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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: August 1636
[Inhaltsverzeichnis]
01. August 1636
02. August 1636
03. August 1636
04. August 1636
05. August 1636
06. August 1636
07. August 1636
08. August 1636
09. August 1636
10. August 1636
11. August 1636
12. August 1636
13. August 1636
14. August 1636
15. August 1636
16. August 1636
17. August 1636
18. August 1636
19. August 1636
20. August 1636
21. August 1636
22. August 1636
23. August 1636
24. August 1636
25. August 1636
26. August 1636
27. August 1636
28. August 1636
29. August 1636
30. August 1636
31. August 1636
|| [[Handschrift: 153v]]

Montag den 1. Augustj.

<Somnia terrifica, & cruenta gehabtt.>


Zeitung das es jm Elsaß, in heßen, vndt in Burgundt, auf Jhrer
Mayestät seitten, nicht gar wol zugehe, ces avis viennent
des Anglois, mais a la cour, on a toute autre nouvelle.
Les mesmes Anglaises ont dit aussy, que Banner estoit resolu de
se battre avecques les Saxons, ayant fait la conjonction
avec Wrangel, a quoy se veut aussy ioindre Leßle.


Bey Doctor Söldnern, habe ich Geydern sollicitiren laßen.
Bona verba manent. Tempus effecta nobis demonstrabit.
Gott gebe es. Er Geyder, hat auch Rustorfen, vndt die bischof-
lichen Regenspurgischen besuchtt. Jl a aussy visitè par
cy devant, voppius Aisma, l'Ambassadeur de Messeigneurs les Estats,
comme encores aujourd'huy.


Nachmittags, bin ich selber zu hof gewest, nach dem mir
der Obrist kammerer, durch Stubenvoll sagen laßen, Jhre Mayestät
hetten heütte meine sachen vorgenommen, vndt ich köndte
den obersten Reichsvicecantzler drumb begrüßen, laßen,
zu beförderung meiner expedition. Jm vbrigen, stelleten
Jhre Mayestät es mir anheim, wenn ich den bescheidt
weghette, wie ich mich ferrner verhalten wollte, wejl
ich (wegen geklagter vngelegenhejtt) Alhier zu bleiben,
mir nicht getrawet. Jedoch würden mich Jhre Mayestät Allezeitt,
gar gerne sehen.


Doctor Gebhardt sagte zu mir, es hette der Reichshofraht vndt
Secretarius Doctor Söldner die expeditjon, noch nicht ingrossirt,
würde aber, in kurtzem geschehen, alß Morgen.

|| [[Handschrift: 154r]]

Dienstag den 2. Augustj:

<Estrange songe, qu'en l'Antichambre tout s'estoit perdu jusqu'a trois, dont j'estois un & jouant avec l'autre, a la chandelle <en fin voyants que tout estoit si sombre & si paysible[,] celuy quj nous regardoit iouer, se perdit aussy, alors i'eus un peu horreur & prins la chandelle pour cercher les gens, & pour voir s'il n'y avoit plus personne, mais ie ne trouvay en nul coing pas un, & mon compagnon du jeu aussy, ainsy i'eus un peu apprehension, voyant, que ni là, nj en la chambre de l'Empereur auprès, (la ou la porte estoit ouverte, mais tout coy, obscur, & rien dedans) n'y avoit pas un seul homme, & sur cela je m'esveillay. Il me semble, que je jouois picquet aux cartes. C'est une songe.>>


Zeitung das Klagenfurtt, die haüptstadt in Cärndten, vor
wenig tagen, biß auf 7ben: haüser, gantz abge-
brandt, vndt in die asche gelegt seye, auch ein
großer reichthumb mitt aufgegangen.


hinauß nachm Briel, in die Cartauß gefahren, alda
das kloster besehen, wie es die Schwedischen, vndt
Kayserlichen verwüstett, in beyden belagerungen (alda
in der ersten, des Königs<herzog Berndts>, in der andern des Königs in
Vngern haüptquartier gewesen. Dje kirche, vndt das
kloster seindt sehr verwüstett. Der garten ist noch
zimlich fein. herzog Berndt hat ihn sehr schonen laßen,
auch vor seine person, keine beliebung an insolentzen getragen,
wie noch viel weniger auch, der König in hungarn.

|| [[Handschrift: 154v]]


Nota: dieser löbliche König, hat auch einen Evan-
gelischen Offizirer, so vor Regenspurg geblieben, ein Obrist
leutnant von Dietrichstain, in diese kirche begraben laßen[.]


Nota Bene[:] Ein gewaltiger köstlicher brunnquelle
lautteres waßers, in diesem kloster, welches
wie ander waßer zwar am geschmack,
aber sehr köstlich vndt lieblich<gesundt> zu trincken vors
fieber vndt andere kranckheitten. Es helt sich
in steinernen flaschen ¾ iahr lang incorrup[t][,]
wirdt gar biß nach Wien geführt, vndt der
Spannische Ambassador soll es oft holen laßen.


Der Kayser; war eben in der kirchen zum
Briel, als ich hinauß kahm, meiner vnwißendt[,]
da wandte ich auf die seitte, vndt besahe hernach-
malß das kloster, die kirche, vndt garten.


Doctor Söldner hat mich wieder, mitt seinen
vmbschweiffenden dilationen, aufgezogen.


Nachmittags, gegen abendt bin ich nach hof geritten,
habe occasion gehabtt, des Esther Hasj, Palatinj
auß Vngern seinen Sohn, anzusprechen. Er hat eben
in meiner anwesenheitt, den vergüldeten
kammerschlüßel bekommen.


J'ay escrit a Madame.


Die hamburgische gesandten alhier, heißen, Johann Meürer, Utriusque Iuris Doctor
vndt Licentiat Ottenbusch.

|| [[Handschrift: 155r]]

Mittwoch den 3. Augustj:


Diesen Morgen, habe ich den Kayserlichen bescheidt vom Doctor Söldner
erlanget. Jch soll 1. die specificiren so mich beleidiget,
so wollen Jhre Mayestät thun, was dero Kayßerliches Ampt
erfordert, <weil Jhre Mayestät mich<mitt mir> alß einen getreẅen, gehorsahmen Fürsten vndt Standt des Reichs, wegen der geklagten verübung, ein Christliches mittleiden tragen.>, vndt 2. So seyen die assignationes in
Reich<den Obern vier kraysen> dem König, im Ober[-] Vndt NiederSächsischen krayßen
aber, dem gemeinen wesen zum besten, ChurSaxen
angewiesen.


Nauwach der Kayserliche Cammerdiener vndt Cammer-
musicus, ist auch bey mir gewesen, a meridie.


Estant depeschè, ce mattin, le malheur me con-
traint de m'arrester moy mesme, par mes affaires.


Escrit a Veitt Berndt, au Baron de Roggendorf,
a Sa Majestè Jmperiale, prenant congè.

Donnerstag den 4. Augustj.


Meilenm.
Von Regenspurg nach Schwandorf, zu Mittage 6
Nachmittags von dannen gen Pfreimbdt zu Nacht 2 ½


Der Landtgraf von Leüchtemberg, ist itzo nicht da,
sondern zu Nürnbergk. Eine halbe meile hinder
Pfreimbdt kahmen wir auff Napurck zu.

|| [[Handschrift: 155v]]

Freitag den 5. Augustj.


Meilenm.
Von Pfreimbdt auf Neẅstädtle
drey gute meilen, nach dem wir die erste
meile, auf Luh, die andere auf die Weyden
zukommen.
3


Zu Neẅstädtle ist der Fürst von Lob-
kowitz dem es zustendig, nach der Mittagsmahlzeitt,
zu mir inß wirtzhauß gekommen, vndt hat mich
aufs hauß gebehten, da ich dann bey ihm geblieben,
vndt er alß ein höflicher feiner herr, mich gar
humaniter tractirt, auch große condolentz wegen
meines erlittenen schadens, mitt mir getragen.

Samstag den 6. Augustj.


[Meilenm.]
Von Neẅstädtle nach genommenem abschiedt, auf
Falckenburgk

2
Von dannen, per MitternTeich, Waldtsaxen, etcetera
auf Eger zu

4

Summa 6 Meilenm[:]


Wir haben Gott lob, das glück gehabtt,
das die 9000 Mann, so auß Polen kommen,
gestern von hinnen in das Marggrafthumb geschicktt
worden, vndt vnß nicht begegnet sein. Wehre ich aber
meiner ersten intention nach auf Culmbach zu, gezogen, || [[Handschrift: 156r]]
so hette ich ihnen dörfen recht entgegen kommen.
Mein armer alter vetter Marggraf Christian,
wirdt diesen schaden wol empfinden. Gott
erbarm sich des armen landes vndt leütten.


Der Obrist leutnant hübner, hat alhier zu Eger, den<r>
Sawerbrunnen cur abwartende, mir allerley
bericht auß dem Fürstenthumb vndt sonsten geben laßen.


Es ist diese stadt Eger, von dem Pollnischen volck,
wie auch vom Don Balthasar vndt andern offizi-
rern so alhier liegen müßen, dermaßen enervirt,
daß man kaum victualien zur Notturft vmbs geldt
bekommen kan, sich satt zu eßen.


Abermals zum Obrist leutnant hübner geschicktt, vndt mitt
ihm alleß in raht stellen laßen. Seine wirttin
zum Schwartzen bären, hat nicht anderst gewoltt,
alß wochentlich, von mir, vndt denen, so mitt mir
eßen, iederm, 5 ReichsthalerRthlr: (ohne den wein) vndt von iederm
diener, so nachißett 5 Gulden (florenus)f: losament, betten, vndt
alleß mitt eingeschloßen, <(5 Groscheng: ein Nap haber, 5 Groscheng: heẅ vndt Stroh, auff ein pferdt)>


Der Medicus alhier, Doctor Meyer, ist zu mir kommen,
vndt hat mir bericht gegeben von einem vndt anderm.
etcetera

|| [[Handschrift: 156v]]


Der Obrist leutnant <Christian> hübner, mein allter bekandter, hat mich be-
suchtt, in meinem losament, vndt vndter andern zu verstehen
gegeben, daß nicht allein sein bruder Tobiaß, sondern<wie> auch
henrich Werder, sondern auch der Cantzler Sturmius zu
Zerbst, jn neẅligkeitt gestorben, also das vnß vnsere
rähte sehr abgehen. Es hat mich dieser Obrist leüttnampt nebenst
einem iungen Wutenaw, biß in den schwartzen bären
convoyirt, vndt darnach mitt mir mahlzeitt gehalten.


Nach Plöene, Leiptzigk, Dresen[!], Bernburgk vndt
Regenspurgk geschrieben.

Montag den 8ten: Augustj:


heütte habe ich in Gotteß nahmen, die Sawer-
brunnen cur angefangen, vndt den alhiesigen
medicum Doctor Martinum Meyer, darzu adhibirt,
vmb halbweg Sieben des Morgends, hab ich fünf
küchlein eingenommen, ad confortandum, vmb 7ben:
5<vier> gläser Sawerbrunnen angefangen zu Trincken,
Gott gebe seine gnade vndt Segen, vnß allen
mitteinander, zu dieser leibescur.


An Marggraf Christian, Lämminger vndt
Geyder geschrieben.

|| [[Handschrift: 157r]]


Avis: daß der Jacob Roussel, (ce seducteur)
zu Venedig, mitt Todt abgegangen. C'est aussy un
de ceux quj pensoit me jouer un meschant tour; sj
Dieu ne m'eust delivrè de ses griffes, par avertisse-
ments, en songes, & par d'autres honnestes gens,
quj scavoyent ses tromperies en France, Swede,
Pouloigne, & Moscovie; mal prattiquèes, pource
qu'il avoit trop d'esprit, & trop peu de jugement,
avec beaucoup de malice, laquelle suffisoit; pour le
precipiter. Jl doibt avoir laissè un grand argent;
que doibt heriter sa soeur1, qui est a Orange.


Der Obrist leutnant hübner, hatt mitt mir abermal zu
Mittage gegeßen.


Nachmittags abermals vmb 2 vhr, fünf küchlein
eingenommen, vndt darnach hinauß gefahren, da der
Sawerbrunnen selber endtspringet, auf eine
große halbe mejle weges von hinnen, alda ich
fünf gläser getruncken, wie die dosis gläser
seindt, (etwas größer, als gemeine weingläser,)
oder ein achtering Egerisches maßes. Rindorf,
Nostitz, Thomaß Benckendorf, die pagen, kammerdiener,
vndt andere haben mir nachgefolgett. Der Oberste
leüttnant hübner, wie auch ein Borgisdorf, vndt ein <herr von> Dal-
berg, auß Böhmen, seindt auch zur stelle gewesen, vndt || [[Handschrift: 157v]]
der Saẅerling, ist noch eins so guten geschmacks,
scharf vndt kräftig gewesen, in loco originis, alß
heütte Morgen, alhier in der Stadt.


<J'ay iouè aux cartes, pour passetemps, la beste.>

Dienstag den 9ten: Augustj.


Zeitung daß die ChurSäxische armèe in die 22 mille Mann starck,
naher Werben, gewiß von Magdeburg aufgebrochen.


hertzogk Frantz Albrechtt von Sachßen Lawenburg
hette die General leüttenamptschaft, nicht allein
nicht annehmen wollen, sondern auch, sein Feldt-
marschalckamptt, vor der gantzen armèe re-
signirt
. Dieser avis kömbt von Leiptzigk.


Avis von Hamburg, daß die hollsteinische
bohtschaft, bey dem Großfürsten in der Moß-
kaw, stadtlich empfangen worden, vndt er
habe dem hertzoge von hollstein, (welchen er
Ohm vndt Schwager nennet) zu ehren erlaübett,
daß die handlung auß Persien durch die
Moßkaw, angehen möge, wiewol die Engel-
ländische vndt holländische gesandten (vmb der
commercien willen) starck darwieder gewesen,
auch der König in Persien selber, 100 Jahr hero
Sich vmb dergleichen vergebens bearbeittet.

|| [[Handschrift: 158r]]


Diesen Morgen, habe ich nach eingenommenen küchlein,
6 gläser, oder achtering, Egerisches maßes, mitt Sawer-
brunnen getruncken, in gegenwartt des
Medicj.


habe also mitt behten, lesen, meditiren, volant-
spielen
vndt (wie itztgemeldt) Sawerbrunn trincken,
diesen vormittag zugebrachtt.


Hò scritto al Duca Giulo Henrico dj Sassonia.


Nachmittag, hat mich Christian Julius von
Heimb, besuchtt, vndt hernacher sejndt wir
mitteinander hinauß in Sawerbrunnen
gefahren. Jch habe, nach eingenommenen küchlein,
7 gläser, oder Echtering, außgetruncken.
Mejne pferde, habe ich auch Sawerbrunnen
tringken laßen, welcher ihnen gar wol geschmecktt,
<aber den lautterstall, vervrsacht.>


Nota: dieweil ich die 7 gläser, etwaß gäh-
ling
auf einander außgetruncken, auch etwaß
wild waßer, wegen endtstandenen regens,
vndter dem Saẅerling mag gewesen sein, habe
ich zimliche tormina im leibe, sonderlich Magen-
vndt seittenstechen, in die dritthalb stunden
lang darauf empfunden. Mag auch zu Mittage,
mitt eßen mich vberladen haben, vndt kein bier trincken sollen. || [[Handschrift: 158v]]
Jch habe aber aufn abendt sobrie gelebtt, nur
von einer gersten graupe gegeßen, <vndt> nichts getrunck[en.]


Mitt cartenspielen zur kurtzweil, mitt
recreation auf dem clavicordio, mitt conversati[on]
deß von heimb, vndt mitt Sawerbrunn trin-
cken, in loco ipso; (alß vorgemeldt) den Nachmitta[g]
vertrieben. <Nota Bene[:] zween starcke donnerstreich hats gethan[,] als ich zum Sawerbrunn hinauß gefahren.>


Daß abendtgebeht vndt lection in der bibel vndt
Catechismo, ist der gewohnheitt nach, gehalten word[en.]


Jch bin nach dem Saẅerling diesen Morgen zugeritte[n,]
vndt (nach eingenommenen 5 küchlein zu hause) alda
beym brunnen, 8 gläser außgetruncken. Der
Kayßerliche kammerherr Teüfel, hat mich auch da-
selbst gesehen vndt angesprochen, wie auch deß <genandten> Nuntij
Apostolicj beicht vatter vndt geheimer Secreta-
rius, ein Franciscaner Münch, da es dann allerley
dißcurß gegeben, herr Teüfel schalte vndt schmähete
auf den Pabst, che credeva; che'l Diavolo havesse
fatto questo Papa, weil er gar zu gut Frantzö-
sisch wehre, der Münch endtschuldigete ihn, vndt
sagte, er wehre neutral, & Padre commune, etcetera
hette auch zum Deützschen kriege, contribuirt, || [[Handschrift: 159r]]
ich muste intermedius sein, weil ich in der mitten
zwischen ihnen, auf vndt ab, spatzirte. Jedoch hielte
ich nicht vnbillich des Kaysers partey. Der Obrist leutnant
hübner kahm auch dahin, wie ich eben im rückreitten
war. habe mich heütte, beym Sawerbrunn tringken,
gar wol befunden, Gott lob, vndt er hat mir nichts
zu schaffen gegeben extraordinarie. Jch sehe wol er
erfordert eine gute Diæt, mittelmeßige vbung, biß-
weilen ruhe, vndt daß man nur nicht zu geschwinde
auf einander, ihn trincke, oder den magen damitt gra-
vire
. Der Münch sagte auch vndter andern:
Con questa ragion di stato, si và in casa del dia-
volo, sparger tanto sangue dj Christianj; rouinar
glj miserj innocentj, gravar la conscienza,
e pur finalmente far pace, per una puntilla
d'honor, per un pochetto dì stato. Si dovria far
prima. Mi vorrej più tosto, perder non solamente
mia<una> casa, <anzj> un villaggio intiera<o> innanzj ch'an-
dar in casa del Diavolo. Mà li Rè et gran Prin-
cipj stimano più, la<questa maledetta> ragion dj stato, che'l Cielo, ô
l'Jnferno. Darnach klagte er vber die Spannier, daß Sie
so gar sehr darauff sähen, wiewol die Frantzosen in Jtalien
an itzo keine lust zum frieden hetten. Venedig wehre gut Frantzösisch. || [[Handschrift: 159v]]
perge[.] Der Medicus Alhier, Doctor Meyer, ist mein gast zu Mitta[ge]
gewesen.


Nachmittags, sejndt zweene Franciscaner
Münche gekommen, vor ihr kloster, vmb ein Allmosen,
anzuhalten, vndt mir zu gratuliren zur cur, ut factum e[st.]


Diesen abendt oder Nachmittag vmb 4 vhr (nach dem
man eine stunde zuvor <5> küchlein eingenommen)
9 gläser mitt Saẅerling außgetruncken.


J'ay prins sur la gallerie de nostre logis une pigeon,
rouge et blanche, sans luy faire du mal, avec
mes mains, ce quj ne m'est arrivè de ma vie.


Antwortt von Bareyt, vom Johann henrich Lämmin[ger][.]


Jch habe deß Doctor Matthæj Hornick, nützliches Trac-
tätlein in einer stunde gantz durchlesen, nemlich
Deß Egerischen Schleder Saẅerlings beschreibung.

Donnerstag den 11ten: Augustj.


heütte ist abermalß mein geburtsTag in
diesem verdrießlichem Mühesehligem leben,
daran ich 37 iahr complirt habe. Gott
beschere mir ein ruhiger, vergenügsamer,
freẅdigereß leben, alß ich fast 18 iahr bißhero
mehrentheilß mitt vnlust vndt wiederwertig- || [[Handschrift: 160r]]
keitt, erleben müßen.


Diesen Morgen, vmb 6 vhr, habe ich ein gläßlein
vom purgierwein getruncken, zu forthelfung,
des Sawerbrunnens, oder viel mehr der crude<j>teten,
vndt dicken bösen feüchtigkeitten, welche der
Sawerbrunnen allein, nicht außtreiben kan.


Vmb halbweg achte, habe ich 10 gläser, oder
Echtering, mitt Saẅerling außgetruncken.


Der Medicus alhier, hat mich besuchtt.


Es hat nicht allein gestern abendt, sondern auch die Nachtt,
vndt heütte diesen Tag, gar starck geregnet, (wiewol
es auch voriger Tagen nicht allemahl, iedoch bißweilen,
schön helle wetter gewesen) weiß also nicht; wie es
zu der Sawerbrunnencur, dienen wirdt.


Vormittags artzneyet, Saẅerling, getruncken, gebehtet,
gelesen, gesungen, mitt dem Medico conversirt, auch etzliche
militaria percurrirt.


Nachmittags gelesen, geschlafen, (wiewol dieses gar vnge-
sundt vndt vndienlich zum Sawerbrunnen ist) vndt vmb
drey vhr, fünf küchlein eingenommen, vmb viehr vhr aber,
11 dosisgläser, mitt Saẅerling außgetruncken.


Hier au soir i'ay fait proposer au <Consul Frischeisen,> mes solli-
citations pretenduës, a cause de feu mon Frere le prince Ernest
de bonne memoire. Jl semble que i'y rencontreray grandes difficultèz.

|| [[Handschrift: 160v]]


J'ay fait visiter de<u> Prince Vischnowetzky, l'Escuye[r]
quj est icy malade pour scavoir de luy, des nouvelles
de Pouloigne, mais d'autant qu'il y a 7 semaines
qu'il en est party, & s'est arrestè au Carlßbadt, il
n'a rien sceu de singulier, sinon qu'a son depart les
Tartares auroyent envahy leur Royaulme, et fait
de grands degasts, et que l'on auroit dit; que le Grand-
Prince de Moscovie seroit mort.

Freitag den 12ten: Augustj.


Songe: que ma compaigne ait enfantè un
fils, bien beau & ioly, bien formè au reste,
mais comme nous l'eussions bien<attentivement> contemplè
il ait eu une faute a l'un des yeux, ce
quj nous auroit contristè, craignans qu'il
deviendroit borgne.


Es hat heütte einen dickel[!] Nebel gegeben.


Jch habe nach eingenommenen küchlein, vmb wie vorige[r]
tagen, vmb 7 Vhr den Saẅerling getruncken,
nemlich, 12 dosisgläser, so zimlich purgiret.


Die zeitt, wie gestern zugebrachtt, vormittags.


Den herren Teüfel besuchen laßen, vndt nach neẅen zeit-
tungen
fragen. Er hat aber nichts gewust.

|| [[Handschrift: 161r]]


Samstag den 13den: Augusti <Vn pistolet s'est crevè dans la main de Nostitz, comme ie le fis tirer.>


Nachmittags gespielt in Carten, zu verwehrung des
Schlafs. Darnach etwas gelesen. Nach 2 Vhr, die confor-
tatif
küchlein oder zelltlein gebrauchtt, vndt vmb
drey vhr, hinauß geritten zum Saẅerling, auch
alda am brunnen, 13 gläser getruncken. Alda
habe ich auch conversation gehabtt, vom herren Teüfel,
vom Obersten leutnant hübner, vndt vom dicken Borgistorf,
<wiewol mich der Sawerbrunnen starck vndt in die 15<22>mal, heütte purgirt.>

Samstag den 13den: Augustj.


Nach eingenommenen laxier wein vmb Sechße,
habe ich vmb halb achte, 14 gläser Sawerbrun-
nen kom getruncken, vndt also aufs höchste
gestiegen, weil es vor mich genung ist. Der
Doctor, ist auch darbey gewesen.


heütte hats wieder geregnett, wie fast alle
Tage, sieder wir alhier gewesen.


Den von heimb, visitiren laßen.


Nach eingezogener information, den werth der victua-
lien, alhier zu Eger, itziger zeitt, in etwaß erkundigen laßen:
Ein kahr, helt 8 Maß oder Mäßel, ein Maß helt in sich 4
Napp:

Gulden (florenus)f: Creuzercr: Pfennige (denarii)d
Ein kahr weitzen kostett 12
Ein kahr rogken 8
Gersten ein kahr 7
habern ein kahr 6
Ein gut fuder heẅ 6
|| [[Handschrift: 161v]]
Gulden (florenus)f. Creuzercr: Pfennige (denarii)d
Eine Schütt Strohes 1 2
Rindtfleisch 1 Pfund (libra)℔: 6
Schöpßenfleisch 1 Pfund (libra)℔: 6
Lambfleisch 1 Pfund (libra) 6
Jndianischer hahn 3
Guter allter kaphahn 1
Gutes alltes hun 30
Junges hun 9
Gut rephun: 24
Eine lerche 1


<Nota Bene[:] Jn meiner presentz, sejndt 3 Räphüner iedes nur vmb 16 creützer, gebotten, vndt bezahlt worden, eine lerche aber, vmb 1 kreüzer.>


[Gulden (florenus)f.] [Creuzercr:] [Pfennige (denarii)d]
Carpen 1 Pfund (libra)℔. 6
hechte 1 Pfund (libra) 15
parmen 1 Pfund (libra) 15
Eyer 4 vmb ein groschen 3
Ein weiß brodt 8
Grob rogkenbrodt 6
Eine Semmel 1
Ein Nap Saltzes 30
Lichter 1 Pfund (libra) 15
Ein Maß wein 30
Ein Maß gut bier 6
Ein Maß schlecht<en> biers 3
Ein gut fuder holtz 30

|| [[Handschrift: 162r]]


Vmb 4 vhr, Nachmittags, habe ich wieder
14 Echtering Sawerbrunnens, nicht ohne mühe,
vndt Magenblehung, außgetruncken.


Mutinerie de mes gens d'escuyrie, ne vou-
lants aller en pension, plustost demandants
leur congè, <mais en fin ils se sont accommodè par force.>


Nach ejngenommenen ordinarij zeltlein, habe ich wieder
des Morgens, vmb 7 vhr, 14 gläser des Sawerbrunnens
außgetruncken, vndt wie gestern abendt, also auch heütte
frühe, ein <köstlich> lenitif Sälblein, auf den Magen von der hertz-
grube an, durch verordnung des Medicj, geschmieret.


Der bohte von Regenspurg ist wiederkommen, mitt schreiben vom Conde d'Onnate;
vom Johann Löw[,] 7 von Madame[,] eins vom præsidenten, von Schwartzenberger,
von Oldenburg de la Tante, vom Adolph Börstel[,] von Weymar, von
Regensburg noch eins <an Thomas Benckendorf> vom Johann Christoff Meẅrer, Doctor (hamburgischer legatus.)


Nota: der Cantzler zu Zerbst Sturmius, wie auch der
kammermeister Pause, seindt alda an der pest gestorben.
Jst sonderlich schade, vmb den guten wolqualifizirten Sturmium.


Escrit a Madame, datè pour de main.


Zeitung daß der Türcke gewiß auf Polen, ejn versuch thun werde.
Die große Werber Schantze haben die Schwedischen verlaßen,
die kleine aber halten Sie noch. Der Churfürst von Saxen gehet
auff Sie zu. Chur Bayern ist zu Regenspurg angelangett, mitt || [[Handschrift: 162v]]
dero Gemahlin. Chur Meintz wirdt auch numehr alda
sein. War albereitt, vorgestern zu Jngolstadt angelang[t.]
Die ChurSächsischen gesandten, werden erst aufn dinstag, von
Dresen[!] nacher Regenspurgk aufbrechen. Der alte
Graf von Schwarzenberg[,] Chur Brandenburgischer gesandter,
soll zu Regenspurg kranck sein. Die holländer gehen
noch zu felde, auf jnnstendiges anhalten, der Frantzose[n][,]
dem Cardinal Jnfante; eine diversion zu machen,
welcher zimliche progreß, in Franckreich hatt. Jn
Spannien haben Sie aviso, daß der die holländer viel
schiffe in Jndien verlohren. Graf Moritz von Naßaw
ist auch in <West>Jndien abgefahren, alß general der-
selbigen compagnie. Die Frantzosen haben Dole in
der Grafschaft Burgundt, vndt etzliche plätze einge-
nommen. Etzliche Spannische schiffe, mitt 3½ millio[nen]
goldes, seindt von den Pfältzischen in Engellandt ver-
arrestirt
worden, biß die restitution der Pfaltz e[r]-
folge. Jst also diß vngewitter, den Pfältzischen zu-
statten kommen, wiewol es ein seltzames procedere is[t.]


Der Landgraf Wilhelm von Heßen, hat sich auf das lan[d]
von der Marck retirirt, scheinet, er verlaße sich auf
die Staden vndt Franckreich. Will doch auch noch mi[t]
dem Kayser tractiren.

|| [[Handschrift: 163r]]

Montag den 15den: Augustj.


habe gestern vergeßen aufzuzeichnen, das ich Nachmittags
vmb 4 vhr, nach dem der Doctor bey mir gewesen, nachm
Sawerbrunnen zu gefahren, alda meine 14 gläser
außgetruncken, mitt herren Teüfel conversirt,
vndt eben am brunnen den bohten, so ich nacher
Leiptzigk abgefertigett gehabtt, an postmeister
mitt schreiben (gestern) wiederkommende angetroffen.


Noch zeitung daß der general Banner, sich mitt des Grafen
von Loẅensteins wittwe, (welche eine geborne Gräfin
von Erpach ist) verheyrathet, pour bien mesler le sang
Swedois avec l'Allemand. Jtem: das er general Banner,
die Obersten, Draco vndt Salomon Adam, weil
sie Magdeburg vbergeben, noch im arrest helt.


Nota: dje Pollnischen trouppen <vndter dem general Puttler> (so mehrentheilß
Schotten, Niederländer, vndt deützsche gewesen) wel-
che neẅlich alhier durchpaßirt, sejndt in Polen
eylftausendt Mann starck gewesen, alß sie wieder
den Moßkowiter gebrauchtt worden. Jn der
Schlesie aber seindt sie nur 7000 vndt etzliche hun-
dert M<ann> starck gewesen, wie Sie in Böhmen ankommen
kaum 5000[,] an itzo sollen Sie nicht viel vber 3 mille starck
sein, verlauffen sehr, vndt haben auch mitt den Böhmischen || [[Handschrift: 163v]]
pawren, zu kämpfen, denen sie lose händel machen
vndt zu 30[,] zu 40 starck, sie vberfallen, ie zu wei-
len aber auch, stöße von ihnen einnehmen müß[en.]


