de :: en
Permalink: PURL

Suche


Beschreibung von Beschreibung von Cod. Guelf. 84.3 Aug. 2°
Die illuminierten Handschriften der Herzog August Bibliothek. Teil 1: 6. bis 12. Jahrhundert, beschrieben von Stefanie Westphal (in Bearbeitung)
Handschriftentitel: Evangeliar (Evangeliar aus Klus)
Entstehungsort: Corvey
Entstehungszeit: 10. Jh., Mitte
Beschreibstoff: Pergament
Umfang: 254 Bl.
Format: 26,5 × 20,7 cm
Lagenstruktur: Erstes Blatt ungezählt III-2 (5). V-1 (14). IV-1 (21). 7 IV (77). IV-1 (84). I (86). II (90). 5 IV (130). II (132). 8 IV (196). V-1 (205). 4 IV (237). II (241). IV (249). III-2 (253).
Seiteneinrichtung: 20 × 13 cm, einspaltig, 20 Zeilen.
Hände: Karolingische Minuskel von mehreren Händen.
Schrift: Incipits und Explicits in rubrizierter Capitalis Rustica. Vorrede des Lukasevangeliums Mischform von Capitalis- und Unzialisbuchstaben. Kapitelanfänge in untersciedlichen Schriften im Text unrubriziert.
Incipits und Explicits in rubrizierter Capitalis Rustica. Vorrede des Lukasevangeliums Mischform von Capitalis- und Unzialisbuchstaben. Kapitelanfänge in untersciedlichen Schriften im Text unrubriziert.
Auszeichnungsschriften / Buchschmuck:
    Kanontafeln. 4 Initialzierseiten.
  • Initialzierseiten: Den vier Evangelien vorangestellt jeweils eine gerahmte Initialzierseite mit Purpurgrund (19r, 86v, 132v und 197v; Maße [ohne Eckverzierungen]): 19 × 15,3 cm). Sämtliche Rahmen mit breiten Goldleisten und eingefügten Flechtbandpaneelen im Aussparungstypus. Drei Rahmen mit Eckverzierungen (19r - Verflechtungen, 86v - Blütenmedaillons und 197v - Quadrate mit einbeschriebenen geometrisch angelegten Schrägkreuzen). Die Initialen mit breiten goldenen Randleisten und goldenen Gliederungs- und Endgeflechten. Die Geflechte zum Initialstamm hin eckig abgesetzt. Als Initialstammfüllung vor helle oder farbige Gründe gesetzte Paneele mit ausgespartem Flechtband; letzteres gelegentlich mit ornamentalen Endungen (vgl. 197v). Als obere Initialstammendung antithetisch gesetzte Tierköpfe (197v - Vögel mit stumpfen Schnäbeln; 19r).

    19r L-Initiale mit anschließendem, ornamental verziertem Wortende. Restlicher Text in Goldbuchstaben zeilenweise auf der gesamten Seite verteilt. Die Folgebuchstaben der Initiale (B und Abbreviatur) mit spiralartig eingerollten Enden oder Bögen. LIBER generationis ihesu christi filii David Filii Abraham.

    86v Seitengroße, mittig gesetzte I-initiale mit anschließendem Text in schlichten Zierbuchstaben. INitium evangelii Ihesu Christi Filii Dei.

    132v Große Q-initiale im oberen Bildfeld, in deren Binnenfeld in einfachen Zierbuchstaben das Folgewort. im unteren Bildfeld in kleineren schlichten Zierbuchsatebn der anschließende Text. In den oberen Ecken des oberen Bildfeld vom Purpurgrund abgesetztes Palmettenornament. die Q-Initiale links und rechts flankierend jeweils zwei kleine Sterne. QUONIAM quidem multi conati sunt ordinare narrationem quae in nobis conpletae sunt.

    197v Mittig gesetzte, seitenfüllende Initiale; deren unteres Ende die untere Rahmenleiste durchbricht. Über die Seite verteilt anschließend der nachfolgende Text in kapitalen schlichten Zierbuchtsaben. Der Purpurgrund in den oberen Ecken mit aufgesetztem Blattornament. Inprincipio erat verbum.

