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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: Juni 1635
[Inhaltsverzeichnis]
01. Juni 1635
02. Juni 1635
03. Juni 1635
04. Juni 1635
05. Juni 1635
06. Juni 1635
07. Juni 1635
08. Juni 1635
09. Juni 1635
10. Juni 1635
11. Juni 1635
12. Juni 1635
13. Juni 1635
14. Juni 1635
15. Juni 1635
16. Juni 1635
17. Juni 1635
18. Juni 1635
19. Juni 1635
20. Juni 1635
21. Juni 1635
22. Juni 1635
23. Juni 1635
24. Juni 1635
25. Juni 1635
26. Juni 1635
27. Juni 1635
28. Juni 1635
29. Juni 1635
30. Juni 1635
|| [[Handschrift: 285v]]

Montag den 1. ⁄ 11. des JuniJunij:


Schlechte TräumeMala insomnia, wie ich vndt vetter Casimir,
mitt dem Churfürsten von Saxen an einem kleinen
Täfelchen, stargk trincken müßen, Er wehre
aber, gar vertraẅlich, mitt vns gewesen,
darnach wie ich hette mitt einer Königin in Pohlen,
geredet, die hette wie ein scheledon außgesehen, Vndt
<doch> fast wie Schwester Anna Sophia <ähnlich> hette sich höchlich bekla-
get, wie man ihr gewaltt, vndt vnrecht gethan,
das man ihr vbel nachgeredet hette, Sie wehre
vor diesem Fürst Rudolfs wittwe, hernachmalß
aber, des Königs in Polen fraw worden, vndt hernacher vmb calum-
nien
willen, verstoßen worden, Jch sollte mich
doch ihrer annehmen, vndt Sie vertheidigen helfen.
Zum Schluss sah sie sehr aus wie ein Toter, und es graute mich davor. Kann sein, dass dies auf den Tod von Anna Sophia Fürstin zu Anhalt hindeutet. Gott bewahre uns vor schlechten Nachrichten.En fin, elle voyoit[!] fort, comme un mort, & j'en eus
horreur. Peut estre que cela denote la mort de Anna Sophia Fürstin zu Anhalt.
Dieu nous garde de mauvayses nouvelles.


Extract der friedenspuncten, so mir herr Loẅ heütte hatt
communicirt, vndt gar weittlaüftig sollen gedruckt werden:
1. der Kayser soll vnverhindert in seinen Erblanden, nach ihrem
Allergnädigistem belieben, thun vndt laßen, außer 3 Städt in Schle-
sien
, als Breßlaw, Lignitz, vndt Briegk, welche in dem
Standt als Sie sich itzo befinden, verbleiben sollen. || [[Handschrift: 286r]]
2. Das Ertzstift Magdeburg soll des Churfürsten eltistem Sohn
sein, vndt verbleiben.
3. Bremen, halberstadt, Münden, so wol als halle
vndt noch 2 andere bisthumb, werden Ertzherzog Leopoldt vbergeben.
4. Die Laußnitz soll ChurSaxen auf Mannslehen behalten.
5. ChurSachsen soll innerhalb 15 Tagen, alle Städte vndt Festungen,
so er eingenommen, dem Römischen Kayser abtretten.
6. Chur Brandenburg[,] Weymar, Lüneburg vndt andere Fürsten vndt
Städte sollen inner 10 Tagen sich erklähren, ob Sie
auch in den friedensschluß eintretten wollen,
nach verfloßener zeitt, sollen Sie solchen nit mehr genießen.
7. Der König in Franckreich soll auß dem friede geschloßen
sein, auch nicht darein kommen, er restituire dann zu-
vor das hertzogthumb Lottringen, ebensoJtem: Susa vndt Pigna-
ruolo
dem hertzogen von Savoya.
8. Chur Bayrn soll die Chur Pfalz behalten, vndt ihm verbleiben.
9. Das Kayßerliche Edict wegen restitution der geistlichen gühter
soll auf 40 Jahr aufgeschoben sein, hernacher soll
man auf einem Reichstage darüber sich vergleichen.
10. Der hertzog von Wirtemberg ist gäntzlich auß dem friede ge-
schloßen, vndt soll sein landt dem Erzhause Oesterreich heimgefallen sein.
11. Chur Saxens habende kriegesmachtt soll dem Römischen Kayser vber-
geben werden, hernacher soll ChurSachsen den 4.ten: theil der völligen
Kayßerlichen armèe vndtergeben werden zur defension seines lan-
des
, den vberrest soll der König commandiren.

|| [[Handschrift: 286v]]


Zu Mittage seindt herr Geyer, vndt Loẅ meine gäste gewesen.


herrn Loẅ Nachmittags wiederumb zum herrn Graf Schligken geschickt.
Seine leütte haben sich erstlich zwar endtschuldigett,
daß sie nicht vorkommen köndten, doch endtlich hat er das
anbringen meinet wegen thun laßen, vndt erhalten, daß
mir der herr graf höfliche offerten gethan, wie es seine
schuldigkeitt zwar wehre, mir aufzuwarten, weil
er aber mitt vielfältigen geschäften, sehr beladen,
vndt ich ihm die ehre anthun vndt mich so viel be-
mühen, vndt ihn der mühe vberheben wollte, (darzu
ich mich dann offerirt hatte) so wollte er meiner gar gern
vmb 3 vhr, erwarten. Man muss diejenigen ehren, die unser Kaiser ehrt und liebt, das ist nicht ungehörig.Jl faut honorer ceux que
nostre Empereur honore, & cherit, cela n'est pas malseant.


Bin derowegen vmb drey vhr zu ihm gefahren, Er ist gar
freündtlich vndt leühtsehlig gegen mir gewesen, auch gar
vertraẅlich, hat meine offerten sehr wol aufge-
nommen, vndt mir gerahten, alles Schrifftlich aufzu-
setzen, weil Jhre Kayßerliche Mayestät raht darüber
halten würden, vndt vor Sambstags gebe gott wür-
de ich schwehrlich einen bescheidt bekommen, awegen
zweyer Jagttage, eines Feyertages, vndt
darnach würde man raht halten müßen, alß-
dann möchte der bescheidt darauff erfolgen.
|| [[Handschrift: 287r]]
etcetera wegen zweyer Jagttage, eines fests, vndt
eines rahttages, das wehre der Freytag, darnach kähme der Sambstag.


<Beachte wohl, beachte wohlNota Bene Nota Bene> die recidiven würden excipirt auß dem frieden,
besorgte Fürst Ludwig vndt herzog Wilhelm von Weimar würden
auch mitt darundter außgenommen sein, benandtlich
auch der graf von hohenloe, der Graf Philips Reinhardt
von Solms
, vndt der ReichsMarschalck von Pappenheim.
hertzog Julius von Wirtemberg aber, wehre der Ertzre-
bellen einer, vndt <es> wehre demselben wol geschehen, daß
er gestorben, sonsten hette er oben an in der Listelista der excj-
pirten stehen dörfen. hette sich sehr vbel gegen Jhrer Mayestät
bezeiget. Fragte gar fleißig, wje vjel Fürst Ludwig kinder
hette, auch Fürst Augustus[,] ebensoJtem: nach meinem bruder, nach deßen
lande, vndt wesen, jmprobirte die Theilungen. Sagte:
hertzog Julius henrich, vndt herzog Frantz Albrecht, würden wol
schwehrlich so baldt wieder loß kommen, hetten sich gleich-
wol in das Fridländische wesen sehr starck eingemischt,
Schafgotzsch hette beichten sollen, vndt vmb gnade bitten,
So hette er ihm noch wollen lebenslange Haftcustodia perpetua zu wege
bringen, vndt ihn bey<m> leben erhalten, denn es hieße:
Wer Zeit hat, hat das Leben.Chi hà tempo, ha vita. Er hette aber noch wollen recht
behalten, da man ihm doch seine eigene schreiben vor-
zulegen hette, wie ihn der Ehrgeitz vberteüffelt, vmb
großer chargen, vndt digniteten willen, so er in Schlesien
albereitt außtheilen wollen, dem tradiment mitt beyzuwohnen.

|| [[Handschrift: 287v]]


Ob schon Gallaaß vndt Piccolominj mitt vndter-
schrieben, so hetten Sie es mitt des Kaysers vorwißen
gethan, vndt es wehre ein fingirt werck gewesen.


Er wüste zwar nicht, ob herr Schafgotzsch wehre torquirt
worden, besorgte aber wol, wenn er nicht beichten
würde wollen, man würde ihm den hencker
aufs wenigste, an die seitte stellen. Er der Graf,
wollte zwar gern helfen das beste thun, wegen
seiner armen kinder willen, wollte auch gern eins
zu sich nehmen, vndt aufziehen, als sein eigenes kindt,
aber das Verbrechencrimen wehre groß, da jnsonderheitt der
<Beachte wohlNota Bene> Fridlandt zum Piccolominj gesagt, Man sollte
<Beachte wohlNota Bene> keinen vom hauß Oesterreich leben laßen, auch
<Beachte wohlNota Bene> die Königin, wann Sie schwanger wehre
aufhawen, vndt die frucht verderben. Oh teuflische Absicht! und abscheuliches Wort!Ô diabo-
lica intenzione! e parola abominevole!

Es grawselt einen daran zu gedencken.
Jedoch wehren die herren vom hause Oesterreich,
insonderheitt aber, der fromme Kayser, vndt
König sehr milde, wann man sich nur er-
kennete vndt gnade suchte. Man hette
Mitteilungavis, das der Printz Tomaso von Savoya,
wie auch der Graff von Boucquoy, in neẅlich-
stem Treffen, an der Mosel, gefangen worden, || [[Handschrift: 288r]]
vndt wehren (wo ichs recht observirt) 3 tausendmille Mann,
auf der wahlstatt geblieben, der Frantzosen aber
noch ejns so viel, ob sie schon vndter dem Maréchal
de Brezè das feldt behalten, weil sie noch eins
so starck vndt mehr gewesen, nemlich vber
30 in 35 tausendmille Mann, da der andern kaum vber 9 tausendmille gewesen,
die wehren darzu noch vber die Mosel paßirt
ohne noht gar vermeßener weise. Nun marchirten
zween armèen eine vndter dem gallaas, selbiger
enden, bey Lottringen, vndt der Mosel durch, die ander
vndter dem hertzog von Lottringen, durch Burgundt,
auff Franckreich zu, würden ihnen, den Franzosen, schon zu
schaffen genug geben. Man würde jhnen das Feldtlin
auch baldt reümen machen. Wenn ich anwerben wollte, könnte ich das im Dienst des Kaisers offen tun, ohne das gegenüber dem Kurfürsten von Sachsen zu verbergen.Si ie voulois lever; je pour-
rois le faire ouvertement, pour le service de l'Empereur sans
dissimuler cela envers l'Electeur de Saxe.
Erinnerte
sich, wie er wehre zu Cöhten gewesen, wie er Fürst Ludwigs ge-
mahlin
, gar klein, gekennet hette, Beklagte, daß Fürst Ludwig
sich hette in das Stadt halter Ampt, mitt ejngesteckt,
<Beachte wohlNota Bene> das hette mehr auf sich, wenn man in die Schreiberey
<Beachte wohlNota Bene> sich steckte, auch mehr nachdrucks, Als wenn man
<Beachte wohlNota Bene> jm felde dienete. Vetter Aribert, wehre ein Junger
herr, worümb er den krieg nicht continuirte. usw.perge Vor
glück oder vnglück, köndte kejner gut sagen, noch bürge sein. || [[Handschrift: 288v]]
etcetera Er wiederriehte mirs gar sehr, allhier am
hoff nicht vmb hertzog Julius von Württemberg zu trawren.
Gedachte auch wie herrvatter Seliger zu Cöhten einmahl
gegen ihm gedacht hette, diese wortt: der Kayser
hat den Fridlandt hoch erhaben, Sollte er nicht
danckbahr darvor sein, würde er wol vnrecht
daran thun, vndt Gott würde jhn straffen. Sonsten,
offerirte sich der herr Graff gewaltjg gegen mir,
vndt war gar sehr cortesisch.


Jm rück wege, begegnete mir der Oberste Pegker,
von der Ehr
, vndt sprach mir zu, wie ich auch den herrn
Erasm Gundacker von Starhemberg, beiläufigen passant
ersahe, den jch vor diesem, jn Franckreich, vndt in
Jtalien, sehr wol gekandt, Nach vollbrachter
Besuchvisite, des Grafen Schlickens, vndt heimbfahrt
in mein losament, haben herr Geyer vndt herr Löẅ,
ihren abschiedt von mir genommen. Dennoch werde ich Zeit haben, um in aller Muße über meine Vorstellungen und unsere Reden nachzudenken.Cependant,
i'auray temps, de mediter, tout a loysir, mes con-
ceptions, & nos discours.


Graf Schlick sagte auch, wie herr Rudolf von Tie-
fembach
mich neẅlich noch so gelobt hette, daß ich ihm
sein Regiment in der Schlacht vor Prag, fast gar zu
schanden gemachtt, vndt den <obristen> Preüner hette fangen helfen. || [[Handschrift: 289r]]
etcetera Man hette auf dieser weltt, nichts höhers zu achten,
als die Ehre vndt einen guten Nahmen, das bleibt, Reich-
thumb aber vndt geldt vndt guht gehet hinweg, es
<Beachte wohlNota Bene> hieße: Treue des EdelmannesFoy de gentilhomme, daß wehre ein großes
wortt, das wehre höher zu schätzen, alß alle Schätze
der gantzen weltt. Es ist auch viel beßer vndt
rühmlicher, mitt ehren arm zu sein, als mitt vnehren
reich, vndt einen bösen nahmen zu haben, alß wie dem
Fridländer wiederfahren. Mein Schwager hertzog hanß
Albrecht von Mecklenburg
wehre mehr in Gnadenin grazia bey
Jhrer Mayestät alß sein herr Bruder, hertzog Adolf Friderich, der-
selbige wehre allezeitt Jhrer Mayestät wiederwertigen,
holdter gewesen, bevorab dem König in Dennemark[,] auch Schweden
mehr als der ander. Wann Sie aber 100 tausendmille ReichsthalerRthlr: hergeben,
würden Sie perdonirt. Beachte wohlNota Bene die Stadt Hamburg hette alle
die Jehnigen lieb, welche nicht gut dennemärkisch wehren,
welches auch etzliche hertzoge von Hollstein nit wehren.
Brehmen wollten Sie wol ohne bluhtvergießen,
vom König in Dennemark wieder bekommen. Man ließe
die friedensartickel drügken, vndt würde
Sie in kurtzem publiciren, der König in Vngern,
würde nicht auf das Chur Bayrische beylager
anhero kommen, Sondern inß feldt ziehen. Der gute
fromme König, wehre mir so wol affectionirt || [[Handschrift: 289v]]
daß er auch meinen Nahmen in die Listelista deren verzeich-
nett, welche vacirende Regimenter haben sollten.
Gott vergelte Jhrer Königlichen Würden diese gnade, vndt
Treẅhertziges angedechtnüß.


Beachte wohlNota Bene landesdefension dörfte nicht angehen, weil
der Churfürst von Sachsen die defension beyder krayse
des Ober: vndt NiederSäxischen sich vorbehalten.


Sagte auch vetter Geörge Aribert, sollte
nicht so stille sitzen, er köndte ia nun wol,
wieder die Papisten dienen, nemlich die Frantzo-
sen
, die wehren ia meist Päbstisch. Es wehre schade
vmb ihn daß er also versäße. Jch sagte drauff,
wann es schon wieder die Papisten nicht wehre,
vndt ob ich schon der reformirten Religion zuge-
than, so hielte ich nichts von denen, die nicht glauben
hielten, vndt dem Kayser nicht geben, waß des
Kaysers wehre
, noch der Obrigkeitt, die gewaltt
vber Sie hette vndterthenig sein wollten, das
lehrete auch das wortt Gottes, vndt vnser glaube,
welche das nicht glaübten wehren keine rechte Christen.
Beachte wohlNota Bene vndter den recidiven, wehre auch daß consilium
formatum
.


DerselbeJdem: daß die Staden all ihr volck bey Nymägen versamlet, || [[Handschrift: 290r]]
hetten.

Dienstag den 2. ⁄ 12. des JuniJunij.


Jch habe ein Memorial, an die Römische Kayserliche Mayestät
vnsern Allergnädigisten herren, auf Morgen <gebe gott> datirt, des
herrn graf Schlickens einrahten zu folge, aufgesetzt,
Gott gebe, zu beßerem succeß, als mitt den vorigen.


Bin heütte in herrn Loẅens hauß gewesen, noch einem vmb-
gang, oder Proceßion zuzusehen, welche vorüber gegangen.
Diese proceßion wie auch die Neẅlichste am Sontag, ist dem
frieden zu ehren gehalten worden, vndt nicht dem Fronleich-
nam eigentlich, dann die Fronleichnamsproceßion, ist am
donnerstag vergangen aller orten gehalten worden
<zu ehren noch celebrirt worden, denn man begehet Sie am FestFesto, vndt Oktavtag des Fronleichnamsoctava corporis Christj, auch an andern Tägen,>, soll
auch noch wieder auf künftigen donnerstag, alß vbermorgen be-
gangen vndt celebrirt werden.


<Beachte wohlNota Bene> herr Geyer hat mir gestern eine kunst gelernet
für die Fallsuchtpro epilepsia (davor vns Gott allerseits gnediglich
bewahren wolle) so er an einem pawer probirt,
welcher ihn selber drümb gebehten, nach dem er es
von einem Soldaten gelernet. Man soll einen hasen
hetzen, vndt so warm alß er <gewürgt> ist, den Magen auß-
nehmen, vndt also rohe auffeßen, vndt darauf fortt-
lauffen, so soll die Schwehre kranckheit außen blei-
ben. Es kam diese relation daher, weil wir gestern im
herauß gehen, vom Graf Schligken, aufm platz, (als schlechtes Vorzeichenpro malo
omine
) ein greẅlich spectakel, ejnes hjnfallenden Menschen || [[Handschrift: 290v]]
sahen, wie er sich erhub, krümmete, vndt schlug auf
den pflastersteinen. Gott erbarm sich sejner, vndt
aller derglejchen, armen verlaßenen leütte.


Der Oberste Pegker, gedachte auch gestern, er sehe mich gar
gern alhier an diesem ortt, wollte schon kommen, vndt
mich heimbsuchen, jn mejnem losament, vndt seine Schul-
digkeitt ablegen. usw.perge War gar ehrerbiehtjg, vndt höflich.
et cetera


Die post jst ankommen, mitt 2 schreiben von Madame vom 21. May:
Fürst Friedrich macht mir lose händel, will die Regierung reformiren,
vndt auf den Cantzeln, nicht wie bißhero <vor mich> bitten laßen.


Es scheinet e<al>s wolle alles bundt vber gehen, wegen der Schwedischen
vndt Frantzosen, und von unseren Leuten selbst& de nos gens mesmes.


Zu Abends bin ich in den prater spatziren gefahren.


Graf Schlick sagte auch gesternhierj, wenn schon Franz Albrecht Herzog zu Sachsen Lauenburg
loß gebe, kähme, (welches doch so geschwinde nicht geschehen würde,)
So würde man ihme drümb eine solche armèe nicht ver-
trawen, wie er bißanhero gehabtt, einem solchen Menschen,
der in der Fridländischen conspiration mitt begriffen gewesen,
vndt wo er nicht erbehten würde, vndter die recidiven
mitt gehörte. Er sagte auch, Fridtlandt wehre kein
Reichs Fürst gewesen, noch vor einen Reichs Fürsten <hie> erkandt
worden, recht <nie> nicht. Es hette ihm auch fast Njemandt den
Tittul, von Mecklenburg gegeben. usw. usw. usw.perge perge perge Graf Schlichk[!] sagte auch,
wie der Kayser so viel von mir hielte, vndt so ein gutes
vertrawen zu mir hette, wie er auch allezeitt, nichts
denn alles guts von mir gehört hette.

|| [[Handschrift: 291r]]

(in astrologischer Hinsicht) böser/gefährlicher/schädlicher/unglücklicher/unglückseliger Tag Mittwoch den 3. ⁄ 13. des JuniJunij:

<Thomas Benckendorf zu berechnen 60 Vngrische ducaten. Die wirtin vndt kaufmann zu befriedigen.>


Abermahlig schreiben vom herzog Julio henrich, von Sachsen Lauenburg
das angefangene intercessionswesen, bey Kayserlicher Mayestät
zu gutem ende, helfen zu bringen.


MitteilungAvis: daß herr Schafgotzsch, eylf mahl, seye
torquirt worden, hette aber nichts rechts bekandt. usw.perge


herr Geyer, hat mich besucht, wie auch der
SekretärSecretarius Herzog Julius Heinrichs von Sachsen Lauenburg mitt vberreichung obi-
gens schreibens, vndt vertröstung, daß von dem Churfürsten
von Saxen
, eine bewegliche vorbitte, vor seinen
herren, auch sollte einkommen. So meint man
auch, hertzog Frantz Albrecht werde baldt loß
kommen.


Schaftemberg soll haben an Seine Fraw geschrieben,
nicht mehr, vor ihn, zu intercediren, etzliche meinen sein
kopf seye schon herundter. Schafgotzsch soll nur
haben Gott vmb gedultt angeruffen, vndt daß er
vmb seiner Sünden willen, also gestraft
würde, hette es also böse nicht gemeinet. usw.perge
hat sich auch die glieder nicht mehr wollen
laßen einrichten, sondern will <lieber> sterben. etcetera


heütte haben die Spannier auch einen Stadtlichen vmb-
gang vndt Procession gehalten, wegen des friedens. Gott be-
stehtige denselben in der werthen Christenheitt, insonderheitt in Deützschlandt. || [[Handschrift: 291v]]
etcetera


herr Loẅ, ist mein gast zu Mittage gewesen.


Jch habe an Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin, wieder geschrieben.


Der Oberste Manteüfel, hat mich besucht, nachmittags.

Donnerstag den 4. ⁄ 14. des JuniJunij.


Bin hinauß mitt Geyern vndt Rödern, nacher
Baden gefahren, Kayserlicher Mayestät aufzuwarten.


Es ist heütte wieder ein vmbgang gehalten worden,
deme Jhre Kayserliche Mayestät benebenst dem Ertzher-
tzog
, mitt großer devotion beygewohnet.


Jch habe dem Graf Schlicken ein Memorial
an Kayserliche Mayestät in meinen sachen, einantworten
laßen. EbensoJtem: mitt Graf Schlawata geredet, der
hat mich an SekretärSecretarium Freißleben, zu ihm zu
schicken, remittirt. Graf Schlick hat sich sehr
wol, zur beförderung meiner sachen, erbotten.


Graf von Megkaw sagte, herr Schafgotzsch wehre
torquirt worden, weil er nichts <in gühte> bekennen wollen,
da man ihm doch zwey seiner eigenen handtschreiben
vorgelegt, vndt da man wüste, das er gegen
einen gedacht hette: Es wehre ein wunderding, || [[Handschrift: 292r]]
das man in kurtzem sehen würde, daß das gantze
hauß Oesterreich gleichsam in einer stunde
vndt augenblick sollte außgerottet werden.
Jn gewißen Fällencasibus, insonderheitt da man wieder
seines herren hauß, vndt eigene person solch
vnerhörtes tradiment verv̈bte, köndte
man die vornehmen Häusercase illustrj sie seyen gleich
wer Sie wollen, nicht verschonen mitt der
tortur, sonsten pflegte man freylich die Edelleuteca-
vaglierj
nicht zu torquiren. Es wehre ihm
sonsten wol zu gönnen gewesen, daß es ihm beßer
ergangen, vndt er sich beßer verhalten hette. usw.perge
Das gedachte er also gegen mir, beim Auseinandergehenin discursu, weil ich
erwehnte, daß ich zu Wien gehört hette, es wehren die
Edelleutecavaglierj zu Regenspurg torquirt worden, vndt wollte es
nicht hoffen, daß dem also, (wie auch Graf Porcia mich
versichern wollte, ich sollte es nicht glaüben,
weil es nicht des Stilsstylj) insonderheitt aber daß herr Schafgotzschen
welcher mitt einer hertzogin von der Lignitz verhey-
rathet gewesen, vndt mitt <vns> Fürsten verwandt, solches
begegnet. Jch gedachte auch ein solch tradiment vndt
Schrecklich vornehmen, würde niemandt loben, wenn
er es convincirt vndt vberwiesen würde. Darauff
gab er mir obige antwortt. Wollte Jch vor meine person || [[Handschrift: 292v]]
aber möchte von grundt meines hertzens wüntzschen, daß
er herr Schafgotzsch sich nicht allein beßer hette com-
tiren
mögen, Sondern auch das er nie kejne hertzogin
von der Lignitz
, meiner so nahen anverwandtinnen
eine gefreyet hette, damitt die so große
vnaußlöschliche Schmach vndt Schandejgnominia weitt
von vnserer Freündtschafft vndt Schwägerschafft
hette wegbleiben mögen. Oh riesige Schande! Oh Scham und unauslöschlicher FleckÔ infamia grandissima!
oh vergogna <e macchia> indelebile
, beßer Tausendt mahl vnter
der erden! Ja beßer nie gebohren, als solche Schmach zu erleben!


Nach dem ich vom herrn Grafen von Meckaw als Obrist hofmeister
zur freyTafel erbehten vndt eingeladen worden, habe
ich mich doch endtschuldiget, weil ich zu Noydorf
die mahlzeitt zu halten resolvirt, vndt angeordnet,
ligt von Baden zwey meilen.


Der Bischoff von Wirtzburg vndt der von Osenbrügk,
haben auch dem Kayser, in der Procession gefolget,
vndt der Bischoff von Wirtzburg hat mich in der Vorzimmeranti-
camera
<freundlich> angesprochen.

Meilenm.
Von Baden nach Wien, sejndt 4 hin
vndt her 4

SummeSumma 8 Meilenm: an diesem Taghodie.


Beachte wohlNota Bene das hertz ist mir heütte vndt ein tage
etzliche so schwehr, weiß nicht ob es meiner person beachte wohlNota Bene
oder den meynigen ein vnglück bedeütten wirdt. Beachte wohlNota Bene || [[Handschrift: 293r]]
Gott wende alles vnheyl gnediglich abe[!], vndt Steẅre
allen meinen offentlichen vndt heimlichen Feinden,
durch seine starcke handt, kräfftiglich. Amen.


Zeitung das 15 tausendmille Türcken sich bey Ofen sehen laßen,
vndt einen streiff hehrwarts thun wollen. Gott
erhalte seine Christenheitt, vor allen Mordtpfeilen,
der wütenden feinde, vndt laße vns obsiegen,
zu rechter zeitt vndt stunden. Amen. Sejdthero,
ist diese zeitung, gantz negirt worden.

Freitag 5. ⁄ 15.den: des JuniJunij.


Als ich gestern in Baden im Vorzimmer ganz nahe an der Tür von Ihrer Majestät war, gerade als der Kaiser von der Prozession zurückkehrte, habe ich gegenüber dem Erzherzog Leopold [Wilhelm], der dem Kaiser voranging, die Verbeugung gemacht. Er hat mir gegenüber ein mildes Gesicht gezeigt. Aber als ich diese tiefe [Verbeugung] gegenüber Ihrer Majestät machte, welche ganz nahe an mir vorbeiging, gewährte sie mir kein gnädiges Gesicht, wie früher, noch berührte sie ihren Hut. Ich weiß nicht, ob irgendein Zuträger mich in Ungnade stürzen will oder ob der Kaiser mich nicht gesehen hat. Gott wolle, dass ein jeder die echte Aufrichtigkeit und Unbescholtenheit meiner Handlungen richtig beurteilt und dass meine heimlichen oder offenen Feinde mir weder schaden, noch mir irgendeinen Nachteil bringen können.Comme j'estois hier a Baden, a l'Antichambre tout proche
de la porte de Sa Majestè, l'Empereur revenant de la procession,
je fis la reverence a l'Archiduc Leopoldt, qui precedoit
l'Empereur[.] Jl me fit douce mine. Mais comme je la fis
profonde a Sa Majestè laquelle passoit tout près de moy,
elle ne me donna aulcun gracieux visage, comme
autresfois, nj toucha a son chappeau. Je ne scay,
si quelque rapporteur, me veut mettre en disgra-
ce, ou si l'Empereur ne m'a point veu. Dieu vueille,
qu'un chacun juge reellement de la vraye
sinceritè & jntegritè de mes actions, & que
mes ennemis secrets ou ouverts, ne me puissent
endommager, nj apporter aucun prejudice, a moy.


herr Loẅ, ist zu mir kommen, diesen Morgen. || [[Handschrift: 293v]]
Vndt ich habe mitt ihm geredet, wegen seiner rayse
vndt verrichtung nacher Baden: etcetera bey Graf Schligken,
bey SekretärSecretario Söldner, vndt bey SekretärSecretario Freißleben,
wie auch wegen eines paßes im Fall der Rückkehrin caso del ritorno.


Beachte wohl, beachte wohl, beachte wohlNota Bene Nota Bene Nota Bene Ich habe heute sehr erschreckende Einbildungen und Gedanken zu meinem schönen Traum von letztens gehabt; ob vielleicht anstatt der guten Hoffnung, die er mir gab, die widrigen Umstände der Boshaften mir ihn erschüttern und ganz zum Gegenteil und schlecht Ausgedeuteten werden lassen könnten.J'ay eu aujourd'huy de fort sinistres
imaginations & pensèes sur mon beau songe dernierement,
si paraventure au lieu de la bonne esperance qu'il me
donna, les adversitèz des malvueillants, me le pourroyent
bouleverser, & <me> le faire devenir tout au rebours & mal expliquè.

<Beachte wohl, beachte wohl den Schrank aus Holz, an den ich Haupt und Rücken so eng angelehnt habe, mit einer schwarzen Filzkappe auf dem Kopf; ebenso das Wort Beschirmung?Nota Bene Nota Bene Arca ex arbore, cuj caput & dorsum tam arcte applicavj, cum pileo nigro in capite, Jtem: custodia verbum?>


Jch habe inquirirt nach den Victualien, alhier zu Wien,
Ein Muht haber, kostet 15 gülden, ein Muht
machet 30 Metzen, eine Metze ist so viel, als
eine woche ein pferdt freßen mag. Eine landt-
metze macht 1½ Stadt Metzen. Auf 6 pferde,
verfüttert man, in Tag vndt Nacht, eine landt-
metzen, oder 1½ Wiener Metzen.


Ein eymer wejn, gilt von 2 biß in 8 Gulden (florenus)f:
Oesterreicher, nach dem er gut ist. Ein maß
6 creützer, <zu> 8[,] <zu> 10[,] <zu> 12 <Creuzercre:> etcetera[.]


Ein 24 hüner, verkaüffen die vngern, vmb
einen ReichsthalerRthlr: mehr, vndt minder.


Ein Pfund (libra)℔: Rindtfleisch, gilt einen alhiesigen groschen.
Vndt wehre solcher gestaltt, nicht eben zu Theẅer,
wann man sich zu behelfen wüste, vndt das || [[Handschrift: 294r]]
die victualien nicht so ofte[!] stiegen vndt fielen,
die wohnungen auch sehr Theẅer wehren, wie
auch das gewandt zu kleidern, vndt andere delicate
Schnabel weyde. Das brodt soll auch gar wol-
fajl sein. Jtzt aber wirdt der wein auch aufschlagen,
wegen vergangenen frosts. Die melonen sollen auch,
mejstentheilß erfrohren sein. heẅ vndt Stroh
ist auch sehr theẅer. Weil aber der König mitt
seiner hofstadt, viel leütte von hinnen wegge-
nommen, wirdt es in vielen dingen, wolfailer
werden. Nach dem die hofstadt sich mehret, oder
mindert, schlagen auch die victualien vndt viel
andere sachen auff, oder abe[!].


Gestern begegnete mir auch der außerordentliche Botschafter von Spanien, der Graf von Oñate, mein alter guter Freund und Patron, auf dem Weg zwischen hier und Baden mit der Kutsche. Mir scheint auch, dass er mir nicht so ein gutes Gesicht zeigte, wie gewöhnlich, [ich] weiß nicht warum?Hier l'Ambassadeur d'Espagne extraordinaire le Conte d'Onnata,
mon ancien bon amy, et patron, me rencontra
aussy en chemin entre cy – et Baden, en carosse.
Jl me semble aussy, qu'il ne me donna pas, si bon visa-
ge, comme de coustume, ne scay pourquoy?


Ich habe mit den Kaufleuten Zollikofer einen Handel gemacht für Nostitz, den Pagen, nach Orange, damit er Geld hat. Sie bieten, um 190 Wiener Gulden oder 126 Taler 20 Groschen von sich zu wechseln, dorthin 100 Écus von Frankreich an, damit bin ich aber noch nicht zufrieden, wegen der Ungleichheit der Währungen.J'ay fait trajtter, avec les marchands, Selicoffre
pour Nostitz <le page>, vers Orange, afin qu'il aye de l'argent.
Jls s'offrent, pour 190 Gulden (florenus)f: de Vienne <ou 126 ThalerThlr: 20 Groscheng:>, <de> luy faire tenir
jllecq: 100 escus de France, dont je ne suis pas encores
contant[!], a cause de l'inesgalitè des monnoyes.

100 <livres tournois> machen 300 <Französische Gulden (florenus)f:>[,] rechnet man den ReichsthalerRthlr: zu 48 stüber, machts 125 ReichsthalerRthlr:
rechnet man aber den ReichsthalerRthlr: zu 50 Stüber (flandrisch burgundische bzw. niederländische Münze)st: so kähm es auff – 120 ReichsthalerRthlr:[.]

|| [[Handschrift: 294v]]


Geyer erzehlte mir neẅlich als wir nach Baden fuhren,
Es hette ihm der Thumbprobst von Wien<herr Erasmus von Starhemberg> referirt, daß es gar
vbel wehre aufgenommen worden, daß man die Stücke
gelöset, der Oberste Löbel hette deßwegen dem Obrist leutnant
Bettinger einen filß gegeben, dann er ihm nicht befohlen
eine salve, oder drey vmb des geschloßenen friedens willen,
schießen zu laßen, sondern nur, er sollte die Stügke auf
den wall führen laßen, damitt man sich derselbigen
auf allen fall vndt weittere ordinantz hette können
gebrauchen. So hette ihm auch der Thumbprobst von Wien,
erzehlet, der pabst hette es durch seinen NuntiusNuncium
erinnern laßen, Man sollte das Herr wir loben dichTe Deum laudamus
in den kirchen nicht singen <noch auf Prozessionin processione gehen>, weil man mitt einem
ketzer, friede gemacht hette, der NuntiusNuncius hette es
auch mit Vollmachtex authoritate verbotten, nach dem es schon von
dem bischoff wehre angeordnet gewesen, vndt
hette also verbleiben müßen. Der NuntiusNuncius hette
auch gesagt, es wehre vnrecht, daß man das Herr wir loben dichTe Deum laudamus
sünge, weil der krieg, wieder den Allerchristlichsten
König vndt erstgebohrnen Sohn der kirchen, wie
der König in Franckreich wehre, mitt Macht vor
sich gienge zu großem schaden, vndt abbruch der
Catohlischen Religion. Wann derselbige componirt
wehre, alßdann vndt nicht ehe[!] wehr es zeitt, zu frolocken.

|| [[Handschrift: 295r]]

Samstag 6. ⁄ 16. des JuniJunij. (in astrologischer Hinsicht) böser/gefährlicher/schädlicher/unglücklicher/unglückseliger Tag


Jn den Politicis Georgij Schönborner Silesij Philosophiae et
Iuris Utriusque Doctoris, Consiliarij & Cancellarij zollerinj
,
gar ein schön buch vor Fürsten vndt herren, gelesen.


Es ist ejn Oktavformat8:o. zur Lignitz gedruckt. Thomas Benckendorf hat mirs recommendirt.


Bin auch heütte vormittage zu fuß spatziren auf
die nächste pasteye gegangen, wiewol es in Wien
nicht viel der brauch ist, zu Fußper pedes, zu wandern, wann
man sich nicht leßet pferde nachführen. So muß man
mich dennoch, wol kennen, weil ich auf der post <bin> hehrgerjtten.


Die Melancholien und Einbildungen von gestern wollen mich noch nicht verlassen, Gott weiß warum? Ich habe das Vertrauen in seine Gnade und väterliche Güte, dass er all das Schlechte, das mich hier bedroht, ins Gute und all das Unglück in Glück verwandeln wird!Les melancholies & jmaginations d'hier, ne me veulent
pas quitter encores, Dieu scait pourquoy? J'ay la con-
fiance en sa grace & bontè paternelle qu'il convertira tout
le mal quj me menace, en bien, & tout le malheur en bonheur!


Es ist genug daß ein Jeglicher tag, seine eigene plage habe!


Ich weiß nicht, was der späte Abend bringen würde!Nescio quid serus vesper vehat!b


Zeitung daß die holländer, Pariba in Brasilien, mehr durch hunger, als
mitt gewaltt erobert, gleichwol der gouverneur darinn zuvor alle
beste sachen verbrennen laßen, die Portugesen auch die andern Spannier
rüsten sich starck zur recuperation. Der König in Frankreich soll Nar-
bona
vndt Leucate<a> starck befestigen laßen, vndt dem Marchese
dj Santa Croce
ist Befehlordre gegeben auß Spannien, seine völcker (so er
nach Catalogna <erst> führen sollen) nach dem stado di Milano zu senden.
Die vnglaübigen Jndianer in Nova Granada, wie auch
in den Philippinen, vndt im Königreich Japan, sollen ezliche
Geistliche Männer (so Sie bekehren wollen) iämmerlich ermordet || [[Handschrift: 295v]]
haben.


EbensoJtem: das die Kayserliche armèe vor Vlmb gerückt, selbige
Stadt zu belägern, vndt zu occupiren. h Der Feldtmarschall Piccolo-
minj
aber, solle sich nacher heßen mitt seinem volck ge-
wendet haben, hat den obristen Jsolanj auch bey sich mitt den Crabahten.


hingegen liegen die Bannerischen Schwedischen im Stifft
Magdeburg
laßen allen proviandt zusammen führen, verbiehten
den pawren daselbst vndt im Stifft halberstadt, bey
<Beachte wohlNota Bene> Feẅer vndt Schwerdt, nichts anzubawen, vndt dasiehnige
<Beachte wohlNota Bene> so albereitt besahmet, vndt gebawet, laßen Sie durch
<Beachte wohlNota Bene> das vieh, kühe, Schafe, Schweine, vndt pferde, so wol
wintter[-] als Sommergetreyde, in den grundt verderben.
Es scheinet Sie wollen einen stanck hindter sich laßen,
wann Sie ihr maß gefüllet. Unterdessen leidet der Gerechte.Jnterim patitur Justus.


Sie wollten auch gern Wolfenbüttel wegnehmen,
es jst aber gar ansehlich vndt wol mitt aller Notturft
versehen. Der Schwedische Cantzler Oxenstern hat zu Paris
vom König in Frankreich einen demantring auf 20 tausendmille livres tournois₶: werth, ver-
ehrt
bekommen, zeücht in hollandt.


hertzog Julius von Wirtemberg, soll den 6.ten: May gestorben sei[n]
zu Straßburgk. Man beklagt ihn nicht sehr.On ne le plaint pas beaucoup.


Churfürst von Trier ist zu Namen, mitt salven auß Stügke[n]
stadtlich entpfangen worden. Wirdt fürstlich tractirt,
aber mitt Spannischen Trabanten bedienet.


Der Printz Cardinal Jnfante ist zu Antorf gar
Stadtlich entpfangen worden, vndt hat, waß alda || [[Handschrift: 296r]]
denckwürdig ist, besichtigett.


Die Frantzosen sollen in die 30 tausendmille Mann starck, vmb
Namur oder Namen, vndt vmb Masieres sich befinden.
haben auch eine armèe <vndter dem herzog von Rohan> im Felteljn, vndt soll der hertzog
von Savoya
, sich auch gewendet, vndt Frantzösjsch worden
sein, auch dem König in Frankreich 4 Regjment[!] zu fuß zugeschickt haben,
hingegen laßen die Catohlischen Schweitzer, vor Spannien,
3 Regiment[!] werben.


Der oberste Wahl Bayrischen general Feldtmarschall leütte-
nampt, hat die feste Stadt Weyda in der Oberpfaltz,
mitt Sturm erobertt, weil sie sich nicht ergeben wollen.


Zu Gießen, jst im Schloß, ein Feẅer außkommen,
daß der Landtgraf, vndt Seine gemahlin, mitt naẅer
noht, errettet worden, vndt mitt dem leben darvon kommen sein.


Unruhen, Verwirrungen und Turbulenzen überall!!!Disordinj, confusionj, e turbulenze, da per tutto!!!
Jch glaübe der Jüngste Tag seye nicht weitt, weil man
immerfort von so vielerley empörungen, auflauff vndt
verenderungen, nur hören thut. Gott vereinige die gemühter,
vndt laße die hertzen <mitteinander> vbereinstimmen, damitt wir Seine
Allmacht, barmherzigkeitt, vndt gühte, desto einträchtiger
loben vndt preisen mögen.


Noch avisen, daß der hertzog von Lottringen die Stadt Chalons in Franckreich
glücklich erobert, vndt vber 200 vom Adel sampt reicher beütte
bekommen, auch ohne wiederstandt in Champaigne hinein, streiffen thut,
die Frantzosen wollen sich mitt den holländern conjungiren. Graf Gal-
laaß
ligt vor Vlm, Graf[!] Piccolominj aber vndt Graf Philipp von Mansfeldt, wollen dem Lü-
neburgischen
vndt heßischem volck vorbiegen, damitt Sie sich nicht mitt den holländern
noch den Frantzosen, conjungiren sollen können.

|| [[Handschrift: 296v]]


Zu Nürnberg soll eine vnaußsprechliche hungersnoht, ia viel eine
größere als zu Augspurg gewesen, sejn, deßgleichen auch zu
Franckfurt am Mayn.


Jhre Mayestät der Kayser sollen vber acht Tage von
Baden, wieder anhero gelangen, der König aber seye noch
zu Prag, alda sich vndterschiedliche partheyen auß dem
Reich anmelden, vndt sich des beschloßenen friedens,
theilhafftig machen wollen.

Sonntag den 7. ⁄ 17.den: des JuniJunij.

<RückerstattungRestitutio Johann Löw 25 ducaten vor 50 ThalerThlr: welche Thomas Benckendorf zu berechnen.>


Berjcht herrn Löws so von Baden, gestern abendt, wieder-
kommen, daß meine sachen, also unentschiedenin suspenso verbleiben,
Jhre Kayserliche Mayestät zwar, wehren mir allergnädigist
wol affectionirt, köndten aber in der letzten, biß der
friede gantz richtig, an des ChurSaxen, noch nicht
schreiben, noch mitt ihme correspondiren. Die
andern anbringen, wegen der pension, vndt Böhmischen
anforderung, haben die Secretarien njcht einmahl
noch außgeschrieben, noch zum bescheidt verfertigett. et cetera


Mein SekretärSecretarius, Thomaß Benckendorf, wirdt<ist> mir die-
sen
<gestern> abendt, wieder kranck <worden>, vndt klagt vber großes haüp[t]-
wehe. Mitt dem hofmeister hahn aber fängt es sich an zu beßer[n,]
Gott lob. Ich sehe, dass die Luft von Wien für uns Sachsen und Landsleute weiter unten unerträglich ist.Ie voy que l'air de Vienne est insupportable a
nos Saxons, & compatriotes plus bas.


Gestern abendt spähte ist die post vmb 10 vhr ankomme[n,] || [[Handschrift: 297r]]
hat mir schreiben mittgebracht, von Meiner herzlieb(st)en
gemahlin, vom præsidenten Börstel zwey, von der herzo-
gin von Wirtemberg
eines darinnen Sie mir den
plötzlichen Todt ihres herren, hertzogs Julij, von
Wirtemberg
Seliger (so den 25. Aprill in der nacht,
zwischen 1 vndt 2 Vhr sanfte verschieden, nach dem
er noch den abendt zuvor zur Tafel gegangen,
aber sich doch etwas engbrüstig befunden)
ankündiget, vndt ihr vndt ihren allerseits
betrübten kindern mitt raht vndt That zu
assistiren, mich wehemühtig bittet. etcetera
Börstelc Der liebe Gott wolle Sie trösten. usw. usw.perge perge
Börstel schreibt in dem einen briefe, daß sein vetter,
hanß Ernst von Börstel, sich <in beysein Meiner gemahl[,] Schwestern vnd bruders> mitt seiner Tochter,
Dorothea Louysa, meiner pate versprochen,
ob Sie schon einander im dritten Grad ungleicher Linienin 3o. gradu lineæ inæ-
qualis
verwandt, iedoch wehren solche heyrathen,
in Göttlichen, so wol alß Kayserlichen beschriebenen
rechten zugelaßen, vndt hette auch sein vetter so
wol im Ertzstift Magdeburg alß im Fürstenthumb,
Dispensation der höchsten Behördedispensationem supremj Magistratus zu wegen
gebracht, hofte ich würde auch mitt zufriedencontent sein, etcetera[.]
Zeücht auch vornehmlich die Übereinstimmung der Religionconformitatem Religionis an.
etcetera || [[Handschrift: 297v]]


Jn dem andern Schreiben <vom 25. May>, berichtett er, das die voll-
machtt vndt instruction in der Reichslehenssache,
auf mich gerichtett, nebst einem Schreiben an die
Kayßerliche Mayestät in meiner herrenvettern gesamptem
Nahmen, schon eingerichtett vndt resolvirt ist, Jch
köndte es aber nicht eher bekommen, biß daß der
friede richtig geschloßen. Es würden auch alßdann
die acceptationspatenta, vndt andere Notturfft,
daß friedenswerck betreffende, abgefaßet, vndt
damitt iemands von rähten, an mich abgesandt,
alßdann nebenst der gehörigen lehenwahr eine
SummeSumma zu etwas spesen, so ich bey der lehensent-
pfahung zu thun, mir vbermacht werden solle.
Der Friedensschluß würde in kurtzem richtig
werden. Sein sohn wehre nicht allein Fürst Augusti
iunger herrschaft hofmeister, Sondern auch dero Raht,
so wol in dero Cammersachen, alß anderer vorfal-
lenheitt, bevorab in den gesampten Beratungenconsultatio-
nibus
, vndt in verschickungen bestaltt, Würde
aber wol kein ander alß er, wegen vnver-
mögenheitt der andern Adelichen Rähte, darzu
gebraucht werden, mir alhier aufzuwartten.
Offerirt sich selber wann ihn Seine leibes indisposition || [[Handschrift: 298r]]
nicht hinderte. Sonsten stünde vnser Fürsten-
thumb
in nicht geringer gefahr, weil Feldtmarschalck
Banner sich nicht allein sehr gestärcket, sondern auch seine
Schantzen biß auf ¼ meile von Bernburg schlagen leßet,
gestaltt er dann gesinnet sein soll, sein Feldtläger
zwischen Niemburg vndt Calba zu schlagen. Wann
es nun zu den Schlimmstenextremis kommen sollte, würde
vnser landt, ein hartes außstehen müßen.


Madame schreibt vom 24. May: dass man mir tausend Taler überbringen wird, dass sie hoffte, dass ich den Stand des alten Grafen von Mansfeld in Ungarn haben werde, dass der Präsident sich ihr gegenüber gut verhält, dass sein Sohn hier vielleicht nicht beliebt sein wird, deswegen, dass er in Frankfurt bei Beratungen gegen den Kaiser gewesen ist, dass ich keine Auslagen wegen der Trauer um den Herzog Julius von Württemberg machen mussque l'on me remettra
mille ThalerThlr:[,] qu'elle esperoit, que j'aurois la condition du
vieil Comte de Mansfeld en Hongrie, que le President se comporte bien
envers elle, que son fils ne sera paraventure pas bien
veu icy, a cause qu'il a estè a frankfordt aux consultations,
contre l'Empereur[,] que je ne doibs faire de despences a cause du
<dueil> du Duc Julius de Württemberg
(Beachte wohlNota Bene dass Madame mir meine bestickten Kleider schickt und die Kiste von Anna Sophia Fürstin zu Anhalt), dass sie mir in Kürze noch mehr schreiben wird.que Madame m'envoye mes habits brodèz,
et la bouette d'Anna Sophia Fürstin zu Anhalt) quelle m'escrira en bref davantage.


<Beachte wohlNota Bene> Johann Löw hat Mitteilungavis vom Löbzelter, daß er seye zu Prag
<Beachte wohlNota Bene> ankommen, mitt der ChurSächsischen ratification, also daß Gott
<Beachte wohlNota Bene> lob vndt danck der friede numehr richtig ge-
schloßen, vndt die außwechßlung mitt ehistem zu erfolgen.


SekretärSecretarius Pucher, hat sich gestern treflich wol erbohten,
<Beachte wohlNota Bene> auch gesagt, es wehren alle Fürsten von Anhaltt,
<Beachte wohlNota Bene> mitt in dem frieden begriffen, keiner außgeschloßen.
<Beachte wohlNota Bene> Jch wehre aber in sonderbahren gnaden, vndt respect bey Jhrer
Kayserlichen Mayestät vndt würde wol dran thun, wann ich des
ChurBayerischen beylagers erwartete, vnd Schriftlich bey ChurSachsen meine
sachen, wann die correspondentzen wieder giengen procurirte. || [[Handschrift: 298v]]
etcetera


Geyer, vndt Loẅ, sejndt meine gäste, zu Mittage gewesen.


Gegen abendt, hinauß in den Prater spatziren
gefahren, alda ich, von weittem, viel DamenDames gesehen.

Montag den 8. ⁄ 18.den: des JuniJunij.


Geträumt, wie ich Uriel von Eichen neunmal habe foltern lassen, welcher mir nach dem Leben getrachtet habe, aber niemals etwas habe gestehen wollen.Songè; comme j'aurois fait donner neuf fois,
la question a Vriel Von Eichen lequel auroit attentè contre
ma vie, mais n'auroit jamais rien voulu confesser.


Auf Morgen datirt: an Churfürsten von Saxen geschrieben,
ihm meine lande recommendirende, vndt zu dem
friede gratulirende. EbensoJtem: an Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin,
vndt an den præsidenten, auch an die hertzoginn von
Wirtemberg
kondolierendcondolenter, ebensoJtem: an Schwester Sibylla Elisabeth wegen des Bezoar, ungeachtet ob ich ihn entweder für nichts oder für 400 Taler bekäme.pour le Bezoar
<que ie l'aye, ou pour rien ou pour DalersDal: 400.>


Ich habe die in Venedig gekauften und gefundenen Sachen wieder angesehen, und ich habe bemerkt, dass eine Bettkrone verloren wurde, sodass ich das vergangene Jahr unglücklich gewesen bin, so ungewöhnlich viele Sachen auf meinen Reisen zu verlieren.Hò riguardato alle cose comprate a Venezia,
e trovato, che s'era perso una corona incirca
un letto, si ch'io sono stato malaventurato
l'anno passato, in perder parecchie cose contra
l'usanza solita, ne'miej viaggij.
Fortuna ist unbeständigFortuna
volubilis est
, und man soll sich dieser Fortuna, obschon manchmal groß, nicht sehr überlassenet non bisogna abbandonarsj troppo
in sulla Fortuna, ben che grande, qualche volta
.


heütte hats geregnet, vndt gegen abendt gedonnert,
nach dem es ein par tage, gar heiß gewesen, alhier.


Zeitung daß der printz Thomaß von Savoya, im nehrmah-
ligem treffen, nicht gefangen, sondern noch darvon
kommen seye.

|| [[Handschrift: 299r]]

Dienstag den 9. ⁄ 19.den: des JuniJunij. (in astrologischer Hinsicht) böser/gefährlicher/schädlicher/unglücklicher/unglückseliger Tag


<Thomas Benckendorf zu berechnen, 100 ducaten, für Karl Heinrich von Nostitz und fürpour Carl Heinrich von Nostitz & pour e[...]x>


Schlechten Traum von mir und vonMala jnsomnia di me, & di Fürst Ernst Seliger. usw. usw.perge perge


Nach Orange auch geschrieben, wegen Nostitz wechßel.


Zeitung daß general leutnant Arnheim solle mitt 10 tausendmille Mann, vom Churfürsten
von Saxen
ab, vndt zu den Schweden gefallen sein. Jch
kan mir aber solche metamorphosin noch nicht jmaginjren.


EbensoJtem: daß der König zu Vngarn vndt Böhmen, von
Prag auß, naher Regenspurgk aufgebrochen, die
armada inß feldt zu führen, naher Franckreich zu.


EbensoJtem: das mein vetter, Marggraf hanß Geörge,
von Brandenburg
auch zu Prage wol angekommen.
<Beachte wohlNota Bene> Diese dreyerley zeitungen seindt von Prage gekommen,
vndt werden alhier spargirt.


Irgendeiner hat gestern in einem Gespräch mit meinen Leuten gesagt, dass die Grenzfestungen von Ungarn je so schlecht ausgestattet worden seien wie diesmal, da nicht allein die Befestigungen nicht wieder aufgebaut würden, sondern es auch in mehreren Schlössern kein Pulver gebe, um eine Salve abzufeuern. Wenn der türkische Feind davon unterrichtet wäre und wenn er keinen so heftigen Krieg mit dem Perser am Hals hätte, könnte er uns in hohem Maße Schaden zufügen. Und man nimmt an, dass es unter diesen Kroaten unter deren Kampfmontur steckende türkische Spione gibt, um die Streitkräfte des Christentums dem Sultan zu verraten.Quelqu'un a dit hier, en discourant avec mes gens,
que jamais les places frontieres d'Hongrie, avoyent
estè si mal pourveuës que ceste fois, veu que non
seulement les fortifications ne se rebastissoyent point,
mais aussy en plusieurs chasteaux il n'y avoit pas de
la poudre, pour faire une salve. Sj l'ennemy Turcq
en estoit averty, & qu'il n'auroit une si forte guerre
du Persan, sur les bras, il nous pourroit grandement en-
dommager. Et l'on tient, que parmy ces Croahtes, il
y a sous leur habit, force espions Turcs, pour trahir les
forces de la Chrestientè, au Grand Seigneur.
usw.perge

|| [[Handschrift: 299v]]

Mittwoch den 10. ⁄ 20.den: des JuniJunij.


heütte ist das dritte, vndt letzte Standtrecht,
Alhier, vber den Obersten Cratzen, gehalten worden.


