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Beschreibung von Cod. Guelf. 806 Helmst.
geplant: Die mittelalterlichen Helmstedter Handschriften der Herzog August Bibliothek. Teil V: Cod. Guelf. 616 bis 927 Helmst., beschrieben von Bertram Lesser.
Handschriftentitel: Aeschines. Isokrates.
Entstehungsort: Konstantinopel
Entstehungszeit: 1421–1423
Katalognummer: Heinemann-Nr. 902
Beschreibstoff: Pergament
Umfang: III, 226, III Bl.
Format: 21 × 13 cm
Seitennummerierung: Tintenfoliierung modern: 1226, vorn und hinten jeweils drei Vorsatzbl. ungez., je ein weiteres ungez. Bl. als Spiegel an den Deckel geklebt.
Lagenstruktur: II (ungez.). 25 IV (200). V (210). 2 IV (226). II (ungez.). Kustoden in griechischer Zählung auf dem Fußsteg der ersten Recto- und letzten Versoseite jeder beschriebenen Lage: αονκηον.
Seiteneinrichtung: 14,2 × 7,5 cm, einspaltig, 24–25 blindliniierte Zeilen, Punkturen an den Blatträndern sichtbar.
Hände: Schrift von der Hand des Schreibers Georgios Chrysokokkes: sehr ordentliche, im Duktus regelmäßig verlaufende, links geneigte Schrift, ohne auffällige Ober- und Unterlängen, an den blindliniierten Zeilen hängend. Rundliche spiritus, Akzente häufig als aufwärtsläufende Verlängerung der rechten Kante der Buchstaben ausgeführt. Scriptio continua mit Interpunktion (Punkt, Hochpunkt, Komma, Apostroph), gelegentlich N in Maiuskel geschrieben, besonders am Zeilenende. Wenige Abkürzungen (καὶ, κατὰ, μετὰ, gelegentlich nomina sacra), diverse Ligaturen (γε, εγ, ει, ελ, εμ, ερ, ευ, εω, ου, σθ, στ, τρ).
Auszeichnungsschriften / Buchschmuck:

Rubrizierte Initialen jeweils am Anfang eines Werkes, in kleiner epigraphischer Maiuskel links außerhalb der Schreiboberfläche ausgeführt, häufig mit Ansatz einer vegetabilen Unterverzierung. Gelegentlich größere Initialen (vgl. 152v-153r, 154v, 155v, 157v, 160r, 165r, 168v, 171r, 172v, 176v, 178v, 185v, 188v, 189r-v, 192v, 194r-v, 195v, und insbes. 203r). In der ersten Buchhälfte fehlen Initialen, Bleistiftentwürfe dafür sind nicht sichtbar.

Einband: Zeitgenössischer byzantinischer Holzdeckelband, mit braungefärbtem Schafs- oder Ziegenleder überzogen, schließt mit dem Buchblock ab. Streicheisenlinien. Einzelstempel Blatt, einteilig, mit gerader Mittelrispe, gefiedert: EBDB s000450. Ornament pflanzlich: EBDB s003272, s003267. Sämtlich der mit dem Notnamen "Wolfenbüttel 806 Helmst. *" (EBDB w000988) bezeichneten Werkstatt zugeschrieben, die mit Sicherheit in Konstantinopel angesiedelt war. zugeschrieben. Überzug am Rücken abgelöst, dardurch ist der typische byzantinische Sackleinenüberzug sichtbar. Charakteristisch ebenfalls die bundlose Heftung (daher glatter Rücken) auf gedrehte Schnüre, die in Zickzackanordnung mit den Deckeln verbunden sind. Kapital aufgesetzt, mit den Deckeln vernäht. Zwei Riemenschließen mit Wulstlager in dreiblättriger Lanzettform, italienisch, vermutlich von einem der Vorbesitzer angebracht. Einen ähnlichen, aber unverzierten Einband vgl. an Cod. Guelf. 76 Gud. graec.; weitere griechische Einbände (von der Peloponnes oder den griechischen Inseln) siehe an Cod. Guelf. 44 Gud. graec., 77 Gud. graec., 82 Gud. graec., 97.1 Gud. graec. und 104.2 Gud. graec. Zu den charakteristischen merkmalen griechischer bzw. byzantinischer Einbände vgl. Harlfinger. (s. unten), 70–72 Nr. 23; J. Szirmai, The archaeology of medieval bookbinding, Aldershot 1999, 62–92.
Entstehung der Handschrift: Der Codex wurde laut Kolophon 1421–1423 von dem namhaften Kalligraphen Georgios Chrysokokkes in Konstantinopel geschrieben, vgl. zu ihm M. Vogel, , V. Gardthausen, Die griechischen Schreiber des Mittelalters und der Renaissance, Leipzig 1909 (Beihefte zum Zentralblatt für Bibliothekswesen 33), 87 (Hs. genannt). Auftraggeber war der italienische Sammler Giovanni Aurispa (vgl. Kolophon), in dessen Bibliothek der Codex nachgewiesen ist, vgl. A. Franceschini, Giovanni Aurispa e la sua biblioteca. Notizie e documenti, Padua 1976, 115 Nr. 319.
Provenienz der Handschrift:
  • Später im Besitz des Humanisten Guarino Veronese, vgl. T. Martínez Manzano, « Un copista del lustro boloñés de Besarión : el Anonymus Ly », Νέα Ῥώμη, 10, 2013, 211-243, hier 238, Nr. 119 (wo die HS nach Heinemann als "Guelf. 902" zitiert wird). Zur Bibliothek des Guarino Veronese siehe A. Diller, The Greek Codices of Palla Strozzi and Guarino Veronese, in: Journal of the Warburg and Courtauld Institutes 24 (1961), 313–321, hier 318f. Nr. 23; G. Fiesoli, La biblioteca greca dei Guarini, in: Custodi della tradizione e avanguardie del nuovo sulle sponde dell'Adriatico. Libri e biblioteche, collezionismo, scambi culturali e scientifici, scritture di viaggio fra Quattrocento e Novecento, a cura di L. Avellini e N. d'Antuono, Bologna 2006 (Heuresis I: Quaderni di schede umanistiche 11), 41–102 (60f. Hs. genannt). Mit einem Teil von Veroneses Bibliothek später in Mantua in der Sammlung des Herzogs Carlo Gonzaga.
