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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: Juli 1635
[Inhaltsverzeichnis]
01. Juli 1635
02. Juli 1635
03. Juli 1635
04. Juli 1635
05. Juli 1635
06. Juli 1635
07. Juli 1635
08. Juli 1635
09. Juli 1635
10. Juli 1635
11. Juli 1635
12. Juli 1635
13. Juli 1635
14. Juli 1635
15. Juli 1635
16. Juli 1635
17. Juli 1635
18. Juli 1635
19. Juli 1635
20. Juli 1635
21. Juli 1635
22. Juli 1635
23. Juli 1635
24. Juli 1635
25. Juli 1635
26. Juli 1635
27. Juli 1635
28. Juli 1635
29. Juli 1635
30. Juli 1635
31. Juli 1635
|| [[Handschrift: 324r]]

Mittwoch den 1. ⁄ 11. des JuliJulij.


An hanß Ernst Börstel auch geschrieben, wegen
seiner heyrath. &cetera am heüttigen posttage.


Besuch von Doktor Liebenthal. Hat mir anvertraut, dass der Freiherr Schaffgotsch hingerichtet werden wird und seine Güter dem König übergeben werden.Visite du Docteur Libenthal. M'a confiè, que le Baron Schafgotsch
sera executè, & ses biens confisquèz au Roy.
Man spricht von der Art des gewaltsamen Todes des Königs von Ungarn und Böhmen, die er angestiftet und ausgedacht hat!De genere
necis, Regis Hungariæ & Bohemiæ conspirasse, & cogitasse, dicitur!

|| [[Handschrift: 324v]]


Gegen abendt, bin ich vmb die Stadt herumb spatziren gefahren,
weil ich mich nacher hoffe verspähtiget.

Donnerstag den 2. ⁄ 12. des JuliJulij.


heütte bin ich mitt dem Kayser, hinauß aufs
Jagen, Jhre Mayestät haben sich gar gnedigst erzei-
gett, auch mich mitt ihro, an der Tafel eßen
laßen, wie auch den Pfaltzgrafen von Neẅburgk,
welcher mich mitt kutzschen vndt pferden accommodirt.
Wir haben gar ein lustig iagen gehabt.
Es seindt 8 hirsche gefället worden, der
9.te: ist durchkommen. Die Kayserjnn, die<er>
Ertzhertzog, vndt die Ertzhertzoginnen seindt
auch mitt draußen gewesen. Die Kayserinn
hat den ersten hirsch so außm iagen<in s<d>ie Stallstedte> kommen,
so wol angeschoßen, das knall vndt fall, ejn ding
gewesen. Der Kayser hat die vbrigen meistentheilß
gefellet. Der Ertzhertzog vndt dje Erzhertzoginnen
haben ie zu weilen, auch geschoßen. Bißweilen hat
der Ertzhertzog ihnen vollends einen fang gegeben,
wie ich auch geth einmal thun müßen, vndt der
Pfalzgraf einem andern.


Zeitung daß in dem Feltlin, die Kayserlichen mitt verlust || [[Handschrift: 325r]]
etwas weniges volcks, repoussirt worden.


EbensoJtem: daß Brüssel eingenommen seye, vndt der
Cardinal Jnfante sich etwaß retirirt habe,
wiewol etzliche dran zweifeln wollen.


Die Geschäfte von Johann Löw gehen für mich erneut den Gang eines Flusskrebses, und ich habe dabei kein Vertrauen gegenüber diesen Agenten [Geschäftsträgern].Les affaires de Johann Löw vont derechef le pas d'escrevisse,
pour moy, & il n'y a point de confiance en ces agents.

Die Agenten sind Leute, die man dazu benötigt, um mit einem Blasrohr zu sprechen.Glj agentj sono gentj, allequalj, bisogna parlar con
una sarbatana.
<Rat des Grafen Khevenhüller, dass der Kaiser allzeit bewaffnet bleibe, um respektiert zu werden, da Rudolph seine Achtung nach der Waffenruhe von Ungarn verlor.Conseil du Comte Kevenhüller que l'Empereur de<Beachte wohlNota Bene>meure tousjours armè, afin d'estre respectè, comme Rudolphe qui perdit son respect apres la trefue d'Hongrie.>

Freitag den 3. ⁄ 13. des JuliJulij.


Audientz bey Kayßerlicher Mayestät heütte Morgen
vmb 9 vhr gar gnedigst: 1. wegen acceptation
des friedens. 2. wegen erklärung vndt confirmation
des Testaments, mißverstände zu verhüten.
3. AnhangAppendix der Aßcanischen sache halber erledigung. 4.
Nachmalß, bei [dieser] Gelegenheitcon occassione, gratulation zu ihrer
Kayserlichen Mayestät geburtsTag, so neẅlich gewesen.
Gütige AntwortRisposta benigna: 1. Schriftlich<e> <declaration> wehre nöhtig, sollte
mir billjch insinuirt worden sein. 2. Jm vbrigen sollte
ich versichert sein, daß mir Jhre Mayestät nicht wollten
vnrecht geschehen laßen. 3. Zu wem gehört die Grafschaft Askanien, was hat sie für Einkommen?A quj appartient la
Contè d'Ascanie, qu'a[-t-]elle de revenu?
etcetera Beachte wohlNota Bene
<erinnerten mich selber an vnsern Tittul, vndt belehnung mit AskanienAscaniæ.>
4. Gnädigste dancksagung. et cetera gar gnedigst, vndt
höflich. et cetera etcetera etcetera <Wollen mich baldt expediren laßen.>


Mjtt dem obersten Montrichier, bekandt worden, ebensoJtem:
den Ebrox, Obersten gesehen, welcher den Fridtländer vmbgebrachtt, || [[Handschrift: 325v]]
vndt andere Edelleutecavaglierj mehr.


Jhre Mayestät sagten mir auch, es wolle der general
Banner zum frieden, sich gar nicht verstehen.


Ich habe hier Hafer kaufen lassenJ'ay fait acheter icy de l'avoyne ein Muht,
vmb 8½ ThalerThlr: helt 30 Metzen, vndt Sie müßen
noch eine Metzen dreyn geben, seindt 31 Metzen.


Rede des Grafen von AltheimbDiscours du Comte d'Altheimb, daß Jhre Mayestät auß
iederm Ambt, ihm wollten 33 ducaten verehren,
zur ehre des allters Christi, zu seiner militia
Christiana
, andere sollten es auch thun, vndt man
sollte nicht mehr auf den <Pabst als> Antichrist schelten, Sie wollten
vnß auch nicht mehr ketzer heißen, so wehre daß Zerwürfnisdissidium
vndter den Christen, leicht componirt, vndt man köndte
mit vereinten Kräftenjunctis virjbus auf den Erbfeindt zu, gehen, vndt das heilige grab
auß der vnglaübigen händen, reißen, viel Christen erle-
digen
, vndt die BarbarenBarbaros, von den Christlichen gräntzen abhalten.
Vmb Gottes willen, vngezwungen, sollte man zu dieser
christlichen Ritterschaftmilitia Christiana, oder Ritterschaft des Jesus ChristusMilitia Jesu Christj, oder
Herrschaft der HeiligenHierarchia, oder andere nahmen mehr, die es hatt, (weil
man darinnen <des nahmens halber> noch nicht einig) contribujren, vmb
Gottes willen, freywillig mitt fortt ziehen, vmb
Gottes willen, fechten, vndt sein gut vndt bluht auf-
setzen, So wehre es ein Christlicher vorsatz, wie ihm dann,
der NuntiusNuncjus auch freywillig, auß seinem Bisthumb zu con- || [[Handschrift: 326r]]
tribuiren sich anerbotten, vndt so wol der Kayser,
alß der König in Polen, vndt hertzog von Mantua sich gar
wol in dieser sache, andern zur nachfolge bequehmen theten.


Zeitung daß der herr Schafgotzsch, seye Catolisch worden,
nach der Tortur.


EbensoJtem: daß der Oberste leüttenampt Luyweeck, der
mich zu Leütmaritz, zu Mittage, zu gaste hatte, seye
von seinem Obersten, Conte di Rivara, vmb weniger
worttwechßlung willen, da er keinen degen in der
faust gehabtt, mitt vielen wunden, durchstochen, vndt
zerhawen worden.


Beßere erleütterung der <heüttigen> audientz: Zu 1.Ad 1. sagten Jhre Mayestät
ich thete beßer daran, daß ich Jhrer Mayestät selbst
eigene handt hette, alß das gemeine gedruckte exemplar,
in dem Punktpuncto der Kayßerlichen notification, Es hette mir es
der ChurSächsische agent billich insinuiren sollen. Zu 2.ad 2.
sagten Jhre Majestät Sje wollten es mitt fleiß durchlesen,
vndt mir kejn vnrecht geschehen laßen, ließen sichs wol-
gefallen, daß ich derselben Abschrift des Testamentscopiam Testamentj zukommen
laßen wollte, vndt ihro es vertrawen. 3. Frag-
ten Sie zwar fleißig nach, sahen es aber doch gar gerne,
das ich apert gienge, vndt erinnerten mich endtlich
selber, an vnsere Rechtejura des Tjttuls, wejl ich von der
beleyhung allejne sagte, daß wir von Kaysern zu Kay-
sern, mjtt der Grafschafft beliehen worden, auch von Jhrer Majestät || [[Handschrift: 326v]]
selbsten, Mejn herrvatter wehre damitt jnvestirt.


Diebstahl von zwei schönen Umhängen in unserem Wirtshaus dem Doktor Liebenthal entweder gestern abend oder heute morgen geschehen, von welchem der gute Mann ziemlich spät Notiz genommen hat! Gott behüte uns dadurch vor einem ähnlichen Schicksal.Furberia dj due bej ferrariuolj[!], in questa nostra hosteria,
arrivata al Dottore Libenthaler ô hier sera, ô sta mattina,
dellaquale se n'accorse assaj tardj il buon huomo!
Jddio, ce ne guardj, di sjmjle ventura.


BesuchVisite Nachmittags, vom Doctor Libenthal, wegen der
acceptationspatenten, und seiner Meinung darüber, was die neutralen Stände zu tun haben werden, und [über] ihre Annehmlichkeiten und Unannehmlichkeiten.et son avis la dessus,
ce qu'auront a faire les estats neutres,
et leurs commoditèz ou incommoditèz.


Anwurf bei dem Fürsten von Eggenbergauprès du Prince d'Eggenberg in bewusten sachen.


Zeitung daß die einreümung der eingenommenen plätze in Schlesi-
en
, noch nicht erfolget seye, von ChurSaxen.


EbensoJtem: daß der, König in Engelland wieder Frankreich 25 kriegs-
schiffe, so wol armirt, fortgeschickett.


EbensoJtem: daß das verlorne Feldtlin von den Kayserlichen
wieder erobert werde.


EbensoJtem: daß die Frantzosen vndt holländer 60000 Mann starck
den C vber die Mase in Brabandt paßirt, vndt
der Cardinal Jnfante sich auf Gendt retirirt habe,
sich alda feste zu machen, mitt seiner armada.


EbensoJtem: daß die zu Nordthausen verbundene Fürsten vndt Stände,
sich gegen den ChurSächsischen gesandten vernehmen laßen, Sie ver-
hoffen der Churfürst würde mitt der Kayßerlichen Mayestät
einen solchen friden geschloßen haben, daß nicht allein das || [[Handschrift: 327r]]
Römische Reich, sondern auch Sie bey dero hergebrachten frey-
heitten, gelaßen werden. Der general Banner vndt hertzogk
Wilhelm von Weymar
, laßen die päße an der Elbe,
vndt auff dem Eißfelde stärcker besetzen.


EbensoJtem: daß die Silberflotta sehr reich in Spannien an-
kommen, sambt einem præsent auf 5 million, so die
Jndianer dem König in Spannien verehren, vndt zu
Lisbona außgeladen worden, hingegen hetten die Moren
in Africa den platz Tanger, bey Gibilterra belägert.


Neẅstadt, Nienburg, vndt die meisten plätze in Nider-
Saxen
, sollen von dem Lüneburgischen vndt heßischen volck
wieder eingenommen sein, <wie auch Fulda, hirschfeldt, Amœnaburg etcetera[.]>


EbensoJtem: der Printz von Condè führe auch eine armèe in Lottringen.
Duc de Crecquy aber eine in Jtalien. &cetera


Der alte Sbubna seye zu halle gestorben.


Etzliche schreiben, die Schweden hetten dem König in Polen,
das landt zu Preüßen schon abgetretten, vndt dörfte mitt
Liflandt auch geschehen, <auch in den tractaten zu Dantzigk sjch wegen des Tittuls verglichen daß Sie ihn beyderseits führen sollten> vndt also friede werden, Andere
vermeynen, es ziehe der König in Polen schon wieder sie
zu felde. Jst also gantz vngewiß.


Nürnberg hat sich dem friedensschluß accommodirt.


Zu Breßlaw, gibt es noch confusionen wegen des frie-
denschlußes. Draben in zwey hauffen, einer will
Schwedisch, der andere Kayserisch sein. Dörffte
noch seltzame händel abgeben, vndt Meütereyen.

|| [[Handschrift: 327v]]

Samstag den 4. ⁄ 14.den: des JuliJulij.

<100 ReichsthalerRthlr: in barin spetie: Thomas Benckendorf zu berechnen.>


hinauf nach hoff, alda den Spannischen ordentlichenordinarij Ambassador
Marchese dj Castagnetta angesprochen, welcher gar
höflich gewesen, auch erzehlet, daß kein ferrner treffen,
im Niederlandt vorgegangen, sondern es hette sich der
Cardinal Jnfante mitt seinem volck so auf 23000
Mann zu fuß, vndt 8 tausendmille pferde starck (nach dem
Tirlemont oder Thienen in Brabandt, von den
Frantzosen vndt holländern, eingenommen, geplün-
dert, vndt die besatzung darinnen, meisten theilß
niedergemacht worden) nacher Löven retirirt,
vndt sich alda in der innersten Stadt, (weil
es außerhalb der innersten Ringmawer gar zu
ein weittschüchtiges wesen, vndt größer als
Paris wehre,) gar feste gemachtt. Vndt dieses
alles wehre geschehen, nach dem Sie mitteinander,
vber die Mase gesetzt, die Frantzosen vndt Stadischen.
<Piccolominj wehre auch zu Andernach vber den Rhejn, passjrt.>


<Beachte wohlNota Bene> Der herr bischoff von Wien, Apt von Krembs-
Münster
, hat von meinet wegen, meine Schrift-
liche friedens acceptation, dem Kayser vberge-
ben, wie auch andere sachen wegen Aßcanien.
Jhre Liebden der herr bischoff, haben sich zu allem guten
anerbotten. Man glaubt, dass er bald Kardinal wird.On croyt qu'il sera bien tost Cardinal.

|| [[Handschrift: 328r]]


Der Fürst von Eggenberg erbietet sich sehr vertraulichs'offre fort confidemment.
Jch habe den hofmarschalck, Grafen von harrach,
angesprochen, wegen der competentz mitt dem alten
Marggrafen von Brandenburg Christian Wilhelm, gewe-
senen administrator zu Magdeburg numehr aber nicht mehr,
dieweil ich mich zum frieden bekennete, vndt
er sich numehr seiner länder begeben müste,
damitt ich nicht vnordnungen vervrsachen, Meinem
fürstlichen hause, auch Jhrer Kayserlichen Mayestät selbsten
nicht præjudiziren möchte, weil Sie mich,
vor einen Regirenden herren erkennen, So hat
er dem herrn Obersten hofmeister Grafen von Megkaw
angeredet, der hat gesagt, Jhre Kayserliche Mayestät woll-
ten keinem theil, nicht præjudiziren, oder vnsern
Fürstlichen haüsern, einem oder anderm theil, zu
kurtz thun, wir möchten vns selber hierüber ver-
gleichen, oder so viel alß müglich, die competentzen
vermeyden. So ist der Rechtsstreit noch nicht ausgeräumt.Ainsy le procéz n'est pas vuidè encores.


Beachte wohlNota Bene die friedensacceptation hat mir Doctor Libenthal,
heßisch darmstädtischer Abgeschickter, concipirt,
vndt ich habe Sie mitt Johann Löẅen, vbersehen,
vndt etwaß weniges daran corrigiret, dar-
nach außfertigen vndt zur Weltad mundum bringen laßen, vndt volln- || [[Handschrift: 328v]]
zogen; Auch (wje gedachtt) dem Kayser, heütte vberreichen
laßen. Jhre Mayestät haben auch gesagt, Sje wollten es
alles fleißig lesen. Waß die intimation des frie-
dens
betreffe, so würde daßelbige eigentlich, bey
ChurSaxen geschehen, daß die im OberSächsischen Krayß geseßen,
bey demselben, sich anmeldeten, aber doch, wenn
ichs begehrte, wejl jch vor Ortin loco wehre, wollten mir
wol, Jhre Mayestät, ejne jntjmation zukommen laßen.


MitteilungAvis, daß der Churfürst von Bayern, von des Kaysers wegen,
zu Lintz, vom herren Christoff Seyfridt Preüner,
Kayserlichen Abgesandten, vndt sonsten würcklichen
geheimen Raht, auch Stadthalter, der Nieder Oester-
reichischen landen
, seye entpfangen worden. Gestern,
ist gedachter Churfürst zu Stain ankommen, heütte
losirt er zu KlosterNeẅburgk, Morgen wirdt
der einzug alhier werden, vndt man wirdt gleich
zu der Augustiner kirchen, sich verfügen, daselbst
die copulation halten, durch den Cardinal vndt
Fürsten von Dietrichstain
(welchen man, hochfürstliche
Eminentz tituliret) vndt hernach wirdt die
hochzeittliche Mahlzeitt gehalten werden.
Der Churfürst alß braüttigam, heist: Maximilianus,
die Churfürstliche Brautt, alß Kayserliche Princessin; || [[Handschrift: 329r]]
heist: Marie Anna, des Churfürsten Schwester
Tochter, durch dispensation des Bapsts, wirdt djß Ehema-
trimonium
zugelaßen. hertzog Albrecht von Bayern
des Churfürsten herr Bruder, kömbt auch mitt. So
<ist>soll auch heütte noch Printz Casimirus auß Polen
alhier ankommen, des Kaysers Schwester Sohn.
Die Kayserliche hoffstadt, die landtschafft, vndt alhie-
sige bürgerschafft, thun sich stadtlich außstaffiren,
den Churfürsten zu entpfangen. So wirdt
man sich auch mitt præsenten, sehen laßen.


BeachteNota: der Cardinal von Dietrichstain, alß er ver-
gangenen dinstag alhier ankommen, mitt einem
gewaltigen comitat, hat er 24 kutzschen,
mitt 6 roßen bespannet, mittgebrachtt.


Zeitung daß Graf Gallaaß, general leutnant vber den Rhein gangen, vndt
hertzog Berndt sampt 6 Regimentern geschlagen, also
daß er sich mitt mühe, nach Zweybrück salviren können.
Wormbs, Germerßheim, Creützenach, vndt heydelberg,
soll sich alles ergeben haben, Nun liegen Sie vor Majntz.
Graf[!] Piccolominj aber ist zum Cardinal Jnfante fortt.
Die holländer sollen schon mitt den Frantzosen, vneins sein,
wegen ihres brennens, raubens, vndt vbelen verhaltens.


Nürnberg habe sich gewiß accommodirt. Breßlaw auch. || [[Handschrift: 329v]]
usw.perge Der Ertzhertzog Leopoldt Wilhelm, jst heütte nach Kloster-
Neẅburgk
geritten zum Churfürsten, vndt wieder hehrkommen.

Sonntag den 5. ⁄ 15.den: des JuliJulij. 🜨

<200 ThalerThlr: Thomas Benckendorf zu berechnen.>


Der Fürst von Eggenberg hat mir sehr höflich tausend Taler mit Entschuldigungen usw. geschickt.Le Prince d'Eggenberg m'a envoyè mille DalersDal: avec excuses etcetera
fort courtoysement[.]


Des hertzogs Julij hejnrichs von Saxen Lawenburg sein SekretärSecre-
tarius
, hat mich auch angesprochen, vor sejnen herren, bey
Chur Bayern, zu sollicitiren, wegen seiner relaxation.


Nachmittags vmb 2 vhr, hat man sich zu hoff versamlet.
Der Pfaltzgraf von Neẅburg hat nicht mittfahren wollen,
wegen der competentzen, mitt hertzog Albrecht von Bayern,
sondern hat heütte Morgen, seine Besuchvisite absonderlich
verrichtett. Die ordnung ist schriftlich verfaßet
worden, wie man vor vndt nach, fahren sollte.


Jch bin vor dem Kayser her gefahren, (in des Fürsten
von Lichtenstein
seiner kutzsche) bin oben an geseßen,
habe den Marggrafen von Brandenburg zu mir ge-
nommen, vndt die Fürsten von Eggemberg vndt Porcia<Lichtenstei[n,]>
wie auch den Grafen Porcia. hindter dem Kayser,
ist gefahren der Ertzherzog. An der Thonaw, haben wir
vom Schiff außsteigende den Churfürsten entpfangen,
der hatte von Fürstlichen personen bey sich, den herzog
Albrecht seinen herren Bruder, vndt den Fürsten von
Hohenzollern
. Der Kayser hatte bey sich den Erzher-
tzog Leopoldum Wilhelmum, den Printz Casimirum || [[Handschrift: 330r]]
auß Polen, welchen ich auch angesprochen zum erstenmahl,
darnach hatte der Kayser mitt draußen Mich, vndt
den alten Marggrafen zu Brandenburg gewesenen Administrator
zu Magdeburg[,] ebensoJtem: vorgedachte Fürsten von Eggemberg
vndt Lichtenstain, wie auch den bischoff von Wien,
vndt andere prælaten, viel Grafen, herren, vndt
geheime Rähte, et cetera[.]


Ich habe den Vortritt über den Markgrafen von Brandenburg in der Kutsche und beim Begrüßen des Kurfürsten von Bayern und beim Rückweg und beim Betreten und Verlassen der Kirche und beim Gehen vor dem Erzherzog und im Vorzimmer gehabt, obgleich er ihn mir hat streitig machen wollen, doch habe ich ihn bekommen.J'ay tenu la preseance, par dessus le Marquis de Brandenburg
au carosse, & en saluant l'Electeur de Bavieres, &
au retour, & en <allant & sortant de> l'Eglise, & en marchant devant
l'Archiducq, & a l'Antichambre, quoy qu'il me l'aye
voulu disputer, si l'ay[-]ie obtenu.


Jm rückwege von der Thonaw, jst der Erzherzog,
mitt hertzog Albrecht auß Bayern, vndt dem Printzen
in Polen
, vor dem Kayser hehr gefahren, vndt ich vndt
meine vorgenandte geferten, vor ihnen her. Jn<Vor> der
Augustiner kirche ist man abgestiegen, vndt stragks
hinein in die kirche, alda in einer kleinen cappelle,
die copulation durch den Cardinal von Dietrich-
stain
, geschehen, zwischen dem Churfürsten auß Bayern,
<herzog> Maximiliano, vndt der Kayserlichen Prinzeßinn,
Ertzhertzoginn Maria Anna, Ein kurtzer sermon
des Cardinals, deßenn innhaltt, Gleich wie vor 2<3>5 Jahren
der herzog auß Bayern seine Schwester auch des Nahmens Maria Anna
dem Kayser gegeben, also hetten Jhre Mayestät an itzo daßelbige || [[Handschrift: 330v]]
mitt dero Tochter, eben des nahmens, erwiedern vndt
ihme dem Churfürsten dieselbe wieder geben wollen, darneben
hat er gratulirt, vndt glück gewünzschet, vndt
nach vollendeter copulation, ist daß Gott wir loben dichTe Deum
Laudamus
gesungen, vndt et die Stücke auf den
wällen loß gebrandt worden. Man ist zu fuß
vbern gang, nach Jhrer Mayestät zimmer zu, gegangen,
um vndt jm gehen, hat mjch der Ertzhertzog auß
befehlich Jhrer Mayestät, hejßen aufsetzen, vndt ich
habe dem gewesenen administrator zu Magdeburg die oberstelle
genommen, vndt bin wie vorgemeldet, vber ihm
geblieben, nach mir seindt gegangen, der Päbstliche
NuntiusNunccius
in der Mitte, neben ihm aber zur rechten,
vndt zur lincken, die beyden Spannischen BotschafterAmbas-
satores
Conte d'Onnata, vndt Marchese de Castag-
neda
, darnach der Ertzhertzogk, welcher dem
Printzen auß Polen, die Oberstelle gegeben, a<A>lß
seinem nahen vettern, vndt frembden gast, auch
königlichem Printzen, darnach hertzog Albrechtt,
ebensoJtem: der Churfürst, neben dem gieng der Kayser zur
rechten, auch bißweilen hindter ihm, darnach
die Kayserinn in der mitten, zur rechten dje Königinn,
vndt zur lincken, die Churfürstliche brautt, || [[Handschrift: 331r]]
vndt hernacher folgeten eine große anzahl Damen.
Der NuntiusNunccius vndt die Abgesandten wahren bey
der Kayserinn vndt Königinn im Frawenzimmer,<in der kirchen>
vndt nicht mitt an der Thonaw. Es ist die
bürgerschafft; auch in viel Fähnlein distribuiret,
auf allen gaßen, jn der wehre gestanden. Vndt
nach dem man im Kayßerlichen zimmer, (dann
biß dahin, jst man flugks auß der kirchen gerade
zu gegangen) gewesen seindt abermalß die
Stücke auf den wällen vndt Pasteyen, loß
gebrennet worden, vndt etzljche salven von der
Bürgerschafft, nacheinander geschehen.


Darnach ist nicht öffentlich in der Kammerprjvatamente in camera, die Mahl-
zeitt gehalten worden, vndt hat niemandt dörfen
darbey sein, auch die würcklichen kammerherren
nicht, sondern das frawenzjmmer, hat darbey
dienen müßen. Der Pfaltzgraf von Neẅburg
ist auch nicht in die kirchen kommen, wegen der
stargken competentzen, die er mitt dem NuntiusNuncio,
vndt den Spannischen ambassatoren hatt. Der
Marggrafe hatt mich gebehten, ich wollte ihn doch
nicht beschimpfen, oder wegstoßen, wenn er ety<w>an
in der Vorzimmeranticamera, eher kähme als ich, welches ich nit || [[Handschrift: 331v]]
begehrt zu thun, also grob zu sein, insonderheitt vorm Kayser.
Vndter andern, habe ich auch Graf Wolffen von Manß-
feldt
, vndt dem Grafen von Schwartzenburgk vorzeitten
hofmarschalckh, an itzo general auf der Windischen
Marck
, zugesprochen. Dieser sagt, der vortrab
des Türckischen Kaysers, nemlich 60000 Türcken,
vndt Tartarn, wie auch 12 tausendmille Janitzscharen, wehren
gantz geschlagen vom Persianer, wie ihm selber
der graf Tersatz, auß dem Munde ejnes gefangenen
Türcken, berichtett hette.

Montag den 6. ⁄ 16.den: des JuliJulij.

<Beachte wohlNota Bene Gute Hoffnung, doch hinhaltend vom Grafen von Schlick.Bonne esperance, mais dilatoire, du Conte de Schligk.>


Ich habe gestern beobachtet, dass die gute Prinzessin, die Frau Gemahlin, äußerst angsterfüllt und wie voll von innerster Betrübnis war, und meiner Meinung nach außerordentlich. Gott wolle sie trösten.J'ay observè hier; que la bonne Princesse <Madame> l'espouse,
estoit extremement angoissèe, & comme pleine d'affliction
intime, & a mon avis extraordinaire[.] Dieu la vueille consoler.


heütte vormittags, mitt in die Meße gegangen, vndt
der einsegnung zugesehen, wie Sie der Cardinal von
Dietrichstain
vber die Neẅen hochzeitter verrichtett,
darnach ist ein Trunck süßer wejn, herumb ge-
gangen, darvon ich auch zu kosten bekommen. Jst aber
ein geweyheter wein gewesen, wje Sje hernacher
sagten.


Beachte wohl, beachte wohlNota Bene Nota Bene Graff Schlick gedachte, in Lottringen, wehren
die Frantzosen bey Sankt Dionisij, wieder geschlagen, || [[Handschrift: 332r]]
also daß 3 tausendmille Mann, auf der wahlstadt geblieben,
vndt etzliche zwantzig stücke geschützes,
erobert worden, wehre also die schaarte der
Niderländischen Niederlage, wol außgewetzet.


Zu Mittage, ist Marggraf Christian
Wilhelm von Brandenburg
vndt dann der
heßische Doctor Libenthaler, wie auch herr Loẅ,
meine gäste zum güldenen Ochßen gewesen.


Doctor Libenthal hat mich hernachmalß aufs
neẅe wieder besuchtt, vndt angefangen
abschiedt von mir zu nehmen, weil er Morgen
gebe gott mitt den Kayserlichen gesandten, naher
Dresen, fortzuziehen gedenckett. Ich habe ihm mein Porträt aus Gold gegeben.Je luy ay
donnè, mon pourtraict d'or.


Erfahren, daß ein Schiff <die Tage> bey Melck versuncken,
auß vnvorsichtigkeitt des Schiffmanns, vndt viel Reisegepäckbaga-
ge
auch die meisten libereykleider se des Churfürsten,
ins waßer gefallen, aber doch alles wieder heraußer ge-
zogen worden, es sejndt auch etzliche persohnen ertruncken.


Diesen abendt vergebens nach hof gefahren, vmb 7 vhr, weil
alle Edelleutecavaglierj sich retirirt gehabtt. Darnach wieder verge-
bens auf den Comœdiensahl durch großes gedränge kommen, vndt
ezliche Stunden, mitt andern Fürsten, bohtschafftern vndt Damen, gewar-
tett. Es ist aber der angesezte Turnier, vndt comœdie abgestellet worden.

|| [[Handschrift: 332v]]


Vff dem Sahl habe ich gelegenheitt bekommen, mitt dem Pollnischen
Residenten, Vibbonj, bekandt zu werden. Er sagt sein herr der
König in Polen, habe vber 50 tausendmille Mann beysammen, albereitt in
Preüßen zufelde. Der Stillestandt seye zwar biß zum Augustin Augustum
verlängert, vndt es stünde noch auf tractaten mitt der
Kron Schweden, welche sich offerirt Preüßen abzutretten, der
König aber, will noch Lifflandt darzu haben, vndt den königlichen
Tittul vber Schweden nicht fallen laßen wie Sie begehren.
Sonst wollten Sie auf 20 iahr friede machen. Wo ferrne
aber nichts drauß würde, wollte der Könjg nicht allein
zu lande, sondern auch zu waßer, mitt starcker macht, Schweden
angreiffen, vndt müglichsten fleiß anwenden, sein Erbkö-
nigreich zu recuperiren. Es hette der König in Engellandt,
albereitt eine halbe million spendirt, dem König in Polen,
mitt einer waßermachtt zu assistiren, vndt wu hette
man auch gute hofnung von Dennemarck, wegen des paßes
durch den Sundt, vndt anderer assistentzien. Wer dem
König in Polen würde zu seinem Erbreich verhelfen, mitt deme
wollte er sich veralliiren, wie dann der König in Engellandt
gerne sehe, daß er des Pfaltzgrafen Tochter nehme.
Vndt der König in Polen, wollte alßdann, sich dahin
bearbeitten, das sein bruder, der izt alhier anwesende
Printz Casimirus, möchte das Freẅlein von Schweden, die || [[Handschrift: 333r]]
Erbprinzeßinn nehmen, wiewol Gustavus im Testament
versehen, daß seine Tochter, (vmb der päbstischen religion
willen) niemandt von dem Jagellonischen Stamm, gegeben werden
sollte, sonsten sollte Sie der Erbschafft an der Kron
Schweden
verlustiget sein. Es hette der itzige König
in Polen
, großen anhang, vndt großen Gunstfavor in Schweden,
vndt viel mehr, als man vermeinen thete. Würde
iedermann in sejner Religion frey leben laßen,
vndt niemandt zu einiger Religion, begehren zu zwingen,
welches Gottes, vndt nicht Menschenwergk wehre. Die
Fortun so er wieder den Moßkowiter, vndt Türgken
gehabt, hette ihm großen Gunstfavor, bey Jnn: vndt auß-
ländischen zu wege gebracht. Schade wehre es, daß so ein
Tapferer herr, in seiner herrschaft, nicht absolut
sein sollte, vndt von den Ständen, so sehr dependiren
müste, wiewol er es so weitt gebrachtt, daß
sie ihm vber 45 tausendmille Mann, mitt contributionen zu halten,
versprochen, aber es soll meistentheilß Pollnisch
volck sein, oder doch der krone vndterthanen,
gestaltt er dann bey dem Fußvolck deützsche
officirer helt, welche die heyducken auf deützsche
Soldaten manier abrichten müßen, die haben dem
König in dem Moßkowitrischem kriege, gute dienste gethan,
vndt er sich sehr wol dabey befunden.

|| [[Handschrift: 333v]]

Dienstag den 7. ⁄ 17.den: des JuliJulij. (in astrologischer Hinsicht) böser/gefährlicher/schädlicher/unglücklicher/unglückseliger Tag (in astrologischer Hinsicht) böser/gefährlicher/schädlicher/unglücklicher/unglückseliger Tag (in astrologischer Hinsicht) böser/gefährlicher/schädlicher/unglücklicher/unglückseliger Tag


Es hat mich der Fürst von Lichtenstain zu gast geladen,
alda auch der Cardinal von Dietrichstain, der Marg-
graf von Brandenburg
[,] der Bjschoff von Wien, der
Fürst von Eggenberg, vndt Fürst von Dietrichstain,
neben dem Fürsten von Lichtenstein, vndt mir, sich
befunden, vndt ansehlich, jst tractirt worden.
Der alte Marggraf, ist neben den Cardinal, gesetzt
worden, vndt ich vorn Tjsch, jedoch ohne competentz.
Vor der mahlzeitt, hat der Cardinal zimlich mitt
mir disputirt, hernacher aber nicht mehr. <Jst doch glimpflich.>


Ehe ich dahin gefahren, habe ich zu hof, jn der Vorzimmeranti-
camera
, mich sehen laßen.


Nach dem Essen haben meine Leute mir gegenüber einen Affront begangen, indem sie mir zur Behausung des Fürsten von Liechtenstein weder Kutsche noch Pferde gebracht haben, und ich hätte zu Fuß gehen müssen, wenn der Markgraf von Brandenburg mich nicht auf seiner Kutsche mitgenommen hätte. Gott wolle mir einmal gute und beflissene Diener bewilligen und mich von einer solch nachlässigen Kanaille erlösen, damit ich auch in diesem Fall da Ruhe haben würde und mich selbst nicht über so riesigen Abscheu gräme, wie es die Notwendigkeit in solchem Fall, solcher Versündigung mir zu tun auferlegt, die mich nur zum Bedauern bewegen könnte.Apres disner, mes gens m'ont fait un affront,
de ne m'avoir ammeinè nj carosse, nj chevaulx,
& au logis du Prince de Lichtenstein & jl m'auroit fallu aller
a pied, si l'Adm le Marquis de Brandenburg ne m'eust prins, sur
son carosse. Dieu me vueille une fois ottroyer, de bons,
& diligents serviteurs, & me delivrer de telle <nochchalente> canajlle[,]
afin que j'aye aussy du repos, en ce cas là, &
ne m'afflige moy mesmes, de si enormes execrations[,]
comme la necessitè m'impose de faire, en tel cas, tel
pechè, quj ne scauroyent me causer, que du regret.

|| [[Handschrift: 334r]]


Man sagt, dass dieser Fürst Karl [Eusebius von Liechtenstein] eine Million Gulden an jährlichem Einkommen von seinen Gütern in Mähren, Schlesien und Böhmen hat.On dit; que ce Prince Charles, a un million
de florins, de revenu annuel, <de ses biens en Moravie; Silesie & Boheme.>


Der Kardinal ist 66 Jahre alt, und ist auch sehr reich.Le Cardinal a 66 ans, & est fort riche, aussy.
Der herr bischoff von Wien, soll auch baldt Cardinal werden.


Der Churfürst von Bayern, hat heütte Nachmittags,
die Schatzkammer alhier, des Kaysers besehen. Jch
bin aber nicht mitt darinnen gewesen, denn man hat mirs
wiederrahten, weil man vndter so vielen, eine sache
nicht recht würde sehen können.


Ich würde gern mit guter Beförderung von hier aufbrechen können, um nicht soviel auszugeben und vielleicht um nicht von vielen Pfaffen und Mönchen zu gut gesehen zu werden, die sehr abergläubisch und feindselig gegenüber unserer Religion sind.Jo vorrej poter partire con buona spedizione
di quà, per non spender tanto, e per <non> esser meglio<troppo ben>
veduto, forse, da moltj pretj, e fratj, che sono
troppo superstiziosj, e nemicj della nostra Religione.


Beachte wohlNota Bene Der Kardinal sagte, dass er mehrere Teufel von den Dämonenhaften vertrieben habe und dass er in diesem Fall alle unsere Geistlichen herausfordern wollte, die Dämonischen mit ihm davonzujagen.Le Cardinal dit, qu'il avoit chassè plusieurs Diables,
des Demoniaques, & qu'jl vouloit en ce cas, desfier
tous nos ministres, de chasser les Demoniaques avec luy.


Ich sagte ihm, dass wir keinen Bedarf mehr an Wundern hätten, da die Lehrmeinung schon genug bestätigt worden sei, doch das boshafte und ehebrecherische Volk verlange Zeichen usw.Je luy dis, que nous n'avions plus besoing de miracles,
la doctrine estant desja assèz confirmèe, mais
la nation meschante & adulteresse demandoit signes,
&cetera[.]
EbensoJtem: In den letzten Zeiten werden sich falsche Christen und falsche Propheten erheben, um Zeichen und Wunder zu schaffen usw. Er sagte, dass das den Antichristen betreffe, welcher nur 3½ Jahre herrschen würde, und ich wunderte mich dennoch über dieses antichristliche Bekenntnis usw. Ich hatte auch die Möglichkeit, ihn zu fragen, als er vom Alter der Kirche sprach, ob die Ordnung der Kardinäle sehr alt sei, worauf er antwortete, dass das nicht zum Kern der Doktrin gehöre, sondern lediglich zur Rangfolge der Zeremonien usw.<ès derniers Temps> Faux Christs, & faux prophetes s'esleveront,
pour faire signes & miracles, &cetera[.] Jl dit que cela s'en-
tendoit de l'Antichrist, lequel ne regneroit que 3½ ans,
& je m'estonnois pourtant de ceste confession Antichrestienne. || [[Handschrift: 334v]]
&cetera J'eus aussy moyen, de le demander de la l comme il
parloit de l'antiquitè, de l'eglise, si l'ordre des Cardinaulx
estoit <fort> ancien; a quoy il respondit que cela n'estoit point,
de la substance de la Doctrine, ainçois seulement des
ceremonies, &cetera[.]
EbensoJtem: Er wollte mich glauben machen, dass die Griechische Kirche und die Römische eins wären, dass es noch eine griechische Kirche in Rom gebe und mehrere weitere, aber dass es manchmal in der Türkei Schismatiker gebe, die sich von den anderen Griechen getrennt hätten. Er bestritt auch stark und fest, dass der Papst irren könne, doch nicht die Kirche, und war schließlich mit mir erfreut über die Unterschiede zwischen der sichtbaren und unsichtbaren Kirche und dass die Kirche seiil me voulut faire a croyre,
que l'Eglise Grecque & la Romaine estoit toute une,
qu'il y avoit encores une Eglise Grecque a Rome, &
plusieurs autres, mais que quelques fois en Turquje, il y a-
voit des Schismatiques, qui s'estoyent separèz des autres Grec[s.]
Jl protestoit aussy fort et ferme, que le Pape pouvoit
errer, mais non pas l'Eglise, & estoit en fin content
avec moy des distinctions entre l'Eglise visible & jnvisibl[e,]
& que l'Eglise estoit
eine Versammlung der Getreuencœtus fidelium, aber dass es immer eine sichtbare Kirche auf Erden gegeben habe, begleitet von äußeren Zeichen und Wundernmais qu'il y a-
voit eu tousjours une Egljse visible en Terre, accompagnèe
de signes exterieurs, & de miracles.
usw.perge dem ich widersprach. Ich sagte ihm auch, dass man diesen Streit über die ewige Dauer der Kirche bis zur Endzeit aufschieben müsse, denn zwischen hier und dort könnten sich plötzlich mehrere Veränderungen ereignen. Er sagte auch, [der] Herr Kardinal, dass die Exkommunikation durch den Papst die Kirche und ihre Bischöfe geschehe usw., dass mehrere Päpste ohne Zweifel verdammt worden seien. Und ich sehe durch mehrere Gespräche, die ich hier an diesem kaiserlichen Hof höre, dass man sehr unzufrieden mit dem heutigen Pontifex Urban VIII. ist.<a quoy ie contredis>[.] Je luy dis aussy
que pour la durèe perpetuelle de l'eglise, il falloit remettre ceste
dispute, jusques au dernier jour, car entre cy & là, ils pour-
royent survenir plusieurs changemens. Jl dit aussy; Monsieur le
Cardjnal, que l'excommunication se faysoit par le Pape,
l'Eglise & ses Evesques &cetera[,] Que plusieurs Papes, auroyent estè
damnèz, sans doute. Et ie voy, par plusieurs discours, que
j'entends icy, a ceste Cour Jmperiale, que l'on est fort
mal content du Pontife d'aujourd'huy, Vrbain VIII.

|| [[Handschrift: 335r]]


Der Kardinal sagte mir sogar auch, dass es Leute gegeben habe, die den Papst für lutherisch hielten. Ich glaube, dass diese einige Italiener und Spanier oder vielleicht auch Deutsche sind.Voire le Cardinal me dit aussy, que p il y avoit eu
des gens, lesquels auroyent tenu Le Pape pour Lutherien.
Je croy que ce sont, quelques Jtaljens & Espagnols, ou des
Allemands, peut estre, aussy.
Gott befreie mich von jeglichem Ungemach durch diese Diskussionen und Streitereien. Mit dem Herrn Kardinal allein will ich wohl disputieren, doch gibt es andere, die weder unsere Religion noch ihre eigene verstehen und die nur durch schlechten Einblick sehr große Feinde von uns anderen sind.Jddio mj liberj da ognj fastidio,
per queste dispute e contese. Co'l Signor Cardinale solo,
voglio ben disputare, mà ce ne sono altrj, che non jnten-
dono, ne la nostra Religione ne la loro propria, e sono
inimicissimj dj noj altrj, per mala jmpressione solamente[.]


Der Kardinal sagte auch, dass er sowohl jene für Ketzer halte, die sagen, dass man nicht kommunizieren sollLe Cardinal dit aussy, qu'il tenoit aussy bien pour hereti-
ques, ceux quj disent, qu'il ne faut point commu-
nier
unter beiderlei [Gestalt]sub utraque, als auch diejenigen, die es haltenque ceux quj le tiennent
unter einer [Gestalt]sub una für einen Irrtum und ungehorsam gegenüber den Konzilien und der Kirche sind.pour un[!] erreur, & sont desobeissans
aux Concjles, & a l'Eglise.
Beachte wohlNota Bene Ein Wort, das erVn mot qu'ila


EbensoJtem: Der Kardinal glaubt, dass meine toten und getauften Kinder gerettet sind und nicht verdammt. Was mich betrifft, wähnt er, dass ich nicht aus Unwissenheit sündigen* könne - beachte wohl, beachte wohl das Wort mit dem Asteriskus -, da ich gut in der Heiligen Schrift bewandert bin, und aus Übermut würde ich nicht bereitwillig sündigen, also sagte er nicht, dass er mich verdammt, aber dass ich mich bald bekehren mussLe Cardinal croyt, que mes enfants morts, &
baptisèz sont sauvèz, & point damnèz. Quant a moy; il
<Nota Bene Nota Bene ce mot [a]vec [l]'asterisme.> s'immagine[!], que je ne puisse pecher* par ignorance,
estant bien versè en l'escriture Sainte & par malice
ie ne voudray pas volontiers pecher, ainsy il c ne
dit pas qu'il me condamne, mais que je me
doibs bien tost convertir
; weil: Außerhalb der Kirche gibt es kein Heil.quia: Extra Ecclesiam, non
est salus.
usw.perge Und sie wollen, dass diese Kirche die Römische sei.Et ceste eglise veulent[-]ils; que ce soit, la Romajne.


Als ich diesen Abend sehr unzufrieden war, habe ich dieses Anagramm ersonnen: Christian Fürst von Anhalt, Graf von Askanien, Herr von Bernburg und Zerbst usw. Unüberwindlicher General, keusche Rechtschaffenheit macht übergroß; diese Bekanntmachung wird dich deutlich fördern.Estant fort mal content ce soir, i'ay trouvè cest: Anagramme:
Christian Prince d'Anallt, Conte d'Ascanje[,] Seigneur de Bernbourg et
Servest. et cetera
General invincible, chaste probitè rend surgrand; cest
avis te secondera net.
et cetera Es wehre einmal zeitt!
et cetera || [[Handschrift: 335v]]
nach so langweilig vielfältig, vergebener hofnung.
Oh Gott, was für ein elendes Leben, wenn man nicht in Ruhe sein kann und allzeit in Sorge [ist].Ôh Dieu quelle miserable vie, quand on ne peut estre
en repos, & tousjours en inquietude.


Beachte wohlNota Bene Der Kardinal sagte auch, dass er diejenigen verabscheue, die an diesem Leitspruch festhaltenLe Cardinal disoit aussy, qu'il abhorroit ceux
quj tiennent ceste maxime
: Den Ketzern ist kein Versprechen zu halten.Hæreticis non est servanda
fides.

Mittwoch den 8. ⁄ 18. des JuliJulij. 🜨


Schreiben von Madame vom 26. des Juni, ebensoJunij, Jtem: von den herren-
vettern
vom 25. des Juni, ebensoJunij; Jtem: vom præsidenten ohne Datum. Nach mehreren Schwierigkeiten Präsent von 2 tausend Talern. War kein Bedürfnis, das Lehen in eigener Person zu erhalten, wegen der Verzögerung der Gesandtschaftsans date.
Present, apres plusieurs difficultèz de 2 mille ThalerThlr:[.] N'estoit be-
soing de recevoir le fief en propre personne, a cause
du retardement de la legation
(weil es mitt raht vndt
vorsichtigkeitt geschehen muß) auch noch die ratification
des Kaysers, noch nicht erfolget, ich sollte wieder nach
hause kommen. Sie suchen Ausflüchte.Quærunt subterfugia. Jch sollte
darvor hertzog Frantz Albrecht zahlen, welcher sich
sonsten seinen dreẅworten nach, im Bernburgischen antheil
zimlich plump erzeigen möchte. Restirten also
Fürst August 1400 ThalerThlr: welche er auf künftige weih[e]-
nachten, wieder haben will, an den Senioratgeldern.
Bis jetzthactenus Madame[,] die OnkelPatruj aber, vndt VetternPatrueles, machen Förmlichkeitencuriala
daß Sie mir wenig helfen köndten, weil Sie von Meiner rayse
nichts gewust, loben sonst meine jntention zu gesambter wolfa[hrt.]
Wollen Curt Börsteln gern fortschigken, weil aber die || [[Handschrift: 336r]]
Kayserliche publication vndt intimation des friedens, noch
nicht ankommen, vndt der abgesandte vndterwegens
zu Dresen in hochangelegenen sachen des gesampten hauses,
möchte aufgehalten werden, also rahten Sie mir nicht
so lange zu warten, iedoch stellen Sie mir es anheim,
vndt bitten mich, ich wollte mich ia mitt der lehens-
entpfahung
nicht vbereylen. Machen wegen des Hilfesubsidij
große difficulteten, iedoch offeriren Sie mir endtlich,
vber die lehensgebühr, vndt des gesandten zehrungs-
kosten, 2000 ThalerThlr: so ich alhier, oder zu hause zu entpfangen,
doch bitten Sie daß es geschehe, ohne einführung einiger
consequentz vndt hohem Nachtheil vnserm gesampten hause.
Præsident schreibt diese wesentlichen [Punkte]substantiala: Beklagt meine
Unannehmlichkeitenincommoda, vndt die dilation der abschickung. Exculpirt
die Onkel und Vetternpatruos et patrueles, Sein Sohn kan nicht eher kommen,
ehe die lehen entpfangen wirdt, muß die acceptation
des friedenß zuvorn der Römischen Kayserlichen Mayestät vndt Chur Saxen
insinuiret werden, daß aber kan nicht eher geschehen, biß
die Kayßerliche publication des friedens einkömbtt, Sein Sohn
soll mitt Chur Sachsen tractiren, wegen erlejchterung der vner-
träglichen kriegsbeschwehrden, dan wegen sicherung des
Fürstenthumbs, gegen besorgender gefahr, vndt anderer hoch-
wichtigen puncten halber, darnach nacher Wien sich begeben.
Die gefahr der lande seye sehr groß, weil die Schweden
vndt ihre assistenten, die iehnigen vor feinde halten
wollen, die Sich zu dem gemachten frieden bekennen, || [[Handschrift: 336v]]
aber meine herrenvettern würden solches alles nicht achten,
Sondern die beruhigung des Reichs allen andern respecten
vorziehen, leben darneben der Tröstlichen zuversichtt,
wann nur die sache recht angegriffen wirdt, es
werde der liebe Gott vns auch vätterlich hindurch
helfen. Das præsent der 2 tausendmille ThalerThlr: so mir verwilliget
worden, hette höher nicht alß auff<gebracht> werden können,
auch nicht bahr erhoben, sondern Fürst Augustus
hette seinen credit einsetzen, vndt den vorschuß
thun müßen, damitt ich nicht gelaßen würde, wie
auch mitt den raysekosten, vor seinen ältisten Sohn,
damitt ich die 2 tausendmille ReichsthalerRthlr: vollkömblich, vndt ohne abzug
behalten, vndt davon meines gefallens disponiren möge[.]
Bedanckt sich auch, wegen des guten wuntzsches zu sejner
Tochter hochzeitt, vndt der ansehlichen außrichtung,
auch dabey erzeigten vielfältigen gnade vndt ehre,
bittet Gott er wolle vnß davor mildiglich segnen. <usw.perge> (Amen[)]


Nach der mahlzeitt, mitt dem Kayser, Kayserjnn, Königin[n,]
Churfürsten, vndt sejnem herrn bruder, hertzog Albrechten
von Bayern
, zuvor aber, dem Ertzhertzog, vndt Printzen
auß Polen, de Churfürstinn, Ertzhertzogin, &cetera vndt
großem comitat, hinauß aufs iagen, bey Eberstorf,
da wir ein 24 Jagtbahre hirsch gefangen, vndt
Sie herdenweyse, zusammen getrieben worden. Zum al[ler]
ersten ist ein Wolf heraußer kommen, vndt gehetzt worden.

|| [[Handschrift: 337r]]


Der Churfürst hat gar freündtlich auf der Jagt,
mitt mir geredet, vndt ist sehr leühtselig gewesen,
wie auch hertzog Albrechtt. Jngleichen habe ich auch ge-
legenheitt gehabtt, mitt dem Pollnischen Printzen
Casjmiro
, zu conversiren, welches gar ein wackerer
herr ist.


Von Fürstlichen personen, waren auch mitt draußen,
der Marggraf von Brandenburg[,] der herr bischoff von Wien,
der bischoff von Gurick obrister kammerer des Erz-
hertzogs
, der Fürst von Zollern Oberster hofmeister
des Churfürsten, vndt dann der Fürst von Lichten-
stain
, mitt welchem ich auf seiner kutzsche nebst
dem herrn Grafen von Wirmb, vor dem Kayser
hehr, gefahren.


Der Kaiser zeigte mir einen sehr freundlichen und gnädigen Gesichtsausdruck. Gott wolle mich die Auswirkungen seiner freundlichen Gnade und Gewogenheit durch Personen spüren lassen, welche nicht gegen mich seien, sondern die guten Absichten Ihrer Majestät fördern.L'Empereur me faysoit fort bonne & gracieuse mine.
Dieu me vueille faire ressentir les effects de sa
bonne grace & bien vueillance, par des organes
lesquels ne me soyent contraires, ains secon-
dent les bonnes jntentions de Sa Majestè[.]


Zeitung daß der Oberste heyde den Cantzler Stahl-
mann
in der Margk Brandenburg gefangen bekommen,
vndt ihn wol verwahrt, naher Magdeburg geschickt,
dörffte ihm ein böser proceß alda gemacht
werden. Jeder ist seines GLÜCKES Schmied.Quilibet faber suæ FORTUNÆ.

|| [[Handschrift: 337v]]

Donnerstag den 9. ⁄ 19. des JuliJulij.


Jhre Kayßerliche Mayestät, haben mir einen hirsch
verehrt von der gestrigen iagt, von 12 enden.


Diesen vormittag ( habe ich in der Vorzimmeranticamera
zugesehen, wie der Kayserinn Oberste hofmeister der
Fürst von Dietrichstain, das güldene vlüß, von
der Römischen Kayserlichen Mayestät entpfangen. Er entpfienge
es kniende, <vom Kayser> nach dem er die declaration des Königs in
hispanien
, alß hertzogs von Burgundt, in Frantzösischer
sprache, abgelesen worden, durch einen Ehrenholdt, vndt
er es erst durch die zween iüngsten Ritter, be-
gehren laßen, vndterthänigst, auch sich erkläret, den
artickeln nachzukommen. Jhre Mayestät ließen Sich,
das Schwert, durch den hofmarschalck vortragen,
er muste aufs Evangelio<u>mbuch schwehren, etcetera<vndt wurde hernacher zum Ritter geschlagen. Drey[m]al vber die Achse[ln.]>


Alle anwesende Ritter saßen auf einer seitte
des<vndter dem> Kayserlichen Thron, der Cardinal, vndt beyde
Spannische bohtschafter aber, auf der andern.


