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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: Dezember 1636
[Inhaltsverzeichnis]
01. Dezember 1636
02. Dezember 1636
03. Dezember 1636
04. Dezember 1636
05. Dezember 1636
06. Dezember 1636
07. Dezember 1636
08. Dezember 1636
09. Dezember 1636
10. Dezember 1636
11. Dezember 1636
12. Dezember 1636
13. Dezember 1636
14. Dezember 1636
15. Dezember 1636
16. Dezember 1636
17. Dezember 1636
18. Dezember 1636
19. Dezember 1636
20. Dezember 1636
21. Dezember 1636
22. Dezember 1636
23. Dezember 1636
24. Dezember 1636
25. Dezember 1636
26. Dezember 1636
27. Dezember 1636
28. Dezember 1636
29. Dezember 1636
30. Dezember 1636
31. Dezember 1636
|| [[Handschrift: 265v]]

Donnerstag den 1. ⁄ 11. December


Alß der Kayser hjnauß auf die Jagt
gefahren, ich zwar mittgewoltt, aber etwaß
zu spähte kommen, habe ich mich eilends unversehensex
abrupto
resolvirt, nacher München zu ver-
raysen, die Besuchvisite bey Chur Bayern zu
verrichten, ihm mein zugestoßenes
vnglück vndt Noht zu klagen, auch zu
sehen, ob ich durch einen sonderbahren griff
(der mir eingefallen) mitt reputation
den competentzStritt[!] mitt den Churfürstlichen
Gesandten, so wol alß mitt Lottringen || [[Handschrift: 266r]]
divertiren köndte. Beachte wohlNota Bene Mitt Lottringen ha-
ben wir zwar keine competentz, denn vnser
Fürstliches hauß gehet unmittelbarimmediate vor, auf allen
Reichstägen, aber in dieser occasion der
königlichen krönung, wirdt darvor gehalten,
man solle ihm alß einem gast weichen,
besonderspræsertim dieweil er dem König, so
wol alß der Kayserinn naher anver-
wandter ist, <vndt sonsten ein souveräner HerrscherSouverain in seinem lande.>

Meilenm.
Von Regenspurg nacher Erbarspach
auf halbem wege inmitten der Straßefra via gefüttert.
6


Einen holprichten, nur halb gefrornen
kalten bösen weg gehabtt.

Freitag den 2. ⁄ 12. des DezembersXbris:


Meine pferde wieder zu rück geschicktt,
vndt postpferde bestellet selb 7de.[.]

Meilenm.
Von Erberspach nacher Landshutt
eine feine Stadt in Bayern, alda
gefüttert, vndt ich habe den berühmbten
hohen Thurn[!] alda besehen vndt ganz oben
auff gestiegen. Er hatt 554 Stuffen, vndt leitter- || [[Handschrift: 266v]]
Sproßen. Bin auch auf dem öbersten gang
(da es gar vngewiß zu gehen) herümber
gegangen, gantz herümb, so wol alß auf
den vntern sicherern vmbgang. Der das
creütz oben auf gesetzt, soll herundter
gefallen sein, vndt den halß gestürzt haben.
3


Es hat einen feinen prospect daroben
auf die Stadt (wie sie an der Jser gelegen)
vndt auf selbjge gegendt vmbher.


An dem Thurn[!], jst eine feine kirche.
Wir haben auch oben aufm Thurn[!] eine
große glocke gesehen, die soll 200
Centner wägen. Sie ist mir aber bey
weittem so groß nicht vorgekommen,
alß die zu Erfurdt.


Von Landeshuet, (alda auch ein Schloß
aufm berge die Stadt aber im grunde gelegen)
nach Freisingen, eine Stadt vndt Stift – 4 [Meilen]
alda ein Bischoff, auch ein Reichsfürst ist.


Beachte wohlNota Bene Die Unverfrorenheit des Wirts von Landshut.L'insolence de l'hoste de Landshutt.

|| [[Handschrift: 267r]]

Samstag den 3. ⁄ 13. December

Meilenm.
Von Freisingen, ferrner auf der post,
nach München
Anfangs bin ich unerkanntincognito geblieben.
Nachmittags habe ich mich beym hofmarschalck
herren Kurz anmelden laßen, da-
mitt es dem Churfürsten berichtet würde.

5


Er der herr Kurz, jst baldt hernacher
zu mir kommen, hat die Höflichkeitencurialia wegen
seines herren, gar höflich abgelegt.


Darnach ist ein cavaglier, einer von
Egloff
, mir aufzuwartten, zugeordnet
worden, vndt hat mich mitt <guter> conversation,
sehr wol entretenirt.


Abends vmb 5 vhr, bin ich mitt des Churfürsten
leibkutzschen, pagen, lackayen vndt Trabanten,
gar prächtigsplendide in das Palastpallatium eingeholt worden,
der Churfürst hat meiner an der Stiegen
gewartett, mir daselbsten zu mejner an-
kunft sehr höflich gratulirt, mir zum
dritten Mahl, die Oberstelle anpræsentirt, || [[Handschrift: 267v]]
wiewol ich solche (ich weiß nicht wegen welcher Dummheitie ne scay par quelle
stupiditè
) nicht acceptirt, vndt mich also
durch vier Gemächerapartamentj in sein zimmer
gar prächtigmagnifice introducirt, mein anbrin-
gen vndt Besuchvisite, mitteinander sitzende (da
ich dann oben an geseßen) gar freündtlich
vermercktt, mitt mir condolirt, vndt
im vbrigen sich höflich excusirt, auch
mich wieder biß zu seiner Ritterstube
hinauß begleittet.


Abends, ist mir in meiner Vorzimmeranticamera
eine fürstliche Tafel daran ich alleine
geseßen, biß der von Egloff, mitt
mühe sich auch dran gesezt, vndt ich
gar stadtlich durch herren vndt vom
adel bedient bin worden, gehalten worden.
Ich bin am Tisch [mit einem Baldachin] überdacht worden.J'ay estè couvert a table.

Sonntag den 4. ⁄ 14. December (in astrologischer Hinsicht) böser/gefährlicher/schädlicher/unglücklicher/unglückseliger Tag (in astrologischer Hinsicht) böser/gefährlicher/schädlicher/unglücklicher/unglückseliger Tag (in astrologischer Hinsicht) böser/gefährlicher/schädlicher/unglücklicher/unglückseliger Tag


Jch habe zwar in der grimmigen kälte,
nach dem postiren, lange geruhett, || [[Handschrift: 268r]]
vndt ehe der Churfürst wieder auß der Meß ist
kommen, hat mir ein iunger Graf Christian
von Ortemburg
, mein pate, (so des Churfürsten
iüngster kammerherr, vndt ihme vorleüchten
vndt vorschneiden muß) graf Geörgens Sehligen
sohn in meinem losament zugesprochen.


Darnach bin ich zur Tafel geführt worden,
alda ich der Churfürstin die handt geküßt,
vndt wegen des Neẅgebornen iungen Prinzen
gratulirt. Es hat niemandt an der
<chr><Churfürstlichen> Tafel geseßen mehr als ich. An der schmalen
seitte saß der Churfürst vndt Churfürstin,
in der Mitten an der langen saße ich. Neben
mir stunde der vorschneider. Vndt es gieng
alles mitt Trucksäßen vndt schencken, gar
ordentlich, still, vndt prächtigmagnifice zu. Der
Churfürst bedeckte sejn haüpt, vndt ließ
mich auch aufsetzen, hatte viel feine gespräche vber Tisch,
mitt mir, auch nach der Mahlzeitt eine gantze
stunde, da wir in seinem gemach alle drey beysammen
saßen, die Churfürstin aber redete gar wenig. Alles lief gut bis auf das Versehen meiner Leute und mein eigenes Unglück oder verhängnisvolles Schicksal, das mich sicher glauben macht, dass alles nun für mich verloren sei. Oh unausweichliches Unglück! Oh unerbittliches Schicksal! Oh ausweglose Reise!Tout
alloit bien, horsmis l'inadvertence de mes gens, & || [[Handschrift: 268v]]
mon propre malheur, ou fatale destinèe, quj me
fait asseurèment croyre, que tout soit maintenant
perdu pour moy. Ô malheur inevitable!
Ô destin inexorable! Ô desesperè voyage!


Nach der Mittagsmahlzeitt, vndt genommenem
abschiedt von der Churfürstin, hat der Churfürst
mich wieder biß an die Treppe begleittet, weitter
mitt mir gehen wollen, auch meinen Junckern,
zum abschjedt, wie gestern zur ankunft, die handt
gebotten, vndt weil ich eben wie gestern gar
sehr darvor gebehten, daß er doch nicht mitt mir
in mein zimmer gehen<sich bemühen> wollte, hat er sich endtlich
erbitten laßen, vndt sehr höflichen abschiedt genommen.


Der Fürst von hohenzollern (welchen ich gestern
auch in der Churfürstlichen Vorzimmeranticamera zu meiner ankunft
<angesprochen Vndt> gesehen) ließ mich besuchen, vndt wegen seiner
vnpaßligkeitt endtschuldigen, daß er mich nicht
visitirte.


Der Oberste kammerherr des Churfürsten, ein welscher
Graff,a genandt, begleittete mich allemahl
wenn ich vom Churfürsten gieng in mein zimmer, holete
mich auch zur Mahlzeitt, vndt accompagnirte mich || [[Handschrift: 269r]]
auff des Churfürsten leibkuzschen, neben dem von Egloff,
hinauß ein stücke weges, es ritten auch ezliche
Reütter von des Churfürsten leibguardij Vndt ezliche
Edelleutecavaglierj mitt. BeachteNota: wenn ich zum Churfürsten gieng,
stunden seine Trabanten alle an der Treppenflez
<mitt ihren hellebarten> in guter ordnung. An der Ritterstube seine ar-
quebuzirer mitt dem gewehr in händen, dar-
nach seine offizirer, Edelleutecavaglierj vndt bedienten,
in beyden zimmern voll, nach deme iedern der acceß
vergönnet ist. Vor meinem dritten gemach,
stu warteten allezeitt acht Trabanten auff,
Bin also spl<vndt vor meinem gemach meistentheilß Edelleutecavaglierj.>
Bin also ausgezeichnetsplendide servirt gewesen, wenn nicht
meine schlechte expedition zu München, vndt daß
der Churfürst im Begriffin procinctu nacher Regenspurgk
aufzubrechen ist, (welches zu Regenspurg vngewiß
gemacht wardt) mir gewiesen, daß diese meine
vngemächliche sehr kalte rayse zur vnzeitt
vorgenommen, vndt wie es scheinet, auß meiner
vocation geschritten, vbel gethan gewesen ist.
Es heißt: Der Absturz ist der Gefährte der Reue.Præcipitantia comes pænitentiæ.

|| [[Handschrift: 269v]]

Meilenm.
Zum Residenzpallast wardt ich abermals mitt
des herzogs leibkuzschen hinauß begleittet, vndt (wie
vorgedacht) fuhre der Obrist kammerer, vndt Egloff mitt,
etwan ¼ meile weges hinauß, darnach satzte
ich mich auf die zu München bestallte postpferde,
vndt ritte darvon mitt meinen leüttlin.
Von München biß Freisingen
in kaltem wetter, wie gestern vndt
vorgestern, alda blieb ich vber Nachtt,
wegen müdigkeitt der pferde.






5


BeachteNota: die <8> Trabanten, musten mich heütte
auch zur residentz hinauß, biß ans StadtThor
begleitten.

Montag den 5. ⁄ 15. December

Meilenm.
Von Freisingen nach Landshutt
allda andere postpferde genommen, vndt
den Neẅlich allzuvnbescheidenen wirtt
beym Fitzthumb allhier, (so ein Graf Fugker
ist) verklagen laßen, auch in einer andern
herberge gegeßen.
4

Meilenm.
Von Landshutt Nachmittags, biß gen Erberspach
Ein postpferdt von München biß gen Landshutt, || [[Handschrift: 270r]]
kostett 3 ReichsthalerRthlr: vndt von Landshutt nacher Regenspurg
eben so viel, vndt muß man ihnen darzu vndter-
wegens ein futter geben, sie auch beschlagen laßen,
wenn sie die eysen verliehren, vndt waß man-
gelhaft am Sattel oder sonsten wirdt. Wenn
aber das pferdt zu bodem, oder schadhaft geritten
wirdt, so darf man es nicht zahlen.
3

Dienstag den 6. ⁄ 16. December

Meilenm.
Nach dem zween von meinen leütten, mitt
mühe von Landshutt nachkommen, seindt wir
in Gottes nahmen forttgeritten, von Erberspach,
vndt eine meile darvon, Meinen guten
Graf Friderich Casjmir von Ortemburg ange-
troffen, mitt demselben ejne stunde lang
von allerley gesprachet, vndt weil er mich
vergebens zu Regenspurg gesucht, ihm dennoch
Zufriedenheitcontento, so viel an mir gewesen, gegeben. Er ist
darnach seiner geschäfte halben nach Landshutt geritten.
Jch meine straße fortt biß nach Schirling,
alda zu Mittage gegeßen, ligt von Erberspach











3
Von Schirling nach Regenspurgk
alda briefe von hilpoltnstain vor mir gefunden, vndt || [[Handschrift: 270v]]
alles, noch in paßlichem zustandt. Dem gnadenreichen
grundtgühtigen Gott, seye davor, lob, ehr, danck
vndt preiß gesagt von nun an biß in ewigkeitt,
durch Christum Jesum in kraft des heiligen Geistes Amen.
3


Doctor Rosa hat diesen abendt müßen zu mir
kommen, wegen der pfaltzgräfin von hilpoltstain.


Alß ich heütte her postirte, in einem sehr
bösem kalten, windigen schneewetter,
waren eben Jhre Kayserliche Mayestät auf der
Schweinhatz in vollem iagen.


Meine Leute, die ich hier gelassen hatte, sind ganz überrascht gewesen, mich so früh von einer Reise zurückgekommen zu sehen, die ich mit großer Stille und Schweigsamkeit gemacht hatte. Gott hat mir dennoch mehr Gnade erwiesen, die ich nicht verdiene.Mes gens que j'avois laissè icy, ont
estè tout estonnè de me voir si tost
revenus, d'un voyage, que j'avois fait avec
grand silence & taciturnitè. Dieu
m'a neantmoins fait plus de grace, que je ne merite.

Mittwoch den 7. ⁄ 17. December 🜨


Zu spät werden die Phryger klug!Sero sapiunt Phryges!b


So teuer kaufe ich die Reue nicht ein! (ich musste nicht oder hätte gemusst)Tantj poenitere non emo! (non deberem n<v>el
debuissem)


Doctor Rosa ist heütte zu Mittage mein gast gewesen.
Ich habe ihm 70 Gulden für die Witwe von Hilpoltstein auszahlen lassen.Je luy ay fait desbourser: 70 Gulden (florenus)f: pour la vefue de hilpoltstain.


Zeitung daß der Banner auf Caßel zu, gegangen.

|| [[Handschrift: 271r]]


Einen demantring vom Jubilirer Martin Granat,
mitt 7 demanten vmb 26 ThalerThlr: erkauft, ebensoJtem: 3 rubin-
schenckringe, ieden mitt 7 rubin, vmb 12 ThalerThlr (iedern 4 ThalerThlr:)
darnach einen großen Tafeldemantring vmb 100 ThalerThlr:
von ihm erkauft, soll 1½ carat, oder 6 gran wiegen,
habe ihm den vorigen demantring wieder dran geben,
vndt daß vbrige vn an 37 ducaten.


Jch habe Geydern zum Churfürsten von Meintz ge-
schickt, nach den Höflichkeitenpost curialia, mitt ihm zu tractiren:
1. vmb intercession in der Aßcanischen sache.
2. Ob ich alß ein allter Sächsischer Fürst, des Churfürsten
von Saxen
stelle, bey der krönung möchte vertretten?
3. Ob wir Fürsten auß der Stadt verraysen sollten,
wie zu Franckfurtt bey der wahl eines Römischen
Königs, zu geschehen pflegett?
4. Wegen Lottringen, damitt er alß der Kay-
serinn
vndt des Königs freündt, mir die
præcedentz vndt dignitet meines hauses, so es
biß anhero (vnwiedersprechlich erhalten) nicht
nehme?


Er hat zwar dilatorisch aber sehr höflich geant-
wortett, wegen des 1. puncts begehrt er ein Memorjal
will das seinige thun. 2. hetten die ChurSächsischen gesandten schon
alle plenipotenz. 3. Wollen Sie die herrn Churfürsten sich noch || [[Handschrift: 271v]]
berahten, vndt mirs zu wißen machen. 4. Er wüste
nicht anderß, als dieser hertzogk von Lottringen, wehre
Bischoff zu Verdunc, iedoch wollte er der Churfürst
auf conservation der dignitet meines hauses bedacht
sein, bedanckte sich der guten confidenz so ich zu
ihm hette, wollte [als] mein diener sterben, vndt
hat nochmalß den nähermahligen Fehlererrorem
gewaltig excusjrt, auch sich vernehmen laßen,
er wollte mich in kurtzem zu gaste laden.


Abends zu hoff in der Vorzimmeranticamera mich sehen
laßen, vndt lange aufgewartett.


Mitt herren von Remßthaler geredet,
im Vertrauen Geuder zuliebeen confiance pour l'amour de Geyder. EbensoJtem:
mitt dem Grafen von Trauttmanßdorf vndt
Don Balthasar, Höflichkeitencurialia wo ich gewesen?
EbensoJtem: mit Graffen Montecuculj vndt herren
von Starhembergk, ebensoJtem: mitt Obersten Regal.
et cetera
<EbensoJtem:> Z: in der Antica<mjtt dem>d Marchese Palavicinj,
<vndt mitt herren Teüffel.>


Zeitung in der VorzimmerAnticamera, daß der
Monsieur in Frankreich wie auch Prince de Condè, Conte
de Soissons
, Duc de Longueville vndt andere Fürsten
sich vom Könige in Frankreich retiriren, biß daß er den Car-
dinal de Richelieu
abschaffet.

|| [[Handschrift: 272r]]

Donnerstag den 8. ⁄ 18. December


TraumSomnium, wie ich am lincken arm an der
median zur ader gelaßen, vndt mir darnach
der arm an derselbigen flechßen so sehr geschwollen,
zum andern mahl wieder aufgesprungen vndt
starck blutt, aber sehr wäßerich, (da es
doch das erste mahl Schwarz vndt roht gewesen)
heraußer gesprungen.


Alß ich meinen hofmeister Geyder beym Churfürsten
von Cölln
, anmelden laßen, ihm meinet wegen,
etwaß anzubringen, hat er sich laßen gar
höflich erbiehten Vndt sagen, er hette selbst
heütte zu mir kommen, vndt mich besuchen
wollen, iedoch köndte mein hofmeister gegen eilf vhr
zu ihm kommen.


Vmb eilf vhr, ist Geyder zur bestimpten audienz
gegangen. Der Churfürst von Cölln, hat sich vber alle
maßen höflich erbohten. 1. Jn der Aßcanischen sache
in die genaueren Umstände<ad> specialiora zu gehen, vmb memorial gebehten.
2. Wiederrahten, (iedoch sehr höflich) nichts zu moviren,
weil die ChurSächsischen gesandten allbereitt die plenipotentz
weg hetten. 3. Wegen der emigration, wehre es
zwar geschloßen, sich bey der wahl des Römischen Königs,
der Karlschen Verordnungconstitutionj Carolinæ zu vndterwerfen, iedoch
würde es dem Kayser frey stehen, ob sich Jhre Mayestät || [[Handschrift: 272v]]
eines, oder deß andern Fürsten, allhier bedienen
wollten. Jn der Aßcanischen sache, scheinet es, daß
es ihm gar wolgefallen, daß man des Kaysers
Ludovicj Bavarj
, ertheilten executorialien
gedachtt, er hat auch erwehnt, Jhre Mayestät würden
gleichmütigæquanimiter, die Gerechtigkeit des Fallesjustitiam causæ, ansehen, vnd
mehr alß dero herren Sohn, sejnen herrenvettern.
hat auch meine <comprobirte> fidelitet, alß eines allten Sächßischen
Fürstens, hoch gerühmet, mich vor seinen lieben
vettern gehalten vndt gelobett, auch sich sonsten
mitt schönen wortten, sehr höflich erbohten.
Vndt daß Sie wollten, wo ferrn es mir nicht
vngelegen, zwischen 3 vndt 4 vhren zu mir
kommen, mich selbsten zu besuchen.


Jhre Mayestät der Kayser sollen das podagra
bekommen haben, Gott lindere ihre schmerzen,
vndt schicke es zur gnedigen beßerung.


Alß ich Mahlzeitt gehalten, da hat der Churfürst
von Cölln
, seinen Agenten (von gutem Aussehende bonne mine) hergeschicktt,
vndt nachmalß (wo es mir nicht vngelegen)
mich zu besuchen, sich anerbiehten laßen, wie
auch der Chur Cöllnische Obrist kammerer, Geyders<meinem>
zu dem ende abgeschjckten, vermelden laßen.

|| [[Handschrift: 273r]]


Den abendt h vmb 5 vhr, ist der Churfürst von
Cölln
zu mir kommen in mein losament, wol ac-
compagnirt
, hat sich sehr höflich gegen mir bezaigt,
eine stunde lang mitt mir von allerley dißcurriret,
vndt ist gewißlich ein compiter feiner wackerer
herr. Er hat mir auch gesagt, er wehre ein 10 Mo-
nat ällter, alß Jhre Mayestät der Kayser, welches
ich nimmermehr hette glaüben können, wann er es
mir nicht gesagt. Wie haben nach den Komplimenten über die Jagd gesprochen, über meine Reise nach München (von der er nichts wusste), über Frauen, über die Teuerung hier, über die Verfassung des Kaisers und die Sache von Askanien, über den im Rat beschlossenen Auszug von hier, über den Wechsel der Religion, über Martin LutherNous avons apres les compliments,
parlè de la chasse, de mon voyage a München, (dont
il ne scavoit rien,) des femmes, de la chertè icy, de la
constitution de l'Empereur[,] de l'affaire d'Ascanie,
de l'emigration d'icy, concluë au conseil, du change-
ment de la Religion, de Martin Lüther
, ebensoJtem:
über das Edikt des Jahres 1629 und seine schlimmen Folgen, über den Herzog von Friedland und seine üblen Absichten, über den König von Schweden und seine Großzügigkeit und Geltung und [seine] hochherzigen Aufführungen, über den Pfalzgrafen Friedrich und über den Aufstand von Böhmen, über den Kurfürsten von Trier und seine schlechten Grundsätze und wie wir Udenheim im Jahr 1619 zerstörten, über den Krieg um Jülich und über meinen seligen Herrn Vater, über die Prophezeiungen des Hermann de Werve, der hier ist.de l'Edict de l'an 1629 & de ses mauvayses
consequences, du Duc de Fridlande & ses
mauvayses intentions, du Roy de Swede &
de sa generositè, & valeur, & magnanimes
deportemens, du Palatin Frideric & de la
rebellion de Boheme, de l'Electeur de Treves,
& de ses mauvayses maximes, & comme nous
demantelasmes Vdenheim l'an 1619[,] de la
guerre de Julliers, & de feu Monseigneur mon Pere,
<des propheties de Herman de Werve, qui est icy.>

|| [[Handschrift: 273v]]

Freitag den 9. ⁄ 19.den: December


Es seindt allerley seltzame zeittungen von
Bannirischen, heßischen, Franzosen vndt Gallaaß
einkommen.


Ein kutzschzeüg auf 6 pferde, von schwarzem
leder, vmb 40 ReichsthalerRthlr: vom Riemer erkauft.
Peitzschen, halfter, Strenge, gurte, zaüme
ist alles darbey.


Bin vormittags, vergebens, nach hof geritten,
denn alles schon geschehen gewesen.


Beym bischoff von Oßnabrück gehabtt,
derselbige hat mir die stunde zur re-
visite
vmb drey vhr gegeben.


Zu Mittage hat mitt mir gegeßen:
Marggraf Christians gesandter, der von Feihlscher,
ebensoJtem: die zween hamburgischen gesandten, Doctor
Maẅrer
, vndt licentiat Ottenpusch,
vndt der von Gleißenthal.


Vmb 3 vhr, habe ich dem bischof von Osen-
brück die Besuchvisite wieder gegeben vndt
gar vertraẅlich mitt ihm conversirt.


Zum Marggrafen habe ich nicht kommen können, || [[Handschrift: 274r]]
weil der Graf von Schwarzenberg zu ihm fährt. Er
hat aber doch gar höflich sich bedancktt.


Der Bischof von Oßnabrück sagt auch, es seye
die competentz discrepantz numehr decidirt,
in dem Jhre Kayserliche Mayestät den herren Churfürsten
verwilliget, daß Jhre Gesandten, sollen aller-
dings, den königlichen gleich gehalten werden,
auch so gar, daß königliche wittiben oder RepublikenRespubli-
, auch die iehnigen so nicht gekröndte
haüpter wehren, keines weges sollten
ihre gesandten vber Sie gehen laßen. So
stünden auch, in den Reichsabschieden, der Churfürsten
ihre Gesandten unmittelbarimmediate den churfürsten nach.
Darnach die Geistlichen Fürsten vndt gesandten,
sodannpostea die welltlichen. Der Pfalzgraf von
Neẅburg
fienge oft händel an, die nicht
wol aufgenommen, noch ihm passirt würden.
Der Bischof von Bamberg, Wirzburgk
auch alle Geistlichen Fürsten, wichen den Churfürstlichen
gesandten, worumb es die weltlichen nicht
auch thun wollten. Der churfürsten dignitet wehre
eine königliche Würdedignitas Regia, vndt billich hoch zu æstimiren.
Daß wir Fürsten außweichen müsten, wehre
eine zimliche subjection vndt im Jahranno 1575 nicht || [[Handschrift: 274v]]
durchgehends practizirt worden, sintemahl ezliche
Fürsten dem Kayser aufgewartett. Die
Spannischen BotschafterAmbassatores müsten auch hinauß,
wiewol sich der eine kranck gemachtt.
Chur Cölln sein herr hette keine jntraden,
spendirte viel. Spannien hette ihm, im
Stift Lüttich vber 200 tausendmille ThalerThlr: schaden gethan,
mitt der armèe, nun möchte er ihm etwan
ein 10[,] 20 oder 30 tausendmille ThalerThlr: zum Kostenhilfeajuto dj costa,
allhier wieder geben, wehre wol eine ge-
waltige sache. Chur Cölln hette auß den
Stiftern Padeborn, Lüttich vndt Münster,
auch hildeßheim, nicht das geringste einzu-
kommen, wehre gantz depauperirt, wo man
es endtlich wollte her nehmen? müste alle
Monat allhier, 10 tausendmille ThalerThlr: spendiren. Die
herren Churfürsten möchten wol in allen
puncten die güldene bull halten, vndt
nicht allein in der Fürsten außzug, sondern
auch daß sie nur 200 pferde halten sollten,
<Sich selber> consideriren. Die Stadischen vndt Schwedischen
tractirten ihn in seinem lande beßer, als || [[Handschrift: 275r]]
die Spannischen, welche nur gebieterischpro Jmperio ohne
respect vndt dißcretion handeln wollten.
Er sagte zwar auch, wie er von den Churfürstlichen
gesandten redete, S er vermeidete gemeinig-
lich ihren congreß, damitt er ihnen nicht
weichen dörfte: Deshalb!Ergo!


Der Marggräfliche Cantzler Fehlischer,
erzehlete mir die Wirtembergische sache.


Die hamburgischen gesandten bahten, ich wollte
vmb meines selbst eigenen jnteresse willen,
vndt abgang der commercien, auch in vnserm
Fürstenthumb, helfen vermittelnd und fürsprechendinterveniendo &
intercedendo
die sachen dahin vermitteln,
daß dem König der<in Dennemark> der große zoll bey
Glückstadt, zu allzugroßer Theẅerung
vndt steigerung aller wahren, hier und dorthinc jnde,
nach numehr verfloßenen 4 iahren, nicht
länger möge gelaßen werden, wie Meck-
lenburg
, Lawenburg[,] vndt ande<Ostfrißlandt,> Brandenburg
&cetera gethan, so zölle an der Elbe haben.
Daß Tuch, die Fischwahren, getreyde, vndt
alles müste dem Reich zu hohem præjuditz
desto Theẅrer gegeben werden: &cetera

|| [[Handschrift: 275v]]


Abends nach hoff, allda mich der Graf Julius von
hardeck
angesprochen. Der Duca Savelly hat mir
erzehlt, wie er heütte Morgen <mit Verwunderungcum admiratione> gesehen, auf dem
Rahthause, das Chur Meintz in der mitten, Chur
Cölln
zur rechten handt, C der König aber zur
lincken handt gegangen, wie die bürgerschaft
vndt soldatesca, zu erhaltung der Churfürstlichen Frey-
heitt, bey bevorstehender wahl, ihnen schwehren
müßen. Er sagt auch, die Fürsten so in würck-
lichen diensten vndt bestallung wehren, <be>dörften
nicht auß der Stadt zu ziehen.


Alß ich auß durch herrn Caspar von Starhem-
bergk
, seinen Schwäher, den herrn obristen hofmeister
Grafen von Megkaw, fragen ließ, ob es Jhrer
Mayestät
belieben möchte, daß ich dörfte all-
hier in der Stadt verbleiben, bey vorgehender
wahl, da ließ er mir wieder vermelden:
Jhre Mayestät hetten befohlen, man sollte denen
iehnigen Fürsten, auch den Spannischen bohtschaftern,
so darumb angehalten, vermelden, Jhre Mayestät
ließen sie bitten, Sie wollten es ia nicht vbel
aufnehmen, daß Jhre Kayserliche Mayestät genauad amussim,
der güldenen bull, nachzuleben begehrten, || [[Handschrift: 276r]]
Nun gebe dieselbige hierinnen klahre maß
würden sich derowegen die Fürsten vndt bohtschaf-
ter, auf eine kleine zeitt, außerhalb der
Stadt gedulden. Also nimm dir das.Ergo: cape tibj hoc.


Der Duca Savelly sagte auch, es wollten
die großen Fürsten, alß der Kayser vndt
Spannien, nicht, daß der Cardinal de
Lion
alß Frantzösischer gesandter, ihnen auf
dem convent zu Cölln sollte vorgehen,
in betrachtung das er nicht alß ein Cardinal
sondern in qualitet eines Frantzösischen Abgesandten
daselbst considerirt würde, es hette der
König in Frankreich wol andere leütte als eben ihn
abzuordnen, dannenhero verzöge sich noch die
Tagefahrt, vndt heylsame friedenshandlung.


Es ist der herzog von Sachßen, vndt Oberste
hinderßom in der Vorzimmeranticamera auch an mich
kommen. herzog Julius henrich ist vorgestern wieder
anhero gelanget.


habe auch conversation mitt dem Grafen
von Mörßberg
gehabtt, ebensoJtem: mitt dem Viscontee.


Man sagt, dass die meuternden Polen in Mähren eingefallen sind.On dit que les Polacques mutins, ont en-
vahy la Moravie.

|| [[Handschrift: 276v]]

Samstag den 10. ⁄ 20. December


Vormittags nach hof, allda den herzog von Saxen,
Vndt andere Edelleutecavaglierj angesprochen.


<Beachte wohlNota Bene> MitteilungAvis erlangett, daß keiner mehr alß
der allte Graf von Schwartzenberg Chur
Brandenburgischer
gesandter, den frieden, vndt die
Straferlassamnistiam verhindere, dieweil er die
Grafschaft Naßaw Sarbrücken, vndt
etzliche confiscirte gühter, im lande zu
Frangken außgebehten. So soll auch
der bischof von Wien, Graf von Trautmansdorff
vndt andere gantze herrschaften im lande
zu Wirtemberg erlanget haben, welche
Sie nicht gern dahinten laßen möchten.


Der allte Reichs Marschalck Graf
von Pappenheim
beschwehrte sich heütte auch,
daß die ChurSäxische Gesandten, alß Sie
ihn das erste mahl zu gaste geladen, sich
oben an, vber ihn gesetzt, welches sich nicht
gebührte von denen die minderes Standes
wehren, alß einer selber ist. Das ander
Mahl aber hette er vnrecht verstanden,
Vndt sich fein selbst oben an gesezt. || [[Handschrift: 277r]]
etcetera[.] Er hielte auch davor, beim Wahlaktin actu electionis
Vndt sonsten nicht, müsten vnß die churfürstlichen abge-
sandten vorgehen.


Gestern, ist der junge Pfalzgraf von
Neẅburg
ankommen. <Es scheint, dass er meinen Besuch sucht.Jl semble; qu'il recerche ma visite.>


Jch habe eine revisite dem hertzogk
Julius henrich von Sachßen Lawenburg
ange-
botten. Er hat aber davor gebehten,
vndt daß ich doch möchte keine ceremonien mitt ihm
machen.


Man hat auß dem Protocoll des Rahts all-
hier zu Regenspurg befunden, daß im Jahranno 1576 alß
bey Kaysers Maximilianj secundj zeitten,
Kayser Rudolphus zum Römischen König ebenmeßig
erwehlet worden, haben dem Kayser auf den dienst
gewartett, vndt seindt nicht auß der Stadt
weggezogen nachfolgende Fürsten, alß:
hertzogk Albrecht von Bayern sampt seinen zween
Söhnen, hertzog Wilhelm vndt hertzog Ferdinandt,
wie auch Pfaltzgraf Philips Ludwig von Neẅburg,
sampt seinen zween brüdern Pfalzgraf Friederich,
vndt Ott henrichen, wie auch des Kaysers
Junger Prinz, sampt anderm comitat. usw.perge || [[Handschrift: 277v]]
FolglichErgo: wehre an itzo dergleichen zu hoffen, aber
es scheinet, weil es dem Spannischen Ambassador,
Conte d'Onnate, vnangesehen seiner angezogenen
leibesschwachheitt, abgeschlagen worden, wiewol
es mitt den Spannischen gesandten weitt einen an-
dern respect, (vmb des starcken anhangs, vndt
<besorgenden> factionen willen) alß mitt mir Jhrer Mayestät
devoten Fürsten vndt diener hatt, denn
ich bin zu schwach, Parteienfactiones zu machen, bin
darzu gantz ruinirt, vndt Jhrer Mayestät
ist meine bestendige fideljtet bekandt.
Zu dem, so bin ich Ehrenkämmerercameriero d'honor; vndt
habe den güldenen Schlüßel. Es ist auch
der hertzogk von Sachßen Jhrer Kayserlichen Mayestät
würcklicher diener, kammerherr, Oberster,
auch vndterthan im Königreich Böhmen. So ist
der Bischoff von Osenbrück geheimer Raht,
vndt Director des Churfürstlichen Cöllnischen Ratsconsi-
lij
, gehöret auch in seine hofstadt. Sie müßen
aber doch alle beyde auch auß der stadt
ziehen, wie ingleichen die vbrigen geistliche
vndt welltliche Fürsten. So fleißig wirdt
in diesem paß, vber der güldenen bull gehalten. || [[Handschrift: 278r]]
etcetera <Unrecht der ZeitJnjuria temporis, die große kälte, verwüstung des landes, darinnen nichts zu bekommen, weil es vom krieg verheeret, die vnsicherheitt jn dörfern zu bleiben, der kammerschlüßel vndt andere circumstantzien mehr, militirten genugsam vor vnß Fürsten.>


Jch habe ein danckschreiben, vom hanß Erhardt
Wolffskehl
empfangen, weil ich mich auf an-
suchen seines Bruders, Julij Albrechts, sei-
ner fürsprechendintercedendo bey Kayserlicher Mayestät angenommen.


Zeitung daß der iunge Graf Otto von
Schawmburgk
, der letzte seines
Stammes vndt Nahmens, ein feiner wackerer
wolerzogener herr, mitt Todt abgangen.
Er ist der Reformirten Religion zugethan,
vndt Meines Bruders Kameradcamerade auf der
Frantzösischen vndt Niederländischen rayse
gar vertraẅlich gewesen, vndt hatt
ein groß stadtlich landt vndt leütte gehabtt.
Jst gewißlich kein schlechter verlust, wo
diese böse zeittung sich im grunde also verhelt
usw.perge[.]

|| [[Handschrift: 278v]]


Diesen abendt habe ich hertzogk Julius
henrich von Sachßen Lawenburg
die Besuchvisite in
seinem hause wieder gegeben, habe auch eben
erfahren, daß Seiner Liebden gemahlin ankommen.


Der Churfürst von Bayern, ist diesen
abendt, mitt dero Gemahlin, auf Schlitten
auch ankommen.


Der Kayser ist am podagra bettlägerig.
haben mir durch Grafen von Megkaw
sagen laßen, Sie nehmen es von mir vor
eine ehre vndt Freündtschaft auf vndt an,
daß ich ihro, bey der wahl aufwarten
wollte, es würde auch Jhrer Mayestät sehr
lieb sein, wann ich es dahin richten köndte,
allein ich müste bey dem Churfürstlichen collegio
(denen die gantze disposition der wahl
halben vbergeben) <es> dahin richten, dann
Jhre Mayestät ihnen nicht præjudiciren köndten,
erkenneten aber dennoch meine willfährig-
keitt mitt sonderbahren gnaden.


Dieweil ich aber von andern so viel ver-
standen, alß solle der Schluß vndter den || [[Handschrift: 279r]]
herren Churfürsten allbereitt gemacht sejn,
daß kein Fürst herinnen gelaßen werde, alß
will ich es dabey bewenden laßen, vndt die
Churfürsten weitter nicht ersuchen. Sonst möchte
ich einen (scharfe) Zurückweisungrebuffo kriegen. So weiß ich auch
nicht, ob es mir, als einem Regirenden Reichs-
Fürsten, anstehe, mich selbsten zu erniedrigen,
vndt mich den würcklichen gemeinen kammer-
herren des Kaysers (die in der hofstadt verblei-
ben müßen,) gleich zu achten.


heütte aufn abendt, ists negirt worden, daß
der iunge Fürst von Neẅburg ankommen seye,
vndt man hat nur gesagt, er wehre zu
Neẅburg angelanget. Es scheint, dass sie meinen, dass es wenig Reputation gebe, so gezwungen zu sein, aus dieser Stadt herauszugehen.Jl semble, qu'ils
estiment, qu'il y ait peu de reputation,
a estre ainsy forcè a sortir de ceste ville.


Zeitung daß die Polagken (so mutinirt) sich
mitt ezlichen Schlesischen, vndt Sechsstädtischen
von adeln, geschlagen, vndt deren viel er-
legt haben, bey Greiffembergk, vndter
andern, meines Nostitz, seinen nahen vettern.

|| [[Handschrift: 279v]]

Sonntag den 11. ⁄ 21. December


Schreiben vom herzog Wilhelm von Weymar,
vndt von der FrawMuhme von Schwartzburg mitt
gesteriges abends ankommener post, entpfangen.


Nach hilpoltstain an die allte Pfalzgräfliche
wittwe
, wie auch an Pfalzgraf Johann Friedrich geschrieben.


Dieweil nach vielem repliciren vndt
anziehlichen vrsachen nichts zu erhalten
gewesen, habe ich mich nach Nittenaw,
auf 4 Meilenm. weges, von Regenspurg gewesen<begeben.>
Andere Fürsten haben sich vor die Stadt,
vndt wo Sie hingewoltt, retirirt, <<theils> weitt, thejlß nahe.>

Montag den 12. ⁄ 22. December


heütte ist die königliche krönung<wahl> zu Regenspurg
Ferdinands III., des Königs von Ungarn und Böhmen, zum König der RömerFerdinandj III. Regis Vngariæ & Bohe-
miæ
, in regem Romanorum
, mitt großen
solenniteten vorgegangen.


Jch habe vndter deßen meine zeitt,
mitt langer weil, vogelschießen,
vndt kartenspielen zu Nittenaw,
zugebrachtt.

|| [[Handschrift: 280r]]

Dienstag den 13. ⁄ 23. December

Meilenm.
Nachmittags von Nittenaw wieder nach Regenspurg
allda erzehlen hören, wie herrlich der Wahlaktactus
electionis
celebrirt worden.
4


Dem herrn von Remßthaler Freyherren, königlichen
Obrist kammerern, habe ich ein Memorial an den
König, wegen Geyders, (damit man ihn zum Ritter machen wolleafin qu'on le voulust
faire chevallier
) einlifern laßen. Weiß
nicht, ob es etwaß fruchten wirdt.


Der Graf von Ortemburg vndterdeßen
angekommen, hat auch fleißig nach mir fragen laßen,
vndt zu mir gewoltt, auch noch heütte zu mir geschicktt.

Mittwoch den 14. ⁄ 24. December


herr Loẅ, ist bey mir gewesen, von allerley zu dißcuriren.


Graf Friederich Casimir von Ortemburg ist zu
mir kommen, in mein losament, mich zu besuchen.
Darnach mitteinander nach hoff, gefahren.


SpäterPostea ist der graf von Ortemburg wie auch
der von Grünthal, der von Awer (Ortemburgischer auf-
wärtter)[,] herr Loẅ, vndt Doctor Rosa zu Mittage,
meine gäste gewesen.

|| [[Handschrift: 280v]]


Jch habe an hertzogk Wilhelm nach
Weymar geschrieben, vndt erfahren, daß
Doctor Drache, Eysenachischer gevollmechtigter,
ankommen seye.


Etzliche vermeinen, der Kayser werde alsobaldt
nach der krönung aufbrechen. Andere aber, (so es am
besten wißen sollten) halten darfür, er werde
Jhre Mayestät noch ein 4[,] 5 biß in die 6 wochen,
allhier verbleiben, weil der Ertzhertzog Leo-
poldt Wilhelm
, gestern abendt erst allhier ange-
langet, vndt keine pferde noch von Wien auß,
seindt herauff geholt worden. Ezliche achten
wol gar, es werde der Kayser, biß auf
Ostern, allhier verbleiben, dieweil der Reichs-
cantzler auß Schweden Oxenstern, soll anhero
citirt werden, mit sicherem Geleitcum salvoconductu frieden
zu tractiren, oder doch iemandes anhero zu depu-
tiren.


Meinen hofmeister <Geyder> bey Chur Bayern gehabtt, nach den Höflichkeitenpost
curialia
, 1. die Aßcanische restitutionssache recom-
mendirt. 2. Bernburgische plünderungssache satisfaction.
3. die 10 tausendmille Gulden (florenus)f: capitalien vndt commissariat sachen, <der Schwesternsororum.>
4. die bergwercke am Fichtelberg vndt Neẅbeẅ.
AntwortRisposta gar höflich, mitt complimenten. <1.> Begehrt mehreren || [[Handschrift: 281r]]
bericht in der Aßcanischen sache. Offerirt sich iedoch zu aller
Freündtschaft vndt guten correspondentz. 2. Condolirt.
3. & 4. Begehrt mehrere information, vndt sagt:
Er habe als beschwerlichen Kauf und Verkauftitulo oneroso, die emptionis, & venditionis,
von Jhrer Mayestät die Oberpfaltz angenommen. Es
wehren der prætendenten viel. Köndte Sje nicht wol
alle contentiren. &cetera hat sich aber dennoch wol offerirt.


Von der Fränckischen Ritterschaft, gestern ein
danckschreiben bekommen, daß ich mjch ihrer sachen,
so eyferig angenommen.


Abends wieder nach hof, vndt in die vesper, alda
mir Jhre Mayestät der Kayser, (als er schon aufm
Stul geseßen, sich tragen zu laßen) gar gnedigst,
vndt leühtsehlig, die handt gebotten, im heraußer
gehen, auß der kirchen, gleichsam alß zum Neẅen
Jahres wuntzsch. So haben mir auch beyde Chur-
fürsten, Cölln, vndt Bayern, gar freündtlich zuge-
sprochen, vndt die handt gebotten, wie auch der
Ertzhertzogk, Leopoldt Wilhelm, welcher gestern
angekommen. Die Kayserlichen[,] Königlichen vndt Ertzherzoglichen
DamenDames, wie auch die Churfürstin von Bayern, haben
mich wegen des gedrenges, vndt windtlichter
præterirt, wie auch der König, welcher im Vorübergehen ein sehr finsteres Gesicht machtelequel fit en passant,
fort grise mine
. Beachte wohlNota Bene herrn Pettingers gute vertröstung, || [[Handschrift: 281v]]
<Beachte wohl, beachte wohlNota Bene Nota Bene> wegen der Kayserlichen <doppelten> gratification. Der Ertz-
hertzog
antwortete auch gar höflich, ich sollte
mich nicht so viel bemühen, ihn zu besuchen, alß
ich meine schuldigkeitt abzulegen, jhm offerirte.
GesprächeDißcorsi mitt herren Kurzen, höfliche Komplimentecomplimentj cortesj.
hernacher mitt Grafen von Gronßfeldt, welcher
sich verwunderte, daß wir im religionfrieden
mitt eingeschloßen wehren, vndt daß ich
dörfte offentlich frey herauß, in der
VorzimmerAnticamera, bekennen, das ich der reformirten
Religion zugethan wehre.


Nach dem ich Chur Cölln, vndt Chur Bayern,
biß an die Scheidtgänge, des Kayserlichen pallasts
begleittet, vndt auch viel mitt dem bischoff
von Osenbrück
, gar freündtlich geredet, bin
ich wieder, in die Kayßerliche Vorzimmeranticamera hinein
gegangen, da ist gehlingen auß des Kay-
sers
zimmer, die clerisey, mitt singen, vndt
wolriechenden raüchfaßen, auch weyhwaßer
damitt sie vnß besprenget, vndt gegen vns
geraüchert, durch die Vorzimmeranticamera hindurch
gegangen, nach der Ritterstuben, weil heütte
der Catohlischen, weyhenachten ist.

|| [[Handschrift: 282r]]

Donnerstag den 15. ⁄ 25.den: December Christag nachm Neẅen kalender.


Der Spannische außerordentlicheextraordinarij Ambassador Conte d'Onnate
hat gestern abendt meinem hofmeister Geyder, die
Stunde der Besuchvisite auf Morgen wils Gott, Nach-
mittage vmb 2 vhr, ernennen laßen, vnange-
sehen des fests, dieweil er vernommen, daß ich ihn
ansprechen wo laßen wollte.


Graf Fugker Reichshofrahtspresident gedachte
gestern, in der vesper, man würde schwehrlich die Aßca-
nische
sache allhier vornehmen können, dieweil die
acten, darauß referirt werden müste, gar zu weitt-
laüftig, ia es wehre allhier nur vergebens. Die
Meckelburgische sache, wehre noch nicht referirt. Wollte
sonst gern das seinige darbey thun. et cetera


Man hatt diese Nachtt, wegen des fests, starck
salve geschoßen.


Zu hof habe ich aufgewartett, vndt gelegenheitt
gehabtt, mitt dem Grafen von Trauttmanßdorf
zu reden, ebensoJtem: mit dem Grafen von Ortenburgco'l Conte d'Ortemburg vndt seinem
vetter, Graf Geörgens Sohn, ebensoJtem: mitt dem Jungen
Marggrafen von Anspach. Beachte wohlNota Bene Das Geschmeichel des alten Grafen von Pappenheim, der mit Gewalt wollte, dass der junge Markgraf mir voranginge, obgleich er nicht volljährig sei.La flatterie du
vieil Conte de Pappenheim, qui vouloit par force que
le jeune Marquis, me precedast, encores qu'il ne
soit pas majeur.
habe auch mitt Voppio d'Aisma vndt || [[Handschrift: 282v]]
andern, mich vndterredet.


hofer hat mitt mir zu Mittage gegeßen.


Jch habe Geydern zum extraordinar Spannischen Ambassador
Conte d'Onnate geschicktt ihm dancken laßen,
vor die gute promotion, zum Kostenhilfeajuto dj costa, so
ich vom Kayser erhalten, vndt vmb ferrnere
gute recommendirung gebehten. Er hat sich
gar höflich bedancktt, vndt erzeigt,
auch ferrner gar wol offerirt, vndt
Geydern alß meinen gesandten, geehrt,
vndt aufsetzen laßen.


<Ein Fürst von so viel Geltung und von so guter Geburt wird Gelegenheit haben, durch sich selbst den erhabensten König der Römer für sich zu gewinnen.Principe di tanto valor, e dj tante belle partj, havrà occasione l'augustissimo Rè de' Romanj d'attirar a se per se stesso.>


Jn comitat etzlicher vornehmer Edelleutecavaglierj, den
Marggrafen von Anspach, in sejnem losament
besuchtt. Wir seindt darnach mitteinander
nach hoff, vndt in die vesper gefahren, haben
allda Jhrer Mayestät aufgewartett. Der König hat uns weder gesehen, noch so gewirkt, als ob er uns sähe. Der Kaiser machte eine mildere Miene, wie auch die Kaiserin und der Erzherzog. Ich bin immer dem Markgrafen vorangegangen, in der Kirche und im Vorzimmer.Le Roy
ne nous a pas veu, nj fait semblant de nous
voir. L'Empereur faysoit plus douce mine, comme
aussy l'Jmperatrice, & l'Archiduc. J'ay tousjours
precedè le Marquis, en l'Eglise & a l'Antj-
chambre.
Die Churfürsten, von Meintz, Cölln,
vndt Bayern, haben mir in der VorzimmerAnticamera
gar freundlich zugesprochen, vndt die handt gebohten:
Chur Cölln, ist dilatorisch, gegen mir herauß gegangen.

|| [[Handschrift: 283r]]


Beachte wohlNota Bene Wegen der Unpässlichkeit des Kaisers, welcher sich außerhalb der Kirche immer tragen lässt, geht man nur zwei Schritte aus der Kirche, und man hat ihn auch nur sich bedecken lassen, aber wenn dies noch weiter [als zwei Schritte?] wäre, wäre das ein Präjudiz.A cause de l'indisposition de l'Empereur le-
quel se fait tousjours porter hors de l'Eglise,
on ne va que deux pas, de l'eglise, ainsy que l'on
n'a que faire, de <se> couvrir; mais sj c'estoit plus
loing, ce seroit un prejudice.
Beachte wohlNota Bene


Der iunge Marggraf ist wieder mitt mir in
sein<mein> losament gefahren, hat mich in Meine
stube begleittet, vndt gar cortesisch gewesen.


<Man sagt der Landgraff von Darmstadt, vndt der iunge Pfaltzgraf von Neẅburg wie auch der herzog von Lottringen, sollen baldt allhier sein.>

Freitag den 16. ⁄ 26. December


Der Thumbprobst von Meintz, herr von Metternich,
hat mir geschickt das buch Arboretum Genealo-
gicum, exhibens omnes fere Jmperij Principes,
et Europæ hodie reges, linea recta a Rudolpho 1.
Jmperatore Descendentes
, ist zu Prag gedrucktt,
im Jahranno 1635.


Der vngrische Graf Wudiany, auß Vngern kom-
mende erzehlte mir gestern, daß der Türcke in
7benbürgen vom Ragozi wehre geschlagen worden,
vndt hette 7 tausendmille Mann, auch viel gute Türckische
roß (so numehr wolfail wehren) verlohren.
Würde diß iahr wol nichts mehr attentiren.
Waß aber ins künftige geschehen möchte, wann
das graß wieder hervor kähme, stünde zu erwarten.
Der Persianer hette ihm auch 15000 Mann, seines besten volcks, || [[Handschrift: 283v]]
abgeschlagen.


Vormittags nach hof, allda Chur Meintz, vndt Chur
Cölln
, mir gar freundlich zugesprochen, wie auch der
Spannische Ambassador Marquèz de Castagneda.