Wegen der 100 kronen, so Nostitzen zu vbermachen,
will des Sollicoffre Factor, 190 Gulden (florenus)f: oder gar 127
ReichsthalerRthlr: in barin spetie haben, vndt alßdann die 100 livres tournois₶:
nach Lion remittiren. Er rechnet die krone, nicht
zu 50 sondern zu 48 stüber, vndt saget, er müße
noch dran verlieren, weil man ihm zu Sankt
gallen
nur 110 kreützer, vor eine krone erlege,
will auch die ReichsthalerRthlr: in barin spetie haben, vndt keine
ducaten zu 2 ReichsthalerRthlr: annehmen, sondern aufs hundert
2 Ducatenducn. haben, wo ich ihm nicht ReichsthalerRthlr: in barin spetie erlege.
Alßdann, will er mir, eine recognition, zu mehrer
meiner versicherung außhändigen, vndt mitt doppel-
ten wechsel: auch avisbriefen versehen.


Der wechselbrief lauttet nach Änderung des zu Änderndenmutatis mutandis Also:
Lob Gott im Jahr 1635Lauß Deo anno 1635 am TageAdj 20. des JuniJunij, Jnn Wien 100 von seinen 60 vorgelegtPraesentatus 100 a sos 60
vff fürweißung diesen vnsern Ersten wexelbrief, wolle
den herren gelieben zu bezahlen, an den Edlen herren, Carll
heinrich von Nostitz, Cronen Einhundert, vmb den werth
sein wir von Jhrer hoch Fürstlichen Gnaden, herrn herrn Fürst Christian
von Anhaltt, Graven von Aßcanien[,] herrn von Bernburg vndt
Zerbst
, alhier contentirt, Thut gute zahlung, laut Mitteilungaviso
Göttlicher allmacht wol bevolen. <Tobias heinrich Zollikoffer vndt Mittverwandte Euer Edlen dinstwillig(st)er>

|| [[Handschrift: 300r]]


Der ander aber also:
Lob Gott im Jahr 1635Lauß Deo anno 1635 am Tageadj 20. des JuniJunij, in Wien vorgelegtPraesentatus von 100 von seinen 60100 a sos 60
vff fürweisung diesen vnsern Andern wexelbrief (so
ferrn der Erste vnbezahlt) wolle dem herren gelieben, zu
bezahlen, an den Edlen herren, Carll heinrich von Nostitz
Cronen Einhundertt, vmb den werth, sein wir von
Jr hoch Fürstlichen Gnaden herren, herren, Fürst Christian von An-
haltt, Graven von Aßcanien, herren von Bernburgk
vndt Zerbst
, alhier contentirt, Thut gute zahlung,
lautt avisen Göttlicher Allmachtt wol bevolen
Tobiaß heinrich Zollikoffer
vndt Mittverwandte Euer Edlen dinstwillig(st)er


Beachte wohlNota Bene An des ersten wexel-
briefs inscription, stunde:
NameNomen
herren Tobiaß hainrich Zollikoffer vndt Mittver-
wandten, Jnn a⁄1d Lyon
Lyon.


An des andern wexelbriefs vberschrifft, stunde:
NameNomen
herren Tobiaß hainrich Zollikoffer, vndt
Mittverwandten, inn
Lyon a⁄2e <Beachte wohlNota Bene 38 Pistolen vndt ½ Gulden (florenus)f: machen die 100 livres tournois₶: nach Lion.>


BeachteNota: Ejnen wexel: vndt avisbrief werde ich heütte
an Nostitzen, eingeschloßen, fortschicken, den andern
aber vber 8 tage, auf daß wenn einer verlohren
würde, der ander doch in Sicherheitin salvo vberkähme.


herr Loẅ, ist diesen Nachmittag auch bey mir gewesen.

|| [[Handschrift: 300v]]


38 pistolen Thomaßen zu berechnen vor Nostitzen.


Jch habe mich gegen dem Obersten Manteüffel, welcher
mich besuchen wollen, endtschuldigen laßen, wegen
vieler obligenden geschäffte.


Beachte wohlNota Bene Eine pistole gilt an itzo alhier zu Wien,
fünf gülden, hiesiges valors, den ReichsthalerRthlr:
zu 1½ Gulden (florenus)f: gerechnett. Zu Leiptzig aber, gilt
eine pistole, nur 3 ReichsthalerRthlr: wehre ejn ½ Gulden (florenus)f:
verlust an einer. Jn Franckreich aber, gelten
Sie noch mehr, nemlich 8 holländische Gulden (florenus)f: vndt ein halben,
auch wol mehr, nach dem das goldt steiget oder fället.
3 ReichsthalerRthlr: zu 50 stüber oder solds gerechnet ieden, machten
nur 7½ holländische Gulden (florenus)f: oder Frantzösjsche Francken, oder
livres, welches alles eins ist.


Beachte wohlNota Bene Michel Rarisch, hat mir einen doppelten
ducaten, vor 5 ThalerThlr: vndt ejne goltstück zu
Gulden (florenus)f: vor 3 ThalerThlr: zugezehlet, vndt mich also
betrogen, schändtlich.


Wann ich zu Paris eine Pistole, wie Sie gänge
vndt gebe ist, zu 170 Stüber, oder 8 Gulden (florenus)f: 10 Stüber (flandrisch burgundische bzw. niederländische Münze)st: alda rechne,
kähmen alda 1000 Pistolen, auf 3400 ReichsthalerRthlr:
ieden zu 50 stüber oder souls gerechnet zu stehen.


Zu Wien die Pistole zu 5 deützsche Gulden (florenus)f: gerechnet,
da der ReichsthalerRthlr: 1½ deutsche Gulden (florenus)f: gilt kähme es auf, 3333 ReichsthalerRthlr: 10 Groscheng:[.]

|| [[Handschrift: 301r]]


Zu Leiptzigk aber kähmen die pistolen, wann man Sie
(wie alda braüchlich) zu 3 ReichsthalerRthlr: rechnet, tausendmille auff 3000 ReichsthalerRthlr:
welches aber ein großer abgang wehre. Nun aber
ist auch zu notiren, daß noch vorm Jahr die pistolen, nemlich Spannische
zu Calais, 9 holländische Gulden (florenus)f: oder Frantzösische Francken, gülden, oder
oder[!] livres galten, vndt ein ReichsthalerRthlr: galt alda 54 soulds, oder stüber.
Zwischen Calais Bouloigne vndt Paris, galten die Patagons, oder
die<creüz> ReichsthalerRthlr: etwaß minder nemlich 52 stüber, dann andere ReichsthalerRthlr
<wollten Sie nicht kennen> vndt nach nach dem, wie es kommtadvenant die pistolen. Zu Paris aber galte nicht
<anders> die pistole vndt ReichsthalerRthlr: wie am vorigen blat gedacht, vndt verzeichnet.


Zu Lion aber wolten Sie nur eine pistole vmb weniger als nemlich
8 Gulden (florenus)f: 8 Stüber (flandrisch burgundische bzw. niederländische Münze)St: nehmen, vndt also vmb 2 stüber minder als zu Paris, Sie gegolten.


Zu Orange aber nahmen Sie eine pistole vmb 8 Gulden (florenus)f: 14 stüber, gar gern,
hingegen war es geringere müntze. Von Paris hehr landt ein-
warts biß nach Marseille, wurden keine ReichsthalerRthlr: oder patagons,
im lande gesehen, biß wir wieder nach Venedig kahmen, wegen der deützschen,
vndt hatten doch verlust daran, weil die Realen von achten,
von achten<oder Spannische Matten>, mehr galten, die doch alhier zu Wien zu weilen
weniger als die ReichsthalerRthlr: <oder doch ihnen gleich> gelten. Auß obgesetztem verzeichnüß
siehet man, wie viel man an vndterscheidt der Müntze-
Sorten verliehren kan, ohne das vfgeldt vndt Aufgeldlagio oder
wechßelgeldt, da dje kaufleütte ejnen raysenden
auch nicht groß zu schonen pflegen, wo man sich bißweilen
selber nicht zu helfen weiß, vndt in die vndterschiedliche lan-
desarten zu schigken. Der Geizige erfordert irgendwann einen Verschwender!Tenax requirit prodigum, aliquando!
Sonst heißt es: Sparsamkeit [ist] eine große Einnahme!Magnum vectigal Parsimonia!f
EbensoItem: Zu spät [ist] die Sparsamkeit am Boden des Fasses!Sera in fundo parsimonia!g

|| [[Handschrift: 301v]]

Donnerstag den 11. ⁄ 21.den: des JuniJunij.


Herr Geyer erzählte mir unlängst, dass als in Österreich das Feuer sich irgendeines Hauses bemächtigte, musste der Herr für den schuldigen Bediensteten den gesamten Schaden bezahlen, bezüglich eines Fürsten aus Florenz, dessen Koch versehentlich das Stadtviertel seines Herrn in einer Stadt von Österreich in Brand gesteckt und 18 Häuser vernichtet habe in Abwesenheit des Fürsten, Bruder des Großherzogs, und dass es dennoch nötig wäre, dass dieser Fürst den ganzen durch den Koch verursachten Schaden aus seinem Vermögen bezahlte, weil dieser Koch kein Geld hatte, um solche große Auslagen zu erstatten. Dieses Gesetz ist ein wenig hart und manchmal undurchführbar.Seigneur Geyer, me conta dernierement que quand en Austriche le
feu se prennoit a quelque mayson, il falloit que le
maître payast pour le serviteur coulpable tout le damn, a
propos d'un Prince de Florence, du quel un cuysinier
par mesgarde auroit mis le feu au quartier de son
maître en une ville d'Austriche, & consumè 18 maysons,
en l'absence du Prince, frere du Grand Duc, & qu'il
faudroit neantmoins, que ce Prince payast du sien pro-
pre tout le dommage causè par le cuysinier, puis que ce cuy-
sinier n'avoit de quoy <pour> restituer tels grands fraix.
Ceste loy est un peu rude, & par fois impratticable.


Beachte wohl, beachte wohl, beachte wohl [die] Eingebung von dieser Nacht, dass ich nicht genug die Bedeutung des Traumes vom Samstag, [dem] 30. Mai / 9. Juni geschätzt habe, weil ich hinzufügen musste, dass zum Schluss nach allen diesen schönen Erscheinungen - beachte wohl - der schöne Baum vertrocknete, das Geäst und Laub verlor [und] ganz dürr wurde, und ich bin dort dermaßen mit dem Körper und dem Kopf festgemacht gewesen, dass ich mich nicht davon lösen gekonnt habe, und ein Grab damit geschaffen wurde, dass mich dann die Engel so in dem Sarg tot liegend begleitet haben, und dies fand plötzlich statt. Ich erinnere mich nicht gut daran, und trotzdem erinnere ich mich irgendwie daran, wie es in Träumen und allezeit pflegt, oberflächlich zu geschehen, dass unser Gedächtnis uns schmeichelt und lieber akzeptiert, was uns gefällt und was uns in dieser als keiner anderen Welt angenehm ist. Gott wird die wahre Zeit des Lebens und des Sterbens kennen, ihm übertragen wir das und vertrauen uns damit geduldig seinem allerheiligsten Segen an. Beachte wohl: Als ich plötzlich mit dem Baum starb, ist (schien mir) der schwarze Hut in eine Kappe oder [ein] blutrotes Käpplein verwandelt gewesen, d. h. eine Wunde am Kopf wird mich vielleicht töten sollen.Nota Bene Nota Bene Nota Bene Jnfluenza dj qesta notte, ch'jo non harej assaj pesato l'im-
portanza del sogno del Sabbatho 30. May ⁄ 9. Junij: poj ch'io doveva
aggiungere, ch'in fine, dopò tutte queste belle appararenze,
<Nota Bene> il bel arbore si seccò <perse lj ramj, e le foglie>, si rese avido, ed io vi fuj talmente
attaccato co'l corpo e con la teste<a> ch'io non potettj
sciolgermene, e ne fù fatto una tomba, si che poj glj An-
gelj m'accompagnarono <così nella arca giacente morto>, e questo fù <jn un> subito. Non me ne ri-
cordo bene, e pur me ne ricordo, in qualche maniera, come
suol avenire <superficialmente> ne sognj e sempre, che la nostra memoria ac-
cetta più volentierj, e ci lusingha, in quello, che cj piace
e che c'è grato in qesto mondo, che non altro. Jddio saprà il
vero tempo del vivere e del morire, a luj lo commettiamo, || [[Handschrift: 302r]]
e ce ne rimettiamo al suo santissimo beneplacito, pacientemente.
<Nota Bene Subito morendo co'l arbore, il cappello nero fù (mj parse) cambiato in una callotta o cäplein rosso sanguigno, cioè una ferita nella testa, <forse> dovrà uccidermj.>


Der Oberste Manteüffel, ist mein gast zu Mittage gewesen,
wie auch der hofmeister hahn, des Marggrafen zu Brandenburg
vndt haben allerley gute sachen, mitteinander gesprachet. et cetera

Freitag den 12. ⁄ 22. des JuniJunij.


<Beachte wohl, beachte wohlNota Bene Nota Bene> TraumSomnium diesen Morgen wie ich zu meinem kleinen Erdtmann
gesagt<kommen>, alß wir vber landt gefahren, vndt er auf einer
andern kutzsche geseßen, aber mitt einer Magdt abgestiegen,
ich auch von Meiner kutzsche abgeseßen, (weil etwas am
rade wieder zu machen gewesen) Meine gemahlin aber
war auf meiner kutzsche sitzen blieben, vndt ich hette ihn
gefragt: Willstu mitt vetter Fritz (denn also hette er
kindlichpueriliter vette Fitz, meinen bruder genennet, vndt
immer von ihm geschwatzt) ins Niederlandt ziehen. Das
kindt hette ia gesagt, vndt in dem will ich ihm wieder auf
seine<meine> kutzsche helfen<von der seinigen herunder helfen weil er Fürwitzig war, vnd bey vns sizen wollen,>, vndt faße ihn bey dem rechten arm,
ihn also hinauf<herundter> zu heben, vermeinende seine magd hielte
ihn feste auf der andern seitten, So leßet Sie ihn gehen, vndt wirdt
darüber dem kinde der leib zu schwehr, vndt verrückt sich den
arm, wirdt darüber gantz Todtbleich, vndt siehet einem
sterbenden ähnlich. Die Zeit wird zeigenTempus demonstrabit was diesem Traumsomnio zu
attribuiren, Gott wende gnädig Unglück abDeus clementer avertat jnfortunia.


Beachte wohl, beachte wohl, beachte wohl: Ich erinnere mich noch an den Traum vom 30. Mai / 9. Juni, den ich zu Beginn gehabt hatte, als ich so an den Baum angelehnt war in dem grünen Gewand, kein Haar auf dem Kopf, aber einen weißen Verband oberhalb der Stirn wie ein Verletzter, und eine rote Kappe auf dem Kopf, ganz bluttriefend, aber andere haben geglaubt,- beachte wohl - dass es ein Diadem wäre, und ich glänzte sehr in dem Angesicht (in dieser Miniatur) durch die schöne weiße und blutige Farbe, und die blonden Haare von beiden Seiten das ganze Aussehen sehr erstrahlend, und oberhalb der Kappe stand diese Aufschrift mit vergoldeten Buchstaben: Der Behütete, und auf der Seite die Engel, und gegenüber von mir standen viel Leute, die es nicht gewagt haben, sich allzuviel zu nähern. Aber als danach die Abbildung sich in Wirklichkeit verwandelte, schien mir, dass das grüne Gewand mir am Ende dennoch geblieben ist, aber nicht das Diadem, und dass ich am Ende auf dem Kopf einen schwarzen Hut gehabt hätte etc., und dann geschehen wäre geschehen, was ich gestern geschrieben habe.Nota Bene Nota Bene Nota Bene[:] Mi ricordo ancora del sogno del 30. Maggio: ⁄ 9. Giugno: ch'io havessi ha-
vuto al principio, essendo così appoggiato all'arbore, nel habito verde, non
un capello in testa, mà una ligatura bianca sopra la fronte, come || [[Handschrift: 302v]]
un ferito, et una callotta rossa in testa <tutta <in>sangujnata>, ma altrj credettero
<Nota Bene> che fosse un Diadema, ed jo risplendeva molto nella faccia,
(in quella miniatura) per il bel colore bianco e sanguigno, e
li capellj biondj da <ambe le> bande, molto risplendendo tutta la
faccia, e sopra la callotta stava quel iscritto <con lettere indorate>: Jl custodito:
<et da banda glj Angelj e dirimpetto dj me stava molta gente che non osò troppo approssimarsj.>
Mà dipoj cambiandosj la figura in realtà, mj parse, che
pur il l'habito verde <sulla fine> mj restò, mà non il Diadema, e
ch'io havessi havuto sulla fine <in testa> un cappello nero, &cetera
e poj fosse avenuto quel ch'jo scrissi hierj.


Beachte wohl "Der getreue Hirte" sagt:Nota Bene Jl Pastor Fido dice: Zeitgenössische Übersetzung übernommen von Statius Ackermann, S. 52: "Es seyn in warheit die Treume mehr ein vergeblicher Schein vnserer Hoffnung/ als desjenigen so zukünfftig ist/ Ja sie seyn nur Vorbilde des Tages/ so von dem Schatten der Nacht zerstümmelt und vernichtiget werden."Son veramente j sognj,
Delle nostre speranze;
Più che dell'avenir vane sembianze,
Jmmaginj del dj guaste et corrotte,
Dall'ombre della notte.
h


Aber dennochMà pur, keine Regel ohne Ausnahmenulla regula sine exceptione. Denn derselbe sagt ein anderes Mal etwas später, dem oben genannten antwortend:Perche il medesimo
dice un altra volta, poco dapoj, rispondendo al sudetto:

Zeitgenössische Übersetzung übernommen von Statius Ackermann, S. 52: "Die Seele ist nicht allezeit mit den Sinnen entschlaffen/ ja sie ist desto mehr wach/ je weniger sie zu der Zeit/ da sie schläfft/ von den betrieglichen Vorbildungen der Sinnen verführet vnnd verhindert wird."Non è sempre co'sensj l'anima addormentata,
Anzi tanto è più desta, quanto men traviata,
Dalle fallacj forme, Del senso all'hor ch'e'dorme.
i


Jn der Schrifft stehet auch: Narren verlaßen sich auff
Traẅme
. Aber wenn die Traẅme von Gott, vndt nicht
auß vns selbst hehrfließen, seindt sie billich hoch zu achten,
vndt bey leibe nicht zu verwerfen, wie Danielis, Josephs, Ja-
cobs
, vndt anderer frommen leütte, heylige Traẅme, gewesen.

|| [[Handschrift: 303r]]


Die unsterbliche Seele ist der Geist aus dem Mund Gottes.Anima immortalis, est spiraculum ex ore Dej. Die-
selbige agirt jmmerzu, wenn wir gleich schlafen, vndt kan
vnß Gott endtweder mittelbarmediate durch dieselbige, oder
sonsten unmittelbar, durch den Atem seines Mundes, den Heiligen Geistjmmediate; per Spiritum oris eius, Spiritum Sanctum,
heylige vndt Göttliche gedancken, wir wachen oder schlafen,
jnfundiren laßen. Aber hingegen, muß auch, das aufnehmende Gefäßvas recj-
piens
, des irrdischen cörpers, vndt <der> sensualiteten, nicht
allzu perturbirt, vndt vnreine sein, damitt die Göttlichen
Eingüsseinfusa in vns desto beßer wircken mögen, vndt wir
durch impuriteten, vndt gleichsam <durch> einen verpesteten Kanalinfectu<a>m canalj<e>m
die Göttliche reinigkeitt vndt gnade nicht von vnß
stoßen, den heiligen Geist, vndt die heiligen reinen geisterlein,
die lieben Engel nicht betrüben, oder sonsten (wie gesagt)
durch einen inficirten heßlichen canal, der Jrrdischen
bösen gedancken, <Fleisches> lust, vndt vnsauberkeitt, die <Schönen> Verrichtungen des Geistesfunctiones
animæ
, nicht verhindern. Gebet, Sittenreinheit, ein maßvolles LebenOratio, castitas, tempera-
ta vita
, seindt gute waffen, zu solchem Göttlichem wandel.
Glaube ohne Taten ist tot. Deshalb widerstehe und enthalte dich.Fides sine operibus est mortua. Ergo; Sustine & abstine.


Vormittags, etwaß vmb die Stadt spatziren gefahren,
mitt Geyers vettern seiner kutzsche.


Beachte wohl, beachte wohl, beachte wohlNota Bene Nota Bene Nota Bene Ich habe mich auch erinnert, [dass] ich, als ich mit Fürst Friedrich im Jahr 1633 von Bremen an der Weser (nach Delft) reiste, einen bemerkenswerten Traum hatte, dass ich zum Prinzen von Oranien gehen und dort sein gutes Glück vor Rheinberg sehen musste, darauf gerade in Polen die Moskowiter siegen sehen und danach die Türken, und das alles würde beendet sein, wenn man den 30. Januar 1635 schreiben würde. Aber ich musste diesen Traum vergessen und diesen keineswegs ausführen, um das gute Glück in Polen nicht zu erlangen, um mich lange Zeit danach mit sehr großem Bedauern und Kummer daran zu erinnern, so ein sehr großes außergewöhnliches Glück ungenutzt gelassen und gering geschätzt zu haben, für dasselbe ich im Jahr zuvor 1632 eine so gefährliche Reise nach Polen unternommen hatte.Je me suis aussy ressouvenu, comme j'allois avec Fürst Friedrich
l'an 1633 de Bremen sur la Weser, (vers Delfziel) i'eus
un remarquable songe, que je devois aller vers le Prince d'Orange &
y voir sa bonne fortune, devant Rhynberck, puis droit en
Poulogne voir veincre les Moscovites, & apres les Turcs, & tout
cela seroit achevè lors qu'on escriroit le 30.me. Janvier, 1635. Mais || [[Handschrift: 303v]]
il me falloit alors oubljer ce songe, & ne l'effectuer en
aulcune façon, pour n'acquerir la bonne fortune en Poulogne
afin de m'en ressouvenir long temps apres, avec gran-
dissime regret & crevecœur, ayant ainsy negligè &
mesprisè une si grande fortune extraordinaire, pour
laquelle mesmes, j'avois entreprins l'annèe aupara-
vant, un sj dangereux voyage 1632 en la Pouloigne.


Das Schicksal kann man voraussehen, [aber] nicht vermeiden, wenn es schlecht ausgeht. Wenn es aber einen glücklichen Verlauf nimmt, dann entzieht es sich ohne unseren Willen oft unseren Händen. Plage bringt ErkenntnisFata possunt præviderj, non evitarj, si male
cedunt, sin vero fausta eveniunt; tunc sæpius
e manibus nostris, cjr<t>ra voluntatem <nostram> aufugiunt.
Vexatio dat jntellectum
, aber viel zu spät, wissen die Phrygersed nimis sero sapiunt Phrygesj[.]


Vorn ist die Gelegenheit behaart! hinten ist sie kahl!Fronte cappillata est! posthæc occasio calva!k


Der getreue Hirte sagtJl Pastor Fido dice: Zeitgenössische Übersetzung übernommen von Statius Ackermann, S. 111: "es hat zwar das Glück sehr grosse Macht/ vnd die Welt nennets nicht vnrecht eine gewaltige Göttin/ aber man mus ihm auch entgegen gehen/ es liebkosen/ vnnd ihr die Bahne ebnen/ die Faulen werden gar selten glückselig seyn."Hà ben ella (la Fortuna) gran forza,
e non la chiama possente Dea, senza ragione il mondo,
Mà bisogna jncontrarla e far le vezzi spianandole
il sentiero! J neghittosj saran dj rado fortunatj maj!
l


Diese Gedanken machen mich fast rasend, dass ich in 15 Jahren und länger für meine Ehre und ansehnlichen Gewinn nicht ein einziges wirkliches Glück habe packen können. Es wäre besser, hunderttausendmal zu sterben, oh Gott[!]Ces pensèes me font quasj enrager, qu'en 15 ans
& davantage, je n'ay sceu attrapper aucune
vraye fortune, pour mon honneur, & profit honorab[le.]
Jl vaudroit mieux mourir cent mille fois, oh Dieu[!]


Der alte Johann Löw nimbt auch die hofsitten, an sich, daß er sich
immerzu endtschuldiget, wenn er soll zu mir kommen, mitt
nichtswerdigen Entschuldigungenexcuses, vndt helt nicht, was er ver-
sprichtt, welches der gravitet, eines alten Manns schändt- || [[Handschrift: 304r]]
lich anstehett. Solche leütte, welche so vjelen herren die-
nen, vndt nur geldt einnehmen wollen, vndt njchts verrich-
ten, verdienen ihr brodt mitt sünden, vndt es kan ihnen
nicht gedeyen, noch den ihrigen, wol bekommen.


heütte diesen abendt, habe ich ein gedrucktes exemplar
des friedenschlußes, zwischen Kayßerlicher Mayestät vndt dem
Churfürsten zu Saxen, (den 30. May, dieses itztlauffenden
1635. Jahres, <zu Prag> vollnzogen) alhier zu Wien, gedruckt
bekommen. Jst also vnnöhtig daßelbige, weil es publicjrt
es, ist, alhier schriftlich zu wiederholen. Die neben-
vergleich aber, wegen Schlesien, vndt der Laußnjtz, ebensoJtem:
wegen etzlicher excipirten persohnen, auß der StraferlassAmnistia
kan man noch nicht zu sehen bekommen. Es heißt aber:
Handle recht, scheue niemanden.Recte faciendo, neminem timeas.

Samstag den 13. ⁄ 23. des JuniJunij.


herr Löw ist bey mir gewesen, mit Entschuldigungen und Beteuerungenavec excuses, & protestations. et cetera


heütte ist der Geistliche,<welsche Fendrich> so falsch gemüntzet, vndt
dem Obersten Cratz auß der gefängnüß geholfen
gehabt, (welcher aber in Vngern, wieder ertapt worden)
gerichtett worden, vndt ob er schon verbrennet hat
sollen werden, haben ihn doch Jhre Mayestät mitt dem
Schwert begnadigen laßen. <Er soll andere Mordtthaten auch begangen haben et cetera[.] die>


Ein ander vbelthäter<mittconsorte Cratzens diener> hat auch sollen justificirt werden,
er ist aber erbehten, vndt nacher Rab in Vngern, auf 10 Jahr,
in eysen zu arbeitten, condemnirt worden.

|| [[Handschrift: 304v]]


Der dennemärkische Abgeordnete, Friederich Günther, hat sich
erkundigen laßen, durch Löben, wenn mirs würde ge-
legen sein, ihm eine stunde zu ernennen, auf Morgen oder vber-
morgen, So habe ich ihm, Morgen den Nachmittag, vmb 2 vhr,
vorgeschlagen, welches weil er heütte, bey dem bischoff
von Wirtzburgk
, abschiedt zu nehmen.


Vormittags vmb die Stadt spatziren gefahren,
auf des Meckelburgischen agenten Pistorij kutzschwagen.


Man sagt, der Oberste Cratz, werde Vergebungperdon er-
langen, weil er viel freünde alhier, am Kayßerlichen
hoff hatt, sich auch wieder Catohlisch bekennet, vndt
nur auß forcht des Fridländers, seye außgetretten,
Sein sohn auch beym Churfürsten von Bayern, ihm solle
Vergebungperdon zu wege gebracht haben. Die Zeit wird es zeigen.Tempus demonstrabit.


Zeitung daß der König in Vngern, von Prag nacher Pilsen aufgebrochen, zu welchem
bey Eger, etzliche Regimenter Churfürstlich Sächsisches volcks stoßen, vndt ins
Reich, wieder die Friedensstörerturbatores pacis, ziehen werden. Die belägerung
vor Vlm, soll aufgehaben[!] sejn, weil Sie sich zum frieden ac-
commodiren
wollen. Oberster Fernamont soll albereitt den
paß nach Voltolina erobert, Bormio eingenommen, vndt
daselbst, 10 compagnien Frantzosen, gäntzlich rujnirt, vndt zerschlagen
haben. Die Spannischen, haben durch ein Kriegsliststratagema dem
Frantzosen, eine vornehme, vndt gleichsamb vnüberwindt-
liche Festung Occam genandt, abgenommen, entgegen hat der
Printz Tomaso am volck vndt Stügken von den Frantzosen, || [[Handschrift: 305r]]
vndt Holländern, so sich conjungirt, schaden erlitten, der hertzog
von Lottringen
hat Besançon eingenommen, vndt des Frantzösischen
Obersten Degenfeldts Regiment, gantz ruinirt, des hertzogs
volck 76 compagnien zu roß, vndt 65 compagnien zu fuß starck, streifen
in Burgundt biß an Digion vndt an die Lionische frontiren,
vndt thun alle kleine Städtlein vndt dörfer außplündern, vndt
machen hiedurch große forcht in Franckreich, die in Böhmen,
vndt Schlesien, ljegende Regimenter, werden auch in das
Reich geführt. heütte auf den abendt, soll die Königinn
anhero kommen, auf den Montag, Jhre Mayestät die Kayserinn, sampt
den 2 Kayßerlichen Princeßinnen, am Mittwoch aber, Jhre Mayestät der
Römische Kayser, sampt dero hochfürstlichen herren Sohn, Ertzhertzog Leopoldt
Wilhelm
, Allerley Vorbereitungenpræparatoria zur Chur Bayerischen hochzeitt
zu machen, darzu sich auch andere herren vndt Edelleutecavaglierj, (welche nit
allein ein Ringel: vndt quintanarennen, sondern auch ein fußThurnier
(wie verlautt) halten werden, stadtlich außrüsten thun. EbensoJtem: daß am
verschinenen dinst: oder Erichtag, der Oberste Teüfel, mitt dem von
Churfürsten von Saxen, gantz verfertigt: vndt vndterschriebenem Friedens-
Schluß
, so dem König nacher Prag, itztgedachter Churfürst jnsinuj-
ren
laßen, seye ankommen, vndt damitt nacher Baden postirt,
Jhrer Kayserlichen Mayestät solchem allervndterthenigst zu vberreichen, so
auch hernachmalß, in druck, aufgelegt worden.


Ich bin ein wenig nachdenklich über die Mannigfaltigkeit der Wechsel des unsteten Glücks am Beispiel von vielen geworden, die lange Jahre wie große Bäume herangewachsen sind und in einer Stunde ausgerissen worden sind, wieJ'ay un peu estè pensif, sur la varietè des changements de la For-
tune jnconstante en l'exemple de plusieurs quj ont creu longues annèes
comme de Grands arbres, & ont estè extirpèz en une heure, comme
:
Der glückliche Polykrates, Tyrann der Samoer, am Ende seines Lebens gekreuzigt.Le Fortunè Polycrates Samiorum Tyrannus, crucifiè a<sur> la fin de sa vie.
Der Kaiser Valerian, der dem König Schapur von Persien als Trittbrett diente.L'Empereur Valentinian servant de marchepièd a Sapor Roy de Perse.
Sultan Bayezid, in einen Käfig gesteckt und gefüttert wie ein Hund durch Tamerlan.Bajazeth Grand Turc, mis en une cage, & repeu comme chien, par Tamerlan.
<[...]u [...] [...]r [...]ie,>

Die Könige von Juda, Jojachin und Zidkija, als Gefangene nach Babylon geführt.Les Roys de Juda Joachin & Zedekias, menèz captifs a Babylonne. || [[Handschrift: 305v]]
Der Kaiser Heinrich IV., nachdem er ruhmreich geherrscht und mehr Schlachten auf freiem Feld als Julius Cäsar geschlagen hatte, wurde am Ende elendiglich seiner Kronen beraubt und durch seinen Sohn ergriffen, um im Gefängnis schändlich zu sterben.L'Empereur Henry 4.me: apres avoir glorieusement regnè, & donnè
plus des battailles que Jules Cæsar, en rase campagne, fut
en fin miserablement despouillè des ses Couronnes, & prins par son
fils, afin de mourir en prison, ignominieusement.

Ludovico Sforza, Herzog von Mailand, was für ein Schicksal er in Italien hatte, als er der Schrecken aller seiner Feinde, großen und kleinen, war, bis in seinem Alter das Glück ihm plötzlich den Rücken zuwandte, bis er von seinen eigenen ergriffen und den Franzosen ausgeliefert wurde, um in einem engen und ärgerlichen langdauernden Gefängnis schändlich zu sterben.Louys Sforza Duc de Milan, quelle fortune eust il en Jtalie,
estant la frayeur de tous ses ennemis grands & petits, jusques
a ce qu'en sa vieillesse la fortune luy tourna tout a coup le
dos, qu'il fut prins des siens propres, & livrè aux françois,
pour mourrir en une estroitte, & ennuyeuse <longue> prison, ignominieusement[.]

Der Kaiser von Konstantinopel, Konstantin VII., der letzte von diesen, hat die Unbeständigkeit des Glücks wohl empfunden, als er seine Hauptstadt, sein Leben und sein Reich alles zusammen verlor, um seine Kinder und Güter und alles, was ihm übrig blieb, dem Raub und der Tyrannei der türkischen Barbaren zu überlassen.L'Empereur de Constantinople Constantin VII. le dernier d'iceux, a bien
esprouvè l'instabilitè de la Fortune, perdant sa ville capitale, sa
vie, & son Empire tout ensemble, pour laisser ses enfants & biens,
& tout ce quj luy restoit, a la proye & tyrannie des barbares Turcs.

Der Großfürst von dieser ausgedehnten Provinz von Moskovien, Schuiski, hat wohl auch die Unbeständigkeit des menschlichen Glückes in unserer Zeit erfahren, gestorben im Gefängnis in Polen, nachdem er den Ruin seines Landes und seiner mit Feuer und Blut verwüsteten Hauptstadt gesehen hatte und nachdem er als Gefangener seiner eigenen Leute mit seinem Bruder Demetrius an seinen Feind ausgeliefert worden war.Le Grand Prince, de ceste vaste Province de Moscovie,
Suisky, a bien aussy esprouvè de nostre temps, l'jnstabilitè
de la Fortune humaine, mort en prison, en Pouloigne, a-
pres avoir veu la ruine de son pays & de sa ville capitale,
mise a feu & a sang, & luy captif de ses propres gens, livrè a
son ennemy, avec son frere Demetrius.
&cetera
Friedrich V. Pfalzgraf bei Rhein, nachdem er sich das Gut eines anderen widerrechtlich angeeignet und sich seinem rechtmäßigen Kriegsherr und Oberhaupt widersetzt hatte, hat nicht nur sein neu errungenes Königreich, sondern auch sein Kurfürstentum und seine eigenen Erblande verloren; statt ein mächtiger Fürst zuvor in großem Ansehen bei seinen Freunden und Feindseligen gewesen zu sein, ist [er] genötigt worden, 12 Jahre mit all den Seinen im Exil zu leben und schließlich an der Pest zu sterben, als er gedachte, sich erst 2½ Jahre her mit Gewalt in sein Kurfürstentum wieder einzusetzen.Frideric V. Conte Palatin du Rhyn, apres avoir usurpè le
bien d'autruy, & s'estre opposè a son legitime chef & superieur,
n'a non seulement perdu son Royaume nouvellement conquis, mais
aussy son Electorat, & ses propres terres E hereditaires,
au lieu d'avoir estè, un puissant Prince auparavant,
en grande authoritè près de ses amis & malvueillants,
a estè contraint de vivre 12 annèes en exil, avec tous les
siens, & de mourir en fin de la peste, comme il pensoit de<a> se
remettre par force en son Electorat, n'y a que 2½ ans.

|| [[Handschrift: 306r]]


Solche alten und neuzeitlichen Beispiele könnten unendlich erwähnt werden, aber es ist nicht meine Absicht, über diesen Stoff ein Buch zu schreiben. Es genügt, eine kleine Sammlung meiner nachmittäglichen Gedanken zu diesem Thema angelegt zu haben, um den zu Ehrgeizigen als Anleitung dienen zu können, wenn so viele Beispiele nicht dazu bewegen konnten, ihren weitgehenden Ehrgeiz zu beschränken und nicht alles unüberlegt zu unternehmen, was diesen über die Maßen schmeichelt, müssten sich zumindest ganz allein vor dem das vergangene Jahr geschehenem Beispiel des Herzogs von Friedland grauen, welcher sich nicht zufrieden gebend mit derart unverhofftem Glück, das er durch die Gnade Gottes und seines guten Herrn, Ihrer Kaiserlichen Majestät, unseres Herrn, jenseits seiner Stufe und Lage und seinen unermüdlichen Ehrgeiz übertretend mit so viel Gutartigkeit erhalten hatte, bis zum Vergessen seines eigentlichen Herren und landesfürstlichen Wohltäters, von dem er alles hatte, was er erworben hatte und an Ruhm, an Reichtum und an Ehre geblieben, [bis er] schließlich die Rechnung für seine abscheuliche außerordentliche und ganz unerhörte Undankbarkeit bezahlt hat, um denjenigen als Belehrung zu dienen, die ihren gewaltigen Hochmut als Führer haben werden und sich so bewegen lassen werden, dass sie mit Schande und ewiger Ehrlosigkeit ihren eigentlichen Herrn vergessen können. Man muss daher selbst den Heiden bei diesem Thema glauben, die vor solchen Sachen Abscheu gehabt haben, und mit Vergil sagenDe tels exemples anciens & modernes s'en pourroyent produire
une jnfinitè, mais mon scope n'est pas, d'escrire un livre de
ceste matiere. Il suffit d'avoir fait un petit recueil de mes pensèes
pomeridiennes, sur ce sujet, afin de pouvoir servir d'instruction
aux trop ambitieux, lesquels si tant d'exemples ne pou-
voyent esmouvoir a borner leur vaste ambition, & a
n'entreprendre a tort ou a travers, tout ce quj les flatte
outre mesure, devroyent avoir au moins horreur de
l'exemple tout seul arrivè l'annèe passèe, du Duc de
Fridlande
, lequel ne se contentant pas, de tant d'ines-
perèe fortune, qu'il avoit obtenuë par la grace de Dieu,
& de son bon maistre Sa Majestè Jmperiale nostre Sire,
avec tant de benignitè, outre son degrè & condition, & des-
bordant son ambition insatiable, jusques a oublier son
propre maistre & souverain bienfacteur, dont il tenoit
tout ce qu'il avoit acquis & en gloire, & en richesse & en
honneurs desmesurèz, a en fin payè le loyer de son ingra-
titude detestable <extraordinaire>, & du tout inouÿe, afin de servir
d'instruction a ceux, quj auront pour gujde, leur vaste
orgueil, & s'en lairront[!] tellement transporter, que de pouvoir
oublier leur propre maistre, avec honte & infamie
perpetuelle. Jl faut donc croyre mesme aux payens, en
ce sujet, quj ont eu en horreur telles choses, & dire avec Virgile
:
Lernt, durch mich gewarnt, Gerechtigkeit zu üben und nicht zu missachten die Götter!Discite Justitiam monitj, nec temnere Divos!n


Jetzt, als ich dies schreibe, erfahre ich einen schönen Streich, den einer unserer Bediensteten mir mit meinen Briefen spielt, indem er die Ankunft derjenigen vom Mittwoch leugnet.Maintenant comme j'escris cecy, j'entends un beau tour, qu'un de nos
serviteurs, me fait avec mes lettres; niant l'arrivèe de celles du Mercredy.

|| [[Handschrift: 306v]]

Sonntag den 14. ⁄ 24. des JuniJunij.

<heütte ists 10 wochen, daß ich von hause weg bin.>


Weil ich keine schreiben bekommen, die ich doch numehr, ein
par Posten hehr erwartett, fange ich an, allerley zu
suspiciren, vndt habe laßen, ein<en> extract aller meiner
entpfangenen, vndt abgangenen schreiben aufsetzen,
durch Thomas Benckendorf[.] Entweder gut man misstraut mir ohne Grund und das kommt von höchsten Orten, oder es gibt irgendeine Bosheit von einer bestimmten Person, welche entgegen ihrer Pflicht im trüben Wasser fischen will. Ich hoffe, dass Gott all das Unrecht aufdecken wird, das mir geschieht.Ou bien l'on se desfie de moy sans ray-
son & cela vient des lieux eminents, s ou <bien> il y a
quelque meschancetè d'une personne particuliere,
<Beachte wohlNota Bene Johann Löw>
laquelle veut pescher, contre son devoir, dans l'eau trouble.
J'espere que Dieu descouvrira tous les torts, quj m'arrivent.


heütte ist alhier zu Wien, Sankt Johannisfest, neuen Stils [Gregorianischen Kalenders]novj stylj.


Jch habe heütte außfahren wollen, So ist mir numehr zum
dritten mahl, Geyers vettern kutzsche, wieder
zusage, außen blieben. Jch habe auch des neẅen
dennemärckischen abgeordneten, den gantzen Nachmit-
tag, entgegen dem Versprechencontre promesse vergebens erwartett.


Es scheint, dass der alte Johann Löw mir heimlich Schlechtes wolle, weiß nicht, weshalb? Denn er bereitet mir mehrere Kränkungen, obleich ich ihn über seinen Verdienst ehre.Jl semble que le vieil Johann Löw me vueille secrettement
du mal, ne scay pourquoy? car il me fait plusieurs
affronts, encores que je l'honnore outre son merite.

Montag den 15. ⁄ 25.den: des JuniJunij.


Gestern abendt, raüften sich ihrer zweene vor Mei-
nem fenster, gemeine bursche.


Diese Nacht, hat sich einer <weibspersohn> alhier zu todt gefallen.
Es soll fast alle Tage dergleichen Fällecasus sich alhier zutragen.

|| [[Handschrift: 307r]]


Nachmittags vmb 4 vhr, ist der königlich dennemärkische abgeordne-
te, Friederich Günther, zu mir kommen, vndt hatt allerley mitt
mir, gespracht. Es scheint, dass er viel Geist hat. Aber er missbilligt die Art und Weise des Kurfürsten von Sachsen, den Frieden so einfach zu schließen, da er befürchtet, dass die anderen sich darüber ärgern und zu den aussichtslosen Beratungen kommen, insbesondere diejenigen, die fürchten, von der Straffreiheit ausgeschlossen zu sein, und dass man berechtigterweise die Kurfürsten, Fürsten und Stände hätte zusammenrufen müssen usw. So würde das Feuer wie zwangsweise an den ausländischen Mächten haftend noch mehr auflodern können. Ich habe für die Ehre Ihrer Kaiserlichen Majestät, unsers Herrn, dagegen gestritten. Er sagte auch, dass der Türke mit dem Perser Frieden gemacht habe und wegen der Anstiftung des Königs von Frankreich mächtig gegen Ungarn ziehen würde.Jl semble qu'il ait beaucoup d'esprit.
Mais il desapprouve la maniere de l'Electeur de Saxe,
a faire la paix ainsy nuëment, craignant que les autres
ne s'en faschent, & n'en viennent a des conseils desesperèz,
en particulier ceux quj craignent estre en<exclus de> l'amnistie,
et qu'on eust deu convoquer legitimement les Electeurs[,]
Princes, et Estats, &cetera[.] Ainsy le feu pourroit s'embraser davantage
en adherant <comme> par force aux puissances estrangeres.
J'ay disputè a l'encontre, pour l'honneur de Sa Majes
Jmperiale
nostre Sire. Jl dit aussy que le Turc fay-
soit la paix avec le Persan, & viendroit puissamment
contre l'Hongrie, par les incitations du Roy de France.


[Er] beklagt sich, dass man nicht den durch den König von Dänemark gebahnten Weg fortgesetzt hat, welchem der Kaiser versprochen habe, in Bamberg einen Reichstag einzuberufen, wo man die Friedensverträge auf bessere Art und Weise und mit reiflicherem Rat hätte besser diskutieren und abschließen könnenSe plaint, qu'on n'a poursuivy, le chemin frayè par le
Roy de Dennemark auquel l'Empereur av<ur>oit donnè promesse,
de convoquer une Diete a Bamberg, la ou on eust
peu deliberer & conclurre les traittèz de paix, avec meil-
leure maniere, & meur conseil
etcetera[.] EbensoJtem: Dass der Kurfürst von Sachsen jetzt nur 14 tausend Pferde und insgesamt 6 tausend [Mann] zu Fuß habe, die er nicht mit der Infanterie abdecken kann. Dass die Armee der Franzosen und Holländer sich dort an der Mosel verbunden habe, 50 tausend Mann stark, und dass man sagt, dass sie Brüssel usw. eingenommen haben und dass sie Antwerpen belagern werden. Es scheint, dass er ein guter Freund von Oxenstierna sei, und obgleich er mit mir das schwedische Vorgehen tadelt, so scheint es, dass er ihnen gegenüber eine heimliche Zuneigung trägt.Que l'Electeur
de Saxe, n'a maintenant, que 14 mille chevaux, & 6 mille de pied,
en tout, qu'il ne peut recouvrir de l'jnfanterie.
Que l'armèe des françois, & Hollandois, s'est conjoincte
au de là de la Meuse, forte de 50 mille hommes, & que l'on
dict, qu'ils ayent prins Brüsselles, &cetera & qu'ils assie-
geront, Anvers. Jl semble, qu'il soyt bon amy de Oxenstern, || [[Handschrift: 307v]]
& encores qu'il blasme avec moy, les procedures Swedoyses,
si est ce, qu'jl semble, qu'il leur porte une affection secrete.


Es ist schwierig, alle im Diskurs zufrieden zu stellen!Jl est difficile de contenter en discours, tout le monde!


Er sagte auch, dass die Liga überhaupt keine Armee mehr auf den Beinen habe, da der Kurfürst Herzog von Bayern darauf die Mehrheit seiner Truppen dem Kaiser unterstellt habe.Jl Disoit aussy, que la ligue n'avoit plus aulcune armèe sur les
pieds, puis que le <Electeur> Duc de Bavière auroit soubmis la pluspart
de ses trouppes a l'Empereur.
(Umso besser für Ihre MajestätTanto meglio per Sua Maestà)

Dienstag den 16. ⁄ 26. des JuniJunij.


An herrn von Dona nach Orange geschrieben, auf vbermorgen datirt,
habe auch durch Thomas Benckendorf an Nostitzen schreiben laßen, wegen des wechßels[.]


Vormittags in der Sta vmb die Stadt alhier spaziren
gefahren, mitt Rödern, in des Pistorij kuzsche. Sie
hat 12 bollwerck oder pasteyen, hiesige festung.


Ejne silberne flasche alhier gekauft, vmb 73 Gulden (florenus)f:
Sie wigt 3 Marck, 11 loht, vndt 3 Quentchen (Gewichtseinheit)que. Jst Augspur-
ger
Probe [Güte eines Metalls]proba, (welche mitt der Leiptziger prob <vber>einstimmen,
vndt nicht so guht, als die Wiener prob sein soll)
Am gewicht soll man, (des Jubilirers bericht nach)
3 loht, an iederm Marck, zugang haben, al daß das
Wienerische schwehrer, als das Augspurger ist.
Vndt das Wienische Sjlber soll auch viel beßer
sein. Die flasche ist am rande vergüldt, an
den ecken gestreift, jnnwendig aber, gantz vergül-
det, wie man die flaschen pfleget zu machen.
Das loht halten Sie zu 10 Schilling, das marck zu 13 ThalerThlr:
vndt ½ Gulden (florenus)f:[.]

|| [[Handschrift: 308r]]


Es ist aber doch in der gantzen SummeSumma, etwaß weniges
abgedungen worden. 50 ThalerThlr: machen 75 Gulden (florenus)f:[,] ein Schilling
macht 7½ kreützer, 12 schilling 1 ReichsthalerRthlr:[,] 8 Schilling (solidus)ß: ein gülden.
Man rechnet alhier zu Wien, wenn man etwas kaüft,
meistentheilß nach Schillingen. Sonst rechnet man auch
nach ReichsthalerReichsthlr: nach gülden, vndt nach kreützer. Ein Gulden (florenus)f: thut
60 kreützer, 1 ReichsthalerRthlr:Gulden (florenus)f: oder 90 Kreuzerkr:[,] ein Ducat 2 ReichsthalerRthlr:[,]
eine Spannische pistolette oder doppie, 5 Gulden (florenus)f: deren der Jubilirer
heütte 12½ bekommen zu 5 Gulden (florenus)f: vndt das vbrige an anderm gelde.


Es ist gut, die Verschiedenheit der Währungen zu kennen, um sich gemäß den Umständen der Orte und der Personen einstellen zu können und um nicht betrogen zu werden, wie es mir schon verschiedene Male geschehen ist.Jl est bon de scavoir la diversitè des monnoyes, afin de
se <pouvoir> reigler selon les circonstances des lieux & des personnes,
& pour n'estre trompè, comme desja m'est avenu diverses fois.


Man muss von allem wissen, um gut zu urteilen und zu unterscheiden. Es ist keine Schande zu lernen, solange wir leben.Jl faut scavoir de tout, pour bien juger & discerner. Il
n'y a point de honte, d'apprendre, tant que nous vivons.

Mittwoch den 17. ⁄ 27.den: des JuniJunij. (in astrologischer Hinsicht) böser/gefährlicher/schädlicher/unglücklicher/unglückseliger Tag


Gestern Abend, als ich in dem fünften Teil von Pietro Messia über die Eigentümlichkeit der Träume las, fand ich in Kapitel 8 diese Hinweise zu diesem ThemaLeggendo delle proprietà de'sognj, hier sera nella 5:ta: parte del Pietro
Messia
, capitolo 8o trovaj questi avertimentj in qesta materia
:
1. Dass man nicht leugnen kann, dass in Träumen manchmal göttliche Offenbarungen vorkommen, vorausgesetzt dass sie diese gut erkennen könnten und dass die Falschheit des Teufels uns nicht trügt. (Was nur die Stärke und Gnade des allmächtigen Gottes schaffen kannChe non si può negare, che ne'sognj talhora <non> auvenghino divine
revelazionj, pur che si possano ben discernere e che la fallacia
del Demonio non c'ingannj. (Il che la possanza e grazia
d'Jddio Omnipontente può fare solamente
inmitten unserer geringfügigen Fürbitten und Fasten usw.)mediantibus precibus
nostris, et jejuniis, &cetera
2. Die Träume entstehen viele Male aus der Körperbeschaffenheit des Menschen, so dass der Sanguiniker heitere Sachen träumt, der Melancholiker schmerzvolle Sachen und von der Traurigkeit, der Choleriker Sachen des Feuers, der Phlegmatiker von Flüssen, Schnee und GewässernNascono i sognj molte volte
dalla complessione dell'huomo, che il sanguigno sogna cose allegre,
il maninconico[!] cose dolorose e di tristitia, il colerico, cose di fuoco,
il flemmatico, fiumj, nevj ed acque
, etcetera || [[Handschrift: 308v]]
3. Die Träume entstehen einige Male noch aus dem Appetit und der Zuneigung, ja wie man sieht von einem, der hungrig ist, der vom essen träumt und der durstig ist vom trinkenNascono j sognj alcune volte ancora dall'appetito e
affezzione, si come si vede dj uno che hà fame, che sogna dj
mangiare, e chi hà sete, dj bere
, etcetera und diese, solche [Leute], täuschen sich.e questj talj s'ingannano.
4. Zu viel Wachsamkeit lässt Träume gleichfalls verursachen, wie man an den Geizigen und Wucherern sieht, die immer davon träumen, Gelder zu zählen und zu bekommen und diese zu berühren und diese zu manipulieren.La troppa attentione fà parimente causar sognj, come si ve-
de deglj avarj ed usurarj, che sempre sognano dj contare e rice-
ver danarj, e dj toccarglj e maneggiarglj.
&cetera
5. Die Verwesung des Blutes lässt gleichfalls träumen, dass der Mensch durch verdorbene und schmutzige Orte geht.La corrottione del sangue fà parimente sognare, che l'huomo
caminj per luoghj immondj e sporchi.
et cetera
6. Die Erregung des Gehirns, die es beim Wahnsinnigen gibt, lässt grauenvolle und fürchterliche Sachen träumen.La perturbazion del cervello, che è nel frenetico, fà
sognar cose horribile<i> e spaventose.

7. Die Änderung des Alters lässt träumen, was bei Aristoteles sichtbar wird, der will, dass die Kinder bis zum Alter von 5 Jahren nicht träumen, aber ja gut danach, wenn diese überschritten sind. Ich bin nicht dieser Meinung.La mutazione dell'età fà sognar, il che appare per Aristo-
tele
, che vuole, che j fanciullj fin all'età de 5 annj non
sognino, mà si bene dopo che glj han passatj. <Non sono di qesto parere.>

8. Diejenigen, die mit Tugend und Güte geschmückt sind, pflegen bessere Sachen zu träumen und noch im Traum bessere Gedanken zu haben, als diejenigen, die lasterhaft und von bösem Willen oder [von] schlechtesten Neigungen sind.Coloro che sono ornatj dj virtù & bontà sogliono sognar miglio-
rj cose, e haver miglior pensierj, ancora jn sogno, che quellj
che sono viziosj, e di mala volontà, ô pessime inclinazionj.

9. Die Offenbarungen und heiligen Erscheinungen pflegen im Morgenrot einzutreten, in dem Augenblick, wenn die Verdauung des Essens in des Menschen Magen bereits erledigt ist und die Dämpfe nicht mehr bis zum Verursachen von Träumen aufsteigen, was nicht nur vielen Heiligen, sondern noch Heiden wie der Ehefrau des Caesar, Calpurnia, passiert ist, welche die Nacht davor vom Tod des Ehegatten träumt, und Galenus, der im Traum einen Ratschlag bekommen habe, wie er einer Krankheit habe abhelfen müssen, und ein solches Ereignis ist vielen anderen geschehen, als die Güte Gottes so herrlich gegenüber den Menschen ist, dass er nicht will, dass sie sich verlieren, vielmehr ermahnt er sie und will, dass sie sich vor ihrem drohenden Ruin hüten.Le revelazionj o visionj sante sogliono auvenire nell'au-
rora in tempo, ch'è già fatta la digestione del cibo all'huo-
mo, nello stomaco, e i vaporj più non ascendono a causar
sognj, il che è arrivato non solo a moltj Santj, mà a'gen-
tilj ancora, come alla moglie di Cesare[,] Calphurnia, che sognò
la morte del marito la notte innanzi, ed a Galeno, che hebbe
in sogno, un'avertimento, come dovesse rimediare a una jnfermita
e tal cosa auvenne a parecchi, altrj, la bontà d'Jddio essendo
così grande inverso glj huominj, che non vuole che si perdino, anzj
glj ammonisce, e vuole che si guardino della loro impendente rouina.
|| [[Handschrift: 309r]]
10. Der Übersetzer des Pietro Messia beachtet noch zwei wichtige Hinweise bezüglich der Träume: Der eine ist, dass alle diese Träume, die über dem Essen entstehen oder, nachdem jemand viel getrunken hat, entweder hierüber zerbrochen sind, oder vorwiegend, nachdem den Bäumen das Laub abgefallen ist, zu nichts führen.Il traduttore del Pietro Messia osserva ancora due a-
vertimentj notabilj in materia de'sognj: L'uno è, che tuttj
quej sognj che sj fanno o sopra pasto, o da chi molto hà bevuto,
overo sopra sonno spezzato, overo dopo che son da glj alberj
cadute le fronde, per la maggior parte, riescon vanj.

