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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: Juni 1635
[Inhaltsverzeichnis]
01. Juni 1635
02. Juni 1635
03. Juni 1635
04. Juni 1635
05. Juni 1635
06. Juni 1635
07. Juni 1635
08. Juni 1635
09. Juni 1635
10. Juni 1635
11. Juni 1635
12. Juni 1635
13. Juni 1635
14. Juni 1635
15. Juni 1635
16. Juni 1635
17. Juni 1635
18. Juni 1635
19. Juni 1635
20. Juni 1635
21. Juni 1635
22. Juni 1635
23. Juni 1635
24. Juni 1635
25. Juni 1635
26. Juni 1635
27. Juni 1635
28. Juni 1635
29. Juni 1635
30. Juni 1635
|| [[Handschrift: 285v]]

Montag den 1. ⁄ 11. Junij:


Mala insomnia, wie ich vndt vetter Casimir,
mitt dem Churfürsten von Saxen an einem kleinen
Täfelchen, stargk trincken müßen, Er wehre
aber, gar vertraẅlich, mitt vns gewesen,
darnach wie ich hette mitt einer Königin in Pohlen,
geredet, die hette wie ein scheledon außgesehen, Vndt
<doch> fast wie Schwester Anna Sophia <ähnlich> hette sich höchlich bekla-
get, wie man ihr gewaltt, vndt vnrecht gethan,
das man ihr vbel nachgeredet hette, Sie wehre
vor diesem Fürst Rudolfs wittwe, hernachmalß
aber, des Königs in Polen fraw worden, vndt hernacher vmb calum-
nien
willen, verstoßen worden, Jch sollte mich
doch ihrer annehmen, vndt Sie vertheidigen helfen.
En fin, elle voyoit[!] fort, comme un mort, & j'en eus
horreur. Peut estre que cela denote la mort de Anna Sophia Fürstin zu Anhalt.
Dieu nous garde de mauvayses nouvelles.


Extract der friedenspuncten, so mir herr Loẅ heütte hatt
communicirt, vndt gar weittlaüftig sollen gedruckt werden:
1. der Kayser soll vnverhindert in seinen Erblanden, nach ihrem
Allergnädigistem belieben, thun vndt laßen, außer 3 Städt in Schle-
sien, als Breßlaw, Lignitz, vndt Briegk, welche in dem
Standt als Sie sich itzo befinden, verbleiben sollen. || [[Handschrift: 286r]]
2. Das Ertzstift Magdeburg soll des Churfürsten eltistem Sohn
sein, vndt verbleiben.
3. Bremen, halberstadt, Münden, so wol als halle
vndt noch 2 andere bisthumb, werden Ertzherzog Leopoldt vbergeben.
4. Die Laußnitz soll ChurSaxen auf Mannslehen behalten.
5. ChurSachsen soll innerhalb 15 Tagen, alle Städte vndt Festungen,
so er eingenommen, dem Römischen Kayser abtretten.
6. Chur Brandenburg[,] Weymar, Lüneburg vndt andere Fürsten vndt
Städte sollen inner 10 Tagen sich erklähren, ob Sie
auch in den friedensschluß eintretten wollen,
nach verfloßener zeitt, sollen Sie solchen nit mehr genießen.
7. Der König in Franckreich soll auß dem friede geschloßen
sein, auch nicht darein kommen, er restituire dann zu-
vor das hertzogthumb Lottringen, Jtem: Susa vndt Pigna-
ruolo dem hertzogen von Savoya.
8. Chur Bayrn soll die Chur Pfalz behalten, vndt ihm verbleiben.
9. Das Kayßerliche Edict wegen restitution der geistlichen gühter
soll auf 40 Jahr aufgeschoben sein, hernacher soll
man auf einem Reichstage darüber sich vergleichen.
10. Der hertzog von Wirtemberg ist gäntzlich auß dem friede ge-
schloßen, vndt soll sein landt dem Erzhause Oesterreich heimgefallen sein.
11. Chur Saxens habende kriegesmachtt soll dem Römischen Kayser vber-
geben werden, hernacher soll ChurSachsen den 4ten: theil der völligen
Kayßerlichen armèe vndtergeben werden zur defension seines lan-
des, den vberrest soll der König commandiren.

|| [[Handschrift: 286v]]


Zu Mittage seindt herr Geyer, vndt Loẅ meine gäste gewesen.


herrn Loẅ Nachmittags wiederumb zum herrn Graf Schligken geschickt.
Seine leütte haben sich erstlich zwar endtschuldigett,
daß sie nicht vorkommen köndten, doch endtlich hat er das
anbringen meinet wegen thun laßen, vndt erhalten, daß
mir der herr graf höfliche offerten gethan, wie es seine
schuldigkeitt zwar wehre, mir aufzuwarten, weil
er aber mitt vielfältigen geschäften, sehr beladen,
vndt ich ihm die ehre anthun vndt mich so viel be-
mühen, vndt ihn der mühe vberheben wollte, (darzu
ich mich dann offerirt hatte) so wollte er meiner gar gern
vmb 3 vhr, erwarten. Jl faut honorer ceux que
nostre Empereur honore, & cherit, cela n'est pas malseant.


Bin derowegen vmb drey vhr zu ihm gefahren, Er ist gar
freündtlich vndt leühtsehlig gegen mir gewesen, auch gar
vertraẅlich, hat meine offerten sehr wol aufge-
nommen, vndt mir gerahten, alles Schrifftlich aufzu-
setzen, weil Jhre Kayßerliche Mayestät raht darüber
halten würden, vndt vor Sambstags gebe gott wür-
de ich schwehrlich einen bescheidt bekommen, awegen
zweyer Jagttage, eines Feyertages, vndt
darnach würde man raht halten müßen, alß-
dann möchte der bescheidt darauff erfolgen.
|| [[Handschrift: 287r]]
etcetera wegen zweyer Jagttage, eines fests, vndt
eines rahttages, das wehre der Freytag, darnach kähme der Sambstag.


Nota Bene Nota Bene[:] die recidiven würden excipirt auß dem frieden,
besorgte Fürst Ludwig vndt herzog Wilhelm von Weimar würden
auch mitt darundter außgenommen sein, benandtlich
auch der graf von hohenloe, der Graf Philips Reinhardt
von Solms, vndt der ReichsMarschalck von Pappenheim.
hertzog Julius von Wirtemberg aber, wehre der Ertzre-
bellen einer, vndt <es> wehre demselben wol geschehen, daß
er gestorben, sonsten hette er oben an in der lista der excj-
pirten stehen dörfen. hette sich sehr vbel gegen Jhrer Mayestät
bezeiget. Fragte gar fleißig, wje vjel Fürst Ludwig kinder
hette, auch Fürst Augustus[,] Jtem: nach meinem bruder, nach deßen
lande, vndt wesen, jmprobirte die Theilungen. Sagte:
hertzog Julius henrich, vndt herzog Frantz Albrecht, würden wol
schwehrlich so baldt wieder loß kommen, hetten sich gleich-
wol in das Fridländische wesen sehr starck eingemischt,
Schafgotzsch hette beichten sollen, vndt vmb gnade bitten,
So hette er ihm noch wollen custodia perpetua zu wege
bringen, vndt ihn bey<m> leben erhalten, denn es hieße:
Chi hà tempo, ha vita. Er hette aber noch wollen recht
behalten, da man ihm doch seine eigene schreiben vor-
zulegen hette, wie ihn der Ehrgeitz vberteüffelt, vmb
großer chargen, vndt digniteten willen, so er in Schlesien
albereitt außtheilen wollen, dem tradiment mitt beyzuwohnen.

|| [[Handschrift: 287v]]


Ob schon Gallaaß vndt Piccolominj mitt vndter-
schrieben, so hetten Sie es mitt des Kaysers vorwißen
gethan, vndt es wehre ein fingirt werck gewesen.


Er wüste zwar nicht, ob herr Schafgotzsch wehre torquirt
worden, besorgte aber wol, wenn er nicht beichten
würde wollen, man würde ihm den hencker
aufs wenigste, an die seitte stellen. Er der Graf,
wollte zwar gern helfen das beste thun, wegen
seiner armen kinder willen, wollte auch gern eins
zu sich nehmen, vndt aufziehen, als sein eigenes kindt,
aber das crimen wehre groß, da jnsonderheitt der
Nota Bene Fridlandt zum Piccolominj gesagt, Man sollte
Nota Bene keinen vom hauß Oesterreich leben laßen, auch
Nota Bene die Königin, wann Sie schwanger wehre
aufhawen, vndt die frucht verderben. Ô diabo-
lica intenzione! e parola abominevole!
Es grawselt einen daran zu gedencken.
Jedoch wehren die herren vom hause Oesterreich,
insonderheitt aber, der fromme Kayser, vndt
König sehr milde, wann man sich nur er-
kennete vndt gnade suchte. Man hette
avis, das der Printz Tomaso von Savoya,
wie auch der Graff von Boucquoy, in neẅlich-
stem Treffen, an der Mosel, gefangen worden, || [[Handschrift: 288r]]
vndt wehren (wo ichs recht observirt) 3 mille Mann,
auf der wahlstatt geblieben, der Frantzosen aber
noch ejns so viel, ob sie schon vndter dem Maréchal
de Brezè das feldt behalten, weil sie noch eins
so starck vndt mehr gewesen, nemlich vber
30 in 35 mille Mann, da der andern kaum vber 9 mille gewesen,
die wehren darzu noch vber die Mosel paßirt
ohne noht gar vermeßener weise. Nun marchirten
zween armèen eine vndter dem gallaas, selbiger
enden, bey Lottringen, vndt der Mosel durch, die ander
vndter dem hertzog von Lottringen, durch Burgundt,
auff Franckreich zu, würden ihnen, den Franzosen, schon zu
schaffen genug geben. Man würde jhnen das Feldtlin
auch baldt reümen machen. Si ie voulois lever; je pour-
rois le faire ouvertement, pour le service de l'Empereur sans
dissimuler cela envers l'Electeur de Saxe. Erinnerte
sich, wie er wehre zu Cöhten gewesen, wie er Fürst Ludwigs ge-
mahlin, gar klein, gekennet hette, Beklagte, daß Fürst Ludwig
sich hette in das Stadt halter Ampt, mitt ejngesteckt,
Nota Bene das hette mehr auf sich, wenn man in die Schreiberey
Nota Bene sich steckte, auch mehr nachdrucks, Als wenn man
Nota Bene jm felde dienete. Vetter Aribert, wehre ein Junger
herr, worümb er den krieg nicht continuirte. perge Vor
glück oder vnglück, köndte kejner gut sagen, noch bürge sein. || [[Handschrift: 288v]]
etcetera Er wiederriehte mirs gar sehr, allhier am
hoff nicht vmb hertzog Julius von Württemberg zu trawren.
Gedachte auch wie herrvatter Seliger zu Cöhten einmahl
gegen ihm gedacht hette, diese wortt: der Kayser
hat den Fridlandt hoch erhaben, Sollte er nicht
danckbahr darvor sein, würde er wol vnrecht
daran thun, vndt Gott würde jhn straffen. Sonsten,
offerirte sich der herr Graff gewaltjg gegen mir,
vndt war gar sehr cortesisch.


Jm rück wege, begegnete mir der Oberste Pegker,
von der Ehr, vndt sprach mir zu, wie ich auch den herrn
Erasm Gundacker von Starhemberg, en passant
ersahe, den jch vor diesem, jn Franckreich, vndt in
Jtalien, sehr wol gekandt, Nach vollbrachter
visite, des Grafen Schlickens, vndt heimbfahrt
in mein losament, haben herr Geyer vndt herr Löẅ,
ihren abschiedt von mir genommen. Cependant,
i'auray temps, de mediter, tout a loysir, mes con-
ceptions, & nos discours.


Graf Schlick sagte auch, wie herr Rudolf von Tie-
fembach mich neẅlich noch so gelobt hette, daß ich ihm
sein Regiment in der Schlacht vor Prag, fast gar zu
schanden gemachtt, vndt den <obristen> Preüner hette fangen helfen. || [[Handschrift: 289r]]
etcetera Man hette auf dieser weltt, nichts höhers zu achten,
als die Ehre vndt einen guten Nahmen, das bleibt, Reich-
thumb aber vndt geldt vndt guht gehet hinweg, es
Nota Bene hieße: Foy de gentilhomme, daß wehre ein großes
wortt, das wehre höher zu schätzen, alß alle Schätze
der gantzen weltt. Es ist auch viel beßer vndt
rühmlicher, mitt ehren arm zu sein, als mitt vnehren
reich, vndt einen bösen nahmen zu haben, alß wie dem
Fridländer wiederfahren. Mein Schwager hertzog hanß
Albrecht von Mecklenburg wehre mehr in grazia bey
Jhrer Mayestät alß sein herr Bruder, hertzog Adolf Friderich, der-
selbige wehre allezeitt Jhrer Mayestät wiederwertigen,
holdter gewesen, bevorab dem König in Dennemark[,] auch Schweden
mehr als der ander. Wann Sie aber 100 mille ReichsthalerRthlr: hergeben,
würden Sie perdonirt. Nota Bene[:] die Stadt Hamburg hette alle
die Jehnigen lieb, welche nicht gut dennemärkisch wehren,
welches auch etzliche hertzoge von Hollstein nit wehren.
Brehmen wollten Sie wol ohne bluhtvergießen,
vom König in Dennemark wieder bekommen. Man ließe
die friedensartickel drügken, vndt würde
Sie in kurtzem publiciren, der König in Vngern,
würde nicht auf das Chur Bayrische beylager
anhero kommen, Sondern inß feldt ziehen. Der gute
fromme König, wehre mir so wol affectionirt || [[Handschrift: 289v]]
daß er auch meinen Nahmen in die lista deren verzeich-
nett, welche vacirende Regimenter haben sollten.
Gott vergelte Jhrer Königlichen Würden diese gnade, vndt
Treẅhertziges angedechtnüß.


Nota Bene[:] landesdefension dörfte nicht angehen, weil
der Churfürst von Sachsen die defension beyder krayse
des Ober: vndt NiederSäxischen sich vorbehalten.


Sagte auch vetter Geörge Aribert, sollte
nicht so stille sitzen, er köndte ia nun wol,
wieder die Papisten dienen, nemlich die Frantzo-
sen, die wehren ia meist Päbstisch. Es wehre schade
vmb ihn daß er also versäße. Jch sagte drauff,
wann es schon wieder die Papisten nicht wehre,
vndt ob ich schon der reformirten Religion zuge-
than, so hielte ich nichts von denen, die nicht glauben
hielten, vndt dem Kayser nicht geben, waß des
Kaysers wehre1, noch der Obrigkeitt, die gewaltt
vber Sie hette vndterthenig sein wollten, das
lehrete auch das wortt Gottes, vndt vnser glaube,
welche das nicht glaübten wehren keine rechte Christen.
Nota Bene[:] vndter den recidiven, wehre auch daß consilium
formatum.


Jdem: daß die Staden all ihr volck bey Nymägen versamlet, || [[Handschrift: 290r]]
hetten.

Dienstag den 2. ⁄ 12. Junij.


Jch habe ein Memorial, an die Römische Kayserliche Mayestät
vnsern Allergnädigisten herren, auf Morgen <gebe gott> datirt, des
herrn graf Schlickens einrahten zu folge, aufgesetzt,
Gott gebe, zu beßerem succeß, als mitt den vorigen.


Bin heütte in herrn Loẅens hauß gewesen, noch einem vmb-
gang, oder Proceßion zuzusehen, welche vorüber gegangen.
Diese proceßion wie auch die Neẅlichste am Sontag, ist dem
frieden zu ehren gehalten worden, vndt nicht dem Fronleich-
nam eigentlich, dann die Fronleichnamsproceßion, ist am
donnerstag vergangen aller orten gehalten worden
<zu ehren noch celebrirt worden, denn man begehet Sie am Festo, vndt octava corporis Christj, auch an andern Tägen,>, soll
auch noch wieder auf künftigen donnerstag, alß vbermorgen be-
gangen vndt celebrirt werden.


Nota Bene herr Geyer hat mir gestern eine kunst gelernet
pro epilepsia (davor vns Gott allerseits gnediglich
bewahren wolle) so er an einem pawer probirt,
welcher ihn selber drümb gebehten, nach dem er es
von einem Soldaten gelernet. Man soll einen hasen
hetzen, vndt so warm alß er <gewürgt> ist, den Magen auß-
nehmen, vndt also rohe auffeßen, vndt darauf fortt-
lauffen, so soll die Schwehre kranckheit außen blei-
ben. Es kam diese relation daher, weil wir gestern im
herauß gehen, vom Graf Schligken, aufm platz, (pro malo
omine) ein greẅlich spectakel, ejnes hjnfallenden Menschen || [[Handschrift: 290v]]
sahen, wie er sich erhub, krümmete, vndt schlug auf
den pflastersteinen. Gott erbarm sich sejner, vndt
aller derglejchen, armen verlaßenen leütte.


Der Oberste Pegker, gedachte auch gestern, er sehe mich gar
gern alhier an diesem ortt, wollte schon kommen, vndt
mich heimbsuchen, jn mejnem losament, vndt seine Schul-
digkeitt ablegen. perge War gar ehrerbiehtjg, vndt höflich.
et cetera


Die post jst ankommen, mitt 2 schreiben von Madame vom 21. May:
Fürst Friedrich macht mir lose händel, will die Regierung reformiren,
vndt auf den Cantzeln, nicht wie bißhero <vor mich> bitten laßen.


Es scheinet e<al>s wolle alles bundt vber gehen, wegen der Schwedischen
vndt Frantzosen, & de nos gens mesmes.


Zu Abends bin ich in den prater spatziren gefahren.


Graf Schlick sagte auch hierj, wenn schon Franz Albrecht Herzog zu Sachsen Lauenburg
loß gebe, kähme, (welches doch so geschwinde nicht geschehen würde,)
So würde man ihme drümb eine solche armèe nicht ver-
trawen, wie er bißanhero gehabtt, einem solchen Menschen,
der in der Fridländischen conspiration mitt begriffen gewesen,
vndt wo er nicht erbehten würde, vndter die recidiven
mitt gehörte. Er sagte auch, Fridtlandt wehre kein
Reichs Fürst gewesen, noch vor einen Reichs Fürsten <hie> erkandt
worden, recht <nie> nicht. Es hette ihm auch fast Njemandt den
Tittul, von Mecklenburg gegeben. perge perge perge Graf Schlichk[!] sagte auch,
wie der Kayser so viel von mir hielte, vndt so ein gutes
vertrawen zu mir hette, wie er auch allezeitt, nichts
denn alles guts von mir gehört hette.

|| [[Handschrift: 291r]]

<Thomas Benckendorf zu berechnen 60 Vngrische ducaten. Die wirtin vndt kaufmann zu befriedigen.>


Abermahlig schreiben vom herzog Julio henrich, von Sachsen Lauenburg
das angefangene intercessionswesen, bey Kayserlicher Mayestät
zu gutem ende, helfen zu bringen.


Avis: daß herr Schafgotzsch, eylf mahl, seye
torquirt worden, hette aber nichts rechts bekandt. perge


herr Geyer, hat mich besucht, wie auch der
Secretarius Herzog Julius Heinrichs von Sachsen Lauenburg mitt vberreichung obi-
gens schreibens, vndt vertröstung, daß von dem Churfürsten
von Saxen, eine bewegliche vorbitte, vor seinen
herren, auch sollte einkommen. So meint man
auch, hertzog Frantz Albrecht werde baldt loß
kommen.


Schaftemberg soll haben an Seine Fraw geschrieben,
nicht mehr, vor ihn, zu intercediren, etzliche meinen sein
kopf seye schon herundter. Schafgotzsch soll nur
haben Gott vmb gedultt angeruffen, vndt daß er
vmb seiner Sünden willen, also gestraft
würde, hette es also böse nicht gemeinet. perge
hat sich auch die glieder nicht mehr wollen
laßen einrichten, sondern will <lieber> sterben. etcetera


heütte haben die Spannier auch einen Stadtlichen vmb-
gang vndt Procession gehalten, wegen des friedens. Gott be-
stehtige denselben in der werthen Christenheitt, insonderheitt in Deützschlandt. || [[Handschrift: 291v]]
etcetera


herr Loẅ, ist mein gast zu Mittage gewesen.


Jch habe an Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin, wieder geschrieben.


Der Oberste Manteüfel, hat mich besucht, nachmittags.

Donnerstag den 4. ⁄ 14. Junij.


Bin hinauß mitt Geyern vndt Rödern, nacher
Baden gefahren, Kayserlicher Mayestät aufzuwarten.


Es ist heütte wieder ein vmbgang gehalten worden,
deme Jhre Kayserliche Mayestät benebenst dem Ertzher-
tzog, mitt großer devotion beygewohnet.


Jch habe dem Graf Schlicken ein Memorial
an Kayserliche Mayestät in meinen sachen, einantworten
laßen. Jtem: mitt Graf Schlawata geredet, der
hat mich an Secretarium Freißleben, zu ihm zu
schicken, remittirt. Graf Schlick hat sich sehr
wol, zur beförderung meiner sachen, erbotten.


Graf von Megkaw sagte, herr Schafgotzsch wehre
torquirt worden, weil er nichts <in gühte> bekennen wollen,
da man ihm doch zwey seiner eigenen handtschreiben
vorgelegt, vndt da man wüste, das er gegen
einen gedacht hette: Es wehre ein wunderding, || [[Handschrift: 292r]]
das man in kurtzem sehen würde, daß das gantze
hauß Oesterreich gleichsam in einer stunde
vndt augenblick sollte außgerottet werden.
Jn gewißen casibus, insonderheitt da man wieder
seines herren hauß, vndt eigene person solch
vnerhörtes tradiment verv̈bte, köndte
man die case illustrj sie seyen gleich
wer Sie wollen, nicht verschonen mitt der
tortur, sonsten pflegte man freylich die ca-
vaglierj nicht zu torquiren. Es wehre ihm
sonsten wol zu gönnen gewesen, daß es ihm beßer
ergangen, vndt er sich beßer verhalten hette. perge
Das gedachte er also gegen mir, in discursu, weil ich
erwehnte, daß ich zu Wien gehört hette, es wehren die
cavaglierj zu Regenspurg torquirt worden, vndt wollte es
nicht hoffen, daß dem also, (wie auch Graf Porcia mich
versichern wollte, ich sollte es nicht glaüben,
weil es nicht stylj) insonderheitt aber daß herr Schafgotzschen
welcher mitt einer hertzogin von der Lignitz verhey-
rathet gewesen, vndt mitt <vns> Fürsten verwandt, solches
begegnet. Jch gedachte auch ein solch tradiment vndt
Schrecklich vornehmen, würde niemandt loben, wenn
er es convincirt vndt vberwiesen würde. Darauff
gab er mir obige antwortt. Wollte Jch vor meine person || [[Handschrift: 292v]]
aber möchte von grundt meines hertzens wüntzschen, daß
er herr Schafgotzsch sich nicht allein beßer hette com-
tiren
mögen, Sondern auch das er nie kejne hertzogin
von der Lignitz, meiner so nahen anverwandtinnen
eine gefreyet hette, damitt die so große
vnaußlöschliche Schmach vndt jgnominia weitt
von vnserer Freündtschafft vndt Schwägerschafft
hette wegbleiben mögen. Ô infamia grandissima!
oh vergogna <e macchia> indelebile, beßer Tausendt mahl vnter
der erden! Ja beßer nie gebohren, als solche Schmach zu erleben!


Nach dem ich vom herrn Grafen von Meckaw als Obrist hofmeister
zur freyTafel erbehten vndt eingeladen worden, habe
ich mich doch endtschuldiget, weil ich zu Noydorf
die mahlzeitt zu halten resolvirt, vndt angeordnet,
ligt von Baden zwey meilen.


Der Bischoff von Wirtzburg vndt der von Osenbrügk,
haben auch dem Kayser, in der Procession gefolget,
vndt der Bischoff von Wirtzburg hat mich in der anti-
camera <freundlich> angesprochen.


Meilenm.
Von Baden nach Wien, sejndt 4 hin
vndt her 4

Summa 8 Meilenm: hodie.


Nota Bene[:] das hertz ist mir heütte vndt ein tage
etzliche so schwehr, weiß nicht ob es meiner person Nota Bene
oder den meynigen ein vnglück bedeütten wirdt. Nota Bene || [[Handschrift: 293r]]
Gott wende alles vnheyl gnediglich abe[!], vndt Steẅre
allen meinen offentlichen vndt heimlichen Feinden,
durch seine starcke handt, kräfftiglich. Amen.


Zeitung das 15 mille Türcken sich bey Ofen sehen laßen,
vndt einen streiff hehrwarts thun wollen. Gott
erhalte seine Christenheitt, vor allen Mordtpfeilen,
der wütenden feinde, vndt laße vns obsiegen,
zu rechter zeitt vndt stunden. Amen. Sejdthero,
ist diese zeitung, gantz negirt worden.

Freitag 5. ⁄ 15den: Junij.


Comme j'estois hier a Baden, a l'Antichambre tout proche
de la porte de Sa Majestè, l'Empereur revenant de la procession,
je fis la reverence a l'Archiduc Leopoldt, qui precedoit
l'Empereur[.] Jl me fit douce mine. Mais comme je la fis
profonde a Sa Majestè laquelle passoit tout près de moy,
elle ne me donna aulcun gracieux visage, comme
autresfois, nj toucha a son chappeau. Je ne scay,
si quelque rapporteur, me veut mettre en disgra-
ce, ou si l'Empereur ne m'a point veu. Dieu vueille,
qu'un chacun juge reellement de la vraye
sinceritè & jntegritè de mes actions, & que
mes ennemis secrets ou ouverts, ne me puissent
endommager, nj apporter aucun prejudice, a moy.


herr Loẅ, ist zu mir kommen, diesen Morgen. || [[Handschrift: 293v]]
Vndt ich habe mitt ihm geredet, wegen seiner rayse
vndt verrichtung nacher Baden: etcetera bey Graf Schligken,
bey Secretario Söldner, vndt bey Secretario Freißleben,
wie auch wegen eines paßes in caso del ritorno.


Nota Bene Nota Bene Nota Bene[:] J'ay eu aujourd'huy de fort sinistres
imaginations & pensèes sur mon beau songe dernierement,
si paraventure au lieu de la bonne esperance qu'il me
donna, les adversitèz des malvueillants, me le pourroyent
bouleverser, & <me> le faire devenir tout au rebours & mal expliquè.
<Nota Bene Nota Bene Arca ex arbore, cuj caput & dorsum tam arcte applicavj, cum pileo nigro in capite, Jtem: custodia verbum?>


Jch habe inquirirt nach den Victualien, alhier zu Wien,
Ein Muht haber, kostet 15 gülden, ein Muht
machet 30 Metzen, eine Metze ist so viel, als
eine woche ein pferdt freßen mag. Eine landt-
metze macht 1½ Stadt Metzen. Auf 6 pferde,
verfüttert man, in Tag vndt Nacht, eine landt-
metzen, oder 1½ Wiener Metzen.


Ein eymer wejn, gilt von 2 biß in 8 Gulden (florenus)f:
Oesterreicher, nach dem er gut ist. Ein maß
6 creützer, <zu> 8[,] <zu> 10[,] <zu> 12 <Creuzercre:> etcetera[.]


Ein 24 hüner, verkaüffen die vngern, vmb
einen ReichsthalerRthlr: mehr, vndt minder.


Ein Pfund (libra)℔: Rindtfleisch, gilt einen alhiesigen groschen.
Vndt wehre solcher gestaltt, nicht eben zu Theẅer,
wann man sich zu behelfen wüste, vndt das || [[Handschrift: 294r]]
die victualien nicht so ofte[!] stiegen vndt fielen,
die wohnungen auch sehr Theẅer wehren, wie
auch das gewandt zu kleidern, vndt andere delicate
Schnabel weyde. Das brodt soll auch gar wol-
fajl sein. Jtzt aber wirdt der wein auch aufschlagen,
wegen vergangenen frosts. Die melonen sollen auch,
mejstentheilß erfrohren sein. heẅ vndt Stroh
ist auch sehr theẅer. Weil aber der König mitt
seiner hofstadt, viel leütte von hinnen wegge-
nommen, wirdt es in vielen dingen, wolfailer
werden. Nach dem die hofstadt sich mehret, oder
mindert, schlagen auch die victualien vndt viel
andere sachen auff, oder abe[!].


Hier l'Ambassadeur d'Espagne extraordinaire le Conte d'Onnata,
mon ancien bon amy, et patron, me rencontra
aussy en chemin entre cy – et Baden, en carosse.
Jl me semble aussy, qu'il ne me donna pas, si bon visa-
ge, comme de coustume, ne scay pourquoy?