Diesen Morgen vmb 6 vhr, den laxierwei[n]
eingenommen, darnach vmb 7 vhr, mitt 14 glä-
sern Saẅerling, zu trjncken, continuirt.


An den Presidenten vndt an Schwarzberger geschrieben.


Der von Hejmb, hat mich diesen abendt besuchtt.


Abends vmb 4 vhr, nachdem man zuvor eine stunde die
Morsellen oder küchlein eingenommen, wieder 14 gläser mit[t]
sawerbrunnen getruncken. Der Doctor ist auch mitt darbey gewese[n.]

Dienstag den 16. Augustj.


Nach eingenommenen Morsellen küchlein, oder zelltlein,
hinauß zum Sawerbrunnen, auf der post, mitt
meinen kleppern geritten, vndt die 14 gläser, bey
annehmlicher conversation, herren Teüfelß, vndt des
Nuncij Münchs, absolvirt. Er hat mir sehr geklagt,
wie er im herraysen zwischen hinnen vndt dem Carlßbad[t]
seye von den durchmarschirendem Pollnischem volck, angegrif[fen]
vndt geplündert worden, also das es alhier herumb (weg[en]
etzlicher hinderbliebenen, vndt abstreiffenden) noch sehr
vnsicher ist, gestaltt auch vor wenig tagen, der landt-
kutzscher, welcher den Obrist leutnant hübner, nacher Leiptzigk führe[n] || [[Handschrift: 164r]]
sollen, angegriffen, vndt ihm zween pferde, zwischen hier,
vndt Ölßnitz außgespannet worden.


Nach eingenommenen küchlein, bin ich gegen abendt,
wieder hinauß spatziren gefahren zum Sawerbrun-
nen, meine 14 dosisgläser außzutringken.
Jm rückwege des Fürsten von Lobkowitz
hofmeister am wirtzhause gesehen, vndt mitt
ihm geredet.


Wir haben heütte den wilden Sawerbrunnen,
etwan ein 60 schritt vom guten Schleder sawerborn
gelegen, zur rechten handt, im hinraysen, recht
betrachtett. Er brudeltt an ein par<fünff> orten ge-
waltig, das waßer siehet trübschwarzlecht
auß, vndt hat keinen rechten abfluß. Jch
habe sehen zween frösche darinnen sterben,
nach dem sie erst sehr aufgeschwollen gewesen.
haben etwan ¼ stunde gelebet, wie ich sie
hinein werfen laßen, einer länger alß der
ander. Das erdtreich herumb ist schwammecht gar weich,
vndt siehet weiß auß, <auff dem grase Vndt bodem> welches weiße, ich selber
mitt den fingern, in mundt genommen, vndt gekostett.
Es schmecket wie Saltz, vndt gehet solche weiße
auf dem erdreich, zimlich weitt, auch vmb die gegendt
des guten brunnens herumb.

|| [[Handschrift: 164v]]


Nahe bey diesem wilden brunnen (auß welchem auc[h]
alle Thiere, pferde[,] vieh, vndt dergleichen, wann Sie
selbiges waßer trincken, sterben sollen) zur rec[h]-
ten, ist noch ein guter brunnen, so in einem auß-
gehöltem bawm quillet, Soll aber vor diesem
von den Soldaten sein vervnreiniget worde[n,]
daß er also zum trjncken nicht wol tüchtig[.]


Jm rückwege, vnferrne vom hause Lehenstein
hat man vnß auch einen brunnen, gezeiget, welcher
vor diesem, zum trjncken gebraucht worden, an itzo
aber nicht geachtett wirdt.


Der rechte Sawerbrunnen der Schledersaẅerling
genandt (vom dorf Schleder vnferrne darvon) davon
wir trincken, quillet auch, in einem außgehölten
<Erlen>bawm. <mitt quadersteinen vmblegt,> Jst aber an itzo kein dach darüber, wie
Doctor horneck schreibett.


Nota Bene[:] Es ist nicht allein, weiße materie ein stein-
wurf weitt, vmb den brunnen herumb zu sehen[,]
sondern auch gelbe materie, auf dem erdreich, welche
schmeckt wie ein Alaun. Es raüchtt auch schwefe[l]-
dunstig, vmb den Sawerbrunnen herumb, wenn man
anfangs, auf einen Steinwurf weitt, noch darvon hatt[.]

|| [[Handschrift: 165r]]


Nach zu gehöriger zeitt, vmb Sechße, eingenommenen
Morsellen<laxier> tranck, habe ich vmb 7be halbweg
achtte, die 14 gläser, mitt Sawerbrunnen
getruncken, in beysein des Medicj.


Nachmittags nach gebrauchten Morsellen küchlein zu
rechter zeitt, wieder 14 gläser Sawerbrunnen getrun-
cken. &cetera


Ein antwortt schreiben von Marggraf Christian
bekommen vom Lawenstein.


Jch habe auch an Adolf Börsteln geschrieben.
Jtem: an meine Schwester <Freẅlein> Anne Sofie.

Donnerstag den 18. Augustj.


Morsellen zeltlein vmb sieben eingenommen, (ihrer 5 wie
gewöhnlich) hernacher vmb acht vhr, 9 gläser mitt
Sawerbrunnen <nur> getruncken, weil ich schwitzen soll.


Der Oberste leüttenampt Christian hübner, hatt
seinen abschiedt von mir genommen, vndt ist mitt
dem iungen Wutena auf Leiptzig gezogen, hat
auch meine gesterige verfertigte schreiben mittge-
nommen. Gott wolle sie geleitten, vndt vnß auch,
auf wegen, vndt steigen, durch seine heiligen Engell,
vndt bewahre vnß vor ferrnerem vnglück, || [[Handschrift: 165v]]
Amen.


Vmb 9 vhr vormittags, ist der Egerische Medicus, Doctor Meyer,
zu mir kommen, vndt hat mich bey einer halben Stunde lang,
in einem schweißbadt, (so ich vor diesem anno 1631 auch
gebrauchtt, vndt zubereitten laßen) schwitzen laßen,
hat mir auch selber vom Sawerbrunnen waßer
auf glüendt gemachte eysen, aufgegoßen, daß mich de[r]
dunst davon, schwitzend gemachtt. Darnach alß ich mi[ch]
inß bette, alsobaldt auß dem schwitzstübelein, oder kasten,
auch bey einer halben stunde lang, dem stylo nach,
gelegt, habe ich darinnen auch noch wol geschwitzt,
weil sich die Natur selber, durch antrieb des Sawe[r]-
brunnens, darzu befördert. Vndt ich habe mich ver-
wundert, daß, da vorige tage vber, auch heütte
Morgen noch, (wie auch oftermalß die Nächtte vber)
der Sawerbrunn per secessum, salva venia, starc[k]
operirt, also daß ich fast keinen tag, nach dem gebrauch
des Sawerlings, eine viertel stunde recht
sicher gewesen, vndt destwegen keine conversa-
tion recht continujren können, sondern lieber alle[in]
geblieben, auch draußen vndt vndterwegens, oft inte[r]-
rumpiren
vndt absitzen müßen, dennoch so baldt ich heütt[e]
angefangen im Sawern waßer dunst zu schwize[n,] || [[Handschrift: 166r]]
ist also fortt daß beneficium ventris von sich
selbst gestillet worden, vndt die Natur hat einen
andern gang per poros nemlich, genommen. Jch
habe auch ezliche stunden hernacher keine sedes,
(reverenter) gehabtt. Jch zeichne alleß mitt
fleiß darumb ein, damitt ich mich inß künfti-
ge selber, da ich diese Sawerbrunnen cur
öfters gebrauchen sollte, oder ein ander desto
baß sich darnach richten könne. Denn die cur
will recht gehalten vndt außgewartett sein,
will man anderst durch Göttliche verleyhung,
den erwüntzschten zweck, seiner gesundtheitt, erhalten.
erreichen, vndt vollkömblich erlangen. Jch vor
meine person befinde, daß mir diese Gott lob,
angefangene vndt numehr vber die helfte gebrachte
leibescur, sehr wol bekömbt, vndt viel böse feüch-
tigkeitten oder humores hinweg nimbtt, alß eini-
ges andere Medicament hette verrichten können.
Jch gebrauche sie eigentlich 1. pro melancholia hypo-
condriaca, darzu ich solle geneigt sein, vndt mehr per
accidens, wegen vielerley langwierig außgestandenen
vnglücks, alß per se, wahr sein mag, auch gleichwol
dieser morbus in vnserm hause nicht vngewöhnlich. || [[Handschrift: 166v]]
Nun dienet der Sawerbrunnen treflich vor
die Miltzkranckheitten2. 2. brauche ich diese cur
vornehmlich auch, mich vor dem calculo (deme
Mein herrvatter Sehliger, auf Jhre Gnaden allter, so sehr
vndterworfen gewesen) in zeitten zu præserviren,
dann solcher morbus erben soll, vndt ich befinde[,]
auch schon viel iahr hero, salva venia in der Vrin[a]
viel arenulas, welches wol ie zu weilen, vor-
bohten solches Steins <zu> sein pflegen. 3|4. So habe ich e[t]-
waß eine hitzige leber, vndt viel galle in mir
befunden, zu welchen beyden affecten, in abtreibu[ng]
der galle, vndt erfrischung der leber, dieser
Sawerbrunn, (bevorab weil er dem Mage[n]
nicht schädlich, vndt daß geblüte reinigett, au[ch]
die vires corroborirt, also daß ich von so greẅ-
lich vielem purgiren vndt curiren, im geringste[n]
keine Mattigkeitt, noch empfunden) sehr dien-
lich, vndt mitt gutem nutz zu gebrauchen. Aber
es muß, wie in allen leibescuren, einem verständige[n]
vndt wolerfahrnen Medico, in loco selbst, gefolgett[,]
auch eine gute Dioeta darbey gehalten werden[.]
Gott gebe ferrner vndt vornehmlich darzu seinen
Segen, Glück, vndt gedeyen, in Christo Jesu, Amen[.]

|| [[Handschrift: 167r]]


Wer sonsten alleß eigentlich wißen will, worzu
dieser Sawerbrunn gut seye, wie er zu gebrauchen,
vndt deßen gelegenheitt etcetera[,] der lese ein kleines
tractätlein so Doctor Matthæus hörnigk Sehliger außgehen
laßen, vndt zu Leiptzigk gedrucktt ist, wirdt
genandt: Des Egerischen Schleder Seẅerlings
Beschreibung etcetera etcetera[.] Jst wol zu lesen, vndt
wirdt zu Eger, in der Apoteke, wie auch bey
buchhändlern verkauft, vndt sehr gerühmet.
Es kostet nur 12 kreützer. Jch habe etzliche exem-
plaria darvon behalten. <Nota Bene[:] Nach vollbrachter cur, bin ich mit einem bösen gefährlich contjnuirenden husten geplaget worden.>


Nota: Der wirttin alhier zum Schwartzen Bären, gebe
ich wochentlich vor mich vndt iede person, so
an meine Tafel zu sitzen kömbt: fünf ReichsThaler,
von einem diener oder Nacheßer: fünf gülden die woche.
Werde aber wol tractirt, mitt Rephünern[,]
lerchen, <hechte[,] karpen[,]> hünern, Rindtfleisch, kalbfleisch, & talia:
Den wein muß ich absonderlich holen laßen, vndt
man gibt ins gemein vor ein Egerisch maß,
(welches ohngefehr 15 in 16 g kelchgläser hellt)
an itzo einen halben gülden, auch wol müßen wir
den wein nach dem er gut ist, vmb 2[,] 3 oder 4 Kreuzerkr:
theẅrer bezahlen. Also außer des weins, muß || [[Handschrift: 167v]]
mir der wirtt alles schaffen, eßen, <bier> trincken,
lichte, holtz, Saltz, liegerstädte, haußraht, bette,
etcetera vor mich vndt meine leütte, wie auch Stallung
vor meine pferde, heẅ vndt Stroh genueg, auf
ein pferdt 5 groschen die woche<den tag,> gerechnet. Den
haber kaüffe ich absonderlich, auf iedes pferdt[,]
zween Nap den Tag, vndt Nachtt. Jeder Nap kostet[t]
fünf groschen, alhiesige groschen, deren 30 au[f]
einen ReichsthalerR:Thaler gehen. Dienet pro informatione[.]
Vors schwitzstüblein zu borgen, habe ich müße[n]
einen gülden geben. Kan es aber mitt den
meynigen, so lange gebrauchen, alß ich wil[l.]
Jm hauß, fordern Sie auch noch ein stadtlich Tranc[k]-
geldt zum abzug, ohne waß dem Medico ver-
ehrt
wirdt werden.


Die erste woche, habe ich vor alles gesinde,
gleich gezahlet. Dieweil es aber zu hoch gestiegen[,]
habe ich die andere woche, der Stallpursche
vndt dem lackayen, zu 2 ½ Gulden (florenus)f: kostgeldt iedem
gegeben, damitt können Sie in den garküchen
wol zukommen, vndt (wann Sie wollen,) etwaß erv̈brig[en.]

|| [[Handschrift: 168r]]


Nachmittags: ist meines herrnvatters Sehliger gewesener
verwallter, auf dero Eisenbergwerck am Fichtelberg
(Gottesgab genandt, wie auch Neẅbaw,) zu mir
kommen. hat mir allerley referirt, vndt vermeint, ich
sollte mich drumb annehmen, Er hette alle Jahr, in
die 3 mille Gulden (florenus)f: außbeütte, vndt also in die 18 mille Gulden (florenus)f: in 6 iahren,
Meinem herrnvattern Sehliger berechnet, vndt einge-
brachtt. Richius ha<e>tte eylftlhalbtausendt Gulden (florenus)f:
[v]on anno [16]20 biß [16]24 von ihm, in herrvatters Sehligem
Nahmen, eingenommen, wüste nicht ob ers eingelifert
hette. Melchior Loyß hette den vberrest (zu compli-
rung
der 18 mille Gulden (florenus)f:) anno [16]18, [16]19 vndt [16]20 eingenommen,
vndt ohne zweifel berechnett. Die gewercken
wehren eigentlich gewesen, Mein herrvatter Sehliger,
der Lovenius vndt Richius. hetten den Waldzinß
frey gehabtt, so viel holtz alß Sie bedörft hetten,
auch keinen zehenden Chur Pfaltz geben dörfen. Wehre
ein stadtlich bergwerck, <auff zwey meil weges hette man einschlagen dörffen> vndt viel beßer alß
das goldtbergwerck bey Goldtkronach im Marg-
grafthumb, daran Mein herrvatter Sehliger auch theil
gehabtt, an itzo aber, ligt beydes darnieder.
Vom eysen hette man kugeln, gegoßen, eyserne öfen, har-
nisch blech, vndt andere sachen, den LotL: zu 6 ThalerThlr: zu 6 Gulden (florenus)f. verkaufft || [[Handschrift: 168v]]
schweer gewichtt. Er der verwallter, Leonhardt
Franck ist ein Oberpfältzer. Er sagte auch, Melcher
Loyß vndt Schwartzenberger hetten sich drumb ange-
nommen vmb daß eysenbergwerck, aber nichts erlanget[t]
beym Kayser vndt Chur: Bayern.


L'hostesse; (laquelle est encores de la religion Evange-
lique,) m'est venu voir, discourant avec moy, de beau-
coup de choses, & particulierement de feu Madame ma
Tante, de Sanderßleben, laquelle a estè icy, l'an [16]28[.]


Es ist vnsicher zu raysen, nach dem lande zu Meiße[n]
zu, dieweil sich bey ein 50 landtkjnder, vndt bürge[r]
zusammen rottirt haben sollen, die vermummen
sich, vndt spannen den leütten, die pferde auß, haben
auch des Obrist leutnant hübners kutzscher, neẅlich 2 pferde
außgespannet. Nach dem Marggrafthumb zu, ist
es der restirenden Polacken halber, auch gar sehr vn-
sicher. Nach Prag zu, taliter qualiter. Nach Rege[n]-
spurgk zu, höret man Gott lob, noch von kejner vn-
sicherheitt, ne scay pas encores, de quel costè me
tourner, a cause de divers respects; & circomstanc[es.]


Nachmittags vmb 4 vhr, abermals, 14 gläser, mitt Sawer-
brunnen, außgetruncken, <welches mir fast einen vomitum causirt.>

|| [[Handschrift: 169r]]

Freitag den 19den: Augustj:


Escrit a Madame, mitt zufälliger gelegenheitt,
auf Morgen datirt; per Leiptzigk.


Nach eingenommenem purgierwein, (wie ge-
braüchlich vbern andern Tag) vmb 6 vhr, des
Morgends, habe ich darnach vmb halb achte, meine
14 gläser, mitt Sawerbrunnen, außgetruncken.


L'hostesse me contoit hier un estrange ac-
cident. C'est: que feu Madame ma Tante
de Sanderßleben, estant icy l'an 1628 son
Medicin Docteur Walther, fut souvent saisy a
table & ailleurs d'une horreur fremissement
& gestes estranges, puis s'en alla & vomit
ou sauf respect deschargea le ventre, de
souris, & lezards, quj luy avoyent estè en-
sorcelèz dans le corps, par envie & jalou-
sie <d'autres> a cause de sa science, & le Sawer-
brunn avoit fort aydè a chasser ce charme;
& ceste malignitè venimeuse, particulierement
des lezards (heydechßen) mais les souris s'en
estoyent allèz de luy, en d'autres lieux qu'icy.

|| [[Handschrift: 169v]]


Nachmittags, sejndt zweene deputirte vom Raht
alhier zu Eger, zu mir kommen, haben sich excusirt;
wegen Meines bruders Sehligen prætension, vndt
ihres vnvermögens, auch daß Sie vermeinen, sol-
che vndt dergleichen schulden, seyen durch den getroffe-
nen friedensschluß, zwischen dem Kayser, vndt
Churfürsten von Saxen, gantz erloschen. Zu dem, so hette
die schuldt wegen des Johanniter hauses, der
herr von Thun, an sich genommen, also daß Sie si[e]
demselben abtragen müßen. Bähten ich wollte
damitt zu frieden sein, etcetera vndt es nicht vor vbel
aufnehmen, daß Sie mich auf meine anmahnung
nicht eher beantwortett, weil sie ihres Sindic[j]
von Prag, albereitt etzliche tage, vergebens erwar-
tett hetten. perge Jch habe ihnen also geantwortet[t,]
daß Sie genugsam darauß ersehen können, daß ich
meiner pretension mich zu begeben, gar nicht
gewillett, vndt werden sich vjelleicht beßer
bedencken, wiewol Sie ihr vnvermögen, durch
daß landtverderbliche kriegswesen, vndt vielfält[i]-
ge
ruin, also exaggerirt, daß Sie auch gemeine Amb[ts]-
diener, Tagelöhner, vndt Thürner, vndt dergleichen, nicht
mehr zahlen köndten. perge perge perge

|| [[Handschrift: 170r]]


Nach eingenommenen zelltlein, bin ich vmb drey vhr
mitt Rindorfen, hinauß an Sawerbrunnen geritten,
vndt habe meine 14 gläser alda getruncken.


Jm rückwege, ist mir des Nuncij sein
Franciscaner begegnet, der hat mir vndter an-
dern erzehlet, wie daß der Principe de Cardenas,
Kayserlicher kammerherr, (mitt dem ich vorm Jahr be-
kandt worden, weil er auch den Vrsinern verwandt)
gar neẅlich geschwinde zu Wien, mitt todt abgangen.


hernacher ist mir herr Teüfel auch begegnett, mitt
bericht, daß ein 1500 Polacken, aufs neẅe ange-
kommen, wehren, welche hier herumb albereitt
logirten, vndt die straßen sehr vnsicher machten,
Sollten dem vorigen volck nachfolgen.


J'ay fait sonder sous main le consul regnant,
Jl a donnè des modestes parolles mais repetè les mes-
mes excuses aujourd'huy proferèes par le Senat,
y adjoustant, que le Roy de Boheme seroit mal
secondè & payè de ses sujets, s'il devoit permettre
le payement de telles obligations, dont il y en auroit
[u]ne quantitè en Boheme, mais le Roy leur avoit
[d]onnè tel ordre en ce cas, que ce seroit en leur faveur,
[&] qu'on ne devoit rien payer de telles pressures de guerre aux || [[Handschrift: 170v]]
ennemis, comme choses forcèes, et contrevenante[s]
a la pacification.

Samstag den 20sten: Augustj.


Jn sehr schönem zur cur erwüntzschtem wette[r]
(welches wir diese gantze woche vber, gehabtt)
hinauß zum Sawerbrunnen mitt Nostitzen geritten,
vndt meine 14 gläser getruncken, auch
eine gute weile, mitt herren Teüfel vndt
deß Nunccij Franciscaner Münch,
alda gesprachtt. Der von heimb ist auch
vorüber gefahren, vndt ist abgestiegen auf
mein erinnern, abschiedt von mir zu nehmen.
Jl estoit fort melancolique, ayant son mauvais
jour aujourd[']huy: <hypocondriaque.>


Schreiben vom Marggraf Christian, per Wonsjed[el][.]


heütte habe ichs erfahren, daß der koch, so vnß bißhe[r]
gekochtt, alhier zu Eger, der Jesuiter ihr koch seye. Sje
werden vnß also nicht leichtlich, einiger diffidentz beschuldi[gen]
vndt seine angerichtete eßen, schmecken vnß gar wol
biß dato. Gott laße sie vnß ferrner wol bekommen[.]


Der Franciscaner Münch <des Nuncij> hat mich besuchtt, in meinem lo[sa]-
ment
, vndt gute gespräche mitt mir gehalten.

|| [[Handschrift: 171r]]


Der Medicus ist zu der<m> trincken gekommen, da ich
in seinem beysein, meine Nachmittagsgläser, 14 auß-
getruncken.


Cause de sospettj sono: Che l'Imperator vuole,
e con ragione, che si restituisca dalla parte de Franzesj,
la Voltolina, e la Lorrena, <la Borgogna> e Pignaruolo, Jl
dj Francia vuole, che si liberi l'Elettore de Trevirj,
e altre pretensionj, che adduce per Parma, contro Spagnolj[.]
Jtem: che'l Cardinal Jnfante, è entrato nel suo paese.
Jl Papa hà d'affare con Venezianj, per conto de con-
finij, demolendo loro una fortezza che comminciavano
a fabricare. Hà poj con li Spagnolj quella cosa del
suo Nipote, Prefetto a Roma, per la precedenza che
pretende sopra tuttj glj Ambassadorj ed al fine, dopo lungo
contrasto, l'Jmperatore, e Francia, glj han concesso,
mà Spagna non lo vuol permettere. Jl Papa
hà 66 annj, e gran felicità non solamente per tre
[n]epotj e due fratellj, ben provistj, mà ancora, per l'ac-
[c]essione dello stato d'Vrbino, e di tutte le richezze
[d]i Sisto V.[,] Paolo quinto e Gregorio XV. perche quej
[r]ichj Cardinalj creature di dettj Papj, come Montalto,
[B]orghese, e Lodovisio richissimj, son mortj nel Pontifi-
[c]ato di questo Vrbano VIII. con <le> loro richezze, al suo tesoro.

|| [[Handschrift: 171v]]


Si trattarà a Ratisbona l'elezzione del Rè de Romanj,
la deposizione dell'Elettore dj Trevirj, la causa delquale
vuol il Papa, che sia connosciuta dall'Jmperatore, ben
che l'Elettor non vuol esser giustiziato da Sua Maes
mà dal Papa, e doveva andar a Lintz, mà non
volse andarvj. Nota Bene[:] Si crede, che l'Arciduca Leo-
poldo si farà Arcivescovo, ed Elettore dj Trevirj,
che la contumacia e ribellione dell'altro, (d'esser[sj]
sottomesso alla Protezzione dj Francia) lo potrà
far diporre. Nota Bene[:] Spagna dà a ciascun Elettore, che
viene a Ratisbonna 30 mille Talarj, e ancora all'Elettor di Bavier[a][.]

Sonntag den 21. Augustj.


Der Münch meinete auch, hesterno discursu, es würd[e]
der Regenspurger Tag, vber 40 tage nicht wehren, wann
erst die Churfürsten würden angekommen sejn.


Diceva ancora che'l Papa d'oggi s'era fatto a se
stesso la sua natività <al Principio del suo Pontificato>, che regnarebbe 18 anni,
e ne hà già regnato ondecj dodecj. Deve esser
molto buon Filosofo, Poeta, et Historico.


Jtem: che la Dieta di Cologna per il trattato di pace
si rimetterebbe a Trento, e che Francia non vj volev[a]
mandar nissuno.


Den purgierwein diesen Morgen vmb 6 wieder eingenomme[n,] || [[Handschrift: 172r]]
hernacher vmb halb achte vormittags, noch meine vom
Medico verordnete 14 gläser, mitt Sawerbrunnen
eingetruncken, nicht ohne Magensbeschwehrung,
weil die Fraw mag vielleicht vnfleißig im
Schöpfen gewesen sein, vndt es gestern abendt etwan
gefaßet, oder es sonsten lange mag haben stehen
laßen, dannenhero die spiritus evaporirt,
vndt daß <Sawre> waßer mir nicht wol geschmecktt,
(ob es schon gar schön wetter ist, vndt draußen am
brunnquell daß Sawre waßer, an itzo sehr gut)
So mag auch der heüttige purgierwein (welcher
mir gleichsfalß viel vbeler alß vorige tage ge-
schmecktt) vielleicht vrsach dran sein, vndt daß
ich die 14 gläser, (damitt nicht alle spiritus vol-
lends evaporirten) baldt aufeinander außgetruncken.
Es scheinet auch, alß ob meine Natur numehr des vielen
waßertrinckens, vndt purgirens vberdrüßig,
vndt genung daran habe, werde auch heütte
Nachmittags, im nahmen Gottes, anfangen abzutrincken.


Der Medicus; Doctor Meyer, ist heütte zu Mittage,
auf den Awerhanen, vndt andere gute bißlein,
mein gast gewesen.


Bin hinauß gefahren, zum Sawerbrunnen, habe ange-
[f]angen, in Gotteß nahmen abzutrincken, mitt 13 gläsern,
diesen Nachmittag.

|| [[Handschrift: 172v]]


heütte hats wieder angefangen zu regenen, nach
dem es die vorige woche, weil ich am höchsten getrun-
cken, gar schön wetter gewesen.


Diesen Morgen, habe ich nach eingenommenen Morsell[en]
8 gläser mitt Sawerbrunnen getruncken, vndt
darnach vmb 9 vhr, erst, eine halbe Stunde im
Schwitzstüblein, <in beysein des Medicj,> hernacher eine halbe Stunde, im
bette geschwitztt.


Der gewesene verwalter am bergwerck
des Fichtelbergs, Leonhardt Francke, hat mir
6 hüpsche Forellen, von seinem itzigen guhte Meh-
ringen, (auf zwo meil wegs, von hinnen) geschic[kt]
vndt verehret.


Nachmittags hinauß zum Sawerbrunnen gefahren, ald[a]
12 gläser abgetruncken. herr Teüfel kahm auch hinau[ß.]
Es verlauttet, ob sollte der GroßTürck nicht alle[in]
in Polen einen einfall thun wollen, sondern auch in 7ben-
bürgen, weil des Bethlems bruder vndt vetter,
den Türcken zu hülfe geruffen, wieder den Ragoz[i]
welchen sie zu depossediren vermeinen, vndt derselb[e]
beym Römischen Kayser, schutz suchen dörffte.


Es blühen an itzo die weißen rosen gar schö[n]
wieder auffs neẅe, welches seltzam ist, von ezlichen
vor ein gutes, von andern vor ein böses omen gehalte[n] || [[Handschrift: 173r]]
wirdt. <Nota: Tentationes.>


Gestern ist ein Soldat alhier vor der stadt von den
Pollnischen, gehenckt worden, dieweil er einen
kaufmann allernechst vor der Stadt helfen plündern,
vndt Todtschießen, der Fahneniuncker aber so den
anschlag selb 5te. gemachtt, ist endtrunnen.


Jddio m'hà fatto grazia, di <farmj> sapere ed inten-
dere per un strano modo, una cattivissima furberia.
Todo con el tiempo dissimula simula quoties occasio poscit3.a

Dienstag den 23sten: Augustj:

<Jnsomnia horrida, & terrifica.>


Den purgiertranck wieder eingenommen, hernachmalß,
11 gläser Sawerbrunn außgetruncken, weil ich
itzt im abtrincken continuire forttfahre.


Es ist heütte den gantzen Tag, wie auch gestern Nachmittag
vndt vorige gantze woche vber, sehr schön wetter gewesen.


Vergangene tage, habe ich die kunst mitt dem gall-
apfel probirt, denselben <zerschnitten> in ein gläßlein Sawerbrunn
werfende, hat er in ¼ stunde eine schwartze farbe
an sich genommen, vndt man hatt mitt schreiben können,
wiewol die schrift nicht gar schwarz, sondern
braun worden.


Gestern hat man vnß auch am Sawerbrunnen
referirt, daß der Vetterle ein gewaltig monopolium
[d]arvon hatt, in dem er den Saẅerling in irrdenen flaschen
[gie]ssen, vndt alleine hin vndt wieder verführen leßett, || [[Handschrift: 173v]]
dannenhero ihn von den andern Rahtsherren ein
großer neid, feindtschaft, vndt wiederwillen zu-
wächßt. Er ist ein bürgemeister[!] der Vetterle, vndt
hat ein hauß allernechst am Sawerbrunnen. Wir sahe[n]
gestern 12 große irrdene flaschen, in einem höltzerne[n]
kasten oder einschlag stehen, die hatten iede ihr absond[er]-
lich fach, vndt wahren mitt heẅ, wol bestopft,
Solch ein kasten mitt 12 gefüllten Saẅerlings
flaschen, soll ein Centner wägen, vndt 12 solcher
kasten können auf einen wagen mitt 4 pfer[den]
geladen werden.


