Text

➨ Hinweis: Die Edition ist in Bearbeitung und daher nur eingeschränkt zitierfähig.

Zur Zeit sind Änderungen und Korrekturen am Text und in den Apparaten möglich.

Danach werden etwaige Korrekturen und Ergänzungen in einem Änderungsregister gelistet.

Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: August 1635
[Inhaltsverzeichnis]
01. August 1635
02. August 1635
03. August 1635
04. August 1635
05. August 1635
06. August 1635
07. August 1635
08. August 1635
09. August 1635
10. August 1635
11. August 1635
12. August 1635
13. August 1635
14. August 1635
15. August 1635
16. August 1635
17. August 1635
18. August 1635
19. August 1635
20. August 1635
21. August 1635
22. August 1635
23. August 1635
24. August 1635
25. August 1635
26. August 1635
27. August 1635
28. August 1635
29. August 1635
30. August 1635
31. August 1635
|| [[Handschrift: 374v]]

Samstag den 1. ⁄ 11.ten: des AugustsAugustj.


Mitt dem Kayser hinauß pürschen. Wir haben
aber kein recht glück gehabt, wiewol es mir gar
nahe gewesen. Jch habe auch mitt Jhrer Mayestät eße[n]
müßen. Der Ertzhertzog, war auch mitt darbey. Vndt
der Kayser war heütte gar sehr leühtsehlig, vndt wo[l] || [[Handschrift: 375r]]
mitt mir zu frieden. Gott gebe die bestendige
continuation wie ich hoffe, vndt daß ichs genießen
möge. Der Ertzherzog war auch gar sehr höflich.


Man helt davor, Maintz seye erobert, wiewol
der Tapfere oberste Deodatj davor geblieben.


Es soll sich im Reich, fast alles accommodiren.


BesuchVisite diesen abendt, von dem betrübten hertzog Julius
heinrich von Saxen
. Jch wollte ihm gern helfen, wenn
ich nur köndte. Jch weiß, wie einem gefangenen zu
muhte ist, denn ich auch einer gewesen.


Der Graf Montecuculj, hat heütte gegen den Erzhertzog,
vndt Obrist kammerer, aufm spiel in der Primiera
300 ducaten verlohren, darnach noch 50 ducaten
auf vnserer kuzsche, gegen den Obrist kammerherrn, vndt
einen von hallwyl, des Erzhertzogs kammerherrn.

Sonntag den 2. ⁄ 12. des AugustsAugustj.


Zugesehen in der Jesuiter kirche, wie von dem NuntiusNuntio, des
Pabsts (welcher ein Baglionj von geschlechtt, vndt der letzte seines
Stammes vndt Nahmens ist, kommen von Perugia her, alda Sie
vorzeitten Fürsten gewesen, er ist aber Bischoff zu Pesaro)
Meß gehalten worden, gar feierlichsolenniter, nach dem der Graf
von Altheimb
, mitt Seiner gemahlin, kindern vndt comitat,
grün gekleidett, in Prozessionin processione ankommen, vndt mitt vielen
grünen fahnen. InzwischenInterim habe ich mitt dem Pater Lemmermann || [[Handschrift: 375v]]
des Kaysers beicht vatter, vielerley conversirt, von Religions:
vndt andern sachen. Nach der <ersten> meße, hat man auf dem platz[,]
die publication der hierarchischen Gemeinschaft außgerufen[,]
vor der kirche, vndt Altar aufgerichtett<so davor aufgerichtett> gewesen, vndt der Graf
von Althejmb
, hat selber darzu perorirt. Jch habe es aber, in etwas
versaümet zu sehen, weil ich mitt dem PaterPatre Lemmermanno[,]
zu sehr im dißcurß mich vertiefft. Darnach, alß die Proce[ßi]-
on wieder in die kirchen gekommen, vndt das evangelium
gelesen worden, hat der Graf von Altheimb, sejnen Sebel [her]-
<auß> vnd einen vngrischen schön versetzten armschienen angezogen,
vndt also gehalten, bjß es außgelesen gewesen. Darnach
hats wieder, Meßen, kljngeley, Musjcken, vndt
heerpaucken, vndt Trommeten, zeitweiligper intervalla gegeben,
biß alles ein ende gehabtt, vndt scheinet, daß diß wergk
Schreiben<einen guten> vorsatz habe. Jedoch kan man nicht wißen[,]
ob eben der Graf von Altheimb, darzu versehen seye, daß er das
große wergk, außführen solle, wiewol ers gut meynet.


Schreiben von Madame; vom 21. vndt 22. des JulisJulij, daß die
Schwedischen, 32000 Mann stargk, vmb vns herumb liegen,
vndt alle die vor feinde halten wollen, die es sich nicht mitt
ihnen coniungiren.


Brief vom herzog Franz Albrecht in höflicher Formin forma mansueta, wegen Seiner schuldt.


Obrist Keßler hat mich laßen sollicitiren, wegen 200 pistolen,
(machen 1000 Gulden (florenus)f.) so er Meinem bruder <Seliger> will geljehen haben, || [[Handschrift: 376r]]
vndt hat doch keinen schein nicht aufzuweysen. EbensoJtem:
er gibt vor, er habe Meinem Sehligen bruder Sechskutzschen-
roß[!], mitt einer kutzsche geschencktt, die wehren auch noch
nicht bezahlt, er wollte diß aber vergeßen, wenn er nur
die 1000 Gulden (florenus)f: bekähme, vndt ich soll es also glaüben, da er
doch so lange still geschwiegen, prætendirt auch, er
habe Meines bruders Seliger seine schreiben verbrandt, J
wie er wehre gefangen worden, damitt man nicht
wjßen sollte, daß er anderwerts geldt außenstehen hette.


Johann Löw jst mein gast zu Mittage gewesen, vndt
hat mir itzigen rapport referirt. Jst aber ohne zweifel vn-
gegründet, vndt wirdt vor null vndt nichtig von mir gehalten.


Beachte wohlNota Bene der kleine Erdtmann ist kranck gewesen.
Sie schreiben es mir weder richtig noch unbefangen.Jls ne me l'escrivent pas bien, nj naifuement.


Nachmittags vmb<nach> 4 vhr, nach bey Kayßerlicher Mayestätt, audientz
gehabtt 1. Abschiedt, wegen des Fortgangs des Kaisers, der Änderung der Luft, der Verwirrungen im Fürstentumob discessum Cæsaris, mutationem
aeris, Turbas in Principatu
2. Mejne Verrichtungenexpeditiones
befördern, endtweder weil ich noch etzliche wenig tage,
alhier bleiben möchte, oder Johann Löben Befehlordre hindterlaße.
<wollte vngern unverrichteter Dingere infecta abziehen.>
3. Richtigkeitt der lehen, darinnen soll Jhrer Mayestät in kurzem
satisfaction wiederfahren, wann ich die vollmachten der herrn vettern
erlange. 4. Fürsprache für Herzog Julius Heinrich, verbunden mit der bayerischenJntercessio pro Duce Julio Henrico, conjuncta
cum Bavarica
. 5. Danksagung für das gute Zeugnis über meine Person, das dem Grafen von Althan von Ihrer Majestät gegeben wurde.Ringraziamento per il buon testimonio || [[Handschrift: 376v]]
della mia persona, dato [...] al Conte d'Althejmb,
da Sua Maestà.
6. Meine Beförderung durch den Kurfürsten von Sachsen oder andere gute Freunde Ihrer Kaiserlichen MajestätMio avanzamento dall'Elettore dj
Sasssonia
o altrj buonj amicj dj Sua Maestà Cesarea
[.]
Diese zwey letzte puncten kahmen zu letzt, nach
dem die vier ersten schon beantwortett wahren.


Jhre Kayserliche Mayestät offerirten sich gar allergnedigt, wie
"allezeitt, <1.> Sähen mich sehr gerne bey sich, iedoch weil ic[h]
meiner gelegenheitt nach, verraysen wollte, wehren
Sie es auch wol zu frieden. 2. Meine vndterschiedliche sache[n,]
die ich anbrachtt, wann Sie nur vorkähmen vndt prop[o]-
nirt
würden, sollten baldt expedirt werden, vndt
Jhre Mayestät wollten sich in diesem, wie auch in al-
"lem <3.> anderm gern also bezeigen, wie es billich wehre,
"vndt daß ich dero Kayßerliche affection darauß zu verspühre[n.]
<4.> Köndten mir die jntercession nicht verargen,
Sie aber wollten den sachen schon recht zu thun wißen. Gedacht[en]
nichts wegen der ChurBayrischen vorschrifft. Gaben mir da-
"rauff, dero Kayserliche milde handt, zum abschiedt, gar
"freundlichsthumanissime. Wie ich nun neben andern curialien, vor
das höchstgnedigste <5.> Zeugnistestimonium mich allervndterthenigst be-
dancken thete, vndt sagten Jhre Mayestät sjndt deme daß || [[Handschrift: 377r]]
"jch vndt Mein herrvatter hetten Vergebungperdon erlangett,
"wehren wir in dero devotion alzeitt standthaftig
"verblieben, vndt Jhre Kayserliche Mayestät wehren wol
"mitt vnsern actionen zu frieden gewesen, Wir<Jch>
"sollten nur<wenn ich> also bestendig continujren würde,
"wollten mir Jhre Mayestät alzejtt ferrner mitt gnaden
"gewogen verbleiben, 6. darauf sagte ich, Jhre Mayestät
sollten sich deßen versichern, vndt nie vrsach daran zu
zweifeln haben, Jch wüste auch wol Sie würden
mir meine Glückfortuna vndt beförderung, bey denen,
so Jhrer Mayestät gute freünde, alß ChurSaxen vndt
dergleichen, gerne gönnen, wann ich ie zu hause nicht
bleiben köndte, da interrumpirten Jhre Mayestät
"vndt sagten: Es würden sich schon Gelegenheitenoccasiones præsen-
"tiren, ich sollte nur zu Jhrer Mayestät nach Wol-
"ckerßdorf
kommen, es wehre nicht weitt auß
"meinem wege, weil ich doch noch etzliche tage alhier
"zu verbleiben, gesagt hette. Jch sagte darauff,
Jhre Mayestät hetten mir, zu schaffen vndt zu befehlen.
Jch wollte dero befehlich, gern nachkommen, Bähte Sie
wollten allezeitt Mein Allergnedigter Kayser vndt
Herr sein, vndt verbleiben. etcetera

|| [[Handschrift: 377v]]


Graf Porcia hat mich auf dißmal jntroducirt, der
herr obriste kammerherr aber, hat mich angemeldett geste[rn]
zur heüttigen audientz, vndt ist baldt hernacher kommen.


Mitt dem Grafen von Mörßberg, geheimen Raht, vndt
des Fürsten von Eggenberg Schwagern, conversirt, vndt
etwas von meinen anliegen entdecket, Er hat sich ge-
waltig zu meinen diensten, vndt mir zu helfen, das ichs in
der That verspühren sollte, wol erbotten. Auf des itzi[gen]
Königs in Polen wahl, ist er Kayserlicher Gesandter
gewesen, vndt gar ein Treühertziger, frommer, witziger
Cavaglier.


Zeitung daß der König jn Polen, an die Cron Schweden ejn Schreiben abgehen
laßen, (welches albereitt in gedruckten zeitungen) darinne[n]
er seine blutsfreündtschafft, vndt näherung zum König-
reich Schweden zu verstehen gibt, ermahnet sie, ihn anzunehmen[,]
vndt Treẅ zu sein, will ihnen ihre Privilegienprivilegia, religion,
vndt alles confirmiren, auch erweittern, Werden auch dem
freẅlein in Schweden satisfaction geben. Werden sie sich aber
ihm länger wiedersetzen, vndt dadurch Christenblutstürzun[g]
vergrößern, wolle er der König daran vnschuldig, auch
vor Gott, vndt aller weltt, endtschuldiget sein, S[ie]
<aber> aufs eüßerste verfolgen, sonsten wollte er ihnen was
bißhero vorgangen, alles perdonjren. Es wirdt auch Königs || [[Handschrift: 378r]]
gustavj primj Testament darinnen angezogen, daß es
ihm zuträglich wehre, vndt die Erbschaft zuspräche.


Jm Fürstenthumb Anhaltt, vndt in den Stiftern,
sollten bey ein 32000 Mann, Schwedisches volcks, einquar-
tiret sein, hingegen sollen die ChurSäxischen, auch fast so
stargk sein, dörfte kappen setzen. Man will alle die
iehnigen, auf Schwedischer seitten, vor feinde halten, die sich
nicht mitt ihnen coniungiren. Börstel ist vndterwegens.
Schwedische seindt mitt des churfürsten seinen tractaten, nicht
zu frieden, wollen den König in Frankreich[,] Chur die Pfaltz,
vndt andere auch mitt im friedensschluß haben, der Nieder-
Säxische Krayß
, hat nücken. Die Schwedischen haben auf
8 Tage proviandt begehrt, in vnserm lande, sonst wollen
sie es holen, werden es auch zweifelß ohne, gethan haben.


Es lest sich eben also an, wie damalß, alß ich zu Eger
gewesen, das heißtid est: Ränkespielejntrighi mitt verbindungen, und dergleichenet talia.


Stahlmann, soll doch noch gefangen sitzen, vndt sich
vber der mahlzeitt, mitt ejnem brodtmeßer, in die
lincke seytte gestochen haben, in beysein des pro-
foßen, ist aber nicht tödtlich gewesen, wirdt numehr beßer
custodirt, wiewol man alhjer zu Wien, darvor helt,
er seye in Polen, endtwichen, habe auch von dannen auß,
dem allten Marggraffen, gewesenen Administratorsadministratorj zugeschrieben. || [[Handschrift: 378v]]
etcetera


Pater Lemmermann hat sich auch heütte gegen mir offerirt,
mich beym Kayser im besten zu recommendjren, wiewol ich
(seiner höflichen antwortt nach) beym Kayser recommendjr[t]
genugsam wehre, vndt ihn billicher recommendiren sollte.


Er approbirte auch gar wol das Königlich Pollnische
schreiben, an die Cron Schweden, vndt ließe sichs so
wol gefallen, neben den zeitungen, daß ich es ihm ge-
laßen, vndt zugestellet, alles was ich gedrucktt
von Leiptzig bekommen.

Montag den 3. ⁄ 13.den: des AugustsAugustj.


Pater Lemmermann sagte auch gestern: Dass die Lutheraner fast der gleichen Meinung mit ihnen bezüglich der Realpräsenz des Leibes Christi im heiligen Abendmahl seien, aber wir nicht. Dass der Hauptpunkt unseres Streits jener der Kirche sei, wenn diese Differenz beigelegt wäre, hätte man auf die anderen zugehen können, und man habe in solchen Sachen ordentlich vorgehen müssen. Dass die Calvinisten feinsinniger als die Lutheraner seien. Dass er wünsche, dass wir uns zu einer gleichen Meinung vereinigen und dass diese Einigkeit das bessere wäre.Que les Lutheriens
estoyent quasj d'une mesme opinion, avec eux, touchant
la presence substantielle du corps de Christ, en la Sainte Cene,
mais non pas nous. Que le principal poinct, de nos
<Beachte wohlNota Bene> disputes, estoit celuy de l'Eglise, si ce different, estoit
vuidè, l'on se pourroit avancer, devers les autres, & il
falloit aller par ordre, en telles choses. Que les
Calvinistes estoyent plus subtils, que nous<les> Lutheriens.
Qu'il desiroit; que nous fussions tous, d'une mesme opinion[,]
& ceste unitè seroit la meilleure.
Er begann, mir die geheimnisvollen Messgewänder zu erklären, die vom Leiden unseres Herrn zeugten und dass fast alles, was in der Bibel geschrieben sei, Mysterien seien, die niemand anders als der Heilige Geist erklären könne, der durch die Kirchenlehrer wirke, weil nicht jeder die Gabe besitze, die Schrift auszulegen, wie beispielsweise Herodes und andere, die die Schrift durch die Weisen auslegen ließen. Ich disputierte dagegen ein wenig, gestehend, dass es etliche Mysterien in der Bibel gebe, aber dass alles, was zum Heil notwendig sei, deutlich und hinreichend darin enthalten sei. Darüber wurden wir durch das Getöse der Feierlichkeiten des Grafen von Althan unterbrochen.Il commençea a m'ex-
pliquer, les habits mysteriaulx de la Messe, denotans || [[Handschrift: 379r]]
la passion de nostre Seigneur & que <quasj> tout ce quj estoit
escrit en la Bible estoyent[!] des mysteres, que personne
ne pouvoit expliquer, que le Saint Esprit, quj operoit par
les Docteurs <Lehrer> de l'Eglise, car chacun n'avoit pas le don
d'jnterpreter les Escritures, a l'exemple d'Herodes quj<&>
d'autres quj firent interpreter les Escritures par les
sages. Je disputay a l'encontre un peu, confessant qu'il
y avoit plusieurs mysteres en la Bible, mais que tout ce,
qui estoit necessaire a salut, y estoit clairement, &
suffisamment comprins. La dessus, nous fusmes interrompus,
par le Conte d'Altheimb tintamarre des solennitèz du Comte d'Altheimb[.]


Er erklärte mir auch das Mysterium Hoseas, Gehe hin und nimm ein Hurenweib, aber ich habe es vergessen. Hinsichtlich dieses GrundsatzesJl m'expliqua aussy le mystere d'Hoseas, Va &
prens une putain, etcetera
mais je l'ay oubliè.
Quant a cest axiome
: Den Ketzern darf man nicht sein Wort halten usw.Hæreticis non est ser-
vanda fides, perge
[,] er leugnete das und sagte, dass man damit die Jesuiten verleumde und dass Jacques Clément ein Hinterlistiger, ein Königsmörder, ein Mörder, ein Böser und Verderbter sei, der den König Heinrich III. von Frankreich tötete. Dass es für den Kaiser nicht zulässig sei, weder den König von Schweden noch einen einzigen seiner Feinde mit Gift zu töten. Dass die menschliche Gesellschaft nach guten Gesetzen und Ordnungen eingerichtet werden müsse, die es nicht zu übertreten gelte. Dass Gott den Eidbruch bestrafe, sogar die Ungläubigen und Türken erhöre, entgegen der Treulosigkeit, wie es König Wladislaw von Ungarn in der Schlacht von Varna gegen den Türken Murad geschah.il le desavoua, & dit, qu'on en calom-
nie les Jesuites, & que Jacques Clement estoit un per-
fide[,] un Regicida[,] un homicida[,] un meschant
& pervers, quj tua le Roy Henrj III de France. Que
il n'estoit loisible a l'Empereur de tuer avec poison, nj
le Roy de Swede nj aucun de ses ennemis. Que la socie-
tè humaine, devoit estre reiglèe par bonnes loix &
Polices, qu'il ne convenoit pas de transgredier. Que
Dieu punissoit le perjure, exauçant mesmes les infidelles || [[Handschrift: 379v]]
& Turcs, contre la desloyautè, comme arriva a Vla
<V>Ladislaus, Roy d'Hongrie en la bataille de Varna,
contre Amurath Turc.
<Dass alle diejenigen, die solche Dinge getan haben, verabscheuenswert seien und dass man damit den Jesuiten etwas aufbürde, sie so zu verleumden.Que tous ceux, quj faysoyent telles choses, estoyent abominables, & qu'on en imposoit aux Jesuites, de les calomnier comme cela. Da auch der Krieg wie der Friede seine Rechte hat, die unverletzt gehalten werden müssen.Quod essent bellj sicut et pacis jura, quæ inviolata servanda.a, etcetera> Gedachter Pater Lemmermann,
g erwehnte baldt anfangs, er hette gehört vom Grafen von
Althan
vndt sonsten, wie ich so ein sanftmühtiges, friedlie-
bend gemüht hette <wegen der Einigkeit des Christentumsob unitatem christianismj>, das ließe er sich gar wol gefallen.
Sonsten hörte er auch, daß ich gar ein Tapferes mar-
tialisches hertz hette. usw.perge <in kriegssachen, das verlöhre sich nicht baldt[.]>


Jch habe vom Grafen von Altheimb, ein danckschreiben bekommen,
daß ich gestern, dem Werkactuj beygewohnt, (welches oben von der
bohrkirchen geschehen) vndt hat mir sejnes vors<h>abens, ge-
druckten jnnhaltt mittgeschicktt. Jch habe jhm wjeder
gebührlichen geantwortett.


Zeitung daß der König in Frankreich jn person auf Maintz zu,
ins feldt gezogen, vndt will in den frieden mitteinge-
schloßen sein.


Zum Fürsten von Dietrichstain, zu herrn Loẅen, vndt Veit
Berndten
, Thomaßen geschickt, meiner audientz,
vndt Angelegenheitennegociorum halber. Verzögerungen.Accrochements.

|| [[Handschrift: 380r]]


Beachte wohlNota Bene Pater Lemmermann gestunde auch, daß die kirche Gottes, hette
ein 1400 Jahr Lang, unter beiderlei [Gestalt]sub utraque, die communion gehalten.


Der Fürst von Dietrichstain, hat mir sagen laßen,
Morgen gebe gott vmb halbweg eylfe, sollte ich bey der
Kayserinn audientz haben, vndt es köndte wol geschehen,
daß dje Ertzhertzoginn Cæcilia Renata, auch möchte
mitt darbey sein.


Melonen bekommen, zum erstenmahl, diesen Sommer,
wiewol Sie diß iahr, nicht wol sollen gerahten sein.


Die herren von Roggendorff, vndt Bembergk, haben
mich Nachmittags besuchtt, weil ich Sie zur Mittags-
mahlzeitt, wegen obliegender geschäffte, nicht haben
mögen.


Beachte wohlNota Bene Graf von Althan hats heütte schriftlich erwehnet, wie
ruhmwürdig der Kayser von mir geredet, in dem er gesagett:
Er der Graf köndte mir sicherlich trawen, ia wie auf einen
felßen bawen, dann Jhre Mayestät wüsten mir, keinen Fürsten im
Reich, der nicht Catohlisch ist, vo zu præferiren, dann ich hette
mich in allem dem, waß ich Jhrer Mayestät versprochen, aufrichtig,
vndt redlich, vndt also treẅ verhalten, das kleine klag vorhanden.
Mündtlich wurde es gegen mir so wol, als gegen meinen SekretärSe-
cretarium
, noch außführlicher vom Grafen, angebrachtt.
Vndt ist mir doch genug, mich höchlich darüber zu erfreẅen.
Gott gebe darzu bestendigkeitt, vndt langwierigen Segen. || [[Handschrift: 380v]]
Amen.

Dienstag den 4. ⁄ 14.den: des AugustsAugustj. (in astrologischer Hinsicht) böser/gefährlicher/schädlicher/unglücklicher/unglückseliger Tag


Es ist mir eingefallen, wie nähermalß, Pater Lemmermann einer comparation
gegen mir erwehnet, da er gesaget, Wenn einer dem andern
ein Meßer, oder Tolch, an die gurgel hielte, vndt sagte, schwehre
mir einen eydt, daß du es leyden, vndt mich nicht anklagen
wilst, daß ich bey deiner Frawen mag schlafen, vndt der
schwühre auß angst vndt forcht des Todes, ein solcher thete
zwar vnrecht daran, daß er etwas böses geschwohren, thete
aber noch ärger das ers hielte; folglich darf der Eid die Fessel des Unrechts nicht seinergo; juramentum non
debet esse vinculum iniquitatis
. Solcher gestallt, muste ich
ihm recht geben, weil vnsere TheologenTheologj, eben auch dieses
Grundsatzaxioma statuiren. Jch hatte ihm aber nicht dieses, sondern
ein anders proponirt, das Sie statuiren: Ein gegen den Nutzen der Kirche geleisteter Eid ist nicht verbindlichJuramentum, contra
Ecclesiastjcam utilitatem præstitum, non tenet
b, da-
rauf gedachte er, es wehre die Nutzen der Seeleutilitas animae dar-
mitt gemeinet, vndt man sollte nichts böses voviren
oder geloben, auch waß vbel gelobett, nicht halten,
vndt darauf hette billich die kirche vndt dero vorstehere
zu sehen, damitt solche fehler mitt b<g>elübden vndt andern
irrungen <nicht> im schwang giengen, welche wieder die liebe Gottes,
vndt des Nechsten lieffen, auch solche an sich nichtige und ungültige Gelöbnissevota, per se nulla & jnvalida || [[Handschrift: 381r]]
auffzuheben. Er sagte auch wenn einer auß noht oder furcht
geschwohren hette, ein Götzendieneridolatra zu sein, wehre es keines
weges schuldig zu halten, die Götzen anzubehten, vndt
also abgötterey zu trejben.


Pater Lemmermann ist auch der meynung Christuß habe den Unterleib der Mutteruterum Matris,
durchgangen, daß er sich nicht eröfnet, wie die Sonne durch
ein glaß, weil Sie eine vnbefleckte Jungfraw geblieben,
es sei aber kein zum Heil so notwendiger Glaubensartikel, zu wissen, auf welche Weise die glückselige Jungfrau, Mutter Gottes, unseres Heilandes und Erlösers, Jungfrau geblieben ist. Es sei genug zu wissen, dass sie vor und nach der Geburt des Gottessohnes Jungfrau geblieben ist.mais ce n'est pas un article de foy, sj necessajre a sa-
lut, de scavoir de quelle façon est demeurèe vierge, la bien-
heureuse Vierge mere de Dieu, nostre Sauveur & Redempteur.
C'est assèz de scavoir, qu'elle est demeurèe vierge, avant &
apres la ne naissance du Fils de Dieu.
usw.perge Und die oben genannte Meinung bestätige die Wandlung und den Durchgang des Leichnams Christi durch den Grabstein und ähnliche Dinge, die eher für die Ubiquisten, Feinde der Jesuiten, seien.Et la susdite
opinion, confirme la Transsubstantiation, & le passage du
corps de Christ, par la pierre du sepulchre, & choses semblables,
quj seroyent plustost pour les Vbiquitaires, ennemis des Jesuites.
et cetera


Vmb ½ eylfe, habe jch bey der Kayserinn, audientz
gehabtt, durch introduction des Fürsten von Dietrichstain,
die Ertzhertzoginn Cæcilia Renata war auch mitt
darbey, welche ich auch angesprochen, vndt jst gar eine
gnedigste, vndt leühtsehligste audientz gewesen.
1. Abschied.Congè. 2. KomplimenteComplimentj, vndt recommendationen, jn Jhrer
Mayesteten gnade, auch Entschuldigungenexcuses, der wenigen aufwartung, in-
3.sonderheitt bey occasion der hochzeitt. 3. DanksagungRingraziamento, || [[Handschrift: 381v]]
vor die ertheilte Salvaguardia. Bey der Ertzhertzoginn,
habe ich mich nur recommendirt, in Jhrer Mayesteten gnade,
vndt jhres Königlichen vndt Ertzhertzoglichen herren gebrüdere[.]
<Beachte wohlNota Bene> Darauf haben Jhre Mayestät die Kayserinn, gegen mir gedacht,
mitt lächelndem Munde, es köndte wol kommen, daß wir
baldt im Reich, alle mjtteinander, wieder zusammen kähmen,
(ich glaube, dass das ist es auf eine Eheschließung entweder mit dem Sohn des Kurfürsten von Sachsen oder mit dem Prinzen von Polen oder dem Kardinalinfanten oder mit dem Bruder des Kurfürsten von Bayern oder mit dem jungen Pfalzgrafen von Neuburg hindeutetje croy, que c'est cela denote un mariage <ou avec le fils de l'Electeur de Saxe>, ou avec
<le Prince de Poulogne> <ou> le Cardinal Jnfante <ou avec le frere de l'Electeur de Bavière>, ou avec le jeune Palatin,
de Neẅburg
) vndt daß es baldt frjede würde. Sie
offerirte sich gar sehr mir, vndt meinem gantzen hause,
ließe auch meine gemahlin gnädig vndt freundlich grüßen.
Nahme die dancksagung wol auf, wegen der salvaguardia,
vndt anerbotte sich noch, zu vielem mehrerem, vber alle
maßen cortesisch. Jch vbersahe es, daß ich <ihr> nicht noch
einmal die handt gabe, vndt den rogk küßete,
zum abschiedt, dem andere haben es observirt, daß Sie den
handtschuch halb außgezogen gehabtt. Jch meinte aber ich dörfte
nach der Ertz hertzoginn, der Kayserinn die handt
nicht wieder geben.


Der Oberste Manteüffel, herr von Bemberg, vndt
Johann Löẅen, seindt meine gäste zu Mittage gewesen.


Die Kayserinn hieße mich zweymal aufsetzen, || [[Handschrift: 382r]]
Jch aber habe davor gebehten, vndt meine Schuldig-
keitt vorgeschützett. Sie sagte auch, wie ich mich
endtschuldigte, daß ich nicht fleißig genug, bey der hochzeitt
aufgewartett, Sie wüste sich kejnes Jrrthumbs, zu
erinnern, den ich bey der hochzeitt begangen hette. Der
Ertzertzoginn gab ich den ich den Tittul, Euer Liebden vndt Durchlauchtt
bißweilen eines vndt<oder> das ander. BeachteNota: der Cardinal
Jnfante
soll es gar vbel aufgenommen haben, das ihn
herzog Rudolf von Saxen Lawenburg nur Euere Liebden gegeben.X


Zeitung daß Schenckenschantze, von den Spannischen erobert worden.


Die Kayserinn, vndt Ertzherzogin sagten alle beyde, ich wehre
genugsam bey dem Kayser recommendirt, bedörfte es
nicht beßer zu sein, doch wollten Sje gern mittcooperiren,
vndt die Kayserjnn sagte, jch würde es in der That
erfahren, wie wol mir der Kayser gewogen wehre.


Es hetten mir baldt wieder, die PfaltzNeẅburgischen
kutzschenpferde manquirt, auf die ich mich (der zusage
nach) verlaßen hatte. Muste noch endtlich, mitt einem
reittpferdt vorlieb nehmen, vndt meine<etzliche frembde> Edelleutecavaglierj, so ich
mich zu dieser solennitet zu begleitten, erbehten, musten
zu fuße gehen.


Ich habe wegen der Taktlosigkeit der Hellebardiere vor der Burg von meinem Pferd absteigen müssenJl m'a fallu descendre de mon cheval, devant le chasteau,
a cause de l'indiscretion des hallebardiers
, etcetera etcetera
etcetera[.]

|| [[Handschrift: 382v]]


Beachte wohlNota Bene Zeitung daß der friede zwischen Polen vndt Schweden, gewiß
geschloßen, dörfte noch seltzame händel in vnserm vatter-
lande
vervrsachen.


Beachte wohl, beachte wohlNota Bene Nota Bene Angesichts der Umstände der guten Bedingungen des Friedens für Ihre Kurfürstliche Hoheit von SachsenEu esgard, aux circomstances, des bonnes conditions
de la paix, pour Son Altesse Electorale de Saxe
, ebensoItem: des heiteren Gesichts, das die Kaiserin mir zeigte (nachdem sie mit der Erzherzogin und über den Anlass der kurfürstlichen Hochzeit von Bayern usw. gesprochen hatte), sagte sie dazu, dass sich vielleicht die Gelegenheit ergäbe, dass wir uns alle bald abermals im Reich wiedersähen, wenn Gott den Frieden usw. gewähre (nachdem die Kaiserin mir auch Grüße an meine sehr liebe Gemahlin bestellt hatte). All dies lässt mich glauben, dass irgendein Heiratsvertrag zwischen dem Sohn des Kurfürsten von Sachsen und der Prinzessin Cäcilia Renata, Tochter des Kaisers, zur Debatte steht, aber noch in sehr großer Verborgenheit, und dies sind noch nur Vorwegnahmen von mir. Denn man spricht gar nicht darüber, aber man spricht wohl vom Kardinalinfanten und vom Prinzen von Polen als ähnlichen Angeboten usw. Vielleicht wird man auf einen Reichstag gehen.de la mine riante,
que me faysoit l'Jmperatrice, (apres avoir parlè a l'Archiduchesse,
& de l'occasion des nopces Electorales de Bavières &cetera) en disant,
que peut estre l'occasion le donneroit, que nous nous reverrions
bien tost en l'Empire derechef tous, si Dieu donnoit la paix &cetera
(apres que l'Jmperatrice, m'avoit aussy commendè des salutations
a ma treschere consorte)[.] Tout cela me fait juger, qu'il
y a quelque traittè des nopces sur le tapis, entre le fils
de l'Electeur de Saxe, & la Princesse, Cæcilia Renata,
fille de l'Empereur mais en tresgrand secret encore, & ce
ne sont de moy que des prefigurations encores. Car l'on
n'en parle point, mais<du> tout, mais bien parle-[t-]on du
Cardinal Infante; & du Prince de Poulogne en semblables
propositions et cetera[.] Paraventüre ira-[t-]on a üne Diete Imperiale.


Die Kayserjnn, vndt die Ertzhertzogjnn, wuntzschten mir beyde,
viel glück vndt heyl, auf die rayse, vndt waren gar leühtsehl[ig,]
jnsonderheitt wollte die Kayserinn erweysen, wie hoch Sie die Reichsfür[sten]
æstimiren thete, daß vermarckte ich auß allen discurßen, gar eigentlich[.]


Herzog Julius Heinrich von Sachsen Lauenburg hat wieder zu mjr geschicktt, le den Logaw, vndt mjr
Sejne sachen zum besten, recommendiren laßen. usw.perge

|| [[Handschrift: 383r]]


Zum herren Preüner, Stadthalter alhier, Thomas Benckendorf geschicktt,
(weil er in des Abwesenden Grafen Kevenhüllers Stelle,
Vice Oberster hofmeister der Königinn ist) vndt audientz
zum abschiedt begehrt, habe aber, keine stunde ernennet
kriegen können, weil es spähte worden, vndt Morgen gebe gott
ein fest Mariæ himmelfahrt ist. Morgen Nachmittag, soll er
sich wiederumb anmelden.

Mittwoch den 5. ⁄ 15.den: des AugustsAugustj.


Jch habe vergeßen aufzuschreiben, daß vor wenig tagen,
der gefangene Oberste Sparr, auf des Königs in Polen,
vorbitt loßgelaßen, vndt ihm geschencktt worden.


Erfahren, daß Jhre Mayestät Mein allergnädigister Kayser,
selber beholfen, man sollte doch meine sachen baldt re-
feriren, damitt ich zu meiner expedition gelangen möge.
Jhre Mayestät sejndt viel fleißiger, als jhre leütte, vndt
eines solchen hohen Potentaten, vorsorge, ist billich zu loben.


heütte feyren Jhre Kayßerliche Mayestät Mariæ himmelfahrt.
Jch habe deroselben vor der Augustiner kirchen, von dannen
wieder biß nach hoff auffgewartett.


Der dennmärckische Abgeordnete, Friederich Günther,
wie auch die herren von Roggendorf, Sbubna, vndt
Bemberg seindt meine gäste zu Mittage gewesen. Den
Sbubna habe ich vor diesem zu Amberg gesehes<n>e, Er siehet an
itzo auß, wie hertzog Berndt von Weymar, gar natürlich.


herr Preüner leßet mir <an>sagen, Morgen gebe gott vor eylfen, die audientz, bey || [[Handschrift: 383v]]
der Königjnn.


Vor der Augustiner kirchen, mitt Löbzelltern, vndt
in der VorzimmerAnticamera, mitt dem Grafen von Altheimb, zimlich
lange, von sejnen orden, (welche intentjon, recht gut ge-
meint ist) conversirt.


Ihre Majestät die Kaiserin hat mir heute, als ich durch das Vorzimmer durchging, ein sehr huldvolles Gesicht gezeigt, tat nicht so, als ob sie mit mir unzufrieden sei, wie ich wegen meiner gestrigen Fehltritte bei der Audienz befürchtete, die außerordentlich, aber eher aus Dummheit und unerwarteter Betroffenheit als anderweitig begangen wurden.Sa Majestè l'Jmperatrice, m'a donnè aujourd'huy
en passant par l'Antichambre, un fort gracieux
visage, ne faysant point semblant d'estre malconten-
te de moy, comme je craignois, de mes faultes d'hier,
a l'audience, commises extraordinairement, mais
plustost par stupiditè & inopinèe consternation, qu'autrement[.]


Beachte wohlNota Bene Doctor Gebhardt, Jhrer Mayestät hofraht, hat auch referirt
dem Löbzellter, Jhre Kayserliche Mayestät hetten meiner höchst-
rühmliche meldung gethan, daß mir so wol zu Trawen
wehre, vndt sich auf meine wortt<redligkeitt>, sicherlich zu verlaßen.


Jngleichem, hat heütte, der Graff von Mörßberg, gehei-
mer Raht, gegen mir erwehnet, in der Vorzimmeranticamera, der
Kayser, hette gar in neẅligkeitt, meiner höchstrühmlich
erwehnet, vndt wie sie sich auf meine treẅe, so festig-
lich verließen, weil ich so ein redlicher Fürst wehre.


Löbzelter referirt, wie Baudiß will general leutnant werden,
dass er aber zu hochmütig für Ihre Kurfürstliche Hoheit von Sachsen seimais qu'il est trop haut a la main, pour Son Altesse Electorale de Sax[e][.]


Wegen Franz Albrecht wollen sich die sachen Seiner erle[di]-
gung
schwehr anlaßen, weil man ihm wenig trawe || [[Handschrift: 384r]]
vmb deßent willen, das er soll allerley verdächtige
reden vndt briefe, in seiner gefängnüß, außgeschüttet,
vndt abgehen haben laßen.


herr von Sintzendorf, hat mich auch vor der Augustjner
kirchen, salutirt, vndt andere Edelleutecavaglierj mehr.


<Beachte wohlNota Bene Es ist mir eingefallen daß Pater Lemmermann neẅlich sagte, unter beiderlei [Gestalt]sub utraque zu communicjren, das köndte noch wol sein, hette man es gantzer 1400 iahr gethan, aber in andern wichtigern puncten, müste man sich vereinigen, alß vornehmlich über die Kirchede Ecclesia. etcetera>


Donnerstag den 6. ⁄ 16.den: des AugustsAugustj. Jch habe auch heütte Morgen
den prælaten herrn Apt von Lilienfeldt ange-
sprochen, welcher mir gerahten, endtweder ei-
nen abschlägigen bescheidt, in den hofkammer-
sachen
anzunehmen, oder mitt einer Erwiderungreplica
wieder einzukommen, Jch besorge aber darinnen wenig zu
fruchtten, wann ich nur in andern sachen, contentirt werde,
bin jch wohl zu frieden.


Zeitung das sich der Gallaaß, soll vor Mayntz, retirirt
haben, weil hertzog Berndt, mitt dem Frantzösischen se-
courß
starck angekommen. EbensoJtem: das jn den Pündten,
vndt an den Tirolischen gräntzen, die Frantzosen vbel
hausen sollen. Man erwartet dazu die Gewissheit oder das Gegenteil.On en attend, la certitude, ou le contraire.


Graf von Altheim, erzehlte mir auch heütte, wie er neẅlich am
Sontage, hette auf dem Marcktt<plaz> vor der Jesuiter kirche, die drey
Nägel Christi, bey der publication seiner Gemeinschafft angerührt,
vndt zu waß ende, wie es im gedruckten stehet, mit dem dreifachen Zieltriplicj scopo.
Er will es alles drücken laßen. Dje erection Sejnes ordens, ist schon
vor 12 iahren, geschehen. Der itzige Kayser, hat ihm auf einmahl
10 tausendmille ThalerThlr: darzu geschencktt.

|| [[Handschrift: 384v]]

Donnerstag den 6. ⁄ 16. des AugustsAugustj.


Audientz bey der Königinn gehabtt, vndt dar-
nach ihren kleinen Printzen, Ferdinandum, (so
zwey iahr altt ist, vndt schön weiß, auch gar
gravitetisch von sitten) gesehen, durch introduction
des herren Preüners Vice Obrist hofmeisters[.]


Darnach, wieder in des Kaysers vorgemach,
vndt Jhrer Kayserlichen Mayestät eine Erwiderungreplique in der landesfürstlichen
hoheitt sache vbergeben laßen, welches an den Vice
Canzler Strahlendorff, remittirt ist.


Jngleichem habe ich auch im vorgemach, mitt Gra[f]
Schlicken
, gar vertraẅlich geredet, der mir sagte, dass Lebzelter seinem Herrn auf Befehl Ihrer Kaiserlichen Majestät geschrieben habe, meine Person für eines der drei Dienstränge, entweder des Generalleutnants oder Feldmarschalls oder Generals der Artillerie vorschlagend. Dass Baudissin ein Verrückter und Vagabund, unbeständig, hochmütig, mehr tapfer als klug sei, dass Franz Albrecht Herzog von Sachsen-Lauenburg noch wütend und ärgerlich in seinem Gefängnis trotze und er noch standhaft aussage man sich deswegen hüte, ihn freizulassen, dass Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg die Stadt hier als sein Gefängnis bis zum weiteren Beschluss habe. Ich bat für alle beide und nahm den Grafen Schlick als Bruder an.qui me dit,
que Löbzelter auroit escrit; par commendement de Sa
Majestè Jmperiale, a son maître proposant ma personne,
pour une des 3 charges, ou Lieutenant Général ou Maréchal de camp, ou
général de l'artillerie. Que Baudiß estoit un fol, &
vagabond, inconstant, superbe, plus vaillant
que sage, Que Franz Albrecht Duc de Saxe Lauenburg bravoit en sa
prison encores fulminant, & despitant, & pour
cela il asserroit ferme encores<on n'auroit garde de le relaxer>, Que Julius Heinrich Duc de Sachsen Lauenburg
auroit la ville icy, pour sa prison, jusqu'a autre resolution[.]
Je priois pour tous deux, & acceptay le Conte <de Schlick,> pour frere.

|| [[Handschrift: 385r]]


Er sagte mir auch, dass der Kaiser sehr großes Vertrauen in mich habe und [eine] ausnehmend gute Meinung.Jl me dit aussy; que l'Empereur avoit tres bonne
confiance en moy, & singulierement bonne opinion.
<aber [dass er] nie Franz Albrecht Herzog von Sachsen[-Lauenburg] vertrauen würde, der kein Land habemais ne se fieroit jamais en Franz Albrecht Duc de Sachsen quj <Beachte wohlNota Bene> n'avoit nul pays, nichts zuzusetzen, daran man <Beachte wohlNota Bene> sich auf allen fall, zu erholen, und seine Beweise, die er erbracht habe, liefen sogar dem Kurfürsten von Sachsen, seinem Herrn der Friedländischen Verschwörung zuwider& ses preuves, qu'il avoit renduës, estoyent mesmes contraires, a l'Electeur de Saxe son maître des prattiques Fridlandoyses.>


Die obersten Manteüffel, vndt Mörder,
vndt Johann Löw meine gäste zu Mittage.


Der alte herr Preüner, hat mich aufn Sontag, gebe gott
zu mittage zu gast geladen. Ich fasse dieses Festessen sehr erbittert auf, weiß nicht warum. (Falsche Einbildung)J'apprehends ce bancquet,
bien asprement[,] ne scay pourquoy. (Fausse jmagination)


Beachte wohl, beachte wohl<Nota Bene> Nota Bene Graf Wolf von Manßfeldt, gedachte auch, gegen
mir, er hofte nicht, daß man ihm præjudiciren würde,
denn er hette albereitt, eine citation jm Reichshof-
raht
erhalten, daß ihm Fürst Ludwig, mein herrvetter,
alle seine schäden, resarc erstatten sollte, welche er
in seiner Grafschaft vervrsacht, vndt ihm angethan
hette, verwunderte sich auch, da ich ihm sagte, daß herrvetter,
Fürst Ludwig, in den friede mitt eingeschloßen wehre,
weil ich auch gegen ihm gedachte, daß Jhre Mayestät selber es gegen
mir erwehnet, daß alle Fürsten von Anhaltt, in dem friede,
mittbegriffen wehren, darüber er sich sehr befrembdete.
Sonst gestunde er, daß ich bey dem Kayser, wol recommendirt wehre.

|| [[Handschrift: 385v]]


herr Preüner, der Alte Stadthalter sagte mirs ingleichem,
mitt mehrerem eyfer, vndt commotion, daß der Kayser so
gar eine gute Meinungopinion von mir hette, vndt viel von mir
hielte, auch ein sonderliches vertrawen zu mir hette. Er
Preüner wuntzschte aber darneben, daß ich möchte Catolisch sein.


Vom Bischof zu Wien, habe ich auch in der Vorzimmeranticamera
abschiedt genommen, ebensoJtem halb, vndt halb, vom spannischen
Ambassador Marchese de Castagnetta.


Graf Schlick war sehr freundlich, und sagte mir unter anderem, dass ich nicht verpflichtet sei, den Herzog Franz Albrecht zu bezahlen.Conte Schljck estoit fort amiable, & me disoit en-
tre autres, que je n'estois point obligè, a payer le
Duc Frantz Albert.
usw.perge Dass er sehr unbefangen sei, in einem Amt zu dienen, in welchem man gute Absicht habe, zu dienen und zu lernen, in erster Linie wenn man von hohem Stand sei und von Bediensteten unterstützt werde.Qu'il estoit fort aysè,
de servir en une charge, en laquelle, on avoit bonne
jntention de servir, & d'apprendre, princjpallement sj
on estoit d'une qualitè relevèe, & secondè de serviteurs.


Jhre Kayserliche Mayestät sejndt diesen Nachmjttag, hinauß
nach Wolckerßdorff. Gott gelejtte dieselbe.


Mörder sagte, es hette wol, 3700 vndt etzliche dreißig
Ritterpferde, jn Pommern, so da aufsitzen köndten, vndt
es hette der hertzogk, wol ein 1800000 ThalerThlr: gewöhnlichordinarij
einzukommen, oder 18 Tonnen goldes, wenn daß landt
friede hette. Aber der hertzog wehre dermaßen verder-
bet worden, das er einmal nur eine güldene kette, vndt
sein Silbergeschirr gehabtt. Dass der gute Herzog sehr schlicht sei und etliche Male durch die Kriegsleute schlecht behandelt worden sei.Que le bon Duc estoit fort simple[,]
& auroit estè quelques fois mal traittè, par les gens de guerre.


herzog Julius hejnrichen, gegen abendt, abermals besuchtt, der || [[Handschrift: 386r]]
hatt gute hofnung, seiner erledigung, wie mir dann
heütte Morgen, herr Graf Schlick sagte, er würde baldt,
die Stadt Wien, zur gefängnüß bekommen, vndt
von der wachtt liberirt werden.

Freitag den 7. ⁄ 17.den: des AugustsAugustj.


MitteilungAvis: daß herr Schafgotzschens seine kinder, ihres vattern
gühter, unversehrt behalten werden. Vndt darauß siehet
man ia augenscheinlich, das der Kayser, oder sejne Rähte, vmb
seiner gühter willen, den proceß wieder ihn, nicht angefangen.


TraumSomnium, wie nach Meiner herzlieb(st)en gemahlin Todt, ich zur
andern ehe, die Königinn in Vngern, nehmen müßen.
Jch hette Sie aber nicht drey tage gehabtt, so hette Sie
sich, von mir separirt, vndt gescheiden, zu meinem großen
Schimpf, vndt spott, wejl ich ejn ketzer wehre, und aus anderen Gründen&
aliis ex causis
. Jst ein Trawm.


Zeitung daß die Schenckenschantze, von den Spannischen, im
Niederlande gewiß ejngenommen seye.


Jn dem conscientzraht Alhier, sollen sitzen, der Conte
d'Onnata
; außerordentlicherextraordinarij Spannischer Ambassador[,] der Bischoff von Wien,
der Pater Lemmermann, wie auch der Graff Schlick,
welches Ratconsilium, daß allergeheimste vndt innerste Ratconsi-
lium
sein soll, wie mir herzog Julius heinrich, gestern referiret.

|| [[Handschrift: 386v]]


Die Bedingungenconditiones zwischen Polen vndt Schweden (wje man al-
hier sagt) sollen diese sejn: daß der Stjllestandt, auf
20 Jahr, verlängert seye, daß die Schweden Lif-
landt
, die Polen Aber, Preüßen behalten sollen.
Welches vnß armen deützschen, vbel zu statten kommen
würde, sintemahl ein stärckerer Kriegsschauplatzsedes bellj, jn vnserm
vatterlande zu beförchten.


Diejenigen, die mich vom einzigartigen Vertrauen und guter Gunst Ihrer Majestät besonders unterrichtet haben, sind: der Graf von Althan, der Graf von Mörsperg, der Graf von Schlick, der Doktor Gebhard durch Lebzelter, der Freiherr Breüner, der Graf von Mansfeld, der Graf von Slawata, der Abt von Lilienfeld. Gott wolle mir davon eine andauernde Fortsetzung gewähren.Ceux quj m'ont particulierement, averty, de la singuliere
confiance, & bonne grace de Sa Majes sont: le Conte d'Alt-
hajmb
, le Conte de Mörßberg, le Conte de Schligk; le
Docteur Gebhardt par Löbzellter, le Baron Preüner, <le Conte de Mansfeldt.>
<Le Conte Schlawata, l'Abbè de Lischamp.> Dieu m'en vueille ottroyer une constante continuation.


Graf von Werdemberg, hat sich gestern auch, gar
wol, vndt höflich, gegen mjr erbotten.


<Beachte wohlNota Bene> Graf von Schlick sagte mir gestern auch, dass der Kaiser um des Grafen von Mansfeld willen keinen neuen Frieden oder Krieg machen würde, als ich ihm anvertraute, was der Graf von Mansfeld mir gesagt hatte.Comte de Schlick me disoit aussy, qu, hier que pour l'amour du Conte
de Mansfeldt, l'Empereur ne feroit pas une nouvelle paix, ou
guerre, comme je luy confiois; ce que le Comte de Mansfeld m'avoit dit.


heütte ist hertzog Julius heinrich, vornehmlich auf
meine gethane, vndt vbergebene Chur Bayrische in-
tercession
, loß gemacht worden, vndt es ist ihm nur
die Stadt Wien, zur gefängnüß biß auf weittere
verordnung, frey gelaßen. Jst doch ein guter anfang,
vndt ein sonderbahres merckzeichen, der Kayserlichen güte,
vndt Großmühtigkeitt.

|| [[Handschrift: 387r]]


Jch habe Rödern zu ihm geschicktt, vndt zu seiner erle-
digung
, glück wüntzschen laßen.


herzog Julius Heinrich von Sachsen Lauenburg hat mir sagen laßen, daß Mörder wehre gestern
eilends in Polen geschickt worden, ohne zweifel den Pollnischen se-
courß
zu sollicitiren, vndt das deützsche volck alda zu werben.


<Beachte wohlNota Bene> Beachte wohlNota Bene Mörder, der Obrist, sagte mir gestern auch, dass alle Obristen dem Kaiser den Überschuss dessen, was sie von den Ständen und Städten des Reichs bekommen hätten, und der Kontributionen, die sie zu viel bekommen und den Soldaten gekürzt hätten, zurückgeben müssten. Also fänden sich viele recht betrogen, die glaubten, dass der Kaiser ihnen noch eine große Summe von ihrem Sold schulde, ohne die bekommenen Kriegssteuern zu berechnen.Mörder le Colonel me disoit aussy hier, que tous les Colonels
devoyent rendre a l'Empereur le surplus, de ce, qu'ils auroyent
receu des pays & villes de l'Empire, des contributions,
qu'ils auroyent receu de trop, & raccourcy aux soldats.
Ainsy plusieurs de ceux, quj croyoyent que l'Empereur leur de<b>-
voit encores une grande somme, sur leur gage, ne mettant
en conte les contributions receuës, se trouveroyent bien trompè.


Diesen abendt, ist Curtt Börstel, vndt Sigmundt
Deẅerlin
, Gott lob, wol vndt glücklich, alhier
angelanget, Sie haben aber Rödern, (welcher bey
ihnen, zu den drey hacken gewesen) gebehten, Sie
noch nicht anzumelden, weil Sie müde von der rayse
wehren. et cetera

Samstag den 8. ⁄ 18.den: des AugustsAugustj.


herr Erasmus von Starhemberg, hat sich bey mir anmelden
laßen.


Dem Reichsvicecantzler <durch> Thomas Benckendorf die beylagen, zur replic
gehörig, die ich dem Kayser vbergeben, geschickt, vndt vmb
beförderung des wergks gebehten, welches er promittirt. So habe
ich ihn auch, den von Strahlendorff, bitten laßen, zu præcaviren || [[Handschrift: 387v]]
damitt doch Graf Wolfens von Manßfeldt, (seinem an-
deütten nach) im Reichshofraht, außgebrachte cjtation, wieder
Fürst Ludwigen, zu resarcirung der schäden, welche auß
Fürst Ludwigs befehl, sollen sein durch die Schwedischen in der
Grafschaft Manßfeldt geschehen, möchte aufgehalten,
oder annullirt, vndt dadurch weder mir selbsten,
noch andern Ständen, im OberSäxischen Krayß, wieder
den acceptirten friedensschluß, præjudizirt, oder einer,
vndt der ander Standt, durch dergleichen Vorgehenprocedere, stutzig
gemacht werden. Er hat die augen aufgesperret,
sich verwundert, vndt gesagt, das ihm von diesen
dingen, nichts wjßendt wehre, wollte aber, sejn bestes
darbey thun, auf daß, wenn dergleichen sachen
vorkähmen, allem præjuditz, vorgebawet würde.
Er wollte auch der sachen im besten gedencken.


MitteilungAvis: an Curtt Börsteln, vom Milagio, ist mir zu handen
kommen, darinnen er ihm, (auß befehl aller Fürsten
zu Anhalt
seiner herren, mitt 4 fürstliche fürstliche fürstliche fürstliche gnaden gnaden gnaden gnaden) zu-
schreibet in eyll, er solle ia die ChurSächsische inter-
cession
gar nicht vbergeben, sondern die vberliferung
einstellen, vndt nicht allein daß, sondern auch dieselbe
in seinem vortrag, bey der Römischen Kayßerlichen Mayestät v-
bergehen. EbensoJtem: es ließen sich die sachen, in diesen landen,
(nemlich des Fürstenthumbs Anhaltt) sehr gefährlich an, || [[Handschrift: 388r]]
vndt dörfte eine hochschädliche ruptur abgeben, dann die
Schweden hetten bey Niemburg 2 mahl Treffenrendevous gehalten, vndt sich
beysammen zu leben, vndt zu sterben, aufs neẅe verbunden, welches
wann nicht Gott ein sonderliches Auswegexpediens schickte, nicht nur diesen
landen, den garauß machen, sondern auch dem langgeplagten vatter-
lande
, einen harten stoß thun köndte, Gott wende alles vnheil
in gnaden ab. etcetera etcetera etcetera Diß schreiben ist zu Cöthen, den
26. des JuliJulij, datirt. Er Titulirt ihn: Dem Woledlen Gestrengen,
vndt vesten, herrn Curtt von Börstel, Fürstlich Anhaltischen Raht vndt hof-
meistern zu Plötzkaw usw.perge[,] Abgesandten an den Kayserlichen hoff,
nacher Wien, usw.perge[.]


hertzog von Saxen, hat sejnen Logaw, zu mir geschickt,
vndt mich auf Morgen gebe gott zu gaste laden, auch sagen laßen,
der Graf Schlick wehre zum Kayser, wenn derselbige
rechten bescheidt brächte, wollte er alßdann, der Freyheitt
gebrauchen, eher wollte er nicht außm hause gehen. Jch
habe mich wegen der Preünerischen gasterey endtschuldiget.


Curtt Börstel hat sich bey mir angemeldett, ist auch
in mein hauß gezogen, vndt mir schreiben vberlifert,
von den herrenvettern, vndt bruder, von Meiner herzlieb(st)en gemahlin,
von Schwester Anne Sofie, vom Præsjdenten etcetera etcetera[.]
Die herrenvettern seindt auß der maßen sorgfeltig,
wegen der lehensentpfahung, dann Sie wollten gern
den ee Elltisten, zum lehenträger machen, damjtt die Fällecasus
nicht so offt repetirt würden, vndt gleichwol sjch nicht gern
præjudiziren, oder Trennungenseparationes causiren. et cetera

|| [[Handschrift: 388v]]


Der Neẅburgischen Baron Fabrianj, ist zu mir kommen, vndt
hatt mich besuchtt, diesen Nachmittag.


Zeitung daß zwischen Polen vndt Schweden, soll der friede dergestaltt beschloße[n]
sein, daß die Schwedischen der kron
<Johann Löben, so von der Neẅstadt wie[der]kommen, hat relation gethan. usw. usw. usw.perge perge perge.>


Beachte wohl, beachte wohl<Nota Bene> Nota Bene Erfahren, daß der<ie> fried herrenvettern, nemlich
Fürst August[,] Fürst Ludwig[,] Fürst Johann Casimir[,] Fürst Georg Aribert vndt Fürst Friedrich mein bruder,
vom Tag der Ausstellungde dato Plötzkaw, vom 2. ⁄ 12.ten: des JulisJulij, ein ander <friedens>patent
außfertigen laßen, vndt daßelbige, so ich mitt volln-
zogen, zu rück behalten, hetten mich also, durch
solche vbergehung, leichtlich in vnglück, stürtzen
dörfen. Aber Gott hat es gnediglich verhütet.


Sie wollen mir auch, vber die 2 tausendmille ThalerThlr: nicht das geringste
<mehr> contribuiren, scheinet also, daß ihre affection gar schlecht
seye, vndt was Sie thun, das thun Sie nur gezwungener
weyse. Geduld. Gott tröstet mich.Patientia. Jddîo mj consolj.


herr Erasmus von Starhemberg, hat mjch besuchtt, nachmittags[.]

Sonntag den 9. ⁄ 19.den: des AugustsAugustj:

<2000 ThalerThlr: hertzogk Frantz Albrechtt erlegen lassen von Fürst Ernst Seliger Schuldt her.>


Brjefe an Meine herzlieb(st)e Gemahlin, vndt an den Præsjdenten
noch gestern Abends, abgehen laßen, mitt der post. et cetera


heütte zu Mittage, bey dem Stadthalter, herren Preü-
ner
zu gaste gewesen, welcher vns sehr wol tractirt. Es
befanden sich auch darbey, der Spannische Ambassador, Marchese de
Castagnetta
, ebensoJtem: der Marqués de la Fuente, der
Don Phelippe, des Conte d'Onnata Sohn, vndt des Marchese || [[Handschrift: 389r]]
dj Castagnetta, sejn iunger vetterc, diese 4 Spannier,
darnach so war auch darbey, des herrn Stadthalters sein
Sohn, ein wackerer cavaglier, ebensoJtem: ein ander Preüner,
so Oberster gewesen. Es ist mir große höfligkeitt, so
wol vom Stadthalter, alß dem Spannischen Ambassador wie-
derfahren. Der Ambassador hat gar mitt mir, hinundter
gehen wollen, beym abschiedt, vndt habe es kaum, in ei-
nem frembden hause, erwehren können.


Es ist vndter andern discurßen, auch des herrn Friederichs
Preüner
erwehnung geschehen, mitt welchem Mein herr-
vatter
Sehliger zu Constantinopel gewesen, Jst seines
des Stadthalters herrn Seyfridts Preüner, sein<Seines vattern> bruder
gewesen, vndt damalß Kayserlicher Gesandter, nacher Con-
stantinopel.


Der Ambassador gedachte auch, warumb wir Fürsten,
vns doch nicht möchten accommodiren, sintemahl wir
nur würden ein raub, der <Frantzosen>[,] Schweden, Jtaliäner, vndt
Spannier, eben so wol werden, denn er hette gehört,
daß<vom> Kayser selbst, daß sich die der hertzog von Lünenburg
vndt Landtgraf von heßen, nicht zum frieden verstehen wollten.
Worzu daß doch nütze wehre? Er jst gar ein höflicher
aufrichtiger, vndt den deützschen, wol affectionirter
Spannier. Wirdt in zween oder dreyen tagen, nacher
dem König zu, inß läger verraysen, auß befehl seines Kö-
niges
vndt Herren.

|| [[Handschrift: 389v]]


Von dar nach dem herzogen Julio henrich von Sachßen,
derselbige hatte den Obersten Pleyleben bey sich, der mir unter anderem sagtequi me
dit entre autres
: Es hette der Conte d'Onnata, außerordentlicherextraordinarius
Ambassador alhier iährlich vom Könige in Spannien zu
spendiren, 48000 Gulden (florenus)f: ohne das Hilfe der Spesenajuto di costa, so ihm noch
gegeben wirdt, der Marchese de Castagnetta aber nur 12000
vndt wehren diesem die hände zimlich gebunden, daß
er nicht so freimütig und freigebigfranco e liberale sein köndte, wie er gern
wollte.


Der König in Polen soll 12 tausendmille Mann, deützsch volck
heraußer schicken, die er wegen des gemachten, Stille-
standes
, nicht bedarff.


herzog Frantz Carll hat abermals, ejnen vom Adel,
im duell erstochen, nemlich, ejnen Obersten Man-
teüffel
.


Der alte Stadt halter Preüner, sagte zu seinem
Sohnes sohn, er sollte die hahr aufm kopf tragen, wie
ich, mitt offener Stirn, nicht in die augen, wie die Frantzosen.
Die alten deützschen, lieben die offene Stirnapertam frontem.


Der Löbzellter, ist bey mir gewesen, vndt hatt mir
allerley zeittungen, vndt Berichterelationes, communicirt.


Es scheinet, daß es ejne ruptur, zwischen ChurSaxen,
vndt Schweden, geben dörffte.

|| [[Handschrift: 390r]]

Freitag den 10. ⁄ 20.sten: des AugustsAugustj.


Sigmundt Deẅerlin, zum alten Marggrafen geschicktt,
ihn besuchen zu laßen, vndt fragen, wie es jhm ergienge, auch
ob ich ihme noch, vor meinem verraysen, zusprechen könne?


Mitt Veidt Berndt, wegen herzog Franz Albrechts schuldt,
richtigkeitt treffen laßen, durch Thomaß Benckendorf.


AntwtortRisposta gar höflichcurialiter von dem Marggrafen.


Mitt Johhann Loẅen, conversirt, von vnsern Angelegenheitennegociis, weittlaüftig.


An Graf Kysel geschrieben, Curtt Börsteln, zu insinujren,
zur audientz:


Schreiben, von Madame vndt Schwester Sybjlle, vom 30.sten: des JulisJulij,
das übel aufgenommene Recht des Anstands betreffendtouchant le droict de bienseance, prins en mauvayse part.
Mitt Erdtmann, soll es sich etwas gebeßert haben, so lang als es
Gott gefellt, dem seye alzeitt danck vor seine gnadengaben.


Mein kaufmann alhier, hülger, so mir 2 tausendmille ThalerThlr: zu erlegen,
ist abwesendt, vndt zu Lintz, welches mich incommodirt,
weil Winckler, zu Leiptzig, den wechßelbrief auf ihn
gerichtett, vndt niemandt alhier ist, der den brief
eröfnen will, soll auch erst, in 14 Tagen wiederkommen.


Jn vertrawen, ist mir ein nebenreceß der Ausnahmen von der Amnestieexcipiendorum
ex Amnistia
, communicirt worden.


Bin bey hertzogk Julius henrich, vndt sejner Schwester
gewesen, welche ich beysammen in seinem losament
gefunden.


habe darnach, zum Spannischen Ambassador Marchese de
Castagnetta
geschicktt, abschiedt von ihm zu nehmen. Er jst aber,
aller Truncken vom Neẅburgischen Festessenbancquet gewesen, wie Sie || [[Handschrift: 390v]]
erstlich sagten, doch habe ich ihn darnach besuchtt,
da ist er mir gantz nüchtern vorkommen. Jst mir
gar weitt durch viel gemächer, an die Stiege
entgegen kommen, hat sehr höflich vndt fein, mitt
mir conversirt, vndt sich gewaltig gegen mir
alles gutes erbotten, auch gebehten, ich wollte ihm
etwan schreiben, wo was vorfiehle, etcetera etcetera
helt auch nichts darvon, daß man einem, vmb der
Religion willen, feindt seye, Gott alleine
könne vber die gewißen herrschen. Jnsonderheitt,
solche vornehme Fürsten, als ich wehre, von altem
geschlecht, vndt nahmen, von Tugendtsahmen qua-
liteten, vndt moderation, <verstandt> auch guter manier,
auch die sonsten viel nützen können, wehren vmb der Re-
ligion willen <mitt>nicht<en> zu verachten. Jm herabgehen offe-
rirte er sich, noch immerfortt gewaltig, vndt geleittete
mich biß an das pferdt, endtschuldigte sich auch, daß er
mich nicht eher besuchtt, wie es ihm gebühren thete,
wollte aber noch kommen, vndt seine schuldigkeitt wieder
ablegen. Jch bahte aber gar sehr davor, weil er viel
zu thun würde haben, ich auch verraysen möchte, vndt
nur allein den großen respect den ich zu seinem || [[Handschrift: 391r]]
König trüge, hette erweysen wollen, auch wie
sehr ich seine eigene qualiteten, vndt Tugendt æstj-
mirte. Er antwortete gar höflich, vndt wir
expectorirten vnß recht gegen einander, wegen
des haßes vndt liebe der Spannischen nation.
<Er war auß dermaßen Stadtlich logiret.>

Dienstag den 11. ⁄ 21. des AugustsAugustj. (in astrologischer Hinsicht) böser/gefährlicher/schädlicher/unglücklicher/unglückseliger Tag

<Böser Streich von Ernst Dietrich Röder, als er mit seinem Degen fortging.Dispetto di Ernst Dietrich Röder andando via con la sua spada.>


Jm gestrigen discurß, fragte mich auch der Ambas-
sador
, wegen der zehen krayße im Reich, sonderlich
des Obersächsischen Krayßes, vndt wer doch die
Schweden hette heraußer gelockett, auch worumb es ge-
schehen wehre. Jch antwortett gar sachlichsobrie darauff,
vndt endtschuldigte den Churfürsten von Saxen, wegen des
Tillischen einfalß wieder Kayserlischer Mayestät befehl, ebensoJtem:
wegen der Mißverstände, so das edict, des Jahresde anno 1629 ver-
vrsachet. Es wurde auch von mir gedachtt, das
<Beachte wohlNota Bene> ich die lehen noch nicht entpfangen hette, vndt daß
Jch nicht allein, Regirender herr in Anhaltt
wehre. Er gedachte auch der iagt, vndt Spannischen windt-
hunde, nach dem wir von ernsten Dingenseriis, vndt der außländer
Joch in Deützschlandt genugsam geredet. Offerirte sich,
mir in allem, worinnen er nur wüste, zu gratificiren. || [[Handschrift: 391v]]
etcetera Beachte wohlNota Bene Gab auch fast zu verstehen, wir<er> möchte
wol ejnmal zu mir, nach Bernburg kommen, vndt
<Beachte wohlNota Bene> wer weiß, was vor eine zusammenkunfft, in sel-
biger Revier vor ist? Gott gebe zu guter Stunde.Dieu donne a bon heur.


heütte ist abermal mein geburtsTag, an wel-
chem ich daß 36. iahr meines alters, durch Göttliche
verleyhung außgebracht, vndt gehe numehr, in das
37.[,] wobei ich unendlich bedauere, dass ich vor sechzehn Jahren meine jungen Jahre so wenig ruhmreich vergeudet habe. Gott wolle, dass ich mich verbessern und wieder herstellen kann, was sich wegen so vieler Aufschübe und Verzögerungen verschlechtert hat.regrettant infiniement, d'avoir si peu glo-
rieusement consumè mes jeunes ans, seize
annèes en çà. Dieu vueille, que je me puisse
reprendre, & restablir, ce quj s'est gastè, par
tant de procrastinations, & retardements.

Wol angefangen, jst halb, (aber nicht gantz) vollbrachtt.


Gestern zu Mittage, aßen Curdt Börstel, vndt Sig-
mundt Deẅerlin
, auch mitt mir, wie auch Johann Loẅ,
der erzehlte vndter andern, alß nähermalß, in der
Schottenkirche, daß wetter eingeschlagen, in derselbigen
stunde, wehre die Bayerische eheberedung, geschloßen worden.


Mitt Veit Berndten, capitulirt, wegen <herzog> Frantz
Albrechts
schuldt, vndt er ist ein guter ehrlicher Mann,
vndt selber destwegen bey mir gewesen. Jch habe auch
mitt herrn Löwen, welcher bey mir gewesen, wegen der
lehensentpfahung conversirt.

|| [[Handschrift: 392r]]


Mitt hertzog Julio henrich von Sachßen Lawenburg
vndt seiner Schwester der Marchesin Gonzaga, habe
ich zu Mittage gegeßen, wie auch Doctor halbritter, vndt
der Logaw. <Nauwach ist zu mir, in mein Quartieren mon logis, kommen.>


Mitt der Marchesin Gonzaga, ihrer kutzschen
vndt Pferde bin ich ein wenig zur Stadt hinauß,
spatziren gefahren, dieweil <ich> aber dem Spannischen Ambassador
Conte d'Onnata zusprechen wollen, vndt er nicht
wol auf erstlich, sondern in dem Nachmittagsschlaf,
hernachmalß aber nicht anheimisch gewesen, habe
ich nichts richten können, vndt es ist verblieben.


<An Madame mit verhaltenen Worten geschrieben, und der heutige Tag ist mir sehr zuwider gewesen.Escrit a Madame en termes retenus, & le jour d'aujourd'huy m'a estè fort contraire.>

Mittwoch den 12. ⁄ 22. des AugustsAugustj. 🜨


Veit Bernhardt, der redliche kaufmann alhier,
ist bey mir gewesen, vndt hat mir die quittung
vber die zweytausendt ReichsthalerRthlr: so ich hertzog
Frantz Albrecht von Sachßen Lawenburg
, (wegen
Meines Seligen bruders, Fürst Ernsts Liebden deme er Sie
geliehen gehabtt,) wieder bezahlt, mittgebracht,
auch sich zu allem ferrneren vorschuß, wol erbotten.


Börstel vndt Löẅ seindt nacher Wolckerßdorff,
zu Kayserlicher Mayestät[.]

|| [[Handschrift: 392v]]

Meilenm.
Jch bin selb sechste, in einer landtkuzsche hinüber
nach Baden, vndt wiederherüber gerayset, thun
hin vndt wieder
Das bal<d>t alda recht zu besehen. Bin erstlich
im hertzogbadt, darnach im Frawenbadt,
oder Vnser Lieben Frawenbadt gewesen, vndt
habe gesehen, wie Manns[-] vndt weibspersonen
vndtereinander, (iedoch gar züchtig vndt in
leinwandt <ganz> angethan) gebadet haben. Das
Frawenbadt ist das aller vornehmste, vndt
es hat die Kayserinn neẅlich darinnen gebadet.


8


Alle stunden werden im bade außgeruffen, vndt
wenn man hinein oder hinauß gehet, muß man das
badt ihnen gesegnen. Es hat auch noch andere Gesetzeleges,
wie man sich im bade verhlaten soll, welche gedruckt
sein, vndt wer darwieder handeltt, wirdt gestraf[t.]


hindter dem hertzogbadt, bin ich hinauß gegangen,
durch die Stadtmawer nach einen berg zu, der
hünerberg genandt, habe alda hineinschlieffende,
die waßerquelle deßelbigen badts betrachtet[t,]
welche gar klar ist vndt siedet, ist aber nur
laulicht, vndt gar nicht heiß, obs schon zischt alß
kochte es. Jn der höle dahinein zu kommen mitt || [[Handschrift: 393r]]
einem licht, wie wir thaten, war viel Salpeter
oder Salniter auf beyden seitten, vndt an den röhren,
(dadurch das waßer zum badt geleittet wirdt)
gibt es viel schwefel der sich wie ein weinstein
ansetzett, vndt auch im bade, gibt es einen
zimlichen starcken (dem haüpt vngesunden)
schwefeldampf. Die andern bäder, quellen
von sich selber an dem ortt da Sie liegen,
vndt werden nicht also durch canal geleittet,
wie das hertzogsbadt. Vor der Stadt hat
es noch fünf bäder, in der Stadt Baden aber,
nur vorgenandte zwey, seindt also in allem Sieben.
Jn iederm badt die ich besehen, hat es zwey
stuben am bade, auß dem<r> ejnen kommen die
Manns: auß dem<r>andern die weibspersonen ins
badt zusammen, gehen auf vndt ab[,] spatziren da-
rinnen, oder setzen sich, oder schertzen wie Sie wollen,
nur das den Regeln des badts ein genügen ge-
schehe, darzu Sie dann einen baderichter zu ver-
ordnen pflegen. Sonst werden die bäder, so in
der Stadt seindt, gar reinlich gehalten, vndt es
darff niemandt darinnen baden, der schäden hatt.
Darauff die Bademeister, vndt ihre weiber, bestellet || [[Handschrift: 393v]]
seindt, achtung zu geben. Gestern 14 tage ist zu
Baden, ein erschreckliches vngewitter in der nacht plöz-
lich eingefallen, daß Sie alda gemeint, der iüngste Tag
wehre vorhanden. Es hat treflich gedonnert, geblitzt,
vndt sonderlich große hagelsteine geworfen, wie welsche
nüße
, auch groß gewäßer vervrsachet, welches
sich aber baldt verlauffen, vndt wir haben zu Wien,
nichts darvon gehöret oder gewust. Dem wein
ist durch solchen hagel sehr großer schade geschehen.


Veit Berndt ist diesen abendt noch gar spähte
wieder zu mir kommen, hat alles richtig gemachtt,
wegen des wechsels, vndt auf trawen vndt glauben,
gar redlich mitt mir gehandeltt. Er erzehlet auch
vndter andern, daß ehistes tages, hertzog Frantz Albrechtt,
gewiß ohne einigen reverß, rantzion, noch [gegebenes] Wortparole,
loß werden solle. Es seye auch destwegen heütte, die
herzogjnn von Saxen, Marchesin Gonzaga, hinüber
nach der Neẅstadt gezogen, jhm solche fröliche boht-
schafft anzukündigen. Das Glück ist ihm sehr geneigt und eine gute Mutter, den anderen wäre es eine StiefmutterLa fortune luy est fort favorable,
& bonne mere, a d'autres elle seroit belle mere
, (Stiefmutternoverca)[.]
Gott segne ihm sein Glück und mache, dass wir uns gut miteinander vertragen und dass ich auch einmal aus meinem geistigen Gefängnis und von so vielen Heimsuchungen und außerordentlichen Versuchungen, welche mich fast überwältigen, befreit werde.Dieu luy benie son heur, & face que nous nous accor-
dions bien ensemble, & que je soye aussi une fois de-
livrè de ma prison spirituelle, & de tant d'afflictions,
& tentations extraordinaires lesquelles presque m'accablent.

|| [[Handschrift: 394r]]

Donnerstag den 13. ⁄ 23.sten: des AugustsAugustj. [...]


Gestern abendt noch schreiben an Thomas Benckendorf vom Johann Siber postmeister zu
Leiptzigk, wegen der coperten so an vnsern briefen manquiren, vndt
ich sehe, daß er in bestellung seiner briefe gar fleißig ist.


BesuchVisite durch Sigmund Conrad Deuerlin von Falkengrund beym Marggrafen von Brandenburg
verrichtett, welcher etwas vnpaß ist, vndt ihn auf
allen fall zur lehensentpfahung, ersuchen laßen.


Zum Pfaltzgrafen von Neẅburg geschickt, der hat mir
die Stunde, vmb 9 oder 10 oder wenn mirs geliebte, zu ihm
zu kommen, ernennen laßen, wie es nun 9 geschlagen,
vndt ich Seiner versprochenen kutzsche erwartett,
hat er mirs wieder absagen, vndt daß er wollte
Nachmittags zu mir kommen, vndt mitt mir hinauß
spatziren fahren, ansagen laßen.


hertzog Julius henrich von Sachßen Lawenburg hat
mich in meinem losamentt besuchtt, gar höflich,
wie auch der herr von Bembergk.


Der herzog Julius henrich sagte mir, herzog Franz Albrecht würde
des Churfürsten von Sachßen general leütenampt an
Arnimbs stelle, vndt der Baudiß würde sein
Feldtmarschalck werden, Löbzelter hette es ge-
sagt. Es scheint, dass es Falschheit mitten unter Lebzelter und höfische Gunst gebe. Geduld!Jl semble, qu'il y aye de la faussetè
parmy, de Löbzelter & de la faveur aulique. Pacjence!

|| [[Handschrift: 394v]]


Curtt Börstel, der Anhaltische Abgesandte, ist von
Wolckerßdorff wiederkommen, hat alda gar gnedigste
audientz diesen Morgen gehabtt, bey Kayserlicher Mayestät
welche vndter andern, diese wortt gesaget:
Gleich wie seine herren, vndter den ersten gewesen,
so diesen friedensschluß acceptirt hetten, vndt vom
Churfürsten von Saxen, dem Kayser wol recommendiret worden,
Also wollten Jhre Mayestät, es in allen gnaden innge-
denck sein, vndt Sie vor andern, in acht zu nehmen
wißen. hoften auch, es sollte durch diesen friedens-
schluß andern Ständen, die Thür eröfnet werden,
darzu zu tretten. Jhre Mayestät sejndt sehr gne-
digst, vndt wol mitt ihm zu frieden gewesen.
Wegen der lehenssache, brjngt Johann Löẅ, auch gute
bohtschafft, daß dieselbige soll ehjstes tages expedirt,
vndt ich damitt, nicht aufgehalten werden, Also,
daß Gott lob, der heüttige tag, wol abgegangen.


Aber meine Feinde und Boshafte werden mich verspotten, da sie genauso und glücklicher als ich sind.Mais mes ennemis & malvueillants se mocqueront
de moy, qu'jls sont autant; & plus heureux, que moy.


Der Pfalzgraf von Neuburg ist mir gegenüber wortbrüchig geworden und hat mich auf ihn den ganzen heutigen Tag vergeblich warten lassen. Ich sehe wohl, dass Hass und Bosheit darin liegt.Le Conte Palatin de Neẅburg m'a manquè de parole, & m'a
fait attendre en vain, sur luy, tout cejourd'huy.
Je voy bien; qu'il y a de la haine & malice parmy.

|| [[Handschrift: 395r]]

Freitag den 14. ⁄ 24.den: des AugustsAugustj.


herr Loẅ, zu mjr kommen, vndt in Antwortt, ein handt-
brieflein, vom herrn Graf Kyseln, (jnnwendig) jn gar
guten WortenTerminis, mittgebrachtt.


BesucheVisites, durch Thomas Benckendorf vndt darnach Sigmund Deuerlin an hertzog von
Sachßen
, vndt Sigmund Deuerlin jst auch vergeblichfrustra in des Spannischen
Ambassadors des Conte d'Onnata (welcher kranck jst) seinem
losament, mir eine stunde ernennung zu compariren,
gewesen.


heütte ziehet der Marchese de Castagnetta hinweg,
zum König in Vngarn, vndt der Pfaltzgraf von Neẅburg
gibt ihm das geleidte, ejn 2 oder 3 Mejlen hinauß.
Jch habe mich resolvirt, wegen scheinbahrer kalter af-
fection
, seine wagen vndt pferde, nicht mehr zu ge-
brauchen, oder abfordern zu laßen.


Nachmittags hat es Sigmund Deuerlin endtlich erhalten, daß mir der Conde d'Onnata,
die stunde gegeben, welche mir selber gefiehle. Jch habe
mich, vmb halbweg fünffe, bey ihm præsentirt, vndt er
ist, wegen leibesschwachheitt, im bette gelegen, hat
sich aber gar höflich, gegen mir offerirt, allerley con-
versirt, von dem krieg, vndt friede in Deützschlandt,
Niederlandt, etcetera auch Stillestandt in Polen, welcher
dem deützschen wesen hochschädlich wehre, vndt sich
endtschuldigett, daß er mich in meinem losament nicht besuchtt, || [[Handschrift: 395v]]
auch referirt, daß Schenckenschantze von den Spannischen
gewiß eingenommen wehre, vndt der Cardinal Jnfan-
te
wehre mitt Seiner armèe, dem Printzen von
Vranien
, dahin marchirende, zuvor kommen, nach
deme es vberstiegen gewesen, hette sich darnach nach
Cleve begeben, nach dem der der Printz von O<V>ranien, in etwas
gewichen. Er zweifelte an der Annahme unseres Friedens durch den Kurfürsten von Brandenburg und durch den Herzog Georg von Lüneburg.Jl doutoit de l'acceptation de nostre paix,
de l'Electeur de Brandenburg & du Duc George de Lünenburg[.]


Jch habe der hertzoginn von Saxen, jhre kutzsche gehabt[,]
vndt gebrauchtt, vndt bin wol accompagnirt gewesen.


Beachte wohlNota Bene der Conte d'Onnata; erwehnte auch, waß doch das
kriegen in Deützschlandt, nütz wehre, wir fürsten würden
es genugsam entpfinden, ob man sich nicht erinnerte,
daß zu Kaysers Carolj V. zeitten, man mitt einer
Schlacht, gantz Sachßen verlohren hette, zu Kaysers
Ferdinandj II.
zeitt aber, gleichsfalß durch eine
Schlacht die ChurPfaltz, vndt es wehren beyde
Churfürstenthümber, noch in voriger possessoren
hände, nicht wieder gerahten. Das wehre der
lohn, des vnnötigen kriegens. Der Kayser sehe gern,
einen bestendigen frieden. Die Thür wehre andern
darzu nicht allein nicht gesperret, sondern geöfnett.
Einer hette ia müßen die Thür zumachen, was man
doch viel darüber gloßiren, vndt disputiren möchte,
das nicht ein ieder nach Seinem kopff, den frieden haben köndte.

|| [[Handschrift: 396r]]


Er lobte mich vndt mein Vorgehenprocedere gewaltig, vndt ohne adulation
wie ich dem Kayser, vndt an diesem hof so wol recommendirt wehre,
wie<alß> er in Jtalienischer sprache gedachte, wegen meines valors,
<großer> discretion, hohen verstandes Besonnenheitprudenza, <besonderer Gütebontà singolare> vndt Mäßigungmoderatione,
darinnen ich mich, wie auch jn allen andern hochlöblichen qua-
liteten, also wol zu guberniren wüste, daß mich iedermann
lieb vndt werth hielte, etcetera[.] Worinnen er mir, alß
mein alter Dienerantico servitore, dienen köndte, wollte er es
gewiß nicht vndterlaßen, denn obgedachte qualiteten
wehren allzuwohl bekandt, an diesem hof, insonderheitt
bey ihm. et cetera[.] Wie er dann mitt treẅhertziger affektion vndt
großer höfljchkeitt, solches <gar> ansehlich von sich zu geben wuste.


Den Alten Margrafen, habe ich durch Sigmund Deuerlin visitiren,
vmb assistentz bey dem lehensAktactu ersuchen, vndt
auf Morgen gebe gott zu gaste laden laßen. Die Antwortt
ist gute vertröstung, aber nicht Catehgorisch gewesen.

Samstag den 15. ⁄ 25.den: des AugustsAugustj.

<An den hochwohlgeborenen und vorzüglichsten Herrn, den Herrn Grafen von Oñate vom Staatsrat Ihrer Katholischen Majestät, außerordentlichen Botschafter durch Ihre Majestät bei Ihrer Kaiserlichen Majestät, des Kaisers.All'Jllustrissimo ed Eccellentissimo Signore il Signor Conte d'Ognata del Consiglio dj stato di Sua Maestà Cattolica Ambasciatore[,] straordinario per la Maestà Sua appresso la Sua Cesarea Maestà dell'Jmperatore.>


Zu herrn Löben in sein hauß, des Morgends, hernacher auf
den wall spatziren gegangen.


An den extraordinar Spannischen Ambassador geschrieben, wegen
meiner prætensionen, bey Kayserlicher Mayestät intercession:


An Graf Kyseln auch, wegen assistenz des hertzogs
Julij heinrichß
, ob er möchte loßgelaßen werden zu dem Aktactu.


Zur Mittagsmahlzeitt, seindt meine gäste gewesen, || [[Handschrift: 396v]]
erstlich: der hertzogk Julius henrich von Sachßen Lawen[burg]
darnach, herr Erasmus von Starhemberg, Rittmeister Hennin, herr
Geyer, herr von Bemberg, Curdt Börstel, Johann Loẅ. et cetera


Der Spannische Ambassador Conte d'Onnate, hat mir alsobaldt
gar höflich geantwortett, vndt zu allen guten Gefälligkeitenofficiis,
sich erbohten. Gott verleyhe mir deren erwüntzschte Wirkungeneffecta.


Die Spannier alda haben zeitung gehabtt, daß die
holländer zu waßer, vndt zu lande, niederlagen erlitten[,]
der Cardinal Jnfante hingegen, gewaltige victorie gehabtt,
zu Wasser und zu Landpor mar; y por tierra.


Veit Berndt, bey mir gewesen, vndt den wechßelbrief,
auf die 1000 ThalerThlr: sehen wollen, den ich endtlich von Curt Börstel bekomme[n,]
wegen der præsenten, in die Reichscantzeley mit Schläuecon astutia


Die Pfaltz Neẅburgischen haben mir heütte Morgen den Tittul
an Conte d'Onnate, (ausweichendtergiversando vndt meine leütte
aufhaltende) nicht schicken wollen, Jch habe ihn aber von
des herrn Päbstlichen NuntiusNuncij, seinem SekretärSecretario mitt vielen
höflichen ferrneren offerten, auch anderen Tjttuln, darumb ich
nicht angehalten, alsobaldt bekommen.


An Madame geschrieben, in guten Wortenen bons termes, auf heütte datirt. et cetera[.]


Der Oberste Manteüffel hat mich besuchtt. Er meint, dass die Stadt Mailand durch die Franzosen besetzt sei.Jl croyt
que la ville de Milan, soit occupèe par les françois.


Der Marggraf von Brandenburg hat sich gegen mir, endt-
schuldigen laßen, daß er nicht zur Mjttagsmahlzeitt, kommen
köndte, weil ihm sein schenckel weh thete.


Der Löbzellter hat mich auch noch vor der Mittags- || [[Handschrift: 397r]]
mahlzeitt besuchtt, vndt ausdrücklichexpresse gestanden: daß
<Beachte wohlNota Bene> ihm auß befehl der Römischen Kayßerlichen Mayestät meines Aller-
<Beachte wohlNota Bene>gnädigisten herren, vom Graf Schlicken kriegspræsidenten
<Beachte wohlNota Bene> angedeüttet worden, an Churfürsten wegen derer vaci-
renden
general chargen zu schreiben, daß Jhre
Mayestät keinen lieber darinnen avancirt sehen
möchten, alß mich, deßen treẅe Standthaftigkeitt,
vndt redligkeitt aller weltt bekandt, So hette ich
auch sonsten gute Tugenden, vndt qualiteten an mir,
die nicht gemein wehren, hette eine experientz im
kriegswesen, die fortification vndt MathematikMathematicam
wol inne, köndte die wißenschaft frembder sprachen,
vndt hette eine gute intention, wehre ein
Reichsfürst jm Reich geseßen. etcetera Nun schrieb der genannte Lebzelter aber früher, als ob er es selbst getan hatte, und sprach darüber mit mir im Vertrauen[.] Ich weiß nicht, was davon sonst zu halten, wenn nicht, dass der Herr Kurfürst vielleicht die Offiziere wollen wird, welche völlig von Ihrer Kurfürstlichen Hoheit und nicht auch von Ihrer Kaiserlichen Majestät abhängen.Or le dit
Löbzelter escrivoit autresfois, comme s'il l'eust fait,
de soy mesme, & m'en parloit en confiance, Ie ne
scay qu'en iuger autrement sinon que Monsieur l'Electeur
voudra paraventure des Officiers, lesquels dependent
entierement de Son Altesse Electorale & non de Sa Majestè Jmpériale aussy.


Der genannte Lebzelter leugnet auch, dem Herzog Julius Heinrich gesagt zu haben, dass Baudissin Feldmarschall sei. Es scheint, dass eine Verschiedenheit in diesem Sachverhalt liegt, und ich weiß noch nicht, was darüber zu sagen.Le dit Löbzelter, nie aussy, d'avoir dit, au Duc Iules Henry,
que Baudiß seroit Maréchal de camp. Jl semble, qu'il y
aye de la varietè en ce fait, & ne scay encores, qu'en dire.

|| [[Handschrift: 397v]]

Sonntag den 16. ⁄ 26. des AugustsAugustj.

<350 ThalerThlr: vndt ezliche Groscheng: Thomas Benckendorf zu berechnen, der rest von Eggenbergs geldern[.]>


Ich erinnere mich, dass der Graf von Oñate mir auch sagte, dass es besser sei, dass wir Fürsten unserer Länder uns zusammenschließen und uns selbst unseres Vermögens erfreuen, dass nicht die Armeegeneräle, das heißt der Marchese di Grana, Piccolomini, Banér oder andere die Herren unseres Landes seien und nicht wir. Der erste Kriegsherr sei Herr unseres Landes und nicht wir. Deshalb müsse man den Frieden annehmen.Jl me souvient, que le Conte d'Onnate, me dit aussy,
qu'il valoit mieux, que nous fussions Princes de nos
terres, & jouyssions nos biens <nous mesmes>, que non pas, les Gene-
aulx d'armèe, quj estoyent maistres de nostre pays,
& non pas nous; assavoir: le Marquis de Grana,
Piccolominj, Banner ou d'autres, le 1er: chef de
guerre estoit maîstre de nostre pays, & non pas nous.
Pour cela, il falloit embrasser la paix.


Rittmeister Hennin sagte gestern, er wehre 18 Monat
gefangen geseßen, wüste nicht worumb, vndt hette keinen
reverß wollen von sich geben, weil er dem König in Frankreich
einen eydt geschworen hette. Das ist ein Lothringer oder Franzose.C'est un Lorrain; ou françois.


Nachmittags in hertzogs Julij hejnrichs hause, abschiedt genommen,
von der hertzoginn seiner Schwester, der Marchesin gonzaga,
welche gar einen höflichen abschiedt, von mir gegeben.
Es waren dort auch andere Edelleute wie der Obrist ManteuffelJl y avoit aussy d'autres Cavalliers, comme le Colonel
Manteüffel
, Rittmeister Hennin, und auch eine Gräfin von Fürstenberg mit der Schwiegermutter des Herzogs Julius Heinrich& aussy une Comtesse
de Fürstemberg
, avec la belle mere du Duc Jules Henry
.


Jn den Prater, spatziren gefahren, mit meinem Adelavec ma noblesse,
in diesem schönem wetter, (wiewol es gar warm alhier
ist,) mitt der hertzoginn von Sachßen ihrer kutzsche, vndt pferden.

|| [[Handschrift: 398r]]

Montag den 17. ⁄ 27.den: des AugustsAugusti: (in astrologischer Hinsicht) böser/gefährlicher/schädlicher/unglücklicher/unglückseliger Tag


AntwortRisposta diesen Morgen, gar höflich, vom Obrist kammerer, Graf
Kyseln
, ich sollte kommen, wenn ich wollte zur lehensent-
pfahung
, ebensoJtem: er hette den Pfaltzgrafen von Neẅburg mir zu
assistiren, neben dem Fürsten von Dietrichstain ange-
sprochen, welche alle beyde, gar willig darzu wehren.
<Beachte wohlNota Bene> Er antwortett aber gantz nichts, wegen hertzog Julij
heinrichs von Saxen Lawenburg
noch wegen des alten
Marggrafen
, denn die andern hatte ich auf allen
fall außerkoren, dem Pfaltzgrafen aber es nicht zuge-
trawet, und ich denke noch, dass er mir irgendeinen Scherz bereiten wirdet credo ancora, che mj farà qualche
burla
. Was den von Saxen anlangett, denselben
werden sonder zweifel, Jhre Mayestät nicht gern sehen.
Ihre Majestät lässt sich nicht zwingen, immer zu tun, was wir wollen. Gott wolle, dass alles gut und zu unserer Zufriedenheit laufe.Sa Majestè ne se laisse pas forcer, a faire tousjours
ce que nous voulons. Dieu vueille; que tout aille
bien; & a nostre contentement.


Jtzt eben, gleich wie ich Artzney gebraucht, nemlich
4 loht Manna eingenommen, kömbt herr Löẅ zu mir,
vndt spricht: Doctor Gebhardt laße mir anzeigen, das
Jhre Kayßerliche Mayestät meiner zu Ortt, auf Morgen gebe gott
frühe erwarten, also muß ich meine resolution
billich verendern, vndt heütte noch hinziehen, wann es
schon wegen der medicamenten, meiner Natur schaden sollte.

|| [[Handschrift: 398v]]

Meilenm:
Nachmittags mitt kutzschen hinauß nach Ortt
alda Jhre Kayßerliche Mayestät an itzo auf der
hirschfeist sich befinden.
5


Gar schlecht quartier, diesen abendt gehabtt.


Ehe ich noch von Wien aufgebrochen, schreiben
entpfangen von Madame <vom 6. des AugustsAugusti>[,] von herrnvettern Fürst Augusto[,]
vom Præsidenten, mitt etwas vertröstungen, vom
31. des JulisJulij, vndt bericht des elenden zustandes
vnserer lande, wegen androhender gefahr, der
exacerbirten gegen einander liegenden beyden armèen.

Dienstag den 18. ⁄ 28. des AugustsAugustj.


heütte ist meine belehnung vor sich gegangen
gar sehr feierlichsolennissime. Jch habe erstlich, durch drey
GesandteLegatos, auf den knien, vmb die lehen, bey
Kayßerlicher Mayestät, anhalten laßen, welche auf ihrem
Kayßerlichen Thron geseßen. Darnach alß es ver-
willigett, bin ich dreymal kniende im geleitte
vndt gesellschaft zweyer Fürsten, alß des hertzogs
von Neẅburg
vndt Fürstens von Dietrichstain, zweyer
Ritter des güldenen Vlüßes, hinein kommen, vndt
wie braüchlich, den lehenseydt, nach Änderung des zu Änderndenmutatis mutandis,
auff den schlag, wie herrvatter Sehliger gethan, vor Jhrer || [[Handschrift: 399r]]
Kayserlichen Mayestät zwey finger auf das Evangelium le-
gende abegelegt, darnach den knopf des Schwerts
geküßett, nach dem ich selber die rede kniendt ge-
than, vndt mir Doctor Gebhardt, Kayserlicher Mayestät raht im
Reichshofraht, geantworttet, im nahmen Kayserlicher Mayestät
auch ich wiederumb die dancksagung kniendt
verrichtett, vndt alles wie es in dem Aktactu der
investitur meines herrn vatters Seliger beschrieben, fast
auf denselbigen schlag, nur etwas feierlichersolennius.
Nach der dancksagung aber, als ich <neben mejnen geferten> aufzustehen
vermeinte, vndt die Leütte schon anfiengen zu
murmelen, vndt ihnen meine Redenorationes Gott lob
ohne Zögernsine hæsitatione, wohlgefallen ließen, besann ich
mich vndt kniete fluchs recht wieder nieder, gratuli-
rende ihrer Kayserlichen Mayestät vndt mir selber, daß ich das
große <vnverhoffte> glück vndt ehre hette, eben an diesem heüttigen
tag mitt vnserm Fürstenthumb vndt Regalien von
Jhrer Kayserlichen Mayestät beliehen zu werden, an welchem heütte
<eben> vor 16 iahren vermittelst Göttlicher verleyhung, Jhre
Kayserliche Mayestät, durch einhellige wahl der herren Churfürsten
zu franckfurdt, zu der Ehre, würde, vndt höchsten digni-
tet
des Römischen Kayserthumbs, erhoben worden, erfreẅete
mich darüber von grundt meines hertzens, vndt bähte
danckte dem Allmächtigen gründtgühtigen Gott, vor solche gnade vndt || [[Handschrift: 399v]]
Segen, Vndt daß er Jhre Mayestät diese Jahr vber, so gnediglich
bewahret, Bähte ferrner Seine Göttliche Allmachtt, wollte
vber Jhrer Mayestät mitt dero gnaden flügeln schalten vndt
wallten, sie noch viel vndt lange iahr in bis zum Alter NestorsNestoreos
usque annos
dem Römischen Reich, vndt geliebten vatterlandt
deützscher nation, insonderheitt aber Jhre Kayserliche Mayestätt höchstlöb-
lichstem Kayserlichen[,] Königlichen vndt Ertzhertzoglichen hause,
zum besten, aufnehmen vndt wolfahrt, fristen
vndt erhalten, auch ihre feinde vndt wiederwertigen
dempfen, vndt Jhre Mayestätt in langwieriger Regierung,
vndt allem glücklichen wolstande, viel vndt lange
iahr prosperiren vndt wol gedeyen laßen, dieser
wuntzsch gleich wie er auß wolgemeintem treẅem
hertzen herrührete, also hette ich ihn meiner
schuldigsten dancksagung vor die lehensentpfahung
zu annectiren, vor eine Nohtwendigkeitt erachtett,
vndt thete mich nochmalß sampt allen den meyni[gen]
Jhrer Kayserlichen Mayestät zu dero beharrlichen gnaden, aller-
gehorsamst recommendiren vndt ergeben.


Jhre Mayestät ließen sich diesen anhang so wol gefallen[,]
daß sie, (welches sonsten auf dem kaiserlichen Thronin throno Cæsareo sellten<beyblehnungen[!] niemals,> geschiehet,) mitt eigener Stimme, herauß brachen,
vndt mir vor diesen letzten anhang, danckten, || [[Handschrift: 400r]]
meine Wünschevota wol acceptirten vnd confirmirten, auch
meiner Treẅ vndt Standthaftigkeitt, sindt meines
herrn vatters Seliger vndt meiner außöhnung, ein offentliches
zeügnüß h gaben, vndt sich zu allen Kayßerlichen gnaden aner-
botten, <mir alle ehr vndt freündtschafft gar zu höflich gern zu erweisen[.]> Darnach trate ich ab, wieder drey-
mal kniende, wie wol darvor gehalten wurde,
ich hette nur zweymahl gekniet, ich kan michs aber nicht
besinnen. Jhre Mayestät zohen alle mahl ihren hut,
gar gnedigst ab, wann ich niederkniete, <mitt meinen beyständen> im an: vndt
abtritt. Der Böhmische Obrist Cantzler, Graf Schla-
wata
, vndt der Obrist kammerer, Graf Kysel,
hielten das Evangeliumbuch, als ich drauf schwure,
der hofmarschalck Graf von Harrach, hielte das
Schwertt. Doctor Gebhardt Reichshofraht, <der von wegen Jhrer Mayestät das wortt führete> kniete auch
neben Jhrer Mayestät als Sie ihm befahlen, waß er mir
antwortten sollte. Die beyden Fürsten knieten alle-
zeitt, wann ich kniete, vndt hinder mir der Anhaltische
abgesandte Börstel. Es ist ein schöner Aktactus zu sehen
gewesen, vndt es wahren viel hofofficirer, auch theils
geheime rähte, als der <herr> Bischoff zu Wien, Graff
Bruno
, vndt Graf Wolff von Manßfeldt, der Graf
von Werdemberg
, vndt viel welsche vndt deützsche
Grafen vndt EdelleuteCavaglierj mitt darbey welche gewaltig,
den Aktactum, vndt alle Umständecircumstantias lobeten.

|| [[Handschrift: 400v]]


Gott lob, daß alles so wol vollbracht ist, vndt gebe mir
ferrner seine gnade, daß ich diesen geleiteten schwehren
eydt, (wie mein vorsatz ist) ehrlich vndt redlich,
in allen treẅen, halten möge.


Es scheint mir, dass Ihre Majestät ein wenig unpässlich war. Gott bewahre sie vor allem Übel.Jl me semble que Sa Majes estoit un peu indisposte.
<Dieu la garde de tout ma[l.]>

Nach vielen Glückwünschengratulationibus,
weil der Kayser, vndt die Kayserjnnn <nicht wol auff seyende,> allejne bleiben
wollen, hat mich der hertzog von Neẅburg, zu sich zu
gaste geladen, vndt mich gar höflich, mitt mejnen
leütten tractirt, auch durch solche Höflichkeitcourtoysie vornehm-
lich aber durch die gutwillig geleistete (von mir vn-
verhofte) assistentz, alles wieder gut gemachtt, was
etwan mißverstände errregen wollen. Er hat sich auch für die Unbeholfenheit seiner Leute wegen der Kutschen und Pferde sehr entschuldigt, die mir manchmal gefehlt hätten, von dem er so tat, als ob er nichts gewusst habe.Jl s'est aussy
fort excusè sur la lourdise de ses gens, a cause des
carosses & chevaux, quj m'auroyent quelquesfois
manquè, dont il faysoit semblant, n'avoir rien sceu.


Zeitung daß vor SchenckenSchantze, die holländer geschlagen
worden, vndt 3 tausendmille Mann, in einem Treffen, so vorgangen,
die Spannischen aber 800 Mann eingebüßet, vndt
daß feldt erhalten, also daß sich der Printz von Vranien
retiriren, vndt vor Schenckenschantze, abziehen müßen.

Meilenm.
Nachmittags etzliche præsenten, an gelde außgetheilet,
vndt hernacher wieder nach Wien gezogen von Ortt

5

|| [[Handschrift: 401r]]


hertzog Frantz Albrechtt von Sachßen Lawenburg ist
vns vndterwegens begegnet, so numehr seine erledi-
gung
vnd freyheitt wieder erlangett. Soll Morgen gebe gott
bey Kayßerlicher Mayestät audientz haben. Wegen des Schlafs
habe ich ihn nicht obser<in acht> genommen, biß der Löbzellter her-
nacher auch vorüber gefahren, vns<d>t es vns angezeigett.


BeachteNota: die drey persohnen, so heütte den Kayser,
in meinem Nahmen vmb die beleyhung ansprechen
musten, waren: Curtt Börstel (so das wortt führett
in der mitten kniende)[,] ebensoJtem: Ernst Dietrich Röder, vndt
der alte Johann Loẅ.


<Beachte wohlNota Bene> So hat sich einer von meinen großen Tagen heute ereignet.Ainsy: un de mes grands jours, s'est passè aujourd'huy.

Mittwoch den 19. ⁄ 29.sten: des AugustsAugustj.

<200 Sjlberkronen, zu 1 Gulden (florenus)f: 50 Kreuzer+ vom Veitt Berndt eingenommen, von vnsern wechselgeldern.>


Das ist umso bemerkenswerter, als Ihre Majestät gestern vor 16 Jahren zum Kaiser gewählt worden ist und dass ich die Ehre hatte, mein Lehen an demselben Tag zu empfangen, dass diese Parallele unerwartet geschehen ist, ohne dass weder die eine noch die andere Seite daran fast gedacht hatte.Cela est d'autant plus remarquable, qu'hier Sa Majes
a estè esleu devant 16 ans, en Empereur & que j'ay eu
l'honneur de recevoir mon fief a ce mesme jour; que
ceste concurrence s'est faite a l'jmproviste, sans que
nj l'une nj l'autre partie y ait quasi pensè.


Pfalz-Neuburg sagte gestern, dass ich den Rest sehr gut gemacht habe, aber schlecht in dem, den Eid zuerst vor dem Schwören nicht vorgetragen zu haben, als ob es an mir sei, mit dem Kaiser vorzutragen und zu diskutieren, was schon klar sei und was von Ihrer Hoheit, meinem seligem Vater, so gemacht worden ist, von dem ich den Wortlaut gelesen hatte. Ich glaube aber, dass der Herzog von Neuburg, welcher sehr auf das Ansehen der Reichsfürsten achtet, es mir in guter Absicht gesagt hat.Pfalz Neẅburg disoit hier; que j'avois fort bien fait au
reste, mais mal en cela, de n'avoir premierement capitu-
lè le serment, avant que jurer, comme si c'estoit a moy, de
capituler, & disputer, avec l'Empereur ce quj est desja clair,
& a estè ainsy fait, par feu son Altesse mon Pere || [[Handschrift: 401v]]
dont j'avois leu la teneur. Mais ie croy, que le
Duc de Neẅburg lequel regarde fort, a la reputation
des Princes de l'Empire, me l'a dit en bonne jntention.


Der Bruder des Kurfürsten von Sachsen, d. h. der Kurfürst Christian II., hat auch im Jahr 1610 selbst vom Kaiser Rudolph II. auf Knien in Prag persönlich das Lehen des Landes von Jülich erhalten.Le frere de l'Electeur de Saxe, assavoir l'Electeur Christian
2d:
a aussy receu luy mesme en personne le fief
a Prague des pays de Julliers <l'an 1610>, de l'Empereur Rodolphe 2
a genoux.
EbensoJtem: Der Vater der Herzöge von Altenburg hat es auch im Jahr 1594 selbst auf Knien in Regensburg erhalten, wobei ihm der Herzog von Neuburg beistand.le pere des Ducs d'Altemburg
l'an 1594 a Ratisbonne l'a aussy receu luy
mesme a genoux, le Duc de Neẅburg l'assistant.
EbensoJtem:
der Kurfürst von Köln, bei Anwesenheit des genannten Pfalzgrafen, und so viele andere, die ich selbst gesehen habe, es zu empfangen, wie der Kurfürst von Mainz, der Bischof von Würzburg und mehrere Botschafter, unter anderen der Graf von Oñate, Botschafter von Spanien, für seinen König, im Jahr 1622 im genannten Regensburg auf Knien wegen der Herzogtümer Burgund und Mailand. Ihre selige Hoheit, mein Herr Vater, hat 1624 auch für sich und seine Brüder und Vettern das Lehen unseres Fürstentums in eigener Person empfangen.l'Electeur de Couloigne <en presence du dit Palatin>, & tant d'autres, que j'ay
veu moy mesme le recevoir, comme l'Electeur de Mayence,
l'Evesque de Wirtzburg, & plusieurs Ambassadeurs entre
autres le Conte d'Onnate, Ambassadeur d'Espagne pour son Roy,
a genoux l'an 1622 au dit Ratisbonne, a cause
des Duchèz de Bourgogne, & de Milan. Feu Son Altesse
Monseigneur mon Pere a aussy receu le fief de nostre Principautè,
en propre personne, pour soy & ses freres, & Cousins, 1624.


Ich habe also durch diese persönliche, so angenehme Unterwerfung unter Ihre Majestät mehrere gute Ziele erreicht.J'ay donc obtenu par ceste personnelle tant ag-
greable submission a Sa Majes plusieurs bons scopes.

Das erste, mich in unserem Fürstentum und unter dem starken Schutz und der Gunst des Kaisers, die an meine Einrichtung gebunden ist, eingerichtet zu haben.Le 1er. de m'estre estably en nostre Principautè,
& en la forte protection & bonne grace de l'Empereur
qui est annexe a mon establissement[.]
2. Mich nicht nur in den gemachten Frieden, sondern auch in den Religionsfrieden im Reich durch diesen Akt stärker eingeschlossen zu haben.De m'estre || [[Handschrift: 402r]]
enclos en la paix faite non seulement mais aussy
<Beachte wohlNota Bene> en la paix de Religion en l'Empire plus fort par cest acte.

3. Und all dies nicht nur für mich, sondern auch für meine Onkel und Vettern und Bruder, unter welchen insbesondere der Fürst Ludwig und Friedrich als gegenwärtige Diener Schwedens Aussöhnung nötig hatten, und dies kann sich erstrecken erstreckt sich auf unsere Räte und Bedienstete und alle Stände unseres Landes. Dass, wenn die Viererherrschaft von Köthen verloren oder als Weg gegeben gewesen wäre, wie davon es großen Anschein gab, hätte dies viel Mühe und Geld gekostet wie zur Zeit Karls V., den Grafen von Lodron auszulösen.Et tout cela non seulement pour moy, mais aussy pour
mes Oncles & Cousins, & frere, entre lesquels particu-
lierement le Prince Louys, & Frideric, comme serviteurs
actuels de Swede avoyent besoing de reconciliation,
& cela se peut estendre<s'estend> sur nos Conseillers & serviteurs,
& tous les Estats de nostre pays. Que si la tetrar-
chie de Cöthen, auroit estè perduë ou donnèe en
voye, comme il y en avoit grande apparence, cela
auroit beaucoup coustè <de peine & d'argent> a rachepter, comme du temps
de Charles V du Conte de Lodron.
4. Dass wir durch die Belehnung und das Bekenntnis des Kaisers selbst Recht und Anwartschaft auf die Grafschaft Askanien haben und die Wahl des Sohnes Ihrer Majestät uns in diesem Anspruch im Bistum Halberstadt nicht behindern oder präjudizieren kann.Que par l'in-
feudation & confession de l'Empereur mesme, nous avons
droict & rayson a la Contè d'Ascanie, & l'election
de<u> son fils de Sa Majestè ne nous peut nuire, ou prejudi-
cier en l'Eveschè de Halberstadt, en ceste pretension.

5. <So viel Geld bei der Angelegenheit der diesmal erlangten Lehensträgerei des Ältesten in der Familie zu sparen, was so nicht wie früher war.Espargner tant d'argent, en l'affaire de la lehenträgerey, de l'aisnè en la famille, obtenuë ceste fois, n'estant ainsy, par cy[-]devant.>


An MadameA Madame[,] an Præsjdenten[,] an Fürst Augustum[,] an Fürst Ludwigen,
eigenhändig, an die gesampte Fürsten, aber vom
heüttigen Datumdato, wegen der 6000 Talera cause de 6000 DalersDal: geschrieben.


Veit Berndt, hat mir woll<laßen> durch Thomas Benckendorf sagen,
er wollte mir, venezianische Sjlberkronen, Ducatonj,
zu 1 Gulden (florenus)f: 50 Kreuzerkr: erlegen, Sie gelten aber kaum 1 Gulden (florenus)f: 45 Kreuzer+
obwohl Thomas Benckendorf 48 Kreuzer sagtecombien que Thomas Benckendorf disoit 48 Kreuzer+ daß es Johann Löw gesagt hette
er habe aber nur 45 gesagt, wie Rabe mir berichtetemais il n'avojt dit que 45 comme Rab me rapporta. || [[Handschrift: 402v]]
Man nimbt sie auch nicht gern alhier, sondern in
der Steyermarck, vndt in Jtalien. Vndt an
1600 ReichsthalerRthlr: hette ich solcher gestaltt, viel verlohren.
Johann Löw hat mir darnach sagen laßen, ich sollte mich
wol vorsehen, dann in der Cantzeley, nehme man
solch geldt nicht gern. Man würde es auch kaum
zu 45 Kreuzer+ vndt 1 Gulden (florenus)f: annehmen. Es gibt eine Verschiedenheit in diesen AngelegenheitenJl y a de la varietè,
en ces affaires
; und es gibt unter der Hand einen gewissen Anteil& c'è qualche partita, sotto mano.
Jn Steyermarck<Kärndten,> gelten sie 2 Gulden (florenus)f: an itzo.

