Katalog der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Handschriften in Halberstadt. Verzeichnis der Bestände der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Domschatz zu Halberstadt, und des Historischen Archivs der Stadt Halberstadt, bearbeitet von P. Carmassi, Wiesbaden 2018 (Vorläufige Beschreibung)

Halberstadt, Historisches Stadtarchiv, M 189

Johann Philipp Hein, Collegium de studio rei litterariae

Papier — 86 S. — 20,5 × 16,5 cm — Berlin — 1747

Lagen: 5 IV (S. 80). II (S. 86). Das letzte Blatt als HS auf die hintere Umschlagseite geklebt. Originalpaginierung in schwarzer Tinte (3-83), mit moderner Paginierung vervollständigt. Gelegentlich Flecken. S. 79-80 geknickt. Schriftraum: 17 × 10 cm. Ca. 34-38 Zeilen. Antiqua Kursive. Geschrieben von Johannes Friedrich Gillet (1728-1784). Gillet war reformierter Oberprediger, Konsistorialrat und Inspektor der Kirchen und Schulen in Halberstadt von 1774 bis zu seinem Tod. Seine Bibliothek wurde 1785 vom Domkapitel für die Schule aufgekauft. Siehe Schmidt (1881), 172, S. 17. Zu seiner Person vgl. Meusel, Johann Georg, Lexikon der vom Jahr 1750 bis 1800 verstorbenen teutschen Schriftsteller. Mit einem Geleitwort von Paul Raabe (Leipzig 1804. ND Hildesheim 1967) 4, S. 187. Adelung, Johann Christoph, Allgemeines Gelehrten-Lexicon. Fortsetzung und Ergänzungen zu Christian Gottlieb Jöchers allgemeinem Gelehrten-Lexico, worin die Schriftsteller aller Stände nach ihren vornehmsten Lebensumständen und Schriften beschrieben werden (Leipzig 1787, ND Hildesheim 1960), 2, Sp. 1460; Unterstreichungen in roter Tinte. Ergänzungen am Rande. Siehe auch Halberstadt, Historisches Stadtarchiv, M 177, M 191, M 193, M 195.

Broschur aus Papier. Äußere Farbe: Blau-Grau. Auf der vorderen Umschlagsseite (außen) ein Papierzettel mit der Signatur: M 195. Dort auch Signatur mit rotem Buntstift (O-p-I). Ein weiterer Papierzettel wurde entfernt. Auf der vorderen Umschlagseite (innen) die Signatur (Bleistift): Philosoph. B 39. Auf dem Rücken Titelangabe in schwarzer Tinte: Res litter[aria].

Herkunft: Geschrieben laut Titelblatt in Berlin am 11. August 1747.

Schmidt (1881), 189, S. 18.

S. 1 Titelblatt: Collegium de Studio Rei Litterariae praelegente Viro plurimum Reverendo ac Doctissimo Johanne Philippo Heinio S.S. Th. D. ac R.G. I.R. Meritissimo nec non Ill. et Direct. C. Phil. in Societ. R. Berol. Berol. III Idum Augusti A.C. MDCCXLVII. Scriptum a Joh. Frid. Gillet.

S. 2 Series capitum. Inhaltsverzeichnis. Zählt 17 Kapitel.

S. 3-83 Johann Philipp Hein: Collegium de Studio Rei Litterariae. Vorlesungsmitschrift von Johann Friedrich Gillet. Cap. I. De opportuno ad hos labores tempore ubi simul quaedam regula … § 1 Quod gentilibus in more fuit positum … Autor ist Johann Philipp Hein (1688-1775), der ab 1732 Mitglied der königlichen Akademie (Societät) zu Berlin wurde und dort Direktor der Klasse der Philosophie war. Er war auch Rektor des Joachimsthalischen Gymnasiums in Berlin. Vgl. Hartkopf, Werner, Die Berliner Akademie der Wissenschaften. Ihre Mitglieder und Preisträger 1700 - 1990 (Berlin 1992), S. 141. Wegener, Heinz Friedrich Ernst, Das Joachimsthalsche Gymnasium - die Landesschule Templin. Ein Berlin-Brandenburgisches Gymnasium im Mahlstrom der deutschen Geschichte 1607 - 2007 (Berlin 2007). — S. 84-86 leer.