Der Ritter, waren achte, Jhre Mayestät
mitt eingerechnet, alß: Nach dem Kayser, der
Churfürst von Bayern, Pfaltzgraf von Neẅburgk[,]
Graff von Megkaw, Graff Kevenhüller, der
Königinn Obrist hoffmeister, Graff von Schwartzenburg || [[Handschrift: 338r]]
vndt Graf Fugker Obrist kämmerer, des Churfürsten.
Den Neẅen Ritter mitt darzu geregnet[!], Fürsten
von Dietrichstain
, so ist er der Achteste. War
ein schöner Aktactus, dem ich gleichsam unerkanntincognito im
gedrenge zugesehen, damitt ich niemands præju-
dicirte, mitt vergebung meiner stelle, weil
keine session vor mich da war, vndt der Margraf
von Brandenburg
nahm solches nicht in achtt.


Zu Mittage, habe ich mitt dem Margrafen von Brandenburg
gegeßen, in seinem garten. Seltsame Gespräche.Discours bizarres.


Nachmittags mitt den Kayserlichen vndt königlichen
Chur: vndt Fürstlichen Manns[-], vndt weibsper-
sohnen, hinauß zu einem schönen lusthauß vndt
garten, der Kayserinn zustendig, la favorita
genandt, alda Jhre Mayestät mitt vorgedachten
hohen personen, vndt ich an der freytafel abendt-
mahlzeitt gehalten, et cetera[.]


Ihre Majestät hat mich sehr gern gesehen.Sa Majestè m'a regardè de fort bon œil.


Ehe ich mitt hinauß fuhr, habe ich noch zuvor die
hertzoginn von Sachßen besuchtt, vndt mich, wegen
hertzogk Frantz Albrechts expectorirt.
Ich weiß nicht, was daraus werden wird.Je ne scay ce qu'[il] en deviendra.

|| [[Handschrift: 338v]]

Freitag den 10. ⁄ 20. des JuliJulij.


Zeitung daß so wol der König in Vngarn, alß der Cardinal
Jnfante
, beyde kranck seyen. Es habe sich aber
numehr Gott lob, mitt dem Könige gebeßertt.


BeachteNota: Gestern habe ich auch erfahren, daß in
dem Ritterorden des güldenen vlüßes, Allezeitt
50 personen, sejn müßen.


MitteilungAvis, daß Stahlmann nicht, (wie man draußen
vermeinet) gefangen, sondern in Polen endtrunnen
seye, vndt dem Kayser, sejne dienste præsentire.


Gründe dafür:Rationes pro:
1. Levantinischer Anreiz.Instinctus Levantjnus.
2. Schwedischer Zorn.Furor Suecicus.
3. Hoffnung eines guten Ausganges.Spes bonj exitus.
4. Leichtigkeit des Weges.Facilitas itineris.
5. Fegefeuer und Unglück hier und da.Purgatorio et mal-
herbe qua e là.

6. Behexung zu Hause und Widerstand!Stregaria a ca, e resistenza!
7. Kaiserliche Gunst.Favor Cæsareus.
8. Ankunft von Börstel, welcher im Gegensatz zu mir mit unserem Geld die Herzen gewinnen wird.Arrivo dj Börstel, loquale
guadagnerà co'l nostro danaro
glj cuorj, contra dj me.

9. Unverrichtete Dinge sind nicht zurückzulassen.Res infecta non reliquenda.
10. Ansehen bei den Vettern und Untertanen, wenn die durch die kaiserliche Gunst erzeugte Hoffnung derselben bei Tage in der Schwebe gelassen wird.Authoritas apud patrueles &
subditos, si spes ipsorum ex favore
Cæsareo concepta diu in suspenso
relinquatur.
|| [[Handschrift: 339r]]
11. Die lange ersehnte Einheit des Glaubens, wenn ein Abkommen gemacht werden könnte?Vnitas fidej, diu exoptata,
si transactio fierj posset?

12. Gernrode und Askanien.Gerenroda et Ascania.
13. Zahnpulver [Gerede].Dentjfricium.
14. Binnenland.Mediterranea.
15. Andalusische Sprache.Lingua Boetica.
16. Sternkunde.Astronomia. usw. usw.perge perge
17. Groll des Kardinals von Dietrichstein.Rancune du Cardinal de Dietrichstejn[.]
18. Derjenige des Herzogs Franz Albrecht.Celle du Duc Frantz Albert.
19. Unsicherheit des Weges.Malseurtè du chemin.


Gründe dagegen:Rationes contra:
Bitten der Ehefrau und der Zurückgelassenen.Preces uxoris & reliquorum[.]
Beachte wohlNota Bene Anna Sophia Fürstin zu Anhalt vndt Dorothea Börstel
Schwangerschaft der Ehefrau.Jmprægnatio uxoris.
Gunst des Kurfürsten von Sachsen dort.Favor Electoris Saxoniæ ibj.
Beachte wohl die Geldmittel fehlen.Nota Bene Media Pecuniaria deficiunt[.]
Nützliche Diener zu wiederholten Malen.Servi utiles identidem.
Es ist notwendig, sich besser zu behelfen, sich besser in grün und schwarz zu kleiden, sich mit Tapeten zu beherbergen, Lakaien und Livrierte, Kutschen und Pferde und andere Dienerschaft zu haben.Bisogna meglio accommo-
darsi, meglio vestirsj,
in verde e nero, alloggiar-
si con tapezerie, haver
lacquay e livrèe, e ca-
rozze e cavallj, ed altr[a]
servitù.
etcetera || [[Handschrift: 339r]]
Beachte wohlNota Bene Geschenk an Löw, damit er meine Beförderung in gutem Stand bewahre. Beachte überdies wohl, was er wahren muss.Presente al
Lione, accioche con-
servi le mie spedizionj,
in buon'istato. Nota Bene
oltre quello ch'eglj
deve custodire.

Taufe oder Begräbnis.Battesimo o sepoltura.
Ehe von einer Schwester.Matrimonio d'una sorella.
Vollmacht an Johann Löw.Plenipotentia al Johann Löw[.]
Ablegung der Rechnung Fürst Friedrichs[.]


Zeitung daß der Churfürst von Saxen, mitt Machtt,
auf den Banner zu, gehet, vndt auf die Schwedischen.


Der hertzogin von Saxen, Geyer, vndt Löben, vom
hirschwildprät, mittgetheilet.


herr Schafgotschens SekretärSecretarius Landßperger, jst
abermals bey mir gewesen, Bittet vmb interces-
sion
beym Churfürsten auß Bayern, vndt Printzen in
Polen
, damitt der Kayser, den kindern, (ejn Freẅ-
lein
, vndt 4 Söhne) jhre güter vndt mobilien resti-
tuiren möge. Er hält den Vater für enthauptet oder dass er das bald sein wird.Jl tient le Pere, pour decapitè, ou qu'il le sera
bien tost.


heütte Morgen, habe ich mich bey dem Churfürsten von
Bayern vmb ernennung einer bequehmen stunde, anmelden
laßen, vndt ist mir der gantze Nachmittag wenn der Chur-
fürst von den Carmeliten, würde wiederkommen, gegeben worden.

|| [[Handschrift: 339v]]


Abends nach dem der Churfürst wieder von den car-
meliten
gekommen, vndt ich zu hof aufgewartett ge-
habt, bin ich zu Jhrer Gnaden in dero zimmer angemelde-
ter maßen kommen, Sie seindt mir biß an das dritte
gemach entgegen gegangen, haben mir die oberstel-
le
anpræsentirt, ich habe dieselbe aber alhier,
(an diesem ortt, bey solcher occasion) nicht accep-
tirt, haben mich zu ihr setzen, vndt mich aufsetzen
laßen, vndt gar leühtsehlig mitt mir conversirt.
Darnach biß zu dem vierdten gemach zu rücke
hinauß wieder begleitett. Jch habe [...] ihm
gratulirt, <zu Seinen hochzeittlichen ehrentagen> meine schuldjgkeitt, dieser Besuchvisite in
etwas abgelegt, auch occasion genommen, vor her-
tzogk Julius heinrich
zu intercediren, wie auch
vor herzog Frantz Albrechtt, vndt dann vor herren
Schafgotzschens kinder, damitt ihnen Ruf und Ehren und Güterfama & ho-
nores, & bona
, möchten in ihre Rechtein integrum restituirt
werden. Er hat gar fein drauff geantwortett,
daß Verbrechen des Vaterscrimen patris nicht excusirt, insonderheitt
das Majestätsverbrechencrimen læsæ Maiestatis exaggerirt, aber doch hingegen
die vnschuldt der kinder, vndt das gütige mjldreiche ge-
müht Jhrer Kayserlichen Mayestät herauß erwehnet. et cetera

|| [[Handschrift: 340r]]

Samstag den 11. ⁄ 21. des JuliJulij.


Ich habe an die Onkel und Vettern geschriebenScripsi ad patruos & patrueles, wegen Erhöhung des Angebotseslargissement
de l'offre
der Hilfe der Spesen von 2 tausenddell'ajuto dj costa, di 2 mille ThalerThlr: an die anderen 2 tausend gegen Walpurgis [30. April], ich habe davon an Heinrich Börstel geschrieben und auch an meine Frau.aux autres
2 mille vers Walpurgeb j'en ay escrit a Heinrich Börstel & a ma femme aussy.

Der Herrgott segne diese auf den Weg gebrachten Pläne.Jddio benedica questi dissegnj incaminatj.


Mitt dem Kayser, Kayserinn, vndt Cuhrfürsten,
Churfürstinn, Ertzherzog, Ertzhertzoginn, Printzen
auß Polen, vndt herzogk Albrechten, hinauß
aufs iagen, alda wiederumb etzliche hirsch gefel-
let worden. Jch habe mitt itztgedachten Kayserlichen
vndt Fürstlichen personen, im Schirm Tafel halten
müßen, dabey sich Jhre Mayestät gar gnedigst, die
herren aber gar liebmühtig, gegen mir erzeigt.


Nach der mahlzeitt bin ich baldt aufgestanden,
vndt dem Kayser die handtsquehle geworfen, welches
nur Regierende herren thun dörfen, vndt es pflegets
der Erzherzog, der Prinz auß Polen, auch wol der
Churfürst dem Kayser selber zu geben, weil man
es vor eine große ehre helt. Jch habe vermerckt,
daß es Jhrer Mayestät sonderlich wolgefallen, daß ich mich
selber also darein gefunden. Sie haben mir auch
eines gebracht (wie Sie allezeitt, wann ich mitt Jhrer
Mayestät eße, zu thun pflegen) alß auch der Churfürst, vndt die
andern herren.

|| [[Handschrift: 340v]]


Mitt dem Printzen Casimiro auß Polen, habe ich
draußen gelegenheitt bekommen, vor herrn Schafgotzschs
kinder, zu intercediren, vndt wiewol er vermeint, es
wehre zu spähte, so hat er sich doch, zu allem guten
anerbotten.


Sonsten, bin ich mitt dem Fürsten von Lichtenstain auf
seiner kutzsche gefahren, dabey sich der herr von
Zintzendorff, sein des Fürsten vetter, wie auch der
herr von Maixelrain des Churfürsten Jägermeister,
auch befunden, vndt mittgefahren.


Künste des alten Jägers:Artj del vecchio cacciator:


Um sich für die Degen und Arkebusen undurchdringbar zu machenPer farsi inpenetrabile dalle spade ed arcobug[gi]
laßt einen fadem[!] spinnen, von einem Mägdlein
von 7 iahren, vndt ein Tuch drauß wircken,
in daßelbige vngebleichte tuch, das erste Menstruationsblut einer Jungfrauprimum menstru-
um virginis
gethan, vndt reinlich in Taffet
oder dergleichen verwahret, thut obiges, gestaltt
es an einem hunde probirt, gut befunden, hernach-
malß aber, wieder aufgelöset worden. Es ist auch gut, es in das Feuer eines Hauses, das es sich nimmt, zu werfen, das soll es zu löschen helfen.Jl est
bon aussy de le jetter au feu d'une mayson, quj
se prend, cela le doit ayder a esteindre.


haußw hirschwurtz (einer haselnuß groß gegeßen,)
ist gut vor die pest, abends vndt Morgends, also genoßen[.]

|| [[Handschrift: 341r]]


Eberwurtz benimbt den pferden, alle kraft zu
gehen vndt zu lauffen, wenn es ein pferdt einbe-
kömbt, vndt die andern nicht. Jst aber vnrecht <<einen> also zu vberfortheilen[.]>


Gemßwurz oder Gemßkrautt benimbt einem
den Schwindel wann man wenig davon ißett.


herr von Maixelrayn, hatt 7 schlangenherzen
in wein auf einmal außgetruncken, nach dem
er Sie klein hacken laßen, als er noch iung ge-
wesen, vndt solches vor allerley gifft. Nach dem
er aber 18 iahr hernacher gift eingekriegett,
wie er vermeinett, so hat es ihm wol geholfen, vndt
alles von sich gebrochen.

Sonntag den 12. ⁄ 22. des JuliJulij. (in astrologischer Hinsicht) böser/gefährlicher/schädlicher/unglücklicher/unglückseliger Tag:


herrn Schafgotzschens, abgeordneter, jst bey mjr gewesen, beklagt sich,
vber seines herrn zustandt, bittet vmb Restitution des Rufes und der Güterrestitutionem famæ, & bonorum,
vndt wegen sejner kjnder. EbensoJtem: daß der Landsperger, zu kaltsinnjg seye,
<in Seines herren Sachen. et cetera>


Jhre Mayestät haben mjr bewilligett, daß ich dero Schatzkammer,
Morgen gebe gott vmb halber achte, besehen möchte.


<Beachte wohl, beachte wohlNota Bene Nota Bene> Zeitung das ejn großer cometstern, mitt 3 langen schwäntzen, nacher
hollandt, sich erstreckende, bey Gröningen gesehen worden.


EbensoJtem: daß hertzog Berndt, auch eine schnappe gelitten, weil er die
Kayßerlichen am vbersetzen vbern Rhein, verhindern wollen.


EbensoJtem: daß die Kayßerlichen daß Feldtlin wieder erobertt.


Graf Kevenhüller, hat mir heütte copey, ejnes schreibens, so der Könjg
in Engellandt
, an Papst, abgehen laßen, in der lottringischen sache, zugeschicktt.

|| [[Handschrift: 341v]]


Nachmittags habe ich bey den Jesuitern, einer comœdi[e]
zugesehen, vons Jsaac vndt Rebecca hochzeitt, vndt
kleine Zwischenspieleintermedia darzwischen, welches alles sehr
wol agiret worden, vndt es waren die Kayserlichen[,]
königlichen[,] <Churfürstlichen[,]> Ertzhertzoglichen, vndt hochfürstlichen personen,
auch mitt darinnen. Jhre Mayestät hatten einen
sonderlichen Geschmackgusto daran, vndt sprachen mir, (weil
Sie mich ersahen, am Thor der kirchen, nach vollende-
ter Komödiecomoedia) destwegen, gar gnedigst zu, vor
allen leütten, wie auch der Churfürst von Bayern,
gar leühtsehlig sich gegen mir bezeigett.


Nach dem Jhre Mayestät wieder in die burgk gefahre[n]
vndt entgegen dem Brauchcontra stylum die Edelleutecavaglierj, vor derselben
hehr, nicht gegangen, sondern geritten, habe ich audi-
entz bey der Cuhrfürstinn auß Bayern gehabt[t,]
welche mich gar gnedig vndt freündtlich gehöret,
vndt beantwortett, auch aufzusetzen gezwungen,
nach meiner gemahlin gefraget, vndt in herrn Schafgozsc[hs]
vndt Seiner kjnder suchen, (welches memorial der Bettinge[r]
dem Printzen auß Polen vbergeben) den Kayser anzu-
reden, vmb meinet willen, sich erbotten, wiewol mitt
<Jhrer Mayestät> iustitziensachen, sie eigentlich nicht sich einzumischen. Jch
insistirte wegen Chur: vndt fürstlicher verwandtnüß des || [[Handschrift: 342r]]
hauses Lignitz: etcetera Ebenso: Empfehlung in die kaiserliche und bayerische GnadeJtem: recommendatio in gratiam
Cæsaream & Bavaricam
ihren herrn gemahl, wiewol
ich alda recommendirt genugsam wehre. Der Mar-
chese Palavicinj
ihr Obrist hofmeister, hat mich intro-
ducirt, vndt es seindt viel Damen darbey gewesen.


Jch habe zu glück in der Kayßerlichen Vorzimmeranticamera noch zuvor
drey vornehme Neẅburgische herren vndt offizirer
angetroffen, welche mir auch daß geleidte hi-
nauff, vor der Cuhrfürstin gemach, gegeben,
alß GrafContec vndt der
Graf von Manderscheydt.


<Beachte wohl, beachte wohlNota Bene Nota Bene> Der Pater Lemmermann, des Kaysers beichtvatter,
kam heütte in der Comœdie, nicht weitt von mir zu sitzen,
vndt sagte, ich sollte ihm doch gelegenheitt machen, mir zuzu-
sprechen, er wollte mich gern in meinem losament besuchen, etcetera[.]
Jch sagte, gar gerne, wenn es ihm geliebte, jedoch, wehre es
vnvonnöhten, daß er sich so viel bemühete.


Zeitung daß die Frantzosen in entzelnen[!] treffen, vndt Scharmützeln,
vber 7 tausendmille Mann verlohren, jm Niederlande.


Mitt dem Obersten Pfejlberger, ejnem Steyermärcker, bin
ich heütte, vor der Komödiecomoedia, bekandt worden. Jst
ein alter cavaglier, von guten dißcurßen.

|| [[Handschrift: 342v]]

Montag den 13. ⁄ 23.sten: des JuliJulij.


heütte Morgen habe ich die Schatzkammer besichtigett. Der Oberste
Manteüffel, vndt ezliche andere, deützsche, vndt Pollnische Edelleutecavaglie-
rj
seindt mitt mir hinein gelaßen worden. Es sejndt
allerley schöne gemählde darinnen zu sehen, vndt kunststücke.
hat auch schön Silbergeschirr, vndt gülden geschjrr, ebensoJtem:
hüpsche Türckische pferdezeüge mitt perlen gestickt,
andere mitt edelgesteinen jnsonderheitt schöne Sebel, meßer
pusicanen vndt dergleichen. Stadtliche schreibeTisch vndt
vhren, allerley schöne sachen darinnen. EbensoJtem: Bezoarden
vber die 60 darundter vber 12 große stücke sejndt.
Sollen auß Spannien kommen. EbensoJtem: Stücke von einhorn,
vndt vndter andern, ejn langes einhorn, daß ichs nicht erreichen
können. Ein groß Stück Schmaragd, wol ein Pfund (libra)℔: schwehr.
Gewaltige stücke von vndt geschirr von Agaten, lapis La-
zurj, vo vndt Jaspis, Christall, vndt andern Edelsteinengemmis, auch schöne
geschjrr von Silber, goldt, mitt corallen durchmachtt, vndt
getriebene Silberarbeitt von Schlangen vndt dergleichen so der Kay-
ser
selber gemachtt, (wie Jhre Mayestät dann mitt goldtschmidte<gieße[-]>
vndt drechßlerarbeitt sehr wol sollen wißen vmbzugehen)
vndter andern, ejn groß Vasevaso von Agata darinnen von Natur
eingeschnitten Bildnis Jesu Christo Jesu. Viel bildtnüß von zusamme[n]-
gesezten steinen, ebensoJtem: vhrwerck vndt dergleichen, auch stadtliche
reliquien, vndt große Schätze, daran gewiß wol viel zu sehen[.]
Es sollen vber 8 million heraußer kommen sein, an klejnodien, Silb[er] || [[Handschrift: 343r]]
vndt dergleichen. <Königs in Schweden koller auch gesehen, ebensoJtem: die kugel damitt der Aiazzo vor Nördlingen, nahe hinterm König geschossen worden.> Es ist auch eine große schwehre kette darinnen
von goldt, so die Maria Burgunda Maximilianj I. gemahlin
getragen. EbensoJtem: die Kayserliche kron, Scepter vndt Reichsapfel
so Kayser Rudolphus II. hochlöblichster gedechtnüß, noch machen
laßen, Soll vber 15 Tonnen goldes gekostet haben.
Rhinoceroßhorn, jst auch darinnen. Diese Schatzkammer,
ist in dreyerley vndterschiedliche kammern abgetheilett.
Vom Albrecht Dürer seindt auch stadtliche gemählde darinnen,
vndt vndterschiedliche Mahlbücher. Da die reliquien sein,
haben wir auch ein crucifix gesehen, so in einen kohl-
struncken von Natur soll eingewachßen sein zu hamburg
vor vielen iahren, nach dem man eine geweyhete Hostiehostiam
darundter gelegt, vndt soll vnverwesen allezeitt also bleiben.
Keine kleinoter, hat man vnß gezeiget, weil die Kayserinn
bey itzjger festjvitet, dieselben zu sich genommen, vndt sie tragen
leßett, Es hat auch stadtliche sachen von ambra; in dieser Schatzkammer.


Die herren von Ehritzsch, (Geyer, vndt Polhejmb, haben
mitt mir zu Mittage gegeßen, wie auch Johann Löwen. usw. usw. usw.perge perge perge


Jn der Vorzimmeranticamera (wie gebraüchljch) zu hof, aufgewartett, vndt
vom herrn Obersten kammerer, Graf Kysel berichtett worden, das
den herren von Baar, der schlag gestern abendt, bey der Mahl-
zeitt plötzlich gerührt, also daß er an der rechten seitten,
soll lahm worden sejn, welches mir gar leidt vmb ihn ist, die-
weil ich ihn <eine> lange zeitt hero, wol gekandt, vndt gar famj-
liar mitt dem guten herren gewesen. Gott erbarm sich seiner.


Der Schatzmeister Curlandt, so mir die Schatzkammer gewiesen,
sagt der Kayser habe ihm einen gnadendienstd gegeben, den Jhre Mayestät selber gegoßen.

|| [[Handschrift: 343v]]


Der Landsperger, hat mich besuchtt, vndt mir erzehlett,
was er bey dem Printzen in Polen außgerichtett,
wegen Schafgotzschs, vndt sejner kinder, wiewol es
mitt Schafgotsch schon würde verhauset sein.


Nauwach ist auch bey mir gewesen, mitt berichtt,
daß die Frantzösische armèe vor Löven geschlagen seye,
vom Cardinal Jnfante vndt Piccolominj, vndt es sollen
2 tausendmille Frantzosen auf der wahlstadt blieben sein, auch
in die 200 Markgrafen, GrafenMarchesj, contj, vndt vornehme Edelleutecavaglierj
gefangen, die vbrigen 9 tausendmille Mann, welche beym treffen
gewesen, gantz zerstreẅet sejn sollen.


Gegen abendt nach hof, alda mitt dem Cardinal wie
auch den beyden Spannischen Ambassadorn discuriret, vndt
auch mitt dem bischof von Wien allerley sachen.


<Beachte wohlNota Bene> Der bischof sagte vberlautt, ich müste doch <eben so wol> sterben,
<Beachte wohl, beachte wohlNota Bene Nota Bene> wann ich gleich nichts trüncke, oder <noch> so mäßig lebete.


Conde d'Onnata sagte, alß wir von violirung der jurament
redeten, wie abscheẅlich daßelbige wehre, der Cardinal
de Richelieu
hette wol 6 mal, gegen vereinbarte Verträgecontra pacta con-
venta
gehandeltt. Cardinal von Dietrichstein sagte darzu,
man sollte auch Türgken, vndt vnglaübigen, den
glauben halten. Vndt kahmen sonsten von heyrahts sachen,
allerley beißend-spöttische Bemerkungendicteria auf die bahn. Der Cardinal sagte auch,
es wehre ein wunderding daß man sich zu Rom erfreẅete
wenn die Frantzosen Siegevictoria hetten<erhielten>. Sonsten wehre || [[Handschrift: 344r]]
es keine feldtschlacht, sondern nur ein Sturm gewe-
sen, welchen die Frantzosen vor Löwen verlohren
hetten, wie der Piccolominj Sie abgeschlagen hette
zu seiner ankunfft, darüber Sie die Franzosen in
etwaß confusion gerahten, vndt ihnen ezlich volck
geblieben. Jedoch erwärtet man noch mehrerer confirmation.
Dergleichen sagte auch der Spannische Ambassador Marchese de
Castagneda
, wie auch hernachmalß anderswo der Graf von
Schwartzenburgk
.


Jn die Comœdie so im großen Sahl gehalten worden,
von vielen Göttinnen vndt der liebe, auch andern
göttern, schöne Musikmusica, schöne ballette, ezlicher Liebesgöttercupi-
dinum
9 in der anzahl, vndt dann ein schöner bal-
lett von 12 DamenDames, der Kayserinn hofdamendames. Alß
alleß vorüber, so wol die Täntze, alß das schöne
musicalische recitiren, wie auch das auf vndt ab-
fahren der fingirten Götter, in einer schönen zugerichte-
ten SchauplatzScenâ, ist der Turnier angangen, von 18
Edelleutecavaglierj (wiewol einer kranck worden, vndt
einer vor zweene turnieren müßen) vndt es
seindt durch den Marquéz de Castagneda 4 däncke
außgetheilt worden, nach vollendetem Fußturnier, der
Jungfern<erste Spieß>danck[,] <ander> Spießdanck[,] <erste> Schwertdanck vndt
Folgedanck <des Schwerts,>, dem Don Phelippe, dem Fürsten von Dietrichstein[,] || [[Handschrift: 344v]]
Fürsten von Eggemberg, Grafen von Franckemburg,
odersive Kevenhüller
. Don Phelippe jst des Spannischen Ambassador
Conte d'Onnata, sejn Sohn.


Jch bin vndter dem Frawenzimmer, bey herrn Otto Teüfels
seiner gemahl in zjmlich hoch geseßen, vndt habe gar wol
zusehen können. Des herrn von Sintzendorf seine gemahlin ist
hindter mir geseßen, vndt neben mir ein iunger
Bleyleben, auch hinder mir Graf von Schwarzemburg.


Beym Thurnier, wahren iudizirer, der Spannische
ordentlicheordinarius Ambassador Marchese de Castagnetta,
der Obrist hofmeister Graf von Megkaw, vndt
der alte herr Preüner Stadthalter, so in seiner
Jugendt, ein gewaltiger Turnierer gewesen. So
soll auch der Churfürst von Bayern, sehr wol
im fußturnier sein in seinen iüngeren Jahren,
gevbt vndt wolversuchtt gewesen sein, also daß er
auf seiner ersten hochzeitt zu Grätz, selber
mitt mantenirt, vndt soll ihm solches außerordentlichextraor-
dinarie
wol angestanden sein. Der Kayserinn ge-
fallen diese Ritterspiele sehr wol. Sie hat sie
auch befördern helfen, damitt gleichwol etwas feierlichsolenne vorgienge[.]


Der Kaiser, der Kurfürst und der Erzherzog haben mir diesen Tag alle drei einen sehr kalten Gesichtsausdruck gezeigt.L'Empereur[,] l'Electeur & l'Archiducq, m'ont fait cejour
tous trois fort froide mine.

|| [[Handschrift: 345r]]

Dienstag den 14. ⁄ 24. des JuliJulij.

<Thomas Benckendorf zu berechnen 100 ThalerThlr:[.]>


Gestern vernahme ich auch mitt schregken, daß des herrn
von Baar sein bruder, ein Oberster, <gestriges Morgends,>vor wenig Jahren
tagen
auch am schlag gestorben, vndt er der herr
von Bahr, ligt gantz sprachloß, darnieder.


Die pest fängt sich auf dem lande allmehlich
an, zu regen, vndt alhier vngewöhnliche catharren,
vndt augenwehe, etcetera[.]


An Fürst August auf morgen datirt, geschrieben, wegen der zubuße,
acceptationspatent, vngrischen mineralien, vndt copey Päpstlichen schreibens.


herr von Bemberg, (welcher mich zu Biberspurgk gesehen)
ist bey mir gewesen.


Nachmittags, mitt dem Kayser, Printzen auß Pohlen, dem
Ertzhertzog, vndt hertzog Albrecht hinauß aufs iagen, alda
wiederumb ein 12 gute hirsche gefellet worden. Nach vol-
lendeter iagt, haben ihre Mayestät zweyen Freyherren,
einem von Seraw, vndt einem von Vrßembegk, vndt
dann ein par großen pagen, ebensoJtem: einem Jäger, vndt
einem Narren, das weydemeßer gut geben laßen,
weil sie sich verredett. Ihre Majestät hat mir einen etwas milderen Gesichtsausdruck als gestern gezeigt. Ich befürchte, dass ich in Ungnade bin, weil ich mich zu warm für Schaffgotsch eingesetzt habe. Denn Ihre Majestät soll zu ihrem Neffen, dem Prinzen von Polen, der das Gleiche getan hat, gesagt haben, dass sie sich gewundert habe, dass er es gewagt habe, erst recht für einen Verräter zu bitten; sie wird mit mir schimpfen.Sa Majestè m'a fait un petit
peu plus douce mine, qu'hier. Je crains, que je suis en disgra-
ce pour avoir trop chaudement intercedè, pour Schafgotzsch. Car Sa
Majestè doit avoir dit a son nepheu le Prince de Pouloigne; quj a
fait de mesme, qu'elle s'estonnoit, qu'il osast prier pour un traistre,
a plus forte rayson; sera[-t-]elle faschèe contre moy.

|| [[Handschrift: 345v]]

Mittwoch den 15. ⁄ 25. des JuliJulij.

<200 ThalerThlr: Thomas Benckendorf zu berechnen[.]>


heütte auf Jacobi fest, hat der Kayser vndt
die andern hohen persohnen, ihre gewöhnliche
devotion verrichtett, vndt ich bin vergebens
nach hoff gefahren, wiewol auch der Cardinal,
von Dietrichstain
, der alte Marggrafe, vndt
Fürst von Eggemberg daroben gewesen.


Disputation von der Religion, (wie mir schon öfter wie-
derfahren) mitt dem alten Marggrafen, welcher gar
vbel mjtt sich streitten leßett, wann er nicht fortkommen
kan, darzu kam der Fürst von Eggenberg, vndt Graf
von Dietrichstain
, welche mitt mehrerer discretion
disserirten. Man siehet aber, solche sachen, in der Vorzimmeranticamera
vngerne, vndt ich komme nicht gerne daran, wenn man mich
nicht nöhtigen vndt gleichsam zwingen thut.


Nachmittags vmb halbweg 4 vhr, dem Printzen Casimiro in
Polen
, auf der Kayßerlichen burgk, zugesprochen, in seinem
losament. Er ist mir biß an seine erste Vorzimmeranticamera
entgegen kommen, sich endtschuldigende, daß er nicht
gewust das ich ankähme, hat mir die oberstelle ge-
geben, gar freündtlich mitt mir discurirett,
sich zu mir gesetzt, vndt aufsetzen laßen. Wir haben
allerley mitteinander geredet, von den Moßkowitrischen
kriegen, vndt ihren Barbarischen Sitten, vndt wie der || [[Handschrift: 346r]]
itzige König in Polen, nach resignirung des Großfürstlichen
Tittuls, die Fürstenthümber Schmolenßko vndt Siverien
behalten. hetten auch so viel nicht cedirt, wann der Türgke
auf der andern seitte nicht eingebrochen wehre. Von der Pfältzischen
heyraht, mitt seinem herrn bruder, wehre es nur Gerücht des Pöbelsrumor vulgj,
vndt nichtß gewißes. Referirte etwas wie Sie es so wol
mitt dem Moßkowiter, alß Türcken kurz vndt gut gemacht
hetten. Wie vbel die Moßkowiter ihre gefangenen nicht allein
peitzschen, sondern auch peinigen, damitt Sie des Königs, oder
der generaln Pläneconsilia (welche Sie doch nicht wißen
können) entdecken sollen. Von Roussels betriegereyen
vndt schelmstügken, haben wir auch geredet, vndt wie
vbel ich ankommen wehre, wann ich ihm gefolget hette.
EbensoJtem: von intercessionen vor herrn Schafgotzschen, daßelbe
wehre zu spähte, vndt von Jhrer Mayestät selber, gar vbel
aufgenommen. Kränkung desAffronto del Marqués de Castagneda er sollte vmb
5 vhr Nachmittags zu ihm kommen, denn eher hette er nicht der wei-
le, sintemahl er auf ein Festessenbancquet zum Grafen von Megkau gehen müste,
da er ihm doch erst ejne andere Stunde ernennet, aber er sagte mir das im Vertrauen und auch, dass er in dieser Armee des Königs von Ungarn (nachdem er vom Regiment der Infanterie in Polen zurückgetreten ist, das er hatte) mehr als zwei Regimenter habe übernehmen wollen, da man dann in der Armee die geringste Sache sehr leicht übelnehme, obgleich die Absicht nicht so schlecht sei und da man die Absichten unschwer anders darlege, als sie beabsichtigt wurden, sei es daher besser, sich nicht mit Ämtern zu überlasten, um so besser Bericht erstatten zu können. Dass er sich auch für den Herzog von Brieg eingesetzt, aber noch nichts erreicht habe. Dass der König von Polen in seiner Armee jetzt mehrere Deutsche habe. Er hat mich bis zu seinem vierten Vorzimmer mit vielen Komplimenten und Höflichkeiten zurückbegleitet, und er ist ein sehr vollkommener, sehr freundlicher Prinz und von gutem, dem Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar gleichenden Aussehen. Seine Leute haben mich bis zur Kutsche begleitet.mais il me
dit cela en confiance, & aussy, que'[i]l n'avoit voulu ac-
cepter en ceste armèe du Roy d'Hongrie, (apres s'estre
licentiè du regiment d'Jnfanterie en Pouloigne, qu'il avoit) plus
que deux regiments, puis qu'on prennoit fort aysèment
en mauvayse part, quelque chose a l'armèe, encores que l'inten-
tion n'estoit pas, si mauvayse, & qu'on expljquoit les jnten-
tions facillement autrement qu'ils ne seroyent intentionèes[,] || [[Handschrift: 346v]]
il valoit donc mieux, ne se surcharger d'offices, afin d'en
pouvoir tant mjeux, rendre conte. Qu'il avoit aussy
intercedè pour le Duc de Brigk, mais rien obtenu, encores.
Que le Roy de Pouloigne avoit maintenant plusieurs Allemands,
a son armèe. Jl m'a reconduit, jusqu'a sa 4me. Antj-
chambre, avec force compliments & courtoysies, & c'est un
Prince fort accomply, fort gentil & de bonne mine, res-
semblant fort, au Ducq Bernhardt de Saxe, Weymar.
Ses gens m'ont accompagnè jusques au carosse.
usw.perge et cetera
Geyer und Löben sind auch bei mir gewesen, mich zu begleiten.Geyer, & Löben, ont aussy estè, avec moy, m'accompagner.


Jhre Kayserliche Mayestät haben heütte zu Mittage auf der Neẅen
burgk, mitt dem Churfürsten[,] dem Printzen auß Polen, vndt
hertzogk Albrechten, Mittagsmahlzeitt gehalten.


Es hat sich ein neẅer kammerdiener, auß den vngerischen
bergstädten, mir aufzuwarten, vndt zu dienen, anpræsentirt.


Diesen abendt hat mir der Printz auß Polen durch den Pollnischen
Donnerstag den 16. ⁄ 26.sten: des JuliJulij;
Residenten Vibbonj, (welcher in mein losament kommen)
sagen laßen, ich möchte michs doch nicht Vermercken laßen,
waß etwan wegen des Spannischen Ambassators hoffart
gedacht wehre worden, sintemahl es nur ein Mißver-
standt wehre gewesen, vndt numehr wehre alles
wieder guht, vergeßen, vndt vergeben, weil es an
deme gelegen, der die commission verrichten sollen.
Bähte ich wollte michs doch weitter nicht mercken laße[n.]

|| [[Handschrift: 347r]]

1635.
🜨 Donnerstag den 16. ⁄ 26. des JuliJulij.

<Schwierigkeiten überall.Difficultèz par tout.>


TraumSomnium, wie mir Schwester Anne Sofie gezeiget,
ich sollte nach der lincken handt, zusehen, so würde ich
finden, daß mir ein großer backen zahn entzwey wehre,
Alß ich nun mitt der rechten handt in den Mundt ge-
griffen, habe ich <mir eingebildet ich hette> ein großes Stück, von einem starcken
backenzahn, ohne schmertzen, heraußer genommen.
Mitt Graf Wolfen von Manßfeldt, habe ich auch viel zu
thun gehabtt, welcher mir einen weg weisen müßen,
auf welchem mich meine eigene leütte vnrecht ver-
leyttet, vndt gar deseriret.


hertzogks Julij heinrichs SekretärSecretarius herdan bey mir gewesen, vndt
vor seinen herren, bey hertzogk Albrechtt auch zu intercediren, mich gebehten.


MitteilungAvis, daß herr Schafgotzsch am Montage, offentlich zu Regenspurgk
gerichtett, vndt endthaüptet worden. Man sagt, dass er sehr christlich gestorben sei, unterstützt von drei lutherischen Geistlichen. Doch dass er ausgerufen habe, dass man ihm vor Gott und den Menschen Unrecht getan habe, wobei er (nach dem, was man sagt) etliche vor das Strafgericht Gottes zitierte, damit sie ihm von seinem schuldlosen Tod Bericht erstatten. Wenn das [so] ist, werden wir seltsame Begebenheiten sehen. Gott wolle den Sündern vergeben.On dit: qu'il est mort
fort Chrestiennement, assistè de 3 ministres Lutheriens. Mais
qu'il a criè qu'on luy faysoit tort, devant Dieu & les hommes,
citant (a ce qu'on dit) quelques uns devant le jugement de
Dieu, pour luy rendre conte de sa mort innocente. Si cela est;
nous verrons des estranges evenements. <Dieu vueille perdonner aux pescheurs.>


Zeitung daß der Obrist Fernamont, auß dem Feltlin, von den Frantzosen, geschlagen.
EbensoJtem: daß die Schlesier, sich noch nicht, (wie man gehoft) accommodiren wollen.
EbensoJtem: daß der Banner, dem Churfürsten von Saxen, 10 compagnien ruinirt. Solches alles,
dörffte mir, zu meiner rück rayse vbel bekommen. Gott helfe, daß ich
nicht zwischen 2 Stüle, mich niedersetze. Oh Gott erhöre mich und stehe mir bei.Ô Dieu exauce, & ayde moy.

|| [[Handschrift: 347v]]


Diese Nachtt, zwischen eins vndt zwey vhr, ist ein herrendiener
alhier, erstochen worden, Man helt die Thor zu, biß man den Thäter
ertappen, oder die grundtvrsach erfahren kan. VorläufigJnterim können
die wirtte vndt haußhalter <zu> keinen victualien nicht gelangen
einzukaüffen.


Nach hoff, alda erfahren<von dem Cardinal> von Dietrichstain abschiedt genommen,
ebensoJtem: dem Spannischen Ambassador Marchese de Castagnetta zuge-
sprochen, wie auch dem alten Marggrafen von Brandenburg
vndt Fürsten von Eggembergk. Jch habe auch erfahren,
daß der Fürst von Lichtenstein, baldt den andern
tag, nach dem Thurnier, eylends aufgebrochen, auf der post,
vndt wollen etzliche davor halten, er habe sich, wegen
der däncke, disgustirt befunden.


Jch habe Geyern zum Churfürsten vndt hertzog Albrechten von
Bayern
geschicktt, vmb ernennung einer Stunde zur
Besuchvisite anzuhalten. Der Churfürst hat gewaltig höflich
antwortten laßen, vndt es scheinet, alß wolle er mich
wieder besuchen, aber<weil> ich schon einmal bin bey ihm ge-
wesen, welches ich in meinem wirtzhause, nicht gerne
sähe, aber herzogk Albrecht ist auch gar höflich gewesen, vndt
wegen Kayserlicher Mayestät zusammenkunft, auch sonsten, daß Sie
nachmittags hinauß werden, scheinet es, daß heütte kejne ge-
wißhejtt, dieser Besuchvisite zu hoffen.


Der herr von Bemberg, hat mitt mir, zu Mittage gegeßen. etcetera[.]
Es scheint, dass die Herren dieses Landes hier meinen, dass ich mich Ihrer Majestät zu sehr unterwerfe.Jl semble que les Seigneurs de ce pays icy tiennent que ie me soubsmets trop Sa M[ajesté.]

|| [[Handschrift: 348r]]


Nachmittags vmb 2 vhr, hat hertzogk Albrecht von Bayern,
eilends zu mir geschicktt, ich möchte doch baldt kommen, er
müste sonst hinauß mitt dem Kayser. UnterdessenJnterim weil
ich zu Pfalz Neẅburg vmb ein pferdt eilends schicke kommen
noch zween posten vom herzog Albrechtt, ich sollte doch baldt
mich da zu ihm verfügen, Es war ein Trabante. Wie ich
nun zu glück, das pferdt bekommen, habe ich mich allmählich
zur neẅen burgk verfüget. hertzog Albrechtt ist mir
endtgegen gangen, biß zur<m> 4.ten: a vorgemach, hat mich
auch im heraußer gehen so weitt begleittet, die oberstelle
gegeben, vndt ein weilchen, mitt mir, von allerley discursirt,
vndter andern auch, vom Pfalzgrafen von Neẅburg vndt seinen vnzeittigen
competentzen. AnerbietenOfferta auf meine bitte, vor hertzogk Julius
heinrich
, zu jntercediren. Bin darnach, wieder heim geritten.
hertzog Albrecht endtschuldiget sich gar hoch, das man mein losament
nicht finden können, vndt daß er sejner selbst, nicht mäch-
tig wehre, weil er dem Kayser aufzuwarten hette, vndt
sellten, in seinem losament, sonderlich des nachmittags anzutreffen.
Er stünde zwar, alle Morgen, vmb 4 vhr auff, aber so frühe
möchte er niemanden stunde ernennen, dann es würde eine
vnhöfligkeitt sein, vndt vngelegenheitt vervrsachen. usw.perge


Schreiben von Madame, vndt von Schwester Sybille, vom
2. vndt 1. des JuliJulij, & Beachte wohlNota Bene das Geschenk des Bezoars von den Schwestern und dem Bruder. Gott gebe ihnen dafür die Vergeltung.le present du Bezoard, des sœurs & frere.
Dieu leur en donne la retribution.

|| [[Handschrift: 348v]]


Abends Jhrer Mayestät im Prater aufgewartett, nach
dem Sie mitt dem Churfürsten, vndt der Kayserinn, Kö-
nigjnn
, erzherzog, vndt beyden Erzherzoginn[!], auch hertzogk
Albrechten
, von Eberstorf, vndt Neẅem gebeẅ wiederkommen,
der Churfürst hat alda occasion genommen, mitt mir zu
reden, vndt wegen der ejngewandten jntercession vor Herzog Iulius Heinrich von
Sachsen Lauenburg
gute hofnung gemachtt. Es ist der Churfürst etwas
vnpaß worden, wie er mitt mir außgeredet. Vndt
ehe man sich noch zur Tafel gesetzet, bin ich wieder hi-
neyn nach Wien gefahren, weil es spähte worden,
vndt andere, so nicht würcklich aufzuwarten, dergleichen
gethan. Der Printz in Polen, (welcher dem heüttigen Tantz
beygewohnet, auf des herrn von Lamberg hochzeitt) vndt nicht
mitt Jhrer Mayestät hinauß gezogen) kam auch in den Prater.

Freitag den 17. ⁄ 27.sten: des JuliJulij.

<Beachte wohl den TraumNota Bene Somnium, wie ich vber die Stirn vndt lincke seitte am kopf, 2 ma[l] gehawen worden, daß es ein † gemachtt[.]>


Der Cuhrfürst von Bayern hat einen Gesandten zu mir in
mein losament geschicktt, einen Freyherren von haßlang,
vndt mir complimenten auch Entschuldigungenexcuses daß er mich nicht besuchen
können, gar sehr höflich machen laßen. Er ist gestern auch
alß ich abwesendt, vergebens in meinem losament gewesen.


Mitt dem Kayser, Kayserinn, Königinn, vndt Chur: vndt
hochfürstlichen personen hinauß nach Mawerbach gezogen, || [[Handschrift: 349r]]
ligt zwey große meilen von Wien. Man hat aber erst-
lich zu hietzingen meß gehört.


Zu Mawerbach habe ich mitt dem Fürsten von hohen-
zollern
, vndt Fürsten von Eggemberg, Grafen von Megkaw,
Graf Wolfen von Manßfeldt, Grafen von Schwarzenberg[,]
herren Crivellij vndt vielen andern mehr Edelleutencavaglierj,
an der Freytafel gegeßen.


Beachte wohlNota Bene Gestern abendt, habe ich, mitt dem Kayser, im
Prater eßen sollen, vndt bin schon hinweg gewesen, da meine eigenen Leute mich dazu verführt haben, diese so gute und so günstige Gelegenheit ungenutzt zu lassen, und da ich glaubte, dass Ihre Majestät wegen des heutigen Aufbruchs zurückgezogen essen wollte, weil die Mehrheit der Edelleute wegging. Das hat aber Ihre Majestät und die Kaiserin und den Erzherzog und auf irgendeine Art auch den Kurfürsten und seinen Bruder meiner Meinung nach gekränkt.a
cause que mes propres gens, m'ont seduit, a negliger
ceste sj bonne occasion, & si favorable, & que je croyois,
que Sa Majestè vouloit soupper retirèment a cause du depart
hodierne, puis que la pluspart des Cavalliers s'en alloyent.
Mais cela a offencè Sa Majestè & l'Jmperatrice, & l'Archiduc,
& en quelque façon aussy, l'Electeur, & son frere a mon avis.

Vorn ist die Gelegenheit behaart, hinten [ist sie] kahl.Fronte cappillata est posthæc occasio calva!e


Nach dem eßen, ist man voneinander mitt Threnen geschei-
den, insonderheitt die fromme Tugendtsahme Churfürstinn,
vndt es hat bey dem Frawenzimmer, naße augen gegeben.


Der Churfürst hat sich sehr wol gegen mir erbotten, auch z<g>ar
höflichen abschiedt genommen, vndt vndter andern gedacht, ich würde
<Beachte wohlNota Bene> es schon in wercken erfahren, wie treẅlich, vndt eiferig, er
sich meiner angenommen, durch Vermittelnintercedendo bey Kayßerlicher Mayestät[.] || [[Handschrift: 349v]]
hertzogk Albrecht von Bayern, hat auch gar einen
Treẅhertzigen abschiedt von mir genommen. Also seindt die
Bayerischen fortt nach Tulln, von dannen den geraden weg,
nacher München, innerhalb 14 Tagen, zu raysen, vndt wir
seindt mitt dem Kayser, wieder nach Wien.


Der Fürst von hohenzollern, Bayrischer Obrist hofmeister,
hat sich auch zu allem gutem, gegen mir erbotten.


Der Marchese de Castagneda Spannischer extraordinar Ambassador
war auch mitt draußen zu Mawerbach, hat aber,
sich allejne jm wjrtzhauß speisen laßen.


<Die Fürstjnn in 7benbürgen durch Thomas Benckendorf besuchen laßen.>

Samstag den 18. ⁄ 28. des JuliJulij:


Der Pfaltzgraf von Neẅburg hat mich auf Morgen gebe gott zu
Mittage laßen zu gaste laden, noch gestern abends.


Doctor Kohlmann ein ArztMedicus ist zu mir kommen, hat mir
daß Badner badt stargk wiederrahten, viel meh[e]r
zu dem Carlsbadt gerahten.


An Madame, an Schwester Sibylla Elisabeth[,] an Præsidenten geschrieben.
Diese zwey letzten auf morgena de main datirt.


MitteilungAvis heütte, daß man alhier zu Wien außruffen
laßen, man sollte die gaßen, sauber vndt rein halten,
auch daß obs vermeiden, vndt solches geschiehet darumb,
dieweil es anfänget an der pest zu sterben, Gott || [[Handschrift: 350r]]
behüte vns, vndt einen jeglichen, vor allem vnglück.


Nauwach vnser gast zu Mittage, hat sich selber gebehten.


Man schwatzt dort heimlich von einer Eheschließung, die zwischen dem Kardinalinfanten und der Erzherzogin Cäcilia Renata vorgenommenn werden soll, aber das wird noch geheim gehalten und [ist] unsicher. Es gibt dabei welche, die sagen, dass der Kurfürst von Bayern Ihrer Kaiserlichen Majestät zuvor wegen der Freundschaft Frankreichs sehr suspekt gewesen ist, dass er sich aber durch die hier vollzogene Hochzeit vom Verdacht reingewaschen hat; ich glaube aber, dass er die Vorgehensweisen Frankreichs mit Lothringen nicht hätte gutheißen können, da er selbst in erster Ehe eine Herzogin von Lothringen geheiratet hatte.L'on cause secrettement d'un mariage, qui se doibt faire entre
le Cardinal Jnfante, & la Princesse Cæcilia Renata, mais
cela est tenu secret encore, & incertain. Jl y en a, quj
disent, que l'Electeur de Bavières a estè auparavant fort suspect a
Sa Majestè Jmperiale a cause de l'amitiè de France, mais que
par le mariage icy consumè, il s'est reduit hors de soupçon,
mais ie croy, que sans cela, il n'ait sceu approuver les
procedures de France, avec Lorraine, ayant espousè en
premier mariage une Duchesse de Lorrajne, mesmes.


Der Neẅe kammerdiener, Rudolff Kern, auß der königlich freyen
bergstadt, Schembnitz in Vngern, hat sich diesen Nachmittag,
zum dienst eingestellet, vndt eine Schriftliche caution
von Johann Loẅen, vndt Tobiaß Pestalutzen, mittgebrachtt.
Gott gebe mir glück vndt fortgang mitt ihme.


Thomaß ist gestern wieder kranck worden, baldt ist er ge-
sundt, baldt kranck, kan vbel genesen, in alhiesiger lufft.


hertzogk Julius henrich von Sachßen Lawenburg ist heütte hehr-
kommen, mitt einem leütenampt, vndt 4 Mußcketirern convoyirt.
Ligt in seiner Schwester hause. Jst von Regenspurg herundter kommen.
hat mich durch seinen SekretärSecretarium besuchen, sejne Ankunft anmelden,
vndt mich bitten laßen, ihm seine erledigung, auff [gegebenes] Wortparola zu wege
zu bringen. herr Schafgotsch soll 3 mal, rache vndt wehe vber die vervrsacher
Seines Todes geschrien haben, vndt er sterbe vnschuldig, nicht als ein verrähter. || [[Handschrift: 350v]]
Soll nicht zweymal, nicht eylfmal sondern wol 20 Mahl,
in 3½ stunden, mit auserlesensten Marterwerkzeugenexquisitissimis tormentis, sejn excrucjjrt,
vndt jämmerlich torquirt worden. Gott erbarm sich seiner
<armen> Sehle, vndt sejner hindterlaßenen elenden kinder. et cetera

Sonntag den 19. ⁄ 29.sten: des JuliJulij.


Zeitung Weil der König in Frankreich alle Spannischen Schiff, wa<h>ren vndt schulden in sei-
nem lande verarrestirt, laße der König in Spannien dergleichen thun,
vndt die Frantzosen außschaffen.


Daß die Moren in 24000 starck, der Stadt Tanger in
Africa hart zusetzen.


hertzogk Geörge von Lüneburg habe vermeint, den comman-
danten
zu persuadiren er sollte Wolfenbüttel aufgeben aber vergeblichsed frustra.
Banner thue sich zu Egelen vndt Calbe stargk verschantzen,
Magdeburg proviantiren, vndt die gühter, so nach Naumburg vndt
Leiptzig wollen, aufhalten, die briefe intercipiren, vndt sich gegen
die ChurSächsische feindtlich erzeigen, general leutnant Arnheim seye auch nacher
Magdeburg endtwichen, mitt seinen besten sachen von Leiptzigk,
vndt Obrist Taube soll auch abgedanckt haben.


Jn der Schlesie, seye auch alles quittirt dem Kayßerlichen volck.


Die zeitung continuirt noch me noch, daß die Frantzosen vndt holländer
vor Löwen, gute stöße gekrieget, etlich Tausendt Mann
verlohren, 200 vornehme gefangene offizirer im Stich ge-
laßen, wie auch viel Stücke vndt munition, sambt der
kriegeskassecassa, welche mitt Spannischen doublonen wol versehen.


Vlm vndt Memmingen, haben Sich so wol alß Nürnberg accommodirt, || [[Handschrift: 351r]]
vndt Franckfurtt, stehet jn tractaten.


Zu Mittage habe ich bey dem Pfaltzgrafen von Neẅburg
gegeßen, vndt seindt ansehlich tractirt worden. Jhre Liebden der
herr bischof von Wien war auch dabey, wie auch die Gra-
fen von Schwartzenberg[,] Dietrichstain, vndt Salm, auch
der Vibbonj, vndt etzliche Pollnische Edelleutecavaglierj, et cetera[.]


Vor: vndt Nachmittags zu hoff aufgewartett.