11. Der andere ist, dass diese Träume oder Erscheinungen, die nachts eintreten, auf gegensätzliche Ereignisse hindeuten, auf die, wovon man träumt, so pflegen das Weinen, das geschlagen werden oder das Sterben oder das Fallen und gleichartige Schrecklichkeiten zu bedeuten, dass Lachen, Freude und Gedeihen im Kommen sind. Aber ich selbst finde diese Regel einfach nicht richtig und es kann manchmal in den gewöhnlichen Träumen sein, aber nicht in den außergewöhnlichen.L'altro è che quej sognj, o visionj che auvengono dj
notte, hanno contrarij eventj, di quello che si sogna, come
il piangere, l'esser battuto, o morto, o cadere, e similj horri-
biltà, soglion significare ridere, allegrezza, e prosperità a
venire. Mà jo non truovo, questa regola semplicemente vera,
e può essere qualche volta, ne'sognj ordinarij, mà no ne'
strasordinarij.

12. Ich füge von mir diesen letzten Hinweis hinzu, dass es notwendig ist, die Geister zu erkennen (was von dem allmächtigen Gott zu erhalten ist) und die göttlichen Träume auf keine Weise zu verachten, aber die gewöhnlichen Träume weder zu viel zu schätzen noch zu viel zu verachten. Wo viele Träume sind, daselbst sind viele Eitelkeiten, sagt der Prediger, Kapitel 5.Aggiungo del mio, questo ultimo auvertimento; che bisog-
na discernere glj spiritj, (il che è da ottenere da Dio Omnipotente)
e non sprezzar in modo alcuno li sognj divinj, ma glj sognj
ordinarij, non apprezzar, ne sprezzar troppo. Dove
son moltj sognj, ivj sono molte vanitadj, dice l'Ecclesiastico capitolo 5.

Ich beziehe mich zu diesem Thema noch auf das, was ich den 12./22. Juni, einem Freitag über die Tätigkeiten unserer Seele in dieses Buch geschrieben habe!Mi riferisco ancora in questa materia, a quel ch'io scrissj 12. ⁄ 22. Giugno
<un> Vennerdì, d in questo libbro delle funzzionj dell'anima nostra!


Zu Mittage, jst der königlich dennemärckische abgeordnete, Fri-
derich Günther
, wje auch, der Heßische Doctor Ljbenthaler,
vndt Bürgemeister Alemann <vnd der alte hofmeister hahn>, meine gäste gewesen.
Es hat allerley discurß, dafür und dagegenpro, et contra; gegeben, jnsonderhejtt,
wegen der frjedenstractaten, mitt welchen, der dennemärcker
nicht eins sejn wollte, aber hjelte doch es steht entgegenobstat, mjtt großer
bescheidenhejtt. et cetera Schließlich sprach er sehr schlecht von dem Herzog Christian von Braunschweig. Er beklagte sich auch darüber, dass man dem Sohn des Königs von Dänemark nicht den Besitz des Erzbistums von Bremen lassen wolle, und dass dies, was gegenüber anderen gut war, es ihm gegenüber nicht auch gewesen wäre usw. Aber das sagte er mir nach dem Essen.En fin, il parloit fort mal du Duc Christian de Braunschweig[.] || [[Handschrift: 309v]]
Jl se plaignoit aussy, de ce, qu'on ne vouloit laisser la libre
possession, de l'Archeveschè de Bremen, au fils du Roy de Dennemarck
& que ce quj estoit bon aux autres, ne le seroit pas aussy a
luy, &cetera[.] Mais jl me dit cela, apres disner.


Alemann sagte mir unter anderem, dass Fürst Ludwig von der Straffreiheit ausgeschlossen sei. Aber Doktor Liebenthaler sagte, dass es mit Ausnahme des Herzogs von Württemberg keinen ausgeschlossenen Fürsten gebe und dass allen vergeben würde. Die Zeit wird uns aufklären.Alemann me dit entre autres; que Fürst Ludwig estoit exclus
de l'amnistie. Mais Docteur Liebenthaler dit, qu'il n'y avoit
pas un Prince exclus, & que tous seroyent pardonnè,
hors mis le Duc de Wirtemberg. <Le temps nous esclaircira.>


Es hat heütte diesen abendt, die heftige hitze, in etwaß
remittirt, auch stargk gewetterleüchtet, vndt gedonnert,
Jst sonsten etzliche Tage hero, eine außergewöhnlicheextraordinarij hitze,
gewesen.


Der Kayser, ist gestern wiederkommen, von Baden.


Beachte wohlNota Bene Der Teufel hätte fast abermals ein Missverständnis beim Essen mit Doktor Liebenthaler verursacht, ohne mein Verschulden wegen des Landgrafen.Le Diable eust quasj derechef causè un malentendu a disner
avec Docteur Libenthaler; sans ma coulpe a cause du Landgrave.


Und ich habe ausdrücklich gesehen, dass er, der gute Mann, selbst nicht dachte, was er sagte, und das in recht harten Worten, obgleich er ansonsten sehr taktvoll war. Aber ich sehe gut durch dieses hier und mehrere andere ähnliche Beispiele, was mir in kurzer Zeit so geschehen wird, dass ich, wenn Gott da nicht Hand anlegt, für ein großes Unglück anfällig sein werde! Geduld!Et i'ay veu expressèment qu'il ne pensoit pas luy mesme
le bon homme a ce qu'il disoit, & ce en termes bien durs,
encores qu'il soit autrement fort discret. Mais je voy
bien par cestuicy, & plusieurs autres semblables exem-
ples[,] m'arrivèz comme cela, <un temps en çà> que si Dieu n'y met la
main, je seray sujet a quelque grand malheur! Pacience!


Doktor Liebenthaler sagte auch, dass man nicht wagen würde, einen Fürsten zu quälen oder ihm den Peiniger zu zeigen, wegen seines hohen Standes, und wenn er selbst dem Kaiser nach dem Leben getrachtet hätte, könnte man das nicht anders bestrafen als mit immerwährendem Gefängnis, wo er als Fürst ehrenhaft behandelt würde.Docteur Libenthaler disoit aussy; qu'on n'oseroit tourmenter,
ou monstrer le bourreau, a un Prince, a cause de leur
haute qualitè, & quand il auroit mesmes attentè contre
la vie de l'Empereur on ne le scauroit autrement punir, que
d'une prison perpetuelle, l'y traittant honorablement en Prince.

|| [[Handschrift: 310r]]

Donnerstag den 18. ⁄ 28. des JuniJunij.

<Manna habe ich heütte eingenommen,>
vndt destwegen alß ein pacient, fleisch eßen dörfen,
welches sonsten heütte alß an einem fasttage,
Vigil des Peter- und PaulstagesVigilia Petrj Paulj, verbotten.


Mit der Post von gestern habe ich erneut nichts erhalten; kann diese Abweichungen nicht verstehen.Avec la poste d'hier, je n'ay derechef rien receu;
ne pouvant entendre ces variations.


Schreiben (Gott lob vndt danck) entp

Freitag den 19. ⁄ 29. des JuniJunij.


Schreiben entpfangen, (Gott lob vndt danck)
durch herrn Loẅen, vndt des Löbzelters vndt Postmeisters zu Leipzig
fleißige Bittschriftaddresse, 2 von Madame[,] 1½ von schwester Anna Sophia[,]
1 vom præsidenten[,] 1 von Paul Ludwig mit den Wechselbriefencon le lettere dj cambio, ohne was
sonsten darneben gutes, vndt wiederwertiges berich-
tett worden. Der Verdacht ist [das] Gift der Freundschaft!La sospescha es ponçonna de la amistad!


Doctor Ljbenthaler ist bey mir gewesen, hat mir be-
richtett, wie 2 wichtige Punktepuncta in den albereitt ge-
druckten friedenstractaten, wehren vergeßen
worden: 1. wegen der neutral Stände, mitteinschließung,
vndt derer die einem oder dem andern theil beygestanden,
wann Sie sich accommodiren, vndt Geraubtesablata restitujren.
2. wegen notification vndt publication dieses friedens,
welche der Kayser zu intimiren versprochen. <etcetera> Vndt
Diese 2 wichtige vndt gar weittlaüftig aufge- || [[Handschrift: 310v]]
setzte Punktepuncta in dem Schriftlichen exemplar, hat Doctor
Gebhardt
bekandt, daß Sie wehren durch Nachlässigkeitper jncu-
riam
vergeßen worden, vndt dörften manchen
sonst stutzig machen, im frieden <wenn sie nicht richtig verstanden werdennisi recte intelligantur>. Madame schreibtMadame escrit vom 3. des JuniJunij:
<vndt 7. des JuniJunij.>


General Banner macht sich starck in vnserer lande
Nachtbarschaft, k vndt setzt auch dem Fürstenthumb
hartt zu. Die vndterthanen werden gantz desperat,
wegen der kriegspreßuren vndt vor augen stehenden
mißwachs, an allen erdtgewächs[,] wein vndt korn, etcetera[.]
Fürst Friedrich vndt sein hofmeister seindt vnpaß, setzen mir hart
zu, schaffen Melchior Loyß ab, wieder meine hoheitt,
Es ist auch Einsiedel vndt Obrist leutnant hanaw noch kranck.
Herzog Joachim Ernst mein Schwager hat einen Tochter<Sohn> bekommen,
Madame[,] ich vndt Schwester Sibylla Elisabeth seindt gefattern.
Meine Schwester die herzogin von Mecklenburg hat eine Tochter[.]
Fürst Friedrich hat <endtlich> abgedanckt, bey den Schwedischen,
will den Sawerbrunn Trincken. Madame be-
gehrt, Oesterreichische weine. Fürst Friedrich danckt auch
abe[!], <von> seinem Regiment.
Fieberkranckheitt regirt zu bernburg,


Beachte wohlNota Bene Baldt darnach, alß mir Doctor Libenthal, obiges
gesagt, hat ihm Doctor Gebhardt, im Auftrag des Kaisers ausdrücklichnomine Cæsaris, expresse
inhibiren laßen, mitt niemanden, (biß auf ferrnere
verordnung) auß der außlaßungssache, zu communiciren[.]

|| [[Handschrift: 311r]]


Jch habe Nachmittags den <herrn> bischof von Wien, wegen meiner
sachen anreden, vndt besuchen wollen, vndt dann auch,
bey der Bethlen Gaborin, eine Besuchvisite thun, aber es
hat nicht sein können, 1. weil der erste abwesendabsenß vndt
nach KrembsMünster gezogen, 2. die andere aber, soll
kranck, vndt bettlägerig sein, weil Sie das badt
zu Baden, nicht vertragen können, auch sich destwegen
gegen mir, gar hoch, endtschuldigen laßen, vndt gebehten,
biß auf eine andere zeitt, diese dinge<Besuchvisite> zu differiren.


An Meine gemahlin, an Schwester Anna Sophia[,] an Heinrich Börstel auf den
20. ⁄ 30. dieses [Monats]huius: datirt, geschrieben, weil dje post erst Morgen
auf den abendt abgehet.

Samstag den 20. ⁄ 30. des JuniJunij.


Zeitung daß die Napolitanische schifarmada die Frantzösische costen zu
besuchen vorhabens, wie wol die Türckischen corsaren, an den
Neapoljtanischen Seekandten, starck sich sehen laßen.


EbensoJtem: daß der Spannische Ambassadorp von Paris nacher Brüßel, der
Frantzösische residentq aber, von dannen nach Paris sich be-
geben hatt, vndt die commercien zwischen den Spannischen,
vndt Frantzösischen vndterthanen beyderseits verbohten,
auch der König in Frankreich dem Cardinal Jnfante, & umgekehrtviceversâ,
durch herolde einander den krieg angekündiget.


Jn dem Lützelburgischen, seye zwar das treffen vorge- || [[Handschrift: 311v]]
gangen zwischen dem Prinzen Tomaso von Savoya, welcher
die Spannischen angeführt, vndt den Frantzosen, so der
alte Maréchal de Chastillon, wie auch der Maréchal de
Brezè
commendiret, nach dem <erst> die Frantzosen, selbiger
orten, vbel gehauset, gebrennet, geplündert, mitt
Mordt<en> vndt rauben vbel gehauset, Jm treffen, hat sich
anfangs, das Spannische Fußvolck, sehr wol gehalten,
vndt wol gefochten, also daß es vor die Frantzosen,
(welcher viel mehr, als der Spannischen geblieben)
eine bluhtige Siegvictoria gewesen, aber endtlich hat
die Glückfortun[!] die Spannischen abbandonirt, weil auch die
Reütterey außgerißen, vndt das Fußvolck verlaßen,
also das geschütz, munition, fähnlein, vndt Gepäckbagage
den Spannischen abgenommen worden. Die anzahl derer
so auf der wahl Stadt blieben, ist vngewiß. Beyde
Spannische brave Regimenter des Conte Sfondrato, vndt
Graf von Lodrons, haben den meisten schaden erlitten.
Der Printz Tomaß vndt iunge Graf von Buquoy,
seindt nicht gefangen, sondern mitt großer mühe vndt
gefahr in Namen einkommen, bey<an> welchem ortt,
die Spannischen sich wieder versamlen, ihres schadens,
sich wieder zu erholen, vndt zu rächen.


Es sollen theilß Biscayer, mitt hülfe der Duyn-
kerker
, die große Jnsel bey Rochelle in Franckreich || [[Handschrift: 312r]]
glücklich erstiegen, vndt ejngenommen haben.


Dem printzen von Espinoy<Barbançon> jst der sententz, zu
Mecheln, gesprochen, daß er soll auf einem Stul,
enthauptet werden, vndt alle seine gühter confis-
cirt, Sein leüttenampt ist mitt dem Schwert gerichtett
worden.


Der Printz Cardinal Jnfante, will in eigner
persohn, den Staden, oder Frantzosen, entgegen ziehen,
mitt aller Machtt, vndt [...] ihre vorhabende <coniunctjon> verhindern.


Auß Constantinopel hat man, daß auß[!] befehl des
GroßTürcken, so mitt der armada nach Mesopota-
mia
zeüchtt, 7 general vndt andere hohe offizirer,
weiln Sie sich, mitt ihrem volck, zu langsamb ein-
gestellet, deßgleichen der Emir Seyda, enthaup-
tett, vndt seine Söhner strangulirt worden, auch deßen
bruder, sampt seinen Söhnens, zu Damasco gesäbelt,
vndt also selbiges gantzes geschlecht außgetilget worden.


Des Königs in Frankreich heroldt hat dem Cardinal Jnfante den krieg
angekündiget, im fall er den gefangenen Churfürsten
von Trier
, nicht loß laßen wollte, der cardinal aber ist
ihm zuvor kommen, vndt durch einen heroldt dem Frantzosen
zu Reimbs den krieg denunciirt, im fall er den getroffe-
nen vergleich zu Vervins, nicht halten wollte, also sein || [[Handschrift: 312v]]
beyderseits die Handelcommercia verbotten, vndt die repreßali-
en vorgenommen worden, auch baldt darnach die
armèen aufeinander zu, gegangen, wie vorgemeldet.
et cetera


Ich habe noch an meine Schwester, die Fürstin Louise Amalie geschrieben.J'ay escrit encores a ma soeur, la Princesse Louyse Amelie.


Nach Zachariaß vndt Christian hülger von Camüz geschickt,
wegen des Wechselbriefes von Georg Winklera cause de la lettre de change, de Geörge Winckler:
<Lob Gott im Jahr 1635Laus Deo anno 1635 am Tageadi 4. des JuniJunij in Leiptzigk: ThalerThlr: 1000. Nach sicht 14 Tag, belieb den herren zu bezahlen auf diesen meinen wexelbrief an den durchleüchtigen hochgebornen Fürsten vndt herren, herren Christian Fürsten zu Anhaltt, Meinem gnädigen herren Ein tausendt ReichsthalerRthlr: vndt stellets in Rechnunga conto laut Mitteilungaviso der werth soll ihm alhier, mitt danck, wjeder vergnüget werden. Gott befohlen. des herrn dienst willig(st)er Geörg Wingkler. Die vberschrift war: NameNomen herren Zachariaß vndt Christian hülger von Camitz gebürtigt zu handen, an itzo: Jn Wien.>


Die furrirer des Kaysers, haben vns heütte vber-
rascht, vndt wieder meinen willen, ein neben losamentlein
eingenommen.


Des hertzogs von Saxen SekretärSecretarius ist alhier gewesen, Saget,
sein herr werde von Regenspurg hieher geführt werden, be-
danckt sich auch, vor beschehene Fürsprachenjntercessiones, gar
fleißig, gegen mir, vndt bittet vmb continuation dieser affection.


Er sagt mir auch, dass der Freiherr Schaffgotsch in 4 Stunden elfmal grausam gepeinigt worden wäre, ohne nichts als das gestanden zu haben, was man bereits weiß, und dass man früher davon gesprochen hätte, einen Herrn Johann an die Seite des Herzogs Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg zu stellen, was aber nicht ausgeführt worden ist.Il me dit aussy; que le Baron Schafgotzsch, auroit estè marty-
rizè cruellement onze fois, en 4:e. heures, sans avoir rien
confessè, que ce qu'on scait desja, & qu'on auroit autres fois
parlè de mettre un maître Jean a coste du Duc Jules Henri de Saxe mais cela n'a estè effectuè.

usw.perge

|| [[Handschrift: 313r]]


Es hat heütte vndterschiedliche platzregen alhier zu Wien,
gegeben, dadurch die hitze in etwas gemiltert worden.


Jhre Mayestät seindt wieder hinauß. Jch aber bin alhier verblie-
ben, zu schreiben vndt meine sachen zu befördern.


herr Loẅ, ist bey mir gewesen, referirt, daß der Registrator
so der die correctur der friedens handlung vornehmen sollen,
seye vnpaß worden, vndt darüber hette ein ander, so ein
großes vbersehen. Es würden aber die Kopienexemplaria itzt
alle vmbgedrucktt, vndt corrigirt.

Sonntag den 21. des JuniJunij: ⁄ 1. des JuliJulij:

<Elf Wochen, dass ich von Harzgerode weggefahren bin.Vndecj settimane, ch'io sono partito dj Hartzgeroda.>


herr Löw sagte mir auch gestern, es wehre jm nahmen der hollsteinischen
landtschaft
, ejn Abgesandter, einer von hattung, zu ihrem besten,
vom König in Dennemark vndt Regierenden hertzogk von holl-
stein
abgeschicktt, wollen die landtschaft von der
FreẅleinSteẅer eximiren, welche Sie den abgetheil-
ten hertzogen von hollstein
zu geben schuldig sejndt. usw. usw.perge perge


Es hette auch hertzog Geörge von Lüneburg gar ejn freündtlich
handtschreiben, an Jhre Kayßerliche Mayestät abgehen laßen,
darinnen er sich erklähret, dem friedenschluß <Sich> zu accommodj-
ren
, wann es der Churfürst von Saxen, auch thun würde.


Es fangen an die hitzigen fieber vndt fast verderblichen Fieberanfällemalignæ febres,
alhier zu Wien zu regiren, vndt es jst der Chur Bayrische
Abgesandte, (welcher die hochzeitt tractirt) Graf von Wolckenstein
ein frommer cavaglier, vor wenig tagen, mitt todt alhier ab-
gangen. Jst schade vor ihn daß er so baldt faulen soll, weil er
in seinen besten iahren, vndt von guten qualiteten gewesen.

|| [[Handschrift: 313v]]


Der Oberste Fernamont, soll noch gewiß die Frantzosen,
in den pündten geschlagen, vndt Bormio eingenommen haben, auch
das gantze Veltlin. Das degenfeldische Regjment Reütter, ist
auch in dem Elsaß, gantz ruinirt worden.


Zu Mittage seindt der Oberste Manteüffel, der Geyer,
vndt herr Loẅ, auch der hofmeister hahn, meine gäste
gewesen.


Jch habe auch heütte der Römischen Kayßerlichen Mayestät vormit-
tags, vndt Nachmittags, aufgewartett, in der VorzimmerAnti-
camera
, benebens dem Pfaltzgrafen von Neẅburg, wie sie auß
der Meße, vndt vesper, gekommen seindt, mjtt der Kayserinn
vndt Königinn, auch Ertzhertzoginn, vndt Frawenzimmer.


Nach dem Essen im Vorzimmer bot mir der Abt von Lilienfeld, Präsident der Hofkammer, eine ganze Anzahl freundliche Dienste an. Gott wolle, dass die Auswirkungen darauf folgen.L'apres disnèe a l'Antichambre, l'Abbè de Lilien-
feldt
, President de la chambre des Comptes, me fit force
bons offres. Dieu vueille que les effects, s'en en suivent.


Jch habe mich nun ein tag, oder drey her, des Pfalzgrafen
von Neẅburg pferde gebrauchtt, welcher gar willig, mir sel-
bige zu leyhen.


Der Oberstkämmerer Ihrer Kaiserlichen Majestät wie auch der Pfalzgraf Herzog von Neuburg haben mir sehr vertraulich die schriftlichen Einzelheiten aus Brüssel mitgeteilt, die Niederlage des Prinzen Thomas betreffend, welcher für seine Person tapfer gekämpft hat und mit der Pike in der Hand hat glorreich sterben wollen (nachdem er fünf Schüsse aus der Muskete und aus der Pistole auf seinen Harnisch als Bewährungsprobe abbekommen und alle Pflichten eines klugen und tapferen Edelmannes erfüllt hat), wenn nicht die anderen hohen Offiziere diesen zurückgehalten hätten, und die Regimenter des Grafen von Lodron und des Grafen Sfondrato am meisten in Mitleidenschaft gezogen worden sind, von jedem sind 400 auf dem Schlachtfeld geblieben und ungefähr 300 Gefangene, die zwei gefangenen Obersten und eine ganze Anzahl Offiziere von Rang. Die sonstige Infanterie ist diesen gefolgt, hat aber noch das Mittel des sich Zurückziehens gehabt, und die ganze Infanterie hat gut gekämpft, doch die Kavallerie sehr schlecht, indem sie diese größtenteils im Stich ließ und nach Namur flüchtete. Man rühmt außerordentlich die Tüchtigkeit und gute Führung des Prinzen Thomas und auch des Grafen Bucquoy, welcher die Kavallerie kommandierte und diese wegen ihrer Feigheit allerdings vergeblich inständig bat und beschwor, gut zu kämpfen. Es gingen dabei 8 Stück der Kanonen und jede Menge Gepäck, das Fuhrwesen, Munition usw. verloren. Die 2 oben genannten Regimenter waren Spanier und Italiener, dasjenige des Sfondrato italienisch, das andere spanisch und portugiesisch usw. Man hat dennoch 25 tausend Mann zwischen Tienen und Maastricht versammelt, wartete auf die kraftvolle Hilfe des Königs von Ungarn und Deutschland, um sich gegen die zwei französischen und holländischen Armeen zu verteidigen. Die Holländische soll 28 tausend Mann stark sein, und es scheint, dass sie versuchen werden, sich miteinander zu verbinden, wenn das nicht bereits geschehen ist. Der Verlust ist nur 1500 Mann gewesen, doch gute Soldaten und tapfere Leute. Der Feind hat auch gut an Volk verloren. Dies ist eine grimmige Schlacht gewesen, und die oben genannte Infanterie hat 6 Attacken der feindlichen Kavallerie ausgehalten, bevor sie zersprengt werden konnten.Le Grandchambellan, de Sa Majestè Jmperiale, comme aussy le
Prince Palatin, Duc de Neẅburgk, m'ont communiquè
fort confidemment les particularitèz escrites de Brus-
selles
touchant la desfaitte du Prince Thomas, lequel
pour sa personne a vaillamment combattu, & a voulu
mourir la picque en main glorieusement (ayant receu
5 coups de mousquet & de pistolet, sur sa cuirasse a
l'espreuve, & fait tous les devoirs, d'un prudent &
vaillant cavallier) si les autres hauts Officiers ne || [[Handschrift: 314r]]
l'en eussent retenu[,] mai<& les> Regiments, du Conte de Lodron,
& du Comte Sfondrato, ont le plus estè endommagèz, de chacun
sont demeurè 400 sur la place, & 300 prisonniers environ,
les deux Colonels prisonniers; & force officiers, de marque.
L'autre infanterie, les a suivy, mais a encores eu moyen
de se retirer, & toute l'Jnfanterie a bien combattuë, mais la
Cavallerie fort mal, les ayant la pluspart abbandonnè,
& s'en fuy vers Namur. On loue l extraordinairement la va-
leur & bonne conduitte du Prince Thomas, & aussy du
Conte Bucquoy, lequel commandoit la Cavallerie, &
la prioit & conjuroit a bien combattre, en vain toutes-
fois, a cause de leur laschetè. Jl y a 8 pieces de Canon,
& force bagage perdu, charroy, ammonitions, etcetera[.] Les 2 re-
giments susdits estoyent un Espagnols, & Jtaliens, celuy
de Sfondrato Jtalien, l'autre Espagnol & Portuguais. et cetera
On a rassemblè toutesfois encores, 25 mille hommes, entre
Tirlemont & Maestrich, en attendant un puissant secours,
du Roy d'Hongrie, et de l'Allemagne afin de se defendre
contre les deux armèes, Françoyse & Hollandoyse.
La Hollandoyse doit estre forte, de 28 mille hommes & il
semble qu'ils tascheront a se joindre, si cela ne s'est
desja fait. La perte n'a estè, que de 1500 hommes,
mais bons soldats, & braves gens. L'ennemy a bien
perdu de gens aussy. Ç'a estè une furieuse battaille,
& l'Jnfanterie susdite, a soustenu 6 charges de la ca-
vallerie ennemie, avant que pouvoir estre desordonnèe.

|| [[Handschrift: 314v]]

Montag den 22. des JuniJunij. ⁄ 2. des JuliJulij.

<TraumSonge: wie ich in einen weiten außgemawerten Tiefen brunnen hinein gesehen, vndt seltzame Stimmen, echo, vndt wunder gethön heraußer gehört.>


Zeitung das die Spannische Flotteflotta, auß Jndjen, von 12 in 14 millio-
nen reich, alß in langer zeitt, nicht geschehen, ankommen seye,
vndt daß der prætext der vrsache des krieges zwischen
Franckreich vndt Spannien, einig vndt allein, die captivitet
des Churfürsten von Trier, zum schein, angezogen werde.


Es ist heütte alhier das fest Mariæ heimbsuchung, nach dem Neuen kalender.


Es fänget sich albereitt alhier an, die seüchen der pestilentz
entzelen zu regen, dörfte wol ins künftige, wann das
Obs recht zeittig, insonderheitt gegen den herbst, ärger werden.


Vormittags nach hoff, alda ich mitt dem vngrischen Grafen
Wudiany
bekandt worden. Es hat auch der alhjesige Stadt-
halter, herr Preüner, viel mitt mir conversirt, auch wegen
der Religion. usw.perge in der Kayßerlichen Vorzimmeranticamera.


Es scheint, dass meine Hoffnung von gestern sich heute bei dem Abt von Lilienfeld abzukühlen beginnt.Il semble, que mon esperance d'hier, commence a se raffroidir
auprès de l'Abbè de Lischamp, aujourd'huy.


Zeitung das die Türcken, den Bassa zu Ofen, niedergehawen,
vndt aufrührjsch worden, gar neẅlich, wie Sie alda
eine zusammenkunft gehalten, vndt Sie sollen es ohne das
im brauch haben, (wie mir graf Wudiany vndt der Tschernin
erzehleten) wann Jährlich, die roße in die weyde geschlagen
werden, daß Sie starck zusammen kommen. Daß hat den
neẅlichsten lermen vervrsachet. Sie sollen auch noch einen
Bassa, der nach dem Bassa zu Ofen, zu commandiren gehabtt,
neben ihm, haben niedergehawen, vndt 3 andere Bassa; seindt auch
noch darbey gewesen, denen Sie kein leydt zugefüget.

|| [[Handschrift: 315r]]


Dieser Bascha von Ofen, soll gar ein Tyrannischer Mann,
gewesen sein, wie ich vor diesem, als wir auß Vngern
kahmen, aufgezeichnett, vndt diese seine Strengig-
keitt, mag ihm wol den halß gebrochen haben, insonder-
heitt weil der Türckische Kayser nacher Persien, weitt
von den vngrischen grentzen hinweg, marchiret, vndt <gleichsam> abwesendabsens jst. usw.perge


Gute Hoffnung von Johann Löw im Namen des Herzens.Bon esperance, de Johann Löw au nom du Coeur.


Ich kann mich nicht an den Traum von diesem Morgen erinnern, welche Worte ich aus der Tiefe des Brunnens gehört habe, aber ich weiß wohl, dass es um seltsame Stimmen mit viel Echo ging, sogar um bemerkenswerte Dinge, doch das muss mir entfallen sein! Auch das dient mir zu nichts, wenn ich nicht die wahren Träume von den falschen zu unterscheiden weiß, da ich oft schon getäuscht wurde, die guten Dinge überging und der Irreführung glaubte, was mich oft verstimmt hat, und es ist dennoch nötig, dass ich manchmal zu meinem guten gemaßregelt werde, hätte ich andernfalls Ehre und mein Leben verloren, wenn ich im Traum nicht über Roussel und über die Russen unterrichtet worden wäre, die mir dieselbe Behandlung erwiesen hätten, die sie Alexander Leßler gezeigt haben [und] vor der Gott alle Fürsten und alle ehrbaren, an eine solche barbarische Begrüßung nicht gewohnten Leute beschützen wolle. Aber diese Angelegenheiten von Polen und von Moskowien haben mir recht den Geist verwirrt mit so vielem und anderen, teils sinnlichen und mehrdeutigen, teils falschen, teils außergewöhnlichen und wahrscheinlich göttlichen Träumen von 1631 bis zum Jahr 1634, wie meine täglichen Papiere bezeugen werden.Je ne me puis ressouvenir du songe d'a ce mattin, quelles
parolles i'ay entendu de la profondeur du puits, mais
je scay bien, que c'estoyent d'estranges voix, & force echo,
mesmes des choses remarquables, mais il me l'a fallu oublier!
Aussy cela ne me sert de rien, si je ne scay discerner
les vrays songes d'avec les faulx, ayant desja estè
abusè si souvent, en obmettant les choses bonnes,
& croyant aux abus, ce qui m'a souvent contristè,
& si faut[-]il pourtant, que je soye admonnestè par fois, pour
mon bien, autrement j'eusse perdu l'honneur & la vie,
si je n'eusse estè averty, de Roussel, en songe, & des
Rüsses, quj m'auroyent fait le mesme traittement qu'ils
ont fait a Alexander Leßler, dont Dieu vueille garder,
tous les Princes, & tous honnestes gens, non accoustumèz
a telle barbaresque bienvenuë. Mais ces affaires de Pologne
& de Moscovie m'ont bien entortillè l'esprit, avec tant &
differents songes, partie sensuels & ambigus, partie faulx,
partie extraordinaires & sans doute divins, depuis 1631 jusqu'a
l'annèe 1634 comme mes pappiers journaulx, tesmoigneront.
usw.perge

|| [[Handschrift: 315v]]


Nachmittags habe ich die hertzogjnn von Sachßen, des Marggrafen
Gonzaga
seine gemahlin besucht, vndt ist die Fraw
Stadthalterinn, fraw Preünerinn, auch dahin kommen.
Unter anderen Sachen sagte sie mir, dass der Freiherr Schaffgotsch nur zweimal und nicht elfmal gefoltert worden sei, er aber nichts gestanden habe. Er habe die Folter gehabt, nachdem er schon zum Tod verurteilt worden sei.Entre autres choses, elle me disoit, que le Baron Schaf-
gotzsch
, n'auroit estè torturè, que deux fois, & pojnt
onze fois, mais jl n'auroit rien confessè. Jl auroit
eu la question, apres avoir <desja> estè sententionnè a la mort.

Dienstag den 23. des JuniJunij; ⁄ 3. des JuliJulij;

<Thomas Benckendorf zu berechnen, an 50 Ducatenduc:n. hundert ReichsthalerRthlr: vndt zu handtgelt 56 Ducatenducn. odersive 112 ThalerThlr: für mich selbstper me stesso.>


Von dem hülger, meine 1000 ThalerThlr: völlig eingenommen, so
mir Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin, durch Wincklern von Leiptzig
hieher durch einen Wechselper cambio, an den Senioratgeldern vbermachtt.


TraumSomnium diesen Morgen früh, wie daß mich der Churfürst
von Saxen
, erstlich greẅlich geschmähet, vndt verhonet, hernach-
mals aber, alß ich gesagt, ich köndte es nicht anderst machen,
ich wollte doch gut kayserisch bleiben, hette er mich so hertz-
lich vmbhalset, zu küßet, vndt vmb verzeyhung gebehten,
vndt sein angesicht wehre so klar vndt so schön worden,
wie einer zarten Jungfraw, also daß ich mich verwundert,
daß er so gar zart von hautt geworden, vndt sich so gählingen
verwandelt, hette mir auch die besten wortt gegeben. et cetera Kann sein, dass dies auf seinen Tod hindeuten wird, falls Gott ihn nicht durch seine Gnade bewahrt.Peut
estre que cela denotera sa mort; sj Dieu ne l'en preserve par sa grace.


Jch bin heütte außgefahren mitt des Pfaltzgrafen kutzsche,
so habe ich nicht nach hoff kommen können, weil die ketten
an gaßen, verschloßen gewesen, vndt Jhre Mayestät beym Vice-
Cantzler Strahlendorff, geheimen Raht gehalten. Bin derowegen ein || [[Handschrift: 316r]]
wenig zur Stadt hinauß, spatziren gefahren, mitt hahn
vndt Röder.


Man sagt, es werde der Printz Casimirus auß Polen, gegen
die hochzeitt, des Churfürsten von Bayern, wieder hehrkommen,
vndt darnach zum Könige jns feldt marchiren. So soll
auch des Großhertzogs von Florentz, herr bruder, gegen selbige
zeitt, anhero kommen.


Der Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm beklagt sich sehr darüber, dass er seit 1621 vom König von Spanien nichts erhalten hat, dass der Vater des heutigen Königs seinem Sohn als Patenkind des Königs eine jährliche Pension von 4 tausend Talern zum Geschenk gemacht hat, von da an hat er jedoch nichts ausgezahlt. Dass der König von Spanien ihm auch versprochen hat, seine Gardekompanie jährlich zu unterhalten und ihm für 60 Pferde pro Monat 640 Philippinen zu bezahlen, doch seit dem oben genannten Termin ebenfalls keine Auszahlung. Er beklagt sich sehr über den Grafen von Oñate, welcher (nach dem, was er mir gesagt hat) nicht immer hält, was er verspricht.Le Palatin Wolfgang Wilhelm se plaint fort de ce que depuis 1621
il n'a rien receu du Roy de Espagne[,] que le Pere du Roy
d'aujourd'huy, a fait present a son fils, comme figlieul
du Roy, d'une pension annuelle de 4 mille DalersDal: mais depuis
ledit temps n'a rien payè. Que le Roy d'Espagne luy a
promis aussy, d'entretenir sa compagnie des gardes, par an,
& de luy payer, pour 60 chevaux, 640 Philjppes, par mois,
mais depuis le terme susdit, point <aussy> de payement[.] Jl se
plaint fort, du Conte d'Onnata, lequel (a ce qu'il m'a
dit) ne tient pas tousjours ce qu'il promet.
usw. usw.perge perge


Schreiben von Madame[,] von Meinem bruder, (so resignirt)[,] <von Schwester Anna Sophia>[,] vom
Præsidenten[,] von Nostitz, vom Postmeister Syber, etcetera[.] Vnser Fürsten-
thumb
wirdt sehr bedrenget, Obrist leutnant hanaw, ist noch nicht auß-
gezogen, ia man will noch mehr ChurSächsisches volck einlegen,
Schweden werden hochmühtig, weil der Frantzose ejne SiegVictoria
vber die ander erheltt, ich im schwartzen Register, vndt
können sich wegen meiner begehrten abschickung, so wol,
alß wegen der acceptation des friedens, (weil Sie ihnen noch
nicht notificirt ist) vnsere leütte, noch nicht recht resolviren. || [[Handschrift: 316v]]
Geduld!Pacience!

(in astrologischer Hinsicht) böser/gefährlicher/schädlicher/unglücklicher/unglückseliger Tag Mittwoch den 24. des JuniJunij. ⁄ 4. des JuliJulij. heütte ist in unsern landen, <Sankt Johannis.>


<60 ReichsthalerReichsthlr: Thomas Benckendorf zu berechnen. 44 Vngrische Ducatenducn. Thomas Benckendorf zu berechnen.>


Jch habe heütte ein gießfaß vndt handtbecken,
von einem Jubilirer <selber> gekauft, das loht<Mark (Gewichtseinheit und Münze)m:> vmb: 18 Gulden (florenus)f:
18 Gulden (florenus)f: oder 12 ReichsthalerRthlr: <oder iedes loht vmb 9 Schillinge> ist nur ziergoldt daran, vndt
hat 7 marck 14 loht gewogen, Wiener gewicht,
welches an iederm Marck 3 loht vndt 1 Quentchen (Gewichtseinheit)que: schwehrer sein
soll, alß das Leiptziger, frankforter oder Nürnberger gewicht. Die
Wiener Probe [Güte eines Metalls]proba ist beßer am silber als die Augspurger Probe [Güte eines Metalls]proba
dann die Augspurger Probe [Güte eines Metalls]proba helt 13½ loht fein Silber iedere Mark (Gewichtseinheit und Münze)m:
(diß wa handtfaß vndt gießbecken war Augspurger, prob)
Wiener Probe [Güte eines Metalls]proba aber helt 14½ loht fein Silber. <Er wollte erst kurtzümb vor ein loht 10 schilljnge haben. et cetera>


Jch habe fragen laßen, wie es der Fürstin in 7benbürgen
gjenge, durch Rödern. Die antwortt jst mir gar höflich
worden, daß Jhre Liebden noch vbel auf wehren, hetten vermeint,
Sie müsten gar drauff gehen, so kranck wehren Sje
gewesen, aber numehr hat es sich Gott lob gebeßert.
haben sich gar hoch bedanckt, wegen der Besuchvisite vndt wollen
meiner, Morgen wils Gott, erwarten.


An Meine herzlieb(st)e gemahlin, An Schwester Anna Sophia[,] an Fürst Friedrich heute geschrieben,escrit aujourd'hu[y,]
ebensoJtem an præsidenten ihm den Friedensschluss sendendluy envoyant la conclusion de paix.


Gegen abendt, auf des Pfaltzgrafen von Neẅburg kutzsche
hinauß in Prater gefahren, vndt Spannische weixeln gegeß[en.]

|| [[Handschrift: 317r]]

Donnerstag den 25. des JuniJunij: ⁄ 5. des JuliJulij:


hinauf nach hof vormittags, alda den Schlesischen herren von
Burghausen, kennen lernen, ebensoJtem: den Feldtmarschalck
leüttenampt Götz, ebensoJtem: den herren Setzschi, auß Vngern,
ebensoJtem: den herren von Sintzendorf, welchen ich im Jahranno 1624 zu
Venedig, auch gesehen. So jst auch der iunge Fürst von Lichten-
stein
, Fürst Carlls sein Sohn, hinauf kommen.


Der Abt von Lilienfeld bleibt bei seinem guten Anerbieten, aber hat heute mir gegenüber bestritten, dass der Kaiser mir für immer, sondern lediglich während der Lebenszeit Seiner Hoheit, meines Herrn Vaters, eine jährliche Pension versprochen habe; sobald ich regierender Fürst sein würde, hätte ich nichts mehr damit zu tun. Nun weiß ich aber, dass dies nicht richtig ist, obschon man mich davon mit Gewalt überzeugen will. Aber ich glaube, dass dies vom Grafen von Meggau kommt, denn er sagte mir schon in Regensburg, 4 oder 5 Jahre her, die ich als regierender Fürst keine Pension mehr haben würde, und es kann sein, dass er diese Pension für sich selbst sucht oder dies vielleicht Ausflüchte sind, um nichts dafür zu tun.L'abbè de Ljschamp, demeure en ses bons offres, mais
aujourd'huy m'a niè, que l'Empereur m'auroit promis une
pension annuelle, pour tousjours ains seulement durant la
vie de feu Son Altesse Monseigneur mon Pere, puis quand je serois Prince
regnant, je n'aurois plus affaire de cela. Or ie scay, que
cela n'est point, quoy qu'on me le vueille persuader par
force. Mais ie croy que cela vient du Conte de Meckaw,
car il me disoit <desja> a Ratisbonne; il y a 4:e. ou 5 ans, que
je n'aurois plus affaire de pension, estant Prince reg-
nant, & peut estre, qu'il recerche[!] ceste pension luy mesme
ou paraventure ce sont des eschappatoires, pour n'en rien faire.


Zeitung daß sich die 4 außschreibende Städte, Straßburg,
Nürnberg, Vlm, vndt Franckfurt, Jhrer Kayßerlichen
Mayestät accommodirt, vndt zum friedensschluß bekennen,
So hofft man auch, der general Banner, werde cediren,
vndt der König in Franckreich, werde auch zu einem algemejnen
frieden, durch interposition des Bapsts, sich verstehen.
Die Schlesier vndt Breßlawer bequehmen sich auch zum frieden. et cetera

|| [[Handschrift: 317v]]


Jch habe Nachmittags, die Fürstin in 7benbürgen besuchtt,
nach dem Sie etwas genesen von ihrer Schwachheitt. Sie er-
zehlte mir vndter andern, wie daß der Churfürst von Saxen
begehrte, der Kayser sollte Landtgraf Wilhelms von
heßen
landt, Landtgraf Geörgen einraümen.


Sie hat 103 tausend Gulden von Rákóczi, heute regierender Fürst von Siebenbürgen, für alle ihre Güter in Ungarn und Siebenbürgen, welche 400 tausend Gulden wert waren, und der Kaiser gibt ihr für das auch 150 tausend Gulden, weil er ihr eine Herrschaft hat wegnehmen müssen, um diese wegen des Friedens dem Rákóczi zu geben.Elle a 103 mille Gulden (florenus)f: de Ragozj, Prince de Transylvanie
cejourd'huy regnant, pour tous ses biens <en Hongrie & 7benbürgen> lesquels
valoyent, 400 mille Gulden (florenus)f: & l'Empereur luy donne pour cela aussy,
150 mille Gulden (florenus)f: pource qu'il luy a fallu prendre une Seigneurie
d'elle & la donner a Ragozj, a cause de la pajx.


Sie will nicht mehr in dieses barbarische Land zurückkehren, beklagt sich heftig über die Rohheit der Ungarn und Siebenbürger, dass sie, den Deutschen Böses wollend, sie selbst vergiftet haben und jede Menge Mordtaten an ihren Fürsten begangen haben.Elle ne veut plus retourner en ce pays barbare se
plaignant fort de la rudesse des Hongrois & Transyl-
vains, qu'ils l'ont elle mesme empoisonnè[e], veulent mal
aux Allemands, & ont commis force meurtres de leur Princes.


Darnach vmb die Stadt <ein eckgen> spatziren gefahren.


BeachteNota Heute hat mir der Graf von Meggau ein sehr finsteres Gesicht gemacht, weiß nicht aus welchem Grund.Aujourd'huy le Comte de Meggau m'a fait fort grise mine,
ne scay, pour quelle rayson.

Freitag den 26. des JuniJunij: ⁄ 6. des JuliJulij: 1635.


heütte Morgen ist der Oberste Cratz, alß meineydig
vndt friedt<eydt> brüchig auf dem Rahthause enthaüptet wor[den.]
Es hat ihm auch sollen die handt abgehawen werden,
er ist aber damitt begnadiget worden.


Darnach bin ich mitt dem Kayser, vndt Kayserin[n] || [[Handschrift: 318r]]
hinauß aufs iagen, erst nach hietzingen, auf
die wahlfahrt, darnach nach Gatterburgk,
alda man gegeßen, vndt nach der mahlzeitt, geiagt,
Jhre Mayestät haben einen guten hjrsch geschoßen,
einen zwölfer der 4 zentner, vndt 60 Pfund (libra)℔: Wie-
ner
gewicht, (welches wie mir Jhre Mayestät selber
sagten, vber 5 Centner vnsers gewichts ist)
gewogen.


Vndter deßen weil wir <zu Gatterburgk> aßen, schlug das gehling
<[e]ndtstandene> wetter ein, am Schotten Thor innerhalb der Stadt, Wien,
an einer<der Schotten> kirche, vndt zündete die inngebeẅde des
Thurns[!] an, also daß er biß auf das Mawerwerck ab-
gebronnen, die gantze spjtze, die glocken als sie
geschmoltzen vndt herundter gefallen, haben Sie an
der kirche das gewölbe etwas eingeschlagen, <2 personen, todt blieben> vndt
das grab des alten Grafen von harrach etwaß
versehrt. Der pulverthurn[!] ist nicht weitt
darvon gewesen, aber Gott lob, so weitt ist das
wetter nicht kommen. Es that einen starcken schlag
diß donnerwetter, hat auch heütte viel geregnet,
biß gegen abendt, da wurde es <gar> schön wetter, wiederumb.


Die Kayserinn hette auch baldt ein groß vnglück
gehabt, da Sie nach der iagt auf ein pferdt sitzen wollen,
vndt zweymal herundter gefallen. Gott lob, daß es noch wol || [[Handschrift: 318v]]
abgelauffen, vndt Jhre Mayestät nicht getretten worden.


Der Erzherzog Leopoldt <Wilhelm>, war neben den Kayserlichen
Princeßinnen
, auch mitt draußen, vndt viel vornehme herrn.


Der Kayser, hat mir etzlich mahl gar gnedigst
zugesprochen, vndt von allerley gesprachet.


Jch bin mitt dem Fürsten von Eggenberg, auf seiner
kutzsche hinauß gefahren, vndt der hertzog von Neẅburg
(welcher zwar selber nicht mitt gewesen) hat mich
beritten gemachtt. Der Bischoff von Gurck,
Fürst von Eggenberg, Fürst von Dietrichstain, etcetera
waren auch mitt draußen.


Nach der Rückkehr in WienAl ritorno a Vienna, habe ich dem Grafen von
Megkaw
, in der Vorzimmeranticamera, dem außerordentlichenExtraordinario Spannischen
Ambassador Conte d'Onnata aber, an der stiegen im
Schloß zugesprochen, welche sich gewaltig, alle beyde[,]
mit unterschiedlicher Rücksichtdiverso respectu gegen mir, zu allem gutem erbotten.
Gott gebe darzu, gesegnete continuation, vndt erwüntzschte Erfolgeeffecta[.]

Samstag den 27. des JuniJunij. ⁄ 7. des JuliJulij.


Beachte wohlNota Bene der Graf von Megkaw, sagte mir gestern in der Vorzimmeranticamera
ich wehre ia der Regierende herr, vndter den Fürsten zu Anhaltt,
alleine, Jch antwortete aber wie es ist. EbensoJtem: auf mein an-
halten, gab er mir auch gute vertröstung, wegen herrnvetter[n]
Fürst Ludwigs, wann man sich darnach accommodiren würde[,] || [[Handschrift: 319r]]
etcetera[.] Ich habe gestern Bekanntschaft mit einigen Hofdamen der Kaiserin gemacht.J'ay aussy fait hier connoissance avec quelques
Dames de la cour de l'Jmperatrice.
EbensoJtem: mit dem Fürsten von Liechtensteinavec le Prince
de Lichtenstein
.


Zeitung das die conjunction zwischen den Stadischen, vndt Franzosen,
vor sich gegangen, bey Maestrich. Sie sollen 50 tausendmille Mann zu-
sammen, stargck sein. Der Cardinal Jnfante aber, will
ihnen, mitt 40 tausendmille begegnen, vndt soll gut volck, bey sich haben.
So hat auch Graf Johann von Naßaw, etzliche Stadische compagnien
geschlagen, nicht ferrne von Steffansweert.


EbensoJtem: zeitung, daß hertzog Rudolf Maximilian von Sachßen
Lawenburg
nach dem er zu Meylandt, liberirt worden, an itzo
vor den Pabst, zwey Regimenter werben thue.


Der Frantzose rüstet sich mitt machtt, so wol im Nieder-
lande, alß in Jtalien, wieder das hauß Oesterreich, iedoch
sagt man, das der Nuntius im Nahmen des Pabsts die
interposition tractire, vndt zum frieden den König in Frankreich
zu jncliniren man hofnung habe. Es soll sonsten zu
Roan in Normandy eine gewaltige meüterey, wegen der
vielen schatzungen, vndt auflagen, wieder des Königs
Amtsträgerministros, endtstanden sein, dergleichen meynet man, gehe
zu Tholouze, Bordeaux, vndt anderer orten, auch vor, also
daß der König, die inneren Unruhenmotus domesticos, werde stillen müßen,
vndt die äußeren Angelegenheitenexterna auf eine seytte stellen.


Der König in Engellandt, soll sich auch mjtt Spannien,
zu waßer conjungiren, vndt auff Franckreich zu, wollen.

|| [[Handschrift: 319v]]


Ein anderes Unglück gestern am Abend vor meinem Haus. Es ist ein Kutschenmacher, der eine für irgendeinen Agenten [Geschäftsträger] gemacht hat. Als er dieses Werk nun vollendet hatte, hat dieser Agent daran einen Verdruss gehabt und hat dem Meister erlaubt, diese Kutsche weiterzuverkaufen. Der Meister verkauft sie an den Obersten Götz. Der Agent überlegt es sich anders und will sie wiederhaben. Der Meister, der sie an den Obersten Götz verkauft hat, weigert sich und will die Kutsche dem Agenten nicht bringen lassen. Doch der Agent erscheint plötzlich mit etwa zehn Personen und bringt sie zwangsweise weg. Es hat viel Lärm und Getöse darüber gegeben und [ich] weiß nicht, was noch darauf folgen wird: so wie der Tag von gestern wird [er] berühmt sein wegen ein paar unseliger Unglücke.Vn autre malheur hier au soir devant ma mayson. Jl y a
un fayseur de carosses, quj en a fait un, pour quelque Agent.
Or estant achevè de faire; cest agent en a eu un desplaysir,
& luy a permis au maître de revendre ce carosse. Le maistre
le revend au Colonel Götz. ( L'agent change d'avis &
le veut ravoir. Le maistre l'ayant vendu, au Colonel se de-
fend & ne veut laisser emmener le carosse a l'agent. Mais
l'Agent survient avec une dixaine de personnes, & l'emmeine
par force. Jl a eu beaucoup de bruit & du tintammarre
pour cela & ne scay, ce qu'ensuivra encores: ainsy que le jour
d'hier, sera celebre, a cause de quelques funestes accidents.


Oberste Manteüffel, welcher gestern abendt, mitt mir
ins losament geritten, hat sich heütte zur Mittagsmalzeitt
endtschuldigett, weil er keine fische eße. Geyer ist
dem Bayrfürsten entgegen gezogen, vndter den Oesterreichischen
Landtständen
. Doctor Libenthal ist nicht zu hause. Nauwach
hat heütte seinen dienst. herr Loẅ hat den posttag zu schreiben,
und der heutige Tag ist auch nicht geeignet, um Festessen zu veranstaltenainsy que le jourd'huy n'est pas propre, pour faire des bancquets[.]


Der Sekretär des Herzogs Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg hat mich diesen Morgen vor dem Mittagessen besucht. Er glaubt, dass sein Herr möglichst bald hierher kommen wird, und dass der Herzog Franz Albrecht von seinem Gefängnis jederzeit befreit wird, um bei seiner Schwester, der Frau Markgräfin Gonzaga, zu wohnen.Le Secretaire du Duc Jules Henry, de Saxe Lawenburg m'est
venu voir ce mattin, avant disner. Jl croyt; que son maître viendra
au plustost icy, & que le Duc Frantz Albert sera delivrè de sa
prison, a toute heure, pour loger chèz sa sœur, Madame la Marquise Gonzag[a][.]


Nauwach jst bey mir gewesen, mitt sejnen liedern.


Beachte wohlNota Bene Gestern, hat sich des enthaüpteten Obersten Cratzens sejn kop[f]
nach der decollation, noch gereget, vndt das maul auff: vndt zuge-
than, in dem man vor sejne Seele gebehtet. Seine gühter
sejndt auch confiscirt worden.

|| [[Handschrift: 320r]]


Der oben genannte Sekretär sagt weiter, dass der Freiherr Schaffgotsch elfmal die Folter gehabt habe, und nicht zweimal, dass er mit einem Abgeordneten der Seinen gesprochen und ein von seiner Hand unterzeichnetes Schreiben gesehen habe, in welchem er sich darüber beschwert, so weiß man noch nicht deren Grundlage, denn ich weiß, dass der Graf von Schlick auch von zwei Malen gesprochen hat und die Frau Markgräfin Gonzaga dasselbe.Le susdit Secretaire continue a dire, que le Baron Schafgotzsch
auroit eu la question onze fois, & non deux fois, qu'il aurojt
parlè a un sien deputè, & veu un escrit, soubsignè de sa
main, ou il s'en plaint, ainsy on n'en scait le fondement encores,
car je scay, que le Conte de Schligk, l'a dit aussy, de 2 fois,
& Madame la Marquise Gonzaga de mesme.


