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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: November 1645


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XVIIIa, fol. 15av-41r (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. November 1643
Ballenstedt
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Nachmittagsspaziergang in den Harz
02. November 1643
Ballenstedt
  • Anhörung der Predigt auf dem Schloss
  • Nachrichten
  • Missverständnisse
  • Spiele der Kinder
03. November 1643
Ballenstedt
  • Hasenjagd
  • Kriegsnachrichten
04. November 1643
Ballenstedt
  • Traum
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Spaziergang
  • Hochzeitseinladung durch den Gesamtrat Kaspar Pfau
  • Administratives
  • Ausritt der Söhne Erdmann Gideon und Viktor Amadeus zur Ruine der Burg Anhalt
  • Gespräch mit dem böhmischen Exulanten Johann Wilhelm Bohusch
05. November 1643
Ballenstedt
  • Anhörung der Predigt zum Bettag auf dem Schloss
  • Geschenk für Bohusch
  • Korrespondenz
  • Administratives
06. November 1643
Ballenstedt
  • Administratives
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Spaziergang bei schönem Wetter
  • Korrespondenz
07. November 1643
Ballenstedt
  • Hasenjagd
  • Waldspaziergang
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Kriegsfolgen
  • Gespräch mit dem Amtmann Martin Schmidt
  • Korrespondenz
  • Administratives
08. November 1643
Ballenstedt
  • Traum
  • Kontribution
  • Administratives
09. November 1643
Ballenstedt
  • Anhörung der Predigt auf dem Schloss
  • Schießübungen von Erdmann Gideon und Viktor Amadeus
  • Stürze des jüngsten Sohnes Karl Ursinus
  • Spaziergang bei heiterem Wetter
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
10. November 1643
Ballenstedt
  • Spaziergang
  • Hasenjagd
  • Reh- und Wildschweinlieferung aus Dessau
  • Administratives und Wirtschaftssachen
  • Nachrichten
11. November 1643
Ballenstedt
  • Bericht durch den Lakaien Christian Große
  • Korrespondenz
  • Hochzeit des Badeborner Pfarrers Andreas Knochenhauer mit Dorothea Schmidt
12. November 1643
Ballenstedt
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Korrespondenz
  • Abschied von Bohusch
13. November 1643
Ballenstedt
  • Anhörung der Predigt
  • Ende der Hochzeitsfeierlichkeiten von Knochenhauer
  • Erster Schnee
14. November 1643
Ballenstedt
  • Jagd
  • Administratives und Wirtschaftssachen
15. November 1643
Ballenstedt
  • Anhaltender Schneefall
  • Korrespondenz
  • Gespräch mit Schmidt
  • Kriegsnachrichten
  • Bericht durch den Kammerjunker Ernst Dietrich von Röder
16. November 1643
Ballenstedt
  • Korrespondenz
  • Nachrichten
  • Anhörung der Predigt auf dem Schloss
  • Gespräch und Mittagessen mit dem Diakon Christoph Jahn
  • Argumente für und gegen eine Reise zum Westfälischen Friedenskongress
17. November 1643
Ballenstedt
  • Kriegsnachrichten
  • Spaziergang bei schlechtem Wetter
  • Administratives
18. November 1643
Ballenstedt
  • Gewöhnliche Schwierigkeiten
  • Administratives
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
19. November 1643
Ballenstedt
  • Hasenjagd
  • Traum
  • Administratives
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Kontribution
20. November 1643
Ballenstedt
  • Anhörung der Predigt
  • Adminitratives
  • Korrespondenz
  • Kontribution
  • Kriegsnachrichten
21. November 1643
Ballenstedt
  • Rehejagd
  • Starke Beunrughigung wegen der bösartigen Verwandten
  • Spaziergang
  • Korrespondenz
  • Nachrichten
  • Gespräch mit Gemahlin Eleonora Sophia
22. November 1643
Ballenstedt
  • Anhaltende Beunruhigung
  • Administratives
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
23. November 1645
Ballenstedt
  • Unruhige Nacht
  • Anhörung der Predigt
  • Gespräch mit dem Opperöder Pfarrer Martin Reinhardt
  • Schwermut
  • Jagderfolg von Viktor Amadeus
  • Kriegsfolgen
  • Kriegsnachrichten
24. November 1643
Ballenstedt → Neinstedt → Thale → Blankenburg → Wernigerode
  • Reise nach Wernigerode
  • Unterwegs Mittagessen mit dem braunschweigisch-wolfenbüttelischen Kanzleisekretär Dr. Simon Finck in Blankenburg (Harz)
  • Bewirtung durch Graf Heinrich Ernst von Stolberg-Wernigerode auf dem Schloss
  • Kriegsfolgen
25. November 1643
Wernigerode → Ilsenburg → Goslar
  • Besichtigung einiger Gemälde und des Stolbergischen Stammbaumes
  • Kriegsfolgen
  • Begleitung durch den Grafen von Stolberg-Wernigerode herunter vom Schloss
  • Weiterfahrt nach Goslar
26. November 1643
Goslar → Zellerfeld → Clausthal → Osterode am Harz
  • Korrespondenz
  • Notizen über Goslar
  • Weiterreise nach Osterode am Harz
  • Bewirtung und Beherbergung durch den braunschweigisch-grubenhagenschen Rat und Landdrosten Georg Ernst von Wurmb
  • Bergbau in Clausthal und Zellerfeld
27. November 1643
Osterode am Harz → Nörten → Göttingen
  • Weiterfahrt nach Göttingen
  • Kriegsnachrichten
28. November 1643
Göttingen → Jühnde → Münden
  • Besichtigungen durch Erdmann Gideon und Viktor Amadeus
  • Besuch durch den Major Steinbach
  • Weiterreise nach Münden
  • Besuch durch den Obristleutnant und Stadtkommandanten Schwartz mit zwei anderen Offizieren
29. November 1643
Münden → Landwehrhagen → Kassel
  • Weiterfahrt nach Kassel
  • Abholung durch Landgraf Wilhelm VI. von Hessen-Kassel auf der Fuldabrücke
  • Begrüßung durch den Hofmarschall Hans Heinrich von Günderrode
  • Essen und Unterhaltung mit Landgräfin Amalia Elisabeth von Hessen-Kassel
  • Kriegsnachrichten
  • Gespräche mit den Landgrafen Friedrich von Hessen-Eschwege und Ernst von Hessen-Kassel
30. November 1643
Kassel
  • Besuch durch Landgraf Hermann von Hessen-Rotenburg
  • Anhörung der Predigt zum ersten Advent
  • Nichtfürstliche Gäste an der gestrigen landgräflichen Tafel
  • Zweiter Kirchgang am Nachmittag
  • Unterhaltungen mit dem Landgrafen von Hessen-Rotenburg sowie den Landgrafen Ernst und Wilhelm VI. von Hessen-Kassel
  • Abendessen und Spiele
  • Gespräch mit der Landgräfin von Hessen-Kassel
|| [[Handschrift: 15av]]

Samstag den 1. November 1645.


Risposta von Schöningen, daß der Wrangel, mit 16
Regimentern, im lande zu Braunschweig vndt Lüneburg logire, vndt so
baldt nicht wieder, außziehen dörfte. Das hette
der dänische friede zu wege gebracht. Ob
schon die Regimenter vnvollkommen, vndt schwach,
wolten sie doch vor voll verpfleget sein.


Der König in Dänemark corradirt geldt, auß hollstein,
in die 16 Tonnen goldes, nimpt 80 ThalerThlr:
von einem ieglichen pfluge, deren in die
20000 sein sollen.


Avis von Krannichfeldt, das der hertzog Julius
henrich von Sachßen Lawenburg alda gewesen,
auß hollstein wiederkommende. Jtem: der be-
trübte herr von Wartemberg, vndt andere,
graven, vndt grävinnen, von Schwartzburgk.


Avis von Werningeroda, daß es darauf stehe, daß
die Wrangelische Regimenter, in die nähe, vndt nacher
Blanckenburgk kommen sollen. Gott verhüte alle
verwüstung, vndt landesverderben!


Avis von Blanckenburgk, das Doctor Calixtus
in hoher estime zu Osenbrügk vndter den leütten
gehalten, vndt seine scripta hoch admiriret werden. || [[Handschrift: 16r]]
Es stehe auch darauff, daß eine gleichmeßige ver-
einigung, wie zu Toren, (mit bewilligung der
Kayserlichen gesandten,) in Geistlichen vndt weltlichem Stande,
vor seye. Gott wolle es zu seinen ehren verleyhen!


A spasso Nachmittags, zu fuße, in den hartz hinein. et cetera


Avis von Krannichfeldt, das Meiner herzlieb(st)en gemahlin
Schwester Sohn, hertzogk Iulius Peregrinatius von Wirtem-
bergk, zu Gohta todes verblichen. Jst ein feiner iunger
herr, vndt der sich zum studieren, sehr wol ange-
laßen, gewesen. Gott genade den verstorbenen,
vndt tröste die v̈berbliebenen leydetragenden
betrübten. perge <Jtem: daß hertzogk Joachim Ernst von holstein, seine elltisten Söhne, nacher Leyden geschigkt.>

Sonntag den 2. November 1645.


Er Peter Goht, hat vnß heütte <eine schöne Concionem> vorgeprediget,
aufm Sahl alhier zu Ballenstedt. et cetera <Jch habe ihm zugesprochen.>


Avis von Berlin, das der Oberste Borgßdorf,
herr Meister worden.


Avis von Strelitz, das es sich mit Schwester, Sibylla Elisabeth,
Gott lob, in etwaß gebeßert. Gott wolle continuation
geben! J'ay apperceü tout plejn de mesentendüs. perge


Nos enfans, ont iouè l'apres disnèe, tout plein
de beaux petits ieux, avec les Damoyselles & gentils-
hommes, sür la sale du chasteau. Il est bon; de se diver-
tir quelquesfois, sür tout la jeünesse. et cetera

|| [[Handschrift: 16v]]


<5 hasen Rindtorf gehetzt.>


Avis vom Caspar Pfau daß General DorstenSohn, hette Pardo-
witz vndt hernacher Königsgrätz, zwar stargk beschoßen,
daß viel haüser darinnen abgebrandt, wehre aber
durch große gegenwehre ab, vndt auf Gitschin, zu-
rügka gezogen worden, damit er sich der päße
Leütmaritz vndt Melnigk bemächtigen köndte,
vndt darnach auf Prag, oder auf die Oberpfaltz <zu>, gehen,
General Königsmarck sol Glatz belägern. Die Kayserlichen
hielten bey Pilsen, rendevous, vndt formirten ein ge-
waltig corpus, machten auch præparatoria Krembs, vndt
Korneẅburgk zu attacquiren. Der Ertzhertzogk
mit den Kayserlichen völckern, (worzu etzliche Bayerische
Regimenter commandirt worden) ist in die 20 mille stargk im
herauf marchiren, gegen Nürnberg, nach der Oberpfaltz
oder Böhmen, vmb dem general DorstenSohn zu resistiren.


Die Frantzosen, haben sich nun, in die winterquartier,
begeben, wie auch die Bayerischen. General Türenne
lieget am Rhein, auch an der Mosel, vndt die heßische
haben Putzbach v̈berstiegen. Hülst in Flandern sol
vnerhörter weyse von den Stadischen beschoßen, vndt
mit neẅen inventionen, geängstiget werden, also
das es scheinet, es seye damitt, auffs höchste gekommen. perge

|| [[Handschrift: 17r]]

Dienstag den 4ten: November 1645.


Mir hat getraẅmet, wie ich mit Meiner herzlieb(st)en gemahlin,
kindern, vndt theilß befreündten, in einen niedrigen garten
spatziret, vndt darnach in ein lußt: oder gartenhaüßlein
tief hinundter durch treppen gegangen, vndt darinnen
vnß an eine Tafel gesetzt, malzeitt zu halten.
Mich deücht die schwestern von Meckelnburg, sonderlich
Schwester Sybille, wehren auch darbey gewesen.
Da wehre ich gewahr worden, daß <die> vettern
von Plötzkaw, Ernst Gottlieb, vndt Lebrecht, hetten
schwartze Trawermäntel, (wie ich vndt andere
zwar auch) angehabt, vndt hette sie starr
angesehen, endlich zu ihnen gesagt: ob wiSie vndt wir
andere nicht die schwartzen TrawerMäntel able-
gen wollten? es schickte sich nicht wol in gar-
ten, weder zum spatziergange, noch an die <Schmahle> Tafel
in einem engen gartenhause, (wiewol es sonsten
hüpsch genung gebawet wehre) im gedrenge,
vndter so vielen Manns: vndt weibspersonen.
Sie hetten es aber (mit Meiner verwunderung)
gar nicht thun, noch die Mäntel ablegen wollen,
Sondern gesagt: Sie theten mirs zu Schuldigem respect
vndt ihr herrvatter hette es ihnen also befohlen.

|| [[Handschrift: 17v]]


Avis: daß die Wrangelischen trouppen, sollen nach
dem Stift Cöln zu, gegangen sein.


Je me suis pourmenè en ce temps beau, mais froid
selon la sayson, mais point extraordinairement. perge


Caspar Pfaw bittet mich, zu seiner hochzeitt, mit hofrahts
Keppen Sehligen <zu Zerbst> wittwen, so des alten Wendelinj Tochter,
gegen Sontag, den 9ten: huius, zu Hartzgeroda.


Jtem: Man avisiret mich, wie der Ertzbischof von
Magdeburg (den der Kayser zwar nur noch Jnn-
haber des Ertzstifts nennet) hertzogk Augustus
von Sachßen, vnß citiret auf einen landttag
gen Halle, gegen den 11ten: huius, zwar gar
höflich, iedoch, weil es vnserm alten Fürstlichen
hause, vndt immediat ReichsStandt, ein præju-
ditz ist, alß opponiren sich die herrnvettern
billich, protestiren darwider, vndt schigken das
citationschreiben höflich wieder <neben Mir> dem bischof zu. perge


Meine Söhne seindt heütte auf den alten Anhalt
geritten, denselben alß ihr Stamm[-] vndt Nahmen-
hauß zu besehen.


Die avisen bringen mitt:


Daß der Frantzosen Sachen in Spannien hingken,
vndt nicht mehr fortwollen. Der König in Spanien || [[Handschrift: 18r]]
hingegen hette Jndianische flotten bekommen.


Printz Tomaß von Savoya, wehre im stado di
Milano, von den Spannischen geschlagen worden, mit
großem verlußt. <An Gallaas Stadt sol Hatzfeldt kommen.>


Printz de Piombino wehre vnverrichter sachen,
auß Candia wiederkommen mit der liga galleren, weil
die Türgken zur waßerschlacht, nicht zu bringen gewesen.


Die Königin in Polen würde zu Paris, magnificq
tractiret, von der Königin in Franckreich.


Pfaltzgraf Edouard ihr schwager hofte aber reconciliation.


Pfaltzgraf Ruprecht sein bruder wehre in Engel-
landt, noch in vngnaden, vndt der König (so sich
mit den Jrren, verbunden, vndt ihnen gewißens:
vndt Parlamentsfreyheit verstattet) wieder
geschlagen worden. Jedoch proponirte man frieden!


Graf von Trautmanßdorf zöge solenniter
nacher Osnabrück vndt Münster frieden in Kayserlicher Mayestät
nahmen zu schließen.


Hülst, würde sehr bedrenget, vom Prinzen von Vranien[.]


Feldmarschall DorstenSohn, gienge vor Prag.


Der von Wahusch hat mit Mir conversiret. perge

|| [[Handschrift: 18v]]

Mittwoch den 5ten: November 1645.


Dieweil es heütte Monatlicher behttag ist,
habe ich Ern Peter Gohten, heroben aufm Sahl
predigen laßen, welcher mit sehr schönen gebehten,
vndt einer lehrreichen predigt, vnß gute
satisfaction gegeben. Gott stärgke, vndt erhalte ihn.


J'ay fait present, d'üne bonne harquebüze, a
Monsieur Wahusch, dont il a estè fort satisfait, <& content.>


Der Amptmann Märtin Schmidt alhier zu Ballen-
stedt, bittet, vndt invitiret mich schriftlich, zu seiner
Tochter Dorotheæ hochzeitt, mit dem neẅen pfarrer
zu Padeborn, <Ern> Andrea Knochenhauero, gegen den
11ten: huius, am Tage Martinj, wie auch meine
familiam alhier, er gleichsfalß eingeladen. perge


Es seindt viel acta von Osnabrügk vom Cantz-
ler Milagio ankommen, so zu<mir spähte> communiciret worden.
Jn etzlichen begehret er mehr befehlich, alß wegen
der session Pfaltzgraf Ludwig Philips, so ihm
aufgetragen wirdt, Jtem: wegen der Tittul Excellentz
so die Churfürstlichen gesandten, noch prætendiren, nur an
itzo, interimsweyse, vmb deß Venezianers willen.
Jtem: wegen exemption der Contributionen ferrner
ansuchung zu thun. perge

|| [[Handschrift: 19r]]

Donnerstag den 6ten: November 1645.


Meine gutachten, vndt votum, in Milagij desideriis, vndt
erinnerungen, habe ich, Fürst Augusto v̈berschrieben.


Avis vndter andern vom Milagio, es wehre der Türgke
an vndterschiedlichen orthen, dem Kayser inß landt gefallen. perge
Dannenhero die consilia zu Münster vndt Osnabrück desto mehr zum frieden inclinjrten. perge


Avis vom Caspar Pfawen, das die Regimenter des Wrangelß
im lande zu Braunschweig, noch stille lägen, hertzogk
Christians Ludwig von Lüneburg lande aber, wehren
quittirt, vndt der laßt entlediget.


A spasso in gutem wetter, a piedj, post expedita
negocia.


Es ist diesen abendt, abermal ein pacqueet von Osnabrügk
vom Cantzler Milagio, ankommen, darinnen gemeldet wirdt,
daß zimliche Mißhelligkeitten vndter den Ständen vndt legatis,
in den consilijs sich eraignen! perge


hertzogk Ernst <von Weymar> schreibt mir hertzogk Julij Peregrinatij
von Wirtembergk <absterben> an Masern, vndt hitzigem fieber, zu.
Gott wolle alle betrübte trösten, vndt erquigken!
Er ist vnß zimlich nahe verwandt, Meines vettern, vndt
Schwagern, hertzogk Julij Friederichs Liebden Sehligen Sohn, vndt
Meiner freundlichen herzlieb(st)en gemahlin Liebden leiblichen Schwester Sohn gewesen!


Jch habe ihm, vndt mir billich wieder condoliret, vndt
geantwortett, ut stylj, & moris est inter Principes Germaniæ.

|| [[Handschrift: 19v]]

Freitag den 7ten: November 1645.

<10 hasen Rindorf gehetzt, heütte, vndt gestern.>


Post expedita negocia, & post preces matutinas, & exer-
citia sacra, bin ich, in den waldt, spatziren gegangen.


Avis: daß sich die hartzschützen im Oberhartz zimblich
wieder sehen laßen, vndt die leütte plündern. Jtem:
daß Wrangel noch im Braunschweigischen, stille lieget,
vndt auf die Magdeburger tractaten, ein auge hat. Item:
das die ChurSäxischen, auß Sangerhausen zimblich
mausen, vndt selbige parthien, vmb Endorf herumb, es
sehr vnsicher machen. perge


Conversatio mit dem Amptmann Schmidt, in Justitzien[-] vndt
haußhaltungs:sachen.


Schreiben von Plötzkaw, auf Cöhtens erinnerung, da mir
communiciret abermals wirdt, waß nacher halle, auf das
citationschreiben, dem Erztbischoff, mascule zu antworten,
vndt seine vermeinte citation, wieder zurügkb zu senden,
welches ich ohne alles bedengken, vollnzogen. perge Dann es
betrifft, vnser höchstes recht, vndt ist præiudicirlich,
sich also von seines gleichen vexieren zu laßen.


Schreiben vom Caspar Pfawen, in höflichen terminj di rin-
graziamento, per lo presente inviato.

Samstag den 8ten: November 1645.


Ein Somnium gehabt: wie alle meine sachen, in hollandt hetten
den krebsgang gewonnen, Man hette daselbst v̈ber die
armuht, vndt große contributionen ia so wol lamentirt,
vndt mich in die Schlesie verwiesen. perge

|| [[Handschrift: 20r]]


Avis von Bernburgk, das Obrist Trandorff
die execution wieder sie vollstrecken wolle, oder
sie sollen ihme itzt die helfte zahlen, vndt aufß
Neẅe Jahr die andere helfte, oder Reichardt,
Döhrjng, Paul Ludwig, hilliger vndt die reichsten
in arrest geben. et cetera


Mangolt Schulmeister von Aldenburgk, ist von
Weymar wiederkommen, hat daselbst eine collecte
nebenst Ern Jonjo, erhalten, vor die kirchen zu
Palbergk, vndt zu Dröbel, wiewol aller
orthen, wie auch zu hartzgeroda (allda man die
versprochene abkündigung von der Cantzel, nicht
thun, noch sich, des allerneẅlichsten versprechens,
erinnern wollen) es gar sparsam hergegangen! perge


Er Sachß, pfarrer zu Rider, hat geprediget, auf vn-
serm Sahl alhier, den Text: Date Cæsari1, etcetera etcetera
gestern wahren es 25 Jahr, daß wir ihn auf dem
weißen berge vor Prag, studierten, vndt die Theoriam,
vndt Praxim zugleich exercirten!


heütte Nachmittags, haben meine Söhne Erdtmann
Gideon, vndt Victor Amadeus, zum ersten mal geschoßen,
vndt vom Maior halcken, mit büchßen schießen gelernt.


Mon petit Charles, a estè malheureux, avec cheütes!


A spasso dopò desinare, in tempo chiaro e sereno.

|| [[Handschrift: 20v]]


Fürst Augusto wieder geantwortett, wegen einer doppelten
anlage zu Obrist Trandorfs præsent, semel pro semper zum abzuge.


Avis vom Caspar Pfaw, daß <er> Daniel von Rindtorf haüptmann
zu Gr Alßleben, meine Stelle auftragen würde,
weil ichs ihme frey gestellet. Jtem: daß man darvor
hielte, die Wrangelischen völcker, würden zu Tanger-
münde v̈ber die Elbe paßiren.

Montag den 10ten: November 1645. <Märtinsabendt.>

<1 hase, 2 Schweine, vndt 1 Rehe.>


A spasso, & au maneige, vormittags post negotia.


Nachmittags cum filiis primogenitis hinauß hetzen geritten,
vndt einen hasen einbracht.


Oberlender ist von Deßaw wiederkommen, mit 2 Schweinen
vndt 1 Rehe, so mir Fürst Johann Casimirs Liebden verehret,
weil er gut glück eine zeitlang hero im Jagen gehabt.