    Kanontafeln: Dem Text vorangestellt 13 Kanontafeln im m-n-Typus nach Nordenfalk (7r-13r; Maße [Bogenhöhe]): 21,5-22,5 × 17-17,4 cm) nach dem eusebianischen Kanon mit jeweils 2 (10v, 11r, 11v, 12r), 3 (7r, 8v, 9r, 9v, 10r) oder 4 (7r, 7v) Interkolumnien. Die Säulen mit gleichwertigen Bogenstellungen und einem gesamtüberfassendem Bogen. Diese häufig versehen mit Punktrandungen. Auf 10v/11r über den Überfangbögen zusätzlich eine rechteckige Rahmung in Federzeichnung. Als Füllornamente der Umfassungsbögen und Säulenschäfte Blattfriese (7r, 7v, 8r, 9v/10r, 10v/11r), Punktreihen (7r, 7v, 8r, 9v/10r, 10v/11r - segmentiert; 12v/13r), Flechtband (7r; 12v/13r), Perlstäbe (7r, 8v/9r, 10v/11r, 11v/12r; 12v/13r), Blütenfriese (8v/9r), Rautenleisten (9v/10r, 11v/12r - mit Punkt- und Lilienverzierung) und Marmorimitat (11v/12r, 7r). Stylobat und zwischen den Säulen angedeuteter Fußboden überwiegend mit Perlstab und Punktverzierungen. Die Basen getreppt oder kegelförmig mit geometrischen oder vegetabilen Motiven. Kapitelle entweder ebenfalls kegelförmig (7r-8v) oder mit Akanthusschmuck ( vgl. 9r, 9v) oder als Flechtband (vgl. 9r; 12v/13r). Die Basen zu Beginn kegelförmig (7r-7v), ansonsten getreppt. In den Bogenfeldern der großen Überfassungsbögen ornamental verziert Clipei (7r, 7v), Ranken (gelegentlich axialsymmetrisch angelegt - 8r, 8v, 9r, 9v, 10r, 10v) und eine Kelchblüte (11r). In den Zwickeln der Archivolten Stauden (8r, 8v, 9r, 9v,10r, 10v, 11r, 12r) und Lilien (7r, 7v, 11v) und Gräser (12v/13r). Als Eckakrotere großzügig angelegte Palmetten- und Rankenstauden (7r, 7v, 8r, 8v, 9r, 11v, 12r; 12v/13r), Hirsche mit Rankenverzierung (9v, 10r), Pfaue (10v) und klappernde Störche (11r). Seitlich auf den Außenkanten der äußeren Kapitelle zusätzlich Stauden in Federzeichnung. Zum Abschluss auf 12r zwei Palmettenstauden.

  • Farben: Die Kanonbögen mit reichem Farbspektrum (Grün, Hellblau, Dunkel- und Hellrot, Violett, Gelb, Deckweiß). Randleisten, Verflechtungen von Initialen und Rahmen, sämtliche Zierbuchstaben und Details der Kanonbögen mit reichem Goldauftrag. Gründe der Flechtbandabläufe in Blau und Türkis/Grün, der Blütenmedaillons im Rahmen auf 86v in Hellrot. Die auf den Gründen aufgetragenen vegetabilen Ornamente mit Schwarz abgesetzt (197v, 132v), Blüten der Rahmeneckverzierungen auf 86v ebenfalls in Schwarz. Auf den Purpurgrund aufgesetztes Deckweiß (innen entlang der Rahmen 19r Zackenfries, 86v Wellenfries und 197v Lappungen; 132 innen im Binnenfeld entlang des Initialstamms der Q-Initiale ebenfalls Lappungen), sowie Blüten (132v) und Blütenverzierungen (86v).