J'ay fait trajtter, avec les marchands, Selicoffre
pour Nostitz <le page>, vers Orange, afin qu'il aye de l'argent.
Jls s'offrent, pour 190 Gulden (florenus)f: de Vienne <ou 126 ThalerThlr: 20 Groscheng:>, <de> luy faire tenir
jllecq: 100 escus de France, dont je ne suis pas encores
contant[!], a cause de l'inesgalitè des monnoyes.
100 <Livres tournois> machen 300 <Französische Gulden (florenus)f:>[,] rechnet man den ReichsthalerRthlr: zu 48 stüber, machts 125 ReichsthalerRthlr:
rechnet man aber den ReichsthalerRthlr: zu 50 Stüber (flandrisch burgundische bzw. niederländische Münze)st: so kähm es auff – 120 ReichsthalerRthlr:[.]

|| [[Handschrift: 294v]]


Geyer erzehlte mir neẅlich als wir nach Baden fuhren,
Es hette ihm der Thumbprobst von Wien<herr Erasmus von Starhemberg> referirt, daß es gar
vbel wehre aufgenommen worden, daß man die Stücke
gelöset, der Oberste Löbel hette deßwegen dem Obrist leutnant
Bettinger einen filß gegeben, dann er ihm nicht befohlen
eine salve, oder drey vmb des geschloßenen friedens willen,
schießen zu laßen, sondern nur, er sollte die Stügke auf
den wall führen laßen, damitt man sich derselbigen
auf allen fall vndt weittere ordinantz hette können
gebrauchen. So hette ihm auch der Thumbprobst von Wien,
erzehlet, der pabst hette es durch seinen Nuncium
erinnern laßen, Man sollte das Te Deum laudamus
in den kirchen nicht singen <noch in processione gehen>, weil man mitt einem
ketzer, friede gemacht hette, der Nuncius hette es
auch ex authoritate verbotten, nach dem es schon von
dem bischoff wehre angeordnet gewesen, vndt
hette also verbleiben müßen. Der Nuncius hette
auch gesagt, es wehre vnrecht, daß man das Te Deum laudamus
sünge, weil der krieg, wieder den Allerchristlichsten
König vndt erstgebohrnen Sohn der kirchen, wie
der König in Franckreich wehre, mitt Macht vor
sich gienge zu großem schaden, vndt abbruch der
Catohlischen Religion. Wann derselbige componirt
wehre, alßdann vndt nicht ehe[!] wehr es zeitt, zu frolocken.

|| [[Handschrift: 295r]]


Jn den Politicis Georgij Schönborner Silesij Philosophiae et
Iuris Utriusque Doctoris, Consiliarij & Cancellarij zollerinj,
gar ein schön buch vor Fürsten vndt herren, gelesen.


Es ist ejn 8o. zur Lignitz gedruckt. Thomas Benckendorf hat mirs recommendirt.


Bin auch heütte vormittage zu fuß spatziren auf
die nächste pasteye gegangen, wiewol es in Wien
nicht viel der brauch ist, per pedes, zu wandern, wann
man sich nicht leßet pferde nachführen. So muß man
mich dennoch, wol kennen, weil ich auf der post <bin> hehrgerjtten.


Les melancholies & jmaginations d'hier, ne me veulent
pas quitter encores, Dieu scait pourquoy? J'ay la con-
fiance en sa grace & bontè paternelle qu'il convertira tout
le mal quj me menace, en bien, & tout le malheur en bonheur!


Es ist genug daß ein Jeglicher tag, seine eigene plage habe!


Nescio quid serus vesper vehat!2


Zeitung daß die holländer, Pariba in Brasilien, mehr durch hunger, als
mitt gewaltt erobert, gleichwol der gouverneur darinn zuvor alle
beste sachen verbrennen laßen, die Portugesen auch die andern Spannier
rüsten sich starck zur recuperation. Der König in Frankreich soll Nar-
bona vndt Leucate<a> starck befestigen laßen, vndt dem Marchese
dj Santa Croce ist ordre gegeben auß Spannien, seine völcker (so er
nach Catalogna <erst> führen sollen) nach dem stado di Milano zu senden.
Die vnglaübigen Jndianer in Nova Granada, wie auch
in den Philippinen, vndt im Königreich Japan, sollen ezliche
Geistliche Männer (so Sie bekehren wollen) iämmerlich ermordet || [[Handschrift: 295v]]
haben.


Jtem: das die Kayserliche armèe vor Vlmb gerückt, selbige
Stadt zu belägern, vndt zu occupiren. h Der Feldtmarschall Piccolo-
minj aber, solle sich nacher heßen mitt seinem volck ge-
wendet haben, hat den obristen Jsolanj auch bey sich mitt den Crabahten.


hingegen liegen die Bannerischen Schwedischen im Stifft
Magdeburg laßen allen proviandt zusammen führen, verbiehten
den pawren daselbst vndt im Stifft halberstadt, bey
Nota Bene Feẅer vndt Schwerdt, nichts anzubawen, vndt dasiehnige
Nota Bene so albereitt besahmet, vndt gebawet, laßen Sie durch
Nota Bene das vieh, kühe, Schafe, Schweine, vndt pferde, so wol
wintter[-] als Sommergetreyde, in den grundt verderben.
Es scheinet Sie wollen einen stanck hindter sich laßen,
wann Sie ihr maß gefüllet. Jnterim patitur Justus.


Sie wollten auch gern Wolfenbüttel wegnehmen,
es jst aber gar ansehlich vndt wol mitt aller Notturft
versehen. Der Schwedische Cantzler Oxenstern hat zu Paris
vom König in Frankreich einen demantring auf 20 mille Livres tournois₶: werth, ver-
ehrt
bekommen, zeücht in hollandt.


hertzog Julius von Wirtemberg, soll den 6ten: May gestorben sei[n]
zu Straßburgk. On ne le plaint pas beaucoup.


Churfürst von Trier ist zu Namen, mitt salven auß Stügke[n]
stadtlich entpfangen worden. Wirdt fürstlich tractirt,
aber mitt Spannischen Trabanten bedienet.


Der Printz Cardinal Jnfante ist zu Antorf gar
Stadtlich entpfangen worden, vndt hat, waß alda || [[Handschrift: 296r]]
denckwürdig ist, besichtigett.


Die Frantzosen sollen in die 30 mille Mann starck, vmb
Namur oder Namen, vndt vmb Masieres sich befinden.
haben auch eine armèe <vndter dem herzog von Rohan> im Felteljn, vndt soll der hertzog
von Savoya, sich auch gewendet, vndt Frantzösjsch worden
sein, auch dem König in Frankreich 4 Regjment[!] zu fuß zugeschickt haben,
hingegen laßen die Catohlischen Schweitzer, vor Spannien,
3 Regiment[!] werben.


Der oberste Wahl Bayrischen general Feldtmarschall leütte-
nampt, hat die feste Stadt Weyda in der Oberpfaltz,
mitt Sturm erobertt, weil sie sich nicht ergeben wollen.


Zu Gießen, jst im Schloß, ein Feẅer außkommen,
daß der Landtgraf, vndt Seine gemahlin, mitt naẅer
noht, errettet worden, vndt mitt dem leben darvon kommen sein.


Disordinj, confusionj, e turbulenze, da per tutto!!!
Jch glaübe der Jüngste Tag seye nicht weitt, weil man
immerfort von so vielerley empörungen, auflauff vndt
verenderungen, nur hören thut. Gott vereinige die gemühter,
vndt laße die hertzen <mitteinander> vbereinstimmen, damitt wir Seine
Allmacht, barmherzigkeitt, vndt gühte, desto einträchtiger
loben vndt preisen mögen.


Noch avisen, daß der hertzog von Lottringen die Stadt Chalons in Franckreich
glücklich erobert, vndt vber 200 vom Adel sampt reicher beütte
bekommen, auch ohne wiederstandt in Champaigne hinein, streiffen thut,
die Frantzosen wollen sich mitt den holländern conjungiren. Graf Gal-
laaß ligt vor Vlm, Graf[!] Piccolominj aber vndt Graf Philipp von Mansfeldt, wollen dem -
neburgischen vndt heßischem volck vorbiegen, damitt Sie sich nicht mitt den holländern
noch den Frantzosen, conjungiren sollen können.

|| [[Handschrift: 296v]]


Zu Nürnberg soll eine vnaußsprechliche hungersnoht, ia viel eine
größere als zu Augspurg gewesen, sejn, deßgleichen auch zu
Franckfurt am Mayn.


Jhre Mayestät der Kayser sollen vber acht Tage von
Baden, wieder anhero gelangen, der König aber seye noch
zu Prag, alda sich vndterschiedliche partheyen auß dem
Reich anmelden, vndt sich des beschloßenen friedens,
theilhafftig machen wollen.

Sonntag den 7. ⁄ 17den: Junij.

<Restitutio Johann Löw 25 ducaten vor 50 ThalerThlr: welche Thomas Benckendorf zu berechnen.>


Berjcht herrn Löws so von Baden, gestern abendt, wieder-
kommen, daß meine sachen, also in suspenso verbleiben,
Jhre Kayserliche Mayestät zwar, wehren mir allergnädigist
wol affectionirt, köndten aber in der letzten, biß der
friede gantz richtig, an des ChurSaxen, noch nicht
schreiben, noch mitt ihme correspondiren. Die
andern anbringen, wegen der pension, vndt Böhmischen
anforderung, haben die Secretarien njcht einmahl
noch außgeschrieben, noch zum bescheidt verfertigett. et cetera


Mein Secretarius, Thomaß Benckendorf, wirdt<ist> mir die-
sen
<gestern> abendt, wieder kranck <worden>, vndt klagt vber großes haüp[t]-
wehe. Mitt dem hofmeister hahn aber fängt es sich an zu beßer[n,]
Gott lob. Ie voy que l'air de Vienne est insupportable a
nos Saxons, & compatriotes plus bas.


Gestern abendt spähte ist die post vmb 10 vhr ankomme[n,] || [[Handschrift: 297r]]
hat mir schreiben mittgebracht, von Meiner herzlieb(st)en
gemahlin, vom præsidenten Börstel zwey, von der herzo-
gin von Wirtemberg eines darinnen Sie mir den
plötzlichen Todt ihres herren, hertzogs Julij, von
Wirtemberg Seliger (so den 25. Aprill in der nacht,
zwischen 1 vndt 2 Vhr sanfte verschieden, nach dem
er noch den abendt zuvor zur Tafel gegangen,
aber sich doch etwas engbrüstig befunden)
ankündiget, vndt ihr vndt ihren allerseits
betrübten kindern mitt raht vndt That zu
assistiren, mich wehemühtig bittet. etcetera
Börstelb Der liebe Gott wolle Sie trösten. perge perge
Börstel schreibt in dem einen briefe, daß sein vetter,
hanß Ernst von Börstel, sich <in beysein Meiner gemahl[,] Schwestern vnd bruders> mitt seiner Tochter,
Dorothea Louysa, meiner pate versprochen,
ob Sie schon einander in 3o. gradu lineæ inæ-
qualis verwandt, iedoch wehren solche heyrathen,
in Göttlichen, so wol alß Kayserlichen beschriebenen
rechten zugelaßen, vndt hette auch sein vetter so
wol im Ertzstift Magdeburg alß im Fürstenthumb,
dispensationem supremj Magistratus zu wegen
gebracht, hofte ich würde auch mitt content sein, etcetera[.]
Zeücht auch vornehmlich die conformitatem Religionis an.
etcetera || [[Handschrift: 297v]]


Jn dem andern Schreiben <vom 25. May>, berichtett er, das die voll-
machtt vndt instruction in der Reichslehenssache,
auf mich gerichtett, nebst einem Schreiben an die
Kayßerliche Mayestät in meiner herrenvettern gesamptem
Nahmen, schon eingerichtett vndt resolvirt ist, Jch
köndte es aber nicht eher bekommen, biß daß der
friede richtig geschloßen. Es würden auch alßdann
die acceptationspatenta, vndt andere Notturfft,
daß friedenswerck betreffende, abgefaßet, vndt
damitt iemands von rähten, an mich abgesandt,
alßdann nebenst der gehörigen lehenwahr eine
Summa zu etwas spesen, so ich bey der lehensent-
pfahung zu thun, mir vbermacht werden solle.
Der Friedensschluß würde in kurtzem richtig
werden. Sein sohn wehre nicht allein Fürst Augusti
iunger herrschaft hofmeister, Sondern auch dero Raht,
so wol in dero Cammersachen, alß anderer vorfal-
lenheitt, bevorab in den gesampten consultatio-
nibus, vndt in verschickungen bestaltt, Würde
aber wol kein ander alß er, wegen vnver-
mögenheitt der andern Adelichen Rähte, darzu
gebraucht werden, mir alhier aufzuwartten.
Offerirt sich selber wann ihn Seine leibes indisposition || [[Handschrift: 298r]]
nicht hinderte. Sonsten stünde vnser Fürsten-
thumb in nicht geringer gefahr, weil Feldtmarschalck
Banner sich nicht allein sehr gestärcket, sondern auch seine
Schantzen biß auf ¼ meile von Bernburg schlagen leßet,
gestaltt er dann gesinnet sein soll, sein Feldtläger
zwischen Niemburg vndt Calba zu schlagen. Wann
es nun zu den extremis kommen sollte, würde
vnser landt, ein hartes außstehen müßen.


Madame schreibt vom 24. May: que l'on me remettra
mille ThalerThlr:[,] qu'elle esperoit, que j'aurois la condition du
vieil Comte de Mansfeld en Hongrie, que le President se comporte bien
envers elle, que son fils ne sera paraventure pas bien
veu icy, a cause qu'il a estè a frankfordt aux consultations,
contre l'Empereur[,] que je ne doibs faire de despences a cause du
<dueil> du Duc Julius de Württemberg (Nota Bene que Madame m'envoye mes habits brodèz,
et la bouette d'Anna Sophia Fürstin zu Anhalt) quelle m'escrira en bref davantage.


Nota Bene Johann Löw hat avis vom Löbzelter, daß er seye zu Prag
Nota Bene ankommen, mitt der ChurSächsischen ratification, also daß Gott
Nota Bene lob vndt danck der friede numehr richtig ge-
schloßen, vndt die außwechßlung mitt ehistem zu erfolgen.


Secretarius Pucher, hat sich gestern treflich wol erbohten,
Nota Bene auch gesagt, es wehren alle Fürsten von Anhaltt,
Nota Bene mitt in dem frieden begriffen, keiner außgeschloßen.
Nota Bene Jch wehre aber in sonderbahren gnaden, vndt respect bey Jhrer
Kayserlichen Mayestät vndt würde wol dran thun, wann ich des
ChurBayerischen beylagers erwartete, vnd Schriftlich bey ChurSachsen meine
sachen, wann die correspondentzen wieder giengen procurirte. || [[Handschrift: 298v]]
etcetera


Geyer, vndt Loẅ, sejndt meine gäste, zu Mittage gewesen.


Gegen abendt, hinauß in den Prater spatziren
gefahren, alda ich, von weittem, viel Dames gesehen.

Montag den 8. ⁄ 18den: Junij.


Songè; comme j'aurois fait donner neuf fois,
la question a Vriel Von Eichen lequel auroit attentè contre
ma vie, mais n'auroit jamais rien voulu confesser.


Auf Morgen datirt: an Churfürsten von Saxen geschrieben,
ihm meine lande recommendirende, vndt zu dem
friede gratulirende. Jtem: an Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin,
vndt an den præsidenten, auch an die hertzoginn von
Wirtemberg condolenter, Jtem: an Schwester Sibylla Elisabeth pour le Bezoar
<que ie l'aye, ou pour rien ou pour DalersDal: 400.>


Hò riguardato alle cose comprate a Venezia,
e trovato, che s'era perso una corona incirca
un letto, si ch'io sono stato malaventurato
l'anno passato, in perder parecchie cose contra
l'usanza solita, ne'miej viaggij. Fortuna
volubilis est, et non bisogna abbandonarsj troppo
in sulla Fortuna, ben che grande, qualche volta.


heütte hats geregnet, vndt gegen abendt gedonnert,
nach dem es ein par tage, gar heiß gewesen, alhier.


Zeitung daß der printz Thomaß von Savoya, im nehrmah-
ligem treffen, nicht gefangen, sondern noch darvon
kommen seye.

|| [[Handschrift: 299r]]


<Thomas Benckendorf zu berechnen, 100 ducaten, pour Carl Heinrich von Nostitz & pour e[...]x>


Mala jnsomnia di me, & di Fürst Ernst Seliger. perge perge


Nach Orange auch geschrieben, wegen Nostitz wechßel.


Zeitung daß general leutnant Arnheim solle mitt 10 mille Mann, vom Churfürsten
von Saxen ab, vndt zu den Schweden gefallen sein. Jch
kan mir aber solche metamorphosin noch nicht jmaginjren.


Jtem: daß der König zu Vngarn vndt Böhmen, von
Prag auß, naher Regenspurgk aufgebrochen, die
armada inß feldt zu führen, naher Franckreich zu.


Jtem: das mein vetter, Marggraf hanß Geörge,
von Brandenburg auch zu Prage wol angekommen.
Nota Bene Diese dreyerley zeitungen seindt von Prage gekommen,
vndt werden alhier spargirt.


Quelqu'un a dit hier, en discourant avec mes gens,
que jamais les places frontieres d'Hongrie, avoyent
estè si mal pourveuës que ceste fois, veu que non
seulement les fortifications ne se rebastissoyent point,
mais aussy en plusieurs chasteaux il n'y avoit pas de
la poudre, pour faire une salve. Sj l'ennemy Turcq
en estoit averty, & qu'il n'auroit une si forte guerre
du Persan, sur les bras, il nous pourroit grandement en-
dommager. Et l'on tient, que parmy ces Croahtes, il
y a sous leur habit, force espions Turcs, pour trahir les
forces de la Chrestientè, au Grand Seigneur. perge

|| [[Handschrift: 299v]]

Mittwoch den 10. ⁄ 20den: Junij.


heütte ist das dritte, vndt letzte Standtrecht,
Alhier, vber den Obersten Cratzen, gehalten worden.


Wegen der 100 kronen, so Nostitzen zu vbermachen,
will des Sollicoffre Factor, 190 Gulden (florenus)f: oder gar 127
ReichsthalerRthlr: in spetie haben, vndt alßdann die 100 Livres tournois₶:
nach Lion remittiren. Er rechnet die krone, nicht
zu 50 sondern zu 48 stüber, vndt saget, er müße
noch dran verlieren, weil man ihm zu Sankt
gallen nur 110 kreützer, vor eine krone erlege,
will auch die ReichsthalerRthlr: in spetie haben, vndt keine
ducaten zu 2 ReichsthalerRthlr: annehmen, sondern aufs hundert
2 Ducatenducn. haben, wo ich ihm nicht ReichsthalerRthlr: in spetie erlege.
Alßdann, will er mir, eine recognition, zu mehrer
meiner versicherung außhändigen, vndt mitt doppel-
ten wechsel: auch avisbriefen versehen.


Der wechselbrief lauttet mutatis mutandis Also:
Lauß Deo anno 1635 Adj 20. Junij, Jnn Wien Praesentatus 100 a sos 60
vff fürweißung diesen vnsern Ersten wexelbrief, wolle
den herren gelieben zu bezahlen, an den Edlen herren, Carll
heinrich von Nostitz, Cronen Einhundert, vmb den werth
sein wir von Jhrer hoch Fürstlichen Gnaden, herrn herrn Fürst Christian
von Anhaltt, Graven von Aßcanien[,] herrn von Bernburg vndt
Zerbst, alhier contentirt, Thut gute zahlung, laut aviso
Göttlicher allmacht wol bevolen. <Tobias heinrich Zollikoffer vndt Mittverwandte Euer Edlen dinstwillig(st)er>

|| [[Handschrift: 300r]]


Der ander aber also:
Lauß Deo anno 1635 adj 20. Junij, in Wien Praesentatus von 100 a sos 60
vff fürweisung diesen vnsern Andern wexelbrief (so
ferrn der Erste vnbezahlt) wolle dem herren gelieben, zu
bezahlen, an den Edlen herren, Carll heinrich von Nostitz
Cronen Einhundertt, vmb den werth, sein wir von
Jr hoch Fürstlichen Gnaden herren, herren, Fürst Christian von An-
haltt, Graven von Aßcanien, herren von Bernburgk
vndt Zerbst, alhier contentirt, Thut gute zahlung,
lautt avisen Göttlicher Allmachtt wol bevolen
Tobiaß [und] heinrich Zollikoffer
vndt Mittverwandte Euer Edlen dinstwillig(st)er


Nota Bene[:] An des ersten wexel-
briefs inscription, stunde:
Nomen
herren Tobiaß hainrich Zollikoffer vndt Mittver-
wandten, Jnn a⁄1c Lyon
Lyon.


An des andern wexelbriefs vberschrifft, stunde:
Nomen
herren Tobiaß hainrich Zollikoffer, vndt
Mittverwandten, inn
Lyon a⁄2d <Nota Bene[:] 38 Pistolen vndt ½ Gulden (florenus)f: machen die 100 Livres tournois₶: nach Lion.>


Nota: Ejnen wexel: vndt avisbrief werde ich heütte
an Nostitzen, eingeschloßen, fortschicken, den andern
aber vber 8 tage, auf daß wenn einer verlohren
würde, der ander doch in salvo vberkähme.


herr Loẅ, ist diesen Nachmittag auch bey mir gewesen.

|| [[Handschrift: 300v]]


38 pistolen Thomaßen zu berechnen vor Nostitzen.


Jch habe mich gegen dem Obersten Manteüffel, welcher
mich besuchen wollen, endtschuldigen laßen, wegen
vieler obligenden geschäffte.


Nota Bene[:] Eine pistole gilt an itzo alhier zu Wien,
fünf gülden, hiesiges valors, den ReichsthalerRthlr:
zu 1½ Gulden (florenus)f: gerechnett. Zu Leiptzig aber, gilt
eine pistole, nur 3 ReichsthalerRthlr: wehre ejn ½ Gulden (florenus)f:
verlust an einer. Jn Franckreich aber, gelten
Sie noch mehr, nemlich 8 holländische Gulden (florenus)f: vndt ein halben,
auch wol mehr, nach dem das goldt steiget oder fället.
3 ReichsthalerRthlr: zu 50 stüber oder solds gerechnet ieden, machten
nur 7½ holländische Gulden (florenus)f: oder Frantzösjsche Francken, oder
livres, welches alles eins ist.


Nota Bene[:] Michel Rarisch, hat mir einen doppelten
ducaten, vor 5 ThalerThlr: vndt ejne goltstück zu
Gulden (florenus)f: vor 3 ThalerThlr: zugezehlet, vndt mich also
betrogen, schändtlich.


Wann ich zu Paris eine Pistole, wie Sie gänge
vndt gebe ist, zu 170 Stüber, oder 8 Gulden (florenus)f: 10 Stüber (flandrisch burgundische bzw. niederländische Münze)st: alda rechne,
kähmen alda 1000 Pistolen, auf 3400 ReichsthalerRthlr:
ieden zu 50 stüber oder souls gerechnet zu stehen.


Zu Wien die Pistole zu 5 deützsche Gulden (florenus)f: gerechnet,
da der ReichsthalerRthlr: 1½ deutsche Gulden (florenus)f: gilt kähme es auf, 3333 ReichsthalerRthlr: 10 Groscheng:[.]

|| [[Handschrift: 301r]]


Zu Leiptzigk aber kähmen die pistolen, wann man Sie
(wie alda braüchlich) zu 3 ReichsthalerRthlr: rechnet, mille auff 3000 ReichsthalerRthlr:
welches aber ein großer abgang wehre. Nun aber
ist auch zu notiren, daß noch vorm Jahr die pistolen, nemlich Spannische
zu Calais, 9 holländische Gulden (florenus)f: oder Frantzösische Francken, gülden, oder
oder[!] livres galten, vndt ein ReichsthalerRthlr: galt alda 54 soulds, oder stüber.
Zwischen Calais Bouloigne vndt Paris, galten die Patagons, oder
die<creüz> ReichsthalerRthlr: etwaß minder nemlich 52 stüber, dann andere ReichsthalerRthlr
<wollten Sie nicht kennen> vndt nach advenant die pistolen. Zu Paris aber galte nicht
<anders> die pistole vndt ReichsthalerRthlr: wie am vorigen blat gedacht, vndt verzeichnet.


Zu Lion aber wolten Sie nur eine pistole vmb weniger als nemlich
8 Gulden (florenus)f: 8 Stüber (flandrisch burgundische bzw. niederländische Münze)St: nehmen, vndt also vmb 2 stüber minder als zu Paris, Sie gegolten.


Zu Orange aber nahmen Sie eine pistole vmb 8 Gulden (florenus)f: 14 stüber, gar gern,
hingegen war es geringere müntze. Von Paris hehr landt ein-
warts biß nach Marseille, wurden keine ReichsthalerRthlr: oder patagons,
im lande gesehen, biß wir wieder nach Venedig kahmen, wegen der deützschen,
vndt hatten doch verlust daran, weil die Realen von achten,
von achten<oder Spannische Matten>, mehr galten, die doch alhier zu Wien zu weilen
weniger als die ReichsthalerRthlr: <oder doch ihnen gleich> gelten. Auß obgesetztem verzeichnüß
siehet man, wie viel man an vndterscheidt der Müntze-
Sorten verliehren kan, ohne das vfgeldt vndt lagio oder
wechßelgeldt, da dje kaufleütte ejnen raysenden
auch nicht groß zu schonen pflegen, wo man sich bißweilen
selber nicht zu helfen weiß, vndt in die vndterschiedliche lan-
desarten zu schigken. Tenax requirit prodigum, aliquando!
Sonst heißt es: Magnum vectigal Parsimonia!3
Item: Sera in fundo parsimonia!4

|| [[Handschrift: 301v]]

Donnerstag den 11. ⁄ 21den: Junij.


Seigneur Geyer, me conta dernierement que quand en Austriche le
feu se prennoit a quelque mayson, il falloit que le
maître payast pour le serviteur coulpable tout le damn, a
propos d'un Prince de Florence, du quel un cuysinier
par mesgarde auroit mis le feu au quartier de son
maître en une ville d'Austriche, & consumè 18 maysons,
en l'absence du Prince, frere du Grand Duc, & qu'il
faudroit neantmoins, que ce Prince payast du sien pro-
pre tout le dommage causè par le cuysinier, puis que ce cuy-
sinier n'avoit de quoy <pour> restituer tels grands fraix.
Ceste loy est un peu rude, & par fois impratticable.


Nota Bene Nota Bene Nota Bene[:] Jnfluenza dj qesta notte, ch'jo non harej assaj pesato l'im-
portanza del sogno del Sabbatho 30. May ⁄ 9. Junij: poj ch'io doveva
aggiungere, ch'in fine, dopò tutte queste belle appararenze,
Nota Bene il bel arbore si seccò <perse lj ramj, e le foglie>, si rese avido, ed io vi fuj talmente
attaccato co'l corpo e con la teste<a> ch'io non potettj
sciolgermene, e ne fù fatto una tomba, si che poj glj An-
gelj m'accompagnarono <così nella arca giacente morto>, e questo fù <jn un> subito. Non me ne ri-
cordo bene, e pur me ne ricordo, in qualche maniera, come
suol avenire <superficialmente> ne sognj e sempre, che la nostra memoria ac-
cetta più volentierj, e ci lusingha, in quello, che cj piace
e che c'è grato in qesto mondo, che non altro. Jddio saprà il
vero tempo del vivere e del morire, a luj lo commettiamo, || [[Handschrift: 302r]]
e ce ne rimettiamo al suo santissimo beneplacito, pacientemente.
<Nota Bene[:] Subito morendo co'l arbore, il cappello nero fù (mj parse) cambiato in una callotta o cäplein rosso sanguigno, cioè una ferita nella testa, <forse> dovrà uccidermj.>


Der Oberste Manteüffel, ist mein gast zu Mittage gewesen,
wie auch der hofmeister hahn, des Marggrafen zu Brandenburg
vndt haben allerley gute sachen, mitteinander gesprachet. et cetera

Freitag den 12. ⁄ 22. Junij.


Nota Bene Nota Bene Somnium diesen Morgen wie ich zu meinem kleinen Erdtmann
gesagt<kommen>, alß wir vber landt gefahren, vndt er auf einer
andern kutzsche geseßen, aber mitt einer Magdt abgestiegen,
ich auch von Meiner kutzsche abgeseßen, (weil etwas am
rade wieder zu machen gewesen) Meine gemahlin aber
war auf meiner kutzsche sitzen blieben, vndt ich hette ihn
gefragt: Willstu mitt vetter Fritz (denn also hette er
pueriliter vette Fitz, meinen bruder genennet, vndt
immer von ihm geschwatzt) ins Niederlandt ziehen. Das
kindt hette ia gesagt, vndt in dem will ich ihm wieder auf
seine<meine> kutzsche helfen<von der seinigen herunder helfen weil er Fürwitzig war, vnd bey vns sizen wollen,>, vndt faße ihn bey dem rechten arm,
ihn also hinauf<herundter> zu heben, vermeinende seine magd hielte
ihn feste auf der andern seitten, So leßet Sie ihn gehen, vndt wirdt
darüber dem kinde der leib zu schwehr, vndt verrückt sich den
arm, wirdt darüber gantz Todtbleich, vndt siehet einem
sterbenden ähnlich. Tempus demonstrabit was diesem somnio zu
attribuiren, Deus clementer avertat jnfortunia.


Nota Bene Nota Bene Nota Bene[:] Mi ricordo ancora del sogno del 30. Maggio: ⁄ 9. Giugno: ch'io havessi ha-
vuto al principio, essendo così appoggiato all'arbore, nel habito verde, non
un capello in testa, mà una ligatura bianca sopra la fronte, come || [[Handschrift: 302v]]
un ferito, et una callotta rossa in testa <tutta <in>sangujnata>, ma altrj credettero
Nota Bene che fosse un Diadema, ed jo risplendeva molto nella faccia,
(in quella miniatura) per il bel colore bianco e sanguigno, e
li capellj biondj da <ambe le> bande, molto risplendendo tutta la
faccia, e sopra la callotta stava quel iscritto <con lettere indorate>: Jl custodito:
<et da banda glj Angelj e dirimpetto dj me stava molta gente che non osò troppo approssimarsj.>
Mà dipoj cambiandosj la figura in realtà, mj parse, che
pur il l'habito verde <sulla fine> mj restò, mà non il Diadema, e
ch'io havessi havuto sulla fine <in testa> un cappello nero, &cetera
e poj fosse avenuto quel ch'jo scrissi hierj.


