oben), 157f. Nr. 6 und 177 (jeweils Hs. genannt);
    • Tříška Studie, 104 Nr. 2 (ohne Kenntnis dieser Hs.);
    • 2VL 6, 1062–1068, hier 1065 Nr. 6 (Hs. genannt);
    • Polak Treatises 3, 568 (diese Hs.).
Handschriftenteil: II
Entstehungszeit: 14. Jh., 4. Viertel
Beschreibstoff:
  • Papier
  • Wasserzeichen: Kreis, darüber einkonturiges Kreuz (nicht nachweisbar).
Umfang: 29 Bl.
Format: 20,5 × 14 cm
Seiteneinrichtung:
  • 25ra40vc 18 × 12 cm, einspaltig (25ra26vc und 40va–c dreispaltig, jede Spalte ca. 4 cm breit), 38–40 blindlniiierte Zeilen.
  • 41r53v 16 × 8 cm, einspaltig, je nach Hand 36–40 Zeilen.
Hände: Haupttext in älterer und jüngerer gotischer Kursive von fünf Händen,
  • Hand 1 (ältere gotische Kursive): 25ra40vc;
  • Hand 2 (ältere gotische Kursive): 41v50r;
  • Hand 3 (ältere gotische Kursive): 27ra und 41r;
  • Hand 4 (jüngere gotische Kursive): 52v53r;
  • Hand 5 (jüngere gotische Kursive): 53v
Auszeichnungsschriften / Buchschmuck: Rubriziert.
Spätere Ergänzungen: Zahlreiche Nachträge späterer Hände.
Inhalt:
  1. 25ra26vc "Artemisia-Vokabular". Artemisia byboc. Anesum aniz. Anisum aniz. Athramentum atrament. Aloes epaticum aloe. Alumen alm … — … Urtica gratuita hedernectele. Urtica mortua bensoge. Vulpium ramese. Virgultum somerlode.
    Deum cole destrue Satan mala morte peribis
    . Amen.

    Hauptsprache: Lemmata lateinisch mit westmitteldeutscher (?) Übersetzung.
    Textgeschichte: Auch in Cod. Guelf. 912 Helmst., 63ra–65vb; 60.15 Aug. 4°, 29r–31r.
    Lateinisches Lemma und volkssprachige Übersetzung sind jeweils in drei Spalten angeordnet. Ungedruckt. Vgl. dazu Thorndike/Kibre, 146.6–8; B. Schnell, Das 'Artemisia-Vokabular'. Ein unbekanntes Pflanzenvokabular und seine primäre Funktion, in: Sprachwissenschaft 36 (2011), 179–195 (189 Nr. 36 Hs. genannt).
  2. 27r Nota de homine religioso. Stabat Iohannes et ex discipulis eius duo [Io 1,35]. Homo religiosus et devotus et … predicator debet primo habere sapide contemplacionis altitudinem … — … unus ex duobus qui audierant ab Iohanne et secuti sunt eum [Io 1,40]. In dieser Form bislang nur hier nachgewiesen.
  3. 27r28r "Niederdeutscher Gewürztraktat". >Muschate<. Muschate is heiz unde droge se maket gut den bosen adman se sterket den magen … — … daz het zuker fiolat daz is gut gegessen der boech der leueren der lungnen. Insgesamt 19 Abschnitte zu den Wirkungen diverser Pflanzen.
    Textgeschichte: Modifiziert nochmals unten, 64r66v; auch in Cod. Guelf. 1213 Helmst., 128r–130r; außerdem einige Abschnitte in Cod. Guelf. 23.3 Aug. 4°, 12v–41v ('Wolfenbütteler Arzneibuch').
    Edition
    • Temmen Abdinghofer Arzneibuch, Hauptband 250–258 (passim Hs. genannt, Sigle W2a), Text im Beiband auf CD-ROM, 57–65 Abd. 9 (nach dieser Hs., Sigle W2a), vgl. zum Bestand ebd., 3f. Tab. 1 (diese Hs., Sigle W2a).
    Literatur
    • 2VL 6, 988–990 (989 Hs. genannt).
    Direkt unter dem Text (28rv) folgendes Stück: Nota de confortacione coque in vino. Nota pro confortacione coque in vino salveam et castoreum et crusemincen et bibe mane et sero et hec tibi vitanda: Caseus mel et lac porrum pisa faba caulis.
  4. 28v "Kaiser Karls Latwerge". >Nota electuarium Caruli Magni<. Nim engeuer galgal cynamomum ceduar comen rebarbara liche vel … — … des morgenes vnde des auendes to der borst to deme herzen sere czo der stimne.
    Textgeschichte: Modifiziert nochmals unten, 67r; auch in Cod. Guelf. 1213 Helmst., 124r und 130r (jeweils wie hier mit dem unten anschließenden 'Stimmrezept'; 23.3 Aug. 4°, 129r ('Wolfenbütteler Arzneibuch', ohne das 'Stimmrezept').
    Edition
    • Temmen Abdinghofer Arzneibuch, Hauptband 258–263 (passim Hs. genannt, Sigle W2a), Text im Beiband auf CD-ROM, 66f. Abd. 10 (nach dieser Hs., Sigle W2a), vgl. zum Bestand ebd., 6 Tab. 1 (diese Hs., Sigle W2a).
    Literatur
    • 2VL 4, 944f.
    Direkt unter dem Text (28v) das sog. 'Stimmrezept': Vnde de sine stimme wil reyne holden de drinke wit mintten sap vnde salueyen sap mit warmen watere gemengit.
  5. 28v40v Mittelniederdeutsch-lateinisches Arzneibuch. Der in dieser Form bislang nur hier nachgewiesene Text enthält:
    • (28v40r) Text. >Van deme minschen<. De minche[sic] is gemaket von ver stucken von erden vůr luft water de vortelen sic of ander … — … si autem nichil inveniatur infra annum morietur. Mittelniederdeutsche und lateinische Rezepte gemischt. Der Text bildet mit den vorausgegangenen Rezepten und Traktaten sowie dem "Artemisia-Vokabular" eine kodikologische und inhaltliche Einheit; in der Literatur (Temmen Abdinghofer Arzneibuch, 199f.) mit der Sigle W2a bezeichnet. Der Text ist streckenweise mit dem jüngeren Arzneibuch W2b unten identisch, weist aber eine leicht abweichende Sprachstufe auf. Ein Teil der mnd. Rezepte (insgesamt 38, 30r34r) entstammt dem "Kleinen mittelniederdeutschen Arzneibuch", vgl. die Literatur: Temmen Abdinghofer Arzneibuch, Hauptband 264–277 (pass. Hs. genannt, Sigle W2a), vgl. zum genauen Bestand im Beiband auf CD-ROM, 6–9 Tab. 1 und 13–29 Tab. 2–4 (jeweils mit dieser Hs., Sigle W2a); 2VL 4, 1199f.