Einband: Dunkelbrauner Ledereienband mit Stempeldekor auf Vorder- und Rückseite (Jahreszahl 1560). Im äußeren Rahmen: Kreuzigung; die eherne Schlange; Sündenfall; Auferstehung (EBDB r003393; Werkstattnr. EBDBD w004356 [Heidelberg] - stimmiger Vergleich mit anderen Maßen). Im inneren Rahmen Figuren auf beschrifteten Podesten: Christus - Inschrift Podest Data est mihi ois; König David mit der Harfe - mit den Initialen OM und der Inschrift de De fruct ve; Prophet Jesaja mit Schriftband - Sup solum da; Johannes der Täufer - Ecce agnus dei (EBDB r000990; Werkstattnr. EBDB w002453 [Deutschland]- stimmiger Vergleich mit Unterschied in der Beschriftung bei David, hier zusätzlich BB).
Geschichte der Handschrift: Das vorliegende Evangeliar aus Klus bei Gandersheim ist durch Perikopeneinträge in den Capitularen zu den Festen der Corveyer Patrone Vitus und Justinus (natale und adventus - Reliquientranslation nach Corvey) nach Corvey zu lokalisieren. Bischoff nennt einen Schreiber des Evangeliars aus Klus im Corveyer Evangeliar aus Reims (zur Handschrift s.u.) und identifiziert einen Schreiber mit dem Abschreiber einer für Corvey gesicherten Urkunde von 946 (Münster, Nordrhein-Westfälisches Staatsarchiv, Ms. VII 5201, fol. 301; Mütherich Ottonian Art, 33). Für die karolingische und frühottonische Corveyer Buchmalerei (bis Mitte 10. Jh.), auf die das Evangeliar aus Klus zurückgreift, ergibt sich folgendes Bild (Zusammenstellung bei Kuder Studien, 181, 182, mit weiterführender Literatur zu den Handschriften): Frühe, aus dem 9. Jahrundert stammende und für Corvey gesicherte Handschriften mit Buchschmuck liegen nicht vor. Als vorgeschlagene Gruppe gelten die Handschriften Karlsruhe, BLB, Aug. perg. 146, Corvey (?), 9. Jh., 3. Viertel (Initial und Miniatur, Kat.Nr. 18); Stuttgart, WLB, HB XIV 7, Corvey (?)/Bremen (?), 9. Jh., 4. Viertel (Burkhart Vorromanische Hss., Kat.Nr. 49, Abb. 181) und Fulda, HLB, Cod. fragm. 2 (J), Corvey (?), 9. Jh., 2. Hälfte (Jakobi-Mirwald/Köllner Ill. Hss., Kat.Nr. 13, Abb. 76-77). Sie weisen nur geringfügigen und kaum aussagekräftigen Buchschmuck, diesen jedoch mit Parallelen zur frankosächsischen und Corbier Buchmalerei auf (zur Gruppenzusammenstellung und zur Lokalisierungsfrage vgl. Bauer, Bd. 2, 319, 320; K. H. Usener in Kunst und Kultur im Weserraum, 464, Kat.Nrn. 156-158). Ebenfalls nach Corvey wurde von Bischoff paläographisch das im 4. Viertel des 9.Jahrhunderts entstandene Prager Evangeliar (Prag, Knihovna pražské metropolitní kapituly, Cim 2) lokalisiert (Bischof Katalog 3, 117-119; zur Handschrift vgl. Kubínová und Koehler/Mütherich Karolingische Miniaturen VII, 355-368). Das reich ausgestattete Evangeliar wurde von Mütherich kunsthistorisch der frankosächsischen Nebengruppe von St. Vaast/Arras zugesprochen. Ob nun in Corvey oder Nordfrankreich entstanden, sicher ist, dass die Ausstattung des Prager Evangeliars in Corvey ab 900 häufig als Vorlage genutzt wurde und als Ausgangspunkt der sich hier entwickelten Buchmalerei gilt. Ein frühes Beispiel gibt das vermutlich in Corvey entstandene Evangeliarfragment London, BL, Egerton Ms. 768 (Nordfrankreich oder Corvey (?), um 900; Otto der Große, Kat.Nr. IV. 7 mit Abbildung [R. Kahsnitz]), das aus Prag die