  • Der in Helmstedt ausgebildete Theologe und Historiker Heinrich Julius Blum (1624–1699), der 1652 einen angebotenen Lehrstuhl an der Academia Julia ausschlug, zum katholischen Glauben konvertierte und später am Appellationsgericht in Prag wirkte, erwarb diesen und mindestens drei weitere griechische Handschriften aus dem Bestand der 1630 geplünderten Gonzaga-Bibliothek; die genauen Erwerbsumstände sind unbekannt. Bei den übrigen Codices handelt es sich um Cod. Guelf. 71.19 Aug. 2° mit Werken von Xenophon ('Anabasis' u.a.), Cod. Guelf. 86.7 Aug. 2° mit Werken Lukians von Samosata, Cod. Guelf. 56.22 Aug. 8° mit Xenophons 'Agesilaos' und einem Buch der 'Memorabilia' (von denen mindestens der erst- und letztgenannte Band, vielleicht auch alle drei, ebenfalls Guarino Veronese gehört hatten). Zu Blum vgl. Die Weissenburger Handschriften, neu beschrieben von H. Butzmann, Frankfurt/M. 1964 (Kataloge der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel. Die Neue Reihe 10), 5–8; Lesser Geschichte, XXXIII.
Erwerb der Handschrift: Blum schenkte den Codex am 11.3.1654 der Universitätsbibliothek Helmstedt, vgl. den EIntrag im Schenkungsverzeichnis (BA III, 109, Schenkungsverzeichnis 1640–1655, ungez.): XI Mart. Henricus Julius Blume donat Æschinis et Isocratis epistolas Græcas Manuscriptas in membrana in IV. Ein entsprechender Eintrag findet sich auf Bl. 1r: Illustri Bibliothecæ Iuliæ in sui memoriam dicat H. J. Blume Ao. 1654. In den Bibliotheksrechnungen ist das Datum zusätzlich mit dem Botenlohn des Überbringers Henning Arends verzeichnet (BA III, 47, Bibliotheksrechnungen 1640–1652, hier 1654): 11. Martii Henning Arendes als er von Heinrich Julius Blumen die opuscula Æschinis et Isocratis in membrana manuscriptas gebracht 3 ggl. Folglich ist die Hs. erstmals 1797 im Handschriftenkatalog von P. J. Bruns (BA III, 52) unter Nr. 510 beschrieben: Aeschines orationes & epistolæ græcæ. Egit de hoc codice ed. Reiske in orat. grec. vol. III p. 772 specimenque characteris aeri incidi curavit p. 380 & sec. XV exaratum æstimat item Jo. Sam. Sammet in epist. Aeschinis a se editis Lips. 1771. membr. 8°.
Hauptsprache: Schreibsprache: Altgriechisch.
Inhalt:
  1. 1r–1v Αἰσχίνου ῥήτορος βίος. >Αἰσχίνου ῥήτορος βίος<. [Α]ἰσχύνης. υἱὸς μὲν ἦν Ἀτρομίτου τοῦ Γραμματικοῦ καὶ Γλαυκοθέας τῆς τοὺς θιάσους τελούσης. φασὶ δὲ αὐτὸν παῖδα μὲν ὄντα … — … εἴη ἂν ἐνθένδεν ἀρουραῖος λεγόμενος. ἦν δὲ τὸν δῆμον ὁ αἰσχίνης καθωκύδης.
    Edition
    • Reiske (s. oben), 10ff. (mit dieser Hs.);
    • Baiterus/Sauppius (s. oben), 3f. (mit dieser Hs.);
    • Franke (s. oben), 1f;
    • Blass (s. oben), 3ff (mit dieser Hs.);
    • Martin/Budé 1 (s. oben), 3f. (mit dieser Hs.).
    Literatur
    • 1v–3v Apollonios: Ἀπολλωνίου περὶ Αἰσχίνου τοῦ ῥήτορος. >Ἀπολλωνίου περὶ Αἰσχίνου τοῦ ῥήτορος<. [Ἀ]ισχίνης ὁ ῥήτωρ, τὸ μὲν γένος ἦν ἀθηναῖος τὸν δῆμον κοθωκύδης. υἱὸς δὲ ἀτρομήτου ὅν φασι πρότερον τρόμητα καλούμενον, ὕστερον συλλαβῆς προσθέσει … — … τῷ μετ' αὐτὸν τῷ περὶ τῆς παραπρεσβείας μέμνηται ὁ αἰσχίνης τούτου τοῦ λόγου.
      Edition
      • Reiske (s. oben), 12–16 (mit dieser Hs.);
      • Baiterus/Sauppius (s. oben), 4ff. (mit dieser Hs.);
      • Franke (s. oben), 2ff;
      • Blass (s. oben), 5–8 (mit dieser Hs.);
      • Martin/Budé 1 (s. oben), 4ff. (mit dieser Hs.).
      Literatur
      • 3v–4v Aeschines: Ὑπόθεσις εἰς τὸν κατὰ Τιμάρχου λόγον. >Ὑπόθεσις εἰς τὸν κατὰ Τιμάρχου λόγον<. [Ἀ]θηναῖοι πολεμήσαντες πρὸς Φίλιππον τὸν ὀλυνθιακὸν πόλεμον, ὕστερον δόξαν αὐτοῖς εἰρήνην ἐποίησαντο πρὸς αὐτὸν καὶ συμμαχίαν αὐτῷ καὶ τοῖς ἐγγόνοις ψηφισάμενοι, ἔπεμψσαν πρὸς αὐτὸν δέκα πρεσβέις, τοὺς ἀποληψομένους παρ' αὐτοῦ τοὺς ὅρκους … — … καὶ κυβεύων ἀνελήφθη ὑπὸ τοῦ πιτταλάκου δημοσίου δούλου τῆς πόλεως. καὶ παρ' αὐτῷ διέτριψεν ἑταιρῶν εἰ παρὰ ἡγησάνδρα τῷ τιμομάχου ταμίᾳ διέτριψε χρόνον ἑταιρῶν.
        Edition
        • Reiske (s. oben), 17–19 (mit dieser Hs.);
        • Baiterus/Sauppius (s. oben), 7f. (mit dieser Hs.);
        • Franke (s. oben), 5f;
        • Müller (s. oben), 29;
        • Blass (s. oben), 14f (mit dieser Hs.);
        • Martin/Budé 1 (s. oben), 19f. (mit dieser Hs.).
        Literatur
        • M. Heyse, Die handschriftliche Ueberlieferung der Reden des Aeschines, in: Königliches Gymnasium zu Ohlau. Wissenschaftliche Beilage zum Jahresbericht 1912, Nr. 288.
        • A. Diller, The Manuscript Tradition of Aeschines' Orations, in: Illinois Classical Studies 4 (1979), 34–64 (42 Hs. genannt, Sigle p).