Nota Bene[:] Jl Pastor Fido dice: Son veramente j sognj,
Delle nostre speranze;
Più che dell'avenir vane sembianze,
Jmmaginj del dj guaste et corrotte,
Dall'ombre della notte.5


Mà pur, nulla regula sine exceptione. Perche il medesimo
dice un altra volta, poco dapoj, rispondendo al sudetto:
Non è sempre co'sensj l'anima addormentata,
Anzi tanto è più desta, quanto men traviata,
Dalle fallacj forme, Del senso all'hor ch'e'dorme.6


Jn der Schrifft stehet auch: Narren verlaßen sich auff
Traẅme7. Aber wenn die Traẅme von Gott, vndt nicht
auß vns selbst hehrfließen, seindt sie billich hoch zu achten,
vndt bey leibe nicht zu verwerfen, wie Danielis, Josephs, Ja-
cobs, vndt anderer frommen leütte, heylige Traẅme, gewesen.

|| [[Handschrift: 303r]]


Anima immortalis, est spiraculum ex ore Dej. Die-
selbige agirt jmmerzu, wenn wir gleich schlafen, vndt kan
vnß Gott endtweder mediate durch dieselbige, oder
sonsten jmmediate; per Spiritum oris eius, Spiritum Sanctum,
heylige vndt Göttliche gedancken, wir wachen oder schlafen,
jnfundiren laßen. Aber hingegen, muß auch, das vas recj-
piens, des irrdischen cörpers, vndt <der> sensualiteten, nicht
allzu perturbirt, vndt vnreine sein, damitt die Göttlichen
infusa in vns desto beßer wircken mögen, vndt wir
durch impuriteten, vndt gleichsam <durch> einen infectu<a>m canalj<e>m
die Göttliche reinigkeitt vndt gnade nicht von vnß
stoßen, den heiligen Geist, vndt die heiligen reinen geisterlein,
die lieben Engel nicht betrüben, oder sonsten (wie gesagt)
durch einen inficirten heßlichen canal, der Jrrdischen
bösen gedancken, <Fleisches> lust, vndt vnsauberkeitt, die <Schönen> functiones
animæ, nicht verhindern. Oratio, castitas, tempera-
ta vita, seindt gute waffen, zu solchem Göttlichem wandel.
Fides sine operibus est mortua.8 Ergo; Sustine & abstine.


Vormittags, etwaß vmb die Stadt spatziren gefahren,
mitt Geyers vettern seiner kutzsche.


Nota Bene Nota Bene Nota Bene[:] Je me suis aussy ressouvenu, comme j'allois avec Fürst Friedrich
l'an 1633 de Bremen sur la Weser, (vers Delfziel) i'eus
un remarquable songe, que je devois aller vers le Prince d'Orange &
y voir sa bonne fortune, devant Rhynberck, puis droit en
Poulogne voir veincre les Moscovites, & apres les Turcs, & tout
cela seroit achevè lors qu'on escriroit le 30me. Janvier, 1635. Mais || [[Handschrift: 303v]]
il me falloit alors oubljer ce songe, & ne l'effectuer en
aulcune façon, pour n'acquerir la bonne fortune en Poulogne
afin de m'en ressouvenir long temps apres, avec gran-
dissime regret & crevecœur, ayant ainsy negligè &
mesprisè une si grande fortune extraordinaire, pour
laquelle mesmes, j'avois entreprins l'annèe aupara-
vant, un sj dangereux voyage 1632 en la Pouloigne.


Fata possunt præviderj, non evitarj, si male
cedunt, sin vero fausta eveniunt; tunc sæpius
e manibus nostris, cjr<t>ra voluntatem <nostram> aufugiunt.
Vexatio dat jntellectum, sed nimis sero sapiunt Phryges9[.]


Fronte cappillata est! posthæc occasio calva!10


Jl Pastor Fido dice: Hà ben ella (la Fortuna) gran forza,
e non la chiama possente Dea, senza ragione il mondo,
Mà bisogna jncontrarla e far le vezzi spianandole
il sentiero! J neghittosj saran dj rado fortunatj maj!11


Ces pensèes me font quasj enrager, qu'en 15 ans
& davantage, je n'ay sceu attrapper aucune
vraye fortune, pour mon honneur, & profit honorab[le.]
Jl vaudroit mieux mourir cent mille fois, oh Dieu[!]


Der alte Johann Löw nimbt auch die hofsitten, an sich, daß er sich
immerzu endtschuldiget, wenn er soll zu mir kommen, mitt
nichtswerdigen excuses, vndt helt nicht, was er ver-
sprichtt, welches der gravitet, eines alten Manns schändt- || [[Handschrift: 304r]]
lich anstehett. Solche leütte, welche so vjelen herren die-
nen, vndt nur geldt einnehmen wollen, vndt njchts verrich-
ten, verdienen ihr brodt mitt sünden, vndt es kan ihnen
nicht gedeyen, noch den ihrigen, wol bekommen.


heütte diesen abendt, habe ich ein gedrucktes exemplar
des friedenschlußes, zwischen Kayßerlicher Mayestät vndt dem
Churfürsten zu Saxen, (den 30. May, dieses itztlauffenden
1635. Jahres, <zu Prag> vollnzogen) alhier zu Wien, gedruckt
bekommen. Jst also vnnöhtig daßelbige, weil es publicjrt
es, ist, alhier schriftlich zu wiederholen. Die neben-
vergleich aber, wegen Schlesien, vndt der Laußnjtz, Jtem:
wegen etzlicher excipirten persohnen, auß der Amnistia
kan man noch nicht zu sehen bekommen. Es heißt aber:
Recte faciendo, neminem timeas.

Samstag den 13. ⁄ 23. Junij.


herr Löw ist bey mir gewesen, avec excuses, & protestations. et cetera


heütte ist der Geistliche,<welsche Fendrich> so falsch gemüntzet, vndt
dem Obersten Cratz auß der gefängnüß geholfen
gehabt, (welcher aber in Vngern, wieder ertapt worden)
gerichtett worden, vndt ob er schon verbrennet hat
sollen werden, haben ihn doch Jhre Mayestät mitt dem
Schwert begnadigen laßen. <Er soll andere Mordtthaten auch begangen haben et cetera[.] die>


Ein ander vbelthäter<mittconsorte Cratzens diener> hat auch sollen justificirt werden,
er ist aber erbehten, vndt nacher Rab in Vngern, auf 10 Jahr,
in eysen zu arbeitten, condemnirt worden.

|| [[Handschrift: 304v]]


Der dennemärkische Abgeordnete, Friederich Günther, hat sich
erkundigen laßen, durch Löben, wenn mirs würde ge-
legen sein, ihm eine stunde zu ernennen, auf Morgen oder vber-
morgen, So habe ich ihm, Morgen den Nachmittag, vmb 2 vhr,
vorgeschlagen, welches weil er heütte, bey dem bischoff
von Wirtzburgk, abschiedt zu nehmen.


Vormittags vmb die Stadt spatziren gefahren,
auf des Meckelburgischen agenten Pistorij kutzschwagen.


Man sagt, der Oberste Cratz, werde perdon er-
langen, weil er viel freünde alhier, am Kayßerlichen
hoff hatt, sich auch wieder Catohlisch bekennet, vndt
nur auß forcht des Fridländers, seye außgetretten,
Sein sohn auch beym Churfürsten von Bayern, ihm solle
perdon zu wege gebracht haben. Tempus demonstrabit.


Zeitung daß der König in Vngern, von Prag nacher Pilsen aufgebrochen, zu welchem
bey Eger, etzliche Regimenter Churfürstlich Sächsisches volcks stoßen, vndt ins
Reich, wieder die turbatores pacis, ziehen werden. Die belägerung
vor Vlm, soll aufgehaben[!] sejn, weil Sie sich zum frieden ac-
commodiren
wollen. Oberster Fernamont soll albereitt den
paß nach Voltolina erobert, Bormio eingenommen, vndt
daselbst, 10 compagnien Frantzosen, gäntzlich rujnirt, vndt zerschlagen
haben. Die Spannischen, haben durch ein stratagema dem
Frantzosen, eine vornehme, vndt gleichsamb vnüberwindt-
liche Festung Occa12 genandt, abgenommen, entgegen hat der
Printz Tomaso am volck vndt Stügken von den Frantzosen, || [[Handschrift: 305r]]
vndt Holländern, so sich conjungirt, schaden erlitten, der hertzog
von Lottringen hat Besançon eingenommen, vndt des Frantzösischen
Obersten Degenfeldts Regiment, gantz ruinirt, des hertzogs
volck 76 compagnien zu roß, vndt 65 compagnien zu fuß starck, streifen
in Burgundt biß an Digion vndt an die Lionische frontiren,
vndt thun alle kleine Städtlein vndt dörfer außplündern, vndt
machen hiedurch große forcht in Franckreich, die in Böhmen,
vndt Schlesien, ljegende Regimenter, werden auch in das
Reich geführt. heütte auf den abendt, soll die Königinn
anhero kommen, auf den Montag, Jhre Mayestät die Kayserinn, sampt
den 2 Kayßerlichen Princeßinnen, am Mittwoch aber, Jhre Mayestät der
Römische Kayser, sampt dero hochfürstlichen herren Sohn, Ertzhertzog Leopoldt
Wilhelm, Allerley præparatoria zur Chur Bayerischen hochzeitt
zu machen, darzu sich auch andere herren vndt cavaglierj, (welche nit
allein ein Ringel: vndt quintanarennen, sondern auch ein fußThurnier
(wie verlautt) halten werden, stadtlich außrüsten thun. Jtem: daß am
verschinenen dinst: oder Erichtag, der Oberste Teüfel, mitt dem von
Churfürsten von Saxen, gantz verfertigt: vndt vndterschriebenem Friedens-
Schluß, so dem König nacher Prag, itztgedachter Churfürst jnsinuj-
ren
laßen, seye ankommen, vndt damitt nacher Baden postirt,
Jhrer Kayserlichen Mayestät solchem allervndterthenigst zu vberreichen, so
auch hernachmalß, in druck, aufgelegt worden.


J'ay un peu estè pensif, sur la varietè des changements de la For-
tune jnconstante en l'exemple de plusieurs quj ont creu longues annèes
comme de Grands arbres, & ont estè extirpèz en une heure, comme:
Le Fortunè Polycrates Samiorum Tyrannus, crucifiè a<sur> la fin de sa vie.
L'Empereur Valentinian servant de marchepièd a Sapor Roy de Perse.
Bajazeth Grand Turc, mis en une cage, & repeu comme chien, par Tamerlan.
<[...]u [...] [...]r [...]ie,>
Les Roys de Juda Joachin & Zedekias, menèz captifs a Babylonne. || [[Handschrift: 305v]]
L'Empereur Henry 4me: apres avoir glorieusement regnè, & donnè
plus des battailles que Jules Cæsar, en rase campagne, fut
en fin miserablement despouillè des ses Couronnes, & prins par son
fils, afin de mourir en prison, ignominieusement.
Louys Sforza Duc de Milan, quelle fortune eust il en Jtalie,
estant la frayeur de tous ses ennemis grands & petits, jusques
a ce qu'en sa vieillesse la fortune luy tourna tout a coup le
dos, qu'il fut prins des siens propres, & livrè aux françois,
pour mourrir en une estroitte, & ennuyeuse <longue> prison, ignominieusement[.]
L'Empereur de Constantinople Constantin VII. le dernier d'iceux, a bien
esprouvè l'instabilitè de la Fortune, perdant sa ville capitale, sa
vie, & son Empire tout ensemble, pour laisser ses enfants & biens,
& tout ce quj luy restoit, a la proye & tyrannie des barbares Turcs.
Le Grand Prince, de ceste vaste Province de Moscovie,
Suisky, a bien aussy esprouvè de nostre temps, l'jnstabilitè
de la Fortune humaine, mort en prison, en Pouloigne, a-
pres avoir veu la ruine de son pays & de sa ville capitale,
mise a feu & a sang, & luy captif de ses propres gens, livrè a
son ennemy, avec son frere Demetrius. &cetera
Frideric V. Conte Palatin du Rhyn, apres avoir usurpè le
bien d'autruy, & s'estre opposè a son legitime chef & superieur,
n'a non seulement perdu son Royaume nouvellement conquis, mais
aussy son Electorat, & ses propres terres E hereditaires,
au lieu d'avoir estè, un puissant Prince auparavant,
en grande authoritè près de ses amis & malvueillants,
a estè contraint de vivre 12 annèes en exil, avec tous les
siens, & de mourir en fin de la peste, comme il pensoit de<a> se
remettre par force en son Electorat, n'y a que 2½ ans.

|| [[Handschrift: 306r]]


De tels exemples anciens & modernes s'en pourroyent produire
une jnfinitè, mais mon scope n'est pas, d'escrire un livre de
ceste matiere. Il suffit d'avoir fait un petit recueil de mes pensèes
pomeridiennes, sur ce sujet, afin de pouvoir servir d'instruction
aux trop ambitieux, lesquels si tant d'exemples ne pou-
voyent esmouvoir a borner leur vaste ambition, & a
n'entreprendre a tort ou a travers, tout ce quj les flatte
outre mesure, devroyent avoir au moins horreur de
l'exemple tout seul arrivè l'annèe passèe, du Duc de
Fridlande, lequel ne se contentant pas, de tant d'ines-
perèe fortune, qu'il avoit obtenuë par la grace de Dieu,
& de son bon maistre Sa Majestè Jmperiale nostre Sire,
avec tant de benignitè, outre son degrè & condition, & des-
bordant son ambition insatiable, jusques a oublier son
propre maistre & souverain bienfacteur, dont il tenoit
tout ce qu'il avoit acquis & en gloire, & en richesse & en
honneurs desmesurèz, a en fin payè le loyer de son ingra-
titude detestable <extraordinaire>, & du tout inouÿe, afin de servir
d'instruction a ceux, quj auront pour gujde, leur vaste
orgueil, & s'en lairront[!] tellement transporter, que de pouvoir
oublier leur propre maistre, avec honte & infamie
perpetuelle. Jl faut donc croyre mesme aux payens, en
ce sujet, quj ont eu en horreur telles choses, & dire avec Virgile:
Discite Justitiam monitj, nec temnere Divos!13


Maintenant comme j'escris cecy, j'entends un beau tour, qu'un de nos
serviteurs, me fait avec mes lettres; niant l'arrivèe de celles du Mercredy.

|| [[Handschrift: 306v]]

Sonntag den 14. ⁄ 24. Junij.

<heütte ists 10 wochen, daß ich von hause weg bin.>


Weil ich keine schreiben bekommen, die ich doch numehr, ein
par Posten hehr erwartett, fange ich an, allerley zu
suspiciren, vndt habe laßen, ein<en> extract aller meiner
entpfangenen, vndt abgangenen schreiben aufsetzen,
durch Thomas Benckendorf[.] Ou bien l'on se desfie de moy sans ray-
son & cela vient des lieux eminents, s ou <bien> il y a
quelque meschancetè d'une personne particuliere,
<Beachte wohlNota Bene Johann Löw>
laquelle veut pescher, contre son devoir, dans l'eau trouble.
J'espere que Dieu descouvrira tous les torts, quj m'arrivent.


heütte ist alhier zu Wien, Sankt Johannisfest, novj stylj.


Jch habe heütte außfahren wollen, So ist mir numehr zum
dritten mahl, Geyers vettern kutzsche, wieder
zusage, außen blieben. Jch habe auch des neẅen
dennemärckischen abgeordneten, den gantzen Nachmit-
tag, contre promesse vergebens erwartett.


Jl semble que le vieil Johann Löw me vueille secrettement
du mal, ne scay pourquoy? car il me fait plusieurs
affronts, encores que je l'honnore outre son merite.

Montag den 15. ⁄ 25den: Junij.


Gestern abendt, raüften sich ihrer zweene vor Mei-
nem fenster, gemeine bursche.


Diese Nacht, hat sich einer <weibspersohn> alhier zu todt gefallen.
Es soll fast alle Tage dergleichen casus sich alhier zutragen.

|| [[Handschrift: 307r]]


Nachmittags vmb 4 vhr, ist der königlich dennemärkische abgeordne-
te, Friederich Günther, zu mir kommen, vndt hatt allerley mitt
mir, gespracht. Jl semble qu'il ait beaucoup d'esprit.
Mais il desapprouve la maniere de l'Electeur de Saxe,
a faire la paix ainsy nuëment, craignant que les autres
ne s'en faschent, & n'en viennent a des conseils desesperèz,
en particulier ceux quj craignent estre en<exclus de> l'amnistie,
et qu'on eust deu convoquer legitimement les Electeurs[,]
Princes, et Estats, &cetera[.] Ainsy le feu pourroit s'embraser davantage
en adherant <comme> par force aux puissances estrangeres.
J'ay disputè a l'encontre, pour l'honneur de Sa Majes
Jmperiale nostre Sire. Jl dit aussy que le Turc fay-
soit la paix avec le Persan, & viendroit puissamment
contre l'Hongrie, par les incitations du Roy de France.


Se plaint, qu'on n'a poursuivy, le chemin frayè par le
Roy de Dennemark auquel l'Empereur av<ur>oit donnè promesse,
de convoquer une Diete a Bamberg, la ou on eust
peu deliberer & conclurre les traittèz de paix, avec meil-
leure maniere, & meur conseil etcetera[.] Jtem: Que l'Electeur
de Saxe, n'a maintenant, que 14 mille chevaux, & 6 mille de pied,
en tout, qu'il ne peut recouvrir de l'jnfanterie.
Que l'armèe des françois, & Hollandois, s'est conjoincte
au de là de la Meuse, forte de 50 mille hommes, & que l'on
dict, qu'ils ayent prins Brüsselles, &cetera & qu'ils assie-
geront, Anvers. Jl semble, qu'il soyt bon amy de Oxenstern, || [[Handschrift: 307v]]
& encores qu'il blasme avec moy, les procedures Swedoyses,
si est ce, qu'jl semble, qu'il leur porte une affection secrete.


Jl est difficile de contenter en discours, tout le monde!


Jl Disoit aussy, que la ligue n'avoit plus aulcune armèe sur les
pieds, puis que le <Electeur> Duc de Bavière auroit soubmis la pluspart
de ses trouppes a l'Empereur. (Tanto meglio per Sua Maestà)

Dienstag den 16. ⁄ 26. Junij.


An herrn von Dona nach Orange geschrieben, auf vbermorgen datirt,
habe auch durch Thomas Benckendorf an Nostitzen schreiben laßen, wegen des wechßels[.]


Vormittags in der Sta vmb die Stadt alhier spaziren
gefahren, mitt Rödern, in des Pistorij kuzsche. Sie
hat 12 bollwerck oder pasteyen, hiesige festung.


Ejne silberne flasche alhier gekauft, vmb 73 Gulden (florenus)f:
Sie wigt 3 Marck, 11 loht, vndt 3 Quentchen (Gewichtseinheit)que. Jst Augspur-
ger proba, (welche mitt der Leiptziger prob <vber>einstimmen,
vndt nicht so guht, als die Wiener prob sein soll)
Am gewicht soll man, (des Jubilirers bericht nach)
3 loht, an iederm Marck, zugang haben, al daß das
Wienerische schwehrer, als das Augspurger ist.
Vndt das Wienische Sjlber soll auch viel beßer
sein. Die flasche ist am rande vergüldt, an
den ecken gestreift, jnnwendig aber, gantz vergül-
det, wie man die flaschen pfleget zu machen.
Das loht halten Sie zu 10 Schilling, das marck zu 13 ThalerThlr:
vndt ½ Gulden (florenus)f:[.]

|| [[Handschrift: 308r]]


Es ist aber doch in der gantzen Summa, etwaß weniges
abgedungen worden. 50 ThalerThlr: machen 75 Gulden (florenus)f:[,] ein Schilling
macht 7½ kreützer, 12 schilling 1 ReichsthalerRthlr:[,] 8 Schilling (solidus)ß: ein gülden.
Man rechnet alhier zu Wien, wenn man etwas kaüft,
meistentheilß nach Schillingen. Sonst rechnet man auch
nach ReichsthalerReichsthlr: nach gülden, vndt nach kreützer. Ein Gulden (florenus)f: thut
60 kreützer, 1 ReichsthalerRthlr:Gulden (florenus)f: oder 90 Kreuzerkr:[,] ein Ducat 2 ReichsthalerRthlr:[,]
eine Spannische pistolette oder doppie, 5 Gulden (florenus)f: deren der Jubilirer
heütte 12½ bekommen zu 5 Gulden (florenus)f: vndt das vbrige an anderm gelde.


Jl est bon de scavoir la diversitè des monnoyes, afin de
se <pouvoir> reigler selon les circonstances des lieux & des personnes,
& pour n'estre trompè, comme desja m'est avenu diverses fois.


Jl faut scavoir de tout, pour bien juger & discerner. Il
n'y a point de honte, d'apprendre, tant que nous vivons.


Leggendo delle proprietà de'sognj, hier sera nella 5ta: parte del Pietro
Messia, capitolo 814 trovaj questi avertimentj in qesta materia:
1. Che non si può negare, che ne'sognj talhora <non> auvenghino divine
revelazionj, pur che si possano ben discernere e che la fallacia
del Demonio non c'ingannj. (Il che la possanza e grazia
d'Jddio Omnipontente può fare solamente mediantibus precibus
nostris, et jejuniis, &cetera 2. Nascono i sognj molte volte
dalla complessione dell'huomo, che il sanguigno sogna cose allegre,
il maninconico[!] cose dolorose e di tristitia, il colerico, cose di fuoco,
il flemmatico, fiumj, nevj ed acque, etcetera || [[Handschrift: 308v]]
3. Nascono j sognj alcune volte ancora dall'appetito e
affezzione, si come si vede dj uno che hà fame, che sogna dj
mangiare, e chi hà sete, dj bere, etcetera e questj talj s'ingannano.
4. La troppa attentione fà parimente causar sognj, come si ve-
de deglj avarj ed usurarj, che sempre sognano dj contare e rice-
ver danarj, e dj toccarglj e maneggiarglj. &cetera
5. La corrottione del sangue fà parimente sognare, che l'huomo
caminj per luoghj immondj e sporchi. et cetera
6. La perturbazion del cervello, che è nel frenetico, fà
sognar cose horribile<i> e spaventose.
7. La mutazione dell'età fà sognar, il che appare per Aristo-
tele, che vuole, che j fanciullj fin all'età de 5 annj non
sognino, mà si bene dopo che glj han passatj. <Non sono di qesto parere.>
8. Coloro che sono ornatj dj virtù & bontà sogliono sognar miglio-
rj cose, e haver miglior pensierj, ancora jn sogno, che quellj
che sono viziosj, e di mala volontà, ô pessime inclinazionj.
9. Le revelazionj o visionj sante sogliono auvenire nell'au-
rora in tempo, ch'è già fatta la digestione del cibo all'huo-
mo, nello stomaco, e i vaporj più non ascendono a causar
sognj, il che è arrivato non solo a moltj Santj, mà a'gen-
tilj ancora, come alla moglie di Cesare[,] Calphurnia, che sognò
la morte del marito la notte innanzi, ed a Galeno, che hebbe
in sogno, un'avertimento, come dovesse rimediare a una jnfermita
e tal cosa auvenne a parecchi, altrj, la bontà d'Jddio essendo
così grande inverso glj huominj, che non vuole che si perdino, anzj
glj ammonisce, e vuole che si guardino della loro impendente rouina. || [[Handschrift: 309r]]
10. Il traduttore del Pietro Messia osserva ancora due a-
vertimentj notabilj in materia de'sognj: L'uno è, che tuttj
quej sognj che sj fanno o sopra pasto, o da chi molto hà bevuto,
overo sopra sonno spezzato, overo dopo che son da glj alberj
cadute le fronde, per la maggior parte, riescon vanj.
11. L'altro è che quej sognj, o visionj che auvengono dj
notte, hanno contrarij eventj, di quello che si sogna, come
il piangere, l'esser battuto, o morto, o cadere, e similj horri-
biltà, soglion significare ridere, allegrezza, e prosperità a
venire. Mà jo non truovo, questa regola semplicemente vera,
e può essere qualche volta, ne'sognj ordinarij, mà no ne'
strasordinarij.
12. Aggiungo del mio, questo ultimo auvertimento; che bisog-
na discernere glj spiritj, (il che è da ottenere da Dio Omnipotente)
e non sprezzar in modo alcuno li sognj divinj, ma glj sognj
ordinarij, non apprezzar, ne sprezzar troppo. Dove
son moltj sognj, ivj sono molte vanitadj, dice l'Ecclesiastico capitolo 515.
Mi riferisco ancora in questa materia, a quel ch'io scrissj 12. ⁄ 22. Giugno
<un> Vennerdì, d in questo libbro delle funzzionj dell'anima nostra!


Zu Mittage, jst der königlich dennemärckische abgeordnete, Fri-
derich Günther, wje auch, der Heßische Doctor Ljbenthaler,
vndt Bürgemeister[!] Alemann <vnd der alte hofmeister hahn>, meine gäste gewesen.
Es hat allerley discurß, pro, et contra; gegeben, jnsonderhejtt,
wegen der frjedenstractaten, mitt welchen, der dennemärcker
nicht eins sejn wollte, aber hjelte doch obstat, mjtt großer
bescheidenhejtt. et cetera En fin, il parloit fort mal du Duc Christian de Braunschweig[.] || [[Handschrift: 309v]]
Jl se plaignoit aussy, de ce, qu'on ne vouloit laisser la libre
possession, de l'Archeveschè de Bremen, au fils du Roy de Dennemarck
& que ce quj estoit bon aux autres, ne le seroit pas aussy a
luy, &cetera[.] Mais jl me dit cela, apres disner.


Alemann me dit entre autres; que Fürst Ludwig estoit exclus
de l'amnistie. Mais Docteur Liebenthaler dit, qu'il n'y avoit
pas un Prince exclus, & que tous seroyent pardonnè,
hors mis le Duc de Wirtemberg. <Le temps nous esclaircira.>


Es hat heütte diesen abendt, die heftige hitze, in etwaß
remittirt, auch stargk gewetterleüchtet, vndt gedonnert,
Jst sonsten etzliche Tage hero, eine extraordinarij hitze,
gewesen.


Der Kayser, ist gestern wiederkommen, von Baden.


Nota Bene[:] Le Diable eust quasj derechef causè un malentendu a disner
avec Docteur Libenthaler; sans ma coulpe a cause du Landgrave.


Et i'ay veu expressèment qu'il ne pensoit pas luy mesme
le bon homme a ce qu'il disoit, & ce en termes bien durs,
encores qu'il soit autrement fort discret. Mais je voy
bien par cestuicy, & plusieurs autres semblables exem-
ples[,] m'arrivèz comme cela, <un temps en çà> que si Dieu n'y met la
main, je seray sujet a quelque grand malheur! Pacience!


Docteur Libenthaler disoit aussy; qu'on n'oseroit tourmenter,
ou monstrer le bourreau, a un Prince, a cause de leur
haute qualitè, & quand il auroit mesmes attentè contre
la vie de l'Empereur on ne le scauroit autrement punir, que
d'une prison perpetuelle, l'y traittant honorablement en Prince.

|| [[Handschrift: 310r]]

Donnerstag den 18. ⁄ 28. Junij.

<Manna habe ich heütte eingenommen,>
vndt destwegen alß ein pacient, fleisch eßen dörfen,
welches sonsten heütte alß an einem fasttage,
Vigilia Petrj Paulj, verbotten.


Avec la poste d'hier, je n'ay derechef rien receu;
ne pouvant entendre ces variations.


Schreiben (Gott lob vndt danck) entp

Freitag den 19. ⁄ 29. Junij.


Schreiben entpfangen, (Gott lob vndt danck)
durch herrn Loẅen, vndt des Löbzelters vndt Postmeisters zu Leipzig
fleißige addresse, 2 von Madame[,] 1½ von schwester Anna Sophia[,]
1 vom præsidenten[,] 1 von Paul Ludwig con le lettere dj cambio, ohne was
sonsten darneben gutes, vndt wiederwertiges berich-
tett worden. La sospescha es ponçonna de la amistad!