Man glaubt, dass, obwohl die Mittäter des Friedländers in Regensburg weder gestern noch heute hingerichtet worden sind, sie es aber bald werden. So geht es, wenn man sich der Obrigkeit und den höheren Mächten widersetzt. Mann muss die Regel des Heiligen Paulus, Römerbrief 18 13. Kapitel, gut beachten, und man sieht deren Auswirkungen von der Hand Gottes, der die Hand über seine Stellvertreter auf Erden hält. Aber die Herzöge Julius Heinrich und Franz Albrecht von Sachsen-Lauenburg haben als Fürsten des Reiches nicht solche Urteile zu erwarten [und] hoffen auf ihre Freilassung durch Fürsprachen.L'on croyt, que si hier, nj aujourd'huy les complices du D
Fridlandois, n'ont estè executèz a Ratisbonne, qu'ils le seront
bien tost toutesfois. Voyla, ce que c'est, de s'opposer au Magistrat,
& aux puissances superieures. Faut bien observer la reigle de
Saint Paul; Romains 18 13. caput & l'on en void les effects de la main de
Dieu, quj tient la main, sur ses Lieutenants en terre.
Mais les Ducs Jules Henry, nj François Albert de Saxe Lauenburg
n'ont a attendre telles sentences, comme Princes de l'Empire,
<esperants leur deliverance, par jntercessions.>

Sonntag den 28. des JuniJunij: ⁄ 8. des JuliJulij:


Zeitung das der Churfürst von Saxen, dem Kayser, 10 Regiment[!] wieder den
Frantzosen vberlaßen. Nürnberg hat sich accommodirt, Vlm, Franck-
furt
, vndt Straßburg, begehren sich zu accommodiren. Der König
seye auf frankfordt zu, marchirt. Der Cardinal Infante hat
35 tausendmille zu fuß, vndt 13 tausendmille zu roß beysammen, deme kömbt der Picco-
lominj
auch zu hülfe, mitt etzlich 1000 Mann. Die holländer haben
sich mitt den Frantzosen conjungirt, vndt in die 55 tausendmille Mann zusammen
gebrachtt. Der general leutnant gallaaß marchirt nach Mayntz, den Churfürsten
alda in sein landt wieder einzusetzen. Die Schlesischen Stände
werden durch Gesandteper Legatos depreciren, vndt gnade erlangen. Cratz ist Catohlisch
gestorben, vndt hat gar sehr gebehtet, auch seinen Sohn zur fidelitet, dem haus Oesterreich, fleißig || [[Handschrift: 320v]]
vermahnet. Ezliche auß den Nieder Oesterreichischen Ständen,
seindt dem Churfürsten von Bayern, entgegen gezogen, ihn im
nahmen Kayßerlicher Mayestät anzunehmen, vndt außzuquittiren.
Er soll den 12.ten: des JuliJulij, Neẅen kalenders, anhero kommen. Der
ChurSäxische General leüttenampt Arnhejmb, soll cassiret worden sein.


heütte vormittags nach hoff gefahren, vndt mitt dem außerordentlichenex-
ztraordinarij
Spannischen Ambassador Conte d'Onnata allerley conversirt,
auch mitt dem Cardinal von harrach bekandt worden.


Der Oberste Manteüffel, Doctor Libenthal, Johann Loẅ,
vndt Bürgemeister Alemann, sejndt meine gäste zu Mittage
gewesen.


Nachmittags vergeblichfrustra nach hof gefahren, weil Jhre Mayestät
schon auß der kirche gewesen, vndt kejn Edelmanncavagliero mehr
in der Vorzimmeranticamera vorhanden. Der Pfaltzgraf von
Neẅburg
ist mir vor der Ritterstube, herauß gehende, begegnet.
Darnach, habe ich von außen, an der Schottenkirche, den vom
wetter, getroffenen Thurm, besehen, vndt mich verwundert,
es auch vor ein großes glück gehalten, daß sich das feẅer
in dem Thurm verhalten, vndt nicht an den pulferThurn[!]
kommen, welcher etwan zehen Schritt darvon stehet, sonsten
hette ein großes theil der Stadt, des Grafens Schljcks[,]
vndt anderer herren haüser, dörfen im brande aufgehen.
Gott lob daß es noch so gnedig abgegangen.


Zeitung daß der König in Polen, wieder den Schweden gewiß
zu felde gezogen.

|| [[Handschrift: 321r]]

Montag den 29. des JuniJunij. ⁄ 9. des JuliJulij. 1635.


Nach hof geritten, alda mitt dem Pfalzgrafen von Neẅburg
vndt altem Marggrafen allerley discurriret. EbensoJtem:
mitt dem Schatzmeister Curlandt.


Erfahren: daß heütte des Kaysers geburtstag ist, an
welchem Sie 57 iahr altt worden, vndt numehr ins
58. gehen, Gott wolle Jhre Kayserliche Mayestät zu seines
heiligen nahmens ehre, des Römischen Reichs wolfahrt, vndt
zu Jhrer Mayestät selbst eigenem besten, noch viel
vndt lange iahr in guter gesundtheitt vndt ge-
deylicher wolfahrt, gnediglich erhalten. Jhre
Mayestät haben heütte 57 ReichsthalerRthlr: auf den altar
gelegt, vndt geopfert, so viel iahr alß Sie erleben,
pflegen Sie ReichsthalerRthlr: aufzulegen. Es werden auch so viel
eyer im schmaltz zugericht, zur Mittagsmalzeitt, als
Jhre Mayestät iahr altt sein. Jhre Kayserliche Mayestät aber,
pflegen meistentheilß, mitt der Kayserinn, eine
zeitlang hero, im Zimmerin camera zu eßen, zu verhütung vieler
Unordnungendisordinj vndt competentzen der vmbstehenden, auch
daß Jhre Mayestät solcher gestaltt, geruhiger sein können.


Mjtt dem Marchese Palavicinj, habe ich auch zu discu-
riren vrsach genommen, ebensoJtem: mitt dem Fürsten von Eggenberg
und anderen& aliis, im Vorzimmerin anticamera vndt droben zu hoff.

|| [[Handschrift: 321v]]


Schreiben von Madame, vom 16. vndt 18. des JuniJunij, auch eins,
von hans ernst von Börstel über die Adresse des Postmeisters von Leipzigpar l'addresse du maître des postes de Leipzig>.
<Beachte wohlNota Bene> Mitteilung von MadameAvis de Madame daß den 13.den: dieses, Nachmittags vmb 2 vhr durch
einen Schmideknechtt, so einen schoß in ein Strohdach gethan, ein
großes Feẅer außkommen, das nichts mehr von hartzgero-
da
vbrig, alß das schloß, das Forwerck, Kittelshof vndt
7 haüser in der Stadt, 17 haüser in der vorstadt auf der
Freyheitt, vndt der Ehrenberg ist <noch> gantz stehen blieben.
Aber in der Stadt, ist die kirche, Rahthauß vndt alle
andere haüser, wie vorgedachtt, im grundt abgebrandt,
vndt haben die armen leütte fast nichts retten können,
die Schäferey bey Kittelshof wie auch der kornboden, etzliche
Ställe, das Thorhauß, ist alles hinweg, vndt wenn es
nicht bey Tag gewesen, wehre das schloß vndt alles mittein-
ander besorglich in die asche gelegt worden. Daß feẅer
ist recht gegen dem winde zugebrandt. Mein bruder gibt
sich gedultig darein, will den armen leütten wieder aufhelfen.
hat gantz abgedanckt, sein Regiment hat einer von her-
berstorff
bekommen. Fürst Ludwig hat auch an Reichs-
cantzler
geschrieben, vndt vmb seine diensterlaßung
angehalten. Man förchtet sich im lande eines großen
blutbadts, weil der Churfürst von Saxen, auf die Schwe-
dische
zu, gehen will. Man macht sich lustig vber mich,
wenn ich selber sollte wollen die lehn entpfangen,
vndt nichts beßers verrichten, als was ein agent verrichten || [[Handschrift: 322r]]
köndte, wie Löben vndt seines gleichen. Man will
mir nur in allem vor alleß zur lehensentpfängnüß
3 tausendmille ThalerThlr: verwilligen, welche ich meistentheilß schon
entpfangen, vndt verzehrt. Börstel vndt Stammer werden
sich einstellen, vndt eine kutzsche mitt 6 pferden mittbringen,
auch etzliche raysigen, damitt wirdt man viel geldt
verzehren, vndt vngelegenheitt haben. Des præsidenten Sohn
werden die herrenvettern abordnen, Stammer aber, (welcher
difficulteten gemachtt) soll hofmeister sein, vndt man
hat ihm 100 ThalerThlr: zu seiner außrüstung geben müßen,
hofft auch noch mehrere recompenß, weil er seine Mutter
sitzen leßet vndt seine Schwesternu, <hauß vndt hoff> vmb meinent wjllen.
Fürst Augustus vndt der præsident würden nach Staßfort
zum Banner, vndt Oxenstern soll schon im lande sein.
Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin wüntzschet meine anwesenheitt,
sehr im iüngsten handtbrieflein, vndt befahret sich ei-
nes großen blutbadts. Klaget vber den großen Miß-
wachs vndt elendt der lande. Will durch hanß Ernst
Börstels
hochzeitt, worbey die herrenvettern zu bernburg auch sein
werden, den præsidenten so viel als müglich verobligirt
machen, weil er ohne daß ein 30Jähriger diener ist.
Die Fürstin von Krannichfeldt ist alterirt wegen ihres
hofmeisters hat Madame weggenommen, um sie zu verärgerna prins a Madame pour la despiter, ihren Schmucksue gioje.
Wirdt aber verhoffentlich, durch die salveguardie
wieder erfreẅet werden. || [[Handschrift: 322v]]
etcetera


Nachmittags, bin ich wieder nach der Schotten kirche zu geritten
die brunst so neẅlich endtstanden, beßer zu betrachten,
welches mir ein Benedictiner Münch, (denn es ein
Benedictjner kloster ist) eigentlich erzehlet, vndt
gezeiget. Jnnwendig, nach dem es durch den Thurm geschla-
gen, hat es etzliche gräber verderbt, nicht des Grafen
von harrach
, sondern der herren Preüner, welche aber leichtlich
zu repariren. Es hat aber auch, von ejnem Altar, einen
<meßingen> leüchter hinweg <vndt mitten entzweyen> geschlagen, welcher Altar, zjmlich weitt,
hindter diesen gräbern jst, fast mitten in der kirchen,
vndt man kan gar nicht sehen, wo der Strahl an diesem
ortt durch die Mawer gangen seye. So hat es auch,
etzliche Todten knochen, hindter der kirche verderbett.
Am Thurn[!] aber hat es beyde weyser durchstrichen,
vndt ezliche ziffern außgelescht, darüber ich mich ver-
wundert, wie es beyde weyser (die doch gegen-
einander vber, rückwarts stehen) <al>so treffen können,
vndt an dem ortt nicht durch die Mawer quer hindurch
sondern von oben herabwerts geschlagen, vndt das feẅer
entzündet. Sonsten, ist das inngebeẅde am Thurn[!] ver-
brandt, die glogken zerschmoltzen, der knopff
herundter gefallen, vndt ein drey personen so
retten wollen hart verwundet worden, darundter
ein Capuziner, ein Schlotfeger, vndt ein zimmermann
gewesen, Es ist aber, keiner gestorben. Der pulferthurm || [[Handschrift: 323r]]
ist gar nahe an der kirchen, vndt hette leichtlich ein
großes vnheyl, wann das pulfer angangen, den nechsten
haüsern daherumb, alß der Bethlen Gaborin, dem
Graf Schligken, dem herrn bischoff zu Wien vndt andern,
ia der gantzen Stadt, auß solchem brandt endtstehen können.
Es jst noch allezeitt beßer in die barmhertzige handt
Gottes, zu fallen, alß in der Menschen hände.
Aber leyder! zu hartzgeroda, ists strenger abgegangen.


Der benedictiner zeigete mir auch ihr Speisesaalrefecto-
rium
, vndt erzehlete mir, vndter andern, wie ihr orden,
fast der stärckste wehre, vndter den Münchsorden,
Es wehren wol 24 Päbste, 1500 Cardinäle,
3000 bischoffe, vndt 25000 heiligen, auß
diesem orden creirt vndt geweyhet worden, da-
durch hette der Orden also zugenommen. Die residentz
Sancti Benedictj, ihres Patriarchen, (wie er ihn nennet,
weil er gleich dem Patriarchen Abraham, vndt
Jacob, etcetera viel anzahl kinder, die nach seinem
nahmen genennet, hinterlaßen) seye zu Monte
Cassino
, jm Königreich Neapolis gewesen.
Diß kloster alhier zun Schotten ist schlecht, gebawet,
hat einen Prælaten vndt 20 ordensbrüder.
Wirdt darumb zun Schotten genennet, weil es selbi-
ger nation erstlich gegeben vndt eingereümt worden,
itzundt aber ist kein Schottländer mehr darinnen zu finden || [[Handschrift: 323v]]
usw. usw. usw.perge perge perge[.]

Dienstag den 30. des JuniJunij: ⁄ 10.den des JuliJulij:


An Madame geschriebenEscrit a Madame auf morgen; gebe gott datirt, wegen des Posttags.


Jhre Mayestät sejndt wieder hinauß, aufs iagen. Jch
habe es zu spähte erfahren, bin destwegen, nicht <mitt> hinauß,
wjewol auch, vjel andere herren innegeblieben.


Ich muss hier daher müßiggehen und zu meinem großen Bedauern meine Zeit verlieren, ohne etwas zu tun, das etwas brächte.Jl faut ajnsy lanterner jcy; et perdre mon temps,
a mon grand regret, sans rien faire, quj vaille.


Johann Löw hat mir abermal manquirt, wegen der promittirten
1000 Gulden (florenus)f: von Herzendel coraçon. Viel versprechen kostet wenig.Promissis, dives quilibet esse potest.
Aber das HerzMas el coraçon, ist bemüht gewesen, sie bei dem Herrn Abt von Lilienfeld auszuleihen (durch den Kaiser)è stato sforzato; d'jmprestarlj al
Signor d'Abbate, di Gigljocampo, (per l'Jmperatore)
[.] Jeder nimmt jetzt, wo er [etwas] findet, um genug zu haben, die Welt zufrieden zu stellen, hauptsächlich bei diesen Feierlichkeiten.Chacun
prend maintenant, ou jl trouve, afin d'avoir e de quoy
contenter le monde, principallement en ces solennitèz.


Wann eine Marck Sjlbers, auf 12 ReichsthalerRthlr: alhjer
kömpt, so kömbt das loht, auf 9 schilling, wie ichs neẅlich
am handtbecken, mitt ziergoldt gekaüft, wan<jedoch> nach Wie-
ner
gewichtt. Wann jch aber, weiß sjlber kaüffe,
kan jch das loht alhier, vmb 8 Schilling (solidus)ß: bekommen, Augspurger Probe [Güte eines Metalls]proba,
Thete das Marck; 10 ReichsthalerRthlr: <Vndt> 1 gülden, Wjener gewichtt,
wie ich dann heütte, ejn par klejne Sjlberne leüchter erhandelt,
das loht, vmb 1 Gulden (florenus)f: oder 8 schjlljnge, welches ejnes ist. et cetera
Es wuge 1 Mark (Gewichtseinheit und Münze)m: 10 loht, vndt 1 quintle, helt jst aber keine
Probe [Güte eines Metalls]proba drauf, vndt mir vor 12 löhtig Silber nur verkauft
worden.

|| [[Handschrift: 324r]]


Diesen abendt zu hof aufgewartett, alß Jhre Kayserliche
Mayestät
vom iagen wiederkommen, vndt mitt dem Cardinal
von Dietrichstain
conversirt, wie auch mitt den Fürsten
von Lichtenstain, Dietrichstein vndt Neẅburg, auch
dem Fürsten von Eggenberg. Darnach haben
wir im ballhause, die beyden Fürsten von Eggenberg
vndt Dietrichstain, vndt andre Edelleutecavaglierj, thur-
nieren sehen, da sie Sich gev̈bt, gegen die Chur Bayrische
bevorstehende hochzejtt.


Beachte wohl, beachte wohlNota Bene Nota Bene Versprechenpromesse vom Abt [von] Lilienfeld, der dritten Seite<a> Abbate Lilienfeld 3:æ. partis, obwohl er nichts anderes tut, als nach Listen und Ausflüchten zu suchen, will mich (wie zum Spaß, doch manchmal ganz bewusst) sogar dazu verleiten, ein Papist zu werden, und beklagt sich darüber, dass ich es vor 15 Jahren in [Wiener] Neustadt nicht habe werden wollen. Oh Gott, stärke mich in der richtigen Beständigkeit, damit ich weder durch Versprechungen noch durch Gaben, weder nach rechts noch nach links wanke, sondern treu auf deinen Wegen wandle.combien qu'il ne
face autre chose, que cercher[!] des subterfuges & eschap-
patoires, voire, (comme par jeu, mais quelques fois a bon escient)
me veut induire a devenir Papiste, & se plaint de ce
que je ne l'ay voulu devenir, il y a 15 ans, a Neẅstadt.
Ô Dieu, fortifie moy, en la vraye constance, afin
que nj pour promesses, nj pour dons, je ne fleschisse nj a
droite, nj a gauche, ains que je chemine fidellement
en tes voyes.
Es wehret nur ein klejne zejtt, vndt
hilfft doch nichts, zur Sehligkeitt!v


Textapparat
a Ab hier ebenfalls zu streichen: "wegen zweyer Jagttage, eines"
b Zitatanklang an menippeische Satire "Nescis quid serus vesper vehat" des Marcus Terentius Varro, überliefert durch Gellius: Noctes Atticae, S. 392, XIII, 11, 1.
c Name verwischt.
d Für das erste Siegel.
e Für das zweite Siegel.
f Zitat aus Cicero: Paradoxa stoicorum 6, 3, 49, S. 240.
g Zitat aus Seneca: Epistulae morales I, 1, 5, S. 10.
h Zitat der Figur des Titiro aus dem I. Akt, 4. Szene, in Guarini: Il pastor fido, o. S.
i Zitat der Figur des Montaro aus dem I. Akt, 4. Szene, in Guarini: Il pastor fido, o. S.
j Zitatanklang an Cicero: Epistulae ad familiares, VII, 11(16), S. 388, Z. 1.
k Zitat aus Catonis: Disticha moralia, II, 26, S. 81.
l Zitat vom Beginn des II. Akts, 4. Szene, aus Guarini: Il pastor fido, o. S.
m Nicht ermittelt.
n Zitat aus Vergil: Aeneis, VI, 620, S. 318.
o Wahrscheinlich auf Grundlage der italienischen Ausgabe von Mexía: La selva di varia lettione, V, 8, S. 24v-29r.
p Person nicht ermittelt.
q Person nicht ermittelt.
r Von den fünf bekannten und damals noch lebenden Söhnen des Emirs Fachr-ad-Din II. wurden lediglich Haidar, Mansur und Buluk hingerichtet.
s Personen nicht ermittelt.
t Auflösung unsicher.
u Nicht ermittelt.
v Zitiert nach den beiden letzten Zeilen aus der siebten Strophe des lutherischen Kirchenliedes "Warum betrübst du dich, mein Herz" (Autor unbekannt).

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abandonniren
aufgeben, verlassen, zurücklassen
Acceptationspatent
Annahmeurkunde
accommodiren
sich anpassen, sich fügen, sich (gütlich) vergleichen
accommodiren
einrichten, ausstatten
affection
(positive oder negative) Einstellung jemandem gegenüber; meist Gewogenheit, Zuneigung
affectionirt
gewogen, geneigt
Agent
(diplomatischer) Geschäftsträger
Ambassador
Abgesandter, Botschafter
anziehen
anführen, erwähnen
Armada
Armee, Heer
Armada
Kriegsflotte
ausquittiren
hinausgeleiten
Avis
Nachricht
Avisbrief
schriftliche Anzeige eines Wechsels
Ballhaus
für das Ballspiel errichtetes Gebäude
Bassa
Statthalter einer osmanischen Provinz
befahren
befürchten
Beilager
Hochzeit, erster Beischlaf
Calumnie
falsche Beschuldigung, Verleumdung
Captivitet
Gefangenschaft
cediren
weichen
cediren
abtreten, übereignen
Commercien
Handelsgeschäfte
Competenz
Rangkonflikt
componiren
(sich) einigen, (sich) vergleichen
componiren
einrichten
componiren
(Konflikt) beilegen
comportiren
sich gut vertragen, sich freundlich verhalten
condemniren
verurteilen, verdammen
Conjunction
Vereinigung, Zusammenführung
conjungiren
verbünden, vereinigen, zusammenführen
contentiren
zufrieden stellen
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
convinciren
(einer Schuld) überführen
cortesisch
höflich
Coste
Küste
Creditiv
Beglaubigungsschreiben
Decollation
Enthauptung
Defension
Verteidigung
denunciren
ansagen, verkünden
depreciren
Abbitte tun
differiren
verschieben
Difficultet
Schwierigkeit
Dignitet
Würde, Standeswürde
Doppie
Goldmünze
ein
ungefähr
Einspänniger
Kriegsknecht mit Pferd, fürstlicher Bediensteter, Stadtknecht; berittener Bote, Geleit- und Meldereiter
Einspänniger
Eigentümer eines kleineren bäuerlichen Besitzes, der meist nur Handdienste leistet
Erichtag
Dienstag
excipiren
ausnehmen
Factor
lokaler Geschäftsführer eines Handelsunternehmens
Factor
Beauftragter für Geld- und Handelsangelegenheiten
Fidelitet
Treue
Filß
Verweis
Fräuleinsteuer
bei Vermählung einer Tochter des Herrscherhauses von den Untertanen zur Beschaffung der Aussteuer zu entrichtende Abgabe
Frontir
Grenze
Fußvolk
sämtliche Soldaten zu Fuß (Infanterie) innerhalb eines Heeres
gähling
plötzlich, unversehens
Geldschatzung
Erpressung von Geld als außerordentliche Kontribution
Generalquartiermeister
Vorgesetzter aller Quartiermeister
improbiren
missbilligen, tadeln
Impuritet
Verunreinigung
incliniren
zu etwas neigen
inhibiren
verbieten
Inscription
Inschrift
insinuiren
(ein Schriftstück) einhändigen, übergeben, zustellen, (heimlich) hinterbringen
insinuiren
sich einschmeicheln
Intercession
Fürbitte, Vermittlung
Interposition
Dazwischenstellung, Vermittlung
intimiren
ankündigen, veröffentlichen
Johannistag
Gedenktag für Sankt Johannes den Täufer (24. Juni)
justificiren
Strafe vollstrecken
Kammersache
Angelegenheit eines mit einer spezifischen Funktion betrauten Kollegiums von Amtsträgern (z. B. Amtskammer, Hofkammer oder Kriegskammer)
Kastner
eigentlich Verwalter des Kornspeichers, teils auch Amtmann über alle Einkünfte
Knopf
Turmkugel (oft vergoldete Metallkapsel auf der Spitze eines Turmes)
Knopf
kleiner rundlicher Körper am Ende eines Gegenstandes (z. B. eines Degens, Sattels oder Stockes)
Krabate
Kroate
Kriegspressur
Kriegsbedrückung, Kriegsbeschwerung
Landesdefension
Landesverteidigung
Lehenwahr
bei der Belehnung zu entrichtende Gebühr
liberiren
befreien, freilassen
Losament
Unterkunft, Wohnraum
manquiren
fehlen, mangeln
Tag Mariä Heimsuchung (Visitatio Mariae)
Gedenktag an den Besuch der schwangeren Maria bei ihrer Verwandten Elisabeth (2. Juli)
Mark
Gewichtseinheit für Gold und Silber
Maß
Raummaß, Hohlmaß
Matte
spanische Münze (Taler)
Memorial
Denkschrift, Eingabe, Bittschrift, Gesuch
Memorial
Erinnerungsschrift
Muht
Getreidemaß
Ordinanz
Befehl, Anordnung
Patagon
Münze (spanische Niederlande)
Pension
Gnaden- oder Ruhegehalt
Pension
Kostgeld
Pension
Dienstgeld, Besoldung
perturbiren
beunruhigen, stören, verwirren
Pistole
spanische Goldmünze; Doppelescudo (Dublone)
Pistolette
Pistole (spanische Goldmünze)
postiren
mit der Eilpost reisen
Praetext
Vorwand, Scheingrund
procuriren
etwas besorgen, für etwas Sorge tragen
promittiren
versprechen, zusagen
Quartiermeister
für die Beschaffung von Verpflegung und Unterkunft zuständiger Unteroffizier
Quintanarennen
Wettkampf, bei dem die Teilnehmer mit ihrer Lanze ein lebloses Ziel (meist drehbare Figur eines geharnischten Ritters) treffen mussten
recidiv
rückfällig
Recognition
Anerkennung einer Sache
Recompens
Belohnung, Vergütung
Recuperation
Zurückeroberung
Relation
Bericht
remittiren
zugestehen
remittiren
verweisen
remittiren
(Geld oder Wechsel) schicken
remittiren
nachlassen, erlassen
resigniren
Verzicht leisten, entsagen
resigniren
abdanken, (ein Amt) aufgeben
resolviren
entschließen, beschließen
Ring(el)rennen
Wettkampf, bei dem der Reiter in vollem Galopp mit der Lanze oder dem Wurfpfeil einen Ring berühren musste
Salva Guardia
militärischer Schutz, Schutzwache
Salva Guardia
sicheres Geleit durch Soldaten
Salva Guardia
Schutzbrief für Reisende
Salva Guardia
Schutzbrief gegen weitere Kontributionen und andere Sonderzahlungen
Scheledon
Skelett
Sentenz
Gerichtsurteil, Rechtsspruch
spargiren
ausstreuen, ausbreiten
Stück
Geschütz
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
suspiciren
verdächtigen
Tag Peter und Paul
Gedenktag der beiden Apostel Petrus und Paulus (29. Juni)
Thum(b)probst
Dompropst (Vorsteher und Vertreter eines Domkapitels nach außen)
torquiren
foltern
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
Tradiment
Verrat
Treffen
Schlacht
vaciren
offen sein
vaciren
frei sein
Valor
Geltung
Valor
Wert
verehren
schenken
verobligiren
verpflichten
Victualien
Lebensmittel
Volk
Truppen
vorbiegen
vom Weg abbringen
Weixel
Name für verschiedene Kirschenarten
Zeitung
Nachricht
Patriarch Abraham

Anm.: Biblische Figur.

Weiterführende Informationen in der DNB
N. N. Adler (2)

Anm.: Feuerwerker des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647).
Kaiser Jakob von Äthiopien
Kaiser Malak Sagad II. von Äthiopien

gest.: 1606
Anm.: Sohn des Kaisers Sarsa Dengel (Malak Sagad I.) von Äthiopien (1550-1597); 1597-1603 und seit 1604 Kaiser von Äthiopien.
Sophia von Baudissin
Sophia von Ahlefeld
Geburtsname: Sophia von Rantzau

geb.: 1620
gest.: 1697
Anm.: Tochter des Gerhard von Rantzau (1558-1627); 1633-1646 erste Ehe mit Wolf Heinrich von Baudissin (1597-1646); 1650-1670 zweite Ehe mit Cai von Ahlefeld (1591-1670).
Antônio de Albuquerque Maranhão

gest.: 1667
Anm.: Sohn des Jerômino de Albuquerque Maranhão (1548-1632); 1622-1634 Gouverneur von Paraíba.
Johann Alemann

geb.: 1596
gest.: 1636
Anm.: Sohn des Magdeburger Bürgermeisters Johann Martin Alemann (1554-1618); 1618-1629 Ratsherr in Magdeburg; seit 1625 Führer der kaiserlichen Partei in seiner Stadt; 1626-1629 kaiserlicher Statthalter in Magdeburg; 1633 Kommissar bei der kaiserlichen Armee in Hildesheim.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Michael Adolph von Althan(n)

geb.: 1574
gest.: 1636
Anm.: Sohn des Christoph von Althan(n) (1529-1589); um 1598/99 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1600 Kommandant der kaiserlichen Leibgarde, später Obrist (1603), Feldmarschall (1607) und Hofkriegsrat; 1608 Landobrist von Österreich ob der Enns; 1618 Mitbegründer des kurzlebigen Ritterordens Ordo Militiae Christianae, dessen deutsch-polnisch-ungarischem Zweig er als Großmeister vorstand; seit 1627 kaiserlicher Kämmerer; 1610 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Fernando Álvarez de Toledo y Pimentel
Duque Fernando de Alba de Tormes
Marqués Fernando de Coria

geb.: 1507
gest.: 1582
Anm.: Sohn des García Álvarez de Toledo y Zúñiga, Marqués de Coria (gest. 1510); spanischer Grande; ab 1510 Marqués de Coria; seit 1531 Duque de Alba; 1532 Befehlshaber spanischer Hilfstruppen gegen die Türken in Ungarn; 1535 Teilnahme an der Eroberung von Tunis; ab 1541 nacheinander Mayordomo Mayor der Könige Karl I. (1500-1558) und Philipp II. von Spanien (1527-1598); Consejero de Estado; 1542 Feldherr gegen die französische Armee bei Perpignan; 1546/47 Kommandeur der spanischen Tercios im Schmalkaldischen Krieg; 1555-1559 spanischer Capitán general in Italien; 1555/56 Gouverneur des Herzogtums Mailand; 1556-1559 Vizekönig von Neapel; 1567-1573 Statthalter und militärischer Oberbefehlshaber in den Spanischen Niederlanden; seit 1580 Vizekönig und Condestable von Portugal; ab 1546 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Giovan Battista Andreini
Lelio

geb.: 1576
gest.: 1654
Anm.: Sohn des Schauspielers, Impresarios und Autoren Francesco Andreini (1548-1624); berühmter Schauspieler, Konduktor und Stückeschreiber; zunächst Mitglied der elterlichen Comedia-dell'Arte-Truppe "Compagnia dei Comici Gelosi"; 1601 Gründung der eigenen Truppe Compagnia dei Comici Fedeli ("I Fedeli"), die große Erfolge in Italien und Frankreich feierte; Schutz und die Förderung durch die Herzöge von Mantua, Vincenzo (1562-1612), Francesco IV. (1586-1612) und Ferdinando Gonzaga (1587-1626); vgl. Pierre Louis Duchartre: The Italian Comedy. The vImprovisation Scenarios, Lives, Attributes, Portraits and Masks of the Illustrious Characters of the Commedia dell'Arte, New York 1966, S. 94-96; Siro Ferrone: La Commedia dell’Arte. Attrici e attori italiani in Europa (XVI–XVIII secolo), Torino 2014, S. 260-262; Robert Henke: Performance and Literature in the Commedia dell'Arte, Cambridge 2002, S. 210-215; Allardyce Nicoll: World of Harlequin. A Critical Study of the Commedia dell'Arte, Cambridge [u. a.] 1986, 171-175; Roberto Tessari: Commedia dell'Arte: La Maschera e l'Ombra, Milano 1981, S. 6; ders.: La Commedia dell’Arte. Genesi d’una società dello spettacolo, Roma/Bari 2013, S. 58f., 95, 102, 168-170 und 172-178.

Weiterführende Informationen in der DNB
Virginia Andreini (1)
La Florinda
Geburtsname: Virginia Ramponi

geb.: 1583
gest.: 1630/31
Anm.: Erfolgreiche Schauspielerin und Sängerin; seit 1601 Ehe mit Giovan Battista Andreini, mit dem sie die Schauspieler-Compagnie "I Fedeli" leitete; Künstlername nach dem von ihrem Mann verfassten, 1603 in Florenz uraufgeführten Stück "La Florinda"; vgl. Siro Ferrone: La Commedia dell'Arte. Attrici e attori italiani in Europa (XVI-XVIII secolo), Torino 2014, S. 306-308; Emily Wilbourne: Seventeenth-Century Opera and the Sound of the Commedia dell’Arte, Chicago/London 2016, passim.
Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.
Fürst Joachim Ernst von Anhalt

geb.: 1536
gest.: 1586
Anm.: Sohn des Fürsten Johann IV. von Anhalt-Zerbst (1504-1551) und Großvater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1562-1570 gemeinsam mit seinem Bruder Bernhard (1540-1570) regierender, seit 1570 alleinregierender Fürst von Anhalt.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Fürstin Anna von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Gräfin Anna von Bentheim-Steinfurt und Tecklenburg

geb.: 1579
gest.: 1624
Anm.: Tochter des Grafen Arnold II. von Bentheim-Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); ab 1595 Ehe mit Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Mutter Christians II.; führte gemeinsam mit ihrer Tochter Eleonora Maria (1600-1657) seit 1617 die "Noble Acaémie des Loyales" oder "Getreue Gesellschaft", eine Gesellschaft hochadliger reformierter Damen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb.: 1604
gest.: 1640
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.
Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg

geb.: 1568
gest.: 1630
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Vater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1582 Reise nach Konstantinopel; 1591/92 Führer eines Expeditionskorps für Heinrich von Navarra; 1592 Übertritt zum reformierten Glauben; 1592/93 Befehl über die protestantischen Truppen im Krieg um das Bistum Straßburg; 1595-1620 oberpfälzischer Statthalter in Amberg und zunehmend Leiter der pfälzischen Politik; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1610 Unionsgeneral im klevisch-jülischen Krieg; 1619/20 Kommandierender der pfälzisch-böhmischen Truppen, nach deren Niederlage in der Schlacht am Weißen Berg durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637) geächtet; Flucht nach Schweden (1621) und Flensburg (1622-24); 1624 Aufhebung der Reichsacht; seit 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sehnliche").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg

geb.: 1599
gest.: 1656
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); Kurzbiographie im Rahmen dieser Edition unter http://www.tagebuch-christian-ii-anhalt.de/index.php?article_id=15.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb.: 1603
gest.: 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg

geb.: 1632
gest.: 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg

geb.: 1608
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1626/27 Gesandtschaften nach Wien und Dresden; ab 1628 kaiserlicher Obrist; seit 1630 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; ab 1631 kursächsischer Obrist, als welcher er in der Schlacht bei Lützen tödlich verwundet wurde; seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlbewahrte").

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürstin Louise Amalia von Anhalt-Bernburg

geb.: 1606
gest.: 1635
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.
Fürstin Sibylla Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb.: 1602
gest.: 1648
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb.: 1634
gest.: 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb.: 1613
gest.: 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; 1637-1641 hessisch-kasselischer Generalmajor; seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Fürstin Dorothea von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Pfalzgräfin Dorothea von Pfalz-Simmern

geb.: 1581
gest.: 1631
Anm.: Tochter des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Simmern (1543-1592); 1595-1618 Ehe mit Fürst Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618); seit 1619 Witwensitz auf Schloss Sandersleben.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Friedrich Moritz von Anhalt-Dessau

geb.: 1600
gest.: 1610
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Georg Aribert von Anhalt-Dessau

geb.: 1606
gest.: 1643
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1618 gemeinsam mit seinem Bruder Fürst Johann Kasimir (1596-1660) regierender Fürst von Anhalt-Dessau (bis 1625 unter dessen Vormundschaft); 1625-1629 in kaiserlichen Kriegsdiensten; residierte seit 1632 in Wörlitz; ab 1637 morganatische Ehe mit Johanna Elisabeth von Krosigk; seit 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anmutige").

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Johann Georg I. von Anhalt-Dessau

geb.: 1567
gest.: 1618
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1603-1606 Regent des Fürstentums Anhalt (im Namen seiner Brüder); ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Dessau und Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlriechende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau

geb.: 1627
gest.: 1693
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); schwedischer Obrist (1655-1657) und Generalmajor (1658); ab 1658 kurbrandenburgischer General und Statthalter der Kurmark; später auch Geheimer Staats- und Kriegsrat in Berlin sowie Feldmarschall (1670); seit 1660 regierender Fürst von Anhalt-Dessau; ab 1670 Senior des Hauses Anhalt; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefüllte").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb.: 1596
gest.: 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen

geb.: 1579
gest.: 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1596/97 Reise in die Niederlande, England und Frankreich; Studium in Siena (1599/1600) und Florenz (1599-1601); 1600 Aufnahme in die Florentiner Accademia della Crusca ("L'Acceso"); ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Köthen; 1631-1635 schwedischer Statthalter der Stifte Magdeburg und Halberstadt; 1617 Mitbegründer und bis zu seinem Tod erstes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nährende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Fürstin Sophia von Anhalt-Köthen
Geburtsname: Gräfin Sophia zur Lippe

geb.: 1599
gest.: 1654
Anm.: Tochter des Grafen Simon VI. zur Lippe (1554-1613); 1626-1650 Ehe mit Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650).

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb.: 1575
gest.: 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Fürst Emanuel von Anhalt-Plötzkau
Fürst Emanuel von Anhalt-Köthen

geb.: 1631
gest.: 1670
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Lebrecht (1622-1669) in Plötzkau; ab 1657 in schwedischen Kriegsdiensten; 1659/60 in dänischer Gefangenschaft; 1662 Teilnahme am venezianischen Feldzug gegen die Türken; 1665-1669 zusammen mit seinem Bruder Lebrecht regierender, seit 1669 alleinregierender Fürst von Anhalt-Köthen; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Strebende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Ernst Gottlieb von Anhalt-Plötzkau

geb.: 1620
gest.: 1654
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1653 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Emanuel (1631-1670) und Lebrecht (1622-1669) in Plötzkau; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Starke").

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
Fürst Lebrecht von Anhalt-Köthen

geb.: 1622
gest.: 1669
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürstin Sibylla von Anhalt-Plötzkau
Geburtsname: Gräfin Sibylla zu Solms-Laubach

geb.: 1590
gest.: 1659
Anm.: Tochter des Grafen Johann Georg zu Solms-Laubach (1547-1600); 1618-1653 Ehe mit Fürst August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653).
Fürst Johann IV. von Anhalt-Zerbst

geb.: 1504
gest.: 1551
Anm.: Sohn des Fürsten Ernst von Anhalt-Zerbst (1451-1516) und Urgroßvater Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1544 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürstin Magdalena von Anhalt-Zerbst
Geburtsname: Gräfin Magdalena von Oldenburg

geb.: 1583
gest.: 1657
Anm.: Tochter des Grafen Johann XVI. von Oldenburg (1540-1603); 1612-1621 Ehe mit Fürst Rudolph von Anhalt-Zerbst (1576-1621).

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Rudolph von Anhalt-Zerbst

geb.: 1576
gest.: 1621
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; seit 1618 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Süße").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Anna

Anm.: Gestalt apokrypher Schriften und der christlichen Tradition; Mutter von Maria und damit Großmutter von Jesus Christus; als Heilige verehrt.

Weiterführende Informationen in der DNB
Marcus Antonius

geb.: 86/83/82 v. Chr.
gest.: 30 v. Chr.
Anm.: Sohn des römischen Konsuls Marcus Antonius Orator (143-87 v. Chr.); Vertrauter von Gaius Iulius Caesar (100-44 v. Chr.); seit 50 v. Chr. römischer Augur; 44 v. Chr. Konsul; 43-32 v. Chr. Triumvir; danach erfolgloser Krieg gegen Octavian (63 v. Chr.-14 n. Chr.).

Weiterführende Informationen in der DNB
Aristoteles

geb.: 384 v. Chr.
gest.: 322 v. Chr.
Anm.: Griechischer Philosoph und Universalgelehrter.

Weiterführende Informationen in der DNB
Hans Georg von Arnim

geb.: 1583
gest.: 1641
Anm.: Sohn des Bernd von Arnim (1550-1611); 1613-1617 schwedischer Obrist; 1621 Wechsel in polnische Kriegsdienste; kaiserlicher Obrist (1626-1628) und Feldmarschall (1628/29); 1631-1635 kursächsischer Feldmarschall; 1637/38 in schwedischer Gefangenschaft; 1638 erneuter Eintritt in kaiserlich-kursächsische Dienste; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gepriesene").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Johann August von der Asseburg

geb.: 1611
gest.: 1660
Anm.: Sohn des Christoph Johann von der Asseburg (1580-1651); Erbherr auf Ampfurt und Eggenstedt.
Hans Joachim Aspan von Haag

gest.: 1645
Anm.: Sohn des Landrats Jakob Aspan von Haag (gest. 1610); Herr auf Lichtenhaag, Hartheim und Wimspach.

Weiterführende Informationen in der DNB
Wolf Helmhard Auer von Herrenkirchen

geb.: 1610
gest.: 1660
Anm.: Oberösterreichischer Exulant; seit 1624 Hofjunker des Grafen Friedrich Kasimir von Ortenburg (1591-1658); vor 1634 vorübergehend in Kriegsdiensten.
Georg Ayrmann
Georg Eyermann

geb.: ca. 1575
gest.: 1651
Anm.: Sohn von Georg Ayrmann (gest. vor 1600) aus Bamberg; Nürnberger Kaufmann; ab etwa 1600 Handelsdiener bei der Petzschen Handlung; seit 1602 Nürnberger Bürger; ab 1608 Genannter des Größeren Rats der Reichstadt; ab ca. 1610 mit eigener Handelsgesellschaft mit Hauptsitz in Nürnberg und zweitweise in Leipzig; 1623 Nobilitierung; vgl. Lambert F. Peters: Der Handel Nürnbergs am Anfang des Dreißigjährigen Krieges. Strukturkomponenten, Unternehmen und Unternehmer - eine quantitative Analyse. Stuttgart 1994, S. 213-275.

Weiterführende Informationen in der DNB
Bartholomäus Backofen

Anm.: Geboren in Susteren (Herzogtum Jülich); ab 1611 Medizinstudium in Franeker; Promotion zum Dr. med.; seit 1619 praktizierender Arzt; 1626/27 Hausarzt des Prinzen Christian d. J. von Anhalt.
Markgraf Friedrich V. von Baden-Durlach

geb.: 1594
gest.: 1659
Anm.: Sohn des Markgrafen Georg Friedrich von Baden-Durlach (1573-1638); ab 1622 regierender Markgraf von Baden-Durlach; 1634-1649 abgesetzt und Leben im Exil; seit 1632 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verwandte").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach

geb.: 1573
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Markgrafen Karl II. von Baden-Durlach (1529-1577); ab 1604 regierender Markgraf von Baden-Durlach; Mitglied und General der Protestantischen Union; 1621/22 antikaiserlicher Feldherr; 1622 Abdankung zugunsten seines Sohnes Friedrich V. (1594-1659); 1627 dänischer Generalleutnant; lebte seit 1634 in Straßburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Markgraf Karl von Baden-Durlach

geb.: 1598
gest.: 1625
Anm.: Sohn des Markgrafen Georg Friedrich von Baden-Durlach (1573-1638); 1619 Rittmeister unter seinem Vater im Unionsheer, kurz darauf Ernennung zum Obristen; 1621/22 Teilnahme an den Feldzügen seines Vaters; 1623 Obrist unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); 1625 Kampf für die Franzosen im Veltlin; vgl. Johann Christian Sachs: Einleitung in die Geschichte der Marggravschaft und des marggrävlichen altfürstlichen Hauses Baden, 4. Teil, Karlsruhe 1770, S. 493-498.

Weiterführende Informationen in der DNB
Malatesta Baglioni
Bischof Malatesta von Pesaro
Bischof Malatesta von Assisi

geb.: 1581
gest.: 1648
Anm.: Sohn des Gianpaolo Baglioni (1552-1608); 1612-1641 Bischof von Pesaro; 1634-1639 Apostolischer Nuntius am Wiener Kaiserhof; seit 1641 Bischof von Assisi.
Johan Banér

geb.: 1596
gest.: 1641
Anm.: Sohn des Gustaf Axelsson Banér (1547-1600); schwedischer Obrist (1621), Generalmajor (1623), General der Infanterie (1630) sowie Feldmarschall im Nieder- und Obersächsischen Reichskreis (1634); ab 1630 Reichsrat; seit 1634 Oberbefehlsshaber der schwedischen Armee in Deutschland; ab 1638 zugleich Generalgouverneur in Pommern; seit 1633 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Haltende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Carlo Barberini
Duca Carlo di Cesi e Monterotondo

geb.: 1562
gest.: 1630
Anm.: Sohn des Antonio Barberini (gest. 1571) und Bruder von Papst Urban VIII. (1568-1644); ab 1623 Gonfaloniere der Heiligen Römischen Kirche.

Weiterführende Informationen in der DNB
Francesco Barberini
Bischof Francesco von Sabina
Kardinalbischof Francesco von Ostia (e Velletri)

geb.: 1597
gest.: 1679
Anm.: Sohn des Carlo Barberini (1562-1630); Neffe und 1623-1644 Kardinalnepot von Papst Urban VIII. (1568-1644); ab 1633 römischer Großinquisitor; seit 1645 Bischof von Sabina; ab 1666 Kardinalbischof von Ostia (e Velletri).

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Albrecht Friedrich von Barby und Mühlingen

geb.: 1597
gest.: 1641
Anm.: Sohn des Grafen Jost von Barby und Mühlingen (1544-1609); gemeinschaftliche Regierung mit seinem jüngeren Bruder Jost Günther (1598-1651); seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Dienliche").

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Jost Günther von Barby und Mühlingen

geb.: 1598
gest.: 1651
Anm.: Sohn des Grafen Jost von Barby und Mühlingen (1544-1609); bis 1641 gemeinschaftliche Regierung mit seinem älteren Bruder Albrecht Friedrich (1597-1641), danach Vormundschaft über dessen Sohn August Ludwig (1639-1659); seit 1632 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Güldene").

Weiterführende Informationen in der DNB
Johann Franz von Barwitz
Johann Franz von Fernemont

geb.: 1597
gest.: 1676
Anm.: Sohn des Johann Anton von Barwitz; kaiserlicher Obristleutnant (1627), Obrist (1631), Generalwachtmeister (1640) und Generalfeldzeugmeister (1642); spätestens seit 1655 auch Hofkriegsrat; 1623 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Adam Batthyány

geb.: 1609
gest.: 1659
Anm.: Sohn des Franz Batthyány (1577-1625); 1629 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1630 kaiserlicher Kämmerer; seit 1640 Generalkapitän für die Gebiete in Ungarn diesseits der Donau; 1630 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Wolf Heinrich von Baudissin

geb.: 1597
gest.: 1646
Anm.: Sohn des Christoph von Baudissin (gest. 1618); 1615 venezianischer Leutnant; 1620 Teilnahme an der Schlacht am Weißen Berg als böhmisch-kurpfälzischer Rittmeister; 1626/27 dänischer Reiterobrist; 1627-1633 in schwedischen Kriegsdiensten, ab März 1631 Generalleutnant; 1635/36 kursächsischer Generalleutnant; seit 1641 polnischer Gesandter in Kopenhagen.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Albrecht von Bayern
Landgraf Albrecht von Leuchtenberg

geb.: 1584
gest.: 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1646 Regent der Landgrafschaft Leuchtenberg durch seit 1636 bestehende Lehnsanwartschaft über seine Gemahlin Mechthilde von Leuchtenberg (1588–1634), der Tante des letzten Landgrafen Maximilian Adam (1611-1646); 1651-1654 Kuradministrator von Bayern.

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Albrecht V. von Bayern

geb.: 1528
gest.: 1579
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm IV. von Bayern (1493-1550); ab 1550 regierender Herzog von Bayern; seit 1546 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Ferdinand von Bayern

geb.: 1550
gest.: 1608
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); aus seiner morganatischen Ehe mit Maria von Pettenbeck (1574-1619) ging 1602 die Wittelsbacher-Seitenlinie der Grafen von Wartenberg hervor.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern

geb.: 1636
gest.: 1679
Anm.: Sohn des Kurfürsten Maximilian I. von Bayern (1573-1651); seit 1651 Kurfürst von Bayern (bis 1654 unter der Regentschaft seiner Mutter Maria Anna (1610-1665) und des Kuradministrators Herzog Albrecht von Bayern).

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kurfürstin Maria Anna von Bayern
Herzogin Maria Anna von Bayern
Geburtsname: Erzherzogin Maria Anna von Österreich

geb.: 1610
gest.: 1665
Anm.: Tochter des Erzherzogs Ferdinand II. von (Inner-)Österreich (1578-1637); 1635-1651 Ehe mit Kurfürst Maximilian I. von Bayern (1573-1651).

Weiterführende Informationen in der DNB
Kurfürst Maximilian I. von Bayern
Herzog Maximilian I. von Bayern

geb.: 1573
gest.: 1651
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1597 regierender Herzog von Bayern; Oberhaupt der 1609 gegründeten Katholischen Liga; 1623 Verleihung der (ehemals Pfälzer) Kurwürde durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637), endgültig bestätigt im Westfälischen Frieden; seit 1600 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Wilhelm V. von Bayern

geb.: 1548
gest.: 1626
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht V. von Bayern (1528-1579); 1579-1597 regierender Herzog von Bayern (Abdankung zugunsten seines ältesten Sohnes Maximilian I.); seit 1585 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Álvaro de Bazán y Benavides
Marqués Álvaro de Santa Cruz de Mudela
Marqués Álvaro del Viso

geb.: 1571
gest.: 1646
Anm.: Sohn des Álvaro de Bazán y Guzmán, Marqués de Santa Cruz de Mudela (1526-1588); ab 1598 Marqués de Santa Cruz de Mudela; seit 1611 Marqués del Viso; spanischer Admiral und General; 1630-1631 Gouverneur des Herzogtums Mailand; Kriegs- und Staatsrat sowie Kämmerer des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); Hofmarschall der Königin Elisabeth von Spanien (1602-1644).
Thomas Benckendorf

Anm.: Vermutlich Sohn des Martin Benckendorf; 1627 Kammer- und Küchenschreiber, seit 1628 Kammerschreiber und Kammerdiener sowie bis 1647 Sekretär des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1637-1647 auch Amtmann von Bernburg.
Benedikt von Nursia

geb.: ca. 480
gest.: 547
Anm.: Gründer des Benediktinerordens.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Arnold Jobst von Bentheim und Steinfurt

geb.: 1580
gest.: 1643
Anm.: Sohn des Grafen Arnold von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); seit 1606 regierender Graf von Bentheim und Steinfurt.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Konrad Gumprecht von Bentheim-Limburg

geb.: 1585
gest.: 1618
Anm.: Sohn Graf Arnolds IV. von Bentheim-Streinfurt und Tecklenburg (1554-1606); seit 1612 Regent über die Grafschaft Bentheim-Limburg; im Dezember 1616 vermählt mit Johannetta Elisabeth, geb. Gräfin von Nassau-Dillenburg (1593-1654). Mit dem frühen Tod ihres einziges Sohnes Wilhelm erlischt die kurzlebige Nebenlinie Bentheim-Limburg.
Graf Wilhelm von Bentheim-Limburg

geb.: 1617
gest.: 1626
Anm.: Einziger Sohn des Grafen Konrad Gumprecht, der sich im Dezember 1616 mit Johannetta Eilsabeth, geb. Gräfin v. Nassau-Dillenburg (1593-1654), vermählt hatte und schon im März 1618 starb. Mit dem frühen Tod Wilhelms, der im Dezember 1617 geboren war, erlischt die kurzlebige gräfliche Nebenlinie Bentheim-Limburg.
Graf Wilhelm Heinrich von Bentheim-Steinfurt

geb.: 1584
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Grafen Arnold von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); ab 1604 Domherr in Straßburg; 1606-1610 gemeinsam mit seinen älteren Brüdern Adolph (1577-1623) und Arnold Jobst (1580-1643), seit 1610 alleinregierender Graf von Bentheim-Steinfurt; ab 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kräftige").

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Adolph von Bentheim-Tecklenburg

geb.: 1577
gest.: 1623
Anm.: Sohn des Grafen Arnold IV. von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); seit 1606 regierender Graf von Bentheim-Tecklenburg und Herr von Rheda.

Weiterführende Informationen in der DNB
Gabriel Bethlen
Fürst Gabriel von Siebenbürgen

geb.: 1580
gest.: 1629
Anm.: Sohn des ungarischen Reitergenerals Wolfgang Bethlen (gest. 1590); seit 1613 Fürst von Siebenbürgen; 1619-1626 Anführer eines antihabsburgischen Aufstandes im königlichen Ungarn; 1620/21 gewählter König von Ungarn.

Weiterführende Informationen in der DNB
Stephan Bethlen
Fürst Stephan von Siebenbürgen

geb.: 1582
gest.: 1648
Anm.: Sohn des ungarischen Reitergenerals Wolfgang Bethlen (gest. 1590); 1630 für 60 Tage Fürst von Siebenbürgen; 1636 Feldzug gegen seinen Nachfolger Georg Rákóczi (1593-1648) mit türkischer Unterstützung.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Georg von Böhmen
Georg von Kunstadt und Podiebrad

geb.: 1420
gest.: 1471
Anm.: Sohn des Viktorin von Kunstadt und Podiebrad (1403-1427); seit 1458 König von Böhmen.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Christian Heinrich von Börstel

geb.: 1617
gest.: 1661
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); Erbherr auf Güsten und Ilberstedt; ab 1641 Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) und Hofmeister für dessen Sohn Johann Georg (bis 1648); seit 1657 anhaltischer Gesamtrat und Hofmeister des Fürsten Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlängernde").

Weiterführende Informationen in der DNB
Curt von Börstel

geb.: 1611
gest.: 1645
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); ab 1635 Rat und Hofmeister des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bestreitende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Dorothea Louise von Börstel

Anm.: Tochter des Heinrich von Börstel (1581-1647); seit 1635 Ehe mit Hans Ernst von Börstel (gest. 1644).
Hans von Börstel

gest.: 1618
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmanns Curt von Börstel (1549-1618); anhaltischer Amtshauptmann von Gernrode, Bernburg und Ballenstedt.
Hans Ernst von Börstel

geb.: ca. 1585/90
gest.: 1644
Anm.: Sohn des anhaltischen Rats Ernst von Börstel (ca. 1560-1623?); zunächst hessisch-kasselischer Rat; 1622 Hofjunker und 1623/24 Hofmeister des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg, danach auch für dessen Bruder Ernst (1608-1632); ab 1632 anhaltisch-bernburgischer Rat und Amtshauptmann von Harzgerode; um 1635 ebenso Hofmeister des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittere").

Weiterführende Informationen in der DNB
Heinrich von Börstel

geb.: 1581
gest.: 1647
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmanns Curt von Börstel (1549-1618); Erbherr auf Güsten, Plötzkau und Ilberstedt; bereits vor 1623 Regierungspräsident, Amtshauptmann und Kammerrat in Bernburg; 1639 Rücktritt vo allen Ämtern, jedoch weiterhin Berater des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Eilende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Gaston de Bourbon
Duc Gaston d' Orléans
Duc Gaston d' Anjou
Duc Gaston d' Alençon
Duc Gaston de Chartres
Duc Gaston de Valois

geb.: 1608
gest.: 1660
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610) und ältester lebender Bruder Ludwigs XIII. (1601-1643); seit 1643 Lieutenant-général du royaume.

Weiterführende Informationen in der DNB
Konrad d. J. von Boyneburg
Konrad d. J. von Bemelberg

geb.: 1578
gest.: 1626
Anm.: Sohn des Konrad d. Ä. von Boyneburg (1552-1618); seit 1602 bayerischer Hofrat; 1604-1606 Hofratspräsident; 1606-1616 Pfleger in Wemding; zuletzt Tiroler Statthalter des Erzherzogs Leopold von Österreich (1586-1632) in Innsbruck.