      • 4v Aeschines: Ἑτέρα ὑπόθεσις εἰς τὸν αὐτὸν λόγον. >Ἑτέρα ὑπόθεσις εἰς τὸν αὐτὸν λόγον<. [Τ]οῦτον τὸν λόγον ὁ Αἰσχίνης γέγραφε δοκιμασίας κατὰ Τιμάρχου∙ ἦν δὲ ὁ Τίμαρχος τῶν ἐπὶ τὸ βῆμα προσιόντων∙ καὶ αὐτὸν τὸν Αἰσχίνην σεσυκοφαντηκὼς … — … φαίνεται δὲ νενικηκὼς τὸν ἀγῶνα ὥς φασιν οἱ παλαιοί∙ δοκοῦσι δέ μοι οἱ λόγοι μετὰ τὰς δίκας γράφεσθαι.
        Edition
        • Reiske (s. oben), 19f. (mit dieser Hs.);
        • Baiterus/Sauppius (s. oben), 8 (mit dieser Hs.);
        • Franke (s. oben), 6;
        • Müller (s. oben), 29.
        • Blass (s. oben), 15 (mit dieser Hs.);
        • Martin/Budé 1 (s. oben), 20 (mit dieser Hs.).
        Zum Text vgl. die Literatur oben, 3v–4v.
      • 4v–5v Aeschines: Ὑπόθεσις τοῦ περὶ παραπρεσβείας λόγου. >Ὑπόθεσις τοῦ περὶ παραπρεσβείας<. [Ἀ]θηναῖοι Φιλίππῳ πολεμήσαντες, ὕστερον ἐπίσθεσαν ὑπὸ Ἀριστοδήμου καὶ Νεοπτολέμου καὶ Κτησιφῶντος, εἰρήνην πρὸς αὐτὸν ποιήσασθαι∙ καὶ ἔπεμψαν δύο πρεσβείας. τὴν μὲν πρότεραν περὶ τῆς εἰρήνης … — … καὶ πιστοῦται ἀξιοπίστως. ὡς αὐτῶν εἰδότων ὅτι ψεῦδος ἐστὶ. καὶ τοῦτο δὲ εἰς διαβολὴν τοῦ ἀντιδίκου καὶ τὰ ἑξῆς ὁμοίως εἰς εὔνοιαν αὐτοῦ καὶ διαβολὴν τοῦ ἀντιδίκου.
        Edition
        • Reiske (s. oben), 185ff. (mit dieser Hs.);
        • Franke (s. oben), 63f.;
        • Müller (s. oben), 64;
        • Blass (s. oben), 97f (mit dieser Hs.);
        • Martin/Budé 1 (s. oben), 109f. (mit dieser Hs.).
        Zum Text vgl. die Literatur oben, 3v–4v.
      • 5v–7r Aeschines: Ὑπόθεσις τοῦ κατὰ Κτησιφῶντος λόγου. >Ὑπόθεσις τοῦ κατὰ Κτησιφῶντος<. [Κ]τησιφῶν ἔγραψε ψήφισμα στεφανῶσαι Δημοσθένους παιανιέα χρυσῷ στεφανῷ καὶ ἀναγορεῦσαι τὸν στέφανον ἐν τῷ θεάτρῳ διονυσίοις τραγωδῶν … — … καὶ ἐν τούτῳ τῷ μέρει τῆς κατηγορίας τὸ πλεῖστον ἐν διήτριψη. μέμψαιτο δ' ἄν τις τὸ προοίμιον ὡς τραγικὸν καὶ περιττόν. καὶ ἐπιλόγῳ μᾶλλον ἐοικὸς.
        Edition
        • Reiske (s. oben), 348–356 (mit dieser Hs.);
        • Baiterus/Sauppius (s. oben), 118f. (mit dieser Hs.);
        • Franke (s. oben), 117ff;
        • Müller (s. oben), 96f;
        • Blass (s. oben), 172ff. (mit dieser Hs.);
        • V. Martin, G. De Budé, Eschine: Discours. Bd. 2: Contre Ctésiphon – Lettres, Paris 1995, 23ff. (mit dieser Hs.).
        Zum Text vgl. die Literatur oben, 3v–4v sowie Martin/Budé II (s. oben), 3–22.
      • 7r–52v Aeschines: Αἰσχίνου τοῦ ῥήτορος κατὰ Τιμάρχου λόγος. [Ο]ὐδένα πώποτε τῶν πολιτῶν ὦ Ἀυηναῖοι οὔτε γραφὴν γραψάμενος , οὔτ' ἐν ευθύναις λυπήσας, ἀλλ' ὡς ἔγωγε νομίζω μέτριον ἐμαυτὸν πρὸς ἕκαστα τούτων παρεσχηκὼς ὁρῶν δὲ τὴν πόλιν μεγάλα βλαστομένην ὑπὸ Τιμάρχου τούτου … — … νῦν μὲν οὖν ὑμεῖς ἐστέ τῶν ἐμῶν λόγων κριταί∙ αὐτίκα δ' ὑμέτερος ἐγὼ θεατής∙ ἐν γὰρ ταῖς ὑμετέραις γνώμαις ἡ πράξις καταλείπεται. Vor dem Incipit drei, nach dem Explicit zwei Zeilen freigelassen.
        Edition
        • Reiske (s. oben), 27–184 (mit dieser Hs.);
        • Baiterus/Sauppius (s. oben), 8–64 (mit dieser Hs.);
        • Franke (s. oben), 6–63;
        • Müller (s. oben), 29–63.
        • Blass (s. oben), 17–96 (mit dieser Hs.);
        • Martin/Budé 1 (s. oben), 20–86;
        • Dilts (s. oben), 1–95.
        Zum Text vgl. die Literatur oben, 3v–4v.
      • 52v–95r Aeschines: Τοῦ αὐτοῦ λόγος περὶ τῆς παραπρεσβείας. >Αἰσχίνου ῥήτορος λόγος περὶ τῆς παραπρεσβείας<. [Δ]έομαι ὑμῶν ὦ ἀθηναῖοι, μετ' εὐνοίας ἀκοῦσαι μου λέγοντος∙ ὑπολογιζομένους τότε μεγέθος τοῦ κινδούνου. καὶ τὸ πλῆθος τῶν αἰτιῶν, πρὸς ἃς ἀπολογήσασθαί με δεῖ, καὶ τὰς τέχνας καὶ τὰς κατασκευὰς τοῦ κατηγόρου καὶ τὴν ὡμότητα … — … καὶ τῶν αὐτῶν ἐπιτεδευμάτων μετέσχηκα∙ ὁ μὲν οὖν ἐμὸς λόγος εἴρηται∙ τὸ δὲ σῶμα τοὐμὸν ἤδη παραδίδωσιν ὑμ??? καὶ ἐγὼ ὁ νόμος. Nach dem Explicit 2 Zeilen leer.