Initialzierseite zu Johannes übernimmt. Aus der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts stammen ein kleines Evangeliar, heute im Essener Domschatz (Essen, Domschatzkammer, Ms. 2; Kubínová, 222, 223 mit Abb.), sowie ein Evangeliar in Leipzig (Leipzig, UB, Ms. 76; Otto der Große, Kat.Nr. IV. 8 mit Abbildung [R. Kahsnitz]). Zeitgleich mit der Handschrift aus Klus dürften zwei weitere Evangeliare, heute in Reims und Baltimore (Reims, BM, Ms. 10, die Doppelblätter zu Lukas und Johannes befinden sich in Baltimore Baltimore, Walters Art Gallery, Ms. W 751; Otto der Große, Kat.Nr. IV. 10 mit Abbildung [R. Kahsnitz]; Bernward von Hildesheim, Kat.Nr. VI-69 [U. Kuder]) und New York (New York, PML, Ms. M. 755; Otto der Große, Kat.Nr. IV. 9 mit Abbildung [R. Kahsnitz]) entstanden sein. Der Buchschmuck des Kluser Evangeliars steht eng im Gruppenzusammenhang (Initial- und Rahmengestalltung, Verwendung von Purpurgründen). Die Q-Initiale zum Lukasevangelium (132v) besitzt sehr ähnliche Parallelen in Baltimore (94r) und New York/Quedlinburg (99v). Der Tierkopf auf 19r sowie die zusätzlichen Ornamente an den Enden der ausgesparten Flechtbänder der Initialstämme begegnen bereits in dem Evangeliarfragment in London (2r; Otto der Große, Kat.Nr. IV. 7 [R. Kahsnitz]). Die Nähe zum Prager Evangeliar, insbesondere in den Ligaturen der Initialzierseiten zu Johannes, aber auch in den Rahmungen, zeigen das Londoner und das Leipziger Evangeliar. Diese Nähe ist in den Initialzierseiten des Kluser Evangeliars nicht festzustellen. Allerdings zeigen sich in den Kanontafeln, wie bereits für das Prager Evangeliar erkannt (Kubínová, 304, 305), touronische Vorbilder. Im Kluser Evangeliar handelt es sich hierbei um die bandförmig verzierten Arkadenbögen mit Punktrandungen (vgl. Paris, BnF, lat. 250, Tours, 807-834 und die Grandvalbibel London, BL, Add. MS 10546, Tours, 834-843; Koehler Karolingische Miniaturen I, 154-163 und 194-209, Taf. I, 29 und I, 47), Motive, wie die in den Zwickeln befindlichen Tiere (Vögel und Hirsche) und die rechteckige Rahmung der Überfangbögen, die in den touronichen Bibeln teils als vollwertiger Rahmen ausgeführt ist (vgl. Viviansbibel, Paria, BnF, lat.1, Tours, 844-851). Insbesondere die im Prager Evangeliar und ebenfalls im Kluser Evangeliar als Zwickelfüllung der Kanonbögen verwendeten, außergewöhnlichen Störche dürften darauf schließen lassen, dass für beide Evangeliare dasselbe touronische Vorbild angenommen werden kann. Eine Vorlagenfunktion des Prager für das Kluser Evangeliar ist ausgeschlossen, da sich im Kluser Evangeliar mit den Punktrahmungen der Bögen und der rechteckig nach oben erweiterten Arkade, touronische Merkmale finden, die im Prager Evangeliar nicht vorliegen. Neben dem geschlossen wirkenden Rahmen- und Initialtypus werden auch im Folgebuchstaben und der Abbreviatur auf 19r mit ihren spiralförmigen Enden Formen aufgegriffen, die bereits in der frühfrankosächischen Schule von St. Bertin und später auch in St. Amand gebräuchlich waren (zu den spiralförmigen Endungen vgl. Cod. Guelf. 81.17 Aug 2°, 24v, 37v, 58r, St. Bertin, 9. Jh., 2. Viertel; Westphal, Abb. 23, 24, 27 und die Zweite Bibel Karls des Kahlen Paris, BnF, lat. 2, 285v, St. Amand, 871-877).