Avis von Berlin, daß die Schwedischen noch
die Werber Schantze halten, der Churfürst gehe
auf den Bannier zu, von beyden seitten der Elbe[,]
nach dem er seine armèe halb getheilet, von
Magdeburg auß. So wehre auch Marzin noch in der
Margk; köndte vorm Wrangel nicht fortkomme[n.]
Diesen avis hat mir der alhiesige Sawerbrun[ns]-
pacient, einer von Borgistorf ein allter dic[ker]
vom adel, heütte Morgen nebst recommendirun[g]
Seiner dienste, vndt daß er mich gegen abend[t]
gern besuchen vndt mir aufwarten wollte[,]
(wo ferrn es ihm die eingenommene starcke p[ur]-
gation
nur zuließe) berichten laßen.

|| [[Handschrift: 174r]]


Der bohte von Regenspurg ist wieder kommen, mitt schrei-
ben von Löben, vndt annectirtem Kayßerlichem bescheidt,
wegen meiner pensionanforderung, damitt ich an den
König in Vngern gewiesen werde, sampt einem
recommendation schreiben vom Kayser. Es ist auch ein
schreiben darbey vom Veitt Bernhardt mitt vngereümb-
ten prætensionen. Jtem: ein schreiben vom Einsiedel
wegen des deponirten Kayßerlichen kleinodts von Dresen[!].


Jl Padre Nicolo da Tolentino hat mich besuchtt,
des Nunccij beichtvatter. Darnach der von
Borgißdorf, ein feiner geschickter, gelehrter wol
qualifizirter vom Adel. Darnach kahm
auch der Medicus, vndt ich trunck in beyder
beysein, 10 gläser mitt Sawerbrunnen.

Mittwoch den 24. Augustj stilo veterj. Bartolomæj.


habe nach eingegeßenen küchlein, ein abtrincken
forttfahrende, 9 gläser Sawerbrunnens im
losament getruncken.


Darnach ist der Münch zu mir kommen, vmb ein
viaticum bittende. Jch habe ihm 3 SilberLivres tournois₶: vndt 1½ pisto-
len
geschencktt.


Vmb 9 in gegenwartt des Medicj, vndt Meiner
leütte, wieder das Schwitzstüblein gebraucht, eine
½ Stunde darinn, noch ½ Stunde im bette geschwitztt, || [[Handschrift: 174v]]
welches mir alles Gott lob, biß dato, sehr wol
bekommen. Gott gebe ferrner gedeyen, vndt erhal-
te mir nach seinem vätterlichen willen, daß edel-
ste zeittliche kleinodt der Gesundtheitt,
vndt waß ferrner darzu gehörig, behüte vns
auch, vor allerley bösen accidentzien, innerliche[n]
vndt eüßerlichen zufällen, durch seine gnade
mildiglich, damitt mir auch böse Menschen,
weder heimlich noch offentlich, schaden thun
mögen, durch Jesum Christum, in krafft des heiligen
Geistes, Amen, Amen, Amen.


Si Deus pro nobis; quis contra nos?4


heütte habe ich schöne außgeblühete wohlriechende rose[n,]
so wol rohte alß weiße, auß vnserer wäscherin[n]
garten alhier zu Eger bekommen, darüber i[ch]
mich verwundert.


Vnser gewesener verwallter des bergwerck[s]
am Fichtelbergk, itziger zeitt, hammermeiste[r]
zu Mehringen, hat mir heütte einen hasen, vnd[t]
frische grundeln geschicktt; wie neẅlich die Forel[len.]


Nachmittags vmb 4 vhr, wie gewöhnlich, mei[ne]
abtrinckende dosim, von 8 gläsern Sawerbrunne[n]
verrichtett.

|| [[Handschrift: 175r]]

Eger.
Donnerstag den 25sten: Augustj. 1636 stilo veteri


Des Morgens vmb 7ben vhr, sieben gläser, mitt
Sawerbrunnen außgetruncken. Der Doctor
ist stracks darauf kommen, hat wollen darbey sein.


Nachmittags hinauß gefahren, der Stadt Sawer-
brunnen zu besehen, welcher auf ¼ meile von Eger
gelegen. Wirdt nicht gebrauchtt, Jst auch in einem
bawm eingefaßett, eine Erle oder Ellre, (dann
die Eichbaẅme darzu nicht dienlich, weil sichs
schwartz färbett) Man hat destwegen einen eckel
davor, weil vor langen zeitten, eines mahls eineb
wanwitziger Mensch, einen todten cörper vom
galgen herundter genommen, vndt dahin geworfen,
So ist er auch nicht so scharf am geschmack alß
der SchlederSaẅerling, wiewol er in mangel
eines andern gar gut sein würde, Jst auch vor-
zeitten, ehe der Schlederbrunnen erfunden, sehr
nützlich von den pacienten gebraucht worden, vndt
vmb der nähe willen, gar bequehm gewesen.


Nach besichtigung deßen, vollends zum rechten
Sawerbrunnen dem Schledersaẅerling gefahren,
vndt ferrner im abtrincken sechß gläser der
dosj gemeß, zu mir genommen.


Jm rückwege, ist vnß herr Teüfel mitt Seiner
gemahljn, (so neẅlich ankommen) <auch> zu kutzschen, begegnett.

|| [[Handschrift: 175v]]

Freitag den 26. Augusti


Meditations ou contemplations, touchant le songe
reiterè, d'Hartzguerode, <en estè> puis de Lübeck; 1632[:]
gardèz vous des mois quj ont un R. et<car> ceste
lettre vous sera dangereuse & dommageable au
commencement[,] souvenèz vous bien fort des tromperies
de Reüß, et prennèz bien garde au mois de No-
vembre, puis vous serèz delivrè des liens quj
vous attachent, et quj vous empeschent a
exercer vostre courage & vostre valeur, etcetera puis
vous ferèz le voyage d'Espagne, & vous y mourrèz.
perge


Or ie traittois alors avec ce trompeur de
Roussel, lequel me vouloit ammener en Moscovie
sous esperance de grandes promesses, de bon traitte-
ment, generalats, et bon estat de moy, & de
mes enfants, jusques a la 4me. generation.
Et il l'eust fait, si l'esprit de Dieu ne m'eust
diverty, voire averty en bon françois, afin de
comprendre, a quj i'avois affaire. L'issuë mal-
heureuse de ceste guerre, le mauvais traittement
fait a Leßler general des estrangers par les
Rüsses ou Moscovites, les mauvayses qualitèz
et renom de Roussel, que j'ay apprins depuis || [[Handschrift: 176r]]
m'ont tesmoignè, que Dieu me fit beaucoup de
grace par ceste admonition si signalèe, dont
ie fuis obligè de luy <en> rendre action de graces
toute ma vie. Mais ce n'est pas tout,
car combien que ceste admonition pour lors ait visèe
expressèment, a me retirer des griffes de Roussel
aussy bien que des Rüsses (barbares, & cruels,
& mesfiants au possible) si est ce que depuis
encores iusqu'icy cest avertissement m'a servy
a prendre bien garde a mes affaires, & pour
les noms ou mots, (car il y a de l'ambiguitè
en la parole <Nota Bene>, mois; ou <Nota Bene> mots, quand on ne l'escrit
pas, ains le dit de vive voix, comme fit l'esprit,
sans doute, messager de Dieu, pour me conseiller
mon bien) afin de ne me trop fier a ceux quj
ont la lettre R. au commencement de leurs noms,
surnoms[,] ou tiltres ou offices, ce que l'evenement
a approuvè non point generallement mais auprès
de quelques[-]uns; comme; apres le trompeur Reüße,
Roussel, Roolet en France, (pretendant a tort, de Adolph Börstelc
60000 Gulden (florenus)f: desja payèz de<par> nostre Agent) le page Rab â Reithorn,
tirant le cousteau, et regimbant a mon obeissance, et
jettant des pierres a mes Conseillers & serviteurs au chasteau de Bernburg[.]

|| [[Handschrift: 176v]]


Jtem: Rudolfe valet de chambre, regimbant aussy
fort a l'obbeissance, & rabbrouant avec une grande
opiniastretè, lors qu'on luy disoit quelque chose avec
une mine fort barbaresque et colere estant Hon-
grois, ainsy que ie craignois aussy qu'il nous fe-
roit du mal, estant si incorrigible. Jtem: Röder,
quj estoit aussy tres opiniastre, colere & quin-
teux lors qu'il commençoit, regimbant quelques fois
bien fort a mon obbeissance, & on l'encoulpe d'estre
cause de mon dernier malheur a Bernburg pour ne
m'avoir averty dèz Halle deux jours auparavant,
ce qu'il scavoit nous devoir arriver, aussy fut il depuis
le premier de mes gens portè d'un coup de mousquet
<devant son front> par terre (en punition de da nonchalence a moy
tresdommageable,) dont il se revela Dieumercy.
Mais toutefois ceste reigle ne doibt estre generale.
J'ay encores Rindorff, (lequel ne laisse par pour-
tant d'estre fort obstinè quand il commence, et
comme endiablè, autrement tresbon et fidelle)
Je croy que i'auray a prendre garde aussy
aux Rois, a la ville de Ratisbonne mainte-
nant, dans laquelle, il y a, Rustorff; Rosa le Docteur
en medicine, et un double R: R: en latin, quj
y doibt arriver solennellement[.] A Weymar il y || [[Handschrift: 177r]]
avoit deux nobles, Reex & Rabensteiner. En
Poulogne je vis le Roy d'alors Sigismu<o>nd 3me. & le
Prince ou Ducq Radzivil. Mais nj a Weymar
ni en Poulogne je n'ay eu qu'apprehension de desplay-
sir, quoy qu'en Poulogne de quelque sorte. J'ay
aussy a me garder de Rome, et de la Religion
Romaine, & de ceux quj en sont. Je n'ay pas
a oublier cependant les mois si singulierement
notèz par l'Esprit nocturne susdit, car la
mesme annèe 1632 mourust en Novembre,
depuis le Roy de Swede, mon frere Ernest, &
le jadis Roy de Boheme Frideric. Cela estoit
fort considerable. J'ay courru divers hazards
et fortunes depuis, comme mes pappiers journaulx
en feront foy, particulierement aux mois quj ont
un R. et ce par mer & par terre. Et il y a
huict mois de l'annèe, depuis Septembre, jusqu'en
Avril, qui ont un R.[,] les autres, quattre May, Juin,
Juillet, & Aoust, en sont seulement exempts, ainsy il
semble que je devray vivre en inquietude la
pluspart de l'annèe, si ie ne me repose sur la
garde de Dieu, lequel m'a garenty, et me peut
garantir de grands malheurs, par sa grace & Toute- || [[Handschrift: 177v]]
puissance. Mais il semble que les mois de
Mars, et de Novembre me soyent les plus dan-
gereux de tous, et si ie doibs penser au<n'obmettre le> passè;
i'ay estè enfoncè au gouffre de la mort 1620
le 8me. de novembre, a la battaille & apres
la battaille de Prague, en ceste occasion sj ex-
traordinaire. Apres ceste rencontre là, ie n'en
scache pas de plus dangereuse, que celle quj m'ar-
riva en ceste presente annèe, 1636 au
mois de Mars, l'11me. en ma propre mayson
a Bernburg, la ou ie fus si mal traittè des
amis mesmes, saccagè, pillè, les mousquetades
allants de toutes parts a l'entour de nos
testes, nos gens blessèz a nos costèz, les
espèes nues presentèes a ma poictrine,
et tant plus cela m'estoit insupportable,
que ie l'avois moins meritè, en une fidelj-
si constante & inviolable, estant en mes
propres biens, & ayant ma femme & famille
auprès de moy. Mais on trouvera en mes
journaulx d'autres hazards encores en di-
vers mois, & toute ma vie, i'ay estè sujet
a de fort grands dangers, mais retirè aussy
paternellement par le bras du Toutepuissant.

|| [[Handschrift: 178r]]


L'an 1635 j'estois plusieurs mois a Vienne, fort traver-
& angoissè, & sans doubte aussy en quelque soup-
çon innocent, pour avoir trop regrettè Schafgotzsch;
et a cause de mon voyage en France, & en Savoye.
Mais & pour les affaires Swedoyses que je pensois es-
quiver. Mais Dieu me garentit aussy alors.
Le retour estoit tresdangereux, avec si petit train,
par tant de perils.


L'an 1634 ie fis ce grand et perilleux voyage,
partie par mer, partie par terre, partie aussy par
diverses eaux douces & fleuves, assavoir par la Basse
Saxe, par l'Hollande & Zelande, par la France,
Italie, Tirol, Austriche & Boheme, courrant de
tresgrands hazards, par eau et par terre, comme
aussy en quelques sejours, a Paris, Turin, &cetera[.]


L'an 1633 je negligeay la belle occasion quj
se presentoit en Poulogne que j'avois moy mesme re-
cerchè l'annèe precedente & ne sceus l'embras-
ser que trop tost, ou trop tard. Ah helas! ne
laissant pourtant de faire aussy des voyages
hazardeux sans fruict, en Hollande, Oldemburg &cetera
et en Hollstein, & a Dresen[!].


L'an 1632 je fus en Poloigne, & depuis en
Holsace, courrant diverses fortunes, & celle avec
Roussel, & depuis avec Roolet.

|| [[Handschrift: 178v]]


L'an 1631 je fus a Eger, la ou je me fusse
quasj tuè moy mesme <par mesgarde> d'ün coup de pistolet, &
i'y pensois faire fortune avec le Prince de
Poulogne aujourd'huy Roy, sans effect toutesfois.
Depuis le Roy de Swede troubla grandement mes
affaires m'empeschant de faire fortune.


L'an 1630 ie vins a Bernburg pour regner le
pays, apres le trespas de feu Son Altesse,
& ne laissay d'avoir des destourbiers, non seu-
lement par ceste mort, mais aussy par la Diete
de Ratisbonne (la ou j'allay a cause des biens
Ecclesiastiques confisquèz,) par le feu de Güntersperge
& par d'autres accidents, desordres avec nos
Officiers, & serviteurs &cetera[.]


L'an 1629 l'Edict de l'Empereur nous descou-
ragea, & nous mit en danger, avec nos biens,
Je fis un voyage en Silesie, & depuis en<a> Vienne,
tout avec danger, laissant ma femme seule
en ce lieu ouvert de Ballenstedt.


L'an 1628 J'eus le grand danger a Heim
de ce gentilhomme Murlo, quj me voulut tuer sans
rayson avec l'espèe me courrant sus, puis
avec les pistolets, puis avec le cousteau.

|| [[Handschrift: 179r]]


L'an 1627 je vins a Ballenstedt avec
mon mesnage, & n'eus pas seulement encores
a Bernburg la mortalitè de mes deux enfans, mais
aussy les dangers de la guerre depuis 1627 ius-
qu'a 1630 que nous ne pouvions quasi dormir
seurement a Ballenstedt, si les Anges de Dieu, ne
nous eussent garenty. Et en ceste annèe
1627 nous retournasmes par mer & par terre,
du pays-bas, par Hollstein, Meckelnbourg & la
Marche, non sans divers perils, singulierement par
mer, en la Tempeste prés de Nordenay Isle en Ostfrise.


L'an 1626 fusmes encores en France, puis
en Brabandt, allants avec danger jusqu'a
la Contè de Bentheim, Ma femme enceincte
fit diverses cheutes, et accoucha d'un fils a
Schüttorf. Je fis un petit, mais tresdangereux
voyage par 4e. armèes differentes de la Contè
de Bentheim, a Harzgerode. Dieu me garentit
encores alors. Au retour, ie füs chargè de
Reitres de Ling<h>en, mais ils ne me sceurent
faire aucun mal. Allant depuis a Amster-
damb au retour je fus chargè a Enschede d'une
partie Espagnolle assèz rudement, nonobstant
le passeport de l'Jnfante, & fus menè prisonnier
a Oldenzeel, mais ne perdis rien, quoy que j'a-
vois de grands thresors auprès de moy.

|| [[Handschrift: 179v]]


L'an 1625 ie me mariay, courrus fortune
sur la glace de l'Elbe en y allant, & depuis
la peste nous mit en danger en Anhalt, &
de là jusqu'a Rouen en Normandie, dont
Dieu nous preserva miraculeusement car il
y avoit de la mortalitè quasj par tout
en la Basse Saxe, en au pays-bas & en
France, Puis<car> nous y allasmes ceste
annèe pour eviter ce que nous trouvions par
tout, & pour trouver en France quelque bonne
fortune, mais elle se cacha devant moy.


L'an 1624 je revins d'Jtalie avec
quelque danger, & fus en soupçon aux terres
des Venetiens, pour estre trop Jmperialiste, outre
la fievre quarte quj m'abbandonna a
grand peine. Feu Madame ma Mere mourust.
<ceste annèe, sur la fin, lors que j'estois au sejour de Bernbourg.>


L'an 1623 j'alleay de Prague, avec
consentement de l'Empereur en Italie, y devins fort
malade de fievres, de la dyssentherie & autres
choses, courrus divers hazards au voyage
de Rome, & de Naples, & de Milan, y fus
mesmes en y allant soupçonnè de l'Archiduc || [[Handschrift: 180r]]
Leopoldt, moy voulant aller a Venise.


L'an 1622 j'eus a Ratisbonne de rencontres
dangereux avec des envieux & malvueillants,
allay apres ma delivrance, de la a Flensburg,
non sans danger <par l'Allemaigne> des picoreurs, & vis depuis le
Royaulme de Dennemarck avec danger sur Mer.


L'an 1621 je fus menè prisonnier de Brinn
a Neẅstadt, y courrant diverse fortune de
plusieurs choses, & depuis delivrè jusqu'a Vienne[.]


L'an 1620 apres avoir combattu de tout mon
pouvoir & devoir, abbattu du cheval & bien
blessè jusqu'a la mort, ie fus fait prisonnier
de Don Guiglielmo Verdugo, comme tout cela est
plus amplement descrit ailleurs.


L'an 1619 ie courrus fortune comme nous
battismes Hanßler près de Verrieden,
puis aussy en Boheme, & fismes des dange-
reux voyages.


L'an 1618 ie courrus en voyages plusieurs
fortunes, en Savoye, France, Angleterre<revenant en Allemaigne>d & a la Patrie.


L'an 1617 ie courrus des perilleux hazards
a la guerre de Savoye, puis traversant toute
la France, Jtem: voyageant en Angleterre & pays-bas || [[Handschrift: 180v]]
mais avec contentement & honneur toutesfois.
Nota Bene[:] comme ie passay deux fois en Angleterre par
le mitan des brigands bien armèz, & plus
forts que nous, quj n'avions que des chevaux de
poste <las> avec des brides al'Angloise, & eux
avoyent des grosses massuës, des hallebardes,
espieux, haches, &cetera m'attendans des deux
costèz d'un chemin creux, ver la nuict commen-
çant desja a venir, gueres loing de Londres,
& ie ne les apperceus point jusqu'a ce qu'ils
levoyent les bras pour nous en donner, mais fu-
rent retenus de la main forte du Toutpuissant.


En France ie courrus grand hazard, a cause
des voleurs aux Alpes au<entre> Daulphinè et Pie-
mont, s'attachans mesmes depuis a mon valet de
chambre Magot, Jtem: en Poictou, & en Picar-
die, ou ils avoyent volè des gens devant nous.
Passant la mer en Novembre, & la repassant
en Decembre, on peut croyre que c'estoit
un hazard, d'aller & venir ainsy en hyver
de France en Angleterre, & d'Angleterre en Zelande.


Je courrus plusieurs hazards secrets non seulement
en Piemont, mais aussy a Paris & ailleurs en
ce voyage, que ie ne peux pas ainsy specifier || [[Handschrift: 181r]]
par le menu, sans nombrer les grands hazards
que ie courrus a la guerre de Piemont, ou je n'estois
pas le dernier aux perils, & perdis entre Felizan,
<[e]t Astj,> aulcuns de mes gens & mon bagage, mais le
principal fut sauvè, Dieumercy.


J'ay voulu seulement noter tout cecy pour passetemps
icy a Eger, pour voir succinctement<generalement> comme la fortune
s'est jouèe de moy depuis que i'ay commencè a
bien entrer au Theatre du Monde. Mais on trou-
vera dans mes pappiers journaulx les specifications.


Et mesmes dèz mon enfance i'ay courru des
grands hazards, non seulement de <cheutes, &> maladies, mais
aussy des dangers. <Nota Bene[:] maladie de mort au 3me. an de mon aage> N'ayant que 4e. ans,
ie faillis de<a> tomber d'une gallerie <a Plassemburgk> au chasteau,
sur laquelle mes nonchalentes gens, m'a-
voyent plantè pour regarder le tournois aux
nopces du Marquis Christian, & eux s'en al-
lants i'estois pour tomber, <du haut en bas> si a l'instant mesme
survenant le Baron Abraham de Dona, ne m'eust
encores attrappè de fortune par les jambes, pour
me retirer de ceste imminente perilleuse cheute.


Allantse a Giessen <en ce mesme|aage>, avec mes parents, & estant
assis sur le coche des servantes, les Mousquetaires
de la forteresse firent une salve, & nostre cocher ne
sceust plus retenir ses chevaux ainsy a un doigt
près nous faillismes a nous precipiter au fossè, avec || [[Handschrift: 181v]]
horreur des regardants. Feu Madame de bonne
Memoire, m'a contè cela & beaucoup d'autres choses,
encore, particulierement les cheutes que i'ay faites
en l'aage de 2[,] 3[,] & 4 ans, dont ie m'en sou-
viens encores en partie. Feu Monseigneur me
conta aussy entre autres choses, comme i'avois
unefois en son quartier, (Son Altesse s'en allant
un peu en un autre logis, & me laissant seul
en sa chambre,) par curiositè enfantine, trouvè
une nombre de serpents que Son Altesse avoit cachè
dans une boitte ou Schup<b>lade. Son Altesse revenant
donc tost apres, & me voyant en compagnie de
serpents, en fut fort estonnè & en peine, mais
ie les hantay sans peur, & elles ne me fi-
rent aulcun mal. Mais Son Altesse me donna t in-
continent apres, la pouldre de serpents a man-
ger. Maintenant je n'aurois pas ceste hardiesse.
Son Altesse me conta encores plusieurs autres choses, trop
longues a deduire icy, en ceste briefue delineration.


L'an 1608 ie ne courrus pas petit hazard, al-
lants en carosse iusqu'a Geneve, contre la
coustume, & faillants entre Morges & Losanne
de rompre bras et jambes a un precipice la
nuict, si un homme avec une lanterne, comme || [[Handschrift: 182r]]
un Ange de Dieu, ne nous eust rencontrè justement
au temps que nos chevaux de carosse montoyent
desja le sentier a une montagne precipiteuse.
Et dans un bois plein de brigands nous nous estions
esgardèz, passants ce voyage avec grand danger,
quelques precipices, car ce n'est pas la coustume,
d'aller en carosse de Basle a Geneve. L'an
1609 nous courrusmes fortune entre Tonnon &
Evian, a un precipice ou le cheval de mon cousin
le prince Frideric Maurice de bonne mémoire tomba du haut
en bas a costè de plusieurs rochers au lac de Geneve,
sans se faire aucun mal, avec admiration grande.
Nous courrusmes <hazard> a Evian, & a Geneve & ail-
leurs, de n'estre ensorcelèz, car i'en pourrois
conter des particularitèz non necessaires a
tracer icy. Depuis en la mesme annèe,
1609 nous courrusmes plusieurs fortunes, au
voyage de Provence, Languedocq, <au> Lionnois, &cetera
& depuis l'an 1610 mon cousin susnommè mou-
rut a Lion a mon grand regret, de la petite vero-
le, dont ie fus aussy saysy mais en eschappeay.
Voulants aller a Saulmur, sur Loire, il fal-
lust nous arrester a Nevers, a cause de la nou-
velle de l'assassinat du Roy Henry le Grand. || [[Handschrift: 182v]]
Et m'estant remis a Lion, il me fallust aller
a Heidelberg, la ou estoit mort l'Electeur Palatin,
mon grand patron. Je ne sceus faire aussy
ce voyage sans danger en Bourgogne, Cham-
paigne & en Lorraine vers les confins.


Apres l'enterrement dudit Electeur Frideric IV.
ie retournay a Dessa (ou j'avois desja estè
trois ans depuis 1606<5> iusqu'a 1608 a estudi-
er en bonne compagnie de mes cousins) y se-
iournant et estudiant encores une couple
d'ans, puis i'alleay aux nopces d'Anspach[,] de
la a Amberg, ou j'avois estè (meritamment)
fort souvent chèz pere et Mere, en fin 1613
a la reception (heimführung) de la Princesse d'An-
gleterre a Heidelberg, la ou j'eus occasion de
voir des belles magnificences, & a me faire
entendre sous l'habit de Pallas5 en une jnvention
a la course de <la> bague, par une belle harangue
Françoyse aggreable aux Anglois & Allemands.
L'an 1612 aux nopces d'Anspach, i'harangay
faysant le present de nopces, au nom de Son Altesse
Monseigneur mon Pere. L'an 1608 ie fis une ha-
rangue a Messieurs de Nüremberg les convians || [[Handschrift: 183r]]
pour comperes nom de Son Altesse mon Pere, au baptesme
de mon frere le prince Ernst de bonne mémoire[.] Je fis aussy
diverses harangues aux soldats de la garnison
du chasteau a Amberg, & depuis a la monstre
d'Altzheim au bas Palatinat fort solennelle,
en presence de l'Electeur & plusieurs Princes, i'haran-
gay avec mes cousins Jean Casimir, & Frideric
Maurice, preschants aux soldats, &cetera jouants
aussy puis apres de la pique, que nous sceusmes
assèz bien manier. Je fis aussy des ha-
rangues <1609> a Geneve a la foire<avec mon cousin Friedrich Moritz> non seulement
aux soldats en latin en une foire solennelle
mais aussy en l'Auditoire de Geneve, aux
estudiants, Dieumercy, avec bon succéz.
L'an 1613 en Automne allant en Jtalie,
i'y eus diverses rencontres aussy, & pour la
contumace & pour les bandites, & pour d'autres
dangers estranges, que je ne doibs specifier,
particulierement aussy des scorpions trouvèz
dans mon lict, dans mes vases a boire, dans
mes bottes, &cetera[.] J'y apprins assèz bien les exer-
cices dont j'en avois commencè quelques[-]uns, a
Dessa, a Geneve, Lion, et Heidelberg, & retour-
nay en Allemaigne, au mitan<May> de l'an 1614 apres || [[Handschrift: 183v]]
avoir prins solemnellement congè du Duc & du Se-
nat de Venise par une belle harangue Itali-
enne sans hesiter, dont ces Italiens furent ravy
en admiration, disans: Oh che fanno i nostrj figliuolj!


Revenant par Jnspruck, (la ou l'Archiduc
Maximilian ne me voulut rendre moins d'hon-
neur que les Venitiens m'avoyent fait) en
fin a Amberg, ie demeuray depuis 1614 jus-
qu'a 1617 quasj continuellement a la cour de
Monseigneur mon Pere, fismes des voyages en
Anhalt, Bentheim, Heidelberg, Stuckardt,
Jnspruck, & aux Dietes de l'Vnion a Heil-
brunn[,] a Rotemburg, &cetera[.] Et ie ne laissay
pourtant de courrir des petits hazards, avec
mes corrivaulx & envieux, ayant estè toute
ma vie fort sujet aux oppressions. Mais parti-
culierement quand ie me suis laissè induire a la
mauvayse coustume du boire, contre mon natu-
rel & contre la defence expresse de mes parents,
il me semble que j'ay perdu toute ma force,
& Vertu, comme si Dieu m'abbondonnoit. Et de
cela i'ay esprouvè des preuves trop manifestes
avec danger de vie, & d'estre massacrè l'an || [[Handschrift: 184r]]
1615 comme a Besem, Bernhardt Krosigk faillit a
s'entretuer avec Davidt Schlegel, & furent blessèz
tous deux en nostre yvrognerie. Et i'y survins aussy
l'espèe au poing pour les separer, ne scachants ce
qu'ils faysoyent, & je les separay par force, avec
mes gens. L'an 1617 il s'en fallust bien peu,
que ie ne me fusse battu ou entretuè avec le
Marquis Charles de Baden. L'an 1618 avec
le Conte Jean Philippe d'Ortemburg. L'an 1624<1623>
a Flensburg un gentilhomme Harburg vouloit tirer
l'espèe contre moy en l'yvrognerie, pour avoir estè
outragè & que ie luy avois versè du vin a la teste,
mais tous les autres gentilshommes, mesmes ses
parents m'assistants, & le voulants assommer,
il fallust qu'il acquiesçast, et je faillis d'es-
touffer ceste nuict la de excessif boire en pre-
sence de feu Madame, laquelle m'en tançea
asprement, avec desfence expresse de ne le plus faire.
L'an 1624 aussy, i'eus a Milan un bon Rausch
pour chasser la fievre, & fajlljs a y avoir une griefue
querelle, si feu mon frere de bonne mémoire ne l'eust ap-
paysèe. L'an 1626 j'eus de semblables ha-
zards a Harderwyck, & a Zelle, & en
l'an 1627 a Dessa tirant l'espèe contre || [[Handschrift: 184v]]
mon cousin le prince Johann Casimir & quelques autres, & fail-
lant d'estouffer la nuict, sj ma femme ne
m'eust sauvè la vie, comme elle fit aussy au
dit Flensburg. L'an 1627 encores i'eus
querelle a Güstero avec mon beaufrere,
mais ie ne luy en donneay pas sujet,
& l'an 1628 avec Murlo sans ma coulpe,
mais Dieu a voulu tousjours chastier ma des-
obeissance, en pechant contre sa parole, contre
mon naturel, & contre la desfence & adhor-
tation expresse de mes parents, seulement pour
complaire aux hommes mondains. L'an 1632
i'eus aussy grande querelle au boire avec
le Colonel Borsida a Brigk, venans a dis-
courir de la battaille de Prague. L'an 1633
a Oldemburg avec le vieil Duc Auguste de Lawenburg[.]
Ceste presente annèe 1636 avec le Duc Frantz
Albert de Saxe Lawenburg & ainsy l'hazard
ne m'abbandonne quasj iamais. Alcune
circostanze mj fanno ancora credere,
ch'io habbia ricevuto del veleno, mà
vinto per grazia d'Jddio. Ce n'est pas
merveille que l'hazard peut tant sur nous, || [[Handschrift: 185r]]
puis que nous vivons par hazard.6 Astrologisches Symbol für den Glückspunkt (Pars Fortunae) = glücklicher/erfolgreicher Tagf Rotenhahn.
<Rector, Rummel, Rohte Rüben, Rohte Rosen, Roten + Ritter, Rohan, Rouen,>
Nota Bene Reüß, <Nota Bene> Roussel, <Nota Bene> Rüsses, <Nota Bene> Roolet, Radzivil, Rex Poloniaeg[,]
[Nota] Bene Richelieu, Röder, <Nota Bene> Rab a Reithorn, Rudolfe,
Rindtorf[,] Ruelle[,] Nota Bene <Doctor Rummel[,]> Ratisbonne, R. R.h[,] Reextzsch, <Ryßwyck[,]>
Rabensteiner, Rovigo, Rostock, Religion Romaine,
Rome, Romanus Pontifex, Romanistes, Doctor Rosa, <Nota Bene> <Rytwein[,]>
Randaw, Rantzaw, Rintelem, Reingraf,
Rabe, Rex, Rodrigo, Regna, Reinhardt, Rappen,
Rustorf, <Recept Nota Bene in der Artzney, Regina, Rhenus, Rhodanus.>
J'ay aussy assistè a des courses de bague a Heidelberg,
Bareyt, Stuckardt, Anspach, Dessa, & ailleurs, Jtem: a des
braves tournois a Heidelberg, & Stuckardt, &cetera[.]