Donnerstag den 20. ⁄ 30. des AugustsAugustj.


An den kranken Botschafter von Spanien, Grafen von Oñate, zurückgeschrieben.Rescrit a l'Ambassadeur d'Espagne Comte d'Onnate malade.


<Beachte wohlNota Bene> Caspar Lawer Müntzmeister zu Nürnberg <sein Schwiegervaterson beauPere>, oder
hanß Michel, sein Schwager<bruder> haben Silbergeschjrr
die Probe [Güte eines Metalls]proba auf 13 loht, alhier ists 14 loht.


Ich habe für 160 Gulden 13 Edelsteinringe gekauftJ'ay acheptè, pour 160 Gulden (florenus)f: 13 anneaux avecques
des pierreries
, Schenckringe, vom Jacob
Michel
, von Metz, hofJubilirer zu Wien, ich gab ihm im Tausch gegen 50 Gulden 6 Hutschnur-Goldrosen, in jeder einen Rubin, und 3 andere, in jeder ebenso ein Diamant.luy
donnant en eschange de 50 Gulden (florenus)f: 6 roses <d'or> de cordon
de chappeau ave<en> chacune un rubin, et en 3 autres
de mesme en chacune un Diamant.


Johann Löw ist bey mir gewesen wegen vnserer sachen.


Die Antwortt des<vom> Spannischen Ambassadors so noch kranck,
ist gewesen, sejn SekretärSecretarius hat gesagt, Sein herr befünde
noch gar schlechte beßerung, vndt schlieff noch, man sollte || [[Handschrift: 403r]]
gegen 10 vhren wieder hinschicken, So würde man Schriftliche
oder mündtliche antwortt erlangen. Also ich nun vmb 10
vhr vormittags, hingeschicktt, hat der SekretärSecretarius zu dem
meinigen gesagt: der Ambassador ljeße Sich mir gantz
gehorsamlich befehlen, vndt hette noch schlechte beßerung,
bedanckte sich aber, wegen der Nachfrage, vndt hette meine
sachen an Jhre Kayserliche Mayestät gelangen laßen, dannenhero
müste man die antwortt erwarten, vndt wollte es an
seinem ortt, zu aller beförderung, nicht ermangeln laßen.
Gott gebe davon die richtigen Auswirkungen, woran ich aus Gründen, die Gewicht haben, sehr zu zweifeln beginne. Dennoch darf man nichts vernachlässigen, obwohl man die Hoffnung verliert. Und man hat große Mühe in dieser Welt. Nichts ohne Mühe.Dieu <en> donne les bons effects, dont je commence a en douter
grandement, pour des raysons quj ont du poids. Cependant,
il ne faut rien negliger, quoy que l'on desespere. Et l'on
a bien de la peine en ce monde. Rien sans peine.


Den Abrjß von der Schenckenschantze wie Sie von den Span-
nischen
vberrumpelt, vndt eingenommen worden, v gar eigentlich
zu Cöln abgebildet, alhier gesehen.


hertzog Frantz Albrecht von Saxen Lawenburg ist gestern
abends vom Kayser, wieder alhier ankommen.


Der herr Questemberger, Reichshofraht, ist gar vngehalten, auf
Doctor Gebhardt gewesen, daß derselbe sich das wortt vor den Kayser
zu thun, ejngemischet, dieweil er der meynung gewesen, es hette
ihm vndt nicht dem Doctor gebühret. Gibt also competentzen, davon
ich keine wißenschaft habe, auch njchtß darwjeder kan. et cetera


Jch habe den Kayserlichen herolden, so sich præsentirt, gleichsfalß ihre
lehenwahren oder Trinckgeldt, wie gebraüchlich, in dergleichen fällen,
geben laßen, vndt eine verzeichnüß machen, wie das vbrige zu distribujren.


Es wirdt alles mitteinander zimlich hoch sich belauffen, jedoch,
muß zu ehren, nichts gespart werden.

|| [[Handschrift: 403v]]


Eile schadet, auch Zögern schadet oft. Weise ist, wer alles zu seiner Zeit tut.Festinare nocet; nocet & cunctatio sæpe. <!!!>
Tempore quæque suo, quj facit, ille sapit. <!!!>



Denn den rechten Zeitpunkt zu erkennen, die Gelegenheit beim Schopf zu packen - das ist die Kunst, die dem Menschen Gedeihen bringt.Conocer el tiempo; y usar un hombre de la oportunidad,
haze los hombres prosperos.
d (Wehe mir! Dass ich es nicht getan habe!guaj a me! che non l'hò fatto!)


Bey der alten Gräfin von Manßfeldt gewesen, vndt abschiedt
genommen, da sich dann auch befunden, die Gräfin von Losen-
stain
, die Stadthalterinn Preünerinn, Graf Maximilian
von Wallstein
gemahlin, eine von harrach, vndt ein Freẅlein
von Schaftembergk. Beachte wohlNota Bene die Gräfjn von Manßfeldt, helt
nichts von denen, welche einen im glauben zwingen wollen,
denn daß hertz seye vnsers Erlösers, der mitt seinem
Theẅren blut, vor vns gelitten hatt, vndt gestorben ist,
deme müste man es geben vndt laßen, vndt nicht
Menschen, das wehre ihr glaube. Oh schönes Bekenntnis?Ô belle confession?
Sie offerirte sich gar wol bey Kayßerlicher Mayestät mich zu recommen-
diren, ob sie schon altt, Schwach, vndt kranck wehre,
vndt sagte Sie wüste es gewiß, daß Sie alhier an diesem
hoff mein schade nicht wehre. Rühmte meine vernünf-
tige manieren vndt Vorgehenprocedere, welche mir an diesem
hoff mehr nutzen schafften, vndt frommen brächten, alß dem
Pfalzgrafen von Neẅburg welcher mitt seinen competentzStrittig-
keitten
, des Kaysers gnade, verschertzen thete, vndt mitt
Schimpf, auf dem ChurBayrerischen beylager, den hof meiden müßen,
wi ob er schon sonsten ein feiner verständiger, vndt geschickter || [[Handschrift: 404r]]
herr wehre. Das ist eine Dame von hohem Stand, Umsicht und Weisheit und an diesem Hof als eine geborene Spanierin vom Haus Manrique sehr geschätzt, wie ich früher bemerkt habe, und ich habe sie als Mutter angenommen.C'est une Dame de grande qualitè,
prudence, & scavoir, & fort estimèe en ceste cour, comme
<estant nèe> une Espagnolle, de la mayson de Manriquez, comme
i'ay annotè autrefois, & je l'ay receuë pour Mere.


Ich sprach mit ihr auch von den letzten Reden der Kaiserin, dass wir vielleicht bald noch alle zusammen kommen könnten. Sie erklärte dies so, dass sie glaube, dass dies entweder einen Reichstag oder wohl eine Hochzeit bedeuten würde, dass sie diese Freundschaft [d. h. Verwandtschaft] sehr wünsche, ohne jemanden zu nennen. Sie sagte aber trotzdem, dass solche Hochzeiten nicht so ungewöhnlich seien. Der König von England habe wohl eine katholische Tochter von Frankreich und der Pfalzgraf von Neuburg eine von der [reformierten] Religion geheiratet usw. Und als ich antwortete, dass der Papst alles dispensieren kann, sagte sie: Ja, der Papst ist ein guter Mann, man hat wohl gesagt, dass er selbst halb lutherisch sei usw.Je luy parlois aussy des derniers discours de
l'Jmperatrice, que paraventure nous pourrions
bien tost, encores tous, venir ensemble. Elle l'expli-
qua en sorte, qu'elle croyoit, que cela signifieroit,
ou une Diete Jmperiale, ou bien un mariage, sou-
haittant fort ceste amitiè, sans specifier personne. <mais elle dit neantmoins que tels mariages n'estoyent pas si extraordinaires[,] le Roy d'Angleterre auroit bien espousè une fille de France Catholique, & le Palatin de Neẅburg une de la Religion. &cetera Et comme ie respondis, que le Pape peut tout dispenser, elle dit: Ouy le Pape est un bon homme, on a bien dit, qu'il estoit a demy Lutherien luy mesme, &cetera[.]>


Die Gräfin von Mansfeld sagte auch, dass der Herzog Franz Albrecht von Sachsen, nachdem er vom Kaiser einen rechten Verweis bekommen habe, nicht nur wieder in Gunst stehen würde, sondern durch die Beförderung Ihrer Kaiserlichen Majestät in irgendeiner großen Charge bei Ihrer Kurfürstlichen Hoheit von Sachsen Ihrer Majestät wirkungsvoll dienen würde.La Contesse de Mansfeldt disoit aussy, que le Duc
Frantz Albert de Saxe
, apres avoir eu une bonne
reprimande de l'Empereur seroit non seulement remis en
grace, mais serviroit Sa Majestè effectuellement en quel-
que grande charge, auprès de Son Altesse Electorale de Saxe, par la pro-
motion de Sa Majestè Jmperiale.

|| [[Handschrift: 404v]]

Freitag den 21. ⁄ 31. des AugustsAugustj.

<327 Silberkronen oder Goldgulden☉f: vom Veit Berndt vndt 30 Kreuzerkr: oder 400 ReichsthalerRthlr:[.]>


<Beachte wohlNota Bene> MitteilungAvis: daß der Baudiß gewiß zum general leutnant des herrn
Churfürsten von Saxen angenommen, auch albereitt geschworen
habe, welches herzog Frantz Albrechten, nicht gefallen wirdt.
Johann Löw hat michs gestern abendt, noch selber versjchert, obwohl Lebzelter es mir gegenüber am gleichen Tag, als ich das Lehen empfing, durch eine besondere Verlogenheit hatte abstreiten wollencom-
bien que Löbzelter par une insjgne faussetè, me l'ait
voulu nier, le mesme jour, que je receus le fief
.


Die Gräfin von Mansfeld missbilligte auch sehr die Waffenruhe, die der König von Polen mit der Krone von Schweden zum großen Nachteil des Kaisers, seines Onkels, und ganz Deutschlands geschlossen habe.La Comtesse de Mansfeldt, desapprouva aussy fort la trefue,
qu'avoit faite, le Roy de Poulogne avec la couronne de Swede,
au grand prejudice, de l'Empereur son Oncle, & de toute l'Allemagne[.]


Jch bin heütte diesen Morgen, in 1½ Stunden vmb die Stadt
Wien herumb, zu fuß spatziren gegangen. Es sollen 100 tausendmille
Seelen darinnen, vndt in den vorstädten, (welche mehr feẅer-
städte, alß die Stadt, haben,) wohnen. Zum Cärner Thor,
gieng ich hinauß, v zur rechten handt anfangende, vmb die Stadt,
zu gehen, vndt zu demselbigen wieder herein, biß in mein losament.


Johann Löw ist bey mir gewesen, vndt hat mir allerley referiret,
insonderheitt auch, daß es so gewaltig stirbt jm Oberlande,
daß der König vndt sein volck destwegen vbel daran, Jhre
Königlichen Würden sollen baldt anhero kommen, in 3 wochen, vndt der
Kayser, in 8 tagen, wirdt aber alsobaldt wieder nach Laxemburg.


Der Schaftemberg, Losy, vndt die andern gefangene sollen wieder
loß kommen, seindt an itzo zu Krembs, vndt werden albereitt
nicht mehr verwachtt, also hat die schärfe des rechtens,
nur allein, den elenden Schafgotzch betroffen.

|| [[Handschrift: 405r]]


Der Oberste Cordon, soll auch von seinem Obersten leütnampt
erstochen worden sein.


<Beachte wohl, beachte wohl, beachte wohlNota Bene Nota Bene Nota Bene> Denkend an die Deutung meines Traumes vom 30. Mai / 9. Juni und daran, was mich seitdem nachdenklich gemacht hat, hatte ich heute einen EinflussPensant de a l'explication de mon songe du 30 May: ⁄ 9 Juin: &
a ce quj m'a rendu pensif depuis, i'eus aujourd'huy une
influence
, ich weiß nicht, ob mir der Herzog Franz Albrecht von Sachsen-Lauenburg wirklich oder in der Vorstellung am Kopf eine Wunde zufügen würde, ob ich daran sterben würde, den Traum zu erfüllen. Die Zeit wird davon Klarheit bringen können.non sò se vera o jmaginativa, che il Duca
Franz Albrecht dj Sassonia Lawenburg
mj darebbe una ferita nella testa,
ch'jo ne morirej, per adempire il sogno. Jl tempo ne potrà
dar chiarezza.
Der Wille des Herrn geschehe, wenn dessen Zorn nicht abzuwenden ist und in Erbarmen zu verwandeln wäre!Fiat voluntas Dominj, nisj a-
vertenda est jra ejus, & in misericordiam vertenda sit!


Einen verworrenen Nachmittag gehabtt, da fast alles
den krebsgang gegangen, vndt keiner den andern recht ver-
stehen wollen, gleichsam als wehre eine fatalitet mitt
vndtergelauffen. Graf Schlick ist nicht in Laune gewesen.Conte Schlick, n'a pas estè en humeur.


Börstel vndt Löben, sejndt zum Kayserlichen hofe nach
Ortt gerayset, dennoch Johann Löw nachmittags wieder bey mir
gewesen, vndt mir wegen der lehenssachen, gute spe-
rantz
gemachtt. Das ist auch sehr vernünftig.Cela est aussy fort raysonnable.


Zeitung daß der König jn Vngern, fast wehre ge-
fangen worden, als<von> den Weymarischen, alß er nach
Neẅburg gewollt, wehre kaum entrunnen, wenn
ihn nicht ein pawer gewarnett, vor dem anschlag.


Der Graf von Hardeck hat mir vergebens,
ein schön pferdt zum reitten, in der Stadt geschicktt.


Sigmund Deuerlin zum herzog Julio henrich, Ernst Dietrich Röder zum herzogk
Franz Albrecht, ihme zu seiner erledigung zu gratuliren,
vndt Thomas Benckendorf wie auch Rindorff zum Veitt Berndt vmb geldt geschicktt. || [[Handschrift: 405v]]
Sigmund Deuerlin vndt Ernst Dietrich Röder, haben nichts können außrichten,
Thomas Benckendorf vndt Rindorf aber, seindt zweymal nach dem
kaufmann, Veit Berndt, außgegangen, das letzte mahl, haben
sie erst, ihre commission außrichten können.

Samstag den 22. des AugustsAugustj. ⁄ 1. September (in astrologischer Hinsicht) böser/gefährlicher/schädlicher/unglücklicher/unglückseliger Tag


Auf der reitschule alhier zu Wien, reitten sehen, dahin
auch der Graf von hardeck, (welcher des herzog von Fridlandts
Stallmeister gewesen) vndt zwey herren von Baar, des
alten, seinen Söhne kommen, auch andere Edelleutecavaglierj. Es
hat aber auf dem Tummelplatz vornehmlich ein Kayserlicher Truck-
säß Baron Boccamaggiore (MantuanerMantouano) genandt, am
meisten, vndt besten geritten, vndter andern, zwey Springer,
vndt ist gar wol zu pferde geseßen. Der vornehmste be-
reitter heist Vincenzo, der ander Curtio, haben auch
geritten. Der letzte hat Meinen bruder, Fürst Ernst Sehligen
in Jtalia, wol gekandt, vndt sehr gelobett. Es sejndt
auch, vjel iunge pferde, geritten worden. Er sagte, dass mein Bruder und Stammer in Florenz auch gelernt haben, die Pferde zu beschlagen und zu pflegen und ihre Krankheiten zu kennen.Jl disoit; que mon
frere et Stammer, avoyent aussy a Florence, apprins,
a ferrer & soigner les chevaux, & leurs maladies a connoistre.


Sigmund Deuerlin habe ich abermals, wie gestern, zu der hertzoginn von Saxen,
in ihr hauß, darinnen auch herzog Frantz Albrecht logirt, ge-
schickt, vndt Sie, vndt ihn besuchen laßen. herzog Frantz Albrecht
ist im Bette gelegen, etwas vnpaß, hat sich aber wegen der gratulation
zu Seiner erledigung, gantz freundlich bedancktt, vndt sich gar höf-
lich erzeiget, auch gehofft, wir würden schon zusammen kommen. et cetera || [[Handschrift: 406r]]
etcetera Die hertzoginn, (welche ich erst besuchen laßen) hat sich
auch, gar <zu> cortesisch, in meine gnade befehlen laßen.


Als ich Nauwach für einige Lieder haben wollte, hat er mir sagen lassen, dass er voller Trauer und wie außer sich sei, da ihm plötzlich ein Kind und danach seine Frau gestorben seien, morgen würde er sich bemühen, mich zufrieden zu stellen. Aber wenn ich das gewusst hätte, hätte ich nicht sein Kommen gewünscht, denn ich befürchte, dass dieses Sterben durch Ansteckung eingetreten ist, obwohl man es geheim hält, denn da es bekannt gemacht wird, schließt man die Häuser derer, die das sind.Comme je voulois avoir Nauwach, pour quelques chansons,
il m'a fait dire qu'il estoit tout plein de tristesse,
& comme hors de soy mesme, un enfant luy estant su-
bitement mort, et sa femme aprés, de main, il tasche-
roit de me contenter. Mais si i'eusse sceu cela,
je n'eusse pas desirè sa venuë, car je crains,
que ceste mortalitè soit survenuë de contagion,
quoy qu'on le tienne secret, car estant publièe,
on ferme les maysons, a quj que ce soit.


Das ist ein großer Fall, dass man alle Jahre an der Pest in Wien stirbt, obwohl man sagt, dass die Luft darin sehr gesund sei, wofür das ein sehr schwacher Beweis ist.C'est un grand cas, que toutes les annèes, jl meurt
de peste a Vienne, quoy qu'on die, que l'air y soit
fort sain, dont cela est une fort foible preuve.


Dieses Jahr stirbt man nicht viel, 4 oder 5 die Woche, was man als nichts bewertet, wenn nicht 20 oder 30 und noch mehr daran sterben usw. Gott bewahre und schütze uns vor allem Übel und Beschwerlichkeit.Ceste annèe il ne meurt pas beaucoup, 4 ou 5
la semaine, ce qu'on n'estime comme rien s'ils
n'en meurent 20 ou 30 & davantage. &cetera[.] Dieu
nous garde & preserve de tout mal & jnconvenient.


hertzog Julius henrich, hat sejner vom Adel einen, zu mir
geschickt, begehret, ich wolle ihm auf Morgen gebe gott Nachmittags
eine stunde ernennen, damitt er mich visitiren könne,
Jch habe ihm freygestellet, ob er wolle zu Mittage mitt
mir vorlieb nehmen, oder Nachmittags bjß vmb 4 vhr, ejne Stunde
sich erwehlen, habe auch ejnen vom Adel, von den meynigen,
mitt hingeschicktt, zu<m> hertzogk Julio hejnrichen.

|| [[Handschrift: 406v]]


Er hat mir durch Sigmund Deuerlin welchen ich abermalß hjngeschicktt,
noch keine Categorische resolution geben laßen, Sondern
es jst alles in der Schwebein suspenso vndt unsicherambiguo verbljeben.


Zeitung daß die Duynckerker vber 70 Frantzösische vndt holländische Schiff
erobertt, vndt nicht wißen, wo Sie die beütte verwahren sollen.
EbensoJtem: daß die holländer vom Cardinal Jnfante, vndt vom Piccolominj
aufs haüpt geschlagen worden, die Schenckenschantze von den
Spannischen endtsetzt, vndt viel Städte im herzogthumb
Cleve
vndt jn selbigen gegendten eingenommen, auch Rhein-
berk
, vndt Venloe, belägert hetten.


EbensoJtem: daß der Schwedische Kommandantcommendant in Franckfurt, wieder den accordt
Sachsenhausen eingenommen, vndt darinnen sich feindtsehlig
erzeigett.


EbensoJtem: das Vlm, sich jn Kayßerliche devotion ergeben, vndt es alda
gar hartt, an der pest stirbtt.


Jhre Kayßerliche Mayestät haben verbohten, vom Oberlande nie-
mands herein zu laßen, der herrenloß wehre, mitt ihren
wahren, weil es so sehr an der pest stirbett.


Der Duc de Puylaurens des Monsieur in Frankreich sein
gewesener favorit, ist in der Haftcustodia gestorben,
nicht ohne Vergiftungsverdachtnon absque suspicione venenj.


Abends, ist Curtt Börstel, vndt Johann Löẅ, vom
Kayserlichen hoff, wiederkommen, haben in den lehens-
sachen gar gute expedition gehabtt, so wol wegen der le-
henträgerey, vndt lehenbriefs halben, alß sonsten auch,
daß mir beyde Jhre Mayestteten viel glück vndt heyl || [[Handschrift: 407r]]
zu meiner rückrayse wüntzschen, vndt es bey
dem einmal gegebenem abschiedt bewenden ließen.
Jch möchte numehr wegziehen, wenn ich wollte. et cetera
Der Fürst von Dietrichstein, vndt Graf Kysel,
haben sjch auch sehr höflich, mir recommendiren laßen.
Der Kayser hat auch gesagt, er hette befohlen,
man sollte mich, mitt Meinen Verrichtungenexpeditionibus, gar
nicht aufhalten, vndt wo Sie köndten ferrnere
gnade vndt freündtschaft <mir> erweysen, wollten Sie
es an sich, nicht erwinden laßen. haben sich gar
allergnädigist erbotten.

Sonntag den 23. des AugustsAugustj: ⁄ 2. September


Meine gäste heütte zu Mittage, seindt gewesen,
hertzogk Julius henrich, von Saxen Lawenburg[,]
der dennemärckische Resident, Friderich Günter,
der ChurSächsische Agent, Löbzellter, der herr
von Roggendorf, Oberster Manteüffel, Jo-
hann Loẅ
, Jch, vndt Curt Börstel, sejndt
auch noch mitt an der Tafel geseßen, vndt es hat
allerley gute discourß gegeben.


Zwey schreiben, von Madame, vom 11.ten: vndt 13.den: des AugustsAu-
gustj
wegen ihrer rayse nach Lichtemberg vndt gefahr im lande. || [[Handschrift: 407v]]
etcetera


herzog Julius heinrich von Sachsen Lauenburg sagte zu mir, es hette Frantz Albrech[t]
keinen verweiß, vom Kayser bekommen, sondern der Kayser
hette gesagt, er wollte ihn lieben, vndt ehren, wie zuvor,
So wahr als er Ferdjnandt hieße, er hette auch keinen
fußfall thun dörfen, oder einige deprecation.


Beachte wohl, beachte wohl<Nota Bene> Nota Bene Ungeachtet der schönen Offerten hat mir Lebzelter sehr geringe Hoffnung gegeben, was die Charge beim Kurfürsten von Sachsen anbelangt, und ich sehe wohl, dass man Aufschübe gebraucht und dass man mich mit mehrdeutigen Antworten hinhalten will, so dass mein Unglück nach wie vor andauert und irgendein böser Geist mich daran hindert, mein Glück zu machen. Zweifellos gibt es Unwahrhaftigkeit in der Tat, dass meine eigenen Verwandten mich beim Kurfürst von Sachsen angeschwärzt haben mögen und dass ich mich um ihn sorge, während ich mich an den Kaiser halte, falls der andere mich gering schätzen will. Lebzelter, der ein wenig getrunken hatte, sagte auch unter anderem (das Wort ihm entschlüpfend), dass ich gut getan hätte, mich dem Herrn Kurfürsten eher zu anzubieten, als wenn ich ohne ihn nicht leben könne.Nonobstant les bons offres, Löbzelter m'a donnè
fort petite esperance, touchant la charge auprès
de l'Electeur de Saxe, & je voy bien, que l'on use
des dilations, & me voudroit tenir en suspens, avec
responces ambigües, ainsy: que mon malheur continüe
tousjours, & quelque mauvais genie <m'>empesche de
faire ma fortune. Sans doute, il y a de la
faussetè en ce fait, que mes propres parents, m'au-
ront denigrè auprès de l'Electeur de Saxe, & que me
soucie[-]je de luy, m'attenant a l'Empereur si l'autre
me veut mespriser. Löbzelter ayant un peu beu;
dit aussy entr'autres; (la parole luy eschappant)
que j'aurois bien fait de m'offrir plus tost a
Monsieur l'Electeur, comme si ie ne pouvois vivre sans luy.


Ich habe über meine neuen Pläne etwas nachgegrübelt, als ob ich während meines ärmlichen und elenden Lebens nicht genug davon verloren hätte, und trotz dieses starken Geistes, der mich insbesondere im Vaterland bis zum Tod verfolgtJ'ay ruminè un peu mes nouveaux desseings, comme
si ie n'en avrois assèz perdu, durant ma chetifue &
miserable vie, & au despit de ce fort genie quj me || [[Handschrift: 408r]]
persecute jusqu'a la mort, particulierement en la
Patrie
,


Gründe für [meine] EhefrauRationes pro Muliere
Anhaltender Antrieb.Jnstinctus diuturnus.
Vorsprung, und Mittel& media.
Reputation, des Herzensdel coraçon.
Die schwedischen Intrigen vermeiden und den Untergang aus der Ferne beobachten.Eviter les jntrighes
Swedoyses, & voir de
loing le naufrage.

Ratschlag von Madame selbst, mich zu entfernen. Starker Geist, der mich im Land quält, mich bis dahin zu treiben, die Hand an mich zu legen.Conseil de Madame
mesmes de m'absenter.
Fort genie, quj me
tourmente, au pays,
jusqu'a me pousser,
de mettre main, sur moy.

hanß Reußes Schandtaten und übrige unglückliche Zufälle. Vereinigung der Christenheit in der Religion, wenn es geschehen könnte.facinora,
& reliqua accidentia.
Vnio Christianitatis,
jn Religione, si fierj
possit.


Gründe für DresdenRationes pro Dresen
Kaiserliche Rückkehrbefehle [Verbot des weiteren Kriegsdienstes für ausländische Mächte]Mandata Cæsarea avocatoria,
<um Ihre Majestät nicht zu kränkenper non offendere Sua Maes.>
Kriegscharge.Office a la guerre.
Bezahlung vonPagamento dj Fürst Ernst oder für Madameou pour Madame[.]
Botschafter von Spanien, Graf von Oñate.Ambassadeur d'Espagne Conte d'Onnate.
Abschied von Ihren Majestäten.Congè de leurs Majesttèz[.]
Lehenträgerey, lehnbriefe,
Ansehen des persönlichen Lehens und Geld der Onkel und Vettern.Reputation du fief personnel,
& argent des oncles, & Cousins.

Gefahr von Madame und meines Landes. Übler Ruf wegen längerer Abwesenheit und Unordnungen, Franz Albrecht [von Sachsen-Lauenburg] und andere.Peril de Madame & de mon pays.
Disreputation de plus longue ab-
sence & desordres, <Franz Albrecht & d'autres.>

Schejn, wegen des frjedens.
Ascania, zu ende bringen jetztin præsentia.
Testament sache. <Beachte wohlNota Bene Taufe, Tod oder Hochzeit.Baptesme, Mort, ou Nopce.>
Magdeburgische PrivilegienPrivilegia.
Paßbrief des Kaysersde l'Empereur[.]
Barby Ihre LiebdenVotre Dilection.
Böhmischer vndt hofkammer sachen
bescheidt.
Schmjraljen unnötigindarno.
Aanna Sophia Fürstin Zu Anhalt[,] <Veit Bernhardt seine 200 Ducatenduc:n. restituiren.>
Brieffe mit der Postcon la posta.

|| [[Handschrift: 408v]]

Montag den 24. des AugustsAugustj. ⁄ 3. September (in astrologischer Hinsicht) böser/gefährlicher/schädlicher/unglücklicher/unglückseliger Tag

<585 ThalerThlr: 40 Kreuzerkr: (an 479 Goldgulden☉f: lehengebühr ins TaxAmpt[)] lifern laßen. 300 ThalerThlr: herrn von Strahlendorf[f][.]>


Thomas Benckendorf hat mir erzählt, dass Lebzelter ihm gesagt habe, dass er sehr betrübt sei, dass er mir in der Angelegenheit, um die es sich handelt, keinen Gefallen habe tun können, dass es nicht sein Fehler sei, wie er gewollt hätte usw. usw., so sehe ich wohl, dass der Kurfürst von Sachsen es nicht will, sei es weil ich von der reformierten Religion bin und dass er alte Grillen von Ihrer seligen Hoheit im Kopf hat, sei es dass jemand und vielleicht meine eigenen Verwandten mich mit Verleumdungen angeschwärzt und ihre Falschheit genutzt haben, indem sie das Datum der Annahme des Friedens geändert haben, mich gegen alle Vernunft ausschließend, sei des dass der Kurfürst will, dass man völlig von ihm und nicht vom Kaiser abhängt, der mich dort empfohlen hat, sei es dass der Kurfürst befürchtet, dass ich weder gern unter der Charge von Baudissin noch des Herzogs Franz Albrecht sein will und dass dies der Ruin meines Landes sein wird, all dies beunruhigt meine Gedanken, kann auch sein, dass der Geiz des Schleinitz, der vielleicht mit Geschenken bestochen worden sein könnte, mich daran hindert. Der Teufel hole, was mir noch widersteht Thomas Benckendorf m'a contè, que Löbzelter luy auroit dit, qu'il
estoit fort marry, de ne m'avoir peu rendre service,
en l'affaire dont est question, que ce n'estoit pas
sa faute, comme il auroit voulu, etcetera etcetera
ainsy ie voy bien, que l'Electeur de Saxe ne le
veut pas, soit pource que je suis de la Religion reformèe,
& qu'il a des anciennes fantasies en teste, de feu
Son Altesse
soit que quelqu'un & peut estre mes propres
parents, m'y ont noircy de calomnies, & usè de leur
faussetè en ce qu'ils ont changè le date de l'acceptation
de la paix, m'y excluants, contre toute rayson, soit
que l'Electeur veut, qu'on depende de luy absoluëment, &
non de l'Empereur quj m'a recommendè illecq, soit que l'Electeur
craint, que je ne vueille pas estre volontiers sous la
charge de Baudiß nj du Duc Franz Albrecht & que ce sera la
ruine de mon pays, tout cela m'agite les pensèes,
peut estre aussy que l'avarice de Schleinitz,
m'en empesche, quj voudroit paraventure estre cor-
rompuë par dons. Le Diable emporte ce quj me resiste
encores
|| [[Handschrift: 409r]]
&cetera


heütte habe ich zu dem Reichs Vice Cantzler, dem
von Strahlendorf geschicktt ihn zu besuchen, Er hat
mir sagen laßen, ich möchte kommen, wenn ich wollte,
vor: oder Nachmittags, gar höflich. Gegen 9 vhr
vormittags, bin ich hingeritten. Er hat sich, in der As-
canischen
vndt Testaments sache, gar wol erbotten,
wegen der lehenträgerey aber dem Elltisten in vn-
serer Familiefamilia, zu concediren, (welches mein vor-
nehmstes anbringen war) das wehre verhoffentlich
gantz richtig, vndt stünde bloß auf Jhrer Mayestät
approbation. Beachte wohlNota Bene Er sagte, es wüste kejner mehr
vmb die Aßcanische sache, alß er, vndter den
itzigen Reichshofrähten. Ich habe ihm durch Johann Löw im Namen von mir, meines Bruders und Onkeln und Vettern 300 Reichsthaler überreichen lassen, weil er die Gewährung des Lehenstragens an den Ältesten in der Familie befördert hat, aber wir haben es noch nicht, wenn die Schreiber mich nur nicht betrügen oder aufhalten, nachdem sie das Geld genommen haben.J'ay fait presenter a
luy par Johann Löw 300 ReichsthalerRthlr: au nom de moy &
de mon frere, & Oncles, & cousins, pour avoir pro-
meu, la concession de la lehenträgerey, au[!] l'aisnè
en la famille, mais nous ne l'avons pas encores,
pourveu que les escrivains ne me trompent,
ou m'arrestent, apres avoir prins l'argent.


Mein bohte von Ortt ist unverrichteter Dingere infecta wiederkommen,
weil der herr Oberste kammerherr Graf Kysel
gestern hiehehr kommen, vndt seiner verfehlt.

|| [[Handschrift: 409v]]


herr Geyer ist zu mir kommen, vndt hat mir berichte[t,]
daß er die gnade gehabtt, von Jhrer Kayserlichen Mayestät
den güldenen kammerschlüßel zu bekommen.


Graf Kysel, hat seinen SekretärSecretarium zu mir
geschicktt, das er die schreiben an Kayserliche Mayestät
wol bestelt hette, vndt wegen herrn Rueßen noch
keine antwortt bekommen, wolle mirs aber zuschicken.


Meine gäste zu Mittage, seindt gewesen, herr Geyer[,]
vndt Nauwach, vber die gewöhnlichenordinarij gäste.


Jch habe auch die 479 Goldguldengoldtf: oder Silberkronen,
(welches alles eines ist,) zur lehensgebühr, wegen
entpfangener Reichsregalien, ins Taxambtt, er-
legen laßen, wirdt also an nicht einiger mangel
mehr sein an vnserm ortt, wenn wir nur, den lehn-
brief, vndt die annectirte concession mitt hetten.


Doctor Gebhardt, der das wortt geführt, soll auch ejne
güldene kette, von 50 ThalerThlr: vndt mein bildtnüß daran
bekommen.


Doctor Söldnern, habe ich auch 50 ThalerThlr: verehren laßen,
weil er gar fleißig in den lehensexpeditionen gewesen.


Sonsten haben die Schreiber, vndt andere Kayßerliche
diener, auch genung bekommen, vndt habe zu ehren,
Nottürfftige vnkosten, nicht angesehen.

|| [[Handschrift: 410r]]


herr Loẅ, ist bey mir gewesen, hat mitt mir geredett,
wegen der Testament, Ascanischen[,] frjedensacceptationscheinß,
lehenbriefs, vndt lehenträgereysachen, auch der Monetæ-
regals
, vndt anderer dingen, sich gar wol erbiehtende,
vndt im Nahmen des herren von Strahlendorf gewaltig
<[s]ich be>danckende, vor das ansehliche stadtliche præsent, will
es anderwerts wieder verdienen, vndt hette ge-
sagt, es wehre an einem fäßlein Neckerwein ge-
nung
gewesen, oder ejn par. et cetera

Dienstag den 25. des AugustsAugustj: ⁄ 4. September

<70 ThalerThlr: 10 Kreuzerkr: Thomas Benckendorf zu berechnen.>


Meines vettern, Marggraf Christians zu Brandenburg
abgeschickter diener, Stadtvogt zu hof, hat sich gestern noch
bey mir eingestellet, vndt abschiedt genommen, weil er
Alß heütte zu sejnem herren, aufzubrechen gesinnet.


Jugendliche Leichtfertigkeit bei RabeNequitia juvenilis, apud Corvum, bricht heütte,
unanständigturpiter auß. Müßiggang ist aller Laster Anfang.Otia dant vitia.e Es wirdt nichts so
klejn gesponnen, Es kömbt endtlich an die Sonnen. usw. usw. usw.perge perge perge


Alß ich heütte zum Spannischen Ambassador Conte d'Onnate, meinen
SekretärSecretarium zu seinem SekretärSecretario geschickt, hat derselbige
vmb Gottes willen bitten laßen, man wollte
ihn doch verschonen, dieweil er in seines herren
geschäften, so trefflich viel zu thun hette, darnach habe
ich an den herren Ambassador selber geschrieben, meinen
abschiedt genommen, vndt Nochmalß mich offerirt selber zu || [[Handschrift: 410v]]
kommen, wenn er es befehlen thete, auch gebehten, vmb
endtliche resolution in bewuster sache, dieweil ich ver-
raysen müste, vndt ferrnere Höflichkeitencurialia zum Abschjedt
gemachtt. Er hat mir wieder laßen die hände
küßen, vndt sagen, er hette heütte gar sehr viel zu
thun, in seines Königs geschäften, sonsten wollte er
mich hertzlich gerne sehen, möchte mich auch, weil
ich in ein par Tagen verraysen würde, Morgen gebe gott
nicht incommodiren, wüntzschte mir viel glück, vndt
heyl auf meine rayse, vndt schickte mir zu, ein
schreiben vom herrn Grafen von Werdemberg, welcher
ihm von Jhrer Mayestät wegen andeüttet, daß seine erfolgreiche Fürbitteefficax
intercessio
, so er interponirt zu Gunstenin favorem Meiner,
wegen 60000 Gulden (florenus)f: vndt des Rests meiner provision,
Jhrer Mayestät wol seye hinterbracht worden.
Ob nun wol Jhre Mayestät allezeitt am geneigtesteninclinatissima wehren,
ihme dem herren Ambassador, so wol alß diesem - beachte wohl - angesehenen und geliebten Fürstena quello sti-
<Nota Bene>mato et Amato Principe
(meine person vermeinende)
immersempre zu gratificiren, gleichwol aber c in diesem, wegen
derer 60000 Gulden (florenus)f: köndten Jhre Mayestät nicht auf keinerley
weise, ichtwaß einwilligen, waß aber den rest
der provision betrifft, weil Jhre Mayestät selbige præ-
tension vor billich erkenneten, wollten Sie zur sa || [[Handschrift: 411r]]
genüge vndt satisfaction, der hofkammer, gehörige
ordinantz ertheilen. habe die welschen Worteterminos
gebrauchtt, weil das schreiben in welscher sprache,
aufgesetzt gewesen. Gott gebe guten effect, vndt
es ist darauß zu ersehen, daß gleichwol der
Spannische Ambassador, an seiner würcklichen guten
jntercession, nichts ermangeln laßen. Jst gar
billich destwegen <ihn> danckbahrlich zu rühmen.
Dieser brief war eingeschloßen, in eine versiegelte
weißen Umschlagcarta bianca vom herren Ambassador, vndt auf
dem briefe stunde zur vberschrifft:


Dem hochwohlgeborenen und durchlauchtigsten Herrn, dem Herrn Fürsten Christian von Anhalt, den Gott beschütze.Al Jllustrísimo y Excelentísimo Sennor, el Sennor Principe
Christiano de Anhalt; que Dios guarde.
usw.perge


<Beachte wohlNota Bene> Jch hatte durch Unachtsamkeitper incuriam, daß wortt HochwohlgeborenerJllustrísimo an
den Ambassador jn der vberschrift, außen gelaßen.
Wenn es ihn nur nicht offendirt hette, wiewol
DurchlauchtigsterExcelentísimo das vornehmste ist, vndt die Spannischen, haben
sich zwar, kejner eintzigen offenß, vermercken laßen.
Ich finde eine besondere Sympathie zwischen unserer deutschen Nation und der spanischen und sogar eine Rechtschaffenheit und besondere Zuneigung der Spanier gegenüber meiner Person.Je trouve une sympathie particuliere, entre
nostre nation Allemande, & L'Espagnolle, &
mesme une integritè & singuliere affection des
Espagnols, a l'endroit de ma personne.


Zum Graff Schligken geschickt, vndt begehrt, er wollte || [[Handschrift: 411v]]
mir heütte oder Morgen, commod<gelegenheitt> machen, mich mitt ihme zu
vndterreden, ich wollte auch wol zu ihm kommen, wenn er es
begehrte. Die antwortt war, er thete sich wiederumb mir
befehlen, vndt hette so viel zu thun, daß er weder
heütte, noch Morgen vormittags, zu mir aufwarten könd[te.]
Morgen Nachmittag aber, wolle er gewiß zu mir
kommen, vndt mir in meinem losament zusprechen.


Veit Berndt, hat mir den rest der gelder, alß
nemlich 105 Gulden (florenus)f: 10 Kreuzerkr: erlegen laßen, damitt ich nu-
mehr die deputirte lehnwahren, vndt præsentgelder,
zusammen 1600 ReichsthalerRthlr: vervoll bekommen.


Die hitze mitt dem Sommer vergehet, leßett sich numehr
zum herbstwetter an, vndt es hat heütte gar stargk geregnet[t.]


Rödern zum Graf Kyseln geschicktt, mitt compljmenten.


Es hat gegen abendt auch gedonnert, vndt geblitzett.

Mittwoch den 26. des AugustsAugustj: ⁄ 5. September

<Graf Kyseln Obrist kammerherrn, durch Thomas Benckendorf einen schönen Rubinring geschickt, vndt verehrett.>


Bin auf den wall ein wenig spatziren gegangen.


Zu Löbzelltern geschicktt, welcher mir sagen laßen,
es wehre noch keine antwortt meinetwegenratione mej vom
Churfürsten ankommen, sonsten wehren viel schreiben,
mitt der post angelanget. Also: keine Hoffnung für mich. Geduld!Ergo: nulla spes, pro me.
Patientia!
Die Gelegenheiten lassen sich nicht erzwingen.Les occasions, ne se laissent pas forcer.
Vorn ist die Gelegenheit behaartFronte capjllataf, ist von mir zu schlecht betrieben worden. Man muss sich früh geltend machen.<a> estè trop mal prattiquè par moy.
Jl se faut faire valoir de bonne heure!
Da er nichts verschob, eroberte Alexander der Große die Welt.Nihil pro- || [[Handschrift: 412r]]
crastinando, Alexander Magnus orbem devicit.


Curtt Börsteln, habe ich mein bildtnüß vndt gnadendienstg
mitt edelgesteinen gezierett, verehrt, wegen geleisteter
guten assistentz vndt vndterthänig(st)en aufwartung, bey dem hochan-
sehlichen Aktactu der Kayßerlichen beleyhung.


Graf Schlick, hat heütte beyde hertzogen von
Sachßen, Julius henrich, vndt Frantz Albrechtt, zu gaste,
zu sich geladen, vndt sich frölich mitt ihnen erzeiget,
hat aber meiner dabey vergeßen. Es gibt irgendeine alte Feindschaft oder Groll, da Ihre selige Hoheit ihm während des böhmischen Krieges misstraute und dieser Mann [deswegen] sehr rachsüchtig sein muss. Kann auch sein, dass er übel nimmt, dass ich mich gegen den gegen Graf Schaffgotsch angestrengten Prozess wegen der großen Qualen, die man ihm angetan hat, geäußert habe. Ich habe es nicht getadelt, sondern habe es bedauert, denn man foltert weder Kavaliere und Personen von hohem Stand noch Leute des Schwerts noch einfache Soldaten, wenn das Majestätsverbrechen noch nicht offenkundig bewiesen ist.Jl y a quelque anci-
enne picque ou rancune, a cause que feu Son Altesse
se mesfioit de luy, a la guerre de Boheme, & il
faut, que cest homme soit cruellement vindicatif.
Peut estre aussy, qu'il prend en mauvayse part, que
i'ay parlè contre le procez intentè contre Schafgotsch
a cause des grands tourments, qu'on luy a donnè.
Je ne l'ay point blasmè, ains l'ay regrettè, car
on ne donne pas la question aux Cavalliers,
& gens de qualitè relevèe, nj aux gens d'espèe,
ni mesme aux simples soldats, si le crime de leze
Majestè, n'est encores notoirement prouvè.


Diesen abendt, habe jch nochmalß vmb benennung
einer Stunde, den Graf Schligken ersuchen laßen, da
hat er mir laßen zur antwortt geben, er hette heütte
müßen auß befehl Jhrer Mayestät den herzog Frantz Albrechtt, || [[Handschrift: 412v]]
zu gaste haben, hette mir derowegen, wie gern
er auch gewoltt, heütte nicht aufwarten können,
wollte ich ihm aber Morgen <vor:> oder Nachmittags,
eine Stunde ernennen, so wollte er sich alßdann
gar gerne zu meinen diensten gefast halten, vndt
ließe sich mir befehlen. usw.perge gar in guten Wortentermini[s][,]
vielleichtt wirdt alles beßer werden.


Baldt darnach, habe ich Sigmund Deuerlin wieder zum Graf Schlicke[n]
geschicktt, mitt complimenten, wegen gewißhejtt der
Morgenden stunde, da hat er mir sagen laßen, er hette
im willens gehabtt, gleich zu mir zu kommen, so wehre
er aber, durch ankunft des SekretärsSecretarij Pucher von Kayserlicher
Mayestät
mitt vielen geschäften vberladen worden,
wehre auch etwas vbel auf, müste Morgen wils
Gott, medicin einnehmen, vndt es würde sich dero-
wegen vbel schigken, daß ich sollte zu ihm kommen,
bedanckte sich der gnade, daß ich ihn Morgen
zu gaste laden ließ, vndt köndte wegen vnpaßligkeitt
vndt vieler geschäfte, mir dieses mahl nicht aufwarten.
et cetera

Donnerstag den 27. des AugustsAugustj. ⁄ 6. September

<244 ThalerThlr: 40 Kreuzerkr: (an 200 Ducatonj) Thomas Benckendorf zu berechnen.>


Trotz der die vergangenen Tage gezeigten Wildheit und der Missachtung beginnt der Rabe, sich zu unterwerfen und um Verzeihung zu bitten, entschuldigt aber seinen Fehler, als ob es durch eine andere Ursache als durch den schlimmen Verdacht, den man gegen ihn hat, zu seinem Schaden geschehen wäre, und er will das mit dem Zeugnis von Ärzten und Chirurgen beweisen.Jl corvo, nonostante la fierezza <e dispregio> mostrata lj giornj
passatj, comincia a sottomettersj, ed a chieder perdono,
scusando però il suo errore, come se fosse avenuto || [[Handschrift: 413r]]
il suo danno, per altra cagione, che per il
cattivo sospetto, che si hà dj luj, e lo vuol pruo-
vare, co'l testimonio de'Medicj e chjrurgj.

Verdachtsgründe beweisen nichts.Suspiciones nihil probant.


Gute vertröstung, von herrn Löẅ, wegen mei-
ner expedition: Gott wolle es und dass ich in meinem Leib und Seele Ruhe bekomme.Dieu le vueille; & que j'aye
du repos, en mon corps, & ame.


Rudolfen, nacher Presburgk, erlaübett.


<Beachte wohlNota Bene> Zehen ReichsthalerRthlr: ist alhier zu Wien ein Marck,
Fünf ducaten ist ein loht, 160 80 ducaten
ist ein Marck goldes, 160 Ducatenduc:n. ist ein pfundt,
der Jubilirer vermeinett, 19¼ loht silbers,
werde zu Nürnberg, seye alhier eine Marck.


Als ich heütte zum Graf Schlicken geschicktt,
vndt ihm zur Artzney, glück wüntzschen
laßen, haben seine leütte gesagt, er wehre
nach hietzingen, also hält er mich zum Narrenainsy jl se mocque de moy.


Eine goldtkrone, helt 16 carrat, ieder car-
rat 4 gran, ieder gran BezoarBezoard, kostet
alhier 12 kreützer, also habe ich einen Orien-
talischen Bezoar, (welcher so groß ist also ein
Taubeney, ohngefehr auf 8 oder 10 Lot₶: schwehr,) vnge-
wogen, schätzen laßen.

|| [[Handschrift: 413v]]


Vor Doctor Gebhardt, eine güldene kette zum bildtnüß
machen laßen, kostett 14 ducaten vndt 14 Goldgulden☉f:
am gewicht, (welches zu schönem kronengolde, mu[ß]
beysammen sein) vndt 4 ReichsthalerRthlr: macherlohn.


Zum geheimen kriegsSekretärSecretario <vndt Kayserlichen raht>, Doctor Puchern <Thomas Benckendorf> geschicktt, vndt
ihme sagen laßen ich hette neẅlich, ez Rückkehrbefehle [Verbot des weiteren Kriegsdienstes für ausländische Mächte]Mandata avocatoria
an alle der friedliebenden Fürsten lehenlëutte, ergehen zu laße[n,]
sich bey verlust ihrer lehen, habe vndt gühter, auch vermeydung
ernster Strafe, auß allen dero wiederwertigen vndt feinde kriegs-
diensten abzuthun, der Kayserlichen Mayestät wolmeinend vorgeschlagen,
wüste nicht, ob es herrn Graf Schljkcen zu expediren, befohlen wehre,
oder iedmandes anders, er möchte michs doch wißen laßen, weil
ich nicht gern vrsach dran sein wollte, das etwas in Jhrer Mayestät
diensten verseümet würde. Vors ander, mich vnbeschwehrt zu be-
richten, wie es doch mitt Meiner kriegsbestallung stünde. usw.perge
Vndt ihme meine danckbahrkeitt, vor angewandten fleiß,
zu offeriren. Er hat gar demühtig vndt in höflichen Wortenterminis,
sich vor die Angebotofferta, vndt das gute vertrawen, so ich zu ihm
hette, mir dancken laßen, vndt sich noch ferrner anerbohten, et cetera[.]
Waß die Befehlemandata anlangete, so hette er mein schreiben an
Kayßerliche Mayestät gelesen vndt gesehen, die sache wehre aber nicht an
Graf Schljcken, sondern an den Rejchshofraht remittirt,
im einzelnenin spetie aber, Doctor Gebhardten befohlen, da würde ich die ex-
pedition
bekommen. Jn der krjegsbestallung, dieselbige sache
wehre Graf Schlicken, kriegspræsidenten vbergeben, wüste
njcht, ob Sie etwan vergeßen worden, vndt jch durch ein Memo- || [[Handschrift: 414r]]
rial es wiederumb erinnern wollte. Er vor seine person,
erkennete sich schuldig, mir gar willig vndt gerne zu dienen,
in diesem vndt allem andern. Wüste auch wol, daß mir Jhre
Kayßerliche Mayestät
mitt sonderbahren gnaden, gewogen wehren.


Weil jch diese antwortt bekommen, vndt darneben,
daß Jhre Kayßerliche Mayestät heütte alhier anlangen würden,
vernommen, habe ich mitt dem handtschreiben, so ich an
Graf Schlicken, außgefertiget gehabtt, zu rück gehalten,
vndt zu verhütung mehrerer offenß, die Besuchvisite gar
eingestellet, Begehre auch von ihm, nicht eben, zu dependiren.


Ein Mann von niederer Herkunft sagte mir unerwartet, dass man hier einen Botschafter aus Polen mit einem Gefolge von 500 Personen erwarte, um Schlesien mit der Unterpfalz zurückzufordern, das eine für die Krone von Polen und die andere für die Erben von Kurfürst Friedrich von der Pfalz mit einer, von welchen sich der König von Polen verheiraten wird, weil der Kaiser ihm damals lediglich als Prinzen seine Tochter mit dem Versprechen solle verweigert haben, wenn er ein König sein würde, dann würde er sie ihm geben, und dies hat den Prinzen Wladislaw so erzürnt, dass er gesagt haben soll, dafür eine nach eigenem Gutdünken heiraten zu wollen, wenn er König sein würde, denjenigen zum Trotz, welche ihn daran würden hindern wollen. Man befürchtet, dass es zwischen diesen zwei Potentaten Krieg geben wird, und man meint sogar, dass der Gesandte Ihrer Kaiserlichen Majestät, Herr Arnoldin, von dem polnischen Hof hierher zurückkommt. Das wäre eine furchtbare Wandlung und eine unerhörte Änderung, besonders von der Pfalz.Vn homme de basse condition, me dit inopinèment: Que
l'on attendoit icy, un Ambassadeur de Poulogne avec un train de
500 personnes, afin de redemander la Silesie, avec le
bas Palatinat, l'un pour la Couronne de Poulogne l'autre
pour les heritiers de Frideric Electeur Palatin avec une desquelles
le Roy de Poulogne se va marier, puis que l'Empereur luy doit a-
voir autresfois, estant Prince seulement, refusè sa fille,
avec promesse quand il seroit un Roy, alors il la luy
donneroit, & cela a faschè le Prince Vladislaus, en sorte,
qu'il doit avoir dit; d'en vouloir espouser une, a sa fantasie,
quand il seroit Roy, en despit de ceux, lesquels l'en voudroyent
empescher. L'on craint, qu'il y aura guerre entre ces deux
Potentats, & l'on croyt mesmes que l'Ambassadeur de sa
Majestè Jmperiale, <le Sieur> Arnoldin s'en revient icy, de la
cour de Pouloigne. Ce seroit une terrible Metamorphose?
& un changement inouy, partiuclierement du Palatjnat.

|| [[Handschrift: 414v]]


Dem Doctor Gebhardt, habe ich eine güldene kette, von 50 ReichsthalerRthlr:
vndt mein bildtnüß daran, mitt ornamenten, auf 25 ReichsthalerRthlr:
werth, præsentiren laßen, durch Thomas Benckendorf[.] Er hat es gar höfli[ch]
vndt mitt großer moderation angenommen, sich zu ferr-
neren willigen diensten, erbohten, auch mir selber
zu dancken sich erklähret.


herr Loẅen, habe ich auch die bewilligten 50 ThalerThlr: zu
einem præsent im Nahmen Mein vndt der herrenvet-
tern
wegen gehabter Mühewaltung in lehenssachen,
durch Thomas Benckendorf geschickt, vndt habe mich auch zu Hausein privato
etwas darzu zu legen offeriret, wann er mir gute
expedition, in meinen Familienangelegenheitenprivatis, würde helfen
procuriren. Es ist ihm annehmlich, vndt erfreẅlich gewesen.


Jhre Mayestät sejndt heütte von Ortt, wieder anhero
nach Wien, mitt dero hofstadt angelangett.


Graf Schligken, sein SekretärSecretarius, ist in vnser wirtzhauß,
mitt einer Frawensperson <ge>kommen, vndt Sigmund Deuerlin hat gelegen-
heitt gesuchtt, mitt ihm zu conversiren, da er vorgeben, sein
herr, hette auf Rat der Ärzteex consilio Medicorum, hinauß spatziren müßen
vndt hat hertzog Frantz Albrechten, gewaltig gerühmet,
wie er so ein braver herr wehre, vndt wie sein herr der
Graf so treflich viel von ihm hielte. Vor nicht langer Zeit machte der Graf davon aber sehr wenig Aufhebens, was ich mit eigenen Ohren hörte. Jeder der Reihe nach.Mais il n'y a pas
long temps, que le Conte en fjt fort peu de cas, ce que
j'ouis de mes propres oreilles. Chacun a son tour.

|| [[Handschrift: 415r]]

Freitag den 28. des AugustsAugustj. ⁄ 7. September


Dem Pfaltzgrräflich Neẅburgischen Stallmeister, durch Rindorfen
einen rubinring verehren laßen, weil er mir so ofte,
wagen vndt pferde geschicktt, wegen seines herren.


herr Loẅ, ist bey mir gewesen, mitt guten vertröstungen,
Doctor Gebhardt, hat mich vmb benennung einer Stunde,
ansprechen laßen. Jch habe ihm 2 vhr, Nachmittags gegeben.


Bin vormittags nach hof geritten, Graf Schlick
hat alda gar freündtlich mitt mir geredet, wie
auch der Graf von Werdemberg vndt Apt von
Lilienfeldt
, wegen Meiner vndterschiedlichen sachen.
Der Alte Marggraf, jst auch zu vnß kommen, vndt
mehr andere Edelleutecavaglierj, auch der Graf von Mörßberg,
Memori
EbensoJtem: der bischof von Vesprin, sagt der friede wehre
noch 6 iahr mitt dem Türcken. 8 tausendmille Türcken wehren
vom Persianer ganz geschlagen, <nur ein Bascha selb dritte entrunnen>[,] der Visir Bascia
strangulirt, Halil Bascia genandt, wie auch der
Bassa von Ofen. Murtasan hat sollen gewürget
werden, es ist aber verblieben, auf dieses mahl.


Ofen ist vor ein 14 tagen ohngefehr gantz verbrandt,
durch vervrsachen eines weibes, welche eyer holen wol-
len so im heẅ gelegen, vndt das licht, das heẅ angesteckt,
das feẅer habe alle haüser in die asche gelegt,
die Stücke auf den wällen loßgebrennet[,] || [[Handschrift: 415v]]
hernacher in die 60 Metallene Stück geschmolzen,
vndt alles zu nichte gemachtt, sonderlich wie das feẅer
ins zeüghauß, vndt in die pulferTonnen gekommen,
da kein retten mehr gewesen. Mühlen, proviant-
haüser vndt alles seye in die aschen gelegt worden,
auch ein großes stück von der Mawer, vber einen
hauffen geworfen, daß wann krieg wehre, vnser
Kayser an itzo die Stadt Ofen leichtlich einnehmen köndte,
der Königliche residentz pallast in Ofen, darinnen vor-
zeitten die Vngrischen Könjge an itzo die Türckischen Bascia
residiren, seye auch abgebrandt, welcher<s> Sie vor ein böß
zeichen halten. Ejn 40 gefangene Chrjsten, sejndt
vber dem brande, außgebrochen, vndt haben sich zu
salviren vermeint, aber vergeblichsed frustra, Man hat sie wieder
ertaptt. Viel Türgken sollen auch mitt verbrandt
sein. usw.perge Dem Don Phelipe Spannischen Ambassadors Sohn, auch zugesprochen.


Memorial an Kayserliche Mayestät <1.> bezüglichjn puncto der 60000 Gulden (florenus)f: Böhmischer
prætensionen, 2. bezüglichin puncto der pensjon mejner vndt anticipation.
3. wegen 25000 Gulden (florenus)f: von Fürst Ernst Seliger præsention. Doch alles
der Kayserlichen Mayestät vndterthenigst submittirt.


Nachmittags vmb 2 vhr, ist herr Doctor Gebhardt Kayßerlicher
hofraht zu mir kommen, vndt hatt mich besuchtt,
auch Sich vor das gesterige præsent, gar höflich bedancktt.


Zeitung daß Sich ChurBrandenburg vndt Landtgraf von || [[Handschrift: 416r]]
heßen, Caßel, auch gar wol accommodirt, wie auch
hertzogk Geörge von Lünenburgk, so dass es überall im Reich Frieden geben wird, wenn Gott hilftainsy qu'il y
aura paix par tout l'Empire, Dieu aydant
.


Der Baudis hat zu Leiptzig offentlich geschworen
zur general leüttenamptschafft, vber des Churfürsten armèe.


Vorangedeüttetes Memorial, hat immer Verzögerungenremoras
gefunden, vndt ich habe es dem herrn Grafen von Werdemberg,
nicht insinujren laßen können, biß<wejl> er sich jn seinem
losament, versperret gehabt, anfangs diesen Nachmittag.


Ich habe wegen einiger durch die Trägheit meiner eigenen Leute, die die Beförderung des guten Erfolgs meiner Angelegenheiten vernachlässigten, die man notwendigerweise betreiben muss, verursachten Verzögerungen Anlass gehabt, sehr ungeduldig zu sein.J'ay eu sujet, d'estre fort jmpacient, a cause de
quelques accrochements, causèz par la tardivetè de
mes propres gens, negligeants la promotion du bon succéz
de mes affaires, qu'il faut necessairement agiter.


Beachte wohlNota Bene Ich habe für Sonntag den alten Markgrafen von Brandenburg zu gast geladen, falls seine Gesundheit es ihm erlaubt.J'ay priè le vieil Marquis de Brandenburg a gast,
pour Dimanche, en cas, que sa santè, le luy permet.


Beachte wohlNota Bene Der Graf von Schlick sagte unter anderem, dass Baudissin sehr unglücklich und von keiner Religion, in Unsicherheit schwimmend, beim Kaiser, seinem Souverän und Wohltäter, seit dem Friaul-Krieg unbeliebt sei. Dass er ihn zweimal, der König von Polen einmal und noch zwei andere Male geschlagen habe, er also fünfmal geschlagen worden sei und nie einen einzigen bedeutenden Sieg erreicht habe, er auch in keiner Weise verstanden habe, was Infanterie ist, und will als Befehlshaber kommandieren. Ich fragte daraufhin den Grafen von Schlick, ob man noch einmal im Dienst schwören solle, er sagte, dass nicht, aber dass man wie üblich einen Revers für die Bestallung geben müsse, darüber lachend, dass Baudissin dem Kurfürsten von Sachsen geschworen habe.Le Comte de Schlick dit entr'autres: Que Baudiß estoit
fort malheureux, & de nulle religion flottant en incer-
titude, malaffectionnè à l'Empereur son souverain & bien-
faiteur depuis la guerre de Friulj. Qu'il l'auroit
battu deux fois, le Roy de Pologne une fois, & encores
deux autres fois, auroit estè battu, ainsy 5 fois,
& n'auroit jamais gagnè aucune victoire signa-
lèe, n'entendoit nullement aussy, ce que c'est de
l'Jnfanterie, & veut commander en Chef. Je deman- || [[Handschrift: 416v]]
day la dessus, le Conte de Schligk, s'il falloit jurer
encores une fois, en servant, Jl dit que non, mais qu'i[l]
falloit donner un revers, en eschange de la bestallung,
comme de coustume, riant de ce que Baudiß avoit jurè
a l'Electeur de Saxe.


Er sagte mir auch, dass man ihm, dem Grafen von Schlick, Unrecht tue zu glauben, dass der Obrist Löbl allein mit seinem Regiment ihn in der Schlacht von Prag besiegt habe, dass er sich von einem Regiment nicht habe besiegen lassen, dass 3 Regimenter der Kavallerie und 3 Regimenter der Infanterie ihn gestört hätten und dass die Unzweckmäßigkeit des Ortes, ein Wasserkanal, ihn sehr gehindert habe, in welchen mehrere Soldaten, auch er selbst, so versunken und gefallen seien, dass man ihm einen Stiefel ausgezogen habe, als man ihn aus dem Schlamm zog, darin er so stark festgesteckt habe. Und die Neapolitaner haben mehrere Soldaten in dieser Wassergosse getötet, die in die Enge getrieben waren, einer auf den anderen, und die sich nicht verteidigen konnten.Jl me dit aussy; qu'on luy faysoit tort, au Conte
de Schlick, de croyre, que le Colonel Löbel seul avec
son Regiment l'auroit desfait <a la Battaille de Prague>, qu'il ne s'eust laissè
battre d'un Regiment[,] que 3 regiments de Cavallerie, &
3 d'Jnfanterie l'auroyent rompu, & l'incommoditè du lieu,
un canal d'eau, l'auroit fort empeschè, auquel
se fussent enfoncè, & tombè plusieurs soldats, luy mesme
aussy, en sorte, qu'on luy auroit tirè une botte le re-
tirant de la boue, si fort y estoit[-]il attachè. Et
les Neapolitains auroyent tuè, plusieurs soldats,
dans ceste (waßergoße) crotte, quj estoyent acculèz
l'un sur l'autre, ne se pouvans defendre.


Zum andern mahl, hat mitt großer mühe, vndt ar-
beitt, auch nur nebenbeiobjter, mejn <Thomas Benckendorf> SekretärSecretarius, zum Grafen
von Werdemberg
, kommen können, mitt vorgedachtem
Memorial. Er hat ihn, wegen vieler geschäfte, kaum hören
wollen, aber sich doch gar wol erbotten, nach dem er
ihm zweymal in die rede gefallen, vndt interrumpirt.


<Der vngrische Bischof, recommendirte mir auch gar hoch, das Vngerlandt, bey ChurSachsen vndt andern zu gedencken, wegen erhaltung der Greutzfestungen, vndt TürckenSteẅer, welches aber auf einem Reichstage geschehen müste. et cetera>

|| [[Handschrift: 417r]]

Samstag den 29. des AugustsAugustj: ⁄ 8. September


heütte wirdt alhier gar hoch gefeyret, Mariae geburtt. et cetera


Gestern sagt mir auch, der vngrische Bischoff, es wehre
der Cantzler des Königreichs Vngern, gewesener
Bischof zu Rab, mitt todt abgangen, vndt scheinet fast,
er werde seine stelle vertretten. Er sagte auch,
der Murtasan Bascha, hette den itzigen Türckischen
Kayser
, vom Tode errettet, weil er die aufrührischen
Soldaten, in diesem feldtzuge gestillett, so den Kayser
vmbringen wollen, vndt zur dancksagung, hette
er ihm neẅlich den Strang angebotten. Der Mustasan
ist auch zuvor general in Polen gewesen, vndt hat dem
<[Tü]rkischen> Kayser, große dienste gethan, jst auch sejn Schwager.


Es war auch gestern <in der Vorzimmeranticamera>, ein Junger Steyerischer herr
von Schrotembach, (des alten Sohn, der von den pawren
also angefochten wirdt) der saget mir, es wehren die
pawren, nicht recht gestillet, wollten ihre Privilegienprivilegia wieder
haben, wie Sie vor hundert Jahren, gehabt hetten, da Sie doch
erb: vndt eigenthümblich, ihnen von Schrotembach, von des Kay-
sers
vorfahren, verkauft worden, vndt freylich mehr ihnen
arbeitten vndt dienen müsten, als Sie des Kaysers vor-
fahren nicht thun dörfen. Sie wüsten aber selber nicht, was
Sie begehrten, vndt was ihre PrivilegienPrivilegia dazumahl gewe-
sen wehren. UnterdessenInterim stünden die sachen in Steyermarck, noch gar || [[Handschrift: 417v]]
gefährlich.


heütte Morgen, als ich vermeinte, alle sachen wehren
richtig, vndt weil so viel sperantzen, vndt gewiße ver-
tröstungen gegeben wahren, leßet mir Doctor Söldner
sagen, er wollte zwar, die concession der lehenträgere[y]
dem Elltisten in vnserer Familiefamilia, mitt hinein sezen
in den lehenbrief, dieweil aber ein Einschubparentesis darin-
nen stünde, (ohne abrichtung der gebühr, vndt reno-
vation des lehenbriefes, wann nicht der LehnsherrDominus
feudj
, oder der lehenträger, abg mitt todt abgienge)
welcher dem Taxampt præjudizirlich wehre, auch
solches nicht bewilligett worden, so müste er diesen
Einschubparentesim nohtwendig drauß laßen, da er doch
wieder Börsteln, neẅlich zu Ortt gesagt, es wehre
alles richtig, vndt im ganzenper totum, bewilligett. Nun
Sie die Schmiralien weg haben, die Gottlosen
leütte, halten sie, wie ein loser bogen. Gott ver-
zeyhe ihnen, diese vntreẅ, vndt falschheitt. Der herr
von Strahlendorf, hat selber gegen mir gedacht, es
wehre alles richtig bewilligett, da doch das vornehmste
daran ermangelt. Oh was für eine Geduld muss man haben!Ô quelle pacience, faut[-]il avoir,!


herr Loẅ, ist bey mir gewesen, hat mich beßer ge-
tröstet, vndt Doctor Söldner, hat einen gantzen Abschnittparagraphum,
vns zum besten, corrigirt. Gott Stehe vns allezeitt bey.

|| [[Handschrift: 418r]]


Schlechte NachrichtenMala nova, daß die ducaten auf 2¾ Gulden (florenus)f: ab-
gesetzt sein, da sie zuvor gern 3 Gulden (florenus)f: gegolten.


Jn der VorzimmerAnticamera, haben mir Jhre Mayestät
auß der kirchen kommende, ein allergnädigsten son-
derlichen anblick gegeben, wie auch die Kayserjnn.


Der Nohthaft, ejn Reichshofraht alhier, mein landts-
mann, auß der Oberpfaltz, hat mir alda auch zuge-
sprochen.


Graf Schlick, (deme ich ein Memorial vber-
geben, in Kriegsangelegenheitenin bellicis) vndt Graf von Werdemberg,
haben mir alle beyde gute offerten gethan.


Man hat mich gewarnett, nicht nach Niclaß-
burg
zu ziehen, dieweil es alda an der pest
sehr stirbt, vndt der Cardinal von Dietrichstein,
destwegen naher Brinn, endtweichen müßen.


Also gegenwärtig widersetzt sich Minerva.Ergo hic reluctatur, Minerva.


Man saget, die festung Briel, an Seelandt, seye
von den Duynckerkern, vberrumpelt, vndt einge-
nommen worden. Jn Jtalia, scheinet es, als
dörfte es lose händel setzen, weil alle Jtaliänische
Fürsten, fast unter Waffenin armis.


<Beachte wohlNota Bene> das mannhafte AntwortMasculum responsum, so vnser Allergnädigister
Kayser, vor wenig Jahren, wie Jhre Mayestät eben auch
mitt dem itzigen Pabst, strittig wahren, wegen des
Patriarchats zu Aquilegia, demselben gegeben, als er || [[Handschrift: 418v]]
der Pabst, sich vernehmen laßen, wenn es nicht anders
fortwollte, müste er einmal sein weltlich Schwertt
außziehen, vndt gebrauchen, darauf haben Jhre Mayestät
gesagt: GeduldPacientia, Sie förchteten des Pabsts Schwert
anders nicht alß wenn es in der scheide steckte.


Zu dieser Stunde spricht man dort davon, einen Tanz oder ein Ballett in Rom zu veranstalten, wie man es vor etwas mehr als hundert Jahren zur Zeit des Kaisers Karl V. tatA ceste heure, qu l'on en discourt, de porter<faire> un<e>
<dance ou> balleth a Rome, comme on fit il y a un peu plus
de cent ans, du temps de l'Empereur Charles V
eher
würde es doch nicht beßer werden, und dergleichen& talia. Aber wenn wir anderen Evangelischen darüber lachen, sagen sie, dass dies nicht sein würde, um die Kirche zu zerstören, sondern um sie zu verbessern, da sie eine Reform brauchen würde, und dass wir eine andere Absicht gehabt hätten, d. h. sie völlig zu zerstören. Aber ich leugne das und sage, die Absicht zu haben, sie zu reformieren.Mais
quand nous autres Evangeliques, nous en rions de
cela, ils disent, que ce ne seroit pas pour ruiner
l'Eglise, mais pour la corriger, puis qu'elle auroit
besoing de reformation, & que nous avions une
autre intention assavoir de <la> ruiner entierement[.]
Mais je nie cela, disant, avoir aussy l'jnten-
tion de la reformer.


Zeitung daß Landtgraf Wilhelm von Heßen, sich auch
dem Kayser accommodirt, vndt destwegen versicherung
vom Kayser hatt: 1. Behelt er durch allergnediste
concession Jhrer Mayestät das Stift hirschfeldt 2.
So erlangt er auch vollkommenen Vergebungperdon, vndt kömpt
durchauß nicht, vndter die von der Amnestie Auszuschließendenexcludendos ab amnistia.
3. So darf ihm die refusion, der zugefügten Schädendamnorum illatorum, || [[Handschrift: 419r]]
nicht zugemuhtet werden, weder von Jhrer Mayestät
volck, noch von den Neutralisten, darundter sein
vetter Landtgraf Geörge zu Darmstadt, vornehmlich
zu verstehen. 4. So soll er sein volck vberlaßen, vndt
bey seiner Religion, vndt Freyheitten, hingegen geschützet
werden. et cetera auch der wiederwertigen diensts, sich abthun.


Der vngrische Oberste leüttenampt Schivry,
welcher zu Rabe bey vnß wahr, vndt mich nur vor
einen Freyherren ansahe, hat mich heütte in der
Ritterstube recht angesprochen, vndt sich excusiret. et cetera
Es hats aber nicht bedörft, weil ich gern vnbekandt sein wollen.


Zeitung das der Gallaaß, vndt hertzog von Lottringen,
geschlagen seye, ist aber noch (meines erachtens) vngewiß.


EbensoJtem: das der friede, zwischen Polen vndt Schweden, fort-
gängig. Die Moßkowiter aber, vom Türgken, be-
krieget werden sollten. Vndt es hette der König in
Persien
, dem Großfürsten, in der Moßkaw, vberauß
stadtliche præsenten, an schönen pferden, vndt pferdezeü-
gen, Persianischen Teppichen, vndt dergleichen, zugesendet,
auch an andern schönen köstlichkeitten, als in langer
zeitt, noch nicht geschehen. Die hollsteinische GesandtschaftAmbas-
sade
, so durch die Moßkaw, in Persien gewoltt, hat
nicht wollen ferrner, als in der Moßkaw, durch-
gelaßen werden.


EbensoJtem: das der hertzog von Lünenburg am Schlag gestorben, seye.

|| [[Handschrift: 419v]]


Abends, wieder nach hoff, alda dem Pfaltzgrafen von
Neẅburg
, vndt altem Marggrafen zugesprochen, wie
auch Graf Schligken, Graf Schlawata vndt herr Teüfel.
Es hat eine starcke Wortgefechtdispute, zwischen dem Pfaltzgrafen, vndt
Graf Schlawata gegeben, weil der erste, mitt gewaltt
will Neütral verbleiben, in den Jüljschen landen, der
ander aber behaüptett, daß Jhre Mayestät wollten, er
sollte schlicht und einfachpure & simpliciter in den frieden mitt eintretten,
wollte er anders deßelben fähig sein, welcher
letzten meynung ich auch war. Er aber, berief
sich auf <alte> Kayßerliche Bestätigungenconfirmationes, der neütralitet,
welche sindt der enderung des friedens nicht mehr
können stadt finden.


Zeitung das Briel, Doeßburg, vndt Arnhejm von den
Spannischen eingenommen.


Der Spannische extraordinar Ambassador Conte d'Onnate;
begegnete mir auch, jn der Thür, der Ritterstube,
vndt erinnerte mich gar höflich, an seine gethane
Gefälligkeitenofficja, darvor ich ihm auch billich dancktte.


Jhre Mayestät sejndt etwaß vnpaß, an der Kolikcolica, die-
sen abendt, gewesen, wie mich der Graf von Schljck
berichtett, darumb er nicht zu Jhrer Mayestät kommen können.
Gott helfe zu schleüniger beßerung.

|| [[Handschrift: 420r]]

Sonntag den 30. des AugustsAugustj. ⁄ 9. September (in astrologischer Hinsicht) böser/gefährlicher/schädlicher/unglücklicher/unglückseliger Tag


Gestern ist des kleinen Prjntzen Ferdinandj ge-
burtsTag gewesen, darüber viel Glückwünschegratulationes
dem Kayser, insonderheitt aber der Königinn beschehen,
Gott gebe dem lieben printzen, glück vndt langes
leben, auch zeittliche, vndt ewige wolfahrt. Er
ist zwey iahr altt worden.


Vormittags nach hoff, geritten, <vndt herzog Frantz Albrechtt zugesprochen.>


Zu Mittage, den Pfaltzgrafen von Neẅburg, vndt
Alten Marggrafen, von Brandenburg wie auch den
Grafen von Mörßberg, vndt vngrischen Obersten
leüttenampt Schivery, zu gast gehabtt, vndt
gewaltig mitteinander von der Religion disputirt.


Nachmittags, vmb 2 vhr, beym Ertzhertzog Leopolodo
Wilhelmo
, audientz gehabtt, vndt er hat sich gar
höflich, zu allem gutem, erbotten. Der von hallwyl,
vndt Graf von Artemiß, haben mich hjnundter beglejttet,
nach dem mich, der Ertzhertzog, zur VorzimmerAnticamera accom-
pagnirt
, vndt Marchese Palavicino ist mir auch vndter-
wegens begegnet, abschiedt nehmende.


heütte Morgen, habe ich zum hertzog Franz Albrecht
geschickt, vndt ihn besuchen wollen, er hats auch gar wol
auffgenommen, dieweil er aber, mitt hertzog Julio hen-
rich
zum<nach> hof gewoltt, deme der Kayser auch seine völlige || [[Handschrift: 420v]]
erledigung gegeben, vndt gäntzlich perdonirt, habe ich
ihn erst zu hof angetroffen, vndt alda gar freundlichamice, mitt
ihm conversirt. Es ist der alten sachen, njchts gedacht word[en,]
hat vjelmehr sich höchljch bedancktt, wegen der 2 tausendmille ThalerThlr:
so ich ihm richtig machen laßen. Er hat mir vor dem Kaiser gern den Vortritt im Vorzimmer gelassen.Jl m'a laissè volontiers la
preseance devant l'Empereur a l'Antichambre.


Es scheint, dass er kein Verlangen habe, unter dem Rang und Befehl Baudissins zu sein.Jl semble; qu'jl n'ait pas envie, d'estre sous la charge[,]
& commendement de Baudiß.


Ich habe auch die Gelegenheit gehabt, mit dem außerordentlichen Botschafter von Spanien, dem Grafen von Oñate, im Vorzimmer zu sprechen.J'ay aussy eu occasion, de parler a l'Ambassadeur extraordinaire
d'Espagne le Conte d'Onnate, a l'Antichambre.


Nachmittags wieder nach hoff, vndt einer <Stadtlichen> proceßion lange zuge-
sehen, auch dem Grafen von Schlick, zugesprochen, vndt dem
Pfaltzgrafen von Neẅburg[,] hertzog von Sachßen, vndt vielen
andern Edelleutecavaglierj mehr, <Obersten Montrichier, herrn von Questemberg.>


hertzog Frantz Albrecht, ist auf der post weggezogen.

Sonntag den 31. des AugustsAugustj. ⁄ 10. September

<Rudolf von Presburg gestern abendt, noch wiederkommen.>


Zum Grafen von Werdemberg geschickt, Thomas Benckendorf[.] Er hat im Vorübergehenin tran-
situ
gesagt, Jhre Mayestät hetten befohlen, man sollte mich in der
hofkammer contentiren. Also werde ich dahin remittirt numehr.


Zu Johann Löw auch geschickt, meine sachen zu befördern.


Jch habe heütte, wieder zu hof aufgewartett, vndt
mich sehen laßen, wie <beyde> Jhre Mayesteten, naher Eberßdorf
zu verraysen, aufgeseßen, wie<als> auch der Ertzhertzogk.


habe auch allerley, mitt dem Cardinal von harrach,
conversirt. Sie haben in ihrer Familie das Erstgeburtsrecht eingeführt, geben den Nachgeborenen nur 2000 Gulden pro Jahr.Jls ont introduit la Primogeniture en leur famille,
ne donnants qu'aux puisnèz 2000 Gulden (florenus)f: par an.

|| [[Handschrift: 421r]]


Der Pollnische Resident, Vibbonj hat mir gesagt,
der friede zwischen Polen vndt Schweden, wehre auf
25 Jahr, gewiß geschloßen.


Zeitung daß der Türgk den Persianer geschlagen,
vndt ihm eine Stadt abgenommen, auch daß sie numehr
friede tractiren, durch anstiftung der Frantzosen,
vndt Venediger.


EbensoJtem: daß der Gallaaß soll geschlagen sein,
vndt die pest im läger sehr grassiren.


Man sagt auch, an itzo alhier zu Wien, es wolle der
general Bannier dem Kayser sein volck vberlaßen, vndt
vor seine person, dem in Schweden gehen.


Wie ich heütte Morgen sahe, das der Graf Schligk
vor mir sich wandte, vndt vngerne<gar njcht> ansprechen laßen woll-
te, habe ich den kriegs SekretärSecretarium Pucher, angeredet, welcher
sich zu allem gutem erbotten. Gott verleyhe guten effect. usw.perge


Sonsten, jst jn vnsern sachen, noch njchts expedirt. Geduld!Pacience!


Beachte wohlNota Bene Im vergangenen Sommer hat der König von Frankreich mit dem Herzog Türken vereinbart, dass er die Insel Malta angreifen solle, um die spanische Seemacht von den Küsten Frankreichs abzuhalten, und der Türke hatte dazu Lust, aber er wurde davon durch den Krieg mit Persien und die anderen Aufstände in Asien abgehalten. Jetzt würde er ihn uns in Ungarn auf den Hals schicken wollen, wenn er könnte.L'estè passè, le Roy de France a traittè avec le Duc
Turc, qu'il devoit attacquer, l'Jsle de Malte, afin
de divertir les forces Espagnolles maritimes, des
costes de France, & le Turc en avoit envie, mais
il en fut diverty, par la guerre du Persan, & autres
rebellions en Asie. Maintenant, il voudroit nous l'en-
voyer sur les bras, en Hongrje, s'il pouvoit.

|| [[Handschrift: 421v]]


Zu Eberßdorf wollen Jhre Kayserliche Mayestätt 6 wochen verbleiben,
auf der Jagt. Es ist heutte gar ein vnlustiges Regenwetter eingefallen.


Beachte wohl, beachte wohl, beachte wohlNota Bene Nota Bene Nota Bene Schreiben von Madame, unter dem Datumde dato bernburg, vom 22.
des AugustsAugustj, daß die Schwedischen alda eingefallen, vndt
in den vorhof sich gelägert, auch die Säxischen deslogirt.
Beklaget sich daß Sie vbel bedienet seye, vndt ein ieder
nur auf sich selbst sehe, vndt Einsiedel wehre ein büffel,
mitt deme nichts außzurichten. Es ist aber der Fehler der guten Dame, warum hat sie nicht Kötschau in ihrem Dienst behalten, wie ich es befohlen hatte, und der Präsident mit dem Marschall Erlach würden ihre Pflicht gut erfüllen.Mais c'est sa faute de
la bonne Dame, pourquoy n'a elle retenu Kötzschaw, en
son service, comme j'avois ordonnè, & le Presjdent, avec le
Maréchal Erlach, feroyent bien leur devoir.
Andere berich-
ten, die Schwedischen hetten nur den durchzug begehrt, so
hetten ihnen die Säxischen denselben zwar verwilligett,
wie sie aber hinein kommen, hetten Sie die andern
vbermeistert, vndt außzuweichen, gl<e>drungen. Sonst
schreibt Meine Gemahlin, Sie die Schwedischen hielten sich
gar höflich, vndt mitt großem respect gegen Jhrer Liebden
wegen ihres itzigen zustandes, daß Sie auch destwegen
bey Nacht, keine Trummel rühren ließen. Wenn dieser
respect, nur lange währete. Sie sollen aber das arme
landt sehr verderben, die dörfer außplündern, vndt
großen schaden thun, das ichs wol eine weile entpfinden werde.
<herrnvetter> Fürst Ludwigen, sollen Sie noch mehr mittnehmen, vndt alle
vorwercke vndt dörffer außgeplündert haben. hanaw || [[Handschrift: 422r]]
der Obrist leutnant lieget zu Cöthen, <es> stellen sich die beyde partheyen
gegeneinander alß wollten sie nichts thätliches vornehmen,
doch ist der landtfriede, vngewiß. Die Schwedischen
formiren ein läger, bey Niemburgk. Gott erhalte Meine
herzlieb(st)e gemahlin, vndt alle die vnserigen, in erwüntzschtem
wolstande, auch die armen vndterthanen, vndt bewahre Sie
allesampt, vor ferrnerem vnheyl, vndt vnglück, Amen.


Zeitung daß der hertzog von Savoya, alß general der
Jtaliänischen liga, etzliche plätze, jm Meyländischen Staatstado
albereitt attacquirt.


Gestern, war zu hofe, njcht allein, der ordentliche Apostolische NuntiusNuncius A-
postolicus Ordinarius
, bischof zu Pesaro, sondern auch ein außerordentlicherextraordina-
rius
vber ihn, Monsignor Filonardj, bischoff zu Avignon,
will helfen friede tractiren, mitt Frankreich vndt die erledigung
des Cuhrfürsten von Trjer, auch nach Polen zu, raysen.


Diesen Nachmittag Thomas Benckendorf in des bischofs von Wien, sejn hauß,
geschicktt, weil der hofkammerpræsident, eben alda gewesen,
vndt ob ihn zwar, des Apts von Lilienfeldt eigene leütte, anzumel-
den bedencken getragen, So hat ihn doch des herrn Bischofs, sein SekretärSecretarius
angemeldet. Der Apt, hat alles wol aufgenommen, sich gar höflich
gegen mir, offeriren laßen, vndt sagen, er wollte Morgen zum Kay-
ser
, vndt bey erster audientz, meine Gesuchepetita referiren, auch sejnen
müglichen fleiß, zu meiner satjsfaction, darbey thun. Gott
gebe nur, daß es jn warheitt geschehe, vndt das ich nicht, so ofte
frustrirt werde. Ich werde arm vom so vielen vergeblichen Hoffen.Je deviens pauvre, de tant esperer, en vajn.

|| [[Handschrift: 422v]]


Mitteilung von anderswoAvis d'ailleurs, es hette sich Meine gemahlin, meine Schweste[rn]
theilß, vndt th nacher Deßaw, vndt Lichtemberg, theilß nacher
Schöningen, wegen großer gefahr, zu Bernburg, retirirt,
wie auch meine vornehmste rähte, vndt diener. Dörf[te]
also, den armen vndterthanen, vbel gehen. Gott erbarm[e]
sich jhrer.


Textapparat
a Zitat aus Livius: Römische Geschichte, V, 27, S. 216-217.
b Zitat des Titels von Corpus iuris canonici: Decretalium collectiones, II, XXIV, Cap. 27.
c Person nicht ermittelt.
d Zitat des Sempronio aus der 6. Szene von Rojas: La Celestina, S. 51.
e Zitat nach Cato: Disticha moralia, I, 3, 2, S. 61.
f Zitatanklang an Cato: Disticha moralia, II, 26, S. 81.
g Auflösung unsicher.
h Wahrscheinlich Anspielung auf die Plünderungen und Gewaltexzesse, die deutsche und andere Landsknechte während des Sacco di Roma im Mai 1527 verübten.

XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1635_08.xml
XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
Abriß
Abbildung einer Sache nach ihren wesentlichen Teilen
accommodiren
sich anpassen, sich fügen, sich (gütlich) vergleichen
accommodiren
einrichten, ausstatten
accompagniren
begleiten
Accord
Vereinbarung, Vergleich
Adulation
Schmeichelei
affection
(positive oder negative) Einstellung jemandem gegenüber; meist Gewogenheit, Zuneigung
affectionirt
gewogen, geneigt
Agent
(diplomatischer) Geschäftsträger
Ambassador
Abgesandter, Botschafter
annectiren
anhängen
anziehen
anführen, erwähnen
Approbation
Billigung, Zustimmung
approbiren
billigen
Armschiene
den Arm bedeckender Teil einer Rüstung
Beilager
Hochzeit, erster Beischlaf
Blutsfreundschaft
Blutsverwandtschaft
Bohrkirche
Empore
capituliren
verhandeln
causiren
verursachen
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
Commission
Auftrag
Commotion
Erregung
compariren
abteilen
Competenz
Rangkonflikt
confirmiren
bestätigen
conjungiren
verbünden, vereinigen, zusammenführen
contentiren
zufrieden stellen
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
contribuiren
Steuern entrichten
contribuiren
beitragen
Copert
Kuvert, Briefumschlag
cortesisch
höflich
Creditiv
Beglaubigungsschreiben
Curialien
Höflichkeiten, Förmlichkeiten
custodiren
bewachen
delogiren
abziehen
dependiren
abhängen, abhängig sein
Deprecation
Abbitte
Dignitet
Würde, Standeswürde
Ducaton
Silbermünze
Eheberedung
Ehevertrag
ein
ungefähr
Einspänniger
Kriegsknecht mit Pferd, fürstlicher Bediensteter, Stadtknecht; berittener Bote, Geleit- und Meldereiter
Einspänniger
Eigentümer eines kleineren bäuerlichen Besitzes, der meist nur Handdienste leistet
Erledigung
Befreiung, Freilassung
exacerbiren
erbittern
excusiren
entschuldigen
expectoriren
sich deutlich und aufrichtig wegen einer Sache erklären
Expedition
Beförderung, Besorgung
Expedition
Abfertigung
Expedition
Verrichtung
Experienz
Erfahrung
Friedenspatent
Urkunde eines Friedensvertrages
Generalquartiermeister
Vorgesetzter aller Quartiermeister
genung
genug
gratificiren
sich gefällig erweisen
guberniren
regieren
Hirschfeiste
Hirschjagd
insinuiren
(ein Schriftstück) einhändigen, übergeben, zustellen, (heimlich) hinterbringen
insinuiren
sich einschmeicheln
Intercession
Fürbitte, Vermittlung
interponiren
vermitteln
interponiren
einlegen
interrumpiren
unterbrechen
Investitur
Belehnung
Kappe
Schlag an den Kopf, dass die Kappe herab fällt
Kastner
eigentlich Verwalter des Kornspeichers, teils auch Amtmann über alle Einkünfte
laulicht
ein wenig lau
Lehensentpfahung
Lehensempfang, Belehnungsakt
Lehenwahr
bei der Belehnung zu entrichtende Gebühr
liberiren
befreien, freilassen
Losament
Unterkunft, Wohnraum
manquiren
fehlen, mangeln
Tag Mariä Geburt
Gedenktag der Geburt der Gottesmutter Maria (8. September)
Tag Mariä Himmelfahrt
Gedenktag der Aufnahme Mariens in den Himmel (15. August)
Mark
Gewichtseinheit für Gold und Silber
Memorial
Denkschrift, Eingabe, Bittschrift, Gesuch
Memorial
Erinnerungsschrift
Münzregal
Reservatrecht, Geldmünzen zu bestimmen und zu prägen
offendiren
beleidigen, kränken
Offens
Beleidigung, Kränkung
Partey
kleinere Truppenabteilung, meist auf Kundschaft oder zum Einbringen von Geld, Lebensmitteln und Furage entsandt
Partey
Kriegspartei (reguläre Truppenabteilung)
Pension
Gnaden- oder Ruhegehalt
Pension
Kostgeld
Pension
Dienstgeld, Besoldung
peroriren
laut und in weitläufigen Ausführungen eine Rede halten
Pistole
spanische Goldmünze; Doppelescudo (Dublone)
Polizei
Sittenaufsicht
Possessor
Inhaber
praecaviren
verhüten
Primiera
Kartenspiel
procuriren
etwas besorgen, für etwas Sorge tragen
promittiren
versprechen, zusagen
proponiren
vortragen
proponiren
vorstellen
proponiren
vorschlagen
Quartiermeister
für die Beschaffung von Verpflegung und Unterkunft zuständiger Unteroffizier
Refusion
Erstattung der Kosten
Relation
Bericht
remittiren
zugestehen
remittiren
verweisen
remittiren
(Geld oder Wechsel) schicken
remittiren
nachlassen, erlassen
Resarcirung
Erstattung, Ersetzung
resolviren
entschließen, beschließen
Salva Guardia
militärischer Schutz, Schutzwache
Salva Guardia
sicheres Geleit durch Soldaten
Salva Guardia
Schutzbrief für Reisende
Salva Guardia
Schutzbrief gegen weitere Kontributionen und andere Sonderzahlungen
salviren
retten
schliefen
durch eine Öffnung hindurchgleiten
Schmieral
Bestechungsgeschenk oder -geld
Secours
Entsatz, Hilfe
selbdritt
mit noch zwei anderen, zu dritt
selbsechst
mit noch fünf anderen, zu sechst
sint
seit
sollicitiren
etwas gerichtlich betreiben, um Rechtshilfe ersuchen
sollicitiren
ersuchen
Speranz
Hoffnung
Stillstand
Waffenstillstand
Stück
Geschütz
submittiren
unterwerfen
Tractat
Verhandlung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
Treffen
Schlacht
Trommete
Trompete
Ubiquisten
Theologen, welche die Allgegenwart (Ubiquität) der menschlichen Natur Christi behaupteten
übermeistern
durch Überlegenheit überwinden
unlustig
unangenehm, unerfreulich
vaciren
offen sein
vaciren
frei sein
Valor
Geltung
Valor
Wert
verehren
schenken
Victorie
Sieg
visitiren
besuchen
Volk
Truppen
voviren
geloben
welsche Nuss
Walnuss
witzig
viel wissend, viel Verstand besitzend, weise
Zeitung
Nachricht
N. N. Adler (2)

Anm.: Feuerwerker des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647).
Kaiser Jakob von Äthiopien
Kaiser Malak Sagad II. von Äthiopien

gest.: 1606
Anm.: Sohn des Kaisers Sarsa Dengel (Malak Sagad I.) von Äthiopien (1550-1597); 1597-1603 und seit 1604 Kaiser von Äthiopien.
Sophia von Baudissin
Sophia von Ahlefeld
Geburtsname: Sophia von Rantzau

geb.: 1620
gest.: 1697
Anm.: Tochter des Gerhard von Rantzau (1558-1627); 1633-1646 erste Ehe mit Wolf Heinrich von Baudissin (1597-1646); 1650-1670 zweite Ehe mit Cai von Ahlefeld (1591-1670).
Gräfin Maria Eva Elisabeth von Althan(n)
Geburtsname: Gräfin Maria Eva Elisabeth von Sternberg

geb.: 1605
gest.: 1638
Anm.: Tochter des Grafen Adam von Sternberg (gest. 1623); 1627-1636 Ehe mit Graf Michael Adolph von Althan(n) (1574-1636).
Graf Michael Adolph von Althan(n)

geb.: 1574
gest.: 1636
Anm.: Sohn des Christoph von Althan(n) (1529-1589); um 1598/99 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1600 Kommandant der kaiserlichen Leibgarde, später Obrist (1603), Feldmarschall (1607) und Hofkriegsrat; 1608 Landobrist von Österreich ob der Enns; 1618 Mitbegründer des kurzlebigen Ritterordens Ordo Militiae Christianae, dessen deutsch-polnisch-ungarischem Zweig er als Großmeister vorstand; seit 1627 kaiserlicher Kämmerer; 1610 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Fernando Álvarez de Toledo y Pimentel
Duque Fernando de Alba de Tormes
Marqués Fernando de Coria

geb.: 1507
gest.: 1582
Anm.: Sohn des García Álvarez de Toledo y Zúñiga, Marqués de Coria (gest. 1510); spanischer Grande; ab 1510 Marqués de Coria; seit 1531 Duque de Alba; 1532 Befehlshaber spanischer Hilfstruppen gegen die Türken in Ungarn; 1535 Teilnahme an der Eroberung von Tunis; ab 1541 nacheinander Mayordomo Mayor der Könige Karl I. (1500-1558) und Philipp II. von Spanien (1527-1598); Consejero de Estado; 1542 Feldherr gegen die französische Armee bei Perpignan; 1546/47 Kommandeur der spanischen Tercios im Schmalkaldischen Krieg; 1555-1559 spanischer Capitán general in Italien; 1555/56 Gouverneur des Herzogtums Mailand; 1556-1559 Vizekönig von Neapel; 1567-1573 Statthalter und militärischer Oberbefehlshaber in den Spanischen Niederlanden; seit 1580 Vizekönig und Condestable von Portugal; ab 1546 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Giovan Battista Andreini
Lelio

geb.: 1576
gest.: 1654
Anm.: Sohn des Schauspielers, Impresarios und Autoren Francesco Andreini (1548-1624); berühmter Schauspieler, Konduktor und Stückeschreiber; zunächst Mitglied der elterlichen Comedia-dell'Arte-Truppe "Compagnia dei Comici Gelosi"; 1601 Gründung der eigenen Truppe Compagnia dei Comici Fedeli ("I Fedeli"), die große Erfolge in Italien und Frankreich hatte; seit 1605 (in Verbindung mit der konkurrierenden Truppe der "Accesi") Schutz und die Förderung durch die Herzöge von Mantua, Vincenzo (1562-1612), Francesco IV. (1586-1612) und Ferdinando Gonzaga (1587-1626); vgl. Pierre Louis Duchartre: The Italian Comedy. The vImprovisation Scenarios, Lives, Attributes, Portraits and Masks of the Illustrious Characters of the Commedia dell'Arte, New York 1966, S. 94-96; Siro Ferrone: La Commedia dell’Arte. Attrici e attori italiani in Europa (XVI–XVIII secolo), Torino 2014, S. 260-262; Robert Henke: Performance and Literature in the Commedia dell'Arte, Cambridge 2002, S. 210-215; Allardyce Nicoll: World of Harlequin. A Critical Study of the Commedia dell'Arte, Cambridge [u. a.] 1986, 171-175; Roberto Tessari: Commedia dell'Arte: La Maschera e l'Ombra, Milano 1981, S. 6; ders.: La Commedia dell’Arte. Genesi d’una società dello spettacolo, Roma/Bari 2013, S. 58f., 95, 102, 168-170 und 172-178.

Weiterführende Informationen in der DNB
Virginia Andreini (1)
La Florinda
Geburtsname: Virginia Ramponi

geb.: 1583
gest.: 1630/31
Anm.: Erfolgreiche Sängerin; seit 1601 Ehe mit Giovan Battista Andreini, mit dem sie die Schauspieler-Compagnie "I Fedeli" leitete; Künstlername nach dem von ihrem Mann mit Unterstützung der florentinischen Accademia dei Spensieri verfassten Stück "La Florinda", in dem sie lebenslang die Hauptrolle der "donna nobilitata", "inamorata" und "abbandonata" verkörperte; vgl. Siro Ferrone: La Commedia dell'Arte. Attrici e attori italiani in Europa (XVI-XVIII secolo), Torino 2014, S. 306-308; Emily Wilbourne: Seventeenth-Century Opera and the Sound of the Commedia dell’Arte, Chicago/London 2016, passim.
Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.
Fürst Joachim Ernst von Anhalt

geb.: 1536
gest.: 1586
Anm.: Sohn des Fürsten Johann IV. von Anhalt-Zerbst (1504-1551) und Großvater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1562-1570 gemeinsam mit seinem Bruder Bernhard (1540-1570) regierender, seit 1570 alleinregierender Fürst von Anhalt.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Fürstin Anna von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Gräfin Anna von Bentheim-Steinfurt und Tecklenburg

geb.: 1579
gest.: 1624
Anm.: Tochter des Grafen Arnold II. von Bentheim-Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); ab 1595 Ehe mit Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Mutter Christians II.; führte gemeinsam mit ihrer Tochter Eleonora Maria (1600-1657) seit 1617 die "Noble Acaémie des Loyales" oder "Getreue Gesellschaft", eine Gesellschaft hochadliger reformierter Damen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb.: 1604
gest.: 1640
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.
Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg

geb.: 1568
gest.: 1630
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Vater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1582 Reise nach Konstantinopel; 1591/92 Führer eines Expeditionskorps für Heinrich von Navarra; 1592 Übertritt zum reformierten Glauben; 1592/93 Befehl über die protestantischen Truppen im Krieg um das Bistum Straßburg; 1595-1620 oberpfälzischer Statthalter in Amberg und zunehmend Leiter der pfälzischen Politik; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1610 Unionsgeneral im klevisch-jülischen Krieg; 1619/20 Kommandierender der pfälzisch-böhmischen Truppen, nach deren Niederlage in der Schlacht am Weißen Berg durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637) geächtet; Flucht nach Schweden (1621) und Flensburg (1622-24); 1624 Aufhebung der Reichsacht; seit 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sehnliche").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg

geb.: 1599
gest.: 1656
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); Kurzbiographie im Rahmen dieser Edition unter http://www.tagebuch-christian-ii-anhalt.de/index.php?article_id=15.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb.: 1603
gest.: 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg

geb.: 1632
gest.: 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg

geb.: 1608
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1626/27 Gesandtschaften nach Wien und Dresden; ab 1628 kaiserlicher Obrist; seit 1630 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; ab 1631 kursächsischer Obrist, als welcher er in der Schlacht bei Lützen tödlich verwundet wurde; seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlbewahrte").

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürstin Sibylla Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb.: 1602
gest.: 1648
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb.: 1634
gest.: 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb.: 1613
gest.: 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; 1637-1641 hessisch-kasselischer Generalmajor; seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Fürstin Dorothea von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Pfalzgräfin Dorothea von Pfalz-Simmern

geb.: 1581
gest.: 1631
Anm.: Tochter des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Simmern (1543-1592); 1595-1618 Ehe mit Fürst Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618); seit 1619 Witwensitz auf Schloss Sandersleben.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Friedrich Moritz von Anhalt-Dessau

geb.: 1600
gest.: 1610
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Georg Aribert von Anhalt-Dessau

geb.: 1606
gest.: 1643
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1618 gemeinsam mit seinem Bruder Fürst Johann Kasimir (1596-1660) regierender Fürst von Anhalt-Dessau (bis 1625 unter dessen Vormundschaft); 1625-1629 in kaiserlichen Kriegsdiensten; residierte seit 1632 in Wörlitz; ab 1637 morganatische Ehe mit Johanna Elisabeth von Krosigk; seit 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anmutige").

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Johann Georg I. von Anhalt-Dessau

geb.: 1567
gest.: 1618
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1603-1606 Regent des Fürstentums Anhalt (im Namen seiner Brüder); ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Dessau und Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlriechende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau

geb.: 1627
gest.: 1693
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); schwedischer Obrist (1655-1657) und Generalmajor (1658); ab 1658 kurbrandenburgischer General und Statthalter der Kurmark; später auch Geheimer Staats- und Kriegsrat in Berlin sowie Feldmarschall (1670); seit 1660 regierender Fürst von Anhalt-Dessau; ab 1670 Senior des Hauses Anhalt; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefüllte").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb.: 1596
gest.: 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen

geb.: 1579
gest.: 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1596/97 Reise in die Niederlande, England und Frankreich; Studium in Siena (1599/1600) und Florenz (1599-1601); 1600 Aufnahme in die Florentiner Accademia della Crusca ("L'Acceso"); ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Köthen; 1631-1635 schwedischer Statthalter der Stifte Magdeburg und Halberstadt; 1617 Mitbegründer und bis zu seinem Tod erstes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nährende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb.: 1575
gest.: 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Fürst Emanuel von Anhalt-Plötzkau
Fürst Emanuel von Anhalt-Köthen

geb.: 1631
gest.: 1670
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Lebrecht (1622-1669) in Plötzkau; ab 1657 in schwedischen Kriegsdiensten; 1659/60 in dänischer Gefangenschaft; 1662 Teilnahme am venezianischen Feldzug gegen die Türken; 1665-1669 zusammen mit seinem Bruder Lebrecht regierender, seit 1669 alleinregierender Fürst von Anhalt-Köthen; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Strebende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Ernst Gottlieb von Anhalt-Plötzkau

geb.: 1620
gest.: 1654
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1653 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Emanuel (1631-1670) und Lebrecht (1622-1669) in Plötzkau; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Starke").

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
Fürst Lebrecht von Anhalt-Köthen

geb.: 1622
gest.: 1669
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürstin Sibylla von Anhalt-Plötzkau
Geburtsname: Gräfin Sibylla zu Solms-Laubach

geb.: 1590
gest.: 1659
Anm.: Tochter des Grafen Johann Georg zu Solms-Laubach (1547-1600); 1618-1653 Ehe mit Fürst August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653).
Fürst Johann IV. von Anhalt-Zerbst

geb.: 1504
gest.: 1551
Anm.: Sohn des Fürsten Ernst von Anhalt-Zerbst (1451-1516) und Urgroßvater Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1544 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürstin Magdalena von Anhalt-Zerbst
Geburtsname: Gräfin Magdalena von Oldenburg

geb.: 1583
gest.: 1657
Anm.: Tochter des Grafen Johann XVI. von Oldenburg (1540-1603); 1612-1621 Ehe mit Fürst Rudolph von Anhalt-Zerbst (1576-1621).

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Rudolph von Anhalt-Zerbst

geb.: 1576
gest.: 1621
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; seit 1618 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Süße").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Anna

Anm.: Gestalt apokrypher Schriften und der christlichen Tradition; Mutter von Maria und damit Großmutter von Jesus Christus; als Heilige verehrt.

Weiterführende Informationen in der DNB
Marcus Antonius

geb.: 86/83/82 v. Chr.
gest.: 30 v. Chr.
Anm.: Sohn des römischen Konsuls Marcus Antonius Orator (143-87 v. Chr.); Vertrauter von Gaius Iulius Caesar (100-44 v. Chr.); seit 50 v. Chr. römischer Augur; 44 v. Chr. Konsul; 43-32 v. Chr. Triumvir; danach erfolgloser Krieg gegen Octavian (63 v. Chr.-14 n. Chr.).

Weiterführende Informationen in der DNB
Hans Georg von Arnim

geb.: 1583
gest.: 1641
Anm.: Sohn des Bernd von Arnim (1550-1611); 1613-1617 schwedischer Obrist; 1621 Wechsel in polnische Kriegsdienste; kaiserlicher Obrist (1626-1628) und Feldmarschall (1628/29); 1631-1635 kursächsischer Feldmarschall; 1637/38 in schwedischer Gefangenschaft; 1638 erneuter Eintritt in kaiserlich-kursächsische Dienste; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gepriesene").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Matthias Arnoldin von Clarstein

geb.: ca. 1575
gest.: 1649
Anm.: Geboren in Böhmen; Dr. jur.; ab ca. 1605 kaiserlicher Appellationssekretär; seit 1612 Hofkammersekretär; ab 1618 Hofkammerrat; seit 1626 erster Sekretär der Reichskanzlei und Protokollführer des Geheimen Rates; ab 1628 Reichshofrat; nach 1639 schrittweiser Rückzug aus seinen Amtsgeschäften.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Johann August von der Asseburg

geb.: 1611
gest.: 1660
Anm.: Sohn des Christoph Johann von der Asseburg (1580-1651); Erbherr auf Ampfurt und Eggenstedt.
Hans Joachim Aspan von Haag

gest.: 1645
Anm.: Sohn des Landrats Jakob Aspan von Haag (gest. 1610); Herr auf Lichtenhaag, Hartheim und Wimspach.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Maximilian Hermann von Attems

geb.: 1604/07
gest.: 1684
Anm.: Sohn des Hermann von Attems (1564-1611); 1630 Erhebung in den Grafenstand; Kämmerer und Geheimer Rat des Erzherzogs Leopold Wilhelm von Österreich (1614-1662).
Wolf Helmhard Auer von Herrenkirchen

geb.: 1610
gest.: 1660
Anm.: Oberösterreichischer Exulant; seit 1624 Hofjunker des Grafen Friedrich Kasimir von Ortenburg (1591-1658); vor 1634 vorübergehend in Kriegsdiensten.
Georg Ayrmann
Georg Eyermann

geb.: ca. 1575
gest.: 1651
Anm.: Sohn von Georg Ayrmann (gest. vor 1600) aus Bamberg; Nürnberger Kaufmann; ab etwa 1600 Handelsdiener bei der Petzschen Handlung; seit 1602 Nürnberger Bürger; ab 1608 Genannter des Größeren Rats der Reichstadt; ab ca. 1610 mit eigener Handelsgesellschaft mit Hauptsitz in Nürnberg und zweitweise in Leipzig; 1623 Nobilitierung; vgl. Lambert F. Peters: Der Handel Nürnbergs am Anfang des Dreißigjährigen Krieges. Strukturkomponenten, Unternehmen und Unternehmer - eine quantitative Analyse. Stuttgart 1994, S. 213-275.

Weiterführende Informationen in der DNB
Bartholomäus Backofen

Anm.: Geboren in Susteren (Herzogtum Jülich); ab 1611 Medizinstudium in Franeker; Promotion zum Dr. med.; seit 1619 praktizierender Arzt; 1626/27 Hausarzt des Prinzen Christian d. J. von Anhalt.
Markgraf Friedrich V. von Baden-Durlach

geb.: 1594
gest.: 1659
Anm.: Sohn des Markgrafen Georg Friedrich von Baden-Durlach (1573-1638); ab 1622 regierender Markgraf von Baden-Durlach; 1634-1649 abgesetzt und Leben im Exil; seit 1632 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verwandte").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach

geb.: 1573
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Markgrafen Karl II. von Baden-Durlach (1529-1577); ab 1604 regierender Markgraf von Baden-Durlach; Mitglied und General der Protestantischen Union; 1621/22 antikaiserlicher Feldherr; 1622 Abdankung zugunsten seines Sohnes Friedrich V. (1594-1659); 1627 dänischer Generalleutnant; lebte seit 1634 in Straßburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Markgraf Karl von Baden-Durlach

geb.: 1598
gest.: 1625
Anm.: Sohn des Markgrafen Georg Friedrich von Baden-Durlach (1573-1638); 1619 Rittmeister unter seinem Vater im Unionsheer, kurz darauf Ernennung zum Obristen; 1621/22 Teilnahme an den Feldzügen seines Vaters; 1623 Obrist unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); 1625 Kampf für die Franzosen im Veltlin; vgl. Johann Christian Sachs: Einleitung in die Geschichte der Marggravschaft und des marggrävlichen altfürstlichen Hauses Baden, 4. Teil, Karlsruhe 1770, S. 493-498.

Weiterführende Informationen in der DNB
Baglioni, Familie

Anm.: Adelsfamilie aus Perugia.

Weiterführende Informationen in der DNB
Malatesta Baglioni
Bischof Malatesta von Pesaro
Bischof Malatesta von Assisi

geb.: 1581
gest.: 1648
Anm.: Sohn des Gianpaolo Baglioni (1552-1608); 1612-1641 Bischof von Pesaro; 1634-1639 Apostolischer Nuntius am Wiener Kaiserhof; seit 1641 Bischof von Assisi.
Johan Banér

geb.: 1596
gest.: 1641
Anm.: Sohn des Gustaf Axelsson Banér (1547-1600); schwedischer Obrist (1621), Generalmajor (1623), General der Infanterie (1630) sowie Feldmarschall im Nieder- und Obersächsischen Reichskreis (1634); ab 1630 Reichsrat; seit 1634 Oberbefehlsshaber der schwedischen Armee in Deutschland; ab 1638 zugleich Generalgouverneur in Pommern; seit 1633 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Haltende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Carlo Barberini
Duca Carlo di Cesi e Monterotondo

geb.: 1562
gest.: 1630
Anm.: Sohn des Antonio Barberini (gest. 1571) und Bruder von Papst Urban VIII. (1568-1644); ab 1623 Gonfaloniere der Heiligen Römischen Kirche.

Weiterführende Informationen in der DNB
Francesco Barberini
Bischof Francesco von Sabina
Kardinalbischof Francesco von Ostia (e Velletri)

geb.: 1597
gest.: 1679
Anm.: Sohn des Carlo Barberini (1562-1630); Neffe und 1623-1644 Kardinalnepot von Papst Urban VIII. (1568-1644); ab 1633 römischer Großinquisitor; seit 1645 Bischof von Sabina; ab 1666 Kardinalbischof von Ostia (e Velletri).

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Albrecht Friedrich von Barby und Mühlingen

geb.: 1597
gest.: 1641
Anm.: Sohn des Grafen Jost von Barby und Mühlingen (1544-1609); gemeinschaftliche Regierung mit seinem jüngeren Bruder Jost Günther (1598-1651); seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Dienliche").

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Jost Günther von Barby und Mühlingen

geb.: 1598
gest.: 1651
Anm.: Sohn des Grafen Jost von Barby und Mühlingen (1544-1609); bis 1641 gemeinschaftliche Regierung mit seinem älteren Bruder Albrecht Friedrich (1597-1641), danach Vormundschaft über dessen Sohn August Ludwig (1639-1659); seit 1632 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Güldene").

Weiterführende Informationen in der DNB
Wolf Heinrich von Baudissin

geb.: 1597
gest.: 1646
Anm.: Sohn des Christoph von Baudissin (gest. 1618); 1615 venezianischer Leutnant; 1620 Teilnahme an der Schlacht am Weißen Berg als böhmisch-kurpfälzischer Rittmeister; 1626/27 dänischer Reiterobrist; 1627-1633 in schwedischen Kriegsdiensten, ab März 1631 Generalleutnant; 1635/36 kursächsischer Generalleutnant; seit 1641 polnischer Gesandter in Kopenhagen.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Albrecht von Bayern
Landgraf Albrecht von Leuchtenberg

geb.: 1584
gest.: 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1646 Regent der Landgrafschaft Leuchtenberg durch seit 1636 bestehende Lehnsanwartschaft über seine Gemahlin Mechthilde von Leuchtenberg (1588–1634), der Tante des letzten Landgrafen Maximilian Adam (1611-1646); 1651-1654 Kuradministrator von Bayern.

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Albrecht V. von Bayern

geb.: 1528
gest.: 1579
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm IV. von Bayern (1493-1550); ab 1550 regierender Herzog von Bayern; seit 1546 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Ferdinand von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Ferdinand von Köln
Bischof Ferdinand von Lüttich
Bischof Ferdinand von Hildesheim
Bischof Ferdinand von Münster
Bischof Ferdinand von Paderborn

geb.: 1577
gest.: 1650
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1612 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Lüttich, Hildesheim und Münster; seit 1618 auch Bischof von Paderborn.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Ferdinand von Bayern

geb.: 1550
gest.: 1608
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); aus seiner morganatischen Ehe mit Maria von Pettenbeck (1574-1619) ging 1602 die Wittelsbacher-Seitenlinie der Grafen von Wartenberg hervor.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern

geb.: 1636
gest.: 1679
Anm.: Sohn des Kurfürsten Maximilian I. von Bayern (1573-1651); seit 1651 Kurfürst von Bayern (bis 1654 unter der Regentschaft seiner Mutter Maria Anna (1610-1665) und des Kuradministrators Herzog Albrecht von Bayern).

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kurfürstin Maria Anna von Bayern
Herzogin Maria Anna von Bayern
Geburtsname: Erzherzogin Maria Anna von Österreich

geb.: 1610
gest.: 1665
Anm.: Tochter des Erzherzogs Ferdinand II. von (Inner-)Österreich (1578-1637); 1635-1651 Ehe mit Kurfürst Maximilian I. von Bayern (1573-1651).

Weiterführende Informationen in der DNB
Kurfürst Maximilian I. von Bayern
Herzog Maximilian I. von Bayern

geb.: 1573
gest.: 1651
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1597 regierender Herzog von Bayern; Oberhaupt der 1609 gegründeten Katholischen Liga; 1623 Verleihung der (ehemals Pfälzer) Kurwürde durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637), endgültig bestätigt im Westfälischen Frieden; seit 1600 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Wilhelm V. von Bayern

geb.: 1548
gest.: 1626
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht V. von Bayern (1528-1579); 1579-1597 regierender Herzog von Bayern (Abdankung zugunsten seines ältesten Sohnes Maximilian I.); seit 1585 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
N. N. von Bemberg

Anm.: Angehöriger eines nicht ermittelten Adelsgeschlechts.
Thomas Benckendorf

Anm.: 1627 Kammer- und Küchenschreiber, seit 1628 Kammerschreiber und Kammerdiener sowie bis 1647 Sekretär des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1637-1647 auch Amtmann von Bernburg.
Graf Arnold Jobst von Bentheim und Steinfurt

geb.: 1580
gest.: 1643
Anm.: Sohn des Grafen Arnold von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); seit 1606 regierender Graf von Bentheim und Steinfurt.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Konrad Gumprecht von Bentheim-Limburg

geb.: 1585
gest.: 1618
Anm.: Sohn Graf Arnolds IV. von Bentheim-Streinfurt und Tecklenburg (1554-1606); seit 1612 Regent über die Grafschaft Bentheim-Limburg; im Dezember 1616 vermählt mit Johannetta Elisabeth, geb. Gräfin von Nassau-Dillenburg (1593-1654). Mit dem frühen Tod ihres einziges Sohnes Wilhelm erlischt die kurzlebige Nebenlinie Bentheim-Limburg.
Graf Wilhelm von Bentheim-Limburg

geb.: 1617
gest.: 1626
Anm.: Einziger Sohn des Grafen Konrad Gumprecht, der sich im Dezember 1616 mit Johannetta Eilsabeth, geb. Gräfin v. Nassau-Dillenburg (1593-1654), vermählt hatte und schon im März 1618 starb. Mit dem frühen Tod Wilhelms, der im Dezember 1617 geboren war, erlischt die kurzlebige gräfliche Nebenlinie Bentheim-Limburg.
Graf Wilhelm Heinrich von Bentheim-Steinfurt

geb.: 1584
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Grafen Arnold von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); ab 1604 Domherr in Straßburg; 1606-1610 gemeinsam mit seinen älteren Brüdern Adolph (1577-1623) und Arnold Jobst (1580-1643), seit 1610 alleinregierender Graf von Bentheim-Steinfurt; ab 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kräftige").

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Adolph von Bentheim-Tecklenburg

geb.: 1577
gest.: 1623
Anm.: Sohn des Grafen Arnold IV. von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); seit 1606 regierender Graf von Bentheim-Tecklenburg und Herr von Rheda.

Weiterführende Informationen in der DNB
Veit Bernhardt

Anm.: Um 1635 Wiener Kaufmann.
Gabriel Bethlen
Fürst Gabriel von Siebenbürgen

geb.: 1580
gest.: 1629
Anm.: Sohn des ungarischen Reitergenerals Wolfgang Bethlen (gest. 1590); seit 1613 Fürst von Siebenbürgen; 1619-1626 Anführer eines antihabsburgischen Aufstandes im königlichen Ungarn; 1620/21 gewählter König von Ungarn.

Weiterführende Informationen in der DNB
Stephan Bethlen
Fürst Stephan von Siebenbürgen

geb.: 1582
gest.: 1648
Anm.: Sohn des ungarischen Reitergenerals Wolfgang Bethlen (gest. 1590); 1630 für 60 Tage Fürst von Siebenbürgen; 1636 Feldzug gegen seinen Nachfolger Georg Rákóczi (1593-1648) mit türkischer Unterstützung.

Weiterführende Informationen in der DNB
Francesco Biboni

gest.: 1664
Anm.: Florentiner Adliger; seit ca. 1632 polnischer Resident am Wiener Kaiserhof.
Camillo Boccamaggiore di Cropelli

geb.: ca. 1600
gest.: 1650
Anm.: Mundschenk und Vorschneider von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); kaiserlicher Obrist; Vizestallmeister des Erzherzogs Leopold Wilhelm von Österreich (1614-1662).

Weiterführende Informationen in der DNB
König Georg von Böhmen
Georg von Kunstadt und Podiebrad

geb.: 1420
gest.: 1471
Anm.: Sohn des Viktorin von Kunstadt und Podiebrad (1403-1427); seit 1458 König von Böhmen.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Christian Heinrich von Börstel

geb.: 1617
gest.: 1661
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); Erbherr auf Güsten und Ilberstedt; ab 1641 Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) und Hofmeister für dessen Sohn Johann Georg (bis 1648); seit 1657 anhaltischer Gesamtrat und Hofmeister des Fürsten Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlängernde").

Weiterführende Informationen in der DNB
Curt von Börstel

geb.: 1611
gest.: 1645
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); ab 1635 Rat und Hofmeister des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bestreitende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Hans von Börstel

gest.: 1618
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmanns Curt von Börstel (1549-1618); anhaltischer Amtshauptmann von Gernrode, Bernburg und Ballenstedt.
Hans Ernst von Börstel

geb.: ca. 1585/90
gest.: 1644
Anm.: Sohn des anhaltischen Rats Ernst von Börstel (ca. 1560-1623?); zunächst hessisch-kasselischer Rat; 1622 Hofjunker und 1623/24 Hofmeister des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg, danach auch für dessen Bruder Ernst (1608-1632); ab 1632 anhaltisch-bernburgischer Rat und Amtshauptmann von Harzgerode; um 1635 ebenso Hofmeister des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittere").

Weiterführende Informationen in der DNB
Heinrich von Börstel

geb.: 1581
gest.: 1647
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmanns Curt von Börstel (1549-1618); Erbherr auf Güsten, Plötzkau und Ilberstedt; bereits vor 1623 Regierungspräsident, Amtshauptmann und Kammerrat in Bernburg; 1639 Rücktritt vo allen Ämtern, jedoch weiterhin Berater des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Eilende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Gaston de Bourbon
Duc Gaston d' Orléans
Duc Gaston d' Anjou
Duc Gaston d' Alençon
Duc Gaston de Chartres
Duc Gaston de Valois

geb.: 1608
gest.: 1660
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610) und ältester lebender Bruder Ludwigs XIII. (1601-1643); seit 1643 Lieutenant-général du royaume.

Weiterführende Informationen in der DNB
Konrad d. J. von Boyneburg
Konrad d. J. von Bemelberg

geb.: 1578
gest.: 1626
Anm.: Sohn des Konrad d. Ä. von Boyneburg (1552-1618); seit 1602 bayerischer Hofrat; 1604-1606 Hofratspräsident; 1606-1616 Pfleger in Wemding; zuletzt Tiroler Statthalter des Erzherzogs Leopold von Österreich (1586-1632) in Innsbruck.

Weiterführende Informationen in der DNB
Tycho Brahe
Tyge Ottesen Brahe

geb.: 1546
gest.: 1601
Anm.: Sohn des Otte Tygesson Brahe (1518-1571); ab 1559 Studium in Kopenhagen, Leipzig, Wittenberg, Rostock und Basel; danach bedeutender Astronom; ab 1559 Studium in Kopenhagen, Leipzig, Wittenberg, Rostock und Basel; 1576-1597 astronomische Forschungen in den Sternwarten Uraniborg und Stjerneborg auf der Öresundinsel Ven; seit 1599 Hofmathematiker von Kaiser Rudolph II. (1552-1612).

Weiterführende Informationen in der DNB
Markgraf Christian Wilhelm von Brandenburg
Administrator Christian Wilhelm von Magdeburg
Administrator Christian Wilhelm von Halberstadt

geb.: 1587
gest.: 1665
Anm.: Sohn des Kurfürsten Joachim Friedrich von Brandenburg (1546-1608); 1598-1631 Administrator des Erzstifts Magdeburg; ab 1614 auch Koadjutor und 1624-1628 Administrator des Hochstifts Halberstadt; 1626 Generalleutnant des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1631 kaiserlicher Kriegsgefangener; 1632 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1635 finanziell entschädigt durch regelmäßige Einkünfte aus dem Erzstift Magdeburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb.: 1620
gest.: 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg
Herzog Georg Wilhelm in Preußen

geb.: 1595
gest.: 1640
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg (1572-1619); 1614-1619 Statthalter in Jülich-Kleve; ab 1619 Kurfürst von Brandenburg; seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Aufrichtende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Markgraf Johann von Brandenburg

geb.: 1597
gest.: 1627
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg (1525-1598) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Kurfürst Johann Georg von Brandenburg

geb.: 1525
gest.: 1598
Anm.: Sohn des Kurfürsten Joachim II. von Brandenburg (1505-1571); seit 1571 Kurfürst von Brandenburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Markgraf Johann Georg von Brandenburg

geb.: 1598
gest.: 1637
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg (1525-1598) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1627 kaiserlicher und 1632-1634 schwedischer Obrist; 1634/35 in kaiserlicher Gefangenschaft; seit 1634 kaiserlicher Kämmerer.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kurfürst Johann Sigismund von Brandenburg
Herzog Johann Sigismund in Preußen

geb.: 1572
gest.: 1619
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Friedrich von Brandenburg (1546-1608); seit 1608 Kurfürst von Brandenburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Markgraf Sigismund von Brandenburg

geb.: 1592
gest.: 1640
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg (1525-1598) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; kurbrandenburgischer Statthalter in den Grafschaften Mark (1627, 1632, 1636) und im Herzogtum Kleve (1639); ab 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Treffliche").

Weiterführende Informationen in der DNB
Markgraf Albrecht von Brandenburg-Ansbach

geb.: 1620
gest.: 1667
Anm.: Sohn des Markgrafen Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach (1583-1625); seit 1634 regierender Markgraf von Brandenburg-Ansbach (bis 1639 unter Vormundschaft seiner Mutter Sophia).

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Markgraf Friedrich von Brandenburg-Ansbach

geb.: 1616
gest.: 1634
Anm.: Sohn des Markgrafen Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach (1583-1625); seit 1625 regierender Markgraf von Brandenburg-Ansbach unter Vormundschaft seiner Mutter Sophia); 1634 Tod als schwedischer Offizier in der Schlacht bei Nördlingen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Markgraf Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach

geb.: 1583
gest.: 1625
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg (1525-1598) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1603 regierender Markgraf von Brandenburg-Ansbach.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Markgräfin Sophia von Brandenburg-Ansbach
Geburtsname: Herzogin Sophia von Braunschweig-Lüneburg

geb.: 1563
gest.: 1639
Anm.: Tochter des Herzogs Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (1535-1592); 1579-1603 Ehe mit Markgraf Georg Friedrich I. von Brandenburg-Ansbach-Kulmbach (1539-1603); danach Witwensitz in Gifhorn.

Weiterführende Informationen in der DNB
Markgräfin Sophia von Brandenburg-Ansbach
Geburtsname: Gräfin Sophia von Solms-Laubach

geb.: 1594
gest.: 1651
Anm.: Tochter des Grafen Johann Georg I. von Solms-Laubach (1547–1600); 1612-1625 Ehe mit Markgraf Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach (1583-1625); 1625-1639 vormundschaftliche Regentin der Markgrafschaft Brandenburg-Ansbach für ihre Söhne Friedrich (1616-1634) und Albrecht (1620-1667).

Weiterführende Informationen in der DNB
Markgraf Christian von Brandenburg-Bayreuth

geb.: 1581
gest.: 1655
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg (1525-1598) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1603 regierender Markgraf von Brandenburg-Kulmbach/Bayreuth; seit 1627 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vollblühende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Markgraf Erdmann August von Brandenburg-Bayreuth

geb.: 1615
gest.: 1651
Anm.: Sohn des Markgrafen Christian von Brandenburg-Bayreuth (1581-1655).

Weiterführende Informationen in der DNB
Markgraf Johann Georg von Brandenburg-Jägerndorf
Herzog Johann Georg von Jägerndorf
Administrator Johann Georg von Straßburg

geb.: 1577
gest.: 1624
Anm.: Sohn des Kurfürsten Joachim Friedrich von Brandenburg (1546-1608); 1592-1604 Administrator des Hochstifts Straßburg; ab 1606 regierender Herzog von Jägerndorf; 1613 Konversion zum Calvinismus; 1613-1617 kurfürstlicher Statthalter in der Markgrafschaft Brandenburg; seit 1616 Herrenmeister der Ballai Brandenburg des Johanniterordens; 1619/20 General-Feldoberst der schlesischen Stände, die sich der Confoederatio Bohemica angeschlossen hatten; 1621 Verhängung der Reichsacht; danach Teilnahme an den antikaiserlichen Feldzügen des siebenbürgischen Fürsten Gabriel Bethlen (1580-1629).

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Herzog Georg von Braunschweig-Calenberg

geb.: 1582
gest.: 1641
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (1535-1592); 1611/12 dänischer Obrist bzw. Generalwachtmeister; 1619-1624 und 1634 General des Niedersächsischen Reichskreises; 1626-1629 in kaiserlichen Kriegsdiensten; 1630-1635 schwedischer General; ab 1635 regierender Herzog im Fürstentum Calenberg-Göttingen (1636 Hannover als Residenz); seit 1636 Befehlshaber einer kleinen unabhängigen Welfenarmee; ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fangende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog August d. Ä. von Braunschweig-Lüneburg
Administrator August von Ratzeburg

geb.: 1568
gest.: 1636
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (1535-1592); ab 1610 Administrator des Hochstifts Ratzeburg; seit 1633 regierender Herzog in den Fürstentümern Lüneburg und Grubenhagen sowie seit 1635 auch Calenberg-Göttingen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Julius Ernst von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg

geb.: 1571
gest.: 1636
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1533–1598); seit 1598 Regent der Herrschaft Dannenberg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Otto III. von Braunschweig-Lüneburg-Harburg

geb.: 1572
gest.: 1641
Anm.: Sohn des Herzogs Otto II. von Braunschweig-Lüneburg-Harburg (1528-1603); seit 1606 gemeinschaftliche Regierung der Herrschaft Harburg mit seinem älteren Bruder Wilhelm August (1564-1642).

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Wilhelm August von Braunschweig-Lüneburg-Harburg

geb.: 1564
gest.: 1642
Anm.: Sohn des Herzogs Otto II. von Braunschweig-Lüneburg-Harburg (1528-1603); 1603-1606 gemeinschaftliche Regierung der Herrschaft Harburg mit seinem jüngeren Bruder Christoph (1570-1606) und 1606-1641 mit dem jüngsten Bruder Otto III. (1572-1641), ab 1641 Alleinherrschaft.

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzogin Anna Sophia von Braunschweig-Wolfenbüttel
Geburtsname: Markgräfin Anna Sophia von Brandenburg

geb.: 1598
gest.: 1659
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg (1572-1619); 1614-1634 Ehe mit Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1591-1634).

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb.: 1579
gest.: 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1533–1598); Studium in Rostock (1594), Tübingen (1595-1598) und Straßburg (1598); Reisen nach Italien (1598-1600) sowie in die Niederlande, nach England und Frankreich (1602/03); ab 1604 Paragiatsherrschaft in Hitzacker; seit 1635 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel (bis 1643 Residenz in Braunschweig wegen kaiserlicher Besetzung der Festung Wolfenbüttel); Büchersammler (Bestand der ursprünglichen Bibliotheca Selenica, später Bibliotheca Augusta zum Zeitpunkt seines Todes 40.000 Bände); ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Befreiende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Christian d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel
Administrator Christian von Halberstadt
Der tolle Halberstädter

geb.: 1599
gest.: 1626
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1564-1613); 1616-1623 Administrator des Bistums Halberstadt; ab 1621 Söldnerführer in kurpfälzischen und niederländischen, zuletzt in dänischen Diensten; seit 1624 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb.: 1591
gest.: 1634
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1564-1613); ab 1613 regierender Herzog in den Fürstentümern Wolfenbüttel und Calenberg sowie Grubenhagen (bis 1617); seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Dauerhafte").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel
Administrator Heinrich Julius von Halberstadt
Administrator Heinrich Julius von Minden

geb.: 1564
gest.: 1613
Anm.: Sohn des Herzogs Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1528-1589); ab 1578 Administrator des Hochstifts Halberstadt; 1582-1585 Administrator des Hochstifts Minden; seit 1589 regierender Herzog in den Fürstentümern Wolfenbüttel und Calenberg sowie seit 1596 auch in Grubenhagen.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzogin Sophia Elisabeth von Braunschweig-Wolfenbüttel
Geburtsname: Herzogin Sophia Elisabeth von Mecklenburg-Güstrow

geb.: 1613
gest.: 1676
Anm.: Tochter des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); 1635-1666 Ehe mit Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666).

Weiterführende Informationen in der DNB
Friedrich Breuner

geb.: 1542
gest.: 1583
Anm.: Sohn des Philipp Breuner (1498/1500-1556); 1583 kaiserlicher Gesandter in Konstantinopel, wo er starb.
Georg Seifried Breuner

geb.: 1632
gest.: 1675
Anm.: Sohn des Seifried Leonhard Breuner (1596-1667).
(Anna) Johanna Breuner
Geburtsname: (Anna) Johanna von Hollenegg

geb.: 1590
gest.: 1654
Anm.: 1633-1651 Ehe mit Seifried Christoph Breuner (1569-1651).
Philipp Friedrich Breuner

geb.: 1601
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Kaspar Breuner (1530-1616); kaiserlicher Obrist (1625), Generalfeldwachtmeister (1635) und Feldzeugmeister (1637).

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Seifried Breuner

geb.: 1538
gest.: 1594
Anm.: Sohn des Philipp Breuner (1498/1500-1556); 1568-1581 Reichshofrat; Kämmerer von Kaiser Rudolph II. (1552-1612); seit 1587 niederösterreichischer Regimentsrat; 1587-1591 Statthalter von Niederösterreich; später auch Geheimer Rat.

Weiterführende Informationen in der DNB
Seifried Christoph Breuner

geb.: 1569
gest.: 1651
Anm.: Sohn des Seifried Breuner (1538-1594); ab 1597 Hofkammerrat; um 1600 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1618 kaiserlicher Kämmerer; 1619-1623 Hofkammerpräsident; ab 1619 Geheimer Rat; 1620-1626 niederösterreichischer Landmarschall; 1626-1640 Statthalter von Niederösterreich; 1624 Erhebung in den Grafenstand; seit 1639 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Seifried Leonhard Breuner

geb.: 1596
gest.: 1667
Anm.: Sohn des Seifried Christoph Breuner (1569-1651); ab 1619 kaiserlicher Kämmerer; nach 1637 Hofkriegsrat; Geheimer Rat von Kaiser Leopold I.; militärische Laufbahn vom Obristen bis zum Feldzeugmeister.

Weiterführende Informationen in der DNB
Wilhelm von Brincken
Wilhelm von dem Brinck

gest.: 1637
Anm.: Schwedischer Major (1630) und Obristleutnant (1633); kursächsischer Obristleutnant (1635) und Obrist (1636); 1636/37 kaiserlicher Obrist; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Beregnete").
N. N. Bubna

Anm.: Böhmischer Adliger.
Johann Warleych Bubna

geb.: 1570
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Hermann Heinrich Bubna (gest. 1602); zunächst kaiserlicher Obrist; Obristleutnant (1609), Obrist (1611) und Generalwachtmeister (1618) der böhmischen Ständearmee; 1621 Verurteilung zum Tode und Verlust der Güter; danach in dänischen und schwedischen Kriegsdiensten; 1631 schwedischer Generalmajor; 1633 Kontaktperson zwischen Wallenstein (1583-1634) und dem schwedischen Reichskanzler Axel Oxenstierna (1583-1654).
Gaius Iulius Caesar

geb.: 100 v. Chr.
gest.: 44 v. Chr.
Anm.: Römischer Feldherr, Staatsmann und Schriftsteller.

Weiterführende Informationen in der DNB
Wilhelm von Calchum
Wilhelm von Calcheim
Wilhelm von Lohausen

geb.: 1584
gest.: 1640
Anm.: Sohn des Heinrich von Calchum; zunächst Hofjunker in Pfalz-Zweibrücken; ab 1602 in kaiserlichen Kriegsdiensten; 1610 kurbrandenburgischer Leutnant; 1614 Hauptmann unter Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1591-1634); 1615-1620 Kapitän der kurfürstlich-brandenburgischen Leibgarde; 1619 auch Obristleutnant der schlesischen Stände; 1622 Obrist unter Markgraf Johann Georg von Brandenburg-Jägerndorf (1577-1624); 1622-1625 Obrist, Geheimer Rat und Statthalter des Grafen Anthon Günther von Oldenburg (1583-1667); 1625/26 dänischer Kriegsrat, Obrist und Generalkriegskommissar; 1628/29 Obrist der Stadt Bremen; seit 1630 Kriegsrat und Oberst des Herzogs Adolph Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin (1588-1658); 1631-1635 schwedischer Kommandant von Wismar, Generalmajor (Sergeant-Major-General) und Kommandeur der niedersächsischen Armee; 1632-1635 schwedischer Kommandant von Magdeburg; ab 1636 mecklenburgischer Geheimer Rat und Kriegsrat, Obristfeldwachtmeister und Kommandant von Rostock; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Feste").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Francesco Antonio del Carretto
Marchese Francesco Antonio di Grana
Conte Francesco Antonio di Millesimo

geb.: 1590
gest.: 1651
Anm.: Sohn des Prospero del Carretto, Marchese di Grana (1568-1591); ab 1622 kaiserlicher Kämmerer; kaiserlicher Generalfeldzeugmeister (1631) und Feldmarschall (1639); seit 1637 Hofkriegsrat; 1641-1651 kaiserlicher Botschafter in Spanien; ab 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Jacques Clément

geb.: 1567
gest.: 1589
Anm.: Französischer Dominikanermönch, der König Heinrich III. von Frankreich (1551-1589) ermordete.

Weiterführende Informationen in der DNB
Conte Rambaldo di Collalto
Graf Reimbald von Collalto

geb.: 1579
gest.: 1630
Anm.: Sohn des Conte Antonio di Collalto (1548–1619); 1599 Eintritt in kaiserliche Kriegsdienste; 1608 Feldkriegsrat und Obrist; 1621 Kommandeur der rechtsdonauischen Truppen gegen Ungarn; 1624-1630 Hofkriegsratspräsident; 1625 Feldmarschall und 1628 Generalleutnant Wallensteins (1583-1634); ab 1627 Geheimer Rat; 1629 Oberbefehlshaber des oberitalienischen Expeditionsheeres; seit 1629 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Francesco Contarini

geb.: 1554
gest.: 1624
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Bertucci Contarini; Botschafter in Konstantinopel (1602-1604), Rom (1607-1609) und London (1611); ab 1615 Prokurator von San Marco; seit 1623 Doge der Republik Venedig.

Weiterführende Informationen in der DNB
Rudolf Cornelisen

Anm.: Um 1627 Tuchhändler in Harderwijk.
Franz von Cramm

geb.: 1610
gest.: 1661
Anm.: Sohn von Heinrich von Cramm (gest. 1616); um 1636/37 Stallmeister des Herzogs Joachim Ernst von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1595-1671); seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bedeckte").

Weiterführende Informationen in der DNB
Johann Schweikhard von Cronberg
Erzbischof und Kurfürst Johann Schweikhard von Mainz

geb.: 1553
gest.: 1626
Anm.: Sohn des Hartmut von Cronberg (1517-1591); Domizellar in Mainz (1564) und Würzburg (1575); 1577 Domherr, 1582 Domscholaster, 1584 Generalvikar, 1595 Domdekan und 1599 Kämmerer des weltlichen Gerichtes in Mainz; ab 1604 Erzbischof und Kurfürst von Mainz.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Curtio N. N.

Anm.: Um 1635 Bereiter in der Spanischen Hofreitschule zu Wien.
Prinz Christian von Dänemark und Norwegen
Herzog Christian von Schleswig-Holstein

geb.: 1603
gest.: 1647
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648).

Weiterführende Informationen in der DNB
König Christian III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Christian III. von Schleswig-Holstein

geb.: 1503
gest.: 1559
Anm.: Sohn des Königs Friedrich I. von Dänemark und Norwegen (1471-1533); seit 1534 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
König Christian IV. von Dänemark und Norwegen
Herzog Christian IV. von Schleswig-Holstein

geb.: 1577
gest.: 1648
Anm.: Sohn des Königs Friedrich II. von Dänemark und Norwegen (1534-1588); ab 1588 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein (bis 1593 unter Vormundschaft); seit 1603 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
König Friedrich II. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich I. von Schleswig-Holstein

geb.: 1534
gest.: 1588
Anm.: Sohn des Königs Christian III. von Dänemark und Norwegen (1503-1559); ab 1559 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1578 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
König Harald I. (Blauzahn) von Dänemark
König Harald III. (Blauzahn) von Norwegen

geb.: ca. 910
gest.: 987
Anm.: Sohn des dänischen Anführers (Königs?) Gorm der Alte; ab 958 König von Dänemark; seit 970 König von Norwegen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Königin Margaretha I. von Dänemark
Königin Margaretha I. von Norwegen
Königin Margaretha I. von Schweden

geb.: 1353
gest.: 1412
Anm.: Tochter des Königs Waldemar IV. von Dänemark (gest. 1375); 1363-1380 Ehe mit König Håkon VI. von Norwegen (gest. 1380); Regentin von Dänemark (1375-1385) und Norwegen (1380-1385); ab 1387 Königin von Dänemark; seit 1388 Königin von Norwegen; ab 1389 Königin von Schweden.

Weiterführende Informationen in der DNB
Coenraad van Dedem

geb.: 1574
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Zwoller Adligen Gijsbert van Dedem (gest. 1606); Herr auf Bürwinkel und Kalvelo; ab 1605 Schöffe in Harderwijk und mehrfach Bürgermeister; 1618 Aufnahme in die Ritterschaft der Region Veluwe in Gelderland.
Sigmund Konrad Deuerlin von Falkengrund

geb.: 1602
gest.: 1636
Anm.: Sohn des Leipziger Baumeisters Sigmund Deuerlin (1577-1637); zeitweise Bediensteter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Reichard Dieter

geb.: 1587
gest.: 1656
Anm.: Sohn des Havelberger Bürgermeisters Wilhelm Dieter; Jurastudium in Frankfurt/Oder (1604-1607) und Wittenberg (1607-1611); 1611-1619 junger Hofmeister der preußischen Adligen Albrecht und Hans von Rauter; 1620 Teilnehmer einer brandenburgischen Gesandtschaft nach Polen; ca. 1620-1630 Hofmeister des jungen Christoph Finck von Finckenstein (gest. 1660); 1632 erneute Teilnahme an einer Gesandtschaft nach Polen; ab 1640 kurbrandenburgischer geheimer Kammersekretär und Pfennigmeister; seit 1646 kurfürstlicher Rat; ab 1652 Amtskammerrat; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 461f.; Johannes Bergius: Trost der Sterbenden [...], Berlin 1656, S. 37-45.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Franz (Seraph) von Dietrichstein
Bischof Franz (Seraph) von Olmütz

geb.: 1570
gest.: 1636
Anm.: Sohn des Adam von Dietrichstein (1527-1590); Kanonikus in Olmütz (1591) sowie in Breslau und Passau (1593); 1594 Propst von Leitmeritz; 1597 Priester; ab 1599 Kardinal und Bischof von Olmütz; 1607 Präsident des Geheimen Rates; seit 1621 Generalkommissar, Statthalter (Gubernator) und Landeshauptmann in Mähren; 1624 Erhebung in den Fürstenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Maximilian von Dietrichstein
Fürst Maximilian von Dietrichstein

geb.: 1596
gest.: 1655
Anm.: Sohn des Grafen Sigmund von Dietrichstein (1560-1602); ab 1614 erzherzoglicher Kämmerer in Graz; 1622-1637 Obersthofmeister der Kaiserin Eleonora Gonzaga (1598-1655); seit 1651 kaiserlicher Obersthofmeister sowie Mitglied und Präsident des Geheimen Rates; 1629 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1634 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
John Digby
Earl John of Bristol

geb.: 1580
gest.: 1653
Anm.: Sohn des George Digby of Coleshill; englischer Gesandter in Madrid (1611-1614, 1615/16, 1617/18 und 1622-1624) und Wien (1621); während des Bürgerkrieges einer der Führer der gemäßigten Royalisten; ab 1618 Baron und Peer of England; seit 1622 erster Earl of Bristol.

Weiterführende Informationen in der DNB
Giulio Diodati

geb.: 1594
gest.: 1635
Anm.: Kaiserlicher Obristleutnant und Obristfeldquartiermeister (1632), Obrist (1633) und Generalfeldwachtmeister (1634).

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Gerhard von Dönhoff

geb.: 1590
gest.: 1648
Anm.: Sohn des Gerhard von Dönhoff (1554-1598); 1621 Kommandant der deutschen Infanterie-Hilfstruppen in Preußen; 1624/25 Kommandant von Thorn; ab 1629 Berater der polnischen Krone in maritimen Angelegenheiten, seit 1635 Oberaufseher der Flotte; 1633 Erhebung in den Grafenstand; 1642 Kastellan von Danzig; 1643 Woiwode von Pommerellen und Preußen; ebenso Starost von Berent, Skarszew, Lignowsk, Adsel, Fellin, Lucyn, Lignowsk und Marienburg; ab 1645 Hofmarschall der polnischen Königin Luisa Maria (1611-1667); außerdem mehrfach Gesandter des Königs Władysław IV. von Polen (1595-1648).

Weiterführende Informationen in der DNB
David (von) Döring

geb.: 1577
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Zeitzer Landrichters und Ratsherrn Valentin Döring; Studium der Rechtswissenschaft in Leipzig (1593-1598) und Jena (1600-1603); 1603 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Jena; ab 1609 kursächsischer Hof- und Justizrat; seit 1617 Kammerrat; ab 1630 Kammer- und Bergrat; 1630 Nobilitierung und Ernennung zum Hofpfalzgraf; 1634/35 kurfürstlicher Vertreter bei den kaiserlich-sächsischen Friedensverhandlungen in Leitmeritz, Pirna und Prag; 1638 krankheitsbedingter Rückzug von fast allen Ämtern.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Burggraf Achatius von Dohna

geb.: 1581
gest.: 1647
Anm.: Sohn des Achatius von Dohna (1533-1601); seit 1605 Hofmeister des Kurprinzen Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632), anschließend dessen Geheimer Rat und Gesandter; auch kurpfälzischer Amtshauptmann in Waldsassen; 1620 Rückkehr nach Ostpreußen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Burggraf Christoph von Dohna

geb.: 1583
gest.: 1637
Anm.: Sohn des Achatius von Dohna (1533-1601); 1606/07 Pariser Reisebegleiter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630), der ihn anschließend in seine Dienste nimmt; ab 1615 kurpfälzischer Geheimer Rat und Diplomat; 1619 Landvogt in Neuburg; 1620 Oberstkämmerer des Königreichs Böhmen; 1620 Flucht zuerst nach Ostpreußen, 1626 in die Niederlande; seit 1629 Gouverneur des Fürstentums Orange; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Heilende").

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Hans Drake

gest.: 1653
Anm.: Seit 1617 in schwedischen Kriegsdiensten als Obristleutnant (1624-1630) und Obrist (1630-1636); 1633 Statthalter von Kalmar; 1636 Kommandant der Stadt Magdeburg, wegen deren Übergabe er zum Tod verurteilt, aber begnadigt wurde; 1639 erneut Obrist; 1642 Schlosshauptmann auf Nöteborg; 1645-1651 Gouverneur in Narva.
Nero Claudius Drusus

geb.: 38 v. Chr.
gest.: 9 v. Chr.
Anm.: Sohn des Prätors Tiberius Claudius Nero (gest. um 33 v. Chr.) und Bruder des späteren Kaisers Tiberius (42 v. Chr.-37 n. Chr.); ab 15 v. Chr. römischer Feldherr; seit 13 v. Chr. Statthalter der drei gallischen Provinzen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Dschaafer Pascha

gest.: 1635
Anm.: 1634/35 Statthalter von Ofen; vgl. Anton von Gévay: Versuch eines chronologischen Verzeichnisses der türkischen Statthalter von Ofen, in: Der österreichische Geschichtsforscher II (1841), S. 75f.
Fürst Johann Anton von Eggenberg
Herzog Johann Anton von Krumau
Graf Johann Anton von Gradisca

geb.: 1610
gest.: 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Ulrich von Eggenberg (1568-1634); ab 1629 kaiserlicher Kämmerer; seit 1635 Landeshauptmann von Krain, bald darauf auch Mitglied des innerösterreichischen Geheimen Rates; 1638 Gesandter von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) in Rom; 1647 Belehnung mit der reichsunmittelbaren gefürsteten Grafschaft Gradisca; ab 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Johann Ulrich von Eggenberg
Herzog Johann Ulrich von Krumau

geb.: 1568
gest.: 1634
Anm.: Sohn des Protestanten Seifried von Eggenberg (1526-1594); 1597 Mundschenk am Grazer Hof, dort Freundschaft mit dem jungen Erzherzog Ferdinand II. von (Inner-)Österreich (1578-1637); ab 1598 erzherzoglicher Kämmerer; um 1600 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1602 Landeshauptmann von Krain; ab 1603 Geheimer Rat und Präsident der Hofkammer von Innerösterreich; 1615-1619 erzherzoglicher Obersthofmeister und Präsident des innerösterreichischen Geheimen Rates; 1619-1625 kaiserlicher Obersthofmeister und seit 1619 Präsident des Wiener Geheimen Rates; ab 1621 Landeshauptmann der Steiermark; Erhebung in den Freiherren- (1598) und Fürstenstand (1623); seit 1628 Herzog von Krumau; ab 1620 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb.: 1582
gest.: 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550/52-1633/34); 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); bis mindestens 1650 langjähriger Rat und Hofmeister Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

Weiterführende Informationen in der DNB
Königin Henriette Maria von England
Königin Henriette Maria von Irland
Königin Henriette Maria von Schottland
Geburtsname: Dauphine Henriette Maria von Frankreich

geb.: 1609
gest.: 1669
Anm.: Tochter des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); 1625-1649 Ehe mit König Karl I. von England (1600-1649).

Weiterführende Informationen in der DNB
König Jakob I. von England
König Jakob I. von Irland
König Jakob VI. von Schottland

geb.: 1566
gest.: 1625
Anm.: Sohn der Königin Maria I. von Schottland (1542-1587); ab 1567 König von Schottland (bis 1583 unter verschiedenen Regenten); seit 1603 auch König von England und Irland; ab 1590 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Karl I. von England
König Karl I. von Schottland
König Karl I. von Irland

geb.: 1600
gest.: 1649
Anm.: Sohn des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England) (1566-1625); ab 1625 König von England, Schottland und Irland; 1649 durch das Parlament des Hochverrats angeklagt und hingerichtet; seit 1611 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb.: 1630
gest.: 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England (1600-1649); ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB
Burkhard von Erlach

geb.: 1566
gest.: 1640
Anm.: Sohn des Burkhard von Erlach (gest. 1566); ab 1610 Herr auf Altenburg (bei Bernburg); seit 1580 Erziehung am Dessauer Hof gemeinsam mit Prinz Christian d. Ä. von Anhalt (1568-1630), den er anschließend auf seiner Kavalierstour durch Italien, Frankreich, England und Holland begleitete; 1591/92 Teilnahme an dessen Expeditionskorps für Heinrich von Navarra; kurpfälzischer Kammerherr, Gesandter und Landrichter der Oberpfalz; Stallmeister, Hofmeister (ca. 1622/23) und Hofmarschall (1624-1630) Christians I. von Anhalt-Bernburg; ab 1630 Hofmarschall Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gesunde").

Weiterführende Informationen in der DNB
Hendrick d. Ä. van Essen

geb.: 1579
gest.: 1641
Anm.: Sohn des niederländischen Adligen Hendrick van Essen (1539-1599); 1604 Aufnahme in die Ritterschaft von Veluwe; Ratsherr und vermutlich zeitweise auch Bürgermeister von Harderwijk; ab 1607 Rat am Gerichtshof von Gelderland; 1618 Deputierter auf der Synode von Dordrecht; seit 1624 Mitglied der Generalstaaten.
Lucas (Willem) van Essen

geb.: 1577
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Harderwijker Adligen Hendrik van Essen (1539-1599); 1599 Aufnahme in die Ritterschaft von Veluwe; seit 1599 Rentmeister der geistlichen Güter der Veluwe; Befehlshaber der Vereinigten Ostindischen Compagnie.
Graf Nikolaus Esterházy von Galántha

geb.: 1582/83
gest.: 1645
Anm.: Sohn des calvinistischen Magnaten Franz Esterházy von Galántha (1533-1604); Konversion zum katholischen Glauben; ab 1618 Obergespan des Sohler Komitats und Magister curiae regiae (Reichsmarschall); 1619/20 Befehlshaber Kaiser Ferdinands II. (1578-1637) an den Grenzen Ungarns; seit 1622 kaiserlicher Kämmerer; 1622-1625 Kreis-Oberbefehlshaber der Bergstädte; ab 1625 Palatin von Ungarn; 1626 Erhebung in den Grafenstand; 1630 und 1644 Oberbefehlshaber über die kaiserlichen Truppen in Ungarn; seit 1628 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Albert Clodomir Fabriani de Becchetti

gest.: 1644
Anm.: Bereits um 1622 Geheimer Kriegsrat, Kämmerer und Obrist der berittenen Leibgarde des Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1578-1653); seit 1638 pfalz-neuburgischer Landschaftskommissar.
Hieronymus Fabricius ab Aquapendente
Girolamo Fabrici d'Acquapendente

geb.: 1533/37
gest.: 1619
Anm.: Geboren in Acquapendente; 1554-1559 Studium der Medizin in Padua; 1559 Promotion zum Dr. phil. & med.; 1562-1565 Privatlehrer für Anatomie in Padua; 1565-1613 Professor für Chirurgie und Anatomie an der Universität Padua.

Weiterführende Informationen in der DNB
Mario Filonardi
Erzbischof Marius von Avignon

gest.: 1644
Anm.: Sohn des Scipione Filonardi; seit 1624 Erzbischof von Avignon; 1635-1643 apostolischer Nuntius in Polen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Christoph Finck von Finckenstein

geb.: ca. 1609
gest.: 1660
Anm.: Sohn des preußischen Adligen und kurbrandenburgischen Rates Albrecht Finck von Finckenstein (gest. 1629); 1620-1630 Bildungsreise mit seinem Hofmeister Reichard Dieter (1585-1656) durch England, Frankreich und die Niederlande; 1633-1639 Kammerjunker des Kurprinzen Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688), mit dem er 1634-1637 erneut die Niederlande bereiste; kurfürstlicher Kammerjunker (1641-1643) und Kammerherr (seit 1643); zuletzt Amtshauptmann von Neydenburg; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 470f.; Johannes Bergius: Trost der Sterbenden [...], Berlin 1656, S. 40.
Georg Forstenheuser
Georg Fürstenhäuser

geb.: 1584
gest.: 1659
Anm.: Sohn des Johann Forstenheuser (gest. 1606); Kaufmann und Zeitungsvermittler in Nürnberg; auch Bücherrat, Faktor und Agent vieler Fürsten und Herren; zeitweise schwedischer Resident in Nürnberg.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Franz I. von Frankreich

geb.: 1494
gest.: 1547
Anm.: Sohn des Charles de Valois, Comte d’Angoulême (1459-1496); ab 1515 König von Frankreich; seit 1516 Ordensritter vom Goldenen Vlies; ab 1527 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Heinrich II. von Frankreich

geb.: 1519
gest.: 1559
Anm.: Sohn des Königs Franz I. von Frankreich (1494-1547), ab 1546 König von Frankreich; seit 1551 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Heinrich III. von Frankreich
König Heinrich II. von Polen
Großfürst Heinrich von Litauen

geb.: 1551
gest.: 1589
Anm.: Sohn des Königs Heinrich II. von Frankreich (1519-1559); 1573-1574 König von Polen und Großfürst von Litauen; ab 1574 König von Frankreich; seit 1575 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Heinrich IV. von Frankreich
König Heinrich III. von Navarra

geb.: 1553
gest.: 1610
Anm.: Sohn des Antoine de Bourbon, Duc de Vendôme (1518-1562); ab 1572 König von Navarra; seit 1589/94 König von Frankreich; ab 1590 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Ludwig XIII. von Frankreich
König Ludwig II. von Navarra

geb.: 1601
gest.: 1643
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); ab 1610 König von Frankreich und Navarra (bis 1617 unter Regenstschaft seiner Mutter Maria).

Weiterführende Informationen in der DNB
Königin Maria von Frankreich
Königin Maria von Navarra
Geburtsname: Maria de' Medici

geb.: 1575
gest.: 1642
Anm.: Tochter des Francesco I. de' Medici, Granduca di Toscana (1541-1587); 1600-1610 Ehe mit König Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); 1610-1617 Regentin von Frankreich für ihren Sohn Ludwig XIII. (1601-1643).

Weiterführende Informationen in der DNB
Hans Ernst von Freyberg

geb.: 1605
gest.: 1669
Anm.: Sohn des Ernst von Freyberg (1578-1626); Hof- oder Kammerjunker des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); Mitte der 1630er Jahre auch anhaltisch-köthnischer Stallmeister und Kriegskommissar; 1646 Hofmeister in Harzgerode; später anhalt-dessauischer Hofmeister und Wittumsrat sowie Direktor des anhaltischen Stipendienwerks; seit 1627 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ausführende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Gräfin N. N. von Fürstenberg

Anm.: Angehörige des südwestdeutschen Hochadelsgeschlechts.
Graf Matthias Gallas

geb.: 1584
gest.: 1647
Anm.: Sohn des tridentinischen Adligen Pankraz Gallas (1549-1612); zunächst in spanischen, kaiserlichen (1615-1617) und ligistischen Kriegsdiensten; zuletzt kaiserlicher Generalfeldwachtmeister (1629), Feldzeugmeister (1631), Feldmarschall (1632) und Generalleutnant (1633); ab 1631 kaiserlicher Kämmerer; seit 1639 auch Geheimer Rat; Erhebung in den Freiherren- (1627) und Grafenstand (1632).

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Balthasar Galler von Schwanberg

geb.: ca. 1585
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Wilhelm Galler von Schwanberg (1535-1595); seit 1631 kaiserlicher Kämmerer; 1633-1638 Vizestatthalter und Mai-August 1638 Statthalter von Inneröstereich.
Justus (von) Gebhard

geb.: 1588
gest.: 1656
Anm.: Geboren in Kamenz/Oberlausitz; Dr. jur.; 1619-1625 Syndikus in Zittau; 1628 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1628 Reichshofrat; 1635 kaiserlicher Gesandter beim Abschluss des Prager Friedens; seit 1639 Zugangsbevollmächtigung zum Geheimen Rat; 1647 kaiserlicher Sondergesandter bei den Ulmer Waffenstillstandsverhandlungen; 1636 Erhebung in den Ritterstand; vgl. Oswald von Gschließer: Der Reichshofrat. Bedeutung und Verfassung, Schicksal und Besetzung einer obersten Reichsbehörde von 1559 bis 1806, Wien 1942, S. 220f.

Weiterführende Informationen in der DNB
Martin Gebler

geb.: 1588
gest.: 1663
Anm.: Sohn des Eisenacher Apothekers Christian Gebler; Studium in Helmstedt (1607-1609), Wittenberg (1610) und Jena (1612-1615); 1615-1620 Stadtphysikus im böhmischen Neustadt (bzw. Jungbunzlau); 1620 kurzzeitig Leib- und Feldarzt bei Herzog Johann Ernst I. von Sachsen-Weimar (1594-1626); 1620-1624 Feldarzt bei der kaiserlichen Armee, dabei 1623 Behandlung des in der Schlacht bei Stadtlohn verletzten und gefangenen Herzogs Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar (1598-1660); seit 1624 Hofmedikus in Weimar; vgl. Niclas Zapf: Frölige Wiederkunft Der Erlöseten des Herrn [...], Weimar 1665, o. S.

Weiterführende Informationen in der DNB
Wilhelm von Gera zu Arnfels

geb.: 1594
gest.: 1658
Anm.: Sohn des Hans Christoph von Gera zu Arnfels (gest. 1609); 1620 oberösterreichisch-steirischer Exulant, nach 1630 in Mecklenburg; seit 1640 Pfandinhaber des mecklenburgischen Amtes Tempzin.

Weiterführende Informationen in der DNB
Johann Philipp Geuder von Heroldsberg
Johann Philipp Rabensteiner

geb.: 1597
gest.: 1650
Anm.: Sohn des Nürnberger Patriziers und kurpfälzischen Regimentsrats Jakob Geuder von Heroldsberg (1575-1616); zunächst kaiserlicher Leutnant (im Regiment der fränkischen Reichsritterschaft) und Rittmeister; Rat des Kantons Gebürg; Hofmeister und Kanzleidirektor des Grafen Wolfgang Ernst von Löwenstein-Wertheim (1578-1636); zwischen 1631 und 1635 schwedischer Rittmeister und Kriegsrat im Fränkischen Reichskreis, auch Gesandter der fränkischen Reichsritterschaft; 1634/35 Vertreter der Grafen im fränkischen Kreisrat des Heilbronner Bundes; ab 1635 Ritterhauptmann des reichsritterschaftlichen Orts Gebirg; seit 1636 Hofmeister und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1636 außerdem Rat des Markgrafen Christian von Brandenburg-Bayreuth (1581-1655); später Direktor der fränkischen Reichsritterschaft; zuletzt auch Generaldirektor der reichsunmittelbaren Ritterschaftskreise Franken, Schwaben und Rheinstrom; 1636 Ritterschlag durch in Regensburg; ab 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ergänzende").

Weiterführende Informationen in der DNB
N. N. Geyer von Osterburg (2)

Anm.: Niederösterreichischer Adliger; Gemahl der N. N. Geyer von Osterburg (3).
N. N. Geyer von Osterburg (3)

Anm.: Niederösterreichische Adlige; Gemahlin des N. N. Geyer von Osterburg (2).
Hans Ehrenreich Geyer von Osterburg

Anm.: Sohn des Hans Adam Geyer von Osterburg; um 1623 Page des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg; seit 1635 kaiserlicher Kämmerer; 1650 Erhebung in den Freiherrenstand.
N. N. Gonzaga (1)

gest.: 1623
Anm.: Erschossen in Padua durch seinen Bruder N. N. Gonzaga (2).
N. N. Gonzaga (2)

Anm.: Bruder von N. N. Gonzaga (1); um 1623 in Padua.
Annibale Gonzaga di Bozzolo

geb.: 1602
gest.: 1668
Anm.: Sohn des Ferrante Gonzaga (1550-1605), Principe di Bozzolo; ab 1631 kaiserlicher Kämmerer; kaiserlicher Obrist (1634), Generalfeldwachtmeister (1635), Feldzeugmeister (1639) und Feldmarschall (1658); 1640 Kommandant von Wien; 1643 Obrist der Wiener Stadtwache; seit 1654 Geheimer Rat; 1654/55 Oberststallmeister; 1655-1661 Oberstkämmerer; ab 1666 Hofkriegsratspräsident und Obersthofmeister der verwittweten Kaiserin Eleonora Magdalena (1630-1686); seit 1657 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Ferdinando Gonzaga
Duca Ferdinando di Mantova e Monferrato

geb.: 1587
gest.: 1626
Anm.: Sohn des Duca Vincenzo I. di Mantova e Monferrato; 1607-1612 Kardinal; seit 1612 Herzog von Mantua und Montferrat.

Weiterführende Informationen in der DNB
Ferrante Gonzaga di Bozzolo
Marchese Ferrante di Gazzuolo

geb.: 1550
gest.: 1605
Anm.: Sohn des Carlo Gonzaga (1523-1555), Principe di Bozzolo; seit 1555 Marchese die Gazzuolo; kaiserlicher Hauptmann (1581), Obrist (vor 1593) und Generalfeldmarschall (1600).
Maria Franziska Hedwig Gonzaga di Bozzolo
Geburtsname: Herzogin Maria Franziska Hedwig von Sachsen-Lauenburg

geb.: 1597
gest.: 1644
Anm.: Tochter des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); seit 1635 Ehe mit Annibale Gonzaga (1602-1668).
Vincenzo Gonzaga
Duca Vincenzo I. di Mantova e Monferrato

geb.: 1562
gest.: 1612
Anm.: Sohn des Guglielmo Gonzaga, Duca di Mantova e Monferrato (1538-1587); ab 1587 Herzog von Mantua und Montferrat; seit 1589 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Adam Gordon

Anm.: Cousin des Schotten John Gordon (gest. 1649); kaiserlicher Hauptmann und Obristleutnant.
John Gordon

gest.: 1649
Anm.: Cousin des Schotten Adam Gordon; kaiserlicher Hauptmann und Obristwachtmeister (1627), Obristleutnant (1632) und Obrist (1634), der 1634 als Kommandant von Eger seinen Oberbefehlshaber Wallenstein (1583-1634) tötete; seit 1634 kaiserlicher Kämmerer.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Pietro Gradenigo

geb.: 1251
gest.: 1311
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Marco Gradenigo; zunächst mehrmals Galeerenkommandant; bis 1289 Podestà von Capodistria; seit 1289 Doge der Republik Venedig.

Weiterführende Informationen in der DNB
Sebastian von Greiß zu Wald

geb.: 1564
gest.: nach 1623
Anm.: Sohn des Christoph von Greiß (gest. 1576); seit 1598 niederösterreichischer Regimentsrat; nach 1607 Hofkammerrat.
Ulrich d. Ä. Grundherr von Altenthann und Weyherhaus

geb.: 1570
gest.: 1654
Anm.: Sohn des Nürnberger Patriziers Leonhard Grundherr von Altenthann und Weyherhaus (1526-1578); 1607 "junger" und 1620 "alter" Bürgermeister der Reichsstadt Nürnberg; 1638 Stadtsiegelbewahrer; 1642 zweiter Losungsherr; 1653 vorderster Losungsherr und Reichsschultheiß.

Weiterführende Informationen in der DNB
Ulrich d. J. Grundherr von Altenthann und Weyherhaus

geb.: 1608
gest.: 1681
Anm.: Sohn des Nürnberger Patriziers Ulrich d. Ä. Grundherr von Altenthann und Weyherhaus (1570-1654); um 1637 Kammerjunker der Pfalzgräfin Hedwig von Pfalz-Sulzbach (1603-1657); 1638 Genannter und Pfleger von Velden; 1646 Pfleger von Hersbruck; 1656 "junger" und 1670 "alter Bürgermeister", 1677 Septemvir und Vorderster Landpfleger der Reichsstadt Nürnberg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Friedrich Günther

geb.: 1581
gest.: 1655
Anm.: Geboren in Helmstedt; zunächst Rat der Herzogin Anna Sophia von Braunschweig-Wolfenbüttel (1598-1659); ab 1615 Sekretär der deutschen Kanzlei in Kopenhagen; seit 1621 Kammerobersekretär; mehrfach dänischer Gesandter.

Weiterführende Informationen in der DNB
Levin Ludwig (von) Hahn

geb.: 1579
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Cuno Hahn (1540-1590); Gutsherr auf Seeburg; Kammerjunker des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1628 Hauptmann des Stifts Quedlinburg; seit 1626 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Zusammenziehende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Johann Georg Halbritter

geb.: 1591
gest.: 1649
Anm.: Sohn des Tübinger Rechtsprofessors Johann Halbritter (1560-1627); Studium und Promotion zum Dr. jur. (1615) in Tübingen; danach Syndikus in Wimpfen; seit 1622 Ratsherr und Advokat in Regensburg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Halil Pascha

gest.: 1629
Anm.: Geboren in Armenien; 1616-1619 und 1626-1628 Großwesir des Osmanischen Reiches.
Hugo von Hallwil

geb.: 1576
gest.: 1649
Anm.: Sohn des Südtiroler Adligen Hans Thüring von Hallwil (geb. 1550); 1613-1616 Herr auf Trostburg; Oberstkämmerer des Erzherzogs Leopold Wilhelm von Österreich (1614-1662).
James Hamilton
Marquess James of Hamilton
Earl James of Cambridge
Duke James of Hamilton
Marquess James of Clydesdale

geb.: 1606
gest.: 1649
Anm.: Sohn des schottischen Adligen James Hamilton, 2. Marquess of Hamilton (1589-1625); 1625-1643 1. Marquess of Hamilton; ab 1625 2. Earl of Cambridge; seit 1628 Gentleman of the Bedchamber und 1628–1644 Master of the Horse des Königs Karl I. von England (1600-1649); 1631/32 Unterstützung des Königs Gustav II. Adolph von Schweden (1594-1632) mit einer fünf Regimenter starken englisch-schottischen Armee auf dem deutschen Kriegsschauplatz; 1638-1641 Lord Chancellor of Scotland; ab 1643 1. Duke of Hamilton und 1. Marquess of Clydesdale; 1648 Kommandeur eines schottischen Hilfsheeres für die englischen Royalisten, wurde jedoch von Cromwell geschlagen und gefangen; 1649 Enthauptung in London; seit 1630 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Philipp Moritz von Hanau-Münzenberg

geb.: 1605
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Grafen Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg (1576-1612); ab 1612 regierender Graf von Hanau-Münzenberg (bis 1626 unter mütterlicher Vormundschaft); Obrist in kaiserlichen (1629) bzw. schwedischen (1632) Diensten; seit 1627 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Faselnde").

Weiterführende Informationen in der DNB
August von Hanow
Augustin von Hanau

geb.: 1591
gest.: 1661
Anm.: Sohn des pommerischen Adligen und Greifenberger Bürgermeisters Dionysius von Hanow; 1603-1616 Page an thüringischen, pommerischen, dänischen und schleswig-holsteinischen Höfen; ab 1616 in braunschweigischen, kursächsischen, badischen und spanischen Kriegsdiensten; 1618-1631 außerdem Kammerjunker der verwitweten Kurfürstin Hedwig von Sachsen (1581-1641); kursächsischer Rittmeister (1631), Obristwachtmeister (1632), Obristleutnant (1633), Obrist (1635) und Generalwachtmeister (1641); 1642-1644 schwedischer Kriegsgefangener; 1645-1647 Befehlshaber der kursächsischen Reiter in der kaiserlichen Armee; 1647-1651 Militärdienst in Kursachsen, zuletzt erneut als Generalwachtmeister und Obrist von Haus aus (1651); 1655-1660 Oberhauptmann von Thüringen sowie Amtshauptmann von Langensalza, Thamsbrück und Weißensee; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Glänzende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
N. N. (von) Harburg (1)

Anm.: Sohn des N. N. (von) Harburg (2).
N. N. (von) Harburg (2)

Anm.: Vater des N. N. (von) Harburg (1).
Graf Julius von Hardegg

geb.: 1594
gest.: 1684
Anm.: Sohn des Grafen Georg Friedrich von Hardegg (1568-1628); 1630-1636 Inhaber und Obrist eines kaiserlichen Regiments; seit 1633 kaiserlicher Kämmerer.
N. N. van Harderwijk (1)

Anm.: Angehöriger des Harderwijker Adelsgeschlechts.
Harrach, Familie
Grafen von Harrach

Anm.: Österreichisches Adelsgeschlecht.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Gräfin N. N. von Harrach

Anm.: Um 1635 verheiratete Angehörige des österreichischen Adelsgeschlechts.
Ernst Adalbert von Harrach
Erzbischof Ernst Adalbert von Prag
Bischof Ernst Adalbert von Trient

geb.: 1598
gest.: 1667
Anm.: Sohn des Karl von Harrach (1570-1628); ab 1621 Cameriere segreto von Papst Gregor XV. (1554-1623); seit 1623 Erzbischof von Prag; ab 1626 Kardinal; seit 1665 auch Bischof von Trient.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Karl von Harrach

geb.: 1570
gest.: 1628
Anm.: Sohn des Leonhard von Harrach (1542-1597); ab 1595 niederösterreichischer Regimentsrat; seit 1601 Hofkammerrat; kaiserlicher Botschafter an verschiedenen deutschen Höfen (1614-1617), bei der Republik Venedig (1618) und in München (1620); ab 1619 kaiserlicher Kämmerer; Geheimer Rat von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); um 1621 Erhebung in den persönlichen und 1627 in den erblichen Grafenstand; seit 1627 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Leonhard Karl von Harrach

geb.: 1594
gest.: 1645
Anm.: Sohn des Karl von Harrach (1570-1628); 1616-1618 niederösterreichischer Regimentsrat; 1618-1628 Reichshofrat; seit 1619 kaiserlicher Kämmerer; 1631-1637 kaiserlicher Obersthofmarschall; 1627 Erhebung in den Grafenstand.
Franz von Hatzfeldt
Bischof Franz von Würzburg
Bischof Franz von Bamberg

geb.: 1596
gest.: 1642
Anm.: Sohn des kurmainzischen Rates Sebastian von Hatzfeldt (1566-1631); Domherr in Würzburg (1606) und Bamberg (1608); ab 1631 Bischof von Würzburg; seit 1633 Bischof von Bamberg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Jakob Heilbronner
Jakob Heilbrunner

geb.: 1548
gest.: 1618
Anm.: Sohn des lutherischen Theologen Hieronymus Heilbronner (1522–1564); Studium der Theologie in Tübingen; 1577 Promotion zum Dr. theol.; ab 1573 Pfarrer in Wien, Rigersburg (Mähren) und Sitzendorf (Niederösterreich); 1575-1580 Hofprediger in Zweibrücken; 1580/81 Superintendent in Bensheim; 1581-1585 Generalsuperintendent in Amberg; 1588-1615/16 Hofprediger und Kirchenrat in Neuburg an der Donau; seit 1616 Abt von Anhausen; ab 1616 auch Abt und Generalsuperintendent von Bebenhausen; vgl. Maximilian Weigel / Joseph Wopper / Hans Ammon: Ambergisches Pfarrerbuch, Kallmünz 1967, S. 58f., Nr. 374.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Johan van der Hell

geb.: 1587
gest.: 1649
Anm.: Sohn des Harderwijker Ratsherrn (Schöffen) und Bürgermeisters Casijn van der Hell (1557-1601); 1622 Aufnahme in die Ritterschaft von Veluwe; seit 1634 Schöffe und mehrfach Bürgermeister von Harderwijk; vgl. W. J. Baron d'Ablaing van Giessenburg: De Ridderschap van Veluwe of Geschiedenis der Veluwsche Jonkers, 'sGravenhage 1859, S. 254.
François de Hénin

geb.: ca. 1600/01
gest.: 1645
Anm.: Sohn des lothringischen Gouverneurs Étienne de Navier (gest. 1617), der den Namen Hénin angenommen hatte; zunächst in französischen (1617/18), ligistischen und spanischen Kriegsdiensten; 1624 Eintritt in das kaiserliche Regiment des Herzogs Franz Albrecht von Sachsen-Lauenburg, dort später Rittmeister; 1634/35 wegen Verdachts auf Beteiligung an der Verschwörung Wallensteins (1583-1634) verhaftet; danach erneut in kaiserlichen Diensten als Obrist (1643) und Generalleutnant; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Saure").
Graf Adam von Herberstorff

geb.: 1585
gest.: 1629
Anm.: Sohn des Otto von Herberstorff (1551-1601) auf Kalsdorf/Steiermark; Herr auf Teublitz/Oberpfalz; 1610/11 pfälzisch-neuburgischer Pfleger von Beratzhausen; 1612-1614 Landrichter in Sulzbach; ab 1614 Pfleger von Reichertshofen; 1616-1619 Landschaftskommissar des Fürstentums Pfalz-Neuburg; ca. 1616/17 Konversion zum katholischen Glauben; bayerischer Rittmeister (1619), Obrist (1620) und Generalwachtmeister (1622/23); 1620-1628 Statthalter des an Bayern verpfändeten Erzherzogtums Österreich ob der Enns; seit 1628 Landeshauptmann von Oberösterreich; 1623 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Landgraf Georg II. von Hessen-Darmstadt

geb.: 1605
gest.: 1661
Anm.: Sohn des Landgrafen Ludwig V. von Hessen-Darmstadt (1577-1626); seit 1626 regierender Landgraf von Hessen-Darmstadt.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Landgraf Ludwig V. von Hessen-Darmstadt

geb.: 1577
gest.: 1626
Anm.: Sohn des Landgrafen Georg I. von Hessen-Darmstadt (1547-1596); ab 1596 regierender Landgraf von Hessen-Darmstadt; seit 1604 Erbe der halben Landgrafschaft Hessen-Marburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Landgraf Moritz von Hessen-Kassel

geb.: 1572
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Landgrafen Wilhelm IV. von Hessen-Kassel (1532-1592); 1592-1627 regierender Landgraf von Hessen-Kassel, Abdankung auf Drängen der hessischen Landstände zugunsten seines Sohnes Wilhelm V. (1602-1637); seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgenannte").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Landgraf Otto von Hessen-Kassel

geb.: 1594
gest.: 1617
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); seit 1613 Statthalter seines Vaters in Oberhessen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Landgraf Wilhelm V. von Hessen-Kassel

geb.: 1602
gest.: 1637
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); ab 1617 Administrator von Hersfeld; nach der erzwungenen Abdankung seines Vaters seit 1627 regierender Landgraf von Hessen-Kassel; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kitzliche").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Zacharias Hilger

Anm.: Um 1635 Kaufmann in Wien.
Gerhart van Hoeclum

geb.: 1581
gest.: 1647
Anm.: Sohn des Willem van Hoeclum (1545-1595); um 1626 Bürgermeister von Harderwijk.
N. N. von Hövel

Anm.: Aus westfälischem Adelsgeschlecht; um 1626 evtl. in Diensten Fürst Christians II.
Georg Andreas von Hofkirchen

geb.: 1562
gest.: 1623
Anm.: Sohn des Wilhelm von Hofkirchen (1529-1584); 1608 kaiserlicher Obrist; Kämmerer und Hofkriegsrat unter Kaiser Matthias (1557-1619); 1619/20 General-Landobrist der österreichischen Ständetruppen gegen Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); 1620 Ächtung, Enteignung und Emigration.
Graf Georg Friedrich von Hohenlohe-Weikersheim

geb.: 1569
gest.: 1645
Anm.: Sohn des Grafen Wolfgang von Hohenlohe-Neuenstein (1546-1610); kaiserlicher Offizier im Langen Türkenkrieg; ab 1610 regierender Graf von Hohenlohe in Weikersheim; 1618-1620 Generalobristleutnant der böhmischen Aufständischen; 1621-1623 Reichsacht; 1632 schwedischer Generalstatthalter im Schwäbischen Reichskreis; 1633 schwedischer Statthalter von Augsburg; daraufhin bis 1637 erneut geächtet; seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Getreue").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Johann Georg von Hohenzollern-Hechingen
Fürst Johann Georg von Hohenzollern-Hechingen

geb.: 1577
gest.: 1623
Anm.: Sohn des Grafen Eitel Friedrich von Hohenzollern-Hechingen (1545-1605); 1603-1605 Reichskammergerichtspräsident; ab 1605 regierender Graf von Hohenzollern in Hechingen; 1609-1613 Reichshofratsvizepräsident; seit 1613 Reichshofratspräsident; wiederholt Gesandter der Kaiser Rudolph II. (1552-1612), Matthias und Ferdinand II. (1578-1637); ab 1620 kaiserlicher Kämmerer; 1623 Erhebung in den Fürstenstand; seit 1620 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
N. N. Hohmuth

Anm.: Um 1626 Rentmeister von Schüttorf in der Grafschaft Bentheim.
Graf Heinrich Holk

geb.: 1599
gest.: 1633
Anm.: Sohn des dänischen Kriegskommissars und Diplomaten Ditlev Holk (1556-1633); zunächst in dänischen Kriegsdiensten, spätestens ab 1626 als Obrist; kaiserlicher Obrist (1630), Generalfeldwachtmeister (1632), Feldmarschallleutnant (1632) und Feldmarschall (1632); seit 1630 kaiserlicher Kämmerer; 1633 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Jodocus Hondius
Josse de Hondt

geb.: 1563
gest.: 1612
Anm.: Sohn von Olivier de Hondt; ab 1563 Kupferstecherlehre in Gent; 1584 Flucht nach London; seit 1593 Kartograph und Verleger in Amsterdam.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Hosea Prophet

Anm.: Biblische Figur.

Weiterführende Informationen in der DNB
Christian Julius von Hoym

geb.: 1586
gest.: 1656
Anm.: Sohn des anhaltischen Oberpräsidenten und Kammerrats Christoph von Hoym (1534-1605); Herr auf Droyßig und Burgscheidungen; Erbkämmerer des Hochstifts bzw. kurbrandenburgischen Fürstentums Halberstadt; vgl. Gottfried Lobeck: Geistliches Sterbe-Bettlein/ Aus dem güldenen Macht-Spruch Joh. 3. v. 16 [...], o. O. 1656, o. S.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Johann Balthasar von Hoyos

geb.: 1583
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Ludwig Gomez von Hoyos (1551-1606); ab 1619 kaiserlicher Kämmerer; seit 1626 Landmarschall von Niederösterreich; 1628 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Christoph von Hünicke

gest.: nach 1638
Anm.: Sohn des Melchior von Hünicke; Erbherr auf Satzka und Schkopau; bereits um 1596 Domherr und spätestens seit 1619 Domdechant in Magdeburg.
Enno Wilhelm von Innhausen und Knyphausen

geb.: 1586
gest.: 1656
Anm.: Sohn des Wilhelm von Innhausen und Knyphausen (1557-1631); 1612-1615 Hofmeister und Geheimer Rat des Grafen Enno III. von Ostfriesland (1563-1625); ab 1617 Administrator des Kollegiums der ostfriesischen (ritterschaftlichen) Gemeinen Landeskollekten; 1618-1625 Hauptmann bzw. Kommandant der ganzen Garnison von Hamburg; 1625-1627 dänischer Generalquartiermeister; 1627-1643 erneut Kommandant der hamburgischen Garnison (1632 Obristleutnant); bis mindestens 1638 auch Obrist in schwedischen Diensten; zuletzt ostfriesischer Gesandter, u. a. auf dem Friedenskongress in Münster und auf dem Regensburger Reichstag (1653); seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verfolgende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Jesus Christus
Jesus von Nazareth

Anm.: Biblische Figur.

Weiterführende Informationen in der DNB
Hans Helfreich Jörger von Tollet

geb.: 1594
gest.: 1655
Anm.: Sohn des Hans Jörger von Tollet (1558-1627); Herr auf Zäcking; 1620 Ächtung wegen Teilnahme am böhmisch-österreichischen Ständeaufstand.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Herodes I. von Judäa
Gaius Iulius Herodes

geb.: ca. 73 v. Chr.
gest.: 4 v. Chr.
Anm.: Sohn des Antipatros aus Idumäa (gest. 43 v. Chr.); ab 47 v. Chr. römischer Statthalter von Galiläa; seit 37 v. Chr. römischer Klientelkönig in Judäa, Galiläa, Samaria und angrenzenden Gebieten.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kaiser (Römisches Reich) Augustus
Gaius Octavius

geb.: 63 v. Chr.
gest.: 14 n. Chr.
Anm.: Sohn des römischen Politikers Gaius Octavius (gest. 59/58 v. Chr.); als Großneffe und Adoptivsohn des Gaius Iulius Caesar (100-44 v. Chr.) seit 27 v. Chr. erster Kaiser des Römischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand I.
König Ferdinand I. von Böhmen
König Ferdinand I. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand I. von Österreich

geb.: 1503
gest.: 1564
Anm.: Sohn des Herzogs Philipp I. von Burgund (1478–1506), ab 1504 König von Kastilien und León; seit 1521 regierender Erzherzog von Österreich; ab 1526 König von Böhmen und Ungarn; seit 1558 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; ab 1516 Ordensritter vom Goldenen Vlies; seit 1522 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand II.
König Ferdinand II. von Böhmen
König Ferdinand II. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand II. von Österreich

geb.: 1578
gest.: 1637
Anm.: Sohn des Erzherzogs Karl II. von (Inner-)Österreich (1540-1590); ab 1590 regierender Erzherzog der innerösterreichischen Erblande (bis 1596 unter Vormundschaft); 1617-1627 König von Böhmen; 1618-1625 König von Ungarn; seit 1619 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; ab 1596 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. von Österreich

geb.: 1608
gest.: 1657
Anm.: Sohn des Erzherzogs Ferdinand II. von (Inner-)Österreich (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Friedrich I. Barbarossa
Herzog Friedrich III. von Schwaben

geb.: 1122
gest.: 1190
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich II. von Schwaben (1090-1147); 1147-1152 regierender Herzog von Schwaben; ab 1152 römisch-deutscher König; seit 1155 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Friedrich III.
Erzherzog Friedrich V. von Österreich
Herzog Friedrich V. von Kärnten

geb.: 1415
gest.: 1493
Anm.: Sohn des Herzogs Ernst von Österreich (1377-1424); ab 1424 regierender Herzog der Steiermark, von Kärnten und Krain (bis 1435 unter Vormundschaft); seit 1439 regierender Herzog von Österreich; ab 1440 römisch-deutscher König; seit 1452 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; ab 1491 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Heinrich II.
König Heinrich II. von Ostfrankenreich
König Heinrich II. von Italien
Herzog Heinrich IV. von Bayern

geb.: 973
gest.: 1024
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich II. von Bayern (951-995); 995-1004 und 1009-1017 regierender Herzog von Bayern; ab 1002 König des Ostfrankenreiches; seit 1004 König von Italien; ab 1014 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Heinrich IV.
Herzog Heinrich VIII. von Bayern

geb.: 1050
gest.: 1106
Anm.: Sohn von Kaiser Heinrich III. (1016-1056); 1053/54 regierender Herzog von Bayern; 1056–1105 römisch-deutscher König; 1084-1105 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Heinrich V.

geb.: 1081/86
gest.: 1125
Anm.: Sohn von Kaiser Heinrich IV. (1050-1106); ab 1106 römisch-deutscher König; seit 1111 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Karl V.
König Karl I. von Spanien
Erzherzog Karl I. von Österreich
Herzog Karl III. von Luxemburg

geb.: 1500
gest.: 1558
Anm.: Sohn des Herzogs Philipp I. von Burgund (1478–1506), ab 1504 König von Kastilien und León; 1516–1555 Herzog von Luxemburg; 1516–1556 König von Spanien; 1519-1556 römisch-deutscher König; 1519–1521 regierender Erzherzog von Österreich; 1520-1556 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1501 Ritter und 1506-1555 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies; ab 1508 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Römisches Reich) Konstantin I.

gest.: 337
Anm.: Sohn des römischen Kaisers Constantius I. (gest. 306); ab 306 Kaiser des Römischen Reiches (seit 324 als Alleinherrscher).

Weiterführende Informationen in der DNB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ludwig IV.
Herzog Ludwig IV. von Bayern
Pfalzgraf Ludwig III. bei Rhein

geb.: 1281/82
gest.: 1347
Anm.: Sohn von Ludwig dem Strengen, Herzog von Bayern und Pfalzgraf bei Rhein (1229-1294); 1294–1329 regierender Pfalzgraf bei Rhein (bis 1317 mit seinem älteren Bruder Rudolph I.); 1294–1340 regierender Herzog in Oberbayern (bis 1317 mit seinem älteren Bruder Rudolph I.); ab 1340 regierender Herzog von Bayern; seit 1314 römisch-deutscher König; ab 1328 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Matthias
König Matthias II. von Böhmen
König Matthias II. von Ungarn
Erzherzog Matthias von Österreich

geb.: 1557
gest.: 1619
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Maximilian II. (1527-1576); 1593–1608 Statthalter von Niederösterreich; ab 1608 regierender Erzherzog von Österreich; 1608–1618 König von Ungarn; 1611–1617 König von Böhmen; seit 1612 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; ab 1596 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Byzantinisches Reich) Maurikios
Flavius Mauricius Tiberius

geb.: 539
gest.: 602
Anm.: Oströmischer Feldherr und Schwiegersohn des byzantinischen Kaisers Tiberius I. (gest. 582); seit 582 Kaiser des Byzantinischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Maximilian I.
Herzog Maximilian von Burgund
Erzherzog Maximilian I. von Österreich
Herzog Maximilian I. von Luxemburg
Graf Maximilian I. von Tirol

geb.: 1459
gest.: 1519
Anm.: Sohn von Kaiser Friedrich III. (1415-1493); 1477-1482 iure uxoris Herzog von Burgund; 1482–1516 Herzog von Luxemburg; ab 1486 römisch-deutscher König; seit 1493 regierender Erzherzog von Österreich; ab 1508 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1478 Ritter und Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies; ab 1489 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Maximilian II.
König Maximilian von Böhmen
König Maximilian II. von Ungarn
Erzherzog Maximilian II. von Österreich

geb.: 1527
gest.: 1576
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand I. (1503-1564); 1552–1564 Statthalter von Niederösterreich; 1562–1575 König von Böhmen; 1563–1572 König von Ungarn; 1562–1575 römisch-deutscher König; ab 1564 regierender Erzherzog von Österreich; seit 1564 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; ab 1546 Ordensritter vom Goldenen Vlies; seit 1567 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Otto I. (der Große)
König (Ostfrankenreich) Otto I.
König Otto I. von Italien
Herzog Otto II. von Sachsen

geb.: 912
gest.: 973
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich I. von Sachsen (gest. 936); ab 936 Herzog von Sachsen und König des Ostfrankenreiches; seit 951 König von Italien; ab 962 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Rudolph II.
König Rudolph II. von Böhmen
König Rudolph II. von Ungarn
Erzherzog Rudolph V. von Österreich

geb.: 1552
gest.: 1612
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Maximilian II. (1527-1576); 1571–1576 Statthalter von Niederösterreich; 1572–1608 König von Ungarn; 1575–1611 König von Böhmen; 1576–1608 regierender Erzherzog von Österreich; seit 1576 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1578 Ritter des Hosenbandordens; seit 1585 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Römisches Reich) Tiberius
Tiberius Claudius Nero

geb.: 42 v. Chr.
gest.: 37 n. Chr.
Anm.: Sohn des Prätors Tiberius Claudius Nero (gest. um 33 v. Chr.); 4 n. Chr. Adoption durch seinen Stiefvater Kaiser Augustus (63 v. Chr.-14 n. Chr.); seit 14 n. Chr. Kaiser des Römischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kaiser (Römisches Reich) Vespasian
Titus Flavius Vespasianus

geb.: 9
gest.: 79
Anm.: Sohn des römischen Ritters Titus Flavius Sabinus; ab 42 erfolgreiche militärische Karriere; seit 69 Kaiser des Römischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Eleonora
Königin Eleonora von Böhmen
Königin Eleonora von Ungarn
Erzherzogin Eleonora von Österreich
Geburtsname: Eleonora Gonzaga

geb.: 1598
gest.: 1655
Anm.: Tochter des Vincenzo I. Gonzaga, Herzog von Mantua (1562-1612); 1622-1637 Ehe mit Kaiser Ferdinand II. (1578-1637).

Weiterführende Informationen in der DNB
Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Maria Anna
Königin Maria Anna von Böhmen
Königin Maria Anna von Ungarn
Erzherzogin Maria Anna von Österreich
Geburtsname: Infantin Maria Anna von Spanien und Portugal

geb.: 1606
gest.: 1646
Anm.: Tochter des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); seit 1631 Ehe mit Kaiser Ferdinand III. (1608-1657).

Weiterführende Informationen in der DNB
Erhard Kern

Anm.: Waldbürger im oberungarischen Schemnitz (Banská Štiavnica).
Rudolph Kern

Anm.: Sohn des Schemnitzer Waldbürgers Erhard Kern; 1635 Wiener Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Hans Andreas Kessler (von Kessel)

gest.: nach 1641
Anm.: Vermutlich in der Oberpfalz geboren; 1629 kaiserlicher Obristleutnant unter Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632); 1636-1641 kaiserlicher Obrist und Kommandant in Schweinfurt; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Befördernde").
Graf Franz Christoph Khevenhüller von Frankenburg

geb.: 1588
gest.: 1650
Anm.: Sohn des Grafen Bartholomäus Khevenhüller (1539-1613); um 1609 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1614 kaiserlicher Kämmerer; 1617-1631 kaiserlicher Gesandter in Madrid; seit 1621 Geheimer Rat; 1631-1646 Obersthofmeister der Königin bzw. Kaiserin Maria Anna (1606-1646); ab 1623 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Hanns Jakob Khiesel von Kaltenbrunn
Graf Hanns Jakob von Gottschee

geb.: 1565
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Johann Khiesel von Kaltenbrunn (1530-1591); um 1601 Konversion zum katholischen Glauben; Kämmerer und Hofkriegsrat des Erzherzogs Ferdinand II. von (Inner-)Österreich (1578-1637); 1616-1619 kaiserlicher Oberststallmeister; seit 1620 Oberstkämmerer; 1622 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Wenzel Kinsky von Wchinitz und Tettau

geb.: 1572
gest.: 1626
Anm.: Sohn des Johann d. Ä. Kinsky von Wchinitz und Tettau (gest. 1590); ab 1596 Kämmerer und Rat des Königs Matthias von Ungarn; seit 1621 kaiserlicher Kämmerer.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kaspar Ernst von Knoch(e)

geb.: 1582
gest.: 1641
Anm.: Sohn des Kaspar von Knoch (gest. 1588/89); 1597-1602 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); 1606-1632 Amtshauptmann von Harzgerode und Güntersberge; 1632-1636 schwedischer Beamter in den Stiften Magdeburg und Halberstadt; ab 1636 Angehöriger des engeren Ständeausschusses im Fürstentum Anhalt; seit 1639 anhaltisch-dessauischer Geheimer Rat und Hofmarschall sowie Amtshauptmann von Sandersleben und Freckleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ausbreitende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
König (Heiliges Römisches Reich) Albrecht I.
Herzog Albrecht I. von Österreich
Herzog Albrecht I. von Steiermark
Herzog Albrecht I. von Krain

geb.: 1255
gest.: 1308
Anm.: Sohn des späteren römisch-deutschen Königs Rudolph I. (1218-1291); ab 1282 regierender Herzog von Österreich, der Steiermark und von Krain; seit 1298 römisch-deutscher König.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
König (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand IV.
König Ferdinand IV. von Böhmen
König Ferdinand IV. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand IV. von Österreich

geb.: 1633
gest.: 1654
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand III. (1608-1657); ab 1646 König von Böhmen; seit 1647 König von Ungarn; ab 1653 römisch-deutscher König; seit 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
König (Ostfrankenreich) Heinrich I.
Herzog Heinrich I. von Sachsen

geb.: ca. 875
gest.: 936
Anm.: Sohn des Herzogs Otto I. von Sachsen (gest. 912); ab 912 Herzog von Sachsen; seit 919 König des Ostfrankenreiches.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
König (Heiliges Römisches Reich) Rudolph I.
Herzog Rudolph I. von Österreich
Herzog Rudolph I. von Steiermark
Herzog Rudolph I. von Kärnten
Herzog Rudolph I. von Krain
Graf Rudolph IV. von Habsburg

geb.: 1218
gest.: 1291
Anm.: Sohn des Grafen Albrecht IV. von Habsburg (gest. 1239); ab 1240 regierender Graf von Habsburg; seit 1273 römisch-deutscher König; 1276–1286 regierender Herzog von Kärnten und Krain; 1278–1282 regierender Herzog von Österreich und der Steiermark.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Georg von Kötschau

gest.: 1659
Anm.: Sohn des Albrecht von Kötschau (gest. 1612); bis 1635 Hofmeister der Gräfin Anna Sophia von Schwarzburg-Rudolstadt (1584-1652); 1636-1652 Haushofmeister des Herzogs Ernst I. von Sachsen-Gotha (1601-1675); seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Prangende").
Graf Ernst von Kollonitsch

geb.: 1582
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Georg Seifried von Kollonitsch (1537-1599); ab 1619 kaiserlicher Kämmerer; Obrist und seit 1621 Festungskommandant von Komorn (Komárno); 1623 Konversion zum katholischen Glauben; 1637 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Sbigneus Leopold von Kolowrat-Novohradský

geb.: 1594
gest.: 1630
Anm.: Sohn des Johann von Kolowrat-Novohradský (gest. 1613); Kreishauptmann von Leitmeritz.
Ignatius Krafft
Abt Ignatius von Lilienfeld

geb.: 1590
gest.: 1639
Anm.: Sohn des Pankraz Krafft (1555-1616) in Aachen; 1618-1622 Abt des Stiftes Neukloster in Wiener Neustadt; 1622-1638 Abt von Lilienfeld; 1633-1637 Hofkammerpräsident; auch kaiserlicher Geheimer Rat.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Johann Philipp Kratz von Scharffenstein

geb.: 1591
gest.: 1635
Anm.: Sohn des kurtrierischen Rates Anton Kratz von Scharffenstein (gest. 1619); ab 1617 Domherr in Mainz; seit 1619 kaiserlicher Kämmerer; ab 1620 bayerisch-ligistischer Obrist; kaiserlicher Obrist (1624) und Generalfeldwachtmeister (1631); 1632/33 kurbayerischer Generalfeldzeugmeister; 1634 schwedischer Feldmarschall; 1634/35 kaiserlicher Kriegsgefangener; 1635 Enthauptung wegen Hochverrats; 1630 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
(Albrecht) Christoph von Krosigk

geb.: 1576
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Adolph von Krosigk (gest. 1605); anhaltisch-dessauischer Kammerrat, Hofmarschall und Amtshauptmann von Dessau; 1623 Capitain der anhaltischen Landesdefension; 1628 Unterdirektor des anhaltischen Landtages; 1617 Gründungsmitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlbekommende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Johanna Elisabeth von Krosigk

Anm.: Tochter des Dessauer Hofmarschalls (Albrecht) Christoph von Krosigk (1576-1638); 1637-1643 morganatische Ehe mit Fürst Georg Aribert von Anhalt-Dessau (1606-1643).
Graf Georg Adam von Kuefstein

geb.: 1605
gest.: 1656
Anm.: Sohn des Johann Jakob von Kuefstein (1577-1633); kaiserlicher Obrist, Generalmajor und Hofkriegsrat; 1639-1650 Obristleutnant der Wiener Stadtguardia; ab 1646 kaiserlicher Kämmerer; 1654 Erhebung in den Grafenstand; seit 1651 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kunstliebende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Johann Jakob von Kuefstein

geb.: 1577
gest.: 1633
Anm.: Sohn des Johann Georg von Kuefstein (1536-1603); ca. 1619/20 Generalproviantmeister der niederösterreichischen Stände; ab 1620 kaiserlicher Obrist; 1621 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1622 kaiserlicher Kämmerer.

Weiterführende Informationen in der DNB
Antoine de Laage
Antoine de L'Age
Duc Antoine de Puylaurens

geb.: 1602
gest.: 1635
Anm.: Adliger aus dem Languedoc; enger Vertrauter und Favorit des Gaston de Bourbon, Duc d'Orléans (1608-1660); 1634 Erhebung zum Duc de Puylaurens und Pair de France; 1635 Verhaftung wegen seiner Intrigen gegen Kardinal Richelieu.
Wilhelm Lamormaini
Wilhelm Lämmermann
Guillaume Germain de Lamormain

geb.: 1570
gest.: 1648
Anm.: Sohn des Eberhard Germain; ab 1590 Jesuit; 1592-1596 Studium der Theologie in Wien; Professor der Philosophie (1598–1604) und Theologie (1606–1612) an der Jesuitenuniversität Graz; 1613 deren Rektor; 1622-1625 Rektor des Jesuitenkollegs in Wien; 1624-1637 Beichtvater von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); 1639-1643 Rektor des Wiener Jesuitenkollegs; 1643/44 Oberer der österreichischen Jesuitenprovinz.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
N. N. von der Lancken (1)

Anm.: Bruder des N. N. von der Lancken (2).
N. N. von der Lancken (2)

Anm.: Bruder des N. N. von der Lancken (1); um 1636 mecklenburgischer Amtshauptmann von Fürstenberg.
Charles de Latfeur

geb.: ca. 1572
gest.: 1650
Anm.: Sohn von Jean de Latfeur (gest. 1597) aus Antwerpen; Kaufmann und Bankier in Amsterdam; um 1626 Tätigkeit für die Fürsten von Anhalt.
Kaspar Lauer

Anm.: Schwiegervater des Wiener Hofjuweliers Jakob Michael; um 1636/37 Münzmeister in Nürnberg.
Friedrich Lebzelter

geb.: 1565
gest.: 1640
Anm.: Augsburger Bürger und Handelsmann; kursächsischer Kammerdiener, Agent und Gesandter, u. a. in Prag (1618-1620), Wien und Hamburg (1632-1634).
Constantin L'Empereur van Oppyck

geb.: 1591
gest.: 1648
Anm.: Sohn des aus Brabant geflüchteten Antonius Cäsar; 1607 Artesstudium in Leiden; 1614 Theologiestudium in Franeker; 1617 Doktorpromotion; ab 1619 Professor der Theologie und hebräischen Sprache sowie Bibliothekar des Gymnasiums von Harderwijk; seit Ende 1627 Professor für Hebräisch und Chaldäisch, 1646 für Theologie an der Universität Leiden; 1639 Rat des Johann Moritz von Nassau-Siegen (1604-1679).

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Johann von Leubelfing

geb.: 1578
gest.: 1648
Anm.: Sohn des Seifried von Leubelfing; seit 1620 Obrist der Nürnberger Stadtgarde (noch 1634); um 1637 in brandenburgisch-ansbachischen Diensten.
Landgraf Maximilian Adam von Leuchtenberg

geb.: 1611
gest.: 1646
Anm.: Sohn des Landgrafen Wilhelm von Leuchtenberg (1586-1634); ab 1634 regierender Landgraf von Leuchtenberg; seit 1641 kaiserlicher Kommandant von Nördlingen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Emir Fachr-ad-Din II. von Libanon

geb.: 1572
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Emirs Qorqmaz ibn Ma'n von Libanon (gest. 1585); 1593-1613 und 1618-1633 regierender Emir der Drusen (1613-1618 Exil in Europa); 1633-1635 Inhaftierung in Konstantinopel; 1635 Hinrichtung.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Gundaker von Liechtenstein

geb.: 1580
gest.: 1658
Anm.: Sohn des Hartmann von Liechtenstein (1544-1585); ab 1599 kaiserlicher Kämmerer; 1602 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1606 Hofkammerrat; 1615/16 und 1619-1623 Hofkammerpräsident; ab 1621 Geheimer Rat; 1624-1626 Obersthofmeister; 1623 Erhebung in den Fürstenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Karl von Liechtenstein
Herzog Karl von Troppau-Jägerndorf

geb.: 1569
gest.: 1627
Anm.: Sohn des Hartmann von Liechtenstein (1544-1585); 1599 Konversion zum katholischen Glauben; 1604-1606 Landeshauptmann von Mähren; 1606/07 kaiserlicher Obersthofmeister; 1608 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1614 Herzog von Troppau; 1620 Generalbevollmächtigter von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); seit 1622 Statthalter und Vizekönig von Böhmen, Herzog von Jägerndorf und Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Fürst Karl Eusebius von Liechtenstein

geb.: 1611
gest.: 1684
Anm.: Sohn des Karl von Liechtenstein (1569-1627); ab 1627 Fürst und Oberhaupt der Familie (bis 1632 unter Vormundschaft seines Onkels Maximilian); 1639-1641 Oberlandeshauptmann von Schlesien.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Maximilian von Liechtenstein

geb.: 1578
gest.: 1645
Anm.: Sohn des Hartmann von Liechtenstein (1544-1585); 1600 Konversion zum katholischen Glauben; 1601/02 Reichshofrat; kaiserlicher Feldzeugmeister (1608/1620) und Generalfeldwachtmeister (1619); 1613-1615 Oberststallmeister von Kaiser Matthias (1557-1619); ab 1619 kaiserlicher Kämmerer; seit 1638 Kommandeur der ungarischen Grenzfestung Raab; 1623 Erhebung in den Fürstenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Axel Gustafsson Lillie
Graf Axel von Lillieborg

geb.: 1603
gest.: 1662
Anm.: Sohn des Gustaf Axelsson Lillie (gest. 1605); 1619 Page des Königs Gustav II. Adolph von Schweden; schwedischer Leutnant (1626), Obrist (1630), Generalmajor (1635), General (1654) und Feldmarschall (1657); ab 1638 Vizegouverneur in Vorpommern und Kommandant von Stralsund; 1641-1648 Vizegouverneur von ganz Pommern; zugleich 1642-1648 Gouverneur des Meißnischen Estats und Oberkommandant von Leipzig; seit 1648 Reichsrat; ab 1651 Kriegsrat; seit 1652 Kammerrat; 1652-1661 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1655/56 Gouverneur von Halland; ab 1661 Generalgouverneur von Livland; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand; seit 1652 Graf von Lillieborg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Karl von Limbach

gest.: 1638
Anm.: Um 1637 kaiserlicher Obrist.
Georg Lippay
Bischof Georg von Veszprém
Bischof Georg von Erlau
Erzbischof Georg von Gran

geb.: 1600
gest.: 1666
Anm.: Sohn des Johann Lippay (gest. 1616); 1633-1637 Bischof von Veszprém; ab 1635 Reichskanzler von Ungarn; kaiserlicher Geheimer Rat; 1637-1642 Bischof von Erlau (Eger); seit 1642 Erzbischof von Gran (Esztergom).

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Simon VII. zur Lippe-Detmold

geb.: 1587
gest.: 1627
Anm.: Sohn des Grafen Simon VI. zur Lippe (1554-1613); ab 1613 regierender Graf zur Lippe-Detmold; seit 1626 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Lange").

Weiterführende Informationen in der DNB
Katharina Benigna Popel von Lobkowitz

geb.: 1594
gest.: 1653
Anm.: Tochter des Adam Havel Popel von Lobkowitz (1557-1605); 1608-1647 Ehe mit Wilhelm Popel von Lobkowitz (1575-1647).
Fürst Sidonius Albrecht von Lobkowitz
Sidonius Albrecht Popel von Lobkowitz

geb.: 1568
gest.: 1628
Anm.: Sohn des Ladislaus Popel von Lobkowitz (1501-1584); 1591-1599 Reichshofrat; 1599-1619 und ab 1620 böhmischer Oberstkanzler; seit 1619 kaiserlicher Kämmerer; 1624 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1620 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Wenzel Eusebius von Lobkowitz
Herzog Wenzel Eusebius von Schlesien-Sagan

geb.: 1609
gest.: 1677
Anm.: Sohn des Sidonius Albrecht Popel von Lobkowitz (1568-1628); ab 1628 Fürst; kaiserlicher Obrist (1631), Generalfeldwachtmeister (1636) und Feldmarschall (1647); seit 1627 kaiserlicher Kämmerer; ab 1646 Herzog von Schlesien-Sagan; seit 1647 Geheimer Rat; 1650-1665 Hofkriegsratspräsident; 1665-1674 Obersthofmeister; ab 1670 erster Minister von Kaiser Leopold I.; seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Ludwig von Lodron

geb.: 1484
gest.: 1537
Anm.: Sohn des Grafen Paris von Lodron (1453-1505); ab 1515 in kaiserlichen Kriegsdiensten als Feldobrist (1524) gegen Franzosen und Türken; 1528/29 in französischer Kriegsgefangenschaft.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Paris von Lodron
Erzbischof Paris von Salzburg

geb.: 1586
gest.: 1653
Anm.: Sohn des Grafen Niklas von Lodron (1549-1621); Domherr in Trient (1605) und Salzburg (1606); 1616-1619 Salzburger Dompropst und Präsident der erzbischöflichen Hofkammer; seit 1619 Erzbischof von Salzburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Hans Christoph Löbl von Greinburg

geb.: 1587
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Hans Bernhard Löbl von Greinburg (gest. 1609); ab 1619 kaiserlicher Kämmerer; kaiserlicher Obrist (1620) und Generalwachtmeister (1626); seit 1629 Obrist der Stadtguardia und Stadtkommandant von Wien; ab 1637 Hofkriegsrat.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Michael (von) Loefen

geb.: ca. 1550
gest.: 1620
Anm.: Exulant aus Trier; Dr. jur.; ab 1592 kurpfälzischer Rat in Heidelberg; Vertrauter des Amberger Statthalters Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630), mit dem er sich seit 1604 an einem Bergwerksunternehmen im Fichtelgebirge beteiligte; 1604 Nobilitierung.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Johann Löw d. Ä.

geb.: 1575
gest.: 1645?
Anm.: 1604-1645 anhaltischer Agent beim Reichshofrat in Wien; Tätigkeit in derselben Funktion für weitere lutherische und reformierte Reichsfürsten und -grafen (u. a. Pfalz-Sulzbach, Hanau-Münzenberg bzw. -Lichtenberg, Hohenlohe-Neuenstein, Castell, Bentheim-Tecklenburg, Nassau-Dillenburg, Erzstift Bremen) sowie für den König von Dänemark.
Graf Georg Ludwig von Löwenstein-Scharfeneck

geb.: 1587
gest.: 1633
Anm.: Sohn des Grafen Wolfgang II. von Löwenstein-Scharfeneck (1555-1596); zunächst in holländischen, ab 1617 in venezianischen Kriegsdiensten; 1622/23 Offizier unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); 1622 Reichsacht und Verlust der Herrschaft Scharfeneck; seit 1631 schwedischer Obrist und Kommandant von Erfurt.

Weiterführende Informationen in der DNB
N. N. von Logau

Anm.: Um 1635 Bediensteter des Herzogs Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg (1586-1665).
Charles-Bonaventure de Longueval
Comte Charles-Bonaventure de Buquoy

geb.: 1571
gest.: 1621
Anm.: Sohn des Maximilien de Longueval, Baron de Vaux, ab 1580 Comte de Buquoy (1537-1581); spanischer Obrist (1597), Generalwachtmeister (1600) und Generalfeldzeugmeister (1602) in den Niederlanden; seit 1606 königlicher Kriegsrat; ab 1613 Grand-bailli der Grafschaft Hennegau; kaiserlicher Oberst-Feldgeneral (1614), Feldmarschall (1618), Generaloberstleutnant (1619) und Generaloberst der Kavallerie (1620); seit 1620 kaiserlicher Kämmerer; ab 1613 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Georg Achaz von Losenstein

geb.: 1597
gest.: 1653
Anm.: Sohn des Wolfgang Sigmund von Losenstein (1567-1626); 1623 Erhebung in den Grafenstand; ab 1624 kaiserlicher Kämmerer; 1637-1651 Oberstfalkenmeister; 1642–1651 Landmarschall von Niederösterreich; seit 1651 Oberststallmeister; 1653 Geheimer Rat und Ordensritter vom Goldenen Vlies.
Gräfin Maria Anna Franziska von Losenstein
Geburtsname: Gräfin Maria Anna Franziska von Mansfeld-Vorderort

geb.: 1600/10
gest.: 1658
Anm.: Tochter des Grafen Bruno von Mansfeld-Vorderort (1576-1644); 1627-1653 Ehe mit Graf Georg Achaz von Losenstein (1597-1653).
Graf Wolfgang Sigmund von Losenstein

geb.: 1567
gest.: 1626
Anm.: Sohn des Dietmar von Losenstein (gest. 1577); ab 1612 Obersthofmarschall; seit 1619 kaiserlicher Kämmerer; 1621 Konversion zum katholischen Glauben; 1623 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Peter von Losy

gest.: nach 1640
Anm.: Kaiserlicher Rittmeister (1624) und Kroaten-Obrist (1630); 1635 wegen Beteiligung an Wallensteins "Verschwörung" zum Tode verurteilt, jedoch begnadigt.
Herzog Karl III. von Lothringen

geb.: 1543
gest.: 1608
Anm.: Sohn des Herzogs Franz I. von Lothringen (1517-1545); seit 1545 Herzog von Lothringen (bis 1559 unter Vormundschaft).

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Karl IV. von Lothringen

geb.: 1604
gest.: 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen (1572-1632); 1625-1634 und seit 1661 Herzog von Lothringen; 1634 vorübergehende Abdankung zu Gunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670).

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Herzog Nikolaus II. Franz von Lothringen
Bischof Nikolaus Franz von Toul

geb.: 1609
gest.: 1670
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen (1572-1632); 1624-1634 Bischof von Toul; 1626-1634 Kardinal; 1634 Herzog von Lothringen anstelle seines Bruders Karl IV. (1604-1675), noch im gleichen Jahr Flucht und anschließend Leben im Exil; 1648 Rückkehr in den geistlichen Stand.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Christoph Ludwig

geb.: 1567
gest.: 1636
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgermeisters Daniel Ludwig; 1597-1599 Rektor in Bernburg; 1599-1602 Diakon an der Schlosskirche und seit 1602 Diakon an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 341.
Albrecht von Lüchau

geb.: 1572
gest.: 1655
Anm.: Vor 1636 brandenburgisch-bayreuthischer Oberstallmeister; Amtmann von Bayreuth.
Joachim von Lützow

Anm.: Um 1635 Rittmeister.
Graf Johann Kasimir von Lynar

geb.: 1569
gest.: 1619
Anm.: Sohn des Grafen Rochus Quirinus von Lynar (1525-1596); 1596-1598 Oberhauptmann von Spandau; 1603-1611 brandenburgisch-kulmbachischer Geheimer Rat und Oberkammerrat; danach kurbrandenburgischer Geheimer Rat und Oberkammerpräsident; vgl. Joachim Nisaeus: Iusta Funebria, Oder Christliche Ehrenpredigt/ Bey und uber der Trawrigen Leichfahrt [...], Berlin 1619, o. S.

Weiterführende Informationen in der DNB
Francesco de Magni
Graf Franz von Magnis

geb.: 1598
gest.: 1652
Anm.: Sohn des kaiserlichen Geheimen Rates Constantin de Magni (1539-1606); ab 1620 in kaiserlichen Kriegsdiensten als Obrist (1622) und Feldmarschalleutnant (1644); seit 1637 Hofkriegsrat; 1640/41 Landeshauptmann von Mähren; 1646-1649 Landeshauptmann des Fürstentums Oppeln-Ratibor; ab 1649 Oberstlandrichter für Mähren; Erhebung in den Freiherren- (1622) und Grafenstand (1629).

Weiterführende Informationen in der DNB
König Alexander III. (der Große) von Makedonien

geb.: 356 v. Chr.
gest.: 323 v. Chr.
Anm.: Sohn des Königs Philipp II. von Makedonien (gest. 336 v. Chr.); seit 336 v. Chr. König von Makedonien; bedeutender antiker Feldherr und Eroberer.

Weiterführende Informationen in der DNB
Francesco Makob

Anm.: Um 1623 ein Apotheker in Padua.
Manrique de Lara, Familie

Anm.: Spanisches Hochadelsgeschlecht.
Graf Christoph Heinrich von Mansfeld-Hinterort

geb.: 1628
gest.: 1637
Anm.: Sohn des Grafen Ernst Ludwig von Mansfeld-Hinterort (1605-1632).

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Ernst Ludwig von Mansfeld-Hinterort

geb.: 1605
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Grafen Friedrich Christoph von Mansfeld-Hinterort (1564-1631); schwedischer Obristwachtmeister (1622) und Rittmeister (1631).

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Bruno von Mansfeld-Vorderort

geb.: 1576
gest.: 1644
Anm.: Sohn des Grafen Bruno von Mansfeld-Vorderort (1545-1615); um 1600 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1603 kaiserlicher Kriegsrat; seit 1607 Kämmerer des Erzherzogs Matthias von Österreich; 1615-1619 kaiserlicher Trabantenhauptmann; 1620-1637 Oberstjägermeister und Oberststallmeister von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1637 kaiserlicher Kämmerer.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Gräfin Maria von Mansfeld-Vorderort
Maria von Pernstein
Geburtsname: Maria Manrique de Lara y Mendoza

geb.: ca. 1570
gest.: 1636
Anm.: Tochter des Juan Manrique de Lara y Mendoza (1536-1593); 1587-1597 erste Ehe mit Johann von Pernstein (1561-1597); seit 1608 zweite Ehe mit Graf Bruno von Mansfeld-Vorderort (1576-1644).
Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort

geb.: 1580
gest.: 1626
Anm.: Unehelicher Sohn des Grafen Peter Ernst I. von Mansfeld-Vorderort (1517-1604); 1594/95 und 1603 Teilnahme am Langen Türkenkrieg; 1604-1606 spanischer Offizier in den Niederlanden; 1609 in kaiserlichen Kriegsdiensten; 1610 Übertritt zur Protestantischen Union; 1617-1620 General der böhmischen Ständearmee; danach Heerführer des geächteten Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) und einer der bedeutendsten Condottiere gegen die Habsburger und deren Verbündete.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Wolfgang von Mansfeld-Vorderort

geb.: 1575
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Grafen Bruno von Mansfeld-Vorderort (1545-1615); kaiserlicher Hauptmann (1602), Obristwachtmeister (1605) und Obrist (1607); 1610 kursächsischer Obrist und Oberhauptmann des Vogtländischen Kreises; 1612 Obrist und Statthalter des Landgrafen Ludwig V. von Hessen-Darmstadt (1577-1626); 1614 kaiserlicher Obrist; 1620-1623 kursächsischer Generalleutnant; ab 1623 Kommandant der ungarischen Festung Raab; seit 1624 endgültig in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Feldmarschall (1632); spätestens 1627 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1627 kaiserlicher Kämmerer; 1630/31 Statthalter der Stifte Magdeburg und Halberstadt; seit 1637 Geheimer Rat.

Weiterführende Informationen in der DNB
N. N. von Manteuffel (2)

gest.: 1635
Anm.: Obrist, der angeblich im Duell durch den kursächsischen Generalmajor Herzog Franz Karl von Sachsen-Lauenburg (1594-1660) getötet wurde.
Eberhard von Manteuffel (Szoege)

geb.: 1590
gest.: 1637
Anm.: Sohn des polnischen Obristen Evert von Manteuffel (gest. 1614); zunächst polnischer Fähnrich, dann kaiserlicher Hauptmann, Obristleutnant (1631) und Obrist (1634); ab 1634 kaiserlicher Kämmerer; 1636 Erhebung in den Freiherrenstand; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Saurliche").

Weiterführende Informationen in der DNB
Maria

Anm.: Laut Neuem Testament Mutter von Jesus Christus; als "Muttergottes" bzw. "Gottesgebärerin" verehrt.

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzogin Anna Sophia von Mecklenburg

geb.: 1591
gest.: 1648
Anm.: Blinde Tochter des Herzogs Johann VII. von Mecklenburg (1558-1592).

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzogin Eleonora Maria von Mecklenburg-Güstrow
Geburtsname: Fürstin Eleonora Maria von Anhalt-Bernburg

geb.: 1600
gest.: 1657
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1626-1636 Ehe mit Herzog Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636).

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Gustav Adolph von Mecklenburg-Güstrow
Administrator Gustav Adolph von Ratzeburg

geb.: 1633
gest.: 1695
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636) und Neffe Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1636-1648 Administrator des Stifts Ratzeburg; ab 1654 regierender Herzog von Mecklenburg-Güstrow; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefällige").

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow

geb.: 1590
gest.: 1636
Anm.: Sohn des Herzogs Johann VII. von Mecklenburg (1558-1592); 1610-1621 gemeinsam mit seinem Bruder Adolph Friedrich (1588-1658) regierender Herzog von Mecklenburg; 1621-1628 und ab 1631 alleinregierender Herzog von Mecklenburg-Güstrow (1628-1631 Ersetzung durch Wallenstein); seit 1628 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vollkommene").

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Adolph Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin
Administrator Adolph Friedrich von Schwerin

geb.: 1588
gest.: 1658
Anm.: Sohn des Herzogs Johann VII. von Mecklenburg (1558-1592); 1592-1610 regierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin (bis 1608 unter Vormundschaft); 1610-1621 gemeinsam mit seinem Bruder Johann Albrecht II. (1590-1636) regierender Herzog von Mecklenburg; 1621-1628 und ab 1631 alleinregierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin (1628-1631 Ersetzung durch Wallenstein); 1634-1648 Administrator von Schwerin; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Herrliche").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
N. N. de' Medici (1)
Granduca N. N. di Toscana

Anm.: Bruder des N. N. de' Medici (2).
N. N. de' Medici (2)

Anm.: Bruder eines namentlich nicht genannten Großherzogs der Toskana; sein Koch soll im Erzherzogtum Österreich einen kleineren Stadtbrand verursacht haben.
Ferdinando II. de' Medici
Granduca Ferdinando II. di Toscana

geb.: 1610
gest.: 1670
Anm.: Sohn des Cosimo II. de' Medici, Granduca di Toscana (1590-1621); seit 1621 Granduca di Toscana (bis 1628 unter Vormundschaft).

Weiterführende Informationen in der DNB
Vittoria de' Medici
Granduchessa Vittoria di Toscana
Geburtsname: Vittoria della Rovere

geb.: 1622
gest.: 1694
Anm.: Tochter des Federico Ubaldo della Rovere (1605-1623); 1634-1670 Ehe mit Ferdinando II. de' Medici, Granduca di Toscana (1610-1670).

Weiterführende Informationen in der DNB
Ellardus van Mehen

geb.: 1570
gest.: 1639
Anm.: Sohn des Gerrit van Mehen aus Harderwijk; 1594/95 Theologiestudium in Leiden; ab 1598 Pfarrer in Harderwijk; 1600/01 Professor für Theologie und Hebräisch am Harderwijker Gymnasium illustre; 1618/19 Delegierter von Gelderland auf der Synode von Dordrecht; zeitweise Aushilfspfarrer in Utrecht (1619) und Amsterdam (1620); seit 1637 erneut Professor am Gymnasium illustre in Harderwijk.

Weiterführende Informationen in der DNB
Bernhard Meyer

geb.: 1599
gest.: nach 1640
Anm.: Angehöriger des Basler Achtbürger- und Ratsgeschlechts Meyer zum Pfeil; mecklenburgisch-güstrowischer Obristleutnant und Gesandter; seit 1639 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gültige").
Hans Michael
Jean Michel

Anm.: Aus Metz stammender Franzose; Bruder des Wiener Hofjuweliers Jakob Michael.
Jakob Michael
Jacques Michel

Anm.: Aus Metz stammender Franzose; um 1635/37 Wiener Hofjuwelier.
Martin Milag

geb.: 1598
gest.: 1657
Anm.: Sohn des Schreibers Jakob Milag (1561-1637) aus Triestewitz bei Torgau; 1619-1622 Rechtsstudium in Frankfurt/Oder; 1622 Lic. jur.; 1623-1626 Advokat in Zerbst; 1626-1630 Gerichtsamtmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); 1632-1634 Rat im Hochstift Halberstadt unter dem schwedischen Statthalter Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dessen und Fürst Augusts von Anhalt-Plötzkau Rat; ab 1635 anhaltischer Gesamtrat; daneben anhaltisch-zerbstischer (1637) und anhaltisch-dessauischer Kanzler (1654-1657); zudem anhaltischer Gesandter auf dem Frankfurter Konvent (1634), auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück (1645-1648) und Regensburger Reichstag (1652/53); seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mindernde").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Heinrich Milde

gest.: 1642
Anm.: Zunächst reformierter Prediger in Emden; seit 1612 Prediger der reformierten Gemeinde in Altona; vgl. Johann Adrian Bolten: Historische Kirchen-Nachrichten von der Stadt Altona [...], Bd. 1, Altona 1790, S. 215f.
Minerva

Anm.: Römische Göttin der Weisheit, der Kriegstaktik und des Handwerks.

Weiterführende Informationen in der DNB
Johann von Mörder

gest.: nach 1645
Anm.: Kaiserlicher Obrist (1626) und Generalwachtmeister.
Graf Julius Neidhart von Mörsperg

geb.: 1590
gest.: 1642
Anm.: Sohn des Johann Friedrich von Mörsperg (gest. 1626); ab 1615 kaiserlicher Kämmerer; seit 1620 Reichshofrat; Vizelandeshauptmann der Steiermark; ab 1637 Geheimer Rat; 1632 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Sancho de Monroy y Zúñiga
Marqués Sancho de Castañeda

gest.: 1646
Anm.: Sohn des Fernando de Monroy; Hofmeister der Königin Elisabeth von Spanien (1602-1644); Kämmerer, Kriegs- und Staatsrat des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); 1632-1641 spanischer Botschafter am Wiener Kaiserhof; seit 1632 erster Marqués de Castañeda.
Conte Raimondo Montecuccoli
Principe Raimondo Montecuccoli

geb.: 1609
gest.: 1680
Anm.: Sohn des Conte Galeotto Montecuccoli (1570-1619); kaiserlicher Musketier (1625), Obrist (1635), Generalfeldwachtmeister (1642), Feldmarschalleutnant (1644), General der Kavallerie (1648), Feldmarschall (1658) und Generalleutnant (1664); 1639-1642 schwedischer Kriegsgefangener; ab 1645 kaiserlicher Kämmerer und Hofkriegsrat; seit 1668 Hofkriegsratspräsident; 1651 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1668 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Johann (Ernst) von Montrichier

geb.: 1597
gest.: 1648
Anm.: Sohn des Heinrich von Montrichier; zunächst 14 Jahre lang in toskanischen Kriegsdiensten; seit 1630 kaiserlicher Kämmerer; 1631 Obrist eines lothringischen Reiterregiments; um 1635 kaiserlicher Obrist.
Murteza Pascha

gest.: 1636
Anm.: Geboren in Bosnien; nach langjährigem persönlichen Dienst am Sultan Oberhaupt der Falkenaufseher; türkischer Statthalter von Damaskus (1620/21), Bosnien (1625/26), Ofen (1626-1630), Özi und Silistrien (1630-1632) sowie Diyarbakir (1632/33); 1634 Oberbefehlshaber der Armee des Osmanischen Reiches gegen Polen; seit 1635 Statthalter im von den Persern eroberten Eriwan; Schwager von Sultan Murad IV. (1612-1640); vgl. Nedim Zahirović: Murteza Pascha von Ofen zwischen Panegyrik und Historie. Eine literarisch-historische Analyse eines osmanischen Wesirspiegels von Nergisi, Frankfurt/Main 2010, S. 103-107.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Ernst Kasimir von Nassau-Diez

geb.: 1573
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Grafen Johann VI. von Nassau-Dillenburg (1536-1606); ab 1594 in niederländischen Kriegsdiensten als Obrist (1600) und Feldmarschall (1607); seit 1620 Statthalter von Friesland, ab 1625 auch von Groningen und Drenthe; seit 1607 regierender Graf von Nassau-Diez.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Johann VI. von Nassau-Dillenburg

geb.: 1536
gest.: 1606
Anm.: Sohn des Grafen Wilhelm von Nassau-Dillenburg (1487-1559); seit 1559 regierender Graf von Nassau-Dillenburg; ebenso 1578-1581 Statthalter von Gelderland.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Friedrich Heinrich von Nassau-Dillenburg
Fürst Friedrich Heinrich von Oranien

geb.: 1584
gest.: 1647
Anm.: Sohn des Fürsten Wilhelm I. von Oranien (1533-1584); ab 1625 Fürst von Oranien und Statthalter der Vereinigten Niederlande; seit 1627 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Moritz von Nassau-Dillenburg
Fürst Moritz von Oranien

geb.: 1567
gest.: 1625
Anm.: Sohn des Fürsten Wilhelm I. von Oranien (1533-1584); ab 1584 Statthalter der Vereinigten Niederlande; seit 1618 auch Fürst von Orange.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Graf Wilhelm von Nassau-Dillenburg
Fürst Wilhelm I. von Oranien

geb.: 1533
gest.: 1584
Anm.: Sohn des Grafen Wilhelm von Nassau-Dillenburg (1487-1559); ab 1544 Fürst von Oranien; 1559-1567 und seit 1572 Statthalter von Holland, Seeland und Utrecht, ab 1580 auch von Friesland; Anführer im niederländischen Unabhängigkeitskrieg gegen Spanien.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Wilhelm von Nassau-Dillenburg
Fürst Wilhelm II. von Oranien

geb.: 1626
gest.: 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); ab 1647 Fürst von Oranien und Statthalter der Niederlande.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Johann Moritz von Nassau-Siegen
Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen

geb.: 1604
gest.: 1679
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Nassau-Siegen (1561-1623); ab 1621 in niederländischen Kriegsdiensten, zuletzt als Generalleutnant (1644) und Feldmarschall (1668); 1636-1644 Gouverneur, Kapitän und Ober-Admiral von Niederländisch-Brasilien; seit 1647 kurbrandenburgischer Statthalter von Kleve, Mark und Ravensberg; 1652 Erhebung in den Fürstenstand; 1674-1676 Gouverneur von Utrecht; ab 1674 regierender Fürst von Nassau-Siegen.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Johann Nauwach

geb.: ca. 1595
gest.: 1645?
Anm.: Geboren in der Mark Brandenburg; 1607-1612 Kapellknabe in Dresden; 1612-1618 musikalische Ausbildung (Laute) in Italien; ab 1623 kurfürstlich-sächsischer Kammermusiker; bis 1629 Mitglied der Dresdener Hofkapelle; Konversion zum katholischen Glauben; danach kaiserlicher Kammermusiker; bis 1637 auch Kammerdiener der Erzherzogin Cäcilia Renata (1611-1644); 1637-1645 Instrumentalist und Tenor am Wiener Kaiserhof.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
N. N. Nauwach (1)

gest.: 1635
Anm.: Gemahlin des Musikers Johann Nauwach.
N. N. Nauwach (2)

gest.: 1635
Anm.: Kind des Musikers Johann Nauwach.
Jean-Louis de Nogaret de La Valette
Duc Jean-Louis de Épernon

geb.: 1554
gest.: 1642
Anm.: Sohn des Jean de Nogaret de La Valette (1527-1575); 1578-1589 einer der engsten Vertrauten (Mignons) des Königs Heinrich III. von Frankreich (1551-1589); ab 1581 Conseiller d’État, Colonel général des Bandes françaises, Duc d'Épernon und Pair de France; seit 1582 Premier gentilhomme de la Chambre du Roi; 1586–1594 Gouverneur der Provence; 1587-1589 Amiral de France; 1622-1641 Gouverneur der Guyenne.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Håkon VI. von Norwegen
König Håkon von Schweden

geb.: ca. 1341
gest.: 1380
Anm.: Sohn des Königs Magnus II. von Schweden bzw. Magnus VII. von Norwegen (1316-1374); seit 1355 König von Norwegen; 1362-1364 gemeinsam mit seinem Vater König von Schweden.
Karl Heinrich von Nostitz

geb.: 1613
gest.: 1684
Anm.: Sohn des Heinrich von Nostitz (1563-1629); Hofjunker, Kammerjunker und Stallmeister (1637/39) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg, den er auf Reisen nach Polen, in die Niederlande, ins Reich und nach Frankreich begleitete; 1634-1636 Musketier, Student der Ritterakademie und Kammerjunker in Orange; 1641 endgültige Rückkehr in die Oberlausitz; ab 1644 Landeskommissar im Kreis Bautzen; seit 1650 auch Hofgerichtsassessor; ab 1672 kursächsischer Kämmerer; seit 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Glatte").

Weiterführende Informationen in der DNB
Johann Heinrich Nothafft von Wernberg
Graf Johann Heinrich von Wernberg

geb.: 1604
gest.: 1665
Anm.: Sohn des oberpfälzischen Adligen Wolf Albrecht Nothafft von Wernberg (1589-1621); 1625 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1630 Reichshofrat; seit 1632 kaiserlicher Kämmerer; ab 1656 Rat und Kämmerer des Kurfürsten Ferdinand Maria von Bayern (1636-1679); seit 1663 Reichshofsratsvizepräsident; Erhebung in den Freiherren- (1632) und Grafenstand (1637); 1663 Großes Palatinat; seit 1656 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nachsuchende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Roberto Obizzi
Marchese Roberto d' Orciano

geb.: 1566
gest.: 1647
Anm.: Unehelicher, später legitimierter Sohn des in venezianischen stehenden Militärs Pio Enea Obizzi (1525-1589) aus Ferrara; zunächst in venezianischen Kriegsdiensten; toskanischer Capitano delle lance (1601) und Cavallerizzo maggiore (nach 1608); um 1623 Hofmeister des Granduca Ferdinando II. di Toscana (1610-1670); seit 1630 Marchese di Orciano.
Melchior Örtel

Anm.: Ab etwa 1620 Kammerdiener der Prinzen Christian d. J. und Ernst von Anhalt-Bernburg.
Österreich, Haus (Erzhaus)
Erzherzöge von Österreich

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Erzherzog Karl von Österreich
Bischof Karl von Breslau
Bischof Karl von Brixen

geb.: 1590
gest.: 1624
Anm.: Sohn des Erzherzogs Karl II. von (Inner-)Österreich (1540-1590); Domherr in Salzburg (1602), Passau (1603), Trient (1606), Brixen (1606–1613), Breslau (1608) und Köln (1618); ab 1608 Bischof von Breslau; seit 1613 Bischof von Brixen; ab 1619 Hochmeister des Deutschen Ordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Erzherzog Leopold von Österreich
Bischof Leopold von Passau
Bischof Leopold von Straßburg

geb.: 1586
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Erzherzogs Karl II. von (Inner-)Österreich (1540-1590); 1598-1625 Bischof von Passau; 1599 Koadjutor und 1607-1626 Bischof von Straßburg; 1619-1623 Statthalter (Gubernator) von Tirol und Vorderösterreich; ab 1623 regierender Landesfürst von Tirol; seit 1626 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb.: 1614
gest.: 1662
Anm.: Sohn des Erzherzogs Ferdinand II. von (Inner-)Österreich (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Erzherzog Maximilian von Österreich

geb.: 1558
gest.: 1618
Anm.: Sohn von Kaiser Maximilian II. (1527-1576); 1587 Wahl zum König von Polen, jedoch keine Krönung; ab 1590 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1593-1596 Regent von Innerösterreich; seit 1602 Statthalter von Tirol und Vorderösterreich.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Johan van Oldenbarnevelt

geb.: 1547
gest.: 1619
Anm.: Sohn des Amersfoorter Kaufmanns Gerrit van Oudenbarnevelt (1516-1589); Rechtsstudium in Löwen (1566), Bourges (1566/67), Köln (1567), Heidelberg (1568) und Padua (1569); 1568 Konversion zum Calvinismus; Advokat am obersten Gerichtshof von Holland (1570-1572) und der Delfter Wasserbehörde (1572-1576); 1576-1586 Ratspensionär (wichtigster juristischer Berater) der Stadt Rotterdam; seit 1586 Landesadvokat von Holland; 1618 als Gegner des Statthalters Fürst Moritz von Oranien (1567-1625) verhaftet; 1619 Hinrichtung.

Weiterführende Informationen in der DNB
Oldenburg, Haus
Könige von Dänemark
Könige von Norwegen
Grafen von Oldenburg und Delmenhorst

Anm.: Nordwestdeutsches Reichsgrafengeschlecht; ab 1448 Könige von Dänemark; seit 1450 Könige von Norwegen.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Graf Anton Günther von Oldenburg und Delmenhorst

geb.: 1583
gest.: 1667
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Oldenburg und Delmenhorst (1540-1603); ab 1603 regierender Graf von Oldenburg; 1647 Erbe der Grafschaft Delmenhorst; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unbetriegliche").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Friedrich Kasimir von Ortenburg

geb.: 1591
gest.: 1658
Anm.: Sohn des Grafen Heinrich VII. von Ortenburg (1556-1603); ab 1628 Erbe der Grafschaft Ortenburg, die jedoch bis zu seinem Tod verpfändet blieb; seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verharrende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Georg IV. von Ortenburg

geb.: 1573
gest.: 1627
Anm.: Sohn des Grafen Ulrich II. von Ortenburg (1532-1586); ab 1603 Erbe der Grafschaft Ortenburg, die jedoch bis zu seinem Tod verpfändet blieb; 1612 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1612 bayerischer Rat; ab 1625 Hauptmann von Burghausen; Pfleger von Wasserburg am Inn (1625/26) und Eggenfelden (seit 1626).

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Axel Gustafsson Oxenstierna af Södermöre

geb.: 1583
gest.: 1654
Anm.: Sohn des schwedischen Reichsrats Gustaf Gabrielsson Oxenstierna (1551-1597); ab 1604 königlicher Kammerjunker; seit 1609 Reichsrat; ab 1612 schwedischer Reichskanzler; 1632-1644 Oberhaupt der Vormundschaftsregierung für Königin Christina von Schweden (1626-1689); 1645 Erhebung in den Grafenstand; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gewünschte").

Weiterführende Informationen in der DNB
Johann Christoph von Paar

geb.: ca. 1580
gest.: 1636
Anm.: Sohn des Johann Baptist von Paar (gest. 1592); ab 1606 erzherzoglicher Kämmerer in Graz; seit 1622 kaiserlicher Obersthofpostmeister.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Floris II. von Palant
Graf Floris II. von Culemborg

geb.: 1577
gest.: 1639
Anm.: Sohn des Floris I. von Palant, Graf von Culemborg (1537-1598); ab 1598 Graf von Culemborg; seit 1617 Abgeordneter zu den Generalstaaten von Geldern und Zutphen; Parteigänger des Johann von Oldenbarnevelt (1547-1619); später Felddeputierter.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Paul Pálffy von Erdőd

geb.: 1592
gest.: 1653
Anm.: Sohn des ungarischen Magnaten Nikolaus Pálffy (1552-1600); ab 1622 kaiserlicher Kämmerer; 1624-1626 kaiserlicher Obrist; 1625-1646 Präsident der ungarischen Hofkammer; seit 1646 Obergespan und Burghauptmann von Preßburg; ab 1646 Geheimer Rat; seit 1649 Palatin von Ungarn; 1636 Erhebung in den Grafenstand; ab 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Stephan Pálffy von Erdőd

geb.: 1586
gest.: 1646
Anm.: Sohn des ungarischen Magnaten Nikolaus Pálffy (1552-1600); 1608-1625 Obergespan und Burghauptmann von Preßburg sowie ungarischer Kronhüter; seit 1624 kaiserlicher Kämmerer; 1626-1644 Kreisobrist jenseits der Donau und der bergstädtischen Grenze (in Neuhäusel); kaiserlicher Obrist (um 1632) und General der Kavallerie (1639); 1634 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Nestor Pallavicino di Varano
Nestor Pallavicini di Varano
Marchese Nestor di Varano de' Melegari

gest.: 1654
Anm.: Italienischer Adliger; durch Heirat Erbherr auf Tüßling, Winhöring, Frauenbühl und Niedernfels; 1620 Begleiter des Herzogs Maximilian I. von Bayern (1573-1651) nach Böhmen; später bayerischer Kämmerer; ab 1630 Pfleger zu Moormösen; seit 1635 Obersthofmeister der Kurfürstin Maria Anna von Bayern (1610-1665).
Graf Gottfried Heinrich von Pappenheim

geb.: 1594
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Veit von Pappenheim (1535-1600); 1616 Konversion zum katholischen Glauben; 1617/18 und ab 1623 Reichshofrat; in bayerisch-ligistischen bzw. kaiserlichen und spanischen (1624/25) Kriegsdiensten als Rittmeister (1619), Obristleutnant (1620), Obrist (1622), Generalfeldwachtmeister (1626), Generalfeldzeugmeister (1629) und Feldmarschall (1631); seit 1623 kaiserlicher Kämmerer; 1628 Erhebung in den Grafenstand; ab 1631 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Wolf Christoph von Pappenheim

geb.: 1567
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Wolfgang von Pappenheim (1535-1585); seit 1621 Senior des Hauses Pappenheim und Reichserbmarschall; 1628 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Papst Gregor XV.
Erzbischof Alessandro von Bologna
Alessandro Ludovisi

geb.: 1554
gest.: 1623
Anm.: Sohn des Pompeo Ludovisi (gest. 1565); 1599-1612 Auditor der Römischen Rota; 1612-1621 Erzbischof von Bologna; ab 1616 Kardinal; seit 1621 Papst.

Weiterführende Informationen in der DNB
Papst Paul V.
Bischof Camillo von Jesi
Camillo Borghese

geb.: 1552
gest.: 1621
Anm.: Sohn des Marcantonio Borghese (1504-1574); 1597-1599 Bischof von Jesi; 1603-1605 Kardinalvikar von Rom; seit 1605 Papst.

Weiterführende Informationen in der DNB
Papst Sixtus V.
Bischof Felice von Fermo
Bischof Felice von Sant'Agata de' Goti
Felice Peretti di Montalto

geb.: 1521
gest.: 1590
Anm.: Sohn des Bauern Francesco Peretti; 1566-1568 Generalvikar des Franziskaner-Ordens; 1566-1571 Bischof von Sant'Agata de' Goti; ab 1570 Kardinal; 1571-1577 Bischof von Fermo; seit 1585 Papst.

Weiterführende Informationen in der DNB
Papst Urban VIII.
Erzbischof Maffeo von Nazareth
Bischof Maffeo von Spoleto
Maffeo Barberini

geb.: 1568
gest.: 1644
Anm.: Sohn des Antonio Barberini (gest. 1571); 1604-1606 Apostolischer Nuntius in Frankreich; 1604-1608 Erzbischof von Nazareth; ab 1606 Kardinal; 1608-1617 Bischof von Spoleto; 1610-1623 Präfekt der Apostolischen Signatur; seit 1623 Papst.

Weiterführende Informationen in der DNB
Martin Peller von Schoppershof

geb.: 1559
gest.: 1629
Anm.: Sohn des Radolfzeller Ratsherrn Balthasar Peller (gest. um 1580); 1581-1591 Mitarbeiter der Nürnberger Handelsgeschellschaft Forst-Viatis in Venedig; danach Kaufmann in Nürnberg und Teilhaber der 1591 mit seinem Schwiegervater Bartholomäus Viatis (1538-1624) gegründeten Handelsgesellschaft Viatis & Peller; ab 1596 Bürger und seit 1597 Genannter des Größeren Rats der Reichsstadt Nürnberg.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Wratislaw von Pernstein

geb.: 1530
gest.: 1582
Anm.: Sohn des Johann von Pernstein (1487-1548); ab 1567 böhmischer Oberstkanzler; seit 1555 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Schah Abbas I. von Persien

geb.: 1571
gest.: 1629
Anm.: Sohn des persischen Schahs Mohammad Chodābande (1532-1595); seit 1587 Schah von Persien.

Weiterführende Informationen in der DNB
Schah Safi I. von Persien

geb.: 1611
gest.: 1642
Anm.: Sohn des Safawiden-Prinzen Mohammad Baqer Mirza (1587-1615), der auf Befehl seines Vaters Abbas I. (1571-1629) ermordet wurde; seit 1629 Schah von Persien.

Weiterführende Informationen in der DNB
Francesco Petrarca

geb.: 1304
gest.: 1374
Anm.: Italienischer Dichter und Mitbegründer des Renaissance-Humanismus.

Weiterführende Informationen in der DNB
Pfalz, Haus
Kurfürsten von der Pfalz
Pfalzgrafen bei Rhein

Anm.: Rheinpfälzischer Zweig der Wittelsbacher-Dynastie.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz
Königin Elisabeth von Böhmen
Geburtsname: Prinzessin Elisabeth von Schottland
Geburtsname: Prinzessin Elisabeth von England und Irland

geb.: 1596
gest.: 1662
Anm.: Tochter des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England und Irland) (1566-1625); 1613-1632 Ehe mit Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632).

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kurfürst Friedrich III. (der Fromme) von der Pfalz
Pfalzgraf Friedrich II. von Pfalz-Simmern

geb.: 1515
gest.: 1576
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann II. von Pfalz-Simmern (1492-1557); 1557-1559 regierender Pfalzgraf von Pfalz-Simmern; seit 1559 Kurfürst von der Pfalz.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz

geb.: 1574
gest.: 1610
Anm.: Sohn des Kurfürsten Ludwig IV. von der Pfalz (1539-1583); seit 1583 Kurfürst von der Pfalz (bis 1592 unter Vormundschaft).

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz
König Friedrich I. von Böhmen

geb.: 1596
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1610-1623 Kurfürst von der Pfalz (bis 1614 unter Vormundschaft); 1619/20 ebenso König von Böhmen ("Winterkönig"); ab 1620 Exil in den Vereinigten Niederlanden; 1623 Übertragung der pfälzischen Kurwürde auf Herzog Maximilian I. von Bayern (1573-1651) durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); seit 1612 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kurfürst Karl Ludwig von der Pfalz

geb.: 1617
gest.: 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kurfürstin Louise Juliana von der Pfalz
Geburtsname: Gräfin Louise Juliana von Nassau-Dillenburg

geb.: 1576
gest.: 1644
Anm.: Tochter des Fürsten Wilhelm I. von Oranien (1533-1584); 1593-1610 Ehe mit Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610).

Weiterführende Informationen in der DNB
Kurfürst Ludwig IV. von der Pfalz

geb.: 1539
gest.: 1583
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich III. von der Pfalz (1515-1576); ab 1563 Statthalter der Oberpfalz; seit 1576 Kurfürst von der Pfalz.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Pfalzgraf Christian I. von Pfalz-Birkenfeld-Bischweiler

geb.: 1598
gest.: 1654
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Karl I. von Pfalz-Birkenfeld (1560-1600); 1619 kurpfälzischer Rittmeister; 1622 Kriegsdienst unter Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach (1573-1638); 1623 Reiterobrist unter Herzog Johann Ernst I. von Sachsen-Weimar (1594-1626) in Ungarn; ca. 1626/27 vermutlich dänischer Obrist; ab 1630 regierender Pfalzgraf von Pfalz-Birkenfeld-Bischweiler; schwedischer Obrist (1631) und Kavalleriegeneral (1632-1634); seit 1632 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schnabelnde").

Weiterführende Informationen in der DNB
Pfalzgraf Johann Friedrich von Pfalz-Hilpoltstein

geb.: 1587
gest.: 1644
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Philipp Ludwig von Pfalz-Neuburg (1547-1614); seit 1614 Herrschaft über Pfalz-Hilpoltstein unter der Landeshoheit seines ältesten Bruders Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1578-1653).

Weiterführende Informationen in der DNB
Pfalzgräfin Sophia Agnes von Pfalz-Hilpoltstein
Geburtsname: Landgräfin Sophia Agnes von Hessen-Darmstadt

geb.: 1604
gest.: 1664
Anm.: Tochter des Landgrafen Ludwig V. von Hessen-Darmstadt (1577-1626); 1624-1644 Ehe mit Pfalzgraf Johann Friedrich von Pfalz-Hilpoltstein (1587-1644).

Weiterführende Informationen in der DNB
Pfalzgraf Philipp Ludwig von Pfalz-Neuburg

geb.: 1547
gest.: 1614
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Wolfgang von Pfalz-Zweibrücken (1526-1569), der 1557 auch Pfalz-Neuburg erbte; seit 1569 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Pfalzgraf Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg
Herzog Philipp Wilhelm von Jülich und Berg
Kurfürst Philipp Wilhelm von der Pfalz

geb.: 1615
gest.: 1690
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1578-1653); ab 1653 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg; 1653-1679 regierender Herzog von Jülich und Berg; seit 1685 auch Kurfürst von der Pfalz; ab 1653 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg
Herzog Wolfgang Wilhelm von Jülich und Berg

geb.: 1578
gest.: 1653
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Philipp Ludwig von Neuburg (1547-1614); 1613 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1614 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg sowie Herzog von Jülich und Berg; seit 1615 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Pfalzgräfin Elisabeth von Pfalz-Simmern
Äbtissin Elisabeth von Herford

geb.: 1618
gest.: 1680
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); ab 1661 Koadjutorin und seit 1667 Äbtissin der Reichsabtei Herford.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Pfalzgraf Friedrich Heinrich von Pfalz-Simmern

geb.: 1614
gest.: 1629
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632).

Weiterführende Informationen in der DNB
Pfalzgraf Ludwig Philipp von Pfalz-Simmern

geb.: 1602
gest.: 1655
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); ab 1610 regierender Landesfürst von Pfalz-Simmern und Sponheim (bis 1620 unter Vormundschaft); 1632-1649 Vormund des pfälzischen Kurprinzen Karl Ludwig (1617-1680); 1633/34 Administrator der schwedisch besetzten Kurpfalz; seit 1624 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefährliche").

Weiterführende Informationen in der DNB
Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb.: 1619
gest.: 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647 französischer Maréchal de camp und Generaloberst; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistische Flotte; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee sowie des Admirality Committee; 1673-1679 Lord High Admiral; ab 1642 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Pfalzgraf August von Pfalz-Sulzbach

geb.: 1582
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Philipp Ludwig von Pfalz-Neuburg (1547-1614); seit 1614 Herrschaft über Pfalz-Sulzbach unter der Landeshoheit seines ältesten Bruders Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1578-1653).

Weiterführende Informationen in der DNB
Pfalzgräfin Dorothea Maria von Pfalz-Sulzbach
Geburtsname: Herzogin Dorothea Maria von Württemberg

geb.: 1559
gest.: 1639
Anm.: Tochter des Herzogs Christoph von Württemberg (1515-1568); 1582-1604 Ehe mit Pfalzgraf Otto Heinrich von Pfalz-Sulzbach (1556-1604).

Weiterführende Informationen in der DNB
Pfalzgräfin Hedwig von Pfalz-Sulzbach
Geburtsname: Herzogin Hedwig von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb.: 1603
gest.: 1657
Anm.: Tochter des Herzogs Johann Adolph von Schleswig-Holstein-Gottorf (1575−1616); 1620-1632 Ehe mit Pfalzgraf August von Pfalz-Sulzbach (1582-1632).

Weiterführende Informationen in der DNB
Pfalzgraf Otto Heinrich von Pfalz-Sulzbach

geb.: 1556
gest.: 1604
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Wolfgang von Pfalz-Zweibrücken (1526-1569), der 1557 auch Pfalz-Neuburg erbte; seit 1569 regierender Landesfürst von Pfalz-Sulbach (bis 1581 unter Vormundschaft).

Weiterführende Informationen in der DNB
Pfalzgraf Georg Johann II. von Pfalz-Veldenz-Lützelstein-Guttenberg

geb.: 1586
gest.: 1654
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Georg Johann I. von Pfalz-Veldenz (1543-1592); ab 1592 regierender Landesfürst von Pfalz-Guttenberg (bis 1601 gemeinsam mit seinem älteren Bruder Ludwig Philipp) und seit 1611 auch von Pfalz-Lützelstein (beides vor seiner Volljährigkeit unter Vormundschaft).

Weiterführende Informationen in der DNB
Pfalzgraf Johann II. von Pfalz-Zweibrücken

geb.: 1584
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann I. von Pfalz-Zweibrücken (1550-1604); seit 1604 regierender Landesfürst von Pfalz-Zweibrücken; 1610-1614 Administrator der Kurpfalz; 1620/21 Statthalter der Kurpfalz.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Pfalzgraf Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg

geb.: 1589
gest.: 1652
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann I. von Pfalz-Zweibrücken (1550-1604); 1618-1620 Verbindungsmann zwischen König Gustav II. Adolph von Schweden (1594-1632) und Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1620-1622 Kriegsflüchtling in Straßburg; seit 1622 in Schweden; 1630-1633 militärischer Oberbefehlshaber in Schweden; Leiter der schwedischen Finanzverwaltung (1631-1633) und Kriegsökonomie (1632/33); danach Durchsetzung der Anspüche seines Sohnes Karl Gustav auf die Thronfolge in Schweden.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Principe Ottavio Piccolomini d'Aragona
Duca Ottavio d' Amalfi

geb.: 1599
gest.: 1656
Anm.: Sohn des toskanischen Adligen Silvio Piccolomini (1543-1609); ab 1618 abwechselnd in kaiserlichen und spanischen Kriegsdiensten als Obrist (1627), Generalfeldwachtmeister (1632), General der Kavallerie (1633), Feldmarschall (1634) und Generalleutnant (1648); seit 1622 kaiserlicher Kämmerer; ab 1639 Hartschierhauptmann von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); Erhebung in den Grafen- (1638) und Fürstenstand (1653); seit 1639 Duca d'Amalfi; ab 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Zwingende"); seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Armand-Jean du Plessis
Duc Armand-Jean de Richelieu
Duc Armand-Jean de Fronsac
Bischof Armand-Jean von Luçon

geb.: 1585
gest.: 1642
Anm.: Sohn des François du Plessis (1548-1590); 1607-1624 Bischof von Luçon; 1616/17 Ministre des Affaires étrangères und Secrétaire d’État à la Guerre; ab 1622 Kardinal; seit 1624 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); ab 1627 Grand-maître, chef et surintendant général de la navigation et du commerce de France; seit 1627 Gouverneur der Bretagne; ab 1629 Lieutenant-général du royaume; seit 1629 Duc de Richelieu und Pair de France; ab 1634 Duc de Fronsac.

Weiterführende Informationen in der DNB
Hans Georg von Pöllnitz

geb.: 1577
gest.: 1622
Anm.: Sohn des Hans Bruno von Pöllnitz (1535-1592); Erbherr auf Schwarzbach und Oberpöllnitz; kursächsischer Politiker, Obrist und Resident in Brüssel; 1622 Gesandter Kursachsens auf dem Regensburger Fürstentag.

Weiterführende Informationen in der DNB
Königin Cäcilia Renata von Polen
Großfürstin Cäcilia Renata von Litauen
Geburtsname: Erzherzogin Cäcilia Renata von Österreich

geb.: 1611
gest.: 1644
Anm.: Tochter des Erzherzogs Ferdinand II. von (Inner-)Österreich (1578-1637); seit 1637 Ehe mit König Władysław IV. von Polen (1595-1648).

Weiterführende Informationen in der DNB
König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb.: 1609
gest.: 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Sigismund III. von Polen
König Sigismund von Schweden
Großfürst Sigismund IV. von Litauen

geb.: 1566
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Königs Johann III. von Schweden (1537-1592); ab 1587 König von Polen und Großfürst von Litauen; 1592-1599 König von Schweden (Absetzung durch den schwedischen Reichstag); seit 1600 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Władysław III. von Polen
König Ulászló I. von Ungarn
König Vladislav I. von Kroatien

geb.: 1424
gest.: 1444
Anm.: Sohn des Königs Władysław II. von Polen (gest. 1434); ab 1434 König von Polen (unter Vormundschaft); seit 1440 König von Ungarn und Kroatien.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Władysław IV. von Polen
Großfürst Władysław II. von Litauen

geb.: 1595
gest.: 1648
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1610-1613 erwählter Zar des Moskauer Reiches; ab 1632 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1615 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Bogislaw XIV. von Pommern
Herzog Bogislaw XIV. von Pommern-Stettin
Bischof Bogislaw von Cammin

geb.: 1580
gest.: 1637
Anm.: Sohn des Herzogs Bogislaw XIII. von Pommern (1544-1606); ab 1622 regierender Herzog von Pommern-Stettin und Titularbischof von Cammin; seit 1625 Landesfürst des gesamten Herzogtums Pommern.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Johann Ferdinand von Porcia

geb.: 1606
gest.: 1665
Anm.: Sohn des Grafen Johann Sforza von Porcia (1576-1624); ab 1633 kaiserlicher Kämmerer; 1639-1647 Landesverweser des Herzogtums Krain; 1647-1652 kaiserlicher Botschafter in Venedig; seit 1652 Obersthofmeister des Erzherzogs und späteren Kaisers Leopold I.; ab 1655 Geheimer Rat; seit 1658 Geheimratspräsident; 1662 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1657 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Sigmund Seifried von Promnitz

geb.: 1595
gest.: 1654
Anm.: Sohn des Heinrich Anselm von Promnitz (1564-1622); 1615-1618 Oberamtsverweser der Niederlausitz; seit 1623 Landvogt der Niederlausitz; 1652 Erhebung in den Grafenstand; vgl. Ernestus Colbe: Geistliches Praeservativ Wider Die bittere Todes-Angst Frommer gläubiger Christen/ [...], Leipzig 1654, o. S.

Weiterführende Informationen in der DNB
Johann Georg Pucher von Meggenhausen

geb.: 1602
gest.: 1665
Anm.: Sohn des späteren Reichshofrats Johann Rudolph Pucher von Meggenhausen (gest. 1625); ab den 1620er Jahren kaiserlicher Hofkriegsratssekretär; seit 1640 Hofkriegsrat; 1652 Erhebung in den Freiherrenstand.
Graf Johann Rudolph von Puchheim

geb.: ca. 1600
gest.: 1651
Anm.: Sohn des Johann Christoph von Puchheim (1578-1619); ab 1625 kaiserlicher Kämmerer; 1634 Sondergesandter in Konstantinopel; seit 1635 Oberstkämmerer von König bzw. Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1637-1645 Reichshofrat; ab 1645 Geheimer Rat.

Weiterführende Informationen in der DNB
Nestor von Pylos

Anm.: Sagenhafter Herrscher von Pylos aus der griechischen Mythologie.

Weiterführende Informationen in der DNB
Hermann von Questenberg

geb.: 1581
gest.: 1651
Anm.: Sohn des Gerhard von Questenberg (gest. 1587); bereits unter Kaiser Rudolph II. (1552-1612) Dienst der Reichskanzlei, dort bis 1630 wirklicher Sekretär der lateinischen Expedition; ebenso Referent für italienische und polnische Angelegenheiten im Geheimen Rat; ab 1626 Reichshofrat; seit 1633 kaiserlicher Kämmerer; 1627 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Georg I. Rákóczi
Fürst Georg I. von Siebenbürgen

geb.: 1593
gest.: 1648
Anm.: Sohn des Sigismund Rákóczi (1544-1608), ab 1607 Fürst von Siebenbürgen; seit 1630 Fürst von Siebenbürgen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Gerhard von Rantzau

geb.: 1558
gest.: 1627
Anm.: Sohn des Statthalters Heinrich von Rantzau (1526-1598); Kommandant der dänischen Festung Kronborg; später Amtmann in Flensburg, dann in Hadersleben; seit 1600 dänischer Statthalter im königlichen Anteil Schleswig-Holsteins; 1611-1613 Teilnahme am Kalmarkrieg gegen Schweden.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Alexander Regner von Bleyleben

Anm.: Kaiserlicher Obristwachtmeister, Obrist (um 1635) und Generalauditor.
Rabe von Reithorn

Anm.: Edelknabe der Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1634) und Christian II. von Anhalt-Bernburg (1635/36).
Heinrich II. Reuß zu Burgk

geb.: 1575
gest.: 1639
Anm.: Sohn des Heinrich I. Reuß zu Burgk (1543-1608); seit 1608 Herr von Burgk; 1613-1638 brandenburgisch-bayreuthischer Geheimer Rat sowie Amtshauptmann und Stadtvogt von Hof.
Heinrich Reuß zu Gera
Heinrich (II.) Postumus Reuß zu Gera

geb.: 1572
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Heinrich XVI. Reuß zu Gera (1530-1572), Begründer der jüngeren Reuß-Linie; Herr von Gera (ab 1572), Kranichfeld (1572-1615), Lobenstein (seit 1577), Saalburg (ab 1596) und Schleiz (seit 1616); 1607, 1616 und 1624 Ernennung zum kaiserlichen Rat; ab 1616 Senior des Gesamthauses; seit 1630 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Speisende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Johan van Rijswijk

geb.: 1560
gest.: 1640
Anm.: Sohn des holländischen Adligen Willem van Rijswijk (1530-1608); 1602 Leutnant; ab etwa 1617 Obristleutnant und Kommandant der niederländischen Stadt Zwolle.
Abraham von Rindtorf

Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); Hofjunker (noch 1650) und später auch Stallmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Graf Johann von Rivara

gest.: ca. 1635
Anm.: Zuletzt kaiserlicher Rittmeister.
Ernst Dietrich von Röder

geb.: ca. 1610
gest.: 1686
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Wolf Dietrich von Röder (gest. 1627); ab März 1628 Hofjunker und 1636 Kammerjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Diensthafte").
Hans Wolf Ernst von Röder

gest.: 1632
Anm.: Harzgeröder Adliger; seit März 1628 Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Wolf Dietrich von Röder

gest.: 1627
Anm.: Harzgeröder Adliger.
Georg Ehrenreich von Roggendorf

geb.: 1596
gest.: 1652
Anm.: Sohn des Kaspar von Roggendorf (gest. 1598); 1620 Ächtung und Enteignung wegen Teilnahme am böhmisch-österreichischen Ständeaufstand; darauf Leben im Exil, nach kaiserlicher Begnadigung (1628) niederösterreichischer Landstand und Hausbesitzer in Wien; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Geduldige").
Duc Henri de Rohan

geb.: 1579
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Vicomte René II. de Rohan (1550-1586); ab 1603 Duc de Rohan und Pair de France; 1605-1608 Colonel général der Schweizergarde in Paris; 1618-1626 Colonel général der französischen Kavallerie; 1621-1629 militärischer Führer der Hugenotten; 1629-1634 Exil in Italien; 1635-1637 Befehlshaber der französischen Armee im Veltlin; 1638 Berater des für Frankreich kämpfenden Herzogs Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639).

Weiterführende Informationen in der DNB
Federico Ubaldo della Rovere

geb.: 1605
gest.: 1623
Anm.: Sohn des Francesco Maria II. della Rovere, Duca di Urbino (1549-1631).

Weiterführende Informationen in der DNB
Francesco Maria II. della Rovere
Duca Francesco Maria II. di Urbino

geb.: 1549
gest.: 1631
Anm.: Sohn des Guidobaldo II. della Rovere, Duca di Urbino (1514-1574); 1574-1625 Duca di Urbino (Abdankung wegen fehlendem Erben zugunsten des Kirchenstaates); seit 1585 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Hans Rueß von Hopfenbach

gest.: nach 1636
Anm.: Vermutlich Krainer Exulant; 1629/30 Hofmeister des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg in Ballenstedt; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Adeliche").
Johann Wilhelm von Rußwurm

gest.: nach 1637
Anm.: Oberpfälzischer Adliger; um 1605 Hofmann in Neuburg.
Patrick Ruthven
Lord Patrick of Ettrick
Earl Patrick of Forth
Earl Patrick of Brentford

geb.: ca. 1573
gest.: 1651
Anm.: Sohn des schottischen Adligen William Ruthven of Ballindean (gest. 1603); ca. 1609-1637 in schwedischen Kriegsdiensten als Kapitän (1614), Quartiermeister (1616), Obristleutnant (1617), Obrist (1621), Generalmajor (1632) und Generalleutnant (1635); 1642-1644 Oberbefehlshaber der royalistischen Armee in England; ab 1645 Kämmerer des späteren Königs Karl II. von England (1630-1685); seit 1639 erster Lord of Ettrick und Peer of Scotland; ab 1642 erster Earl of Forth; seit 1644 erster Earl of Brentford und Peer of England.

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Albrecht der Beherzte von Sachsen
Herzog Albrecht der Beherzte von Schlesien-Sagan

geb.: 1443
gest.: 1500
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich II. von Sachsen (1412-1464); Stammvater der albertinischen Linie der Wettiner; ab 1464 regierender Herzog von Sachsen (bis 1485 gemeinschaftliche Regierung mit seinem älteren Bruder Ernst (1441-1486); seit 1472 Herzog von Schlesien-Sagan; ab 1491 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
König Anserich der Sachsen

Anm.: Sohn von Harderich und sagenhafter König der Sachsen, welcher um 50 v. Chr. gelebt haben soll.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Berthold der Sachsen
Fürst Berthold von Engern

gest.: 633
Anm.: Sohn von Bodike; sagenhafter König der Sachsen und Fürst von Engern.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Bode der Sachsen

Anm.: Sohn von Mairbode und sagenhafter König der Sachsen, welcher um 280 gelebt haben soll.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Bodike der Sachsen

Anm.: Sohn von Hilderich und sagenhafter Fürst der Sachsen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kurfürst Christian I. von Sachsen

geb.: 1560
gest.: 1591
Anm.: Sohn des Kurfürsten August von Sachsen (1526-1586); seit 1586 Kurfürst von Sachsen.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kurfürst Christian II. von Sachsen

geb.: 1583
gest.: 1611
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1591 Kurfürst von Sachsen (bis 1601 unter dem Kuradministrator Herzog Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar).

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
König Dietrich der Sachsen

gest.: 740
Anm.: Sohn von Sighard und sagenhafter König der Sachsen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kurfürst Ernst von Sachsen

geb.: 1441
gest.: 1486
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich II. von Sachsen (1412-1464); Stammvater der ernestinischen Linie der Wettiner; seit 1464 Kurfürst von Sachsen (bis 1485 gemeinschaftliche Regierung mit seinem jüngeren Bruder Albrecht (1443-1500).

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kurfürst Friedrich I. (der Streitbare) von Sachsen
Markgraf Friedrich IV. (der Streitbare) von Meißen

geb.: 1370
gest.: 1428
Anm.: Sohn des Markgrafen Friedrich III. von Meißen (1332-1381); ab 1407 regierender Markraf von Meißen; seit 1423 regierender Herzog von Sachsen-Wittenberg und Kurfürst von Sachsen.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kurfürst Friedrich II. (der Sanftmütige) von Sachsen
Landgraf Friedrich V. (der Sanftmütige) von Thüringen

geb.: 1412
gest.: 1464
Anm.: Sohn des Markgrafen Friedrich IV. von Meißen (1370-1428); seit 1428 Kurfürst von Sachsen; 1440-1445 regierender Landgraf von Thüringen.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
König Harderich der Sachsen

Anm.: Sagenhafter König der Sachsen, welcher um 70 v. Chr. gelebt haben soll.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Hatwacker der Sachsen

Anm.: Sohn von Hengest und sagenhafter König der Sachsen, welcher um 480 gelebt haben soll.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Hatwigatte der Sachsen

Anm.: Sohn von Hatwacker und sagenhafter Fürst der Sachsen, welcher um 524 gelebt haben soll.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kurfürstin Hedwig von Sachsen
Geburtsname: Prinzessin Hedwig von Dänemark und Norwegen

geb.: 1581
gest.: 1641
Anm.: Tochter des Königs Friedrich II. von Dänemark und Norwegen (1534-1588); 1602-1611 Ehe mit Kurfürst Christian II. von Sachsen (1583-1611); danach Witwensitz auf Schloss Lichtenburg in Prettin.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Hengest der Sachsen
König Hengest von Kent

gest.: 488
Anm.: Sohn von Wittgisel; sagenhafter König der Sachsen; im Jahr 455 Gründer des angelsächsischen Königreichs Kent.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Hilderich der Sachsen

geb.: 500
gest.: 540
Anm.: Sohn von Hatwigatte und sagenhafter König der Sachsen.
Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb.: 1585
gest.: 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kurfürst Johann Georg II. von Sachsen

geb.: 1613
gest.: 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1656 Kurfürst von Sachsen; seit 1658 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Preißwürdige"); ab 1668 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
König Mairbode der Sachsen

Anm.: Sagenhafter König der Sachsen, welcher um 256 gelebt haben soll.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Sighard der Sachsen
Fürst Sighard von Engern

gest.: 691
Anm.: Sohn von Berthold; sagenhafter König der Sachsen und Fürst von Engern.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Swartike I. der Sachsen

gest.: 77
Anm.: Sohn von Wilke und sagenhafter Fürst der Sachsen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Swartike II. der Sachsen

gest.: 80
Anm.: Sohn von Swartike I. und sagenhafter Fürst der Sachsen.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Wedekind der Sachsen

Anm.: Sagenhafter König der Sachsen, welcher um 102 gelebt haben soll.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Witte I. der Sachsen

Anm.: Sohn von Bode und sagenhafter König der Sachsen, welcher um 300 gelebt haben soll.
König Witte II. der Sachsen

gest.: 400
Anm.: Sohn von Witte I. und sagenhafter König der Sachsen.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Wittgisel der Sachsen

gest.: 435
Anm.: Sohn von Witte II. und sagenhafter König der Sachsen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzogin Elisabeth von Sachsen-Altenburg
Herzogin Elisabeth von Sachsen
Geburtsname: Herzogin Elisabeth von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb.: 1593
gest.: 1650
Anm.: Tochter des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1564-1613); 1612-1615 erste Ehe mit Herzog August von Sachsen (1589-1615), Administrator des Hochstifts Naumburg; 1618-1639 zweite Ehe mit Herzog Johann Philipp von Sachsen-Altenburg (1597-1639).

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Friedrich von Sachsen-Altenburg

geb.: 1599
gest.: 1625
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar (1562-1602); 1603-1624 gemeinsam mit seinen Brüdern Johann Philipp (1597-1639), Johann Wilhelm (1600-1632) und Friedrich Wilhelm II. (1603-1669) regierender Herzog von Sachsen-Altenburg (unter Vormundschaft); kursächsischer (1622), braunschweigisch-wolfenbüttelischer (1622/23) und dänischer Obrist (1624/25); seit 1625 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Derbe").

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Friedrich Wilhelm II. von Sachsen-Altenburg

geb.: 1603
gest.: 1669
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar (1562-1602); bis 1624 gemeinsam mit seinen Brüdern Johann Philipp (1597-1639), Friedrich (1599-1625) und Johann Wilhelm (1600-1632) regierender Herzog von Sachsen-Altenburg (unter Vormundschaft); 1631-1635 in kursächsischen Kriegsdiensten als Obrist (1631) und Reitergeneral (1633); ab 1639 alleinregierender Herzog von Sachsen-Altenburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unschätzbare").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Herzog Johann Philipp von Sachsen-Altenburg

geb.: 1597
gest.: 1639
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar (1562-1602); 1603-1624 gemeinsam mit seinen Brüdern Johann Wilhelm (1600-1632), Friedrich (1599-1625) und Friedrich Wilhelm II. (1603-1669) regierender (bis 1618 unter Vormundschaft), ab 1624 alleinregierender Herzog von Altenburg; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Köstlichste").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Herzog Johann Wilhelm von Sachsen-Altenburg

geb.: 1600
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar (1562-1602); 1603-1624 gemeinsam mit seinen Brüdern Johann Philipp (1597-1639), Friedrich (1599-1625) und Friedrich Wilhelm II. (1603-1669) regierender Herzog von Sachsen-Altenburg (unter Vormundschaft); ab 1631 kursächsischer Obrist; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Teuere")., ADB
Herzog Johann Kasimir von Sachsen-Coburg

geb.: 1564
gest.: 1633
Anm.: Sohn des ernestinischen Herzogs Johann Friedrich II. von Sachsen (1529-1595); 1572-1596 gemeinsam mit seinem Bruder Johann Ernst (1566-1638) regierender (bis 1586 unter Vormundschaft), seit 1596 alleinregierender Herzog von Sachsen-Coburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Johann Ernst von Sachsen-Coburg-Eisenach
Herzog Johann Ernst von Sachsen-Eisenach
Herzog Johann Ernst von Sachsen-Coburg

geb.: 1566
gest.: 1638
Anm.: Sohn des ernestinischen Herzogs Johann Friedrich II. von Sachsen (1529-1595); 1572-1596 gemeinsam mit seinem Bruder Johann Kasimir (1564-1633) regierender Herzog von Sachsen-Coburg (bis 1586 unter Vormundschaft); ab 1596 regierender Herzog von Sachsen-Eisenach; seit 1633 zudem alleinregierender Herzog von Sachsen-Coburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Herzog Albrecht von Sachsen-Eisenach
Herzog Albrecht von Sachsen-Weimar

geb.: 1599
gest.: 1644
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Herzog von Sachsen-Weimar; ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Eisenach; seit 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unansehnliche").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha-Altenburg
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha
Herzog Ernst I. von Sachsen-Weimar

geb.: 1601
gest.: 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Herzog von Sachsen-Weimar; 1631/32 schwedischer Obrist; 1633/34 Statthalter des Herzogtums Franken für seinen jüngeren Bruder Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Gotha; seit 1672 ebenso regierender Herzog von Sachsen-Altenburg; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittersüße").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Franz Albrecht von Sachsen-Lauenburg

geb.: 1598
gest.: 1642
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); 1618-1620 in Kriegsdiensten der böhmischen Konföderierten; kaiserlicher Obristleutnant (1621), Obrist (1625) und Generalfeldwachtmeister (1631); 1632-1634 kursächsischer Feldmarschall; 1634/35 kaiserlicher Kriegsgefangener; ab 1641 kaiserlicher Feldmarschall; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Weiße").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Franz Heinrich von Sachsen-Lauenburg

geb.: 1604
gest.: 1658
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); ab 1630 schwedischer Obrist; seit 1637 Friedensvermittler zwischen Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) und Schweden; ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Scharfe").

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Franz Karl von Sachsen-Lauenburg

geb.: 1594
gest.: 1660
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); bis 1626 Kriegsdienst im Unionsheer und unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); 1626/27 dänischer Obrist; 1630-1632 schwedischer Obrist; danach kurbrandenburgischer bzw. kursächsischer Obrist, ab 1634 Generalmajor; 1637 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1637 Friedensvermittler zwischen Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) und Schweden; ab 1638 kaiserlicher Generalfeldwachtmeister; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schönste").

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg

geb.: 1586
gest.: 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); bereits als Jugendlicher Konversion zum katholischen Glauben; kaiserlicher Obrist (1617) und Feldmarschall (1629); 1634/35 kaiserlicher Gefangener wegen seiner Vertrauensstellung bei Wallenstein (1583-1634); ab 1637 Friedensvermittler zwischen Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) und Schweden; seit 1656 regierender Herzog von Sachsen-Lauenburg; ab 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Glückhafte").

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar
Herzog Bernhard von Franken

geb.: 1604
gest.: 1639
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); ab 1620 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Herzog von Sachsen-Weimar; zunächst Kriegdienst unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1622), Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach (1622) und Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1623); 1625-1627 dänischer Obrist; 1630-1635 in schwedischen Diensten als Obrist (1631) und General (1632); 1633/34 Herzog von Franken (größtenteils ehemalige Hochstifte Würzburg und Bamberg als Lehen der schwedischen Krone); ab 1635 Heerführer im französischen Auftrag; seit 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Austrucknende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzogin Dorothea Sophia von Sachsen-Weimar
Äbtissin Dorothea Sophia von Quedlinburg

geb.: 1587
gest.: 1645
Anm.: Tochter des Herzogs Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar (1562-1602); seit 1618 Äbtissin des Stifts Quedlinburg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Johann Ernst I. von Sachsen-Weimar

geb.: 1594
gest.: 1626
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); ab 1605 regierender Herzog von Sachsen-Weimar (bis 1615 unter Vormundschaft); als Obrist im Dienst des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) nach 1620 Verweigerung der Unterwerfung gegenüber dem Kaiser und Rücktritt von der Regierung in Weimar zugunsten seiner Brüder; später in niederländischen Kriegsdiensten; 1626 dänischer Generalleutnant der Kavallerie; 1617 Gründungsmitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Käumling").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Herzog Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar

geb.: 1598
gest.: 1662
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620 Kommandeur im Heer der böhmischen Konföderierten; 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender, ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Weimar; Obrist unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1621/22) und Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach (1622); 1623 General unter Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); 1623/24 kaiserlicher Gefangener; 1631-1635 schwedischer Militärgouverneur von Thüringen und Statthalter von Erfurt; 1632-1635 schwedischer Generalleutnant; 1617 Gründungsmitglied und seit 1651 zweites Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schmackhafte").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Herzog August von Sachsen-Weißenfels
Administrator August von Magdedeburg

geb.: 1614
gest.: 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1635/38 Administrator des Erzstifts Magdeburg; seit 1657 regierender Herzog von Sachsen-Weißenfels (kursächsische Sekundogenitur); ab 1643 Mitglied und seit 1662 drittes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgeratene").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Moritz von Sachsen-Zeitz

geb.: 1619
gest.: 1681
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen; ab 1657 regierender Herzog von Sachsen-Zeitz (kursächsische Sekundogenitur); seit 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sittsame").

Weiterführende Informationen in der DNB
Angelo Sala

geb.: 1576
gest.: 1637
Anm.: Sohn des reformierten Tuchspinners Bernardino Sala (geb. 1548), der 1571 aus Italien emigriert war; ohne medizinische Ausbildung Arzt in Dresden (1602), Sondrino (1604), Nürnberg (1606), Frauenfeld (1607), Genf (1609) und Den Haag (1612-1617); 1610 Feldarzt des Grafen Johann VII. von Nassau-Siegen (1561-1623); 1617-1620 Leibarzt und Aufseher über das Apothekenwesen des Grafen Anthon Günther von Oldenburg (1583-1667); 1620-1625 "Chymiater" in Hamburg; 1625-1628 Professor für Chemiatrie an der Universität Rostock; 1625-1636 Leibarzt des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); ab 1636 Leibarzt und Hofmeister des jungen Herzogs Gustav Adolph von Mecklenburg-Güstrow (1633-1695); seit 1628 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Lindernde").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Julius von Salm-Neuburg

geb.: 1600
gest.: 1654
Anm.: Sohn des Wild- und Rheingrafen Weikhard von Salm-Neuburg (1575-1617); Kämmerer, Rat und Oberstjägermeister des Kardinals und Olmützer Bischofs Franz von Dietrichstein (1570-1636); ab 1625 kaiserlicher Kämmerer; seit 1635 mährischer Oberstlandrichter; 1637-1640 Landeshauptmann von Mähren.

Weiterführende Informationen in der DNB
Johann Salmuth

geb.: 1552
gest.: 1622
Anm.: Sohn des späteren Leipziger Theologieprofessors Joachim Salmuth, genannt Beringer (1522-1576); Theologiestudium in Leipzig; 1575 Subdiakon, 1576 Diakon und ab 1577 Archidiakon der Leipziger Nikolaikirche; 1587 dritter, 1588 zweiter und 1589-1591 erster Hofprediger in Dresden; 1591/92 als "Krypto-Calvinist" in Haft; 1592 Ausweisung aus Kursachsen; 1592-1595 Pfarrer an der Heidelberger Franziskanerkirche; seit 1596 Stadtprediger an der Amberger Martinskirche; vgl. Gerhard Seibold: Die Salmuth. Entwicklungsgeschichte einer Familie, Neustadt a. d. Aisch 1996, S. 31-35.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Karl von Saurau

geb.: ca. 1590
gest.: 1648
Anm.: Sohn des Wolfgang von Saurau (gest. 1613); Konversion zum katholischen Glauben; ab 1624 kaiserlicher Kämmerer; 1632-1635 Landesverweser und seit 1635 Landeshauptmann der Steiermark; 1638 Erhebung in den Grafenstand.
Duca Carlo Emanuele I. di Savoia

geb.: 1562
gest.: 1630
Anm.: Sohn des Duca Emanuele Filiberto di Savoia (1528-1580); ab 1580 Duca di Savoia; seit 1585 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Duca Vittorio Amedeo I. di Savoia

geb.: 1587
gest.: 1637
Anm.: Sohn des Duca Carlo Emanuele I. di Savoia (1562-1630); ab 1630 Duca di Savoia; seit 1632 Anspruch auf Königstitel von Zypern und Jerusalem.

Weiterführende Informationen in der DNB
Tommaso Francesco di Savoia-Carignano
Principe Tommaso Francesco di Carignano
Comte Thomas-François de Soissons et Dreux

geb.: 1596
gest.: 1656
Anm.: Sohn des Duca Carlo Emanuele I. di Savoia (1562-1630); ab 1620 Principe di Carignano; spätenstens seit 1634 spanischer General; ab 1641 de iure uxoris Comte de Soissons und de Dreux; seit 1642 Generalissimus der Armeen Frankreichs und Savoyens in Italien; ab 1654 Grand maître de France.

Weiterführende Informationen in der DNB
Hans Ulrich von Schaffgotsch

geb.: 1595
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Christoph von Schaffgotsch (1552-1601); 1619/20 einer der schlesischen Defensoren; 1621 Treueid gegenüber Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); kaiserlicher Obrist (1626), Generalfeldwachtmeister (1632) und General der Kavallerie (1633); seit 1627 kaiserlicher Kämmerer; 1634 Verhaftung als Anhänger Wallensteins (1583-1634); 1635 Hinrichtung in Regensburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Elias Scheffel

geb.: 1572
gest.: 1633
Anm.: Studium in Jena (1591) und Leipzig (1598); ab 1599 Advokat der schwarzburgischen Kanzlei in Rudolstadt; seit 1603 Rat des Burggrafen Georg von Kirchberg; ab 1606 schwarzburgischer Kanzleirat in Frankenhausen; seit 1607 Vizekanzler, Leitung der Kanzlei und des Konsistoriums; ab 1613 Kanzleidirektor und Konsistorialvizepräsident; seit 1619 Kanzler und Konsistorialpräsident der Grafschaft Schwarzburg-Rudolstadt; 1619/20 auch Gesandter der Grafen von Barby am kurfürstlichen Hof in Dresden.
N. N. von Scherffenberg

Anm.: Um 1635 unverheiratete Angehörige des steirischen Adelsgeschlechts.
Johann Ernst von Scherffenberg

geb.: 1588
gest.: 1662
Anm.: Sohn des Friedrich von Scherffenberg (1542-1609); seit 1624 kaiserlicher Kämmerer; kaiserlicher Obrist (1626) und Feldmarschallleutnant (1633); 1634/35 in Haft wegen des Verdachts der hochverräterischen Verschwörung mit Wallenstein (1583-1634).

Weiterführende Informationen in der DNB
N. N. Schiefry

Anm.: Um 1635 Obristleutnant in der ungarischen Grenzfestung Raab (Győr).
Hans von Schleinitz

Anm.: Bruder des meißnischen Adligen Wolf Dietrich von Schleinitz; um 1623 in Padua.
Wolf Dietrich von Schleinitz

Anm.: Bruder des meißnischen Adligen Hans von Schleinitz; um 1623 in Padua.
Joachim von Schleinitz

geb.: 1577
gest.: 1644
Anm.: Sohn des Dietrich von Schleinitz (1547-1592) auf Schieritz; kursächsischer Obristleutnant, Obrist und Generalkriegskommissar (ab 1631); 1639-1642 Kommandant der Stadt Leipzig, auf Grund deren Übergabe an die Schweden er inhaftiert wurde.

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Johann Christian von Schlesien-Brieg

geb.: 1591
gest.: 1639
Anm.: Sohn des Herzogs Joachim Friedrich von Schlesien-Liegnitz-Brieg-Wohlau (1550-1602) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1611 regierender Herzog von Brieg; 1617-1621 Oberlandeshauptmann von Schlesien.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Herzog Georg Rudolph von Schlesien-Liegnitz-Wohlau

geb.: 1595
gest.: 1653
Anm.: Sohn des Herzogs Joachim Friedrich von Schlesien-Liegnitz-Brieg-Wohlau (1550-1602) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1611 regierender Herzog von Liegnitz und Wohlau (bis 1612 unter Vormundschaft); 1621-1629 Oberlandeshauptmann von Schlesien; seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wunderbare").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Karl Friedrich von Schlesien-Münsterberg-Oels
Herzog Karl Friedrich von Schlesien-Bernstadt

geb.: 1593
gest.: 1647
Anm.: Sohn des Herzogs Karl II. von Schlesien-Münsterberg-Oels (1545-1617); seit 1639 regierender Herzog von Bernstadt.

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Adolph I. von Schleswig-Holstein-Gottorf
Bischof Adolph von Schleswig

geb.: 1526
gest.: 1586
Anm.: Sohn des Königs Friedrich I. von Dänemark und Norwegen (1471-1533); ab 1544 erster regierender Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf; seit 1559 Bischof von Schleswig; ab 1560 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb.: 1597
gest.: 1659
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Adolph von Schleswig-Holstein-Gottorf (1575-1616); ab 1616 regierender Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Hochgeachte").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Johann von Schleswig-Holstein-Gottorf
Administrator Johann von Lübeck

geb.: 1606
gest.: 1655
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Adolph von Schleswig-Holstein-Gottorf (1575-1616); 1631-1634 Koadjutor und ab 1634 Administrator des Hochstifts Lübeck; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nützliche").

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb.: 1545
gest.: 1622
Anm.: Sohn des Königs Christian III. von Dänemark und Norwegen (1503-1559); seit 1564 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg

geb.: 1584
gest.: 1663
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); seit 1622 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg

geb.: 1581
gest.: 1658
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); seit 1624 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Joachim Ernst von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön

geb.: 1595
gest.: 1671
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1622 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön; seit 1625 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sichere").

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Heinrich Schlick von Passaun

geb.: ca. 1580
gest.: 1650
Anm.: Sohn des Grafen Georg Ernst Schlick (gest. 1612); ab 1598 in Kriegsdiensten verschiedener Herren; 1618-1621 Obrist der mährischen Ständearmee; kaiserlicher Obrist (1621), Feldzeugmeister (1626) und Feldmarschall (1627-1630); 1622 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1629 kaiserlicher Kämmerer; 1632-1649 Geheimer Rat und Hofkriegsratspräsident; ab 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Martin Schmidt

Anm.: Fürstlicher Amtmann in Bernburg (bis 1637) und Ballenstedt (seit 1637).
Stephan Schmidt

Anm.: Um 1626 Samt- und Seidenhändler in Harderwijk; versah auch Dienste für Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen.
Schönburg, Familie

Anm.: Mitteldeutsches Adelsgeschlecht.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Schrattenbach, Familie
Grafen von Schrattenbach

Anm.: Steirisches Adelsgeschlecht; seit 1649 Grafen.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Felix von Schrattenbach

geb.: 1570
Anm.: Sohn des Christoph von Schrattenbach (gest. 1571); kaiserlicher Obrist im Langen Türkenkrieg; innerösterreichischer Hofkriegsrat; seit 1606 erzherzoglicher Kämmerer in Graz; 1635 Plünderung und Zerstörung seines Schlosses Pragwald durch aufständische steirische Bauern.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Johann Friedrich von Schrattenbach

geb.: 1605
gest.: 1657
Anm.: Sohn des Felix von Schrattenbach (geb. 1570); seit 1635 kaiserlicher Kämmerer; 1649 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Peter Elias Schröter

geb.: ca. 1590
gest.: 1625
Anm.: Sohn des Bautzener Stadtarztes Johann Friedrich Schröter (1559-1625); Rechtsstudium (ab 1612) und Promotion zum Dr. jur. in Marburg; 1615-1622 Jurist in Jena; seit 1623 Kanzler des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630).

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Georg Schumann

gest.: 1636
Anm.: 1615-1635 anhaltisch-bernburgischer Kammersekretär.
Gräfin Anna Sophia von Schwarzburg-Rudolstadt
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt

geb.: 1584
gest.: 1652
Anm.: Tochter des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586); 1613-1630 Ehe mit Graf Karl Günther von Schwarzburg-Rudolstadt (1576-1630); 1619 Mitbegründerin der Tugendlichen Gesellschaft für adlige Frauen in Anlehnung an die Fruchtbringende Gesellschaft.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Karl Günther von Schwarzburg-Rudolstadt

geb.: 1576
gest.: 1630
Anm.: Sohn des Grafen Albrecht VII. von Schwarzburg-Rudolstadt (1537-1605); Regent der gesamten Grafschaft Schwarzburg-Rudolstadt (1605-1612), dann im Teil Rudolstadt (1612-1630); seit 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vermehrende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Ludwig Günther I. von Schwarzburg-Rudolstadt

geb.: 1581
gest.: 1646
Anm.: Sohn des Grafen Albrecht VII. von Schwarzburg-Rudolstadt (1537-1605); Regent in Frankenhausen (1612-1624), Stadtilm (1624-1631), Rudolstadt (1631-1634) und ab 1634 der gesamten Grafschaft Schwarzburg-Rudolstadt; seit 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stärkende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Adam von Schwarzenberg

geb.: 1584
gest.: 1641
Anm.: Sohn des Adolph von Schwarzenberg (1551-1600); 1599 Erhebung in den Grafenstand; ab 1610 kurbrandenburgischer Geheimer Rat und kurfürstlicher Oberkammerherr; seit 1619 als enger Berater des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640) Direktor des Geheimen Rates und Oberkämmerer; ab 1625 katholischer Herrenmeister des lutherischen Johanniterordens in der Ballei Brandenburg; seit 1630 Statthalter im Herzogtum Kleve; ab 1638 auch Statthalter der Mark Brandenburg; 1641 Inhaftierung und Tod auf der Festung Spandau.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Adolph von Schwarzenberg

geb.: 1551
gest.: 1600
Anm.: Sohn des Wilhelm von Schwarzenberg (gest. 1557); ab 1572 in spanischen Kriegsdiensten; kurkölnischer Geheimer Rat, General und Landhofmeister; Marschall und Statthalter im Hochstift Lüttich; kaiserlicher Obrist (1594) und Feldmarschall (1597) gegen die Türken; seit 1597 Kommandant der Wiener Stadtguardia; 1599 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb.: 1626
gest.: 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolph von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter durch Reichskanzler Axel Oxenstierna (1583-1654) geleiteter Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Gustav I. von Schweden

geb.: 1496
gest.: 1560
Anm.: Sohn des Erik Johansson Wasa (1470-1520); 1521-1523 schwedischer Reichsverweser; seit 1523 als König von Schweden.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Gustav II. Adolph von Schweden

geb.: 1594
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Königs Karl IX. von Schweden (1550-1611); ab 1611 König von Schweden; seit 1627 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Stephan Sennyey
Bischof Stephan von Vác
Bischof Stephan von Veszprém
Bischof Stephan von Raab

geb.: 1580
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Pankraz Sennyey; 1623-1628 Bischof von Vác; 1628-1630 Bischof von Veszprém; seit 1630 Bischof von Raab und Reichskanzler von Ungarn.
Francesco Sforza
Duca Francesco I. di Milano

geb.: 1401
gest.: 1466
Anm.: Unehelicher Sohn des italienischen Condottiere Muzio Attendolo Sforza (1369-1424); ab 1424 Condottiere abwechselnd in neapolitanischen, päpstlichen, mailändischen und venezianischen Kriegsdiensten; seit 1450 Herzog von Mailand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Johann Sieber

geb.: 1588
gest.: 1651
Anm.: Sohn des Leipziger Ratsherrn Veit Sieber (1555-1620); ab 1613 kursächsischer und 1616-1643 (seit 1636 fremdverwaltet) zugleich kaiserlicher Postmeister in Leipzig; 1636 außerdem kaiserlicher Oberproviantkommissar im Niedersächsischen Kreis mit Sitz in Hamburg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Hein Sillem

geb.: 1586
gest.: 1650
Anm.: Sohn des Hamburger Kaufmanns Otto Sillem (1558-1635); ab 1626 Niedergerichtsbürger, seit 1629 Bauhofgerichtsbürger, ab 1636 Kämmereibürger und seit 1642 Oberalter der Stadt Hamburg; vgl. Friedrich Georg Buek: Genealogische und biographische Notizen über die seit der Reformation verstorbenen hamburgischen Bürgermeister, Hamburg 1840, S. 91.

Weiterführende Informationen in der DNB
Otto Sillem

geb.: 1558
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Hamburger Kaufmanns Hinrich Sillem; ab 1589 Kämmereibürger und Jurat (St. Petri), seit 1605 Oberalter und ab 1611 Präses der Oberalten der Stadt Hamburg; vgl. Friedrich Georg Buek: Genealogische und biographische Notizen über die seit der Reformation verstorbenen hamburgischen Bürgermeister, Hamburg 1840, S. 48.

Weiterführende Informationen in der DNB
N. N. von Sinzendorf

Anm.: Österreichischer Adliger.
August von Sinzendorf

geb.: 1590
gest.: 1642
Anm.: Sohn des Reichshofrats Joachim von Sinzendorf (1544-1594).

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Wilhelm Slawata von Chlum

geb.: 1572
gest.: 1652
Anm.: Sohn des Adam Slawata (1546-1616); 1597 Konversion zum katholischen Glauben; 1600-1604 böhmischer Hofmarschall und 1604-1606 amtierender Oberstkämmerer von Kaiser Rudolph II. (1552-1612); 1605-1611 Burggraf von Karlstein; 1611-1617 Obersthoflehensrichter, 1612-1625 Kammerpräsident, 1617-1625 Oberstlandrichter, 1623-1627 Oberstkämmerer, 1627/28 Obershoflandmeister und ab 1628 Oberstkanzler des Königreichs Böhmen; seit 1621 kaiserlicher Kämmerer; ab 1624 Geheimer Rat; 1621 Erhebung in den Grafenstand; seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Johann Söldner

geb.: ca. 1580
gest.: 1649
Anm.: Geboren in Böhmen; Dr. jur.; ab 1622 Sekretär der deutschen Expedition der Reichskanzlei; seit 1634 Reichshofrat; vgl. Oswald von Gschließer: Der Reichshofrat. Bedeutung und Verfassung, Schicksal und Besetzung einer obersten Reichsbehörde von 1559 bis 1806, Wien 1942, S. 232.

Weiterführende Informationen in der DNB
Philipp Christoph von Sötern
Erzbischof und Kurfürst Philipp Christoph von Trier
Bischof Philipp Christoph von Speyer

geb.: 1567
gest.: 1652
Anm.: Sohn des Georg Wilhelm von Sötern (gest. 1593); ab 1610 Bischof von Speyer; seit 1623 Erzbischof und Kurfürst von Trier; 1635-1645 erst spanischer, dann kaiserlicher Gefangener wegen seines Bündnisvertrages mit Frankreich (1632).

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Johann Albrecht I. zu Solms-Braunfels

geb.: 1563
gest.: 1623
Anm.: Sohn des Grafen Konrad zu Solms-Braunfels (1540-1592); ab 1592 regierender Graf zu Solms-Braunfels (1607 Teilung mit den Brüdern); 1602-1618 kurpfälzischer Großhofmeister; auch Geheimer Rat und enger Berater der Kurfürsten Friedrich IV. und Friedrich V. von der Pfalz; seit 1620 Exil in Den Haag.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Philipp zu Solms-Lich

geb.: 1569
gest.: 1631
Anm.: Sohn des Grafen Ernst I. zu Solms-Lich (1527-1590); Teilnahme am Langen Türkenkrieg; Konversion zum katholischen Glauben; seit 1619 kaiserlicher Kämmerer, Obrist und Trabantenhauptmann.
Hans Sebastian Spät

Anm.: Bis 1618 Obrist der protestantischen niederösterreichischen und mährischen Stände; 1618-1620 Ächtung und Enteignung; seit 1620 kaiserlicher Obrist.
Infant Fernando von Spanien und Portugal
Don Fernando de Austria
Erzbischof Fernando von Toledo

geb.: 1609/10
gest.: 1641
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1619 Kardinal; seit 1620 Erzbischof von Toledo; 1632/33 Vizekönig von Katalonien; Statthalter des Herzogtums Mailand (1633/34) und der Spanischen Niederlande (ab 1633); seit 1633 spanischer Feldherr.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Philipp II. von Spanien
König Philipp I. von Portugal
König Philipp I. von Neapel-Sizilien
König Philipp I. von Sardinien

geb.: 1527
gest.: 1598
Anm.: Sohn von Kaiser Karl V. (1500-1558); ab 1556 König von Spanien, Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1580 König von Portugal; ab 1531 Ritter und seit 1555 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies; ab 1554 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Philipp III. von Spanien
König Philipp II. von Portugal
König Philipp II. von Neapel-Sizilien
König Philipp II. von Sardinien

geb.: 1578
gest.: 1621
Anm.: Sohn des Königs Philipp II. von Spanien (1527-1598); ab 1598 König von Spanien, Portugal, Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1583 Ritter und ab 1598 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb.: 1605
gest.: 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Ernst Georg von Sparr

geb.: 1596
gest.: 1666
Anm.: Sohn des Ernst von Sparr (1540-1596); 1621 in polnischen Kriegsdiensten; 1626 magdeburgischer Obrist; kaiserlicher Obrist (1627), Generalfeldwachtmeister (1632) und Feldzeugmeister (1633/34); seit 1634 kaiserlicher Kämmerer; 1634/35 Verhaftung als Vertrauter Wallensteins (1583-1634); 1641/42 kaiserlicher Generalleutnant; 1646 polnischer Generalleutnant; 1654 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Adriaan van den Spiegel

geb.: 1578
gest.: 1625
Anm.: Sohn des Brüsseler Adligen und Chirurgen Adriaan von den Spiegel (gest. 1600); Studium in Löwen, Leiden und in Padua (ab 1601); um 1603 Promotion zum Dr. med.; seit 1606 Arzt für die Studenten der deutschen Nation sowie Assistent des Arztes und Medizinprofessors Hieronymus Fabricius ab Aquapendente (1537-1619) an der Universität Padua; nach 1612 Medicus primarius in Böhmen und Mähren; ab 1616 Professor für Chirurgie und Anatomie in Padua.

Weiterführende Informationen in der DNB
Johannes Stalmann

geb.: 1577
gest.: 1635(?)
Anm.: Sohn des Bauern Kaspar Stalmann (gest. 1619) in Lüttringhausen bei Remscheid; 1601-1603 Jurastudium in Herborn; Dr. jur. utr.; 1603-1609 Advokat und Dozent in Herborn; 1609-1612 isenburgischer Oberschultheiß in Büdingen; 1612-1628 Rat und Kanzler des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dänischer Generalkriegsauditor; 1631-1634 schwedischer Kanzler der Stifte Magdeburg und Halberstadt; danach schwedische Gefangenschaft und Flucht in die habsburgischen Erblande; seit 1632 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Abgezogene").

Weiterführende Informationen in der DNB
Hermann Christian (von) Stammer

geb.: 1603
gest.: 1636
Anm.: Sohn des Arndt (von) Stammer (gest. 1611) auf Ballenstedt; 1622/23 Kammerjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1623-1625 Kammerjunker des Fürsten Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632); ab 1635 Stallmeister und 1636 Hofmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1627 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erweckende"); vgl. Daniel Sachse: Christliche LeichPredigt/ Uber Den Tödtlichen Abgang Deß weyland WohlEdlen [...] Herman Christian Stammers/ [...], Zerbst 1636, o. S.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Erasmus d. J. von Starhemberg

geb.: 1595
gest.: 1664
Anm.: Sohn des Reichard von Starhemberg (1570-1613); ab ca. 1630 Leben als calvinistischer Emigrant aus Oberösterreich in Wien; 1643 Erhebung in den Grafenstand; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Leidende"); vgl. Georg Heilingsetzer: Die andere Barockkultur, Erasmus der Jüngere von Starhemberg (1595-1664), Literatur, Protestantismus und Toleranz, in: Oberösterreich 26/2 (1976), S. 17-22.

Weiterführende Informationen in der DNB
Ludwig von Starhemberg

geb.: 1564
gest.: 1620
Anm.: Sohn des Rüdiger von Starhemberg (1534-1582); seit 1595 Burggraf von Steyr; kaiserlicher Kämmerer und Hofkammerdirektor unter Kaiser Matthias (1557-1619); 1620 Ächtung wegen Teilnahme am böhmisch-österreichischen Ständeaufstand; vgl. Johann Schwerdling: Geschichte des [...] Hauses Starhemberg, Linz 1830, S. 199-205.

Weiterführende Informationen in der DNB
Martin von Starhemberg

geb.: 1566
gest.: 1620
Anm.: Sohn des Rüdiger von Starhemberg (1534-1582); ab 1594 Kämmerer des Erzherzogs Matthias von Österreich (1557-1619); seit 1609 niederösterreichischer Regimentsrat; 1620 Ächtung wegen Teilnahme am böhmisch-österreichischen Ständeaufstand; vgl. Johann Schwerdling: Geschichte des [...] Hauses Starhemberg, Linz 1830, S. 206f.

Weiterführende Informationen in der DNB
Paul Jakob von Starhemberg

geb.: 1560
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Rüdiger von Starhemberg (1534-1582); Geheimer Rat und Kämmerer von Kaiser Matthias (1557-1619); seit 1619 kaiserlicher Kämmerer; 1620-1622 und 1628-1633 niederösterreichischer Herrenstandsverordneter; vgl. Johann Schwerdling: Geschichte des [...] Hauses Starhemberg, Linz 1830, S. 190-194.

Weiterführende Informationen in der DNB
Peter Heinrich von Stralendorff

geb.: 1580
gest.: 1637
Anm.: Sohn des Leopold von Stralendorff (gest. 1623); ab 1605 Reichshofrat; seit 1620 Reichshofratsvizepräsident; Geheimer Rat; ab 1623 Reichsvizekanzler; seit 1627 kaiserlicher Kämmerer; 1625 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Sultan (Osmanisches Reich) Ahmed I.

geb.: 1590
gest.: 1617
Anm.: Sohn von Sultan Mehmed III. (1566-1603); seit 1603 Sultan des Osmanischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB
Sultan (Osmanisches Reich) Murad II.

geb.: 1403
gest.: 1451
Anm.: Sohn von Sultan Mehmed I. (1389-1421); seit 1421 Sultan des Osmanischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB
Sultan (Osmanisches Reich) Murad IV.

geb.: 1612
gest.: 1640
Anm.: Sohn von Sultan Ahmed I. (1590-1617); seit 1623 Sultan des Osmanischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB
Sultan (Osmanisches Reich) Mustafa I.

geb.: 1591
gest.: 1639
Anm.: Sohn von Sultan Mehmed III. (1566-1603); 1617/18 und 1622/23 Sultan des Osmanischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB
Sultan (Osmanisches Reich) Selim II.

geb.: 1524
gest.: 1574
Anm.: Sohn von Sultan Süleyman I. (gest. 1566); seit 1566 Sultan des Osmanischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB
Sultan (Osmanisches Reich) Süleyman I.

geb.: 1494/96
gest.: 1566
Anm.: Sohn von Sultan Selim I. (1470-1520); seit 1502 Sultan des Osmanischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB
N. N. Teufel von Guntersdorf (1)

Anm.: Um 1621/22 verheiratete Angehörige des niederösterreichischen Adelsgeschlechts.
Heinrich Teufel von Pirkensee

Anm.: Sohn des Konrad Teufel von Pirkensee (1527-1582); Landsasse auf Schwarzenfeld; 1629 Emigration aus der Oberpfalz.
Heinrich Teufel von Pirkensee

Anm.: Sohn des Konrad Teufel von Pirkensee (1527-1582); Landsasse auf Schwarzenfeld; 1629 Emigration aus der Oberpfalz.
Otto Teufel von Guntersdorf

geb.: 1589
gest.: 1673
Anm.: Sohn des Michael Teufel von Guntersdorf (1557-1590); ab 1628 kaiserlicher Kämmerer; seit ca. 1668 Oberstfalkenmeister.

Weiterführende Informationen in der DNB
Gaspar de Teves y Tello de Guzmán
Marqués Gaspar de La Fuente del Torno
Conde Gaspar de Benazuza

geb.: 1608
gest.: 1673
Anm.: Spanischer Adliger; diplomatische Missionen in Deutschland (1633) und Italien (1639); ab 1633 erster Marqués de La Fuente del Torno; spanischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag (1640/41); Botschafter in Venedig (1642-1656), Wien (1656-1661) und Paris (1662-1667); seit 1663 erster Conde de Benazuza; ab 1666 Consejero de Estado.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Heinrich Matthias von Thurn

geb.: 1567
gest.: 1640
Anm.: Sohn des Grafen Franz von Thurn (1509-1586); ab 1588 in kaiserlichen Kriegsdiensten als Hauptmann (1595), Obristleutnant (1598) und Obrist (1601); seit 1601 Hofkriegsrat; ab 1609 einer der Führer der protestantischen böhmischen Stände; 1611-1617 und 1619/20 Burggraf von Karlstein; 1618-1620 Generalleutnant bzw. Generalfeldmarschall des Ständeheeres; danach Ächtung, Enteignung und Emigration; 1621-1624 Fortsetzung des Krieges gegen die Habsburger unter Gabriel Bethlen, Fürst von Siebenbürgen (1580-1629); 1625-1627 venezianischer General; 1627 dänischer Feldmarschall; 1629-1635 schwedischer Generalleutnant.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Raimund von Thurn

geb.: 1555
gest.: 1623
Anm.: Sohn des Franz von Thurn (1519-1566); Herr auf Vipulzano; kaiserlicher Gesandter in Venedig (1596) und Rom (1608); 1572 Erhebung in den Grafenstand.
Graf Veit Heinrich von Thurn

geb.: ca. 1590
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Grafen Hieronymus Wenzel von Thurn (1565-1613) auf Wostitz/Südmähren; seit 1618 Kämmerer von König Ferdinand II. (1578-1637); 1619/20 Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand; danach Ächtung und Enteignung, jedoch spätestens 1626 begnadigt.
Curt von der Trautenburg
Curt von Beyern

gest.: 1639
Anm.: Sohn des Heinrich von der Trautenburg; Erbherr auf Hornhausen, Derneburg und Ottleben; spätestens ab 1626 Stallmeister und Kammerjunker sowie Reisebegleiter des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg (bis 1628); später Leben auf Pachtgut in Schleswig-Holstein; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Aufhelfende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Adam Erdmann Trčka von Leipa

geb.: ca. 1599
gest.: 1634
Anm.: Sohn des Johann Rudolph Trčka von Lipa (1557-1634); seit 1623 kaiserlicher Kämmerer; Volontär (1626), Obrist (1630) und Feldmarschallleutnant (1632) unter Wallenstein (1583-1634); 1627 Konversion zum katholischen Glauben; 1634 Ermordung als Vertrauter Wallensteins ; 1628 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Melchior Andreas von Trotha

geb.: 1580
gest.: 1634
Anm.: Sohn des Friedrich von Trotha (gest. 1615); Erbherr auf Gänsefurt und Burg Schadeleben; anhaltischer Landrat; seit 1628 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Rote").

Weiterführende Informationen in der DNB
Georg Erasmus von Tschernembl

geb.: 1567
gest.: 1626
Anm.: Sohn des Hans von Tschernembl (1536-1605); 1598-1604 und 1617-1620 Herrenstandsverordneter in Oberösterreich; ab 1608 einer der radikalen Wortführer des Adelsprotestantismus in Österreich ob der Enns; 1619/20 intensive Beteiligung am böhmisch-österreichischen Ständeaufstand (u. a. als Kriegsrat); danach Flucht, Ächtung und Enteignung; Exil in der Oberpfalz, in Vaihingen und seit 1622 in Genf.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Jean T'Serclaes de Tilly
Comte Jean de Tilly

geb.: 1559
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Martin T'Serclaes de Tilly (gest. 1597); zunächst in spanischen und lothringischen Kriegsdiensten; kaiserlicher Obristleutnant (1600), Obrist und Generalfeldwachtmeister (1601), Feldzeugmeister (1604) und Feldmarschall (1605) in Ungarn; ab 1610 Generalleutnant der Katholischen Liga; seit 1630 auch kaiserlicher Generalleutnant; 1622 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
N. N. van U(i)terwijk (1)

geb.: ca. 1610
gest.: 1626
Anm.: Vermutlich niederländischer Adliger; im Juni 1626 für ca. zwei Wochen katholischer Edelknabe des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg.
Jakob Ulfeldt

geb.: 1567
gest.: 1630
Anm.: Sohn des Jakob Ulfeldt (1535-1593), ab 1570 dänischer Reichsrat; seit 1597 königlicher Hofjunker; ab 1607 dänischer Reichsrat; seit 1609 Reichskanzler.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Matthias I. Corvinus von Ungarn
König Matthias I. Corvinus von Böhmen

geb.: 1443
gest.: 1490
Anm.: Sohn des ungarischen Reichsverwesers Johann Hunyadi (gest. 1456); ab 1458/64 König von Ungarn; seit 1569 König von Böhmen (als Gegenkönig zu Georg von Podiebrad und Wladislaw II.).

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Jean-Baptiste de la Valle
Giovanni Battista della Velle

Anm.: Vermutlich in Frankreich lebender Italiener.
Felipe Emmanuel Vélez de Guevara y Tassis

gest.: 1642
Anm.: Sohn des Íñigo d. Ä. Vélez de Guevara y Tassis, Conde de Oñate (1566-1644); spanischer Obrist.
Íñigo d. Ä. Vélez de Guevara y Tassis
Conde Íñigo d. Ä. de Oñate
Conde Íñigo d. Ä. de Villamediana

geb.: 1566
gest.: 1644
Anm.: Sohn des Pedro Vélez de Guevara, Señor de Salinillas (gest. 1584); Oberkämmerer des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); 1603-1613 spanischer Gesandter in Savoyen; 1616-1625 und 1633-1637 außerordentlicher spanischer Botschafter am Wiener Kaiserhof; ab 1622 Conde de Oñate und Conde de Villamediana; 1626-1629 spanischer Botschafter in Rom; seit 1633 Consejero de estado; ab 1638 Presidente del Consejo de Órdenes.

Weiterführende Informationen in der DNB
Johann Baptist Verda von Verdenberg
Graf Johann Baptist von Verdenberg

geb.: 1582
gest.: 1648
Anm.: Sohn des Görzer Juristen Jakob Verda; 1603 Promotion zum Dr. jur. in Pavia; ab 1607 Rat und 1611-1619 Prokurator der innerösterreichischen Hofkammer in Graz; 1620-1637 österreichischer Hofkanzler; seit 1629 kaiserlicher Kämmerer; ab 1637 Geheimer Rat; Erhebung in den Ritter- (1622), Freiherren- (1623) und Grafenstand (1630); vgl. Harald Tersch: Österreichische Selbstzeugnisse des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit (1400-1650). Eine Darstellung in Einzelbeiträgen, Wien 1998, S. 634f.

Weiterführende Informationen in der DNB
Guglielmo Verdugo

geb.: 1578
gest.: 1629
Anm.: Sohn des Francisco Verdugo (1537-1595); spanischer und kaiserlicher Obrist; ab 1612 Kriegsrat in Brüssel und Gubernator von Geldern; 1620 nahm er Prinz Christian d. J. von Anhalt-Bernburg in der Schlacht am Weißen Berg gefangen; seit 1621 kaiserlicher Kämmerer; ab 1623 Generalgouverneur der eroberten Unterpfalz (Rheinpfalz).

Weiterführende Informationen in der DNB
Bartholomäus Viatis

geb.: 1538
gest.: 1624
Anm.: Sohn des Venezianers Bernardo Viatis (1504-1574); 1550-1557 Lehre beim Nürnberger Federmacher Hans Wollandt; 1557-1551 Aufenthalt in Lyon; ab 1569 Bürger von Nürnberg; 1570 Gründung einer Handelsgesellschaft mit den Nürnbergern Georg Forst und Melchior Lang; seit 1576 Genannter des Größeren Rats und ab 1583 Gassenhauptmann der Reichsstadt Nürnberg; seit 1591 gemeinsame Handelsgesellschaft Viatis & Peller mit seinem Schwiegersohn Martin Peller (1559-1629).

Weiterführende Informationen in der DNB
Vincenzo N. N.

Anm.: Um 1635 Bereiter in der Spanischen Hofreitschule zu Wien.
Christian Vitzthum von Eckstedt

geb.: 1592
gest.: 1652
Anm.: Sohn des Georg Vitzthum von Eckstedt (1551-1605) auf Kannawurf; Erbherr auf Kannawurf, Neu-Asseburg und Voigtstedt; spätestens seit 1626 kaiserlicher Obristleutnant; kursächsischer Obristleutnant und Obrist (bis 1639); danach kaiserlicher Obrist; 1652 Konversion zum katholischen Glauben.
Volckersdorff, Familie

Anm.: Im Jahr 1616 ausgestorbenes oberösterreichisches Adelsgeschlecht.
Graf Johann Sigmund von Wagensperg
Johann Sigmund Wagen von Wagensperg

geb.: 1574
gest.: 1641
Anm.: Sohn des (Johann) Balthasar Wagen von Wagensperg (gest. 1595); 1600-1607 Landesverweser der Steiermark; Kämmerer des Erzherzogs Ferdinand II. von (Inner-)Österreich (1578-1637); 1607-1609 innerösterreichischer Hofkammerpräsident; 1609-1611 Statthalter von Innerösterreich; seit 1609 auch innerösterreichischer Geheimer Rat; Erhebung in den Freiherren- (1602) und Grafenstand (1625).

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Christian von Waldeck-Wildungen
Graf Christian von Waldeck-Eisenberg

geb.: 1585
gest.: 1637
Anm.: Sohn des Grafen Josias von Waldeck-Eisenberg (1554-1588); 1588-1607 gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Wolrad IV. (1588-1640) Regent der Grafschaft Waldeck-Eisenberg (bis 1604 unter Vormundschaft); ab 1607 alleinregierender Graf von Waldeck-Wildungen; seit 1622 kaiserlicher Kämmerer; ab 1626 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Betauete").

Weiterführende Informationen in der DNB
Bernhard von Waldow

geb.: 1592
gest.: 1658
Anm.: Sohn des Sebastian von Waldow (1564-1616); bis 1640 kurbrandenburgischer Hofmarschall; zuletzt dänischer Rat und Generalkriegskommissar.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Adam d. J. von Waldstein

geb.: 1569/70
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Johann von Waldstein (gest. 1576); Konversion zum katholischen Glauben; Oberstlandrichter (1608-1611), Obersthofmeister (1611-1619) und Oberstburggraf (ab 1627) des Königreichs Böhmen; seit 1618 kaiserlicher Kämmerer; ab 1637 Geheimer Rat; 1628 Erhebung in den Grafenstand; seit 1631 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Albrecht Wenzel Eusebius von Waldstein
Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein
Fürst Albrecht Wenzel Eusebius von Friedland
Herzog Albrecht Wenzel Eusebius von Friedland
Herzog Albrecht VIII. von Mecklenburg
Herzog Albrecht Wenzel Eusebius von Schlesien-Sagan

geb.: 1583
gest.: 1634
Anm.: Sohn des Wilhelm von Waldstein (1547-1595); 1606 Konversion zum katholischen Glauben; 1607 kaiserlicher Hauptmann; 1615-1618 Obrist der mährischen Stände; kaiserlicher Obrist (1618), Generalfeldwachtmeister (1623) und zweimal Oberbefehlshaber der Armee des Kaisers (1625-1630 und 1632-1634); 1623 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1624 Fürst und seit 1625 Herzog von Friedland; 1628-1631 Herzog von Mecklenburg; ab 1628 Herzog von Schlesien-Sagan; 1634 Absetzung und Ermordung wegen Hochverrats; seit 1628 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Gräfin Katharina von Waldstein
Geburtsname: Katharina von Harrach

geb.: 1599
gest.: 1641
Anm.: Tochter des Karl von Harrach (1570-1628); seit 1622 Ehe mit Graf Maximilian von Waldstein (1598-1655).
Graf Maximilian von Waldstein

geb.: 1598
gest.: 1655
Anm.: Sohn des Adam d. J. von Waldstein (1569/70-1638); zunächst in spanischen Kriegsdiensten; ab 1620 kaiserlicher Obrist; seit 1622 Kämmerer, 1637-1642 Oberststallmeister und ab 1650 Oberstkämmerer von Erzherzog bzw. Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); ab 1647 Geheimer Rat; 1628 Erhebung in den Grafenstand; seit 1655 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Anselm Kasimir Wambolt von Umstadt
Erzbischof und Kurfürst Anselm Kasimir von Mainz

geb.: 1583
gest.: 1647
Anm.: Sohn des Eberhard Wambolt von Umstadt (1546-1609); seit 1629 Erzbischof und Kurfürst von Mainz.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Dietrich von dem Werder

geb.: 1584
gest.: 1657
Anm.: Sohn des Gebhard von dem Werder (1539-1612); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Gerlebogk, Görzig und Ziebigk; Page, Kammerjunker und Stallmeister des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1610 hessisch-kasselischer Rittmeister; danach bis 1622 Geheimer Rat und Oberhofmarschall in Kassel; 1623 anhaltischer Kapitän; 1631-1635 schwedischer Obrist; ab 1635 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1645 kurbrandenburgischer Obrist, Geheimer Rat und Amtshauptmann von Alt-Gatersleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielgekörnte").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Heinrich von dem Werder

geb.: 1578
gest.: 1636
Anm.: Sohn des Gebhard von dem Werder (1539-1612); Erbherr auf Gröbzig; bis 1635 Land- und Kammerrat des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); Angehöriger des anhaltischen Ständeausschusses; seit 1624 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fortkommende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Paris von dem Werder

geb.: 1623
gest.: 1674
Anm.: Sohn des Dietrich von dem Werder (1584-1657); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Reupzig und Bräsen; vor 1646 Page am Dessauer Hof; später anhaltisch-dessauischer Rat; seit 1639 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Friedfertige").

Weiterführende Informationen in der DNB
Peter Wesenbeck

gest.: 1637
Anm.: Sohn des flämischen Juristen Petrus Wesenbeck d. J. (1546-1603); zuletzt Gutsbesitzer in Waldau bei Bernburg.
Wouter van Wijnbergen
Wolter van Wynberg

geb.: 1592
gest.: 1630
Anm.: Sohn des Hardewijker Bürgermeisters Sibert (Sywart) van Wijnbergen (gest. 1600); um 1626 Bürgermeister in Harderwijk.
Georg Winckler

geb.: 1582
gest.: 1654
Anm.: Sohn des Salzwedeler Handelsmannes und Ratskämmerers Andreas Winckler; Erbherr auf Dölitz und Stünz; ab 1596 kaufmännische Ausbildung in Leipzig; seit 1604 selbständiger Leipziger Handelsmann; vgl. Fritz Roth: Restlose Auswertungen von Leichenpredigten und Personalschriften für genealogische und kulturhistorische Zwecke, Bd. 7, Boppard/Rhein 1972, R 6280.

Weiterführende Informationen in der DNB
Anton Wolfradt
Bischof Antonius von Wien

geb.: 1581
gest.: 1639
Anm.: Geboren in Köln; 1612/13 Abt von Wilhering; ab 1613 Abt von Kremsmünster; 1623-1630 Präsident der österreichischen Hofkammer; seit 1624 Geheimer Rat; 1631 leitete er die Friedensverhandlungen zum Mantuanischen Erbfolgekrieg; im selben Jahr Erhebung in den Reichsfürstenstand und Ernennung zum Bischof von Wien.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Hans Erhard Wolfskeel von Reichenberg

geb.: 1605
gest.: 1659
Anm.: Sohn des Georg Sigmund Wolfskeel von Reichenberg; würzburgischer Rat und Amtmann von Remlingen; 1633/34 schwedischer Regimentsrat im Herzogtum Franken; ... 1649 kurmainzischer Gesandter auf dem Nürnberger Exekutionstag.

Weiterführende Informationen in der DNB
Sigmund von Wolkenstein

geb.: 1554
gest.: 1624
Anm.: Sohn des Christoph von Wolkenstein (1530-1600); Erbherr auf Castel Ivano bei Ivano-Fracena.
Christian Wonna

geb.: 1594
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Weimarer Seilers Gregor Wonna; Theologiestudium in Jena (ab 1612) und Wittenberg (seit 1617); ab 1619 Schulmeister und seit 1620 Pfarrer in Ortenburg; vgl. Carl Mehrmann: Geschichte der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde Ortenburg in Niederbayern, Landshut 1863, S. 110f.

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Eberhard III. von Württemberg

geb.: 1614
gest.: 1674
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Friedrich von Württemberg (1582-1628); seit 1628 regierender Herzog von Württemberg (bis 1633 unter Vormundschaft); 1634-1638 Exil in Straßburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Johann Friedrich von Württemberg

geb.: 1582
gest.: 1628
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich I. von Württemberg (1557-1608) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1608 regierender Herzog von Württemberg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Julius Friedrich von Württemberg-Weiltingen

geb.: 1588
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich I. von Württemberg (1557-1608) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1617 regierender Herzog von Württemberg-Weiltingen; 1631-1633 württembergischer Regent für seinen Neffen Eberhard III. (1614-1674); seit 1634 Exil nach Straßburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
N. N. Zaborsky (2)

gest.: 1636
Anm.: Böhmischer Adliger; zuletzt schwedischer Obristleutnant.
Ernst von Zanthier

geb.: nach 1602
Anm.: Sohn des Christoph Ernst von Zanthier (gest. 1621/22); Erbherr auf Brösigk; zeitweise Hofmeister der Fürstin Anna von Anhalt-Bernburg (1579-1624); um 1636 kursächsischer Obristwachtmeister; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Notfeste").
Zar (Moskauer Reich) Michael
Michail Fjodorowitsch Romanow

geb.: 1596
gest.: 1645
Anm.: Sohn des Bojaren Fjodor Nikititsch Romanow (1553-1633); seit 1613 Zar des Moskauer Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB
Zar (Moskauer Reich) Wassili IV.
Fürst Wassili Iwanowitsch Schuiski

geb.: 1552
gest.: 1612
Anm.: Sohn des Bojaren Fürst Iwan Andrejewitsch Schuiski (gest. 1573); 1606-1610 Zar des Moskauer Reiches; seit 1610 polnischer Gefangener.

Weiterführende Informationen in der DNB
Aalen
weiterführende Informationen
Aarösund (Årøsund)
weiterführende Informationen
Abano (Abano Terme)
weiterführende Informationen
Abensberg
weiterführende Informationen
Adorf
weiterführende Informationen
Adriatisches Meer
weiterführende Informationen
Aeolia (Aiolia)
Anm.: In der griechisch-römischen Mythologie Insel des Windgottes Aeolus.
Ägäisches Meer
weiterführende Informationen
Ägypten
weiterführende Informationen
Aderstedt
weiterführende Informationen
Afrika
weiterführende Informationen
Ahrensbök
weiterführende Informationen
Aken
weiterführende Informationen
Albanien
Albrechtsburg (Meißen)
weiterführende Informationen
Alexandria
weiterführende Informationen
Alikendorf
weiterführende Informationen
Alkmaar
weiterführende Informationen
Alpen
weiterführende Informationen
Alphen aan den Rijn
weiterführende Informationen
Alsleben
weiterführende Informationen
Alsleben, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Altdorf
weiterführende Informationen
Altenburg
weiterführende Informationen
Altendresden (Dresden-Neustadt)
Altheim
weiterführende Informationen
Altmark
weiterführende Informationen
Altona
weiterführende Informationen

Anm.: Heute Stadtteil von Hamburg.
Alzey
weiterführende Informationen
Amager, Insel
weiterführende Informationen
Amberg
weiterführende Informationen
Amboise
weiterführende Informationen
Ambon, Insel
weiterführende Informationen
Amerika
weiterführende Informationen
Amersfoort
weiterführende Informationen
Ammer, Fluss
weiterführende Informationen
Amöneburg
weiterführende Informationen
Amsterdam
weiterführende Informationen
Amstetten
weiterführende Informationen
Andernach
weiterführende Informationen
Angiari
weiterführende Informationen
Anhalt, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt-Bernburg, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt-Dessau, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt-Köthen, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt-Plötzkau, Fürstentum
Anhalt-Zerbst, Fürstentum
Ansbach
weiterführende Informationen

Anm.: Bis ins 18. Jahrhundert meist Onolzbach genannt.
Antvorskov, Schloss
Anm.: Ehemaliges Johanniterkloster südöstlich der dänischen Stadt Slagelse, das nach der Reformation in ein königliches Schloss umgewandelt wurde.
Antwerpen
weiterführende Informationen
Apeldoorn
weiterführende Informationen
Aquileia
weiterführende Informationen
Aquileia, Patriarchat
Arabien
weiterführende Informationen
Arendshorst
Anm.: Niederländische Siedlung an der Vechte westlich von Ommen (Overijssel).
Arendsee
weiterführende Informationen
Arktis
weiterführende Informationen
Arlesega
weiterführende Informationen
Arnheim (Arnhem)
weiterführende Informationen
Arnshaugk, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Kurfürstentums Sachsen.
Arnstadt
weiterführende Informationen
Arquà (Arquà Petrarca)
weiterführende Informationen
Artlenburg
weiterführende Informationen
Artois, Grafschaft
weiterführende Informationen
Asch (Aš)
weiterführende Informationen
Aschach an der Donau
weiterführende Informationen
Aschersleben
weiterführende Informationen
Asia
Anm.: Ehemalige Provinz des Römischen Reiches im Westen Kleinasiens (der heutigen Türkei).
Askanien (Aschersleben), Grafschaft
Assens
weiterführende Informationen
Asti
weiterführende Informationen
Athen
weiterführende Informationen
Atzwang (Campodazzo)
weiterführende Informationen
Auerbach
weiterführende Informationen
Augsburg
weiterführende Informationen
Aussig (Ústí nad Labem)
weiterführende Informationen
Avignon, Erzbistum
weiterführende Informationen
Baalberge
weiterführende Informationen
Babylon
weiterführende Informationen
Babylonien
weiterführende Informationen
Bacchiglione, Fluss
weiterführende Informationen
Badeborn
weiterführende Informationen
Baden (bei Wien)
weiterführende Informationen
Bärenrode
weiterführende Informationen
Baiersdorf
weiterführende Informationen
Balaton (Plattensee)
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Ballenstedt, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Bamberg
weiterführende Informationen
Bamberg, Hochstift
weiterführende Informationen
Barby
weiterführende Informationen
Barwies
weiterführende Informationen
Basel
weiterführende Informationen
Baskenland
weiterführende Informationen
Basra, Ejalet (Basra Eyâlet)
weiterführende Informationen

Anm.: Verwaltungseinheit des Osmanischen Reichs.
Bassano del Grappa
weiterführende Informationen
Battaglia (Battaglia Terme)
weiterführende Informationen
Baunach
weiterführende Informationen
Bayerischer Reichskreis
weiterführende Informationen
Bayern, Herzogtum bzw. Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Bayersoien (Bad Bayersoien)
weiterführende Informationen
Bayonne
weiterführende Informationen
Bayreuth
weiterführende Informationen
Beemster
weiterführende Informationen
Beesen
weiterführende Informationen

Anm.: Stammgut der Familie Krosigk.
Beilngries
weiterführende Informationen
Bentheim (Bad Bentheim)
weiterführende Informationen
Bentheim, Grafschaft
weiterführende Informationen
Berching
weiterführende Informationen
Berg, Herzogtum
weiterführende Informationen
Bergedorf
weiterführende Informationen

Anm.: Heute Stadtteil von Hamburg.
Bergen
weiterführende Informationen
Bergen op Zoom
weiterführende Informationen
Berggießhübel (Bad Gottleuba-Berggießhübel)
weiterführende Informationen
Berlin
weiterführende Informationen
Bern, Republik
weiterführende Informationen
Bernau bei Berlin
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Bestehend aus der eigenständiger Tal- ("Stadt im Tale", entstanden aus den ehemaligen Teilen Altstadt und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vor dem Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Besançon
weiterführende Informationen
Betuwe
weiterführende Informationen
Bevazzana
weiterführende Informationen
Beverwijk
weiterführende Informationen
Bevilacqua
weiterführende Informationen
Bibersburg (Červený Kameň), Schloss
weiterführende Informationen
Biendorf
weiterführende Informationen
Bischofteinitz (Horšovský Týn)
weiterführende Informationen
Bitterfeld (Bitterfeld-Wolfen)
weiterführende Informationen
Bizerta (Binzart)
weiterführende Informationen
Blessano
weiterführende Informationen
Bode, Fluss
weiterführende Informationen
Böhlen
weiterführende Informationen
Böhmen, Königreich
weiterführende Informationen
Böhmerwald (Šumava)
weiterführende Informationen
Böhmisch Brod (Český Brod)
weiterführende Informationen
Böhmischer Wald
Anm.: Zeitgenössischer Sammelbegriff für den Böhmerwald, Oberpfälzer Wald, das Fichtelgebirge, Vogtland/Elstergebirge, Erzgebirge und Elbsandsteingebirge.
Boekel
weiterführende Informationen
Bösen
Anm.: Bereits im 17. Jahrhundert nicht mehr existierendes Dorf (Wüstung) in der Grafschaft Barby.
Bogense
weiterführende Informationen
Boizenburg
weiterführende Informationen
Bologna
weiterführende Informationen
Bommelerwaard
weiterführende Informationen
Bopfingen
weiterführende Informationen
Bordeaux
weiterführende Informationen
Borgesdorf
weiterführende Informationen
Borgo Valsugana (Burg im Suganertal)
weiterführende Informationen
Bormio
weiterführende Informationen
Bornhöved
weiterführende Informationen
Bornico
Anm.: Heute Ortsteil von Toscolano-Maderno am Gardasee.
Bosnien, Ejalet (Bosna Eyâlet)
weiterführende Informationen

Anm.: Verwaltungseinheit des Osmanischen Reichs mit Hauptsitz in Banja Luka.
Boulogne-sur-Mer
weiterführende Informationen
Bozen (Bolzano)
weiterführende Informationen
Brabant, Herzogtum
weiterführende Informationen
Bramstedt (Bad Bramstedt)
weiterführende Informationen
Brandenburg an der Havel
weiterführende Informationen
Brandenburg an der Havel, Altstadt
weiterführende Informationen

Anm.: Damals selbständige Stadt.
Brandenburg an der Havel, Neustadt
weiterführende Informationen

Anm.: Damals selbständige Stadt.
Brandenburg, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Brandenburg, Markgrafschaft
weiterführende Informationen

Anm.: Kernland des Kurfüstentums Brandenburg.
Brandenburg-Ansbach, Markgrafschaft
weiterführende Informationen
Brandenburg-Bayreuth, Markgrafschaft
weiterführende Informationen
Brasilien
weiterführende Informationen

Anm.: Portugiesische Kolonie.
Braunau am Inn
weiterführende Informationen
Braunfels
weiterführende Informationen
Braunschweig
weiterführende Informationen
Braunschweig, Herzogtum
weiterführende Informationen
Braunschweig-Lüneburg, Herzogtum
weiterführende Informationen
Braunschweig-Wolfenbüttel, Herzogtum
weiterführende Informationen
Braunsdorf
weiterführende Informationen
Breda
weiterführende Informationen
Bredevoort
weiterführende Informationen
Breitenbrunn
weiterführende Informationen
Breitenstein
weiterführende Informationen
Breitingen (Regis-Breitingen)
weiterführende Informationen
Bremen
weiterführende Informationen
Bremen, Erzstift
weiterführende Informationen
Brenner (Brennero), Pass
weiterführende Informationen
Brennerbad (Terme del Brennero)
weiterführende Informationen
Brennersee
weiterführende Informationen
Brenta, Fluss
weiterführende Informationen
Brescia
weiterführende Informationen
Breslau (Wrocław)
weiterführende Informationen
Brieg (Brzeg)
weiterführende Informationen
Briel (Brielle)
weiterführende Informationen
Brigetio
weiterführende Informationen

Anm.: Ehemaliges römisches Militärlager am pannonischen Limes.
Britannien
weiterführende Informationen

Anm.: Ehemalige Provinz des Römischen Reiches.
Brixen (Bressanone)
weiterführende Informationen
Brixen, Hochstift
weiterführende Informationen
Brocken, Berg
weiterführende Informationen
Bruck an der Leitha
weiterführende Informationen
Bruck an der Mur
weiterführende Informationen
Brüssel (Brussels, Bruxelles)
weiterführende Informationen
Brünn (Brno)
weiterführende Informationen
Brusegana
Anm.: Heute ein Stadtteil von Padua.
Budin an der Eger (Budyně nad Ohří)
weiterführende Informationen
Budweis (České Budějovice)
weiterführende Informationen
Budwitz (Moravské Budějovice)
weiterführende Informationen
Bützow
weiterführende Informationen
Burg bei Magdeburg
weiterführende Informationen
Burghausen
weiterführende Informationen
Burghausen, Burg
weiterführende Informationen
Burgund, Freigrafschaft (Franche-Comté)
weiterführende Informationen
Burgund, Herzogtum
weiterführende Informationen
Burgundischer Reichskreis
weiterführende Informationen
Buttstädt
weiterführende Informationen
Bystřice
weiterführende Informationen
Byzantinisches Reich
weiterführende Informationen
Cadiz
weiterführende Informationen
Calais
weiterführende Informationen
Calbe
weiterführende Informationen
Calenberg, Burg
weiterführende Informationen
Calvörde
weiterführende Informationen
Campo Marzo (Vicenza)
weiterführende Informationen
Canal Grande (Venedig)
weiterführende Informationen
Canale della Giudecca (Venedig)
weiterführende Informationen
Canale Piovego
weiterführende Informationen
Cannstatt (Bad Cannstatt)
weiterführende Informationen
Caorle
weiterführende Informationen
Carnuntum
weiterführende Informationen

Anm.: Ehemalige römische Stadt mit Legionslager am pannonischen Limes.
Caselle
weiterführende Informationen
Castel Gandolfo, Päpstlicher Palast
weiterführende Informationen
Castel Ivano
Anm.: Burg bei Ivano-Fracena oberhalb des Suganertals (Valsugana).
Castello della Bellaguardia
weiterführende Informationen
Castello del Catajo
weiterführende Informationen
Castello San Salvatore
weiterführende Informationen
Castelnuovo del Garda
weiterführende Informationen
Castricum
weiterführende Informationen
Catajo
weiterführende Informationen
Cavalcaselle
weiterführende Informationen
Celle
weiterführende Informationen
Cervarese Santa Croce
weiterführende Informationen
Cervignano del Friuli
weiterführende Informationen
Châlons-en-Champagne
weiterführende Informationen
Champagne
weiterführende Informationen
Chemnitz
weiterführende Informationen
Chiavenna
weiterführende Informationen
Chile, Generalkapitanat (Capitanía General de Chile)
Anm.: 1609-1818 bestehender südwestlicher Teil des spanischen Vizekönigreiches Peru, der über die Grenzen des heutigen chilenischen Staates deutlich hinausging.
China
weiterführende Informationen
Chioggia
weiterführende Informationen
Christianshavn
weiterführende Informationen

Anm.: Heute Stadtteil von Kopenhagen (København).
Cismon del Grappa
weiterführende Informationen
Cittadella
weiterführende Informationen
Cividale del Friuli