Doctor Ljbenthaler ist bey mir gewesen, hat mir be-
richtett, wie 2 wichtige puncta in den albereitt ge-
druckten friedenstractaten, wehren vergeßen
worden: 1. wegen der neutral Stände, mitteinschließung,
vndt derer die einem oder dem andern theil beygestanden,
wann Sie sich accommodiren, vndt ablata restitujren.
2. wegen notification vndt publication dieses friedens,
welche der Kayser zu intimiren versprochen. <etcetera> Vndt
Diese 2 wichtige vndt gar weittlaüftig aufge- || [[Handschrift: 310v]]
setzte puncta in dem Schriftlichen exemplar, hat Doctor
Gebhardt bekandt, daß Sie wehren per jncu-
riam vergeßen worden, vndt dörften manchen
sonst stutzig machen, im frieden <nisi recte intelligantur>. Madame escrit vom 3. Junij:
<vndt 7. Junij.>


General Banner macht sich starck in vnserer lande
Nachtbarschaft, k vndt setzt auch dem Fürstenthumb
hartt zu. Die vndterthanen werden gantz desperat,
wegen der kriegspreßuren vndt vor augen stehenden
mißwachs, an allen erdtgewächs[,] wein vndt korn, etcetera[.]
Fürst Friedrich vndt sein hofmeister seindt vnpaß, setzen mir hart
zu, schaffen Melchior Loyß ab, wieder meine hoheitt,
Es ist auch Einsiedel vndt Obrist leutnant hanaw noch kranck.
Herzog Joachim Ernst mein Schwager hat einen Tochter<Sohn> bekommen,
Madame[,] ich vndt Schwester Sibylla Elisabeth seindt gefattern.
Meine Schwester die herzogin von Mecklenburg hat eine Tochter[.]
Fürst Friedrich hat <endtlich> abgedanckt, bey den Schwedischen,
will den Sawerbrunn Trincken. Madame be-
gehrt, Oesterreichische weine. Fürst Friedrich danckt auch
abe[!], <von> seinem Regiment.
Fieberkranckheitt regirt zu bernburg,


Nota Bene[:] Baldt darnach, alß mir Doctor Libenthal, obiges
gesagt, hat ihm Doctor Gebhardt, nomine Cæsaris, expresse
inhibiren laßen, mitt niemanden, (biß auf ferrnere
verordnung) auß der außlaßungssache, zu communiciren[.]

|| [[Handschrift: 311r]]


Jch habe Nachmittags den <herrn> bischof von Wien, wegen meiner
sachen anreden, vndt besuchen wollen, vndt dann auch,
bey der Bethlen Gaborin, eine visite thun, aber es
hat nicht sein können, 1. weil der erste absenß vndt
nach KrembsMünster gezogen, 2. die andere aber, soll
kranck, vndt bettlägerig sein, weil Sie das badt
zu Baden, nicht vertragen können, auch sich destwegen
gegen mir, gar hoch, endtschuldigen laßen, vndt gebehten,
biß auf eine andere zeitt, diese dinge<visite> zu differiren.


An Meine gemahlin, an Schwester Anna Sophia[,] an Heinrich Börstel auf den
20. ⁄ 30. huius: datirt, geschrieben, weil dje post erst Morgen
auf den abendt abgehet.

Samstag den 20. ⁄ 30. Junij.


Zeitung daß die Napolitanische schifarmada die Frantzösische costen zu
besuchen vorhabens, wie wol die Türckischen corsaren, an den
Neapoljtanischen Seekandten, starck sich sehen laßen.


Jtem: daß der Spannische Ambassador16 von Paris nacher Brüßel, der
Frantzösische resident17 aber, von dannen nach Paris sich be-
geben hatt, vndt die commercien zwischen den Spannischen,
vndt Frantzösischen vndterthanen beyderseits verbohten,
auch der König in Frankreich dem Cardinal Jnfante, & viceversâ,
durch herolde einander den krieg angekündiget.


Jn dem Lützelburgischen, seye zwar das treffen vorge- || [[Handschrift: 311v]]
gangen zwischen dem Prinzen Tomaso von Savoya, welcher
die Spannischen angeführt, vndt den Frantzosen, so der
alte Maréchal de Chastillon, wie auch der Maréchal de
Brezè commendiret, nach dem <erst> die Frantzosen, selbiger
orten, vbel gehauset, gebrennet, geplündert, mitt
Mordt<en> vndt rauben vbel gehauset, Jm treffen, hat sich
anfangs, das Spannische Fußvolck, sehr wol gehalten,
vndt wol gefochten, also daß es vor die Frantzosen,
(welcher viel mehr, als der Spannischen geblieben)
eine bluhtige victoria gewesen, aber endtlich hat
die fortun[!] die Spannischen abbandonirt, weil auch die
Reütterey außgerißen, vndt das Fußvolck verlaßen,
also das geschütz, munition, fähnlein, vndt bagage
den Spannischen abgenommen worden. Die anzahl derer
so auf der wahl Stadt blieben, ist vngewiß. Beyde
Spannische brave Regimenter des Conte Sfondrato, vndt
Graf von Lodrons, haben den meisten schaden erlitten.
Der Printz Tomaß vndt iunge Graf von Buquoy,
seindt nicht gefangen, sondern mitt großer mühe vndt
gefahr in Namen einkommen, bey<an> welchem ortt,
die Spannischen sich wieder versamlen, ihres schadens,
sich wieder zu erholen, vndt zu rächen.


Es sollen theilß Biscayer, mitt hülfe der Duyn-
kerker, die große Jnsel bey Rochelle in Franckreich || [[Handschrift: 312r]]
glücklich erstiegen, vndt ejngenommen haben.


Dem printzen von Espinoy<Barbançon> jst der sententz, zu
Mecheln, gesprochen, daß er soll auf einem Stul,
enthauptet werden, vndt alle seine gühter confis-
cirt, Sein leüttenampt ist mitt dem Schwert gerichtett
worden.


Der Printz Cardinal Jnfante, will in eigner
persohn, den Staden, oder Frantzosen, entgegen ziehen,
mitt aller Machtt, vndt [...] ihre vorhabende <coniunctjon> verhindern.


Auß Constantinopel hat man, daß auß[!] befehl des
GroßTürcken, so mitt der armada nach Mesopota-
mia zeüchtt, 7 general vndt andere hohe offizirer,
weiln Sie sich, mitt ihrem volck, zu langsamb ein-
gestellet, deßgleichen der Emir Seyda, enthaup-
tett, vndt seine Söhne18 strangulirt worden, auch deßen
bruder, sampt seinen Söhnen19, zu Damasco gesäbelt,
vndt also selbiges gantzes geschlecht außgetilget worden.


Des Königs in Frankreich heroldt hat dem Cardinal Jnfante den krieg
angekündiget, im fall er den gefangenen Churfürsten
von Trier, nicht loß laßen wollte, der cardinal aber ist
ihm zuvor kommen, vndt durch einen heroldt dem Frantzosen
zu Reimbs den krieg denunciirt, im fall er den getroffe-
nen vergleich zu Vervins, nicht halten wollte, also sein || [[Handschrift: 312v]]
beyderseits die commercia verbotten, vndt die repreßali-
en vorgenommen worden, auch baldt darnach die
armèen aufeinander zu, gegangen, wie vorgemeldet.
et cetera


J'ay escrit encores a ma soeur, la Princesse Louyse Amelie.


Nach Zachariaß vndt Christian hülger von Camüz geschickt,
a cause de la lettre de change, de Geörge Winckler:
<Laus Deo anno 1635 adi 4. Junij in Leiptzigk: ThalerThlr: 1000. Nach sicht 14 Tag, belieb den herren zu bezahlen auf diesen meinen wexelbrief an den durchleüchtigen hochgebornen Fürsten vndt herren, herren Christian Fürsten zu Anhaltt, Meinem gnädigen herren Ein tausendt ReichsthalerRthlr: vndt stellets a conto laut aviso der werth soll ihm alhier, mitt danck, wjeder vergnüget werden. Gott befohlen. des herrn dienst willig(st)er Geörg Wingkler. Die vberschrift war: Nomen herren Zachariaß vndt Christian hülger von Camitz gebürtige zu handen, an itzo: Jn Wien.>


Die furrirer des Kaysers, haben vns heütte vber-
rascht, vndt wieder meinen willen, ein neben losamentlein
eingenommen.


Des hertzogs von Saxen Secretarius ist alhier gewesen, Saget,
sein herr werde von Regenspurg hieher geführt werden, be-
danckt sich auch, vor beschehene jntercessiones, gar
fleißig, gegen mir, vndt bittet vmb continuation dieser affection.


Il me dit aussy; que le Baron Schafgotzsch, auroit estè marty-
rizè cruellement onze fois, en 4e. heures, sans avoir rien
confessè, que ce qu'on scait desja, & qu'on auroit autres fois
parlè de mettre un maître Jean a coste du Duc Jules Henri de Saxe mais cela n'a estè effectuè.
perge

|| [[Handschrift: 313r]]


Es hat heütte vndterschiedliche platzregen alhier zu Wien,
gegeben, dadurch die hitze in etwas gemiltert worden.


Jhre Mayestät seindt wieder hinauß. Jch aber bin alhier verblie-
ben, zu schreiben vndt meine sachen zu befördern.


herr Loẅ, ist bey mir gewesen, referirt, daß der Registrator
so der die correctur der friedens handlung vornehmen sollen,
seye vnpaß worden, vndt darüber hette ein ander, so ein
großes vbersehen. Es würden aber die exemplaria itzt
alle vmbgedrucktt, vndt corrigirt.

Sonntag den 21. Junij: ⁄ 1. Julij:

<Vndecj settimane, ch'io sono partito dj Hartzgeroda.>


herr Löw sagte mir auch gestern, es wehre jm nahmen der hollsteinischen
landtschaft, ejn Abgesandter, einer von hattung, zu ihrem besten,
vom König in Dennemark vndt Regierenden hertzogk von holl-
stein abgeschicktt, wollen die landtschaft von der
FreẅleinSteẅer eximiren, welche Sie den abgetheil-
ten hertzogen von hollstein zu geben schuldig sejndt. perge perge


Es hette auch hertzog Geörge von Lüneburg gar ejn freündtlich
handtschreiben, an Jhre Kayßerliche Mayestät abgehen laßen,
darinnen er sich erklähret, dem friedenschluß <Sich> zu accommodj-
ren
, wann es der Churfürst von Saxen, auch thun würde.


Es fangen an die hitzigen fieber vndt fast malignæ febres,
alhier zu Wien zu regiren, vndt es jst der Chur Bayrische
Abgesandte, (welcher die hochzeitt tractirt) Graf von Wolckenstein
ein frommer cavaglier, vor wenig tagen, mitt todt alhier ab-
gangen. Jst schade vor ihn daß er so baldt faulen soll, weil er
in seinen besten iahren, vndt von guten qualiteten gewesen.

|| [[Handschrift: 313v]]


Der Oberste Fernamont, soll noch gewiß die Frantzosen,
in den pündten geschlagen, vndt Bormio eingenommen haben, auch
das gantze Veltlin. Das degenfeldische Regjment Reütter, ist
auch in dem Elsaß, gantz ruinirt worden.


Zu Mittage seindt der Oberste Manteüffel, der Geyer,
vndt herr Loẅ, auch der hofmeister hahn, meine gäste
gewesen.


Jch habe auch heütte der Römischen Kayßerlichen Mayestät vormit-
tags, vndt Nachmittags, aufgewartett, in der Anti-
camera, benebens dem Pfaltzgrafen von Neẅburg, wie sie auß
der Meße, vndt vesper, gekommen seindt, mjtt der Kayserinn
vndt Königinn, auch Ertzhertzoginn, vndt Frawenzimmer.


L'apres disnèe a l'Antichambre, l'Abbè de Lilien-
feldt, President de la chambre des Comptes, me fit force
bons offres. Dieu vueille que les effects, s'en en suivent.


Jch habe mich nun ein tag, oder drey her, des Pfalzgrafen
von Neẅburg pferde gebrauchtt, welcher gar willig, mir sel-
bige zu leyhen.


Le Grandchambellan, de Sa Majestè Jmperiale, comme aussy le
Prince Palatin, Duc de Neẅburgk, m'ont communiquè
fort confidemment les particularitèz escrites de Brus-
selles touchant la desfaitte du Prince Thomas, lequel
pour sa personne a vaillamment combattu, & a voulu
mourir la picque en main glorieusement (ayant receu
5 coups de mousquet & de pistolet, sur sa cuirasse a
l'espreuve, & fait tous les devoirs, d'un prudent &
vaillant cavallier) si les autres hauts Officiers ne || [[Handschrift: 314r]]
l'en eussent retenu[,] mai<& les> Regiments, du Conte de Lodron,
& du Comte Sfondrato, ont le plus estè endommagèz, de chacun
sont demeurè 400 sur la place, & 300 prisonniers environ,
les deux Colonels prisonniers; & force officiers, de marque.
L'autre infanterie, les a suivy, mais a encores eu moyen
de se retirer, & toute l'Jnfanterie a bien combattuë, mais la
Cavallerie fort mal, les ayant la pluspart abbandonnè,
& s'en fuy vers Namur. On loue l extraordinairement la va-
leur & bonne conduitte du Prince Thomas, & aussy du
Conte Bucquoy, lequel commandoit la Cavallerie, &
la prioit & conjuroit a bien combattre, en vain toutes-
fois, a cause de leur laschetè. Jl y a 8 pieces de Canon,
& force bagage perdu, charroy, ammonitions, etcetera[.] Les 2 re-
giments susdits estoyent un Espagnols, & Jtaliens, celuy
de Sfondrato Jtalien, l'autre Espagnol & Portuguais. et cetera
On a rassemblè toutesfois encores, 25 mille hommes, entre
Tirlemont & Maestrich, en attendant un puissant secours,
du Roy d'Hongrie, et de l'Allemagne afin de se defendre
contre les deux armèes, Françoyse & Hollandoyse.
La Hollandoyse doit estre forte, de 28 mille hommes & il
semble qu'ils tascheront a se joindre, si cela ne s'est
desja fait. La perte n'a estè, que de 1500 hommes,
mais bons soldats, & braves gens. L'ennemy a bien
perdu de gens aussy. Ç'a estè une furieuse battaille,
& l'Jnfanterie susdite, a soustenu 6 charges de la ca-
vallerie ennemie, avant que pouvoir estre desordonnèe.

|| [[Handschrift: 314v]]

Montag den 22. Junij. ⁄ 2. Julij.

<Songe: wie ich in einen weiten außgemawerten Tiefen brunnen hinein gesehen, vndt seltzame Stimmen, echo, vndt wunder gethön heraußer gehört.>


Zeitung das die Spannische flotta, auß Jndjen, von 12 in 14 millio-
nen reich, alß in langer zeitt, nicht geschehen, ankommen seye,
vndt daß der prætext der vrsache des krieges zwischen
Franckreich vndt Spannien, einig vndt allein, die captivitet
des Churfürsten von Trier, zum schein, angezogen werde.


Es ist heütte alhier das fest Mariæ heimbsuchung, nach dem Neuen kalender.


Es fänget sich albereitt alhier an, die seüchen der pestilentz
entzelen zu regen, dörfte wol ins künftige, wann das
Obs recht zeittig, insonderheitt gegen den herbst, ärger werden.


Vormittags nach hoff, alda ich mitt dem vngrischen Grafen
Wudiany bekandt worden. Es hat auch der alhjesige Stadt-
halter, herr Preüner, viel mitt mir conversirt, auch wegen
der Religion. perge in der Kayßerlichen anticamera.


Il semble, que mon esperance d'hier, commence a se raffroidir
auprès de l'Abbè de Lischamp, aujourd'huy.


Zeitung das die Türcken, den Bassa zu Ofen, niedergehawen,
vndt aufrührjsch worden, gar neẅlich, wie Sie alda
eine zusammenkunft gehalten, vndt Sie sollen es ohne das
im brauch haben, (wie mir graf Wudiany vndt der Tschernin
erzehleten) wann Jährlich, die roße in die weyde geschlagen
werden, daß Sie starck zusammen kommen. Daß hat den
neẅlichsten lermen vervrsachet. Sie sollen auch noch einen
Bassa, der nach dem Bassa zu Ofen, zu commandiren gehabtt,
neben ihm, haben niedergehawen, vndt 3 andere Bassa; seindt auch
noch darbey gewesen, denen Sie kein leydt zugefüget.

|| [[Handschrift: 315r]]


Dieser Bascha von Ofen, soll gar ein Tyrannischer Mann,
gewesen sein, wie ich vor diesem, als wir auß Vngern
kahmen, aufgezeichnett, vndt diese seine Strengig-
keitt, mag ihm wol den halß gebrochen haben, insonder-
heitt weil der Türckische Kayser nacher Persien, weitt
von den vngrischen grentzen hinweg, marchiret, vndt <gleichsam> absens jst. perge


Bon esperance, de Johann Löw au nom du Coeur.


Je ne me puis ressouvenir du songe d'a ce mattin, quelles
parolles i'ay entendu de la profondeur du puits, mais
je scay bien, que c'estoyent d'estranges voix, & force echo,
mesmes des choses remarquables, mais il me l'a fallu oublier!
Aussy cela ne me sert de rien, si je ne scay discerner
les vrays songes d'avec les faulx, ayant desja estè
abusè si souvent, en obmettant les choses bonnes,
& croyant aux abus, ce qui m'a souvent contristè,
& si faut[-]il pourtant, que je soye admonnestè par fois, pour
mon bien, autrement j'eusse perdu l'honneur & la vie,
si je n'eusse estè averty, de Roussel, en songe, & des
Rüsses, quj m'auroyent fait le mesme traittement qu'ils
ont fait a Alexander Leßler, dont Dieu vueille garder,
tous les Princes, & tous honnestes gens, non accoustumèz
a telle barbaresque bienvenuë. Mais ces affaires de Pologne
& de Moscovie m'ont bien entortillè l'esprit, avec tant &
differents songes, partie sensuels & ambigus, partie faulx,
partie extraordinaires & sans doute divins, depuis 1631 jusqu'a
l'annèe 1634 comme mes pappiers journaulx, tesmoigneront. perge

|| [[Handschrift: 315v]]


Nachmittags habe ich die hertzogjnn von Sachßen, des Marggrafen
Gonzaga seine gemahlin besucht, vndt ist die Fraw
Stadthalterinn, fraw Preünerinn, auch dahin kommen.
Entre autres choses, elle me disoit, que le Baron Schaf-
gotzsch, n'auroit estè torturè, que deux fois, & pojnt
onze fois, mais jl n'auroit rien confessè. Jl auroit
eu la question, apres avoir <desja> estè sententionnè a la mort.

Dienstag den 23. Junij; ⁄ 3. Julij;

<Thomas Benckendorf zu berechnen, an 50 Ducatenduc:n. hundert ReichsthalerRthlr: vndt zu handtgelt 56 Ducatenducn. sive 112 ThalerThlr: per me stesso.>


Von dem hülger, meine 1000 ThalerThlr: völlig eingenommen, so
mir Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin, durch Wincklern von Leiptzig
hieher per cambio, an den Senioratgeldern vbermachtt.


Somnium diesen Morgen früh, wie daß mich der Churfürst
von Saxen, erstlich greẅlich geschmähet, vndt verhonet, hernach-
mals aber, alß ich gesagt, ich köndte es nicht anderst machen,
ich wollte doch gut kayserisch bleiben, hette er mich so hertz-
lich vmbhalset, zu küßet, vndt vmb verzeyhung gebehten,
vndt sein angesicht wehre so klar vndt so schön worden,
wie einer zarten Jungfraw, also daß ich mich verwundert,
daß er so gar zart von hautt geworden, vndt sich so gählingen
verwandelt, hette mir auch die besten wortt gegeben. et cetera Peut
estre que cela denotera sa mort; sj Dieu ne l'en preserve par sa grace.


Jch bin heütte außgefahren mitt des Pfaltzgrafen kutzsche,
so habe ich nicht nach hoff kommen können, weil die ketten
an gaßen, verschloßen gewesen, vndt Jhre Mayestät beym Vice-
Cantzler Strahlendorff, geheimen Raht gehalten. Bin derowegen ein || [[Handschrift: 316r]]
wenig zur Stadt hinauß, spatziren gefahren, mitt hahn
vndt Röder.


Man sagt, es werde der Printz Casimirus auß Polen, gegen
die hochzeitt, des Churfürsten von Bayern, wieder hehrkommen,
vndt darnach zum Könige jns feldt marchiren. So soll
auch des Großhertzogs von Florentz, herr bruder, gegen selbige
zeitt, anhero kommen.


Le Palatin Wolfgang Wilhelm se plaint fort de ce que depuis 1621
il n'a rien receu du Roy de Espagne[,] que le Pere du Roy
d'aujourd'huy, a fait present a son fils, comme figlieul
du Roy, d'une pension annuelle de 4 mille DalersDal: mais depuis
ledit temps n'a rien payè. Que le Roy d'Espagne luy a
promis aussy, d'entretenir sa compagnie des gardes, par an,
& de luy payer, pour 60 chevaux, 640 Philjppes, par mois,
mais depuis le terme susdit, point <aussy> de payement[.] Jl se
plaint fort, du Conte d'Onnata, lequel (a ce qu'il m'a
dit) ne tient pas tousjours ce qu'il promet. perge perge


Schreiben von Madame[,] von Meinem bruder, (so resignirt)[,] <von Schwester Anna Sophia>[,] vom
Præsidenten[,] von Nostitz, vom Postmeister Syber, etcetera[.] Vnser Fürsten-
thumb wirdt sehr bedrenget, Obrist leutnant hanaw, ist noch nicht auß-
gezogen, ia man will noch mehr ChurSächsisches volck einlegen,
Schweden werden hochmühtig, weil der Frantzose ejne Victoria
vber die ander erheltt, ich im schwartzen Register, vndt
können sich wegen meiner begehrten abschickung, so wol,
alß wegen der acceptation des friedens, (weil Sie ihnen noch
nicht notificirt ist) vnsere leütte, noch nicht recht resolviren. || [[Handschrift: 316v]]
Pacience!


<60 ReichsthalerReichsthlr: Thomas Benckendorf zu berechnen. 44 Vngrische Ducatenducn. Thomas Benckendorf zu berechnen.>


Jch habe heütte ein gießfaß vndt handtbecken,
von einem Jubilirer <selber> gekauft, das loht<Mark (Gewichtseinheit und Münze)m:> vmb: 18 Gulden (florenus)f:
18 Gulden (florenus)f: oder 12 ReichsthalerRthlr: <oder iedes loht vmb 9 Schillinge> ist nur ziergoldt daran, vndt
hat 7 marck 14 loht gewogen, Wiener gewicht,
welches an iederm Marck 3 loht vndt 1 Quentchen (Gewichtseinheit)que: schwehrer sein
soll, alß das Leiptziger, frankforter oder Nürnberger gewicht. Die
Wiener proba ist beßer am silber als die Augspurger proba
dann die Augspurger proba helt 13½ loht fein Silber iedere Mark (Gewichtseinheit und Münze)m:
(diß wa handtfaß vndt gießbecken war Augspurger, prob)
Wiener proba aber helt 14½ loht fein Silber. <Er wollte erst kurtzümb vor ein loht 10 schilljnge haben. et cetera>


Jch habe fragen laßen, wie es der Fürstin in 7benbürgen
gjenge, durch Rödern. Die antwortt jst mir gar höflich
worden, daß Jhre Liebden noch vbel auf wehren, hetten vermeint,
Sie müsten gar drauff gehen, so kranck wehren Sje
gewesen, aber numehr hat es sich Gott lob gebeßert.
haben sich gar hoch bedanckt, wegen der visite vndt wollen
meiner, Morgen wils Gott, erwarten.


An Meine herzlieb(st)e gemahlin, An Schwester Anna Sophia[,] an Fürst Friedrich escrit aujourd'hu[y,]
Jtem an præsidenten luy envoyant la conclusion de paix.


Gegen abendt, auf des Pfaltzgrafen von Neẅburg kutzsche
hinauß in Prater gefahren, vndt Spannische weixeln gegeß[en.]

|| [[Handschrift: 317r]]

Donnerstag den 25. Junij: ⁄ 5. Julij:


hinauf nach hof vormittags, alda den Schlesischen herren von
Burghausen, kennen lernen, Jtem: den Feldtmarschalck
leüttenampt Götz, Jtem: den herren Setzschi, auß Vngern,
Jtem: den herren von Sintzendorf, welchen ich anno 1624 zu
Venedig, auch gesehen. So jst auch der iunge Fürst von Lichten-
stein, Fürst Carlls sein Sohn, hinauf kommen.


L'abbè de Ljschamp, demeure en ses bons offres, mais
aujourd'huy m'a niè, que l'Empereur m'auroit promis une
pension annuelle, pour tousjours ains seulement durant la
vie de feu Son Altesse Monseigneur mon Pere, puis quand je serois Prince
regnant, je n'aurois plus affaire de cela. Or ie scay, que
cela n'est point, quoy qu'on me le vueille persuader par
force. Mais ie croy que cela vient du Conte de Meckaw,
car il me disoit <desja> a Ratisbonne; il y a 4e. ou 5 ans, que
je n'aurois plus affaire de pension, estant Prince reg-
nant, & peut estre, qu'il recerche[!] ceste pension luy mesme
ou paraventure ce sont des eschappatoires, pour n'en rien faire.


Zeitung daß sich die 4 außschreibende Städte, Straßburg,
Nürnberg, Vlm, vndt Franckfurt, Jhrer Kayßerlichen
Mayestät accommodirt, vndt zum friedensschluß bekennen,
So hofft man auch, der general Banner, werde cediren,
vndt der König in Franckreich, werde auch zu einem algemejnen
frieden, durch interposition des Bapsts, sich verstehen.
Die Schlesier vndt Breßlawer bequehmen sich auch zum frieden. et cetera

|| [[Handschrift: 317v]]


Jch habe Nachmittags, die Fürstin in 7benbürgen besuchtt,
nach dem Sie etwas genesen von ihrer Schwachheitt. Sie er-
zehlte mir vndter andern, wie daß der Churfürst von Saxen
begehrte, der Kayser sollte Landtgraf Wilhelms von
heßen landt, Landtgraf Geörgen einraümen.


Elle a 103 mille Gulden (florenus)f: de Ragozj, Prince de Transylvanie
cejourd'huy regnant, pour tous ses biens <en Hongrie & 7benbürgen> lesquels
valoyent, 400 mille Gulden (florenus)f: & l'Empereur luy donne pour cela aussy,
150 mille Gulden (florenus)f: pource qu'il luy a fallu prendre une Seigneurie
d'elle & la donner a Ragozj, a cause de la pajx.


Elle ne veut plus retourner en ce pays barbare se
plaignant fort de la rudesse des Hongrois & Transyl-
vains, qu'ils l'ont elle mesme empoisonnè[e], veulent mal
aux Allemands, & ont commis force meurtres de leur Princes.


Darnach vmb die Stadt <ein eckgen> spatziren gefahren.


Nota Aujourd'huy le Comte de Meggau m'a fait fort grise mine,
ne scay, pour quelle rayson.

Freitag den 26. Junij: ⁄ 6. Julij: 1635.


heütte Morgen ist der Oberste Cratz, alß meineydig
vndt friedt<eydt> brüchig auf dem Rahthause enthaüptet wor[den.]
Es hat ihm auch sollen die handt abgehawen werden,
er ist aber damitt begnadiget worden.


Darnach bin ich mitt dem Kayser, vndt Kayserin[n] || [[Handschrift: 318r]]
hinauß aufs iagen, erst nach hietzingen, auf
die wahlfahrt, darnach nach Gatterburgk,
alda man gegeßen, vndt nach der mahlzeitt, geiagt,
Jhre Mayestät haben einen guten hjrsch geschoßen,
einen zwölfer der 4 zentner, vndt 60 Pfund (libra)℔: Wie-
ner gewicht, (welches wie mir Jhre Mayestät selber
sagten, vber 5 Centner vnsers gewichts ist)
gewogen.


Vndter deßen weil wir <zu Gatterburgk> aßen, schlug das gehling
<[e]ndtstandene> wetter ein, am Schotten Thor innerhalb der Stadt, Wien,
an einer<der Schotten> kirche, vndt zündete die inngebeẅde des
Thurns[!] an, also daß er biß auf das Mawerwerck ab-
gebronnen, die gantze spjtze, die glocken als sie
geschmoltzen vndt herundter gefallen, haben Sie an
der kirche das gewölbe etwas eingeschlagen, <2 personen, todt blieben> vndt
das grab des alten Grafen von harrach etwaß
versehrt. Der pulverthurn[!] ist nicht weitt
darvon gewesen, aber Gott lob, so weitt ist das
wetter nicht kommen. Es that einen starcken schlag
diß donnerwetter, hat auch heütte viel geregnet,
biß gegen abendt, da wurde es <gar> schön wetter, wiederumb.


Die Kayserinn hette auch baldt ein groß vnglück
gehabt, da Sie nach der iagt auf ein pferdt sitzen wollen,
vndt zweymal herundter gefallen. Gott lob, daß es noch wol || [[Handschrift: 318v]]
abgelauffen, vndt Jhre Mayestät nicht getretten worden.


Der Erzherzog Leopoldt <Wilhelm>, war neben den Kayserlichen
Princeßinnen, auch mitt draußen, vndt viel vornehme herrn.


Der Kayser, hat mir etzlich mahl gar gnedigst
zugesprochen, vndt von allerley gesprachet.


Jch bin mitt dem Fürsten von Eggenberg, auf seiner
kutzsche hinauß gefahren, vndt der hertzog von Neẅburg
(welcher zwar selber nicht mitt gewesen) hat mich
beritten gemachtt. Der Bischoff von Gurck,
Fürst von Eggenberg, Fürst von Dietrichstain, etcetera
waren auch mitt draußen.


Al ritorno a Vienna, habe ich dem Grafen von
Megkaw, in der anticamera, dem Extraordinario Spannischen
Ambassador Conte d'Onnata aber, an der stiegen im
Schloß zugesprochen, welche sich gewaltig, alle beyde[,]
diverso respectu gegen mir, zu allem gutem erbotten.
Gott gebe darzu, gesegnete continuation, vndt erwüntzschte effecta[.]

Samstag den 27. Junij. ⁄ 7. Julij.


Nota Bene[:] der Graf von Megkaw, sagte mir gestern in der anticamera
ich wehre ia der Regierende herr, vndter den Fürsten zu Anhaltt,
alleine, Jch antwortete aber wie es ist. Jtem: auf mein an-
halten, gab er mir auch gute vertröstung, wegen herrnvetter[n]
Fürst Ludwigs, wann man sich darnach accommodiren würde[,] || [[Handschrift: 319r]]
etcetera[.] J'ay aussy fait hier connoissance avec quelques
Dames de la cour de l'Jmperatrice. Jtem: avec le Prince
de Lichtenstein.


Zeitung das die conjunction zwischen den Stadischen, vndt Franzosen,
vor sich gegangen, bey Maestrich. Sie sollen 50 mille Mann zu-
sammen, stargck sein. Der Cardinal Jnfante aber, will
ihnen, mitt 40 mille begegnen, vndt soll gut volck, bey sich haben.
So hat auch Graf Johann von Naßaw, etzliche Stadische compagnien
geschlagen, nicht ferrne von Steffansweert.


Jtem: zeitung, daß hertzog Rudolf Maximilian von Sachßen
Lawenburg nach dem er zu Meylandt, liberirt worden, an itzo
vor den Pabst, zwey Regimenter werben thue.


Der Frantzose rüstet sich mitt machtt, so wol im Nieder-
lande, alß in Jtalien, wieder das hauß Oesterreich, iedoch
sagt man, das der Nuntius im Nahmen des Pabsts die
interposition tractire, vndt zum frieden den König in Frankreich
zu jncliniren man hofnung habe. Es soll sonsten zu
Roan in Normandy eine gewaltige meüterey, wegen der
vielen schatzungen, vndt auflagen, wieder des Königs
ministros, endtstanden sein, dergleichen meynet man, gehe
zu Tholouze, Bordeaux, vndt anderer orten, auch vor, also
daß der König, die motus domesticos, werde stillen müßen,
vndt die externa auf eine seytte stellen.


Der König in Engellandt, soll sich auch mjtt Spannien,
zu waßer conjungiren, vndt auff Franckreich zu, wollen.

|| [[Handschrift: 319v]]


Vn autre malheur hier au soir devant ma mayson. Jl y a
un fayseur de carosses, quj en a fait un, pour quelque Agent.
Or estant achevè de faire; cest agent en a eu un desplaysir,
& luy a permis au maître de revendre ce carosse. Le maistre
le revend au Colonel Götz. ( L'agent change d'avis &
le veut ravoir. Le maistre l'ayant vendu, au Colonel se de-
fend & ne veut laisser emmener le carosse a l'agent. Mais
l'Agent survient avec une dixaine de personnes, & l'emmeine
par force. Jl a eu beaucoup de bruit & du tintammarre
pour cela & ne scay, ce qu'ensuivra encores: ainsy que le jour
d'hier, sera celebre, a cause de quelques funestes accidents.


Oberste Manteüffel, welcher gestern abendt, mitt mir
ins losament geritten, hat sich heütte zur Mittagsmalzeitt
endtschuldigett, weil er keine fische eße. Geyer ist
dem Bayrfürsten entgegen gezogen, vndter den Oesterreichischen
Landtständen. Doctor Libenthal ist nicht zu hause. Nauwach
hat heütte seinen dienst. herr Loẅ hat den posttag zu schreiben,
ainsy que le jourd'huy n'est pas propre, pour faire des bancquets[.]


Le Secretaire du Duc Jules Henry, de Saxe Lawenburg m'est
venu voir ce mattin, avant disner. Jl croyt; que son maître viendra
au plustost icy, & que le Duc Frantz Albert sera delivrè de sa
prison, a toute heure, pour loger chèz sa sœur, Madame la Marquise Gonzag[a][.]


Nauwach jst bey mir gewesen, mitt sejnen liedern.


Nota Bene[:] Gestern, hat sich des enthaüpteten Obersten Cratzens sejn kop[f]
nach der decollation, noch gereget, vndt das maul auff: vndt zuge-
than, in dem man vor sejne Seele gebehtet. Seine gühter
sejndt auch confiscirt worden.

|| [[Handschrift: 320r]]


Le susdit Secretaire continue a dire, que le Baron Schafgotzsch
auroit eu la question onze fois, & non deux fois, qu'il aurojt
parlè a un sien deputè, & veu un escrit, soubsignè de sa
main, ou il s'en plaint, ainsy on n'en scait le fondement encores,
car je scay, que le Conte de Schligk, l'a dit aussy, de 2 fois,
& Madame la Marquise Gonzaga de mesme.


L'on croyt, que si hier, nj aujourd'huy les complices du D
Fridlandois, n'ont estè executèz a Ratisbonne, qu'ils le seront
bien tost toutesfois. Voyla, ce que c'est, de s'opposer au Magistrat,
& aux puissances superieures. Faut bien observer la reigle de
Saint Paul; Romains 18 13. caput20 & l'on en void les effects de la main de
Dieu, quj tient la main, sur ses Lieutenants en terre.
Mais les Ducs Jules Henry, nj François Albert de Saxe Lauenburg
n'ont a attendre telles sentences, comme Princes de l'Empire,
<esperants leur deliverance, par jntercessions.>

Sonntag den 28. Junij: ⁄ 8. Julij:


Zeitung das der Churfürst von Saxen, dem Kayser, 10 Regiment[!] wieder den
Frantzosen vberlaßen. Nürnberg hat sich accommodirt, Vlm, Franck-
furt, vndt Straßburg, begehren sich zu accommodiren. Der König
seye auf frankfordt zu, marchirt. Der Cardinal Infante hat
35 mille zu fuß, vndt 13 mille zu roß beysammen, deme kömbt der Picco-
lominj auch zu hülfe, mitt etzlich 1000 Mann. Die holländer haben
sich mitt den Frantzosen conjungirt, vndt in die 55 mille Mann zusammen
gebrachtt. Der general leutnant gallaaß marchirt nach Mayntz, den Churfürsten
alda in sein landt wieder einzusetzen. Die Schlesischen Stände
werden per Legatos depreciren, vndt gnade erlangen. Cratz ist Catohlisch
gestorben, vndt hat gar sehr gebehtet, auch seinen Sohn zur fidelitet, dem haus Oesterreich, fleißig || [[Handschrift: 320v]]
vermahnet. Ezliche auß den Nieder Oesterreichischen Ständen,
seindt dem Churfürsten von Bayern, entgegen gezogen, ihn im
nahmen Kayßerlicher Mayestät anzunehmen, vndt außzuquittiren.
Er soll den 12ten: Julij, Neẅen kalenders, anhero kommen. Der
ChurSäxische General leüttenampt Arnhejmb, soll cassiret worden sein.


heütte vormittags nach hoff gefahren, vndt mitt dem ex-
ztraordinarij Spannischen Ambassador Conte d'Onnata allerley conversirt,
auch mitt dem Cardinal von harrach bekandt worden.


Der Oberste Manteüffel, Doctor Libenthal, Johann Loẅ,
vndt Bürgemeister[!] Alemann, sejndt meine gäste zu Mittage
gewesen.


Nachmittags frustra nach hof gefahren, weil Jhre Mayestät
schon auß der kirche gewesen, vndt kejn cavagliero mehr
in der anticamera vorhanden. Der Pfaltzgraf von
Neẅburg ist mir vor der Ritterstube, herauß gehende, begegnet.
Darnach, habe ich von außen, an der Schottenkirche, den vom
wetter, getroffenen Thurm, besehen, vndt mich verwundert,
es auch vor ein großes glück gehalten, daß sich das feẅer
in dem Thurm verhalten, vndt nicht an den pulferThurn[!]
kommen, welcher etwan zehen Schritt darvon stehet, sonsten
hette ein großes theil der Stadt, des Grafens Schljcks[,]
vndt anderer herren haüser, dörfen im brande aufgehen.
Gott lob daß es noch so gnedig abgegangen.


Zeitung daß der König in Polen, wieder den Schweden gewiß
zu felde gezogen.

|| [[Handschrift: 321r]]

Montag den 29. Junij. ⁄ 9. Julij. 1635.


Nach hof geritten, alda mitt dem Pfalzgrafen von Neẅburg
vndt altem Marggrafen allerley discurriret. Jtem:
mitt dem Schatzmeister Curlandt.


Erfahren: daß heütte des Kaysers geburtstag ist, an
welchem Sie 57 iahr altt worden, vndt numehr ins
58. gehen, Gott wolle Jhre Kayserliche Mayestät zu seines
heiligen nahmens ehre, des Römischen Reichs wolfahrt, vndt
zu Jhrer Mayestät selbst eigenem besten, noch viel
vndt lange iahr in guter gesundtheitt vndt ge-
deylicher wolfahrt, gnediglich erhalten. Jhre
Mayestät haben heütte 57 ReichsthalerRthlr: auf den altar
gelegt, vndt geopfert, so viel iahr alß Sie erleben,
pflegen Sie ReichsthalerRthlr: aufzulegen. Es werden auch so viel
eyer im schmaltz zugericht, zur Mittagsmalzeitt, als
Jhre Mayestät iahr altt sein. Jhre Kayserliche Mayestät aber,
pflegen meistentheilß, mitt der Kayserinn, eine
zeitlang hero, in camera zu eßen, zu verhütung vieler
disordinj vndt competentzen der vmbstehenden, auch
daß Jhre Mayestät solcher gestaltt, geruhiger sein können.


Mjtt dem Marchese Palavicinj, habe ich auch zu discu-
riren vrsach genommen, Jtem: mitt dem Fürsten von Eggenberg
& aliis, in anticamera vndt droben zu hoff.

|| [[Handschrift: 321v]]


Schreiben von Madame, vom 16. vndt 18. Junij, auch eins,
von hans ernst von Börstel par l'addresse du maître des postes de Leipzig>.
Nota Bene Avis de Madame daß den 13den: dieses, Nachmittags vmb 2 vhr durch
einen Schmideknechtt, so einen schoß in ein Strohdach gethan, ein
großes Feẅer außkommen, das nichts mehr von hartzgero-
da vbrig, alß das schloß, das Forwerck, Kittelshof vndt
7 haüser in der Stadt, 17 haüser in der vorstadt auf der
Freyheitt, vndt der Ehrenberg ist <noch> gantz stehen blieben.
Aber in der Stadt, ist die kirche, Rahthauß vndt alle
andere haüser, wie vorgedachtt, im grundt abgebrandt,
vndt haben die armen leütte fast nichts retten können,
die Schäferey bey Kittelshof wie auch der kornboden, etzliche
Ställe, das Thorhauß, ist alles hinweg, vndt wenn es
nicht bey Tag gewesen, wehre das schloß vndt alles mittein-
ander besorglich in die asche gelegt worden. Daß feẅer
ist recht gegen dem winde zugebrandt. Mein bruder gibt
sich gedultig darein, will den armen leütten wieder aufhelfen.
hat gantz abgedanckt, sein Regiment hat einer von her-
berstorff bekommen. Fürst Ludwig hat auch an Reichs-
cantzler geschrieben, vndt vmb seine diensterlaßung
angehalten. Man förchtet sich im lande eines großen
blutbadts, weil der Churfürst von Saxen, auf die Schwe-
dische zu, gehen will. Man macht sich lustig vber mich,
wenn ich selber sollte wollen die lehn entpfangen,
vndt nichts beßers verrichten, als was ein agent verrichten || [[Handschrift: 322r]]
köndte, wie Löben vndt seines gleichen. Man will
mir nur in allem vor alleß zur lehensentpfängnüß
3 mille ThalerThlr: verwilligen, welche ich meistentheilß schon
entpfangen, vndt verzehrt. Börstel vndt Stammer werden
sich einstellen, vndt eine kutzsche mitt 6 pferden mittbringen,
auch etzliche raysigen, damitt wirdt man viel geldt
verzehren, vndt vngelegenheitt haben. Des præsidenten Sohn
werden die herrenvettern abordnen, Stammer aber, (welcher
difficulteten gemachtt) soll hofmeister sein, vndt man
hat ihm 100 ThalerThlr: zu seiner außrüstung geben müßen,
hofft auch noch mehrere recompenß, weil er seine Mutter
sitzen leßet vndt seine Schwestern21, <hauß vndt hoff> vmb meinent wjllen.
Fürst Augustus vndt der præsident würden nach Staßfort
zum Banner, vndt Oxenstern soll schon im lande sein.
Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin wüntzschet meine anwesenheitt,
sehr im iüngsten handtbrieflein, vndt befahret sich ei-
nes großen blutbadts. Klaget vber den großen Miß-
wachs vndt elendt der lande. Will durch hanß Ernst
Börstels hochzeitt, worbey die herrenvettern zu bernburg auch sein
werden, den præsidenten so viel als müglich verobligirt
machen, weil er ohne daß ein 30Jähriger diener ist.
Die Fürstin von Krannichfeldt ist alterirt wegen ihres
hofmeisters a prins a Madame pour la despiter, sue gioje.
Wirdt aber verhoffentlich, durch die salveguardie
wieder erfreẅet werden. || [[Handschrift: 322v]]
etcetera


Nachmittags, bin ich wieder nach der Schotten kirche zu geritten
die brunst so neẅlich endtstanden, beßer zu betrachten,
welches mir ein Benedictiner Münch, (denn es ein
Benedictjner kloster ist) eigentlich erzehlet, vndt
gezeiget. Jnnwendig, nach dem es durch den Thurm geschla-
gen, hat es etzliche gräber verderbt, nicht des Grafen
von harrach, sondern der herren Preüner, welche aber leichtlich
zu repariren. Es hat aber auch, von ejnem Altar, einen
<meßingen> leüchter hinweg <vndt mitten entzweyen> geschlagen, welcher Altar, zjmlich weitt,
hindter diesen gräbern jst, fast mitten in der kirchen,
vndt man kan gar nicht sehen, wo der Strahl an diesem
ortt durch die Mawer gangen seye. So hat es auch,
etzliche Todten knochen, hindter der kirche verderbett.
Am Thurn[!] aber hat es beyde weyser durchstrichen,
vndt ezliche ziffern außgelescht, darüber ich mich ver-
wundert, wie es beyde weyser (die doch gegen-
einander vber, rückwarts stehen) <al>so treffen können,
vndt an dem ortt nicht durch die Mawer quer hindurch
sondern von oben herabwerts geschlagen, vndt das feẅer
entzündet. Sonsten, ist das inngebeẅde am Thurn[!] ver-
brandt, die glogken zerschmoltzen, der knopff
herundter gefallen, vndt ein drey personen so
retten wollen hart verwundet worden, darundter
ein Capuziner, ein Schlotfeger, vndt ein zimmermann
gewesen, Es ist aber, keiner gestorben. Der pulferthurm || [[Handschrift: 323r]]
ist gar nahe an der kirchen, vndt hette leichtlich ein
großes vnheyl, wann das pulfer angangen, den nechsten
haüsern daherumb, alß der Bethlen Gaborin, dem
Graf Schligken, dem herrn bischoff zu Wien vndt andern,
ia der gantzen Stadt, auß solchem brandt endtstehen können.
Es jst noch allezeitt beßer in die barmhertzige handt
Gottes, zu fallen, alß in der Menschen hände.
Aber leyder! zu hartzgeroda, ists strenger abgegangen.


Der benedictiner zeigete mir auch ihr refecto-
rium, vndt erzehlete mir, vndter andern, wie ihr orden,
fast der stärckste wehre, vndter den Münchsorden,
Es wehren wol 24 Päbste, 1500 Cardinäle,
3000 bischoffe, vndt 25000 heiligen, auß
diesem orden creirt vndt geweyhet worden, da-
durch hette der Orden also zugenommen. Die residentz
Sancti Benedictj, ihres Patriarchen, (wie er ihn nennet,
weil er gleich dem Patriarchen Abraham, vndt
Jacob, etcetera viel anzahl kinder, die nach seinem
nahmen genennet, hinterlaßen) seye zu Monte
Cassino, jm Königreich Neapolis gewesen.
Diß kloster alhier zun Schotten ist schlecht, gebawet,
hat einen Prælaten vndt 20 ordensbrüder.
Wirdt darumb zun Schotten genennet, weil es selbi-
ger nation erstlich gegeben vndt eingereümt worden,
itzundt aber ist kein Schottländer mehr darinnen zu finden || [[Handschrift: 323v]]
perge perge perge[.]

Dienstag den 30. Junij: ⁄ 10.den Julij:


Escrit a Madame auf morgen; gebe gott datirt, wegen des Posttags.


Jhre Mayestät sejndt wieder hinauß, aufs iagen. Jch
habe es zu spähte erfahren, bin destwegen, nicht <mitt> hinauß,
wjewol auch, vjel andere herren innegeblieben.


Jl faut ajnsy lanterner jcy; et perdre mon temps,
a mon grand regret, sans rien faire, quj vaille.


Johann Löw hat mir abermal manquirt, wegen der promittirten
1000 Gulden (florenus)f: del coraçon. Promissis, dives quilibet esse potest.22
Mas el coraçon, è stato sforzato; d'jmprestarlj al
Signor d'Abbate, di Gigljocampo, (per l'Jmperatore)[.] Chacun
prend maintenant, ou jl trouve, afin d'avoir e de quoy
contenter le monde, principallement en ces solennitèz.


Wann eine Marck Sjlbers, auf 12 ReichsthalerRthlr: alhjer
kömpt, so kömbt das loht, auf 9 schilling, wie ichs neẅlich
am handtbecken, mitt ziergoldt gekaüft, wan<jedoch> nach Wie-
ner gewichtt. Wann jch aber, weiß sjlber kaüffe,
kan jch das loht alhier, vmb 8 Schilling (solidus)ß: bekommen, Augspurger proba,
Thete das Marck; 10 ReichsthalerRthlr: <Vndt> 1 gülden, Wjener gewichtt,
wie ich dann heütte, ejn par klejne Sjlberne leüchter erhandelt,
das loht, vmb 1 Gulden (florenus)f: oder 8 schjlljnge, welches ejnes ist. et cetera
Es wuge 1 Mark (Gewichtseinheit und Münze)m: 10 loht, vndt 1 quintle, helt jst aber keine
proba drauf, vndt mir vor 12 löhtig Silber nur verkauft
worden.

|| [[Handschrift: 324r]]


Diesen abendt zu hof aufgewartett, alß Jhre Kayserliche
Mayestät vom iagen wiederkommen, vndt mitt dem Cardinal
von Dietrichstain conversirt, wie auch mitt den Fürsten
von Lichtenstain, Dietrichstein vndt Neẅburg, auch
dem Fürsten von Eggenberg. Darnach haben
wir im ballhause, die beyden Fürsten von Eggenberg
vndt Dietrichstain, vndt andre cavaglierj, thur-
nieren sehen, da sie Sich gev̈bt, gegen die Chur Bayrische
bevorstehende hochzejtt.


Nota Bene Nota Bene[:] promesse <a> Abbate Lilienfeld 3æ. partis, combien qu'il ne
face autre chose, que cercher[!] des subterfuges & eschap-
patoires, voire, (comme par jeu, mais quelques fois a bon escient)
me veut induire a devenir Papiste, & se plaint de ce
que je ne l'ay voulu devenir, il y a 15 ans, a Neẅstadt.
Ô Dieu, fortifie moy, en la vraye constance, afin
que nj pour promesses, nj pour dons, je ne fleschisse nj a
droite, nj a gauche, ains que je chemine fidellement
en tes voyes. Es wehret nur ein klejne zejtt, vndt
hilfft doch nichts, zur Sehligkeitt!23


Textapparat
a Ab hier ebenfalls zu streichen: "wegen zweyer Jagttage, eines"
b Im Original verwischt.
c Für das erste Siegel.
d Für das zweite Siegel.
e Auflösung unsicher.

Kommentar
1 Lc 20,25.
2 Zitat nach dem Titel der menippeischen Satire "Nescis quid serus vesper vehat" des Marcus Terentius Varro, überliefert durch Gell. 13,1,1 (ed. Marshall 1968, Bd. 2, S. 392).
3 Zitat aus Cic. parad. 6,49 (ed. Nickel 1994, S. 240f.).
4 Zitat aus Sen. epist. 1,1,5 (ed. Fink 2011, Bd. 1, S. 10).
5 Zitat der Figur des Titiro aus dem I. Akt, 4. Szene, in Guarini: Pastor Fido, o. S.
6 Zitat der Figur des Montaro aus dem I. Akt, 4. Szene, in Guarini: Pastor Fido, o. S.
7 Sir 34,1.
8 Iac 2,26.
9 Zitat nach Fest. S. 460-462 (nach ed. Lindsay 1913).
10 Zitat aus Dist. Cat. 2,26 (ed. Duff/Duff 1982, S. 608).
11 Zitat vom Beginn des II. Akts, 4. Szene, aus Guarini: Pastor Fido, o. S.
12 Nicht ermittelt.
13 Zitat aus Verg. Aen. 6,620 (ed. Binder 2008, S. 318).
14 Das Folgende wahrscheinlich auf Grundlage der italienischen Ausgabe von Mexía: La selva di varia lettione, Tl. 5, S. 24v-29r.
15 Ecl 5,6.
16 Person nicht ermittelt.
17 Person nicht ermittelt.
18 Von den fünf bekannten und damals noch lebenden Söhnen des Emirs Fachr-ad-Din II. wurden lediglich Haidar, Mansur und Buluk hingerichtet.
19 Personen nicht ermittelt.
20 Rm 13.
21 Nicht ermittelt.
22 Sprichwort nach Ov. ars 1,144 (ed. Holzberg 2011, S. 68f.).
23 Zitiert nach den beiden letzten Zeilen der 13. Strophe des Kirchenliedes "Warum betrübst du dich, mein Herz" von Hans Sachs (1494-1576) aus dem Lutherischen Gesangbüchlein (1638), S. 580.
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abandonniren
aufgeben, verlassen, zurücklassen
Acceptationspatent
Annahmeurkunde
accommodiren
sich anpassen, sich fügen, sich (gütlich) vergleichen
accommodiren
einrichten, ausstatten
Affection
(positive oder negative) Einstellung jemandem gegenüber; meist Gewogenheit, Zuneigung
affectionirt
gewogen, geneigt
Agent
(diplomatischer) Geschäftsträger
Ambassador
Abgesandter, Botschafter
Anforderung
Anspruch, Einspruch, Geldforderung
anziehen
anführen, erwähnen
Armada
Armee, Heer
Armada
Kriegsflotte
ausquittiren
hinausgeleiten
Avis
Mitteilung, Nachricht
Avisbrief
schriftliche Anzeige eines Wechsels
Ballhaus
für das Ballspiel errichtetes Gebäude
Bassa
Statthalter einer osmanischen Provinz
befahren
(be)fürchten
Beilager
Hochzeit, erster Beischlaf
besorgen
befürchten
besorglich
befürchtet
Calumnie
falsche Beschuldigung, Verleumdung
Captivitet
Gefangenschaft
cediren
weichen
cediren
abtreten, übereignen
Commercien
Handelsgeschäfte
Competenz
Rangkonflikt
componiren
(sich) einigen, (sich) vergleichen
componiren
einrichten
componiren
(Konflikt) beilegen
comportiren
sich gut vertragen, sich freundlich verhalten
condemniren
verurteilen, verdammen
Conjunction
Vereinigung, Zusammenführung
conjungiren
verbinden, verbünden, vereinigen, zusammenführen
contentiren
zufrieden stellen
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
convinciren
(einer Schuld) überführen
cortesisch
höflich
Coste
Küste
Decollation
Enthauptung
Defension
Verteidigung
denunciren
ansagen, verkünden
depreciren
Abbitte tun
differiren
verschieben
Difficultet
Schwierigkeit
Dignitet
Würde, Standeswürde
Doppie
Goldmünze
ein
ungefähr
Einspänniger
Kriegsknecht mit Pferd, fürstlicher Bediensteter, Stadtknecht; berittener Bote, Geleit- und Meldereiter
Einspänniger
Eigentümer eines kleineren bäuerlichen Besitzes, der meist nur Handdienste leistet
Erichtag
Dienstag
excipiren
ausnehmen
Factor
lokaler Geschäftsführer eines Handelsunternehmens
Factor
Beauftragter für Geld- und Handelsangelegenheiten
Fidelitet
Treue
Filß
Verweis
Fräuleinsteuer
bei Vermählung einer Tochter des Herrscherhauses von den Untertanen zur Beschaffung der Aussteuer zu entrichtende Abgabe
Freundschaft
Verwandtschaft
Frontir
Grenze
Fußvolk
sämtliche Soldaten zu Fuß (Infanterie) innerhalb eines Heeres
gähling
plötzlich, unversehens
gelde
unfruchtbar, unträchtig oder als zur Zucht ungeeignet ausgesondert (etwa bei Schafen); auch gelle.
Geldschatzung
Erpressung von Geld als außerordentliche Kontribution
gelle
unfruchtbar, unträchtig oder als zur Zucht ungeeignet ausgesondert (etwa bei Schafen), auch gelde.
Generalquartiermeister
Vorgesetzter aller Quartiermeister
improbiren
missbilligen, tadeln
Impuritet
Verunreinigung
incliniren
zu etwas neigen
inhibiren
verbieten
Inscription
Inschrift
Inscription
Niederschrift
insinuiren
(ein Schriftstück) einhändigen, übergeben, zustellen, (heimlich) hinterbringen
insinuiren
sich einschmeicheln
insinuiren
andeuten, durchblicken lassen
Intercession
Fürsprache, Vermittlung
Interposition
Dazwischenstellung, Vermittlung
intimiren
ankündigen, veröffentlichen
Johannistag
Gedenktag für Sankt Johannes den Täufer (24. Juni)
justificiren
Strafe vollstrecken
justificiren
berichtigen, prüfen
Kammersache
Angelegenheit eines mit einer spezifischen Funktion betrauten Kollegiums von Amtsträgern (z. B. Amtskammer, Hofkammer oder Kriegskammer)
Kastner
eigentlich Verwalter des Kornspeichers, teils auch Amtmann über alle Einkünfte
Knopf
Turmkugel (oft vergoldete Metallkapsel auf der Spitze eines Turmes)
Knopf
kleiner rundlicher Körper am Ende eines Gegenstandes (z. B. eines Degens, Sattels oder Stockes)
Krabate
Kroate (Sammelbegriff für einen in der Regel aus Südost- oder Osteuropa stammenden Angehörigen der leichten Reiterei)
Kriegspressur
Kriegsbedrückung, Kriegsbeschwerung
Landesdefension
Landesverteidigung
Lehenwahr
bei der Belehnung zu entrichtende Gebühr
liberiren
befreien, freilassen
Losament
Unterkunft, Wohnraum
manquiren
fehlen, mangeln
Mariä Heimsuchung (Visitatio Mariae)
Gedenktag an den Besuch der schwangeren Maria bei ihrer Verwandten Elisabeth (2. Juli)
Mark
Gewichtseinheit für Gold und Silber
Maß
Raummaß, Hohlmaß
Matte
spanische Münze (Taler)
Memorial
Denkschrift und Information über noch zu erledigende Aufgaben, Bittschrift
Memorial
Erinnerungsschrift
Muht
Getreidemaß
nach advenant
je nachdem, im Hinblick auf, im Verhältnis zu
nau
knapp
Ordinanz
Befehl, Anordnung
pardonniren
begnadigen
Patagon
Taler (spanische Niederlande)
Pension
Gnaden- oder Ruhegehalt
Pension
Kostgeld
Pension
Dienstgeld, Besoldung
perturbiren
beunruhigen, stören, verwirren
Pistole
spanische Goldmünze, Doppelescudo (Dublone)
Pistolette
Pistole (spanische Goldmünze)
postiren
mit der Eilpost reisen
Praetext
Vorwand, Scheingrund
procuriren
etwas besorgen, für etwas Sorge tragen
promittiren
versprechen, zusagen
Quartiermeister
für die Beschaffung von Verpflegung und Unterkunft zuständiger Unteroffizier
Quintanarennen
Wettkampf, bei dem die Teilnehmer mit ihrer Lanze ein lebloses Ziel (meist drehbare Figur eines geharnischten Ritters) treffen mussten
recidiv
rückfällig
Recognition
Anerkennung einer Sache
Recompens
Belohnung, Vergütung
Recuperation
Zurückeroberung
Relation
Bericht
remittiren
zugestehen
remittiren
verweisen
remittiren
(Geld oder Wechsel) schicken
remittiren
nachlassen, erlassen
resigniren
Verzicht leisten, entsagen
resigniren
abdanken, (ein Amt) aufgeben
resolviren
entschließen, beschließen
resolviren
auflösen
Ring(el)rennen
Wettkampf, bei dem der Reiter in vollem Galopp mit der Lanze oder dem Wurfpfeil einen Ring berühren musste
Salva Guardia
militärischer Schutz, Schutzwache
Salva Guardia
sicheres Geleit durch Soldaten
Salva Guardia
Schutzbrief für Reisende
Salva Guardia
Schutzbrief gegen weitere Kontributionen und andere Sonderzahlungen
Scheledon
Skelett
Sentenz
Gerichtsurteil, Rechtsspruch
spargiren
ausstreuen, ausbreiten
Stück
Geschütz
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
suspiciren
verdächtigen
Tag Peter und Paul
Gedenktag für die beiden Apostel Petrus und Paulus (29. Juni)
Thum(b)propst
Dompropst (Vorsteher und Vertreter eines Domkapitels nach außen)
torquiren
foltern
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
Tradiment
Verrat
Treffen
Schlacht
Treffen
zu einer gemeinsamen Linie zusammengestellte Truppenverbände innerhalb einer Schlachtaufstellung
vaciren
offen sein
vaciren
frei sein
Valor
Geltung
Valor
Wert
verehren
schenken
verobligiren
verpflichten
Volk
Truppen
vorbiegen
vom Weg abbringen
Weixel
Name für verschiedene Kirschenarten
Zeitung
Nachricht
Abaza Mehmed Pascha

geb. 1576
gest. 1634
Anm.: Geboren in Georgien; Verschleppung und Versklavung als Kind; danach Karriere in der osmanischen Administration; 1605-1607 Beteiligung an einem Aufstand in Anatolien; ab 1617 Beylerbey (Provinzgouverneur) von Varosia; seit 1620 Beylerbey von Erzurum; 1622/23 Anführer einer Rebellion gegen Sultan Mustafa I. (1591-1639); 1628-1631 Beylerbey von Bosnien; 1633/34 Heerführer im polnisch-osmanischen Krieg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Jacques (d') Abelin

Anm.: Um 1614 gräflicher Hofmaler in Bentheim; um 1626 Kaufmann in Amsterdam.
Graf Babo I. von Abensberg

gest. 1001/02
Anm.: Angehöriger des Adelsgeschlechts der Babonen; 975-980 Graf im westlichen Donaugau; seit 983 Burggraf von Regensburg; Stammvater der Grafen von Abensberg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Graf Niklas von Abensberg

geb. 1441
gest. 1485
Anm.: Sohn des Grafen Johann III. von Abensberg (gest. 1475/76); Rat der Herzöge von Bayern-Landshut; bayerischer Pfleger von Graisbach, Riedenburg und Kehlheim.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Abraham N. N.

geb. 1634
Anm.: Jüdischer Junge, der am 30. Juli 1634 in Venedig beschnitten wurde.
Abraham

Anm.: Biblische Figur.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Absalom
Abschalom

Anm.: Biblische Figur.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Achates

Anm.: Figur der römischen Mythologie; in Vergils "Aeneis" der beste Freund und Gefährte des trojanischen Helden Aeneas.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Achill(es)

Anm.: Heldenfigur der griechischen Mythologie; Hauptheld der Ilias des Homer.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Actaeon
Aktaion

Anm.: Antike mythische Gestalt, die nach Ovid auf der Jagd Diana und ihre Nymphen beim Bad überraschte, deshalb von ihr in einen Hirsch verwandelt und von den eigenen Hunden zerfleischt wurde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Adam

Anm.: Biblische Figur; Stammvater der Menschheit.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Salomon Adam

gest. 1640
Anm.: Schwedischer Hauptmann, Obristleutant und Obrist (ab 1632) schottischer Herkunft; seit 1636 Kommandant von Magdeburg (mit Hans Drake), wegen Übergabe der Stadt zum Tode verurteilt, später jedoch unter Verlust seines Regiments begnadigt.
Jürgen Aderkas

geb. 1603
gest. 1631
Anm.: Sohn des Jürgen von Aderkas (1563-1602); schwedischer Obrist.
N. N. Adler (1)

Anm.: Mutter von N. N. Adler (2); um 1636 alte Wirtin im sächsischen Königstein; früher im Dienst des Grafen Johann Kasimir von Lynar (1569-1619) und des Berliner Kurfürstenhofes.
N. N. Adler (2)

Anm.: Feuerwerker des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647).
Hendrik Adler

Anm.: Ca. 1622-1628 Schöffe (Ratsherr) sowie mehrfach Bürgermeister von Harderwijk.
Johan Adler Salvius

geb. 1590
gest. 1652
Anm.: Sohn des Strängnäser Stadtschreibers Peder Hansson (gest. vor 1609); Studium in Uppsala (1609), Rostock (1612/13), Helmstedt (1613/14), Staßburg (1615) und Marburg (1615); 1614 Magister; 1619 Promotion zum Dr. jur. utr. in Valence; ab 1621 Assessor am schwedischen Hofgericht; diplomatische Missionen für Schweden nach Kursachsen (1622), Dänemark (1623) und Norddeutschland (1624); seit 1624 Staatssekretär; 1631-1634 und 1636-1650 schwedischer Resident in Hamburg und im Niedersächsischen Reichskreis; ab 1634 Hofkanzler und Geheimer Rat; seit 1638 alleiniger Legat Schwedens in Deutschland; 1643-1648 schwedischer Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress; seit 1648 Reichsrat; 1629 Nobilitierung; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand; vgl. Heiko Droste: Im Dienst der Krone. Schwedische Diplomaten im 17. Jahrhundert, Berlin/Münster 2006, S. 378.

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Adonai

Anm.: Eine der Umschreibungen für Jehova (Gottes Eigenname) im Tanach.

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Valentin Adrian

Anm.: Um 1629 vermutlich Kaufmann in Braunschweig.
Königin Kleopatra VII. Philopator von Ägypten

geb. 69 v. Chr.
gest. 30 v. Chr.
Anm.: Tochter des Ptolemaios XII. Neos Dionysos (gest. 51 v. Chr.); 51-47 v. Chr. gemeinsame Regentschaft mit ihrem Bruder Prolemaios XIII. (61-47 v. Chr.); seit 47 v. Chr. faktische Alleinherrscherin in römischer Abhänigkeit; Selbstmord nach endgültiger Niederlage gegen Octavian (63 v. Chr.-14 n. Chr.).

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König Ptolemaios II. Philadelphos von Ägypten

geb. 308 v. Chr.
gest. 246 v. Chr.
Anm.: Sohn des Ptolemaios I. Soter (367/66 v. Chr.-283/82 v. Chr.), ab 306 v. Chr. König von Ägypten; seit 285 v. Chr. Mitregent seines Vaters und ab 283/82 v. Chr. ägyptischer Alleinherrscher.

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Ännchen N. N.

Anm.: Um 1630/34 Kammermagd der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); im Januar 1634 Verlobte des fürstlichen Kammerdieners Johann Schumann (gest. 1636).
Aeolus
Aiolos

Anm.: Griechisch-römischer Gott und Beherrscher der Winde.

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Johan van Aerssen

geb. 1579
gest. 1654
Anm.: Sohn des Cornelis van Aerssen (1545–1627); Herr von Wernhout; 1613-1625 niederländischer Drost der Baronie Breda; seit 1637 Bürgermeister von Breda.

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Kaiser Fasilides von Äthiopien
Kaiser Alam Sagad von Äthiopien

geb. 1603
gest. 1667
Anm.: Sohn des Kaisers Sissinios (Malak Sagad III.) von Äthiopien (1572-1632); seit 1632 Kaiser von Äthiopien.

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Kaiser Jakob von Äthiopien
Kaiser Malak Sagad II. von Äthiopien

gest. 1606
Anm.: Sohn des Kaisers Sarsa Dengel (Malak Sagad I.) von Äthiopien (1550-1597); 1597-1603 und seit 1604 Kaiser von Äthiopien.
Fernando Afán de Rivera y Enríquez
Duque Fernando de Alcalá de los Gazules
Marqués Fernando de Tarifa
Conde Fernando de Los Molares

geb. 1583
gest. 1637
Anm.: Sohn des Fernando Enríquez de Ribera y Cortés (geb. 1529); spanischer General und Politiker; zunächst Generalkapitän von Katalonien; 1619-1622 Vizekönig von Katalonien; 1629-1631 Vizekönig von Neapel; 1632-1635 Vizekönig von Sizilien; 1636 Gouverneur des Herzogtums Mailand; ebenso spanischer Botschafter und Generalvikar in Italien unter Papst Urban VIII. (1568-1644).

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Afrasiyab Pascha

gest. 1624
Anm.: Durch Ämterkauf seit 1612 Beylerbey von Basra, der weitgehend unabhängig vom Sultan regierte; Begründer der Dynastie Al-Afrasiyab, die bis 1668 in Basra herrschte.
Aglaia

Anm.: Eine der drei griechischen Göttinnen der Anmut (Grazien).

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Adam Christian Agricola

geb. 1593
gest. 1645
Anm.: Sohn des Teschener Hofpredigers und Superintendenten Johann Agricola (gest. 1609); reformierter Theologe; Studium in Leipzig und Frankfurt/Oder; 1620-1622 Hofprediger des Markgrafen Johann Georg von Brandenburg-Jägerndorf (1577-1624); 1622-1629 Hofprediger in Güstrow; 1629-1636 Dom- und Hofprediger in Berlin; seit 1636 Hofprediger in Königsberg.

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Johann Georg Agricola

geb. 1558
gest. 1633
Anm.: Sohn des Amberger Arztes Dr. Georg Agricola (1530-1575); ab 1582 Studium in Heidelberg (1585 Bacc.); 1588-1593 Medizinstudium in Wittenberg; 1594-1614 und 1621-1629 Stadtarzt in Amberg; seit 1629 praktischer Arzt in Regensburg.

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Peter Agricola

gest. 1648
Anm.: Bis 1631 fürstlicher Kanzleischreiber in Bernburg; um 1635/43 Sekretär des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim

geb. 1486
gest. 1535
Anm.: Sohn des Kölner Bürgers Heinrich von Nettesheim; deutscher Universalgelehrter, Theologe, Jurist, Arzt und Philosoph; 1499-1502 Studium in Köln; 1509 Dozent an der Universität Dole; 1509/10 Bergrat der Stadt Köln; Dozent an den Universitäten Köln (1511) und Pavia (1512 und 1515); 1512 kaiserlicher Offizier; 1515 Promotion zum Dr. med. und Dr. jur. utr. in Pavia; 1518-1520 Stadtsyndikus in Metz; 1521-1523 Arzt in Genf; 1523 Stadtarzt in Fribourg; 1524-1527 Leibarzt der verwitweten Louise de Valois, Duchesse d'Angoulême (1476-1531); 1528/29 Arzt in Antwerpen; 1529/30 Archivar und Historiograph der niederländischen Regentin Erzherzogin Margaretha von Österreich (1480-1530).

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Francisco d' Aguilar
Isaaco Levi Buendia

Anm.: Portugiesischer Jude, der in Brüssel erst zum Katholizismus, später in den Vereinigten Niederlanden zum reformierten Glauben konvertierte; um 1627 Sprachmeister für Spanisch unter dem Theologieprofessor Constantin L'Empereur (1591-1648) in Harderwijk; im Januar 1627 ebenso Spanischlehrer des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg; vgl. Klaus Conermann (Hg.): Briefe der Fruchtbringenden Gesellschaft und Beilagen: Die Zeit Fürst Ludwigs von Anhalt-Köthen 1617-1650, Reihe I, Abt. A: Köthen, Bd. 2, Tübingen 1998, S. 104-106.
Ahizade Hüseyin Efendi

geb. 1572
gest. 1634
Anm.: Seit 1632 Mufti von Konstantinopel (Schaich al-Islām); 1634 Hinrichtung wegen angeblicher Verschwörung gegen Sultan Murad IV. (1612-1640).
N. N. von Ahlefeld

Anm.: Um 1637 Rittmeister.
Sophia von Ahlefeld
Sophia von Baudissin
Geburtsname: Sophia von Rantzau

geb. 1620
gest. 1697
Anm.: Tochter des Gerhard von Rantzau (1558-1627); 1633-1646 erste Ehe mit Wolf Heinrich von Baudissin (1597-1646); 1650-1670 zweite Ehe mit Cai von Ahlefeld (1591-1670).
Ahmed Pascha

Anm.: Um 1615/17 Beylerbey (Provinzgouverneur) von Kanischa.
Hans Jakob Aichinger

Anm.: Regensburger Tuchhändler; Innerer Rat (1606-1634), Kämmerer (1614, 1616/17, 1619/20, 1622/23, 1625, 1628 und 1630/31), Ungeldherr (1620-1625) und Steuerherr (1625-1634) der Reichsstadt Regensburg; vgl. Werner Fees-Buchecker: Rat und politische Führungsschicht der Reichsstadt Regensburg 1485-1650. Studien zur Verfassungs- und Sozialgeschichte Regensburgs in der Frühen Neuzeit, Diss. München 1998, S. 214.
Foppe van Aitzema

geb. ca. 1580
gest. 1637
Anm.: Sohn des Schelte van Aitzema; Studium in Franeker, Leiden, Helmstedt und Wittenberg; 1607-1613 herzoglicher Rat in Wolfenbüttel; 1612/13 zugleich Kanzler des Hochstifts Halberstadt; Gesandter der Generalstaaten, u. a. bei der Hanse in Lübeck bzw. Hamburg (seit 1617) und am Wiener Kaiserhof (1636/37); 1637 Konversion zum katholischen Glauben.

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Lieuwe van Aitzema

geb. 1600
gest. 1669
Anm.: Sohn des Meinardus van Aitzema und Neffe des Foppe van Aitzema (ca. 1580-1637); niederländischer Diplomat, Historiker, Jurist und Staatsmann; um 1633/45 Resident der Hansestädte in Den Haag.

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Lorenzo Ajazza

geb. ca. 1590
gest. 1634
Anm.: Piemontesischer Adliger aus Vercelli; seit 1629 kaiserlicher Kämmerer; 1631/32 kaiserlicher Obristleutnant; danach lothringisch-spanischer Obrist.
Esprit Alard
Esprit d' Esplan
Marquis Esprit de Grimault

geb. 1595
gest. 1630
Anm.: Sohn des Notars Jacques Allard; Favorit des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); ab 1617 Grand maréchal des logis de la Maison du Roy; um 1624 Gouverneur der Festung und Stadt Meulan; 1626 (vermutlich außerdentlicher) französischer Gesandter in Den Haag; seit 1627 Marquis de Grimault.
Charles d' Albert
Duc Charles de Luynes

geb. 1578
gest. 1621
Anm.: Sohn des Honoré d'Albert (gest. 1592); ab 1611 Falkner und bald darauf Favorit des jungen Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1616 Grand fauconnier; ab 1619 Gouverneur der Picardie; seit 1621 Connétable von Frankreich; ab 1619 erster Duc de Luynes und Pair de France.

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Justus Albinus

geb. 1584
gest. 1635
Anm.: Sohn des Plauener Schuhmachers Justus Albinus; 1615-1619 Pfarrer der Dessauer Georgenkirche; Diakon (1619-1622), Archidiakon (1622-1625) und Pfarrer an St. Marien (ab 1625) sowie seit 1625 Superintendent in Dessau.

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Hans Albrecht

Anm.: 1625-1628 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); 1626-1628 zudem Küchenschreiber ihres Gemahls Christian d. J.
Antônio de Albuquerque Maranhão

gest. 1667
Anm.: Sohn des Jerômino de Albuquerque Maranhão (1548-1632); 1622-1634 Gouverneur von Paraíba.
Aldobrandini, Familie

Anm.: Italienisches Adelsgeschlecht.

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Aldobrandino Aldobrandini

geb. 1593
gest. 1634
Anm.: Sohn des Gian Francesco Aldobrandini (1545-1601), ab 1597 erster Principe di Sarsina e Meldola; seit 1612 Großprior des Malteserordens in Rom; 1616-1619 Kommandeur der maltesischen Flotte; 1622/23 Admiral der päpstlichen Galeeren; ab 1623 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (1631); seit 1628 kaiserlicher Kämmerer; vgl. Robert Laurentius Dauber: Johanniter-Malteser-Ritter unter kaiserlichen Fahnen 1523-1918, Gnas 2007, S. 106f.
(Giovanni) Giorgio Aldobrandini
Principe (Giovanni) Giorgio di Meldola e Sarsina
Principe (Giovanni) Giorgio di Rossano
Duca (Giovanni) Giorgio di Carpineto

geb. 1591
gest. 1637
Anm.: Sohn des Gian Francesco Aldobrandini (1545-1601), ab 1597 erster Principe di Sarsina e Meldola; seit 1601 Principe di Sarsina e Meldola; ab 1610 erster Principe di Rossano; seit 1621 Nepot von Papst Gregor XV. (1554-1623); Karriere als Komandant der päpstlichen Garde, General der Kurie und päpstlicher Botschafter in Spanien; ab 1630 Duca di Carpineto.
Graf Johann von Aldringen

geb. 1588
gest. 1634
Anm.: Sohn des Leonhard Aldringen; zunächst Schreiber in der Luxemburger Landeskanzlei; kaiserlicher (1618-1620) und spanischer Hauptmann (1620/21); 1621-1623 bayerischer Obristleutnant; kaiserlicher Obrist (1622), Generalfeldwachtmeister (1629), Feldzeugmeister (1631) und Feldmarschall (1632); seit 1624 Hofkriegsrat und Oberkommissar für das Heerwesen; 1629/30 Kommissar für die Exekution des Restitutionsedikts im Obersächsischen Reichskreis; Erhebung in den Freiherren- (1627) und Grafenstand (1632).

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Matthias Alefeldt

Anm.: Um 1628 Bauer in Reinstedt.
Johann Alemann

geb. 1596
gest. 1636
Anm.: Sohn des Magdeburger Bürgermeisters Johann Martin Alemann (1554-1618); 1611-1615 Studium in Wittenberg und Jena; 1618-1629 Ratsherr in Magdeburg; ab 1625 Wortführer der kaiserlichen Partei in der Stadt; 1626-1629 kaiserlicher Statthalter in Magdeburg; seit 1630 magdeburgischer Steuereinnehmer und Amtmann in Wolmirstedt; 1633 Kommissar bei der kaiserlichen Armee in Hildesheim.

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N. N. Alfeldt

Anm.: Um 1628 vermutlich Untertan im Amt Ballenstedt.
Ali Agha

Anm.: Im Frühjahr 1637 Leiter einer türkischen Gesandtschaft in Wien.
Dante Alighieri

geb. 1265
gest. 1321
Anm.: Sohn des florentinischen Adligen und Geldverleihers Alighiero Alighieri (gest. 1281/82); einer der bedeutendsten italienischen Dichter des Mittelalters; seit 1295 politische Karriere in Florenz; 1302 Auschluss von allen Ämtern, Konfiskation seiner Güter und Verbannung; danach Aufenthalte vor allem in Mittel- und Oberitalien.

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Alkibiades

geb. ca. 450 v. Chr.
gest. 404 v. Chr.
Anm.: Griechischer Redner, Feldherr und Politiker in Athen.

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Gräfin Maria Eva Elisabeth von Althan(n)
Geburtsname: Gräfin Maria Eva Elisabeth von Sternberg
Geburtsname: Gräfin Marie Eva Alžběta ze Šternberka

geb. 1605
gest. 1638
Anm.: Tochter des Grafen Adam von Sternberg (gest. 1623); 1627-1636 Ehe mit Graf Michael Adolph von Althan(n) (1574-1636).
Gräfin Maria Margaretha von Althan(n)
Gräfin Maria Margaretha Slawata
Gräfin Marie Markéty Slavata
Geburtsname: Maria Margaretha von Eggenberg

geb. 1607
gest. 1657
Anm.: Tochter des Johann Ulrich von Eggenberg (1568-1634); 1626-1632 erste Ehe mit Graf Adam Paul Slawata (1604-1657), die für ungültig erklärt wurde; vor 1638-1649 zweite Ehe mit Graf Michael Johann von Althan(n) (1607-1649).
Graf Michael Adolph von Althan(n)

geb. 1574
gest. 1636
Anm.: Sohn des Christoph von Althan(n) (1529-1589); um 1598/99 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1600 Kommandant der kaiserlichen Leibgarde, später Obrist (1601), Feldmarschall (1607) und Hofkriegsrat; 1608 Landobrist des Erzherzogtums Österreich ob der Enns; 1618 Mitbegründer des kurzlebigen Ritterordens Ordo Militiae Christianae, dessen deutsch-polnisch-ungarischem Zweig er als Großmeister vorstand; seit 1627 kaiserlicher Kämmerer; 1610 Erhebung in den Grafenstand.

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Graf Michael Johann von Althan(n)

geb. 1607
gest. 1649
Anm.: Sohn des Michael Adolph von Althan(n) (1574-1636); 1610 Erhebung in den Grafenstand; ab 1624 kaiserlicher Kämmerer; seit 1644 Oberstjägermeister.

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Johann Heinrich Alting

geb. 1583
gest. 1644
Anm.: Sohn des reformierten Geistlichen Menso Alting (1541-1612); Theologiestudium in Groningen und Herborn; ab 1613 Dogmatikprofessor in Heidelberg und Dr. theol.; seit 1616 Direktor des Collegium Sapientiae in Heidelberg; 1622 Flucht aus Heidelberg in die Niederlande; ab 1623 Hofmeister der Söhne des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) in Leiden; seit 1627 Theologieprofessor in Groningen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Giovanni Altoviti

gest. 1655
Anm.: Florentinischer Adliger; toskanischer Resident in Mailand (1614-1618) und am Kaiserhof (1618-1627).
Antonio Álvarez de Toledo y Beaumont
Duque Antonio de Alba de Tormes
Duque Antonio de Huéscar
Marqués Antonio de Coria

geb. 1568
gest. 1639
Anm.: Sohn des Diego Álvarez de Toledo y Enríquez de Guzmán, Conde de Lerín (1542-1583); ab 1583 Duque de Alba, Duque de Huéscar und Marqués de Coria; 1622-1629 Vizekönig von Neapel; seit 1629 Mayordomo mayor des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); ab 1599 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Fadrique Álvarez de Toledo y Mendoza
Marqués Fadrique de Villanueva de Valdueza

geb. 1580
gest. 1634
Anm.: Sohn des Pedro Álvarez de Toledo Osorio, Marqués de Villafranca del Bierzo (1546-1627); 1617-1625 Generalkapitän (Kommandeur) der spanischen Atlantikflotte; ab 1625 General von Portugal und Generalkapitän der Armee von Brasilien; seit 1634 Marqués de Villanueva de Valdueza.

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Fernando Álvarez de Toledo y Pimentel
Duque Fernando de Alba de Tormes
Marqués Fernando de Coria

geb. 1507
gest. 1582
Anm.: Sohn des García Álvarez de Toledo y Zúñiga, Marqués de Coria (gest. 1510); spanischer Grande; ab 1510 Marqués de Coria; seit 1531 Duque de Alba; 1532 Befehlshaber der spanischen Hilfstruppen gegen die Türken in Ungarn; 1535 Teilnahme an der Eroberung von Tunis; ab 1541 nacheinander Mayordomo Mayor der Könige Karl I. (1500-1558) und Philipp II. von Spanien (1527-1598); Consejero de Estado; 1542 Feldherr gegen die französische Armee bei Perpignan; 1546/47 Kommandeur der spanischen Tercios im Schmalkaldischen Krieg; 1555-1559 spanischer Generalkapitän in Italien; 1555/56 Gouverneur des Herzogtums Mailand; 1556-1559 Vizekönig von Neapel; 1567-1573 Statthalter und militärischer Oberbefehlshaber in den Spanischen Niederlanden; seit 1580 Vizekönig und Condestable von Portugal; ab 1546 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Alvensleben, Familie

Anm.: Altmärkisches Adelsgeschlecht.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christina von Alvensleben
Geburtsname: Christina von Dieskau

geb. 1589
gest. 1636
Anm.: Tochter des Hieronymus von Dieskau (1565-1625); 1613-1627 Ehe mit Gebhard von Alvensleben (1584-1627); seit 1634 Begleiterin und Hofmeisterin der Fürstin Sophia von Anhalt-Köthen (1599-1654).
Cuno von Alvensleben

geb. 1588
gest. 1638
Anm.: Sohn des Gebhard von Alvensleben (1543-1609); Erbherr auf Calbe im Werder, Neugattersleben und Randau (bei Magdeburg); ab 1610 Domherr und später Senior des Erzstifts Magdeburg; seit 1624 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Reifende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Amalek

Anm.: Biblische Figur.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Ambrosius N. N.

Anm.: Geboren in Bayern; um 1629 kursächsischer Rat; um 1636 Kammerdiener der verwitweten Kurfürstin Hedwig von Sachsen (1581-1641).
Heiliger Ambrosius
Erzbischof Ambrosius von Mailand

geb. 339
gest. 397
Anm.: Sohn des Aurelius Ambrosius, römischer Präfekt der Provinz Gallia Narbonensis; Jurist, Theologe und Kirchenvater; ab 365 Tätigkeit als Anwalt bei Gericht; 372/73 Präfekt der römischen Provinz Aemilia-Liguria; seit 374 Erzbischof von Mailand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Georg Am Ende

geb. 1572
gest. 1624
Anm.: Geboren in Dresden; ab 1598 Jesuit; seit 1619 Hofprediger von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Amor
Cupido

Anm.: Römischer Gott und allegorische Personifikation der Liebe.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Rostain d' Ancezune
Marquis Rostain de Caderousse (oder Codolet)

gest. 1649
Anm.: Sohn des Jean-Vincent d'Ancezune, ab 1622 Marquis de Caderousse oder Codolet (gest. 1632/33); um 1629/30 französischer Colonel d'Infanterie; spätestens seit 1633 Marquis de Caderousse (oder Codolet).
Heinrich Cornelius Anchinoander

Anm.: Deutscher Arzt und Philologe; 1615 Lehrer für die italienische Sprache in Hamburg; 1616 Promotion zum Dr. med. an der Universität Basel.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Andreas (1) N. N.

Anm.: Um 1628 kaiserliche Kroatenschutzwache des Harzgeröder Amtshauptmannes Kaspar Ernst von Knoch (1582-1641).
Andreas (2) N. N.

Anm.: Um 1633/36 Leibkutscher des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Heiliger Andreas

gest. 60
Anm.: Apostel.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Giovan Battista Andreini
Lelio

geb. 1576
gest. 1654
Anm.: Sohn des Schauspielers, Impresarios und Autoren Francesco Andreini (1548-1624); berühmter Schauspieler, Konduktor und Stückeschreiber; zunächst Mitglied der elterlichen Comedia-dell'Arte-Truppe "Compagnia dei Comici Gelosi"; 1601 Gründung der eigenen Truppe Compagnia dei Comici Fedeli ("I Fedeli"), die große Erfolge in Italien und Frankreich feierte; Schutz und die Förderung durch die Herzöge von Mantua, Vincenzo (1562-1612), Francesco IV (1586-1612) und Ferdinando Gonzaga (1587-1626); vgl. Pierre Louis Duchartre: The Italian Comedy. The Improvisation Scenarios, Lives, Attributes, Portraits and Masks of the Illustrious Characters of the Commedia dell'Arte, New York 1966, S. 94-96; Siro Ferrone: La Commedia dell’Arte. Attrici e attori italiani in Europa (XVI–XVIII secolo), Torino 2014, S. 260-262; Robert Henke: Performance and Literature in the Commedia dell'Arte, Cambridge 2002, S. 210-215; Allardyce Nicoll: World of Harlequin. A Critical Study of the Commedia dell'Arte, Cambridge [u. a.] 1986, 171-175; Roberto Tessari: Commedia dell'Arte: La Maschera e l'Ombra, Milano 1981, S. 6; ders.: La Commedia dell’Arte. Genesi d’una società dello spettacolo, Roma/Bari 2013, S. 58f., 95, 102, 168-170 und 172-178.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Virginia Andreini
La Florinda
Geburtsname: Virginia Ramponi

geb. 1583
gest. 1630/31
Anm.: Erfolgreiche Schauspielerin und Sängerin; seit 1601 Ehe mit Giovan Battista Andreini, mit dem sie die Schauspieler-Compagnie "I Fedeli" leitete; Künstlername nach dem von ihrem Mann verfassten, 1603 in Florenz uraufgeführten Stück "La Florinda"; vgl. Siro Ferrone: La Commedia dell'Arte. Attrici e attori italiani in Europa (XVI-XVIII secolo), Torino 2014, S. 306-308; Emily Wilbourne: Seventeenth-Century Opera and the Sound of the Commedia dell’Arte, Chicago/London 2016, passim.
Virginia Andreini
La Lidia
Geburtsname: Virginia Rotari

Anm.: Tochter des Schauspielers Baldo Rotari; bereits 1613 und 1621-1623 Mitglied ("Lidia") der Schauspielertruppe "I Fedeli", deren Leiter Giovan Battista Andreini (1576-1654) sie nach einem langjährigen Verhältnis und dem Tod dessen erster Frau Virginia im Jahr 1631 heiratete; vgl. Giulio Piccini: L’epistolario d’Arlecchino (Tristano Martinelli 1556–1631), Florenz 1896, S. 27; Pierre-Louis Duchartre: The Italian Comedy. The Improvisation Scenarios Lives Attributes Portraits and Masks of the Illustrious Characters of the Comedia dell’Arte, New York 1966, S. 96; Siro Ferrone: La Commedia dell’Arte. Attrici e attori italiani in Europa (XVI–XVIII secolo), Torino 2014, S. 261 und 307; John Rudlin / Olly Crick: Commedia dell’Arte. A Handbook for Troupes, New York 2001, S. 49.
Angern, Familie

Anm.: Im Erzstift Magdeburg ansässiges Adelsgeschlecht.
Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier., NDB
Fürst Bernhard von Anhalt

geb. 1571
gest. 1596
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1595/96 Obrist des Obersächsischen Reichskreises im Langen Türkenkrieg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Joachim Ernst von Anhalt

geb. 1536
gest. 1586
Anm.: Sohn des Fürsten Johann IV. von Anhalt-Zerbst (1504-1551) und Großvater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1562-1570 gemeinsam mit seinem Bruder Bernhard (1540-1570) regierender, seit 1570 alleinregierender Fürst von Anhalt.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Fürst Johann Ernst von Anhalt

geb. 1578
gest. 1601
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1601 kaiserlicher Obrist im Langen Türkenkrieg.

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Fürst Otto II. von Anhalt-Aschersleben

geb. ca. 1260
gest. 1315
Anm.: Sohn des Fürsten Otto I. von Anhalt-Aschersleben (gest. 1304); seit 1304 regierender Fürst von Anhalt-Aschersleben.

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Fürstin Agnes Magdalena von Anhalt-Bernburg

geb. 1612
gest. 1629
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.

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Fürstin Amalia Juliana von Anhalt-Bernburg

geb. 1597
gest. 1605
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.

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Fürstin Amoena Juliana von Anhalt-Bernburg

geb. 1609
gest. 1628
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.

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Fürstin Anna von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Gräfin Anna von Bentheim-Steinfurt und Tecklenburg

geb. 1579
gest. 1624
Anm.: Tochter des Grafen Arnold II. von Bentheim-Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); ab 1595 Ehe mit Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Mutter Christians II.; führte gemeinsam mit ihrer Tochter Eleonora Maria (1600-1657) seit 1617 die "Noble Académie des Loyales" oder "Getreue Gesellschaft", eine Gesellschaft hochadliger reformierter Damen.

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Fürstin Anna Magdalena von Anhalt-Bernburg

geb. 1603
gest. 1611
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.
Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1604
gest. 1640
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.
Fürst Albrecht von Anhalt-Bernburg
Bischof Albrecht I. von Halberstadt

gest. 1324
Anm.: Sohn des Fürsten Bernhard I. von Anhalt-Bernburg (1218-1287); seit 1304 Bischof von Halberstadt.
Fürst Berengar von Anhalt-Bernburg

geb. 1626
gest. 1627
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Bernhard II. von Anhalt-Bernburg

geb. ca. 1260
gest. 1322
Anm.: Sohn des Fürsten Bernhard I. von Anhalt-Bernburg (1218-1287); seit 1287 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1316-1322 letzter askanischer Inhaber der Grafschaft Aschersleben.
Fürst Bogislaw von Anhalt-Bernburg

geb. 1633
gest. 1634
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg

geb. 1568
gest. 1630
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Vater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1582 Reise nach Konstantinopel; 1591/92 Führer eines Expeditionskorps für Heinrich von Navarra; 1592 Übertritt zum reformierten Glauben; 1592/93 Befehl über die protestantischen Truppen im Krieg um das Bistum Straßburg; 1595-1620 oberpfälzischer Statthalter in Amberg und zunehmend Leiter der pfälzischen Politik; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1610 Unionsgeneral im klevisch-jülischen Krieg; seit 1618 Senior des Hauses Anhalt; 1619/20 Kommandierender der pfälzisch-böhmischen Truppen, nach deren Niederlage in der Schlacht am Weißen Berg durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637) geächtet; Flucht nach Schweden (1621) und Flensburg (1622-24); 1624 Aufhebung der Reichsacht; seit 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sehnliche").

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Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unveränderliche"); Kurzbiographie im Rahmen dieser Edition unter http://www.tagebuch-christian-ii-anhalt.de/index.php?article_id=15.

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Fürst Christian III. von Anhalt-Bernburg

geb. 1631
gest. 1631
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.

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Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des Stifts Gandersheim.

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Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg

geb. 1608
gest. 1632
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1626/27 Gesandtschaften nach Wien und Dresden; 1628-1631 kaiserlicher Obrist; ab 1630 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1631 kursächsischer Obrist, als welcher er in der Schlacht bei Lützen tödlich verwundet wurde; seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlbewahrte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Friedrich Ludwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1619
gest. 1621
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.
Fürst Joachim Ernst von Anhalt-Bernburg

geb. 1629
gest. 1629
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Louise Amalia von Anhalt-Bernburg

geb. 1606
gest. 1635
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.
Fürstin Sibylla Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1602
gest. 1648
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.

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Fürstin Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1627
gest. 1627
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

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Fürstin Anna Katharina von Anhalt-Bernburg-Harzgerode
Geburtsname: Gräfin Anna Katharina zur Lippe-Detmold

geb. 1612
gest. 1659
Anm.: Tochter des Grafen Simon VII. zur Lippe-Detmold (1587-1627); seit 1657 Ehe mit Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670).
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

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Fürstin Agnes von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Landgräfin Agnes von Hessen-Kassel

geb. 1606
gest. 1650
Anm.: Tochter des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); seit 1623 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660).
Fürstin Anna Maria von Anhalt-Dessau

geb. 1591
gest. 1637
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Dorothea von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Pfalzgräfin Dorothea von Pfalz-Simmern

geb. 1581
gest. 1631
Anm.: Tochter des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Simmern (1543-1592); 1595-1618 Ehe mit Fürst Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618); seit 1619 Witwensitz auf Schloss Sandersleben.

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Fürstin Dorothea von Anhalt-Dessau

geb. 1625
gest. 1626
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660).
Fürstin Eva Katharina von Anhalt-Dessau

geb. 1613
gest. 1679
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Friedrich Moritz von Anhalt-Dessau

geb. 1600
gest. 1610
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Georg Aribert von Anhalt-Dessau

geb. 1606
gest. 1643
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1618 gemeinsam mit seinem Bruder Fürst Johann Kasimir (1596-1660) regierender Fürst von Anhalt-Dessau (bis 1625 unter dessen Vormundschaft); 1625-1629 in kaiserlichen Kriegsdiensten; seit 1632 Inhaber der Ämter Wörlitz und Radegast; ab 1637 morganatische Ehe mit Johanna Elisabeth von Krosigk; seit 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anmutige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Heinrich Waldemar von Anhalt-Dessau

geb. 1604
gest. 1606
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Joachim von Anhalt-Dessau

geb. 1509
gest. 1561
Anm.: Sohn des Fürsten Ernst von Anhalt-Dessau (1451-1516); 1527-1544 gemeinsam mit seinen Brüdern Johann IV. (1504-1551) und Georg III. (1507-1553) regierender (bis 1530 unter Vormundschaft seiner Mutter Margaretha), danach alleinherrschender Fürst von Anhalt-Dessau.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Joachim Ernst von Anhalt-Dessau

geb. 1592
gest. 1615
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Johann Georg I. von Anhalt-Dessau

geb. 1567
gest. 1618
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1603-1606 Regent des Fürstentums Anhalt (im Namen seiner Brüder); ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Dessau und Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlriechende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau

geb. 1627
gest. 1693
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); schwedischer Obrist (1655-1658) und Generalmajor (1658); ab 1658 kurbrandenburgischer General und Statthalter der Kurmark sowie Obrist (1658-1660 und seit 1666); später auch Geheimer Staats- und Kriegsrat in Berlin sowie Feldmarschall (1670); ab 1660 regierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1670 Senior des Hauses Anhalt; ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefüllte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Juliana von Anhalt-Dessau

geb. 1626
gest. 1652
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660).
Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Bernburg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1651-1660 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Amalia Louise von Anhalt-Köthen

geb. 1634
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Fürstin Amoena Amalia von Anhalt-Köthen
Geburtsname: Gräfin Amoena Amalia von Bentheim-Steinfurt und Tecklenburg

geb. 1586
gest. 1625
Anm.: Tochter des Grafen Arnold II. von Bentheim-Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); seit 1606 Ehe mit Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Louise Amoena von Anhalt-Köthen

geb. 1609
gest. 1625
Anm.: Tochter des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1579
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1600 Aufnahme in die Florentiner Accademia della Crusca ("L'Acceso"); seit 1606 regierender Fürst von Anhalt-Köthen; 1631-1635 schwedischer Statthalter der Stifte Magdeburg und Halberstadt; 1617 Mitbegründer und bis zu seinem Tod erstes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nährende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Ludwig d. J. von Anhalt-Köthen

geb. 1607
gest. 1624
Anm.: Sohn des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Saftige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sophia von Anhalt-Köthen
Geburtsname: Gräfin Sophia zur Lippe

geb. 1599
gest. 1654
Anm.: Tochter des Grafen Simon VI. zur Lippe (1554-1613); 1626-1650 Ehe mit Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1638
gest. 1665
Anm.: Sohn des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1650 regierender Fürst von Anhalt-Köthen, bis 1658 unter Vormundschaft der Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) bzw. Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlangende").
Fürst Wolfgang von Anhalt-Köthen
Fürst Wolfgang von Anhalt-Bernburg

geb. 1492
gest. 1566
Anm.: Sohn des Fürsten Waldemar VI. von Anhalt (1450-1508); alleinregierender Fürst von Anhalt-Köthen (1508-1562) und Anhalt-Bernburg (1544-1562) sowie 1508-1544 gemeinsame Regierung mit seinen Dessauer Vettern Johann IV. (1504-1551), Georg III. (1507-1553) und Joachim (1509-1561) in Anhalt-Bernburg und Anhalt-Zerbst; seit 1525 Förderer der Reformation in Anhalt; 1547-1552 Reichsacht wegen Beteiligung am Schmalkaldischen Krieg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Dorothea von Anhalt-Plötzkau

geb. 1623
gest. 1637
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Fürstin Ehrenpreis von Anhalt-Plötzkau

geb. 1625
gest. 1626
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Fürstin Elisabeth von Anhalt-Plötzkau

geb. 1630
gest. 1692
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Emanuel von Anhalt-Plötzkau
Fürst Emanuel von Anhalt-Köthen

geb. 1631
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Lebrecht (1622-1669) in Plötzkau; ab 1657 in schwedischen Kriegsdiensten; 1659/60 in dänischer Gefangenschaft; 1662 Teilnahme am venezianischen Feldzug gegen die Türken; 1665-1669 zusammen mit seinem Bruder Lebrecht herrschender und seit 1669 alleinregierender Fürst von Anhalt-Köthen; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Strebende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Ernst Gottlieb von Anhalt-Plötzkau

geb. 1620
gest. 1654
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1653 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Emanuel (1631-1670) und Lebrecht (1622-1669) in Plötzkau; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Starke").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Georg III. von Anhalt-Plötzkau
Fürst Georg III. von Anhalt-Dessau

geb. 1507
gest. 1553
Anm.: Sohn des Fürsten Ernst von Anhalt-Dessau (1451-1516); 1525-1544 gemeinsam mit seinen Brüdern Johann IV. (1504-1551) und Joachim (1509-1561) Regent des Fürstentums Anhalt-Dessau (bis 1530 unter Vormundschaft seiner Mutter Margaretha); ab 1526 Dompropst in Magdeburg; seit 1544 alleinregierender Fürst von Anhalt-Plötzkau; 1544-1549 Koadjutor des Bistums Merseburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Fürstin Johanna von Anhalt-Plötzkau

geb. 1618
gest. 1676
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1660 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg.
Fürst Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
Fürst Lebrecht von Anhalt-Köthen

geb. 1622
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sibylla von Anhalt-Plötzkau
Geburtsname: Gräfin Sibylla zu Solms-Laubach

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Tochter des Grafen Johann Georg zu Solms-Laubach (1547-1600); 1618-1653 Ehe mit Fürst August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653).
Fürstin Sophia von Anhalt-Plötzkau

geb. 1627
gest. 1679
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Adolph von Anhalt-Zerbst
Bischof Adolph von Merseburg

geb. 1458
gest. 1526
Anm.: Sohn des Fürsten Adolph von Anhalt-Zerbst (1405-1473); 1489-1516 Dompropst in Magdeburg; ab 1507 Koadjutor des Bischofs Thilo von Merseburg (1443-1514); seit 1514 Bischof von Merseburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Fürstin Dorothea Hedwig von Anhalt-Zerbst
Geburtsname: Herzogin Dorothea Hedwig von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb. 1587
gest. 1609
Anm.: Tochter des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1564–1613); seit 1605 Ehe mit Fürst Rudolph von Anhalt-Zerbst (1576-1621); danach Witwensitz in Coswig (Anhalt).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Elisabeth von Anhalt-Zerbst

geb. 1617
gest. 1639
Anm.: Tochter des Fürsten Rudolph von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Johann IV. von Anhalt-Zerbst
Fürst Johann IV. von Anhalt-Dessau

geb. 1504
gest. 1551
Anm.: Sohn des Fürsten Ernst von Anhalt-Dessau (1451-1516) und Urgroßvater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1516-1544 gemeinsam mit seinen Brüdern Georg III. (1507-1553) und Joachim (1509-1561) Regent des Fürstentums Anhalt-Dessau (bis 1530 unter Vormundschaft seiner Mutter Margaretha); seit 1544 alleinregierender Fürst von Anhalt-Zerbst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolph von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; bis 1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Magdalena (1583-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst und schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Magdalena von Anhalt-Zerbst
Geburtsname: Gräfin Magdalena von Oldenburg

geb. 1583
gest. 1657
Anm.: Tochter des Grafen Johann XVI. von Oldenburg (1540-1603); 1612-1621 Ehe mit Fürst Rudolph von Anhalt-Zerbst (1576-1621); danach Witwensitz in Coswig (Anhalt).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Rudolph von Anhalt-Zerbst

geb. 1576
gest. 1621
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; seit 1618 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Süße").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Anna N. N.

Anm.: Um 1630/32 Dienerin der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Anna Christina N. N.

Anm.: Um 1629 lebende, davor vermutlich zum Christentum konvertierte Türkin mit sehr langen Haaren.
Anna Maria N. N.

geb. ca. 1612/13
Anm.: Stummes Mädchen aus Braunschweig; zunächst Erziehung am Schöninger Witwenhof der Herzogin Elisabeth von Braunschweig-Wolfenbüttel (1573-1626); danach Leben im Kloster Wolmirstedt; soll im August/September 1630 in Wasserleben plötzlich gesprochen haben.
Robert Anstruther

geb. 1578
gest. 1644/45
Anm.: Sohn des schottischen Master of the Royal Household James Anstruther; ab 1589 Page am Kopenhagener Hof; seit 1606 dänischer Agent am schottischen bzw. englischen Königshof; danach mehrfach englischer Diplomat (1612/13 Vermittlung des Friedens von Knäred zwischen Schweden und Dänemark, 1624/25 Aushandlung eines dänisch-englisches Bündnisses); ab 1621 Gentleman of the Bedchamber; später Privy Councillor des Königs Karl I. von England (1600-1649); 1630 englischer Gesandter auf dem Regensburger Kurfürstentag; 1633/34 Teilnahme am Heilbronner Konvent, kurzzeitig englischer Resident in Hamburg und Gesandter an verschiedenen deutschen Höfen; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fleißige").

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Antenor

Anm.: Mythische Gestalt (Sohn des Aesyetes und der Cleomestra, Rat des Königs Priamos in Troja und sagenhafter Gründer von Padua) aus Homers "Ilias" und Vergils "Aeneis".

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N. N. Anthoni

Anm.: Um 1621 kaiserlicher Rittmeister wallonischer Herkunft.
Alfonso Antonini

geb. 1584
gest. 1657
Anm.: Sohn des Girolamo Antonini; seit 1616 in venezianischen Kriegsdiensten, um 1623 als Generalkommissar der Kavallerie in Dalmatien; außerdem Astronom und Mathematiker, der bei Galileo Galilei (1564-1642) studierte.
Antonio N. N.

Anm.: Um 1623 Reitlehrer in Padua.
Marcus Antonius

geb. 86/83/82 v. Chr.
gest. 30 v. Chr.
Anm.: Sohn des römischen Konsuls Marcus Antonius Orator (143-87 v. Chr.); Vertrauter von Gaius Iulius Caesar (100-44 v. Chr.); seit 50 v. Chr. römischer Augur; 44 v. Chr. Konsul; 43-32 v. Chr. Triumvir; danach erfolgloser Krieg gegen Octavian (63 v. Chr.-14 n. Chr.).

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Heiliger Antonius

geb. 1195
gest. 1231
Anm.: Portugiesischer Franziskaner, Kirchenlehrer und Prediger in Padua.

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N. N. d' Antrevar et Lissare (1)

Anm.: Französischer Adliger und Bruder von N. N. d'Antrevar et Lissare (2).
N. N. d' Antrevar et Lissare (2)

Anm.: Französischer Adliger und Bruder von N. N. d'Antrevar et Lissare (1).
Georg Anwander

gest. nach 1634
Anm.: Um 1610/12 Pfarrer in Kaufbeuren; später Exulant in Anhalt.

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Jeremias Apfel

Anm.: Geboren in Waltershausen/Thüringen; um 1614 Studium in Erfurt; 1623 Kantor in Neunburg vorm Wald (Oberpfalz); 1624/25 Pfarrer in Dürnsricht und Schmidgaden; 1626 Emigration nach Nürnberg.
N. N. Apfelmann

Anm.: Kaiserlicher Hauptmann, welcher 1620 dem Heer der böhmischen Konföderierten unter Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg seine Dienste angeboten hat.
Apoll

Anm.: Griechisch-römischer Gott des Lichts, der Heilung, des Frühlings, der Sittenreinheit und Mäßigung sowie der Weissagung und Künste.

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Appiani, Familie

Anm.: Italienisches Adelsgeschlecht.

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Caecus Appius Claudius

geb. ca. 300 v. Chr.
Anm.: Römischer Politiker und Redner.

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Graf N. N. von Arco (1)

Anm.: Angehöriger des Trientiner Adelsgeschlechts.
Graf N. N. von Arco (2)

Anm.: Angehöriger des Trientiner Adelsgeschlechts.
Graf Johann Baptist von Arco

geb. 1588
gest. 1628
Anm.: Sohn des Grafen Prosper von Arco (gest. 1607); seit 1622 kaiserlicher Kämmerer.
N. N. Ardenhofer

Anm.: Um 1628 kaiserlicher Obristwachtmeister.
Ludwig Arendt

Anm.: Anhaltischer Untertan.
Wilm Arendts

Anm.: Geboren in Harderwijk; um 1626 niederländischer Schiffer, der früher in Ostindien gelebt hat.
Felipe de Areyzaga y Avandagno
Felipe de Areyçaga y Avendano

Anm.: Geboren an der Biskaya; spanischer Obristleutnant (1620), welcher in der Schlacht am Weißen Berg den Verwundungsschuss auf den Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg abgegeben haben will, und Obrist (1621-1628).
Ludovico Ariosto

geb. 1474
gest. 1533
Anm.: Sohn des italienischen Adligen und Militärs Niccolò Ariosto (1433-1500); italienischer Dichter und Humanist; ab 1484 Besuch der Lateinschule und seit 1489 Rechtsstudium in Ferrara; 1493 Beitritt zu einer Schauspielgruppe, die am herzoglichen Hof von Ferrara Stücke aufführte; 1500-1503 Hauptmann und Kommandant einer Grenzfestung bei Canossa; 1503-1517 Sekretär des Kardinals Ippolito d'Este (1479-1520); ab 1518 in Diensten des Duca Alfonso I. di Ferrara, Modena e Reggio (1476-1534); 1522-1525 Gouverneur der Provinz Garfagnana; 1525 Intendant des Hoftheaters in Ferrara und kurz danach Rückzug ins Privatleben.

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Aristarchos von Samothrake

geb. ca. 216 v. Chr.
gest. 144 v. Chr.
Anm.: Griechischer Philologe und Direktor der Bibliothek von Alexandria.

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Aristophanes von Byzanz

geb. 257 v. Chr.
gest. 180 v. Chr.
Anm.: Griechischer Philologe und Direktor der Bibliothek von Alexandria.

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Aristoteles

geb. 384 v. Chr.
gest. 322 v. Chr.
Anm.: Griechischer Philosoph und Universalgelehrter.

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N. N. von Arnim

Anm.: Um 1622/23 Hauptmann.
Hans Georg von Arnim

geb. 1583
gest. 1641
Anm.: Sohn des Bernd von Arnim (1550-1611); 1613-1617 schwedischer Obrist; 1621 Wechsel in polnische Kriegsdienste; 1624/25 erneut schwedischer Obrist; kaiserlicher Obrist (1627-1629) und Feldmarschall (1628/29); 1631/32 kurbrandenburgischer Obrist; 1631-1635 kursächsischer Obrist Feldmarschall; 1637/38 in schwedischer Gefangenschaft; 1638 erneuter Eintritt in kaiserlich-kursächsische Dienste; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gepriesene").

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Katharina Dorothea von Arnim
Geburtsname: Katharina Dorothea von Hoym

geb. 1619
gest. 1660
Anm.: Tochter des Christian Julius von Hoym (1586-1656); seit 1638 Ehe mit Wolf Christoph von Arnim (1607-1668).
Andreas Arnold

gest. nach 1628
Anm.: Holländer; im Frühjahr 1624 Kammerdiener des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg; um 1627 fürstlicher Kammerdiener in Bernburg.
Matthias Arnoldin von Clarstein

geb. ca. 1575
gest. 1649
Anm.: Geboren in Böhmen; Dr. jur.; ab ca. 1605 kaiserlicher Appellationssekretär; seit 1612 Hofkammersekretär; ab 1618 Hofkammerrat; seit 1626 erster Sekretär der Reichskanzlei und Protokollführer des Geheimen Rates; ab 1628 Reichshofrat; nach 1639 schrittweiser Rückzug aus seinen Amtsgeschäften; 1623 Verleihung der Hofpfalzgrafenwürde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Arnsberg, Familie
Grafen von Arnsberg

Anm.: Im Jahr 1371 ausgestorbenes westfälisches Reichsgrafengeschlecht.

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Wolf von Arnswaldt

Anm.: Thüringischer Adliger; 1630 Abgesandter der Gräfin Anna Sophia von Schwarzburg-Rudolstadt (1584-1652) auf der Beerdigung des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630).
Sebastian Arthofer von Schützenberg

Anm.: Österreichischer Adliger; kaiserlischer Obristwachtmeister (1627) und Obrist.
N. N. von Aschersleben

Anm.: Pommerischer Adliger; um 1626 Student am Gymnasium Illustre Harderwijk.
Johann Gottfried von Aschhausen
Bischof Johann Gottfried von Bamberg
Bischof Johann Gottfried von Würzburg

geb. 1575
gest. 1622
Anm.: Sohn des bischöflich-würzburgischen Amtmanns Gottfried von Aschhausen (gest. 1581); Domherr in Bamberg (1593) und Würzburg (1596); ab 1604 Dekan des Ritterstifts Comburg; seit 1609 Bischof von Bamberg; ab 1617 auch Bischof von Würzburg.

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Gaspare Aselli

geb. 1581
gest. 1625
Anm.: Geboren in Cremona; Medizinstudium in Pavia; danach Chirurg in Mailand; 1612-1620 leitender Feldchirurg der spanischen Armee in Italien; 1622 Entdecker der Lymphgefäße; seit 1624 Professor für Anatomie in Pavia.

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John Ashburnham

geb. 1603
gest. 1671
Anm.: Sohn des Adligen John Ashburnham (gest. 1620); ab ca. 1622 im Dienst der Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz (1596-1662); seit 1623 Hofmeister der Söhne des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) in Leiden; ca. 1626-1628 Vorsteher des Haushaltes von Kurfürstin Elisabeth; 1628 Groom of the bedchamber (Kammerjunker) des Königs Karl I. von England (1600-1649) und Parlamentsmitglied; 1643 Ausschluss aus dem Parlament und Konfiskation seiner Güter als Parteigänger der Königs; 1644 Schatzmeister der königlichen Armee; 1646 Flucht nach Paris über die Niederlande; 1647 wieder in Diensten von König Karl I.; ab 1648 mehrfach in Gefangenschaft und erneute teilweise Enteignung als Royalist; nach der Restauration Diplomat für König Karl II. von England (1630-1685); 1661-1667 erneut Parlamentsmitglied.

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Askanier, Dynastie

Anm.: Deutsche Herrscherdynastie, die vor allem das Fürstentum Anhalt, die Markgrafschaft Brandenburg sowie die Herzogtümer Sachsen-Lauenburg und Sachsen-Wittenberg regierte.

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Asmodi
Asmodäus

Anm.: Dämon aus der jüdischen Mythologie.
N. N. Aspan von Haag

Anm.: Um 1621/22 kaiserlicher Rittmeister.
Esther Aspan von Haag
Geburtsname: Ester von Gera

gest. nach 1645
Anm.: Tochter des Christoph von Gera (gest. 1609) zu Arnfels; seit 1610 Ehe mit Hans Joachim Aspan von Haag (gest. 1645).
Hans Joachim Aspan von Haag

gest. 1645
Anm.: Sohn des Landrats Jakob Aspan von Haag (gest. 1610); Herr auf Lichtenhaag, Hartheim und Wimspach.

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Asseburg, Familie

Anm.: Niedersächsisches Adelsgeschlecht.
Agnes von der Asseburg
Geburtsname: Agnes von Schauroth

gest. 1652
Anm.: Erste Ehefrau des Bernhard von der Asseburg (1593-1657).
Bernhard von der Asseburg

geb. 1593
gest. 1657
Anm.: Sohn des Ludwig d. Ä. von der Asseburg (1546-1633); Erbherr auf Wallhausen.
Busso von der Asseburg

geb. 1586
gest. 1646
Anm.: Sohn des August von der Assenburg (1545-1604); Erbherr auf Falkenstein (Unterharz), Neindorf und Peseckendorf.

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Eleonora Elisabeth von der Asseburg

geb. 1637
gest. 1664
Anm.: Tochter des Johann August von der Asseburg (1611-1660).
Johann von der Asseburg

geb. 1578
gest. 1651
Anm.: Sohn des Ludwig d. Ä. von der Asseburg (1546-1633); Erbherr auf Schermcke.
Johann August von der Asseburg

geb. 1611
gest. 1660
Anm.: Sohn des Christoph Johann von der Asseburg (1580-1651); Erbherr auf Ampfurth und Eggenstedt.
Ludwig d. Ä. von der Asseburg

geb. 1546
gest. 1633
Anm.: Sohn des Johann von der Asseburg (1511-1567); Erbherr auf Wallhausen, Schermcke und Hinnenburg.

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Ludwig d. J. von der Asseburg

geb. 1583
gest. 1669
Anm.: Sohn des Ludwig d. Ä. von der Asseburg (1546-1633); Erbherr auf Wallhausen und Hinnenburg; 1597-1602 Edelknabe des Grafen Georg Eberhard zu Solms-Lich (1568-1602); danach Teilnahme am Langen Türkenkrieg; 1611-1613 in dänischen Kriegsdiensten als Leutnant und Rittmeister; 1613/14 braunschweigisch-wolfenbüttelischer Rittmeister; 1618-1620 Rittmeister der böhmischen Konföderierten; ligistischer Obristleutnant (1622-1625) und Obrist (1625-1627); ca. 1627-1634 kaiserlicher Obrist.
Maria Elisabeth von der Asseburg
Geburtsname: Maria Elisabeth von Erffa

geb. nach 1593
gest. 1639
Anm.: Tochter des Hans Hartmann von Erffa (1551-1610); seit 1616 Ehe mit Ludwig d. J. von der Asseburg (1583-1669).
Sophia Dorothea von der Asseburg
Geburtsname: Sophia Dorothea von Lützow

geb. ca. 1615
gest. 1641
Anm.: Tochter des Joachim (2) von Lützow; ab ca. 1626 Kammerjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); seit 1635 Ehe mit Johann August von der Asseburg (1611-1660).
Pierre Asselineau

gest. vor 1634
Anm.: Sohn eines hugenottischen Arztes in Orléans; Flucht vor den französischen Religionskriegen nach Italien; vermutlich Medizinstudium in Padua; danach Arzt in Venedig.
König Sanherib von Assyrien
König Sanherib von Babylonien

geb. ca. 745 v. Chr.
gest. 680 v. Chr.
Anm.: Sohn des Königs Sargon II. von Assyrien (gest. 705 v. Chr.); ab 705 v. Chr. König von Assyrien; 705–703 v. Chr. und seit 688 v. Chr. auch König von Babylonien; biblische Figur.

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António de Ataíde
Conde António de Castro Daire
Conde António da Castanheira

geb. 1567
gest. 1647
Anm.: Sohn des António de Ataíde, Conde da Castanheira (gest. 1603); ab 1587 militärische Karriere als General der spanischen Galeeren, General der Küstenarmada, Infantrieobrist, Kapitänmajor der Indischen Flotte (1611/12) und Generalkapitän der portugiesischen Flotte (1618-1621); Kämmerer des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); Hofmarschall der Königin Isabel von Spanien (1602–1644); portugiesischer Staatsrat; Ratspräsident von Aragon; seit 1625 Conde de Castro Daire; 1629 außerordentlicher spanischer Botschafter in Wien; 1631-1633 Gouverneur von Portugal; ab 1637 Conde da Castanheira; 1641 kurzzeitige Verhaftung wegen prospanischer Haltung.

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N. N. Athenäus

Anm.: Ehefrau des Meisdorfer Pfarrers Valentin Athenäus (gest. vor 1628) und um 1628 Hofbesitzerin in Reinstedt.
Valentin Athenäus
Valentin Athen

gest. vor 1628
Anm.: Geboren in Aschersleben; Studium in Leipzig (1601), Helmstedt (1603) und Wittenberg (1604); 1608 Mag. (Leipzig); seit 1615 Pfarrer in Meisdorf (bei Falkenstein/Harz); Hausbesitzer in Reinstedt.
Graf Johann Friedrich von Attems

geb. 1593
gest. 1663
Anm.: Sohn des Hermann von Attems (1564-1611); kaiserlicher Obrist und Kämmerer; später auch Hofkriegsrat; seit 1643 Oberststallmeister der verwitweten Kaiserin Eleonora (1598-1655); 1630 Erhebung in den Grafenstand.
Graf Johann Jakob von Attems

geb. 1598
gest. 1670
Anm.: Sohn des Hermann von Attems (1564-1611); kaiserlicher Obrist; ab 1625 kaiserlicher Kämmerer ; seit 1667 Landesverweser des Herzogtums Kärnten; 1630 Erhebung in den Grafenstand.
Graf Maximilian Hermann von Attems

geb. 1604/07
gest. 1684
Anm.: Sohn des Hermann von Attems (1564-1611); Kämmerer und Geheimer Rat des Erzherzogs Leopold Wilhelm von Österreich (1614-1662); 1630 Erhebung in den Grafenstand.
Gräfin Ursula von Attems
Geburtsname: Ursula Breuner

geb. 1568
gest. 1641
Anm.: Tochter des Kaspar Breuner (1530-1570); 1588-1611 Ehe mit Hermann von Attems (1564-1611); 1623-1624 Obersthofmeisterin der Erzherzoginnen Maria Anna (1610-1665) und Caecilia Renata (1611-1644); 1624-1637 Obersthofmeisterin der Kaiserin Eleonora (1598-1655); 1630 Erhebung in den Grafenstand.
Théodore Agrippa d' Aubigné
Théodore Agrippa d'Aubigné

geb. 1550/52
gest. 1630
Anm.: Sohn des Richters Jean d'Aubigné, Seigneur de Brie en Xaintonge (gest. 1563); 1568-1570 Teilnahme am dritten Hugenottenkrieg; 1573-1577 Écuyer sowie 1587-1593 hoher Militär und Verwaltungsbeamter des Königs Heinrich III. von Navarra (1553-1610); danach Rückzug aus der Politik und Tätigkeit als Autor literarischer und historischer Werke; 1620 Verbannung wegen Beteiligung an einer erfolglosen Verschwörung gegen den königlichen Favoriten Charles d’Albert, Duc de Luynes (1578-1621); danach Exil in Genf.

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Elisabeth Auer von Herrenkirchen
Elisabeth von Hirschaidt
Geburtsname: Elisabeth Kuttner von Kuniz

geb. 1591
gest. 1652
Anm.: Erste Ehe mit Hans Ludwig von Hirschaidt (Hirschhayd); seit 1634 zweite Ehe mit Wolf Helmhard von Auer (1610-1660).

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Wolf Helmhard Auer von Herrenkirchen

geb. 1610
gest. 1660
Anm.: Oberösterreichischer Exulant; seit 1624 Hofjunker des Grafen Friedrich Kasimir von Ortenburg (1591-1658); vor 1634 vorübergehend in Kriegsdiensten.
Graf N. N. von Auersperg

Anm.: Angehöriger des Krainer Adelsgeschlechts.
N. N. Auffgang

Anm.: Um 1629 Harzer Salpetersieder unter dem kaiserlichen Obristen Johann David Pecker von der Ehr (gest. 1659).
N. N. Augustin

Anm.: Seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Ballenstedt.
Heiliger Augustinus
Bischof Augustinus von Hippo

geb. 354
gest. 430
Anm.: Christlicher Kirchenlehrer und Philosoph; seit 395 Bischof von Hippo.

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Luis de Avalos

Anm.: Spanischer Adliger; 1529 vermutlich Maestro del Campo und Kommandeur der spanischen Truppen während der ersten türkischen Belagerung Wiens; wahrscheinlich 1532 kommandierender Offizier unter Fernando Alvarez, Duque de Alba (1507-1582), gegen die Türken in Ungarn.
Martín de Axpe y Zárate

geb. 1594
gest. 1640
Anm.: Sohn des Dr. jur. Juan García de Axpe y Sierra; seit 1631 Staats- und Kriegssekretär des Kardinalinfanten Fernando von Spanien (1609/10-1641); daneben auch mehrfach diplomatische Missionen.
Axt, Familie

Anm.: Polnisch-schlesisches Adelsgeschlecht.
Johann von Axt

gest. 1634
Anm.: Schlesischer Adliger; 1630-1632 Stallmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fernando (Antonio) de Ayala Fonseca y Toledo
Conde Fernando (Antonio) de Ayala
Marqués Fernando (Antonio) de Tarazona

geb. 1600
gest. 1676
Anm.: Sohn des Antonio Francisco de Ayala, ab 1602 Conde de Ayala; seit 1622 in spanischen Kriegsdiensten, zuletzt als General der Kavallerie (1634); 1632-1648 Marqués de Tarazona (de iure uxoris); nach 1634 Conde de Ayala; ab 1655 Comendador de Bastimentos de Castilla; ebenso königlicher Kämmerer; 1660-1663 Generalkapitän und Vizekönig von Sizilien; seit 1666 spanischer Kriegs- und Staatsrat.

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Georg Ayrmann

geb. ca. 1575
gest. 1651
Anm.: Sohn des Georg Ayrmann (gest. vor 1600) aus Bamberg; Nürnberger Kaufmann; ab ca. 1600 Handelsdiener bei der Petzschen Handlung; seit 1602 Nürnberger Bürger; ab 1608 Genannter des Größeren Rats der Reichstadt; ab ca. 1610 mit eigener Handelsgesellschaft mit Hauptsitz in Nürnberg und zweitweise in Leipzig; 1623 Nobilitierung; vgl. Lambert F. Peters: Der Handel Nürnbergs am Anfang des Dreißigjährigen Krieges. Strukturkomponenten, Unternehmen und Unternehmer - eine quantitative Analyse. Stuttgart 1994, S. 213-275.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Nebukadnezar II. von Babylonien

geb. ca. 640 v. Chr.
gest. 562 v. Chr.
Anm.: Sohn des späteren Königs Nabopolassar von Babylonien (gest. 625 v. Chr.); 605-562 v. Chr. König von Babylonien; biblische Figur.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Bacchus

Anm.: Römischer Gott des Weines und der Fruchtbarkeit.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. Backofen (1)

Anm.: Um 1626/27 Ehefrau des Arztes Dr. Bartholomäus Backofen.
N. N. Backofen (2)

Anm.: Um 1631 anhaltisch-köthnischer Untertan.
Bartholomäus Backofen

Anm.: Geboren in Susteren (Herzogtum Jülich); ab 1611 Medizinstudium in Franeker; Promotion zum Dr. med.; seit 1619 praktizierender Arzt in Harderwijk; 1626/27 Hausarzt des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg; vgl. Klaus Conermann (Hg.): Briefe der Fruchtbringenden Gesellschaft und Beilagen: Die Zeit Fürst Ludwigs von Anhalt-Köthen 1617-1650, Reihe I, Abt. A: Köthen, Bd. 2, Tübingen 1998, S. 103f.
Baden, Haus
Markgrafen von Baden

Anm.: Südwestdeutsches Reichsfürstengeschlecht.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Markgraf Eduard Fortunat von Baden-Baden

geb. 1565
gest. 1600
Anm.: Sohn des Markgrafen Christoph II. von Baden-Rodemachern (1537-1575), dessen Nebenlinie Eduard Fortunat fortsetzte, bevor er 1588 die Markgrafschaft Baden-Baden übernahm und bis 1594 regierte; Besetzung des hochverschuldeten Landes durch die Durlacher Vettern; Flucht Eduard Fortunats; dubiose Machenschaften, Kriegsdienste, schließlich Unfalltod auf Burg Kastellaun.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Markgräfin Louise Christina von Baden-Baden
Geburtsname: Luisa Cristina di Savoia-Carignano

geb. 1627
gest. 1689
Anm.: Tochter des Tommaso Francesco di Savoia, Principe di Carignano (1596-1656); 1653-1669 Ehe mit Markgraf Ferdinand Maximilian von Baden-Baden (1625-1669).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Markgraf Wilhelm von Baden-Baden

geb. 1593
gest. 1677
Anm.: Sohn des Markgrafen Eduard Fortunat von Baden-Baden (1565-1600); ab 1622 regierender Markgraf von Baden-Baden (1631-1634 Vertreibung durch die Schweden), 1634-1648 ebenso von Baden-Durlach; ab 1630 kaiserlicher Geheimer Rat sowie Obrist (1630-1646), Generalfeldwachtmeister (1633) und Feldzeugmeister (1635); seit 1652 Reichskammerrichter; seit 1639 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Markgräfin Barbara von Baden-Durlach
Geburtsname: Herzogin Barbara von Württemberg

geb. 1593
gest. 1627
Anm.: Tochter des Herzogs Friedrich I. von Württemberg (1557-1608) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1616 Ehe mit Markgraf Friedrich V. von Baden-Durlach (1594-1659).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Markgräfin Barbara von Baden-Durlach

geb. 1618
gest. 1623
Anm.: Tochter des Markgrafen Friedrich V. von Baden-Durlach (1594-1659).
Markgraf Christoph von Baden-Durlach

geb. 1603
gest. 1632
Anm.: Sohn des Markgrafen Georg Friedrich von Baden-Durlach (1573-1638); bis 1624 Obrist unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); 1625 diplomatische Mission für seinen Vater in Frankreich; 1627 dänischer Obrist; 1632 schwedischer Obrist.

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Markgräfin Eleonora von Baden-Durlach
Geburtsname: Gräfin Eleonora von Solms-Laubach

geb. 1605
gest. 1633
Anm.: Tochter des Grafen Albrecht Otto I. von Solms-Laubach (1576-1610); seit 1627 Ehe mit Markgraf Friedrich V. von Baden-Durlach (1594-1659).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Markgraf Ernst Friedrich von Baden-Durlach

geb. 1560
gest. 1604
Anm.: Ältester Sohn Markgraf Karls II. von Baden Durlach (1529-1577); 1583 Einrichtung des Gymnasium Ernestinum in Durlach, nach der vormundschaftlichen Regierung 1584 Landesteilung mit den beiden Brüdern und Regierungsantritt im nördlichen Teil der Markgrafschaft Baden-Durlach mit den Hauptorten Durlach und Pforzheim; 1594 Besetzung der völlig überschuldeten Markgrafschaft Baden-Baden, daraus resultierende Konflikte mit dem Kaiser; 1594 Mitbegründer des protestantischen Heilbronner Bündnisses (Vorläufer der protestantischen Union); 1599 formeller Übertritt vom lutherischen zum reformierten Bekenntnis, damit verbundene konfessionelle Konflikte vor allem mit der Stadt Pforzheim. Er starb kinderlos, Bruder Georg Friedrich (1573-1638) vereinigte alle Durlacher Landesteile.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Markgraf Friedrich V. von Baden-Durlach

geb. 1594
gest. 1659
Anm.: Sohn des Markgrafen Georg Friedrich von Baden-Durlach (1573-1638); ab 1622 regierender Markgraf von Baden-Durlach; 1634-1649 abgesetzt und Leben im Exil; seit 1632 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verwandte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Markgraf Friedrich VI. von Baden-Durlach

geb. 1617
gest. 1677
Anm.: Sohn des Markgrafen Friedrich V. von Baden-Durlach (1594-1659); schwedischer General (1655) und Generalfeldmarschall (1656); ab 1659 regierender Markgraf von Baden-Durlach; seit 1674 Reichsgeneralfeldmarschall; ab 1676 auch kaiserlicher Feldmarschall.

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Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach

geb. 1573
gest. 1638
Anm.: Sohn des Markgrafen Karl II. von Baden-Durlach (1529-1577); ab 1604 regierender Markgraf von Baden-Durlach; General der Protestantischen Union; 1621/22 antikaiserlicher Feldherr; 1622 Abdankung zugunsten seines Sohnes Friedrich V. (1594-1659); 1627 dänischer Generalleutnant; seit 1634 Exil in Straßburg.

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Markgraf Karl von Baden-Durlach

geb. 1598
gest. 1625
Anm.: Sohn des Markgrafen Georg Friedrich von Baden-Durlach (1573-1638); Rittmeister (1619) und Obrist (1620/21) im Unionsheer; 1622 badisch-durlachischer Obrist; 1623 Obrist unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); 1625 Kampf für die Franzosen im Veltlin; vgl. Johann Christian Sachs: Einleitung in die Geschichte der Marggravschaft und des marggrävlichen altfürstlichen Hauses Baden, 4. Teil, Karlsruhe 1770, S. 493-498.

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Markgraf Karl Magnus von Baden-Durlach

geb. 1621
gest. 1658
Anm.: Sohn des Markgrafen Friedrich V. von Baden-Durlach (1594-1659); schwedischer Rittmeister (1640), Obristleutnant (1641), Obrist (1644-1649 und seit 1655) sowie Generalleutnant (1655).

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Markgräfin Sibylla von Baden-Durlach

geb. 1622
gest. 1639
Anm.: Tochter des Markgrafen Friedrich V. von Baden-Durlach (1594-1659).
Alessandro Badoèr

Anm.: Venezianischer Patrizier; 1622/23 Podestà (Amtmann) von Monselice.
Christian Bär

Anm.: Um 1635 Untertan des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Hans Bär

Anm.: Um 1633 vermutlich anhaltisch-bernburgischer Untertan und Pferdehalter.
Baglioni, Familie

Anm.: Oberitalienisches Adelsgeschlecht aus Perugia.

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Malatesta Baglioni
Bischof Malatesta von Pesaro
Bischof Malatesta von Assisi

geb. 1581
gest. 1648
Anm.: Sohn des Gianpaolo Baglioni (1552-1608); 1612-1641 Bischof von Pesaro; 1634-1639 Apostolischer Nuntius am Wiener Kaiserhof; seit 1641 Bischof von Assisi.
Orazio Baglioni

geb. 1582
gest. 1617
Anm.: Sohn des Gianpaolo Baglioni (1552-1608); zuletzt venezianischer General.
Everardus Balck

geb. 1590
gest. 1628
Anm.: Geboren in Deventer; Promotion zum Dr. jur. an der Akademie in Bourges; 1625/26 außerordentlicher Juraprofessor sowie seit 1626 ordentlicher Professor für Jura und Ethik (Philosophia practica) am Gymnasium Illustre Harderwijk.
Alois Baldiron

gest. 1632
Anm.: Geboren im Trentino; ab 1596 in habsburgischen Kriegsdiensten; 1621/22 Oberbefehlshaber der habsburgischen Truppen während der Bündner Wirren und des Prättigauer Aufstandes; 1623/24 und seit 1630 kaiserlicher Obrist; 1630 Erhebung in der Freiherrenstand.

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Balthasar (1) N. N.

Anm.: Alter Jagdknecht des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg, der 1636 vom Luthertum zum Calvinismus konvertierte.
Balthasar (2) N. N.

Anm.: Bis 1630 Lakai des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg.
Balthasar (3) N. N.

Anm.: 1630-1634 und erneut seit 1637 Bereiter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Joost Banckert
Joost van Trappen

geb. ca. 1597/99
gest. 1647
Anm.: Sohn des Marinekapitäns Michiel van Trappen, genannt Banckert; 1624 niederländischer Marinekapitän; Kapitän (1624-1636) und Vizeadmiral (1628) der Niederländischen Westindien-Kompanie; seit 1636 erneut in Marinediensten als Konteradmiral (1637) und Vizeadmiral (1637/38); Kapitän (1645) und Vizeadmiral (1646/47) der Niederländischen Westindien-Kompanie.
Graf Gustaf Adam Banér
Der "tolle" Banér

geb. 1624
gest. 1681
Anm.: Sohn des Johan Banér (1596-1641); ab 1653 königlicher Kämmerer; später Obrist der Garde, Stallmeister und Geheimer Rat; seit 1674 Präsident des Kriegsrats; ab 1678 Generalgouverneur von Ingermanland und Kexholms; 1651 Erhebung in den Grafenstand.

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Johan Banér

geb. 1596
gest. 1641
Anm.: Sohn des Gustaf Axelsson Banér (1547-1600); schwedischer Obrist (1621), Generalmajor (1623), General der Infanterie (1630) sowie Feldmarschall im Nieder- und Obersächsischen Reichskreis (1634); ab 1630 Reichsrat; seit 1634 Oberbefehlsshaber der schwedischen Armee in Deutschland; ab 1638 zugleich Generalgouverneur in Pommern; seit 1633 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Haltende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Elisabeth Juliana Banér
Gräfin Elisabeth Juliana von Löwenstein
Geburtsname: Gräfin Elisabeth Juliana von Erbach

geb. 1600
gest. 1640
Anm.: Tochter des Grafen Georg von Erbach (1548-1605/08); 1620-1633 erste Ehe mit Graf Georg Ludwig von Löwenstein-Scharfeneck (1587-1633); seit 1636 zweite Ehe mit Johan Banér (1596-1641).

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Katharina Elisabeth Banér
Geburtsname: Katharina Elisabeth von Pfuel

geb. 1598
gest. 1636
Anm.: Tochter des Adam von Pfuel (1562-1626); seit 1623 Ehe mit Johan Banér (1596-1641).

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Claus Banse

Anm.: Um 1628 Hausbesitzer in Ballenstedt.
Johann Banse d. J.

Anm.: Bernburger Bürger und Sattelhofbesitzer; 1628 und 1631 Bürgermeister der Talstadt Bernburg.
François de Baradas

geb. 1602
gest. 1684
Anm.: Burgundischer Adliger; 1624-1626 Favorit des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); Aufstieg vom Pagen der Petite Écurie zum Premier Écuyer, Premier gentilhomme de la Chambre du Roi (1626/27), Schlosshauptmann von Saint-Germain-en-Laye und Lieutenant du roi in der Champagne.
Barbara N. N.

geb. 1629
Anm.: In Kempten geborenes Mädchen, das in seinem Geburtsjahr an verschiedenen Stellen des ganzen Körpers behaart gewesen sein soll.
Agostino Barbarigo

geb. 1516
gest. 1571
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Giovanni Barbarigo; 1554-1557 Botschafter der Republik Venedig in Frankreich; 1561-1564 Luogotenente (Gouverneur) von Friaul; 1564-1567 Capitano (Stadthauptmann) von Padua; seit 1570 Admiral (capitano generale da mar) der venezianischen Kriegsflotte.
N. N. Barbaro

Anm.: Venezianischer Patrizier, der 1623 für das Amt des Dogen kandidiert haben soll.
Antonio Barberini
Bischof Antonio von Frascati
Erzbischof Antonius von Reims
Bischof Antonio von Palestrina

geb. 1608
gest. 1671
Anm.: Sohn des Carlo Barberini (1562-1630) und Neffe von Papst Urban VIII. (1568-1644); ab 1627 Kardinal; 1628-1632 Präfekt der Apostolischen Signatur; seit 1632 Präfekt der Glaubenskongregation; ab 1638 Kämmerer der Römischen Kirche; seit 1653 Großalmosenier von Frankreich; 1655–1661 Bischof von Frascati; ab 1657 Erzbischof von Reims und Pair de France; seit 1661 Bischof von Palestrina.

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Antonio Marcello Barberini
Bischof Antonio Marcello von Senigallia

geb. 1569
gest. 1646
Anm.: Sohn des Antonio Barberini (gest. 1571) und Bruder von Papst Urban VIII. (1568-1644); ab 1624 Kardinal; 1625-1628 Bischof von Senigallia; 1629-1633 römischer Großinquisitor; seit 1633 Bibliothekar und Großpönitentiar der Römischen Kirche.

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Carlo Barberini
Duca Carlo di Monterotondo

geb. 1562
gest. 1630
Anm.: Sohn des Antonio Barberini (gest. 1571) und Bruder von Papst Urban VIII. (1568-1644); Generalleutnant der päpstlichen Armee; ab 1623 Gonfaloniere der Heiligen Römischen Kirche; seit 1627 Duca di Monterotondo.

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Francesco Barberini
Bischof Francesco von Sabina
Bischof Francesco von Ostia (e Velletri)

geb. 1597
gest. 1679
Anm.: Sohn des Carlo Barberini (1562-1630); Neffe und 1623-1644 Kardinalnepot von Papst Urban VIII. (1568-1644); ab 1633 römischer Großinquisitor; seit 1645 Bischof von Sabina; ab 1666 Bischof von Ostia (e Velletri).

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Taddeo Barberini
Principe Taddeo di Palestrina

geb. 1603
gest. 1647
Anm.: Sohn des Carlo Barberini (1562-1630) und Neffe von Papst Urban VIII. (1568-1644); ab 1627 Principe di Palestrina; 1631-1644 Präfekt von Rom; 1639-1644 Gonfaloniere der Römischen Kirche; 1641-1644 Befehlshaber der päpstlichen Armee.

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Marchese Giulio Barbolani di Montauto
Conte Giulio di Montauto

geb. ca. 1585
gest. 1641
Anm.: Sohn des Bartolomeo Barbolani di Montauto (gest. 1599); ab 1618 toskanischer Admiral gegen die Barbareskenkorsaren; seit 1620 kaiserlicher Hofkriegsrat und Kämmerer; 1621-1623 und ab 1635 Festungskommandant von Livorno; seit 1630 Conte di Montauto; 1635 Erhebung in den Markgrafenstand.
Marchese Montauto Barbolani di Montauto

geb. ca. 1590
gest. 1664
Anm.: Sohn des Bartolomeo Barbolani di Montauto (gest. 1599); 1608-1612 und seit 1623 kaiserlicher Kämmerer; auch kaiserlicher Obrist; 1635 Erhebung in den Markgrafenstand.
Barby, Familie
Grafen von Barby und Mühlingen

Anm.: Mitteldeutsches Reichsgrafengeschlecht.
Graf Albrecht Friedrich von Barby und Mühlingen

geb. 1597
gest. 1641
Anm.: Sohn des Grafen Jost von Barby und Mühlingen (1544-1609); ab 1609 gemeinschaftliche Regierung mit seinem jüngeren Bruder Jost Günther (1598-1651); seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Dienliche").

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Graf Jost Günther von Barby und Mühlingen

geb. 1598
gest. 1651
Anm.: Sohn des Grafen Jost von Barby und Mühlingen (1544-1609); 1609-1641 gemeinschaftliche Regierung mit seinem älteren Bruder Albrecht Friedrich (1597-1641), danach Vormundschaft über dessen Sohn August Ludwig (1639-1659); seit 1632 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Güldene").

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Gräfin Sophia von Barby und Mühlingen
Geburtsname: Gräfin Sophia von Schwarzburg-Rudolstadt

geb. 1579
gest. 1630
Anm.: Tochter des Grafen Albrecht VII. von Schwarzburg-Rudolstadt (1537-1605); 1595-1609 Ehe mit Graf Jost von Barby und Mühlingen (1544-1609).

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Gräfin Sophia Ursula von Barby und Mühlingen
Geburtsname: Gräfin Sophia Ursula von Oldenburg-Delmenhorst

geb. 1601
gest. 1642
Anm.: Tochter des Grafen Anton II. von Oldenburg-Delmenhorst (1550-1619); 1633-1641 Ehe mit Graf Albrecht Friedrich Barby und Mühlingen (1597-1641).

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Graf Wolfgang von Barby und Mühlingen

geb. 1502
gest. 1565
Anm.: Sohn des Grafen Burkhard von Barby und Mühlingen (gest. 1505); seit 1535 regierender Graf von Barby und Mühlingen; zudem langjähriger kursächsischer Geheimer Rat.
Hermann Barnemann

Anm.: Um 1628 Hausbesitzer in Ballenstedt.
N. N. Barozzi

Anm.: Venezianischer Patrizier; um 1623 Olivetanermönch im Eremo del Monte Rua.
N. N. Bartfeldt

Anm.: Um 1629 kaiserlicher Fähnrich.
Leonhard Bartholdus

gest. 1629
Anm.: Geboren in Amberg; Theologiestudium in Altdorf (1599), Leipzig (1602) und Wittenberg (1603); 1603 Magister; 1604 Diakon in Kemnath; 1606-1626 Spitalprediger in Amberg; 1626 Emigration aus der Oberpfalz; seit 1626 Pfarrer in Kleinpaschleben.
Tilman Barwasser

geb. 1592
gest. 1643
Anm.: Bürger, Goldschmied und Juwelier in Leipzig.

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Johann Franz von Barwitz
Johann Franz von Fernemont

geb. 1597
gest. 1676
Anm.: Sohn des Johann Anton von Barwitz; kaiserlicher Obristleutnant (1627), Obrist (1630-1643 und 1645-1650), Generalwachtmeister (1640) und Generalfeldzeugmeister (1642); spätestens seit 1655 auch Hofkriegsrat; 1623 Erhebung in den Freiherrenstand.

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Kristoffer Basse

Anm.: Dänischer Adliger; Herr auf Sørup und Urup; königlicher Amtmann auf den Schlössern Frederiksborg und Abrahamstrup (1614-1623) sowie Kronborg (1619-1623).
François de Bassompierre
Marquis François de Haroué

geb. 1579
gest. 1646
Anm.: Sohn des lothringischen Adligen Christophe de Bassompierre (1547-1596); 1603 Teilnahme am Langen Türkenkrieg; 1621-1629 in französischen Kriegsdiensten gegen die Hugenotten als Maréchal de camp (1621) und Maréchal de France (1622); diplomatische Missionen in Spanien (1621), der Schweiz (1625) und England (1626); 1631-1643 in Haft als Gegner des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1623 Marquis d'Haroué.

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Bastian N. N.

Anm.: Um 1631 Bereiter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Graf Adam Batthyány
Batthyány Ádám

geb. 1609
gest. 1659
Anm.: Sohn des Franz Batthyány (1577-1625); 1629 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1630 kaiserlicher Kämmerer; seit 1640 Generalkapitän für die Gebiete in Ungarn diesseits der Donau; 1630 Erhebung in den Grafenstand.

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Giovanni Battista
Johann Baptista

gest. 1630
Anm.: Italienischer Abstammung; um 1630 Rittmeister in kaiserlichen Diensten; im selben Jahr Übertritt in schwedische Dienste und Beteiligung an einem Hinterhalt gegen Gustav II. Adolph von Schweden, wofür er hingerichtet wurde.
Hans Michael de Bauby

Anm.: Um 1628 kaiserlicher Leutnant.
Wolf Heinrich von Baudissin

geb. 1597
gest. 1646
Anm.: Sohn des Christoph von Baudissin (gest. 1618); 1615 venezianischer Leutnant; 1620 Teilnahme an der Schlacht am Weißen Berg als böhmisch-kurpfälzischer Rittmeister; 1625-1627 dänischer Reiterobrist; schwedischer Obrist (1628-1633) und Generalleutnant (1631-1633); 1635/36 kursächsischer Generalleutnant; seit 1641 polnischer Gesandter in Kopenhagen.

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Nicolas de Baugy

geb. 1574
gest. 1641
Anm.: Sohn des André de Baugy; ab 1602 königlicher Maître d'hôtel; französischer Resident am Kaiserhof (1600-1624) und in Brüssel (1624-1626); Botschafter bei den Generalstaaten (1628-1634); seit 1635 Conseiller d'Etat und Conseiller du conseil privé.
Jakob Bauhof

Anm.: Um 1631 kaiserlicher Kriegskommissar.
Friedrich von Baur
Friedrich von Bawyr

geb. ca. 1600
gest. 1667
Anm.: Sohn des Christoph von Baur (1561-1650); bis 1641 schwedischer Kriegskommissar, Obristleutnant und Obrist (1636-1640); 1642-1645 Generalmajor in dänischen und schleswig-holsteinisch-gottorfischen Diensten; zuletzt kurbrandenburgischer Generalleutnant (1654-1661) und Kriegsrat (1656-1661); seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Strenge").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Christoph von Baur
Johann Christoph von Bawyr

geb. ca. 1598
gest. 1676
Anm.: Sohn des Christoph von Baur (1561-1650); bis 1635 Rat und Stallmeister des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); 1631-1635 zugleich schwedischer Kriegskommissar und Oberhauptmann in den Stiften Magdeburg und Halberstadt; später kurpfälzischer Generalkommissar und Geheimer Rat; seit 1626 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wärmende").

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Guillaume de Bautru
Comte Guillaume de Serrant

geb. 1588
gest. 1665
Anm.: Sohn des Guillaume de Bautru; französischer Diplomat und Schriftsteller; zunächst militärische Laufbahn bis zum Maître de camp (1622); diplomatische Missionen nach Spanien, England und Savoyen; ab 1631 Introducteur des ambassadeurs chez le roi; später Conseiller d'État; 1634 Gründungsmitglied der Académie Française; seit 1636 Comte de Serrant.

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Bayern, Haus
Herzöge von Bayern
Kurfürsten von Bayern

Anm.: Seit 1180 reichsfürstliche Dynastie der Wittelsbacher.

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Herzog Albrecht von Bayern
Landgraf Albrecht von Leuchtenberg

geb. 1584
gest. 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1646 Regent der Landgrafschaft Leuchtenberg durch seit 1636 bestehende Lehnsanwartschaft über seine Gemahlin Mechthilde von Leuchtenberg (1588–1634), der Tante des letzten Landgrafen Maximilian Adam (1611-1646); 1651-1654 Kuradministrator von Bayern.

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Herzog Albrecht V. von Bayern

geb. 1528
gest. 1579
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm IV. von Bayern (1493-1550); ab 1550 regierender Herzog von Bayern; seit 1546 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Herzogin Anna von Bayern
Geburtsname: Erzherzogin Anna von Österreich

geb. 1528
gest. 1590
Anm.: Tochter von Kaiser Ferdinand I. (1503-1564); 1546-1579 Ehe mit Herzog Albrecht V. von Bayern (1528-1579).

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