Astrologisches Symbol für den Glückspunkt (Pars Fortunae) = glücklicher/erfolgreicher Tagi J'ay oubliè de mettre mes dangers par eau,
comme lors que j'alleay avec Madame 1625 de
Hamburg sur l'Elbe, je voulus voguer, (le temps
estant <a mon avis assèzj>trop calme pour faire <seulement> voile) a derniere le bat-
teau a une pointe ou a peine deux pouvoyent
s'asseoir ensemble. Bayern m'aida, & vo-
guans a toute force l'un des bois se rompit,
dans lequel la rame couchoit. Je fus donc
par ce choc poussè que ma teste & mon corps
s'abbandonna, les pieds suivans apres comme
surprins du poids du corps quj vouloit a tomber
du haut en bas (car le batteau estoit haut, &
ne laissa pourtant de faire voile aussy) & ie || [[Handschrift: 185v]]
me fusse noyè sans doute, si Bayern ne me fust
tombè de fortune sur mes jambes, les empeschants
de suivre le poids du corps, comme ils estoyent
sans cest accident necessitèz de faire, &
ainsy apres Dieu, Bayern me sauva la vie.


L'an 1624 allant sur la Brenta de Padoue
a Venise, & me tenant de bout au haut de la
barque, un battelier nous rencontrant avec
une autre barque (comme cela avient beau-
coup de fois) en plein jour, il chocqua par ma-
lice & envie secrette qu'il portoit a nostre
battelier, la nostre, si fort qu'il y enfonçea
un grand trou, & je tombeay de ce choc en bas,
la teste & le corps s'abbandonnans desja, &
comme les jambes pensoyent de suivre apres,
Stammer m'attrappa encores a un bout d'u-
ne longue pellisse Napolitaine assèz ridicu-
le aux françois, que ie portois alors par
singuliere providence de Dieu (car Stammer
estoit au fonds de la barque loin de moy,
si la longueur de son bras, & de ma pellisse
a peine ne se fussent entreatteint[)] par
l'exhortation de feu mon Frere quj se te-
noit encores plus loin, mais s'apperceut || [[Handschrift: 186r]]
le premier de mon grand danger, & si Stammer
ne m'eust retirè sj viste, c'estoit fait de moy,
non tant a cause de l'eau seulement que pource
qu'au moment du choc la barque se vira &
s'entre chocquea par la pouppe aussy aux
costèz, ce qu'eust fracassè ma teste entre
les deux grosses barques, si a l'instant l'on
ne m'en eust retirè, & Börstel tomba avec
moy, se tenant un petit peu derriere moy,
en discourrant, & ne courrust pas comme plus
petit & derriere, la fortune que je courrus.


Depuis je faillis une autrefois faysant le mes-
me chemin, mais dedans une petite peotte,
avec Monsieur Wartemßleben, me noyer, la peotte
estant chocquèe d'une grosse barque, & estant
a un doigt près, pour s'enfoncer au costè.


Les dangers passant deux fois de Zelande
a Calais près de Donquerquen, comme ennemis,
n'estoyent pas petits. Et la derniere fois, i'y
passay avec vent contraire, outre l'horrible
tourmente & tempeste, que je souffris auprès
de Glückstadt, laquelle fit enfoncer un navire
plus grand, que le nostre, &cetera &cetera &cetera[.]

|| [[Handschrift: 186v]]


Le peril en tombant en ma jeunesse a Dessa
le haut d'un degrè en bas, de la hauteur d'une
assèz haute chambre 1612 sans toucher aucune
pierre, & revenant sur mes pieds sans aucun
mal. L'an 1608 a Amberg tombant de
la montagne de la tour d'Amberg du haut
en bas roulant sur plusieurs pierres sans
singulier dommage. L'an 1622 a Ra-
tisbonne glissant de la gelèe du haut
des degrèz du logis Jmperial, quelques
degrèz en bas ainsy que ma teste, reson-
na sur ces pierres, comme un pot creux,
de la force de la cheute, comme Knoche &
autres ouyrent, ie n'en eus point de mal.
L'an 1625 & 1632 ie ne courrus pas
petite fortune a passer, au premier l'El-
be gelèe <près de Atlemburg>, et en l'autre la Vistule
(Weixel) près de Warsaw, gelèe, en
sorte toutesfois que l'une & l'autre
commençea en ma presence a trembler
& a se desgeler, personne ne me conseillant,
d'y passer, mais il ne faut pas estre temeraire.

|| [[Handschrift: 187r]]


<Tentationes mancherley haben mich auch sieder anno 1616 <her> an dem lauf meiner glücksehligkeitt, gar sehr verhindert, vndt abgehalten. perge perge perge>


<Je n'ay pas mis la mortalitè de mes enfans, de mon Pere & Mere, de mes soeurs, & frere, car depuis la mort de feu Madame ma Mere le malheur m'a singulierement persecutèk, & dèz ce temps là nous avons eu onze enterrements a Bernburg en onze ans, ainsy qu'il semble que la bonne Dame, ait emportè la benediction de nostre mayson avec soy, contre son grè & volontè nous disant devant son decèz force benedictions. Mais Dieu le veut ainsy, comme Directeur souverain de nostre heur ou malheur. Et il faut vivotter, comme l'on peut, non pas || [[Handschrift: 187v]] comme l'on veut. Pacience!>

|| [[Handschrift: 187r]]


<26. Augusti> <Noch> diesen Freytag habe ich auß verordnung des
Doctoris ein pülferchen in warmen wein eingenommen,
das vbrige böse residuum der zehen feüchtig-
keitten, auch cruditeten vollends außzuführen,
wie auch wo noch viel Sawer waßer im
leibe hinderstellig, daßelbe hinwegzunehmen.
Gott gebe zu allem, sein gedeyen vndt segen.

|| [[Handschrift: 187v]]


heütte Morgen vmb sechße habe ich die
letzte purgation in dieser Saẅerlingscur
müßen einnehmen, darnach hat mirs der
Medicus frey gestellet, ob ich wollte vollends
abtrincken, (weil es wenig helfen oder
schaden köndte,) oder nur zu Mittage vber
Tisch Saẅerling trincken, so habe ich vmb
der ordnung willen, daß erste erwehlet,
vndt nach acht vhren vormittags, fünf
gläser mitt Sawerbrunnen, der ge-
wöhnlichen Echterings dosj nach, außge-
truncken, wiewol der medicus fast lieber
gesehen, das ich es nicht gethan, damitt
die eingenommene Artzney desto beßer
operiren können. Er sagt auch numehr soll
ich mitt dem Trincken beschließen, denn mehr
waßer diene mir an itzo nicht in leib,
bevorab da die cur das ihrige gethan,
vndt es anfänget frisch zu werden.
Wiewol ich auch Nachmittags ferrner
auf 4 gläser abtrincken wollen, so hat
es doch der Doctor nicht rahtsamb befunden.

|| [[Handschrift: 188r]]


Werde also in Gottes nahmen gegenwertige
Sawerbrunnen cur heütte beschließen, vndt
den Allmächtigen Schöpfer in sejner Machtt
vndt gühte, sonderlich auch in dieser edlen
gabe des Saẅerlings zur gesundtheitt dien-
lich, wie auch in allen andern seinen wercken
danckbahrlich, loben, rühmen vndt preisen.
Er gebe vnß ferrner vollstendige leibesgesundt-
heitt vndt alle edle gaben, zu vnserer leibs
vndt Sehlen wolfahrt dienlich, in Christo Jesu,
zu dem ewigen leben, durch kraft des heiligen geistes Amen.


Jch habe an Johann Loẅen durch Thomas Benckendorf eine
antwortt schreiben laßen, nacher Regenspurgk.


Schreiben von Schwester Anne Sofie bekommen, vom
20sten: Augustj, daß der Oberste Brinck zwar abgefordert,
Taube aber an seine stelle inß Fürstenthumb kommen
seye, mitt seinem Regiment, dem armen außgezehrten
lande zu großer vngegelegenheitt. Das sterben soll auch
gar sehr im Fürstenthumb grassiren, also daß herrvetter
Fürst Ludwig, (dem ein leibkutzscher an der pest ge-
storben) nicht länger bleiben können, sondern von Cöhten
nacher Niemburg verrücken müßen. hertzog Adolf von
Meckelnburg tractirt meine Schwester die hertzoginn gar
vbel, will ihr das kindt nehmen, hat alle reformirte
Rähte abgeschafft, außer einem, den er in arrest genommen[.] || [[Handschrift: 188v]]
Der Churfürst von Brandenburg hat ihm geschrieben sich eines
beßeren zu bedencken, will aber noch zur zeitt wenig
helfen. Die Schwester bittet vmb etzliche flaschen
mitt Sawerbrunnen. Zu halle soll es auch gar sehr
sterben, wie auch zu Cöhten, Zerbst, Merßburgk. etcetera


Nach dem die heüttige eingenommene purgation
wol operirt, ist gegen abendt, der Medicus
Doctor Meyer zu mir kommen, mitt berichtt, ich müste
noch ein acht wochen lang, gute Diæt halten, vndt
ia keinen exceß nicht thun, wollte ich anderst
den erwüntzschten Nutzbahren effect von der cur erhalten.


Der Churfürst von Saxen soll zu Tangermünde,
mitt Seiner armèe liegen, vndt der Banner im Lünen-
burgischen auch gar sein haüptquartier, in der Stadt
Lünenburg haben.


Jch habe dem herren Teüfel meine zeittungen
communicirt, vndt daß ich verhofte heütte oder
Morgen, mitt der Sawerbrunnen cur, fertig zu
werden. Er hat mir sehr darzu gratuliren laßen.


En mes arrierepensèes cy devant descrites, m'est
aussy entrè en Memoire le peril 1634 sur le ou le Tesin
y entre vers<vis a> vis de Pavie, la ou les Espagnols nous
attacquerent, nous voulants desvaliser, si enfin le
passeport du Cardinal Jnfante, qu'ils disputerent au
commencement ne nous eust a peine sauvè. Item: le peril
des bandites sur le Pò, & en logis solitaires la nuict au || [[Handschrift: 189r]]
Milannois, comme aussy auparavant au Daulphinè,
Jtem: entre Lion & Paris, estans accompagnè de gens
mesmes, dont nous ne nous fiions pas, Jtem: entre Calais
& Paris, Jtem: sur mer, Jtem: en Tirol des soldats Espagnols
grand danger sur l'Jnn, Jtem: peril de feu a Jnspruck[,]
peril d'un Lieutenant quj pensoit a Halle en Tirol, entrer
en ma chambre l'espèe nuë au poing, lors que je fay-
sois la priere, & on l'en retint par force, car il disoit
qu'il ne s'en soucioit pas, quj que ce soit la de-
dans. Jl pensoit que son valet s'y estoit cachè,
qu'il vouloit frapper de l'espèe ou massacrer,
& nous aurions sans doute nous surprennant comme
cela creu qu'il nous en vouloit, & desgainants nos
espèes, nous battu avec luy. Mais ie croy que c'estoit
une trahison formèe, des <soldats> estrangers quj nous eussent
volontiers pillè nos hardes. Car il y avoit des Ita-
liens, Espagnols & Vallons, & Lorrains bon nombre,
a cause que le Cardinal Jnfante estoit pour lors en Tirol.
Peril a Vienne, dont il semble que Dieu m'avertit
en songe, car plusieurs sortes de gens s'y arrestent & aux
hostelleries. Peril en Boheme, Misnie et Saxe avec si
petit train. Dieu soit louè, pour m'avoir garenty, le
priant de me garentir aussy davantage a l'avenir.
Monsieur Adolph Börstel m'escrit, qu'il fremist d'horreur, quand il pense a || [[Handschrift: 189v]]
ce mien grand, penible, & tresdangereux voyage de 1634.
<Nota Bene[:] Danger de feu a Jnspruck alors en nostre logis.>

Samstag den 27. Augustj.

<Songe d'avoir eu des cheveux gris bien frisèz sur la teste.>


heütte hat man ein wenig außgeruhet, auf gesteri-
ge starcke Artzney. Gott gebe alleß zum gedeyen.
Die pursche befindet eine große Mattigkeitt,
nach dem Sie vom Sawerbrunnen abgelaßen, vndt
sonsten neben mir, sich Artzneyet.


Vormittags vmb zehen vhr, habe ich daß hauß besehen,
darinnen die stube, in welcher der Friedlandt
oder Wallsteiner ist durchstochen worden. Sein
bette ist nahe am ofen gestanden, wegen kälte,
(die er so gar nicht erdulden können,) vndt alß
er erst den tumult gehöret, ist er zum fenster
zu gelauffen im hembde. Jndeßen wirdt sein kammer-
diener, welcher verwehren wollen, daß man zu sei-
nem herren nicht also hinein lauffen sollen, mitt
einem stich verwundet, (soll aber nicht dran gestor-
ben sein,) vndt die Thür mitt gewaltt aufge-
stoßen, in dem läuft der hertzog, vom fenster
an Tisch nahe darbey, so fragt ihn der capitain
Ebrox ein Jrrländer, Bistu der Rebell,
der die armada von vnserm Kayser will ab-
fällig machen, vndt vber zum feindt führen. Jn dem
Sperrt der Friedländer das Maul auff, sagt aber || [[Handschrift: 190r]]
nichts, so gibt ihm der Ebrox einen starcken
stoß mitt dem spieß oder hellebarte, oder partisane,
in die brust hinein, daß der von Fridlandt,
ob er schon mitt der handt, die wunde zudecken
wollen, dennoch baldt darnach zur erden gesuncken,
vndt die ziegel mitt blut besprützett, So haben
sie ihn hernacher mitt einem schlechten leilach zuge-
deckt, vndt die stiege hinundter geschlept,
daß sein haüpt die staffeln fast alle gezehlt,
vndt haben ihn also aufs schloß zu den andern
offizirern gebrachtt, welche schon zuvor nieder-
gemacht gewesen. Die stube ist lenglicht ein
feines zimmer, hat nur einerley licht nach
der gaßen vndt Marckt zu, vndt vber die
kammerThür, noch zween andere Thüren. Zu der
einen ist der Ebrox gar allein hinein gegangen,
zu der andern ein ander capitain, welcher den
Friedländer vmbbringen sollen, wo ferrne Ebrox
manquirt hette. Die andern leütte vndt wachten
seindt schon weggeschaft gewesen, vndt Cordon,
Pudler, Leßle, bey dem volck auf dem Marckte,
in der Stadt vndt sonsten gewesen, anzuordnen,
damitt kein auflauff endtstünde weder im
Schloß noch in der Stadt, haben auch diesen anschlag
vor Sich selbsten gemachtt, ehe ihnen der Kayßerliche || [[Handschrift: 190v]]
befehlich, sich seiner zu bemächtigen, zukommen, dann Sie
besorgt, weil er ein großen anhang, es möchte ihnen
(wo er lebendig bliebe) ihre hälse kosten, sonderlich
weil sie den Jlo, Trtzschka, Kinsky vndt Naw-
mann albereitt im Schloß erwürget. Dieses
alles, haben mir zween Jesujter, so in selbjgem hau-
se wohnen, erzehlet, vndt wusten nicht waß
partisane oder hellebarte war, Jtem: wie der ander
capitain geheißen. Es seindt ihrer der Jesuiter
an itzo in allem, alhier zu Eger, nicht mehr, alß
zween, haben noch kein collegium. Sie sagten
auch, des von Fridtlandts freünde hetten es erst
neẅlich erhalten, daß er hette dörfen in Seiner
ersten Frawen grab, begraben werden. Das
schreckliche ende dieses herren, gemahnt mich
nicht allein an das dictum:
Tolluntur in altum; ut lapsu graviore ruant 7,
welches er selber anno 1626 im munde geführt,
vom Könige in Dennemarck, weil der selbe nicht
nach seinem kopf zu Braunschweig in friedenstrac-
taten
sich einlaßen woll<t>e, nicht aber vermeint
daß es ihm selber begegnen köndte. Wiewol da-
mals Mein herrvatter Sehliger alß Sie mitt mir
eben hiervon geredet, præsagiente spiritu vndt lächeln-
de gedachtt: der general sehe zu, daß es ihn nicht selber treffe || [[Handschrift: 191r]]
Nota Bene oder das er sich nicht selber treffe. Nota Bene Nota Bene[.]
Sondern es gemahnt mich noch mehr an Gotteß
wortt, Sie gehen vndter, vndt nehmen ein ende
mitt schrecken.8 Jtem: Jch sahe einen Gottlosen, der
breittet sich auß, wie ein lorbeerbawm9, da
ich nach ihn fragte wardt er nirgendt funden.10 etcetera
Jtem: Bleibe from vndt halte dich recht, denn
solchem wirdts zu letzt wolgehen.11 Jtem: Menge
dich nicht vndter die aufrührer, damitt du nicht
mitt ihnen, aufgerieben werdest.12 Jtem: Die Obrig-
keitt träget das schwert nicht vmbsonst. Sie ist
eine rächerinn zur strafe vber den so böses thut.13
Vndt <an> viel andere sprüche mehr so in der bibel stehen.
Nocumenta documenta. ΠαθΉΜατα ΜαθΉΜατα[.]


Es kam noch ein frembder Jesuiter darzu, der war von
Amberg herkommen, den<vom> Sawerborn zu trincken, denselben
sprach ich auch an, alß meinen landtsmann. Jch sagte ich
wehre zwar sein landtsmann aber kein Jesuiter, der
wehre doch sonsten ein guter Christ. Der ander ant-
wortett, wir sollten billich alle Jesuiter sein,
vndt dem herren Jesu treẅlich anhangen. perge


Sie sagten auch des hertzogs von Fridlandt sein Astrologus
wehre eine stunde zuvor bey ihm gewesen, hette ihn gewarnet,
sich innerhalb 15 tagen, vor gift wol zu hüten vndt vorzusehen.
E[r] Fridlandt selber hette sich auch nichts gutes schwahnen laßen,
zwar nicht vor gifft, aber vor mutination der Regimenter
sich geförchtett, offt zum fenster hinauß gesehen, den angsten Schweiß || [[Handschrift: 191v]]
von der Stirn, offt abgewischtt, daß viel leütte auf
den gaßen vndt sonsten, es sollen sein gewahr worden.
Fata interdum possunt præviderj, non <tamen> evitarj.
Ach wie gar nichts seindt doch alle Menschen, die so
sicher leben. Sela!14 <Quj stat, videat; ne cadat!15>
Discite Justitiam monitj, et non temnere Divos. 16


Der alhiesige Medicus, Doctor Meyer, hat mich Nachmittags
besuchtt, vndt abschiedt von mir genommen. Jch habe ihm
12 ducaten vor seine gehabte mühewaltung vndt fleiß
verehren laßen, auch vor alle meine leütte den
Apotecker außzahlen laßen, weil sie auf der rayse
das ihrige gethan, vndt ich sie gern gesundt wißen
wollte, nicht aber zur consequentz.


habe darnach das schloß besehen, vndt den ortt
wo anno [16]34 der Trtzschka, Kinsky, Jlow
vndt Neẅmann, erschlagen worden, in dem Sie
mitt dem Obersten Cordon, Budler, vndt Leßle
gegeßen, vndt habe die circumstantzien wie es
zugegangen, vom proviandtschreiber erzehlen hören.


Darnach den großen Sahl besehen, vndt
etzliche zimmer oben, Jtem die cappelle vndt
vnten den stall. habe auch Sechsiährig bißquit
oder zwybacken brodt droben gegeßen, so der Wall-
steiner noch backen laßen. Sje vermeinen, es solle || [[Handschrift: 192r]]
sich noch 6 iahr halten. Jst gut am geschmack gewesen.
Das Schloß ist sonsten schlecht gebawet, vndt gar
alttFränckisch. Jm Sahl hats einen feinen pro-
spect
.


Von dannen nach dem Franciscaner vndt<oder>
Barfüßer kloster zu, es zu besehen, hat eine feine
kirche, etzliche zellen, feine refectoria, einen
lustgarten, vndt einen küchen garten, die<auch>
eine feine bibliothecam. Die Münche wahren
gar treẅhertzig darinnen, wiewol es gelegen-
heitt gab, in der bibliotheca; mitt einem zu disputiren.


Meilenm.
Nach dem alles gestern vndt heütte, in Eger außge-
zahlet vndt richtig gemachtt, auch iedermann, dem man
schuldig contentirt worden, bin ich gefahren in Gottes
nahmen, auf den Sawerbrunnen zu, (darbey herr
Teüfel der Kayserliche kammerherr noch einen feinen ab-
schiedt von mir genommen,) vndt also in Gottes nahmen
mitt meinem comitat, heütte vier guter meilen
gerayset. Erstlich von Eger, beym Sawerbrunnen vorü-
ber, biß gen Adorf, welches ChurSäxisch ist
alda zu Mittage gegeßen, vndt gefüttert.








3
Nachmittags von Adorff, gen Elßnitz
Nachtlager. Jst sehr abgebrandt, vndt schlecht bestellt
alda. Der holcko hats noch anstecken laßen.
1

|| [[Handschrift: 192v]]


Meilenm.
Von Elßnitz, nach Reichenbach
nach dem ich einen rechten vnglücksehligen Morgen
gehabt, in dem ich von 4 bohten nacheinander
betrogen, vndt irre geführt worden, einen
berg auff, den andern ab, in einen waldt
vndt wildnüß hinein, inß ander wieder
herauß, daß es mir seltzame gedancken
vervrsachett, auch kein wunder wehre,
meine kutzschpferde hetten sich im leibe zurißen,
auch die kutzsche (so etzlich mahl in holen
wegen stecken geblieben) wehre zu
drümmern gegangen, wie sie dann im Voyt-
lande zimlichen schaden gelitten. Diese drey
meilen seindt vnß viel saẅrer worden,
alß andere 6 wenn sie schon gar groß wehren,
in gebänetem wege.
3


Meilenm.
Von Reichenbach, mitt vnlust vndt vnwillen,
in großer impacientz weitter gezogen, auf
Wert zu, ein städtlein


Von dannen noch weitter biß auf Gremnitzsch
auch ein städtlein, vnser Nachtlager, nach dem
wir heütte zu Mittage, kalte küche auf der
kutzsche gehalten.
1

|| [[Handschrift: 193r]]


Die letzten 2 oder 2½ halb[!] meilen seindt noch hin-
gegangen, aber die ersten drey waren gar zu schlimm,
vndt durch irrnüß der bohten, noch viel ärger. Meinen
pferden ist wol heütte sehr wehe geschehen. Gott behüte mir
sie. Poco del bene, puoco del male fortifica la pacien-
za, e cj fà passar per il mondo.


Zu Grimnitzsch erfahren, daß es zwischen hier vndt
Leiptzigk gewaltig auf den dörfern vndt flegken
stirbet, daß auch die pest zu halle heftig grassire,
wie auch zu Merßburg, Nawmburg, Friburg,
Jehna, vndt anderer ortten, in den landen zu
Saxen, Thüringen vndt Meißen. Gott wolle alle
landtplagen gnediglich von vnß abwenden vndt miltern.

Dienstag den 30. Augustj.

<Avis vom hanß Philips Geüder von vndt zu heroltzberg vndt Neẅenhoff, Rittmeister.>


Meilenm.
Von Grimnitzsch nach Aldemburgk 2
alda vorüber, auf ein dorf Breitern
daselbst kalte küche gehalten, vndt gefüttert.
1
Nachmittags vollends nach Leiptzigk
alda dem Milio, vndt iungen Börstel zugesprochen.
Meine schreiben vndt packeet haben meiner verfehlt,
seindt alle fortt nach Eger. Gott laße mir Sie
zukommen, vnversehrt.
3


Escrit a Madame[,] a Albrecht Schulth[,] a Monsieur d'Heimb, au Duc
de Weymar.


Zeitung daß Bannier, die Stadt Lünenburg eingenommen,
hingegen, hat er Ratenaw, Brandemburg vndt havelberg, wieder verlohren.

|| [[Handschrift: 193v]]

Mittwoch den 31. Augustj.


Meilenm.
Weil es so gar vnsicher nach Deßaw vndt Bernburg
so wol von wegen der pest, alß wegen der Soldaten,
habe ich mich fluchs resolvirt, nacher Altemburg zu raysen,
vndt also vmb gewißer vrsachen willen, wieder vmbzukehren[.]
Seindt biß dahin wie gestern
vndterwegens in einem dorf gefüttert.




5


heütte Morgen dem iungen Börstel vndt Milio einen
kasten consignirt, Gott gebe zu glück, vndt bestem.


Zu Altemburg bin ich beym hertzogk Johan Philips gar will-
komb gewesen, vndt freündtlich empfangen worden.


Textapparat
a Im Original sind alle Wörter in dieser Zeile lückenlos aneinander gereiht.
b Gestrichenes im Original verwischt.
c Passage "de A: B:" ist verwischt.
d Gestrichenes im Original verwischt.
e Gestrichenes im Original verwischt.
f Da dieses Symbol hier vermutlich nicht nur als Einfügungszeichen fungiert, wird es hier wiedergegeben.
g Auflösung unsicher.
h Abkürzung nicht auflösbar.
i Da dieses Symbol hier vermutlich nicht nur als Einfügungszeichen fungiert, wird es hier wiedergegeben.
j Die Wörter "avis" und "assèz" sind im Original zusammengeschrieben.
k "m'a singulierement le malheur persecutè" im Original korrigiert in "le malheur m'a singulierement persecutè".

