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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: März 1636
[Inhaltsverzeichnis]
01. März 1636
02. März 1636
03. März 1636
04. März 1636
05. März 1636
06. März 1636
07. März 1636
08. März 1636
09. März 1636
10. März 1636
11. März 1636
12. März 1636
13. März 1636
14. März 1636
15. März 1636
16. März 1636
17. März 1636
18. März 1636
19. März 1636
20. März 1636
21. März 1636
22. März 1636
23. März 1636
24. März 1636
25. März 1636
26. März 1636
27. März 1636
28. März 1636
29. März 1636
30. März 1636
31. März 1636
|| [[Handschrift: 71v]]

Dienstag den 1. Martij.


Mein vetter hat mich herumb geführet
im Werder, vndt Thiergarten der Schwarz
vndt weißen danhirsche, Jtem: im lustgarten,
wie auch im pomeranzenhause, darinnen
wir eine schöne reiffe pomerantze von
einem baẅmlein abgebrochen. Es stunde
auch ein schöner granatapfel an einem
baẅmlein, Jtem: feigen, vndt Jndianische
gewechße. Vber den Mahlzeitten gab es
gute conversation mitt dem Obersten Werder,
vndt sonsten, auch mitt den Dames.


Vormittags, den anfang der paßion-
predigten, mitt angehört so <herr> Colerus
gehalten. Nachmittags ins abendt gebeht mittgegangen.


Diversa consilia agitirt, vndt
meinen vetter auff gut wege helfen bringen.

|| [[Handschrift: 72r]]


Nachmittags auch freẅlein Anne Marie, wie auch
die Muhme besuchtt, Jtem: die lieben kinder.

Mittwoch den 2. Martij.


Mitt convoy (wegen großer vnsicherheitt)
von Deßa nach Cöhten, alda zu Mittage
alle ehr vndt freündtschaft entpfangen,
vom hernvetter.


Christof Malers reconciliatio plenaria.
Jtem: der beyden camerierj nach außgestande-
ner straffe.


Avis: daß der Oberste hatzfeldt mitt 10 mille Mann
in dem Fürstenthumb hennenberg ankommen.


Von Cöhten (ferrner mitt convoy,
wie auch einem Reütterdienst ezlicher
vom adel,) nachmittags gen Bernburg alda Meine
herzlieb(st)e gemahlin etwas vnpaß gefunden,
wegen empfangen schreckens auß Mißverstandt.


Melchior Loys vndt Thomas Benckendorf seindt auch mitt
mir gekommen, Jtem: der Medicus von Plötzkau Doctor Rumelius.

|| [[Handschrift: 72v]]

Donnerstag den 3. Martij.


Alarm haben die Schwedischen in der stadt gehabtt,
weil ezliche ChurSächsische trouppen sollen vber die
Sahle paßirt, auch ein treffen vorgegangen
sein. Vmb dieses lerms willen, hat sich
herzog Franz henrich, nicht anhero gemacht,
sondern durch den Rittmeister Mattesofßky
endtschuldigen laßen, daß er seinen weg
auf dißmal, nicht anhero nehmen dörfen.
Et j'en suis bien ayse, a cause des soupçons.


Melchior Loyß, hat seine rechnungen
wegen der Leiptziger meße, abgeleget, wie
D.a auch Thomaß Benckendorff.


Doctor Rummel ist fortt, nacher Plötzka.


Krebs ist neẅlich im hinraysen nacher<von> Plötzkau <nach Leipzig> nieder-
gehawen worden, auf der straßen.

Freitag den 4. Martij.


Avis: daß gestern beyde theil von starck
aufeinander geschoßen, von einer Jnsul in der
Sahle welche die ChurSächsischen innegehabt, gegen der || [[Handschrift: 73r]]
Schwedischen vfer vber.


Jtem: daß gestern zwischen hier vndt Palberg
von den Schwedischen etzliche ChurSäxische nieder-
gemacht worden.


Alhier seindt der offizirer weiber vor-
gestern außgerißen, vndt haben alles auf der
Tafel (darauf angerichtet gewesen) stehen
vndt liegen laßen.


Man ist mir auch in die Mühle eingefallen,
vndt hat den armen leütten, das getreidig
mitt gewaltt, hinweg genommen. hochmuth
kömbt vorm fall.1


Avis: <von Plötzkau> daß sich die trouppen des weges von Warm-
storf starck sehen laßen, vndt daß man continu-
irlich auß Stügken schießen höre. Die Schwedische
werden hin vndt wieder aufgefordert auß den
garnjsonen, wie auch von Halberstadt.


Jtzt vor abends, kömbt avis, der Bannier
retirire sich mitt seiner gantzen armèe, auf
Ascherßleben zu, der Churfürst wehre vber die
Sahle gegangen, vndt Jhm zu starck worden,
Scheinet also, daß die Schwedischen geschlagen seyen.

|| [[Handschrift: 73v]]


Der President leßet mir izt sagen, er besorg-
te
, es möchte in der Stadt vnsicher sein, wollte
gern herauffer, gestaltt er dann seine familie
albereitt herauf aufs schloß geflehet,
Jch habe losament vndt alles vor ihn bestellet.


Man siehet vom Eülenspiegel2 auß starcke
Feẅer, vmb Merseburg[,] Lauchstedt [und] Schafstedt.
et cetera


Gott tröste die armen verderbten leütte,
vndt stehe der gerechten sache bey.

Samstag den 5. Martij.


Allerley vndterschiedliche avis gehabtt, wegen
der Chur: Säxischen vndt Schwedischen rencontre.


Der Oberste Schulmann, hat daß volck alhier
auß der Stadt genommen, vndt den capitän Müller
gleichsfalß invitirt, mitt forttzugehen.


Der President ist selber zu mir herauff gekommen,
wiewol er mitt dem podagra noch etwaß behaftett.


Capitän Müller, will noch ferrnerer ordre erwarten.


Je suis penauld; desjrant de me bien gouverner.


Die reduytte auf dißeyt Calbe vor der ruinirten
brücke haben die churSächsischen erobertt, aber hernacher
wieder verlaßen.

|| [[Handschrift: 74r]]


Avis von Plötzkau daß das volck auß der Stadt Bernburg
genommen, vndt nach Niemburg gelegt, dagegen
der vndterhalt dorthin folgen solle, das Schloß aber
besetzt bleiben, gestaltt dann der Bannier
Nota Bene itzo aufs neẅe ordre ertheilt, daß sich der
capitain auf dem hause, biß auf den lezten
Mann halten solle, auß was vrsachen kan
kein Mensch wißen. Staßfurtt wirdt zum
Schwedischen haüptquartier gemachtt, die
ChurSächsische armèe wirdt nachfolgen. Je voy
que ces Diables de Swedois sont mes en-
nemis mortels, innocentement. Dieu les vueille brider, en leurs machinations.


Mit dem Presidenten vndt Milagio raht gehalten.


Avis: daß ein schreiben von Magdeburg an Fürst Augustum
zwar haltende ankommen, vom Salomon Adam,
vndt andern zween Obersten, darinnen geldt
vndt proviant vor die garnison in Magdeburg
begehret wirdt, dieweil das Fürstenthumb
Anhaltt, ihnen alda assigniret seye, &cetera[.]
Gott helfe vnß auß diesem labyrinth.


J'ay escrit a l'Empereur <&> a Son Altesse Electorale de Saxe, perge[.]

|| [[Handschrift: 74v]]


Der capitän hat Rödern nicht permittiren wollen,
seine pferde diesen abendt außm schloß führen
zu laßen, wo ferrne er anderstwohin wollte,
alß nach Cöhten. Jl y a des traistres; parmy
nos gens, comme il semble.


Zeitung daß der Oberste Carr ein Schottlender bey den
Schwedischen gestern auf einem Scharmützel <ge>blieben.


Jtem: daß Banner heütte noch auf Ascherßleben
zu, seine artillerie aber, auf Sandersleben zu gegangen.


Rödern habe jch mitt Milagio depeschirt, nach
dem Sie endtlich der capitän müssen durchlaßen.

Sonntag den 6ten: Martij.


Avis: daß gestern abendt der Oberste Wrangel
mitt der von Fürst Augusto begehrten Schwedischen
salvaguardia, wieder zu Plötzkaw angelanget,
vndt es sollen in Ascherß<Alß>leben 2 Regiment alß des
general leüttenant Rytwins, vndt hertzog Frantz henrjchs
logiren, die andern gegen Ascherßleben, es sollen
auch wieder, 300 pferde in Bernburg commandirt sejn.


Jch habe hieroben predigen laßen, den caplan.


Ordre du Capitaine Müller que le Maréchal Erlach
m'a confiè en secret, après que le Colonel Schul-
mann luy avoit donnè ordre hier de bouche, de || [[Handschrift: 75r]]
vouloir maintenir ce chasteau, sans autre
respect, nj circomspection:


Es wirdt hiermitt wegen Jhrer Excellenz des herrn Feldtmar-
schall Banners perge dem Commendanten vfm hauß Bernburg
angedeüttet, was maßen Jhre excellentz keinen zweifel
tragen, Er deroselben heütige ordre wol empfangen
haben, vndt solche schuldiger gebühr in obacht halten
werde, solchen ortt vffs eüßerste zu maintenjren,
wie dann Jhre Excellenz Jhn hiermitt nochmalß ernstlich
ermahnet vndt anbefohlen haben wollen, besagten
ihm anvertraweten ortt vndt hauß Bernburg
vfm fall er weitter vom feinde attacquirt
werden sollte, aller eüßerst zu halten, vndt
keines weges zu vbergeben, noch zu quittiren,
Sondern so lieb ihm sein leib vndt leben ist, zu
mainteniren soll, gestaltt dann Jhre Excellentz diß-
falß von keiner endtschuldigung zu hören, noch ei-
nige gelten zu laßen, gemeinet, vndt soll er
sich dahingegen, gewißes succurßes vndt ent-
satzes daferrn Jhre Excellentz nur in zeitten von ihm
advertiret vndt nachricht erlangen werden,
vnfehlbarlich zu getrösten, vndt zu versehen haben,
wornach er sich zu richten; Signatum: Sanderßleben,
den 5. Martij, Anno 1636.

<An den herrn commendanten vfm hause Bernburgk. Cito cito cito citissime>

Johann Baner. manu propria

|| [[Handschrift: 75v]]


Nachmittags, ist hertzogk Frantz henrich vnver-
sehens hehrkommen, vndt baldt darnach ist lerm
worden, wegen etzlicher Reütter, die sich sehen
laßen. Jn der Nacht ist der hertzog, (nach
dem er <mascaraden gebrachtt, vndt> sehr lustig gewesen) wieder fortt,
vndt man hat mir gerahten, nochmalß
die abführung der besatzung von diesem Schloße
durch abschickung beym Banner, (weil mir
es auch der Churfürst permittiret) zu versuchen.

Montag den 7. Martij.


Dieweil es iedermann gerahten, habe ich endtlich
Stammern müßen laßen zum Bannier ziehen,
wiewol jch am succeß, sehr zweifele.


general Banner ließ mir gestern sagen, durch
hertzog Frantz henrich, ich möchte nochmalß bey
ChurSaxen versuchen, ob ich etwas schriftliches erlan-
gen köndte, oder ich würde im wiedrigen fall, wol
thun, daß ich wegzöge, weil wir alhier in
großer gefahr säßen[.]


Der Obrist leutnant Serwaßky, Steinbach, Matr-
sofsky Rittmeister vndt ein leüttenampt sejndt
abends zum eßen geblieben.

|| [[Handschrift: 76r]]


Schreiben von Johann Löw von Wien empfangen.


Avis vom gefährlichen zustande Meines
Schwagers des herzogs zu Meckelnburg Liebden weil
er mitt der geelsuchtt vndt waßersuchtt
also behaftett, daß man an seinem leben
desperirt. Gott beßere es.


Avis: vom præsidenten daß Banner mir in parti-
cularj gram vndt feindt, auch mir wol
einen affront anthun dörfte, wo ich länger
alhier verbliebe, hette auch gesagt, wenn
er nicht den guten alten herrn Fürst Augustum
b ansähe vndt Fürst Johann Casjmirn, neben
noch ein zwey oder drey redliche leütte im
lande, es sollte im Fürtenthumb Anhaltt,
weder stumpf noch stiel bleiben. Sie
haben auch gebrennet, ein eylf feẅer
den Tag, wie der Churfürst vbersetzen
laßen. Es leßet sich ansehen als wolle
mir Banner einen schimpf beweisen. Fürst Lud-
wigen wolle er feẅrige kohlen aufs haüpt
samlen, hat er gesagt. Ainsy l'on nous gourman- || [[Handschrift: 76v]]
de des Princes.


Obrist leutnant Müller ist zu mir kommen, hat
darnach auch mitt Obrist leutnant Serwaßky,
Steinbach, Capitän Müller, vndt dem ob leutnant
Rauchhaüpt mitt mir gegeßen.


Die alhiesige garnison aufm Schloß ist
abermals (en despit de moy) mitt 30 Mann
verstärckt worden.


Melchior Loyß ist mitt den offizirern
forttgezogen, nach Ascherßleben zu.


Raht gehalten mitt dem præsidenten vndt in
diversum agitirt worden, wegen meiner
rayse in Meckelnburg, oder nichtt?


heütte ist mir berichtet worden, wie daß
die haüptkranckhejtt, so sehr vberhandt alhie
nimbt, also daß zu 18 zu 20 jn den kirchen
vor sich bitten laßen, Es seindt auch zu
mehrerem meinem vnglück alle wintzer,
so die weinberge bestellen sollen, biß auf
einen kranck worden. Nulla calamitas sola!3

|| [[Handschrift: 77r]]


Gestern abendt, hat der capitän Müller eine
Schildtwache in vnsere vndterste Tafelstube,
(alda der kornvorraht lieget) mitt vngestümm
einlegen laßen. Jl semble qu'on le fait pour me
despiter. Es wirdt auch besorglich viel gestohlen
werden, sonderlich an erbßen vndt Mehl.


Diesen Morgen lermen gehabt, weil sich ezliche
Reütter sehen laßen, welche die pflugpferde der
vndterthanen außspannen wollen.


Avis: daß Banner allen vorraht der herrschaft be-
sichtigen leßett, vndt will ihn wegnehmen
laßen, mitt sahmen, vndt mitt allem.


Jch habe raht gehalten, mitt dem præsidenten.


Es scheinet daß mich Gott auß der handt meiner
feinde reißen, vndt erretten will. Amen.


Nota Bene Nota Bene[:] <König> Davidt bittet fast in diesen weltlichen dingen,
vmb keine sache innbrünstiger, alß das ihn Gott
in seiner feinde handt nicht geben wollte. Wenn
man ih nun die gnade von Gott hatt, daß man
sich von ihnen loß machen kan, thete man thörlich
daran, wenn man sich lange bedencken wollte || [[Handschrift: 77v]]
etcetera[.]


Conversatio, mitt Negromonte, post Prandium.


Der capitain Müller hats heütte selber bekandt, daß
er numehr 110 Mußcketirer auf diesem Schloße
Bernburgk beysammen hette.

Donnerstag den 10. Martij.


hieroben aufm Schloß predigen laßen, <die erste passionpredigt.>


Avis: daß der Churfürst mitt Fußvolck vndt
Reütterey in seinen quartiren zu hall noch still liege.


Der præsident[,] capitain Müller, Marschalck, vndt
sein Sohn, wie auch der caplan haben extraordinarie mittgegeßen.


Man hat heütte, vndt gestern, abermals feẅer
gesehen, dißeyt, vndt ienseyt der Sahle.


heütte Morgen seindt 6 pferde außm agker
außgespannet worden, dißeits, vorm berge.


Nachmittags in garten spatziren gegangen.


heütte habe ich die rayse in Meckelnburg, mitt
Meinen schwestern, auß raht des præsidenten
resolvirt, wo es anderst Gottes wille ist.


Röder ist wiederkommen, Dieu mercy.


lettres de Son Altesse Electorale de Saxe[,] Jtem: de Löbzelter[,] Jtem:
von der herzogin von husem.

|| [[Handschrift: 78r]]

Freitag den 11ten: Martij.


Einen bösen trawm gehabt, von außplünderung
der Soldaten, auch andern schändtlichen sachen.


Stammer ist wiederkommen, mitt complimenten
vom Bannier, aber es ist kein effect zu hoffen,


das hauß Ballenstedt ist abermals geplün-
dert, auch das städtlein angesteckt, (doch nur drey
haüser verbrandt) auch viel arme leütte nieder-
gemacht worden.


Raht gehalten mitt dem Præsidenten[.] Concluditur:
weil der Churfürst, wie auch Banner, so wol
als Meine herrnvettern Fürst Augustus vndt Fürst Ludwig
mir alle rahten, Meine person vndt Frawen-
zimmer zu versichern, so sollen wirs nach müg-
lichkeitt also anstellen.


Rittmeister Matrsofsky, ist doch noch hehrkommen,
sich zu erkundigen, wegen der schwestern convoy.


Nachmittags ist der ChurSäxische General Major
Wilstorf mitt einer starcken anzahl fußvolck
vndt Reütterey, auch geschütz vor dieses Schloß
Bernburg ankommen, daßelbige zu occupiren. hats
zwar erst auffodern[!] laßen, aber der Schwedische capitän
Müller, den er vnß zu ehren, abziehen laßen wollen, || [[Handschrift: 78v]]
mitt gewehr, Sagk vndt pack, hats durchauß
nicht accordiren wollen, wie sehr ich ihn auch darzu
vermahnet. Also: daß es scheinett, es dörfte ejn
vberauß großes vnglück, vber mich vndt die
meynigen, verhenget sein, wo Gott nicht schejnbahr-
lichen Englischen, vndt himmlischen beystandt vnß
leistet. Diß ist wol auch ein Tag der angst,
vndt Trübsall. Gott wolle es beßern, vmb
Christj willen, Amen.


Jch habe erstlich hofmeister Stammern hinauß
geschicktt, mitt ihnen zu accordiren, darnach
bin ich selber hinauß gegangen, zwischen beyde Thore.
Weil aber der capitain nicht forttgewoltt mitt dem
accordiren, so ist alles vmbsonst, vndt vergebens gewesen.
Gott mag vns auß diesen nöhten helfen.


Nota: weil diese schrift durch die große
vnordnung auch zerstreẅet worden, alß habe ich
eine andere, auf breitter pappier, an sicherern
örtern aufgesetzt, vndt haben sich die meynigen,
so dieses lesen möchten, daran nichts irren zu
laßen, sondern recht nachzusuchen, vndt nachzusehen.


Gott helfe vnß auß allen persecutionen,
der freünde, vndt feinde.


Noch Freitag den 11ten: Martij.

|| [[Handschrift: 79r]]


Freitag den 11. Martij. 1636.


Vmb Mittage, jst der general Major Wilstorff, mitt 8 Regi-
mentern <6 zu roß[,] 2 dragoner vndt 600 Mann zu fuß>, auf empfangene ChurSächsische ordre, vor das hauß
Bernburgk gerücktt, hat die dragoner absitzen
laßen. Man hat mitt ihm tractirt, vndt der Capitän
Müller, nach dem er erst hin vndt wieder, feẅer
auf sie geben laßen, weil sie auch nahe am Schloß
aufs Forwergk gefallen, hat er mir endtlich
zugelaßen, mitt ihnen zu vor mich vndt die mey-
nigen zu accordiren, also daß ich nur selb vierdte hinauß
gehen dörfen, da dann zwischenb beyden Thoren, vnferrne
vom eüßern Thor, der general Major Wilstorff, accompagnirt
mitt vielen Offizirern, meiner gewartett. Die
allererste tractaten zwar, habe ich durch andere, alß
nemlich, durch Stammern, vndt Schwartzenbergern vornehmen
laßen, es hat ihnen aber der general Major hart geantwor-
tett, es wehre seine expreße ordre, sich des hauses
Bernburg zu bemächtigen, numehr köndte er nicht fügli[ch]
iemandt abziehen laßen, der capitain sollte sich nicht
opiniastriren, er wollte ihn sonsten laßen vber die
Mawer hencken, es wundert ihn, daß ich möchte<hette mögen> des
Reichs feinde so lange hegen, vndt sollte sehen, das ich
den capitain noch hinauß schaffen köndte. Jedoch wollte
er ihn, mir vndt dem Fürstlichen Frawenzimmer zu ehren
mitt ober[-] vndt vndtergewehr <Sack vndt pack> abziehen laßen, ob schon der
platz gar nicht tenable oder sich halten köndte. Man soll[te] || [[Handschrift: 79v]]
sich nur baldt accommodiren, denn er nicht lange zu
warten hette. Alß nun diese wieder hereiner
kommen, habe ich alle Menschen mügliche Mittel, so ich
ersinnen können, vor mich selbst gebrauchtt, auch
durch andere versuchen laßen, wie ich den capitain
mitt guten vndt mitt bösen wortten, mitt erinne-
rungen, mitt bitten, ia (so viel als sichs thun laßen)
mitt bedröẅungen, dahin disponiren köndte, das er
das hauß aufgebe, es ist aber der Mensch einer
solchen desperaten resolution gewesen, daß er
(wegen ertheilter dreyfacher Bannirischen
verzweifelten, vngeheẅren ordonantzen) seine
vndt seiner Soldaten eigene, vndt dann vnsere,
vndt der vnserigen wolfahrt, weniger alß
nichts bedencken, noch zu gemühte ziehen wollen,
sondern sich zu defendiren biß aufs eüßerste, vndt zu
sterben begehrt. habe derowegen (wie vorgedacht)
selber hinauß gehen, vndt vor mich vndt die meynigen,
so gut ich gekondt, capituliren müßen. der capitain
sagte: er köndte mich nicht, mitt wagen vndt pferden,
zum Thor hinauß laßen, sonsten würde sein feindt
mitt hinein dringen, ich müste dann die ChurSäxischen
dahin disponiren, daß sie auf einen Mußkeeten schuß
weitt von ihren eingenommenen posten, sich retirirten, || [[Handschrift: 80r]]
vndt vndterdeßen Stillestandt sein. Wollte ich aber
zu fuß, mitt Meinem Frawenzimmer vndt leütten,
hinauß gehen, daßelbige köndte ich thun, ich würde
aber mein bagage nicht fortbringen können. Vor
seine person vndt Soldaten, begehrte er nicht zu
parlementiren, noch einigen accord einzugehen.


Alß ich selb vierdte, (alß <mitt> Presidenten, mitt Stammern,
vndt Schwarzenberger,) nebst dem Schwedischen Trummelschläger,
<selber> hinauß kommen, hat mir zwar der general Major
höflich zugesprochen, alß mein allter bekandter,
aber von seinen <eingenommenen> posten nicht einen schritt oder fußbreitt
vnverantwortlicher weyse, zu rücke zu weichen, sich
erklärt, köndte mich auch selber nicht wol hinau[ß]
laßen mitt wagen vndt pferden, dann so baldt das
Thor aufgienge vndt mitt den wagen embarrassirt
würden, dörften seine Tragoner mitt hineyn
dringen, vndt gar nicht zu halten sein. Jch möchte
nochmalß den capitän zum accord disponiren, er wollt[e]
mir zu ehren, ihn laßen abziehen mitt ober[-] vndt vndter-
gewehr
, Sagk vndt pack, wo nicht, so wollte er
ihn vber die Mawer laßen hengken, Man kendte
ihn wol, waß vor ein leichter vogel er wehre.
hinauß zu gehen würde mir nicht rahtsam sein, dann er
wüste nicht wo ich heütte sicher bleiben köndte, vndt alle || [[Handschrift: 80v]]
mein bagage würde im stich bleiben. Er möchte wüntz-
schen, daß ich kein Frawzimmer bey mir hette, so
köndte ich der lust selber mitt zusehen, vndt bey-
wohnen, weil ich wol eher ein Soldat gewesen.
Die gemächer jm hause kennete er so eigent-
lich nicht, sonsten wollte er sie die vnserigen
gerne verschonen laßen (welches meine lezte
bitte war) hette darzu fast eitel commandirt
volck, ChurSäxische vndt Kayserliche vndtereinander
dieselbigen würden schwehrlich zu halten sein,
Jedoch wollte er thun, waß ihm müglich wehre,
wenn sich ia der capitain nicht bequehmen
wollte. Bähte[,] ich wollte die sache befördern,
denn sie nicht länger zeitt verliehren köndten.
Würde der capitain des geschützes erwar-
ten, so albereitt bey der handt, hette er keinen
accord oder einge gnade mehr zu hoffen.
Also schieden wir von einander, vndt kondten die
sachen weitter nicht brjngen. Die neben offizirer,
drungen auch starck darauff, man sollte mitt
parlementiren sich nicht länger aufhalten, Sie woll-
ten wol hinejn ko zu kommen, mittel fjnden.
Alß ich hinein kahm, thate ich abermal <das beste> mitt bitten[,]
mitt ermahnen, mitt remonstriren, insonderheitt daß der || [[Handschrift: 81r]]
platz gantz nicht tenable, keine flanquen hette,
wenig volcks gegen eine solche menge darinnen,
des Banners ordren vngereümbt vndt Tirannisch, so
auch vor kriegsrechtt den capitain excusiren würden,
er der capitain kein Schwede, sondern ein deützscher
wehre, die mandata avocatoria mahneten ihn
auch ab, von der außländer dienste, vndt seine
pflichtt zu Cronach in sejnem vatterlande, seinem landes-
fürsten geleistett, zu geschweigen in waß vn-
veranttwortliche große gefahr, vnheil, Schimpf
vndt Schaden, er mich vndt die meynigen (bevora[b]
das fürstliche Frawenzimmer,) stürtzen möchte, das
ihn sein lebenlang gereẅen, vndt im gantzen
Römischen Reich verweißlich sein würde, etcetera[.] Jtem:
er wehre ein Christ, sollte nicht ein Mörder an sich
selbst, vndt an so vielem vnschuldigem blut sein. et cetera
Es half aber bey dem vnsinngen verstockten
rasenden capitain gantz nichts. Wurde dero-
wegen alles parlementiren zerschlagen, vndt
wieder Feẅer aufeinander gegeben. Jch ver-
bohte den meynigen ernstlich, keinen schuß zu thun,
ia auch keine büchse zu spannen, noch einige wehre,
wieder die ChurSäxischen zu zucken. Jst auch gar || [[Handschrift: 81v]]
fleißig von ihnen in acht genommen worden. Eine
zeittlang, wurde mitt schießen, jnne gehalten, auf
beyden theilen, daß wir vermeinten, es würde noch al-
les gut werden, oder sie müsten der stügke erwarten.
Aber wie es finster war lengst worden, vmb
8 vhr ohngefehr, da gieng ein heftiger lermen
vndt ein greẅlich schießen, vom Forwergk an,
vom garten zum hause zu. Viermal wurde in
meiner anwesenheitt durch meine Stube geschoßen,
vndt etzlich mal durch den eßsaal da ich ofte
durchgieng wann ich zu Meiner gemahlin vndt schwestern,
Sie zu trösten, kommen wollte. Jch kondte auch endt-
lich in meiner stube nicht länger bleiben. Die Schwedischen
schoßen wieder hingegen sehr scharff, vndt es wurde
der Kayserliche Oberste Gall, ejn Jrrländer, vndter andern,
gefährlich beschädigett. Es wahr draußen ein grawsam
geschrey, lermen[,] blasen vndt dergleichen. Sie die ChurSächsische
kahmen auch in den graben, an das stackeet, vndt fiengen
es an aufzuhawen, also daß wir nicht anderst vermeinten,
als daß sie beym waschhauß, oder vndterm Saal, an den Thüren,
da würden hinein dringen. Der capitän kömpt aufn Sahl,
vndt spricht vns zu, vns nicht zu förchten, er wollte den
Sturm wol abschlagen, Morgen frühe sollte Meine gemahlin
Gott auff den knien zu dancken, vrsach haben. Jch gab
aber nichts drauff auff seine wortt, vndt sagte, er || [[Handschrift: 82r]]
sollte davor accordirt, vndt vnß nicht in vnglück ge-
stürtzet haben, würde es schwehr zu verantworten, sollte
auch noch accordiren, wo es nicht zu spähte wehre. Er
beharrete auf seiner blinden verstockung, vndt sagte
endtlich, wenn er die Stügke hette sehen bresche schießen,
<alß>dann wollte er sich erst bedencken, waß er thun
wollte oder nichtt. Baldt hernacher gehet dieser ver-
zweifelte Mensch an ein Fenster, vn<im> Sahl, vndt wirdt
alsobaldt durchn hut geschoßen, wüntzscht selber, daß es
ihm zween quer finger breitt, niedriger durchn
hut kopf gegangen wehre, alßdann wehre seine ordre
auch Todt. Jnterim wie man den meisten anfall vndt
lermen am graben zu sein vermeinet, wirdt die
zugbrücke am SchloßThor petardirt, vndt zugleich das
Thor aufgestoßen, vndt in den platz mitt gewaltt
hineyn gedrungen, waß in der wehre gefunden, nieder-
gemachtt, vndt fortt fortt, nach vnsern gemächern zu,
geeylet. Jch laße zum fenster Meines herrnvatters Seligen
stuben, (darein ich mich sampt Meiner gemahlin, kindern, vndt
Schwestern, auch andern rähten, offizirern, Junckern, vndt
bedienten, retirirt hatte) hinauß ruffen, daß es vnsere stube
seye, darauf wirdt nichts geantwortett, sondern mitt
Mußkeetenkugeln hinein geschicktt, daß sie vns vmb
die köpfe flogen. Mein kammerJuncker Röder, wirdt am
Fenster vorn kopf geschoßen, daß er vbern hauffen fellet. || [[Handschrift: 82v]]
Jst aber Gott lob, nur ein starcker Streifschoß zwischen
beyden augen gewesen, so ihn etwaß verwundet.
Stammer mein hofmeister gehet in den Sahl nechst daran, (ich
folge ihm) vndt will durch vnser gesindlein, die Sahl-
thür laßen <zu>halten, biß etwan ein offizirer darzu
kähme[,] der discretion verstünde. Wie die Tragoner
an der stiege sehen, daß man sie noch aufhelt, schlagen
sie ein loch in die Thür, vndt wollen sie aufhawen,
Jn dem rieft ihnen Stammer zu: Schonet, das ist
Meins herren des Fürsten gemach, etcetera[.] Da giebt
einer Feẅer, vndt schießt ihn durch die backe,
also daß er sich in vnsere stube retiriren muß. Darauf
dringen die dragoner mitt gewaltt, zur Thür hineyn,
vndt zu vnserer stube. Meine gemahlin, vndt Schwestern,
kinder vndt Frawenzimmer, salvirt sich in die kammer.
Jch erhalte meine station in der Stube, da nehmen
die dragoner einen hie den andern da vor sich, stürmen
thejlß mitt bloßem degen, theilß mitt aufgepaßten
lunten, zur stube hinein, ziehen auß, plündern, vndt
verwunden, theilß meiner diener, in meiner ge-
genwarth, zween<drey davon einer Sich baldt abschlug> dringen auf meine person, halten
mir die <bloßen bluhtigen> degen vor, vermeinende gelt von mir
zu erpreßen, vndt weil ich nichts bey mir truge, vndt
sagte, Morgen früh sollten Sie es haben, war ich in höchster
gefahr leibes vndt lebens, biß zu meinem glück, der || [[Handschrift: 83r]]
Oberste leüttenampt Nawmann darzu kahm, vndt mitt
bloßem degen, die dragoner hinauß trieb, also daß sie das
plündern in der stube einstellen, vndt vnß verlaßen
musten. Plünderten aber darauf im Sahl was sie
kondten, wie auch mein eigen gemach, Meiner gemahlin,
der Schwestern, der kinder, der adelichen vndt vnadelichen[,]
die rüstkammer, den Stall, die haußkammer, küche
vndt keller, vndt war kein Mensch an keinem ortt
mehr sicher, alß in vorgedacht Meines herrnvatters Sehliger
alten gemach[,] darein wir vnß retirirt hatten, vndt
damals erst sicher wie vnß die offizirer beschützten.
Dann nach Nawmann, folgete baldt der ehrliche Zan-
thier Oberster wachmeister vndter der Reütterey, so vor
diesem Meiner FrawMutter Sehliger hofmeister gewesen, vndt von
vielen schehl angesehen wardt, daß er der Soldaten
jnsolentz so kräft<ig>lich steẅerte. Nach Zanthieren,
kam ein reformirter capitain Berbißtorf (so vnter
bruder Frjtzen vor diesem gedienet,) Nach diesem
ein großer quartiermeister oder Furrirer, welcher dem
hertzog von Mecklenburg ehermals aufgewartett. Es
kahm auch noch darzu ein Obrist wachmeister vndtern Tragonern,
hauwitz, diese fünfe thaten wol das beste, dieses zim-
mer[,] stube vndt kammer, vor jnsolentz vndt gewaltt, der
rauberischen Soldaten zu defendiren, vndt haben vns hierinen || [[Handschrift: 83v]]
vber alle maßen große Treẅe, (sonderlich die ersten so zu
vnß kommen) erwiesen, daß wir ihnen davor die zeitt
vnsers lebens nicht genugsam dancken können.
Ja es ist fast kein gemeiner Soldat in die kam-
mer kommen, ob sie schon gefluchtt, gedonnert,
vndt geblitzt, ia etlich mahl zur hintern Thür
(davor kasten gestellet) hinein geschoßen, vndt
hinein brechen wollen, ia gar sich verlautten
laßen, was sie nach dem general Major Wil-
storf fragten. Er der general Major kahm aber
auch baldt zu vnß, vndt that das seinige, vnß
vndt vnsere angedeüttete rüstkammer, hauß-
kammer vndt anders zu vertheidigen. Es kondte
aber denen im sturm angefallenen hitzigen Solda-
ten, auch theilß offizirern, die erste furia nicht
wol gewehret werden, wiewol die haußkammer
gleichwol noch zimlich gerettet wardt. Das vbrige
gieng alleß inducas, vndt ist gleichwol des Wilstorfs
Treẅe, sorgfaltt, vndt fleiß, bey solcher confusion,
gute ordre zu stellen, billich zu loben, vndt zu ver-
dancken. Er jst auch baldt zu vnß kommen. Der
capitän Müller wardt gefangen, vndt an händen vndt füßen
geschloßen. Ein 30 Schwedische knechte, seindt aufs we-
nigste niedergemachtt worden. Welche sich verstecktt, || [[Handschrift: 84r]]
seindt des Morgends hernacher alß dje furie aufgehört,
zu gnaden angenommen, vndt ihnen das leben geschenckt worden,
wie auch dem Fendrich vndt Sergeanten geschehen.
Der Trummelschläger, ist an meiner seytte, vndt hi<niedergemacht>
worden. Mein kammerdiener hanß Loẅ hat viel wunden[,]
stich vndt hiebe bekommen, vndt Sie haben ihn <biß> aufs
hembde außgezogen. Mein Sattelknecht, Mein koch,
auch der küchenschreiber, <ein> Stalljunge, vndt andere
diener, seindt auch in meiner præsentz, gehawen,
gestochen, geplündert vndt geschlagen worden. Einsie-
del hat zween starcke Stöße mitt einer
Mußkeete auf die brust bekommen, also daß er
kranck daran worden. Jn Summa, die furia der Sol-
daten ist grjmmig gewesen, vndt mögen wol etzliche,
durch solche resistentz davor blieben sein. Jns gemach,
kam auch vndter andern, ein Kayserlicher officirer[,] des Obersten
Gall sein bruder, ein Jrrländer, mitt grimmigem
gesicht, vndt bloßem degen, auf mich zu, sagte er
wollte weder hohes oder niedriges standes schonen, meine
leütte hetten auß den fenstern, mitt gezogenen
röhren, ihnen mehr schaden gethan, alß die Schwedischen
denen hielte ers beßer zu gut, weil Sie ihrem herren
gedient. Jch vermeinte es glimpflich, vndt es kam
Meine Schwester Freẅlein Anne Sofie, mitt darzu, biß wir ih[n] || [[Handschrift: 84v]]
auff beßere meynung brachten, durch Gottes schickung. Er acquies-
cirte
zwar ein wenig, aber hernachmalß wollte er Stammern
niedermachen, wie er jhn verwundet sahe, meinte erst,
er wehre ein Schwedischer Soldat. hernacher aber, als er
hörte daß er mein hofmeister wehre, kahm er wieder auf
seine gezogene rohr vndt daß hetten meine vom adel vndt
aufwärter gethan. Jch kahm darzu, vndt vberhalf Stammern,
mitt dem er schon anfieng zu expostuliren, vndt hartt
zu reden, nur action an vnß zu suchen. Der general Major
Wilstorf aber halfs endtlich auch abwenden, vndt ihn
schweigen. Wir saßen die gantze Nachtt in sorgen,
denn wenn die offizirer an einem ortt wollten
ordre stellen, brachen die Soldaten, am andern ein,
vndt man dorfte die offizirer nicht wol von sich laßen.
Der general Major blieb bey vnß, biß vmb 3 vhr, des
Morgends, vndt ezliche offizirer. Darnach marchirte
er mitt seinen trouppen, auf Künnern zu, wiewol
ich vertröstung hatte, er wollte warten, biß ich
nacher Cöhten wehre, dann wir waren in augenschein-
licher gefahr, endtweder im hause von den Schwedischen
so jn der Stadt lagen, theilß man auch im felde vber der
Sahle marchiren sahe, wieder attacquirt zu werden,
oder im felde wo wir vnß verspähtigeten. Dem Obrist leutnant
Nawmann wardt das commando, mitt einem squadron || [[Handschrift: 85r]]
von 400 Tragonern auf dem hause Bernburg gelaßen,

<Samstag den 12. Martij:>


Es ist diesen Morgen, noch vor dem aufbruch der
armèe, viel plünderns vorgegangen. Jch ritte
selber zum general Major inß feldt hinauß die
trouppen zu besehen, vndt ihn zum bleiben, biß die troup<wagen>
von Cöhten ankommen wehren zu disponiren, oder das
er mir selber mitt wagen vndt pferden außhel-
fen wollte, darzu er sich zwar anerbotten, aber
er müste weitter marchiren, vndt seine wagen
würden spähte ankommen. Alß ich nun wieder nach hause
kahm, vndt der eine armsehlige mahlzeitt gehalten,
auch vnser hauß besehen, wie die Thüren, Schrencke,
Tische vndt bencke, fenster vnd cabinette zerschlagen,
vndt alles vbel verdorben, seindt nachmittags vber
30 Köthnische wagen ankommen. haben derowegen von
dem frommen vndt redlichen Obrist leutnant Nawmann abschiedt
genommen, ihm das hauß aufs beste recommendirt, wie
auch den vbrigen vorrath, an g<in der> haußhaltung (ob
wol vieh vndt getreydig alles hinweg getrieben)
vndt seindt also in præsentz der Schwedischen Regimenter,
(welche vber der Sahle gehalten, vndt an einem ortt
am Dröbler holtze durchsezen wollen, aber nicht ohne sonder-
bahre vorsehung Gottes, durch herzog Frantz heinrichen abge-
halten worden,) nicht ohne augenscheinlicher gefahr, mit[t] || [[Handschrift: 85v]]
convoy des frommen Obrist Wachtmeister Zanthiers, welcher 30 pferde
vndt 20 dragoner, bey sich gehabtt, biß nacher Cöhten
dannoch sicher, im geleytte der heiligen engel, gezogen,
alda wir mitt großer compassion, entpfangen,
vndt angenommen worden, vom herrvetter Fürst Lud-
wig vndt Seiner gemahlin, vndt allen ehrlichen leütten
so vnß kennen.

Samstag den 12. Ma<Sonntag den 13. Martij.>c


Vnsere vorhabende rayse, vndt außfluchtt
in Mecklenburg vndt hollstein, resolvirt.


Predigt gehört.


An Kayser vndt Churfürsten lamentando ge-
schrieben, vndt vmb schutz gebehten.


Jtem: an Fürst Augustum[,] ihm Bernburg recommendirende.


Nachmittags mit Zanthiers convoy nacher Deßa.


Zu des Churfürsten vndt Fürst Augusti schreiben zween blancquet
Fürst Ludwig hinterlaßen.


President vndt Marschalck, welche ihre familien
vndt sachen numehr in sicherheitt gar wol ge-
brachtt seindt zu Cöhten verblieben, wie auch der
krancke Stammer.


Zu Deßa hat man vns gar mitt großer || [[Handschrift: 86r]]
compassion, freündtlich, höflich, vndt treüherzig ebener-
maßen aufgenommen.

Montag den 14. Martij.


Den redlichen frommen Zanthier wieder dimittirt. Gott
vergelte ihm seine erwiesene große Treẅe,
vndt aufrichtige geleistete sonderbahre dienste.


Raht gehalten mitt Meinem vetter, wie ich
meine sachen anzustellen, vndt ob ich fortraysen,
oder zu Deßa verbleiben köndte. Er hat es mitt
seinen Rähten, als dem Marschalck Krosigk,
hofmeister hübner, Canzler Doctor Müller, wie auch dem
Obersten Werder, communicirt, vndt mir endtlich
durch den Marschalck vndt Obersten, rahten laßen,
mich naher Zerbst zu begeben.


Meine Schwester, freẅlein Anne Sofie, ist auch
heütte Morgen, wieder hinweg mitt Zanthirs convoy,
nach Cöhten, wie auch die geliehene wagen, dann
ich aller pferde, bin beraubet worden.

Dienstag den 15. Martij.


Diesen Morgen in die kirche mitt der fürstlichen gesellschaft.


Nachmittags ins abendtgebeht zu Deßa wie auch gestern.


habe auch gestern etzliche diener abgeschafft, wie auch || [[Handschrift: 86v]]
die Einsidel, iedoch alle in gnaden dimittirende.


Jn garten spatzirt vndt viel mitt Meinem
vetter conversirt. Jtem: in die kirche vndt archivum.


Einen brief mitt Meinem vetter, an Fürst Augustum
geschrieben, wegen gesuchter interposition zwischen
Fürst Ludwig vndt den bedrangten Cöthnischen edelleütten,
wieder welche man, mitt executions Mitteln,
scharf verfahren.


heütte hat mein vetter, etzliche streifende
Reütter, einholen, vndt gefangen nehmen laßen.


Schreiben von Cöhten vndt Bernburg daß Ballenstedt
reine geplündert, Gernroda abgebrandt.

Mittwoch den 16. Martij.


Præparatoria zum abraysen, nach deme
gestern Secretarius Gese mitt Thomas Benckendorf zu Zerbst
anstaltt gemachtt, vnd allen guten willen gefunden.


Schreiben von Fürst Ludwigen, vndt dem Præsidenten
welche mir allerley difficulteten wegen meines
forttraysens repræsentiren.


Avis: daß Gernroda von den Schwedischen abge-
brandt, meine andern örter, rein außgeplündert,
die Stadt Bernburgk, mitt den Stügken beschoßen, || [[Handschrift: 87r]]
also: daß etzliche bürger, auch Bürgemeister[!] Wey-
landt in der Stadt erschoßen seye, die meisten
Jnnwohner hetten sich nach Plötzka salvirt, vndt
wehre die Stadt nur voller Schwedischer soldaten,
andern örtern, wirdt auch sehr gedreẅet.


Avis: daß am Montage eine stargke parthey
von etzlichen hundert pferden vnß soll aufgepast
haben, vermeinende wir würden deßelbigen
Nachmittags erst von Cöhten hieherwarts auf-
brechen, da es doch schon (Gott lob) am Sontage geschehen.
Schwester Anne Sofie, soll auch in gefahr gewesen
sein, aber es ist ihr Gott lob, kein leydt begegnet.


Diesen Nachmittag, sejndt wir abermals, in in
die behtstunde, so in der kirchen gehalten wirdt, gegangen.


Mein vetter, Fürst Johann Casimir hat mir wiederrahten, anderst-
wohin, alß nach Zerbst zu ziehen, wiew<weil> seine vndt
Seiner Liebden rähte rationes præponderirten.


Notificationschreiben vom hertzog Eberhardt
von Wirtemberg, wegen absterbens seiner Fraw-
Mutter Barbara Sofia, geborne auß Churfürstlichem Stamm Brandenburg[.]
Gott seye jhr gnedig.

|| [[Handschrift: 87v]]

Donnerstag den 17den: Martij.


Jn die kirche, predigt anzuhören diesen Morgen
noch zu Deßaw, Ern Fowinckels.


Nach der Mahlzeitt, mitt Krosigk, hübnern,
vndt Obrist Werder[,] meiner privatsachen, vndt subsjdij
halben geredet, auch gute vertröstung bekommen.


Darnach abschiedt genommen, von Meinen
vetter vndt Seiner gemahlin, auch freẅlein, vndt
sejndt also treẅhertzig voneinander geschieden.


Sie haben vnß mitt wagen, pferden, vndt convoy,
biß nacher Zerbst, freündtlich außgeholfen, vndt alda
zu Zerbst, hat man vnß zimlich wol logirt vndt
beherberget, wiewol die fleckfieber vndt halß-
wehe starck alda regieren, vndt es stirbt an
itzo, hjn vndt wieder, an vielen ortten. So ist auch
die vnsicherheitt gar groß im gantzen lande.


Kalbe soll gebrandt haben, diesen Nachmittag, vndt
es gibt mancherley zeittungen.


J'ay sceu, que quelques Mousquetaires lesquels ne sont
entrè en ma chambre <Vendredy passè>[,] auroyent dit le lendemain au
mattin, que s'ils fussent entrè en mon poile, ils m'eussent
voulu massacrer moy mesme. Dieu les en a de<j>verty.

|| [[Handschrift: 88r]]


C'est aussy une grande espreuve de la Providence
divine, qu'un quidam, Colonel quj a fort mal parlè,
(comme on rapporte) du gynecee <alors>, a eu une bonne blessure,
afin de luy faire passer sa Diabolique rage, mais aussy
cela nous a mis en grand danger de n'estre massacrè
de ses gens vindicatifs, & resolus a mettre tout au fil
de l'espèe. Nous ne scaurions rendre assèz de
graces a ceste Divine protection si extraordinajre.

<Nota: das gesterige Feẅer ist nicht die brügke zu Kalbe sondern das kloster gottesgnad gewesen.>


heütte ists acht tage, das vnß Gott der Allerhöchste,
auß grundtloser Barmhertzig: vndt gühtigkeitt, zu
Bernburg, in einem harten gefährlichen Stande,
eine wunderbahre errettung vndt erlösung zugeschicktt.
Jhm seye davor lob, ehr, vndt preiß vndt danck
gesagt, in alle ewigkeitt, Amen.


Taubeneckern vndt Eisenbergern, mitt der convoy
wieder nacher Deßaw abgefertigett.


Der Zerbsterische Cantzler Sturmius, wie auch
haüptmann Metzsch, haben mich besuchtt vndt
angesprochen, auch die große gefahr, worinnen man
alhier wegen der Schwedischen schwebett repræsentirt,
Jtem: contra pactum familiæ, außführlich fulminirt.

|| [[Handschrift: 88v]]


Der Sindicus Fingerling, vndt der Richter alhier,
haben mir condolirt, gratulirt, vndt die gestrige
vndt heüttige Mahlzeitt zu Mittage, verehrt, auch
ein par faß bier, vndt ein fäßlein wein.


Andreß der kutzscher, so zu halle endtlauffen,
von den Kayserlichen (so ihn gefangen) ist hehrkommen, vndt hat
mitt weinenden augen berichtett, wie er ist tractirt worden,
vndt wie man meine schöne sachen, vndt zu Bernburg
geraubtte beütte, vmb so ein liederliches geldt verkauft hatt.


Der haüptmann Metzsch, bürgemeister[!] Fingerling,
vndt der Richter alhier, seindt zu Mittage meine
gäste gewesen. Wir haben vnsere querelen einander
reciproce, leyder! erzehlet. Gott beßere es.


dVnterthenige, vnvmbgängliche Erinnerung bey dem, den 15.ten
Aprilis, Jüngsthin <1635> zu Bernburg vorgeschlagenen neuen Erb-
Eininigmus[!] Recess4.


Anfänglich wirdt sonder zweiffel Jllustrissimj: des herrn ober directoris vndt
Vormundes Fürst <Augustj> zu Anhalt et cetera Fürstliche Gnaden noch in frischer gedechtnus
ruhen was maßen die in Vormundschafft zu Zerbst Verordtnete
Canzler vndt Räthe nicht allein gegen Seiner Fürstlichen gnaden absonderlich, sondern
auch bey gehaltener Session, alß diese sache Vorgekommen, sich
dahin austrücklich Vernehmen laßen, Sie könten dazu ihres theils
nicht rathen noch Votiren, weil Sie einen vnmündigen herrn hetten
deßen Fürstliche gnaden in seiner minderJährigkeit Sie nichts praejudiciren könten,
vndt ob gleich der abgelesene Recess sich fast allenthalben, vf die alte
Fürst[-][,] Brüder: vndt Vetterliche recesse bewürffe, So hetten sie doch von || [[Handschrift: 89r]]
denselben weder Originalia noch Copias, daß sie sich daraus
ersehen, vndt wieweit ein oder daß andere pactum personale
oder ad heredes et successores feudales transitorium wehre, er-
meßen köntene. Zu dem wan alles was in izigen Recess enthalten
in den vorigen Furst brüder vnd vetterlichen recessen vnd Erb-
Verträgen schon albereit abgehandelt vnd stabiliret, so wehren die
alten ErbVerträge beßer vnd obligirten fortius als dieser newe.
Dann die Natur vnd eigenschafft aller pactorum vnd conventionum
wehre, daß Sie niemanden binden noch obligiren als consentientes et qui
consentire possunt. Wann Sie nun an ihren orthe auch einen Mund-
digen Voigtbaren Herrn hetten, So würden sie deßelben Fürstliche gnaden vnterthänig(st)
bey diesem wercke dasienige erinnern Vnd zu gemüth führen, was
ihre abgelegte schwere Eydt vnd Pflichte erforderten. Wan solches ge-
schehen, vnd sie ihr gewißen soweit liberiret, Vnd es würde doch hernach
ein anders geschloßen, so wehren sie ihres theils entschuldigt, vnd hieße
als denn. Volentj non fit iniuria. Bey so gestalten sachen aber, da
Sie einen Vnmündigen Herrn hetten, vnd an ihrem orthe die leuthe nicht
wehren, daß Sie defectum ætatis vel consensus principis puppilli suppliren
konten, würde man sie in gnaden entschuldigt halten, daß Sie in einer
so wichtigen sache nicht precipitiren noch ihnen dermaleins eine schwere
Ja vnmügliche Verantworttung bey den Vnmündigen Prynzen zuziehen
könten.


Worauff sie danf auch, vndt alß diese sache Weitter in deliberationg
gezogen vnd Verschidene puncta (wie daß ihnen nunmehr copeylich zu-
geschickte exemplar ausweiset) theils gemildert, theils gar cassirt
vnd abgethan, nicht weitter zu rathe gekommen, sondern Von hochge-
dachtes h[e]rrn Administratoris Fürstlichen gnaden noch Vor der mahlzeitt in gnaden wider
heim zuzihen erlaßen worden. Wiewohl es nun die Zerbstischen
Räthe hierbey vnd bey solchen ihres theils genungsamb contestirten dissensu
wohl bewenden laßen könten, Jedoch vnd weil sie vff den 19.ten May
anderweit beschriben werden wollen, daß Sie also dann zu Cöthen
erscheinen, vndt wo die am 15. Aprilis ausgesezte dubia Vollents zu-
Vergleichen, dasienige aber, so Verglichen, zur wircklichkeit zubringen, einen
gewißen schluß machen helffen sollen.

|| [[Handschrift: 89v]]


So können sie solchen zufolge nicht fürbey, sich vff die particula-
ria mit etwas mehrern heraus zulaßen, Vnd des herrn Ober-
directoris vndt Vormundes Fürstlichen gnaden etwas specialius vntertheniger[,]
getreuer vnd offenherziger wolmeingung zuentdecken, was
sie zu ruck halte, daß sie an diesem neuen Erbeinigungs recess
sich mit rhat oder that nicht Vergreiffen, Vielweniger zu effe-
ctuirung
einiger enderung, newerung oder andere einfüh-
rung, außer dem Stande, wie es des ho[c]hseeligen herrn Vatters, Furst
Rudolffs zu Anhalt Fürstliche gnaden Christlobseeligen angedenckens gelaßen,
nicht Verstehen, noch deßen Verantworttung sich theilhafftig
machen können.


Zuuersichtig, weil in den Fürstlich Deßauischen erinnerungen stracks
im ersten Punct sehr bedachtsamb vnd Hochvernünfftig an-
gezogen
, man habe bey diesem werck vor allen dingen dahin
zusehen, wie Jllustrissimj Fürsten Christians zu Anhalt Fürstliche gnaden tanquam ab-
sentis. Wie auch dermaleins des vnmündigen Prinzen zu Zerbst
ratificationes zuerlangen, es werden die Zerbsterische in
Vormundschafft verordtnete Räthe souiel weniger Verdacht,
werden können, wan sie als hochverpflichtete dinere hie-
runter hierunter behuetsamb gehen, in solchen wichtigen weit-
außsehenden wercke, so die iura superioritatis vnd ipsam ratio-
nem status principalis in iedem Fürstlichen Antheile nicht wenig
tangiret, nicht præcipitiren, sondern Vielmehr auream illam
et nunquam satis laudatam decisionem Jmperatoris Justinianj,
in Loco finali Capituli in quibus causis in integrum restituere non est opus5.
aller ihrer consiliorum et votorum einige norm vnd richt-
schnur sein laßen,
Melius est, puppillorum jura intacta seruarj,
quam post uulneratam causam remedium quaerere.6


Dieses nun in etwas, vnd per summa saltem rerum capita
so kurz, als immer müglich, zu deduciren, So ist es,


1. Jn genere vnd nach kundbarem Rechten vmb Jura pupillo-
rum also bewant, ut nec velle nec nolle dicantur. || [[Handschrift: 90r]]
Loco pupillus nec velle de Regulis Juris [antiqui]7.


Cum quid agant vel agere debeant, scire vel discernere non possint.
Loco more § finali ff.h de acquirenda [vel omittenda] hereditate[.]8
Loco 1. § impuberes Codicis de falsa moneta.9


Jdeoque ex suo facto vel non facto non possunt obligarj.
Loco contra Juris regulas ff.i de pactis.10
§ pupillus institutiones de inutilibus stipulationibus[.]11


Darumb alles dasienige, was mit Vnmündigen kindern ge-
handelt wird, ist ipso iure null, nichtig und krafftloß.
per tritissima juris praecepta principia.


2. Jst ebener gestalt explorati Juris, quod Tutor cum pupillo
suo nihil quidquam contrahere possit, dahero Wesembecius Consilium
188 in rationibus decidendj I. quaestio numerus II part 412 dahin schleust
vnd decidiret, daß Agnatj, ijdemque Tutores mit ihren Mündlein
vnd Bruders Sohne nichts bestendigs handeln sollen, können noch
mögen.


3. haben des herrn Administratoris Fürstliche gnaden iederzeit das Thema gefüret,
Sie wehren extra vim majorem schuldig, dem Vnmündigen Prinzen
seinen Antheil dermaleins in solcher qualitet vnd Stande,
wider zulaßen, wie sie ihn bey angetrettener administration
gefunden, vnd könten demselben nichts praeiudiciren. Welches
dann auch die neuliche Von Marpurg eingekommene information
in des Gymnasij sachen, in klaren buchstaben bewehret. Ob
aber durch Vorhabenden neuen Erbeinigungs recess alles
in dem stande, Vnd qualitet gelaßen Werde, wie es bey
Christlichen hintritt hochgedachtes Fürst Rudolffes hochseeligen fürstlichen gnaden
gewesen, das wird sich bald hernach bey einem vnd dem andern
Punct in particularj finden.


4. Zugeschweigen, daß adversus quæcunque acta, facta et pacta Tutoris
et agnatorum, Ja auch adversus res iudicatas, transactas etcetera einem
iedwedern Vnmündigen das benificium restitutionis in integrum allzeit
beuor vndt offen stehett. Wie dann im Consilio ganze titulj zulesen. || [[Handschrift: 90v]]
Woraus allenthalben offenbar vnd Vnwidersprechlich am tag,
daß respectu des Vnmündigen Prinzen, bey wehrender deßel-
ben minderJärigkeit nichts bestendiges gehandelt, geschloßen,
noch derselbe wegen seines angeerbten Fürstlichen Antheils quoquo
modo vinculirt werden könne, sondern daß alles ipso iure null[,]
nichtig Vnd Von Vncräfften, oder iedoch Seiner fürstlichen gnaden dermaleins nach
erlangten Vogtbaren Jahren adversus quaecunque acta et pacta, tum
Jllustrissimi Dominj Administratoris et Agnatorum, tum etiam Consiliariorum
das beneficium restitutionis in integrum nullo modo abzustricken
oder zuhemmen.


Vnnd irret nicht, daß man Vorwenden möchte, es wehre in
dem iezigem Erbeinigungs recesse nichts neues begriffen
sondern alles den alten vnd neüen Fürst brüder: Vnd Vetter-
lichen Erbuerträgen gemeß.


Dann erstlich, können solches die Fürstlichen Zerbster Räthe nicht
wißen, weil sie Von solchen Erbuerträgen nicht das geringste
in handen haben. (2.) Jst alles den Fürst brüder[-] Vnd Vetterlichen
alten vnd neuen Erbuerträgen gemeß, vnd dieselben seind also
beschaffen, daß sie nicht nur pacta personalia, quae cum personis
paciscentibus expirarunt, gewesen, sondern ad heredes et successores
feudales tam actiue quam passiue transitoria sein, auch bishero
in Vnuerruckter obseruanz hergebracht worden, so stringiren
sie multo fortius alß kein neüer, vnd kan man deßelben
wohl entbehren, Jst aber eine oder die andere neüerung
in den iezigen expresse oder tacite zubefinden, so bindets den
Vnmündigen Prinzen wegen seines Antheils nicht, wirdt der-
maleins nur einen anlaß zu großer zerrittung vnd spal-
tung in der Fürstlichen familia geben, Vndt hat man sich wol fürzusehen
daß durch solche neue Erbuereinigungen bey diesen turbis et
distractionibus kein pomum Eridos vnter die Fürstliche familiam
geworffen werden möge.


Souiel denn hiernechst die specialia mehrbesagtes neuen Erb-
Vertrags belanget, gehet der Eingang deßelben, sambt den daruf
folgenden 1.[,] 2.[,] 3.[,] 4.[,] 5.[,] 6. vnd 7. Punct vornemblich dahin, daß || [[Handschrift: 91r]]
wegen etlicher, bey der Furstbruderlichen landes theilung zum
gesambtem gebrauch ausgesezter regalstücken vnd anderer
Gerechtigkeiten die Communio sambt dem von solcher Communion
dependirenden Seniorat vndt oberdirectorio bey den Fürstlichen
posteris perpetuiret, vnd fortan in gebürlichen respect vnd
schwang erhalten werden solle.


Nun lest man zwar die Natur vnd Qualitet des vhralten
Fürstlichen Stam[-] vndt Reichs fahnen lehens, daß es in der Reichs[:]
vnd Craißmatricul nur fur ein einiges Fürstentumb
gehalten wirdt, Wie auch das Fürstliche seniorat vnd ober-
directorium an ihrem hohen orth vnd respect billich bewenden.
Ob aber (1.) die bey der Fürstlichen landes theilung ausgesezte andere
communia alle also beschaffen vnd gewand, daß sie eben noth-
wendig eine perpetuam communionem erfodern Vndt (2.)
ob auch solche pacta communionis perpetuaria zu Recht einen be-
stand oder grund haben, Zumahln aber auch, ob sie (3.) non con-
sentientem nec consentire valentem binden können, das bedarff
vor allen dingen guter vnd reiffer dispertion.


Zwar ist nicht vnbekant, was die lehen Rechte vnd derer lehrer
de Ducatibus et Principatibus, eorumque divisione schreiben, Vnd wie
sie in solchen feudis dignitatum die diuision pro peste halten, et cetera[.]
Hergegen aber ist auch bekant, daß wo ex consuetudine, praescripti-
one vel speciali gratia et priuilegio imperiali ein anders ein-
geführet, daß als dann, vnd in solchen fällen Ducatus vel Prin-
cipatus semel divisus perpetuo diuisibilis maneat, cui consequens est,
daß, wo bey Fürstlichen familien die divisio der lande, wie in diesem
Fürstentumb vor etlich hundert Jahren hero eingeführet,
daselbst auch alle vnd iede commoda vnd onera des landes
Wohl getheilet werden können, quicquid enim Juris est in prin-
cipali, idem obtinet etiam in accessorio, cum accessorium semper
sequatur naturam sui principalis[,] vnd dörffte es am Keyserlichen
Hoff ein selzam ansehen gewinem, daß da man sich Vor diesem
höchlich bemühet, bey Keyserlicher Mayestät ein privilegium, das || [[Handschrift: 91v]]
Fürstentumb zu theilen, mit großen kosten auszuwircken,
aniezo aber demselben zuwider man eine newe Communion
einzuführen Vorhabens, Ob man sich dadurch des privilegij
nicht selbsten Verlüstig gemacht? Vnd weil man V̈ber
das nicht wißen kan, was eines oder des andern Fürstlichen An-
theils angeborner Herrschafft dermaleins vor ein glück
oder emergens zustoßen möchte, daß dieselbe Vor beßer
vnd rhatsamer erachtete ihren Antheil Von der darobhafften-
den schulden last, pro rata Viel lieber zuentheben, Vnd sich
hergegen an Seines Antheils Steuren vnd Contributiones hin-
widerumb zuhalten, als bey continuirender Communion
die schulden last ie lenger ie weitter in immensum, vndt
V̈ber des Antheils vermögen excresciren zulaßen, so be-
darff es freylich guter consideration, ob man denn auch
die Fürstliche posteritet zu einer solchen ewigwehrenden
Communion mit bestande Rechtens vinculiren vnd anstren-
gen könne? Die beschribene Rechte sagen lauter Nein
darzue.


Denn, das die Communio im Rechten sehr Verhaßet, vnnd
als eine mater discordiæ, quae multa secum incommoda et
difficultates trahit, v̈bel angesehen, das erscheinet aus den
loco 2. § naturale Codicis quando et quibus quarta
pars debeatur. liber 10[,] loco cum pater
77. § dulcissimis 20 ff.j de legatis [et fideicommissis] 213 vnd
andern textibus concordantibus.


Vndt dahero besagen die Rechte, quod sicuti ad com-
munionem invitus nemo compellitur
loco siue non sortem 26. § si centum
4. ffk de condictione in debiti[.]14


Jta etiam in communione vel societate invitus nemo
detineri possit.
loco finis Codicis communi diuidundo[.]15


Ja daß ein pactum diuisionis prohibitorium zu Recht ganz
keine krafft noch macht habe. Si conueniat, ne || [[Handschrift: 92r]]
omnino diuisio fiat, huius modi pactum nullas vires habere
manifestum<issimum> est.16 Saget der Juris Consultus
in loco in hoc iudicium 14. § penultimo
ff.l communi diuidundo.


Vndt anderswo, nulla societatis in æternum coitio est17,
Saget Paul:
in l 70. ff.m pro socio.


Ex quibus omnibus infert, Doctor Bruckmann quod pactum de nullo
unquam tempore diuidendo non valeat, etiamsi Iuramentum
accesserit, nec præceptum Testatoris, ne hæredes unquam divi-
dant, observari custodirive debeat: etiamsi rursus Juramen-
tum heredis accessisset.
Pruckmani consilum 6 in rationibus
decidendi numeri 10 et sequentes volumen 1.18


Mitt welchem v̈bereinstimmet Wesembeck wan er schreibet, divisi-
onem in perpetuum prohibere etiam pater ne testamento quidem
potest. multo minus igitur Tutor per pactum[.]
Wesembecii consilium 1. numeri 6 et 9 pars 4[!].19


Est quippe Juris non incogniti, quod ne liberi quidem factum
vel pactum parentis praestare teneantur, si quod illis lege vel
statuto debetur testamento vel pacto vel qua alia ratione ab-
latum sit.
Cothmani consilium 45 numerus 110 voluminis 3.20


Vndt aus solchen vnd dergleichen gründen schließet aber-
mahls Wesembeck quod actioni diuisionis ne per mille quidem
annos praescribatur, vndt was nach einmahl vorgangener
theilung ausgesezt vnd gemein blieben, deßelben theilung
könne iederzeit gebetten werden.
Wesembecii consilium 188 numeri 27 et 28 part 4.21


Aus welchem allem genugsamb erscheinet, daß die Fürstlich
Zerbster Räthe zum Vorfange ihres Vnmündigen gnädigen Fürsten
vndt herrn bey deßen annoch wehrender minder Järigkeit
an diesem pacto diuisionis prohibitorio et communionis per-
petuaris sich zuuergreiffen zu Recht gnugsame vnd wohl fun-
dirte bedencken haben.

|| [[Handschrift: 92v]]


Das Fürstliche seniorat vndt oberdirectorium wird in
seinem hohen Stande, autoritet vndt würde, wie es Ver-
möge der Fürstbrüderlichen Erbverträge hergebracht, bey
iezigen zeitten vnd zustande billich respectiret vnd erhalten.
Ob aber die Furstlichen posterj sich in künfftigen zeiten daran
perpetuirlich werden binden laßen wollen, vnd ob sie darzu
ullo pacto antecessorum vinculirt werden können, das
dependirt großen theils ex resolutione Vorhergehender
Frage, vnd a futuro eventu. Sonderlich aber, vnd weil
des Oberdirectorij conseruation allein vff die Gernrödi-
che vffkunfften gewiedmet, so würde deßelben erhaltung
vber aus schwere fallen, Wan das Stifft Gernroda dermal-
eines durchgehen, vnd ein ieder herr dem Seniorat die ge-
wehr aus seinen Cammergefällen Jährlich würde leisten sollen,
Sintemal der zustandt der Fürstlichen kammern ohne deß bekant
daß Sie fast aller endts mit ihren current zinsen nunmehr
in geraumen Jahren nicht fortgekonnt, sondern in ein solch be-
schwerliches stecken gerathen, daraus sie wohl bey Menschen
gedenken nicht emergiren möchten. Daraus zugleich er-
scheinet, wie bedencklich es sey, die perpetuation eines solchen
Vornehmen hohen wercks, welches eine fundemental Ver-
faßung deß ganzen Fürstlichen hauses sein soll (ohne welches
deßen reputation[,] Ehr vnd Würde nicht also erhalten wer-
den könne) vff ein solch schlipfferich vnd Vngewiß Werck
dergleichen Stifftischer etwa Vor 50 Jahren eingezogener entra-
den
zustellen. Anderer Wichtiger Considerationum, so sich
wegen Verenderung der zeiten, so wohl in personis et qualita-
tibus, tam seniorum quam posteriorum, Wie auch wegen
anderer zufälle vnd beschwerden der Lande, e re nata ereugen
könten, zugeschweigen:


Bey empfahung der Reichs lehen, weil dieselben ein feudum
genearchivum, generi et familiae concessum sein, ist es ebener
gestalt sehr bedencklich, Von den antiquo tenore investituræ
vel tantillum abzuweichen, weil man nicht wißen kan, || [[Handschrift: 93r]]
Wie der senior Familiæ zu iederzeit beym Keyßerlichen Hoff
angesehen sein möchte, vnd was dahero den gesambten
Landen Vor Vngelegenheit zugezogen werden könte.


Die Rechte sagen, omnem novitatem esse suspectam confer dilecta
extra. de excessibus praelatorum[.] Cothmani consilium 38 nummerus 204 volumen 3.22
Atque ideo novitatem in omnibus actionibus humanis, utpote quæ
mala multa sæpissime secum trahit, sedulo esse fugiendam.23
Pruckman: post. speculatorem
consilii 23 numerus 34 volumen 2.


Zu Lehen rechte aber ist auch klärlich Versehen, quod
pacta quae tertium attingunt, maxime successores feuda-
les, et in rebus feudalibus absque illorum, quorum interest
consensu, nullius sint momentj, nec tertio nec consentien-
ti quidquam praeiudicent.
Cothmani consilium 92 nummerus 12 Volumen 1[!].24


Von Reuision der Landesordtnung ist zwar zu verschidenen
zeitten, sonderlich aber in Anno 1614 da die gesambte Fürstliche
herrn gebrüdere annoch am leben gewesen, auch Vielfal-
tig deliberirt, tractirt, vnd sonderlich damals ein zimblich
gros weitleufftig vnd in Vier partes abgetheiltes werck
vnter censur kommen, Als man aber daßelbe etwas ei-
gentlicher beleuchtet, hat sich befunden, daß sowohl inor-
dinatorijs processuum als in decisorijs causarum, darin viel
neuerungen versteckt, so in diesem Lande nicht hergebracht,
noch zu practiciren, darumb auch die <ngesambte> oFürstliche herrn gebrüder bey
damaliger noch guter zeit vnd zustandt darob nicht eins
werden können, sondern es ist bey der alten deß Hochseligen
herrn vatters vndt gros vatters hochseeligen Fürstlichen gnaden Landes-
ordtnung vor als nach gelaßen, vnd was ein ieder Fürst in
seinen Fürstlichem Antheil e re nata vor mengel vnd gebrechen
Verspüret, denen ist vigore ordinariatus locj et Juris superio-
ritatis von iedes Antheils Landesfürstlichen <phoher> qObrigkeit per specialia
edicta, mandata et constitutiones remediret worden.


Obs nun eben iezo, da alles in allen Stenden vffs eußerste
ruinirt, die rechte zeit sey, neue Landesordtnungen zumachen || [[Handschrift: 93v]]
oder die alten zu extendiren vnd reformiren, wirdt billich
zu reiffern nachdencken gestelt, die Politici halten Von
solcher innouation der geseze vndt constitutionen sehr
wenig, vndt loben Vielmehr constantem [...] uno et veteri
tenore fluentem gubernationis vel Jmperij formam.


Dahero saget Alcibiades apud Tucydidem: Eos hominum
tutissime agere, qui praesentibus moribus, legibusque, etiamsi dete-
riores sint, nihil variantes rem publicam administrant25,
Thucydides liber 6.


Vndt Augustus ad Senatum apud Dionem führet eben
eine dergleichen vermahnung, Positas, inquit, semel leges
constantes seruare, nec ullam earum immutare, Nam quæ
in suo statu, eademque semper manent, etsi sint non nihil vitio-
sa, utiliora tamen sunt his, quæ subinde, etiamsi in melius
innovantur.26
Dio. liber 53 pagina 575.


Atque exinde monitum illud serium Lipsij ad Principem Suum;
sperne, inquit, circa te novatores, qui, ut aliquid sui videantur
afferre, etiam recta commutant, Et scito superioribus negotijs,
melius atque rectius olim prouisum: Et quae convertuntur, in
deterius mutarj. Lipsii liber 4 Politicorum capitulum 9.27


Vndt was die multitudo et variatio legum et constitutio-
num Vor nuzen bringe, bezeüget von seinem vatter-
landt Bodinus, wan er schreibet: Gallia ut cæteras Re-
giones legum multitudine vincit, ita omnes Europæ populos
litium abundantia iam pridem superavit.28 Mit welchem
auch V̈berein kombt Strabo: Apud quos plurimæ sunt leges
apud hos etiam lites esse et malos mores, sicut morbi solent ess[e]
et multi, ubi multi sunt Medici.
Strabo 6. Georgraphica[!] pagina 179.29


Gleichmeßige beschaffenheit hats beym Neunten Punct
mit revision vnd gleich förmigkeit der Canzley ordnungen
welche zwar auch Vor diesem tentirt, aber man der sachen
auch bey guter zeit nie einß werden können, sondern es
hat ein ieder Fürst in seinem Antheil vnd Territorio sich || [[Handschrift: 94r]]
seiner Landesfürstlichen Hoheit vnd Juris superioritatis
gebraucht, Vndt solche Canzleyordtnungen gemacht vnd ein-
geführet, die er seinem Antheil am bequembsten vnd füeg-
lichsten erachtet; Würdet man nun dieselben aniezo
endern, so wirds abermals ohn ein gemenge Vnd confusion
nicht abgehen, der vngleichen Nachreden vnd Judiciorum
so dauon gefallen werden, zugeschweigen. Dann wie
abermals Lipsius bezeuget, so wird ipsa Principum
autoritas et respectus geschwechet, imo Princeps ipse, inquit,
vilescit, qui sic vacillat, foedaque inconstantia, quae iusserat, vetat
quae vetuerat, jubet.
Lipsii 4. Politicorum liber capitulum 9.30


An diesem orth ist des herrn Administratoris Fürstlichen gnaden bewust,
daß Fürst Rudolphs, hochseelige Fürstliche gnaden den processum iuris
Saxonici, weil derselbe nach aller Rechtsgelerten die in
utroque processu tam Juris civilis quam Saxonici erfahren
seindt, einhelliger meinung der kürzeste, richtigste vnd
beste eingeführet, welches auch Seiner Fürst Augusti fürstlichen gnaden vnter
dero hand vnd Secret confirmiret, vnd Vor hiesiger Canzley
noch offentlich anhenget, darauf seind beydes die Räthe
vnd hoffadvocaten Vereydet, vnd ist vber die Justiz vnd
schleunige abhelffung der Sachen, wan nur die Parten selbst
durch mutwillige tergiversationes sich nicht Vffhalten, im
Zerbster Antheil, Gott lob, keine klage, gehen an andern
orthen mengel vnd gebrechen Vor, die hat iedes orts lan-
desfürst ex Jure superioritatis billich abzuschaffen vnd den-
selben zu remediren, vnd kan man dieses orts nicht ab-
sehen, worumb wolgefaste vnd in guten schwang vnd ord-
nung gebrachte Canzley[-] vnd processordtnung sub praetextu
conformitatis zu endern, einen andern Antheile in seine Jura
superioritatis vnd Landesfürstliche hoheit zugreiffen, die
Räthe vnd <rhof> sAdvocati in ihren gewißen vnd Pflichten zu tur-
biren
vnd irre zu machen, vnd bey diesen ohne deß sorglichen || [[Handschrift: 94v]]
vnd gefehrlichen zustand das allergeringste zu innoviren.
Zu den Vorgeschlagenen gesambten hoffgericht kan kein
Antheil verstehen, welcher die Von zeit an der Fürstlichen landes-
theilung hergebrachte iura superioritatis sarta tecta zu con-
serviren gedencket, den Von zeit an der Fürstlichen Land-
destheilung hat ein ieder fürst sein hoffgericht, Canzley
vndt Regirung als ein freyer Vngebundener Vnd vn-
mittelbarer Reichsfurst Vor sich selbst gefüret vndt nicht
iure Aristtoc<r>atico, sondern iure Monarchico in seinen An-
theil guberniret, Von ieden fürsten seind die appellationes
recta ad Cameram Jmperialem gegangen, daselbst auch wider
ieden fürsten absonderlich, als wider einen freyen Vnmit-
telbaren Reichsfursten inhibitio vnd compulsoriales erkant.
Die Räthe, der Adel, vnd Vnterthanen haben ihren angebor-
nen landesherrn vnd deßen Manlichen leibs lehens Erben
allein, vnd den Furstlichen herrn Agnatis nicht ehe als in even-
tum lineæ descendentis emortuæ gehuldet vnd geschworen,
die Vnterthanen in allen Ständen haben an Nimandt anders
als an ihren angebornen landesherrn appelliret, vnd hat
also ieder Furst in seinem Territorio die Jura superioritatis
biß vff gegen wertige Stunde Vnuerruckt hergebracht.


Wie nun dieselben bestehen können, wen ein commune Judicium
appellationis inter medium, Von welchen allererst die Appella-
tiones ad Cameram gehen, angeordtnet werden solte, daß hatt
ein ieder, so in Juribus superioritatis nur in etwas versiret,
leichtlich zuermeßen.


Wie bedencklich es auch einem ieden fürsten in particularj fallen
wolte vnd wie tieff es in die iura superioritatis schneite, daß er
seine Vnterthanen, so ihme vnd seinen Fürstlichen leibs lehens
Erben alleine gehuldet vndt geschworen, vnd die bißhero
bey ihme Allein biß an des heiligen Römischen Reichs höchste Justiz das
Recht actiue vndt passiue nehmen müßen, an ein solch || [[Handschrift: 95r]]
commune Judicium intermedium ziehen laßen solte, das
leifft ieden in die Augen.


Die Vnterthanen können ohne Verlezung ihrer Eyde vnd Pflicht
so sie ihrem angebornen Landesherrn gethan, vor ein solch com-
mune Judicium intermedium nicht kommen noch erscheinen, es
sey denn, daß Sie ihrer Eyde Vnd Pflichte soweit erlaßen
werden,


Die instantiæ, deren ohne deß bey den Vntergerichten vndt
Canzleyen gnugsamb seind, werden zur protraction vnd ver-
schleiff
der Justiz nur gemehret, Vndt das Recht, so sonst ein
ieder vnterthaner, Adel vnd Vnadel bey seinen angebornen
Landts herrn Vnd in deßen bezirck alle tage, so offter seine
noth geklaget hat, haben können, wird er v̈ber land mit schwe-
renkosten vnd vngemach holen müßen.


Das Vorgeschlagene hoffgerichte wird entweder eine höhere oder
zum wenigsten gleichmeßige vndt concurrentem Jurisdictionem
mit den Furstlichen Canzleyen haben müßen. Solß eine höhere
haben als die Canzleyen, so wirdts den Canzleyen, et per consequens
ieden Fursten selbsten, weiln die Decreta vndt befelich mehrern
theils in der Fürsten nahmen ausgelaßen werden, zu inhibiren
Vndt zu gebiethen haben, das ist den Juribus Superioritatis, so ieder
Fürst in seinem Antheil hergebracht, e diametro zu wider, vnd
seindt lauter incompatibilia, hergegen aber wirdts ein gefunden
eßen Vor die refractarios sein, welche sich an keinem Rechte wollen
genügen laßen, die werden sich, wan man sie nur krumb ansicht,
solches iudicij intermiedij zu despectir: Vnd beschimpfung ihrer ange-
bornen landes herrn wohl zu gebrauchen wißen, Soll aber Vor-
geschlagenes hoffgerichte mit den Fürstlichen Canzleyen eine concurren-
tem Jurisdictionem haben, so wird eine praeventio introducirt vndt
die Jura superioritatis werden dennoch tangirt, Cum eiusdem Juris su-
perioritatis, quod ex divisione singuli, ut singuli in suo quisque Territo-
rio hactenus possederunt, duo pluresve per novam communionem in soli-
dum possessores esse nequeant saluo singulis Jure ex diuisione quæsito.
Cum eiusdem rei vel juris duos in solidum possessores esse absurdum || [[Handschrift: 95v]]
et impossibile sit per trita. Vndt was sonsten ein ieder Fürst
in seinem Territorio ex absoluto superioritatis iure biß anhero
zu richten vndt zuschlichten gehabt hat, daß muß er gewertig
sein, daß es ihm tota die durch die praevention aus seinen handen
vndt jurisdiction zu Vnwiderbringlichen schmelerung vnd ab-
bruch der Landtes Fürstlichen hohen obrigkeit entzogen werde, contra
regulam Juris. Quod semel diuisis Jurisdictionibus alter non possit,
cognoscere in alterius porta.
Wesembecii consilium 175 numerus 27 pars 4:31 <tAc sicutj prodigium est, plures apparere soles, Jta non minus prodigiosum est, plures esse Monarchas, aut gubernatores, ubj unus antea dominarj solebat32, Saget recht vnd wol Petrus Gregorius Tholosanus de Republica liber 7 Capitulum 19 numerus 1.>


uSolte es aber nurt wie ein Schöppenstuel sein, dem keine Juris-
diction, sondern allein die Vrthel33 zu sprechen nachgelaßen, Sihet
man nicht, wie denn der herrschafft zurathen, daß Sie ihnen oder
dem lande eine neue bürden, solches gerichte zuhalten, auffladen
wolten, Weiln bey den benachtbarten Juristen faculteten vnd
Schöppenstülen ohne einge der herrschafft kosten bishero, wan es
nötig gewesen, Vnd es den Parteyen beliebet, die Vrtell erholet.
Vndt würden die Vnterthanen wider die, Von Vndencklichen Jahren
hero eingeführte gewonheit bey diesem Gerichte ihre sachen Ver-
sprechen zulaßen schwerlich zu zwingen sein, dann biß dato einen
iedwedern Part frey gestanden, wider diese oder Jene Juristen
facultet vndt Schöppenstuel zu protestiren, vnd do es Ja gesche-
hen könte, würde man doch den Parteyen die communia be-
neficia juris, als leuterationis vnd dergleichen nicht abstricken
dadurch denn nurt lites vndt vncosten causirt, vnd die Rechts-
hängige sachen per multipicationem instantiarum mit höchsten
schaden vnd Verderb der Vnterthanen nur protrahirt werden
würden.


Weil auch ein ieder Herr mit seinen Räthen bey diesen schwü-
rigen vnd gefehrlichen zustande in seinem Antheil gnug vnd
v̈berflißig zuthun hatt, so mochten sich wol wenig leuthe im
lande finden, welche sich zu solchen gemeinen Hoffgericht
werden gerauchen laßen wollen, oder auch dazu Qualifi-
cirt seindt. Impar enim quisque invenitur ad singula, dum confusa
mente diuiditur ad multa:34 Et pluribus intentus, minor est ad singula
sensus.

|| [[Handschrift: 96r]]


Anderer inconvenientien, so das werck heuffig nach sich zihen
wirdt, gelibter kürze willen zugeschweigen.


Wan dann secundum Vlpianum in lege 2 ff.v de constitutionibus Prin-
cipum: Jn rebus novis constituendis semper evidens quaedam utilitas
esse debet, ut recedatur ab eo jure quod in æquum visum fuit35,
Vnd aber bey Vorgeschlagenen gesambten Hoffgerichte die ge-
ringste utilität sich nicht ereügnet, Hergegen aber oban-
gezogene
inconvenientia et imcommoda[!], so es importiren,
wirdt evidenter Vor augen vnd eß eine solche neüerung, so zu-
uorher im Lande nie gewesen, auch bey angetrettener Fürstlicher
vormundtschafft nicht gefunden, So werden auch des herrn admi-
nistratoris Fürstlichen gnaden nicht beßer, sicherer noch Verantwortlicher
thun, als wan sie solch neüerliches vnd den Juribus superioritatis
post semel factam diuisionem hoch nachtheiliges vnd abbrüchiges
werck vneingefüret Vndt dem Zerbster Antheil in Policey:[,]
Canzley[-], Vnd landesordtnung in den zustand ruhig vnd Vnge-
endert laßen, wie sie es, bey zeit der angetrettenen Vormund-
schafft befunden.


Beym zehenden Punct zweifelt man dieses orts de consensu
in Orthodoxia nicht, außer dem Adel, v̈ber welchen die Jura
Episcopalia Vermöge der Landtags Abschide in puncto reformati-
onis vergeben vndt demnach contra specialia pacta vnd Landtags
Abschiede derselbige zu einiger conformitet nicht wird zubrin-
gen sein, Souiel aber die Ceremonien anlanget, ist
bekannt, daß durch derselben Verenderung die leuthe mehr
stuzig vndt irre gemacht werden, als wan in doctrinalibus vn-
gleichheit oder Verenderung vorgehet, wirdt demnach sehr
wol vnd reifflich zu erwegen sein, ob sub prætextu conformitatis
bey iezigen ohne daß schwürigen Vnd zerrütteten V̈belstande
ubi omnes machinæ in reformatos conspirare videntur, in Ceremonijs
an einem oder dem andern orth die allergeringste enderung
Vorzunehmen, zum exemplum, im Zerbster Antheil ist die figu- || [[Handschrift: 96v]]
ralis Musica vnd die Orgeln Vom anfang der Reformation
biß vff gegenwertige stunde in der kirchen erhalten vndt
nie abgeschaffet worden.


Zue Cöthen hat die Orgell ganzer Vierzehen Jahr stillgestanden
den 24. September aber Anno 1620 ist sie vff sonderbare
Fürstliche anordtnung zuschlagen wider angefangen worden.
Zu den Deßauischen vnd Bernburgischen Antheilen aber ist sie
stracks anfangs der reformation abgeschaffet worden, vnd
biß vff gegenwertige zeit abgeschaffet blieben.


Soll nun hierunter ein conformitet eingeführet werden
so muß sich entweder Deßau vnd Bernburg nach Cöeten Vnd
Zerbst richten, Vnd die orgelln auch wider introducirn oder
Cöten vnd Zerbst müste sich mit Deßau vnd Bernburg confor-
miren Vnd die orgeln abschaffen, Was das bey diesen zeit-
ten bey den benachtbarten Vor odia vnd bösen nachklang, daß
man in diesen Landen alzeit etwas zu reformiren haben müße, cau-
siren
werden, ist leucht zuerachten. <wSollte auch in andern kirchen ceremonien die allergeringste enderung in diesem Fürstlichen Antheil sub praætextu conformjtatis <vorgenommen werden, ist nichts gewißers zu befahren, alß daß die fürstliche Fraw wittwe so baldt Sie es erfehret, den nechsten weg wieder nach Wien finden vndt die alte klage wiederholen wirdt, was darauf vor große vngelegenheitt zu befahren, ist beßer zu bedencken, als zu schreiben,>>


xWann denn die kirchen in diesem Antheil, Gott lob, in guten ruhigen
Stande, des herrn Administratoris Fürstlichen gnaden auch bey geleisteter
Erbhuldigung dem Adel, Räthen, in den Stätten, so wohl den gesamb-
ten Vnterthanen offentlich zugesaget, vnd ihr Fürstliches wortt
Von sich gegeben, sie bey der Religion, glauben vnd Ceremo-
nien zulaßen vnd fürstlich zu schüzen, wie sie es bey ange-
trettener Vormundschafft befunden, auch biß dato Vnuer-
rückt vnd Vnuerendert gehalten worden, so werden abermals
Seiner fürstlichen gnaden am sichersten vnd besten thuen, wan sie bey dieser
Vnzeit im allergeringsten nichts moviren oder noviren,
noch sub prætextu conformjtatis die allergeringste enderung
einführen laßen.


Was in des Gymnasij sachen Von Marburg vor ein informat ein-
kommen, haben seiner fürstlichen gnaden hierbey in copia zubefinden, wie auch
ein programma, so Rector vndt professores des Fürstlichen Gymna-
sij alhier am ersten May angeschlagen, was vnd wie Sie || [[Handschrift: 97r]]
das Jahr durch, ein ieder in seiner ihm anbefolenen profession
leßen Vnd absolviren, Vnd was dabey für exercitia, tam
disputatoria quam declamatoria gehalten werden sollen.


Wan nun ein ieder seine profession nach laut des Program-
matis intra annum absoluiret, vnd die exercitia darbey
mit fleiß getriben werden, so sehen wir an den docentibus
keinen mangel, die weil solche Lectiones vff keiner Vni-
versitet in so kurzer zeit zu hören, Vielweniger zu absol-
viren: Allein mangelts an Auditoribus, weiln iezo kein
einiger Stipendiat mehr hier ist, der seine zeit nicht ausge-
halten hette, vndt in procinctu ist, sich vff vniversiteten zu-
begeben.


Wan nun nur dahin gesehen wirdt, daß die Stipendia außer-
halb Landes Vermöge der legum niemand gegeben werden,
er habe denn zuuor seine zeit in Fürstlichen Gymnasio alhier aus-
gehalten, so ist dem Gymnasio schon geholffen, vnd wirdt
demselben ahn Auditoribus nicht mangeln.


Jm V̈brigen, die Stiffs intraden alhier betreffende, hat
man zu fernerer Weitterung auch nicht Vrsach, weil das
Gymnasium ohne das Stifft Von zeit an der fundation erhal-
ten worden, Vnd noch gar wohl erhalten werden kahn,
dann zu erhaltung des Gymnasij gehören Vornemblich drey-
erley, nemblich:
1. Stipendia Professorum
2. Mensa communis.
3. Stipendia scholarium
Ein iedes hat seine gewiße bewidtmete reditus, wie
solches der Professorn besoldung, Vnd der Communitet
Rechnungen außweisen, die stipendia scholarium aber
bestehen theils in distributione der Furstlichen herrschafft Testa-
mentarien
, theils bey den Räthen in den Stätten.

|| [[Handschrift: 97v]]


Wan nun die Stipendia, wie sie gewidmet, ohne pri-
vat nuz vnd Vortheil nur ordentlich vnd zu rechter zeit
folgen, vnd die stipendiaten nach Vorgangener exploration
ob sie auch zu den Studijs, so im Gymnasio getriben werden,
tüchtig, dahin gehalten werden, daß Sie ihre zeit im Gym-
nasio alhier aushalten, auch die examina, wie Vor diesem
geschehen, alle halbe Jahr von iedes Fürstlichen Antheils abge-
ordenten besuchet, vndt Vff aller alumnorum progressus
in studijs et moribus fleißig inquirirt, so wohl zu besoldung
der Professorn vndt haltung mensæ communis, dasieni-
ge, so dazu gewidmet, vnd außer allen streits liquidum
ist, zu rechter zeit iedesmahl abgestattet wirdt, so sihet
man dieses orts nicht, was bey dem Gymnasio weitter
zu desideriren, vnd kan daßelbe zu rhum vnd nuzen der
gesambten Lande wohl bestehen, vnd fort gepflanzt werden.
Wan auch beym 17. Punct es in observanz also herge-
bracht, daß die anfälle der Auswertigen lehnen36, so nicht
in die Ämbter gehören, dem Fürstlichen Seniorat davon habende
seines gefallens zu disponiren, anheimb fallen, hat es da-
bey seine maße. Alias kan es als eine innovatio nie-
manden als die consentientes binden.


Eben meßige beschaffenheit hat es im 18.ten Punct bey den
Fürstlichen Austrägen, welche gleichwol sehr kurz gefaßet,
vnd v̈beraus einge<enge b>eschräncket, in dem alles nur auf eine
einige instanz ohne einige Appellation, reduction, restitution,
supplication vnd einig ander remedium suspensiuum gerichtet
Vndt gewidmet werden will, welches gleichwol den gemeinen
Fürsten Recht vndt Austregis Principum sehr nahe tritt,
Vnd die Fürsten in ihren rechtshängigen oder zu Recht gedey-
enden sachen härter vinculirt vnd deterioris conditionis, Alß
der schlechteste vnterthaner ist, machet. Dann derselbe
hat zu deducirung seines rechtens, wan ie in prima instan- || [[Handschrift: 98r]]
vndty
tia ichtwas vel ab Advocato Verstoßen, vel a Judice v̈bersehen,
vnd nicht gnugsamb attendirt worden, nicht allein in leuteratio-
nis[!] sondern auch in Appelationis instantia noch das remedium
et beneficium non deducta deducendi, non probata probandj,
vnd sein recht beßer auß zuführen.


Dahero den auch erfolget, daß in instantijs leuterationum
et appellationum tota die Viel vrthell37 der Vorigen Jnstanzen
reformirt, erleutert, vnd auch wol gar cassirt werden.
Sollen oder wollen den nun die principes sich selbst also
vinculiren vndt beschrencken, daß Sie in ihren anligen vnd
Rechtsfertigungen deterioris conditionis als der geringste vnter-
than sein wollen, das bedarff gueter consideration, vnd ist
eine sache altioris indaginis, ob sie sich juris et favoris per se intro-
ductj, et jure principum communj competentis also blos hin de
simplici et plano begeben wollen, Einmahl haltens die Rechts-
lehrer dauor, quod ea, quae meræ sunt facultatis per pactum ab-
dicarj nequeant.
Cothmanni consilium 57 numerus 117 in 7ta deci-
dendi ratione.38


Vndt ist eine Adamantina Dd.z conslusio, quod pacta, quae tertium
attingunt, absque illius consensu nullius sint momentj.
Jdem Cothmanni consilium 92 numerus 12 Volumen 1[!].39


Darumb, vndt weil der vnmündige Prinz im Zerbster An-
theile, des alters noch nicht ist, daß er consentiren kan, die
Räthe auch die ienigen nicht sein, die defectum ætatis et consensus
Seiner fürstlichen gnaden suppliren können, vnd sich dißfals Vor schwerer Verant-
worttung wol fürzusehen haben, Als erscheinet auch bey diesem
Punct, daß dißfals nichts bestendiges noch Verbindliches re-
cessirt
oder geschloßen werden könne.


Wolte man aber auch entlich dafür halten, daß das ganze Werck
damit genugsamb gefast, daß kein Fürst, wan er seine Voigt-
bare
Jahr erlanget, zu antrettung seiner Regirung gelaßen
werden soll, er habe dann diese neue Erbvereinigung mit
Fürstlicher hand vnd Sigell Volnzogen, vnd derselbe, in allen || [[Handschrift: 98v]]
Puncten treulich allerdings nachzukommen sich Verpflicht
gemacht, so bleibet doch das Winckelholz in angulo, daß
pacta niemand binden nisi consentientem, respectu tertij au-
tem non consentientis nec consentire valentis, nullius sint momentj,
vnd das die in Vormundschafft Verordnete Canzler vnd Räthe
zu Zerbst in causa tam ardua, so ipsam rationem status et regi-
minis principalis concerniret, defectum ætatis et consensus Jllustrissimj
Principis pupilli hierunter nicht suppliren können.


Darumb sie denn auch der Vngezweifelten vnterthenigen zuuer-
sicht leben, es werde nicht allein mehr hochgedachten herrn
Administratoris, Jhres gnädigen Fürsten vnd herrn fürstlichen gnaden sondern
auch männiglich, so obdeducirtes im grunde beleuchtet, vnd
ohne passion erweget, Sie in allen gnaden vnd wol entschuldigt
halten, daß Sie bey diesen Consilijs, da in effectu, in landes[-],
Canzley[-] vndt andern Verfaßungen alles vff eine innovation
hinaus lauffen wird, sich mit rhat oder that nicht finden laßen
können, sondern vermöge ihrer abgelegten schweeren Eydt vnd
Pflichte, so wol nach anweisung der Rechte vnd beygefügter
Marburgischer informativ, alle ihre Consilia, vota vnd actiones
dahin richten müßen, damit dem vnmündigen Prinzen Jhren gnädig(st)en
Fürsten vnd herrn gegen seine herannahende Voigtbare
Jahre der Fürstliche Antheil in dem Stande vnd bey denen rechten,
wie er vff Seiner Fürstlichen gnaden Von weiland dero herrn Vatters Fürst Ru-
dolffs zu Anhalt hochseeligem fürstlichen gnaden devoluirt vnd Vererbet, vnd
bishero administriret worden, erhalten, vnd nach geendigten
administration restituiret werden möge. perge

Samstag den 19. Martij.


Schreiben von schwester Anne Sofie, vom præsidenten[,] von Schwarzberger[,]
vom Obrist leutnant Nawmann, vom Obrist wachtmeister Zanthier.


An ChurSaxen, an præsidenten, an Marschalck, an Nawmann
vndt Zanthier, wieder geschrieben.

|| [[Handschrift: 99r]]


Avis: daß heütte 30 Schwedische Reütter, vmb Zerbst
herümb, die dörfer gebrandtschätzt.


Der Cantzler Sturmius vndt bürgemeister[!] Jehna,
seindt zu Mittage meine gäste gewesen.


Nachmittags bin ich ins schloß vndt garten spatzirt,
vndt habe daselbst die verwüstung, so mir vor
iahren nicht also vorkommen, schmertzlich mitt angesehen.


Nostre seljour icy est perilleux, tant a cause
des Swedois, que des Saxons, Dieu vueille que
ne mettions le cul a terre entre deux selles.


Zeitung von Bernburg daß Banner zu Wettin, den Churfürsten
mitt seinem volck vberzugehen, verhindern will.


haüptmann Metzsch hat mir federwildpret verehrt,
eine wilde ganß, drey Endten, vndt zwey wilde Tauben.


Zeitung das der König in Polen, soll 100 mille Mann beysammen
haben, man weiß aber nicht, zu waß ende, wiewol
darvon geredet wirdt, alß sollte noch die Pfältzische
heyrath vor sich gehen. <Ce soir le glaive spirituel40.>

Sonntag den 20sten: Martij.

<Ce mattin le mesme glaive41.>


Gestern hat sich auch noch mein kutzscher Andreß
wieder gefunden, Jst vndter den Kayserlichen gefangen gewesen,
denen er mitt Meines bruders auch mittgefangenen
kutzschers, von halle endtlauffen. Sie haben ihn wollen
niedermachen. Er berichtett, es wehre ein quartirmeister
vndter harrachs Regiment, (so dahin nicht commandirt,)
der iehnige gewesen, so meine pferde vnd andere sachen, mitt weggenommen.

|| [[Handschrift: 99v]]


Ein stadtlicher rohter Sammeter, mitt goldt gestickter
Sattel, auß der rüstkammer, wehre vmb 10 ThalerThlr: publice
verkauft worden, mag wol 400 ThalerThlr: gekostet haben.
Die roht sammete kuzsche, stünde auch alda. Es wehren
viel sachen albereitt durch die 3.[,] 4te. handt gegangen.
Auß der kutzsche auch der Sammet geschnitten. Die
armèe hielte sich zum aufbruch fertig. Vndter
dem Obersten: Wallstejn, sollten auch viel von meinen
sachen, vndt pferden sein. Jch habe ihn gestern wieder
naher Bernburg abgefertigett. Er sagte auch,
Sie hetten vber 1000 Schafe weggetrieben, vndt
vieh, von meinen Forwergken.


Der President schrieb gestern, es wehren zwar noch von
meinen sachen, welche vorhanden, allein Sie vbertheẅrten
vndt vberschätzten sie dermaßen, daß es alles drey-
mal so hoch taxirt würde, alß es werth wehre,
vndt gienge darzu von der dritten, in die 4te. handt.


Zweymahl heütte predigt gehört, alhier zu Zerbst
jn der kirche, vor vnserm hause, so vorzeitten Doctor Knichen
angehöret.


Der haüptmann Metzsch, vndt der alte 71Jährige,
Gotfridt Kötzschaw, seindt zu Mittage, meine gäste gewesen.


Meine <herzlieb(st)e> gemahlin, hat schreiben von Lichtemberg, abermahl
bekommen, avec une estincelle de la grace de Dieu.


Avis: daß heütte, daß gestern nach Deßaw zu, ezliche
fejne leütte, von den streiffenden rotten, wehren abgesetzt worden.


Malherberie violente.

|| [[Handschrift: 100r]]

Montag den 21. Martij.

<Et ne nos jnducas in tentationem, sed libera nos ab omni malo.42>


Jn garten spatzirt mitt Madame, <in Schloßgarten.>


Zeitung daß hatzfeldt mitt 18 mille Mann, zum Churfürsten von Saxen,
stoßen werde. Jtem: daß sich die Schwedischen
mitt des Lesle armèe, auch stärgken wollen.


Der haüptmann Metzsch, wie auch Magister Keppe
Cantzleyraht alhier, vndt dann der Rector Wende-
linus mein gewesener præceptor sejndt meine
gäste zu Mittage gewesen.


Fürst Ludwig, vndt der præsident schreiben
an mich, vndt mahnen mich, wegen der Geljschen
schuldt, in itzjger meiner bedrangnüß. perge


Raht gehalten, mitt dem Cantzler Sturmio,
wegen etzlicher sachen; in publicis, et privatis.


Tout le monde me desconseille, de sejourner long
temps, icy a Zerbst, a cause du grand danger.


<Ce soir le glaive43 encores.>

<Spectra: & insomnja terrifica.>


An den Obersten Schneider, commendanten zu Wittem-
berg geschrieben, mich rahts zu erholen, wegen meiner rayse.


Mitt dem Doctor Daniel Ludwigen, conversirt.


Der Cantzler Sturmius, wie auch der Medicus
Doctor Ludwig, sejndt meine gäste zu Mittage gewesen.


Nach Cöhten, vndt Deßaw geschrieben.

|| [[Handschrift: 100v]]


Avis von Deßa, das der Kayserlichen secours
von 19. Regimenter in 7 mille starck, vndter dem general Feldtmarschall
hatzfeldt ankommen, vndt daß sich der general
Major Taube, mitt dem rechten flügel zwischen
Cöhten vndt Calbe lege, general Marrazin soll zu
Cöhten sein quartier haben, vndt vmb Cöhten
herümb alles voller volck liegen. Zu Jeßnitz
seindt die vorstädte außgeplündert worden, von
2 compagnien[.] Ezlich volck soll zu Bitterfeldt vber
die Elbe Mülde, vndt dann fürters vf Wittemberg
gehen. Vorgestern ist eine trouppe Reütter,
von den han<rr>aw<ch>ischen vndt Wallensteinischen
Regimentt vf die Deßaischen acker leütte angesetzt
feẅer auf Sie gegeben, vndt die pferde nehmen
wollen, es haben sich aber die agkerleütte mitt
beyhabenden Mußcketirern gewehret, vndt ist
auf der Reütter seytte einer, wie auch ein pferdt
niedergeschoßen, einer aber, biß aufn Todt, ebenfalß
durch einen schuß verwundett worden, vndt man hat
sie beyde in Deßaw gebrachtt. Dieser handel
dörffte selbiger Stadt, große verbitterung vndt
feindtschafft causiren. Gott wende alles vnheyl gnedig ab.

|| [[Handschrift: 101r]]


Zeitung vom Bürgemeister[!] Jehna, so bey mir gewesen,
daß 1500 Schwedische dragoner mitt 14 Stücken
geschütz zu Calbe vbergesetzt, vndt auff
Bernburgk zu, gehen. <Dörffte meinem hause vbel gehen.>


Ein recepiße vom Churfürsten von Saxen, auf
mejn schreiben entpfangen, vndt kejnen paß.

Mittwoch den 23. Martij.


Man hat mich wollen auf eine heüttige zusammen-
kunft nach Deßaw haben. Jch habe mich
aber endtschuldigett, wegen itziger gefahr.
Mein vetter Fürst Johan Casimir leßet nie-
mandts vber die Elbe.


Avis: das general Banner 7 compagnien ChurSächsisches volck,
in Cöhten vberfallen, vndt alles niedergemachtt,
auch die bagagiwägen nicht plündern, sondern
anstegken laßen, vndt keinem offizirer, noch
Soldaten, quartir geben wollen, also das die
verbitterung sehr groß wirdt. Zu Bernburg,
soll auch ein groß feẅer sein. Gott er-
barm sich vnsers elenden zustandes.


Avis: das gestern 13 Schwedische Regimenter bey Calbe vber-
gesetzt, vndt ein 14 ChurSächsische Regimenter, vmb Wettin,
Gröptzig, vndt selbigen ortten, getrieben, vndt geschlagen.

|| [[Handschrift: 101v]]


Wirdt also müßen die vorgewesene zusammenkunft
zu Deßa, endtweder zerschlagen, oder verschoben werden.


herr Metzsch, Bürgermeister Jehna, vndt ejn abgedanckter
Major, Müller genandt, sejndt vormittags bey
mjr gewesen, diversis temporibus, zu conversiren.


Nachmittags, mit Meiner gemahl, vndt Schwestern, in
garten spazirt, alhier zu Zerbst (Malherbe) vndt
darnach in die gemächer des Schloßes.


Darnach in die behtstunde, zur kirchen.


Ô Dieu delivre moy, de tant de tourments: !!!
et ottroye moy, une vie, plus tranquille, & douce.


Brief von Deßa von vetter Johann Casimirn,
benebenst einem frischen lachs.


Wir haben auch im garten einen biber gehetzt,
im waßer, vndt aufm lande.


Der leüttenampt Goldtagker ist mitt convoy,
von Berlin ankommen, die schwestern abzuholen.


Jch habe meine sachen richtig gemachtt, in eyl, vndt
mich in Gottes nahmen resolvirt, die schwestern zu begleitten,
vndt mich dieser guten occasion zu prævaliren, auch allen
guten willen bey den ehrlichen Zerbstern verspürt. Gott
verdancke es ihnen. Jls m'ont avancè des tri-
buts les 500 DalersDal: de subside que les Princes & le
pays m'ont promis, & le <iadis> Consul Maître Jehna m'a tesmoig-
une singuliere bonne volontè de son propre mouvement[.]

|| [[Handschrift: 102r]]


lettres de Cöhten, d'Orange et d'ailleurs.


Mon lacquay est revenu rapportant qu'a ce mattin
les Swedois ont reprins mon chasteau de Bernburg,
par capitulation, & que 13 Regiments Swedois ont des-
fait 14 Regiments Saxons a l'entour de Wettin
& Gröptzigk, y ayant 500 prisonniers, & plusieurs
morts & blessèz, le Colonel Schavalitzky doibt estre
tuè, & le bon Sergeant Major Zanthier prisonnier
avec sa femme.

Donnerstag den 24. Martij.


Jn Gottes nahmen fortt, auff Berlin zu, mitt
vnserer Berlinischen convoy, des capitän leüttnants Goldt-
agkers, mitt 30 pferden, vndt dann ein 25 Zerbsten[!]
Mußcketirer. Wir haben vier kutzschen vndt
vier packwagen gehabtt, alles endtlehnte pferde.


Meilenm.
heütte seindt wir kommen, Gott lob vndt danck
gar glücklich bey itziger großen gefahr vndt
vnsicherheitt, biß auf Brandenburg
vndterwegens zu Görtzke bey den Schier-
stedten kalte küche gehalten, wiewol alles
sehr zerschlagen, vndt verderbet ist.


8


Zu Brandenburg beym Thumbprobst einge-
sprochen. Der ist einer von Bredaw.


Jch habe an Churfürsten von Brandenburg vndt an
hertzog von Mecklenburg geschrieben, wegen vnserer rayse.

|| [[Handschrift: 102v]]


Alhier zu Brandenburg zweymal in die kirche
gegangen, dieweil es Mariæ verkündigungfest.


Mitt dem Thumbprobst dem von Bredaw (avec un
gros nèz) wie auch einem von Plato, vndt dem Seniorj,
so auch einer von Breda ist, bekandt worden.


Seindt auch du auf den Marienberg, welcher
vber der Havel ligt, vndt beyden Städten
Altt vndt Neẅ Brandenburg, wie auch den Thumb
commendirt, auch einen lustigen prospect hatt,
spatziren gefahren. Es ist ein starck gemaẅer
daroben mitt Thürnen[!], einer alten eingefallenen
großen kirchen.

Samstag den 26. Martij.


Meilenm.
Von Brandenburg nach Spandaw
vndterwegens auf halbem wege in
einem dorf Tremmen genandt, kalte
küche gehalten. Das landt ist sehr
verwüstet. Wir haben auch viel
Todte vndterwegens gesehen aufm felde liegen.
6


Zu Spandaw hat Meine gemahlin vndt
Schwestern schreiben vor sich gefunden von der Churfürstin[.]

|| [[Handschrift: 103r]]


Der vor verloren geachtete lackay, ist von
Deßa vndt Zerbst nachgekommen, mitt bericht,
daß alles in vnserm lande, noch in combustione
stehe. Gott erbarme sichs, vndt beßere es gnediglich.


Der Oberste Borgisdorf, commendant vndt
Oberster alhier zu Spandaw, ist nicht alhier,
so commendirt in seiner, vndt des Obrist leutnants wie auch
Obrist wachtmeisters absentz der capitain Trotta.


Gestern abendt hat man daß wortt
von mir begehrt, welches ich Geörg Wilhelm
gegeben.


Der capitain Tschack (ein Pommer <vom adel>) hat mich vmb
die festung Spandaw geführt. Sie hat 4 bollwerck
mitt gebackenen steinen aufgeführet, einen guten
graben, vndt außwarts gehet noch die Spree
herümb, hat seine contrescarpa, drey ravelin
ein hornwerck, auch ein fein zeüghauß, vndt leßet
sich wol besehen, auch inß waßer sezen wenn
man will.


Jtztgedachter Capitän hat neben seinem Obersten: leutnant
Rehebeeck mitt vnß gegeßen zu Mittage. et cetera


Meilenm.
Nachmittags gen Berlin, oder Cölln an der Spreẅ
alda vnß die Churfürstin in platz entgegen kommen,
vndt viel ehre angethan. Der Churfürst hat auch zu mir || [[Handschrift: 103v]]
ins losament gewoltt, so bin ich eben bey der Fraw
Churfürstin Pfaltzgräfin gewesen, alda er mich gefunden
vndt alle höfligkeitt offeriret. haben auch Tafel
mitteinander gehalten benebens dem Frawenzimmer.
2


Nach der abendtmahlzeitt, sejndt wir auf dem
gange voneinander gescheiden[!], weil der Churfürst nicht
leyden wollen, daß ich ihn in sein losament accompagnj-
ren
sollte, er sich auch gegen mir, wegen seines bösen
schenckels, (den er curiren müste laßen) endtschul-
digett, daß er nicht mitt mir in mein losament gehen
köndte, davor ich zum höchsten protestirt, vndt gebehten.


Abends hat er den capitän leutnant in mein losament
geschicktt, vndt mir auß freündtvetterlicher confidentz
das wortt: auch geben laßen, welches Moritz hieße.


An bruder Frizen geschrieben, vndt ihm gedancktt
vor die præsentirte kutzsche, mitt 4 pferden. <ist aber nichts gelifert.>


Der Alte Graf von Schwartzenburgk, vndt
der Oberste Borgißdorf, waren beyde auch
heütte beym Churfürsten, vndt seindt in großen
gnaden. Der herr Meister, (des Johanniter or-
dens) Graf von Schwartzenberg saße mitt, an der
Fürstlichen Tafel, der Obrist Borgisdorff aber stunde oft hinter
dem Churfürsten vndt wartete ihm auf, da er dann,
gar gnedigst, mitt ihm reden thete, wie auch mitt
dem Grafen, vndt auch ein par mahl, mitt Goldtackern.

|| [[Handschrift: 104r]]

Montag den 28. Martij.


Die convoy nacher Zerbst, benebens dem 4tirmeister,
wieder abgefertiget.


Monsieur l'Electeur m'est venu voir dans ma chambre.
& aussy apres Madame dans la sienne.


Nachm der Mahlzeitt in der Churfürstin gemach,
von dannen in deß Churfürsten, vndt wieder in der
Churfürstin Pfaltzgräfin, vndt darnach auf den
Sahl der conterfecte, endtlich in die kirche,
ins abendtgebeht.


Schreiben von Cöhten vndt Deßa, daß der gute
herman Christian Stammer, mein gewesener hoff:
vndt Stallmeister, (aber nicht lange) den 24. huius
todes verblichen. Gott tröste seine Sehle, vndt die
arme betrübte iunge wittwe vndt alle Trawrigen.
Er beschehre mir auch ferrner getreẅe, fleißige,
vndt resolute diener.


Avis: daß alle meine Ambtsdörfer in brandt
gestanden, vndt daß die Schweden im werck gewesen,
feẅerkugeln hinein zu werfen, ins Schloß.

Dienstag den 29. Martij.


Mitt dem Churfürsten von Brandenburg hinauß aufs iagen vndt
schießen. Es ist aber nichts gefangen, noch geschoßen worden.


Nach der kalten küche ist der Churfürst nach Peitz eine
festung gezogen. Jch aber nachm Berlin wieder zun Damen.


Zeitung daß der herzog von Mecklenburg Todtkrank seye.


Der alte Graff von Schwartzenburg hat mich in s<M>ejn losament convoyirt, || [[Handschrift: 104v]]
vndt al mitt mir gesprachet.


Der Churfürst hat befohlen, man sollte in seinem abwesen,
daß wortt von mir fordern, welches ich billich auf diesem
Churfürstlichen schloße vor eine große ehre zu erkennen, habe dero-
wegen das wortt: Geörge Wilhelm gegeben, des Churfürsten nahmen.


Mitt den beyden Churfürstinnen habe ich zu nacht gegeßen,
wie auch mitt Meiner gemahlin vndt allerseits Chur: vndt
Fürstlichen Freẅlein, alß auch dem herrn Grafen von Schwartzenberg[.]
An den andern Tafeln, haben die Junckern vndt daß
Frawenzimmer geseßen.


Der Ch


Jch habe den Grafen von Schwartzenburgk in seinem
losament vberrascht vndt besuchtt: Post curialia; waren
die contenta meines anbringens: 1. Erjnnerung, wegen der
Brandenburgischen schuldtprætension. 2. Wegen verbeßerung Meiner
zerfallenen fortun, mir guten raht mittzutheilen.
Ad 1. Erinnerte man sichs zwar, aber man hette sich nicht
dörfen einlaßen, wegen des Baron de Rorte wachendem auge.
Ad 2. Ad specialia zu gehen, gab er mir doch zimliche ver-
tröstung zu einer Compterey, wann eine vaciren würde,
mir vndt meinen kindern, aber es vacirte izt kejne. Achtete
es zwar davor, es würde dem orden ejne ehre sejn, wann
Fürsten darinnen wehren, jedoch, so köndte er mir njchts
gewißes zusagen. Je l'ay receu pour Pere.


Mjtt beyden Churfürstjnnen, abermals Tafel gehalten[,]
Morgends, vndt abends.

|| [[Handschrift: 105r]]


Zeitung daß der herztog von Bouillon, gewjß Päbstisch worden.


Jl semble, que Monsieur le Conte de Schwartzenberg ait encores
quelque consideration, a me complaire, forse pe<o>r el
mucho sossjego. et cetera


Nachmittags eines Schwertfegers <leich>predigt gehört, mitt beyden
Churfürstinnen, vndt ihren Freẅlein; so Krellius gehalten.


Jm vndersten Saal alhier zu Berlin, das conterfect
eines hirsches, mitt 40 enden, so der Churfürst
an einem ortt, (Wende Vnglück44 genandt) anno
1633 geschoßen, gesehen. Das geweyhe, ist in einer
Festung verwahret. hat gewaltige starcke schauffeln.


Mejne <herzlieb(st)e> gemahljn; hat sich abmahlen laßen.


Discurrirt jm Frawenzimmer.


Jl y a force mesentendus, entre la France & l'Electeur
de Brandenburg a cause de l'acceptation icy, de la paix. perge


Jch gabe heütte daß wortt: Elisabeth Charlotte gegeben.

Donnerstag den 31. Martij.

<Il a pleu cejourd'huy.>


Jn der kjrche, den Bergium predigen hören. Jl
tranche net. habe dahin, den Churfürstlichen personen, das geleidte
gegeben.


Darnach haben mich der Cantzler Götz, der Le-
vin von Knesebeck, als geheime ChurBrandenburgische rähte,
dann der Böhmische herr von Mißlich ange-
sprochen in meinem losament.


Conversationes, mitt beyden Churfürstinnen. perge
Vndt auch dem herren Meister, Graffen von Schwarzenberg perge perge[.]

|| [[Handschrift: 105v]]


Nachmittags, wiederumb conversirt, mitt dem von Mißling.
<e dipoj con le Dame.>


<Larcin soupçonnè.>


Textapparat
a Im Original verwischt.
b Streichung von "zwischen" wieder aufgehoben.
c Gestrichenes im Original verwischt.
d Schreiberwechsel zu unbekannt.
e Die Verben "ermeßen" und "könten" sind im Original zusammengeschrieben.
f "dan sie" im Original korrigiert in "sie dan".
g "in deliberation Weitter" im Original korrigiert in "Weitter in deliberation".
h Abkürzung für "Digesta".
i Abkürzung für "Digesta".
j Abkürzung für "Digesta".
k Abkürzung für "Digesta".
l Abkürzung für "Digesta".
m Abkürzung für "Digesta".
n Schreiberwechsel zu Christian II.
o Schreiberwechsel zu unbekannt.
p Schreiberwechsel zu Christian II.
q Schreiberwechsel zu unbekannt.
r Schreiberwechsel zu Christian II.
s Schreiberwechsel zu unbekannt.
t Schreiberwechsel zu Christian II.
u Schreiberwechsel zu unbekannt.
v Abkürzung für "Digesta".
w Schreiberwechsel zu Christian II.
x Schreiberwechsel zu unbekannt.
y Im Original verwischt.
z Abkürzung für "Doctorum".

Kommentar
1 Prv 16,18.
2 Eulenspiegelturm (früherer Bergfried des Bernburger Schlosses)
3 Zitat aus Eur. Tro. 596 (ed. Biehl 1970, S. 35).
4 Erbeinigungsrezess
5 Cod. Iust. 2,40,0 (ed. Krüger 1967, S. 113).
6 Zitat nach Cod. Iust. 2,40,5 (ed. Krüger 1967, S. 113).
7 Dig. 50,17,189 (ed. Mommsen/Krüger 1970, S. 925).
8 Dig. 29,2,8 (ed. Mommsen/Krüger 1970, S. 439).
9 Cod. Iust. 9,24,1,6Krüger 1967, S. 384.
10 Dig. 2,14 (ed. Mommsen/Krüger 1970, S. 56-62).
11 Inst. Iust. 3,19,9 (ed. Mommsen/Krüger 1970, S. 37).
12 Wesenbeck: Tractatus et responsa, Tl. 4, Sp. 618.
13 Cod. Iust. 10,35,2 (ed. Krüger 1967, S. 416f.), sowie Dig. 31,77,20 (ed. Mommsen/Krüger 1970, S. 478).
14 Dig. 12,6,26,4 (ed. Mommsen/Krüger 1970, S. 203).
15 Zitat nach Cod. Iust. 3,37,5 (ed. Krüger 1967, S. 144).
16 Zitat aus Dig. 10,3,14,2 (ed. Mommsen/Krüger 1970, S. 177).
17 Zitat aus Dig. 17,2,70 (ed. Mommsen/Krüger 1970, S. 261).
18 Pruckmann: Consilia, Bd. 1, S. 154f.
19 Wesenbeck: Tractatus et responsa, Tl. 1, Sp. 5f.
20 Cothmann: Consultationes Et Responsa Iuris, Bd. 3, S. 377.
21 Wesenbeck: Tractatus et responsa, Tl. 4, Sp. 628f.
22 X 5,31,14 (ed. Richter/Friedberg 1879, Sp. 841) und Cothmann: Consultationes Et Responsa Iuris, Bd. 3, S. 316. Cothmann bezog sich nicht direkt auf das Liber Extra sondern auf einen Kommentar des mittelalterlichen Juristen Henricus Bohicus (gest. nach 1350) dazu. Dort heißt die Stelle, die Cothmann paraphrasiert: „Nam regulariter nouitates sunt suspecte.“ (Henricus Bohicus: In Quinque Decretalium Libros Commentaria, Venedig 1576, S. 203).
23 Zitiert nach Pruckmann: Consilia, Bd. 2, S. 507.
24 Literaturangabe vermutlich zu korrigieren in Cothmann: Consultationes Et Responsa Iuris, Bd. 2, S. 296.
25 Zitat aus Thuk. 6,18,7 (ed. Landmann 1993, S. 842f.). Hier höchstwahrscheinlich zitiert nach der Übersetzung in Lipsius: Politica, S. 428, Z. 14-16. Die Textpassage "constantem ... Jmperij formam" kurz vorher findet sich in etwas anderer Wortstellung ebd. Z. 10f.
26 Zitat nach Cass. Dio 53,10,1 (ed. Xylander 1592, S. 574).
27 Zitat aus Lipsius: Politica, S. 428, Z. 29f., und S. 430, Z. 1f.
28 Zitat nach Bodin: De Republica Libri Sex, S. 756.
29 Zitat nach Strab. 6,1,8 (ed. Casaubon/Xylander 1587, S. 179).
30 Zitat aus Lipsius: Politica, S. 428, Z. 27f.
31 Zitat nach Wesenbeck: Tractatus et Responsa, Tl. 4, Sp. 335f.
32 Zitat nach Grégoire: De Republica, Bd. 1, S. 484.
33 Hier: Urteil.
34 Zitat aus Papst Gregor I.: De cura pastorali, S. 11.
35 Zitat nach Dig. 1,4,2 (ed. Mommsen/Krüger 1970, S. 35).
36 Gemeint sind hier wohl "Lehen".
37 Hier: Urteile.
38 Zitat aus Cothmann: Consultationes Et Responsa Iuris, Bd. 2, S. 79.
39 Literaturangabe vermutlich zu korrigieren in Cothmann: Consultationes Et Responsa Iuris, Bd. 2, S. 296.
40 Anspielung auf "das Schwert des geistes / welches ist das wort Gottes" in Eph 6,17.
41 Anspielung auf "das Schwert des geistes / welches ist das wort Gottes" in Eph 6,17.
42 Mt 6,13.
43 Anspielung auf "das Schwert des geistes / welches ist das wort Gottes" in Eph 6,17.
44 Nicht ermittelt.
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1636_03.xml
XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
abstricken
abschneiden, verkümmern
accommodiren
sich anpassen, sich fügen, sich (gütlich) vergleichen
accommodiren
einrichten, ausstatten
accompagniren
begleiten
Accord
Vereinbarung, Vergleich
Accord
Vertrag zur kampflosen Übergabe eines Ortes
accordiren
einen Vertrag schließen, sich einigen
accordiren
einen Ort mittels eines Vertrags (Akkords) übergeben
accordiren
übereinstimmen, einig sein
acquiesciren
sich beruhigen, zufrieden sein
acquiesciren
zustimmen
advertiren
hinwenden, zuwenden
advertiren
benachrichtigen, aufmerksam machen
agitiren
stark bewegen
agitiren
eifrig betreiben
Anfall
angefallenes Gut, Anwartschaft
anziehen
anführen, erwähnen
appelliren
Berufung einlegen
assigniren
zuweisen
attendiren
Achtung geben, beachten
Aufkunft
Einkünfte
aufpassen
anlegen
Austräge
Schiedsrichter der Reichsstände, vor denen Streitigkeiten in der ersten Instanz entschieden werden
Bagagewagen
Gepäckwagen
befahren
(be)fürchten
beschreiben
schriftlich ein- oder vorladen
besorgen
befürchten
besorglich
befürchtet
bewerfen
sich berufen, sich beziehen auf
Capitän
Hauptmann (Kommandeur einer Kompanie bei Infanterie- und Dragonereinheiten)
Capitän-Leutnant
Kommandeur der Leibkompanie eines Generals oder Obristen
capituliren
verhandeln
causiren
verursachen
Censur
Aufsicht
Compassion
Mitleid(en)
concerniren
betreffen
Confidenz
Vertrauen, Vertraulichkeit
confirmiren
bestätigen
Consideration
Beachtung, Überlegung
Conterfect
Bildnis
contestiren
bestätigen, bezeugen
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
Contrescarpe
äußere Grabenfuttermauer, Gegenböschung
Convoy
Begleitung, Begleitschutz
convoyiren
begleiten, geleiten
convoyiren
in einem Konvoi ziehen
copeilich
abschriftlich
current
laufend
decidiren
bestimmen, entscheiden
Deducirung
Führung eines Rechtsbeweises
defendiren
verteidigen
Deliberation
Beratschlagung, Erwägung, Überlegung
deliberiren
überlegen, beratschlagen
dependiren
abhängen, abhängig sein
depeschiren
schnell abfertigen
desideriren
verlangen, vermissen
Despectirung
Geringschätzung, Verachtung
desperiren
verzweifeln
devolviren
an einen Anderen bringen, auf einen Anderen vererben
Difficultet
Schwierigkeit
dimittiren
entlassen, (förmlich) verabschieden, beurlauben, entsenden
Dispertion
Analyse
disponiren
(jemanden zu etwas) bewegen
disponiren
anordnen, einrichten
Effectuirung
Ausführung, Durchführung
ein
ungefähr
Einspänniger
Kriegsknecht mit Pferd, fürstlicher Bediensteter, Stadtknecht; berittener Bote, Geleit- und Meldereiter
Einspänniger
Eigentümer eines kleineren bäuerlichen Besitzes, der meist nur Handdienste leistet
embarrassiren
in Verlegenheit, Verwirrung bringen
embarrassiren
versperren
emergiren
emporkommen, herauskommen
Entraden
Einkünfte
Ern
Titel für einen Geistlichen
excresciren
auswachsen
excusiren
entschuldigen
expostuliren
streiten, zanken
Feuerkugel
in der Artillerie jede Kugel, die angezündet werden und brennen kann (auch brennbare Ballen)
flehen
flüchten
fürters
über das
fulminiren
sich ereifern, wettern
Fußvolk
sämtliche Soldaten zu Fuß (Infanterie) innerhalb eines Heeres
gelde
unfruchtbar, unträchtig oder als zur Zucht ungeeignet ausgesondert (etwa bei Schafen); auch gelle.
gelle
unfruchtbar, unträchtig oder als zur Zucht ungeeignet ausgesondert (etwa bei Schafen), auch gelde.
Gelsucht
Gelbsucht
Generalquartiermeister
Vorgesetzter aller Quartiermeister
genungsam
genügend, hinreichend
guberniren
regieren
Hauptkrankheit
eine Krankheit des Kopfes bzw. eine Erkrankung, die den Kopf/das Hirn angreift oder Kopfschmerzen verursacht (wie die Migräne); bisweilen auch speziell das Fleckfieber ("ungarische Krankheit")
Hornwerk
aus zwei Halbbastionen bestehendes Außenwerk einer Festung
ichtwas
(irgend)etwas
Inconvenienz
Beschwerlichkeit, Unannehmlichkeit, Ungelegenheit
in ducas gehen (in Ducks gehen)
verloren/verlustig gehen
Informat
Informativgutachten
Informativ
Informativgutachten
inhibiren
verbieten
innoviren
Neuerung(en) vornehmen
Interposition
Dazwischenstellung, Vermittlung
Intraden
Einkünfte
invitiren
einladen
Kammergefälle
Rentgebühren, Einkünfte der Kammer
Kastner
eigentlich Verwalter des Kornspeichers, teils auch Amtmann über alle Einkünfte
Knecht
Landsknecht, Fußsoldat
Komturei
Pfründe bzw. Amt eines Komturs
liberiren
befreien, freilassen
Losament
Unterkunft, Wohnraum
lustig
vergnüglich, anmutig, ergötzlich, von angenehmer Erscheinung
mainteniren
(sich) behaupten
Mariä Verkündigung (In Annuntiatione Beatae Mariae Virginis)
Gedenktag an das Ereignis der Verkündigung durch den Engel Gabriel, dass die Jungfrau Maria den Sohn Gottes vom Heiligen Geist empfangen habe und ihn gebären werde (25. März)
moviren
bewegen, verändern
moviren
anreizen, verursachen
noviren
Neuerung(en) vornehmen
nurt
nur
Ober(ge)wehr
Stangenwaffen (z. B. Pike)
obligiren
verpflichten
Observanz
Aufsicht, Beobachtung
Observanz
durch Übung (oder Ausübung mit Billigung der zur Rechtsetzung befugten Personen) zum Recht gewordenes Herkommen
opiniastriren
(sich) sperren, weigern, entgegenstellen
Ordinanz
Befehl, Anordnung
Partey
kleinere Truppenabteilung, die meist auf Kundschaft oder zum Einbringen von Geld, Lebensmitteln und Furage entsandt wurde
Partey
Kriegspartei (reguläre Truppenabteilung)
Perpetuation
Fortsetzung
perpetuirlich
ununterbrochen
Persecution
Verfolgung
petardiren
aufsprengen
praecipitiren
übereilen
praecipitiren
herabstürzen
präponderiren
das Übergewicht haben
präponderiren
großes Gewicht haben
praevaliren
schadlos halten
praevaliren
dem Übergewicht beugen
Praevention
Zuvorkommen mit einer Rechtshandlung
Prospect
Aussicht
protrahiren
verzögern, aufschieben
Protraction
Verzögerung
Quartiermeister
für die Beschaffung von Verpflegung und Unterkunft zuständiger Unteroffizier
quittiren
verlassen
quittiren
überlassen
quittiren
aufgeben, beenden
Ravelin
Halbmondschanze (Außenwerk einer Festungsanlage)
Recepisse
Empfangsschein, Empfangsbestätigung
recessiren
sich mit Hilfe eines Vertrages einigen
Reduction
Wiederherstellung in den vorigen Stand
reformiren
abdanken
reformiren
ermahnen, zurechtweisen
remediren
abhelfen
remonstriren
Gegenvorstellungen machen, einwenden
resolviren
entschließen, beschließen
resolviren
auflösen
Rohr
Handfeuerwaffe
Salva Guardia
militärischer Schutz, Schutzwache
Salva Guardia
sicheres Geleit durch Soldaten
Salva Guardia
Schutzbrief für Reisende
Salva Guardia
Schutzbrief gegen weitere Kontributionen und andere Sonderzahlungen
salviren
retten
Schwertfeger
Waffenschmied
Secret
Siegel
selbviert
eine Person mit noch drei anderen, zu viert
Squadron
(oftmals von einem Obristleutnant geführtes) Halbregiment bei der Reiterei und bei den Dragonereinheiten
stabiliren
fest begründen
Stillstand
Waffenstillstand
stringiren
binden, verpflichten
Stück
Geschütz
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
Succurs
(militärische) Unterstützung, Hilfe
Supplication
Bittschrift
suppliren
ersetzen
tentiren
versuchen
Testamentarie
Testamentsvollstrecker
Thum(b)
Dom
Thum(b)propst
Dompropst (Vorsteher und Vertreter eines Domkapitels nach außen)
Tractat
Verhandlung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
Treffen
Schlacht
Treffen
zu einer gemeinsamen Linie zusammengestellte Truppenverbände innerhalb einer Schlachtaufstellung
turbiren
stören
überhelfen
helfen, beistehen
Unter(ge)wehr
blanke Waffen (z. B. Degen, Säbel und Dolche)
vaciren
offen sein
vaciren
frei sein
verehren
schenken
Verschleif
Aufschub
versiren
sich mit etwas beschäftigen
vinculiren
sich binden, verpflichten
vo(i)gtbar
mündig
Volk
Truppen
Wehr
Waffen
Winkelholz
Ausflucht, leere Entschuldigung
Zeitung
Nachricht
Abaza Mehmed Pascha

geb. 1576
gest. 1634
Anm.: Geboren in Georgien; Verschleppung und Versklavung als Kind; danach Karriere in der osmanischen Administration; 1605-1607 Beteiligung an einem Aufstand in Anatolien; ab 1617 Beylerbey (Provinzgouverneur) von Varosia; seit 1620 Beylerbey von Erzurum; 1622/23 Anführer einer Rebellion gegen Sultan Mustafa I. (1591-1639); 1628-1631 Beylerbey von Bosnien; 1633/34 Heerführer im polnisch-osmanischen Krieg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Jacques (d') Abelin

Anm.: Um 1614 gräflicher Hofmaler in Bentheim; um 1626 Kaufmann in Amsterdam.
Graf Babo I. von Abensberg

gest. 1001/02
Anm.: Angehöriger des Adelsgeschlechts der Babonen; 975-980 Graf im westlichen Donaugau; seit 983 Burggraf von Regensburg; Stammvater der Grafen von Abensberg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Graf Niklas von Abensberg

geb. 1441
gest. 1485
Anm.: Sohn des Grafen Johann III. von Abensberg (gest. 1475/76); Rat der Herzöge von Bayern-Landshut; bayerischer Pfleger von Graisbach, Riedenburg und Kehlheim.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Abraham N. N.

geb. 1634
Anm.: Jüdischer Junge, der am 30. Juli 1634 in Venedig beschnitten wurde.
Abraham

Anm.: Biblische Figur.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Absalom
Abschalom

Anm.: Biblische Figur.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Achates

Anm.: Figur der römischen Mythologie; in Vergils "Aeneis" der beste Freund und Gefährte des trojanischen Helden Aeneas.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Achill(es)

Anm.: Heldenfigur der griechischen Mythologie; Hauptheld der Ilias des Homer.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Actaeon
Aktaion

Anm.: Antike mythische Gestalt, die nach Ovid auf der Jagd Diana und ihre Nymphen beim Bad überraschte, deshalb von ihr in einen Hirsch verwandelt und von den eigenen Hunden zerfleischt wurde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Adam

Anm.: Biblische Figur; Stammvater der Menschheit.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Salomon Adam

gest. 1640
Anm.: Schwedischer Hauptmann, Obristleutant und Obrist (ab 1632) schottischer Herkunft; seit 1636 Kommandant von Magdeburg (mit Hans Drake), wegen Übergabe der Stadt zum Tode verurteilt, später jedoch unter Verlust seines Regiments begnadigt.
Jürgen Aderkas

geb. 1603
gest. 1631
Anm.: Sohn des Jürgen von Aderkas (1563-1602); schwedischer Obrist.
N. N. Adler (1)

Anm.: Mutter von N. N. Adler (2); um 1636 alte Wirtin im sächsischen Königstein; früher im Dienst des Grafen Johann Kasimir von Lynar (1569-1619) und des Berliner Kurfürstenhofes.
N. N. Adler (2)

Anm.: Feuerwerker des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647).
Hendrik Adler

Anm.: Ca. 1622-1628 Schöffe (Ratsherr) sowie mehrfach Bürgermeister von Harderwijk.
Johan Adler Salvius

geb. 1590
gest. 1652
Anm.: Sohn des Strängnäser Stadtschreibers Peder Hansson (gest. vor 1609); Studium in Uppsala (1609), Rostock (1612/13), Helmstedt (1613/14), Staßburg (1615) und Marburg (1615); 1614 Magister; 1619 Promotion zum Dr. jur. utr. in Valence; ab 1621 Assessor am schwedischen Hofgericht; diplomatische Missionen für Schweden nach Kursachsen (1622), Dänemark (1623) und Norddeutschland (1624); seit 1624 Staatssekretär; 1631-1634 und 1636-1650 schwedischer Resident in Hamburg und im Niedersächsischen Reichskreis; ab 1634 Hofkanzler und Geheimer Rat; seit 1638 alleiniger Legat Schwedens in Deutschland; 1643-1648 schwedischer Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress; seit 1648 Reichsrat; 1629 Nobilitierung; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand; vgl. Heiko Droste: Im Dienst der Krone. Schwedische Diplomaten im 17. Jahrhundert, Berlin/Münster 2006, S. 378.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte
Adonai

Anm.: Eine der Umschreibungen für Jehova (Gottes Eigenname) im Tanach.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Valentin Adrian

Anm.: Um 1629 vermutlich Kaufmann in Braunschweig.
Königin Kleopatra VII. Philopator von Ägypten

geb. 69 v. Chr.
gest. 30 v. Chr.
Anm.: Tochter des Ptolemaios XII. Neos Dionysos (gest. 51 v. Chr.); 51-47 v. Chr. gemeinsame Regentschaft mit ihrem Bruder Prolemaios XIII. (61-47 v. Chr.); seit 47 v. Chr. faktische Alleinherrscherin in römischer Abhänigkeit; Selbstmord nach endgültiger Niederlage gegen Octavian (63 v. Chr.-14 n. Chr.).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Ptolemaios II. Philadelphos von Ägypten

geb. 308 v. Chr.
gest. 246 v. Chr.
Anm.: Sohn des Ptolemaios I. Soter (367/66 v. Chr.-283/82 v. Chr.), ab 306 v. Chr. König von Ägypten; seit 285 v. Chr. Mitregent seines Vaters und ab 283/82 v. Chr. ägyptischer Alleinherrscher.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Ännchen N. N.

Anm.: Um 1630/34 Kammermagd der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); im Januar 1634 Verlobte des fürstlichen Kammerdieners Johann Schumann (gest. 1636).
Aeolus
Aiolos

Anm.: Griechisch-römischer Gott und Beherrscher der Winde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johan van Aerssen

geb. 1579
gest. 1654
Anm.: Sohn des Cornelis van Aerssen (1545–1627); Herr von Wernhout; 1613-1625 niederländischer Drost der Baronie Breda; seit 1637 Bürgermeister von Breda.

Weiterführende Informationen in VIAF
Kaiser Fasilides von Äthiopien
Kaiser Alam Sagad von Äthiopien

geb. 1603
gest. 1667
Anm.: Sohn des Kaisers Sissinios (Malak Sagad III.) von Äthiopien (1572-1632); seit 1632 Kaiser von Äthiopien.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kaiser Jakob von Äthiopien
Kaiser Malak Sagad II. von Äthiopien

gest. 1606
Anm.: Sohn des Kaisers Sarsa Dengel (Malak Sagad I.) von Äthiopien (1550-1597); 1597-1603 und seit 1604 Kaiser von Äthiopien.
Fernando Afán de Rivera y Enríquez
Duque Fernando de Alcalá de los Gazules
Marqués Fernando de Tarifa
Conde Fernando de Los Molares

geb. 1583
gest. 1637
Anm.: Sohn des Fernando Enríquez de Ribera y Cortés (geb. 1529); spanischer General und Politiker; zunächst Generalkapitän von Katalonien; 1619-1622 Vizekönig von Katalonien; 1629-1631 Vizekönig von Neapel; 1632-1635 Vizekönig von Sizilien; 1636 Gouverneur des Herzogtums Mailand; ebenso spanischer Botschafter und Generalvikar in Italien unter Papst Urban VIII. (1568-1644).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Afrasiyab Pascha

gest. 1624
Anm.: Durch Ämterkauf seit 1612 Beylerbey von Basra, der weitgehend unabhängig vom Sultan regierte; Begründer der Dynastie Al-Afrasiyab, die bis 1668 in Basra herrschte.
Aglaia

Anm.: Eine der drei griechischen Göttinnen der Anmut (Grazien).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Adam Christian Agricola

geb. 1593
gest. 1645
Anm.: Sohn des Teschener Hofpredigers und Superintendenten Johann Agricola (gest. 1609); reformierter Theologe; Studium in Leipzig und Frankfurt/Oder; 1620-1622 Hofprediger des Markgrafen Johann Georg von Brandenburg-Jägerndorf (1577-1624); 1622-1629 Hofprediger in Güstrow; 1629-1636 Dom- und Hofprediger in Berlin; seit 1636 Hofprediger in Königsberg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Georg Agricola

geb. 1558
gest. 1633
Anm.: Sohn des Amberger Arztes Dr. Georg Agricola (1530-1575); ab 1582 Studium in Heidelberg (1585 Bacc.); 1588-1593 Medizinstudium in Wittenberg; 1594-1614 und 1621-1629 Stadtarzt in Amberg; seit 1629 praktischer Arzt in Regensburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Peter Agricola

gest. 1648
Anm.: Bis 1631 fürstlicher Kanzleischreiber in Bernburg; um 1635/43 Sekretär des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim

geb. 1486
gest. 1535
Anm.: Sohn des Kölner Bürgers Heinrich von Nettesheim; deutscher Universalgelehrter, Theologe, Jurist, Arzt und Philosoph; 1499-1502 Studium in Köln; 1509 Dozent an der Universität Dole; 1509/10 Bergrat der Stadt Köln; Dozent an den Universitäten Köln (1511) und Pavia (1512 und 1515); 1512 kaiserlicher Offizier; 1515 Promotion zum Dr. med. und Dr. jur. utr. in Pavia; 1518-1520 Stadtsyndikus in Metz; 1521-1523 Arzt in Genf; 1523 Stadtarzt in Fribourg; 1524-1527 Leibarzt der verwitweten Louise de Valois, Duchesse d'Angoulême (1476-1531); 1528/29 Arzt in Antwerpen; 1529/30 Archivar und Historiograph der niederländischen Regentin Erzherzogin Margaretha von Österreich (1480-1530).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Francisco d' Aguilar
Isaaco Levi Buendia

Anm.: Portugiesischer Jude, der in Brüssel erst zum Katholizismus, später in den Vereinigten Niederlanden zum reformierten Glauben konvertierte; um 1627 Sprachmeister für Spanisch unter dem Theologieprofessor Constantin L'Empereur (1591-1648) in Harderwijk; im Januar 1627 ebenso Spanischlehrer des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg; vgl. Klaus Conermann (Hg.): Briefe der Fruchtbringenden Gesellschaft und Beilagen: Die Zeit Fürst Ludwigs von Anhalt-Köthen 1617-1650, Reihe I, Abt. A: Köthen, Bd. 2, Tübingen 1998, S. 104-106.
Ahizade Hüseyin Efendi

geb. 1572
gest. 1634
Anm.: Seit 1632 Mufti von Konstantinopel (Schaich al-Islām); 1634 Hinrichtung wegen angeblicher Verschwörung gegen Sultan Murad IV. (1612-1640).
N. N. von Ahlefeld

Anm.: Um 1637 Rittmeister.
Sophia von Ahlefeld
Sophia von Baudissin
Geburtsname: Sophia von Rantzau

geb. 1620
gest. 1697
Anm.: Tochter des Gerhard von Rantzau (1558-1627); 1633-1646 erste Ehe mit Wolf Heinrich von Baudissin (1597-1646); 1650-1670 zweite Ehe mit Cai von Ahlefeld (1591-1670).
Ahmed Pascha

Anm.: Um 1615/17 Beylerbey (Provinzgouverneur) von Kanischa.
Hans Jakob Aichinger

Anm.: Regensburger Tuchhändler; Innerer Rat (1606-1634), Kämmerer (1614, 1616/17, 1619/20, 1622/23, 1625, 1628 und 1630/31), Ungeldherr (1620-1625) und Steuerherr (1625-1634) der Reichsstadt Regensburg; vgl. Werner Fees-Buchecker: Rat und politische Führungsschicht der Reichsstadt Regensburg 1485-1650. Studien zur Verfassungs- und Sozialgeschichte Regensburgs in der Frühen Neuzeit, Diss. München 1998, S. 214.
Foppe van Aitzema

geb. ca. 1580
gest. 1637
Anm.: Sohn des Schelte van Aitzema; Studium in Franeker, Leiden, Helmstedt und Wittenberg; 1607-1613 herzoglicher Rat in Wolfenbüttel; 1612/13 zugleich Kanzler des Hochstifts Halberstadt; Gesandter der Generalstaaten, u. a. bei der Hanse in Lübeck bzw. Hamburg (seit 1617) und am Wiener Kaiserhof (1636/37); 1637 Konversion zum katholischen Glauben.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Lieuwe van Aitzema

geb. 1600
gest. 1669
Anm.: Sohn des Meinardus van Aitzema und Neffe des Foppe van Aitzema (ca. 1580-1637); niederländischer Diplomat, Historiker, Jurist und Staatsmann; um 1633/45 Resident der Hansestädte in Den Haag.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Lorenzo Ajazza

geb. ca. 1590
gest. 1634
Anm.: Piemontesischer Adliger aus Vercelli; seit 1629 kaiserlicher Kämmerer; 1631/32 kaiserlicher Obristleutnant; danach lothringisch-spanischer Obrist.
Esprit Alard
Esprit d' Esplan
Marquis Esprit de Grimault

geb. 1595
gest. 1630
Anm.: Sohn des Notars Jacques Allard; Favorit des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); ab 1617 Grand maréchal des logis de la Maison du Roy; um 1624 Gouverneur der Festung und Stadt Meulan; 1626 (vermutlich außerdentlicher) französischer Gesandter in Den Haag; seit 1627 Marquis de Grimault.
Charles d' Albert
Duc Charles de Luynes

geb. 1578
gest. 1621
Anm.: Sohn des Honoré d'Albert (gest. 1592); ab 1611 Falkner und bald darauf Favorit des jungen Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1616 Grand fauconnier; ab 1619 Gouverneur der Picardie; seit 1621 Connétable von Frankreich; ab 1619 erster Duc de Luynes und Pair de France.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Justus Albinus

geb. 1584
gest. 1635
Anm.: Sohn des Plauener Schuhmachers Justus Albinus; 1615-1619 Pfarrer der Dessauer Georgenkirche; Diakon (1619-1622), Archidiakon (1622-1625) und Pfarrer an St. Marien (ab 1625) sowie seit 1625 Superintendent in Dessau.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Hans Albrecht

Anm.: 1625-1628 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); 1626-1628 zudem Küchenschreiber ihres Gemahls Christian d. J.
Antônio de Albuquerque Maranhão

gest. 1667
Anm.: Sohn des Jerômino de Albuquerque Maranhão (1548-1632); 1622-1634 Gouverneur von Paraíba.
Aldobrandini, Familie

Anm.: Italienisches Adelsgeschlecht.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Aldobrandino Aldobrandini

geb. 1593
gest. 1634
Anm.: Sohn des Gian Francesco Aldobrandini (1545-1601), ab 1597 erster Principe di Sarsina e Meldola; seit 1612 Großprior des Malteserordens in Rom; 1616-1619 Kommandeur der maltesischen Flotte; 1622/23 Admiral der päpstlichen Galeeren; ab 1623 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (1631); seit 1628 kaiserlicher Kämmerer; vgl. Robert Laurentius Dauber: Johanniter-Malteser-Ritter unter kaiserlichen Fahnen 1523-1918, Gnas 2007, S. 106f.
(Giovanni) Giorgio Aldobrandini
Principe (Giovanni) Giorgio di Meldola e Sarsina
Principe (Giovanni) Giorgio di Rossano
Duca (Giovanni) Giorgio di Carpineto

geb. 1591
gest. 1637
Anm.: Sohn des Gian Francesco Aldobrandini (1545-1601), ab 1597 erster Principe di Sarsina e Meldola; seit 1601 Principe di Sarsina e Meldola; ab 1610 erster Principe di Rossano; seit 1621 Nepot von Papst Gregor XV. (1554-1623); Karriere als Komandant der päpstlichen Garde, General der Kurie und päpstlicher Botschafter in Spanien; ab 1630 Duca di Carpineto.
Graf Johann von Aldringen

geb. 1588
gest. 1634
Anm.: Sohn des Leonhard Aldringen; zunächst Schreiber in der Luxemburger Landeskanzlei; kaiserlicher (1618-1620) und spanischer Hauptmann (1620/21); 1621-1623 bayerischer Obristleutnant; kaiserlicher Obrist (1622), Generalfeldwachtmeister (1629), Feldzeugmeister (1631) und Feldmarschall (1632); seit 1624 Hofkriegsrat und Oberkommissar für das Heerwesen; 1629/30 Kommissar für die Exekution des Restitutionsedikts im Obersächsischen Reichskreis; Erhebung in den Freiherren- (1627) und Grafenstand (1632).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Matthias Alefeldt

Anm.: Um 1628 Bauer in Reinstedt.
Johann Alemann

geb. 1596
gest. 1636
Anm.: Sohn des Magdeburger Bürgermeisters Johann Martin Alemann (1554-1618); 1611-1615 Studium in Wittenberg und Jena; 1618-1629 Ratsherr in Magdeburg; ab 1625 Wortführer der kaiserlichen Partei in der Stadt; 1626-1629 kaiserlicher Statthalter in Magdeburg; seit 1630 magdeburgischer Steuereinnehmer und Amtmann in Wolmirstedt; 1633 Kommissar bei der kaiserlichen Armee in Hildesheim.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. Alfeldt

Anm.: Um 1628 vermutlich Untertan im Amt Ballenstedt.
Ali Agha

Anm.: Im Frühjahr 1637 Leiter einer türkischen Gesandtschaft in Wien.
Dante Alighieri

geb. 1265
gest. 1321
Anm.: Sohn des florentinischen Adligen und Geldverleihers Alighiero Alighieri (gest. 1281/82); einer der bedeutendsten italienischen Dichter des Mittelalters; seit 1295 politische Karriere in Florenz; 1302 Auschluss von allen Ämtern, Konfiskation seiner Güter und Verbannung; danach Aufenthalte vor allem in Mittel- und Oberitalien.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Alkibiades

geb. ca. 450 v. Chr.
gest. 404 v. Chr.
Anm.: Griechischer Redner, Feldherr und Politiker in Athen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gräfin Maria Eva Elisabeth von Althan(n)
Geburtsname: Gräfin Maria Eva Elisabeth von Sternberg
Geburtsname: Gräfin Marie Eva Alžběta ze Šternberka

geb. 1605
gest. 1638
Anm.: Tochter des Grafen Adam von Sternberg (gest. 1623); 1627-1636 Ehe mit Graf Michael Adolph von Althan(n) (1574-1636).
Gräfin Maria Margaretha von Althan(n)
Gräfin Maria Margaretha Slawata
Gräfin Marie Markéty Slavata
Geburtsname: Maria Margaretha von Eggenberg

geb. 1607
gest. 1657
Anm.: Tochter des Johann Ulrich von Eggenberg (1568-1634); 1626-1632 erste Ehe mit Graf Adam Paul Slawata (1604-1657), die für ungültig erklärt wurde; vor 1638-1649 zweite Ehe mit Graf Michael Johann von Althan(n) (1607-1649).
Graf Michael Adolph von Althan(n)

geb. 1574
gest. 1636
Anm.: Sohn des Christoph von Althan(n) (1529-1589); um 1598/99 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1600 Kommandant der kaiserlichen Leibgarde, später Obrist (1601), Feldmarschall (1607) und Hofkriegsrat; 1608 Landobrist des Erzherzogtums Österreich ob der Enns; 1618 Mitbegründer des kurzlebigen Ritterordens Ordo Militiae Christianae, dessen deutsch-polnisch-ungarischem Zweig er als Großmeister vorstand; seit 1627 kaiserlicher Kämmerer; 1610 Erhebung in den Grafenstand.

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Graf Michael Johann von Althan(n)

geb. 1607
gest. 1649
Anm.: Sohn des Michael Adolph von Althan(n) (1574-1636); 1610 Erhebung in den Grafenstand; ab 1624 kaiserlicher Kämmerer; seit 1644 Oberstjägermeister.

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Johann Heinrich Alting

geb. 1583
gest. 1644
Anm.: Sohn des reformierten Geistlichen Menso Alting (1541-1612); Theologiestudium in Groningen und Herborn; ab 1613 Dogmatikprofessor in Heidelberg und Dr. theol.; seit 1616 Direktor des Collegium Sapientiae in Heidelberg; 1622 Flucht aus Heidelberg in die Niederlande; ab 1623 Hofmeister der Söhne des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) in Leiden; seit 1627 Theologieprofessor in Groningen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Giovanni Altoviti

gest. 1655
Anm.: Florentinischer Adliger; toskanischer Resident in Mailand (1614-1618) und am Kaiserhof (1618-1627).
Antonio Álvarez de Toledo y Beaumont
Duque Antonio de Alba de Tormes
Duque Antonio de Huéscar
Marqués Antonio de Coria

geb. 1568
gest. 1639
Anm.: Sohn des Diego Álvarez de Toledo y Enríquez de Guzmán, Conde de Lerín (1542-1583); ab 1583 Duque de Alba, Duque de Huéscar und Marqués de Coria; 1622-1629 Vizekönig von Neapel; seit 1629 Mayordomo mayor des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); ab 1599 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Fadrique Álvarez de Toledo y Mendoza
Marqués Fadrique de Villanueva de Valdueza

geb. 1580
gest. 1634
Anm.: Sohn des Pedro Álvarez de Toledo Osorio, Marqués de Villafranca del Bierzo (1546-1627); 1617-1625 Generalkapitän (Kommandeur) der spanischen Atlantikflotte; ab 1625 General von Portugal und Generalkapitän der Armee von Brasilien; seit 1634 Marqués de Villanueva de Valdueza.

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Fernando Álvarez de Toledo y Pimentel
Duque Fernando de Alba de Tormes
Marqués Fernando de Coria

geb. 1507
gest. 1582
Anm.: Sohn des García Álvarez de Toledo y Zúñiga, Marqués de Coria (gest. 1510); spanischer Grande; ab 1510 Marqués de Coria; seit 1531 Duque de Alba; 1532 Befehlshaber der spanischen Hilfstruppen gegen die Türken in Ungarn; 1535 Teilnahme an der Eroberung von Tunis; ab 1541 nacheinander Mayordomo Mayor der Könige Karl I. (1500-1558) und Philipp II. von Spanien (1527-1598); Consejero de Estado; 1542 Feldherr gegen die französische Armee bei Perpignan; 1546/47 Kommandeur der spanischen Tercios im Schmalkaldischen Krieg; 1555-1559 spanischer Generalkapitän in Italien; 1555/56 Gouverneur des Herzogtums Mailand; 1556-1559 Vizekönig von Neapel; 1567-1573 Statthalter und militärischer Oberbefehlshaber in den Spanischen Niederlanden; seit 1580 Vizekönig und Condestable von Portugal; ab 1546 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Alvensleben, Familie

Anm.: Altmärkisches Adelsgeschlecht.

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Christina von Alvensleben
Geburtsname: Christina von Dieskau

geb. 1589
gest. 1636
Anm.: Tochter des Hieronymus von Dieskau (1565-1625); 1613-1627 Ehe mit Gebhard von Alvensleben (1584-1627); seit 1634 Begleiterin und Hofmeisterin der Fürstin Sophia von Anhalt-Köthen (1599-1654).
Cuno von Alvensleben

geb. 1588
gest. 1638
Anm.: Sohn des Gebhard von Alvensleben (1543-1609); Erbherr auf Calbe im Werder, Neugattersleben und Randau (bei Magdeburg); ab 1610 Domherr und später Senior des Erzstifts Magdeburg; seit 1624 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Reifende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Amalek

Anm.: Biblische Figur.

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Ambrosius N. N.

Anm.: Geboren in Bayern; um 1629 kursächsischer Rat; um 1636 Kammerdiener der verwitweten Kurfürstin Hedwig von Sachsen (1581-1641).
Heiliger Ambrosius
Erzbischof Ambrosius von Mailand

geb. 339
gest. 397
Anm.: Sohn des Aurelius Ambrosius, römischer Präfekt der Provinz Gallia Narbonensis; Jurist, Theologe und Kirchenvater; ab 365 Tätigkeit als Anwalt bei Gericht; 372/73 Präfekt der römischen Provinz Aemilia-Liguria; seit 374 Erzbischof von Mailand.

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Georg Am Ende

geb. 1572
gest. 1624
Anm.: Geboren in Dresden; ab 1598 Jesuit; seit 1619 Hofprediger von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637).

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Amor
Cupido

Anm.: Römischer Gott und allegorische Personifikation der Liebe.

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Rostain d' Ancezune
Marquis Rostain de Caderousse (oder Codolet)

gest. 1649
Anm.: Sohn des Jean-Vincent d'Ancezune, ab 1622 Marquis de Caderousse oder Codolet (gest. 1632/33); um 1629/30 französischer Colonel d'Infanterie; spätestens seit 1633 Marquis de Caderousse (oder Codolet).
Heinrich Cornelius Anchinoander

Anm.: Deutscher Arzt und Philologe; 1615 Lehrer für die italienische Sprache in Hamburg; 1616 Promotion zum Dr. med. an der Universität Basel.

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Andreas (1) N. N.

Anm.: Um 1628 kaiserliche Kroatenschutzwache des Harzgeröder Amtshauptmannes Kaspar Ernst von Knoch (1582-1641).
Andreas (2) N. N.

Anm.: Um 1633/36 Leibkutscher des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Heiliger Andreas

gest. 60
Anm.: Apostel.

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Giovan Battista Andreini
Lelio

geb. 1576
gest. 1654
Anm.: Sohn des Schauspielers, Impresarios und Autoren Francesco Andreini (1548-1624); berühmter Schauspieler, Konduktor und Stückeschreiber; zunächst Mitglied der elterlichen Comedia-dell'Arte-Truppe "Compagnia dei Comici Gelosi"; 1601 Gründung der eigenen Truppe Compagnia dei Comici Fedeli ("I Fedeli"), die große Erfolge in Italien und Frankreich feierte; Schutz und die Förderung durch die Herzöge von Mantua, Vincenzo (1562-1612), Francesco IV (1586-1612) und Ferdinando Gonzaga (1587-1626); vgl. Pierre Louis Duchartre: The Italian Comedy. The Improvisation Scenarios, Lives, Attributes, Portraits and Masks of the Illustrious Characters of the Commedia dell'Arte, New York 1966, S. 94-96; Siro Ferrone: La Commedia dell’Arte. Attrici e attori italiani in Europa (XVI–XVIII secolo), Torino 2014, S. 260-262; Robert Henke: Performance and Literature in the Commedia dell'Arte, Cambridge 2002, S. 210-215; Allardyce Nicoll: World of Harlequin. A Critical Study of the Commedia dell'Arte, Cambridge [u. a.] 1986, 171-175; Roberto Tessari: Commedia dell'Arte: La Maschera e l'Ombra, Milano 1981, S. 6; ders.: La Commedia dell’Arte. Genesi d’una società dello spettacolo, Roma/Bari 2013, S. 58f., 95, 102, 168-170 und 172-178.

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Virginia Andreini
La Florinda
Geburtsname: Virginia Ramponi

geb. 1583
gest. 1630/31
Anm.: Erfolgreiche Schauspielerin und Sängerin; seit 1601 Ehe mit Giovan Battista Andreini, mit dem sie die Schauspieler-Compagnie "I Fedeli" leitete; Künstlername nach dem von ihrem Mann verfassten, 1603 in Florenz uraufgeführten Stück "La Florinda"; vgl. Siro Ferrone: La Commedia dell'Arte. Attrici e attori italiani in Europa (XVI-XVIII secolo), Torino 2014, S. 306-308; Emily Wilbourne: Seventeenth-Century Opera and the Sound of the Commedia dell’Arte, Chicago/London 2016, passim.
Virginia Andreini
La Lidia
Geburtsname: Virginia Rotari

Anm.: Tochter des Schauspielers Baldo Rotari; bereits 1613 und 1621-1623 Mitglied ("Lidia") der Schauspielertruppe "I Fedeli", deren Leiter Giovan Battista Andreini (1576-1654) sie nach einem langjährigen Verhältnis und dem Tod dessen erster Frau Virginia im Jahr 1631 heiratete; vgl. Giulio Piccini: L’epistolario d’Arlecchino (Tristano Martinelli 1556–1631), Florenz 1896, S. 27; Pierre-Louis Duchartre: The Italian Comedy. The Improvisation Scenarios Lives Attributes Portraits and Masks of the Illustrious Characters of the Comedia dell’Arte, New York 1966, S. 96; Siro Ferrone: La Commedia dell’Arte. Attrici e attori italiani in Europa (XVI–XVIII secolo), Torino 2014, S. 261 und 307; John Rudlin / Olly Crick: Commedia dell’Arte. A Handbook for Troupes, New York 2001, S. 49.
Angern, Familie

Anm.: Im Erzstift Magdeburg ansässiges Adelsgeschlecht.
Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier., NDB
Fürst Bernhard von Anhalt

geb. 1571
gest. 1596
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1595/96 Obrist des Obersächsischen Reichskreises im Langen Türkenkrieg.

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Fürst Joachim Ernst von Anhalt

geb. 1536
gest. 1586
Anm.: Sohn des Fürsten Johann IV. von Anhalt-Zerbst (1504-1551) und Großvater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1562-1570 gemeinsam mit seinem Bruder Bernhard (1540-1570) regierender, seit 1570 alleinregierender Fürst von Anhalt.

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Fürst Johann Ernst von Anhalt

geb. 1578
gest. 1601
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1601 kaiserlicher Obrist im Langen Türkenkrieg.

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Fürst Otto II. von Anhalt-Aschersleben

geb. ca. 1260
gest. 1315
Anm.: Sohn des Fürsten Otto I. von Anhalt-Aschersleben (gest. 1304); seit 1304 regierender Fürst von Anhalt-Aschersleben.

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Fürstin Agnes Magdalena von Anhalt-Bernburg

geb. 1612
gest. 1629
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.

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Fürstin Amalia Juliana von Anhalt-Bernburg

geb. 1597
gest. 1605
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.

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Fürstin Amoena Juliana von Anhalt-Bernburg

geb. 1609
gest. 1628
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.

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Fürstin Anna von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Gräfin Anna von Bentheim-Steinfurt und Tecklenburg

geb. 1579
gest. 1624
Anm.: Tochter des Grafen Arnold II. von Bentheim-Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); ab 1595 Ehe mit Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Mutter Christians II.; führte gemeinsam mit ihrer Tochter Eleonora Maria (1600-1657) seit 1617 die "Noble Académie des Loyales" oder "Getreue Gesellschaft", eine Gesellschaft hochadliger reformierter Damen.

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Fürstin Anna Magdalena von Anhalt-Bernburg

geb. 1603
gest. 1611
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.
Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1604
gest. 1640
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.
Fürst Albrecht von Anhalt-Bernburg
Bischof Albrecht I. von Halberstadt

gest. 1324
Anm.: Sohn des Fürsten Bernhard I. von Anhalt-Bernburg (1218-1287); seit 1304 Bischof von Halberstadt.
Fürst Berengar von Anhalt-Bernburg

geb. 1626
gest. 1627
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Bernhard II. von Anhalt-Bernburg

geb. ca. 1260
gest. 1322
Anm.: Sohn des Fürsten Bernhard I. von Anhalt-Bernburg (1218-1287); seit 1287 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1316-1322 letzter askanischer Inhaber der Grafschaft Aschersleben.
Fürst Bogislaw von Anhalt-Bernburg

geb. 1633
gest. 1634
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg

geb. 1568
gest. 1630
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Vater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1582 Reise nach Konstantinopel; 1591/92 Führer eines Expeditionskorps für Heinrich von Navarra; 1592 Übertritt zum reformierten Glauben; 1592/93 Befehl über die protestantischen Truppen im Krieg um das Bistum Straßburg; 1595-1620 oberpfälzischer Statthalter in Amberg und zunehmend Leiter der pfälzischen Politik; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1610 Unionsgeneral im klevisch-jülischen Krieg; seit 1618 Senior des Hauses Anhalt; 1619/20 Kommandierender der pfälzisch-böhmischen Truppen, nach deren Niederlage in der Schlacht am Weißen Berg durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637) geächtet; Flucht nach Schweden (1621) und Flensburg (1622-24); 1624 Aufhebung der Reichsacht; seit 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sehnliche").

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Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unveränderliche"); Kurzbiographie im Rahmen dieser Edition unter http://www.tagebuch-christian-ii-anhalt.de/index.php?article_id=15.

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Fürst Christian III. von Anhalt-Bernburg

geb. 1631
gest. 1631
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.

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Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des Stifts Gandersheim.

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Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg

geb. 1608
gest. 1632
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1626/27 Gesandtschaften nach Wien und Dresden; 1628-1631 kaiserlicher Obrist; ab 1630 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1631 kursächsischer Obrist, als welcher er in der Schlacht bei Lützen tödlich verwundet wurde; seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlbewahrte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Friedrich Ludwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1619
gest. 1621
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.
Fürst Joachim Ernst von Anhalt-Bernburg

geb. 1629
gest. 1629
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Louise Amalia von Anhalt-Bernburg

geb. 1606
gest. 1635
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.
Fürstin Sibylla Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1602
gest. 1648
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1627
gest. 1627
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Anna Katharina von Anhalt-Bernburg-Harzgerode
Geburtsname: Gräfin Anna Katharina zur Lippe-Detmold

geb. 1612
gest. 1659
Anm.: Tochter des Grafen Simon VII. zur Lippe-Detmold (1587-1627); seit 1657 Ehe mit Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670).
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

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Fürstin Agnes von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Landgräfin Agnes von Hessen-Kassel

geb. 1606
gest. 1650
Anm.: Tochter des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); seit 1623 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660).
Fürstin Anna Maria von Anhalt-Dessau

geb. 1591
gest. 1637
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Dorothea von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Pfalzgräfin Dorothea von Pfalz-Simmern

geb. 1581
gest. 1631
Anm.: Tochter des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Simmern (1543-1592); 1595-1618 Ehe mit Fürst Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618); seit 1619 Witwensitz auf Schloss Sandersleben.

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Fürstin Dorothea von Anhalt-Dessau

geb. 1625
gest. 1626
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660).
Fürstin Eva Katharina von Anhalt-Dessau

geb. 1613
gest. 1679
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Friedrich Moritz von Anhalt-Dessau

geb. 1600
gest. 1610
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Georg Aribert von Anhalt-Dessau

geb. 1606
gest. 1643
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1618 gemeinsam mit seinem Bruder Fürst Johann Kasimir (1596-1660) regierender Fürst von Anhalt-Dessau (bis 1625 unter dessen Vormundschaft); 1625-1629 in kaiserlichen Kriegsdiensten; seit 1632 Inhaber der Ämter Wörlitz und Radegast; ab 1637 morganatische Ehe mit Johanna Elisabeth von Krosigk; seit 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anmutige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Heinrich Waldemar von Anhalt-Dessau

geb. 1604
gest. 1606
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Joachim von Anhalt-Dessau

geb. 1509
gest. 1561
Anm.: Sohn des Fürsten Ernst von Anhalt-Dessau (1451-1516); 1527-1544 gemeinsam mit seinen Brüdern Johann IV. (1504-1551) und Georg III. (1507-1553) regierender (bis 1530 unter Vormundschaft seiner Mutter Margaretha), danach alleinherrschender Fürst von Anhalt-Dessau.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Joachim Ernst von Anhalt-Dessau

geb. 1592
gest. 1615
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Johann Georg I. von Anhalt-Dessau

geb. 1567
gest. 1618
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1603-1606 Regent des Fürstentums Anhalt (im Namen seiner Brüder); ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Dessau und Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlriechende").

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Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau

geb. 1627
gest. 1693
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); schwedischer Obrist (1655-1658) und Generalmajor (1658); ab 1658 kurbrandenburgischer General und Statthalter der Kurmark sowie Obrist (1658-1660 und seit 1666); später auch Geheimer Staats- und Kriegsrat in Berlin sowie Feldmarschall (1670); ab 1660 regierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1670 Senior des Hauses Anhalt; ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefüllte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

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Fürstin Juliana von Anhalt-Dessau

geb. 1626
gest. 1652
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660).
Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Bernburg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1651-1660 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660).

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Fürstin Amalia Louise von Anhalt-Köthen

geb. 1634
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Fürstin Amoena Amalia von Anhalt-Köthen
Geburtsname: Gräfin Amoena Amalia von Bentheim-Steinfurt und Tecklenburg

geb. 1586
gest. 1625
Anm.: Tochter des Grafen Arnold II. von Bentheim-Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); seit 1606 Ehe mit Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650).

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Fürstin Louise Amoena von Anhalt-Köthen

geb. 1609
gest. 1625
Anm.: Tochter des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1579
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1600 Aufnahme in die Florentiner Accademia della Crusca ("L'Acceso"); seit 1606 regierender Fürst von Anhalt-Köthen; 1631-1635 schwedischer Statthalter der Stifte Magdeburg und Halberstadt; 1617 Mitbegründer und bis zu seinem Tod erstes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nährende").

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Fürst Ludwig d. J. von Anhalt-Köthen

geb. 1607
gest. 1624
Anm.: Sohn des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Saftige").

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Fürstin Sophia von Anhalt-Köthen
Geburtsname: Gräfin Sophia zur Lippe

geb. 1599
gest. 1654
Anm.: Tochter des Grafen Simon VI. zur Lippe (1554-1613); 1626-1650 Ehe mit Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650).

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Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1638
gest. 1665
Anm.: Sohn des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1650 regierender Fürst von Anhalt-Köthen, bis 1658 unter Vormundschaft der Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) bzw. Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlangende").
Fürst Wolfgang von Anhalt-Köthen
Fürst Wolfgang von Anhalt-Bernburg

geb. 1492
gest. 1566
Anm.: Sohn des Fürsten Waldemar VI. von Anhalt (1450-1508); alleinregierender Fürst von Anhalt-Köthen (1508-1562) und Anhalt-Bernburg (1544-1562) sowie 1508-1544 gemeinsame Regierung mit seinen Dessauer Vettern Johann IV. (1504-1551), Georg III. (1507-1553) und Joachim (1509-1561) in Anhalt-Bernburg und Anhalt-Zerbst; seit 1525 Förderer der Reformation in Anhalt; 1547-1552 Reichsacht wegen Beteiligung am Schmalkaldischen Krieg.

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Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

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Fürstin Dorothea von Anhalt-Plötzkau

geb. 1623
gest. 1637
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Fürstin Ehrenpreis von Anhalt-Plötzkau

geb. 1625
gest. 1626
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Fürstin Elisabeth von Anhalt-Plötzkau

geb. 1630
gest. 1692
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Emanuel von Anhalt-Plötzkau
Fürst Emanuel von Anhalt-Köthen

geb. 1631
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Lebrecht (1622-1669) in Plötzkau; ab 1657 in schwedischen Kriegsdiensten; 1659/60 in dänischer Gefangenschaft; 1662 Teilnahme am venezianischen Feldzug gegen die Türken; 1665-1669 zusammen mit seinem Bruder Lebrecht herrschender und seit 1669 alleinregierender Fürst von Anhalt-Köthen; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Strebende").

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Fürst Ernst Gottlieb von Anhalt-Plötzkau

geb. 1620
gest. 1654
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1653 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Emanuel (1631-1670) und Lebrecht (1622-1669) in Plötzkau; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Starke").

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Fürst Georg III. von Anhalt-Plötzkau
Fürst Georg III. von Anhalt-Dessau

geb. 1507
gest. 1553
Anm.: Sohn des Fürsten Ernst von Anhalt-Dessau (1451-1516); 1525-1544 gemeinsam mit seinen Brüdern Johann IV. (1504-1551) und Joachim (1509-1561) Regent des Fürstentums Anhalt-Dessau (bis 1530 unter Vormundschaft seiner Mutter Margaretha); ab 1526 Dompropst in Magdeburg; seit 1544 alleinregierender Fürst von Anhalt-Plötzkau; 1544-1549 Koadjutor des Bistums Merseburg.

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Fürstin Johanna von Anhalt-Plötzkau

geb. 1618
gest. 1676
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1660 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg.
Fürst Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
Fürst Lebrecht von Anhalt-Köthen

geb. 1622
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").

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Fürstin Sibylla von Anhalt-Plötzkau
Geburtsname: Gräfin Sibylla zu Solms-Laubach

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Tochter des Grafen Johann Georg zu Solms-Laubach (1547-1600); 1618-1653 Ehe mit Fürst August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653).
Fürstin Sophia von Anhalt-Plötzkau

geb. 1627
gest. 1679
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Adolph von Anhalt-Zerbst
Bischof Adolph von Merseburg

geb. 1458
gest. 1526
Anm.: Sohn des Fürsten Adolph von Anhalt-Zerbst (1405-1473); 1489-1516 Dompropst in Magdeburg; ab 1507 Koadjutor des Bischofs Thilo von Merseburg (1443-1514); seit 1514 Bischof von Merseburg.

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Fürstin Dorothea Hedwig von Anhalt-Zerbst
Geburtsname: Herzogin Dorothea Hedwig von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb. 1587
gest. 1609
Anm.: Tochter des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1564–1613); seit 1605 Ehe mit Fürst Rudolph von Anhalt-Zerbst (1576-1621); danach Witwensitz in Coswig (Anhalt).

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Fürstin Elisabeth von Anhalt-Zerbst

geb. 1617
gest. 1639
Anm.: Tochter des Fürsten Rudolph von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Johann IV. von Anhalt-Zerbst
Fürst Johann IV. von Anhalt-Dessau

geb. 1504
gest. 1551
Anm.: Sohn des Fürsten Ernst von Anhalt-Dessau (1451-1516) und Urgroßvater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1516-1544 gemeinsam mit seinen Brüdern Georg III. (1507-1553) und Joachim (1509-1561) Regent des Fürstentums Anhalt-Dessau (bis 1530 unter Vormundschaft seiner Mutter Margaretha); seit 1544 alleinregierender Fürst von Anhalt-Zerbst.

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Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolph von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; bis 1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Magdalena (1583-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst und schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

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Fürstin Magdalena von Anhalt-Zerbst
Geburtsname: Gräfin Magdalena von Oldenburg

geb. 1583
gest. 1657
Anm.: Tochter des Grafen Johann XVI. von Oldenburg (1540-1603); 1612-1621 Ehe mit Fürst Rudolph von Anhalt-Zerbst (1576-1621); danach Witwensitz in Coswig (Anhalt).

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Fürst Rudolph von Anhalt-Zerbst

geb. 1576
gest. 1621
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; seit 1618 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Süße").

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Anna N. N.

Anm.: Um 1630/32 Dienerin der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Anna Christina N. N.

Anm.: Um 1629 lebende, davor vermutlich zum Christentum konvertierte Türkin mit sehr langen Haaren.
Anna Maria N. N.

geb. ca. 1612/13
Anm.: Stummes Mädchen aus Braunschweig; zunächst Erziehung am Schöninger Witwenhof der Herzogin Elisabeth von Braunschweig-Wolfenbüttel (1573-1626); danach Leben im Kloster Wolmirstedt; soll im August/September 1630 in Wasserleben plötzlich gesprochen haben.
Robert Anstruther

geb. 1578
gest. 1644/45
Anm.: Sohn des schottischen Master of the Royal Household James Anstruther; ab 1589 Page am Kopenhagener Hof; seit 1606 dänischer Agent am schottischen bzw. englischen Königshof; danach mehrfach englischer Diplomat (1612/13 Vermittlung des Friedens von Knäred zwischen Schweden und Dänemark, 1624/25 Aushandlung eines dänisch-englisches Bündnisses); ab 1621 Gentleman of the Bedchamber; später Privy Councillor des Königs Karl I. von England (1600-1649); 1630 englischer Gesandter auf dem Regensburger Kurfürstentag; 1633/34 Teilnahme am Heilbronner Konvent, kurzzeitig englischer Resident in Hamburg und Gesandter an verschiedenen deutschen Höfen; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fleißige").

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Antenor

Anm.: Mythische Gestalt (Sohn des Aesyetes und der Cleomestra, Rat des Königs Priamos in Troja und sagenhafter Gründer von Padua) aus Homers "Ilias" und Vergils "Aeneis".

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N. N. Anthoni

Anm.: Um 1621 kaiserlicher Rittmeister wallonischer Herkunft.
Alfonso Antonini

geb. 1584
gest. 1657
Anm.: Sohn des Girolamo Antonini; seit 1616 in venezianischen Kriegsdiensten, um 1623 als Generalkommissar der Kavallerie in Dalmatien; außerdem Astronom und Mathematiker, der bei Galileo Galilei (1564-1642) studierte.
Antonio N. N.

Anm.: Um 1623 Reitlehrer in Padua.
Marcus Antonius

geb. 86/83/82 v. Chr.
gest. 30 v. Chr.
Anm.: Sohn des römischen Konsuls Marcus Antonius Orator (143-87 v. Chr.); Vertrauter von Gaius Iulius Caesar (100-44 v. Chr.); seit 50 v. Chr. römischer Augur; 44 v. Chr. Konsul; 43-32 v. Chr. Triumvir; danach erfolgloser Krieg gegen Octavian (63 v. Chr.-14 n. Chr.).

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Heiliger Antonius

geb. 1195
gest. 1231
Anm.: Portugiesischer Franziskaner, Kirchenlehrer und Prediger in Padua.

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N. N. d' Antrevar et Lissare (1)

Anm.: Französischer Adliger und Bruder von N. N. d'Antrevar et Lissare (2).
N. N. d' Antrevar et Lissare (2)

Anm.: Französischer Adliger und Bruder von N. N. d'Antrevar et Lissare (1).
Georg Anwander

gest. nach 1634
Anm.: Um 1610/12 Pfarrer in Kaufbeuren; später Exulant in Anhalt.

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Jeremias Apfel

Anm.: Geboren in Waltershausen/Thüringen; um 1614 Studium in Erfurt; 1623 Kantor in Neunburg vorm Wald (Oberpfalz); 1624/25 Pfarrer in Dürnsricht und Schmidgaden; 1626 Emigration nach Nürnberg.
N. N. Apfelmann

Anm.: Kaiserlicher Hauptmann, welcher 1620 dem Heer der böhmischen Konföderierten unter Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg seine Dienste angeboten hat.
Apoll

Anm.: Griechisch-römischer Gott des Lichts, der Heilung, des Frühlings, der Sittenreinheit und Mäßigung sowie der Weissagung und Künste.

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Appiani, Familie

Anm.: Italienisches Adelsgeschlecht.

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Caecus Appius Claudius

geb. ca. 300 v. Chr.
Anm.: Römischer Politiker und Redner.

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Graf N. N. von Arco (1)

Anm.: Angehöriger des Trientiner Adelsgeschlechts.
Graf N. N. von Arco (2)

Anm.: Angehöriger des Trientiner Adelsgeschlechts.
Graf Johann Baptist von Arco

geb. 1588
gest. 1628
Anm.: Sohn des Grafen Prosper von Arco (gest. 1607); seit 1622 kaiserlicher Kämmerer.
N. N. Ardenhofer

Anm.: Um 1628 kaiserlicher Obristwachtmeister.
Ludwig Arendt

Anm.: Anhaltischer Untertan.
Wilm Arendts

Anm.: Geboren in Harderwijk; um 1626 niederländischer Schiffer, der früher in Ostindien gelebt hat.
Felipe de Areyzaga y Avandagno
Felipe de Areyçaga y Avendano

Anm.: Geboren an der Biskaya; spanischer Obristleutnant (1620), welcher in der Schlacht am Weißen Berg den Verwundungsschuss auf den Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg abgegeben haben will, und Obrist (1621-1628).
Ludovico Ariosto

geb. 1474
gest. 1533
Anm.: Sohn des italienischen Adligen und Militärs Niccolò Ariosto (1433-1500); italienischer Dichter und Humanist; ab 1484 Besuch der Lateinschule und seit 1489 Rechtsstudium in Ferrara; 1493 Beitritt zu einer Schauspielgruppe, die am herzoglichen Hof von Ferrara Stücke aufführte; 1500-1503 Hauptmann und Kommandant einer Grenzfestung bei Canossa; 1503-1517 Sekretär des Kardinals Ippolito d'Este (1479-1520); ab 1518 in Diensten des Duca Alfonso I. di Ferrara, Modena e Reggio (1476-1534); 1522-1525 Gouverneur der Provinz Garfagnana; 1525 Intendant des Hoftheaters in Ferrara und kurz danach Rückzug ins Privatleben.

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Aristarchos von Samothrake

geb. ca. 216 v. Chr.
gest. 144 v. Chr.
Anm.: Griechischer Philologe und Direktor der Bibliothek von Alexandria.

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Aristophanes von Byzanz

geb. 257 v. Chr.
gest. 180 v. Chr.
Anm.: Griechischer Philologe und Direktor der Bibliothek von Alexandria.

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Aristoteles

geb. 384 v. Chr.
gest. 322 v. Chr.
Anm.: Griechischer Philosoph und Universalgelehrter.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. von Arnim

Anm.: Um 1622/23 Hauptmann.
Hans Georg von Arnim

geb. 1583
gest. 1641
Anm.: Sohn des Bernd von Arnim (1550-1611); 1613-1617 schwedischer Obrist; 1621 Wechsel in polnische Kriegsdienste; 1624/25 erneut schwedischer Obrist; kaiserlicher Obrist (1627-1629) und Feldmarschall (1628/29); 1631/32 kurbrandenburgischer Obrist; 1631-1635 kursächsischer Obrist Feldmarschall; 1637/38 in schwedischer Gefangenschaft; 1638 erneuter Eintritt in kaiserlich-kursächsische Dienste; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gepriesene").

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Katharina Dorothea von Arnim
Geburtsname: Katharina Dorothea von Hoym

geb. 1619
gest. 1660
Anm.: Tochter des Christian Julius von Hoym (1586-1656); seit 1638 Ehe mit Wolf Christoph von Arnim (1607-1668).
Andreas Arnold

gest. nach 1628
Anm.: Holländer; im Frühjahr 1624 Kammerdiener des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg; um 1627 fürstlicher Kammerdiener in Bernburg.
Matthias Arnoldin von Clarstein

geb. ca. 1575
gest. 1649
Anm.: Geboren in Böhmen; Dr. jur.; ab ca. 1605 kaiserlicher Appellationssekretär; seit 1612 Hofkammersekretär; ab 1618 Hofkammerrat; seit 1626 erster Sekretär der Reichskanzlei und Protokollführer des Geheimen Rates; ab 1628 Reichshofrat; nach 1639 schrittweiser Rückzug aus seinen Amtsgeschäften; 1623 Verleihung der Hofpfalzgrafenwürde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Arnsberg, Familie
Grafen von Arnsberg

Anm.: Im Jahr 1371 ausgestorbenes westfälisches Reichsgrafengeschlecht.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Wolf von Arnswaldt

Anm.: Thüringischer Adliger; 1630 Abgesandter der Gräfin Anna Sophia von Schwarzburg-Rudolstadt (1584-1652) auf der Beerdigung des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630).
Sebastian Arthofer von Schützenberg

Anm.: Österreichischer Adliger; kaiserlischer Obristwachtmeister (1627) und Obrist.
N. N. von Aschersleben

Anm.: Pommerischer Adliger; um 1626 Student am Gymnasium Illustre Harderwijk.
Johann Gottfried von Aschhausen
Bischof Johann Gottfried von Bamberg
Bischof Johann Gottfried von Würzburg

geb. 1575
gest. 1622
Anm.: Sohn des bischöflich-würzburgischen Amtmanns Gottfried von Aschhausen (gest. 1581); Domherr in Bamberg (1593) und Würzburg (1596); ab 1604 Dekan des Ritterstifts Comburg; seit 1609 Bischof von Bamberg; ab 1617 auch Bischof von Würzburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Gaspare Aselli

geb. 1581
gest. 1625
Anm.: Geboren in Cremona; Medizinstudium in Pavia; danach Chirurg in Mailand; 1612-1620 leitender Feldchirurg der spanischen Armee in Italien; 1622 Entdecker der Lymphgefäße; seit 1624 Professor für Anatomie in Pavia.

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John Ashburnham

geb. 1603
gest. 1671
Anm.: Sohn des Adligen John Ashburnham (gest. 1620); ab ca. 1622 im Dienst der Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz (1596-1662); seit 1623 Hofmeister der Söhne des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) in Leiden; ca. 1626-1628 Vorsteher des Haushaltes von Kurfürstin Elisabeth; 1628 Groom of the bedchamber (Kammerjunker) des Königs Karl I. von England (1600-1649) und Parlamentsmitglied; 1643 Ausschluss aus dem Parlament und Konfiskation seiner Güter als Parteigänger der Königs; 1644 Schatzmeister der königlichen Armee; 1646 Flucht nach Paris über die Niederlande; 1647 wieder in Diensten von König Karl I.; ab 1648 mehrfach in Gefangenschaft und erneute teilweise Enteignung als Royalist; nach der Restauration Diplomat für König Karl II. von England (1630-1685); 1661-1667 erneut Parlamentsmitglied.

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Askanier, Dynastie

Anm.: Deutsche Herrscherdynastie, die vor allem das Fürstentum Anhalt, die Markgrafschaft Brandenburg sowie die Herzogtümer Sachsen-Lauenburg und Sachsen-Wittenberg regierte.

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Asmodi
Asmodäus

Anm.: Dämon aus der jüdischen Mythologie.
N. N. Aspan von Haag

Anm.: Um 1621/22 kaiserlicher Rittmeister.
Esther Aspan von Haag
Geburtsname: Ester von Gera

gest. nach 1645
Anm.: Tochter des Christoph von Gera (gest. 1609) zu Arnfels; seit 1610 Ehe mit Hans Joachim Aspan von Haag (gest. 1645).
Hans Joachim Aspan von Haag

gest. 1645
Anm.: Sohn des Landrats Jakob Aspan von Haag (gest. 1610); Herr auf Lichtenhaag, Hartheim und Wimspach.

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Asseburg, Familie

Anm.: Niedersächsisches Adelsgeschlecht.
Agnes von der Asseburg
Geburtsname: Agnes von Schauroth

gest. 1652
Anm.: Erste Ehefrau des Bernhard von der Asseburg (1593-1657).
Bernhard von der Asseburg

geb. 1593
gest. 1657
Anm.: Sohn des Ludwig d. Ä. von der Asseburg (1546-1633); Erbherr auf Wallhausen.
Busso von der Asseburg

geb. 1586
gest. 1646
Anm.: Sohn des August von der Assenburg (1545-1604); Erbherr auf Falkenstein (Unterharz), Neindorf und Peseckendorf.

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Eleonora Elisabeth von der Asseburg

geb. 1637
gest. 1664
Anm.: Tochter des Johann August von der Asseburg (1611-1660).
Johann von der Asseburg

geb. 1578
gest. 1651
Anm.: Sohn des Ludwig d. Ä. von der Asseburg (1546-1633); Erbherr auf Schermcke.
Johann August von der Asseburg

geb. 1611
gest. 1660
Anm.: Sohn des Christoph Johann von der Asseburg (1580-1651); Erbherr auf Ampfurth und Eggenstedt.
Ludwig d. Ä. von der Asseburg

geb. 1546
gest. 1633
Anm.: Sohn des Johann von der Asseburg (1511-1567); Erbherr auf Wallhausen, Schermcke und Hinnenburg.

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Ludwig d. J. von der Asseburg

geb. 1583
gest. 1669
Anm.: Sohn des Ludwig d. Ä. von der Asseburg (1546-1633); Erbherr auf Wallhausen und Hinnenburg; 1597-1602 Edelknabe des Grafen Georg Eberhard zu Solms-Lich (1568-1602); danach Teilnahme am Langen Türkenkrieg; 1611-1613 in dänischen Kriegsdiensten als Leutnant und Rittmeister; 1613/14 braunschweigisch-wolfenbüttelischer Rittmeister; 1618-1620 Rittmeister der böhmischen Konföderierten; ligistischer Obristleutnant (1622-1625) und Obrist (1625-1627); ca. 1627-1634 kaiserlicher Obrist.
Maria Elisabeth von der Asseburg
Geburtsname: Maria Elisabeth von Erffa

geb. nach 1593
gest. 1639
Anm.: Tochter des Hans Hartmann von Erffa (1551-1610); seit 1616 Ehe mit Ludwig d. J. von der Asseburg (1583-1669).
Sophia Dorothea von der Asseburg
Geburtsname: Sophia Dorothea von Lützow

geb. ca. 1615
gest. 1641
Anm.: Tochter des Joachim (2) von Lützow; ab ca. 1626 Kammerjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); seit 1635 Ehe mit Johann August von der Asseburg (1611-1660).
Pierre Asselineau

gest. vor 1634
Anm.: Sohn eines hugenottischen Arztes in Orléans; Flucht vor den französischen Religionskriegen nach Italien; vermutlich Medizinstudium in Padua; danach Arzt in Venedig.
König Sanherib von Assyrien
König Sanherib von Babylonien

geb. ca. 745 v. Chr.
gest. 680 v. Chr.
Anm.: Sohn des Königs Sargon II. von Assyrien (gest. 705 v. Chr.); ab 705 v. Chr. König von Assyrien; 705–703 v. Chr. und seit 688 v. Chr. auch König von Babylonien; biblische Figur.

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António de Ataíde
Conde António de Castro Daire
Conde António da Castanheira

geb. 1567
gest. 1647
Anm.: Sohn des António de Ataíde, Conde da Castanheira (gest. 1603); ab 1587 militärische Karriere als General der spanischen Galeeren, General der Küstenarmada, Infantrieobrist, Kapitänmajor der Indischen Flotte (1611/12) und Generalkapitän der portugiesischen Flotte (1618-1621); Kämmerer des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); Hofmarschall der Königin Isabel von Spanien (1602–1644); portugiesischer Staatsrat; Ratspräsident von Aragon; seit 1625 Conde de Castro Daire; 1629 außerordentlicher spanischer Botschafter in Wien; 1631-1633 Gouverneur von Portugal; ab 1637 Conde da Castanheira; 1641 kurzzeitige Verhaftung wegen prospanischer Haltung.

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N. N. Athenäus

Anm.: Ehefrau des Meisdorfer Pfarrers Valentin Athenäus (gest. vor 1628) und um 1628 Hofbesitzerin in Reinstedt.
Valentin Athenäus
Valentin Athen

gest. vor 1628
Anm.: Geboren in Aschersleben; Studium in Leipzig (1601), Helmstedt (1603) und Wittenberg (1604); 1608 Mag. (Leipzig); seit 1615 Pfarrer in Meisdorf (bei Falkenstein/Harz); Hausbesitzer in Reinstedt.
Graf Johann Friedrich von Attems

geb. 1593
gest. 1663
Anm.: Sohn des Hermann von Attems (1564-1611); kaiserlicher Obrist und Kämmerer; später auch Hofkriegsrat; seit 1643 Oberststallmeister der verwitweten Kaiserin Eleonora (1598-1655); 1630 Erhebung in den Grafenstand.
Graf Johann Jakob von Attems

geb. 1598
gest. 1670
Anm.: Sohn des Hermann von Attems (1564-1611); kaiserlicher Obrist; ab 1625 kaiserlicher Kämmerer ; seit 1667 Landesverweser des Herzogtums Kärnten; 1630 Erhebung in den Grafenstand.
Graf Maximilian Hermann von Attems

geb. 1604/07
gest. 1684
Anm.: Sohn des Hermann von Attems (1564-1611); Kämmerer und Geheimer Rat des Erzherzogs Leopold Wilhelm von Österreich (1614-1662); 1630 Erhebung in den Grafenstand.
Gräfin Ursula von Attems
Geburtsname: Ursula Breuner

geb. 1568
gest. 1641
Anm.: Tochter des Kaspar Breuner (1530-1570); 1588-1611 Ehe mit Hermann von Attems (1564-1611); 1623-1624 Obersthofmeisterin der Erzherzoginnen Maria Anna (1610-1665) und Caecilia Renata (1611-1644); 1624-1637 Obersthofmeisterin der Kaiserin Eleonora (1598-1655); 1630 Erhebung in den Grafenstand.
Théodore Agrippa d' Aubigné
Théodore Agrippa d'Aubigné

geb. 1550/52
gest. 1630
Anm.: Sohn des Richters Jean d'Aubigné, Seigneur de Brie en Xaintonge (gest. 1563); 1568-1570 Teilnahme am dritten Hugenottenkrieg; 1573-1577 Écuyer sowie 1587-1593 hoher Militär und Verwaltungsbeamter des Königs Heinrich III. von Navarra (1553-1610); danach Rückzug aus der Politik und Tätigkeit als Autor literarischer und historischer Werke; 1620 Verbannung wegen Beteiligung an einer erfolglosen Verschwörung gegen den königlichen Favoriten Charles d’Albert, Duc de Luynes (1578-1621); danach Exil in Genf.

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Elisabeth Auer von Herrenkirchen
Elisabeth von Hirschaidt
Geburtsname: Elisabeth Kuttner von Kuniz

geb. 1591
gest. 1652
Anm.: Erste Ehe mit Hans Ludwig von Hirschaidt (Hirschhayd); seit 1634 zweite Ehe mit Wolf Helmhard von Auer (1610-1660).

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Wolf Helmhard Auer von Herrenkirchen

geb. 1610
gest. 1660
Anm.: Oberösterreichischer Exulant; seit 1624 Hofjunker des Grafen Friedrich Kasimir von Ortenburg (1591-1658); vor 1634 vorübergehend in Kriegsdiensten.
Graf N. N. von Auersperg

Anm.: Angehöriger des Krainer Adelsgeschlechts.
N. N. Auffgang

Anm.: Um 1629 Harzer Salpetersieder unter dem kaiserlichen Obristen Johann David Pecker von der Ehr (gest. 1659).
N. N. Augustin

Anm.: Seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Ballenstedt.
Heiliger Augustinus
Bischof Augustinus von Hippo

geb. 354
gest. 430
Anm.: Christlicher Kirchenlehrer und Philosoph; seit 395 Bischof von Hippo.

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Luis de Avalos

Anm.: Spanischer Adliger; 1529 vermutlich Maestro del Campo und Kommandeur der spanischen Truppen während der ersten türkischen Belagerung Wiens; wahrscheinlich 1532 kommandierender Offizier unter Fernando Alvarez, Duque de Alba (1507-1582), gegen die Türken in Ungarn.
Martín de Axpe y Zárate

geb. 1594
gest. 1640
Anm.: Sohn des Dr. jur. Juan García de Axpe y Sierra; seit 1631 Staats- und Kriegssekretär des Kardinalinfanten Fernando von Spanien (1609/10-1641); daneben auch mehrfach diplomatische Missionen.
Axt, Familie

Anm.: Polnisch-schlesisches Adelsgeschlecht.
Johann von Axt

gest. 1634
Anm.: Schlesischer Adliger; 1630-1632 Stallmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fernando (Antonio) de Ayala Fonseca y Toledo
Conde Fernando (Antonio) de Ayala
Marqués Fernando (Antonio) de Tarazona

geb. 1600
gest. 1676
Anm.: Sohn des Antonio Francisco de Ayala, ab 1602 Conde de Ayala; seit 1622 in spanischen Kriegsdiensten, zuletzt als General der Kavallerie (1634); 1632-1648 Marqués de Tarazona (de iure uxoris); nach 1634 Conde de Ayala; ab 1655 Comendador de Bastimentos de Castilla; ebenso königlicher Kämmerer; 1660-1663 Generalkapitän und Vizekönig von Sizilien; seit 1666 spanischer Kriegs- und Staatsrat.

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Georg Ayrmann

geb. ca. 1575
gest. 1651
Anm.: Sohn des Georg Ayrmann (gest. vor 1600) aus Bamberg; Nürnberger Kaufmann; ab ca. 1600 Handelsdiener bei der Petzschen Handlung; seit 1602 Nürnberger Bürger; ab 1608 Genannter des Größeren Rats der Reichstadt; ab ca. 1610 mit eigener Handelsgesellschaft mit Hauptsitz in Nürnberg und zweitweise in Leipzig; 1623 Nobilitierung; vgl. Lambert F. Peters: Der Handel Nürnbergs am Anfang des Dreißigjährigen Krieges. Strukturkomponenten, Unternehmen und Unternehmer - eine quantitative Analyse. Stuttgart 1994, S. 213-275.

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König Nebukadnezar II. von Babylonien

geb. ca. 640 v. Chr.
gest. 562 v. Chr.
Anm.: Sohn des späteren Königs Nabopolassar von Babylonien (gest. 625 v. Chr.); 605-562 v. Chr. König von Babylonien; biblische Figur.

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Bacchus

Anm.: Römischer Gott des Weines und der Fruchtbarkeit.

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N. N. Backofen (1)

Anm.: Um 1626/27 Ehefrau des Arztes Dr. Bartholomäus Backofen.
N. N. Backofen (2)

Anm.: Um 1631 anhaltisch-köthnischer Untertan.
Bartholomäus Backofen

Anm.: Geboren in Susteren (Herzogtum Jülich); ab 1611 Medizinstudium in Franeker; Promotion zum Dr. med.; seit 1619 praktizierender Arzt in Harderwijk; 1626/27 Hausarzt des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg; vgl. Klaus Conermann (Hg.): Briefe der Fruchtbringenden Gesellschaft und Beilagen: Die Zeit Fürst Ludwigs von Anhalt-Köthen 1617-1650, Reihe I, Abt. A: Köthen, Bd. 2, Tübingen 1998, S. 103f.
Baden, Haus
Markgrafen von Baden

Anm.: Südwestdeutsches Reichsfürstengeschlecht.

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Markgraf Eduard Fortunat von Baden-Baden

geb. 1565
gest. 1600
Anm.: Sohn des Markgrafen Christoph II. von Baden-Rodemachern (1537-1575), dessen Nebenlinie Eduard Fortunat fortsetzte, bevor er 1588 die Markgrafschaft Baden-Baden übernahm und bis 1594 regierte; Besetzung des hochverschuldeten Landes durch die Durlacher Vettern; Flucht Eduard Fortunats; dubiose Machenschaften, Kriegsdienste, schließlich Unfalltod auf Burg Kastellaun.

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Markgräfin Louise Christina von Baden-Baden
Geburtsname: Luisa Cristina di Savoia-Carignano

geb. 1627
gest. 1689
Anm.: Tochter des Tommaso Francesco di Savoia, Principe di Carignano (1596-1656); 1653-1669 Ehe mit Markgraf Ferdinand Maximilian von Baden-Baden (1625-1669).

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Markgraf Wilhelm von Baden-Baden

geb. 1593
gest. 1677
Anm.: Sohn des Markgrafen Eduard Fortunat von Baden-Baden (1565-1600); ab 1622 regierender Markgraf von Baden-Baden (1631-1634 Vertreibung durch die Schweden), 1634-1648 ebenso von Baden-Durlach; ab 1630 kaiserlicher Geheimer Rat sowie Obrist (1630-1646), Generalfeldwachtmeister (1633) und Feldzeugmeister (1635); seit 1652 Reichskammerrichter; seit 1639 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Markgräfin Barbara von Baden-Durlach
Geburtsname: Herzogin Barbara von Württemberg

geb. 1593
gest. 1627
Anm.: Tochter des Herzogs Friedrich I. von Württemberg (1557-1608) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1616 Ehe mit Markgraf Friedrich V. von Baden-Durlach (1594-1659).

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Markgräfin Barbara von Baden-Durlach

geb. 1618
gest. 1623
Anm.: Tochter des Markgrafen Friedrich V. von Baden-Durlach (1594-1659).
Markgraf Christoph von Baden-Durlach

geb. 1603
gest. 1632
Anm.: Sohn des Markgrafen Georg Friedrich von Baden-Durlach (1573-1638); bis 1624 Obrist unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); 1625 diplomatische Mission für seinen Vater in Frankreich; 1627 dänischer Obrist; 1632 schwedischer Obrist.

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Markgräfin Eleonora von Baden-Durlach
Geburtsname: Gräfin Eleonora von Solms-Laubach

geb. 1605
gest. 1633
Anm.: Tochter des Grafen Albrecht Otto I. von Solms-Laubach (1576-1610); seit 1627 Ehe mit Markgraf Friedrich V. von Baden-Durlach (1594-1659).

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Markgraf Ernst Friedrich von Baden-Durlach

geb. 1560
gest. 1604
Anm.: Ältester Sohn Markgraf Karls II. von Baden Durlach (1529-1577); 1583 Einrichtung des Gymnasium Ernestinum in Durlach, nach der vormundschaftlichen Regierung 1584 Landesteilung mit den beiden Brüdern und Regierungsantritt im nördlichen Teil der Markgrafschaft Baden-Durlach mit den Hauptorten Durlach und Pforzheim; 1594 Besetzung der völlig überschuldeten Markgrafschaft Baden-Baden, daraus resultierende Konflikte mit dem Kaiser; 1594 Mitbegründer des protestantischen Heilbronner Bündnisses (Vorläufer der protestantischen Union); 1599 formeller Übertritt vom lutherischen zum reformierten Bekenntnis, damit verbundene konfessionelle Konflikte vor allem mit der Stadt Pforzheim. Er starb kinderlos, Bruder Georg Friedrich (1573-1638) vereinigte alle Durlacher Landesteile.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Markgraf Friedrich V. von Baden-Durlach

geb. 1594
gest. 1659
Anm.: Sohn des Markgrafen Georg Friedrich von Baden-Durlach (1573-1638); ab 1622 regierender Markgraf von Baden-Durlach; 1634-1649 abgesetzt und Leben im Exil; seit 1632 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verwandte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Markgraf Friedrich VI. von Baden-Durlach

geb. 1617
gest. 1677
Anm.: Sohn des Markgrafen Friedrich V. von Baden-Durlach (1594-1659); schwedischer General (1655) und Generalfeldmarschall (1656); ab 1659 regierender Markgraf von Baden-Durlach; seit 1674 Reichsgeneralfeldmarschall; ab 1676 auch kaiserlicher Feldmarschall.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach

geb. 1573
gest. 1638
Anm.: Sohn des Markgrafen Karl II. von Baden-Durlach (1529-1577); ab 1604 regierender Markgraf von Baden-Durlach; General der Protestantischen Union; 1621/22 antikaiserlicher Feldherr; 1622 Abdankung zugunsten seines Sohnes Friedrich V. (1594-1659); 1627 dänischer Generalleutnant; seit 1634 Exil in Straßburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Markgraf Karl von Baden-Durlach

geb. 1598
gest. 1625
Anm.: Sohn des Markgrafen Georg Friedrich von Baden-Durlach (1573-1638); Rittmeister (1619) und Obrist (1620/21) im Unionsheer; 1622 badisch-durlachischer Obrist; 1623 Obrist unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); 1625 Kampf für die Franzosen im Veltlin; vgl. Johann Christian Sachs: Einleitung in die Geschichte der Marggravschaft und des marggrävlichen altfürstlichen Hauses Baden, 4. Teil, Karlsruhe 1770, S. 493-498.

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Markgraf Karl Magnus von Baden-Durlach

geb. 1621
gest. 1658
Anm.: Sohn des Markgrafen Friedrich V. von Baden-Durlach (1594-1659); schwedischer Rittmeister (1640), Obristleutnant (1641), Obrist (1644-1649 und seit 1655) sowie Generalleutnant (1655).

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Markgräfin Sibylla von Baden-Durlach

geb. 1622
gest. 1639
Anm.: Tochter des Markgrafen Friedrich V. von Baden-Durlach (1594-1659).
Alessandro Badoèr

Anm.: Venezianischer Patrizier; 1622/23 Podestà (Amtmann) von Monselice.
Christian Bär

Anm.: Um 1635 Untertan des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Hans Bär

Anm.: Um 1633 vermutlich anhaltisch-bernburgischer Untertan und Pferdehalter.
Baglioni, Familie

Anm.: Oberitalienisches Adelsgeschlecht aus Perugia.

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Malatesta Baglioni
Bischof Malatesta von Pesaro
Bischof Malatesta von Assisi

geb. 1581
gest. 1648
Anm.: Sohn des Gianpaolo Baglioni (1552-1608); 1612-1641 Bischof von Pesaro; 1634-1639 Apostolischer Nuntius am Wiener Kaiserhof; seit 1641 Bischof von Assisi.
Orazio Baglioni

geb. 1582
gest. 1617
Anm.: Sohn des Gianpaolo Baglioni (1552-1608); zuletzt venezianischer General.
Everardus Balck

geb. 1590
gest. 1628
Anm.: Geboren in Deventer; Promotion zum Dr. jur. an der Akademie in Bourges; 1625/26 außerordentlicher Juraprofessor sowie seit 1626 ordentlicher Professor für Jura und Ethik (Philosophia practica) am Gymnasium Illustre Harderwijk.
Alois Baldiron

gest. 1632
Anm.: Geboren im Trentino; ab 1596 in habsburgischen Kriegsdiensten; 1621/22 Oberbefehlshaber der habsburgischen Truppen während der Bündner Wirren und des Prättigauer Aufstandes; 1623/24 und seit 1630 kaiserlicher Obrist; 1630 Erhebung in der Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Balthasar (1) N. N.

Anm.: Alter Jagdknecht des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg, der 1636 vom Luthertum zum Calvinismus konvertierte.
Balthasar (2) N. N.

Anm.: Bis 1630 Lakai des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg.
Balthasar (3) N. N.

Anm.: 1630-1634 und erneut seit 1637 Bereiter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Joost Banckert
Joost van Trappen

geb. ca. 1597/99
gest. 1647
Anm.: Sohn des Marinekapitäns Michiel van Trappen, genannt Banckert; 1624 niederländischer Marinekapitän; Kapitän (1624-1636) und Vizeadmiral (1628) der Niederländischen Westindien-Kompanie; seit 1636 erneut in Marinediensten als Konteradmiral (1637) und Vizeadmiral (1637/38); Kapitän (1645) und Vizeadmiral (1646/47) der Niederländischen Westindien-Kompanie.
Graf Gustaf Adam Banér
Der "tolle" Banér

geb. 1624
gest. 1681
Anm.: Sohn des Johan Banér (1596-1641); ab 1653 königlicher Kämmerer; später Obrist der Garde, Stallmeister und Geheimer Rat; seit 1674 Präsident des Kriegsrats; ab 1678 Generalgouverneur von Ingermanland und Kexholms; 1651 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johan Banér

geb. 1596
gest. 1641
Anm.: Sohn des Gustaf Axelsson Banér (1547-1600); schwedischer Obrist (1621), Generalmajor (1623), General der Infanterie (1630) sowie Feldmarschall im Nieder- und Obersächsischen Reichskreis (1634); ab 1630 Reichsrat; seit 1634 Oberbefehlsshaber der schwedischen Armee in Deutschland; ab 1638 zugleich Generalgouverneur in Pommern; seit 1633 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Haltende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Elisabeth Juliana Banér
Gräfin Elisabeth Juliana von Löwenstein
Geburtsname: Gräfin Elisabeth Juliana von Erbach

geb. 1600
gest. 1640
Anm.: Tochter des Grafen Georg von Erbach (1548-1605/08); 1620-1633 erste Ehe mit Graf Georg Ludwig von Löwenstein-Scharfeneck (1587-1633); seit 1636 zweite Ehe mit Johan Banér (1596-1641).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Katharina Elisabeth Banér
Geburtsname: Katharina Elisabeth von Pfuel

geb. 1598
gest. 1636
Anm.: Tochter des Adam von Pfuel (1562-1626); seit 1623 Ehe mit Johan Banér (1596-1641).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Claus Banse

Anm.: Um 1628 Hausbesitzer in Ballenstedt.
Johann Banse d. J.

Anm.: Bernburger Bürger und Sattelhofbesitzer; 1628 und 1631 Bürgermeister der Talstadt Bernburg.
François de Baradas

geb. 1602
gest. 1684
Anm.: Burgundischer Adliger; 1624-1626 Favorit des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); Aufstieg vom Pagen der Petite Écurie zum Premier Écuyer, Premier gentilhomme de la Chambre du Roi (1626/27), Schlosshauptmann von Saint-Germain-en-Laye und Lieutenant du roi in der Champagne.
Barbara N. N.

geb. 1629
Anm.: In Kempten geborenes Mädchen, das in seinem Geburtsjahr an verschiedenen Stellen des ganzen Körpers behaart gewesen sein soll.
Agostino Barbarigo

geb. 1516
gest. 1571
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Giovanni Barbarigo; 1554-1557 Botschafter der Republik Venedig in Frankreich; 1561-1564 Luogotenente (Gouverneur) von Friaul; 1564-1567 Capitano (Stadthauptmann) von Padua; seit 1570 Admiral (capitano generale da mar) der venezianischen Kriegsflotte.
N. N. Barbaro

Anm.: Venezianischer Patrizier, der 1623 für das Amt des Dogen kandidiert haben soll.
Antonio Barberini
Bischof Antonio von Frascati
Erzbischof Antonius von Reims
Bischof Antonio von Palestrina

geb. 1608
gest. 1671
Anm.: Sohn des Carlo Barberini (1562-1630) und Neffe von Papst Urban VIII. (1568-1644); ab 1627 Kardinal; 1628-1632 Präfekt der Apostolischen Signatur; seit 1632 Präfekt der Glaubenskongregation; ab 1638 Kämmerer der Römischen Kirche; seit 1653 Großalmosenier von Frankreich; 1655–1661 Bischof von Frascati; ab 1657 Erzbischof von Reims und Pair de France; seit 1661 Bischof von Palestrina.

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Antonio Marcello Barberini
Bischof Antonio Marcello von Senigallia

geb. 1569
gest. 1646
Anm.: Sohn des Antonio Barberini (gest. 1571) und Bruder von Papst Urban VIII. (1568-1644); ab 1624 Kardinal; 1625-1628 Bischof von Senigallia; 1629-1633 römischer Großinquisitor; seit 1633 Bibliothekar und Großpönitentiar der Römischen Kirche.

Weiterführende Informationen in VIAF
Carlo Barberini
Duca Carlo di Monterotondo

geb. 1562
gest. 1630
Anm.: Sohn des Antonio Barberini (gest. 1571) und Bruder von Papst Urban VIII. (1568-1644); Generalleutnant der päpstlichen Armee; ab 1623 Gonfaloniere der Heiligen Römischen Kirche; seit 1627 Duca di Monterotondo.

Weiterführende Informationen in VIAF
Francesco Barberini
Bischof Francesco von Sabina
Bischof Francesco von Ostia (e Velletri)

geb. 1597
gest. 1679
Anm.: Sohn des Carlo Barberini (1562-1630); Neffe und 1623-1644 Kardinalnepot von Papst Urban VIII. (1568-1644); ab 1633 römischer Großinquisitor; seit 1645 Bischof von Sabina; ab 1666 Bischof von Ostia (e Velletri).

Weiterführende Informationen in VIAF
Taddeo Barberini
Principe Taddeo di Palestrina

geb. 1603
gest. 1647
Anm.: Sohn des Carlo Barberini (1562-1630) und Neffe von Papst Urban VIII. (1568-1644); ab 1627 Principe di Palestrina; 1631-1644 Präfekt von Rom; 1639-1644 Gonfaloniere der Römischen Kirche; 1641-1644 Befehlshaber der päpstlichen Armee.

Weiterführende Informationen in VIAF
Marchese Giulio Barbolani di Montauto
Conte Giulio di Montauto

geb. ca. 1585
gest. 1641
Anm.: Sohn des Bartolomeo Barbolani di Montauto (gest. 1599); ab 1618 toskanischer Admiral gegen die Barbareskenkorsaren; seit 1620 kaiserlicher Hofkriegsrat und Kämmerer; 1621-1623 und ab 1635 Festungskommandant von Livorno; seit 1630 Conte di Montauto; 1635 Erhebung in den Markgrafenstand.
Marchese Montauto Barbolani di Montauto

geb. ca. 1590
gest. 1664
Anm.: Sohn des Bartolomeo Barbolani di Montauto (gest. 1599); 1608-1612 und seit 1623 kaiserlicher Kämmerer; auch kaiserlicher Obrist; 1635 Erhebung in den Markgrafenstand.
Barby, Familie
Grafen von Barby und Mühlingen

Anm.: Mitteldeutsches Reichsgrafengeschlecht.
Graf Albrecht Friedrich von Barby und Mühlingen

geb. 1597
gest. 1641
Anm.: Sohn des Grafen Jost von Barby und Mühlingen (1544-1609); ab 1609 gemeinschaftliche Regierung mit seinem jüngeren Bruder Jost Günther (1598-1651); seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Dienliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Jost Günther von Barby und Mühlingen

geb. 1598
gest. 1651
Anm.: Sohn des Grafen Jost von Barby und Mühlingen (1544-1609); 1609-1641 gemeinschaftliche Regierung mit seinem älteren Bruder Albrecht Friedrich (1597-1641), danach Vormundschaft über dessen Sohn August Ludwig (1639-1659); seit 1632 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Güldene").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Gräfin Sophia von Barby und Mühlingen
Geburtsname: Gräfin Sophia von Schwarzburg-Rudolstadt

geb. 1579
gest. 1630
Anm.: Tochter des Grafen Albrecht VII. von Schwarzburg-Rudolstadt (1537-1605); 1595-1609 Ehe mit Graf Jost von Barby und Mühlingen (1544-1609).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gräfin Sophia Ursula von Barby und Mühlingen
Geburtsname: Gräfin Sophia Ursula von Oldenburg-Delmenhorst

geb. 1601
gest. 1642
Anm.: Tochter des Grafen Anton II. von Oldenburg-Delmenhorst (1550-1619); 1633-1641 Ehe mit Graf Albrecht Friedrich Barby und Mühlingen (1597-1641).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Wolfgang von Barby und Mühlingen

geb. 1502
gest. 1565
Anm.: Sohn des Grafen Burkhard von Barby und Mühlingen (gest. 1505); seit 1535 regierender Graf von Barby und Mühlingen; zudem langjähriger kursächsischer Geheimer Rat.
Hermann Barnemann

Anm.: Um 1628 Hausbesitzer in Ballenstedt.
N. N. Barozzi

Anm.: Venezianischer Patrizier; um 1623 Olivetanermönch im Eremo del Monte Rua.
N. N. Bartfeldt

Anm.: Um 1629 kaiserlicher Fähnrich.
Leonhard Bartholdus

gest. 1629
Anm.: Geboren in Amberg; Theologiestudium in Altdorf (1599), Leipzig (1602) und Wittenberg (1603); 1603 Magister; 1604 Diakon in Kemnath; 1606-1626 Spitalprediger in Amberg; 1626 Emigration aus der Oberpfalz; seit 1626 Pfarrer in Kleinpaschleben.
Tilman Barwasser

geb. 1592
gest. 1643
Anm.: Bürger, Goldschmied und Juwelier in Leipzig.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Franz von Barwitz
Johann Franz von Fernemont

geb. 1597
gest. 1676
Anm.: Sohn des Johann Anton von Barwitz; kaiserlicher Obristleutnant (1627), Obrist (1630-1643 und 1645-1650), Generalwachtmeister (1640) und Generalfeldzeugmeister (1642); spätestens seit 1655 auch Hofkriegsrat; 1623 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kristoffer Basse

Anm.: Dänischer Adliger; Herr auf Sørup und Urup; königlicher Amtmann auf den Schlössern Frederiksborg und Abrahamstrup (1614-1623) sowie Kronborg (1619-1623).
François de Bassompierre
Marquis François de Haroué

geb. 1579
gest. 1646
Anm.: Sohn des lothringischen Adligen Christophe de Bassompierre (1547-1596); 1603 Teilnahme am Langen Türkenkrieg; 1621-1629 in französischen Kriegsdiensten gegen die Hugenotten als Maréchal de camp (1621) und Maréchal de France (1622); diplomatische Missionen in Spanien (1621), der Schweiz (1625) und England (1626); 1631-1643 in Haft als Gegner des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1623 Marquis d'Haroué.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Bastian N. N.

Anm.: Um 1631 Bereiter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Graf Adam Batthyány
Batthyány Ádám

geb. 1609
gest. 1659
Anm.: Sohn des Franz Batthyány (1577-1625); 1629 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1630 kaiserlicher Kämmerer; seit 1640 Generalkapitän für die Gebiete in Ungarn diesseits der Donau; 1630 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Giovanni Battista
Johann Baptista

gest. 1630
Anm.: Italienischer Abstammung; um 1630 Rittmeister in kaiserlichen Diensten; im selben Jahr Übertritt in schwedische Dienste und Beteiligung an einem Hinterhalt gegen Gustav II. Adolph von Schweden, wofür er hingerichtet wurde.
Hans Michael de Bauby

Anm.: Um 1628 kaiserlicher Leutnant.
Wolf Heinrich von Baudissin

geb. 1597
gest. 1646
Anm.: Sohn des Christoph von Baudissin (gest. 1618); 1615 venezianischer Leutnant; 1620 Teilnahme an der Schlacht am Weißen Berg als böhmisch-kurpfälzischer Rittmeister; 1625-1627 dänischer Reiterobrist; schwedischer Obrist (1628-1633) und Generalleutnant (1631-1633); 1635/36 kursächsischer Generalleutnant; seit 1641 polnischer Gesandter in Kopenhagen.

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Nicolas de Baugy

geb. 1574
gest. 1641
Anm.: Sohn des André de Baugy; ab 1602 königlicher Maître d'hôtel; französischer Resident am Kaiserhof (1600-1624) und in Brüssel (1624-1626); Botschafter bei den Generalstaaten (1628-1634); seit 1635 Conseiller d'Etat und Conseiller du conseil privé.
Jakob Bauhof

Anm.: Um 1631 kaiserlicher Kriegskommissar.
Friedrich von Baur
Friedrich von Bawyr

geb. ca. 1600
gest. 1667
Anm.: Sohn des Christoph von Baur (1561-1650); bis 1641 schwedischer Kriegskommissar, Obristleutnant und Obrist (1636-1640); 1642-1645 Generalmajor in dänischen und schleswig-holsteinisch-gottorfischen Diensten; zuletzt kurbrandenburgischer Generalleutnant (1654-1661) und Kriegsrat (1656-1661); seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Strenge").

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Johann Christoph von Baur
Johann Christoph von Bawyr

geb. ca. 1598
gest. 1676
Anm.: Sohn des Christoph von Baur (1561-1650); bis 1635 Rat und Stallmeister des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); 1631-1635 zugleich schwedischer Kriegskommissar und Oberhauptmann in den Stiften Magdeburg und Halberstadt; später kurpfälzischer Generalkommissar und Geheimer Rat; seit 1626 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wärmende").

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Guillaume de Bautru
Comte Guillaume de Serrant

geb. 1588
gest. 1665
Anm.: Sohn des Guillaume de Bautru; französischer Diplomat und Schriftsteller; zunächst militärische Laufbahn bis zum Maître de camp (1622); diplomatische Missionen nach Spanien, England und Savoyen; ab 1631 Introducteur des ambassadeurs chez le roi; später Conseiller d'État; 1634 Gründungsmitglied der Académie Française; seit 1636 Comte de Serrant.

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Bayern, Haus
Herzöge von Bayern
Kurfürsten von Bayern

Anm.: Seit 1180 reichsfürstliche Dynastie der Wittelsbacher.

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Herzog Albrecht von Bayern
Landgraf Albrecht von Leuchtenberg

geb. 1584
gest. 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1646 Regent der Landgrafschaft Leuchtenberg durch seit 1636 bestehende Lehnsanwartschaft über seine Gemahlin Mechthilde von Leuchtenberg (1588–1634), der Tante des letzten Landgrafen Maximilian Adam (1611-1646); 1651-1654 Kuradministrator von Bayern.

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Herzog Albrecht V. von Bayern

geb. 1528
gest. 1579
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm IV. von Bayern (1493-1550); ab 1550 regierender Herzog von Bayern; seit 1546 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Herzogin Anna von Bayern
Geburtsname: Erzherzogin Anna von Österreich

geb. 1528
gest. 1590
Anm.: Tochter von Kaiser Ferdinand I. (1503-1564); 1546-1579 Ehe mit Herzog Albrecht V. von Bayern (1528-1579).

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Herzog Christoph von Bayern

geb. 1449
gest. 1493
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht III. von Bayern (1401-1460); 1476/77 Kriegsdienst für König Matthias I. Corvinus von Ungarn (1443-1490).

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Herzog Ernst von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Ernst von Köln
Bischof Ernst von Münster
Bischof Ernst von Lüttich
Bischof Ernst von Hildesheim
Bischof Ernst von Freising

geb. 1554
gest. 1612
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht V. von Bayern (1528-1579); Bischof von Freising (ab 1566), Hildesheim (seit 1573) und Lüttich (ab 1581); seit 1583 Erzbischof und Kurfürst von Köln; ab 1584 auch Bischof von Münster.

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Herzogin bzw. Kurfürstin Elisabeth (Renata) von Bayern
Geburtsname: Herzogin Elisabeth (Renata) von Lothringen

geb. 1574
gest. 1635
Anm.: Tochter des Herzogs Karl III. von Lothringen (1543-1608); seit 1595 Ehe mit Herzog bzw. Kurfürst Maximilian I. von Bayern (1573-1651).

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Herzog Ferdinand (1) von Bayern

geb. 1550
gest. 1608
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); aus seiner morganatischen Ehe mit Maria von Pettenbeck (1574-1619) ging 1602 die Wittelsbacher-Seitenlinie der Grafen von Wartenberg hervor.

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Herzog Ferdinand (2) von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Ferdinand von Köln
Bischof Ferdinand von Lüttich
Bischof Ferdinand von Hildesheim
Bischof Ferdinand von Münster
Bischof Ferdinand von Paderborn

geb. 1577
gest. 1650
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1612 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Lüttich, Hildesheim und Münster; seit 1618 auch Bischof von Paderborn.

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Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern

geb. 1636
gest. 1679
Anm.: Sohn des Kurfürsten Maximilian I. von Bayern (1573-1651); seit 1651 Kurfürst von Bayern (bis 1654 unter der Regentschaft seiner Mutter Maria Anna (1610-1665) und des Kuradministrators Herzog Albrecht von Bayern).

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Herzog Karl Johann Franz von Bayern

geb. 1618
gest. 1640
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht von Bayern (1584-1666).

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Herzog Ludwig V. von Bayern
Markgraf Ludwig I. von Brandenburg
Graf Ludwig I. von Tirol

geb. 1315
gest. 1361
Anm.: Sohn von Kaiser Ludwig IV. (1281/82-1347); 1323-1351 Markgraf von Brandenburg; ab 1342 Graf von Tirol; 1347-1349 Herzog von Bayern; seit 1349 Herzog von Oberbayern.

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Herzogin Margaretha (Maultasch) von Bayern
Markgräfin Margaretha (Maultasch) von Brandenburg
Gräfin Margaretha (Maultasch) von Tirol
Margaretha (Maultasch) von Luxemburg
Geburtsname: Herzogin Margaretha (Maultasch) von Kärnten und Krain

geb. 1318
gest. 1369
Anm.: Tochter des Herzogs Heinrich von Kärnten und Krain (1265-1335); 1330-1341 erste Ehe mit Johann Heinrich von Luxemburg (1322-1375); seit 1335 Erbgräfin von Tirol; 1342-1361 zweite Ehe mit Markgraf Ludwig I. von Brandenburg, später Herzog Ludwig V. von Bayern (1315-1361).

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Kurfürstin Maria Anna von Bayern
Geburtsname: Erzherzogin Maria Anna von Österreich

geb. 1610
gest. 1665
Anm.: Tochter des Erzherzogs Ferdinand II. von (Inner-)Österreich (1578-1637); 1635-1651 Ehe mit Kurfürst Maximilian I. von Bayern (1573-1651).

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Kurfürst Maximilian I. von Bayern
Herzog Maximilian I. von Bayern

geb. 1573
gest. 1651
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1597 regierender Herzog von Bayern; Oberhaupt der 1609 gegründeten Katholischen Liga; 1623 Verleihung der (ehemals Pfälzer) Kurwürde durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637), endgültig bestätigt im Westfälischen Frieden; seit 1600 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Herzog Odilo von Bayern

geb. vor 700
gest. 748
Anm.: Sohn des alamannischen Herzogs Gottfried (gest. 709) aus dem Haus der Agilolfinger; seit 736 regierender Herzog von Bayern.

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Herzog Otto I. von Bayern
Pfalzgraf Otto V. von Bayern

geb. ca. 1117/20
gest. 1183
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Otto IV. von Bayern (gest. 1156); ab 1156 regierender Pfalzgraf und seit 1180 erster Herzog von Bayern.

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Herzogin Renata von Bayern
Geburtsname: Herzogin Renata von Lothringen

geb. 1544
gest. 1602
Anm.: Tochter des Herzogs Franz I. von Lothringen (1517-1545); seit 1568 Ehe mit Herzog Wilhelm V. von Bayern (1548-1626).

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Herzog Theodo I. von Bayern

geb. vor 630
gest. 680
Anm.: Angehöriger der Dynastie der Agilolfinger; seit ca. 640 regierender Herzog von Bayern.

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Wilhelm von Bayern
Wilhelm von Höllinghofen
Abt Wilhelm von Stablo-Malmedy

geb. 1587/90
gest. 1657
Anm.: Unehelicher Sohn des Kurfürsten Ernst von Köln (1554-1612); 1600 väterliche Legitimisierung; 1618-1624 Landdrost des Herzogtums Westphalen; ab 1629 Oberstkämmerer und Geheimer Rat des Kurfürsten Ferdinand von Köln (1577-1650); seit 1636 Koadjutor des Klosters Stablo; ab 1650 Abt des reichsunmittelbaren Doppelklosters Stablo-Malmedy; 1610 Erhebung in den Freiherrenstand.

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Herzog Wilhelm V. von Bayern

geb. 1548
gest. 1626
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht V. von Bayern (1528-1579); 1579-1597 regierender Herzog von Bayern (Abdankung zugunsten seines ältesten Sohnes Maximilian I.); seit 1585 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Herzog Ludwig VII. von Bayern-Ingolstadt

geb. 1368
gest. 1447
Anm.: Sohn des Herzogs Stephan III. von Bayern (gest. 1413); seit 1413 regierender Herzog von Bayern-Ingolstadt.

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Bayram Pascha

gest. 1638
Anm.: 1626-1628 Gouverneur von Ägypten; ab 1628 Wesir; seit 1637 Großwesir des Osmanischen Reiches.
René Bays

Anm.: Um 1628/34 Kaufmann in Lyon.
Álvaro de Bazán y Benavides
Marqués Álvaro de Santa Cruz de Mudela
Marqués Álvaro del Viso

geb. 1571
gest. 1646
Anm.: Sohn des Álvaro de Bazán y Guzmán, Marqués de Santa Cruz de Mudela (1526-1588); ab 1598 Marqués de Santa Cruz de Mudela; seit 1611 Marqués del Viso; spanischer Admiral und General; 1630-1631 Gouverneur des Herzogtums Mailand; Kriegs- und Staatsrat sowie Kämmerer des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); Hofmarschall der Königin Elisabeth von Spanien (1602-1644).
Martin Becanus
Martin Verbeeck
Martin van der Beeck
Martin Schellekens

geb. 1563
gest. 1624
Anm.: Geboren in Hilvarenbeek (Nordbrabant); seit 1583 Jesuit; zunächst Lehrer für Philosophie an der Universität Köln, danach 22 Jahre für Theologie an den Universitäten Würzburg, Mainz und Wien; 1620-1623 Beichtvater von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637).

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Eduard Becker

geb. 1577
gest. 1639
Anm.: Sohn des Leipziger Kaufmanns Aegidius Becker (gest. 1589); Kaufmannslehre in Köln; danach Kaufmann in Leipzig; seit 1624 Ratsherr.

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Christian Beckmann

geb. 1580
gest. 1648
Anm.: Sohn des Zscheppliner Pfarrers Andreas Beckmann (gest. 1612); ab 1599 Studium der Theologie in Leipzig, Wittenberg und Jena; 1604 Promotion zum Mag. phil. an der Universität Leipzig; Schulrektor in Naumburg (1608-1612), Mühlhausen (1612-1615) und Amberg (1615-1625); 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1625-1627 Schulrektor in Bernburg; seit 1627 Pfarrer an der Nikolaikirche sowie Superintendent und Professor für Theologie am Gymnasium illustre in Zerbst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Philipp Beckmann

geb. ca. 1592
gest. 1666
Anm.: Sohn des Zscheppliner Pfarrers Andreas Beckmann (gest. 1612); 1620-1625 Pfarrer in Kirchenthumbach; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Radisleben; 1638-1644 Superintendent in Coswig/Anhalt; seit 1645 Pfarrer in Quellendorf; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 212.
N. N. Begker

Anm.: Um 1633 schwedischer Obrist.
Christoph Behaim

geb. 1562
gest. 1624
Anm.: Sohn des Nürnberger Patriziers Paul Behaim (1519-1568); ab 1590 Genannter im Großen Rat, seit 1595 Alter Genannter im Kleinen Rat, ab 1600 jüngerer Bürgermeister, seit 1612 älterer Bürgermeister und ab 1622 Älterer Herr der Reichsstadt Nürnberg; vgl. Peter Fleischmann: Rat und Patriziat in Nürnberg, Bd. 2, Nürnberg 2008, S. 328f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Lukas Friedrich Behaim

geb. 1587
gest. 1648
Anm.: Sohn des Paul Behaim (1557-1621); ab 1614 Schöffe am Bauerngericht, seit 1622 Alter Genannter des Rats, ab 1625 jüngerer Bürgermeister und seit 1642 Älterer Herr der Reichsstadt Nürnberg; ca. 1619-1621 politischer Ratgeber des böhmischen "Winterkönigs" Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); vgl. Peter Fleischmann: Rat und Patriziat in Nürnberg, Bd. 2, Nürnberg 2008, S. 329f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Johann Friedrich Behr

geb. 1605
gest. 1645
Anm.: Sohn des lüneburgischen Adligen Dietrich Behr (1575-1632); seit 1622 Domherr in Magdeburg; danach bis 1628 auf Kavalierstour; 1623 Assessor der deutschen Nation an der Juristenfakultät in Padua; vgl. Johannes Fürsen: Timenda Et Tremenda salutis operatio [...], Bremen 1645, S. 57-96.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Hans Behtmann

gest. 1634
Anm.: Seit 1630 Bürgermeister von Hoym.
Roberto Francesco Romolo Bellarmino
Erzbischof Roberto Francesco Romolo von Capua

geb. 1542
gest. 1621
Anm.: Sohn des Montepulcianoer Patriziers Vincenzo Bellarmini; bedeutender katholischer Kontroverstheologe; ab 1560 Jesuit; Studium der Philosophie, Theologie und Astronomie in Rom (1560-1563), Florenz, Monreale, Padua (1567-1569) und Löwen (1569/70); 1570-1576 Dozent für Theologie an der Universität Löwen; 1576-1594 Professor für Apologetik und 1592-1594 Rektor am Collgium Romanum; 1594-1597 Leiter der Provinz Neapel des Jesuitenordens; seit 1599 Kardinal; 1602-1605 Erzbischof von Capua; 1617/18 Camerlengo del Collegio Cardinalizio.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. Bellegeois

Anm.: Um 1636 kursächsischer Hauptmann.
N. N. von Bemberg

Anm.: Angehöriger eines nicht ermittelten Adelsgeschlechts.
Joachim Christoph Benckendorf

geb. ca. 1600
gest. 1652
Anm.: Sohn des Prof. Martin Benckendorf (1545-1621) in Frankfurt/Oder; Studium in Frankfurt/Oder (1612) und Königsberg (1625); 1629 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Königsberg; seit 1646 kurbrandenburgischer Rat und Resident in Danzig.
Thomas Benckendorf

gest. vor 1665
Anm.: Sohn des Prof. Martin Benckendorf (1545-1621) in Frankfurt/Oder; 1623 Studium in Frankfurt/Oder; 1627/28 Kammer- und Küchenschreiber, seit 1628 Kammerschreiber und Kammerdiener sowie 1635-1647 Kammersekretär des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1637-1647 auch Amtmann von Bernburg; später kurbrandenburgischer Gerichtsverwalter in Wittstock.
Beneckendorff, Familie

Anm.: Märkisches und meißnisches Adelsgeschlecht.

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Benedetto Benedetti
Bischof Benedetto von Caorle

geb. ca. 1556
gest. 1629
Anm.: Venezianischer Patrizier; seit 1610 Bischof von Caorle.
Benedikt von Nursia

geb. ca. 480
gest. 547
Anm.: Gründer des Benediktinerordens; Heiliger.

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N. N. Benier

Anm.: Um 1627 Maler in Harderwijk, der sich als Adliger ausgab.
N. N. Benovius

Anm.: Verbreitete 1632 Prophezeiungen über einen Übertritt Wallensteins in schwedische Dienste und den baldigen Fall Wiens.
Bentheim, Familie
Grafen von Bentheim

Anm.: Nordwestdeutsches Reichsgrafengeschlecht.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Gräfin Anna Amalia von Bentheim und Steinfurt
Geburtsname: Gräfin Anna Amalia von Isenburg-Büdingen

geb. 1591
gest. 1667
Anm.: Tochter des Grafen Wolfgang Ernst I. von Isenburg-Büdingen (1560-1633); 1608-1643 Ehe mit Graf Arnold Jobst von Bentheim und Steinfurt (1580-1643).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Arnold Jobst von Bentheim und Steinfurt

geb. 1580
gest. 1643
Anm.: Sohn des Grafen Arnold von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); 1606-1610 gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Wilhelm Heinrich (1584-1632) regierender Graf von Bentheim und Steinfurt; 1610-1632 alleiniger Regent der Grafschaft Bentheim; seit 1632 alleinregierender Graf von Bentheim und Steinfurt.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Friedrich Ludolph von Bentheim-Alpen

geb. 1587
gest. 1629
Anm.: Sohn des Grafen Arnold IV. von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); ab 1606 Inhaber der Herrschaft Alpen; seit 1626 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ergetzende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Konrad Gumprecht von Bentheim-Limburg

geb. 1585
gest. 1618
Anm.: Sohn des Grafen Arnold IV. von Bentheim, Streinfurt und Tecklenburg (1554-1606); seit 1612 regierender Graf von Bentheim-Limburg.
Graf Wilhelm von Bentheim-Limburg

geb. 1617
gest. 1626
Anm.: Sohn des Grafen Konrad Gumprecht von Bentheim-Limburg (1585-1618).
Gräfin Magdalena von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg
Geburtsname: Gräfin Magdalena von Neuenahr-Alpen und Limburg

geb. 1551
gest. 1627
Anm.: Tochter des Grafen Gumprecht II. von Neuenahr-Alpen und Limburg (gest. 1555) und Großmutter Fürst Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1573-1606 Ehe mit Graf Arnold IV. von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606).
Gräfin Anna Elisabeth von Bentheim-Steinfurt
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Dessau

geb. 1598
gest. 1660
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1617-1632 Ehe mit Graf Wilhelm Heinrich von Bentheim-Steinfurt (1584-1632).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Wilhelm Heinrich von Bentheim-Steinfurt

geb. 1584
gest. 1632
Anm.: Sohn des Grafen Arnold von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); ab 1604 Domherr in Straßburg; 1606-1610 gemeinsam mit seinem älteren Bruder Arnold Jobst (1580-1643) regierender Graf von Bentheim und Steinfurt; seit 1610 alleiniger Regent der Grafschaft Steinfurt; ab 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kräftige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Adolph von Bentheim-Tecklenburg

geb. 1577
gest. 1623
Anm.: Sohn des Grafen Arnold IV. von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); seit 1606 regierender Graf von Bentheim-Tecklenburg und Herr von Rheda.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gräfin Johanna Dorothea von Bentheim-Tecklenburg-Limburg
Geburtsname: Fürstin Johanna Dorothea von Anhalt-Dessau

geb. 1612
gest. 1695
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1636 Ehe mit Graf Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg (1615-1674).
Philipp Heinrich von Benting
Philips Hendrik van Bentinck

geb. 1595
gest. 1653
Anm.: Sohn des Maarten van Bentinck zu Lewenborg (gest. 1625); pfälzisch-neuburgischer Hof- und Oberjägermeister; 1623 Amtmann von Düren und Nörvenich.
N. N. von Berbisdorff

gest. 1629
Anm.: Meißnisch-böhmischer Adliger; zuletzt Kammerherr des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) im niederländischen Exil.
Friedrich von Berbisdorff

geb. 1608
gest. 1684
Anm.: Sohn des Sebastian von Berbisdorff; 1629-1631 in kaiserlichen, 1632-1635 und erneut 1636 in kursächsischen Kriegsdiensten; 1636/37 schwedischer Kriegsgefangener; ab 1642 Domkapitular zu Naumburg; seit 1648 Stiftsrat bei der Zeitzer Regierung; 1651 Wahl zum Naumburger Domdechanten; ab 1662 Appellationsrat in Dresden und Hauptmann des Vogtländischen Kreises; seit 1681 kursächsischer Geheimer Rat; vgl. Johann Zader: Der Erlöseten des Herrn frölicher Hin- und Einzug in das him[m]lische Zion [...], Zeitz 1684, S. 40-51.
Wemberich van Berchem

geb. 1581
gest. 1653
Anm.: Geboren in Doesburg; um 1607 im Dienst der Niederländischen Ostindien-Kompanie; niederländischer Kapitän eines Kriegsschiffes (1621) und Vizeadmiral (1628).

Weiterführende Informationen in VIAF
Johann Jakob Berchtold von Ungarschitz

geb. ca. 1585
gest. 1641
Anm.: Sohn des Matthias Berchtold; Dr. jur.; ab 1618 niederösterreichischer Regimentsrat; ab 1623 Rat und seit 1627 Direktor der Hofkammer; 1633 Erhebung in den Freiherrenstand.
Maximilian Berchtold von Sachsengang

Anm.: Sohn des kaiserlichen Rats Johann Baptist Berchtold; bereits um 1602 kaiserlicher Rat und Vizedom von Österreich unter der Ems; seit 1606 Hofkammerrat; auch niederösterreichischer Regimentsrat; 1621 kaiserlicher Kommissar für den in Wiener Neustadt inhaftierten Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg.
N. N. von Berenburg

Anm.: Um 1636 Hofjunker in Altenburg.
Johann von Berge
Johann von Bergen

Anm.: Um 1637/42 Sekretär des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653), 1642/49 fürstlich-anhaltischer Obereinnehmer.
Martin Berger

Anm.: Um 1628 Hausbesitzer in Ballenstedt.
Graf Hendrik van den Bergh
Markgraf Hendrik von Bergen op Zoom

geb. 1573
gest. 1638
Anm.: Sohn des Grafen Willem IV. van den Bergh (1537-1586); spanischer General und Statthalter von Obergeldern (Opper-Gelre); in den 1630er Jahren Anführer einer antispanischen Bewegung in den südlichen katholischen Niederlanden; seit 1632 niederländischer Obrist.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gräfin Hieronyma Katharina van den Bergh
Markgräfin Hieronyma Katharina von Bergen op Zoom
Geburtsname: Hieronyma Katharina von Spaur und Flavon

geb. 1600
gest. 1683
Anm.: Tochter des Georg Friedrich von Spaur und Flavon; 1629-1638 Ehe mit Graf Hendrik van den Bergh (1573-1638).
Johann Berghöfer

gest. 1636(?)
Anm.: Ab 1622 hessisch-kasselischer Rittmeister; 1626 Rittmeister unter Herzog Johann Ernst I. von Sachsen-Weimar (1594-1626); danach dänischer und hessisch-kasselischer Obrist; seit 1631 schwedischer Obrist.
Johann (Peter) Bergius

geb. 1587
gest. 1658
Anm.: Vater des Stettiner Stadtpredigers Konrad Bergius (1544-1592); Theologiestudium in Heidelberg und Straßburg; 1614-1617 außerordentlicher und 1617-1624 ordentlicher Professor der Theologie sowie 1619 Rektor der Universität Frankfurt/Oder; ab 1623 kurfürstlicher Hofprediger; seit 1637 Konsistorialrat in Berlin.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
N. N. van Bergk (1)

Anm.: Holländischer Adliger; um 1627 Drost von Twente.
N. N. van Bergk (2)

Anm.: Sohn des Twenter Drosten N. N. van Bergk (1); um 1627 kaiserlicher Fähnrich.
Friedrich von Bergk

gest. nach 1623
Anm.: Mitglied einer Antwerpener Exulantenfamilie, die ab 1569/70 in Nürnberg lebte; Nürnberger Kaufmann; seit 1620 Teilhaber der Imhoffschen Handelsgesellschaft; vgl. Gerhard Seibold: Die Imhoffsche Handelsgesellschaft in den Jahren 1579-1635, in: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 64 (1977), S. 207f.
Beringer

Anm.: Mönch; Schreiber und Miniaturmaler an der Hofschule des westfränkischen Königs und Kaisers Karl II. (823-877); um 870 zusammen mit Liuthard Verfasser des Codex Aureus von Sankt Emmeram.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. Berka von Duba
N. N. Berka z Dubé

Anm.: Böhmischer Adliger.
Christian Berka von Duba
Kristián Berka z Dubé
Christian Adersbach Berka von Duba
Kristián Adršpach Berka z Dubé

Anm.: Böhmischer Adliger; 1619 Gesandter der böhmischen Stände auf dem Frankfurter Wahltag; ca. 1620/21 Enteignung wegen Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand und Emigration aus Böhmen; bis 1632 Kammerherr des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632).

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Gottlob Berka von Duba
Bohuchval Berka z Dubé

gest. nach 1623
Anm.: Sohn des Alexander Albrecht Berka von Duba; Herr auf Weißwasser (Bělá), Hühnerwasser (Kuřívody) und Chiesch (Chyše); 1618-1620 Teilnahme am böhmischen Ständeaufstand; 1619/20 Oberstburggraf des Königreiches Böhmen; 1621 Todesurteil in Abwesenheit.

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N. N. Berkowsky
N. N. Beřkovský

Anm.: Vermutlich böhmischer Adliger (Beřkovský ze Šebířova); um 1636 Obristleutnant im schwedischen Regiment des Herzogs Franz Heinrich von Sachsen-Lauenburg (1604-1658).
Curt Ernst von Berlepsch

geb. 1588
gest. 1659
Anm.: Sohn des Curt Thilo von Berlepsch (1540-1589); Erbherr auf Roßla, Grossurleben, Thamsbrück und Eichenzell.

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Erich Volkmar von Berlepsch

geb. 1581
gest. 1641
Anm.: Sohn des Curt Thilo von Berlepsch (1540-1589); ab 1622 Erbherr auf Großurleben; seit 1620 Oberamtmann und später Vizekanzler der Niedergrafschaft Katzenelnbogen; in den 1630er Jahren schwedischer und kursächsischer Kriegskommissar; zudem gräflich-stolbergischer Amtmann von Roßla.
Bernard N. N.

Anm.: Gaukler, der Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg am 22. September 1632 im Traum erschien.
Johann Berndt

Anm.: 1629/30 vermutlich Kriegskassenverwalter des kaiserlichen Obristen Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632).
David Berner

Anm.: Um 1628 Bauer in Hoym.
Jakob Berner

Anm.: Um 1628 Bauer in Hoym.
N. N. Bernhardin (1)

Anm.: 1609/10 Leutnant der Leibgarde zu Fuß des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); um 1630 Hautpmann.
N. N. Bernhardin (2)

Anm.: Um 1636 kaiserlicher Obristleutnant.
Veit Bernhardt

Anm.: Um 1635 Wiener Kaufmann.
Johann Bernier

Anm.: Künstler, der eine Gedenktafel für den kaiserlichen Feldmarschall Graf Adolph von Schwarzenberg (1551-1600) in Raab (Győr) schuf.
N. N. Bernmann

Anm.: Bruder von Hans Bernmann.
Hans Bernmann

Anm.: Um 1628 vermutlich Untertan in Harzgerode.
Bertram N. N.

Anm.: Bis September 1631 Einspänniger des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach angeblich schwedischer Kornett.
Hans Jakob Beßerer

Anm.: Nürnberger Krämer.
Gabriel Bethlen
Bethlen Gábor
Fürst Gabriel von Siebenbürgen

geb. 1580
gest. 1629
Anm.: Sohn des ungarischen Reitergenerals Wolfgang Bethlen (gest. 1590); seit 1613 Fürst von Siebenbürgen; 1619-1626 Anführer eines antihabsburgischen Aufstandes im königlichen Ungarn; 1620/21 gewählter König von Ungarn.

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Stephan Bethlen
Bethlen István
Fürst Stephan von Siebenbürgen

geb. 1582
gest. 1648
Anm.: Sohn des ungarischen Reitergenerals Wolfgang Bethlen (gest. 1590); 1630 für 60 Tage Fürst von Siebenbürgen; 1636 Feldzug gegen seinen Nachfolger Georg Rákóczi (1593-1648) mit türkischer Unterstützung.

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Maximilien de Béthune
Duc Maximilien de Sully
Prince Maximilien d' Henrichemont et de Boisbelle
Marquis Maximilien de Nogent-le-Rotrou
Marquis Maximilien de Rosny

geb. 1559
gest. 1641
Anm.: Sohn des Hugenotten François de Béthune, Baron de Rosny (ca. 1532-1575); ab 1580 Kämmerer und später Rat des Königs Heinrich III. von Navarra (1553-1610); 1587-1591 Teilnahme an dessen Feldzügen; 1596-1598 französischer Conseiller aux Finances; 1598-1611 Surintendant des Finances; 1599-1610 Grand maître de l'artillerie de France; seit 1604 Gouverneur von Poitou; 1601-1611 Gouverneur de la Bastille; 1602-1610 Surintendant des fortifications; ab 1634 Maréchal de France; seit 1601 Marquis de Rosny; ab 1605 Prince souverain d'Henrichemont et de Boisbelle; seit 1606 Duc de Sully und Pair de France; ab 1624 Marquis de Nogent-le-Rotrou.

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N. N. Bette

Anm.: Unbekannte Person.
N. N. Betting

Anm.: Um 1626 Major in der Festung Doesburg.
Conte Gregorio della Bevilacqua-Minerbe

geb. 1589
gest. 1629
Anm.: Sohn des Conte Claudio della Bevilacqua-Minerbe (1558-1614); 1615 Capitano der venezianischen Kürassiere; 1619 Governatore della Banda Generale d'Armi della Gente in Verona.
Carsten Beyer

geb. 1574
gest. 1644
Anm.: Sohn des herzoglichen Sekretärs Georg Beyer (1522-1587) in Hadersleben; seit 1613 Bürgermeister in Flensburg (St. Marien).

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Francesco Biboni

gest. 1664
Anm.: Florentiner Adliger; seit ca. 1632 polnischer Resident am Wiener Kaiserhof.
Alessandro Bichi
Bischof Alessandro von Carpentras
Bischof Alessandro von Isola

geb. 1596
gest. 1657
Anm.: Sohn des Sienaer Patriziers Vincenzo Bichi; 1628-1630 Bischof von Isola; Apostolischer Nuntius in Neapel (1628-1630) und Paris (1630-1634); ab 1630 Bischof von Carpentras; seit 1633 Kardinal.

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Bieberstein, Familie
Bibersztajn, Familie
Biberštejn, Familie

Anm.: Ursprünglich meißnisches, später auch in Böhmen, den beiden Lausitzen und Schlesien begütertes Adelsgeschlecht.

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Lorenz Biedermann

gest. 1606
Anm.: Geboren in Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg und Basel; Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; ca. 1587-1603 gesamtanhaltischer Kanzler in Dessau; seit 1603 Inhaftierung wegen angeblicher Planung eines Mordanschlages auf Kurfürst Christian II. von Sachsen (1583-1611) bei Gräfenhainichen.

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Biedersee, Familie

Anm.: Anhaltisches Adelsgeschlecht.
N. N. von Biedersee

Anm.: Um 1628 junger Angehöriger des anhaltischen Adelsgeschlechts
Georg von Biedersee

gest. 1633
Anm.: Sohn des Georg von Biedersee; Erbherr auf Ilberstedt.
Matthias von Biedersee

Anm.: Sohn des Albrecht von Biedersee; Erbherr auf Ilberstedt; langjähriger Kriegskommissar des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1650 Aufseher über die Ämter des Teilfürstentums Anhalt-Köthen; seit 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Niederlegende").
Sten Svantesson Bielke

geb. 1598
gest. 1638
Anm.: Sohn des Svante Turesson Bielke (1567-1609); ab 1625 königlicher Kämmerer; 1631-1633 schwedischer Legat in Pommern; seit 1633 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern und schwedischer Reichsrat; ab 1636 Generallegat Schwedens im Heiligen Römischen Reich.

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Wilhelm Bien(n)er

geb. ca. 1590
gest. 1651
Anm.: Sohn des Christoph Bien(n)er, Beamter des Deutschen Ordens an der Komturei Kapfenburg bei Lauchheim; Rechtsstudium in Freiburg (Breisgau) und Ingolstadt; 1610 Promotion zum Dr. jur.; zunächst Marschall und Rat des Markgrafen Karl von Burgau (1560-1618); danach Kanzler des Bischofs von Freising; 1625-1630 kurbayerischer Kanzler in Amberg; 1630 Reichshofrat; 1630-1638 Tiroler Kanzler; 1638-1650 erzherzoglicher Hofkanzler in Innsbruck; 1651 Enthauptung wegen angeblicher Untreue.

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N. N. von Bierbaum

Anm.: Um 1622 Herr auf Rednitzhembach.
Marchesa Anna Biglia
Contessa Anna di Saronno, Gerola e Campalestro
Geburtsname: Anna Serbelloni

geb. ca. 1590
Anm.: Tochter des Alessandro Serbelloni, Conte di Dovera (1545-1605); Gemahlin des Antonio Biglia, Conte di Saronno, Gerola e Campalestro (ca. 1570/80-1643).
Marchese Antonio Biglia
Conte Antonio di Saronno, Gerola e Campalestro

geb. ca. 1570/80
gest. 1643
Anm.: Sohn des Baldassare Biglia, Conte di Saronno, Gerola e Campalestro (geb. ca. 1550); ab 1617 kaiserlicher Kämmerer; kaiserlicher Obrist (1620-1622 und 1632/33) und Generalfeldwachtmeister (1632); zudem spanisch-mailändischer General der Kavallerie; 1623 Erhebung in den Markgrafenstand.

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Bila, Familie

Anm.: Mitteldeutsches Adelsgeschlecht.
N. N. von Bila (1)

geb. ca. 1621/22
Anm.: Sohn des Christoph Sigmund von Bila (gest. vor 1628); seit 1629 Edelknabe der Schwestern des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
N. N. von Bila (2)
Geburtsname: N. N. von Röder

Anm.: 1636/37 Gemahlin des Hans Christian von Bila (1607-1637).
Christoph Sigmund von Bila

geb. ca. 1565
gest. nach 1620/vor 1628
Anm.: Sohn des kursächsischen Rates und Merseburger Stiftshauptmanns Heinrich von Bila (1535-1584); anhaltischer Rat; 1619-1623 braunschweigisch-cellescher Berghauptmann in Clausthal-Zellerfeld; Erbherr auf Reupzig und Primsdorf.

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Hans Christian von Bila

geb. 1607
gest. 1637
Anm.: Sohn des Christoph Sigmund von Bila (gest. vor 1628); Anfang 1630 königlich-schwedischer Hofjunker; seit 1633 Kammerjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg und dessen Kriegskommissar im Amt Ballenstedt.
Maria von Bila
Geburtsname: Maria von Krosigk

geb. ca. 1580
gest. nach 1633
Anm.: Tochter des Adolph von Krosigk; nach 1603 zweite Gemahlin des Christoph Sigmund von Bila (gest. vor 1628).
Nikolaus Bille
Nikolaus Gülle

Anm.: Um 1628 Bauer in Badeborn.
Hans Rudolph von Bindtauf

geb. 1593
gest. 1631
Anm.: Sohn des Adolph d. Ä. von Bindtauf; ab 1606 Spießjunge am kurfürstlichen Hof in Dresden; nach 1611 einige Jahre kurfürstlicher Edelknabe und Silberjunge; seit 1616 Erlernen des Kriegshandwerks in den Niederlanden; kaiserlicher Obristleutnant (1626) und Obrist (1631); ab 1631 kürsächsischer Obrist und Generalwachtmeister; vgl. Matthias Hoë von Hoënegg: Herrliches Lob/ und Fürtreffligkeit eines guten Namens [...], Dresden 1633, o. S.
Ludwig Wilhelm von Bindtauf

gest. 1637
Anm.: Sohn des Adolph d. Ä. von Bindtauf; Herr des freien Sattelhofes zu Kleinwülknitz.
Teodoro Binelli

Anm.: Staatssekretär des Duca Carlo Emanuele I di Savoia (1562-1630); savoyischer Abgesandter in Wien (ca. 1629-1631) und auf dem Regensburger Kurfürstentag (1630); danach Senator, Staatsrat und Presidente e Generale delle finanze di Piemonte; seit 1634 Presidente e Generale di finanze di Savoia.
N. N. von Birkholz

Anm.: Page der Fürstin Anna von Anhalt-Bernburg (1579-1624); um 1630 kaiserlicher Rittmeister.
Christoph von Bischofsheim

Anm.: Oberpfälzischer Adliger; Landsasse auf Pollanten; 1620/21 Pfleger von Helfenberg und Holnstein; 1627 Emigration aus der Oberpfalz.
Christoph von Bismarck

geb. 1583
gest. 1655
Anm.: Sohn des Pantaleon von Bismarck (1539-1604); Erbherr auf Briest, Krevese und Döbbelin; Domherr in Magdeburg; Mitverordneter des Engeren Ausschusses der kurmärkischen Landstände; seit 1626 kurbrandenburgischer Kriegskommissar der Altmark.

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Giovanmaria Bissini

Anm.: Um 1618/23 Florentiner Agent des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650).
Blasius N. N.

Anm.: Um 1630 Musketier des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg.
Charles de Blanchefort de Créquy
Duc Charles de Lesdiguières
Marquis Charles de Vizille et Treffort

geb. 1573
gest. 1638
Anm.: Sohn des Antoine de Blanchefort, Seigneur de Saint-Janvrin et Chrétienne d’Aguerre; ab 1594 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1600) und Maréchal de France (1622); seit 1610 Lieutenant-général der Dauphiné; außerordentlicher französischer Botschafter in Rom (1633) und Venedig (1634); ab 1626 Duc de Lesdiguières und Pair de France.

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Blandina N. N.

Anm.: Um 1633 Kinderfrau des Prinzen Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg (1632-1649).
Otto Ludwig von Blankart

gest. 1633
Anm.: Sohn des Arnold von Blankart zu Odenhausen; seit 1622 ligistischer Obrist; Gouverneur von Kaiserswerth; Vogt von Vilich; Amtmann von Rheindorf.
Johann von Blansdorf

Anm.: Vermutlich Sohn des Dresdner Bürgermeisters Johann von Blansdorf d. Ä. (Amtszeit 1589-1605); Herr auf Corbitz und Elbersdorf; um 1604 Studium in Altdorf; um 1630 kursächsischer Hofrat sowie Gesandter in Wien und auf dem Regensburger Kurfürstentag; später in Straßburg und Lyon.

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Johann Konrad Blarer von Geyersberg

Anm.: Pfälzischer Adliger; 1619 kurpfälzischer Gesandter bei der Frankfurter Kaiserwahl; seit ca. 1623 Hofmeister der Söhne des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) in Leiden; 1634 Abgesandter der Kurpfalz auf dem Frankfurter Konvent; 1649 kurpfälzischer Administrator des Klosters Limburg.
Johann Jakob Blarer von Wartensee
Propst Johann Jakob von Ellwangen

geb. ca. 1575
gest. 1654
Anm.: Sohn des Ellwanger Hofmeisters und Stadtvogts Diethelm Blarer von Wartensee (gest. 1629); ab 1600 Kapitular in Ellwangen; seit 1621 Propst der reichsunmittelbaren Propstei Ellwangen; 1631-1635 Exil in Bayern, Salzburg und Tirol.

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Kaspar Blarer von Wartensee

Anm.: Sohn des des Ellwanger Hofmeisters und Stadtvogts Diethelm Blarer von Wartensee (gest. 1629); kurbayerischer Kämmerer und Obrist.
Lorenz von Blaskowitz
Lovrenc de Blaskovic

Anm.: Rittmeister (1628) und Obrist (1632-1636) eines kaiserlichen Kroatenregiments.
Quirijn de Blau
Krijn de Blaeu

geb. 1555
gest. 1633
Anm.: Um 1588/92 niederländischer Hauptmann; seit 1602 Gouverneur und Oberkommandant in Coevorden.
Jacques du Blé
Marquis Jacques d' Uxelles

geb. ca. 1580
gest. 1629
Anm.: Sohn des Antoine du Blé, Baron d'Uxelles (gest. 1616); ab 1611 Gouverneur der Stadt und Festung Chalon; Lieutenant-général der Bourgogne; bis zum Offiziersdienst als Maître de champ (1613) und Maréchal de camp (1625); seit 1613 Conseiller d'État; ab 1621 Chevalier des Ordres du Roi.
Martin Blenenbergk

Anm.: Um 1628 Hausbesitzer in Ballenstedt.
Joost Willemszoon Block

gest. nach 1656
Anm.: Seit 1628 Kapitän eines niederländischen Kriegsschiffes.
Valentin Blockau

Anm.: Um 1628 Bauer in Badeborn.
Abraham Bloemaert

geb. 1567 oder 1564
gest. zwischen 1646 und 1651
Anm.: Sohn des niederländischen Bildhauers und Architekten Cornelis Bloemaert (ca. 1540-1593); ab 1575 künstlerischer Unterricht in Utrecht, 1581-83 in Paris; 1591-93 mit seinem Vater in Amsterdam; 1593 Einrichtung eines eigenen Ateliers in Utrecht; ab 1594 Dekan der Utrechter Sattlergilde; 1611 Beteiligung an der Neugründung der St.-Lukas-Gilde, deren Dekan er 1618 wurde; durch seine vielen Schüler übte er großen Einfluss auf die niederländische Malerei aus.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Hendrick Bloemaert

geb. 1601/02
gest. 1672
Anm.: Sohn des niederländischen Malers und Kupferstechers Abraham Bloemart; zunächst Unterricht bei seinem Vater; ab 1626 oder 1627 Reise nach Italien, unter anderem nach Rom; 1630 zum Kurfürstentag in Regensburg; spätestens 1631 wieder in Utrecht und Mitglied der St.-Lukas-Gilde; 1643-64 Dekan der Gilde; bekannt für seine Porträts und als Übersetzer von Guarinis "Pastor fido" (erschienen 1650).

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Joachim Friedrich von Blumenthal

geb. 1607
gest. 1657
Anm.: Sohn des Christoph von Blumenthal (1579-1624); ab 1633 kurbrandenburgischer Hof- und Kammergerichtsrat sowie Kammerjunker; 1635-1641 Direktor des Kriegsrats; mehrfach Gesandter Kurbrandenburgs, u. a. beim Kurfürstentag (1636) und den beiden Reichstagen (1641 und 1653/54) in Regensburg; 1638 Generalkommissar der kurbrandenburgischen Truppen in Kleve; 1638-1641 wirklicher Geheimer Rat; seit 1646 kaiserlicher Rat und Oberster Kriegskommissar; 1649 Generalkriegskommissar des Westfälischen Reichskreises; 1649 kaiserlicher Gesandter auf dem Nürnberger Exekutionstag; 1649/50 Reichshofrat; ab 1649 kurbrandenburgischer Statthalter von Halberstadt und Amtshauptmann von Gröningen; seit 1651 Staatskammerrat; 1652/53 Direktor des Geheimen Rates; 1646 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Camillo Boccamaggiore di Cropelli

geb. ca. 1600
gest. 1650
Anm.: Mundschenk und Vorschneider von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); 1647-1650 kaiserlicher Obrist; Vizestallmeister des Erzherzogs Leopold Wilhelm von Österreich (1614-1662).

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Nikolaus Bock

Anm.: Angehöriger einer Hallenser Hallorenfamilie; magdeburgischer (1630) und schwedischer Obrist (1630/31).
Sigmund Levin Bock von Wülfingen

geb. ca. 1630
gest. 1662
Anm.: Sohn des Wulbrand Georg Bock von Wülfingen (1590-1651); Erbherr auf Elze, Gronau, Neuhaus und Paßbruch; Pfandinhaber der gräflich-mansfeldischen Güter in Morungen und Leinungen.
Wulbrand Georg Bock von Wülfingen

geb. 1590
gest. 1651
Anm.: Sohn des Jobst Brun Bock von Wülfingen (ca. 1566-1593); Erbherr auf Elze und Gronau, seit 1631 auch auf Neuhaus und Paßbruch; Domherr in Magdeburg und Naumburg; Pfandinhaber der gräflich-mansfeldischen Güter in Morungen und Leinungen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Bernhard Bockelmann

gest. 1648
Anm.: Kaufmann und Kirchenregistrator in Wolfenbüttel.
Heinrich Bockelmann

gest. 1655
Anm.: Bürgermeister von Wolfenbüttel.
Albrecht von Bodenteich
Albrecht von Bodendieck

gest. 1650
Anm.: Sohn des Werner von Bodenteich; Erbherr auf Göddenstedt.
Werner von Bodenteich
Werner von Bodendieck

Anm.: Sohn des Oswald von Bodenteich (gest. 1587); Erbherr auf Göddenstedt; vor 1600 Page des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); um 1614 lüneburgischer Landrat.
N. N. von Bodenhausen

Anm.: Angehöriger des nord- und mitteldeutschen Adelsgeschlechts.
Bodo von Bodenhausen

geb. 1603
gest. 1636
Anm.: Sohn des Melchior von Bodenhausen (1560-1624); 1627 Begleiter des Fürsten Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632) nach Wien; 1630/31 kaiserlicher Rittmeister unter diesem; 1632 Rittmeister unter Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); später bis 1635 kursächsischer Obristleutnant; seit 1628 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Hübsche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Cuno Ordemar von Bodenhausen

geb. 1598
gest. 1654
Anm.: Sohn des Melchior von Bodenhausen (1560-1624); Erbherr auf Bodenhausen, Niedergandern, Görzig und Rhode; anhaltischer Landrat und Kriegskommissar; mehrfach Gesandter der Fürsten von Anhalt; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bequeme").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Curt von Bodenhausen

geb. 1604
gest. 1632
Anm.: Sohn des Kraft von Bodenhausen (1568-1626); in kursächsischen (1620-1622 und 1632) sowie niederländischen Kriegsdiensten (1629-1631); seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erläuternde").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kraft von Bodenhausen

geb. 1568
gest. 1626
Anm.: Sohn des Otto Heinrich von Bodenhausen (1534-1577); Erbherr auf Wülfingerode und Radis; 1587-1591 erst Page, dann Hofjunker in Marburg; 1591/92 Kornett in Frankreich unter Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1594 Rittmeister in Ungarn; 1599 hessisch-kasselischer Rittmeister gegen die Spanier; seit 1612 kurmainzischer Rat und Assessor am Oberen Landgericht auf dem Eichsfeld; kursächsischer Rittmeister (um 1620) und Obrist (1621/22); ab 1624 Amtshauptmann von Torgau und Liebenwerda; zeitweise auch kursächsischer Gesandter in Braunschweig; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Hochtreibende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Otto von Bodenhausen

geb. 1596
gest. 1644
Anm.: Sohn des Melchior von Bodenhausen (1560-1624); brandenburgisch-bayreuthischer Geheimer Rat; 1639-1644 Landeshauptmann von Hof.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Jean Bodin

geb. ca. 1529/30
gest. 1596
Anm.: Französischer Staatstheoretiker und Philosoph.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christoph Böhm(e)

Anm.: Um 1631 Verwalter eines anhaltisch-bernburgischen Gutes(?)
Hans Böhm(e)

Anm.: Um 1630/32 Bediensteter des Fürsten Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632).
Theophil Böhm

gest. 1626
Anm.: Geboren in Zwickau; ab 1599 Studium in Leipzig (1607 Bacc., 1608 Mag.); 1614 Relegation wegen Calvinismusverdachts; 1615-1620 Rektor und Diakon in Gernrode; seit 1620 Pfarrer in Ballenstedt.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Jakob Böhme

geb. 1575
gest. 1624
Anm.: Sohn des Alt-Seidenberger Bauern Jakob Böhme (gest. 1618); dreijährige Schuhmacherlehre in Seidenberg; seit 1599 Schuhmachermeister in Görlitz; Mystiker, christlicher Theosoph und neuplatonisch-paracelsisch gesprägter Philosoph einer biblisch-spekulativen Natur- und Natursprachenlehre, der nie studiert hat.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
König Georg von Böhmen
Georg von Podiebrad
Jiří z Poděbrad

geb. 1420
gest. 1471
Anm.: Sohn des Viktorin von Podiebrad (1403-1427); seit 1458 König von Böhmen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
König Johann von Böhmen
Markgraf Johann von Mähren
Graf Johann I. von Luxemburg

geb. 1296
gest. 1346
Anm.: Sohn des Grafen Heinrich VII. von Luxemburg, ab 1308 Kaiser Heinrich VII. (1278/79-1313); seit 1311 König von Böhmen; 1311-1333 Markgraf von Mähren; 1311-1335 Titularkönig von Polen; ab 1313 Graf von Luxemburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Königin Maria von Böhmen
Königin Maria von Ungarn
Erzherzogin Maria von Österreich
Geburtsname: Maria Jagiello

geb. 1503
gest. 1547
Anm.: Tochter des Königs Wladislaw II. von Böhmen und Ungarn (1456-1516); ab 1521 Ehe mit Erzherzog Ferdinand I. von Österreich (1503-1564), seit 1526 König von Böhmen und Ungarn.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Wladislaw II. von Böhmen
König Wladislaw II. von Ungarn
König Wladislaw II. von Kroatien und Slawonien

geb. 1456
gest. 1516
Anm.: Sohn des Königs Kasimir IV. Andreas von Polen (1427-1492); ab 1471 König von Böhmen (bis 1490 Gegenkönig zu Matthias I. Corvinus); seit 1490 König von Ungarn, Kroatien und Slawonien.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Lothar Dietrich von Bönninghausen

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Adolph von Bönninghausen (gest. vor 1633); um 1616 in spanischen Kriegsdiensten; spätestens ab 1622 ligistischer Rittmeister; kaiserlicher Obrist (1629), Generalfeldwachtmeister (1634) und Feldmarschalleutnant (1639/40); 1645-1647 französischer Maréchal de camp; 1647/48 erneut kaiserlicher Obrist und Feldmarschalleutnant; 1634 Erhebung in den Freiherrenstand; vgl. Helmut Lahrkamp: Lothar Dietrich Freiherr von Bönninghausen. Ein westfälischer Söldnerführer des Dreißigjährigen Krieges, in: Westfälische Zeitschrift 108 (1958), S. 239-366.

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Börstel, Familie

Anm.: Aus dem Erzstift Magdeburg stammendes Adelsgeschlecht.
N. N. von Börstel (1)

Anm.: Sohn des Hans von Börstel (gest. 1618).
N. N. von Börstel (2)

Anm.: Um 1635 Kammerjungfer der Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg (1604-1640).
N. N. von Börstel (3)

gest. 1635
Anm.: Tochter des Heinrich von Börstel (1581-1647).
N. N. von Börstel (4)

geb. 1629
Anm.: Tochter des Heinrich von Börstel (1581-1647).
Adolph von Börstel

geb. 1591
gest. 1656
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmanns Curt von Börstel (1543-1619); langjähriger Agent der Fürsten von Anhalt und anderer protestantischer deutscher Reichsfürsten am französischen Königshof.
Anna von Boerstel
Geburtsname: Anna Stopler

geb. 1552
gest. 1632
Anm.: Tochter des braunschweigisch-wolfenbüttelischen Geheimen Rates und Kanzlers Dr. Johann Stopler (gest. 1553); 1574-1619 Ehe mit Curt von Börstel (1543-1619).

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Christian Heinrich von Börstel

geb. 1617
gest. 1661
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); Erbherr auf Güsten und Ilberstedt; ab 1641 Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) und bis 1648 Hofmeister für dessen Sohn Johann Georg (1627-1693); seit 1657 anhaltischer Gesamtrat und Hofmeister des Fürsten Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlängernde").

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Curt (1) von Börstel

gest. 1572
Anm.: Sohn des Curt von Börstel; Erbherr auf Westeregeln, Bleckendorf und Hatmarsleben.
Curt (2) von Börstel

geb. 1543
gest. 1619
Anm.: Sohn des Curt von Börstel (gest. 1572); Erbherr auf Güsten, Plötzkau und Gentz; nach 1572 Hofmeister des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1564-1613); anschließend Rat des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586); Amtshauptmann in Köthen (1579-1582) und Warmsdorf (1582-1604); ab 1606 Oberhauptmann des Teilfürstentums Anhalt-Bernburg; seit 1610 Direktor der anhaltischen Landschaft.
Curt (3) von Börstel

geb. 1611
gest. 1645
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); ab 1635 Rat und Hofmeister des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bestreitende").

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Curt Christoph von Börstel

gest. 1655
Anm.: Sohn des Curt von Börstel (gest. 1602); wiederholt Gesandter in Diensten des Hauses Anhalt; Erbherr auf Biesenrode; seit 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wiederfindende").
Dorothea Louise von Börstel

Anm.: Tochter des Heinrich von Börstel (1581-1647); um 1629/33 Kammerjungfer der unverheirateten Schwestern Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1635 Ehe mit Hans Ernst von Börstel (gest. 1644).
Emanuel von Börstel

Anm.: Sohn des Adolph von Börstel (1591-1656).
Ernst von Börstel

geb. ca. 1588/90
gest. 1623
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmanns Curt von Börstel (1543-1619); um 1612 Hof- oder Kammerjunker des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); danach Hofmeister des jungen Landgrafen Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); ab 1618 Präfekt der Ritterschule Collegium Mauritianum in Kassel; zuletzt hessisch-kasselischer Geheimer Rat und Oberhofmarschall; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Truckene").

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Friedrich (1) von Börstel

geb. ca. 1590
gest. vor 1628
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmanns Curt von Börstel (1543-1619); zunächst kurpfälzischer Stallmeister; danach in Diensten des Henri de La Tour d'Auvergne, Duc de Bouillon (1555-1623); vgl. Johann Christoph Beckmann: Historie des Fürstenthums Anhalt, Teil VII, Zerbst 1710, S. 204.
Friedrich (2) von Börstel

gest. 1681
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); schwedischer Gardeleutnant (1655), Gardeobristleutnant (1662), Obrist (1665) und Generalmajor (nach 1678); zuletzt Kommandant von Göteborg; 1676 Erhebung in den Freiherrenstand; vgl. Johann Christoph Beckmann: Historie des Fürstenthums Anhalt, Teil VII, Zerbst 1710, S. 205.
Georg Adolph von Börstel

Anm.: Sohn des Adolph von Börstel (1591-1656).
Hans von Börstel

gest. 1618
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmanns Curt von Börstel (1543-1619); anhaltischer Amtshauptmann von Gernrode, Bernburg und Ballenstedt.
Hans Ernst von Börstel

geb. ca. 1585/90
gest. 1644
Anm.: Sohn des anhaltischen Rats Ernst von Börstel (ca. 1560-1623?); zunächst hessisch-kasselischer Rat; 1622 Hofjunker und 1623/24 Hofmeister des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg, danach auch für dessen Bruder Ernst (1608-1632); ab 1633 anhaltisch-bernburgischer Rat und Amtshauptmann von Harzgerode; seit 1634 ebenso Hofmeister des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittere").

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Heinrich von Börstel

geb. 1581
gest. 1647
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmanns Curt von Börstel (1543-1619); Erbherr auf Güsten, Plötzkau und Ilberstedt; 1623-1639 Regierungspräsident sowie Amtshauptmann und Kammerrat in Bernburg; danach weiterhin Berater des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Eilende").

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Ludwig von Börstel

geb. ca. 1585
gest. 1632
Anm.: Sohn des Curt von Börstel (1543-1619); kurbrandenburgischer Rat sowie Amtshauptmann von Lebus und Fürstenwalde; seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wirkende").

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Samuel von Börstel

Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmanns Curt von Börstel (1549-1619); Amtshauptmann von Gernrode.
Susanna von Boerstel
Geburtsname: Susanna von Rhemen

gest. 1658
Anm.: Zunächst Hofjungfer der Fürstin Amoena Amalia von Anhalt-Köthen (1586-1625); 1623-1647 Ehe mit Heinrich von Börstel (1581-1647).
Wolf von Börstel

geb. ca. 1555/65
Anm.: Sohn des Curt von Börstel (gest. 1572); Stadthauptmann (1605), Kammerjunker, Rat und Schlosshauptmann (1608) in Dessau; seit 1638 Hofmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; Amtshauptmann in Bernburg und Ballenstedt.
Nicolas Boëtius

gest. 1632
Anm.: Schwedischer Sergeant-Major-Général (1628) und Generalmajor (1632).
Henning Böttiger

Anm.: Um 1628 Untertan in Hoym.
Anna van Boetzelaer
Gräfin Anna von Nassau-LaLecq
Geburtsname: Anna van der Noot

geb. 1605
gest. 1642
Anm.: Tochter des Karel van der Noot, Heer von Hoogwoude und Aartswoude (1565-1614); 1627 erste Ehe mit Graf Wilhelm von Nassau-LaLecq (1601-1627); seit 1631 zweite Ehe mit Philips Jacob van Boetzelaer (1601-1652).
Heinrich Bohne

Anm.: Um 1628 Untertan in Badeborn.
N. N. Bolegno

Anm.: Um 1623 venezianischer "Schiffoberst".
Hans Bolhorn

Anm.: Um 1628 Hausbesitzer in Ballenstedt.
Ottavio Bolognini

Anm.: 1634 Agent der Herzöge von Modena und Savoyen in Wien.
N. N. Bolsinger

Anm.: Um 1634 in Den Haag.
N. N. Bon

Anm.: Um 1630 kaiserlicher Rittmeister.
Wilhelm von dem Bongart

geb. 1598
gest. 1631
Anm.: Sohn des Werner von dem Bongart; seit 1619 in ligistischen Kriegsdiensten als Obristleutnant (1624) und Obrist (1629); 1629 Erhebung in den Freiherrenstand; vgl. Michael Kaiser: Ein niederrheinischer Kriegsunternehmer im Dreißigjährigen Krieg. Wilhelm von dem Bongart (1598–1631), in: Rheinische Vierteljahrsblätter 82 (2018), S. 81-106.

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Etienne de Bonne
Vicomte Etienne de Tallard

geb. ca. 1550
gest. 1636
Anm.: Sohn des Charles de Bonne, Seigneur d'Auriac (gest. 1592); Seigneur d'Auriac; französischer Capitaine (1597) und Maréchal de camp (1620); ab 1600/05 Vicomte de Tallard; seit 1631 Conseiller d'état und Lieutenant-général des Lyonnais.
François de Bonne
Duc François de Lesdiguières

geb. 1543
gest. 1626
Anm.: Sohn des Jean de Bonne, Seigneur de Lesdiguières (gest. 1548); hugenottischer Heerführer in der Dauphiné und Provence; ab 1591 Gouverneur von Grenoble; seit 1595 Conseiller d'État; 1597-1610 Lieutenant-général der Dauphiné; in königlichen Kriegsdiensten als Maréchal de France (1609) und Maréchal général des camps et armées du roi (1621); ab 1611 Duc de Lesdiguières und Pair de France; 1621 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1622 letzter Connétable de France.

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Scipione Borghese
Scipione Caffarelli
Erzbischof Scipione von Bologna
Bischof Scipione von Sabina

geb. 1576
gest. 1633
Anm.: Sohn des Francisco Caffarelli und der Ortensia Borghese; 1605 Adoption durch seinen Onkel Papst Paul V. (1552-1621); 1605–1621 dessen Kardinalnepot; 1609–1618 Bibliothekar der Römischen Kirche; 1610-1612 Erzbischof von Bologna; ab 1610 Großpönitentiar sowie Kardinalprotektor für die Deutsche Nation; 1629–1633 Bischof von Sabina.

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Balthasar Borgiß

Anm.: Um 1628 Hausbesitzer in Ballenstedt.
Martin Borgiß

Anm.: Um 1628/29 Bauer in Rieder.
N. N. Borgk

Anm.: Um 1634 schwedischer Kapitän-Leutnant.
N. N. Bornemisza

Anm.: Ungarischer Adliger; um 1635 kaiserlicher Rittmeister.
N. N. Bornmann

Anm.: Um 1631/32 Untertan in Harzgerode.
Adam von Borwitz und Hartenstein

geb. 1594
gest. 1652
Anm.: Sohn des Henricus von Borwitz (gest. 1614); auf Herzogswaldau, hatte schon als Page Herzog Johann Christian von Schlesien-Brieg (1591-1639) auf Reisen begleitet; hochgebildet nach vielen Reisen und Universitätsaufenthalten in Deutschland und Europa; seit 1626 Herzog Johann Christians Rat, 1628 Kammerrat und dann Kammerdirektor, ging mit dem Herzog ins kriegsbedingte Exil nach Preußen; 1649 Landeshauptmann des Fürstentums Brieg.

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Borzita von Martinitz, Familie
Bořita z Martinic, Familie

Anm.: Böhmisches Adelsgeschlecht.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. Borzita von Martinitz (1)
N. N. Bořita z Martinic (1)

Anm.: Böhmischer Adliger.
N. N. Borzita von Martinitz (2)
N. N. Bořita z Martinic (2)

Anm.: Böhmischer Adliger; um 1632 kaiserlicher Obrist.
Jaroslaus Borzita von Martinitz
Jaroslav Bořita z Martinic
Graf Jaroslaus von Martinitz
Graf Jaroslav z Martinic

geb. 1582
gest. 1649
Anm.: Sohn des Jaroslaus Borzita von Martinitz (1549-1581); Herr auf Smetschno, Okoř, Malíkovice und Sternberg; ab 1603 kaiserlicher Rat; 1609-1618 Hofmarschall des Königreiches Böhmen; 1617 Berufung in das böhmische Statthalterkollegium; am 23. Mai 1618 eines der drei Opfer des zweiten Prager Fenstersturzes; danach bis 1622 im Exil; seit 1619 kaiserlicher Kämmerer; ab 1623 kaiserlicher Geheimer Rat; seit 1624 Oberstlandrichter, 1625-1628 Oberstlandkämmerer, 1628-1638 Obersthofmeister und 1638-1649 Oberstburggraf des Königreiches Böhmen; 1648 in schwedischer Kriegsgefangenschaft; 1621 Erhebung in den Grafenstand.

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Christoph Bosch

geb. 1575
gest. 1631
Anm.: Sohn des Nürnberger Handelsmanns Hans Bosch (1541-1613); Kaufmann und Mitglied des Größeren Rats der Reichsstadt Nürnberg.

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Johann Bosch

geb. 1574
gest. 1628
Anm.: Sohn des Nürnberger Handelsmanns Hans Bosch (1541-1613); Rechtsstudium u. a. in Altdorf, Dr. jur.; um 1599 Assessor am Heidelberger Hofgericht; 1605 zugleich Schultheiß von Heidelberg; später Nürnberger Korrespondent und Agent des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); zuletzt Advokat am Reichskammergericht in Speyer; vgl. Georg Andreas Will: Nürnbergisches Gelehrten-Lexicon Bd. 1, Nürnberg 1755, S. 138.

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Karl von Bose

geb. 1596
gest. 1657
Anm.: Sohn des Hans Ernst von Bose (gest. 1625); 1614-1617 Soldat in zwei Leibregimentern des Königs von Frankreich; 1618-1620 Fähnrich und Capitainleutnant unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); 1621-1625 kaiserlicher Obristwachtmeister; kursächsischer Obristleutant (1631/32) und Obrist (1635-1644); Amtshauptmann von Zwickau und Werdau (ab 1649) sowie Stolberg (seit 1653); ab 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bewahrende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kaspar Bose d. Ä.

geb. 1577
gest. 1650
Anm.: Sohn des Luppaer Schuldieners Johann Bose (gest. 1597); Bürger und Juwelier in Leipzig; ab 1629 Ratsherr; seit 1638 Baumeister.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Paul Bose

geb. 1594
gest. 1664
Anm.: Sohn des Luppaer Schuldieners Johann Bose (gest. 1597); Bürger und Juwelier in Leipzig; ab 1609 Lehre bei dem Nürnberger Goldschmied Lorenz Tiezick; 1614-1621 Wanderschaft durch Österreich, Ungarn, Böhmen und Mähren; 1621-1624 Handelsgehilfe und seit 1624 Teilhaber im Leipziger Juweliergeschäft seines Bruders Kaspar (1577-1650).

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N. N. de Bossi

Anm.: Um 1631 italienischstämmiger Sekretär von Jean T'sercleas de Tilly.
Joachim von Bothmer

geb. 1579
gest. 1629
Anm.: Niedersächsischer Adliger; 1617 braunschweigisch-lüneburgischer Rat in Celle; seit 1617 Abt des landsässigen Klosters St. Michaelis in Lüneburg.
Bourbonen, Dynastie

Anm.: Seit 1589 regierende Königsdynastie in Frankreich.
César de Bourbon
Duc César de Vendôme
Duc César d' Étampes
Duc César de Beaufort
Duc César de Mercœur
Duc César de Penthièvre

geb. 1594
gest. 1665
Anm.: Legitimierter außerehelicher Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); ab 1598 Duc de Vendôme; 1598-1626 Gouverneur der Bretagne; seit 1599 Duc d'Étampes et Duc de Beaufort; ca. 1607-1612 Gouverneur von Lyonnais, Forez und Beaujolais; ab 1608 Duc de Mercœur (de iure uxoris); 1626-1630 Gefangenschaft in Amboise; 1630-1650 wegen Beteiligung an mehreren Verschwörungen mit kurzen Unterbrechungen Exil in den Niederlanden und England; seit 1650 Duc de Penthièvre (de iure uxoris) und Gouverneur von Bourgogne; ab 1651 Grand amiral de France; seit 1652 Lieutenant-général in Aunis, Poitou, Saintonge und Angoumois; ab 1655 Surintendant général de la navigation et commerce.

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Gaston de Bourbon
Duc Gaston d' Orléans
Duc Gaston d' Anjou
Duc Gaston d' Alençon
Duc Gaston de Chartres
Duc Gaston de Valois

geb. 1608
gest. 1660
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610) und ältester lebender Bruder ("Monsieur") von Ludwig XIII. (1601-1643); seit 1643 Lieutenant-général du royaume.

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Henri II de Bourbon
Prince Henri II de Condé
Duc Henri d' Albret
Duc Henri de Bellegarde
Duc Henri de Châteauroux
Duc Henri d' Enghien
Duc Henri de Montmorency

geb. 1588
gest. 1646
Anm.: Sohn des Henri I de Bourbon, Prince de Condé (1552-1588); ab 1588 Prince de Condé; 1588-1606 Duc d’Enghien; 1612-1620 Vice-roi de Nouvelle-France; 1616/17 und seit 1619 Gouverneur des Berry; ab 1631 auch Gouverneur der Bourgogne; seit 1632 Duc de Châteauroux, de Montmorency, d'Albret et de Bellegarde; ab 1643 Grand maître, Grand veneur und Grand louvetier de France.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Louis (1) de Bourbon
Comte Louis de Soissons

geb. 1604
gest. 1641
Anm.: Sohn des Charles de Bourbon, Comte de Soissons (1566-1612); ab 1612 Comte de Soissons und Grand maître de France; Gouverneur der Dauphiné (seit 1612) und Champagne (ab 1631); nach 1631 Feldherr der französischen Armee.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Louis (2) de Bourbon
Duc Louis de Mercœur
Duc Louis de Vendôme
Duc Louis d' Étampes
Duc Louis de Beaufort
Duc Louis de Penthièvre

geb. 1612
gest. 1669
Anm.: Sohn des César de Bourbon, Duc de Vendôme (1594-1665); ab 1612 Duc de Mercœur; in franzöischen Kriegsdiensten als Volontär (1630-1640), Regimentsinhaber (1649) sowie Armeekommandeur in der Provence (1652) und Lombardei (1656); 1649-1651 Lieutenant Général de Catalogne; seit 1665 Duc de Vendôme, Beaufort, Penthièvre et d'Étampes; ab 1667 Kardinal.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Duc Alexandre I de Bournonville
Comte Alexandre I de Henin
Vicomte Alexandre I de Barlin

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Oudard de Bournonville, Comte de Henin et Vicomte de Barlin (1533-1585); ab 1608 Duc de Bournonville; 1612 Abgesandter des Statthalters der spanischen Niederlande, Erzherzog Albrecht von Österreich (1559-1621), nach Frankreich; seit 1619 spanischer Obrist; Gesandter der Statthalterin Erzherzogin Isabella Clara Eugenia von Österreich (1566-1633) in Wien (1627) und Paris (1630); 1631-1633 Gouverneur der Flandre wallonne und Einsatz für die Unabhängigkeit der Niederlande von Spanien; ab 1634 Exil in Lyon; seit 1624 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Claude Bouthillier
Comte Claude de Chavigny

geb. 1581
gest. 1652
Anm.: Sohn des Denis Bouthillier, Seigneur de Fouilletourte et du Petit-Thouars (ca. 1540-1622); ab 1613 Rat im Parlement de Paris; seit 1619 französischer Conseiller d'État und Sekretär der verwitweten Königin Maria von Frankreich (1575-1642); 1628/29 Secrétaire d'État de la Marine; 1629-1632 Secrétaire d'État des Affaires étrangères; 1632-1643 Surintendant des finances.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Léon Bouthillier
Comte Léon de Chavigny
Comte Léon de Buzançais

geb. 1608
gest. 1652
Anm.: Sohn des Claude Bouthillier, Comte de Chavigny (1581-1652); 1632-1643 franzöischer Secrétaire d'État des Affaires étrangères; 1645-1648 Hauptgesandter Frankreichs bei den Westfälischen Friedensverhandlungen in Münster; zweimalige Verhaftung während der Fronde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Benjamin Bouwinghausen von Wallmerode

geb. 1571
gest. 1635
Anm.: Sohn des Hermann Konrad Bouwinghausen (1535-1588); württembergischer Obrist (1622/23), Geheimer Rat und Kriegsrat; 1605-1612 Statthalter des vom französischen König Heinrich IV. (1553-1610) an Württemberg verpfändeten Herzogtums Alençon in der Normandie; mehrfach württembergischer Gesandter, u. a. auf dem Regensburger Fürstentag (1622/23).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Jakob von Boy

Anm.: 1630/31 magdeburgischer Obrist; danach schwedischer Obristleutnant und Obrist (1634-1638).
Nikolaus Boy

Anm.: Um 1634 schwedischer Hauptmann im Leibregiment des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650).
Anna Konstanze von Boyneburg
Anna Konstanze von Bemelberg
Gräfin Anna Konstanze von Helfenstein
Geburtsname: Gräfin Anna Konstanze von Fürstenberg

geb. 1577
gest. 1659
Anm.: Tochter des Grafen Joachim von Fürstenberg (1538-1598) auf Heiligenberg; 1601 erste Ehe mit Graf Rudolph von Helfenstein (1560-1601); 1604-1626 zweite Ehe mit Konrad d. J. von Boyneburg (1578-1626).
Konrad d. J. von Boyneburg
Konrad d. J. von Bemelberg

geb. 1578
gest. 1626
Anm.: Sohn des Konrad d. Ä. von Boyneburg (1552-1618); seit 1602 bayerischer Hofrat; 1604-1606 Hofratspräsident; 1606-1616 Pfleger in Wemding; zuletzt Tiroler Statthalter des Erzherzogs Leopold von Österreich (1586-1632) in Innsbruck.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Marcantonio Bragadin

geb. 1523
gest. 1571
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Marco Bragadin; ab 1543 militärische Karriere in der venezianischen Kriegsflotte; seit 1569 Oberbefehlshaber und Gouverneur von Zypern.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Tycho Brahe
Tyge Ottesen Brahe

geb. 1546
gest. 1601
Anm.: Sohn des Otte Tygesson Brahe (1518-1571); ab 1559 Studium in Kopenhagen, Leipzig, Wittenberg, Rostock und Basel; danach bedeutender Astronom; ab 1559 Studium in Kopenhagen, Leipzig, Wittenberg, Rostock und Basel; 1576-1597 astronomische Forschungen in den Sternwarten Uraniborg und Stjerneborg auf der Öresundinsel Ven; seit 1599 Hofmathematiker von Kaiser Rudolph II. (1552-1612).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. von Braitenbach

Anm.: Um 1628 vermutlich kaiserlicher Offizier in Timmenrode.
Giulio Cesare Brancaccio

geb. 1515
gest. 1586
Anm.: Süditalienischer Adliger; spätestens 1535 in neapolitanischen Kriegsdiensten, später Kriegsdienst unter Karl V.; ab 1554 in französischen Kriegsdiensten und königlicher Kämmerer unter Heinrich II. sowie dessen Nachfolgern; 1573 in spanischen Kriegsdiensten gegen Tunis; 1577-83 Sänger am Hof von Ferrara unter Herzog Alfonso II. d'Este (1533-1597); daneben auch Autor eines Kommentars mit Übersetzung zu Cäsars Commentarii de bello Gallico (Venedig 1581 u.ö.).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Brandenburg, Haus
Kurfürsten von Brandenburg
Markgrafen von Brandenburg

Anm.: Seit 1415 reichsfürstliche Dynastie der Hohenzollern., NDB
Markgraf Albrecht (der Bär) von Brandenburg
Markgraf Albrecht (der Bär) der Nordmark
Herzog Albrecht (der Bär) von Sachsen
Markgraf Albrecht (der Bär) der Lausitz
Graf Albrecht (der Bär) von Weimar-Orlamünde
Graf Albrecht (der Bär) von Ballenstedt

geb. ca. 1100
gest. 1170
Anm.: Sohn des Grafen Otto von Ballenstedt (gest. 1123); ab 1123 Graf von Ballenstedt; 1124-1131 Markgraf der Lausitz; seit 1134 Markgraf der Nordmark (ab 1157 Brandenburg); 1138-1142 Herzog von Sachsen; seit 1140 Graf von Weimar-Orlamünde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Markgraf Christian Wilhelm von Brandenburg
Administrator Christian Wilhelm von Magdeburg
Administrator Christian Wilhelm von Halberstadt

geb. 1587
gest. 1665
Anm.: Sohn des Kurfürsten Joachim Friedrich von Brandenburg (1546-1608); 1598-1627 Administrator des Erzstifts Magdeburg; ab 1614 auch Koadjutor und 1624-1628 Administrator des Hochstifts Halberstadt; dänischer Obrist (1625-1627) und Generalleutnant (1626); 1630/31 auch magdeburgischer Obrist; 1631 kaiserlicher Kriegsgefangener; 1632 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1635 finanziell entschädigt durch regelmäßige Einkünfte aus dem Erzstift Magdeburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Markgräfin Dorothea von Brandenburg
Geburtsname: Herzogin Dorothea von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb. 1596
gest. 1643
Anm.: Tochter des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1564-1613); seit 1615 Ehe mit Markgraf Christian Wilhelm von Brandenburg, Administrator von Magdeburg (1587-1665).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg
Herzogin Elisabeth Charlotte in Preußen
Geburtsname: Pfalzgräfin Elisabeth Charlotte von Pfalz-Simmern

geb. 1597
gest. 1660
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1616-1640 Ehe mit Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

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Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg
Herzog Georg Wilhelm in Preußen

geb. 1595
gest. 1640
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg (1572-1619); 1614-1619 Statthalter in Jülich-Kleve; ab 1619 Kurfürst von Brandenburg; seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Aufrichtende").

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Markgraf Johann von Brandenburg

geb. 1597
gest. 1627
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg (1525-1598) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Kurfürst Johann Georg von Brandenburg

geb. 1525
gest. 1598
Anm.: Sohn des Kurfürsten Joachim II. von Brandenburg (1505-1571); seit 1571 Kurfürst von Brandenburg.

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Markgraf Johann Georg von Brandenburg

geb. 1598
gest. 1637
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg (1525-1598) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1630 spanischer und kaiserlicher Obrist; 1631-1634 schwedischer Obrist; 1634/35 in kaiserlicher Gefangenschaft; seit 1634 kaiserlicher Kämmerer.

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Kurfürst Johann Sigismund von Brandenburg
Herzog Johann Sigismund in Preußen

geb. 1572
gest. 1619
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Friedrich von Brandenburg (1546-1608); seit 1608 Kurfürst von Brandenburg.

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Markgraf Sigismund von Brandenburg

geb. 1592
gest. 1640
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg (1525-1598) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1620/21 böhmisch-konföderierter und kurpfälzischer Obrist; kurbrandenburgischer Statthalter in der Grafschaft Mark (1627, 1632, 1636) und im Herzogtum Kleve (1639); seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Treffliche").

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Markgraf Albrecht von Brandenburg-Ansbach

geb. 1620
gest. 1667
Anm.: Sohn des Markgrafen Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach (1583-1625); seit 1634 regierender Markgraf von Brandenburg-Ansbach (bis 1639 unter Vormundschaft seiner Mutter Sophia).

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Markgraf Christian von Brandenburg-Ansbach

geb. 1623
gest. 1643
Anm.: Sohn des Markgrafen Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach (1583-1625).

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Markgraf Friedrich von Brandenburg-Ansbach

geb. 1616
gest. 1634
Anm.: Sohn des Markgrafen Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach (1583-1625); seit 1625 regierender Markgraf von Brandenburg-Ansbach unter Vormundschaft seiner Mutter Sophia); 1634 Tod als schwedischer Offizier in der Schlacht bei Nördlingen.

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Markgraf Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach

geb. 1583
gest. 1625
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg (1525-1598) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1603 regierender Markgraf von Brandenburg-Ansbach.

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Markgräfin Sophia von Brandenburg-Ansbach
Geburtsname: Herzogin Sophia von Braunschweig-Lüneburg

geb. 1563
gest. 1639
Anm.: Tochter des Herzogs Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (1535-1592); 1579-1603 Ehe mit Markgraf Georg Friedrich I. von Brandenburg-Ansbach-Kulmbach (1539-1603); danach Witwensitz in Gifhorn.

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Markgräfin Sophia von Brandenburg-Ansbach
Geburtsname: Gräfin Sophia zu Solms-Laubach

geb. 1594
gest. 1651
Anm.: Tochter des Grafen Johann Georg I. zu Solms-Laubach (1547–1600); 1612-1625 Ehe mit Markgraf Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach (1583-1625); 1625-1639 vormundschaftliche Regentin der Markgrafschaft Brandenburg-Ansbach für ihre Söhne Friedrich (1616-1634) und Albrecht (1620-1667).

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Markgraf Christian von Brandenburg-Bayreuth

geb. 1581
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg (1525-1598) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1603 regierender Markgraf von Brandenburg-Kulmbach/Bayreuth; seit 1627 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vollblühende").

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Markgraf Erdmann August von Brandenburg-Bayreuth

geb. 1615
gest. 1651
Anm.: Sohn des Markgrafen Christian von Brandenburg-Bayreuth (1581-1655).

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Markgraf Georg Albrecht von Brandenburg-Bayreuth

geb. 1619
gest. 1666
Anm.: Sohn des Markgrafen Christian von Brandenburg-Bayreuth (1581-1655).

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Markgräfin Maria von Brandenburg-Bayreuth
Geburtsname: Herzogin Maria in Preußen

geb. 1579
gest. 1649
Anm.: Tochter des Herzogs Albrecht Friedrich in Preußen (1553–1618); seit 1604 Ehe mit Markgraf Christian von Brandenburg-Bayreuth (1581-1655).

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Markgräfin Sophia von Brandenburg-Bayreuth
Geburtsname: Markgräfin Sophia von Brandenburg-Ansbach

geb. 1614
gest. 1646
Anm.: Tochter des Markgrafen Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach (1583-1625); seit 1641 Ehe mit Markgraf Erdmann August von Brandenburg-Bayreuth (1615-1651).

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Markgraf Johann Georg von Brandenburg-Jägerndorf
Herzog Johann Georg von Schlesien-Jägerndorf
Administrator Johann Georg von Straßburg

geb. 1577
gest. 1624
Anm.: Sohn des Kurfürsten Joachim Friedrich von Brandenburg (1546-1608); 1592-1604 Administrator des Hochstifts Straßburg; ab 1606 regierender Herzog von Schlesien-Jägerndorf; 1613 Konversion zum Calvinismus; 1613-1617 kurfürstlicher Statthalter in der Markgrafschaft Brandenburg; seit 1616 Herrenmeister der Ballai Brandenburg des Johanniterordens; 1619/20 General-Feldoberst der schlesischen Stände, die sich der Confoederatio Bohemica angeschlossen hatten; 1621 Verhängung der Reichsacht; danach Teilnahme an den antikaiserlichen Feldzügen des siebenbürgischen Fürsten Gabriel Bethlen (1580-1629).

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Graf Christoph Karl von Brandenstein

geb. 1593
gest. 1640
Anm.: Sohn des Esaias von Brandenstein (1567-1623); ab 1613 sächsisch-altenburgischer Hof- und Justizrat; seit 1627 kaiserlicher Kämmerer; bis 1632 kursächsischer Berg- und Kammerrat; 1630 kurfürstlicher Gesandter in Wien und auf dem Regensburger Kurfürstentag; 1632 kursächsischer Obrist; 1632-1635 schwedischer Obrist; 1633 schwedischer Reichsschatzmeister und Mitglied des Consilium formatum (Heilbronner Bund); nach dem Prager Frieden gegen den Willen des sächsischen Kurfürsten weiterhin in schwedischen Diensten, deshalb 1637 auf einer Reise nach Wien Verhaftung und lebenslange Gefangenschaft in Dresden; 1629 Erhebung in den Grafenstand.

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N. N. Brandon

Anm.: Um 1630/31 kaiserlich-ligistischer Leutnant.
N. N. von Brandt (1)

Anm.: Um 1626 stellvertretender Kommandeur von Deventer.
N. N. von Brandt (2)

Anm.: Vermutlich ostpreußischer Adliger; Page des Andreas Napierski (um 1632) und des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (seit 1633).
Andreas Brandt

Anm.: Um 1628 Hausbesitzer in Ballenstedt.
Andreas Wilhelm von Brandt

gest. nach 1644
Anm.: Sohn des oberpfälzischen Adeligen Hans Christoph von Brandt (gest. 1622); 1629 Emigration nach Regensburg; ca. 1633/34 in schwedischen Kriegsdiensten; nach der Schlacht von Nördlingen kurzzeitig in bayerischer Kriegsgefangenschaft.
Johann Brandt (1)

gest. 1637
Anm.: Dr. jur.; zuletzt Kanzler des Bischofs von Würzburg.
Johann Brandt (2)

gest. nach 1666
Anm.: Dr. med.; ursprünglich Arzt in Reichenbach/Vogtland; ab 1632 kriegsbedingt in Bernburg, dort baldige Bestallung zum Physikus; (vor 1637) bis November 1649 Leibarzt des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg, seit Ostern 1650 des Fürsten Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665) und dessen verwitweter Mutter Sophia (1599-1654); vgl. Wolfram Kaiser / Arina Völker: Universität und Physikat in der Frühgeschichte des Amtsarztwesens, Halle/Saale 1980, S. 38.
Jakob Braun

Anm.: Um 1628 Bauer in Radisleben.
Joachim Braun

Anm.: Um 1629 Bauer in Radisleben.
Lorenz Braun

gest. ca. 1638
Anm.: Dr. jur. utr.; seit 1613 sächsisch-weimarischer Kammer-, Hof- und Konsistorialrat sowie wichtigster Berater des Herzogs Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar (1598-1660).

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N. N. von Braunmann

Anm.: Pommerischer Adliger; um 1626 Student am Gymnasium Illustre Harderwijck.
Hans von Braunscheig

Anm.: Um 1631/32 schwedischer Generalquartiermeister unter Herzog Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar (1598-1660).
Silvester von Braunscheig

Anm.: Dr. jur.; um 1630 Kanzler des Herzogtums Pommern; 1630 pommerscher Gesandter auf dem Regensburger Kurfürstentag.
Herzogin Anna Eleonora von Braunschweig-Calenberg
Geburtsname: Landgräfin Anna Eleonora von Hessen-Darmstadt

geb. 1601
gest. 1659
Anm.: Tochter des Landgrafen Ludwig V. von Hessen-Darmstadt (1577-1626); 1617-1641 Ehe mit Herzog Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641).

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Herzog Georg von Braunschweig-Calenberg

geb. 1582
gest. 1641
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (1535-1592); 1611/12 dänischer Obrist bzw. Generalwachtmeister; 1619-1624 und 1634 General des Niedersächsischen Reichskreises; 1626-1630 kaiserlicher Obrist; 1630-1635 schwedischer General; ab 1635 regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg (1636 Hannover als Residenz); seit 1636 Befehlshaber einer kleinen unabhängigen Welfenarmee; ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fangende").

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Braunschweig-Lüneburg, Haus
Herzöge von Braunschweig und Lüneburg

Anm.: Reichsfürstliche Dynastie der Welfen.

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Herzog August (d. Ä.) von Braunschweig-Lüneburg
Administrator August von Ratzeburg

geb. 1568
gest. 1636
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (1535-1592); ab 1610 Administrator des Hochstifts Ratzeburg; seit 1633 regierender Herzog in den Fürstentümern Lüneburg und Grubenhagen sowie seit 1635 auch Calenberg-Göttingen.

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Herzog Christian (d. Ä.) von Braunschweig-Lüneburg
Administrator Christian von Minden

geb. 1566
gest. 1633
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (1535-1592); 1599-1625 Administrator des Hochstifts Minden; ab 1611 regierender Herzog von Braunschweig-Lüneburg; seit 1617 auch Regent des Fürstentums Grubenhagen.

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Herzog Friedrich von Braunschweig-Lüneburg

geb. 1574
gest. 1648
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (1535-1592); ab 1602 Domherr und seit 1603 Dompropst zu Bremen; ab 1619 Domherr zu Verden; seit 1636 regierender Herzog in den Fürstentümern Lüneburg und Grubenhagen; ab 1643 Koadjutor des Hochstifts Ratzeburg.

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Herzog Johann von Braunschweig-Lüneburg

geb. 1583
gest. 1628
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (1535-1592).

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Herzog Magnus von Braunschweig-Lüneburg

geb. 1577
gest. 1632
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (1535-1592).
Kurfürstin bzw. Herzogin Sophia von Braunschweig-Lüneburg
Geburtsname: Pfalzgräfin Sophia von Pfalz-Simmern

geb. 1630
gest. 1714
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1658-1698 Ehe mit Herzog bzw. Kurfürst Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698); seit 1701 designierte Thronfolgerin der britischen Monarchie.

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Herzog Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg

geb. 1535
gest. 1592
Anm.: Sohn des Herzogs Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg (1497-1546); 1559-1569 gemeinsam mit seinem Bruder Heinrich (1533-1598) und seit 1569 allein regierender Herzog von Braunschweig-Lüneburg.

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Herzog Julius Ernst von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg

geb. 1571
gest. 1636
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1533–1598); seit 1598 Regent der Herrschaft Dannenberg.

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Herzogin Anna Margaretha von Braunschweig-Lüneburg-Harburg

geb. 1567
gest. 1643
Anm.: Tochter des Herzogs Otto II. von Braunschweig-Lüneburg-Harburg (1528–1603); seit 1601 Pröpstin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg.

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Herzog Hedwig von Braunschweig-Lüneburg-Harburg
Geburtsname: Herzogin Hedwig von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb. 1580
gest. 1657
Anm.: Tochter des Herzogs Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1528-1589); 1621-1641 Ehe mit Herzog Otto III. von Braunschweig-Lüneburg-Harburg (1572-1641).
Herzog Otto III. von Braunschweig-Lüneburg-Harburg

geb. 1572
gest. 1641
Anm.: Sohn des Herzogs Otto II. von Braunschweig-Lüneburg-Harburg (1528-1603); seit 1606 gemeinschaftliche Regierung der Herrschaft Harburg mit seinem älteren Bruder Wilhelm August (1564-1642).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Wilhelm August von Braunschweig-Lüneburg-Harburg

geb. 1564
gest. 1642
Anm.: Sohn des Herzogs Otto II. von Braunschweig-Lüneburg-Harburg (1528-1603); 1603-1606 gemeinschaftliche Regierung der Herrschaft Harburg mit seinem jüngeren Bruder Christoph (1570-1606) und 1606-1641 mit dem jüngsten Bruder Otto III. (1572-1641), ab 1641 Alleinherrschaft.

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Braunschweig-Wolfenbüttel, Haus
Herzöge von Braunschweig und Lüneburg

Anm.: Reichsfürstliche Dynastie der Welfen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzogin Anna Sophia von Braunschweig-Wolfenbüttel
Geburtsname: Markgräfin Anna Sophia von Brandenburg

geb. 1598
gest. 1659
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg (1572-1619); 1614-1634 Ehe mit Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1591-1634); bereits seit 1628 Residenz auf Schloss Schöningen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb. 1579
gest. 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1533–1598); Studium in Rostock (1594), Tübingen (1595-1598) und Straßburg (1598); Reisen nach Italien (1598-1600) sowie in die Niederlande, nach England und Frankreich (1602/03); ab 1604 Paragiatsherrschaft in Hitzacker; seit 1635 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel (bis 1643 Residenz in Braunschweig wegen kaiserlicher Besetzung der Festung Wolfenbüttel); Büchersammler (Bestand der ursprünglichen Bibliotheca Selenica, später Bibliotheca Augusta zum Zeitpunkt seines Todes 40.000 Bände); ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Befreiende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Christian (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel
Administrator Christian von Halberstadt
Der tolle Halberstädter

geb. 1599
gest. 1626
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1564-1613); 1616-1623 Administrator des Bistums Halberstadt; ab 1621 Söldnerführer in kurpfälzischen und niederländischen, zuletzt in dänischen Diensten; seit 1624 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Herzogin Dorothea von Braunschweig-Wolfenbüttel
Geburtsname: Fürstin Dorothea von Anhalt-Zerbst

geb. 1607
gest. 1634
Anm.: Tochter des Fürsten Rudolph von Anhalt-Zerbst (1576-1621); seit 1623 Ehe mit Herzog August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzogin Elisabeth von Braunschweig-Wolfenbüttel
Geburtsname: Prinzessin Elisabeth von Dänemark und Norwegen

geb. 1573
gest. 1626
Anm.: Tochter des Königs Friedrich II. von Dänemark und Norwegen (1534-1588); 1590-1613 Ehe mit Herzog Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1564-1613); seit 1614 Witwensitz in Schöningen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel
Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig-Calenberg
Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig-Grubenhagen

geb. 1591
gest. 1634
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1564-1613); ab 1613 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel und Braunschweig-Calenberg sowie Braunschweig-Grubenhagen (bis 1617); seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Dauerhafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel
Administrator Heinrich Julius von Halberstadt
Administrator Heinrich Julius von Minden

geb. 1564
gest. 1613
Anm.: Sohn des Herzogs Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1528-1589); ab 1578 Administrator des Hochstifts Halberstadt; 1582-1585 Administrator des Hochstifts Minden; seit 1589 regierender Herzog in den Fürstentümern Wolfenbüttel und Calenberg sowie ab 1596 auch in Grubenhagen; seit 1607 auch Direktor des kaiserlichen Geheimen Rates in Prag.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Herzogin Sophia Elisabeth von Braunschweig-Wolfenbüttel
Geburtsname: Herzogin Sophia Elisabeth von Mecklenburg-Güstrow

geb. 1613
gest. 1676
Anm.: Tochter des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); 1635-1666 Ehe mit Herzog August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Jan Wolfert van Brederode

geb. 1599
gest. 1655
Anm.: Sohn des Floris van Brederode (1549-1599); ab 1620 Herr von Brederode, Vianen, Noordeloos und Ameide; ab 1618 in niederländischen Kriegsdiensten als Obrist (1623), General (1636) und Feldmarschall (1642); seit 1630 Gouverneur von ’s-Hertogenbosch; ab 1653 Unterstützer des republikanischen Anführers Johan de Witt (1625-1672)).

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Pieter Cornelis van Brederode

geb. ca. 1559
gest. 1637
Anm.: Geboren in Den Haag; Dr. jur.; niederländischer Gesandter an verschiedenen deutschen Höfen; niederländischer Agent in Frankfurt am Main (1602-1622) und in der Schweiz (seit 1623); vgl. Klaus Conermann (Hg.): Briefe der Fruchtbringenden Gesellschaft und Beilagen: Die Zeit Fürst Ludwigs von Anhalt-Köthen 1617-1650, Zweiter Band: 1627-1629, S. 400f..

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Augustin Bredimus

gest. ca. 1640
Anm.: In den 1620er Jahren Übersetzer des spanischen Generalkapitäns in Lissabon; nach 1632 kaiserlicher Generalkonsul und spätestens ab 1637 Konsul der Hanse in Madrid.

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Bredow, Familie

Anm.: Mittelmärkisches Adelsgeschlecht.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Hans Heinrich von Bredow

geb. 1584
gest. 1641
Anm.: Ab 1621 Domherr und seit 1624 Dompropst zu Brandenburg an der Havel.
Wichard Erdmann von Bredow

gest. 1653
Anm.: Ab 1620 Domherr, spätestens seit 1636 auch Senior des Domkapitels zu Brandenburg an der Havel.
Johann Friedrich Breithaupt

Anm.: Seit 1628 hessisch-kasselischer Reichshofratsagent.
N. N. Breitsprach

Anm.: Um 1628 vermutlich Untertan im Amt Ballenstedt.
Johann Friedrich Breitzke

Anm.: Um 1629 Regimentsschultheiß des kaiserlichen Obristen Johann David Pecker von der Ehr (gest. 1659).
N. N. Bremer

Anm.: Um 1623 in Flensburg.
N. N. Brendell

Anm.: Um 1626 Rittmeister.
Breuner, Familie

Anm.: Österreichisch-steierisches Adelsgeschlecht.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Anna Maria Breuner
Geburtsname: Anna Maria von Trauttmansdorff

geb. 1583
gest. 1642
Anm.: Tochter des Johann Friedrich von Trauttmansdorff (1542-1614); bis 1616 Ehe mit Kaspar Breuner (1530-1616).
Friedrich Breuner

geb. 1542
gest. 1583
Anm.: Sohn des Philipp Breuner (1498/1500-1556); 1583 kaiserlicher Gesandter in Konstantinopel, wo er starb.
Georg Seifried Breuner

geb. 1632
gest. 1675
Anm.: Sohn des Seifried Leonhard Breuner (1596-1667).
(Anna) Johanna Breuner
Geburtsname: (Anna) Johanna von Hollenegg

geb. 1590
gest. 1654
Anm.: 1633-1651 Ehe mit Seifried Christoph Breuner (1569-1651).
Maximilian Breuner

geb. 1592
gest. 1635
Anm.: Sohn des Jakob Breuner (1566-1606); seit 1619 kaiserlicher Kämmerer; innerösterreichischer Hofkammerpräsident und Geheimer Rat; 1630-1633 Präsident der österreichischen Hofkammer.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Philipp Friedrich Breuner

geb. 1601
gest. 1638
Anm.: Sohn des Kaspar Breuner (1530-1616); kaiserlicher Obrist (1625), Generalfeldwachtmeister (1635) und Feldzeugmeister (1637).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Seifried Breuner

geb. 1538
gest. 1594
Anm.: Sohn des Philipp Breuner (1498/1500-1556); 1568-1581 Reichshofrat; Kämmerer von Kaiser Rudolph II. (1552-1612); seit 1587 niederösterreichischer Regimentsrat; 1587-1591 Statthalter von Niederösterreich; später auch Geheimer Rat.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Seifried Christoph Breuner

geb. 1569
gest