        Edition
        • Reiske (s. oben), 187–346 (mit dieser Hs.);
        • Baiterus/Sauppius (s. oben), 64–118 (mit dieser Hs.);
        • Franke (s. oben), 64–116;
        • Müller (s. oben), 64–95;
        • Blass (s. oben), 98–171 (mit dieser Hs.);
        • Martin/Budé 1 (s. oben), 110–169 (mit dieser Hs.);
        • Dilts (s. oben), 96–185.
        Zum Text vgl. die Literatur oben, 3v–4v.
      • 95r–152r Aeschines: Τοῦ αὐτοῦ κατὰ Κτησιφῶντος λόγος. >Αἰσχίνου, κατὰ Κτησιφῶντος<. Τὴν μὲν παρασκευὴν ὁρᾶτε ὦ ἀθηναῖοι καὶ τὴν παράταξιν ὅση?? γεγένηται. καὶ τὰς κατὰ τὴν ἀγορὰν δεήσεις∙ αἷς κέχρηται τινὲς, υπὲρ τοῦ τὰ μετρία καὶ τὰ συνήθη μὴ γίνεσθαι ἐν τῇ πόλει∙ ἐγὼ δὲ πεπιστευκὼς ἥκω πρῶτον μὲν τοῖς θεοῖς … — … ὑμεῖς δὲ καὶ ἐκ τῶν εἰρημένων λόγων∙ καὶ ἐκ τῶν παραλελειμμένων, αὐτοὶ τὰ δίκαια καὶ τὰ συμφέροντα ὑπὲρ τῆς πόλεως. ψηφίσασθε. >τέλος<.
        Edition
        • Reiske (s. oben), 381–648 (mit dieser Hs.);
        • Baiterus/Sauppius (s. oben), 120–199 (mit dieser Hs.);
        • Franke (s. oben), 119–197;
        • Müller (s. oben), 96–143;
        • Blass (s. oben), 175–287 (mit dieser Hs.);
        • Martin/Budé 2 (s. oben), 25–117 (mit dieser Hs.);
        • Dilts (s. oben), 186–318.
        Zum Text vgl. die Literatur oben, 3v–4v.
      • 152v–165r Aeschines: Τοῦ αὐτοῦ Αἰσχίνου ἐπιστολαί.
        1. (152v–153r) Aeschines. >τοῦ αὐτοῦ αἰσχίνου ῥήτορος ἐπιστολαί∙ φιλοκράτει<. Λύσαντες ἐκ μοννυχίας ἑσπέρας, λαμπρῷ σφόδρα σκίρωνι, περὶ μέσην ἡμέραν, κατήχθημεν εἰς κορασὸν τὴν κίον∙ καθήσαντες δὲ ἡμέρας ἐννέα καὶ γὰρ ἦν ἄνεμος ἐναντίος εἶτα ἑσπέρας λύσαντες, ἅμα τῇ ἕῳ εἰς δῆλον ἤλθομεν … — … μήτε πρόσκρουε, μήτε τοῖς πλέον σοῦ. μήτε τοῖς ἔλαττον δυναμένοις.
          Edition
          • Reiske (s. oben), 656–661 (mit dieser Hs.);
          • Sammet (s. oben), 23–32 (mit dieser Hs.);
          • Baiterus/Sauppius (s. oben), 200f. (mit dieser Hs.);
          • Franke (s. oben), 198f;
          • Müller (s. oben), 144;
          • Blass (s. oben), 288ff (mit dieser Hs.);
          • Martin/Budé 2 (s. oben), 123f.
        2. (153r–154r) Aeschines. >ἐρρῶσθαι κτησιφῶντι<. Ἐπέστειλεν ἡμῖν νικόστρατος ὁ πρὸς μητρὸς θεῖος ὡς ἐπηρεάζοις μὲν εἰς αὐτὸν οὐ μετρίως … — … καὶ ἔτι μᾶλλον ἀκμάσαντες ἐν τῇ ἑαυτῶν πόλει. καὶ πολὺ λαμπρότεροι ἐμοῦ τε και σοῦ.
          Edition
          • Reiske (s. oben), 661–665 (mit dieser Hs.);
          • Sammet (s. oben), 33–38 (mit dieser Hs.);
          • Baiterus/Sauppius (s. oben), 201f. (mit dieser Hs.);
          • Franke (s. oben), 199f.;
          • Müller (s. oben), 144f;
          • Blass (s. oben), 290ff (mit dieser Hs.);
          • Martin/Budé 2 (s. oben), 124f.
        3. (154r–155v) Aeschines. Οἱ μὲν ἄλλοι πάντες ὅσοι φεύγουσιν ἀδίκως, ἢ δέονται τῶν πολιτῶν ὅπως ἐπανέλθωσιν … — … καὶ ἄξιος τοῦ ὅμοια παθεῖν ἐκείνοις γεγονέναι.
          Edition
          • Reiske (s. oben), 666f. (mit dieser Hs.);
          • Sammet (s. oben), 39ff (mit dieser Hs.);
          • Baiterus/Sauppius (s. oben), 202f. (mit dieser Hs.);
          • Franke (s. oben), 200f.;
          • Müller (s. oben), 145;
          • Blass (s. oben), 292 (mit dieser Hs.);
          • Martin/Budé 2 (s. oben), 126.
        4. (154v–155v) Aeschines. Ἐπειδή σοι δοκεῖ πυνθάνεσθαι περὶ κλεοκράτους ὅστις ἐστὶν ὁ κλεοκράτης, ἄκουε … — … ἢ ἐπὶ τοῖς πέντε ὀλυμπιονίκαις ἐσεμνύνετο.
          Edition
          • Reiske (s. oben), 667–671 (mit dieser Hs.);
          • Sammet (s. oben), 41–48 (mit dieser Hs.);
          • Baiterus/Sauppius (s. oben), 203f. (mit dieser Hs.);
          • Franke (s. oben), 201f.;
          • Müller (s. oben), 146;
          • Blass (s. oben), 293ff (mit dieser Hs.);
          • Martin/Budé 2 (s. oben), 126ff.
        5. (155v–157r) Aeschines. Ὀ μὲν ἰουλιάδης, ᾧ μάλιστα ἐπεποίθεις, οὔτε ὅτε ἀφίγμεθα εἰς ῥόδον παρὼν ἔτυχεν … — … ἀφίκοιο παρ' ἡμᾶς ποτε καὶ παρασχών σε αὐτὸν ἰδεῖν ἡμῖν ἐπανήκοις πάλιν.