    • (40va–c) Register. De deheychen terciam hac … — … contra tussim contra caducum morbum etc. Das Register erschließt alle vorstehenden Texte mit Ausnahme des "Artemisia-Vokabulars".
  6. 41r Jacobus de Losanna: Compendium moralitatum (initium tantum). Abicit mundus pauperes et honorat divites. Nota Augustinus dicit quod corvus est istius nature … — … Telluris si forte velut cognoscere curas cultus … (Text bricht ab) Der Text bricht kurz nach dem Beginn ab. Vgl. dazu Glorieux Répertoire 2, 229 Nr. 345aa; Bloomfield 82; Stegmüller RB 3887; Thorndike/Kibre, 9.3 ; Walther I 170.
  7. 41v50r Odo Magdunensis: De viribus herbarum sive 'Macer floridus' (partim). >Herbarum vires Mater[sic] tibi carmina dicunt<. Herbarum quasdam dicturus carmine vires
    Herbarum matrem dedit arthemisia nomen
    … — … Tollere cum vino singultum dicitur hausta
    Hocque modo cohibet venerem potata frequenter
    . Der unvollständige Text enthält die Abschnitte zu Nr. I (Arthemisia, vv. 1–30), II (Abrotanum, vv. 31–35, 37–39, 41–49 und drei Zusatzverse wie im Apparat), III (Absinthium, Absinten, vv. 52–54, 56, 57, 55, 58–82, 84–104), IV (Urtica, vv. 115–160), V (Allium, Knufloch, vv. 116–195), VI (Plantago, vv. 196–235, 237–266), VII (Ruta, vv. 267–274, 277–299, 301–331), VIII (Apium, vv. 332–365), IX (Althaea, vv. 366–394), X (Anethum, vv. 395–428), XI (Betonica, vv. 429–434, 436–491), XII (Sabina, vv. 492–498, Zusatzvers im Apparat, 499–506), XIII (Porrum, vv. 507–548), XIV (Camomilla, vv. 549–553, Zusatzvers dieser Hs. im Apparat, 554–557, 559–567, 569–591) und XV (Nepeta, Veltmince, vv. 592–625). 41v43v sind in einer eigens angelegten Kommentarspalte thematische Stichworte zu den jeweils im Gedicht behandelten Krankheiten und den Heilwirkungen der entsprechenden Pflanze ausgeworfen (z. b. contra tussim, contra febres u. a.), dazu die oben angegebenen volkssprachigen Pflanzennamen, 41v außerdem in marg. das Distichon Walther II 8069.
    Textgeschichte: Auch in Cod. Guelf. 58.6 Aug. 2°, 1r–31v; 55.5 Aug. 4°, 1r–34v; 60.15 Aug. 4°, 1r–28v; 112.1 Extrav., 70r–107v; 268 Extrav., 73r–102v (Blatt- und Textverlust); 275.2 Extrav., 2r–3r und 4v–5r (Fragment).
    Edition
    • Macer Floridus de viribus herbarum una cum Walafridi Strabonis Othonis Cremonensis et Ioannis Folz carminibus similis argumenti quae secundum codices manuscriptos et veteres editiones recensuit, supplevit et adnotatione critica instruxit L. Choulant…, Leipzig 1832, 28–123, hier 28–53 (mit dieser Hs., 24 genannt, Sigle ζ);
    • Höhepunkte der Klostermedizin. Der "Macer floridus" und das Herbarium des Vitus Auslasser, hrsg. mit einer Einleitung und dt. Übersetzung von J. G. Mayer und K. Goehl, Leipzig 2001, 28–123 (Faksimile von Choulants Text ohne Praefatio);
    • Der deutsche 'Macer'. Vulgatfassung. Mit einem Abdruck des lateinischen Macer floridus 'De viribus herbarum', kritisch herausgegeben von B. Schnell in Zusammenarbeit mit W. Crossgrove, Tübingen 2003 (Texte und Textgeschichte 50), 407–473 (Nachdruck von Choulants Text ohne Apparat).
    Literatur
    • Thorndike/Kibre, 610.1;
    • Walther I 7711;
    • U. Jansen, "Spuria Macri". Ein Anhang zu "Macer Floridus, De viribus herbarum", Einleitung, Übersetzung, Kommentar, Berlin, New York 2013 (Beiträge zur Altertumskunde 314), 37 (Hs. genannt).
    Unter dem Text einige kurze Federproben von späterer Hand.
  8. 50v51v Recepta. Eine kurze Liste von Rezepten mit in einer Spalte untereinandergeschriebenen Listen von Ingredienzen, jeweils kein zusammenhängender Text. – 52r nur kurze Notiz (16. Jh.): Non nobis domine sed nomini tuo da gloriam [Ps 113,9].
  9. 52v53r "Der Sinn der höchsten Meister von Paris" (kombiniert mit dem "Brief an die Frau von Plauen"). Dit is dat regimen pestilencie dat des romischen koniges arczt ge geuen hebben vor di druse. To dem ersten male wenn sie werden halse edder an deme houbete … — … du schalt essig nutze czu alle diner spise vnde alle morghen er du vsz deme huse gest etc.
    Hauptsprache: Die Schreibsprache ist ein mit mitteldeutschen (thüringischen) Elementen durchsetztes Ostfälisch
    (Gräter, s. unten, 10).
    Textgeschichte: Gehört zur Textgruppe Ia (Kombination mit dem "Brief an die Frau von Plauen"), weitgehend identisch nochmals unten, 76v77v; eine ähnliche Fassung mit bairischem Sprachstand in Cod. Guelf. 18.18 Aug. 4°, 158r–v. Zur gleichen Textgruppe (jedoch ohne den "Brief an die Frau von Plauen") gehören die Abschriften unten, 53v, und Cod. Guelf. 69.14 Aug. 2°, 61r–v; zur Textgruppe II a gehört die schwäbische Fassung in Cod. Guelf. 44.16 Aug. 2°, 118v–119v.
    Edition und Literatur: V. Gräter, Der Sinn der höchsten Meister von Paris. Studien zu Überlieferung und Gestaltwandel, Bonn 1974 (Untersuchungen zur mittelalterlichen Pestliteratur III/1), 88f. Nr. 10 (Abdruck dieser Hs., Sigle G2), zur Hs. passim, bes. 7, 10, 14, 16, 18–25, 35, 39, 43, 45, 50–55, 150 und 163f. mit Abb. 7 und 8. Vgl. außerdem H.-P. Franke, Der Pest-'Brief an die Frau von Plauen'. Studien zu Überlieferung und Gestaltwandel, Pattensen 1977 (Untersuchungen zur mittelalterlichen Pestliteratur III/2 = Würzburger medizinhistorische Forschunen 9), 13 Nr. 13, 17, 25 Nr. 13, 45–48, 69, 76, 88f., 98, 100, 159f. und 180 (jeweils Sigle G2); 2VL 1, 1035f. und 8, 1281–1283; Jansen-Sieben, 480 (Hs. genannt).
  10. 53v "Der Sinn der höchsten Meister von Paris". >Istam literam de minucione contra pestilenciam ex supplicacione domini Ludowici marchionis episcopi Maguntinensis<. Weme dy pestilencie ist vf ghe varn tzwischen den schulderen der sal lazin dy hobeyt adirn vf beyden dumen … — … lazin vf deme fuze dy adrin dy vf dy grotzen tzyn geyt.
    Hauptsprache: Die Schreibsprache ist rheinfränkisch
    (Gräter, s. oben, 10). Edition und Literatur: Vgl. oben, dazu Gräter. (s. oben), 101 Nr. 15 (Abdruck dieser Hs., Sigle G1), zur Hs. 7, 10, 14, 16, 18–25, 35 und 150; Franke. (s. oben), 13 Nr. 12, 17, 25 Nr. 12, 45–48, 69, 74, 95, 98, 100 und 179 (jeweils Sigle G1).
  11. 53v Trankrezept. Wan yr wlt machen den trang zo sůolch yr nomen Metirn vnde sůlch dy stozin in eyme morser vnde dy gruyz seyghen důrch eyn tůch … — … swyzzende vnde wert eme nicht mer. Des dinghes zal me nemen tzwey vnde merer eyn deyl.
    Hauptsprache: Die Schreibsprache ist wie beim vorhergehenden und von gleicher Hand geschriebenen Text rheinfränkisch.
    Das Rezept beinhaltet außerdem Poleiminze, Salbei und welsche Nüsse.
Handschriftenteil: III
Entstehungszeit: 1440–1450
Beschreibstoff:
  • Papier
  • Wasserzeichen: Ochsenkopf mit Augen und Nasenlöchern, darüber einkonturige Stange, darüber Stern: WZIS EE7185-PO-75794 (1442). Traube mit zweikonturigem Stiel: WZIS DE6405-PO-129015 (1440), DE1335-PO-129028 (1442), DE1185-S712_246 (1440–1445). Krone ohne Bügel, Mittelzinken einkonturig, Enden blattförmig, oben offen, Reif zweikonturig (zwei Typen, nicht nachweisbar).
Umfang: 35 Bl.
Format: 20,5 × 14 cm
Seitennummerierung: Tintenfoliierung des 15. Jh. in arabischen Ziffern, fortgesetzt von Teil II (s. oben): 1954.
Seiteneinrichtung: 16,5–17 × 10,5–11 cm, einspaltig, 77ra88va zweispaltig (jede Spalte ca. 4,5–5 cm breit), je nach Hand 22–36 Zeilen.
Hände:
  • Haupttext (mit Ausnahme der u.g. Passagen) in unregelmäßig wirkender, breit ausgezogener Bastarda von einer Hand;
  • Hand 2: nur das Register in jüngerer gotischer Kursive;
  • Hand 3: jüngere gotische Kursive: 63v (auch unten, 113v116v und Marginalien 112v, 113r, 117r und 124v.
Auszeichnungsschriften / Buchschmuck: Keinerlei Buchschmuck, Raum für Lombarden ausgespart.
Hauptsprache: Schreibsprache: Mittelniederdeutsch.
Inhalt:
  1. 54r62r "Kleines mittelniederdeutsches Arzneibuch" (Teil I). Deme dat lyff bestoppet is de ete erwytte in specke gesoden pappelen weghebreden petercilien myt smalte soden … — … he is gut ghedrunken vor steke vndet schadet deme houede vele gedrunken. Die Teilsammlung enthält insgesamt 55 z. T. gegenüber der übrigen Überlieferung modifizierte Rezepte; fast alle in abweichender Reihenfolge auch oben, 30r34r. Die Fassung dieser Hs. ist ungedruckt; zu weiteren Ausgaben vgl. die Literatur: Temmen Abdinghofer Arzneibuch, Hauptband 264–277 (pass. Hs. genannt, Sigle W2b), vgl. zum genauen Bestand im Beiband auf CD-ROM, 6–9 Tab. 1 und 13–29 Tab. 2–4 (jeweils mit dieser Hs., Sigle W2b); 2VL 4, 1199f. Außerdem teilweise und modifiziert auch in Cod. Guelf. 1213 Helmst., 124r–134r; 23.3 Aug. 4°, 40v–128v ("Wolfenbütteler Arzneibuch").
  2. 62v63v Inhaltsverzeichnis. >Registrum medicine huius libri<. Musschat oreblomen Negilben Galgan Latwerige Zucker Safferan Ingefer Ceduar vnd ander crude require in tercio folio et in secundo folio … — … Item contra venenum et omnes morbos et infirmitates require 16. Weder de kalde pissen require 16. Das zumeist mittelniederdeutsche und mit wenigen lateinischen Einträgen vervollständigte Register bezieht sich auf die beiden in Teil II und III enthaltenen Arzneibücher (W2a und W2b) und verweist auf die Blattzahlen der zeitgenössischen Foliierung.