Weiterführende Informationen in der DNB
Tycho Brahe
Tyge Ottesen Brahe

geb.: 1546
gest.: 1601
Anm.: Sohn des Otte Tygesson Brahe (1518-1571); ab 1559 Studium in Kopenhagen, Leipzig, Wittenberg, Rostock und Basel; danach bedeutender Astronom; ab 1559 Studium in Kopenhagen, Leipzig, Wittenberg, Rostock und Basel; 1576-1597 astronomische Forschungen in den Sternwarten Uraniborg und Stjerneborg auf der Öresundinsel Ven; seit 1599 Hofmathematiker von Kaiser Rudolph II. (1552-1612).

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Markgraf Christian Wilhelm von Brandenburg
Administrator Christian Wilhelm von Magdeburg
Administrator Christian Wilhelm von Halberstadt

geb.: 1587
gest.: 1665
Anm.: Sohn des Kurfürsten Joachim Friedrich von Brandenburg (1546-1608); 1598-1631 Administrator des Erzstifts Magdeburg; ab 1614 auch Koadjutor und 1624-1628 Administrator des Hochstifts Halberstadt; 1626 Generalleutnant des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1631 kaiserlicher Kriegsgefangener; 1632 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1635 finanziell entschädigt durch regelmäßige Einkünfte aus dem Erzstift Magdeburg.

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Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb.: 1620
gest.: 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

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Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg
Herzog Georg Wilhelm in Preußen

geb.: 1595
gest.: 1640
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg (1572-1619); 1614-1619 Statthalter in Jülich-Kleve; ab 1619 Kurfürst von Brandenburg; seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Aufrichtende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Markgraf Johann von Brandenburg

geb.: 1597
gest.: 1627
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg (1525-1598) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Kurfürst Johann Georg von Brandenburg

geb.: 1525
gest.: 1598
Anm.: Sohn des Kurfürsten Joachim II. von Brandenburg (1505-1571); seit 1571 Kurfürst von Brandenburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Markgraf Johann Georg von Brandenburg

geb.: 1598
gest.: 1637
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg (1525-1598) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1627 kaiserlicher und 1632-1634 schwedischer Obrist; 1634/35 in kaiserlicher Gefangenschaft; seit 1634 kaiserlicher Kämmerer.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kurfürst Johann Sigismund von Brandenburg
Herzog Johann Sigismund in Preußen

geb.: 1572
gest.: 1619
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Friedrich von Brandenburg (1546-1608); seit 1608 Kurfürst von Brandenburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Markgraf Sigismund von Brandenburg

geb.: 1592
gest.: 1640
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg (1525-1598) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; kurbrandenburgischer Statthalter in den Grafschaften Mark (1627, 1632, 1636) und im Herzogtum Kleve (1639); ab 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Treffliche").

Weiterführende Informationen in der DNB
Markgraf Albrecht von Brandenburg-Ansbach

geb.: 1620
gest.: 1667
Anm.: Sohn des Markgrafen Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach (1583-1625); seit 1634 regierender Markgraf von Brandenburg-Ansbach (bis 1639 unter Vormundschaft seiner Mutter Sophia).

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Markgraf Friedrich von Brandenburg-Ansbach

geb.: 1616
gest.: 1634
Anm.: Sohn des Markgrafen Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach (1583-1625); seit 1625 regierender Markgraf von Brandenburg-Ansbach unter Vormundschaft seiner Mutter Sophia); 1634 Tod als schwedischer Offizier in der Schlacht bei Nördlingen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Markgraf Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach

geb.: 1583
gest.: 1625
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg (1525-1598) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1603 regierender Markgraf von Brandenburg-Ansbach.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Markgräfin Sophia von Brandenburg-Ansbach
Geburtsname: Herzogin Sophia von Braunschweig-Lüneburg

geb.: 1563
gest.: 1639
Anm.: Tochter des Herzogs Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (1535-1592); 1579-1603 Ehe mit Markgraf Georg Friedrich I. von Brandenburg-Ansbach-Kulmbach (1539-1603); danach Witwensitz in Gifhorn.

Weiterführende Informationen in der DNB
Markgräfin Sophia von Brandenburg-Ansbach
Geburtsname: Gräfin Sophia von Solms-Laubach

geb.: 1594
gest.: 1651
Anm.: Tochter des Grafen Johann Georg I. von Solms-Laubach (1547–1600); 1612-1625 Ehe mit Markgraf Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach (1583-1625); 1625-1639 vormundschaftliche Regentin der Markgrafschaft Brandenburg-Ansbach für ihre Söhne Friedrich (1616-1634) und Albrecht (1620-1667).

Weiterführende Informationen in der DNB
Markgraf Christian von Brandenburg-Bayreuth

geb.: 1581
gest.: 1655
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg (1525-1598) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1603 regierender Markgraf von Brandenburg-Kulmbach/Bayreuth; seit 1627 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vollblühende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Markgraf Erdmann August von Brandenburg-Bayreuth

geb.: 1615
gest.: 1651
Anm.: Sohn des Markgrafen Christian von Brandenburg-Bayreuth (1581-1655).

Weiterführende Informationen in der DNB
Markgraf Johann Georg von Brandenburg-Jägerndorf
Herzog Johann Georg von Jägerndorf
Administrator Johann Georg von Straßburg

geb.: 1577
gest.: 1624
Anm.: Sohn des Kurfürsten Joachim Friedrich von Brandenburg (1546-1608); 1592-1604 Administrator des Hochstifts Straßburg; ab 1606 regierender Herzog von Jägerndorf; 1613 Konversion zum Calvinismus; 1613-1617 kurfürstlicher Statthalter in der Markgrafschaft Brandenburg; seit 1616 Herrenmeister der Ballai Brandenburg des Johanniterordens; 1619/20 General-Feldoberst der schlesischen Stände, die sich der Confoederatio Bohemica angeschlossen hatten; 1621 Verhängung der Reichsacht; danach Teilnahme an den antikaiserlichen Feldzügen des siebenbürgischen Fürsten Gabriel Bethlen (1580-1629).

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Herzog Georg von Braunschweig-Calenberg

geb.: 1582
gest.: 1641
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (1535-1592); 1611/12 dänischer Obrist bzw. Generalwachtmeister; 1619-1624 und 1634 General des Niedersächsischen Reichskreises; 1626-1629 in kaiserlichen Kriegsdiensten; 1630-1635 schwedischer General; ab 1635 regierender Herzog im Fürstentum Calenberg-Göttingen (1636 Hannover als Residenz); seit 1636 Befehlshaber einer kleinen unabhängigen Welfenarmee; ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fangende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Julius Ernst von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg

geb.: 1571
gest.: 1636
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1533–1598); seit 1598 Regent der Herrschaft Dannenberg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Otto III. von Braunschweig-Lüneburg-Harburg

geb.: 1572
gest.: 1641
Anm.: Sohn des Herzogs Otto II. von Braunschweig-Lüneburg-Harburg (1528-1603); seit 1606 gemeinschaftliche Regierung der Herrschaft Harburg mit seinem älteren Bruder Wilhelm August (1564-1642).

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Wilhelm August von Braunschweig-Lüneburg-Harburg

geb.: 1564
gest.: 1642
Anm.: Sohn des Herzogs Otto II. von Braunschweig-Lüneburg-Harburg (1528-1603); 1603-1606 gemeinschaftliche Regierung der Herrschaft Harburg mit seinem jüngeren Bruder Christoph (1570-1606) und 1606-1641 mit dem jüngsten Bruder Otto III. (1572-1641), ab 1641 Alleinherrschaft.

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzogin Anna Sophia von Braunschweig-Wolfenbüttel
Geburtsname: Markgräfin Anna Sophia von Brandenburg

geb.: 1598
gest.: 1659
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg (1572-1619); 1614-1634 Ehe mit Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1591-1634).

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb.: 1579
gest.: 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1533–1598); Studium in Rostock (1594), Tübingen (1595-1598) und Straßburg (1598); Reisen nach Italien (1598-1600) sowie in die Niederlande, nach England und Frankreich (1602/03); ab 1604 Paragiatsherrschaft in Hitzacker; seit 1635 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel (bis 1643 Residenz in Braunschweig wegen kaiserlicher Besetzung der Festung Wolfenbüttel); Büchersammler (Bestand der ursprünglichen Bibliotheca Selenica, später Bibliotheca Augusta zum Zeitpunkt seines Todes 40.000 Bände); ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Befreiende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Christian d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel
Administrator Christian von Halberstadt
Der tolle Halberstädter

geb.: 1599
gest.: 1626
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1564-1613); 1616-1623 Administrator des Bistums Halberstadt; ab 1621 Söldnerführer in kurpfälzischen und niederländischen, zuletzt in dänischen Diensten; seit 1624 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb.: 1591
gest.: 1634
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1564-1613); ab 1613 regierender Herzog in den Fürstentümern Wolfenbüttel und Calenberg sowie Grubenhagen (bis 1617); seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Dauerhafte").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel
Administrator Heinrich Julius von Halberstadt
Administrator Heinrich Julius von Minden

geb.: 1564
gest.: 1613
Anm.: Sohn des Herzogs Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1528-1589); ab 1578 Administrator des Hochstifts Halberstadt; 1582-1585 Administrator des Hochstifts Minden; seit 1589 regierender Herzog in den Fürstentümern Wolfenbüttel und Calenberg sowie seit 1596 auch in Grubenhagen.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzogin Sophia Elisabeth von Braunschweig-Wolfenbüttel
Geburtsname: Herzogin Sophia Elisabeth von Mecklenburg-Güstrow

geb.: 1613
gest.: 1676
Anm.: Tochter des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); 1635-1666 Ehe mit Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666).

Weiterführende Informationen in der DNB
Breuner, Familie

Anm.: Österreichisch-steierisches Adelsgeschlecht.

Weiterführende Informationen in der DNB
(Anna) Johanna Breuner
Geburtsname: (Anna) Johanna von Hollenegg

geb.: 1590
gest.: 1654
Anm.: 1633-1651 Ehe mit Seifried Christoph Breuner (1569-1651).
Philipp Friedrich Breuner

geb.: 1601
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Kaspar Breuner (1530-1616); kaiserlicher Obrist (1625), Generalfeldwachtmeister (1635) und Feldzeugmeister (1637).

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Seifried Breuner

geb.: 1538
gest.: 1594
Anm.: Sohn des Philipp Breuner (1498/1500-1556); 1568-1581 Reichshofrat; Kämmerer von Kaiser Rudolph II. (1552-1612); seit 1587 niederösterreichischer Regimentsrat; 1587-1591 Statthalter von Niederösterreich; später auch Geheimer Rat.

Weiterführende Informationen in der DNB
Seifried Christoph Breuner

geb.: 1569
gest.: 1651
Anm.: Sohn des Seifried Breuner (1538-1594); ab 1597 Hofkammerrat; um 1600 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1618 kaiserlicher Kämmerer; 1619-1623 Hofkammerpräsident; ab 1619 Geheimer Rat; 1620-1626 niederösterreichischer Landmarschall; 1626-1640 Statthalter von Niederösterreich; 1624 Erhebung in den Grafenstand; seit 1639 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Seifried Leonhard Breuner

geb.: 1596
gest.: 1667
Anm.: Sohn des Seifried Christoph Breuner (1569-1651); ab 1619 kaiserlicher Kämmerer; nach 1637 Hofkriegsrat; Geheimer Rat von Kaiser Leopold I.; militärische Laufbahn vom Obristen bis zum Feldzeugmeister.

Weiterführende Informationen in der DNB
Wilhelm von Brincken
Wilhelm von dem Brinck

gest.: 1637
Anm.: Schwedischer Major (1630) und Obristleutnant (1633); kursächsischer Obristleutnant (1635) und Obrist (1636); 1636/37 kaiserlicher Obrist; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Beregnete").
Johann Warleych Bubna

geb.: 1570
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Hermann Heinrich Bubna (gest. 1602); zunächst kaiserlicher Obrist; Obristleutnant (1609), Obrist (1611) und Generalwachtmeister (1618) der böhmischen Ständearmee; 1621 Verurteilung zum Tode und Verlust der Güter; danach in dänischen und schwedischen Kriegsdiensten; 1631 schwedischer Generalmajor; 1633 Kontaktperson zwischen Wallenstein (1583-1634) und dem schwedischen Reichskanzler Axel Oxenstierna (1583-1654).
Niklas von Burghaus

geb.: 1591
gest.: 1640
Anm.: Sohn des Niklas von Burghaus (1562-1619); kaiserlicher Rat; 1619-1621 und 1631-1637 Landeshauptmann des Herzogtums Schlesien-Münsterberg und Frankensteiner Weichbildes; seit 1627 kaiserlicher Kämmerer.
Gaius Iulius Caesar

geb.: 100 v. Chr.
gest.: 44 v. Chr.
Anm.: Römischer Feldherr, Staatsmann und Schriftsteller.

Weiterführende Informationen in der DNB
Wilhelm von Calchum
Wilhelm von Calcheim
Wilhelm von Lohausen

geb.: 1584
gest.: 1640
Anm.: Sohn des Heinrich von Calchum; zunächst Hofjunker in Pfalz-Zweibrücken; ab 1602 in kaiserlichen Kriegsdiensten; 1610 kurbrandenburgischer Leutnant; 1614 Hauptmann unter Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1591-1634); 1615-1620 Kapitän der kurfürstlich-brandenburgischen Leibgarde; 1619 auch Obristleutnant der schlesischen Stände; 1622 Obrist unter Markgraf Johann Georg von Brandenburg-Jägerndorf (1577-1624); 1622-1625 Obrist, Geheimer Rat und Statthalter des Grafen Anthon Günther von Oldenburg (1583-1667); 1625/26 dänischer Kriegsrat, Obrist und Generalkriegskommissar; 1628/29 Obrist der Stadt Bremen; seit 1630 Kriegsrat und Oberst des Herzogs Adolph Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin (1588-1658); 1631-1635 schwedischer Kommandant von Wismar, Generalmajor (Sergeant-Major-General) und Kommandeur der niedersächsischen Armee; 1632-1635 schwedischer Kommandant von Magdeburg; ab 1636 mecklenburgischer Geheimer Rat und Kriegsrat, Obristfeldwachtmeister und Kommandant von Rostock; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Feste").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Calpurnia

Anm.: Seit 59 v. Chr. letzte Gemahlin des Gaius Iulius Caesar (100-44 v. Chr.).

Weiterführende Informationen in der DNB
Alexander van der Capellen

geb.: ca. 1590/1600
gest.: 1656
Anm.: Sohn des Gerlach van der Capellen (1543-1625); Herr von Boedelhof, Mervelt und Aartsbergen; 1624 Aufnahme in die Ritterschaft der Grafschaft Zutphen; danach Richter in Stadt und Amt Doesburg, Abgeordneter der Rechnungskammer und Mitglied der Generalstaaten; seit 1635 enger Berater des Statthalters Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); 1621-1654 Verfasser umfangreicher Memoiren.

Weiterführende Informationen in der DNB
Nikolaus Churland

Anm.: Um 1635/37 kaiserlicher Schatzkämmerer.
Gaspard de Coligny
Duc Gaspard de Coligny à Châtillon-sur-Loing

geb.: 1584
gest.: 1646
Anm.: Sohn des Hugenotten François de Coligny (1557–1591); ab 1622 Maréchal; französischer General des Dreißigjährigen Krieges; seit 1643 Herzog und Pair de France.

Weiterführende Informationen in der DNB
Conte Rambaldo di Collalto
Graf Reimbald von Collalto

geb.: 1579
gest.: 1630
Anm.: Sohn des Conte Antonio di Collalto (1548–1619); 1599 Eintritt in kaiserliche Kriegsdienste; 1608 Feldkriegsrat und Obrist; 1621 Kommandeur der rechtsdonauischen Truppen gegen Ungarn; 1624-1630 Hofkriegsratspräsident; 1625 Feldmarschall und 1628 Generalleutnant Wallensteins (1583-1634); ab 1627 Geheimer Rat; 1629 Oberbefehlshaber des oberitalienischen Expeditionsheeres; seit 1629 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Francesco Contarini

geb.: 1554
gest.: 1624
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Bertucci Contarini; Botschafter in Konstantinopel (1602-1604), Rom (1607-1609) und London (1611); ab 1615 Prokurator von San Marco; seit 1623 Doge der Republik Venedig.

Weiterführende Informationen in der DNB
Rudolph Cornelisen

Anm.: Um 1627 Tuchhändler in Harderwijk.
Franz von Cramm

geb.: 1610
gest.: 1661
Anm.: Sohn von Heinrich von Cramm (gest. 1616); um 1636/37 Stallmeister des Herzogs Joachim Ernst von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1595-1671); seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bedeckte").

Weiterführende Informationen in der DNB
Johann Schweikhard von Cronberg
Erzbischof und Kurfürst Johann Schweikhard von Mainz

geb.: 1553
gest.: 1626
Anm.: Sohn des Hartmut von Cronberg (1517-1591); Domizellar in Mainz (1564) und Würzburg (1575); 1577 Domherr, 1582 Domscholaster, 1584 Generalvikar, 1595 Domdekan und 1599 Kämmerer des weltlichen Gerichtes in Mainz; ab 1604 Erzbischof und Kurfürst von Mainz.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Hermann (Wenzel) Czernin von Chudenitz

geb.: 1576
gest.: 1651
Anm.: Sohn des Johann Czernin von Chudenitz (1545-1580); 1594 Teilnahme am Langen Türkenkrieg; ab 1603 kaiserlicher Kämmerer; 1614 Hauptmann der Prager Altstadt; 1616/17 erste Reise als kaiserlicher Botschafter nach Konstantinopel; 1620 in bayerischen Kriegsdiensten; 1624 Rat der Böhmischen Kammer; 1625/26 Proviantmeister der kaiserlichen Truppen; Hauptmann des Leitmeritzer (1629) und Saazer Kreises (1631); 1635 Ernennung zum Comes Palatinus; 1644/45 zweite Reise als kaiserlicher Botschafter nach Konstantinopel; 1627 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Prinz Christian von Dänemark und Norwegen
Herzog Christian von Schleswig-Holstein

geb.: 1603
gest.: 1647
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648).

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König Christian III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Christian III. von Schleswig-Holstein

geb.: 1503
gest.: 1559
Anm.: Sohn des Königs Friedrich I. von Dänemark und Norwegen (1471-1533); seit 1534 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
König Christian IV. von Dänemark und Norwegen
Herzog Christian IV. von Schleswig-Holstein

geb.: 1577
gest.: 1648
Anm.: Sohn des Königs Friedrich II. von Dänemark und Norwegen (1534-1588); ab 1588 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein (bis 1593 unter Vormundschaft); seit 1603 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
König Friedrich II. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich I. von Schleswig-Holstein

geb.: 1534
gest.: 1588
Anm.: Sohn des Königs Christian III. von Dänemark und Norwegen (1503-1559); ab 1559 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1578 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich II. von Schleswig-Holstein
Administrator Friedrich II. von Verden
Administrator Friedrich II. von Bremen

geb.: 1609
gest.: 1670
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1623-1629 und 1634-1645 Administrator des Hochstifts Verden; 1634-1645 Administrator des Erzstifts Bremen; 1647 Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein; seit 1648 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
König Harald I. (Blauzahn) von Dänemark
König Harald III. (Blauzahn) von Norwegen

geb.: ca. 910
gest.: 987
Anm.: Sohn des dänischen Anführers (Königs?) Gorm der Alte; ab 958 König von Dänemark; seit 970 König von Norwegen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Königin Margaretha I. von Dänemark
Königin Margaretha I. von Norwegen
Königin Margaretha I. von Schweden

geb.: 1353
gest.: 1412
Anm.: Tochter des Königs Waldemar IV. von Dänemark (gest. 1375); 1363-1380 Ehe mit König Håkon VI. von Norwegen (gest. 1380); Regentin von Dänemark (1375-1385) und Norwegen (1380-1385); ab 1387 Königin von Dänemark; seit 1388 Königin von Norwegen; ab 1389 Königin von Schweden.

Weiterführende Informationen in der DNB
Prophet Daniel

Anm.: Biblische Figur.

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Coenraad van Dedem

geb.: 1574
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Zwoller Adligen Gijsbert van Dedem (gest. 1606); Herr auf Bürwinkel und Kalvelo; ab 1605 Schöffe in Harderwijk und mehrfach Bürgermeister; 1618 Aufnahme in die Ritterschaft der Region Veluwe in Gelderland.
Christoph Martin von Degenfeld

geb.: 1599
gest.: 1653
Anm.: Sohn des Konrad von Degenfeld (gest. 1600); 1619 Dienst in der Leibkompanie zu Pferd des Markgrafen Karl von Baden-Durlach (1598-1625); 1621-1630 in kaiserlich-ligistischen Kriegsdiensten, ab 1622 als Obristwachtmeister; 1632-1634 schwedischer Obrist; 1635-1642 "colonel général de la cavallerie étrangère" im franzsösischen Heer; 1642-1649 venezianischer Reitergeneral; seit 1645 auch Generalgouverneur von Dalmatien und Albanien.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Reichard Dieter

geb.: 1587
gest.: 1656
Anm.: Sohn des Havelberger Bürgermeisters Wilhelm Dieter; Jurastudium in Frankfurt/Oder (1604-1607) und Wittenberg (1607-1611); 1611-1619 junger Hofmeister der preußischen Adligen Albrecht und Hans von Rauter; 1620 Teilnehmer einer brandenburgischen Gesandtschaft nach Polen; ca. 1620-1630 Hofmeister des jungen Christoph Finck von Finckenstein (gest. 1660); 1632 erneute Teilnahme an einer Gesandtschaft nach Polen; ab 1640 kurbrandenburgischer geheimer Kammersekretär und Pfennigmeister; seit 1646 kurfürstlicher Rat; ab 1652 Amtskammerrat; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 461f.; Johannes Bergius: Trost der Sterbenden [...], Berlin 1656, S. 37-45.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Franz (Seraph) von Dietrichstein
Bischof Franz (Seraph) von Olmütz

geb.: 1570
gest.: 1636
Anm.: Sohn des Adam von Dietrichstein (1527-1590); Kanonikus in Olmütz (1591) sowie in Breslau und Passau (1593); 1594 Propst von Leitmeritz; 1597 Priester; ab 1599 Kardinal und Bischof von Olmütz; 1607 Präsident des Geheimen Rates; seit 1621 Generalkommissar, Statthalter (Gubernator) und Landeshauptmann in Mähren; 1624 Erhebung in den Fürstenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Maximilian von Dietrichstein
Fürst Maximilian von Dietrichstein

geb.: 1596
gest.: 1655
Anm.: Sohn des Grafen Sigmund von Dietrichstein (1560-1602); ab 1614 erzherzoglicher Kämmerer in Graz; 1622-1637 Obersthofmeister der Kaiserin Eleonora Gonzaga (1598-1655); seit 1651 kaiserlicher Obersthofmeister sowie Mitglied und Präsident des Geheimen Rates; 1629 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1634 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
John Digby
Earl John of Bristol

geb.: 1580
gest.: 1653
Anm.: Sohn des George Digby of Coleshill; englischer Gesandter in Madrid (1611-1614, 1615/16, 1617/18 und 1622-1624) und Wien (1621); während des Bürgerkrieges einer der Führer der gemäßigten Royalisten; ab 1618 Baron und Peer of England; seit 1622 erster Earl of Bristol.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Gerhard von Dönhoff

geb.: 1590
gest.: 1648
Anm.: Sohn des Gerhard von Dönhoff (1554-1598); 1621 Kommandant der deutschen Infanterie-Hilfstruppen in Preußen; 1624/25 Kommandant von Thorn; ab 1629 Berater der polnischen Krone in maritimen Angelegenheiten, seit 1635 Oberaufseher der Flotte; 1633 Erhebung in den Grafenstand; 1642 Kastellan von Danzig; 1643 Woiwode von Pommerellen und Preußen; ebenso Starost von Berent, Skarszew, Lignowsk, Adsel, Fellin, Lucyn, Lignowsk und Marienburg; ab 1645 Hofmarschall der polnischen Königin Luisa Maria (1611-1667); außerdem mehrfach Gesandter des Königs Władysław IV. von Polen (1595-1648).

Weiterführende Informationen in der DNB
David (von) Döring

geb.: 1577
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Zeitzer Landrichters und Ratsherrn Valentin Döring; Studium der Rechtswissenschaft in Leipzig (1593-1598) und Jena (1600-1603); 1603 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Jena; ab 1609 kursächsischer Hof- und Justizrat; seit 1617 Kammerrat; ab 1630 Kammer- und Bergrat; 1630 Nobilitierung und Ernennung zum Hofpfalzgraf; 1634/35 kurfürstlicher Vertreter bei den kaiserlich-sächsischen Friedensverhandlungen in Leitmeritz, Pirna und Prag; 1638 krankheitsbedingter Rückzug von fast allen Ämtern.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Burggraf Achatius von Dohna

geb.: 1581
gest.: 1647
Anm.: Sohn des Achatius von Dohna (1533-1601); seit 1605 Hofmeister des Kurprinzen Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632), anschließend dessen Geheimer Rat und Gesandter; auch kurpfälzischer Amtshauptmann in Waldsassen; 1620 Rückkehr nach Ostpreußen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Burggraf Christoph von Dohna

geb.: 1583
gest.: 1637
Anm.: Sohn des Achatius von Dohna (1533-1601); 1606/07 Pariser Reisebegleiter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630), der ihn anschließend in seine Dienste nimmt; ab 1615 kurpfälzischer Geheimer Rat und Diplomat; 1619 Landvogt in Neuburg; 1620 Oberstkämmerer des Königreichs Böhmen; 1620 Flucht zuerst nach Ostpreußen, 1626 in die Niederlande; seit 1629 Gouverneur des Fürstentums Orange; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Heilende").

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Hans Drake

gest.: 1653
Anm.: Seit 1617 in schwedischen Kriegsdiensten als Obristleutnant (1624-1630) und Obrist (1630-1636); 1633 Statthalter von Kalmar; 1636 Kommandant der Stadt Magdeburg, wegen deren Übergabe er zum Tod verurteilt, aber begnadigt wurde; 1639 erneut Obrist; 1642 Schlosshauptmann auf Nöteborg; 1645-1651 Gouverneur in Narva.
Nero Claudius Drusus

geb.: 38 v. Chr.
gest.: 9 v. Chr.
Anm.: Sohn des Prätors Tiberius Claudius Nero (gest. um 33 v. Chr.) und Bruder des späteren Kaisers Tiberius (42 v. Chr.-37 n. Chr.); ab 15 v. Chr. römischer Feldherr; seit 13 v. Chr. Statthalter der drei gallischen Provinzen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Dschaafer Pascha

gest.: 1635
Anm.: 1634/35 Statthalter von Ofen; vgl. Anton von Gévay: Versuch eines chronologischen Verzeichnisses der türkischen Statthalter von Ofen, in: Der österreichische Geschichtsforscher II (1841), S. 75f.
Fürst Johann Anton von Eggenberg
Herzog Johann Anton von Krumau
Graf Johann Anton von Gradisca

geb.: 1610
gest.: 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Ulrich von Eggenberg (1568-1634); ab 1629 kaiserlicher Kämmerer; seit 1635 Landeshauptmann von Krain, bald darauf auch Mitglied des innerösterreichischen Geheimen Rates; 1638 Gesandter von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) in Rom; 1647 Belehnung mit der reichsunmittelbaren gefürsteten Grafschaft Gradisca; ab 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Johann Ulrich von Eggenberg
Herzog Johann Ulrich von Krumau

geb.: 1568
gest.: 1634
Anm.: Sohn des Protestanten Seifried von Eggenberg (1526-1594); 1597 Mundschenk am Grazer Hof, dort Freundschaft mit dem jungen Erzherzog Ferdinand II. von (Inner-)Österreich (1578-1637); ab 1598 erzherzoglicher Kämmerer; um 1600 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1602 Landeshauptmann von Krain; ab 1603 Geheimer Rat und Präsident der Hofkammer von Innerösterreich; 1615-1619 erzherzoglicher Obersthofmeister und Präsident des innerösterreichischen Geheimen Rates; 1619-1625 kaiserlicher Obersthofmeister und seit 1619 Präsident des Wiener Geheimen Rates; ab 1621 Landeshauptmann der Steiermark; Erhebung in den Freiherren- (1598) und Fürstenstand (1623); seit 1628 Herzog von Krumau; ab 1620 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Uriel von Eichen
Ulrich von Eichen
Uriel von der Eich

Anm.: Stolbergischer und anhaltischer Rat; 1641 und 1646 stolbergischer Kriegskommissar.
Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb.: 1582
gest.: 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550/52-1633/34); 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); bis mindestens 1650 langjähriger Rat und Hofmeister Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

Weiterführende Informationen in der DNB
Königin Henriette Maria von England
Königin Henriette Maria von Irland
Königin Henriette Maria von Schottland
Geburtsname: Dauphine Henriette Maria von Frankreich und Navarra

geb.: 1609
gest.: 1669
Anm.: Tochter des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); 1625-1649 Ehe mit König Karl I. von England (1600-1649).

Weiterführende Informationen in der DNB
König Jakob I. von England
König Jakob I. von Irland
König Jakob VI. von Schottland

geb.: 1566
gest.: 1625
Anm.: Sohn der Königin Maria I. von Schottland (1542-1587); ab 1567 König von Schottland (bis 1583 unter verschiedenen Regenten); seit 1603 auch König von England und Irland; ab 1590 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Karl I. von England
König Karl I. von Schottland
König Karl I. von Irland

geb.: 1600
gest.: 1649
Anm.: Sohn des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England) (1566-1625); ab 1625 König von England, Schottland und Irland; 1649 durch das Parlament des Hochverrats angeklagt und hingerichtet; seit 1611 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb.: 1630
gest.: 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und irland (1600-1649); ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB
Burkhard von Erlach

geb.: 1566
gest.: 1640
Anm.: Sohn des Burkhard von Erlach (gest. 1566); ab 1610 Herr auf Altenburg (bei Bernburg); seit 1580 Erziehung am Dessauer Hof gemeinsam mit Prinz Christian d. Ä. von Anhalt (1568-1630), den er anschließend auf seiner Kavalierstour durch Italien, Frankreich, England und Holland begleitete; 1591/92 Teilnahme an dessen Expeditionskorps für Heinrich von Navarra; kurpfälzischer Kammerherr, Gesandter und Landrichter der Oberpfalz; Stallmeister, Hofmeister (ca. 1622/23) und Hofmarschall (1624-1630) des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg; ab 1630 Hofmarschall von Christian II.; seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gesunde").

Weiterführende Informationen in der DNB
Hendrick d. Ä. van Essen

geb.: 1579
gest.: 1641
Anm.: Sohn des niederländischen Adligen Hendrick van Essen (1539-1599); 1604 Aufnahme in die Ritterschaft von Veluwe; Ratsherr und vermutlich zeitweise auch Bürgermeister von Harderwijk; ab 1607 Rat am Gerichtshof von Gelderland; 1618 Deputierter auf der Synode von Dordrecht; seit 1624 Mitglied der Generalstaaten.
Lucas (Willem) van Essen

geb.: 1577
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Harderwijker Adligen Hendrik van Essen (1539-1599); 1599 Aufnahme in die Ritterschaft von Veluwe; seit 1599 Rentmeister der geistlichen Güter der Veluwe; Befehlshaber der Vereinigten Ostindischen Compagnie.
Graf Nikolaus Esterházy von Galántha

geb.: 1582/83
gest.: 1645
Anm.: Sohn des calvinistischen Magnaten Franz Esterházy von Galántha (1533-1604); Konversion zum katholischen Glauben; ab 1618 Obergespan des Sohler Komitats und Magister curiae regiae (Reichsmarschall); 1619/20 Befehlshaber Kaiser Ferdinands II. (1578-1637) an den Grenzen Ungarns; seit 1622 kaiserlicher Kämmerer; 1622-1625 Kreis-Oberbefehlshaber der Bergstädte; ab 1625 Palatin von Ungarn; 1626 Erhebung in den Grafenstand; 1630 und 1644 Oberbefehlshaber über die kaiserlichen Truppen in Ungarn; seit 1628 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Hieronymus Fabricius ab Aquapendente
Girolamo Fabrici d'Acquapendente

geb.: 1533/37
gest.: 1619
Anm.: Geboren in Acquapendente; 1554-1559 Studium der Medizin in Padua; 1559 Promotion zum Dr. phil. & med.; 1562-1565 Privatlehrer für Anatomie in Padua; 1565-1613 Professor für Chirurgie und Anatomie an der Universität Padua.

Weiterführende Informationen in der DNB
Christoph Finck von Finckenstein

geb.: ca. 1609
gest.: 1660
Anm.: Sohn des preußischen Adligen und kurbrandenburgischen Rates Albrecht Finck von Finckenstein (gest. 1629); 1620-1630 Bildungsreise mit seinem Hofmeister Reichard Dieter (1585-1656) durch England, Frankreich und die Niederlande; 1633-1639 Kammerjunker des Kurprinzen Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688), mit dem er 1634-1637 erneut die Niederlande bereiste; kurfürstlicher Kammerjunker (1641-1643) und Kammerherr (seit 1643); zuletzt Amtshauptmann von Neydenburg; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 470f.; Johannes Bergius: Trost der Sterbenden [...], Berlin 1656, S. 40.
Georg Forstenheuser
Georg Fürstenhäuser

geb.: 1584
gest.: 1659
Anm.: Sohn des Johann Forstenheuser (gest. 1606); Kaufmann und Zeitungsvermittler in Nürnberg; auch Bücherrat, Faktor und Agent vieler Fürsten und Herren; zeitweise schwedischer Resident in Nürnberg.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Franz I. von Frankreich

geb.: 1494
gest.: 1547
Anm.: Sohn des Charles de Valois, Comte d’Angoulême (1459-1496); ab 1515 König von Frankreich; seit 1516 Ordensritter vom Goldenen Vlies; ab 1527 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Heinrich II. von Frankreich

geb.: 1519
gest.: 1559
Anm.: Sohn des Königs Franz I. von Frankreich (1494-1547), ab 1546 König von Frankreich; seit 1551 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Heinrich III. von Frankreich
König Heinrich II. von Polen
Großfürst Heinrich von Litauen

geb.: 1551
gest.: 1589
Anm.: Sohn des Königs Heinrich II. von Frankreich (1519-1559); 1573-1574 König von Polen und Großfürst von Litauen; ab 1574 König von Frankreich; seit 1575 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Heinrich IV. von Frankreich
König Heinrich III. von Navarra

geb.: 1553
gest.: 1610
Anm.: Sohn des Antoine de Bourbon, Duc de Vendôme (1518-1562); ab 1572 König von Navarra; seit 1589/94 König von Frankreich; ab 1590 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Ludwig XIII. von Frankreich
König Ludwig II. von Navarra

geb.: 1601
gest.: 1643
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); ab 1610 König von Frankreich und Navarra (bis 1617 unter Regenstschaft seiner Mutter Maria).

Weiterführende Informationen in der DNB
Königin Maria von Frankreich und Navarra
Geburtsname: Maria de' Medici

geb.: 1575
gest.: 1642
Anm.: Tochter des Francesco I. de' Medici, Granduca di Toscana (1541-1587); 1600-1610 Ehe mit König Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); 1610-1617 Regentin von Frankreich für ihren Sohn Ludwig XIII. (1601-1643).

Weiterführende Informationen in der DNB
Georg Freisleben

Anm.: Um 1635/37 Sekretär der Böhmischen Hofkanzlei in Wien.
Hans Ernst von Freyberg

geb.: 1605
gest.: 1669
Anm.: Sohn des Ernst von Freyberg (1578-1626); Hof- oder Kammerjunker des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); Mitte der 1630er Jahre auch anhaltisch-köthnischer Stallmeister und Kriegskommissar; 1646 Hofmeister in Harzgerode; später anhalt-dessauischer Hofmeister und Wittumsrat sowie Direktor des anhaltischen Stipendienwerks; seit 1627 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ausführende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Galenus von Pergamon

geb.: 129/131
gest.: ca. 200/215
Anm.: Griechischer Arzt und Philosoph.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Matthias Gallas

geb.: 1584
gest.: 1647
Anm.: Sohn des tridentinischen Adligen Pankraz Gallas (1549-1612); zunächst in spanischen, kaiserlichen (1615-1617) und ligistischen Kriegsdiensten; zuletzt kaiserlicher Generalfeldwachtmeister (1629), Feldzeugmeister (1631), Feldmarschall (1632) und Generalleutnant (1633); ab 1631 kaiserlicher Kämmerer; seit 1639 auch Geheimer Rat; Erhebung in den Freiherren- (1627) und Grafenstand (1632).

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Balthasar Galler von Schwanberg

geb.: ca. 1585
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Wilhelm Galler von Schwanberg (1535-1595); seit 1631 kaiserlicher Kämmerer; 1633-1638 Vizestatthalter und Mai-August 1638 Statthalter von Inneröstereich.
Justus (von) Gebhard

geb.: 1588
gest.: 1656
Anm.: Geboren in Kamenz/Oberlausitz; Dr. jur.; 1619-1625 Syndikus in Zittau; 1628 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1628 Reichshofrat; 1635 kaiserlicher Gesandter beim Abschluss des Prager Friedens; seit 1639 Zugangsbevollmächtigung zum Geheimen Rat; 1647 kaiserlicher Sondergesandter bei den Ulmer Waffenstillstandsverhandlungen; 1636 Erhebung in den Ritterstand; vgl. Oswald von Gschließer: Der Reichshofrat. Bedeutung und Verfassung, Schicksal und Besetzung einer obersten Reichsbehörde von 1559 bis 1806, Wien 1942, S. 220f.

Weiterführende Informationen in der DNB
Martin Gebler

geb.: 1588
gest.: 1663
Anm.: Sohn des Eisenacher Apothekers Christian Gebler; Studium in Helmstedt (1607-1609), Wittenberg (1610) und Jena (1612-1615); 1615-1620 Stadtphysikus im böhmischen Neustadt (bzw. Jungbunzlau); 1620 kurzzeitig Leib- und Feldarzt bei Herzog Johann Ernst I. von Sachsen-Weimar (1594-1626); 1620-1624 Feldarzt bei der kaiserlichen Armee, dabei 1623 Behandlung des in der Schlacht bei Stadtlohn verletzten und gefangenen Herzogs Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar (1598-1660); seit 1624 Hofmedikus in Weimar; vgl. Niclas Zapf: Frölige Wiederkunft Der Erlöseten des Herrn [...], Weimar 1665, o. S.

Weiterführende Informationen in der DNB
Wilhelm von Gera zu Arnfels

geb.: 1594
gest.: 1658
Anm.: Sohn des Hans Christoph von Gera zu Arnfels (gest. 1609); 1620 oberösterreichisch-steirischer Exulant, nach 1630 in Mecklenburg; seit 1640 Pfandinhaber des mecklenburgischen Amtes Tempzin.

Weiterführende Informationen in der DNB
Johann Philipp Geuder von Heroldsberg
Johann Philipp Rabensteiner

geb.: 1597
gest.: 1650
Anm.: Sohn des Nürnberger Patriziers und kurpfälzischen Regimentsrats Jakob Geuder von Heroldsberg (1575-1616); zunächst kaiserlicher Leutnant (im Regiment der fränkischen Reichsritterschaft) und Rittmeister; Rat des Kantons Gebürg; Hofmeister und Kanzleidirektor des Grafen Wolfgang Ernst von Löwenstein-Wertheim (1578-1636); zwischen 1631 und 1635 schwedischer Rittmeister und Kriegsrat im Fränkischen Reichskreis, auch Gesandter der fränkischen Reichsritterschaft; 1634/35 Vertreter der Grafen im fränkischen Kreisrat des Heilbronner Bundes; ab 1635 Ritterhauptmann des reichsritterschaftlichen Orts Gebirg; seit 1636 Hofmeister und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1636 außerdem Rat des Markgrafen Christian von Brandenburg-Bayreuth (1581-1655); später Direktor der fränkischen Reichsritterschaft; zuletzt auch Generaldirektor der reichsunmittelbaren Ritterschaftskreise Franken, Schwaben und Rheinstrom; 1636 Ritterschlag durch in Regensburg; ab 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ergänzende").

Weiterführende Informationen in der DNB
N. N. Geyer von Osterburg (1)

Anm.: Niederösterreichischer Adliger.
N. N. Geyer von Osterburg (2)

Anm.: Niederösterreichischer Adliger; Gemahl der N. N. Geyer von Osterburg (3).
N. N. Geyer von Osterburg (3)

Anm.: Niederösterreichische Adlige; Gemahlin des N. N. Geyer von Osterburg (2).
Hans Ehrenreich Geyer von Osterburg

Anm.: Sohn des Hans Adam Geyer von Osterburg; um 1623 Page des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg; seit 1635 kaiserlicher Kämmerer; 1650 Erhebung in den Freiherrenstand.
Graf Johann von Götz(en)

geb.: 1599
gest.: 1645
Anm.: Sohn des Halberstädter Domherrn Peter von Götz (gest. 1608); zunächst in Kriegsdiensten der protestantischen böhmischen Stände, danach bis 1626 unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); kaiserlicher Obristleutnant (1626), Obrist (1628), Generalfeldwachtmeister (1633), Feldmarschalleutnant (1634) und General (1634); ab 1634 kaiserlicher Kämmerer; 1636 bayerischer Feldmarschall; 1637/38 und erneut seit 1640 kaiserlicher Feldmarschall; 1638-1640 Inhaftierung wegen verlorener Schlacht gegen Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639) bei Wittenweiher; Erhebung in den Freiherren- (1633) und Grafenstand (1635).

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
N. N. Gonzaga (1)

gest.: 1623
Anm.: Erschossen in Padua durch seinen Bruder N. N. Gonzaga (2).
N. N. Gonzaga (2)

Anm.: Bruder von N. N. Gonzaga (1); um 1623 in Padua.
Annibale Gonzaga di Bozzolo

geb.: 1602
gest.: 1668
Anm.: Sohn des Ferrante Gonzaga (1550-1605), Principe di Bozzolo; ab 1631 kaiserlicher Kämmerer; kaiserlicher Obrist (1634), Generalfeldwachtmeister (1635), Feldzeugmeister (1639) und Feldmarschall (1658); 1640 Kommandant von Wien; 1643 Obrist der Wiener Stadtwache; seit 1654 Geheimer Rat; 1654/55 Oberststallmeister; 1655-1661 Oberstkämmerer; ab 1666 Hofkriegsratspräsident und Obersthofmeister der verwittweten Kaiserin Eleonora Magdalena (1630-1686); seit 1657 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Ferdinando Gonzaga
Duca Ferdinando di Mantova e Monferrato

geb.: 1587
gest.: 1626
Anm.: Sohn des Duca Vincenzo I. di Mantova e Monferrato; 1607-1612 Kardinal; seit 1612 Herzog von Mantua und Montferrat.

Weiterführende Informationen in der DNB
Ferrante Gonzaga di Bozzolo
Marchese Ferrante di Gazzuolo

geb.: 1550
gest.: 1605
Anm.: Sohn des Carlo Gonzaga (1523-1555), Principe di Bozzolo; seit 1555 Marchese die Gazzuolo; kaiserlicher Hauptmann (1581), Obrist (vor 1593) und Generalfeldmarschall (1600).
Maria Franziska Hedwig Gonzaga di Bozzolo
Geburtsname: Herzogin Maria Franziska Hedwig von Sachsen-Lauenburg

geb.: 1597
gest.: 1644
Anm.: Tochter des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); seit 1635 Ehe mit Annibale Gonzaga (1602-1668).
Vincenzo Gonzaga
Duca Vincenzo I. di Mantova e Monferrato

geb.: 1562
gest.: 1612
Anm.: Sohn des Guglielmo Gonzaga, Duca di Mantova e Monferrato (1538-1587); ab 1587 Herzog von Mantua und Montferrat; seit 1589 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Adam Gordon

Anm.: Cousin des Schotten John Gordon (gest. 1649); kaiserlicher Hauptmann und Obristleutnant.
John Gordon

gest.: 1649
Anm.: Cousin des Schotten Adam Gordon; kaiserlicher Hauptmann und Obristwachtmeister (1627), Obristleutnant (1632) und Obrist (1634), der 1634 als Kommandant von Eger seinen Oberbefehlshaber Wallenstein (1583-1634) tötete; seit 1634 kaiserlicher Kämmerer.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Pietro Gradenigo

geb.: 1251
gest.: 1311
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Marco Gradenigo; zunächst mehrmals Galeerenkommandant; bis 1289 Podestà von Capodistria; seit 1289 Doge der Republik Venedig.

Weiterführende Informationen in der DNB
Sebastian von Greiß zu Wald

geb.: 1564
gest.: nach 1623
Anm.: Sohn des Christoph von Greiß (gest. 1576); seit 1598 niederösterreichischer Regimentsrat; nach 1607 Hofkammerrat.
Ulrich d. Ä. Grundherr von Altenthann und Weyherhaus

geb.: 1570
gest.: 1654
Anm.: Sohn des Nürnberger Patriziers Leonhard Grundherr von Altenthann und Weyherhaus (1526-1578); 1607 "junger" und 1620 "alter" Bürgermeister der Reichsstadt Nürnberg; 1638 Stadtsiegelbewahrer; 1642 zweiter Losungsherr; 1653 vorderster Losungsherr und Reichsschultheiß.

Weiterführende Informationen in der DNB
Ulrich d. J. Grundherr von Altenthann und Weyherhaus

geb.: 1608
gest.: 1681
Anm.: Sohn des Nürnberger Patriziers Ulrich d. Ä. Grundherr von Altenthann und Weyherhaus (1570-1654); um 1637 Kammerjunker der Pfalzgräfin Hedwig von Pfalz-Sulzbach (1603-1657); 1638 Genannter und Pfleger von Velden; 1646 Pfleger von Hersbruck; 1656 "junger" und 1670 "alter Bürgermeister", 1677 Septemvir und Vorderster Landpfleger der Reichsstadt Nürnberg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Friedrich Günther

geb.: 1581
gest.: 1655
Anm.: Geboren in Helmstedt; zunächst Rat der Herzogin Anna Sophia von Braunschweig-Wolfenbüttel (1598-1659); ab 1615 Sekretär der deutschen Kanzlei in Kopenhagen; seit 1621 Kammerobersekretär; mehrfach dänischer Gesandter.

Weiterführende Informationen in der DNB
Hans Volkmar Hahn vom Brauneckh

Anm.: 1635 Wiener Hofmeister des Markgrafen Johann Georg von Brandenburg (1598-1637), danach bis 1636 im Dienst des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Levin Ludwig (von) Hahn

geb.: 1579
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Cuno Hahn (1540-1590); Gutsherr auf Seeburg; Kammerjunker des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1628 Hauptmann des Stifts Quedlinburg; seit 1626 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Zusammenziehende").

Weiterführende Informationen in der DNB
James Hamilton
Marquess James of Hamilton
Earl James of Cambridge
Duke James of Hamilton
Marquess James of Clydesdale

geb.: 1606
gest.: 1649
Anm.: Sohn des schottischen Adligen James Hamilton, 2. Marquess of Hamilton (1589-1625); 1625-1643 1. Marquess of Hamilton; ab 1625 2. Earl of Cambridge; seit 1628 Gentleman of the Bedchamber und 1628–1644 Master of the Horse des Königs Karl I. von England (1600-1649); 1631/32 Unterstützung des Königs Gustav II. Adolph von Schweden (1594-1632) mit einer fünf Regimenter starken englisch-schottischen Armee auf dem deutschen Kriegsschauplatz; 1638-1641 Lord Chancellor of Scotland; ab 1643 1. Duke of Hamilton und 1. Marquess of Clydesdale; 1648 Kommandeur eines schottischen Hilfsheeres für die englischen Royalisten, wurde jedoch von Cromwell geschlagen und gefangen; 1649 Enthauptung in London; seit 1630 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Philipp Moritz von Hanau-Münzenberg

geb.: 1605
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Grafen Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg (1576-1612); ab 1612 regierender Graf von Hanau-Münzenberg (bis 1626 unter mütterlicher Vormundschaft); Obrist in kaiserlichen (1629) bzw. schwedischen (1632) Diensten; seit 1627 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Faselnde").

Weiterführende Informationen in der DNB
August von Hanow
Augustin von Hanau

geb.: 1591
gest.: 1661
Anm.: Sohn des pommerischen Adligen und Greifenberger Bürgermeisters Dionysius von Hanow; 1603-1616 Page an thüringischen, pommerischen, dänischen und schleswig-holsteinischen Höfen; ab 1616 in braunschweigischen, kursächsischen, badischen und spanischen Kriegsdiensten; 1618-1631 außerdem Kammerjunker der verwitweten Kurfürstin Hedwig von Sachsen (1581-1641); kursächsischer Rittmeister (1631), Obristwachtmeister (1632), Obristleutnant (1633), Obrist (1635) und Generalwachtmeister (1641); 1642-1644 schwedischer Kriegsgefangener; 1645-1647 Befehlshaber der kursächsischen Reiter in der kaiserlichen Armee; 1647-1651 Militärdienst in Kursachsen, zuletzt erneut als Generalwachtmeister und Obrist von Haus aus (1651); 1655-1660 Oberhauptmann von Thüringen sowie Amtshauptmann von Langensalza, Thamsbrück und Weißensee; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Glänzende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
N. N. (von) Harburg (1)

Anm.: Sohn des N. N. (von) Harburg (2).
N. N. (von) Harburg (2)

Anm.: Vater des N. N. (von) Harburg (1).
N. N. van Harderwijk (1)

Anm.: Angehöriger des Harderwijker Adelsgeschlechts.
Ernst Adalbert von Harrach
Erzbischof Ernst Adalbert von Prag
Bischof Ernst Adalbert von Trient

geb.: 1598
gest.: 1667
Anm.: Sohn des Karl von Harrach (1570-1628); ab 1621 Cameriere segreto von Papst Gregor XV. (1554-1623); seit 1623 Erzbischof von Prag; ab 1626 Kardinal; seit 1665 auch Bischof von Trient.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Karl von Harrach

geb.: 1570
gest.: 1628
Anm.: Sohn des Leonhard von Harrach (1542-1597); ab 1595 niederösterreichischer Regimentsrat; seit 1601 Hofkammerrat; kaiserlicher Botschafter an verschiedenen deutschen Höfen (1614-1617), bei der Republik Venedig (1618) und in München (1620); ab 1619 kaiserlicher Kämmerer; Geheimer Rat von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); um 1621 Erhebung in den persönlichen und 1627 in den erblichen Grafenstand; seit 1627 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Johann Harschleben

Anm.: Ca. 1618-1637 Amtmann in Ballenstedt.
N. N. von Hattung

Anm.: 1635 Abgestandter der holsteinischen Landstände in Wien.
Franz von Hatzfeldt
Bischof Franz von Würzburg
Bischof Franz von Bamberg

geb.: 1596
gest.: 1642
Anm.: Sohn des kurmainzischen Rates Sebastian von Hatzfeldt (1566-1631); Domherr in Würzburg (1606) und Bamberg (1608); ab 1631 Bischof von Würzburg; seit 1633 Bischof von Bamberg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Jakob Heilbronner
Jakob Heilbrunner

geb.: 1548
gest.: 1618
Anm.: Sohn des lutherischen Theologen Hieronymus Heilbronner (1522–1564); Studium der Theologie in Tübingen; 1577 Promotion zum Dr. theol.; ab 1573 Pfarrer in Wien, Rigersburg (Mähren) und Sitzendorf (Niederösterreich); 1575-1580 Hofprediger in Zweibrücken; 1580/81 Superintendent in Bensheim; 1581-1585 Generalsuperintendent in Amberg; 1588-1615/16 Hofprediger und Kirchenrat in Neuburg an der Donau; seit 1616 Abt von Anhausen; ab 1616 auch Abt und Generalsuperintendent von Bebenhausen; vgl. Maximilian Weigel / Joseph Wopper / Hans Ammon: Ambergisches Pfarrerbuch, Kallmünz 1967, S. 58f., Nr. 374.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Johan van der Hell

geb.: 1587
gest.: 1649
Anm.: Sohn des Harderwijker Ratsherrn (Schöffen) und Bürgermeisters Casijn van der Hell (1557-1601); 1622 Aufnahme in die Ritterschaft von Veluwe; seit 1634 Schöffe und mehrfach Bürgermeister von Harderwijk; vgl. W. J. Baron d'Ablaing van Giessenburg: De Ridderschap van Veluwe of Geschiedenis der Veluwsche Jonkers, 'sGravenhage 1859, S. 254.
N. N. von Herberstorff

Anm.: Obrist steirischer Herkunft, der 1635 das schwedische Regiment des abgdankten Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670) übernahm.
Graf Adam von Herberstorff

geb.: 1585
gest.: 1629
Anm.: Sohn des Otto von Herberstorff (1551-1601) auf Kalsdorf/Steiermark; Herr auf Teublitz/Oberpfalz; 1610/11 pfälzisch-neuburgischer Pfleger von Beratzhausen; 1612-1614 Landrichter in Sulzbach; ab 1614 Pfleger von Reichertshofen; 1616-1619 Landschaftskommissar des Fürstentums Pfalz-Neuburg; ca. 1616/17 Konversion zum katholischen Glauben; bayerischer Rittmeister (1619), Obrist (1620) und Generalwachtmeister (1622/23); 1620-1628 Statthalter des an Bayern verpfändeten Erzherzogtums Österreich ob der Enns; seit 1628 Landeshauptmann von Oberösterreich; 1623 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Landgraf Georg II. von Hessen-Darmstadt

geb.: 1605
gest.: 1661
Anm.: Sohn des Landgrafen Ludwig V. von Hessen-Darmstadt (1577-1626); seit 1626 regierender Landgraf von Hessen-Darmstadt.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Landgraf Ludwig V. von Hessen-Darmstadt

geb.: 1577
gest.: 1626
Anm.: Sohn des Landgrafen Georg I. von Hessen-Darmstadt (1547-1596); ab 1596 regierender Landgraf von Hessen-Darmstadt; seit 1604 Erbe der halben Landgrafschaft Hessen-Marburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Landgräfin Sophia Eleonora von Hessen-Darmstadt
Geburtsname: Herzogin Sophia Eleonora von Sachsen

geb.: 1609
gest.: 1671
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); 1627-1661 Ehe mit Landgraf Georg II. von Hessen-Darmstadt (1605-1661).