          Edition
          • Reiske (s. oben), 671–675 (mit dieser Hs.);
          • Sammet (s. oben), 48–56 (mit dieser Hs.);
          • Baiterus/Sauppius (s. oben), 205f. (mit dieser Hs.);
          • Franke (s. oben), 202ff.;
          • Müller (s. oben), 147f;
          • Blass (s. oben), 295ff (mit dieser Hs.);
          • Martin/Budé 2 (s. oben), 128ff.
        6. (157r) Aeschines. Ἀρίστων οὗτος ὁ κομίζων σοι τὴν ἐπιστολὴν, ὁ πρῶτός ἐστιν ἡμᾶς ὑποδεξάμενος ἐν ῥόδῳ … — … ἀλλ' ἔστι τίς ἀθήνησιν αἰσχίνου λόγος καὶ μνήμη.
          Edition
          • Reiske (s. oben), 675 (mit dieser Hs.);
          • Sammet (s. oben), 57f (mit dieser Hs.);
          • Baiterus/Sauppius (s. oben), 207 (mit dieser Hs.);
          • Franke (s. oben), 204f.;
          • Müller (s. oben), 148;
          • Blass (s. oben), 298 (mit dieser Hs.);
          • Martin/Budé 2 (s. oben), 130.
        7. (157r–v) Aeschines. Ἐπυθόμην τὰ ῥηθέντα μελανώπω πρὸς ὑμᾶς καὶ τὴν μὲν ὑμετέραν ἀπεδεξάμην … — … μείζω τὴν ὑποψίαν τῶν δυναμένων λέγεσθαι ποιεῖν.
          Edition
          • Reiske (s. oben), 675ff. (mit dieser Hs.);
          • Sammet (s. oben), 58–62 (mit dieser Hs.);
          • Baiterus/Sauppius (s. oben), 207f. (mit dieser Hs.);
          • Franke (s. oben), 205f.;
          • Müller (s. oben), 148;
          • Blass (s. oben), 298f (mit dieser Hs.);
          • Martin/Budé 2 (s. oben), 131f.
        8. (157v–158r) Aeschines. Σὺ μὲν οὐδέπω καὶ νῦν ἀφῖξαι πρὸς ἡμᾶς ἀλλὰ καὶ νόσους καὶ δίκας καὶ πάντα μᾶλλον … — … σὺ μὲν ἐπιστελεῖς διὰ παντὸς ἡμῖν ἀφίξεσθαι. ἐγὼ δὲ ἅπαξ ἀνιάσομαι.
          Edition
          • Reiske (s. oben), 678 (mit dieser Hs.);
          • Sammet (s. oben), 62 (mit dieser Hs.);
          • Baiterus/Sauppius (s. oben), 208 (mit dieser Hs.);
          • Franke (s. oben), 206;
          • Müller (s. oben), 148f;
          • Blass (s. oben), 300 (mit dieser Hs.);
          • Martin/Budé 2 (s. oben), 132.
        9. (158r) Aeschines. Περαιωθεὶς ἐπὶ φύσκον, ἡσυχάσας ἐκείνην τὴν ἡμέραν. οὐχ ὑπ' ἀργίας, ἀλλὰ μηκύνειν ἔδοξεν ἡ περὶ τὸ ἆσθμα νόσος … — … καὶ μάλιστα τοιαύτης ἐν ᾗ δύναιτο ἄν τις ἧσσον ἀλγεῖν ὑπολαμβάνων οἰκεῖν.
          Edition
          • Reiske (s. oben), 678f. (mit dieser Hs.);
          • Sammet (s. oben), 63f. (mit dieser Hs.);
          • Baiterus/Sauppius (s. oben), 208f. (mit dieser Hs.);
          • Franke (s. oben), 206;
          • Müller (s. oben), 149;
          • Blass (s. oben), 300f (mit dieser Hs.);
          • Martin/Budé 2 (s. oben), 132f.
        10. (158v–160r) Aeschines. Ὁ δὲ κίμων οἷα κατὰ πόλιν ἐκάστην καὶ αἰγιαλὸν ἡμᾶς δέδρακεν οὐ κήδους … — … ὡς καὶ ἐμοῦ σχετλιάσοντι μἀλλον ὥμην. σὺ δὲ ἂν ἱκανῶς οἶμαι γελάσειας.
          Edition
          • Reiske (s. oben), 679–685 (mit dieser Hs.);
          • Sammet (s. oben), 65–75 (mit dieser Hs.);
          • Baiterus/Sauppius (s. oben), 209ff. (mit dieser Hs.);
          • Franke (s. oben), 207ff.;
          • Müller (s. oben), 149f;
          • Blass (s. oben), 301–304 (mit dieser Hs.);
          • Martin/Budé 2 (s. oben), 133ff.
          Literatur
          • C. Stöcker, Der 10. Aischines-Brief. Eine Kimon-Novelle, in: Mnemosyne 33/3–4 (1980), 307–312.
        11. (160r–162v) Aeschines. Τὰ μὲν ἄλλα δεῖν ὑμῖν ἐπιστέλλειν περὶ ὧν ἐβουλόμην. καὶ πρότερον ὠόμην … — … ἔχει τὰ πράγματα, διὰ τοῦτο μηδὲν ὅπως μὴ χεῖρον ἕξει φροντιστέον.
          Edition
          • Reiske (s. oben), 685–693 (mit dieser Hs.);
          • Sammet (s. oben), 75–88 (mit dieser Hs.);
          • Baiterus/Sauppius (s. oben), 211–215 (mit dieser Hs.);
          • Franke (s. oben), 209–212;
          • Müller (s. oben), 150f;
          • Blass (s. oben), 304–309 (mit dieser Hs.);
          • Martin/Budé 2 (s. oben), 136–139.
        12. (162v–165r) Aeschines. [Ἐ]γὼ προσῆλθον τῶ πολιτεύεσθαι, γεγονὼς ἔτη τρία καὶ τριάκοντα … — … ἀλλ' ὁ τῆς πόλεως τρόπος. εἰς τὸ πάλαι ὑμῶν ὄνομα. καὶ τῶν προγόμων ἦθος∙ ὣ ἀναγκαιότερον δήπουθεν. ἢ μελανώπῳ καθ' ἡμῶν δεομένῳ, προσέχοιτε.