  3. 63v Drei Rezepte zur Wundheilung. Wunden to heylen wo se sint vnde vor alden schaden neyn smerten eyn guden deyl vnde de de in eyn vor glasierden pot … — … vnde do in eyn bussen den smere mak yn. Von der gleichen (Brunshäuser?) Hand wie unten, Bl. 113v116v, auf freigelassenem Raum nachgetragen.
  4. 64r66v "Niederdeutscher Gewürztraktat". >Von de kreffte der krude<. Muschate is heyt vnde droghe se maket gut den bosen adem se sterket den maghen … — … dat sucker fiolat is gut ghegetin der borst der leueren der lunghen. Insgesamt 19 Abschnitte zu den Wirkungen diverser Pflanzen.
    Textgeschichte: Modifiziert nochmals oben, 27r28r, dort auch zu Ausgabe und Literatur (Hs. jeweils ebenfalls genannt, Sigle W2b).
  5. 67r "Kaiser Karls Latwerge". >Nota electuarium Karuli Magni<. Num engeuer galigan cynamomen zeduar komel rebarbara lyke vele … — … des morghens vnde des auendes to der borst to deme herten sere vnde to der leueren.
    Textgeschichte: Modifiziert nochmals oben, 28v, dort auch zu Ausgabe und Literatur (Hs. jeweils ebenfalls genannt, Sigle W2b).
    Direkt über dem Text der Schluss der vollständig oben, 28v, vorhandenen Notiz: Nota hec sunt tibi vitanda: Caseus mel lac porrum pysa faba caulis. Direkt unter dem Text (67r) das sog. 'Stimmrezept': We syne stymme wel reyne beholden de drincke wyt mynten sap vnde venkel sap myt warmen water gemengt.
  6. 67r70r "Kleines mittelniederdeutsches Arzneibuch" (Teil I). De mynsche is gemaket von veir stucken von erden vure lucht vnde water de vordelen sek vp eyn ander … — … schal men er to hant aff nemen wanner se des kyndes genesen is. Insgesamt 11 z. T. gegenüber der übrigen Überlieferung modifizierte Rezepte; fast alle in abweichender Reihenfolge auch oben, 28v30r. Die Fassung dieser Hs. ist ungedruckt; vgl. zum genauen Inhalt die Literatur oben, 54r62r.
  7. 71v74r Wolfenbütteler Monatsregeln. >Van den manen<. Januarius beghinnet sich ander besnydunge vnses heren Ihesu Christi vnde endet sek twene daghe vor lechtmisse … — … wultu beholden de arczedie de hir vor ghescreuen sint so bliuestu lange ghesunt.
    Textgeschichte: Abweichend auch in Cod. Guelf. 23.3 Aug. 4°, 133v–135r ('Wolfenbütteler Arzneibuch').
    Edition
    • Temmen Abdinghofer Arzneibuch, Hauptband 232–236 (235f. Hs. genannt, Sigle W2), Text im Beiband auf CD-ROM, 44–47 Abd. 5 (nach dieser Hs., Sigle W2), vgl. zum Bestand ebd., 9 Tab. 1 (diese Hs., Sigle W2b).
    Literatur
    • 2VL 10, 148–152 und 1337f.
  8. 74v75r Neujahrsprognose. Wanne de nyghe yare dach komet an dem sundaghe so wert de wynter gut de ende windich … — … vele solen vor deruen vnde steruen vnde werdet aller mest aller lude.
    Textgeschichte: Abweichend und kürzer auch in Cod. Guelf. 23.3 Aug. 4°, 135v–136r ('Wolfenbütteler Arzneibuch').
    Edition
    • Temmen Abdinghofer Arzneibuch, Hauptband 242–244 (243 Hs. genannt, Sigle W2b), Text im Beiband auf CD-ROM, 52–54 Abd. 7 (nach dieser Hs., Sigle W2b), vgl. zum Bestand ebd., 9 Tab. 1 (diese Hs., Sigle W2b).
    Literatur
    • 2VL 6, 915–918.
  9. 75v76v "Der Sinn der höchsten Meister von Paris" (kombiniert mit dem "Brief an die Frau von Plauen"). Dut is dat regiment pestilencie vor di druse. Te dem erstem male wenne se werde an dem halse eder an dem houede … — … du schalt etich nutten to alle dyner spise vnde alle morghen er du vt dime huse geist.
    Textgeschichte: Gehört zur Textgruppe Ia (Kombination mit dem "Brief an die Frau von Plauen"), weitgehend identisch nochmals oben, 52v53r, dort auch zu Parallelüberlieferung, Ausgaben und Literatur (jeweils ohne Kenntnis dieser Abschrift).
  10. 77ra85rb Meditationen über die Wunden Christi. Dusse nagescreuen nutte vnde dinge schaltu eyschen vt den wunden vnses heren Ihesu Christi wente he heft geloute to geuende … — … weder up dat wy dy moghen an seyn Amen. Ungedruckt, bislang nur hier nachgewiesen.
  11. 85va88vb Predigt über die Geburt Christi. >Van der gebort vnses hern<. Parvulus natus est nobis secht Ysaias [Is 9,6]. Vns is eyn kindeken geborn dut heft de prophete gesproken von der ghebort vnses hern Ihesu Christi vnde is dryerhande … — … wat doren dein is dat gy gude wechter syn. Ungedruckt, bislang nur hier nachgewiesen.
Handschriftenteil: IV
Entstehungszeit: 14. Jh., 4. Viertel
Beschreibstoff:
  • Papier
  • In der Lage sind keine Wasserzeichen vorhanden.
Umfang: 8 Bl.
Format: 20,5 × 14 cm
Seiteneinrichtung: 15,5 × 10 cm, einspaltig, 34–36 Zeilen.
Hände: Ältere gotische Kursive von einer Hand.
Auszeichnungsschriften / Buchschmuck: Rubriziert, rote Lombarden, zu Beginn auch braune Lombarden mit weißen Kopfstempelschnittaussparungen im Buchstabenkörper und roten Ornamenten als Konturbegleitung und im Binnenfeld.
Inhalt:
1. 89r96v Johannes Algeri de Erfordia: Computus chirometralis. Cognicio veritatis de pausis temporum circa motum solis et lune et aliorum planetarum cum sit tenebrosa vel librorum dictis nimis involuta prolixitas … — … Pro binis semper gradus ab hinc capiatur
Si fuerint ante nunc si post prius addas
. >Explicit computus cyrometralis Amen. Finivi librum scripsi sicut mundi deus ipsum (Colophons 6943)<.