Jch habe Jhre Mayestät laßen durch den Obrist kammerherrn
Graf Kyseln ansprechen, ob ich dörfte hertzog Julius
henrich
visitiren, vndt ob Jhre Mayestät ihn wollten
auf [gegebenes] Wortparola loß laßen, wie er mich darumb ge-
behten. Jhre Mayestät haben mir darauff, durch
einen kammerdiener herauß endtbiehten laßen,
Jch würde es schon diesen abendt, oder Morgen frühe,
durch herrn Graf Schligken, erfahren, wann ich würde
zu hertzogk Julius heinrich kommen. Das versetzt mich in Sorge, denn ich höre von anderen, dass Ihre Majestät solche Interzessionen nicht annimmt. Und es scheint mir, dass sie mich diesen Morgen nicht mit einem so freundlichen Auge angesehen hat wie gewöhnlich; kann auch sein, dass dies Einbildungen sind. Aber der Bischof von Wien und der Graf von Meggau haben mir heute Abend [ein] sehr freundliches Gesicht gezeigt. Oh Gott, mein Vater, verlasse mich nicht und rette meine Unschuld.Cela me met en peine:
car i'entends d'autres que Sa Majestè n'aggrèe pas de
telles intercessions. Et il me semble qu'a ce matin
elle ne m'a pas regardè de si bon œil comme d'ordinajre,
peut estre aussy que ce sont des imaginations. Mais
l'Evesque de Vienne & le Conte de Megkaw, m'ont
monstrè fort bon visage aujourd'huy ceste vespre. Ô
Dieu mon Pere ne me delaisse point, & sauve mon jnnocence.

|| [[Handschrift: 351v]]


heütte Morgen hat mir der Fürst von Eggemberg,
einen gar großen Bezoard gezeiget, ist meines
erachtens, so groß alß Jhrer Kayßerlichen Mayestät größest[er]
Bezoar, vndt Occidentalisch. <2 doses thun davon eben so viel al[ß] eine dosis Orientalisc[h.]>


Erfahren, daß Jhre Mayestät eine große vngnade auf
den Pfalzgrafen von Neẅburg sollen geworfen haben, weil
er einen SekretärSecretarium in Frankreich geschicktt, we vndt ver-
meinet, er practizire mitt seinen feinden. Er der
Pfalzgraf aber soll sich endtschuldiget vndt zu der Kayßerlichen
Mayestät satisfaction, purgirt haben. Gott bewahre mich vor der Ungnade meiner Obrigkeit.Dieu me
garde de la disgrace de mon superieur.
Amen.


Die Fürstin inn 7benbürgen ist gestern eylends fortt, nach
der Steyermargk zu, gezogen, da sie mir doch am
Freytage sagen laßen, Sie wüste es nicht, wann Sie
eigentlich dahin, aufsein würde, hette auch keine wagen,
vndt pferde, wann Sie mir schon dieselbe gern leyhen woll[te,]
vndt hat mich also, in ihrem geleitte, nicht wollen mitthabe[n.]


An den Höfen der großen FürstenAux cours des grands Princes, muss man oft den Wolf bei den Ohren haltenil faut souvent teni[r]
le loup par les oreilles
f, in Beunruhigung leben, in Angst und Furcht, besonders vor den Verleumdern und vor denjenigen, die euch ein Wort schädigend deuten können, es in eine andere Richtung verzerren, als dessen Absicht ist. Gott bewahre meine Unschuld.vivre en inquietude, en angoisse
& crainte, particulierement des calomniateurs, &
de ceux quj vous peuvent interpreter un mot si-
nistrement, le tordant d'autre biaix, que n'est l'intention[.]
Dieu garde mon jnnocence.

|| [[Handschrift: 352r]]

Montag den 20. ⁄ 30. des JuliJulij.


Da ich recht beunruhigt war und seltsame Einbildungen hatte, hat der gute alte Graf Khiesel, Oberstkämmerer Ihrer Majestät und einer meiner besten Freunde an diesem Hof, mir durch den Kammerdiener Ihrer Majestät, Stubenvoll, sagen lassen, dass Ihre Majestät damit zufrieden seien, dass ich den Herzog Julius Heinrich von Sachsen[-Lauenburg] besuchen würde, aber dass ich zuerst beim Grafen Schlick nachfragen lassen solle, welcher mir darüber weitere Information geben würde.Estant bien angoissè, & ayant d'estranges imaginations,
alors le bon vieil Conte Kysel, grand chambellan de Sa Majes
& un de mes plus bons amis a ceste cour, m'a fait dire par
le valet de chambre de Sa MajesStubenvoll, que Sa Majes
s'estoit contentèe que je visse le Duc Jules Henry de Saxe,
mais que j'en devois premierement faire demander le
Conte Schligk, lequel m'en donneroit ulterieure jnformation.


Schreiben von Madame 2[,] <von Schwester Louise Amalia 1[,]> von Fürst August 2[,] von Heinrich Börstel 1[.] ElendMiseria
des landes, wegen des Schwedischen, vndt Säxischen kriegsvolcks,
von halle biß nach Plötzka an der Sahle lang, liegen 6 Schwedische
stargke Regimenter zu roß, nebst 36 compagnien zu fuß, Auf der andern
seitte von Staßfurt biß Kalbe die vbrige Schwedische armèe,
in denen daselbst an der Bude vndt Sahle gemachten re-
tranchementen
campiren, darzu sollen noch 16 Schwedische
Regimenter, so sich von hertzog Geörgen von Lünenburg abgesondert,
stoßen. Der Schwedische Reichscantzler Ochßenstern ist in Mag-
deburg
angelanget, vndt mitt dem geschloßenen frieden,
weil die Cron Schweden namentlichnominatim darinnen nicht ge-
dachtt, sehr vbel zu frieden. Den 1. des Juli alten Stils [Julianischen Kalenders]Julij, styli veteris seindt die
Kayserlichen publicationspatenta deß Friedenschlußes, durch
Gesuchaddresse des Churfürsten von Saxen, den herrnvettern insinuirt worden,
vndt darbey erinnerung geschehen, daß man Sich noch vor ver-
fließung 10 tage, nach erlangter wißenschaft, beym Churfürsten || [[Handschrift: 352v]]
anmelden, vndt sich wegen acceptation dieses friedenschluß[es]
klar, vndt deütlichen erklären sollte, welches auch meine
herrenvettern, als welche mitt ihren personen, dero gantzen
familien, landen vndt leütten, von der Schwedischen armada vmb-
ringet, vndt in dero mächten sein, vndt sich nirgendt
anderstwohin zu retiriren vermögen, wol fug vndt
vrsach gehabt, aus wohl begründeter Furchtex justo metu, ihre erklärung zu
verschieben, (dem bericht nach) zu thun gesinnet sein.
Dann Sie haben mehr die beruhigung des Reichs, vndt dero
bißher gehabte friedensbegierde, alß die angedeüttete
gefahr bey sich gelten laßen. Börstels Sohn, ist mitt
nach dem Churfürsten wirdt wieder zu rück kommen, vndt darnach
erst nacher Wien geschickt werden, mitt instructionen
vndt vollmachten. Wegen der spesen will man die vorige
erklärung nicht vberschreitten, vndt kaum innehalten,
die landesnoht, seye in 100 Jahren, nie größer gewesen,
Mißwachs, krieg, kömbt alles zusammen, auf außerordentliche Hilfsgelderextraordina-
ria subsidia
, weil alles außgezehret vndt consumiret,
vndt do[!] Chur Saxen mitt Schweden, wie es scheinett,
außerhalb der Feldlagerex castris tractiren, wir aber inmjttelst in der
mitte verbleiben sollten, vollends daß garauß möchte
gespielet werden, hat man sich auch keines weges zu verlaßen. || [[Handschrift: 353r]]
Jedermann bittet, jch wolle mjch ja nicht in schulden vertieffen,
vndt wieder zu lande kommen.


Rosinj halben, vndt Johann Löws schreiben Sie mir auch, ebensoJtem: wegen Fürst Friedrich[.]



Graf Schligk hat mir, durch meinen SekretärSecretarium (welchen
ich hin geschickt) sagen laßen, ich sollte nur dem Obrist Wachmeister
erinnern laßen, damitt mich die wache durch ließe, wenn
ich zu hertzogk Julius heinrich von Sachßen Lawenburg wollte.


Fürst Augustus, Mejn herrvetter, ist den 13. des JuliJulij, 60
iahr altt worden, Gott gebe es dem guten alten herren,
zu gute.


hertzogk Juljus henrich, hat mich zu gevattern gebehten,
zu einer iungen Tochter, welche er zu Regenspurg den, 12. des AugustAugusti
vmb 2 vhr nachmittags will taüffen laßen.


Vmb 10 bjn ich nach hof zum printzen jn Polen,
abschiedt von Jhrer Liebden zu nehmen, welches auch gar
wol abgegangen.


Den königlichen Titel von Savoyen an den Herrn Grafen von Schwarzenberg geschickt.Jl Titolo Reale dj Savoia inviato al Signor Conte di negromonte.


Der Kayser, ist hinauß pürsten, mitt wenig leütten.


Vmb 12 wirdt der Printz Casimirus verraysen,
nach dem König in Vngern zu, gegen hailbronn.


Veit Berndt der kaufmann ist bey mir gewesen.


hertzog Julius henrich hat mir sagen laßen, er wollte
mich hertzlich gern sehen, es wehre aber der wacht verbotten
worden, niemands zu ihm hinein zu laßen. Weil es aber Jhre || [[Handschrift: 353v]]
Mayestät bewilligett, hat er sich gar höchlich darübe[r]
erfreẅet. Der Oberste wachtmeister aber, hat mir, sagen
laßen, es wehre ihm zwar befohlen, mich einzulaßen,
dieweil er A<a>ber heütte dem Prinzen in Polen zum abzuge
aufwarten, vndt in Waffenin armis stehen müste, So wüste
er nicht, ob es heütte sein würde können, denn er
müste auch mitt darbey sein. Wollte mirs darnach
sagen<wißen> laßen. Wenn er das letzte von selbst tut, scheint es, dass dies Zeichen einer Schneiderrohheit wäre, so wie er es früher gewesen ist, wie Churland, die das Schicksal alle beide in höchste Stätten erhoben hat.S'il fait ce dernier de soy mesme, il
semble que cela soit signe de<'u>ne o rudesse de
tailleur tel qu'il a estè autres fois, comme Curland[t][,]
que la fortune a eslevèe tous deux, en lieux plus eminen[ts.]


Beachte wohlNota Bene Waß gestern der pfaltzgrafe von Engellandt sagte[,]
wje es billich von Spannien müste observirt werden, nach der
Regul des alten Königs Philippj Hispaniae Regis, die er
seinem Sohn Philippo III:o: gegeben, in seinem letzten willen:
Sohn, für die ganze Welt führe Krieg, aber führe ihn nicht in England.Hijo, por todo el mundo, haga guerra,
Mas no lo haga en Jnglatierra.

Denn Engellandt köndte ihm viel schaden, vndt wei[l]
es im waßer gelegen, sich wol wehren, aber sonsten
würde es dem König in Spannien, wenig fortheil bringen.
Er hette vorhin lande vndt leütte genugsam, vndt
begehrte nicht mehr, zu haben. etcetera

|| [[Handschrift: 354r]]


Veit Bernhardt sagte mir heütte, man kaüfte alhier das Mark (Gewichtseinheit und Münze)m: vergül-
det silber, vmb 14 ThalerThlr: gewöhnlichordinarie, wann es schön gearbeittet
vndt künstlich gemacht wehre, wol vmb 16 ThalerThlr:[,] das weiße
aber vmb 12 ThalerThlr: vndt minder, iedoch Wiener Probe [Güte eines Metalls]proba,
vndt iedes Mark (Gewichtseinheit und Münze)m: hette 2 loht zulauff am gewichte, daß das
Wiener gewichtt schwehrer wehre, alß das Augspurger oder anders.


Von den Frantzosen, sollen gewiß in die 5 tausendmille Mann, vor
Löven getrennet, vndt geschlagen sein. Jst ein groß glück,
vor Jhre Mayestät, vndt dero hauß.


Schreiben vom hertzogk Frantz Albrechtt, ich sollte ihm
doch, die vor zween iahren versprochene 2 tausendmille ThalerThlr: wegen Fürst Ernst
Seligem zahlen, weil ers vonnöhten.


Zum hertzogk Julio henrich, Nachmittags vmb 3 vhr ge-
ritten, derselbige hat in præsentz sejner Schwester, der
Marggräfin Gonzaga, allerley mitt mir discurirett,
vndt es ist der Oberste wachmeister alhier, auß
befehlich des Grafen Schlickens, mitt hinein gegangen.


Das ist ein Zeichen des mageren Vertrauens, das man in meine Person gesetzt hat, als ob ich nicht etwas ganz anderes verdient hätte, und ich bin kein Mann, der zu täuschen oder [heimliche] Praktiken noch Treiben anzustellen weiß. Geduld! Gott wird mir irgendeine bessere Stunde und ein anderes Mal eine bessere Behandlung gewähren und ich glaube nicht, dass der Kaiser das befohlen hat.C'est un signe de fort maigre confiance, que l'on a
mis en ma personne, comme si ie n'avois meritè toute
autre chose, & ne suis pas homme, quj scache tromper, ou
faire des prattiques, nj menèes. Pacience! Dieu m'ot-
troyera quelque meilleure heure, & meilleur traittement une
autre fois, & je ne croy pas, que l'Empereur l'ait commandè.

Er wirdt gar scharff verwacht, hertzog Julius henrich von Saxen, || [[Handschrift: 354v]]
Lawenburg[.]


Es ist auch erzehlt worden, daß herr Schafgotzsch gar mannhaftmascule
gestorben, habe selber gebehten, man sollte ihn offentlich ri[ch]-
ten, er wollte sterben, alß ein redlicher soldat. hat zwar
wollen rache schreyen, vndt etzliche citiren, man hat es
ihm aber heftig wiederrahten, er sollte doch sein gewiße[n]
nicht so beschwehren, so habe ers bleiben laßen. usw.perge hertzog[k]
Julius henrich
beklagt sich, er werde alhier schärfe[r]
verwachtt, alß zu Regenspurg wer weiß weshalbquj scait pourquoy?

Dienstag den 21. ⁄ 31. des JuliJulij.

<200 ThalerThlr: Thomas Benckendorf zu berechne[n.]>


Memorial componirt, 1. Jn der Aßcanischen sache. 2. dami[t]
ich einen Schein auß der Kayßerlichen Cantzeley, vber die frie-
densacceptation
bekähme.


Madame schrieb mir auch gesternhier, daß Hanß Ernst
Börstel
gleichwol albereitt zum haüptmann zu
hartzgeroda installirt. Das schreitet über meine Gerichtsbarkeit hinweg. Geduld! Bis zur Entscheidung Ihrer Kaiserlichen Majestät, unseres Herrn.Cela enjambe par dessus
ma jurisdiction. Pacience! jusqu'a la decision
de Sa Majestè Jmperiale, nostre Sire.


Geyr hat mir heütte sagen laßen, er wehre ein drey
tage hero, im arrest, et cetera wegen eines Raufhandelß.


herzog Julius Heinrich von Sachsen Lauenburg hat einen von Logaw, seinen aufwärte[r]
zu mir geschjcktt, mich vmb ferrnere vorbitt || [[Handschrift: 355r]]
ersuchen, auch sagen laßen daß der Obrist Wachtmeister einen guten
filß vom Graf Schligken bekommen, daß er also
mitt mir hinein gegangen gestern ins herzogs losament.


Röder ist auch kranck worden, vndt meine alhies<leütte>
können die alhiesige luft nicht wol vertragen,
gestaltt Sie dann einer hie, der ander da, anfangen zu kroncken[!].
Die Katarrhecatharrj seindt auch itzundt alhier gar gemein, da
man Sie doch in vnsern landen, nur im frühljng, oder
im herbst, zu bekommen pflegett.


Weil mir die Pfaltzgräflich Neẅburgischen pferde er-
mangelt, (alß mir schon ein dreymahl wieder die zusa-
ge wiederfahren) so habe ich nicht nach hof kommen können
zu rechter zeitt, habe derowegen meinen SekretärSecretarium zum herrn
Obersten kammerherrn geschickt, vndt mich vmb audientz
anmelden laßen. Jhre Mayestät haben laßen heraußer
sagen, Morgen wils Gott würde ich Sie haben können,
heütte köndte es aber nicht sein, doch sollte ich heütte
auf den abendt mich wiederumb laßen anmelden, so wollten
mirs Jhre Kayserliche Mayestät sagen laßen, zu welcher stunde, ich kommen köndte.


An Meine herzlieb(st)e gemahlin, vndt Fürst Augustum auf Morgen datirt
geschrieben.


Abends nach hof gewoltt, weil aber die ketten, von wegen
des geheimen Rahts, vorgezogen gewesen, vndt man mich nicht
baldt durchgelaßen, bin ich sonst spatziren vmb die Stadt gefahren. || [[Handschrift: 355v]]
etcetera


habe meinen SekretärSecretarium wieder zum Obrist kammerer geschicktt[,]
derselbige hat mir sagen laßen, ich würde auch Morgen
schwehrlich audientz erlangen weil Jhre Mayestät sehr
occupirt.


Schreiben von Madame durch den ChurSächsischen kammerdiener,
Löbzelter, welcher alhier angekommen, ist vom 1.sten: des JuliJulij.
Änderung des Entschlusses, meinen Aufenthalt hier betreffendchangement de resolution touchant mon sejour icy.

Mittwoch den 22. des JuliJulij: ⁄ 1. des AugustsAugustj:


herr von Roggendorff, mein alter bekandter, sieder
Padua, Venedig, vndt Egemburg her, ist<hat> zu mir <zu> komme[n]
sich erbiehten laßen gegen die Mahlzeitt. Jch habe es
ihm nicht zu verweigern gewust.


Nach hof vormittags, alda mitt Löbzeltern conversir[t]
vndter andern.


Zu Mittage seindt die herren von Roggendorff[,]
vndt Bemberg, wie auch Nauwach meine gäste
gewesen. Nauwach hat zehn Taler bekommen.Nauwach a eu dix Dalers.


Jhre Mayestät haben mir erstlich die Stunde halb
Sechße zur audientz geben laßen, darnach abe[r]
ihre allergnädigiste Resolution anticipirt, vndt || [[Handschrift: 356r]]
mir, die Stunde vier vhr Nachmittags, gegeben.


Als ich vmb 4 vhr, mich eingestellet, sejndt Jhre Mayestät
in einem kloster gewesen, vndt erst vmb 5 wiederkommen,
da habe ich baldt audientz gehabtt, vndt mein anbringen
gethan: 1. Im AllgemeinenJn genere in allen Gesuchenpetitis, des vergleichs halben
mitt Fürst Friedrich et cetera[,] 2. Jn der Aßcanischen sache, kriegsbestallung
vndt andern ansuchungen. 2. Im EinzelnenJn specie, in der Aßcanischen sache,
mein Rechtjus zu cediren, etcetera[.] Nur 3 Orteloca, etcetera etcetera[.]
3. Schein wegen der <entpfangenen> friedensacceptation,
vndter Jhrer Mayestät handt, zu bitten. 4. VermittlungJntercessio
vor hertzogk Julius heinrichen.


Antwort von Ihrer MajestätRisposta di Sua Maes vndt versicherung der alten affection,
ebensoJtem: Sie wollten meine sachen, in acht nehmen, vndt mir be-
scheidt geben, es läge nur am Grafen von Schligk, vndt
herren von Strahlendorf, dieselbigen müste man erinnern
laßen, das Sie es Jhrer Kayserlichen Mayestät referirten, So
köndte ich baldt bescheidt bekommen. Jn der Aßcanischen
sache, waß Sie mitt gutem gewißen, thun köndten,
wollten Sie gerne thun. Es kam dort viel Kälte zum Vorschein und in diesem Punkt sehr wenig Neigung, ganz anderes versprach ich mir nicht von dieser Audienz.Jl y apparoissoit beaucoup
de froideur, & en ce poinct fort peu d'inclination,
toute autre que je ne me promettois de ceste audience.

Scheins halber, so köndte daßelbige gar wol sein. Zu 4.Ad 4.
hertzog Julius henrich möchte sein böß maul ein ander mahl || [[Handschrift: 356v]]
beßer lernen im zaum halten, das sagte Ihre Majestät mit einer [gewissen] Härtece que Sa Majes disoit
avec une aspretè
. Jhre Mayestät köndten mir meine
bitte nicht verargen, Sie wollten schon den sachen
recht zu thun wißen. Ich habe bei dieser Audienz bemerkt, dass man sich ohne Zweifel bemüht, die gutmütige Gnade von Ihrer Majestät mir gegenüber zu irritieren und dass es Boshafte und Verleumder gibt, die meinen Ruin und meine Unterdrückung sowohl wegen ihrer unerträglichen Missgunst als auch wegen des unerträglichen Hasses suchen, den sie gegen unsere Religion ersonnen haben. Gott vergebe es ihnen.J'ay apperceu en ceste
audience que sans doute, on tasche d'irriter
la bonne grace de Sa Majestè contre moy, &
qu'il y a des malvueillants, & mesdisants,
quj r<c>erchent[!] ma ruine & oppression tant
a cause de leur envie intolerable, que
pour la hayne intolerable, qu'ils ont conceuë[,]
contre nostre Religion. Dieu le leur pardonne.


Man hat gute fröliche zeitung zu hoff gehabt[t,]
wie nemlich Diest in Brabandt eingenommen[,]
darinnen 2 tausendmille Frantzosen gelegen, ebensoJtem: daß Schlo[ß]
zu heidelberg vndt Dilsperg, sich ergeben.


Allerley discurß, mitt Löbzeltern, und besonders von einer guten Charge, die sich für einen Fürsten von Stand und guten Feldherrn einstellt& particu[lie]-
rement d'une belle charge, quj se presente, p[our]
un Prince qualifiè, & bon guerrier
. etcetera etcetera


Schöne Worte und schlechte Taten täuschen Kluge und Narren.Belle parole e cattivj fattj, Jngannano savij, e mattj[.]


Beachte wohlNota Bene der herr Obrist hofmeister Graff von Megkaw, (welcher mi[r]
neben andern als Graf Schlawata, vndt herr Preüner, auch || [[Handschrift: 357r]]
Graff Wolf von Manßfeldt, diesen abendt die guten
zeittungen sagte) alß ich ihm von den Schwedischen referirte,
wie Sie in vnserm lande grassireten, vndt den paß vor-
lase auß des præsidenten schreiben, wie im Nebenreceß von
der StraferlassAmnistia klärlich stünde, daß dem Churfürsten
zu Saxen
anheim gegeben worden, im nahmen Jhrer Kayserlichen
Mayestät
alle vndt iede Stände des Ober: vndt NiederSächsischen
<Beachte wohl[Nota] Bene> Krayses
, ohne einigen anhang, vndt außzug, in die
<Beachte wohl[Nota] Bene> im friedenschluß sanciirte StraferlassAmnistia aufzunehmen,
<Beachte wohl[Nota] Bene> wollte er der Graf hievon gar nichts wißen,
vndt sagte deßen wüste er sich <gar> nicht zu erinnern,
daß dem Churfürsten so gar ohne einige exception, der-
<Beachte wohl[Nota] Bene>gleichen freystellung sollte gegeben sein, sondern
<Beachte wohl[Nota] Bene> es wehren etzliche vielmehr in der StraferlassAmnistia auß-
<Beachte wohl[Nota] Bene>genommen, wie der buchstabe klärlich besagte.


Sonsten offerirte sich Graf von Megkaw, vndt
Graf von Werdemberg, zu beförderung meiner
expedition, nach ihrem vermögen, wenn es nur vorkähme.


Zu Johann Löw geschicktt, mitt einem schreiben, an Meine
herzlieb(st)e gemahlin, vndt eines an Fürst Augustum zu bestellen.
Er hat wegen des Posttages nicht zu mir kommen können, doch wird [er] morgen kommen nach der Art der Langwierigkeiten an diesem Hof.Jl n'a sceu venir vers moy, a cause du jour de poste,
mais viendra de main, a la mode des longueurs de ceste || [[Handschrift: 357v]]
cour.


Löbzelter berichtett auch, daß der Churfürst von Saxen, gewiß
würde auf die Schwedischen zu, gehen, wo ferrne Sie
sich nicht accommodirten, in itzigen tractaten, vndt
es dörfte sich baldt große enderung zutragen.


Beachte wohlNota Bene der Kayser sagte mir auch, ehe jchs ihrer
Mayestät noch sagte, daß sich numehr alle die Fürsten von
Anhaltt
, albereitt zum frieden bequehmet hetten,
der Churfürst hette es derselben zu wißen gethan.
Vndt ich war eben im wergk, es Jhrer Kayserlichen Mayestät[t]
anzuzeigen, wann mir dieselbe nicht in die rede gefalle[n]
wehren.


Der Churfürst soll vber 30 tausendmille Mann, gut volck, bey-
sammen haben, 15 Regimenter zu Roß, vndt 13 zu
Fuß. hat sie noch nicht dem Kayser schwehren
laßen, noch zusammen gestoßen, es dörfte aber
baldt in kurtzem geschehen. Der zustandt in Schwed[en]
soll gar schlecht sein, wo vndt alle Mannschaft
fast wegkommen, daß das landt wüste vndt öde
sein soll. Jn manchem dorf, soll man vber einen
alten pawren nicht finden, vndt da 20 weib[er]
anzutreffen kaum einen alten Mann oder krüppe[l.] || [[Handschrift: 358r]]
Man hat exempel, daß weiber ihren kindern die
Schenckel entzwey geschlagen, damitt sie nicht
dörften in krieg zu ziehen, gezwungen, oder nach ihrer
artt gepreßt werden. Der kupferhandel soll auch gar
darnieder liegen, wegen vbermachten aufsatzes. Der König
in Engellandt
, soll 15 kriegsschiffe vor die Pilaw, ge-
schickt haben, wegen des allzugroßen zollwuchers.
Die Königin, oder Erbprinzeßjnn jn Schweden, soll sich
erklärt haben, Sie köndte es nicht billichen noch
recht heißen, daß sich die Fürsten im Reich also ließen
vom Oxenstern, oder andern vexieren, es wehre ihr
befehlich nicht, köndte es ihnen auch nicht gut heißen.
Seindt wir also vmbsonst wol tribuliret worden,
von den Schwedischen eine lange zeitt hero, vndt daß
daß allerärgste ist, so weiß es vns niemandt keinen danck.
<et cetera>


Das ist, um in Verzweiflung hineinzukommen und alle Geduld zu verlieren!C'est pour entrer en desespoir, & perdre toute Pacience!

Donnerstag den 23. des JuliJulij; ⁄ 2. des AugustsAugustj:


Zeitung daß der abgedanckte general leutnant Arnjmb, zu Dresen,
alß ChurBrandeburgischer abgesandter ankommen, mitt einem
stargken comitat von 60 personen, vndt daß man besor-
get er werde vndter der Chur Säxischen Soldatesca
eine Meütterey anrichten wollen. So soll auch herzog || [[Handschrift: 358v]]
Frantz Albrecht baldt loß kommen, vndt ohne R[an]-
tzion, des welche der Kayser, dem Churfürsten zu
ehren, fallen laßen, des reverßes wegen, stö[ße]
es sich noch etwaß. Er wird einen Höllenlärm gegen mich machen, wenn er aus seinem Gefängnis herauskommen wird.Jl fera le Diable a quattre
contre moy, lors qu'il en sortira de sa prison.


herr Loẅ, jst bey mjr gewesen, vndt habe ihm
allerley Aufträgecommissiones aufgetragen, jnsonderheitt wegen
beförderung meiner expeditionen beym Graf
Schligken
, vndt Vicecantzlern, herren von Strahlendor[f][.]
Gott helfe mir doch einmahl, auß den verwirrung[en.]


ListeLista derer so den frieden biß hero acceptirt, vndt
ihre erklährungen ChurSaxen, im nahmen Jhrer Mayestät eing[e]-
schickt davon ChurSachsen durch Löbzeltern dem Kayser bericht <Vndt absendung> geth[an.]


Auß dem OberSächsischen Krayß:
1. Chur Brandenburgs interimserklährung an ChurSaxen[.]
2. hertzog Johann Philips zu Sachßen Altemburg im Original.in Origina[lj.]
3. herzog Johann Ernst zu Sachsen Eisenach versigelte er-
klärung an Kayserliche Mayestät[.]
4. hertzogs Bogislaj zu Stettin Pommern jnterims
erklährung an den Churfürsten zu Sachßen.
5. Der Fraw Aeptißinn zu Quedlinburg, erkläh-
rung an den Churfürsten zu Sachßen. || [[Handschrift: 359r]]
6. Der gesambten Fürsten zu Anhaltt, acceptation
im Originalin Originalj.
7. Der gesambten Grafen zu Schwartzburg, versie-
geltes Original an Kayßerliche Mayestät[.]
8. Graf Johann Geörgens zu Manßfeldt accepta-
tion an Churfürsten zu Saxen.
9. Graf Christoffs zu Stollberg Cathegorische accep-
tation, an Churfürsten zu Saxen.
10. Graf Albrecht Friederichs, vndt Graf Jost Gün-
therß zu Barbey
erklährung an Churfürsten.
11. Der gesampten herren Reüßen acceptation
im Originalin Originalj.
12. Der herren von Schömburgk acceptation an Churfürsten[.]


13.g Auß dem Nieder Sächsischen Crayß:
13. Der Stadt Goßlar erklährung an Chur Saxen.
14. Des rahts zu Nordthausen acceptation an ChurSachsen[.]
15. Deß rahts zu Mülhausen erklärung an dasselbead eundem.


weil auch ehe daß Kayßerliche Patent insinuirt worden,
etliche Stände auf den von ChurSaxen auß Dresen, ihnen
zugeschickten Friedenschluß, sich erklärt, Alß hatt:
16. Marggraff Christian zu Brandenburg <seine acceptation im Originalin Originalj,>
17. Die Stadt Franckfurtt am Mayn aber, ihre inte-
rims resolution, eingesandt.

|| [[Handschrift: 359v]]


Veit Bernhardt, jst bey mir gewesen, mit mittelmäßigem Entschluss, die Befriedigung von Franz Albrecht Herzog von Sachsen-Lauenburg in dem betreffend, was ich ihm schuldeavec mediocre
resolution, touchant la satisfaction de Franz Albrecht Duc de Sachsen [Lauenburg]
en ce que je luy doibs
.


Man sagt, herzog Franz Albrecht wolle durchauß keinen reverß
von sich geben, vndt eher sein lebenlang gefangen sitzen.
Der Rantzjon ist er schon erledigett. Er soll gar
einen schönen garten, bawen, zur Neẅstadt, vndt
zur gedechtnüß alda hindterlaßen wollen. usw. usw.perge perge


Der Curlandt hette mich baldt hinauff, nach hoffe
gesprengt, mitt vorwandt, mir den schönen Silbernen
brunnen zu zeigen, so war niemandt droben, weil
der Kayser, jn der kirchen, wegen des fests, Portiuncula,
bin dero wegen gar von hofe weggeblieben, und bin entschlossen, mich auf meine Abreise vorzubereiten, wegen der Gefühlskälte, die ich an diesem Hof wahrnehme. Es muss sein, dass es irgendein Missverständnis gebe oder dass der Kaiser wegen der Fürsprachen für Schaffgotsch eine erschreckende Meinung von mir geschöpft habe, oder dass es Verleumder gebe, die mit ihren falschen Berichten versuchen, mich in die Ungnade Ihrer Majestät zu bringen. Ich werde also gehen, wenn es Gott gefällt& suis resol[u]
de me preparer a mon depart, a cause de la froideur que
j'apperçoy, a ceste cour. Il faut, qu'il y ait quelque
malentendu, ou que l'Empereur ait conceu sinistre opinio[n]
de moy, a cause des intercessions pour Schafgotsch ou qu'il y
ait des calomniateurs quj avec leurs faux rapports[,]
taschent de me mettre en la mauvayse grace de Sa [Majesté.]
Je m'en iray doncques, s'il plaist a Dieu
, fern von Jupiter, fern vom BlitzProcul
a Jove, procul a fulmine
, mich mit meiner Unschuld, mit meinem guten Gewissen und mit der Gnade Gottes tröstendme consolant de mon jnn[o]-
cence, de ma bonne conscience, & de la grace de Die[u]
.

|| [[Handschrift: 360r]]


herr Loẅ; jst bey mir gewesen, nachmittags, wiederumb.
Graf Julius von hardegk, hat mich darnach auch besuchtt.


Nachmalß auch, der Oberste Manteüffel.


Jhre Mayestät haben gestern gebeichtett, vndt heütte communicjrt.

Freitag den 24. des JuliJulij: ⁄ 3. des AugustsAugustj:


Vom Jubilirer, Jacob Michel ein Frantzose, einen ver-
güldten pocal gekauft, wigt 4 margk, 5 loht,
daß loht zu 10½ schilling <oder 78 kreützer, 3 Pfennige (denarii)d:>, die Mark (Gewichtseinheit und Münze)m: zu 14 ReichsthalerRthlr: er-
handeltt, macht in allem, 90 Gulden (florenus)f: vndt 33 kreützer,
zu hertzogs Julij henrichs, gevattergeschencke.


EbensoJtem: zwey leüchter, vndt eine putzschere, vmb 48 Gulden (florenus)f:
(das loht, weiß sjlber, zu 1 Gulden (florenus)f: gerechnett.) die lichtpuze
wigt 7 loht 2 Quentchen (Gewichtseinheit)que:[,] das par leüchter 2 Mark (Gewichtseinheit und Münze)m: 9 loht, 1 Quentchen (Gewichtseinheit)que:[.]
Jch habe aber die vorigen leüchter (so ich nähermals
erkaufft,) daran gegeben. Die leüchter will ich behalten.


Der hofJubilirer, beharret darauff, daß ejn
Marck Silbers, alhier, schwehrer seye, alß in
den Reichsstedten, vndt zu Lejptzig, vmb, 3 loht, 1 Quentchen (Gewichtseinheit)que:[.]
Waß ich heütte gekauft, jst alles, nach Augspurger Probe [Güte eines Metalls]proba,
vndt Wjener gewichtt. Jch habe es auch anderstwo,
wägen laßen, vndt iust befunden.

|| [[Handschrift: 360v]]


Plan aufgegeben, zum Vergnügen nach Mähren zu fahren, weil ich weder von den Edelleuten (die zum Großteil auf das Land zu ihren Landsitzen aufgebrochen sind) noch zur Miete eine Kutsche habe bekommen gekonnt, da fast alle mit dem Kurfürsten von Bayern ausgezogen sind.Dissegno d'andar a spasso in Moravia, interrotto,
per non haver potuto ottenere carozze nè da cavagli[e]-
rj, (essendo <per> la più parte in campagna, nelle loro ville[)]
ne da nolo, essendo quasj tutte, andato <via> col Eletto-
re dj Baviera
.
FolglichErgo: tue nichts gegen den Willen Minarvas.nil facias, jnvita Minerva.h


Die zeitung der Frantzösischen niederlage vor Löven, in die
5 tausendmille Mann, continuirt noch immer fortt, vndt daß die Fran-
tzosen nach Franckreich zu, die holländer aber, nacher hollandt,
sich retirirt, vndt zu rück begeben haben.


EbensoJtem: das Meintz gar stargk belägert wirdt.


EbensoJtem: daß etzliche Reichsstädte vom König in Vngern,
zu gnaden angenommen seyen.


EbensoJtem: daß hertzogenbusch eingenommen wehre, weil der Prin[z]
von Vranien
in der RückzugRetirada sich zu stärgken die
besatzung darauß genommen, inzwischeninterim hette die
bürgerschafft die Stadt vbermeistert, vndt den Spannisch[en]
wieder alsobaldt eingereümet, (was ich kaum glaube.quod vix credo.)


EbensoJtem: daß von 30 tausendmille Frantzosen, so jns Njederlandt kommen,
nicht 13000 mehr vbrig blieben, die andern, wehren ge-
blieben, vndt verhungert.


Thomaß Benckendorf hat meinet wegen den pocal zum G[e]-
vattergeschencke hertzogk Julio henrich præsentirt.

|| [[Handschrift: 361r]]

Samstag den 25. des JuliJulij: ⁄ 4.ten: des AugustsAugustj:


Erörtert die Gedanken fürAgitè des pensèes Pour,
1. Furchterregendste Minerva von dieser GruppeMinerva terribilissima
da quella banda
drängt michm'incite.
2. [natürlicher] WiderstandResistence zu Hausea casa, natürlicher [Widerstand]naturelle[.]
3. Etwas zu wagen?Audendum aliquid?
4. Einklang - beachte wohl - in der Religion.Conformitas Nota Bene in Religionei[.]
5. Hoffnung verwirrt nicht.Spes non confundit.
6. Ich bleibe hier, um nichts zu tun und viel auszugeben, Zeit verlierend.Sto qui, a far niente, ed
a spender molto, perdendo tempo.

7. Vorwurf der anderen, dass ich das Lehen in eigener Person erhalten will, was sich durch meine Abwesenheit vermeiden lässt.Reproche d'autres, de
ce que je veux recevoir
le fief en propre personne,
ce quj se peut eviter, par
mon absence.

8. Hanß Reußes Schandtatenfacinora <auß>trejben.
9. Zahnbruch.Dentjfractio.
10. Verstimmtheit und Feindschaft von den allernächsten Verwandten zu Hause.Malherberie; et inimitiè
des plus proches, a la mayson.

11. Schwedische Waffen verderben uns unser Land und unsere Güter, und sich zu interessieren wäre mein Ruin.Armes Swedoyses, nous gastent,
nostre pays, & nos biens, & de
s'jnteresser, seroit ma rujne.

12. Unter der Befehlsgewalt des Herzogs Franz Albrecht von Sachsen-Lauenburg zu sein wäre gegen meine Natur und den natürlichen Hass mir gegenüber, der in ihm ist.D'estre sous le commandement
de Franz Albrecht Duc de Sachsen Lauenburg seroit contre
ma nature, & hayne naturelle,
contre moy qui est en luy:
etcetera || [[Handschrift: 361v]]
13. Übung der Nüchternheit.Sobrietatis exercitium.
14. Die Pest vertreibt mich von hier.La peste me chasse d'icy.
15. Das Quäntchen Drang, dass die gegenwärtigen Ratgeber haben, die deutschen Fürsten zu verpflichtenLe peu d'envie qu'ont
les Conseillers d'a present, d'obli-
ger les Princes Allemands
,
16. Der Hass der Protestanten ist außergewöhnlich und insbesondere von etlichen meiner Bekanntschaft.La hayne des Protestants
est extraordinaire & en particulier
d'aucuns de ma cognoissance.


und gegen meine Pläne& Contre mes desseings:
1. Anna Sophia Fürstin zu Anhalts Freudengioje.
2. Zu außergewöhnliche Unkosten.Spese troppo straordinarie.
3. Schwangerschaft der Ehefrau.Imprægnatio uxoris.
4. Lehen in Abwesenheit voller Gefahr und andere Unternehmungen.Feudum, jn absentia, peri-
culj plenum, & aliæ expeditiones.

5. Gefahr selbst an jenem Ort.Periculum etiam illuc.
6. BeschwerdenGravamina Franz Albrechts Herzog zu Sachsen Lauenburg[.]
7. Gnädige Zuneigung des Kurfürsten von Sachsen.Inclinatio bona, Electoris Saxoniæ[.]
8. Widerstand der Bediensteten in Geist und Leib und Rede.Resistentia servorum,
in animo et corpore, <& lingua.>

9. Taufe oder Begräbnis.Baptismus aut sepultura.
10. Ruin des Hauses, der Kinder und mir selbst, wenn nichts erreicht wird, und von den Unsicherheiten [ist] nichts zu bestimmen.Ruina domus, liberorum,
& mei ipsius si nihil exæquatur,
& de jncertis, nihil statuendum.

11. Erwartung des Geldes und Börstels und der Pferde.Expectatio pecuniæ, & Börstelij,
& equorum.

12. Keine Schulden bezahlt, kein SilberzeugNulles debtes payèez,
nulle argenterie
&cetera[.]
13. Stolberg, Schwarzburg, Anhalt, Holland, Hansestädte, Schulden, wenn ich nach Hause zurückkehre.Stollberg[,] Schwartzburg[,] Anhaltt,
Hollande, Villes Hanséatiques[,] debtes,
si je retourne a la mayson.

14. HemmungenVergogna zu entzweien, ohne etwas zu tun und weit zu gehende brouiller
sans rien faire, & aller
loing
, in der vergifteten Sachere infecta. || [[Handschrift: 361v]]
15. Sonst sogar die Nüchternheit zu üben.Alibj etiam So-
brietas exercenda.

16. Briefchen des Chevalier de DrueilBillet du Chevalier
de Drueil
, Beachte wohlNota Bene[.]
17. Bezahlung des Kurfürsten von Sachsen ist nicht zu vernachlässigen.Payement de l'Electeur
de Saxe
, n'est a negljger.

18. Praktiken von Curt Börstel und von Bernhard Gese werden mich behindern.Prattiques de Curt Börstel
& de Bernhard Gese me contrequarreront.


Gestern abendt, vor Mitternacht, donner, blitz,
vndt regen. Man hat die glocken geleüttet, gar
stargk, damitt sich das wetter zertheilen sollte.


Die pest continuirt zwar noch, ist aber noch zur
zeitt, (Gott lob, vndt danck) kein landtsterben.


Veit Berndt, ist bey mir gewesen, sich mitt mir
wegen Franz Albrecht herzog zu Sachsen zu vergleichen.


Jch habe herzog Franz Albrecht destwegen, selber zugeschrieben.


herr Löw ist bey mir gewesen, saget, es habe ihm Graf
Schligk
gerne vor sich gelaßen, gestriges Tages,
vndt gedacht, ich köndte noch keinen bescheidt in
meinem suchen erlangen, dieweil man noch nicht
eigentlich wüste, ob Jhre Mayestät noch mehr
volck, vndt mehr offizirer bedörffen würden, || [[Handschrift: 362r]]
Sintemahl die Schweden anfiengen, sich gar wol zu
accommodiren, hetten auch die hamburgischen gesandten, gar
gern anhero durchgelaßen, also daß er<s> vielleicht al-
lenthalben baldt friede werden dörfte. Sollte sich
aber die handlung auch mitt den Schweden zerschlagen
vndt man mehr volck haben müste, würde alß-
dann meiner nicht vergeßen werden.


Beachte wohlNota Bene Lebzelter hat gesagt, dass der Kurfürst von Sachsen mich als seinen Generalleutnant begehre als einen Fürst des Reiches und Protestant; dass man ihm hier einen Papisten schicken wolle, nach dem er in keiner Weise großes Verlangen haben würde.Löbzelter a dit que l'Electeur de Saxe me desiroit
pour son Lieutenant Général comme un Prince de l'Empire & Protestant,
Qu'icy on luy vouloit envoyer un Papiste,
dont il n'auroit nullement bonne envie.


Dass man dem Herzog Franz Albrecht von Sachsen-Lauenburg sehr misstraue, welchen man ohne Revers gar nicht freilassen würde.Qu'on se mesfioit fort du Duc Franz Albrecht de Sachsen Lauenburg
lequel on ne relascheroit point sans revers.


Dass der Kaiser selbst einen von dem genannten Herzog aus seinem Gefängnis geschriebenen Brief abgefangen habe, dass der König von Frankreich mit ihm verhandle und dass, wenn der Kurfürst von Sachsen ihn nicht zufriedenstellen sollte, er bei den Elementen anderswohin durchgehen würdeQue l'Empereur mesme avoit interceptè une
lettre escrite du dit Duc de sa prison, Que le Roi de
France
traittoit avec luy, & que si l'Electeur de Saxen[!]
ne luy donneroit satisfaction, par les Elements
il passeroit ailleurs
, Er wollte bey dem Element durchgehen.


Der Kayser, ist nach Kloster Neẅburg verrayset. Jch
habe mittlerweyle, meine sachen expedirt, so gut,
als ich gekondt. Über das Können hinaus wird niemand verpflichtet.Vltra posse, nemo obligatur.

|| [[Handschrift: 362v]]


Ich habe für morgen zum Mittagessen den Obersten Manteuffel, den Herrn Löbzelter, Veit Berndt und den Agenten [Geschäftsträger] von Oldenburg einladen lassen.J'ay fait inviter pour de main a disner, le Colonel
Manteüffel, le Seigneur Löbzelter, Veit Berndt, & l'Agent
d'Oldemburg.


Vmb 14 kreützer, habe ich laßen alhier von
einem Persianer zwey blawe augensteine
kauffen, Man nennet ihn himmelblauer EdelsteinPietra celeste,
die Spannier heißen ihn caparosa, die Franzosen
Caparose, die Türcken (da er herkömbt)
nennen ihn Gustascij, die Arabier Exauraton.
Die alten PhilosophenPhilosophj haben ihn genandt: Alramento,
Sutorio, Calchanto oder Stilhatitio. Jst gut:
vor blöde augen, in Rosen: oder brunnenwaßer
gethan, so lange alß man möchte. 2 VaterunserPater noster behten,
darnach den Stein herauß genommen, wol getrucknet,
vndt mitt solchem blawen waßer, 3 oder vier-
mahl die augen gewaschen. Macht Sje hell vndt klar.
EbensoJtem: ist gut, wieder die Mundtfeüle vndt Scharbock,
damitt 2 oder 3 tage Morgends vndt abends, den
Mundt außgeschwencktt. EbensoJtem: heylet auch die Man-
deln vndt bösen halß, auch die breüne sich damitt
3 oder 4 tage Morgens vndt abends gegurgeltt.

|| [[Handschrift: 363r]]


Ein wenig baumwoll in dieses waßer genetzt, vndt in
die Naßlöcher gehalten, verzehrt die flüße, purgiret
daß haüpt. EbensoJtem: reiniget<heilet> die geschwär vndt alle
rauden, am Menschen, rejniget auch an ihm alle gesaltzene
flüße, zitrachten vndt faule schäden, wenn man sich mitt
diesem waßer laulecht drey in Sechsmal an dem
leydenden ortt wäschet, nimbt das alte fleisch hin-
weg, vndt macht ein Neẅes wachßen. Den
pferden ists auch gut zu allerley schäden. Diese Stejne
sollen MineralienMineralia sein, vndt gegen Levante in der
Türckey, nach Persia zu, sollen Sie wachßen.


Die kleinesten kan man alhier noch wolfailer haben,
nemlich vmb 6 creützer, vndt wenn die TugendenVirtutes
alle just wehren, möchte man wol so viel hundert duca-
ten darumb geben. Jch will es an mir zum theil probiren.


Schreiben 2 von Madame vom 14.den: vndt 16.den: dieses [Monats]huius, eins
vom præsidenten vom 16. dieses [Monats], von ebendorthuius, ab eodem von Schwester Anne Sofie,
von der FrauMuhme von Schwartzburg vom 23. des JuniJunij,
addressirt vom postmeister zu Leipzig vom 19. ⁄ 29. des JuliJulij. BemerkenswertesNotanda:
Der friedenspunct wegen vnsers gantzen hauses, seye durch
des præsidenten Sohn, gantz richtig gemachtt. Den 20. alten Stils [Julianischen Kalenders]styli veteris
wirdt Curdt Börstel zu Bernburg aufsein, um hierher zu kommen und den Wechsel für mich zu bringenpour venir icy, & ap-
porter le change pour moy
. Aber eben Montags den 20. würden || [[Handschrift: 363v]]
die Schwedischen bey Staßfurt allgemeines Stelldicheingénéral randevous halten,
vndt scheinet daß es dörfte zur Thathandlung kommen,
vndt vnser Fürstenthumb hart treffen.


Der Churfürst, soll vnsere lande zu versichern
genugsam sich erbotten haben. Schweden wollen
keinen frieden eingehen. hertzog Berndt hat
30 tausendmille Mann aufs neẅe beysammen, will mitt
Gallaaß schlagen, vndt einen rechten frieden haben,
der bestendig seye, oder gar nichts, hat auch
Landgraff Wilhelm, abgemahnet, den frieden
nicht einzugehen. Jeder will den Frieden auf seine Weise haben.Chacun veut avoir la paix a sa mode.
FrauMuhme danckt vor die salvaguardia, vndt
erlaüttert mich, wegen Kötzschawens abdanckung.

Sonntag den 26. des JuliJulij: ⁄ 5. des AugustsAugustj:


herr Geyer, hat mich vormittags besuchtt, wegen eines krackeels <mitt einem Grafen von Buchheim, ist er verarrestirt gewesen, numehr aber ist die sache vertragen.>


Zu Mittage, seindt der ChurSächsische abgeordnete, Löbzelter,
vndt Löben, vndt Veit Berndt, meine gäste gewesen.
Der oldemburgische Agent hat sich einzustellen, endtschuldigett.
Beachte wohl die vertraulichen Gespräche mit Lebzelter über verschiedene Sachen.Nota Bene Discorsj co'l Löbzelter confidentj, dj cose differentj.
Löw möchte, dass sein Sohn bei mir bleibt.Löẅen, desire que son fils demeure auprès de moy.
<Beachte wohlNota Bene> Saget, mejne sachen ließen sich wol an, vndt Jhre Mayestät hetten
befohlen, man sollte ihro, jn der Aßcanischen vndt Testamentssache,
referiren, vndt den Schein ertheilen. Gott verleye gute Erfolgeeffecta[.]

|| [[Handschrift: 364r]]


Der alte Hortensio, (mein gewesener Tantzmeister
zu Padua, im Jahranno 1614) hat mich besuchtt, vndt mir zuge-
sprochen, von allerley dingen redende.


<Beachte wohl, beachte wohlNota Bene Nota Bene> Waß Johann Loẅ, zuvor vermeldet, kömbt vom
herren von Strahlendorff her, welcher noch kranck darnider
liegende, sich gar wol erbotten, vndt obiges berichtett,
auch die Besuchvisite gar wol aufgenommen. <Gott gewähre mir die gewünschte Wirkung.Dieu m'ottroye l'effect desirè.>


BeachteNota: herr Löbzelter berichtett, unter andereminter alia, Es hette Pater
Lemmermann, des Kaysers Beichtvatter, viel gutes, bey
dem frieden gestiftett, vndt gar ein friedliches, gutes
bedencken, abgegeben.


Zeitung daß das Feltlin, nicht allein verlohren, sondern auch,
daß der Frantzose, stargk nach Italien zu, viel volcks schicke,
vndt die Jtalienischen Fürsten vndt Potentaten, (außer
Florentz vndt Modena,) sich stargk mitt dem Pabst,
wieder daß hochlöblichste Kayserliche vndt königliche Ertz-
hauß Oesterreich
, daßelbige vndterzudrücken, sich verbunden.
Es wirdt aber außgehen, vber die, so dergleichen nicht notwendige Kriegebella non ne-
cessaria
, anzufangen, sich vndterstehen. Selig sind die Friedfertigen.Beatj Pacificj.


An Madame auf heütte, vndt an Præsidenten auff
Morgen datirt geschrieben, mitt außerordentlicherextraordinarij gelegenheitt.


EbensoJtem: an die FrawMuhme zu Krannichfeldt.

|| [[Handschrift: 364v]]

Montag den 27. des JuliJulij; ⁄ 6. des AugustsAugusti

<An Gottes segen, Jsts alles gelegen.>


Das Unternehmen begonnen, Gott segne [es], Amen. Aber sofort waren Bedenken gefunden!!!Jncomminciata l'jmpresa, Jddio benedica, Amen.
Mà incontanente sj sono truovato delle remore!!!

Nach hoff vormittags, alda es allerley dißcurs gegeben.
Graf Julius von hardeck, vndt herr Geyer, auch
Johann Loẅ, seindt meine gäste zu Mittage gewesen.


Geyer ist mitt dem Grafen von Puchhaimb,
durch interposition derer darzu verordneten
<Kayßerlichen> Evangelischen commissarien, Grafen von hardecks,
vndt herren Jörgersj, verglichen worden.


Gestern abendt, ist ein herr von hermerstain,
nach dem er noch vorgestern abends, wol auff
gewesen, plötzlich gestorben. Etzliche dubitiren
an der pest. War sonsten luhtrjsch.


Die Hellebardiere haben mich diesen Morgen nicht in die kaiserliche Burg eintreten lassen, verstehen keine Unterscheidung zwischen den Fürsten und gemeinen Personen, aber der Herr Oberstkämmerer hat sie dafür gescholten und mich eintreten lassen. Wenn Ihre Majestät im Rat ist, lässt man nicht gern die Kutschen und Pferde wegen des Lärms durchfahren, und man zieht die Ketten vor die Straßen, damit niemand eintritt, was ich oft angetroffen und in der Gunst Ihrer Majestät vermieden habe, aber wenn ich die Burg betrat, ist mir das noch nicht passiert. Ich bin dort dennoch hineingegangen. Aber der Kardinal von Harrach hat dort heute mit seiner Kutsche nicht gewagt einzufahren [und] beklagte sich über den gleichen Affront durch die Zudringlichkeit der Trabanten. Der Fürst von Eggenberg ist dort zu Fuß eingetreten, wie er es gewöhnlich nach dem Tod seines Vaters tut, und ich bin dort auch sehr oft zu Fuß eingetreten, aber ich habe das heute nicht tun wollen, damit man daraus nicht ein Folgegebot macht.Les hallebardiers, ne m'ont pas voulu laisser
entrer au chasteau Jmperial ce mattin, n'en-
tendans nulle discretion entre les Princes, & les
communes personnes, mais Monsieur le Grandchambellan
les en a tancè & m'a fait entrer. Quand Sa
Majes
est au conseil, on ne laisse pas volontiers, passer les || [[Handschrift: 365r]]
carosses & chevaux, a cause du bruit, & on tire les
chesnes devant les rues, afin que personne n'entre,
ce que j'ay rencontrè souvent, & evitè en <l'>honneur
de Sa Majestè Jmperiale, mais entrant au chasteau cela
ne m'est encores pas arrivè. J'y suis entrè toutesfois.
Mais le Cardinal de Harrach, n'y a osè entrer,
aujourd'huy, avec son carosse, se plaignant du mes-
me affront, par l'indiscretion des Trabants. Le
Prince d'Eggemberg y est entrè a pied, comme il fait
d'ordinaire, apres la mort de son pere, & i'y
suis entrè aussy fort souvent, a pied, mais
ne l'ay voulu faire aujourd'huy, afin que l'on
n'en face, une Loy de consequence.


Affronts von Ernst Dietrich Röder heute an der Tafel, indem er dreimal die Gerichte umstieß.Affronts de Ernst Dietrich Röder aujourd'huy, a la table, en
renversant les plats par 3 fois.


Johann Löw hat mir einen Adlerstein [hohler Stein, der einen andern lockeren Stein in sich hat und daher klappert] gebracht, für ½ Gulden, größer und dicker als ein Hühnerei. Er ist nicht poliert und ist gelblich, einem Erdklumpen ähnlich.Johann Löw m'a apportè une pierre d'aigle, pour ½ Gulden (florenus)f: plus
grand, et gros, qu'un œuf de poule. Jl n'est pas poly,
et est jaunastre, ressemblant a une motte de terre.