Thomas Benckendorf hat mir auch allerley <tam> in publicis quam Oecono-
micis zuentbotten. Il y a dequoy s'appeiner! Die
Werder erzeigen sich, sehr wiederspenstig in Steẅer:
vndt contributionssachen. Obersten Trandorf droẅet scharff.
Nota Bene Der Raht zu Bernburg, hat in der cantzley zu Bernburg
16 brawen, iedes vor 16 ReichsthalerRthlr: verkauft, vndterm
vorwandt zu Trandorfs contentirung. Jnterim
müßen die bürger, vndt Riegenbrawen zurügkc stehen.


Preiß, der bekehrte Münch zu Deßaw, hat sich v̈bel
gehalten, seine Fraw, die hofiungfraw, eine Böhmin,
zu zeitlich aufm Schloß geschwängert. Jst auch darumb || [[Handschrift: 21r]]
(vnangesehen der Fürstin solche schärfe mißfallen)
des landes, vndt des hofs, verwiesen worden. Mon
cousin et sa femme, sont en mesentendü pour cela!


Mit Schwester Sibille Elisabeth Liebden sol sichs zu
Strelitz, gebeßert haben, Gott lob! der wolle gute
continuation geben. perge

Dienstag den 11ten: November 1645.


Mit dem großen Kersten, geredet, vndt allerley bericht
eingenommen, von Sandaw, Pirn, Dresen[!], Torgaw, Wjttemberg
vndt andern orthen, wie eine fehre zu bawen, oder zu bestellen?


Risposta von Fürst Augusto in publicis. Scopæ dissolutæ!


Die hochzeit des Amptmanns alhier zu Ballenstedt Tochter,
mit dem pfarrer zu Padeborn, Knochenhauero, ist heütte cele-
briret worden. Gott gebe zu glück vndt Segen!
Die hofofficirer, vndt bediente, seindt mehrentheilß mitt
dahin gegangen, erbehtener maßen. halcke maior
hat meine, vndt der Meynigen, stelle, vertretten. perge

Mittwoch den 12ten: November 1645.


Avis: daß Wrangel hüxer an der Weser, belägert.


Item: daß 6 Mauseköpfe zu Bernburgk angehalten worden,
auf Obrist Penß begehren, welche vndter dem Nahmen der
Soldaten, pferde geraubet, vndt verkaufft.


Schreiben auß Preüßen, daß selbiges beylager (Gott
lob) wol abgelauffen, des hertzogs in Curlandt, vndt
Stadtliche præsenten, Königliche vndt ChurFürstliche.


Item: Iakob Ludwig Schwartzenberger schreibt auss Regenspurg gott lob, die glückliche v̈berkunft. || [[Handschrift: 21v]]
seiner vndt Ern Thülemeyers, den 26. October Gott helfe
weitter mit gnaden. Item: der Kayser, wehre noch
zu Lintz: wolte zwischen dato vndt Ostern friede haben.


Der alte Graf von Trautmanßdorf, wehre solenniter
forth <nacher Münster zu>, mit aller Plenipotentz. wolt hette eine stadt-
liche suitte, von 6 iungen graven, 20 vom Adel, 24 pagen,
so viel lackayen zur aufwarttung, dann ansehliche
Rähte, vndt biß in die 150 personen, bey sich,
aber gantz keine pfaffen. Dieser train soll noch
zu Cölln beßer gekleidet, vndt vermehret werden.
Es stehe darauf, daß der Churfürst von Bayern, der letzte
vndt 5te. weltliche Churfürst, bleiben, hingegen den Pfältzischen
Erben, das ihrige restituiret werden solle etcetera[.]
Gott gebe doch auß gnaden, einen beharrlichen frieden!


Die avisen geben:


Daß es mit Hülst in Flandern, in extremis versire,
wiewol der Gouverneur darinnen sich tapfer wehret.


Die herren Staden, haben einen vollkommenen frieden,
mit dem Könige in Dennemarck, zu waßer vndt
zu lande, aufgerichtett, in vndterschiedlichen ar-
tickeln, so die alte zollgerechtigkeit im Sundt,
vndt in den Königreichen Dennemargk vndt Norwegen,
mehrentheilß concerniren. Es ist vom König,
von dem Printzen, vndt den ReichsRähten eines theils,
anders theils aber von der Staden Ambassadoren zu Christianopel || [[Handschrift: 22r]]
vndterschrieben worden. Gott gebe bestendige aufrichtigkeit.


Der friede zwischen Dennemarck vndt Schweden ist noch
nicht recht klahr gemacht. Es dörfte aber auch erfolgen.


Feldmarschall DorstenSohn, erweittert sich in Böhmen, Generalleutnant Königsmarck
aber, in Schlesien.


Ertzhertzog Leopoldt ist zu Nürnberg gewesen, vndt
stadtlich empfangen vndt beschenckt worden vom Rath,
wie auch kurtz zuvor, mutatis mutandis dem graven
von Trauttmanßdorf Kayserlichem Extraordinario Ambassadorn
gleich einem Churfürsten des Reichs, wiederfahren.
Der Ertzherzog aber, gehet zu seiner armèe, nach dem
er sich von den Bayerischen separiret, vielleicht
die winterquartier zu erweittern.


Die heßen haben Putzbach, occupiret, bemäch-
tigen sich noch anderer mehrer ortten.


Die infection graßiret noch in Oesterreich.


Der Türgke armiret noch gewaltig, wieder
Candia vndt Malta, die letzten aber, wie
auch Venedig, nebst den Jtalienern, rüsten sich gleichs-
falß gewaltig, so wol offensive als defensive zu gehen:
wiewol verlautten will, alß wehre der Persianer
in armis, vndt hette schon Bagdet, oder Babylonien eingenommen[.]


Ballaquier hetten die Frantzosen noch mit accord, er-
langet, im stato di Milano aber wehren Sie geschla-
gen worden.

|| [[Handschrift: 22v]]


Der Ragozzj, hat auch einen erwüntzschten
frieden, vor sich, vndt die seinigen, nebenst den 7 Span-
schafften, erlanget, vndt seindt die Artickul
auch aufgesetzt bey den avisen gewesen.


Lennart DorstenSohn, soll abdancken, vndt Wrangel
Feldmarschall an seine stelle kommen.


Der von Wahusch Jungfer Helena ihr bruder, hat
heütte, seinen vndterthänigen abschied genommen, vndt wil wie-
der nach Annaberg. Gott wolle ihn geleitten!
Er ist ein frommer Mann, vndt verstehet die hauß-
haltung, vndt daß weydwerck gar wol.
Wehre in vielen sachen, nützlich zu gebrauchen. perge


Er Sachße pfarrer von Ridern, hat heütte die wochen-
predigt verrichtet, vndt den 123. psalm2, wol außgeleget.


Vnsere leütte haben heütte noch, alß den dritten
Tag, den alten brauch gehalten, vndt der hochzeitt,
des pfarrers, von Padeborn, mit deß Amptmanns
Tochter, ihr recht gelaßen. Sie freẅen sich, in dem
herren, ergetzen sich mit schönen gesprächen, vndt
tringken gar nicht viel v̈bermäßig, werden
auch nicht darzu genöhtiget, Sonst ein 4 Tafeln
vndt Tische, herrlich tractiret. perge

|| [[Handschrift: 23r]]


Diesen abendt, hats zum ersten mal, in diesem
winter, geschneyet.

Freitag den 14den: November 1645.

<1 Rehe der Oberlender geschoßen.>


Jn Oeconomicis, vndt Politicis, habe ich allerley
zu travagliren gehabt, vndt præparatoria ge-
macht, a cose gravj, che Iddîo voglia benedire!
& far succedere! <La giovane sorella s'è andata.>d

Samstag den 15den: November 1645.


Der Schnee hat continuiret, nach dem es gestern
Schlackicht wetter gewesen. <Schreiben von Fürst Johann Liebden[.]>


Conferentz mit dem Amptmann Märtin Schmidt. et cetera perge


Avis auß Ascherßleben, daß 16 Regimenter,
Bayerische vndt Westphälische völcker, im an-
zuge begriffen, vndt inß Stift Halberstadt,
wollen, welches cito: nacher Leiptzig avisiret
sein sollen. Je croy, que c'est üne feinte. perge


Jch habe es alsobaldt gegen abendt, nacher
Schöningen avisiret, mich des rechten grundes zu jnformjren. et cetera


Ernst Dietrich Röder, ist beschriebener maßen,
auch herkommen, berichtett, daß die Weymarischen
geschlagen, vndt 8 Regimenter Bayerische vor Halber-
stadt, sollen. heütte ist Wahusch noch bey ihm, gewe-
sen, vndt erst von Quedlinburgk, weggezogen.

|| [[Handschrift: 23v]]

Sonntag den 16den: November 1645.


Schreiben vndt visite von Fürst Johann Liebden[.]


Abermahliger avis vom Cantzler Milagio, vndt
vndter andern diß, das es noch gar verwir-
ret zu Münster vndt Osnabrück ratione excludendorum daher gehet.
Gott gebe Eintracht, friede, vndt ruhe!


Vnser alter Diaconus alhier, <Er> <Christoff> Jahns, hat
vnß aufm Sahl geprediget. Alß er, (dem
gebrauch nach) heroben bey der Mittagsmahlzeitt,
behalten worden, habe ich noch zuvorn, allerley confe-
rentz in geistlichen vndt Oeconomysachen, mit ihm gepflogen.


Agitation de mes pensèes, & desseings,
quj me poussent, a ne rien negliger:
1. A cause de l'amnestie püblièe par commendement
Jmperial, & insinüation Electorale.
2. Envoy, dü C<onte> de Trauttmansdorff extraordinaire pour faire la Paix.
3. Ün membre Principal de l'Empire doibt estre
en consideration, pour cela, s'il incline a la Paix?
4. Acheminement & sauf passage a üe<une> plüs rele-
vèe entreprinse.
5. Püretè de ma conscience, & de mes jntentions.
6. Ma grande necessitè, & extreme misere. || [[Handschrift: 24r]]
7. Tourmens de mes plüs proches, quj
m'inquietent tant, qu'il me faut enfin
süccomber, sous tant d'afflictions, sans la
forte main dü Grand Dieu, quj me soustient,
& sans assistance.
8. L'occasion, (comme il semble,) assèz favo-
rable, me convie, a l'embrasser.
9. La bienseance & salüt de mes fils,
quj sont en aage de s'avancer aux
estüdes, & exercices, ou a se corrompre, se-
lon l'indüction de leur nourritüre.
10. La neütralitè de Magdebourg, monstre
bien, qu'on ne doibt apprehender aucün
scandale, ou offence, dü Souverain chef.
11. Exemple des Ducs de Lünenbourg, & autres.
12. Frayeur, & estonnement de l'an passè,
en ce lieu champestre désnüè de deffence,
& enviè dü propre frere mesmes.
13. Arrest deshonorable, que mon frere
mesme a occasionnè sans rayson a la Haye.
14. Froideur de l'Electeur de Brandebourg & d'autres,
qui pourroyent bien, s'ils vouloyent ayder. || [[Handschrift: 24v]]
15. Violences de Trandorf[,] Pens, & Wrangel
& d'autres à craindre.
16. Exemption Jmperiale obtenüe pour
3 ans, donnera exemple á d'autres,
qui me lacessent dedans & dehors le Pays.
17. Jl faut penser au Terme fatal Nota Bene[.]
18. Aider à disposer, tout à <une> Bonne paix.
19. Collectes. 20. Pension de Zeeland & d'Ütrecht[.]
21. Mes meilleurs serviteurs sont de loysir,
comme Thomas Benckendorf & Tobias Steffeck von Kolodey[,] <Hans Albrecht von Halck[,] Ernst Dietrich Röder> après non plüs.
22. Comte Moritz de Nassau & autres aux congregations
d'hyver, puis toute l'annèe m'eschappe.
23. Oldenbourg, Schrahtembach, taccjcasa[,]
aspettavita, &cetera buonj cavallj. Osnabrück & Münster[.]
Fürst Johann. Bestail & attellage, avoyne &cetera[.]
24. Bains chauds, pour Madame au printemps,
& pour ma seur puisnèe. 25. Pantalon.
26. Debtes grandes & petites, à pretendre.
27. Habits & livrèe de dueil a ceste heure.
28. Pahtenpfennig (Geldstück als Geschenk des Paten oder der Patin an den Täufling)Pahtend: hier vndt dar abfordern.

|| [[Handschrift: 25r]]


Rationes contra.


1. Jl est facile, de gaster, ce qui a estè si
difficillement basty, tant d'annèes a cause
de la hayne de notre religion, <de feu Son Altesse> & l<d>es soupçons.
2. Le procèz contre mon frere, pourroit estre
gastè, par les mesmes occasions recerchèes[!].
3. L'expedition, de Jakob Ludwig Schwartzenberger accrochèe.
4. On se mèsprendroit, a Münster & Osnabrück[.]
5. Les calomnies, de mon frere, & de ses adherents
s'accroistroyent, si mon expedition ne les devance?
6. Malherbe mesme pourroit me nujre?


Jtzt kömbt wieder avis von volck, daß da
marchiren soll. Je l'estime derechef üne feinte
de Caspar Pfaw, afin d'empescher mes desseigns
èspièz, par la secrete opposition de mon frere,
& de ses adherents! Difficilia; quæ pulchra!3


A spasso vormittags, in windigem bösem
wetter, vndt holprichtem wege.


Avis: daß Wrangel in voller marsche begriffen,
vndt das die heßischen, Marpurg occupiret. perge
Gott bewahre vnser landt, vndt leütte!

|| [[Handschrift: 25v]]


J'ay eü plüsieurs particülaritèz de Blanckenbourg
entre autres, que les Swedois de Wrangel,
sont a l'entour de Hanover. Le Baron de Geleen
avec les Imperiaulx, 5000 a l'entour de
Höxter. C'est pour attirer sedem bellj, au
pays de Brunswig. Les Swedois avoyent en-
vie de se ioindre a DorstenSohn, en Boheme,
prenans leur passage, par l'Eveschè de Halberstadt
mais cela est changè maintenant.


Avis vom Caspar Pfau daß keine Bayerische völcker,
im hereinzuge, begriffen, die warnung, wehre
allein, wegen der Wrangelischen völcker,
geschehen, dann solche gewiß aufgebrochen,
vndt gestern, vmb Elrich gelegen, geben vor:
Sie wollen v̈ber den hartz auf Quedlinburgk,
wiewol keine müglichkeit dahin durchzukommen.
Er vermeinet, die marsche dörfte durch die
Awe auf Manßfeldt, vndt so forth auf Ascherß-
leben, fallen, destwegen die dorfschaften alhier
in zeitten zu verwarnen. Die bohten können
wegen des bösen weges, nicht forttkommen.
Douglaß, Goldtstein, vndt der Landgraf Fritz,
seindt zu Leiptzig, ankommen. General Major Giese, hat Mar-
purg beschossen, vndt par accord, erobert.

|| [[Handschrift: 26r]]


Schreiben vom Raht zu Bernburg, da Bürgemeister
vndt Raht vmb ihre dimission anhalten, dem
alten gebrauch nach, vmb Martinj. Jch gebe
ihnen aber zum bescheidt: Sie wüßten wol, daß
sie vorm Jahr, nicht auf Martinj, sondern im
Februario eligiret worden. Sie solten das Jahr
außhalten, hernacher sich wieder anmelden vndt
ferrneren bescheidts, der wahl halben, erwarten.
An itzo müßten sie erstlich, rechnung, ihrer
Administration thun, vndt Obersten Trandorf
contentiren, inngleichem vor andere onera
vndt solvenda, (so zeitt ihres währenden
Regiments gemacht) hafften, Sonst würde es
eben stehen, alß refugiirten sie, die labores. etcetera

Dienstag den 18den: November 1645.


Remoræ! impedimenta!, difficultates! ut
solet, in rebus magnis, & arduis. Nihil est ab omnj
parte, beatum!4


Avis von Bernburgk, daß ein bürger, nahmens
heinrich Rudolff, nacher Preüßen, Pommern, vndt
Holstein, in Meinem Nahmen, abgefertiget worden,
vndt ich weiß nichts darumb! Wil nicht hoffen, daß
iemands, meine handt, werde nachmahlen. perge

|| [[Handschrift: 26v]]


Die avisen von Leipzig bringen mitt:


Daß Jhre Kayserliche Mayestät noch zu Lintz seyen. Der Ertzherzog
Leopoldus bey deroselben. Graf von Trauttmansdorff wehre schon
zu Franckfurt am Mayn, angelanget, die tractaten
zu facilitiren zu Münster, vndt Oßnabrück.


DorstenSohn, Eschken, Landgraf Fritz, Douglaß
vndt viel hohe Officirer, kähmen zu Leiptzig an.


Die Schwedische armèe läge in winterquartieren
in Böhmen, vndt die Königsmärckische in Schlesien.


Venedig, würbe stargk wieder den Türgken,
derselbe aber, hette, (vnangesehen seiner armatur)
die commercia wieder stabiliret, vndter ihnen.


Hülst in Flandern, hette sich nach tapferer gegen-
wehr, endlich par accord dem Printzen von Vranien
auf gewiße capitulationes, ergeben.


Lamboy hingegen hette Bergcaßel wieder einge-
nommen, vndt geschleifft.


Die Frantzosen nehmen auch viel plätze dortt ein.


Zu Rom gibts verwirrung, weil der Cardinal Antonio
Barberinj, heimlich außgerißen.


Die heyrath des Königs in Polen, soll zu Dantzigk
auf den 8ten: December vollnzogen werden, mit der
Frantzösischen Brautt. Die Curlendische, jst zu Königs-
berg Stadtlich celebriret worden.

|| [[Handschrift: 27r]]

Mittwoch den 19den: November 1645.

<4 hasen gehetzt vndt geschoßen.>


Jch habe ein Somnium alhier zu Ballenstedt gehabt,
wie ich einen, von Meinen vndtersten eckzähnen, mit
dem finger außgeruckt, ohne sonderbahre schmertzen.
Der zahn wehre schön, aber doch innwendig etwas
wurmstichig gewesen. Vndt alß ich recht zugesehen,
wehren alle meine vndtersten zähne, mir auß-
gefallen, welches nichts gutes zu bedeütten pfleget.
Jch hette mich sehr davor geschähmet. Gott
wolle alles arge verhüten, vndt Mir, vndt den
Meynigen, viel mehr gutes, vndt barmhertzigkeitt,
wiederfahren laßen. perge


Schreiben von Bernburg wie der Oberste Werder,
(auf erinnern Fürst Augustj,) conventicula anstellet,
vndt Einsideln, Stammern, Krosigk, wie auch 3
Bürgemeister zu Bernburgk, genandte außschuß-
Stände, darzu convociret, zu rahten, wie
doch mit durchdringenden Mitteln, Meinem
einbrechendem absoluten Dominat, zu re-
mediiren, vndt waß gewilliget worden
zun abschickungen, an DorstenSohn, vndt
Axel Lillien, einzubringen? Es ist auch ab-
schrift, meines handtbriefleins, an die herrnvettern
(darein ich mich zu deme, was ich nicht gewilliget,
nicht verstehen können) mitt beygeleget worden. perge

|| [[Handschrift: 27v]]


Avis vom Caspar Pfawen, daß die Wrangelischen Regi-
menter gegen Tangermünde geführet werden,
sich mit dem andern Wrangel, General Feldtzeüg-
meister, zu coniungiren, vndt auf Leütmaritz
zu gehen, dahin die Schwedische haüptarmèe gelangen
solte, DorstenSohn vndt Eßken aber, würden auf
Leiptzig, kommen, mit dem Churfürsten eine Nähere
alliance zu treffen. Berge hat nicht weitter
alß nach Leiptzig kommen können, hat aber vom
Douglaß vndt Axel Lillie gute vertröstung
der recommendation, erlanget, Er Bergen aber
wirdt nun mit Douglaß, oder der Wrangelischen
marsche fortgehen, wo fern nicht die Kayserlichen
so bey höxer ankommen, wie auch der verzö-
gernde Magdeburger außzug, diese marche nicht
verhindern, oder etwas neẅes causiren.
Der landTag zu halle, (woselbst der iunge Cüno
hahn, von einem von Lüttich, leyder! im Duell erstochen)
wirdt numehr seine endtschaft haben. Vndter
andern Propositionspuncten, ist dieser gewesen,
Nota Bene wie die benachtbahrten, wegen eines beytrags,
zu erhaltung der künfftigen Magdeburgischen Gar-
nison, zu vermögen? Der General Major Douglas heyrathet || [[Handschrift: 28r]]
General Major Axel Lillie haußfrawen Schwester5, wirdt
wol 3 wochen, zu Leiptzig verharren, vndt hat in-
mittelst 50 pferde ins Fürstenthumb geschickt,
darbey bittende, solche so lange zu verpflegen,
maßen auch Axel Lillie, deßwegen geschrieben,
vndt neẅe beschwehrung vervhrsachet.


General Major Goldtstein, neben 13 Schwedischen Obersten seindt
auf Leiptzig auch gelanget, vndt wol mit 1500
pferden begleittet worden. Jehner wirdt wieder
Commendant in Erffurdt, die andern Obersten aber,
gehen mit Douglaß, zurügkee. Landgraf Fritze
ist bey dem Churfürsten, auf der Jagt. Der
pfaltzgraf Carll Gustaff, (welcher baldt in Schweden
mit dem Landgraven will) ist an itzo, mit
1000 pferden, auf Berlin gegangen.


Mes enfans sont allèz pourmener a cheval, dehors. perge
& ont tirè deux lievres, par leur gens, & prins
deux lievres, avec les levriers.


Jch habe Einsidel, Werdern, Krosigk, Stammer,
vndt allen <vasallen vndt vndterthanen> in gemein, vndt insonderheit inhibirt,
keine seditiosa conventicula einzugehen,
wieder die pflichte, herkommen, vndt Reichsabschiede,
sondern mir zu gehorsamen, vndt nicht zu urgiren,
was ich nicht gewilliget, sub pœna & confiscatione bonorum. perge || [[Handschrift: 28v]]
Dann ich wehre ihre von Gott vorgesetzte <ordentliche> hohe O-
brigkeitt, deme sie zu pariren vndt zu gehorsahmen
schuldig, sonst keinem Ober: noch vndterDirectorio,
(welches eigentlich in landSteẅer sachen, also hieße
vndt sonst par in parem non habet imperium
diese regel im Reich gehalten würde)[.]


Schreiben vom Raht zu Bernburgk, wegen
der Trandorffischen contentirung, wie sie solche
eingerichtett ? anders, alß ichs angeordnet.
Bitten vmb ratification, propter summum
periculum in mora, vndt das auf die erste
weyse der Rechenb<r>awen, (ihrer meynung
nach,) nichts zu erheben. Also verkauffen sie
nun, 17 brawen, vor, 16 ReichsthalerRthlr: damit sie
baldt geldt kriegen, die impetuositet des Obersten
Trandorf zu stillen. Jch werde mich bedengken!


Ein bohte, so gestern nacher Bernburg geschickt
worden, ist von einem Fendrich, vndt Quartier-
meister zu Ermßleben, aufgefangen worden,
vndterm vorwandt, er hette vor diesem der
Kron Schweden, geschworen, vndt gedienet.
Vnsere briefe haben Sie durch einen andern bohten,
nacher Bernburgk fortgeschickt, vndt es anhero avisiret.

|| [[Handschrift: 29r]]


Avis von Schöningen, das sie aldar von den
Kayserlichen völckern, vor hüxer, vndt von dem Wrange-
lischen aufbruch, noch nichts wißen, wol aber von
der conjunction so vorgehen solle, mit dem general
Feldtzeügmeister Wrangel, dann Helm Wran-
gel ist nur der Oberste, so vor Rendeßburg gelegen,
vndt commandirt an itzo, alß General Major. perge

Donnerstag den 20ten: November 1645.


Der alte Diaconus Jahnus, hat die wochenpredigt
gehalten, von dem alter der Altvätter.


J'ay envoyè Tobias Steffeck von Kolodey vers Henning Stammer, pour
luy monstrer l'inhibition, & pour le divertir des con-
seils seditieux des autres, quj se sont laissè se-
duirePrince Augüste, ou de ses mauvais Conseillers[.]
Dieu vueille, que chacün considere le vray jnterest
d'Estat, & de conscience principallement!


Schreiben von Fürst Augusto[,] Fürst Ludwigen, vndt Fürst Johann
Casimirn, vom 11ten: huius, alß ob Sie vnsinnige
Teüfel wehren, wollen mit gewaltt, die
140 ThalerThlr: von mir, erpreßen, oder den Obristen Penß
mir v̈bern halß weisen, mit vielen imperti-
nentzien, vndt vngültigen rationibus.


Es hat sich henning Stammer, gegen Tobias Steffeck von Kolodey
vndt Martin Schmidt gar wol erklähret. Gott gebe linderung!

|| [[Handschrift: 29v]]


Avis von Blanckenburgk daß die Kayserlichen oder Baye-
rischen, vndter des herren von Geleenß conduicte
sich ienseyt der Weser, nach: vndt nach, nähern.
Helm Wrangel hingegen, zeücht seine vndter-
habende Regimenter zusammen, wil bey Steinbrügk
posto faßen, vndt der Artillerie sampt dem
succurrirenden Fußvolck so zu Bleke v̈ber-
gangen, erwartten. hertzog Augustus hat seine be-
satzungen zu Blankenburg vndt andern orthen, vor wenig
tagen, erleichtert, vndt mehrentheils ab, vndt
nacher Wolfenbüttel, fordern laßen. Zu waß
ende, ist vnbewußt? Es wil zwar verlautten,
es solten zu besetzung der Stadt Magdeburg einige
völcker, auf gewiße zeitt, hertzogk Augustus darge-
liehen werden. Gott gebe mir, gute resolution!


Avis vom Falckenstein, daß der General hatz-
feldt in voller marche, begriffen wehre, auf das
Stifft hildeßheim zu.


Jch habe Fürst Augusto[,] Fürst Ludwigen vndt Fürst Johann Casimir
ein hönisches recepiße, auf ihre impertinentzien
geben laßen, weil sich solche iniurien vndt
Calumniæ liederlich nicht vergeßen, noch
beantworten lassen können.

|| [[Handschrift: 30r]]

Freitag den 21. November 1645.

<1 Rehe Oberlender geschoßen.>


J'ay estè fort angoissè & tourmentè en mon
esprit, & plein d'inquietüde genereuse, a cause
des meschancetèz & hayne de mes Oncles
& parens, contre moy, ou plüstost de leur mes-
chans Conseillers. perge <A spasso mein gemüht zu erleichtern.>


lettres de Cöhten & de Bernburg nichts rechtes.


Avis von Fürst Augusto[:] Es hette der Cantzler Milagius geschrieben,
keiner nehme sich recht eyverig, vnserer religions-
verwandten, im friedenschluß an, außer die Land-
grävin von heßen, welche darinnen zu animiren,
vndt sollen die geistlichen in Schweden, wie auch
viel lutterische ReichsStände, stargk darwider
sein, Man solle die reformirten, nicht also nude
et simpliciter, in den frieden, einschließen, Sondern
ihnen verbiehten, das sie weitter nicht reformiren,
noch die lehre (der warhejt) einführen sollen. perge


Avis, par Madame vom Doctor Pichtel, daß Milagius,
böse nachreden, zu Münster vndt Osnabrück von ihme führe, es
würde aber die vntreẅ seinen eigenen herren
schlagen, vndt er endtlich schlechte Ehre davon haben.
Fürst hanß, wehre verrayset, sich bekandter zu
machen. hertzogk Ernst Günter, von Hollstein, hette
ein Regiment, vndter dem Könige in Dennemargk.

|| [[Handschrift: 30v]]


Gegen abendt, habe ich gegen Mejner freundlichen herzlieb(st)en gemahlin,
in vielen sachen, mich expectoriret, vndt mein hertz gegen
Jhre Liebden außgeschüttet. Gott gebe vns dienliche consilia,
guten succeß, glück, vndt fortgang.

Samstag den 22ten: November 1645.


Les inquietüdes hesternes, ont encores dürè.
Dieu vueille allegerir le faix de la croix, qui
nous aggrave si fort, & nous fera süccomber, sj
Dieu n'y met la main paternelle, benignement!


Eine Jämmerliche lamentirende supplication,
habe ich, von der gemeinen Bürgerschaft zu
Bernburgk, wieder den Raht, vndt die bösen
Administros, bekommen, daß sie alle Nahrung,
haüser, brawen, vndt publica Commoda an sich
ziehen, hingegen den armen Mann vndterdrügken,
mit wachten, collecten, einquartirungen, Schutz:
vndt Miehtegeldt, vndt allen publicis oneribus,
also daß ihrer viel, das Thor suchen müßen,
auch die handelß: vndt handtwergksleütte,
das T außgetrieben werden. hingegen bekommen
die geistlichen, <die> kirchen vndt Schulen, auch die
ministrj publicj, Medicus, vndt dergleichen, das
ihrige nicht. Wann schon die armen klagen,
so werden Sie von den reichen, opprimiret. Wann Sie || [[Handschrift: 31r]]
ihre gelder erlegen, werden sie nicht subleviret, die
gelder werden vndtergeschlagen, verpartiret, Meine
Fürstlichen befehliche vndt commissiones illudiret (wie auch
mit dem fleischscharren geschehen, vndt mit Neẅer
anlage) die Rahtspersonen, gehen mit ihren resten
durch, darnach, muß man, in geschwinden Nohtfällen
die Anlagen erhöhen, vndt die armen mit ge-
fängnüßen, harten bedroẅungen vndt dergleichen
preßen, damit sie die reichen v̈bertragen.
Die verkaufte (in der cantzleyen ratificirte) 20
freybrawen, wehren vnbillich, dann ein ieder
lucrirte daran: 40 ReichsthalerRthlr: vndt die armen
büdener vndt handtwerger lucrirten nichts,
auch arme brawer, vndt Büdener, (welche
gleichwol zu 3[,] 4[,] in 8 vndt 10 ThalerThlr: eben so wol
contribuiren müßen, zur Trandorfjschen conten-
tirung) hetten weder fortheil, noch gewinst, vndt
müßten darzu, mit ihrer brawerNahrung
zurückf stehen, dann die reichen hetten die 20
brawen nur vndter sich getheilet, geben nur 16
ReichsthalerRthlr: vor eines, vndt gößen doch 48 faße.
Bähten vmb remedia, gleichheit, vndt billigkeit,
in den oneribus, vndt das man die Rahtspersonen, eher
nicht erlassen wolte, biß sie in rechnungen, satisfaction gethan. etcetera

|| [[Handschrift: 31v]]


Jtzt schreibet Fürst Augustus es habe die landtschaft
<gar alleine> an den Stadischen geldern zu prætendiren, vndt
ich solle ihnen wieder darzu verhelfen, welches
noch nie begehrt, noch <in 40 Jahren> prætendiret worden,
auch gantz keine rayson hatt.


Avis: daß General leutnant Königsmarck hette Teschin, Weiß-
kirchen, vndt Lippena, mit gewaltt, Freẅdenthal
mit Sturm, vndt Jägerndorf mit list, erobert.
Das feste Schloß Lischnitz belägert, Olmitz vndt
andere örther, proviantiret, vndt seinem volck
mehrentheils, in die Quartier erlaubet.


Bey der Schwedischen hauptarmèe, wie auch in
gantz Schlesien, continuiret die pest, vndt
grassiret auch, vndter der Kayserlichen armèe.
Es scheinet, der liebe friede wolle anbligken,
zu Münster vndt Osnabrück erwartett man des Graven
von Trauttmanßdorff. Die Spannischen haben
Trier quittiret, auf selbigen Churfürstens begehren,
vndt die Frantzosen, sich vollends nach dem
Rhein, in die quartier, gewendet. Jn Flandern
wirdt die Spannische Macht, sehr geschwächt,
dannenhero den Ständen in Flandern vndt || [[Handschrift: 32r]]
Brabandt, frey gegeben, selbst völcker zu
werben, vndt sich zu defendiren, doch das die Macht
ins gesampt, sich auf 30000 Mann, erstrec-
ken möchte. Die Kayserlichen gesandten haben
sich numehr erkläret, die heßen Caßelischen
zu den consiliis kommen zu laßen. Von den
Ertzbischoflich Magdeburgischen ist ein schwehrer re-
verß begehret, auf der weltlichen banck für
eines weltlichen Fürsten, gesandten zu sitzen. perge


Avis: daß die Wrangelischen auf die Ogker,
zu gehen, vndt die hertzogin von Schöningen,
albereit vor ihnen gewarnet worden.


Ein anderer avis vom Falckenstein, vndt halberstadt
daß Iean de Werth, gegen den Wrangel avanciren
wollen hette sich aber wieder retiriret. Die Wrangeli-
schen liegen noch stille vmb hanover. Das geschrey
kömbt wegen der auß hollstein, anziehenden
völcker her. Die Magdeburgische außwechße-
lung, bleibt stecken, weil die Schweden,
mit ihrer ratification zurügkeg halten
ob schon die Kayserlichen vndt ChurSächsischen gerne ratifi-
ciren wolten. Es gebe auch difficulteten zu
Magdeburg wegen einnehmung der Ertzbischöflichen garnison.

|| [[Handschrift: 32v]]

Sonntag den 23ten: November 1645.


Ne pouvant reposer ceste nuict, dürant
mes inquietüdes ie füs tout èspris, si ce-
jourd'huy seroit peut estre le dernier
bon iour de ma vie?, & si au voyage, de-
mainh ou aprés, ie serois pillè ou massacrè
par des parties sübornèes par mes
ennemis? Et ces pensèes ne me dès-
laisserent pas. Dieu nous en garde
benignement par sa Sainte & Paternelle grace!!


Er Martinus Reinhardus pfarrer zu Opperoda, hat
vnß heütte vorgeprediget, den gewöhnlichen
Text6, am 25ten: Sonntage☉tage nach Trinitatis. J'ay
conversè depuis avec luy, ou il loua fort, la modera-
tion de feu Monsieur Wieterßheim, au fait de la religion,
& comme il se seroit bien accordè avec luy.


Daß hertz ist mir heütte den gantzen Tag, sehr
schwehr gewesen. Gott gebe, das mirs nichts böses
bedeütte, vndt daß der mjr gefährliche Novem-
ber, nicht abermahls, ein Tücklein beweise.
Fata possunt præviderj! non evitarj. et cetera


Mein Sohn Victor Amadeus hat zu seinem ersten mal, eine
weindroßel, vndt einen Sperling geschoßen. Dieu
le face bon Archier, apres qu'il scaura meilleures choses.

|| [[Handschrift: 33r]]


Jch habe mit verwunderung vernommen, wie
Märtin vnser lackay, durch courtoysie des Rittmeister
Oesterlings, die neẅlichst ihm geraubte 15 ReichsthalerRthlr:
von Reüttern, (nicht ohne glück), wiederbekommen.
Dieu vueille, que cela nous omine aussy, üne
bonne fortüne! & que tout malheur soit chassè!


Avis vom haüptmann Keüdel vom Stiege,
daß man nichts allda höre von der hatzfeldischen marsche.

<Montag> Sonntag den 24ten: November 1645.


deutsche Meilenm.
Jch bin, im Nahmen deß herren, mit meinen beyden
Ellteren Söhnen, auch dem Maior halcken, Ernst Die-
trich Röder, vndt Abraham von Rindtorf, in allem
23 pferde, vndt 25 personen, (ohne 6 mußcketirer,
vndt der vorspann, vor den andern wagen) stargk,
aufgewesen, von Ballenstedt, vndt per Neinstedt, dem
Thale, nacher Blanckenburgk zu Mittage,
alda der Fürstliche Secretarius, Simon Finckius
bey vnß gewesen, vndt mitt kalte küche gehalten.






3


Von Blanckenburg welches eine grafschaft, ist,
vndt 5 Aempter hatt, (alß Blankenburg[,] Heimburg,
Westerburg, Stiege, vndt Westerhausen)
auch die besten intraden, in die 6000 Thaler
alleine von 3 eisenhütten, vndt an itzo, in gemein-
schafft, von Zelle vndt Wolfenbüttel, beschwehrlich
administriret wirdt, nachmittags, gen Werningeroda || [[Handschrift: 33v]]
<2 Meilenm:> auf das hohe Schloß, zu Meinem (sieder Böhmen
vndt Prag her) alten bekandten, Graf heinrich
Ernst von Stollbergk, welcher mich gar höflich
aufgenommen, wol tractiret, vndt anmuhtige
conversation alter vndt neẅer geschichte wieder-
fahren laßen. Wir haben die Stadt Weninge-
roda vndten liegen laßen, vndt seindt den berg
hinauf, geritten, aufs feste Schloß, durch 4 Thore,
die kutzsche hat wol, durch 8 Thor,
(beschwehrlich) fahren müßen. Wir haben
den gantzen Tag zu reitten vndt zu fahren ge-
habt, weil die Tage kurtz, der weg am hartze
her, böse vndt bergicht, sonderlich hinder Blankenburg
gewesen, weil auch der schnee sich sehr ge-
ballt, vndt die pferde zu gehen, verhindert hat.
Das böse Nebelichte vndt Tuftige wetter
hat auch von Morgen an, biß in die Nacht
continuiret, also daß man v̈bel von sich sehen
können, vndt viel redens von den parthien
(sonderlich denen Wrangelischen gewesen)
wie dann auch heütte noch drey vndterschied-
liche partien vor der Stadt Weningeroda || [[Handschrift: 34r]]
pferde außgespannet haben. Der graf
hat 12 Mußcketirer zur garnison aufm hause,
darauf kein waßer ist, Muß alles mit eseln
herauf geholet werden. Er stehet zimblich, hat
getheilet mit seinem iüngeren bruder, graf
hanß Märtin, welcher die Cantzeley zu Stoll-
berg, vndt etzliche (mehrentheilß versetzte)
Aempter, vndt<auch> kinder vndt Erben hat. Dieser
aber, ist cælebs, zwischen 50 vndt 60 Jahren, altt.
Er hat mich gar höflich respectiret, vndt
wol dreymal repetiret, das er mich vor
seinen gnädigen lehenherren agnoscirete, vndt
zu pariren <vndt vndterthan zu sein> etcetera sich schuldig erkennete.
Mit der Stadt Werningeroda, welche vndter
ChurBrandenburgischer protection lieget er im
streitt. Sie schützen große privilegia vor,
vndt wollen sich nicht wol commandiren laßen.
Er wil sich auch nicht <gern> præiudiciren. Jl a
aussy eu des mesentendüs avec son frere.
Der Blockersbergk, <Kayserliches lehen> (so nur eine meile von
hinnen) gehöret auch diesem herren zu. Er
hat wenig agkerbaw, aber feine Jagten,
holtz, Stühtereyen, vndt andere einkünften.

|| [[Handschrift: 34v]]

Dienstag den 25ten: November 1645.


Alhier zu Werningeroda, an<vor> der Tafelstube besehen,
ein gemälde eines seltzamen Rehes, welches anno 1639
im forst geschoßen worden, deme der kopf, Sampt den geweyhen
mit dickem haar<cartilagine>, wie eine weinTraube, biß
v̈ber die augen, gantz v̈berdeckt gewesen, vndt zöpfe
an der seitte gehabt, wie a la mode die haar pflegen
zu stehen den Frantzosen, oder Frantzisirten. etcetera


Jtem: das bildt einer schwartz vndt weißen, wilden
großen Saw, Jtem: eines schwartzen Wolfs,
auch hierselbsten gefangen.


Jn meinem schönen großen gemach, den Stammbawm
der graven zu Stolberg abgemahl[!] contempliret, von
anno: 566 Christj an, da ein Edler Römer Otto, von
der Seüle (colonna) genandt, mit dem Kayser Justino
dem andern, aufm hartz, auf der Jagt gewesen, vndt
hette einen Schwartzen hirsch gefangen, im zeüge auf
dem Stollberg, mit d verwunderung des Kaysers,
welcher ihm den hirsch zum wapen gegeben, neben dem
hartzwaldt, das er da bawen solte ein Schloß, da
hette er das alte hauß Stollberg gebawet, vndt
wehre Graf Otto zu Stolberg genennet worden.
Daßelbige Schloß lieget itzo wüste, im hartze,
auf dem allten Stollberg, da man noch Mawerstücke || [[Handschrift: 35r]]
findet. Deßen Ottonis gemahlin, ist gewesen, Christina
von Hennenbergk, vndt wehre also dieses gräfliche hauß,
v̈ber 1000 Jahr altt. Die Colonna, oder Colonneser
seindt zu Rom, wol bekandt, vndt ein vralltes berühmb-
tes geschlecht, neben den Ursinern, ihren æmulis. perge etcetera


Die Stügke so der grave hieroben gehabt, seindt von den
Kayserlichen vor Jahren hinweg geführet, vndt zu Goßlar, zu ihrem
beßern gebrauch, vmbgegoßen worden.


Er der herr graf, ist mit mir, zimlich weitt, hinauß geritten,
vndt hat mir, das geleitte gegeben, auch mit guter conver-
sation entreteniret, darnach höflich abschied genommen,
vndt vnß mit convoy von 8 Mußcketirern vndt Schützen,
nebenst seinem bestalten leütenampt zu roß, versehen.


Meilenm.
Wir seindt also forth im nahmen des herren, vndt
auf Jlsemburgk, ein kloster dem graven noch gehörig:

1
Avis gehabt einer stargken partie von 100 pferden
so zur seitte gegangen. Wir wißen nicht obs Kayserliche
oder Schwedische seyen.
Fortgeritten, durch etzliche dörfer, vndt einen
langen waldt, biß wir endlich an eine schmeltz-
hütte bey der Goßlarischen landtwehre sicher kommen,
alda wir gefüttert, vndt darnach hineyn
in die ReichsStadt Goßlar, von Jlsemburgk
allda ich außgelöset, mitt wein, mit Gose,
vndt mit etzlichen Sägken haber, vom Rath
begabet worden, weil es das erste mal ist, das
ich anhero komme. Die Stadt scheinet zimlich groß
zu sein. Es hat allein 300 brawhaüser darinnen. || [[Handschrift: 35v]]
Das waßer, die Gose genandt (darvon auch das
bier den Nahmen hat) rinnet hindurch, An itzo liegen
60 lüneburgische Soldaten, <vndt ihre eigene geworbene völcker, in die 100 Mann> ohne die bürgerschaft, darinnen.
Goßlar, sol so groß als Wien im vmbfang sein.




3

Mittwoch den 26ten: November 1645.


J'ay escrit a Madame vers Ballenstedt, mit dem
Werningeröder leütenampt vndt convoyern.


Vor Goßlar da wir gestern herkommen, lieget
der Rammelberg, darinnen der hertogk Christian
Ludwig von Braunschweig vndt Lüneburg silberbergwerge hatt.
Es sollen auch goldtbergwercke da herumb vorhanden
sein, aber nichts darvon der Stadt zugehören.


Die herren von Goßlar, ob sie schon frey, vndt eine
vhrallte ReichsStadt, müßen doch aliquo modo, den
hertzog von Braunschweig vndt Lüneburg vor ihren Schutzherren,
agnosciren. Sie haben die Jesuiter vndt Mönche,
so ihre klöster, vndt des Kaysers hauß, eingezogen,
durch die Schwedische verenderung alle außgeschafft.
General Banner hat des Kaysers Fridericj 2dj.
schönen Stab von Einhorn, wie auch andere rariteten
hinweg bekommen. Das Tuftige wetter, die
kürtze der zeitt, vndt winterTage, haben vnß
dißmal verhindert, etwas sonderlichs von kirchen, vndt
andern raris alhier zu besehen. Es scheinet sonsten, eine
alttFränckische Stadt, in gebeẅden zu sein. perge

|| [[Handschrift: 36r]]


Meilenm.
Von Goßlar, nacher Zellerfeldt, in bösem bergichtem
waldt vndt hartzwege, auch tieffem Schnee, bey den Schifer-
bergwercken, vndt ferrner durch


2
Zellerfeldt gehöret den gesampten hertzogen zu
Braunschweig zu. Es gibt allda schöne, Silber:[,] kupfer[-],
vndt bleybergwergke. Der zehender hat vnß zur
kalte küche etwaß an fischen, forellen, vndt dergleichen
contribuiret, vndt außquittiret. Die Braunschweigischen wilden
Männer, sollen alhier gemüntzet werden.
Von Zellerfeldt, alsobaldt auf ClaußThal ge-
kommen, vndt vollends nach Osteroda
Jst eine stadt vndt schloß vndterm hartz gelegen,
dem hertzogen Friederich zu Braunschweig vndt Lüneburg
zuständig. Der Oberste Wurmb sein landß-
droßt, hat vnß aufm Schloß logiret vndt tractiret,
gar höflich, ohne mein begehren. Vndt weil er
ein alter versuchter krancker Soldat, hat es
gar kein Trincken, Sondern gute discours, auß
Schweden, Moßkaw, Laplandt, Finlandt,
Dennemargk, Niederlandt, Böhmen, Venedig,
vndt dergleichen gegeben, v̈ber Tisch, vndt
zuvorn. <hertzberg ligt 1 Meilem. hiervorn, ein leibgeding, hertzog Geörgens wittwen.>

2


Der heüttige weg von Goßlar, biß hieher, v̈ber
den grawsahmen hartz, waldt, vndt gebirge,
auch MannesTieffen Schnee, (da gleichwol die bahne <in etwas>
zimlich gemacht gewesen) vndt gar bösen weg zu fahren,
hat wol den pferden sehr wehe gethan, berg auff, berg abe!

|| [[Handschrift: 36v]]


Noch ist zu notiren, daß im Zellerfelde 2000 Menschen
in den bergwergken, arbeitten sollen, vndt in die 10 mille
Seelen im Zellerfelde vndt Claußthal wohnen. Die berg-
werge seindt vnzertheilet, vndt es haben alle drey hertzo-
ge, Friderich, Augustus, vndt Christian Ludwig, part
daran. Ein ieder, soll zur außbeütte, vndt v̈berschuß,
alle quartal bekommen, in die 8000 ReichsThaler.

Donnerstag den 27. November 1645.


Meilenm.
Von Osteroda (allda ich die 8 Goßlarische convoyer,
auch die mitgegebene <wagenleütte vndt> pferde abfertigen laßen, donnant
a chacün, ün quart de Daler pour homme) bin ich
nacher Göttingen, heütte gezogen
einen sehr bösen, grundtlosen, weitten, vndt
bergichten weg, gehabt. Vndterwegens, zu
Nerdten gefüttert, alda lüneburgisches volck zwar
lieget, auf Salvaguardia, ein corporal mitt
12 Mann. Es gehöret aber der flegken, dem Churfürsten
von Meintz zu, wiewol das Territorium vndt
die geleittstraßen lüneburgisch sein, vndt nacher
Hanover, gehören. haben also heütte viererley
herrschaften durchwandert, alß zu Osteroda,
des herzog Friederichs zu Zelle landt, vndt Osteroda,
gehöret inß Fürstenthumb Grubenhagen, zu
Nerden, des Churfürsten von Meintz gebieth, vndt vnderthanen, || [[Handschrift: 37r]]
zu Ferner, kahmen wir auf ein heßisch dorf zu, in
die grafschaft Pleße gehörig, vndt also in das landtgräflich
heßische territorium, darnach nacher Göttingen, welches
eine Stadt vndt Festung, so hertzog Christian Ludwig zu-
stendig. Es liegen 5 compagnien zu fuß, vndt 1 compagnie zu roß,
an itzo in besatzung, darinnen. Der Oberste leütenampt
Oppermann commandiret sie, Jst aber an itzo abwesendt
zu Münden. Sie haben fleißig auf alles, auch auf meine
intentiones inquiriret, vndt seindt gar argwöhnisch,
vndt behutsam, zumahl ihr Fürst scharf ist, dann er den
Commendanten in Eimbeck, (der sich doch wol defendiret,
keinen entsatz gehabt, vndt fast die halbe Stadt
durch feẅerballen damals vom Ertzhertzog vndt Picco-
lominj abbrennen laßen, endlich aber der macht weichen,
vndt es aufgeben müßen) alsobaldt iustificiren laßen,
hingegen, hat Oppermann alhier, sich biß aufß
eüßerste gewehret, die Feẅerkugeln, vndt geschütz
nichts geachtet, vndt selbige armèe, vor diesem
orth Göttingen, abzuziehen, verahnlaßet.



4


Vndterwegens, haben wir, zur rechten handt, zwey meilen
von Osteroda, eine Stadt, Nordtheim genandt, (darinnen
auch lüneburgisches volck lieget) liegen laßen. Darnach auch
zur lincken, auf drey<½> meilen ohngefehr, auf einem berge
das heßische Schloß Pleße, <vndt auf eine meile, das hauß Gleichen.>


Avis: daß der Wrangel schon vor etzlichen Tagen aufge-
brochen, auß dem lande zu Braunschweig.

|| [[Handschrift: 37v]]

Freitag den 28ten: November 1645.


Diesen Morgen, haben meine Söhne die feẅerballen vndt
granaten, (deren Piccolominj, anno 1641 in Göttingen
in die 45 werfen laßen) einer oder 8 am Rahthause
besehen in zimlicher größe. Es ist seltzam, das ein
Jude alle 45 sol besprochen vndt gesegenet haben,
also daß Sie der Stadt keinen schaden zufügen können.
hertzog Christian Ludwig von Lüneburg hat derentwegen
selbigen Juden hoch privilegiiret, vndt seine kinder
nach ihm, weil er gestorben. Je ne scay, si cela
est bienfait, d'estimer telles imprecations illicites,
nonobstant qu'elles ayent conservè la ville.


Der Obrist Wachmeister Steimbach, <so von Cölln bürtig> hat mich besucht.


Meilenm.
Nachm frühestück, bin ich fortt, nacher Münden, an
der Weser, in sehr bösem holprichten bergichtem wege.
Münden ligt von Göttingen
Die Werre, die Fulde vndt die Weeser
kommen aldar zusammen, vndt es hat eine
feine bedegkte brügke v̈ber die weser
daselbst, v̈ber welche wir gefahren,
alß wir in die Stadt gewoltt.


3


Der Obrist leutnant Schwartz, ein Rittmeister vndt
cornet haben mich besucht. Schwartz ist commendant
darinnen, & tout estoit yvre.


Das Schloß ist hüpsch anzusehen, aber sehr verderbet.

|| [[Handschrift: 38r]]


Auf halbem wege, zwischen Göttingen vndt Münden,
kahmen wir auf Günen, ein schönes guht, dem Rittmeister
Adelepsch zustendig zu. Er sol gar reich sein, vndt deßen[!]
Obersten Sohn, welcher anno 1615 mitt vor Braunschweig
gelegen, vndt in großem ansehen gewesen.

Samstag den 29ten: November 1645.

Meilenm.
Von Münden (ou il faut perdre aux Dücats, comme en toute
la Basse Saxe) nacher Caßel
vndterwegens, zu Landtwehrhagen gefüttert.
Diß dorf ist noch lüneburgisch, darnach gehet
baldt die gräntze der heßischen, an.

2


Der weg ist heütte eben so wol bergicht,
vndt böse gewesen.


Dieweil nur eine ½ stunde vor Meiner ankunft,
die landtgräfliche wittwe, vormünderinn, vndt
landeßregentin, es erfahren, hat sie sich hoch endt-
schuldiget, meiner ankunft sich erfreẅet, mir
ihren Sohn, vndt landeßfürsten, Landtgraf Wilhelm,
mit einer schönen leibkutzsche, biß auf die Fulda-
brügke, entgegen geschickt, vndt weil ich ihme
alda begegnet, bin ich vom pferde abgestiegen, vndt
haben vnß mitteinander, nach beschehenen complimenten
auf die kutzsche gesetzet, wie auch sein hofmeister
ein hover, vndt ein graf von Isemburg gethan,
vndt seindt also auf das Schloß gefahren.

|| [[Handschrift: 38v]]


Jn dem Schloß empfieng mich, der Marschalck,
der Oberste Güntherot, vndt die hofiungkern
neben einem iungen graven von Witgenstain.


Jch wurde wol logiret, vndt tractiret. Ließ
mich bey der Fraw Landtgrävin Liebden anmelden, noch vor
der mahlzeitt, Sie ließe sich sehr höflich endtschuldigen,
daß sie lieber hinauf in die Tafelstube, nahe an Meinem
losament kommen wehre, (damit ich mich nicht so sehr
zu bemühen) weil es doch baldt zeit zur mahlzeit
sein würde. Jch gienge doch hinundter, that
meine complimenten, vndt gebührliche dienstofferten,
vndt wurde sehr höflich beantwortett. Darnach
giengen wir mitteinander hinauf zur Tafel, vndt
ich führete Jhre Liebden an der stiege vndt an bösen päßen.


Nach der mahlzeit, gieng ich wieder mit ihr hinun-
dter, vndt conversirte lange zeitt, mit Jhrer Liebden afin
de la persuader <1.> a la Paix, <2.> a bon conseil, para los hijos,
<3.> a Salva Guardie pour notre seuretè, & intercession aux Swedois pour avoir
meilleur traittement & n'estre tant grevè. 4. assistance
contre Fürst Friedrich en cas, qu'il me voulüst violenter, & afin d'ü-
ser de precaution, contre ses faussetèz & menteries,
dont il veut persuader chacün, afin de l'attirer à soy,
& l'inciter contre moy, comme font aussy aulcüns de
ses adherents. 5. conseil en cas de peril ou de mortalitè
pour faire deuement, la derniere disposition.

|| [[Handschrift: 39r]]


Ceste sage, & Vertüeuse Princesse, m'a respondü
avec tant de prüdence, affection & gravitè, a chasque
poinct, si pertinemment, que i'ay admirè sa capacitè
grand iügement, eloquence, & courtoysie, extraor-
dinaire, & elle merite certes toutes louange,
comme elle en est digne, üne si belle & presentable
Regente, digne veritablement de tout honneur!
que ie luy doibs dès sa ieünesse, & dèz l'annèe: 1613.


Cependant, elle scait bien deffendre son party,
& ses actions, n'aimant qu'üne paix generalle,
& point particüliere, en laquelle elle dit, avoir estè
trompèe, par tant des variations, a elle rapportèes
par l'Electeur de Mayence, de la part de l'Empereur & qu'elle
a veu perir tant d'autres (indigetant moy mesme)
& faire naufrage, par les vaines esperances,
qu'on a donnè après leur soubsmission, qu'elle auroit
estè contrainte d'accepter l'offre du Roy de France
& d'autres, qui luy ont aydè à conserver son estat,
& sa dignitè, &cetera ce qu'elle raccontoit avec tresbonne
maniere, & reietta courtoysement mes repliques.


Au second poinct, elle me fit tant d'offres spiritüel-
les, & temporelles, avec üne maniere si grave & con-
scientieuse, que i'auray a en attendre toute ayde
& des montagnes d'or, comme on dit.

|| [[Handschrift: 39v]]


Au 3me. elle estoit fort portèe, comme raysonnable.


Au 4me. elle fit mine de croyre mes veritables
rapports, mais ie m'apperceus bien, que Fürst Friedrich a-
voit desja taschè a abbattre la balance, par ses
persuasions. Toutefois ie croy, qu'elle a bien
comprins mes raysons, & qu'elle sera plüs de mon
costè, que non pas dü sien, nonobstant ses servi-
ces, qu'il luy a rendüs, & ses correspondances feintes.


Veritas premitur, non opprimitur!


Au 5me. ses conseils & avis, estoyent sages,
& equitables, mèslèes d'üne prüdence fort Chrestienne.


Jn Caßel (weil es die haüptfestung) liegen
an itzo zwey Regimenter zu fuß, in besatzung,
daß eine commandirt der Oberste Güntherot,
das andere ist das leibregiment, deß General Maior
Geyse, welcher an itzo vor Marpurg lieget, vndt
hat die Stadt, das schloß aber noch nicht occupiret.
Es sol nur eine verweigerung der einlogirung,
nicht aber eine gewaltsahme blocquade heißen,
vndt daß er nur darvor lieget, sie die Marpurger
inne zu halten, vndt zu sehen, ob sie herauß ziehen wollen.
Dann man wil den Nahmen nicht haben, das man
dieses orts Marpurg mit gewalt antasten wolle, weil || [[Handschrift: 40r]]
es eine rechthängige sache, am Kayserlichen hofe ist, ob
sie schon sagen, daß Landgraf Geörge zu Darmstadt,
ihnen nebenst dem Marpurgischen auch die graf-
schaft Catzenelnbogen, mit großem tort, entzogen habe.


Le Roi de France donne par an 200 mille DalersDal: & rien
plüs a Madame la Landgrave pour la guerre, a ce qu'elle
m'a dit, & elle dit, que les Estats dü pays-bas,
ne luy donnent rien dü tout, & qu'elle entre-
tient 30 mille hommes, quj consüment cela & beaucoup
plüs avec les Contributions, des pays. Elle ne
m'a pas voulü confesser, qu'elle donnoit<recevoit> 8 mille DalersDal:
par mois, de l'Electeur de Brandebourg de la Principautè
de Bergen, ains seulement 3 mille plaignant ses fraix
& ses debtes, auxquelles il faut, qu'elle se plon-
ge necessairement. perge Deux de ses Conseillers chacün
doibt avoir dü Roi de France par an, 600 Livres tournois₶: de pension.


La derniere battaille luy couste beaucoup
de recreütes, & elle dit, qu'il luy faut em-
prünter de l'argent pour sa table, qu'elle ne re-
çoit rien, pas ün sold en sa chambre des con-
tribütions.


Die Obersten Landtgraf Fritz Schwedischer vndt Land-
graf Ernst, (so sich in neẅlichster Schlacht bey Allers-
heim, sehr wol gehalten) hessischer, haben mir auch zugesprochen. || [[Handschrift: 40v]]
Es seindt zweene tapfere berühmbte helden, in-
maßen Landgraf Fritz auch schon etzlichen Schwedischen
Schlachten beygewohnet, vndt sich sehr signalirt
gemacht, durch sein wolverhalten.

Sonntag den 30ten: November 1645. <Der erste Advent.>


Landtgraf Herman, (so an itzo auch alhier vndt
ein hauß in der Stadt hatt) hat mich auch besucht,
vndt hat mir zugesprochen.


Darnach, mitteinander, zur Fraw Landtgrävin <Liebden>,
vndt in die Schloßcapelle, den herrn Theophylum
Superintendenten vormittags, predigen hören.


Die 4 Landtgraven, Herman, Friderich, Ernst,
vndt Wilhelm, seindt auch mitgegangen, wie
inngleichem, Freẅlein Magdalena der ersten
dreyen Landtgrafen Freẅlein Schwester, Jtem: die
drey Töchter der Landtgrävin, alß Freẅlein
Æmilia, Fraülein Charlotte, vndt Fraülein Lyßchen,
seindt auch ihrer FrawMutter zur predigt
gefolget, vndt mittgegangen nebenst meinen Söhnen. et cetera


Bey der Tafel, saßen vormittages zur malzeitt,
eytel Fürstliche personen, gestern aber, saß Meüri-
nier, des Frantzösischen Ambassadeurs Conte de Servient
vetter, (so von Münster anhero geschickt worden) || [[Handschrift: 41r]]
neben Halcken, vnd auch mitt an der fürstlichen Tafel.


Nachmittags, wieder in die kirche, da ein
Diaconus fein geprediget, vndt nach der predigt
die kinder außm Catechismo, examiniret.


Die Landtgrävin, hat heütte durchauß nicht
leiden wollen, das ich mit ihr hinundter gehen
dörfen, (außer zu den predigten, durch ihr gemach)
sondern in der Tafelstube haben wir nolentes vo-
lentes voneinander scheiden müssen.


Landtgraf Herman hat mich viel entreteni-
ret, wie auch etwas Landtgraf Ernst, ein lieber
wagkerer herr. Landtgraf Wilhelm der
iunge herr, (welcher numehr: 16 Jahr altt ist)
ist auch ofte zu mir kommen, ein feiner wolgezo-
gener Printz. Gott gebe ihm vndt allen anver-
wandten befreündten, gesundtheit, vndt langes leben!


Zu abends, hat man die<zur> Tafeln gefordert, einen
hanawischen, neben dem Frantzösischen gesandten7,
vndt nach der Malzeitt, hat die Landtgrävin
die Tafeln vndt stüle, auf die seitte rügken
laßen, da haben die Jungen herren vndt freẅlein,
auch theilß graven, vndt vom adel lustige spiel
angefangen. Jch bin aber bey der Landtgrävin zur
conversation sitzen blieben, & ie l'ay trouvèe toute
changèe, toute alterèe, & froide en ses offres. &cetera


Textapparat
a Die Silben "zu" und "rügk" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
b Die Silben "zu" und "rügk" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
c Die Silben "zu" und "rügk" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
d Im Original verwischt.
e Die Wortbestandteile "zu" und "rügke" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
f Die Silben "zu" und "rück" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
g Die Wortbestandteile "zu" und "rügke" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
h Die Silben "de" und "main" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.

Kommentar
1 Mt 22,21.
2 Ps 123.
3 Zitat nach Erasmus: Adagia, S. 22.
4 Zitat aus Hor. carm. 2,16,27f. (ed. Fink 2002, S. 120f.).
5 Irrtum Christians II.: Es handelt sich um eine entferntere Verwandte.
6 Mt 24,15-28.
7 Nur teilweise ermittelt.
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1645_11.xml
XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
Abkündigung
Bekanntgabe von einer erhöhten Stelle aus
Accord
Vereinbarung, Vergleich
Accord
Vertrag zur kampflosen Übergabe eines Ortes
admiriren
bewundern
admiriren
(hoch) achten, viel aus etwas machen
agnosciren
anerkennen
Ambassador
Gesandter, Botschafter
Armatur
Rüstung
auslösen
als Gast freihalten, Zeche bezahlen, für den Unterhalt aufkommen
ausquittiren
hinausgeleiten
ausquittiren
jemanden freihalten, jemandes Verpflegung bestreiten
avanciren
vorrücken (im militärischen Sinne)
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Befreunde
Verwandte
Beilager
Hochzeit, Feierlichkeit anlässlich der Vermählung (ursprünglich: Beischlaf als Vollzugsakt der Eheschließung)
beschreiben
schriftlich ein- oder vorladen
beschreiben
auftragen, befehlen, vorschreiben
besprechen
ansprechen, mit jemandem reden
besprechen
(gerichtlich) belangen
besprechen
etwas beschwören, verzaubern
Büdner
Budenbesitzer
causiren
verursachen
Compliment
höfliches Reden, höfliche Verbeugung, Ehrerbietung
concerniren
betreffen
Conjunction
Vereinigung, Zusammenführung
conjungiren
verbinden, verbünden, vereinigen, zusammenführen
contempliren
(beschaulich) nachdenken, überlegen
contempliren
betrachten
contentiren
zufriedenstellen
Contentirung
Zufriedenstellung
Continuation
Fortdauer, Fortsetzung
Continuation
erneuter/fortgesetzter Bericht
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
contribuiren
außerordentliche Steuern oder andere Zwangsabgaben entrichten
contribuiren
beitragen, beisteuern, einen Anteil leisten
convociren
zusammenrufen
Convoy
Begleitung, Begleitschutz
Convoyer
bewaffneter Begleiter
corradiren
aufbringen, zusammenkratzen
defendiren
verteidigen
Difficultet
Schwierigkeit
Dimission
Entlassung, Beurlaubung, Verabschiedung
Dominat
absolute Herrschaft, Vorherrschaft
dürfen
müssen
dürfen
können
dürfen
brauchen, benötigen, bedürfen
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
ein
ungefähr
eligiren
wählen, auswählen
entreteniren
unterhalten
erlegen
etwas entrichten, begleichen, bezahlen
expectoriren
sich deutlich und aufrichtig wegen einer Sache erklären
facilitiren
befördern, erleichtern
Feuerkugel
in der Artillerie und bei Feuerwerken jede Kugel, die angezündet werden und brennen kann (auch brennbare Ballen)
Fleischscharren
Fleischbank (Verkaufsstätte für Fleisch)
franzisiren
französisch oder zum Franzosen machen
Freibrauen
das Brauen, ohne eine Abgabe davon zu entrichten, wie auch die Erlaubnis dazu
Fußvolk
sämtliche Soldaten zu Fuß (Infanterie) innerhalb eines Heeres
gehorsamen
gehorchen, gehorsam sein
Geschrei
Gerücht, öffentliche Meinung
Geschrei
Ruf
Handbrieflein
kleines Handschreiben
Hofoffizier
Inhaber eines Hofamtes
illudiren
etwas umgehen, vereiteln
illudiren
täuschen, hinters Licht führen
Impetuositet
Drängen, Ungestüm, Heftigkeit, Übergriffigkeit
incliniren
zu etwas neigen
inhibiren
verbieten
inhibiren
verhindern, unterbinden
Intraden
Einkünfte
Invention
Erfindung, Einfall
invitiren
einladen
justificiren
Strafe vollstrecken, hinrichten
justificiren
berichtigen, prüfen
justificiren
rechtfertigen
Kornett
Kompanie bei der Reiterei oder eine Truppeneinheit, die sich unter einer Standarte ("cornette") versammelt
Kornett
Offiziersgrad bei der Kavallerie (analog zum Fähnrich bei der Infanterie bzw. den Dragonern)
Kornett
Standarte
Landwehr
Schutz- und Verteidigungsanlage unterschiedlicher Art (z. B. Erdwall, Graben, Damm oder Mauerbefestigung) gegen militärische Angriffe oder Überfälle, auch Damm gegen Überschwemmung
Leibgeding
auf Lebenszeit verliehenes Eigentum für den persönlichen Unterhalt
Losament
Unterkunft, Wohnraum
Martinsabend
Vorabend des Gedenktages für den Heiligen Martin von Tours (10. November)
Martinstag (Tag Martini)
Gedenktag für den Heiligen Martin von Tours (11. November)
Mauskopf
Dieb, Spitzbube
opprimiren
unterdrücken
Partie
Streifkorps (kleinere Truppenabteilung, die meist auf Kundschaft oder zum Einbringen von Geld, Lebensmitteln und Furage entsandt wurde)
Partie
Kriegspartei (reguläre Truppenabteilung)
Partie
(sich gegenüberstehende) Seite, Partei
Partie
eine gewisse Anzahl oder eine Gruppe von Dingen oder Personen gleicher Art
präjudiciren
nachteilig sein, schaden
präjudiciren
eine künftige Entscheidung vorbestimmen
präjudicirlich
nachteilig, eine Vorentscheidung für künftige Rechtsfälle treffend
prätendiren
vorgeben, vortäuschen, heucheln
prätendiren
fordern, verlangen, beanspruchen
proponiren
vortragen
proponiren
vorstellen
proponiren
vorschlagen
proponiren
beantragen
Quartiermeister
für die Beschaffung von Verpflegung und Unterkunft zuständiger Stabsoffizier
quittiren
verlassen
quittiren
überlassen
quittiren
aufgeben
quittiren
entlassen
Recepisse
Empfangsschein, Empfangsbestätigung
Rechenbrauen
Brauen von Bier für den eigenen Verbrauch
Reconciliation
Aussöhnung, Versöhnung
refugi(i)ren
flüchten, Zuflucht suchen
refugi(i)ren
ausweichen
Reichsabschied
Zusammenfassung der Beschlüsse eines Reichstages, wobei verschiedene Einzelgesetze wiedergegeben oder zahlreiche Einzelnormen kompiliert werden
remedi(i)ren
abhelfen
Rest
Rückstand bei der Zahlung, Fehlbetrag
Riegenbrauen
Brauen von Bier für den eigenen Verbrauch
Salva Guardia
militärischer Schutz, Schutzwache
Salva Guardia
sicheres Geleit durch Soldaten
Salva Guardia
Schutzbrief für Reisende
Salva Guardia
Schutzbrief gegen Angriffe oder vor Kriegslasten wie Einquartierungen, Kontributionen und anderen Sonderzahlungen
schlackicht
nass, regnerisch
Session
Sitz, Platz
Session
Sitzung
sieder
seit
signaliren
sich sehen lassen, auf sich aufmerksam machen
stabiliren
fest machen, versichern, bestätigen
Stück
Geschütz, Kanone
subleviren
erleichtern, unterstützen
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
succuriren
zu Hilfe kommen
Supplication
Bittschrift
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
travagli(i)ren
arbeiten, sich anstrengen, sich bemühen
Trinitatis
Fest der Heiligen Dreifaltigkeit (erster Sonntag nach Pfingsten)
tuftig
dunstig, neblig, bereift, feucht, kalt
übertragen
tragfähig sein
übertragen
eine Last auf sich nehmen, ertragen, dulden
übertragen
verschonen, bewahren
verehren
schenken
verehren
beschenken
verpartiren
widerrechtlich wegschaffen, verbergen (um es zu entwenden)
versiren
sich bewegen, sich befinden, schweben
versiren
sich mit etwas beschäftigen, mit etwas umgehen
versucht
erprobt, erfahren, kundig, bewährt
Volk
Truppen
vollziehen
unterschreiben
Zehnter (Zehendner)
Person, die im Auftrag des Zehntherrn den Zehnt eintreibt
zeitlich
rechtzeitig
zeitlich
früh, zeitig
zeitlich
vorzeitig
Zollgerechtigkeit
Recht auf Erhebung und Verleihung von Zöllen
Friedrich Ulrich von Adelepsen

geb. 1611
gest. 1663
Anm.: Sohn des Jobst von Adelepsen (1572-1616); Erbherr auf Adelebsen, Jühnde, Höchst an der Nidder und Berensen; 1629-1639 in kaiserlichen Kriegsdiensten, ab 1636 als Rittmeister; 1639-1642 braunschweigisch-lüneburgischer Rittmeister; 1657-1660 dänischer Obristleutnant; seit 1661 Landhauptmann des Fürstentums Grubenhagen und Drost von Salzderhelden.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Jobst von Adelepsen

geb. 1572
gest. 1616
Anm.: Sohn des Bodo von Adelepsen (1519-1580); braunschweigisch-lüneburgischer Geheimer Rat und Obrist; Landdrost der Fürstentümer Calenberg und Grubenhagen sowie der Grafschaft Hohnstein.
Joachim (van) Andreae
Joachim d' Andrée

geb. ca. 1586
gest. 1655
Anm.: Geboren in Stralsund; Studium in Franeker (1607) und Leiden (ab 1608); danach Lehrtätigkeit an der Universität Franeker, seit 1613 als Professor der Physik und Ethik sowie ab 1615 als Juraprofessor; 1616 auch Rektor der Universität; 1620-1646 Ratsherr am Hof van Friesland; zudem niederländischer Gesandter in Polen (1635), Schweden und Dänemark (1635 und 1644/45); seit 1646 Vertreter der Provinz Friesland bei den niederländischen Generalstaaten sowie Kurator der Universität Franeker.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg

geb. 1568
gest. 1630
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Vater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1582 Reise nach Konstantinopel; 1591/92 Führer eines Expeditionskorps für König Heinrich von Navarra; 1592 Übertritt zum reformierten Glauben; 1592/93 Befehl über die protestantischen Truppen im Krieg um das Bistum Straßburg; 1595-1620 oberpfälzischer Statthalter in Amberg und zunehmend Leiter der pfälzischen Politik; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1610 Unionsgeneral im klevisch-jülischen Krieg; seit 1618 Senior des Hauses Anhalt; 1619/20 Kommandierender der pfälzisch-böhmischen Truppen gegen Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); nach kaiserlicher Ächtung Flucht nach Schweden (1621) und Flensburg (1622-1624); 1624 Aufhebung der Reichsacht; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sehnliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

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Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

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Fürst Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Sibylla Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1602
gest. 1648
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; ab 1617 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Tröstende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Agnes von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Landgräfin Agnes von Hessen-Kassel

geb. 1606
gest. 1650
Anm.: Tochter des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); ab 1623 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1623 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Eiferige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1579
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1600 Aufnahme in die Florentiner Accademia della Crusca ("L'Acceso"); seit 1606 regierender Fürst von Anhalt-Köthen; 1631-1635 schwedischer Statthalter des Erzstifts Magdeburg und des Hochstifts Halberstadt; 1617 Mitbegründer und bis zu seinem Tod erstes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nährende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Ernst Gottlieb von Anhalt-Plötzkau

geb. 1620
gest. 1654
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1653 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Lebrecht (1622-1669) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Starke").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
Fürst Lebrecht von Anhalt-Köthen

geb. 1622
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.Weiterführende Informationen in der NDB
Johan Gustafsson Banér

geb. 1596
gest. 1641
Anm.: Sohn des Gustaf Axelsson Banér (1547-1600); schwedischer Obrist (1621), Generalmajor (1623), General der Infanterie (1630) sowie Feldmarschall im Nieder- und Obersächsischen Reichskreis (1634); ab 1630 Reichsrat; seit 1634 Oberbefehlsshaber der schwedischen Armee in Deutschland; ab 1638 zugleich Generalgouverneur in Pommern; seit 1633 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Haltende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Antonio Marcello Barberini
Bischof Antonio Marcello von Senigallia

geb. 1569
gest. 1646
Anm.: Sohn des Antonio Barberini (gest. 1571) und Bruder von Papst Urban VIII. (1568-1644); ab 1624 Kardinal; 1625-1628 Bischof von Senigallia; 1629-1633 römischer Großinquisitor; seit 1633 Bibliothekar und Großpönitentiar der Römischen Kirche.

Weiterführende Informationen in VIAF
Kurfürst Maximilian I. von Bayern
Herzog Maximilian I. von Bayern

geb. 1573
gest. 1651
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1597 regierender Herzog von Bayern; Oberhaupt der 1609 gegründeten Katholischen Liga; 1623 Verleihung der (ehemals Pfälzer) Kurwürde durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637), endgültig bestätigt im Westfälischen Frieden; seit 1600 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Thomas Benckendorf

gest. vor 1658
Anm.: Sohn des Prof. Martin Benckendorf (1545-1621) in Frankfurt/Oder; 1623 Studium in Frankfurt/Oder; 1627/28 Kammer- und Küchenschreiber, seit 1628 Kammerschreiber und Kammerdiener sowie 1635-1647 Geheimsekretär des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1637-1646 zudem Amtmann von Bernburg; ab 1647 kurbrandenburgischer Gerichtsverwalter in Wittstock (noch 1649); seit 1653 "Kastner" in Cottbus.
Johann von Bergen

geb. 1604
gest. 1680
Anm.: Sohn von Bernd von Bergen (ca. 1567-1623) auf Güsten; Hausbesitzer in der Bernburger Talstadt; Erbherr auf Ilberstedt; bis 1637 kaiserlicher oder kursächsischer Quartiermeister; um 1637/42 Sekretär des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); seit 1642 anhaltischer Obereinnehmer (noch 1649).
Johann Wilhelm Bohusch von Ottoschütz
Jan Vilém Bohuš z Otěšic

gest. nach 1675
Anm.: Sohn des böhmischen Adligen Bohuslaus Bohusch von Ottoschütz; Erbherr auf Überbergen (Přehořov); 1628 Emigration nach Annaberg in Sachsen; seit 1637 Annaberger Bürger; später Leben in Schlettau.
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann (2) Brandt

geb. 1604
gest. 1672
Anm.: Sohn des Tirschenreuther Kantors Bartholomäus Brandt (gest. 1611); Studium in Erfurt (1623) und Altdorf (nach 1630 Promotion zum Dr. med.); ursprünglich Arzt in Reichenbach/Vogtland (noch 1630); ab 1632 kriegsbedingt in Bernburg, dort baldige Bestallung zum Stadtphysikus; (vor 1637) bis November 1649 Leibarzt des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg und spätestens seit 1647 auch dessen Rat; ab Ostern 1650 Hofarzt des Fürsten Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665) und von dessen verwitweten Mutter Sophia (1599-1654); vgl. Wolfram Kaiser / Arina Völker: Universität und Physikat in der Frühgeschichte des Amtsarztwesens, Halle (Saale) 1980, S. 38.
Herzogin Anna Eleonora von Braunschweig-Calenberg
Herzogin Anna Eleonora von Braunschweig-Lüneburg
Geburtsname: Landgräfin Anna Eleonora von Hessen-Darmstadt

geb. 1601
gest. 1659
Anm.: Tochter des Landgrafen Ludwig V. von Hessen-Darmstadt (1577-1626); 1617-1641 Ehe mit Herzog Georg von Braunschweig-Lüneburg bzw. Braunschweig-Calenberg (1582-1641); danach Witwensitz auf Schloss Herzberg am Harz.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Georg von Braunschweig-Calenberg
Herzog Georg von Braunschweig-Lüneburg

geb. 1582
gest. 1641
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (1535-1592); 1611/12 dänischer Obrist bzw. Generalwachtmeister; 1619-1624 und 1634 General des Niedersächsischen Reichskreises; 1626-1630 kaiserlicher Obrist; 1630-1635 schwedischer General; ab 1635 regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg (1636 Hannover als Residenz); seit 1636 Befehlshaber einer kleinen unabhängigen Armee der welfischen Teilfürstentümer Calenberg-Göttingen, Lüneburg-Celle und Wolfenbüttel; ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fangende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Lüneburg
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Calenberg

geb. 1622
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg (1641-1648) und Braunschweig-Lüneburg (ab 1648); seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Reinherzige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Friedrich von Braunschweig-Lüneburg

geb. 1574
gest. 1648
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (1535-1592); ab 1602 Domherr und seit 1603 Dompropst in Bremen; ab 1619 Domherr in Verden; seit 1636 regierender Herzog in den Fürstentümern Lüneburg und Grubenhagen; ab 1643 Koadjutor des Hochstifts Ratzeburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Braunschweig-Lüneburg, Haus
Herzöge von Braunschweig und Lüneburg

Anm.: Teillinie der reichsfürstlichen Dynastie der Welfen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzogin Anna Sophia von Braunschweig-Wolfenbüttel
Geburtsname: Markgräfin Anna Sophia von Brandenburg

geb. 1598
gest. 1659
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg (1572-1619); 1614-1634 Ehe mit Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1591-1634); bereits seit 1628 Residenz auf Schloss Schöningen; nach 1625 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Aufrichtige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg

geb. 1579
gest. 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1533–1598); ab 1604 Paragiatsherrschaft in Hitzacker; seit 1635 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel (bis 1643 Residenz in Braunschweig wegen kaiserlicher Besetzung der Festung Wolfenbüttel); Büchersammler (Bestand der ursprünglichen Bibliotheca Selenica, später Bibliotheca Augusta zum Zeitpunkt seines Todes 40.000 Bände); ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Befreiende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Braunschweig-Wolfenbüttel, Haus
Herzöge von Braunschweig und Lüneburg

Anm.: Teillinie der reichsfürstlichen Dynastie der Welfen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Konrad Alexander Magnus von Burgsdorff

geb. 1595
gest. 1652
Anm.: Sohn des Alexander Magnus von Burgsdorff (1567-1620); Erbherr auf Goldbeck, Buckow, Oberstorf und Groß-Machenow; ab 1609 gemeinsame Erziehung mit Kurprinz Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640) am Berliner Hof; 1614-1617 erste militärische Erfahrungen; ab 1620 Capitain der kurfürstlichen Leibgarde; seit 1623 Obristleutnant des brandenburgischen Reiterkontingents im Obersächsischen Kreisheer; ab 1626 Kommandeur des kurfürstlichen Leibregiments zu Fuß; seit 1631 kurbrandenburgischer Kriegsrat und Obrist; als Gegner des Grafen Adam von Schwarzenberg (1584-1641) zeitweise Verbannung als Kommandant nach Küstrin (Oktober 1638); ab 1641 Geheimer Rat; seit 1642 kurfürstlicher Oberkammerherr (Oberkämmerer) und Befehlshaber der märkischen Festungen; Johanniterkomtur zu Lagow; ab ca. 1651 Dompropst in Halberstadt; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Einfältige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Georg Calixt(us)
Georg Calissen

geb. 1586
gest. 1656
Anm.: Sohn des Medelbyer Pfarrers Johann Callisen, genannt Calixtus (1539-1618); Studium der Philosophie (1603-1607, Mag. phil.) und Theologie (1607-1609) in Helmstedt; 1609-1613 Studienreise durch Deutschland, die Niederlande, England und Frankreich; seit 1614 Professor für Theologie und 1616 Promotion zum Dr. theol. an der Universität Helmstedt; seit 1636 Abt von Königslutter; bedeutendster lutherischer Ireniker des 17. Jahrhunderts.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Colonna, Familie

Anm.: Römisches Hochadelsgeschlecht.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Alvise Contarini

geb. 1597
gest. 1651
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Tommaso Contarini; ab 1618 Tätigkeit in der Administration der Republik Venedig; seit 1623 Mitglied des Großen Rates (Maggior Consiglio); ordentlicher bzw. außerordentlicher venezianischer Gesandter in den Vereinigten Niederlanden (1624-1626), London (1626-1629), Paris (1629-1632), Rom (1632-1635) und Konstantinopel (1636-1641); 1643-1649 Mediator auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte
Johann Baptist von Crane

geb. ca. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Küsters Johann Crane aus Gesecke/Westfalen; 1622/23 Lic. jur. utr.; 1626 Rat in der Lehnkammer des Stifts Essen; 1628 kurkölnischer Agent in Wien; ab 1633 Reichshofrat; außerdem kaiserlicher Gesandter u. a. bei den Osnabrücker Friedensverhandlungen (1643-1648), auf dem Nürnberger Exekutionskongress (1649-1651), dem Regensburger Reichstag (1653/54), dem Frankfurter Deputationstag (1655-1657) und als kaiserlicher Konkommissar auf dem Immerwährenden Reichstag zu Regensburg (1663/64); 1652 Nobilitierung.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Prinz Christian von Dänemark und Norwegen
Herzog Christian von Schleswig-Holstein

geb. 1603
gest. 1647
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); Erbprinz von Dänemark und Norwegen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Christian IV. von Dänemark und Norwegen
Herzog Christian IV. von Schleswig-Holstein

geb. 1577
gest. 1648
Anm.: Sohn des Königs Friedrich II. von Dänemark und Norwegen (1534-1588); ab 1588 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein (bis 1593 unter Vormundschaft); seit 1603 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Joachim Döring

geb. 1595
gest. 1658
Anm.: Um 1634 Bauherr, dann Ratskämmerer sowie seit 1636 Bürgermeister der Bernburger Talstadt (1636, 1640, 1643, 1645/46, 1649, 1652/53, 1655 und 1658 regierend); vgl. Volker Ebersbach: Geschichte der Stadt Bernburg, Bd. 1, Dessau 1998, S. 237.
Hedwig Douglas of Whittinghame
Gräfin Hedwig von Skänninge
Geburtsname: Hedwig von Mörner

Anm.: Tochter des Stellan Otto von Mörner (gest. 1645); ab 1646 Ehe mit Robert Douglas of Whittinghame, seit 1654 Graf von Skänninge (1611-1662).
Robert Douglas of Whittinghame
Graf Robert von Skänninge

geb. 1611
gest. 1662
Anm.: Sohn des schottischen Adligen Patrick Douglas of Whittinghame (gest. 1626); ab 1627 Page des seit 1622 in Schweden lebenden Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1589-1652); schwedischer Fähnrich (1630), Hauptmann (1632), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1643), Generalleutnant (1647), General und Kriegsrat (1651), Feldmarschallleutnant (1656) und Feldmarschall (1657); 1646/47 Gouverneur in Schwaben; 1652-1654 schwedischer Reichsstallmeister; ab 1658 Geheimrat im Senat sowie Oberbefehlshaber in Estland und Livland; Erhebung zum Baron von Skålby (1651) und zum Grafen von Skänninge (1654); seit 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Lebhafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
August Adolf von Drandorf

geb. ca. 1590
gest. 1656
Anm.: Sohn des Wolf Friedrich von Drandorf (gest. 1632) auf Belgern; kursächsischer Obristleutnant (1631), Obrist (1635-1650) und Generalwachtmeister (1649); Kommandant von Leipzig (1636-1638), Magdeburg (1638-1646) und Großenhain (1648-1650); 1649/50 kursächsischer Gesandter auf dem Nürnberger Exekutionskongress; 1644 Erhebung in den Freiherrenstand.

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Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister in Bernburg; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Hugo Friedrich von und zu Eltz

geb. 1597
gest. 1658
Anm.: Sohn des Johann Friedrich von und zu Eltz (ca. 1560/70-1609); Domherr in Trier (ab 1606), Mainz (seit 1611) und Würzburg (1617-1628); ab 1631 Ober-Chorbischof und Archidiakon zu St. Peter in Trier; 1645-1648 kurtrierischer Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; seit 1656 Trierer Domdechant und Mainzer Domkantor.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte
König Karl I. von England
König Karl I. von Schottland
König Karl I. von Irland

geb. 1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England) (1566-1625); ab 1625 König von England, Schottland und Irland; 1649 durch das Parlament des Hochverrats angeklagt und hingerichtet; seit 1611 Ritter des Hosenbandordens.

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Alexander Erskein
Alexander Erskine

geb. 1598
gest. 1656
Anm.: Sohn des schottischen Adligen und Greifswalder Kaufmanns Walter Erskein (1569-1643); ab 1628 in schwedischen Diensten als Hofrat und Agent in Stralsund; 1632-1634 Resident für Thüringen in Erfurt; 1634-1636 Kriegsrat bei der Hauptarmee; seit 1637 pommerscher Assistenzrat; ab 1643 Präsident des pommerschen Appellationsgerichts; 1645/46 Assistenzrat des schwedischen Generalfeldmarschalls Lennart Torstensson (1603-1651) in Leipzig; 1647/48 Vertreter der von der schwedischen Armee erhobenen Entschädigungsansprüche beim Westfälischen Friedenskongress; seit 1648 Kriegsratspräsident und Reichsrat; 1649/50 Unterhändler auf dem Nürnberger Exekutionskongress; Rat in den schwedisch besetzten Herzogtümern Bremen (1650) und Verden (1652); ab 1653 Kriegs- und Etatspräsident der Herzogtümer Bremen und Verden; seit 1655 Kriegspräsident der schwedischen Armee in Polen; 1656 polnischer Kriegsgefangener; 1655 Erhebung in den Freiherrenstand; ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fürsichtige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Simon Finck

geb. 1604
gest. 1680
Anm.: Geboren vermutlich in Warnstedt; Studium in Helmstedt (Promotion zum Dr. jur.); ab 1637 in braunschweigisch-wolfenbüttelischen Diensten in Blankenburg als Registrator und Kanzleisekretär; seit 1659 Kanzleidirektor der Grafschaft Blankenburg.

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Königin Anna von Frankreich und Navarra
Geburtsname: Infantin Anna von Spanien

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Tochter des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); 1615-1643 Ehe mit König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); 1643-1651 Regentin von Frankreich.

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König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

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Graf Matthias Gallas
Duca Matthias di Lucèra

geb. 1584
gest. 1647
Anm.: Sohn des tridentinischen Adligen Pankraz Gallas (1549-1612); zunächst in spanischen und kaiserlichen Kriegsdiensten (1615-1617); 1626-1630 ligistischer Obrist; kaiserlicher Obrist (1629), Generalfeldwachtmeister (1629), Feldzeugmeister (1631), Feldmarschall (1632) und Generalleutnant (1633); ab 1631 kaiserlicher Kämmerer; seit 1639 auch Geheimer Rat; Erhebung in den Freiherren- (1627) und Grafenstand (1632); seit 1635 Duca di Lucèra.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Johann von Geyso

geb. 1593
gest. 1661
Anm.: Sohn des hessischen Rentmeisters Peter Geyse (1555-1613) in Borken; zunächst in niederländischen, schwedischen, polnischen und russischen Kriegsdiensten; 1620 böhmisch-konföderierter Hautmann; danach Rittmeister unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626) bzw. Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); 1626-1628 dänischer Major; ab 1628 landgräflicher Amtmann in Eschwege; hessisch-kasselischer Generalquartiermeister und Obristleutnant (1630), Obrist (1630), Generalmajor (1644) und Generalleutnant (1647); seit 1648 Geheimer Kriegsrat und Gouverneur von Kassel; 1658 Nobilitierung.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Gottfried Friedrich von Görtzke

gest. 1641
Anm.: Vermutlich Angehöriger des magdeburgischen Adelsgeschlechts; braunschweigisch-lüneburgischer Hauptmann (um 1634/35) und Major (spätestens 1641); zuletzt Kommandant von Einbeck; 1641 Hinrichtung wegen vorzeitiger Übergabe der Stadt.
Johann Arndt von Goltstein

geb. 1606
gest. 1653
Anm.: Sohn des David von Goltstein; schwedischer Rittmeister (1633), Major (1634), Obrist (1636) und Generalmajor (1644); 1645 schwedischer Korpskommandeur in Niederösterreich.

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Petrus Gothus
Peter Goth(a)

geb. 1599
gest. 1670
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Petrus Gothus; 1625 Pestprediger in Bernburg und Koadjutor an der Nikolaikirche; Pfarrer in Schielo (1626-1633), Poley (1633-1642), Baalberge (1636-1642) und Ballenstedt (seit 1642); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 261.
Christian Groß(e)

gest. 1654
Anm.: Sohn des Schieloer Bauern Andreas Große (gest. vor 1647); ab 1633 in Diensten des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1638 Lakai von dessen Gemahlin Eleonora Sophia (1603-1675); danach bis 1642 fürstlicher Lakai in Bernburg; seit 1642 Haushalter und Unterkammerdiener sowie um 1643 Kammerdiener und Lakai von Fürst Christian II. (bis 1646); um 1647/50 fürstlicher Bediensteter in Bernburg; um 1651/54 Schneidermeister in Bernburg.
Hans Heinrich von Günderrode

geb. 1596
gest. 1650
Anm.: Sohn des Kaspar von Günderrode auf Zigra und Pomelitz; zunächst in kursächsischen und spanischen Kriegsdiensten; Hofmeister der Pfalzgrafen Johann Friedrich (1604-1632) und Karl Ludwig von Pfalz-Veldenz-Lauterecken (1609-1631); ab 1628 pfalzgräflicher Rat und Amtmann von Lauterecken; später hessisch-kasselischer Obristleutnant (1631) und Obrist (1636); seit 1633 Hofmarschall, Amtmann und Kommandant in Kassel; ab 1637 auch Geheimer Rat und Kriegsrat.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Cuno (von) Hahn

geb. 1609
gest. 1645
Anm.: Sohn des Levin Ludwig Hahn (1579-1635); Erbherr auf Basedow, Lippa und Seeburg; vgl. Heinrich Tileking: Dolosa ac Tristiss. Abneri trucidatio, ut & Honestiss. ac Nobiliss. eiusdem contumulatio [...], Leipzig 1646, Bl. Jv-Kir.

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Hans Albrecht von Halck

gest. 1658
Anm.: Mitteldeutscher Adliger; zeitweilig Herr auf Crüchern; 1620 Kriegsdienst unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626), später unter König Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1640-1646 Major und Stadtkommandant von Bernburg; ab 1646 Kammerjunker und seit 1647 Stallmeister der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660); ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlschmeckende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Georg Christoph von Haslang

geb. 1602
gest. 1684
Anm.: Sohn des Heinrich von Haslang (gest. 1607); ab 1621 bayerischer Truchseß und Hofrat; 1632 kurbayerischer Rittmeister; 1635-1643 Kämmerer; 1639-1662 Pfleger von Pfaffenhofen; seit 1643 Hofmarschall; ab 1645 Geheimer Rat; kurbayerischer Gesandter auf dem Regensburger Reichtag (1641/42) und in Wien (1642 und 1644); 1645-1648 Prinzipalgesandter des Kurfürsten von Bayern auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; 1653 kurbayerischer Gesandter bei der Königswahl Ferdinands IV.; zuletzt Oberstkämmerer und seit 1662 Geheimer Ratsdirektor; 1662-1679 Pfleger von Friedberg; 1622 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Melchior von Hatzfeldt
Graf Melchior von Gleichen

geb. 1593
gest. 1658
Anm.: Sohn des kurmainzischen Rates Sebastian von Hatzfeldt (1566-1631); kaiserlicher Obristleutnant (1625), Obrist (1632), Feldmarschallleutnant (1633), Generalfeldzeugmeister (1634), Feldmarschall (1635-1646) und Generalfeldmarschall (1657); ab 1639 gemeinsam mit seinem Bruder Hermann (1603-1673) regierender Graf von Gleichen; seit 1642 kaiserlicher Geheimer Rat; 1635 Erhebung in den Grafenstand.

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Martin Haug
Martin Hauke

Anm.: Um 1638 fürstlicher Bediensteter in Bernburg; um 1643 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); danach bis 1647 Lakai von deren Gemahl Christian II.; um 1648/49 braunschweigisch-lüneburgischer Soldat; seit 1650 erneut fürstlicher Lakai in Bernburg (noch 1655).
Landgraf Georg II. von Hessen-Darmstadt

geb. 1605
gest. 1661
Anm.: Sohn des Landgrafen Ludwig V. von Hessen-Darmstadt (1577-1626); seit 1626 regierender Landgraf von Hessen-Darmstadt.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Hessische Biographie
Landgraf Friedrich von Hessen-Eschwege
Landgraf Friedrich von Hessen-Kassel

geb. 1617
gest. 1655
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); seit 1632 Titularlandgraf von Hessen-Eschwege unter der Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel; schwedischer Obrist (1640) und Generalmajor (1648).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Landgräfin Amalia Elisabeth von Hessen-Kassel
Geburtsname: Gräfin Amalia Elisabeth von Hanau-Münzenberg

geb. 1602
gest. 1651
Anm.: Tochter des Grafen Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg (1576-1612); 1619-1637 Ehe mit Landgraf Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); 1637-1650 Regentin der Landgrafschaft Hessen-Kassel für ihren unmündigen Sohn Wilhelm VI. (1629-1663).

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Landgräfin Elisabeth (2) von Hessen-Kassel
Äbtissin Elisabeth (2) von Herford

geb. 1634
gest. 1688
Anm.: Tochter des Landgrafen Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); ab 1658 Kanonissin und seit 1680 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Herford.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Landgraf Wilhelm VI. von Hessen-Kassel

geb. 1629
gest. 1663
Anm.: Sohn des Landgrafen Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); ab 1637 regierender Landgraf von Hessen-Kassel, bis 1650 unter Vormundschaft seiner Mutter Amalia Elisabeth (1602-1651); seit 1659 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Auserkorne").

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Landgraf Ernst von Hessen-Rheinfels
Landgraf Ernst von Hessen-Kassel

geb. 1623
gest. 1693
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1641 Volontär in französischen Kriegsdiensten; danach hessisch-kasselischer Kapitän (1642), Obristleutnant (1643), Obrist (1645) und Generalwachtmeister (1648); seit 1649 Titularlandgraf von Hessen-Rheinfels unter der Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel; 1651 Konversion zum katholischen Glauben; Erbe der Mediat-Landgrafschaften Hessen-Eschwege (1655) und Hessen-Rotenburg (1658); 1663 Ernennung zum kaiserlichen Feldmarschallleutnant (Stellung jedoch nicht angetreten).

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Landgraf Hermann von Hessen-Rotenburg
Landgraf Hermann von Hessen-Kassel

geb. 1607
gest. 1658
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); ab 1617 Koadjutor des Stifts Hersfeld; seit 1622 Propst des hersfeldischen Klosters Petersberg; ab 1627 Titularlandgraf von Hessen-Rotenburg unter der Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fütternde").

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Kaspar Hilliger

geb. 1589/90
gest. 1653
Anm.: Bürger und Handelsmann in Bernburg.
Jakob von Hoff

gest. 1671
Anm.: Bis 1636 in gräflich-hanauischen Diensten; später hessisch-kasselischer Geheimer Rat, Hofmarschall und Hofmeister sowie Oberamtmann von Ziegenhain; 1643 und 1646 Gesandter in Schweden; Reisehofmeister des Landgrafen Wilhelm VI. von Hessen-Kassel (1629-1663).

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Graf Gottfried Huyn von Geleen

geb. ca. 1595
gest. 1657
Anm.: Sohn des Arnold III. Huyn von Geleen (ca. 1555-1643); ab 1618 in bayerischen Kriegsdiensten als Obrist (1631), Generalwagenmeister (1633), Feldmarschalleutnant (1634), Feldzeugmeister (1636) und Feldmarschall (1645); 1632 Aufnahme in den Deutschen Orden; 1634-1657 Landkomtur der Deutschordensballei Alden Biesen; kaiserlicher Feldmarschalleutnant (1634), Feldzeugmeister (1636) und Feldmarschall (1639); 1644/45 kaiserlicher General des westfälischen Kreisdefensionsheeres; 1645-1647 Oberbefehlshaber des kurbayerischen Heeres; 1640 Erhebung in den Grafenstand.

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Graf N. N. von Isenburg (1)

Anm.: Angehöriger des hessischen Reichsgrafengeschlechts; um 1645 in hessisch-kasselischen Diensten.
Christoph (1) Jahn

geb. ca. 1581
gest. 1649
Anm.: Sohn des Bernburger Konrektors Christoph Jahn (1550-1608); seit 1615 Diakon in Ballenstedt; 1639-1645 zugleich Vakanzvertreter der Pfarrei in Badeborn; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 298.
Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand II.
König Ferdinand II. von Böhmen
König Ferdinand II. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand II. von Österreich

geb. 1578
gest. 1637
Anm.: Sohn des Erzherzogs Karl II. von (Inner-)Österreich (1540-1590); ab 1590 regierender Erzherzog der innerösterreichischen Erblande (bis 1596 unter Vormundschaft); 1617-1627 König von Böhmen; 1618-1625 König von Ungarn; seit 1619 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; ab 1596 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Friedrich II.
König Friedrich von Sizilien

geb. 1194
gest. 1250
Anm.: Sohn des Kaisers Heinrich VI. (1165-1197); 1198-1212 regierender König von Sizilien; 1212-1220 römisch-deutscher König; seit 1220 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kaiser (Byzantinisches Reich) Justinus II.
Flavius Iustinus

geb. 520
gest. 578
Anm.: Neffe des oströmischen Kaisers Justinian I. (ca. 482-565); ab 565 Kaiser des Byzantinischen Reiches, seit 574 gemeinsam mit General Flavius Tiberius Constantinus (gest. 582) als Mitkaiser.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Jakob Kettler
Herzog Jakob von Kurland und Semgallen

geb. 1610
gest. 1682
Anm.: Sohn des Wilhelm Kettler, bis 1615 Herzog von Kurland und Semgallen (1574-1640); 1615-1621 Erziehung am kurfürstlichen Hof in Berlin; ab 1638 Mitregent im Herzogtum Kurland und Semgallen; seit 1642 regierender Herzog von Kurland und Semgallen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Louise Charlotte Kettler
Herzogin Louise Charlotte von Kurland und Semgallen
Geburtsname: Markgräfin Louise Charlotte von Brandenburg

geb. 1617
gest. 1676
Anm.: Tochter des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); seit 1645 Ehe mit Jakob Kettler, Herzog von Kurland und Semgallen (1610-1682).

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Christoph Friedrich von Keudell

geb. nach 1582
Anm.: Sohn des Bernhard von Keudell (1548-1607); 1622 Rittmeister unter Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); um 1627 in sächsisch-eisenachischen Diensten; 1631 kaiserlicher Obristwachtmeister; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Säubernde").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Andreas Knochenhauer

geb. 1598
gest. 1670
Anm.: Sohn des Kleinalslebener Pfarrers Andreas Knochenhauer (gest. 1611); Pfarrer in Breitenstein (1627-1644), Altenburg bei Nienburg/Saale (1644-1646), Badeborn (1646-1656) und Radisleben (seit 1648); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 314.
Dorothea Knochenhauer
Geburtsname: Dorothea Schmidt

geb. 1623
gest. 1667
Anm.: Tochter des Ballenstädter Amtmannes Martin Schmidt (gest. 1657?); seit 1645 Ehe mit dem Altenburger, später Badeborner und Radisleber Pfarrer Andreas Knochenhauer (1598-1670).
Graf Hans Christoph von Königsmarck

geb. 1600
gest. 1663
Anm.: Sohn des Konrad von Königsmarck (gest. vor 1621) auf Kötzlin; ab 1616 Page am Woffenbütteler Hof; 1620-1630 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Fähnrich; schwedischer Rittmeister (1631), Major (1633), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1640), Generalleutnant (1645) und Feldmarschallleutnant (1648); seit 1645 Generalgouverneur der Stifter Bremen und Verden; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Grafenstand; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Streitende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann (1) Köppen

geb. 1584
gest. 1641
Anm.: Sohn des Zerbster Kirchvorstehers Bartholomäus Köppen; 1610-1612 Rechtsstudium in Heidelberg (Mag. phil.); ab 1613 Konrektor des Zerbster Gymnasiums Illustre; anhaltisch-dessauischer Kanzleisekretär (1614-1619) und Kanzleirat (seit 1619); ab 1628 außerdem Hof- und Justizrat für die drei anhaltisch-zerbstischen Ämter.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Graf Hugo Eberhard Kratz von Scharffenstein
Bischof Hugo Eberhard von Worms

geb. 1594
gest. 1663
Anm.: Sohn des kurtrierischen Rates Anton Kratz von Scharffenstein (gest. 1619); Domherr in Trier (1602), Mainz (1604) und Worms (1608); 1629-1638 Domkantor und ab 1638 Domkustos in Mainz; kurmainzischer Geheimer Rat und Kämmerer; kurmainzischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag (1640/41) und bei den Verhandlungen zum Westfälischen Frieden (1645-1647); 1650 (nicht nachfolgeberechtigter) Koadjutor des Erzstiftes Trier; 1650-1652 erzbischöflicher Statthalter der Stadt Trier; seit 1653 Dompropst von Trier; ab 1654 Bischof von Worms; 1655-1657 kaiserlicher Prinzipalkommissar auf dem Reichsdeputationstag in Frankfurt/Main; 1663 kurmainzischer Prinzipalgesandter auf dem Regensburger Reichstag; 1647 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Volrad (2) von Krosigk

geb. 1612
gest. 1660
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1631-1640 Kriegsdienst u. a. als Kornett unter Herzog Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641), kursächsischer Leutnant (40 Monate), kaiserlicher Capitain-Leutnant (10 Monate), Rittmeister und Obristwachtmeister (um 1638/40); ab 1642 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nötige"); vgl. Georg Lautenschläger: Mors Christianorum nunqvam præmatura [...], Leipzig 1661, fol. L r-Miv v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Henri de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Amélie de La Trémoïlle
Princesse Amélie de Tarente
Geburtsname: Landgräfin Emilia von Hessen-Kassel

geb. 1626
gest. 1693
Anm.: Tochter des Landgrafen Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); 1648-1672 Ehe mit Henri-Charles de La Trémoïlle, Prince de Tarente (1620-1672); seit 1686 Exil in Frankfurt am Main nach Aufhebung des Edikts von Nantes.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Graf Johann Maximilian von Lamberg

geb. 1608
gest. 1682
Anm.: Sohn des Georg Sigmund von Lamberg (1565-1632); ab 1631 kaiserlicher Kämmerer; 1637-1649 Reichshofrat; 1644-1649 kaiserlicher Prinzipalgesandter bei den Osnabrücker Friedensverhandlungen; 1653-1660 kaiserlicher Botschafter in Madrid; seit 1657 Geheimer Rat; 1661-1675 Obristkämmerer; ab 1675 Obersthofmeister und Geheimer Konferenzminister; 1641 Erhebung in den Grafenstand; seit 1655 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Graf Wilhelm von Lamboy
Comte Guillaume de Lamboy

geb. ca. 1600
gest. 1659
Anm.: Sohn des Wilhelm von Lamboy (gest. 1636); zunächst in spanischen Kriegsdiensten; danach kaiserlicher Obrist (1632), Generalfeldwachtmeister (1634), Feldzeugmeister (1641) und Feldmarschall (1645); 1647-1649 Kommandeur der kaiserlichen Truppen im Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis; Erhebung in den Freiherren- (1634) und Grafenstand (1649).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Graf Axel Gustafsson Lillie

geb. 1603
gest. 1662
Anm.: Sohn des Gustaf Axelsson Lillie (gest. 1605); 1619 Page des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); schwedischer Leutnant (1626), Obrist (1630), Generalmajor (1635), General (1654) und Feldmarschall (1657); ab 1638 Vizegouverneur in Vorpommern und Kommandant von Stralsund; 1641-1648 Vizegouverneur von ganz Pommern; zugleich 1642-1648 Gouverneur des Meißnischen Estats und Oberkommandant von Leipzig; seit 1648 Reichsrat; ab 1651 Kriegsrat; seit 1652 Kammerrat; 1652-1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1655/56 Gouverneur von Halland; ab 1661 Generalgouverneur von Livland; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand; seit 1652 Graf von Lillieborg.

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Gräfin Christina Lillie
Geburtsname: Christina von Mörner

geb. 1610
gest. 1663
Anm.: Tochter des Otto Helmer von Mörner (1569-1612); 1630-1662 Ehe mit Graf Axel Gustafsson Lillie (1603-1662).
Niccolò I Ludovisi
Principe Niccolò I di Piombino
Principe Niccolò I di Gallicano
Principe Niccolò I di Venosa
Duca Niccolò I di Zagarolo
Duca Niccolò I di Fiano

geb. 1610
gest. 1664
Anm.: Sohn des Bologneser Patriziers Orazio Ludovisi, ab 1621 Duca di Fiano (1561-1624); Principe di Venosa (seit 1629), Gallicano (ab 1632) e Piombino (seit 1634); Duca di Zagarolo (ab 1632) und Fiano (seit 1640); 1645 Kommandant der päpstlichen Flotte im Candia-Krieg; spanischer Vizekönig von Aragon (1660-1662) und Sardinien (ab 1662); seit 1657 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Friedrich Apel von Lüttichau

geb. 1619
gest. 1683
Anm.: Sohn des Wolf Kaspar von Lüttichau (gest. 1629); Erbherr auf Kamern, Scharlibbe, Morl und Gonna; ab 1650 Pachtinhaber des Amtes Rothenburg; um 1654 Stallmeister, später Kammerjunker und Reisemarschall des Herzogs August von Sachsen(-Weißenfels), Administrator von Magdeburg (1614-1680); zudem Amtshauptmann von Sangerhausen; seit 1654 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohltätige"); vgl. Mondrian W. Graf v. Lütttichau (Hg.): Genealogische Familiengeschichte der Herren und Grafen von Lüttichau in benutzerfreundlicher Gliederung, Berlin 2013, S. 164.

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N. N. Mangold

Anm.: Um 1645 Schulmeister in Altenburg (bei Nienburg/Saale).
Herzogin Eleonora Maria von Mecklenburg-Güstrow
Geburtsname: Fürstin Eleonora Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1600
gest. 1657
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und älteste Schwester Christians II.; 1626-1636 Ehe mit Herzog Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); ab 1637 Witwensitz in Strelitz; seit 1617 Angehörige und ab 1627 Patronin der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Tapfere").

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Martin Milag(ius)

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Schreibers Jakob Milag (1561-1637) aus Triestewitz bei Torgau; 1619-1622 Rechtsstudium in Frankfurt/Oder; 1622 Lic. jur.; 1623-1626 Advokat in Zerbst; 1626-1632 Amtmann von Bernburg; ab 1631 auch anhaltisch-bernburgischer Rat; 1632-1634 Rat im Hochstift Halberstadt unter dem schwedischen Statthalter Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dessen und Fürst Augusts von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) Rat; seit 1635 anhaltischer Gesamtrat; daneben anhaltisch-zerbstischer (1637-1645) und anhaltisch-dessauischer Kanzler (ab 1654); zudem anhaltischer Gesandter auf dem Frankfurter Konvent (1634), auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück (1645-1648) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mindernde").

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N. N. de la Morinière

Anm.: Um 1645 in Münster tätiger Verwandter des französischen Gesandten Abel Servien, Comte de La Roche des Aubiers (1593-1659) bei den Westfälischen Friedensverhandlungen.
Graf Friedrich Heinrich von Nassau-Dillenburg
Fürst Friedrich Heinrich von Oranien

geb. 1584
gest. 1647
Anm.: Sohn des Fürsten Wilhelm I. von Oranien (1533-1584); ab 1625 Fürst von Oranien und Statthalter der Vereinigten Niederlande; seit 1627 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Graf Heinrich von Nassau-Siegen

geb. 1611
gest. 1652
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Nassau-Siegen (1561-1623); 1639 Gesandter der Vereinigten Niederlande in Paris; 1642/43 Reise durch Skandinavien, Polen und Österreich; 1644 venezianischer Obrist; ab 1645 Gouverneur von Hulst und Waës; seit 1647 niederländischer Obrist.

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Graf bzw. Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen

geb. 1604
gest. 1679
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Nassau-Siegen (1561-1623); ab 1621 in niederländischen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (1629), Generalleutnant (1644) und Feldmarschall (1668); 1636-1644 Gouverneur, Kapitän und Ober-Admiral von Niederländisch-Brasilien; seit 1647 kurbrandenburgischer Statthalter von Kleve, Mark und Ravensberg; 1652 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1652 Herrenmeister des Johanniter-Ordens der Balley Brandenburg; 1674-1676 Gouverneur von Utrecht; seit 1674 regierender Fürst von Nassau-Siegen.

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Theophilus Neuberger

geb. 1593
gest. 1656
Anm.: Sohn des kurpfälzischen Hofpredigers Martin Neuberger (gest. 1612); Studium der Theologie in Heidelberg; 1614/15 Pfarrer in Neuburg bei Heidelberg; danach Hofprediger in Kaiserslautern (1615-1620), Heidelberg (1620/21), Güstrow (1623-1628) und Kassel (ab 1628); 1632-1634 zudem Inhaber der kirchlichen Oberleitung im Stift Fulda; seit 1634 Superintendent von Kassel.

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Martin (1) Nickel
Martin Nicol

gest. 1651
Anm.: 1618-1620 Teilnahme am böhmischen Krieg, zuletzt als Leutnant; um 1631/38 Leutnant der Bernburger Bürgerwehr; um 1636 auch Kriegskommissar; ab spätestens 1636 Bauherr, seit 1640 Kämmerer und ab 1643 Bürgermeister der Talstadt von Bernburg (1643/45 regierend).
Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Christian Österling

geb. ca. 1615
gest. 1685
Anm.: Sohn des Hallenser Pfänners Tobias Österling (1573-1647); um 1640/46 schwedischer Rittmeister, später Obristleutnant; seit 1668 Pfänner in Halle (Saale).

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Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

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Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

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Graf Anton Günther von Oldenburg und Delmenhorst
Graf Anton Günther von Oldenburg

geb. 1583
gest. 1667
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Oldenburg (1540-1603); ab 1603 regierender Graf von Oldenburg; 1647 Erbe der Grafschaft Delmenhorst; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unbetriegliche").

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Bernhard Oppermann

Anm.: Braunschweigisch-lüneburgischer Hauptmann (um 1632), Major (um 1636) und Obristleutnant (um 1641/46); um 1641/45 Kommandant von Göttingen.
Orsini, Familie

Anm.: Römisches Hochadelsgeschlecht.

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Cuno Ulrich (von) Pentz

geb. 1614
gest. 1653
Anm.: Sohn des Levin von Pentz (gest. 1647); Erbherr auf Melkhof, Düssin und Langenheide; 1640-1648/50 in schwedischen Kriegsdiensten als Rittmeister (1640), Major (1642), Obristleutnant (1644) und Obrist (1645).
Pfalzgraf Eduard von Pfalz-Simmern

geb. 1625
gest. 1663
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1645 heimliche Konversion zum katholischen Glauben; seit 1649 Ritter des Hosenbandordens.

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Pfalzgraf Ludwig Philipp von Pfalz-Simmern

geb. 1602
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); ab 1611 regierender Landesfürst von Pfalz-Simmern, Pfalz-Lautern und Sponheim (bis 1620 unter Vormundschaft); 1632-1649 Vormund des Kurfürsten Karl (I.) Ludwig von der Pfalz (1617-1680); 1633/34 Administrator der schwedisch besetzten Kurpfalz; seit 1624 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefährliche").

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Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb. 1619
gest. 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647/48 französischer Maréchal de camp; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistischen Flotte, die 1651 zur Freibeuterei überging; 1653-1655 Master of the Horse; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee und des Admirality Committee; ab 1668 Lord High Admiral; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

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Kurfürstin Charlotte von der Pfalz
Geburtsname: Landgräfin Charlotte von Hessen-Kassel

geb. 1627
gest. 1686
Anm.: Tochter des Landgrafen Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); 1650-1657 (geschiedene) Ehe mit Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz (1617-1680).

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Pfalz, Haus
Kurfürsten von der Pfalz
Pfalzgrafen bei Rhein

Anm.: Rheinpfälzischer Zweig der reichsfürstlichen Wittelsbacher-Dynastie.

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Anna Dorothea Pfau
Anna Dorothea Köppen
Geburtsname: Anna Dorothea Wendelin

geb. 1620
gest. nach 1663
Anm.: Tochter des Zerbster Gymnasium-Rektors Marcus Friedrich Wendelin (1584-1652); 1640-1641 erste Ehe mit dem anhaltisch-zerbstischen Hof- und Justizrat sowie Konrektor Johann Köppen (1584-1641); seit 1645 zweite Ehe mit anhaltischen dem Gesamtrat Kaspar (1) Pfau (1596-1658).
Kaspar (1) Pfau

geb. 1596
gest. 1658
Anm.: Sohn des Kaspar Pfau (gest. 1604); nach 1622 Bediensteter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 Amtmann von Großalsleben (noch 1638); seit 1630 anhaltischer Gesamtrat; um 1632 Amtmann zu Gernrode und Großalsleben sowie fürstlich-anhaltischer Kriegskommissar; ab 1638 auch Landrentmeister, zugleich Amtmann von Gernrode; um 1640 Obereinnehmer; um 1641/42 Landrechnungsrat; seit 1645 Hofrat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anhaltende").

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Conte bzw. Principe Ottavio Piccolomini d'Aragona
Duca Ottavio d' Amalfi

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des toskanischen Adligen Silvio Piccolomini (1543-1609); ab 1618 abwechselnd in kaiserlichen und spanischen Kriegsdiensten als Obrist (1627), Generalfeldwachtmeister (1632), General der Kavallerie (1633), Feldmarschall (1634) und Generalleutnant (1648); seit 1622 kaiserlicher Kämmerer; ab 1639 Hartschierhauptmann von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1648-1650 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; Erhebung in den Grafen- (1638) und Fürstenstand (1653); seit 1639 Duca d'Amalfi; ab 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Zwingende"); seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Konrad Balthasar Pichtel

geb. 1605
gest. 1656
Anm.: Sohn des kurpfälzischen Oberhofzehenden Balthasar Pichtel (gest. 1620); Studium in Altdorf (1620), Wittenberg (1623), Leipzig und Frankfurt/Oder; danach Jurist am Reichskammergericht, in Wittenberg (1628/29), Dresden (1629/30) und Holstein (ab 1630); 1632 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Marburg; seit 1635 Geheimer Rat und Praetor Pupillaris des Grafen Anton Günther von Oldenburg und Delmenhorst (1583-1667); um 1642/43 abgeordneter Berater des Fürsten Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1645-1648 gräflich-oldenburgischer Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress; ab 1642 Mitglied in der Fruchtbringenden Gesellschaft („Der Überwindende“).

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Königin Louise Maria von Polen
Großfürstin Louise Maria von Litauen
Geburtsname: Maria Luisa Gonzaga di Nevers

geb. 1611
gest. 1667
Anm.: Tochter des Carlo I Gonzaga, Duc de Nevers et Rethel (1580-1637); 1645-1648 erste Ehe mit König Wladislaw IV. von Polen (1595-1648); seit 1649 zweite Ehe mit König Johann II. Kasimir von Polen (1609-1672).

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König Wladislaw IV. von Polen
Großfürst Wladislaw II. von Litauen

geb. 1595
gest. 1648
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1610-1613 erwählter Zar des Moskauer Reiches; ab 1632 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1615 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Elisabeth Gottliebe Preuße
Elisabeth Gottliebe Preiße
Geburtsname: Elisabeth Gottliebe Schalski

Anm.: Geboren in Böhmen; bis 1645 Hofjungfer in Dessau; seit 1645 Ehefrau des früheren Mönchs Georg Preuße.
Georg Preuße
Georg Preiße

Anm.: Ehemaliger Mönch, der vor 1643 vermutlich aus Italien emigriert und zum evangelischen Glauben konvertiert war; bis 1645 Aufenthalt am Dessauer Hof; 1645 Landesverweis wegen vorehelichen Beischlafs.
Georg I. Rákóczi
I. Rákóczi György
Fürst Georg I. von Siebenbürgen

geb. 1593
gest. 1648
Anm.: Sohn des Sigismund Rákóczi (1544-1608); seit 1630 Fürst von Siebenbürgen.

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Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Martin Reinhardt

geb. 1605
gest. 1662
Anm.: Sohn des Harzgeröder Superintendenten Konrad Reinhardt (1567-1638); um 1633 Bürger und Juris Practicus in Köthen; Pfarrer in Cörmigk (1635-1638), Radisleben (1638-1642) und Opperode (seit 1642); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 389.
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Daniel von Rindtorf

geb. ca. 1600
gest. 1679
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); Erbherr auf Großalsleben; um 1645/46 Amtshauptmann von Großalsleben.
Helena von Rindtorf
Geburtsname: Helena Bohusch von Ottoschütz
Helena Bohuš z Otěšic

Anm.: Tochter des böhmischen Adligen Bohuslaus Bohusch von Ottoschütz; 1628 Emigration nach Annaberg in Sachsen; spätestens 1643 Hofjungfer in Bernburg; danach bis 1649 Kammer- bzw. Hofjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675) bzw. der fürstlichen Fräulein; seit 1649 Ehe mit Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Ernst Dietrich von Röder

geb. ca. 1608
gest. 1686
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Wolf Dietrich von Röder (gest. 1624); Erbherr auf Ermsleben; bis 1630 Edelknabe und Kammerjunge des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ca. 1632-1635 Hofjunker und ab 1636 Kammerjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1634 zudem fürstlicher Kriegskommissar in den Ämtern Güntersberge und Harzgerode; bis 1650 anhaltisch-bernburgischer Kriegskommissar; ab 1650 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg von Haus aus; seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Diensthafte").
Heinrich Rudolf

Anm.: Um 1645/52 Bürger in Bernburg.
Ernst Sachse

geb. ca. 1599
gest. 1672
Anm.: Sohn des späteren Halberstädter Superintendenten Daniel Sachse (1568-1605); seit 1627 Pfarrer in Rieder; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 405.
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha-Altenburg
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha
Herzog Ernst von Sachsen-Weimar

geb. 1601
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Herzog von Sachsen-Weimar; 1631-1636 schwedischer Obrist; 1633/34 Statthalter des Herzogtums Franken für seinen jüngeren Bruder Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Gotha; seit 1672 ebenso regierender Herzog von Sachsen-Altenburg; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittersüße").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg

geb. 1586
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); bereits als Jugendlicher Konversion zum katholischen Glauben; kaiserlicher Obrist (1618-1635) und Feldmarschall (1629); 1634/35 Inhaftierung wegen seiner Vertrauensstellung bei Wallenstein (1583-1634); ab 1637 Friedensvermittler zwischen Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) und Schweden; seit 1656 regierender Herzog von Sachsen-Lauenburg; ab 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Glückhafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog August (1) von Sachsen-Weißenfels
Administrator August von Magdeburg

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1635/38 Administrator des Erzstifts Magdeburg; seit 1657 zugleich regierender Herzog von Sachsen-Weißenfels (kursächsische Sekundogenitur); ab 1643 Mitglied und seit 1662 drittes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgeratene").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Altgräfin Magdalena zu Salm-Reifferscheidt-Bedburg
Geburtsname: Landgräfin Magdalena von Hessen-Kassel

geb. 1611
gest. 1671
Anm.: Tochter des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); seit 1646 Ehe mit Altgraf Erich Adolf zu Salm-Reifferscheidt-Bedburg (1619-1673).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Tommaso Francesco di Savoia-Carignano
Principe Tommaso Francesco di Carignano
Comte Thomas-François de Soissons
Comte Thomas-François de Dreux

geb. 1596
gest. 1656
Anm.: Sohn des Duca Carlo Emanuele I di Savoia (1562-1630); ab 1620 Principe di Carignano; spätenstens seit 1634 spanischer General; ab 1641 de iure uxoris Comte de Soissons et de Dreux; seit 1642 Generalissimus der Armeen Frankreichs und Savoyens in Italien; ab 1654 Grand maître de France.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Johann zu Sayn-Wittgenstein und Hohenstein

geb. 1601
gest. 1657
Anm.: Sohn des Grafen Ludwig II. zu Sayn-Wittgenstein (1571-1634); ab 1630 in schwedischen Diensten; 1633/34 Mitgliedschaft im Consilium formatum des Heilbronner Bundes; später in hessisch-kasselischen Kriegsdiensten; 1645-1648 Leiter der kurbrandenburgischen Delegation bei den Westfälischen Friedensverhandlungen; seit 1645 auch kurbrandenburgischer Geheimer Rat; 1647 Belehnung mit der Grafschaft Hohenstein; ab 1649 kurbrandenburgischer Statthalter im Fürstentum Minden und in der Grafschaft Ravensberg; seit 1651 regierender Graf zu Sayn-Wittgenstein; ab 1655 auch Statthalter in der Kurmark; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 568f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Hessische Biographie
Graf N. N. zu Sayn-Wittgenstein

Anm.: Angehöriger des rheinischen Reichsgrafengeschlechts; um 1645 in hessisch-kasselischen Diensten.
Gerard Schaep

geb. 1598
gest. 1666
Anm.: Sohn von Simon Schaep; Heer van Kortenhoef; Studium in Leiden (Dr. jur.); seit 1624 Mitglied des Stadtrats von Amsterdam und mehrfach Bürgermeister (1637, 1641, 1644, 1646, 1648, 1652, 1657, 1658, 1661, 1664, 1665); 1631-1634 Kommissar für Amsterdam beim Rechnungshof in Südholland; 1649-1652 Beisitzer für Holland beim Staatsrat; 1654-1657 Mitglied für Amsterdam beim Bevollmächtigten Rat (Gecommitteerde Raden) von Südholland; wiederholt außerordentlicher Gesandter der Generalstaaten, u. a. in Dänemark und Schweden (1644/45) und England (1651).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Ernst Günther von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg

geb. 1609
gest. 1689
Anm.: Sohn des Herzogs Alexander von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1573-1627); Inhaber einiger Güter und Bauernhöfe auf den Inseln Ærø und Alsen; um 1647 schwedischer Obrist; seit 1663 Residenz auf Schloss Augustenburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog August von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg
Herzog August von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön

geb. 1635
gest. 1699
Anm.: Sohn des Herzogs Joachim Ernst von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1595-1671); kurbrandenburgischer General (1664) und Generalfeldzeugmeister (1674); ab 1666 zudem Gouverneur von Magdeburg; seit 1679 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg; nach 1688 Rückzug aus kurbrandenburgischen Diensten.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Joachim Ernst von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön

geb. 1595
gest. 1671
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1622 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön; seit 1625 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sichere").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön

geb. 1634
gest. 1704
Anm.: Sohn des Herzogs Joachim Ernst von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1595-1671); seit 1671 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Martin Schmidt

gest. 1657(?)
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); fürstlicher Amtmann und Amtsschreiber in Harzgerode (spätestens 1631-1632); anschließend Amtmann von Bernburg (1632-1637) bzw. Ballenstedt-Hoym (1637-1657).
Balthasar von Schrattenbach

Anm.: Steirischer Adliger; vor 1629 Emigration aus der Steiermark; in den 1640er Jahren Exulant in Bremen; 1642 Interimshofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); um 1653/54 in Hannover; möglicherweise seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Versichernde").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
N. N. Schwartz

Anm.: Um 1645 vermutlich braunschweigisch-lüneburgischer Obristleutnant und Kommandant von (Hannoversch) Münden.
Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
Schwarzburg, Familie
Grafen von Schwarzburg

Anm.: Thüringisches Reichsgrafengeschlecht.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
König Karl X. Gustav von Schweden
Herzog Karl Gustav von Bremen und Verden
Pfalzgraf Karl Gustav von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg

geb. 1622
gest. 1660
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1589-1652); schwedischer Rittmeister (1642), Obrist (1643) und ab 1648 oberster Befehlshaber der Armee im Heiligen Römischen Reich; 1649 Ernennung zum Thronfolger durch den schwedischen Reichstag auf Betreiben seiner Cousine Königin Christina von Schweden (1626-1689); seit 1654 König von Schweden sowie regierender Herzog von Bremen und Verden; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabene").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Simon Heinrich von Schweichhausen
Simon Heinrich von Schwechhausen

geb. ca. 1614
Anm.: Sohn des Bremer Patriziers N. N. Schweichhausen (1); zeitweise Kriegsdienst in England als Fähnrich, Leutnant, Capitän-Leutnant und Rittmeister; 1646-1649 Hofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718) sowie zugleich anhaltisch-bernburgischer Rat; ab 1649 sächsisch-weimarischer Hof- und Kammerjunker (spätestens 1651) sowie Obristleutnant (1651-1655); 1654/55 zudem Hofmeister der Herzöge Bernhard (1638-1678) und Friedrich von Sachsen-Weimar (1640-1656); 1653 Nobilitierung; seit 1651 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Eigentliche").
Jørgen Christoffersen Seefeld

geb. 1594
gest. 1662
Anm.: Sohn des Christoffer Lauridsen Seefled (1543-1612); Herr auf Refsnæs, Næs und Tustrup; 1619-1621 in kursächsischen Militärdiensten; 1622-1627 Sekretär in der dänischen Kanzlei; 1626 Gesandter bei König Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632) in Preußen; 1627 beim Heer König Christians IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648) in Deutschland; 1627-1629 Kriegskommissar auf Samsø; 1630-1662 Landrichter (landsdommer) in Sjælland; seit 1640 Reichsrat; seit 1660 Assessor am Obersten Gericht in Kopenhagen.

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Christen Thomesen Sehested

geb. 1590
gest. 1657
Anm.: Sohn des Thomas Maltesen Sehested (1555-1609); Hofjunker (1615), Kammerjunker (1615-1617) und Hofmeister (1617-1627) des Kronprinzen Christian von Dänemark und Norwegen (1603-1647); parallel dazu diplomatische Missionen nach nach Schweden (1625), in die Niederlande (1626), nach England und Frankreich (1628); 1630-1640 dänischer Reichskanzler; 1640-1648 königlicher Kanzler.

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Abel Servien
Marquis Abel de Sablé
Marquis Abel de Boisdauphin
Comte Abel de La Roche des Aubiers

geb. 1593
gest. 1659
Anm.: Sohn des Antoine Servien, Seigneur de Biviers (gest. 1621); 1616-1624 Procureur général beim Parlament von Grenoble; ab 1618 Conseiller d’État; seit 1624 Maître des requêtes de l'hôtel du roi; 1628/29 Intendant de la généralité de Bordeaux; 1630/31 Präsident des Parlaments von Bordeaux; 1630-1636 Secrétaire d’État de la Guerre; französischer Gesandter beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (1644-1646 und 1647-1649) und in Den Haag (1646/47); ab 1648 Ministre d’État; seit 1653 Surintendant des Finances; ab 1656 Marquis de Boisdauphin et de Sablé.

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Philipp Christoph von Sötern
Erzbischof und Kurfürst Philipp Christoph von Trier
Bischof Philipp Christoph von Speyer

geb. 1567
gest. 1652
Anm.: Sohn des Georg Wilhelm von Sötern (gest. 1593); ab 1610 Bischof von Speyer; seit 1623 Erzbischof und Kurfürst von Trier; 1635-1645 erst spanischer, dann kaiserlicher Gefangener wegen seines Bündnisvertrages mit Frankreich (1632).

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Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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Albert Fransz Sonck

geb. 1571
gest. 1658
Anm.: Sohn von Frans Jacobsz Sonck (gest. 1641); seit 1600 Schöffe in Hoorn; ab 1603 Kommissar beim Rechnungshof von Nordholland; ab 1605 Bürgermeister von Hoorn; 1616-1619 Kommissar für Holland beim Staatsrat; 1622-1625, 1634, 1640-1643 und 1649-1652 ordentlicher Abgeordneter für Holland bei den Generalstaaten; 1634-1637 Kommissar bei der Rechnungskammer der Generalität; 1643-1646 Beisitzer beim Staatsrat; 1646-1649 Beisitzer bei der Rechnungskammer der Generalität; 1657-1658 Beisitzer bei der Admiralität in Nordholland; zugleich Direktor (Bewindhebber) der Niederländischen Ostindien-Kompanie; mehrfach Gesandter der Generalstaaten, u.a. in England, Schweden und Dänemark; 1625-1655 Landvogt (Stedehouder).

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König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

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Henning (von) Stammer

geb. 1581
gest. 1660
Anm.: Sohn des magdeburgischen Amtshauptmanns Arndt (von) Stammer (gest. 1626) in Querfurt; Erbherr auf Ballenstedt, Wörlitz, Wedlitz und Wispitz (Anhalt); ca. 1605-1608 in spanischen Kriegsdiensten; ca. 1610-1618 kursächsischer Kammerjunker; Angehöriger des engeren Ständeausschusses und gelegentlich Kriegskommissar des Fürstentums Anhalt; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Hitzige"); vgl. Andreas Hesius: Herrliche Belohnung Der Standhafftigen Kämpffer und überwinder [...], Köthen 1661, o. S.

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Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
N. N. (von) Steinbach (4)

Anm.: Geboren in Köln; um 1645 vermutlich braunschweigisch-lüneburgischer Major.
Graf Christoph Ludwig I. von Stolberg-Stolberg

geb. 1634
gest. 1704
Anm.: Sohn des Grafen Johann Martin von Stolberg-Stolberg (1594-1669); 1669-1684 gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Friedrich Wilhelm (1639-1684) Regent über die Grafschaft Stolberg sowie die Ämter Kelbra, Heringen, Hohnstein und Roßla im Südharz; seit 1684 alleinregierender Graf von Stolberg-Stolberg.

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Graf Friedrich Wilhelm von Stolberg-Stolberg

geb. 1639
gest. 1684
Anm.: Sohn des Grafen Johann Martin von Stolberg-Stolberg (1694-1669); 1669-1684 gemeinsam mit seinem älteren Bruder Christoph Ludwig I. (1634-1704) Regent über die Grafschaft Stolberg sowie die Ämter Kelbra, Heringen, Hohnstein und Roßla im Südharz.

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Graf Heinrich Günther von Stolberg-Stolberg

geb. 1637
gest. 1656
Anm.: Sohn des Grafen Johann Martin von Stolberg-Stolberg (1594-1669).

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Graf Johann Martin von Stolberg-Stolberg

geb. 1594
gest. 1669
Anm.: Sohn des Grafen Christoph von Stolberg (1567-1638); 1639-1645 gemeinsam mit seinem älteren Bruder Heinrich Ernst (1593-1672) Regent in allen stolbergischen Territorien; ab 1645 alleinregierender Graf von Stolberg; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bestehende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Heinrich Ernst von Stolberg-Wernigerode

geb. 1593
gest. 1672
Anm.: Sohn des Grafen Christoph von Stolberg (1567-1638); 1639-1645 gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Johann Martin (1594-1669) Regent in allen stolbergischen Territorien; seit 1645 alleinregierender Graf von (Stolberg-)Wernigerode.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gräfin Christina von Stolberg
Geburtsname: Gräfin Christina von Henneberg

Anm.: Gemahlin des mythischen Stammvaters Graf Otto von Stolberg.
Stolberg, Familie
Grafen von Stolberg

Anm.: Harzer Reichsgrafengeschlecht.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Graf Otto von Stolberg
Oddo di Colonna

Anm.: Mythischer Stammvater des Harzer Reichsgrafengeschlechts im Jahr 566.
Heinrich Thulemeyer

geb. 1619
gest. 1676
Anm.: Reformierter Prediger; bis 1647 gräflich-ortenburgischer Hofprediger; 1647-1660 Hofprediger der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660) und seit 1651 auch Pfarrer in Crossen (Oder).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Lennart Torstensson af Ortala

geb. 1603
gest. 1651
Anm.: Sohn des Torsten Lennartsson (1561-1631); ab 1618 Page des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); seit 1624 in schwedischen Kriegsdiensten als Obristleutnant (1628), Obrist (1630), General (1632) und Feldmarschall (1641); ab 1641 auch Reichsrat; 1641-1648 Generalgouverneur von Pommern; seit 1648 Generalgouverneur von Västergötland, Dalsland, Värmland und Halland; 1647 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Maximilian von Trauttmansdorff

geb. 1584
gest. 1650
Anm.: Sohn des Johann Friedrich von Trauttmansdorff (1542-1614); als Jugendlicher Konversion zum katholischen Glauben; Teilnahme am Langen Türkenkrieg; 1609-1618 Reichshofrat; ab 1619 kaiserlicher Kämmerer; spätestens seit 1627 Geheimer Rat; ab 1635 Obersthofmeister von König bzw. Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); wenig später auch Präsident des Geheimen Rates; mehrfach wichtige diplomatische Missionen, u. a. als Unterhändler des Nikolsburger (1622), Prager (1635) und Westfälischen Friedens (1645-1647); 1623 Erhebung in den Grafenstand; seit 1634 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Graf Corfitz Ulfeldt af Sölvesborg

geb. 1606
gest. 1664
Anm.: Sohn des Jakob Ulfeldt (1567-1630), ab 1609 dänischer Reichskanzler; seit 1630 Kammerjunker des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); ab 1636 dänischer Reichsrat; seit 1637 Statthalter von Kopenhagen; 1643-1651 Reichshofmeister; daneben mehrfach diplomatische Missionen, u. a. nach England (1640/42), Regensburg (1641), zu den Friedensverhandlungen mit Schweden (1645) sowie nach Den Haag und Paris (1646); 1651 nach Korruptionsverdacht und Morddrohungen Flucht in die Niederlande und nach Schwedisch-Pommern; danach schwedischer Geheimer Rat (1657-1659), Friedensunterhändler mit Dänemark (1658) und Gouverneur von Schonen (1658/59); 1659 Todesurteil wegen Hochverrat, jedoch Begnadigung; 1660 Rückkehr nach Kopenhagen und Verhaftung (bis 1661); 1663 erneutes Todesurteil (wegen Planung einer Adelsrevolte gegen die dänische Krone) und Flucht; 1641 Erhebung in den Grafenstand; seit 1658 Graf von Sölvesborg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christoffer Knudsen Urne

geb. 1593
gest. 1663
Anm.: Sohn des Knud Axelsen Urne (1564-1621); vor 1617 dänischer Kanzleisekretär; 1617-1627 Reichsschatzmeister (Rentemester); seit 1629 Reichsrat; 1629-1642 Generalgouverneur von Norwegen; seit 1646 Reichskanzler.

Weiterführende Informationen in VIAF
Anselm Kasimir Wambolt von Umstadt
Erzbischof und Kurfürst Anselm Kasimir von Mainz

geb. 1583
gest. 1647
Anm.: Sohn des Reichshofrats Eberhard Wambolt von Umstadt (1546-1609); Studium am Collegium Germanicum in Rom (1596-1597), in Würzburg (1597-1599) und erneut in Rom (1599-1602) und Padua (1605-1607); ab 1605 Diakon sowie Domkapitular in Mainz; seit 1610 auch Chorherr zu St. Alban; 1608-1618 erzbischöflich-mainzischer Hofrat; 1619-1629 Amtmann von Mombach; 1620-1624 und 1627 erzbischöflicher Statthalter in Mainz; 1620-1622 Rektor der Universität in Mainz; 1627-1647 Dompropst in Halberstadt; ab 1629 Erzbischof und Kurfürst von Mainz.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Graf Franz Wilhelm von Wartenberg
Bischof Franz Wilhelm von Osnabrück
Bischof Franz Wilhelm von Verden
Bischof Franz Wilhelm von Minden
Bischof Franz Wilhelm von Regensburg

geb. 1593
gest. 1661
Anm.: Sohn des Herzogs Ferdinand von Bayern (1550-1608), dessen Kinder 1602 zu Grafen von Wartenberg erhoben wurden; 1614-1621 Präsident des bayerischen Geistlichen Rates; 1621-1640 kurkölnischer Obersthofmeister und Geheimratspräsident; ab 1625 Bischof von Osnabrück; 1629/30 kaiserlicher Kommissar für die Exekution des Restitutionsedikts zwischen Rhein und Elbe; zudem Bischof von Verden (1630/31) und Minden (1630-1648); 1643-1648 kurkölnischer Hauptgesandter auf dem Friedenskongress in Münster und Osnabrück; seit 1649 auch Bischof von Regensburg; ab 1660 Kardinal.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Hans Georg von Wartenberg
Jan Jiří z Vartenberka

geb. nach 1576
gest. 1647
Anm.: Sohn des Karl von Wartenberg (1553-1612); Erbherr auf Großrohosetz, Zbirow, Neuschloss und Böhmisch Leipa; ca. 1618-1620 Kommissar im böhmischen Ständeheer; 1619-1622 Mundschenk des "Winterkönigs" und Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); nach der Schlacht am Weißen Berg Enteignung und Emigration; ab 1632 in schwedischen Diensten; seit 1627 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fortjagende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Christian Wilhelm von Wartensleben

geb. ca. 1632
gest. 1675
Anm.: Sohn des Johann Joachim von Wartensleben (1594-1633); 1646-1653 Page und 1653/54 Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später in niederländischen Kriegsdiensten u. a. als Capitain (1665) und Major (vor 1675).
Marcus Friedrich (1) Wendelin

geb. 1584
gest. 1652
Anm.: Sohn des Predigers Friedrich Wendelin (gest. 1594) in Sandhausen bei Heidelberg; Studium in Heidelberg (1607 Mag.); ab 1609 Erzieher und Hofmeister der Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg sowie Friedrich Moritz (1600-1610) und Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1612 Rektor am Zerbster Gymnasium Illustre; vgl. Gustav Früh / Hans Goedeke / Hans Jürgen von Wilckens: Die Leichenpredigten des Stadtarchivs Braunschweig, Bd. 9, Hannover 1985, S. 4386f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Dietrich von dem Werder

geb. 1584
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gebhard von dem Werder (1539-1612); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Gerlebogk, Görzig und Ziebigk; Page, Kammerjunker und Stallmeister des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1610 hessisch-kasselischer Rittmeister; danach bis 1622 Geheimer Rat und Oberhofmarschall in Kassel; 1623 anhaltischer Hauptmann; 1631-1635 schwedischer Obrist; ab 1639 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1645 kurbrandenburgischer Obrist, Geheimer Rat und Amtshauptmann von Alt-Gatersleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielgekörnte"); vgl. Gottfried Coler: Der Vom Vater gegebene/ Vom Sohne ausgeführete/ Und vom H. Geiste versiegelte Raht des Heils [...], Köthen 1658, fol. Jiij v - N2 v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Werder, Familie

Anm.: Anhaltisches Adelsgeschlecht.
Graf Johann von Werth
Jan von Werth

geb. 1591
gest. 1652
Anm.: Geboren als Bauernsohn in Büttgen bei Neuss; zunächst in spanischen Kriegsdiensten, zuletzt als Rittmeister (1622); kurbayerischer Obristwachtmeister (1631), Obrist (1633), Generalwachtmeister und Feldmarschallleutnant (1634); seit 1634 kaiserlicher Kämmerer; 1638-1642 französischer Kriegsgefangener; 1642 Generalleutnant der kaiserlichen, kurbayerischen und kurkölnischen Kavallerie; 1643-1647 kurbayerischer General der Kavallerie; 1647/48 kaiserlicher General der Kavallerie; 1632 Nobilitierung; Erhebung in den Freiherren- (1635) und Grafenstand (1647).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Johann Weyland

geb. 1601
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Böttchers Joachim Weyland (gest. 1610); zunächst Reitherr, um 1624 Kämmerer sowie seit 1634 Bürgermeister (1634, 1636, 1639, 1642 regierend) der Talstadt von Bernburg.
Heinrich Julius (Wolf) von Wietersheim

geb. 1584
gest. 1645
Anm.: Sohn des 1592 nobilitierten schaumburgischen Kanzlers Anton Smeckeworst, genannt Wietersheim (1539-1614); Erbherr auf Schöningen (bis 1637), Opperode (ab 1622) und Wörbzig; 1611-1613 Rat des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1564-1613); seit 1618 Hofmeister und Kammerrat des Herzogs Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); um 1622 auch Rittmeister in dessen Armee; ab 1623 halberstädtischer Stiftshauptmann sowie Amtshauptmann von Gatersleben und Niendorf; 1630 Reisehofmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1630-1637 Geheimer Rat und Stiftshofmeister der Äbtissin Dorothea Sophia von Quedlinburg (1587-1645); seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ausziehende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Jacob de Witt

geb. 1589
gest. 1674
Anm.: Sohn des Dordrechter Politikers Cornelis de Witt (1545-1622); Studium in Leiden; ab 1618 Ratsherr sowie 1639/40, 1646/47 und 1654/55 Bürgermeister der Stadt Dordrecht; 1644/45 niederländischer Gesandter in Dänemark und Schweden; 1648/49 Mitglied der Generalstaaten; 1657-1672 Rechenmeister von Holland und West-Friesland; bedeutender Vertreter der republikanischen Partei.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Carl Gustav Wrangel af Salmis
Graf Carl Gustav von Sölvesborg

geb. 1613
gest. 1676
Anm.: Sohn des Hermann Wrangel (1587-1643); ab 1627 in schwedischen Kriegsdiensten als Kornett (1629), Rittmeister (1632), Obristleutnant (1635), Obrist (1636), Generalmajor (1638), Generalzeugmeister (1645) und Feldmarschall (1646); seit 1646 Reichsrat; 1646-1648 Oberbefehlshaber der schwedischen Truppen in Deutschland; 1648-1650 und ab 1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1657-1664 Reichsadmiral; seit 1664 Reichsmarschall; 1651 Erhebung in den Grafenstand (1651-1665 Graf von Salmis, ab 1665 Graf von Sölvesborg); seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Obsiegende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Helm (1) Wrangel
Helmold Wrangel
Der tolle Wrangel

geb. 1600
gest. 1647
Anm.: Sohn des Helmold Wrangel aus Livland; schwedischer Reiter, Korporal (1627), Leutnant (1631), Rittmeister (1631), Obristleutnant (1632-1634) und Obrist (1636); 1638/39 kurbrandenburgischer Obrist; danach erneut schwedischer Obrist (seit 1639) und Generalmajor der Kavallerie (1645); vgl. Gustav Früh / Hans Goedeke / Hans Jürgen von Wilckens: Die Leichenpredigten des Stadtarchivs Braunschweig, Bd. 9, Hannover 1984, S. 4526.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzogin Anna Sabina von Württemberg-Weiltingen
Geburtsname: Herzogin Anna Sabina von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1593
gest. 1659
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1635 Ehe mit Herzog Julius Friedrich von Württemberg-Weiltingen (1588-1635); seit 1626 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Leutselige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Julius Friedrich von Württemberg-Weiltingen

geb. 1588
gest. 1635
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich I. von Württemberg (1557-1608) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1617 regierender Herzog von Württemberg-Weiltingen; 1631-1633 württembergischer Regent für seinen Neffen Eberhard III. (1614-1674); seit 1634 Exil nach Straßburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Herzog Julius Peregrinatius von Württemberg-Weiltingen

geb. 1627
gest. 1645
Anm.: Sohn des Herzogs Julius Friedrich von Württemberg-Weiltingen (1588-1635).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Georg Ernst von Wurmb

geb. 1590
gest. 1645
Anm.: Sohn des Hans Georg von Wurmb (ca. 1550-1613); Erbherr auf Wolkramshausen; Fahnenjunker (1612-1615) und Korporal (1615-1619) in der königlich-schwedischen Leibgarde; 1619-1621 Fähnrich bei den fränkischen Kreistruppen; 1621-1623 würzburgischer Hauptmann; kaiserlicher Hauptmann (1626/27) und Rittmeister (1627-1629); schwedischer Obristleutnant (1631-1634) sowie Obrist der Leibgarde (1634-1636) unter Herzog Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); 1636-1641 Kriegs- und Kammerrat dieses Herzogs; 1641-1645 Amtshauptmann von Burgdorf; 1645 braunschweigisch-grubenhagenscher Rat und Landdrost; vgl. Franz Daniel Bergius: Verorum Christianorum Gloria [...], Goslar 1646, o. S.
Abau (Abaúj), Komitat
Anm.: Verwaltungseinheit des Königreiches Ungarn.
Alerheim
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Alte Gleichen, Burg
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Altenburg (bei Nienburg/Saale)
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Alter Stolberg
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Anhalt-Köthen, Fürstentum
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Anhalt, Burg
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Anm.: Namensgebende Stammburg (Reichsfahnlehen) der Fürsten von Anhalt auf dem Großen Hausberg im Unterharz.
Anhalt, Fürstentum
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Annaberg (Annaberg-Buchholz)
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Aschersleben
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Baalberge
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Babylonien
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Badeborn
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Bagdad
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Balaguer
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Ballenstedt
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Ballenstedt(-Hoym), Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Bayern, Herzogtum bzw. Kurfürstentum
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Berg, Herzogtum
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Berg (Bereg), Komitat
Anm.: Verwaltungseinheit des Königreiches Ungarn.
Berlin
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Bernburg
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Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Blankenburg-Regenstein, Grafschaft
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Blankenburg, Amt
Anm.: Ursprünglich zur Grafschaft Blankenburg-Regenstein gehörende Verwaltungseinheit des braunschweigisch-lüneburgischen Fürstentums Braunschweig-Wolfenbüttel.
Blankenburg (Harz)
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Bleckede
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Böhmen, Königreich
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Borschod (Borsod), Komitat
Anm.: Verwaltungseinheit des Königreiches Ungarn.
Brabant, Herzogtum
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Brandenburg, Kurfürstentum
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Braunschweig
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Braunschweig und Lüneburg, Herzogtum
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Anm.: Die Teilfürstentümer Braunschweig-Wolfenbüttel, Lüneburg, Calenberg und Grubenhagen umfassendes Gesamtterritorium der welfischen Herzöge.
Braunschweig-Wolfenbüttel, Fürstentum
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Anm.: Teilfürstentum des Herzogtums Braunschweig und Lüneburg.
Brocken, Berg
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Butzbach
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Calenberg[-Göttingen], Fürstentum
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Anm.: Teilfürstentum des Herzogtums Braunschweig und Lüneburg.
Cassel
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Celle
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Clausthal (Clausthal-Zellerfeld)
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Dänemark, Königreich
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Danzig (Gdańsk)
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Darmstadt
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Den Haag ('s-Gravenhage)
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Dessau (Dessau-Roßlau)
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Dresden
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Dröbel
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Ebersburg, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit der Grafschaft Stolberg.
Einbeck
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Elbe (Labe), Fluss
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Ellrich
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Endorf
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England, Königreich
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Erfurt
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Ermsleben
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Falkenstein, Burg
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Finnland
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Anm.: Teil des Königreichs Schweden.
Flandern, Grafschaft
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Frankfurt (Main)
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Frankreich, Königreich
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Freudenthal (Bruntál)
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Fulda, Fluss
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Glatz (Kłodzko)
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Göttingen
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Goldene Aue
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Gose, Fluss
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Goslar
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Gotha
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Großalsleben, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Grubenhagen, Fürstentum
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Anm.: Teilfürstentum des Herzogtums Braunschweig und Lüneburg.
Habsburgische Erblande (österreichische Linie)
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Halberstadt
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Halberstadt, Bistum
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Halberstadt, Hochstift bzw. Fürstentum (seit 1648)
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Halle (Saale)
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Hanau, Grafschaft
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Hannover
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Harz
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Harzgerode
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Hayn, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit der Grafschaft Stolberg.
Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
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Heimburg, Amt
Anm.: Ursprünglich zur Grafschaft Blankenburg-Regenstein gehörende Verwaltungseinheit des braunschweigisch-lüneburgischen Fürstentums Braunschweig-Wolfenbüttel.
Heringen, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit im gemeinschaftlichen Besitz der Grafschaft Schwarzburg und der Grafschaft Stolberg.
Herzberg am Harz
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Hessen-Kassel, Landgrafschaft
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Hessen-Marburg, Landgrafschaft
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Anm.: Im Jahr 1604 erloschenes Teilfürstentum der Landgrafschaft Hessen, das nach langjährigem Erbkonflikt zwischen Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt aufgeteilt wurde.
Hildesheim, Hochstift
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Höxter
weiterführende Informationen
Hohnstein, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit der Grafschaft Stolberg.
Holstein, Herzogtum
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Hulst
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Ilsenburg
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Italien
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Jägerndorf (Krnov)
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Jitschin (Jičín)
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Jühnde
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Kassel
weiterführende Informationen
Katzenelnbogen, Grafschaft
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Anm.: Teil der Landgrafschaft Hessen.
Kelbra, Amt
Anm.: Kursächsische Verwaltungseinheit im Pfandbesitz der Grafschaft Schwarzburg.
Köln
weiterführende Informationen
Köln, Kurfürstentum (Erzstift)
weiterführende Informationen
Königsberg (Kaliningrad)
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Königsgrätz (Hradec Králové)
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Köthen
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Korneuburg
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Kranichfeld
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Krems an der Donau
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Kreta (Candia), Insel
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Kristianopel
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Landwehrhagen
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Lappland
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Leiden
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Leipzig
weiterführende Informationen
Leitmeritz (Litoměřice)
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Leschnitz (Leśnica)
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Liebenau (Lubnów)
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Linz
weiterführende Informationen
Lüneburg, Fürstentum
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Anm.: Teilfürstentum des Herzogtums Braunschweig und Lüneburg.
Magdeburg
weiterführende Informationen
Magdeburg, Erzstift
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Mailand, Herzogtum
weiterführende Informationen

Anm.: Bestandteil der spanischen Krone.
Mainz, Kurfürstentum (Erzstift)
weiterführende Informationen
Malta (Inselgruppe)
weiterführende Informationen
Mansfeld
weiterführende Informationen
Marburg an der Lahn
weiterführende Informationen
Mecklenburg, Herzogtum
weiterführende Informationen
Melnik (Mělník)
weiterführende Informationen
Mosel, Fluss
weiterführende Informationen
Moskauer Reich (Großrussland)
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Münden (Hannoversch Münden)
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Münster
weiterführende Informationen
Neinstedt
weiterführende Informationen
Niederlande (beide Teile)
weiterführende Informationen
Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
weiterführende Informationen
Niederrheinisch-Westfälischer Reichskreis
weiterführende Informationen
Niedersächsischer Reichskreis
weiterführende Informationen
Nörten (Nörten-Hardenberg)
weiterführende Informationen
Northeim
weiterführende Informationen
Norwegen, Königreich
weiterführende Informationen
Nürnberg
weiterführende Informationen
Obere Pfalz (Oberpfalz), Fürstentum
weiterführende Informationen
Oberharz
weiterführende Informationen
Öresund (Øresund)
weiterführende Informationen
Österreich, Erzherzogtum
weiterführende Informationen
Oker, Fluss
weiterführende Informationen
Olmütz (Olomouc)
weiterführende Informationen
Opperode
weiterführende Informationen
Osmanisches Reich
weiterführende Informationen
Osnabrück
weiterführende Informationen
Osterode am Harz
weiterführende Informationen
Pardubitz (Pardubice)
weiterführende Informationen
Paris
weiterführende Informationen
Persien (Iran)
weiterführende Informationen
Pilsen (Plzeň)
weiterführende Informationen
Pirna
weiterführende Informationen
Plesse, Burg
weiterführende Informationen
Plesse, Herrschaft
weiterführende Informationen

Anm.: Teil der Landgrafschaft Hessen.
Plötzkau
weiterführende Informationen
Pommern, Herzogtum
weiterführende Informationen
Prag (Praha)
weiterführende Informationen
Preußen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Quedlinburg
weiterführende Informationen
Questenberg, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit der Grafschaft Stolberg.
Rammelsberg, Berg
weiterführende Informationen
Regensburg
weiterführende Informationen
Rendsburg
weiterführende Informationen
Rhein, Fluss
weiterführende Informationen
Rieder
weiterführende Informationen
Rom (Roma)
weiterführende Informationen
Roßla, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit der Grafschaft Stolberg.
Saboltsch (Szabolcs), Komitat
Anm.: Verwaltungseinheit des Königreiches Ungarn.
Sachsen, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Sangerhausen
weiterführende Informationen
Sathmar (Szatmár), Komitat
Anm.: Verwaltungseinheit des Königreiches Ungarn.
Schandau (Bad Schandau)
weiterführende Informationen
Schlesien, Herzogtum
weiterführende Informationen
Schöningen
weiterführende Informationen
Schweden, Königreich
weiterführende Informationen
Seeland (Zeeland), Provinz (Grafschaft)
weiterführende Informationen
Semplin (Zemplén), Komitat
Anm.: Verwaltungseinheit des Königreiches Ungarn.
Spanien, Königreich
weiterführende Informationen
Steinbrück
weiterführende Informationen
Stiege
weiterführende Informationen
Stiege, Amt
Anm.: Ursprünglich zur Grafschaft Blankenburg-Regenstein gehörende Verwaltungseinheit des Fürstentums Braunschweig-Wolfenbüttel.
Stolberg, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit der Grafschaft Stolberg.
Stolberg (Harz)
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Strelitz (Strelitz-Alt)
weiterführende Informationen
Tangermünde
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Teschen (Cieszyn)
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Thale
weiterführende Informationen
Thorn (Toruń)
weiterführende Informationen
Torgau
weiterführende Informationen
Trier
weiterführende Informationen
Uftrungen, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit der Grafschaft Stolberg.
Ugotsch (Ugocsa), Komitat
Anm.: Verwaltungseinheit des Königreiches Ungarn.
Utrecht, Provinz (Hochstift)
weiterführende Informationen
Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
weiterführende Informationen
Weimar
weiterführende Informationen
Weißer Berg (Bílá hora)
weiterführende Informationen
Weisskirchen (Hranice)
weiterführende Informationen
Wernigerode
weiterführende Informationen
Werra, Fluss
weiterführende Informationen
Weser, Fluss
weiterführende Informationen
Westerburg, Amt
Anm.: Ursprünglich zur Grafschaft Blankenburg-Regenstein gehörende Verwaltungseinheit des braunschweigisch-lüneburgischen Fürstentums Braunschweig-Wolfenbüttel.
Westerhausen, Amt
Anm.: Ursprünglich zur Grafschaft Blankenburg-Regenstein gehörende Verwaltungseinheit des braunschweigisch-lüneburgischen Fürstentums Braunschweig-Wolfenbüttel.
Westindien
weiterführende Informationen

Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff für die Karibischen Inseln, im weiteren Sinne für den gesamten amerikanischen Kontinent.
Wien
weiterführende Informationen
Wittenberg (Lutherstadt Wittenberg)
weiterführende Informationen
Wolfenbüttel
weiterführende Informationen
Wolfsberg, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit der Grafschaft Stolberg.
Zellerfeld (Clausthal-Zellerfeld)
weiterführende Informationen
Zerbst
weiterführende Informationen
Anhalt, Großer Ausschuss der Landstände
Bernburg, Rat der Bergstadt
Bernburg, Rat der Talstadt (Alt- und Neustadt)
Brabant, Landstände
Flandern, Landstände
Goslar, Rat der Reichsstadt
Harzschützen
Anm.: Im Raum des Harzes 1624 entstandene Widerstandsgruppe zur bewaffneten Selbsthilfe gegen Söldner.
Irische Katholische Konföderation (Konföderation von Kilkenny)
Anm.: In den Jahren 1642 bis 1649 bestehende Organisation der irischen Selbstverwaltung.
Jesuiten (Societas Jesu)
weiterführende Informationen
Lüneburgische Armee
Anm.: Armee, die nach dem Tod ihres Heerführers Herzog Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641) in schwedischen Diensten stand.
Niederlande, Generalstaaten
weiterführende Informationen
Nürnberg, Rat der Reichsstadt
Weimarische Armee
Anm.: Armee, die nach dem Tod ihres Heerführers Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639) in französischen und ab 1647 wieder in schwedischen Diensten stand.
Erasmus von Rotterdam: Collected Works of Erasmus: Adages II i 1 to II vi 100, übers. von R. A. B. Mynors, Toronto/Buffalo/London: 1991. ( Collected Works of Erasmus 33 ) [Nachweis im GVK]
Friedensvertrag von Brömsebro zwischen den Königreichen Schweden und Dänemark (13. August 1645), in: Sverges traktater med främmande magter jemte andra dit hörande handlingar, Bd. 5,2, hg. von Carl Hallendorff, Stockholm: 1909, S. 595-625. [Nachweis im GVK]
Heidelberger Katechismus von 1563, in: Reformierte Bekenntnisschriften, Bd. 2,2, hg. von Wilhelm H. Neuser / Andreas Mühling / Mihály Bucsay, Neukirchen-Vluyn: 2009, S. 167-212. [Nachweis im GVK]
Quintus Horatius Flaccus: Oden, in: Oden und Epoden. Lateinisch-deutsch, hg. von Gerhard Fink, Düsseldorf: 2002, S. 8-261. [Nachweis im GVK]
Handels- und Zollvertrag von Kristianopel zwischen dem Königreich Dänemark-Norwegen und den Generalstaaten (13. August 1645), in: Danmark-Norges Traktater 1523-1750 med dertil hørende Aktstykker, Bd. 4, hg. von Laurs Laursen, København: 1917, S. 487-493. [Nachweis im GVK]