Weiterführende Informationen in der DNB
Landgraf Moritz von Hessen-Kassel

geb.: 1572
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Landgrafen Wilhelm IV. von Hessen-Kassel (1532-1592); 1592-1627 regierender Landgraf von Hessen-Kassel, Abdankung auf Drängen der hessischen Landstände zugunsten seines Sohnes Wilhelm V. (1602-1637); seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgenannte").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Landgraf Otto von Hessen-Kassel

geb.: 1594
gest.: 1617
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); seit 1613 Statthalter seines Vaters in Oberhessen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Landgraf Wilhelm V. von Hessen-Kassel

geb.: 1602
gest.: 1637
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); ab 1617 Administrator von Hersfeld; nach der erzwungenen Abdankung seines Vaters seit 1627 regierender Landgraf von Hessen-Kassel; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kitzliche").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Christian Hilger

Anm.: Um 1635 Kaufmann in Wien.
Zacharias Hilger

Anm.: Um 1635 Kaufmann in Wien.
Gerhart van Hoeclum

geb.: 1581
gest.: 1647
Anm.: Sohn des Willem van Hoeclum (1545-1595); um 1626 Bürgermeister von Harderwijk.
N. N. von Hövel

Anm.: Aus westfälischem Adelsgeschlecht; um 1626 evtl. in Diensten Fürst Christians II.
Georg Andreas von Hofkirchen

geb.: 1562
gest.: 1623
Anm.: Sohn des Wilhelm von Hofkirchen (1529-1584); 1608 kaiserlicher Obrist; Kämmerer und Hofkriegsrat unter Kaiser Matthias (1557-1619); 1619/20 General-Landobrist der österreichischen Ständetruppen gegen Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); 1620 Ächtung, Enteignung und Emigration.
Graf Georg Friedrich von Hohenlohe-Weikersheim

geb.: 1569
gest.: 1645
Anm.: Sohn des Grafen Wolfgang von Hohenlohe-Neuenstein (1546-1610); kaiserlicher Offizier im Langen Türkenkrieg; ab 1610 regierender Graf von Hohenlohe in Weikersheim; 1618-1620 Generalobristleutnant der böhmischen Aufständischen; 1621-1623 Reichsacht; 1632 schwedischer Generalstatthalter im Schwäbischen Reichskreis; 1633 schwedischer Statthalter von Augsburg; daraufhin bis 1637 erneut geächtet; seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Getreue").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Johann Georg von Hohenzollern-Hechingen
Fürst Johann Georg von Hohenzollern-Hechingen

geb.: 1577
gest.: 1623
Anm.: Sohn des Grafen Eitel Friedrich von Hohenzollern-Hechingen (1545-1605); 1603-1605 Reichskammergerichtspräsident; ab 1605 regierender Graf von Hohenzollern in Hechingen; 1609-1613 Reichshofratsvizepräsident; seit 1613 Reichshofratspräsident; wiederholt Gesandter der Kaiser Rudolph II. (1552-1612), Matthias und Ferdinand II. (1578-1637); ab 1620 kaiserlicher Kämmerer; 1623 Erhebung in den Fürstenstand; seit 1620 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
N. N. Hohmuth

Anm.: Um 1626 Rentmeister von Schüttorf in der Grafschaft Bentheim.
Graf Heinrich Holk

geb.: 1599
gest.: 1633
Anm.: Sohn des dänischen Kriegskommissars und Diplomaten Ditlev Holk (1556-1633); zunächst in dänischen Kriegsdiensten, spätestens ab 1626 als Obrist; kaiserlicher Obrist (1630), Generalfeldwachtmeister (1632), Feldmarschallleutnant (1632) und Feldmarschall (1632); seit 1630 kaiserlicher Kämmerer; 1633 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Jodocus Hondius
Josse de Hondt

geb.: 1563
gest.: 1612
Anm.: Sohn von Olivier de Hondt; ab 1563 Kupferstecherlehre in Gent; 1584 Flucht nach London; seit 1593 Kartograph und Verleger in Amsterdam.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Johannes Hothorn

Anm.: Um 1627/28 Richter in Ballenstedt.
Christian Julius von Hoym

geb.: 1586
gest.: 1656
Anm.: Sohn des anhaltischen Oberpräsidenten und Kammerrats Christoph von Hoym (1534-1605); Herr auf Droyßig und Burgscheidungen; Erbkämmerer des Hochstifts bzw. kurbrandenburgischen Fürstentums Halberstadt; vgl. Gottfried Lobeck: Geistliches Sterbe-Bettlein/ Aus dem güldenen Macht-Spruch Joh. 3. v. 16 [...], o. O. 1656, o. S.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Johann Balthasar von Hoyos

geb.: 1583
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Ludwig Gomez von Hoyos (1551-1606); ab 1619 kaiserlicher Kämmerer; seit 1626 Landmarschall von Niederösterreich; 1628 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Christoph von Hünicke

gest.: nach 1638
Anm.: Sohn des Melchior von Hünicke; Erbherr auf Satzka und Schkopau; bereits um 1596 Domherr und spätestens seit 1619 Domdechant in Magdeburg.
Enno Wilhelm von Innhausen und Knyphausen

geb.: 1586
gest.: 1656
Anm.: Sohn des Wilhelm von Innhausen und Knyphausen (1557-1631); 1612-1615 Hofmeister und Geheimer Rat des Grafen Enno III. von Ostfriesland (1563-1625); ab 1617 Administrator des Kollegiums der ostfriesischen (ritterschaftlichen) Gemeinen Landeskollekten; 1618-1625 Hauptmann bzw. Kommandant der ganzen Garnison von Hamburg; 1625-1627 dänischer Generalquartiermeister; 1627-1643 erneut Kommandant der hamburgischen Garnison (1632 Obristleutnant); bis mindestens 1638 auch Obrist in schwedischen Diensten; zuletzt ostfriesischer Gesandter, u. a. auf dem Friedenskongress in Münster und auf dem Regensburger Reichstag (1653); seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verfolgende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Johann Ludwig Hektor Isolani

geb.: 1586
gest.: 1640
Anm.: Sohn des zypriotischen Adligen Johann Marcus Isolani; ab 1619 kaiserlicher Hauptmann; Obrist (1625) und General (1632) der kroatischen Reiter; seit 1635 kaiserlicher Kämmerer; 1634 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Patriarch Jakob

Anm.: Einer der biblischen Erzväter der Israeliten.

Weiterführende Informationen in der DNB
Jesus Christus
Jesus von Nazareth

Anm.: Biblische Figur.

Weiterführende Informationen in der DNB
Hans Helfreich Jörger von Tollet

geb.: 1594
gest.: 1655
Anm.: Sohn des Hans Jörger von Tollet (1558-1627); Herr auf Zäcking; 1620 Ächtung wegen Teilnahme am böhmisch-österreichischen Ständeaufstand.

Weiterführende Informationen in der DNB
N. N. Johann

Anm.: Vermutlich kaiserlicher Bediensteter, der sich im Juni 1635 des inhaftierten Herzogs Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg (1586-1665) annehmen sollte.
Patriarch Joseph

Anm.: Biblische Figur.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Jojachin von Juda

geb.: ca. 616 v. Chr.
gest.: nach 560 v. Chr.
Anm.: Sohn des Königs Jojakim von Juda (634-598 v. Chr.); 598-597 v. Chr. König des Südreiches Juda.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Zidkija von Juda

geb.: 618 v. Chr.
gest.: nach 586 v. Chr.
Anm.: Sohn des Königs Joschija von Juda (gest. 609 v. Chr.); 597-587 v. Chr. König des Südreiches Juda.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kaiser (Römisches Reich) Augustus
Gaius Octavius

geb.: 63 v. Chr.
gest.: 14 n. Chr.
Anm.: Sohn des römischen Politikers Gaius Octavius (gest. 59/58 v. Chr.); als Großneffe und Adoptivsohn des Gaius Iulius Caesar (100-44 v. Chr.) seit 27 v. Chr. erster Kaiser des Römischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand I.
König Ferdinand I. von Böhmen
König Ferdinand I. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand I. von Österreich

geb.: 1503
gest.: 1564
Anm.: Sohn des Herzogs Philipp I. von Burgund (1478–1506), ab 1504 König von Kastilien und León; seit 1521 regierender Erzherzog von Österreich; ab 1526 König von Böhmen und Ungarn; seit 1558 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; ab 1516 Ordensritter vom Goldenen Vlies; seit 1522 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand II.
König Ferdinand II. von Böhmen
König Ferdinand II. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand II. von Österreich

geb.: 1578
gest.: 1637
Anm.: Sohn des Erzherzogs Karl II. von (Inner-)Österreich (1540-1590); ab 1590 regierender Erzherzog der innerösterreichischen Erblande (bis 1596 unter Vormundschaft); 1617-1627 König von Böhmen; 1618-1625 König von Ungarn; seit 1619 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; ab 1596 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. von Österreich

geb.: 1608
gest.: 1657
Anm.: Sohn des Erzherzogs Ferdinand II. von (Inner-)Österreich (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Friedrich I. Barbarossa
Herzog Friedrich III. von Schwaben

geb.: 1122
gest.: 1190
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich II. von Schwaben (1090-1147); 1147-1152 regierender Herzog von Schwaben; ab 1152 römisch-deutscher König; seit 1155 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Friedrich III.
Erzherzog Friedrich V. von Österreich
Herzog Friedrich V. von Kärnten

geb.: 1415
gest.: 1493
Anm.: Sohn des Herzogs Ernst von Österreich (1377-1424); ab 1424 regierender Herzog der Steiermark, von Kärnten und Krain (bis 1435 unter Vormundschaft); seit 1439 regierender Herzog von Österreich; ab 1440 römisch-deutscher König; seit 1452 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; ab 1491 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Heinrich II.
König Heinrich II. von Ostfrankenreich
König Heinrich II. von Italien
Herzog Heinrich IV. von Bayern

geb.: 973
gest.: 1024
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich II. von Bayern (951-995); 995-1004 und 1009-1017 regierender Herzog von Bayern; ab 1002 König des Ostfrankenreiches; seit 1004 König von Italien; ab 1014 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Heinrich IV.
Herzog Heinrich VIII. von Bayern

geb.: 1050
gest.: 1106
Anm.: Sohn von Kaiser Heinrich III. (1016-1056); 1053/54 regierender Herzog von Bayern; 1056–1105 römisch-deutscher König; 1084-1105 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Heinrich V.

geb.: 1081/86
gest.: 1125
Anm.: Sohn von Kaiser Heinrich IV. (1050-1106); ab 1106 römisch-deutscher König; seit 1111 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Karl V.
König Karl I. von Spanien
Erzherzog Karl I. von Österreich
Herzog Karl III. von Luxemburg

geb.: 1500
gest.: 1558
Anm.: Sohn des Herzogs Philipp I. von Burgund (1478–1506), ab 1504 König von Kastilien und León; 1516–1555 Herzog von Luxemburg; 1516–1556 König von Spanien; 1519-1556 römisch-deutscher König; 1519–1521 regierender Erzherzog von Österreich; 1520-1556 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1501 Ritter und 1506-1555 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies; ab 1508 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Römisches Reich) Konstantin I.

gest.: 337
Anm.: Sohn des römischen Kaisers Constantius I. (gest. 306); ab 306 Kaiser des Römischen Reiches (seit 324 als Alleinherrscher).

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Kaiser (Byzantinisches Reich) Konstantin VII.
Konstantinos Porphyrogennetos

geb.: 905
gest.: 959
Anm.: Illegitimer Sohn des byzantinischen Kaisers Leo VI. (866-912); ab 913 Kaiser und seit 945 Alleinherrscher des Byzantinischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ludwig IV.
Herzog Ludwig IV. von Bayern
Pfalzgraf Ludwig III. bei Rhein

geb.: 1281/82
gest.: 1347
Anm.: Sohn von Ludwig dem Strengen, Herzog von Bayern und Pfalzgraf bei Rhein (1229-1294); 1294–1329 regierender Pfalzgraf bei Rhein (bis 1317 mit seinem älteren Bruder Rudolph I.); 1294–1340 regierender Herzog in Oberbayern (bis 1317 mit seinem älteren Bruder Rudolph I.); ab 1340 regierender Herzog von Bayern; seit 1314 römisch-deutscher König; ab 1328 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Matthias
König Matthias II. von Böhmen
König Matthias II. von Ungarn
Erzherzog Matthias von Österreich

geb.: 1557
gest.: 1619
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Maximilian II. (1527-1576); 1593–1608 Statthalter von Niederösterreich; ab 1608 regierender Erzherzog von Österreich; 1608–1618 König von Ungarn; 1611–1617 König von Böhmen; seit 1612 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; ab 1596 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Byzantinisches Reich) Maurikios
Flavius Mauricius Tiberius

geb.: 539
gest.: 602
Anm.: Oströmischer Feldherr und Schwiegersohn des byzantinischen Kaisers Tiberius I. (gest. 582); seit 582 Kaiser des Byzantinischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Maximilian I.
Herzog Maximilian von Burgund
Erzherzog Maximilian I. von Österreich
Herzog Maximilian I. von Luxemburg
Graf Maximilian I. von Tirol

geb.: 1459
gest.: 1519
Anm.: Sohn von Kaiser Friedrich III. (1415-1493); 1477-1482 iure uxoris Herzog von Burgund; 1482–1516 Herzog von Luxemburg; ab 1486 römisch-deutscher König; seit 1493 regierender Erzherzog von Österreich; ab 1508 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1478 Ritter und Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies; ab 1489 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Maximilian II.
König Maximilian von Böhmen
König Maximilian II. von Ungarn
Erzherzog Maximilian II. von Österreich

geb.: 1527
gest.: 1576
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand I. (1503-1564); 1552–1564 Statthalter von Niederösterreich; 1562–1575 König von Böhmen; 1563–1572 König von Ungarn; 1562–1575 römisch-deutscher König; ab 1564 regierender Erzherzog von Österreich; seit 1564 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; ab 1546 Ordensritter vom Goldenen Vlies; seit 1567 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Otto I. (der Große)
König (Ostfrankenreich) Otto I.
König Otto I. von Italien
Herzog Otto II. von Sachsen

geb.: 912
gest.: 973
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich I. von Sachsen (gest. 936); ab 936 Herzog von Sachsen und König des Ostfrankenreiches; seit 951 König von Italien; ab 962 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Rudolph II.
König Rudolph II. von Böhmen
König Rudolph II. von Ungarn
Erzherzog Rudolph V. von Österreich

geb.: 1552
gest.: 1612
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Maximilian II. (1527-1576); 1571–1576 Statthalter von Niederösterreich; 1572–1608 König von Ungarn; 1575–1611 König von Böhmen; 1576–1608 regierender Erzherzog von Österreich; seit 1576 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1578 Ritter des Hosenbandordens; seit 1585 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaiser (Römisches Reich) Tiberius
Tiberius Claudius Nero

geb.: 42 v. Chr.
gest.: 37 n. Chr.
Anm.: Sohn des Prätors Tiberius Claudius Nero (gest. um 33 v. Chr.); 4 n. Chr. Adoption durch seinen Stiefvater Kaiser Augustus (63 v. Chr.-14 n. Chr.); seit 14 n. Chr. Kaiser des Römischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kaiser (Römisches Reich) Valerian
Publius Licinius Valerianus

gest.: nach 260
Anm.: Römischer Konsular und princeps senatus; 253-260 Kaiser des Römischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kaiser (Römisches Reich) Vespasian
Titus Flavius Vespasianus

geb.: 9
gest.: 79
Anm.: Sohn des römischen Ritters Titus Flavius Sabinus; ab 42 erfolgreiche militärische Karriere; seit 69 Kaiser des Römischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Eleonora
Königin Eleonora von Böhmen
Königin Eleonora von Ungarn
Erzherzogin Eleonora von Österreich
Geburtsname: Eleonora Gonzaga

geb.: 1598
gest.: 1655
Anm.: Tochter des Vincenzo I. Gonzaga, Herzog von Mantua (1562-1612); 1622-1637 Ehe mit Kaiser Ferdinand II. (1578-1637).

Weiterführende Informationen in der DNB
Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Maria Anna
Königin Maria Anna von Böhmen
Königin Maria Anna von Ungarn
Erzherzogin Maria Anna von Österreich
Geburtsname: Infantin Maria Anna von Spanien und Portugal

geb.: 1606
gest.: 1646
Anm.: Tochter des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); seit 1631 Ehe mit Kaiser Ferdinand III. (1608-1657).

Weiterführende Informationen in der DNB
Erhard Kern

Anm.: Waldbürger im oberungarischen Schemnitz (Banská Štiavnica).
Hanns Jakob Khiesel von Kaltenbrunn
Graf Hanns Jakob von Gottschee

geb.: 1565
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Johann Khiesel von Kaltenbrunn (1530-1591); um 1601 Konversion zum katholischen Glauben; Kämmerer und Hofkriegsrat des Erzherzogs Ferdinand II. von (Inner-)Österreich (1578-1637); 1616-1619 kaiserlicher Oberststallmeister; seit 1620 Oberstkämmerer; 1622 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Wenzel Kinsky von Wchinitz und Tettau

geb.: 1572
gest.: 1626
Anm.: Sohn des Johann d. Ä. Kinsky von Wchinitz und Tettau (gest. 1590); ab 1596 Kämmerer und Rat des Königs Matthias von Ungarn; seit 1621 kaiserlicher Kämmerer.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kaspar Ernst von Knoch(e)

geb.: 1582
gest.: 1641
Anm.: Sohn des Kaspar von Knoch (gest. 1588/89); 1597-1602 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); 1606-1632 Amtshauptmann von Harzgerode und Güntersberge; 1632-1636 schwedischer Beamter in den Stiften Magdeburg und Halberstadt; ab 1636 Angehöriger des engeren Ständeausschusses im Fürstentum Anhalt; seit 1639 anhaltisch-dessauischer Geheimer Rat und Hofmarschall sowie Amtshauptmann von Sandersleben und Freckleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ausbreitende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
König (Heiliges Römisches Reich) Albrecht I.
Herzog Albrecht I. von Österreich
Herzog Albrecht I. von Steiermark
Herzog Albrecht I. von Krain

geb.: 1255
gest.: 1308
Anm.: Sohn des späteren römisch-deutschen Königs Rudolph I. (1218-1291); ab 1282 regierender Herzog von Österreich, der Steiermark und von Krain; seit 1298 römisch-deutscher König.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
König (Ostfrankenreich) Heinrich I.
Herzog Heinrich I. von Sachsen

geb.: ca. 875
gest.: 936
Anm.: Sohn des Herzogs Otto I. von Sachsen (gest. 912); ab 912 Herzog von Sachsen; seit 919 König des Ostfrankenreiches.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
König (Heiliges Römisches Reich) Rudolph I.
Herzog Rudolph I. von Österreich
Herzog Rudolph I. von Steiermark
Herzog Rudolph I. von Kärnten
Herzog Rudolph I. von Krain
Graf Rudolph IV. von Habsburg

geb.: 1218
gest.: 1291
Anm.: Sohn des Grafen Albrecht IV. von Habsburg (gest. 1239); ab 1240 regierender Graf von Habsburg; seit 1273 römisch-deutscher König; 1276–1286 regierender Herzog von Kärnten und Krain; 1278–1282 regierender Herzog von Österreich und der Steiermark.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Ernst von Kollonitsch

geb.: 1582
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Georg Seifried von Kollonitsch (1537-1599); ab 1619 kaiserlicher Kämmerer; Obrist und seit 1621 Festungskommandant von Komorn (Komárno); 1623 Konversion zum katholischen Glauben; 1637 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Sbigneus Leopold von Kolowrat-Novohradský

geb.: 1594
gest.: 1630
Anm.: Sohn des Johann von Kolowrat-Novohradský (gest. 1613); Kreishauptmann von Leitmeritz.
Ignatius Krafft
Abt Ignatius von Lilienfeld

geb.: 1590
gest.: 1639
Anm.: Sohn des Pankraz Krafft (1555-1616) in Aachen; 1618-1622 Abt des Stiftes Neukloster in Wiener Neustadt; 1622-1638 Abt von Lilienfeld; 1633-1637 Hofkammerpräsident; auch kaiserlicher Geheimer Rat.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Johann Anton Kratz von Scharffenstein

gest.: vor 1677
Anm.: Sohn des Grafen Johann Philipp Kratz von Scharffenstein (1591-1635); um 1635 noch in kaiserlichen Kriegsdiensten; 1636 Ritterschlag anlässlich der Königskrönung Ferdinands III.; später kurtrierischer Geheimer Rat und Hofmarschall sowie Amtmann von Boppard, Wesel und Welmich.
Graf Johann Philipp Kratz von Scharffenstein

geb.: 1591
gest.: 1635
Anm.: Sohn des kurtrierischen Rates Anton Kratz von Scharffenstein (gest. 1619); ab 1617 Domherr in Mainz; seit 1619 kaiserlicher Kämmerer; ab 1620 bayerisch-ligistischer Obrist; kaiserlicher Obrist (1624) und Generalfeldwachtmeister (1631); 1632/33 kurbayerischer Generalfeldzeugmeister; 1634 schwedischer Feldmarschall; 1634/35 kaiserlicher Kriegsgefangener; 1635 Enthauptung wegen Hochverrats; 1630 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
(Albrecht) Christoph von Krosigk

geb.: 1576
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Adolph von Krosigk (gest. 1605); anhaltisch-dessauischer Kammerrat, Hofmarschall und Amtshauptmann von Dessau; 1623 Capitain der anhaltischen Landesdefension; 1628 Unterdirektor des anhaltischen Landtages; 1617 Gründungsmitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlbekommende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Johanna Elisabeth von Krosigk

Anm.: Tochter des Dessauer Hofmarschalls (Albrecht) Christoph von Krosigk (1576-1638); 1637-1643 morganatische Ehe mit Fürst Georg Aribert von Anhalt-Dessau (1606-1643).
Graf Georg Adam von Kuefstein

geb.: 1605
gest.: 1656
Anm.: Sohn des Johann Jakob von Kuefstein (1577-1633); kaiserlicher Obrist, Generalmajor und Hofkriegsrat; 1639-1650 Obristleutnant der Wiener Stadtguardia; ab 1646 kaiserlicher Kämmerer; 1654 Erhebung in den Grafenstand; seit 1651 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kunstliebende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Johann Jakob von Kuefstein

geb.: 1577
gest.: 1633
Anm.: Sohn des Johann Georg von Kuefstein (1536-1603); ca. 1619/20 Generalproviantmeister der niederösterreichischen Stände; ab 1620 kaiserlicher Obrist; 1621 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1622 kaiserlicher Kämmerer.

Weiterführende Informationen in der DNB
N. N. von der Lancken (1)

Anm.: Bruder des N. N. von der Lancken (2).
N. N. von der Lancken (2)

Anm.: Bruder des N. N. von der Lancken (1); um 1636 mecklenburgischer Amtshauptmann von Fürstenberg.
Charles de Latfeur

geb.: ca. 1572
gest.: 1650
Anm.: Sohn von Jean de Latfeur (gest. 1597) aus Antwerpen; Kaufmann und Bankier in Amsterdam; um 1626 Tätigkeit für die Fürsten von Anhalt.
Friedrich Lebzelter

geb.: 1565
gest.: 1640
Anm.: Augsburger Bürger und Handelsmann; kursächsischer Kammerdiener, Agent und Gesandter, u. a. in Prag (1618-1620), Wien und Hamburg (1632-1634).
Constantin L'Empereur van Oppyck

geb.: 1591
gest.: 1648
Anm.: Sohn des aus Brabant geflüchteten Antonius Cäsar; 1607 Artesstudium in Leiden; 1614 Theologiestudium in Franeker; 1617 Doktorpromotion; ab 1619 Professor der Theologie und hebräischen Sprache sowie Bibliothekar des Gymnasiums von Harderwijk; seit Ende 1627 Professor für Hebräisch und Chaldäisch, 1646 für Theologie an der Universität Leiden; 1639 Rat des Johann Moritz von Nassau-Siegen (1604-1679).

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Alexander Leslie of Auchintoul

geb.: 1590
gest.: 1663
Anm.: Schottischer Adliger; 1618 als polnischer Offizier in russischer Gefangenschaft; 1626-1632 schwedischer Obrist; 1632-1634 auf Grund der Allianz Moskaus mit Schweden russischer Obrist im Smolensker Krieg gegen Polen; um 1637/38 Rückkehr nach Schottland; Teilnahme am Englischen Bürgerkrieg; ab 1647 erneut russischer Obrist, zuletzt erster General aus dem Ausland; 1652 Konversion zur orthodoxen Kirche; seit 1654 Gouverneur von Smolensk; vgl Paul Dukes: Alexander Leslie and the Smolensk War 1632-1634, in: Steve Murdoch (Hg.), Scotland and the Thirty Years' War 1618-1648, Leiden 2001, S. 173-189.
Johann von Leubelfing

geb.: 1578
gest.: 1648
Anm.: Sohn des Seifried von Leubelfing; seit 1620 Obrist der Nürnberger Stadtgarde (noch 1634); um 1637 in brandenburgisch-ansbachischen Diensten.
Landgraf Maximilian Adam von Leuchtenberg

geb.: 1611
gest.: 1646
Anm.: Sohn des Landgrafen Wilhelm von Leuchtenberg (1586-1634); ab 1634 regierender Landgraf von Leuchtenberg; seit 1641 kaiserlicher Kommandant von Nördlingen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Emir Fachr-ad-Din II. von Libanon

geb.: 1572
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Emirs Qorqmaz ibn Ma'n von Libanon (gest. 1585); 1593-1613 und 1618-1633 regierender Emir der Drusen (1613-1618 Exil in Europa); 1633-1635 Inhaftierung in Konstantinopel; 1635 Hinrichtung.

Weiterführende Informationen in der DNB
Emir Yunus von Libanon

gest.: 1635
Anm.: Sohn des Emirs Qorqmaz ibn Ma'n von Libanon (gest. 1585); 1613-1618 gemeinsam mit seinem Neffen Ali Bey (gest. 1634) regierender Emir der Drusen in Vertretung seines nach Europa geflohenen Bruders Emir Fachr-ad-Din II. (1572-1635); 1635 Hinrichtung in Konstantinopel.
Christian Liebenthal

geb.: 1586
gest.: 1647
Anm.: Sohn des neumärkischen Insprektors Burkhard Liebenthal; Studium in Frankfurt/Oder (1604), Wittenberg und Rostock (1610-1612); Promotion zum Dr. iur. utr. in Gießen; ab 1616 Professor für Rhetorik an der Universität Gießen; seit 1624 hessisch-darmstädtischer Rat und wiederholt Gesandter am Kaiserhof; 1647 Tod als comes palatinus in Klagenfurt.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Fürst Gundaker von Liechtenstein

geb.: 1580
gest.: 1658
Anm.: Sohn des Hartmann von Liechtenstein (1544-1585); ab 1599 kaiserlicher Kämmerer; 1602 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1606 Hofkammerrat; 1615/16 und 1619-1623 Hofkammerpräsident; ab 1621 Geheimer Rat; 1624-1626 Obersthofmeister; 1623 Erhebung in den Fürstenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Karl von Liechtenstein
Herzog Karl von Troppau-Jägerndorf

geb.: 1569
gest.: 1627
Anm.: Sohn des Hartmann von Liechtenstein (1544-1585); 1599 Konversion zum katholischen Glauben; 1604-1606 Landeshauptmann von Mähren; 1606/07 kaiserlicher Obersthofmeister; 1608 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1614 Herzog von Troppau; 1620 Generalbevollmächtigter von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); seit 1622 Statthalter und Vizekönig von Böhmen, Herzog von Jägerndorf und Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Fürst Karl Eusebius von Liechtenstein

geb.: 1611
gest.: 1684
Anm.: Sohn des Karl von Liechtenstein (1569-1627); ab 1627 Fürst und Oberhaupt der Familie (bis 1632 unter Vormundschaft seines Onkels Maximilian); 1639-1641 Oberlandeshauptmann von Schlesien.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Maximilian von Liechtenstein

geb.: 1578
gest.: 1645
Anm.: Sohn des Hartmann von Liechtenstein (1544-1585); 1600 Konversion zum katholischen Glauben; 1601/02 Reichshofrat; kaiserlicher Feldzeugmeister (1608/1620) und Generalfeldwachtmeister (1619); 1613-1615 Oberststallmeister von Kaiser Matthias (1557-1619); ab 1619 kaiserlicher Kämmerer; seit 1638 Kommandeur der ungarischen Grenzfestung Raab; 1623 Erhebung in den Fürstenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Albert de Ligne
Prince Albert de Barbançon

geb.: 1600
gest.: 1674
Anm.: Sohn des Robert de Ligne, ab 1614 Prince de Barbançon (1564-1614); 1618-1620 in kaiserlichen Kriegsdiensten unter Comte Charles-Bonaventure de Buquoy (1571-1621); spanischer Hauptmann (1620), General (1622-1634) und Generalkapitän der Artillerie (1658-1660); seit 1628 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Axel Gustafsson Lillie
Graf Axel von Lillieborg

geb.: 1603
gest.: 1662
Anm.: Sohn des Gustaf Axelsson Lillie (gest. 1605); 1619 Page des Königs Gustav II. Adolph von Schweden; schwedischer Leutnant (1626), Obrist (1630), Generalmajor (1635), General (1654) und Feldmarschall (1657); ab 1638 Vizegouverneur in Vorpommern und Kommandant von Stralsund; 1641-1648 Vizegouverneur von ganz Pommern; zugleich 1642-1648 Gouverneur des Meißnischen Estats und Oberkommandant von Leipzig; seit 1648 Reichsrat; ab 1651 Kriegsrat; seit 1652 Kammerrat; 1652-1661 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1655/56 Gouverneur von Halland; ab 1661 Generalgouverneur von Livland; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand; seit 1652 Graf von Lillieborg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Karl von Limbach

gest.: 1638
Anm.: Um 1637 kaiserlicher Obrist.
Graf Simon VII. zur Lippe-Detmold

geb.: 1587
gest.: 1627
Anm.: Sohn des Grafen Simon VI. zur Lippe (1554-1613); ab 1613 regierender Graf zur Lippe-Detmold; seit 1626 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Lange").

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Sidonius Albrecht von Lobkowitz
Sidonius Albrecht Popel von Lobkowitz

geb.: 1568
gest.: 1628
Anm.: Sohn des Ladislaus Popel von Lobkowitz (1501-1584); 1591-1599 Reichshofrat; 1599-1619 und ab 1620 böhmischer Oberstkanzler; seit 1619 kaiserlicher Kämmerer; 1624 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1620 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Wenzel Eusebius von Lobkowitz
Herzog Wenzel Eusebius von Schlesien-Sagan

geb.: 1609
gest.: 1677
Anm.: Sohn des Sidonius Albrecht Popel von Lobkowitz (1568-1628); ab 1628 Fürst; kaiserlicher Obrist (1631), Generalfeldwachtmeister (1636) und Feldmarschall (1647); seit 1627 kaiserlicher Kämmerer; ab 1646 Herzog von Schlesien-Sagan; seit 1647 Geheimer Rat; 1650-1665 Hofkriegsratspräsident; 1665-1674 Obersthofmeister; ab 1670 erster Minister von Kaiser Leopold I.; seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Graf N. N. von Lodron (1)

Anm.: Südtiroler Adliger; um 1635 spanischer Obrist unter Principe Tommaso Francesco di Savoia-Carignano (1596-1656).
Graf Paris von Lodron
Erzbischof Paris von Salzburg

geb.: 1586
gest.: 1653
Anm.: Sohn des Grafen Niklas von Lodron (1549-1621); Domherr in Trient (1605) und Salzburg (1606); 1616-1619 Salzburger Dompropst und Präsident der erzbischöflichen Hofkammer; seit 1619 Erzbischof von Salzburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Sebastian von Lodron
Bischof Sebastian von Gurk

geb.: 1601
gest.: 1643
Anm.: Sohn des Grafen Hieronymus von Lodron (1580–1658); ab 1626 Domherr in Salzburg; seit 1627 Oberstkämmerer, um 1636 auch Obersthofmeister des Erzherzogs Leopold Wilhelm von Österreich (1614-1662); ab 1630 Bischof von Gurk.

Weiterführende Informationen in der DNB
Hans Christoph Löbl von Greinburg

geb.: 1587
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Hans Bernhard Löbl von Greinburg (gest. 1609); ab 1619 kaiserlicher Kämmerer; kaiserlicher Obrist (1620) und Generalwachtmeister (1626); seit 1629 Obrist der Stadtguardia und Stadtkommandant von Wien; ab 1637 Hofkriegsrat.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Michael (von) Loefen

geb.: ca. 1550
gest.: 1620
Anm.: Exulant aus Trier; Dr. jur.; ab 1592 kurpfälzischer Rat in Heidelberg; Vertrauter des Amberger Statthalters Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630), mit dem er sich seit 1604 an einem Bergwerksunternehmen im Fichtelgebirge beteiligte; 1604 Nobilitierung.

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Johann Löw d. Ä.

geb.: 1575
gest.: 1645?
Anm.: 1604-1645 anhaltischer Agent beim Reichshofrat in Wien; Tätigkeit in derselben Funktion für weitere lutherische und reformierte Reichsfürsten und -grafen (u. a. Pfalz-Sulzbach, Hanau-Münzenberg bzw. -Lichtenberg, Hohenlohe-Neuenstein, Castell, Bentheim-Tecklenburg, Nassau-Dillenburg, Erzstift Bremen) sowie für den König von Dänemark.
Graf Georg Ludwig von Löwenstein-Scharfeneck

geb.: 1587
gest.: 1633
Anm.: Sohn des Grafen Wolfgang II. von Löwenstein-Scharfeneck (1555-1596); zunächst in holländischen, ab 1617 in venezianischen Kriegsdiensten; 1622/23 Offizier unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); 1622 Reichsacht und Verlust der Herrschaft Scharfeneck; seit 1631 schwedischer Obrist und Kommandant von Erfurt.

Weiterführende Informationen in der DNB
Charles-Albert de Longueval
Comte Charles-Albert de Buquoy

geb.: 1607
gest.: 1663
Anm.: Sohn des Charles-Bonaventure de Longueval, Comte de Buquoy (1571-1621); ab 1627 kaiserlicher Kämmerer; um 1631/632 kaiserlicher Obristleutnant; später spanischer General der Artillerie und General der Kavallerie in den Niederlanden; seit 1632 Grand-bailli der Grafschaft Hennegau; ab 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Charles-Bonaventure de Longueval
Comte Charles-Bonaventure de Buquoy

geb.: 1571
gest.: 1621
Anm.: Sohn des Maximilien de Longueval, Baron de Vaux, ab 1580 Comte de Buquoy (1537-1581); spanischer Obrist (1597), Generalwachtmeister (1600) und Generalfeldzeugmeister (1602) in den Niederlanden; seit 1606 königlicher Kriegsrat; ab 1613 Grand-bailli der Grafschaft Hennegau; kaiserlicher Oberst-Feldgeneral (1614), Feldmarschall (1618), Generaloberstleutnant (1619) und Generaloberst der Kavallerie (1620); seit 1620 kaiserlicher Kämmerer; ab 1613 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Georg Achaz von Losenstein

geb.: 1597
gest.: 1653
Anm.: Sohn des Wolfgang Sigmund von Losenstein (1567-1626); 1623 Erhebung in den Grafenstand; ab 1624 kaiserlicher Kämmerer; 1637-1651 Oberstfalkenmeister; 1642–1651 Landmarschall von Niederösterreich; seit 1651 Oberststallmeister; 1653 Geheimer Rat und Ordensritter vom Goldenen Vlies.
Graf Wolfgang Sigmund von Losenstein

geb.: 1567
gest.: 1626
Anm.: Sohn des Dietmar von Losenstein (gest. 1577); ab 1612 Obersthofmarschall; seit 1619 kaiserlicher Kämmerer; 1621 Konversion zum katholischen Glauben; 1623 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Peter von Losy

gest.: nach 1640
Anm.: Kaiserlicher Rittmeister (1624) und Kroaten-Obrist (1630); 1635 wegen Beteiligung an Wallensteins "Verschwörung" zum Tode verurteilt, jedoch begnadigt.
Herzog Karl III. von Lothringen

geb.: 1543
gest.: 1608
Anm.: Sohn des Herzogs Franz I. von Lothringen (1517-1545); seit 1545 Herzog von Lothringen (bis 1559 unter Vormundschaft).

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Karl IV. von Lothringen

geb.: 1604
gest.: 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen (1572-1632); 1625-1634 und seit 1661 Herzog von Lothringen; 1634 vorübergehende Abdankung zu Gunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670).

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Herzog Nikolaus II. Franz von Lothringen
Bischof Nikolaus Franz von Toul

geb.: 1609
gest.: 1670
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen (1572-1632); 1624-1634 Bischof von Toul; 1626-1634 Kardinal; 1634 Herzog von Lothringen anstelle seines Bruders Karl IV. (1604-1675), noch im gleichen Jahr Flucht und anschließend Leben im Exil; 1648 Rückkehr in den geistlichen Stand.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Melchior Louis

geb.: 1576
Anm.: 1620 Schatzmeister ("tresorier") des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); um 1627/28 Diener des Prinzen Christian d. J.; später anhaltisch-bernburgischer Amtmann und Rat (noch 1648); seit 1638 Bernburger Stadtvogt.
Christoph Ludwig

geb.: 1567
gest.: 1636
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgermeisters Daniel Ludwig; 1597-1599 Rektor in Bernburg; 1599-1602 Diakon an der Schlosskirche und seit 1602 Diakon an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 341.
Paul Ludwig

Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); Lehens- und Gerichtssekretär, später Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (bis 1650).
Albrecht von Lüchau

geb.: 1572
gest.: 1655
Anm.: Vor 1636 brandenburgisch-bayreuthischer Oberstallmeister; Amtmann von Bayreuth.
Joachim von Lützow

Anm.: Um 1635 Rittmeister.
Graf Johann Kasimir von Lynar

geb.: 1569
gest.: 1619
Anm.: Sohn des Grafen Rochus Quirinus von Lynar (1525-1596); 1596-1598 Oberhauptmann von Spandau; 1603-1611 brandenburgisch-kulmbachischer Geheimer Rat und Oberkammerrat; danach kurbrandenburgischer Geheimer Rat und Oberkammerpräsident; vgl. Joachim Nisaeus: Iusta Funebria, Oder Christliche Ehrenpredigt/ Bey und uber der Trawrigen Leichfahrt [...], Berlin 1619, o. S.

Weiterführende Informationen in der DNB
Francesco de Magni
Graf Franz von Magnis

geb.: 1598
gest.: 1652
Anm.: Sohn des kaiserlichen Geheimen Rates Constantin de Magni (1539-1606); ab 1620 in kaiserlichen Kriegsdiensten als Obrist (1622) und Feldmarschalleutnant (1644); seit 1637 Hofkriegsrat; 1640/41 Landeshauptmann von Mähren; 1646-1649 Landeshauptmann des Fürstentums Oppeln-Ratibor; ab 1649 Oberstlandrichter für Mähren; Erhebung in den Freiherren- (1622) und Grafenstand (1629).

Weiterführende Informationen in der DNB
Urbain de Maillé
Marquis Urbain de Brézé

geb.: 1597
gest.: 1650
Anm.: Sohn des Charles de Maillé (gest. 1615); ab 1615 Marquis de Brézé; militärische Karriere als Gardehauptmann (1620), Maréchal de camp (1630) und Maréchal de France (1632); seit 1629 Conseiller d'État; 1631 französischer Gesandter in Schweden; 1641/42 Vizekönig von Katalonien; 1645 Rückzug aus dem Kriegsdienst.

Weiterführende Informationen in der DNB
Francesco Makob

Anm.: Um 1623 ein Apotheker in Padua.
Graf Christoph Heinrich von Mansfeld-Hinterort

geb.: 1628
gest.: 1637
Anm.: Sohn des Grafen Ernst Ludwig von Mansfeld-Hinterort (1605-1632).

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Ernst Ludwig von Mansfeld-Hinterort

geb.: 1605
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Grafen Friedrich Christoph von Mansfeld-Hinterort (1564-1631); schwedischer Obristwachtmeister (1622) und Rittmeister (1631).

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Bruno von Mansfeld-Vorderort

geb.: 1576
gest.: 1644
Anm.: Sohn des Grafen Bruno von Mansfeld-Vorderort (1545-1615); um 1600 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1603 kaiserlicher Kriegsrat; seit 1607 Kämmerer des Erzherzogs Matthias von Österreich; 1615-1619 kaiserlicher Trabantenhauptmann; 1620-1637 Oberstjägermeister und Oberststallmeister von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1637 kaiserlicher Kämmerer.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort

geb.: 1580
gest.: 1626
Anm.: Unehelicher Sohn des Grafen Peter Ernst I. von Mansfeld-Vorderort (1517-1604); 1594/95 und 1603 Teilnahme am Langen Türkenkrieg; 1604-1606 spanischer Offizier in den Niederlanden; 1609 in kaiserlichen Kriegsdiensten; 1610 Übertritt zur Protestantischen Union; 1617-1620 General der böhmischen Ständearmee; danach Heerführer des geächteten Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) und einer der bedeutendsten Condottiere gegen die Habsburger und deren Verbündete.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Philipp von Mansfeld-Vorderort

geb.: 1589
gest.: 1657
Anm.: Sohn des Grafen Bruno von Mansfeld-Vorderort (1545-1615); zunächst schwedischen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist; 1622 Offizier unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); 1622-1624 kaiserlicher Kriegsgefangener; danach Konversion zum katholischen Glauben; kaiserlicher Kommandant der Ostseeflotte Wallensteins (1628/29), Feldzeugmeister (1632) und Feldmarschall (1633); ab 1631 kaiserlicher Kämmerer; 1637 Hauptmann der Hartschier-Leibgarde; 1637-1643 Hofkriegsrat; seit 1655 Geheimer Rat.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Wolfgang von Mansfeld-Vorderort

geb.: 1575
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Grafen Bruno von Mansfeld-Vorderort (1545-1615); kaiserlicher Hauptmann (1602), Obristwachtmeister (1605) und Obrist (1607); 1610 kursächsischer Obrist und Oberhauptmann des Vogtländischen Kreises; 1612 Obrist und Statthalter des Landgrafen Ludwig V. von Hessen-Darmstadt (1577-1626); 1614 kaiserlicher Obrist; 1620-1623 kursächsischer Generalleutnant; ab 1623 Kommandant der ungarischen Festung Raab; seit 1624 endgültig in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Feldmarschall (1632); spätestens 1627 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1627 kaiserlicher Kämmerer; 1630/31 Statthalter der Stifte Magdeburg und Halberstadt; seit 1637 Geheimer Rat.

Weiterführende Informationen in der DNB
Eberhard von Manteuffel (Szoege)

geb.: 1590
gest.: 1637
Anm.: Sohn des polnischen Obristen Evert von Manteuffel (gest. 1614); zunächst polnischer Fähnrich, dann kaiserlicher Hauptmann, Obristleutnant (1631) und Obrist (1634); ab 1634 kaiserlicher Kämmerer; 1636 Erhebung in den Freiherrenstand; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Saurliche").

Weiterführende Informationen in der DNB
Maria

Anm.: Laut Neuem Testament Mutter von Jesus Christus; als "Muttergottes" bzw. "Gottesgebärerin" verehrt.

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzogin Anna Sophia von Mecklenburg

geb.: 1591
gest.: 1648
Anm.: Blinde Tochter des Herzogs Johann VII. von Mecklenburg (1558-1592).

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzogin Eleonora Maria von Mecklenburg-Güstrow
Geburtsname: Fürstin Eleonora Maria von Anhalt-Bernburg

geb.: 1600
gest.: 1657
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1626-1636 Ehe mit Herzog Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636).

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Gustav Adolph von Mecklenburg-Güstrow
Administrator Gustav Adolph von Ratzeburg

geb.: 1633
gest.: 1695
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636) und Neffe Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1636-1648 Administrator des Stifts Ratzeburg; ab 1654 regierender Herzog von Mecklenburg-Güstrow; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefällige").

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow

geb.: 1590
gest.: 1636
Anm.: Sohn des Herzogs Johann VII. von Mecklenburg (1558-1592); 1610-1621 gemeinsam mit seinem Bruder Adolph Friedrich (1588-1658) regierender Herzog von Mecklenburg; 1621-1628 und ab 1631 alleinregierender Herzog von Mecklenburg-Güstrow (1628-1631 Ersetzung durch Wallenstein); seit 1628 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vollkommene").

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzogin Louise von Mecklenburg-Güstrow

geb.: 1635
gest.: 1648
Anm.: Tochter des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636) und Nichte Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Herzog Adolph Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin
Administrator Adolph Friedrich von Schwerin

geb.: 1588
gest.: 1658
Anm.: Sohn des Herzogs Johann VII. von Mecklenburg (1558-1592); 1592-1610 regierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin (bis 1608 unter Vormundschaft); 1610-1621 gemeinsam mit seinem Bruder Johann Albrecht II. (1590-1636) regierender Herzog von Mecklenburg; 1621-1628 und ab 1631 alleinregierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin (1628-1631 Ersetzung durch Wallenstein); 1634-1648 Administrator von Schwerin; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Herrliche").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
N. N. de' Medici (1)
Granduca N. N. di Toscana

Anm.: Bruder des N. N. de' Medici (2).
N. N. de' Medici (2)

Anm.: Bruder eines namentlich nicht genannten Granduca di Toscana; sein Koch soll im Erzherzogtum Österreich einen kleineren Stadtbrand verursacht haben.
Ferdinando II. de' Medici
Granduca Ferdinando II. di Toscana

geb.: 1610
gest.: 1670
Anm.: Sohn des Cosimo II. de' Medici, Granduca di Toscana (1590-1621); seit 1621 Granduca di Toscana (bis 1628 unter Vormundschaft).

Weiterführende Informationen in der DNB
Matthias de' Medici

geb.: 1613
gest.: 1667
Anm.: Sohn des Cosimo II. de' Medici, Granduca di Toscana (1590-1621); 1629-1636, 1641-1643 und seit 1644 Gouverneur von Siena; 1631-1641 in kaiserlichen Kriegsdiensten als Feldzeugmeister (1632) und Feldmarschall (1637); 1643 toskanischer General.

Weiterführende Informationen in der DNB
Vittoria de' Medici
Granduchessa Vittoria di Toscana
Geburtsname: Vittoria della Rovere

geb.: 1622
gest.: 1694
Anm.: Tochter des Federico Ubaldo della Rovere (1605-1623); 1634-1670 Ehe mit Ferdinando II. de' Medici, Granduca di Toscana (1610-1670).

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Leonhard Helfried von Meggau

geb.: 1577
gest.: 1644
Anm.: Sohn des Ferdinand Helfried von Meggau (gest. 1585); ab 1600 niederösterreichischer Regimentsrat; 1612-1619 Oberstkämmerer und 1617-1619 Obersthofmeister von Kaiser Matthias (1557-1619); seit 1619 kaiserlicher Kämmerer; 1621–1626 Statthalter von Niederösterreich; 1626-1637 Obersthofmeister von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1637 Geheimer Rat; 1619 Erhebung in den Grafenstand; seit 1622 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Ellardus van Mehen

geb.: 1570
gest.: 1639
Anm.: Sohn des Gerrit van Mehen aus Harderwijk; 1594/95 Theologiestudium in Leiden; ab 1598 Pfarrer in Harderwijk; 1600/01 Professor für Theologie und Hebräisch am Harderwijker Gymnasium illustre; 1618/19 Delegierter von Gelderland auf der Synode von Dordrecht; zeitweise Aushilfspfarrer in Utrecht (1619) und Amsterdam (1620); seit 1637 erneut Professor am Gymnasium illustre in Harderwijk.

Weiterführende Informationen in der DNB
Guillaume de Melun
Prince Guillaume d' Épinoy
Marquis Guillaume de Richebourg
Marquis Guillaume de Roubaix
Vicomte Guillaume de Gand

geb.: 1588
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Pierre de Melun, Prince d'Épinoy (1550-1594); ab 1619 kaiserlicher Kämmerer; seit 1620 spanischer Hauptmann; 1625-1631 Grand-bailli der Grafschaft Hennegau; 1632 Teilnahme an einer gescheiterten antispanischen Verschwörung und Flucht nach Frankreich; ab 1634 Vicomte de Gand; 1635 Todesurteil durch den Großen Rat von Mechelen; seit 1621 Ordensritter vom Goldenen Vlies.
Pedro Mexía
Pedro Mejía

geb.: 1497
gest.: 1551
Anm.: In Sevilla geborener humanistischer Schriftsteller; 1516-1526 Rechtsstudium in Salamanca; ab 1537 Kosmograph des Casa de Contratación de Sevilla; 1538 Bürgermeister von Santa Hermandad de Sevilla; seit 1548 spanischer Hofchronist.

Weiterführende Informationen in der DNB
Bernhard Meyer

geb.: 1599
gest.: nach 1640
Anm.: Angehöriger des Basler Achtbürger- und Ratsgeschlechts Meyer zum Pfeil; mecklenburgisch-güstrowischer Obristleutnant und Gesandter; seit 1639 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gültige").
Jakob Michael
Jacques Michel

Anm.: Aus Metz stammender Franzose; um 1635/37 Wiener Hofjuwelier.
Heinrich Milde

gest.: 1642
Anm.: Zunächst reformierter Prediger in Emden; seit 1612 Prediger der reformierten Gemeinde in Altona; vgl. Johann Adrian Bolten: Historische Kirchen-Nachrichten von der Stadt Altona [...], Bd. 1, Altona 1790, S. 215f.
Sancho de Monroy y Zúñiga
Marqués Sancho de Castañeda

gest.: 1646
Anm.: Sohn des Fernando de Monroy; Hofmeister der Königin Elisabeth von Spanien (1602-1644); Kämmerer, Kriegs- und Staatsrat des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); 1632-1641 spanischer Botschafter am Wiener Kaiserhof; seit 1632 erster Marqués de Castañeda.
Graf Ernst Kasimir von Nassau-Diez

geb.: 1573
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Grafen Johann VI. von Nassau-Dillenburg (1536-1606); ab 1594 in niederländischen Kriegsdiensten als Obrist (1600) und Feldmarschall (1607); seit 1620 Statthalter von Friesland, ab 1625 auch von Groningen und Drenthe; seit 1607 regierender Graf von Nassau-Diez.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Johann VI. von Nassau-Dillenburg

geb.: 1536
gest.: 1606
Anm.: Sohn des Grafen Wilhelm von Nassau-Dillenburg (1487-1559); seit 1559 regierender Graf von Nassau-Dillenburg; ebenso 1578-1581 Statthalter von Gelderland.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Friedrich Heinrich von Nassau-Dillenburg
Fürst Friedrich Heinrich von Oranien

geb.: 1584
gest.: 1647
Anm.: Sohn des Fürsten Wilhelm I. von Oranien (1533-1584); ab 1625 Fürst von Oranien und Statthalter der Vereinigten Niederlande; seit 1627 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Moritz von Nassau-Dillenburg
Fürst Moritz von Oranien

geb.: 1567
gest.: 1625
Anm.: Sohn des Fürsten Wilhelm I. von Oranien (1533-1584); ab 1584 Statthalter der Vereinigten Niederlande; seit 1618 auch Fürst von Orange.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Graf Wilhelm von Nassau-Dillenburg
Fürst Wilhelm I. von Oranien

geb.: 1533
gest.: 1584
Anm.: Sohn des Grafen Wilhelm von Nassau-Dillenburg (1487-1559); ab 1544 Fürst von Oranien; 1559-1567 und seit 1572 Statthalter von Holland, Seeland und Utrecht, ab 1580 auch von Friesland; Anführer im niederländischen Unabhängigkeitskrieg gegen Spanien.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Wilhelm von Nassau-Dillenburg
Fürst Wilhelm II. von Oranien

geb.: 1626
gest.: 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); ab 1647 Fürst von Oranien und Statthalter der Niederlande.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Johann VIII. von Nassau-Siegen

geb.: 1583
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Nassau-Siegen (1561-1623); 1604-1611 in niederländischen Kriegsdiensten; 1612 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1618 in spanischen Kriegsdiensten, zuletzt als General der Kavallerie (1631); seit 1623 kaiserlicher Kämmerer; ab 1623 regierender Graf von Nassau-Siegen; 1629 kaiserlicher Feldmarschall; seit 1624 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Johann Moritz von Nassau-Siegen
Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen

geb.: 1604
gest.: 1679
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Nassau-Siegen (1561-1623); ab 1621 in niederländischen Kriegsdiensten, zuletzt als Generalleutnant (1644) und Feldmarschall (1668); 1636-1644 Gouverneur, Kapitän und Ober-Admiral von Niederländisch-Brasilien; seit 1647 kurbrandenburgischer Statthalter von Kleve, Mark und Ravensberg; 1652 Erhebung in den Fürstenstand; 1674-1676 Gouverneur von Utrecht; ab 1674 regierender Fürst von Nassau-Siegen.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Johann Nauwach

geb.: ca. 1595
gest.: 1645?
Anm.: Geboren in der Mark Brandenburg; 1607-1612 Kapellknabe in Dresden; 1612-1618 musikalische Ausbildung (Laute) in Italien; ab 1623 kurfürstlich-sächsischer Kammermusiker; bis 1629 Mitglied der Dresdener Hofkapelle; Konversion zum katholischen Glauben; danach kaiserlicher Kammermusiker; bis 1637 auch Kammerdiener der Erzherzogin Cäcilia Renata (1611-1644); 1637-1645 Instrumentalist und Tenor am Wiener Kaiserhof.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Jean-Louis de Nogaret de La Valette
Duc Jean-Louis de Épernon

geb.: 1554
gest.: 1642
Anm.: Sohn des Jean de Nogaret de La Valette (1527-1575); 1578-1589 einer der engsten Vertrauten (Mignons) des Königs Heinrich III. von Frankreich (1551-1589); ab 1581 Conseiller d’État, Colonel général des Bandes françaises, Duc d'Épernon und Pair de France; seit 1582 Premier gentilhomme de la Chambre du Roi; 1586–1594 Gouverneur der Provence; 1587-1589 Amiral de France; 1622-1641 Gouverneur der Guyenne.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Håkon VI. von Norwegen
König Håkon von Schweden

geb.: ca. 1341
gest.: 1380
Anm.: Sohn des Königs Magnus II. von Schweden bzw. Magnus VII. von Norwegen (1316-1374); seit 1355 König von Norwegen; 1362-1364 gemeinsam mit seinem Vater König von Schweden.
Karl Heinrich von Nostitz

geb.: 1613
gest.: 1684
Anm.: Sohn des Heinrich von Nostitz (1563-1629); Hofjunker, Kammerjunker und Stallmeister (1637/39) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg, den er auf Reisen nach Polen, in die Niederlande, ins Reich und nach Frankreich begleitete; 1634-1636 Musketier, Student der Ritterakademie und Kammerjunker in Orange; 1641 endgültige Rückkehr in die Oberlausitz; ab 1644 Landeskommissar im Kreis Bautzen; seit 1650 auch Hofgerichtsassessor; ab 1672 kursächsischer Kämmerer; seit 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Glatte").