Edition
  • K. Mütz, Computus chirometralis. Spätmittelalterliches Lehrbuch für Kalenderrechnung, lateinisch und deutsch mit Kommentar, Leinfelden-Echterdingen 2003 (Tübinger Bausteine zur Landesgeschichte 3), 6–88 (ohne Kenntnis dieser Hs.).
Literatur
  • Thorndike/Kibre, 231.4;
  • Walther I 13927;
  • S. Lorenz, Studium generale Erfordense. Zum Erfurter Schulleben im 13. und 14. Jahrhundert, Stuttgart 1989 (Monographien zur Geschichte des Mittelalters 34), 249–260 (ohne Kenntnnis dieser Hs.).
Handschriftenteil: V
Entstehungszeit: um 1390
Beschreibstoff:
  • Papier
  • Wasserzeichen: Birne mit einkonturigem Stiel ohne Blätter: WZMA AT5000-782_8 (um 1390).
Umfang: 12 Bl.
Format: 20,5 × 14 cm
Seiteneinrichtung: 16,5–17 × 10–12 cm, einspaltig, Bl. 104ra108vb zweispaltig (Spalten ca. 6 cm breit), 34–38 Zeilen.
Hände: Ältere gotische Kursive von zwei Händen,
Auszeichnungsschriften / Buchschmuck: Keine Rubrizierung, am Beginn der Texte und Abschnitte schlichte braune Lombarden in Tintenfarbe, wohl von den Schreibern ausgeführt.
Inhalt:
  1. 97r103v Tractatus de complexionibus. Cum sciencia fleubotomie pulsuum et urine haberi nequeat plene absque complexionum noticia ergo in presenti tractatu prout compendiosius et utilius potero de complexionibus dicam … — … de hiis lacius tractant astrologi sed hic breviter dicta rogo pro nunc sufficiant audientibus sed grossa etc. In dieser Form bislang nur hier nachgewiesen und ungedruckt.
  2. 103v107rb 'Fleubotomia Wicboldi'. Divina michi inspirante gracia pneumate tractatum brevem fleubotomie pro mediocrum perfectorum utilitate duxi conscribendum prout ex diversorum valui colligere sentenciis … — … quorum effectus in aliis libris medicinarum particulariter sunt inquirende. >Explicit fleubotomia magistri Wicboldi<. In dieser Form bislang nur hier nachgewiesen und ungedruckt.
  3. 107rb108va De nominibus morborum. Apoplecticus id est paraliticus. Apoplexia id est subita sanguinis effusio per ora … — … Zauetus rubeus. Zylo lignum. >Expliciunt nomina morborum<. Die alphabetisch angeordneten Krankheitsnamen und -definitionen stimmen u. a. mit den Definitionen Isidors von Sevilla überein. In dieser Form bislang nur hier nachgewiesen und ungedruckt.
  4. 108vb Conclusiones VII. In summa Alberti ponuntur VII communia principia. Prima conclusio principia naturalium sunt tria scilicet materia forma et privacio … — … materia carent passione. In dieser Form bislang nur hier nachgewiesen.
Handschriftenteil: VI
Entstehungszeit: 14. Jh., 2. Hälfte
Beschreibstoff:
  • Papier
  • Wasserzeichen: Zwei Kreise, darüber einkonturiges Kreuz (zwei Typen, nicht nachweisbar).
Umfang: 16 Bl.
Format: 20,5 × 14 cm
Seiteneinrichtung: 15 × 7 cm, einspaltig, je nach Hand 22–28 Zeilen.
Hände: Zwei Hände,
Auszeichnungsschriften / Buchschmuck: 109r–113r, 117r124v rubriziert.
Inhalt:
  1. 109r111r Johannes de Garlandia (?): Versus de vocabulis diversis 'Olla patella' cum glossis interlinearibus. Olla patella tripes colear lanx fuscina cratis
    Pelvis cum patera forceps calatusque canistrum
    … — … Ingwen coxa femur cia vertebra sic calus anca
    Allux articulus callus tibia poples
    . >Explicit<. Insgesamt 112 Verse, weitgehend identisch mit der Ausgabe; es fehlen die Verse 9 und 10, Vers 19 steht vor Vers 24, die Verse 32 und 33 sind vertauscht, ebenso die Verse 36–38 sowie 60 und 61; Vers 69 steht nach Vers 57. Bis Bl. 110v (Vers 90) mit mehr oder weniger dichter mnd. Interlinearglossierung: 'Olla' gripe. 'patella' scaffe. 'tripes' dreuos. 'coclear' leffel. 'lanx' scufle. 'fuscina' krauwel. 'cratis' raste (Vers 1), 'Suparus' stuke. et 'cyclas' mantil. 'toga' 'palla' mantel. 'subuncula'. 'birus' gare (Vers 89).
    Druck
    • GW M13844, 15r16v;
    • A. Scheler, Olla patella. Vocabulaire latin versifié, in: Revue de l'instruction publique (supérieure et moyenne) en Belgique 21 (1878), 17–30, 104–115 (104–110 Abdruck des Textes), 268–277; 22 (1879), 116–126 et 182–188.
    Literatur
  2. 111v113r Glossarium versificatum. Pelta tyro cypus calacus lathomusque
    Chelindrum perpendiculum latena cucullus
    … — … Temo longale furcale trabale forale
    Sit ypotendia popes dat spendia [?]
    >Expliciunt ista verbula grata est virgo Maria<. Insgesamt 76 Verse, mit vereinzelter mnd. Interlinearglossierung; ähnliche Anlage wie das vorausgehende Gedicht. Ungedruckt, bislang nur hier nachgewiesen.
  3. 113r Versus de nominibus in iure usitatis ('Termini iuristarum'). Est feodus leyngot est depactatio dingmisse
    Est expedicio heruart proscripcio vredelos
    … — … Vorkouft forfaret semper hesito dubium dat
    Vorkomt ap[p]aret promovet vorderen tibi signat
    . Insgesamt 33 Verse, die beiden letzten in marg. von unten nach oben geschrieben. Auch in Cod. Guelf. 525 Helmst., 69r, vgl. dort zur Parallelüberlieferung, zu Ausgaben und zum Text, bes. Kirchert, 156–214 (194–196 Text mit dieser Hs., 176, 182 und 212 Nr. 42 Hs. genannt, Sigle Wo3).