Es scheint, dass der Pfalzgraf von Neuburg mir keine Pferde mehr schicken will und immer Ausflüchte findet, ob er vielleicht durch Berichte von Verleumdern irgendeinen Hass gegen mich bekommen hat.Jl semble que le Conte Palatin de Neẅburg, ne me
veut plus envoyer des chevaux, & trouve tousjours des
eschappatoires, s'il a paraventure conceu quelque hayne, a l'en-
contre de moy, par les rapports, des mesdisants.
usw.perge

|| [[Handschrift: 365v]]


Einen neẅen welschen Fürsten, den Principe dj
Cardenas
, auß dem Königreich Napolj, auch Jhrer
Kayßerlichen Mayestät
, würcklichen kammerherren, droben
zu hoff, heütte gesehen. Soll von einem vornehmen
alten geschlecht, her sejn.


Abends nach hoff, alda es gewaltig geregenet,
gedonnert, vndt geblitzett, vndt ich habe müßen
reitten, weil mir der Pfaltzgrafe keine kutzsche
geschicktt. Bin mitt dem hofkammer Directore,
(welcher nach dem præsidenten Apt von Lilienfeldt, ist)
<herr Bertoldt> bekandt worden, einem feinen Alten PolitikerPolitico. habe
des Fürsten von Eggenberg, (welcher abscheidt von
mir nehmen wollen, vndt mich in die Vorzimmeranticamera
bescheiden) vergebens erwartett. Mitt Löbzeltern
aber, bin ich zu rede worden, wegen seiner propositio-
nen, vndt abgehenden post, vndt des Mißverstan-
des, daß man ihm nicht gesagt, daß er zu mir kommen
sollen diesen Morgen.


Der herr von hermerstain obgedachtt, ist nicht alhier,
sondern zu Baden gestorben, dieweil er alda Unordnungendisordinj
gemachtt, Vndt selbiges selbiges badt, durchauß keine Unordnungendisordinj
leydet.

|| [[Handschrift: 366r]]

Dienstag den 28. des JuliJulij: ⁄ 7. des AugustsAugusti

<138 ThalerThlr: Thomas Benckendorf zu berechnen, oder 207 Gulden (florenus)f:[,] ebensoJtem: 108 ThalerThlr:k 11 Groscheng:l oder: 162 Gulden (florenus)f: 10<11> Groscheng: Thomas Benckendorf eben zu dem ende[.]>


Nach hof, alda der Fürst von Eggemberg, vor seinem verraysen
abschiedt von mir genommen, gar höflich. Johann Löw hat mir gesagt,
es wehre ein decret ergangen, man sollte meine sachen,
mitt Mejnem bruder communiciren, damitt er inner-
halb zweyer Monaten frist, köndte seine Notturfft
dargegen einwenden, welches nur eine dilatorischer
bescheidt jst, vndt daß man vnß will inejnander hetzen.


Der Bischof von Wien hat mich diesen Morgen in der Ratsstube mit einem schlechten Auge angesehen, wo ich eintrat, um mit dem Oberstkämmerer wegen des Reuße zu sprechen, und der Graf von Meggau sah mich auch schief an. Alle drei machten mir ein sehr kärgliches Gesicht, vielleicht weil ich dort eintrat, wo man nicht einzutreten gewohnt ist. Aber ich weiß wohl, dass die Fürsten das zu tun wagen. Und es scheint, dass man es wohl wollen würde, dass ich mich bald von hier zurückziehe und ich kann das nicht tun, wenn ich den Hintern zwischen zwei Stühlen auf den Boden bringe.L'Evesque de Vienne, m'a regardè de mauvais œil, ce
mattin, en la chambre du Conseil, la où j'entray, pour parler
au grand chambellan, a cause de Reüsse, & il le Conte
de Megkaw
aussy me regarda a travers. Tous trois
m'ont fait fort maigre mine, peut estre a cause
que j'entray la, ou on n'a accoustumè d'entrer.
Mais je scay bien, que les Princes l'osent faire.
Et il semble; que l'on voudroit bien, que je m'en allasse
bien tost d'jcy, & je ne puis le faire, mettant le cul
a terre, entre deux selles.
Ich sehe deutlich, dass sie mich in allen Sachen derart hoffnungslos machen wollen, damit ich Papist werden und gänzlich abhängig von diesem Hof sein müsste, ohne irgendwo Hilfe zu erhalten. Gott behüte mich vor diesem Schlag und dass ich das irdische Glück nicht mehr lieben würde als das himmlische. Er kann mir dennoch das eine und das andere erteilen, gemäß seinem allerheiligstem Wohlgefallen.Jo veggo manifestamente,
che mi vogliono render così disperato, in tutte le cose, ch'
accioch'io debba diventar Papalino, e dipender affatto
da questa corte, senza ricever ajuto da nissun luogo.
Jddio mj guardi da questo colpo, e ch'io non amj più la terrena
felicjtà, che la celeste. Mj può pur dare l'un e l'altro, secondo || [[Handschrift: 366v]]
jl suo santissimo beneplacito.


Zum Grafen von Althaimb geschickt, wegen seiner hierar-
chischen gemeinschafft
, vndt eroberung deß heiligen grabs. Er hat
mir viel guts sagen laßen, vndter andern, er wollte mir
in wenig tagen, etwaß selber brjngen destwegen, hat auch er-
wehnet, wie Jhre Kayserliche Mayestät meiner in neẅligkeitt,
so höchstrühmlich gedacht, vndt sich erfreẅet, daß mir sejne
Unternehmungimpresa wolgefiele, Jhre Mayestät hetten auch gesaget:
"Er dörfte sich kecklich, auf meine wortt, alß wie
"auf einen felß verlaßen, vndt wie jch so ein redlicher
"Fürst wehre, alß Jhre Mayestät ejnen in Deützschlandt kenneten,
<"hette auch meine [gegebenen] WorteParole beßer gehalten, als sonst keiner.>


Jtzt schickt mir der Graf nur vorläufigpræliminariter, ein
Kayserliches patent vom 24.sten: des JuliJulij, darinnen Jhre Mayestät
<sich> erklären, daß Sie ihme Michael Adolphen, Grafen von Althan,
alß GründerFundatorj der hierarchjschen Gemein, <33 Vngrische ducaten, auß iedem dero ämptern andern zum exempel der Nachfolge, Ambt verwilligen.>


Da ich mich gegenüber dem Stallmeister des Herzogs von Neuburg beschwert habe, dass man mir aus seinem Marstall so miese Pferde und Kutschen gegeben habe, hat er mich bitten lassen, ihn für entschuldigt zu halten, falls es dort irgendein Versäumnis gebe, da dies weder sein Fehler noch seine Schuld sei.Comme je me suis plaint envers l'escuyer du Duc de Neẅburg
que l'on me donnoit de son escuyrie de si meschants
chevaux & coches, jl m'a fait prier de le tenir pour ex-
cusè[,] que s'il y avoit quelque manquement en cela[,] que ce
n'estoit point sa faulte, nj sa coulpe.


Gegen abendt, in den Prater gefahren, mich zu recreiren,
in dieser schönen zeitt, noch mitt Neẅburgischer kutzschen.

|| [[Handschrift: 367r]]

Mittwoch den 29. des JuliJulij ⁄ 8. des AugustsAugustj. (in astrologischer Hinsicht) böser/gefährlicher/schädlicher/unglücklicher/unglückseliger Tag


Der Graf von Losenstain, hat mir einen gewaltigen Bezoar
geschickt zu besehen, dergleichen ich noch nie gesehen, wiewol
ich ihrer gar viel zubeschawen, anlaß gehabt,


Er ist so groß, das ich ihn, mitt vollen faüsten,
nicht vmbfaßen können, haben noch guter vier
quer finger, daran gemangelt, vndt war fast
dreyeckicht, doch oben stumpf, vndten breidt, <bey> ein 2
pfundt mag er wägen, vndt ist<siehet> Orientalisch <auß.> Kein
Kayser, vndt kein König, hat dergleichen <meines wißens>, in solcher perfection.


Der Alte Graff von Althaimb, hat mich besuchtt,
vndt mir gar schöne discurß gehalten, wegen seiner
hierarchischen gemeinschaft, vndt eroberung des heiligen grabs,
auch neẅen beschreibung oder schätzung, so auf künftigen
Sontag, gebe gott publicirt wirdt werden, auch wegen
vorhabender geistlicher einigkeitt, (wo müglich) in der gan-
tzen Christenheitt, wieder dje Türcken vndt Mahu-
metaner, ebensoJtem: wegen aufhebung der wortte, Anti-
christ, vndt ketzer, beyderseits, ebensoJtem: daß der Pabst
den bann aufheben soll, so er am grünen donner-
stag pflegt wieder vns zu fulminiren, etcetera[.] Alles soll
in der liebe, vmb Gottes, vndt des Nechsten willen freywillig || [[Handschrift: 367v]]
geschehen. Jch habe auch erinnert, man sollte keinem
vmb der Religion willen, das sejnjge nehmen, verachten,
von allen Ämternofficiis, vndt digniteten removiren, oder
den brodtkorb so hoch hencken, daß ihm der Todt lieber
wehre, alß das leben. EbensoJtem: wie weitt etwas confor-
mitet vorgehen köndte, wie weitt aber nichtt? Doch
nur gar kürtzlich<vnverfänglich>. etcetera Beachte wohl, beachte wohl, beachte wohlNota Bene Nota Bene Nota Bene Er sagt wunder,
"wie höchstrühmblich, Jhre Kayßerliche <Mayestät> selber meiner gegen
"ihm gedacht<erwehnet>, in dem Sie ges<d>acht: <das müsten Sie bekennen das> vndter allen vncah-
"tolischen Fürsten, wüsten Sie keinen <wüsten> der sei redlicher<Standthafter>,
"ehrlicher vndt aufrichtiger sich wehre, vndt<auch> seine
"[gegebenes] Wortparola <vndt zusage> so wol <vndt bestendigerm aufrn vndt redlich> gehalten hette, alß ich, <gethan> vndt
"auf meine wortt, köndte man sich, wie auf einen
"felßen, sicherlich verlaßen. Dies durchdringt mir die Eingeweide und gefällt mir in der Seele, eine so würdevolle und ruhmreiche Stimme von einem so großen Kaiser.Cecy me perce les en-
trailles, & me plaist en l'ame, une si digne
& glorieuse voix, d'un si grand Empereur.
usw.perge
Gott bekräftige mir seine gute Gnade und lasse mich davon gute und heilsame Auswirkungen von der immerwährenden Gewogenheit Ihrer Majestät herstellen, und dass meine Handlungen sowohl in Zeiten des Friedens als auch des Krieges immer meiner Geburt würdig seien, wie ich hoffe, mich darum zu bemühen.Dieu me confirme l<s>a bonne grace, & m'en face produire
des bons, & salutaires effects, de la perpetuelle bien-
vueillance de Sa Majestè Jmperiale, & que mes actions,
tant en temps de paix que de guerre, soyent tousjours
dignes de ma naissance, comme j'espere de m'en evertuer.

|| [[Handschrift: 368r]]


Er der Graf hat sonsten gar außführlich mitt mir
geredet, vndt fast bey ein zwo Stunden da von, wie er
so eine Christliche intention hette, vndt wie man die
Christliche liebe gegen einander erweisen, nicht verlästern,
verketzern, oder verdammen sollte, auch das vnkrautt
mitt dem weitzen aufwachßen laßen, schier geprediget.


Gott wolle alle löbliche Absichtenintentiones gesegenen,
die lästermaüler, vndt blutgierigen dempfen,
vndt seiner kirchen, in lieblicher gemeinschaft
der heyligen, auch den edlen geistlichen friede beschehren.


Er hat mich besuchtJl m'a visitè, <1.> für die Ehre Gottes und seiner Christenheitpour l'honneur de Dieu, & de sa Chrestien-
, <2.> um nach so wenigen Tagen verstanden zu haben, in welcher sehr großen Wertschätzung ich bei Ihrer Majestät bin, undpour avoir comprins, depuis sj peu de jours, en quelle
tres grande estime, je suis auprès de Sa Majes &
<3.> wegen meiner Qualitäten und Verdienste usw.pour
mes qualitèz & merites, etcetera
wie er selbst sagte; und ich glaube, dass seine Absicht sehr gut und aufrichtig ist selbst in Anbetracht dessen, dass er in diesen Bürgerkriegen gegen die Christen nie zum Einsatz kommen noch sich verpflichten habe wollen, wieviele sehr schöne Möglichkeiten er davon als einer der ältesten Obristen des Krieges in Ungarn, die noch am Leben seien, gehabt habe. Es scheint, dass er mir Aufträge verschaffen will, sofern ich diese mit großem Ansehen annehmen könnte.comme jl disoit luy mesme;
& je croy, que son intention soit fort bonne, & sincere,
veu mesme, qu'il ne s'a[!] voulu jamais employer,
nj engager en ces guerres civiles, contre les Chrestiens,
combien qu'il <en> ait eu de tres belles occasions, estant
un des <plus> vieils Colonels Hongrois<de la guerre d'Hongrie>, quj soyent encores
en vie. Jl semble, qu'il me veut procurer des commissions,
pourveu que je les puisse accepter, avec reputation.

et cetera

|| [[Handschrift: 368v]]


Der hertzog von Saxen, Julius henrich, hat mich auch heütte
vormittags, besuchen laßen, durch einen vom Adel,
vndt sagen, seine Sachen, wehren numehr in den geheimen
raht
gelanget, vndt hofte baldt, erlediget zu werden.


Jhre Kayßerliche Mayestät sejndt heütte hinauß aufs iagen,
weil ichs aber zu spähte erfahren, habe ich mich inne gehalten.


Beachte wohlNota Bene Der Graf von Althan sagte mir auch, dass Lebzelter als ein Lügner verleumdet worden sei, aber er habe das verziehen.Le Conte d'Altheim me disoit aussy; que Löbzelter auroit
estè calomniè pour un menteur, mais il l'auroit excusè.


Der Küchenmeister des seligen Freiherrn Schaffgotsch ist mich besuchen gekommen [und] beteuerte die Unschuld seines enthaupteten Herrn.Le maître de cuysine du feu Baron Schafgotzsch, m'est venu voir,
protestant de l'innocence de son maistre decapitè.


Johann Löw ist bey mir gewesen, gestaltt ich dann auch Selber
hernachmalß zu ihm gegangen, zu meinen sachen zu sehen,
weil er dieberey in seinem hause gehabt. Biß zum heutigen Tagdato
aber, habe ich alles vnversehrt gefunden, Gott lob,
<der helfe weitter.>


Der von hattung, königlich dennemärckischer vndt hollsteinischen
Abgesandter, hat sejne expedition erlangett, vndt wollen
Jhre Kayserliche Mayestät, dem Churfürsten von Saxen, commission ertheilen,
daß er wegen der hollsteinischen Freẅlein Steẅer, dje sache soll
schlichten. Jl Sie sollten eine iegliche, 30 tausendmille ThalerThlr: oder Gulden (florenus)f: bekommen,
so geben Sie die landtschaft es nur den Schwestern des Regie-
renden herren
, den abgetheilten Fürsten wollen Sje nichts
geben, gestaltt dann auch Meiner herzlieb(st)en gemahlin, von ihrem
herrenvatter Seliger, die ehegelder vermacht worden, nichts aber || [[Handschrift: 369r]]
von der landtschafft. Er soll gar zufriedencontent, mitt deß
Kaysers langmuth vndt leühtsehligkeitt, von hjnnen
scheiden, weil Jhre Mayestät auch gegen ihm gedachtt, Sie
hielten den König in Dennemarck, vor ihren besten freündt,
vndt das theten Sie, ohne Schmeicheleisine adulatione.


Der abgeschickte Stadtvogt von hoff, vom Margraf Christian,
ist bey mir gewesen. Saget es gehe seinem herren, wie
auch Marggraf hanß Geörgen noch gar wohl.


Es seindt heütte wieder drey haüser, wegen
einreißender seüche gesperret worden. Gott
bewahre vnß vor der pestilentz, die im finstern schleicht. <et cetera>
oder im Mittage verderbett, in Jesu Christo Amen.


Ich habe durch Thomas Benckendorf an Schwartzenberger unsere Freude wegen des guten Zeugnisses, das uns der Kaiser gegeben hat, schreiben lassen.J'ay fait escrire, par Thomas Benckendorf a Schwartzberger nostre joye,
a cause du bon tesmoignage, que nous a donnè l'Empereur[.]

Donnerstag den 30. des JuliJulij; ⁄ 9. des AugustsAugustj:


Nach hoff, alda ich mitt dem vngrischen bischoff von Vesprin,
kundtschaft gemachtt, der referirt mir, daß sich der Türcke
movirt, vndt Klein Gomorren, (1½ meilen von Canischa
gelegen) vberfallen vndt einnehmen wollen, weil die
Soldaten, auf dem erndteschnitt, etwas zu verdienen,
außen gewesen, es hette ihm aber mißlungen, ob er wol
etzliche wenig knechte, niedergehawen, vndt gefangen genom-
men, auch weiber vndt kinder, viel pferde vndt vieh weggeführt.

|| [[Handschrift: 369v]]


Das dörfte wol wieder den friedensschluß lauffen,
wiewol Sie dergleichen Thätligkeitten auf streiffereyen,
zwar nicht mitt vberfall der festungen zu attentire[n]
pflegen. Vndter das bisthumb Vesprin, gehört auc[h]
Ofen, Stulweißemburg, Papa, Canischa vndt andere örter,
Balaton SeeLacus, wenn es die Türgken nicht würcklic[h]
possedirten, iedoch mögen die gehuldigten pawren, dem Stifte
contribuiren.


Graf von Manßfeldt <oberStallmeister vndt Jägermeister> hat mir kutzschen vndt pferde
geliehen.


Der Graf von Losenstein vnderStallmeister, hatt mitt mi[r]
von seinem großen Bezoar geredet, vndt gesagt: Er
wehre nicht Orientalisch sondern Occidentalisch. Man
köndte aber, weniger betrugs, als mitt den Orient[alischen]
mitt vornehmen. Vndt zween Dosendoses des Occidentalischen,
thun eben denselbjgen guten effect, den eine dosis des Orie[n]-
talischen Bezoars thut, wje Doctor Recheberg, vndt andere vornehme
ÄrzteMedicj alhier, affermiren. Nach dem er mir ihn gestern
zu besehen, geschickt gehabtt, hette er ihn darnach,
(weil ich so curios gewesen nachzufragen) wägen laße[n.]
So hette er 1 Pfund (libra)℔: vndt 15 loht gewogen. Er sagt, e[r]
wehre ihm viel lieber, vndt beßer, zu gebrauchen, al[s]
wenn er Orientalisch wehre. Ejn gran, gülte 4 kre[üzer.] || [[Handschrift: 370r]]
Nun wehre ein quintle 60 gran, Also würde er
im Wertvalor vndt gewicht so gar hoch nicht kommen, wo
ferrn man, die roht größe vndt rare<j>tet, nicht absonderlich
hoch schätzen wollte, weil billich, ein solcher großer
vndt schön gefärbter Stein, den kleineren vorzuziehen.


Wie ichs gerechnet, kähme er gleichwol auf 416
ReichsthalerRthlr: oder 624 Gulden (florenus)f: (welches eines ist) zu stehen, wo
ferrne man die größe vndt raretet nicht absonderlich
hoch, taxiren will. Denn das ander wehre nur nachm gewichtt.


Der Graf aber schätzet ihn nicht vber 400 Gulden (florenus)f:
hat es ohne zweifel im Großen und Ganzenen gros gerechnett.


Zum hertzog von Sachßen, geschickt, derselbige will
mich zwar gerne sehen, hat mir aber, die Stunde
verendert, die ich ihme ernennet, also werde ich
mich doch, nach seiner gelegenheitt accommodiren.


Diskussionen am Hof über die Fortgänge und Liga von Italien aller verbundenen Fürsten, wobei ich mich über Savoyen wundere, welcher mir viel Ergebenheit gegenüber der Kaiserlichen Majestät zeigte.Discorsj alla corte, per glj andamentj, e legha d'Italia
dj tuttj Principj collegatj, maravigliandomj io dj Savoya,
ilquale mj dimostrò molta devozione alla Maestà Cesarea.


Beachte ebenso wohl<Nota Bene> Jtem: vom König von Frankreich, welcher - beachte wohl - dieselbe teuflische Verschwörung gegen den Kaiser gemacht hatte, wie - beachte wohl - der König Franz I. gegen Karl V. mit den Türken, fast in derselben Weise wie der Bastard Jakob, Tyrann von Zypern, mit dem heidnischen Sultan von Ägypten es tat, was mir, als ich es las, die Haare sträuben machte!!! Und man sieht diesen grauenerregenden Schwur im Buch über den königlichen Titel von Savoyen in den Ansprüchen von Zypern. Und mir scheint, dass derartige Verschwörungen der Christenheit großen Schaden zufügen werden, Gott beschütze uns vor allem Unheil und bösem Schicksal.del Rè dj Francia, qual haveva fatto la me-
<Nota Bene>desima diabolica conjurazione contra l'Jmperatore,
<Nota Bene> come il Rè Francesco I.o. contra Carolo V: co'Turchj,
quasj nella medesima maniera, che lo fece, il
Giacomo Bastardo, Tiranno dj Cipro, co'l Sultano
pagano d'Egytto
, il che leggendo, mj fece rizzar j capeglj!!!
E si vede quel horribil giuramento, nel libro del Titolo Reale || [[Handschrift: 370v]]
dj Savoya, nelle pretensionj dj Cipro. E mj pare, che
cotalj congiurazionj, faranno gran danno, alla cristianità,
Jddjo cj preservj, da ognj sciagura, e mala ventura.


hinauß gegen abendt vmb die Stadt Wien gefahren
nicht gantz, aber vom SchottenThor, biß ans Kärner-
Thor, darnach gen hoff, alda der Spannische Ambassador
der Markgraf von Castañedael Marquez de Castagneda, darnach der herr
Preüner Stadthalter alhier, ebensoJtem: der Graf von
Schwartzenburg
, Graf von harrach vndt andere
mitt mir conversiret, von allerley, auch andere Edelleuteca-
vaglierj
. Der Marggraf von Castagneda sagt, es wehre
itzt außergewöhnlichextraordinarie heiß, vndt heißer als in hispanien[.]
Er ist abgefordert, vndt befehlichet vom König in
Spannien
, daß er soll zum König in Vngarn ziehen.


Zeitung daß sich die holländer vndt Frantzosen, nach entpfan-
genen schlägen vor Löven, zwischen Venlo vndt Rurmondt
fest gemachtt, auch einen stargken hauffen in Ar-
tois
geschickt.


Ehe ich nach hoff fuhr, habe ich hertzog Julius henrich
von Saxen Lawenburg
besucht, neben seiner Fraw
Schwester, vndt SchwiegerMutter der Poppelinn,
habe ihn aber gar Melancolisch befunden.

|| [[Handschrift: 371r]]

Freitag 31. des JuliJulij: ⁄ 10. des AugustsAugustj:

<Sankt Laurentij fest, im neuen Stil [nach dem neuen Gregorianischen Kalender]stilo novo, wirdt Alhier zu Wien, celebrirt.>


Gestern am Abend zeigte mir der Graf von Harrach, Hofmarschall, in der Gallerie des Kaisers hinter dem Zimmer Ihrer Majestät unter anderem ein Porträt eines Mädchens, das etwa im Jahr 1539 bis 1542 gelebt hat und bis dahin nichts gegessen habe, als es von dem damals regierenden Kaiser und von mehreren Kurfürsten und Fürsten des Reiches gesehen wurde und keinen Kot ausgeschieden habe. Ich habe nicht in Erfahrung bringen können, wie sie seitdem noch gelebt hat, aber ich habe mich darüber gewundert, obwohl ich dem genannten Grafen in Übereinstimmung damit berichtete, dass ich in Gals in der Schweiz in der Gerichtsbarkeit der Berner mit meinen Augen ein Mädchen gesehen habe, das in acht Jahren nicht gegessen hatte. Das war ungefähr im Jahr 1609, sie glich einer toten Leiche, so blass wie sie war, bat Gott sehr fromm, als man ihr davon Zeugnis gab, ließ sich sogar oft zur Kirche tragen, ihr Magen (nach dem, was uns unser Arzt Offredi damals zu verstehen gab) war ganz eingedrückt, und sie konnte kein Fleisch riechen, [noch] weniger probieren. Sie fastete seitdem noch drei Jahre und gestand ihrer kranken Mutter bei dem Tod, sie habe sie auf diese Art behext, um daraus Geld zu ziehen, und dass sie eine andere ehrenhafte Frau zu Unrecht beschuldigt habe, welche ins Gefängnis geworfen wurde und zu Unrecht gefoltert wurde, als ob sie eine solche Hexe gewesen sei. Ich ihm Vom Tod der Mutter an hat das Mädchen wiederum zu essen und trinken begonnen.Hier au soir, le Conte de Harrach Maréchal de la cour,
me monstroit a la gallerie de l'Empereur derriere la
chambre de Sa Majestè entr'autres, un portrait d'u-
ne fille, quj a vescu, environ l'an 1539 jusqu'a
1542 & n'avoit rien mangè jusqu'alors, ayant
estè veuë de l'Empereur alors regnant, & de plusieurs Electeurs
et Princes de l'Empire, <& n'avoit jettè nuls excrements>[.] Je n'ay sceu apprendre, com-
bien elle a encores vescu depuis, mais je m'en suis es-
merveillè, raccontant pourtant en conformitè de cela,
au dit Conte ce que j'ay veu a Galtz, en Suisse en la
jurisdiction des Bernois, de mes yeux une fille
quj n'avoit mangè, en huict ans. C'estoit environ
l'an 1609 elle ressembla, a un corps mort, si pasle
qu'elle estoit, prioit Dieu fort devotement comme on luy
en donnoit le tesmoignage, voire se faysoit souvent
porter a l'Eglise, son estomac (a ce que nous donna
a entendre nostre medicin Offredj, alors) estoit tout
enfoncè, & elle ne pouvoit flairer moins gouster nulle viande.
Elle jeusna encores depuis trois ans, & alors sa Mere malade
a la mort, confessa, de l'avoir ainsy ensorcelèe afin d'en
tirer de l'argent, & qu'elle auroit faussement accusèe une autre || [[Handschrift: 371v]]
femme de bien, laquelle fut emprisonnèe & eust la
question a tort, comme si elle estojt une telle sorcjere.
Je luy Depuis la mort de la Mere[,] la fille a derechef
commencè a manger & boire.


Ich erzählte ihm auch, dem genannten Grafen von Harrach, dass in Moers ein Mädchen, Eva Vliegen genannt, 22 Jahre gefastet habe, nach dem, was man mir berichtet hatte (denn ich bin niemals in Moers gewesen), und er wusste es.Je luy contay aussy au dit Conte de Harrach,
qu'a Mörs, une fille nommèe Eve Vliegen, auroit
jeusnè 22 ans, a ce qu'on m'eust raccontè,
(car ie n'ay jamais estè a Mörß) et il le scavoit.


Diesen<Gestern> abendt, <Spähte> schickt mir, der herr Graf von Schwar-
tzenburg
, mein buch, del Titolo Regio dj Savoya,
eilends wieder. Leßett mir seine vndterthenige
dienste, vndt viel schöner höflicher wortt, (wie
er dann, ejn äußerst höflicher Edelmanncompitissimo Cavagliero, von Schwert und Federlitteris & armi[s]
ist) vermelden, vndt daß er Morgen frühe, eilends
aufbrechen müste, leßett also gar einen zierlichen
abschiedt, von mir nehmen, vndt ich laß ihm wieder
antwortten, wie sichs gehört, vndt glück vndt hey[l]
auf seine rayse vermelden<wüntzschen.> Er hat sich in der Vorzimmeranticamer[a]
noch diesen<gestern> abendt, gar nichts mercken laßen, vndt seine[n]
eilenden auffbruch, gewaltig dissimuljrt. Ich glaube, dass der Türke uns irgendeinen schlechten Streich wird spielen wollen. Gott bewahre seine Christenheit vor dem Ruin.Je croy, qu[e]
<Beachte wohlNota Bene> le Turc nous voudra jouer, quelque mauvais tour. || [[Handschrift: 372r]]
Dieu preserve sa Chrestientè de ruyne.
Des
Türgken Vorhutavanguardia, soll aber gar gewiß, an
etzlichen päßen, gegen Babylonia zu, in die 30 tausendmille Mann
stargk, vom Persianer sein geschlagen worden, vndt die
Janitzscharen haben meutinirt, den Türckischen
Kayser
, wegen etzlicher verv̈bter grawsamkeitten,
stranguliren wollen, wo er nicht mjtt geldt,
vndt sanfftmuth, auch durch persuasjon, sejnes
Generals, <Murtasan Bascia> eines Tapferen Mannes, sie gestillett.


Jhre Kayserliche Mayestät haben diesen Tag, ihre devotion verrichtett,
wie sie an allen Feyertagen, flejßig zu thun, pflegen.


Ich stelle mir irgendein Unglück vor, das den Grafen von Schwarzenberg treffen soll, vor dem Gott ihn gnädig durch seine väterliche Gnade und Güte bewahren wolle, den guten Edelmann, der gewiss eines freundlichen Schicksals würdig ist.Je me prefigure quelque desastre, quj doit arriver
au Conte de Schwartzenberg, dont Dieu l'en vueille gra-
cieusement preserver par sa grace & bontè paternelle, le
bon Cavaglier, quj est certes digne de bonne Fortune.

et cetera


Es gedachte noch gestern der Alte herr Preüner, in mei-
nem beysein, gegen den Spannischen Ambassador, das Kayser Rudol-
phus
hochlöblichster gedechtnüß, nicht leyden können, daß sich
iemandt in seiner Vorzimmeranticamera gesetzt, noch auff vndt ab,
spatziren gegangen, hette baldt, mitt Narren, vmb sich ge-
worfen, vndt es verbotten. Darauf antwortete der Ambassador etwas
seltzam, vndt sagte darnach, es dörffte Sich auch, in des Kö-
nigs in hispanien
Vorzimmeranticamera, niemandt setzen, oder spatziren gehen, || [[Handschrift: 372v]]
müsten nur stille stehen, oder niederkniende, sich auf eine[n]
Tisch, mitt den armen anlehnen, das wehre ihnen, eine
große vngelegenheitt. usw.perge


heütte Morgen, habe ich zum Grafen von Manßfeldt,
wjederumb, vmb sejne kutzsche geschicktt, vndt aber<zur>
antwortt bekommen, er bedörfte Sje selber, etcetera[.] Bjn
also vbel servirt, in <er>mangel<ung> mejner pferde.


Der <Chur>Bayerische resident Doctor Stickel, hat mir ein jnte[r]-
cessionschreiben
vom Churfürsten an Kayser geschickt.
Weiß selbst nicht weshalb, aber ich bilde mir ein, dies ist für den Herzog von Sachsen, Julius Heinrich.Ne scay moy mesmes pourquoy, mais m'immagine[!] que
ce soit pour le Duc de Saxe Jules Henry.


Jhre Kayßerliche Mayestät haben mir heütte vormittags, im Vorübergehenin
transitu
, gar ein gnediges gesichte gegeben, in der
Vorzimmeranticamera. Jch habe zu hoffe, auch discurrirt,
mitt dem NuntiusNuncio, mitt dem Spannischen Ambassador, welc[her]
auß höflichkeitt, aber ich habe das nicht angenommenmais ie ne l'ay acceptè mir die oberstelle anpræsentirt,
nemlich der Marchese de Castagnetta, mjtt dem Cardina[l]
von harrach
, mitt dem Pfaltzgrafen von Neẅburg,
Margrafen von Brandenburg[,] Grafen von Megkaw, land[t]-
marschalckh herrn von Traun, vndt auch mitt dem
Principe de Cardenas, welcher mich angesprochen, gar
höflich, vndt vndter andern dißcurßen gesagt, da[ß] || [[Handschrift: 373r]]
der ViceRè von Napolj, des Conte Duque
oder Conte d'Onna Olivares
, Tochtermann, (welcher
sonst tu allesfac totum, beym König in Hispanien ist)
seye plötzlich verarrestirt worden, weil viel
klagen wieder ihn, von den Neapolitanern ein-
gekommen. Der Graf HerzogConde Duque, oder Graf HerzogConte Duc,
hat dem Cardinal de Richelieu, aus Missgunstex æmula-
tione
vrsach vndt anlaß gegeben, sich Kardinal HerzogCardi-
nal Duc
schelten zu laßen.


GesprächeDiscorsj, mitt Graf Wolf von Manßfeldt, vndt
andern, auch mitt Obersten Manteüffel, welcher
gantz disgustiret ist, weil er nicht bezahlt wirdt,
ebensoJtem: mitt dem Setzschi, von der Türgken jntention,
allerley dißcurß gepflogen, wiewol er noch zimljch
iung ist, vndt saget, daß ihm seine gühter, itzt gar
neẅlich, von dem Türgken, sehr verderbet sein.


Cardinal von harrach, sagte, es würden die deützschen,
anderer gestaltt nicht, in das <deützsche> collegium der KardinäleCardinalium<zu Rom>,
mitteingenommen, a<A>lß mitt dem bedinge: Durch Mäßigung würden sie die deutsche Einfachheit bewahren oder haben sie nicht verloren.Modo sim-
plicitatem Germanam retineant, vel non amiserint.


Also lauttet der Tittul des ChurBayrischen schreibens an Kayser:
Dem Allerdurchleüchtigisten, Großmechtigisten Fürsten vndt herren,
herren Ferdinanden dem andern, Erwöltem Römischen Kayser zu allen zeitten,
Mehrer des Reichs, in Germanien zu Hungarn vndt Böhaimb, etcetera Königen,
Ertzhertzogen zu Oesterreich, hörtzogen zu Burgundj, in ober[-] vndt Nieder || [[Handschrift: 373v]]
Schlesien, Marggrafen zu Mähren, Graven zu Tyrol
vndt Görtz, etcetera Meinem Allergenedigistem lieben
herren, vndt vettern.


Mitt Johann Löw außführlich conversirt, wie ich meine
sachen anzugreiffen, vndt er hat mir sein gutachte[n]
gar vernünftig abgegeben.


Beachte wohlNota Bene Oberste Keßler, meldet sich an, will geld
von mir haben, alß wehre es ihm mein bruder [Seliger]
Fürst Ernst, noch schuldig vndt hindterstellig blieben.


Stürzt die Eiche, sammelt jeder Zweige.Ruente quercu; quivis ligna colligit.


hinauß in Prater gefahren, vndt abends wieder
nach hoff, alda mitt dem pfaltzgrafen von Neẅburg vndt
herrn Teüffel, auch andern conversirt, insonderheitt auch
mitt dem Neapolitanischen Principe de Cardenas,
welcher mitt den Vrsinis vnsern Stammeshaltern
verwandt, vndt große vertraẅligkeitt zu mir such[t,]
auch guten bescheidt, von vnserm hause weiß. Er
hieß mich Eure HoheitVostra Altezza, vndt wenn er von vn-
serm hause redete, sagte er das durchlauchtige Haus vonla Serenissima casa
dj
von Anhalt[.] So gab ich ihm wieder Euer ExzellenzVostra Eccellenza ein
par mahl, wiewol er kein rechter Fürst ist, vndt nur
alß ein Zweitgeborener in Italiensecundogenitus, in Jtalia gehalten wirdt.

|| [[Handschrift: 374r]]


Zeitung daß zwar die stöße vor Löven, den Franzosen,
auch theils holländern zu theil worden. Sie hetten
sich aber darnach, (weil sich die Spannischen
mitt Diest aufgehalten, darinnen in die 2 tausendmille
Mann gelegen, vndt nach dem davon 200 geblieben,
man die vbrigen abziehen laßen) mitt gar sehr
guter ordnung, nach Rurmondt zu, retirirt, also
daß man ihnen wenig in der Rückzugretraitte angewin-
nen
können, außer waß der hunger zu rück ge-
halten, vndt andere Leidenmiseria, die seindt von den Cra-
bahten
vndt des Piccolominj volck erdapt worden.
Die holländer aber, sollen mitt der Frantzösischen Rasereifuria,
vndt vnordnung, gar vbel zu frieden sein. Es
soll auch kein geldt mehr bey den Frantzosen vorhanden
sein, weil Sie es zum theil verlohren, zum theil
vbel mesnagirt.


Jch habe dem Kayser, durch herrn Graf Kysel,
Obrist Cammerherren, das ChurBayrische schreiben,
als Jhre Mayestät zu Tische gehen wollen, laßen
ejnhändigen, damitt es nicht zu altt würde,
auch hertzogs Julij henrichs Freilassungliberation nicht verzögert || [[Handschrift: 374v]]
etcetera


Der Pfaltzgrafe von Neẅburgk, hat sich auf Mor[gen]
gebe gott mir kutzschen vndt pferde, auf die iagt, mittz[u]-
geben, endtschuldigett, weil der Kayser nur hinau[ß]
pürschen würde, vndt nicht jagen. Es gienge gar
zu geschwinde fortt, köndte seine pferde nicht also
verderben laßen. Ein ander mahl, wollte er mich m[it]
hinauß führen. hatte es aber Graff Kyseln, scho[n]
zugesagt, das jch mjtt hinauß wollte, Morgen frü[h,]
habe derowegen Thomaß Benckendorf, zu ihm geschicktt
vndt ihn vmb raht, bitten laßen. Gott gebe, daß ihme[,]
Thomaßen, nur kein vnglück, diesen spähten abendt, beg[eg]-
nen möge, wie vjelen andern, zu wiederfahren pflege[t.]


Er ist vnversehrt wiederkommen, vndt hat vom Obersten
kammerer, platz erlanget, vor mich, einen von Adel, vndt
einen aufwärter.


Textapparat
a Begonnener Satz verwischt.
b Auflösung unsicher.
c Darauf folgt eine größere freigelassene Lücke in der Zeile, in die sicherlich später der Name des Grafen eingetragen werden sollte.
d Auflösung unsicher.
e Zitat aus Catonis: Disticha moralia, II, 26, S. 81.
f Zitatanklang an "auribus teneo lupum" aus der Komödie "Phormio" in Terenz: Komödien, Bd. 2, S. 162, Z. 506.
g Ordinalzahl verwischt.
h Zitatanklang an Cicero: De officiis I, 110, S. 92.
i Auflösung unsicher.
j Entweder Hans Helfreich oder Hans Maximilian Jörger.
k Über der Zahl 108.
l Über der Zahl 11.
m Verwischtes Wort über "bestendiger" nicht lesbar.
n Buchstaben verwischt.

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Acceptationspatent
Annahmeurkunde
accommodiren
sich anpassen, sich fügen, sich (gütlich) vergleichen
accommodiren
einrichten, ausstatten
affection
(positive oder negative) Einstellung jemandem gegenüber; meist Gewogenheit, Zuneigung
Agat
Achat
Agent
(diplomatischer) Geschäftsträger
Ambassador
Abgesandter, Botschafter
Ambra
Bernstein
angewinnen
an oder von einem gewinnen
apert
offen
Armada
Armee, Heer
Armada
Kriegsflotte
attentiren
versuchen, wagen
Aufsatz
Vorsatz, Entschluss, Gesetz
blöd
schwach
Bräune
Angina (Mandelentzündung)
cediren
weichen
cediren
abtreten, übereignen
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
Commission
Auftrag
Competenz
Rangkonflikt
componiren
(sich) einigen, (sich) vergleichen
componiren
einrichten
componiren
(Konflikt) beilegen
Confirmation
Bestätigung
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
contribuiren
Steuern entrichten
contribuiren
beitragen
convoyiren
begleiten, geleiten
convoyiren
mit einem Konvoi ziehen
Copulation
Trauung
Creditiv
Beglaubigungsschreiben
curios
neugierig
Dank (Turnierdank)
Preis in einem Ritterturnier
dependiren
abhängen, abhängig sein
deseriren
verlassen
Difficultet
Schwierigkeit
Dignitet
Würde, Standeswürde
disgustiren
missfallen, verleiden
disseriren
sich auseinandersetzen, diskutieren
dissimuliren
sich verstellen, verheimlichen
dubitiren
zweifeln, bezweifeln
Eberwurz
Gold- oder Silberdiestel
Ehrenhold
Herold
ein
ungefähr
Einspänniger
Kriegsknecht mit Pferd, fürstlicher Bediensteter, Stadtknecht; berittener Bote, Geleit- und Meldereiter
Einspänniger
Eigentümer eines kleineren bäuerlichen Besitzes, der meist nur Handdienste leistet
erledigen
befreien, freilassen
Erledigung
Befreiung, Freilassung
exaggeriren
eine Sache recht groß darstellen, übertreiben
Exception
Ausnahme
excruciiren
martern, quälen
excusiren
entschuldigen
expectoriren
sich deutlich und aufrichtig wegen einer Sache erklären
Expedition
Beförderung, Besorgung
Expedition
Abfertigung
Expedition
Verrichtung
Fähnlein
kleinste Gliederungseinheit beim Fußvolk (Kompanie)
Filß
Verweis
Fluß
Katarrh (Entzündung der Schleimhäute)
Fräuleinsteuer
bei Vermählung einer Tochter des Herrscherhauses von den Untertanen zur Beschaffung der Aussteuer zu entrichtende Abgabe
fulminiren
sich ereifern, wettern
Fußvolk
sämtliche Soldaten zu Fuß (Infanterie) innerhalb eines Heeres
Gämswurz
Kraut aus der Familie der Korbblütler
Generalquartiermeister
Vorgesetzter aller Quartiermeister
Handquehle
Handtuch
Hirschwurz
Kraut aus der Familie der Doldengewächse
insinuiren
(ein Schriftstück) einhändigen, übergeben, zustellen, (heimlich) hinterbringen
insinuiren
sich einschmeicheln
installiren
(in ein Amt) einsetzen
Intercession
Fürbitte, Vermittlung
intercipiren
abfangen
Interposition
Dazwischenstellung, Vermittlung
Intimation
Bekanntmachung, Mitteilung
investiren
belehnen
Jakobstag
Gedenktag für Sankt Jakobus den Älteren (25. Juli)
Judizirer
Richter
Jurament
Eid, Schwur
Kastner
eigentlich Verwalter des Kornspeichers, teils auch Amtmann über alle Einkünfte
Knecht
Landsknecht, Soldat
Krabate
Kroate
Landsterben
Epidemie
Laurentiustag
Gedenktag für Sankt Laurentius (10. August)
Lehensentpfahung
Lehensempfang, Belehnungsakt
Libereikleid
Livrée, Kleidung für Bedienstete
Lichtputze
Lichtschere (zum Kürzen des Dochts)
Losament
Unterkunft, Wohnraum
lustig
vergnüglich, anmutig, ergötzlich, von angenehmer Erscheinung
manteniren
(sich) behaupten
manteniren
in Stand und Ordnung halten
Mark
Gewichtseinheit für Gold und Silber
Memorial
Denkschrift, Eingabe, Bittschrift, Gesuch
Memorial
Erinnerungsschrift
menagiren
sparsam sein
moviren
bewegen; verändern
Muht
Getreidemaß
mutiniren
meutern
Oberstelle
erste Stelle, Vortritt
Obs
Obst
occupiren
beschäftigen, in Anspruch nehmen
Patent
Urkunde
Patent
Befehl, Erlass
persuadiren
überreden, überzeugen
Portiuncula-Fest
Fest zum Gedenken an einen Ablass, welcher in Portiuncula (lat. für "kleiner Flecken Land"), der kleinen Kapelle Santa Maria degli Angeli bei Assisi in Umbrien, erstmals 1223 auf Bitten des Heiligen Franziskus gewährt wurde
possediren
besitzen
praesentiren
schenken, als Geschenk geben
Publicationspatent
Veröffentlichungsurkunde
pürsten
pirschen
purgiren
sich von einer Beschuldigung rein machen
Pusican
keulenförmiger Streitkolben
Quartiermeister
für die Beschaffung von Verpflegung und Unterkunft zuständiger Unteroffizier
quittiren
verlassen
quittiren
überlassen
quittiren
beenden, aufgeben
Raude
Räude (grindige Ausschläge)
recuperiren
zurückerobern
Relaxation
Freilassung
removiren
entfernen, absetzen
repoussiren
zurückdrängen, zurücktreiben
Resignirung
Aufgabe eines Amts
restiren
(Geld) schulden, schuldig sein
restiren
übrig sein, übrig bleiben
Retranchement
Verschanzung
Salva Guardia
militärischer Schutz, Schutzwache
Salva Guardia
sicheres Geleit durch Soldaten
Salva Guardia
Schutzbrief für Reisende
Salva Guardia
Schutzbrief gegen weitere Kontributionen und andere Sonderzahlungen
salviren
retten
sanciren
einer Sache Gesetzeskraft verleihen, öffentlich gutheißen, bekräftigen
Schirm
leichtes hölzernes Gebäude, Hütte, Zelt
Schnappe
Niederlage, Schlappe
Session
Sitz, Platz
Session
Sitzung
sieder
seit
sollicitiren
etwas gerichtlich betreiben, um Rechtshilfe ersuchen
sollicitiren
ersuchen
Stillstand
Waffenstillstand
Stück
Geschütz
Taffet
Taft
torquiren
foltern
Tractat
Verhandlung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
Treffen
Schlacht
tribuliren
ängstigen, plagen, quälen
übermeistern
durch Überlegenheit überwinden
verarrestiren
beschlagnahmen
verehren
schenken
verhausen
verderben
Victualien
Lebensmittel
Violirung
Verletzung
visitiren
besuchen
Volk
Truppen
Zeitung
Nachricht
Zitracht
Hautflechte
N. N. Adler (2)

Anm.: Feuerwerker des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647).
Kaiser Jakob von Äthiopien
Kaiser Malak Sagad II. von Äthiopien

gest.: 1606
Anm.: Sohn des Kaisers Sarsa Dengel (Malak Sagad I.) von Äthiopien (1550-1597); 1597-1603 und seit 1604 Kaiser von Äthiopien.
Sophia von Baudissin
Sophia von Ahlefeld
Geburtsname: Sophia von Rantzau

geb.: 1620
gest.: 1697
Anm.: Tochter des Gerhard von Rantzau (1558-1627); 1633-1646 erste Ehe mit Wolf Heinrich von Baudissin (1597-1646); 1650-1670 zweite Ehe mit Cai von Ahlefeld (1591-1670).
Lorenzo Ajazzi

geb.: 1600
gest.: 1634
Anm.: Lothringisch-spanischer Obrist; seit 1629 kaiserlicher Kämmerer.
Graf Michael Adolph von Althan(n)

geb.: 1574
gest.: 1636
Anm.: Sohn des Christoph von Althan(n) (1529-1589); um 1598/99 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1600 Kommandant der kaiserlichen Leibgarde, später Obrist (1603), Feldmarschall (1607) und Hofkriegsrat; 1608 Landobrist von Österreich ob der Enns; 1618 Mitbegründer des kurzlebigen Ritterordens Ordo Militiae Christianae, dessen deutsch-polnisch-ungarischem Zweig er als Großmeister vorstand; seit 1627 kaiserlicher Kämmerer; 1610 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Fernando Álvarez de Toledo y Pimentel
Duque Fernando de Alba de Tormes
Marqués Fernando de Coria

geb.: 1507
gest.: 1582
Anm.: Sohn des García Álvarez de Toledo y Zúñiga, Marqués de Coria (gest. 1510); spanischer Grande; ab 1510 Marqués de Coria; seit 1531 Duque de Alba; 1532 Befehlshaber spanischer Hilfstruppen gegen die Türken in Ungarn; 1535 Teilnahme an der Eroberung von Tunis; ab 1541 nacheinander Mayordomo Mayor der Könige Karl I. (1500-1558) und Philipp II. von Spanien (1527-1598); Consejero de Estado; 1542 Feldherr gegen die französische Armee bei Perpignan; 1546/47 Kommandeur der spanischen Tercios im Schmalkaldischen Krieg; 1555-1559 spanischer Capitán general in Italien; 1555/56 Gouverneur des Herzogtums Mailand; 1556-1559 Vizekönig von Neapel; 1567-1573 Statthalter und militärischer Oberbefehlshaber in den Spanischen Niederlanden; seit 1580 Vizekönig und Condestable von Portugal; ab 1546 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Giovan Battista Andreini
Lelio

geb.: 1576
gest.: 1654
Anm.: Sohn des Schauspielers, Impresarios und Autoren Francesco Andreini (1548-1624); berühmter Schauspieler, Konduktor und Stückeschreiber; zunächst Mitglied der elterlichen Comedia-dell'Arte-Truppe "Compagnia dei Comici Gelosi"; 1601 Gründung der eigenen Truppe Compagnia dei Comici Fedeli ("I Fedeli"), die große Erfolge in Italien und Frankreich feierte; Schutz und die Förderung durch die Herzöge von Mantua, Vincenzo (1562-1612), Francesco IV. (1586-1612) und Ferdinando Gonzaga (1587-1626); vgl. Pierre Louis Duchartre: The Italian Comedy. The vImprovisation Scenarios, Lives, Attributes, Portraits and Masks of the Illustrious Characters of the Commedia dell'Arte, New York 1966, S. 94-96; Siro Ferrone: La Commedia dell’Arte. Attrici e attori italiani in Europa (XVI–XVIII secolo), Torino 2014, S. 260-262; Robert Henke: Performance and Literature in the Commedia dell'Arte, Cambridge 2002, S. 210-215; Allardyce Nicoll: World of Harlequin. A Critical Study of the Commedia dell'Arte, Cambridge [u. a.] 1986, 171-175; Roberto Tessari: Commedia dell'Arte: La Maschera e l'Ombra, Milano 1981, S. 6; ders.: La Commedia dell’Arte. Genesi d’una società dello spettacolo, Roma/Bari 2013, S. 58f., 95, 102, 168-170 und 172-178.

Weiterführende Informationen in der DNB
Virginia Andreini (1)
La Florinda
Geburtsname: Virginia Ramponi

geb.: 1583
gest.: 1630/31
Anm.: Erfolgreiche Schauspielerin und Sängerin; seit 1601 Ehe mit Giovan Battista Andreini, mit dem sie die Schauspieler-Compagnie "I Fedeli" leitete; Künstlername nach dem von ihrem Mann verfassten, 1603 in Florenz uraufgeführten Stück "La Florinda"; vgl. Siro Ferrone: La Commedia dell'Arte. Attrici e attori italiani in Europa (XVI-XVIII secolo), Torino 2014, S. 306-308; Emily Wilbourne: Seventeenth-Century Opera and the Sound of the Commedia dell’Arte, Chicago/London 2016, passim.
Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.
Fürst Joachim Ernst von Anhalt

geb.: 1536
gest.: 1586
Anm.: Sohn des Fürsten Johann IV. von Anhalt-Zerbst (1504-1551) und Großvater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1562-1570 gemeinsam mit seinem Bruder Bernhard (1540-1570) regierender, seit 1570 alleinregierender Fürst von Anhalt.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Fürstin Anna von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Gräfin Anna von Bentheim-Steinfurt und Tecklenburg

geb.: 1579
gest.: 1624
Anm.: Tochter des Grafen Arnold II. von Bentheim-Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); ab 1595 Ehe mit Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Mutter Christians II.; führte gemeinsam mit ihrer Tochter Eleonora Maria (1600-1657) seit 1617 die "Noble Acaémie des Loyales" oder "Getreue Gesellschaft", eine Gesellschaft hochadliger reformierter Damen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb.: 1604
gest.: 1640
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.
Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg

geb.: 1568
gest.: 1630
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Vater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1582 Reise nach Konstantinopel; 1591/92 Führer eines Expeditionskorps für Heinrich von Navarra; 1592 Übertritt zum reformierten Glauben; 1592/93 Befehl über die protestantischen Truppen im Krieg um das Bistum Straßburg; 1595-1620 oberpfälzischer Statthalter in Amberg und zunehmend Leiter der pfälzischen Politik; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1610 Unionsgeneral im klevisch-jülischen Krieg; 1619/20 Kommandierender der pfälzisch-böhmischen Truppen, nach deren Niederlage in der Schlacht am Weißen Berg durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637) geächtet; Flucht nach Schweden (1621) und Flensburg (1622-24); 1624 Aufhebung der Reichsacht; seit 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sehnliche").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg

geb.: 1599
gest.: 1656
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); Kurzbiographie im Rahmen dieser Edition unter http://www.tagebuch-christian-ii-anhalt.de/index.php?article_id=15.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb.: 1603
gest.: 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg

geb.: 1632
gest.: 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg

geb.: 1608
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1626/27 Gesandtschaften nach Wien und Dresden; ab 1628 kaiserlicher Obrist; seit 1630 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; ab 1631 kursächsischer Obrist, als welcher er in der Schlacht bei Lützen tödlich verwundet wurde; seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlbewahrte").

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürstin Louise Amalia von Anhalt-Bernburg

geb.: 1606
gest.: 1635
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.
Fürstin Sibylla Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb.: 1602
gest.: 1648
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb.: 1634
gest.: 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb.: 1613
gest.: 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; 1637-1641 hessisch-kasselischer Generalmajor; seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Fürstin Dorothea von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Pfalzgräfin Dorothea von Pfalz-Simmern

geb.: 1581
gest.: 1631
Anm.: Tochter des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Simmern (1543-1592); 1595-1618 Ehe mit Fürst Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618); seit 1619 Witwensitz auf Schloss Sandersleben.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Friedrich Moritz von Anhalt-Dessau

geb.: 1600
gest.: 1610
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Georg Aribert von Anhalt-Dessau

geb.: 1606
gest.: 1643
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1618 gemeinsam mit seinem Bruder Fürst Johann Kasimir (1596-1660) regierender Fürst von Anhalt-Dessau (bis 1625 unter dessen Vormundschaft); 1625-1629 in kaiserlichen Kriegsdiensten; residierte seit 1632 in Wörlitz; ab 1637 morganatische Ehe mit Johanna Elisabeth von Krosigk; seit 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anmutige").