          Edition
          • Reiske (s. oben), 694–702 (mit dieser Hs.);
          • Sammet (s. oben), 89–101(mit dieser Hs.);
          • Baiterus/Sauppius (s. oben), 215–218 (mit dieser Hs.);
          • Franke (s. oben), 212–216;
          • Müller (s. oben), 153f;
          • Blass (s. oben), 309–314 (mit dieser Hs.);
          • Martin/Budé 2 (s. oben), 139–143.
      • 165r–185r Isokrates: Ἐπιστολαὶ Ἰσοκράτους. >Ἐπιστολαὶ Ἰσοκράτους<.
        1. (165r–168v) Isokrates. >Ἰσοκράτης Ἀρχιδάμῳ χαίρειν<. Εἰδὼς ὦ ἀρχίδαμε πολλοὺς ὡρμημένους ἐγκωμιάζειν σὲ καὶ τὸν πατέρα καὶ τὸ γένος ὑμῶν, εἱλόμην τοῦτον μὲν τὸν λόγον ἐπειδὴ ῥάδιος ἦν, ἐκείνοις παραλιπεῖν∙ αὐτὸς δὲ διανοοῦμαι παρακαλεῖν. … — … καὶ σοὶ καὶ τῇ πόλει καὶ τοῖς ἄλλοις πᾶσιν. ἐμὸν ἔργον διδάξαι περὶ αὐτῶν.
        2. (168v–171r) Isokrates. >ἰσοκράτης. τοῖς ἰάσονος παισὶ, χαίρειν<. Ἀπήγγειλε τίς μοι τῶν πρεσβευσάντων ὡς ὑμᾶς ὅτι καλέσαντες αὐτὸν ἄνευ τῶν ἄλλων … — … ὡς ἐμοῦ ταύτην ἔχοντος τὴν γνώμην, οὕτως ἐμοὶ προσέχετε τὸν νοῦν.
        3. (171r–172v) Isokrates. >ἰσοκράτης λυκόφρονι χαίρειν<. Εἰ μὲν νεώτερος ἦν, οὐκ ἂν ἐπιστολὴν ἔπεμπον … — … δηλώσομεν δ' οὐκ εἰς ἀναβολὰς εἴ τινος ἄξιοι τυγχάνομεν ὄντες. ἀλλ' ἐκ τῶν ῥηθήσεσθαι μελλόντων.
        4. (172v–176v) Isokrates. >ἰσοκράτης χαίρειν φιλίππῳ<. Οἶδα ὅτι πάντες εἰώθασι πλείω χάριν ἔχειν τοῖς ἐπαινοῦσιν ἢ τοῖς συμβουλεύουσιν … — … παρακατατίθεσθαι τῇ τῶν ἑλλήνων εὐδαιμονία καὶ εὐνοία.
        5. (176v–177v) Isokrates. >ἰσοκράτης φιλίππῳ χαίρειν<. Ἐγὼ διελέχθην μὲν καὶ πρὸς ἀντίπατρον περί τε τῶν τῇ πόλει συμφερόντων … — … τὰ μὲν νῦν γιγνόμενα διὰ τῶν σῶν ἐφορῶ πράξεων, τὰ δ' ἐλπίζω γενήσεσθαι.
        6. (177v–178v) Isokrates. >ἰσοκράτης ἀλεξάνδρῳ χαίρειν<. Πρὸς τὸν πατέρα σου γράφων ἐπιστολὴν, ἄτοπον ὤμην ποιήσειν, εἰ περὶ τὸν αὐτὸν … — … τοσοῦτον προέξεις τῇ φρονήσει τῶν ἄλλων, ὅσον περ ὁ πατήρ μου διενήνοχεν ἁπάντων.
        7. (178v–181r) Isokrates. >ἰσοκράτης ἀντιπάτρῳ χαίρειν<. Ἐγὼ καί περ ἐπικινδύνου παρ' ἡμῖν ὄντος εἰς μακεδονίαν πέμπειν ἐπιστολὴν … — … τοῦ φανῆναι σπουδάζων, ὑπὲρ ἀνδρῶν φίλων καὶ προσφιλεστάτων μοι γεγενημένων.
        8. (181r–183r) Isokrates. >τιμοθέῳ<. Περὶ μὲν τῆς οἰκειότητος τῆς ὑπαρχοῦσης ἡμῖν πρὸς ἀλλήλους, οἶμαι σε πολλῶν ἀκηκοέναι … — … ἀνανευόμενος τὴν φιλίαν καὶ ξενἰαν τὴν πρότερον ὑπάρχουσαν. ἔρρωσο καὶ εἴ του ἄλλου δέῃ παρ' ἡμῶν ἐπίστελλε.
        9. (183r–185r) Isokrates. >ἰσοκράτης τοῖς μιτυληναίων ἄρχουσι<. Οἱ παῖδες οἱ ἀφάρεως. υἱδεῖς δ' ἐμοὶ. παιδευθέντες ὑπὸ ἀγήνορος τὰ περὶ τὴν μουσικὴν … — … ἢν ἄρα δόξη τί τούτων ὑμῖν πράττειν, δελοῦν ἀγήνορί τε καὶ τοῖς ἀδελφοῖς ὅτι μέρος τὶ καὶ δι' ἐμὲ τυγχάνουσιν. ὧν αὐτοὶ λίαν ἐπιθυμούντες ἐτύγχανον.
          Edition
          • B. G. Mandilaras, Isocrates. Opera Omnia, Bd. 3, München, Leipzig 2003, 205–237.
          Literatur
        10. 185v–203r Socrates: Σωκράτους ἐπιστολαὶ τοῦ φιλοσόφου. >Σωκράτους ἐπιστολαί∙ τοῦ φιλοσόφου<.
          1. (185v–188v) Pseudo-Socrates. Οὔ μοι δοκεῖς καλῶς τὴν ἒμὴν συνιέναι γνώμην∙ οὐ γὰρ ἂν το δεύτερον ἐπέστελλες. καὶ πλέονα δώσιν ὑπισχνοῦ∙ ἀλλ' ὥσπερ τοὺς σοφιστὰς. καὶ σωκράτης φαίνη ὑπονοεῖν … — … μέχρι νῦν συμβούλω τε καὶ ἐπιτρώπῳ ἐν αὐτοῦ χρῶμαι.
          2. (188v) Pseudo-Socrates. Χαιρεφῶν ὅν τρόπον ὑφ' ἡμῶν σπουδάζεται οὐκ ἀγνοεῖς∙ κρημένος δὲ ὑπὸ τῆς πόλεως … — … ἐκεῖνον τε σώσεις ἄνδρα φίλον καὶ ἡμῖν τὰ μάλιστα χαριῆ.