Weiterführende Informationen in der DNB
Roberto Obizzi
Marchese Roberto d' Orciano

geb.: 1566
gest.: 1647
Anm.: Unehelicher, später legitimierter Sohn des in venezianischen stehenden Militärs Pio Enea Obizzi (1525-1589) aus Ferrara; zunächst in venezianischen Kriegsdiensten; toskanischer Capitano delle lance (1601) und Cavallerizzo maggiore (nach 1608); um 1623 Hofmeister des Granduca Ferdinando II. di Toscana (1610-1670); seit 1630 Marchese di Orciano.
Christian Lorenz Oern von Arup

geb.: 1572
gest.: 1636
Anm.: Geboren in Dänemark; zunächst sechs Jahre lang katholischer Prediger in Preßburg (Bratislava); 1620-1630 Dechant und seit 1630 Dompropst von St. Stephan in Wien; ab 1621 auch Pfarrer in Hüttelsdorf.
Melchior Örtel

Anm.: Ab etwa 1620 Kammerdiener der Prinzen Christian d. J. und Ernst von Anhalt-Bernburg.
Österreich, Haus (Erzhaus)
Erzherzöge von Österreich

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Erzherzog Karl von Österreich
Bischof Karl von Breslau
Bischof Karl von Brixen

geb.: 1590
gest.: 1624
Anm.: Sohn des Erzherzogs Karl II. von (Inner-)Österreich (1540-1590); Domherr in Salzburg (1602), Passau (1603), Trient (1606), Brixen (1606–1613), Breslau (1608) und Köln (1618); ab 1608 Bischof von Breslau; seit 1613 Bischof von Brixen; ab 1619 Hochmeister des Deutschen Ordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Erzherzog Leopold von Österreich
Bischof Leopold von Passau
Bischof Leopold von Straßburg

geb.: 1586
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Erzherzogs Karl II. von (Inner-)Österreich (1540-1590); 1598-1625 Bischof von Passau; 1599 Koadjutor und 1607-1626 Bischof von Straßburg; 1619-1623 Statthalter (Gubernator) von Tirol und Vorderösterreich; ab 1623 regierender Landesfürst von Tirol; seit 1626 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb.: 1614
gest.: 1662
Anm.: Sohn des Erzherzogs Ferdinand II. von (Inner-)Österreich (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Erzherzog Maximilian von Österreich

geb.: 1558
gest.: 1618
Anm.: Sohn von Kaiser Maximilian II. (1527-1576); 1587 Wahl zum König von Polen, jedoch keine Krönung; ab 1590 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1593-1596 Regent von Innerösterreich; seit 1602 Statthalter von Tirol und Vorderösterreich.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Johan van Oldenbarnevelt

geb.: 1547
gest.: 1619
Anm.: Sohn des Amersfoorter Kaufmanns Gerrit van Oudenbarnevelt (1516-1589); Rechtsstudium in Löwen (1566), Bourges (1566/67), Köln (1567), Heidelberg (1568) und Padua (1569); 1568 Konversion zum Calvinismus; Advokat am obersten Gerichtshof von Holland (1570-1572) und der Delfter Wasserbehörde (1572-1576); 1576-1586 Ratspensionär (wichtigster juristischer Berater) der Stadt Rotterdam; seit 1586 Landesadvokat von Holland; 1618 als Gegner des Statthalters Fürst Moritz von Oranien (1567-1625) verhaftet; 1619 Hinrichtung.

Weiterführende Informationen in der DNB
Oldenburg, Haus
Könige von Dänemark
Könige von Norwegen
Grafen von Oldenburg und Delmenhorst

Anm.: Nordwestdeutsches Reichsgrafengeschlecht; ab 1448 Könige von Dänemark; seit 1450 Könige von Norwegen.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Graf Anton Günther von Oldenburg und Delmenhorst

geb.: 1583
gest.: 1667
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Oldenburg und Delmenhorst (1540-1603); ab 1603 regierender Graf von Oldenburg; 1647 Erbe der Grafschaft Delmenhorst; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unbetriegliche").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Friedrich Kasimir von Ortenburg

geb.: 1591
gest.: 1658
Anm.: Sohn des Grafen Heinrich VII. von Ortenburg (1556-1603); ab 1628 Erbe der Grafschaft Ortenburg, die jedoch bis zu seinem Tod verpfändet blieb; seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verharrende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Georg IV. von Ortenburg

geb.: 1573
gest.: 1627
Anm.: Sohn des Grafen Ulrich II. von Ortenburg (1532-1586); ab 1603 Erbe der Grafschaft Ortenburg, die jedoch bis zu seinem Tod verpfändet blieb; 1612 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1612 bayerischer Rat; ab 1625 Hauptmann von Burghausen; Pfleger von Wasserburg am Inn (1625/26) und Eggenfelden (seit 1626).

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Axel Gustafsson Oxenstierna af Södermöre

geb.: 1583
gest.: 1654
Anm.: Sohn des schwedischen Reichsrats Gustaf Gabrielsson Oxenstierna (1551-1597); ab 1604 königlicher Kammerjunker; seit 1609 Reichsrat; ab 1612 schwedischer Reichskanzler; 1632-1644 Oberhaupt der Vormundschaftsregierung für Königin Christina von Schweden (1626-1689); 1645 Erhebung in den Grafenstand; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gewünschte").

Weiterführende Informationen in der DNB
Johann Christoph von Paar

geb.: ca. 1580
gest.: 1636
Anm.: Sohn des Johann Baptist von Paar (gest. 1592); ab 1606 erzherzoglicher Kämmerer in Graz; seit 1622 kaiserlicher Obersthofpostmeister.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Floris II. von Palant
Graf Floris II. von Culemborg

geb.: 1577
gest.: 1639
Anm.: Sohn des Floris I. von Palant, Graf von Culemborg (1537-1598); ab 1598 Graf von Culemborg; seit 1617 Abgeordneter zu den Generalstaaten von Geldern und Zutphen; Parteigänger des Johann von Oldenbarnevelt (1547-1619); später Felddeputierter.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Paul Pálffy von Erdőd

geb.: 1592
gest.: 1653
Anm.: Sohn des ungarischen Magnaten Nikolaus Pálffy (1552-1600); ab 1622 kaiserlicher Kämmerer; 1624-1626 kaiserlicher Obrist; 1625-1646 Präsident der ungarischen Hofkammer; seit 1646 Obergespan und Burghauptmann von Preßburg; ab 1646 Geheimer Rat; seit 1649 Palatin von Ungarn; 1636 Erhebung in den Grafenstand; ab 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Stephan Pálffy von Erdőd

geb.: 1586
gest.: 1646
Anm.: Sohn des ungarischen Magnaten Nikolaus Pálffy (1552-1600); 1608-1625 Obergespan und Burghauptmann von Preßburg sowie ungarischer Kronhüter; seit 1624 kaiserlicher Kämmerer; 1626-1644 Kreisobrist jenseits der Donau und der bergstädtischen Grenze (in Neuhäusel); kaiserlicher Obrist (um 1632) und General der Kavallerie (1639); 1634 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Nestor Pallavicino di Varano
Nestor Pallavicini di Varano
Marchese Nestor di Varano de' Melegari

gest.: 1654
Anm.: Italienischer Adliger; durch Heirat Erbherr auf Tüßling, Winhöring, Frauenbühl und Niedernfels; 1620 Begleiter des Herzogs Maximilian I. von Bayern (1573-1651) nach Böhmen; später bayerischer Kämmerer; ab 1630 Pfleger zu Moormösen; seit 1635 Obersthofmeister der Kurfürstin Maria Anna von Bayern (1610-1665).
Graf Gottfried Heinrich von Pappenheim

geb.: 1594
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Veit von Pappenheim (1535-1600); 1616 Konversion zum katholischen Glauben; 1617/18 und ab 1623 Reichshofrat; in bayerisch-ligistischen bzw. kaiserlichen und spanischen (1624/25) Kriegsdiensten als Rittmeister (1619), Obristleutnant (1620), Obrist (1622), Generalfeldwachtmeister (1626), Generalfeldzeugmeister (1629) und Feldmarschall (1631); seit 1623 kaiserlicher Kämmerer; 1628 Erhebung in den Grafenstand; ab 1631 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Maximilian von Pappenheim
Landgraf Maximilian von Stühlingen

geb.: 1580
gest.: 1639
Anm.: Sohn des Konrad von Pappenheim (1534-1603); ab 1605 regierender Landgraf von Stühlingen; seit 1635 als Senior des Hauses Pappenheim und Reichserbmarschall, welches Amt er bereits 1607-1619 mehrmals stellvertretend für die Grafen Alexander (1530-1612), Philipp (1542-1619) und Veit Hippolyt (gest. 1621) sowie ab 1630 in Vertretung für Graf Wolf Christoph von Pappenheim (1567-1635) ausgeübt hatte; Sympathisant der Schweden; 1628 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Wolf Christoph von Pappenheim

geb.: 1567
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Wolfgang von Pappenheim (1535-1585); seit 1621 Senior des Hauses Pappenheim und Reichserbmarschall; 1628 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Papst Gregor XV.
Erzbischof Alessandro von Bologna
Alessandro Ludovisi

geb.: 1554
gest.: 1623
Anm.: Sohn des Pompeo Ludovisi (gest. 1565); 1599-1612 Auditor der Römischen Rota; 1612-1621 Erzbischof von Bologna; ab 1616 Kardinal; seit 1621 Papst.

Weiterführende Informationen in der DNB
Papst Paul V.
Bischof Camillo von Jesi
Camillo Borghese

geb.: 1552
gest.: 1621
Anm.: Sohn des Marcantonio Borghese (1504-1574); 1597-1599 Bischof von Jesi; 1603-1605 Kardinalvikar von Rom; seit 1605 Papst.

Weiterführende Informationen in der DNB
Papst Sixtus V.
Bischof Felice von Fermo
Bischof Felice von Sant'Agata de' Goti
Felice Peretti di Montalto

geb.: 1521
gest.: 1590
Anm.: Sohn des Bauern Francesco Peretti; 1566-1568 Generalvikar des Franziskaner-Ordens; 1566-1571 Bischof von Sant'Agata de' Goti; ab 1570 Kardinal; 1571-1577 Bischof von Fermo; seit 1585 Papst.

Weiterführende Informationen in der DNB
Papst Urban VIII.
Erzbischof Maffeo von Nazareth
Bischof Maffeo von Spoleto
Maffeo Barberini

geb.: 1568
gest.: 1644
Anm.: Sohn des Antonio Barberini (gest. 1571); 1604-1606 Apostolischer Nuntius in Frankreich; 1604-1608 Erzbischof von Nazareth; ab 1606 Kardinal; 1608-1617 Bischof von Spoleto; 1610-1623 Präfekt der Apostolischen Signatur; seit 1623 Papst.

Weiterführende Informationen in der DNB
Apostel Paulus

Anm.: Biblische Figur.

Weiterführende Informationen in der DNB
Johann David Pecker von der Ehr

gest.: 1659
Anm.: Sohn des Ritters Johann Wilhelm Pecker; kaiserlicher Hauptmann (1621), Obrist (1626) und Generalwachtmeister (1634); 1630 Aufnahme in den niederösterreichischen Ritterstand; 1632 Erhebung in den Freiherrenstand.
Martin Peller von Schoppershof

geb.: 1559
gest.: 1629
Anm.: Sohn des Radolfzeller Ratsherrn Balthasar Peller (gest. um 1580); 1581-1591 Mitarbeiter der Nürnberger Handelsgeschellschaft Forst-Viatis in Venedig; danach Kaufmann in Nürnberg und Teilhaber der 1591 mit seinem Schwiegervater Bartholomäus Viatis (1538-1624) gegründeten Handelsgesellschaft Viatis & Peller; ab 1596 Bürger und seit 1597 Genannter des Größeren Rats der Reichsstadt Nürnberg.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Wratislaw von Pernstein

geb.: 1530
gest.: 1582
Anm.: Sohn des Johann von Pernstein (1487-1548); ab 1567 böhmischer Oberstkanzler; seit 1555 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Schah Abbas I. von Persien

geb.: 1571
gest.: 1629
Anm.: Sohn des persischen Schahs Mohammad Chodābande (1532-1595); seit 1587 Schah von Persien.

Weiterführende Informationen in der DNB
Schah Schapur I. von Persien

Anm.: 240/242-270/272 Herrscher des Neupersischen Reichs.

Weiterführende Informationen in der DNB
Francesco Petrarca

geb.: 1304
gest.: 1374
Anm.: Italienischer Dichter und Mitbegründer des Renaissance-Humanismus.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz
Königin Elisabeth von Böhmen
Geburtsname: Prinzessin Elisabeth von Schottland
Geburtsname: Prinzessin Elisabeth von England

geb.: 1596
gest.: 1662
Anm.: Tochter des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England und Irland) (1566-1625); 1613-1632 Ehe mit Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632).

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kurfürst Friedrich III. (der Fromme) von der Pfalz
Pfalzgraf Friedrich II. von Pfalz-Simmern

geb.: 1515
gest.: 1576
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann II. von Pfalz-Simmern (1492-1557); 1557-1559 regierender Pfalzgraf von Pfalz-Simmern; seit 1559 Kurfürst von der Pfalz.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz

geb.: 1574
gest.: 1610
Anm.: Sohn des Kurfürsten Ludwig IV. von der Pfalz (1539-1583); seit 1583 Kurfürst von der Pfalz (bis 1592 unter Vormundschaft).

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz
König Friedrich I. von Böhmen

geb.: 1596
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1610-1623 Kurfürst von der Pfalz (bis 1614 unter Vormundschaft); 1619/20 ebenso König von Böhmen ("Winterkönig"); ab 1620 Exil in den Vereinigten Niederlanden; 1623 Übertragung der pfälzischen Kurwürde auf Herzog Maximilian I. von Bayern (1573-1651) durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); seit 1612 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kurfürst Karl Ludwig von der Pfalz

geb.: 1617
gest.: 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kurfürstin Louise Juliana von der Pfalz
Geburtsname: Gräfin Louise Juliana von Nassau-Dillenburg

geb.: 1576
gest.: 1644
Anm.: Tochter des Fürsten Wilhelm I. von Oranien (1533-1584); 1593-1610 Ehe mit Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610).

Weiterführende Informationen in der DNB
Kurfürst Ludwig IV. von der Pfalz

geb.: 1539
gest.: 1583
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich III. von der Pfalz (1515-1576); ab 1563 Statthalter der Oberpfalz; seit 1576 Kurfürst von der Pfalz.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Pfalzgraf Christian I. von Pfalz-Birkenfeld-Bischweiler

geb.: 1598
gest.: 1654
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Karl I. von Pfalz-Birkenfeld (1560-1600); 1619 kurpfälzischer Rittmeister; 1622 Kriegsdienst unter Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach (1573-1638); 1623 Reiterobrist unter Herzog Johann Ernst I. von Sachsen-Weimar (1594-1626) in Ungarn; ca. 1626/27 vermutlich dänischer Obrist; ab 1630 regierender Pfalzgraf von Pfalz-Birkenfeld-Bischweiler; schwedischer Obrist (1631) und Kavalleriegeneral (1632-1634); seit 1632 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schnabelnde").

Weiterführende Informationen in der DNB
Pfalzgraf Johann Friedrich von Pfalz-Hilpoltstein

geb.: 1587
gest.: 1644
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Philipp Ludwig von Pfalz-Neuburg (1547-1614); seit 1614 Herrschaft über Pfalz-Hilpoltstein unter der Landeshoheit seines ältesten Bruders Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1578-1653).

Weiterführende Informationen in der DNB
Pfalzgräfin Sophia Agnes von Pfalz-Hilpoltstein
Geburtsname: Landgräfin Sophia Agnes von Hessen-Darmstadt

geb.: 1604
gest.: 1664
Anm.: Tochter des Landgrafen Ludwig V. von Hessen-Darmstadt (1577-1626); 1624-1644 Ehe mit Pfalzgraf Johann Friedrich von Pfalz-Hilpoltstein (1587-1644).

Weiterführende Informationen in der DNB
Pfalzgraf Philipp Ludwig von Pfalz-Neuburg

geb.: 1547
gest.: 1614
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Wolfgang von Pfalz-Zweibrücken (1526-1569), der 1557 auch Pfalz-Neuburg erbte; seit 1569 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Pfalzgraf Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg
Herzog Philipp Wilhelm von Jülich und Berg
Kurfürst Philipp Wilhelm von der Pfalz

geb.: 1615
gest.: 1690
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1578-1653); ab 1653 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg; 1653-1679 regierender Herzog von Jülich und Berg; seit 1685 auch Kurfürst von der Pfalz; ab 1653 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg
Herzog Wolfgang Wilhelm von Jülich und Berg

geb.: 1578
gest.: 1653
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Philipp Ludwig von Neuburg (1547-1614); 1613 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1614 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg sowie Herzog von Jülich und Berg; seit 1615 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Pfalzgraf Friedrich Heinrich von Pfalz-Simmern

geb.: 1614
gest.: 1629
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632).

Weiterführende Informationen in der DNB
Pfalzgraf Ludwig Philipp von Pfalz-Simmern

geb.: 1602
gest.: 1655
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); ab 1610 regierender Landesfürst von Pfalz-Simmern und Sponheim (bis 1620 unter Vormundschaft); 1632-1649 Vormund des pfälzischen Kurprinzen Karl Ludwig (1617-1680); 1633/34 Administrator der schwedisch besetzten Kurpfalz; seit 1624 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefährliche").

Weiterführende Informationen in der DNB
Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb.: 1619
gest.: 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647 französischer Maréchal de camp und Generaloberst; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistische Flotte; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee sowie des Admirality Committee; 1673-1679 Lord High Admiral; ab 1642 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Pfalzgraf August von Pfalz-Sulzbach

geb.: 1582
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Philipp Ludwig von Pfalz-Neuburg (1547-1614); seit 1614 Herrschaft über Pfalz-Sulzbach unter der Landeshoheit seines ältesten Bruders Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1578-1653).

Weiterführende Informationen in der DNB
Pfalzgräfin Dorothea Maria von Pfalz-Sulzbach
Geburtsname: Herzogin Dorothea Maria von Württemberg

geb.: 1559
gest.: 1639
Anm.: Tochter des Herzogs Christoph von Württemberg (1515-1568); 1582-1604 Ehe mit Pfalzgraf Otto Heinrich von Pfalz-Sulzbach (1556-1604).

Weiterführende Informationen in der DNB
Pfalzgräfin Hedwig von Pfalz-Sulzbach
Geburtsname: Herzogin Hedwig von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb.: 1603
gest.: 1657
Anm.: Tochter des Herzogs Johann Adolph von Schleswig-Holstein-Gottorf (1575−1616); 1620-1632 Ehe mit Pfalzgraf August von Pfalz-Sulzbach (1582-1632).

Weiterführende Informationen in der DNB
Pfalzgraf Otto Heinrich von Pfalz-Sulzbach

geb.: 1556
gest.: 1604
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Wolfgang von Pfalz-Zweibrücken (1526-1569), der 1557 auch Pfalz-Neuburg erbte; seit 1569 regierender Landesfürst von Pfalz-Sulbach (bis 1581 unter Vormundschaft).

Weiterführende Informationen in der DNB
Pfalzgraf Georg Johann II. von Pfalz-Veldenz-Lützelstein-Guttenberg

geb.: 1586
gest.: 1654
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Georg Johann I. von Pfalz-Veldenz (1543-1592); ab 1592 regierender Landesfürst von Pfalz-Guttenberg (bis 1601 gemeinsam mit seinem älteren Bruder Ludwig Philipp) und seit 1611 auch von Pfalz-Lützelstein (beides vor seiner Volljährigkeit unter Vormundschaft).

Weiterführende Informationen in der DNB
Pfalzgraf Johann II. von Pfalz-Zweibrücken

geb.: 1584
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann I. von Pfalz-Zweibrücken (1550-1604); seit 1604 regierender Landesfürst von Pfalz-Zweibrücken; 1610-1614 Administrator der Kurpfalz; 1620/21 Statthalter der Kurpfalz.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Pfalzgraf Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg

geb.: 1589
gest.: 1652
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann I. von Pfalz-Zweibrücken (1550-1604); 1618-1620 Verbindungsmann zwischen König Gustav II. Adolph von Schweden (1594-1632) und Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1620-1622 Kriegsflüchtling in Straßburg; seit 1622 in Schweden; 1630-1633 militärischer Oberbefehlshaber in Schweden; Leiter der schwedischen Finanzverwaltung (1631-1633) und Kriegsökonomie (1632/33); danach Durchsetzung der Anspüche seines Sohnes Karl Gustav auf die Thronfolge in Schweden.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Principe Ottavio Piccolomini d'Aragona
Duca Ottavio d' Amalfi

geb.: 1599
gest.: 1656
Anm.: Sohn des toskanischen Adligen Silvio Piccolomini (1543-1609); ab 1618 abwechselnd in kaiserlichen und spanischen Kriegsdiensten als Obrist (1627), Generalfeldwachtmeister (1632), General der Kavallerie (1633), Feldmarschall (1634) und Generalleutnant (1648); seit 1622 kaiserlicher Kämmerer; ab 1639 Hartschierhauptmann von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); Erhebung in den Grafen- (1638) und Fürstenstand (1653); seit 1639 Duca d'Amalfi; ab 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Zwingende"); seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Jeremias Pistorius von Burgdorf
Jeremias Pfister von Burgdorf

geb.: 1584
gest.: 1651
Anm.: Reichshofratsagent verschiedener Reichsstände in Wien.

Weiterführende Informationen in der DNB
Hans Georg von Pöllnitz

geb.: 1577
gest.: 1622
Anm.: Sohn des Hans Bruno von Pöllnitz (1535-1592); Erbherr auf Schwarzbach und Oberpöllnitz; kursächsischer Politiker, Obrist und Resident in Brüssel; 1622 Gesandter Kursachsens auf dem Regensburger Fürstentag.

Weiterführende Informationen in der DNB
N. N. von Pötting

Anm.: Um 1635 kaiserlicher Obristleutnant.
Königin Cäcilia Renata von Polen
Großfürstin Cäcilia Renata von Litauen
Geburtsname: Erzherzogin Cäcilia Renata von Österreich

geb.: 1611
gest.: 1644
Anm.: Tochter des Erzherzogs Ferdinand II. von (Inner-)Österreich (1578-1637); seit 1637 Ehe mit König Władysław IV. von Polen (1595-1648).

Weiterführende Informationen in der DNB
König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb.: 1609
gest.: 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Sigismund III. von Polen
König Sigismund von Schweden
Großfürst Sigismund IV. von Litauen

geb.: 1566
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Königs Johann III. von Schweden (1537-1592); ab 1587 König von Polen und Großfürst von Litauen; 1592-1599 König von Schweden (Absetzung durch den schwedischen Reichstag); seit 1600 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Władysław IV. von Polen
Großfürst Władysław II. von Litauen

geb.: 1595
gest.: 1648
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1610-1613 erwählter Zar des Moskauer Reiches; ab 1632 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1615 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Tyrann Polykrates von Samos

geb.: ca. 570 v. Chr.
gest.: 522 v. Chr.
Anm.: Seit etwa 538 v. Chr. tyrannischer Herrscher auf der griechischen Insel Samos.

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Bogislaw XIV. von Pommern
Herzog Bogislaw XIV. von Pommern-Stettin
Bischof Bogislaw von Cammin

geb.: 1580
gest.: 1637
Anm.: Sohn des Herzogs Bogislaw XIII. von Pommern (1544-1606); ab 1622 regierender Herzog von Pommern-Stettin und Titularbischof von Cammin; seit 1625 Landesfürst des gesamten Herzogtums Pommern.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Johann Ferdinand von Porcia

geb.: 1606
gest.: 1665
Anm.: Sohn des Grafen Johann Sforza von Porcia (1576-1624); ab 1633 kaiserlicher Kämmerer; 1639-1647 Landesverweser des Herzogtums Krain; 1647-1652 kaiserlicher Botschafter in Venedig; seit 1652 Obersthofmeister des Erzherzogs und späteren Kaisers Leopold I.; ab 1655 Geheimer Rat; seit 1658 Geheimratspräsident; 1662 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1657 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Sigmund Seifried von Promnitz

geb.: 1595
gest.: 1654
Anm.: Sohn des Heinrich Anselm von Promnitz (1564-1622); 1615-1618 Oberamtsverweser der Niederlausitz; seit 1623 Landvogt der Niederlausitz; 1652 Erhebung in den Grafenstand; vgl. Ernestus Colbe: Geistliches Praeservativ Wider Die bittere Todes-Angst Frommer gläubiger Christen/ [...], Leipzig 1654, o. S.

Weiterführende Informationen in der DNB
Johann Georg Pucher von Meggenhausen

geb.: 1602
gest.: 1665
Anm.: Sohn des späteren Reichshofrats Johann Rudolph Pucher von Meggenhausen (gest. 1625); ab den 1620er Jahren kaiserlicher Hofkriegsratssekretär; seit 1640 Hofkriegsrat; 1652 Erhebung in den Freiherrenstand.
Graf Johann Rudolph von Puchheim

geb.: ca. 1600
gest.: 1651
Anm.: Sohn des Johann Christoph von Puchheim (1578-1619); ab 1625 kaiserlicher Kämmerer; 1634 Sondergesandter in Konstantinopel; seit 1635 Oberstkämmerer von König bzw. Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1637-1645 Reichshofrat; ab 1645 Geheimer Rat.

Weiterführende Informationen in der DNB
Georg I. Rákóczi
Fürst Georg I. von Siebenbürgen

geb.: 1593
gest.: 1648
Anm.: Sohn des Sigismund Rákóczi (1544-1608), ab 1607 Fürst von Siebenbürgen; seit 1630 Fürst von Siebenbürgen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Gerhard von Rantzau

geb.: 1558
gest.: 1627
Anm.: Sohn des Statthalters Heinrich von Rantzau (1526-1598); Kommandant der dänischen Festung Kronborg; später Amtmann in Flensburg, dann in Hadersleben; seit 1600 dänischer Statthalter im königlichen Anteil Schleswig-Holsteins; 1611-1613 Teilnahme am Kalmarkrieg gegen Schweden.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Michael Rarisch

Anm.: Um 1635 vermutlich Kaufmann in Wien.
Heinrich Reuß zu Gera
Heinrich (II.) Postumus Reuß zu Gera

geb.: 1572
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Heinrich XVI. Reuß zu Gera (1530-1572), Begründer der jüngeren Reuß-Linie; Herr von Gera (ab 1572), Kranichfeld (1572-1615), Lobenstein (seit 1577), Saalburg (ab 1596) und Schleiz (seit 1616); 1607, 1616 und 1624 Ernennung zum kaiserlichen Rat; ab 1616 Senior des Gesamthauses; seit 1630 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Speisende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Johan van Rijswijk

geb.: 1560
gest.: 1640
Anm.: Sohn des holländischen Adligen Willem van Rijswijk (1530-1608); 1602 Leutnant; ab etwa 1617 Obristleutnant und Kommandant der niederländischen Stadt Zwolle.
Graf Johann von Rivara

gest.: ca. 1635
Anm.: Zuletzt kaiserlicher Rittmeister.
Ernst Dietrich von Röder

geb.: ca. 1610
gest.: 1686
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Wolf Dietrich von Röder (gest. 1627); ab März 1628 Hofjunker und 1636 Kammerjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Diensthafte").
Hans Wolf Ernst von Röder

gest.: 1632
Anm.: Harzgeröder Adliger; seit März 1628 Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Wolf Dietrich von Röder

gest.: 1627
Anm.: Harzgeröder Adliger.
Georg Ehrenreich von Roggendorf

geb.: 1596
gest.: 1652
Anm.: Sohn des Kaspar von Roggendorf (gest. 1598); 1620 Ächtung und Enteignung wegen Teilnahme am böhmisch-österreichischen Ständeaufstand; darauf Leben im Exil, nach kaiserlicher Begnadigung (1628) niederösterreichischer Landstand und Hausbesitzer in Wien; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Geduldige").
Duc Henri de Rohan

geb.: 1579
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Vicomte René II. de Rohan (1550-1586); ab 1603 Duc de Rohan und Pair de France; 1605-1608 Colonel général der Schweizergarde in Paris; 1618-1626 Colonel général der französischen Kavallerie; 1621-1629 militärischer Führer der Hugenotten; 1629-1634 Exil in Italien; 1635-1637 Befehlshaber der französischen Armee im Veltlin; 1638 Berater des für Frankreich kämpfenden Herzogs Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639).

Weiterführende Informationen in der DNB
Mambrino Roseo

geb.: ca. 1500
gest.: ca. 1580
Anm.: Geboren in Fabriano; Notar in Perugia; italienischer Historiker, Schriftsteller und Übersetzer.

Weiterführende Informationen in der DNB
Jacques Roussel

geb.: 1596
gest.: 1636
Anm.: Hugenotte aus Châlons; als Vertrauter des Duc Henri de Rohan versuchte er in den 1620er und frühen 1630er Jahren die Vereinigung aller nichtkatholischen Kirchen sowie ein antihabsburgisches Bündnis in Europa zu vermitteln; seit 1630 schwedischer Hofrat, der bis 1632 für eine russisch-schwedische Allianz gegen Polen und den Kaiser verhandelte; zuletzt Bemühungen um eine Handelsroute durch Russland nach Persien.

Weiterführende Informationen in der DNB
Federico Ubaldo della Rovere

geb.: 1605
gest.: 1623
Anm.: Sohn des Francesco Maria II. della Rovere, Duca di Urbino (1549-1631).

Weiterführende Informationen in der DNB
Francesco Maria II. della Rovere
Duca Francesco Maria II. di Urbino

geb.: 1549
gest.: 1631
Anm.: Sohn des Guidobaldo II. della Rovere, Duca di Urbino (1514-1574); 1574-1625 Duca di Urbino (Abdankung wegen fehlendem Erben zugunsten des Kirchenstaates); seit 1585 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Johann Wilhelm von Rußwurm

gest.: nach 1637
Anm.: Oberpfälzischer Adliger; um 1605 Hofmann in Neuburg.
Patrick Ruthven
Lord Patrick of Ettrick
Earl Patrick of Forth
Earl Patrick of Brentford

geb.: ca. 1573
gest.: 1651
Anm.: Sohn des schottischen Adligen William Ruthven of Ballindean (gest. 1603); ca. 1609-1637 in schwedischen Kriegsdiensten als Kapitän (1614), Quartiermeister (1616), Obristleutnant (1617), Obrist (1621), Generalmajor (1632) und Generalleutnant (1635); 1642-1644 Oberbefehlshaber der royalistischen Armee in England; ab 1645 Kämmerer des späteren Königs Karl II. von England (1630-1685); seit 1639 erster Lord of Ettrick und Peer of Scotland; ab 1642 erster Earl of Forth; seit 1644 erster Earl of Brentford und Peer of England.

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Albrecht der Beherzte von Sachsen
Herzog Albrecht der Beherzte von Schlesien-Sagan

geb.: 1443
gest.: 1500
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich II. von Sachsen (1412-1464); Stammvater der albertinischen Linie der Wettiner; ab 1464 regierender Herzog von Sachsen (bis 1485 gemeinschaftliche Regierung mit seinem älteren Bruder Ernst (1441-1486); seit 1472 Herzog von Schlesien-Sagan; ab 1491 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
König Anserich der Sachsen

Anm.: Sohn von Harderich und sagenhafter König der Sachsen, welcher um 50 v. Chr. gelebt haben soll.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Berthold der Sachsen
Fürst Berthold von Engern

gest.: 633
Anm.: Sohn von Bodike; sagenhafter König der Sachsen und Fürst von Engern.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Bode der Sachsen

Anm.: Sohn von Mairbode und sagenhafter König der Sachsen, welcher um 280 gelebt haben soll.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Bodike der Sachsen

Anm.: Sohn von Hilderich und sagenhafter Fürst der Sachsen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kurfürst Christian I. von Sachsen

geb.: 1560
gest.: 1591
Anm.: Sohn des Kurfürsten August von Sachsen (1526-1586); seit 1586 Kurfürst von Sachsen.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kurfürst Christian II. von Sachsen

geb.: 1583
gest.: 1611
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1591 Kurfürst von Sachsen (bis 1601 unter dem Kuradministrator Herzog Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar).

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
König Dietrich der Sachsen

gest.: 740
Anm.: Sohn von Sighard und sagenhafter König der Sachsen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kurfürst Ernst von Sachsen

geb.: 1441
gest.: 1486
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich II. von Sachsen (1412-1464); Stammvater der ernestinischen Linie der Wettiner; seit 1464 Kurfürst von Sachsen (bis 1485 gemeinschaftliche Regierung mit seinem jüngeren Bruder Albrecht (1443-1500).

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kurfürst Friedrich I. (der Streitbare) von Sachsen
Markgraf Friedrich IV. (der Streitbare) von Meißen

geb.: 1370
gest.: 1428
Anm.: Sohn des Markgrafen Friedrich III. von Meißen (1332-1381); ab 1407 regierender Markraf von Meißen; seit 1423 regierender Herzog von Sachsen-Wittenberg und Kurfürst von Sachsen.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kurfürst Friedrich II. (der Sanftmütige) von Sachsen
Landgraf Friedrich V. (der Sanftmütige) von Thüringen

geb.: 1412
gest.: 1464
Anm.: Sohn des Markgrafen Friedrich IV. von Meißen (1370-1428); seit 1428 Kurfürst von Sachsen; 1440-1445 regierender Landgraf von Thüringen.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
König Harderich der Sachsen

Anm.: Sagenhafter König der Sachsen, welcher um 70 v. Chr. gelebt haben soll.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Hatwacker der Sachsen

Anm.: Sohn von Hengest und sagenhafter König der Sachsen, welcher um 480 gelebt haben soll.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Hatwigatte der Sachsen

Anm.: Sohn von Hatwacker und sagenhafter Fürst der Sachsen, welcher um 524 gelebt haben soll.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kurfürstin Hedwig von Sachsen
Geburtsname: Prinzessin Hedwig von Dänemark und Norwegen

geb.: 1581
gest.: 1641
Anm.: Tochter des Königs Friedrich II. von Dänemark und Norwegen (1534-1588); 1602-1611 Ehe mit Kurfürst Christian II. von Sachsen (1583-1611); danach Witwensitz auf Schloss Lichtenburg in Prettin.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Hengest der Sachsen
König Hengest von Kent

gest.: 488
Anm.: Sohn von Wittgisel; sagenhafter König der Sachsen; im Jahr 455 Gründer des angelsächsischen Königreichs Kent.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Hilderich der Sachsen

geb.: 500
gest.: 540
Anm.: Sohn von Hatwigatte und sagenhafter König der Sachsen.
Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb.: 1585
gest.: 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kurfürst Johann Georg II. von Sachsen

geb.: 1613
gest.: 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1656 Kurfürst von Sachsen; seit 1658 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Preißwürdige"); ab 1668 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
König Mairbode der Sachsen

Anm.: Sagenhafter König der Sachsen, welcher um 256 gelebt haben soll.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Sighard der Sachsen
Fürst Sighard von Engern

gest.: 691
Anm.: Sohn von Berthold; sagenhafter König der Sachsen und Fürst von Engern.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Swartike I. der Sachsen

gest.: 77
Anm.: Sohn von Wilke und sagenhafter Fürst der Sachsen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Swartike II. der Sachsen

gest.: 80
Anm.: Sohn von Swartike I. und sagenhafter Fürst der Sachsen.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Wedekind der Sachsen

Anm.: Sagenhafter König der Sachsen, welcher um 102 gelebt haben soll.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Witte I. der Sachsen

Anm.: Sohn von Bode und sagenhafter König der Sachsen, welcher um 300 gelebt haben soll.
König Witte II. der Sachsen

gest.: 400
Anm.: Sohn von Witte I. und sagenhafter König der Sachsen.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Wittgisel der Sachsen

gest.: 435
Anm.: Sohn von Witte II. und sagenhafter König der Sachsen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzogin Elisabeth von Sachsen-Altenburg
Herzogin Elisabeth von Sachsen
Geburtsname: Herzogin Elisabeth von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb.: 1593
gest.: 1650
Anm.: Tochter des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1564-1613); 1612-1615 erste Ehe mit Herzog August von Sachsen (1589-1615), Administrator des Hochstifts Naumburg; 1618-1639 zweite Ehe mit Herzog Johann Philipp von Sachsen-Altenburg (1597-1639).

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Friedrich von Sachsen-Altenburg

geb.: 1599
gest.: 1625
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar (1562-1602); 1603-1624 gemeinsam mit seinen Brüdern Johann Philipp (1597-1639), Johann Wilhelm (1600-1632) und Friedrich Wilhelm II. (1603-1669) regierender Herzog von Sachsen-Altenburg (unter Vormundschaft); kursächsischer (1622), braunschweigisch-wolfenbüttelischer (1622/23) und dänischer Obrist (1624/25); seit 1625 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Derbe").

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Friedrich Wilhelm II. von Sachsen-Altenburg

geb.: 1603
gest.: 1669
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar (1562-1602); bis 1624 gemeinsam mit seinen Brüdern Johann Philipp (1597-1639), Friedrich (1599-1625) und Johann Wilhelm (1600-1632) regierender Herzog von Sachsen-Altenburg (unter Vormundschaft); 1631-1635 in kursächsischen Kriegsdiensten als Obrist (1631) und Reitergeneral (1633); ab 1639 alleinregierender Herzog von Sachsen-Altenburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unschätzbare").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Herzog Johann Philipp von Sachsen-Altenburg

geb.: 1597
gest.: 1639
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar (1562-1602); 1603-1624 gemeinsam mit seinen Brüdern Johann Wilhelm (1600-1632), Friedrich (1599-1625) und Friedrich Wilhelm II. (1603-1669) regierender (bis 1618 unter Vormundschaft), ab 1624 alleinregierender Herzog von Altenburg; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Köstlichste").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Herzog Johann Wilhelm von Sachsen-Altenburg

geb.: 1600
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar (1562-1602); 1603-1624 gemeinsam mit seinen Brüdern Johann Philipp (1597-1639), Friedrich (1599-1625) und Friedrich Wilhelm II. (1603-1669) regierender Herzog von Sachsen-Altenburg (unter Vormundschaft); ab 1631 kursächsischer Obrist; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Teuere")., ADB
Herzog Johann Kasimir von Sachsen-Coburg

geb.: 1564
gest.: 1633
Anm.: Sohn des ernestinischen Herzogs Johann Friedrich II. von Sachsen (1529-1595); 1572-1596 gemeinsam mit seinem Bruder Johann Ernst (1566-1638) regierender (bis 1586 unter Vormundschaft), seit 1596 alleinregierender Herzog von Sachsen-Coburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Johann Ernst von Sachsen-Coburg-Eisenach
Herzog Johann Ernst von Sachsen-Eisenach
Herzog Johann Ernst von Sachsen-Coburg

geb.: 1566
gest.: 1638
Anm.: Sohn des ernestinischen Herzogs Johann Friedrich II. von Sachsen (1529-1595); 1572-1596 gemeinsam mit seinem Bruder Johann Kasimir (1564-1633) regierender Herzog von Sachsen-Coburg (bis 1586 unter Vormundschaft); ab 1596 regierender Herzog von Sachsen-Eisenach; seit 1633 zudem alleinregierender Herzog von Sachsen-Coburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Herzog Albrecht von Sachsen-Eisenach
Herzog Albrecht von Sachsen-Weimar

geb.: 1599
gest.: 1644
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Herzog von Sachsen-Weimar; ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Eisenach; seit 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unansehnliche").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha-Altenburg
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha
Herzog Ernst I. von Sachsen-Weimar

geb.: 1601
gest.: 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Herzog von Sachsen-Weimar; 1631/32 schwedischer Obrist; 1633/34 Statthalter des Herzogtums Franken für seinen jüngeren Bruder Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Gotha; seit 1672 ebenso regierender Herzog von Sachsen-Altenburg; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittersüße").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Franz Albrecht von Sachsen-Lauenburg

geb.: 1598
gest.: 1642
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); 1618-1620 in Kriegsdiensten der böhmischen Konföderierten; kaiserlicher Obristleutnant (1621), Obrist (1623) und Generalfeldwachtmeister (1631); 1632-1634 kursächsischer Feldmarschall; 1634/35 kaiserlicher Kriegsgefangener; ab 1641 kaiserlicher Feldmarschall; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Weiße").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Franz Heinrich von Sachsen-Lauenburg

geb.: 1604
gest.: 1658
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); ab 1630 schwedischer Obrist; seit 1637 Friedensvermittler zwischen Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) und Schweden; ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Scharfe").

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Franz Karl von Sachsen-Lauenburg

geb.: 1594
gest.: 1660
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); bis 1626 Kriegsdienst im Unionsheer und unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); 1626/27 dänischer Obrist; 1630-1632 schwedischer Obrist; danach kurbrandenburgischer bzw. kursächsischer Obrist, ab 1634 Generalmajor; 1637 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1637 Friedensvermittler zwischen Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) und Schweden; ab 1638 kaiserlicher Generalfeldwachtmeister; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schönste").

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg

geb.: 1586
gest.: 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); bereits als Jugendlicher Konversion zum katholischen Glauben; kaiserlicher Obrist (1617) und Feldmarschall (1629); 1634/35 kaiserlicher Gefangener wegen seiner Vertrauensstellung bei Wallenstein (1583-1634); ab 1637 Friedensvermittler zwischen Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) und Schweden; seit 1656 regierender Herzog von Sachsen-Lauenburg; ab 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Glückhafte").

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzogin Katharina von Sachsen-Lauenburg
Fürstin Katharina von Siebenbürgen
Geburtsname: Markgräfin Katharina von Brandenburg

geb.: 1602
gest.: 1644
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg (1572-1619); 1626-1629 erste Ehe mit Gabriel Bethlen, Fürst von Siebenbürgen (1580-1629); 1629/30 Regentin des Fürstentums Siebenbürgen; seit 1639 zweite Ehe mit Herzog Franz Karl von Sachsen-Lauenburg (1594-1660).

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Rudolph Maximilian von Sachsen-Lauenburg

geb.: 1596
gest.: 1647
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); ab 1622 kaiserlicher Obrist; 1623 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Rotgelbe").

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar
Herzog Bernhard von Franken

geb.: 1604
gest.: 1639
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); ab 1620 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Herzog von Sachsen-Weimar; zunächst Kriegdienst unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1622), Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach (1622) und Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1623); 1625-1627 dänischer Obrist; 1630-1635 in schwedischen Diensten als Obrist (1631) und General (1632); 1633/34 Herzog von Franken (größtenteils ehemalige Hochstifte Würzburg und Bamberg als Lehen der schwedischen Krone); ab 1635 Heerführer im französischen Auftrag; seit 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Austrucknende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzogin Dorothea Sophia von Sachsen-Weimar
Äbtissin Dorothea Sophia von Quedlinburg

geb.: 1587
gest.: 1645
Anm.: Tochter des Herzogs Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar (1562-1602); seit 1618 Äbtissin des Stifts Quedlinburg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Johann Ernst I. von Sachsen-Weimar

geb.: 1594
gest.: 1626
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); ab 1605 regierender Herzog von Sachsen-Weimar (bis 1615 unter Vormundschaft); als Obrist im Dienst des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) nach 1620 Verweigerung der Unterwerfung gegenüber dem Kaiser und Rücktritt von der Regierung in Weimar zugunsten seiner Brüder; später in niederländischen Kriegsdiensten; 1626 dänischer Generalleutnant der Kavallerie; 1617 Gründungsmitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Käumling").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Herzog Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar

geb.: 1598
gest.: 1662
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620 Kommandeur im Heer der böhmischen Konföderierten; 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender, ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Weimar; Obrist unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1621/22) und Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach (1622); 1623 General unter Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); 1623/24 kaiserlicher Gefangener; 1631-1635 schwedischer Militärgouverneur von Thüringen und Statthalter von Erfurt; 1632-1635 schwedischer Generalleutnant; 1617 Gründungsmitglied und seit 1651 zweites Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schmackhafte").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Herzog August von Sachsen-Weißenfels
Administrator August von Magdedeburg

geb.: 1614
gest.: 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1635/38 Administrator des Erzstifts Magdeburg; seit 1657 regierender Herzog von Sachsen-Weißenfels (kursächsische Sekundogenitur); ab 1643 Mitglied und seit 1662 drittes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgeratene").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Moritz von Sachsen-Zeitz

geb.: 1619
gest.: 1681
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen; ab 1657 regierender Herzog von Sachsen-Zeitz (kursächsische Sekundogenitur); seit 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sittsame").

Weiterführende Informationen in der DNB
Angelo Sala

geb.: 1576
gest.: 1637
Anm.: Sohn des reformierten Tuchspinners Bernardino Sala (geb. 1548), der 1571 aus Italien emigriert war; ohne medizinische Ausbildung Arzt in Dresden (1602), Sondrino (1604), Nürnberg (1606), Frauenfeld (1607), Genf (1609) und Den Haag (1612-1617); 1610 Feldarzt des Grafen Johann VII. von Nassau-Siegen (1561-1623); 1617-1620 Leibarzt und Aufseher über das Apothekenwesen des Grafen Anthon Günther von Oldenburg (1583-1667); 1620-1625 "Chymiater" in Hamburg; 1625-1628 Professor für Chemiatrie an der Universität Rostock; 1625-1636 Leibarzt des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); ab 1636 Leibarzt und Hofmeister des jungen Herzogs Gustav Adolph von Mecklenburg-Güstrow (1633-1695); seit 1628 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Lindernde").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Julius von Salm-Neuburg

geb.: 1600
gest.: 1654
Anm.: Sohn des Wild- und Rheingrafen Weikhard von Salm-Neuburg (1575-1617); Kämmerer, Rat und Oberstjägermeister des Kardinals und Olmützer Bischofs Franz von Dietrichstein (1570-1636); ab 1625 kaiserlicher Kämmerer; seit 1635 mährischer Oberstlandrichter; 1637-1640 Landeshauptmann von Mähren.

Weiterführende Informationen in der DNB
Johann Salmuth

geb.: 1552
gest.: 1622
Anm.: Sohn des späteren Leipziger Theologieprofessors Joachim Salmuth, genannt Beringer (1522-1576); Theologiestudium in Leipzig; 1575 Subdiakon, 1576 Diakon und ab 1577 Archidiakon der Leipziger Nikolaikirche; 1587 dritter, 1588 zweiter und 1589-1591 erster Hofprediger in Dresden; 1591/92 als "Krypto-Calvinist" in Haft; 1592 Ausweisung aus Kursachsen; 1592-1595 Pfarrer an der Heidelberger Franziskanerkirche; seit 1596 Stadtprediger an der Amberger Martinskirche; vgl. Gerhard Seibold: Die Salmuth. Entwicklungsgeschichte einer Familie, Neustadt a. d. Aisch 1996, S. 31-35.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Karl von Saurau

geb.: ca. 1590
gest.: 1648
Anm.: Sohn des Wolfgang von Saurau (gest. 1613); Konversion zum katholischen Glauben; ab 1624 kaiserlicher Kämmerer; 1632-1635 Landesverweser und seit 1635 Landeshauptmann der Steiermark; 1638 Erhebung in den Grafenstand.
Duca Carlo Emanuele I. di Savoia

geb.: 1562
gest.: 1630
Anm.: Sohn des Duca Emanuele Filiberto di Savoia (1528-1580); ab 1580 Duca di Savoia; seit 1585 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Duca Vittorio Amedeo I. di Savoia

geb.: 1587
gest.: 1637
Anm.: Sohn des Duca Carlo Emanuele I. di Savoia (1562-1630); ab 1630 Duca di Savoia; seit 1632 Anspruch auf Königstitel von Zypern und Jerusalem.

Weiterführende Informationen in der DNB
Tommaso Francesco di Savoia-Carignano
Principe Tommaso Francesco di Carignano
Comte Thomas-François de Soissons et Dreux

geb.: 1596
gest.: 1656
Anm.: Sohn des Duca Carlo Emanuele I. di Savoia (1562-1630); ab 1620 Principe di Carignano; spätenstens seit 1634 spanischer General; ab 1641 de iure uxoris Comte de Soissons und de Dreux; seit 1642 Generalissimus der Armeen Frankreichs und Savoyens in Italien; ab 1654 Grand maître de France.

Weiterführende Informationen in der DNB
Barbara Agnes von Schaffgotsch
Geburtsname: Herzogin Barbara Agnes von Schlesien-Liegnitz-Brieg-Wohlau

geb.: 1593
gest.: 1631
Anm.: Tochter des Herzogs Joachim Friedrich von Schlesien-Liegnitz-Brieg-Wohlau (1550-1602) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1620 Ehe mit Hans Ulrich von Schaffgotsch (1595-1635).

Weiterführende Informationen in der DNB
Hans Ulrich von Schaffgotsch

geb.: 1595
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Christoph von Schaffgotsch (1552-1601); 1619/20 einer der schlesischen Defensoren; 1621 Treueid gegenüber Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); kaiserlicher Obrist (1626), Generalfeldwachtmeister (1632) und General der Kavallerie (1633); seit 1627 kaiserlicher Kämmerer; 1634 Verhaftung als Anhänger Wallensteins (1583-1634); 1635 Hinrichtung in Regensburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Elias Scheffel

geb.: 1572
gest.: 1633
Anm.: Studium in Jena (1591) und Leipzig (1598); ab 1599 Advokat der schwarzburgischen Kanzlei in Rudolstadt; seit 1603 Rat des Burggrafen Georg von Kirchberg; ab 1606 schwarzburgischer Kanzleirat in Frankenhausen; seit 1607 Vizekanzler, Leitung der Kanzlei und des Konsistoriums; ab 1613 Kanzleidirektor und Konsistorialvizepräsident; seit 1619 Kanzler und Konsistorialpräsident der Grafschaft Schwarzburg-Rudolstadt; 1619/20 auch Gesandter der Grafen von Barby am kurfürstlichen Hof in Dresden.
Anna Dorothea von Scherffenberg
Anna Dorothea von Althan(n)
Geburtsname: Anna Dorothea von Stubenberg

geb.: 1601
gest.: 1636
Anm.: Tochter des Georg Hartmann von Stubenberg (1563-1605); bis 1620 erste Ehe mit Wolf Dietrich von Althan(n) (1575-1620); seit 1623 zweite Ehe mit Johann Ernst von Scherffenberg (1588-1662).
Johann Ernst von Scherffenberg

geb.: 1588
gest.: 1662
Anm.: Sohn des Friedrich von Scherffenberg (1542-1609); seit 1624 kaiserlicher Kämmerer; kaiserlicher Obrist (1626) und Feldmarschallleutnant (1633); 1634/35 in Haft wegen des Verdachts der hochverräterischen Verschwörung mit Wallenstein (1583-1634).

Weiterführende Informationen in der DNB
Hans von Schleinitz

Anm.: Bruder des meißnischen Adligen Wolf Dietrich von Schleinitz; um 1623 in Padua.
Wolf Dietrich von Schleinitz

Anm.: Bruder des meißnischen Adligen Hans von Schleinitz; um 1623 in Padua.
Herzog Johann Christian von Schlesien-Brieg

geb.: 1591
gest.: 1639
Anm.: Sohn des Herzogs Joachim Friedrich von Schlesien-Liegnitz-Brieg-Wohlau (1550-1602) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1611 regierender Herzog von Brieg; 1617-1621 Oberlandeshauptmann von Schlesien.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Herzog Georg Rudolph von Schlesien-Liegnitz-Wohlau

geb.: 1595
gest.: 1653
Anm.: Sohn des Herzogs Joachim Friedrich von Schlesien-Liegnitz-Brieg-Wohlau (1550-1602) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1611 regierender Herzog von Liegnitz und Wohlau (bis 1612 unter Vormundschaft); 1621-1629 Oberlandeshauptmann von Schlesien; seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wunderbare").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Karl Friedrich von Schlesien-Münsterberg-Oels
Herzog Karl Friedrich von Schlesien-Bernstadt

geb.: 1593
gest.: 1647
Anm.: Sohn des Herzogs Karl II. von Schlesien-Münsterberg-Oels (1545-1617); seit 1639 regierender Herzog von Bernstadt.

Weiterführende Informationen in der DNB
Schleswig-Holstein, Haus
Herzöge von Schleswig-Holstein

Anm.: Seit 1460 herrschende königlich-dänische Seitenlinie des Hauses Oldenburg.
Herzog Adolph I. von Schleswig-Holstein-Gottorf
Bischof Adolph von Schleswig

geb.: 1526
gest.: 1586
Anm.: Sohn des Königs Friedrich I. von Dänemark und Norwegen (1471-1533); ab 1544 erster regierender Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf; seit 1559 Bischof von Schleswig; ab 1560 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb.: 1597
gest.: 1659
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Adolph von Schleswig-Holstein-Gottorf (1575-1616); ab 1616 regierender Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Hochgeachte").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Johann von Schleswig-Holstein-Gottorf
Administrator Johann von Lübeck

geb.: 1606
gest.: 1655
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Adolph von Schleswig-Holstein-Gottorf (1575-1616); 1631-1634 Koadjutor und ab 1634 Administrator des Hochstifts Lübeck; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nützliche").

Weiterführende Informationen in der DNB
Schleswig-Holstein-Sonderburg, Haus
Herzöge von Schleswig-Holstein-Sonderburg

Anm.: Im Jahr 1564 durch Herzog Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622) begründete Nebenlinie des königlich-dänischen Hauses Oldenburg, die als "abgeteilte Herren" (Titularherzöge) in ihren Ländereien keine Regierungsfunktion ausübten.
Herzog Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb.: 1545
gest.: 1622
Anm.: Sohn des Königs Christian III. von Dänemark und Norwegen (1503-1559); seit 1564 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg

geb.: 1584
gest.: 1663
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); seit 1622 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog August von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg

geb.: 1635
gest.: 1699
Anm.: Sohn des Herzogs Joachim Ernst von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1595-1671); kurbrandenburgischer General (1664) und Generalfeldzeugmeister (1674); seit 1679 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg; nach 1688 Abschied aus dem kurbrandenburgischen Kriegsdienst.

