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Beschreibung der Handschrift Lübeck, Stadtbibliothek, Ms. math. 9
Paul Hagen, Beschreibendes Verzeichnis der mathematischen, naturwissenschaftlichen und technologischen Handschriften der Lübecker Stadtbibliothek, Lübeck 1932, 13r15r. Bearbeitet von Anne Harnisch, 2018.
Gefördert durch die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung.
Manuscript title: Extractio librorum
Remark: 174 Bl.
Format: 20,5 × 16 cm
4° — 16. Jh.
Former shelfmark:
  • 161
  • 198

Bl. 35v, 36, 40v, 41–46, 62v, 134, 139–142, 144v–146, 150r, 153, 154, 159r, 163r, 165v leer, zwischen Bl. 142 und 143 acht schmälere[sic] Blätter, von denen das erste leer ist) nebst einer größeren Anzahl leerer Blätter am Anfang und am Schluß. (35r: (15)86; 40r: (15)89; 88r: 1589; 171ra: (15)90. Alter Pappband mit Pergament überzogen, das mit lateinischem geistlichem Text beschrieben ist; Reste von 2 Schließbändern. Zurück aus UdSSR.

Contents:
  1. 1r–34v Extractio librorum Piccatricis doctissimi philosophi.
  2. 35r Theophrastus von Hohenheim: Über ein Zaubermittel aus dem Jahr 1527. Bl. 36 leer.
  3. 37r–40r Theophrastus von Hohenheim: Offenbarung Hermetis. Bl. 41–46 leer.
  4. 47r–62r Michael Eyking (Pannonius): Über die Cabala.
  5. 63r–110v Liber Raziel. Bl. 88r Gorlicii ex scripto Cracovis Rhetici scripsit Bartolomeus Scultetus 21. Febr. Anno 1567. Ex huius scripto B. Waltherus junior 30. Aprilis Anno 89 novi Calend. Harpersdorf (?). Hierzu bemerkt Dr. Elsbeth Jaffé, die in der Bibliothek Warburg 1930/31 Ms. math. 4° 8 und 9 untersucht hat: Waltherus ist zweifellos identisch mit dem aus Liegnitz stammenden Balthasar Walther, der 1620 Leibarzt des Herzogs August von Anhalt-Plötzkau gewesen sein soll. 1587 und 1588 ist er in Görlitz, wo er Skultet besuchte, nachweisbar. Der Charakter der Sammelhandschrift Lübeck 161 paßt gut zu dem, was über den Interessenkreis des Mannes und seiner Umgebung bekannt ist. Er selbst reiste 1597 ins Morgenland, um die Quellen der Kabala selbst kennen zu lernen; Skultet bemühte sich nun um Theophrast von Hohenheim und Walthers späterer Herr, Herzog August, war ein Freund der Alchemie (für die vorstehenden Angaben ist zu vergleichen Ernst Koch, Scultetica. Neues Lausitzisches Magazin 92 (1916) S. 24. Richard Jecht, Die Lebensumstände Jacob Böhmes in: Jacob Böhme, Gedenkgabe der Stadt Görlitz zu seinem 500. Jahrestage. Görlitz 1924, S. 60).
  6. 111r–133v Imagines Abelis filii Adae. Bl. 111r ...?... 3 Maii Anno (15)89 novi Calend. ex Sculteto Gorbitiano Mathem. Gno[s?]ticum scripsit Abelis. Robertus Castrensis vertit h. lib. Hermetis de Imaginibus Abelis. Bl. 134 leer.
  7. 135r–138v Trithemius: Von den sieben Geistern. Mit der Ausgabe "Gedruckt zu Nürnberg durch Hieronimum Holzell ". Joh. Trithemius: , De septem secundeis id est intelligentiis sive Spiritibus orbes post Deum moventibus Libellus. ist in einem Druck von 1600 auf der Lübecker Stadtbibliothek vorhanden (8° 3155 G all). Bl. 139–142 leer.
  8. Zwischen Bl. 142 und 143 AstrumMagicum. Acht schmälere[sic] Blatt mit deutschem Text. Bl. 4r zwei lateinische Distichen an David Origanus (1558–1628; vergleiche Mädler, Geschichte der Himmelskunde I, 265; II, 416).
  9. 143r–149r Theophrastus von Hohenheim: De septem stellis. Bl. 145–146 leer. Deutscher Text.
  10. 150v–152v Peter de Abano: Experimenta annulorum. Pietro de Abano, gestorben. 1316, war einer der Hauptvertreter der Sterndeuter in Italien; vgl. Zinner, Geschichte der Sternkunde. "Petrus de Abano, Experimenta annulorum, ist nachFerrari, Pietro d'Abano, Genua 1900, S. 167 apokryph. Der Traktat wird von Naudé, Apologie pour les grands hommes soupçonnés de magie (1672) S. 271 zitiert. Thorndike, History of Magic, kennt nur die Handschrift B. N. 7337." (Dr. Elsbeth Jaffé). Bl. 153+154 leer.
  11. 155r–163r Summa libri de Magica et Cabala. Text deutsch, unvollständig, in 2 Büchern verfaßt durch Fr. Br. von Strassburg h 1570, 21. November. Bl. 164+165 leer.
  12. 166r–171ra Theophrastus von Hohenheim: De arte magica. Deutscher Text. Bl. 171ra: (15)90 Trotzendorff ex lib. Abaraham Maffredi.
  13. 171rb–174va Hermes (Trismegistos): De xv stellis, lapidus et herbis. Der letzte Absatz mit der Überschrift Modus componendi tabulas planetarum gibt für die magischen Quadrate der 7 Planeten die Zahl der Zellen und die Gesamtsumme der eingetragenen Zahlen, bei einigen auch die Summe der Zahlen in einer Reihe an.
Bibliography

Abgekürzt zitierte Literatur


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