Bin auch mitt graf Carll von Salm, bekandt
worden, alles in der Vorzimmeranticamera.


GesprächeDiscorsj, mitt grafen von Ortemburgk, grafen
von Manßfeldt
, Levin von Knesebeck,
Marggrafen von Anspach, Fürsten von Eggem-
bergk
, vndt andern. <Beachte wohlNota Bene Außerordentlich freundliche Miene des Grafen von Schlick.Bonne mine extraordinaire du Conte de Schligk.>


Die audientz vmb drey vhr Nachmittags ist mir
vom herrn Obersten kammerer, angesagt worden,
alß ich vormittags zu hoff war.


Der Markgraf von Ansbach beginnt stark, sich hier am Hof wegen seiner großen Demut und gutmütigen Art einzuschmeicheln, denn man will hier, dass man sich da sehr erniedrigt.Le Marquis d'Anspach, commence fort a s'insinuer
icy a la cour, a cause de sa grande humilitè,
& debonnaire façon, car on veut icy, que l'on
s'abbaisse fort.


Geydern Nachmittags zum Grafen von Trauttmanß-
dorf
geschickt. 1. wegen meiner hofkammer:
vndt andern prætensionen, auch schäden zu bernburg.
2. Abschied wegen des Standes der Schwangerschaft von Madame und der Teuerung hiercongè a cause de l'estat de grossesse
de Madame & de la chertè icy
. 3. Ascania.
4. Competenz mitt Lottringen. 5. Königsdienst zur Krönungservice du Roy, || [[Handschrift: 284r]]
au couronnement
6. Geyderß Ritterschlagens.
et cetera
bedanckung, vor ferrnere recommendation. <7. Gesandtschaftlegatio in Engelland[,] Dennemark vnd meiner rayse.>


AntwortResponsum gar höflich vndt wolgemeint. Zu 1.Ad 1. die
befreyung mitt bernburg vnd Fürstentum Anhaltt, wehre
præjudizirlich dem Pragerischen Friedensschluß
insonderheitt auch die gewaltsame assignirung
den Stenden vndt freyen Reichsstädten. 2. Diese
Entschuldigungexcuse wehre relevant sonderlich wenn ich bei der Krönung dienesi ie sers
au couronnement
[.] 3. So baldt es außm Reichshofraht
in geheimen raht kähme, würde er seine Schuldigkeit tunil feroit son devoir.
4. Nicht zu rahten, weil es ein solch hauß
daß Ursprung der Kaisermater Jmperatorum wehre Vndt Durchlauchtt
vor Churfürstlichen haüsern weg hette. 5. Der König
würde es gern sehen. 6. Gute vertröstung.
7. Jch sollte nicht præterirt werden, wie
auch im 1. punct man mich anderwerts con-
tentiren
P würde. &cetera


Vmb 3 vhr, habe ich audientz, beym Kayser gehabtt.
Er befahl mir den Gehorsam, sich zu fügen. Sprach ehrenvoll nicht nur von den Kurfürsten, sondern auch über ihre Gesandten. Nahm meine Glückwünsche zur Wahl seines Sohnes, des Königs der Römer, sehr positiv auf und erweiterte meine Beeinträchtigungen, indem er das Allgemeinwohl berührte. Fragte auch und das erste Mal, wo ich während der Wahl gewesen sei, wozu ich nicht so schnell etwas ersann; er erwähnte auch freundlich den jungen Markgrafen von Ansbach und die gute Hoffnung, die Ihre Majestät an ihm haben, aber dass er noch ein Jüngling sei, sprach auch von seinen Brüdern. Ihre Majestät sagte auch, dass er nach der Familie Solms schaue und dass ich ein guter Wirt (gar häuslich) sei, weil Madame erneut schwanger sei. Dass Ihre Majestät mir gern die Erlaubnis geben würde, von hier nach der Krönung aufzubrechen, zumal ich eine so gerechtfertigte Entschuldigung habe, aber dass ich mich zuerst anmelden solle.Jl me commandoit L'obbeissance <de s'asservir[?]>. Parloit honorablement non
seulement des Electeurs mais aussy de leurs Ambassadeurs[.] Recevoit
en tres bonne part, mes gratulations, a l'election de son fils,
le Roy des Romains, & amplifioit mes entamations, touchant
le bien public. Demandoit aussy; ou j'avois estè, durant
l'election, & la 1:ere. fois; dont je ne m'avisay pas si promptement, || [[Handschrift: 284v]]
il fit aussy fort bonne mention du jeune Marquis
d'Anspach
, & de la bonne esperance, que Sa Majes
en avoit, mais qu'il estoit encores un juven-
ceau, ein Jüngling, parlant aussy de ses freres.
Sa Majestè dit aussy; qu'jl regardoit dans la fa-
mille de Solmß
, & que j'estoit<s> bon casanier,
(gar haüßlich) <ein guter wirtt> puis que Madame estoit dere-
chef grosse. Que Sa Majestè me donneroit volon-
tiers la permission de partir d'icy, apres le
couronnement, sur tout, ayant une sj iuste
excuse, mais que je me devois premierement
mentionner.
Jch sollte mich erst <noch> anmelden laßen.


Mitt dem allten Grafen von Wallenstein,
Obrist Burggrafen in Böhmen, von vnserer allten
kundtschaft sieder dem Jahranno 1612 vndt der Anspachischen
hochzeittf her, viel geredett, insonderheitt auch von
dem itzigen zustandt, vndt wie sich die zeitten
verändert. Er sagt vndter andern, es würde
kein friede, wo man nicht den kriegspræsidenten
vndt kriegsrähten die Regimenter nehme, oder
keine, die Regimenter selber hetten, vndt zum
kriege riehten, in kriegsraht nehme, auch so viel
generaln abschaffe, welche mehr kosteten, alß || [[Handschrift: 285r]]
kleine armèen, vndt doch nichts nütz wehren. Er
hette es dem Kayser selber gesagt, zu Rudolphj
II.
zeitten, wehre es also nicht hergegangen.


Ich finde, der Kaiser kann irgendein Misstrauen oder schlechten Eindruck von mir habenJe trouve, que l'Empereur peut avoir quelque mes-
fiance ou mauvayse impression de moy
, 1. entweder wegen meiner Reise nach Münchenou a
cause de mon voyage a München
, 2. und vielleicht wegen des Rangkonflikts, den ich mit den Gesandten der Kurfürsten habe, da ich nicht der erste sein will, der die anderen präjudizert.& peut estre
a cause de la competence que j'ay avec les
Ambassadeurs des Electeurs, <moy> ne voulant estre le
premier, quj prejudicie aux autres.


Zeitung daß Gallaaß zun Frantzosen vbergefallen,
ebensoJtem: daß der Götz geschlagen seye.
Beides glaube ich kaum.Vtrumque vix credo. Grünthal hat mich gelehrt:Grünthal<er> m'a apprins:
Beachte wohl: Wer mit zehn zwanzig Jahren nichts ist, mit dreißig nichts weiß, mit vierzig nichts hat, wird nie etwas sein, etwas wissen, etwas haben.<Nota Bene[:]> Chj a diecj vintj annj non è, a trente non sà,
a quaranta non hà, maj non serà, ne saprà, ne haverà.


Grünthal hat mich auch zur Audienz begleitet.Grünthal m'a aussy accompagnè a l'audience.

Samstag den 17. ⁄ 27. December


Ich habe in meinem Hirn ein wenig über das unheilvolle Gesicht Ihrer Majestät von gestern hin und her überlegt, dass daher rühren kannJ'ay un peu ruminè en ma cervelle le sinistre
visage de Sa Majes d'hier, que cela peut
proceder
, entweder 1. von meiner Reise nach München ohne Abschied und dass ich vergaß, es zu sagenou 1. de mon voyage de München sans
congè, et que je m'oubliay a le dire
, oder 2. dass der Kaiser sich schlecht befandou 2. que
l'Empereur se trouvoit mal
, oder wohl 3. dass er schlaftrunken war, denn er ruhte, als ich in das Vorzimmer kamou bien 3. qu'il estoit en-
dormy (Schlafftruncken) car il dormoit comme je vins a l' || [[Handschrift: 285v]]
Antichambre
. 4. Aber ich glaube auch, dass der Rangkonflikt mit den Gesandten der Kurfürsten, welchen ich nicht habe weichen und lieber die Kirche oder den gegenwärtigen Dienst Ihrer Majestät verlassen wollen, um nicht die anderen Fürsten zu präjudizieren, und der hochvernünftige Rangkonflikt mit Lothringen (weil alle Grundgesetze des Reiches widerspruchsfrei für uns sprechen), begonnen durch diejenigen, die die Verwandten des Kaisers und der Kaiserin und des Königs und von Bayern vorwärts bringen wollenMais je croy aussy que la
competence avec les Ambassadeurs des Electeurs,
auxquels je n'ay voulu ceder, & plustost
quitter l'eglise ou le service actuel de Sa Majes
afin de ne prejudicier aux autres Princes,
& la competence tresraysonnable avec
Lorraine; (puis que toutes les constitutions
de l'Empire parlent <sans contradiction> pour nous) entamèe
par ceux, quj veulent avancer les pa-
rents de l'Empereur & l'Jmperatrice & du Roy,
et de Bavieres
, das alles ist widerwärtig Ihren Majestäten berichtet worden, hat mich vielleicht in irgendeine Ungnade gebracht. Geduld. Ich werde über meinen Rückzug nachdenken.tout cela ayant estè
fort mal relationnè en sinistre part a
leurs Majestèz m'a mis <peut estre> en quelque disgrace.
Pacience. Je songeray a ma retraitte.

Fern von Jupiter, fern vom Blitz!Procul a Jove!<;> procul a fulmine!


herr Loẅ der Agent ist bey mir gewesen.
Er hat mir abgeraten, mich für die Stadt Hamburg gegen den König von Dänemark wegen des Zolls von Glückstadt einzusetzen, um ihn abzuschaffen, da dieser Zoll nur ein Prozent beträgt (und pro Jahr insgesamt 60000 Taler), die Kurfürsten haben sich alle für den König eingesetzt, sogar darin eingewilligt, und jetzt ist der König in großem Ansehen wegen der Vermittlung mit Schweden, die er erneut beginnen wird, die Kaufleute aus Wien haben auch dem Kaiser geraten, das zu tun, da das eine Kleinigkeit sei und die Waren ein Prozent kaum verteuere, und auch mein und der anderen Fürsten Interesse wird an dieser Sache nicht so groß sein, wie die Gesandten von Hamburg mich haben glauben machen wollen. So werde ich versuchen, diese Angelegenheit zu verschweigen und den König von Dänemark als nahen Verwandten von Madame und der mir mehr Gutes tun kann als keine Stadt Hamburg, nicht zu kränken. Allerdings muss man sich verstellen.Jl m'a desconseillè d'interceder pour la ville d'Hamburg
contre le Roy de Dennemark a cause du peage de
Glückstadt, pour l'abroger, veu que ce peage ne
porte, qu'un pour cent (& par an en tout 60000
ThalersThlrs:)[,] les Electeurs ont tous intercedè pour le Roy
voire y acconsenty, & maintenant le Roy est en || [[Handschrift: 286r]]
grand credit, a cause de l'interposition avec
Sweden, qu'il va entamer derechef, les marchands
de Vienne ont aussy conseillè a l'Empereur de le faire[,]
veu que cela estoit peu de chose & n'encherissoit
queres les denrèes, un pour cent, ainsy que mon in-
terest & des autres Princes, ne sera pas si grand
en cest affaire, comme les Ambassadeurs de Hamburg m'ont
voulu faire a croyre. Ainsy ie tascheray de
passer sous silence cest affaire, & de n'offencer
le Roy de Dennemark proche parent de ma femme,
& quj me peut faire plus de bien, que non pas la
ville d'Hamburgk. Cependant il faut dissimuler.


hofmeister Geydern, mitt den memorialn in Aßcanischer
sache, an Chur Meinz vndt Bayern geschickt,
auch nebensachen anzubringen. <Thomas Benckendorf aber <damitt> an Chur Cölln.>


ReichsMarschalck Graf von Pappenheim leßett
mir sagen, er habe vielerley mitt mir zu reden,
hette aber gestern, wegen vieler impedimenten,
(wie hertzlich gern er auch gewoltt,) nicht zu mir
kommen können, bittet ich wollte Geydern zu ihm schigken,
welches auch geschehen.


habe aber Geydern erst nach hof geschicktt,
sich vmb die audientz beym König, durch den herrn von
Remßthaler, zu bewerben.

|| [[Handschrift: 286v]]


Alß er wiederkommen zum andern Mahl, hat er
dennoch keinen bescheidt bekommen, biß endtlich
Nachmittags herr von Remßthaler mir 5 vhr Nachmittags zur audientz,
ansagen laßen.


Von dannen zu Chur Meinz, welcher sich gewaltig
erbotten, aufs neẅe gratulirt, vom gastladen
geredett, vndt (ob er schon Thumbprobst zu halber-
stadt
, vndt also selbst mercklich interessirt
wehre) dennoch recht durch zu gehen, in der Aßca-
nischen
sache sich erbohten. Wegen der Bleibede-
meure
zu Erfurdt, so wohnete sein Fitzthumb
in selbigem hause. Wollte sich aber noch bedencken,
vndt selber, wenn er sein gastmahl matu-
riren
würde, mitt mir davon reden, wie
auch, wegen des Trinckentragens, am höchsten
ehrentage des Römischen Königs, <so dem Elltisten Regierenden Fürsten gebührt.>


Chur Beyerns BesuchVisite hat er Geyder auch
anbrachtt, nach dem ChurBayern, auß der
Meße wiederkommen, darauf er lange
wartten müßen. Weil herr Kurz hofmarschalk
solch mitt dem Festessenbancquet des Königs, vndt
Besuchvisite Chur Cöllns, es endtschuldigett, wirdt
wol heütte nichts darauß werden, vndt Morgen
ist wieder die devotion vndt Feyertag. || [[Handschrift: 287r]]
So hat auch der Marquis Palavicinj der
Churfürstin obrist hofmeister dergleichen Ausflüchtesubterfugia,
gesuchtt, weil der König heütte allda würde zu
gast sein, Jedoch wollen sie michs wißen laßen.


Graf Fritz von Ortemburg, hat mich wieder
besuchtt, vndt gar vertraẅlich mitt mir geredet.


Weil ich seit gestern Hustenanfälle habe, habe ich nicht zum Hof fahren wollen, weder gestern am Abend noch heute Morgen.Ayant des quintes, depuis hier, ie n'ay
pas voulu aller a la cour, nj hier au soir, nj a
ce mattin.


Geydern zum ReichsMarschalck Pappenheim
geschicktt, weil ers begehrt, vndt mich gravirt,
daß man mir den Jungen Marggrafen von Brandenburg
wollen vorziehen (welches doch deßen discretion
selber, bißhero verhindertt)[,] ebensoJtem: der compe-
tenz
mitt den Churfürstlichen gesandten halber, darinnen
ich andern Fürsten nichts præjudiziren wollte,
auch wegen Lottringen welches ohne Widerspruchsine controver-
sia
in allen Reichsabschieden nachgienge &cetera[.]
Der Kayser selber wollte haben, es sollten die
Regierenden Fürsten, andern vorgehen. Jch versähe
mich zu ihm alß meinem allten bekandten vndt
guten freündt, er werde die dignitet meines hauses,
nicht verachten laßen, sondern alß ReichsMarschalck || [[Handschrift: 287v]]
mitt den sachen, also wißen zu gebahren, daß es
nicht schiene, alß wollte iedermann in meinem
itztruinirten stande, an mir zum Ritter
werden, welches ich nicht zu leyden, gedächte.
Wüste auch wol, der Churfürst von Saxen,
würde selber die Reichsordnungen, nicht
wollen brechen laßen. Vnser hauß gienge
unmittelbarimmediate Lottringen vor. Jch hielte auch davor,
man sollte vnß beym Festessenbancquet eine absonder-
liche Tafel hinstellen, Es würden sich Fürsten
genug finden, daß man nichts neẅes dörfte
auf die bahn bringen. Jch hielte<achtete> zwar
solche vaniteten nicht groß, vndt hette
den himmel lieber alß die erde, aber
so weitt es die würde vndt dignitet
vnsers vhralten, königlichen[,] Chur: vndt Fürstlichen
hauses, welches Ch könige, Chur: vndt
Fürsten in sich gehabtt, angienge, wollte
ich meinem hause, vndt meiner posteritet
in keinerley wege, præjudiziren, noch mir
selbsten, mitt schimpf etwaß vergeben.


Der von Görtz auß der Fränckischen
Ritterschafft
, (welcher vor diesem mitt Graff Kraff- || [[Handschrift: 288r]]
ten von hohenlohe händel gehabtt) ist zu mir
kommen, vndt hat mitt mir gegeßen. hat sich
auch bedancktt wegen der Fränckischen Ritter-
schaft
sowohl im Allgemeinen als auch im Besonderentam in genere: quam in specie, daß ich mich
ihrer, so treẅeyferig allhier annehme,
wollen es wieder verschulden Vndt verdancken.


Der Reichs Marschalck <allte> Graf von Pappen-
heim
ist zu mir kommen, hat mich im Nahmen
Jhrer Kayserlichen Mayestät auf künftigen dinstag
invitirt, vmb 7 vhr, vndt wegen der sessionen,
oder vielmehr ehrenämpter, disputirt<curirt.> Sagt,
zu hofe werde man dem Jungen Pfaltzgrafen von
Neẅburg
<wegen der Kayserlichen anverwandtnüss>, die oberstelle zusprechen, wie auch
dem iungen Marggrafen von Brandenburg <nach belieben des allten Grafen von Schwartzenberg>[.] Jch pro-
testire darwieder, weil jch ein Regierender Fürst
bin, sehe aber wol, man gehet allhier durch Gunstpar faveur.
Nun wollen Sie, der Pfaltzgraf von Neẅburgk
solle trincken tragen, vndt der Marggraf
vorschneiden. Weiß also nicht, wie es noch
werden wirdt. Ein ander mahl wirdt man
sich von dergleichen solenniteten absentiren
müßen, damitt man den fürstlichen haüsern im Reich,
nicht præjudizire.

|| [[Handschrift: 288v]]


Nach dem man mir 5 vhr Nachmittags zur königlichen
audientz angezeigt, bin ich auf bestimpte zeitt
dahin gefahren. Der Neẅerwöhlte Römische
König Ferdinandus III.
ist mir numehr, halb ins
gemach entgegen gegangen, hat mich aufsetzen
laßen, vndt meine gratulation so wol zum
Neẅen Jahr, alß zu der Römischen königlichen wahl,
sehr wol aufgenommen, sich zu allen ferrneren
gnaden vndt freündtschafft erbotten, auch
meine dancksagung vor, die tausendmille ducaten
wol vermergkt, vndt sich offerirt meinen
hofmeister Geyder in <gute> consideration vmb
meinet willen, zu nehmen.


Aber der von Remßthaler, sagte mir,
in der königlichen Vorzimmeranticamera inß ohr, er
köndte mir nit bergen, er hette gehört, Geyder
wehre ein Patrizierpatritius von Nürnberg, würde
solcher gestaltt, nicht angehen. Jch beantwortet
es also, Er hette zwar in Nürnberg gewohnet,
wie andere mehr vom Adel, wehre aber
nicht ein Patrizierpatritius. Denn vorzeitten vmb der
vnsicherheitt willen, wie auch noch, viel vom || [[Handschrift: 289r]]
adel vom lande, sich in die Städte retiriren
müsten. So wehre er auch in der Fränckischen
Ritterschaft
, ein Mittgliedt vndt ihr abgeord-
neter. Jhre Mayestät würden sich in einer
person viel diener verobligirt machen, wel-
ches ich auch dem König selber sagte. Zu dem,
so wehre seiner vorfahren einer, Geörg Geyder,
vom Kayser Carolo V. auf seiner krönung
zu Bolonien, zum Rjtter geschlagen worden.


Er Geyder, hat nach mir, beym Kay König,
gar gnedigste audientz gehabtt.


Von dem König bin ich in die Kayserliche Vorzimmeranticamera
gegangen, allda ich dem allten Grafen von
Schwartzenberg
nur mitt einem wortt zu-
gesprochen, dem HerrMonsieur de la cave aber, desto mehr,
mich gravirende, wegen der erregten compe-
tentz
vorzüge, so vnnöhtig wehren, vndt
bahte ihn er sollte es dem Grafen sagen.


Fürst von Eggemberg klagte auch, vber allerley
Widerwillendißgustj, vndt daß allhier kein Amtactus mehr
gelten wollte, sondern ein Fürst nach dem
andern disgustirt werden wollte, etcetera etcetera etcetera || [[Handschrift: 289v]]
etcetera[.]

Sonntag den 18. ⁄ 28. December


BeachteNota: Weil ich sehe, dass die Kurfürsten so ihre Häuser vorwärts bringen wollen, stelle ich mir ein Triumvirat vor, das sich zum Mächtigen über alle anderen Häuser machen wird. Allerdings wird die Güte des Kaisers all diesen Missständen abhelfen können.Puis que je voy; que les Electeurs veulent
ainsy avancer leurs maysons, je m'jmmagine un
Triumvirat; quj se rendra puissant par dessus
toutes les autres maysons. Toutesfois la bontè
de l'Empereur pourra remedier a tous ces inconvenients.


Jn die kirche <Evangelische>, allda ich meinen nähermahligen
standt eingenommen. Der Marggraf von Anspach,
hat sich in der gesandten standt gestellett,
allda sich (wie ichs selber gesehen) der
Sächsische gesandte Metzsch, vber ihn ge-
stellet, vndt er es gelitten. Der Graf von
Ortemburg
aber, Oberster Fitzthumb,
vndt andere Edelleutecavaglierj haben sich hjnder
mich gestellet, der ich in einem bedeckten
Stuhl, auf der bohrkjrche, vndt dem Pfarrer
viel näher geseßen. Knesebeck Chur Brandenburgischer
vndt Fehlsch Culmbachischer gesandter, haben
sich vndter den Marggrafen gesezt.


Nach der predigt gen hoff, allda es in
der Vorzimmeranticamera gewaltige Strittigkeitten, || [[Handschrift: 290r]]
wegen der præcedenzen vndt competenzen
gegeben.


Erfahren, daß nicht so sehr, Graf von Pappenheim,
alß Knesebeck (ohne zweifel auf geheiß
des allten Grafen von Schwarzenberg) dem
iungen Marggrafen von Anspach, in kopf gestecktt,
er sollte mir durchauß nicht weichen, die-
weil sein hauß ein Cuhrhauß[!] wehre, etcetera
da er doch nicht mündig, vndt kejne compe-
tentz haben kan, auch nicht dran gedachtt.


Baldt darauf, (nach dem ich zimlich starck
destwegen, auch mitt dem Marggrafen selber
disputirt,) jst der Kayser, vndt König,
Kayserinn vndt Königinn, auch die churfür-
sten von Cölln vndt Bayern, neben dem
Erzherzog, Churfürstin von Bayern, vndt Ertzhertzoginn,
vnversehens auß der Vorzimmeranticamera vnser
aller vnwißendt, heraußer kommen, vndt
seindt zu Chur Bayern, zum Festessenbancqueet gegangen.
Der Kayser hat sich tragen laßen. Jch vndt
der Marggrafe, vndt hertzog von Saxen giengen vorher. || [[Handschrift: 290v]]
Der Kayser, König, oder Erzhertzog, thaten
nicht dergleichen, alß ob sie mich sähen, ia man
spührte es in der ChurBayrischen Vorzimmeranticamera
außdrücklich, das der Kayser das an-
gesicht von vnß wegwandte, damitt er
vor vns den hut nicht abziehen dörffte.
Geduld!Pacientia! Aber vndterwegens, aufm
gange vergaß jch mich einmal, vndt satzte
den hut eine kleine weile von mir
selber auf. Zoh<g>e ihn aber baldt wieder
abe[!], alß ich mitt meinen beyden fürstlichen
Freünden redete.


So baldt alß der Kayser hinein war,
giengen wir drey Fürsten wieder darvon,
vndt haben bey dem hertzogk Julius
henrich von Sachßen
, vndt Seiner gemahlin
gegeßen, ich vndt der Marggraf von
Anspach
, wie auch der Reichs Marschalck
von Pappenheim, der graf Fugker, vndt
Graf von Schwartzenberg, auch etzliche
Damen.


Jch habe allenthalben heütte die oberstelle || [[Handschrift: 291r]]
Vndt præcedentz erhalten, so wol in
der Vorzimmeranticamera, vndt Ritterstuben,
alß auch aufm gange, Vndt im Chur Bayrischen
quartier, wie inngleichen, im Sachßen Lawenburgischen
quartier, also daß mir der Marggraf,
die præcedentz laßen müßen, wiewol
er sje heftig prætendirt, vndt wieder-
fochten, Sje auch auf der krönung zu be-
haüpten vermejnett, alß auch der
Pfaltzgraf von Neẅburg, (welcher auf der
post ankommen) zu manuteniren, soll
im willenß sein. Erzwungene Geduld!Pacience par force!
Gott helfe daß es nur wol abgehe. Jch habe
den Kayser vmb dero decision, durch Grafen
von Megkaw
, Kayserlichen Obersten hofmeister
vndt Grafen von Pappenheim, Reichsmarschalck
bitten laßen.


Geyder hat sich vndter die iehnjgen, so da
sollen zu Rittern geschlagen werden, beym
ReichsMarschalck, auch müßen enrolliren || [[Handschrift: 291v]]
lassen. Die Frau Herzogin von Sachsen[-Lauenburg] ist mit ihrem Gatten in Italien gewesen, machte die Reise und zurück von Wien nach Loreto in fünf Wochen.Madame la Duchesse de Saxe, a estè en Jtalie,
avec Monsieur son mary, <faysant le voyage & retour de Vienne a Loreto, en cinq semaines.>

Montag den 19. ⁄ 29. December


Geyder hat auch noch gestern, mitt dem herrn
Grafen von Trauttmanßdorf geredet, welcher
starck auf meiner seitten gewesen,
aber wegen der starcken Brandenburgischen opposi-
tion nichts erhalten können. Graf von
Megkaw
, hat gar kaltt, vndt dilatorisch
geantwortett. Das könnte mich wütend werden lassen.Cela me pourroit
faire enrager.


Der Resident von Modena sagte mir vorgestern im Vorzimmer, dass der Kaiser diese Wahl des Königs der Römer allen Fürsten von Italien, bis auf Savoyen und Parma als seinen Feinden, mitgeteilt habe.Le Resident de Modena; me disoit avanthier,
a l'Antichambre; que l'Empereur avoit fait part
de ceste election du Roy des Romains, a tous
les Princes d'Jtalie; horsmis a Savoye,
& Parme, comme <ses> ennemis.


Der Bar-weinJl barbadomanjg, (nach dem Scherzen des Galateo) ist gekommen(secondo il motteggiare
del Galateo) è venuto
.


Zeitung daß die Schweden, auf ChurSaxen zu,
gehen, vndt Götz sich in Westfalen retirirt habe.


Vormittags hat mir in der Vorzimmeranticamera der Graf
von Pappenheim
gesagt, die decision wehre || [[Handschrift: 292r]]
schon ergangen vom Churfürstlichen collegio, daß die
Fürsten von den Churhaüsern, sollten vorgehen,
vndt dem Kayser dienen. Jedoch stellte
man es dahin, ob ich vorschneiden wollte,
der Pfaltzgraf von Neẅburg sollte das
trincken tragen, alß des Kaysers na-
her freündt, vndt anverwandter.
Erzwungene Geduld.Patientia, per forza. Er sagte auch,
es hab sollte nach mir, der hertzog von
Sachßen
, vndt dann, der Landgraf von
Leüchtemberg
gehen. Bayern <Vndt sein Doctor Richelh>, vndt Brandenburg
(das heißthoc est Brandenburgische gesandten) wehren sehr wieder
mich gewesen.


Jn der Vorzimmeranticamera hat mich auch der Oberste
Gall, durch introduction des hertzogs von
Sachßen, angesprochen. Jch habe ihm die
meynung gewaltig gesagt, was ich von dem
iehnjgen hielte, welcher gedencken, will
geschweigen, sagen sollte, waß ihm schuldt
gegeben würde. Er hat sich zum höchsten || [[Handschrift: 292v]]
endtschuldiget, vndt sagt er wolle seinen
kopf dran setzen gegen den iehnigen der
es ihm nachgesagt, ia viel mehr hette
er bey leibs[-] vndt lebensstrafe seinen
Soldaten Befehlordre gegeben, das zimmer da-
rinnen wir wehren, auf meinem hause
Bernburg bey der occupation zu ver-
schonen, ob er schon davor, wehre beschädi-
get worden. Ja man hat ihm gesagt,
ich hette es ihm schuldt geben, daß wir
also wehren geplündert worden, wehre er
doch nicht drinnen gewesen. (Jch habe
es aber nit gethan) Die ChurSächsischen hetten wol
mögen beßere Ordnungordre halten. Als ich
mich Vber seinen Bruder beschwehrte, da
sagte er, er wehre ein Narr, hette sich
in der ersten Wutfurie nicht moderirt.
Ja er der oberste hette eine ehre darinnen
gesuchtt, vnsere zimmer, in sonderheitt das
Frawzimmer zu salviren. Jch sagte || [[Handschrift: 293r]]
wenn er daß geredt hette so hette ers
nicht geredt, alß ein <ehrlicher> cavaglier <Sondern wie ein ander etcetera>i, vndt ich
müste es ressentiren[,] ich vndt mein gantz
geschlecht
, vndt alle vnsere Freündtschaft
ia alle Fürsten, so lange wir eine ehr-
liche ader, oder Fürstliche blutsTropfen im leibe
hetten. Er sagte Gott sollte ihn behü-
ten, sich solcher hohen personen feindtschaft
aufzuladen, vndt offerirte seine dienste.
etcetera
Also ließe ichs bewenden, biß dahin daß meine
schwester mir sagt, wer es gewesen der
es ihr angezeigt, weil er der oberste es
nicht gestehet.


Jch habe gewaltig mich vernehmen laßen,
vndt protestirt in der Vorzimmeranticamera wegen
des præjuditz aller Regierenden Fürsten,
vmb des iungen Pfalzgrafen vorgangs
willen, wie auch des Marggrafen.


Der iunge Marggraf von Anspach, der
ReichsMarschalck Pappenheim, nach dem Culmbachischen
abgesandten, graff von Ortemburg, der von Görtzen,
Hermannus de Werve, haben mitt mir gegessen zu Mittage[,] || [[Handschrift: 293v]]
<ebensoJtem: der oberste Fizthumb.>


Nauwach ist an nebenTisch gekommen.


Nachmittags habe ich meinen hofmeister mit Widerspruchcum protestatione
an Graf Megkaw, neben Grafen von
Pappenheim
geschicktt. Es bleibt bey
der Churfürstlichen decision sagt der Graf von
Megkaw. Graf von Pappenheim hat vor mich geredt.


Doctor Meisterlen hat mich besucht wegen
Pfalzgraf Ludwig Philipßen.


Antwortt von hilpoltstain von
der wittwe vndt dem Pfaltzgrafen.


Abends wieder nach hoff, vndt in die
Vorzimmeranticamera alda ich mich abermalß sehr be-
schwehrt, vndt protestirt, jn præsentz des
Marggrafen, gegen den Reichsmarschalck,
nach dem ich vom Kayserlichen Obersten hofmeister,
graf von Megkaw, wegen der antwortt, an ihn
remittirt worden. Derselbe hat mir im
Nahmen Jhrer Kayserlichen Mayestät angezeigt,
dero endtlicher wille, vndt meynung
wehre, ich sollte laßen den Pfaltzgrafen
von Neẅburgk
, vndt Marggrafen von || [[Handschrift: 294r]]
Brandenburg vber mich gehen, weil es die
herrn Churfürsten also gut gefunden, vndt Jhre
Mayestät
nicht gerne, dero einhelligen Schluß,
sich opponiren wollten. Dieses wehre also
Jhrer Mayestät letzte decision in diesem paß.
Stelleten mirs aber frey, ob ich vorschnei-
den wollte, oder andere es verrichten laßen.
Jch mußte acquiesciren<pariren> weil es Jhre Kayserliche
Mayestät befehlen theten, wollte aber hiemitt
protestirt haben, daß ich mir meinem hause,
auch keinem eintzigen Reichs Fürsten, hiedurch
begehrte, einiges præjuditz durch diesen Aktactum
zuzuziehen, vndt wollte diese protestation
auch schriftlich eingeben. Wüste nicht, wie
ich sonsten, bey andern haüsern, alß Pommern,
Mecklenburg[,] <Braunschweig, Lünenburgk[,]> hollstein, heßen, Baden,
Wjrtemberg, Saxen Lawenburgk,
Lottringen, Leüchtemberg &cetera würde will-
kommen sein, vndt bey allen regierenden Fürsten.


Man sagt, Chur Bayern mache nur diese
händel, weil der Kayser seinen vettern, herzogk
Albrechts
Sohn nicht auffsetzen lassen.

|| [[Handschrift: 294v]]


Fürst von Eggembergk beklagt sich auch zum
heftigsten, daß da vor 6 iahren schon, sein
herrvatter zum Reichsfürsten gemacht worden,
vom Kayser, man es ihm an itzo disputiren
wolle, nemlich das Churfürstliche collegium vndt
wollen ihn vor keinen Reichsfürsten erken-
nen biß er sich begühtere, da er doch
zum Bayerischen krayß, so viel contribu-
irt
, alß der Landgraf von Leüchtemberg.


Der Kayser heist vnß nun nicht
mehr aufsezen, wie er vor diesem gethan.
Daß macht, daß Churfürstliche collegium,
welches Jhrer Mayestät selbst eigene Absichteninten-
tiones
vmbstößett.


La Cave ist bey mir gewesen, endt-
schuldiget sich seinen herren den
Grafen von Schwarzenberg daß er vor den
iungen Marggrafen geredet, weil
er eines Churfürsten Sohnes Sohn wehre,
vndt der Churfürst ihm befohlen hette,
in Seiner jnstruction, sich auch des || [[Handschrift: 295r]]
gantzen hauses anzunehmen, verglimpfts
aber gar sehr, mich nicht gern zu offendiren.

Dienstag den 20. ⁄ 30. December


Den Conte d'Onnate Spannischer extraordinar Ambassador
habe ich gestern auch in der Vorzimmeranticamera,
mitt wenigen, vndt er mir, gar höflich zugesprochen.


Es scheinet, dieweil der Pfaltzgraf von
Neẅburg
, dem Kayser befreündet, vndt man
ihm den Tittul Durchlauchtt gibet, er auch Päbstisch
ist, das man jhn destwegen, also wolle hervor-
ziehen, a<A>lß auch dem Churfürsten in Bayern,
placitiren. EbensoJtem: weil er ein einiger Sohn
ist (wie auch der Marggrafe) vndt der näheste
succeßor seines herren vattern. &cetera


Erstlich in des Kaysers, darnach in der
königlichen Vorzimmeranticamera aufgewartett, heütte
früh, vmb 7 vhr. AuseinandersetzungenContrastj mitt dem <Allten> Grafen
von Schwartzenbergk
, welcher mich viel reformj-
ren wollen, daß ich vnrecht hette, mitt dem <Chur>hause
Brandenburg
zu competiren. &cetera Nächst dran, ist so viel, als schon getanCingendus habetur pro
cincto
, die Churhaüser gehen allen andern vor. || [[Handschrift: 295v]]
Die Churfürsten wehren den Königen gleich zu
zu achten, Man sollte sehen wie es die Kron
Schweden
machte, ob schon die Königinn vnmün-
dig wehre, dennoch giengen ihre Gesandten,
vor allen<r> Chur: vndt Fürsten gesandten.


Jch antwortete genug darauf, vndt wollte
mich durchauß, vom vorschneiden nicht verdringen
laßen, wiewol es der ChurBrandenburgische gesandte,
wie auch der Marggraf selbst, gern gesehen.


Der ChurSächsische gesandte Metzsch, hat auch
gar viel in der königlichen Vorzimmeranticamera mitt
mir geredet, vndt das exempel angezogen,
mitt dem Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz im Jahr 1612Friderico V. Electore Palatinae anno 1612
zu frankfort, daß ob er schon vnmündig gewesen,
er dennoch vber alle Regierende Fürsten,
damalß gegangen. &cetera


Chur Bayern ließ sich das schwert
vortragen, vndt holete (in seinem
Churhabit) persöhnlich den Römischen König,
begleittete ihn zum Kayser. Von dannen
giengen wir mitt dem Kayser, alle mitt- || [[Handschrift: 296r]]
einander zur kirchen, der Kayser ließ sich
tragen, der König gieng neben ihm hehr. Vor
Jhrer Mayestät, der Churfürst von Bayern, <vnd ChurSächsische vnd ChurBrandenburgische gesanten[,]> darnach
die Ehrenholde, 5. darnach der obrist hofmeister, graf
von Megkaw
. Vor diesem her, giengen wir
Fürsten, Pfaltz, Brandenburg<[-]Anspach>, Jch vndt der herzog
von Saxen Lawenburg
[.] Nahmen auch also <Vnsere> Sitzplätzesessiones
in der kirchen, im Fürstenstande. Die Geistlichen
Churfürsten vndt Erzbischoffe
erwarteten vnser,
in der kirchen, in ihrem geistlichen ornat mitt
vielen Bischoffen, vndt Jnfulen, &cetera[.]


Jn der kirche, wurden die bey der krönung ge-
braüchliche ceremonien gehalten, wie daß alles
von 600 iahren hehrkommen, auch beschrieben wirdt
werden. Der Kayser war in seinem habit,
vndt krone, der König auch in seinem Churfürstlichen
habit, biß er gekrönet wardt, vndt
gesalbet, &cetera vom Churfürsten von Meintz.


Auß der kirchen, giengen wir wieder
vorm Kayser her, biß aufs Rahthauß, vndt
allda wurden auch die gewöhnlichen ceremonien
mitt den gebrahtenen ochßen, mitt wejnj
rinnenden brunnen, (Man sagt von 100 eymern)
vndt dem geldt außwerfen, (man sagt von 4000 Gulden (florenus)f:) || [[Handschrift: 296v]]
güldene vndt Silberne Müntze, wie zu Franckfurtt
gehalten. So muste auch der Churfürst von Bayern,
alß Ertztrucksäß, zu pferde 2 eßen tragen<holen>, vndt
darnach zu fuß auf die Tafel hinein bringen.
Zween Grafen führten ihm daß pferdt.
Der Graf von Pappenheim Reichsmarschalck
ist an stadt des Churfürsten von Sachßen in den haber
mitt dem silbernen Meß hinein geritten.
Darnach ist er preiß gemacht worden.
Jch habe auf dem panckeet dem Kayser
vorgeschnitten, auch waßer gegeben. Der
Pfaltzgraf von Neẅburg, hat die handts-
quehle
gehalten, ich das gießbecken, der
Marggrafe (versehentlichpar mesgarde) daß gießfaß.
Nach der Mahlzeitt, hatt er es gar
versehen, daß er zu spähte kommen, vndt ich
allein, handtfaß, vndt gießbecken dem
Kayser vorgetragen. Mitt dem vorschnei-
den habe ich mich beholfen, so gut alß ich es
gekondt, wiewol ichs gar schlecht gemachtt,
dieweil ich es nie versuchtt. Aber Jhre
Mayestät der Kayser, wie auch der König,
seindt sehr wol mitt mir zu frieden
gewesen. Jch hatte zwar mehrentheilß || [[Handschrift: 297r]]
Reichsgrafen (so auch mitteinander, wegen des
vorgangs, competirten) zu Trucksäßen, aber die
allten speisen, <Teller[,]> lichter, vndt solche sachen, wurden
nur von den Kayserlichen pagen weggenommen,
welches ich gern anderst gesehen. Der Pfaltz-
graf von Neẅburg
stunde dem Kayser alle-
zeitt vorm trjncken, vndt wir beyde haben
nichts gegeßen. Zur lincken<rechten> handt, ejne
gute ecke, vom<ns> Kaysers Tafel, ein tabulat nie-
driger, aß der Churfürst von Meinz, an einer
absonderlichen Tafel, zur rechten<lincken> handt in gleicher
distantz, der Churfürst von Cölln aß auch absonderlich.
Vnferrne von Chur Mentz, an einer eigenen
Tafel Chur Bayern auch also. Nicht ferrne
davon gegenvber, war die Fürsten Tafel,
daran saßen, die Bischoffe von Oßnabrück,
Regenspurgk vndt Brixen, der Marg-
grave von Brandenburg
[,] hertzog von Saxen,
vndt Fürst von Eggembergk, welchen man
vor einen Reichsfürsten im Churfürstlichen collegio er-
kennet, oder es ihm angezeiget, alß wir eben
auß der kirchen gehen wollen. BeachteNota: der Kayser
ist sehr wol heütte mitt mir zufrieden gewesen,
hat mir gute mine gemacht, auch mir eines vber || [[Handschrift: 297v]]
der Tafel zugetruncken, nach dem er erst
allen denen an der fürstenTafel sjtzenden Fürsten,
eines gebrachtt, darnach ejnes dem Pfalzgrafen
darnach ejnes mir. Jm rückwege
haben wir den Kayser fahrende begleittet,
vndt wir Fürsten seindt vorhergefahren,
hetten zwar fahren<reitten> sollen, aber im
gedrenge, nicht alle darzu kommen können.


Es ist ein grawsam gedrenge gewesen,
vndt viel Edelleutecavaglierj seindt iämmerlich
geschlagen worden, <dem Conde d'Onnate sein Mantel wegkommen.>


<Beachte wohlNota Bene> Der König hat auch vjel Edelleutecavaglierj, zu
Rittern geschlagen, vndter andern, auf
meine jntercession, meinen hanß Philips
Geyder
, daran mir eine große gnade,
vndt ehre wiederfahren. Es ist der gene-
ral Major Peter Göz, auch viel Edelleuteca-
vagljerj
, Grafen vndt Obersten, zu
Rittern geschlagen worden, <in die 18 personen.>


Beym Festessenbancqueet hat auch der Churfürst
von Cölln
<gar höfflich> mir von Seiner Tafel eines gebrachtt,
auf des Römischen Königs gesundtheitt, auf den Frieden und den Sieg und die Glückseligkeit usw.pro
pace & victoria, & fælicitate &cetera[.]

|| [[Handschrift: 298r]]


Zu hof vmb 5 vhr Nachmittags wiederkehrende
haben mir alle 3 Churfürsten gar freundlich
zugesprochen.


heütte Morgen ließ sich auch der König
gar höchlich endtschuldigen, daß er es wegen
der præcedentz nicht weitter bringen können,
hette es<wie er> gern thun wollen <vndt sollen>, köndte aber numehr,
des Kaysers, vndt der Churfürsten decision;
<vndt darauff erfolgte Kayserliche ratification,>
nicht mehr endern.


Das Tuch, darauf wir gegangen, ist
auch alleß preiß gemacht worden.


Alß der Kayser diesen abendt, bey vns
vorüber gegangen, in der VorzimmerAnticamera haben
Sie den hut vor vnß abgenommen.


Beym Festessenbancqueet vber der Tafel, hat
der König vnser keinem keines gebrachtt.
Er saß neben dem Kayser, <an der Tafel, machte gar gute mine.>


BeachteNota: Eine stadtliche Musikmusica in der
kirchen, vndt freẅdenschall. Jst sonsten
Gott lob, alles wol abgegangen,
vndt kein Todtschlag oder vneinigkeitt gehört
worden. Der Kaiser war recht blass. Ich bin völlig zufrieden, außer dass ich befürchte, herabgestuft zu sein usw. Gott kann absetzen und erhöhen.L'Empereur estoit bien pasle. Je suis
content de tout, horsmis que je crains, d'estre degradè. || [[Handschrift: 298v]]
&cetera[.] Dieu peut deposer & rehauser.


Beachte wohlNota Bene der Erzhertzogk ist heütte jn der kirchen,
zwischen beyden seinen <Freundlichen> schwestern gestanden,
der Churfürstinn von Bayern, vndt der Ertzhertzogjnn.


Die Spannjschen Bohtschafter hatten auch
ihren standt vor sich, jn der kirche. Kahmen
aber zum Festessenbancqueet nichtt.


Alles ist fröhlich und prachtvoll abgegangen.Tout est allè gayement & magnifiquement.


Man hatt nicht allein in<vor> der kirche salve
geschoßen, vndt Es lebe der KönigVjvat Rex gesungen, vndt
geruffen, sondern auch vorm Rahthause.


Zeitung daß die Schweden mitt dem Cuhrfürsten[!]
von Saxen
, ejnen Stillestandt getroffen.


heütte in diesem Verrichtungactu; habe jch billich
müßen den Churfürstlichen gesandten, wie auch
den Churhaüsern, insonderhejtt der Churfürstlichen
decision, vndt Kayserlichen befehlich, vor
allen dingen, pariren, vndt cediren,
wider meinen Willennolens, volens. habe mich aber gar
gern Jhrer Kayserlichen Mayestät willen submittirt,
vndt bequehmett.


Jhrer Mayestät hof: vndt kammeredelleutecavaglierj,
seindt auch treflich wol mitt mir zu frieden
gewesen, bevorab Graff von Megkaw. || [[Handschrift: 299r]]
Gott gebe nur gnediglich die continuation.


<BeachteNota>: Jch bjn heütte vorm Rahthause zimlich inß gedrenge
kommen, benebenst dem hertzogk von Sachßen, vndt
hette leichtlich ein groß vnheil darauß endtstehen
können, wenn vnß nicht der Graf von Megkaw,
mitt etzljchen bescheidenern heetschirern, wehre zu
hülfe gekommen.


Alß wir eben aufm Rahthause gewesen, da
hat mein eines kutzschenpferdt angefangen zu kollern,
als schlechtes Vorzeichenpro malo omine. EbensoJtem: soll neẅlich aufm
wahltage allhier, (da ich zu Nittenaw war)
ein großer Stein zwischen dem Kayser vndt König,
im heraußgehen auß der kirche, vom dach gefallen sein,
welches wol seltzame Erklärungenexplicationes vervrsachtt.
Jst aber ein groß glück, daß solcher Stein Jhre Mayesteten
nicht beschädiget, da er ihnen doch so nahe gewesen.


Graf von Trauttmanßdorf half auch heütte
Morgen darzu in der königlichen Vorzimmeranticamera, daß Jhre
Mayestät durchauß nicht wollten, daß den Churfürstlichen
haüsern sollte præjudizirt werden. So trägt die Macht ihn fort.Ainsy
la force l'emporte.


Beachte wohl, beachte wohl, beachte wohlNota Bene Nota Bene Nota Bene Traum von diesem Morgen von zwei verlorenen Zähnen, der eine vorn, der andere auf der rechten Seite.Songe de ce mattin, de
deux dents perduës, l'une devant;
l'autre au costè droict.

|| [[Handschrift: 299v]]

Mittwoch den 21. ⁄ 31. December


Ich habe viel Neid und Wetteifer mir und meinem neuen Ritter Geuder gegenüber wegen dieser schöne Würde und Ehre bemerkt, die ihm mir zuliebe widerfahren ist.J'ay apperceu beaucoup d'envie & emulation,
contre moy, & mon nouveau Chevallier Geyder,
a cause de ceste belle dignitè & honneur,
quj luy est arrivè pour l'amour de moy.


Der Neid ist der Tugend Begleiter.Virtutis comes invidia.k


Wie der Schatten dem Körper, so folgt das Gegenteil der Tugend.Vt umbra corpus, ita virtutem adversarius sequitur.


Jch habe die beschreibung des gesterigen
Aktsactus, von den ChurSäxischen gesandten, bekommen.


Ein klagschreiben von der herzogin von Wirtemberg
empfangen, durch einen Wirtembergischen Amptmann,
welcher in 4 tagen, von Straßburg hergeritten,
überper Stuckgardt, vndt Donawert. usw.perge


Der Churfürst von Bayern, hat einen kammer-
herren Welser zu mir geschickt, vndt mir die
begehrte ernennung zur Besuchvisite, vmb ¼ vor
viere vhren Nachmittags wo ferrn es mir gelegen
wehre, anzeigen laßen.


Bey Chur Bayern, vndt darnach bey Seiner
gemahlin gewesen. Es war eben der Marggraf
bey dem Churfürsten. Jch satzte mich vber ihn.
Der Churfürst endtschuldigte sich, daß er mir nicht
wehre entgegen gegangen, weil er den Marggrafen || [[Handschrift: 300r]]
bey sich gehabtt, vndt war gar höflich, redete
fast allezeitt mitt mir, vndt offerirte sich gar wol.
Wir musten auch die hüte aufsezen mitt ihm.


Bey der Churfürstin, welche mir biß an
die Thür entgegen gieng, wardt ich gezwungen,
aufzusetzen, vndt offerirte sich gar höflich.