  4. 113v Mittelniederdeutsche Beichtformel. >Confessio generalis<. In dem namen des vaders vnde des suns vnde des hilghen gestis … — … alle sine gewolt vnde aller siner werk … (Text bricht ab) Unvollständige Beichtformel, wohl in Brunshausen auf freigelassenen Seiten nachgetragen. Ungedruckt.
  5. 113v116v Mittelniederdeutsche Rezepte. Item wer suke [?] an den voten hefft de nym weyzbrod … — … der nym 1 lepel vnde nym der ysope. Insgesamt 45 vermutlich in Brunshausen auf freigelassenen Bll. nachgetragene Rezepte; einzelne weitere zusätzlich in marg. auf Bl. 112v, 113r, 117r und 124v.
  6. 117r124v Glossarium versificatum. Nomina glosarum magis ista nuntiarum
    Sunt proponenda pueris et eis relegenda
    … — … Omnium re vera meretrix est dicta chimera
    Parte leo prima media caper angwis in yma
    . Insgesamt 346 Verse, mit vereinzelter mnd. Interlinearglossierung; zum letzten Distichon vgl. Walther II 20256. Ungedruckt, vgl. dazu Walther I 11926.
Handschriftenteil: VII
Entstehungszeit: 15. Jh.
Beschreibstoff:
Umfang: 97 Bl.
Format: 20,5 × 14 cm
Zustand: Da der Septernio 205r218v laut Wasserzeichen etwa vierzig Jahre später zu datieren ist als die übrigen Bl. mit dem Schluss des Textes, so ist zu vermuten, dass vor der Neubindung Textverlust vorlag und nachträglich der verlorene Hauptteil des dritten Textes ergänzt und an der entsprechenden Stelle in die Lage eingeheftet worden ist.
Seiteneinrichtung: 17 × 11 cm, zweispaltig (jede Spalte ca. 5 cm breit), die nachträglichen Einschübe 205r219v einspaltig, je nach Hand 24–46 Zeilen.
Hände: Jüngere gotische Kursive von vier Händen,
Auszeichnungsschriften / Buchschmuck: Teilweise (125ra145rb 205r218v) rubriziert, rote Lombarden, danach meist Raum für Lombarden ausgespart.
Inhalt:
  1. 125ra204va Vocabularius Ex quo.
    • (125ra) Praefatio. Ex quo vocabularii auctentici videlicet Hwicio[sic] katholicon brevilogus aliique codices sunt in comparacione preciosi … — … sicud scriptum est de sapiencia in libro sapiencie octavo capitulo: Qui illucidant sapienciam vitam eternam possidebunt [Sir 24,31].
    • (125ra204va) Textus. Ab id est sine van. A idem est et sunt preposiciones. Abante thovoren adverbium. Abbas eyn abbet M. T. Abacia eyn ebedige FF. P. Abbreviare vorkorten A. P. … — … Zona eyn gordel eyn snor vel regio vel circulus in celo. Zonarius qui fecit zonas. Zonifragium est zonarum fraxio. Zorobabel magister Babilonis dicitur. Zoxitus -a -um id est vitalis. >Et sic est finis. Et sic est finis cuius Amen dico vobis<.

    Hauptsprache: Die mittelniederdeutschen Lemmata repräsentieren einen "nordniedersächsischen" Sprachstand (Vocabularius Ex quo 1, 98).
    Explicit vocabularius per me Volkmarum Osterlo sub annis domini M CCCCo XXXI quinta feria ante diem palmarum. Volkmarus Osterlo (Colophons 6943).
    Textgeschichte: Gekürzte Fassung, gehört zur Redaktion S. Mit jeweils anderen Textredaktionen in Cod. Guelf. 369 Helmst., 1ra–106rb; 822 Helmst., 1r–187v; 864 Helmst., 1r–149vb; 76.25 Aug. 2°, 1ra–115rb; 808 Novi, 1r–191v.
    Edition
    Literatur
    • Borchling 3, 13 (Hs. genannt);
    • G. Issing, Zwei märkische Handschriften des Vokubulars "Ex quo" aus dem 15. Jahrhundert, in: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur 90 (1968), 198–211 (205 Hs. genannt);
    • Foerste, 45 Nr. 41 (Hs. genannt);
    • K. Grubmüller, Advocatus: fürsprechvogtadvokat. Beobachtungen an Vokabularien II, in: Sprache und Recht. Beiträge zur Kulturgeschichte des Mittelalters. Festschrift für Ruth Schmidt-Wiegand zum 60. Geburtstag, Bd. 1, hrsg. von K. Hauck, Berlin, New York 1986, 158–171 (167 Hs. genannt, Sigle Wo 3);
    • Grubmüller, 99 (Hs. genannt);
    • 2VL 10, 469–473.
  2. 204vb, 220ra Nicolaus Kempf: Regulae grammaticales congruitatum. Prima regula grammaticalis est ista quod adiectivum et substantivum debent convenire in tribus accidentibus grammaticalibus scilicet in numero in genere et in casu … — … et ipsa quoque requirunt. Undecima … (Text bricht ab)
    Textgeschichte: In z. T. abweichender Reihenfolge auch in Cod. Guelf. 692 Helmst., 192v–196r (23 Regeln); 1365 Helmst., 38v–48v (33 Regeln).
    Der durch den nachträglichen Einschub einer Lage (vgl. unten) geteilte Text bricht nach der elften von meist zwanzig grammatischen Konstruktionsregeln ab. Drucke (vielfach variant und abweichend): GW 11215–11239 (11217 vergl.).
  3. 205r219v, 220rb221v Remigius Grammaticus: Regula 'Dominus quae pars?'. >Hic incipit Remigius<. Dominus. Que pars est? Nomen. Quare? Quia significat substanciam cum qualitate propria vel communi … — … betekend se smarte se heb se dolentis. >Et sic est finis<.