          3. (188v) Pseudo-Socrates. Ἀνήσων ὁ ἀμφιπολίτης ἐν ποτιδαίᾳ μοι συνεστάθη∙ οὖτος νῦν ἀθήναζε ἔρχεται … — … ὡς νῦν γε περὶ ποτιδαίας μικροῦ δεομένη ἢ ἀπειρηκέναι.
          4. (188v–189r) Pseudo-Socrates. Κριτοβούλω μὲν ἐντυχὼν, παρεκάλουν πρὸς φιλοσοφίαν αὐτὸν … — … ξαντίππῃ μὲν καὶ τὰ παιδάρια ἔρρωται∙ αὐτὸς δὲ ὥσπερ καὶ παρόντος σου πράττω.
          5. (189r–189v) Pseudo-Socrates. Σὲ μὲν ἐν θήβαις ἡμῖν γενέσθαι ἀπηγγέλλετο∙ πρόξενον δὲ καταλαβεῖν εἰς τὴν ἀσίαν … — … τοῖς ἀντιπάλοις γινόμεθα∙ ὧν ἀμφοτέρων οἰκεῖα ἔχεις τὰ παραδείγματα.
          6. (189v–192v) Pseudo-Socrates. Τοῖν μὲν ξένοιν ἐπεμελήσθην ὡς παρεκάλεις∙ καὶ τὸν ἐν τῷ δήμῳ συναγορεύσοντα … — … ἀρκεῖ καὶ διὰ τῶν εἰρημένων ἀποκεκρίσθαι μετρίως.
          7. (192v–194r) Pseudo-Socrates. Σὲ μὲν οὐ θαυμαστὸν ἐπιστέλλειν ὑπὲρ ὧν γράφεις∙ τὴν γὰρ αὐτὴν ὑπολαμβάνεις γνώμην … — … ἣν ἂν ὑμεῖς πράξητε κατὰ νοῦν∙ βαρείας πάνυ καὶ χαλεπῆς ἀπηλλάχθαι δεσποτείας.
          Edition
          • Socratis et Socraticorum, Pythagorae et Pythagoreorum, quae feruntur, Epistolae Graece Ad fidem cod. quondam Helmstadiensis, nunc Gottingensis recensuit, notis Allatii … aliorumque et suis illustravit … et indicem adiecit J. C. Orellius, Leipzig 1815 (Collectio Epistolarum Graecarum. Graece et Latine 1), 1–15 Nr. 1–7 (mit dieser Hs., IX–XII und XV–XVIII gen. und beschrieben);
          • Die Briefe des Sokrates und der Sokratiker, hrsg., übers. und kommentiert von L. Köhler, Leipzig 1928 (Philologus Supplement-Bd. 20,2), 8–21 Nr. 1–7 (mit dieser Hs., 6 genannt und beschrieben);
          • J.-F. Borkowski, Socratis quae feruntur epistulae. Edition, Übersetzung, Kommentar, Stuttgart, Leipzig 1997 (Beiträge zur Altertumskunde 94), 38–48, 50, 52–68 (mit dieser Hs., 21 Nr. 9 genannt und beschrieben, Sigle G).
          Literatur
          • E. Drerup, Due Vulgataüberliferung der Isokratesbriefe, in: Blätter für das bayerische Gymnasialschulwesen 37 (1901), 348–361 (348, 350, 358–360 Hs. genannt);
          • J. Sykutris, Die handschriftliche Überlieferung der Sokratikerbriefe, in: Philologische Wochenschrift 48 (1928), 1284–1295 (1289f. Hs. genannt);
          • J. Sykutris, Die Briefe des Sokrates und der Sokratiker, Paderborn 1933 (Studien zur Geschichte und Kultur des Altertums 18/2), bes. 7–12 (7f. Hs. genannt, Sigle G).
        11. 194r–203r Sokratikerbriefe.
          1. (194r–194v) Aeschines. >αἰσχίνης, ξανθίππῃ τῇ σωκράτους<. Εὔφρονι τῷ μεγαρεῖ ἔδωκα ἀλφίτων χοίνικας ἕξ∙ καὶ δραχμὰς ὀκτὼ … — … μέγα τε καὶ καλὸν γεγονέναι∙ εἰ δέ τις καθὸ χρὴ σκοπεῖν, σκοπίη∙ ἔρρωσο.
          2. (194v–195r) >σιμμια καὶ κέβητρι<. Ἦν λόγος, ὅτι πένητος πλουσιώτερον οὐδὲν εἴη∙ κινδυνεύω γὰρ ὡς ὁρῶ ὅτι μὴ πολλὰ ἔχω … — … τὸ δέος οὖν τοῦτό ἐστιν ὅ γε νῦν ἡμᾶς ἔχει κέββης τε καὶ σιμμια. εἰ μή τι ἕτερον δόξει ἡμῖν αὖ πάλιν περὶ τούτων. ἔρρωσθον.
          3. (195v–196r) Aeschines. >αἰσχίνης φαίδωνι<. Ὁπότε ἐγενόμην ἐν συρακούσαις, εὐθέως κατὰ τὴν ἀγορὰν ἀριστίππῳ ἐνέτυχον … — … οὐ γὰρ καταγελαστότερα ἔτι ἔχοιμεν ἂν ἀλλ' ἅττα πράττοντες ἢ τοιαῦτα ἐπιδεικνύμενοι.
          4. (196r–196v) Antisthenes. >ἀντισθένης ἀριστίππῳ<. Οὐκ ἔστι τοῦτο φιλοσόφου, τὸ παρὰ τυράννοις ἀνδράσι καὶ σικελιωτικαῖς προσανέχειν … — … νόσου τε καὶ ἀφροσύνης διαφέρει τοσοῦτον ἂν καὶ σὺ διενέγκης πρὸς τὰ νῦν σοι ὄντα. ἔρρωσο.
          5. (196v–197v) Aristippos. >ἀρίστιππος ἀντισθένει<. Κακοδαιμονοῦμεν ὦ ἀντίσθενες οὐ μετρίως∙ πῶς γὰρ οὐ μὲν κακοδαιμονεῖν ὄντες παρὰ τυράννῳ … — … ἐμοὶ μὲν γὰρ ἀπηγόρευται τοῖς χειροτέχναις προσιέναι∙ ἐπειδὴ ὑφ' ἑτέρων εξουσία εἰμὶ.
          6. (197v) Aeschines. >αἰσχίνης ἀριστίππῳ<. Ἔγραψα μὲν καὶ πλάτωνι παρακαλῶν ὅπως διαπράξησθε σωθῆναι τοὺς λοκροὺς … — … ὡς ἀδικούντων αὐτῶν ἔχων δόξαν∙ ἤδη πειρῶ τοῦτο ποιῆσαι θᾶττον∙ ἔρρωσο.