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Johann Georg I. von Anhalt-Dessau

geb.: 1567
gest.: 1618
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1603-1606 Regent des Fürstentums Anhalt (im Namen seiner Brüder); ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Dessau und Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlriechende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau

geb.: 1627
gest.: 1693
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); schwedischer Obrist (1655-1657) und Generalmajor (1658); ab 1658 kurbrandenburgischer General und Statthalter der Kurmark; später auch Geheimer Staats- und Kriegsrat in Berlin sowie Feldmarschall (1670); seit 1660 regierender Fürst von Anhalt-Dessau; ab 1670 Senior des Hauses Anhalt; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefüllte").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb.: 1596
gest.: 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen

geb.: 1579
gest.: 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1596/97 Reise in die Niederlande, England und Frankreich; Studium in Siena (1599/1600) und Florenz (1599-1601); 1600 Aufnahme in die Florentiner Accademia della Crusca ("L'Acceso"); ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Köthen; 1631-1635 schwedischer Statthalter der Stifte Magdeburg und Halberstadt; 1617 Mitbegründer und bis zu seinem Tod erstes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nährende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb.: 1575
gest.: 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Fürst Emanuel von Anhalt-Plötzkau
Fürst Emanuel von Anhalt-Köthen

geb.: 1631
gest.: 1670
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Lebrecht (1622-1669) in Plötzkau; ab 1657 in schwedischen Kriegsdiensten; 1659/60 in dänischer Gefangenschaft; 1662 Teilnahme am venezianischen Feldzug gegen die Türken; 1665-1669 zusammen mit seinem Bruder Lebrecht regierender, seit 1669 alleinregierender Fürst von Anhalt-Köthen; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Strebende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Ernst Gottlieb von Anhalt-Plötzkau

geb.: 1620
gest.: 1654
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1653 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Emanuel (1631-1670) und Lebrecht (1622-1669) in Plötzkau; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Starke").

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
Fürst Lebrecht von Anhalt-Köthen

geb.: 1622
gest.: 1669
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürstin Sibylla von Anhalt-Plötzkau
Geburtsname: Gräfin Sibylla zu Solms-Laubach

geb.: 1590
gest.: 1659
Anm.: Tochter des Grafen Johann Georg zu Solms-Laubach (1547-1600); 1618-1653 Ehe mit Fürst August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653).
Fürst Johann IV. von Anhalt-Zerbst

geb.: 1504
gest.: 1551
Anm.: Sohn des Fürsten Ernst von Anhalt-Zerbst (1451-1516) und Urgroßvater Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1544 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürstin Magdalena von Anhalt-Zerbst
Geburtsname: Gräfin Magdalena von Oldenburg

geb.: 1583
gest.: 1657
Anm.: Tochter des Grafen Johann XVI. von Oldenburg (1540-1603); 1612-1621 Ehe mit Fürst Rudolph von Anhalt-Zerbst (1576-1621).

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Rudolph von Anhalt-Zerbst

geb.: 1576
gest.: 1621
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; seit 1618 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Süße").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Anna

Anm.: Gestalt apokrypher Schriften und der christlichen Tradition; Mutter von Maria und damit Großmutter von Jesus Christus; als Heilige verehrt.

Weiterführende Informationen in der DNB
Marcus Antonius

geb.: 86/83/82 v. Chr.
gest.: 30 v. Chr.
Anm.: Sohn des römischen Konsuls Marcus Antonius Orator (143-87 v. Chr.); Vertrauter von Gaius Iulius Caesar (100-44 v. Chr.); seit 50 v. Chr. römischer Augur; 44 v. Chr. Konsul; 43-32 v. Chr. Triumvir; danach erfolgloser Krieg gegen Octavian (63 v. Chr.-14 n. Chr.).

Weiterführende Informationen in der DNB
Hans Georg von Arnim

geb.: 1583
gest.: 1641
Anm.: Sohn des Bernd von Arnim (1550-1611); 1613-1617 schwedischer Obrist; 1621 Wechsel in polnische Kriegsdienste; kaiserlicher Obrist (1626-1628) und Feldmarschall (1628/29); 1631-1635 kursächsischer Feldmarschall; 1637/38 in schwedischer Gefangenschaft; 1638 erneuter Eintritt in kaiserlich-kursächsische Dienste; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gepriesene").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Johann August von der Asseburg

geb.: 1611
gest.: 1660
Anm.: Sohn des Christoph Johann von der Asseburg (1580-1651); Erbherr auf Ampfurt und Eggenstedt.
Hans Joachim Aspan von Haag

gest.: 1645
Anm.: Sohn des Landrats Jakob Aspan von Haag (gest. 1610); Herr auf Lichtenhaag, Hartheim und Wimspach.

Weiterführende Informationen in der DNB
Wolf Helmhard Auer von Herrenkirchen

geb.: 1610
gest.: 1660
Anm.: Oberösterreichischer Exulant; seit 1624 Hofjunker des Grafen Friedrich Kasimir von Ortenburg (1591-1658); vor 1634 vorübergehend in Kriegsdiensten.
Georg Ayrmann
Georg Eyermann

geb.: ca. 1575
gest.: 1651
Anm.: Sohn von Georg Ayrmann (gest. vor 1600) aus Bamberg; Nürnberger Kaufmann; ab etwa 1600 Handelsdiener bei der Petzschen Handlung; seit 1602 Nürnberger Bürger; ab 1608 Genannter des Größeren Rats der Reichstadt; ab ca. 1610 mit eigener Handelsgesellschaft mit Hauptsitz in Nürnberg und zweitweise in Leipzig; 1623 Nobilitierung; vgl. Lambert F. Peters: Der Handel Nürnbergs am Anfang des Dreißigjährigen Krieges. Strukturkomponenten, Unternehmen und Unternehmer - eine quantitative Analyse. Stuttgart 1994, S. 213-275.

Weiterführende Informationen in der DNB
Bartholomäus Backofen

Anm.: Geboren in Susteren (Herzogtum Jülich); ab 1611 Medizinstudium in Franeker; Promotion zum Dr. med.; seit 1619 praktizierender Arzt; 1626/27 Hausarzt des Prinzen Christian d. J. von Anhalt.
Markgraf Friedrich V. von Baden-Durlach

geb.: 1594
gest.: 1659
Anm.: Sohn des Markgrafen Georg Friedrich von Baden-Durlach (1573-1638); ab 1622 regierender Markgraf von Baden-Durlach; 1634-1649 abgesetzt und Leben im Exil; seit 1632 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verwandte").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach

geb.: 1573
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Markgrafen Karl II. von Baden-Durlach (1529-1577); ab 1604 regierender Markgraf von Baden-Durlach; Mitglied und General der Protestantischen Union; 1621/22 antikaiserlicher Feldherr; 1622 Abdankung zugunsten seines Sohnes Friedrich V. (1594-1659); 1627 dänischer Generalleutnant; lebte seit 1634 in Straßburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Markgraf Karl von Baden-Durlach

geb.: 1598
gest.: 1625
Anm.: Sohn des Markgrafen Georg Friedrich von Baden-Durlach (1573-1638); 1619 Rittmeister unter seinem Vater im Unionsheer, kurz darauf Ernennung zum Obristen; 1621/22 Teilnahme an den Feldzügen seines Vaters; 1623 Obrist unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); 1625 Kampf für die Franzosen im Veltlin; vgl. Johann Christian Sachs: Einleitung in die Geschichte der Marggravschaft und des marggrävlichen altfürstlichen Hauses Baden, 4. Teil, Karlsruhe 1770, S. 493-498.

Weiterführende Informationen in der DNB
Malatesta Baglioni
Bischof Malatesta von Pesaro
Bischof Malatesta von Assisi

geb.: 1581
gest.: 1648
Anm.: Sohn des Gianpaolo Baglioni (1552-1608); 1612-1641 Bischof von Pesaro; 1634-1639 Apostolischer Nuntius am Wiener Kaiserhof; seit 1641 Bischof von Assisi.
Johan Banér

geb.: 1596
gest.: 1641
Anm.: Sohn des Gustaf Axelsson Banér (1547-1600); schwedischer Obrist (1621), Generalmajor (1623), General der Infanterie (1630) sowie Feldmarschall im Nieder- und Obersächsischen Reichskreis (1634); ab 1630 Reichsrat; seit 1634 Oberbefehlsshaber der schwedischen Armee in Deutschland; ab 1638 zugleich Generalgouverneur in Pommern; seit 1633 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Haltende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Carlo Barberini
Duca Carlo di Cesi e Monterotondo

geb.: 1562
gest.: 1630
Anm.: Sohn des Antonio Barberini (gest. 1571) und Bruder von Papst Urban VIII. (1568-1644); ab 1623 Gonfaloniere der Heiligen Römischen Kirche.

Weiterführende Informationen in der DNB
Francesco Barberini
Bischof Francesco von Sabina
Kardinalbischof Francesco von Ostia (e Velletri)

geb.: 1597
gest.: 1679
Anm.: Sohn des Carlo Barberini (1562-1630); Neffe und 1623-1644 Kardinalnepot von Papst Urban VIII. (1568-1644); ab 1633 römischer Großinquisitor; seit 1645 Bischof von Sabina; ab 1666 Kardinalbischof von Ostia (e Velletri).

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Albrecht Friedrich von Barby und Mühlingen

geb.: 1597
gest.: 1641
Anm.: Sohn des Grafen Jost von Barby und Mühlingen (1544-1609); gemeinschaftliche Regierung mit seinem jüngeren Bruder Jost Günther (1598-1651); seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Dienliche").

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Jost Günther von Barby und Mühlingen

geb.: 1598
gest.: 1651
Anm.: Sohn des Grafen Jost von Barby und Mühlingen (1544-1609); bis 1641 gemeinschaftliche Regierung mit seinem älteren Bruder Albrecht Friedrich (1597-1641), danach Vormundschaft über dessen Sohn August Ludwig (1639-1659); seit 1632 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Güldene").

Weiterführende Informationen in der DNB
Johann Franz von Barwitz
Johann Franz von Fernemont

geb.: 1597
gest.: 1676
Anm.: Sohn des Johann Anton von Barwitz; kaiserlicher Obristleutnant (1627), Obrist (1631), Generalwachtmeister (1640) und Generalfeldzeugmeister (1642); spätestens seit 1655 auch Hofkriegsrat; 1623 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Wolf Heinrich von Baudissin

geb.: 1597
gest.: 1646
Anm.: Sohn des Christoph von Baudissin (gest. 1618); 1615 venezianischer Leutnant; 1620 Teilnahme an der Schlacht am Weißen Berg als böhmisch-kurpfälzischer Rittmeister; 1626/27 dänischer Reiterobrist; 1627-1633 in schwedischen Kriegsdiensten, ab März 1631 Generalleutnant; 1635/36 kursächsischer Generalleutnant; seit 1641 polnischer Gesandter in Kopenhagen.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Albrecht von Bayern
Landgraf Albrecht von Leuchtenberg

geb.: 1584
gest.: 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1646 Regent der Landgrafschaft Leuchtenberg durch seit 1636 bestehende Lehnsanwartschaft über seine Gemahlin Mechthilde von Leuchtenberg (1588–1634), der Tante des letzten Landgrafen Maximilian Adam (1611-1646); 1651-1654 Kuradministrator von Bayern.

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Albrecht V. von Bayern

geb.: 1528
gest.: 1579
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm IV. von Bayern (1493-1550); ab 1550 regierender Herzog von Bayern; seit 1546 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kurfürstin Elisabeth (Renata) von Bayern
Herzogin Elisabeth (Renata) von Bayern
Geburtsname: Herzogin Elisabeth (Renata) von Lothringen

geb.: 1574
gest.: 1635
Anm.: Tochter des Herzogs Karl III. von Lothringen (1543-1608); seit 1595 Ehe mit Herzog bzw. Kurfürst Maximilian I. von Bayern (1573-1651).

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Ferdinand von Bayern

geb.: 1550
gest.: 1608
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); aus seiner morganatischen Ehe mit Maria von Pettenbeck (1574-1619) ging 1602 die Wittelsbacher-Seitenlinie der Grafen von Wartenberg hervor.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern

geb.: 1636
gest.: 1679
Anm.: Sohn des Kurfürsten Maximilian I. von Bayern (1573-1651); seit 1651 Kurfürst von Bayern (bis 1654 unter der Regentschaft seiner Mutter Maria Anna (1610-1665) und des Kuradministrators Herzog Albrecht von Bayern).

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kurfürstin Maria Anna von Bayern
Herzogin Maria Anna von Bayern
Geburtsname: Erzherzogin Maria Anna von Österreich

geb.: 1610
gest.: 1665
Anm.: Tochter des Erzherzogs Ferdinand II. von (Inner-)Österreich (1578-1637); 1635-1651 Ehe mit Kurfürst Maximilian I. von Bayern (1573-1651).

Weiterführende Informationen in der DNB
Kurfürst Maximilian I. von Bayern
Herzog Maximilian I. von Bayern

geb.: 1573
gest.: 1651
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1597 regierender Herzog von Bayern; Oberhaupt der 1609 gegründeten Katholischen Liga; 1623 Verleihung der (ehemals Pfälzer) Kurwürde durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637), endgültig bestätigt im Westfälischen Frieden; seit 1600 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Wilhelm V. von Bayern

geb.: 1548
gest.: 1626
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht V. von Bayern (1528-1579); 1579-1597 regierender Herzog von Bayern (Abdankung zugunsten seines ältesten Sohnes Maximilian I.); seit 1585 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
N. N. von Bemberg

Anm.: Angehöriger eines nicht ermittelten Adelsgeschlechts.
Thomas Benckendorf

Anm.: Vermutlich Sohn des Martin Benckendorf; 1627 Kammer- und Küchenschreiber, seit 1628 Kammerschreiber und Kammerdiener sowie bis 1647 Sekretär des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1637-1647 auch Amtmann von Bernburg.
Graf Arnold Jobst von Bentheim und Steinfurt

geb.: 1580
gest.: 1643
Anm.: Sohn des Grafen Arnold von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); seit 1606 regierender Graf von Bentheim und Steinfurt.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Konrad Gumprecht von Bentheim-Limburg

geb.: 1585
gest.: 1618
Anm.: Sohn Graf Arnolds IV. von Bentheim-Streinfurt und Tecklenburg (1554-1606); seit 1612 Regent über die Grafschaft Bentheim-Limburg; im Dezember 1616 vermählt mit Johannetta Elisabeth, geb. Gräfin von Nassau-Dillenburg (1593-1654). Mit dem frühen Tod ihres einziges Sohnes Wilhelm erlischt die kurzlebige Nebenlinie Bentheim-Limburg.
Graf Wilhelm von Bentheim-Limburg

geb.: 1617
gest.: 1626
Anm.: Einziger Sohn des Grafen Konrad Gumprecht, der sich im Dezember 1616 mit Johannetta Eilsabeth, geb. Gräfin v. Nassau-Dillenburg (1593-1654), vermählt hatte und schon im März 1618 starb. Mit dem frühen Tod Wilhelms, der im Dezember 1617 geboren war, erlischt die kurzlebige gräfliche Nebenlinie Bentheim-Limburg.
Graf Wilhelm Heinrich von Bentheim-Steinfurt

geb.: 1584
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Grafen Arnold von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); ab 1604 Domherr in Straßburg; 1606-1610 gemeinsam mit seinen älteren Brüdern Adolph (1577-1623) und Arnold Jobst (1580-1643), seit 1610 alleinregierender Graf von Bentheim-Steinfurt; ab 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kräftige").

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Adolph von Bentheim-Tecklenburg

geb.: 1577
gest.: 1623
Anm.: Sohn des Grafen Arnold IV. von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); seit 1606 regierender Graf von Bentheim-Tecklenburg und Herr von Rheda.

Weiterführende Informationen in der DNB
Johann Jakob Berchtold von Ungarschitz

geb.: ca. 1585
gest.: 1641
Anm.: Sohn des Matthias Berchtold; Dr. jur.; ab 1618 niederösterreichischer Regimentsrat; ab 1623 Rat und seit 1627 Direktor der Hofkammer; 1633 Erhebung in den Freiherrenstand.
Veit Bernhardt

Anm.: Um 1635 Wiener Kaufmann.
Gabriel Bethlen
Fürst Gabriel von Siebenbürgen

geb.: 1580
gest.: 1629
Anm.: Sohn des ungarischen Reitergenerals Wolfgang Bethlen (gest. 1590); seit 1613 Fürst von Siebenbürgen; 1619-1626 Anführer eines antihabsburgischen Aufstandes im königlichen Ungarn; 1620/21 gewählter König von Ungarn.

Weiterführende Informationen in der DNB
Stephan Bethlen
Fürst Stephan von Siebenbürgen

geb.: 1582
gest.: 1648
Anm.: Sohn des ungarischen Reitergenerals Wolfgang Bethlen (gest. 1590); 1630 für 60 Tage Fürst von Siebenbürgen; 1636 Feldzug gegen seinen Nachfolger Georg Rákóczi (1593-1648) mit türkischer Unterstützung.

Weiterführende Informationen in der DNB
Francesco Biboni

gest.: 1664
Anm.: Florentiner Adliger; seit ca. 1632 polnischer Resident am Wiener Kaiserhof.
Charles de Blanchefort
Marquis Charles de Créquy
Duc Charles de Lesdiguières

geb.: 1573
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Antoine de Blanchefort; ab 1594 in französischen Kriegsdiensten, zuletzt als Maréchal de France (1622); seit 1610 Lieutenant-général in der Dauphiné; außerordentlicher französischer Botschafter in Rom (1633) und Venedig (1636); ab 1626 Duc de Lesdiguières und Pair de France.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Georg von Böhmen
Georg von Kunstadt und Podiebrad

geb.: 1420
gest.: 1471
Anm.: Sohn des Viktorin von Kunstadt und Podiebrad (1403-1427); seit 1458 König von Böhmen.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Christian Heinrich von Börstel

geb.: 1617
gest.: 1661
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); Erbherr auf Güsten und Ilberstedt; ab 1641 Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) und Hofmeister für dessen Sohn Johann Georg (bis 1648); seit 1657 anhaltischer Gesamtrat und Hofmeister des Fürsten Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlängernde").

Weiterführende Informationen in der DNB
Curt von Börstel

geb.: 1611
gest.: 1645
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); ab 1635 Rat und Hofmeister des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bestreitende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Dorothea Louise von Börstel

Anm.: Tochter des Heinrich von Börstel (1581-1647); seit 1635 Ehe mit Hans Ernst von Börstel (gest. 1644).
Hans von Börstel

gest.: 1618
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmanns Curt von Börstel (1549-1618); anhaltischer Amtshauptmann von Gernrode, Bernburg und Ballenstedt.
Hans Ernst von Börstel

geb.: ca. 1585/90
gest.: 1644
Anm.: Sohn des anhaltischen Rats Ernst von Börstel (ca. 1560-1623?); zunächst hessisch-kasselischer Rat; 1622 Hofjunker und 1623/24 Hofmeister des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg, danach auch für dessen Bruder Ernst (1608-1632); ab 1632 anhaltisch-bernburgischer Rat und Amtshauptmann von Harzgerode; um 1635 ebenso Hofmeister des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittere").

Weiterführende Informationen in der DNB
Heinrich von Börstel

geb.: 1581
gest.: 1647
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmanns Curt von Börstel (1549-1618); Erbherr auf Güsten, Plötzkau und Ilberstedt; bereits vor 1623 Regierungspräsident, Amtshauptmann und Kammerrat in Bernburg; 1639 Rücktritt vo allen Ämtern, jedoch weiterhin Berater des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Eilende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Gaston de Bourbon
Duc Gaston d' Orléans
Duc Gaston d' Anjou
Duc Gaston d' Alençon
Duc Gaston de Chartres
Duc Gaston de Valois

geb.: 1608
gest.: 1660
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610) und ältester lebender Bruder Ludwigs XIII. (1601-1643); seit 1643 Lieutenant-général du royaume.

Weiterführende Informationen in der DNB
Henri II de Bourbon
Prince Henri II de Condé
Duc Henri d' Albret
Duc Henri de Bellegarde
Duc Henri d' Enghien

geb.: 1588
gest.: 1646
Anm.: Sohn des Henri I de Bourbon, Prince de Condé (1552-1588); 1612-1620 Vice-roi de Nouvelle-France; 1616/17 und 1619-1646 Gouverneur des Berry; ab 1631 auch Gouverneur der Bourgogne; seit 1643 Grand maître, Grand veneur und Grand louvetier de France.

Weiterführende Informationen in der DNB
Konrad d. J. von Boyneburg
Konrad d. J. von Bemelberg

geb.: 1578
gest.: 1626
Anm.: Sohn des Konrad d. Ä. von Boyneburg (1552-1618); seit 1602 bayerischer Hofrat; 1604-1606 Hofratspräsident; 1606-1616 Pfleger in Wemding; zuletzt Tiroler Statthalter des Erzherzogs Leopold von Österreich (1586-1632) in Innsbruck.

Weiterführende Informationen in der DNB
Tycho Brahe
Tyge Ottesen Brahe

geb.: 1546
gest.: 1601
Anm.: Sohn des Otte Tygesson Brahe (1518-1571); ab 1559 Studium in Kopenhagen, Leipzig, Wittenberg, Rostock und Basel; danach bedeutender Astronom; ab 1559 Studium in Kopenhagen, Leipzig, Wittenberg, Rostock und Basel; 1576-1597 astronomische Forschungen in den Sternwarten Uraniborg und Stjerneborg auf der Öresundinsel Ven; seit 1599 Hofmathematiker von Kaiser Rudolph II. (1552-1612).

Weiterführende Informationen in der DNB
Markgraf Christian Wilhelm von Brandenburg
Administrator Christian Wilhelm von Magdeburg
Administrator Christian Wilhelm von Halberstadt

geb.: 1587
gest.: 1665
Anm.: Sohn des Kurfürsten Joachim Friedrich von Brandenburg (1546-1608); 1598-1631 Administrator des Erzstifts Magdeburg; ab 1614 auch Koadjutor und 1624-1628 Administrator des Hochstifts Halberstadt; 1626 Generalleutnant des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1631 kaiserlicher Kriegsgefangener; 1632 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1635 finanziell entschädigt durch regelmäßige Einkünfte aus dem Erzstift Magdeburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb.: 1620
gest.: 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg
Herzog Georg Wilhelm in Preußen

geb.: 1595
gest.: 1640
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg (1572-1619); 1614-1619 Statthalter in Jülich-Kleve; ab 1619 Kurfürst von Brandenburg; seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Aufrichtende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Markgraf Johann von Brandenburg

geb.: 1597
gest.: 1627
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg (1525-1598) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Kurfürst Johann Georg von Brandenburg

geb.: 1525
gest.: 1598
Anm.: Sohn des Kurfürsten Joachim II. von Brandenburg (1505-1571); seit 1571 Kurfürst von Brandenburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Markgraf Johann Georg von Brandenburg

geb.: 1598
gest.: 1637
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg (1525-1598) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1627 kaiserlicher und 1632-1634 schwedischer Obrist; 1634/35 in kaiserlicher Gefangenschaft; seit 1634 kaiserlicher Kämmerer.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kurfürst Johann Sigismund von Brandenburg
Herzog Johann Sigismund in Preußen

geb.: 1572
gest.: 1619
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Friedrich von Brandenburg (1546-1608); seit 1608 Kurfürst von Brandenburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Markgraf Sigismund von Brandenburg

geb.: 1592
gest.: 1640
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg (1525-1598) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; kurbrandenburgischer Statthalter in den Grafschaften Mark (1627, 1632, 1636) und im Herzogtum Kleve (1639); ab 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Treffliche").

Weiterführende Informationen in der DNB
Markgraf Albrecht von Brandenburg-Ansbach

geb.: 1620
gest.: 1667
Anm.: Sohn des Markgrafen Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach (1583-1625); seit 1634 regierender Markgraf von Brandenburg-Ansbach (bis 1639 unter Vormundschaft seiner Mutter Sophia).

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Markgraf Friedrich von Brandenburg-Ansbach

geb.: 1616
gest.: 1634
Anm.: Sohn des Markgrafen Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach (1583-1625); seit 1625 regierender Markgraf von Brandenburg-Ansbach unter Vormundschaft seiner Mutter Sophia); 1634 Tod als schwedischer Offizier in der Schlacht bei Nördlingen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Markgraf Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach

geb.: 1583
gest.: 1625
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg (1525-1598) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1603 regierender Markgraf von Brandenburg-Ansbach.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Markgräfin Sophia von Brandenburg-Ansbach
Geburtsname: Herzogin Sophia von Braunschweig-Lüneburg

geb.: 1563
gest.: 1639
Anm.: Tochter des Herzogs Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (1535-1592); 1579-1603 Ehe mit Markgraf Georg Friedrich I. von Brandenburg-Ansbach-Kulmbach (1539-1603); danach Witwensitz in Gifhorn.

Weiterführende Informationen in der DNB
Markgräfin Sophia von Brandenburg-Ansbach
Geburtsname: Gräfin Sophia von Solms-Laubach

geb.: 1594
gest.: 1651
Anm.: Tochter des Grafen Johann Georg I. von Solms-Laubach (1547–1600); 1612-1625 Ehe mit Markgraf Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach (1583-1625); 1625-1639 vormundschaftliche Regentin der Markgrafschaft Brandenburg-Ansbach für ihre Söhne Friedrich (1616-1634) und Albrecht (1620-1667).

Weiterführende Informationen in der DNB
Markgraf Christian von Brandenburg-Bayreuth

geb.: 1581
gest.: 1655
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg (1525-1598) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1603 regierender Markgraf von Brandenburg-Kulmbach/Bayreuth; seit 1627 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vollblühende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Markgraf Erdmann August von Brandenburg-Bayreuth

geb.: 1615
gest.: 1651
Anm.: Sohn des Markgrafen Christian von Brandenburg-Bayreuth (1581-1655).

Weiterführende Informationen in der DNB
Markgraf Johann Georg von Brandenburg-Jägerndorf
Herzog Johann Georg von Jägerndorf
Administrator Johann Georg von Straßburg

geb.: 1577
gest.: 1624
Anm.: Sohn des Kurfürsten Joachim Friedrich von Brandenburg (1546-1608); 1592-1604 Administrator des Hochstifts Straßburg; ab 1606 regierender Herzog von Jägerndorf; 1613 Konversion zum Calvinismus; 1613-1617 kurfürstlicher Statthalter in der Markgrafschaft Brandenburg; seit 1616 Herrenmeister der Ballai Brandenburg des Johanniterordens; 1619/20 General-Feldoberst der schlesischen Stände, die sich der Confoederatio Bohemica angeschlossen hatten; 1621 Verhängung der Reichsacht; danach Teilnahme an den antikaiserlichen Feldzügen des siebenbürgischen Fürsten Gabriel Bethlen (1580-1629).

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Herzog Georg von Braunschweig-Calenberg

geb.: 1582
gest.: 1641
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (1535-1592); 1611/12 dänischer Obrist bzw. Generalwachtmeister; 1619-1624 und 1634 General des Niedersächsischen Reichskreises; 1626-1629 in kaiserlichen Kriegsdiensten; 1630-1635 schwedischer General; ab 1635 regierender Herzog im Fürstentum Calenberg-Göttingen (1636 Hannover als Residenz); seit 1636 Befehlshaber einer kleinen unabhängigen Welfenarmee; ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fangende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Julius Ernst von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg

geb.: 1571
gest.: 1636
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1533–1598); seit 1598 Regent der Herrschaft Dannenberg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Otto III. von Braunschweig-Lüneburg-Harburg

geb.: 1572
gest.: 1641
Anm.: Sohn des Herzogs Otto II. von Braunschweig-Lüneburg-Harburg (1528-1603); seit 1606 gemeinschaftliche Regierung der Herrschaft Harburg mit seinem älteren Bruder Wilhelm August (1564-1642).

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Wilhelm August von Braunschweig-Lüneburg-Harburg

geb.: 1564
gest.: 1642
Anm.: Sohn des Herzogs Otto II. von Braunschweig-Lüneburg-Harburg (1528-1603); 1603-1606 gemeinschaftliche Regierung der Herrschaft Harburg mit seinem jüngeren Bruder Christoph (1570-1606) und 1606-1641 mit dem jüngsten Bruder Otto III. (1572-1641), ab 1641 Alleinherrschaft.

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzogin Anna Sophia von Braunschweig-Wolfenbüttel
Geburtsname: Markgräfin Anna Sophia von Brandenburg

geb.: 1598
gest.: 1659
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg (1572-1619); 1614-1634 Ehe mit Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1591-1634).

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb.: 1579
gest.: 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1533–1598); Studium in Rostock (1594), Tübingen (1595-1598) und Straßburg (1598); Reisen nach Italien (1598-1600) sowie in die Niederlande, nach England und Frankreich (1602/03); ab 1604 Paragiatsherrschaft in Hitzacker; seit 1635 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel (bis 1643 Residenz in Braunschweig wegen kaiserlicher Besetzung der Festung Wolfenbüttel); Büchersammler (Bestand der ursprünglichen Bibliotheca Selenica, später Bibliotheca Augusta zum Zeitpunkt seines Todes 40.000 Bände); ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Befreiende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Christian d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel
Administrator Christian von Halberstadt
Der tolle Halberstädter

geb.: 1599
gest.: 1626
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1564-1613); 1616-1623 Administrator des Bistums Halberstadt; ab 1621 Söldnerführer in kurpfälzischen und niederländischen, zuletzt in dänischen Diensten; seit 1624 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb.: 1591
gest.: 1634
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1564-1613); ab 1613 regierender Herzog in den Fürstentümern Wolfenbüttel und Calenberg sowie Grubenhagen (bis 1617); seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Dauerhafte").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel
Administrator Heinrich Julius von Halberstadt
Administrator Heinrich Julius von Minden

geb.: 1564
gest.: 1613
Anm.: Sohn des Herzogs Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1528-1589); ab 1578 Administrator des Hochstifts Halberstadt; 1582-1585 Administrator des Hochstifts Minden; seit 1589 regierender Herzog in den Fürstentümern Wolfenbüttel und Calenberg sowie seit 1596 auch in Grubenhagen.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzogin Sophia Elisabeth von Braunschweig-Wolfenbüttel
Geburtsname: Herzogin Sophia Elisabeth von Mecklenburg-Güstrow

geb.: 1613
gest.: 1676
Anm.: Tochter des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); 1635-1666 Ehe mit Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666).

Weiterführende Informationen in der DNB
Seifried Breuner

geb.: 1538
gest.: 1594
Anm.: Sohn des Philipp Breuner (1498/1500-1556); 1568-1581 Reichshofrat; Kämmerer von Kaiser Rudolph II. (1552-1612); seit 1587 niederösterreichischer Regimentsrat; 1587-1591 Statthalter von Niederösterreich; später auch Geheimer Rat.

Weiterführende Informationen in der DNB
Seifried Christoph Breuner

geb.: 1569
gest.: 1651
Anm.: Sohn des Seifried Breuner (1538-1594); ab 1597 Hofkammerrat; um 1600 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1618 kaiserlicher Kämmerer; 1619-1623 Hofkammerpräsident; ab 1619 Geheimer Rat; 1620-1626 niederösterreichischer Landmarschall; 1626-1640 Statthalter von Niederösterreich; 1624 Erhebung in den Grafenstand; seit 1639 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Seifried Leonhard Breuner

geb.: 1596
gest.: 1667
Anm.: Sohn des Seifried Christoph Breuner (1569-1651); ab 1619 kaiserlicher Kämmerer; nach 1637 Hofkriegsrat; Geheimer Rat von Kaiser Leopold I.; militärische Laufbahn vom Obristen bis zum Feldzeugmeister.

Weiterführende Informationen in der DNB
Wilhelm von Brincken
Wilhelm von dem Brinck

gest.: 1637
Anm.: Schwedischer Major (1630) und Obristleutnant (1633); kursächsischer Obristleutnant (1635) und Obrist (1636); 1636/37 kaiserlicher Obrist; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Beregnete").
Johann Warleych Bubna

geb.: 1570
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Hermann Heinrich Bubna (gest. 1602); zunächst kaiserlicher Obrist; Obristleutnant (1609), Obrist (1611) und Generalwachtmeister (1618) der böhmischen Ständearmee; 1621 Verurteilung zum Tode und Verlust der Güter; danach in dänischen und schwedischen Kriegsdiensten; 1631 schwedischer Generalmajor; 1633 Kontaktperson zwischen Wallenstein (1583-1634) und dem schwedischen Reichskanzler Axel Oxenstierna (1583-1654).
Herzogin Maria von Burgund
Erzherzogin Maria von Österreich

geb.: 1457
gest.: 1482
Anm.: Tochter des Herzogs Karl der Kühne von Burgund (1433-1477); seit 1477 Ehe mit dem späteren Kaiser Maximilian I. (1459-1519).

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Gaius Iulius Caesar

geb.: 100 v. Chr.
gest.: 44 v. Chr.
Anm.: Römischer Feldherr, Staatsmann und Schriftsteller.

Weiterführende Informationen in der DNB
Wilhelm von Calchum
Wilhelm von Calcheim
Wilhelm von Lohausen

geb.: 1584
gest.: 1640
Anm.: Sohn des Heinrich von Calchum; zunächst Hofjunker in Pfalz-Zweibrücken; ab 1602 in kaiserlichen Kriegsdiensten; 1610 kurbrandenburgischer Leutnant; 1614 Hauptmann unter Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1591-1634); 1615-1620 Kapitän der kurfürstlich-brandenburgischen Leibgarde; 1619 auch Obristleutnant der schlesischen Stände; 1622 Obrist unter Markgraf Johann Georg von Brandenburg-Jägerndorf (1577-1624); 1622-1625 Obrist, Geheimer Rat und Statthalter des Grafen Anthon Günther von Oldenburg (1583-1667); 1625/26 dänischer Kriegsrat, Obrist und Generalkriegskommissar; 1628/29 Obrist der Stadt Bremen; seit 1630 Kriegsrat und Oberst des Herzogs Adolph Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin (1588-1658); 1631-1635 schwedischer Kommandant von Wismar, Generalmajor (Sergeant-Major-General) und Kommandeur der niedersächsischen Armee; 1632-1635 schwedischer Kommandant von Magdeburg; ab 1636 mecklenburgischer Geheimer Rat und Kriegsrat, Obristfeldwachtmeister und Kommandant von Rostock; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Feste").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Alexander van der Capellen

geb.: ca. 1590/1600
gest.: 1656
Anm.: Sohn des Gerlach van der Capellen (1543-1625); Herr von Boedelhof, Mervelt und Aartsbergen; 1624 Aufnahme in die Ritterschaft der Grafschaft Zutphen; danach Richter in Stadt und Amt Doesburg, Abgeordneter der Rechnungskammer und Mitglied der Generalstaaten; seit 1635 enger Berater des Statthalters Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); 1621-1654 Verfasser umfangreicher Memoiren.

Weiterführende Informationen in der DNB
Ferdinando de Cardenas

geb.: 1600
gest.: 1636
Anm.: Sohn des Carlo de Cardenas; seit 1632 kaiserlicher Kämmerer.
Nikolaus Churland

Anm.: Um 1635/37 kaiserlicher Schatzkämmerer.
Conte Rambaldo di Collalto
Graf Reimbald von Collalto

geb.: 1579
gest.: 1630
Anm.: Sohn des Conte Antonio di Collalto (1548–1619); 1599 Eintritt in kaiserliche Kriegsdienste; 1608 Feldkriegsrat und Obrist; 1621 Kommandeur der rechtsdonauischen Truppen gegen Ungarn; 1624-1630 Hofkriegsratspräsident; 1625 Feldmarschall und 1628 Generalleutnant Wallensteins (1583-1634); ab 1627 Geheimer Rat; 1629 Oberbefehlshaber des oberitalienischen Expeditionsheeres; seit 1629 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Francesco Contarini

geb.: 1554
gest.: 1624
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Bertucci Contarini; Botschafter in Konstantinopel (1602-1604), Rom (1607-1609) und London (1611); ab 1615 Prokurator von San Marco; seit 1623 Doge der Republik Venedig.

Weiterführende Informationen in der DNB
Rudolph Cornelisen

Anm.: Um 1627 Tuchhändler in Harderwijk.
Franz von Cramm

geb.: 1610
gest.: 1661
Anm.: Sohn von Heinrich von Cramm (gest. 1616); um 1636/37 Stallmeister des Herzogs Joachim Ernst von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1595-1671); seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bedeckte").

Weiterführende Informationen in der DNB
Francesco Crivelli

geb.: 1588
gest.: 1659
Anm.: Sohn des Giovanni Battista Crivelli (gest. 1627); seit 1627 ständiger bayerischer Gesandter in Rom, 1632 zum Residenten ernannt.

Weiterführende Informationen in der DNB
Johann Schweikhard von Cronberg
Erzbischof und Kurfürst Johann Schweikhard von Mainz

geb.: 1553
gest.: 1626
Anm.: Sohn des Hartmut von Cronberg (1517-1591); Domizellar in Mainz (1564) und Würzburg (1575); 1577 Domherr, 1582 Domscholaster, 1584 Generalvikar, 1595 Domdekan und 1599 Kämmerer des weltlichen Gerichtes in Mainz; ab 1604 Erzbischof und Kurfürst von Mainz.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Prinz Christian von Dänemark und Norwegen
Herzog Christian von Schleswig-Holstein

geb.: 1603
gest.: 1647
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648).

Weiterführende Informationen in der DNB
König Christian III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Christian III. von Schleswig-Holstein

geb.: 1503
gest.: 1559
Anm.: Sohn des Königs Friedrich I. von Dänemark und Norwegen (1471-1533); seit 1534 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
König Christian IV. von Dänemark und Norwegen
Herzog Christian IV. von Schleswig-Holstein

geb.: 1577
gest.: 1648
Anm.: Sohn des Königs Friedrich II. von Dänemark und Norwegen (1534-1588); ab 1588 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein (bis 1593 unter Vormundschaft); seit 1603 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
König Friedrich II. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich I. von Schleswig-Holstein

geb.: 1534
gest.: 1588
Anm.: Sohn des Königs Christian III. von Dänemark und Norwegen (1503-1559); ab 1559 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1578 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
König Harald I. (Blauzahn) von Dänemark
König Harald III. (Blauzahn) von Norwegen

geb.: ca. 910
gest.: 987
Anm.: Sohn des dänischen Anführers (Königs?) Gorm der Alte; ab 958 König von Dänemark; seit 970 König von Norwegen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Königin Margaretha I. von Dänemark
Königin Margaretha I. von Norwegen
Königin Margaretha I. von Schweden

geb.: 1353
gest.: 1412
Anm.: Tochter des Königs Waldemar IV. von Dänemark (gest. 1375); 1363-1380 Ehe mit König Håkon VI. von Norwegen (gest. 1380); Regentin von Dänemark (1375-1385) und Norwegen (1380-1385); ab 1387 Königin von Dänemark; seit 1388 Königin von Norwegen; ab 1389 Königin von Schweden.

Weiterführende Informationen in der DNB
Coenraad van Dedem

geb.: 1574
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Zwoller Adligen Gijsbert van Dedem (gest. 1606); Herr auf Bürwinkel und Kalvelo; ab 1605 Schöffe in Harderwijk und mehrfach Bürgermeister; 1618 Aufnahme in die Ritterschaft der Region Veluwe in Gelderland.
Walter Deveroux
Walter Ebrox

geb.: ca. 1600
gest.: 1640
Anm.: Irischstämmiger Offizier in der kaiserlichen Armee, der 1634 als Hauptmann an der Ermordung Wallensteins (1583-1634) beteiligt war; ab 1635 kaiserlicher Kämmerer; seit 1636 Obrist.
Reichard Dieter

geb.: 1587
gest.: 1656
Anm.: Sohn des Havelberger Bürgermeisters Wilhelm Dieter; Jurastudium in Frankfurt/Oder (1604-1607) und Wittenberg (1607-1611); 1611-1619 junger Hofmeister der preußischen Adligen Albrecht und Hans von Rauter; 1620 Teilnehmer einer brandenburgischen Gesandtschaft nach Polen; ca. 1620-1630 Hofmeister des jungen Christoph Finck von Finckenstein (gest. 1660); 1632 erneute Teilnahme an einer Gesandtschaft nach Polen; ab 1640 kurbrandenburgischer geheimer Kammersekretär und Pfennigmeister; seit 1646 kurfürstlicher Rat; ab 1652 Amtskammerrat; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 461f.; Johannes Bergius: Trost der Sterbenden [...], Berlin 1656, S. 37-45.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Franz (Seraph) von Dietrichstein
Bischof Franz (Seraph) von Olmütz

geb.: 1570
gest.: 1636
Anm.: Sohn des Adam von Dietrichstein (1527-1590); Kanonikus in Olmütz (1591) sowie in Breslau und Passau (1593); 1594 Propst von Leitmeritz; 1597 Priester; ab 1599 Kardinal und Bischof von Olmütz; 1607 Präsident des Geheimen Rates; seit 1621 Generalkommissar, Statthalter (Gubernator) und Landeshauptmann in Mähren; 1624 Erhebung in den Fürstenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Maximilian von Dietrichstein
Fürst Maximilian von Dietrichstein

geb.: 1596
gest.: 1655
Anm.: Sohn des Grafen Sigmund von Dietrichstein (1560-1602); ab 1614 erzherzoglicher Kämmerer in Graz; 1622-1637 Obersthofmeister der Kaiserin Eleonora Gonzaga (1598-1655); seit 1651 kaiserlicher Obersthofmeister sowie Mitglied und Präsident des Geheimen Rates; 1629 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1634 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Sigmund Ludwig von Dietrichstein

geb.: 1600
gest.: 1653
Anm.: Sohn des Erasmus von Dietrichstein (gest. 1621); ab 1627 kaiserlicher Kämmerer; 1629-1637 Reichshofrat; 1631 Erhebung in den Grafenstand; seit 1636 Präsident der innerösterreichischen Hofkammer; ab 1637 Geheimer Rat; seit 1645 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
John Digby
Earl John of Bristol

geb.: 1580
gest.: 1653
Anm.: Sohn des George Digby of Coleshill; englischer Gesandter in Madrid (1611-1614, 1615/16, 1617/18 und 1622-1624) und Wien (1621); während des Bürgerkrieges einer der Führer der gemäßigten Royalisten; ab 1618 Baron und Peer of England; seit 1622 erster Earl of Bristol.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Gerhard von Dönhoff

geb.: 1590
gest.: 1648
Anm.: Sohn des Gerhard von Dönhoff (1554-1598); 1621 Kommandant der deutschen Infanterie-Hilfstruppen in Preußen; 1624/25 Kommandant von Thorn; ab 1629 Berater der polnischen Krone in maritimen Angelegenheiten, seit 1635 Oberaufseher der Flotte; 1633 Erhebung in den Grafenstand; 1642 Kastellan von Danzig; 1643 Woiwode von Pommerellen und Preußen; ebenso Starost von Berent, Skarszew, Lignowsk, Adsel, Fellin, Lucyn, Lignowsk und Marienburg; ab 1645 Hofmarschall der polnischen Königin Luisa Maria (1611-1667); außerdem mehrfach Gesandter des Königs Władysław IV. von Polen (1595-1648).

Weiterführende Informationen in der DNB
David (von) Döring

geb.: 1577
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Zeitzer Landrichters und Ratsherrn Valentin Döring; Studium der Rechtswissenschaft in Leipzig (1593-1598) und Jena (1600-1603); 1603 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Jena; ab 1609 kursächsischer Hof- und Justizrat; seit 1617 Kammerrat; ab 1630 Kammer- und Bergrat; 1630 Nobilitierung und Ernennung zum Hofpfalzgraf; 1634/35 kurfürstlicher Vertreter bei den kaiserlich-sächsischen Friedensverhandlungen in Leitmeritz, Pirna und Prag; 1638 krankheitsbedingter Rückzug von fast allen Ämtern.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Burggraf Achatius von Dohna

geb.: 1581
gest.: 1647
Anm.: Sohn des Achatius von Dohna (1533-1601); seit 1605 Hofmeister des Kurprinzen Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632), anschließend dessen Geheimer Rat und Gesandter; auch kurpfälzischer Amtshauptmann in Waldsassen; 1620 Rückkehr nach Ostpreußen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Burggraf Christoph von Dohna

geb.: 1583
gest.: 1637
Anm.: Sohn des Achatius von Dohna (1533-1601); 1606/07 Pariser Reisebegleiter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630), der ihn anschließend in seine Dienste nimmt; ab 1615 kurpfälzischer Geheimer Rat und Diplomat; 1619 Landvogt in Neuburg; 1620 Oberstkämmerer des Königreichs Böhmen; 1620 Flucht zuerst nach Ostpreußen, 1626 in die Niederlande; seit 1629 Gouverneur des Fürstentums Orange; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Heilende").

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Hans Drake

gest.: 1653
Anm.: Seit 1617 in schwedischen Kriegsdiensten als Obristleutnant (1624-1630) und Obrist (1630-1636); 1633 Statthalter von Kalmar; 1636 Kommandant der Stadt Magdeburg, wegen deren Übergabe er zum Tod verurteilt, aber begnadigt wurde; 1639 erneut Obrist; 1642 Schlosshauptmann auf Nöteborg; 1645-1651 Gouverneur in Narva.
Gaspard de Drueil

Anm.: Malteserritter, der 1620 an der Gefangennahme des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg bei der Schlacht am Weißen Berg beteiligt war.
Nero Claudius Drusus

geb.: 38 v. Chr.
gest.: 9 v. Chr.
Anm.: Sohn des Prätors Tiberius Claudius Nero (gest. um 33 v. Chr.) und Bruder des späteren Kaisers Tiberius (42 v. Chr.-37 n. Chr.); ab 15 v. Chr. römischer Feldherr; seit 13 v. Chr. Statthalter der drei gallischen Provinzen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Albrecht Dürer

geb.: 1471
gest.: 1528
Anm.: Deutscher Maler, Grafiker, Mathematiker und Kunsttheoretiker.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Armand-Jean Du Plessis de Richelieu
Duc Armand-Jean de Richelieu
Duc Armand-Jean de Fronsac
Bischof Armand-Jean von Luçon

geb.: 1585
gest.: 1642
Anm.: Sohn des François Du Plessis de Richelieu (1548-1590); 1607-1624 Bischof von Luçon; 1616/17 Ministre des Affaires étrangères und Secrétaire d’État à la Guerre; ab 1622 Kardinal; seit 1624 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); ab 1627 Grand-maître, chef et surintendant général de la navigation et du commerce de France; seit 1627 Gouverneur der Bretagne; ab 1629 Lieutenant-général du royaume; seit 1629 Duc de Richelieu und Pair de France; ab 1634 Duc de Fronsac.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Johann Anton von Eggenberg
Herzog Johann Anton von Krumau
Graf Johann Anton von Gradisca

geb.: 1610
gest.: 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Ulrich von Eggenberg (1568-1634); ab 1629 kaiserlicher Kämmerer; seit 1635 Landeshauptmann von Krain, bald darauf auch Mitglied des innerösterreichischen Geheimen Rates; 1638 Gesandter von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) in Rom; 1647 Belehnung mit der reichsunmittelbaren gefürsteten Grafschaft Gradisca; ab 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Johann Ulrich von Eggenberg
Herzog Johann Ulrich von Krumau

geb.: 1568
gest.: 1634
Anm.: Sohn des Protestanten Seifried von Eggenberg (1526-1594); 1597 Mundschenk am Grazer Hof, dort Freundschaft mit dem jungen Erzherzog Ferdinand II. von (Inner-)Österreich (1578-1637); ab 1598 erzherzoglicher Kämmerer; um 1600 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1602 Landeshauptmann von Krain; ab 1603 Geheimer Rat und Präsident der Hofkammer von Innerösterreich; 1615-1619 erzherzoglicher Obersthofmeister und Präsident des innerösterreichischen Geheimen Rates; 1619-1625 kaiserlicher Obersthofmeister und seit 1619 Präsident des Wiener Geheimen Rates; ab 1621 Landeshauptmann der Steiermark; Erhebung in den Freiherren- (1598) und Fürstenstand (1623); seit 1628 Herzog von Krumau; ab 1620 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb.: 1582
gest.: 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550/52-1633/34); 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); bis mindestens 1650 langjähriger Rat und Hofmeister Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

Weiterführende Informationen in der DNB
Königin Henriette Maria von England
Königin Henriette Maria von Irland
Königin Henriette Maria von Schottland
Geburtsname: Dauphine Henriette Maria von Frankreich und Navarra

geb.: 1609
gest.: 1669
Anm.: Tochter des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); 1625-1649 Ehe mit König Karl I. von England (1600-1649).

Weiterführende Informationen in der DNB
König Jakob I. von England
König Jakob I. von Irland
König Jakob VI. von Schottland

geb.: 1566
gest.: 1625
Anm.: Sohn der Königin Maria I. von Schottland (1542-1587); ab 1567 König von Schottland (bis 1583 unter verschiedenen Regenten); seit 1603 auch König von England und Irland; ab 1590 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Karl I. von England
König Karl I. von Schottland
König Karl I. von Irland

geb.: 1600
gest.: 1649
Anm.: Sohn des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England) (1566-1625); ab 1625 König von England, Schottland und Irland; 1649 durch das Parlament des Hochverrats angeklagt und hingerichtet; seit 1611 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb.: 1630
gest.: 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und irland (1600-1649); ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB
Burkhard von Erlach

geb.: 1566
gest.: 1640
Anm.: Sohn des Burkhard von Erlach (gest. 1566); ab 1610 Herr auf Altenburg (bei Bernburg); seit 1580 Erziehung am Dessauer Hof gemeinsam mit Prinz Christian d. Ä. von Anhalt (1568-1630), den er anschließend auf seiner Kavalierstour durch Italien, Frankreich, England und Holland begleitete; 1591/92 Teilnahme an dessen Expeditionskorps für Heinrich von Navarra; kurpfälzischer Kammerherr, Gesandter und Landrichter der Oberpfalz; Stallmeister, Hofmeister (ca. 1622/23) und Hofmarschall (1624-1630) des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg; ab 1630 Hofmarschall von Christian II.; seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gesunde").

Weiterführende Informationen in der DNB
Hendrick d. Ä. van Essen

geb.: 1579
gest.: 1641
Anm.: Sohn des niederländischen Adligen Hendrick van Essen (1539-1599); 1604 Aufnahme in die Ritterschaft von Veluwe; Ratsherr und vermutlich zeitweise auch Bürgermeister von Harderwijk; ab 1607 Rat am Gerichtshof von Gelderland; 1618 Deputierter auf der Synode von Dordrecht; seit 1624 Mitglied der Generalstaaten.
Lucas (Willem) van Essen

geb.: 1577
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Harderwijker Adligen Hendrik van Essen (1539-1599); 1599 Aufnahme in die Ritterschaft von Veluwe; seit 1599 Rentmeister der geistlichen Güter der Veluwe; Befehlshaber der Vereinigten Ostindischen Compagnie.
Graf Nikolaus Esterházy von Galántha

geb.: 1582/83
gest.: 1645
Anm.: Sohn des calvinistischen Magnaten Franz Esterházy von Galántha (1533-1604); Konversion zum katholischen Glauben; ab 1618 Obergespan des Sohler Komitats und Magister curiae regiae (Reichsmarschall); 1619/20 Befehlshaber Kaiser Ferdinands II. (1578-1637) an den Grenzen Ungarns; seit 1622 kaiserlicher Kämmerer; 1622-1625 Kreis-Oberbefehlshaber der Bergstädte; ab 1625 Palatin von Ungarn; 1626 Erhebung in den Grafenstand; 1630 und 1644 Oberbefehlshaber über die kaiserlichen Truppen in Ungarn; seit 1628 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Hieronymus Fabricius ab Aquapendente
Girolamo Fabrici d'Acquapendente

geb.: 1533/37
gest.: 1619
Anm.: Geboren in Acquapendente; 1554-1559 Studium der Medizin in Padua; 1559 Promotion zum Dr. phil. & med.; 1562-1565 Privatlehrer für Anatomie in Padua; 1565-1613 Professor für Chirurgie und Anatomie an der Universität Padua.

Weiterführende Informationen in der DNB
Christoph Finck von Finckenstein

geb.: ca. 1609
gest.: 1660
Anm.: Sohn des preußischen Adligen und kurbrandenburgischen Rates Albrecht Finck von Finckenstein (gest. 1629); 1620-1630 Bildungsreise mit seinem Hofmeister Reichard Dieter (1585-1656) durch England, Frankreich und die Niederlande; 1633-1639 Kammerjunker des Kurprinzen Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688), mit dem er 1634-1637 erneut die Niederlande bereiste; kurfürstlicher Kammerjunker (1641-1643) und Kammerherr (seit 1643); zuletzt Amtshauptmann von Neydenburg; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 470f.; Johannes Bergius: Trost der Sterbenden [...], Berlin 1656, S. 40.
Georg Forstenheuser
Georg Fürstenhäuser

geb.: 1584
gest.: 1659
Anm.: Sohn des Johann Forstenheuser (gest. 1606); Kaufmann und Zeitungsvermittler in Nürnberg; auch Bücherrat, Faktor und Agent vieler Fürsten und Herren; zeitweise schwedischer Resident in Nürnberg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Vuk Krsto Frankopan
Wolf Christoph Frangipani
Graf Vuk Krsto von Tržac

geb.: 1587
gest.: 1652
Anm.: Sohn des Gašpar Frankopan (1550-1588); Offizierskarriere an der Militärgrenze zum Osmanischen Reich als Kommandant der Burg Tržan in Modruš (1612), Hauptmann von Ogulin (1618), Obristleutnant in Senj (1620) und General von Karlovac (1626); seit 1622 kaiserlicher Kämmerer.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Franz I. von Frankreich

geb.: 1494
gest.: 1547
Anm.: Sohn des Charles de Valois, Comte d’Angoulême (1459-1496); ab 1515 König von Frankreich; seit 1516 Ordensritter vom Goldenen Vlies; ab 1527 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Heinrich II. von Frankreich

geb.: 1519
gest.: 1559
Anm.: Sohn des Königs Franz I. von Frankreich (1494-1547), ab 1546 König von Frankreich; seit 1551 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Heinrich III. von Frankreich
König Heinrich II. von Polen
Großfürst Heinrich von Litauen

geb.: 1551
gest.: 1589
Anm.: Sohn des Königs Heinrich II. von Frankreich (1519-1559); 1573-1574 König von Polen und Großfürst von Litauen; ab 1574 König von Frankreich; seit 1575 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Heinrich IV. von Frankreich
König Heinrich III. von Navarra

geb.: 1553
gest.: 1610
Anm.: Sohn des Antoine de Bourbon, Duc de Vendôme (1518-1562); ab 1572 König von Navarra; seit 1589/94 König von Frankreich; ab 1590 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Ludwig XIII. von Frankreich
König Ludwig II. von Navarra

geb.: 1601
gest.: 1643
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); ab 1610 König von Frankreich und Navarra (bis 1617 unter Regenstschaft seiner Mutter Maria).