    Textgeschichte: Mit z. T. abweichenden und ergänzten Texten auch in Cod. Guelf. 692 Helmst., 90ra–135va, 202r–211r und 201v–217v; 931 Helmst., 122ra–131rb; 1139 Helmst., 1r–22r; 1168 Helmst., 56v–69r; 1198 Helmst., 56r–67v; 1365 Helmst., 59r–67v; 793 Novi, 31ra–47vb; 794 Novi, 95ra–104rb; 1138 Novi, 1r–20r.
    Der Text behandelt die acht Redeteile in der Reihenfolge der Wortarten gemäß Donats "Ars minor", ausgehend von den Beispielen 'dominus', 'ego', 'amo', 'hodie', 'legens', 'et', 'ad' und 'heu'. Der lateinische Standardtext weicht z. T. von den diversen Druckausgaben ab und ist reichhaltig mit volkssprachlichen Beispielen ergänzt. Der ältere Schlussteil des Textes (219r221v) wurde ca. vierzig Jahre später, wohl nach Textverlust, ergänzt und vervollständigt (205r218v). Drucke: GW 10988–11006 und 11123–11204 (11155 vergl.); weitere Ausgaben im 16. Jh. (VD 16 A 1836, R 1095, 1096, 1101, 1103, 1104, 1105, ZV 13078, 13079, 17800, 21259). Vgl. dazu jetzt A. Reinikka, Latin parsing grammars from the Carolingian age to the later Middle Ages, in: Latin Grammars in Transition, 1200–1600, ed. by A. Luhtala and M. E. Amsler, Amsterdam 2018 (= Historiographia Linguistica 44:2/3), 255–277, hier 262–271.
Handschriftenteil: VIII
Entstehungsort: Südniedersachsen
Entstehungszeit: 1415–1420
Beschreibstoff:
Umfang: 12 Bl.
Format: 20,5 × 14 cm
Seiteneinrichtung: 18,5 × 11–11,5 cm, zweispaltig (jede Spalte ca. 5 cm breit), 31–33 Zeilen.
Hände: Jüngere gotische Kursive von einer Hand.
Auszeichnungsschriften / Buchschmuck: Rubriziert, rote Lombarden.
Inhalt:
1. 222ra233rb Stephan Langton: Interpretationes nominum hebraicorum. (Text setzt ein) … Agar advena vel convertens seu festum suscitans aut solemnitas. Age questio loquela vel meditacio seu solemnis. Aggeus festivus vel solemnis aut querens consilium seu letus festinator … — … Zocho prophetia. Zoe attrectans. Zorobabel ortus in Babilone vel iste magister confusionis aut aliena translacio sive iste princeps translacionis. >Sic finitur vocabularius hebraicus de communioribus vocabulis biblie predicatoribus perutilis<. Die Abschrift ist am Beginn durch den Verlust mehrerer Bl. fragmentiert und außerdem um zahlreiche Lemmata gekürzt; die erhaltenen stimmen allerdings weitgehend mit den Drucken überein.
Druck
  • GW 4210 vol. II, 282ra–343va, hier ab 285vb (vergl.).
Literatur
Unter dem Text das durch Beschnitt fragmentierte, in den Repertorien fehlende Distichon:
Mene Techel Phares funditus si …
Cuncta repugnares pauperibusque da …
(Text bricht ab).
233v leer.
Handschriftenteil: IX
Entstehungsort: Südniedersachsen
Entstehungszeit: 15. Jh., Mitte
Beschreibstoff:
  • Papier
  • Wasserzeichen: Ochsenkopf mit Augen und Nasenlöchern, darüber einkonturige Stange, darüber Stern (zwei Typen, nicht nachweisbar).
Umfang: 24 Bl.
Format: 20,5 × 14 cm
Seiteneinrichtung: 18–18,5 × 12–12,5 cm, einspaltig, 32–38 Zeilen.
Hände: Jüngere gotische Kursive von einer Hand.
Auszeichnungsschriften / Buchschmuck: Keinerlei Buchschmuck.
Inhalt:
  1. 234r254v Lateinisch-niederdeutsches Glossar. Que sunt prorpia [nomina fluviorum]: Albea de Elue. Odera de Odere. Vesera de Veser. Lenia de Leyne. Ruma de Rume. Indistrea de Indestere … — … sicud 'compos' et 'phas' et 'simphas' illa breviabunt eciam in obliquos casus sequitur. Die Vokabelgruppen sind nach Sachaspekten bzw. nach den grammatischen Abschnitten des 'Doctrinale' Alexanders de Villa Dei gegliedert und mit Erläuterungen versehen. 234r auf dem Kopfsteg die Invokation von anlegender Hand: In nomine domini Amen. Veni sancte spiritus reple tuorum corda fidelium. Auf den südniedersächsischen Raum zwischen Göttingen und Hildesheim verweisen die hier verwendeten Flussnamen Leine, Rhume und Innerste. Der Text ist offenbar nicht vollständig und bricht in der Darstellung der Substantive ab; die Abschnitte zu den nach Konjugationen gegliederten Verben fehlen ganz.
    Textgeschichte: Auch in Cod. Guelf. 793 Novi, 130v–146r (nur Vokabelgruppen, ohne Erläuterungen); Cod. Guelf. 795 Novi, 192r–286v (mit Erläuterungen).
  2. I*r Besitzvermerk (s. oben), I*v folgende Vermerke: Item de medicinis require in tercio numero item in decimo nono numero. Item registrum require in XXVII numero.