Provenienz der Handschrift: 1r Eintrag, der besagt, dass das Evangeliar am 15. September 1637 für die Bibliothek Herzog August des Jüngeren von Braunschweig-Lüneburg-Wolfenbüttel erworben wurde (Milde Erwerbungsjahre, 115). Nach dem Eintrag im "Bücherrad-Katalog" stammte sie aus dem Bendiktinerkloster Klus in Gandersheim (gegründet 1127).
Inhalt:
  • Irv leer.
  • 1r3r Prologus IV evangeliorum. >Prologus quattuor evangeliorum<. Stegmüller RB 596.
  • 3v5v Prologus IV evangeliorum. >Incipit epistola Hieronimi presbyteri beato papae Damaso. Hieronymus<. Stegmüller RB 595.
  • 6rv Prologus. >Hieronimus Damaso papae<. Stegmüller RB 601.
  • 7r14r Kanontafeln. – 14v leer.
  • 15rv Prologus Mt. >Inicipit argumentum secundum Matheum<. >Explicit argumentum<. Stegmüller RB 590.
  • 15v17v Capitula Mt (partim). >Incipit breviarium eiusdem<. Nativitas Christi magi cum muneribus veniunt … — … Iudas Ihesum osculo tradidit et Petrus auriculam abscidit … (Text bricht ab). Stegmüller RB 11016. Der Textschluss fehlt hier und befindet sich unten, 131r.
    Druck
    18r19r leer.
  • 19v82r Mt. (19v) Incipitseite. (20r82r) Textus.
  • 82v83r Prologus in Mc. >Incipit argumentum<. >Explicit argumentum<. Stegmüller RB 607.
  • 83v84v Capitula Mc. >Incipit breviarium<. De Johanne Baptista et victu et habitu eius. De baptismo Ihesu … — … et post resurrectionem ascensio eius in celis. Stegmüller RB 11016.
    Druck
    85r86r leer.
  • 86v124r Mc. (86v) Incipitseite. (87r84v) Textus. Explicit evangelium secundum Marcum.
  • 124r125v Prologus in Lc. >Incipit argumentum evangelii secundum Lucam<. >Explicit argumentum<. Stegmüller RB 620.
  • 125v130r Capitula Lc. Zacharias viso angelo quia non credidit ommutuit … — … reliquitque laudantes deum in templo. Stegmüller RB 11016.
    Druck
    130v leer.
  • 131r Capitula Mt (ultima pars). (Text setzt ein) … Ihesus falsis testibus condemnatur et illuditur. Petrus tertio abnegat … — … Itemque mandata et doctrina eius de baptismo. Bildet den Schluss zum Haupttext oben, 15v17v. – 131v132r leer.
  • 132v194v Lc. (132v) Incipitseite. (133r194v) Textus.
  • 195rv Prologus in Io. >Incipit prologus evangelii secundum Johannem<. Stegmüller RB 624.
  • 195v196v Capitula Io. >Incipit breviarius evangelii secundum Johannem<. Phariseorum levitae interrogant Johannem. Johannes Ihesum videns agnum dei dicit et Andreas Petro dicit invenimus messiam … — … Passio Ihesu et sepultura et resurrectio eius. >Explicit breviarius evangelii secundum Johannem<. Stegmüller RB 11016.
    Druck
    197r leer.
  • 197v157v Io. (197v) Incipitseite. (198r241r) Textus. Explicit evangelium secundum Johannem habet versus T DCC.241v leer.
  • 242r253r Capitulare evangeliorum. >Incipiunt capitula evangeliorum de anni circulo<. In natali domini ad sanctam maiorem Mariam secundum Lucam cap. III. Exiit edictum a Cesare Augusto … — … iudex quidam erat in quadam civitate qui deum non timebat usque putas inveniet fidem super terram. Stegmüller RB 852. Der Text gehört zur Capitulare-Fassung Σ, dazu Klauser, 93–97, Edition des Grundtextes 102–130 (ohne die Hs., LXIX Nr. 415 genannt), wurde allerdings erheblich überarbeitet. Eine Liste der zahlreichen Veränderungen bei Bauer 2, 59–63. – 253v leer.
Bibliographie