Ehe ich diese Besuchvisite that, kam <Levin von> Knesebeck
zu mir, in mein losament. Er spielte sehr den Kenner und versuchte mit viel Höflichkeit und manchmal Unhöflichkeit, meine Gründe abzuweisen, sie sogar zu widerlegen, um zu zeigen, dass ich dem Markgrafen von Brandenburg und Pfalzgrafen von Neuburg als Erstgeborenen (nicht Nachgeborenen des Hauses) nicht vorgehen sollte, durch das Beispiel Friedrichs V. in Frankfurt im Jahr 1612 auf der Wahlversammlung, durch das Beispiel des Pfalzgrafen August 1631 in Leipzig, der allen regierenden Fürsten auf diesem (wahrlich) berühmten Konvent (wo der Beschluss gefasst wurde, gegen den Kaiser Krieg zu führen) vorging, der die Vorgehensweisen und Sitten der pfälzischen Gesandten tadelte usw. usw., die nicht nur die Fürsten, sondern auch die Grafen (nach dem, was er sagte) zum großen Präjudiz ihres Herrn hatten vorgehen lassen.Jl faysoit fort
de l'entendu; & taschoit avec beaucoup de
civilitè & quelquesfois incivilitè, de rem-
barrer mes raysons, voire de les destruire;
pour monstrer, que je ne devois preceder au
Marquis de Brandenburg & Conte Palatin
de Neẅburgk
, comme aisnèz, (non cadets
de la mayson) par l'exemple de Frideric V.
frankfortt l'an 1612 a la diete de l'election,
par l'exemple du Conte Palatin Auguste
a Leiptzigk <1631>, quj precedoit tous les Princes
regnants a ceste celebre (voirement) Diete,
(ou la conclusion fut faite, de faire la
guerre a l'Empereur) blasmant les procedures
& coustumes des Ambassadeurs Palatins, &cetera || [[Handschrift: 300v]]
&cetera quj avoyent non seulement laissè preceder
les Princes, mais aussy des Contes, (a ce qu'jl
dit,) au grand prejudice de leur maistre.
Dass die Würde der Kurfürsten königlich ist, dass man diesen Beschluss und [diese] Entscheidung hier im kurfürstlichen Kollegium gefasst hat, dass die Erstgeborenen den anderen Fürsten vorgehen sollen. Als der Graf von Schwarzenberg sah, dass ich so stark darauf bestand, dem Markgrafen vorzugehen, habe er im Zorn gesagt:Que
la dignitè des Electeurs est Royale, qu'on a
fait ceste conclusjon & decision icy au colle-
ge Electoral
, que les aisnèz doyvent preceder
aux autres Princes. Que le Conte de
Schwarzenberg
voyant, que i'jnsistois si fort
a preceder au Marquis, auroit dit en colere:

Meine regierung, würde so gar weitt nicht
hehr sein. Doch dessen entschuldigt er sich. Aber ich habe dieses Wort nicht gehört, das er zwischen den Zähnen gegenüber anderen - sich von mir abwendend - gesagt hat, sonst hätte ich ihn im Vorzimmer des Königs wohl zum Schweigen bringen gewollt. Sie wollen mir auch Gründe und Gegengründe vorbringen oder eine Frage des Standes erregen, ob ich ein regierender Fürst bin oder nicht, weil das Fürstentum Anhalt nur eine Stimme auf Reichstagen hat, mit Ausnahme von Gernrode, und dass der Erstgeborene unseres Hauses gewöhnlich den Sitz auf Reichstagen hat.Voyla dont il s'excuse. Mais ie
n'ay pas entendu ce mot qu'il aura dit
entre les dents envers d'autres se destour-
nant de moy, autrement je l'aurois bien voulu
faire taire dans l'Antichambre du Roy.
Jls me veulent disputer aussy; ou es-
mouvoir une question d'estat, sj ie suis
Prince regnant ou non, a cause que
la Principautè d'Anhalt n'a qu'une
voix aux dietes, horsmis Gernrode,
& que l'aisnè de nostre mayson, a ordinairement
la session aux Dietes.
Dass ich als Gesandter meiner Onkel und Cousins den Platz des Gesandten nach den anderen Fürsten hätte. Dass Lothringen souverän sei [und] daher selbst mit den Kurfürsten im Rangkonflikt stehe. Aber wegen des zugehörigen Rechts im Reich sei er bislang nach unserem Haus gegangen. Dass Hessen, Baden und Anhalt dem Pfalzgrafen August den Vortritt nicht streitig gemacht hätten, nur die Herzöge von Weimar, Altenburg, Coburg und Bayreuth usw., mit tausend solchen Unverschämtheiten, dass ich dafür einen so klugen, aus Furcht und Schrecken vor dem Grafen von Schwarzenberg verblendeten Mann verehre, welcher Graf ein wahrhaft Gottloser ist und überhaupt nichts glaubt, und mir gegenüber, wie auch sein Sohn, Todfeind mit einer außergewöhnlichen Antipathie ist. Er sagte auch, der besagte Knesebeck, dass Pommern zwei Stimmen auf Reichstagen habe.Que comme Ambassadeur de mes || [[Handschrift: 301r]]
Oncles & cousins j'aurois place d'Ambassadeur apres
les autres Princes. Que Lorraine estoit souve-
rain, competant avec les Electeurs mesmes.
Mais pour quelques appartenances a l'Empire, il
auroit jusques icy marchè apres nostre mayson.
Que Hessen, Baden, & Anhalt, n'auroyent
point disputè la preseance au Conte Palatin
Auguste
, seulement les Ducs de Weymar, Al-
temburg
, Coburg, & Bareyt. &cetera[,] avec mille
telles impertinences,<;> que j'admire en un si sage
homme, fascinè de la crainte & frayeur du
Conte de Schwarzenberg lequel Conte est un
vray Atheiste; & ne croyt rien du tout, &
m'est a moy, comme aussy son fils ennemy mor-
tel, avec une Antipathie extraordinajre.
Jl dit aussy le dit Knesebeck, que la
Pomeranie, avoit deux voix aux Dietes.

usw.perge


Der Graf von Ortenburg hat mich auch besucht [und] begleitete mich zum Kurfürsten von Bayern.Le Conte d'Ortemburg, m'est aussy venu voir,
m'accompagnant vers l'Electeur de Bavieres.


Dieser Ort Regensburg ist mir gefährlich, da er auch ein "R" hat. Gott wolle mich vor irgendeinem bösen Streich, Verräter, Verrat oder Hinterlist usw. bewahren. Er beklagte sich ziemlich unhöflich, der besagte Levin von Knesebeck, dass ich ihm nicht seinen Hut bringen ließ.Ce lieu de Ratisbonne m'est dangereux, ayant
aussy un R: Dieu me vueille garder de quel-
que meschant tour, traistre, trahisons, ou perfidie. || [[Handschrift: 301v]]
&cetera[.] Jl se plaignoit assèz incivilement,
le dit Levjn de Knesebeck; de ce, que je ne
luy faysois mettre son chappeau.
<<BeachteNota:> Wenn die pumpsäcke, Märcker, vndt andere watt[-] vndt dattsprecher wollen welsche possen anfangen, haben Sie kein geschicke, vndt fallen nur mitt der Thür, inß hauß. et cetera>

Donnerstag den 22. December 1636 ⁄ 1. des JanuarsJanuarij 1637.


Nach vielen ertragenen Sorgen diese NachtApres force inquietudes souffertes ceste
nuict
, hat, alß ich aufgestanden, vndt
fertig gewesen, der Meckelburgische gestern
angekommene Gesandte, Johann Milde,
von Meiner Schwester der hertzoginn
ein credentzschreiben <vom Tag der Ausstellungde dato güstero den 13. des Oktobers8bris> eingeschicktt, sich
dadurch legitimirt, vndt ich habe ihm
eine stunde hernach zur audientz,
ernennen vndt ansagen laßen.


hernacher hat er sich selber eingestellet,
vndt querulirt vber hertzog Adolfs gro-
be proceduren, sich rahts erholet, vndt seinen
vertraẅlichen Raht, mir auch communicirt.


Er sagt, die Schwedischen progrediren Jmmer
weitter. Jst sjcher durchgekommen. Der graf
von Schawmburg
; jst nicht todt. herzogk
Frantz Albrecht
wirdt noch das Freẅlein von || [[Handschrift: 302r]]
Mecklenburg nehmen. Er gibt mir gute Hoffnungen.Jl me donne des bonnes
esperances.
&cetera &cetera &cetera


Zu hof aufgewartett, vormittags allda Jhre
Kayserliche Mayestät der Kayser, dem Pfaltzgra-
fen von Neẅburgk
vndt mir gar mildt
vndt gnedigst die handt gebotten, vndt
ein glücksehliges Neẅes iahr gewünzscht,
welches die andern königlichen[,] kayßerlichen[,] Chur:
vndt Fürstlichen herren vndt damen nicht gethan,
nur im Vorübergehenin transitu, mitt freündtlichem gesichtt.


Der Kayser hat von vnß <Fürsten>, einen ballett
begehret, <weil sich der herzog von Neẅburg, drumb angemeldett.>


Es seindt viel neẅe Jahr, zu (nestel[,] fähnle
vndt solche sachen zu bezahlen) außgetheilet
worden.


BesuchVisite vom Grafen von Ortemburg[.]


Zeitung daß die Schweden, im lande zu Francken
eingefallen, vndt zwey städtlein geplündert.


Man sagt, der Kayser werde noch zwey
Monat allhier verbleiben.


Johann Milde ist Nachmittags wieder zu mir kommen.


Zum Erzhertzog Rindorffen geschicktt vmb || [[Handschrift: 302v]]
ernennung einer stunde. Sein Obrist kammerer
hallwyl will mich Morgen anmelden, die-
weil es heütte nicht sein kan.


Der Churfürst von Bayern, hat einen kammer-
herren zu mir geschicktt, mich auf Morgen
gebe gott zu gaste laden zu laßen.


Abends, wieder zu hof aufgewartett,
allda der Pfalzgraf von Neẅburg mitt mir
vndt dem Fürsten von Eggenberg, sich des ballets
halben vndterredet. Es wartete auch
der Churfürst von Cölln, eine gute weile
in der Vorzimmeranticamera vndt beklagte sich wie
er wegen seiner verderbten lande, auch ein-
gezogenen Stifts hildeßheim, mitt mir
in einem Spittal kranck läge etcetera[.]
Chur Bayern kahm auch in die Vorzimmeranticamera.


BeachteNota: Man hat mir heute zum neuen Jahr viele gute Wünsche gemacht. Der Graf von Mörsperg wünschte mir einige Säcke voll von Pistolen [Goldmünzen] oder Dublonen aus Spanien. Der Freiherr Kaspar von Starhemberg 1.000.000 Dukaten dieses Jahr, andere andere Sachen.On m'a fait aujourd'huy force
bons souhaits au nouvel an. Le Comte de Mörßberg
me souhaittoit quelques sacs pleins de pistoles,
ou doublons d'Espaigne. Le Baron Gaspar de Starhemberg
1000000 Ducats, ceste annèe, d'autres, d'autres
choses.
&cetera &cetera

|| [[Handschrift: 303r]]

Freitag den 23. December 1636 ⁄ 2. des JanuarsJanuarij 1637. (in astrologischer Hinsicht) böser/gefährlicher/schädlicher/unglücklicher/unglückseliger Tag [...]


Vmb halb neüne, beym Erzherzogk gewesen,
welcher mir, biß in die<Seine> Vorzimmeranticamera entgegen
gegangen, vndt mich wieder dahin begleittet,
gar freündtlich mitt mir dißcurrirt:
nach den Höflichkeitenpost curialia vndt Glückwünschengratulationes, vom
iagen des Kaysers, vom ballet, von der
krönung vndt wie es so wol darbey
abgangen. Kein ander schade seye geschehen,
alß das einem bey dem ochßen zween
finger, vndt einem andern ein arm abge-
hackt worden. etcetera[.] Sejn Obrist Kammerer
hallwyl, ließ mir die stunde heütte
Morgen ansagen. Zweene vornehme
Kammerherren empf nahmen mich an, vndten
an der stiegen, vndt geleitteten mich
im abschiedt nehmen, biß wieder an
die Kuzsche.


GesprächeDiscorsj mitt Gleißenthal, vndt
annehmung des Neẅen pagen Schlammerßdorff. || [[Handschrift: 303v]]
etcetera


Zween Grafen von Ortemburgk, haben
mich besuchtt.


Nach hoff, vndt von dannen zum Churfür-
sten von Bayern
, allda Chur Meintz,
Chur Cölln persöhnlich alß gäste, Chur
Bayern, alß wirtt, ferrner alß
gäste, der ChurBrandeburgische abgesandte, herr
Graf von Schwartzenburgk, die
bischoffe von Regenspurgk, Oßna-
brück
, vndt Brixen, der Pfaltzgraf
von Neẅburgk
, Marggraf von Anspach,
Jch, der herzogk von Sachßen vndt Fürst
von Eggemberg
, an der Tafel aufm
panckeet geseßen, vndt <es> ist gar
prächtigsplendide mitt herrlicher ordnung,
stadtlicher tractation, vortreflicher
Musikmusica, gar moderaten, doch genugsamen
trincken zugegangen. Man hat vor:
nach: vndt vber der Mahlzeitt, gar feine
dißcurß, vndt gespräch gehalten. Der || [[Handschrift: 304r]]
Churfürst von Cölln, hat seine sonderbahre höflich-
keitt, mitt artiger manier, auch vber diesem
panckeet, gegen mir wißen an tag zu geben.


Der Churfürst von Bayern ist auch gar höflich ge-
wesen, wie auch Chur Meintz, welcher sich zu
allem guten erbotten, vndt gelegenheitt suchen
will, sich noch mitt mir zu besprachen.


Ezliche sagen, der Kayser werde noch
zweene Monat allhier verbleiben müßen,
andere vermeinen, der aufbruch werde gar
baldt geschehen, dieweil Jhre Mayestät sehr
wegeilen sollen vmb dero gesundtheitt willen.


Von ChurBayern, welcher mjtt allen
eingeladenen Chur[-] vndt Fürsten, gantz
die stiege hinundter gegangen, bin ich
mitt dem Pfaltzgrafen von Neẅburg, in
sejn losament gefahren, vndt habe allda,
die Besuchvisite verrichtett. Er hat sich gar
höflich erzeiget, wie er dann ein wol-
gezogener feiner herr ist.


Gespräch mit Sachsen[-Lauenburg] und Eggenberg, den Widerwillen betreffend, den man den Fürsten zeigt. Geduld!Discours avec Saxe et Eggemberg, touchant
le desgoust que l'on donne aux Princes. Pacience!

|| [[Handschrift: 304v]]


Das Meiste ist, dass man uns die einmal gegebene Ehre wegnimmt, das heißt, nicht mehr zu wagen, vor dem Kaiser den Hut aufzusetzen (was ich früher immer getan habe)Le plus est, que l'on nous oste l'honneur
unefois donnè, comme est: de n'oser plus mettre
le chappeau devant l'Empereur, (ce que i'ay fait
autresfois tousjours)
ebensoJtem: der Rangkonflikt der kurfürstlichen Häuser mit den regierenden Fürstenla competence des
maysons Elecorales, avec les Princes
regnants
, &cetera[.]


Mitt dem bischof von Osenbrück ungerngravatim
geredet, wegen der decision der competenz
Churfürstlicher haüser darüber er sich verwundert,
vnd nichts davon wißen will.


Schreiben von der allten Fürstin von
hilpoltstain, mitt 8<6> Rephüner, vndt
4 hasen, bekommen.


Abends wieder nach hof, allda wir
vnß wegen des ballets, berahten, vndt ver-
glichen, mitt Pfaltz Neẅburg, vndt dem Fürsten
von Eggemberg
. Es hat aber trefflich viel
difficulteten gegeben.


Ich habe heute bemerkt, dass der Pfalzgraf von Neuburg dem Kurfürsten von Bayern beim Sprechen die Anrede "Euer Durchlaucht", dem Erzherzog aber "Euer Liebden" gegeben hat.J'ay notè aujourd'huy; que le Conte
Palatin de Neẅburgk, a donnè en
parlant a l'Electeur de Bavieres, le tiltre
Eẅer Durchlauchtt <mais a l'Archiducq Eẅer Lieb[d]e[n].>

|| [[Handschrift: 305r]]


Der Graf von Schwarzenberg hat mir beim Bankett ein sehr finsteres Gesicht gemacht, hat mir weder die Hand gegeben, noch mir zugetrunken, ebenso wie ich es doch ihm gegenüber getan habe, ohne mich auch um seine unangebrachte Arroganz zu kümmern. Der Bischof von Osnabrück gibt dem Kurfürsten von Köln, seinem Herrn, die AnredeLe Conte de Schwarzenberg m'a fait au banc-
quet fort grise mine, ne m'a point donnè la
main nj beu a moy, de mesmes que j'ay fait,
tout de mesme a luy, aussy, sans me soucier
de son arrogance intempestive. L'Evesque
d'Osenbrück
donne a l'Electeur de Coloigne son
maistre; le tiltre
: Eẅer Churfürstliche Durchleüchtig-
keitt.

Samstag den 24. December 1636 ⁄ 3. des JanuarsJanuarij. 1637.


lDie Jenigen so von Jhrer Römischen Koniglichen Mayestät zu Ritter geschlagen
worden sindt nachfolgende:
Maximilian Wilibald Graff Truchsäß
von Wolffegla
.
Johann Jacob Graff zu Zeill
Peter Graff Götz m<- dieser ist general Major, in der Kayserlichen armada.>
nLadislaus Sesiackj. o<Sie heissen ihn auch Schakj, ein vngrischer Herr.>
pWolff Veit von Mäxelrein.
Hanß Rudolph von haßlang Freyherr.
Georg Rudolph von haßlang Freyherr.
Friederich Ruprecht hußmann von Namedi Freyherr.
Wilhelm Dieterich von Seyen.
hanß Jacob von Sta<r>zhausenq
Johann Antoni Graff Kratz, r<des decapitirten Obersten graf Kratzens Sohn.>
shenrich Ernst von Kerpen
Georg von Seyboldisdorff
Graff von Törring
Stephan Österhasi t<ein vngerischer vornehmer herr, des Palatinj Sohn in Vngern.>
uJohann Philips Geüder, v<mein Raht, hofmeister, auch der freyen Fränckischen Ritterschafft abgeordneter.>
wHenning Christoph von Flanß.
x<Der vngrische Graff Wudiany, gehört auch darzu.>

|| [[Handschrift: 305v]]


Jch habe Marggraf hanß Geörgen besuchen lasn.
Er ist auf gutem wahn. Wirdt aber ohne
zweifel von den Brandenburgischen gesandten,
(welche mitt ihm diesen vormittag tractiren)
irre gemacht werden. Gott beßere es.


herr Loẅ ist bey mir gewesen. hat
mir eine seltzame Geschichtehistoriam erzehlet, von
einem untergeschobenen Kindpartu supposititio: Beachte wohlNota Bene was mich umso mehr vor Ungeduld wütend werden lässtce quj me
fait tant plus enrager d'impacience
. Beachte wohlNota Bene


Angebot von Johann LöwOfferte de Johann Löw wegen 2 tausendmille Gulden (florenus)f: von Schlackenwerdt,
durch den Herzog von Julius Heinrich von Sachsen[-Lauenburg]par le Duc Jules Henry de Saxen.


Ein Memorial dem König einlifern laßen,
durch den Freiherrn von Römersthalpar le Baron de Remßthaler 1. wegen meiner ver-
trösteten assignationen, oder befreyung vnsers
Fürstenthumbs, auf etzliche Jahr. 2. wegen
der herzogin von Wirtemberg Meiner Fraw
Schwägerinn, damitt ihr das Amt Geppingen,
möchte eingereümbt werden.


BeachteNota: Man hatt <vergangene tage> dem ChurSäxischen gesandten,
die session disputiren wollen dieweil er
nur einer vom adel wehre, So hat er geant-
wortett: Müsten doch die andern Churfürsten
leyden, daß einer vom adel Churfürst von Meintz || [[Handschrift: 306r]]
würde, vndt vber sie alle gienge, worumb
er dann nicht, alß ein allter vom adel, auß
einem guten allten geschlecht bürtig, seines
Churfürsten vndt herren ihm anbefohlene stelle ver-
tretten sollte. Darauf hat man acquiesci-
ren
müßen. Der Hochmut des Grafen von Schwarzenberg ist unerträglich.L'orgueil du Comte de Schwarzenberg est
insupportable.
Der herzog von Saxen hat
mirs erzehlet.


Der Meckelburgische Gesandte ist zu mir kommen,
vndt hat sich mitt mir vndterredet, von wegen
Meiner Fraw Schwester, ihrer sache.


HerrnMonsieur Geydern zum Pfalzgrafen von Neẅburg, (allda
die ballettäntzer zusammen kommen) geschicktt,
vndt mich wegen eingefallener geschäfte, endt-
schuldigen laßen, daß ich nicht hinkommen können,
ihn aber nebenst dem Fürsten von Eggemberg,
plenipotentziirt, gut zu befinden, waß Sie
schließen würden. Es hat vielerley Beratungenconsulta-
tiones
daselbst gegeben, endtlich hat man ge-
schloßen, heütte Nachmittags vmb 4 vhr, noch zu mir
zu kommen, vndt sich ferrner zu vergleichen, auch
in meinem losament zu Tantzen. Gott gebe
nur, daß es wol abgehe.

|| [[Handschrift: 306v]]


Graff von Ortemburgk, ist im Begriffin procinctu
aufzubrechen.


Brief von Madame in recht sanften WortenLettre de Madame en assèz doux termes,
vom Tag der Ausstellungde dato Plöene, vom 6. December[.]


Der Meckelburgische Gesandte, vndt Gleißenthal,
seindt meine gäste zu Mittage gewesen.


Nachmittags seindt alle drey Grafen von
Ortemburg
zu mir gekommen, abschiedt zu
nehmen. Graf Friedrich Casimir aber hat sich recht
wol expectorirt, wegen der Verwandtschaft meines Hausespour le parentage de
ma mayson
. Beachte wohl, beachte wohl, beachte wohlNota Bene Nota Bene Nota Bene Doppeltes Geschenk.Present double.


Pfaltz Neẅburg hat mir sagen laßen,
aufn abendt, wollten sie vmb 5 vhr, in
meinem hause zusammen kommen.


BesuchVisite vom Nauwach, mitt liedern.


Der alte Reichs Marschalck, hat mich
fragen laßen, wegen der competentzen,
wie wir gehen würden, vns zu vergleichen,
damitt aufn Mittwoch die krönung der
Königinn nicht interturbirt werde.


Bey Marggraf hanß Geörgen von
Brandenburg
bin ich selber gewesen, vndt habe
ihn besuchtt, gar vertraẅlich.

|| [[Handschrift: 307r]]


Der Churfürst von Meintz, hat mich auf künf-
tigen Montag gebe gott zu gaste laden laßen.


Der Pfaltzgraf von Neẅburg[,] Fürst von Eggenberg,
<Jch,> <Junge> Graf von Schwartzenberg, Sbubna, Graf von
Gronßfeldt
, Merode, ein iunger Berka, ein
iunger Graf von Loẅenstein, ein herr
von Baar Vndty seindt in meiner<m>
losament vndt großen Stube zusammen
kommen, einen ballett zu tantzen. Es hat aber
gar vielerley difficulteten gegeben, vndt
ich habe wegen weyhenachten, nicht tantzen mögen.
haben auch raht gehalten, wie es dem Kayser
mitt guter manier abzusagen? Es scheint, dass man da versucht hat, die ganze Missgunst und Feindseligkeit dieser Absage oder Entschuldigung auf mich fallen zu lassen!Jl semble
que l'on a taschè de jetter sur moy, toute l'en-
vie & malvueillance, de ce refus, ou excuse!


BeachteNota: Der alte Graf von Schwarzenberg hat dem Markgrafen Johann Georg gesagt, dass ich eine Ungnade auf ihn geworfen habe und dass er die mir gegenüber wegen des Vortritts des jungen Markgrafen von Ansbach entschuldigen müsse, dass dies [geschehen] sei, um die Ehre des kurfürstlichen Hauses von Anhalt von Brandenburg zu behaupten.Le vieil Comte de Schwarzenberg a dit au Marquis
Jean George
; que j'avois jettè une disgrace
sur luy, & qu'il le devoit excuser envers
moy, a cause de la preseance du jeune Marquis
d'Anspach
, que c'estoit pour maintenir l'honneur
de la mayson d'Anhalt. Electorale de Brandenburg[.]


Man sagt, der Kayser werde gegen
den 20. dieses [Monats]huius aufbrechen.

|| [[Handschrift: 307v]]

Sonntag den 25. December 1636 ⁄ 4. des JanuarsJanuarij 1637.


An vnserm heüttigen Christtage in die kirche,
<dahin> gefahren, vndt das fest nach gelegenheitt der
zeitt, gefeyret.


Nach hoff, allda zettel sejndt außge-
theilt worden vor Fürsten so wol alß
andere, welche nur sollen in die comœdie <oder>
<ballett ein>gelaßen werden, aufs rahthauß.


Beachte wohlNota Bene Graf von Pappenheim Reichsmarschalck sagte
mir heütte, er hoffte nicht daß es competenzen
beym ballet geben würde, dieweil es doch
bekandt, daß vnser hauß, ohne streitt dem
hauß Leüchtemberg vorgienge.


Es seindt heütte noch viel neẅe Jahr außge-
theilet worden, auß meinem beüttel, den
Kayserlichen vndt königlichen bedienten.


Es scheint, dass unser Plan, unter uns Edelleuten ein Ballett zu veranstalten, abgebrochen werden wird, und man lastet mir Unschuldigem daran die ganze Schuld an, als wenn ich dafür der Grund sei und dass die Calvinisten nicht gern tanzen.Jl semble; que nostre desseing, de faire
entre nous cavalliers, un ballet, sera
rompu, & on <en> jmpute toute la faulte a moy
innocent, comme si j'en estois la cause, &
que les Calvinistes, ne dancent pas volontiers.


Nachmittags ist ein stadtlicher ballett, aufm Raht-
hause, von Damen, vndt pagen gehalten || [[Handschrift: 308r]]
worden, auch eine schöne SchauspielScena darbey
gewesen, von allerley Maschinenmachinis vndt figuren.
Es ist gesungen worden, wie alle länder, dem
Ferdinando III. gratuliren. Einen gewaltigen
geschmuck von stadtlichen demanten, haben
die 22 Tantzende Damen, an sich gehabtt.
Die pagen haben zuvor getantztt. Es ist ein
Da sehr schöner ballet gewesen.


Darnach haben die Damen, vornehm-
lich die vornehmste mittTäntzerinn <Erzherzogin> Cæci-
lia Renata
den Kayser aufgezogen vndt
die andern Damen, haben mitt Fackeln
vor: vndt Nachgetantztt. Darnach dem
König. Darnach ists durcheinander gegangen,
vndt hatt der König fleißig getantzt,
wir andere Fürsten auch, alß Pfalz Neẅ-
burgk
, Marggraf von Anspach, vndt ich. Es
wardt vnß auch befohlen, mitt der Erzherzo-
ginn zu tantzen. Jch habe vor mich selber
mitt der Churfürstinn von Bayern getanzt.
Einmal hat auch die Kayserinn mitt dem
Marquéz de Castagneda Spannischen Ambassador getantztt. || [[Handschrift: 308v]]
es gienge darnach mitt den Edelleutencavaglierj
alles durcheinander, auch ohne respect
des Königes, vndt war alles lustig,
außer die iehnigen, so von den Trabanten
ohne vndterscheidt zu rück geschlagen,
nicht hinein kommen kondten, wie
dann vielen cavaglieren begegnet ist.


<Eine ganze Anzahl schöne Damen unterhalten.Entretenu force belles Dames.> Der Churfürst von Meintz (welcher
gar freundlich mitt mir geredet) wie
auch Chur Cölln, vndt Chur Bayern, <der Erzherzogk wie>
auch beyde Spannische bohtschafter,
nebenst dem NuntiusNuncio vndt beyden
Churfürstlich Säxischen vndt Brandeburgischen Abgesandten,
(welche beyde man nicht aufsetzen
ließ) wie auch der bischof von Osenbrück
nebst vorgedachten Fürsten <alß Neẅburg, Anspach, Jch, Eggemberg.> seindt
auch mitt bey der action vndt
Tantz zuschawer gewesen.


Abends mitt dem Kayser wieder
nach hoff, allda der Marggraf
von Anspach, abschiedt von vnß genommen.


<Beachte wohlNota Bene Man hat uns in der Komödie nicht bedecken lassen.On ne nous a point fait couvrir a la comedie.>

|| [[Handschrift: 309r]]

Montag den 26. December 1636 ⁄ 5. des JanuarsJanuarij, 1637.


Es scheint, dass der Kaiser mir gestern ein finsteres Gesicht machte wegen des Balletts, das ich nicht habe übernehmen wollen.Jl semble que l'Empereur me fit hier grise mine, a
cause du ballet, que je n'avois voulu entreprendre.


Vorgestern hatte ich ein recht gutes Glück. Aber das übliche Unglück, das ihm von nahem folgt, geht vor sich [und] vernichtet es. Ich suche es noch besser.Avanthier j'eus une assèz bonne fortune. Mais
l'adversjtè ordinaire; quj la suit de près, la va
consumant. Je la cerche[!] encores meilleure.


Förstenhaüser hatt mitt Graf Schligken
geredet wegen des einen puncts im königlichen
Memorial. Er hat sich sehr wol erbotten.
Jm andern paß, will mitt Graf von Trauttmansdorff
zu reden sein, wegen der herzogin von Wirtemberg[.]
Wegen Aßcanien vnd Meckelnburg hat
sich Graf Fugker auch gar wol erbohten.
Gott gebe vnß den erfolg. Amen.


Die Erzherzogin Caecilia Renata versprach mir gestern auf dem Ball das Bildnis des Kaisers und der Kaiserin als sicher.L'Archiduchesse Cæcilia Renata, me pro-
mit hier au bal, pour asseurè le pourtrait
de l'Empereur & l'Jmperatrice.
EbensoItem: den Auftrag, den ich dem Botschafter von Spanien, Marqués de Castañeda, gabla charge
que je donneay a l'Ambassadeur d'Espagne Marquis de Castagneda
[.]


Jn der Neẅen kirche allhier zu Re-
genspurgk
, habe ich vormittags predigt gehört,
vndt in einem absonderlich Tapizirten fürsten-
standt, vber die ChurSäxische gesandten, gestanden.
Diese kirche ist gar ein schön gebaẅde. Gleissen- || [[Handschrift: 309v]]
thal hat mich auch dahin begleitten helfen.


Förstenhaüsern habe ich zum Grafen von
Trauttmanßdorf
geschicktt. Der remittirt
vnß wegen des königlichen memorials, an den
herren Kurtzen, welcher noch keine audienz gehabtt.


Vormittags nach hoff, allda vndterschiedliche
zeittungen dißcurrirt worden.


Von dannen, mitt dem hertzog von Saxen,
vndt Fürsten von Eggenbergk, zum Churfürsten
von Meintz
, welcher vnß auf der Stiege
entgegen kommen, vnß die Oberstelle
angebohten, vndt vnß gar prächtigsplendide
tractirt, mitt guten speisen, wein,
vndt Musikmusica.


Die eingeladenen Chur: vndt Fürsten,
welche an der Tafel saßen, waren:
1. Chur Cölln. 2. Chur Bayern.
3. der Ertzhertzogk Leopoldt Wilhelm.
4. Chur Meintz. 5. der Bischoff
von Oßnabrück
. 6. Pfaltzgraf von
Neẅburgk
. 7. Jch. 8. hertzogk von
Sachßen. 9. Fürst von Eggembergk.

|| [[Handschrift: 310r]]


Vor: vndt nach der Mahlzeitt, musten
wir vnß setzen, in des Churfürsten stube, dar-
nach
<mitt bedeckten> haüptern, vndt gab es allerley
dißcurß. Vber der Tafel, bedeckte
sich kein einiger.


Vber tisch brachten mir alle Chur:
vndt Fürsten eines, außer Chur Bayern,
welcher nicht gern trincktt. Der Erzher-
tzog
aber, brachte mir auch eines. Vndt es
wardt genug getruncken. Die Narrenbouffons
fanden sich auch 5 in der anzahl herbey.


Nachmittags nach dem man ejn wenig
conferentz gepflogen, vndt mich sonder-
lich wegen Erfurdt befragett, ist man
allerseits voneinander gegangen, vndt
der Churfürst, biß an die kutzschen,
davor er so lange gewartett, biß
wir, ein ieglicher an seinen ortt; dar-
von gefahren.


Der Fürst von Eggenberg, der den Wert der Juwelen sehr gut versteht, hat mir erzählt, in Madrid einen Diamanten für 500 tausend Taler gesehen zu haben. Er hat den meinen auf 300 Livre tournois geschätzt, der mich nur 100 kostet.Le Prince d'Eggenberg <quj entend tresbien la valeur des pierreries,> m'a contè, d'avoir veu
a Madril, un Diamant de 500 mille escus. Jl
a taxè le mien, a 300 livres tournois₶: quj ne me couste que 100.

|| [[Handschrift: 310v]]


Jch habe auch heütte dem Gabrianj in der
Vorzimmeranticamera zugesprochen, wegen des gesterigen
gedrengs, vndt daß man meine Edelleutecavaglierj
so doch Abzeichencontra segnj gehabtt, nicht einlaßen
wollen, darauf endtschuldigte er sich,
vndt sagte, die Kayserinn hette es
zweymal befohlen mitt ernst, es sollte
kein Mensch mehr hinein gelaßen werden,
Er hette auch zweymal gute filß bekommen,
daß er noch so viel leütte eingelaßen. Bittet,
man wolle es ihm nicht imputiren.


Graf von Pappenheim Reichs Marschall
sagte abermal heütte zu mir, der
Landgraff von Leüchtemberg, müste
mir vndt Sachßen Lawenburg nachgehen,
wehre auch allezeitt auf Reichstägen,
in der vmbfrage der letzte. Er hatt
auch dergleichen, wjeder herzogk Julius henrichen
von Sachßen Lawenburg gedachtt[.]


Es haben sich viel Edelleutecavaglierj darüber
beschwehrt, daß Sie gestern, im gedrenge
so gar vbel angelauffen, vndt mitt || [[Handschrift: 311r]]
schlägen gar tractirt worden, vndt man hatt
Sie darzu nicht eingelaßen.


heütte Morgen ist der iunge Marggraf
von Anspach
, wieder verraysett, nach dem ihm
der muht gewachßen, weil er den von den
Brandenburgischen gesandten, vnnöhtiger
weyse, erregten præcedentzstritt erhalten,
vndt ich numehr, nicht gutwillig, sondern auß
befehlich, solch præjuditz verwilligen müßen.
Werde aber doch, auch schriftlich, dar-
wieder protestiren.


Der Reichsmarschall Graf von Pappenheim hat mir sagen laßen,
drey Fürsten vndter vnß, sollten sich ver-
gleichen, dann einer sollte dem Kayser, der
ander der Kayserinn, der dritte der<m> Römischen
König
, vorm Trincken stehen, vbermorgen.


Landtgraf von Leüchtemberg hette zu ihm
geschicktt, vndt sagen laßen, er befünde
auß den Reichsconstitutionen, daß sein hauß
vnserm hause vorgienge. Jedoch wollte er
sich destwegen gern mitt mir vergleichen.


Jch werde mich bewerfen, vf vnserer allten
Churhaüser Vorrechtprærogativam, vf des allten Doctor Fe-
derle
(vom Anhaltischen gelehrten gesandten,) selbst erzehlten || [[Handschrift: 311v]]
fehler, den ich auß Meines herrnvatters Sehliger
munde selbst erzehlen hören, wie nemlich die
landtgräflichen Gesandten ihre session nicht gewußt,
vndt eben den Anhaltischen gesandten befragt,
wo sie ihre sessjon, doch nehmen sollten, da
wehre ihnen der Anhaltische, auß vnzeittiger
ehrerbiehtung, gewichen, zu seiner princi-
paln
höchsten vnwillen vndt præjuditz.


Gestern beym Tantz, hat auch der Ertzher-
tzog
, wie auch der König, gar freündtlich
mitt mir conversirt.

Dienstag den 27. December ⁄ 6. des JanuarsJanuarij. (in astrologischer Hinsicht) böser/gefährlicher/schädlicher/unglücklicher/unglückseliger Tag [...]


Ich habe auch erfahren, dass unlängst bei Strafe der des Lebens großen Ungnade von der Seite des Kurfürsten von Bayern allen seinen Bediensteten verboten worden sei, nicht einen Fürsten um Neujahrsgeschenke zu bitten, was seine Großzügigkeit und sein großmütiges Herz zeigt.J'ay sceu aussy, que dernierement sous peine
de la vie<grande disgrace>, auroit estè defendu, de la part de
l'Electeur de Bavieres, a tous ses serviteurs,
de ne demander point les estrenes a pas
un Prince, ce quj sent sa generositè,
& coeur magnanime.


GesprächConversatio mitt dem Meckelburgischen gesandten.


hertzogk von Sachßen, hat heütte zu mir ge-
schicktt, vndt mich wegen der competenz mitt Leüchtemberg || [[Handschrift: 312r]]
verwarnen laßen.


Vormittags nach hoff. Es seindt aber Jhre Kayserliche Mayestät
in der kirchen gewesen. Bin aber mitt, zu Chur
Cölln
geritten, alda Jhre Mayestät mahlzeitt
halten werden. Dieweil ich aber nicht
invitirt gewesen, bin ich wieder zu
rück nach meinem losament geritten.


Jn der Vorzimmeranticamera habe ich den Land-
grafen von Leüchtemberg
gesehen. Er ist
mir aber endtwichen.


Ich habe im Vorübergehen der Frau Kurfürstin von Bayern und ihrer Frau Schwester, der Erzherzogin, die mir einen sehr anmutigen Empfang und Gesichtsausdruck machte, die Aufwartung gemacht.J'ay fait en passant, la reverence a
Madame l'Electrice de Bavières & a Madame
sa soeur l'Archiduchesse, me faysant
fort gracieux accueil & visage.


Der Besuchvisite halben, habe ich zum Landtgra-
fen von Leüchtemberg Förstenheusern geschicktt,
der hat sich gar höflich endtschuldigett, aber
nicht permittiren wollen, daß ich zu ihm
kommen sollte, sondern will mich in der
Vorzimmeranticamera sprechen,


Marggraf hanß Geörg ist zu mir
kommen, vndt hatt mich besuchtt.

|| [[Handschrift: 312v]]


Der ReichsMarschalk hat befehl bekommen,
dem Fürsten von Eggemberg, kejne aufwar-
tung oder dienst bey der krönung, auf Morgen gebe gott
anzusagen. <Er hält das für eine Schande.Jl le tient pour un deshonneur.>


Der Quartiermeister des Reichsmarschalls hat gesagt, dass man in einer alten Liste gefunden habe, dass unser Haus nur gefürstete Grafen seien und dass wir nach den Fürsten von Leuchtenberg, dann den Grafen von Württemberg, Arnsberg und anderen Fürsten nachgehen.Le Quartiermaître du Reichs Marschalck
a dit que l'on auroit trouvè dans une
vieille liste, que nostre mayson n'estoyent
que Contes Principaulx, gefürstete Grafen,
& que nous suivions apres les Princes
de Leüchtembergk
<puis les Contes de Wirtemberg, Arnberg, & autres Princes>.
Also scheinet es,
die wellt ist verenderlich, vndt es will
iedermann fast, an mir zum Ritter werden,
in meinem vnglück.


Wegen der Ritterkette vndt daran hangenden
adler, habe ich mitt dem königlichen Obristen kammerer,
vndt dem hofmarschalck des Königs geredett,
damitt sie Geyder auch bekommen möchte, vmb
der ehre des Ritterordens willen. Es ist zur
antwortt gegeben worden, er sollte nicht vergeßen
werden, wenn es andere bekähmen, wiewol destwegen,
noch nichtß befohlen wehre. Denn sie zweifelten
daran, ob es also sollte gehalten werden, wie zu
Kaysers Matthiaß zeitten.


Die hertzoginn von Sachßen, ist darumb
nicht auf den ballett kommen, dieweil der Kayse- || [[Handschrift: 313r]]
rinn ihre obrist hofmeisterinn, mitt ihr compe-
tirt
, vndt Sie nicht voran gehen laßen will, mitt
vorwenden, Sie seye beßer, alß Sie seye, weil
Sie keine geborne Fürstin oder Reichsgräfin,
sondern nur eine Böhmische Freyfraw, eine
Poppeljn seye. Also gibts viel händel.


Aufn abendt bin ich mitt Marggraf hanß
Geörgen
, nach hoff gefahren, vndt habe allda den
Landtgrafen von Leüchtemberg angesprochen.


GesprächeDiscorsj mitt dem Grafen von Trauttmanßdorf.
Meine sachen wehren noch nicht vorkommen, von
wegen itziger krönungs: Vndt anderer geschäffte.
Der Landtgraf von Leüchtemberg wehre allein
ein Regierender herr, hette nur eine session.
Wann Fürst Augustus alhier wehre, so würde
Fürst Augustus ihm vorgehen. Das hauß Anhaltt, hette nur
ein Stimmevotum Vndt session im Reich, dieselbige be-
hielte allezeitt der elltiste in der Dynastiefamilia.
Wuste auch das exempel mitt Pfaltzgraf Augusto
auf dem convent zu Leiptzigk anzuziehen,
der wehre allen regierenden Fürsten vorgegangen.
Es wehre von hundert iahren her, allezeitt also
gehalten worden. Wehre kejne innovation.
Mein herrvatter Sehliger wehre der andern Fürsten ihr
vatter gewesen. Daß wehre nicht anzuziehen. Jch
mochte regeriren was ich wollte, es halff alleß nichts. || [[Handschrift: 313v]]
Jedoch sagte er, wollte einer oder der ander, sjch
seines rechtens <gutwillig> begeben, so stünde es ihm frey.
Sonsten müste ich auch vb vndter Marggraf
hanß Geörgen
gehen. Erzwungene Geduld!Pacience par force!
Man will mein hauß gantz vndterdrücken,
vndt andere erheben.


Der ReichsMarschalck hat vnß abermals
angesagt, daß drey Fürsten sollten schencken,
vor Kayser, Kayserjnn vndt König. Der
hertzog von Sachßen, hat sich endtschuldigen
laßen, hette ein böses bein bekommen.
Marggraf hanß Geörge will sich auch
endtschuldigen, weil er noch nicht audientz
beym Kayser gehabtt. Denn andere schlechte Leute lassen sie nämlich die Vortritte fürchten, welche ich auch recht stark fürchte.Mais c'est, que
d'autres mauvayses gens les font
craindre les preseances, lesquelles je crains
bien fort aussy.
<Joachim Kühne ist bei mir gewesen.Jochem Kühne, apud me fuit.>


Die Grafen haben auch gewaltig mutinirt, wer
da sollte den Churfürsten vorschneiden, vndt eßen
tragen, es scheinet, die weltt will immer
ärger werden, vndt nur waß zu zancken
vndt zu dißputiren haben.


<Er sagte auch heütte der Graf von Trauttmansdorff auf einem ReichsTage würde mjch der Landtgraff von Leichtemberg nicht vorsitzen lassen, Fürst Augustus subdelegirte mich dann, worin er sich irrten quoy il s'abüse.>

|| [[Handschrift: 314r]]

Mittwoch den 28. December 1636 ⁄ 7. des JanuarsJanuarij: 1637.


Der General von Böhmen, Don Balthasar de Marradas, gestand mir gestern, von der Stadt Zerbst 36000 Taler für die Plünderung und für ihr Bier (welches genannte er dort immer mehr hat trinken lassen) verlangt zu haben. 30 tausend waren für den Herzog von Friedland und für die Armee, und die 6000 für den Quartiermeister, der sie herbrachte. Er sagte auch, dass der Herzog von Friedland ihn dafür tadelte, dass er nicht 10 tausend Taler für sich von der genannten Stadt nahm, aber er habe das nicht tun wollen, sondern alles auf seine Kosten bezahlt, sogar die Verwundung, die er an der Brücke von Dessau bekam.Le General De Boheme, Don Balthasar de Marra-
das
, me confessa hier, d'avoir prins de la ville
de Zerbst 36000 Dalers, pour le sac, & pour leur
biere (laquelle dit il l'a fait tousjours plus boire).
30 mille estoyent pour le Duc de Fridlandt & pour l'armèe,
& les 6000 pour le quartiermaître quj les apporta. Jl
dit aussy, que le Duc de Fridlande le tan-
çéa, de ce qu'il ne prinst pour soy 10 mille Dalers
de la dite ville, mais qu'il ne l'avoit pas
voulu faire, ains auroit tout payè a ses
despens, mesmes la blesseure qu'il eust
au pont de Dessa.


Er sagte auch, dass Mansfeld sehr gern floh und in Gefechten der erste auf dem Rückzug war.Jl dit aussy, que Mansfeldt fuyoit
tresvolontiers, & estoit le premier
a la retraitte aux combats.


Der allte ReichsMarschalck sagte mir auch
gestern in der Vorzimmeranticamera, es wehren Chur
Meintz
, vndt die ChurSäxischen Gesandten auf
meiner seytten, darvor haltende, ich sollte
Leüchtemberg vorgehen. Waß aber Chur Bayern
darzu sagen würde, das wüste er nicht,
das heißtid est: er wirdt seinen Schwager vertretten. || [[Handschrift: 314v]]
etcetera


Wiewol sich der Marggraf hanß Geörge,
vndt herzog Julius henrich von Saxen, (entgegen dem Versprechencontre
promesse
vndt mir gegebene vertröstung)
zu erscheinen endtschuldigett, So habe ich
mich doch, (wiewol mitt angst vndt vnmuht,
wegen Leüchtemberg) eingestellet vmb be-
stimpte zeitt, 7 vhr vormittags, vndt
habe Jhrer Mayestät in der VorzimmerAnticamera
aufgewartett, wie auch viel andere Edelleutecavag-
lierj
gethan.


Graf Schlick hat mir in der Vorzimmeranticamera
gar gute vertröstung gegeben, wegen
befreyung meines landes, vndt sonsten.


Nach dem man sich bey Jhrer Mayestät
bescheidts erholet, nemlich der Reichsmarschalk
durch den Obrist hofmeister Graf von Megkaw,
haben Jhre Mayestät der Kayser befohlen,
Jch sollte dem Landtgrafen von Leüchtemberg
vorgehen. Jhm ists auch gesagt worden,
vndt daß dieser Vorgangactus niemandt sollte præ- || [[Handschrift: 315r]]
iudizirlich sein. Chur Meintz ist von Seiner
gesterigen meynung abgewichen, in diesem
paß, vndt mir abtrünnig worden. Die
ChurSn.<axischen> Gesandten aber seindt auf
meiner seytte, in diesem paß standthaftig
verharrett. Chur Bayern, vndt Chur
Cölln
, (alß ich gar wol spüren können)
haben gar sawer darzu gesehen. Jch
habe aber nach des Kaysers commando allein
gefragt.


Alß Chur Bayern in die VorzimmerAnticamera im chur-
habit, mitt vorgetragenem schwertt, Vndt
Reichsapfel angelangett, seindt wir
Fürsten, alß Pfaltzgraf von Neẅburgk,
la Jch, vndt der Landtgraf von Leüchtemberg
ihm in des Kaysers zimmer gefolgett,
allda der Kayser vndt König in ihren kro-
nen, vndt zierrath, vnß gar gnedigst ange-
blickett. Der Kayser machte mir eine
außerordentlichextraordinarie leühtsehlige mine, vndt
sagte, wie ich so gar galante aufzöge,
vndt mich so hüpsch geputzt hette.

|| [[Handschrift: 315v]]


Auß des Kaysers zimmer, giengen wir
Fürsten (vor dem Obersten hofmeister, vndt
nachfolgenden herolden) mitt endtblößten
haüptern, vber die verdeckte gänge,
biß in die kirchen, geleitteten den Kayser,
biß an seinen Stul, vndt nahmen darnach
vnsern fürstenstandt ein, wie die Kayserlichen
vndt Königlichen personen, sich gesezt hatten.
Darnach giengen die ceremonien,
vndt der Königinn krönung, auch gar feierlichso-
lenniter
, durch die geistlichen Churfürsten
an, nebenst den fürstlichen bischoffen, vndt
Clerisey, die Könjgjnn wurde gesal-
bett, vndt gekrönet, vndt es gienge
eine stadtliche Musikmusica mitt vndter,
auch blasen, heerpaucken schlagen,
salve schießen, &cetera[.] Es war ejne
sehr grimmige kälte darbey, daß wir
in vnsern leichten nur zur zierde, nicht
vor die kälte gemachten kleidern,
baldt hetten erfrieren mögen, vndt hatten
rechtt mittleyden, mitt der guten Königinn || [[Handschrift: 316r]]
1. daß sie in bloßen händen, Scepter
vndt apfel halten mußte, eine weile
2. daß Sie gar lange mitt dem Ange-
sichtt auf der erden liegen muste.


Sie vndt die Kayserinn waren mitt
gewaltigen edelgesteinen vndt diaman-
ten herrlich geschmücktt.


Der ChurSächsische gesandte gieng hinauß, wie
das Ambt der Meße anfienge, vndt kahm
hernacher zu ende derselbigen wieder.


Nach verrichteten ceremonien, vndt
krönung, ist man wieder in des bischofs
hof, mitcum proc<feierlichsolenniter> gegangen, da haben wir
Fürsten, in der grjmmjgen kälte, vnß vor
vns selbst bedecktt, biß wir an die
zimmer kommen. Die Trompter bliesen
auch vorm Kayser her, wie auf des Kö-
nigs
Krönung.


Bey der Tafel, hat der pfalzgraf von
Neẅburg dem Kayser, Jch der Kayserinn, vndt
der Landtgraf dem König vorm Trincken
gestanden, herr von Limpurg alß erbschencke
der neẅgekrönten Römischen Königinn.

|| [[Handschrift: 316v]]


Das waßer hat vor der Mahlzeitt,
ich vndt der Landtgrave, dem Kayser
vndt König (welche sich mitteinander
wuschen) gegeben, vndt der Pfaltzgrave
die handsquehle, oder serviette. Nach der
Mahlzeitt, hatt ein ieder Fürst, derer
Kayserlichen oder königlichen person, deren er servirt,
die serviett geworfen, vndt der vorschneider
Graf Fucker, Ritter des gülden Vlüßes,
hat nach der mahlzeitt an Seiner stelle
waßer gegeben, vndt das becken vorge-
setztt.


Der Kayser vndt die Kayserinn,
saßen in der Mitten, der König,
saße dem Kayser zur rechten
die Königinn der Kayserinn zur lincken
handt. Vndt man wirdt in etzlichen
<Beachte wohlNota Bene> hundertt iahren vier gekröndte
haüpter, auf einer reyhe an einer
Tafel, nicht haben, im Römischen Reich, deütz-
scher nation
beysammen sitzen sehen. || [[Handschrift: 317r]]
Jst gewißlich ein sehr denckwürdiger
Aktactus gewesen.


Mittlerweile Jhre Mayesteten aßen,
vndt an ihrer rechten seitten, an einem
abgeschnittenen Tisch, Chur Meintz vndt
Chur Bayern in ihren Churhabit, nebst
der Churfürstinn von Bayern, zur lincken
aber an einem andern abgeschnittenen Tisch,
Chur Cölln in seinem Churhabit, vndt
der Sächsische gesandte Metzsch, wie auch
der Chur Brandeburgische Graf von Schwartzenberg
zu welchen Tafeln, Trucksäßen vndt vorschnei-
der vom Kayser verordnet waren, die
Mundtschencken verordneten sie selber, So
wurde vnß Fürsten auch eine absonderliche
FürstenTafel in selbigem zimmer gehal-
ten, daran saßen der bischoff von
Osenbrück
, der Bischof von Wien,
Jch, der Pfalzgraf von Neẅburg[,] der
Landtgraf von Leüchtembergk,
<vndt wurden wol tractirt, biß Jhre Mayestät allezeitt trincken forderten, so stelleten wir vns ein[.]> || [[Handschrift: 317v]]
Die Kayserinn machte mir gar gnedigste
mine vber Tisch, vndt fragte mich beym
confect, worumb wir so baldt auf-
gestanden wehre. Die Königinn gab mir
auch in der kirche, ejn sehr gnedigstes
gesichtt, alß wollte Sie sagen: Es jst
gar rechtt, daß ihr eüch auf meiner
krönung habtt eingestellett.


Die MusikMusica wartett bey der
Mahlzeitt auf, vndt es gieng alleß
gar magnifick vndt prächtigsplendide zu.
Es waren viel obersten, hohe haüpter,
Grafen, herren, vndt Kriegsoffizirer
zur stelle in dem zimmer.


Darnach alß wir den Kayser wieder
zu rück begleittet in sein losament,
ist man wieder in die Vorzimmeranticamera vndt
voneinander gegangen. Die Gesandten von Sachsen und Brandenburg taten so, als ob sie mir die Hand geben, und als ich sie zu ergreifen gedachte, reichten sie die zunächst dem Herzog von Neuburg, dann mir, alle beide, der erste (wie ich glaube) aus Versehen, der andere aus Bosheit.Les Ambassadeurs
de Saxe & Brandenburg firent semblant
de me donner la main, & comme je pen-
sois l'attrapper ils la donnerent pre-
mierement au Duc de Neẅburg[,] puis a moy[,] || [[Handschrift: 318r]]
tous deux, le premier (comme je croy)
par mesgarde, l'autre par malice.


Der Bischof von Osnabrück sagte mir, der Grund gewesen zu sein, dass wir unseren Tisch im Saal des Kaisers gehabt hätten, sonst hätte man uns da in ein eigenes Zimmer bringen und uns zum Präjudiz dieser so großen Feierlichkeit des Kaisers, der Kurfürsten und Fürsten mit den Grafen essen lassen wollen.L'Evesque d'Osenbrück me dit, d'avoir
estè cause que nous eussions eu nostre
table a la sale de l'Empereur[,] autrement on
la nous auroit voulu donner en une cham-
bre apart, & nous faire manger avec des
Contes, au prejudice de ceste si grande solen-
nitè de l'Empereur[,] des Electeurs & Princes.


Aber man hat uns dennoch in dem präjudiziert, dass man dort den Bischof von Wien, welcher kein Fürst des Reiches ist, über uns hat setzen lassen.Mais cependant on nous a prejudiciè
en ce que l'on a fait asseoir par dessus
nous l'Evesque de Vienne lequel n'est
pas, Prince de l'Empire.


Alles ist gott sei Dank gut abgegangen und ich bin heute sehr zufrieden gewesen.Tout s'est bien passè Dieumercy,
& j'ay estè fort content cejourd'huy.


Der Marquese Pallavicino sagte mir in Gegenwart mehrerer Edelleute, dass dies uns anderen Fürsten nicht nur eine Ehre sei, bei so einer Feierlichkeit den Kaiser und König der Römer zu bedienen, sondern auch ein von unseren Ahnen als Glieder des Körpers des Römischen Reiches in Deutschland begründetes Rechtsgut sei. Und dass er auf diese so wohl begründeten Rechte neidisch sein müsse, die sogar die Ehre und das Vorrecht der Häuser betreffen.Le Marquis Palavicin me dit en presen-
ce de plusieurs Cavalliers, que c'estoit non
seulement un honneur a nous autres Princes,
de servir en telle solennitè, l'Empereur & Roy
des Romains
, mais aussy une jurisdiction
fondèe de nos ancestres, comme membres du
corps de l'Em[p]ire Romain en Allemaigne[.] || [[Handschrift: 318v]]
Et qu'il falloit estre jaloux; de ces
droicts; si bien fondèz, mesmes quj con-
cernent l'honneur; & la prerogative
des maysons.


Der Bischof von Osnabrück sagte mir auch, dass eine solche Entscheidung, die den Vortritt der kurfürstlichen Häuser betrifft, nicht vorgefallen sei, wie man mich das im Vorzimmer oder anderswo glauben gemacht hatte, [und] er versprach mir, mir die Einzelheiten davon genau anzugeben, was noch nicht geschehen ist.L'Evesque d'Osenbrück, me dit aussy,
qu'une telle decision, ne s'estoit point
passèe touchant la preseance des may-
sons Electorales, comme l'on m'auroit
fait a croyre a l'Antichambre ou
ailleurs, me promettant de m'en specifier
les particularitèz, ce quj ne s'est point
fait encores.


Die Nachricht von der Einnahme Erfurts durch die Schweden ist uns hier am Hof bestätigt wordenLa nouvelle de la prinse d'Erfurdt, par
les Swedois, nous a estè confirmèe icy
a la cour
, ebensoJtem: [die Nachricht] von dem engen Bündnis zwischen Frankreich, Schweden und Englandde l'alliance estroitte
entre la France, Swede & Angleterre
.


Jn wehrender podagrams kranckheitt,
vndt absentz des herren Obersten kammerers,
Graf Kysels, habe ich den Gabrianj,
mir eine audientz zu procuriren ange-
sprochen, welcher weil Jhre Mayestät schlaffen
sich gelegt, es auff Morgen gebe gott z[u v]errichten acceptirt.

|| [[Handschrift: 319r]]


Der Römische Kayser Ferdinandus secundus
hat auch vnß dreyen Fürsten zugleich alß wir
nebeneinander hindter Jhren Mayesteten stunden,
eines gebrachtt, vndt dero angeborne gühte
vndt gnedigste leühtsehligkeitt, auch hierinnen
erblicken vndt leüchten laßen.


Der Apostolische NuntiusNuncius Apostolicus, die beyden Span-
nischen
bohtschafter waren auch bey dem Aktactu
in der kirchen, aber nicht bey den Tafeln.


Wir haben vnß verwundert, daß den
Churfürstlich Sächßischen vndt Brandenburgischen gesandten, er-
laübett jst worden, an der Churfürstlichen Tafel
des Churfürsten von Cölln während eines so feierlichen und festlichen Aktesin actu tam solennj et
celebrj
, zu sitzen, welches aber auf des Römischen
Königes
krönung, nicht geschehen.


Zeitung daß der feindt habe Schweinfurtt eingenommen,
vndt andere mehr plätze jm Franckenlande.


Man hats verbotten daß der ReichsMarschalck dem
Fürsten von Eggembergk, keine aufwarttung
sollte ansagen laßen. Es scheint, dass er in Ungnade ist.Jl semble, qu'il soit en disgrace.

|| [[Handschrift: 319v]]

Donnerstag den 29. December 1636 ⁄ 8. des JanuarsJanuarij: 1637


Jch erinnerte es auch gestern, beym Grafen
von Megkaw
, Kayserlichen Obristen hofmeister, ob es
nicht beßer stehen würde, wenn an stadt
der edelknaben, mitt den fiolen, Edelleutecavaglierj
hindter vnß Fürsten, zum trinckentragen,
bey dieser solennitet gehen möchten. Die-
weil aber der Pfaltzgraf von Neẅburg
nicht starck neben mir insistiren
wollte, schlug es vnß der Oberste hofmeister
ab, mitt vorwenden, es wehren doch die
Kayserlichen pagen, vornehmer Edelleutecavaglierj[,]
Grafen vndt herren kinder, (aber sie haben hierbei noch nicht, was ein Edelmann haben mussmais ils n'ont
pas encores au costè, ce qu'un cavaglier
doibt avoir
) vndt weil man es bey der
Römischen Königlichen krönung, nicht hette erinnert,
dabey mehr solenniteten alß an itzo,
wehren vorgegangen, würde es sich an itzo,
solches zu moviren, gar nicht schigken.

|| [[Handschrift: 320r]]


Jch habe es gestern observirt, daß der Erzher-
tzogk Leopoldt Wilhelm
, vndt die Ertzherzoginn seine
Fräulein Schwester, sich gestern bey dem Aktactu des pan-
keets nicht befunden haben. Jn der kirchen zwar
stunde oben die Erzherzogin bey der Churfürstin von Bayern.
Man hatt gesagt, der Erzherzog seye kranck.


Gestern beim Festessen, als der Pfalzgraf von Neuburg wegging, stellte ich mich meistens hinter den Kaiser und ergriff seinen Stuhl, um zu zeigen, dass ich hauptsächlich wegen der Bedienung und der Ehre Ihrer Majestät dort sei.Hier au festin, quand le Palatin de Neẅburg s'en
alloit je me mettois ordinairement derriere l'Empereur
& empoignois sa chaire, pour monstrer, que j'estois
principallement là, pour le service & l'honneur de Sa
Majestè[.]


Man spricht im Geheimen von einer Hochzeit zwischen dem Herzog von Neuburg und der Erzherzogin Caecilia Renata. Das ist einer der galantesten und vollkommensten Fürsten und einer der Geschicktesten in den [adligen] Exerzitien, den ganz Deutschland hat. Andere sprechen vom König von Polen oder Kardinalinfanten.On parle en secret d'un mariage entre le Duc
de Neẅburg, & l'Archiduchesse Cæcilia Renata.
C'est un des plus galants & accomplis Princes,
& des plus adroicts aux exercises, qu'ait toute
l'Allemaigne. <D'autres parlent, du Roy de Poulogne ou Cardinal Jnfante.>


Gestern in der Kirche bei der Krönung der Königin gab es unter ungefähr fünfzig niederknienden Edelleuten nur mich und Geuder, die in Gegenwart Ihrer Majestäten aufrecht blieben usw.Hier en l'Eglise au couronnement de la Reyne,
entre une cinquantaine de Cavalliers age-
nouillèz, il n'y eut que moy, & Geyder, quj de-
meurasmes de bout en presence de leurs Majestèz || [[Handschrift: 320v]]
&cetera[.]


Mitt Stoffeln, meinem gewesenen lackayen
geredet. Er sagte mir, dass Milde Sohn eines Geistlichen in Hamburg ist und dass er sich dort 4 Wochen und anderswo 8 Tage und in dem Fürstentum Anhalt 8 Tage usw. aufgehalten hat. Dieser Stoffel ist auch in Schweden gewesen, dorthin geschickt vom Herzog Adolph [Friedrich I.] von Mecklenburg.Jl me dit, que Milde est fils d'un
ministre a Hamburgk, & qu'il s'y est arrestè
4 semaines, & ailleurs 8 jours, & dans la Princj-
pautè <d'Anhalt>
8 jours. &cetera Ce'Stoffel a estè aussy
en Swede y envoyè du Duc Adolfe, de Mecklenburg[.]


Vormittags nach hof, allda mir der Gabrianj,
die audientzstunde Nachmittags vmb halb viere, er-
nennet, darnach kahm er zum andern
mahl wieder, vndt sagte: Der Kayser
hette gesagt, ich sollte vmb drey nur
in Gottes nahmen kommen, der Pfaltzgraf
von Neẅburgk
köndte wol nach mir
wartten, ich sollte der erste sein.


<Beachte wohlNota Bene> herr Kurz sagte, ich sollte nur laßen
die fürstliche Wirtembergische wittwe anhalten,
ihre sache wehre billich, aber das Ambt Gep-
pingen
hette ihm der König selbst vorbehalten.


Wegen befreyung der contribution Bernburg so wehre
es auch billich. Wir sollten dem Friedenschluß
gemeß, die contribution dem Churfürsten abrechnen, es || [[Handschrift: 321r]]
würde gewiß nicht viel vberbleiben.


Anwürfe (so beachtlichnotable) des allten Reichsmarschalls
wegen verkauffung seiner herrschaft, vndt
landtgrafthumbs
, weil er keine kinder hatt.


BeachteNota: die Kayserinn hat mich gestern nie
herumb geschicktt, den Churfürsten etwas sagen
zu laßen (wie den andern Fürsten vom Kayser
vndt König beschehen) auß sonderbahrer höflichkeitt,
vndt daß Sie mich vielleicht alß einen Regirenden
herren, vor iüngern Fürsten, mehr respectiren wollen.
Sie ließ es alles durchn Grafen von Atemißz,
bestellen, forderte nur das trincken von mir.


Gestern hat auf dem Kayßerlichen pallast, der
junge Graf von Pappenheim, einen Grafen von
Fürstemberg
, die stiege hinundter geworfen, vndt
denselbigen noch außgefordertt.


GesprächeDiscorsj mitt dem Residenten Johann Löben.


Zeitung daß Erfurdt gewiß vber, müßen den Schwedischen 3 oder 4
Tonnen goldes geben, 3 tausendmille Mann einnehmen, die ChurSächsischen
außschaffen. Nawmburg soll auch vber sejn. 5 Regiment[!]
Schwedische seindt auff Eger commandirt. ChurSächsische vndt
Kayserliche streiffen biß an Prag hinan, machen alles || [[Handschrift: 321v]]
preiß.


Beym Kayser, habe ich vmb 3 vhr, durch introduction
des Grafen Gabrianj, audientz gehabtt. Jhre Mayestät
seindt geseßen, haben mir aber, keinen stuel
bringen laßen, ist auch vnvonnöhten gewesen.


Mein anbringen war 1. Entlassungsgesuch nach den vollendeten Höflichkeiten in Zieraten der Rede usw.Petitio dimissionis,
post curialia absoluta in festivitatibus, &cetera

vndt <2.> Entschuldigungexcusatio, wo ich nicht recht aufgewartett.
3. Bezeugen der beständigen Ergebenheit usw.Protestatio perpetuæ devotionis, &cetera
4. Recommendation, der fraw Schwester sache,
in Mecklenburg[,] 5. der Aßcanischen sache, so
zu Wien wegen der acten allda vorzunehmen.
6. EbensoJtem: wegen befreyung des hauses Bernburg
vndt 7. Ob mir Jhre Mayestät sonst etwas zu
befehlen, auf meiner rayse. 8. Danksagung für die gewährten Wohltatengratiarum
actio pro beneficiis exhibitis
, wel-
cheß in den 3. punct, mitt incurrirt.


AntwortRisposta des KaisersCæsaris, nach dem eben wie ich hinein
kahm, Jhre Mayestät in meiner præsentz,
die Probeproba der kälte, mitt einem becher
gefrornen eyses nahmen, vndt es mir zeigten.


Zu 1.Ad 1. wirdt accordirt, sonderlich wegen
angezogener ehehaffter endtschuldigung, Meiner || [[Handschrift: 322r]]
Meiner hertzlieb(st)en Gemahlin, leibeszustandes, vndt
daß mich Jhre Mayestät wieder meine gelegenheitt,
nicht aufhalten wollen. 2. Bedancken sich viel
mehr Jhre Mayestät daß ich daß meynige gar wol
verrichtett, vndt wollen es iederzeitt in gnaden
erkennen. 3. danktgratias agit, vndt versichert mich,
daß ihre Mayestät an meiner getreẅen standthaf-
tigkeitt, nie gezweifeltt, Jhre Mayestät hetten
mich auch allhier gar gern gesehen. usw.perge 4. Waß
billich wehre, wollten Jhre Mayestät im Reichs-
hofraht
, decretiren vndt erledigen laßen.
5. Wie ingleichen in der Aßcanischen sache, wann Sie
referirt würde worden sein. 6. Da müste
ich beym Graf Schligken anhalten laßen,
wo ferrne etwaß eingegeben worden wehre,
wo nicht, so köndte ich noch ein Memorial
eingeben laßen. 7. Wo meine rayse mich
dahin trüge, sollte dem Churfürsten von Sachßen,
ich, dero freündtlichen gruß, vndt dienste ver-
melden, dörfte aber dest wegen eigendtlich nicht,
dahin raysen. 8. Jncurrirt in die beantwortung des
3. puncts. Jhre Mayestät fragten mich auch, worauf || [[Handschrift: 322v]]
ich meinen weg zunehmen müste, Jch sagte,
auf Weymar, oder Leiptzigk zu. Da sagten
Jhre Mayestät ob ich denn auch auf den feindt zu-
kommen würde. Jch sagte, ich besorgte es,
iedoch wollte ich allezeitt Jhrer Kayserlichen Mayestät
bestendig Treẅ verbleiben. hofte nicht daß Sie
mich würden gefangen nehmen, weil ich die
waffen nicht gegen Sie führete. Jhre
Mayestät wuntzschten mir gar viel glück,
vndt heyl auf die rayse, nahmen meine
Glückwünschegratulationes sehr wol auff vndt an,
sagten, Sie wollten die Meckelburgischen sachen
fleißig durchlesen, vndt dimittirten mich
also, in allen gnaden. Der Kayser hatte
keinen huet, sondern nur allein sein haüblein
auff, welches er jedesmahl <fleissig> abzoge, wenn
Höflichkeitencurialia vorfielen, gar höflichst.


Darauf wurde Marggraf hanß
Geörge von Brandenburg
zur audientz
wie ich, introducirt, vndt tractirt.


hernacher begehrte ich audientz bey der
Kayserinn, welche mir solche nebenst der || [[Handschrift: 323r]]
Ertzhertzoginn zu geben, Morgen vmb 10 vhr
durch anzeige der Obersten hofmeisterinn
verwilliget ist worden.


Karl Heinrich von Nostitz ist krank geworden, Gott wolle ihn in Genesung zurückbringen und mir meine guten und treuen Diener, unter welchen ich Anlass habe, ihn zu schätzen, vor allem Schlechten und Nachteil beschützen.Carl Heinrich von Nostitz est devenu malade, Dieu le re-
mettre vueille envueille remettre en convalescence, & me preserver
de tout mal & inconvenient, mes bons & fidelles
serviteurs, entre lequels i'ay rayson de l'estimer.


Die jntercession deß Churfürsten von Bayern,
in der Aßcanischen sache, ist mir eingeschickt worden.


Zum kriegspræsidenten Graf Schligken ge-
schicktt, Förstenheuser[.] Der graf leßt sich mir gar schön
vndt höflich befehlen, vndt leßett mir sagen, er
hette heütte bey dem Festessenbancquet vndt feierlichem Gastmahlsolennj
convivio
des Spannischen Ambassadors, Marquèz de
Castagneda
sein müßen, leßet sich destwegen endt-
schuldigen, daß er mir heütte nicht aufwarten können.
Wollte ich aber Morgen gebe gott meinen hofmeister,
vmb achte oder halbweg neüne zu ihm schigken,
so wollte er ihn gar gerne erwarten vndt ver-
nehmen. Jch sollte michs nur versichern, daß worinnen
er mir dienen köndte, wollte ers nicht vndterlaßen,
vndt er begehrte mein diener stets zu sein. Amen.

|| [[Handschrift: 323v]]

Freitag den 30. December 1636 ⁄ 9. des JanuarsJanuarij: 1637.


Jhre Mayestät die Kayserinn, haben mir aus eigenem Antriebproprio
motu
, ohne einige meine gedancken, diesen Morgen,
durch ihren Mundschenksommeillier, ein schönes geschirrlein
von Agatha, darauß ich ihr zum ersten Mahl
<auf der Königin krönung> zu trincken gebrachtt, præsentiren, vndt selber
in die hände lifern laßen. <Ich habe ihm 6 Dukaten gegeben.Je luy ay donnè 6 Ducats.>


Jch habe Geydern beym Graf Schligken
Kriegspræsidenten gehabtt: Er ist gar höflich gegen
ihm, meinetwegen gewesen, hat sich offerirt:
1. zum Decret einer befreyung vnsers
Fürstenthumbs, auf ein Jahr lang[.] 2. Jch
wüste wol, wie es zu hoff zugienge,
köndte darnach weitter sollicitiren, vmb
ferrnere Verlängerungenprorogationes. 2. Daß mich ChurSaxen
auf des Kaysers intercession so schlechtlich ac-
commodirt
, vndt noch darzu vbel tractirt,
hetten Jhre Mayestät nicht allein mitt sonderbah-
rem Mißfallen, sondern auch mitt vngnaden
empfunden. 3. Abschiedt von mir nehmen laßen,
vndt sich in bester Formin optima forma, mir befehlen, wo || [[Handschrift: 324r]]
ferrn es nicht mündtlich geschehen köndte. 4.
Jch möchte doch Fürst Augusto vndt Seiner gemahlin ihn aufs
allerbeste recommendiren. Gott gebe erwünzsch-
ten effect, vndt seye gedanckt vor seinen gnaden-
reichen segen, vndt milde gühte.


Vmb 10 vhr, bin ich hinauf in der Kayserinn Vorzimmeranticamera
(allda ich eine gute weile aufgewartett, und der Streich des jungen Grafen von Attems, der sich selbst bedeckteet le tour du
jeune Conte d'Atemißab couvrant de soy mesme
) daselbst
ich eine zeittlang aufgewartett, vndt darnach hinein ge-
fordert worden, in præsentz der Kayserinn vndt Ertzhertzoginn,
der Kayserinn audientz ist gar wol abgelauffen.
1. HöflichkeitenCurialia. 2. EntschuldigungExcuse wo ich nicht recht aufgewartett,
<vnd dancksagung vor das becherlein.>
3. Recommendation in ihre vndt des Kaysers gnade.
4. Recommandation der Meckelburgischen sache. 5. EbensoJtem: der von Krannichfeldt[.]
AntwortResponsum zu 1.Ad 1. höflich begegnet, aber nicht aufsezen heißen.
2. Wo kein Fehler ist, da ist keine Vergebung.Dove non è error; non c'è perdono. Viel mehr Danksagunggra-
tiarum actio
, gegen die meynige, wegen fleißiger
mühewaltung. AnerbietenOfferta ihres, vndt des Kayserß conterfect.
3. Jch bedörfte es nicht, wehre vorhin genug recommendirt.
Wollte es aber doch noch thun gern thun. etcetera 4. Wie auch
wegen meiner Fraw Schwester in Mecklenburg wollte Sie noch ein mahl
insistiren, vndt anhalten, ob Sie es schon albereitt gethan hette.
5. EbensoJtem: gnädige Grüßegratiosi salutj der von Krannichfeld[,] Meiner gemahlin vnd ganzem
hause etcetera[.] Die Erzhertzoginn (alß ich mitt ihr redete)
hieß mich 2 mal auffsezen, offerirte sich zum conterfect,
mitt vielen höfflichen complimenten. et cetera

|| [[Handschrift: 324v]]


Der Meckelburgische gesandte ist mein gesandte<gast zu Mittage>
gewesen.


Graf von Megkaw, Graf von Trauttmansdorff[,]
zuvor aber der herr bischoff von Wien, Pfalzgraf
von Neẅburg
[,] Landtgraf von Leüchtembergk,
seindt meine gäste z<vndt andere Edelleutecavaglierj;> haben jhren abschiedt,
in der Vorzimmeranticamera heütte vormittags von mir genommen.


Der König hat mir 3 vhr Nachmittags zur audientz
ansagen laßen.


heütte hat mir auch der Graf von Mörßberg
erzehlet, es hette der Kayser von hertzen gelachtt,
alß Jhre Mayestät gehört hetten, daß vnser
ballet wehre zu rück<schiefa monte> gegangen. Sie hetten ge-
sagt, sie hetten es ihr wol gedachtt, daß es also
zugehen würde, vndt<vndt das wir vns nicht würden vergleichen können[,]> es wehre <aber> nichts dran gelegen.


Der Spannische Ambassador Marquèz de
Castagneda
, soll gestern gar ein stadtliches
panckeet gehalten haben.


Der hertzogk Frantz von Lottringen,
ist ankommen.


Vmb ernandte stunde, bin ich in die königliche VorzimmerAntj-
camera
kommen, habe nebenst Marggraf hanß
Geörgen
(welcher kurtz zuvor audientz gehabtt) || [[Handschrift: 325r]]
darinnen ejne zeittlang, hin und her laufenddiscurrendo gewartett,
d biß der König mich fordern laßen. Der Römische
König, hat meiner erwartett, jst mir auf ejn par
schritt, endtgegen gegangen, hat einmal mich aufsetzen
heißen, darnach aufgesetzt, wie ich es nicht gethan. her-
nachmalß, gar freundlichhumaniter mitt mir geredet, vndt
baldt wieder den hut abgezogen. Mein anbringen
war 1. HöflichkeitenCurialia. 2. DanksagungGratiarum actio, vor erwiesene
begnadigungen, 3. Vndt offerten es zu demeriren. 3. Re-
commendation der kriegssachen halben, wegen der pressuren,
vndt befreyung der contributionen. 4. Recommendation
der hertzoginn von Wirtembergk, vndterhalts halben.
Zu 1.Ad 1. wieder gar höflich vndt liebmühtig. 2. hette
es gar gern auß treẅem hertzen gethan, vndt
offerirt sich ferrner gar milde vndt leühtsehlig.
Dancktt mir vor gehabte mühewaltung. 3. Das
müste man nur, wenn raht gehalten würde, suchen,
vndt sollicitiren laßen, bey denen, so im raht hoff:
oder kriegsraht, es haben möchten. 4. Wie inn-
gleichem das vierdte, wollte gern das seinige darbey
thun, et cetera vndt gratulirt mir, gar höchstmenschlichhumanissime zu
meiner rayse, fragte auch worauf ich meine rayse
würde zunehmen. Jch würde gar einen vnsichern weg
haben. etcetera etcetera etcetera Dimittirte mich in allen gnaden. usw.perge

|| [[Handschrift: 325v]]


Darnach fuhr Marggraf hanß Geörge mitt mir, biß vor
sein losament, vndt alß jch nach hause kahm, kriegte
ich auß der kriegs cantzeley, den vertrösteten
bescheidt, da stunde darinnen, ich sollte wegen
Meines Fürstenthumbs vndt landen, vor dißmahl
der einquartirung vndt kriegspreßuren halben,
befreyet sejn, auch jnß künftige <wegen ferrnerer anlagen> in gute
consideration genommen werden. usw.perge[.] Die Gnaden des höchsten Fürsten sind freundlichst und weitläufigst anzusehen.Gratiæ
summj Principis, benignissime & latissime
interpretandæ sunt.
Gott wolle vnß ferr-
ner gnade verleyhen, vns gesegenen, vndt benedeyen.


Bey Graf Kevenhüller der Königinn Obristen
hofmeister gehabtt, vnß vmb audientz zu
bewerben. Man hat gefragt, ob ich Morgen gebe gott
weg Würde, Alß man aber erfahren dass nichtquod non, ist
gesagt worden, ich sollte Morgen gebe gott vmb 10 vhr,
mich wieder anmelden laßen.


Jch habe zweymahl<zu den Spannischen> Ambassadoren vergeblichindarno ge-
schicktt, der eine ist nicht zu hause gewesen,
der ander hatt geschlafen.


Gestriger Traum - beachte wohl - von einem Schutzgeist, der mir gesagt hat: Unser Leben ist unter verschiedenen Umständen bald etwas lang, bald etwas kurz.Somnium hesternum Nota Bene de genio quj mihj
dixit: Vita nostra nunc longilla; nunc bre-
villa est; cum aliis circumstantiis.

|| [[Handschrift: 326r]]

Samstag den 31. December 1636 ⁄ 10. des JanuarsJanuarij: 1637.


habe nochmalß vom Grafen von Trauttmanßdorff,
durch Geydern, laßen abschiedt nehmen, vndt ihm
dancken, vor erzeigte gute Diensteofficia vndt Mitwirkungencooperationes,
ihn auch ferrner vmb continuation bitten laßen.
Jnsonderheitt repræsentirt 1. daß ich zwar mitt
höchstem danck acceptirte den gesterigen
auß der kriegscantzeley erhaltenen bescheidt,
er wehre aber nur auf meinen antheil, nicht
auf das gantze Fürstenthumb restringirt,
vndt berührte nur die itzige wintterein-
quartirung nicht aber etzliche Jahr, alß ich
drumb gebehten, würde mir wegen des feindes
jtzigen einfall, wenig helfen. Bähte derowegen
vmb assignation auf Nürnberg, hamburg, oder
Schlesien, der vertrösteten königlichen mir promit-
tirten
12 tausendmille ThalerThlr: würcklichen genoßes.
2. FürspracheRecommendatio der Aßcanischen sache. 3. Der Wirtem-
bergischen wittiben
sache vndterhaltt anlangende.
AntwortResponsum zu 1.Ad 1. gar höflichcurialiter. Bleibt aber im Allgemeinenin generalibus
es im besten erinnern zu helfen, wie auch zu 2.ad 2.[,] zu 3.ad 3.
das wehre eine gerechte vndt billiche sache, man müste helfen.
etcetera

|| [[Handschrift: 326v]]


Ich habe der Frau Herzogin von Württemberg, Schwester meiner Frau und meine Cousine geschrieben, sie tröstend.J'ay escrit a Madame la Duchesse de Wirtemberg
soeur de ma femme & ma Cousine, la consolant.


Nach dem es diesen Nachtt in meinem losament
gar vnruhig gewesen, ist heütte Morgen, ein zimlich
großes stück Stein auf meine Tafel gefallen,
hette mir sollen den kopf zerschellen, wann
ich an der Tafel geseßen wehre.


Bey Zu Mittage ist <1.> Marggraf hanß
Geörge
, <2.> der Canzler Felsch, von Bareytt,
<3.> der Meckelburgische gesandte, 4. der herr Loẅ,
5. der von Görtzen. 6. Gleißenthaler,
vndt 7. der Sindicus Wolfius, 8. des Marggra-
fen sein Juncker, meine gäste gewesen.
Der Markgraf hat stark getrunken.Le Marquis a fort beu.


Gegen abendt, habe ich vmb 4 vhr, bey der
Königinn audientz gehabtt, vndt abschiedt
genommen, auch zur krönung gratulirt, Vndt
mich in ihrer vndt des Königs gnade zu erhalten
gebehten, darauf Sie gar höflich vndt gnedigst
geantwortett, hat mich aber nicht den hut
auffsetzen heißen.

|| [[Handschrift: 327r]]


Der Graf Kevenhüller Obrist hofmeister
hat mich introducirt, vndt biß an die Stiege
begleittet.


Sparnecker, mein allter bekandter, hat
sich præsentiret.


Fürst von Eggembergk hat zu mir geschicktt
in confidentz, wegen der Landgrafschaft Stülingen,
die gewißheitt zu erfahren.


Jch habe Förstenhaüsern destwegen an den
Grafen von Pappenheim Reichsmarschalck
geschicktt, vndt er will <morgen> selber zu mir kommen.


Die Churfürsten von Meintz vndt von Cölln,
haben sich gegen mir, alles gutes erbiehten
laßen, vndt so gar höfliche wortt sagen,
wie Sie mejne <willfährige> bestendige treẅe diener
wehren, und dergleichen& talia, daß ich mich davor fast
geschähmett, vndt sehr bedawrett, daß ich
Sie noch zuvor, nicht ansprechen können. Durch
den hofmeister Geyder; habe jch abschiedt von
jhnen nehmen laßen, wegen eilfertiger rayse,
vndt gegen ihm selbst, haben Sie sich gewaltig
auch erbohten, daß es fast zu viel gewesen.

|| [[Handschrift: 327v]]


Mentz hat auch gebehten, ich wollte doch seines
Erzstifts bestendiger treẅer freündt bleiben.


Cölln hat sich zu allen Mensch: müglichen
diensten erbotten, vndt sehr beklagt, daß
er mich nicht noch sehen vndt sprechen
sollen. etcetera Vor meinem verraysen. usw.perge <hielte mich vor Seinen lieben vettern.>


Auf den abendt, hatt Churfürst von Cölln,
noch zu mir geschicktt, vndt mich zur
Morgenden Mittagsmahlzeitt, durch einen
cavaglier einladen laßen. Jch habe mich
mitt dem catharr in etwas endtschuldi-
gett, doch endtlich, mich zur müglichkeitt
offerirett.


<An die Herzogin von Württemberg in Straßburg geschrieben.Escrit a la Duchesse de Wirtemberg, a Straßburg[.]>


Textapparat
a Dahinter eine Lücke, in die wohl nachträglich der Name des nicht ermittelten Grafen eingesetzt werden sollte, der damals offenbar den offiziellen Amtsinhaber Johann Fürst von Hohenzollern-Sigmaringen vertrat.
b Zitatanklang an "In 'Equo Troiano' scis esse in estremo 'sero sapiunt'" (Im Equus Troianus heißt es zum Schluss bekanntlich: "Sie kommen zu spät zur Vernunft!") aus Cicero: Ad familiares, 7, 11(16), S. 388, Z. 1.
c Hier liegt ganz offenbar eine Verwechslung vor: Bischof von Verdun war damals Franz von Lothringen-Chaligny aus einer Nebenlinie der Herzöge.
d Gestrichene Wörter im Original verwischt, Lesung unsicher.
e Person nicht ermittelt.
f Hochzeit zwischen Markgraf Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach und Gräfin Sophie von Solms-Laubach (1612).
g Teilzitat des Wortspiels "Va chiama il Barbieri. E perchè non il Barbadomani?" (Geh', hol' mir den Barbier. Warum nicht den Bar-wein?) aus Della Casa: Galateo, S. 83, Z. 12f.
h Irrtum Fürst Christians II., denn Bartholomäus Richel war lediglich Lic. jur.
i Einfügung verwischt.
j Tintenfleck verdeckt partiell "jn".
k Zitat aus Cicero: Rhetorica ad Herennium, IV, 26, S. 244.
l Schreiberwechsel zu unbekannt.
m Schreiberwechsel zu Christian II.
n Schreiberwechsel zu unbekannt.
o Schreiberwechsel zu Christian II.
p Schreiberwechsel zu unbekannt.
q Über das "z" und das davor eingefügte "r" hat Christian II. nochmals die Buchstaben "rz" geschrieben.
r Schreiberwechsel zu Christian II.
s Schreiberwechsel zu unbekannt.
t Schreiberwechsel zu Christian II.
u Schreiberwechsel zu unbekannt.
v Schreiberwechsel zu Christian II.
w Schreiberwechsel zu unbekannt.
x Schreiberwechsel zu Christian II.
y Es folgt eine Lücke, in die wohl nachträglich ein weiterer Name eingesetzt werden sollte.
z Vermutlich einer der drei überlebenden Söhne der Gräfin Ursula von Attems: Johann Friedrich, Johann Jakob oder Maximilian Hermann.
aa re-
mettre vueille en
im Original korrigiert in vueille remettre en
ab Wahrscheinlich einer der drei überlebenden Söhne der Gräfin Ursula von Attems: Johann Friedrich, Johann Jakob oder Maximilian Hermann.

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Acceß
Zutritt
accommodiren
sich anpassen, sich fügen, sich (gütlich) vergleichen
accommodiren
einrichten, ausstatten
accompagniren
begleiten
accordiren
einen Vertrag schließen, sich einigen
accordiren
einen Ort mittels eines Vertrags (Akkords) übergeben
accordiren
übereinstimmen, einig sein
acquiesciren
sich beruhigen, zufrieden sein
acquiesciren
zustimmen
Agat
Achat
Agent
(diplomatischer) Geschäftsträger
Ambassador
Abgesandter, Botschafter
anziehen
anführen, erwähnen
Armada
Armee, Heer
Armada
Kriegsflotte
Assignation
(schriftliche) Anweisung, Zahlungsanweisung
Assignation
Quartierzuweisung
assignirung
Zuweisung
attentiren
versuchen, wagen
befreundet
verwandt
bewerfen
beziehen
Bohrkirche
Empore
Capitalien
verzinsliches Bargeld
cediren
weichen
cediren
abtreten, übereignen
Circumstanz
Umstand
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
Commercien
Handelsgeschäfte
Commissariat
Vollmacht
Competenz
Rangkonflikt
competiren
im Rangkonflikt stehen
compit
höflich, vollendet
comprobiren
billigen, gutheißen
Confidenz
Vertrauen, Vertraulichkeit
conservation
Erhaltung
Consideration
Beachtung, Überlegung
consideriren
betrachten
consideriren
erwägen
contentiren
zufrieden stellen
Conterfect
Bildnis
contribuiren
Steuern entrichten
contribuiren
beitragen
cortesisch
höflich
Credenzschreiben
einem Untertan zu seiner Legitimation und Sicherheit im In- und Ausland von seiner Obrigkeit erteiltes Schreiben
Creditiv
Beglaubigungsschreiben
decapitiren
enthaupten
decidiren
bestimmen, entscheiden
Decision
Entscheidung
demeriren
sich verdient machen
depauperiren
arm machen, verarmen
Difficultet
Schwierigkeit
Dignitet
Würde, Standeswürde
Discrepanz
Misshelligkeit
disgustiren
missfallen, verleiden
divertiren
unterhalten, zerstreuen
divertiren
ablenken
divertiren
abwenden
Ehrenhold
Herold
ein
ungefähr
Einspänniger
Kriegsknecht mit Pferd, fürstlicher Bediensteter, Stadtknecht; berittener Bote, Geleit- und Meldereiter
Einspänniger
Eigentümer eines kleineren bäuerlichen Besitzes, der meist nur Handdienste leistet
enroliren
in eine Liste schreiben
entreteniren
unterhalten
excusiren
entschuldigen
Executorialie
Vollstreckungsbefehl
expectoriren
sich deutlich und aufrichtig wegen einer Sache erklären
Expedition
Beförderung, Besorgung
Expedition
Abfertigung
Expedition
Verrichtung
Faction
Aufruhr, Meuterei, Empörung; (politische) Entzweiung
Fidelitet
Treue
Filß
Verweis
Freund
Verwandter
gähling
plötzlich, unversehens
Generalquartiermeister
Vorgesetzter aller Quartiermeister
graviren
beschweren
Handquehle
Handtuch
Ha(r)tschier
berittene Leibgarde
Impediment
Hindernis
imputiren
zurechnen, zur Last legen
incurriren
einfließen, einlaufen
Infel (Inful)
Träger einer Mitra (lat. "infula"), in der Regel ein Bischof oder (dazu vom Papst privilegierter) Abt
Intercession
Fürbitte, Vermittlung
interturbiren
stören
Intraden
Einkünfte
invitiren
einladen
Kastner
eigentlich Verwalter des Kornspeichers, teils auch Amtmann über alle Einkünfte
Kriegspressur
Kriegsbedrückung, Kriegsbeschwerung
Losament
Unterkunft, Wohnraum
lustig
vergnüglich, anmutig, ergötzlich, von angenehmer Erscheinung
manuteniren
bewahren, erhalten, handhaben
maturiren
beschleunigen
Memorial
Denkschrift, Eingabe, Bittschrift, Gesuch
Memorial
Erinnerungsschrift
Meß
gehenkeltes Gefäß
militiren
kämpfen, sich einsetzen
moviren
bewegen; verändern
mutiniren
meutern
Oberstelle
erste Stelle, Vortritt
offendiren
beleidigen, kränken
Paß
Fall, Vorgang
passiren
gelten lassen
placetiren
gutheißen, zustimmen
plenipotenziiren
bevollmächtigen
Pompsack
jemand, der in einen altmodischen Staatsrock auf tölpelhafte Weise protzt
postiren
mit der Eilpost reisen
Praecedenz
Vortritt, Vorrang
praesentiren
schenken, als Geschenk geben
praeteriren
übergehen
preismachen
zur Beute machen, gewaltsam wegnehmen
preismachen
jemandem etwas überlassen
Pressur
Beschwerung, Bedrückung
procuriren
etwas besorgen, für etwas Sorge tragen
progrediren
fortschreiten, vorgehen
promittiren
versprechen, zusagen
Prospect
Aussicht
putzen
verschönern
Quartiermeister
für die Beschaffung von Verpflegung und Unterkunft zuständiger Unteroffizier
queruliren
(meist ohne Grund oder wegen Nichtigkeiten) klagen
Recommendirung
Empfehlung
regeriren
aufs neue einwenden, erwidern, antworten
remittiren
zugestehen
remittiren
verweisen
remittiren
(Geld oder Wechsel) schicken
remittiren
nachlassen, erlassen
resolviren
entschließen, beschließen
ressentiren
lebhaft und übel empfinden
ressentiren
ahnden
Revisite
Gegenbesuch
salviren
retten
selbsiebend
mit noch sechs anderen, zu siebt
Session
Sitz, Platz
Session
Sitzung
sieder
seit
sollicitiren
etwas gerichtlich betreiben, um Rechtshilfe ersuchen
sollicitiren
ersuchen
Stillstand
Waffenstillstand
stürzen
brechen
subdelegiren
einen Unterbevollmächtigten ernennen
submittiren
unterwerfen
Successor
Nachfolger
Tabulat
getäfelter Boden
Tabulat
Etage, Stockwerk
Tafeldemant
flacher Diamant
Tagefahrt
Termin (bis zu welchem gewisse Gelder bezahlt werden müssen)
Thum(b)probst
Dompropst (Vorsteher und Vertreter eines Domkapitels nach außen)
Tractation
Bewirtung, Verpflegung
Tractation
Behandlung
Tractation
Verhandlung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
Treppenflöz
Treppenabsatz
trinkentragen
Getränke reichen
Trompter
Trompeter
Vanitet
Eitelkeit, Nichtigkeit, Vergänglichkeit
verglimpfen
als passend schildern
visitiren
besuchen
Viztum
Statthalter, Vertreter
Volk
Truppen
Zeitung
Nachricht
N. N. Adler (2)

Anm.: Feuerwerker des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647).
Kaiser Jakob von Äthiopien
Kaiser Malak Sagad II. von Äthiopien

gest.: 1606
Anm.: Sohn des Kaisers Sarsa Dengel (Malak Sagad I.) von Äthiopien (1550-1597); 1597-1603 und seit 1604 Kaiser von Äthiopien.
Sophia von Baudissin
Sophia von Ahlefeld
Geburtsname: Sophia von Rantzau

geb.: 1620
gest.: 1697
Anm.: Tochter des Gerhard von Rantzau (1558-1627); 1633-1646 erste Ehe mit Wolf Heinrich von Baudissin (1597-1646); 1650-1670 zweite Ehe mit Cai von Ahlefeld (1591-1670).
Foppe van Aitzema

geb.: ca. 1580
gest.: 1637
Anm.: Sohn des Schelte van Aitzema; Studium in Franeker, Leiden, Helmstedt und Wittenberg; 1607-1613 herzoglicher Rat in Wolfenbüttel; 1612/13 zugleich Kanzler des Hochstifts Halberstadt; Gesandter der Generalstaaten, u. a. bei der Hanse in Lübeck bzw. Hamburg (seit 1617) und am Wiener Kaiserhof (1636/37); 1637 Konversion zum katholischen Glauben.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Michael Adolph von Althan(n)

geb.: 1574
gest.: 1636
Anm.: Sohn des Christoph von Althan(n) (1529-1589); um 1598/99 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1600 Kommandant der kaiserlichen Leibgarde, später Obrist (1603), Feldmarschall (1607) und Hofkriegsrat; 1608 Landobrist von Österreich ob der Enns; 1618 Mitbegründer des kurzlebigen Ritterordens Ordo Militiae Christianae, dessen deutsch-polnisch-ungarischem Zweig er als Großmeister vorstand; seit 1627 kaiserlicher Kämmerer; 1610 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Fernando Álvarez de Toledo y Pimentel
Duque Fernando de Alba de Tormes
Marqués Fernando de Coria

geb.: 1507
gest.: 1582
Anm.: Sohn des García Álvarez de Toledo y Zúñiga, Marqués de Coria (gest. 1510); spanischer Grande; ab 1510 Marqués de Coria; seit 1531 Duque de Alba; 1532 Befehlshaber spanischer Hilfstruppen gegen die Türken in Ungarn; 1535 Teilnahme an der Eroberung von Tunis; ab 1541 nacheinander Mayordomo Mayor der Könige Karl I. (1500-1558) und Philipp II. von Spanien (1527-1598); Consejero de Estado; 1542 Feldherr gegen die französische Armee bei Perpignan; 1546/47 Kommandeur der spanischen Tercios im Schmalkaldischen Krieg; 1555-1559 spanischer Capitán general in Italien; 1555/56 Gouverneur des Herzogtums Mailand; 1556-1559 Vizekönig von Neapel; 1567-1573 Statthalter und militärischer Oberbefehlshaber in den Spanischen Niederlanden; seit 1580 Vizekönig und Condestable von Portugal; ab 1546 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Giovan Battista Andreini
Lelio

geb.: 1576
gest.: 1654
Anm.: Sohn des Schauspielers, Impresarios und Autoren Francesco Andreini (1548-1624); berühmter Schauspieler, Konduktor und Stückeschreiber; zunächst Mitglied der elterlichen Comedia-dell'Arte-Truppe "Compagnia dei Comici Gelosi"; 1601 Gründung der eigenen Truppe Compagnia dei Comici Fedeli ("I Fedeli"), die große Erfolge in Italien und Frankreich feierte; Schutz und die Förderung durch die Herzöge von Mantua, Vincenzo (1562-1612), Francesco IV. (1586-1612) und Ferdinando Gonzaga (1587-1626); vgl. Pierre Louis Duchartre: The Italian Comedy. The vImprovisation Scenarios, Lives, Attributes, Portraits and Masks of the Illustrious Characters of the Commedia dell'Arte, New York 1966, S. 94-96; Siro Ferrone: La Commedia dell’Arte. Attrici e attori italiani in Europa (XVI–XVIII secolo), Torino 2014, S. 260-262; Robert Henke: Performance and Literature in the Commedia dell'Arte, Cambridge 2002, S. 210-215; Allardyce Nicoll: World of Harlequin. A Critical Study of the Commedia dell'Arte, Cambridge [u. a.] 1986, 171-175; Roberto Tessari: Commedia dell'Arte: La Maschera e l'Ombra, Milano 1981, S. 6; ders.: La Commedia dell’Arte. Genesi d’una società dello spettacolo, Roma/Bari 2013, S. 58f., 95, 102, 168-170 und 172-178.

Weiterführende Informationen in der DNB
Virginia Andreini (1)
La Florinda
Geburtsname: Virginia Ramponi

geb.: 1583
gest.: 1630/31
Anm.: Erfolgreiche Schauspielerin und Sängerin; seit 1601 Ehe mit Giovan Battista Andreini, mit dem sie die Schauspieler-Compagnie "I Fedeli" leitete; Künstlername nach dem von ihrem Mann verfassten, 1603 in Florenz uraufgeführten Stück "La Florinda"; vgl. Siro Ferrone: La Commedia dell'Arte. Attrici e attori italiani in Europa (XVI-XVIII secolo), Torino 2014, S. 306-308; Emily Wilbourne: Seventeenth-Century Opera and the Sound of the Commedia dell’Arte, Chicago/London 2016, passim.
Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.
Fürst Joachim Ernst von Anhalt

geb.: 1536
gest.: 1586
Anm.: Sohn des Fürsten Johann IV. von Anhalt-Zerbst (1504-1551) und Großvater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1562-1570 gemeinsam mit seinem Bruder Bernhard (1540-1570) regierender, seit 1570 alleinregierender Fürst von Anhalt.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Fürstin Anna von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Gräfin Anna von Bentheim-Steinfurt und Tecklenburg

geb.: 1579
gest.: 1624
Anm.: Tochter des Grafen Arnold II. von Bentheim-Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); ab 1595 Ehe mit Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Mutter Christians II.; führte gemeinsam mit ihrer Tochter Eleonora Maria (1600-1657) seit 1617 die "Noble Acaémie des Loyales" oder "Getreue Gesellschaft", eine Gesellschaft hochadliger reformierter Damen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb.: 1604
gest.: 1640
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.
Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg

geb.: 1568
gest.: 1630
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Vater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1582 Reise nach Konstantinopel; 1591/92 Führer eines Expeditionskorps für Heinrich von Navarra; 1592 Übertritt zum reformierten Glauben; 1592/93 Befehl über die protestantischen Truppen im Krieg um das Bistum Straßburg; 1595-1620 oberpfälzischer Statthalter in Amberg und zunehmend Leiter der pfälzischen Politik; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1610 Unionsgeneral im klevisch-jülischen Krieg; 1619/20 Kommandierender der pfälzisch-böhmischen Truppen, nach deren Niederlage in der Schlacht am Weißen Berg durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637) geächtet; Flucht nach Schweden (1621) und Flensburg (1622-24); 1624 Aufhebung der Reichsacht; seit 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sehnliche").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg

geb.: 1599
gest.: 1656
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); Kurzbiographie im Rahmen dieser Edition unter http://www.tagebuch-christian-ii-anhalt.de/index.php?article_id=15.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb.: 1603
gest.: 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg

geb.: 1632
gest.: 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg

geb.: 1608
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1626/27 Gesandtschaften nach Wien und Dresden; ab 1628 kaiserlicher Obrist; seit 1630 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; ab 1631 kursächsischer Obrist, als welcher er in der Schlacht bei Lützen tödlich verwundet wurde; seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlbewahrte").

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb.: 1634
gest.: 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb.: 1613
gest.: 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; 1637-1641 hessisch-kasselischer Generalmajor; seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Fürstin Dorothea von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Pfalzgräfin Dorothea von Pfalz-Simmern

geb.: 1581
gest.: 1631
Anm.: Tochter des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Simmern (1543-1592); 1595-1618 Ehe mit Fürst Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618); seit 1619 Witwensitz auf Schloss Sandersleben.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Friedrich Moritz von Anhalt-Dessau

geb.: 1600
gest.: 1610
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Georg Aribert von Anhalt-Dessau

geb.: 1606
gest.: 1643
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1618 gemeinsam mit seinem Bruder Fürst Johann Kasimir (1596-1660) regierender Fürst von Anhalt-Dessau (bis 1625 unter dessen Vormundschaft); 1625-1629 in kaiserlichen Kriegsdiensten; residierte seit 1632 in Wörlitz; ab 1637 morganatische Ehe mit Johanna Elisabeth von Krosigk; seit 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anmutige").

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Johann Georg I. von Anhalt-Dessau

geb.: 1567
gest.: 1618
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1603-1606 Regent des Fürstentums Anhalt (im Namen seiner Brüder); ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Dessau und Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlriechende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau

geb.: 1627
gest.: 1693
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); schwedischer Obrist (1655-1657) und Generalmajor (1658); ab 1658 kurbrandenburgischer General und Statthalter der Kurmark; später auch Geheimer Staats- und Kriegsrat in Berlin sowie Feldmarschall (1670); seit 1660 regierender Fürst von Anhalt-Dessau; ab 1670 Senior des Hauses Anhalt; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefüllte").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb.: 1596
gest.: 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen

geb.: 1579
gest.: 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1596/97 Reise in die Niederlande, England und Frankreich; Studium in Siena (1599/1600) und Florenz (1599-1601); 1600 Aufnahme in die Florentiner Accademia della Crusca ("L'Acceso"); ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Köthen; 1631-1635 schwedischer Statthalter der Stifte Magdeburg und Halberstadt; 1617 Mitbegründer und bis zu seinem Tod erstes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nährende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb.: 1575
gest.: 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Fürst Emanuel von Anhalt-Plötzkau
Fürst Emanuel von Anhalt-Köthen

geb.: 1631
gest.: 1670
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Lebrecht (1622-1669) in Plötzkau; ab 1657 in schwedischen Kriegsdiensten; 1659/60 in dänischer Gefangenschaft; 1662 Teilnahme am venezianischen Feldzug gegen die Türken; 1665-1669 zusammen mit seinem Bruder Lebrecht regierender, seit 1669 alleinregierender Fürst von Anhalt-Köthen; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Strebende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Ernst Gottlieb von Anhalt-Plötzkau

geb.: 1620
gest.: 1654
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1653 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Emanuel (1631-1670) und Lebrecht (1622-1669) in Plötzkau; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Starke").

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
Fürst Lebrecht von Anhalt-Köthen

geb.: 1622
gest.: 1669
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürstin Sibylla von Anhalt-Plötzkau
Geburtsname: Gräfin Sibylla zu Solms-Laubach

geb.: 1590
gest.: 1659
Anm.: Tochter des Grafen Johann Georg zu Solms-Laubach (1547-1600); 1618-1653 Ehe mit Fürst August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653).
Fürst Johann IV. von Anhalt-Zerbst

geb.: 1504
gest.: 1551
Anm.: Sohn des Fürsten Ernst von Anhalt-Zerbst (1451-1516) und Urgroßvater Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1544 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürstin Magdalena von Anhalt-Zerbst
Geburtsname: Gräfin Magdalena von Oldenburg

geb.: 1583
gest.: 1657
Anm.: Tochter des Grafen Johann XVI. von Oldenburg (1540-1603); 1612-1621 Ehe mit Fürst Rudolph von Anhalt-Zerbst (1576-1621).

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Rudolph von Anhalt-Zerbst

geb.: 1576
gest.: 1621
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; seit 1618 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Süße").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Anna

Anm.: Gestalt apokrypher Schriften und der christlichen Tradition; Mutter von Maria und damit Großmutter von Jesus Christus; als Heilige verehrt.

Weiterführende Informationen in der DNB
Marcus Antonius

geb.: 86/83/82 v. Chr.
gest.: 30 v. Chr.
Anm.: Sohn des römischen Konsuls Marcus Antonius Orator (143-87 v. Chr.); Vertrauter von Gaius Iulius Caesar (100-44 v. Chr.); seit 50 v. Chr. römischer Augur; 44 v. Chr. Konsul; 43-32 v. Chr. Triumvir; danach erfolgloser Krieg gegen Octavian (63 v. Chr.-14 n. Chr.).