Kommentar
1 Person nicht ermittelt.
2 Melancholie, deren Ursprung und Sitz man in der Milz vermutete.
3 Zitat aus Owen: Epigrammata, S. 31.
4 Rm 8,31.
5 Nicht eindeutig identifizierbare Figur der griechischen Mythologie.
6 Zitat nach Montaigne: Essais, S. 357.
7 Zitat aus Claud. in Ruf. 21-23 (ed. Levy 1971, S. 377).
8 Ps 73,19.
9 Ps 37,35.
10 Ps 37,36.
11 Ps 37,37.
12 Prv 24,21.
13 Rm 13,4.
14 Ps 39,6.
15 1. Cor 10,12.
16 Zitat aus Verg. Aen. 6,620 (ed. Binder 2008, S. 318).
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Accidenz
Zufall, Zufälligkeit
Achtring
Getränkemaß
adhibiren
zuziehen, anwenden
Ambassador
Abgesandter, Botschafter
annectiren
anhängen
Armada
Armee, Heer
Armada
Kriegsflotte
arzneien
Medikamente einnehmen
arzneien
Medikamente verabreichen; kurieren
bähnen
bahnen
Barme
Barbe
Bartholomäustag
Gedenktag für den Heiligen Bartholomäus (24. August)
baß
besser
besorgen
befürchten
causiren
verursachen
Circumstanz
Umstand
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
Commercien
Handelsgeschäfte
compliren
vollenden
Complirung
Ergänzung, Vervollständigung
confortativ
stärkend
Consequenz
[rechtlicher Anspruch durch] Gewohnheit
contentiren
zufrieden stellen
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
contribuiren
Steuern oder andere Zwangsabgaben entrichten
contribuiren
beitragen, beisteuern
convoyiren
begleiten, geleiten
convoyiren
in einem Konvoi ziehen
corroboriren
stärken
Cruditet
roher, nicht assimilierbarer Stoff im Körper, besonders von Nahrungsmitteln im Magen und Darm
depossediren
außer Besitz setzen
Diät
gesunde Lebensweise
dick
dicht
Diffidenz
Misstrauen
ein
ungefähr
Einspänniger
Kriegsknecht mit Pferd, fürstlicher Bediensteter, Stadtknecht; berittener Bote, Geleit- und Meldereiter
Einspänniger
Eigentümer eines kleineren bäuerlichen Besitzes, der meist nur Handdienste leistet
evaporiren
abdampfen, ausdünsten
exaggeriren
eine Sache recht groß darstellen, übertreiben
excusiren
entschuldigen
Expedition
Beförderung, Besorgung
Expedition
Abfertigung
Expedition
Verrichtung
Freund
Verwandter
Friedenstractat
Friedensverhandlung
Fuder
Raum- und Hohlmaß
gähling
plötzlich, unversehens
gelde
unfruchtbar, unträchtig oder als zur Zucht ungeeignet ausgesondert (etwa bei Schafen); auch gelle.
gelle
unfruchtbar, unträchtig oder als zur Zucht ungeeignet ausgesondert (etwa bei Schafen), auch gelde.
Generalquartiermeister
Vorgesetzter aller Quartiermeister
genung
genug
graviren
(jemanden mit etwas) beschweren, belasten
Heidechse
Eidechse
Impacienz
Ungeduld
incorrupt
unverdorben
indianischer Hahn
Truthahn
ingrossiren
eine Schrift ins Reine und in die gehörige Form bringen
interrumpiren
unterbrechen
Kammermeister
(höherer) fürstlicher Bediensteter einer Finanzverwaltung
Kapphahn, Kapaun
kastrierter Masthahn
Kar
Raummaß (Gefäß)
Kastner
eigentlich Verwalter des Kornspeichers, teils auch Amtmann über alle Einkünfte
Lauterstall
bei Pferden das krankhafte Ausscheiden von Wasser in demselben Zustand, in dem es getrunken wurde
Lection
Verlesung, Vorlesen
Leilach
Leintuch, Bettlaken
Losament
Unterkunft, Wohnraum
manquiren
fehlen, mangeln
Maß
Raummaß, Hohlmaß
Morselle, Zeltlein, Küchlein
Arzneikonfekt (in klebriger Masse eingebundene medizinisch wirksame Pulver zur Einnahme, meist mit Zucker vermischt und in kleinen festen länglichen viereckigen Stücken gereicht)
Mutination
Meuterei
Napf
Raummaß, Hohlmaß
Pension
Gnaden- oder Ruhegehalt
Pension
Kostgeld
Pension
Dienstgeld, Besoldung
percurriren
flüchtig durchgehen
Pistole
spanische Goldmünze, Doppelescudo (Dublone)
Prospect
Aussicht
Purgation
Abführmittel zur Reinigung des Darms, als einem der ausleitendenen Verfahren der Humoralpathologie
Purgierwein (Laxierwein)
spezieller, mit Kräutern vergorener Wein als Abführmittel zum Reinigen des Körpers
Quartiermeister
für die Beschaffung von Verpflegung und Unterkunft zuständiger Unteroffizier
Recommendirung
Empfehlung
resigniren
Verzicht leisten, entsagen
resigniren
abdanken, (ein Amt) aufgeben
resolviren
entschließen, beschließen
resolviren
auflösen
restiren
schulden, schuldig sein
restiren
übrig sein, übrig bleiben
rottiren
sich in schädlicher Absicht versammeln oder verbinden
Schütte
Raummaß für Getreide und Stroh
Schütte
angeschwemmter oder aufgehäufter Erdwall
selbfünft
eine Person mit noch vier anderen, zu fünft
sieder
seit
sollicitiren
etwas gerichtlich betreiben, um Rechtshilfe ersuchen
sollicitiren
ersuchen
Staffel
Stufe
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
Türner
Türmer
verarrestiren
beschlagnahmen
verarrestiren
verhaften
verehren
schenken
vielfältig
vielfach, vielmalig, oft, wiederholt
visitiren
besuchen
volantspielen
Federball spielen
Volk
Truppen
Waldzins
jährliche Abgabe für die Nutzung eines Waldes an den Waldherren
Zeitung
Nachricht
Abaza Mehmed Pascha

geb. 1576
gest. 1634
Anm.: Geboren in Georgien; Verschleppung und Versklavung als Kind; danach Karriere in der osmanischen Administration; 1605-1607 Beteiligung an einem Aufstand in Anatolien; ab 1617 Beylerbey (Provinzgouverneur) von Varosia; seit 1620 Beylerbey von Erzurum; 1622/23 Anführer einer Rebellion gegen Sultan Mustafa I. (1591-1639); 1628-1631 Beylerbey von Bosnien; 1633/34 Heerführer im polnisch-osmanischen Krieg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Jacques (d') Abelin

Anm.: Um 1614 gräflicher Hofmaler in Bentheim; um 1626 Kaufmann in Amsterdam.
Graf Babo I. von Abensberg

gest. 1001/02
Anm.: Angehöriger des Adelsgeschlechts der Babonen; 975-980 Graf im westlichen Donaugau; seit 983 Burggraf von Regensburg; Stammvater der Grafen von Abensberg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Graf Niklas von Abensberg

geb. 1441
gest. 1485
Anm.: Sohn des Grafen Johann III. von Abensberg (gest. 1475/76); Rat der Herzöge von Bayern-Landshut; bayerischer Pfleger von Graisbach, Riedenburg und Kehlheim.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Abraham N. N.

geb. 1634
Anm.: Jüdischer Junge, der am 30. Juli 1634 in Venedig beschnitten wurde.
Abraham

Anm.: Biblische Figur.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Absalom
Abschalom

Anm.: Biblische Figur.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Achates

Anm.: Figur der römischen Mythologie; in Vergils "Aeneis" der beste Freund und Gefährte des trojanischen Helden Aeneas.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Achill(es)

Anm.: Heldenfigur der griechischen Mythologie; Hauptheld der Ilias des Homer.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Actaeon
Aktaion

Anm.: Antike mythische Gestalt, die nach Ovid auf der Jagd Diana und ihre Nymphen beim Bad überraschte, deshalb von ihr in einen Hirsch verwandelt und von den eigenen Hunden zerfleischt wurde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Adam

Anm.: Biblische Figur; Stammvater der Menschheit.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Salomon Adam

gest. 1640
Anm.: Schwedischer Hauptmann, Obristleutant und Obrist (ab 1632) schottischer Herkunft; seit 1636 Kommandant von Magdeburg (mit Hans Drake), wegen Übergabe der Stadt zum Tode verurteilt, später jedoch unter Verlust seines Regiments begnadigt.
Jürgen Aderkas

geb. 1603
gest. 1631
Anm.: Sohn des Jürgen von Aderkas (1563-1602); schwedischer Obrist.
N. N. Adler (1)

Anm.: Mutter von N. N. Adler (2); um 1636 alte Wirtin im sächsischen Königstein; früher im Dienst des Grafen Johann Kasimir von Lynar (1569-1619) und des Berliner Kurfürstenhofes.
N. N. Adler (2)

Anm.: Feuerwerker des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647).
Hendrik Adler

Anm.: Ca. 1622-1628 Schöffe (Ratsherr) sowie mehrfach Bürgermeister von Harderwijk.
Johan Adler Salvius

geb. 1590
gest. 1652
Anm.: Sohn des Strängnäser Stadtschreibers Peder Hansson (gest. vor 1609); Studium in Uppsala (1609), Rostock (1612/13), Helmstedt (1613/14), Staßburg (1615) und Marburg (1615); 1614 Magister; 1619 Promotion zum Dr. jur. utr. in Valence; ab 1621 Assessor am schwedischen Hofgericht; diplomatische Missionen für Schweden nach Kursachsen (1622), Dänemark (1623) und Norddeutschland (1624); seit 1624 Staatssekretär; 1631-1634 und 1636-1650 schwedischer Resident in Hamburg und im Niedersächsischen Reichskreis; ab 1634 Hofkanzler und Geheimer Rat; seit 1638 alleiniger Legat Schwedens in Deutschland; 1643-1648 schwedischer Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress; seit 1648 Reichsrat; 1629 Nobilitierung; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand; vgl. Heiko Droste: Im Dienst der Krone. Schwedische Diplomaten im 17. Jahrhundert, Berlin/Münster 2006, S. 378.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte
Adonai

Anm.: Eine der Umschreibungen für Jehova (Gottes Eigenname) im Tanach.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Valentin Adrian

Anm.: Um 1629 vermutlich Kaufmann in Braunschweig.
Königin Kleopatra VII. Philopator von Ägypten

geb. 69 v. Chr.
gest. 30 v. Chr.
Anm.: Tochter des Ptolemaios XII. Neos Dionysos (gest. 51 v. Chr.); 51-47 v. Chr. gemeinsame Regentschaft mit ihrem Bruder Prolemaios XIII. (61-47 v. Chr.); seit 47 v. Chr. faktische Alleinherrscherin in römischer Abhänigkeit; Selbstmord nach endgültiger Niederlage gegen Octavian (63 v. Chr.-14 n. Chr.).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Ptolemaios II. Philadelphos von Ägypten

geb. 308 v. Chr.
gest. 246 v. Chr.
Anm.: Sohn des Ptolemaios I. Soter (367/66 v. Chr.-283/82 v. Chr.), ab 306 v. Chr. König von Ägypten; seit 285 v. Chr. Mitregent seines Vaters und ab 283/82 v. Chr. ägyptischer Alleinherrscher.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Ännchen N. N.

Anm.: Um 1630/34 Kammermagd der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); im Januar 1634 Verlobte des fürstlichen Kammerdieners Johann Schumann (gest. 1636).
Aeolus
Aiolos

Anm.: Griechisch-römischer Gott und Beherrscher der Winde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johan van Aerssen

geb. 1579
gest. 1654
Anm.: Sohn des Cornelis van Aerssen (1545–1627); Herr von Wernhout; 1613-1625 niederländischer Drost der Baronie Breda; seit 1637 Bürgermeister von Breda.

Weiterführende Informationen in VIAF
Kaiser Fasilides von Äthiopien
Kaiser Alam Sagad von Äthiopien

geb. 1603
gest. 1667
Anm.: Sohn des Kaisers Sissinios (Malak Sagad III.) von Äthiopien (1572-1632); seit 1632 Kaiser von Äthiopien.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kaiser Jakob von Äthiopien
Kaiser Malak Sagad II. von Äthiopien

gest. 1606
Anm.: Sohn des Kaisers Sarsa Dengel (Malak Sagad I.) von Äthiopien (1550-1597); 1597-1603 und seit 1604 Kaiser von Äthiopien.
Fernando Afán de Rivera y Enríquez
Duque Fernando de Alcalá de los Gazules
Marqués Fernando de Tarifa
Conde Fernando de Los Molares

geb. 1583
gest. 1637
Anm.: Sohn des Fernando Enríquez de Ribera y Cortés (geb. 1529); spanischer General und Politiker; zunächst Generalkapitän von Katalonien; 1619-1622 Vizekönig von Katalonien; 1629-1631 Vizekönig von Neapel; 1632-1635 Vizekönig von Sizilien; 1636 Gouverneur des Herzogtums Mailand; ebenso spanischer Botschafter und Generalvikar in Italien unter Papst Urban VIII. (1568-1644).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Afrasiyab Pascha

gest. 1624
Anm.: Durch Ämterkauf seit 1612 Beylerbey von Basra, der weitgehend unabhängig vom Sultan regierte; Begründer der Dynastie Al-Afrasiyab, die bis 1668 in Basra herrschte.
Aglaia

Anm.: Eine der drei griechischen Göttinnen der Anmut (Grazien).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Adam Christian Agricola

geb. 1593
gest. 1645
Anm.: Sohn des Teschener Hofpredigers und Superintendenten Johann Agricola (gest. 1609); reformierter Theologe; Studium in Leipzig und Frankfurt/Oder; 1620-1622 Hofprediger des Markgrafen Johann Georg von Brandenburg-Jägerndorf (1577-1624); 1622-1629 Hofprediger in Güstrow; 1629-1636 Dom- und Hofprediger in Berlin; seit 1636 Hofprediger in Königsberg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Georg Agricola

geb. 1558
gest. 1633
Anm.: Sohn des Amberger Arztes Dr. Georg Agricola (1530-1575); ab 1582 Studium in Heidelberg (1585 Bacc.); 1588-1593 Medizinstudium in Wittenberg; 1594-1614 und 1621-1629 Stadtarzt in Amberg; seit 1629 praktischer Arzt in Regensburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Peter Agricola

gest. 1648
Anm.: Bis 1631 fürstlicher Kanzleischreiber in Bernburg; um 1635/43 Sekretär des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Heinrich Cornelius Agrippa von Nettesheim

geb. 1486
gest. 1535
Anm.: Sohn des Kölner Bürgers Heinrich von Nettesheim; deutscher Universalgelehrter, Theologe, Jurist, Arzt und Philosoph; 1499-1502 Studium in Köln; 1509 Dozent an der Universität Dole; 1509/10 Bergrat der Stadt Köln; Dozent an den Universitäten Köln (1511) und Pavia (1512 und 1515); 1512 kaiserlicher Offizier; 1515 Promotion zum Dr. med. und Dr. jur. utr. in Pavia; 1518-1520 Stadtsyndikus in Metz; 1521-1523 Arzt in Genf; 1523 Stadtarzt in Fribourg; 1524-1527 Leibarzt der verwitweten Louise de Valois, Duchesse d'Angoulême (1476-1531); 1528/29 Arzt in Antwerpen; 1529/30 Archivar und Historiograph der niederländischen Regentin Erzherzogin Margaretha von Österreich (1480-1530).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Francisco d' Aguilar
Isaaco Levi Buendia

Anm.: Portugiesischer Jude, der in Brüssel erst zum Katholizismus, später in den Vereinigten Niederlanden zum reformierten Glauben konvertierte; um 1627 Sprachmeister für Spanisch unter dem Theologieprofessor Constantin L'Empereur (1591-1648) in Harderwijk; im Januar 1627 ebenso Spanischlehrer des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg; vgl. Klaus Conermann (Hg.): Briefe der Fruchtbringenden Gesellschaft und Beilagen: Die Zeit Fürst Ludwigs von Anhalt-Köthen 1617-1650, Reihe I, Abt. A: Köthen, Bd. 2, Tübingen 1998, S. 104-106.
Ahizade Hüseyin Efendi

geb. 1572
gest. 1634
Anm.: Seit 1632 Mufti von Konstantinopel (Schaich al-Islām); 1634 Hinrichtung wegen angeblicher Verschwörung gegen Sultan Murad IV. (1612-1640).
N. N. von Ahlefeld

Anm.: Um 1637 Rittmeister.
Sophia von Ahlefeld
Sophia von Baudissin
Geburtsname: Sophia von Rantzau

geb. 1620
gest. 1697
Anm.: Tochter des Gerhard von Rantzau (1558-1627); 1633-1646 erste Ehe mit Wolf Heinrich von Baudissin (1597-1646); 1650-1670 zweite Ehe mit Cai von Ahlefeld (1591-1670).
Ahmed Pascha

Anm.: Um 1615/17 Beylerbey (Provinzgouverneur) von Kanischa.
Hans Jakob Aichinger

Anm.: Regensburger Tuchhändler; Innerer Rat (1606-1634), Kämmerer (1614, 1616/17, 1619/20, 1622/23, 1625, 1628 und 1630/31), Ungeldherr (1620-1625) und Steuerherr (1625-1634) der Reichsstadt Regensburg; vgl. Werner Fees-Buchecker: Rat und politische Führungsschicht der Reichsstadt Regensburg 1485-1650. Studien zur Verfassungs- und Sozialgeschichte Regensburgs in der Frühen Neuzeit, Diss. München 1998, S. 214.
Foppe van Aitzema

geb. ca. 1580
gest. 1637
Anm.: Sohn des Schelte van Aitzema; Studium in Franeker, Leiden, Helmstedt und Wittenberg; 1607-1613 herzoglicher Rat in Wolfenbüttel; 1612/13 zugleich Kanzler des Hochstifts Halberstadt; Gesandter der Generalstaaten, u. a. bei der Hanse in Lübeck bzw. Hamburg (seit 1617) und am Wiener Kaiserhof (1636/37); 1637 Konversion zum katholischen Glauben.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Lieuwe van Aitzema

geb. 1600
gest. 1669
Anm.: Sohn des Meinardus van Aitzema und Neffe des Foppe van Aitzema (ca. 1580-1637); niederländischer Diplomat, Historiker, Jurist und Staatsmann; um 1633/45 Resident der Hansestädte in Den Haag.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Lorenzo Ajazza

geb. ca. 1590
gest. 1634
Anm.: Piemontesischer Adliger aus Vercelli; seit 1629 kaiserlicher Kämmerer; 1631/32 kaiserlicher Obristleutnant; danach lothringisch-spanischer Obrist.
Esprit Alard
Esprit d' Esplan
Marquis Esprit de Grimault

geb. 1595
gest. 1630
Anm.: Sohn des Notars Jacques Allard; Favorit des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); ab 1617 Grand maréchal des logis de la Maison du Roy; um 1624 Gouverneur der Festung und Stadt Meulan; 1626 (vermutlich außerdentlicher) französischer Gesandter in Den Haag; seit 1627 Marquis de Grimault.
Charles d' Albert
Duc Charles de Luynes

geb. 1578
gest. 1621
Anm.: Sohn des Honoré d'Albert (gest. 1592); ab 1611 Falkner und bald darauf Favorit des jungen Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1616 Grand fauconnier; ab 1619 Gouverneur der Picardie; seit 1621 Connétable von Frankreich; ab 1619 erster Duc de Luynes und Pair de France.

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Justus Albinus

geb. 1584
gest. 1635
Anm.: Sohn des Plauener Schuhmachers Justus Albinus; 1615-1619 Pfarrer der Dessauer Georgenkirche; Diakon (1619-1622), Archidiakon (1622-1625) und Pfarrer an St. Marien (ab 1625) sowie seit 1625 Superintendent in Dessau.

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Hans Albrecht

Anm.: 1625-1628 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); 1626-1628 zudem Küchenschreiber ihres Gemahls Christian d. J.
Antônio de Albuquerque Maranhão

gest. 1667
Anm.: Sohn des Jerômino de Albuquerque Maranhão (1548-1632); 1622-1634 Gouverneur von Paraíba.
Aldobrandini, Familie

Anm.: Italienisches Adelsgeschlecht.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Aldobrandino Aldobrandini

geb. 1593
gest. 1634
Anm.: Sohn des Gian Francesco Aldobrandini (1545-1601), ab 1597 erster Principe di Sarsina e Meldola; seit 1612 Großprior des Malteserordens in Rom; 1616-1619 Kommandeur der maltesischen Flotte; 1622/23 Admiral der päpstlichen Galeeren; ab 1623 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (1631); seit 1628 kaiserlicher Kämmerer; vgl. Robert Laurentius Dauber: Johanniter-Malteser-Ritter unter kaiserlichen Fahnen 1523-1918, Gnas 2007, S. 106f.
(Giovanni) Giorgio Aldobrandini
Principe (Giovanni) Giorgio di Meldola e Sarsina
Principe (Giovanni) Giorgio di Rossano
Duca (Giovanni) Giorgio di Carpineto

geb. 1591
gest. 1637
Anm.: Sohn des Gian Francesco Aldobrandini (1545-1601), ab 1597 erster Principe di Sarsina e Meldola; seit 1601 Principe di Sarsina e Meldola; ab 1610 erster Principe di Rossano; seit 1621 Nepot von Papst Gregor XV. (1554-1623); Karriere als Komandant der päpstlichen Garde, General der Kurie und päpstlicher Botschafter in Spanien; ab 1630 Duca di Carpineto.
Graf Johann von Aldringen

geb. 1588
gest. 1634
Anm.: Sohn des Leonhard Aldringen; zunächst Schreiber in der Luxemburger Landeskanzlei; kaiserlicher (1618-1620) und spanischer Hauptmann (1620/21); 1621-1623 bayerischer Obristleutnant; kaiserlicher Obrist (1622), Generalfeldwachtmeister (1629), Feldzeugmeister (1631) und Feldmarschall (1632); seit 1624 Hofkriegsrat und Oberkommissar für das Heerwesen; 1629/30 Kommissar für die Exekution des Restitutionsedikts im Obersächsischen Reichskreis; Erhebung in den Freiherren- (1627) und Grafenstand (1632).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Matthias Alefeldt

Anm.: Um 1628 Bauer in Reinstedt.
Johann Alemann

geb. 1596
gest. 1636
Anm.: Sohn des Magdeburger Bürgermeisters Johann Martin Alemann (1554-1618); 1611-1615 Studium in Wittenberg und Jena; 1618-1629 Ratsherr in Magdeburg; ab 1625 Wortführer der kaiserlichen Partei in der Stadt; 1626-1629 kaiserlicher Statthalter in Magdeburg; seit 1630 magdeburgischer Steuereinnehmer und Amtmann in Wolmirstedt; 1633 Kommissar bei der kaiserlichen Armee in Hildesheim.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. Alfeldt

Anm.: Um 1628 vermutlich Untertan im Amt Ballenstedt.
Ali Agha

Anm.: Im Frühjahr 1637 Leiter einer türkischen Gesandtschaft in Wien.
Dante Alighieri

geb. 1265
gest. 1321
Anm.: Sohn des florentinischen Adligen und Geldverleihers Alighiero Alighieri (gest. 1281/82); einer der bedeutendsten italienischen Dichter des Mittelalters; seit 1295 politische Karriere in Florenz; 1302 Auschluss von allen Ämtern, Konfiskation seiner Güter und Verbannung; danach Aufenthalte vor allem in Mittel- und Oberitalien.

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Alkibiades

geb. ca. 450 v. Chr.
gest. 404 v. Chr.
Anm.: Griechischer Redner, Feldherr und Politiker in Athen.

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Gräfin Maria Eva Elisabeth von Althan(n)
Geburtsname: Gräfin Maria Eva Elisabeth von Sternberg
Geburtsname: Gräfin Marie Eva Alžběta ze Šternberka

geb. 1605
gest. 1638
Anm.: Tochter des Grafen Adam von Sternberg (gest. 1623); 1627-1636 Ehe mit Graf Michael Adolph von Althan(n) (1574-1636).
Gräfin Maria Margaretha von Althan(n)
Gräfin Maria Margaretha Slawata
Gräfin Marie Markéty Slavata
Geburtsname: Maria Margaretha von Eggenberg

geb. 1607
gest. 1657
Anm.: Tochter des Johann Ulrich von Eggenberg (1568-1634); 1626-1632 erste Ehe mit Graf Adam Paul Slawata (1604-1657), die für ungültig erklärt wurde; vor 1638-1649 zweite Ehe mit Graf Michael Johann von Althan(n) (1607-1649).
Graf Michael Adolph von Althan(n)

geb. 1574
gest. 1636
Anm.: Sohn des Christoph von Althan(n) (1529-1589); um 1598/99 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1600 Kommandant der kaiserlichen Leibgarde, später Obrist (1601), Feldmarschall (1607) und Hofkriegsrat; 1608 Landobrist des Erzherzogtums Österreich ob der Enns; 1618 Mitbegründer des kurzlebigen Ritterordens Ordo Militiae Christianae, dessen deutsch-polnisch-ungarischem Zweig er als Großmeister vorstand; seit 1627 kaiserlicher Kämmerer; 1610 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Graf Michael Johann von Althan(n)

geb. 1607
gest. 1649
Anm.: Sohn des Michael Adolph von Althan(n) (1574-1636); 1610 Erhebung in den Grafenstand; ab 1624 kaiserlicher Kämmerer; seit 1644 Oberstjägermeister.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Heinrich Alting

geb. 1583
gest. 1644
Anm.: Sohn des reformierten Geistlichen Menso Alting (1541-1612); Theologiestudium in Groningen und Herborn; ab 1613 Dogmatikprofessor in Heidelberg und Dr. theol.; seit 1616 Direktor des Collegium Sapientiae in Heidelberg; 1622 Flucht aus Heidelberg in die Niederlande; ab 1623 Hofmeister der Söhne des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) in Leiden; seit 1627 Theologieprofessor in Groningen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Giovanni Altoviti

gest. 1655
Anm.: Florentinischer Adliger; toskanischer Resident in Mailand (1614-1618) und am Kaiserhof (1618-1627).
Antonio Álvarez de Toledo y Beaumont
Duque Antonio de Alba de Tormes
Duque Antonio de Huéscar
Marqués Antonio de Coria

geb. 1568
gest. 1639
Anm.: Sohn des Diego Álvarez de Toledo y Enríquez de Guzmán, Conde de Lerín (1542-1583); ab 1583 Duque de Alba, Duque de Huéscar und Marqués de Coria; 1622-1629 Vizekönig von Neapel; seit 1629 Mayordomo mayor des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); ab 1599 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Fadrique Álvarez de Toledo y Mendoza
Marqués Fadrique de Villanueva de Valdueza

geb. 1580
gest. 1634
Anm.: Sohn des Pedro Álvarez de Toledo Osorio, Marqués de Villafranca del Bierzo (1546-1627); 1617-1625 Generalkapitän (Kommandeur) der spanischen Atlantikflotte; ab 1625 General von Portugal und Generalkapitän der Armee von Brasilien; seit 1634 Marqués de Villanueva de Valdueza.

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Fernando Álvarez de Toledo y Pimentel
Duque Fernando de Alba de Tormes
Marqués Fernando de Coria

geb. 1507
gest. 1582
Anm.: Sohn des García Álvarez de Toledo y Zúñiga, Marqués de Coria (gest. 1510); spanischer Grande; ab 1510 Marqués de Coria; seit 1531 Duque de Alba; 1532 Befehlshaber der spanischen Hilfstruppen gegen die Türken in Ungarn; 1535 Teilnahme an der Eroberung von Tunis; ab 1541 nacheinander Mayordomo Mayor der Könige Karl I. (1500-1558) und Philipp II. von Spanien (1527-1598); Consejero de Estado; 1542 Feldherr gegen die französische Armee bei Perpignan; 1546/47 Kommandeur der spanischen Tercios im Schmalkaldischen Krieg; 1555-1559 spanischer Generalkapitän in Italien; 1555/56 Gouverneur des Herzogtums Mailand; 1556-1559 Vizekönig von Neapel; 1567-1573 Statthalter und militärischer Oberbefehlshaber in den Spanischen Niederlanden; seit 1580 Vizekönig und Condestable von Portugal; ab 1546 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Alvensleben, Familie

Anm.: Altmärkisches Adelsgeschlecht.

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Christina von Alvensleben
Geburtsname: Christina von Dieskau

geb. 1589
gest. 1636
Anm.: Tochter des Hieronymus von Dieskau (1565-1625); 1613-1627 Ehe mit Gebhard von Alvensleben (1584-1627); seit 1634 Begleiterin und Hofmeisterin der Fürstin Sophia von Anhalt-Köthen (1599-1654).
Cuno von Alvensleben

geb. 1588
gest. 1638
Anm.: Sohn des Gebhard von Alvensleben (1543-1609); Erbherr auf Calbe im Werder, Neugattersleben und Randau (bei Magdeburg); ab 1610 Domherr und später Senior des Erzstifts Magdeburg; seit 1624 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Reifende").

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Amalek

Anm.: Biblische Figur.

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Ambrosius N. N.

Anm.: Geboren in Bayern; um 1629 kursächsischer Rat; um 1636 Kammerdiener der verwitweten Kurfürstin Hedwig von Sachsen (1581-1641).
Heiliger Ambrosius
Erzbischof Ambrosius von Mailand

geb. 339
gest. 397
Anm.: Sohn des Aurelius Ambrosius, römischer Präfekt der Provinz Gallia Narbonensis; Jurist, Theologe und Kirchenvater; ab 365 Tätigkeit als Anwalt bei Gericht; 372/73 Präfekt der römischen Provinz Aemilia-Liguria; seit 374 Erzbischof von Mailand.

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Georg Am Ende

geb. 1572
gest. 1624
Anm.: Geboren in Dresden; ab 1598 Jesuit; seit 1619 Hofprediger von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637).

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Amor
Cupido

Anm.: Römischer Gott und allegorische Personifikation der Liebe.

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Rostain d' Ancezune
Marquis Rostain de Caderousse (oder Codolet)

gest. 1649
Anm.: Sohn des Jean-Vincent d'Ancezune, ab 1622 Marquis de Caderousse oder Codolet (gest. 1632/33); um 1629/30 französischer Colonel d'Infanterie; spätestens seit 1633 Marquis de Caderousse (oder Codolet).
Heinrich Cornelius Anchinoander

Anm.: Deutscher Arzt und Philologe; 1615 Lehrer für die italienische Sprache in Hamburg; 1616 Promotion zum Dr. med. an der Universität Basel.

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Andreas (1) N. N.

Anm.: Um 1628 kaiserliche Kroatenschutzwache des Harzgeröder Amtshauptmannes Kaspar Ernst von Knoch (1582-1641).
Andreas (2) N. N.

Anm.: Um 1633/36 Leibkutscher des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Heiliger Andreas

gest. 60
Anm.: Apostel.

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Giovan Battista Andreini
Lelio

geb. 1576
gest. 1654
Anm.: Sohn des Schauspielers, Impresarios und Autoren Francesco Andreini (1548-1624); berühmter Schauspieler, Konduktor und Stückeschreiber; zunächst Mitglied der elterlichen Comedia-dell'Arte-Truppe "Compagnia dei Comici Gelosi"; 1601 Gründung der eigenen Truppe Compagnia dei Comici Fedeli ("I Fedeli"), die große Erfolge in Italien und Frankreich feierte; Schutz und die Förderung durch die Herzöge von Mantua, Vincenzo (1562-1612), Francesco IV (1586-1612) und Ferdinando Gonzaga (1587-1626); vgl. Pierre Louis Duchartre: The Italian Comedy. The Improvisation Scenarios, Lives, Attributes, Portraits and Masks of the Illustrious Characters of the Commedia dell'Arte, New York 1966, S. 94-96; Siro Ferrone: La Commedia dell’Arte. Attrici e attori italiani in Europa (XVI–XVIII secolo), Torino 2014, S. 260-262; Robert Henke: Performance and Literature in the Commedia dell'Arte, Cambridge 2002, S. 210-215; Allardyce Nicoll: World of Harlequin. A Critical Study of the Commedia dell'Arte, Cambridge [u. a.] 1986, 171-175; Roberto Tessari: Commedia dell'Arte: La Maschera e l'Ombra, Milano 1981, S. 6; ders.: La Commedia dell’Arte. Genesi d’una società dello spettacolo, Roma/Bari 2013, S. 58f., 95, 102, 168-170 und 172-178.