Abgekürzt zitierte Literatur

2VL Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon, 12 Bde., hrsg. von K. Ruh u. a., 2., völlig neu bearbeitete Aufl., Berlin, New York 1978–2005, Ergänzungsbde.: Deutscher Humanismus 1480–1520. Verfasserlexikon, 3 Bde., hrsg. von F. J. Worstbrock, Berlin, New York 2005–2015
Bloomfield M. W. Bloomfield, Incipits of Latin Works on the Virtues and Vices 1100–1500 A.D., Cambridge/Mass. 1979 (Publications of the Medieval Academy of America 88)
Borchling 3 C. Borchling, Mittelniederdeutsche Handschriften in Wolfenbüttel und einigen benachbarten Bibliotheken. Dritter Reisebericht, Göttingen 1902 (Nachrichten von der Königlichen Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen, Philologisch-Historische Klasse 1902, Beiheft)
Bursill-Hall Census G. L. Bursill-Hall, A census of medieval latin grammatical manuscripts, Stuttgart-Bad Cannstatt 1981 (Grammatica speculativa 4)
Colophons Colophons de manuscrits occidentaux des origines au XVIe siècle, Bd. 1–6, ed. par les Bénédictins du Bouveret, Fribourg/Schweiz 1965–1982 (Spicilegii Friburgensis subsidia 2–7)
Cyrus C. J. Cyrus, The scribes for women's convents in late medieval Germany, Toronto u.a. 2009
EBDB Einbanddatenbank (http://www.hist-einband.de/, besonders die Sammlung Wolfenbüttel)
Erfurt Beschreibendes Verzeichniss der amplonianischen Handschriften-Sammlung zu Erfurt, bearb. und hrsg. mit einem Vorwort über Amplonius und die Geschichte seiner Sammlung von W. Schum, Berlin 1887
Foerste W. Foerste, Wer kennt noch weitere mnd. Vokabularien? In: Korrespondenzblatt des Vereins für niederdeutsche Sprachforschung 69 (1962), 43–45
Germania Benedictina Germania Benedictina, hrsg. von der Bayerischen Benediktiner-Akademie München in Verbindung mit dem Abt-Herwegen-Institut Maria Laach, Bd. 1–, St. Ottilien 1994–
Glorieux Répertoire P. Glorieux, Répertoire des maîtres en théologie de Paris au XIIIe siècle, 2 Bde., Paris 1933–1934 (Études de philosophie médiévale 17–18)
Goetting 2 H. Goetting, Das Bistum Hildesheim, Bd. 2: Das Benediktiner(innen)kloster Brunshausen. Das Benediktinerinnenkloster St. Marien vor Gandersheim. Das Benediktinerkloster Clus. Das Franziskanerkloster Gandersheim, Berlin, New York 1974 (Germania Sacra N.F. 8)
Grubmüller K. Grubmüller, Vocabularius Ex quo: Untersuchungen zu lateinisch-deutschen Vokabularen des Spätmittelalters, München 1967 (Münchener Texte und Untersuchungen zur deutschen Literatur des Mittelalters 17)
GW Gesamtkatalog der Wiegendrucke, Bd. 1–, Leipzig 1925–1938, Stuttgart 1978–
Heinemann O. von Heinemann, Die Helmstedter Handschriften, Bd. 1–3, Wolfenbüttel 1884–1888, Nachdruck Frankfurt/M. 1963–1965 (Kataloge der Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel, Die alte Reihe 1–3)
Jansen-Sieben R. Jansen-Sieben, Repertorium van de Middelnederlandse Artes-Literatuur, Utrecht 1989
Kirchert K. Kirchert, Städtische Geschichtsschreibung und Schulliteratur. Rezeptionsgeschichtliche Studien zum Werk von Fritsche Closener und Jakob Twinger von Königshofen, Wiesbaden 1993 (Wissensliteratur im Mittelalter 12)
Krämer S. Krämer, Handschriftenerbe des deutschen Mittelalters, Bd. 1–3, München 1989–1990 (Mittelalterliche Bibliothekskataloge Deutschlands und der Schweiz, Ergänzungsband 1)
Kühne U. Kühne, Engelhus-Studien. Zur Göttinger Schulliteratur in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts, Freiburg/Schweiz 1999 (Scrinium Friburgense 12)
MTU Münchener Texte und Untersuchungen zur deutschen Literatur des Mittelalters, München 1961–, Tübingen 1994–
Polak Treatises 3 E. J. Polak, Medieval and Renaissance letter treatises and form letters, Bd. 3: A census of manuscripts found in part of Europe. The works on letter writing from the eleventh through the seventeenth century found in Albania, Austria, Bulgaria, France, Germany, and Italy, Leiden 2015
Rosenkränze und Seelengärten Rosenkränze und Seelengärten — Bildung und Frömmigkeit in niedersächsischen Frauenklöstern, hrsg. von B.-J. Kruse, Wiesbaden 2013 (Ausstellungskataloge der Herzog August Bibliothek 96)
Stegmüller RB F. Stegmüller, Repertorium biblicum medii aevi, Bd. 1–11, Madrid 1950–1980
Temmen Abdinghofer Arzneibuch M. Temmen, Das 'Abdinghofer Arzneibuch'. Edition und Untersuchung einer Handschrift mittelniederdeutscher Fachprosa, Köln, Weimar, Wien 2006 (Niederdeutsche Studien 51)
Thorndike/Kibre L. Thorndike und P. Kibre, A catalogue of incipits of mediaeval scientific writings in latin, revisited and augmented edition, London 21963 (Mediaeval Academy of America publication 29)
Tříška Činnost J. Tříška, Literární činnost předhusitské university, Prag 1967 (Sbírka pramenů a příruček k dějinám University Karlovy 5)
Tříška Repertorium J. Tříška, Repertorium biographicum Universitatis Pragensis praehussiticae 1348–1409, Prag 1981 (Knižnice archívu Univerzity Karlovy 12)
Tříška Studie J. Tříška, Studie a prameny k rétorice a k universitní literatuře, Prag 1972 (Práce z dějin University Karlovy 9)
Vocabularius Ex quo Vocabularius Ex quo. Überlieferungsgeschichtliche Ausgabe, Bd. 1–6, gemeinsam mit K. Grubmüller hrsg. von B. Schnell u. a., Tübingen 1988–2001 (Texte und Textgeschichte 22–27)
Walther I H. Walther, Initia carminum ac versuum medii aevi posterioris Latinorum, Göttingen 1959 (Carmina medii aevi posterioris Latina 1)
Walther II H. Walther, Proverbia sententiaeque Latinitatis medii aevi, Bd. 1–6; P. G. Schmidt, Proverbia sententiaeque Latinitatis medii aevi. Nova series, Bd. 7–9, Göttingen 1963–1969, 1982–1986 (Carmina medii aevi posterioris Latina 2, 1–9)
WZIS Wasserzeichen-Informationssystem. Landesarchiv Baden-Württemberg, Hauptstaatsarchiv Stuttgart (http://www.wasserzeichen-online.de/wzis/index.php)
WZMA Wasserzeichen des Mittelalters (WZMA). Kommission für Schrift- und Buchwesen des Mittelalters der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien (http://www.ksbm.oeaw.ac.at/wz/wzma.php)

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