Weiterführende Informationen in der DNB
Königin Maria von Frankreich und Navarra
Geburtsname: Maria de' Medici

geb.: 1575
gest.: 1642
Anm.: Tochter des Francesco I. de' Medici, Granduca di Toscana (1541-1587); 1600-1610 Ehe mit König Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); 1610-1617 Regentin von Frankreich für ihren Sohn Ludwig XIII. (1601-1643).

Weiterführende Informationen in der DNB
Hans Ernst von Freyberg

geb.: 1605
gest.: 1669
Anm.: Sohn des Ernst von Freyberg (1578-1626); Hof- oder Kammerjunker des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); Mitte der 1630er Jahre auch anhaltisch-köthnischer Stallmeister und Kriegskommissar; 1646 Hofmeister in Harzgerode; später anhalt-dessauischer Hofmeister und Wittumsrat sowie Direktor des anhaltischen Stipendienwerks; seit 1627 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ausführende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Otto Heinrich Fugger von Glött

geb.: 1592
gest.: 1644
Anm.: Sohn des Grafen Christoph Fugger von Glött (1566-1615); ab 1612 kaiserlicher Kämmerer; 1617 Eintritt in spanische Kriegsdienste, seit 1619 kaiserlicher Obrist; kurbayrischer Pfleger zu Landsberg (1627), Generalwachtmeister (1631) sowie Generalzeugmeister und General über die Artillerie (1632); ab 1626 bayerischer Hofmarschall, danach bis 1635 auch Oberstkämmerer; 1635/36 kaiserlicher Gouverneur bzw. Kommandant von Augsburg; seit 1628 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Graf Matthias Gallas

geb.: 1584
gest.: 1647
Anm.: Sohn des tridentinischen Adligen Pankraz Gallas (1549-1612); zunächst in spanischen, kaiserlichen (1615-1617) und ligistischen Kriegsdiensten; zuletzt kaiserlicher Generalfeldwachtmeister (1629), Feldzeugmeister (1631), Feldmarschall (1632) und Generalleutnant (1633); ab 1631 kaiserlicher Kämmerer; seit 1639 auch Geheimer Rat; Erhebung in den Freiherren- (1627) und Grafenstand (1632).

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Balthasar Galler von Schwanberg

geb.: ca. 1585
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Wilhelm Galler von Schwanberg (1535-1595); seit 1631 kaiserlicher Kämmerer; 1633-1638 Vizestatthalter und Mai-August 1638 Statthalter von Inneröstereich.
Martin Gebler

geb.: 1588
gest.: 1663
Anm.: Sohn des Eisenacher Apothekers Christian Gebler; Studium in Helmstedt (1607-1609), Wittenberg (1610) und Jena (1612-1615); 1615-1620 Stadtphysikus im böhmischen Neustadt (bzw. Jungbunzlau); 1620 kurzzeitig Leib- und Feldarzt bei Herzog Johann Ernst I. von Sachsen-Weimar (1594-1626); 1620-1624 Feldarzt bei der kaiserlichen Armee, dabei 1623 Behandlung des in der Schlacht bei Stadtlohn verletzten und gefangenen Herzogs Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar (1598-1660); seit 1624 Hofmedikus in Weimar; vgl. Niclas Zapf: Frölige Wiederkunft Der Erlöseten des Herrn [...], Weimar 1665, o. S.

Weiterführende Informationen in der DNB
Wilhelm von Gera zu Arnfels

geb.: 1594
gest.: 1658
Anm.: Sohn des Hans Christoph von Gera zu Arnfels (gest. 1609); 1620 oberösterreichisch-steirischer Exulant, nach 1630 in Mecklenburg; seit 1640 Pfandinhaber des mecklenburgischen Amtes Tempzin.

Weiterführende Informationen in der DNB
Bernhard Gese

geb.: 1595
gest.: 1659
Anm.: Zunächst anhaltisch-dessauischer Sekretär, später Kammer- und Kanzleirat.

Weiterführende Informationen in der DNB
Johann Philipp Geuder von Heroldsberg
Johann Philipp Rabensteiner

geb.: 1597
gest.: 1650
Anm.: Sohn des Nürnberger Patriziers und kurpfälzischen Regimentsrats Jakob Geuder von Heroldsberg (1575-1616); zunächst kaiserlicher Leutnant (im Regiment der fränkischen Reichsritterschaft) und Rittmeister; Rat des Kantons Gebürg; Hofmeister und Kanzleidirektor des Grafen Wolfgang Ernst von Löwenstein-Wertheim (1578-1636); zwischen 1631 und 1635 schwedischer Rittmeister und Kriegsrat im Fränkischen Reichskreis, auch Gesandter der fränkischen Reichsritterschaft; 1634/35 Vertreter der Grafen im fränkischen Kreisrat des Heilbronner Bundes; ab 1635 Ritterhauptmann des reichsritterschaftlichen Orts Gebirg; seit 1636 Hofmeister und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1636 außerdem Rat des Markgrafen Christian von Brandenburg-Bayreuth (1581-1655); später Direktor der fränkischen Reichsritterschaft; zuletzt auch Generaldirektor der reichsunmittelbaren Ritterschaftskreise Franken, Schwaben und Rheinstrom; 1636 Ritterschlag durch in Regensburg; ab 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ergänzende").

Weiterführende Informationen in der DNB
N. N. Geyer von Osterburg (2)

Anm.: Niederösterreichischer Adliger; Gemahl der N. N. Geyer von Osterburg (3).
N. N. Geyer von Osterburg (3)

Anm.: Niederösterreichische Adlige; Gemahlin des N. N. Geyer von Osterburg (2).
Hans Ehrenreich Geyer von Osterburg

Anm.: Sohn des Hans Adam Geyer von Osterburg; um 1623 Page des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg; seit 1635 kaiserlicher Kämmerer; 1650 Erhebung in den Freiherrenstand.
N. N. Gonzaga (1)

gest.: 1623
Anm.: Erschossen in Padua durch seinen Bruder N. N. Gonzaga (2).
N. N. Gonzaga (2)

Anm.: Bruder von N. N. Gonzaga (1); um 1623 in Padua.
Annibale Gonzaga di Bozzolo

geb.: 1602
gest.: 1668
Anm.: Sohn des Ferrante Gonzaga (1550-1605), Principe di Bozzolo; ab 1631 kaiserlicher Kämmerer; kaiserlicher Obrist (1634), Generalfeldwachtmeister (1635), Feldzeugmeister (1639) und Feldmarschall (1658); 1640 Kommandant von Wien; 1643 Obrist der Wiener Stadtwache; seit 1654 Geheimer Rat; 1654/55 Oberststallmeister; 1655-1661 Oberstkämmerer; ab 1666 Hofkriegsratspräsident und Obersthofmeister der verwittweten Kaiserin Eleonora Magdalena (1630-1686); seit 1657 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Carlo I. Gonzaga di Nevers
Duc Charles I. de Nevers et Rethel
Duca Carlo I. di Mantova e Monferrato

geb.: 1580
gest.: 1637
Anm.: Sohn des Luigi Gonzaga, Duc de Nevers et Rethel (1539-1595); ab 1595 Herzog von Nevers und Rethel; seit 1630 auch Herzog von Mantua und Montferrat.

Weiterführende Informationen in der DNB
Ferdinando Gonzaga
Duca Ferdinando di Mantova e Monferrato

geb.: 1587
gest.: 1626
Anm.: Sohn des Duca Vincenzo I. di Mantova e Monferrato; 1607-1612 Kardinal; seit 1612 Herzog von Mantua und Montferrat.

Weiterführende Informationen in der DNB
Ferrante Gonzaga di Bozzolo
Marchese Ferrante di Gazzuolo

geb.: 1550
gest.: 1605
Anm.: Sohn des Carlo Gonzaga (1523-1555), Principe di Bozzolo; seit 1555 Marchese die Gazzuolo; kaiserlicher Hauptmann (1581), Obrist (vor 1593) und Generalfeldmarschall (1600).
Maria Franziska Hedwig Gonzaga di Bozzolo
Geburtsname: Herzogin Maria Franziska Hedwig von Sachsen-Lauenburg

geb.: 1597
gest.: 1644
Anm.: Tochter des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); seit 1635 Ehe mit Annibale Gonzaga (1602-1668).
Vincenzo Gonzaga
Duca Vincenzo I. di Mantova e Monferrato

geb.: 1562
gest.: 1612
Anm.: Sohn des Guglielmo Gonzaga, Duca di Mantova e Monferrato (1538-1587); ab 1587 Herzog von Mantua und Montferrat; seit 1589 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Adam Gordon

Anm.: Cousin des Schotten John Gordon (gest. 1649); kaiserlicher Hauptmann und Obristleutnant.
John Gordon

gest.: 1649
Anm.: Cousin des Schotten Adam Gordon; kaiserlicher Hauptmann und Obristwachtmeister (1627), Obristleutnant (1632) und Obrist (1634), der 1634 als Kommandant von Eger seinen Oberbefehlshaber Wallenstein (1583-1634) tötete; seit 1634 kaiserlicher Kämmerer.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Pietro Gradenigo

geb.: 1251
gest.: 1311
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Marco Gradenigo; zunächst mehrmals Galeerenkommandant; bis 1289 Podestà von Capodistria; seit 1289 Doge der Republik Venedig.

Weiterführende Informationen in der DNB
Sebastian von Greiß zu Wald

geb.: 1564
gest.: nach 1623
Anm.: Sohn des Christoph von Greiß (gest. 1576); seit 1598 niederösterreichischer Regimentsrat; nach 1607 Hofkammerrat.
Ulrich d. Ä. Grundherr von Altenthann und Weyherhaus

geb.: 1570
gest.: 1654
Anm.: Sohn des Nürnberger Patriziers Leonhard Grundherr von Altenthann und Weyherhaus (1526-1578); 1607 "junger" und 1620 "alter" Bürgermeister der Reichsstadt Nürnberg; 1638 Stadtsiegelbewahrer; 1642 zweiter Losungsherr; 1653 vorderster Losungsherr und Reichsschultheiß.

Weiterführende Informationen in der DNB
Ulrich d. J. Grundherr von Altenthann und Weyherhaus

geb.: 1608
gest.: 1681
Anm.: Sohn des Nürnberger Patriziers Ulrich d. Ä. Grundherr von Altenthann und Weyherhaus (1570-1654); um 1637 Kammerjunker der Pfalzgräfin Hedwig von Pfalz-Sulzbach (1603-1657); 1638 Genannter und Pfleger von Velden; 1646 Pfleger von Hersbruck; 1656 "junger" und 1670 "alter Bürgermeister", 1677 Septemvir und Vorderster Landpfleger der Reichsstadt Nürnberg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Gaspar de Guzmán y Pimentel Ribera y Velasco de Tovar
Conde Gaspar de Olivares
Duque Gaspar de Sanlúcar la Mayor

geb.: 1587
gest.: 1645
Anm.: Sohn des Enrique de Guzmán y Ribera, Conde de Olivares (1540-1607); spanischer Grande; ab 1622 Sumiller de Corps und Caballerizo mayor, 1623-1643 führender Minister und seit 1636 Camarero mayor des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); ab 1625 Duque de Sanlúcar la Mayor.

Weiterführende Informationen in der DNB
Levin Ludwig (von) Hahn

geb.: 1579
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Cuno Hahn (1540-1590); Gutsherr auf Seeburg; Kammerjunker des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1628 Hauptmann des Stifts Quedlinburg; seit 1626 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Zusammenziehende").

Weiterführende Informationen in der DNB
James Hamilton
Marquess James of Hamilton
Earl James of Cambridge
Duke James of Hamilton
Marquess James of Clydesdale

geb.: 1606
gest.: 1649
Anm.: Sohn des schottischen Adligen James Hamilton, 2. Marquess of Hamilton (1589-1625); 1625-1643 1. Marquess of Hamilton; ab 1625 2. Earl of Cambridge; seit 1628 Gentleman of the Bedchamber und 1628–1644 Master of the Horse des Königs Karl I. von England (1600-1649); 1631/32 Unterstützung des Königs Gustav II. Adolph von Schweden (1594-1632) mit einer fünf Regimenter starken englisch-schottischen Armee auf dem deutschen Kriegsschauplatz; 1638-1641 Lord Chancellor of Scotland; ab 1643 1. Duke of Hamilton und 1. Marquess of Clydesdale; 1648 Kommandeur eines schottischen Hilfsheeres für die englischen Royalisten, wurde jedoch von Cromwell geschlagen und gefangen; 1649 Enthauptung in London; seit 1630 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Philipp Moritz von Hanau-Münzenberg

geb.: 1605
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Grafen Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg (1576-1612); ab 1612 regierender Graf von Hanau-Münzenberg (bis 1626 unter mütterlicher Vormundschaft); Obrist in kaiserlichen (1629) bzw. schwedischen (1632) Diensten; seit 1627 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Faselnde").

Weiterführende Informationen in der DNB
N. N. (von) Harburg (1)

Anm.: Sohn des N. N. (von) Harburg (2).
N. N. (von) Harburg (2)

Anm.: Vater des N. N. (von) Harburg (1).
Graf Julius von Hardegg

geb.: 1594
gest.: 1684
Anm.: Sohn des Grafen Georg Friedrich von Hardegg (1568-1628); 1630-1636 Inhaber und Obrist eines kaiserlichen Regiments; seit 1633 kaiserlicher Kämmerer.
N. N. van Harderwijk (1)

Anm.: Angehöriger des Harderwijker Adelsgeschlechts.
Ernst Adalbert von Harrach
Erzbischof Ernst Adalbert von Prag
Bischof Ernst Adalbert von Trient

geb.: 1598
gest.: 1667
Anm.: Sohn des Karl von Harrach (1570-1628); ab 1621 Cameriere segreto von Papst Gregor XV. (1554-1623); seit 1623 Erzbischof von Prag; ab 1626 Kardinal; seit 1665 auch Bischof von Trient.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Karl von Harrach

geb.: 1570
gest.: 1628
Anm.: Sohn des Leonhard von Harrach (1542-1597); ab 1595 niederösterreichischer Regimentsrat; seit 1601 Hofkammerrat; kaiserlicher Botschafter an verschiedenen deutschen Höfen (1614-1617), bei der Republik Venedig (1618) und in München (1620); ab 1619 kaiserlicher Kämmerer; Geheimer Rat von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); um 1621 Erhebung in den persönlichen und 1627 in den erblichen Grafenstand; seit 1627 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Leonhard Karl von Harrach

geb.: 1594
gest.: 1645
Anm.: Sohn des Karl von Harrach (1570-1628); 1616-1618 niederösterreichischer Regimentsrat; 1618-1628 Reichshofrat; seit 1619 kaiserlicher Kämmerer; 1631-1637 kaiserlicher Obersthofmarschall; 1627 Erhebung in den Grafenstand.
Johann Harschleben

Anm.: Ca. 1618-1637 Amtmann in Ballenstedt.
Georg Christoph von Haslang

geb.: 1602
gest.: 1684
Anm.: Sohn des Heinrich von Haslang (gest. 1607); ab 1621 bayrischer Truchseß und Hofrat; 1622 Erhebung in den Freiherrenstand; 1632 Rittmeister; 1635-1643 Kämmerer; 1639-1662 Pfleger von Pfaffenhofen; seit 1643 Hofmarschall; ab 1645 Geheimer Rat; Gesandter Kurbayerns auf dem Regensburger Reichtag (1641/42) und in Wien (1642 und 1644); 1645-1648 Prinzipalgesandter des bayerischen Kurfürsten auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; 1653 kurbayerischer Gesandter bei der Königswahl Ferdinands IV.; zuletzt Oberstkämmerer und seit 1662 Geheimer Ratsdirektor; 1662-1679 Pfleger von Friedberg.

Weiterführende Informationen in der DNB
N. N. von Hattung

Anm.: 1635 Abgestandter der holsteinischen Landstände in Wien.
Jakob Heilbronner
Jakob Heilbrunner

geb.: 1548
gest.: 1618
Anm.: Sohn des lutherischen Theologen Hieronymus Heilbronner (1522–1564); Studium der Theologie in Tübingen; 1577 Promotion zum Dr. theol.; ab 1573 Pfarrer in Wien, Rigersburg (Mähren) und Sitzendorf (Niederösterreich); 1575-1580 Hofprediger in Zweibrücken; 1580/81 Superintendent in Bensheim; 1581-1585 Generalsuperintendent in Amberg; 1588-1615/16 Hofprediger und Kirchenrat in Neuburg an der Donau; seit 1616 Abt von Anhausen; ab 1616 auch Abt und Generalsuperintendent von Bebenhausen; vgl. Maximilian Weigel / Joseph Wopper / Hans Ammon: Ambergisches Pfarrerbuch, Kallmünz 1967, S. 58f., Nr. 374.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Johan van der Hell

geb.: 1587
gest.: 1649
Anm.: Sohn des Harderwijker Ratsherrn (Schöffen) und Bürgermeisters Casijn van der Hell (1557-1601); 1622 Aufnahme in die Ritterschaft von Veluwe; seit 1634 Schöffe und mehrfach Bürgermeister von Harderwijk; vgl. W. J. Baron d'Ablaing van Giessenburg: De Ridderschap van Veluwe of Geschiedenis der Veluwsche Jonkers, 'sGravenhage 1859, S. 254.
N. N. von Herberstein (1)

gest.: 1635
Anm.: Lutherischer Angehöriger des steirisch-österreichischen Adelsgeschlechts.
Graf Adam von Herberstorff

geb.: 1585
gest.: 1629
Anm.: Sohn des Otto von Herberstorff (1551-1601) auf Kalsdorf/Steiermark; Herr auf Teublitz/Oberpfalz; 1610/11 pfälzisch-neuburgischer Pfleger von Beratzhausen; 1612-1614 Landrichter in Sulzbach; ab 1614 Pfleger von Reichertshofen; 1616-1619 Landschaftskommissar des Fürstentums Pfalz-Neuburg; ca. 1616/17 Konversion zum katholischen Glauben; bayerischer Rittmeister (1619), Obrist (1620) und Generalwachtmeister (1622/23); 1620-1628 Statthalter des an Bayern verpfändeten Erzherzogtums Österreich ob der Enns; seit 1628 Landeshauptmann von Oberösterreich; 1623 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
N. N. von Heritsch

Anm.: Angehöriger des steirischen Adelsgeschlechts.
Landgraf Georg II. von Hessen-Darmstadt

geb.: 1605
gest.: 1661
Anm.: Sohn des Landgrafen Ludwig V. von Hessen-Darmstadt (1577-1626); seit 1626 regierender Landgraf von Hessen-Darmstadt.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Landgraf Ludwig V. von Hessen-Darmstadt

geb.: 1577
gest.: 1626
Anm.: Sohn des Landgrafen Georg I. von Hessen-Darmstadt (1547-1596); ab 1596 regierender Landgraf von Hessen-Darmstadt; seit 1604 Erbe der halben Landgrafschaft Hessen-Marburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Landgraf Moritz von Hessen-Kassel

geb.: 1572
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Landgrafen Wilhelm IV. von Hessen-Kassel (1532-1592); 1592-1627 regierender Landgraf von Hessen-Kassel, Abdankung auf Drängen der hessischen Landstände zugunsten seines Sohnes Wilhelm V. (1602-1637); seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgenannte").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Landgraf Otto von Hessen-Kassel

geb.: 1594
gest.: 1617
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); seit 1613 Statthalter seines Vaters in Oberhessen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Landgraf Wilhelm V. von Hessen-Kassel

geb.: 1602
gest.: 1637
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); ab 1617 Administrator von Hersfeld; nach der erzwungenen Abdankung seines Vaters seit 1627 regierender Landgraf von Hessen-Kassel; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kitzliche").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Hans Wolf von der Heyden

gest.: 1643
Anm.: Westfälischer Adliger; 1618 Hauptmann im Heer der Protestantischen Union unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); ab 1620 Komtur der Johanniter-Kommende zu Süpplingenburg; 1621 kurpfälzischer Obristleutnant unter Markgraf Johann Georg von Brandenburg-Jägerndorf (1577-1624) bzw. Sigismund von Brandenburg (1592-1640); 1625/26 kurbrandenburgischer Obristleutnant; seit 1625 kurfürstlicher Amtshauptmann von Tangermünde und Burgstall (Altmark); später in dänischen Diensten; ab 1632 schwedischer Obrist unter Herzog Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641).
Gerhart van Hoeclum

geb.: 1581
gest.: 1647
Anm.: Sohn des Willem van Hoeclum (1545-1595); um 1626 Bürgermeister von Harderwijk.
N. N. von Hövel

Anm.: Aus westfälischem Adelsgeschlecht; um 1626 evtl. in Diensten Fürst Christians II.
Georg Andreas von Hofkirchen

geb.: 1562
gest.: 1623
Anm.: Sohn des Wilhelm von Hofkirchen (1529-1584); 1608 kaiserlicher Obrist; Kämmerer und Hofkriegsrat unter Kaiser Matthias (1557-1619); 1619/20 General-Landobrist der österreichischen Ständetruppen gegen Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); 1620 Ächtung, Enteignung und Emigration.
Graf Georg Friedrich von Hohenlohe-Weikersheim

geb.: 1569
gest.: 1645
Anm.: Sohn des Grafen Wolfgang von Hohenlohe-Neuenstein (1546-1610); kaiserlicher Offizier im Langen Türkenkrieg; ab 1610 regierender Graf von Hohenlohe in Weikersheim; 1618-1620 Generalobristleutnant der böhmischen Aufständischen; 1621-1623 Reichsacht; 1632 schwedischer Generalstatthalter im Schwäbischen Reichskreis; 1633 schwedischer Statthalter von Augsburg; daraufhin bis 1637 erneut geächtet; seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Getreue").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Johann Georg von Hohenzollern-Hechingen
Fürst Johann Georg von Hohenzollern-Hechingen

geb.: 1577
gest.: 1623
Anm.: Sohn des Grafen Eitel Friedrich von Hohenzollern-Hechingen (1545-1605); 1603-1605 Reichskammergerichtspräsident; ab 1605 regierender Graf von Hohenzollern in Hechingen; 1609-1613 Reichshofratsvizepräsident; seit 1613 Reichshofratspräsident; wiederholt Gesandter der Kaiser Rudolph II. (1552-1612), Matthias und Ferdinand II. (1578-1637); ab 1620 kaiserlicher Kämmerer; 1623 Erhebung in den Fürstenstand; seit 1620 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Graf Johann von Hohenzollern-Sigmaringen
Fürst Johann von Hohenzollern-Sigmaringen

geb.: 1578
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Grafen Karl von Hohenzollern-Sigmaringen (1547-1606); ab 1606 regierender Graf von Hohenzollern in Sigmaringen; seit 1614 Geheimer Rat und Kämmerer des Herzogs Maximilian I. von Bayern (1573-1651); ab 1618 bayerischer Obersthofmeister und Oberstkämmerer; später auch Präsident des Geheimen Rats; 1623 Erhebung in den Fürstenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
N. N. Hohmuth

Anm.: Um 1626 Rentmeister von Schüttorf in der Grafschaft Bentheim.
Graf Heinrich Holk

geb.: 1599
gest.: 1633
Anm.: Sohn des dänischen Kriegskommissars und Diplomaten Ditlev Holk (1556-1633); zunächst in dänischen Kriegsdiensten, spätestens ab 1626 als Obrist; kaiserlicher Obrist (1630), Generalfeldwachtmeister (1632), Feldmarschallleutnant (1632) und Feldmarschall (1632); seit 1630 kaiserlicher Kämmerer; 1633 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Jodocus Hondius
Josse de Hondt

geb.: 1563
gest.: 1612
Anm.: Sohn von Olivier de Hondt; ab 1563 Kupferstecherlehre in Gent; 1584 Flucht nach London; seit 1593 Kartograph und Verleger in Amsterdam.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Hortensio N. N.

Anm.: 1614 Tanzmeister des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg in Padua.
Johannes Hothorn

Anm.: Um 1627/28 Richter in Ballenstedt.
Christian Julius von Hoym

geb.: 1586
gest.: 1656
Anm.: Sohn des anhaltischen Oberpräsidenten und Kammerrats Christoph von Hoym (1534-1605); Herr auf Droyßig und Burgscheidungen; Erbkämmerer des Hochstifts bzw. kurbrandenburgischen Fürstentums Halberstadt; vgl. Gottfried Lobeck: Geistliches Sterbe-Bettlein/ Aus dem güldenen Macht-Spruch Joh. 3. v. 16 [...], o. O. 1656, o. S.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Johann Balthasar von Hoyos

geb.: 1583
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Ludwig Gomez von Hoyos (1551-1606); ab 1619 kaiserlicher Kämmerer; seit 1626 Landmarschall von Niederösterreich; 1628 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Christoph von Hünicke

gest.: nach 1638
Anm.: Sohn des Melchior von Hünicke; Erbherr auf Satzka und Schkopau; bereits um 1596 Domherr und spätestens seit 1619 Domdechant in Magdeburg.
Enno Wilhelm von Innhausen und Knyphausen

geb.: 1586
gest.: 1656
Anm.: Sohn des Wilhelm von Innhausen und Knyphausen (1557-1631); 1612-1615 Hofmeister und Geheimer Rat des Grafen Enno III. von Ostfriesland (1563-1625); ab 1617 Administrator des Kollegiums der ostfriesischen (ritterschaftlichen) Gemeinen Landeskollekten; 1618-1625 Hauptmann bzw. Kommandant der ganzen Garnison von Hamburg; 1625-1627 dänischer Generalquartiermeister; 1627-1643 erneut Kommandant der hamburgischen Garnison (1632 Obristleutnant); bis mindestens 1638 auch Obrist in schwedischen Diensten; zuletzt ostfriesischer Gesandter, u. a. auf dem Friedenskongress in Münster und auf dem Regensburger Reichstag (1653); seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verfolgende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Isaak

Anm.: Biblische Figur.

Weiterführende Informationen in der DNB
Jagiellonen, Dynastie

Anm.: Litauisch-polnische, ursprünglich aus Litauen stammende Nebenlinie des Hauses Gediminas, die polnische Könige und die Großfürsten von Litauen, seit dem 15. Jahrhundert auch ungarische, kroatische und böhmische Könige stellte.

Weiterführende Informationen in der DNB
Jesus Christus
Jesus von Nazareth

Anm.: Biblische Figur.

Weiterführende Informationen in der DNB
Hans Helfreich Jörger von Tollet

geb.: 1594
gest.: 1655
Anm.: Sohn des Hans Jörger von Tollet (1558-1627); Herr auf Zäcking; 1620 Ächtung wegen Teilnahme am böhmisch-österreichischen Ständeaufstand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Hans Maximilian Jörger von Tollet

geb.: 1585
gest.: 1655
Anm.: Sohn des Hans Jörger von Tollet (1558-1627); Herr auf Pottenbrunn; 1618-1620 Teilnahme am böhmisch-österreichischen Ständeaufstand als Dragonerhauptmann; 1620 Ächtung.

Weiterführende Informationen in der DNB
Jupiter

Anm.: Oberste Gottheit der römischen Religion.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kaiser (Römisches Reich) Augustus
Gaius Octavius

geb.: 63 v. Chr.
gest.: 14 n. Chr.
Anm.: Sohn des römischen Politikers Gaius Octavius (gest. 59/58 v. Chr.); als Großneffe und Adoptivsohn des Gaius Iulius Caesar (100-44 v. Chr.) seit 27 v. Chr. erster Kaiser des Römischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand I.
König Ferdinand I. von Böhmen
König Ferdinand I. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand I. von Österreich

geb.: 1503
gest.: 1564
Anm.: Sohn des Herzogs Philipp I. von Burgund (1478–1506), ab 1504 König von Kastilien und León; seit 1521 regierender Erzherzog von Österreich; ab 1526 König von Böhmen und Ungarn; seit 1558 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; ab 1516 Ordensritter vom Goldenen Vlies; seit 1522 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand II.
König Ferdinand II. von Böhmen
König Ferdinand II. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand II. von Österreich

geb.: 1578
gest.: 1637
Anm.: Sohn des Erzherzogs Karl II. von (Inner-)Österreich (1540-1590); ab 1590 regierender Erzherzog der innerösterreichischen Erblande (bis 1596 unter Vormundschaft); 1617-1627 König von Böhmen; 1618-1625 König von Ungarn; seit 1619 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; ab 1596 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. von Österreich

geb.: 1608
gest.: 1657
Anm.: Sohn des Erzherzogs Ferdinand II. von (Inner-)Österreich (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Friedrich I. Barbarossa
Herzog Friedrich III. von Schwaben

geb.: 1122
gest.: 1190
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich II. von Schwaben (1090-1147); 1147-1152 regierender Herzog von Schwaben; ab 1152 römisch-deutscher König; seit 1155 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Friedrich III.
Erzherzog Friedrich V. von Österreich
Herzog Friedrich V. von Kärnten

geb.: 1415
gest.: 1493
Anm.: Sohn des Herzogs Ernst von Österreich (1377-1424); ab 1424 regierender Herzog der Steiermark, von Kärnten und Krain (bis 1435 unter Vormundschaft); seit 1439 regierender Herzog von Österreich; ab 1440 römisch-deutscher König; seit 1452 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; ab 1491 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Heinrich II.
König Heinrich II. von Ostfrankenreich
König Heinrich II. von Italien
Herzog Heinrich IV. von Bayern

geb.: 973
gest.: 1024
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich II. von Bayern (951-995); 995-1004 und 1009-1017 regierender Herzog von Bayern; ab 1002 König des Ostfrankenreiches; seit 1004 König von Italien; ab 1014 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Heinrich IV.
Herzog Heinrich VIII. von Bayern

geb.: 1050
gest.: 1106
Anm.: Sohn von Kaiser Heinrich III. (1016-1056); 1053/54 regierender Herzog von Bayern; 1056–1105 römisch-deutscher König; 1084-1105 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Heinrich V.

geb.: 1081/86
gest.: 1125
Anm.: Sohn von Kaiser Heinrich IV. (1050-1106); ab 1106 römisch-deutscher König; seit 1111 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Karl V.
König Karl I. von Spanien
Erzherzog Karl I. von Österreich
Herzog Karl III. von Luxemburg

geb.: 1500
gest.: 1558
Anm.: Sohn des Herzogs Philipp I. von Burgund (1478–1506), ab 1504 König von Kastilien und León; 1516–1555 Herzog von Luxemburg; 1516–1556 König von Spanien; 1519-1556 römisch-deutscher König; 1519–1521 regierender Erzherzog von Österreich; 1520-1556 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1501 Ritter und 1506-1555 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies; ab 1508 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Römisches Reich) Konstantin I.

gest.: 337
Anm.: Sohn des römischen Kaisers Constantius I. (gest. 306); ab 306 Kaiser des Römischen Reiches (seit 324 als Alleinherrscher).

Weiterführende Informationen in der DNB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ludwig IV.
Herzog Ludwig IV. von Bayern
Pfalzgraf Ludwig III. bei Rhein

geb.: 1281/82
gest.: 1347
Anm.: Sohn von Ludwig dem Strengen, Herzog von Bayern und Pfalzgraf bei Rhein (1229-1294); 1294–1329 regierender Pfalzgraf bei Rhein (bis 1317 mit seinem älteren Bruder Rudolph I.); 1294–1340 regierender Herzog in Oberbayern (bis 1317 mit seinem älteren Bruder Rudolph I.); ab 1340 regierender Herzog von Bayern; seit 1314 römisch-deutscher König; ab 1328 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Matthias
König Matthias II. von Böhmen
König Matthias II. von Ungarn
Erzherzog Matthias von Österreich

geb.: 1557
gest.: 1619
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Maximilian II. (1527-1576); 1593–1608 Statthalter von Niederösterreich; ab 1608 regierender Erzherzog von Österreich; 1608–1618 König von Ungarn; 1611–1617 König von Böhmen; seit 1612 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; ab 1596 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Byzantinisches Reich) Maurikios
Flavius Mauricius Tiberius

geb.: 539
gest.: 602
Anm.: Oströmischer Feldherr und Schwiegersohn des byzantinischen Kaisers Tiberius I. (gest. 582); seit 582 Kaiser des Byzantinischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Maximilian I.
Herzog Maximilian von Burgund
Erzherzog Maximilian I. von Österreich
Herzog Maximilian I. von Luxemburg
Graf Maximilian I. von Tirol

geb.: 1459
gest.: 1519
Anm.: Sohn von Kaiser Friedrich III. (1415-1493); 1477-1482 iure uxoris Herzog von Burgund; 1482–1516 Herzog von Luxemburg; ab 1486 römisch-deutscher König; seit 1493 regierender Erzherzog von Österreich; ab 1508 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1478 Ritter und Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies; ab 1489 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Maximilian II.
König Maximilian von Böhmen
König Maximilian II. von Ungarn
Erzherzog Maximilian II. von Österreich

geb.: 1527
gest.: 1576
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand I. (1503-1564); 1552–1564 Statthalter von Niederösterreich; 1562–1575 König von Böhmen; 1563–1572 König von Ungarn; 1562–1575 römisch-deutscher König; ab 1564 regierender Erzherzog von Österreich; seit 1564 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; ab 1546 Ordensritter vom Goldenen Vlies; seit 1567 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Otto I. (der Große)
König (Ostfrankenreich) Otto I.
König Otto I. von Italien
Herzog Otto II. von Sachsen

geb.: 912
gest.: 973
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich I. von Sachsen (gest. 936); ab 936 Herzog von Sachsen und König des Ostfrankenreiches; seit 951 König von Italien; ab 962 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Rudolph II.
König Rudolph II. von Böhmen
König Rudolph II. von Ungarn
Erzherzog Rudolph V. von Österreich

geb.: 1552
gest.: 1612
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Maximilian II. (1527-1576); 1571–1576 Statthalter von Niederösterreich; 1572–1608 König von Ungarn; 1575–1611 König von Böhmen; 1576–1608 regierender Erzherzog von Österreich; seit 1576 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1578 Ritter des Hosenbandordens; seit 1585 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Römisches Reich) Tiberius
Tiberius Claudius Nero

geb.: 42 v. Chr.
gest.: 37 n. Chr.
Anm.: Sohn des Prätors Tiberius Claudius Nero (gest. um 33 v. Chr.); 4 n. Chr. Adoption durch seinen Stiefvater Kaiser Augustus (63 v. Chr.-14 n. Chr.); seit 14 n. Chr. Kaiser des Römischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kaiser (Römisches Reich) Vespasian
Titus Flavius Vespasianus

geb.: 9
gest.: 79
Anm.: Sohn des römischen Ritters Titus Flavius Sabinus; ab 42 erfolgreiche militärische Karriere; seit 69 Kaiser des Römischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Eleonora
Königin Eleonora von Böhmen
Königin Eleonora von Ungarn
Erzherzogin Eleonora von Österreich
Geburtsname: Eleonora Gonzaga

geb.: 1598
gest.: 1655
Anm.: Tochter des Vincenzo I. Gonzaga, Herzog von Mantua (1562-1612); 1622-1637 Ehe mit Kaiser Ferdinand II. (1578-1637).

Weiterführende Informationen in der DNB
Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Maria Anna
Königin Maria Anna von Böhmen
Königin Maria Anna von Ungarn
Erzherzogin Maria Anna von Österreich
Geburtsname: Infantin Maria Anna von Spanien und Portugal

geb.: 1606
gest.: 1646
Anm.: Tochter des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); seit 1631 Ehe mit Kaiser Ferdinand III. (1608-1657).

Weiterführende Informationen in der DNB
Erhard Kern

Anm.: Waldbürger im oberungarischen Schemnitz (Banská Štiavnica).
Rudolph Kern

Anm.: Sohn des Schemnitzer Waldbürgers Erhard Kern; 1635 Wiener Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Hans Andreas Kessler (von Kessel)

gest.: nach 1641
Anm.: Vermutlich in der Oberpfalz geboren; 1629 kaiserlicher Obristleutnant unter Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632); 1636-1641 kaiserlicher Obrist und Kommandant in Schweinfurt; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Befördernde").
Graf Franz Christoph Khevenhüller von Frankenburg

geb.: 1588
gest.: 1650
Anm.: Sohn des Grafen Bartholomäus Khevenhüller (1539-1613); um 1609 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1614 kaiserlicher Kämmerer; 1617-1631 kaiserlicher Gesandter in Madrid; seit 1621 Geheimer Rat; 1631-1646 Obersthofmeister der Königin bzw. Kaiserin Maria Anna (1606-1646); ab 1623 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Hanns Jakob Khiesel von Kaltenbrunn
Graf Hanns Jakob von Gottschee

geb.: 1565
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Johann Khiesel von Kaltenbrunn (1530-1591); um 1601 Konversion zum katholischen Glauben; Kämmerer und Hofkriegsrat des Erzherzogs Ferdinand II. von (Inner-)Österreich (1578-1637); 1616-1619 kaiserlicher Oberststallmeister; seit 1620 Oberstkämmerer; 1622 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Wenzel Kinsky von Wchinitz und Tettau

geb.: 1572
gest.: 1626
Anm.: Sohn des Johann d. Ä. Kinsky von Wchinitz und Tettau (gest. 1590); ab 1596 Kämmerer und Rat des Königs Matthias von Ungarn; seit 1621 kaiserlicher Kämmerer.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kaspar Ernst von Knoch(e)

geb.: 1582
gest.: 1641
Anm.: Sohn des Kaspar von Knoch (gest. 1588/89); 1597-1602 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); 1606-1632 Amtshauptmann von Harzgerode und Güntersberge; 1632-1636 schwedischer Beamter in den Stiften Magdeburg und Halberstadt; ab 1636 Angehöriger des engeren Ständeausschusses im Fürstentum Anhalt; seit 1639 anhaltisch-dessauischer Geheimer Rat und Hofmarschall sowie Amtshauptmann von Sandersleben und Freckleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ausbreitende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
König (Heiliges Römisches Reich) Albrecht I.
Herzog Albrecht I. von Österreich
Herzog Albrecht I. von Steiermark
Herzog Albrecht I. von Krain

geb.: 1255
gest.: 1308
Anm.: Sohn des späteren römisch-deutschen Königs Rudolph I. (1218-1291); ab 1282 regierender Herzog von Österreich, der Steiermark und von Krain; seit 1298 römisch-deutscher König.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
König (Ostfrankenreich) Heinrich I.
Herzog Heinrich I. von Sachsen

geb.: ca. 875
gest.: 936
Anm.: Sohn des Herzogs Otto I. von Sachsen (gest. 912); ab 912 Herzog von Sachsen; seit 919 König des Ostfrankenreiches.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
König (Heiliges Römisches Reich) Rudolph I.
Herzog Rudolph I. von Österreich
Herzog Rudolph I. von Steiermark
Herzog Rudolph I. von Kärnten
Herzog Rudolph I. von Krain
Graf Rudolph IV. von Habsburg

geb.: 1218
gest.: 1291
Anm.: Sohn des Grafen Albrecht IV. von Habsburg (gest. 1239); ab 1240 regierender Graf von Habsburg; seit 1273 römisch-deutscher König; 1276–1286 regierender Herzog von Kärnten und Krain; 1278–1282 regierender Herzog von Österreich und der Steiermark.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Georg von Kötschau

gest.: 1659
Anm.: Sohn des Albrecht von Kötschau (gest. 1612); bis 1635 Hofmeister der Gräfin Anna Sophia von Schwarzburg-Rudolstadt (1584-1652); 1636-1652 Haushofmeister des Herzogs Ernst I. von Sachsen-Gotha (1601-1675); seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Prangende").
N. N. Kohlmann

Anm.: Dr. med.; um 1635 vermutlich in Wien.
Graf Ernst von Kollonitsch

geb.: 1582
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Georg Seifried von Kollonitsch (1537-1599); ab 1619 kaiserlicher Kämmerer; Obrist und seit 1621 Festungskommandant von Komorn (Komárno); 1623 Konversion zum katholischen Glauben; 1637 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Sbigneus Leopold von Kolowrat-Novohradský

geb.: 1594
gest.: 1630
Anm.: Sohn des Johann von Kolowrat-Novohradský (gest. 1613); Kreishauptmann von Leitmeritz.
Ignatius Krafft
Abt Ignatius von Lilienfeld

geb.: 1590
gest.: 1639
Anm.: Sohn des Pankraz Krafft (1555-1616) in Aachen; 1618-1622 Abt des Stiftes Neukloster in Wiener Neustadt; 1622-1638 Abt von Lilienfeld; 1633-1637 Hofkammerpräsident; auch kaiserlicher Geheimer Rat.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Johann Philipp Kratz von Scharffenstein

geb.: 1591
gest.: 1635
Anm.: Sohn des kurtrierischen Rates Anton Kratz von Scharffenstein (gest. 1619); ab 1617 Domherr in Mainz; seit 1619 kaiserlicher Kämmerer; ab 1620 bayerisch-ligistischer Obrist; kaiserlicher Obrist (1624) und Generalfeldwachtmeister (1631); 1632/33 kurbayerischer Generalfeldzeugmeister; 1634 schwedischer Feldmarschall; 1634/35 kaiserlicher Kriegsgefangener; 1635 Enthauptung wegen Hochverrats; 1630 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
(Albrecht) Christoph von Krosigk

geb.: 1576
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Adolph von Krosigk (gest. 1605); anhaltisch-dessauischer Kammerrat, Hofmarschall und Amtshauptmann von Dessau; 1623 Capitain der anhaltischen Landesdefension; 1628 Unterdirektor des anhaltischen Landtages; 1617 Gründungsmitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlbekommende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Johanna Elisabeth von Krosigk

Anm.: Tochter des Dessauer Hofmarschalls (Albrecht) Christoph von Krosigk (1576-1638); 1637-1643 morganatische Ehe mit Fürst Georg Aribert von Anhalt-Dessau (1606-1643).
Graf Georg Adam von Kuefstein

geb.: 1605
gest.: 1656
Anm.: Sohn des Johann Jakob von Kuefstein (1577-1633); kaiserlicher Obrist, Generalmajor und Hofkriegsrat; 1639-1650 Obristleutnant der Wiener Stadtguardia; ab 1646 kaiserlicher Kämmerer; 1654 Erhebung in den Grafenstand; seit 1651 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kunstliebende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Johann Jakob von Kuefstein

geb.: 1577
gest.: 1633
Anm.: Sohn des Johann Georg von Kuefstein (1536-1603); ca. 1619/20 Generalproviantmeister der niederösterreichischen Stände; ab 1620 kaiserlicher Obrist; 1621 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1622 kaiserlicher Kämmerer.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Johann Maximilian von Lamberg

geb.: 1608
gest.: 1682
Anm.: Sohn des Georg Sigmund von Lamberg (1565-1632); ab 1631 kaiserlicher Kämmerer; 1637-1649 Reichshofrat; 1644-1649 kaiserlicher Prinzipalgesandter bei den Osnabrücker Friedensverhandlungen; 1653-1660 kaiserlicher Botschafter in Madrid; seit 1657 Geheimer Rat; 1661-1675 Obristkämmerer; ab 1675 Obersthofmeister und Geheimer Konferenzminister; 1641 Erhebung in den Grafenstand; seit 1655 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Wilhelm Lamormaini
Wilhelm Lämmermann
Guillaume Germain de Lamormain

geb.: 1570
gest.: 1648
Anm.: Sohn des Eberhard Germain; ab 1590 Jesuit; 1592-1596 Studium der Theologie in Wien; Professor der Philosophie (1598–1604) und Theologie (1606–1612) an der Jesuitenuniversität Graz; 1613 deren Rektor; 1622-1625 Rektor des Jesuitenkollegs in Wien; 1624-1637 Beichtvater von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); 1639-1643 Rektor des Wiener Jesuitenkollegs; 1643/44 Oberer der österreichischen Jesuitenprovinz.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
N. N. von der Lancken (1)

Anm.: Bruder des N. N. von der Lancken (2).
N. N. von der Lancken (2)

Anm.: Bruder des N. N. von der Lancken (1); um 1636 mecklenburgischer Amtshauptmann von Fürstenberg.
N. N. Landsperger

Anm.: 1635 Sekretär des verhafteten kaiserlichen Generals Hans Ulrich von Schaffgotsch (1595-1635).
Charles de Latfeur

geb.: ca. 1572
gest.: 1650
Anm.: Sohn von Jean de Latfeur (gest. 1597) aus Antwerpen; Kaufmann und Bankier in Amsterdam; um 1626 Tätigkeit für die Fürsten von Anhalt.
Friedrich Lebzelter

geb.: 1565
gest.: 1640
Anm.: Augsburger Bürger und Handelsmann; kursächsischer Kammerdiener, Agent und Gesandter, u. a. in Prag (1618-1620), Wien und Hamburg (1632-1634).
Constantin L'Empereur van Oppyck

geb.: 1591
gest.: 1648
Anm.: Sohn des aus Brabant geflüchteten Antonius Cäsar; 1607 Artesstudium in Leiden; 1614 Theologiestudium in Franeker; 1617 Doktorpromotion; ab 1619 Professor der Theologie und hebräischen Sprache sowie Bibliothekar des Gymnasiums von Harderwijk; seit Ende 1627 Professor für Hebräisch und Chaldäisch, 1646 für Theologie an der Universität Leiden; 1639 Rat des Johann Moritz von Nassau-Siegen (1604-1679).

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Johann von Leubelfing

geb.: 1578
gest.: 1648
Anm.: Sohn des Seifried von Leubelfing; seit 1620 Obrist der Nürnberger Stadtgarde (noch 1634); um 1637 in brandenburgisch-ansbachischen Diensten.
Landgraf Maximilian Adam von Leuchtenberg

geb.: 1611
gest.: 1646
Anm.: Sohn des Landgrafen Wilhelm von Leuchtenberg (1586-1634); ab 1634 regierender Landgraf von Leuchtenberg; seit 1641 kaiserlicher Kommandant von Nördlingen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Emir Fachr-ad-Din II. von Libanon

geb.: 1572
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Emirs Qorqmaz ibn Ma'n von Libanon (gest. 1585); 1593-1613 und 1618-1633 regierender Emir der Drusen (1613-1618 Exil in Europa); 1633-1635 Inhaftierung in Konstantinopel; 1635 Hinrichtung.

Weiterführende Informationen in der DNB
Christian Liebenthal

geb.: 1586
gest.: 1647
Anm.: Sohn des neumärkischen Insprektors Burkhard Liebenthal; Studium in Frankfurt/Oder (1604), Wittenberg und Rostock (1610-1612); Promotion zum Dr. iur. utr. in Gießen; ab 1616 Professor für Rhetorik an der Universität Gießen; seit 1624 hessisch-darmstädtischer Rat und wiederholt Gesandter am Kaiserhof; 1647 Tod als comes palatinus in Klagenfurt.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Fürst Gundaker von Liechtenstein

geb.: 1580
gest.: 1658
Anm.: Sohn des Hartmann von Liechtenstein (1544-1585); ab 1599 kaiserlicher Kämmerer; 1602 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1606 Hofkammerrat; 1615/16 und 1619-1623 Hofkammerpräsident; ab 1621 Geheimer Rat; 1624-1626 Obersthofmeister; 1623 Erhebung in den Fürstenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Karl von Liechtenstein
Herzog Karl von Troppau-Jägerndorf

geb.: 1569
gest.: 1627
Anm.: Sohn des Hartmann von Liechtenstein (1544-1585); 1599 Konversion zum katholischen Glauben; 1604-1606 Landeshauptmann von Mähren; 1606/07 kaiserlicher Obersthofmeister; 1608 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1614 Herzog von Troppau; 1620 Generalbevollmächtigter von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); seit 1622 Statthalter und Vizekönig von Böhmen, Herzog von Jägerndorf und Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Fürst Karl Eusebius von Liechtenstein

geb.: 1611
gest.: 1684
Anm.: Sohn des Karl von Liechtenstein (1569-1627); ab 1627 Fürst und Oberhaupt der Familie (bis 1632 unter Vormundschaft seines Onkels Maximilian); 1639-1641 Oberlandeshauptmann von Schlesien.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Maximilian von Liechtenstein

geb.: 1578
gest.: 1645
Anm.: Sohn des Hartmann von Liechtenstein (1544-1585); 1600 Konversion zum katholischen Glauben; 1601/02 Reichshofrat; kaiserlicher Feldzeugmeister (1608/1620) und Generalfeldwachtmeister (1619); 1613-1615 Oberststallmeister von Kaiser Matthias (1557-1619); ab 1619 kaiserlicher Kämmerer; seit 1638 Kommandeur der ungarischen Grenzfestung Raab; 1623 Erhebung in den Fürstenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Axel Gustafsson Lillie
Graf Axel von Lillieborg

geb.: 1603
gest.: 1662
Anm.: Sohn des Gustaf Axelsson Lillie (gest. 1605); 1619 Page des Königs Gustav II. Adolph von Schweden; schwedischer Leutnant (1626), Obrist (1630), Generalmajor (1635), General (1654) und Feldmarschall (1657); ab 1638 Vizegouverneur in Vorpommern und Kommandant von Stralsund; 1641-1648 Vizegouverneur von ganz Pommern; zugleich 1642-1648 Gouverneur des Meißnischen Estats und Oberkommandant von Leipzig; seit 1648 Reichsrat; ab 1651 Kriegsrat; seit 1652 Kammerrat; 1652-1661 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1655/56 Gouverneur von Halland; ab 1661 Generalgouverneur von Livland; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand; seit 1652 Graf von Lillieborg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Karl von Limbach

gest.: 1638
Anm.: Um 1637 kaiserlicher Obrist.
Georg Lippay
Bischof Georg von Veszprém
Bischof Georg von Erlau
Erzbischof Georg von Gran

geb.: 1600
gest.: 1666
Anm.: Sohn des Johann Lippay (gest. 1616); 1633-1637 Bischof von Veszprém; ab 1635 Reichskanzler von Ungarn; kaiserlicher Geheimer Rat; 1637-1642 Bischof von Erlau (Eger); seit 1642 Erzbischof von Gran (Esztergom).

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Simon VII. zur Lippe-Detmold

geb.: 1587
gest.: 1627
Anm.: Sohn des Grafen Simon VI. zur Lippe (1554-1613); ab 1613 regierender Graf zur Lippe-Detmold; seit 1626 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Lange").

Weiterführende Informationen in der DNB
Katharina Benigna Popel von Lobkowitz

geb.: 1594
gest.: 1653
Anm.: Tochter des Adam Havel Popel von Lobkowitz (1557-1605); 1608-1647 Ehe mit Wilhelm Popel von Lobkowitz (1575-1647).
Fürst Sidonius Albrecht von Lobkowitz
Sidonius Albrecht Popel von Lobkowitz

geb.: 1568
gest.: 1628
Anm.: Sohn des Ladislaus Popel von Lobkowitz (1501-1584); 1591-1599 Reichshofrat; 1599-1619 und ab 1620 böhmischer Oberstkanzler; seit 1619 kaiserlicher Kämmerer; 1624 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1620 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Wenzel Eusebius von Lobkowitz
Herzog Wenzel Eusebius von Schlesien-Sagan

geb.: 1609
gest.: 1677
Anm.: Sohn des Sidonius Albrecht Popel von Lobkowitz (1568-1628); ab 1628 Fürst; kaiserlicher Obrist (1631), Generalfeldwachtmeister (1636) und Feldmarschall (1647); seit 1627 kaiserlicher Kämmerer; ab 1646 Herzog von Schlesien-Sagan; seit 1647 Geheimer Rat; 1650-1665 Hofkriegsratspräsident; 1665-1674 Obersthofmeister; ab 1670 erster Minister von Kaiser Leopold I.; seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Paris von Lodron
Erzbischof Paris von Salzburg

geb.: 1586
gest.: 1653
Anm.: Sohn des Grafen Niklas von Lodron (1549-1621); Domherr in Trient (1605) und Salzburg (1606); 1616-1619 Salzburger Dompropst und Präsident der erzbischöflichen Hofkammer; seit 1619 Erzbischof von Salzburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Sebastian von Lodron
Bischof Sebastian von Gurk

geb.: 1601
gest.: 1643
Anm.: Sohn des Grafen Hieronymus von Lodron (1580–1658); ab 1626 Domherr in Salzburg; seit 1627 Oberstkämmerer, um 1636 auch Obersthofmeister des Erzherzogs Leopold Wilhelm von Österreich (1614-1662); ab 1630 Bischof von Gurk.

Weiterführende Informationen in der DNB
Michael (von) Loefen

geb.: ca. 1550
gest.: 1620
Anm.: Exulant aus Trier; Dr. jur.; ab 1592 kurpfälzischer Rat in Heidelberg; Vertrauter des Amberger Statthalters Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630), mit dem er sich seit 1604 an einem Bergwerksunternehmen im Fichtelgebirge beteiligte; 1604 Nobilitierung.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Johann Löw d. Ä.

geb.: 1575
gest.: 1645?
Anm.: 1604-1645 anhaltischer Agent beim Reichshofrat in Wien; Tätigkeit in derselben Funktion für weitere lutherische und reformierte Reichsfürsten und -grafen (u. a. Pfalz-Sulzbach, Hanau-Münzenberg bzw. -Lichtenberg, Hohenlohe-Neuenstein, Castell, Bentheim-Tecklenburg, Nassau-Dillenburg, Erzstift Bremen) sowie für den König von Dänemark.
Johann Löw d. J.

Anm.: Älterer Sohn von Johann Löw d. Ä. (geb. 1575).
Graf Georg Ludwig von Löwenstein-Scharfeneck

geb.: 1587
gest.: 1633
Anm.: Sohn des Grafen Wolfgang II. von Löwenstein-Scharfeneck (1555-1596); zunächst in holländischen, ab 1617 in venezianischen Kriegsdiensten; 1622/23 Offizier unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); 1622 Reichsacht und Verlust der Herrschaft Scharfeneck; seit 1631 schwedischer Obrist und Kommandant von Erfurt.

Weiterführende Informationen in der DNB
N. N. von Logau

Anm.: Um 1635 Bediensteter des Herzogs Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg (1586-1665).
Charles-Bonaventure de Longueval
Comte Charles-Bonaventure de Buquoy

geb.: 1571
gest.: 1621
Anm.: Sohn des Maximilien de Longueval, Baron de Vaux, ab 1580 Comte de Buquoy (1537-1581); spanischer Obrist (1597), Generalwachtmeister (1600) und Generalfeldzeugmeister (1602) in den Niederlanden; seit 1606 königlicher Kriegsrat; ab 1613 Grand-bailli der Grafschaft Hennegau; kaiserlicher Oberst-Feldgeneral (1614), Feldmarschall (1618), Generaloberstleutnant (1619) und Generaloberst der Kavallerie (1620); seit 1620 kaiserlicher Kämmerer; ab 1613 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Georg Achaz von Losenstein

geb.: 1597
gest.: 1653
Anm.: Sohn des Wolfgang Sigmund von Losenstein (1567-1626); 1623 Erhebung in den Grafenstand; ab 1624 kaiserlicher Kämmerer; 1637-1651 Oberstfalkenmeister; 1642–1651 Landmarschall von Niederösterreich; seit 1651 Oberststallmeister; 1653 Geheimer Rat und Ordensritter vom Goldenen Vlies.
Graf Wolfgang Sigmund von Losenstein

geb.: 1567
gest.: 1626
Anm.: Sohn des Dietmar von Losenstein (gest. 1577); ab 1612 Obersthofmarschall; seit 1619 kaiserlicher Kämmerer; 1621 Konversion zum katholischen Glauben; 1623 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Peter von Losy

gest.: nach 1640
Anm.: Kaiserlicher Rittmeister (1624) und Kroaten-Obrist (1630); 1635 wegen Beteiligung an Wallensteins "Verschwörung" zum Tode verurteilt, jedoch begnadigt.
Herzog Karl III. von Lothringen

geb.: 1543
gest.: 1608
Anm.: Sohn des Herzogs Franz I. von Lothringen (1517-1545); seit 1545 Herzog von Lothringen (bis 1559 unter Vormundschaft).

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Karl IV. von Lothringen

geb.: 1604
gest.: 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen (1572-1632); 1625-1634 und seit 1661 Herzog von Lothringen; 1634 vorübergehende Abdankung zu Gunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670).

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Herzog Nikolaus II. Franz von Lothringen
Bischof Nikolaus Franz von Toul

geb.: 1609
gest.: 1670
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen (1572-1632); 1624-1634 Bischof von Toul; 1626-1634 Kardinal; 1634 Herzog von Lothringen anstelle seines Bruders Karl IV. (1604-1675), noch im gleichen Jahr Flucht und anschließend Leben im Exil; 1648 Rückkehr in den geistlichen Stand.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Christoph Ludwig

geb.: 1567
gest.: 1636
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgermeisters Daniel Ludwig; 1597-1599 Rektor in Bernburg; 1599-1602 Diakon an der Schlosskirche und seit 1602 Diakon an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 341.
Albrecht von Lüchau

geb.: 1572
gest.: 1655
Anm.: Vor 1636 brandenburgisch-bayreuthischer Oberstallmeister; Amtmann von Bayreuth.
Joachim von Lützow

Anm.: Um 1635 Rittmeister.
N. N. Luyweeck

gest.: 1635
Anm.: Zuletzt kaiserlicher Obristleutnant steirischer Herkunft.
Graf Johann Kasimir von Lynar

geb.: 1569
gest.: 1619
Anm.: Sohn des Grafen Rochus Quirinus von Lynar (1525-1596); 1596-1598 Oberhauptmann von Spandau; 1603-1611 brandenburgisch-kulmbachischer Geheimer Rat und Oberkammerrat; danach kurbrandenburgischer Geheimer Rat und Oberkammerpräsident; vgl. Joachim Nisaeus: Iusta Funebria, Oder Christliche Ehrenpredigt/ Bey und uber der Trawrigen Leichfahrt [...], Berlin 1619, o. S.

Weiterführende Informationen in der DNB
Francesco de Magni
Graf Franz von Magnis

geb.: 1598
gest.: 1652
Anm.: Sohn des kaiserlichen Geheimen Rates Constantin de Magni (1539-1606); ab 1620 in kaiserlichen Kriegsdiensten als Obrist (1622) und Feldmarschalleutnant (1644); seit 1637 Hofkriegsrat; 1640/41 Landeshauptmann von Mähren; 1646-1649 Landeshauptmann des Fürstentums Oppeln-Ratibor; ab 1649 Oberstlandrichter für Mähren; Erhebung in den Freiherren- (1622) und Grafenstand (1629).

Weiterführende Informationen in der DNB
Francesco Makob

Anm.: Um 1623 ein Apotheker in Padua.
Graf Ferdinand Ludwig von Manderscheid-Gerolstein

geb.: 1613
gest.: 1671
Anm.: Sohn des Grafen Karl von Manderscheid-Gerolstein (1574-1649); ab 1635 kaiserlicher Kämmerer; seit 1649 regierender Graf von Manderscheid-Gerolstein.
Graf Johann Georg von Mansfeld-Eisleben

geb.: 1593
gest.: 1647
Anm.: Sohn des Grafen Jobst von Mansfeld-Eisleben (1558-1619); militärische Laufbahn als schwarzburgisch-sondershausischer Rittmeister (1622), kaiserlicher Obristleutnant (bis 1627) und schwedischer Obrist (1631); seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Auserlesene").

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Christoph Heinrich von Mansfeld-Hinterort

geb.: 1628
gest.: 1637
Anm.: Sohn des Grafen Ernst Ludwig von Mansfeld-Hinterort (1605-1632).

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Ernst Ludwig von Mansfeld-Hinterort

geb.: 1605
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Grafen Friedrich Christoph von Mansfeld-Hinterort (1564-1631); schwedischer Obristwachtmeister (1622) und Rittmeister (1631).

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Bruno von Mansfeld-Vorderort

geb.: 1576
gest.: 1644
Anm.: Sohn des Grafen Bruno von Mansfeld-Vorderort (1545-1615); um 1600 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1603 kaiserlicher Kriegsrat; seit 1607 Kämmerer des Erzherzogs Matthias von Österreich; 1615-1619 kaiserlicher Trabantenhauptmann; 1620-1637 Oberstjägermeister und Oberststallmeister von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1637 kaiserlicher Kämmerer.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort

geb.: 1580
gest.: 1626
Anm.: Unehelicher Sohn des Grafen Peter Ernst I. von Mansfeld-Vorderort (1517-1604); 1594/95 und 1603 Teilnahme am Langen Türkenkrieg; 1604-1606 spanischer Offizier in den Niederlanden; 1609 in kaiserlichen Kriegsdiensten; 1610 Übertritt zur Protestantischen Union; 1617-1620 General der böhmischen Ständearmee; danach Heerführer des geächteten Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) und einer der bedeutendsten Condottiere gegen die Habsburger und deren Verbündete.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Wolfgang von Mansfeld-Vorderort

geb.: 1575
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Grafen Bruno von Mansfeld-Vorderort (1545-1615); kaiserlicher Hauptmann (1602), Obristwachtmeister (1605) und Obrist (1607); 1610 kursächsischer Obrist und Oberhauptmann des Vogtländischen Kreises; 1612 Obrist und Statthalter des Landgrafen Ludwig V. von Hessen-Darmstadt (1577-1626); 1614 kaiserlicher Obrist; 1620-1623 kursächsischer Generalleutnant; ab 1623 Kommandant der ungarischen Festung Raab; seit 1624 endgültig in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Feldmarschall (1632); spätestens 1627 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1627 kaiserlicher Kämmerer; 1630/31 Statthalter der Stifte Magdeburg und Halberstadt; seit 1637 Geheimer Rat.

Weiterführende Informationen in der DNB
Eberhard von Manteuffel (Szoege)

geb.: 1590
gest.: 1637
Anm.: Sohn des polnischen Obristen Evert von Manteuffel (gest. 1614); zunächst polnischer Fähnrich, dann kaiserlicher Hauptmann, Obristleutnant (1631) und Obrist (1634); ab 1634 kaiserlicher Kämmerer; 1636 Erhebung in den Freiherrenstand; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Saurliche").

Weiterführende Informationen in der DNB
Maria

Anm.: Laut Neuem Testament Mutter von Jesus Christus; als "Muttergottes" bzw. "Gottesgebärerin" verehrt.

Weiterführende Informationen in der DNB
Wilhelm von Maxlrain
Graf Wilhelm von Hohenwaldeck

gest.: 1658
Anm.: Sohn des Ludwig von Maxlrain (gest. 1608); 1605 Reiterfähnrich in Ungarn; bayerischer Mundschenk (1613), Hofrat (1616), Jägermeister (1617), Kämmerer (1618/19 und 1623/24) sowie Oberstjägermeister (ab 1628/29); Pfleger in Hohenschwangau (1620-1639), Wolfratshausen (1639-1651) und Neumarkt/Rott (seit 1651); 1637 Erhebung zum Reichsgrafen von Hohenwaldeck.

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzogin Anna Sophia von Mecklenburg

geb.: 1591
gest.: 1648
Anm.: Blinde Tochter des Herzogs Johann VII. von Mecklenburg (1558-1592).

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzogin Eleonora Maria von Mecklenburg-Güstrow
Geburtsname: Fürstin Eleonora Maria von Anhalt-Bernburg

geb.: 1600
gest.: 1657
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1626-1636 Ehe mit Herzog Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636).

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Gustav Adolph von Mecklenburg-Güstrow
Administrator Gustav Adolph von Ratzeburg

geb.: 1633
gest.: 1695
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636) und Neffe Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1636-1648 Administrator des Stifts Ratzeburg; ab 1654 regierender Herzog von Mecklenburg-Güstrow; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefällige").

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow

geb.: 1590
gest.: 1636
Anm.: Sohn des Herzogs Johann VII. von Mecklenburg (1558-1592); 1610-1621 gemeinsam mit seinem Bruder Adolph Friedrich (1588-1658) regierender Herzog von Mecklenburg; 1621-1628 und ab 1631 alleinregierender Herzog von Mecklenburg-Güstrow (1628-1631 Ersetzung durch Wallenstein); seit 1628 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vollkommene").

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Adolph Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin
Administrator Adolph Friedrich von Schwerin

geb.: 1588
gest.: 1658
Anm.: Sohn des Herzogs Johann VII. von Mecklenburg (1558-1592); 1592-1610 regierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin (bis 1608 unter Vormundschaft); 1610-1621 gemeinsam mit seinem Bruder Johann Albrecht II. (1590-1636) regierender Herzog von Mecklenburg; 1621-1628 und ab 1631 alleinregierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin (1628-1631 Ersetzung durch Wallenstein); 1634-1648 Administrator von Schwerin; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Herrliche").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
N. N. de' Medici (1)
Granduca N. N. di Toscana

Anm.: Bruder des N. N. de' Medici (2).
N. N. de' Medici (2)

Anm.: Bruder eines namentlich nicht genannten Granduca di Toscana; sein Koch soll im Erzherzogtum Österreich einen kleineren Stadtbrand verursacht haben.
Ferdinando II. de' Medici
Granduca Ferdinando II. di Toscana

geb.: 1610
gest.: 1670
Anm.: Sohn des Cosimo II. de' Medici, Granduca di Toscana (1590-1621); seit 1621 Granduca di Toscana (bis 1628 unter Vormundschaft).

Weiterführende Informationen in der DNB
Vittoria de' Medici
Granduchessa Vittoria di Toscana
Geburtsname: Vittoria della Rovere

geb.: 1622
gest.: 1694
Anm.: Tochter des Federico Ubaldo della Rovere (1605-1623); 1634-1670 Ehe mit Ferdinando II. de' Medici, Granduca di Toscana (1610-1670).

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Leonhard Helfried von Meggau

geb.: 1577
gest.: 1644
Anm.: Sohn des Ferdinand Helfried von Meggau (gest. 1585); ab 1600 niederösterreichischer Regimentsrat; 1612-1619 Oberstkämmerer und 1617-1619 Obersthofmeister von Kaiser Matthias (1557-1619); seit 1619 kaiserlicher Kämmerer; 1621–1626 Statthalter von Niederösterreich; 1626-1637 Obersthofmeister von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1637 Geheimer Rat; 1619 Erhebung in den Grafenstand; seit 1622 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Ellardus van Mehen

geb.: 1570
gest.: 1639
Anm.: Sohn des Gerrit van Mehen aus Harderwijk; 1594/95 Theologiestudium in Leiden; ab 1598 Pfarrer in Harderwijk; 1600/01 Professor für Theologie und Hebräisch am Harderwijker Gymnasium illustre; 1618/19 Delegierter von Gelderland auf der Synode von Dordrecht; zeitweise Aushilfspfarrer in Utrecht (1619) und Amsterdam (1620); seit 1637 erneut Professor am Gymnasium illustre in Harderwijk.

Weiterführende Informationen in der DNB
Bernhard Meyer

geb.: 1599
gest.: nach 1640
Anm.: Angehöriger des Basler Achtbürger- und Ratsgeschlechts Meyer zum Pfeil; mecklenburgisch-güstrowischer Obristleutnant und Gesandter; seit 1639 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gültige").
Jakob Michael
Jacques Michel

Anm.: Aus Metz stammender Franzose; um 1635/37 Wiener Hofjuwelier.
Heinrich Milde

gest.: 1642
Anm.: Zunächst reformierter Prediger in Emden; seit 1612 Prediger der reformierten Gemeinde in Altona; vgl. Johann Adrian Bolten: Historische Kirchen-Nachrichten von der Stadt Altona [...], Bd. 1, Altona 1790, S. 215f.
Minerva

Anm.: Römische Göttin der Weisheit, der Kriegstaktik und des Handwerks.

Weiterführende Informationen in der DNB
Sancho de Monroy y Zúñiga
Marqués Sancho de Castañeda

gest.: 1646
Anm.: Sohn des Fernando de Monroy; Hofmeister der Königin Elisabeth von Spanien (1602-1644); Kämmerer, Kriegs- und Staatsrat des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); 1632-1641 spanischer Botschafter am Wiener Kaiserhof; seit 1632 erster Marqués de Castañeda.
Johann (Ernst) von Montrichier

geb.: 1597
gest.: 1648
Anm.: Sohn des Heinrich von Montrichier; zunächst 14 Jahre lang in toskanischen Kriegsdiensten; seit 1630 kaiserlicher Kämmerer; 1631 Obrist eines lothringischen Reiterregiments; um 1635 kaiserlicher Obrist.
Murteza Pascha

gest.: 1636
Anm.: Geboren in Bosnien; nach langjährigem persönlichen Dienst am Sultan Oberhaupt der Falkenaufseher; türkischer Statthalter von Damaskus (1620/21), Bosnien (1625/26), Ofen (1626-1630), Özi und Silistrien (1630-1632) sowie Diyarbakir (1632/33); 1634 Oberbefehlshaber der Armee des Osmanischen Reiches gegen Polen; seit 1635 Statthalter im von den Persern eroberten Eriwan; Schwager von Sultan Murad IV. (1612-1640); vgl. Nedim Zahirović: Murteza Pascha von Ofen zwischen Panegyrik und Historie. Eine literarisch-historische Analyse eines osmanischen Wesirspiegels von Nergisi, Frankfurt/Main 2010, S. 103-107.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Ernst Kasimir von Nassau-Diez

geb.: 1573
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Grafen Johann VI. von Nassau-Dillenburg (1536-1606); ab 1594 in niederländischen Kriegsdiensten als Obrist (1600) und Feldmarschall (1607); seit 1620 Statthalter von Friesland, ab 1625 auch von Groningen und Drenthe; seit 1607 regierender Graf von Nassau-Diez.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Johann VI. von Nassau-Dillenburg

geb.: 1536
gest.: 1606
Anm.: Sohn des Grafen Wilhelm von Nassau-Dillenburg (1487-1559); seit 1559 regierender Graf von Nassau-Dillenburg; ebenso 1578-1581 Statthalter von Gelderland.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Friedrich Heinrich von Nassau-Dillenburg
Fürst Friedrich Heinrich von Oranien

geb.: 1584
gest.: 1647
Anm.: Sohn des Fürsten Wilhelm I. von Oranien (1533-1584); ab 1625 Fürst von Oranien und Statthalter der Vereinigten Niederlande; seit 1627 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Moritz von Nassau-Dillenburg
Fürst Moritz von Oranien

geb.: 1567
gest.: 1625
Anm.: Sohn des Fürsten Wilhelm I. von Oranien (1533-1584); ab 1584 Statthalter der Vereinigten Niederlande; seit 1618 auch Fürst von Orange.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Graf Wilhelm von Nassau-Dillenburg
Fürst Wilhelm I. von Oranien

geb.: 1533
gest.: 1584
Anm.: Sohn des Grafen Wilhelm von Nassau-Dillenburg (1487-1559); ab 1544 Fürst von Oranien; 1559-1567 und seit 1572 Statthalter von Holland, Seeland und Utrecht, ab 1580 auch von Friesland; Anführer im niederländischen Unabhängigkeitskrieg gegen Spanien.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Wilhelm von Nassau-Dillenburg
Fürst Wilhelm II. von Oranien

geb.: 1626
gest.: 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); ab 1647 Fürst von Oranien und Statthalter der Niederlande.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Johann Moritz von Nassau-Siegen
Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen

geb.: 1604
gest.: 1679
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Nassau-Siegen (1561-1623); ab 1621 in niederländischen Kriegsdiensten, zuletzt als Generalleutnant (1644) und Feldmarschall (1668); 1636-1644 Gouverneur, Kapitän und Ober-Admiral von Niederländisch-Brasilien; seit 1647 kurbrandenburgischer Statthalter von Kleve, Mark und Ravensberg; 1652 Erhebung in den Fürstenstand; 1674-1676 Gouverneur von Utrecht; ab 1674 regierender Fürst von Nassau-Siegen.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Johann Nauwach

geb.: ca. 1595
gest.: 1645?
Anm.: Geboren in der Mark Brandenburg; 1607-1612 Kapellknabe in Dresden; 1612-1618 musikalische Ausbildung (Laute) in Italien; ab 1623 kurfürstlich-sächsischer Kammermusiker; bis 1629 Mitglied der Dresdener Hofkapelle; Konversion zum katholischen Glauben; danach kaiserlicher Kammermusiker; bis 1637 auch Kammerdiener der Erzherzogin Cäcilia Renata (1611-1644); 1637-1645 Instrumentalist und Tenor am Wiener Kaiserhof.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Jean-Louis de Nogaret de La Valette
Duc Jean-Louis de Épernon

geb.: 1554
gest.: 1642
Anm.: Sohn des Jean de Nogaret de La Valette (1527-1575); 1578-1589 einer der engsten Vertrauten (Mignons) des Königs Heinrich III. von Frankreich (1551-1589); ab 1581 Conseiller d’État, Colonel général des Bandes françaises, Duc d'Épernon und Pair de France; seit 1582 Premier gentilhomme de la Chambre du Roi; 1586–1594 Gouverneur der Provence; 1587-1589 Amiral de France; 1622-1641 Gouverneur der Guyenne.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Håkon VI. von Norwegen
König Håkon von Schweden

geb.: ca. 1341
gest.: 1380
Anm.: Sohn des Königs Magnus II. von Schweden bzw. Magnus VII. von Norwegen (1316-1374); seit 1355 König von Norwegen; 1362-1364 gemeinsam mit seinem Vater König von Schweden.
Karl Heinrich von Nostitz

geb.: 1613
gest.: 1684
Anm.: Sohn des Heinrich von Nostitz (1563-1629); Hofjunker, Kammerjunker und Stallmeister (1637/39) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg, den er auf Reisen nach Polen, in die Niederlande, ins Reich und nach Frankreich begleitete; 1634-1636 Musketier, Student der Ritterakademie und Kammerjunker in Orange; 1641 endgültige Rückkehr in die Oberlausitz; ab 1644 Landeskommissar im Kreis Bautzen; seit 1650 auch Hofgerichtsassessor; ab 1672 kursächsischer Kämmerer; seit 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Glatte").

Weiterführende Informationen in der DNB
Roberto Obizzi
Marchese Roberto d' Orciano

geb.: 1566
gest.: 1647
Anm.: Unehelicher, später legitimierter Sohn des in venezianischen stehenden Militärs Pio Enea Obizzi (1525-1589) aus Ferrara; zunächst in venezianischen Kriegsdiensten; toskanischer Capitano delle lance (1601) und Cavallerizzo maggiore (nach 1608); um 1623 Hofmeister des Granduca Ferdinando II. di Toscana (1610-1670); seit 1630 Marchese di Orciano.
Melchior Örtel

Anm.: Ab etwa 1620 Kammerdiener der Prinzen Christian d. J. und Ernst von Anhalt-Bernburg.
Österreich, Haus (Erzhaus)
Erzherzöge von Österreich

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Erzherzog Karl von Österreich
Bischof Karl von Breslau
Bischof Karl von Brixen

geb.: 1590
gest.: 1624
Anm.: Sohn des Erzherzogs Karl II. von (Inner-)Österreich (1540-1590); Domherr in Salzburg (1602), Passau (1603), Trient (1606), Brixen (1606–1613), Breslau (1608) und Köln (1618); ab 1608 Bischof von Breslau; seit 1613 Bischof von Brixen; ab 1619 Hochmeister des Deutschen Ordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Erzherzog Leopold von Österreich
Bischof Leopold von Passau
Bischof Leopold von Straßburg

geb.: 1586
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Erzherzogs Karl II. von (Inner-)Österreich (1540-1590); 1598-1625 Bischof von Passau; 1599 Koadjutor und 1607-1626 Bischof von Straßburg; 1619-1623 Statthalter (Gubernator) von Tirol und Vorderösterreich; ab 1623 regierender Landesfürst von Tirol; seit 1626 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb.: 1614
gest.: 1662
Anm.: Sohn des Erzherzogs Ferdinand II. von (Inner-)Österreich (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Erzherzogin Maria Anna von Österreich
Geburtsname: Herzogin Maria Anna von Bayern

geb.: 1574
gest.: 1616
Anm.: Tochter des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); seit 1600 Ehe mit Erzherzog Ferdinand II. von (Inner-)Österreich (1578-1637).

Weiterführende Informationen in der DNB
Erzherzog Maximilian von Österreich

geb.: 1558
gest.: 1618
Anm.: Sohn von Kaiser Maximilian II. (1527-1576); 1587 Wahl zum König von Polen, jedoch keine Krönung; ab 1590 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1593-1596 Regent von Innerösterreich; seit 1602 Statthalter von Tirol und Vorderösterreich.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Marco Offredi

geb.: ca. 1550
gest.: 1620
Anm.: Geboren in Cremona als Sohn des Cosimo Offredi; Dr. med.; seit 1579 Bürger von Genf; 1609 Genfer Arzt der Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg und Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660).
Johan van Oldenbarnevelt

geb.: 1547
gest.: 1619
Anm.: Sohn des Amersfoorter Kaufmanns Gerrit van Oudenbarnevelt (1516-1589); Rechtsstudium in Löwen (1566), Bourges (1566/67), Köln (1567), Heidelberg (1568) und Padua (1569); 1568 Konversion zum Calvinismus; Advokat am obersten Gerichtshof von Holland (1570-1572) und der Delfter Wasserbehörde (1572-1576); 1576-1586 Ratspensionär (wichtigster juristischer Berater) der Stadt Rotterdam; seit 1586 Landesadvokat von Holland; 1618 als Gegner des Statthalters Fürst Moritz von Oranien (1567-1625) verhaftet; 1619 Hinrichtung.

Weiterführende Informationen in der DNB
Oldenburg, Haus
Könige von Dänemark
Könige von Norwegen
Grafen von Oldenburg und Delmenhorst

Anm.: Nordwestdeutsches Reichsgrafengeschlecht; ab 1448 Könige von Dänemark; seit 1450 Könige von Norwegen.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Graf Anton Günther von Oldenburg und Delmenhorst

geb.: 1583
gest.: 1667
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Oldenburg und Delmenhorst (1540-1603); ab 1603 regierender Graf von Oldenburg; 1647 Erbe der Grafschaft Delmenhorst; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unbetriegliche").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Orsini, Familie

Anm.: Römisches Hochadelsgeschlecht.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Friedrich Kasimir von Ortenburg

geb.: 1591
gest.: 1658
Anm.: Sohn des Grafen Heinrich VII. von Ortenburg (1556-1603); ab 1628 Erbe der Grafschaft Ortenburg, die jedoch bis zu seinem Tod verpfändet blieb; seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verharrende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Georg IV. von Ortenburg

geb.: 1573
gest.: 1627
Anm.: Sohn des Grafen Ulrich II. von Ortenburg (1532-1586); ab 1603 Erbe der Grafschaft Ortenburg, die jedoch bis zu seinem Tod verpfändet blieb; 1612 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1612 bayerischer Rat; ab 1625 Hauptmann von Burghausen; Pfleger von Wasserburg am Inn (1625/26) und Eggenfelden (seit 1626).

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Axel Gustafsson Oxenstierna af Södermöre

geb.: 1583
gest.: 1654
Anm.: Sohn des schwedischen Reichsrats Gustaf Gabrielsson Oxenstierna (1551-1597); ab 1604 königlicher Kammerjunker; seit 1609 Reichsrat; ab 1612 schwedischer Reichskanzler; 1632-1644 Oberhaupt der Vormundschaftsregierung für Königin Christina von Schweden (1626-1689); 1645 Erhebung in den Grafenstand; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gewünschte").

Weiterführende Informationen in der DNB
Johann Christoph von Paar

geb.: ca. 1580
gest.: 1636
Anm.: Sohn des Johann Baptist von Paar (gest. 1592); ab 1606 erzherzoglicher Kämmerer in Graz; seit 1622 kaiserlicher Obersthofpostmeister.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Vespasian von Paar

geb.: 1591
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Johann Baptist von Paar (gest. 1592); kaiserlicher Obrist; seit 1628 kaiserlicher Kämmerer.
Floris II. von Palant
Graf Floris II. von Culemborg

geb.: 1577
gest.: 1639
Anm.: Sohn des Floris I. von Palant, Graf von Culemborg (1537-1598); ab 1598 Graf von Culemborg; seit 1617 Abgeordneter zu den Generalstaaten von Geldern und Zutphen; Parteigänger des Johann von Oldenbarnevelt (1547-1619); später Felddeputierter.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Paul Pálffy von Erdőd

geb.: 1592
gest.: 1653
Anm.: Sohn des ungarischen Magnaten Nikolaus Pálffy (1552-1600); ab 1622 kaiserlicher Kämmerer; 1624-1626 kaiserlicher Obrist; 1625-1646 Präsident der ungarischen Hofkammer; seit 1646 Obergespan und Burghauptmann von Preßburg; ab 1646 Geheimer Rat; seit 1649 Palatin von Ungarn; 1636 Erhebung in den Grafenstand; ab 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Stephan Pálffy von Erdőd

geb.: 1586
gest.: 1646
Anm.: Sohn des ungarischen Magnaten Nikolaus Pálffy (1552-1600); 1608-1625 Obergespan und Burghauptmann von Preßburg sowie ungarischer Kronhüter; seit 1624 kaiserlicher Kämmerer; 1626-1644 Kreisobrist jenseits der Donau und der bergstädtischen Grenze (in Neuhäusel); kaiserlicher Obrist (um 1632) und General der Kavallerie (1639); 1634 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Nestor Pallavicino di Varano
Nestor Pallavicini di Varano
Marchese Nestor di Varano de' Melegari

gest.: 1654
Anm.: Italienischer Adliger; durch Heirat Erbherr auf Tüßling, Winhöring, Frauenbühl und Niedernfels; 1620 Begleiter des Herzogs Maximilian I. von Bayern (1573-1651) nach Böhmen; später bayerischer Kämmerer; ab 1630 Pfleger zu Moormösen; seit 1635 Obersthofmeister der Kurfürstin Maria Anna von Bayern (1610-1665).
Graf Gottfried Heinrich von Pappenheim

geb.: 1594
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Veit von Pappenheim (1535-1600); 1616 Konversion zum katholischen Glauben; 1617/18 und ab 1623 Reichshofrat; in bayerisch-ligistischen bzw. kaiserlichen und spanischen (1624/25) Kriegsdiensten als Rittmeister (1619), Obristleutnant (1620), Obrist (1622), Generalfeldwachtmeister (1626), Generalfeldzeugmeister (1629) und Feldmarschall (1631); seit 1623 kaiserlicher Kämmerer; 1628 Erhebung in den Grafenstand; ab 1631 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Wolf Christoph von Pappenheim

geb.: 1567
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Wolfgang von Pappenheim (1535-1585); seit 1621 Senior des Hauses Pappenheim und Reichserbmarschall; 1628 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Papst Gregor XV.
Erzbischof Alessandro von Bologna
Alessandro Ludovisi

geb.: 1554
gest.: 1623
Anm.: Sohn des Pompeo Ludovisi (gest. 1565); 1599-1612 Auditor der Römischen Rota; 1612-1621 Erzbischof von Bologna; ab 1616 Kardinal; seit 1621 Papst.

Weiterführende Informationen in der DNB
Papst Paul V.
Bischof Camillo von Jesi
Camillo Borghese

geb.: 1552
gest.: 1621
Anm.: Sohn des Marcantonio Borghese (1504-1574); 1597-1599 Bischof von Jesi; 1603-1605 Kardinalvikar von Rom; seit 1605 Papst.

Weiterführende Informationen in der DNB
Papst Sixtus V.
Bischof Felice von Fermo
Bischof Felice von Sant'Agata de' Goti
Felice Peretti di Montalto

geb.: 1521
gest.: 1590
Anm.: Sohn des Bauern Francesco Peretti; 1566-1568 Generalvikar des Franziskaner-Ordens; 1566-1571 Bischof von Sant'Agata de' Goti; ab 1570 Kardinal; 1571-1577 Bischof von Fermo; seit 1585 Papst.

Weiterführende Informationen in der DNB
Papst Urban VIII.
Erzbischof Maffeo von Nazareth
Bischof Maffeo von Spoleto
Maffeo Barberini

geb.: 1568
gest.: 1644
Anm.: Sohn des Antonio Barberini (gest. 1571); 1604-1606 Apostolischer Nuntius in Frankreich; 1604-1608 Erzbischof von Nazareth; ab 1606 Kardinal; 1608-1617 Bischof von Spoleto; 1610-1623 Präfekt der Apostolischen Signatur; seit 1623 Papst.

Weiterführende Informationen in der DNB
Martin Peller von Schoppershof

geb.: 1559
gest.: 1629
Anm.: Sohn des Radolfzeller Ratsherrn Balthasar Peller (gest. um 1580); 1581-1591 Mitarbeiter der Nürnberger Handelsgeschellschaft Forst-Viatis in Venedig; danach Kaufmann in Nürnberg und Teilhaber der 1591 mit seinem Schwiegervater Bartholomäus Viatis (1538-1624) gegründeten Handelsgesellschaft Viatis & Peller; ab 1596 Bürger und seit 1597 Genannter des Größeren Rats der Reichsstadt Nürnberg.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Wratislaw von Pernstein

geb.: 1530
gest.: 1582
Anm.: Sohn des Johann von Pernstein (1487-1548); ab 1567 böhmischer Oberstkanzler; seit 1555 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Schah Abbas I. von Persien

geb.: 1571
gest.: 1629
Anm.: Sohn des persischen Schahs Mohammad Chodābande (1532-1595); seit 1587 Schah von Persien.

Weiterführende Informationen in der DNB
Tobias Pestalozzi

Anm.: Um 1635 vermutlich Wiener Kaufmann.
Francesco Petrarca

geb.: 1304
gest.: 1374
Anm.: Italienischer Dichter und Mitbegründer des Renaissance-Humanismus.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz
Königin Elisabeth von Böhmen
Geburtsname: Prinzessin Elisabeth von Schottland
Geburtsname: Prinzessin Elisabeth von England

geb.: 1596
gest.: 1662
Anm.: Tochter des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England und Irland) (1566-1625); 1613-1632 Ehe mit Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632).

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kurfürst Friedrich III. (der Fromme) von der Pfalz
Pfalzgraf Friedrich II. von Pfalz-Simmern

geb.: 1515
gest.: 1576
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann II. von Pfalz-Simmern (1492-1557); 1557-1559 regierender Pfalzgraf von Pfalz-Simmern; seit 1559 Kurfürst von der Pfalz.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz

geb.: 1574
gest.: 1610
Anm.: Sohn des Kurfürsten Ludwig IV. von der Pfalz (1539-1583); seit 1583 Kurfürst von der Pfalz (bis 1592 unter Vormundschaft).

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz
König Friedrich I. von Böhmen

geb.: 1596
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1610-1623 Kurfürst von der Pfalz (bis 1614 unter Vormundschaft); 1619/20 ebenso König von Böhmen ("Winterkönig"); ab 1620 Exil in den Vereinigten Niederlanden; 1623 Übertragung der pfälzischen Kurwürde auf Herzog Maximilian I. von Bayern (1573-1651) durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); seit 1612 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kurfürst Karl Ludwig von der Pfalz

geb.: 1617
gest.: 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kurfürstin Louise Juliana von der Pfalz
Geburtsname: Gräfin Louise Juliana von Nassau-Dillenburg

geb.: 1576
gest.: 1644
Anm.: Tochter des Fürsten Wilhelm I. von Oranien (1533-1584); 1593-1610 Ehe mit Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610).

Weiterführende Informationen in der DNB
Kurfürst Ludwig IV. von der Pfalz

geb.: 1539
gest.: 1583
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich III. von der Pfalz (1515-1576); ab 1563 Statthalter der Oberpfalz; seit 1576 Kurfürst von der Pfalz.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Pfalzgraf Christian I. von Pfalz-Birkenfeld-Bischweiler

geb.: 1598
gest.: 1654
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Karl I. von Pfalz-Birkenfeld (1560-1600); 1619 kurpfälzischer Rittmeister; 1622 Kriegsdienst unter Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach (1573-1638); 1623 Reiterobrist unter Herzog Johann Ernst I. von Sachsen-Weimar (1594-1626) in Ungarn; ca. 1626/27 vermutlich dänischer Obrist; ab 1630 regierender Pfalzgraf von Pfalz-Birkenfeld-Bischweiler; schwedischer Obrist (1631) und Kavalleriegeneral (1632-1634); seit 1632 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schnabelnde").

Weiterführende Informationen in der DNB
Pfalzgraf Johann Friedrich von Pfalz-Hilpoltstein

geb.: 1587
gest.: 1644
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Philipp Ludwig von Pfalz-Neuburg (1547-1614); seit 1614 Herrschaft über Pfalz-Hilpoltstein unter der Landeshoheit seines ältesten Bruders Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1578-1653).

Weiterführende Informationen in der DNB
Pfalzgräfin Sophia Agnes von Pfalz-Hilpoltstein
Geburtsname: Landgräfin Sophia Agnes von Hessen-Darmstadt

geb.: 1604
gest.: 1664
Anm.: Tochter des Landgrafen Ludwig V. von Hessen-Darmstadt (1577-1626); 1624-1644 Ehe mit Pfalzgraf Johann Friedrich von Pfalz-Hilpoltstein (1587-1644).

Weiterführende Informationen in der DNB
Pfalzgraf Philipp Ludwig von Pfalz-Neuburg

geb.: 1547
gest.: 1614
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Wolfgang von Pfalz-Zweibrücken (1526-1569), der 1557 auch Pfalz-Neuburg erbte; seit 1569 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg
Herzog Wolfgang Wilhelm von Jülich und Berg

geb.: 1578
gest.: 1653
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Philipp Ludwig von Neuburg (1547-1614); 1613 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1614 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg sowie Herzog von Jülich und Berg; seit 1615 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Pfalzgräfin Elisabeth von Pfalz-Simmern
Äbtissin Elisabeth von Herford

geb.: 1618
gest.: 1680
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); ab 1661 Koadjutorin und seit 1667 Äbtissin der Reichsabtei Herford.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Pfalzgraf Friedrich Heinrich von Pfalz-Simmern

geb.: 1614
gest.: 1629
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632).

Weiterführende Informationen in der DNB
Pfalzgraf Ludwig Philipp von Pfalz-Simmern

geb.: 1602
gest.: 1655
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); ab 1610 regierender Landesfürst von Pfalz-Simmern und Sponheim (bis 1620 unter Vormundschaft); 1632-1649 Vormund des pfälzischen Kurprinzen Karl Ludwig (1617-1680); 1633/34 Administrator der schwedisch besetzten Kurpfalz; seit 1624 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefährliche").

Weiterführende Informationen in der DNB
Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb.: 1619
gest.: 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647 französischer Maréchal de camp und Generaloberst; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistische Flotte; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee sowie des Admirality Committee; 1673-1679 Lord High Admiral; ab 1642 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Pfalzgraf August von Pfalz-Sulzbach

geb.: 1582
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Philipp Ludwig von Pfalz-Neuburg (1547-1614); seit 1614 Herrschaft über Pfalz-Sulzbach unter der Landeshoheit seines ältesten Bruders Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1578-1653).

Weiterführende Informationen in der DNB
Pfalzgräfin Dorothea Maria von Pfalz-Sulzbach
Geburtsname: Herzogin Dorothea Maria von Württemberg

geb.: 1559
gest.: 1639
Anm.: Tochter des Herzogs Christoph von Württemberg (1515-1568); 1582-1604 Ehe mit Pfalzgraf Otto Heinrich von Pfalz-Sulzbach (1556-1604).

Weiterführende Informationen in der DNB
Pfalzgräfin Hedwig von Pfalz-Sulzbach
Geburtsname: Herzogin Hedwig von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb.: 1603
gest.: 1657
Anm.: Tochter des Herzogs Johann Adolph von Schleswig-Holstein-Gottorf (1575−1616); 1620-1632 Ehe mit Pfalzgraf August von Pfalz-Sulzbach (1582-1632).

Weiterführende Informationen in der DNB
Pfalzgraf Otto Heinrich von Pfalz-Sulzbach

geb.: 1556
gest.: 1604
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Wolfgang von Pfalz-Zweibrücken (1526-1569), der 1557 auch Pfalz-Neuburg erbte; seit 1569 regierender Landesfürst von Pfalz-Sulbach (bis 1581 unter Vormundschaft).

Weiterführende Informationen in der DNB
Pfalzgraf Georg Johann II. von Pfalz-Veldenz-Lützelstein-Guttenberg

geb.: 1586
gest.: 1654
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Georg Johann I. von Pfalz-Veldenz (1543-1592); ab 1592 regierender Landesfürst von Pfalz-Guttenberg (bis 1601 gemeinsam mit seinem älteren Bruder Ludwig Philipp) und seit 1611 auch von Pfalz-Lützelstein (beides vor seiner Volljährigkeit unter Vormundschaft).

Weiterführende Informationen in der DNB
Pfalzgraf Johann II. von Pfalz-Zweibrücken

geb.: 1584
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann I. von Pfalz-Zweibrücken (1550-1604); seit 1604 regierender Landesfürst von Pfalz-Zweibrücken; 1610-1614 Administrator der Kurpfalz; 1620/21 Statthalter der Kurpfalz.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Pfalzgraf Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg

geb.: 1589
gest.: 1652
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann I. von Pfalz-Zweibrücken (1550-1604); 1618-1620 Verbindungsmann zwischen König Gustav II. Adolph von Schweden (1594-1632) und Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1620-1622 Kriegsflüchtling in Straßburg; seit 1622 in Schweden; 1630-1633 militärischer Oberbefehlshaber in Schweden; Leiter der schwedischen Finanzverwaltung (1631-1633) und Kriegsökonomie (1632/33); danach Durchsetzung der Anspüche seines Sohnes Karl Gustav auf die Thronfolge in Schweden.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Principessa Maria Benigna Franziska Piccolomini
Duchessa Maria Benigna Franziska d' Amalfi
Geburtsname: Herzogin Maria Benigna Franziska von Sachsen-Lauenburg

geb.: 1635
gest.: 1701
Anm.: Tochter des Herzogs Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg (1586-1665); 1651-1656 Ehe mit Ottavio Piccolomini, Duca d'Amalfi (1599-1656).

Weiterführende Informationen in der DNB
Principe Ottavio Piccolomini d'Aragona
Duca Ottavio d' Amalfi

geb.: 1599
gest.: 1656
Anm.: Sohn des toskanischen Adligen Silvio Piccolomini (1543-1609); ab 1618 abwechselnd in kaiserlichen und spanischen Kriegsdiensten als Obrist (1627), Generalfeldwachtmeister (1632), General der Kavallerie (1633), Feldmarschall (1634) und Generalleutnant (1648); seit 1622 kaiserlicher Kämmerer; ab 1639 Hartschierhauptmann von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); Erhebung in den Grafen- (1638) und Fürstenstand (1653); seit 1639 Duca d'Amalfi; ab 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Zwingende"); seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Hans Georg von Pöllnitz

geb.: 1577
gest.: 1622
Anm.: Sohn des Hans Bruno von Pöllnitz (1535-1592); Erbherr auf Schwarzbach und Oberpöllnitz; kursächsischer Politiker, Obrist und Resident in Brüssel; 1622 Gesandter Kursachsens auf dem Regensburger Fürstentag.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Urban von Pötting

geb.: 1567
gest.: 1648
Anm.: Sohn des Sebastian von Pötting (1542-1592); erzherzoglicher Kämmerer in Graz; 1611-1614 Präsident des innerösterreichischen Hofkriegsrats; 1629-1637 Hofmeister der Erzherzoginnen Maria Anna (1610-1665) und Cäcilia Renata von Österreich (1611-1644); seit 1638 kaiserlicher Kämmerer; Erhebung in den Freiherren- (1605) und Grafenstand (1637).
Königin Cäcilia Renata von Polen
Großfürstin Cäcilia Renata von Litauen
Geburtsname: Erzherzogin Cäcilia Renata von Österreich

geb.: 1611
gest.: 1644
Anm.: Tochter des Erzherzogs Ferdinand II. von (Inner-)Österreich (1578-1637); seit 1637 Ehe mit König Władysław IV. von Polen (1595-1648).

Weiterführende Informationen in der DNB
König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb.: 1609
gest.: 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Königin Konstanze von Polen
Großfürstin Konstanze von Litauen
Geburtsname: Erzherzogin Konstanze von Österreich

geb.: 1588
gest.: 1631
Anm.: Tochter des Erzherzogs Karl II. von (Inner-)Österreich (1540-1590); seit 1605 Ehe mit König Sigismund III. von Polen (1566-1632).

Weiterführende Informationen in der DNB
König Sigismund III. von Polen
König Sigismund von Schweden
Großfürst Sigismund IV. von Litauen

geb.: 1566
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Königs Johann III. von Schweden (1537-1592); ab 1587 König von Polen und Großfürst von Litauen; 1592-1599 König von Schweden (Absetzung durch den schwedischen Reichstag); seit 1600 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Władysław IV. von Polen
Großfürst Władysław II. von Litauen

geb.: 1595
gest.: 1648
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1610-1613 erwählter Zar des Moskauer Reiches; ab 1632 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1615 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Gundaker von Polheim

geb.: 1575
gest.: 1644
Anm.: Sohn des Ludwig von Polheim (1529-1608); ab 1609 niederösterreichischer Regimentsrat; 1612-1615 und 1622-1637 Reichshofrat; seit 1615 Hofkammerdirektor; ab 1619 kaiserlicher Kämmerer; seit 1620 Hofkammervizepräsident.

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Bogislaw XIV. von Pommern
Herzog Bogislaw XIV. von Pommern-Stettin
Bischof Bogislaw von Cammin

geb.: 1580
gest.: 1637
Anm.: Sohn des Herzogs Bogislaw XIII. von Pommern (1544-1606); ab 1622 regierender Herzog von Pommern-Stettin und Titularbischof von Cammin; seit 1625 Landesfürst des gesamten Herzogtums Pommern.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Johann Ferdinand von Porcia

geb.: 1606
gest.: 1665
Anm.: Sohn des Grafen Johann Sforza von Porcia (1576-1624); ab 1633 kaiserlicher Kämmerer; 1639-1647 Landesverweser des Herzogtums Krain; 1647-1652 kaiserlicher Botschafter in Venedig; seit 1652 Obersthofmeister des Erzherzogs und späteren Kaisers Leopold I.; ab 1655 Geheimer Rat; seit 1658 Geheimratspräsident; 1662 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1657 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Sigmund Seifried von Promnitz

geb.: 1595
gest.: 1654
Anm.: Sohn des Heinrich Anselm von Promnitz (1564-1622); 1615-1618 Oberamtsverweser der Niederlausitz; seit 1623 Landvogt der Niederlausitz; 1652 Erhebung in den Grafenstand; vgl. Ernestus Colbe: Geistliches Praeservativ Wider Die bittere Todes-Angst Frommer gläubiger Christen/ [...], Leipzig 1654, o. S.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf N. N. von Puchheim

Anm.: Österreichischer Adliger, der im Juli 1635 mit Hans Ehrenreich Geyer von Osterburg einen "krackeel" hatte.
Graf Johann Rudolph von Puchheim

geb.: ca. 1600
gest.: 1651
Anm.: Sohn des Johann Christoph von Puchheim (1578-1619); ab 1625 kaiserlicher Kämmerer; 1634 Sondergesandter in Konstantinopel; seit 1635 Oberstkämmerer von König bzw. Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1637-1645 Reichshofrat; ab 1645 Geheimer Rat.

Weiterführende Informationen in der DNB
Georg I. Rákóczi
Fürst Georg I. von Siebenbürgen

geb.: 1593
gest.: 1648
Anm.: Sohn des Sigismund Rákóczi (1544-1608), ab 1607 Fürst von Siebenbürgen; seit 1630 Fürst von Siebenbürgen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Gerhard von Rantzau

geb.: 1558
gest.: 1627
Anm.: Sohn des Statthalters Heinrich von Rantzau (1526-1598); Kommandant der dänischen Festung Kronborg; später Amtmann in Flensburg, dann in Hadersleben; seit 1600 dänischer Statthalter im königlichen Anteil Schleswig-Holsteins; 1611-1613 Teilnahme am Kalmarkrieg gegen Schweden.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Rebekka

Anm.: Biblische Figur.

Weiterführende Informationen in der DNB
Wilhelm Rechberger

gest.: 1657
Anm.: Geboren in Eggenburg/Niederösterreich; Dr. art. und Dr. med.; Professor für Mathematik in Wien; 1610/11, 1612/13, 1622/23, 1623 und 1628/29 Rektor der Universität Wien; kaiserlicher Hofmathematiker; Leibarzt der Kaiser Ferdinand II. (1578-1637) und Ferdinand III. (1608-1657); 1638-1650 Hofbibliothekar.

Weiterführende Informationen in der DNB
N. N. Regner von Bleyleben

Anm.: Um 1635 junger böhmischer Adliger.
Johann (Ernst) von Reuschenberg

geb.: 1603
gest.: 1660
Anm.: Sohn des Edmund von Reuschenberg (1561-1620) auf Setterich; ab 1632 kaiserlicher Obristleutnant; 1634-1643 Festungskommandant von Wolfenbüttel; kurbayerischer Obrist (1635), Generalwagenmeister (1640) und Feldmarschall (1648); kaiserlicher Feldzeugmeister (1644) und Feldmarschall (1648); 1651 Feldmarschall des Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1578-1653) im Herzogtum Jülich und Berg; 1653 westfälischer Kreis-Obrist.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Reuß, Familie

Anm.: Vogtländisches Adelsgeschlecht, dessen männliche Mitglieder allesamt den Vornamen Heinrich tragen.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Heinrich II. Reuß zu Burgk

geb.: 1575
gest.: 1639
Anm.: Sohn des Heinrich I. Reuß zu Burgk (1543-1608); seit 1608 Herr von Burgk; 1613-1638 brandenburgisch-bayreuthischer Geheimer Rat sowie Amtshauptmann und Stadtvogt von Hof.
Heinrich Reuß zu Gera
Heinrich (II.) Postumus Reuß zu Gera

geb.: 1572
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Heinrich XVI. Reuß zu Gera (1530-1572), Begründer der jüngeren Reuß-Linie; Herr von Gera (ab 1572), Kranichfeld (1572-1615), Lobenstein (seit 1577), Saalburg (ab 1596) und Schleiz (seit 1616); 1607, 1616 und 1624 Ernennung zum kaiserlichen Rat; ab 1616 Senior des Gesamthauses; seit 1630 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Speisende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Johan van Rijswijk

geb.: 1560
gest.: 1640
Anm.: Sohn des holländischen Adligen Willem van Rijswijk (1530-1608); 1602 Leutnant; ab etwa 1617 Obristleutnant und Kommandant der niederländischen Stadt Zwolle.
Conte Giovanni Battista di Rivara

Anm.: Kaiserlicher Oberstfeldquartiermeister (1627) und Obrist (um 1635).
Graf Johann von Rivara

gest.: ca. 1635
Anm.: Zuletzt kaiserlicher Rittmeister.
Ernst Dietrich von Röder

geb.: ca. 1610
gest.: 1686
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Wolf Dietrich von Röder (gest. 1627); ab März 1628 Hofjunker und 1636 Kammerjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Diensthafte").
Hans Wolf Ernst von Röder

gest.: 1632
Anm.: Harzgeröder Adliger; seit März 1628 Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Wolf Dietrich von Röder

gest.: 1627
Anm.: Harzgeröder Adliger.
Georg Ehrenreich von Roggendorf

geb.: 1596
gest.: 1652
Anm.: Sohn des Kaspar von Roggendorf (gest. 1598); 1620 Ächtung und Enteignung wegen Teilnahme am böhmisch-österreichischen Ständeaufstand; darauf Leben im Exil, nach kaiserlicher Begnadigung (1628) niederösterreichischer Landstand und Hausbesitzer in Wien; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Geduldige").
Duc Henri de Rohan

geb.: 1579
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Vicomte René II. de Rohan (1550-1586); ab 1603 Duc de Rohan und Pair de France; 1605-1608 Colonel général der Schweizergarde in Paris; 1618-1626 Colonel général der französischen Kavallerie; 1621-1629 militärischer Führer der Hugenotten; 1629-1634 Exil in Italien; 1635-1637 Befehlshaber der französischen Armee im Veltlin; 1638 Berater des für Frankreich kämpfenden Herzogs Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639).

Weiterführende Informationen in der DNB
Elias Rosin von Jawornik
Elias von Czessen

Anm.: Sohn des (1604 nobilitierten) Prager Bürgers Elias d. Ä. Rosin von Jawornik; 1605 Studium am Pädagogium Herborn; angeblich Hof- und Appellationsrat des böhmischen "Winterkönigs" Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1621 Flucht aus Böhmen, weil sein Vater als einer der Aufwiegler des Ständeaufstandes zum Tode verurteilt, jedoch zu lebenslanger Haft begnadigt wurde; seit Herbst 1634 Exulant in Anhalt.
Jacques Roussel

geb.: 1596
gest.: 1636
Anm.: Hugenotte aus Châlons; als Vertrauter des Duc Henri de Rohan versuchte er in den 1620er und frühen 1630er Jahren die Vereinigung aller nichtkatholischen Kirchen sowie ein antihabsburgisches Bündnis in Europa zu vermitteln; seit 1630 schwedischer Hofrat, der bis 1632 für eine russisch-schwedische Allianz gegen Polen und den Kaiser verhandelte; zuletzt Bemühungen um eine Handelsroute durch Russland nach Persien.

Weiterführende Informationen in der DNB
Federico Ubaldo della Rovere

geb.: 1605
gest.: 1623
Anm.: Sohn des Francesco Maria II. della Rovere, Duca di Urbino (1549-1631).

Weiterführende Informationen in der DNB
Francesco Maria II. della Rovere
Duca Francesco Maria II. di Urbino

geb.: 1549
gest.: 1631
Anm.: Sohn des Guidobaldo II. della Rovere, Duca di Urbino (1514-1574); 1574-1625 Duca di Urbino (Abdankung wegen fehlendem Erben zugunsten des Kirchenstaates); seit 1585 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Georg Ruepp von Pfeilberg

Anm.: Steirischer Adliger; seit 1598 in kaiserlichen bzw. ligistischen Kriegsdiensten; 1623-1626 Faut von Bretten in der bayerisch besetzten Unterpfalz; um 1635 vermutlich kaiserlicher Obrist.
Hans Rueß von Hopfenbach

gest.: nach 1636
Anm.: Vermutlich Krainer Exulant; 1629/30 Hofmeister des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg in Ballenstedt; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Adeliche").
Johann Wilhelm von Rußwurm

gest.: nach 1637
Anm.: Oberpfälzischer Adliger; um 1605 Hofmann in Neuburg.
Patrick Ruthven
Lord Patrick of Ettrick
Earl Patrick of Forth
Earl Patrick of Brentford

geb.: ca. 1573
gest.: 1651
Anm.: Sohn des schottischen Adligen William Ruthven of Ballindean (gest. 1603); ca. 1609-1637 in schwedischen Kriegsdiensten als Kapitän (1614), Quartiermeister (1616), Obristleutnant (1617), Obrist (1621), Generalmajor (1632) und Generalleutnant (1635); 1642-1644 Oberbefehlshaber der royalistischen Armee in England; ab 1645 Kämmerer des späteren Königs Karl II. von England (1630-1685); seit 1639 erster Lord of Ettrick und Peer of Scotland; ab 1642 erster Earl of Forth; seit 1644 erster Earl of Brentford und Peer of England.

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Albrecht der Beherzte von Sachsen
Herzog Albrecht der Beherzte von Schlesien-Sagan

geb.: 1443
gest.: 1500
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich II. von Sachsen (1412-1464); Stammvater der albertinischen Linie der Wettiner; ab 1464 regierender Herzog von Sachsen (bis 1485 gemeinschaftliche Regierung mit seinem älteren Bruder Ernst (1441-1486); seit 1472 Herzog von Schlesien-Sagan; ab 1491 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
König Anserich der Sachsen

Anm.: Sohn von Harderich und sagenhafter König der Sachsen, welcher um 50 v. Chr. gelebt haben soll.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Berthold der Sachsen
Fürst Berthold von Engern

gest.: 633
Anm.: Sohn von Bodike; sagenhafter König der Sachsen und Fürst von Engern.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Bode der Sachsen

Anm.: Sohn von Mairbode und sagenhafter König der Sachsen, welcher um 280 gelebt haben soll.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Bodike der Sachsen

Anm.: Sohn von Hilderich und sagenhafter Fürst der Sachsen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kurfürst Christian I. von Sachsen

geb.: 1560
gest.: 1591
Anm.: Sohn des Kurfürsten August von Sachsen (1526-1586); seit 1586 Kurfürst von Sachsen.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kurfürst Christian II. von Sachsen

geb.: 1583
gest.: 1611
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1591 Kurfürst von Sachsen (bis 1601 unter dem Kuradministrator Herzog Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar).

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König Dietrich der Sachsen

gest.: 740
Anm.: Sohn von Sighard und sagenhafter König der Sachsen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kurfürst Ernst von Sachsen

geb.: 1441
gest.: 1486
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich II. von Sachsen (1412-1464); Stammvater der ernestinischen Linie der Wettiner; seit 1464 Kurfürst von Sachsen (bis 1485 gemeinschaftliche Regierung mit seinem jüngeren Bruder Albrecht (1443-1500).

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kurfürst Friedrich I. (der Streitbare) von Sachsen
Markgraf Friedrich IV. (der Streitbare) von Meißen

geb.: 1370
gest.: 1428
Anm.: Sohn des Markgrafen Friedrich III. von Meißen (1332-1381); ab 1407 regierender Markraf von Meißen; seit 1423 regierender Herzog von Sachsen-Wittenberg und Kurfürst von Sachsen.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kurfürst Friedrich II. (der Sanftmütige) von Sachsen
Landgraf Friedrich V. (der Sanftmütige) von Thüringen

geb.: 1412
gest.: 1464
Anm.: Sohn des Markgrafen Friedrich IV. von Meißen (1370-1428); seit 1428 Kurfürst von Sachsen; 1440-1445 regierender Landgraf von Thüringen.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
König Harderich der Sachsen

Anm.: Sagenhafter König der Sachsen, welcher um 70 v. Chr. gelebt haben soll.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Hatwacker der Sachsen

Anm.: Sohn von Hengest und sagenhafter König der Sachsen, welcher um 480 gelebt haben soll.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Hatwigatte der Sachsen

Anm.: Sohn von Hatwacker und sagenhafter Fürst der Sachsen, welcher um 524 gelebt haben soll.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kurfürstin Hedwig von Sachsen
Geburtsname: Prinzessin Hedwig von Dänemark und Norwegen

geb.: 1581
gest.: 1641
Anm.: Tochter des Königs Friedrich II. von Dänemark und Norwegen (1534-1588); 1602-1611 Ehe mit Kurfürst Christian II. von Sachsen (1583-1611); danach Witwensitz auf Schloss Lichtenburg in Prettin.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Hengest der Sachsen
König Hengest von Kent

gest.: 488
Anm.: Sohn von Wittgisel; sagenhafter König der Sachsen; im Jahr 455 Gründer des angelsächsischen Königreichs Kent.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Hilderich der Sachsen

geb.: 500
gest.: 540
Anm.: Sohn von Hatwigatte und sagenhafter König der Sachsen.
Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb.: 1585
gest.: 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kurfürst Johann Georg II. von Sachsen

geb.: 1613
gest.: 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1656 Kurfürst von Sachsen; seit 1658 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Preißwürdige"); ab 1668 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
König Mairbode der Sachsen

Anm.: Sagenhafter König der Sachsen, welcher um 256 gelebt haben soll.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Sighard der Sachsen
Fürst Sighard von Engern

gest.: 691
Anm.: Sohn von Berthold; sagenhafter König der Sachsen und Fürst von Engern.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Swartike I. der Sachsen

gest.: 77
Anm.: Sohn von Wilke und sagenhafter Fürst der Sachsen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Swartike II. der Sachsen

gest.: 80
Anm.: Sohn von Swartike I. und sagenhafter Fürst der Sachsen.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Wedekind der Sachsen

Anm.: Sagenhafter König der Sachsen, welcher um 102 gelebt haben soll.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Witte I. der Sachsen

Anm.: Sohn von Bode und sagenhafter König der Sachsen, welcher um 300 gelebt haben soll.
König Witte II. der Sachsen

gest.: 400
Anm.: Sohn von Witte I. und sagenhafter König der Sachsen.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Wittgisel der Sachsen

gest.: 435
Anm.: Sohn von Witte II. und sagenhafter König der Sachsen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzogin Elisabeth von Sachsen-Altenburg
Herzogin Elisabeth von Sachsen
Geburtsname: Herzogin Elisabeth von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb.: 1593
gest.: 1650
Anm.: Tochter des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1564-1613); 1612-1615 erste Ehe mit Herzog August von Sachsen (1589-1615), Administrator des Hochstifts Naumburg; 1618-1639 zweite Ehe mit Herzog Johann Philipp von Sachsen-Altenburg (1597-1639).

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Friedrich von Sachsen-Altenburg

geb.: 1599
gest.: 1625
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar (1562-1602); 1603-1624 gemeinsam mit seinen Brüdern Johann Philipp (1597-1639), Johann Wilhelm (1600-1632) und Friedrich Wilhelm II. (1603-1669) regierender Herzog von Sachsen-Altenburg (unter Vormundschaft); kursächsischer (1622), braunschweigisch-wolfenbüttelischer (1622/23) und dänischer Obrist (1624/25); seit 1625 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Derbe").

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Friedrich Wilhelm II. von Sachsen-Altenburg

geb.: 1603
gest.: 1669
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar (1562-1602); bis 1624 gemeinsam mit seinen Brüdern Johann Philipp (1597-1639), Friedrich (1599-1625) und Johann Wilhelm (1600-1632) regierender Herzog von Sachsen-Altenburg (unter Vormundschaft); 1631-1635 in kursächsischen Kriegsdiensten als Obrist (1631) und Reitergeneral (1633); ab 1639 alleinregierender Herzog von Sachsen-Altenburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unschätzbare").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Herzog Johann Philipp von Sachsen-Altenburg

geb.: 1597
gest.: 1639
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar (1562-1602); 1603-1624 gemeinsam mit seinen Brüdern Johann Wilhelm (1600-1632), Friedrich (1599-1625) und Friedrich Wilhelm II. (1603-1669) regierender (bis 1618 unter Vormundschaft), ab 1624 alleinregierender Herzog von Altenburg; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Köstlichste").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Herzog Johann Wilhelm von Sachsen-Altenburg

geb.: 1600
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar (1562-1602); 1603-1624 gemeinsam mit seinen Brüdern Johann Philipp (1597-1639), Friedrich (1599-1625) und Friedrich Wilhelm II. (1603-1669) regierender Herzog von Sachsen-Altenburg (unter Vormundschaft); ab 1631 kursächsischer Obrist; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Teuere")., ADB
Herzog Johann Kasimir von Sachsen-Coburg

geb.: 1564
gest.: 1633
Anm.: Sohn des ernestinischen Herzogs Johann Friedrich II. von Sachsen (1529-1595); 1572-1596 gemeinsam mit seinem Bruder Johann Ernst (1566-1638) regierender (bis 1586 unter Vormundschaft), seit 1596 alleinregierender Herzog von Sachsen-Coburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Johann Ernst von Sachsen-Coburg-Eisenach
Herzog Johann Ernst von Sachsen-Eisenach
Herzog Johann Ernst von Sachsen-Coburg

geb.: 1566
gest.: 1638
Anm.: Sohn des ernestinischen Herzogs Johann Friedrich II. von Sachsen (1529-1595); 1572-1596 gemeinsam mit seinem Bruder Johann Kasimir (1564-1633) regierender Herzog von Sachsen-Coburg (bis 1586 unter Vormundschaft); ab 1596 regierender Herzog von Sachsen-Eisenach; seit 1633 zudem alleinregierender Herzog von Sachsen-Coburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Herzog Albrecht von Sachsen-Eisenach
Herzog Albrecht von Sachsen-Weimar

geb.: 1599
gest.: 1644
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Herzog von Sachsen-Weimar; ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Eisenach; seit 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unansehnliche").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha-Altenburg
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha
Herzog Ernst I. von Sachsen-Weimar

geb.: 1601
gest.: 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Herzog von Sachsen-Weimar; 1631/32 schwedischer Obrist; 1633/34 Statthalter des Herzogtums Franken für seinen jüngeren Bruder Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Gotha; seit 1672 ebenso regierender Herzog von Sachsen-Altenburg; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittersüße").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Franz Albrecht von Sachsen-Lauenburg

geb.: 1598
gest.: 1642
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); 1618-1620 in Kriegsdiensten der böhmischen Konföderierten; kaiserlicher Obristleutnant (1621), Obrist (1623) und Generalfeldwachtmeister (1631); 1632-1634 kursächsischer Feldmarschall; 1634/35 kaiserlicher Kriegsgefangener; ab 1641 kaiserlicher Feldmarschall; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Weiße").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Franz Heinrich von Sachsen-Lauenburg

geb.: 1604
gest.: 1658
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); ab 1630 schwedischer Obrist; seit 1637 Friedensvermittler zwischen Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) und Schweden; ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Scharfe").

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Franz Karl von Sachsen-Lauenburg

geb.: 1594
gest.: 1660
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); bis 1626 Kriegsdienst im Unionsheer und unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); 1626/27 dänischer Obrist; 1630-1632 schwedischer Obrist; danach kurbrandenburgischer bzw. kursächsischer Obrist, ab 1634 Generalmajor; 1637 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1637 Friedensvermittler zwischen Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) und Schweden; ab 1638 kaiserlicher Generalfeldwachtmeister; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schönste").

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg

geb.: 1586
gest.: 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); bereits als Jugendlicher Konversion zum katholischen Glauben; kaiserlicher Obrist (1617) und Feldmarschall (1629); 1634/35 kaiserlicher Gefangener wegen seiner Vertrauensstellung bei Wallenstein (1583-1634); ab 1637 Friedensvermittler zwischen Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) und Schweden; seit 1656 regierender Herzog von Sachsen-Lauenburg; ab 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Glückhafte").

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzogin Katharina von Sachsen-Lauenburg
Fürstin Katharina von Siebenbürgen
Geburtsname: Markgräfin Katharina von Brandenburg

geb.: 1602
gest.: 1644
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg (1572-1619); 1626-1629 erste Ehe mit Gabriel Bethlen, Fürst von Siebenbürgen (1580-1629); 1629/30 Regentin des Fürstentums Siebenbürgen; seit 1639 zweite Ehe mit Herzog Franz Karl von Sachsen-Lauenburg (1594-1660).

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar
Herzog Bernhard von Franken

geb.: 1604
gest.: 1639
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); ab 1620 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Herzog von Sachsen-Weimar; zunächst Kriegdienst unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1622), Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach (1622) und Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1623); 1625-1627 dänischer Obrist; 1630-1635 in schwedischen Diensten als Obrist (1631) und General (1632); 1633/34 Herzog von Franken (größtenteils ehemalige Hochstifte Würzburg und Bamberg als Lehen der schwedischen Krone); ab 1635 Heerführer im französischen Auftrag; seit 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Austrucknende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzogin Dorothea Sophia von Sachsen-Weimar
Äbtissin Dorothea Sophia von Quedlinburg

geb.: 1587
gest.: 1645
Anm.: Tochter des Herzogs Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar (1562-1602); seit 1618 Äbtissin des Stifts Quedlinburg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Johann Ernst I. von Sachsen-Weimar

geb.: 1594
gest.: 1626
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); ab 1605 regierender Herzog von Sachsen-Weimar (bis 1615 unter Vormundschaft); als Obrist im Dienst des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) nach 1620 Verweigerung der Unterwerfung gegenüber dem Kaiser und Rücktritt von der Regierung in Weimar zugunsten seiner Brüder; später in niederländischen Kriegsdiensten; 1626 dänischer Generalleutnant der Kavallerie; 1617 Gründungsmitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Käumling").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Herzog Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar

geb.: 1598
gest.: 1662
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620 Kommandeur im Heer der böhmischen Konföderierten; 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender, ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Weimar; Obrist unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1621/22) und Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach (1622); 1623 General unter Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); 1623/24 kaiserlicher Gefangener; 1631-1635 schwedischer Militärgouverneur von Thüringen und Statthalter von Erfurt; 1632-1635 schwedischer Generalleutnant; 1617 Gründungsmitglied und seit 1651 zweites Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schmackhafte").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Herzog August von Sachsen-Weißenfels
Administrator August von Magdedeburg

geb.: 1614
gest.: 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1635/38 Administrator des Erzstifts Magdeburg; seit 1657 regierender Herzog von Sachsen-Weißenfels (kursächsische Sekundogenitur); ab 1643 Mitglied und seit 1662 drittes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgeratene").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Moritz von Sachsen-Zeitz

geb.: 1619
gest.: 1681
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen; ab 1657 regierender Herzog von Sachsen-Zeitz (kursächsische Sekundogenitur); seit 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sittsame").

Weiterführende Informationen in der DNB
Angelo Sala

geb.: 1576
gest.: 1637
Anm.: Sohn des reformierten Tuchspinners Bernardino Sala (geb. 1548), der 1571 aus Italien emigriert war; ohne medizinische Ausbildung Arzt in Dresden (1602), Sondrino (1604), Nürnberg (1606), Frauenfeld (1607), Genf (1609) und Den Haag (1612-1617); 1610 Feldarzt des Grafen Johann VII. von Nassau-Siegen (1561-1623); 1617-1620 Leibarzt und Aufseher über das Apothekenwesen des Grafen Anthon Günther von Oldenburg (1583-1667); 1620-1625 "Chymiater" in Hamburg; 1625-1628 Professor für Chemiatrie an der Universität Rostock; 1625-1636 Leibarzt des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); ab 1636 Leibarzt und Hofmeister des jungen Herzogs Gustav Adolph von Mecklenburg-Güstrow (1633-1695); seit 1628 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Lindernde").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Julius von Salm-Neuburg

geb.: 1600
gest.: 1654
Anm.: Sohn des Wild- und Rheingrafen Weikhard von Salm-Neuburg (1575-1617); Kämmerer, Rat und Oberstjägermeister des Kardinals und Olmützer Bischofs Franz von Dietrichstein (1570-1636); ab 1625 kaiserlicher Kämmerer; seit 1635 mährischer Oberstlandrichter; 1637-1640 Landeshauptmann von Mähren.

Weiterführende Informationen in der DNB
Johann Salmuth

geb.: 1552
gest.: 1622
Anm.: Sohn des späteren Leipziger Theologieprofessors Joachim Salmuth, genannt Beringer (1522-1576); Theologiestudium in Leipzig; 1575 Subdiakon, 1576 Diakon und ab 1577 Archidiakon der Leipziger Nikolaikirche; 1587 dritter, 1588 zweiter und 1589-1591 erster Hofprediger in Dresden; 1591/92 als "Krypto-Calvinist" in Haft; 1592 Ausweisung aus Kursachsen; 1592-1595 Pfarrer an der Heidelberger Franziskanerkirche; seit 1596 Stadtprediger an der Amberger Martinskirche; vgl. Gerhard Seibold: Die Salmuth. Entwicklungsgeschichte einer Familie, Neustadt a. d. Aisch 1996, S. 31-35.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
N. N. von Saurau (1)

Anm.: Steirischer Adliger; um 1635 vermutlich kaiserlicher Kämmerer.
Graf Karl von Saurau

geb.: ca. 1590
gest.: 1648
Anm.: Sohn des Wolfgang von Saurau (gest. 1613); Konversion zum katholischen Glauben; ab 1624 kaiserlicher Kämmerer; 1632-1635 Landesverweser und seit 1635 Landeshauptmann der Steiermark; 1638 Erhebung in den Grafenstand.
Duca Carlo Emanuele I. di Savoia

geb.: 1562
gest.: 1630
Anm.: Sohn des Duca Emanuele Filiberto di Savoia (1528-1580); ab 1580 Duca di Savoia; seit 1585 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Duca Vittorio Amedeo I. di Savoia

geb.: 1587
gest.: 1637
Anm.: Sohn des Duca Carlo Emanuele I. di Savoia (1562-1630); ab 1630 Duca di Savoia; seit 1632 Anspruch auf Königstitel von Zypern und Jerusalem.

Weiterführende Informationen in der DNB
Tommaso Francesco di Savoia-Carignano
Principe Tommaso Francesco di Carignano
Comte Thomas-François de Soissons et Dreux

geb.: 1596
gest.: 1656
Anm.: Sohn des Duca Carlo Emanuele I. di Savoia (1562-1630); ab 1620 Principe di Carignano; spätenstens seit 1634 spanischer General; ab 1641 de iure uxoris Comte de Soissons und de Dreux; seit 1642 Generalissimus der Armeen Frankreichs und Savoyens in Italien; ab 1654 Grand maître de France.

Weiterführende Informationen in der DNB
Hans Ulrich von Schaffgotsch

geb.: 1595
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Christoph von Schaffgotsch (1552-1601); 1619/20 einer der schlesischen Defensoren; 1621 Treueid gegenüber Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); kaiserlicher Obrist (1626), Generalfeldwachtmeister (1632) und General der Kavallerie (1633); seit 1627 kaiserlicher Kämmerer; 1634 Verhaftung als Anhänger Wallensteins (1583-1634); 1635 Hinrichtung in Regensburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Elias Scheffel

geb.: 1572
gest.: 1633
Anm.: Studium in Jena (1591) und Leipzig (1598); ab 1599 Advokat der schwarzburgischen Kanzlei in Rudolstadt; seit 1603 Rat des Burggrafen Georg von Kirchberg; ab 1606 schwarzburgischer Kanzleirat in Frankenhausen; seit 1607 Vizekanzler, Leitung der Kanzlei und des Konsistoriums; ab 1613 Kanzleidirektor und Konsistorialvizepräsident; seit 1619 Kanzler und Konsistorialpräsident der Grafschaft Schwarzburg-Rudolstadt; 1619/20 auch Gesandter der Grafen von Barby am kurfürstlichen Hof in Dresden.
Johann Ernst von Scherffenberg

geb.: 1588
gest.: 1662
Anm.: Sohn des Friedrich von Scherffenberg (1542-1609); seit 1624 kaiserlicher Kämmerer; kaiserlicher Obrist (1626) und Feldmarschallleutnant (1633); 1634/35 in Haft wegen des Verdachts der hochverräterischen Verschwörung mit Wallenstein (1583-1634).

Weiterführende Informationen in der DNB
Hans von Schleinitz

Anm.: Bruder des meißnischen Adligen Wolf Dietrich von Schleinitz; um 1623 in Padua.
Wolf Dietrich von Schleinitz

Anm.: Bruder des meißnischen Adligen Hans von Schleinitz; um 1623 in Padua.
Herzog Johann Christian von Schlesien-Brieg

geb.: 1591
gest.: 1639
Anm.: Sohn des Herzogs Joachim Friedrich von Schlesien-Liegnitz-Brieg-Wohlau (1550-1602) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1611 regierender Herzog von Brieg; 1617-1621 Oberlandeshauptmann von Schlesien.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Schlesien-Liegnitz, Haus
Herzöge von Schlesien-Liegnitz

Anm.: Im Jahr 1675 ausgestorbene legitime Seitenlinie der schlesischen Piasten.
Herzog Georg Rudolph von Schlesien-Liegnitz-Wohlau

geb.: 1595
gest.: 1653
Anm.: Sohn des Herzogs Joachim Friedrich von Schlesien-Liegnitz-Brieg-Wohlau (1550-1602) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1611 regierender Herzog von Liegnitz und Wohlau (bis 1612 unter Vormundschaft); 1621-1629 Oberlandeshauptmann von Schlesien; seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wunderbare").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Karl Friedrich von Schlesien-Münsterberg-Oels
Herzog Karl Friedrich von Schlesien-Bernstadt

geb.: 1593
gest.: 1647
Anm.: Sohn des Herzogs Karl II. von Schlesien-Münsterberg-Oels (1545-1617); seit 1639 regierender Herzog von Bernstadt.

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Adolph I. von Schleswig-Holstein-Gottorf
Bischof Adolph von Schleswig

geb.: 1526
gest.: 1586
Anm.: Sohn des Königs Friedrich I. von Dänemark und Norwegen (1471-1533); ab 1544 erster regierender Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf; seit 1559 Bischof von Schleswig; ab 1560 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb.: 1597
gest.: 1659
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Adolph von Schleswig-Holstein-Gottorf (1575-1616); ab 1616 regierender Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Hochgeachte").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Johann von Schleswig-Holstein-Gottorf
Administrator Johann von Lübeck

geb.: 1606
gest.: 1655
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Adolph von Schleswig-Holstein-Gottorf (1575-1616); 1631-1634 Koadjutor und ab 1634 Administrator des Hochstifts Lübeck; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nützliche").

Weiterführende Informationen in der DNB
Schleswig-Holstein-Sonderburg, Haus
Herzöge von Schleswig-Holstein-Sonderburg

Anm.: Im Jahr 1564 durch Herzog Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622) begründete Nebenlinie des königlich-dänischen Hauses Oldenburg, die als "abgeteilte Herren" (Titularherzöge) in ihren Ländereien keine Regierungsfunktion ausübten.
Herzog Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb.: 1545
gest.: 1622
Anm.: Sohn des Königs Christian III. von Dänemark und Norwegen (1503-1559); seit 1564 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg

geb.: 1584
gest.: 1663
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); seit 1622 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg

geb.: 1581
gest.: 1658
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); seit 1624 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Joachim Ernst von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön

geb.: 1595
gest.: 1671
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1622 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön; seit 1625 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sichere").

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Heinrich Schlick von Passaun

geb.: ca. 1580
gest.: 1650
Anm.: Sohn des Grafen Georg Ernst Schlick (gest. 1612); ab 1598 in Kriegsdiensten verschiedener Herren; 1618-1621 Obrist der mährischen Ständearmee; kaiserlicher Obrist (1621), Feldzeugmeister (1626) und Feldmarschall (1627-1630); 1622 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1629 kaiserlicher Kämmerer; 1632-1649 Geheimer Rat und Hofkriegsratspräsident; seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Martin Schmidt

Anm.: Fürstlicher Amtmann in Bernburg (bis 1637) und Ballenstedt (seit 1637).
Stephan Schmidt

Anm.: Um 1626 Samt- und Seidenhändler in Harderwijk; versah auch Dienste für Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen.
Schönburg, Familie

Anm.: Mitteldeutsches Adelsgeschlecht.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Felix von Schrattenbach

geb.: 1570
Anm.: Sohn des Christoph von Schrattenbach (gest. 1571); kaiserlicher Obrist im Langen Türkenkrieg; innerösterreichischer Hofkriegsrat; seit 1606 erzherzoglicher Kämmerer in Graz; 1635 Plünderung und Zerstörung seines Schlosses Pragwald durch aufständische steirische Bauern.

Weiterführende Informationen in der DNB
Peter Elias Schröter

geb.: ca. 1590
gest.: 1625
Anm.: Sohn des Bautzener Stadtarztes Johann Friedrich Schröter (1559-1625); Rechtsstudium (ab 1612) und Promotion zum Dr. jur. in Marburg; 1615-1622 Jurist in Jena; seit 1623 Kanzler des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630).

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Georg Schumann

gest.: 1636
Anm.: 1615-1635 anhaltisch-bernburgischer Kammersekretär.
Georg Friedrich Schwartzenberger

geb.: 1591
gest.: 1640
Anm.: Sohn des Speyrer Reichskammergerichtsadvokaten Melchior Liborius Schwartzenberger; 1619-1630 anhaltisch-bernburgischer Gerichts- und Lehenssekretär; seit 1630 Hof- und Regierungsrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Schwarzburg, Familie
Grafen von Schwarzburg

Anm.: Thüringisches Reichsgrafengeschlecht.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Gräfin Anna Sophia von Schwarzburg-Rudolstadt
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt

geb.: 1584
gest.: 1652
Anm.: Tochter des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586); 1613-1630 Ehe mit Graf Karl Günther von Schwarzburg-Rudolstadt (1576-1630); 1619 Mitbegründerin der Tugendlichen Gesellschaft für adlige Frauen in Anlehnung an die Fruchtbringende Gesellschaft.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Karl Günther von Schwarzburg-Rudolstadt

geb.: 1576
gest.: 1630
Anm.: Sohn des Grafen Albrecht VII. von Schwarzburg-Rudolstadt (1537-1605); Regent der gesamten Grafschaft Schwarzburg-Rudolstadt (1605-1612), dann im Teil Rudolstadt (1612-1630); seit 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vermehrende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Ludwig Günther I. von Schwarzburg-Rudolstadt

geb.: 1581
gest.: 1646
Anm.: Sohn des Grafen Albrecht VII. von Schwarzburg-Rudolstadt (1537-1605); Regent in Frankenhausen (1612-1624), Stadtilm (1624-1631), Rudolstadt (1631-1634) und ab 1634 der gesamten Grafschaft Schwarzburg-Rudolstadt; seit 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stärkende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Adam von Schwarzenberg

geb.: 1584
gest.: 1641
Anm.: Sohn des Adolph von Schwarzenberg (1551-1600); 1599 Erhebung in den Grafenstand; ab 1610 kurbrandenburgischer Geheimer Rat und kurfürstlicher Oberkammerherr; seit 1619 als enger Berater des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640) Direktor des Geheimen Rates und Oberkämmerer; ab 1625 katholischer Herrenmeister des lutherischen Johanniterordens in der Ballei Brandenburg; seit 1630 Statthalter im Herzogtum Kleve; ab 1638 auch Statthalter der Mark Brandenburg; 1641 Inhaftierung und Tod auf der Festung Spandau.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Adolph von Schwarzenberg

geb.: 1551
gest.: 1600
Anm.: Sohn des Wilhelm von Schwarzenberg (gest. 1557); ab 1572 in spanischen Kriegsdiensten; kurkölnischer Geheimer Rat, General und Landhofmeister; Marschall und Statthalter im Hochstift Lüttich; kaiserlicher Obrist (1594) und Feldmarschall (1597) gegen die Türken; seit 1597 Kommandant der Wiener Stadtguardia; 1599 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Georg Ludwig von Schwarzenberg

geb.: 1586
gest.: 1646
Anm.: Sohn des Grafen Christoph von Schwarzenberg (1550-1596); ab 1606 erzherzoglicher Kämmerer in Graz; danach wiederholt Missionen als habsburgischer und kaiserlicher Diplomat; 1627-1631 Obersthofmarschall von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); seit 1631 Grenzobrist an der slawonischen Militärgrenze (Warasdin); ab 1627 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb.: 1626
gest.: 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolph von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter durch Reichskanzler Axel Oxenstierna (1583-1654) geleiteter Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Gustav II. Adolph von Schweden

geb.: 1594
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Königs Karl IX. von Schweden (1550-1611); ab 1611 König von Schweden; seit 1627 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Francesco Sforza
Duca Francesco I. di Milano

geb.: 1401
gest.: 1466
Anm.: Unehelicher Sohn des italienischen Condottiere Muzio Attendolo Sforza (1369-1424); ab 1424 Condottiere abwechselnd in neapolitanischen, päpstlichen, mailändischen und venezianischen Kriegsdiensten; seit 1450 Herzog von Mailand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Johann Sieber

geb.: 1588
gest.: 1651
Anm.: Sohn des Leipziger Ratsherrn Veit Sieber (1555-1620); ab 1613 kursächsischer und 1616-1643 (seit 1636 fremdverwaltet) zugleich kaiserlicher Postmeister in Leipzig; 1636 außerdem kaiserlicher Oberproviantkommissar im Niedersächsischen Kreis mit Sitz in Hamburg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Hein Sillem

geb.: 1586
gest.: 1650
Anm.: Sohn des Hamburger Kaufmanns Otto Sillem (1558-1635); ab 1626 Niedergerichtsbürger, seit 1629 Bauhofgerichtsbürger, ab 1636 Kämmereibürger und seit 1642 Oberalter der Stadt Hamburg; vgl. Friedrich Georg Buek: Genealogische und biographische Notizen über die seit der Reformation verstorbenen hamburgischen Bürgermeister, Hamburg 1840, S. 175.

Weiterführende Informationen in der DNB
Otto Sillem

geb.: 1558
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Hamburger Kaufmanns Hinrich Sillem; ab 1589 Kämmereibürger und Jurat (St. Petri), seit 1605 Oberalter und ab 1611 Präses der Oberalten der Stadt Hamburg; vgl. Friedrich Georg Buek: Die hamburgischen Oberalten, ihre bürgerliche Wirksamkeit und ihre Familien, Hamburg 1857, S. 48.

Weiterführende Informationen in der DNB
August von Sinzendorf

geb.: 1590
gest.: 1642
Anm.: Sohn des Reichshofrats Joachim von Sinzendorf (1544-1594).

Weiterführende Informationen in der DNB
Elisabeth von Sinzendorf
Geburtsname: Elisabeth von Trauttmansdorff

geb.: 1587
gest.: 1653
Anm.: Tochter des Johann Friedrich von Trauttmansdorff (1542-1614); 1610-1642 Ehe mit August von Sinzendorf (1590-1642).
Graf Wilhelm Slawata von Chlum

geb.: 1572
gest.: 1652
Anm.: Sohn des Adam Slawata (1546-1616); 1597 Konversion zum katholischen Glauben; 1600-1604 böhmischer Hofmarschall und 1604-1606 amtierender Oberstkämmerer von Kaiser Rudolph II. (1552-1612); 1605-1611 Burggraf von Karlstein; 1611-1617 Obersthoflehensrichter, 1612-1625 Kammerpräsident, 1617-1625 Oberstlandrichter, 1623-1627 Oberstkämmerer, 1627/28 Obershoflandmeister und ab 1628 Oberstkanzler des Königreichs Böhmen; seit 1621 kaiserlicher Kämmerer; ab 1624 Geheimer Rat; 1621 Erhebung in den Grafenstand; seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Graf Johann Albrecht I. zu Solms-Braunfels

geb.: 1563
gest.: 1623
Anm.: Sohn des Grafen Konrad zu Solms-Braunfels (1540-1592); ab 1592 regierender Graf zu Solms-Braunfels (1607 Teilung mit den Brüdern); 1602-1618 kurpfälzischer Großhofmeister; auch Geheimer Rat und enger Berater der Kurfürsten Friedrich IV. und Friedrich V. von der Pfalz; seit 1620 Exil in Den Haag.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Philipp zu Solms-Lich

geb.: 1569
gest.: 1631
Anm.: Sohn des Grafen Ernst I. zu Solms-Lich (1527-1590); Teilnahme am Langen Türkenkrieg; Konversion zum katholischen Glauben; seit 1619 kaiserlicher Kämmerer, Obrist und Trabantenhauptmann.
Hans Sebastian Spät

Anm.: Bis 1618 Obrist der protestantischen niederösterreichischen und mährischen Stände; 1618-1620 Ächtung und Enteignung; seit 1620 kaiserlicher Obrist.
Infant Fernando von Spanien und Portugal
Don Fernando de Austria
Erzbischof Fernando von Toledo

geb.: 1609/10
gest.: 1641
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1619 Kardinal; seit 1620 Erzbischof von Toledo; 1632/33 Vizekönig von Katalonien; Statthalter des Herzogtums Mailand (1633/34) und der Spanischen Niederlande (ab 1633); seit 1633 spanischer Feldherr.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Philipp II. von Spanien
König Philipp I. von Portugal
König Philipp I. von Neapel-Sizilien
König Philipp I. von Sardinien

geb.: 1527
gest.: 1598
Anm.: Sohn von Kaiser Karl V. (1500-1558); ab 1556 König von Spanien, Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1580 König von Portugal; ab 1531 Ritter und seit 1555 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies; ab 1554 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Philipp III. von Spanien
König Philipp II. von Portugal
König Philipp II. von Neapel-Sizilien
König Philipp II. von Sardinien

geb.: 1578
gest.: 1621
Anm.: Sohn des Königs Philipp II. von Spanien (1527-1598); ab 1598 König von Spanien, Portugal, Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1583 Ritter und ab 1598 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb.: 1605
gest.: 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Adriaan van den Spiegel

geb.: 1578
gest.: 1625
Anm.: Sohn des Brüsseler Adligen und Chirurgen Adriaan von den Spiegel (gest. 1600); Studium in Löwen, Leiden und in Padua (ab 1601); um 1603 Promotion zum Dr. med.; seit 1606 Arzt für die Studenten der deutschen Nation sowie Assistent des Arztes und Medizinprofessors Hieronymus Fabricius ab Aquapendente (1537-1619) an der Universität Padua; nach 1612 Medicus primarius in Böhmen und Mähren; ab 1616 Professor für Chirurgie und Anatomie in Padua.

Weiterführende Informationen in der DNB
Johannes Stalmann

geb.: 1577
gest.: 1635(?)
Anm.: Sohn des Bauern Kaspar Stalmann (gest. 1619) in Lüttringhausen bei Remscheid; 1601-1603 Jurastudium in Herborn; Dr. jur. utr.; 1603-1609 Advokat und Dozent in Herborn; 1609-1612 isenburgischer Oberschultheiß in Büdingen; 1612-1628 Rat und Kanzler des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dänischer Generalkriegsauditor; 1631-1634 schwedischer Kanzler der Stifte Magdeburg und Halberstadt; danach schwedische Gefangenschaft und Flucht in die habsburgischen Erblande; seit 1632 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Abgezogene").

Weiterführende Informationen in der DNB
Hermann Christian (von) Stammer

geb.: 1603
gest.: 1636
Anm.: Sohn des Arndt (von) Stammer (gest. 1611) auf Ballenstedt; 1622/23 Kammerjunker des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg; 1623-1625 Kammerjunker des Prinzen Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632); ab 1635 Stallmeister und 1636 Hofmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1627 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erweckende"); vgl. Daniel Sachse: Christliche LeichPredigt/ Uber Den Tödtlichen Abgang Deß weyland WohlEdlen [...] Herman Christian Stammers/ [...], Zerbst 1636, o. S.

Weiterführende Informationen in der DNB
Ludwig von Starhemberg

geb.: 1564
gest.: 1620
Anm.: Sohn des Rüdiger von Starhemberg (1534-1582); seit 1595 Burggraf von Steyr; kaiserlicher Kämmerer und Hofkammerdirektor unter Kaiser Matthias (1557-1619); 1620 Ächtung wegen Teilnahme am böhmisch-österreichischen Ständeaufstand; vgl. Johann Schwerdling: Geschichte des [...] Hauses Starhemberg, Linz 1830, S. 199-205.

Weiterführende Informationen in der DNB
Martin von Starhemberg

geb.: 1566
gest.: 1620
Anm.: Sohn des Rüdiger von Starhemberg (1534-1582); ab 1594 Kämmerer des Erzherzogs Matthias von Österreich (1557-1619); seit 1609 niederösterreichischer Regimentsrat; 1620 Ächtung wegen Teilnahme am böhmisch-österreichischen Ständeaufstand; vgl. Johann Schwerdling: Geschichte des [...] Hauses Starhemberg, Linz 1830, S. 206f.

Weiterführende Informationen in der DNB
Paul Jakob von Starhemberg

geb.: 1560
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Rüdiger von Starhemberg (1534-1582); Geheimer Rat und Kämmerer von Kaiser Matthias (1557-1619); seit 1619 kaiserlicher Kämmerer; 1620-1622 und 1628-1633 niederösterreichischer Herrenstandsverordneter; vgl. Johann Schwerdling: Geschichte des [...] Hauses Starhemberg, Linz 1830, S. 190-194.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Christoph von Stolberg
Graf Christoph von Stolberg-Wernigerode

geb.: 1567
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Grafen Heinrich von Stolberg (1509-1572); bis 1587 unter Vormundschaft regierender Graf in Wernigerode (ab 1572), Schwarza (seit 1587), Gedern (ab 1592), Lohra und Klettenberg (seit 1597) und Stolberg (ab 1631); seit 1631 Regent in allen stolbergischen Territorien.

Weiterführende Informationen in der DNB
Peter Heinrich von Stralendorff

geb.: 1580
gest.: 1637
Anm.: Sohn des Leopold von Stralendorff (gest. 1623); ab 1605 Reichshofrat; seit 1620 Reichshofratsvizepräsident; Geheimer Rat; ab 1623 Reichsvizekanzler; seit 1627 kaiserlicher Kämmerer; 1625 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
N. N. Stubenvoll

Anm.: Um 1635 kaiserlicher Kammerdiener.
Johann Stücklin
Johann Stückl

Anm.: Dr. jur.; 1629-1651 Resident des Kurfürsten Maximilian I. von Bayern (1573-1651) in Wien; seit 1631 bayerischer Hofrat.
Sultan (Osmanisches Reich) Ahmed I.

geb.: 1590
gest.: 1617
Anm.: Sohn von Sultan Mehmed III. (1566-1603); seit 1603 Sultan des Osmanischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB
Sultan (Osmanisches Reich) Murad IV.

geb.: 1612
gest.: 1640
Anm.: Sohn von Sultan Ahmed I. (1590-1617); seit 1623 Sultan des Osmanischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB
Sultan (Osmanisches Reich) Mustafa I.

geb.: 1591
gest.: 1639
Anm.: Sohn von Sultan Mehmed III. (1566-1603); 1617/18 und 1622/23 Sultan des Osmanischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB
Sultan (Ägypten) Sayf ad-Din Inal

geb.: 1381
gest.: 1461
Anm.: Sohn eines Kairoer Kaufmanns; ab 1397 Sklave des Mameluken-Sultans Sayf ad-Din Barquq (Herrschaft 1382-1389 und 1390-1399); nach dessen Tod Freilassung und militärische Karriere; seit 1453 Mamluken-Sultan von Ägypten.

Weiterführende Informationen in der DNB
Sultan (Osmanisches Reich) Selim II.

geb.: 1524
gest.: 1574
Anm.: Sohn von Sultan Süleyman I. (gest. 1566); seit 1566 Sultan des Osmanischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB
Sultan (Osmanisches Reich) Süleyman I.

geb.: 1494/96
gest.: 1566
Anm.: Sohn von Sultan Selim I. (1470-1520); seit 1502 Sultan des Osmanischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB
Dionysius Széchy

geb.: ca. 1595
gest.: 1650
Anm.: Sohn des ungarischen Magnaten Thomas Széchy (gest. 1618); seit 1635 kaiserlicher Kämmerer.

Weiterführende Informationen in der DNB
Dietrich von Taube

geb.: 1594
gest.: 1639
Anm.: Sohn des baltischen Adligen Johann von Taube (gest. 1603); Erbherr auf Neukirchen, Höckericht, Großharthau, Frankenthal und Goldbach; ab 1603 Leben am Dresdener Hof; kurfürstlicher Kämmerer und Stallmeister (1612), Oberstallmeister (seit 1617) und Geheimer Rat; kursächsischer Obristleutnant (1631), Obrist (1631) und Generalwachtmeister (1635); ab 1636 Oberhofmarschall; seit 1637 Landvogt der Oberlausitz; 1638 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB
N. N. Teufel von Guntersdorf (1)

Anm.: Um 1621/22 verheiratete Angehörige des niederösterreichischen Adelsgeschlechts.
Heinrich Teufel von Pirkensee

Anm.: Sohn des Konrad Teufel von Pirkensee (1527-1582); Landsasse auf Schwarzenfeld; 1629 Emigration aus der Oberpfalz.
Heinrich Teufel von Pirkensee

Anm.: Sohn des Konrad Teufel von Pirkensee (1527-1582); Landsasse auf Schwarzenfeld; 1629 Emigration aus der Oberpfalz.
Otto Teufel von Guntersdorf

geb.: 1589
gest.: 1673
Anm.: Sohn des Michael Teufel von Guntersdorf (1557-1590); ab 1628 kaiserlicher Kämmerer; seit ca. 1668 Oberstfalkenmeister.

Weiterführende Informationen in der DNB
Regina Elisabeth Teufel von Guntersdorf
Geburtsname: Regina Elisabeth von Concin

gest.: 1664
Anm.: Tochter des Johann Christoph von Concin (gest. 1596); seit 1622 Ehe mit Otto Teufel von Guntersdorf (1589-1673).
Graf Heinrich Matthias von Thurn

geb.: 1567
gest.: 1640
Anm.: Sohn des Grafen Franz von Thurn (1509-1586); ab 1588 in kaiserlichen Kriegsdiensten als Hauptmann (1595), Obristleutnant (1598) und Obrist (1601); seit 1601 Hofkriegsrat; ab 1609 einer der Führer der protestantischen böhmischen Stände; 1611-1617 und 1619/20 Burggraf von Karlstein; 1618-1620 Generalleutnant bzw. Generalfeldmarschall des Ständeheeres; danach Ächtung, Enteignung und Emigration; 1621-1624 Fortsetzung des Krieges gegen die Habsburger unter Gabriel Bethlen, Fürst von Siebenbürgen (1580-1629); 1625-1627 venezianischer General; 1627 dänischer Feldmarschall; 1629-1635 schwedischer Generalleutnant.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Raimund von Thurn

geb.: 1555
gest.: 1623
Anm.: Sohn des Franz von Thurn (1519-1566); Herr auf Vipulzano; kaiserlicher Gesandter in Venedig (1596) und Rom (1608); 1572 Erhebung in den Grafenstand.
Graf Veit Heinrich von Thurn

geb.: ca. 1590
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Grafen Hieronymus Wenzel von Thurn (1565-1613) auf Wostitz/Südmähren; seit 1618 Kämmerer von König Ferdinand II. (1578-1637); 1619/20 Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand; danach Ächtung und Enteignung, jedoch spätestens 1626 begnadigt.
Sigmund Adam von Traun

geb.: 1573
gest.: 1637
Anm.: Sohn des Johann Bernhard von Traun (1546-1583); 1617-1623 Verordneter des niederösterreichischen Herrenstands; ab 1620 kaiserlicher Kämmerer; um 1630 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1632 Landmarschall und Generallandobrist von Niederösterreich.

Weiterführende Informationen in der DNB
Curt von der Trautenburg
Curt von Beyern

gest.: 1639
Anm.: Sohn des Heinrich von der Trautenburg; Erbherr auf Hornhausen, Derneburg und Ottleben; spätestens ab 1626 Stallmeister und Kammerjunker sowie Reisebegleiter des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg (bis 1628); später Leben auf Pachtgut in Schleswig-Holstein; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Aufhelfende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Adam Erdmann Trčka von Leipa

geb.: ca. 1599
gest.: 1634
Anm.: Sohn des Johann Rudolph Trčka von Lipa (1557-1634); seit 1623 kaiserlicher Kämmerer; Volontär (1626), Obrist (1630) und Feldmarschallleutnant (1632) unter Wallenstein (1583-1634); 1627 Konversion zum katholischen Glauben; 1634 Ermordung als Vertrauter Wallensteins ; 1628 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Melchior Andreas von Trotha

geb.: 1580
gest.: 1634
Anm.: Sohn des Friedrich von Trotha (gest. 1615); Erbherr auf Gänsefurt und Burg Schadeleben; anhaltischer Landrat; seit 1628 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Rote").

Weiterführende Informationen in der DNB
Georg Erasmus von Tschernembl

geb.: 1567
gest.: 1626
Anm.: Sohn des Hans von Tschernembl (1536-1605); 1598-1604 und 1617-1620 Herrenstandsverordneter in Oberösterreich; ab 1608 einer der radikalen Wortführer des Adelsprotestantismus in Österreich ob der Enns; 1619/20 intensive Beteiligung am böhmisch-österreichischen Ständeaufstand (u. a. als Kriegsrat); danach Flucht, Ächtung und Enteignung; Exil in der Oberpfalz, in Vaihingen und seit 1622 in Genf.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Jean T'Serclaes de Tilly
Comte Jean de Tilly

geb.: 1559
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Martin T'Serclaes de Tilly (gest. 1597); zunächst in spanischen und lothringischen Kriegsdiensten; kaiserlicher Obristleutnant (1600), Obrist und Generalfeldwachtmeister (1601), Feldzeugmeister (1604) und Feldmarschall (1605) in Ungarn; ab 1610 Generalleutnant der Katholischen Liga; seit 1630 auch kaiserlicher Generalleutnant; 1622 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
N. N. van U(i)terwijk (1)

geb.: ca. 1610
gest.: 1626
Anm.: Vermutlich niederländischer Adliger; im Juni 1626 für ca. zwei Wochen katholischer Edelknabe des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg.
Jakob Ulfeldt

geb.: 1567
gest.: 1630
Anm.: Sohn des Jakob Ulfeldt (1535-1593), ab 1570 dänischer Reichsrat; seit 1597 königlicher Hofjunker; ab 1607 dänischer Reichsrat; seit 1609 Reichskanzler.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Matthias I. Corvinus von Ungarn
König Matthias I. Corvinus von Böhmen

geb.: 1443
gest.: 1490
Anm.: Sohn des ungarischen Reichsverwesers Johann Hunyadi (gest. 1456); ab 1458/64 König von Ungarn; seit 1569 König von Böhmen (als Gegenkönig zu Georg von Podiebrad und Wladislaw II.).

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
N. N. von Urschenbeck

Anm.: Angehöriger des steirischen Adelsgeschlechts.
Jean-Baptiste de la Valle
Giovanni Battista della Velle

Anm.: Vermutlich in Frankreich lebender Italiener.
Felipe Emmanuel Vélez de Guevara y Tassis

gest.: 1642
Anm.: Sohn des Íñigo d. Ä. Vélez de Guevara y Tassis, Conde de Oñate (1566-1644); spanischer Obrist.
Íñigo d. Ä. Vélez de Guevara y Tassis
Conde Íñigo d. Ä. de Oñate
Conde Íñigo d. Ä. de Villamediana

geb.: 1566
gest.: 1644
Anm.: Sohn des Pedro Vélez de Guevara, Señor de Salinillas (gest. 1584); Oberkämmerer des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); 1603-1613 spanischer Gesandter in Savoyen; 1616-1625 und 1633-1637 außerordentlicher spanischer Botschafter am Wiener Kaiserhof; ab 1622 Conde de Oñate und Conde de Villamediana; 1626-1629 spanischer Botschafter in Rom; seit 1633 Consejero de estado; ab 1638 Presidente del Consejo de Órdenes.

Weiterführende Informationen in der DNB
Johann Baptist Verda von Verdenberg
Graf Johann Baptist von Verdenberg

geb.: 1582
gest.: 1648
Anm.: Sohn des Görzer Juristen Jakob Verda; 1603 Promotion zum Dr. jur. in Pavia; ab 1607 Rat und 1611-1619 Prokurator der innerösterreichischen Hofkammer in Graz; 1620-1637 österreichischer Hofkanzler; seit 1629 kaiserlicher Kämmerer; ab 1637 Geheimer Rat; Erhebung in den Ritter- (1622), Freiherren- (1623) und Grafenstand (1630); vgl. Harald Tersch: Österreichische Selbstzeugnisse des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit (1400-1650). Eine Darstellung in Einzelbeiträgen, Wien 1998, S. 634f.

Weiterführende Informationen in der DNB
Guglielmo Verdugo

geb.: 1578
gest.: 1629
Anm.: Sohn des Francisco Verdugo (1537-1595); spanischer und kaiserlicher Obrist; ab 1612 Kriegsrat in Brüssel und Gubernator von Geldern; 1620 nahm er Prinz Christian d. J. von Anhalt-Bernburg in der Schlacht am Weißen Berg gefangen; seit 1621 kaiserlicher Kämmerer; ab 1623 Generalgouverneur der eroberten Unterpfalz (Rheinpfalz).

Weiterführende Informationen in der DNB
Bartholomäus Viatis

geb.: 1538
gest.: 1624
Anm.: Sohn des Venezianers Bernardo Viatis (1504-1574); 1550-1557 Lehre beim Nürnberger Federmacher Hans Wollandt; 1557-1551 Aufenthalt in Lyon; ab 1569 Bürger von Nürnberg; 1570 Gründung einer Handelsgesellschaft mit den Nürnbergern Georg Forst und Melchior Lang; seit 1576 Genannter des Größeren Rats und ab 1583 Gassenhauptmann der Reichsstadt Nürnberg; seit 1591 gemeinsame Handelsgesellschaft Viatis & Peller mit seinem Schwiegersohn Martin Peller (1559-1629).

Weiterführende Informationen in der DNB
Christian Vitzthum von Eckstedt

geb.: 1592
gest.: 1652
Anm.: Sohn des Georg Vitzthum von Eckstedt (1551-1605) auf Kannawurf; Erbherr auf Kannawurf, Neu-Asseburg und Voigtstedt; spätestens seit 1626 kaiserlicher Obristleutnant; kursächsischer Obristleutnant und Obrist (bis 1639); danach kaiserlicher Obrist; 1652 Konversion zum katholischen Glauben.
Eva Vliegen

Anm.: Mädchen aus Moers, das 22 Jahre lang gefastet haben soll.
Volckersdorff, Familie

Anm.: Im Jahr 1616 ausgestorbenes oberösterreichisches Adelsgeschlecht.
Graf Johann Sigmund von Wagensperg
Johann Sigmund Wagen von Wagensperg

geb.: 1574
gest.: 1641
Anm.: Sohn des (Johann) Balthasar Wagen von Wagensperg (gest. 1595); 1600-1607 Landesverweser der Steiermark; Kämmerer des Erzherzogs Ferdinand II. von (Inner-)Österreich (1578-1637); 1607-1609 innerösterreichischer Hofkammerpräsident; 1609-1611 Statthalter von Innerösterreich; seit 1609 auch innerösterreichischer Geheimer Rat; Erhebung in den Freiherren- (1602) und Grafenstand (1625).

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Christian von Waldeck-Wildungen
Graf Christian von Waldeck-Eisenberg

geb.: 1585
gest.: 1637
Anm.: Sohn des Grafen Josias von Waldeck-Eisenberg (1554-1588); 1588-1607 gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Wolrad IV. (1588-1640) Regent der Grafschaft Waldeck-Eisenberg (bis 1604 unter Vormundschaft); ab 1607 alleinregierender Graf von Waldeck-Wildungen; seit 1622 kaiserlicher Kämmerer; ab 1626 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Betauete").

Weiterführende Informationen in der DNB
Bernhard von Waldow

geb.: 1592
gest.: 1658
Anm.: Sohn des Sebastian von Waldow (1564-1616); bis 1640 kurbrandenburgischer Hofmarschall; zuletzt dänischer Rat und Generalkriegskommissar.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Adam d. J. von Waldstein

geb.: 1569/70
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Johann von Waldstein (gest. 1576); Konversion zum katholischen Glauben; Oberstlandrichter (1608-1611), Obersthofmeister (1611-1619) und Oberstburggraf (ab 1627) des Königreichs Böhmen; seit 1618 kaiserlicher Kämmerer; ab 1637 Geheimer Rat; 1628 Erhebung in den Grafenstand; seit 1631 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Albrecht Wenzel Eusebius von Waldstein
Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein
Fürst Albrecht Wenzel Eusebius von Friedland
Herzog Albrecht Wenzel Eusebius von Friedland
Herzog Albrecht VIII. von Mecklenburg
Herzog Albrecht Wenzel Eusebius von Schlesien-Sagan

geb.: 1583
gest.: 1634
Anm.: Sohn des Wilhelm von Waldstein (1547-1595); 1606 Konversion zum katholischen Glauben; 1607 kaiserlicher Hauptmann; 1615-1618 Obrist der mährischen Stände; kaiserlicher Obrist (1618), Generalfeldwachtmeister (1623) und zweimal Oberbefehlshaber der Armee des Kaisers (1625-1630 und 1632-1634); 1623 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1624 Fürst und seit 1625 Herzog von Friedland; 1628-1631 Herzog von Mecklenburg; ab 1628 Herzog von Schlesien-Sagan; 1634 Absetzung und Ermordung wegen Hochverrats; seit 1628 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Maximilian von Waldstein

geb.: 1598
gest.: 1655
Anm.: Sohn des Adam d. J. von Waldstein (1569/70-1638); zunächst in spanischen Kriegsdiensten; ab 1620 kaiserlicher Obrist; seit 1622 Kämmerer, 1637-1642 Oberststallmeister und ab 1650 Oberstkämmerer von Erzherzog bzw. Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); ab 1647 Geheimer Rat; 1628 Erhebung in den Grafenstand; seit 1655 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Anselm Kasimir Wambolt von Umstadt
Erzbischof und Kurfürst Anselm Kasimir von Mainz

geb.: 1583
gest.: 1647
Anm.: Sohn des Eberhard Wambolt von Umstadt (1546-1609); seit 1629 Erzbischof und Kurfürst von Mainz.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Dietrich von dem Werder

geb.: 1584
gest.: 1657
Anm.: Sohn des Gebhard von dem Werder (1539-1612); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Gerlebogk, Görzig und Ziebigk; Page, Kammerjunker und Stallmeister des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1610 hessisch-kasselischer Rittmeister; danach bis 1622 Geheimer Rat und Oberhofmarschall in Kassel; 1623 anhaltischer Kapitän; 1631-1635 schwedischer Obrist; ab 1635 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1645 kurbrandenburgischer Obrist, Geheimer Rat und Amtshauptmann von Alt-Gatersleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielgekörnte").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Heinrich von dem Werder

geb.: 1578
gest.: 1636
Anm.: Sohn des Gebhard von dem Werder (1539-1612); Erbherr auf Gröbzig; bis 1635 Land- und Kammerrat des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); Angehöriger des anhaltischen Ständeausschusses; seit 1624 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fortkommende").

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Paris von dem