Korrekturen, Ergänzungen:
  • Lizenzangaben korrigiert (schassan, 2020-04-17)

Abgekürzt zitierte Literatur

Bauer G. Bauer, Corvey oder Hildesheim? Zur ottonischen Buchmalerei in Norddeutschland, 2 Bde., Phil. Diss., Hamburg 1977
Bernward von Hildesheim Bernward von Hildesheim und das Zeitalter der Ottonen. Katalog der Ausstellung Hildesheim 1993, 2 Bde., hrsg. von M. Brandt und A. Eggebrecht, Hildesheim 1993
Bischoff Katalog 3 B. Bischoff, Katalog der festländischen Handschriften des neunten Jahrhunderts (mit Ausnahme der wisigotischen), Teil 3: Padua–Zwickau, aus dem Nachlass hrsg. von B. Ebersperger, Wiesbaden 2014
Bodarwé K. Bodarwé, Sanctimoniales litteratae. Schriftlichkeit und Bildung in den ottonischen Frauenkommunitäten Gandersheim, Essen und Quedlinburg, Münster/Westf. 2004 (Institut für Kirchengeschichtliche Forschung des Bistums Essen, Quellen und Studien 10)
Burkhart Vorromanische Hss. P. Burkhart, Die vorromanischen Handschriften in der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart (Katalog der illuminierten Handschriften der Württembergischen Landesbibliothek, Bd. 1), Wiesbaden 2016
Hoffmann Buchkunst H. Hoffmann, Buchkunst und Königtum im ottonischen und frühsalischen Reich, Textbd., Stuttgart 1986 (MGH Schriften 30,1)
Initial und Miniatur Initial und Miniatur. Buchmalerei aus neun Jahrhunderten in Handschriften der Badischen Landesbibliothek, Jubiläumsausstellung 1965, Einführung und Katalog E. J. Beer, Basel 1965
Jakobi-Mirwald/Köllner Ill. Hss. C. Jakobi-Mirwald/H. Köllner, Die illuminierten Handschriften der Hessischen Landesbibliothek Fulda. Handschriften des 6.-13. Jahrhunderts, 2 Bde., Stuttgart 1993
Klauser T. Klauser, Das römische Capitulare Evangeliorum. Texte und Untersuchungen zu seiner ältesten Geschichte, Münster in Westfalen 1935 (Liturgiegeschichtliche Quellen und Forschungen 28)
Koehler/Mütherich Karolingische Miniaturen VII W. Koehler/F. Mütherich, Die karolingischen Miniaturen VII. Die Frankosächsische Schule, unter Mitarbeit von K. Bierbrauer und F. Crivello, Wiesbaden 2009
Koehler Karolingische Miniaturen I W. Koehler, Die karolingischen Miniaturen I. Die Schule von Tours, 2 Bde., Berlin 1930-1933
Kubínová K. Kubínová, Cim 2. Pražský evangeliář Cim 2. Rukopis mezi zeměmi a staletími středověké Evropy (The Prague Gospels Cim 2. A manuscript between lands and centuries of medieval Europe, Prag 2017
Kuder Studien U. Kuder, Studien zur ottonischen Buchmalerei, hrsg. und eingel. von K. G. Beuckers, 2 Bde., Kiel 2018 (Kieler kunsthistorische Studien NF 17)
Kunst und Kultur im Weserraum Kunst und Kultur im Weserraum 800–1600. Ausstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, Corvey 1966, Bd. 2: Katalog, hrsg. von B. Korzus u. a., Münster/Westf. 1966
Mayr-Harting H. Mayr-Harting, Ottonische Buchmalerei. Liturgische Kunst im Reich der Kaiser, Bischöfe und Äbte, Stuttgart 1991
Milde Mittelalterliche Handschriften der Herzog August Bibliothek, ausgewählt und erläutert von W. Milde, Frankfurt/M. 1972 (Kataloge der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, Sonderbd. 1)
Milde Erwerbungsjahre W. Milde, Die Erwerbungsjahre der Augusteischen Handschriften der Herzog August Bibliothek, Supplement zum Katalog von Otto Heinemann "Die Augusteischen Handschriften" Bd. 1-5, Wolfenbüttel 1890-1903, in: Wolfenbütteler Beiträge 14 (2006), 73-144
Mütherich Ottonian Art F. Mütherich, Ottonian Art. Changing Aspects, in: Romanesque and Gothic Art. Acts on the Twentieth International Congress of the History of Art , Bd. 1, Princeton/N.J. 1963, 27-39, Taf. IX-XII (Studies in Western Art)
Otto der Große Otto der Große - Magdeburg und Europa, Ausstellung im Kulturhistorischen Museum Magdeburg, 27. August - 2. Dezember 2001, hrsg. von M. Puhle, Mainz 2001
Stegmüller RB F. Stegmüller, Repertorium biblicum medii aevi, Bd. 1–11, Madrid 1950–1980
Westphal S. Westphal, Der Wolfenbütteler Psalter. Eine ornamentgeschichtliche Studie, Wiesbaden 2006 (Wolfenbütteler Mittelalter-Studien 19)
Wolfenbüttel Aug. Die Augusteischen Handschriften, beschrieben von O. von Heinemann, Teil 1-5, Frankfurt/M. 1890–1903, Nachdruck 1965–1966 (Kataloge der Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel. Die alte Reihe 4–8)
Wordsworth/White Novum Testamentum domini nostri Iesu Christi latine secundum editionem sancti Hieronymi, Bd. 1: Quattuor Evangelia, hrsg. von J. Wordsworth und H. J. White, Oxford 1898

  • Weitere Literaturnachweise im OPAC suchen.
  • Weitere Literaturnachweise suchen (ehem. Handschriftendokumentation)

Dieses Dokument steht unter einer Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz (CC BY-SA).

Für die Nutzung weiterer Daten wie Digitalisaten gelten gegebenenfalls andere Lizenzen. Vgl. die Copyright Information der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel.