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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: August 1635
[Inhaltsverzeichnis]
01. August 1635
02. August 1635
03. August 1635
04. August 1635
05. August 1635
06. August 1635
07. August 1635
08. August 1635
09. August 1635
10. August 1635
11. August 1635
12. August 1635
13. August 1635
14. August 1635
15. August 1635
16. August 1635
17. August 1635
18. August 1635
19. August 1635
20. August 1635
21. August 1635
22. August 1635
23. August 1635
24. August 1635
25. August 1635
26. August 1635
27. August 1635
28. August 1635
29. August 1635
30. August 1635
31. August 1635
|| [[Handschrift: 374v]]

Samstag den 1. ⁄ 11ten: Augustj.


Mitt dem Kayser hinauß pürschen. Wir haben
aber kein recht glück gehabt, wiewol es mir gar
nahe gewesen. Jch habe auch mitt Jhrer Mayestät eße[n]
müßen. Der Ertzhertzog, war auch mitt darbey. Vndt
der Kayser war heütte gar sehr leühtsehlig, vndt wo[l] || [[Handschrift: 375r]]
mitt mir zu frieden. Gott gebe die bestendige
continuation wie ich hoffe, vndt daß ichs genießen
möge. Der Ertzherzog war auch gar sehr höflich.


Man helt davor, Maintz seye erobert, wiewol
der Tapfere oberste Deodatj davor geblieben.


Es soll sich im Reich, fast alles accommodiren.


Visite diesen abendt, von dem betrübten hertzog Julius
heinrich von Saxen. Jch wollte ihm gern helfen, wenn
ich nur köndte. Jch weiß, wie einem gefangenen zu
muhte ist, denn ich auch einer gewesen.


Der Graf Montecuculj, hat heütte gegen den Erzhertzog,
vndt Obrist kammerer, aufm spiel in der Primiera
300 ducaten verlohren, darnach noch 50 ducaten
auf vnserer kuzsche, gegen den Obrist kammerherrn, vndt
einen von hallwyl, des Erzhertzogs kammerherrn.

Sonntag den 2. ⁄ 12. Augustj.


Zugesehen in der Jesuiter kirche, wie von dem Nuntio, des
Pabsts (welcher ein Baglionj von geschlechtt, vndt der letzte seines
Stammes vndt Nahmens ist, kommen von Perugia her, alda Sie
vorzeitten Fürsten gewesen, er ist aber Bischoff zu Pesaro)
Meß gehalten worden, gar solenniter, nach dem der Graf
von Altheimb, mitt Seiner gemahlin, kindern vndt comitat,
grün gekleidett, in processione ankommen, vndt mitt vielen
grünen fahnen. Interim habe ich mitt dem Pater Lemmermann || [[Handschrift: 375v]]
des Kaysers beicht vatter, vielerley conversirt, von Religions:
vndt andern sachen. Nach der <ersten> meße, hat man auf dem platz[,]
die publication der hierarchischen Gemeinschaft außgerufen[,]
vor der kirche, vndt Altar aufgerichtett<so davor aufgerichtett> gewesen, vndt der Graf
von Althejmb, hat selber darzu perorirt. Jch habe es aber, in etwas
versaümet zu sehen, weil ich mitt dem Patre Lemmermanno[,]
zu sehr im dißcurß mich vertiefft. Darnach, alß die Proce[ßi]-
on wieder in die kirchen gekommen, vndt das evangelium
gelesen worden, hat der Graf von Altheimb, sejnen Sebel [her]-
<auß> vnd einen vngrischen schön versetzten armschienen angezogen,
vndt also gehalten, bjß es außgelesen gewesen. Darnach
hats wieder, Meßen, kljngeley, Musjcken, vndt
heerpaucken, vndt Trommeten, per intervalla gegeben,
biß alles ein ende gehabtt, vndt scheinet, daß diß wergk
Schreiben<einen guten> vorsatz habe. Jedoch kan man nicht wißen[,]
ob eben der Graf von Altheimb, darzu versehen seye, daß er das
große wergk, außführen solle, wiewol ers gut meynet.


Schreiben von Madame; vom 21. vndt 22. Julij, daß die
Schwedischen, 32000 Mann stargk, vmb vns herumb liegen,
vndt alle die vor feinde halten wollen, die es sich nicht mitt
ihnen coniungiren.


Brief vom herzog Franz Albrecht in forma mansueta, wegen Seiner schuldt.


Obrist Keßler hat mich laßen sollicitiren, wegen 200 pistolen,
(machen 1000 Gulden (florenus)f.) so er Meinem bruder <Seliger> will geljehen haben, || [[Handschrift: 376r]]
vndt hat doch keinen schein nicht aufzuweysen. Jtem:
er gibt vor, er habe Meinem Sehligen bruder Sechskutzschen-
roß[!], mitt einer kutzsche geschencktt, die wehren auch noch
nicht bezahlt, er wollte diß aber vergeßen, wenn er nur
die 1000 Gulden (florenus)f: bekähme, vndt ich soll es also glaüben, da er
doch so lange still geschwiegen, prætendirt auch, er
habe Meines bruders Seliger seine schreiben verbrandt, J
wie er wehre gefangen worden, damitt man nicht
wjßen sollte, daß er anderwerts geldt außenstehen hette.


Johann Löw jst mein gast zu Mittage gewesen, vndt
hat mir itzigen rapport referirt. Jst aber ohne zweifel vn-
gegründet, vndt wirdt vor null vndt nichtig von mir gehalten.


Nota Bene[:] der kleine Erdtmann ist kranck gewesen.
Jls ne me l'escrivent pas bien, nj naifuement.


Nachmittags vmb<nach> 4 vhr, nach bey Kayßerlicher Mayestät, audientz
gehabtt 1. Abschiedt, ob discessum Cæsaris, mutationem
aeris, Turbas in Principatu 2. Mejne expeditiones
befördern, endtweder weil ich noch etzliche wenig tage,
alhier bleiben möchte, oder Johann Löben ordre hindterlaße.
<wollte vngern re infecta abziehen.>
3. Richtigkeitt der lehen, darinnen soll Jhrer Mayestät in kurzem
satisfaction wiederfahren, wann ich die vollmachten der herrn vettern
erlange. 4. Jntercessio pro Duce Julio Henrico, conjuncta
cum Bavarica. 5. Ringraziamento per il buon testimonio || [[Handschrift: 376v]]
della mia persona, dato [...] al Conte d'Althejmb,
da Sua Maestà. 6. Mio avanzamento dall'Elettore dj
Sasssonia o altrj buonj amicj dj Sua Maestà Cesarea[.]
Diese zwey letzte puncten kahmen zu letzt, nach
dem die vier ersten schon beantwortett wahren.


Jhre Kayserliche Mayestät offerirten sich gar allergnedigt, wie
"allezeitt, <1.> Sähen mich sehr gerne bey sich, iedoch weil ic[h]
meiner gelegenheitt nach, verraysen wollte, wehren
Sie es auch wol zu frieden. 2. Meine vndterschiedliche sache[n,]
die ich anbrachtt, wann Sie nur vorkähmen vndt prop[o]-
nirt
würden, sollten baldt expedirt werden, vndt
Jhre Mayestät wollten sich in diesem, wie auch in al-
"lem <3.> anderm gern also bezeigen, wie es billich wehre,
"vndt daß ich dero Kayßerliche affection darauß zu verspühre[n.]
<4.> Köndten mir die jntercession nicht verargen,
Sie aber wollten den sachen schon recht zu thun wißen. Gedacht[en]
nichts wegen der ChurBayrischen vorschrifft. Gaben mir da-
"rauff, dero Kayserliche milde handt, zum abschiedt, gar
"humanissime. Wie ich nun neben andern curialien, vor
das höchstgnedigste <5.> testimonium mich allervndterthenigst be-
dancken thete, vndt sagten Jhre Mayestät sjndt deme daß || [[Handschrift: 377r]]
"jch vndt Mein herrvatter hetten perdon erlangett,
"wehren wir in dero devotion alzeitt standthaftig
"verblieben, vndt Jhre Kayserliche Mayestät wehren wol
"mitt vnsern actionen zu frieden gewesen, Wir<Jch>
"sollten nur<wenn ich> also bestendig continujren würde,
"wollten mir Jhre Mayestät alzejtt ferrner mitt gnaden
"gewogen verbleiben, 6. darauf sagte ich, Jhre Mayestät
sollten sich deßen versichern, vndt nie vrsach daran zu
zweifeln haben, Jch wüste auch wol Sie würden
mir meine fortuna vndt beförderung, bey denen,
so Jhrer Mayestät gute freünde, alß ChurSaxen vndt
dergleichen, gerne gönnen, wann ich ie zu hause nicht
bleiben köndte, da interrumpirten Jhre Mayestät
"vndt sagten: Es würden sich schon occasiones præsen-
"tiren, ich sollte nur zu Jhrer Mayestät nach Wol-
"ckerßdorf kommen, es wehre nicht weitt auß
"meinem wege, weil ich doch noch etzliche tage alhier
"zu verbleiben, gesagt hette. Jch sagte darauff,
Jhre Mayestät hetten mir, zu schaffen vndt zu befehlen.
Jch wollte dero befehlich, gern nachkommen, Bähte Sie
wollten allezeitt Mein Allergnedigter Kayser vndt
Herr sein, vndt verbleiben. etcetera

|| [[Handschrift: 377v]]


Graf Porcia hat mich auf dißmal jntroducirt, der
herr obriste kammerherr aber, hat mich angemeldett geste[rn]
zur heüttigen audientz, vndt ist baldt hernacher kommen.


Mitt dem Grafen von Mörßberg, geheimen Raht, vndt
des Fürsten von Eggenberg Schwagern, conversirt, vndt
etwas von meinen anliegen entdecket, Er hat sich ge-
waltig zu meinen diensten, vndt mir zu helfen, das ichs in
der That verspühren sollte, wol erbotten. Auf des itzi[gen]
Königs in Polen wahl, ist er Kayserlicher Gesandter
gewesen, vndt gar ein Treühertziger, frommer, witziger
Cavaglier.


Zeitung daß der König jn Polen, an die Cron Schweden ejn Schreiben abgehen
laßen, (welches albereitt in gedruckten zeitungen) darinne[n]
er seine blutsfreündtschafft, vndt näherung zum König-
reich Schweden zu verstehen gibt, ermahnet sie, ihn anzunehmen[,]
vndt Treẅ zu sein, will ihnen ihre privilegia, religion,
vndt alles confirmiren, auch erweittern, Werden auch dem
freẅlein in Schweden satisfaction geben. Werden sie sich aber
ihm länger wiedersetzen, vndt dadurch Christenblutstürzun[g]
vergrößern, wolle er der König daran vnschuldig, auch
vor Gott, vndt aller weltt, endtschuldiget sein, S[ie]
<aber> aufs eüßerste verfolgen, sonsten wollte er ihnen was
bißhero vorgangen, alles perdonjren. Es wirdt auch Königs || [[Handschrift: 378r]]
gustavj primj Testament darinnen angezogen, daß es
ihm zuträglich wehre, vndt die Erbschaft zuspräche.


Jm Fürstenthumb Anhaltt, vndt in den Stiftern,
sollten bey ein 32000 Mann, Schwedisches volcks, einquar-
tiret sein, hingegen sollen die ChurSäxischen, auch fast so
stargk sein, dörfte kappen setzen. Man will alle die
iehnigen, auf Schwedischer seitten, vor feinde halten, die sich
nicht mitt ihnen coniungiren. Börstel ist vndterwegens.
Schwedische seindt mitt des churfürsten seinen tractaten, nicht
zu frieden, wollen den König in Frankreich[,] Chur die Pfaltz,
vndt andere auch mitt im friedensschluß haben, der Nieder-
Säxische Krayß, hat nücken. Die Schwedischen haben auf
8 Tage proviandt begehrt, in vnserm lande, sonst wollen
sie es holen, werden es auch zweifelß ohne, gethan haben.


Es lest sich eben also an, wie damalß, alß ich zu Eger
gewesen, id est: jntrighi mitt verbindungen, et talia.


Stahlmann, soll doch noch gefangen sitzen, vndt sich
vber der mahlzeitt, mitt ejnem brodtmeßer, in die
lincke seytte gestochen haben, in beysein des pro-
foßen, ist aber nicht tödtlich gewesen, wirdt numehr beßer
custodirt, wiewol man alhjer zu Wien, darvor helt,
er seye in Polen, endtwichen, habe auch von dannen auß,
dem allten Marggraffen, gewesenen administratorj zugeschrieben. || [[Handschrift: 378v]]
etcetera


Pater Lemmermann hat sich auch heütte gegen mir offerirt,
mich beym Kayser im besten zu recommendjren, wiewol ich
(seiner höflichen antwortt nach) beym Kayser recommendjr[t]
genugsam wehre, vndt ihn billicher recommendiren sollte.


Er approbirte auch gar wol das Königlich Pollnische
schreiben, an die Cron Schweden, vndt ließe sichs so
wol gefallen, neben den zeitungen, daß ich es ihm ge-
laßen, vndt zugestellet, alles was ich gedrucktt
von Leiptzig bekommen.

Montag den 3. ⁄ 13den: Augustj.


Pater Lemmermann sagte auch gestern: Que les Lutheriens
estoyent quasj d'une mesme opinion, avec eux, touchant
la presence substantielle du corps de Christ, en la Sainte Cene,
mais non pas nous. Que le principal poinct, de nos
Nota Bene disputes, estoit celuy de l'Eglise, si ce different, estoit
vuidè, l'on se pourroit avancer, devers les autres, & il
falloit aller par ordre, en telles choses. Que les
Calvinistes estoyent plus subtils, que nous<les> Lutheriens.
Qu'il desiroit; que nous fussions tous, d'une mesme opinion[,]
& ceste unitè seroit la meilleure. Il commençea a m'ex-
pliquer, les habits mysteriaulx de la Messe, denotans || [[Handschrift: 379r]]
la passion de nostre Seigneur & que <quasj> tout ce quj estoit
escrit en la Bible estoyent[!] des mysteres, que personne
ne pouvoit expliquer, que le Saint Esprit, quj operoit par
les Docteurs <Lehrer> de l'Eglise, car chacun n'avoit pas le don
d'jnterpreter les Escritures, a l'exemple d'Herodes quj<&>
d'autres quj firent interpreter les Escritures par les
sages. Je disputay a l'encontre un peu, confessant qu'il
y avoit plusieurs mysteres en la Bible, mais que tout ce,
qui estoit necessaire a salut, y estoit clairement, &
suffisamment comprins. La dessus, nous fusmes interrompus,
par le Conte d'Altheimb tintamarre des solennitèz du Comte d'Altheimb[.]


Jl m'expliqua aussy le mystere d'Hoseas, Va &
prens une putain, etc
etera1 mais je l'ay oubliè.
Quant a cest axiome: Hæreticis non est ser-
vanda fides, perge[,] il le desavoua, & dit, qu'on en calom-
nie les Jesuites, & que Jacques Clement estoit un per-
fide[,] un Regicida[,] un homicida[,] un meschant
& pervers, quj tua le Roy Henrj III de France. Que
il n'estoit loisible a l'Empereur de tuer avec poison, nj
le Roy de Swede nj aucun de ses ennemis. Que la socie-
humaine, devoit estre reiglèe par bonnes loix &
Polices, qu'il ne convenoit pas de transgredier. Que
Dieu punissoit le perjure, exauçant mesmes les infidelles || [[Handschrift: 379v]]
& Turcs, contre la desloyautè, comme arriva a Vla
<V>Ladislaus, Roy d'Hongrie en la bataille de Varna,
contre Amurath Turc. <Que tous ceux, quj faysoyent telles choses, estoyent abominables, & qu'on en imposoit aux Jesuites, de les calomnier comme cela. Quod essent bellj sicut et pacis jura, quæ inviolata servanda.2, etcetera> Gedachter Pater Lemmermann,
g erwehnte baldt anfangs, er hette gehört vom Grafen von
Althan vndt sonsten, wie ich so ein sanftmühtiges, friedlie-
bend gemüht hette <ob unitatem christianismj>, das ließe er sich gar wol gefallen.
Sonsten hörte er auch, daß ich gar ein Tapferes mar-
tialisches hertz hette. perge <in kriegssachen, das verlöhre sich nicht baldt[.]>


Jch habe vom Grafen von Altheimb, ein danckschreiben bekommen,
daß ich gestern, dem actuj beygewohnt, (welches oben von der
bohrkirchen geschehen) vndt hat mir sejnes vors<h>abens, ge-
druckten jnnhaltt mittgeschicktt. Jch habe jhm wjeder
gebührlichen geantwortett.


Zeitung daß der König in Frankreich jn person auf Maintz zu,
ins feldt gezogen, vndt will in den frieden mitteinge-
schloßen sein.


Zum Fürsten von Dietrichstain, zu herrn Loẅen, vndt Veit
Berndten, Thomaßen geschickt, meiner audientz,
vndt negociorum halber. Accrochements.

|| [[Handschrift: 380r]]


Nota Bene[:] Pater Lemmermann gestunde auch, daß die kirche Gottes, hette
ein 1400 Jahr Lang, sub utraque, die communion gehalten.


Der Fürst von Dietrichstain, hat mir sagen laßen,
Morgen gebe gott vmb halbweg eylfe, sollte ich bey der
Kayserinn audientz haben, vndt es köndte wol geschehen,
daß dje Ertzhertzoginn Cæcilia Renata, auch möchte
mitt darbey sein.


Melonen bekommen, zum erstenmahl, diesen Sommer,
wiewol Sie diß iahr, nicht wol sollen gerahten sein.


Die herren von Roggendorff, vndt Bembergk, haben
mich Nachmittags besuchtt, weil ich Sie zur Mittags-
mahlzeitt, wegen obliegender geschäffte, nicht haben
mögen.


Nota Bene[:] Graf von Althan hats heütte schriftlich erwehnet, wie
ruhmwürdig der Kayser von mir geredet, in dem er gesagett:
Er der Graf köndte mir sicherlich trawen, ia wie auf einen
felßen bawen, dann Jhre Mayestät wüsten mir, keinen Fürsten im
Reich, der nicht Catohlisch ist, vo zu præferiren, dann ich hette
mich in allem dem, waß ich Jhrer Mayestät versprochen, aufrichtig,
vndt redlich, vndt also treẅ verhalten, das kleine klag vorhanden.
Mündtlich wurde es gegen mir so wol, als gegen meinen Se-
cretarium, noch außführlicher vom Grafen, angebrachtt.
Vndt ist mir doch genug, mich höchlich darüber zu erfreẅen.
Gott gebe darzu bestendigkeitt, vndt langwierigen Segen. || [[Handschrift: 380v]]
Amen.


Es ist mir eingefallen, wie nähermalß, Pater Lemmermann einer comparation
gegen mir erwehnet, da er gesaget, Wenn einer dem andern
ein Meßer, oder Tolch, an die gurgel hielte, vndt sagte, schwehre
mir einen eydt, daß du es leyden, vndt mich nicht anklagen
wilst, daß ich bey deiner Frawen mag schlafen, vndt der
schwühre auß angst vndt forcht des Todes, ein solcher thete
zwar vnrecht daran, daß er etwas böses geschwohren, thete
aber noch ärger das ers hielte; ergo; juramentum non
debet esse vinculum iniquitatis. Solcher gestallt, muste ich
ihm recht geben, weil vnsere Theologj, eben auch dieses
axioma statuiren. Jch hatte ihm aber nicht dieses, sondern
ein anders proponirt, das Sie statuiren: Juramentum, contra
Ecclesiastjcam utilitatem præstitum, non tenet3, da-
rauf gedachte er, es wehre die utilitas animae dar-
mitt gemeinet, vndt man sollte nichts böses voviren
oder geloben, auch waß vbel gelobett, nicht halten,
vndt darauf hette billich die kirche vndt dero vorstehere
zu sehen, damitt solche fehler mitt b<g>elübden vndt andern
irrungen <nicht> im schwang giengen, welche wieder die liebe Gottes,
vndt des Nechsten lieffen, auch solche vota, per se nulla & jnvalida || [[Handschrift: 381r]]
auffzuheben. Er sagte auch wenn einer auß noht oder furcht
geschwohren hette, ein idolatra zu sein, wehre es keines
weges schuldig zu halten, die Götzen anzubehten, vndt
also abgötterey zu trejben.


Pater Lemmermann ist auch der meynung Christuß habe uterum Matris,
durchgangen, daß er sich nicht eröfnet, wie die Sonne durch
ein glaß, weil Sie eine vnbefleckte Jungfraw geblieben,
mais ce n'est pas un article de foy, sj necessajre a sa-
lut, de scavoir de quelle façon est demeurèe vierge, la bien-
heureuse Vierge mere de Dieu, nostre Sauveur & Redempteur.
C'est assèz de scavoir, qu'elle est demeurèe vierge, avant &
apres la ne naissance du Fils de Dieu. perge Et la susdite
opinion, confirme la Transsubstantiation, & le passage du
corps de Christ, par la pierre du sepulchre, & choses semblables,
quj seroyent plustost pour les Vbiquitaires, ennemis des Jesuites. et cetera


Vmb ½ eylfe, habe jch bey der Kayserinn, audientz
gehabtt, durch introduction des Fürsten von Dietrichstain,
die Ertzhertzoginn Cæcilia Renata war auch mitt
darbey, welche ich auch angesprochen, vndt jst gar eine
gnedigste, vndt leühtsehligste audientz gewesen.
1. Congè. 2. Complimentj, vndt recommendationen, jn Jhrer
Mayesteten gnade, auch excuses, der wenigen aufwartung, in-
3.sonderheitt bey occasion der ChurBayerischen hochzeitt. 3. Ringraziamento, || [[Handschrift: 381v]]
vor die ertheilte Salvaguardia. Bey der Ertzhertzoginn,
habe ich mich nur recommendirt, in Jhrer Mayesteten gnade,
vndt jhres Königlichen vndt Ertzhertzoglichen herren gebrüdere[.]
Nota Bene Darauf haben Jhre Mayestät die Kayserinn, gegen mir gedacht,
mitt lächelndem Munde, es köndte wol kommen, daß wir
baldt im Reich, alle mjtteinander, wieder zusammen kähmen,
(je croy, que c'est cela denote un mariage <ou avec le fils de l'Electeur de Saxe>, ou avec
<le Prince de Poulogne> <ou> le Cardinal Jnfante <ou avec le frere de l'Electeur de Bavière>, ou avec le jeune Palatin,
de Neẅburg) vndt daß es baldt frjede würde. Sie
offerirte sich gar sehr mir, vndt meinem gantzen hause,
ließe auch meine gemahlin gnädig vndt freundlich grüßen.
Nahme die dancksagung wol auf, wegen der salvaguardia,
vndt anerbotte sich noch, zu vielem mehrerem, vber alle
maßen cortesisch. Jch vbersahe es, daß ich <ihr> nicht noch
einmal die handt gabe, vndt den rogk küßete,
zum abschiedt, dem andere haben es observirt, daß Sie den
handtschuch halb außgezogen gehabtt. Jch meinte aber ich dörfte
nach der Ertz hertzoginn, der Kayserinn die handt
nicht wieder geben.


Der Oberste Manteüffel, herr von Bemberg, vndt
Johann Löẅen, seindt meine gäste zu Mittage gewesen.


Die Kayserinn hieße mich zweymal aufsetzen, || [[Handschrift: 382r]]
Jch aber habe davor gebehten, vndt meine Schuldig-
keitt vorgeschützett. Sie sagte auch, wie ich mich
endtschuldigte, daß ich nicht fleißig genug, bey der hochzeitt
aufgewartett, Sie wüste sich kejnes Jrrthumbs, zu
erinnern, den ich bey der hochzeitt begangen hette. Der
Ertzertzoginn gab ich den ich den Tittul, Euer Liebden vndt Durchlauchtt
bißweilen eines vndt<oder> das ander. Nota: der Cardinal
Jnfante soll es gar vbel aufgenommen haben, das ihn
herzog Rudolf von Saxen Lawenburg nur Euere Liebden gegeben.X


Zeitung daß Schenckenschantze, von den Spannischen erobert worden.


Die Kayserinn, vndt Ertzherzogin sagten alle beyde, ich wehre
genugsam bey dem Kayser recommendirt, bedörfte es
nicht beßer zu sein, doch wollten Sje gern mittcooperiren,
vndt die Kayserjnn sagte, jch würde es in der That
erfahren, wie wol mir der Kayser gewogen wehre.


Es hetten mir baldt wieder, die PfaltzNeẅburgischen
kutzschenpferde manquirt, auf die ich mich (der zusage
nach) verlaßen hatte. Muste noch endtlich, mitt einem
reittpferdt vorlieb nehmen, vndt meine<etzliche frembde> cavaglierj, so ich
mich zu dieser solennitet zu begleitten, erbehten, musten
zu fuße gehen.


Jl m'a fallu descendre de mon cheval, devant le chasteau,
a cause de l'indiscretion des hallebardiers, etcetera etcetera
etcetera[.]

|| [[Handschrift: 382v]]


Nota Bene[:] zeitung daß der friede zwischen Polen vndt Schweden, gewiß
geschloßen, dörfte noch seltzame händel in vnserm vatter-
lande vervrsachen.


Nota Bene Nota Bene[:] Eu esgard, aux circomstances, des bonnes conditions
de la paix, pour Son Altesse Electorale de Saxe, Item: de la mine riante,
que me faysoit l'Jmperatrice, (apres avoir parlè a l'Archiduchesse,
& de l'occasion des nopces Electorales de Bavières &cetera) en disant,
que peut estre l'occasion le donneroit, que nous nous reverrions
bien tost en l'Empire derechef tous, si Dieu donnoit la paix &cetera
(apres que l'Jmperatrice, m'avoit aussy commendè des salutations
a ma treschere consorte)[.] Tout cela me fait juger, qu'il
y a quelque traittè des nopces sur le tapis, entre le fils
de l'Electeur de Saxe, & la Princesse, Cæcilia Renata,
fille de l'Empereur mais en tresgrand secret encore, & ce
ne sont de moy que des prefigurations encores. Car l'on
n'en parle point, mais<du> tout, mais bien parle-[t-]on du
Cardinal Infante; & du Prince de Poulogne en semblables
propositions et cetera[.] Paraventüre ira-[t-]on a üne Diete Imperiale.


Die Kayserjnn, vndt die Ertzhertzogjnn, wuntzschten mir beyde,
viel glück vndt heyl, auf die rayse, vndt waren gar leühtsehl[ig,]
jnsonderheitt wollte die Kayserinn erweysen, wie hoch Sie die Reichsfür[sten]
æstimiren thete, daß vermarckte ich auß allen discurßen, gar eigentlich[.]


Herzog Julius Heinrich von Sachsen Lauenburg hat wieder zu mjr geschicktt, le den Logaw, vndt mjr
Sejne sachen zum besten, recommendiren laßen. perge

|| [[Handschrift: 383r]]


Zum herren Preüner, Stadthalter alhier, Thomas Benckendorf geschicktt,
(weil er in des Abwesenden Grafen Kevenhüllers Stelle,
Vice Oberster hofmeister der Königinn ist) vndt audientz
zum abschiedt begehrt, habe aber, keine stunde ernennet
kriegen können, weil es spähte worden, vndt Morgen gebe gott
ein fest Mariæ himmelfahrt ist. Morgen Nachmittag, soll er
sich wiederumb anmelden.

Mittwoch den 5. ⁄ 15den: Augustj.


Jch habe vergeßen aufzuschreiben, daß vor wenig tagen,
der gefangene Oberste Sparr, auf des Königs in Polen,
vorbitt loßgelaßen, vndt ihm geschencktt worden.


Erfahren, daß Jhre Mayestät Mein allergnädigister Kayser,
selber beholfen, man sollte doch meine sachen baldt re-
feriren, damitt ich zu meiner expedition gelangen möge.
Jhre Mayestät sejndt viel fleißiger, als jhre leütte, vndt
eines solchen hohen Potentaten, vorsorge, ist billich zu loben.


heütte feyren Jhre Kayßerliche Mayestät Mariæ himmelfahrt.
Jch habe deroselben vor der Augustiner kirchen, von dannen
wieder biß nach hoff auffgewartett.