Weiterführende Informationen in der DNB
Hans Georg von Arnim

geb.: 1583
gest.: 1641
Anm.: Sohn des Bernd von Arnim (1550-1611); 1613-1617 schwedischer Obrist; 1621 Wechsel in polnische Kriegsdienste; kaiserlicher Obrist (1626-1628) und Feldmarschall (1628/29); 1631-1635 kursächsischer Feldmarschall; 1637/38 in schwedischer Gefangenschaft; 1638 erneuter Eintritt in kaiserlich-kursächsische Dienste; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gepriesene").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Arnsberg, Familie
Grafen von Arnsberg

Anm.: Im Jahr 1371 ausgestorbenes westfälisches Reichsgrafengeschlecht.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Johann August von der Asseburg

geb.: 1611
gest.: 1660
Anm.: Sohn des Christoph Johann von der Asseburg (1580-1651); Erbherr auf Ampfurt und Eggenstedt.
Hans Joachim Aspan von Haag

gest.: 1645
Anm.: Sohn des Landrats Jakob Aspan von Haag (gest. 1610); Herr auf Lichtenhaag, Hartheim und Wimspach.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Johann Friedrich von Attems

geb.: 1593
gest.: 1663
Anm.: Sohn des Hermann von Attems (1564-1611); 1630 Erhebung in den Grafenstand; kaiserlicher Obrist der Kavallerie und Kämmerer, auch Hofkriegsrat; ab 1643 Oberststallmeister der verwitweten Kaiserin Eleonora Gonzaga (1598-1655).
Graf Johann Jakob von Attems

geb.: 1598
gest.: 1670
Anm.: Sohn des Hermann von Attems (1564-1611); 1630 Erhebung in den Grafenstand; kaiserlicher Obrist im Regiment von Generalmajor Philipp Friedrich Breuner; Kämmerer der Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) und Leopold; 1667-1670 Landesverweser des Herzogtums Kärnten.
Graf Maximilian Hermann von Attems

geb.: 1604/07
gest.: 1684
Anm.: Sohn des Hermann von Attems (1564-1611); 1630 Erhebung in den Grafenstand; Kämmerer und Geheimer Rat des Erzherzogs Leopold Wilhelm von Österreich (1614-1662).
Gräfin Ursula von Attems
Geburtsname: Ursula Breuner

geb.: 1568
gest.: 1641
Anm.: Tochter des Kaspar Breuner (1530-1570); 1588-1611 Ehe mit Hermann von Attems (1564-1611); 1623-1624 Obersthofmeisterin der Erzherzoginnen Maria Anna (1610-1665) und Caecilia Renata (1611-1644); 1624-1637 Obersthofmeisterin der Kaiserin Eleonora Gonzaga (1598-1655); 1630 Erhebung in den Grafenstand.
Wolf Helmhard Auer von Herrenkirchen

geb.: 1610
gest.: 1660
Anm.: Oberösterreichischer Exulant; seit 1624 Hofjunker des Grafen Friedrich Kasimir von Ortenburg (1591-1658); vor 1634 vorübergehend in Kriegsdiensten.
Georg Ayrmann
Georg Eyermann

geb.: ca. 1575
gest.: 1651
Anm.: Sohn von Georg Ayrmann (gest. vor 1600) aus Bamberg; Nürnberger Kaufmann; ab etwa 1600 Handelsdiener bei der Petzschen Handlung; seit 1602 Nürnberger Bürger; ab 1608 Genannter des Größeren Rats der Reichstadt; ab ca. 1610 mit eigener Handelsgesellschaft mit Hauptsitz in Nürnberg und zweitweise in Leipzig; 1623 Nobilitierung; vgl. Lambert F. Peters: Der Handel Nürnbergs am Anfang des Dreißigjährigen Krieges. Strukturkomponenten, Unternehmen und Unternehmer - eine quantitative Analyse. Stuttgart 1994, S. 213-275.

Weiterführende Informationen in der DNB
Bartholomäus Backofen

Anm.: Geboren in Susteren (Herzogtum Jülich); ab 1611 Medizinstudium in Franeker; Promotion zum Dr. med.; seit 1619 praktizierender Arzt; 1626/27 Hausarzt des Prinzen Christian d. J. von Anhalt.
Baden, Haus
Markgrafen von Baden

Anm.: Südwestdeutsches Reichsfürstengeschlecht.

Weiterführende Informationen in der DNB
Markgraf Friedrich V. von Baden-Durlach

geb.: 1594
gest.: 1659
Anm.: Sohn des Markgrafen Georg Friedrich von Baden-Durlach (1573-1638); ab 1622 regierender Markgraf von Baden-Durlach; 1634-1649 abgesetzt und Leben im Exil; seit 1632 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verwandte").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach

geb.: 1573
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Markgrafen Karl II. von Baden-Durlach (1529-1577); ab 1604 regierender Markgraf von Baden-Durlach; Mitglied und General der Protestantischen Union; 1621/22 antikaiserlicher Feldherr; 1622 Abdankung zugunsten seines Sohnes Friedrich V. (1594-1659); 1627 dänischer Generalleutnant; lebte seit 1634 in Straßburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Markgraf Karl von Baden-Durlach

geb.: 1598
gest.: 1625
Anm.: Sohn des Markgrafen Georg Friedrich von Baden-Durlach (1573-1638); 1619 Rittmeister unter seinem Vater im Unionsheer, kurz darauf Ernennung zum Obristen; 1621/22 Teilnahme an den Feldzügen seines Vaters; 1623 Obrist unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); 1625 Kampf für die Franzosen im Veltlin; vgl. Johann Christian Sachs: Einleitung in die Geschichte der Marggravschaft und des marggrävlichen altfürstlichen Hauses Baden, 4. Teil, Karlsruhe 1770, S. 493-498.

Weiterführende Informationen in der DNB
Malatesta Baglioni
Bischof Malatesta von Pesaro
Bischof Malatesta von Assisi

geb.: 1581
gest.: 1648
Anm.: Sohn des Gianpaolo Baglioni (1552-1608); 1612-1641 Bischof von Pesaro; 1634-1639 Apostolischer Nuntius am Wiener Kaiserhof; seit 1641 Bischof von Assisi.
Johan Banér

geb.: 1596
gest.: 1641
Anm.: Sohn des Gustaf Axelsson Banér (1547-1600); schwedischer Obrist (1621), Generalmajor (1623), General der Infanterie (1630) sowie Feldmarschall im Nieder- und Obersächsischen Reichskreis (1634); ab 1630 Reichsrat; seit 1634 Oberbefehlsshaber der schwedischen Armee in Deutschland; ab 1638 zugleich Generalgouverneur in Pommern; seit 1633 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Haltende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Carlo Barberini
Duca Carlo di Cesi e Monterotondo

geb.: 1562
gest.: 1630
Anm.: Sohn des Antonio Barberini (gest. 1571) und Bruder von Papst Urban VIII. (1568-1644); ab 1623 Gonfaloniere der Heiligen Römischen Kirche.

Weiterführende Informationen in der DNB
Francesco Barberini
Bischof Francesco von Sabina
Kardinalbischof Francesco von Ostia (e Velletri)

geb.: 1597
gest.: 1679
Anm.: Sohn des Carlo Barberini (1562-1630); Neffe und 1623-1644 Kardinalnepot von Papst Urban VIII. (1568-1644); ab 1633 römischer Großinquisitor; seit 1645 Bischof von Sabina; ab 1666 Kardinalbischof von Ostia (e Velletri).

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Albrecht Friedrich von Barby und Mühlingen

geb.: 1597
gest.: 1641
Anm.: Sohn des Grafen Jost von Barby und Mühlingen (1544-1609); gemeinschaftliche Regierung mit seinem jüngeren Bruder Jost Günther (1598-1651); seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Dienliche").

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Jost Günther von Barby und Mühlingen

geb.: 1598
gest.: 1651
Anm.: Sohn des Grafen Jost von Barby und Mühlingen (1544-1609); bis 1641 gemeinschaftliche Regierung mit seinem älteren Bruder Albrecht Friedrich (1597-1641), danach Vormundschaft über dessen Sohn August Ludwig (1639-1659); seit 1632 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Güldene").

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Adam Batthyány

geb.: 1609
gest.: 1659
Anm.: Sohn des Franz Batthyány (1577-1625); 1629 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1630 kaiserlicher Kämmerer; seit 1640 Generalkapitän für die Gebiete in Ungarn diesseits der Donau; 1630 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Wolf Heinrich von Baudissin

geb.: 1597
gest.: 1646
Anm.: Sohn des Christoph von Baudissin (gest. 1618); 1615 venezianischer Leutnant; 1620 Teilnahme an der Schlacht am Weißen Berg als böhmisch-kurpfälzischer Rittmeister; 1626/27 dänischer Reiterobrist; 1627-1633 in schwedischen Kriegsdiensten, ab März 1631 Generalleutnant; 1635/36 kursächsischer Generalleutnant; seit 1641 polnischer Gesandter in Kopenhagen.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Albrecht von Bayern
Landgraf Albrecht von Leuchtenberg

geb.: 1584
gest.: 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1646 Regent der Landgrafschaft Leuchtenberg durch seit 1636 bestehende Lehnsanwartschaft über seine Gemahlin Mechthilde von Leuchtenberg (1588–1634), der Tante des letzten Landgrafen Maximilian Adam (1611-1646); 1651-1654 Kuradministrator von Bayern.

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Albrecht V. von Bayern

geb.: 1528
gest.: 1579
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm IV. von Bayern (1493-1550); ab 1550 regierender Herzog von Bayern; seit 1546 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Ferdinand von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Ferdinand von Köln
Bischof Ferdinand von Lüttich
Bischof Ferdinand von Hildesheim
Bischof Ferdinand von Münster
Bischof Ferdinand von Paderborn

geb.: 1577
gest.: 1650
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1612 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Lüttich, Hildesheim und Münster; seit 1618 auch Bischof von Paderborn.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Ferdinand von Bayern

geb.: 1550
gest.: 1608
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); aus seiner morganatischen Ehe mit Maria von Pettenbeck (1574-1619) ging 1602 die Wittelsbacher-Seitenlinie der Grafen von Wartenberg hervor.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern

geb.: 1636
gest.: 1679
Anm.: Sohn des Kurfürsten Maximilian I. von Bayern (1573-1651); seit 1651 Kurfürst von Bayern (bis 1654 unter der Regentschaft seiner Mutter Maria Anna (1610-1665) und des Kuradministrators Herzog Albrecht von Bayern).

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Karl Johann Franz von Bayern

geb.: 1618
gest.: 1640
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht von Bayern (1584-1666).

Weiterführende Informationen in der DNB
Kurfürstin Maria Anna von Bayern
Herzogin Maria Anna von Bayern
Geburtsname: Erzherzogin Maria Anna von Österreich

geb.: 1610
gest.: 1665
Anm.: Tochter des Erzherzogs Ferdinand II. von (Inner-)Österreich (1578-1637); 1635-1651 Ehe mit Kurfürst Maximilian I. von Bayern (1573-1651).

Weiterführende Informationen in der DNB
Kurfürst Maximilian I. von Bayern
Herzog Maximilian I. von Bayern

geb.: 1573
gest.: 1651
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1597 regierender Herzog von Bayern; Oberhaupt der 1609 gegründeten Katholischen Liga; 1623 Verleihung der (ehemals Pfälzer) Kurwürde durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637), endgültig bestätigt im Westfälischen Frieden; seit 1600 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Wilhelm V. von Bayern

geb.: 1548
gest.: 1626
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht V. von Bayern (1528-1579); 1579-1597 regierender Herzog von Bayern (Abdankung zugunsten seines ältesten Sohnes Maximilian I.); seit 1585 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Thomas Benckendorf

Anm.: Vermutlich Sohn des Martin Benckendorf; 1627 Kammer- und Küchenschreiber, seit 1628 Kammerschreiber und Kammerdiener sowie bis 1647 Sekretär des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1637-1647 auch Amtmann von Bernburg.
Graf Arnold Jobst von Bentheim und Steinfurt

geb.: 1580
gest.: 1643
Anm.: Sohn des Grafen Arnold von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); seit 1606 regierender Graf von Bentheim und Steinfurt.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Konrad Gumprecht von Bentheim-Limburg

geb.: 1585
gest.: 1618
Anm.: Sohn Graf Arnolds IV. von Bentheim-Streinfurt und Tecklenburg (1554-1606); seit 1612 Regent über die Grafschaft Bentheim-Limburg; im Dezember 1616 vermählt mit Johannetta Elisabeth, geb. Gräfin von Nassau-Dillenburg (1593-1654). Mit dem frühen Tod ihres einziges Sohnes Wilhelm erlischt die kurzlebige Nebenlinie Bentheim-Limburg.
Graf Wilhelm von Bentheim-Limburg

geb.: 1617
gest.: 1626
Anm.: Einziger Sohn des Grafen Konrad Gumprecht, der sich im Dezember 1616 mit Johannetta Eilsabeth, geb. Gräfin v. Nassau-Dillenburg (1593-1654), vermählt hatte und schon im März 1618 starb. Mit dem frühen Tod Wilhelms, der im Dezember 1617 geboren war, erlischt die kurzlebige gräfliche Nebenlinie Bentheim-Limburg.
Graf Wilhelm Heinrich von Bentheim-Steinfurt

geb.: 1584
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Grafen Arnold von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); ab 1604 Domherr in Straßburg; 1606-1610 gemeinsam mit seinen älteren Brüdern Adolph (1577-1623) und Arnold Jobst (1580-1643), seit 1610 alleinregierender Graf von Bentheim-Steinfurt; ab 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kräftige").

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Adolph von Bentheim-Tecklenburg

geb.: 1577
gest.: 1623
Anm.: Sohn des Grafen Arnold IV. von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); seit 1606 regierender Graf von Bentheim-Tecklenburg und Herr von Rheda.

Weiterführende Informationen in der DNB
N. N. Berka von Duba

Anm.: Böhmischer Adliger.
Gabriel Bethlen
Fürst Gabriel von Siebenbürgen

geb.: 1580
gest.: 1629
Anm.: Sohn des ungarischen Reitergenerals Wolfgang Bethlen (gest. 1590); seit 1613 Fürst von Siebenbürgen; 1619-1626 Anführer eines antihabsburgischen Aufstandes im königlichen Ungarn; 1620/21 gewählter König von Ungarn.

Weiterführende Informationen in der DNB
Stephan Bethlen
Fürst Stephan von Siebenbürgen

geb.: 1582
gest.: 1648
Anm.: Sohn des ungarischen Reitergenerals Wolfgang Bethlen (gest. 1590); 1630 für 60 Tage Fürst von Siebenbürgen; 1636 Feldzug gegen seinen Nachfolger Georg Rákóczi (1593-1648) mit türkischer Unterstützung.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Georg von Böhmen
Georg von Kunstadt und Podiebrad

geb.: 1420
gest.: 1471
Anm.: Sohn des Viktorin von Kunstadt und Podiebrad (1403-1427); seit 1458 König von Böhmen.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Christian Heinrich von Börstel

geb.: 1617
gest.: 1661
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); Erbherr auf Güsten und Ilberstedt; ab 1641 Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) und Hofmeister für dessen Sohn Johann Georg (bis 1648); seit 1657 anhaltischer Gesamtrat und Hofmeister des Fürsten Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlängernde").

Weiterführende Informationen in der DNB
Hans von Börstel

gest.: 1618
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmanns Curt von Börstel (1549-1618); anhaltischer Amtshauptmann von Gernrode, Bernburg und Ballenstedt.
Hans Ernst von Börstel

geb.: ca. 1585/90
gest.: 1644
Anm.: Sohn des anhaltischen Rats Ernst von Börstel (ca. 1560-1623?); zunächst hessisch-kasselischer Rat; 1622 Hofjunker und 1623/24 Hofmeister des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg, danach auch für dessen Bruder Ernst (1608-1632); ab 1632 anhaltisch-bernburgischer Rat und Amtshauptmann von Harzgerode; um 1635 ebenso Hofmeister des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittere").

Weiterführende Informationen in der DNB
Heinrich von Börstel

geb.: 1581
gest.: 1647
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmanns Curt von Börstel (1549-1618); Erbherr auf Güsten, Plötzkau und Ilberstedt; bereits vor 1623 Regierungspräsident, Amtshauptmann und Kammerrat in Bernburg; 1639 Rücktritt vo allen Ämtern, jedoch weiterhin Berater des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Eilende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Gaston de Bourbon
Duc Gaston d' Orléans
Duc Gaston d' Anjou
Duc Gaston d' Alençon
Duc Gaston de Chartres
Duc Gaston de Valois

geb.: 1608
gest.: 1660
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610) und ältester lebender Bruder Ludwigs XIII. (1601-1643); seit 1643 Lieutenant-général du royaume.

Weiterführende Informationen in der DNB
Henri II de Bourbon
Prince Henri II de Condé
Duc Henri d' Albret
Duc Henri de Bellegarde
Duc Henri d' Enghien

geb.: 1588
gest.: 1646
Anm.: Sohn des Henri I de Bourbon, Prince de Condé (1552-1588); 1612-1620 Vice-roi de Nouvelle-France; 1616/17 und 1619-1646 Gouverneur des Berry; ab 1631 auch Gouverneur der Bourgogne; seit 1643 Grand maître, Grand veneur und Grand louvetier de France.

Weiterführende Informationen in der DNB
Louis de Bourbon
Comte Louis de Soissons

geb.: 1604
gest.: 1641
Anm.: Sohn des Charles de Bourbon, Comte de Soissons (1566-1612); seit 1612 Grand maître de France; Gouverneur der Dauphiné (1612-1641) und Champagne (1631-1641); Feldherr der französischen Armee.

Weiterführende Informationen in der DNB
Konrad d. J. von Boyneburg
Konrad d. J. von Bemelberg

geb.: 1578
gest.: 1626
Anm.: Sohn des Konrad d. Ä. von Boyneburg (1552-1618); seit 1602 bayerischer Hofrat; 1604-1606 Hofratspräsident; 1606-1616 Pfleger in Wemding; zuletzt Tiroler Statthalter des Erzherzogs Leopold von Österreich (1586-1632) in Innsbruck.

Weiterführende Informationen in der DNB
Tycho Brahe
Tyge Ottesen Brahe

geb.: 1546
gest.: 1601
Anm.: Sohn des Otte Tygesson Brahe (1518-1571); ab 1559 Studium in Kopenhagen, Leipzig, Wittenberg, Rostock und Basel; danach bedeutender Astronom; ab 1559 Studium in Kopenhagen, Leipzig, Wittenberg, Rostock und Basel; 1576-1597 astronomische Forschungen in den Sternwarten Uraniborg und Stjerneborg auf der Öresundinsel Ven; seit 1599 Hofmathematiker von Kaiser Rudolph II. (1552-1612).

Weiterführende Informationen in der DNB
Brandenburg, Haus
Kurfürsten von Brandenburg
Markgrafen von Brandenburg

Anm.: Seit 1415 herrschende Reichsfürstendynastie der Hohenzollern., NDB
Markgraf Christian Wilhelm von Brandenburg
Administrator Christian Wilhelm von Magdeburg
Administrator Christian Wilhelm von Halberstadt

geb.: 1587
gest.: 1665
Anm.: Sohn des Kurfürsten Joachim Friedrich von Brandenburg (1546-1608); 1598-1631 Administrator des Erzstifts Magdeburg; ab 1614 auch Koadjutor und 1624-1628 Administrator des Hochstifts Halberstadt; 1626 Generalleutnant des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1631 kaiserlicher Kriegsgefangener; 1632 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1635 finanziell entschädigt durch regelmäßige Einkünfte aus dem Erzstift Magdeburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb.: 1620
gest.: 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg
Herzog Georg Wilhelm in Preußen

geb.: 1595
gest.: 1640
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg (1572-1619); 1614-1619 Statthalter in Jülich-Kleve; ab 1619 Kurfürst von Brandenburg; seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Aufrichtende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Markgraf Johann von Brandenburg

geb.: 1597
gest.: 1627
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg (1525-1598) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Kurfürst Johann Georg von Brandenburg

geb.: 1525
gest.: 1598
Anm.: Sohn des Kurfürsten Joachim II. von Brandenburg (1505-1571); seit 1571 Kurfürst von Brandenburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Markgraf Johann Georg von Brandenburg

geb.: 1598
gest.: 1637
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg (1525-1598) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1627 kaiserlicher und 1632-1634 schwedischer Obrist; 1634/35 in kaiserlicher Gefangenschaft; seit 1634 kaiserlicher Kämmerer.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kurfürst Johann Sigismund von Brandenburg
Herzog Johann Sigismund in Preußen

geb.: 1572
gest.: 1619
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Friedrich von Brandenburg (1546-1608); seit 1608 Kurfürst von Brandenburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Markgraf Sigismund von Brandenburg

geb.: 1592
gest.: 1640
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg (1525-1598) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; kurbrandenburgischer Statthalter in den Grafschaften Mark (1627, 1632, 1636) und im Herzogtum Kleve (1639); ab 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Treffliche").

Weiterführende Informationen in der DNB
Markgraf Albrecht von Brandenburg-Ansbach

geb.: 1620
gest.: 1667
Anm.: Sohn des Markgrafen Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach (1583-1625); seit 1634 regierender Markgraf von Brandenburg-Ansbach (bis 1639 unter Vormundschaft seiner Mutter Sophia).

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Markgraf Friedrich von Brandenburg-Ansbach

geb.: 1616
gest.: 1634
Anm.: Sohn des Markgrafen Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach (1583-1625); seit 1625 regierender Markgraf von Brandenburg-Ansbach unter Vormundschaft seiner Mutter Sophia); 1634 Tod als schwedischer Offizier in der Schlacht bei Nördlingen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Markgraf Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach

geb.: 1583
gest.: 1625
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg (1525-1598) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1603 regierender Markgraf von Brandenburg-Ansbach.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Markgräfin Sophia von Brandenburg-Ansbach
Geburtsname: Herzogin Sophia von Braunschweig-Lüneburg

geb.: 1563
gest.: 1639
Anm.: Tochter des Herzogs Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (1535-1592); 1579-1603 Ehe mit Markgraf Georg Friedrich I. von Brandenburg-Ansbach-Kulmbach (1539-1603); danach Witwensitz in Gifhorn.

Weiterführende Informationen in der DNB
Markgräfin Sophia von Brandenburg-Ansbach
Geburtsname: Gräfin Sophia von Solms-Laubach

geb.: 1594
gest.: 1651
Anm.: Tochter des Grafen Johann Georg I. von Solms-Laubach (1547–1600); 1612-1625 Ehe mit Markgraf Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach (1583-1625); 1625-1639 vormundschaftliche Regentin der Markgrafschaft Brandenburg-Ansbach für ihre Söhne Friedrich (1616-1634) und Albrecht (1620-1667).

Weiterführende Informationen in der DNB
Markgraf Christian von Brandenburg-Bayreuth

geb.: 1581
gest.: 1655
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg (1525-1598) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1603 regierender Markgraf von Brandenburg-Kulmbach/Bayreuth; seit 1627 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vollblühende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Markgraf Erdmann August von Brandenburg-Bayreuth

geb.: 1615
gest.: 1651
Anm.: Sohn des Markgrafen Christian von Brandenburg-Bayreuth (1581-1655).

Weiterführende Informationen in der DNB
Markgraf Johann Georg von Brandenburg-Jägerndorf
Herzog Johann Georg von Jägerndorf
Administrator Johann Georg von Straßburg

geb.: 1577
gest.: 1624
Anm.: Sohn des Kurfürsten Joachim Friedrich von Brandenburg (1546-1608); 1592-1604 Administrator des Hochstifts Straßburg; ab 1606 regierender Herzog von Jägerndorf; 1613 Konversion zum Calvinismus; 1613-1617 kurfürstlicher Statthalter in der Markgrafschaft Brandenburg; seit 1616 Herrenmeister der Ballai Brandenburg des Johanniterordens; 1619/20 General-Feldoberst der schlesischen Stände, die sich der Confoederatio Bohemica angeschlossen hatten; 1621 Verhängung der Reichsacht; danach Teilnahme an den antikaiserlichen Feldzügen des siebenbürgischen Fürsten Gabriel Bethlen (1580-1629).

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Herzog Georg von Braunschweig-Calenberg

geb.: 1582
gest.: 1641
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (1535-1592); 1611/12 dänischer Obrist bzw. Generalwachtmeister; 1619-1624 und 1634 General des Niedersächsischen Reichskreises; 1626-1629 in kaiserlichen Kriegsdiensten; 1630-1635 schwedischer General; ab 1635 regierender Herzog im Fürstentum Calenberg-Göttingen (1636 Hannover als Residenz); seit 1636 Befehlshaber einer kleinen unabhängigen Welfenarmee; ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fangende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Braunschweig-Lüneburg, Haus
Herzöge von Braunschweig und Lüneburg

Anm.: Reichsfürstliche Dynastie der Welfen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Julius Ernst von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg

geb.: 1571
gest.: 1636
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1533–1598); seit 1598 Regent der Herrschaft Dannenberg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Otto III. von Braunschweig-Lüneburg-Harburg

geb.: 1572
gest.: 1641
Anm.: Sohn des Herzogs Otto II. von Braunschweig-Lüneburg-Harburg (1528-1603); seit 1606 gemeinschaftliche Regierung der Herrschaft Harburg mit seinem älteren Bruder Wilhelm August (1564-1642).

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Wilhelm August von Braunschweig-Lüneburg-Harburg

geb.: 1564
gest.: 1642
Anm.: Sohn des Herzogs Otto II. von Braunschweig-Lüneburg-Harburg (1528-1603); 1603-1606 gemeinschaftliche Regierung der Herrschaft Harburg mit seinem jüngeren Bruder Christoph (1570-1606) und 1606-1641 mit dem jüngsten Bruder Otto III. (1572-1641), ab 1641 Alleinherrschaft.

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzogin Anna Sophia von Braunschweig-Wolfenbüttel
Geburtsname: Markgräfin Anna Sophia von Brandenburg

geb.: 1598
gest.: 1659
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg (1572-1619); 1614-1634 Ehe mit Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1591-1634).

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb.: 1579
gest.: 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1533–1598); Studium in Rostock (1594), Tübingen (1595-1598) und Straßburg (1598); Reisen nach Italien (1598-1600) sowie in die Niederlande, nach England und Frankreich (1602/03); ab 1604 Paragiatsherrschaft in Hitzacker; seit 1635 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel (bis 1643 Residenz in Braunschweig wegen kaiserlicher Besetzung der Festung Wolfenbüttel); Büchersammler (Bestand der ursprünglichen Bibliotheca Selenica, später Bibliotheca Augusta zum Zeitpunkt seines Todes 40.000 Bände); ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Befreiende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Christian d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel
Administrator Christian von Halberstadt
Der tolle Halberstädter

geb.: 1599
gest.: 1626
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1564-1613); 1616-1623 Administrator des Bistums Halberstadt; ab 1621 Söldnerführer in kurpfälzischen und niederländischen, zuletzt in dänischen Diensten; seit 1624 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb.: 1591
gest.: 1634
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1564-1613); ab 1613 regierender Herzog in den Fürstentümern Wolfenbüttel und Calenberg sowie Grubenhagen (bis 1617); seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Dauerhafte").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel
Administrator Heinrich Julius von Halberstadt
Administrator Heinrich Julius von Minden

geb.: 1564
gest.: 1613
Anm.: Sohn des Herzogs Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1528-1589); ab 1578 Administrator des Hochstifts Halberstadt; 1582-1585 Administrator des Hochstifts Minden; seit 1589 regierender Herzog in den Fürstentümern Wolfenbüttel und Calenberg sowie seit 1596 auch in Grubenhagen.

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Herzogin Sophia Elisabeth von Braunschweig-Wolfenbüttel
Geburtsname: Herzogin Sophia Elisabeth von Mecklenburg-Güstrow

geb.: 1613
gest.: 1676
Anm.: Tochter des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); 1635-1666 Ehe mit Herzog August d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666).

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Seifried Breuner

geb.: 1538
gest.: 1594
Anm.: Sohn des Philipp Breuner (1498/1500-1556); 1568-1581 Reichshofrat; Kämmerer von Kaiser Rudolph II. (1552-1612); seit 1587 niederösterreichischer Regimentsrat; 1587-1591 Statthalter von Niederösterreich; später auch Geheimer Rat.

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Seifried Christoph Breuner

geb.: 1569
gest.: 1651
Anm.: Sohn des Seifried Breuner (1538-1594); ab 1597 Hofkammerrat; um 1600 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1618 kaiserlicher Kämmerer; 1619-1623 Hofkammerpräsident; ab 1619 Geheimer Rat; 1620-1626 niederösterreichischer Landmarschall; 1626-1640 Statthalter von Niederösterreich; 1624 Erhebung in den Grafenstand; seit 1639 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Graf Seifried Leonhard Breuner

geb.: 1596
gest.: 1667
Anm.: Sohn des Seifried Christoph Breuner (1569-1651); ab 1619 kaiserlicher Kämmerer; nach 1637 Hofkriegsrat; Geheimer Rat von Kaiser Leopold I.; militärische Laufbahn vom Obristen bis zum Feldzeugmeister.

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Wilhelm von Brincken
Wilhelm von dem Brinck

gest.: 1637
Anm.: Schwedischer Major (1630) und Obristleutnant (1633); kursächsischer Obristleutnant (1635) und Obrist (1636); 1636/37 kaiserlicher Obrist; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Beregnete").
Graf Heinrich Johann Bubna

geb.: 1596
gest.: 1653
Anm.: Sohn des Niklas Wratislaw Bubna (1569-1617); ab 1617 kaiserlicher Kämmerer; 1649-1653 Landeshauptmann von Glatz; 1644 Erhebung in den Grafenstand.
Johann Warleych Bubna

geb.: 1570
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Hermann Heinrich Bubna (gest. 1602); zunächst kaiserlicher Obrist; Obristleutnant (1609), Obrist (1611) und Generalwachtmeister (1618) der böhmischen Ständearmee; 1621 Verurteilung zum Tode und Verlust der Güter; danach in dänischen und schwedischen Kriegsdiensten; 1631 schwedischer Generalmajor; 1633 Kontaktperson zwischen Wallenstein (1583-1634) und dem schwedischen Reichskanzler Axel Oxenstierna (1583-1654).
Gaius Iulius Caesar

geb.: 100 v. Chr.
gest.: 44 v. Chr.
Anm.: Römischer Feldherr, Staatsmann und Schriftsteller.

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Wilhelm von Calchum
Wilhelm von Calcheim
Wilhelm von Lohausen

geb.: 1584
gest.: 1640
Anm.: Sohn des Heinrich von Calchum; zunächst Hofjunker in Pfalz-Zweibrücken; ab 1602 in kaiserlichen Kriegsdiensten; 1610 kurbrandenburgischer Leutnant; 1614 Hauptmann unter Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1591-1634); 1615-1620 Kapitän der kurfürstlich-brandenburgischen Leibgarde; 1619 auch Obristleutnant der schlesischen Stände; 1622 Obrist unter Markgraf Johann Georg von Brandenburg-Jägerndorf (1577-1624); 1622-1625 Obrist, Geheimer Rat und Statthalter des Grafen Anthon Günther von Oldenburg (1583-1667); 1625/26 dänischer Kriegsrat, Obrist und Generalkriegskommissar; 1628/29 Obrist der Stadt Bremen; seit 1630 Kriegsrat und Oberst des Herzogs Adolph Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin (1588-1658); 1631-1635 schwedischer Kommandant von Wismar, Generalmajor (Sergeant-Major-General) und Kommandeur der niedersächsischen Armee; 1632-1635 schwedischer Kommandant von Magdeburg; ab 1636 mecklenburgischer Geheimer Rat und Kriegsrat, Obristfeldwachtmeister und Kommandant von Rostock; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Feste").

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Alexander van der Capellen

geb.: ca. 1590/1600
gest.: 1656
Anm.: Sohn des Gerlach van der Capellen (1543-1625); Herr von Boedelhof, Mervelt und Aartsbergen; 1624 Aufnahme in die Ritterschaft der Grafschaft Zutphen; danach Richter in Stadt und Amt Doesburg, Abgeordneter der Rechnungskammer und Mitglied der Generalstaaten; seit 1635 enger Berater des Statthalters Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); 1621-1654 Verfasser umfangreicher Memoiren.

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Graf Friedrich (Karl) von Cavriani
Conte Federico (Carlo) di Cavriani

geb.: 1597
gest.: 1662
Anm.: Sohn des Luigi Cavriani (1560-1625); ab 1619 kaiserlicher Kämmerer; seit 1655 Geheimer Rat sowie Obersthofmeister der Kaiserin Eleonora Magdalena (1630-1686); 1643 Erhebung in den Grafenstand.

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Christoph (Stoffel) N. N.

Anm.: Bis 1636 Lakai des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Bediensteter des Herzogs Adolph Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin (1588-1658).
Conte Rambaldo di Collalto
Graf Reimbald von Collalto

geb.: 1579
gest.: 1630
Anm.: Sohn des Conte Antonio di Collalto (1548–1619); 1599 Eintritt in kaiserliche Kriegsdienste; 1608 Feldkriegsrat und Obrist; 1621 Kommandeur der rechtsdonauischen Truppen gegen Ungarn; 1624-1630 Hofkriegsratspräsident; 1625 Feldmarschall und 1628 Generalleutnant Wallensteins (1583-1634); ab 1627 Geheimer Rat; 1629 Oberbefehlshaber des oberitalienischen Expeditionsheeres; seit 1629 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Francesco Contarini

geb.: 1554
gest.: 1624
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Bertucci Contarini; Botschafter in Konstantinopel (1602-1604), Rom (1607-1609) und London (1611); ab 1615 Prokurator von San Marco; seit 1623 Doge der Republik Venedig.

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Rudolph Cornelisen

Anm.: Um 1627 Tuchhändler in Harderwijk.
Franz von Cramm

geb.: 1610
gest.: 1661
Anm.: Sohn von Heinrich von Cramm (gest. 1616); um 1636/37 Stallmeister des Herzogs Joachim Ernst von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1595-1671); seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bedeckte").

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Johann Schweikhard von Cronberg
Erzbischof und Kurfürst Johann Schweikhard von Mainz

geb.: 1553
gest.: 1626
Anm.: Sohn des Hartmut von Cronberg (1517-1591); Domizellar in Mainz (1564) und Würzburg (1575); 1577 Domherr, 1582 Domscholaster, 1584 Generalvikar, 1595 Domdekan und 1599 Kämmerer des weltlichen Gerichtes in Mainz; ab 1604 Erzbischof und Kurfürst von Mainz.

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Graf Ladislaus Csáky

geb.: 1602
gest.: 1654
Anm.: Sohn des Stephan Csáky (1569-1605); Gespan der Komitate Zips, Altsohl (1645-1655) und Komorn (Komárno) (1646-1655); ab 1630 kaiserlicher Kämmerer; seit 1649 königlich-ungarischer Hofrichter.

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Prinz Christian von Dänemark und Norwegen
Herzog Christian von Schleswig-Holstein

geb.: 1603
gest.: 1647
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648).

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König Christian III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Christian III. von Schleswig-Holstein

geb.: 1503
gest.: 1559
Anm.: Sohn des Königs Friedrich I. von Dänemark und Norwegen (1471-1533); seit 1534 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein.

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König Christian IV. von Dänemark und Norwegen
Herzog Christian IV. von Schleswig-Holstein

geb.: 1577
gest.: 1648
Anm.: Sohn des Königs Friedrich II. von Dänemark und Norwegen (1534-1588); ab 1588 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein (bis 1593 unter Vormundschaft); seit 1603 Ritter des Hosenbandordens.

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König Friedrich II. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich I. von Schleswig-Holstein

geb.: 1534
gest.: 1588
Anm.: Sohn des Königs Christian III. von Dänemark und Norwegen (1503-1559); ab 1559 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1578 Ritter des Hosenbandordens.

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König Harald I. (Blauzahn) von Dänemark
König Harald III. (Blauzahn) von Norwegen

geb.: ca. 910
gest.: 987
Anm.: Sohn des dänischen Anführers (Königs?) Gorm der Alte; ab 958 König von Dänemark; seit 970 König von Norwegen.

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Königin Margaretha I. von Dänemark
Königin Margaretha I. von Norwegen
Königin Margaretha I. von Schweden

geb.: 1353
gest.: 1412
Anm.: Tochter des Königs Waldemar IV. von Dänemark (gest. 1375); 1363-1380 Ehe mit König Håkon VI. von Norwegen (gest. 1380); Regentin von Dänemark (1375-1385) und Norwegen (1380-1385); ab 1387 Königin von Dänemark; seit 1388 Königin von Norwegen; ab 1389 Königin von Schweden.

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Coenraad van Dedem

geb.: 1574
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Zwoller Adligen Gijsbert van Dedem (gest. 1606); Herr auf Bürwinkel und Kalvelo; ab 1605 Schöffe in Harderwijk und mehrfach Bürgermeister; 1618 Aufnahme in die Ritterschaft der Region Veluwe in Gelderland.
Reichard Dieter

geb.: 1587
gest.: 1656
Anm.: Sohn des Havelberger Bürgermeisters Wilhelm Dieter; Jurastudium in Frankfurt/Oder (1604-1607) und Wittenberg (1607-1611); 1611-1619 junger Hofmeister der preußischen Adligen Albrecht und Hans von Rauter; 1620 Teilnehmer einer brandenburgischen Gesandtschaft nach Polen; ca. 1620-1630 Hofmeister des jungen Christoph Finck von Finckenstein (gest. 1660); 1632 erneute Teilnahme an einer Gesandtschaft nach Polen; ab 1640 kurbrandenburgischer geheimer Kammersekretär und Pfennigmeister; seit 1646 kurfürstlicher Rat; ab 1652 Amtskammerrat; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 461f.; Johannes Bergius: Trost der Sterbenden [...], Berlin 1656, S. 37-45.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Franz (Seraph) von Dietrichstein
Bischof Franz (Seraph) von Olmütz

geb.: 1570
gest.: 1636
Anm.: Sohn des Adam von Dietrichstein (1527-1590); Kanonikus in Olmütz (1591) sowie in Breslau und Passau (1593); 1594 Propst von Leitmeritz; 1597 Priester; ab 1599 Kardinal und Bischof von Olmütz; 1607 Präsident des Geheimen Rates; seit 1621 Generalkommissar, Statthalter (Gubernator) und Landeshauptmann in Mähren; 1624 Erhebung in den Fürstenstand.

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Graf Maximilian von Dietrichstein
Fürst Maximilian von Dietrichstein

geb.: 1596
gest.: 1655
Anm.: Sohn des Grafen Sigmund von Dietrichstein (1560-1602); ab 1614 erzherzoglicher Kämmerer in Graz; 1622-1637 Obersthofmeister der Kaiserin Eleonora Gonzaga (1598-1655); seit 1651 kaiserlicher Obersthofmeister sowie Mitglied und Präsident des Geheimen Rates; 1629 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1634 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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John Digby
Earl John of Bristol

geb.: 1580
gest.: 1653
Anm.: Sohn des George Digby of Coleshill; englischer Gesandter in Madrid (1611-1614, 1615/16, 1617/18 und 1622-1624) und Wien (1621); während des Bürgerkrieges einer der Führer der gemäßigten Royalisten; ab 1618 Baron und Peer of England; seit 1622 erster Earl of Bristol.

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Graf Gerhard von Dönhoff

geb.: 1590
gest.: 1648
Anm.: Sohn des Gerhard von Dönhoff (1554-1598); 1621 Kommandant der deutschen Infanterie-Hilfstruppen in Preußen; 1624/25 Kommandant von Thorn; ab 1629 Berater der polnischen Krone in maritimen Angelegenheiten, seit 1635 Oberaufseher der Flotte; 1633 Erhebung in den Grafenstand; 1642 Kastellan von Danzig; 1643 Woiwode von Pommerellen und Preußen; ebenso Starost von Berent, Skarszew, Lignowsk, Adsel, Fellin, Lucyn, Lignowsk und Marienburg; ab 1645 Hofmarschall der polnischen Königin Luisa Maria (1611-1667); außerdem mehrfach Gesandter des Königs Władysław IV. von Polen (1595-1648).

Weiterführende Informationen in der DNB
David (von) Döring

geb.: 1577
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Zeitzer Landrichters und Ratsherrn Valentin Döring; Studium der Rechtswissenschaft in Leipzig (1593-1598) und Jena (1600-1603); 1603 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Jena; ab 1609 kursächsischer Hof- und Justizrat; seit 1617 Kammerrat; ab 1630 Kammer- und Bergrat; 1630 Nobilitierung und Ernennung zum Hofpfalzgraf; 1634/35 kurfürstlicher Vertreter bei den kaiserlich-sächsischen Friedensverhandlungen in Leitmeritz, Pirna und Prag; 1638 krankheitsbedingter Rückzug von fast allen Ämtern.

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Burggraf Achatius von Dohna

geb.: 1581
gest.: 1647
Anm.: Sohn des Achatius von Dohna (1533-1601); seit 1605 Hofmeister des Kurprinzen Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632), anschließend dessen Geheimer Rat und Gesandter; auch kurpfälzischer Amtshauptmann in Waldsassen; 1620 Rückkehr nach Ostpreußen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Burggraf Christoph von Dohna

geb.: 1583
gest.: 1637
Anm.: Sohn des Achatius von Dohna (1533-1601); 1606/07 Pariser Reisebegleiter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630), der ihn anschließend in seine Dienste nimmt; ab 1615 kurpfälzischer Geheimer Rat und Diplomat; 1619 Landvogt in Neuburg; 1620 Oberstkämmerer des Königreichs Böhmen; 1620 Flucht zuerst nach Ostpreußen, 1626 in die Niederlande; seit 1629 Gouverneur des Fürstentums Orange; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Heilende").

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Johann Jakob Drach

geb.: 1595
gest.: 1648
Anm.: Geboren im fränkischen Lohr; 1620 Promotion zum Dr. jur. in Altdorf; 1620 Professor iuris am Coburger Gymnasium; ab 1621 Assessor und seit 1628 Direktor des Coburger Hofgerichts; zuletzt Geheimer Rat und Kanzler der ernestinischen Herzöge von Sachsen-Coburg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Hans Drake

gest.: 1653
Anm.: Seit 1617 in schwedischen Kriegsdiensten als Obristleutnant (1624-1630) und Obrist (1630-1636); 1633 Statthalter von Kalmar; 1636 Kommandant der Stadt Magdeburg, wegen deren Übergabe er zum Tod verurteilt, aber begnadigt wurde; 1639 erneut Obrist; 1642 Schlosshauptmann auf Nöteborg; 1645-1651 Gouverneur in Narva.
Nero Claudius Drusus

geb.: 38 v. Chr.
gest.: 9 v. Chr.
Anm.: Sohn des Prätors Tiberius Claudius Nero (gest. um 33 v. Chr.) und Bruder des späteren Kaisers Tiberius (42 v. Chr.-37 n. Chr.); ab 15 v. Chr. römischer Feldherr; seit 13 v. Chr. Statthalter der drei gallischen Provinzen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Alphonse-Louis Du Plessis de Richelieu
Erzbischof Alphonse-Louis von Aix-en-Provence
Erzbischof Alphonse-Louis von Lyon

geb.: 1582
gest.: 1653
Anm.: Sohn des François Du Plessis de Richelieu (1548-1590); 1626-1628 Erzbischof von Aix-en-Provence; ab 1628 Erzbischof von Lyon; seit 1629 Kardinal; ab 1631 Grand aumônier de France.

Weiterführende Informationen in der DNB
Armand-Jean Du Plessis de Richelieu
Duc Armand-Jean de Richelieu
Duc Armand-Jean de Fronsac
Bischof Armand-Jean von Luçon

geb.: 1585
gest.: 1642
Anm.: Sohn des François Du Plessis de Richelieu (1548-1590); 1607-1624 Bischof von Luçon; 1616/17 Ministre des Affaires étrangères und Secrétaire d’État à la Guerre; ab 1622 Kardinal; seit 1624 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); ab 1627 Grand-maître, chef et surintendant général de la navigation et du commerce de France; seit 1627 Gouverneur der Bretagne; ab 1629 Lieutenant-général du royaume; seit 1629 Duc de Richelieu und Pair de France; ab 1634 Duc de Fronsac.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Johann Anton von Eggenberg
Herzog Johann Anton von Krumau
Graf Johann Anton von Gradisca

geb.: 1610
gest.: 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Ulrich von Eggenberg (1568-1634); ab 1629 kaiserlicher Kämmerer; seit 1635 Landeshauptmann von Krain, bald darauf auch Mitglied des innerösterreichischen Geheimen Rates; 1638 Gesandter von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) in Rom; 1647 Belehnung mit der reichsunmittelbaren gefürsteten Grafschaft Gradisca; ab 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Johann Ulrich von Eggenberg
Herzog Johann Ulrich von Krumau

geb.: 1568
gest.: 1634
Anm.: Sohn des Protestanten Seifried von Eggenberg (1526-1594); 1597 Mundschenk am Grazer Hof, dort Freundschaft mit dem jungen Erzherzog Ferdinand II. von (Inner-)Österreich (1578-1637); ab 1598 erzherzoglicher Kämmerer; um 1600 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1602 Landeshauptmann von Krain; ab 1603 Geheimer Rat und Präsident der Hofkammer von Innerösterreich; 1615-1619 erzherzoglicher Obersthofmeister und Präsident des innerösterreichischen Geheimen Rates; 1619-1625 kaiserlicher Obersthofmeister und seit 1619 Präsident des Wiener Geheimen Rates; ab 1621 Landeshauptmann der Steiermark; Erhebung in den Freiherren- (1598) und Fürstenstand (1623); seit 1628 Herzog von Krumau; ab 1620 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
N. N. von Egloff

Anm.: Um 1636 Bediensteter des Kurfürsten Maximilian I. von Bayern (1573-1651).
Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb.: 1582
gest.: 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550/52-1633/34); 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); bis mindestens 1650 langjähriger Rat und Hofmeister Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

Weiterführende Informationen in der DNB
Königin Henriette Maria von England
Königin Henriette Maria von Irland
Königin Henriette Maria von Schottland
Geburtsname: Dauphine Henriette Maria von Frankreich und Navarra

geb.: 1609
gest.: 1669
Anm.: Tochter des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); 1625-1649 Ehe mit König Karl I. von England (1600-1649).

Weiterführende Informationen in der DNB
König Jakob I. von England
König Jakob I. von Irland
König Jakob VI. von Schottland

geb.: 1566
gest.: 1625
Anm.: Sohn der Königin Maria I. von Schottland (1542-1587); ab 1567 König von Schottland (bis 1583 unter verschiedenen Regenten); seit 1603 auch König von England und Irland; ab 1590 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Karl I. von England
König Karl I. von Schottland
König Karl I. von Irland

geb.: 1600
gest.: 1649
Anm.: Sohn des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England) (1566-1625); ab 1625 König von England, Schottland und Irland; 1649 durch das Parlament des Hochverrats angeklagt und hingerichtet; seit 1611 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb.: 1630
gest.: 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und irland (1600-1649); ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB
Burkhard von Erlach

geb.: 1566
gest.: 1640
Anm.: Sohn des Burkhard von Erlach (gest. 1566); ab 1610 Herr auf Altenburg (bei Bernburg); seit 1580 Erziehung am Dessauer Hof gemeinsam mit Prinz Christian d. Ä. von Anhalt (1568-1630), den er anschließend auf seiner Kavalierstour durch Italien, Frankreich, England und Holland begleitete; 1591/92 Teilnahme an dessen Expeditionskorps für Heinrich von Navarra; kurpfälzischer Kammerherr, Gesandter und Landrichter der Oberpfalz; Stallmeister, Hofmeister (ca. 1622/23) und Hofmarschall (1624-1630) des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg; ab 1630 Hofmarschall von Christian II.; seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gesunde").

Weiterführende Informationen in der DNB
Hendrick d. Ä. van Essen

geb.: 1579
gest.: 1641
Anm.: Sohn des niederländischen Adligen Hendrick van Essen (1539-1599); 1604 Aufnahme in die Ritterschaft von Veluwe; Ratsherr und vermutlich zeitweise auch Bürgermeister von Harderwijk; ab 1607 Rat am Gerichtshof von Gelderland; 1618 Deputierter auf der Synode von Dordrecht; seit 1624 Mitglied der Generalstaaten.
Lucas (Willem) van Essen

geb.: 1577
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Harderwijker Adligen Hendrik van Essen (1539-1599); 1599 Aufnahme in die Ritterschaft von Veluwe; seit 1599 Rentmeister der geistlichen Güter der Veluwe; Befehlshaber der Vereinigten Ostindischen Compagnie.
Graf Nikolaus Esterházy von Galántha

geb.: 1582/83
gest.: 1645
Anm.: Sohn des calvinistischen Magnaten Franz Esterházy von Galántha (1533-1604); Konversion zum katholischen Glauben; ab 1618 Obergespan des Sohler Komitats und Magister curiae regiae (Reichsmarschall); 1619/20 Befehlshaber Kaiser Ferdinands II. (1578-1637) an den Grenzen Ungarns; seit 1622 kaiserlicher Kämmerer; 1622-1625 Kreis-Oberbefehlshaber der Bergstädte; ab 1625 Palatin von Ungarn; 1626 Erhebung in den Grafenstand; 1630 und 1644 Oberbefehlshaber über die kaiserlichen Truppen in Ungarn; seit 1628 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Stephan Esterházy von Galántha

geb.: 1616
gest.: 1641
Anm.: Sohn des Nikolaus Esterházy von Galántha (1582/83-1645); 1626 Erhebung in den Grafenstand; seit 1635 kaiserlicher Kämmerer; Stadtkommandant von Pápa.

Weiterführende Informationen in der DNB
Hieronymus Fabricius ab Aquapendente
Girolamo Fabrici d'Acquapendente

geb.: 1533/37
gest.: 1619
Anm.: Geboren in Acquapendente; 1554-1559 Studium der Medizin in Padua; 1559 Promotion zum Dr. phil. & med.; 1562-1565 Privatlehrer für Anatomie in Padua; 1565-1613 Professor für Chirurgie und Anatomie an der Universität Padua.

Weiterführende Informationen in der DNB
Odoardo Farnese
Duca Odoardo I. di Parma e Piacenza

geb.: 1612
gest.: 1646
Anm.: Sohn des Ranuccio Farnese, Duca di Parma e Piacenza (1569-1622); seit 1622 Herzog von Parma und Piacenza (bis 1628 unter Vormundschaft).

Weiterführende Informationen in der DNB
Johann Federl auf Pirk

geb.: 1550
gest.: 1626
Anm.: Bereits 1570 Erzieher des Landgrafen Georg Ludwig von Leuchtenberg (1563-1613); Studium in Ingolstadt; 1582 Promotion zum Dr. jur. utr.; ab 1582 leuchtenbergischer Rat; seit 1584 Kanzler und Lehnspropst; ab 1605 Geheimer Rat und Präsident; 1620-1622 vorübergehender Verlust aller Ämter wegen Ungnade des Landgrafen Wilhelm von Leuchtenberg (1586-1634); 1593 Erhebung in den Adelsstand; vgl. Deutsche Biographische Enzyklopädie, Bd. 3, S. 245.

Weiterführende Informationen in der DNB
Urban Kaspar von Feilitzsch

geb.: 1586
gest.: 1649
Anm.: Sohn des Rudolph Levin von Feilitzsch (1552-1596); Erbherr auf Kürbitz, Isaar, Förbau, Schwarzenbach, Joditz, Weischlitz, Rosenberg und Töpen; ab 1614 brandenburgisch-kulmbachisch/bayreuthischer Hofrat und Lehn-Richter; seit 1618 Geheimer Rat und Kanzler; 1640/41 brandenburgisch-bayreuthischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag.