          7. (197v–198r) Aristippos. >ἀρίστππος αἰσχίνῃ<. Λυθήσονται τῆς φυλακῆς οἱ νεανίσκοι περὶ ὧν μοι γράφεις οἱ λοκροὶ καὶ οὐ τεθνήξονται … — … οἱ σκίρρωνες πνέωσι∙ καὶ τὸν σίμωνα θεραπεύειν∙ τοῦτο γὰρ οὐκ ἔστι χρῆμα.
          8. (198r) Simon Atheniensis. >σίμων ἀριστίππῳ<. Ἀκούω σε θαυμάζειν ἡμᾶς τῆς σοφίας παρὰ διονυσίῳ … — … ταῦτα γὰρ δύναται μέγα τοῖς σωφροσύνην διώκουσιν.
          9. (198r–198v) Aristippos. >ἀρίστιππος σίμωνι<. Οὐκ ἐγὼ σε κωμωδῶ, ἀλλὰ φαίδων. λέγων γεγονέναι σε κρείσσω καὶ σοφώτερον προδίκου τοῦ κώου … — … καὶ ἐναντίας σου τῆς τέχνης ὑποτιθεμένους ὑποθήκας.
          10. (198v–201v) Aeschines. >αίσχίνης ξενοφῶντι<. Ἤδη μὲν οἱ περὶ γρύλλον, τὸν παῖδα σου τὸν γε ταν?? παρὰ σὲ πεπόμφεισαν ἅπαντα … — … ἡμῖν θεραπεύων σωκράτην ζῶντα τε καὶ τελευτῶντα.
          11. (201v–202v) Xenophon. >ξενοφῶν τοῖς σωκράτους ἑταίροις<. Καὶ οἱ περὶ γρύλλον τὸν υἱεα μου ἐποίουν ὅπερ ἦν είκὸς αὐτοῖς ποιεῖν … — … σωκράτους μέντοι νέου καὶ καλοῦ ὄντος. ἔρρωσθόν μοι ὡς ἁρμονιωδεστάτω ἄνδρες.
          12. (202v–203r) Xenophon. >τοῦ αὐτοῦ πρὸς τοὺς αὐτοὺς<. Ἄγοντες τὴν εὔιον ἑορτὴν τῇ ἀρτέμιδι τῇ ὑφ' ἡμῶν καθιδρυμένῃ περὶ τὴν λακωνικὴν … — … ὅτι διατελεῖ προσέχων τοῖς σωκράτους λόγοις∙ καὶ οὔτε πενίαν οὔτε τὴν τέχνην πρόφασιν αἰνιττεται τὸ μὴ φιλοσοφεῖν∙ καθάπερ τινὲς τῶν ἄλλων μὴ βουλόμενοι λόγους τε καὶ τὰ ἐν λόγοις ἐξειδέναι τε καὶ θαυμάζειν.
          Edition
          • Socratis et Socraticorum, Pythagorae et Pythagoreorum, quae feruntur, Epistolae (s. oben), 27–30 Nr. 21–23, 15–23 Nr. 8–15 und 25f. Nr. 18 (mit dieser Hs.);
          • Die Briefe des Sokrates und der Sokratiker (s. oben), 36–39 Nr. 21–23, 22–32 Nr. 8–15 und 34f. Nr. 18 (mit dieser Hs.).
        12. 203r–226v Dionysius von Halikarnassos: Διονισίου Ἀλικαρνασέως περὶ Λυσίου τοῦ ρήτορος. >Διονισίου Ἀλικαρνασέως περὶ Λυσίου τοῦ ρήτορος<. Λυσίας ὁ κεφάλου, συρακουσίων μὲν ἦν γονέων∙ ἐγενήθη δὲ ἀθήνεσι μετοικοῦντι τῷ πατρὶ∙ καὶ συνεπαιδεύθη τοῖς ἐπιφανεστάτοις ἀθηναίων∙ ἔτη δὲ πεντεκαίδεκα γεγονώς, εἰς θουρίους ὤχετο πλέων σὺν ἀδελφοῖς δυσὶν … — … ἵνα καὶ περὶ τῶν λοιπῶν ῥητόρων, τὸν αὐτὸν διαλεχθῶμεν τρόπων. Γεώργιος γέγραφεν ὁ Χρυσοκκόκης Ἀρίσπᾳ τηνδὶ βίβλον τῷ Ἰωάννῃ.
          Edition
          • Dionysi Halicarnasensis quae exstant Vol. 5/1: Dionysii Halicarnasei opuscula ediderunt H. Usener et L. Radermacher, Leipzig 1899 (Bibliotheca scriptorum Graecorum et Romanorum Teubneriana), 8–53 (mit dieser Hs., XXVI genannt, Sigle G);
          • Dionysius of Halicarnassus. The Critical Essays, Vol. I, edited by S. Usher, Cambridge (Mass.), London 1974, 20–99 (mit dieser Hs., XXIX genannt, Sigle G).
          Literatur
          • M. Heyse, Die handschriftliche Ueberlieferung der Reden des Aeschines, in: Königliches Gymnasium zu Ohlau. Wissenschaftliche beilage zum jahresbericht 1912, Nr. 288.
        Bibliographie

        Abgekürzt zitierte Literatur

        EBDB Einbanddatenbank (http://www.hist-einband.de/, besonders die Sammlung Wolfenbüttel)
        Ebert F. A. Ebert, Bibliothecae Guelferbytanae Codices Graeci et Latini Classici, Leipzig 1827 (Die Bildung des Bibliothekars 2 = Zur Handschriftenkunde 2)
        Heinemann O. von Heinemann, Die Helmstedter Handschriften, Bd. 1–3, Wolfenbüttel 1884–1888, Nachdruck Frankfurt/M. 1963–1965 (Kataloge der Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel, Die alte Reihe 1–3)
        Lesser Geschichte B. Lesser, Zur Geschichte und Katalogisierung der Helmstedter Handschriften, in: Die mittelalterlichen Helmstedter Handschriften der Herzog August Bibliothek. Teil I: Cod. Guelf. 1 Helmst. – Cod. Guelf. 276 Helmst., bearb. von H. Härtel, C. Heitzmann, D. Merzbacher und Dems., Wiesbaden 2012, XII–XCII
        Richard Répertoire M. Richard, Répertoire des bibliothèques et des catalogues de manuscrits grecs, 3. éd. entièrement refondue par J.-M. Olivier, Turnhout 1995 (Corpus Christianorum)

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