Der dennmärckische Abgeordnete, Friederich Günther,
wie auch die herren von Roggendorf, Sbubna, vndt
Bemberg seindt meine gäste zu Mittage gewesen. Den
Sbubna habe ich vor diesem zu Amberg gesehes<n>e, Er siehet an
itzo auß, wie hertzog Berndt von Weymar, gar natürlich.


herr Preüner leßet mir <an>sagen, Morgen gebe gott vor eylfen, die audientz, bey || [[Handschrift: 383v]]
der Königjnn.


Vor der Augustiner kirchen, mitt Löbzelltern, vndt
in der Anticamera, mitt dem Grafen von Altheimb, zimlich
lange, von sejnen orden, (welche intentjon, recht gut ge-
meint ist) conversirt.


Sa Majestè l'Jmperatrice, m'a donnè aujourd'huy
en passant par l'Antichambre, un fort gracieux
visage, ne faysant point semblant d'estre malconten-
te de moy, comme je craignois, de mes faultes d'hier,
a l'audience, commises extraordinairement, mais
plustost par stupiditè & inopinèe consternation, qu'autrement[.]


Nota Bene[:] Doctor Gebhardt, Jhrer Mayestät hofraht, hat auch referirt
dem Löbzellter, Jhre Kayserliche Mayestät hetten meiner höchst-
rühmliche meldung gethan, daß mir so wol zu Trawen
wehre, vndt sich auf meine wortt<redligkeitt>, sicherlich zu verlaßen.


Jngleichem, hat heütte, der Graff von Mörßberg, gehei-
mer Raht, gegen mir erwehnet, in der anticamera, der
Kayser, hette gar in neẅligkeitt, meiner höchstrühmlich
erwehnet, vndt wie sie sich auf meine treẅe, so festig-
lich verließen, weil ich so ein redlicher Fürst wehre.


Löbzelter referirt, wie Baudiß will general leutnant werden,
mais qu'il est trop haut a la main, pour Son Altesse Electorale de Sax[e][.]


Wegen Franz Albrecht wollen sich die sachen Seiner erle[di]-
gung
schwehr anlaßen, weil man ihm wenig trawe || [[Handschrift: 384r]]
vmb deßent willen, das er soll allerley verdächtige
reden vndt briefe, in seiner gefängnüß, außgeschüttet,
vndt abgehen haben laßen. Quilibet faber suæ Fortunæ.


herr von Sintzendorf, hat mich auch vor der Augustjner
kirchen, salutirt, vndt andere cavaglierj mehr.


<Nota Bene[:] Es ist mir eingefallen daß Pater Lemmermann neẅlich sagte, sub utraque zu communicjren, das köndte noch wol sein, hette man es gantzer 1400 iahr gethan, aber in andern wichtigern puncten, müste man sich vereinigen, alß vornehmlich de Ecclesia. etcetera>


Donnerstag den 6. ⁄ 16den: Augustj. Jch habe auch heütte Morgen
den prælaten herrn Apt von Lilienfeldt ange-
sprochen, welcher mir gerahten, endtweder ei-
nen abschlägigen bescheidt, in den hofkammer-
sachen anzunehmen, oder mitt einer replica
wieder einzukommen, Jch besorge aber darinnen wenig zu
fruchtten, wann ich nur in andern sachen, contentirt werde,
bin jch wohl zu frieden.


Zeitung das sich der Gallaaß, soll vor Mayntz, retirirt
haben, weil hertzog Berndt, mitt dem Frantzösischen se-
courß
starck angekommen. Jtem: das jn den Pündten,
vndt an den Tirolischen gräntzen, die Frantzosen vbel
hausen sollen. On en attend, la certitude, ou le contraire.


Graf von Altheim, erzehlte mir auch heütte, wie er neẅlich am
Sontage, hette auf dem Marcktt<plaz> vor der Jesuiter kirche, die drey
Nägel Christi, bey der publication seiner Gemeinschafft angerührt,
vndt zu waß ende, wie es im gedruckten stehet, triplicj scopo.
Er will es alles drücken laßen. Dje erection Sejnes ordens, ist schon
vor 12 iahren, geschehen. Der itzige Kayser, hat ihm auf einmahl
10 mille ThalerThlr: darzu geschencktt.

|| [[Handschrift: 384v]]

Donnerstag den 6. ⁄ 16. Augustj.


Audientz bey der Königinn gehabtt, vndt dar-
nach ihren kleinen Printzen, Ferdinandum, (so
zwey iahr altt ist, vndt schön weiß, auch gar
gravitetisch von sitten) gesehen, durch introduction
des herren Preüners Vice Obrist hofmeisters[.]


Darnach, wieder in des Kaysers vorgemach,
vndt Jhrer Kayserlichen Mayestät eine replique in der landesfürstlichen
hoheitt sache vbergeben laßen, welches an den Vice
Canzler Strahlendorff, remittirt ist.


Jngleichem habe ich auch im vorgemach, mitt Gra[f]
Schlicken, gar vertraẅlich geredet, qui me dit,
que Löbzelter auroit escrit; par commendement de Sa
Majestè Jmperiale, a son maître proposant ma personne,
pour une des 3 charges, ou Lieutenant Général ou Maréchal de camp, ou
général de l'artillerie. Que Baudiß estoit un fol, &
vagabond, inconstant, superbe, plus vaillant
que sage, Que Franz Albrecht Duc de Saxe Lauenburg bravoit en sa
prison encores fulminant, & despitant, & pour
cela il asserroit ferme encores<on n'auroit garde de le relaxer>, Que Julius Heinrich Duc de Sachsen Lauenburg
auroit la ville icy, pour sa prison, jusqu'a autre resolution[.]
Je priois pour tous deux, & acceptay le Conte <de Schlick,> pour frere.

|| [[Handschrift: 385r]]


Jl me dit aussy; que l'Empereur avoit tres bonne
confiance en moy, & singulierement bonne opinion. <mais ne se fieroit jamais en Franz Albrecht Duc de Sachsen quj Nota Bene n'avoit nul pays, nichts zuzusetzen, daran man Nota Bene sich auf allen fall, zu erholen, & ses preuves, qu'il avoit renduës, estoyent mesmes contraires, a l'Electeur de Saxe son maître des prattiques Fridlandoyses.>


Die obersten Manteüffel, vndt Mörder,
vndt Johann Löw meine gäste zu Mittage.


Der alte herr Preüner, hat mich aufn Sontag, gebe gott
zu mittage zu gast geladen. J'apprehends ce bancquet,
bien asprement[,] ne scay pourquoy. (Fausse jmagination)


Nota Bene Nota Bene[:] Graf Wolf von Manßfeldt, gedachte auch, gegen
mir, er hofte nicht, daß man ihm præjudiciren würde,
denn er hette albereitt, eine citation jm Reichshof-
raht erhalten, daß ihm Fürst Ludwig, mein herrvetter,
alle seine schäden, resarc erstatten sollte, welche er
in seiner Grafschaft vervrsacht, vndt ihm angethan
hette, verwunderte sich auch, da ich ihm sagte, daß herrvetter,
Fürst Ludwig, in den friede mitt eingeschloßen wehre,
weil ich auch gegen ihm gedachte, daß Jhre Mayestät selber es gegen
mir erwehnet, daß alle Fürsten von Anhaltt, in dem friede,
mittbegriffen wehren, darüber er sich sehr befrembdete.
Sonst gestunde er, daß ich bey dem Kayser, wol recommendirt wehre.

|| [[Handschrift: 385v]]


herr Preüner, der Alte Stadthalter sagte mirs ingleichem,
mitt mehrerem eyfer, vndt commotion, daß der Kayser so
gar eine gute opinion von mir hette, vndt viel von mir
hielte, auch ein sonderliches vertrawen zu mir hette. Er
Preüner wuntzschte aber darneben, daß ich möchte Catolisch sein.


Vom Bischof zu Wien, habe ich auch in der anticamera
abschiedt genommen, Jtem halb, vndt halb, vom spannischen
Ambassador Marchese de Castagnetta.


Conte Schljck estoit fort amiable, & me disoit en-
tre autres, que je n'estois point obligè, a payer le
Duc Frantz Albert. perge Qu'il estoit fort aysè,
de servir en une charge, en laquelle, on avoit bonne
jntention de servir, & d'apprendre, princjpallement sj
on estoit d'une qualitè relevèe, & secondè de serviteurs.


Jhre Kayserliche Mayestät sejndt diesen Nachmjttag, hinauß
nach Wolckerßdorff. Gott gelejtte dieselbe.


Mörder sagte, es hette wol, 3700 vndt etzliche dreißig
Ritterpferde, jn Pommern, so da aufsitzen köndten, vndt
es hette der hertzogk, wol ein 1800000 ThalerThlr: ordinarij
einzukommen, oder 18 Tonnen goldes, wenn daß landt
friede hette. Aber der hertzog wehre dermaßen verder-
bet worden, das er einmal nur eine güldene kette, vndt
sein Silbergeschirr gehabtt. Que le bon Duc estoit fort simple[,]
& auroit estè quelques fois mal traittè, par les gens de guerre.


herzog Julius hejnrichen, gegen abendt, abermals besuchtt, der || [[Handschrift: 386r]]
hatt gute hofnung, seiner erledigung, wie mir dann
heütte Morgen, herr Graf Schlick sagte, er würde baldt,
die Stadt Wien, zur gefängnüß bekommen, vndt
von der wachtt liberirt werden.

Freitag den 7. ⁄ 17den: Augustj.


Avis: daß herr Schafgotzschens seine kinder, ihres vattern
gühter, unversehrt behalten werden. Vndt darauß siehet
man ia augenscheinlich, das der Kayser, oder sejne Rähte, vmb
seiner gühter willen, den proceß wieder ihn, nicht angefangen.


Somnium, wie nach Meiner herzlieb(st)en gemahlin Todt, ich zur
andern ehe, die Königinn in Vngern, nehmen müßen.
Jch hette Sie aber nicht drey tage gehabtt, so hette Sie
sich, von mir separirt, vndt gescheiden, zu meinem großen
Schimpf, vndt spott, wejl ich ejn ketzer wehre, &
aliis ex causis. Jst ein Trawm.


Zeitung daß die Schenckenschantze, von den Spannischen, im
Niederlande gewiß ejngenommen seye.


Jn dem conscientzraht Alhier, sollen sitzen, der Conte
d'Onnata; extraordinarij Spannischer Ambassador[,] der Bischoff von Wien,
der Pater Lemmermann, wie auch der Graff Schlick,
welches consilium, daß allergeheimste vndt innerste consi-
lium sein soll, wie mir herzog Julius heinrich, gestern referiret.

|| [[Handschrift: 386v]]


Die conditiones zwischen Polen vndt Schweden (wje man al-
hier sagt) sollen diese sejn: daß der Stjllestandt, auf
20 Jahr, verlängert seye, daß die Schweden Lif-
landt, die Polen Aber, Preüßen behalten sollen.
Welches vnß armen deützschen, vbel zu statten kommen
würde, sintemahl ein stärckerer sedes bellj, jn vnserm
vatterlande zu beförchten.


Ceux quj m'ont particulierement, averty, de la singuliere
confiance, & bonne grace de Sa Majes sont: le Conte d'Alt-
hajmb, le Conte de Mörßberg, le Conte de Schligk; le
Docteur Gebhardt par Löbzellter, le Baron Preüner, <le Conte de Mansfeldt.>
<Le Conte Schlawata, l'Abbè de Lischamp.> Dieu m'en vueille ottroyer une constante continuation.


Graf von Werdemberg, hat sich gestern auch, gar
wol, vndt höflich, gegen mjr erbotten.


Nota Bene Comte de Schlick me disoit aussy, qu, hier que pour l'amour du Conte
de Mansfeldt, l'Empereur ne feroit pas une nouvelle paix, ou
guerre, comme je luy confiois; ce que le Comte de Mansfeld m'avoit dit.


heütte ist hertzog Julius heinrich, vornehmlich auf
meine gethane, vndt vbergebene Chur Bayrische in-
tercession
, loß gemacht worden, vndt es ist ihm nur
die Stadt Wien, zur gefängnüß biß auf weittere
verordnung, frey gelaßen. Jst doch ein guter anfang,
vndt ein sonderbahres merckzeichen, der Kayserlichen güte,
vndt Großmühtigkeitt.

|| [[Handschrift: 387r]]


Jch habe Rödern zu ihm geschicktt, vndt zu seiner erle-
digung
, glück wüntzschen laßen.


herzog Julius Heinrich von Sachsen Lauenburg hat mir sagen laßen, daß Mörder wehre gestern
eilends in Polen geschickt worden, ohne zweifel den Pollnischen se-
courß
zu sollicitiren, vndt das deützsche volck alda zu werben.


Nota Bene Nota Bene[:] Mörder le Colonel me disoit aussy hier, que tous les Colonels
devoyent rendre a l'Empereur le surplus, de ce, qu'ils auroyent
receu des pays & villes de l'Empire, des contributions,
qu'ils auroyent receu de trop, & raccourcy aux soldats.
Ainsy plusieurs de ceux, quj croyoyent que l'Empereur leur de<b>-
voit encores une grande somme, sur leur gage, ne mettant
en conte les contributions receuës, se trouveroyent bien trompè.


Diesen abendt, ist Curtt Börstel, vndt Sigmundt
Deẅerlin, Gott lob, wol vndt glücklich, alhier
angelanget, Sie haben aber Rödern, (welcher bey
ihnen, zu den drey hacken gewesen) gebehten, Sie
noch nicht anzumelden, weil Sie müde von der rayse
wehren. et cetera

Samstag den 8. ⁄ 18den: Augustj.


herr Erasmus von Starhemberg, hat sich bey mir anmelden
laßen.


Dem Reichsvicecantzler <durch> Thomas Benckendorf die beylagen, zur replic
gehörig, die ich dem Kayser vbergeben, geschickt, vndt vmb
beförderung des wergks gebehten, welches er promittirt. So habe
ich ihn auch, den von Strahlendorff, bitten laßen, zu præcaviren || [[Handschrift: 387v]]
damitt doch Graf Wolfens von Manßfeldt, (seinem an-
deütten nach) im Reichshofraht, außgebrachte cjtation, wieder
Fürst Ludwigen, zu resarcirung der schäden, welche auß
Fürst Ludwigs befehl, sollen sein durch die Schwedischen in der
Grafschaft Manßfeldt geschehen, möchte aufgehalten,
oder annullirt, vndt dadurch weder mir selbsten,
noch andern Ständen, im OberSäxischen Krayß, wieder
den acceptirten friedensschluß, præjudizirt, oder einer,
vndt der ander Standt, durch dergleichen procedere, stutzig
gemacht werden. Er hat die augen aufgesperret,
sich verwundert, vndt gesagt, das ihm von diesen
dingen, nichts wjßendt wehre, wollte aber, sejn bestes
darbey thun, auf daß, wenn dergleichen sachen
vorkähmen, allem præjuditz, vorgebawet würde.
Er wollte auch der sachen im besten gedencken.


Avis: an Curtt Börsteln, vom Milagio, ist mir zu handen
kommen, darinnen er ihm, (auß befehl aller Fürsten
zu Anhalt seiner herren, mitt 4 fürstliche fürstliche fürstliche fürstliche gnaden gnaden gnaden gnaden) zu-
schreibet in eyll, er solle ia die ChurSächsische inter-
cession
gar nicht vbergeben, sondern die vberliferung
einstellen, vndt nicht allein daß, sondern auch dieselbe
in seinem vortrag, bey der Römischen Kayßerlichen Mayestät v-
bergehen. Jtem: es ließen sich die sachen, in diesen landen,
(nemlich des Fürstenthumbs Anhaltt) sehr gefährlich an, || [[Handschrift: 388r]]
vndt dörfte eine hochschädliche ruptur abgeben, dann die
Schweden hetten bey Niemburg 2 mahl rendevous gehalten, vndt sich
beysammen zu leben, vndt zu sterben, aufs neẅe verbunden, welches
wann nicht Gott ein sonderliches expediens schickte, nicht nur diesen
landen, den garauß machen, sondern auch dem langgeplagten vatter-
lande, einen harten stoß thun köndte, Gott wende alles vnheil
in gnaden ab. etcetera etcetera etcetera Diß schreiben ist zu Cöthen, den
26. Julij, datirt. Er Titulirt ihn: Dem Woledlen Gestrengen,
vndt vesten, herrn Curtt von Börstel, Fürstlich Anhaltischen Raht vndt hof-
meistern zu Plötzkaw perge[,] Abgesandten an den Kayserlichen hoff,
nacher Wien, perge[.]


hertzog von Saxen, hat sejnen Logaw, zu mir geschickt,
vndt mich auf Morgen gebe gott zu gaste laden, auch sagen laßen,
der Graf Schlick wehre zum Kayser, wenn derselbige
rechten bescheidt brächte, wollte er alßdann, der Freyheitt
gebrauchen, eher wollte er nicht außm hause gehen. Jch
habe mich wegen der Preünerischen gasterey endtschuldiget.


Curtt Börstel hat sich bey mir angemeldett, ist auch
in mein hauß gezogen, vndt mir schreiben vberlifert,
von den herrenvettern, vndt bruder, von Meiner herzlieb(st)en gemahlin,
von Schwester Anne Sofie, vom Præsjdenten etcetera etcetera[.]
Die herrenvettern seindt auß der maßen sorgfeltig,
wegen der lehensentpfahung, dann Sie wollten gern
den ee Elltisten, zum lehenträger machen, damjtt die casus
nicht so offt repetirt würden, vndt gleichwol sjch nicht gern
præjudiziren, oder separationes causiren. et cetera

|| [[Handschrift: 388v]]


Der Neẅburgischen Baron Fabrianj, ist zu mir kommen, vndt
hatt mich besuchtt, diesen Nachmittag.


Zeitung daß zwischen Polen vndt Schweden, soll der friede dergestaltt beschloße[n]
sein, daß die Schwedischen der kron
<Johann Löben, so von der Neẅstadt wie[der]kommen, hat relation gethan. perge perge perge.>


Nota Bene Nota Bene[:] Erfahren, daß der<ie> fried herrenvettern, nemlich
Fürst August[,] Fürst Ludwig[,] Fürst Johann Casimir[,] Fürst Georg Aribert vndt Fürst Friedrich mein bruder,
de dato Plötzkaw, vom 2. ⁄ 12ten: Julij, ein ander <friedens>patent
außfertigen laßen, vndt daßelbige, so ich mitt volln-
zogen, zu rück behalten, hetten mich also, durch
solche vbergehung, leichtlich in vnglück, stürtzen
dörfen. Aber Gott hat es gnediglich verhütet.


Sie wollen mir auch, vber die 2 mille ThalerThlr: nicht das geringste
<mehr> contribuiren, scheinet also, daß ihre affection gar schlecht
seye, vndt was Sie thun, das thun Sie nur gezwungener
weyse. Patientia. Jddîo mj consolj.


herr Erasmus von Starhemberg, hat mjch besuchtt, nachmittags[.]

Sonntag den 9. ⁄ 19den: Augustj:

<2000 ThalerThlr: hertzogk Frantz Albrechtt erlegen lassen von Fürst Ernst Seliger Schuldt her.>


Brjefe an Meine herzlieb(st)e Gemahlin, vndt an den Præsjdenten
noch gestern Abends, abgehen laßen, mitt der post. et cetera


heütte zu Mittage, bey dem Stadthalter, herren Preü-
ner zu gaste gewesen, welcher vns sehr wol tractirt. Es
befanden sich auch darbey, der Spannische Ambassador, Marchese de
Castagnetta, Jtem: der Marqués de la Fuente, der
Don Phelippe, des Conte d'Onnata Sohn, vndt des Marchese || [[Handschrift: 389r]]
dj Castagnetta, sejn iunger vetter4, diese 4 Spannier,
darnach so war auch darbey, des herrn Stadthalters sein
Sohn, ein wackerer cavaglier, Jtem: ein ander Preüner,
so Oberster gewesen. Es ist mir große höfligkeitt, so
wol vom Stadthalter, alß dem Spannischen Ambassador wie-
derfahren. Der Ambassador hat gar mitt mir, hinundter
gehen wollen, beym abschiedt, vndt habe es kaum, in ei-
nem frembden hause, erwehren können.


Es ist vndter andern discurßen, auch des herrn Friederichs
Preüner erwehnung geschehen, mitt welchem Mein herr-
vatter Sehliger zu Constantinopel gewesen, Jst seines
des Stadthalters herrn Seyfridts Preüner, sein<Seines vattern> bruder
gewesen, vndt damalß Kayserlicher Gesandter, nacher Con-
stantinopel.


Der Ambassador gedachte auch, warumb wir Fürsten,
vns doch nicht möchten accommodiren, sintemahl wir
nur würden ein raub, der <Frantzosen>[,] Schweden, Jtaliäner, vndt
Spannier, eben so wol werden, denn er hette gehört,
daß<vom> Kayser selbst, daß sich die der hertzog von Lünenburg
vndt Landtgraf von heßen, nicht zum frieden verstehen wollten.
Worzu daß doch nütze wehre? Er jst gar ein höflicher
aufrichtiger, vndt den deützschen, wol affectionirter
Spannier. Wirdt in zween oder dreyen tagen, nacher
dem König zu, inß läger verraysen, auß befehl seines -
niges vndt Herren.

|| [[Handschrift: 389v]]


Von dar nach dem herzogen Julio henrich von Sachßen,
derselbige hatte den Obersten Pleyleben bey sich, qui me
dit entre autres: Es hette der Conte d'Onnata, extraordinarius
Ambassador alhier iährlich vom Könige in Spannien zu
spendiren, 48000 Gulden (florenus)f: ohne das ajuto di costa, so ihm noch
gegeben wirdt, der Marchese de Castagnetta aber nur 12000
vndt wehren diesem die hände zimlich gebunden, daß
er nicht so franco e liberale sein köndte, wie er gern
wollte.


Der König in Polen soll 12 mille Mann, deützsch volck
heraußer schicken, die er wegen des gemachten, Stille-
standes
, nicht bedarff.


herzog Frantz Carll hat abermals, ejnen vom Adel,
im duell erstochen, nemlich, ejnen Obersten Man-
teüffel.


Der alte Stadt halter Preüner, sagte zu seinem
Sohnes sohn, er sollte die hahr aufm kopf tragen, wie
ich, mitt offener Stirn, nicht in die augen, wie die Frantzosen.
Die alten deützschen, lieben apertam frontem.


Der Löbzellter, ist bey mir gewesen, vndt hatt mir
allerley zeittungen, vndt relationes, communicirt.


Es scheinet, daß es ejne ruptur, zwischen ChurSaxen,
vndt Schweden, geben dörffte.

|| [[Handschrift: 390r]]

Freitag den 10. ⁄ 20sten: Augustj.


Sigmundt Deẅerlin, zum alten Marggrafen geschicktt,
ihn besuchen zu laßen, vndt fragen, wie es jhm ergienge, auch
ob ich ihme noch, vor meinem verraysen, zusprechen könne?


Mitt Veidt Berndt, wegen herzog Franz Albrechts schuldt,
richtigkeitt treffen laßen, durch Thomaß Benckendorf.


Risposta gar curialiter von dem Marggrafen.


Mitt Johhann Loẅen, conversirt, von vnsern negociis, weittlaüftig.


An Graf Kysel geschrieben, Curtt Börsteln, zu insinujren,
zur audientz:


Schreiben, von Madame vndt Schwester Sybjlle, vom 30sten: Julij,
touchant le droict de bienseance, prins en mauvayse part.
Mitt Erdtmann, soll es sich etwas gebeßert haben, so lang als es
Gott gefellt, dem seye alzeitt danck vor seine gnadengaben.


Mein kaufmann alhier, hülger, so mir 2 mille ThalerThlr: zu erlegen,
ist abwesendt, vndt zu Lintz, welches mich incommodirt,
weil Winckler, zu Leiptzig, den wechßelbrief auf ihn
gerichtett, vndt niemandt alhier ist, der den brief
eröfnen will, soll auch erst, in 14 Tagen wiederkommen.


Jn vertrawen, ist mir ein nebenreceß excipiendorum
ex Amnistia, communicirt worden.


Bin bey hertzogk Julius henrich, vndt sejner Schwester
gewesen, welche ich beysammen in seinem losament
gefunden.


habe darnach, zum Spannischen Ambassador Marchese de
Castagnetta geschicktt, abschiedt von ihm zu nehmen. Er jst aber,
aller Truncken vom Neẅburgischen bancquet gewesen, wie Sie || [[Handschrift: 390v]]
erstlich sagten, doch habe ich ihn darnach besuchtt,
da ist er mir gantz nüchtern vorkommen. Jst mir
gar weitt durch viel gemächer, an die Stiege
entgegen kommen, hat sehr höflich vndt fein, mitt
mir conversirt, vndt sich gewaltig gegen mir
alles gutes erbotten, auch gebehten, ich wollte ihm
etwan schreiben, wo was vorfiehle, etcetera etcetera
helt auch nichts darvon, daß man einem, vmb der
Religion willen, feindt seye, Gott alleine
könne vber die gewißen herrschen. Jnsonderheitt,
solche vornehme Fürsten, als ich wehre, von altem
geschlecht, vndt nahmen, von Tugendtsahmen qua-
liteten, vndt moderation, <verstandt> auch guter manier,
auch die sonsten viel nützen können, wehren vmb der Re-
ligion willen <mitt>nicht<en> zu verachten. Jm herabgehen offe-
rirte er sich, noch immerfortt gewaltig, vndt geleittete
mich biß an das pferdt, endtschuldigte sich auch, daß er
mich nicht eher besuchtt, wie es ihm gebühren thete,
wollte aber noch kommen, vndt seine schuldigkeitt wieder
ablegen. Jch bahte aber gar sehr davor, weil er viel
zu thun würde haben, ich auch verraysen möchte, vndt
nur allein den großen respect den ich zu seinem || [[Handschrift: 391r]]
König trüge, hette erweysen wollen, auch wie
sehr ich seine eigene qualiteten, vndt Tugendt æstj-
mirte. Er antwortete gar höflich, vndt wir
expectorirten vnß recht gegen einander, wegen
des haßes vndt liebe der Spannischen nation.
<Er war auß dermaßen Stadtlich logiret.>

<Dispetto di Ernst Dietrich Röder andando via con la sua spada.>


Jm gestrigen discurß, fragte mich auch der Ambas-
sador, wegen der zehen krayße im Reich, sonderlich
des Obersächsischen Krayßes, vndt wer doch die
Schweden hette heraußer gelockett, auch worumb es ge-
schehen wehre. Jch antwortett gar sobrie darauff,
vndt endtschuldigte den Churfürsten von Saxen, wegen des
Tillischen einfalß wieder Kayserlischer Mayestät befehl, Jtem:
wegen der Mißverstände, so das edict, de anno 1629 ver-
vrsachet. Es wurde auch von mir gedachtt, das
Nota Bene ich die lehen noch nicht entpfangen hette, vndt daß
Jch nicht allein, Regirender herr in Anhaltt
wehre. Er gedachte auch der iagt, vndt Spannischen windt-
hunde, nach dem wir von seriis, vndt der außländer
Joch in Deützschlandt genugsam geredet. Offerirte sich,
mir in allem, worinnen er nur wüste, zu gratificiren. || [[Handschrift: 391v]]
etcetera Nota Bene[:] Gab auch fast zu verstehen, wir<er> möchte
wol ejnmal zu mir, nach Bernburg kommen, vndt
Nota Bene wer weiß, was vor eine zusammenkunfft, in sel-
biger Revier vor ist? Dieu donne a bon heur.


heütte ist abermal mein geburtsTag, an wel-
chem ich daß 36. iahr meines alters, durch Göttliche
verleyhung außgebracht, vndt gehe numehr, in das
37.[,] regrettant infiniement, d'avoir si peu glo-
rieusement consumè mes jeunes ans, seize
annèes en çà. Dieu vueille, que je me puisse
reprendre, & restablir, ce quj s'est gastè, par
tant de procrastinations, & retardements.
Wol angefangen, jst halb, (aber nicht gantz) vollbrachtt.


Gestern zu Mittage, aßen Curdt Börstel, vndt Sig-
mundt Deẅerlin, auch mitt mir, wie auch Johann Loẅ,
der erzehlte vndter andern, alß nähermalß, in der
Schottenkirche, daß wetter eingeschlagen, in derselbigen
stunde, wehre die Bayerische eheberedung, geschloßen worden.


Mitt Veit Berndten, capitulirt, wegen <herzog> Frantz
Albrechts schuldt, vndt er ist ein guter ehrlicher Mann,
vndt selber destwegen bey mir gewesen. Jch habe auch
mitt herrn Löwen, welcher bey mir gewesen, wegen der
lehensentpfahung conversirt.

|| [[Handschrift: 392r]]


Mitt hertzog Julio henrich von Sachßen Lawenburg
vndt seiner Schwester der Marchesin Gonzaga, habe
ich zu Mittage gegeßen, wie auch Doctor halbritter, vndt
der Logaw. <Nauwach ist zu mir, en mon logis, kommen.>


Mitt der Marchesin Gonzaga, ihrer kutzschen
vndt Pferde bin ich ein wenig zur Stadt hinauß,
spatziren gefahren, dieweil <ich> aber dem Spannischen Ambassador
Conte d'Onnata zusprechen wollen, vndt er nicht
wol auf erstlich, sondern in dem Nachmittagsschlaf,
hernachmalß aber nicht anheimisch gewesen, habe
ich nichts richten können, vndt es ist verblieben.


<Escrit a Madame en termes retenus, & le jour d'aujourd'huy m'a estè fort contraire.>


Veit Bernhardt, der redliche kaufmann alhier,
ist bey mir gewesen, vndt hat mir die quittung
vber die zweytausendt ReichsthalerRthlr: so ich hertzog
Frantz Albrecht von Sachßen Lawenburg, (wegen
Meines Seligen bruders, Fürst Ernsts Liebden deme er Sie
geliehen gehabtt,) wieder bezahlt, mittgebracht,
auch sich zu allem ferrneren vorschuß, wol erbotten.


Börstel vndt Löẅ seindt nacher Wolckerßdorff,
zu Kayserlicher Mayestät[.]

|| [[Handschrift: 392v]]


Meilenm.
Jch bin selb sechste, in einer landtkuzsche hinüber
nach Baden, vndt wiederherüber gerayset, thun
hin vndt wieder
Das bal<d>t alda recht zu besehen. Bin erstlich
im hertzogbadt, darnach im Frawenbadt,
oder Vnser Lieben Frawenbadt gewesen, vndt
habe gesehen, wie Manns[-] vndt weibspersonen
vndtereinander, (iedoch gar züchtig vndt in
leinwandt <ganz> angethan) gebadet haben. Das
Frawenbadt ist das aller vornehmste, vndt
es hat die Kayserinn neẅlich darinnen gebadet.


8


Alle stunden werden im bade außgeruffen, vndt
wenn man hinein oder hinauß gehet, muß man das
badt ihnen gesegnen. Es hat auch noch andere leges,
wie man sich im bade verhlaten soll, welche gedruckt
sein, vndt wer darwieder handeltt, wirdt gestraf[t.]


hindter dem hertzogbadt, bin ich hinauß gegangen,
durch die Stadtmawer nach einen berg zu, der
hünerberg genandt, habe alda hineinschlieffende,
die waßerquelle deßelbigen badts betrachtet[t,]
welche gar klar ist vndt siedet, ist aber nur
laulicht, vndt gar nicht heiß, obs schon zischt alß
kochte es. Jn der höle dahinein zu kommen mitt || [[Handschrift: 393r]]
einem licht, wie wir thaten, war viel Salpeter
oder Salniter auf beyden seitten, vndt an den röhren,
(dadurch das waßer zum badt geleittet wirdt)
gibt es viel schwefel der sich wie ein weinstein
ansetzett, vndt auch im bade, gibt es einen
zimlichen starcken (dem haüpt vngesunden)
schwefeldampf. Die andern bäder, quellen
von sich selber an dem ortt da Sie liegen,
vndt werden nicht also durch canal geleittet,
wie das hertzogsbadt. Vor der Stadt hat
es noch fünf bäder, in der Stadt Baden aber,
nur vorgenandte zwey, seindt also in allem Sieben.
Jn iederm badt die ich besehen, hat es zwey
stuben am bade, auß dem<r> ejnen kommen die
Manns: auß dem<r>andern die weibspersonen ins
badt zusammen, gehen auf vndt ab[,] spatziren da-
rinnen, oder setzen sich, oder schertzen wie Sie wollen,
nur das den Regeln des badts ein genügen ge-
schehe, darzu Sie dann einen baderichter zu ver-
ordnen pflegen. Sonst werden die bäder, so in
der Stadt seindt, gar reinlich gehalten, vndt es
darff niemandt darinnen baden, der schäden hatt.
Darauff die Bademeister, vndt ihre weiber, bestellet || [[Handschrift: 393v]]
seindt, achtung zu geben. Gestern 14 tage ist zu
Baden, ein erschreckliches vngewitter in der nacht plöz-
lich eingefallen, daß Sie alda gemeint, der iüngste Tag
wehre vorhanden. Es hat treflich gedonnert, geblitzt,
vndt sonderlich große hagelsteine geworfen, wie welsche
nüße
, auch groß gewäßer vervrsachet, welches
sich aber baldt verlauffen, vndt wir haben zu Wien,
nichts darvon gehöret oder gewust. Dem wein
ist durch solchen hagel sehr großer schade geschehen.


Veit Berndt ist diesen abendt noch gar spähte
wieder zu mir kommen, hat alles richtig gemachtt,
wegen des wechsels, vndt auf trawen vndt glauben,
gar redlich mitt mir gehandeltt. Er erzehlet auch
vndter andern, daß ehistes tages, hertzog Frantz Albrechtt,
gewiß ohne einigen reverß, rantzion, noch parole,
loß werden solle. Es seye auch destwegen heütte, die
herzogjnn von Saxen, Marchesin Gonzaga, hinüber
nach der Neẅstadt gezogen, jhm solche fröliche boht-
schafft anzukündigen. La fortune luy est fort favorable,
& bonne mere, a d'autres elle seroit belle mere, (noverca)[.]
Dieu luy benie son heur, & face que nous nous accor-
dions bien ensemble, & que je soye aussi une fois de-
livrè de ma prison spirituelle, & de tant d'afflictions,
& tentations extraordinaires lesquelles presque m'accablent.

|| [[Handschrift: 394r]]

Donnerstag den 13. ⁄ 23sten: Augustj. [...]a


Gestern abendt noch schreiben an Thomas Benckendorf vom Johann Siber postmeister zu
Leiptzigk, wegen der coperten so an vnsern briefen manquiren, vndt
ich sehe, daß er in bestellung seiner briefe gar fleißig ist.


Visite durch Sigmund Conrad Deuerlin von Falkengrund beym Marggrafen von Brandenburg
verrichtett, welcher etwas vnpaß ist, vndt ihn auf
allen fall zur lehensentpfahung, ersuchen laßen.


Zum Pfaltzgrafen von Neẅburg geschickt, der hat mir
die Stunde, vmb 9 oder 10 oder wenn mirs geliebte, zu ihm
zu kommen, ernennen laßen, wie es nun 9 geschlagen,
vndt ich Seiner versprochenen kutzsche erwartett,
hat er mirs wieder absagen, vndt daß er wollte
Nachmittags zu mir kommen, vndt mitt mir hinauß
spatziren fahren, ansagen laßen.


hertzog Julius henrich von Sachßen Lawenburg hat
mich in meinem losamentt besuchtt, gar höflich,
wie auch der herr von Bembergk.


Der herzog Julius henrich sagte mir, herzog Franz Albrecht würde
des Churfürsten von Sachßen general leütenampt an
Arnimbs stelle, vndt der Baudiß würde sein
Feldtmarschalck werden, Löbzelter hette es ge-
sagt. Jl semble, qu'il y aye de la faussetè
parmy, de Löbzelter & de la faveur aulique. Pacjence!

|| [[Handschrift: 394v]]


Curtt Börstel, der Anhaltische Abgesandte, ist von
Wolckerßdorff wiederkommen, hat alda gar gnedigste
audientz diesen Morgen gehabtt, bey Kayserlicher Mayestät
welche vndter andern, diese wortt gesaget:
Gleich wie seine herren, vndter den ersten gewesen,
so diesen friedensschluß acceptirt hetten, vndt vom
Churfürsten von Saxen, dem Kayser wol recommendiret worden,
Also wollten Jhre Mayestät, es in allen gnaden innge-
denck sein, vndt Sie vor andern, in acht zu nehmen
wißen. hoften auch, es sollte durch diesen friedens-
schluß andern Ständen, die Thür eröfnet werden,
darzu zu tretten. Jhre Mayestät sejndt sehr gne-
digst, vndt wol mitt ihm zu frieden gewesen.
Wegen der lehenssache, brjngt Johann Löẅ, auch gute
bohtschafft, daß dieselbige soll ehjstes tages expedirt,
vndt ich damitt, nicht aufgehalten werden, Also,
daß Gott lob, der heüttige tag, wol abgegangen.


Mais mes ennemis & malvueillants se mocqueront
de moy, qu'jls sont autant; & plus heureux, que moy.


Le Conte Palatin de Neẅburg m'a manquè de parole, & m'a
fait attendre en vain, sur luy, tout cejourd'huy.
Je voy bien; qu'il y a de la haine & malice parmy.

|| [[Handschrift: 395r]]

Freitag den 14. ⁄ 24den: Augustj.


herr Loẅ, zu mjr kommen, vndt in Antwortt, ein handt-
brieflein, vom herrn Graf Kyseln, (jnnwendig) jn gar
guten Terminis, mittgebrachtt.


Visites, durch Thomas Benckendorf vndt darnach Sigmund Deuerlin an hertzog von
Sachßen, vndt Sigmund Deuerlin jst auch frustra in des Spannischen
Ambassadors des Conte d'Onnata (welcher kranck jst) seinem
losament, mir eine stunde ernennung zu compariren,
gewesen.


heütte ziehet der Marchese de Castagnetta hinweg,
zum König in Vngarn, vndt der Pfaltzgraf von Neẅburg
gibt ihm das geleidte, ejn 2 oder 3 Mejlen hinauß.
Jch habe mich resolvirt, wegen scheinbahrer kalter af-
fection
, seine wagen vndt pferde, nicht mehr zu ge-
brauchen, oder abfordern zu laßen.


Nachmittags hat es Sigmund Deuerlin endtlich erhalten, daß mir der Conde d'Onnata,
die stunde gegeben, welche mir selber gefiehle. Jch habe
mich, vmb halbweg fünffe, bey ihm præsentirt, vndt er
ist, wegen leibesschwachheitt, im bette gelegen, hat
sich aber gar höflich, gegen mir offerirt, allerley con-
versirt, von dem krieg, vndt friede in Deützschlandt,
Niederlandt, etcetera auch Stillestandt in Polen, welcher
dem deützschen wesen hochschädlich wehre, vndt sich
endtschuldigett, daß er mich in meinem losament nicht besuchtt, || [[Handschrift: 395v]]
auch referirt, daß Schenckenschantze von den Spannischen
gewiß eingenommen wehre, vndt der Cardinal Jnfan-
te wehre mitt Seiner armèe, dem Printzen von
Vranien, dahin marchirende, zuvor kommen, nach
deme es vberstiegen gewesen, hette sich darnach nach
Cleve begeben, nach dem der der Printz von O<V>ranien, in etwas
gewichen. Jl doutoit de l'acceptation de nostre paix,
de l'Electeur de Brandenburg & du Duc George de Lünenburg[.]


Jch habe der hertzoginn von Saxen, jhre kutzsche gehabt[,]
vndt gebrauchtt, vndt bin wol accompagnirt gewesen.


Nota Bene[:] der Conte d'Onnata; erwehnte auch, waß doch das
kriegen in Deützschlandt, nütz wehre, wir fürsten würden
es genugsam entpfinden, ob man sich nicht erinnerte,
daß zu Kaysers Carolj V. zeitten, man mitt einer
Schlacht, gantz Sachßen verlohren hette, zu Kaysers
Ferdinandj II. zeitt aber, gleichsfalß durch eine
Schlacht die ChurPfaltz, vndt es wehren beyde
Churfürstenthümber, noch in voriger possessoren
hände, nicht wieder gerahten. Das wehre der
lohn, des vnnötigen kriegens. Der Kayser sehe gern,
einen bestendigen frieden. Die Thür wehre andern
darzu nicht allein nicht gesperret, sondern geöfnett.
Einer hette ia müßen die Thür zumachen, was man
doch viel darüber gloßiren, vndt disputiren möchte,
das nicht ein ieder nach Seinem kopff, den frieden haben köndte.

|| [[Handschrift: 396r]]


Er lobte mich vndt mein procedere gewaltig, vndt ohne adulation
wie ich dem Kayser, vndt an diesem hof so wol recommendirt wehre,
wie<alß> er in Jtalienischer sprache gedachte, wegen meines valors,
<großer> discretion, hohen verstandes prudenza, <bontà singolare> vndt moderatione,
darinnen ich mich, wie auch jn allen andern hochlöblichen qua-
liteten, also wol zu guberniren wüste, daß mich iedermann
lieb vndt werth hielte, etcetera[.] Worinnen er mir, alß
mein antico servitore, dienen köndte, wollte er es
gewiß nicht vndterlaßen, denn obgedachte qualiteten
wehren allzuwohl bekandt, an diesem hof, insonderheitt
bey ihm. et cetera[.] Wie er dann mitt treẅhertziger affektion vndt
großer höfljchkeitt, solches <gar> ansehlich von sich zu geben wuste.


Den Alten Margrafen, habe ich durch Sigmund Deuerlin visitiren,
vmb assistentz bey dem lehensactu ersuchen, vndt
auf Morgen gebe gott zu gaste laden laßen. Die Antwortt
ist gute vertröstung, aber nicht Catehgorisch gewesen.

Samstag den 15. ⁄ 25den: Augustj.

<All'Jllustrissimo ed Eccellentissimo Signore il Signor Conte d'Ognata del Consiglio dj stato di Sua MaesCattolica Ambasciatore[,] straordinario per la Maestà Sua appresso la Sua Cesarea Maestà dell'Jmperatore.>


Zu herrn Löben in sein hauß, des Morgends, hernacher auf
den wall spatziren gegangen.


An den extraordinar Spannischen Ambassador geschrieben, wegen
meiner prætensionen, bey Kayserlicher Mayestät intercession:


An Graf Kyseln auch, wegen assistenz des hertzogs
Julij heinrichß, ob er möchte loßgelaßen werden zu dem actu.


Zur Mittagsmahlzeitt, seindt meine gäste gewesen, || [[Handschrift: 396v]]
erstlich: der hertzogk Julius henrich von Sachßen Lawen[burg]
darnach, herr Erasmus von Starhemberg, Rittmeister Hennin, herr
Geyer, herr von Bemberg, Curdt Börstel, Johann Loẅ. et cetera


Der Spannische Ambassador Conte d'Onnate, hat mir alsobaldt
gar höflich geantwortett, vndt zu allen guten officiis,
sich erbohten. Gott verleyhe mir deren erwüntzschte effecta.


Die Spannier alda haben zeitung gehabtt, daß die
holländer zu waßer, vndt zu lande, niederlagen erlitten[,]
der Cardinal Jnfante hingegen, gewaltige victorie gehabtt,
por mar; y por tierra.


Veit Berndt, bey mir gewesen, vndt den wechßelbrief,
auf die 1000 ThalerThlr: sehen wollen, den ich endtlich von Curt Börstel bekomme[n,]
wegen der præsenten, in die Reichscantzeley con astutia


Die Pfaltz Neẅburgischen haben mir heütte Morgen den Tittul
an Conte d'Onnate, (tergiversando vndt meine leütte
aufhaltende) nicht schicken wollen, Jch habe ihn aber von
des herrn Päbstlichen Nuncij, seinem Secretario mitt vielen
höflichen ferrneren offerten, auch anderen Tjttuln, darumb ich
nicht angehalten, alsobaldt bekommen.


An Madame geschrieben, en bons termes, auf heütte datirt. et cetera[.]


Der Oberste Manteüffel hat mich besuchtt. Jl croyt
que la ville de Milan, soit occupèe par les françois.


Der Marggraf von Brandenburg hat sich gegen mir, endt-
schuldigen laßen, daß er nicht zur Mjttagsmahlzeitt, kommen
köndte, weil ihm sein schenckel weh thete.


Der Löbzellter hat mich auch noch vor der Mittags- || [[Handschrift: 397r]]
mahlzeitt besuchtt, vndt expresse gestanden: daß
Nota Bene ihm auß befehl der Römischen Kayßerlichen Mayestät meines Aller-
Nota Benegnädigisten herren, vom Graf Schlicken kriegspræsidenten
Nota Bene angedeüttet worden, an Churfürsten wegen derer vaci-
renden
general chargen zu schreiben, daß Jhre
Mayestät keinen lieber darinnen avancirt sehen
möchten, alß mich, deßen treẅe Standthaftigkeitt,
vndt redligkeitt aller weltt bekandt, So hette ich
auch sonsten gute Tugenden, vndt qualiteten an mir,
die nicht gemein wehren, hette eine experientz im
kriegswesen, die fortification vndt Mathematicam
wol inne, köndte die wißenschaft frembder sprachen,
vndt hette eine gute intention, wehre ein
Reichsfürst jm Reich geseßen. etcetera Or le dit
Löbzelter escrivoit autresfois, comme s'il l'eust fait,
de soy mesme, & m'en parloit en confiance, Ie ne
scay qu'en iuger autrement sinon que Monsieur l'Electeur
voudra paraventure des Officiers, lesquels dependent
entierement de Son Altesse Electorale & non de Sa Majestè Jmpériale aussy.


Le dit Löbzelter, nie aussy, d'avoir dit, au Duc Iules Henry,
que Baudiß seroit Maréchal de camp. Jl semble, qu'il y
aye de la varietè en ce fait, & ne scay encores, qu'en dire.

|| [[Handschrift: 397v]]

Sonntag den 16. ⁄ 26. Augustj.

<350 ThalerThlr: vndt ezliche Groscheng: Thomas Benckendorf zu berechnen, der rest von Eggenbergs geldern[.]>


Jl me souvient, que le Conte d'Onnate, me dit aussy,
qu'il valoit mieux, que nous fussions Princes de nos
terres, & jouyssions nos biens <nous mesmes>, que non pas, les Gene-
aulx d'armèe, quj estoyent maistres de nostre pays,
& non pas nous; assavoir: le Marquis de Grana,
Piccolominj, Banner ou d'autres, le 1er: chef de
guerre estoit maîstre de nostre pays, & non pas nous.
Pour cela, il falloit embrasser la paix.


Rittmeister Hennin sagte gestern, er wehre 18 Monat[!]
gefangen geseßen, wüste nicht worumb, vndt hette keinen
reverß wollen von sich geben, weil er dem König in Frankreich
einen eydt geschworen hette. C'est un Lorrain; ou françois.


Nachmittags in hertzogs Julij hejnrichs hause, abschiedt genommen,
von der hertzoginn seiner Schwester, der Marchesin gonzaga,
welche gar einen höflichen abschiedt, von mir gegeben.
Jl y avoit aussy d'autres Cavalliers, comme le Colonel
Manteüffel, Rittmeister Hennin, & aussy une Comtesse
de Fürstemberg, avec la belle mere du Duc Jules Henry.


Jn den Prater, spatziren gefahren, avec ma noblesse,
in diesem schönem wetter, (wiewol es gar warm alhier
ist,) mitt der hertzoginn von Sachßen ihrer kutzsche, vndt pferden.

|| [[Handschrift: 398r]]


Risposta diesen Morgen, gar höflich, vom Obrist kammerer, Graf
Kyseln, ich sollte kommen, wenn ich wollte zur lehensent-
pfahung
, Jtem: er hette den Pfaltzgrafen von Neẅburg mir zu
assistiren, neben dem Fürsten von Dietrichstain ange-
sprochen, welche alle beyde, gar willig darzu wehren.
Nota Bene Er antwortett aber gantz nichts, wegen hertzog Julij
heinrichs von Saxen Lawenburg noch wegen des alten
Marggrafen, denn die andern hatte ich auf allen
fall außerkoren, dem Pfaltzgrafen aber es nicht zuge-
trawet, et credo ancora, che mj farà qualche
burla. Was den von Saxen anlangett, denselben
werden sonder zweifel, Jhre Mayestät nicht gern sehen.
Sa Majestè ne se laisse pas forcer, a faire tousjours
ce que nous voulons. Dieu vueille; que tout aille
bien; & a nostre contentement.


Jtzt eben, gleich wie ich Artzney gebraucht, nemlich
4 loht Manna eingenommen, kömbt herr Löẅ zu mir,
vndt spricht: Doctor Gebhardt laße mir anzeigen, das
Jhre Kayßerliche Mayestät meiner zu Ortt, auf Morgen gebe gott
frühe erwarten, also muß ich meine resolution
billich verendern, vndt heütte noch hinziehen, wann es
schon wegen der medicamenten, meiner Natur schaden sollte.

|| [[Handschrift: 398v]]


Meilenm:
Nachmittags mitt kutzschen hinauß nach Ortt
alda Jhre Kayßerliche Mayestät an itzo auf der
hirschfeist sich befinden.
5


Gar schlecht quartier, diesen abendt gehabtt.


Ehe ich noch von Wien aufgebrochen, schreiben
entpfangen von Madame <vom 6. Augusti>[,] von herrnvettern Fürst Augusto[,]
vom Præsidenten, mitt etwas vertröstungen, vom
31. Julij, vndt bericht des elenden zustandes
vnserer lande, wegen androhender gefahr, der
exacerbirten gegen einander liegenden beyden armèen.

Dienstag den 18. ⁄ 28. Augustj.


heütte ist meine belehnung vor sich gegangen
gar solennissime. Jch habe erstlich, durch drey
Legatos, auf den knien, vmb die lehen, bey
Kayßerlicher Mayestät, anhalten laßen, welche auf ihrem
Kayßerlichen Thron geseßen. Darnach alß es ver-
willigett, bin ich dreymal kniende im geleitte
vndt gesellschaft zweyer Fürsten, alß des hertzogs
von Neẅburg vndt Fürstens von Dietrichstain, zweyer
Ritter des güldenen Vlüßes, hinein kommen, vndt
wie braüchlich, den lehenseydt, mutatis mutandis,
auff den schlag, wie herrvatter Sehliger gethan, vor Jhrer || [[Handschrift: 399r]]
Kayserlichen Mayestät zwey finger auf das Evangelium le-
gende abegelegt, darnach den knopf des Schwerts
geküßett, nach dem ich selber die rede kniendt ge-
than, vndt mir Doctor Gebhardt, Kayserlicher Mayestät raht im
Reichshofraht, geantworttet, im nahmen Kayserlicher Mayestät
auch ich wiederumb die dancksagung kniendt
verrichtett, vndt alles wie es in dem actu der
investitur meines herrn vatters Seliger beschrieben, fast
auf denselbigen schlag, nur etwas solennius.
Nach der dancksagung aber, als ich <neben mejnen geferten> aufzustehen
vermeinte, vndt die Leütte schon anfiengen zu
murmelen, vndt ihnen meine orationes Gott lob
sine hæsitatione, wohlgefallen ließen, besann ich
mich vndt kniete fluchs recht wieder nieder, gratuli-
rende ihrer Kayserlichen Mayestät vndt mir selber, daß ich das
große <vnverhoffte> glück vndt ehre hette, eben an diesem heüttigen
tag mitt vnserm Fürstenthumb vndt Regalien von
Jhrer Kayserlichen Mayestät beliehen zu werden, an welchem heütte
<eben> vor 16 iahren vermittelst Göttlicher verleyhung, Jhre
Kayserliche Mayestät, durch einhellige wahl der herren Churfürsten
zu franckfurdt, zu der Ehre, würde, vndt höchsten digni-
tet
des Römischen Kayserthumbs, erhoben worden, erfreẅete
mich darüber von grundt meines hertzens, vndt bähte
danckte dem Allmächtigen gründtgühtigen Gott, vor solche gnade vndt || [[Handschrift: 399v]]
Segen, Vndt daß er Jhre Mayestät diese Jahr vber, so gnediglich
bewahret, Bähte ferrner Seine Göttliche Allmachtt, wollte
vber Jhrer Mayestät mitt dero gnaden flügeln schalten vndt
wallten, sie noch viel vndt lange iahr in Nestoreos
usque annos dem Römischen Reich, vndt geliebten vatterlandt
deützscher nation, insonderheitt aber Jhre Kayserliche Majestät höchstlöb-
lichstem Kayserlichen[,] Königlichen vndt Ertzhertzoglichen hause,
zum besten, aufnehmen vndt wolfahrt, fristen
vndt erhalten, auch ihre feinde vndt wiederwertigen
dempfen, vndt Jhre Majestät in langwieriger Regierung,
vndt allem glücklichen wolstande, viel vndt lange
iahr prosperiren vndt wol gedeyen laßen, dieser
wuntzsch gleich wie er auß wolgemeintem treẅem
hertzen herrührete, also hette ich ihn meiner
schuldigsten dancksagung vor die lehensentpfahung
zu annectiren, vor eine Nohtwendigkeitt erachtett,
vndt thete mich nochmalß sampt allen den meyni[gen]
Jhrer Kayserlichen Mayestät zu dero beharrlichen gnaden, aller-
gehorsamst recommendiren vndt ergeben.


Jhre Mayestät ließen sich diesen anhang so wol gefallen[,]
daß sie, (welches sonsten in throno Cæsareo sellten<beyblehnungen[!] niemals,> geschiehet,) mitt eigener Stimme, herauß brachen,
vndt mir vor diesen letzten anhang, danckten, || [[Handschrift: 400r]]
meine vota wol acceptirten vnd confirmirten, auch
meiner Treẅ vndt Standthaftigkeitt, sindt meines
herrn vatters Seliger vndt meiner außöhnung, ein offentliches
zeügnüß h gaben, vndt sich zu allen Kayßerlichen gnaden aner-
botten, <mir alle ehr vndt freündtschafft gar zu höflich gern zu erweisen[.]> Darnach trate ich ab, wieder drey-
mal kniende, wie wol darvor gehalten wurde,
ich hette nur zweymahl gekniet, ich kan michs aber nicht
besinnen. Jhre Mayestät zohen alle mahl ihren hut,
gar gnedigst ab, wann ich niederkniete, <mitt meinen beyständen> im an: vndt
abtritt. Der Böhmische Obrist Cantzler, Graf Schla-
wata, vndt der Obrist kammerer, Graf Kysel,
hielten das Evangeliumbuch, als ich drauf schwure,
der hofmarschalck Graf von Harrach, hielte das
Schwertt. Doctor Gebhardt Reichshofraht, <der von wegen Jhrer Mayestät das wortt führete> kniete auch
neben Jhrer Mayestät als Sie ihm befahlen, waß er mir
antwortten sollte. Die beyden Fürsten knieten alle-
zeitt, wann ich kniete, vndt hinder mir der Anhaltische
abgesandte Börstel. Es ist ein schöner actus zu sehen
gewesen, vndt es wahren viel hofofficirer, auch theils
geheime rähte, als der <herr> Bischoff zu Wien, Graff
Bruno, vndt Graf Wolff von Manßfeldt, der Graf
von Werdemberg, vndt viel welsche vndt deützsche
Grafen vndt Cavaglierj mitt darbey welche gewaltig,
den actum, vndt alle circumstantias lobeten.

|| [[Handschrift: 400v]]


Gott lob, daß alles so wol vollbracht ist, vndt gebe mir
ferrner seine gnade, daß ich diesen geleiteten schwehren
eydt, (wie mein vorsatz ist) ehrlich vndt redlich,
in allen treẅen, halten möge.


Jl me semble que Sa Majes estoit un peu indisposte.
<Dieu la garde de tout ma[l.]>
Nach vielen gratulationibus,
weil der Kayser, vndt die Kayserjnnn <nicht wol auff seyende,> allejne bleiben
wollen, hat mich der hertzog von Neẅburg, zu sich zu
gaste geladen, vndt mich gar höflich, mitt mejnen
leütten tractirt, auch durch solche courtoysie vornehm-
lich aber durch die gutwillig geleistete (von mir vn-
verhofte) assistentz, alles wieder gut gemachtt, was
etwan mißverstände errregen wollen. Jl s'est aussy
fort excusè sur la lourdise de ses gens, a cause des
carosses & chevaux, quj m'auroyent quelquesfois
manquè, dont il faysoit semblant, n'avoir rien sceu.


Zeitung daß vor SchenckenSchantze, die holländer geschlagen
worden, vndt 3 mille Mann, in einem Treffen, so vorgangen,
die Spannischen aber 800 Mann eingebüßet, vndt
daß feldt erhalten, also daß sich der Printz von Vranien
retiriren, vndt vor Schenckenschantze, abziehen müßen.


Meilenm.
Nachmittags etzliche præsenten, an gelde außgetheilet,
vndt hernacher wieder nach Wien gezogen von Ortt

5

|| [[Handschrift: 401r]]


hertzog Frantz Albrechtt von Sachßen Lawenburg ist
vns vndterwegens begegnet, so numehr seine erledi-
gung
vnd freyheitt wieder erlangett. Soll Morgen gebe gott
bey Kayßerlicher Mayestät audientz haben. Wegen des Schlafs
habe ich ihn nicht obser<in acht> genommen, biß der Löbzellter her-
nacher auch vorüber gefahren, vns<d>t es vns angezeigett.


Nota: die drey persohnen, so heütte den Kayser,
in meinem Nahmen vmb die beleyhung ansprechen
musten, waren: Curtt Börstel (so das wortt führett
in der mitten kniende)[,] Jtem: Ernst Dietrich Röder, vndt
der alte Johann Loẅ.


Nota Bene Ainsy: un de mes grands jours, s'est passè aujourd'huy.

Mittwoch den 19. ⁄ 29sten: Augustj.

<200 Sjlberkronen, zu 1 Gulden (florenus)f: 50 Kreuzer+ vom Veitt Berndt eingenommen, von vnsern wechselgeldern.>


Cela est d'autant plus remarquable, qu'hier Sa Majes
a estè esleu devant 16 ans, en Empereur & que j'ay eu
l'honneur de recevoir mon fief a ce mesme jour; que
ceste concurrence s'est faite a l'jmproviste, sans que
nj l'une nj l'autre partie y ait quasi pensè.


Pfalz Neẅburg disoit hier; que j'avois fort bien fait au
reste, mais mal en cela, de n'avoir premierement capitu-
le serment, avant que jurer, comme si c'estoit a moy, de
capituler, & disputer, avec l'Empereur ce quj est desja clair,
& a estè ainsy fait, par feu son Altesse mon Pere || [[Handschrift: 401v]]
dont j'avois leu la teneur. Mais ie croy, que le
Duc de Neẅburg lequel regarde fort, a la reputation
des Princes de l'Empire, me l'a dit en bonne jntention.


Le frere de l'Electeur de Saxe, assavoir l'Electeur Christian
2d: a aussy receu luy mesme en personne le fief
a Prague des pays de Julliers <l'an 1610>, de l'Empereur Rodolphe 2
a genoux. Jtem: le pere des Ducs d'Altemburg
l'an 1594 a Ratisbonne l'a aussy receu luy
mesme a genoux, le Duc de Neẅburg l'assistant. Jtem:
l'Electeur de Couloigne <en presence du dit Palatin>, & tant d'autres, que j'ay
veu moy mesme le recevoir, comme l'Electeur de Mayence,
l'Evesque de Wirtzburg, & plusieurs Ambassadeurs entre
autres le Conte d'Onnate, Ambassadeur d'Espagne pour son Roy,
a genoux l'an 1622 au dit Ratisbonne, a cause
des Duchèz de Bourgogne, & de Milan. Feu Son Altesse
Monseigneur mon Pere a aussy receu le fief de nostre Principautè,
en propre personne, pour soy & ses freres, & Cousins, 1624.


J'ay donc obtenu par ceste personnelle tant ag-
greable submission a Sa Majes plusieurs bons scopes.
Le 1er. de m'estre estably en nostre Principautè,
& en la forte protection & bonne grace de l'Empereur
qui est annexe a mon establissement[.] 2. De m'estre || [[Handschrift: 402r]]
enclos en la paix faite non seulement mais aussy
Nota Bene en la paix de Religion en l'Empire plus fort par cest acte.
3. Et tout cela non seulement pour moy, mais aussy pour
mes Oncles & Cousins, & frere, entre lesquels particu-
lierement le Prince Louys, & Frideric, comme serviteurs
actuels de Swede avoyent besoing de reconciliation,
& cela se peut estendre<s'estend> sur nos Conseillers & serviteurs,
& tous les Estats de nostre pays. Que si la tetrar-
chie de Cöthen, auroit estè perduë ou donnèe en
voye, comme il y en avoit grande apparence, cela
auroit beaucoup coustè <de peine & d'argent> a rachepter, comme du temps
de Charles V du Conte de Lodron. 4. Que par l'in-
feudation & confession de l'Empereur mesme, nous avons
droict & rayson a la Contè d'Ascanie, & l'election
de<u> son fils de Sa Majestè ne nous peut nuire, ou prejudi-
cier en l'Eveschè de Halberstadt, en ceste pretension.
5. <Espargner tant d'argent, en l'affaire de la lehenträgerey, de l'aisnè en la famille, obtenuë ceste fois, n'estant ainsy, par cy[-]devant.>


A Madame[,] an Præsjdenten[,] an Fürst Augustum[,] an Fürst Ludwigen,
eigenhändig, an die gesampte Fürsten, aber vom
heüttigen dato, a cause de 6000 DalersDal: geschrieben.


Veit Berndt, hat mir woll<laßen> durch Thomas Benckendorf sagen,
er wollte mir, venezianische Sjlberkronen, Ducatonj,
zu 1 Gulden (florenus)f: 50 Kreuzerkr: erlegen, Sie gelten aber kaum 1 Gulden (florenus)f: 45 Kreuzer+
combien que Thomas Benckendorf disoit 48 Kreuzer+ daß es Johann Löw gesagt hette
mais il n'avojt dit que 45 comme Rab me rapporta. || [[Handschrift: 402v]]
Man nimbt sie auch nicht gern alhier, sondern in
der Steyermarck, vndt in Jtalien. Vndt an
1600 ReichsthalerRthlr: hette ich solcher gestaltt, viel verlohren.
Johann Löw hat mir darnach sagen laßen, ich sollte mich
wol vorsehen, dann in der Cantzeley, nehme man
solch geldt nicht gern. Man würde es auch kaum
zu 45 Kreuzer+ vndt 1 Gulden (florenus)f: annehmen. Jl y a de la varietè,
en ces affaires; & c'è qualche partita, sotto mano.
Jn Steyermarck<Kärndten,> gelten sie 2 Gulden (florenus)f: an itzo.

Donnerstag den 20. ⁄ 30. Augustj.


Rescrit a l'Ambassadeur d'Espagne Comte d'Onnate malade.


Nota Bene Caspar Lawer Müntzmeister zu Nürnberg <son beauPere>, oder
hanß Michel, sein Schwager<bruder> haben Silbergeschjrr
die proba auf 13 loht, alhier ists 14 loht.


J'ay acheptè, pour 160 Gulden (florenus)f: 13 anneaux avecques
des pierreries, Schenckringe, vom Jacob
Michel, von Metz, hofJubilirer zu Wien, luy
donnant en eschange de 50 Gulden (florenus)f: 6 roses <d'or> de cordon
de chappeau ave<en> chacune un rubin, et en 3 autres
de mesme en chacune un Diamant.


Johann Löw ist bey mir gewesen wegen vnserer sachen.


Die Antwortt des<vom> Spannischen Ambassadors so noch kranck,
ist gewesen, sejn Secretarius hat gesagt, Sein herr befünde
noch gar schlechte beßerung, vndt schlieff noch, man sollte || [[Handschrift: 403r]]
gegen 10 vhren wieder hinschicken, So würde man Schriftliche
oder mündtliche antwortt erlangen. Also ich nun vmb 10
vhr vormittags, hingeschicktt, hat der Secretarius zu dem
meinigen gesagt: der Ambassador ljeße Sich mir gantz
gehorsamlich befehlen, vndt hette noch schlechte beßerung,
bedanckte sich aber, wegen der Nachfrage, vndt hette meine
sachen an Jhre Kayserliche Mayestät gelangen laßen, dannenhero
müste man die antwortt erwarten, vndt wollte es an
seinem ortt, zu aller beförderung, nicht ermangeln laßen.
Dieu <en> donne les bons effects, dont je commence a en douter
grandement, pour des raysons quj ont du poids. Cependant,
il ne faut rien negliger, quoy que l'on desespere. Et l'on
a bien de la peine en ce monde. Rien sans peine.


Den Abrjß von der Schenckenschantze wie Sie von den Span-
nischen vberrumpelt, vndt eingenommen worden, v gar eigentlich
zu Cöln abgebildet, alhier gesehen.


hertzog Frantz Albrecht von Saxen Lawenburg ist gestern
abends vom Kayser, wieder alhier ankommen.


Der herr Questemberger, Reichshofraht, ist gar vngehalten, auf
Doctor Gebhardt gewesen, daß derselbe sich das wortt vor den Kayser
zu thun, ejngemischet, dieweil er der meynung gewesen, es hette
ihm vndt nicht dem Doctor gebühret. Gibt also competentzen, davon
ich keine wißenschaft habe, auch njchtß darwjeder kan. et cetera


Jch habe den Kayserlichen herolden, so sich præsentirt, gleichsfalß ihre
lehenwahren oder Trinckgeldt, wie gebraüchlich, in dergleichen fällen,
geben laßen, vndt eine verzeichnüß machen, wie das vbrige zu distribujren.


Es wirdt alles mitteinander zimlich hoch sich belauffen, jedoch,
muß zu ehren, nichts gespart werden.

|| [[Handschrift: 403v]]


Festinare nocet; nocet & cunctatio sæpe. <!!!>
Tempore quæque suo, quj facit, ille sapit. <!!!>5



Conocer el tiempo; y usar un hombre de la oportunidad,
haze los hombres prosperos.6 (guaj a me! che non l'hò fatto!)


Bey der alten Gräfin von Manßfeldt gewesen, vndt abschiedt
genommen, da sich dann auch befunden, die Gräfin von Losen-
stain, die Stadthalterinn Preünerinn, Graf Maximilian
von Wallstein gemahlin, eine von harrach, vndt ein Freẅlein
von Schaftembergk. Nota Bene[:] die Gräfjn von Manßfeldt, helt
nichts von denen, welche einen im glauben zwingen wollen,
denn daß hertz seye vnsers Erlösers, der mitt seinem
Theẅren blut, vor vns gelitten hatt, vndt gestorben ist,
deme müste man es geben vndt laßen, vndt nicht
Menschen, das wehre ihr glaube. Ô belle confession?
Sie offerirte sich gar wol bey Kayßerlicher Mayestät mich zu recommen-
diren, ob sie schon altt, Schwach, vndt kranck wehre,
vndt sagte Sie wüste es gewiß, daß Sie alhier an diesem
hoff mein schade nicht wehre. Rühmte meine vernünf-
tige manieren vndt procedere, welche mir an diesem
hoff mehr nutzen schafften, vndt frommen brächten, alß dem
Pfalzgrafen von Neẅburg welcher mitt seinen competentzStrittig-
keitten
, des Kaysers gnade, verschertzen thete, vndt mitt
Schimpf, auf dem ChurBayrerischen beylager, den hof meiden müßen,
wi ob er schon sonsten ein feiner verständiger, vndt geschickter || [[Handschrift: 404r]]
herr wehre. C'est une Dame de grande qualitè,
prudence, & scavoir, & fort estimèe en ceste cour, comme
<estant nèe> une Espagnolle, de la mayson de Manriquez, comme
i'ay annotè autrefois, & je l'ay receuë pour Mere.


Je luy parlois aussy des derniers discours de
l'Jmperatrice, que paraventure nous pourrions
bien tost, encores tous, venir ensemble. Elle l'expli-
qua en sorte, qu'elle croyoit, que cela signifieroit,
ou une Diete Jmperiale, ou bien un mariage, sou-
haittant fort ceste amitiè, sans specifier personne. <mais elle dit neantmoins que tels mariages n'estoyent pas si extraordinaires[,] le Roy d'Angleterre auroit bien espousè une fille de France Catholique, & le Palatin de Neẅburg une de la Religion. &cetera Et comme ie respondis, que le Pape peut tout dispenser, elle dit: Ouy le Pape est un bon homme, on a bien dit, qu'il estoit a demy Lutherien luy mesme, &cetera[.]>


La Contesse de Mansfeldt disoit aussy, que le Duc
Frantz Albert de Saxe, apres avoir eu une bonne
reprimande de l'Empereur seroit non seulement remis en
grace, mais serviroit Sa Majestè effectuellement en quel-
que grande charge, auprès de Son Altesse Electorale de Saxe, par la pro-
motion de Sa Majestè Jmperiale.

|| [[Handschrift: 404v]]

Freitag den 21. ⁄ 31. Augustj.

<327 Silberkronen oder Goldgulden (Goldflorin)☉f: vom Veit Berndt vndt 30 Kreuzerkr: oder 400 ReichsthalerRthlr:[.]>


Nota Bene Avis: daß der Baudiß gewiß zum general leutnant des herrn
Churfürsten von Saxen angenommen, auch albereitt geschworen
habe, welches herzog Frantz Albrechten, nicht gefallen wirdt.
Johann Löw hat michs gestern abendt, noch selber versjchert, com-
bien que Löbzelter par une insjgne faussetè, me l'ait
voulu nier, le mesme jour, que je receus le fief.


La Comtesse de Mansfeldt, desapprouva aussy fort la trefue,
qu'avoit faite, le Roy de Poulogne avec la couronne de Swede,
au grand prejudice, de l'Empereur son Oncle, & de toute l'Allemagne[.]


Jch bin heütte diesen Morgen, in 1½ Stunden vmb die Stadt
Wien herumb, zu fuß spatziren gegangen. Es sollen 100 mille
Seelen darinnen, vndt in den vorstädten, (welche mehr feẅer-
städte, alß die Stadt, haben,) wohnen. Zum Cärner Thor,
gieng ich hinauß, v zur rechten handt anfangende, vmb die Stadt,
zu gehen, vndt zu demselbigen wieder herein, biß in mein losament.


Johann Löw ist bey mir gewesen, vndt hat mir allerley referiret,
insonderheitt auch, daß es so gewaltig stirbt jm Oberlande,
daß der König vndt sein volck destwegen vbel daran, Jhre
Königlichen Würden sollen baldt anhero kommen, in 3 wochen, vndt der
Kayser, in 8 tagen, wirdt aber alsobaldt wieder nach Laxemburg.


Der Schaftemberg, Losy, vndt die andern gefangene sollen wieder
loß kommen, seindt an itzo zu Krembs, vndt werden albereitt
nicht mehr verwachtt, also hat die schärfe des rechtens,
nur allein, den elenden Schafgotzch betroffen.

|| [[Handschrift: 405r]]


Der Oberste Cordon, soll auch von seinem Obersten leütnampt
erstochen worden sein.


Nota Bene Nota Bene <Nota Bene>[:] Pensant de a l'explication de mon songe du 30 May: ⁄ 9 Juin: &
a ce quj m'a rendu pensif depuis, i'eus aujourd'huy une
influence, non sò se vera o jmaginativa, che il Duca
Franz Albrecht dj Sassonia Lawenburg mj darebbe una ferita nella testa,
ch'jo ne morirej, per adempire il sogno. Jl tempo ne potrà
dar chiarezza. Fiat voluntas Dominj, nisj a-
vertenda est jra ejus, & in misericordiam vertenda sit!


Einen verworrenen Nachmittag gehabtt, da fast alles
den krebsgang gegangen, vndt keiner den andern recht ver-
stehen wollen, gleichsam als wehre eine fatalitet mitt
vndtergelauffen. Conte Schlick, n'a pas estè en humeur.


Börstel vndt Löben, sejndt zum Kayserlichen hofe nach
Ortt gerayset, dennoch Johann Löw nachmittags wieder bey mir
gewesen, vndt mir wegen der lehenssachen, gute spe-
rantz
gemachtt. Cela est aussy fort raysonnable.


Zeitung daß der König jn Vngern, fast wehre ge-
fangen worden, als<von> den Weymarischen, alß er nach
Neẅburg gewollt, wehre kaum entrunnen, wenn
ihn nicht ein pawer gewarnett, vor dem anschlag.


Der Graf von Hardeck hat mir vergebens,
ein schön pferdt zum reitten, in der Stadt geschicktt.


Sigmund Deuerlin zum herzog Julio henrich, Ernst Dietrich Röder zum herzogk
Franz Albrecht, ihme zu seiner erledigung zu gratuliren,
vndt Thomas Benckendorf wie auch Rindorff zum Veitt Berndt vmb geldt geschicktt. || [[Handschrift: 405v]]
Sigmund Deuerlin vndt Ernst Dietrich Röder, haben nichts können außrichten,
Thomas Benckendorf vndt Rindorf aber, seindt zweymal nach dem
kaufmann, Veit Berndt, außgegangen, das letzte mahl, haben
sie erst, ihre commission außrichten können.


Auf der reitschule alhier zu Wien, reitten sehen, dahin
auch der Graf von hardeck, (welcher des herzog von Fridlandts
Stallmeister gewesen) vndt zwey herren von Baar, des
alten, seinen Söhne kommen, auch andere cavaglierj. Es
hat aber auf dem Tummelplatz vornehmlich ein Kayserlicher Truck-
säß Baron Boccamaggiore (Mantouano) genandt, am
meisten, vndt besten geritten, vndter andern, zwey Springer,
vndt ist gar wol zu pferde geseßen. Der vornehmste be-
reitter heist Vincenzo, der ander Curtio, haben auch
geritten. Der letzte hat Meinen bruder, Fürst Ernst Sehligen
in Jtalia, wol gekandt, vndt sehr gelobett. Es sejndt
auch, vjel iunge pferde, geritten worden. Jl disoit; que mon
frere et Stammer, avoyent aussy a Florence, apprins,
a ferrer & soigner les chevaux, & leurs maladies a connoistre.


Sigmund Deuerlin habe ich abermals, wie gestern, zu der hertzoginn von Saxen,
in ihr hauß, darinnen auch herzog Frantz Albrecht logirt, ge-
schickt, vndt Sie, vndt ihn besuchen laßen. herzog Frantz Albrecht
ist im Bette gelegen, etwas vnpaß, hat sich aber wegen der gratulation
zu Seiner erledigung, gantz freundlich bedancktt, vndt sich gar höf-
lich erzeiget, auch gehofft, wir würden schon zusammen kommen. et cetera || [[Handschrift: 406r]]
etcetera Die hertzoginn, (welche ich erst besuchen laßen) hat sich
auch, gar <zu> cortesisch, in meine gnade befehlen laßen.


Comme je voulois avoir Nauwach, pour quelques chansons,
il m'a fait dire qu'il estoit tout plein de tristesse,
& comme hors de soy mesme, un enfant luy estant su-
bitement mort, et sa femme aprés, de main, il tasche-
roit de me contenter. Mais si i'eusse sceu cela,
je n'eusse pas desirè sa venuë, car je crains,
que ceste mortalitè soit survenuë de contagion,
quoy qu'on le tienne secret, car estant publièe,
on ferme les maysons, a quj que ce soit.


C'est un grand cas, que toutes les annèes, jl meurt
de peste a Vienne, quoy qu'on die, que l'air y soit
fort sain, dont cela est une fort foible preuve.


Ceste annèe il ne meurt pas beaucoup, 4 ou 5
la semaine, ce qu'on n'estime comme rien s'ils
n'en meurent 20 ou 30 & davantage. &cetera[.] Dieu
nous garde & preserve de tout mal & jnconvenient.


hertzog Julius henrich, hat sejner vom Adel einen, zu mir
geschickt, begehret, ich wolle ihm auf Morgen gebe gott Nachmittags
eine stunde ernennen, damitt er mich visitiren könne,
Jch habe ihm freygestellet, ob er wolle zu Mittage mitt
mir vorlieb nehmen, oder Nachmittags bjß vmb 4 vhr, ejne Stunde
sich erwehlen, habe auch ejnen vom Adel, von den meynigen,
mitt hingeschicktt, zu<m> hertzogk Julio hejnrichen.

|| [[Handschrift: 406v]]


Er hat mir durch Sigmund Deuerlin welchen ich abermalß hjngeschicktt,
noch keine Categorische resolution geben laßen, Sondern
es jst alles in suspenso vndt ambiguo verbljeben.


Zeitung daß die Duynckerker vber 70 Frantzösische vndt holländische Schiff
erobertt, vndt nicht wißen, wo Sie die beütte verwahren sollen.
Jtem: daß die holländer vom Cardinal Jnfante, vndt vom Piccolominj
aufs haüpt geschlagen worden, die Schenckenschantze von den
Spannischen endtsetzt, vndt viel Städte im herzogthumb
Cleve vndt jn selbigen gegendten eingenommen, auch Rhein-
berk, vndt Venloe, belägert hetten.


Jtem: daß der Schwedische commendant in Franckfurt, wieder den accordt
Sachsenhausen eingenommen, vndt darinnen sich feindtsehlig
erzeigett.


Jtem: das Vlm, sich jn Kayßerliche devotion ergeben, vndt es alda
gar hartt, an der pest stirbtt.


Jhre Kayßerliche Mayestät haben verbohten, vom Oberlande nie-
mands herein zu laßen, der herrenloß wehre, mitt ihren
wahren, weil es so sehr an der pest stirbett.


Der Duc de Puylaurens des Monsieur in Frankreich sein
gewesener favorit, ist in der custodia gestorben,
non absque suspicione venenj.


Abends, ist Curtt Börstel, vndt Johann Löẅ, vom
Kayserlichen hoff, wiederkommen, haben in den lehens-
sachen gar gute expedition gehabtt, so wol wegen der le-
henträgerey, vndt lehenbriefs halben, alß sonsten auch,
daß mir beyde Jhre Mayestteten viel glück vndt heyl || [[Handschrift: 407r]]
zu meiner rückrayse wüntzschen, vndt es bey
dem einmal gegebenem abschiedt bewenden ließen.
Jch möchte numehr wegziehen, wenn ich wollte. et cetera
Der Fürst von Dietrichstein, vndt Graf Kysel,
haben sjch auch sehr höflich, mir recommendiren laßen.
Der Kayser hat auch gesagt, er hette befohlen,
man sollte mich, mitt Meinen expeditionibus, gar
nicht aufhalten, vndt wo Sie köndten ferrnere
gnade vndt freündtschaft <mir> erweysen, wollten Sie
es an sich, nicht erwinden laßen. haben sich gar
allergnädigist erbotten.

Sonntag den 23. Augustj: ⁄ 2. September


Meine gäste heütte zu Mittage, seindt gewesen,
hertzogk Julius henrich, von Saxen Lawenburg[,]
der dennemärckische Resident, Friderich Günter,
der ChurSächsische Agent, Löbzellter, der herr
von Roggendorf, Oberster Manteüffel, Jo-
hann Loẅ, Jch, vndt Curt Börstel, sejndt
auch noch mitt an der Tafel geseßen, vndt es hat
allerley gute discourß gegeben.


Zwey schreiben, von Madame, vom 11ten: vndt 13den: Au-
gustj wegen ihrer rayse nach Lichtemberg vndt gefahr im lande. || [[Handschrift: 407v]]
etcetera


herzog Julius heinrich von Sachsen Lauenburg sagte zu mir, es hette Frantz Albrech[t]
keinen verweiß, vom Kayser bekommen, sondern der Kayser
hette gesagt, er wollte ihn lieben, vndt ehren, wie zuvor,
So wahr als er Ferdjnandt hieße, er hette auch keinen
fußfall thun dörfen, oder einige deprecation.


Nota Bene Nota Bene[:] Nonobstant les bons offres, Löbzelter m'a donnè
fort petite esperance, touchant la charge auprès
de l'Electeur de Saxe, & je voy bien, que l'on use
des dilations, & me voudroit tenir en suspens, avec
responces ambigües, ainsy: que mon malheur continüe
tousjours, & quelque mauvais genie <m'>empesche de
faire ma fortune. Sans doute, il y a de la
faussetè en ce fait, que mes propres parents, m'au-
ront denigrè auprès de l'Electeur de Saxe, & que me
soucie[-]je de luy, m'attenant a l'Empereur si l'autre
me veut mespriser. Löbzelter ayant un peu beu;
dit aussy entr'autres; (la parole luy eschappant)
que j'aurois bien fait de m'offrir plus tost a
Monsieur l'Electeur, comme si ie ne pouvois vivre sans luy.


J'ay ruminè un peu mes nouveaux desseings, comme
si ie n'en avrois assèz perdu, durant ma chetifue &
miserable vie, & au despit de ce fort genie quj me || [[Handschrift: 408r]]
persecute jusqu'a la mort, particulierement en la
Patrie,


Rationes pro Muliere
Jnstinctus diuturnus.
Vorsprung, & media.
Reputation, del coraçon.
Eviter les jntrighes
Swedoyses, & voir de
loing le naufrage.
Conseil de Madame
mesmes de m'absenter.
Fort genie, quj me
tourmente, au pays,
jusqu'a me pousser,
de mettre main, sur moy.
hanß Reußes facinora,
& reliqua accidentia.
Vnio Christianitatis,
jn Religione, si fierj
possit.


Rationes pro Dresen[!]
Mandata Cæsarea avocatoria,
<per non offendere Sua Maes.>
Office a la guerre.
Pagamento dj Fürst Ernst ou pour Madame[.]
Ambassadeur d'Espagne Conte d'Onnate.
Congè de leurs Majesttèz[.]
Lehenträgerey, lehnbriefe,
Reputation du fief personnel,
& argent des oncles, & Cousins.
Peril de Madame & de mon pays.
Disreputation de plus longue ab-
sence & desordres, <Franz Albrecht & d'autres.>
Schejn, wegen des frjedens.
Ascania, zu ende bringen in præsentia.
Testament sache. <Nota Bene Baptesme, Mort, ou Nopce.>
Magdeburgische Privilegia.
Paßbrief de l'Empereur[.]
Barby Votre Dilection.
Böhmischer vndt hofkammer sachen
bescheidt.
Schmjraljen indarno.
Aanna Sophia Fürstin Zu Anhalt[,] <Veit Bernhardt seine 200 Ducatenduc:n. restituiren.>
Brieffe con la posta.

|| [[Handschrift: 408v]]

<585 ThalerThlr: 40 Kreuzerkr: (an 479 Goldgulden (Goldflorin)☉f: lehengebühr ins TaxAmpt[)] lifern laßen. 300 ThalerThlr: herrn von Strahlendorf[f][.]>


Thomas Benckendorf m'a contè, que Löbzelter luy auroit dit, qu'il
estoit fort marry, de ne m'avoir peu rendre service,
en l'affaire dont est question, que ce n'estoit pas
sa faute, comme il auroit voulu, etcetera etcetera
ainsy ie voy bien, que l'Electeur de Saxe ne le
veut pas, soit pource que je suis de la Religion reformèe,
& qu'il a des anciennes fantasies en teste, de feu
Son Altesse soit que quelqu'un & peut estre mes propres
parents, m'y ont noircy de calomnies, & usè de leur
faussetè en ce qu'ils ont changè le date de l'acceptation
de la paix, m'y excluants, contre toute rayson, soit
que l'Electeur veut, qu'on depende de luy absoluëment, &
non de l'Empereur quj m'a recommendè illecq, soit que l'Electeur
craint, que je ne vueille pas estre volontiers sous la
charge de Baudiß nj du Duc Franz Albrecht & que ce sera la
ruine de mon pays, tout cela m'agite les pensèes,
peut estre aussy que l'avarice de Schleinitz,
m'en empesche, quj voudroit paraventure estre cor-
rompuë par dons. Le Diable emporte ce quj me resiste
encores || [[Handschrift: 409r]]
&cetera


heütte habe ich zu dem Reichs Vice Cantzler, dem
von Strahlendorf geschicktt ihn zu besuchen, Er hat
mir sagen laßen, ich möchte kommen, wenn ich wollte,
vor: oder Nachmittags, gar höflich. Gegen 9 vhr
vormittags, bin ich hingeritten. Er hat sich, in der As-
canischen vndt Testaments sache, gar wol erbotten,
wegen der lehenträgerey aber dem Elltisten in vn-
serer familia, zu concediren, (welches mein vor-
nehmstes anbringen war) das wehre verhoffentlich
gantz richtig, vndt stünde bloß auf Jhrer Mayestät
approbation. Nota Bene[:] Er sagte, es wüste kejner mehr
vmb die Aßcanische sache, alß er, vndter den
itzigen Reichshofrähten. J'ay fait presenter a
luy par Johann Löw 300 ReichsthalerRthlr: au nom de moy &
de mon frere, & Oncles, & cousins, pour avoir pro-
meu, la concession de la lehenträgerey, au[!] l'aisnè
en la famille, mais nous ne l'avons pas encores,
pourveu que les escrivains ne me trompent,
ou m'arrestent, apres avoir prins l'argent.


Mein bohte von Ortt ist re infecta wiederkommen,
weil der herr Oberste kammerherr Graf Kysel
gestern hiehehr kommen, vndt seiner verfehlt.

|| [[Handschrift: 409v]]


herr Geyer ist zu mir kommen, vndt hat mir berichte[t,]
daß er die gnade gehabtt, von Jhrer Kayserlichen Mayestät
den güldenen kammerschlüßel zu bekommen.


Graf Kysel, hat seinen Secretarium zu mir
geschicktt, das er die schreiben an Kayserliche Mayestät
wol bestelt hette, vndt wegen herrn Rueßen noch
keine antwortt bekommen, wolle mirs aber zuschicken.


Meine gäste zu Mittage, seindt gewesen, herr Geyer[,]
vndt Nauwach, vber die ordinarij gäste.


Jch habe auch die 479 Goldtgulden (Goldflorin)goldtf: oder Silberkronen,
(welches alles eines ist,) zur lehensgebühr, wegen
entpfangener Reichsregalien, ins Taxambtt, er-
legen laßen, wirdt also an nicht einiger mangel
mehr sein an vnserm ortt, wenn wir nur, den lehn-
brief, vndt die annectirte concession mitt hetten.


Doctor Gebhardt, der das wortt geführt, soll auch ejne
güldene kette, von 50 ThalerThlr: vndt mein bildtnüß daran
bekommen.


Doctor Söldnern, habe ich auch 50 ThalerThlr: verehren laßen,
weil er gar fleißig in den lehensexpeditionen gewesen.


Sonsten haben die Schreiber, vndt andere Kayßerliche
diener, auch genung bekommen, vndt habe zu ehren,
Nottürfftige vnkosten, nicht angesehen.

|| [[Handschrift: 410r]]


herr Loẅ, ist bey mir gewesen, hat mitt mir geredett,
wegen der Testament, Ascanischen[,] frjedensacceptationscheinß,
lehenbriefs, vndt lehenträgereysachen, auch der Monetæ-
regals
, vndt anderer dingen, sich gar wol erbiehtende,
vndt im Nahmen des herren von Strahlendorf gewaltig
<[s]ich be>danckende, vor das ansehliche stadtliche præsent, will
es anderwerts wieder verdienen, vndt hette ge-
sagt, es wehre an einem fäßlein Neckerwein ge-
nung
gewesen, oder ejn par. et cetera

Dienstag den 25. Augustj: ⁄ 4. September

<70 ThalerThlr: 10 Kreuzerkr: Thomas Benckendorf zu berechnen.>


Meines vettern, Marggraf Christians zu Brandenburg
abgeschickter diener, Stadtvogt zu hof, hat sich gestern noch
bey mir eingestellet, vndt abschiedt genommen, weil er
Alß heütte zu sejnem herren, aufzubrechen gesinnet.


Nequitia juvenilis, apud Corvum, bricht heütte,
turpiter auß. Otia dant vitia.7 Es wirdt nichts so
klejn gesponnen, Es kömbt endtlich an die Sonnen. perge perge perge


Alß ich heütte zum Spannischen Ambassador Conte d'Onnate, meinen
Secretarium zu seinem Secretario geschickt, hat derselbige
vmb Gottes willen bitten laßen, man wollte
ihn doch verschonen, dieweil er in seines herren
geschäften, so trefflich viel zu thun hette, darnach habe
ich an den herren Ambassador selber geschrieben, meinen
abschiedt genommen, vndt Nochmalß mich offerirt selber zu || [[Handschrift: 410v]]
kommen, wenn er es befehlen thete, auch gebehten, vmb
endtliche resolution in bewuster sache, dieweil ich ver-
raysen müste, vndt ferrnere curialia zum Abschjedt
gemachtt. Er hat mir wieder laßen die hände
küßen, vndt sagen, er hette heütte gar sehr viel zu
thun, in seines Königs geschäften, sonsten wollte er
mich hertzlich gerne sehen, möchte mich auch, weil
ich in ein par Tagen verraysen würde, Morgen gebe gott
nicht incommodiren, wüntzschte mir viel glück, vndt
heyl auf meine rayse, vndt schickte mir zu, ein
schreiben vom herrn Grafen von Werdemberg, welcher
ihm von Jhrer Mayestät wegen andeüttet, daß seine efficax
intercessio, so er interponirt in favorem Meiner,
wegen 60000 Gulden (florenus)f: vndt des Rests meiner provision,
Jhrer Mayestät wol seye hinterbracht worden.
Ob nun wol Jhre Mayestät allezeitt inclinatissima wehren,
ihme dem herren Ambassador, so wol alß a quello sti-
Nota Benemato et Amato Principe (meine person vermeinende)
sempre zu gratificiren, gleichwol aber c in diesem, wegen
derer 60000 Gulden (florenus)f: köndten Jhre Mayestät nicht auf keinerley
weise, ichtwaß einwilligen, waß aber den rest
der provision betrifft, weil Jhre Mayestät selbige præ-
tension vor billich erkenneten, wollten Sie zur sa || [[Handschrift: 411r]]
genüge vndt satisfaction, der hofkammer, gehörige
ordinantz ertheilen. habe die welschen terminos
gebrauchtt, weil das schreiben in welscher sprache,
aufgesetzt gewesen. Gott gebe guten effect, vndt
es ist darauß zu ersehen, daß gleichwol der
Spannische Ambassador, an seiner würcklichen guten
jntercession, nichts ermangeln laßen. Jst gar
billich destwegen <ihn> danckbahrlich zu rühmen.
Dieser brief war eingeschloßen, in eine versiegelte
carta bianca vom herren Ambassador, vndt auf
dem briefe stunde zur vberschrifft:


Al Jllustrísimo y Excelentísimo Sennor, el Sennor Principe
Christiano de Anhalt; que Dios guarde. perge


Nota Bene Jch hatte per incuriam, daß wortt Jllustrísimo an
den Ambassador jn der vberschrift, außen gelaßen.
Wenn es ihn nur nicht offendirt hette, wiewol
Excelentísimo das vornehmste ist, vndt die Spannischen, haben
sich zwar, kejner eintzigen offenß, vermercken laßen.
Je trouve une sympathie particuliere, entre
nostre nation Allemande, & L'Espagnolle, &
mesme une integritè & singuliere affection des
Espagnols, a l'endroit de ma personne.


Zum Graff Schligken geschickt, vndt begehrt, er wollte || [[Handschrift: 411v]]
mir heütte oder Morgen, commod<gelegenheitt> machen, mich mitt ihme zu
vndterreden, ich wollte auch wol zu ihm kommen, wenn er es
begehrte. Die antwortt war, er thete sich wiederumb mir
befehlen, vndt hette so viel zu thun, daß er weder
heütte, noch Morgen vormittags, zu mir aufwarten könd[te.]
Morgen Nachmittag aber, wolle er gewiß zu mir
kommen, vndt mir in meinem losament zusprechen.


Veit Berndt, hat mir den rest der gelder, alß
nemlich 105 Gulden (florenus)f: 10 Kreuzerkr: erlegen laßen, damitt ich nu-
mehr die deputirte lehnwahren, vndt præsentgelder,
zusammen 1600 ReichsthalerRthlr: vervoll bekommen.


Die hitze mitt dem Sommer vergehet, leßett sich numehr
zum herbstwetter an, vndt es hat heütte gar stargk geregnet[t.]


Rödern zum Graf Kyseln geschicktt, mitt compljmenten.


Es hat gegen abendt auch gedonnert, vndt geblitzett.

Mittwoch den 26. Augustj: ⁄ 5. September

<Graf Kyseln Obrist kammerherrn, durch Thomas Benckendorf einen schönen Rubinring geschickt, vndt verehrett.>


Bin auf den wall ein wenig spatziren gegangen.


Zu Löbzelltern geschicktt, welcher mir sagen laßen,
es wehre noch keine antwortt ratione mej vom
Churfürsten ankommen, sonsten wehren viel schreiben,
mitt der post angelanget. Ergo: nulla spes, pro me.
Patientia! Les occasions, ne se laissent pas forcer.
Fronte capjllata8, <a> estè trop mal prattiquè par moy.
Jl se faut faire valoir de bonne heure! Nihil pro- || [[Handschrift: 412r]]
crastinando, Alexander Magnus orbem devicit.


Curtt Börsteln, habe ich mein bildtnüß vndt gnadendenarium
mitt edelgesteinen gezierett, verehrt, wegen geleisteter
guten assistentz vndt vndterthänig(st)en aufwartung, bey dem hochan-
sehlichen actu der Kayßerlichen beleyhung.


Graf Schlick, hat heütte beyde hertzogen von
Sachßen, Julius henrich, vndt Frantz Albrechtt, zu gaste,
zu sich geladen, vndt sich frölich mitt ihnen erzeiget,
hat aber meiner dabey vergeßen. Jl y a quelque anci-
enne picque ou rancune, a cause que feu Son Altesse
se mesfioit de luy, a la guerre de Boheme, & il
faut, que cest homme soit cruellement vindicatif.
Peut estre aussy, qu'il prend en mauvayse part, que
i'ay parlè contre le procez intentè contre Schafgotsch
a cause des grands tourments, qu'on luy a donnè.
Je ne l'ay point blasmè, ains l'ay regrettè, car
on ne donne pas la question aux Cavalliers,
& gens de qualitè relevèe, nj aux gens d'espèe,
ni mesme aux simples soldats, si le crime de leze
Majestè, n'est encores notoirement prouvè.


Diesen abendt, habe jch nochmalß vmb benennung
einer Stunde, den Graf Schligken ersuchen laßen, da
hat er mir laßen zur antwortt geben, er hette heütte
müßen auß befehl Jhrer Mayestät den herzog Frantz Albrechtt, || [[Handschrift: 412v]]
zu gaste haben, hette mir derowegen, wie gern
er auch gewoltt, heütte nicht aufwarten können,
wollte ich ihm aber Morgen <vor:> oder Nachmittags,
eine Stunde ernennen, so wollte er sich alßdann
gar gerne zu meinen diensten gefast halten, vndt
ließe sich mir befehlen. perge gar in guten termini[s][,]
vielleichtt wirdt alles beßer werden.


Baldt darnach, habe ich Sigmund Deuerlin wieder zum Graf Schlicke[n]
geschicktt, mitt complimenten, wegen gewißhejtt der
Morgenden stunde, da hat er mir sagen laßen, er hette
im willens gehabtt, gleich zu mir zu kommen, so wehre
er aber, durch ankunft des Secretarij Pucher von Kayserlicher
Mayestät mitt vielen geschäften vberladen worden,
wehre auch etwas vbel auf, müste Morgen wils
Gott, medicin einnehmen, vndt es würde sich dero-
wegen vbel schigken, daß ich sollte zu ihm kommen,
bedanckte sich der gnade, daß ich ihn Morgen
zu gaste laden ließ, vndt köndte wegen vnpaßligkeitt
vndt vieler geschäfte, mir dieses mahl nicht aufwarten.
et cetera

Donnerstag den 27. Augustj. ⁄ 6. September

<244 ThalerThlr: 40 Kreuzerkr: (an 200 Ducatonj) Thomas Benckendorf zu berechnen.>


Jl corvo, nonostante la fierezza <e dispregio> mostrata lj giornj
passatj, comincia a sottomettersj, ed a chieder perdono,
scusando però il suo errore, come se fosse avenuto || [[Handschrift: 413r]]
il suo danno, per altra cagione, che per il
cattivo sospetto, che si hà dj luj, e lo vuol pruo-
vare, co'l testimonio de'Medicj e chjrurgj.
Suspiciones nihil probant.


Gute vertröstung, von herrn Löẅ, wegen mei-
ner expedition: Dieu le vueille; & que j'aye
du repos, en mon corps, & ame.


Rudolfen, nacher Presburgk, erlaübett.


Nota Bene Zehen ReichsthalerRthlr: ist alhier zu Wien ein Marck,
Fünf ducaten ist ein loht, 160 80 ducaten
ist ein Marck goldes, 160 Ducatenduc:n. ist ein pfundt,
der Jubilirer vermeinett, 19¼ loht silbers,
werde zu Nürnberg, seye alhier eine Marck.


Als ich heütte zum Graf Schlicken geschicktt,
vndt ihm zur Artzney, glück wüntzschen
laßen, haben seine leütte gesagt, er wehre
nach hietzingen, ainsy jl se mocque de moy.


Eine goldtkrone, helt 16 carrat, ieder car-
rat 4 gran, ieder gran Bezoard, kostet
alhier 12 kreützer, also habe ich einen Orien-
talischen Bezoar, (welcher so groß ist also ein
Taubeney, ohngefehr auf 8 oder 10 Lot₶: schwehr,) vnge-
wogen, schätzen laßen.

|| [[Handschrift: 413v]]


Vor Doctor Gebhardt, eine güldene kette zum bildtnüß
machen laßen, kostett 14 ducaten vndt 14 Goldgulden (Goldflorin)☉f:
am gewicht, (welches zu schönem kronengolde, mu[ß]
beysammen sein) vndt 4 ReichsthalerRthlr: macherlohn.


Zum geheimen kriegsSecretario <vndt Kayserlichen raht>, Doctor Puchern <Thomas Benckendorf> geschicktt, vndt
ihme sagen laßen ich hette neẅlich, ez Mandata avocatoria
an alle der friedliebenden Fürsten lehenlëutte, ergehen zu laße[n,]
sich bey verlust ihrer lehen, habe vndt gühter, auch vermeydung
ernster Strafe, auß allen dero wiederwertigen vndt feinde kriegs-
diensten abzuthun, der Kayserlichen Mayestät wolmeinend vorgeschlagen,
wüste nicht, ob es herrn Graf Schljkcen zu expediren, befohlen wehre,
oder iedmandes anders, er möchte michs doch wißen laßen, weil
ich nicht gern vrsach dran sein wollte, das etwas in Jhrer Mayestät
diensten verseümet würde. Vors ander, mich vnbeschwehrt zu be-
richten, wie es doch mitt Meiner kriegsbestallung stünde. perge
Vndt ihme meine danckbahrkeitt, vor angewandten fleiß,
zu offeriren. Er hat gar demühtig vndt in höflichen terminis,
sich vor die offerta, vndt das gute vertrawen, so ich zu ihm
hette, mir dancken laßen, vndt sich noch ferrner anerbohten, et cetera[.]
Waß die mandata anlangete, so hette er mein schreiben an
Kayßerliche Mayestät gelesen vndt gesehen, die sache wehre aber nicht an
Graf Schljcken, sondern an den Rejchshofraht remittirt,
in spetie aber, Doctor Gebhardten befohlen, da würde ich die ex-
pedition
bekommen. Jn der krjegsbestallung, dieselbige sache
wehre Graf Schlicken, kriegspræsidenten vbergeben, wüste
njcht, ob Sie etwan vergeßen worden, vndt jch durch ein Memo- || [[Handschrift: 414r]]
rial es wiederumb erinnern wollte. Er vor seine person,
erkennete sich schuldig, mir gar willig vndt gerne zu dienen,
in diesem vndt allem andern. Wüste auch wol, daß mir Jhre
Kayßerliche Mayestät mitt sonderbahren gnaden, gewogen wehren.


Weil jch diese antwortt bekommen, vndt darneben,
daß Jhre Kayßerliche Mayestät heütte alhier anlangen würden,
vernommen, habe ich mitt dem handtschreiben, so ich an
Graf Schlicken, außgefertiget gehabtt, zu rück gehalten,
vndt zu verhütung mehrerer offenß, die visite gar
eingestellet, Begehre auch von ihm, nicht eben, zu dependiren.


Vn homme de basse condition, me dit inopinèment: Que
l'on attendoit icy, un Ambassadeur de Poulogne avec un train de
500 personnes, afin de redemander la Silesie, avec le
bas Palatinat, l'un pour la Couronne de Poulogne l'autre
pour les heritiers de Frideric Electeur Palatin avec une desquelles
le Roy de Poulogne se va marier, puis que l'Empereur luy doit a-
voir autresfois, estant Prince seulement, refusè sa fille,
avec promesse quand il seroit un Roy, alors il la luy
donneroit, & cela a faschè le Prince Vladislaus, en sorte,
qu'il doit avoir dit; d'en vouloir espouser une, a sa fantasie,
quand il seroit Roy, en despit de ceux, lesquels l'en voudroyent
empescher. L'on craint, qu'il y aura guerre entre ces deux
Potentats, & l'on croyt mesmes que l'Ambassadeur de sa
Majestè Jmperiale, <le Sieur> Arnoldin s'en revient icy, de la
cour de Pouloigne. Ce seroit une terrible Metamorphose?
& un changement inouy, partiuclierement du Palatjnat.

|| [[Handschrift: 414v]]


Dem Doctor Gebhardt, habe ich eine güldene kette, von 50 ReichsthalerRthlr:
vndt mein bildtnüß daran, mitt ornamenten, auf 25 ReichsthalerRthlr:
werth, præsentiren laßen, durch Thomas Benckendorf[.] Er hat es gar höfli[ch]
vndt mitt großer moderation angenommen, sich zu ferr-
neren willigen diensten, erbohten, auch mir selber
zu dancken sich erklähret.


herr Loẅen, habe ich auch die bewilligten 50 ThalerThlr: zu
einem præsent im Nahmen Mein vndt der herrenvet-
tern wegen gehabter Mühewaltung in lehenssachen,
durch Thomas Benckendorf geschickt, vndt habe mich auch in privato
etwas darzu zu legen offeriret, wann er mir gute
expedition, in meinen privatis, würde helfen
procuriren. Es ist ihm annehmlich, vndt erfreẅlich gewesen.


Jhre Mayestät sejndt heütte von Ortt, wieder anhero
nach Wien, mitt dero hofstadt angelangett.


Graf Schligken, sein Secretarius, ist in vnser wirtzhauß,
mitt einer Frawensperson <ge>kommen, vndt Sigmund Deuerlin hat gelegen-
heitt gesuchtt, mitt ihm zu conversiren, da er vorgeben, sein
herr, hette ex consilio Medicorum, hinauß spatziren müßen
vndt hat hertzog Frantz Albrechten, gewaltig gerühmet,
wie er so ein braver herr wehre, vndt wie sein herr der
Graf so treflich viel von ihm hielte. Mais il n'y a pas
long temps, que le Conte en fjt fort peu de cas, ce que
j'ouis de mes propres oreilles. Chacun a son tour.

|| [[Handschrift: 415r]]

Freitag den 28. Augustj. ⁄ 7. September


Dem Pfaltzgrräflich Neẅburgischen Stallmeister, durch Rindorfen
einen rubinring verehren laßen, weil er mir so ofte,
wagen vndt pferde geschicktt, wegen seines herren.


herr Loẅ, ist bey mir gewesen, mitt guten vertröstungen,
Doctor Gebhardt, hat mich vmb benennung einer Stunde,
ansprechen laßen. Jch habe ihm 2 vhr, Nachmittags gegeben.


Bin vormittags nach hof geritten, Graf Schlick
hat alda gar freündtlich mitt mir geredet, wie
auch der Graf von Werdemberg vndt Apt von
Lilienfeldt, wegen Meiner vndterschiedlichen sachen.
Der Alte Marggraf, jst auch zu vnß kommen, vndt
mehr andere cavaglierj, auch der Graf von Mörßberg,
Memori
Jtem: der bischof von Vesprin, sagt der friede wehre
noch 6 iahr mitt dem Türcken. 8 mille Türcken wehren
vom Persianer ganz geschlagen, <nur ein Bascha selb dritte entrunnen>[,] der Visir Bascia
strangulirt, Halil Bascia genandt, wie auch der
Bassa von Ofen. Murtasan hat sollen gewürget
werden, es ist aber verblieben, auf dieses mahl.


Ofen ist vor ein 14 tagen ohngefehr gantz verbrandt,
durch vervrsachen eines weibes, welche eyer holen wol-
len so im heẅ gelegen, vndt das licht, das heẅ angesteckt,
das feẅer habe alle haüser in die asche gelegt,
die Stücke auf den wällen loßgebrennet[,] || [[Handschrift: 415v]]
hernacher in die 60 Metallene Stück geschmolzen,
vndt alles zu nichte gemachtt, sonderlich wie das feẅer
ins zeüghauß, vndt in die pulferTonnen gekommen,
da kein retten mehr gewesen. Mühlen, proviant-
haüser vndt alles seye in die aschen gelegt worden,
auch ein großes stück von der Mawer, vber einen
hauffen geworfen, daß wann krieg wehre, vnser
Kayser an itzo die Stadt Ofen leichtlich einnehmen köndte,
der Königliche residentz pallast in Ofen, darinnen vor-
zeitten die Vngrischen Könjge an itzo die Türckischen Bascia
residiren, seye auch abgebrandt, welcher<s> Sie vor ein böß
zeichen halten. Ejn 40 gefangene Chrjsten, sejndt
vber dem brande, außgebrochen, vndt haben sich zu
salviren vermeint, sed frustra, Man hat sie wieder
ertaptt. Viel Türgken sollen auch mitt verbrandt
sein. perge Dem Don Phelipe Spannischen Ambassadors Sohn, auch zugesprochen.


Memorial an Kayserliche Mayestät <1.> jn puncto der 60000 Gulden (florenus)f: Böhmischer
prætensionen, 2. in puncto der pensjon mejner vndt anticipation.
3. wegen 25000 Gulden (florenus)f: von Fürst Ernst Seliger præsention. Doch alles
der Kayserlichen Mayestät vndterthenigst submittirt.


Nachmittags vmb 2 vhr, ist herr Doctor Gebhardt Kayßerlicher
hofraht zu mir kommen, vndt hatt mich besuchtt,
auch Sich vor das gesterige præsent, gar höflich bedancktt.


Zeitung daß Sich ChurBrandenburg vndt Landtgraf von || [[Handschrift: 416r]]
heßen, Caßel, auch gar wol accommodirt, wie auch
hertzogk Geörge von Lünenburgk, ainsy qu'il y
aura paix par tout l'Empire, Dieu aydant.


Der Baudis hat zu Leiptzig offentlich geschworen
zur general leüttenamptschafft, vber des Churfürsten armèe.


Vorangedeüttetes Memorial, hat immer remoras
gefunden, vndt ich habe es dem herrn Grafen von Werdemberg,
nicht insinujren laßen können, biß<wejl> er sich jn seinem
losament, versperret gehabt, anfangs diesen Nachmittag.


J'ay eu sujet, d'estre fort jmpacient, a cause de
quelques accrochements, causèz par la tardivetè de
mes propres gens, negligeants la promotion du bon succéz
de mes affaires, qu'il faut necessairement agiter.


Nota Bene[:] J'ay priè le vieil Marquis de Brandenburg a gast,
pour Dimanche, en cas, que sa santè, le luy permet.


Nota Bene[:] Le Comte de Schlick dit entr'autres: Que Baudiß estoit
fort malheureux, & de nulle religion flottant en incer-
titude, malaffectionnè à l'Empereur son souverain & bien-
faiteur depuis la guerre de Friulj. Qu'il l'auroit
battu deux fois, le Roy de Pologne une fois, & encores
deux autres fois, auroit estè battu, ainsy 5 fois,
& n'auroit jamais gagnè aucune victoire signa-
lèe, n'entendoit nullement aussy, ce que c'est de
l'Jnfanterie, & veut commander en Chef. Je deman- || [[Handschrift: 416v]]
day la dessus, le Conte de Schligk, s'il falloit jurer
encores une fois, en servant, Jl dit que non, mais qu'i[l]
falloit donner un revers, en eschange de la bestallung,
comme de coustume, riant de ce que Baudiß avoit jurè
a l'Electeur de Saxe.


Jl me dit aussy; qu'on luy faysoit tort, au Conte
de Schlick, de croyre, que le Colonel Löbel seul avec
son Regiment l'auroit desfait <a la Battaille de Prague>, qu'il ne s'eust laissè
battre d'un Regiment[,] que 3 regiments de Cavallerie, &
3 d'Jnfanterie l'auroyent rompu, & l'incommoditè du lieu,
un canal d'eau, l'auroit fort empeschè, auquel
se fussent enfoncè, & tombè plusieurs soldats, luy mesme
aussy, en sorte, qu'on luy auroit tirè une botte le re-
tirant de la boue, si fort y estoit[-]il attachè. Et
les Neapolitains auroyent tuè, plusieurs soldats,
dans ceste (waßergoße) crotte, quj estoyent acculèz
l'un sur l'autre, ne se pouvans defendre.


Zum andern mahl, hat mitt großer mühe, vndt ar-
beitt, auch nur objter, mejn <Thomas Benckendorf> Secretarius, zum Grafen
von Werdemberg, kommen können, mitt vorgedachtem
Memorial. Er hat ihn, wegen vieler geschäfte, kaum hören
wollen, aber sich doch gar wol erbotten, nach dem er
ihm zweymal in die rede gefallen, vndt interrumpirt.


<Der vngrische Bischof, recommendirte mir auch gar hoch, das Vngerlandt, bey ChurSachsen vndt andern zu gedencken, wegen erhaltung der Greutzfestungen, vndt TürckenSteẅer, welches aber auf einem Reichstage geschehen müste. et cetera>

|| [[Handschrift: 417r]]

Samstag den 29. Augustj: ⁄ 8. September


heütte wirdt alhier gar hoch gefeyret, Mariae geburtt. et cetera


Gestern sagt mir auch, der vngrische Bischoff, es wehre
der Cantzler des Königreichs Vngern, gewesener
Bischof zu Rab, mitt todt abgangen, vndt scheinet fast,
er werde seine stelle vertretten. Er sagte auch,
der Murtasan Bascha, hette den itzigen Türckischen
Kayser, vom Tode errettet, weil er die aufrührischen
Soldaten, in diesem feldtzuge gestillett, so den Kayser
vmbringen wollen, vndt zur dancksagung, hette
er ihm neẅlich den Strang angebotten. Der Mustasan
ist auch zuvor general in Polen gewesen, vndt hat dem
<[Tü]rkischen> Kayser, große dienste gethan, jst auch sejn Schwager.


Es war auch gestern <in der anticamera>, ein Junger Steyerischer herr
von Schrotembach, (des alten Sohn, der von den pawren
also angefochten wirdt) der saget mir, es wehren die
pawren, nicht recht gestillet, wollten ihre privilegia wieder
haben, wie Sie vor hundert Jahren, gehabt hetten, da Sie doch
erb: vndt eigenthümblich, ihnen von Schrotembach, von des Kay-
sers vorfahren, verkauft worden, vndt freylich mehr ihnen
arbeitten vndt dienen müsten, als Sie des Kaysers vor-
fahren nicht thun dörfen. Sie wüsten aber selber nicht, was
Sie begehrten, vndt was ihre Privilegia dazumahl gewe-
sen wehren. Interim stünden die sachen in Steyermarck, noch gar || [[Handschrift: 417v]]
gefährlich.


heütte Morgen, als ich vermeinte, alle sachen wehren
richtig, vndt weil so viel sperantzen, vndt gewiße ver-
tröstungen gegeben wahren, leßet mir Doctor Söldner
sagen, er wollte zwar, die concession der lehenträgere[y]
dem Elltisten in vnserer familia, mitt hinein sezen
in den lehenbrief, dieweil aber ein parentesis darin-
nen stünde, (ohne abrichtung der gebühr, vndt reno-
vation des lehenbriefes, wann nicht der Dominus
feudj, oder der lehenträger, abg mitt todt abgienge)
welcher dem Taxampt præjudizirlich wehre, auch
solches nicht bewilligett worden, so müste er diesen
parentesim nohtwendig drauß laßen, da er doch
wieder Börsteln, neẅlich zu Ortt gesagt, es wehre
alles richtig, vndt per totum, bewilligett. Nun
Sie die Schmiralien weg haben, die Gottlosen
leütte, halten sie, wie ein loser bogen. Gott ver-
zeyhe ihnen, diese vntreẅ, vndt falschheitt. Der herr
von Strahlendorf, hat selber gegen mir gedacht, es
wehre alles richtig bewilligett, da doch das vornehmste
daran ermangelt. Ô quelle pacience, faut[-]il avoir,!


herr Loẅ, ist bey mir gewesen, hat mich beßer ge-
tröstet, vndt Doctor Söldner, hat einen gantzen paragraphum,
vns zum besten, corrigirt. Gott Stehe vns allezeitt bey.

|| [[Handschrift: 418r]]


Mala nova, daß die ducaten auf 2¾ Gulden (florenus)f: ab-
gesetzt sein, da sie zuvor gern 3 Gulden (florenus)f: gegolten.


Jn der Anticamera, haben mir Jhre Mayestät
auß der kirchen kommende, ein allergnädigsten son-
derlichen anblick gegeben, wie auch die Kayserjnn.


Der Nohthaft, ejn Reichshofraht alhier, mein landts-
mann, auß der Oberpfaltz, hat mir alda auch zuge-
sprochen.


Graf Schlick, (deme ich ein Memorial vber-
geben, in bellicis) vndt Graf von Werdemberg,
haben mir alle beyde gute offerten gethan.


Man hat mich gewarnett, nicht nach Niclaß-
burg zu ziehen, dieweil es alda an der pest
sehr stirbt, vndt der Cardinal von Dietrichstein,
destwegen naher Brinn, endtweichen müßen.


Ergo hic reluctatur, Minerva.


Man saget, die festung Briel, an Seelandt, seye
von den Duynckerkern, vberrumpelt, vndt einge-
nommen worden. Jn Jtalia, scheinet es, als
dörfte es lose händel setzen, weil alle Jtaliänische
Fürsten, fast in armis.


Nota Bene das Masculum responsum, so vnser Allergnädigister
Kayser, vor wenig Jahren, wie Jhre Mayestät eben auch
mitt dem itzigen Pabst, strittig wahren, wegen des
Patriarchats zu Aquilegia, demselben gegeben, als er || [[Handschrift: 418v]]
der Pabst, sich vernehmen laßen, wenn es nicht anders
fortwollte, müste er einmal sein weltlich Schwertt
außziehen, vndt gebrauchen, darauf haben Jhre Mayestät
gesagt: Pacientia, Sie förchteten des Pabsts Schwert
anders nicht alß wenn es in der scheide steckte.


A ceste heure, qu l'on en discourt, de porter<faire> un<e>
<dance ou> ballet9 a Rome, comme on fit il y a un peu plus
de cent ans, du temps de l'Empereur Charles V eher
würde es doch nicht beßer werden, & talia. Mais
quand nous autres Evangeliques, nous en rions de
cela, ils disent, que ce ne seroit pas pour ruiner
l'Eglise, mais pour la corriger, puis qu'elle auroit
besoing de reformation, & que nous avions une
autre intention assavoir de <la> ruiner entierement[.]
Mais je nie cela, disant, avoir aussy l'jnten-
tion de la reformer.


Zeitung daß Landtgraf Wilhelm von Heßen, sich auch
dem Kayser accommodirt, vndt destwegen versicherung
vom Kayser hatt: 1. Behelt er durch allergnediste
concession Jhrer Mayestät das Stift hirschfeldt 2.
So erlangt er auch vollkommenen perdon, vndt kömpt
durchauß nicht, vndter die excludendos ab amnistia.
3. So darf ihm die refusion, damnorum illatorum, || [[Handschrift: 419r]]
nicht zugemuhtet werden, weder von Jhrer Mayestät
volck, noch von den Neutralisten, darundter sein
vetter Landtgraf Geörge zu Darmstadt, vornehmlich
zu verstehen. 4. So soll er sein volck vberlaßen, vndt
bey seiner Religion, vndt Freyheitten, hingegen geschützet
werden. et cetera auch der wiederwertigen diensts, sich abthun.


Der vngrische Oberste leüttenampt Schivry,
welcher zu Rabe bey vnß wahr, vndt mich nur vor
einen Freyherren ansahe, hat mich heütte in der
Ritterstube recht angesprochen, vndt sich excusiret. et cetera
Es hats aber nicht bedörft, weil ich gern vnbekandt sein wollen.


Zeitung das der Gallaaß, vndt hertzog von Lottringen,
geschlagen seye, ist aber noch (meines erachtens) vngewiß.


Jtem: das der friede, zwischen Polen vndt Schweden, fort-
gängig. Die Moßkowiter aber, vom Türgken, be-
krieget werden sollten. Vndt es hette der König in
Persien, dem Großfürsten, in der Moßkaw, vberauß
stadtliche præsenten, an schönen pferden, vndt pferdezeü-
gen, Persianischen Teppichen, vndt dergleichen, zugesendet,
auch an andern schönen köstlichkeitten, als in langer
zeitt, noch nicht geschehen. Die hollsteinische Ambas-
sade, so durch die Moßkaw, in Persien gewoltt, hat
nicht wollen ferrner, als in der Moßkaw, durch-
gelaßen werden.


Jtem: das der hertzog von Lünenburg am Schlag gestorben, seye.

|| [[Handschrift: 419v]]


Abends, wieder nach hoff, alda dem Pfaltzgrafen von
Neẅburg, vndt altem Marggrafen zugesprochen, wie
auch Graf Schligken, Graf Schlawata vndt herr Teüfel.
Es hat eine starcke dispute, zwischen dem Pfaltzgrafen, vndt
Graf Schlawata gegeben, weil der erste, mitt gewaltt
will Neütral verbleiben, in den Jüljschen landen, der
ander aber behaüptett, daß Jhre Mayestät wollten, er
sollte pure & simpliciter in den frieden mitt eintretten,
wollte er anders deßelben fähig sein, welcher
letzten meynung ich auch war. Er aber, berief
sich auf <alte> Kayßerliche confirmationes, der neütralitet,
welche sindt der enderung des friedens nicht mehr
können stadt finden.


Zeitung das Briel, Doeßburg, vndt Arnhejm von den
Spannischen eingenommen.


Der Spannische extraordinar Ambassador Conte d'Onnate;
begegnete mir auch, jn der Thür, der Ritterstube,
vndt erinnerte mich gar höflich, an seine gethane
officja, darvor ich ihm auch billich dancktte.


Jhre Mayestät sejndt etwaß vnpaß, an der colica, die-
sen abendt, gewesen, wie mich der Graf von Schljck
berichtett, darumb er nicht zu Jhrer Mayestät kommen können.
Gott helfe zu schleüniger beßerung.

|| [[Handschrift: 420r]]


Gestern ist des kleinen Prjntzen Ferdinandj ge-
burtsTag gewesen, darüber viel gratulationes
dem Kayser, insonderheitt aber der Königinn beschehen,
Gott gebe dem lieben printzen, glück vndt langes
leben, auch zeittliche, vndt ewige wolfahrt. Er
ist zwey iahr altt worden.


Vormittags nach hoff, geritten, <vndt herzog Frantz Albrechtt zugesprochen.>


Zu Mittage, den Pfaltzgrafen von Neẅburg, vndt
Alten Marggrafen, von Brandenburg wie auch den
Grafen von Mörßberg, vndt vngrischen Obersten
leüttenampt Schivery, zu gast gehabtt, vndt
gewaltig mitteinander von der Religion disputirt.


Nachmittags, vmb 2 vhr, beym Ertzhertzog Leopolodo
Wilhelmo, audientz gehabtt, vndt er hat sich gar
höflich, zu allem gutem, erbotten. Der von hallwyl,
vndt Graf von Artemiß, haben mich hjnundter beglejttet,
nach dem mich, der Ertzhertzog, zur Anticamera accom-
pagnirt
, vndt Marchese Palavicino ist mir auch vndter-
wegens begegnet, abschiedt nehmende.


heütte Morgen, habe ich zum hertzog Franz Albrecht
geschickt, vndt ihn besuchen wollen, er hats auch gar wol
auffgenommen, dieweil er aber, mitt hertzog Julio hen-
rich zum<nach> hof gewoltt, deme der Kayser auch seine völlige || [[Handschrift: 420v]]
erledigung gegeben, vndt gäntzlich perdonirt, habe ich
ihn erst zu hof angetroffen, vndt alda gar amice, mitt
ihm conversirt. Es ist der alten sachen, njchts gedacht word[en,]
hat vjelmehr sich höchljch bedancktt, wegen der 2 mille ThalerThlr:
so ich ihm richtig machen laßen. Jl m'a laissè volontiers la
preseance devant l'Empereur a l'Antichambre.


Jl semble; qu'jl n'ait pas envie, d'estre sous la charge[,]
& commendement de Baudiß.


J'ay aussy eu occasion, de parler a l'Ambassadeur extraordinaire
d'Espagne le Conte d'Onnate, a l'Antichambre.


Nachmittags wieder nach hoff, vndt einer <Stadtlichen> proceßion lange zuge-
sehen, auch dem Grafen von Schlick, zugesprochen, vndt dem
Pfaltzgrafen von Neẅburg[,] hertzog von Sachßen, vndt vielen
andern cavaglierj mehr, <Obersten Montrichier, herrn von Questemberg.>


hertzog Frantz Albrecht, ist auf der post weggezogen.

Sonntag den 31. Augustj. ⁄ 10. September

<Rudolf von Presburg gestern abendt, noch wiederkommen.>


Zum Grafen von Werdemberg geschickt, Thomas Benckendorf[.] Er hat in tran-
situ gesagt, Jhre Mayestät hetten befohlen, man sollte mich in der
hofkammer contentiren. Also werde ich dahin remittirt numehr.


Zu Johann Löw auch geschickt, meine sachen zu befördern.


Jch habe heütte, wieder zu hof aufgewartett, vndt
mich sehen laßen, wie <beyde> Jhre Mayesteten, naher Eberßdorf
zu verraysen, aufgeseßen, wie<als> auch der Ertzhertzogk.


habe auch allerley, mitt dem Cardinal von harrach,
conversirt. Jls ont introduit la Primogeniture en leur famille,
ne donnants qu'aux puisnèz 2000 Gulden (florenus)f: par an.

|| [[Handschrift: 421r]]


Der Pollnische Resident, Vibbonj hat mir gesagt,
der friede zwischen Polen vndt Schweden, wehre auf
25 Jahr, gewiß geschloßen.


Zeitung daß der Türgk den Persianer geschlagen,
vndt ihm eine Stadt abgenommen, auch daß sie numehr
friede tractiren, durch anstiftung der Frantzosen,
vndt Venediger.


Jtem: daß der Gallaaß soll geschlagen sein,
vndt die pest im läger sehr grassiren.


Man sagt auch, an itzo alhier zu Wien, es wolle der
general Bannier dem Kayser sein volck vberlaßen, vndt
vor seine person, dem in Schweden gehen.


Wie ich heütte Morgen sahe, das der Graf Schligk
vor mir sich wandte, vndt vngerne<gar njcht> ansprechen laßen woll-
te, habe ich den kriegs Secretarium Pucher, angeredet, welcher
sich zu allem gutem erbotten. Gott verleyhe guten effect. perge


Sonsten, jst jn vnsern sachen, noch njchts expedirt. Pacience!


Nota Bene[:] L'estè passè, le Roy de France a traittè avec le Duc
Turc, qu'il devoit attacquer, l'Jsle de Malte, afin
de divertir les forces Espagnolles maritimes, des
costes de France, & le Turc en avoit envie, mais
il en fut diverty, par la guerre du Persan, & autres
rebellions en Asie. Maintenant, il voudroit nous l'en-
voyer sur les bras, en Hongrje, s'il pouvoit.

|| [[Handschrift: 421v]]


Zu Eberßdorf wollen Jhre Kayserliche Mayestätt 6 wochen verbleiben,
auf der Jagt. Es ist heutte gar ein vnlustiges Regenwetter eingefallen.


Nota Bene Nota Bene Nota Bene [:] Schreiben von Madame, de dato bernburg, vom 22.
Augustj, daß die Schwedischen alda eingefallen, vndt
in den vorhof sich gelägert, auch die Säxischen deslogirt.
Beklaget sich daß Sie vbel bedienet seye, vndt ein ieder
nur auf sich selbst sehe, vndt Einsiedel wehre ein büffel,
mitt deme nichts außzurichten. Mais c'est sa faute de
la bonne Dame, pourquoy n'a elle retenu Kötzschaw, en
son service, comme j'avois ordonnè, & le Presjdent, avec le
Maréchal Erlach, feroyent bien leur devoir. Andere berich-
ten, die Schwedischen hetten nur den durchzug begehrt, so
hetten ihnen die Säxischen denselben zwar verwilligett,
wie sie aber hinein kommen, hetten Sie die andern
vbermeistert, vndt außzuweichen, gl<e>drungen. Sonst
schreibt Meine Gemahlin, Sie die Schwedischen hielten sich
gar höflich, vndt mitt großem respect gegen Jhrer Liebden
wegen ihres itzigen zustandes, daß Sie auch destwegen
bey Nacht, keine Trummel rühren ließen. Wenn dieser
respect, nur lange währete. Sie sollen aber das arme
landt sehr verderben, die dörfer außplündern, vndt
großen schaden thun, das ichs wol eine weile entpfinden werde.
<herrnvetter> Fürst Ludwigen, sollen Sie noch mehr mittnehmen, vndt alle
vorwercke vndt dörffer außgeplündert haben. hanaw || [[Handschrift: 422r]]
der Obrist leutnant lieget zu Cöthen, <es> stellen sich die beyde partheyen
gegeneinander alß wollten sie nichts thätliches vornehmen,
doch ist der landtfriede, vngewiß. Die Schwedischen
formiren ein läger, bey Niemburgk. Gott erhalte Meine
herzlieb(st)e gemahlin, vndt alle die vnserigen, in erwüntzschtem
wolstande, auch die armen vndterthanen, vndt bewahre Sie
allesampt, vor ferrnerem vnheyl, vndt vnglück, Amen.


Zeitung daß der hertzog von Savoya, alß general der
Jtaliänischen liga, etzliche plätze, jm Meyländischen stado
albereitt attacquirt.


Gestern, war zu hofe, njcht allein, der Nuncius A-
postolicus Ordinarius, bischof zu Pesaro, sondern auch ein extraordina-
rius vber ihn, Monsignor Filonardj, bischoff zu Avignon,
will helfen friede tractiren, mitt Frankreich vndt die erledigung
des Cuhrfürsten von Trjer, auch nach Polen zu, raysen.


Diesen Nachmittag Thomas Benckendorf in des bischofs von Wien, sejn hauß,
geschicktt, weil der hofkammerpræsident, eben alda gewesen,
vndt ob ihn zwar, des Apts von Lilienfeldt eigene leütte, anzumel-
den bedencken getragen, So hat ihn doch des herrn Bischofs, sein Secretarius
angemeldet. Der Apt, hat alles wol aufgenommen, sich gar höflich
gegen mir, offeriren laßen, vndt sagen, er wollte Morgen zum Kay-
ser, vndt bey erster audientz, meine petita referiren, auch sejnen
müglichen fleiß, zu meiner satjsfaction, darbey thun. Gott
gebe nur, daß es jn warheitt geschehe, vndt das ich nicht, so ofte
frustrirt werde. Je deviens pauvre, de tant esperer, en vajn.

|| [[Handschrift: 422v]]


Avis d'ailleurs, es hette sich Meine gemahlin, meine Schweste[rn]
theilß, vndt th nacher Deßaw, vndt Lichtemberg, theilß nacher
Schöningen, wegen großer gefahr, zu Bernburg, retirirt,
wie auch meine vornehmste rähte, vndt diener. Dörf[te]
also, den armen vndterthanen, vbel gehen. Gott erbarm[e]
sich jhrer.


Textapparat
a Graphisch nicht darstellbares Symbol mit nicht ermittelter Bedeutung.

Kommentar
1 Os 1,2.
2 Zitatanklang an Liv. 5,27,6 (ed. Hillen/Feix 1997-2008, Bd. 2, S. 216f.
3 Zitat aus X 2,24,27 (ed. Richter/Friedberg 1879, Sp. 371.
4 Person nicht ermittelt.
5 Zitat aus Camerarius: Symbola et Emblemata, Centuria I, Nr. XV, fol. 17r.
6 Zitat des Sempronio aus der 6. Szene von Rojas: Celestina, S. 51.
7 Sprichwort nach Dist. Cat. 1,2 (ed. Duff/Duff 1982, S. 596).
8 Zitatanklang an Dist. Cat. 1,26 (ed. Duff/Duff 1982, S. 608).
9 Wahrscheinlich Anspielung auf die Plünderungen und Gewaltexzesse, die deutsche und andere Landsknechte während des Sacco di Roma im Mai 1527 verübten.
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Abriß
Abbildung einer Sache nach ihren wesentlichen Teilen
accommodiren
sich anpassen, sich fügen, sich (gütlich) vergleichen
accommodiren
einrichten, ausstatten
accompagniren
begleiten
Accord
Vereinbarung, Vergleich
Accord
Vertrag zur kampflosen Übergabe eines Ortes
Adulation
Schmeichelei
Affection
(positive oder negative) Einstellung jemandem gegenüber; meist Gewogenheit, Zuneigung
affectionirt
gewogen, geneigt
Agent
(diplomatischer) Geschäftsträger
Ambassador
Abgesandter, Botschafter
annectiren
anhängen
anziehen
anführen, erwähnen
Approbation
Billigung, Zustimmung
approbiren
billigen
Armschiene
den Arm bedeckender Teil einer Rüstung
Beilager
Hochzeit, erster Beischlaf
Beleihung
Belehnung
besorgen
befürchten
Blutsfreundschaft
Blutsverwandtschaft
Blutstürzung
Blutvergießen
Bohrkirche
Empore
capituliren
verhandeln
causiren
verursachen
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
Commission
Auftrag
Commotion
Erregung
compariren
abteilen
Competenz
Rangkonflikt
confirmiren
bestätigen
conjungiren
verbinden, verbünden, vereinigen, zusammenführen
contentiren
zufrieden stellen
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
contribuiren
Steuern oder andere Zwangsabgaben entrichten
contribuiren
beitragen, beisteuern
Copert
Kuvert, Briefumschlag
cortesisch
höflich
Curialien
Höflichkeiten, Förmlichkeiten
custodiren
bewachen
de(s)logiren
abziehen
dependiren
abhängen, abhängig sein
Deprecation
Abbitte
Dignitet
Würde, Standeswürde
Ducaton
Silbermünze
Eheberedung
Ehevertrag
ein
ungefähr
Einspänniger
Kriegsknecht mit Pferd, fürstlicher Bediensteter, Stadtknecht; berittener Bote, Geleit- und Meldereiter
Einspänniger
Eigentümer eines kleineren bäuerlichen Besitzes, der meist nur Handdienste leistet
Erledigung
Befreiung, Freilassung
exacerbiren
erbittern
excusiren
entschuldigen
expectoriren
sich deutlich und aufrichtig wegen einer Sache erklären
Expedition
Beförderung, Besorgung
Expedition
Abfertigung
Expedition
Verrichtung
Experienz
Erfahrung
Friedenspatent
Urkunde eines Friedensvertrages
gelde
unfruchtbar, unträchtig oder als zur Zucht ungeeignet ausgesondert (etwa bei Schafen); auch gelle.
gelle
unfruchtbar, unträchtig oder als zur Zucht ungeeignet ausgesondert (etwa bei Schafen), auch gelde.
Generalquartiermeister
Vorgesetzter aller Quartiermeister
genung
genug
Gnadenpfennig (Gnadendenarius)
Bildnismedaille, die von Landesherren als Auszeichnung oder Geschenk verliehen wird
gratificiren
sich gefällig erweisen
guberniren
regieren
Hirschfeiste
Zeit, in der die Hirsche am feistesten und deshalb am besten jagdbar sind
Hirschfeiste
Jagd in der Zeit, in der die Hirsche am feistesten sind
Hofoffizier
Inhaber eines Hofamtes
insinuiren
(ein Schriftstück) einhändigen, übergeben, zustellen, (heimlich) hinterbringen
insinuiren
sich einschmeicheln
insinuiren
andeuten, durchblicken lassen
Intercession
Fürsprache, Vermittlung
interponiren
vermitteln
interponiren
einlegen
interponiren
dazwischenstellen
interrumpiren
unterbrechen
Investitur
Belehnung
Kappe
Schlag an den Kopf, dass die Kappe herab fällt
Kastner
eigentlich Verwalter des Kornspeichers, teils auch Amtmann über alle Einkünfte
laulicht
ein wenig lau
Lehensentpfahung
Lehensempfang, Belehnungsakt
Lehenwahr
bei der Belehnung zu entrichtende Gebühr
liberiren
befreien, freilassen
Losament
Unterkunft, Wohnraum
manquiren
fehlen, mangeln
Mariä Geburt
Gedenktag an die Geburt der Gottesmutter Maria (8. September)
Mariä Himmelfahrt
Gedenktag an die Aufnahme von Maria in den Himmel (15. August)
Mark
Gewichtseinheit für Gold und Silber
Memorial
Denkschrift und Information über noch zu erledigende Aufgaben, Bittschrift
Memorial
Erinnerungsschrift
Münzregal
Reservatrecht, Geldmünzen zu bestimmen und zu prägen
offendiren
beleidigen, kränken
Offens
Beleidigung, Kränkung
Ordinanz
Befehl, Anordnung
pardonniren
begnadigen
Partey
kleinere Truppenabteilung, die meist auf Kundschaft oder zum Einbringen von Geld, Lebensmitteln und Furage entsandt wurde
Partey
Kriegspartei (reguläre Truppenabteilung)
Pension
Gnaden- oder Ruhegehalt
Pension
Kostgeld
Pension
Dienstgeld, Besoldung
peroriren
laut und in weitläufigen Ausführungen eine Rede halten
Pistole
spanische Goldmünze, Doppelescudo (Dublone)
Polizei
Regierungs- und Verwaltungshandeln in Gesetz und Verordnung, spezieller: Sittenaufsicht
Possessor
Inhaber
praecaviren
verhüten
praejudiciren
nachteilig sein, schaden
praejudicirlich
nachteilig, eine Vorentscheidung für künftige Rechtsfälle treffend
Primiera
Kartenspiel
procuriren
etwas besorgen, für etwas Sorge tragen
promittiren
versprechen, zusagen
proponiren
vortragen
proponiren
vorstellen
proponiren
vorschlagen
proponiren
beantragen
Quartiermeister
für die Beschaffung von Verpflegung und Unterkunft zuständiger Unteroffizier
Ranzion
Lösegeld
Refusion
Erstattung der Kosten
Relation
Bericht
remittiren
zugestehen
remittiren
verweisen
remittiren
(Geld oder Wechsel) schicken
remittiren
nachlassen, erlassen
Resarcirung
Erstattung, Ersetzung
resolviren
entschließen, beschließen
resolviren
auflösen
Salva Guardia
militärischer Schutz, Schutzwache
Salva Guardia
sicheres Geleit durch Soldaten
Salva Guardia
Schutzbrief für Reisende
Salva Guardia
Schutzbrief gegen weitere Kontributionen und andere Sonderzahlungen
salviren
retten
schliefen
durch eine Öffnung hindurchgleiten
Schmieral
Bestechungsgeschenk oder -geld
Secours
Entsatz, Hilfe
selbsechst
eine Person mit noch fünf anderen, zu sechst
sint
seit
sollicitiren
etwas gerichtlich betreiben, um Rechtshilfe ersuchen
sollicitiren
ersuchen
Speranz
Hoffnung
Stillstand
Waffenstillstand
Stück
Geschütz
submittiren
unterwerfen
Tractat
Verhandlung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
Treffen
Schlacht
Treffen
zu einer gemeinsamen Linie zusammengestellte Truppenverbände innerhalb einer Schlachtaufstellung
Trommete
Trompete
Ubiquisten
Theologen, welche die Allgegenwart (Ubiquität) der menschlichen Natur Christi behaupteten
übermeistern
durch Überlegenheit überwinden
unlustig
unangenehm, unerfreulich
vaciren
offen sein
vaciren
frei sein
Valor
Geltung
Valor
Wert
verehren
schenken
Victorie
Sieg
visitiren
besuchen
Volk
Truppen
voviren
geloben
welsche Nuss
Walnuss
witzig
viel wissend, viel Verstand besitzend, weise
Zeitung
Nachricht
Abaza Mehmed Pascha

geb. 1576
gest. 1634
Anm.: Geboren in Georgien; Verschleppung und Versklavung als Kind; danach Karriere in der osmanischen Administration; 1605-1607 Beteiligung an einem Aufstand in Anatolien; ab 1617 Beylerbey (Provinzgouverneur) von Varosia; seit 1620 Beylerbey von Erzurum; 1622/23 Anführer einer Rebellion gegen Sultan Mustafa I. (1591-1639); 1628-1631 Beylerbey von Bosnien; 1633/34 Heerführer im polnisch-osmanischen Krieg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Jacques (d') Abelin

Anm.: Um 1614 gräflicher Hofmaler in Bentheim; um 1626 Kaufmann in Amsterdam.
Graf Babo I. von Abensberg

gest. 1001/02
Anm.: Angehöriger des Adelsgeschlechts der Babonen; 975-980 Graf im westlichen Donaugau; seit 983 Burggraf von Regensburg; Stammvater der Grafen von Abensberg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Graf Niklas von Abensberg

geb. 1441
gest. 1485
Anm.: Sohn des Grafen Johann III. von Abensberg (gest. 1475/76); Rat der Herzöge von Bayern-Landshut; bayerischer Pfleger von Graisbach, Riedenburg und Kehlheim.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Abraham N. N.

geb. 1634
Anm.: Jüdischer Junge, der am 30. Juli 1634 in Venedig beschnitten wurde.
Abraham

Anm.: Biblische Figur.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Absalom
Abschalom

Anm.: Biblische Figur.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Achates

Anm.: Figur der römischen Mythologie; in Vergils "Aeneis" der beste Freund und Gefährte des trojanischen Helden Aeneas.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Achill(es)

Anm.: Heldenfigur der griechischen Mythologie; Hauptheld der Ilias des Homer.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Actaeon
Aktaion

Anm.: Antike mythische Gestalt, die nach Ovid auf der Jagd Diana und ihre Nymphen beim Bad überraschte, deshalb von ihr in einen Hirsch verwandelt und von den eigenen Hunden zerfleischt wurde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Adam

Anm.: Biblische Figur; Stammvater der Menschheit.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Salomon Adam

gest. 1640
Anm.: Schwedischer Hauptmann, Obristleutant und Obrist (ab 1632) schottischer Herkunft; seit 1636 Kommandant von Magdeburg (mit Hans Drake), wegen Übergabe der Stadt zum Tode verurteilt, später jedoch unter Verlust seines Regiments begnadigt.
Jürgen Aderkas

geb. 1603
gest. 1631
Anm.: Sohn des Jürgen von Aderkas (1563-1602); schwedischer Obrist.
N. N. Adler (1)

Anm.: Mutter von N. N. Adler (2); um 1636 alte Wirtin im sächsischen Königstein; früher im Dienst des Grafen Johann Kasimir von Lynar (1569-1619) und des Berliner Kurfürstenhofes.
N. N. Adler (2)

Anm.: Feuerwerker des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647).
Hendrik Adler

Anm.: Ca. 1622-1628 Schöffe (Ratsherr) sowie mehrfach Bürgermeister von Harderwijk.
Johan Adler Salvius

geb. 1590
gest. 1652
Anm.: Sohn des Strängnäser Stadtschreibers Peder Hansson (gest. vor 1609); Studium in Uppsala (1609), Rostock (1612/13), Helmstedt (1613/14), Staßburg (1615) und Marburg (1615); 1614 Magister; 1619 Promotion zum Dr. jur. utr. in Valence; ab 1621 Assessor am schwedischen Hofgericht; diplomatische Missionen für Schweden nach Kursachsen (1622), Dänemark (1623) und Norddeutschland (1624); seit 1624 Staatssekretär; 1631-1634 und 1636-1650 schwedischer Resident in Hamburg und im Niedersächsischen Reichskreis; ab 1634 Hofkanzler und Geheimer Rat; seit 1638 alleiniger Legat Schwedens in Deutschland; 1643-1648 schwedischer Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress; seit 1648 Reichsrat; 1629 Nobilitierung; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand; vgl. Heiko Droste: Im Dienst der Krone. Schwedische Diplomaten im 17. Jahrhundert, Berlin/Münster 2006, S. 378.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte
Adonai

Anm.: Eine der Umschreibungen für Jehova (Gottes Eigenname) im Tanach.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Valentin Adrian

Anm.: Um 1629 vermutlich Kaufmann in Braunschweig.
Königin Kleopatra VII. Philopator von Ägypten

geb. 69 v. Chr.
gest. 30 v. Chr.
Anm.: Tochter des Ptolemaios XII. Neos Dionysos (gest. 51 v. Chr.); 51-47 v. Chr. gemeinsame Regentschaft mit ihrem Bruder Prolemaios XIII. (61-47 v. Chr.); seit 47 v. Chr. faktische Alleinherrscherin in römischer Abhänigkeit; Selbstmord nach endgültiger Niederlage gegen Octavian (63 v. Chr.-14 n. Chr.).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Ptolemaios II. Philadelphos von Ägypten

geb. 308 v. Chr.
gest. 246 v. Chr.
Anm.: Sohn des Ptolemaios I. Soter (367/66 v. Chr.-283/82 v. Chr.), ab 306 v. Chr. König von Ägypten; seit 285 v. Chr. Mitregent seines Vaters und ab 283/82 v. Chr. ägyptischer Alleinherrscher.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Ännchen N. N.

Anm.: Um 1630/34 Kammermagd der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); im Januar 1634 Verlobte des fürstlichen Kammerdieners Johann Schumann (gest. 1636).
Aeolus
Aiolos

Anm.: Griechisch-römischer Gott und Beherrscher der Winde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johan van Aerssen

geb. 1579
gest. 1654
Anm.: Sohn des Cornelis van Aerssen (1545–1627); Herr von Wernhout; 1613-1625 niederländischer Drost der Baronie Breda; seit 1637 Bürgermeister von Breda.

Weiterführende Informationen in VIAF
Kaiser Fasilides von Äthiopien
Kaiser Alam Sagad von Äthiopien

geb. 1603
gest. 1667
Anm.: Sohn des Kaisers Sissinios (Malak Sagad III.) von Äthiopien (1572-1632); seit 1632 Kaiser von Äthiopien.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kaiser Jakob von Äthiopien
Kaiser Malak Sagad II. von Äthiopien

gest. 1606
Anm.: Sohn des Kaisers Sarsa Dengel (Malak Sagad I.) von Äthiopien (1550-1597); 1597-1603 und seit 1604 Kaiser von Äthiopien.
Fernando Afán de Rivera y Enríquez
Duque Fernando de Alcalá de los Gazules
Marqués Fernando de Tarifa
Conde Fernando de Los Molares

geb. 1583
gest. 1637
Anm.: Sohn des Fernando Enríquez de Ribera y Cortés (geb. 1529); spanischer General und Politiker; zunächst Generalkapitän von Katalonien; 1619-1622 Vizekönig von Katalonien; 1629-1631 Vizekönig von Neapel; 1632-1635 Vizekönig von Sizilien; 1636 Gouverneur des Herzogtums Mailand; ebenso spanischer Botschafter und Generalvikar in Italien unter Papst Urban VIII. (1568-1644).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Afrasiyab Pascha

gest. 1624
Anm.: Durch Ämterkauf seit 1612 Beylerbey von Basra, der weitgehend unabhängig vom Sultan regierte; Begründer der Dynastie Al-Afrasiyab, die bis 1668 in Basra herrschte.
Aglaia

Anm.: Eine der drei griechischen Göttinnen der Anmut (Grazien).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Adam Christian Agricola

geb. 1593
gest. 1645
Anm.: Sohn des Teschener Hofpredigers und Superintendenten Johann Agricola (gest. 1609); reformierter Theologe; Studium in Leipzig und Frankfurt/Oder; 1620-1622 Hofprediger des Markgrafen Johann Georg von Brandenburg-Jägerndorf (1577-1624); 1622-1629 Hofprediger in Güstrow; 1629-1636 Dom- und Hofprediger in Berlin; seit 1636 Hofprediger in Königsberg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Georg Agricola

geb. 1558
gest. 1633
Anm.: Sohn des Amberger Arztes Dr. Georg Agricola (1530-1575); ab 1582 Studium in Heidelberg (1585 Bacc.); 1588-1593 Medizinstudium in Wittenberg; 1594-1614 und 1621-1629 Stadtarzt in Amberg; seit 1629 praktischer Arzt in Regensburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Peter Agricola

gest. 1648
Anm.: Bis 1631 fürstlicher Kanzleischreiber in Bernburg; um 1635/43 Sekretär des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim

geb. 1486
gest. 1535
Anm.: Sohn des Kölner Bürgers Heinrich von Nettesheim; deutscher Universalgelehrter, Theologe, Jurist, Arzt und Philosoph; 1499-1502 Studium in Köln; 1509 Dozent an der Universität Dole; 1509/10 Bergrat der Stadt Köln; Dozent an den Universitäten Köln (1511) und Pavia (1512 und 1515); 1512 kaiserlicher Offizier; 1515 Promotion zum Dr. med. und Dr. jur. utr. in Pavia; 1518-1520 Stadtsyndikus in Metz; 1521-1523 Arzt in Genf; 1523 Stadtarzt in Fribourg; 1524-1527 Leibarzt der verwitweten Louise de Valois, Duchesse d'Angoulême (1476-1531); 1528/29 Arzt in Antwerpen; 1529/30 Archivar und Historiograph der niederländischen Regentin Erzherzogin Margaretha von Österreich (1480-1530).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Francisco d' Aguilar
Isaaco Levi Buendia

Anm.: Portugiesischer Jude, der in Brüssel erst zum Katholizismus, später in den Vereinigten Niederlanden zum reformierten Glauben konvertierte; um 1627 Sprachmeister für Spanisch unter dem Theologieprofessor Constantin L'Empereur (1591-1648) in Harderwijk; im Januar 1627 ebenso Spanischlehrer des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg; vgl. Klaus Conermann (Hg.): Briefe der Fruchtbringenden Gesellschaft und Beilagen: Die Zeit Fürst Ludwigs von Anhalt-Köthen 1617-1650, Reihe I, Abt. A: Köthen, Bd. 2, Tübingen 1998, S. 104-106.
Ahizade Hüseyin Efendi

geb. 1572
gest. 1634
Anm.: Seit 1632 Mufti von Konstantinopel (Schaich al-Islām); 1634 Hinrichtung wegen angeblicher Verschwörung gegen Sultan Murad IV. (1612-1640).
N. N. von Ahlefeld

Anm.: Um 1637 Rittmeister.
Sophia von Ahlefeld
Sophia von Baudissin
Geburtsname: Sophia von Rantzau

geb. 1620
gest. 1697
Anm.: Tochter des Gerhard von Rantzau (1558-1627); 1633-1646 erste Ehe mit Wolf Heinrich von Baudissin (1597-1646); 1650-1670 zweite Ehe mit Cai von Ahlefeld (1591-1670).
Ahmed Pascha

Anm.: Um 1615/17 Beylerbey (Provinzgouverneur) von Kanischa.
Hans Jakob Aichinger

Anm.: Regensburger Tuchhändler; Innerer Rat (1606-1634), Kämmerer (1614, 1616/17, 1619/20, 1622/23, 1625, 1628 und 1630/31), Ungeldherr (1620-1625) und Steuerherr (1625-1634) der Reichsstadt Regensburg; vgl. Werner Fees-Buchecker: Rat und politische Führungsschicht der Reichsstadt Regensburg 1485-1650. Studien zur Verfassungs- und Sozialgeschichte Regensburgs in der Frühen Neuzeit, Diss. München 1998, S. 214.
Foppe van Aitzema

geb. ca. 1580
gest. 1637
Anm.: Sohn des Schelte van Aitzema; Studium in Franeker, Leiden, Helmstedt und Wittenberg; 1607-1613 herzoglicher Rat in Wolfenbüttel; 1612/13 zugleich Kanzler des Hochstifts Halberstadt; Gesandter der Generalstaaten, u. a. bei der Hanse in Lübeck bzw. Hamburg (seit 1617) und am Wiener Kaiserhof (1636/37); 1637 Konversion zum katholischen Glauben.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Lieuwe van Aitzema

geb. 1600
gest. 1669
Anm.: Sohn des Meinardus van Aitzema und Neffe des Foppe van Aitzema (ca. 1580-1637); niederländischer Diplomat, Historiker, Jurist und Staatsmann; um 1633/45 Resident der Hansestädte in Den Haag.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Lorenzo Ajazza

geb. ca. 1590
gest. 1634
Anm.: Piemontesischer Adliger aus Vercelli; seit 1629 kaiserlicher Kämmerer; 1631/32 kaiserlicher Obristleutnant; danach lothringisch-spanischer Obrist.
Esprit Alard
Esprit d' Esplan
Marquis Esprit de Grimault

geb. 1595
gest. 1630
Anm.: Sohn des Notars Jacques Allard; Favorit des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); ab 1617 Grand maréchal des logis de la Maison du Roy; um 1624 Gouverneur der Festung und Stadt Meulan; 1626 (vermutlich außerdentlicher) französischer Gesandter in Den Haag; seit 1627 Marquis de Grimault.
Charles d' Albert
Duc Charles de Luynes

geb. 1578
gest. 1621
Anm.: Sohn des Honoré d'Albert (gest. 1592); ab 1611 Falkner und bald darauf Favorit des jungen Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1616 Grand fauconnier; ab 1619 Gouverneur der Picardie; seit 1621 Connétable von Frankreich; ab 1619 erster Duc de Luynes und Pair de France.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Justus Albinus

geb. 1584
gest. 1635
Anm.: Sohn des Plauener Schuhmachers Justus Albinus; 1615-1619 Pfarrer der Dessauer Georgenkirche; Diakon (1619-1622), Archidiakon (1622-1625) und Pfarrer an St. Marien (ab 1625) sowie seit 1625 Superintendent in Dessau.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Hans Albrecht

Anm.: 1625-1628 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); 1626-1628 zudem Küchenschreiber ihres Gemahls Christian d. J.
Antônio de Albuquerque Maranhão

gest. 1667
Anm.: Sohn des Jerômino de Albuquerque Maranhão (1548-1632); 1622-1634 Gouverneur von Paraíba.
Aldobrandini, Familie

Anm.: Italienisches Adelsgeschlecht.

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Aldobrandino Aldobrandini

geb. 1593
gest. 1634
Anm.: Sohn des Gian Francesco Aldobrandini (1545-1601), ab 1597 erster Principe di Sarsina e Meldola; seit 1612 Großprior des Malteserordens in Rom; 1616-1619 Kommandeur der maltesischen Flotte; 1622/23 Admiral der päpstlichen Galeeren; ab 1623 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (1631); seit 1628 kaiserlicher Kämmerer; vgl. Robert Laurentius Dauber: Johanniter-Malteser-Ritter unter kaiserlichen Fahnen 1523-1918, Gnas 2007, S. 106f.
(Giovanni) Giorgio Aldobrandini
Principe (Giovanni) Giorgio di Meldola e Sarsina
Principe (Giovanni) Giorgio di Rossano
Duca (Giovanni) Giorgio di Carpineto

geb. 1591
gest. 1637
Anm.: Sohn des Gian Francesco Aldobrandini (1545-1601), ab 1597 erster Principe di Sarsina e Meldola; seit 1601 Principe di Sarsina e Meldola; ab 1610 erster Principe di Rossano; seit 1621 Nepot von Papst Gregor XV. (1554-1623); Karriere als Komandant der päpstlichen Garde, General der Kurie und päpstlicher Botschafter in Spanien; ab 1630 Duca di Carpineto.
Graf Johann von Aldringen

geb. 1588
gest. 1634
Anm.: Sohn des Leonhard Aldringen; zunächst Schreiber in der Luxemburger Landeskanzlei; kaiserlicher (1618-1620) und spanischer Hauptmann (1620/21); 1621-1623 bayerischer Obristleutnant; kaiserlicher Obrist (1622), Generalfeldwachtmeister (1629), Feldzeugmeister (1631) und Feldmarschall (1632); seit 1624 Hofkriegsrat und Oberkommissar für das Heerwesen; 1629/30 Kommissar für die Exekution des Restitutionsedikts im Obersächsischen Reichskreis; Erhebung in den Freiherren- (1627) und Grafenstand (1632).

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Matthias Alefeldt

Anm.: Um 1628 Bauer in Reinstedt.
Johann Alemann

geb. 1596
gest. 1636
Anm.: Sohn des Magdeburger Bürgermeisters Johann Martin Alemann (1554-1618); 1611-1615 Studium in Wittenberg und Jena; 1618-1629 Ratsherr in Magdeburg; ab 1625 Wortführer der kaiserlichen Partei in der Stadt; 1626-1629 kaiserlicher Statthalter in Magdeburg; seit 1630 magdeburgischer Steuereinnehmer und Amtmann in Wolmirstedt; 1633 Kommissar bei der kaiserlichen Armee in Hildesheim.

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N. N. Alfeldt

Anm.: Um 1628 vermutlich Untertan im Amt Ballenstedt.
Ali Agha

Anm.: Im Frühjahr 1637 Leiter einer türkischen Gesandtschaft in Wien.
Dante Alighieri

geb. 1265
gest. 1321
Anm.: Sohn des florentinischen Adligen und Geldverleihers Alighiero Alighieri (gest. 1281/82); einer der bedeutendsten italienischen Dichter des Mittelalters; seit 1295 politische Karriere in Florenz; 1302 Auschluss von allen Ämtern, Konfiskation seiner Güter und Verbannung; danach Aufenthalte vor allem in Mittel- und Oberitalien.

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Alkibiades

geb. ca. 450 v. Chr.
gest. 404 v. Chr.
Anm.: Griechischer Redner, Feldherr und Politiker in Athen.

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Gräfin Maria Eva Elisabeth von Althan(n)
Geburtsname: Gräfin Maria Eva Elisabeth von Sternberg
Geburtsname: Gräfin Marie Eva Alžběta ze Šternberka

geb. 1605
gest. 1638
Anm.: Tochter des Grafen Adam von Sternberg (gest. 1623); 1627-1636 Ehe mit Graf Michael Adolph von Althan(n) (1574-1636).
Gräfin Maria Margaretha von Althan(n)
Gräfin Maria Margaretha Slawata
Gräfin Marie Markéty Slavata
Geburtsname: Maria Margaretha von Eggenberg

geb. 1607
gest. 1657
Anm.: Tochter des Johann Ulrich von Eggenberg (1568-1634); 1626-1632 erste Ehe mit Graf Adam Paul Slawata (1604-1657), die für ungültig erklärt wurde; vor 1638-1649 zweite Ehe mit Graf Michael Johann von Althan(n) (1607-1649).
Graf Michael Adolph von Althan(n)

geb. 1574
gest. 1636
Anm.: Sohn des Christoph von Althan(n) (1529-1589); um 1598/99 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1600 Kommandant der kaiserlichen Leibgarde, später Obrist (1601), Feldmarschall (1607) und Hofkriegsrat; 1608 Landobrist des Erzherzogtums Österreich ob der Enns; 1618 Mitbegründer des kurzlebigen Ritterordens Ordo Militiae Christianae, dessen deutsch-polnisch-ungarischem Zweig er als Großmeister vorstand; seit 1627 kaiserlicher Kämmerer; 1610 Erhebung in den Grafenstand.

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Graf Michael Johann von Althan(n)

geb. 1607
gest. 1649
Anm.: Sohn des Michael Adolph von Althan(n) (1574-1636); 1610 Erhebung in den Grafenstand; ab 1624 kaiserlicher Kämmerer; seit 1644 Oberstjägermeister.

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Johann Heinrich Alting

geb. 1583
gest. 1644
Anm.: Sohn des reformierten Geistlichen Menso Alting (1541-1612); Theologiestudium in Groningen und Herborn; ab 1613 Dogmatikprofessor in Heidelberg und Dr. theol.; seit 1616 Direktor des Collegium Sapientiae in Heidelberg; 1622 Flucht aus Heidelberg in die Niederlande; ab 1623 Hofmeister der Söhne des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) in Leiden; seit 1627 Theologieprofessor in Groningen.

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Giovanni Altoviti

gest. 1655
Anm.: Florentinischer Adliger; toskanischer Resident in Mailand (1614-1618) und am Kaiserhof (1618-1627).
Antonio Álvarez de Toledo y Beaumont
Duque Antonio de Alba de Tormes
Duque Antonio de Huéscar
Marqués Antonio de Coria

geb. 1568
gest. 1639
Anm.: Sohn des Diego Álvarez de Toledo y Enríquez de Guzmán, Conde de Lerín (1542-1583); ab 1583 Duque de Alba, Duque de Huéscar und Marqués de Coria; 1622-1629 Vizekönig von Neapel; seit 1629 Mayordomo mayor des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); ab 1599 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Fadrique Álvarez de Toledo y Mendoza
Marqués Fadrique de Villanueva de Valdueza

geb. 1580
gest. 1634
Anm.: Sohn des Pedro Álvarez de Toledo Osorio, Marqués de Villafranca del Bierzo (1546-1627); 1617-1625 Generalkapitän (Kommandeur) der spanischen Atlantikflotte; ab 1625 General von Portugal und Generalkapitän der Armee von Brasilien; seit 1634 Marqués de Villanueva de Valdueza.

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Fernando Álvarez de Toledo y Pimentel
Duque Fernando de Alba de Tormes
Marqués Fernando de Coria

geb. 1507
gest. 1582
Anm.: Sohn des García Álvarez de Toledo y Zúñiga, Marqués de Coria (gest. 1510); spanischer Grande; ab 1510 Marqués de Coria; seit 1531 Duque de Alba; 1532 Befehlshaber der spanischen Hilfstruppen gegen die Türken in Ungarn; 1535 Teilnahme an der Eroberung von Tunis; ab 1541 nacheinander Mayordomo Mayor der Könige Karl I. (1500-1558) und Philipp II. von Spanien (1527-1598); Consejero de Estado; 1542 Feldherr gegen die französische Armee bei Perpignan; 1546/47 Kommandeur der spanischen Tercios im Schmalkaldischen Krieg; 1555-1559 spanischer Generalkapitän in Italien; 1555/56 Gouverneur des Herzogtums Mailand; 1556-1559 Vizekönig von Neapel; 1567-1573 Statthalter und militärischer Oberbefehlshaber in den Spanischen Niederlanden; seit 1580 Vizekönig und Condestable von Portugal; ab 1546 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Alvensleben, Familie

Anm.: Altmärkisches Adelsgeschlecht.

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Christina von Alvensleben
Geburtsname: Christina von Dieskau

geb. 1589
gest. 1636
Anm.: Tochter des Hieronymus von Dieskau (1565-1625); 1613-1627 Ehe mit Gebhard von Alvensleben (1584-1627); seit 1634 Begleiterin und Hofmeisterin der Fürstin Sophia von Anhalt-Köthen (1599-1654).
Cuno von Alvensleben

geb. 1588
gest. 1638
Anm.: Sohn des Gebhard von Alvensleben (1543-1609); Erbherr auf Calbe im Werder, Neugattersleben und Randau (bei Magdeburg); ab 1610 Domherr und später Senior des Erzstifts Magdeburg; seit 1624 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Reifende").

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Amalek

Anm.: Biblische Figur.

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Ambrosius N. N.

Anm.: Geboren in Bayern; um 1629 kursächsischer Rat; um 1636 Kammerdiener der verwitweten Kurfürstin Hedwig von Sachsen (1581-1641).
Heiliger Ambrosius
Erzbischof Ambrosius von Mailand

geb. 339
gest. 397
Anm.: Sohn des Aurelius Ambrosius, römischer Präfekt der Provinz Gallia Narbonensis; Jurist, Theologe und Kirchenvater; ab 365 Tätigkeit als Anwalt bei Gericht; 372/73 Präfekt der römischen Provinz Aemilia-Liguria; seit 374 Erzbischof von Mailand.

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Georg Am Ende

geb. 1572
gest. 1624
Anm.: Geboren in Dresden; ab 1598 Jesuit; seit 1619 Hofprediger von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637).

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Amor
Cupido

Anm.: Römischer Gott und allegorische Personifikation der Liebe.

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Rostain d' Ancezune
Marquis Rostain de Caderousse (oder Codolet)

gest. 1649
Anm.: Sohn des Jean-Vincent d'Ancezune, ab 1622 Marquis de Caderousse oder Codolet (gest. 1632/33); um 1629/30 französischer Colonel d'Infanterie; spätestens seit 1633 Marquis de Caderousse (oder Codolet).
Heinrich Cornelius Anchinoander

Anm.: Deutscher Arzt und Philologe; 1615 Lehrer für die italienische Sprache in Hamburg; 1616 Promotion zum Dr. med. an der Universität Basel.

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Andreas (1) N. N.

Anm.: Um 1628 kaiserliche Kroatenschutzwache des Harzgeröder Amtshauptmannes Kaspar Ernst von Knoch (1582-1641).
Andreas (2) N. N.

Anm.: Um 1633/36 Leibkutscher des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Heiliger Andreas

gest. 60
Anm.: Apostel.

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Giovan Battista Andreini
Lelio

geb. 1576
gest. 1654
Anm.: Sohn des Schauspielers, Impresarios und Autoren Francesco Andreini (1548-1624); berühmter Schauspieler, Konduktor und Stückeschreiber; zunächst Mitglied der elterlichen Comedia-dell'Arte-Truppe "Compagnia dei Comici Gelosi"; 1601 Gründung der eigenen Truppe Compagnia dei Comici Fedeli ("I Fedeli"), die große Erfolge in Italien und Frankreich feierte; Schutz und die Förderung durch die Herzöge von Mantua, Vincenzo (1562-1612), Francesco IV (1586-1612) und Ferdinando Gonzaga (1587-1626); vgl. Pierre Louis Duchartre: The Italian Comedy. The Improvisation Scenarios, Lives, Attributes, Portraits and Masks of the Illustrious Characters of the Commedia dell'Arte, New York 1966, S. 94-96; Siro Ferrone: La Commedia dell’Arte. Attrici e attori italiani in Europa (XVI–XVIII secolo), Torino 2014, S. 260-262; Robert Henke: Performance and Literature in the Commedia dell'Arte, Cambridge 2002, S. 210-215; Allardyce Nicoll: World of Harlequin. A Critical Study of the Commedia dell'Arte, Cambridge [u. a.] 1986, 171-175; Roberto Tessari: Commedia dell'Arte: La Maschera e l'Ombra, Milano 1981, S. 6; ders.: La Commedia dell’Arte. Genesi d’una società dello spettacolo, Roma/Bari 2013, S. 58f., 95, 102, 168-170 und 172-178.

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Virginia Andreini
La Florinda
Geburtsname: Virginia Ramponi

geb. 1583
gest. 1630/31
Anm.: Erfolgreiche Schauspielerin und Sängerin; seit 1601 Ehe mit Giovan Battista Andreini, mit dem sie die Schauspieler-Compagnie "I Fedeli" leitete; Künstlername nach dem von ihrem Mann verfassten, 1603 in Florenz uraufgeführten Stück "La Florinda"; vgl. Siro Ferrone: La Commedia dell'Arte. Attrici e attori italiani in Europa (XVI-XVIII secolo), Torino 2014, S. 306-308; Emily Wilbourne: Seventeenth-Century Opera and the Sound of the Commedia dell’Arte, Chicago/London 2016, passim.
Virginia Andreini
La Lidia
Geburtsname: Virginia Rotari

Anm.: Tochter des Schauspielers Baldo Rotari; bereits 1613 und 1621-1623 Mitglied ("Lidia") der Schauspielertruppe "I Fedeli", deren Leiter Giovan Battista Andreini (1576-1654) sie nach einem langjährigen Verhältnis und dem Tod dessen erster Frau Virginia im Jahr 1631 heiratete; vgl. Giulio Piccini: L’epistolario d’Arlecchino (Tristano Martinelli 1556–1631), Florenz 1896, S. 27; Pierre-Louis Duchartre: The Italian Comedy. The Improvisation Scenarios Lives Attributes Portraits and Masks of the Illustrious Characters of the Comedia dell’Arte, New York 1966, S. 96; Siro Ferrone: La Commedia dell’Arte. Attrici e attori italiani in Europa (XVI–XVIII secolo), Torino 2014, S. 261 und 307; John Rudlin / Olly Crick: Commedia dell’Arte. A Handbook for Troupes, New York 2001, S. 49.
Angern, Familie

Anm.: Im Erzstift Magdeburg ansässiges Adelsgeschlecht.
Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier., NDB
Fürst Bernhard von Anhalt

geb. 1571
gest. 1596
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1595/96 Obrist des Obersächsischen Reichskreises im Langen Türkenkrieg.

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Fürst Joachim Ernst von Anhalt

geb. 1536
gest. 1586
Anm.: Sohn des Fürsten Johann IV. von Anhalt-Zerbst (1504-1551) und Großvater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1562-1570 gemeinsam mit seinem Bruder Bernhard (1540-1570) regierender, seit 1570 alleinregierender Fürst von Anhalt.

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Fürst Johann Ernst von Anhalt

geb. 1578
gest. 1601
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1601 kaiserlicher Obrist im Langen Türkenkrieg.

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Fürst Otto II. von Anhalt-Aschersleben

geb. ca. 1260
gest. 1315
Anm.: Sohn des Fürsten Otto I. von Anhalt-Aschersleben (gest. 1304); seit 1304 regierender Fürst von Anhalt-Aschersleben.

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Fürstin Agnes Magdalena von Anhalt-Bernburg

geb. 1612
gest. 1629
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.

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Fürstin Amalia Juliana von Anhalt-Bernburg

geb. 1597
gest. 1605
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.

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Fürstin Amoena Juliana von Anhalt-Bernburg

geb. 1609
gest. 1628
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.

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Fürstin Anna von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Gräfin Anna von Bentheim-Steinfurt und Tecklenburg

geb. 1579
gest. 1624
Anm.: Tochter des Grafen Arnold II. von Bentheim-Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); ab 1595 Ehe mit Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Mutter Christians II.; führte gemeinsam mit ihrer Tochter Eleonora Maria (1600-1657) seit 1617 die "Noble Académie des Loyales" oder "Getreue Gesellschaft", eine Gesellschaft hochadliger reformierter Damen.

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Fürstin Anna Magdalena von Anhalt-Bernburg

geb. 1603
gest. 1611
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.
Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1604
gest. 1640
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.
Fürst Albrecht von Anhalt-Bernburg
Bischof Albrecht I. von Halberstadt

gest. 1324
Anm.: Sohn des Fürsten Bernhard I. von Anhalt-Bernburg (1218-1287); seit 1304 Bischof von Halberstadt.
Fürst Berengar von Anhalt-Bernburg

geb. 1626
gest. 1627
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Bernhard II. von Anhalt-Bernburg

geb. ca. 1260
gest. 1322
Anm.: Sohn des Fürsten Bernhard I. von Anhalt-Bernburg (1218-1287); seit 1287 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1316-1322 letzter askanischer Inhaber der Grafschaft Aschersleben.
Fürst Bogislaw von Anhalt-Bernburg

geb. 1633
gest. 1634
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg

geb. 1568
gest. 1630
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Vater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1582 Reise nach Konstantinopel; 1591/92 Führer eines Expeditionskorps für Heinrich von Navarra; 1592 Übertritt zum reformierten Glauben; 1592/93 Befehl über die protestantischen Truppen im Krieg um das Bistum Straßburg; 1595-1620 oberpfälzischer Statthalter in Amberg und zunehmend Leiter der pfälzischen Politik; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1610 Unionsgeneral im klevisch-jülischen Krieg; seit 1618 Senior des Hauses Anhalt; 1619/20 Kommandierender der pfälzisch-böhmischen Truppen, nach deren Niederlage in der Schlacht am Weißen Berg durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637) geächtet; Flucht nach Schweden (1621) und Flensburg (1622-24); 1624 Aufhebung der Reichsacht; seit 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sehnliche").

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Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unveränderliche"); Kurzbiographie im Rahmen dieser Edition unter http://www.tagebuch-christian-ii-anhalt.de/index.php?article_id=15.

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Fürst Christian III. von Anhalt-Bernburg

geb. 1631
gest. 1631
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.

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Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des Stifts Gandersheim.

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Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg

geb. 1608
gest. 1632
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1626/27 Gesandtschaften nach Wien und Dresden; 1628-1631 kaiserlicher Obrist; ab 1630 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1631 kursächsischer Obrist, als welcher er in der Schlacht bei Lützen tödlich verwundet wurde; seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlbewahrte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Friedrich Ludwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1619
gest. 1621
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.
Fürst Joachim Ernst von Anhalt-Bernburg

geb. 1629
gest. 1629
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Louise Amalia von Anhalt-Bernburg

geb. 1606
gest. 1635
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.
Fürstin Sibylla Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1602
gest. 1648
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1627
gest. 1627
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Anna Katharina von Anhalt-Bernburg-Harzgerode
Geburtsname: Gräfin Anna Katharina zur Lippe-Detmold

geb. 1612
gest. 1659
Anm.: Tochter des Grafen Simon VII. zur Lippe-Detmold (1587-1627); seit 1657 Ehe mit Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670).
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

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Fürstin Agnes von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Landgräfin Agnes von Hessen-Kassel

geb. 1606
gest. 1650
Anm.: Tochter des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); seit 1623 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660).
Fürstin Anna Maria von Anhalt-Dessau

geb. 1591
gest. 1637
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Dorothea von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Pfalzgräfin Dorothea von Pfalz-Simmern

geb. 1581
gest. 1631
Anm.: Tochter des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Simmern (1543-1592); 1595-1618 Ehe mit Fürst Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618); seit 1619 Witwensitz auf Schloss Sandersleben.

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Fürstin Dorothea von Anhalt-Dessau

geb. 1625
gest. 1626
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660).
Fürstin Eva Katharina von Anhalt-Dessau

geb. 1613
gest. 1679
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Friedrich Moritz von Anhalt-Dessau

geb. 1600
gest. 1610
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Georg Aribert von Anhalt-Dessau

geb. 1606
gest. 1643
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1618 gemeinsam mit seinem Bruder Fürst Johann Kasimir (1596-1660) regierender Fürst von Anhalt-Dessau (bis 1625 unter dessen Vormundschaft); 1625-1629 in kaiserlichen Kriegsdiensten; seit 1632 Inhaber der Ämter Wörlitz und Radegast; ab 1637 morganatische Ehe mit Johanna Elisabeth von Krosigk; seit 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anmutige").

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Fürst Heinrich Waldemar von Anhalt-Dessau

geb. 1604
gest. 1606
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Joachim von Anhalt-Dessau

geb. 1509
gest. 1561
Anm.: Sohn des Fürsten Ernst von Anhalt-Dessau (1451-1516); 1527-1544 gemeinsam mit seinen Brüdern Johann IV. (1504-1551) und Georg III. (1507-1553) regierender (bis 1530 unter Vormundschaft seiner Mutter Margaretha), danach alleinherrschender Fürst von Anhalt-Dessau.

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Fürst Joachim Ernst von Anhalt-Dessau

geb. 1592
gest. 1615
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Johann Georg I. von Anhalt-Dessau

geb. 1567
gest. 1618
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1603-1606 Regent des Fürstentums Anhalt (im Namen seiner Brüder); ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Dessau und Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlriechende").

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Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau

geb. 1627
gest. 1693
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); schwedischer Obrist (1655-1658) und Generalmajor (1658); ab 1658 kurbrandenburgischer General und Statthalter der Kurmark sowie Obrist (1658-1660 und seit 1666); später auch Geheimer Staats- und Kriegsrat in Berlin sowie Feldmarschall (1670); ab 1660 regierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1670 Senior des Hauses Anhalt; ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefüllte").

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Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

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Fürstin Juliana von Anhalt-Dessau

geb. 1626
gest. 1652
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660).
Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Bernburg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1651-1660 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660).

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Fürstin Amalia Louise von Anhalt-Köthen

geb. 1634
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Fürstin Amoena Amalia von Anhalt-Köthen
Geburtsname: Gräfin Amoena Amalia von Bentheim-Steinfurt und Tecklenburg

geb. 1586
gest. 1625
Anm.: Tochter des Grafen Arnold II. von Bentheim-Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); seit 1606 Ehe mit Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650).

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Fürstin Louise Amoena von Anhalt-Köthen

geb. 1609
gest. 1625
Anm.: Tochter des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1579
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1600 Aufnahme in die Florentiner Accademia della Crusca ("L'Acceso"); seit 1606 regierender Fürst von Anhalt-Köthen; 1631-1635 schwedischer Statthalter der Stifte Magdeburg und Halberstadt; 1617 Mitbegründer und bis zu seinem Tod erstes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nährende").

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Fürst Ludwig d. J. von Anhalt-Köthen

geb. 1607
gest. 1624
Anm.: Sohn des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Saftige").

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Fürstin Sophia von Anhalt-Köthen
Geburtsname: Gräfin Sophia zur Lippe

geb. 1599
gest. 1654
Anm.: Tochter des Grafen Simon VI. zur Lippe (1554-1613); 1626-1650 Ehe mit Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650).

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Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1638
gest. 1665
Anm.: Sohn des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1650 regierender Fürst von Anhalt-Köthen, bis 1658 unter Vormundschaft der Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) bzw. Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlangende").
Fürst Wolfgang von Anhalt-Köthen
Fürst Wolfgang von Anhalt-Bernburg

geb. 1492
gest. 1566
Anm.: Sohn des Fürsten Waldemar VI. von Anhalt (1450-1508); alleinregierender Fürst von Anhalt-Köthen (1508-1562) und Anhalt-Bernburg (1544-1562) sowie 1508-1544 gemeinsame Regierung mit seinen Dessauer Vettern Johann IV. (1504-1551), Georg III. (1507-1553) und Joachim (1509-1561) in Anhalt-Bernburg und Anhalt-Zerbst; seit 1525 Förderer der Reformation in Anhalt; 1547-1552 Reichsacht wegen Beteiligung am Schmalkaldischen Krieg.

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Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

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Fürstin Dorothea von Anhalt-Plötzkau

geb. 1623
gest. 1637
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Fürstin Ehrenpreis von Anhalt-Plötzkau

geb. 1625
gest. 1626
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Fürstin Elisabeth von Anhalt-Plötzkau

geb. 1630
gest. 1692
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Emanuel von Anhalt-Plötzkau
Fürst Emanuel von Anhalt-Köthen

geb. 1631
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Lebrecht (1622-1669) in Plötzkau; ab 1657 in schwedischen Kriegsdiensten; 1659/60 in dänischer Gefangenschaft; 1662 Teilnahme am venezianischen Feldzug gegen die Türken; 1665-1669 zusammen mit seinem Bruder Lebrecht herrschender und seit 1669 alleinregierender Fürst von Anhalt-Köthen; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Strebende").

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Fürst Ernst Gottlieb von Anhalt-Plötzkau

geb. 1620
gest. 1654
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1653 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Emanuel (1631-1670) und Lebrecht (1622-1669) in Plötzkau; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Starke").

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Fürst Georg III. von Anhalt-Plötzkau
Fürst Georg III. von Anhalt-Dessau

geb. 1507
gest. 1553
Anm.: Sohn des Fürsten Ernst von Anhalt-Dessau (1451-1516); 1525-1544 gemeinsam mit seinen Brüdern Johann IV. (1504-1551) und Joachim (1509-1561) Regent des Fürstentums Anhalt-Dessau (bis 1530 unter Vormundschaft seiner Mutter Margaretha); ab 1526 Dompropst in Magdeburg; seit 1544 alleinregierender Fürst von Anhalt-Plötzkau; 1544-1549 Koadjutor des Bistums Merseburg.

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Fürstin Johanna von Anhalt-Plötzkau

geb. 1618
gest. 1676
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1660 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg.
Fürst Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
Fürst Lebrecht von Anhalt-Köthen

geb. 1622
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").

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Fürstin Sibylla von Anhalt-Plötzkau
Geburtsname: Gräfin Sibylla zu Solms-Laubach

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Tochter des Grafen Johann Georg zu Solms-Laubach (1547-1600); 1618-1653 Ehe mit Fürst August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653).
Fürstin Sophia von Anhalt-Plötzkau

geb. 1627
gest. 1679
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Adolph von Anhalt-Zerbst
Bischof Adolph von Merseburg

geb. 1458
gest. 1526
Anm.: Sohn des Fürsten Adolph von Anhalt-Zerbst (1405-1473); 1489-1516 Dompropst in Magdeburg; ab 1507 Koadjutor des Bischofs Thilo von Merseburg (1443-1514); seit 1514 Bischof von Merseburg.

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Fürstin Dorothea Hedwig von Anhalt-Zerbst
Geburtsname: Herzogin Dorothea Hedwig von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb. 1587
gest. 1609
Anm.: Tochter des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1564–1613); seit 1605 Ehe mit Fürst Rudolph von Anhalt-Zerbst (1576-1621); danach Witwensitz in Coswig (Anhalt).

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Fürstin Elisabeth von Anhalt-Zerbst

geb. 1617
gest. 1639
Anm.: Tochter des Fürsten Rudolph von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Johann IV. von Anhalt-Zerbst
Fürst Johann IV. von Anhalt-Dessau

geb. 1504
gest. 1551
Anm.: Sohn des Fürsten Ernst von Anhalt-Dessau (1451-1516) und Urgroßvater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1516-1544 gemeinsam mit seinen Brüdern Georg III. (1507-1553) und Joachim (1509-1561) Regent des Fürstentums Anhalt-Dessau (bis 1530 unter Vormundschaft seiner Mutter Margaretha); seit 1544 alleinregierender Fürst von Anhalt-Zerbst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolph von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; bis 1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Magdalena (1583-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst und schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

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Fürstin Magdalena von Anhalt-Zerbst
Geburtsname: Gräfin Magdalena von Oldenburg

geb. 1583
gest. 1657
Anm.: Tochter des Grafen Johann XVI. von Oldenburg (1540-1603); 1612-1621 Ehe mit Fürst Rudolph von Anhalt-Zerbst (1576-1621); danach Witwensitz in Coswig (Anhalt).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Rudolph von Anhalt-Zerbst

geb. 1576
gest. 1621
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; seit 1618 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Süße").

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Anna N. N.

Anm.: Um 1630/32 Dienerin der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Anna Christina N. N.

Anm.: Um 1629 lebende, davor vermutlich zum Christentum konvertierte Türkin mit sehr langen Haaren.
Anna Maria N. N.

geb. ca. 1612/13
Anm.: Stummes Mädchen aus Braunschweig; zunächst Erziehung am Schöninger Witwenhof der Herzogin Elisabeth von Braunschweig-Wolfenbüttel (1573-1626); danach Leben im Kloster Wolmirstedt; soll im August/September 1630 in Wasserleben plötzlich gesprochen haben.
Robert Anstruther

geb. 1578
gest. 1644/45
Anm.: Sohn des schottischen Master of the Royal Household James Anstruther; ab 1589 Page am Kopenhagener Hof; seit 1606 dänischer Agent am schottischen bzw. englischen Königshof; danach mehrfach englischer Diplomat (1612/13 Vermittlung des Friedens von Knäred zwischen Schweden und Dänemark, 1624/25 Aushandlung eines dänisch-englisches Bündnisses); ab 1621 Gentleman of the Bedchamber; später Privy Councillor des Königs Karl I. von England (1600-1649); 1630 englischer Gesandter auf dem Regensburger Kurfürstentag; 1633/34 Teilnahme am Heilbronner Konvent, kurzzeitig englischer Resident in Hamburg und Gesandter an verschiedenen deutschen Höfen; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fleißige").

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Antenor

Anm.: Mythische Gestalt (Sohn des Aesyetes und der Cleomestra, Rat des Königs Priamos in Troja und sagenhafter Gründer von Padua) aus Homers "Ilias" und Vergils "Aeneis".

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N. N. Anthoni

Anm.: Um 1621 kaiserlicher Rittmeister wallonischer Herkunft.
Alfonso Antonini

geb. 1584
gest. 1657
Anm.: Sohn des Girolamo Antonini; seit 1616 in venezianischen Kriegsdiensten, um 1623 als Generalkommissar der Kavallerie in Dalmatien; außerdem Astronom und Mathematiker, der bei Galileo Galilei (1564-1642) studierte.
Antonio N. N.

Anm.: Um 1623 Reitlehrer in Padua.
Marcus Antonius

geb. 86/83/82 v. Chr.
gest. 30 v. Chr.
Anm.: Sohn des römischen Konsuls Marcus Antonius Orator (143-87 v. Chr.); Vertrauter von Gaius Iulius Caesar (100-44 v. Chr.); seit 50 v. Chr. römischer Augur; 44 v. Chr. Konsul; 43-32 v. Chr. Triumvir; danach erfolgloser Krieg gegen Octavian (63 v. Chr.-14 n. Chr.).

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Heiliger Antonius

geb. 1195
gest. 1231
Anm.: Portugiesischer Franziskaner, Kirchenlehrer und Prediger in Padua.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. d' Antrevar et Lissare (1)

Anm.: Französischer Adliger und Bruder von N. N. d'Antrevar et Lissare (2).
N. N. d' Antrevar et Lissare (2)

Anm.: Französischer Adliger und Bruder von N. N. d'Antrevar et Lissare (1).
Georg Anwander

gest. nach 1634
Anm.: Um 1610/12 Pfarrer in Kaufbeuren; später Exulant in Anhalt.

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Jeremias Apfel

Anm.: Geboren in Waltershausen/Thüringen; um 1614 Studium in Erfurt; 1623 Kantor in Neunburg vorm Wald (Oberpfalz); 1624/25 Pfarrer in Dürnsricht und Schmidgaden; 1626 Emigration nach Nürnberg.
N. N. Apfelmann

Anm.: Kaiserlicher Hauptmann, welcher 1620 dem Heer der böhmischen Konföderierten unter Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg seine Dienste angeboten hat.
Apoll

Anm.: Griechisch-römischer Gott des Lichts, der Heilung, des Frühlings, der Sittenreinheit und Mäßigung sowie der Weissagung und Künste.

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Appiani, Familie

Anm.: Italienisches Adelsgeschlecht.

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Caecus Appius Claudius

geb. ca. 300 v. Chr.
Anm.: Römischer Politiker und Redner.

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Graf N. N. von Arco (1)

Anm.: Angehöriger des Trientiner Adelsgeschlechts.
Graf N. N. von Arco (2)

Anm.: Angehöriger des Trientiner Adelsgeschlechts.
Graf Johann Baptist von Arco

geb. 1588
gest. 1628
Anm.: Sohn des Grafen Prosper von Arco (gest. 1607); seit 1622 kaiserlicher Kämmerer.
N. N. Ardenhofer

Anm.: Um 1628 kaiserlicher Obristwachtmeister.
Ludwig Arendt

Anm.: Anhaltischer Untertan.
Wilm Arendts

Anm.: Geboren in Harderwijk; um 1626 niederländischer Schiffer, der früher in Ostindien gelebt hat.
Felipe de Areyzaga y Avandagno
Felipe de Areyçaga y Avendano

Anm.: Geboren an der Biskaya; spanischer Obristleutnant (1620), welcher in der Schlacht am Weißen Berg den Verwundungsschuss auf den Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg abgegeben haben will, und Obrist (1621-1628).
Ludovico Ariosto

geb. 1474
gest. 1533
Anm.: Sohn des italienischen Adligen und Militärs Niccolò Ariosto (1433-1500); italienischer Dichter und Humanist; ab 1484 Besuch der Lateinschule und seit 1489 Rechtsstudium in Ferrara; 1493 Beitritt zu einer Schauspielgruppe, die am herzoglichen Hof von Ferrara Stücke aufführte; 1500-1503 Hauptmann und Kommandant einer Grenzfestung bei Canossa; 1503-1517 Sekretär des Kardinals Ippolito d'Este (1479-1520); ab 1518 in Diensten des Duca Alfonso I. di Ferrara, Modena e Reggio (1476-1534); 1522-1525 Gouverneur der Provinz Garfagnana; 1525 Intendant des Hoftheaters in Ferrara und kurz danach Rückzug ins Privatleben.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Aristarchos von Samothrake

geb. ca. 216 v. Chr.
gest. 144 v. Chr.
Anm.: Griechischer Philologe und Direktor der Bibliothek von Alexandria.

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Aristophanes von Byzanz

geb. 257 v. Chr.
gest. 180 v. Chr.
Anm.: Griechischer Philologe und Direktor der Bibliothek von Alexandria.

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Aristoteles

geb. 384 v. Chr.
gest. 322 v. Chr.
Anm.: Griechischer Philosoph und Universalgelehrter.

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N. N. von Arnim

Anm.: Um 1622/23 Hauptmann.
Hans Georg von Arnim

geb. 1583
gest. 1641
Anm.: Sohn des Bernd von Arnim (1550-1611); 1613-1617 schwedischer Obrist; 1621 Wechsel in polnische Kriegsdienste; 1624/25 erneut schwedischer Obrist; kaiserlicher Obrist (1627-1629) und Feldmarschall (1628/29); 1631/32 kurbrandenburgischer Obrist; 1631-1635 kursächsischer Obrist Feldmarschall; 1637/38 in schwedischer Gefangenschaft; 1638 erneuter Eintritt in kaiserlich-kursächsische Dienste; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gepriesene").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Katharina Dorothea von Arnim
Geburtsname: Katharina Dorothea von Hoym

geb. 1619
gest. 1660
Anm.: Tochter des Christian Julius von Hoym (1586-1656); seit 1638 Ehe mit Wolf Christoph von Arnim (1607-1668).
Andreas Arnold

gest. nach 1628
Anm.: Holländer; im Frühjahr 1624 Kammerdiener des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg; um 1627 fürstlicher Kammerdiener in Bernburg.
Matthias Arnoldin von Clarstein

geb. ca. 1575
gest. 1649
Anm.: Geboren in Böhmen; Dr. jur.; ab ca. 1605 kaiserlicher Appellationssekretär; seit 1612 Hofkammersekretär; ab 1618 Hofkammerrat; seit 1626 erster Sekretär der Reichskanzlei und Protokollführer des Geheimen Rates; ab 1628 Reichshofrat; nach 1639 schrittweiser Rückzug aus seinen Amtsgeschäften; 1623 Verleihung der Hofpfalzgrafenwürde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Arnsberg, Familie
Grafen von Arnsberg

Anm.: Im Jahr 1371 ausgestorbenes westfälisches Reichsgrafengeschlecht.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Wolf von Arnswaldt

Anm.: Thüringischer Adliger; 1630 Abgesandter der Gräfin Anna Sophia von Schwarzburg-Rudolstadt (1584-1652) auf der Beerdigung des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630).
Sebastian Arthofer von Schützenberg

Anm.: Österreichischer Adliger; kaiserlischer Obristwachtmeister (1627) und Obrist.
N. N. von Aschersleben

Anm.: Pommerischer Adliger; um 1626 Student am Gymnasium Illustre Harderwijk.
Johann Gottfried von Aschhausen
Bischof Johann Gottfried von Bamberg
Bischof Johann Gottfried von Würzburg

geb. 1575
gest. 1622
Anm.: Sohn des bischöflich-würzburgischen Amtmanns Gottfried von Aschhausen (gest. 1581); Domherr in Bamberg (1593) und Würzburg (1596); ab 1604 Dekan des Ritterstifts Comburg; seit 1609 Bischof von Bamberg; ab 1617 auch Bischof von Würzburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Gaspare Aselli

geb. 1581
gest. 1625
Anm.: Geboren in Cremona; Medizinstudium in Pavia; danach Chirurg in Mailand; 1612-1620 leitender Feldchirurg der spanischen Armee in Italien; 1622 Entdecker der Lymphgefäße; seit 1624 Professor für Anatomie in Pavia.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
John Ashburnham

geb. 1603
gest. 1671
Anm.: Sohn des Adligen John Ashburnham (gest. 1620); ab ca. 1622 im Dienst der Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz (1596-1662); seit 1623 Hofmeister der Söhne des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) in Leiden; ca. 1626-1628 Vorsteher des Haushaltes von Kurfürstin Elisabeth; 1628 Groom of the bedchamber (Kammerjunker) des Königs Karl I. von England (1600-1649) und Parlamentsmitglied; 1643 Ausschluss aus dem Parlament und Konfiskation seiner Güter als Parteigänger der Königs; 1644 Schatzmeister der königlichen Armee; 1646 Flucht nach Paris über die Niederlande; 1647 wieder in Diensten von König Karl I.; ab 1648 mehrfach in Gefangenschaft und erneute teilweise Enteignung als Royalist; nach der Restauration Diplomat für König Karl II. von England (1630-1685); 1661-1667 erneut Parlamentsmitglied.

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Askanier, Dynastie

Anm.: Deutsche Herrscherdynastie, die vor allem das Fürstentum Anhalt, die Markgrafschaft Brandenburg sowie die Herzogtümer Sachsen-Lauenburg und Sachsen-Wittenberg regierte.

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Asmodi
Asmodäus

Anm.: Dämon aus der jüdischen Mythologie.
N. N. Aspan von Haag

Anm.: Um 1621/22 kaiserlicher Rittmeister.
Esther Aspan von Haag
Geburtsname: Ester von Gera

gest. nach 1645
Anm.: Tochter des Christoph von Gera (gest. 1609) zu Arnfels; seit 1610 Ehe mit Hans Joachim Aspan von Haag (gest. 1645).
Hans Joachim Aspan von Haag

gest. 1645
Anm.: Sohn des Landrats Jakob Aspan von Haag (gest. 1610); Herr auf Lichtenhaag, Hartheim und Wimspach.

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Asseburg, Familie

Anm.: Niedersächsisches Adelsgeschlecht.
Agnes von der Asseburg
Geburtsname: Agnes von Schauroth

gest. 1652
Anm.: Erste Ehefrau des Bernhard von der Asseburg (1593-1657).
Bernhard von der Asseburg

geb. 1593
gest. 1657
Anm.: Sohn des Ludwig d. Ä. von der Asseburg (1546-1633); Erbherr auf Wallhausen.
Busso von der Asseburg

geb. 1586
gest. 1646
Anm.: Sohn des August von der Assenburg (1545-1604); Erbherr auf Falkenstein (Unterharz), Neindorf und Peseckendorf.

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Eleonora Elisabeth von der Asseburg

geb. 1637
gest. 1664
Anm.: Tochter des Johann August von der Asseburg (1611-1660).
Johann von der Asseburg

geb. 1578
gest. 1651
Anm.: Sohn des Ludwig d. Ä. von der Asseburg (1546-1633); Erbherr auf Schermcke.
Johann August von der Asseburg

geb. 1611
gest. 1660
Anm.: Sohn des Christoph Johann von der Asseburg (1580-1651); Erbherr auf Ampfurth und Eggenstedt.
Ludwig d. Ä. von der Asseburg

geb. 1546
gest. 1633
Anm.: Sohn des Johann von der Asseburg (1511-1567); Erbherr auf Wallhausen, Schermcke und Hinnenburg.

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Ludwig d. J. von der Asseburg

geb. 1583
gest. 1669
Anm.: Sohn des Ludwig d. Ä. von der Asseburg (1546-1633); Erbherr auf Wallhausen und Hinnenburg; 1597-1602 Edelknabe des Grafen Georg Eberhard zu Solms-Lich (1568-1602); danach Teilnahme am Langen Türkenkrieg; 1611-1613 in dänischen Kriegsdiensten als Leutnant und Rittmeister; 1613/14 braunschweigisch-wolfenbüttelischer Rittmeister; 1618-1620 Rittmeister der böhmischen Konföderierten; ligistischer Obristleutnant (1622-1625) und Obrist (1625-1627); ca. 1627-1634 kaiserlicher Obrist.
Maria Elisabeth von der Asseburg
Geburtsname: Maria Elisabeth von Erffa

geb. nach 1593
gest. 1639
Anm.: Tochter des Hans Hartmann von Erffa (1551-1610); seit 1616 Ehe mit Ludwig d. J. von der Asseburg (1583-1669).
Sophia Dorothea von der Asseburg
Geburtsname: Sophia Dorothea von Lützow

geb. ca. 1615
gest. 1641
Anm.: Tochter des Joachim (2) von Lützow; ab ca. 1626 Kammerjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); seit 1635 Ehe mit Johann August von der Asseburg (1611-1660).
Pierre Asselineau

gest. vor 1634
Anm.: Sohn eines hugenottischen Arztes in Orléans; Flucht vor den französischen Religionskriegen nach Italien; vermutlich Medizinstudium in Padua; danach Arzt in Venedig.
König Sanherib von Assyrien
König Sanherib von Babylonien

geb. ca. 745 v. Chr.
gest. 680 v. Chr.
Anm.: Sohn des Königs Sargon II. von Assyrien (gest. 705 v. Chr.); ab 705 v. Chr. König von Assyrien; 705–703 v. Chr. und seit 688 v. Chr. auch König von Babylonien; biblische Figur.

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António de Ataíde
Conde António de Castro Daire
Conde António da Castanheira

geb. 1567
gest. 1647
Anm.: Sohn des António de Ataíde, Conde da Castanheira (gest. 1603); ab 1587 militärische Karriere als General der spanischen Galeeren, General der Küstenarmada, Infantrieobrist, Kapitänmajor der Indischen Flotte (1611/12) und Generalkapitän der portugiesischen Flotte (1618-1621); Kämmerer des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); Hofmarschall der Königin Isabel von Spanien (1602–1644); portugiesischer Staatsrat; Ratspräsident von Aragon; seit 1625 Conde de Castro Daire; 1629 außerordentlicher spanischer Botschafter in Wien; 1631-1633 Gouverneur von Portugal; ab 1637 Conde da Castanheira; 1641 kurzzeitige Verhaftung wegen prospanischer Haltung.

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N. N. Athenäus

Anm.: Ehefrau des Meisdorfer Pfarrers Valentin Athenäus (gest. vor 1628) und um 1628 Hofbesitzerin in Reinstedt.
Valentin Athenäus
Valentin Athen

gest. vor 1628
Anm.: Geboren in Aschersleben; Studium in Leipzig (1601), Helmstedt (1603) und Wittenberg (1604); 1608 Mag. (Leipzig); seit 1615 Pfarrer in Meisdorf (bei Falkenstein/Harz); Hausbesitzer in Reinstedt.
Graf Johann Friedrich von Attems

geb. 1593
gest. 1663
Anm.: Sohn des Hermann von Attems (1564-1611); kaiserlicher Obrist und Kämmerer; später auch Hofkriegsrat; seit 1643 Oberststallmeister der verwitweten Kaiserin Eleonora (1598-1655); 1630 Erhebung in den Grafenstand.
Graf Johann Jakob von Attems

geb. 1598
gest. 1670
Anm.: Sohn des Hermann von Attems (1564-1611); kaiserlicher Obrist; ab 1625 kaiserlicher Kämmerer ; seit 1667 Landesverweser des Herzogtums Kärnten; 1630 Erhebung in den Grafenstand.
Graf Maximilian Hermann von Attems

geb. 1604/07
gest. 1684
Anm.: Sohn des Hermann von Attems (1564-1611); Kämmerer und Geheimer Rat des Erzherzogs Leopold Wilhelm von Österreich (1614-1662); 1630 Erhebung in den Grafenstand.
Gräfin Ursula von Attems
Geburtsname: Ursula Breuner

geb. 1568
gest. 1641
Anm.: Tochter des Kaspar Breuner (1530-1570); 1588-1611 Ehe mit Hermann von Attems (1564-1611); 1623-1624 Obersthofmeisterin der Erzherzoginnen Maria Anna (1610-1665) und Caecilia Renata (1611-1644); 1624-1637 Obersthofmeisterin der Kaiserin Eleonora (1598-1655); 1630 Erhebung in den Grafenstand.
Théodore Agrippa d' Aubigné
Théodore Agrippa d'Aubigné

geb. 1550/52
gest. 1630
Anm.: Sohn des Richters Jean d'Aubigné, Seigneur de Brie en Xaintonge (gest. 1563); 1568-1570 Teilnahme am dritten Hugenottenkrieg; 1573-1577 Écuyer sowie 1587-1593 hoher Militär und Verwaltungsbeamter des Königs Heinrich III. von Navarra (1553-1610); danach Rückzug aus der Politik und Tätigkeit als Autor literarischer und historischer Werke; 1620 Verbannung wegen Beteiligung an einer erfolglosen Verschwörung gegen den königlichen Fav