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg

geb.: 1581
gest.: 1658
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); seit 1624 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Joachim Ernst von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön

geb.: 1595
gest.: 1671
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1622 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön; seit 1625 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sichere").

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Heinrich Schlick von Passaun

geb.: ca. 1580
gest.: 1650
Anm.: Sohn des Grafen Georg Ernst Schlick (gest. 1612); ab 1598 in Kriegsdiensten verschiedener Herren; 1618-1621 Obrist der mährischen Ständearmee; kaiserlicher Obrist (1621), Feldzeugmeister (1626) und Feldmarschall (1627-1630); 1622 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1629 kaiserlicher Kämmerer; 1632-1649 Geheimer Rat und Hofkriegsratspräsident; seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Martin Schmidt

Anm.: Fürstlicher Amtmann in Bernburg (bis 1637) und Ballenstedt (seit 1637).
Stephan Schmidt

Anm.: Um 1626 Samt- und Seidenhändler in Harderwijk; versah auch Dienste für Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen.
Schönburg, Familie

Anm.: Mitteldeutsches Adelsgeschlecht.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Felix von Schrattenbach

geb.: 1570
Anm.: Sohn des Christoph von Schrattenbach (gest. 1571); kaiserlicher Obrist im Langen Türkenkrieg; innerösterreichischer Hofkriegsrat; seit 1606 erzherzoglicher Kämmerer in Graz; 1635 Plünderung und Zerstörung seines Schlosses Pragwald durch aufständische steirische Bauern.

Weiterführende Informationen in der DNB
Peter Elias Schröter

geb.: ca. 1590
gest.: 1625
Anm.: Sohn des Bautzener Stadtarztes Johann Friedrich Schröter (1559-1625); Rechtsstudium (ab 1612) und Promotion zum Dr. jur. in Marburg; 1615-1622 Jurist in Jena; seit 1623 Kanzler des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630).

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Fürst Dimitri Iwanowitsch Schuiski

geb.: ca. 1560
gest.: 1612
Anm.: Sohn des russischen Bojaren Fürst Iwan Andrejewitsch Schuiski (gest. 1573); ab 1586 Bojar; seit 1591 Mitglied der Bojarenduma und militärische Laufbahn; 1606-1610 oberster Heerführer des Moskauer Reiches unter seinem älteren Bruder Zar Wassili IV. (1552-1612); Tod in polnischer Gefangenschaft.
Georg Schumann

gest.: 1636
Anm.: 1615-1635 anhaltisch-bernburgischer Kammersekretär.
Gräfin Anna Sophia von Schwarzburg-Rudolstadt
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt

geb.: 1584
gest.: 1652
Anm.: Tochter des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586); 1613-1630 Ehe mit Graf Karl Günther von Schwarzburg-Rudolstadt (1576-1630); 1619 Mitbegründerin der Tugendlichen Gesellschaft für adlige Frauen in Anlehnung an die Fruchtbringende Gesellschaft.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Karl Günther von Schwarzburg-Rudolstadt

geb.: 1576
gest.: 1630
Anm.: Sohn des Grafen Albrecht VII. von Schwarzburg-Rudolstadt (1537-1605); Regent der gesamten Grafschaft Schwarzburg-Rudolstadt (1605-1612), dann im Teil Rudolstadt (1612-1630); seit 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vermehrende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Ludwig Günther I. von Schwarzburg-Rudolstadt

geb.: 1581
gest.: 1646
Anm.: Sohn des Grafen Albrecht VII. von Schwarzburg-Rudolstadt (1537-1605); Regent in Frankenhausen (1612-1624), Stadtilm (1624-1631), Rudolstadt (1631-1634) und ab 1634 der gesamten Grafschaft Schwarzburg-Rudolstadt; seit 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stärkende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Adam von Schwarzenberg

geb.: 1584
gest.: 1641
Anm.: Sohn des Adolph von Schwarzenberg (1551-1600); 1599 Erhebung in den Grafenstand; ab 1610 kurbrandenburgischer Geheimer Rat und kurfürstlicher Oberkammerherr; seit 1619 als enger Berater des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640) Direktor des Geheimen Rates und Oberkämmerer; ab 1625 katholischer Herrenmeister des lutherischen Johanniterordens in der Ballei Brandenburg; seit 1630 Statthalter im Herzogtum Kleve; ab 1638 auch Statthalter der Mark Brandenburg; 1641 Inhaftierung und Tod auf der Festung Spandau.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Adolph von Schwarzenberg

geb.: 1551
gest.: 1600
Anm.: Sohn des Wilhelm von Schwarzenberg (gest. 1557); ab 1572 in spanischen Kriegsdiensten; kurkölnischer Geheimer Rat, General und Landhofmeister; Marschall und Statthalter im Hochstift Lüttich; kaiserlicher Obrist (1594) und Feldmarschall (1597) gegen die Türken; seit 1597 Kommandant der Wiener Stadtguardia; 1599 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb.: 1626
gest.: 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolph von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter durch Reichskanzler Axel Oxenstierna (1583-1654) geleiteter Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Gustav II. Adolph von Schweden

geb.: 1594
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Königs Karl IX. von Schweden (1550-1611); ab 1611 König von Schweden; seit 1627 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Sigismondo Sfondrati
Marchese Sigismondo di Montafià

geb.: ca. 1600
gest.: 1652
Anm.: Sohn des Francesco Sfondrati, ab 1591 Marchese di Montafià; Generalkapitän der spanischen Artillerie in Flandern; seit 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Francesco Sforza
Duca Francesco I. di Milano

geb.: 1401
gest.: 1466
Anm.: Unehelicher Sohn des italienischen Condottiere Muzio Attendolo Sforza (1369-1424); ab 1424 Condottiere abwechselnd in neapolitanischen, päpstlichen, mailändischen und venezianischen Kriegsdiensten; seit 1450 Herzog von Mailand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Ludovico Sforza
Duca Ludovico di Milano

geb.: 1452
gest.: 1508
Anm.: Sohn des italienischen Condottiere Francesco Sforza (1401-1466), ab 1450 Duca di Milano; 1494-1499 und 1500 Herzog von Mailand; seit 1500 französischer Gefangener.

Weiterführende Informationen in der DNB
Johann Sieber

geb.: 1588
gest.: 1651
Anm.: Sohn des Leipziger Ratsherrn Veit Sieber (1555-1620); ab 1613 kursächsischer und 1616-1643 (seit 1636 fremdverwaltet) zugleich kaiserlicher Postmeister in Leipzig; 1636 außerdem kaiserlicher Oberproviantkommissar im Niedersächsischen Kreis mit Sitz in Hamburg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Hein Sillem

geb.: 1586
gest.: 1650
Anm.: Sohn des Hamburger Kaufmanns Otto Sillem (1558-1635); ab 1626 Niedergerichtsbürger, seit 1629 Bauhofgerichtsbürger, ab 1636 Kämmereibürger und seit 1642 Oberalter der Stadt Hamburg; vgl. Friedrich Georg Buek: Genealogische und biographische Notizen über die seit der Reformation verstorbenen hamburgischen Bürgermeister, Hamburg 1840, S. 175.

Weiterführende Informationen in der DNB
Otto Sillem

geb.: 1558
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Hamburger Kaufmanns Hinrich Sillem; ab 1589 Kämmereibürger und Jurat (St. Petri), seit 1605 Oberalter und ab 1611 Präses der Oberalten der Stadt Hamburg; vgl. Friedrich Georg Buek: Die hamburgischen Oberalten, ihre bürgerliche Wirksamkeit und ihre Familien, Hamburg 1857, S. 48.

Weiterführende Informationen in der DNB
N. N. von Sinzendorf

Anm.: Österreichischer Adliger.
August von Sinzendorf

geb.: 1590
gest.: 1642
Anm.: Sohn des Reichshofrats Joachim von Sinzendorf (1544-1594).

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Wilhelm Slawata von Chlum

geb.: 1572
gest.: 1652
Anm.: Sohn des Adam Slawata (1546-1616); 1597 Konversion zum katholischen Glauben; 1600-1604 böhmischer Hofmarschall und 1604-1606 amtierender Oberstkämmerer von Kaiser Rudolph II. (1552-1612); 1605-1611 Burggraf von Karlstein; 1611-1617 Obersthoflehensrichter, 1612-1625 Kammerpräsident, 1617-1625 Oberstlandrichter, 1623-1627 Oberstkämmerer, 1627/28 Obershoflandmeister und ab 1628 Oberstkanzler des Königreichs Böhmen; seit 1621 kaiserlicher Kämmerer; ab 1624 Geheimer Rat; 1621 Erhebung in den Grafenstand; seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Johann Söldner

geb.: ca. 1580
gest.: 1649
Anm.: Geboren in Böhmen; Dr. jur.; ab 1622 Sekretär der deutschen Expedition der Reichskanzlei; seit 1634 Reichshofrat; vgl. Oswald von Gschließer: Der Reichshofrat. Bedeutung und Verfassung, Schicksal und Besetzung einer obersten Reichsbehörde von 1559 bis 1806, Wien 1942, S. 232.

Weiterführende Informationen in der DNB
Philipp Christoph von Sötern
Erzbischof und Kurfürst Philipp Christoph von Trier
Bischof Philipp Christoph von Speyer

geb.: 1567
gest.: 1652
Anm.: Sohn des Georg Wilhelm von Sötern (gest. 1593); ab 1610 Bischof von Speyer; seit 1623 Erzbischof und Kurfürst von Trier; 1635-1645 erst spanischer, dann kaiserlicher Gefangener wegen seines Bündnisvertrages mit Frankreich (1632).

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Johann Albrecht I. zu Solms-Braunfels

geb.: 1563
gest.: 1623
Anm.: Sohn des Grafen Konrad zu Solms-Braunfels (1540-1592); ab 1592 regierender Graf zu Solms-Braunfels (1607 Teilung mit den Brüdern); 1602-1618 kurpfälzischer Großhofmeister; auch Geheimer Rat und enger Berater der Kurfürsten Friedrich IV. und Friedrich V. von der Pfalz; seit 1620 Exil in Den Haag.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Philipp Reinhard I. zu Solms-Hohensolms

geb.: 1593
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Grafen Hermann Adolph zu Solms-Hohensolms (1545-1613); ab 1613 regierender Graf von Solms-Hohensolms; 1626/27 dänischer Obrist; seit 1628 schwedischer Obrist und Geheimratspräsident; 1633/34 Stellvertreter Oxenstiernas im Consilium formatum des Heilbronner Bundes; ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verhütende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Philipp zu Solms-Lich

geb.: 1569
gest.: 1631
Anm.: Sohn des Grafen Ernst I. zu Solms-Lich (1527-1590); Teilnahme am Langen Türkenkrieg; Konversion zum katholischen Glauben; seit 1619 kaiserlicher Kämmerer, Obrist und Trabantenhauptmann.
Hans Sebastian Spät

Anm.: Bis 1618 Obrist der protestantischen niederösterreichischen und mährischen Stände; 1618-1620 Ächtung und Enteignung; seit 1620 kaiserlicher Obrist.
Infant Fernando von Spanien und Portugal
Don Fernando de Austria
Erzbischof Fernando von Toledo

geb.: 1609/10
gest.: 1641
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1619 Kardinal; seit 1620 Erzbischof von Toledo; 1632/33 Vizekönig von Katalonien; Statthalter des Herzogtums Mailand (1633/34) und der Spanischen Niederlande (ab 1633); seit 1633 spanischer Feldherr.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Philipp II. von Spanien
König Philipp I. von Portugal
König Philipp I. von Neapel-Sizilien
König Philipp I. von Sardinien

geb.: 1527
gest.: 1598
Anm.: Sohn von Kaiser Karl V. (1500-1558); ab 1556 König von Spanien, Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1580 König von Portugal; ab 1531 Ritter und seit 1555 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies; ab 1554 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Philipp III. von Spanien
König Philipp II. von Portugal
König Philipp II. von Neapel-Sizilien
König Philipp II. von Sardinien

geb.: 1578
gest.: 1621
Anm.: Sohn des Königs Philipp II. von Spanien (1527-1598); ab 1598 König von Spanien, Portugal, Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1583 Ritter und ab 1598 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb.: 1605
gest.: 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Adriaan van den Spiegel

geb.: 1578
gest.: 1625
Anm.: Sohn des Brüsseler Adligen und Chirurgen Adriaan von den Spiegel (gest. 1600); Studium in Löwen, Leiden und in Padua (ab 1601); um 1603 Promotion zum Dr. med.; seit 1606 Arzt für die Studenten der deutschen Nation sowie Assistent des Arztes und Medizinprofessors Hieronymus Fabricius ab Aquapendente (1537-1619) an der Universität Padua; nach 1612 Medicus primarius in Böhmen und Mähren; ab 1616 Professor für Chirurgie und Anatomie in Padua.

Weiterführende Informationen in der DNB
Johannes Stalmann

geb.: 1577
gest.: 1635(?)
Anm.: Sohn des Bauern Kaspar Stalmann (gest. 1619) in Lüttringhausen bei Remscheid; 1601-1603 Jurastudium in Herborn; Dr. jur. utr.; 1603-1609 Advokat und Dozent in Herborn; 1609-1612 isenburgischer Oberschultheiß in Büdingen; 1612-1628 Rat und Kanzler des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dänischer Generalkriegsauditor; 1631-1634 schwedischer Kanzler der Stifte Magdeburg und Halberstadt; danach schwedische Gefangenschaft und Flucht in die habsburgischen Erblande; seit 1632 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Abgezogene").

Weiterführende Informationen in der DNB
Anna (von) Stammer
Geburtsname: Anna von Veltheim

gest.: nach 1636
Anm.: Tochter des Hermann von Veltheim; Gemahlin des Arndt (von) Stammer (gest. 1611) auf Ballenstedt.
Hermann Christian (von) Stammer

geb.: 1603
gest.: 1636
Anm.: Sohn des Arndt (von) Stammer (gest. 1611) auf Ballenstedt; 1622/23 Kammerjunker des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg; 1623-1625 Kammerjunker des Prinzen Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632); ab 1635 Stallmeister und 1636 Hofmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1627 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erweckende"); vgl. Daniel Sachse: Christliche LeichPredigt/ Uber Den Tödtlichen Abgang Deß weyland WohlEdlen [...] Herman Christian Stammers/ [...], Zerbst 1636, o. S.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Erasmus d. J. von Starhemberg

geb.: 1595
gest.: 1664
Anm.: Sohn des Reichard von Starhemberg (1570-1613); ab ca. 1630 Leben als calvinistischer Emigrant aus Oberösterreich in Wien; 1643 Erhebung in den Grafenstand; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Leidende"); vgl. Georg Heilingsetzer: Die andere Barockkultur, Erasmus der Jüngere von Starhemberg (1595-1664), Literatur, Protestantismus und Toleranz, in: Oberösterreich 26/2 (1976), S. 17-22.

Weiterführende Informationen in der DNB
Gundaker von Starhemberg

geb.: 1594
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Reichard von Starhemberg (1570-1613).
Ludwig von Starhemberg

geb.: 1564
gest.: 1620
Anm.: Sohn des Rüdiger von Starhemberg (1534-1582); seit 1595 Burggraf von Steyr; kaiserlicher Kämmerer und Hofkammerdirektor unter Kaiser Matthias (1557-1619); 1620 Ächtung wegen Teilnahme am böhmisch-österreichischen Ständeaufstand; vgl. Johann Schwerdling: Geschichte des [...] Hauses Starhemberg, Linz 1830, S. 199-205.

Weiterführende Informationen in der DNB
Martin von Starhemberg

geb.: 1566
gest.: 1620
Anm.: Sohn des Rüdiger von Starhemberg (1534-1582); ab 1594 Kämmerer des Erzherzogs Matthias von Österreich (1557-1619); seit 1609 niederösterreichischer Regimentsrat; 1620 Ächtung wegen Teilnahme am böhmisch-österreichischen Ständeaufstand; vgl. Johann Schwerdling: Geschichte des [...] Hauses Starhemberg, Linz 1830, S. 206f.

Weiterführende Informationen in der DNB
Paul Jakob von Starhemberg

geb.: 1560
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Rüdiger von Starhemberg (1534-1582); Geheimer Rat und Kämmerer von Kaiser Matthias (1557-1619); seit 1619 kaiserlicher Kämmerer; 1620-1622 und 1628-1633 niederösterreichischer Herrenstandsverordneter; vgl. Johann Schwerdling: Geschichte des [...] Hauses Starhemberg, Linz 1830, S. 190-194.

Weiterführende Informationen in der DNB
Peter Heinrich von Stralendorff

geb.: 1580
gest.: 1637
Anm.: Sohn des Leopold von Stralendorff (gest. 1623); ab 1605 Reichshofrat; seit 1620 Reichshofratsvizepräsident; Geheimer Rat; ab 1623 Reichsvizekanzler; seit 1627 kaiserlicher Kämmerer; 1625 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Sultan (Osmanisches Reich) Ahmed I.

geb.: 1590
gest.: 1617
Anm.: Sohn von Sultan Mehmed III. (1566-1603); seit 1603 Sultan des Osmanischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB
Sultan (Osmanisches Reich) Bajezid I.

gest.: 1403
Anm.: Sohn von Sultan Murad I. (gest. 1389); 1389-1402 Sultan des Osmanischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB
Sultan (Osmanisches Reich) Murad IV.

geb.: 1612
gest.: 1640
Anm.: Sohn von Sultan Ahmed I. (1590-1617); seit 1623 Sultan des Osmanischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB
Sultan (Osmanisches Reich) Mustafa I.

geb.: 1591
gest.: 1639
Anm.: Sohn von Sultan Mehmed III. (1566-1603); 1617/18 und 1622/23 Sultan des Osmanischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB
Sultan (Osmanisches Reich) Selim II.

geb.: 1524
gest.: 1574
Anm.: Sohn von Sultan Süleyman I. (gest. 1566); seit 1566 Sultan des Osmanischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB
Sultan (Osmanisches Reich) Süleyman I.

geb.: 1494/96
gest.: 1566
Anm.: Sohn von Sultan Selim I. (1470-1520); seit 1502 Sultan des Osmanischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB
Dionysius Széchy

geb.: ca. 1595
gest.: 1650
Anm.: Sohn des ungarischen Magnaten Thomas Széchy (gest. 1618); seit 1635 kaiserlicher Kämmerer.

Weiterführende Informationen in der DNB
N. N. Teufel von Guntersdorf (1)

Anm.: Um 1621/22 verheiratete Angehörige des niederösterreichischen Adelsgeschlechts.
Heinrich Teufel von Pirkensee

Anm.: Sohn des Konrad Teufel von Pirkensee (1527-1582); Landsasse auf Schwarzenfeld; 1629 Emigration aus der Oberpfalz.
Heinrich Teufel von Pirkensee

Anm.: Sohn des Konrad Teufel von Pirkensee (1527-1582); Landsasse auf Schwarzenfeld; 1629 Emigration aus der Oberpfalz.
Otto Teufel von Guntersdorf

geb.: 1589
gest.: 1673
Anm.: Sohn des Michael Teufel von Guntersdorf (1557-1590); ab 1628 kaiserlicher Kämmerer; seit ca. 1668 Oberstfalkenmeister.

Weiterführende Informationen in der DNB
Wolf Matthias Teufel von Guntersdorf

geb.: ca. 1595
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Johann Christoph Teufel von Guntersdorf (1567-1624); kaiserlicher Obristwachtmeister (1631), Obristleutnant (1633) bzw. Obrist (1634).

Weiterführende Informationen in der DNB
Rudolph von Teuffenbach
Rudolph von Tieffenbach

geb.: 1582
gest.: 1653
Anm.: Sohn des Christoph von Teuffenbach (gest. 1598); kaiserlicher Fähnrich (1600), Hauptmann (1601), Obrist (1604), Kreisobrist jenseits der Donau und der Bergstädte (1613), Generalfeldwachtmeister (1619), Obristzeugmeister (1622), Feldzeugmeister (1627) und Feldmarschall (1631); 1608 und 1611 Obrist der mährischen Stände; ab 1619 kaiserlicher Kämmerer; 1623 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1637 Geheimer Rat; ab 1647 Generalland- und Hauszeugmeister; seit 1639 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Heinrich Matthias von Thurn

geb.: 1567
gest.: 1640
Anm.: Sohn des Grafen Franz von Thurn (1509-1586); ab 1588 in kaiserlichen Kriegsdiensten als Hauptmann (1595), Obristleutnant (1598) und Obrist (1601); seit 1601 Hofkriegsrat; ab 1609 einer der Führer der protestantischen böhmischen Stände; 1611-1617 und 1619/20 Burggraf von Karlstein; 1618-1620 Generalleutnant bzw. Generalfeldmarschall des Ständeheeres; danach Ächtung, Enteignung und Emigration; 1621-1624 Fortsetzung des Krieges gegen die Habsburger unter Gabriel Bethlen, Fürst von Siebenbürgen (1580-1629); 1625-1627 venezianischer General; 1627 dänischer Feldmarschall; 1629-1635 schwedischer Generalleutnant.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Raimund von Thurn

geb.: 1555
gest.: 1623
Anm.: Sohn des Franz von Thurn (1519-1566); Herr auf Vipulzano; kaiserlicher Gesandter in Venedig (1596) und Rom (1608); 1572 Erhebung in den Grafenstand.
Graf Veit Heinrich von Thurn

geb.: ca. 1590
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Grafen Hieronymus Wenzel von Thurn (1565-1613) auf Wostitz/Südmähren; seit 1618 Kämmerer von König Ferdinand II. (1578-1637); 1619/20 Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand; danach Ächtung und Enteignung, jedoch spätestens 1626 begnadigt.
Timur Amir (Timuridenreich)
Tamerlan (Timur der Lahme)

geb.: 1336
gest.: 1405
Anm.: Sohn des Barlas-Stammesfürsten Mohammed Taragai; zentralasiatischer Militärführer und Eroberer; Begründer der Timuriden-Dynastie in Persien und Transoxanien.

Weiterführende Informationen in der DNB
Curt von der Trautenburg
Curt von Beyern

gest.: 1639
Anm.: Sohn des Heinrich von der Trautenburg; Erbherr auf Hornhausen, Derneburg und Ottleben; spätestens ab 1626 Stallmeister und Kammerjunker sowie Reisebegleiter des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg (bis 1628); später Leben auf Pachtgut in Schleswig-Holstein; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Aufhelfende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Adam Erdmann Trčka von Leipa

geb.: ca. 1599
gest.: 1634
Anm.: Sohn des Johann Rudolph Trčka von Lipa (1557-1634); seit 1623 kaiserlicher Kämmerer; Volontär (1626), Obrist (1630) und Feldmarschallleutnant (1632) unter Wallenstein (1583-1634); 1627 Konversion zum katholischen Glauben; 1634 Ermordung als Vertrauter Wallensteins ; 1628 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Melchior Andreas von Trotha

geb.: 1580
gest.: 1634
Anm.: Sohn des Friedrich von Trotha (gest. 1615); Erbherr auf Gänsefurt und Burg Schadeleben; anhaltischer Landrat; seit 1628 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Rote").

Weiterführende Informationen in der DNB
Georg Erasmus von Tschernembl

geb.: 1567
gest.: 1626
Anm.: Sohn des Hans von Tschernembl (1536-1605); 1598-1604 und 1617-1620 Herrenstandsverordneter in Oberösterreich; ab 1608 einer der radikalen Wortführer des Adelsprotestantismus in Österreich ob der Enns; 1619/20 intensive Beteiligung am böhmisch-österreichischen Ständeaufstand (u. a. als Kriegsrat); danach Flucht, Ächtung und Enteignung; Exil in der Oberpfalz, in Vaihingen und seit 1622 in Genf.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Jean T'Serclaes de Tilly
Comte Jean de Tilly

geb.: 1559
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Martin T'Serclaes de Tilly (gest. 1597); zunächst in spanischen und lothringischen Kriegsdiensten; kaiserlicher Obristleutnant (1600), Obrist und Generalfeldwachtmeister (1601), Feldzeugmeister (1604) und Feldmarschall (1605) in Ungarn; ab 1610 Generalleutnant der Katholischen Liga; seit 1630 auch kaiserlicher Generalleutnant; 1622 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
N. N. van U(i)terwijk (1)

geb.: ca. 1610
gest.: 1626
Anm.: Vermutlich niederländischer Adliger; im Juni 1626 für ca. zwei Wochen katholischer Edelknabe des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg.
Jakob Ulfeldt

geb.: 1567
gest.: 1630
Anm.: Sohn des Jakob Ulfeldt (1535-1593), ab 1570 dänischer Reichsrat; seit 1597 königlicher Hofjunker; ab 1607 dänischer Reichsrat; seit 1609 Reichskanzler.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Matthias I. Corvinus von Ungarn
König Matthias I. Corvinus von Böhmen

geb.: 1443
gest.: 1490
Anm.: Sohn des ungarischen Reichsverwesers Johann Hunyadi (gest. 1456); ab 1458/64 König von Ungarn; seit 1569 König von Böhmen (als Gegenkönig zu Georg von Podiebrad und Wladislaw II.).

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Jean-Baptiste de la Valle
Giovanni Battista della Velle

Anm.: Vermutlich in Frankreich lebender Italiener.
Íñigo d. Ä. Vélez de Guevara y Tassis
Conde Íñigo d. Ä. de Oñate
Conde Íñigo d. Ä. de Villamediana

geb.: 1566
gest.: 1644
Anm.: Sohn des Pedro Vélez de Guevara, Señor de Salinillas (gest. 1584); Oberkämmerer des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); 1603-1613 spanischer Gesandter in Savoyen; 1616-1625 und 1633-1637 außerordentlicher spanischer Botschafter am Wiener Kaiserhof; ab 1622 Conde de Oñate und Conde de Villamediana; 1626-1629 spanischer Botschafter in Rom; seit 1633 Consejero de estado; ab 1638 Presidente del Consejo de Órdenes.

Weiterführende Informationen in der DNB
Guglielmo Verdugo

geb.: 1578
gest.: 1629
Anm.: Sohn des Francisco Verdugo (1537-1595); spanischer und kaiserlicher Obrist; ab 1612 Kriegsrat in Brüssel und Gubernator von Geldern; 1620 nahm er Prinz Christian d. J. von Anhalt-Bernburg in der Schlacht am Weißen Berg gefangen; seit 1621 kaiserlicher Kämmerer; ab 1623 Generalgouverneur der eroberten Unterpfalz (Rheinpfalz).

Weiterführende Informationen in der DNB
Publius Vergilius Maro
Vergil

geb.: 70 v. Chr.
gest.: 19 v. Chr.
Anm.: Römischer Dichter der Antike.

Weiterführende Informationen in der DNB
Bartholomäus Viatis

geb.: 1538
gest.: 1624
Anm.: Sohn des Venezianers Bernardo Viatis (1504-1574); 1550-1557 Lehre beim Nürnberger Federmacher Hans Wollandt; 1557-1551 Aufenthalt in Lyon; ab 1569 Bürger von Nürnberg; 1570 Gründung einer Handelsgesellschaft mit den Nürnbergern Georg Forst und Melchior Lang; seit 1576 Genannter des Größeren Rats und ab 1583 Gassenhauptmann der Reichsstadt Nürnberg; seit 1591 gemeinsame Handelsgesellschaft Viatis & Peller mit seinem Schwiegersohn Martin Peller (1559-1629).

Weiterführende Informationen in der DNB
Christian Vitzthum von Eckstedt

geb.: 1592
gest.: 1652
Anm.: Sohn des Georg Vitzthum von Eckstedt (1551-1605) auf Kannawurf; Erbherr auf Kannawurf, Neu-Asseburg und Voigtstedt; spätestens seit 1626 kaiserlicher Obristleutnant; kursächsischer Obristleutnant und Obrist (bis 1639); danach kaiserlicher Obrist; 1652 Konversion zum katholischen Glauben.
Volckersdorff, Familie

Anm.: Im Jahr 1616 ausgestorbenes oberösterreichisches Adelsgeschlecht.
Graf Johann Sigmund von Wagensperg
Johann Sigmund Wagen von Wagensperg

geb.: 1574
gest.: 1641
Anm.: Sohn des (Johann) Balthasar Wagen von Wagensperg (gest. 1595); 1600-1607 Landesverweser der Steiermark; Kämmerer des Erzherzogs Ferdinand II. von (Inner-)Österreich (1578-1637); 1607-1609 innerösterreichischer Hofkammerpräsident; 1609-1611 Statthalter von Innerösterreich; seit 1609 auch innerösterreichischer Geheimer Rat; Erhebung in den Freiherren- (1602) und Grafenstand (1625).

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Joachim Christian von (der) Wahl

geb.: ca. 1590
gest.: 1644
Anm.: Geboren bei Allstedt/Thüringen; frühe Konversion zum katholischen Glauben; bereits vor 1618 in bayerischen Kriegsdiensten als Hauptmann (1620), Obristleutnant (1626), Obrist (1627), Generalwachtmeister (1632), Generalfeldzeugmeister (1637) und Feldmarschall (1639); 1644 Gouverneur von Ingolstadt; 1636 Erhebung in den Grafenstand; seit 1626 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anhenkende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Christian von Waldeck-Wildungen
Graf Christian von Waldeck-Eisenberg

geb.: 1585
gest.: 1637
Anm.: Sohn des Grafen Josias von Waldeck-Eisenberg (1554-1588); 1588-1607 gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Wolrad IV. (1588-1640) Regent der Grafschaft Waldeck-Eisenberg (bis 1604 unter Vormundschaft); ab 1607 alleinregierender Graf von Waldeck-Wildungen; seit 1622 kaiserlicher Kämmerer; ab 1626 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Betauete").

Weiterführende Informationen in der DNB
Bernhard von Waldow

geb.: 1592
gest.: 1658
Anm.: Sohn des Sebastian von Waldow (1564-1616); bis 1640 kurbrandenburgischer Hofmarschall; zuletzt dänischer Rat und Generalkriegskommissar.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Adam d. J. von Waldstein

geb.: 1569/70
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Johann von Waldstein (gest. 1576); Konversion zum katholischen Glauben; Oberstlandrichter (1608-1611), Obersthofmeister (1611-1619) und Oberstburggraf (ab 1627) des Königreichs Böhmen; seit 1618 kaiserlicher Kämmerer; ab 1637 Geheimer Rat; 1628 Erhebung in den Grafenstand; seit 1631 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Albrecht Wenzel Eusebius von Waldstein
Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein
Fürst Albrecht Wenzel Eusebius von Friedland
Herzog Albrecht Wenzel Eusebius von Friedland
Herzog Albrecht VIII. von Mecklenburg
Herzog Albrecht Wenzel Eusebius von Schlesien-Sagan

geb.: 1583
gest.: 1634
Anm.: Sohn des Wilhelm von Waldstein (1547-1595); 1606 Konversion zum katholischen Glauben; 1607 kaiserlicher Hauptmann; 1615-1618 Obrist der mährischen Stände; kaiserlicher Obrist (1618), Generalfeldwachtmeister (1623) und zweimal Oberbefehlshaber der Armee des Kaisers (1625-1630 und 1632-1634); 1623 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1624 Fürst und seit 1625 Herzog von Friedland; 1628-1631 Herzog von Mecklenburg; ab 1628 Herzog von Schlesien-Sagan; 1634 Absetzung und Ermordung wegen Hochverrats; seit 1628 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Maximilian von Waldstein

geb.: 1598
gest.: 1655
Anm.: Sohn des Adam d. J. von Waldstein (1569/70-1638); zunächst in spanischen Kriegsdiensten; ab 1620 kaiserlicher Obrist; seit 1622 Kämmerer, 1637-1642 Oberststallmeister und ab 1650 Oberstkämmerer von Erzherzog bzw. Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); ab 1647 Geheimer Rat; 1628 Erhebung in den Grafenstand; seit 1655 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Anselm Kasimir Wambolt von Umstadt
Erzbischof und Kurfürst Anselm Kasimir von Mainz

geb.: 1583
gest.: 1647
Anm.: Sohn des Eberhard Wambolt von Umstadt (1546-1609); seit 1629 Erzbischof und Kurfürst von Mainz.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Franz Wilhelm von Wartenberg
Bischof Franz Wilhelm von Osnabrück
Bischof Franz Wilhelm von Verden
Bischof Franz Wilhelm von Minden
Bischof Franz Wilhelm von Regensburg

geb.: 1593
gest.: 1661
Anm.: Sohn des Herzogs Ferdinand von Bayern (1550-1608), dessen Kinder 1602 zu Grafen von Wartenberg erhoben wurden; 1614-1621 Präsident des bayerischen Geistlichen Rates; 1621-1640 kurkölnischer Obersthofmeister und Geheimratspräsident; ab 1625 Bischof von Osnabrück; 1630/31 Bischof von Verden; 1630-1648 Bischof von Minden; seit 1649 Bischof von Regensburg; ab 1660 Kardinal.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Dietrich von dem Werder

geb.: 1584
gest.: 1657
Anm.: Sohn des Gebhard von dem Werder (1539-1612); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Gerlebogk, Görzig und Ziebigk; Page, Kammerjunker und Stallmeister des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1610 hessisch-kasselischer Rittmeister; danach bis 1622 Geheimer Rat und Oberhofmarschall in Kassel; 1623 anhaltischer Kapitän; 1631-1635 schwedischer Obrist; ab 1635 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1645 kurbrandenburgischer Obrist, Geheimer Rat und Amtshauptmann von Alt-Gatersleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielgekörnte").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Heinrich von dem Werder

geb.: 1578
gest.: 1636
Anm.: Sohn des Gebhard von dem Werder (1539-1612); Erbherr auf Gröbzig; bis 1635 Land- und Kammerrat des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); Angehöriger des anhaltischen Ständeausschusses; seit 1624 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fortkommende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Paris von dem Werder

geb.: 1623
gest.: 1674
Anm.: Sohn des Dietrich von dem Werder (1584-1657); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Reupzig und Bräsen; vor 1646 Page am Dessauer Hof; später anhaltisch-dessauischer Rat; seit 1639 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Friedfertige").

Weiterführende Informationen in der DNB
Peter Wesenbeck

gest.: 1637
Anm.: Sohn des flämischen Juristen Petrus Wesenbeck d. J. (1546-1603); zuletzt Gutsbesitzer in Waldau bei Bernburg.
Wouter van Wijnbergen
Wolter van Wynberg

geb.: 1592
gest.: 1630
Anm.: Sohn des Hardewijker Bürgermeisters Sibert (Sywart) van Wijnbergen (gest. 1600); um 1626 Bürgermeister in Harderwijk.
Georg Winckler

geb.: 1582
gest.: 1654
Anm.: Sohn des Salzwedeler Handelsmannes und Ratskämmerers Andreas Winckler; Erbherr auf Dölitz und Stünz; ab 1596 kaufmännische Ausbildung in Leipzig; seit 1604 selbständiger Leipziger Handelsmann; vgl. Fritz Roth: Restlose Auswertungen von Leichenpredigten und Personalschriften für genealogische und kulturhistorische Zwecke, Bd. 7, Boppard/Rhein 1972, R 6280.

Weiterführende Informationen in der DNB
Andreas Winß

gest.: 1638
Anm.: Geboren in Küstrin; 1621/22-1628 Hofprediger des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); 1629-1632 Pfarrer in Gernrode; 1632-1638 Pfarrer an der Bernburger Schlosskirche St. Ägidien und Hofprediger des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 469.

Weiterführende Informationen in der DNB
Anton Wolfradt
Bischof Antonius von Wien

geb.: 1581
gest.: 1639
Anm.: Geboren in Köln; 1612/13 Abt von Wilhering; ab 1613 Abt von Kremsmünster; 1623-1630 Präsident der österreichischen Hofkammer; seit 1624 Geheimer Rat; 1631 leitete er die Friedensverhandlungen zum Mantuanischen Erbfolgekrieg; im selben Jahr Erhebung in den Reichsfürstenstand und Ernennung zum Bischof von Wien.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Hans Erhard Wolfskeel von Reichenberg

geb.: 1605
gest.: 1659
Anm.: Sohn des Georg Sigmund Wolfskeel von Reichenberg; würzburgischer Rat und Amtmann von Remlingen; 1633/34 schwedischer Regimentsrat im Herzogtum Franken; ... 1649 kurmainzischer Gesandter auf dem Nürnberger Exekutionstag.

Weiterführende Informationen in der DNB
Sigmund von Wolkenstein

geb.: 1554
gest.: 1624
Anm.: Sohn des Christoph von Wolkenstein (1530-1600); Erbherr auf Castel Ivano bei Ivano-Fracena.
Graf Paul Andreas von Wolkenstein

geb.: 1595
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Christoph Franz von Wolkenstein (1567-1633); 1620-1629 Präsident des Reichskammergerichts; ab 1623 kaiserlicher Kämmerer; seit 1624 kurbayerischer Geheimer Rat und Kämmerer; ab 1627 Pfleger von Wemding; mehrfach bayerischer Gesandter, z. B. auf dem Mühlhausener Kurfürstentag (1627) und am kaiserlichen Hof (1633/35); 1628 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Christian Wonna

geb.: 1594
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Weimarer Seilers Gregor Wonna; Theologiestudium in Jena (ab 1612) und Wittenberg (seit 1617); ab 1619 Schulmeister und seit 1620 Pfarrer in Ortenburg; vgl. Carl Mehrmann: Geschichte der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde Ortenburg in Niederbayern, Landshut 1863, S. 110f.

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Eberhard III. von Württemberg

geb.: 1614
gest.: 1674
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Friedrich von Württemberg (1582-1628); seit 1628 regierender Herzog von Württemberg (bis 1633 unter Vormundschaft); 1634-1638 Exil in Straßburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Johann Friedrich von Württemberg

geb.: 1582
gest.: 1628
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich I. von Württemberg (1557-1608) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1608 regierender Herzog von Württemberg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzogin Anna Sabina von Württemberg-Weiltingen
Geburtsname: Herzogin Anna Sabina von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb.: 1593
gest.: 1659
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1635 Ehe mit Herzog Julius Friedrich von Württemberg-Weiltingen (1588-1635).

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Julius Friedrich von Württemberg-Weiltingen

geb.: 1588
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich I. von Württemberg (1557-1608) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1617 regierender Herzog von Württemberg-Weiltingen; 1631-1633 württembergischer Regent für seinen Neffen Eberhard III. (1614-1674); seit 1634 Exil nach Straßburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
N. N. Zaborsky (2)

gest.: 1636
Anm.: Böhmischer Adliger; zuletzt schwedischer Obristleutnant.
Ernst von Zanthier

geb.: nach 1602
Anm.: Sohn des Christoph Ernst von Zanthier (gest. 1621/22); Erbherr auf Brösigk; zeitweise Hofmeister der Fürstin Anna von Anhalt-Bernburg (1579-1624); um 1636 kursächsischer Obristwachtmeister; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Notfeste").
Zar (Moskauer Reich) Wassili IV.
Fürst Wassili Iwanowitsch Schuiski

geb.: 1552
gest.: 1612
Anm.: Sohn des Bojaren Fürst Iwan Andrejewitsch Schuiski (gest. 1573); 1606-1610 Zar des Moskauer Reiches; seit 1610 polnischer Gefangener.

Weiterführende Informationen in der DNB
Tobias Heinrich Zollikofer

Anm.: Schweizer Kaufmann aus St. Gallen.
Aalen
weiterführende Informationen
Aarösund (Årøsund)
weiterführende Informationen
Abano (Abano Terme)
weiterführende Informationen
Abensberg
weiterführende Informationen
Adorf
weiterführende Informationen
Adriatisches Meer
weiterführende Informationen
Aeolia (Aiolia)
Anm.: In der griechisch-römischen Mythologie Insel des Windgottes Aeolus.
Ägäisches Meer
weiterführende Informationen
Ägypten
weiterführende Informationen
Aderstedt
weiterführende Informationen
Afrika
weiterführende Informationen
Ahrensbök
weiterführende Informationen
Aken
weiterführende Informationen
Albanien
Albrechtsburg (Meißen)
weiterführende Informationen
Alexandria
weiterführende Informationen
Alikendorf
weiterführende Informationen
Alkmaar
weiterführende Informationen
Alpen
weiterführende Informationen
Alphen aan den Rijn
weiterführende Informationen
Alsleben
weiterführende Informationen
Alsleben, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Altdorf
weiterführende Informationen
Altenburg
weiterführende Informationen
Altendresden (Dresden-Neustadt)
Altheim
weiterführende Informationen
Altmark
weiterführende Informationen
Altona
weiterführende Informationen

Anm.: Heute Stadtteil von Hamburg.
Alzey
weiterführende Informationen
Amager, Insel
weiterführende Informationen
Amberg
weiterführende Informationen
Amboise
weiterführende Informationen
Ambon, Insel (Pulau Ambon)
weiterführende Informationen
Amerika
weiterführende Informationen
Amersfoort
weiterführende Informationen
Ammer, Fluss
weiterführende Informationen
Amöneburg
weiterführende Informationen
Amsterdam
weiterführende Informationen
Amstetten
weiterführende Informationen
Andernach
weiterführende Informationen
Angiari
weiterführende Informationen
Anhalt, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt-Bernburg, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt-Dessau, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt-Köthen, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt-Plötzkau, Fürstentum
Anhalt-Zerbst, Fürstentum
Ansbach
weiterführende Informationen

Anm.: Bis ins 18. Jahrhundert meist Onolzbach genannt.
Antvorskov, Schloss
Anm.: Ehemaliges Johanniterkloster südöstlich der dänischen Stadt Slagelse, das nach der Reformation in ein königliches Schloss umgewandelt wurde.
Antwerpen
weiterführende Informationen
Apeldoorn
weiterführende Informationen
Aquileia
weiterführende Informationen
Aquileia, Patriarchat
Arabien
weiterführende Informationen
Arendshorst
Anm.: Niederländische Siedlung an der Vechte westlich von Ommen (Overijssel).
Arendsee
weiterführende Informationen
Arktis
weiterführende Informationen
Arlesega
weiterführende Informationen
Arnheim (Arnhem)
weiterführende Informationen
Arnshaugk, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Kurfürstentums Sachsen.
Arnstadt
weiterführende Informationen
Arquà (Arquà Petrarca)
weiterführende Informationen
Artlenburg
weiterführende Informationen
Artois, Grafschaft
weiterführende Informationen
Asch (Aš)
weiterführende Informationen
Aschach an der Donau
weiterführende Informationen
Aschersleben
weiterführende Informationen
Asia
Anm.: Ehemalige Provinz des Römischen Reiches im Westen Kleinasiens (der heutigen Türkei).
Askanien (Aschersleben), Grafschaft
Assens
weiterführende Informationen
Asti
weiterführende Informationen
Athen
weiterführende Informationen
Atzwang (Campodazzo)
weiterführende Informationen
Auerbach
weiterführende Informationen
Augsburg
weiterführende Informationen
Aussig (Ústí nad Labem)
weiterführende Informationen
Avignon, Erzbistum
weiterführende Informationen
Baalberge
weiterführende Informationen
Babylon
weiterführende Informationen
Babylonien
weiterführende Informationen
Bacchiglione, Fluss
weiterführende Informationen
Badeborn
weiterführende Informationen
Baden (bei Wien)
weiterführende Informationen
Bärenrode
weiterführende Informationen
Baiersdorf
weiterführende Informationen
Balaton (Plattensee)
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Ballenstedt, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Bamberg
weiterführende Informationen
Bamberg, Hochstift
weiterführende Informationen
Barby
weiterführende Informationen
Barwies
weiterführende Informationen
Basel
weiterführende Informationen
Baskenland
weiterführende Informationen
Basra, Ejalet (Basra Eyâlet)
weiterführende Informationen

Anm.: Verwaltungseinheit des Osmanischen Reichs.
Bassano del Grappa
weiterführende Informationen
Battaglia (Battaglia Terme)
weiterführende Informationen
Baunach
weiterführende Informationen
Bayerischer Reichskreis
weiterführende Informationen
Bayern, Herzogtum bzw. Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Bayersoien (Bad Bayersoien)
weiterführende Informationen
Bayonne
weiterführende Informationen
Bayreuth
weiterführende Informationen
Beemster
weiterführende Informationen
Beesen
weiterführende Informationen

Anm.: Stammgut der Familie Krosigk.
Beilngries
weiterführende Informationen
Bentheim (Bad Bentheim)
weiterführende Informationen
Bentheim, Grafschaft
weiterführende Informationen
Berching
weiterführende Informationen
Berg, Herzogtum
weiterführende Informationen
Bergedorf
weiterführende Informationen

Anm.: Heute Stadtteil von Hamburg.
Bergen
weiterführende Informationen
Bergen op Zoom
weiterführende Informationen
Berggießhübel (Bad Gottleuba-Berggießhübel)
weiterführende Informationen
Berlin
weiterführende Informationen
Bern, Republik
weiterführende Informationen
Bernau bei Berlin
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Bestehend aus der eigenständiger Tal- ("Stadt im Tale", entstanden aus den ehemaligen Teilen Altstadt und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vor dem Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Besançon
weiterführende Informationen
Betuwe
weiterführende Informationen
Bevazzana
weiterführende Informationen
Beverwijk
weiterführende Informationen
Bevilacqua
weiterführende Informationen
Bibersburg (Červený Kameň), Schloss
weiterführende Informationen
Biendorf
weiterführende Informationen
Bischofteinitz (Horšovský Týn)
weiterführende Informationen
Bitterfeld (Bitterfeld-Wolfen)
weiterführende Informationen
Bizerta (Binzart)
weiterführende Informationen
Blankenburg
weiterführende Informationen
Blessano
weiterführende Informationen
Bode, Fluss
weiterführende Informationen
Böhlen
weiterführende Informationen
Böhmen, Königreich
weiterführende Informationen
Böhmerwald (Šumava)
weiterführende Informationen
Böhmisch Brod (Český Brod)
weiterführende Informationen
Böhmischer Wald
Anm.: Zeitgenössischer Sammelbegriff für den Böhmerwald, Oberpfälzer Wald, das Fichtelgebirge, Vogtland/Elstergebirge, Erzgebirge und Elbsandsteingebirge.
Boekel
weiterführende Informationen
Bösen
Anm.: Bereits im 17. Jahrhundert nicht mehr existierendes Dorf (Wüstung) in der Grafschaft Barby.
Bogense
weiterführende Informationen
Boizenburg
weiterführende Informationen
Bologna
weiterführende Informationen
Bommelerwaard
weiterführende Informationen
Bopfingen
weiterführende Informationen
Bordeaux
weiterführende Informationen
Borgesdorf
weiterführende Informationen
Borgo Valsugana (Burg im Suganertal)
weiterführende Informationen
Bormio
weiterführende Informationen
Bornhöved
weiterführende Informationen
Bornico
Anm.: Heute Ortsteil von Toscolano-Maderno am Gardasee.
Bosnien, Ejalet (Bosna Eyâlet)
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Anm.: Verwaltungseinheit des Osmanischen Reichs mit Hauptsitz in Banja Luka.
Boulogne-sur-Mer
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Bozen (Bolzano)
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Brabant, Herzogtum
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Bramstedt (Bad Bramstedt)
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Brandenburg an der Havel
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Brandenburg an der Havel, Altstadt
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Anm.: Damals selbständige Stadt.
Brandenburg an der Havel, Neustadt
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Anm.: Damals selbständige Stadt.
Brandenburg, Kurfürstentum
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Brandenburg, Markgrafschaft
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Anm.: Kernland des Kurfüstentums Brandenburg.
Brandenburg-Ansbach, Markgrafschaft
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Brandenburg-Bayreuth, Markgrafschaft
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Brasilien
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Anm.: Portugiesische Kolonie.
Braunau am Inn
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Braunfels
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Braunschweig
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Braunschweig, Herzogtum
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Braunschweig-Lüneburg, Herzogtum
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Braunschweig-Wolfenbüttel, Herzogtum
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Braunsdorf
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Breda
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Bredevoort
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Breitenbrunn
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Breitenstein
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Breitingen (Regis-Breitingen)
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Bremen
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Bremen, Erzstift
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Brenner (Brennero), Pass
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Brennerbad (Terme del Brennero)
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Brennersee
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Brenta, Fluss
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Brescia
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Breslau (Wrocław)
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Brieg (Brzeg)
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Briel (Brielle)
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Brigetio
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Anm.: Ehemaliges römisches Militärlager am pannonischen Limes.
Britannien
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Anm.: Ehemalige Provinz des Römischen Reiches.
Brixen (Bressanone)
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Brixen, Hochstift
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Brocken, Berg
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Bruck an der Leitha
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Bruck an der Mur
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Brüssel (Brussels, Bruxelles)
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Brünn (Brno)
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Brusegana
Anm.: Heute ein Stadtteil von Padua.
Budin an der Eger (Budyně nad Ohří)
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Budweis (České Budějovice)
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Budwitz (Moravské Budějovice)
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Bützow
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Burg bei Magdeburg
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Burghausen
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Burghausen, Burg
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Burgund, Freigrafschaft (Franche-Comté)
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Burgund, Herzogtum
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Burgundischer Reichskreis
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Buttstädt
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Bystřice
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Byzantinisches Reich
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Cadiz
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Calais
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Calbe
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Calenberg, Burg
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Calvörde
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Campo Marzo (Vicenza)
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Canal Grande (Venedig)
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Canale della Giudecca (Venedig)
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Canale Piovego
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Cannstatt (Bad Cannstatt)
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Caorle
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Carnuntum
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Anm.: Ehemalige römische Stadt mit Legionslager am pannonischen Limes.
Caselle
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Castel Gandolfo, Päpstlicher Palast
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Castel Ivano
Anm.: Burg bei Ivano-Fracena oberhalb des Suganertals (Valsugana).
Castello della Bellaguardia
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Castello del Catajo
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Castello San Salvatore
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Castelnuovo del Garda
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Castricum
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Catajo
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Cavalcaselle
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Celle
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Cervarese Santa Croce
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Cervignano del Friuli
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Châlons-en-Champagne
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Champagne
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Chemnitz
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Chiavenna
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Chile, Generalkapitanat (Capitanía General de Chile)
Anm.: 1609-1818 bestehender südwestlicher Teil des spanischen Vizekönigreiches Peru, der über die Grenzen des heutigen chilenischen Staates deutlich hinausging.
China
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Chioggia
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Christianshavn
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Anm.: Heute Stadtteil von Kopenhagen (København).
Cismon del Grappa
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Cittadella
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Cividale del Friuli
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Cloppenburg
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Coburg
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Cölln an der Spree
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Anm.: Heute Stadtteil von Berlin.
Cörmigk
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Coevorden
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Colbitz
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Colbitz-Letzlinger Heide (Garleber Heide)
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Colli Euganei
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Cologny
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Corbie
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Cordenons
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Cordignano
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Cornegliano
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Corvey, Stift
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Costozza
Anm.: Heute Ortsteil von Longare an den Colli Berici südwestlich von Vicenza.
Coswig (Anhalt)
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Coswig, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Covolo del Butistone, Festung
Anm.: 1512-1796 eine habsburgische Enklave bildende Höhlenfestung ("der Kofel") in einer Kalkfelsenwand im venezianischen Tal der Brenta zwischen Primolano und Cismon del Grappa.
Cremona
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Crimmitschau
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Crossen (Krosno Odrzańskie)
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Crüchern
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Curtarolo
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Cyriaksburg, Festung
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Anm.: Damals vor den Toren der Stadt Erfurt gelegene Festungsanlage.
Czaslau (Čáslav)
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Dänemark, Königreich
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Dahme
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Dalmatien
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Damaskus
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Dankerode
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Dannenberg
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Danzig (Gdańsk)
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Darmstadt
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Dauphiné
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Davisstraße (Davis Strait)
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Deggendorf
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Deining
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Delden
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Delitzsch
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Delft
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Den Haag
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Desenzano del Garda
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Dessau (Dessau-Roßlau)
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Dettelbach
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Deutsch-Altenburg
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Deutschbrod (Havlíčkův Brod)
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Deventer
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Dieskau
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Diest
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Dietfurt an der Altmühl
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Dietfurt in Mittelfranken
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Dijon
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Dillenburg
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Dillingen an der Donau
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Dilsberg
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Dirschenbach
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Dithmarschen, Bauernrepublik
Dömitz
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Doesburg
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Dohndorf
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Dole
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Dolo
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Donau, Fluss
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Donaustauf
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Donauwörth
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Dordrecht
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Dorfbach
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Drente (Drenthe), Landschaft
Anm.: Teil der Vereinigten Niederlande (heute Provinz Drenthe).
Dresden
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Dröbel
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Dröbelscher Busch
Anm.: Waldgebiet am linken Saaleufer bei Dröbel nahe Bernburg.
Droyßig
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Dürnstein
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Duisburg
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Dunkerque (Dünkirchen)
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Durlach
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Ebelsberg
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Eckartsberga
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Eckernförde
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Eemnes
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Eferding
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Egeln
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Eger (Cheb)
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Egerischer Sauerbrunnen
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Anm.: Mineralquelle bei Schlada (Slatina) im heutigen Franzensbad (Františkovy Lázně), rund 5 km nördlich von Eger.
Egerischer Kreis
Anm.: Verwaltungseinheit des Königreiches Böhmen.
Eggenberg, Schloss
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Anm.: Heute im Stadtgebiet von Graz gelegenen.
Eggenburg
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Ehrenbreitstein, Festung
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Anm.: Kurtrierische Festung am Rhein bei Koblenz (im Dreißigjährigen Krieg auch Hermannstein genannt).
Eichsfeld
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Eichstätt
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Eichstätt, Hochstift
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Eider, Fluss
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Eilenburg
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Eisack (Isarco), Fluss
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Eisenberg
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Eisfeld
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Eisgrub (Lednice)
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Eisleben (Lutherstadt Eisleben)
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Eisenach
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Elbe (Labe), Fluss
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Elburg
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Elmina, Festung (Castelo de São Jorge da Mina, St. George's Castle)
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Elsass
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Emden
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Enkhuizen
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Endorf
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Engelhartszell
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England, Königreich
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Enns
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Enns, Fluss
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Enschede
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Eremo del Monte Rua
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Erfurt
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Erfurt, Herrschaft
Anm.: Teil des Erzstifts bzw. Kurfürstentums Mainz.
Ergoldsbach
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Erlau (Eger)
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Erlau, Ejalet (Eğri Eyâlet)
Anm.: Verwaltungseinheit des Osmanischen Reichs.
Ermelo
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Ermsleben
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Eschwege
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Esslingen
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Este
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Etsch (Adige), Fluss
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Ettal, Kloster
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Europa
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Évian (Évian-les-Bains)