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Virginia Andreini
La Florinda
Geburtsname: Virginia Ramponi

geb. 1583
gest. 1630/31
Anm.: Erfolgreiche Schauspielerin und Sängerin; seit 1601 Ehe mit Giovan Battista Andreini, mit dem sie die Schauspieler-Compagnie "I Fedeli" leitete; Künstlername nach dem von ihrem Mann verfassten, 1603 in Florenz uraufgeführten Stück "La Florinda"; vgl. Siro Ferrone: La Commedia dell'Arte. Attrici e attori italiani in Europa (XVI-XVIII secolo), Torino 2014, S. 306-308; Emily Wilbourne: Seventeenth-Century Opera and the Sound of the Commedia dell’Arte, Chicago/London 2016, passim.
Virginia Andreini
La Lidia
Geburtsname: Virginia Rotari

Anm.: Tochter des Schauspielers Baldo Rotari; bereits 1613 und 1621-1623 Mitglied ("Lidia") der Schauspielertruppe "I Fedeli", deren Leiter Giovan Battista Andreini (1576-1654) sie nach einem langjährigen Verhältnis und dem Tod dessen erster Frau Virginia im Jahr 1631 heiratete; vgl. Giulio Piccini: L’epistolario d’Arlecchino (Tristano Martinelli 1556–1631), Florenz 1896, S. 27; Pierre-Louis Duchartre: The Italian Comedy. The Improvisation Scenarios Lives Attributes Portraits and Masks of the Illustrious Characters of the Comedia dell’Arte, New York 1966, S. 96; Siro Ferrone: La Commedia dell’Arte. Attrici e attori italiani in Europa (XVI–XVIII secolo), Torino 2014, S. 261 und 307; John Rudlin / Olly Crick: Commedia dell’Arte. A Handbook for Troupes, New York 2001, S. 49.
Angern, Familie

Anm.: Im Erzstift Magdeburg ansässiges Adelsgeschlecht.
Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier., NDB
Fürst Bernhard von Anhalt

geb. 1571
gest. 1596
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1595/96 Obrist des Obersächsischen Reichskreises im Langen Türkenkrieg.

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Fürst Joachim Ernst von Anhalt

geb. 1536
gest. 1586
Anm.: Sohn des Fürsten Johann IV. von Anhalt-Zerbst (1504-1551) und Großvater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1562-1570 gemeinsam mit seinem Bruder Bernhard (1540-1570) regierender, seit 1570 alleinregierender Fürst von Anhalt.

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Fürst Johann Ernst von Anhalt

geb. 1578
gest. 1601
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1601 kaiserlicher Obrist im Langen Türkenkrieg.

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Fürst Otto II. von Anhalt-Aschersleben

geb. ca. 1260
gest. 1315
Anm.: Sohn des Fürsten Otto I. von Anhalt-Aschersleben (gest. 1304); seit 1304 regierender Fürst von Anhalt-Aschersleben.

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Fürstin Agnes Magdalena von Anhalt-Bernburg

geb. 1612
gest. 1629
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.

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Fürstin Amalia Juliana von Anhalt-Bernburg

geb. 1597
gest. 1605
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.

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Fürstin Amoena Juliana von Anhalt-Bernburg

geb. 1609
gest. 1628
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.

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Fürstin Anna von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Gräfin Anna von Bentheim-Steinfurt und Tecklenburg

geb. 1579
gest. 1624
Anm.: Tochter des Grafen Arnold II. von Bentheim-Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); ab 1595 Ehe mit Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Mutter Christians II.; führte gemeinsam mit ihrer Tochter Eleonora Maria (1600-1657) seit 1617 die "Noble Académie des Loyales" oder "Getreue Gesellschaft", eine Gesellschaft hochadliger reformierter Damen.

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Fürstin Anna Magdalena von Anhalt-Bernburg

geb. 1603
gest. 1611
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.
Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1604
gest. 1640
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.
Fürst Albrecht von Anhalt-Bernburg
Bischof Albrecht I. von Halberstadt

gest. 1324
Anm.: Sohn des Fürsten Bernhard I. von Anhalt-Bernburg (1218-1287); seit 1304 Bischof von Halberstadt.
Fürst Berengar von Anhalt-Bernburg

geb. 1626
gest. 1627
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Bernhard II. von Anhalt-Bernburg

geb. ca. 1260
gest. 1322
Anm.: Sohn des Fürsten Bernhard I. von Anhalt-Bernburg (1218-1287); seit 1287 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1316-1322 letzter askanischer Inhaber der Grafschaft Aschersleben.
Fürst Bogislaw von Anhalt-Bernburg

geb. 1633
gest. 1634
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg

geb. 1568
gest. 1630
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Vater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1582 Reise nach Konstantinopel; 1591/92 Führer eines Expeditionskorps für Heinrich von Navarra; 1592 Übertritt zum reformierten Glauben; 1592/93 Befehl über die protestantischen Truppen im Krieg um das Bistum Straßburg; 1595-1620 oberpfälzischer Statthalter in Amberg und zunehmend Leiter der pfälzischen Politik; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1610 Unionsgeneral im klevisch-jülischen Krieg; seit 1618 Senior des Hauses Anhalt; 1619/20 Kommandierender der pfälzisch-böhmischen Truppen, nach deren Niederlage in der Schlacht am Weißen Berg durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637) geächtet; Flucht nach Schweden (1621) und Flensburg (1622-24); 1624 Aufhebung der Reichsacht; seit 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sehnliche").

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Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unveränderliche"); Kurzbiographie im Rahmen dieser Edition unter http://www.tagebuch-christian-ii-anhalt.de/index.php?article_id=15.

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Fürst Christian III. von Anhalt-Bernburg

geb. 1631
gest. 1631
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.

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Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des Stifts Gandersheim.

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Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg

geb. 1608
gest. 1632
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1626/27 Gesandtschaften nach Wien und Dresden; 1628-1631 kaiserlicher Obrist; ab 1630 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1631 kursächsischer Obrist, als welcher er in der Schlacht bei Lützen tödlich verwundet wurde; seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlbewahrte").

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Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Friedrich Ludwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1619
gest. 1621
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.
Fürst Joachim Ernst von Anhalt-Bernburg

geb. 1629
gest. 1629
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Louise Amalia von Anhalt-Bernburg

geb. 1606
gest. 1635
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.
Fürstin Sibylla Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1602
gest. 1648
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.

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Fürstin Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1627
gest. 1627
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

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Fürstin Anna Katharina von Anhalt-Bernburg-Harzgerode
Geburtsname: Gräfin Anna Katharina zur Lippe-Detmold

geb. 1612
gest. 1659
Anm.: Tochter des Grafen Simon VII. zur Lippe-Detmold (1587-1627); seit 1657 Ehe mit Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670).
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

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Fürstin Agnes von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Landgräfin Agnes von Hessen-Kassel

geb. 1606
gest. 1650
Anm.: Tochter des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); seit 1623 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660).
Fürstin Anna Maria von Anhalt-Dessau

geb. 1591
gest. 1637
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Dorothea von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Pfalzgräfin Dorothea von Pfalz-Simmern

geb. 1581
gest. 1631
Anm.: Tochter des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Simmern (1543-1592); 1595-1618 Ehe mit Fürst Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618); seit 1619 Witwensitz auf Schloss Sandersleben.

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Fürstin Dorothea von Anhalt-Dessau

geb. 1625
gest. 1626
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660).
Fürstin Eva Katharina von Anhalt-Dessau

geb. 1613
gest. 1679
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Friedrich Moritz von Anhalt-Dessau

geb. 1600
gest. 1610
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Georg Aribert von Anhalt-Dessau

geb. 1606
gest. 1643
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1618 gemeinsam mit seinem Bruder Fürst Johann Kasimir (1596-1660) regierender Fürst von Anhalt-Dessau (bis 1625 unter dessen Vormundschaft); 1625-1629 in kaiserlichen Kriegsdiensten; seit 1632 Inhaber der Ämter Wörlitz und Radegast; ab 1637 morganatische Ehe mit Johanna Elisabeth von Krosigk; seit 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anmutige").

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Fürst Heinrich Waldemar von Anhalt-Dessau

geb. 1604
gest. 1606
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Joachim von Anhalt-Dessau

geb. 1509
gest. 1561
Anm.: Sohn des Fürsten Ernst von Anhalt-Dessau (1451-1516); 1527-1544 gemeinsam mit seinen Brüdern Johann IV. (1504-1551) und Georg III. (1507-1553) regierender (bis 1530 unter Vormundschaft seiner Mutter Margaretha), danach alleinherrschender Fürst von Anhalt-Dessau.

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Fürst Joachim Ernst von Anhalt-Dessau

geb. 1592
gest. 1615
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Johann Georg I. von Anhalt-Dessau

geb. 1567
gest. 1618
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1603-1606 Regent des Fürstentums Anhalt (im Namen seiner Brüder); ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Dessau und Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlriechende").

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Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau

geb. 1627
gest. 1693
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); schwedischer Obrist (1655-1658) und Generalmajor (1658); ab 1658 kurbrandenburgischer General und Statthalter der Kurmark sowie Obrist (1658-1660 und seit 1666); später auch Geheimer Staats- und Kriegsrat in Berlin sowie Feldmarschall (1670); ab 1660 regierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1670 Senior des Hauses Anhalt; ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefüllte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Juliana von Anhalt-Dessau

geb. 1626
gest. 1652
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660).
Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Bernburg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1651-1660 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660).

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Fürstin Amalia Louise von Anhalt-Köthen

geb. 1634
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Fürstin Amoena Amalia von Anhalt-Köthen
Geburtsname: Gräfin Amoena Amalia von Bentheim-Steinfurt und Tecklenburg

geb. 1586
gest. 1625
Anm.: Tochter des Grafen Arnold II. von Bentheim-Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); seit 1606 Ehe mit Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Louise Amoena von Anhalt-Köthen

geb. 1609
gest. 1625
Anm.: Tochter des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1579
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1600 Aufnahme in die Florentiner Accademia della Crusca ("L'Acceso"); seit 1606 regierender Fürst von Anhalt-Köthen; 1631-1635 schwedischer Statthalter der Stifte Magdeburg und Halberstadt; 1617 Mitbegründer und bis zu seinem Tod erstes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nährende").

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Fürst Ludwig d. J. von Anhalt-Köthen

geb. 1607
gest. 1624
Anm.: Sohn des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Saftige").

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Fürstin Sophia von Anhalt-Köthen
Geburtsname: Gräfin Sophia zur Lippe

geb. 1599
gest. 1654
Anm.: Tochter des Grafen Simon VI. zur Lippe (1554-1613); 1626-1650 Ehe mit Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650).

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Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1638
gest. 1665
Anm.: Sohn des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1650 regierender Fürst von Anhalt-Köthen, bis 1658 unter Vormundschaft der Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) bzw. Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlangende").
Fürst Wolfgang von Anhalt-Köthen
Fürst Wolfgang von Anhalt-Bernburg

geb. 1492
gest. 1566
Anm.: Sohn des Fürsten Waldemar VI. von Anhalt (1450-1508); alleinregierender Fürst von Anhalt-Köthen (1508-1562) und Anhalt-Bernburg (1544-1562) sowie 1508-1544 gemeinsame Regierung mit seinen Dessauer Vettern Johann IV. (1504-1551), Georg III. (1507-1553) und Joachim (1509-1561) in Anhalt-Bernburg und Anhalt-Zerbst; seit 1525 Förderer der Reformation in Anhalt; 1547-1552 Reichsacht wegen Beteiligung am Schmalkaldischen Krieg.

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Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

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Fürstin Dorothea von Anhalt-Plötzkau

geb. 1623
gest. 1637
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Fürstin Ehrenpreis von Anhalt-Plötzkau

geb. 1625
gest. 1626
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Fürstin Elisabeth von Anhalt-Plötzkau

geb. 1630
gest. 1692
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Emanuel von Anhalt-Plötzkau
Fürst Emanuel von Anhalt-Köthen

geb. 1631
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Lebrecht (1622-1669) in Plötzkau; ab 1657 in schwedischen Kriegsdiensten; 1659/60 in dänischer Gefangenschaft; 1662 Teilnahme am venezianischen Feldzug gegen die Türken; 1665-1669 zusammen mit seinem Bruder Lebrecht herrschender und seit 1669 alleinregierender Fürst von Anhalt-Köthen; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Strebende").

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Fürst Ernst Gottlieb von Anhalt-Plötzkau

geb. 1620
gest. 1654
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1653 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Emanuel (1631-1670) und Lebrecht (1622-1669) in Plötzkau; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Starke").

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Fürst Georg III. von Anhalt-Plötzkau
Fürst Georg III. von Anhalt-Dessau

geb. 1507
gest. 1553
Anm.: Sohn des Fürsten Ernst von Anhalt-Dessau (1451-1516); 1525-1544 gemeinsam mit seinen Brüdern Johann IV. (1504-1551) und Joachim (1509-1561) Regent des Fürstentums Anhalt-Dessau (bis 1530 unter Vormundschaft seiner Mutter Margaretha); ab 1526 Dompropst in Magdeburg; seit 1544 alleinregierender Fürst von Anhalt-Plötzkau; 1544-1549 Koadjutor des Bistums Merseburg.

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Fürstin Johanna von Anhalt-Plötzkau

geb. 1618
gest. 1676
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1660 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg.
Fürst Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
Fürst Lebrecht von Anhalt-Köthen

geb. 1622
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").

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Fürstin Sibylla von Anhalt-Plötzkau
Geburtsname: Gräfin Sibylla zu Solms-Laubach

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Tochter des Grafen Johann Georg zu Solms-Laubach (1547-1600); 1618-1653 Ehe mit Fürst August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653).
Fürstin Sophia von Anhalt-Plötzkau

geb. 1627
gest. 1679
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Adolph von Anhalt-Zerbst
Bischof Adolph von Merseburg

geb. 1458
gest. 1526
Anm.: Sohn des Fürsten Adolph von Anhalt-Zerbst (1405-1473); 1489-1516 Dompropst in Magdeburg; ab 1507 Koadjutor des Bischofs Thilo von Merseburg (1443-1514); seit 1514 Bischof von Merseburg.

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Fürstin Dorothea Hedwig von Anhalt-Zerbst
Geburtsname: Herzogin Dorothea Hedwig von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb. 1587
gest. 1609
Anm.: Tochter des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1564–1613); seit 1605 Ehe mit Fürst Rudolph von Anhalt-Zerbst (1576-1621); danach Witwensitz in Coswig (Anhalt).

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Fürstin Elisabeth von Anhalt-Zerbst

geb. 1617
gest. 1639
Anm.: Tochter des Fürsten Rudolph von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Johann IV. von Anhalt-Zerbst
Fürst Johann IV. von Anhalt-Dessau

geb. 1504
gest. 1551
Anm.: Sohn des Fürsten Ernst von Anhalt-Dessau (1451-1516) und Urgroßvater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1516-1544 gemeinsam mit seinen Brüdern Georg III. (1507-1553) und Joachim (1509-1561) Regent des Fürstentums Anhalt-Dessau (bis 1530 unter Vormundschaft seiner Mutter Margaretha); seit 1544 alleinregierender Fürst von Anhalt-Zerbst.

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Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolph von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; bis 1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Magdalena (1583-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst und schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

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Fürstin Magdalena von Anhalt-Zerbst
Geburtsname: Gräfin Magdalena von Oldenburg

geb. 1583
gest. 1657
Anm.: Tochter des Grafen Johann XVI. von Oldenburg (1540-1603); 1612-1621 Ehe mit Fürst Rudolph von Anhalt-Zerbst (1576-1621); danach Witwensitz in Coswig (Anhalt).

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Fürst Rudolph von Anhalt-Zerbst

geb. 1576
gest. 1621
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; seit 1618 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Süße").

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Anna N. N.

Anm.: Um 1630/32 Dienerin der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Anna Christina N. N.

Anm.: Um 1629 lebende, davor vermutlich zum Christentum konvertierte Türkin mit sehr langen Haaren.
Anna Maria N. N.

geb. ca. 1612/13
Anm.: Stummes Mädchen aus Braunschweig; zunächst Erziehung am Schöninger Witwenhof der Herzogin Elisabeth von Braunschweig-Wolfenbüttel (1573-1626); danach Leben im Kloster Wolmirstedt; soll im August/September 1630 in Wasserleben plötzlich gesprochen haben.
Robert Anstruther

geb. 1578
gest. 1644/45
Anm.: Sohn des schottischen Master of the Royal Household James Anstruther; ab 1589 Page am Kopenhagener Hof; seit 1606 dänischer Agent am schottischen bzw. englischen Königshof; danach mehrfach englischer Diplomat (1612/13 Vermittlung des Friedens von Knäred zwischen Schweden und Dänemark, 1624/25 Aushandlung eines dänisch-englisches Bündnisses); ab 1621 Gentleman of the Bedchamber; später Privy Councillor des Königs Karl I. von England (1600-1649); 1630 englischer Gesandter auf dem Regensburger Kurfürstentag; 1633/34 Teilnahme am Heilbronner Konvent, kurzzeitig englischer Resident in Hamburg und Gesandter an verschiedenen deutschen Höfen; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fleißige").

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Antenor

Anm.: Mythische Gestalt (Sohn des Aesyetes und der Cleomestra, Rat des Königs Priamos in Troja und sagenhafter Gründer von Padua) aus Homers "Ilias" und Vergils "Aeneis".

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N. N. Anthoni

Anm.: Um 1621 kaiserlicher Rittmeister wallonischer Herkunft.
Alfonso Antonini

geb. 1584
gest. 1657
Anm.: Sohn des Girolamo Antonini; seit 1616 in venezianischen Kriegsdiensten, um 1623 als Generalkommissar der Kavallerie in Dalmatien; außerdem Astronom und Mathematiker, der bei Galileo Galilei (1564-1642) studierte.
Antonio N. N.

Anm.: Um 1623 Reitlehrer in Padua.
Marcus Antonius

geb. 86/83/82 v. Chr.
gest. 30 v. Chr.
Anm.: Sohn des römischen Konsuls Marcus Antonius Orator (143-87 v. Chr.); Vertrauter von Gaius Iulius Caesar (100-44 v. Chr.); seit 50 v. Chr. römischer Augur; 44 v. Chr. Konsul; 43-32 v. Chr. Triumvir; danach erfolgloser Krieg gegen Octavian (63 v. Chr.-14 n. Chr.).

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Heiliger Antonius

geb. 1195
gest. 1231
Anm.: Portugiesischer Franziskaner, Kirchenlehrer und Prediger in Padua.

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N. N. d' Antrevar et Lissare (1)

Anm.: Französischer Adliger und Bruder von N. N. d'Antrevar et Lissare (2).
N. N. d' Antrevar et Lissare (2)

Anm.: Französischer Adliger und Bruder von N. N. d'Antrevar et Lissare (1).
Georg Anwander

gest. nach 1634
Anm.: Um 1610/12 Pfarrer in Kaufbeuren; später Exulant in Anhalt.

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Jeremias Apfel

Anm.: Geboren in Waltershausen/Thüringen; um 1614 Studium in Erfurt; 1623 Kantor in Neunburg vorm Wald (Oberpfalz); 1624/25 Pfarrer in Dürnsricht und Schmidgaden; 1626 Emigration nach Nürnberg.
N. N. Apfelmann

Anm.: Kaiserlicher Hauptmann, welcher 1620 dem Heer der böhmischen Konföderierten unter Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg seine Dienste angeboten hat.
Apoll

Anm.: Griechisch-römischer Gott des Lichts, der Heilung, des Frühlings, der Sittenreinheit und Mäßigung sowie der Weissagung und Künste.

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Appiani, Familie

Anm.: Italienisches Adelsgeschlecht.

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Caecus Appius Claudius

geb. ca. 300 v. Chr.
Anm.: Römischer Politiker und Redner.

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Graf N. N. von Arco (1)

Anm.: Angehöriger des Trientiner Adelsgeschlechts.
Graf N. N. von Arco (2)

Anm.: Angehöriger des Trientiner Adelsgeschlechts.
Graf Johann Baptist von Arco

geb. 1588
gest. 1628
Anm.: Sohn des Grafen Prosper von Arco (gest. 1607); seit 1622 kaiserlicher Kämmerer.
N. N. Ardenhofer

Anm.: Um 1628 kaiserlicher Obristwachtmeister.
Ludwig Arendt

Anm.: Anhaltischer Untertan.
Wilm Arendts

Anm.: Geboren in Harderwijk; um 1626 niederländischer Schiffer, der früher in Ostindien gelebt hat.
Felipe de Areyzaga y Avandagno
Felipe de Areyçaga y Avendano

Anm.: Geboren an der Biskaya; spanischer Obristleutnant (1620), welcher in der Schlacht am Weißen Berg den Verwundungsschuss auf den Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg abgegeben haben will, und Obrist (1621-1628).
Ludovico Ariosto

geb. 1474
gest. 1533
Anm.: Sohn des italienischen Adligen und Militärs Niccolò Ariosto (1433-1500); italienischer Dichter und Humanist; ab 1484 Besuch der Lateinschule und seit 1489 Rechtsstudium in Ferrara; 1493 Beitritt zu einer Schauspielgruppe, die am herzoglichen Hof von Ferrara Stücke aufführte; 1500-1503 Hauptmann und Kommandant einer Grenzfestung bei Canossa; 1503-1517 Sekretär des Kardinals Ippolito d'Este (1479-1520); ab 1518 in Diensten des Duca Alfonso I. di Ferrara, Modena e Reggio (1476-1534); 1522-1525 Gouverneur der Provinz Garfagnana; 1525 Intendant des Hoftheaters in Ferrara und kurz danach Rückzug ins Privatleben.

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Aristarchos von Samothrake

geb. ca. 216 v. Chr.
gest. 144 v. Chr.
Anm.: Griechischer Philologe und Direktor der Bibliothek von Alexandria.

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Aristophanes von Byzanz

geb. 257 v. Chr.
gest. 180 v. Chr.
Anm.: Griechischer Philologe und Direktor der Bibliothek von Alexandria.

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Aristoteles

geb. 384 v. Chr.
gest. 322 v. Chr.
Anm.: Griechischer Philosoph und Universalgelehrter.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. von Arnim

Anm.: Um 1622/23 Hauptmann.
Hans Georg von Arnim

geb. 1583
gest. 1641
Anm.: Sohn des Bernd von Arnim (1550-1611); 1613-1617 schwedischer Obrist; 1621 Wechsel in polnische Kriegsdienste; 1624/25 erneut schwedischer Obrist; kaiserlicher Obrist (1627-1629) und Feldmarschall (1628/29); 1631/32 kurbrandenburgischer Obrist; 1631-1635 kursächsischer Obrist Feldmarschall; 1637/38 in schwedischer Gefangenschaft; 1638 erneuter Eintritt in kaiserlich-kursächsische Dienste; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gepriesene").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Katharina Dorothea von Arnim
Geburtsname: Katharina Dorothea von Hoym

geb. 1619
gest. 1660
Anm.: Tochter des Christian Julius von Hoym (1586-1656); seit 1638 Ehe mit Wolf Christoph von Arnim (1607-1668).
Andreas Arnold

gest. nach 1628
Anm.: Holländer; im Frühjahr 1624 Kammerdiener des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg; um 1627 fürstlicher Kammerdiener in Bernburg.
Matthias Arnoldin von Clarstein

geb. ca. 1575
gest. 1649
Anm.: Geboren in Böhmen; Dr. jur.; ab ca. 1605 kaiserlicher Appellationssekretär; seit 1612 Hofkammersekretär; ab 1618 Hofkammerrat; seit 1626 erster Sekretär der Reichskanzlei und Protokollführer des Geheimen Rates; ab 1628 Reichshofrat; nach 1639 schrittweiser Rückzug aus seinen Amtsgeschäften; 1623 Verleihung der Hofpfalzgrafenwürde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Arnsberg, Familie
Grafen von Arnsberg

Anm.: Im Jahr 1371 ausgestorbenes westfälisches Reichsgrafengeschlecht.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Wolf von Arnswaldt

Anm.: Thüringischer Adliger; 1630 Abgesandter der Gräfin Anna Sophia von Schwarzburg-Rudolstadt (1584-1652) auf der Beerdigung des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630).
Sebastian Arthofer von Schützenberg

Anm.: Österreichischer Adliger; kaiserlischer Obristwachtmeister (1627) und Obrist.
N. N. von Aschersleben

Anm.: Pommerischer Adliger; um 1626 Student am Gymnasium Illustre Harderwijk.
Johann Gottfried von Aschhausen
Bischof Johann Gottfried von Bamberg
Bischof Johann Gottfried von Würzburg

geb. 1575
gest. 1622
Anm.: Sohn des bischöflich-würzburgischen Amtmanns Gottfried von Aschhausen (gest. 1581); Domherr in Bamberg (1593) und Würzburg (1596); ab 1604 Dekan des Ritterstifts Comburg; seit 1609 Bischof von Bamberg; ab 1617 auch Bischof von Würzburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Gaspare Aselli

geb. 1581
gest. 1625
Anm.: Geboren in Cremona; Medizinstudium in Pavia; danach Chirurg in Mailand; 1612-1620 leitender Feldchirurg der spanischen Armee in Italien; 1622 Entdecker der Lymphgefäße; seit 1624 Professor für Anatomie in Pavia.

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John Ashburnham

geb. 1603
gest. 1671
Anm.: Sohn des Adligen John Ashburnham (gest. 1620); ab ca. 1622 im Dienst der Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz (1596-1662); seit 1623 Hofmeister der Söhne des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) in Leiden; ca. 1626-1628 Vorsteher des Haushaltes von Kurfürstin Elisabeth; 1628 Groom of the bedchamber (Kammerjunker) des Königs Karl I. von England (1600-1649) und Parlamentsmitglied; 1643 Ausschluss aus dem Parlament und Konfiskation seiner Güter als Parteigänger der Königs; 1644 Schatzmeister der königlichen Armee; 1646 Flucht nach Paris über die Niederlande; 1647 wieder in Diensten von König Karl I.; ab 1648 mehrfach in Gefangenschaft und erneute teilweise Enteignung als Royalist; nach der Restauration Diplomat für König Karl II. von England (1630-1685); 1661-1667 erneut Parlamentsmitglied.

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Askanier, Dynastie

Anm.: Deutsche Herrscherdynastie, die vor allem das Fürstentum Anhalt, die Markgrafschaft Brandenburg sowie die Herzogtümer Sachsen-Lauenburg und Sachsen-Wittenberg regierte.

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Asmodi
Asmodäus

Anm.: Dämon aus der jüdischen Mythologie.
N. N. Aspan von Haag

Anm.: Um 1621/22 kaiserlicher Rittmeister.
Esther Aspan von Haag
Geburtsname: Ester von Gera

gest. nach 1645
Anm.: Tochter des Christoph von Gera (gest. 1609) zu Arnfels; seit 1610 Ehe mit Hans Joachim Aspan von Haag (gest. 1645).
Hans Joachim Aspan von Haag

gest. 1645
Anm.: Sohn des Landrats Jakob Aspan von Haag (gest. 1610); Herr auf Lichtenhaag, Hartheim und Wimspach.

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Asseburg, Familie

Anm.: Niedersächsisches Adelsgeschlecht.
Agnes von der Asseburg
Geburtsname: Agnes von Schauroth

gest. 1652
Anm.: Erste Ehefrau des Bernhard von der Asseburg (1593-1657).
Bernhard von der Asseburg

geb. 1593
gest. 1657
Anm.: Sohn des Ludwig d. Ä. von der Asseburg (1546-1633); Erbherr auf Wallhausen.
Busso von der Asseburg

geb. 1586
gest. 1646
Anm.: Sohn des August von der Assenburg (1545-1604); Erbherr auf Falkenstein (Unterharz), Neindorf und Peseckendorf.

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Eleonora Elisabeth von der Asseburg

geb. 1637
gest. 1664
Anm.: Tochter des Johann August von der Asseburg (1611-1660).
Johann von der Asseburg

geb. 1578
gest. 1651
Anm.: Sohn des Ludwig d. Ä. von der Asseburg (1546-1633); Erbherr auf Schermcke.
Johann August von der Asseburg

geb. 1611
gest. 1660
Anm.: Sohn des Christoph Johann von der Asseburg (1580-1651); Erbherr auf Ampfurth und Eggenstedt.
Ludwig d. Ä. von der Asseburg

geb. 1546
gest. 1633
Anm.: Sohn des Johann von der Asseburg (1511-1567); Erbherr auf Wallhausen, Schermcke und Hinnenburg.

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Ludwig d. J. von der Asseburg

geb. 1583
gest. 1669
Anm.: Sohn des Ludwig d. Ä. von der Asseburg (1546-1633); Erbherr auf Wallhausen und Hinnenburg; 1597-1602 Edelknabe des Grafen Georg Eberhard zu Solms-Lich (1568-1602); danach Teilnahme am Langen Türkenkrieg; 1611-1613 in dänischen Kriegsdiensten als Leutnant und Rittmeister; 1613/14 braunschweigisch-wolfenbüttelischer Rittmeister; 1618-1620 Rittmeister der böhmischen Konföderierten; ligistischer Obristleutnant (1622-1625) und Obrist (1625-1627); ca. 1627-1634 kaiserlicher Obrist.
Maria Elisabeth von der Asseburg
Geburtsname: Maria Elisabeth von Erffa

geb. nach 1593
gest. 1639
Anm.: Tochter des Hans Hartmann von Erffa (1551-1610); seit 1616 Ehe mit Ludwig d. J. von der Asseburg (1583-1669).
Sophia Dorothea von der Asseburg
Geburtsname: Sophia Dorothea von Lützow

geb. ca. 1615
gest. 1641
Anm.: Tochter des Joachim (2) von Lützow; ab ca. 1626 Kammerjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); seit 1635 Ehe mit Johann August von der Asseburg (1611-1660).
Pierre Asselineau

gest. vor 1634
Anm.: Sohn eines hugenottischen Arztes in Orléans; Flucht vor den französischen Religionskriegen nach Italien; vermutlich Medizinstudium in Padua; danach Arzt in Venedig.
König Sanherib von Assyrien
König Sanherib von Babylonien

geb. ca. 745 v. Chr.
gest. 680 v. Chr.
Anm.: Sohn des Königs Sargon II. von Assyrien (gest. 705 v. Chr.); ab 705 v. Chr. König von Assyrien; 705–703 v. Chr. und seit 688 v. Chr. auch König von Babylonien; biblische Figur.

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António de Ataíde
Conde António de Castro Daire
Conde António da Castanheira

geb. 1567
gest. 1647
Anm.: Sohn des António de Ataíde, Conde da Castanheira (gest. 1603); ab 1587 militärische Karriere als General der spanischen Galeeren, General der Küstenarmada, Infantrieobrist, Kapitänmajor der Indischen Flotte (1611/12) und Generalkapitän der portugiesischen Flotte (1618-1621); Kämmerer des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); Hofmarschall der Königin Isabel von Spanien (1602–1644); portugiesischer Staatsrat; Ratspräsident von Aragon; seit 1625 Conde de Castro Daire; 1629 außerordentlicher spanischer Botschafter in Wien; 1631-1633 Gouverneur von Portugal; ab 1637 Conde da Castanheira; 1641 kurzzeitige Verhaftung wegen prospanischer Haltung.

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N. N. Athenäus

Anm.: Ehefrau des Meisdorfer Pfarrers Valentin Athenäus (gest. vor 1628) und um 1628 Hofbesitzerin in Reinstedt.
Valentin Athenäus
Valentin Athen

gest. vor 1628
Anm.: Geboren in Aschersleben; Studium in Leipzig (1601), Helmstedt (1603) und Wittenberg (1604); 1608 Mag. (Leipzig); seit 1615 Pfarrer in Meisdorf (bei Falkenstein/Harz); Hausbesitzer in Reinstedt.
Graf Johann Friedrich von Attems

geb. 1593
gest. 1663
Anm.: Sohn des Hermann von Attems (1564-1611); kaiserlicher Obrist und Kämmerer; später auch Hofkriegsrat; seit 1643 Oberststallmeister der verwitweten Kaiserin Eleonora (1598-1655); 1630 Erhebung in den Grafenstand.
Graf Johann Jakob von Attems

geb. 1598
gest. 1670
Anm.: Sohn des Hermann von Attems (1564-1611); kaiserlicher Obrist; ab 1625 kaiserlicher Kämmerer ; seit 1667 Landesverweser des Herzogtums Kärnten; 1630 Erhebung in den Grafenstand.
Graf Maximilian Hermann von Attems

geb. 1604/07
gest. 1684
Anm.: Sohn des Hermann von Attems (1564-1611); Kämmerer und Geheimer Rat des Erzherzogs Leopold Wilhelm von Österreich (1614-1662); 1630 Erhebung in den Grafenstand.
Gräfin Ursula von Attems
Geburtsname: Ursula Breuner

geb. 1568
gest. 1641
Anm.: Tochter des Kaspar Breuner (1530-1570); 1588-1611 Ehe mit Hermann von Attems (1564-1611); 1623-1624 Obersthofmeisterin der Erzherzoginnen Maria Anna (1610-1665) und Caecilia Renata (1611-1644); 1624-1637 Obersthofmeisterin der Kaiserin Eleonora (1598-1655); 1630 Erhebung in den Grafenstand.
Théodore Agrippa d' Aubigné
Théodore Agrippa d'Aubigné

geb. 1550/52
gest. 1630
Anm.: Sohn des Richters Jean d'Aubigné, Seigneur de Brie en Xaintonge (gest. 1563); 1568-1570 Teilnahme am dritten Hugenottenkrieg; 1573-1577 Écuyer sowie 1587-1593 hoher Militär und Verwaltungsbeamter des Königs Heinrich III. von Navarra (1553-1610); danach Rückzug aus der Politik und Tätigkeit als Autor literarischer und historischer Werke; 1620 Verbannung wegen Beteiligung an einer erfolglosen Verschwörung gegen den königlichen Favoriten Charles d’Albert, Duc de Luynes (1578-1621); danach Exil in Genf.

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Elisabeth Auer von Herrenkirchen
Elisabeth von Hirschaidt
Geburtsname: Elisabeth Kuttner von Kuniz

geb. 1591
gest. 1652
Anm.: Erste Ehe mit Hans Ludwig von Hirschaidt (Hirschhayd); seit 1634 zweite Ehe mit Wolf Helmhard von Auer (1610-1660).

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Wolf Helmhard Auer von Herrenkirchen

geb. 1610
gest. 1660
Anm.: Oberösterreichischer Exulant; seit 1624 Hofjunker des Grafen Friedrich Kasimir von Ortenburg (1591-1658); vor 1634 vorübergehend in Kriegsdiensten.
Graf N. N. von Auersperg

Anm.: Angehöriger des Krainer Adelsgeschlechts.
N. N. Auffgang

Anm.: Um 1629 Harzer Salpetersieder unter dem kaiserlichen Obristen Johann David Pecker von der Ehr (gest. 1659).
N. N. Augustin

Anm.: Seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Ballenstedt.
Heiliger Augustinus
Bischof Augustinus von Hippo

geb. 354
gest. 430
Anm.: Christlicher Kirchenlehrer und Philosoph; seit 395 Bischof von Hippo.

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Luis de Avalos

Anm.: Spanischer Adliger; 1529 vermutlich Maestro del Campo und Kommandeur der spanischen Truppen während der ersten türkischen Belagerung Wiens; wahrscheinlich 1532 kommandierender Offizier unter Fernando Alvarez, Duque de Alba (1507-1582), gegen die Türken in Ungarn.
Martín de Axpe y Zárate

geb. 1594
gest. 1640
Anm.: Sohn des Dr. jur. Juan García de Axpe y Sierra; seit 1631 Staats- und Kriegssekretär des Kardinalinfanten Fernando von Spanien (1609/10-1641); daneben auch mehrfach diplomatische Missionen.
Axt, Familie

Anm.: Polnisch-schlesisches Adelsgeschlecht.
Johann von Axt

gest. 1634
Anm.: Schlesischer Adliger; 1630-1632 Stallmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fernando (Antonio) de Ayala Fonseca y Toledo
Conde Fernando (Antonio) de Ayala
Marqués Fernando (Antonio) de Tarazona

geb. 1600
gest. 1676
Anm.: Sohn des Antonio Francisco de Ayala, ab 1602 Conde de Ayala; seit 1622 in spanischen Kriegsdiensten, zuletzt als General der Kavallerie (1634); 1632-1648 Marqués de Tarazona (de iure uxoris); nach 1634 Conde de Ayala; ab 1655 Comendador de Bastimentos de Castilla; ebenso königlicher Kämmerer; 1660-1663 Generalkapitän und Vizekönig von Sizilien; seit 1666 spanischer Kriegs- und Staatsrat.

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Georg Ayrmann

geb. ca. 1575
gest. 1651
Anm.: Sohn des Georg Ayrmann (gest. vor 1600) aus Bamberg; Nürnberger Kaufmann; ab ca. 1600 Handelsdiener bei der Petzschen Handlung; seit 1602 Nürnberger Bürger; ab 1608 Genannter des Größeren Rats der Reichstadt; ab ca. 1610 mit eigener Handelsgesellschaft mit Hauptsitz in Nürnberg und zweitweise in Leipzig; 1623 Nobilitierung; vgl. Lambert F. Peters: Der Handel Nürnbergs am Anfang des Dreißigjährigen Krieges. Strukturkomponenten, Unternehmen und Unternehmer - eine quantitative Analyse. Stuttgart 1994, S. 213-275.

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König Nebukadnezar II. von Babylonien

geb. ca. 640 v. Chr.
gest. 562 v. Chr.
Anm.: Sohn des späteren Königs Nabopolassar von Babylonien (gest. 625 v. Chr.); 605-562 v. Chr. König von Babylonien; biblische Figur.

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Bacchus

Anm.: Römischer Gott des Weines und der Fruchtbarkeit.

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N. N. Backofen (1)

Anm.: Um 1626/27 Ehefrau des Arztes Dr. Bartholomäus Backofen.
N. N. Backofen (2)

Anm.: Um 1631 anhaltisch-köthnischer Untertan.
Bartholomäus Backofen

Anm.: Geboren in Susteren (Herzogtum Jülich); ab 1611 Medizinstudium in Franeker; Promotion zum Dr. med.; seit 1619 praktizierender Arzt in Harderwijk; 1626/27 Hausarzt des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg; vgl. Klaus Conermann (Hg.): Briefe der Fruchtbringenden Gesellschaft und Beilagen: Die Zeit Fürst Ludwigs von Anhalt-Köthen 1617-1650, Reihe I, Abt. A: Köthen, Bd. 2, Tübingen 1998, S. 103f.
Baden, Haus
Markgrafen von Baden

Anm.: Südwestdeutsches Reichsfürstengeschlecht.

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Markgraf Eduard Fortunat von Baden-Baden

geb. 1565
gest. 1600
Anm.: Sohn des Markgrafen Christoph II. von Baden-Rodemachern (1537-1575), dessen Nebenlinie Eduard Fortunat fortsetzte, bevor er 1588 die Markgrafschaft Baden-Baden übernahm und bis 1594 regierte; Besetzung des hochverschuldeten Landes durch die Durlacher Vettern; Flucht Eduard Fortunats; dubiose Machenschaften, Kriegsdienste, schließlich Unfalltod auf Burg Kastellaun.

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Markgräfin Louise Christina von Baden-Baden
Geburtsname: Luisa Cristina di Savoia-Carignano

geb. 1627
gest. 1689
Anm.: Tochter des Tommaso Francesco di Savoia, Principe di Carignano (1596-1656); 1653-1669 Ehe mit Markgraf Ferdinand Maximilian von Baden-Baden (1625-1669).

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Markgraf Wilhelm von Baden-Baden

geb. 1593
gest. 1677
Anm.: Sohn des Markgrafen Eduard Fortunat von Baden-Baden (1565-1600); ab 1622 regierender Markgraf von Baden-Baden (1631-1634 Vertreibung durch die Schweden), 1634-1648 ebenso von Baden-Durlach; ab 1630 kaiserlicher Geheimer Rat sowie Obrist (1630-1646), Generalfeldwachtmeister (1633) und Feldzeugmeister (1635); seit 1652 Reichskammerrichter; seit 1639 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Markgräfin Barbara von Baden-Durlach
Geburtsname: Herzogin Barbara von Württemberg

geb. 1593
gest. 1627
Anm.: Tochter des Herzogs Friedrich I. von Württemberg (1557-1608) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1616 Ehe mit Markgraf Friedrich V. von Baden-Durlach (1594-1659).

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Markgräfin Barbara von Baden-Durlach

geb. 1618
gest. 1623
Anm.: Tochter des Markgrafen Friedrich V. von Baden-Durlach (1594-1659).
Markgraf Christoph von Baden-Durlach

geb. 1603
gest. 1632
Anm.: Sohn des Markgrafen Georg Friedrich von Baden-Durlach (1573-1638); bis 1624 Obrist unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); 1625 diplomatische Mission für seinen Vater in Frankreich; 1627 dänischer Obrist; 1632 schwedischer Obrist.

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Markgräfin Eleonora von Baden-Durlach
Geburtsname: Gräfin Eleonora von Solms-Laubach

geb. 1605
gest. 1633
Anm.: Tochter des Grafen Albrecht Otto I. von Solms-Laubach (1576-1610); seit 1627 Ehe mit Markgraf Friedrich V. von Baden-Durlach (1594-1659).

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Markgraf Ernst Friedrich von Baden-Durlach

geb. 1560
gest. 1604
Anm.: Ältester Sohn Markgraf Karls II. von Baden Durlach (1529-1577); 1583 Einrichtung des Gymnasium Ernestinum in Durlach, nach der vormundschaftlichen Regierung 1584 Landesteilung mit den beiden Brüdern und Regierungsantritt im nördlichen Teil der Markgrafschaft Baden-Durlach mit den Hauptorten Durlach und Pforzheim; 1594 Besetzung der völlig überschuldeten Markgrafschaft Baden-Baden, daraus resultierende Konflikte mit dem Kaiser; 1594 Mitbegründer des protestantischen Heilbronner Bündnisses (Vorläufer der protestantischen Union); 1599 formeller Übertritt vom lutherischen zum reformierten Bekenntnis, damit verbundene konfessionelle Konflikte vor allem mit der Stadt Pforzheim. Er starb kinderlos, Bruder Georg Friedrich (1573-1638) vereinigte alle Durlacher Landesteile.

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Markgraf Friedrich V. von Baden-Durlach

geb. 1594
gest. 1659
Anm.: Sohn des Markgrafen Georg Friedrich von Baden-Durlach (1573-1638); ab 1622 regierender Markgraf von Baden-Durlach; 1634-1649 abgesetzt und Leben im Exil; seit 1632 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verwandte").

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Markgraf Friedrich VI. von Baden-Durlach

geb. 1617
gest. 1677
Anm.: Sohn des Markgrafen Friedrich V. von Baden-Durlach (1594-1659); schwedischer General (1655) und Generalfeldmarschall (1656); ab 1659 regierender Markgraf von Baden-Durlach; seit 1674 Reichsgeneralfeldmarschall; ab 1676 auch kaiserlicher Feldmarschall.

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Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach

geb. 1573
gest. 1638
Anm.: Sohn des Markgrafen Karl II. von Baden-Durlach (1529-1577); ab 1604 regierender Markgraf von Baden-Durlach; General der Protestantischen Union; 1621/22 antikaiserlicher Feldherr; 1622 Abdankung zugunsten seines Sohnes Friedrich V. (1594-1659); 1627 dänischer Generalleutnant; seit 1634 Exil in Straßburg.

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Markgraf Karl von Baden-Durlach

geb. 1598
gest. 1625
Anm.: Sohn des Markgrafen Georg Friedrich von Baden-Durlach (1573-1638); Rittmeister (1619) und Obrist (1620/21) im Unionsheer; 1622 badisch-durlachischer Obrist; 1623 Obrist unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); 1625 Kampf für die Franzosen im Veltlin; vgl. Johann Christian Sachs: Einleitung in die Geschichte der Marggravschaft und des marggrävlichen altfürstlichen Hauses Baden, 4. Teil, Karlsruhe 1770, S. 493-498.

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Markgraf Karl Magnus von Baden-Durlach

geb. 1621
gest. 1658
Anm.: Sohn des Markgrafen Friedrich V. von Baden-Durlach (1594-1659); schwedischer Rittmeister (1640), Obristleutnant (1641), Obrist (1644-1649 und seit 1655) sowie Generalleutnant (1655).

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Markgräfin Sibylla von Baden-Durlach

geb. 1622
gest. 1639
Anm.: Tochter des Markgrafen Friedrich V. von Baden-Durlach (1594-1659).
Alessandro Badoèr

Anm.: Venezianischer Patrizier; 1622/23 Podestà (Amtmann) von Monselice.
Christian Bär

Anm.: Um 1635 Untertan des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Hans Bär

Anm.: Um 1633 vermutlich anhaltisch-bernburgischer Untertan und Pferdehalter.
Baglioni, Familie

Anm.: Oberitalienisches Adelsgeschlecht aus Perugia.

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Malatesta Baglioni
Bischof Malatesta von Pesaro
Bischof Malatesta von Assisi

geb. 1581
gest. 1648
Anm.: Sohn des Gianpaolo Baglioni (1552-1608); 1612-1641 Bischof von Pesaro; 1634-1639 Apostolischer Nuntius am Wiener Kaiserhof; seit 1641 Bischof von Assisi.
Orazio Baglioni

geb. 1582
gest. 1617
Anm.: Sohn des Gianpaolo Baglioni (1552-1608); zuletzt venezianischer General.
Everardus Balck

geb. 1590
gest. 1628
Anm.: Geboren in Deventer; Promotion zum Dr. jur. an der Akademie in Bourges; 1625/26 außerordentlicher Juraprofessor sowie seit 1626 ordentlicher Professor für Jura und Ethik (Philosophia practica) am Gymnasium Illustre Harderwijk.
Alois Baldiron

gest. 1632
Anm.: Geboren im Trentino; ab 1596 in habsburgischen Kriegsdiensten; 1621/22 Oberbefehlshaber der habsburgischen Truppen während der Bündner Wirren und des Prättigauer Aufstandes; 1623/24 und seit 1630 kaiserlicher Obrist; 1630 Erhebung in der Freiherrenstand.

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Balthasar (1) N. N.

Anm.: Alter Jagdknecht des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg, der 1636 vom Luthertum zum Calvinismus konvertierte.
Balthasar (2) N. N.

Anm.: Bis 1630 Lakai des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg.
Balthasar (3) N. N.

Anm.: 1630-1634 und erneut seit 1637 Bereiter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Joost Banckert
Joost van Trappen

geb. ca. 1597/99
gest. 1647
Anm.: Sohn des Marinekapitäns Michiel van Trappen, genannt Banckert; 1624 niederländischer Marinekapitän; Kapitän (1624-1636) und Vizeadmiral (1628) der Niederländischen Westindien-Kompanie; seit 1636 erneut in Marinediensten als Konteradmiral (1637) und Vizeadmiral (1637/38); Kapitän (1645) und Vizeadmiral (1646/47) der Niederländischen Westindien-Kompanie.
Graf Gustaf Adam Banér
Der "tolle" Banér

geb. 1624
gest. 1681
Anm.: Sohn des Johan Banér (1596-1641); ab 1653 königlicher Kämmerer; später Obrist der Garde, Stallmeister und Geheimer Rat; seit 1674 Präsident des Kriegsrats; ab 1678 Generalgouverneur von Ingermanland und Kexholms; 1651 Erhebung in den Grafenstand.

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Johan Banér

geb. 1596
gest. 1641
Anm.: Sohn des Gustaf Axelsson Banér (1547-1600); schwedischer Obrist (1621), Generalmajor (1623), General der Infanterie (1630) sowie Feldmarschall im Nieder- und Obersächsischen Reichskreis (1634); ab 1630 Reichsrat; seit 1634 Oberbefehlsshaber der schwedischen Armee in Deutschland; ab 1638 zugleich Generalgouverneur in Pommern; seit 1633 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Haltende").

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Elisabeth Juliana Banér
Gräfin Elisabeth Juliana von Löwenstein
Geburtsname: Gräfin Elisabeth Juliana von Erbach

geb. 1600
gest. 1640
Anm.: Tochter des Grafen Georg von Erbach (1548-1605/08); 1620-1633 erste Ehe mit Graf Georg Ludwig von Löwenstein-Scharfeneck (1587-1633); seit 1636 zweite Ehe mit Johan Banér (1596-1641).

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Katharina Elisabeth Banér
Geburtsname: Katharina Elisabeth von Pfuel

geb. 1598
gest. 1636
Anm.: Tochter des Adam von Pfuel (1562-1626); seit 1623 Ehe mit Johan Banér (1596-1641).

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Claus Banse

Anm.: Um 1628 Hausbesitzer in Ballenstedt.
Johann Banse d. J.

Anm.: Bernburger Bürger und Sattelhofbesitzer; 1628 und 1631 Bürgermeister der Talstadt Bernburg.
François de Baradas

geb. 1602
gest. 1684
Anm.: Burgundischer Adliger; 1624-1626 Favorit des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); Aufstieg vom Pagen der Petite Écurie zum Premier Écuyer, Premier gentilhomme de la Chambre du Roi (1626/27), Schlosshauptmann von Saint-Germain-en-Laye und Lieutenant du roi in der Champagne.
Barbara N. N.

geb. 1629
Anm.: In Kempten geborenes Mädchen, das in seinem Geburtsjahr an verschiedenen Stellen des ganzen Körpers behaart gewesen sein soll.
Agostino Barbarigo

geb. 1516
gest. 1571
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Giovanni Barbarigo; 1554-1557 Botschafter der Republik Venedig in Frankreich; 1561-1564 Luogotenente (Gouverneur) von Friaul; 1564-1567 Capitano (Stadthauptmann) von Padua; seit 1570 Admiral (capitano generale da mar) der venezianischen Kriegsflotte.
N. N. Barbaro

Anm.: Venezianischer Patrizier, der 1623 für das Amt des Dogen kandidiert haben soll.
Antonio Barberini
Bischof Antonio von Frascati
Erzbischof Antonius von Reims
Bischof Antonio von Palestrina

geb. 1608
gest. 1671
Anm.: Sohn des Carlo Barberini (1562-1630) und Neffe von Papst Urban VIII. (1568-1644); ab 1627 Kardinal; 1628-1632 Präfekt der Apostolischen Signatur; seit 1632 Präfekt der Glaubenskongregation; ab 1638 Kämmerer der Römischen Kirche; seit 1653 Großalmosenier von Frankreich; 1655–1661 Bischof von Frascati; ab 1657 Erzbischof von Reims und Pair de France; seit 1661 Bischof von Palestrina.

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Antonio Marcello Barberini
Bischof Antonio Marcello von Senigallia

geb. 1569
gest. 1646
Anm.: Sohn des Antonio Barberini (gest. 1571) und Bruder von Papst Urban VIII. (1568-1644); ab 1624 Kardinal; 1625-1628 Bischof von Senigallia; 1629-1633 römischer Großinquisitor; seit 1633 Bibliothekar und Großpönitentiar der Römischen Kirche.

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Carlo Barberini
Duca Carlo di Monterotondo

geb. 1562
gest. 1630
Anm.: Sohn des Antonio Barberini (gest. 1571) und Bruder von Papst Urban VIII. (1568-1644); Generalleutnant der päpstlichen Armee; ab 1623 Gonfaloniere der Heiligen Römischen Kirche; seit 1627 Duca di Monterotondo.

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Francesco Barberini
Bischof Francesco von Sabina
Bischof Francesco von Ostia (e Velletri)

geb. 1597
gest. 1679
Anm.: Sohn des Carlo Barberini (1562-1630); Neffe und 1623-1644 Kardinalnepot von Papst Urban VIII. (1568-1644); ab 1633 römischer Großinquisitor; seit 1645 Bischof von Sabina; ab 1666 Bischof von Ostia (e Velletri).

Weiterführende Informationen in VIAF
Taddeo Barberini
Principe Taddeo di Palestrina

geb. 1603
gest. 1647
Anm.: Sohn des Carlo Barberini (1562-1630) und Neffe von Papst Urban VIII. (1568-1644); ab 1627 Principe di Palestrina; 1631-1644 Präfekt von Rom; 1639-1644 Gonfaloniere der Römischen Kirche; 1641-1644 Befehlshaber der päpstlichen Armee.

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Marchese Giulio Barbolani di Montauto
Conte Giulio di Montauto

geb. ca. 1585
gest. 1641
Anm.: Sohn des Bartolomeo Barbolani di Montauto (gest. 1599); ab 1618 toskanischer Admiral gegen die Barbareskenkorsaren; seit 1620 kaiserlicher Hofkriegsrat und Kämmerer; 1621-1623 und ab 1635 Festungskommandant von Livorno; seit 1630 Conte di Montauto; 1635 Erhebung in den Markgrafenstand.
Marchese Montauto Barbolani di Montauto

geb. ca. 1590
gest. 1664
Anm.: Sohn des Bartolomeo Barbolani di Montauto (gest. 1599); 1608-1612 und seit 1623 kaiserlicher Kämmerer; auch kaiserlicher Obrist; 1635 Erhebung in den Markgrafenstand.
Barby, Familie
Grafen von Barby und Mühlingen

Anm.: Mitteldeutsches Reichsgrafengeschlecht.
Graf Albrecht Friedrich von Barby und Mühlingen

geb. 1597
gest. 1641
Anm.: Sohn des Grafen Jost von Barby und Mühlingen (1544-1609); ab 1609 gemeinschaftliche Regierung mit seinem jüngeren Bruder Jost Günther (1598-1651); seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Dienliche").

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Graf Jost Günther von Barby und Mühlingen

geb. 1598
gest. 1651
Anm.: Sohn des Grafen Jost von Barby und Mühlingen (1544-1609); 1609-1641 gemeinschaftliche Regierung mit seinem älteren Bruder Albrecht Friedrich (1597-1641), danach Vormundschaft über dessen Sohn August Ludwig (1639-1659); seit 1632 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Güldene").

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Gräfin Sophia von Barby und Mühlingen
Geburtsname: Gräfin Sophia von Schwarzburg-Rudolstadt

geb. 1579
gest. 1630
Anm.: Tochter des Grafen Albrecht VII. von Schwarzburg-Rudolstadt (1537-1605); 1595-1609 Ehe mit Graf Jost von Barby und Mühlingen (1544-1609).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gräfin Sophia Ursula von Barby und Mühlingen
Geburtsname: Gräfin Sophia Ursula von Oldenburg-Delmenhorst

geb. 1601
gest. 1642
Anm.: Tochter des Grafen Anton II. von Oldenburg-Delmenhorst (1550-1619); 1633-1641 Ehe mit Graf Albrecht Friedrich Barby und Mühlingen (1597-1641).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Wolfgang von Barby und Mühlingen

geb. 1502
gest. 1565
Anm.: Sohn des Grafen Burkhard von Barby und Mühlingen (gest. 1505); seit 1535 regierender Graf von Barby und Mühlingen; zudem langjähriger kursächsischer Geheimer Rat.
Hermann Barnemann

Anm.: Um 1628 Hausbesitzer in Ballenstedt.
N. N. Barozzi

Anm.: Venezianischer Patrizier; um 1623 Olivetanermönch im Eremo del Monte Rua.
N. N. Bartfeldt

Anm.: Um 1629 kaiserlicher Fähnrich.
Leonhard Bartholdus

gest. 1629
Anm.: Geboren in Amberg; Theologiestudium in Altdorf (1599), Leipzig (1602) und Wittenberg (1603); 1603 Magister; 1604 Diakon in Kemnath; 1606-1626 Spitalprediger in Amberg; 1626 Emigration aus der Oberpfalz; seit 1626 Pfarrer in Kleinpaschleben.
Tilman Barwasser

geb. 1592
gest. 1643
Anm.: Bürger, Goldschmied und Juwelier in Leipzig.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Franz von Barwitz
Johann Franz von Fernemont

geb. 1597
gest. 1676
Anm.: Sohn des Johann Anton von Barwitz; kaiserlicher Obristleutnant (1627), Obrist (1630-1643 und 1645-1650), Generalwachtmeister (1640) und Generalfeldzeugmeister (1642); spätestens seit 1655 auch Hofkriegsrat; 1623 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kristoffer Basse

Anm.: Dänischer Adliger; Herr auf Sørup und Urup; königlicher Amtmann auf den Schlössern Frederiksborg und Abrahamstrup (1614-1623) sowie Kronborg (1619-1623).
François de Bassompierre
Marquis François de Haroué

geb. 1579
gest. 1646
Anm.: Sohn des lothringischen Adligen Christophe de Bassompierre (1547-1596); 1603 Teilnahme am Langen Türkenkrieg; 1621-1629 in französischen Kriegsdiensten gegen die Hugenotten als Maréchal de camp (1621) und Maréchal de France (1622); diplomatische Missionen in Spanien (1621), der Schweiz (1625) und England (1626); 1631-1643 in Haft als Gegner des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1623 Marquis d'Haroué.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Bastian N. N.

Anm.: Um 1631 Bereiter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Graf Adam Batthyány
Batthyány Ádám

geb. 1609
gest. 1659
Anm.: Sohn des Franz Batthyány (1577-1625); 1629 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1630 kaiserlicher Kämmerer; seit 1640 Generalkapitän für die Gebiete in Ungarn diesseits der Donau; 1630 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Giovanni Battista
Johann Baptista

gest. 1630
Anm.: Italienischer Abstammung; um 1630 Rittmeister in kaiserlichen Diensten; im selben Jahr Übertritt in schwedische Dienste und Beteiligung an einem Hinterhalt gegen Gustav II. Adolph von Schweden, wofür er hingerichtet wurde.
Hans Michael de Bauby

Anm.: Um 1628 kaiserlicher Leutnant.
Wolf Heinrich von Baudissin

geb. 1597
gest. 1646
Anm.: Sohn des Christoph von Baudissin (gest. 1618); 1615 venezianischer Leutnant; 1620 Teilnahme an der Schlacht am Weißen Berg als böhmisch-kurpfälzischer Rittmeister; 1625-1627 dänischer Reiterobrist; schwedischer Obrist (1628-1633) und Generalleutnant (1631-1633); 1635/36 kursächsischer Generalleutnant; seit 1641 polnischer Gesandter in Kopenhagen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Nicolas de Baugy

geb. 1574
gest. 1641
Anm.: Sohn des André de Baugy; ab 1602 königlicher Maître d'hôtel; französischer Resident am Kaiserhof (1600-1624) und in Brüssel (1624-1626); Botschafter bei den Generalstaaten (1628-1634); seit 1635 Conseiller d'Etat und Conseiller du conseil privé.
Jakob Bauhof

Anm.: Um 1631 kaiserlicher Kriegskommissar.
Friedrich von Baur
Friedrich von Bawyr

geb. ca. 1600
gest. 1667
Anm.: Sohn des Christoph von Baur (1561-1650); bis 1641 schwedischer Kriegskommissar, Obristleutnant und Obrist (1636-1640); 1642-1645 Generalmajor in dänischen und schleswig-holsteinisch-gottorfischen Diensten; zuletzt kurbrandenburgischer Generalleutnant (1654-1661) und Kriegsrat (1656-1661); seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Strenge").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Christoph von Baur
Johann Christoph von Bawyr

geb. ca. 1598
gest. 1676
Anm.: Sohn des Christoph von Baur (1561-1650); bis 1635 Rat und Stallmeister des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); 1631-1635 zugleich schwedischer Kriegskommissar und Oberhauptmann in den Stiften Magdeburg und Halberstadt; später kurpfälzischer Generalkommissar und Geheimer Rat; seit 1626 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wärmende").

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Guillaume de Bautru
Comte Guillaume de Serrant

geb. 1588
gest. 1665
Anm.: Sohn des Guillaume de Bautru; französischer Diplomat und Schriftsteller; zunächst militärische Laufbahn bis zum Maître de camp (1622); diplomatische Missionen nach Spanien, England und Savoyen; ab 1631 Introducteur des ambassadeurs chez le roi; später Conseiller d'État; 1634 Gründungsmitglied der Académie Française; seit 1636 Comte de Serrant.

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Bayern, Haus
Herzöge von Bayern
Kurfürsten von Bayern

Anm.: Seit 1180 reichsfürstliche Dynastie der Wittelsbacher.

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Herzog Albrecht von Bayern
Landgraf Albrecht von Leuchtenberg

geb. 1584
gest. 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1646 Regent der Landgrafschaft Leuchtenberg durch seit 1636 bestehende Lehnsanwartschaft über seine Gemahlin Mechthilde von Leuchtenberg (1588–1634), der Tante des letzten Landgrafen Maximilian Adam (1611-1646); 1651-1654 Kuradministrator von Bayern.

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Herzog Albrecht V. von Bayern

geb. 1528
gest. 1579
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm IV. von Bayern (1493-1550); ab 1550 regierender Herzog von Bayern; seit 1546 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Herzogin Anna von Bayern
Geburtsname: Erzherzogin Anna von Österreich

geb. 1528
gest. 1590
Anm.: Tochter von Kaiser Ferdinand I. (1503-1564); 1546-1579 Ehe mit Herzog Albrecht V. von Bayern (1528-1579).

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Herzog Christoph von Bayern

geb. 1449
gest. 1493
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht III. von Bayern (1401-1460); 1476/77 Kriegsdienst für König Matthias I. Corvinus von Ungarn (1443-1490).

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Herzog Ernst von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Ernst von Köln
Bischof Ernst von Münster
Bischof Ernst von Lüttich
Bischof Ernst von Hildesheim
Bischof Ernst von Freising

geb. 1554
gest. 1612
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht V. von Bayern (1528-1579); Bischof von Freising (ab 1566), Hildesheim (seit 1573) und Lüttich (ab 1581); seit 1583 Erzbischof und Kurfürst von Köln; ab 1584 auch Bischof von Münster.

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Herzogin bzw. Kurfürstin Elisabeth (Renata) von Bayern
Geburtsname: Herzogin Elisabeth (Renata) von Lothringen

geb. 1574
gest. 1635
Anm.: Tochter des Herzogs Karl III. von Lothringen (1543-1608); seit 1595 Ehe mit Herzog bzw. Kurfürst Maximilian I. von Bayern (1573-1651).

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Herzog Ferdinand (1) von Bayern

geb. 1550
gest. 1608
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); aus seiner morganatischen Ehe mit Maria von Pettenbeck (1574-1619) ging 1602 die Wittelsbacher-Seitenlinie der Grafen von Wartenberg hervor.

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Herzog Ferdinand (2) von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Ferdinand von Köln
Bischof Ferdinand von Lüttich
Bischof Ferdinand von Hildesheim
Bischof Ferdinand von Münster
Bischof Ferdinand von Paderborn

geb. 1577
gest. 1650
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1612 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Lüttich, Hildesheim und Münster; seit 1618 auch Bischof von Paderborn.

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Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern

geb. 1636
gest. 1679
Anm.: Sohn des Kurfürsten Maximilian I. von Bayern (1573-1651); seit 1651 Kurfürst von Bayern (bis 1654 unter der Regentschaft seiner Mutter Maria Anna (1610-1665) und des Kuradministrators Herzog Albrecht von Bayern).

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Herzog Karl Johann Franz von Bayern

geb. 1618
gest. 1640
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht von Bayern (1584-1666).

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Herzog Ludwig V. von Bayern
Markgraf Ludwig I. von Brandenburg
Graf Ludwig I. von Tirol

geb. 1315
gest. 1361
Anm.: Sohn von Kaiser Ludwig IV. (1281/82-1347); 1323-1351 Markgraf von Brandenburg; ab 1342 Graf von Tirol; 1347-1349 Herzog von Bayern; seit 1349 Herzog von Oberbayern.

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Herzogin Margaretha (Maultasch) von Bayern
Markgräfin Margaretha (Maultasch) von Brandenburg
Gräfin Margaretha (Maultasch) von Tirol
Margaretha (Maultasch) von Luxemburg
Geburtsname: Herzogin Margaretha (Maultasch) von Kärnten und Krain

geb. 1318
gest. 1369
Anm.: Tochter des Herzogs Heinrich von Kärnten und Krain (1265-1335); 1330-1341 erste Ehe mit Johann Heinrich von Luxemburg (1322-1375); seit 1335 Erbgräfin von Tirol; 1342-1361 zweite Ehe mit Markgraf Ludwig I. von Brandenburg, später Herzog Ludwig V. von Bayern (1315-1361).

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Kurfürstin Maria Anna von Bayern
Geburtsname: Erzherzogin Maria Anna von Österreich

geb. 1610
gest. 1665
Anm.: Tochter des Erzherzogs Ferdinand II. von (Inner-)Österreich (1578-1637); 1635-1651 Ehe mit Kurfürst Maximilian I. von Bayern (1573-1651).

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Kurfürst Maximilian I. von Bayern
Herzog Maximilian I. von Bayern

geb. 1573
gest. 1651
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1597 regierender Herzog von Bayern; Oberhaupt der 1609 gegründeten Katholischen Liga; 1623 Verleihung der (ehemals Pfälzer) Kurwürde durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637), endgültig bestätigt im Westfälischen Frieden; seit 1600 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Herzog Odilo von Bayern

geb. vor 700
gest. 748
Anm.: Sohn des alamannischen Herzogs Gottfried (gest. 709) aus dem Haus der Agilolfinger; seit 736 regierender Herzog von Bayern.

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Herzog Otto I. von Bayern
Pfalzgraf Otto V. von Bayern

geb. ca. 1117/20
gest. 1183
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Otto IV. von Bayern (gest. 1156); ab 1156 regierender Pfalzgraf und seit 1180 erster Herzog von Bayern.

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Herzogin Renata von Bayern
Geburtsname: Herzogin Renata von Lothringen

geb. 1544
gest. 1602
Anm.: Tochter des Herzogs Franz I. von Lothringen (1517-1545); seit 1568 Ehe mit Herzog Wilhelm V. von Bayern (1548-1626).

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Herzog Theodo I. von Bayern

geb. vor 630
gest. 680
Anm.: Angehöriger der Dynastie der Agilolfinger; seit ca. 640 regierender Herzog von Bayern.

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Wilhelm von Bayern
Wilhelm von Höllinghofen
Abt Wilhelm von Stablo-Malmedy

geb. 1587/90
gest. 1657
Anm.: Unehelicher Sohn des Kurfürsten Ernst von Köln (1554-1612); 1600 väterliche Legitimisierung; 1618-1624 Landdrost des Herzogtums Westphalen; ab 1629 Oberstkämmerer und Geheimer Rat des Kurfürsten Ferdinand von Köln (1577-1650); seit 1636 Koadjutor des Klosters Stablo; ab 1650 Abt des reichsunmittelbaren Doppelklosters Stablo-Malmedy; 1610 Erhebung in den Freiherrenstand.

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Herzog Wilhelm V. von Bayern

geb. 1548
gest. 1626
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht V. von Bayern (1528-1579); 1579-1597 regierender Herzog von Bayern (Abdankung zugunsten seines ältesten Sohnes Maximilian I.); seit 1585 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Herzog Ludwig VII. von Bayern-Ingolstadt

geb. 1368
gest. 1447
Anm.: Sohn des Herzogs Stephan III. von Bayern (gest. 1413); seit 1413 regierender Herzog von Bayern-Ingolstadt.

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Bayram Pascha

gest. 1638
Anm.: 1626-1628 Gouverneur von Ägypten; ab 1628 Wesir; seit 1637 Großwesir des Osmanischen Reiches.
René Bays

Anm.: Um 1628/34 Kaufmann in Lyon.
Álvaro de Bazán y Benavides
Marqués Álvaro de Santa Cruz de Mudela
Marqués Álvaro del Viso

geb. 1571
gest. 1646
Anm.: Sohn des Álvaro de Bazán y Guzmán, Marqués de Santa Cruz de Mudela (1526-1588); ab 1598 Marqués de Santa Cruz de Mudela; seit 1611 Marqués del Viso; spanischer Admiral und General; 1630-1631 Gouverneur des Herzogtums Mailand; Kriegs- und Staatsrat sowie Kämmerer des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); Hofmarschall der Königin Elisabeth von Spanien (1602-1644).
Martin Becanus
Martin Verbeeck
Martin van der Beeck
Martin Schellekens

geb. 1563
gest. 1624
Anm.: Geboren in Hilvarenbeek (Nordbrabant); seit 1583 Jesuit; zunächst Lehrer für Philosophie an der Universität Köln, danach 22 Jahre für Theologie an den Universitäten Würzburg, Mainz und Wien; 1620-1623 Beichtvater von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637).

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Eduard Becker

geb. 1577
gest. 1639
Anm.: Sohn des Leipziger Kaufmanns Aegidius Becker (gest. 1589); Kaufmannslehre in Köln; danach Kaufmann in Leipzig; seit 1624 Ratsherr.

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Christian Beckmann

geb. 1580
gest. 1648
Anm.: Sohn des Zscheppliner Pfarrers Andreas Beckmann (gest. 1612); ab 1599 Studium der Theologie in Leipzig, Wittenberg und Jena; 1604 Promotion zum Mag. phil. an der Universität Leipzig; Schulrektor in Naumburg (1608-1612), Mühlhausen (1612-1615) und Amberg (1615-1625); 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1625-1627 Schulrektor in Bernburg; seit 1627 Pfarrer an der Nikolaikirche sowie Superintendent und Professor für Theologie am Gymnasium illustre in Zerbst.

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Philipp Beckmann

geb. ca. 1592
gest. 1666
Anm.: Sohn des Zscheppliner Pfarrers Andreas Beckmann (gest. 1612); 1620-1625 Pfarrer in Kirchenthumbach; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Radisleben; 1638-1644 Superintendent in Coswig/Anhalt; seit 1645 Pfarrer in Quellendorf; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 212.
N. N. Begker

Anm.: Um 1633 schwedischer Obrist.
Christoph Behaim

geb. 1562
gest. 1624
Anm.: Sohn des Nürnberger Patriziers Paul Behaim (1519-1568); ab 1590 Genannter im Großen Rat, seit 1595 Alter Genannter im Kleinen Rat, ab 1600 jüngerer Bürgermeister, seit 1612 älterer Bürgermeister und ab 1622 Älterer Herr der Reichsstadt Nürnberg; vgl. Peter Fleischmann: Rat und Patriziat in Nürnberg, Bd. 2, Nürnberg 2008, S. 328f.

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Lukas Friedrich Behaim

geb. 1587
gest. 1648
Anm.: Sohn des Paul Behaim (1557-1621); ab 1614 Schöffe am Bauerngericht, seit 1622 Alter Genannter des Rats, ab 1625 jüngerer Bürgermeister und seit 1642 Älterer Herr der Reichsstadt Nürnberg; ca. 1619-1621 politischer Ratgeber des böhmischen "Winterkönigs" Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); vgl. Peter Fleischmann: Rat und Patriziat in Nürnberg, Bd. 2, Nürnberg 2008, S. 329f.

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Johann Friedrich Behr

geb. 1605
gest. 1645
Anm.: Sohn des lüneburgischen Adligen Dietrich Behr (1575-1632); seit 1622 Domherr in Magdeburg; danach bis 1628 auf Kavalierstour; 1623 Assessor der deutschen Nation an der Juristenfakultät in Padua; vgl. Johannes Fürsen: Timenda Et Tremenda salutis operatio [...], Bremen 1645, S. 57-96.

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Hans Behtmann

gest. 1634
Anm.: Seit 1630 Bürgermeister von Hoym.
Roberto Francesco Romolo Bellarmino
Erzbischof Roberto Francesco Romolo von Capua

geb. 1542
gest. 1621
Anm.: Sohn des Montepulcianoer Patriziers Vincenzo Bellarmini; bedeutender katholischer Kontroverstheologe; ab 1560 Jesuit; Studium der Philosophie, Theologie und Astronomie in Rom (1560-1563), Florenz, Monreale, Padua (1567-1569) und Löwen (1569/70); 1570-1576 Dozent für Theologie an der Universität Löwen; 1576-1594 Professor für Apologetik und 1592-1594 Rektor am Collgium Romanum; 1594-1597 Leiter der Provinz Neapel des Jesuitenordens; seit 1599 Kardinal; 1602-1605 Erzbischof von Capua; 1617/18 Camerlengo del Collegio Cardinalizio.

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N. N. Bellegeois

Anm.: Um 1636 kursächsischer Hauptmann.
N. N. von Bemberg

Anm.: Angehöriger eines nicht ermittelten Adelsgeschlechts.
Joachim Christoph Benckendorf

geb. ca. 1600
gest. 1652
Anm.: Sohn des Prof. Martin Benckendorf (1545-1621) in Frankfurt/Oder; Studium in Frankfurt/Oder (1612) und Königsberg (1625); 1629 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Königsberg; seit 1646 kurbrandenburgischer Rat und Resident in Danzig.
Thomas Benckendorf

gest. vor 1665
Anm.: Sohn des Prof. Martin Benckendorf (1545-1621) in Frankfurt/Oder; 1623 Studium in Frankfurt/Oder; 1627/28 Kammer- und Küchenschreiber, seit 1628 Kammerschreiber und Kammerdiener sowie 1635-1647 Kammersekretär des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1637-1647 auch Amtmann von Bernburg; später kurbrandenburgischer Gerichtsverwalter in Wittstock.
Beneckendorff, Familie

Anm.: Märkisches und meißnisches Adelsgeschlecht.

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Benedetto Benedetti
Bischof Benedetto von Caorle

geb. ca. 1556
gest. 1629
Anm.: Venezianischer Patrizier; seit 1610 Bischof von Caorle.
Benedikt von Nursia

geb. ca. 480
gest. 547
Anm.: Gründer des Benediktinerordens; Heiliger.

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N. N. Benier

Anm.: Um 1627 Maler in Harderwijk, der sich als Adliger ausgab.
N. N. Benovius

Anm.: Verbreitete 1632 Prophezeiungen über einen Übertritt Wallensteins in schwedische Dienste und den baldigen Fall Wiens.
Bentheim, Familie
Grafen von Bentheim

Anm.: Nordwestdeutsches Reichsgrafengeschlecht.

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Gräfin Anna Amalia von Bentheim und Steinfurt
Geburtsname: Gräfin Anna Amalia von Isenburg-Büdingen

geb. 1591
gest. 1667
Anm.: Tochter des Grafen Wolfgang Ernst I. von Isenburg-Büdingen (1560-1633); 1608-1643 Ehe mit Graf Arnold Jobst von Bentheim und Steinfurt (1580-1643).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Arnold Jobst von Bentheim und Steinfurt

geb. 1580
gest. 1643
Anm.: Sohn des Grafen Arnold von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); 1606-1610 gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Wilhelm Heinrich (1584-1632) regierender Graf von Bentheim und Steinfurt; 1610-1632 alleiniger Regent der Grafschaft Bentheim; seit 1632 alleinregierender Graf von Bentheim und Steinfurt.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Friedrich Ludolph von Bentheim-Alpen

geb. 1587
gest. 1629
Anm.: Sohn des Grafen Arnold IV. von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); ab 1606 Inhaber der Herrschaft Alpen; seit 1626 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ergetzende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Konrad Gumprecht von Bentheim-Limburg

geb. 1585
gest. 1618
Anm.: Sohn des Grafen Arnold IV. von Bentheim, Streinfurt und Tecklenburg (1554-1606); seit 1612 regierender Graf von Bentheim-Limburg.
Graf Wilhelm von Bentheim-Limburg

geb. 1617
gest. 1626
Anm.: Sohn des Grafen Konrad Gumprecht von Bentheim-Limburg (1585-1618).
Gräfin Magdalena von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg
Geburtsname: Gräfin Magdalena von Neuenahr-Alpen und Limburg

geb. 1551
gest. 1627
Anm.: Tochter des Grafen Gumprecht II. von Neuenahr-Alpen und Limburg (gest. 1555) und Großmutter Fürst Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1573-1606 Ehe mit Graf Arnold IV. von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606).
Gräfin Anna Elisabeth von Bentheim-Steinfurt
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Dessau

geb. 1598
gest. 1660
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1617-1632 Ehe mit Graf Wilhelm Heinrich von Bentheim-Steinfurt (1584-1632).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Wilhelm Heinrich von Bentheim-Steinfurt

geb. 1584
gest. 1632
Anm.: Sohn des Grafen Arnold von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); ab 1604 Domherr in Straßburg; 1606-1610 gemeinsam mit seinem älteren Bruder Arnold Jobst (1580-1643) regierender Graf von Bentheim und Steinfurt; seit 1610 alleiniger Regent der Grafschaft Steinfurt; ab 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kräftige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Adolph von Bentheim-Tecklenburg

geb. 1577
gest. 1623
Anm.: Sohn des Grafen Arnold IV. von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); seit 1606 regierender Graf von Bentheim-Tecklenburg und Herr von Rheda.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gräfin Johanna Dorothea von Bentheim-Tecklenburg-Limburg
Geburtsname: Fürstin Johanna Dorothea von Anhalt-Dessau

geb. 1612
gest. 1695
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1636 Ehe mit Graf Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg (1615-1674).
Philipp Heinrich von Benting
Philips Hendrik van Bentinck

geb. 1595
gest. 1653
Anm.: Sohn des Maarten van Bentinck zu Lewenborg (gest. 1625); pfälzisch-neuburgischer Hof- und Oberjägermeister; 1623 Amtmann von Düren und Nörvenich.
N. N. von Berbisdorff

gest. 1629
Anm.: Meißnisch-böhmischer Adliger; zuletzt Kammerherr des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) im niederländischen Exil.
Friedrich von Berbisdorff

geb. 1608
gest. 1684
Anm.: Sohn des Sebastian von Berbisdorff; 1629-1631 in kaiserlichen, 1632-1635 und erneut 1636 in kursächsischen Kriegsdiensten; 1636/37 schwedischer Kriegsgefangener; ab 1642 Domkapitular zu Naumburg; seit 1648 Stiftsrat bei der Zeitzer Regierung; 1651 Wahl zum Naumburger Domdechanten; ab 1662 Appellationsrat in Dresden und Hauptmann des Vogtländischen Kreises; seit 1681 kursächsischer Geheimer Rat; vgl. Johann Zader: Der Erlöseten des Herrn frölicher Hin- und Einzug in das him[m]lische Zion [...], Zeitz 1684, S. 40-51.
Wemberich van Berchem

geb. 1581
gest. 1653
Anm.: Geboren in Doesburg; um 1607 im Dienst der Niederländischen Ostindien-Kompanie; niederländischer Kapitän eines Kriegsschiffes (1621) und Vizeadmiral (1628).

Weiterführende Informationen in VIAF
Johann Jakob Berchtold von Ungarschitz

geb. ca. 1585
gest. 1641
Anm.: Sohn des Matthias Berchtold; Dr. jur.; ab 1618 niederösterreichischer Regimentsrat; ab 1623 Rat und seit 1627 Direktor der Hofkammer; 1633 Erhebung in den Freiherrenstand.
Maximilian Berchtold von Sachsengang

Anm.: Sohn des kaiserlichen Rats Johann Baptist Berchtold; bereits um 1602 kaiserlicher Rat und Vizedom von Österreich unter der Ems; seit 1606 Hofkammerrat; auch niederösterreichischer Regimentsrat; 1621 kaiserlicher Kommissar für den in Wiener Neustadt inhaftierten Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg.
N. N. von Berenburg

Anm.: Um 1636 Hofjunker in Altenburg.
Johann von Berge
Johann von Bergen

Anm.: Um 1637/42 Sekretär des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653), 1642/49 fürstlich-anhaltischer Obereinnehmer.
Martin Berger

Anm.: Um 1628 Hausbesitzer in Ballenstedt.
Graf Hendrik van den Bergh
Markgraf Hendrik von Bergen op Zoom

geb. 1573
gest. 1638
Anm.: Sohn des Grafen Willem IV. van den Bergh (1537-1586); spanischer General und Statthalter von Obergeldern (Opper-Gelre); in den 1630er Jahren Anführer einer antispanischen Bewegung in den südlichen katholischen Niederlanden; seit 1632 niederländischer Obrist.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gräfin Hieronyma Katharina van den Bergh
Markgräfin Hieronyma Katharina von Bergen op Zoom
Geburtsname: Hieronyma Katharina von Spaur und Flavon

geb. 1600
gest. 1683
Anm.: Tochter des Georg Friedrich von Spaur und Flavon; 1629-1638 Ehe mit Graf Hendrik van den Bergh (1573-1638).
Johann Berghöfer

gest. 1636(?)
Anm.: Ab 1622 hessisch-kasselischer Rittmeister; 1626 Rittmeister unter Herzog Johann Ernst I. von Sachsen-Weimar (1594-1626); danach dänischer und hessisch-kasselischer Obrist; seit 1631 schwedischer Obrist.
Johann (Peter) Bergius

geb. 1587
gest. 1658
Anm.: Vater des Stettiner Stadtpredigers Konrad Bergius (1544-1592); Theologiestudium in Heidelberg und Straßburg; 1614-1617 außerordentlicher und 1617-1624 ordentlicher Professor der Theologie sowie 1619 Rektor der Universität Frankfurt/Oder; ab 1623 kurfürstlicher Hofprediger; seit 1637 Konsistorialrat in Berlin.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
N. N. van Bergk (1)

Anm.: Holländischer Adliger; um 1627 Drost von Twente.
N. N. van Bergk (2)

Anm.: Sohn des Twenter Drosten N. N. van Bergk (1); um 1627 kaiserlicher Fähnrich.
Friedrich von Bergk

gest. nach 1623
Anm.: Mitglied einer Antwerpener Exulantenfamilie, die ab 1569/70 in Nürnberg lebte; Nürnberger Kaufmann; seit 1620 Teilhaber der Imhoffschen Handelsgesellschaft; vgl. Gerhard Seibold: Die Imhoffsche Handelsgesellschaft in den Jahren 1579-1635, in: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg 64 (1977), S. 207f.
Beringer

Anm.: Mönch; Schreiber und Miniaturmaler an der Hofschule des westfränkischen Königs und Kaisers Karl II. (823-877); um 870 zusammen mit Liuthard Verfasser des Codex Aureus von Sankt Emmeram.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. Berka von Duba
N. N. Berka z Dubé

Anm.: Böhmischer Adliger.
Christian Berka von Duba
Kristián Berka z Dubé
Christian Adersbach Berka von Duba
Kristián Adršpach Berka z Dubé

Anm.: Böhmischer Adliger; 1619 Gesandter der böhmischen Stände auf dem Frankfurter Wahltag; ca. 1620/21 Enteignung wegen Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand und Emigration aus Böhmen; bis 1632 Kammerherr des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gottlob Berka von Duba
Bohuchval Berka z Dubé

gest. nach 1623
Anm.: Sohn des Alexander Albrecht Berka von Duba; Herr auf Weißwasser (Bělá), Hühnerwasser (Kuřívody) und Chiesch (Chyše); 1618-1620 Teilnahme am böhmischen Ständeaufstand; 1619/20 Oberstburggraf des Königreiches Böhmen; 1621 Todesurteil in Abwesenheit.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. Berkowsky
N. N. Beřkovský

Anm.: Vermutlich böhmischer Adliger (Beřkovský ze Šebířova); um 1636 Obristleutnant im schwedischen Regiment des Herzogs Franz Heinrich von Sachsen-Lauenburg (1604-1658).
Curt Ernst von Berlepsch

geb. 1588
gest. 1659
Anm.: Sohn des Curt Thilo von Berlepsch (1540-1589); Erbherr auf Roßla, Grossurleben, Thamsbrück und Eichenzell.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Erich Volkmar von Berlepsch

geb. 1581
gest. 1641
Anm.: Sohn des Curt Thilo von Berlepsch (1540-1589); ab 1622 Erbherr auf Großurleben; seit 1620 Oberamtmann und später Vizekanzler der Niedergrafschaft Katzenelnbogen; in den 1630er Jahren schwedischer und kursächsischer Kriegskommissar; zudem gräflich-stolbergischer Amtmann von Roßla.
Bernard N. N.

Anm.: Gaukler, der Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg am 22. September 1632 im Traum erschien.
Johann Berndt

Anm.: 1629/30 vermutlich Kriegskassenverwalter des kaiserlichen Obristen Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632).
David Berner

Anm.: Um 1628 Bauer in Hoym.
Jakob Berner

Anm.: Um 1628 Bauer in Hoym.
N. N. Bernhardin (1)

Anm.: 1609/10 Leutnant der Leibgarde zu Fuß des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); um 1630 Hautpmann.
N. N. Bernhardin (2)

Anm.: Um 1636 kaiserlicher Obristleutnant.
Veit Bernhardt

Anm.: Um 1635 Wiener Kaufmann.
Johann Bernier

Anm.: Künstler, der eine Gedenktafel für den kaiserlichen Feldmarschall Graf Adolph von Schwarzenberg (1551-1600) in Raab (Győr) schuf.
N. N. Bernmann

Anm.: Bruder von Hans Bernmann.
Hans Bernmann

Anm.: Um 1628 vermutlich Untertan in Harzgerode.
Bertram N. N.

Anm.: Bis September 1631 Einspänniger des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach angeblich schwedischer Kornett.
Hans Jakob Beßerer

Anm.: Nürnberger Krämer.
Gabriel Bethlen
Bethlen Gábor
Fürst Gabriel von Siebenbürgen

geb. 1580
gest. 1629
Anm.: Sohn des ungarischen Reitergenerals Wolfgang Bethlen (gest. 1590); seit 1613 Fürst von Siebenbürgen; 1619-1626 Anführer eines antihabsburgischen Aufstandes im königlichen Ungarn; 1620/21 gewählter König von Ungarn.

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Stephan Bethlen
Bethlen István
Fürst Stephan von Siebenbürgen

geb. 1582
gest. 1648
Anm.: Sohn des ungarischen Reitergenerals Wolfgang Bethlen (gest. 1590); 1630 für 60 Tage Fürst von Siebenbürgen; 1636 Feldzug gegen seinen Nachfolger Georg Rákóczi (1593-1648) mit türkischer Unterstützung.

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Maximilien de Béthune
Duc Maximilien de Sully
Prince Maximilien d' Henrichemont et de Boisbelle
Marquis Maximilien de Nogent-le-Rotrou
Marquis Maximilien de Rosny

geb. 1559
gest. 1641
Anm.: Sohn des Hugenotten François de Béthune, Baron de Rosny (ca. 1532-1575); ab 1580 Kämmerer und später Rat des Königs Heinrich III. von Navarra (1553-1610); 1587-1591 Teilnahme an dessen Feldzügen; 1596-1598 französischer Conseiller aux Finances; 1598-1611 Surintendant des Finances; 1599-1610 Grand maître de l'artillerie de France; seit 1604 Gouverneur von Poitou; 1601-1611 Gouverneur de la Bastille; 1602-1610 Surintendant des fortifications; ab 1634 Maréchal de France; seit 1601 Marquis de Rosny; ab 1605 Prince souverain d'Henrichemont et de Boisbelle; seit 1606 Duc de Sully und Pair de France; ab 1624 Marquis de Nogent-le-Rotrou.

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N. N. Bette

Anm.: Unbekannte Person.
N. N. Betting

Anm.: Um 1626 Major in der Festung Doesburg.
Conte Gregorio della Bevilacqua-Minerbe

geb. 1589
gest. 1629
Anm.: Sohn des Conte Claudio della Bevilacqua-Minerbe (1558-1614); 1615 Capitano der venezianischen Kürassiere; 1619 Governatore della Banda Generale d'Armi della Gente in Verona.
Carsten Beyer

geb. 1574
gest. 1644
Anm.: Sohn des herzoglichen Sekretärs Georg Beyer (1522-1587) in Hadersleben; seit 1613 Bürgermeister in Flensburg (St. Marien).

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Francesco Biboni

gest. 1664
Anm.: Florentiner Adliger; seit ca. 1632 polnischer Resident am Wiener Kaiserhof.
Alessandro Bichi
Bischof Alessandro von Carpentras
Bischof Alessandro von Isola

geb. 1596
gest. 1657
Anm.: Sohn des Sienaer Patriziers Vincenzo Bichi; 1628-1630 Bischof von Isola; Apostolischer Nuntius in Neapel (1628-1630) und Paris (1630-1634); ab 1630 Bischof von Carpentras; seit 1633 Kardinal.

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Bieberstein, Familie
Bibersztajn, Familie
Biberštejn, Familie

Anm.: Ursprünglich meißnisches, später auch in Böhmen, den beiden Lausitzen und Schlesien begütertes Adelsgeschlecht.

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Lorenz Biedermann

gest. 1606
Anm.: Geboren in Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg und Basel; Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; ca. 1587-1603 gesamtanhaltischer Kanzler in Dessau; seit 1603 Inhaftierung wegen angeblicher Planung eines Mordanschlages auf Kurfürst Christian II. von Sachsen (1583-1611) bei Gräfenhainichen.

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Biedersee, Familie

Anm.: Anhaltisches Adelsgeschlecht.
N. N. von Biedersee

Anm.: Um 1628 junger Angehöriger des anhaltischen Adelsgeschlechts
Georg von Biedersee

gest. 1633
Anm.: Sohn des Georg von Biedersee; Erbherr auf Ilberstedt.
Matthias von Biedersee

Anm.: Sohn des Albrecht von Biedersee; Erbherr auf Ilberstedt; langjähriger Kriegskommissar des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1650 Aufseher über die Ämter des Teilfürstentums Anhalt-Köthen; seit 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Niederlegende").
Sten Svantesson Bielke

geb. 1598
gest. 1638
Anm.: Sohn des Svante Turesson Bielke (1567-1609); ab 1625 königlicher Kämmerer; 1631-1633 schwedischer Legat in Pommern; seit 1633 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern und schwedischer Reichsrat; ab 1636 Generallegat Schwedens im Heiligen Römischen Reich.

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Wilhelm Bien(n)er

geb. ca. 1590
gest.