Weiterführende Informationen in der DNB
Christoph Finck von Finckenstein

geb.: ca. 1609
gest.: 1660
Anm.: Sohn des preußischen Adligen und kurbrandenburgischen Rates Albrecht Finck von Finckenstein (gest. 1629); 1620-1630 Bildungsreise mit seinem Hofmeister Reichard Dieter (1585-1656) durch England, Frankreich und die Niederlande; 1633-1639 Kammerjunker des Kurprinzen Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688), mit dem er 1634-1637 erneut die Niederlande bereiste; kurfürstlicher Kammerjunker (1641-1643) und Kammerherr (seit 1643); zuletzt Amtshauptmann von Neydenburg; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 470f.; Johannes Bergius: Trost der Sterbenden [...], Berlin 1656, S. 40.
Henning Christoph von Flanß

geb.: ca. 1595/1600
gest.: 1640
Anm.: Sohn des Henning von Flanß (1565-1630); kurbrandenburgischer Oberschenk; Komtur der Johanniter zu Werben; um 1630/31 kaiserlicher Hauptmann; 1636 anlässlich der Königskrönung Ferdinands III. zum Ritter geschlagen.
Georg Forstenheuser
Georg Fürstenhäuser

geb.: 1584
gest.: 1659
Anm.: Sohn des Johann Forstenheuser (gest. 1606); Kaufmann und Zeitungsvermittler in Nürnberg; auch Bücherrat, Faktor und Agent vieler Fürsten und Herren; zeitweise schwedischer Resident in Nürnberg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Georg Ludwig Forstenheuser
Georg Ludwig Fürstenhäuser

geb.: 1610
gest.: 1694
Anm.: Sohn des Georg Forstenheuser (1584-1659); seit 1646 Neuigkeitenschreiber für Schweden; 1648-1650 Resident beim schwedischen Estat in Leipzig; später Bibliothekar des Grafen Magnus Gabriel De la Gardie (1622-1686).

Weiterführende Informationen in der DNB
König Franz I. von Frankreich

geb.: 1494
gest.: 1547
Anm.: Sohn des Charles de Valois, Comte d’Angoulême (1459-1496); ab 1515 König von Frankreich; seit 1516 Ordensritter vom Goldenen Vlies; ab 1527 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Heinrich II. von Frankreich

geb.: 1519
gest.: 1559
Anm.: Sohn des Königs Franz I. von Frankreich (1494-1547), ab 1546 König von Frankreich; seit 1551 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Heinrich III. von Frankreich
König Heinrich II. von Polen
Großfürst Heinrich von Litauen

geb.: 1551
gest.: 1589
Anm.: Sohn des Königs Heinrich II. von Frankreich (1519-1559); 1573-1574 König von Polen und Großfürst von Litauen; ab 1574 König von Frankreich; seit 1575 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Heinrich IV. von Frankreich
König Heinrich III. von Navarra

geb.: 1553
gest.: 1610
Anm.: Sohn des Antoine de Bourbon, Duc de Vendôme (1518-1562); ab 1572 König von Navarra; seit 1589/94 König von Frankreich; ab 1590 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Ludwig XIII. von Frankreich
König Ludwig II. von Navarra

geb.: 1601
gest.: 1643
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); ab 1610 König von Frankreich und Navarra (bis 1617 unter Regenstschaft seiner Mutter Maria).

Weiterführende Informationen in der DNB
Königin Maria von Frankreich und Navarra
Geburtsname: Maria de' Medici

geb.: 1575
gest.: 1642
Anm.: Tochter des Francesco I. de' Medici, Granduca di Toscana (1541-1587); 1600-1610 Ehe mit König Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); 1610-1617 Regentin von Frankreich für ihren Sohn Ludwig XIII. (1601-1643).

Weiterführende Informationen in der DNB
Hans Ernst von Freyberg

geb.: 1605
gest.: 1669
Anm.: Sohn des Ernst von Freyberg (1578-1626); Hof- oder Kammerjunker des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); Mitte der 1630er Jahre auch anhaltisch-köthnischer Stallmeister und Kriegskommissar; 1646 Hofmeister in Harzgerode; später anhalt-dessauischer Hofmeister und Wittumsrat sowie Direktor des anhaltischen Stipendienwerks; seit 1627 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ausführende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf N. N. von Fürstenberg

Anm.: Angehöriger des südwestdeutschen Hochadelsgeschlechts.
Graf Johann Ernst Fugger von Glött

geb.: 1590
gest.: 1639
Anm.: Sohn des Grafen Christoph Fugger von Glött (1566-1615); ab 1611 kaiserlicher Kämmerer; 1612-1629 Präsident des Reichskammergerichts; seit 1632 Präsident des Reichshofrats.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Karl Fugger von Schwabmünchen

geb.: 1597
gest.: 1662
Anm.: Sohn des Grafen Severin Fugger von Schwabmünchen (1551-1601); kurbayerischer Kämmerer und Rat; ab 1628 Vizedom von Landshut; 1636/37 bayerischer Gesandter auf dem Regensburger Kurfürstentag.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Otto Heinrich Fugger von Glött

geb.: 1592
gest.: 1644
Anm.: Sohn des Grafen Christoph Fugger von Glött (1566-1615); ab 1612 kaiserlicher Kämmerer; 1617 Eintritt in spanische Kriegsdienste, seit 1619 kaiserlicher Obrist; kurbayrischer Pfleger zu Landsberg (1627), Generalwachtmeister (1631) sowie Generalzeugmeister und General über die Artillerie (1632); ab 1626 bayerischer Hofmarschall, danach bis 1635 auch Oberstkämmerer; 1635/36 kaiserlicher Gouverneur bzw. Kommandant von Augsburg; seit 1628 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Thomas Gall de Burgo

Anm.: Sohn des irischen Adligen Walter Gall de Burgo; Offizier in kaiserlichen Diensten; vgl. John O'Donovan: The Family of Gall Burke, of Gallstown, in the County of Kilkenny, in: The Journal of the Kilkenny and South-East of Ireland Archaeological Society, New Series, Vol. 3, No. 1 (1860), S. 101f.
Graf William Gall de Burgo

gest.: 1655
Anm.: Sohn des irischen Adligen Walter Gall de Burgo; zunächst in polnischen Kriegsdiensten; 1633-1646 kaiserlicher Obrist; 1637 Erhebung in den Grafenstand; vgl. John O'Donovan: The Family of Gall Burke, of Gallstown, in the County of Kilkenny, in: The Journal of the Kilkenny and South-East of Ireland Archaeological Society, New Series, Vol. 3, No. 1 (1860), S. 101-110.
Graf Matthias Gallas

geb.: 1584
gest.: 1647
Anm.: Sohn des tridentinischen Adligen Pankraz Gallas (1549-1612); zunächst in spanischen, kaiserlichen (1615-1617) und ligistischen Kriegsdiensten; zuletzt kaiserlicher Generalfeldwachtmeister (1629), Feldzeugmeister (1631), Feldmarschall (1632) und Generalleutnant (1633); ab 1631 kaiserlicher Kämmerer; seit 1639 auch Geheimer Rat; Erhebung in den Freiherren- (1627) und Grafenstand (1632).

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Balthasar Galler von Schwanberg

geb.: ca. 1585
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Wilhelm Galler von Schwanberg (1535-1595); seit 1631 kaiserlicher Kämmerer; 1633-1638 Vizestatthalter und Mai-August 1638 Statthalter von Inneröstereich.
Martin Gebler

geb.: 1588
gest.: 1663
Anm.: Sohn des Eisenacher Apothekers Christian Gebler; Studium in Helmstedt (1607-1609), Wittenberg (1610) und Jena (1612-1615); 1615-1620 Stadtphysikus im böhmischen Neustadt (bzw. Jungbunzlau); 1620 kurzzeitig Leib- und Feldarzt bei Herzog Johann Ernst I. von Sachsen-Weimar (1594-1626); 1620-1624 Feldarzt bei der kaiserlichen Armee, dabei 1623 Behandlung des in der Schlacht bei Stadtlohn verletzten und gefangenen Herzogs Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar (1598-1660); seit 1624 Hofmedikus in Weimar; vgl. Niclas Zapf: Frölige Wiederkunft Der Erlöseten des Herrn [...], Weimar 1665, o. S.

Weiterführende Informationen in der DNB
Veit Adam von Gepeckh
Bischof Veit Adam von Freising

geb.: 1584
gest.: 1651
Anm.: Sohn des Adam von Gepeckh; ab 1596 Domkapitular in Freising; seit 1618 Bischof von Freising.

Weiterführende Informationen in der DNB
Wilhelm von Gera zu Arnfels

geb.: 1594
gest.: 1658
Anm.: Sohn des Hans Christoph von Gera zu Arnfels (gest. 1609); 1620 oberösterreichisch-steirischer Exulant, nach 1630 in Mecklenburg; seit 1640 Pfandinhaber des mecklenburgischen Amtes Tempzin.

Weiterführende Informationen in der DNB
Georg Geuder von Heroldsberg

gest.: 1549
Anm.: Sechzehn Jahre lang Ratsherr und Burgpfleger der Reichsveste in Nürnberg; danach Pfleger von Lauf.

Weiterführende Informationen in der DNB
Johann Philipp Geuder von Heroldsberg
Johann Philipp Rabensteiner

geb.: 1597
gest.: 1650
Anm.: Sohn des Nürnberger Patriziers und kurpfälzischen Regimentsrats Jakob Geuder von Heroldsberg (1575-1616); zunächst kaiserlicher Leutnant (im Regiment der fränkischen Reichsritterschaft) und Rittmeister; Rat des Kantons Gebürg; Hofmeister und Kanzleidirektor des Grafen Wolfgang Ernst von Löwenstein-Wertheim (1578-1636); zwischen 1631 und 1635 schwedischer Rittmeister und Kriegsrat im Fränkischen Reichskreis, auch Gesandter der fränkischen Reichsritterschaft; 1634/35 Vertreter der Grafen im fränkischen Kreisrat des Heilbronner Bundes; ab 1635 Ritterhauptmann des reichsritterschaftlichen Orts Gebirg; seit 1636 Hofmeister und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1636 außerdem Rat des Markgrafen Christian von Brandenburg-Bayreuth (1581-1655); später Direktor der fränkischen Reichsritterschaft; zuletzt auch Generaldirektor der reichsunmittelbaren Ritterschaftskreise Franken, Schwaben und Rheinstrom; 1636 Ritterschlag durch in Regensburg; ab 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ergänzende").

Weiterführende Informationen in der DNB
N. N. Geyer von Osterburg (2)

Anm.: Niederösterreichischer Adliger; Gemahl der N. N. Geyer von Osterburg (3).
N. N. Geyer von Osterburg (3)

Anm.: Niederösterreichische Adlige; Gemahlin des N. N. Geyer von Osterburg (2).
Hans Ehrenreich Geyer von Osterburg

Anm.: Sohn des Hans Adam Geyer von Osterburg; um 1623 Page des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg; seit 1635 kaiserlicher Kämmerer; 1650 Erhebung in den Freiherrenstand.
Georg Christoph von Gleißenthal

geb.: 1589
gest.: 1650
Anm.: Sohn des Amberger Vizedoms Georg von Gleißenthal; 1625-1632 pfalzgräflicher Rat und Hofmeister in Hilpoltstein; 1636/37 Gesandter des Pfalzgrafen Johann Friedrich von Pfalz-Hilpoltstein (1587-1644) auf dem Regensburger Kurfürstentag.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Johann von Götz(en)

geb.: 1599
gest.: 1645
Anm.: Sohn des Halberstädter Domherrn Peter von Götz (gest. 1608); zunächst in Kriegsdiensten der protestantischen böhmischen Stände, danach bis 1626 unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); kaiserlicher Obristleutnant (1626), Obrist (1628), Generalfeldwachtmeister (1633), Feldmarschalleutnant (1634) und General (1634); ab 1634 kaiserlicher Kämmerer; 1636 bayerischer Feldmarschall; 1637/38 und erneut seit 1640 kaiserlicher Feldmarschall; 1638-1640 Inhaftierung wegen verlorener Schlacht gegen Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639) bei Wittenweiher; Erhebung in den Freiherren- (1633) und Grafenstand (1635).

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Peter von Götz(en)

gest.: 1638
Anm.: Sohn des Halberstädter Domherrn Peter von Götz (gest. 1608); kaiserlicher Obristleutnant, Obrist (1635) und Generalwachtmeister (1636); Erhebung in den Freiherren- (1633) und Grafenstand (1635).
N. N. Gonzaga (1)

gest.: 1623
Anm.: Erschossen in Padua durch seinen Bruder N. N. Gonzaga (2).
N. N. Gonzaga (2)

Anm.: Bruder von N. N. Gonzaga (1); um 1623 in Padua.
Annibale Gonzaga di Bozzolo

geb.: 1602
gest.: 1668
Anm.: Sohn des Ferrante Gonzaga (1550-1605), Principe di Bozzolo; ab 1631 kaiserlicher Kämmerer; kaiserlicher Obrist (1634), Generalfeldwachtmeister (1635), Feldzeugmeister (1639) und Feldmarschall (1658); 1640 Kommandant von Wien; 1643 Obrist der Wiener Stadtwache; seit 1654 Geheimer Rat; 1654/55 Oberststallmeister; 1655-1661 Oberstkämmerer; ab 1666 Hofkriegsratspräsident und Obersthofmeister der verwittweten Kaiserin Eleonora Magdalena (1630-1686); seit 1657 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Ferdinando Gonzaga
Duca Ferdinando di Mantova e Monferrato

geb.: 1587
gest.: 1626
Anm.: Sohn des Duca Vincenzo I. di Mantova e Monferrato; 1607-1612 Kardinal; seit 1612 Herzog von Mantua und Montferrat.

Weiterführende Informationen in der DNB
Ferrante Gonzaga di Bozzolo
Marchese Ferrante di Gazzuolo

geb.: 1550
gest.: 1605
Anm.: Sohn des Carlo Gonzaga (1523-1555), Principe di Bozzolo; seit 1555 Marchese die Gazzuolo; kaiserlicher Hauptmann (1581), Obrist (vor 1593) und Generalfeldmarschall (1600).
Vincenzo Gonzaga
Duca Vincenzo I. di Mantova e Monferrato

geb.: 1562
gest.: 1612
Anm.: Sohn des Guglielmo Gonzaga, Duca di Mantova e Monferrato (1538-1587); ab 1587 Herzog von Mantua und Montferrat; seit 1589 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Adam Gordon

Anm.: Cousin des Schotten John Gordon (gest. 1649); kaiserlicher Hauptmann und Obristleutnant.
John Gordon

gest.: 1649
Anm.: Cousin des Schotten Adam Gordon; kaiserlicher Hauptmann und Obristwachtmeister (1627), Obristleutnant (1632) und Obrist (1634), der 1634 als Kommandant von Eger seinen Oberbefehlshaber Wallenstein (1583-1634) tötete; seit 1634 kaiserlicher Kämmerer.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Pietro Gradenigo

geb.: 1251
gest.: 1311
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Marco Gradenigo; zunächst mehrmals Galeerenkommandant; bis 1289 Podestà von Capodistria; seit 1289 Doge der Republik Venedig.

Weiterführende Informationen in der DNB
Martin Granat

Anm.: Um 1636/37 Juwelier in Regensburg.
Sebastian von Greiß zu Wald

geb.: 1564
gest.: nach 1623
Anm.: Sohn des Christoph von Greiß (gest. 1576); seit 1598 niederösterreichischer Regimentsrat; nach 1607 Hofkammerrat.
Graf Jost Maximilian von (Bronckhorst und) Gronsfeld

geb.: 1598
gest.: 1662
Anm.: Sohn des Grafen Johann von (Bronckhorst und) Gronsfeld (gest. 1617); ligistischer Hauptmann (1618), Obrist (1626) und Generalfeldzeugmeister (1632); 1634-1636 kaiserlicher General; 1645-1648 kurbayerischer General.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
N. N. von Grünthal (1)

Anm.: Um 1636 betagter Angehöriger des österreichischen Adelsgeschlechts.
Ulrich d. Ä. Grundherr von Altenthann und Weyherhaus

geb.: 1570
gest.: 1654
Anm.: Sohn des Nürnberger Patriziers Leonhard Grundherr von Altenthann und Weyherhaus (1526-1578); 1607 "junger" und 1620 "alter" Bürgermeister der Reichsstadt Nürnberg; 1638 Stadtsiegelbewahrer; 1642 zweiter Losungsherr; 1653 vorderster Losungsherr und Reichsschultheiß.

Weiterführende Informationen in der DNB
Ulrich d. J. Grundherr von Altenthann und Weyherhaus

geb.: 1608
gest.: 1681
Anm.: Sohn des Nürnberger Patriziers Ulrich d. Ä. Grundherr von Altenthann und Weyherhaus (1570-1654); um 1637 Kammerjunker der Pfalzgräfin Hedwig von Pfalz-Sulzbach (1603-1657); 1638 Genannter und Pfleger von Velden; 1646 Pfleger von Hersbruck; 1656 "junger" und 1670 "alter Bürgermeister", 1677 Septemvir und Vorderster Landpfleger der Reichsstadt Nürnberg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Levin Ludwig (von) Hahn

geb.: 1579
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Cuno Hahn (1540-1590); Gutsherr auf Seeburg; Kammerjunker des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1628 Hauptmann des Stifts Quedlinburg; seit 1626 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Zusammenziehende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Hugo von Hallwil

geb.: 1576
gest.: 1649
Anm.: Sohn des Südtiroler Adligen Hans Thüring von Hallwil (geb. 1550); 1613-1616 Herr auf Trostburg; Oberstkämmerer des Erzherzogs Leopold Wilhelm von Österreich (1614-1662).
James Hamilton
Marquess James of Hamilton
Earl James of Cambridge
Duke James of Hamilton
Marquess James of Clydesdale

geb.: 1606
gest.: 1649
Anm.: Sohn des schottischen Adligen James Hamilton, 2. Marquess of Hamilton (1589-1625); 1625-1643 1. Marquess of Hamilton; ab 1625 2. Earl of Cambridge; seit 1628 Gentleman of the Bedchamber und 1628–1644 Master of the Horse des Königs Karl I. von England (1600-1649); 1631/32 Unterstützung des Königs Gustav II. Adolph von Schweden (1594-1632) mit einer fünf Regimenter starken englisch-schottischen Armee auf dem deutschen Kriegsschauplatz; 1638-1641 Lord Chancellor of Scotland; ab 1643 1. Duke of Hamilton und 1. Marquess of Clydesdale; 1648 Kommandeur eines schottischen Hilfsheeres für die englischen Royalisten, wurde jedoch von Cromwell geschlagen und gefangen; 1649 Enthauptung in London; seit 1630 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Philipp Moritz von Hanau-Münzenberg

geb.: 1605
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Grafen Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg (1576-1612); ab 1612 regierender Graf von Hanau-Münzenberg (bis 1626 unter mütterlicher Vormundschaft); Obrist in kaiserlichen (1629) bzw. schwedischen (1632) Diensten; seit 1627 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Faselnde").

Weiterführende Informationen in der DNB
N. N. (von) Harburg (1)

Anm.: Sohn des N. N. (von) Harburg (2).
N. N. (von) Harburg (2)

Anm.: Vater des N. N. (von) Harburg (1).
Graf Julius von Hardegg

geb.: 1594
gest.: 1684
Anm.: Sohn des Grafen Georg Friedrich von Hardegg (1568-1628); 1630-1636 Inhaber und Obrist eines kaiserlichen Regiments; seit 1633 kaiserlicher Kämmerer.
N. N. van Harderwijk (1)

Anm.: Angehöriger des Harderwijker Adelsgeschlechts.
Graf Karl von Harrach

geb.: 1570
gest.: 1628
Anm.: Sohn des Leonhard von Harrach (1542-1597); ab 1595 niederösterreichischer Regimentsrat; seit 1601 Hofkammerrat; kaiserlicher Botschafter an verschiedenen deutschen Höfen (1614-1617), bei der Republik Venedig (1618) und in München (1620); ab 1619 kaiserlicher Kämmerer; Geheimer Rat von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); um 1621 Erhebung in den persönlichen und 1627 in den erblichen Grafenstand; seit 1627 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Johann Harschleben

Anm.: Ca. 1618-1637 Amtmann in Ballenstedt.
Georg Rudolph von Haslang

gest.: 1676
Anm.: Sohn des Alexander von Haslang (gest. 1620); ab 1619 bayerischer Truchsess; 1622 Mundschenk und Erhebung in den Freiherrenstand; seit 1623 Hofrat; daneben Kriegsdienst als Obristleutnant und Obrist; 1635 kurbayerischer Kommandant von Heidelberg; ab 1636 Pfleger in Abensberg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Hans Rudolph von Haslang

Anm.: Bayerischer Adliger, welcher anlässlich der Königskrönung Ferdinands III. zum Ritter geschlagen wurde.
Franz von Hatzfeldt
Bischof Franz von Würzburg
Bischof Franz von Bamberg

geb.: 1596
gest.: 1642
Anm.: Sohn des kurmainzischen Rates Sebastian von Hatzfeldt (1566-1631); Domherr in Würzburg (1606) und Bamberg (1608); ab 1631 Bischof von Würzburg; seit 1633 Bischof von Bamberg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Friedrich Ruprecht Hausmann von Namedy
Friedrich Ruprecht Husmann von Namedy

geb.: ca. 1600
gest.: 1666
Anm.: Sohn des Adolph Hausmann von Namedy (gest. 1638); zunächst Geistlicher; später kaiserlicher Obrist; ab 1635 kaiserlicher Kämmerer; 1636 anlässlich der Königskrönung Ferdinands III. zum Ritter geschlagen.
Jakob Heilbronner
Jakob Heilbrunner

geb.: 1548
gest.: 1618
Anm.: Sohn des lutherischen Theologen Hieronymus Heilbronner (1522–1564); Studium der Theologie in Tübingen; 1577 Promotion zum Dr. theol.; ab 1573 Pfarrer in Wien, Rigersburg (Mähren) und Sitzendorf (Niederösterreich); 1575-1580 Hofprediger in Zweibrücken; 1580/81 Superintendent in Bensheim; 1581-1585 Generalsuperintendent in Amberg; 1588-1615/16 Hofprediger und Kirchenrat in Neuburg an der Donau; seit 1616 Abt von Anhausen; ab 1616 auch Abt und Generalsuperintendent von Bebenhausen; vgl. Maximilian Weigel / Joseph Wopper / Hans Ammon: Ambergisches Pfarrerbuch, Kallmünz 1967, S. 58f., Nr. 374.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Johan van der Hell

geb.: 1587
gest.: 1649
Anm.: Sohn des Harderwijker Ratsherrn (Schöffen) und Bürgermeisters Casijn van der Hell (1557-1601); 1622 Aufnahme in die Ritterschaft von Veluwe; seit 1634 Schöffe und mehrfach Bürgermeister von Harderwijk; vgl. W. J. Baron d'Ablaing van Giessenburg: De Ridderschap van Veluwe of Geschiedenis der Veluwsche Jonkers, 'sGravenhage 1859, S. 254.
Thomas Henderson

gest.: 1645
Anm.: Spätestens seit 1635 kaiserlicher Obrist.
Graf Adam von Herberstorff

geb.: 1585
gest.: 1629
Anm.: Sohn des Otto von Herberstorff (1551-1601) auf Kalsdorf/Steiermark; Herr auf Teublitz/Oberpfalz; 1610/11 pfälzisch-neuburgischer Pfleger von Beratzhausen; 1612-1614 Landrichter in Sulzbach; ab 1614 Pfleger von Reichertshofen; 1616-1619 Landschaftskommissar des Fürstentums Pfalz-Neuburg; ca. 1616/17 Konversion zum katholischen Glauben; bayerischer Rittmeister (1619), Obrist (1620) und Generalwachtmeister (1622/23); 1620-1628 Statthalter des an Bayern verpfändeten Erzherzogtums Österreich ob der Enns; seit 1628 Landeshauptmann von Oberösterreich; 1623 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Hessen, Haus
Landgrafen von Hessen

Anm.: Aus der Dynastie der Reginare (Brabant) im Jahr 1264 hervorgegangenes deutsches Reichsfürstengeschlecht.
Landgraf Georg II. von Hessen-Darmstadt

geb.: 1605
gest.: 1661
Anm.: Sohn des Landgrafen Ludwig V. von Hessen-Darmstadt (1577-1626); seit 1626 regierender Landgraf von Hessen-Darmstadt.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Landgraf Ludwig V. von Hessen-Darmstadt

geb.: 1577
gest.: 1626
Anm.: Sohn des Landgrafen Georg I. von Hessen-Darmstadt (1547-1596); ab 1596 regierender Landgraf von Hessen-Darmstadt; seit 1604 Erbe der halben Landgrafschaft Hessen-Marburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Landgraf Moritz von Hessen-Kassel

geb.: 1572
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Landgrafen Wilhelm IV. von Hessen-Kassel (1532-1592); 1592-1627 regierender Landgraf von Hessen-Kassel, Abdankung auf Drängen der hessischen Landstände zugunsten seines Sohnes Wilhelm V. (1602-1637); seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgenannte").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Landgraf Otto von Hessen-Kassel

geb.: 1594
gest.: 1617
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); seit 1613 Statthalter seines Vaters in Oberhessen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Landgraf Wilhelm V. von Hessen-Kassel

geb.: 1602
gest.: 1637
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); ab 1617 Administrator von Hersfeld; nach der erzwungenen Abdankung seines Vaters seit 1627 regierender Landgraf von Hessen-Kassel; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kitzliche").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Gerhart van Hoeclum

geb.: 1581
gest.: 1647
Anm.: Sohn des Willem van Hoeclum (1545-1595); um 1626 Bürgermeister von Harderwijk.
N. N. von Hövel

Anm.: Aus westfälischem Adelsgeschlecht; um 1626 evtl. in Diensten Fürst Christians II.
N. N. Hofer

Anm.: Vermutlich oberpfälzischer Adliger, der 1628 nach Regensburg emigrierte.
Georg Andreas von Hofkirchen

geb.: 1562
gest.: 1623
Anm.: Sohn des Wilhelm von Hofkirchen (1529-1584); 1608 kaiserlicher Obrist; Kämmerer und Hofkriegsrat unter Kaiser Matthias (1557-1619); 1619/20 General-Landobrist der österreichischen Ständetruppen gegen Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); 1620 Ächtung, Enteignung und Emigration.
Graf Kraft von Hohenlohe-Neuenstein

geb.: 1583
gest.: 1641
Anm.: Sohn des Grafen Wolfgang von Hohenlohe-Neuenstein (1546-1610); 1606 kaiserlicher Obrist im Langen Türkenkrieg; seit 1610 regierender Graf von Hohenlohe in Neuenstein; 1611 württembergischer Generalleutnant; 1632/33 schwedischer Generalstatthalter des Fränkischen Reichskreises.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Georg Friedrich von Hohenlohe-Weikersheim

geb.: 1569
gest.: 1645
Anm.: Sohn des Grafen Wolfgang von Hohenlohe-Neuenstein (1546-1610); kaiserlicher Offizier im Langen Türkenkrieg; ab 1610 regierender Graf von Hohenlohe in Weikersheim; 1618-1620 Generalobristleutnant der böhmischen Aufständischen; 1621-1623 Reichsacht; 1632 schwedischer Generalstatthalter im Schwäbischen Reichskreis; 1633 schwedischer Statthalter von Augsburg; daraufhin bis 1637 erneut geächtet; seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Getreue").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Johann Georg von Hohenzollern-Hechingen
Fürst Johann Georg von Hohenzollern-Hechingen

geb.: 1577
gest.: 1623
Anm.: Sohn des Grafen Eitel Friedrich von Hohenzollern-Hechingen (1545-1605); 1603-1605 Reichskammergerichtspräsident; ab 1605 regierender Graf von Hohenzollern in Hechingen; 1609-1613 Reichshofratsvizepräsident; seit 1613 Reichshofratspräsident; wiederholt Gesandter der Kaiser Rudolph II. (1552-1612), Matthias und Ferdinand II. (1578-1637); ab 1620 kaiserlicher Kämmerer; 1623 Erhebung in den Fürstenstand; seit 1620 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Graf Johann von Hohenzollern-Sigmaringen
Fürst Johann von Hohenzollern-Sigmaringen

geb.: 1578
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Grafen Karl von Hohenzollern-Sigmaringen (1547-1606); ab 1606 regierender Graf von Hohenzollern in Sigmaringen; seit 1614 Geheimer Rat und Kämmerer des Herzogs Maximilian I. von Bayern (1573-1651); ab 1618 bayerischer Obersthofmeister und Oberstkämmerer; später auch Präsident des Geheimen Rats; 1623 Erhebung in den Fürstenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
N. N. Hohmuth

Anm.: Um 1626 Rentmeister von Schüttorf in der Grafschaft Bentheim.
Graf Heinrich Holk

geb.: 1599
gest.: 1633
Anm.: Sohn des dänischen Kriegskommissars und Diplomaten Ditlev Holk (1556-1633); zunächst in dänischen Kriegsdiensten, spätestens ab 1626 als Obrist; kaiserlicher Obrist (1630), Generalfeldwachtmeister (1632), Feldmarschallleutnant (1632) und Feldmarschall (1632); seit 1630 kaiserlicher Kämmerer; 1633 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Jodocus Hondius
Josse de Hondt

geb.: 1563
gest.: 1612
Anm.: Sohn von Olivier de Hondt; ab 1563 Kupferstecherlehre in Gent; 1584 Flucht nach London; seit 1593 Kartograph und Verleger in Amsterdam.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Johannes Hothorn

Anm.: Um 1627/28 Richter in Ballenstedt.
Christian Julius von Hoym

geb.: 1586
gest.: 1656
Anm.: Sohn des anhaltischen Oberpräsidenten und Kammerrats Christoph von Hoym (1534-1605); Herr auf Droyßig und Burgscheidungen; Erbkämmerer des Hochstifts bzw. kurbrandenburgischen Fürstentums Halberstadt; vgl. Gottfried Lobeck: Geistliches Sterbe-Bettlein/ Aus dem güldenen Macht-Spruch Joh. 3. v. 16 [...], o. O. 1656, o. S.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Johann Balthasar von Hoyos

geb.: 1583
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Ludwig Gomez von Hoyos (1551-1606); ab 1619 kaiserlicher Kämmerer; seit 1626 Landmarschall von Niederösterreich; 1628 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Christoph von Hünicke

gest.: nach 1638
Anm.: Sohn des Melchior von Hünicke; Erbherr auf Satzka und Schkopau; bereits um 1596 Domherr und spätestens seit 1619 Domdechant in Magdeburg.
Enno Wilhelm von Innhausen und Knyphausen

geb.: 1586
gest.: 1656
Anm.: Sohn des Wilhelm von Innhausen und Knyphausen (1557-1631); 1612-1615 Hofmeister und Geheimer Rat des Grafen Enno III. von Ostfriesland (1563-1625); ab 1617 Administrator des Kollegiums der ostfriesischen (ritterschaftlichen) Gemeinen Landeskollekten; 1618-1625 Hauptmann bzw. Kommandant der ganzen Garnison von Hamburg; 1625-1627 dänischer Generalquartiermeister; 1627-1643 erneut Kommandant der hamburgischen Garnison (1632 Obristleutnant); bis mindestens 1638 auch Obrist in schwedischen Diensten; zuletzt ostfriesischer Gesandter, u. a. auf dem Friedenskongress in Münster und auf dem Regensburger Reichstag (1653); seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verfolgende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Jesus Christus
Jesus von Nazareth

Anm.: Biblische Figur.

Weiterführende Informationen in der DNB
Hans Helfreich Jörger von Tollet

geb.: 1594
gest.: 1655
Anm.: Sohn des Hans Jörger von Tollet (1558-1627); Herr auf Zäcking; 1620 Ächtung wegen Teilnahme am böhmisch-österreichischen Ständeaufstand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Jupiter

Anm.: Oberste Gottheit der römischen Religion.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kaiser (Römisches Reich) Augustus
Gaius Octavius

geb.: 63 v. Chr.
gest.: 14 n. Chr.
Anm.: Sohn des römischen Politikers Gaius Octavius (gest. 59/58 v. Chr.); als Großneffe und Adoptivsohn des Gaius Iulius Caesar (100-44 v. Chr.) seit 27 v. Chr. erster Kaiser des Römischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand I.
König Ferdinand I. von Böhmen
König Ferdinand I. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand I. von Österreich

geb.: 1503
gest.: 1564
Anm.: Sohn des Herzogs Philipp I. von Burgund (1478–1506), ab 1504 König von Kastilien und León; seit 1521 regierender Erzherzog von Österreich; ab 1526 König von Böhmen und Ungarn; seit 1558 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; ab 1516 Ordensritter vom Goldenen Vlies; seit 1522 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand II.
König Ferdinand II. von Böhmen
König Ferdinand II. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand II. von Österreich

geb.: 1578
gest.: 1637
Anm.: Sohn des Erzherzogs Karl II. von (Inner-)Österreich (1540-1590); ab 1590 regierender Erzherzog der innerösterreichischen Erblande (bis 1596 unter Vormundschaft); 1617-1627 König von Böhmen; 1618-1625 König von Ungarn; seit 1619 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; ab 1596 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. von Österreich

geb.: 1608
gest.: 1657
Anm.: Sohn des Erzherzogs Ferdinand II. von (Inner-)Österreich (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Friedrich I. Barbarossa
Herzog Friedrich III. von Schwaben

geb.: 1122
gest.: 1190
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich II. von Schwaben (1090-1147); 1147-1152 regierender Herzog von Schwaben; ab 1152 römisch-deutscher König; seit 1155 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Friedrich III.
Erzherzog Friedrich V. von Österreich
Herzog Friedrich V. von Kärnten

geb.: 1415
gest.: 1493
Anm.: Sohn des Herzogs Ernst von Österreich (1377-1424); ab 1424 regierender Herzog der Steiermark, von Kärnten und Krain (bis 1435 unter Vormundschaft); seit 1439 regierender Herzog von Österreich; ab 1440 römisch-deutscher König; seit 1452 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; ab 1491 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Heinrich II.
König Heinrich II. von Ostfrankenreich
König Heinrich II. von Italien
Herzog Heinrich IV. von Bayern

geb.: 973
gest.: 1024
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich II. von Bayern (951-995); 995-1004 und 1009-1017 regierender Herzog von Bayern; ab 1002 König des Ostfrankenreiches; seit 1004 König von Italien; ab 1014 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Heinrich IV.
Herzog Heinrich VIII. von Bayern

geb.: 1050
gest.: 1106
Anm.: Sohn von Kaiser Heinrich III. (1016-1056); 1053/54 regierender Herzog von Bayern; 1056–1105 römisch-deutscher König; 1084-1105 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Heinrich V.

geb.: 1081/86
gest.: 1125
Anm.: Sohn von Kaiser Heinrich IV. (1050-1106); ab 1106 römisch-deutscher König; seit 1111 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Karl V.
König Karl I. von Spanien
Erzherzog Karl I. von Österreich
Herzog Karl III. von Luxemburg

geb.: 1500
gest.: 1558
Anm.: Sohn des Herzogs Philipp I. von Burgund (1478–1506), ab 1504 König von Kastilien und León; 1516–1555 Herzog von Luxemburg; 1516–1556 König von Spanien; 1519-1556 römisch-deutscher König; 1519–1521 regierender Erzherzog von Österreich; 1520-1556 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1501 Ritter und 1506-1555 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies; ab 1508 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Römisches Reich) Konstantin I.

gest.: 337
Anm.: Sohn des römischen Kaisers Constantius I. (gest. 306); ab 306 Kaiser des Römischen Reiches (seit 324 als Alleinherrscher).

Weiterführende Informationen in der DNB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ludwig IV.
Herzog Ludwig IV. von Bayern
Pfalzgraf Ludwig III. bei Rhein

geb.: 1281/82
gest.: 1347
Anm.: Sohn von Ludwig dem Strengen, Herzog von Bayern und Pfalzgraf bei Rhein (1229-1294); 1294–1329 regierender Pfalzgraf bei Rhein (bis 1317 mit seinem älteren Bruder Rudolph I.); 1294–1340 regierender Herzog in Oberbayern (bis 1317 mit seinem älteren Bruder Rudolph I.); ab 1340 regierender Herzog von Bayern; seit 1314 römisch-deutscher König; ab 1328 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Matthias
König Matthias II. von Böhmen
König Matthias II. von Ungarn
Erzherzog Matthias von Österreich

geb.: 1557
gest.: 1619
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Maximilian II. (1527-1576); 1593–1608 Statthalter von Niederösterreich; ab 1608 regierender Erzherzog von Österreich; 1608–1618 König von Ungarn; 1611–1617 König von Böhmen; seit 1612 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; ab 1596 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Byzantinisches Reich) Maurikios
Flavius Mauricius Tiberius

geb.: 539
gest.: 602
Anm.: Oströmischer Feldherr und Schwiegersohn des byzantinischen Kaisers Tiberius I. (gest. 582); seit 582 Kaiser des Byzantinischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Maximilian I.
Herzog Maximilian von Burgund
Erzherzog Maximilian I. von Österreich
Herzog Maximilian I. von Luxemburg
Graf Maximilian I. von Tirol

geb.: 1459
gest.: 1519
Anm.: Sohn von Kaiser Friedrich III. (1415-1493); 1477-1482 iure uxoris Herzog von Burgund; 1482–1516 Herzog von Luxemburg; ab 1486 römisch-deutscher König; seit 1493 regierender Erzherzog von Österreich; ab 1508 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1478 Ritter und Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies; ab 1489 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Maximilian II.
König Maximilian von Böhmen
König Maximilian II. von Ungarn
Erzherzog Maximilian II. von Österreich

geb.: 1527
gest.: 1576
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand I. (1503-1564); 1552–1564 Statthalter von Niederösterreich; 1562–1575 König von Böhmen; 1563–1572 König von Ungarn; 1562–1575 römisch-deutscher König; ab 1564 regierender Erzherzog von Österreich; seit 1564 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; ab 1546 Ordensritter vom Goldenen Vlies; seit 1567 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Otto I. (der Große)
König (Ostfrankenreich) Otto I.
König Otto I. von Italien
Herzog Otto II. von Sachsen

geb.: 912
gest.: 973
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich I. von Sachsen (gest. 936); ab 936 Herzog von Sachsen und König des Ostfrankenreiches; seit 951 König von Italien; ab 962 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Rudolph II.
König Rudolph II. von Böhmen
König Rudolph II. von Ungarn
Erzherzog Rudolph V. von Österreich

geb.: 1552
gest.: 1612
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Maximilian II. (1527-1576); 1571–1576 Statthalter von Niederösterreich; 1572–1608 König von Ungarn; 1575–1611 König von Böhmen; 1576–1608 regierender Erzherzog von Österreich; seit 1576 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1578 Ritter des Hosenbandordens; seit 1585 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kaiser (Römisches Reich) Tiberius
Tiberius Claudius Nero

geb.: 42 v. Chr.
gest.: 37 n. Chr.
Anm.: Sohn des Prätors Tiberius Claudius Nero (gest. um 33 v. Chr.); 4 n. Chr. Adoption durch seinen Stiefvater Kaiser Augustus (63 v. Chr.-14 n. Chr.); seit 14 n. Chr. Kaiser des Römischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kaiser (Römisches Reich) Vespasian
Titus Flavius Vespasianus

geb.: 9
gest.: 79
Anm.: Sohn des römischen Ritters Titus Flavius Sabinus; ab 42 erfolgreiche militärische Karriere; seit 69 Kaiser des Römischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Eleonora
Königin Eleonora von Böhmen
Königin Eleonora von Ungarn
Erzherzogin Eleonora von Österreich
Geburtsname: Eleonora Gonzaga

geb.: 1598
gest.: 1655
Anm.: Tochter des Vincenzo I. Gonzaga, Herzog von Mantua (1562-1612); 1622-1637 Ehe mit Kaiser Ferdinand II. (1578-1637).

Weiterführende Informationen in der DNB
Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Maria Anna
Königin Maria Anna von Böhmen
Königin Maria Anna von Ungarn
Erzherzogin Maria Anna von Österreich
Geburtsname: Infantin Maria Anna von Spanien und Portugal

geb.: 1606
gest.: 1646
Anm.: Tochter des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); seit 1631 Ehe mit Kaiser Ferdinand III. (1608-1657).

Weiterführende Informationen in der DNB
Erhard Kern

Anm.: Waldbürger im oberungarischen Schemnitz (Banská Štiavnica).
Heinrich Ernst von Kerpen

geb.: ca. 1600
gest.: 1645
Anm.: Sohn des Hans von Kerpen (1555-1616); vor 1618 Eintritt in kurmainzische Dienste, später als Geheimer Rat, Stallmeister und Oberamtmann von Amorbach; um 1635 kaiserlicher Obristleutnant; 1636 anlässlich der Königskrönung Ferdinands III. zum Ritter geschlagen.
Graf Franz Christoph Khevenhüller von Frankenburg

geb.: 1588
gest.: 1650
Anm.: Sohn des Grafen Bartholomäus Khevenhüller (1539-1613); um 1609 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1614 kaiserlicher Kämmerer; 1617-1631 kaiserlicher Gesandter in Madrid; seit 1621 Geheimer Rat; 1631-1646 Obersthofmeister der Königin bzw. Kaiserin Maria Anna (1606-1646); ab 1623 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Hanns Jakob Khiesel von Kaltenbrunn
Graf Hanns Jakob von Gottschee

geb.: 1565
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Johann Khiesel von Kaltenbrunn (1530-1591); um 1601 Konversion zum katholischen Glauben; Kämmerer und Hofkriegsrat des Erzherzogs Ferdinand II. von (Inner-)Österreich (1578-1637); 1616-1619 kaiserlicher Oberststallmeister; seit 1620 Oberstkämmerer; 1622 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Wenzel Kinsky von Wchinitz und Tettau

geb.: 1572
gest.: 1626
Anm.: Sohn des Johann d. Ä. Kinsky von Wchinitz und Tettau (gest. 1590); ab 1596 Kämmerer und Rat des Königs Matthias von Ungarn; seit 1621 kaiserlicher Kämmerer.

Weiterführende Informationen in der DNB
Levin von dem Knesebeck

geb.: 1597
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Thomas von dem Knesebeck (1559-1625); ab 1618 Rat an der neumärkischen Kammer zu Küstrin; seit 1620 kurbrandenburgischer Geheimer Rat; 1636/37 kurbrandenburgischer Gesandter auf dem Regensburger Kurfürstentag; ab 1626 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Antreibende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Kaspar Ernst von Knoch(e)

geb.: 1582
gest.: 1641
Anm.: Sohn des Kaspar von Knoch (gest. 1588/89); 1597-1602 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); 1606-1632 Amtshauptmann von Harzgerode und Güntersberge; 1632-1636 schwedischer Beamter in den Stiften Magdeburg und Halberstadt; ab 1636 Angehöriger des engeren Ständeausschusses im Fürstentum Anhalt; seit 1639 anhaltisch-dessauischer Geheimer Rat und Hofmarschall sowie Amtshauptmann von Sandersleben und Freckleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ausbreitende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
König (Heiliges Römisches Reich) Albrecht I.
Herzog Albrecht I. von Österreich
Herzog Albrecht I. von Steiermark
Herzog Albrecht I. von Krain

geb.: 1255
gest.: 1308
Anm.: Sohn des späteren römisch-deutschen Königs Rudolph I. (1218-1291); ab 1282 regierender Herzog von Österreich, der Steiermark und von Krain; seit 1298 römisch-deutscher König.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
König (Ostfrankenreich) Heinrich I.
Herzog Heinrich I. von Sachsen

geb.: ca. 875
gest.: 936
Anm.: Sohn des Herzogs Otto I. von Sachsen (gest. 912); ab 912 Herzog von Sachsen; seit 919 König des Ostfrankenreiches.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
König (Heiliges Römisches Reich) Rudolph I.
Herzog Rudolph I. von Österreich
Herzog Rudolph I. von Steiermark
Herzog Rudolph I. von Kärnten
Herzog Rudolph I. von Krain
Graf Rudolph IV. von Habsburg

geb.: 1218
gest.: 1291
Anm.: Sohn des Grafen Albrecht IV. von Habsburg (gest. 1239); ab 1240 regierender Graf von Habsburg; seit 1273 römisch-deutscher König; 1276–1286 regierender Herzog von Kärnten und Krain; 1278–1282 regierender Herzog von Österreich und der Steiermark.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Ernst von Kollonitsch

geb.: 1582
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Georg Seifried von Kollonitsch (1537-1599); ab 1619 kaiserlicher Kämmerer; Obrist und seit 1621 Festungskommandant von Komorn (Komárno); 1623 Konversion zum katholischen Glauben; 1637 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Sbigneus Leopold von Kolowrat-Novohradský

geb.: 1594
gest.: 1630
Anm.: Sohn des Johann von Kolowrat-Novohradský (gest. 1613); Kreishauptmann von Leitmeritz.
Graf Johann Anton Kratz von Scharffenstein

gest.: vor 1677
Anm.: Sohn des Grafen Johann Philipp Kratz von Scharffenstein (1591-1635); um 1635 noch in kaiserlichen Kriegsdiensten; 1636 Ritterschlag anlässlich der Königskrönung Ferdinands III.; später kurtrierischer Geheimer Rat und Hofmarschall sowie Amtmann von Boppard, Wesel und Welmich.
Graf Johann Philipp Kratz von Scharffenstein

geb.: 1591
gest.: 1635
Anm.: Sohn des kurtrierischen Rates Anton Kratz von Scharffenstein (gest. 1619); ab 1617 Domherr in Mainz; seit 1619 kaiserlicher Kämmerer; ab 1620 bayerisch-ligistischer Obrist; kaiserlicher Obrist (1624) und Generalfeldwachtmeister (1631); 1632/33 kurbayerischer Generalfeldzeugmeister; 1634 schwedischer Feldmarschall; 1634/35 kaiserlicher Kriegsgefangener; 1635 Enthauptung wegen Hochverrats; 1630 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
(Albrecht) Christoph von Krosigk

geb.: 1576
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Adolph von Krosigk (gest. 1605); anhaltisch-dessauischer Kammerrat, Hofmarschall und Amtshauptmann von Dessau; 1623 Capitain der anhaltischen Landesdefension; 1628 Unterdirektor des anhaltischen Landtages; 1617 Gründungsmitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlbekommende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Johanna Elisabeth von Krosigk

Anm.: Tochter des Dessauer Hofmarschalls (Albrecht) Christoph von Krosigk (1576-1638); 1637-1643 morganatische Ehe mit Fürst Georg Aribert von Anhalt-Dessau (1606-1643).
Graf Georg Adam von Kuefstein

geb.: 1605
gest.: 1656
Anm.: Sohn des Johann Jakob von Kuefstein (1577-1633); kaiserlicher Obrist, Generalmajor und Hofkriegsrat; 1639-1650 Obristleutnant der Wiener Stadtguardia; ab 1646 kaiserlicher Kämmerer; 1654 Erhebung in den Grafenstand; seit 1651 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kunstliebende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Johann Jakob von Kuefstein

geb.: 1577
gest.: 1633
Anm.: Sohn des Johann Georg von Kuefstein (1536-1603); ca. 1619/20 Generalproviantmeister der niederösterreichischen Stände; ab 1620 kaiserlicher Obrist; 1621 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1622 kaiserlicher Kämmerer.

Weiterführende Informationen in der DNB
Joachim Kühne

Anm.: Um 1636 in Regensburg.
Graf Ferdinand Sigmund Kurtz von Senftenau

geb.: 1592
gest.: 1659
Anm.: Sohn des Philipp Kurtz von Senftenau (gest. 1643); zunächst Page des Erzherzogs Albrecht von Österreich (1559-1621) in Brüssel; ab 1625 kaiserlicher Kämmerer; 1626-1637 Reichshofrat; seit 1637 Reichsvizekanzler; ab 1640 Geheimer Rat; 1636 Erhebung in den Grafenstand; vgl. Oswald von Gschließer: Der Reichshofrat. Bedeutung und Verfassung, Schicksal und Besetzung einer obersten Reichsbehörde von 1559 bis 1806, Wien 1942, S. 215f.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Maximilian Kurtz von Senftenau

geb.: 1595
gest.: 1662
Anm.: Sohn des Philipp Kurtz von Senftenau (gest. 1643); bayerischer Truchsess (1618), Mundschenk (1620), Kämmerer (1622), Hofrat (1624), Hofmarschall (1635), Geheimer Rat (1636), Oberstkämmerer (1643) sowie Obersthofmeister und Landhofmeister (1649); 1638 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Pierre de La Cave

geb.: 1605
gest.: 1679
Anm.: Sohn des Hugenotten Pierre de la Cave-Haute; 1630 Emigration aus Frankreich; militärische Karriere als kurbrandenburgischer Fähnrich der kurfürstlichen Leibgarde (1632), Rittmeister (1636/37), Hauptmann der Königsberger Leibkompanie (1642) bzw. zweiten Gardekompanie (1652), Gardeobrist und Kommandeur des kurfürstlichen Leibregiments (1654), Kommandeur der kurfürstlichen Leibgarde (1657) und Generalmajor (1669); 1637-1640 Vizeunterstallmeister; 1640-1654 Stallmeister; 1654-1657(?) Oberstallmeister; ab 1655 Geheimer Kriegsrat; seit 1657 Gouverneur von Pillau; ; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 451.
N. N. von der Lancken (1)

Anm.: Bruder des N. N. von der Lancken (2).
N. N. von der Lancken (2)

Anm.: Bruder des N. N. von der Lancken (1); um 1636 mecklenburgischer Amtshauptmann von Fürstenberg.
Charles de Latfeur

geb.: ca. 1572
gest.: 1650
Anm.: Sohn von Jean de Latfeur (gest. 1597) aus Antwerpen; Kaufmann und Bankier in Amsterdam; um 1626 Tätigkeit für die Fürsten von Anhalt.
Constantin L'Empereur van Oppyck

geb.: 1591
gest.: 1648
Anm.: Sohn des aus Brabant geflüchteten Antonius Cäsar; 1607 Artesstudium in Leiden; 1614 Theologiestudium in Franeker; 1617 Doktorpromotion; ab 1619 Professor der Theologie und hebräischen Sprache sowie Bibliothekar des Gymnasiums von Harderwijk; seit Ende 1627 Professor für Hebräisch und Chaldäisch, 1646 für Theologie an der Universität Leiden; 1639 Rat des Johann Moritz von Nassau-Siegen (1604-1679).

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Johann von Leubelfing

geb.: 1578
gest.: 1648
Anm.: Sohn des Seifried von Leubelfing; seit 1620 Obrist der Nürnberger Stadtgarde (noch 1634); um 1637 in brandenburgisch-ansbachischen Diensten.
Leuchtenberg, Haus
Landgrafen von Leuchtenberg

Anm.: 1646 ausgestorbenes oberpfälzisches Hochadelsgeschlecht., NDB
Landgraf Maximilian Adam von Leuchtenberg

geb.: 1611
gest.: 1646
Anm.: Sohn des Landgrafen Wilhelm von Leuchtenberg (1586-1634); ab 1634 regierender Landgraf von Leuchtenberg; seit 1641 kaiserlicher Kommandant von Nördlingen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Emir Fachr-ad-Din II. von Libanon

geb.: 1572
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Emirs Qorqmaz ibn Ma'n von Libanon (gest. 1585); 1593-1613 und 1618-1633 regierender Emir der Drusen (1613-1618 Exil in Europa); 1633-1635 Inhaftierung in Konstantinopel; 1635 Hinrichtung.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Gundaker von Liechtenstein

geb.: 1580
gest.: 1658
Anm.: Sohn des Hartmann von Liechtenstein (1544-1585); ab 1599 kaiserlicher Kämmerer; 1602 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1606 Hofkammerrat; 1615/16 und 1619-1623 Hofkammerpräsident; ab 1621 Geheimer Rat; 1624-1626 Obersthofmeister; 1623 Erhebung in den Fürstenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Karl von Liechtenstein
Herzog Karl von Troppau-Jägerndorf

geb.: 1569
gest.: 1627
Anm.: Sohn des Hartmann von Liechtenstein (1544-1585); 1599 Konversion zum katholischen Glauben; 1604-1606 Landeshauptmann von Mähren; 1606/07 kaiserlicher Obersthofmeister; 1608 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1614 Herzog von Troppau; 1620 Generalbevollmächtigter von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); seit 1622 Statthalter und Vizekönig von Böhmen, Herzog von Jägerndorf und Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Fürst Karl Eusebius von Liechtenstein

geb.: 1611
gest.: 1684
Anm.: Sohn des Karl von Liechtenstein (1569-1627); ab 1627 Fürst und Oberhaupt der Familie (bis 1632 unter Vormundschaft seines Onkels Maximilian); 1639-1641 Oberlandeshauptmann von Schlesien.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Maximilian von Liechtenstein

geb.: 1578
gest.: 1645
Anm.: Sohn des Hartmann von Liechtenstein (1544-1585); 1600 Konversion zum katholischen Glauben; 1601/02 Reichshofrat; kaiserlicher Feldzeugmeister (1608/1620) und Generalfeldwachtmeister (1619); 1613-1615 Oberststallmeister von Kaiser Matthias (1557-1619); ab 1619 kaiserlicher Kämmerer; seit 1638 Kommandeur der ungarischen Grenzfestung Raab; 1623 Erhebung in den Fürstenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Axel Gustafsson Lillie
Graf Axel von Lillieborg

geb.: 1603
gest.: 1662
Anm.: Sohn des Gustaf Axelsson Lillie (gest. 1605); 1619 Page des Königs Gustav II. Adolph von Schweden; schwedischer Leutnant (1626), Obrist (1630), Generalmajor (1635), General (1654) und Feldmarschall (1657); ab 1638 Vizegouverneur in Vorpommern und Kommandant von Stralsund; 1641-1648 Vizegouverneur von ganz Pommern; zugleich 1642-1648 Gouverneur des Meißnischen Estats und Oberkommandant von Leipzig; seit 1648 Reichsrat; ab 1651 Kriegsrat; seit 1652 Kammerrat; 1652-1661 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1655/56 Gouverneur von Halland; ab 1661 Generalgouverneur von Livland; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand; seit 1652 Graf von Lillieborg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Karl von Limbach

gest.: 1638
Anm.: Um 1637 kaiserlicher Obrist.
Schenk Heinrich von Limpurg-Obersontheim

geb.: 1573
gest.: 1637
Anm.: Sohn des Friedrich Schenk von Limpurg-Obersontheim (1536-1596); Edelknabe und Kämmerer (bis 1605) des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz; später Statthalter, Hof- und Eherichter des Markgrafen Georg Friedrich von Baden-Durlach (1573-1638); 1596-1604 und seit 1608 württembergischer Landhofmeister; 1613-1617 Reichshofrat.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Simon VII. zur Lippe-Detmold

geb.: 1587
gest.: 1627
Anm.: Sohn des Grafen Simon VI. zur Lippe (1554-1613); ab 1613 regierender Graf zur Lippe-Detmold; seit 1626 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Lange").

Weiterführende Informationen in der DNB
Lobkowitz, Familie
Popel von Lobkowitz, Familie
Fürsten von Lobkowitz

Anm.: Böhmisches Hochadelsgeschlecht.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Fürst Sidonius Albrecht von Lobkowitz
Sidonius Albrecht Popel von Lobkowitz

geb.: 1568
gest.: 1628
Anm.: Sohn des Ladislaus Popel von Lobkowitz (1501-1584); 1591-1599 Reichshofrat; 1599-1619 und ab 1620 böhmischer Oberstkanzler; seit 1619 kaiserlicher Kämmerer; 1624 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1620 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Wenzel Eusebius von Lobkowitz
Herzog Wenzel Eusebius von Schlesien-Sagan

geb.: 1609
gest.: 1677
Anm.: Sohn des Sidonius Albrecht Popel von Lobkowitz (1568-1628); ab 1628 Fürst; kaiserlicher Obrist (1631), Generalfeldwachtmeister (1636) und Feldmarschall (1647); seit 1627 kaiserlicher Kämmerer; ab 1646 Herzog von Schlesien-Sagan; seit 1647 Geheimer Rat; 1650-1665 Hofkriegsratspräsident; 1665-1674 Obersthofmeister; ab 1670 erster Minister von Kaiser Leopold I.; seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Paris von Lodron
Erzbischof Paris von Salzburg

geb.: 1586
gest.: 1653
Anm.: Sohn des Grafen Niklas von Lodron (1549-1621); Domherr in Trient (1605) und Salzburg (1606); 1616-1619 Salzburger Dompropst und Präsident der erzbischöflichen Hofkammer; seit 1619 Erzbischof von Salzburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Michael (von) Loefen

geb.: ca. 1550
gest.: 1620
Anm.: Exulant aus Trier; Dr. jur.; ab 1592 kurpfälzischer Rat in Heidelberg; Vertrauter des Amberger Statthalters Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630), mit dem er sich seit 1604 an einem Bergwerksunternehmen im Fichtelgebirge beteiligte; 1604 Nobilitierung.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Johann Löw d. Ä.

geb.: 1575
gest.: 1645?
Anm.: 1604-1645 anhaltischer Agent beim Reichshofrat in Wien; Tätigkeit in derselben Funktion für weitere lutherische und reformierte Reichsfürsten und -grafen (u. a. Pfalz-Sulzbach, Hanau-Münzenberg bzw. -Lichtenberg, Hohenlohe-Neuenstein, Castell, Bentheim-Tecklenburg, Nassau-Dillenburg, Erzstift Bremen) sowie für den König von Dänemark.
Graf N. N. von Löwenstein (2)

Anm.: Um 1636/37 junger Angehöriger des südwestdeutschen Hochadelsgeschlechts.
Graf Georg Ludwig von Löwenstein-Scharfeneck

geb.: 1587
gest.: 1633
Anm.: Sohn des Grafen Wolfgang II. von Löwenstein-Scharfeneck (1555-1596); zunächst in holländischen, ab 1617 in venezianischen Kriegsdiensten; 1622/23 Offizier unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); 1622 Reichsacht und Verlust der Herrschaft Scharfeneck; seit 1631 schwedischer Obrist und Kommandant von Erfurt.

Weiterführende Informationen in der DNB
Charles-Bonaventure de Longueval
Comte Charles-Bonaventure de Buquoy

geb.: 1571
gest.: 1621
Anm.: Sohn des Maximilien de Longueval, Baron de Vaux, ab 1580 Comte de Buquoy (1537-1581); spanischer Obrist (1597), Generalwachtmeister (1600) und Generalfeldzeugmeister (1602) in den Niederlanden; seit 1606 königlicher Kriegsrat; ab 1613 Grand-bailli der Grafschaft Hennegau; kaiserlicher Oberst-Feldgeneral (1614), Feldmarschall (1618), Generaloberstleutnant (1619) und Generaloberst der Kavallerie (1620); seit 1620 kaiserlicher Kämmerer; ab 1613 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Georg Achaz von Losenstein

geb.: 1597
gest.: 1653
Anm.: Sohn des Wolfgang Sigmund von Losenstein (1567-1626); 1623 Erhebung in den Grafenstand; ab 1624 kaiserlicher Kämmerer; 1637-1651 Oberstfalkenmeister; 1642–1651 Landmarschall von Niederösterreich; seit 1651 Oberststallmeister; 1653 Geheimer Rat und Ordensritter vom Goldenen Vlies.
Graf Wolfgang Sigmund von Losenstein

geb.: 1567
gest.: 1626
Anm.: Sohn des Dietmar von Losenstein (gest. 1577); ab 1612 Obersthofmarschall; seit 1619 kaiserlicher Kämmerer; 1621 Konversion zum katholischen Glauben; 1623 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Peter von Losy

gest.: nach 1640
Anm.: Kaiserlicher Rittmeister (1624) und Kroaten-Obrist (1630); 1635 wegen Beteiligung an Wallensteins "Verschwörung" zum Tode verurteilt, jedoch begnadigt.
Lothringen, Haus
Herzöge von Lothringen

Anm.: Seit 1473 Dynastie der Vaudémont.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Herzog Karl III. von Lothringen

geb.: 1543
gest.: 1608
Anm.: Sohn des Herzogs Franz I. von Lothringen (1517-1545); seit 1545 Herzog von Lothringen (bis 1559 unter Vormundschaft).

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Karl IV. von Lothringen

geb.: 1604
gest.: 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen (1572-1632); 1625-1634 und seit 1661 Herzog von Lothringen; 1634 vorübergehende Abdankung zu Gunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670).

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Herzog Nikolaus II. Franz von Lothringen
Bischof Nikolaus Franz von Toul

geb.: 1609
gest.: 1670
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen (1572-1632); 1624-1634 Bischof von Toul; 1626-1634 Kardinal; 1634 Herzog von Lothringen anstelle seines Bruders Karl IV. (1604-1675), noch im gleichen Jahr Flucht und anschließend Leben im Exil; 1648 Rückkehr in den geistlichen Stand.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Franz von Lothringen-Chaligny
Bischof Franz von Verdun

geb.: 1599
gest.: 1672
Anm.: Sohn des Henri de Lorraine, Comte de Chaligny (1570-1600); 1623-1661 Bischof von Verdun.
Christoph Ludwig

geb.: 1567
gest.: 1636
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgermeisters Daniel Ludwig; 1597-1599 Rektor in Bernburg; 1599-1602 Diakon an der Schlosskirche und seit 1602 Diakon an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 341.
Albrecht von Lüchau

geb.: 1572
gest.: 1655
Anm.: Vor 1636 brandenburgisch-bayreuthischer Oberstallmeister; Amtmann von Bayreuth.
Joachim von Lützow

Anm.: Um 1635 Rittmeister.
Martin Luther

geb.: 1483
gest.: 1546
Anm.: Deutscher Bibelübersetzer und Reformator.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Johann Kasimir von Lynar

geb.: 1569
gest.: 1619
Anm.: Sohn des Grafen Rochus Quirinus von Lynar (1525-1596); 1596-1598 Oberhauptmann von Spandau; 1603-1611 brandenburgisch-kulmbachischer Geheimer Rat und Oberkammerrat; danach kurbrandenburgischer Geheimer Rat und Oberkammerpräsident; vgl. Joachim Nisaeus: Iusta Funebria, Oder Christliche Ehrenpredigt/ Bey und uber der Trawrigen Leichfahrt [...], Berlin 1619, o. S.

Weiterführende Informationen in der DNB
Francesco de Magni
Graf Franz von Magnis

geb.: 1598
gest.: 1652
Anm.: Sohn des kaiserlichen Geheimen Rates Constantin de Magni (1539-1606); ab 1620 in kaiserlichen Kriegsdiensten als Obrist (1622) und Feldmarschalleutnant (1644); seit 1637 Hofkriegsrat; 1640/41 Landeshauptmann von Mähren; 1646-1649 Landeshauptmann des Fürstentums Oppeln-Ratibor; ab 1649 Oberstlandrichter für Mähren; Erhebung in den Freiherren- (1622) und Grafenstand (1629).

Weiterführende Informationen in der DNB
Francesco Makob

Anm.: Um 1623 ein Apotheker in Padua.
Graf Christoph Heinrich von Mansfeld-Hinterort

geb.: 1628
gest.: 1637
Anm.: Sohn des Grafen Ernst Ludwig von Mansfeld-Hinterort (1605-1632).

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Ernst Ludwig von Mansfeld-Hinterort

geb.: 1605
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Grafen Friedrich Christoph von Mansfeld-Hinterort (1564-1631); schwedischer Obristwachtmeister (1622) und Rittmeister (1631).

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Bruno von Mansfeld-Vorderort

geb.: 1576
gest.: 1644
Anm.: Sohn des Grafen Bruno von Mansfeld-Vorderort (1545-1615); um 1600 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1603 kaiserlicher Kriegsrat; seit 1607 Kämmerer des Erzherzogs Matthias von Österreich; 1615-1619 kaiserlicher Trabantenhauptmann; 1620-1637 Oberstjägermeister und Oberststallmeister von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1637 kaiserlicher Kämmerer.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort

geb.: 1580
gest.: 1626
Anm.: Unehelicher Sohn des Grafen Peter Ernst I. von Mansfeld-Vorderort (1517-1604); 1594/95 und 1603 Teilnahme am Langen Türkenkrieg; 1604-1606 spanischer Offizier in den Niederlanden; 1609 in kaiserlichen Kriegsdiensten; 1610 Übertritt zur Protestantischen Union; 1617-1620 General der böhmischen Ständearmee; danach Heerführer des geächteten Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) und einer der bedeutendsten Condottiere gegen die Habsburger und deren Verbündete.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Wolfgang von Mansfeld-Vorderort

geb.: 1575
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Grafen Bruno von Mansfeld-Vorderort (1545-1615); kaiserlicher Hauptmann (1602), Obristwachtmeister (1605) und Obrist (1607); 1610 kursächsischer Obrist und Oberhauptmann des Vogtländischen Kreises; 1612 Obrist und Statthalter des Landgrafen Ludwig V. von Hessen-Darmstadt (1577-1626); 1614 kaiserlicher Obrist; 1620-1623 kursächsischer Generalleutnant; ab 1623 Kommandant der ungarischen Festung Raab; seit 1624 endgültig in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Feldmarschall (1632); spätestens 1627 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1627 kaiserlicher Kämmerer; 1630/31 Statthalter der Stifte Magdeburg und Halberstadt; seit 1637 Geheimer Rat.

Weiterführende Informationen in der DNB
Maria

Anm.: Laut Neuem Testament Mutter von Jesus Christus; als "Muttergottes" bzw. "Gottesgebärerin" verehrt.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Baltasar de Marradas y Vicque

geb.: 1560
gest.: 1638
Anm.: Spanischer Adliger aus Valencia; Teilnahme am Langen Türkenkrieg; kaiserlicher Obrist (1605), Generalfeldwachtmeister (1619), Generaloberst der Kavallerie (1622), Feldmarschall (1626) und Generalleutnant (1627); ab 1606 Kämmerer des Erzherzogs Ferdinand II. von (Inner-)Österreich (1578-1637); seit 1625 Militär- und Zivilverwalter des Königreiches Böhmen; ab 1635 kaiserlicher Kämmerer; seit 1637 Geheimer Rat; 1621 Erhebung in den Grafenstand; vgl. Robert Laurentius Dauber: Johanniter-Malteser-Ritter unter kaiserlichen Fahnen 1523-1918, Gnas 2007, S. 88-90.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Wolf Veit von Maxlrain
Graf Wolf Veit von Hohenwaldeck

gest.: 1659
Anm.: Sohn des bayerischen Adligen Wolf Veit von Maxlrain (gest. 1616); 1636 anlässlich der Königskrönung Ferdinands III. zum Ritter geschlagen; seit 1655 regierender Graf von Hohenwaldeck.

Weiterführende Informationen in der DNB
Mecklenburg, Haus
Herzöge von Mecklenburg

Anm.: Spätestens seit 1131 slawische Dynastie der Obodriten.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Herzogin Anna Sophia von Mecklenburg

geb.: 1591
gest.: 1648
Anm.: Blinde Tochter des Herzogs Johann VII. von Mecklenburg (1558-1592).

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzogin Eleonora Maria von Mecklenburg-Güstrow
Geburtsname: Fürstin Eleonora Maria von Anhalt-Bernburg

geb.: 1600
gest.: 1657
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1626-1636 Ehe mit Herzog Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636).

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Gustav Adolph von Mecklenburg-Güstrow
Administrator Gustav Adolph von Ratzeburg

geb.: 1633
gest.: 1695
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636) und Neffe Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1636-1648 Administrator des Stifts Ratzeburg; ab 1654 regierender Herzog von Mecklenburg-Güstrow; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefällige").

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow

geb.: 1590
gest.: 1636
Anm.: Sohn des Herzogs Johann VII. von Mecklenburg (1558-1592); 1610-1621 gemeinsam mit seinem Bruder Adolph Friedrich (1588-1658) regierender Herzog von Mecklenburg; 1621-1628 und ab 1631 alleinregierender Herzog von Mecklenburg-Güstrow (1628-1631 Ersetzung durch Wallenstein); seit 1628 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vollkommene").

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Adolph Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin
Administrator Adolph Friedrich von Schwerin

geb.: 1588
gest.: 1658
Anm.: Sohn des Herzogs Johann VII. von Mecklenburg (1558-1592); 1592-1610 regierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin (bis 1608 unter Vormundschaft); 1610-1621 gemeinsam mit seinem Bruder Johann Albrecht II. (1590-1636) regierender Herzog von Mecklenburg; 1621-1628 und ab 1631 alleinregierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin (1628-1631 Ersetzung durch Wallenstein); 1634-1648 Administrator von Schwerin; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Herrliche").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Herzogin Christina Margaretha von Mecklenburg-Schwerin
Herzogin Christina Margaretha von Sachsen-Lauenburg
Geburtsname: Herzogin Christina Margaretha von Mecklenburg-Güstrow

geb.: 1615
gest.: 1666
Anm.: Tochter des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); 1640-1642 erste Ehe mit Herzog Franz Albrecht von Sachsen-Lauenburg (1598-1642); 1650-1663 zweite Ehe mit Herzog Christian Ludwig I. von Mecklenburg-Schwerin.

Weiterführende Informationen in der DNB
N. N. de' Medici (1)
Granduca N. N. di Toscana

Anm.: Bruder des N. N. de' Medici (2).
N. N. de' Medici (2)

Anm.: Bruder eines namentlich nicht genannten Granduca di Toscana; sein Koch soll im Erzherzogtum Österreich einen kleineren Stadtbrand verursacht haben.
Ferdinando II. de' Medici
Granduca Ferdinando II. di Toscana

geb.: 1610
gest.: 1670
Anm.: Sohn des Cosimo II. de' Medici, Granduca di Toscana (1590-1621); seit 1621 Granduca di Toscana (bis 1628 unter Vormundschaft).

Weiterführende Informationen in der DNB
Vittoria de' Medici
Granduchessa Vittoria di Toscana
Geburtsname: Vittoria della Rovere

geb.: 1622
gest.: 1694
Anm.: Tochter des Federico Ubaldo della Rovere (1605-1623); 1634-1670 Ehe mit Ferdinando II. de' Medici, Granduca di Toscana (1610-1670).

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Leonhard Helfried von Meggau

geb.: 1577
gest.: 1644
Anm.: Sohn des Ferdinand Helfried von Meggau (gest. 1585); ab 1600 niederösterreichischer Regimentsrat; 1612-1619 Oberstkämmerer und 1617-1619 Obersthofmeister von Kaiser Matthias (1557-1619); seit 1619 kaiserlicher Kämmerer; 1621–1626 Statthalter von Niederösterreich; 1626-1637 Obersthofmeister von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1637 Geheimer Rat; 1619 Erhebung in den Grafenstand; seit 1622 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Ellardus van Mehen

geb.: 1570
gest.: 1639
Anm.: Sohn des Gerrit van Mehen aus Harderwijk; 1594/95 Theologiestudium in Leiden; ab 1598 Pfarrer in Harderwijk; 1600/01 Professor für Theologie und Hebräisch am Harderwijker Gymnasium illustre; 1618/19 Delegierter von Gelderland auf der Synode von Dordrecht; zeitweise Aushilfspfarrer in Utrecht (1619) und Amsterdam (1620); seit 1637 erneut Professor am Gymnasium illustre in Harderwijk.

Weiterführende Informationen in der DNB
Jonas Meisterlin

geb.: 1585
gest.: 1663
Anm.: Sohn des Amtskellers Friedrich Meisterlin (1549-1612) auf Burg Landsberg bei Obermorschel; ab 1606 Studium in Marburg; Promotion zum Dr. jur. utr. in Heidelberg; 1618 pfälzisch-simmerischer Rat; 1620 Kanzleidirektor des Pfalzgrafen Ludwig Philipp von Pfalz-Simmern (1602-1655); 1645-1648 kurpfälzischer Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; 1653/54 Vertreter von Pfalz-Zweibrücken auf dem Regensburger Reichstag; vgl. Lupold von Lehesten: Die hessischen Reichstagsgesandten im 17. und 18. Jahrhundert. Band 2: Anhang Listen und biographisch-genealogische Blätter, Darmstadt 2003, S. 60.

Weiterführende Informationen in der DNB
Comte Eitel-Frédéric de Mérode-Waroux

gest.: 1656
Anm.: Sohn des Jean-Pierre de Mérode-Waroux (gest. 1633); kaiserlicher Obrist; seit 1633 Comte de Mérode-Waroux.
Johann Reinhard von Metternich

geb.: 1604
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Johann Dietrich von Metternich (1553-1625); Domherr zu Trier, Bamberg, Würzburg, Magdeburg und Münster; Dompropst von Mainz; kurmainzischer Geheimer Rat und Hofratspräsident; kaiserlicher Rat; 1630-1632 Generalvikar und Statthalter des Erzherzogs Leopold Wilhelm von Österreich (1614-1662) im Bistum Halberstadt und im Erzbistum Magdeburg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Metzsch, Familie

Anm.: Thüringisch-vogtländisches Adelsgeschlecht.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Friedrich von Metzsch

geb.: 1579
gest.: 1655
Anm.: Sohn des Abraham von Metzsch (1528-1590); 1619-1638 kursächsischer Hof- und Justizrat; 1620-1628 Appellationsrat; ab 1628 Präsident des Oberkonsistoriums; kursächsischer Gesandter auf dem Regensburger Kurfürstentag (1636/37) und Reichstag (1640/41); seit 1638 Geheimer Rat; ab 1642 Reichspfennigmeister; vgl. Jacob Weller: Christlichen Ritters-Grund [...], Chemnitz 1707, S. 40-56.

Weiterführende Informationen in der DNB
Johann Christoph Meurer

geb.: 1598
gest.: 1652
Anm.: Sohn des holsteinischen Geheimen Rates, Vizekanzlers und Präsidenten Philipp Meurer in Husum; Rechtsstudium in Rostock, Tübingen, Straßburg, Wittenberg, Leipzig und Jena; 1621 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Jena; ab 1633 Ratssyndikus der Stadt Hamburg; hamburgischer Gesandter am Wiener Kaiserhof (1631 und 1635), beim Regensburger Kurfürstentag (1636/37), beim Regensburger Reichstag (1640/41) sowie bei den Friedensverhandlungen von Münster und Osnabrück (1645-1648); seit 1631 Hofpfalzgraf.

Weiterführende Informationen in der DNB, Westfälische Geschichte
Bernhard Meyer

geb.: 1599
gest.: nach 1640
Anm.: Angehöriger des Basler Achtbürger- und Ratsgeschlechts Meyer zum Pfeil; mecklenburgisch-güstrowischer Obristleutnant und Gesandter; seit 1639 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gültige").
Jakob Michael
Jacques Michel

Anm.: Aus Metz stammender Franzose; um 1635/37 Wiener Hofjuwelier.
Heinrich Milde

gest.: 1642
Anm.: Zunächst reformierter Prediger in Emden; seit 1612 Prediger der reformierten Gemeinde in Altona; vgl. Johann Adrian Bolten: Historische Kirchen-Nachrichten von der Stadt Altona [...], Bd. 1, Altona 1790, S. 215f.
Johann Milde

gest.: nach 1639
Anm.: Sohn des reformierten Altonaer Predigers Heinrich Milde (gest. 1642); ca. 1634-1636 mecklenburgisch-güstrowischer Fiskal und Rat; danach Schreiber, Gesandter und Vertreter des verwitweten Herzogin Eleonora Maria von Mecklenburg-Güstrow (1600-1657); auch Rat des Herzogs Franz Albrecht von Sachsen-Lauenburg (1598-1642).
Graf Julius Neidhart von Mörsperg

geb.: 1590
gest.: 1642
Anm.: Sohn des Johann Friedrich von Mörsperg (gest. 1626); ab 1615 kaiserlicher Kämmerer; seit 1620 Reichshofrat; Vizelandeshauptmann der Steiermark; ab 1637 Geheimer Rat; 1632 Erhebung in den Grafenstand.

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Sancho de Monroy y Zúñiga
Marqués Sancho de Castañeda

gest.: 1646
Anm.: Sohn des Fernando de Monroy; Hofmeister der Königin Elisabeth von Spanien (1602-1644); Kämmerer, Kriegs- und Staatsrat des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); 1632-1641 spanischer Botschafter am Wiener Kaiserhof; seit 1632 erster Marqués de Castañeda.
Conte Raimondo Montecuccoli
Principe Raimondo Montecuccoli

geb.: 1609
gest.: 1680
Anm.: Sohn des Conte Galeotto Montecuccoli (1570-1619); kaiserlicher Musketier (1625), Obrist (1635), Generalfeldwachtmeister (1642), Feldmarschalleutnant (1644), General der Kavallerie (1648), Feldmarschall (1658) und Generalleutnant (1664); 1639-1642 schwedischer Kriegsgefangener; ab 1645 kaiserlicher Kämmerer und Hofkriegsrat; seit 1668 Hofkriegsratspräsident; 1651 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1668 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Graf Ernst Kasimir von Nassau-Diez

geb.: 1573
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Grafen Johann VI. von Nassau-Dillenburg (1536-1606); ab 1594 in niederländischen Kriegsdiensten als Obrist (1600) und Feldmarschall (1607); seit 1620 Statthalter von Friesland, ab 1625 auch von Groningen und Drenthe; seit 1607 regierender Graf von Nassau-Diez.

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Graf Johann VI. von Nassau-Dillenburg

geb.: 1536
gest.: 1606
Anm.: Sohn des Grafen Wilhelm von Nassau-Dillenburg (1487-1559); seit 1559 regierender Graf von Nassau-Dillenburg; ebenso 1578-1581 Statthalter von Gelderland.

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Graf Friedrich Heinrich von Nassau-Dillenburg
Fürst Friedrich Heinrich von Oranien

geb.: 1584
gest.: 1647
Anm.: Sohn des Fürsten Wilhelm I. von Oranien (1533-1584); ab 1625 Fürst von Oranien und Statthalter der Vereinigten Niederlande; seit 1627 Ritter des Hosenbandordens.

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Graf Moritz von Nassau-Dillenburg
Fürst Moritz von Oranien

geb.: 1567
gest.: 1625
Anm.: Sohn des Fürsten Wilhelm I. von Oranien (1533-1584); ab 1584 Statthalter der Vereinigten Niederlande; seit 1618 auch Fürst von Orange.

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Graf Wilhelm von Nassau-Dillenburg
Fürst Wilhelm I. von Oranien

geb.: 1533
gest.: 1584
Anm.: Sohn des Grafen Wilhelm von Nassau-Dillenburg (1487-1559); ab 1544 Fürst von Oranien; 1559-1567 und seit 1572 Statthalter von Holland, Seeland und Utrecht, ab 1580 auch von Friesland; Anführer im niederländischen Unabhängigkeitskrieg gegen Spanien.

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Graf Wilhelm von Nassau-Dillenburg
Fürst Wilhelm II. von Oranien

geb.: 1626
gest.: 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); ab 1647 Fürst von Oranien und Statthalter der Niederlande.

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Graf Johann Moritz von Nassau-Siegen
Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen

geb.: 1604
gest.: 1679
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Nassau-Siegen (1561-1623); ab 1621 in niederländischen Kriegsdiensten, zuletzt als Generalleutnant (1644) und Feldmarschall (1668); 1636-1644 Gouverneur, Kapitän und Ober-Admiral von Niederländisch-Brasilien; seit 1647 kurbrandenburgischer Statthalter von Kleve, Mark und Ravensberg; 1652 Erhebung in den Fürstenstand; 1674-1676 Gouverneur von Utrecht; ab 1674 regierender Fürst von Nassau-Siegen.

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Johann Nauwach

geb.: ca. 1595
gest.: 1645?
Anm.: Geboren in der Mark Brandenburg; 1607-1612 Kapellknabe in Dresden; 1612-1618 musikalische Ausbildung (Laute) in Italien; ab 1623 kurfürstlich-sächsischer Kammermusiker; bis 1629 Mitglied der Dresdener Hofkapelle; Konversion zum katholischen Glauben; danach kaiserlicher Kammermusiker; bis 1637 auch Kammerdiener der Erzherzogin Cäcilia Renata (1611-1644); 1637-1645 Instrumentalist und Tenor am Wiener Kaiserhof.

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Jean-Louis de Nogaret de La Valette
Duc Jean-Louis de Épernon

geb.: 1554
gest.: 1642
Anm.: Sohn des Jean de Nogaret de La Valette (1527-1575); 1578-1589 einer der engsten Vertrauten (Mignons) des Königs Heinrich III. von Frankreich (1551-1589); ab 1581 Conseiller d’État, Colonel général des Bandes françaises, Duc d'Épernon und Pair de France; seit 1582 Premier gentilhomme de la Chambre du Roi; 1586–1594 Gouverneur der Provence; 1587-1589 Amiral de France; 1622-1641 Gouverneur der Guyenne.

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König Håkon VI. von Norwegen
König Håkon von Schweden

geb.: ca. 1341
gest.: 1380
Anm.: Sohn des Königs Magnus II. von Schweden bzw. Magnus VII. von Norwegen (1316-1374); seit 1355 König von Norwegen; 1362-1364 gemeinsam mit seinem Vater König von Schweden.
Karl Heinrich von Nostitz

geb.: 1613
gest.: 1684
Anm.: Sohn des Heinrich von Nostitz (1563-1629); Hofjunker, Kammerjunker und Stallmeister (1637/39) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg, den er auf Reisen nach Polen, in die Niederlande, ins Reich und nach Frankreich begleitete; 1634-1636 Musketier, Student der Ritterakademie und Kammerjunker in Orange; 1641 endgültige Rückkehr in die Oberlausitz; ab 1644 Landeskommissar im Kreis Bautzen; seit 1650 auch Hofgerichtsassessor; ab 1672 kursächsischer Kämmerer; seit 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Glatte").

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Kaspar von Nostitz

geb.: 1604
gest.: 1636
Anm.: Sohn des Kaspar von Nostitz (gest. 1633) auf Burg Tzschocha (Zamek Czocha) in Schlesien.
Roberto Obizzi
Marchese Roberto d' Orciano

geb.: 1566
gest.: 1647
Anm.: Unehelicher, später legitimierter Sohn des in venezianischen stehenden Militärs Pio Enea Obizzi (1525-1589) aus Ferrara; zunächst in venezianischen Kriegsdiensten; toskanischer Capitano delle lance (1601) und Cavallerizzo maggiore (nach 1608); um 1623 Hofmeister des Granduca Ferdinando II. di Toscana (1610-1670); seit 1630 Marchese di Orciano.
Melchior Örtel

Anm.: Ab etwa 1620 Kammerdiener der Prinzen Christian d. J. und Ernst von Anhalt-Bernburg.
Österreich, Haus (Erzhaus)
Erzherzöge von Österreich

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

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Erzherzog Ernst von Österreich

geb.: 1553
gest.: 1595
Anm.: Sohn von Kaiser Maximilian II. (1527-1576); 1576-1593 Statthalter von Niederösterreich; 1590-1593 Regent in Innerösterreich; ab 1594 Statthalter der spanischen Niederlande; seit 1585 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Erzherzog Karl von Österreich
Bischof Karl von Breslau
Bischof Karl von Brixen

geb.: 1590
gest.: 1624
Anm.: Sohn des Erzherzogs Karl II. von (Inner-)Österreich (1540-1590); Domherr in Salzburg (1602), Passau (1603), Trient (1606), Brixen (1606–1613), Breslau (1608) und Köln (1618); ab 1608 Bischof von Breslau; seit 1613 Bischof von Brixen; ab 1619 Hochmeister des Deutschen Ordens.

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Erzherzog Leopold von Österreich
Bischof Leopold von Passau
Bischof Leopold von Straßburg

geb.: 1586
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Erzherzogs Karl II. von (Inner-)Österreich (1540-1590); 1598-1625 Bischof von Passau; 1599 Koadjutor und 1607-1626 Bischof von Straßburg; 1619-1623 Statthalter (Gubernator) von Tirol und Vorderösterreich; ab 1623 regierender Landesfürst von Tirol; seit 1626 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb.: 1614
gest.: 1662
Anm.: Sohn des Erzherzogs Ferdinand II. von (Inner-)Österreich (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

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Erzherzog Maximilian von Österreich

geb.: 1558
gest.: 1618
Anm.: Sohn von Kaiser Maximilian II. (1527-1576); 1587 Wahl zum König von Polen, jedoch keine Krönung; ab 1590 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1593-1596 Regent von Innerösterreich; seit 1602 Statthalter von Tirol und Vorderösterreich.

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Johan van Oldenbarnevelt

geb.: 1547
gest.: 1619
Anm.: Sohn des Amersfoorter Kaufmanns Gerrit van Oudenbarnevelt (1516-1589); Rechtsstudium in Löwen (1566), Bourges (1566/67), Köln (1567), Heidelberg (1568) und Padua (1569); 1568 Konversion zum Calvinismus; Advokat am obersten Gerichtshof von Holland (1570-1572) und der Delfter Wasserbehörde (1572-1576); 1576-1586 Ratspensionär (wichtigster juristischer Berater) der Stadt Rotterdam; seit 1586 Landesadvokat von Holland; 1618 als Gegner des Statthalters Fürst Moritz von Oranien (1567-1625) verhaftet; 1619 Hinrichtung.

Weiterführende Informationen in der DNB
Oldenburg, Haus
Könige von Dänemark
Könige von Norwegen
Grafen von Oldenburg und Delmenhorst

Anm.: Nordwestdeutsches Reichsgrafengeschlecht; ab 1448 Könige von Dänemark; seit 1450 Könige von Norwegen.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Graf Anton Günther von Oldenburg und Delmenhorst

geb.: 1583
gest.: 1667
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Oldenburg und Delmenhorst (1540-1603); ab 1603 regierender Graf von Oldenburg; 1647 Erbe der Grafschaft Delmenhorst; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unbetriegliche").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Henri II d' Orléans
Duc Henri II de Longueville
Prince Henri I de Neuchâtel
Comte Henri II de Neuchâtel

geb.: 1595
gest.: 1663
Anm.: Sohn des Henri I. d'Orléans, Duc de Longueville (1568-1595); 1619/20 und ab 1627 Gouverneur der Normandie; 1636-1643 verschiedene militärische Kommandos; seit 1643 souveräner Fürst von Neuenburg; 1645-1648 französischer Prinzipalgesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress; 1648-1650 Beteiligung an der Fronde.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Christian von Ortenburg

geb.: 1616
gest.: 1684
Anm.: Sohn des Grafen Georg IV. von Ortenburg (1573-1627); 1624 Konversion zum katholischen Glauben; 1636-1643 kurbayerischer Kämmerer; ab 1636 Hofrat; 1639-1644 Pfleger von Eggenfelden; seit 1666 regierender Graf von Ortenburg; ab 1680 kurbayerischer Statthalter der Oberpfalz.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Friedrich Kasimir von Ortenburg

geb.: 1591
gest.: 1658
Anm.: Sohn des Grafen Heinrich VII. von Ortenburg (1556-1603); ab 1628 Erbe der Grafschaft Ortenburg, die jedoch bis zu seinem Tod verpfändet blieb; seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verharrende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Georg IV. von Ortenburg

geb.: 1573
gest.: 1627
Anm.: Sohn des Grafen Ulrich II. von Ortenburg (1532-1586); ab 1603 Erbe der Grafschaft Ortenburg, die jedoch bis zu seinem Tod verpfändet blieb; 1612 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1612 bayerischer Rat; ab 1625 Hauptmann von Burghausen; Pfleger von Wasserburg am Inn (1625/26) und Eggenfelden (seit 1626).

Weiterführende Informationen in der DNB
N. N. Ottenbusch

Anm.: Lic. jur.; hamburgischer Gesandter auf dem Regensburger Kurfürstentag (1636/37).
Graf Axel Gustafsson Oxenstierna af Södermöre

geb.: 1583
gest.: 1654
Anm.: Sohn des schwedischen Reichsrats Gustaf Gabrielsson Oxenstierna (1551-1597); ab 1604 königlicher Kammerjunker; seit 1609 Reichsrat; ab 1612 schwedischer Reichskanzler; 1632-1644 Oberhaupt der Vormundschaftsregierung für Königin Christina von Schweden (1626-1689); 1645 Erhebung in den Grafenstand; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gewünschte").

Weiterführende Informationen in der DNB
Johann Christoph von Paar

geb.: ca. 1580
gest.: 1636
Anm.: Sohn des Johann Baptist von Paar (gest. 1592); ab 1606 erzherzoglicher Kämmerer in Graz; seit 1622 kaiserlicher Obersthofpostmeister.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Floris II. von Palant
Graf Floris II. von Culemborg

geb.: 1577
gest.: 1639
Anm.: Sohn des Floris I. von Palant, Graf von Culemborg (1537-1598); ab 1598 Graf von Culemborg; seit 1617 Abgeordneter zu den Generalstaaten von Geldern und Zutphen; Parteigänger des Johann von Oldenbarnevelt (1547-1619); später Felddeputierter.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Paul Pálffy von Erdőd

geb.: 1592
gest.: 1653
Anm.: Sohn des ungarischen Magnaten Nikolaus Pálffy (1552-1600); ab 1622 kaiserlicher Kämmerer; 1624-1626 kaiserlicher Obrist; 1625-1646 Präsident der ungarischen Hofkammer; seit 1646 Obergespan und Burghauptmann von Preßburg; ab 1646 Geheimer Rat; seit 1649 Palatin von Ungarn; 1636 Erhebung in den Grafenstand; ab 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Stephan Pálffy von Erdőd

geb.: 1586
gest.: 1646
Anm.: Sohn des ungarischen Magnaten Nikolaus Pálffy (1552-1600); 1608-1625 Obergespan und Burghauptmann von Preßburg sowie ungarischer Kronhüter; seit 1624 kaiserlicher Kämmerer; 1626-1644 Kreisobrist jenseits der Donau und der bergstädtischen Grenze (in Neuhäusel); kaiserlicher Obrist (um 1632) und General der Kavallerie (1639); 1634 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Nestor Pallavicino di Varano
Nestor Pallavicini di Varano
Marchese Nestor di Varano de' Melegari

gest.: 1654
Anm.: Italienischer Adliger; durch Heirat Erbherr auf Tüßling, Winhöring, Frauenbühl und Niedernfels; 1620 Begleiter des Herzogs Maximilian I. von Bayern (1573-1651) nach Böhmen; später bayerischer Kämmerer; ab 1630 Pfleger zu Moormösen; seit 1635 Obersthofmeister der Kurfürstin Maria Anna von Bayern (1610-1665).
Graf Gottfried Heinrich von Pappenheim

geb.: 1594
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Veit von Pappenheim (1535-1600); 1616 Konversion zum katholischen Glauben; 1617/18 und ab 1623 Reichshofrat; in bayerisch-ligistischen bzw. kaiserlichen und spanischen (1624/25) Kriegsdiensten als Rittmeister (1619), Obristleutnant (1620), Obrist (1622), Generalfeldwachtmeister (1626), Generalfeldzeugmeister (1629) und Feldmarschall (1631); seit 1623 kaiserlicher Kämmerer; 1628 Erhebung in den Grafenstand; ab 1631 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Maximilian von Pappenheim
Landgraf Maximilian von Stühlingen

geb.: 1580
gest.: 1639
Anm.: Sohn des Konrad von Pappenheim (1534-1603); ab 1605 regierender Landgraf von Stühlingen; seit 1635 als Senior des Hauses Pappenheim und Reichserbmarschall, welches Amt er bereits 1607-1619 mehrmals stellvertretend für die Grafen Alexander (1530-1612), Philipp (1542-1619) und Veit Hippolyt (gest. 1621) sowie ab 1630 in Vertretung für Graf Wolf Christoph von Pappenheim (1567-1635) ausgeübt hatte; Sympathisant der Schweden; 1628 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Wolf Adam von Pappenheim

geb.: 1618
gest.: 1647
Anm.: Sohn des Gottfried Heinrich von Pappenheim (1594-1632); 1628 Erhebung in den Grafenstand; ab 1638 kaiserlicher Obrist; seit 1646 kaiserlicher Kämmerer.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Wolf Christoph von Pappenheim

geb.: 1567
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Wolfgang von Pappenheim (1535-1585); seit 1621 Senior des Hauses Pappenheim und Reichserbmarschall; 1628 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Papst Gregor XV.
Erzbischof Alessandro von Bologna
Alessandro Ludovisi

geb.: 1554
gest.: 1623
Anm.: Sohn des Pompeo Ludovisi (gest. 1565); 1599-1612 Auditor der Römischen Rota; 1612-1621 Erzbischof von Bologna; ab 1616 Kardinal; seit 1621 Papst.

Weiterführende Informationen in der DNB
Papst Paul V.
Bischof Camillo von Jesi
Camillo Borghese

geb.: 1552
gest.: 1621
Anm.: Sohn des Marcantonio Borghese (1504-1574); 1597-1599 Bischof von Jesi; 1603-1605 Kardinalvikar von Rom; seit 1605 Papst.

Weiterführende Informationen in der DNB
Papst Sixtus V.
Bischof Felice von Fermo
Bischof Felice von Sant'Agata de' Goti
Felice Peretti di Montalto

geb.: 1521
gest.: 1590
Anm.: Sohn des Bauern Francesco Peretti; 1566-1568 Generalvikar des Franziskaner-Ordens; 1566-1571 Bischof von Sant'Agata de' Goti; ab 1570 Kardinal; 1571-1577 Bischof von Fermo; seit 1585 Papst.

Weiterführende Informationen in der DNB
Papst Urban VIII.
Erzbischof Maffeo von Nazareth
Bischof Maffeo von Spoleto
Maffeo Barberini

geb.: 1568
gest.: 1644
Anm.: Sohn des Antonio Barberini (gest. 1571); 1604-1606 Apostolischer Nuntius in Frankreich; 1604-1608 Erzbischof von Nazareth; ab 1606 Kardinal; 1608-1617 Bischof von Spoleto; 1610-1623 Präfekt der Apostolischen Signatur; seit 1623 Papst.

Weiterführende Informationen in der DNB
Martin Peller von Schoppershof

geb.: 1559
gest.: 1629
Anm.: Sohn des Radolfzeller Ratsherrn Balthasar Peller (gest. um 1580); 1581-1591 Mitarbeiter der Nürnberger Handelsgeschellschaft Forst-Viatis in Venedig; danach Kaufmann in Nürnberg und Teilhaber der 1591 mit seinem Schwiegervater Bartholomäus Viatis (1538-1624) gegründeten Handelsgesellschaft Viatis & Peller; ab 1596 Bürger und seit 1597 Genannter des Größeren Rats der Reichsstadt Nürnberg.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Wratislaw von Pernstein

geb.: 1530
gest.: 1582
Anm.: Sohn des Johann von Pernstein (1487-1548); ab 1567 böhmischer Oberstkanzler; seit 1555 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Schah Abbas I. von Persien

geb.: 1571
gest.: 1629
Anm.: Sohn des persischen Schahs Mohammad Chodābande (1532-1595); seit 1587 Schah von Persien.

Weiterführende Informationen in der DNB
Francesco Petrarca

geb.: 1304
gest.: 1374
Anm.: Italienischer Dichter und Mitbegründer des Renaissance-Humanismus.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz
Königin Elisabeth von Böhmen
Geburtsname: Prinzessin Elisabeth von Schottland
Geburtsname: Prinzessin Elisabeth von England

geb.: 1596
gest.: 1662
Anm.: Tochter des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England und Irland) (1566-1625); 1613-1632 Ehe mit Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632).

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Kurfürst Friedrich III. (der Fromme) von der Pfalz
Pfalzgraf Friedrich II. von Pfalz-Simmern

geb.: 1515
gest.: 1576
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann II. von Pfalz-Simmern (1492-1557); 1557-1559 regierender Pfalzgraf von Pfalz-Simmern; seit 1559 Kurfürst von der Pfalz.

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Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz

geb.: 1574
gest.: 1610
Anm.: Sohn des Kurfürsten Ludwig IV. von der Pfalz (1539-1583); seit 1583 Kurfürst von der Pfalz (bis 1592 unter Vormundschaft).

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz
König Friedrich I. von Böhmen

geb.: 1596
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1610-1623 Kurfürst von der Pfalz (bis 1614 unter Vormundschaft); 1619/20 ebenso König von Böhmen ("Winterkönig"); ab 1620 Exil in den Vereinigten Niederlanden; 1623 Übertragung der pfälzischen Kurwürde auf Herzog Maximilian I. von Bayern (1573-1651) durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); seit 1612 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kurfürst Karl Ludwig von der Pfalz

geb.: 1617
gest.: 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kurfürstin Louise Juliana von der Pfalz
Geburtsname: Gräfin Louise Juliana von Nassau-Dillenburg

geb.: 1576
gest.: 1644
Anm.: Tochter des Fürsten Wilhelm I. von Oranien (1533-1584); 1593-1610 Ehe mit Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610).

Weiterführende Informationen in der DNB
Kurfürst Ludwig IV. von der Pfalz

geb.: 1539
gest.: 1583
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich III. von der Pfalz (1515-1576); ab 1563 Statthalter der Oberpfalz; seit 1576 Kurfürst von der Pfalz.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Pfalzgraf Christian I. von Pfalz-Birkenfeld-Bischweiler

geb.: 1598
gest.: 1654
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Karl I. von Pfalz-Birkenfeld (1560-1600); 1619 kurpfälzischer Rittmeister; 1622 Kriegsdienst unter Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach (1573-1638); 1623 Reiterobrist unter Herzog Johann Ernst I. von Sachsen-Weimar (1594-1626) in Ungarn; ca. 1626/27 vermutlich dänischer Obrist; ab 1630 regierender Pfalzgraf von Pfalz-Birkenfeld-Bischweiler; schwedischer Obrist (1631) und Kavalleriegeneral (1632-1634); seit 1632 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schnabelnde").

Weiterführende Informationen in der DNB
Pfalzgraf Johann Friedrich von Pfalz-Hilpoltstein

geb.: 1587
gest.: 1644
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Philipp Ludwig von Pfalz-Neuburg (1547-1614); seit 1614 Herrschaft über Pfalz-Hilpoltstein unter der Landeshoheit seines ältesten Bruders Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1578-1653).

Weiterführende Informationen in der DNB
Pfalzgräfin Sophia Agnes von Pfalz-Hilpoltstein
Geburtsname: Landgräfin Sophia Agnes von Hessen-Darmstadt

geb.: 1604
gest.: 1664
Anm.: Tochter des Landgrafen Ludwig V. von Hessen-Darmstadt (1577-1626); 1624-1644 Ehe mit Pfalzgraf Johann Friedrich von Pfalz-Hilpoltstein (1587-1644).

Weiterführende Informationen in der DNB
Pfalzgraf Philipp Ludwig von Pfalz-Neuburg

geb.: 1547
gest.: 1614
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Wolfgang von Pfalz-Zweibrücken (1526-1569), der 1557 auch Pfalz-Neuburg erbte; seit 1569 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Pfalzgraf Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg
Herzog Philipp Wilhelm von Jülich und Berg
Kurfürst Philipp Wilhelm von der Pfalz

geb.: 1615
gest.: 1690
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1578-1653); ab 1653 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg; 1653-1679 regierender Herzog von Jülich und Berg; seit 1685 auch Kurfürst von der Pfalz; ab 1653 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg
Herzog Wolfgang Wilhelm von Jülich und Berg

geb.: 1578
gest.: 1653
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Philipp Ludwig von Neuburg (1547-1614); 1613 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1614 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg sowie Herzog von Jülich und Berg; seit 1615 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Pfalzgraf Friedrich Heinrich von Pfalz-Simmern

geb.: 1614
gest.: 1629
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632).

Weiterführende Informationen in der DNB
Pfalzgraf Ludwig Philipp von Pfalz-Simmern

geb.: 1602
gest.: 1655
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); ab 1610 regierender Landesfürst von Pfalz-Simmern und Sponheim (bis 1620 unter Vormundschaft); 1632-1649 Vormund des pfälzischen Kurprinzen Karl Ludwig (1617-1680); 1633/34 Administrator der schwedisch besetzten Kurpfalz; seit 1624 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefährliche").

Weiterführende Informationen in der DNB
Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb.: 1619
gest.: 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647 französischer Maréchal de camp und Generaloberst; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistische Flotte; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee sowie des Admirality Committee; 1673-1679 Lord High Admiral; ab 1642 Ritter des Hosenbandordens.

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Pfalzgraf August von Pfalz-Sulzbach

geb.: 1582
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Philipp Ludwig von Pfalz-Neuburg (1547-1614); seit 1614 Herrschaft über Pfalz-Sulzbach unter der Landeshoheit seines ältesten Bruders Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1578-1653).

Weiterführende Informationen in der DNB
Pfalzgräfin Dorothea Maria von Pfalz-Sulzbach
Geburtsname: Herzogin Dorothea Maria von Württemberg

geb.: 1559
gest.: 1639
Anm.: Tochter des Herzogs Christoph von Württemberg (1515-1568); 1582-1604 Ehe mit Pfalzgraf Otto Heinrich von Pfalz-Sulzbach (1556-1604).

Weiterführende Informationen in der DNB
Pfalzgräfin Hedwig von Pfalz-Sulzbach
Geburtsname: Herzogin Hedwig von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb.: 1603
gest.: 1657
Anm.: Tochter des Herzogs Johann Adolph von Schleswig-Holstein-Gottorf (1575−1616); 1620-1632 Ehe mit Pfalzgraf August von Pfalz-Sulzbach (1582-1632).

Weiterführende Informationen in der DNB
Pfalzgraf Otto Heinrich von Pfalz-Sulzbach

geb.: 1556
gest.: 1604
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Wolfgang von Pfalz-Zweibrücken (1526-1569), der 1557 auch Pfalz-Neuburg erbte; seit 1569 regierender Landesfürst von Pfalz-Sulbach (bis 1581 unter Vormundschaft).

Weiterführende Informationen in der DNB
Pfalzgraf Georg Johann II. von Pfalz-Veldenz-Lützelstein-Guttenberg

geb.: 1586
gest.: 1654
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Georg Johann I. von Pfalz-Veldenz (1543-1592); ab 1592 regierender Landesfürst von Pfalz-Guttenberg (bis 1601 gemeinsam mit seinem älteren Bruder Ludwig Philipp) und seit 1611 auch von Pfalz-Lützelstein (beides vor seiner Volljährigkeit unter Vormundschaft).

Weiterführende Informationen in der DNB
Pfalzgraf Johann II. von Pfalz-Zweibrücken

geb.: 1584
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann I. von Pfalz-Zweibrücken (1550-1604); seit 1604 regierender Landesfürst von Pfalz-Zweibrücken; 1610-1614 Administrator der Kurpfalz; 1620/21 Statthalter der Kurpfalz.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Pfalzgraf Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg

geb.: 1589
gest.: 1652
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann I. von Pfalz-Zweibrücken (1550-1604); 1618-1620 Verbindungsmann zwischen König Gustav II. Adolph von Schweden (1594-1632) und Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1620-1622 Kriegsflüchtling in Straßburg; seit 1622 in Schweden; 1630-1633 militärischer Oberbefehlshaber in Schweden; Leiter der schwedischen Finanzverwaltung (1631-1633) und Kriegsökonomie (1632/33); danach Durchsetzung der Anspüche seines Sohnes Karl Gustav auf die Thronfolge in Schweden.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Pfalzgraf Friedrich von Pfalz-Zweibrücken-Vohenstrauß-Parkstein

geb.: 1557
gest.: 1597
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Wolfgang von Pfalz-Zweibrücken und Pfalz-Neuburg (1526-1569); seit 1569 regierender Landesfürst über die Ämter Parkstein, Weiden und Flossenbürg (bis 1581 unter Vormundschaft).

Weiterführende Informationen in der DNB
Principe Ottavio Piccolomini d'Aragona
Duca Ottavio d' Amalfi

geb.: 1599
gest.: 1656
Anm.: Sohn des toskanischen Adligen Silvio Piccolomini (1543-1609); ab 1618 abwechselnd in kaiserlichen und spanischen Kriegsdiensten als Obrist (1627), Generalfeldwachtmeister (1632), General der Kavallerie (1633), Feldmarschall (1634) und Generalleutnant (1648); seit 1622 kaiserlicher Kämmerer; ab 1639 Hartschierhauptmann von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); Erhebung in den Grafen- (1638) und Fürstenstand (1653); seit 1639 Duca d'Amalfi; ab 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Zwingende"); seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Hans Georg von Pöllnitz

geb.: 1577
gest.: 1622
Anm.: Sohn des Hans Bruno von Pöllnitz (1535-1592); Erbherr auf Schwarzbach und Oberpöllnitz; kursächsischer Politiker, Obrist und Resident in Brüssel; 1622 Gesandter Kursachsens auf dem Regensburger Fürstentag.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Urban von Pötting

geb.: 1567
gest.: 1648
Anm.: Sohn des Sebastian von Pötting (1542-1592); erzherzoglicher Kämmerer in Graz; 1611-1614 Präsident des innerösterreichischen Hofkriegsrats; 1629-1637 Hofmeister der Erzherzoginnen Maria Anna (1610-1665) und Cäcilia Renata von Österreich (1611-1644); seit 1638 kaiserlicher Kämmerer; Erhebung in den Freiherren- (1605) und Grafenstand (1637).
Königin Cäcilia Renata von Polen
Großfürstin Cäcilia Renata von Litauen
Geburtsname: Erzherzogin Cäcilia Renata von Österreich

geb.: 1611
gest.: 1644
Anm.: Tochter des Erzherzogs Ferdinand II. von (Inner-)Österreich (1578-1637); seit 1637 Ehe mit König Władysław IV. von Polen (1595-1648).

Weiterführende Informationen in der DNB
König Sigismund III. von Polen
König Sigismund von Schweden
Großfürst Sigismund IV. von Litauen

geb.: 1566
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Königs Johann III. von Schweden (1537-1592); ab 1587 König von Polen und Großfürst von Litauen; 1592-1599 König von Schweden (Absetzung durch den schwedischen Reichstag); seit 1600 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Władysław IV. von Polen
Großfürst Władysław II. von Litauen

geb.: 1595
gest.: 1648
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1610-1613 erwählter Zar des Moskauer Reiches; ab 1632 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1615 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Pommern, Haus
Herzöge von Pommern

Anm.: Im Jahr 1637 ausgestorbene Dynastie der Greifen.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Herzog Bogislaw XIV. von Pommern
Herzog Bogislaw XIV. von Pommern-Stettin
Bischof Bogislaw von Cammin

geb.: 1580
gest.: 1637
Anm.: Sohn des Herzogs Bogislaw XIII. von Pommern (1544-1606); ab 1622 regierender Herzog von Pommern-Stettin und Titularbischof von Cammin; seit 1625 Landesfürst des gesamten Herzogtums Pommern.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Sigmund Seifried von Promnitz

geb.: 1595
gest.: 1654
Anm.: Sohn des Heinrich Anselm von Promnitz (1564-1622); 1615-1618 Oberamtsverweser der Niederlausitz; seit 1623 Landvogt der Niederlausitz; 1652 Erhebung in den Grafenstand; vgl. Ernestus Colbe: Geistliches Praeservativ Wider Die bittere Todes-Angst Frommer gläubiger Christen/ [...], Leipzig 1654, o. S.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Johann Rudolph von Puchheim

geb.: ca. 1600
gest.: 1651
Anm.: Sohn des Johann Christoph von Puchheim (1578-1619); ab 1625 kaiserlicher Kämmerer; 1634 Sondergesandter in Konstantinopel; seit 1635 Oberstkämmerer von König bzw. Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1637-1645 Reichshofrat; ab 1645 Geheimer Rat.

Weiterführende Informationen in der DNB
Georg I. Rákóczi
Fürst Georg I. von Siebenbürgen

geb.: 1593
gest.: 1648
Anm.: Sohn des Sigismund Rákóczi (1544-1608), ab 1607 Fürst von Siebenbürgen; seit 1630 Fürst von Siebenbürgen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Gerhard von Rantzau

geb.: 1558
gest.: 1627
Anm.: Sohn des Statthalters Heinrich von Rantzau (1526-1598); Kommandant der dänischen Festung Kronborg; später Amtmann in Flensburg, dann in Hadersleben; seit 1600 dänischer Statthalter im königlichen Anteil Schleswig-Holsteins; 1611-1613 Teilnahme am Kalmarkrieg gegen Schweden.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Herwart von Regal

geb.: 1605
gest.: 1642
Anm.: Steirischer Adliger; zunächst kaiserlicher Obrist; um 1629 Emigration aus der Steiermark; nach 1630 schwedischer Obristleutnant (1633) und Obrist (bis 1635?).

Weiterführende Informationen in der DNB
Heinrich Reuß zu Gera
Heinrich (II.) Postumus Reuß zu Gera

geb.: 1572
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Heinrich XVI. Reuß zu Gera (1530-1572), Begründer der jüngeren Reuß-Linie; Herr von Gera (ab 1572), Kranichfeld (1572-1615), Lobenstein (seit 1577), Saalburg (ab 1596) und Schleiz (seit 1616); 1607, 1616 und 1624 Ernennung zum kaiserlichen Rat; ab 1616 Senior des Gesamthauses; seit 1630 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Speisende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Bartholomäus von Richel

geb.: 1580
gest.: 1649
Anm.: Geboren in Neufra bei Saulgau/Württemberg; Rechtsstudium in Ingolstadt; um 1605 Lic. jur.; spätestens ab 1615 Kanzler des Hochstifts Eichstätt; seit 1621 bayerischer Hofrat; ab 1623 Vizekanzler und faktischer Leiter der Geheimen Kanzlei; seit 1625 Geheimer Rat und Pfleger von Rosenheim; mehrfach kurbayerischer Gesandter, u. a. auf den Regensburger (1636) und Nürnberger Kurfürstentagen (1640) sowie dem Regensburger Reichstag (1640/41); ab 1640 Geheimer Ratskanzler; 1630 Nobilitierung.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Johan van Rijswijk

geb.: 1560
gest.: 1640
Anm.: Sohn des holländischen Adligen Willem van Rijswijk (1530-1608); 1602 Leutnant; ab etwa 1617 Obristleutnant und Kommandant der niederländischen Stadt Zwolle.
Abraham von Rindtorf

Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); Hofjunker (noch 1650) und später auch Stallmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Graf Johann von Rivara

gest.: ca. 1635
Anm.: Zuletzt kaiserlicher Rittmeister.
Hans Wolf Ernst von Röder

gest.: 1632
Anm.: Harzgeröder Adliger; seit März 1628 Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Wolf Dietrich von Röder

gest.: 1627
Anm.: Harzgeröder Adliger.
Johann Christoph von Römerstal

geb.: 1593
gest.: 1637
Anm.: Schweizer Adliger; kaiserlicher Obristleutnant; ab 1623 Kämmerer, 1633 Trabantenhauptmann, seit 1634 Hartschierhauptmann und 1636/37 stellvertretender Oberstkämmerer von König bzw. Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1630 Erhebung in den Freiherrenstand.
Georg Ehrenreich von Roggendorf

geb.: 1596
gest.: 1652
Anm.: Sohn des Kaspar von Roggendorf (gest. 1598); 1620 Ächtung und Enteignung wegen Teilnahme am böhmisch-österreichischen Ständeaufstand; darauf Leben im Exil, nach kaiserlicher Begnadigung (1628) niederösterreichischer Landstand und Hausbesitzer in Wien; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Geduldige").
Duc Henri de Rohan

geb.: 1579
gest.: 1638
Anm.: Sohn des Vicomte René II. de Rohan (1550-1586); ab 1603 Duc de Rohan und Pair de France; 1605-1608 Colonel général der Schweizergarde in Paris; 1618-1626 Colonel général der französischen Kavallerie; 1621-1629 militärischer Führer der Hugenotten; 1629-1634 Exil in Italien; 1635-1637 Befehlshaber der französischen Armee im Veltlin; 1638 Berater des für Frankreich kämpfenden Herzogs Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639).

Weiterführende Informationen in der DNB
Johannes Rosa

geb.: 1579
gest.: 1643
Anm.: Sohn des Amberger Stadtarztes Andreas Rosa (1530-1602); Studium in Leipzig (1597-1601), Wittenberg, Jena und Basel; 1602 Promotion zum Dr. med. an der Universität Basel; 1602-1619 Stadtarzt in Amberg; ab 1602 auch Hofarzt in Sulzbach; 1619-1626 Mediziner im Dienst der Amberger Regierung; 1626 Emigration nach Regensburg; seit 1631 Leibarzt des Pfalzgrafen Johann Friedrich von Pfalz-Hilpoltstein (1587-1644) sowie Stadtarzt in Pfreimd, Auerbach, Nabburg, Treswitz und Tännesberg; vgl. Klaus-Dieter Herbst: Biobibliographisches Handbuch der Kalendermacher von 1550 bis 1750, online unter: http://www.presseforschung.uni-bremen.de/dokuwiki/doku.php?id=rosa_johannes.

Weiterführende Informationen in der DNB
Federico Ubaldo della Rovere

geb.: 1605
gest.: 1623
Anm.: Sohn des Francesco Maria II. della Rovere, Duca di Urbino (1549-1631).

Weiterführende Informationen in der DNB
Francesco Maria II. della Rovere
Duca Francesco Maria II. di Urbino

geb.: 1549
gest.: 1631
Anm.: Sohn des Guidobaldo II. della Rovere, Duca di Urbino (1514-1574); 1574-1625 Duca di Urbino (Abdankung wegen fehlendem Erben zugunsten des Kirchenstaates); seit 1585 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Johann Wilhelm von Rußwurm

gest.: nach 1637
Anm.: Oberpfälzischer Adliger; um 1605 Hofmann in Neuburg.
Patrick Ruthven
Lord Patrick of Ettrick
Earl Patrick of Forth
Earl Patrick of Brentford

geb.: ca. 1573
gest.: 1651
Anm.: Sohn des schottischen Adligen William Ruthven of Ballindean (gest. 1603); ca. 1609-1637 in schwedischen Kriegsdiensten als Kapitän (1614), Quartiermeister (1616), Obristleutnant (1617), Obrist (1621), Generalmajor (1632) und Generalleutnant (1635); 1642-1644 Oberbefehlshaber der royalistischen Armee in England; ab 1645 Kämmerer des späteren Königs Karl II. von England (1630-1685); seit 1639 erster Lord of Ettrick und Peer of Scotland; ab 1642 erster Earl of Forth; seit 1644 erster Earl of Brentford und Peer of England.

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Herzog Albrecht der Beherzte von Sachsen
Herzog Albrecht der Beherzte von Schlesien-Sagan

geb.: 1443
gest.: 1500
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich II. von Sachsen (1412-1464); Stammvater der albertinischen Linie der Wettiner; ab 1464 regierender Herzog von Sachsen (bis 1485 gemeinschaftliche Regierung mit seinem älteren Bruder Ernst (1441-1486); seit 1472 Herzog von Schlesien-Sagan; ab 1491 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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König Anserich der Sachsen

Anm.: Sohn von Harderich und sagenhafter König der Sachsen, welcher um 50 v. Chr. gelebt haben soll.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Berthold der Sachsen
Fürst Berthold von Engern

gest.: 633
Anm.: Sohn von Bodike; sagenhafter König der Sachsen und Fürst von Engern.

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König Bode der Sachsen

Anm.: Sohn von Mairbode und sagenhafter König der Sachsen, welcher um 280 gelebt haben soll.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Bodike der Sachsen

Anm.: Sohn von Hilderich und sagenhafter Fürst der Sachsen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kurfürst Christian I. von Sachsen

geb.: 1560
gest.: 1591
Anm.: Sohn des Kurfürsten August von Sachsen (1526-1586); seit 1586 Kurfürst von Sachsen.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kurfürst Christian II. von Sachsen

geb.: 1583
gest.: 1611
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1591 Kurfürst von Sachsen (bis 1601 unter dem Kuradministrator Herzog Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar).

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König Dietrich der Sachsen

gest.: 740
Anm.: Sohn von Sighard und sagenhafter König der Sachsen.

Weiterführende Informationen in der DNB
Kurfürst Ernst von Sachsen

geb.: 1441
gest.: 1486
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich II. von Sachsen (1412-1464); Stammvater der ernestinischen Linie der Wettiner; seit 1464 Kurfürst von Sachsen (bis 1485 gemeinschaftliche Regierung mit seinem jüngeren Bruder Albrecht (1443-1500).

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Kurfürst Friedrich I. (der Streitbare) von Sachsen
Markgraf Friedrich IV. (der Streitbare) von Meißen

geb.: 1370
gest.: 1428
Anm.: Sohn des Markgrafen Friedrich III. von Meißen (1332-1381); ab 1407 regierender Markraf von Meißen; seit 1423 regierender Herzog von Sachsen-Wittenberg und Kurfürst von Sachsen.

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Kurfürst Friedrich II. (der Sanftmütige) von Sachsen
Landgraf Friedrich V. (der Sanftmütige) von Thüringen

geb.: 1412
gest.: 1464
Anm.: Sohn des Markgrafen Friedrich IV. von Meißen (1370-1428); seit 1428 Kurfürst von Sachsen; 1440-1445 regierender Landgraf von Thüringen.

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König Harderich der Sachsen

Anm.: Sagenhafter König der Sachsen, welcher um 70 v. Chr. gelebt haben soll.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Hatwacker der Sachsen

Anm.: Sohn von Hengest und sagenhafter König der Sachsen, welcher um 480 gelebt haben soll.

Weiterführende Informationen in der DNB
Fürst Hatwigatte der Sachsen

Anm.: Sohn von Hatwacker und sagenhafter Fürst der Sachsen, welcher um 524 gelebt haben soll.

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Kurfürstin Hedwig von Sachsen
Geburtsname: Prinzessin Hedwig von Dänemark und Norwegen

geb.: 1581
gest.: 1641
Anm.: Tochter des Königs Friedrich II. von Dänemark und Norwegen (1534-1588); 1602-1611 Ehe mit Kurfürst Christian II. von Sachsen (1583-1611); danach Witwensitz auf Schloss Lichtenburg in Prettin.

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König Hengest der Sachsen
König Hengest von Kent

gest.: 488
Anm.: Sohn von Wittgisel; sagenhafter König der Sachsen; im Jahr 455 Gründer des angelsächsischen Königreichs Kent.

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König Hilderich der Sachsen

geb.: 500
gest.: 540
Anm.: Sohn von Hatwigatte und sagenhafter König der Sachsen.
Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb.: 1585
gest.: 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

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Kurfürst Johann Georg II. von Sachsen

geb.: 1613
gest.: 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1656 Kurfürst von Sachsen; seit 1658 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Preißwürdige"); ab 1668 Ritter des Hosenbandordens.

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König Mairbode der Sachsen

Anm.: Sagenhafter König der Sachsen, welcher um 256 gelebt haben soll.

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König Sighard der Sachsen
Fürst Sighard von Engern

gest.: 691
Anm.: Sohn von Berthold; sagenhafter König der Sachsen und Fürst von Engern.

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Fürst Swartike I. der Sachsen

gest.: 77
Anm.: Sohn von Wilke und sagenhafter Fürst der Sachsen.

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Fürst Swartike II. der Sachsen

gest.: 80
Anm.: Sohn von Swartike I. und sagenhafter Fürst der Sachsen.

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König Wedekind der Sachsen

Anm.: Sagenhafter König der Sachsen, welcher um 102 gelebt haben soll.

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König Witte I. der Sachsen

Anm.: Sohn von Bode und sagenhafter König der Sachsen, welcher um 300 gelebt haben soll.
König Witte II. der Sachsen

gest.: 400
Anm.: Sohn von Witte I. und sagenhafter König der Sachsen.

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König Wittgisel der Sachsen

gest.: 435
Anm.: Sohn von Witte II. und sagenhafter König der Sachsen.

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Herzogin Elisabeth von Sachsen-Altenburg
Herzogin Elisabeth von Sachsen
Geburtsname: Herzogin Elisabeth von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb.: 1593
gest.: 1650
Anm.: Tochter des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1564-1613); 1612-1615 erste Ehe mit Herzog August von Sachsen (1589-1615), Administrator des Hochstifts Naumburg; 1618-1639 zweite Ehe mit Herzog Johann Philipp von Sachsen-Altenburg (1597-1639).

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Herzog Friedrich von Sachsen-Altenburg

geb.: 1599
gest.: 1625
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar (1562-1602); 1603-1624 gemeinsam mit seinen Brüdern Johann Philipp (1597-1639), Johann Wilhelm (1600-1632) und Friedrich Wilhelm II. (1603-1669) regierender Herzog von Sachsen-Altenburg (unter Vormundschaft); kursächsischer (1622), braunschweigisch-wolfenbüttelischer (1622/23) und dänischer Obrist (1624/25); seit 1625 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Derbe").

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Friedrich Wilhelm II. von Sachsen-Altenburg

geb.: 1603
gest.: 1669
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar (1562-1602); bis 1624 gemeinsam mit seinen Brüdern Johann Philipp (1597-1639), Friedrich (1599-1625) und Johann Wilhelm (1600-1632) regierender Herzog von Sachsen-Altenburg (unter Vormundschaft); 1631-1635 in kursächsischen Kriegsdiensten als Obrist (1631) und Reitergeneral (1633); ab 1639 alleinregierender Herzog von Sachsen-Altenburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unschätzbare").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Herzog Johann Philipp von Sachsen-Altenburg

geb.: 1597
gest.: 1639
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar (1562-1602); 1603-1624 gemeinsam mit seinen Brüdern Johann Wilhelm (1600-1632), Friedrich (1599-1625) und Friedrich Wilhelm II. (1603-1669) regierender (bis 1618 unter Vormundschaft), ab 1624 alleinregierender Herzog von Altenburg; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Köstlichste").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Herzog Johann Wilhelm von Sachsen-Altenburg

geb.: 1600
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar (1562-1602); 1603-1624 gemeinsam mit seinen Brüdern Johann Philipp (1597-1639), Friedrich (1599-1625) und Friedrich Wilhelm II. (1603-1669) regierender Herzog von Sachsen-Altenburg (unter Vormundschaft); ab 1631 kursächsischer Obrist; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Teuere")., ADB
Herzog Johann Kasimir von Sachsen-Coburg

geb.: 1564
gest.: 1633
Anm.: Sohn des ernestinischen Herzogs Johann Friedrich II. von Sachsen (1529-1595); 1572-1596 gemeinsam mit seinem Bruder Johann Ernst (1566-1638) regierender (bis 1586 unter Vormundschaft), seit 1596 alleinregierender Herzog von Sachsen-Coburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Johann Ernst von Sachsen-Coburg-Eisenach
Herzog Johann Ernst von Sachsen-Eisenach
Herzog Johann Ernst von Sachsen-Coburg

geb.: 1566
gest.: 1638
Anm.: Sohn des ernestinischen Herzogs Johann Friedrich II. von Sachsen (1529-1595); 1572-1596 gemeinsam mit seinem Bruder Johann Kasimir (1564-1633) regierender Herzog von Sachsen-Coburg (bis 1586 unter Vormundschaft); ab 1596 regierender Herzog von Sachsen-Eisenach; seit 1633 zudem alleinregierender Herzog von Sachsen-Coburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Herzog Albrecht von Sachsen-Eisenach
Herzog Albrecht von Sachsen-Weimar

geb.: 1599
gest.: 1644
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Herzog von Sachsen-Weimar; ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Eisenach; seit 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unansehnliche").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha-Altenburg
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha
Herzog Ernst I. von Sachsen-Weimar

geb.: 1601
gest.: 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Herzog von Sachsen-Weimar; 1631/32 schwedischer Obrist; 1633/34 Statthalter des Herzogtums Franken für seinen jüngeren Bruder Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Gotha; seit 1672 ebenso regierender Herzog von Sachsen-Altenburg; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittersüße").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Sachsen-Lauenburg, Haus
Herzöge von Sachsen-Lauenburg

Anm.: Im Jahr 1689 ausgestorbene Linie der Askanier.
Herzogin Anna Magdalena von Sachsen-Lauenburg
Anna Magdalena von Kolowrat-Novohradský
Geburtsname: Anna Magdalena Popel von Lobkowitz

geb.: 1609
gest.: 1668
Anm.: Tochter des Wilhelm Popel von Lobkowitz (1575-1647); 1625-1630 erste Ehe mit Sbigneus Leopold von Kolowrat-Novohradský (1594-1630); 1632-1665 zweite Ehe mit Herzog Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg (1586-1665).

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Franz Albrecht von Sachsen-Lauenburg

geb.: 1598
gest.: 1642
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); 1618-1620 in Kriegsdiensten der böhmischen Konföderierten; kaiserlicher Obristleutnant (1621), Obrist (1623) und Generalfeldwachtmeister (1631); 1632-1634 kursächsischer Feldmarschall; 1634/35 kaiserlicher Kriegsgefangener; ab 1641 kaiserlicher Feldmarschall; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Weiße").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Franz Heinrich von Sachsen-Lauenburg

geb.: 1604
gest.: 1658
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); ab 1630 schwedischer Obrist; seit 1637 Friedensvermittler zwischen Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) und Schweden; ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Scharfe").

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Franz Karl von Sachsen-Lauenburg

geb.: 1594
gest.: 1660
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); bis 1626 Kriegsdienst im Unionsheer und unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); 1626/27 dänischer Obrist; 1630-1632 schwedischer Obrist; danach kurbrandenburgischer bzw. kursächsischer Obrist, ab 1634 Generalmajor; 1637 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1637 Friedensvermittler zwischen Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) und Schweden; ab 1638 kaiserlicher Generalfeldwachtmeister; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schönste").

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg

geb.: 1586
gest.: 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); bereits als Jugendlicher Konversion zum katholischen Glauben; kaiserlicher Obrist (1617) und Feldmarschall (1629); 1634/35 kaiserlicher Gefangener wegen seiner Vertrauensstellung bei Wallenstein (1583-1634); ab 1637 Friedensvermittler zwischen Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) und Schweden; seit 1656 regierender Herzog von Sachsen-Lauenburg; ab 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Glückhafte").

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar
Herzog Bernhard von Franken

geb.: 1604
gest.: 1639
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); ab 1620 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Herzog von Sachsen-Weimar; zunächst Kriegdienst unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1622), Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach (1622) und Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1623); 1625-1627 dänischer Obrist; 1630-1635 in schwedischen Diensten als Obrist (1631) und General (1632); 1633/34 Herzog von Franken (größtenteils ehemalige Hochstifte Würzburg und Bamberg als Lehen der schwedischen Krone); ab 1635 Heerführer im französischen Auftrag; seit 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Austrucknende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzogin Dorothea Sophia von Sachsen-Weimar
Äbtissin Dorothea Sophia von Quedlinburg

geb.: 1587
gest.: 1645
Anm.: Tochter des Herzogs Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar (1562-1602); seit 1618 Äbtissin des Stifts Quedlinburg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Johann Ernst I. von Sachsen-Weimar

geb.: 1594
gest.: 1626
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); ab 1605 regierender Herzog von Sachsen-Weimar (bis 1615 unter Vormundschaft); als Obrist im Dienst des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) nach 1620 Verweigerung der Unterwerfung gegenüber dem Kaiser und Rücktritt von der Regierung in Weimar zugunsten seiner Brüder; später in niederländischen Kriegsdiensten; 1626 dänischer Generalleutnant der Kavallerie; 1617 Gründungsmitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Käumling").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Herzog Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar

geb.: 1598
gest.: 1662
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620 Kommandeur im Heer der böhmischen Konföderierten; 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender, ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Weimar; Obrist unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1621/22) und Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach (1622); 1623 General unter Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); 1623/24 kaiserlicher Gefangener; 1631-1635 schwedischer Militärgouverneur von Thüringen und Statthalter von Erfurt; 1632-1635 schwedischer Generalleutnant; 1617 Gründungsmitglied und seit 1651 zweites Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schmackhafte").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Herzog August von Sachsen-Weißenfels
Administrator August von Magdedeburg

geb.: 1614
gest.: 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1635/38 Administrator des Erzstifts Magdeburg; seit 1657 regierender Herzog von Sachsen-Weißenfels (kursächsische Sekundogenitur); ab 1643 Mitglied und seit 1662 drittes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgeratene").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Moritz von Sachsen-Zeitz

geb.: 1619
gest.: 1681
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen; ab 1657 regierender Herzog von Sachsen-Zeitz (kursächsische Sekundogenitur); seit 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sittsame").

Weiterführende Informationen in der DNB
Angelo Sala

geb.: 1576
gest.: 1637
Anm.: Sohn des reformierten Tuchspinners Bernardino Sala (geb. 1548), der 1571 aus Italien emigriert war; ohne medizinische Ausbildung Arzt in Dresden (1602), Sondrino (1604), Nürnberg (1606), Frauenfeld (1607), Genf (1609) und Den Haag (1612-1617); 1610 Feldarzt des Grafen Johann VII. von Nassau-Siegen (1561-1623); 1617-1620 Leibarzt und Aufseher über das Apothekenwesen des Grafen Anthon Günther von Oldenburg (1583-1667); 1620-1625 "Chymiater" in Hamburg; 1625-1628 Professor für Chemiatrie an der Universität Rostock; 1625-1636 Leibarzt des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); ab 1636 Leibarzt und Hofmeister des jungen Herzogs Gustav Adolph von Mecklenburg-Güstrow (1633-1695); seit 1628 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Lindernde").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Julius von Salm-Neuburg

geb.: 1600
gest.: 1654
Anm.: Sohn des Wild- und Rheingrafen Weikhard von Salm-Neuburg (1575-1617); Kämmerer, Rat und Oberstjägermeister des Kardinals und Olmützer Bischofs Franz von Dietrichstein (1570-1636); ab 1625 kaiserlicher Kämmerer; seit 1635 mährischer Oberstlandrichter; 1637-1640 Landeshauptmann von Mähren.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Karl von Salm-Neuburg

geb.: 1604
gest.: 1662
Anm.: Sohn des Wild- und Rheingrafen Weikhard von Salm-Neuburg (1575-1617); bis 1654 Inhaber der Grafschaft Neuburg am Inn; vgl. Josef Hofbauer: Die Grafschaft Neuburg am Inn (Historischer Atlas von Bayern, Bd. 20), München 1969, S. 65f.
Johann Salmuth

geb.: 1552
gest.: 1622
Anm.: Sohn des späteren Leipziger Theologieprofessors Joachim Salmuth, genannt Beringer (1522-1576); Theologiestudium in Leipzig; 1575 Subdiakon, 1576 Diakon und ab 1577 Archidiakon der Leipziger Nikolaikirche; 1587 dritter, 1588 zweiter und 1589-1591 erster Hofprediger in Dresden; 1591/92 als "Krypto-Calvinist" in Haft; 1592 Ausweisung aus Kursachsen; 1592-1595 Pfarrer an der Heidelberger Franziskanerkirche; seit 1596 Stadtprediger an der Amberger Martinskirche; vgl. Gerhard Seibold: Die Salmuth. Entwicklungsgeschichte einer Familie, Neustadt a. d. Aisch 1996, S. 31-35.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Karl von Saurau

geb.: ca. 1590
gest.: 1648
Anm.: Sohn des Wolfgang von Saurau (gest. 1613); Konversion zum katholischen Glauben; ab 1624 kaiserlicher Kämmerer; 1632-1635 Landesverweser und seit 1635 Landeshauptmann der Steiermark; 1638 Erhebung in den Grafenstand.
Federigo Savelli
Duca Federigo di Poggio Nativo
Principe Federigo d' Albano

geb.: ca. 1585
gest.: 1649
Anm.: Sohn des Bernardino Savelli, Duca di Castel Gandolfo und Marchese di Roccapriora (gest. 1590); zunächst Kriegsdienst unter Kaiser Rudolph II. (1552-1612) in Ungarn; ab 1608 päpstlicher General von Bologna, Ferrara und Romagna; 1621-1623 Generalleutnant der Römischen Kirche; seit 1625 Duca di Poggio Nativo; kaiserlicher Obrist (1628), Feldzeugmeister (1635) und Feldmarschall (1638); ab 1642 kaiserlicher Gesandter in Rom; daneben im Castro-Krieg Generalleutnant der römischen Kirche in der Provinz Perugia.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Duca Carlo Emanuele I. di Savoia

geb.: 1562
gest.: 1630
Anm.: Sohn des Duca Emanuele Filiberto di Savoia (1528-1580); ab 1580 Duca di Savoia; seit 1585 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Duca Vittorio Amedeo I. di Savoia

geb.: 1587
gest.: 1637
Anm.: Sohn des Duca Carlo Emanuele I. di Savoia (1562-1630); ab 1630 Duca di Savoia; seit 1632 Anspruch auf Königstitel von Zypern und Jerusalem.

Weiterführende Informationen in der DNB
Tommaso Francesco di Savoia-Carignano
Principe Tommaso Francesco di Carignano
Comte Thomas-François de Soissons et Dreux

geb.: 1596
gest.: 1656
Anm.: Sohn des Duca Carlo Emanuele I. di Savoia (1562-1630); ab 1620 Principe di Carignano; spätenstens seit 1634 spanischer General; ab 1641 de iure uxoris Comte de Soissons und de Dreux; seit 1642 Generalissimus der Armeen Frankreichs und Savoyens in Italien; ab 1654 Grand maître de France.

Weiterführende Informationen in der DNB
Hans Ulrich von Schaffgotsch

geb.: 1595
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Christoph von Schaffgotsch (1552-1601); 1619/20 einer der schlesischen Defensoren; 1621 Treueid gegenüber Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); kaiserlicher Obrist (1626), Generalfeldwachtmeister (1632) und General der Kavallerie (1633); seit 1627 kaiserlicher Kämmerer; 1634 Verhaftung als Anhänger Wallensteins (1583-1634); 1635 Hinrichtung in Regensburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Schaumburg, Familie
Grafen von Schaumburg

Anm.: Im Jahr 1640 ausgestorbenes, nach der Schauenburg (Schaumburg) bei Rinteln benanntes Reichsgrafengeschlecht; seit 1110 auch im Besitz der Grafschaft Holstein.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Graf Otto V. von Schaumburg
Graf Otto V. von Holstein-Pinneberg

geb.: 1616
gest.: 1640
Anm.: Sohn des Grafen Georg Hermann von Schaumburg (1577-1616); ab 1635 regierender Graf von Schaumburg und Holstein-Pinneberg (bis 1637 unter Vormundschaft); seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Werte").

Weiterführende Informationen in der DNB
Elias Scheffel

geb.: 1572
gest.: 1633
Anm.: Studium in Jena (1591) und Leipzig (1598); ab 1599 Advokat der schwarzburgischen Kanzlei in Rudolstadt; seit 1603 Rat des Burggrafen Georg von Kirchberg; ab 1606 schwarzburgischer Kanzleirat in Frankenhausen; seit 1607 Vizekanzler, Leitung der Kanzlei und des Konsistoriums; ab 1613 Kanzleidirektor und Konsistorialvizepräsident; seit 1619 Kanzler und Konsistorialpräsident der Grafschaft Schwarzburg-Rudolstadt; 1619/20 auch Gesandter der Grafen von Barby am kurfürstlichen Hof in Dresden.
Johann Ernst von Scherffenberg

geb.: 1588
gest.: 1662
Anm.: Sohn des Friedrich von Scherffenberg (1542-1609); seit 1624 kaiserlicher Kämmerer; kaiserlicher Obrist (1626) und Feldmarschallleutnant (1633); 1634/35 in Haft wegen des Verdachts der hochverräterischen Verschwörung mit Wallenstein (1583-1634).

Weiterführende Informationen in der DNB
N. N. von Schlammersdorff (1)

Anm.: 1636 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Hans von Schleinitz

Anm.: Bruder des meißnischen Adligen Wolf Dietrich von Schleinitz; um 1623 in Padua.
Wolf Dietrich von Schleinitz

Anm.: Bruder des meißnischen Adligen Hans von Schleinitz; um 1623 in Padua.
Herzog Johann Christian von Schlesien-Brieg

geb.: 1591
gest.: 1639
Anm.: Sohn des Herzogs Joachim Friedrich von Schlesien-Liegnitz-Brieg-Wohlau (1550-1602) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1611 regierender Herzog von Brieg; 1617-1621 Oberlandeshauptmann von Schlesien.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Herzog Georg Rudolph von Schlesien-Liegnitz-Wohlau

geb.: 1595
gest.: 1653
Anm.: Sohn des Herzogs Joachim Friedrich von Schlesien-Liegnitz-Brieg-Wohlau (1550-1602) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1611 regierender Herzog von Liegnitz und Wohlau (bis 1612 unter Vormundschaft); 1621-1629 Oberlandeshauptmann von Schlesien; seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wunderbare").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Karl Friedrich von Schlesien-Münsterberg-Oels
Herzog Karl Friedrich von Schlesien-Bernstadt

geb.: 1593
gest.: 1647
Anm.: Sohn des Herzogs Karl II. von Schlesien-Münsterberg-Oels (1545-1617); seit 1639 regierender Herzog von Bernstadt.

Weiterführende Informationen in der DNB
Schleswig-Holstein, Haus
Herzöge von Schleswig-Holstein

Anm.: Seit 1460 herrschende königlich-dänische Seitenlinie des Hauses Oldenburg.
Herzog Adolph I. von Schleswig-Holstein-Gottorf
Bischof Adolph von Schleswig

geb.: 1526
gest.: 1586
Anm.: Sohn des Königs Friedrich I. von Dänemark und Norwegen (1471-1533); ab 1544 erster regierender Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf; seit 1559 Bischof von Schleswig; ab 1560 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb.: 1597
gest.: 1659
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Adolph von Schleswig-Holstein-Gottorf (1575-1616); ab 1616 regierender Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Hochgeachte").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Johann von Schleswig-Holstein-Gottorf
Administrator Johann von Lübeck

geb.: 1606
gest.: 1655
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Adolph von Schleswig-Holstein-Gottorf (1575-1616); 1631-1634 Koadjutor und ab 1634 Administrator des Hochstifts Lübeck; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nützliche").

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb.: 1545
gest.: 1622
Anm.: Sohn des Königs Christian III. von Dänemark und Norwegen (1503-1559); seit 1564 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Herzog Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg

geb.: 1584
gest.: 1663
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); seit 1622 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg

geb.: 1581
gest.: 1658
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); seit 1624 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg.

Weiterführende Informationen in der DNB
Herzog Joachim Ernst von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön

geb.: 1595
gest.: 1671
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1622 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön; seit 1625 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sichere").

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Heinrich Schlick von Passaun

geb.: ca. 1580
gest.: 1650
Anm.: Sohn des Grafen Georg Ernst Schlick (gest. 1612); ab 1598 in Kriegsdiensten verschiedener Herren; 1618-1621 Obrist der mährischen Ständearmee; kaiserlicher Obrist (1621), Feldzeugmeister (1626) und Feldmarschall (1627-1630); 1622 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1629 kaiserlicher Kämmerer; 1632-1649 Geheimer Rat und Hofkriegsratspräsident; seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
N. N. von Schlitz
N. N. von Görtz

Anm.: Angehöriger des fränkischen Rittergeschlechts, der 1636 den Regensburger Kurfürstentag besuchte.
Martin Schmidt

Anm.: Fürstlicher Amtmann in Bernburg (bis 1637) und Ballenstedt (seit 1637).
Stephan Schmidt

Anm.: Um 1626 Samt- und Seidenhändler in Harderwijk; versah auch Dienste für Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen.
Schönburg, Familie

Anm.: Mitteldeutsches Adelsgeschlecht.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Felix von Schrattenbach

geb.: 1570
Anm.: Sohn des Christoph von Schrattenbach (gest. 1571); kaiserlicher Obrist im Langen Türkenkrieg; innerösterreichischer Hofkriegsrat; seit 1606 erzherzoglicher Kämmerer in Graz; 1635 Plünderung und Zerstörung seines Schlosses Pragwald durch aufständische steirische Bauern.

Weiterführende Informationen in der DNB
Peter Elias Schröter

geb.: ca. 1590
gest.: 1625
Anm.: Sohn des Bautzener Stadtarztes Johann Friedrich Schröter (1559-1625); Rechtsstudium (ab 1612) und Promotion zum Dr. jur. in Marburg; 1615-1622 Jurist in Jena; seit 1623 Kanzler des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630).

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Georg Schumann

gest.: 1636
Anm.: 1615-1635 anhaltisch-bernburgischer Kammersekretär.
Gräfin Anna Sophia von Schwarzburg-Rudolstadt
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt

geb.: 1584
gest.: 1652
Anm.: Tochter des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586); 1613-1630 Ehe mit Graf Karl Günther von Schwarzburg-Rudolstadt (1576-1630); 1619 Mitbegründerin der Tugendlichen Gesellschaft für adlige Frauen in Anlehnung an die Fruchtbringende Gesellschaft.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Karl Günther von Schwarzburg-Rudolstadt

geb.: 1576
gest.: 1630
Anm.: Sohn des Grafen Albrecht VII. von Schwarzburg-Rudolstadt (1537-1605); Regent der gesamten Grafschaft Schwarzburg-Rudolstadt (1605-1612), dann im Teil Rudolstadt (1612-1630); seit 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vermehrende").

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Ludwig Günther I. von Schwarzburg-Rudolstadt

geb.: 1581
gest.: 1646
Anm.: Sohn des Grafen Albrecht VII. von Schwarzburg-Rudolstadt (1537-1605); Regent in Frankenhausen (1612-1624), Stadtilm (1624-1631), Rudolstadt (1631-1634) und ab 1634 der gesamten Grafschaft Schwarzburg-Rudolstadt; seit 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stärkende").

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Adam von Schwarzenberg

geb.: 1584
gest.: 1641
Anm.: Sohn des Adolph von Schwarzenberg (1551-1600); 1599 Erhebung in den Grafenstand; ab 1610 kurbrandenburgischer Geheimer Rat und kurfürstlicher Oberkammerherr; seit 1619 als enger Berater des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640) Direktor des Geheimen Rates und Oberkämmerer; ab 1625 katholischer Herrenmeister des lutherischen Johanniterordens in der Ballei Brandenburg; seit 1630 Statthalter im Herzogtum Kleve; ab 1638 auch Statthalter der Mark Brandenburg; 1641 Inhaftierung und Tod auf der Festung Spandau.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Graf Adolph von Schwarzenberg

geb.: 1551
gest.: 1600
Anm.: Sohn des Wilhelm von Schwarzenberg (gest. 1557); ab 1572 in spanischen Kriegsdiensten; kurkölnischer Geheimer Rat, General und Landhofmeister; Marschall und Statthalter im Hochstift Lüttich; kaiserlicher Obrist (1594) und Feldmarschall (1597) gegen die Türken; seit 1597 Kommandant der Wiener Stadtguardia; 1599 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Graf Johann Adolph von Schwarzenberg

geb.: 1615
gest.: 1683
Anm.: Sohn des Grafen Adam von Schwarzenberg (1584-1641); ab 1635 kaiserlicher Kämmerer; 1640-1645 Reichshofrat; 1645-1662 Oberstkämmerer und 1656-1662 Obersthofmeister des Erzherzogs Leopold Wilhelm von Österreich (1614-1662); seit 1646 Hofkriegsrat; ab 1653 Geheimer Rat; seit 1670 Reichshofratspräsident; 1670 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb.: 1626
gest.: 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolph von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter durch Reichskanzler Axel Oxenstierna (1583-1654) geleiteter Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Gustav II. Adolph von Schweden

geb.: 1594
gest.: 1632
Anm.: Sohn des Königs Karl IX. von Schweden (1550-1611); ab 1611 König von Schweden; seit 1627 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB
Georg von Seyboldsdorf

Anm.: Bayerischer Adliger, welcher anlässlich der Krönung Ferdinands III. zum römischen König zum Ritter geschlagen wurde.
Wilhelm Dietrich von Seyen

Anm.: Adliger, welcher anlässlich der Krönung Ferdinands III. zum römischen König zum Ritter geschlagen wurde.
Francesco Sforza
Duca Francesco I. di Milano

geb.: 1401
gest.: 1466
Anm.: Unehelicher Sohn des italienischen Condottiere Muzio Attendolo Sforza (1369-1424); ab 1424 Condottiere abwechselnd in neapolitanischen, päpstlichen, mailändischen und venezianischen Kriegsdiensten; seit 1450 Herzog von Mailand.

Weiterführende Informationen in der DNB
Hein Sillem

geb.: 1586
gest.: 1650
Anm.: Sohn des Hamburger Kaufmanns Otto Sillem (1558-1635); ab 1626 Niedergerichtsbürger, seit 1629 Bauhofgerichtsbürger, ab 1636 Kämmereibürger und seit 1642 Oberalter der Stadt Hamburg; vgl. Friedrich Georg Buek: Genealogische und biographische Notizen über die seit der Reformation verstorbenen hamburgischen Bürgermeister, Hamburg 1840, S. 175.

Weiterführende Informationen in der DNB
Otto Sillem

geb.: 1558
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Hamburger Kaufmanns Hinrich Sillem; ab 1589 Kämmereibürger und Jurat (St. Petri), seit 1605 Oberalter und ab 1611 Präses der Oberalten der Stadt Hamburg; vgl. Friedrich Georg Buek: Die hamburgischen Oberalten, ihre bürgerliche Wirksamkeit und ihre Familien, Hamburg 1857, S. 48.

Weiterführende Informationen in der DNB
August von Sinzendorf

geb.: 1590
gest.: 1642
Anm.: Sohn des Reichshofrats Joachim von Sinzendorf (1544-1594).

Weiterführende Informationen in der DNB
Philipp Christoph von Sötern
Erzbischof und Kurfürst Philipp Christoph von Trier
Bischof Philipp Christoph von Speyer

geb.: 1567
gest.: 1652
Anm.: Sohn des Georg Wilhelm von Sötern (gest. 1593); ab 1610 Bischof von Speyer; seit 1623 Erzbischof und Kurfürst von Trier; 1635-1645 erst spanischer, dann kaiserlicher Gefangener wegen seines Bündnisvertrages mit Frankreich (1632).

Weiterführende Informationen in der DNB, ADB, NDB
Solms, Familie
Grafen zu Solms

Anm.: Hessisches Reichsgrafengeschlecht.

Weiterführende Informationen in der DNB, NDB
Graf Johann Albrecht I. zu Solms-Braunfels

geb.: 1563
gest.: 1623
Anm.: Sohn des Grafen Konrad zu Solms-Braunfels (1540-1592); ab 1592 regierender Graf zu Solms-Braunfels (1607 Teilung mit den Brüdern); 1602-1618 kurpfälzischer Großhofmeister; auch Geheimer Rat und enger Berater der Kurfürsten Friedrich IV. und Friedrich V. von der Pfalz; seit 1620 Exil in Den Haag.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Philipp zu Solms-Lich

geb.: 1569
gest.: 1631
Anm.: Sohn des Grafen Ernst I. zu Solms-Lich (1527-1590); Teilnahme am Langen Türkenkrieg; Konversion zum katholischen Glauben; seit 1619 kaiserlicher Kämmerer, Obrist und Trabantenhauptmann.
Hans Sebastian Spät

Anm.: Bis 1618 Obrist der protestantischen niederösterreichischen und mährischen Stände; 1618-1620 Ächtung und Enteignung; seit 1620 kaiserlicher Obrist.
Infant Fernando von Spanien und Portugal
Don Fernando de Austria
Erzbischof Fernando von Toledo

geb.: 1609/10
gest.: 1641
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1619 Kardinal; seit 1620 Erzbischof von Toledo; 1632/33 Vizekönig von Katalonien; Statthalter des Herzogtums Mailand (1633/34) und der Spanischen Niederlande (ab 1633); seit 1633 spanischer Feldherr.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Philipp II. von Spanien
König Philipp I. von Portugal
König Philipp I. von Neapel-Sizilien
König Philipp I. von Sardinien

geb.: 1527
gest.: 1598
Anm.: Sohn von Kaiser Karl V. (1500-1558); ab 1556 König von Spanien, Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1580 König von Portugal; ab 1531 Ritter und seit 1555 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies; ab 1554 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Philipp III. von Spanien
König Philipp II. von Portugal
König Philipp II. von Neapel-Sizilien
König Philipp II. von Sardinien

geb.: 1578
gest.: 1621
Anm.: Sohn des Königs Philipp II. von Spanien (1527-1598); ab 1598 König von Spanien, Portugal, Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1583 Ritter und ab 1598 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb.: 1605
gest.: 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der DNB
N. N. von Sparneck

Anm.: Angehöriger des fränkisch-vogtländischen Rittergeschlechts.
Adriaan van den Spiegel

geb.: 1578
gest.: 1625
Anm.: Sohn des Brüsseler Adligen und Chirurgen Adriaan von den Spiegel (gest. 1600); Studium in Löwen, Leiden und in Padua (ab 1601); um 1603 Promotion zum Dr. med.; seit 1606 Arzt für die Studenten der deutschen Nation sowie Assistent des Arztes und Medizinprofessors Hieronymus Fabricius ab Aquapendente (1537-1619) an der Universität Padua; nach 1612 Medicus primarius in Böhmen und Mähren; ab 1616 Professor für Chirurgie und Anatomie in Padua.

Weiterführende Informationen in der DNB
Johannes Stalmann

geb.: 1577
gest.: 1635(?)
Anm.: Sohn des Bauern Kaspar Stalmann (gest. 1619) in Lüttringhausen bei Remscheid; 1601-1603 Jurastudium in Herborn; Dr. jur. utr.; 1603-1609 Advokat und Dozent in Herborn; 1609-1612 isenburgischer Oberschultheiß in Büdingen; 1612-1628 Rat und Kanzler des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dänischer Generalkriegsauditor; 1631-1634 schwedischer Kanzler der Stifte Magdeburg und Halberstadt; danach schwedische Gefangenschaft und Flucht in die habsburgischen Erblande; seit 1632 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Abgezogene").

Weiterführende Informationen in der DNB
Hermann Christian (von) Stammer

geb.: 1603
gest.: 1636
Anm.: Sohn des Arndt (von) Stammer (gest. 1611) auf Ballenstedt; 1622/23 Kammerjunker des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg; 1623-1625 Kammerjunker des Prinzen Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632); ab 1635 Stallmeister und 1636 Hofmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1627 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erweckende"); vgl. Daniel Sachse: Christliche LeichPredigt/ Uber Den Tödtlichen Abgang Deß weyland WohlEdlen [...] Herman Christian Stammers/ [...], Zerbst 1636, o. S.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Heinrich Wilhelm von Starhemberg

geb.: 1593
gest.: 1675
Anm.: Sohn des Reichard von Starhemberg (1570-1613); ab 1625 kaiserlicher Kämmerer; 1630 Konversion zum katholischen Glauben; 1631-1637 Hofmarschall von König Ferdinand III. (1608-1657); 1637-1671 kaiserlicher Obersthofmarschall; seit 1656 Geheimer Rat; ab 1672 Landeshauptmann von Oberösterreich; 1643 Erhebung in den Grafenstand; vgl. Johann Schwerdling: Geschichte des [...] Hauses Starhemberg, Linz 1830, S. 246-259.

Weiterführende Informationen in der DNB
Graf Kaspar von Starhemberg

geb.: 1598
gest.: 1646
Anm.: Sohn des Reichard von Starhemberg (1570-1613); 1633 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1633 kaiserlicher Kämmerer; 1634 oberösterreichischer Herrenstandsverordneter; 1643 Erhebung in den Grafenstand; vgl. Johann Schwerdling: Geschichte des [...] Hauses Starhemberg, Linz 1830, S. 263-266.

Weiterführende Informationen in der DNB
Ludwig von Starhemberg

geb.: 1564
gest.: 1620
Anm.: Sohn des Rüdiger von Starhemberg (1534-1582); seit 1595 Burggraf von Steyr; kaiserlicher Kämmerer und Hofkammerdirektor unter Kaiser Matthias (1557-1619); 1620 Ächtung wegen Teilnahme am böhmisch-österreichischen Ständeaufstand; vgl. Johann Schwerdling: Geschichte des [...] Hauses Starhemberg, Linz 1830, S. 199-205.

Weiterführende Informationen in der DNB
Martin von Starhemberg

geb.: 1566
gest.: 1620
Anm.: Sohn des Rüdiger von Starhemberg (1534-1582); ab 1594 Kämmerer des Erzherzogs Matthias von Österreich (1557-1619); seit 1609 niederösterreichischer Regimentsrat; 1620 Ächtung wegen Teilnahme am böhmisch-österreichischen Ständeaufstand; vgl. Johann Schwerdling: Geschichte des [...] Hauses Starhemberg, Linz 1830, S. 206f.

Weiterführende Informationen in der DNB
Paul Jakob von Starhemberg

geb.: 1560
gest.: 1635
Anm.: Sohn des Rüdiger von Starhemberg (1534-1582); Geheimer Rat und Kämmerer von Kaiser Matthias (1557-1619); seit 1619 kaiserlicher Kämmerer; 1620-1622 und 1628-1633 niederösterreichischer Herrenstandsverordneter; vgl. Johann Schwerdling: Geschichte des [...] Hauses Starhemberg, Linz 1830, S. 190-194.

Weiterführende Informationen in der DNB
Hans Jakob von Starzhausen

gest.: 1637
Anm.: Sohn des Hans von Starzhausen (gest. 1588); bis 1622 Landrichter in Wörth a. d. Donau (Hochstift Regensburg); ab 1621 bayerischer Generalkriegskommissar; seit 1622 Hofkammer- und Kriegsrat; Oberküchen- und Haushofmeister in München; ab 1634 wirklicher Kämmerer; Pfleger von Neuötting und Teisbach; 1636 anlässlich der Königskrönung Ferdinands III. zum Ritter geschlagen.
Sultan (Osmanisches Reich) Ahmed I.

geb.: 1590
gest.: 1617
Anm.: Sohn von Sultan Mehmed III. (1566-1603); seit 1603 Sultan des Osmanischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB
Sultan (Osmanisches Reich) Murad IV.

geb.: 1612
gest.: 1640
Anm.: Sohn von Sultan Ahmed I. (1590-1617); seit 1623 Sultan des Osmanischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der DNB
Sultan (Osmanisches Reich) Mustafa I.

geb.: 1591
gest.: