Tobias Steffeck von Kolodey wieder nachm haagen. Gott gebe doch zu glück vndt segen.
Hier le Colonel Desloges, disoit aussy, qu'on faysoit tort
au Vieil Prince d'Orange de le detracter par envies, & calom-
nies, comme s'il eust voulü enjamber, sür la souverainetè
de ces pays icy, par l'alliance d'Angleterre, & choses
semblables. Qu'il estoit trop sage, pour y penser,
qu'il estoit trop avisè, afin de ne souiller en son aage
avancè tant de trophèes, tant de lauriers, par
aulcüne apparence d'infidelitè ou de dèsloyautè
ou ingratitüde, & qu'il estoit Roy en effect, non
seulement, en l'armèe, mais aussy au pays, se
mocquant des tiltres, quj ne servent a rien,
qu'a cagioler le monde.
Je suis allè au presche françois, avec Monsieur Halcke, & le
ministre Monsieur de la Riviere, a fait ün excellent presche icy a Delft.
J'ay sceu, qu'hier au soir encores, entre cy & la Haye,
ün charretier a eu deux coups d'espèe, proche de nos gens
d'ün homme incognü, qu'il aura offencè, sans doubte. perge Il
ne fait pas donc bon, nj seur, de cheminer, en tenebres!
Apres disner, derechef allèz au presche, qu'a fait Monsieur Solere.
Tobias Steffeck von Kolodey ist auß dem haag, wiederkommen, mit schlechter satisfaction
vom Wyckfordt, vom Brederoder Secretario vom Des loges. Alle
Element scheinen mir in dem lande, zuwiedera zu sein.
Est a noter, que Monsieur de la Riviere, a priè aujourd'huy pour
le Roy de Dennemarck nommèment, le mettant au mesme
rang, des Roys de France, & d'Angleterre, puis pour les Roines
de Swede, & de Boheme, mais ni Solere, nj les ministres
Hollandois font cela autrement pour le Roy de Dennemark & ie croy
Monsieur la Riviere, l'a fait; afin de me complaire, a cause de l'al-
liance, avec Dennemarck, qu'il scait que i'ay, de mariage.
Riviere avoit aussy üne robbe de ministre, avec les man-
ches larges, ce que Solere & les autres n'üsent pas icy,
mais je l'ay veu aussy de quelques-üns, en France,
quand les manteaux leur peuvent tomber, ou les incommodent.
Die ordinarij couranten geben:
Daß der Türgke zu waßer vndt lande, noch stargk armire,
gegen Dalmatia, Candia, vndt der Wallachey zu.
Daß Brixen, mit verrähterey eines alten gewölbes,
v̈bergegangen, vndt in die 280 mille ReichsthalerRthlr: vndt 30 mille scheffel
korn, viel wein, vndt andere dingen, darinnen gefunden
worden, vndt allerley beütte, an mobilien. Teplitz hetten
die Schweden, auch abgebrandt, vndt Piritz erobert.
Gehen in voller marsch, auf Ellnbogen, vndt auf die Kayserlichen
zu. Jhre armèe ist, von 40 Regimentern, zu pferde,
22 zu fuß, 2500 Dragoner, mit noch 8000 Mann, vndter
dem Wrangel, darbey gebracht. Die Kayserliche armèe, ist
18000 Mann stargk, darzu 19 Regiment Bayerische
|| [[Handschrift: 125r]]
gestoßen, vndt <es> sol noch mehr volck kommen, auß Oesterreich, vndt
Frangkenlandt. Gott gebe friede!
Der Oberste Palfy, wehre mit seinem gantzen Regiment
v̈berfallen, gefangen, vndt in Leütmaritz, gebracht worden.
Chur Trier, zeücht nach Paris. Chur Bayeren, hat in der
Oberpfaltz befohlen, das vieh in die Festungen, zu bringen,
aber alle fourrage, korn, vndt Mülen, zu verbrennen, damit
die Schweden nichts finden sollen.
Magdeburgk, sol frey werden, Gott gebe es!
Die Frantzosen, vndt Schweden, sollen großen zulauff haben.
Die Spannische, vndt Frantzösische, thun große verheißungen,
an die Statische gevollmächtigte, auf beyden seitten.
Graf von Trauttmanßdorf, wil ad referendum
zum Kayser, raysen.
Jm Stift Münster, ists verbotten, vndt von den Cantzeln,
abgekündiget, das man den heßen, bey großer Strafe
nichts mehr contribuiren solle.
Daß in Brasilien der holländer sachen, noch wol stehen, viel
erfrischungen inß Rechiff, gebracht seyen, auch etzlich
volck, zum secours, wieder die Portughesen, dahin ankommen.
Jtem: briefe vom König in Portugall vndterzeichnet, vndt
besigelt, aufgefangen wehren, wie die sachen nur mit
ernst fortzusetzen vndt ferner anzugreiffen, zur eroberung
Brasilien, interim, wolte er die Staden, sinceriren, als wüßte
er nichts vmb die sachen.
Ein groß schiff, Zelandia genandt, mit großem gut, auß
Brasilien kommende, ist durch sturm vndtergangen
bey der Insel Wight, bey Engellandt. <30 personen seindt salviret, vndt in die 100 vmbkommen.>
Es seindt auch die Duynkircher, hindter etzlichen
wieder her gewesen, vndt haben erobert, etzliche Schiffe.
Die Venediger, haben ein Türgkisch Schiff, erobert, mit großem
gut, vndt vielem gelde, an ReichsthalernRthlrn: vndt ducaten, welches
Canea, endtsetzen wollen, vndt weil viel volck, in Canea stirbt,
vermeinets der Düc de la Vallette, in kurtzem zu erobern, ehe noch
der endtsatz ankommen solle, Darzu gleichwol, die Türgken, sich
stark rüßten.
Tout cela ne me contente pas. Ie vouldrois quelque chose,
quj avançast mon voyage. Car les promesses & esperances,
(lesquelles semblent se vouloir reduyre a neant!) ne me
scauroyent contenter de telle façon!
Tobias Steffeck von Kolodey abermals in haag geschickt. Ie desespere de mes
affaires, a cause de tant de longueurs, & difficültèz, craig-
nant mesme, que mon frere Fürst Friedrich ait sübornè des gens, pour
m'empescher au progrèz de ma fortüne.
Jch habe böse somnia gehabt, vndter andern, wie ich etzliche
tage zu Berlin wehre gewesen, mit Meiner gemahlin, vndt ich hette
mich mehrentheils, inne gehalten, der Churfürst hette wenig
|| [[Handschrift: 126r]]
mit mir geredet, Endtlich<noch mich> besucht. Auch wehre der
hofmarschalck herr von Pudlitz, nicht zu mir kommen.
Endtlich aber, wehre ich darvon gezogen, vndt hette ver-
geßen abscheid von dem Churfürsten zu nehmen, welches er
v̈bel solte empfinden, Jch wehre also darvon geray-
set, vndt man hette mich gewarnet; vor der gefahr
der parthien, ich würde vngerupft, nicht nacher hause
kommen, da hette ich gedacht wieder vmbzukehren, abschied
zu nehmen, mit beßerer manier, hinweg zu kommen
vndt convoy vom Churfürsten zu nehmen, Man hette
aber gesaget, der Churfürst von Brandenburgk wehre
numehr nirgends zu finden, noch anzutreffen.
Meiner herzlieb(st)en gemahlin aber, wehre angst vndt bange
darbey geworden. perge <Von Rindorf, vndt hänsel1, hat mir
auch, nicht viel guts getraẅmet.>
Mes gens sont tous las de ce voyage, & vouldroyent
tous estre derechef, a la mayson, encores qu'ils ont assèz a
manger & a boire, & a dormir. Il semble qu'ils desesperent
tous de quelque bon succéz, & vouldroyent plüstost me ravoir
& revoir en ma residence. Mes enfans desirent le mesme.
Quelquesfois le Proverbe se verifie: Vox populj! vox Dej!
Vormittags, mit Rödern, spatzirt, vndter den baẅmen, so gegen
die Stadtmawer, stehen, vndt allerley speculationes gehabt. et cetera
Aspettar e non venir, star in letto e non dormir,
Servir, e non aggradir! Sono tre cose, da morir. perge
Tobias Steffeck von Kolodey ist wieder außm haag kommen. On m'a abbreuve
d'esperances, & on ne fait rien. Wyckfordt l'Agent de Hesse
quj est enfoncè dans l'or & l'argent iusqu'aux oreilles,
(& a tant desrobbè au Düc Bernhard de Weymar, düquel
il a estè Secretaire, & a d'autres Princes d'Allemaigne,
qu'il le devroit revomir) ne tient rien, de ce qu'il m'a pro-
mis, c'est a dire de m'avancer la somme, afin que je ne face
tant de despences aux hostelleries, & m'en puisse en aller,
vers les miens, y despendre en huict jours, ce qu'il me
faut dèspendre icy, en ün iour, sans rien faire. Et c'est
ün homme tresriche, mais faulx, üsürier, banquier, avare,
& insatiable, tellement qu'il semble, que Dieu ne le benira
point, & que je seray fort mal servy de luy. Je crains,
qu'il soit sans doute, fort corrüptible, & süjet a corrüption.
Dieu vueille fleschir, ces cœurs endürcis, a repentance!
Madame la Princesse envoyera demainb icy, son Es-
cuyer, Monsieur Berlepsch, me faire dire, ses resolütions, & intentions. perge
Dieu vueille! qu'elles soyent bonnes, & non dilatoires, ou nülles,
& que ie n'aye plüs affaire, de ce faulx homme de Wyckfordt,
nj de ses semblables, quj ne prennent point a coeur le
damn de Joseph2! helas!
Der Oberste Des Loges hat sich auch wol erbotten, mit dem Vander-
meülen von meinen sachen zu reden, damit ich befriediget würde!
Halcke ist auch außm haagen, wiederkommen, worselbst
er in seinen privatis gewesen, ayant èsplüchè mes affaires,
sans mon sceu & commendement.
heütte ist im haag, ein Junge ersoffen, weil das eiß
mit ihme gebrochen. Auf der SuderSee, sollen etzliche
Schlitten, vndtergangen sein. Daß heißt ia wol:
Quj amat periculum, peribit jn eo! Die menschen
seindt oft ärger, alß vnvernünftige Thier, vndt laßen
sich nicht warnen, noch strafen. perge
<Nix.>
Il m'a estè impossible, apres tant de peines, de toucher
la portion d'Ütrecht, que ie scay, qu'elle est desja dèsbour-
sèe, pour mon payement, c'est a dire 1200 florins (Gulden)f: afin de sortir, de ceste
hostellerie. Car Doublet dit, qu'il ne faut pas dèsmembrer la
somme, & la recevoir plüstost en ün monceau, pour mon contentement.
Mais ie ne scay, quelle rayson il y a en cela, si ce n'est pour
m'arrester davantage, & que peut estre, les Estats de Hollande
ont honte, d'estre plüs lents au payement, que les autres!
J'ay eu des songes fort griefs, comme si quelque homme noir
m'eust estroittement pressè, sans respiration. Jtem: d'avoir
estè parmy les Turcs, Portügais, Brasiliens, & tels Barbares.
Item: Que le Colonel Werder, seroit arrivè en ces pays-icy
nommèment a Borch, & gastant tous mes affaires, De Rindorff
ie ne songeay aussy rien de bon. Dieu vueille que le mal n'arrive!
Den Monsieur de la Riviere, haben wir abermals predigen
hören, vndt er hat seine erudition, beredtsamkeit, anmuht
vndt eyver v̈berflüßig hören laßen, gleichwol aber
die vorseyenden Bachanalia artig mitt eingerügkt,
solches heidnische wesen, verworffen, vndt nicht allein die
kinder, sondern auch die großen, vndt bevorab die höfe
vndt Magistraten berührt, Sie solten solch leben ein-
stellen, verbiehten, auch nicht selbst darzu, anlaß,
vndt vhrsach geben, mit Mummereyen, Balletten, Täntzen,
vndt dergleichen, bey vermeidung Gottes zorns, vndt strafen,
mit vermahnung, das wir nicht allein hörer, sondern auch
Thäter des worts sein, vndt bleiben solten, vndt nicht vnsere
religion auf die cognitionem vndt wißenschaft alleine,
sondern auch auf die Praxim, stellen, mit anziehung schöner,
wol applicirter gleichnüße. Er strafte auch die Päbstische
fasten, vndt andere verbott itziger zeitt, welches Teüfelslehre
wehre, vndt da man auß der religion der Christen, mit
endtlehneten heidnischen ceremonien, ein gauckelspiel
vndt eine comœdie, baldt mit aberglauben, abgötterey,
vndt angemaßter verbottener andacht, machte, baldt
gar mit der Thür inß hauß fiehle, vndt mit obgedachten
dèsbauchen vndt exceßen, es ärger machte, als die heyden,
vndt wie die Saẅe die sich nach der Schwemme wieder im koht weltzten,
|| [[Handschrift: 128r]]
oder alß der hundt, welcher wieder frißet, was er ge-
speyet hat. Der Text: war, in der 1. Thessalonicher 5 vers 5, 6, 7, 8, 9.3
Eine alte Fraw, fiel mitten in der kirche, in ohnmacht,
alß hette sie der schlag getroffen, wie der Segen ge-
sprochen war, vndt kondte nicht baldt wieder aufge-
quigkt wehren, wiewol es schiene, daß sie ein gut Theil,
in der predigt, auf<nach> der lingken seitten zu, geseßen, vndt
geschlafen hette. Sie darf wol gar gestorben sein. perge
Gott seye jhr, vndt allen lebenden, vndt sterbenden gnedig!
Gestern haben die kinder, auf den gaßen, alhier zu
Delfft, ihre faßnachtSpiel vndt Mummereyen, getrieben.
Es ist zwar im haag verbotten worden, wir wollen aber
hoffen, es werde alhier auch inhibition geschehen.
Üne mauvayse nouvelle, est venüe de la Haye. C'est que
l'Electeur de Brandenbourg poursuivant ün grand sanglier, en
Prüsse, le sanglier auroit fait peur, au cheval de Son Altesse Electorale
tellement que le cheval se seroit renversè, secouant l'Electeur
au dessous soy, sj, qu'il en seroit decedè. Dieu vueille, que
ceste horrible & èspouvantable nouvelle, ne soit pas
vraye, & ne puisse preiüdicier, nj au bien püblic, nj a la re-
ligion reformèe, nj a la parentè! nj a tous les gens de bien!
Elle vient de Monsieur Berlepsch, Escüyer de Madame la Princesse. et cetera
I'apprehends pour mon Rindtorff, ou qu'il soit prins des parties Espagnolles,
ou noyè avec les traineaulx, dans la glace, ou malade, ou qu'il ait
fait üne escappade, ou qu'il soit arrestè dü mauvais chemin.
Mittwoch☿ den 4. ⁄ 14den: Februarij: 1646. <Astrologisches Symbol für den Glückspunkt (Pars Fortunae) = glücklicher/erfolgreicher Tag⊕ Astrologisches Symbol für den Glückspunkt (Pars Fortunae) = glücklicher/erfolgreicher Tag⊕ Astrologisches Symbol für den Glückspunkt (Pars Fortunae) = glücklicher/erfolgreicher Tag⊕>
<Ie doibs a l'hoste maintenant, pres de 140 ReichsthalerRthlr:>
An Rindtorfen, a tout hazard, Jtem: an Madame[,] an Thomas Benckendorf[,] an Albrecht
Schultzen, auf heüttigen Tag, datiret, geschrieben. Gott gebe
doch zu glück, vndt succeß. et cetera Ie crains grandement
que Rindorf, ne se verra plüs! Dieu ne le vueille pas!
Der lackay, kleine Kersten genandt, wirdt ihm nachge-
schickt, Gott bewahre denselben auch gnediglich. Vndt es ist
darneben, durch Præceptorem Hanckwitz, an Ern Spanheimium
geschrieben worden, afin d'avancer ün abbouchement. perge
Dieu nous face la grace, a ce que ceste conference, &
entreveuë soit heureuse!
Enfin, le tant attendü Rindtorff, est revenü ce midy, a
pièd de Leyden, pour avancer chemin. Il a estè arrestè 4 jours,
a Borch, par le Conte de Styrumb, par les lettres escrites a
Heimbach, vers Cleve, (luy ayant estè dèsconseillè, d'y aller,
a cause dü danger des parties) dont je n'ay encores satisfaction.
Jtem: par le mauvais chemin, & par d'autres accidens.
Il m'a apportè plüsieurs pacquets de lettres, de Ballenstedt,
Bernbourg, Tecklenbourg, Rheda, Warendorp, Osenbrück, Lintz
& Borch, avec plüsieurs mèscontentemens de la mayson, &
quelque contentement aussy. Dieu vueille deprimer, mes en-
nemis secrets, & ouverts, & relever mes amis! & confondre
la rage de Sathan, avec sa race perverse & detestable! Dieu
soit louè & benit, de m'avoir redonnè le pauvre Rindtorff.
Nachmittag, ist der alte Sittich von Berlepsch, der Princeßin
Stallmeister, bey mir alhier zu Delft erschienen, vndt von
seiner Princeßin von Vranien, expresse an mich abgeschickt
worden, mich zu erinnern, daß ich Jhrer Liebden antworth zu er-
warten zwar gehabt, Sie hette mir auch hertzlich gerne
gratificiret, allein Sie hette an itzo, einen baw vor, darzu
bedörffte sie stehtigs geldt, in faüsten, den handtwergks-
leütten zu geben, vndt hette zwar ihr eigenes geldt,
etwas weniges, kleckte aber nicht viel. Wenn es
einer bekähme, würde es consequentzen bey andern
geben. Bähte, mich, sie zu excusiren, vndt weil sie vnpaß,
hette sie auch nicht schreiben können. hofte ich würde ihm,
als einem alten deützschen ehrlichen vom Adel, glauben
zustellen. Jhre Liebden hetten aber, mit einem par, von den
herren Staden, geredet, die viel bey mir zu thun ver-
möchten, dieselbigen hetten sich gar wol erklähret,
also das ich keine schwährigkeit mehr finden würde.
So hette sie auch vornehmlich, mit ihrem herren, dem Printzen
von Vranien, auß der Sache geredet, der hette auch gar wol
getröstet, vndt hette selber, die sache, wol recommendirt. Jch
würde sonder difficulteten, numehr bezahlet werden, vndt beßer
wann ich also selber <wie ein frembder Fürst, den man respectiren müste> anhielte, vndt sollicitiren ließe, alß
wenn die Princeßin, oder andere Jnnländische, (welche man
würde viel länger als mich, mit der bezahlung aufhalten,
vndt in das lange wartten verweisen) mirs leyhen, vndt vor sich sollicitiren sollten.
Il m'a aussy consolè pour Charles Ürsin. Dieu le vueille!
En l'affaire de Rindorff, i'ay ponderè l'inconstance & incertitüde
dü jügement hümain, mesme en des choses, qu'on pense
parfois èsplücher, comme par sorte de divination, ou par
prüdence politique, lors qu'on scait les circomstances
de quelques accidents, arrivèz a d'autres, Il ne faut
pas donc trop s'y fier, nj aux songes, nj aux pensèes oisives.
Dieu a reservè trois choses principallement a sa
Toutepuissance, 1. De crèer quelque chose, de rien,
voire tout le monde, ex nihilo aliquid creare.
2. Prophetiser choses fütüres. Futura prænuntiare.
3. Regner sür les consciences. Conscientiis, dominarj.
Tobias Steffeck von Kolodey welcher mit Berlepsch, zwar herauß geritten,
außm haag, lange zeitt aber hernacher von mir expedirt worden,
ist auch wieder hineyn gefahren. Gott gebe zu glück vndt succeß!
Zu Ballenstedt vndt zu Bernburgk, ist von den <Wrangelischen vndt> executoren,
v̈bel gehauset, vndt von den andern <an>theilen, nichts v̈bertragen
worden. Auch seindt große insolentzien, in Bernburg von den Pentz-
sischen executoren, verv̈bet worden. Mais il y a nülle compassion!
Es gibt große dissidia, in Bernburg, zwischen dem Raht, vndt
der bürgerschafft, es wirdt fomentirt von Fürst Friedrich.
Fürst hanß, vndt der graf von Oldenburg, wartten meiner
zu Osnabrügk, vndt wehren gerne zu mir, nacher Teck-
lenburgk gekommen.
Diesen Nachmittag, ist der Oberste Desloges, anhero, nacher
Delft, außm haag, zu mir kommen, vndt hat mich besucht.
Darnach, ist Er Spanheimius, Doctor Theologiæ, vndt Professor zu
Leyden, auch Frantzösischer pfarrer alldar, (wiewol er
mein landsmann, vndt zu Amberg, <in> meiner geburtsStadt
iung worden) von Leyden zu mir kommen. hat mit Mir
allerley conversirt, vndt ich habe ihn endlich dimittiret,
dieweil er v̈bermorgen, wilß Gott, dem verstorbenen
Polyandro, vornehmsten Professore zu Leyden, parentiren soll.
I'ay parlè a luy 1. de l'edücation de mes enfans.
2. des collectes, & il m'a donnè des bons conseils.
Vndter andern, erzehlete er mir auch, daß der Alte,
86iährige, la Force, Düc & Pair, & Mareschal de
France, noch lebte, vndt des Plessej Mornej Tochter,
Madame de Tabariere eine wittwe, vor wenig Jahren,
noch geheyrathet, vndt v̈berlebet hette. Er wehre noch
wolauf, thete eine gute mahlzeit, vndt wehre ge-
sünder, als sein Sohn4, welcher 50 Jahr alt wehre.
Dieser alte la Force, ist mitt im blutbadt zu Paris,
anno 1572 gewesen, vndt hat lebensgefahr außgestanden.
Das hauß Colligny wehre nun verlohren, nach dem der Mare-
schal de Chastillon gestorben, vndt sein Elltister Sohn, Sein
anderer aber, zum Mammelucken worden wehre.
Jn Franckreich, würden die abfallenden von der religion,
nichts geachtet, inmaßen denen hertzogen von Bouillon,
vndt von Trimouille augenscheinlich, wiederfahren, vndt
ihnen, ein vnglügk v̈ber das andere sindt solcher zeitt,
begegnet. hingegen, wehren ihre brüder, der Visconte
de Türenne, vndt der Conte de la Val, hoch æstimiret
worden. Den Marechal de Gassion, hette der Cardinal
de Richelieu, oftermals zum abfall, gereitzet, vndt reitzen
laßen, derselbige aber, wehre allezeit standtfeste
geblieben. Darüber hette ihn auch Gott gesegenet,
daß er nicht allein glücksehlig <im krieg> wehre, vndt großes
lob, hette, Sondern es hette ihn auch die Königin in
Frangkreich, nach des Cardinals Todt, mit einem
stabe, eines Marschalcks von Franckreich, hoch geehret.
Der Pfaltzgraf Edouard aber, würde gantz nichts
mehr geachtet sieder seinem abfall, auch nicht mehr
von vornehmen qualificirten personen, Sondern nur
von München, vndt pfaffen, besucht. Die Königjn
von Böhmen, solte diesen Sohn, sehr beklagen!
Jch habe heütte mit schreiben, vndt mit concipiren, fast
in alle contrèes, dahero ich briefe bekommen, viel zu thun gehabt.
heütte, hat man, gegen abendt, alhier, aufm canal, zu
Delfft, daß eiß gebrochen, vndt die Schuytten, hineyn ge-
stoßen, die abfahrten zu befördern.
Tobias Steffeck von Kolodey ist seinem gebrauch, zuwiederc, gestriges Nach-
mittags in haagen gezogen, vndt diesen spähten abendt,
noch nicht wiederkommen. habe ich also abermals etwas
zu sorgen, & i'ay trouvè Monsieur Desloges fort troublè,
triste & melancolique, contre sa coustüme, comme
il me vid, & cestuy-lá me dist, d'avoir veu mon ser-
viteur süsdit, a ce mattin, a la Haye. Ie n'espere
pas, qu'il a eu, quelque malheur. Le Colonel Dèsloges
scavoit aussy, que la Province d'Ütrecht, auroit desja
dèsboursè sa quote, laquelle je pensois recevoir au-
jourd'huy, par le dit: Tobias Steffeck de Kolodey, & ie ne scay,
ou il demeure?
J'ay encores escrit quelques lettres icy a Delft.
Monsieur le Coronel de Maysonneufue a excüsè son carosse
que j'avois demandè, vers Ryßwigk, 1. avec l'indisposi-
tion, d'ün cheval. 2. qu'il avoit affaire luy mesme
de son carosse auiourd'huy & demaind, pour aller par Pays.
Ie me suis pourmenè sür le rempar, icy á Delfft.
Envoyant ün valet apres Tobias Steffeck de Kolodey, l'on m'a averty, qu'il
se porte bien, se plaignant des longueurs, & inconstances, a la Haye.
Il es revenü sür le midy, avec 1200 florins (Gulden)f: d'Ütrecht
leur portion sür ma debte. Le bon President quj
reside ceste semaine, est de là, se nommant
Rindtswawe, fort affectionnè a me contenter,
nonobstant que je ne le cognois point. Dieu
luy en retribuë sa benediction. Wyckfordt,
n'a rien tenü, de ce qu'il m'a promis hier.
Et le reste tient bon <ferme> encores, a se plaindre
de la disette d'argent, & a me retarder. et cetera Tout
m'a estè payè en or, Jacobus, & Carolins, entiers,
demys, & quarts. Ün entier vaut maintenant
11 florins (Gulden)f: 10 stüber de ce pays, autresfois ils valoyent
n'a gueres encores, 13 florins (Gulden)f: <Jst alles vorgeßen brodt!>
J'ay acheptè deux besicles, chacüne pour 5 francs,
extraordinairement bons, faits icy á Delft, d'ün
vieillard de 66 ans. Il en envoye iusqu'aux
Jndes, de grand prix, sür tout quand ils sont
enchassèz en or massif, ou argent, avec Dia-
mants, & pierreries.
J'ay escrit a Messieurs les Estats Generaulx, & aux Estats
de Hollande. perge afin d'avoir üne addition pour les jnterests, etcetera
& pour les despences faites. Les derniers doyvent interceder, comme Comperes.
|| [[Handschrift: 132r]]
Dieu face par sa bontè infinie, reüssir nos desseings!
Je n'en desespere pas dü tout, veu que ce prejüdice est
desja fait, contre mon frere & contre les autres pretendüs
pretendans, que l'on m'a desbourcè 1200 florins (Gulden)f: sür la somme,
Ergo, c'est a moy, que doibt convenir aussy le reste,
n'esperant pas, que les autres Provinces, vouldront retracter
leur parole, & leur Promesse, item: leur ordonnance renou-
vellèe, datèe desja au mois d'Octobre.
J'ay èscrit aussy a Münster & Osnabrück & en d'autres endroicts.
Dieu face tout reüssir a sa gloire & a mon salüt temporel, & spiritüel,
& a l'exaltation benite de ma lignèe!
Nostre hoste, a estè payè hier, des deniers d'Ütrecht &
c'est dommage, qu'il faut si mal employer ceste dèspence!
Auiourd'huy, nous recommençons a faire des debtes pour luy.
J'ay renvoyè Tobias Steffeck de Kolodey a la Haye adioignant Rindtorff
a luy, Dieu vueille faire la grace, a moy, & a eulx, de
faire faciliter les affaires, si difficilles!
J'ay rescrit au pays, & en la Contè de Benthejm.
Dieu vueille benir, mes resolütions!
Nota Bene Nota Bene J'ay songè ceste nuict, d'avoir estè a ün bancquet,
(i'ay oubliè si c'estoit avec Monsieur Desloges, ou avec quel-
que autre en ce pays) & i'eusse beu, d'üne certaine liqueur, nj
vin nj biere, aggreable a<de> boire, mais mes gens, eussent dit:
Ce prince boit de cela, & il se consüme ocülairement comme üne ombre!
Meherr vergehet wie ein Schatten augenscheinlich, vndt zusehend!
Rindtorf, vndt Tobias Steffeck seindt mit der ersten
Schuytte, so nach dem Thauwetter dieses Jahrs, alhier
von Delft abgegangen, nach dem haag, gefahren, in zween
stunden, heütte Morgen, vndt seindt den abendt, eben
mit derselben, wieder anhero kommen, vndt haben
im hinwege die person, 6 stüber, im herwege nur
4 stüfer geben dörffen. Es ist doch nicht
ohne gefahr des eyses, allerdings gewesen.
Der herr von Brederode, hat sjch wieder, sehr
wol, vndt eiverig, erbotten, in meinen sachen, Meinen
Tobiaß, in stadtlicher commpagnie Frawenzimmers,
vndt graven, vndt herren, zu gaste gehabt, vndt
sehr höflich tractiret, seiner affection versichert,
auch gesaget, mein schreiben, an den Printzen von
Vranien, hette sehr viel gefruchtet, dann der
Printz hette mich sehr wol recommendiret, vndt der
itzige Ütrechter præsident Rintzwaw, ein sehr redlicher Mann,
der hat gemacht, das aufs neẅe eine scharfe<ernste> ordinantz
von den general Staden an alle Provintzien, ertheilt worden
sie solten mich contentiren. Denn man schähmet sich,
gegen Mir, sich länger, mit dem geldtmangel zu ex-
cusiren. Jch habe diesen Præsidenten auch durch
Tobias Steffeck von Kolodey besuchen lassen. Er hats sehr höflich aufge- || [[Handschrift: 133r]]
nommen. Wolte Gott, es wehre seine woche so baldt
nicht auß. Wer weiß wer numehr præsidiren wirdt?
Er hats auch wol wißen zu erinnern, das sich seine
landßleütte, die Ütrechter, am allerbesten, gehalten,
mit einbringung ihrer quotæ.
Avis von Berlepsch, daß die reformirten, vndt Luttrischen
stargk wieder einander wehren, zu Münster vndt Osnabrück wegen der exclu-
sion der reformierten so Darmstadt, Dresen[!], Güsterow, vndt
Gohta, mit Altenburgk, vndt den Geistlichen
vnzeittigen clamanten, inn: vndt außer Schweden,
stargk treiben, vndt das feẅer anblasen sollen.
Avis in vertrawen alhier zu Delft, das alle
wagen in der stille ordre bekommen, sich gegen den
1. Martij, stilo novo gefaßt zu halten, vmb inß
feldt zu gehen, vndt ihre wagen geleiße sollen,
nach den Brabantischen gerichtet werden, desto
beßer forthzukommen; Man vermeinet, es dörfte
wol Antorff gelten. Die zeit wirdts geben.
Ie suis allè pourmener avec Halcke, par dedans,
a l'entour de ceste ville de Delft, & il a fait fort
plüvieux, & mauvais temps, & chemin. Le tour
par le dedans, se fait ün peu plüstost, qu'au dehors.
Wyckford, a aussy donnè bonnes paroles, a Tobias Steffeck de Kolodey.
Mais les paroles sont femmes, & les effects sont masles!
Jm v̈brigen, seindt Rindtorf vndt Tobias vergebens, in haag
gezogen, denn vom Chur Brandenburgischen Agenten, heimbach, noch
keine post angekommen, dem versprechen zuwiedere, vndt
Sie hetten gestern schon ankommen sollen.
Jch bin heütte abermal alhier zu Delft, zweymal in
die Frantzösische kirche, gegangen. Des Morgens, hat
der Spannier, Monsieur Solere, des nachmittags aber,
Monsieur de la Riviere, geprediget, <eruditas conciones.>
Einer von Götz, hat sich præsentirt, ist capitain vndter
dem Könige in Engellandt, wolte gern wieder hineyn,
vndt gibt vor, er habe nur zwey stüber zu verzehren.
Jst gar wenig vor einen Königlichen capitain, vndt
mag wol nicht gar richtig sein. perge
Der Præceptor hanckwitz, ist von Leyden, wiederkommen,
dahin ich ihn verschickt gehabt, zum Spanheimio, deßen eloquentz,
erudition, vndt große geschickligkejt, so er gestern gebraucht,
alß er publice peroriret, vndt herrn Polyandro Sehligen, in præsentz
des Jungen Printzen von Vranien, vndt einer großen Menge zuhörer,
parentiret, er nicht genugsam rühmen, vndt extolliren kan. Gott
erhalte ihm, diese schöne gaben, vndt mehre ihm, seine kräffte!
Der lackay, kleine Kersten, ist von Arnheim, auch wiederkommen,
dahin er per Amsterdam, vergebens gelauffen, vndt Rindtorffen
verfehlet. et cetera
J'ay songè ce mattin la nuict, comme si i'eusse estè avec
mon Beaufrere, le Düc Joachim Ernst de Hollstain, & on
eust fait a üne nopce, que j'ay oublièe, toute sorte d'exer-
cices cavalleresques. J'eusse fait ma part, mais mon
beaufrere auroit dit: Ha! ie scay bien encores üne chose,
que vous ne scavèz pas. C'est: de m'exercer sür la mer,
lors qu'il y a des tempestes. J'aurois reparty: Je vous prie
ne faites pas ün si dangereux exercice, & me füsse efforcè
avec d'autres honnestes cavagliers, de le dèstourner de
ceste vanitè, presomption & peril. Mais en vain, car il
nous eust bravè encores, & füst allè en bas, vers ün port de
mer, devant le chasteau, des fenestres düquel on pouvoit
tout bien voir, mais il ne me semble point, que c'estoit
Sonderburgk. Et ie füsse demeurè a üne sale avec les Dames
|| [[Handschrift: 134v]]
aux fenestres, regarder le passetemps, vers la mer, (devant les
dites fenestres en bas,) fort<dü> haut, en bas, üne grande hauteur.
Voyla donc arriver le Roy de Dennemarck avec des
belles bannieres sür son vaisseau ornè d'or, & de pourpre
sür tout a la pouppe, & bien müny des soldats & d'artiglerie.
Le Roy me semble faysoit luy mesme le Pilote fort dextrement
& tournoyoit son vaisseau comme il vouloit, faysant tonner
ses pieces de canon, 3 ou 4 fois tout a l'entour vers nos
fenestres, <ses trompettes & tymbales sonnoyent & retentissoyent> & ses mousquetaires donnoyent des salves, de fort
bonne façon, a leur arrivèe & a leur retraitte. De mesme fit
le Roy d'Angleterre avec ün tresriche & somptüeux vaisseau
plüs beau & plüs richement ornè & müny que l'autre,
avec ses Anglois bien parèz, fort lestes, & braves, mais le Roy
ne gouvernoit pas si bien son navire que le premier, & il s'en
falloit de beaucoup, qu'il le peust si dextrement guider
& tourner, comme le Roy de Dennemark ce que chasque spectateur
de la fenestre avec les Dames pouvoit facillement iüger.
Puis vindrent quelques autres, me semble le Roy d'Espaigne
puis l'Electeur de Brandenbourg, lequel fit üne belle
parade, mais les Espaignols quoy que bien equippèz n'a-
voyent pas si bonne mine, comme les Anglois, & leur vais-
seau füst gouvernè avec pompe, mais fort lentement.
Le Düc Guillaulme de Weymar, entra magnifiquement
aussy, avec bonne façon, & fist üne belle entrèe apres l'Electeur de Brandenburg
me semble, mais il est a noter, que les Princes, n'avoyent pas de si grands
|| [[Handschrift: 135r]]
vaisseaulx, comme les Roys, nj si richement parèz nj tant d'artig-
lerie nj des soldats dessüs. Toutesfois c'estoyent de bons navires,
adroicts a la guerre maritime, & faciles a tournoyer. Enfin
quelqu'ün eust dit a moy: Et bien mon brave Prince, vous
estes tout seül, comme abbandonnè d'ün chacün, on se mocquera
de vous, de regarder seulement avec les Dames, comme cela dès
fenestres. Il faut iouer avec, il faut estre de la party. Moy
i'eusse reparty: Et comment? quoy? que vous immaginè vous,?
n'ay ie pas monstrè assèz de courage en ceste fameuse battaille
de Prague, ou ie fis tout devoir, de galant cavaglier (au de là de
mon aage de mes forces & de ma disposition si foible & malade
alors, comme j'estois) & combattis long temps tout fin seul
au mittan de 500 chevaulx mes ennemis, pensant d'estre<devoir estre>
tüè, & ie ne h le füs pas, quoy que <bien> blessè, passant a travers
d'eulx a teste baissèe, & me vengant de ceux quj m'attacquoyent.
& faysant devant & apres tout devoir le brave homme, avec, &
sans, mes soldats, iusqu'a ce, que je füs prins prisonnier
a demy mort, & abbattü de mon cheval. N'ay ie pas fait long
temps auparavant a la guerre de Savoye, ce que je devois, avec
bonne repütation, puis a la guerre d'Allemaigne avant qu'entrer
en Boheme? & depuis en differentes occasions? Que vous immaginèz
vous bien, de la deffaillance de mes Vertüs, & prouesses? Hola
tout beau, iügèz en comme il faut, ou je le vous apprendray?
Ie me soucie bien de ces jeux d'enfant, ou de basteleur aux
Comedies. Ie fay a bon èscient, ce que ie fay, rien en singe!
L'autre bon compagnon (me semble, que c'estoit le Colonel DesLoges,
ou quelque Seigneur ou gentilhomme François) auroit rèspondü:
Ah Monseigneur, ie vous veux dü bien, je vous estime,
ie vous honore de coeur & d'affection! Ce que ie vous en ay
dit, n'a point estè, pour vous offencer, nj pour vous re-
procher la valeur de vostre courage, si bien cognuë,
& a laquelle i'ay contribüè tousiours moy mesme
passionnèment, ma sincere part, & mes deües louanges,
devant tout le monde, quj m'en rendra veritable tèsmoigna-
ge, Ah mon Prince, quoy?, avèz vous si mauvayse opini-
on, de vostre si dediè, devot, & treshümble, serviteur.
Non! il ne faut point cela, je mourrois de regret
& de dèsplaysir, si ie scavois, que cela seroit vostre
opinion ferme & inèsbranslable, car ie veux vivre
& mourir vostre plüs hümble & tres obbeissant serviteur.
Mais, est il bien possible, est il donc possible?, que vostre
talent & vostre Vaillance si extraordinaire puisse croupir
tant d'annèes, sans s'exercer, & puisse estre comme
ensevelie ou a la mayson, en üne vie casaniere et
solitaire comme d'ün Eremite, ou en des voyages avec
trois ou 4e. personnes, incognü, ce quj n'a point d'èsclat,
& on ne vous y scauroit rendre, ce qui vous est deü,
soit a vostre Tresillüstre naissance, soit a vostre Vertü
|| [[Handschrift: 136r]]
& generositè incomparable & si celebre. Ie veux mourir
vostre tresobbeissant serviteur. Ie l'ay dit, & le dis encores.
Mais il me fasche iusqu'aux entrailles, de vous voir comme
cela, incognü, mesestimè, mesprisè, & point visitè de per-
sonne. Comment, n'avèz vous pas donc point de sentiment,
en cela, quj touche vostre rang, puis que vous estes si sensi-
ble sür ün moindre mot, & sür toute autre chose? Vous
avèz assèz de moyens, pour vivre, pour sübsister, & pour vous
avancer vous mesmes, si vous vouldrièz seulement.
Ah malheureux que je suis, de n'employer a l'heure
mesme, mon sang propre, voire ma vie, pour vostre con-
servation. Elle m'est chere, comme a ün fidelle Chrestien,
mais je l'employeray tousiours gayement, pour vostre
service, & pour vostre plüs grand accroissement. etcetera
J'eusse èscoutè ce discours, avec attention, & quoy
qu'au commencement je l'eusse tenü, pour complimens,
si est ce, qu'en fin, j'eusse recognü le zele, & l'ardente
affection, de cest' honneste homme, & l'en eusse remerciè
bien fort, avec B<b>eaucoup d'offres, mais enfin il eust dit:
qu'il esperoit & verroit encores, tous mes ennemis
& adversaires foulèz aux pieds, recevoir leur salajre,
& qu'il ayderoit luy mesmes a cela, Dieu aydant.
Cependant ie füsse persistè en mon opinion de n'aller point
combattre sür la Mer follement, lors que ie pouvois demeurer
|| [[Handschrift: 136v]]
en toute seüretè sür la Terre. Tantost apres ce discours,
quelques braves vaisseaulx, bien equippèz & fournis
de tout ce qu'il falloit, de Hollande & Zeelande,
estans aussy arrivèz avec leur bonne mine (plüs
neantmoins aptes au combat, qu'a la parade exterieure,)
& tresbeau vaisseau, dü petit Roy de France, avec
luy & sa Dame Mere, la Roine Regente, ayant fait
magnifiquement üne entrèe belle & pleine de parades,
& ainsy se trouvans üne quinzaine, ou vingtaine
de navires sür la Mer, en nostre veuë, parmy lesquels
mon süsdit beaufrere le Düc Joachim Ernst de Hollstein, ne failloit
de comparoistre, avec ün mediocre vaisseau bon, & bien garny,
& qu'il scavoit fort dextrement gouverner, comme le Meil-
leur & habille pilote, apres le Roy de Dennemark son cousin,
ie regarday fort attentivement, ne causant plüs, nj
avec le dit Cavaglier de France, nj avec les Dames gueres,
Voyla nostre ieu maritime, se tourne a<en> üne guerre san-
glante par mer, à bon escient. Les vaisseaulx se tour-
nent, & tournoyent l'ün contre l'autre, le canon joue,
les mousquetaires tirent de fürie, les mariniers crient,
tirent & abbattent leurs Voiles, selon la necessitè, &
tout est en l'alarme. Mon dit beaufrere combat vaillam-
ment, & fait tous les devoirs, d'ün sage pira<lo>te, & d'ün
|| [[Handschrift: 137r]]
brave Capitaine. Mais ne voulant attaquer ses
proches parens, il ne scavoit quasj, contre quj il devoit
combattre avec bonne maniere, & pouvant offenser, ne
faysoit, que se deffendre tres bien. Enfin, au plüs fort
dü combat, sürvinst üne tourmente, & tempeste de mer,
laquelle separa les vaisseaux. Le Roy de Dennemark
ne s'en èsmouvoit nüllement, avec son vaisseau
bein equippè & müny, contre toute sorte d'adversitè,
mais mon dit beaufrere pensant braver son ennemy
devant nos fenestres, il s'en fallüst bien peu, que
son vaisseau, en tournant soudain, ne se renver-
sast & füst englouty par les ondes, dont toutes les
Dames aux fenestres voyans cela, crierent, princi-
pallement comme les masts, avec les banderolles,
penchoyent dans la mer & dans les vagues tem-
pestüeuses & horribles a voir seulement, Mais il
sembloit, que la bontè de Dieu le relevast miracüleusement[.]
Apres ce combat de mer donc, il revinst chèz nous
mon dit beaufrere, & dit, comme ie l'en ressouvenois, qu'il
auroit mieux fait, de suivre mon conseil, & qu'il n'estj-
moit plüs tels combats, nj tels jeux à bon escient, quoy
qu'il eust mis sa vie à compromis ceste fois. Qu'il ne le feroit
plüs, & me menant a trois Dames Eclesiastiques & Abbessses, bien
parèes & dorèes, celle dü millieu, seroit devenuë ün Idole & sorciere. perge
|| [[Handschrift: 137v]]
mon beaufrere m'en avertissant luy mesme, que ie ne m'en
devois approcher trop près, car elle estoit (dit il) sorciere, encores
que toutes trois sont de nostre mayson de Hollstain, mais
ie croy fermement, qu'elle m'ait apprestè ceste tour-
mente sür la mer, dont ie suis eschappè a grande peine
avec mon Goltzsch, & avec d'autres honnestes gens.
J'ay escrit a Bremen & Emden. Dieu face reüssir mes recerches[!]
raysonnables & necessaires, avec honneur & bon fondement!
Rindtorffen nacher Borch, vndt in die Grafschafft Bentheim,
abermals geschickt, vndt weil er keinen fuhrwagen be-
kommen können, ist er mit dem lackayen kleinen Kersten,
gutwillig, biß nacher Leyden zu fuß, gegangen. Gott wolle
ihr geleidtsmann sein, vndt das sie zu fuß, vndt zu roß vndt
kutzschen, mit meinen pferden, vndt aller orthen, sicher, vndt
ohne anstoß, wol durchkommen mögen, auf wegen vndt stehgen!
Die avisen oder courranten geben,
Daß 3 Schiffe, so von Lisabona auß Portugall, in 11 Tagen
vor Texel mit vielen gühtern, arriviret, wegen des
eyßes vndt Sturmbs, im vaterlandt zu grunde gegangen,
die leütte wehren zwar salviret, die gühter aber nicht,
gibt groß lamentiren, vndt weheklagen.
Die Duynkircher haben auch eineß erobert.
Gassion, hat des Spannischen General leütenampts v̈ber die
Reüterey, seine leibcompagnie aufgeschlagen.
Das eiß, h vndt ergießung des Rheins, der Maase,
vndt Wahl, thut hin: vndt wieder, großen schaden, nicht
allein an haüsern, aufm lande, sondern auch in Städten,
alß zu Nimmegen, Mörs, Maestrich, vndt anderen, da
es auch gantze wälle vndt bollwergke wegführen solle.
Auß Spannien ist ein wechßel, von dreyen millionen
fast, zu Brüßel, vor die soldatesca ankommen, vndt es
soll noch mehr hernacher folgen.
Die vnruhe in Engellandt, wil sich noch nicht stillen,
vndt es finden sich viel heimliche secten in Londen, da
auch die pre<weiber> predigen. Das Parlament aber, will
solche heimliche congreß nicht länger leyden, sondern
remediiren, vndt die weiberpredigten abstellen.
Die Tractaten zu Münster vndt Osnabrück gehen schläferig, ob gleich
iedermann gute hofnung darzu hatt, von statten. Es
gibt ialousien, vndt allerley mißverstände. Der Churfürst
von Brandenburgk soll nach Osenbrück kommen.
Der Ertzhertzogk Leopoldt, vndt DorstenSohn, gehen in
Böhmen, auf einander. Man versiehet sich gewiß,
einer haüptaction. Gott stehe der gerechten Sache, bey!
Die Türgken gehen auf Istria, vmb dadurch in Friul
einzubrechen. Laßen auch zu waßer, 100 galleren, vndt
200 andere Schifflein mehr, alß vorm Jahr, außrüsten,
wieder die Christen. Gott bewahre, sein häuflein!
Eine Maltheser Gallere, ist bey Caprj, gestrandet,
vndt mit allem volck, vndtergangen. Ô des schadens!
Pabst, Kayser, Spannien, Florentz vndt Parma, sollen
eine liga vor die Italienische libertet, wieder alle frembde
vndt außländer, geschloßen, vndt die Sicilianer eine
extraordinarie præsentation an contributionen dem König in Spannien vereh-
ret haben, zum kriege. Die Barbarjner, werden am Päbstischen
hofe, noch sehr verfolget, vndt ihre jntraden, confisciret.
Franckreich rüstet sich, mit Macht, wieder Spannien,
Jtalien, vndt Deützschlandt. <Der Procuratore di San Marco, Molino, General
zur See, ist Hertzog zu Venedig worden.>
Der commendant so Marpurg auffgegeben, ist geköpft worden.
J'ay eu üne commünication particüliere, comme les
Lütheriens, a Münster & Osnabrück font rage, contre les pauvres
reformèz desirans leur exclüsion, par force, a ce
induits par les Prebstres, au<&> leurs Papes aux villes.
Ils sont si animèz que mesme ils mettent á part,
l'animositè, qu'ils ont contre Darmstadt leur
ennemy, & l'amitiè de Caßel, afin d'esteindre les
pauvres Calvinistes, comme ils les appellent. On propose,
que Messieurs les Estats icy, doyvent prendre leur cause
en main, & confisquer les 28 eglises Lütheriennes,
qu'il y a sous leur domination, s'ils continüent
a nous mal traitter. Les Swedois ont dit ouvertement
aux Ambassadeurs Palatins à Osnabrück, qu'ils ne devoyent
pas penser, qu'ils les assisteroyent, si ce n'est, qu'ils
leur livrassent les meilleures Eglises, au haut
& bas Palatinat, s'ils vouloyent avoir pleniere resti-
tütion. Üne belle offre? Les François sont ialoux des
Swedois, parce que le Conte de Trauttmanßdorff, traitte
tant a part avec eux, & avec tous les Evangeliques.
Il semble, qu'il y aura encores de l'inimitiè entre les
François & Swedois, car il y a apparence de mal-entendüs.
|| [[Handschrift: 139r]]
Si Messieurs les Etats icy, ne regardent plüs, aux interests
particüliers, dü commerce, de la navigation, & de choses sem-
blables, qu'a la conservation des refformèz par tout, ils
pourroyent beaucoup faire, &cetera[.] Tout cecy m'a commü-
niquè en confiance, Monsieur Berlepsch de la Haye <& que les
Papistes mesme sont plüs de nostre costè, disans ouvertement qu'il n'y aura nülle paix, si
nous ne sommes
satisfaits, & restablis entierement?>
<(Froßt.)>
Tobias Steffeck von Kolodey revenant hier <de la Haye>, a parlè hier, non seülement au
Baron de Brederode, deux fois, (car il a dit; que rien ne le
devoit empescher, nj dèstourner a vacquer a mes affaires,
sür toutes aultres, comme ün tres honneste Seigneur,
& affectionnè amy a ma Personne) mais aussy, a Monsieur
Wynbergen, ün des estats Generaulx, de mon ancienne
cognoissance dèz Harderwyck en Gueldres, puis a Monsieur
Berlepsch, puis au Coronel Desloges, en apres a Wyck-
fordt, item: au pensionnaire Catz, a d'autres petits Se-
gretaires. Tous ont donnè bonne esperance, selon qu'ün
a estè plüs informè, que l'autre. Dieu nous en face
voir, au plüstost, les effects! Monsieur de Brederode me veut
venir voir demainf, m'apporter la resolütion de Messieurs
les Estats, luy mesme, s'il la peut avoir? Dieu
le vueille benir, pour le bon zele, & passionnèe sincere affec-
tion, qu'il me tèsmoigne! car c'est aux necessitèz, que l'on
recognoist les vrays, & sinceres amys. Dieu encline les coeurs!
Diesen Morgen, bin ich die wochenpredigt, in die
Frantzösische kirche, wieder gegangen, mit ein par Jungkern,
vndt herr Solere, hat geprediget, de off Reverentia
erga Magistratum, auß der Epistel Judaß5 <so> gar
beweglich, vndt erudite, alß ich diese materiam,
noch iemalß habe tractiren hören.
Tobias Steffeck von Kolodey ist wieder hineyn, in haag, Gott gebe zu
glücklicher expedition! <Melchior Oertel est party ce jour vers Emden & Brême. Dieu le vueille benignement conduyre!>
Monsieur de la Riviere, hat mich nachmittags besucht. Wir haben
vielerley geredet, von dem zustandt derer an itzo bedrang-
ten kirchen in Frangkreich, wie sie keine großen herren,
mehr zu haüptern haben? wie Sie verrahten vndt ver-
kauft worden? wie sie nicht mehr freymühtig predigen
fast dörfen, sub prætextu rebellionis illicitæ, vndt daß
Sie ihren König keiner idololatriæ beschuldigen sollen,
noch den Pabst den Antichrist heißen, wie ihnen ihr vndter-
halt vergeringert wirdt? Wie v̈ber 120 reformierte kirchen, nach
den kriegen, mit Rochelle, vndt mit den hertzogen zu Rohan,
vndt Soubize, ihnen entzogen worden? wie man sich eines
massacre wol gar wieder, zu befahren? wie es auf
ihren Synodis, vndt Colloquiis, sonderlich anno: 1611 zu Saul-
mür, vndt dann auch zu Loudün, vndt <an> andern orthen, daher gangen?
Darvon er sehr disertè discouriret, mit großer geschickligkeit
|| [[Handschrift: 140r]]
eyverig, vndt vernünfftig. Er hat auch von dem zustandt
in Brasilien viel geredet, etzliche curiositeten, me<i>hr erzehlet
vndt daß wol Gott daselbst ihm eine kirche samlen möchte,
iudicjret. Wir haben auch von der<n> friedenshandlungen
zu Münster, vndt Osnabrügk, conferentz gehalten, sonderlich
von den Neẅerregten Strittigkeitten, welche so wol
ihm, alß Mir, schlechte hofnung, zum friede machen. perge
Tobias Steffeck von Kolodey ist wiederkommen, außm haag. Heimbachs sache ist
vnklahr. herr von Brederode, bittet mich, nach Ryßwyck, auf
Morgen gebe gott zum eßen, vndt will Wyckfordt mittbringen. perge
Monsieur Spanheim, m'a escrit, m'envoyant ses proiects, en la
forme, quj s'ensuit:
Il y a dit il, icy (c'est a dire a Leyden) deux commoditèz pour vivre,
ou en pension, ou en chambre. En ceste derniere façon, on peut
vivre avec plüs de mèsnage, & s'exempter des Compagnies fascheu-
ses, eviter les mauvais exemples, la dèsbauche & les querelles.
Mais il y faut dü soing, & des Personnes entenduës a l'Oeconomie.
Les pensions Ordjnaires sont de quattre cents florins, par an, y
comprins la chambre, par teste, où de trois Reichstalers par semaj-
ne pour les Maistres, & de deux pour les valets, par teste aussy.
Üne bonne chambre garnie de meubles, couste par an, environ
soixante florins, le service y estant comprins.
Ie croy que deux mille florins pourront süffire à üne table
mésnagere par an, pour six personnes, à vivre en chambre.
Le Maistre de danses, exige trois Richstalers, par mois.
|| [[Handschrift: 140v]]
Celuy de la Langue Françoyse aultant. Mais quand plüsieurs
apprennent ensemble, on en peüt convenir à meilleur prix.
Le Maistre des Mathematiques exige cent francs par
teste, pour le moins, pour le Cours. Mais si plüsieurs se pre-
sentent ensemble, on pourra composer.
Au regard des Collectes, il fauldra scavoir, quelles sont
les Eglises, en ce pays, quj n'ayent pas encores contribüè
pour les solliciter par lettres expresses, & par üne representa-
tion particüliere des Personnes necessiteuses & de leurs familles,
comme aussy par üne designation de bastimens necessaires
pour la parole de Dieu, & par les Escoles. Et seroit bon, de
n'y dissimüler point, la Liberalitè receuë des aultres Eglises,
avec ün compte y joinct, à quoy elle auroit estè employèe.
Üne autre lettre particüliere pourroit estre escrite
à Monsieur Louys de Gheer, demeurant en Swede, où on pour-
roit estaller les grandes charitèz qu'il auroit exercès envers
les exilèz. On pourroit addresser ceste lettre à Monsieur Hotton,
Pasteur de l'Eglise Françoyse d'Amsterdam, quj a üne grande
entrèe en ceste mayson, avec ün mot de lettre, pour le prier
de recommender ceste affaire au Fils, quj est á Amsterdam
& au Pere, par lettres.
Juqu'icy, vont les mots, de Monsieur Spanheim, aux affaires des Jeünes
Seigneurs, ou de leur seiour à Leyden, & des collectes pour les Eglises, & escoles.
<Froßt abermal.>
<Ein> Somnium gehabt, alß ob eine Dame, von hof, eine hofmeisterinn
von iungen Jahren, mich gezwungen, Sje zu küßen, weil (ihrem
bericht nach) die Princeßinn solches befohlen. Darnach hette sie
mich in eine große kammer geführet, da wehre ein großer
Stargker Loẅe vnversehens hineyn kommen, vor welchem
wir vns allzumahl sehr geförchtet, er würde vnß
den rest geben, oder also brüllend, den garauß machen.
Er hette sich aber, an eine Meerkatze gemacht, vndt
mit derselbigen lange gespiehlet, doch also das sie biß-
weilen sehr geschrien, vndt weil Sie an einem
langen strigk an einem offen, angebunden gewesen,
hette sie nicht dem leẅen, entfliehen können.
Diß spiel hette lange gewehret. Jch vndt andere,
hetten mit schregken lange zugesehen, weil der loẅe
immer auf die seitte, ein auge auf vnß, Sonderlich auf
Meine person gehabt, vndt ich kondte nicht ent-
weichen, weil der loẅe zu nechst am ofen, vndt bey
der Thür wahr. Jch wuste auch sonst keine gelegenheit
vmb selbiges hauß, vndt hatte mich schon zuvor darinnen
vielfältig verirret. Jch wachte aber v̈ber der angst,
durch stargkes zischen vnserß Nachtlichts auff, & i'en
ay a attendre, (peut estre cejourd'huy) l'interpretation. perge
Vormittag, ist Tobiaß, außm haag, wiederkommen, vndt berichtet,
es leßet mich der herr von Brederode, nochmalß bitten, zu ihm,
zur Malzeitt, nacher Ryßwick, zu kommen, vndt vorlieb zu
nehmen, welches ich auch gethan, vndt bey ihm, den Obersten
Ehrenreütter, Obristleutnant Kühn[,] general leütenampt, von der Artille-
rie, wie auch, den heßischen Agenten Wyckfordt, (welche
beyde letzere Lutterisch sein) gefunden. Er hat mich, vndt
meine Söhne, wie auch beyde Jungkern, halcke, vndt Röder,
an einem runden Tisch, neben sich, vndt vorgenandten, zu
gaste gehabt, vndt allerley freymühtjg, discourriret,
auf holländische manier, darbey sie die hüte aufgesetzt,
ohne wann hohe gesundtheitten, getrungken worden.
Mais mes gentilshommes, n'ont pas mis leur chappeaulx.
Man hat discourriret, von dem Staad alhiesiger lande,
von den beschwehrungen deßelben, von der hoch: vndt Nieder-
deützschen Sprache, wie es bißweilen mißverstände
gibt, (mit hitzigen brühen, vndt dergleichen) von
Schiffen, bierbrawern, Bürgemeistern[!] vndt dergleichen,
(welche die arme in die seitte stellen, vndt den vor-
nehmsten herren, im Rath wiedersprechen, vndt bravaden machen,
in schwartzen erbarn kleidern, da sie auf der gaßen in ihren
rauchhärichten Mützen, vndt andern kleidern, respect leisten
müßen, vndt kawm der dritte Theil auß der Ritterschafft,
|| [[Handschrift: 142r]]
von den GeneralStaden ist, vndt also keine civilitet
verstehen) also das man keinem cavaglier helfen kan,
wie gerne man auch gerne wolte, vndt wie es die
Schuldigkeitt erfordert! Man hat auch von Brasilien
viel geredet, vndt wie das fort Mauritius verlohren
wehre, welches Kühns bruder, hette v̈bergeben, vndt sich
gefangen, in Portugall, führen laßen müßen,
da dann der König protestiret, er wüßte nichts
darumb, gleichwol aber briefe von ihm intercipiret
worden, welche anders lautteten. Aulcüns ont
aussy üsè des jnvectives, contre le Düc Charles Emanü-
el de Savoye, qu'il n'auroit pas tenü parole etcetera
mais i'ay rèspondü a cela & l'ay hautement louè,
sür tout le Düc Victor Amadeus. Ün Seigneur de
Hollande dist aussy; que les Swedois ne scavoyent
traitter les Princes, & estoyent, comme des bestes
brütes, & des vrays Laplandois, & Barbares.
On parla dès querelles de Münster & Osnabrück entre les Lütheriens
& refformèz, & que cela n'avanceroit nüllement
ains recüleroit la paix. Monsieur Wycckfoort Lütherien, &
disciple de Calixtous, estoit fort contraire, a ces fadayses.
Le Baron de Brederode dèscend des Contes de Hollande,
& n'est pas content avec le gouvernement popülaire
|| [[Handschrift: 142v]]
l'appellant èsclavage, & d'estre venü d'üne servitüde
a l'autre! Il craint, qu'en six semaines, <ie> ne seray
pas encores contentè. Il fait dès propositions, qu'on
me doibt avancer quelque chose, mais cela va, a
la longue. Wyckfordt, s'est offert tres-bien, & les
autres officiers, se sont aussy meslè, en mes affajres.
Les Provinces lanternent, a ramasser leurs quotes.
Chascün cerche son proffjt. En ce, quj charge le pays,
on a fait serment, de ne rien conclürre, l'ün sans
l'autre, & üne ville, voire ün seul homme, peut tout
mettre a neant üne conclüsion. Que l'Empereur
a souvent objectè à Messieurs les Estats, qu'ils auroyent
assistè le Prince d'Anhalt, c'est a dire Monseigneur mon Pere, a la
guerre de Juilliers. Je parlay aussy de la guerre
de Brunswyck, & de la guerre de l'Ünion, ou
le Prince d'Orange les auroit assistèz en personne.
Il a 45 le Seigneur de Brederode, & moy 47 ans.
On loua hautement le feu Prince Maurice
d'avoir rompü la glace, erigè la discipline militajre,
estè familier comme son Pere avec les Bourgmaistres
& gens de ce pays icy, & fait avec la mojtiè de ses forces
beaucoup, ou on a a ceste heure, deux fois aultant[.]
Je l'approuvay avec toutes ses louanges, Mais ie
louay aussy les prouesses, & les Vertüs heroiques,
avec le bonheur extraordinaire dü Prince d'Orange
d'auiourd'huy, a quoy, toute la compagnie acconsentit,
& on conta en particülier quelques sieges, comme celuy
de Bois-le Duc, & de Maestricht, &cetera avec les grandes
difficültèz sürmontèes, & que le Prince d'Orange
d'auiourd'huy, estoit le plüs grand Capitaine
de toute l'Europe. On dispüta aussy, si l'E-
lecteur de Brandenbourg, auroit tort, ou non, de
<re>demander Rèes, Emmerich, & Wesel, ce que i'af-
fermois, les aultres le nioyent, & i'entrelassay
comme le droict de guerre devoit estre menè en jüstice
autrement c'estoit plüs un brigandage, qu'ün lar-
cin. Mais la conclüsion füst, de la plüspart des
assistans: que le droict de guerre est aujour-
d'huy: Que le plüs fort l'emporte, & qu'il faut
embellir ceste maxime comme on peut, avec des
raysons. Comme par exemple, on a prins Weesel
sür les Espagnols. Rees & Emmerich, de peur qu'ils
ne le prennent. L'Electeur de Brandenbourg n'a pas eu
moyen, de le ravir a l'Espagnol, & on est si bon de
|| [[Handschrift: 143v]]
le laisser jouir des revenüs. Mais en cela je parlay
pour Monsieur l'Électeur disant: qu'il se plaignoit, qu'on luy
contoit jnterest, sür jnterests, & cependant
à moy l'on faysoit tout aultrement ne voulant ouir
parler dès jnterets. Quant a la jüstice de la cause
je leur contois des exemples, de l'ancien Testament,
& de la benediction ou malediction de Dieu, mais
quelqu'un s'en mocquant, repartit, qu'alors
ce avoyent estè des commandemens exprès, a quj
on devoit faire la guerre, maintenant on n'en
avoit point de commandement exprès, nj asseurè,
ains il falloit faire, ce qu'on trouvoit bon,
iüste, & raysonnable, chacün pour soy mésme.
Il semble, qu'on me vueille lasser, d'estre icy, ou de
faire emprünter les sommes, avec üsüre. A Doublet,
Receveur General, les ordres sont donnèz, de recevoir
dès Provinces les sommes, mais les glaces, & d'autres
empeschemens sürvenus, retardent le payement.
Et ie crains, d'autres mauvais poissons!
Dieu me vueille delivrer, de ces jntrigues.
Apres avoir beu de iolis petits verres, de vin blanc
de Vin clairet, & dü vin sec, nous nous sommes departis l'ün de l'autre.
Donnerstag♃ den 12. ⁄ 22. Februarij: 1646.
<Schnee.>
Hier füst aussy dit, a Ryßwyck: Que les Venitiens
perdoyent üne trouppe de gens apres l'autre, par
leurs navires quj se perdoyent, y allans seuls
& trop foibles vers Candie, avant que se joindre,
& que le Türc, leur devenoit trop puissant, par
mer, & par terre.
Que les armèes Jmperiale, & Swedoyses s'entre-
battroyent, & que le General Major Mortaigne
seroit desja prins prisonnier, entre Eger, & Leiptzig
ayant trop tost, renvoyè son convoy.
De l'Empereur seroit<füst> fait treshonorable mention,
particülierement je le fis, de ses belles qualitèz
vertüs, & conditions ordinaires, & extraordinaires. perge
Je repartis, a Wyckford quj se mèsloit, d'avoir <ouy> blasmèr
en France, le Düc de Savoye mon premier General
pour n'estre observateur de sa parole, que le Düc s'estoit
reciproquement plaint de la France, qu'on ne luy
y eust pas tenü parole, ce quj fit sousrire Monsieur de Brederode,
que j'avois si bien payè, ce chevallier de la Saint Michel, Wyckfoort.
Ie dilatay aussy, ce discours, comme les Terres & Provinces
dü Düc de Savoye estoyent ainsy logèes, entre ces deux Puis-
sances, France & Espagne, qu'il luy falloit necessairement
|| [[Handschrift: 144v]]
s'attacher, ou a l'ün, ou a l'autre, selon que l'ün,
ou l'autre, luy manquoit, ou l'assistoit.
Ie dis haut & ouvertement, qu'il nous falloit
avoir ün chef Allemand, & que l'Empereur nous estoit
si bon, si Vertüeux & si bien conditionnè, comme au-
cün aultre pouvoit estre, qu'il valoit mieulx
le retenir, que de changer de maistre, ou en empi-
roit souvent plüs, que l'on ne gaignoit, & cela
ne füst point contredit des assistans.
La Landgrävinne de Hesse, füst aussy fort
louèe de moy, & d'autres, a cause de sa gene-
rositè, & Vertü, & modestie en ses gestes, & paro-
les, comme aussy, pour sa beautè, mais en fin
le Baron de Brederode monstra ün dèsplaysir de ce qu'elle
auroit promis, de vuyder la Frise Orientale, au
terme de six mois, mais il y auroit presque
huict ans, que ces six mois düroyent, dont
Messieurs les Estats seroyent mal satisfaits.
On parla aussy, comme les Princes, & les grandes
villes, sont ordinairement l'ün en discord, avec l'autre
<pour> Exemples: Brunswig, Geneve, Embden, Magdeburg
<Bremen> contre leurs Dücs, Contes, & Evesques. Item: le Parlement
|| [[Handschrift: 145r]]
entier en Angleterre, contre son Roy, &cetera
Il eschappa ün mot a ün Seigneur, qu'il dist, qu'on
auroit en ce pays icy, secouè le joug espagnol, pensant
de rendre libres, & maintenant on estoit plüs assüb-
jetty & asservy au regime popülaire, que non pas
auparavant, a la mode ordinajre dès Repübliques.
La libertè, & franchise dü pays, avec la liesse
de l'excellent vin, ne permit point, qu'aulcün
osast prendre en mauvayse part, ce qui se disoit
sans crainte, soit en s'opposant aux discours,
soit en èsplüchant les sentiment, qu'on portoit peut-
estre, sür le coeur. Mais on beut sans contrainte.
Parlans de l'Empereur comme je disois, que Sa Majestè
auroit eu icy, ün Ambassadeur6 vers Messieurs les Etats,
pour continuër bonne amitiè, & jntelligence, il repar-
tit; que cest'Ambassadeur n'auroit point estè receü.
Diesen Morgen, ist halcke wieder im haagen. perge
Den Frantzösischen prediger, Monsieur de la Riviere, habe
ich zu gaste geladen zur Mittagsmalzeitt,
afin de luy rendre ses nouvelles commüniquèes,
me dèscouvrir a luy, le demander conseil, tant
pour avancer le fait des finances, que pour le sejour
de mes enfans. Dieu vueille benir mes desseings!!!
Monsieur de la Riviere, hat mit Mir, zu Mittage,
gegeßen, vndt man hat gar eine gute Conversation
mit ihm, gehabt. Nach dem eßen, ist er eilends ab-
gefordert worden, in seinen geistlichen kirchengeschäften,
vndt es hat mir wehe gethan, ihn zu deseriren.
Hier le maistre d'hostel, dü Seigneur de
Brederode, plaignoit le dèsfaut & la chertè
des tourbes a faire le feu, disant, qu'a le porter
seulement il falloit donner six solds, pour üne cor-
beille, au lieu qu'on ne donnoit autrement, qu'ün solds,
& que c'estoit üne gr terre singüliere & choisie.
Nous y füsmes traittè magnifiquement hier
a Ryßwyck a l'hostellerie, par commendement de
Monsieur de Brederode. Dieu vueille: qu'il m'ayde, au reste.
On conta aussy, au<hier,> comme le mèsentendü dü Prince,
& dü Baron d'Anholt, avoit conservè: 200 hommes, avec<près de>
Weydthausen7, quj devroyent estre massacrèz, sans
cela, & par l'ambiguitè dü nom fürent maintenüs.
Le Colonel Ehrenreütter, racconta cela.
Monsieur Wyckfordt<de la Riviere> me conta aussy aujourd'huy, que l'on
appelloit Wyckfordt le jüif de la Haye, qu'il estoit fort avare,
üsürier, & quj cerchoit, de gaigner, en toutes choses, mesme auxr-
retèz qu'il monstre, encores qu'il soit enfoncè en l'argent, iusqu'aux oreill[es.]
Monsieur de la Riviere conta d'üne Demoniaque, affectèe, laquelle auroit estè
en France, avec des Prestres, pour gaigner de l'argent. Ün Medecin
de la religion, auroit apperçeu la fourbe, & l'ayant manièe,
luy auroit mis le genouil sür la poictrine la gettant a terre,
& luy serrant le gosier, en sorte, qu'elle tira la langue
dehors. Puis il dit, aux assistans: Voyla pourtant, que j'ay
vaincü le Diable, & l'ay rendü müet. Mais, le trait
estoit encores plüs playsant, comme il<ün autre> fit apporter le Virgile,
au lieu de faire apporter l'Evangile, (en quoy il y a illüsion
& similitüde des noms) & tout le monde pensoit, comme la De-
[m]oniaque mesme, que c'estoit l'Evangile &, qu'il liroit le
<[co]mmencement dü> [p]remier chapitre de Saint Iean, (que les Diables & possedèz
[n]e peuvent endürer, <In Principio erat Verbum &cetera8> au dire des Prebstres) & list tout
[h]aut: Arma virumque cano, etcetera 9 de cest autheur Payen.
Alors la Demoniaque commença a sauter, & a faire des
grimaçes exorbitantes, & ainsy füst descouvert
la tromperie, si que le Roy fist enqueste, & fit emprisonner
la Demoniaque affectèe avec son frere, & ses parens,
& le Prebstre, puis les relascha, sous peine d'estre fouet-
tè & releguè, & le prebstre d'avoir la teste trenchèe, de
ne revenir plüs, a abüser le monde, pour avoir de l'argent.
Une[!] autre rencontrant ün ministre de la religion dist: qu'il
estoit dès leurs, c'est a dire des Diables, entrèz en ce corps, selon qu'on le devoit
[c]royre. Il ne voulüst pas s'amüser a causer avec ces Diables, &
s'absenta, mais on le pria de ne donner scandale, a la veritè, par ceste
|| [[Handschrift: 146v]]
aversion. Il retourna donc, & dit a ce Diable, pretendü: Comment
suis ie des tiens? Ouy; dit le possedè. Et bien donc repart le ministre,
croy tü la transsübstantiation, & que tü manges a la messe
ton Dieu, au corps, & en la chair de Christ <& qu'il l'y faut adorer[.]> Le patient
respondit, fort vigoureusement, ouy, ouy, & non autre chose
monstrant beaucoup de zele en cela, & pensant confirmer la
Veritè de ch ces choses imaginèes<, puis ne peut endürer la lectüre de nostre
second commendement au Decalogue des Images, faysant force grimaçes.> Le ministre se print a rire &
dit: Voy donc, comme tu ments, esprit abüseur, que ie suis a toy,
puis que ie ne croy nüllement cela, de la messe ce que tü
dis, que tü crois, <que i'honore le second commendement donnè de Dieu
avec fouldres & menaces, que tü reiettes> & dit au peuple & aux assistans, Messieurs
recognoissèz la fourbe & la tromperie. On empoigna le pretendü
Demoniaque, & tous fürent chastièz, comme des gens, quj pipoyent
le peuple, afin de leur vuider les bources. Comme je luy
raccontay, ce, que m'avoit raccontè, en presence de l'Empereur
defünct, le Baron de Losenstain, d'ün Fitzthumb de Berchtolsgaden,
& de son valet de chambre Thomaß, qui estoit ün Diable & l'avoit
fidellement servy deux ans, l'abordant a Venise, & demandant depuis
son congè en Baviere, disant ne pouvoir souffrir les jmages, sür tout
celuy de la Vierge Marie, ni le 51. pseaulme: Miserere mej Deus, etcetera10
& qu'il estoit Calviniste, & que i'aurois rèspondü devant l'Empereur &
l'Electeur de Couloigne, & autre, que il en prennoit bien, si le Diable
comme Menteur, devoit dire la veritè, & que tous se seroyent mis
a rire, il sans dire autre chose, il s'en rit aussy, disant, qu'il
falloit encores rèspondre, ce, que Jesüs Christ dit a ses disciples,
qu'il ne vouloist point estre manifestè, par la bouche des Diables
|| [[Handschrift: 147r]]
& de ces esprits mensongers, lesquels ne doyvent dire la Veritè mesme,
quand elle redonde au dèshonneur de sa Saincte & Divine Majestè
& pour cela il les faysoit eux mesmes taire, & ne les laissoit point parler, afin
de ne dèshonorer sa personne de mediateur entre Dieu, & les hommes,
& son Office, & ses miracles etcetera par la confession des Esprits, impürs, menteurs, & reprouvèz.
halcke, ist wiederkommen, außm haag, hat zwar in seinen Privatis,
zu schaffen gehabt, iedoch auch Pfaltzgraf Philips gesprochen, welcher Morgen
gebe gott zu mir anhero kommen will, nachmittage, welches ich doch
nicht begehret, sondern zu Ryßwick, vnß gerne vndterredet hetten.
Monsieur de la Riviere dist aussy, que le Düc de Rohan avoit tresbien faict,
en ses guerres, mais devant la prinse de Mompellier, on l'auroit
cagiolè de mots, & de belles paroles, devant<la> part dü Roy, comme si
ce n'estoit pas honorable, de ne se fier point a la parole de son Roy,
& Souverain, qu'on mettroit ceste tasche[!] en ses Chroniques, et
cela terniroit toute sa gloire, de luy qui estoit parent d'ün si
grand Roy, & descendü dü sang illüstre des Roys de Navarre
& d'Èscosse, &cetera et ainsy Monsieur de Rohan eüst rendü au Roy, ses
hostages, comme garands de la Paix, mais le Roy n'auroit pas
rendü les siens, ains fait apres cela, (c'est a dire apres avoir
faussè sa parole aux pauvres Hüguenots) plüsieurs violences aux
pauvres gens de Mompellier, entrant dans leur ville, la bordant
aux ruës, de ses soldats, ne laissant parler trois bourgeois ensem-
ble, s'ils ne vouloyent avoir dès coups & le nom de traistres, & conspi-
rateurs, contre leur Souverain, & les contraignant de prier le Roy, de leur
bastir üne citadelle, afin d'estre mieux en repos, & seuretè, chose inouie!
car le Roy avoit promis aux traittèz de paix, de ne faire point de citadelle,
|| [[Handschrift: 147v]]
& ainsy il les traitta de la sorte, qu'il forçea les Bourgeois eulx mes-
mes, de l'en prier, & choses semblables.
Le dit Riviere, est nè en Angleterre, de parens françois, quj s'y
retirent, aux temps des persecütions.
Il s'enquist des hohenfelder, s'ils sont Barons? ou non? Jtem: dit;
qu'Einsiedel11, frere de mon Maistre d'hostel, & depuis gentilhomme dü
Prince Maurice, a estè avec luy, plüsieurs mois, aux dèspens dü
dit Riviere, auquel il füst recommendè, ne desirant autre chose en
recompense de luy, sinon le pourtraict dü dit Prince.
Jch bin nachm haag gezogen, mit Ernst Dietrich Röder, Tobias
Steffeck von Kolodey, dem page Bidersehe, vndt hanß Eckardt,
vndt bin bey dem Obersten Désloges eingekehret, welcher
mich wol logiret, vndt tractiret, vndt Monsieur Wyckfordt ist
auch vnser gast gewesen, neben Désloges, vndt seinem Söhnlein,
Henry, et cetera. Nach der malzeitt, hat mich der Königin in Böhmen Sohn, Pfaltzgraf
Philips, besucht, wiewol er kurtz zuvor, einen Edelmann nacher
Delft geschickt, vndt mir, die visite, wegen, leibesvnpäß-
ligkeitt, absagen laßen. Weil ich aber so nahe, an seinem
losament wahr, vndt zu ihm zu kommen, mich offeriret,
hat er sich angezogen, vndt ist zu mir, alß der iüngere,
in mein losament kommen, vndt haben eine gute weile
mitteinander, gespraachet, von seinen raysen in Frankreich
vndt in Italien, von seiner bestallung nacher Venedig,
|| [[Handschrift: 148r]]
von ihrem vorhabenden ballet, vom Pfaltzgraf Edouardt, vndt
seiner apostasia, vndt heyrath, vndt das kein außlendischer Fürst
mehr, ohne erlaubnüß, vndt paß, durch Frangkreich raysen
darf, sieder sein bruder der Churfürst, gefangen worden wehre,
vndt wie vnsicher, es, an etzlichen orthen, in Italien seye?
Alß er wegschiede von mir, grüßete ich auch seine
aufwärter, Alß: herrn Kaplirz12, einen graf Kinßky, vndt
ein Wutenaw, außm Fürstenthumb Anhaltt, welcher
nacher Delft geschjckt gewesen, <vndt meiner verfehlet.>
Darnach fuhr ich, mit Monsieur Wyckfordt, in sein schönes, wol
meüblirtes losament. Er hat daselbst, feine gemächer, hüpsche
tapezereyen, feine betten, seßel, stüle, marmelcamine, vndt
dergleichen, vndt welches das schawwürdigste ist, schöne Rarite-
ten, von großen, vndt kleinen porzellanen schahlen, vom allerley
geschnittenen, vndt gemahlten, auch gegoßenen bildern,
von allerley medaillen, vndt alten Müntzen, von auß der
maßen, schönen geschirren, von Agatha, Jaspis, Cristall,
Onichstein, vndt dergleichen, welche kostbahr, vndt rar sejn,
Item: allerley medaillen, bücher, Jndianische gemälde, vndt Tinte,
Bezoardstein, Spitze vom Einhorn, so er auf 2000 ThalerThlr: schätzte, vndt
ein handtfaß, von Christall, auf 1000 ReichsthalerRthlr: Jtem: von elfenbein
künstlich schnitzwergk, vndt andere gedrehete sachen, eine güldene
hutschnur, gar subtil gemacht, eine andere kette, halßbandt, oder
huetschnur von amorellenkernen, schön geschnitten, ein fleischfarber
Agat darein ein bildt geschnitten, auß der kunstkammer zu München,
|| [[Handschrift: 148v]]
kostet 500 ReichsthalerRthlr: die jhm, der Churfürst von Bayern, wieder davor
gebotten, er wil aber kein geldt, sondern andere Præsenten, da-
rundter die jnteresse begriffen, acceptiren. Er sagte,
wenn er das begken von Christall zum handtfaß hette, so
wolte ers nicht v̈mb 4000 ReichsthalerRthlr: geben. Adam vndt Eva
hatte er in holtz geschnitten klein, das schätzte er, auf 20 mille Gulden (florenus)fl:
welches vnß viel zu viel zu sein billich dauchte.
Etzliche bilderlein vndt abgötter der Jndianer, wahren auch da.
Ein silbern vergüldetes buch, voller medaglien, oder silbern
antiquiteten. Sonsten, in andern schublädlein, vndt sachen, etzliche
corniolen, Amethisten, lapis Lazurj, vndt dergleichen, geschnitten,
vndt andere mehr schöne seltzamkeitten.
Il me dit Wyckfordt, que le Prince Palatin demandoit
58 Dalers, pour homme, des Venitiens, & qu'ils ne luy vou-
loyent donner, que 52 pour lever en ces pays icy, & a l'en-
tour de Brehmen, & qu'ils ne sont d'accord encores, pour la Ca-
pitülation, en laquelle il faut bien prendre garde á tout.
Quant a mes affaires, l'esperance d'ün jour, a l'autre
continuë, & il parlera au Sieur Van den Bruch, commis
dès finances, si iceluy pourroit avancer quelque somme?
Le dit Wyckfordt, s'est pürgè touchant les calomnies á
luy imposèes, à ce qu'il dit, en l'affaire dü Düc Bernhardt
de Saxe Weymar, auquel il dit, que son Pere, a prestè beau-
coup d'argent, & qu'il luy <en> a comme Conseiller segret, & iamais
Secretaire, rendü fidel conte.
Le Prince Palatin Philippe disoit aussy, que son frere Edouard seroit
de trois ans, plüs aagè que luy, & que son frere Gustave seroit
mort de la gravelle, en des douleurs extremes, ayant eu aux
reins, & en la vesie üne grande quantitè de pierres, & entre
autres, üne, aux reins, plüs grosse, qu'ün œuf de pigeon,
le pauvre enfant. Il dit, que la gravelle, regne fort, en ces
pays-icy, l'attribüant a l'air, & aux poissons.
Il ne peut aussy s'accorder avec Venise, en ce qu'ils
veulent, que tant de Generaulx le commandent, & luy
il ne se veut laisser commender, que dü Generalissime
seul, pretendant quattre regiments, en ceste guerre
contre le Türc, si jüste, & si Chrestienne.
Revenant à Delft, ie trouvay mes enfans, qu'ils a-
voyent ouy des harangues latines, par le conseil de Monsieur
de la Rjviere, de deux èscoliers, en l'auditoire püblic, quj
veulent se rendre estüdiants, apres leur examen, assavoir:
Justus Vloetius, quj harangua de Mutationibus Rerum publicar
earumque causis, ex Sacra Scriptura petitis, & puis:
Nicolaus Assendelf, haranguant de Iusta Bellj causa.
Tobias Steffeck von Kolodey trottiret wieder in haagen, Gott helfe vns, mit gnaden
zu endtlicher expedition!
Nota Bene[:] Wyckfordt disoit hier, que les Bezoards Occidentaulx, valoy-
ent aultant, que les Orientaulx, ce quj est refütè par d'autres.
V̈berschlag Præceptoris hanckwitz, zu Doctor Spanheimij
vorschlag, waß ohngefehr die Jungen herren in allem, 6 perso-
nen stargk, zu Leiden, verzehren möchten, außerhalb der
herren, vndt diener kleidung, vndt besoldung, Item anderer
zu dero studieren, nöhtige sachen, alß da seindt; Frantzö-
sische bücher, jnstrumenta Mathematica, Jtem: deß
wintters, nöhtiges Feẅerwergk.
| [Gulden (florenus)f:] | |
| Jährliches kostgeldt, (daß Jahr zu 52 wochen gerechnet)
vor 4 personen, an der herren Tafel, wochentlich, für iede person 7½ Gulden (florenus)f: holländisch |
1560 |
| Abermahl iährliches kostgeldt, für
zwey diener, die person wochentlich zu 5 Gulden (florenus)f: gerechnet |
520 |
|
Summa: des kostgeldes: |
2080 Gulden (florenus)f: |
|
Dem Frantzösischen Sprachmeister Jährlich für zwey personen, dem Monat zu 15 Gulden (florenus)f: gerechnet |
195 Gulden (florenus)f: |
| Dem Tantzmeister Jährlich (das Jahr zu
13. Monat gerechnet), vor zwey personen, Monatlich 15 Gulden (florenus)f: |
195 Gulden (florenus)f: |
| Dem Mathematico für zwey personen, einen
Cursum zu absolviren, zu 100 Gulden (florenus)f: |
200 Gulden (florenus)f: |
|
Summa: in allem: |
2670 Gulden (florenus)f: |
Nota Bene[:] Jch meyne die kleidung, Besoldung, diener vndterhalt, Bücher, me-
dicamenten, licht, Feẅerwergk, instrumenta & talia, werde
plus minus, auff 5 oder 600 ReichsthalerRthlr: Jährlich kommen, vndt mit
|| [[Handschrift: 150r]]
vorigem ohngefehr zusammen, auf 1500 ReichsthalerRthlr: es seye
dann, daß die de Griechische, vndt Italiänische Sprachen,
neben musicalischen exercitiis, oder reißen, wachsposiren,
vndt dergleichen, darzu addiret werde. Item: schreiben lernen. perge
Gott gebe guten Raht, weißheit vndt verstandt, damit
alles wol angefangen, gemittelt, vndt geendet werde!
so wol bey großen, alß kleinen. Er gesegene auch die
Mittel, so darzu zu gebrauchen, damit das gute wergk
nicht vnvollkommen, vndt vnvollendet gelaßen werden
müße, dann deficientibus mediis, nihil vel parum
præstarj potest! Homo proponit, Deus disponit!13
Gott laße meine Christliche anschläge wol gelingen!
vndt wehre allem bösen wiederstande, vndt oppositionen!
damit die nutritij Ecclesiæ, (welche itzt oder künftig
sein werden) in der wahren reformirten religion be-
stendig bleiben, wol ernehret, versorget, vndt
erzogen, auch mit allen Nottürftigen Dingen, vndter-
halten werden können! Benedictus, benedicat conatus meos!
& sit adiutorium nostrum, in tempore necessitatis,
afflictionis, & tribulationis, sicut speramus in eum!
Tout ce; que nous avons, Sont de Dieu les dons.
Au coeur Dieu bien aymant, Dieu donne tout, comme en dormant. perge14
Dieu jamais la clameur n'oublie, De l'affligè, quj le süpplie!
Le Apres disner, en ün temps hümide, & nübileux, moy,
& Halcke, sommes allè pourmener en ceste ville de Delft
pour discourir ensemble aux Temples, neüf & vieil, la ou
chacün va, quj veut, se pourmener, (hors dü temps dü
service divin,) estans á couvert.
Jm rügkwege, fa<j>lschete ich demanten, bey einem
goldtschmide, vndt Jubilirer, nahe beym Rahthause.
Er sagte zu Mir, ein carrat machte 4 gran, oder 8
halbe gran. Jedes gran, <in kleinen Steinen> güldte 4 ReichsThaler.
Er hatte einen schönen Demant, der solte einen carrat,
wiegen, denselben botte er, vmb 160 Gulden (florenus)f: weil er ihm
150 Gulden (florenus)f: gekostet, vndt ein Dickstein, wehre. Er sagte: itziger
zeitt, wehren die Edelgesteine, in gar zu geringem werth,
wegen der vielen kriege, vndt des geldtmangelß, hin:
vndt wieder. Man köndte nicht darbey bleiben. Waß 40
oder 50 ReichsthalerRthlr: vor diesem, ein stein werth gewesen, gülte
er kawm an itzo, halb so viel. Andere steine, alß
Rubin, Schmaragd, Saphir, vndt dergleichen, würden gar
nichts geachtet, auch nicht darnach gefraget, wann sie
nicht extraordinarie groß, vndt schön wehren? Er
hatte auch falsche Steine von Demanten von Alençon.
Er sagte aber, waß er vor gute wahre, verkeüfte,
wolte er auch vor gut gewehren, oder alles verfallen sein.
Tobias Steffeck von Kolodey ist diesen abendt, außm haag, wiederkommen, mit
guten vertröstungen. hat aber, den herren von Brederode
nicht sprechen können, sondern ist an Wyckfordt verwiesen
worden, mit welchem er weittlaüftig geredet. Derselbe
aber, hat dem van den Bruch, noch nicht zugesprochen.
Diese leütte wollen immer getrieben sein!
Vom heimbach aber, seindt schreiben, vndt doch nicht die
rechten eingekommen, an Mich, vndt an Rindtorff. Gott
wolle mir doch die großen impedimenta, vndt difficul-
teten, facilitiren.
On me presche maintenant, d'üne assignation a la
chambre, ou contoir de Leyden, quant a la Hollande.
Avis: daß Gelderlandt, seine quotam, vorlengst
schon eingebracht, aber es ist vertuscht worden.
Avis: daß heimlich, in der Nacht, der herren Staden Abge-
sandten, die krone von Wapen, (welche Kayserlich vndt
geschloßen sein soll) seye abgeschlagen worden zu
Münster, am Schildt vor ihrem hause. Item: das
der Portugesische Abgesandte15 darselbst, wehre heim-
licher tückischer weyse, ermordet worden.
On m'a averty; que Messieurs les Estats, avoyent la
coustüme, d'arrester ün Prince ou ün Seigneur, de jour,
en iour, si long temps, avec les payemens ordonnèz,
iusqu'a ce qu'ils dèspendent, au moins la moitiè, & que
l'argent demeure par ce moyen, au Pays, á leur Proffit!
Il y <a> encores üne autre mode, ou façon de faire: C'est:
que l'on ne paye, quasj personne, nj mesme les Officiers, de
l'armèe, sans presens, qu'ils donnent aux Griffiers,
Pensionnaires, solliciteurs, & Receveurs, & Threso-
riers, & semblables gens, ce que Messieurs les Estats, con-
cedent par connivence, afin que l'argent leur de-
meure, & qu'ils ayent moins a leur donner de gages.
Et il faut, que ces presens là, ne soyent pas petits, en cas
qu'on vueille obtenir son payement, quoy qu'ordonnè,
par les süperieurs mesmes. Il y a bien de finesses
au monde, lors qu'on prefere la rayson d'estat, a
la rayson de conscience, & de charitè Chrestienne.
Monsieur Heimbach, ne sonne mot, de mon frere,
en ses lettres, & avis, dont je m'èsbahis, mais <me> mande,
qu'il m'a donnè part, de tout, au mois de Novembre,
ce que toutesfois, je n'ay point receu, & est passè
par Hambourg, par les mains accoustümèes.
Le Colonel Dès Loges, (lequel s'est alliè par mariage,
avec la mayson de Barnefeldt, par sa femme defüncte, qui
est üne Vandermeülen) dist ouvertement, comme je dis-
nay avec luy, que Messieurs les Estats, & Prince Maurice
auroyent fait tort au dit Barneveldt, & qu'on l'auroit
|| [[Handschrift: 152r]]
pübliè depuis, & que le Prince d'Orange d'auiourd'huy auroit
estè fort mal satisfait, que son frere auroit si mal traittè, ce grand
personnage, voire que cestui-cy l'auroit fait restablir, n'eust
estè la conspiration dèscouverte, que son fils vouloit tüer le
Prince Maurice, pour s'en vanger. Par là donc il paroist,
que les Confiscations, n'ont pas estè revoquèes.
Jn die Frantzösische kirche, alda Monsieur de la Riviere gepredi-
get hatt, mit großer beredtsamkeit, vndt hat schöne res
gehabt. Der Text wahr: Niemadt kennet <den Sohn denn nur der vater vndt> den va-
ter denn nur der Sohn, vndt welchem es der Sohn will
offenbahren.16
Tobias Steffeck de Kolodey est derechèf trottè a la Haye, Dieu
vueille benir nos expeditions! Cependant, l'hoste de
ceans, au moulin á vent, dorè, icy à Delfft, nous ès-
corche, & prend avec pechè de nous, plüs qu'il ne doibt,
ün homme (quoy qu'il ait voyagè, & <ait> estè iusqu'aux
Jndes) fort grossier, lourd, rüde, yvrogne, & avare,
& quj ne nous donne pas encores üne bonne parole,
apres que nous l'avons si bien payèz, ains il se mocque
de nous, & ne s'en soucie gueres, si nous sommes icy, ou non?
voire dit ouvertement, qu'il ne se veut pas laisser rab-
battre un solds, & ne met point en conte, l'absence de Rindorf & autres!
|| [[Handschrift: 152v]]
serviteurs, comme Kersten, Melchior, &cetera que i'ay envoyèz
ailleurs, ainçois dit: qu'il nous traitte èsgallement
comme si on ne scavoit pas, que la biere, le vin, & le pain
au moins, ne se consüme pas tant, en l'absence de
trois personnes, Jtem: Tobias, quj disne presque tous
les jours a la Haye, Halcke & autres quj sont
envoyèz ailleurs. Il ne conte rien tout cela,
& nonobstant cinq semaines, que nous sommes icy, il nous
fait le conte tousjours plüs haut, & ne se veut rien
laisser rabbattre, nj conter selon les personnes.
Comme le bon Monsieur de la Riviere disnoit avec moy,
la où, il ne donnoit outre l'ordinaire, que deux potages
de pain & de raysins, & deux pats de ris, puis üne
poulle, & le bon Riviere ne mangoit pas ün morceau
de chair, & ne p beüvoit, que deux doigts de vin,
il a contè pour ce repas seül: 28 florins, & il n'a
point de honte, de nous conter trop, de iour en jour, selon
son bon playsir, & propre volontè, avec des paroles fascheuses
encores. C'est: pour apprendre la Pacience, en ce Pays-icy,
plein de licence, & de libertè, ou je ne suis pas le Maistre.
Ce dit hoste, ressemble fort aussy a ün Athèe ou Epicürien
car il n'a point peur de la conscience, quand on luy en parle
& ie n'ay encores pas apperçeu, qu'il soit allè au presche
|| [[Handschrift: 153r]]
en aulcüne Eglise, voire il dort ordinairement
encores, comme ün pourceau, lors que nous revenons dü
presche, selon qu'il a fait encores, cejourd'huy!
Nachmittags wieder in die Frantzösische kirche, da dann der
Spannier Solere geprediget, vndt wiewol er ein gelehr-
ter Mann ist, vndt schöne res hatt, so siehet man doch,
daß er auch seine gebrechen hat, vndt seinen affecten,
vndt hitzigen passionen, gewaltig ergeben ist, ge-
staltt er dann greẅlich declamirte, auch mit injurien,
vmb sich warff, wieder die Jehnigen, welche in seine pre-
digten kähmen, vndt nichts drauß nehmen, als (wie
Spinnen,) das gifft, auß den besten kraüttern, vndt
nur seinen accent antasteten, an seiner person sich är-
gerten, vndt alß nichtswerdige gesellen, mit solcher
poltronnerie, sich auf gastereyen, vndt allenthalben
vmbher trügen, vndt sonst nichts gutes, behielten.
Il fit rougir plüsieurs, avec ceste vehemence non ne-
cessaire, peut estre les innocens, avec les coulpables perge
ainsy ouvertement, en la face de l'Eglise.
Nemo sine crimine vivit. Nichts ohne mängel,
vndt eytelen gebrechen! Peut bien estre, que
quelqu'ün, a mal parlè de luy, en quelque festin,
mais il le devroit rabbrouer á part, & non attacquer
ainsy pübliquement, les innocens, & les coulpables.
Mais quant a l'accent, cela est vray, qu'ün chascün
dit, que c'est dommage, qu'il l'a si Espagnol. Que ne l'a t il
corrigè dèz sa jeünesse? Il devroit recognoistre soy
mesme, & ce mot seül, n'est pas injürieux. Il disoit
aussy, qu'on s'attachoit á sa personne ou dü ministre.
Qu'il reprimande donc celuy, quj fait cela,
& non pas indistinctement, toute personne, bien
qu'il dist: il y a dés pauvres, & petits Compagnons,
quj font cela, mais il le faysoit avec üne aspretè
& avec des injüres trop grandes, contre le Commandement
de Christ, quj ne veut pas, que l'on rende injüres,
aux injüres, moins a<le> doibt on faire, á ceux, quj n'ont
pas pensè á nous injürier! Il dist aussy, au
mitan de presche, parlant dü Souverain bien, & fort
doctement, en quoy il consistoit, entr'autres: point en
la gloire mondaine, nj aux grandeurs de ce monde,
Nous n'avons que faire de fueilletter les histojres,
Allons dit il; d'icy, a la Haye seulement, & nous ver-
rons, plüsieurs princes, & grands Seigneurs, de souve-
rains, qu'ils estoyent auparavant, devenüs chetifs,
pauvres, & miserables. Ainsy dit il: que le souverain bien, ne
gist point aux honneurs, etcetera etcetera[.] Il me semble, que ceste appljca- || [[Handschrift: 154r]]
tion, estoit mal assaysonnèe. On ne doibt point reprocher
aux affligèz leur affliction, & la calamitè n'est pas ün vice,
qu'on doyve chastier avec rüdesse, comme ün crime, ains
on le devroit consoler ceulx, quj sont en tribülation,
en croix, & en souffrance, avec l'esprit de discretion, de
paix, de douceur, & d'hümanitè, & point les irriter, avec
des aigreurs, & calomnies, & reproches. Enfin, ne
pouvant reprimer sa colere, ainsy en püblic, il dist,
pour conclüsion: Et bien, il ne faut pas, que le So-
leil perde son lüstre, & quitte nostre hemisphere, sür
nostre ire. &cetera souhaittant á ces gens là, quj le detrac-
toyent, & calomnioyent, üne meilleure disposition
a èscouter, & apprendre la parole de Dieu, & a faire
vrays fruicts dignes d'üne Vraye repentance.
Apres le presche, Monsieur de la Riviere, sortit jncon-
tinent dü Temple, contre sa coustüme, & plüsieurs gens
de qualitè, rougissoyent de honte, quoy qu'innocens,
comme ie fis aussy, estans ainsy sürprins, par ceste
trop grande aspretè, & dürete de ce Predicateur,
lequel <quoy que ie luy füsse incognü peut estre> ne devroit point mespriser les Princes, & Seigneurs
quj vont a la Haye, (afin de monstrer leur constance,
& Perseverance, en la Religion,) ains devroit rehausser
leur courages, & coeurs opprimèz par les Persecütions, qui
meritent plüstost compassion charitable, que autre blasme iniürieux
|| [[Handschrift: 154v]]
contre sa propre reigle, qu'il dist dernierement preschant
en la sepmaine, que l'on ne devroit point mèspriser,
les Seigneuries, & Dignitèz, avec beaucoup de bon
sens, & instrüction, dü texte, de l'Epistre de Saint Jüdas17.
Tobias Steffeck von Kolodey ist vom haag, wiederkommen, herr von Brederode,
hat ihm freundlich zugesprochen, sich sehr wol erbotten, ich
möchte doch nur pacientz haben, ich solte mit gutem
genügen, expedirt werden. Wyckfoort hat auch wohl
getröstet, interim: gehet dje zeitt hinweg!
Beaucoup promettre, & rien tenjr;
C'est pour les fols, entretenir, perge
Die courranten, confirmiren die gewaltige Wer-
bungen, des Türckischen Kaysers, zu waßer, vndt zu
lande, vndt das es auch wol Croatien gelten dörfte.
Jtem: daß graf von Trauttmanßdorf, gedroẅet,
der Kayser, würde endtlich, zu desperatis consiliis,
gezwungen werden, wo ferrne man nicht pacatiora
consilia, auf Frantzösischer vndt Schwedischer seitte, zu Münster vndt Osnabrück
eingehen würde.
Der Kayser, wehre zur alten Kayserinn, in Steyermarck
gezogen, vndt gedächte auff einen vngrischen landtTag.
Mortaigne, wehre 3 meilen von Leiptzig, gefangen worden,
mit vielen brieffen.
Vier hollsteinische Schiffe, wehren gefangen, in Duynkerken
einbracht, vndt noch eines in Oostende, also ihrer 5.
Ein Kayserlicher General wachmeister, wehre mit etzlichen 1000 du-
caten, (welche er der armèe nach Budweiß bringen sollen,) ge-
plündert, vndt die Raüber mit dem gelde, zu den Schwe-
dischen v̈bergefallen.
Die Bayerischen, giengen auß Böhmen, wieder zu
rügk, den Donawstrohm, vndt daß Franckenlandt,
zu versichern, wieder die heßen, vndt Frantzosen.
Der Pabst, vndt Franckreich, armiren wieder
einander, im fall die sache nicht vertragen wirdt.
Zu Münster, werden lustige Faßnachtsballett,
gehalten, darzu die Frantzosen, beym hertzogk
von Longueville, den anfang gemacht.
Die Protestirenden, wollen die Amnistiam, vndt
restitution, der geistlichen vndt weltlichen gühter haben,
wie sie von anno: 1618 an, gewesen, die Catolischen
aber dringen, auf annum: 1627 vndt 1630.
Franckreich armirt gewaltig, gegen alle seine oppo-
nenten, im Niederlande, Deützschlande, Jtalien, Spannien.
Der Frantzösische Ambassadeur zu Constantinopel hette friedens-
Mittel dem GroßTürgken, mit Venedig, vorgeschlagen.
Derselbe begehrte aber, das Königreich Candia, die
Insel Corfu, zwey millionen goldes, vor seinen schaden,
|| [[Handschrift: 155v]]
Darnach wollte er tractiren, vndt mit sich handeln
laßen. Er wil an 4 orthen, die Christenheit angreiffen,
hat seinen Elltisten Sohn18, zum Generalissimo gemacht,
vndt ist sehr eiverig wieder die Christen. Es soll
nichts dran sein, daß der Düc de la Vallette, die
festung Canea, also beängstiget wie geschrieben worden.
Pabst, Spannien, Florentz, Parma vndt Modena,
sollen, eine Liga vndt bundt, wieder alle außländer,
in Italien geschloßen haben. Jn der Stadt Florentz
ist ein famoßpaßquill, an des Großhertzogs pallast
heimlich affigiret worden, zu außrottung des haußes
Medicj, angesehen, nur, weil er einen quattrin
auf ein ey geschlagen, zur fortsetzung des krieges.
Ein quattrino, ist zwar die geringste Müntze daselbst
wiewol ein Ey, auch gar geringe ist. perge
Der Pabst, hat dem cavaglier, welcher ihm das
außreißen der Barberinj, vndt das sie in Franckreich,
gute zuflucht, vndt Schutz, gefunden hetten, guter
meynung, angekündiget, zum bohtenbrodt die Stadt-
Thor, vndt daß landt verweysen laßen.
Das vnglück der zu grundt gescheitterten Malthe-
ser gallere, bey Caprj, mit rittern, vndt Soldaten,
in die 120 personen, ohne das Schiffvolck, continuiret.
Die Saporofsker kosacken, sollen sich gegen den Türgken,
auf dem Schwartzen Meer, auch stargk rüsten.
Der König in Polen, sol auf seiner hochzejttrayse, gegen
Dantzigk zu, wegen grimmiger kälte, gar kranck
worden sein, vndt in die 20 personen, vndter seinen
dienern, sich zu Tode gefrohren haben, also das der
König, im willens gehabt, wieder zurückh in Polen zu ziehen.
Gleichwol vermeint man, weil albereit so viel darauf
gewendet worden, sich auch die Stadt Dantzigk derent-
wegen, in große vnkosten, gestegkt, der König werde
noch progredjren, seine Königliche brautt, daselbst
zu empfangen, vndt das angestellte beylager zu vollnziehen.
Tobias Steffeck von Kolodey ist wieder in haagen trottiret. Deus in adjutori-
um meum jntende!
J'ay acheptè, d'ün Orfevre, près de la mayson de ville, icy á
Delfft, 4 anneaulx d'or, entre lesquels, il y avoit deux rübins, & deux
èsmeraudes, & auprès de <l'>üne èsmeraulde, il y avoit deux petits Diamants,
tout, pour 30 francs, ou 12 Reichsthaler.
Nota Bene[:] Les Jacobüs, ont valü icy, n'a gueres, 14 francs, ou livres,
ou florins, maintenant, ils ne valent, que 12 francs, & 12 solds, & les
Carolüs, valent moins, car l'or n'en est pas si bon, nj la monnoye
si pesante, c'est a dire 11 florins (Gulden)f: 10 soulds. Ün noble a la rose, vaut icy: 10½ florins (Gulden)f:
mais ün Dücat ne vaut que 4 florins (Gulden)f: 15 solds maintenant. Au rosenoble,
il y auroit a gaigner, (qui en auroit apportè?) mais au Dücat á perdre.
Ein Junger Wutenaw, (halcken verwandt) auß dem Fürsten-
thumb Anhaltt, welcher pfaltzgraf Philips aufwartett, hat sich
alhier zu Delft, bey mir præsentiret. Jch habe ihn zu mir kommen
laßen, viel mit ihme geredet, vndt darnach, mit Meinen
Söhnen, vndt Jungkern, eßen laßen, disnant seül par abstinence,
& pour d'autres considerations.
Il dit entr'autres, que le Roy d'Angleterre est cappot,
ayant perdü en ün mois, quelques bonnes places, & n'ayant
de reste quasj rien. Les Parlamentaires prosperent. Les
François, qui les doyvent secourir les Royalistes, sont en-
voyèz en Jrrlande. La Roine est en France, faysant
bonne chere, & recevant 34 mille livres a dèspendre par mois,
comme fille de France, elle s'appeine pourtant a ayder,
au Roy son mary, avec armes, & soldats, mais de peü
de consequence, & les Parlementaires font le Diable a quattre
selon le Proverbe. Messieurs les Estats icy, les regardent
faire. Le Prince d'Orange, assiste tant qu'il peut,
le Roy d'Angleterre, avec argent, armes, & autre chose.
Mais il semble, que le Roy soit reduit aux derniers aboys.
Dieu le vueille conserver, comme son Lieutnant en terre!
Cela n'est pas vray, qu'il soit revoltè Papiste, voire
il est tres-zelè en la vraye religion, & en monstre
les effects, mais on cerche, de le rendre odieux.
Le Prince Palatin Philippe doibt ammener 4000 hommes,
aux Venitiens, sous deux Colonels, contre le Türc, & la Seigneurie
de Venise luy donnera 15000 florins (Gulden)f: ajuto di costa, au voyage,
qu'il y fera par terre, (car il ne peut pas süpporter la
mer) avec ses chevaulx, iusqu'a Venise, pour sa personne.
La capitülation, n'est pas encores bien faite, & il semble
que les Venetiens, cerchent leur profit, a naifuëment marchander.
La bonne Rojne de Bohème n'a rien eu d'Angleterre en quatrei
ans, de ses revenüs Royaulx, & elle a changèe
de ministre, mais non pas d'affection, á son frere!
Il s'en est retournè a la Haye, le dit Wutenaw, apres
avoir disnè icy, avec mes enfans, & gentilshommes.
Anitzo, nun die waßer allgemach aufgehen, bekömbt man gute
Schehlfjsch, oder Muscheln, Item: <frische> Schollen, vndt andere gute Seefisch,
nach dem man sich, an den cableaux, den winter hindurch, Müde ge-
geßen. Nacher Leyden, kan man zu waßer, wegen des eyseß,
noch nicht kommen. Nach dem haag aber, wohl, vndt auch
nach Rotterdam, wiewol mit mühe, wegen der eißschollen.
Die Torfschiffe gehen numehr auch anhero, mit Macht, vndt es
wirdt verhoffentlich, alles wolfailer werden, wiewol in den
wirttshaüsern, wenig beßerung, bey den geitzhälsen, zu hoffen!
Tobias Steffeck von Kolodey ist abends spähte wiederkommen, abermals, mit
guten vertröstungen, so er im haag, bekommen, vndt mit bericht,
das graf Moritz von Naßaw, ankommen!
Die ChurPfältzischen kinder, heißen:
Pfaltzgraff Carll Ludwig Churfürst.
hertzogk Ruprecht, oder pfaltzgraf Ruprecht.
hertzog Moritz, oder pfaltzgraf Moritz.
(mais ils ayment ce mot de Düc, plüs que de
Conte Palatin, ne voyans pas, qu'ils cedent
par là, la prerogotjve des Palatins, aux Dücs de Baviere)[.]
Pfaltzgraf oder hertzog Eduardt, quj est en France.
Pfaltzgraf oder hertzog Philips.
Freẅlein Elisabeth, sage, & Vertüeuse, quj donne audiences.
Fräulein Louysa Hollandina, qui est a Düsseldorff.
Fräulein Henriette.
Fräulein Sophia.
Ceux de la mayson de Portügall, en ce pays, sont:
Don Emanuel, gouverneur de Steenwyck, lequel
a estè moine Carme, & s'est converty a la Religion.
Don Guiglielmo de Portugall èspousant la fille aisnèe
d'ün Vice Roy19 de Naples, & en a ün fils nommè: Emanüel.
Mesdamoyselles de Portügall
Æmilia Louyse.
Anna Louyse.
Juliane Catherine.
Eleonore Maurice.
Sabina Delfica.
Jn die Frantzösische predigt, des Monsieur de la Riviere gegangen,
lequel a prüdemment sceu corriger, les dèsfauts de la langue, & les
abüs d'icelle qui se commettent, non seulement entre les Politiques,
mais aussy entre les Ecclesiastiques, & en chaire.
Nach dem ist der Riviere zu Mir, zum eßen gekommen, vndt hat gar
gute discourß, mit mir, gehabt. (Nach der Mahlzeit, habe ich Mich
ihme entdegkt, meinen Fürstenstandt, vndt weßen sohn ich wehre?
iedoch in großem vertrawen.)
Baldt darauf, ist der ander pfarrer, Monsieur Solere, auch zu
Mir gekommen, vndt ich habe in præsentz deß anderen mit ihm
geredet, iedoch zum ersten mahl, seine Violentz vndt anhangende
Closterartt, nicht antasten mögen. Es ist aber dem andern,
von Mir, absonderlich gesaget worden, was mich fast geärgert
hette? Jnndeßen, hats doch gute gespräch gegeben, von
allerley, sonderlich von Bra<RA>silien, allda Soler, mit ged<Graf> Moritzen,
in Jndien, gewesen. Jn dem wir also reden, kömbt
graf Moritz von Naßaw, general leütenampt, mit seinem
bruder graf henrich, gouverneur zu hülst, vnversehens an,
vndt besucht mich gar höflich, bleiben ein stündlein
bey Mir, vndt ziehen w wieder in haag.
Postea: bin ich zu waßer, mit allem comitat, selber
in haagen, gezogen, vndt habe Monsieur Riviere auch mitt-
genommen, welcher sehr gute conversation gepflogen.
Soler ist ein Arragoneser, welche den Castiglianern feindt sein.
Der große Kersten, ist von Borch kommen, mit vndterschiedlichen schreiben, von
dannen, von Tecklemburgk, vndt von Meiner freundlichen herzliebsten gemahlin Liebden.
Rindtorf ist fortt, mit Meinen pferden, nach Bentheim zu. Gott
wolle sie geleitten.
Alhier im haagen, lanterniren meine sachen noch. Es blejbt bey
guten vertröstungen. Jedoch hoffe ich noch daß beste. On parle
maintenant, de vouloir donner assignation, a moy, sur la Province
de Hollande, & que les Committirten Rähte, de l'estat, ont eu
ordre, de me faire bailler asseurance lá dessüs. Mais ie ne
l'ay pas encores, & quand je l'aurois, ie m'en doubte, sj le
payement, s'en ensuivroit, dèz aussy tost, puis que ceste
Province, m'a arrestèe, en toutes choses, plüs, que nülle
aultre.
Tobias Steffeck von Kolodey hat mir heütte, Meine hochverlangte Obliga-
tiones vndt vollmachten, der herren Staden, vndt ihres
Agenten Brederodij Sehliger, nebenst der Fürstväterlichen
cession, auch vielen andern <wichtigen> acten, gegen außant-
worttung des Heimbachs schein, (so es in verwahrung
gehabt) alhier im haagen, wieder zu wege gebracht.
Gott seye gelobet, auch vor diese erledigte Sorge,
der wolle mich ferrner seiner wolthaten, mit freẅ-
den, vndt nicht mit mehrerer angst, vndt kummer,
laßen genießen, vmb Christj willen, Amen.
Meine Söhne, seindt hinauß nacher Schevelingen gegangen,
einen seltzamen Fisch, welcher kleine Schwerter am bauch, am
rügken, vndt an den seitten hat) zu besehen. Er ist nur 2 Spannen
lang, vndt vor 4 Tagen, gefangen worden. Man hat viel darvon aufgeschnitten.
Sie seindt baldt wieder kommen, Meine Söhne, vndt v̈ber ein par
stunden, nicht außen gewesen, da sie doch alles zu fuße verrichtett.
Deux des Ambassadeurs de Messieurs les Estats, sont arrivèz, icy de
Münster, apportans carte blanche des Espagnols, afin d'escrire
les conditions de paix, ou de trefue lá dessüs. Aulcüns en ce
pays, le verront volontiers, d'autres non, sür tout; la popülace,
quj craint s'appauvrir par la süspension dü commerce, & de
la navigation libre aux Indes, & ailleurs, car ils se sont
enrichy par la guerre, sür tout la maritime. On craint,
que cela causera üne dissension civile, & que des Pro-
vinces entieres, s'opposeront, á ceste trefue, & feront
des partis, ou factions formèes, & dommageables a l'estat,
si les Grands icy, continüeront a acconsentir en ces
conseils, que la commüne appelle pernicieux & menèes Es-
pagnolles. Mais, quant a moy, ie m'imagine, que ce
sont plüstost, les grands avantages, que l'on leur
offre de la part d'Espaigne, l'amour d'üne constante
tranquillitè, en ce pays delicieux & opülent, les debtes,
que cause la continüation de la guerre a l'estat,
(encores que les particüliers, & les marchands s'enrichissent)
les brouilleries d'Angleterre, le puissant voysinage, &
trop grand accroissement de la France, (pour leur faire
peur & jalousie,) la perfidie & trahison dés Portuguais,
exercèe aux I<n>des Occidentales, au Bresil, contre eulx
le grand aage dü Prince d'Orange, avec son authoritè acquise &
establie, tout cela dis-ie, les peut mouvoir, à condescendre, a prester l'oreille
|| [[Handschrift: 159v]]
á tels conseils, pourveu que la commüne, ne se revolte, contre le Prince,
& contre Messieurs les Estats, pour cela. Mais nous autres pau-
vres Allemans, ressentirons tant plüs vifuement, les forces,
puissantes, de tous costèz, quj nous viendront fondre sür les
bras, d'autant & plüs, que les extremitèz des traittèz
a Münster, & Osnabrück, continuënt, & que l'on n'y voit
nülle apparence de vraye pacification á bon escient,
comme on me vient d'avertir, particülierement.
Les Courrantes Ordinaires d'auiourd'huy, icy a la
Haye, confirment la prinse de la Principautè de Marpurg,
par les trouppes de Cassel. Item: la rüine de Westphalie,
par ün nouvel Proverbe & les effects d'iceluy; a scavoir:
Melander sprack tot Vehlen, De Landen willen wy deelen,
Vehlen antwoort aen Melander, Neemt gly een, en geest my'tander.
Cependant l'Electeur de Couloigne deffend fort & ferme, qu'on
ne doyve rien contribüer a l'ennemy, ne pouvant proteger
pourtant les pauvres süjets, Ainsy la Westphalie avec
les pays de Juilliers & Berghe, va en rüine.
En Angleterre le port de Dortmuyen avec la ville a estè
prins par Fairfax au nom dü Parlement, & plüsieurs menèes
dèscouvertes, par des pacquets de la Roine jnterceptèes,
ne sachans rien de ceste prinse & perte de Dortmuyen,
ou les portelettres allerent inconsiderèment.
Le Roy a desavouè tout ce quj s'est passè en Jrlande
contre les Protestans, & on a emprisonnè les autheurs,
principallement le Conte Glamorgan.
La ville de Exechester seroit aussy occupée par Fairefax.
La Roine veut, qu'on envoye le jeüne Prince de Galles, en France,
mais le Roy veut, que cela se face en Dennemarck.
On traitte encores fort la paix entre le Roy & son Parlement.
Les articles, que le Parlement propose au Roy, sont:
1. D'establir la Religion, selon l'avis dü Parlement, c'est a dire de
casser les Evesques, & de remettre les ceremonies anciennes
dès refformèz. 2. De composer les affaires d'Jrrlande, afin
qu'ils ne nuysent aux Protestans. 3. De laisser l'affaire
de la Milice, entre les mains dü Parlement. 4. De casser
toutes les debtes, faictes, a cause dü Roy. 5. De laisser
passer pour authentique, tout ce, que le Parlement a ch
cacheptè avec le Grand cachet. 6. De pünir les delinquents,
c'est a dire les Transgresseurs des loix dü Royaulme. 7.
De n'accepter les Lords, & Contes, faits de nouveau, sinon
avec le consentement dü Parlement, c'est a dire si le Parlement
ne le permet, nj trouve bon, que leurs Tiltres soyent aneantis.
Si le Roy signe & ratifie tous ces poincts, on luy concedera
de revenir a Londres. Les deux maysons dü Parlement, ont
approuvè tout cela. Il ne tient, qu'aux Deputèz des deux
Royaulmes, l'Angleterre & l'Èscosse de le ratifier, comme aussy
aux commissaires, quj sont venüs d'Èscosse.
La flotte d'Espaigne, est arrivèe a Saint Lucar riche de 10 millions,
des Indes Occidentales, & on en a fait quelque remise á Duynkerken. perge
La France arme, puissamment, de tous costèz, mesme contre le Pape,
afin de deffendre les Barberins.
Jtzt leßet mir Einsidel der Princeßin CammerJungker
seltzame zeittung sagen, daß nemlich Spannien, vndt Franckreich
mitteinander friede tractirten, vndt wollte Spannien, dem
Frantzosen, die 17 provintzien, zum heyrathgut, mitgeben,
vndt seine Tochter, dem iungen König, es möchte darüber,
den holländern, vndt andern, ihren confoederirten, ergehen,
wie es köndte, vndt möchte? Cela seroit üne metamorphose,
bien estrange. Mais Dieu dispose de tout, comme souverain Directeur.
& il nous redonnera la paix, comme aussy a tous les siens, lors que
bon luy semblera.
Der Junge Graf Kinßky <wie auch Einsidel> hat meine Söhne, Nachmittags, besucht,
dieweil er dieselben, Nach<Vor>mittages, auf der gaße, nacher Schevelingen,
gesehen. Sonst haben sie auch graf Moritzen zu fuß, auf den
gaßen im haag, spatzirende, gesehen, wie auch zu kutzschen, den
graven von Oostfrießlandt, vndt ihnen kawm, in neben-
gäßlein, (desto baß, vnbekandt zu bleiben) endtweichen können.
Ainsy nous sommes icy, cognüs, & incognüs, en quelle façon de faire
chascün ne scait s'accommoder. Mais ie le tiens plüs propre, ainsy:
1. Affin de ne me rendre süspect, a la cour Imperiale, la où
on croit, que toutes les menèes, & prattiques, contre la Mayson
d'Austriche, se brassent icy, a la Haye, sür tout, par les Palatins.
2. Affin de ne faire üne despence, inèsgale a mes moyens.
3. Pour eviter la pünctüalitè & jalousie, de quelques
personnes, soit cavagliers soit Dames, quj se faschent, quand
en la contestation de leurs rangs indecis, on visite l'üne de-
vant l'autre, si ie tenois mon vray rang aussy?
|| [[Handschrift: 161r]]
4. Pour me paroistre courrir aux portes, de quelques
petits gens, que les payens appelloyent: Minorum gentium
Deos, dont on a besoing, quj nous peuvent ayder, & que ie
puis mieux voir, ainsy incognü, sans reproche, que si ie tenois
mon rang de Prince de l'Empire, lequel m'appartient. Je
ne veux pas dire, que je crains, de n'estre pas respectè, comme
il faut en la licence dèsbordèe, de ce Pays icy, ou l'esgalitè
en tout, a grandement la vogue, & la ou, on ne respecte, que
les riches, ce que je ne suis pas maintenant, & vouldrois
mal volontiers preiüdicier avec la moindre action, a d'autres
Princes, (quj ont terres en l'Empire,) mes semblables.
5. Le Conte de Trauttmanßdorf, me conseilla, á Osenbrück, si i'a-
vois quelque chose affaire a Münster, que je le devrois faire
incognü, afin d'eviter les soupçons, les jalousies, les presceances,
& luy ayant dit, que j'allois <aussy> a la Contè de Bentheim, & aux
environs, voir mes parens, ie croy, qu'il conjectüra, en quelque
sorte, mon intention, ne me dissuadant rien, que ce, quj dit est,
& que je ferois mieux, si i'avois quelque chose a negocier,
en mes affaires particülieres, de le fayre incognü, qu'ouverte-
ment. Toutes ces raysons süsdites, doncques, me rendent
sage, & avisè, a ne me dèscouvrir en commün, ainsy pübliquement,
afin de n'achopper a ceste pierre de scandale, ains de me tenir retirè,
comme sans cela, ma presente condition, & calamitëux estat, sj remply
d'affliction, croix; et tribülations, le requiert, & m'est <plüs> convenable. perge
Monsieur Rivet ein Frantzösischer prediger, (von 74 iahren,
des Monsieur de Moulin sein Schwager,) welcher des iungen Printzen
von Vranien, hofmeister gewesen, vndt noch dieselbe be-
stallung behelt, (alß 1200 Gulden (florenus)f: auf seinen leib, vndt
3600 Gulden (florenus)f: Mundtkost, alles iährlich wolbezahlt) auch
noch Primarius Professor zu Leyden, ist, nach Polyandrj
Todt, hat mich besucht. Er ist berühmbt, durch schöne
bücher, vndt hat vom Monsieur de la Riviere, meine anwesen-
heit verstanden, wil doch mit discretion der selbigen ge-
brauchen, weil er höret, das ich vnbekandt sein will.
Il m'a parlè de plüsieurs choses, avec beaucoup de modestie,
& de retenuë, toutesfois confidemment, sür tout; des affaires
d'Angleterre & de leurs Evesques a abroger, a cause
de l'abüs, de leur authoritè, jtem: de l'esclavage
des refformèz en France, auxquels on ne permet plüs
d'appeller le Pape l'Antichrist, nj la messe, üne horrible
idolatrie, mouvant question d'estat, pour cela, comme
si leur Roy estoit ün jdolatre, & bastard, si le Pape seroit
l'Antichrist, & qu'il n'auroit peü dissouldre legitimement.
Le mariage dü Roy Henrj le Grand, düquel estoit issü
Louys XIIIme. Il deplora la calamitè dü siecle pervers!
Il s'offrit fort, á mon service, en mes jüstes preten-
sions, que Dieu vueille benir, & ne pünir mes pechèz,
& mes impaciences, que ces longueurs m'occasionnent.
I'ay sceu, que le fils aisnè dü dit grand personnage
Rivet, estant avec Monsieur de la Trimouille, a la guerre, s'est
revoltè avec luy, mais quelques annèes apres, la conscience
l'angoissant, il est revenü a Dieu, & á son Pere, & est main-
tenant Maistre d'hostel, dü jeüne Prince d'Orange. Son
aultre fils, est Segretaire de la Legation, en Angleterre,
auprès de <l'Ambassadeur de> Messieurs les Estats, Gioachimj, lequel a bien
86 ans, & ne fait <en son grand aage> quasi rien, ains le laisse faire, au dit
Segretaire. Le vieil Rivet, a bien cognü, fëu Son Altesse Mon-
seigneur mon Tres honnorè Pere, & sa Repütation.
Le Vieil Prince d'Orange, est aujourd'huy allè au Magasin.
Cela signifie, (comme on croyt,) quelque expedition, plüstost
que de coustüme.
On croyt, que dans la Haye il y a 300 Jesuites segrette-
ment, & que les Messes, s'y disent, en cachette, en quatrej endroicts.
Plüs de 6000 Papistes, sont a la Haye, en commün, a ce qu'on dit. perge
Et cest estat icy, craint üne grande revolütion. Dieu vueille
conserver son trouppeau, & diriger le tout a sa gloire!
L'avis vient de Münster, que l'Electeur de Baviere, soudain,
auroit changè de resolütion, & escrit, a ses Ambassadeurs devant
huict jours, de ne devoir nüllement faire mention, de la
restitütion de l'Electorat, peut estre, qu'il y a ligue secrette,
entre luy, & la France.
Les Lütheriens, & Refformèz, s'entremordent aussy encores.
Wyckfordt, hat mich, vndt meine leütte, lange aufgehalten,
von einer zeit, zur andern, biß endtlich, die resolution
kommen: Es wehren itzt große enderungen, vndt verwirrungen
vor, weil der König in Frankreich, den Monsieur L'Estrade, anhero
geschickt, vndt von der heyrath, mit Spannien, vndt angetrage-
nen guten conditionen, bericht geben laßen, welche aber, zu
großem præiuditz, dieser Provintzien, gereichten, vndt es läge
nur an der ratification des Königes in Franckreich
so wehre alles geschloßen. Dieses gibt einen großen
schregken, vndt alterationes alhier, in der herren Staden,
ihren consiliis, vndt sie gehen vielfältig, vndt fleißig, zu raht,
vndt laßen alle andere sachen, stehen, vndt liegen. Ergo:
werde ich schwehrlich contentiret, oder mit der langen Nase,
(dem Sprichwortt nach) ab: vndt von hinnen ziehen müßen!
Diesen Morgen, habe ich Graf Johann Moritz, meiner gemahlin Liebden
Schwester Sohn, in seinem schönen hause v̈berrascht, vndt er war
noch im Schlafpeltz, habe aber allerley mit ihm discourriret.
Il plaint ses dègasts en Bresil, de ses biens, par la re-
bellion dès Portuguais, & qu'il ne peut rien retirer de ses ga-
ges, estant endebtè. Il me dissuade, d'attendre icy l'issuë
de mon payement, s'èsmerveillant, que je suis venü en
personne le solliciter. Dit, qu'on n'a point de honte icy, de
|| [[Handschrift: 163r]]
dire que Messieurs les Estats, n'ont point d'argent, & que les
Thresoriers, Receveurs, & Marchands dretous, cerchent leur
proffit & a gaigner, si ie leur en voulois donner üne bonne
portion! Me conseille, de prendre quelque chose, & de
laisser estüdier mes enfans à Leyden, une couple d'an-
nèes, (me dissuadant fort, de les envoyer en France, jüsqu'a
ce, qu'ils deviennent plüs grands, & plüs robüstes)
auxquels ie pourrois aussy assigner quelque chose, &
ainsy la somme ne seroit pas si difficile á estre levèe,
par assignations, á Leyden en divers termes, que s'il
falloit payer tout, a la fois. Il croyt, qu'avec 3 ou
4000 florins (Gulden)f: par an, mes enfans, pourront estre bien nour-
ris, & entretenüs, improuvant le grand train, non ne-
cessaire, en ces pays icy, sür tout, pour la jeünesse.
Il loue fort, le Docteur Spanheim, & son erüdition, &cetera.
Me dissuade d'aller au ballet, pour les affronts, quj me pour-
royent arriver, ainsy incognü, & que j'en ay veu assèz,
mais mes enfans le pourroyent aller voir plüs a propos.
Les Thresors, dist il: dü Bresil, sont fort maigres, & de
peu de valeur, la meilleure partie consistant aux süccres.
L'yvoire qu'il a, luy a estè donnè la plüspart, particülie-
rement dü Royaulme d'Angola, qu'il a conquis sür l'Es-
pagnol, en Affrique, sous sa Direction, pendant qu'il estoit
General de la Compagnie Occidentale.
Il s'est excüsè envers Madame de Dessaw, laquelle luy
demandoit de l'argent, a emprünter, pour son fils, Jean George,
comme s'il en avoit grandement affaire.
C'est Il s'est aussy offert, d'ayder ün jour, a mes enfans,
á leur rendre quelque bon service, en ces pays icy, sj
Dieu leur donne la vie & a luy aussy, avec les moyens,
pourveu, (comme il souhaitte) qu'ils demeurent constans
& fermes, en la vraye Religion.
C'est ün Seigneur conscientieux, & fort vertüeux,
lequel honore fort Madame sa Mere, & ses parens,
meritant d'estre derechef chery, & honorè. Dieu le
vueille conserver longues annèes, &<en> santè, & bonne vie,
& encliner son coeur, aux effects promis, ou esperèz.
Il dit: que i'eusse mieux fait, de me mettre en pension,
que de dèspendre, ainsy au double, icy, <&> a Delft, aux
hotelleries. Mais ie n'ay pas creu, qu'on m'entre-
tiendroit ainsy, d'ün jour, a l'autre, avec belles Paroles.
Il m'accompagna jusqu'au carosse, dans sa robbe
de chambre, s'offrant de s'appeiner, en mes affaires.
Pendant qu'il conversoit avec moy, vindrent
deux Seigneurs des Estats, au logis, dont il fit atten-
dre l'ün, & par la a<laissa aller> l'autre, mais (à ma persuasion)
il alla a üne chambre auprés, parler á celuy, qu'il avoit
|| [[Handschrift: 164r]]
fait attendre, d'autant qu'il luy falloit aller au conseil
& ie me pourmenay cependant, a la sale, auprés de sa chambre.
Revenant a mon logis, i'y trouvay le jeüne Einsidel,
lequel me parla beaucoup dü ballet, & des desordres, &
affronts, que l'on y avoit à craindre, esperant toutesfois,
d'y pouvoir jntroduire mes enfans. Il dist: comme la
Roine d'Angleterre estoit icy, voir ün ballet, quj se faysoit
á son honneur, il s'y commirent dès grands excéz, entr'au-
tres le General de l'Artiglerie, frere de Madame la
Princesse füt assis á terre, par la presse, ün gentil-
homme de chambre dü Prince, füst mal menè, & battü,
par les Hallebardiers, & d'autres eurent aussy leurs
bons coups, que mesme les Dames, ne pouvoyent avoir
place, en aulcüns endroicts. Cela m'oste l'appetit de
voir le ballet, quoy qu'on dye, qu'il sera extraordinaire. etcetera
Les jeunes Dücs de Hollstein, nepheux de ma femme,
doyvent aussy estre icy, pour voir le ballet, & grand
monde est venü de Leyden, dès escoljers, pour le voir,
lesquels difficillement, on lairra entrer, & plüsieurs
entr'eux, seront chocquèz de bons coups, pour ce,
qui est, dés commünes gens.
Madame de Dhona, est aussy icy, maintenant, & ce sera
mon devoir, de la visitier, mais aujourd'huy elle donne a soupper,
a Monsieur & a Madame la Princesse d'Orange, afin de s'approcher dü lieu, dü Ballet.
Le jeüne Einsidel, gentilhomme de chambre de Madame la Prin-
cesse est revenü pour la seconde fois, s'appeinant pour faire
voir a mes fils, le ballet, & avoir üne bonne place pour eulx,
mais les grandes difficültèz qu'il jnterpose pour ma
personne, me font voir clairement, que nj le Prince, nj
la Princesse veulent, que je soye spectateur de ce ballet,
afin (paraventüre) qu'il n'y ait, contestation de rangs, &
que la grandeur, ne soit èsbranslèe! par ma presence.
Monsieur de la Riviere, m'est venü voir, quj se plaint, de
me voir arrestè, & abüsè de parolles icy, & de voir aussy
trompè cest estat, par dès chicquaneurs, quj ne payent
qu'avec üsüres, & <ne> font per proffit de rien, a la Repüblique.
Il plaint encores plüs le damn de Gioseph20, & que peu de gens,
s'en soucient, sür tous<t> ceux, quj dèspendent, 100000 francs,
en ballets, & ne donnent rien, qu'avec difficültè, aux pau-
vres, & indigens. Voire il dit, que c'est ün peschè d'jdolatrie,
de dancer, & faire ces ballets, avec larves & mascarades,
comme des bouffons, avec gestes lascifs, &cetera & qu'on ne permet
pas cela en France entre les Refformèz, nj les jeux de cartes
& de dèz, comme des prophanitèz quj attirent á soy, d'autres vices,
& la malediction de Dieu. Il dit: que le ministre Blondel
en l'Eglise Françoyse icy a la Haye a fort preschè (contre tels
ballets, & idolatrie entre les refformèz) ce mattin, & qu'on recevoit
telles nouvelles, qu'il valoit mieux pleurer & faire penitence,
que danser, etcetera car la nouvelle d'hier, continüe, de France.
Trois ministres Hollandois, ont veu hier, Madame la Princesse, la
prier, de ne se dèsporter de ce ballet, & de ne donner süjet a scandale,
mais elle s'est opposèe fort, & ferme a l'encontre d'eux, excüsant
les Passetemps de la jeünesse, & ainsy ils s'en sont allèz, aprés
avoir deschargè leurs consciences.
Le Pere dü Prince de Condè, ne permit en ses armèes, nj jeu de
cartes, nj de dèz, nj Blasphemes, nj iüremens, nj danses, & les sol-
dats, qui contrevenoyent, estoyent chastièz. C'estoit mener a-
lors, üne vie, vrayement reformèe, le dit Pere dü Prince de Condè, estant
bien fort, zelè, en la vrays religion. C'est dommage; que le fils, ne l'est aussy!
Einsidel, me conta aussy, comme Wyckfordt, estoit redevable de 20000
Dalers a deux honnestes cavagliers, pensans les mettres auprès de luy, en dèpost,
mais maintenant, qu'ils les veulent ravoir, il les paye de parolles.
Cela me donne, mauvayse esperance, & augüre en mes affaires!
Comme ie disois, a Monsieur de la Riviere, que mes enfans auroyent
estè convièz a voir le ballet, sans cela, si ie ne l'eusse desja
promis, ie suivrois ses sainctes remonstrances, si bonnes, et sj
salütaires, il dit en fin: qu'il valloit mieulx n'assister point,
á telles assemblèes, mais aux enfans, il n'y avoit encores, le
vray iügement de discretion. Il falloit donc esperer, que cela
ne leur nuiroit pas, á sedüction, ains plüstost a quelque di-
vertissement, comme le jeu des pouppèes. Mais pour moy, ie fe-
rois mieulx, de m'en abstenir de ce divertissement comme celuy,
qui puis discerner le bon d'avec le mauvais, le pür d'avec l'jmpür,
& qui porte plüsieurs afflictions en mon ame, (afin de me rendre
conforme aux souffrances, avec mon saulvëur, en chargeant dessüs
moy, sa croix & tribülation,) & ne donner scandale, aux jnfirmes.
Monsieur de la Riviere m'a confessè aussy aujourd'huy, que Monsieur Solere, n'a
jamais voulü prier, pour le Roy de Dennemargk, aux prieres & oraysons
quj se font apres le presche pour les Roys, de la Chrestientè, la où Monsieur
de la Riviere le fait tousiours, car il dit, qu'il l'a accoustümè de faire
puis que le Roi de Danemark est üny avec nous, au fondement de la Jüsti-
fication, & en ce, que le Pape, est l'Antichrist, qu'il ayde a perse-
cüter, & a combattre aussy bien, que les Refformèz. Et comme ün
de l'ancien monde, Monsieur de la Riviere, ne scait pas autrement,
sinon que Dennemarck precede le Rang de Swede. perge Et
pourtant il le prefere a la Royne de Swede, et de Boheme. Aussy
cela n'est: que raysonnable.
Tobias Steffeck von Kolodey ist beym herrn von Brederode, gewesen, welcher bekandt,
das ein Sechß Tage her, hochwichtige vnverzügliche sachen, im Rath
vorgegangen, also das meine Sachen darüber, wehren in ein stegken
gerahten. Er wolte aber numehr, mit den herren Staden, darauß
reden, mit etzlichen vndter ihnen, verhoffende, es solte nun beßer werden.
Des herrn von Brederode Secretarius aber, hat gegen Tobias gedacht, worumb
ich nicht den Wyckfordt anspräche?, derselbige köndte es am aller-
besten thun, ich müste ihm aber, einen gewinst darvon gönnen.
Tobias hat gesagt, ich hette vorhin darauf, genugsam spendiret.
Eher ich noch viel darvon verschengken sollte, würde ich eher
die prætension, im stich laßen, vndt alles, Gott, vndt der zeitt,
befehlen. Jch hette ia eine gerechte Sache, vndt würde so v̈bel
tractiret, von denen, zu welchen ich das beste vertrawen hette.
Es wehre eine schande, das die herren Staden, mich also vexie-
ren, vndt gleichsam vmbführen ließen. Jch wehre so vngeduldig
darüber, das ich, malcontent, würde darvon ziehen, vndt mit
|| [[Handschrift: 166r]]
schlechter Reputation der herren Staden, mich von hinnen weg machen.
Je n'ay pas sceu désadvoüer, ce dire, de Tobias, veu qu'il estoit
conforme, a mes jntentions.
Diesen Nachmittag, ist auch Tobia<Wutenaw,> zu vnß kommen. Es gibt viel
wesens, vndt geschreyes, wegen des vorseyenden Ballets.
Wyckfordt hat vnß, die versprochene kutzsche zum Ballet,
absagen laßen, haben vnß also, vor meine Söhne, v̈mb deß
DèsLoges seine, beworben.
Diesen abendt, ist der beschriehene ballet alhier im haagen,
in des Printzen Neẅem hoff, gehalten worden, in vndterschiedlichen
aufzügen, vndt mascaraden, vielerley nationen.<professionen.> Die vornehmsten
Täntzer, seindt: Pfaltzgraf Philips, der Junge Printz von Vranien,
vndt der Prince de Talmont, gewesen. Meine Söhne
seindt durch der Princeßin Jungker, den Einsidel, vndt
durch halcken, <vmb 5 vhr vor abends> hingebracht worden, vndt vmb 2 vhr,
nach Mitternacht, allererst wiederkommen. haben alles
fein bescheidentlich, (wiewol sie sehr gedrenget worden) sehen
können. Jhre leüttlin aber, von Jungkern, Præceptorn, vndt andern
Dienern so ich ihnen zugeordnet, seindt alle, außer halcken, von
ihnen, durch daß große gedrenge, vndt besorgte Schläge, abge-
schnitten worden. Die Königin in Böhmen, Printz vndt Princeßin
von Vranien, die Princesse Royalle, <2 kleine hertzoge von Hollstein> die Königlichen Töchter, alle
große Damen, vndt Cavagliers von qualiteten, haben mitt zu-
gesehen. Jch bin nicht hinkommen, vmb viel: vndt mancherley vrsachen,
willen: Ad aulam, nisi vocatus, non accesseris! Viel Stadtliche
leütte, so wol gekleidet, vndt mit pouldre de Cypre, parfumiret seindt
mit blutigen stößen, iämmerlich abgefertiget worden.
Diesen gantzen Morgen, habe ich auf Wyckfordt gewartett,
gar verdrießlich. Endtlich ist er nach dem eßen kommen,
vndt hat mich mit guten wortten, abgespeiset.
Nachmittags, habe ich biß in die sinckende Nacht, auf
Graf hanß Moritz von Naßaw, gewartett, er ist aber
nicht gekommen, ob ers schon, Tobias Steffeck von Kolodeys bericht nach, gewillet
gewesen, welcher ihn, eben nach dem Mittageßen, ange-
troffen, alß er in den tritt der kutzsche aufgeseßen, mit dem
herrn von Brederode, nacher Delft zu fahren, mich zu besuchen,
nicht wißende, daß ich noch alhjer zur stelle wehre.
herr von Brederode, hat sich auch höflich zu erbiehten
gewußt. Mais les paroles sont femmes, & les effects sont hommes.
L'Espagnol dit: Palabras son hembras; y las obras machos!
Ah! que je m'ennuye de tant des vanitèz!
Wyckfordt est Lütherien. Peut estre? at il ordre dü Düc Er-
neste de Saxen Weymar, (grand Flaccien, quoy qu'il
soit mon cousin) d'empescher mes besognes, affin que mes
enfans, ne soyent pas bien èslevèz en la vraye religion,
& ce, peut estre, par l'indüction de ma femme. Cepen-
dant, peut bien estre aussy, que mon frere le prince Frideric
á preoccüpè le dit Wyckfordt avare, avec des grands
offres, & grands presens. Car Sathan s'oppose, aux œuvres de Dieu!
Graf Iohann Moritz von Naßaw, ist diesen Morgen zu Mir,
in mein losament (zum owen wilden Mann alhier im haag)
kommen, vndt hat mich besucht, sich auch excusirt, das er gestern
in Delft gewesen, vndt mich vergebens gesucht, weil Tobias
also in sich geredet, beym herren von Brederode, das er ihn
nicht verstanden. Er hat mir gerahten, bey Doublet,
oder andern, zu versuchen, waß sie pro cento, nehmen wollten,
sonst würde ich mehr, im wirtzhause, verzehren.
Conseille encores de laisser mes enfans, á Leyden, & de
les faire bien instruire en la vraye religion. Jn
einer stunde, wil er wiederkommen, weil er sehr viel al-
hier im haag, gegen seinen abzug, zu schaffen, vndt hin: vndt
wieder zu gehen, zun Staden, zun Secretarien, vndt anderen
leütten. Il n'a qu'ün, ou deux serviteurs, maintenant,
quand il va par les rües, ayant son bagage & sa suitte
envoyè ailleurs vers Weesel. Gestern, sol sich auch,
herr Reüße, einer von den Staden, erbotten haben, mir
die assignation, auf die Provintz Hollandt, zu wege
zu bringen, vndt hats, so wol dem herrn von Brederode, alß
Graf Moritzen, gestern promittiret. heütte aber, alß ich
Tobias Steffeck von Kolodey offte, hin: vndt wieder geschickt, vergebens, ist
alles vergeßen, & chascün regarde á soy, plüs, qu'a son prochain!
Nachmittags, hat die Sonne angefangen lieblicher zu scheinen, vndt
hat herr Reiß sich sehr wol, gegen Tobias Steffeck von Kolodey (welchen ich dahin geschickt)
erbotten, wegen der assignation auf die Provintz Hollandt.
Gott gebe den erwüntzschten effect, vndt daß alles beßer werde!
Car i'ay peu de fiance en ceste Province, puis qu'elle
est plüs tardive, á payer, que les aultres, & puis que, le
Receveur General, Doublet, dojbt estre le Pagador, car jl
paye assèz mal.
Le Conte Maurice, n'est pas revenü, avant disner, comme il
m'avoit promis, & comme ie le priay au repas, il me fit dire,
que il s'estoit desja promis ailleurs.
J'ay bien fait pourmener mon bon Tobie. Il le fait volontiers, mais
il plaint nos travaulx, sür tout, s'ils devroyent estre, pour neant?
Dieu vueille alleger nos soings, & peines! & ne permettre, que la
malice des hommes impies, & pervers, combatte nostre saincte jntention!
<Ψsalm 127 perge> Waß hilfts das ihr aufstehet frühe, vndt darnach schlafen gehet spath,?
vndt eßet eüch des brodts, kawm satt, vndt das mit Sorgen, vndt mit Mühe,
So doch Gott, denen, die er liebt, waß sie bedürffen, schlafendt gibt.21
Nos travaulx, ne seront point, Dieu aydant, infrüctüeux aux Seigneur.
Nachmittags, habe ich die grävin von Naßaw, des Feldtmarschalcks
<graf Wilhelms> wittwe, geborne von Erpach, besucht, eine kluge, verständige vndt
wolberedte Dame. Darnach, habe ich, in dem alten pallatio, oder hoffe,
des Printzen von Vranien, Meines sehligen frommen herren von Dohna,
wittwe, der princeßin Schwester, besucht, vndt haben von vielen
allten geschichten, mitteinander geredet, vndt seindt beyderseitß, gar
Treẅhertzig darüber worden. Sie hatte einen graven von Styrumb,
|| [[Handschrift: 168r]]
ihren Tochtermann, bey sich, vndt noch drey ihrer Freẅlein
Töchter. Ce Conte de Styrumb est fils dü feu Conte Herman Otto,
et d'üne <pas trop noble> Damoyselle, qu'il n'a fiancèe, qu'a la fin. Ses Oncles ne
l'ont point voulü recognoistre, pour Conte, <nj ses deux freres> mais la bienvueillance
& faveur dü Prince d'Orange, l'a emportè, luy ayant baillè
la fille de Madame de Dhona en mariage, & le tenant pour Conte,
de Styrumb. Il a aussy üne compagnie de cavallerie, en l'armèe.
Madame de Dhona, me prioit fort au soupper, mais ie m'en suis
excüsè, a ceste premiere visite.
Bey der von Naßaw, war <ein Graff von Solms22> ein herr von Schlabahta, ein herr
von Dohna, vndt zweene Töchter<eine Tochter> so noch vnverheyrathet.
Sonst hat sie zwey Töchter, zweyen graven von Waldegk,
außgestattet. Der eine, ist graf zu Cülemborg, worden,
vndt geblieben. I'ay sceu, que le vieil Conte Iean de
Naßaw, Grand Pere dü Conte Maurice, a prestè aux estats 1800 mille florins.
Meine Söhne, seindt in die hochdeützsche predigt alhier
im haagen, (cum comitibus) gegangen, vndt wieder herauß,
ehe die Engelländische predigt, in selbiger kirche angangen.
Pfaltzgraf Philips, ist auch in der deützschen predigt gewesen.
Jch habe Tobias Steffeck von Kolodey zu herrn Ruißen, pensionario Catzen,
Wyckfordt, vndt Doublet, geschickt. Par tout on nous
paye de bonnes paroles, & esperances, nous amüsant
des mots, sans effects! Cela est fascheux, & ennüyeulx.
J'ay obtenü avec peine, la distribütion de mes deniers
comme les Provinces sont cottisèes, mais tout se reigle selon
la Hollande, comme la plüs ample, & puissante.
| Gulden (florenus)f: | Stüber (flandrisch-burgundische bzw. niederländische Münze)st: | Pfennige (denarii)d | |
| La quote de Gueldres est | 1150 | 10 | 3 |
| hollandt | 11953 | 7 | 1 |
| Zeelandt | 1882 | 13 | 1½ |
| Uytrecht | 1195 | 6 | 8 |
| Vrießlandt | 2390 | 13 | 4 |
| Overyßel | 732 | 2 | 10½ |
| Gröeningen | 1195 | 6 | 8 |
|
Summa: |
20500 Gulden (florenus)f:. |
0 |
- |
Or les Thresoriers, disent ouvertement, sans honte,
qu'il n'y a point d'argent. Ainsy Messieurs les Estats
commendent, & on a de la peine, a avoir leur Ordonnan-
ce, mais les officiers, elüdent leürs commandemens.
Die avisen geben:
Daß der handel mit Magdeburg, richtig, vndt daß selbige
Stadt, solle neütral bleiben, vndt den andern hansel-
Städten, gleich gehalten werden. Gott gebe es! An
selbiger Stadt conservation, ist Anhalt viel gelegen.
Mortaigne gefängnüß continuirt, vndt daß viel
wichtige briefe, auch große Nachricht, von der Kayserlichen
armèe zustandt, beßer, als Sie es selber gewußt,
bey ihme gefunden worden. Er ist im Schlitten, nacher Leip- || [[Handschrift: 169r]]
tzig fahrende, gefangen worden.
Die hofnung zum friede, zu Münster vndt Osnabrück continujret stargk
Gott gebe, zur beßerung, vndt bestendigen sicherheitt!
Die Venezianer werben starck, wieder den Türgken,
auch in diesen landen, vndt rüßten sich mit schiffen.
Der Spannier sol den Portughesen, auß dem felde
geschlagen haben, vndt die Spannische schiffflotta, zu Saint Lucar,
ist gewiß ankommen, mit 36 schiffen, 10 millionen reich.
Der Frantzose wirbt so stargk, alß noch niemalß
endtweder gewaltig inß feldt zugehen, oder einen
frieden, dem hauß Oesterreich, abzuzwingen.
Von Münster, seindt zweene Stadische gesandten23,
alhier. Jhr anbringen, ist sehr geheim. Jedoch ver-
meint man, es betreffe tractaten mit Spannien. perge
Jn Zeelandt, haben sie ein Lübeckisch Schiff, erobert,
welches Spannische Soldaten, nacher Dynkercken, führen
wollen, vndt haben es alsobaldt wieder, mit den Spannischen
flaggen, in die See geschickt, ob sie andere mehr
Schiffe, bekommen, vndt darmitt, betriegen können?
Die Frantzosen, wollen zeitlich inß feldt ziehen,
mit zweyen lägern, gegen die Niederlande, begehren
durch ihren abgesandten, den Obersten l'Estrade alhier,
Man wolle dergleichen thun, also: das man vermeynet,
der Printz von Vranien, dörfte gar zeittlich, zu felde
gehen.
Franckreich, wil (par üne secrete rayson d'estat,) den Papistischen
<Marechal de> Milleraye zum General in Flandern machen, den reformierten Mareschal
de Gassion aber, nicht länger alda laßen, (weil man den herren Staden, nicht
allerdings recht trawet) sondern sich dieses Tapferkeitt vndt erfahrung,
in den Jtaljänischen kriegen, gebrauchen.
Zu Dantzigk werden die præparatoria zum Königlichen Pollnischen beyla-
ger, continuiret, vndt Printz Carll, des Königes bruder, wirdt der
Königinn, entgegen geschickt, sje anzunehmen.
Zu Stockholm, hat Monsieur de la Tuillerie, Frantzösicher Ambassadeur
in die 25000 kronen werth, kupfer, vndt dann in die
12000 ThalerThlr: werth, andere præsenten, bekommen. Darzu eine
güldene kette, vndt bildnüß der Königin, in die 1000 Ducaten, werth.
Muß etwas sonderliches außgerichtet haben.
Zweene Italiäner, hat man zu Mentz eingezogen, weil
sie wieder den Churfürsten, vndt etzliche seine ministros, bö-
se practiken, sollen vorgehabt haben.
Ein Venedischer gesandter24, ist auch zu Stockholm ankommen, secours
wieder den Türgken, zu begehren.
Der Türcke hat 200000 Mann, außcommandirt, an 4 orthen,
die Christenheitt anzufallen, Gott steẅre allem vnheyl!
Frangkreich begehret Avignon, vom pabst wieder.
Avis particulier: daß der graf von Solms, Gouverneur zu Maes-
tricht, die stadt Thienen in Brabandt, mit 500 Mann, durch einen an-
schlag v̈berrumpelt, geplündert, vndt ein Regiment Spannische
darinnen rujniret.
Einsidel hat mich besucht, vndt mir vielerley referiret.
Zum herrn Reüßen, oder Ruißen, einen von den committirten Rähten von
Staden habe ich Tobias Steffeck von Kolodey abermalß abgeordnet, wie auch zum Doublet,
vndt Wyckfordt. Es ist alles, zu guter bäldister resolution, vndt
zur gedultt, biß Morgen, gebe gott verwiesen worden, wiewol einer
von deß andern resolution wenig gewußt, vndt lautter
scopæ dissolutæ, alhier in negotiationibus zu befinden.
Es scheinet, das Wyckfoort gerne wollte, aber wenig zeitt
hat, auf meine sachen zu attendiren, zumahl an itzo, da nicht
allein, die heßischen occupationen, wieder den graven zu
Oostfrießlandt, wegen derselbigen einquartirung, in
selbiger Grafschafft, oder evacuation derselbigen, Sondern
auch deß Frantzösischen Ambassadeurs Monsieur l'Estrade anwesen-
heitt, ihme Wyckfordten, (zu seinem Nutzen,) viel zu thun,
vndt zu schaffen, geben.
Die Fraw von Dohna, hat sich auch sehr wol, gegen Mir,
erbiehten laßen, durch Tobias Steffeck von Kolodey so wol wegen ihrer coope-
ration, mit guter recommendation, in meinen anliegen, alß auch,
wegen des abermalß vorseyenden Ballets, alhier, im Haagen. perge
<Sie> hat gesagt, der Printz von Vranien, hette es sehr beklagt, daß
er, vndt seine gemahlin, ihre Schwester, die Princeßin, nichts
darvon gewußt, das ich nähermalß den Ballet gerne sehen
hette mögen, (da es doch Einsidel ihr Jungker, vndt aufwärter,
gar wol gewußt, vndt ihnen angezeiget) Sonst hetten Sie
mir, occasion darzu machen wollen, vndt Sie wolte es heütte noch
thun, auch ihren Sohn derentwegen zu Mir schigken.
Nach der mahlzeitt, ist der dritte herr von Dohna vndter
seinen brüdern, herr Christof genandt, Fendrich von deß
Printzen, garde, zu Mir kommen, vndt hat mich im Nahmen
vndt von wegen seiner FrawMutter besucht, auch wegen
deß Ballets, Mir Nachrichtt gegeben.
Paulo post: Einsidel. Die zeittungen continujren, daß
Jan Remacq Cornet vande compagnie, van den Graef
Pompey, ende Grison Capiteyn Luytenant vande compagnie
van Grave van Solms hebbende ghepractiseert met Communj-
catie van Sijn Excellentie eenen Aenslach op het in-leggende
guarnisoen van Tienen, op den 27. deser, denselven
hebben gestelt ter execütie, met 350 Vierroers, ende
200 paerden van desen Guarnisoene (zu Maestricht)
invoegen, ende manieren nae-volghende: Te weeten
des morgens vroeg, met het open-gaen der Poorte,
is hy Cornet voorszegde gekomen met twee Soldaten,
gedeguyseert in kleederen als Capucynen, enn noch
eenen derden in Habyt, als eenen Iesuyt, ende hy
Cornet in Habyt alß eenen Boer, op synen Halß hebben-
de eene Gaffele, enn een Sackxken met Nooten, ende een
weynigh daerna volchde een Trompetter, met een'
root velt-Teecken, by hem hebbende eenige Soldaten
sonder uytterlycke wapenen, om haeren arm gebonden,
een Orangie-lindt, even als of zy, by ons gevangen
waren geweest, een Schiltwacht aen het klincquet
|| [[Handschrift: 171r]]
van de Poorte inlatende de voorszegden Geestelycke Persoonen,
met den cornet voorszegde als eenen Boer gedeguyseert, sloote
het klincquet toe, ende liet daer buyten den voorszegde Trom-
petter ende Gevanghenen, den Cornet vindende hem, in deser
voeghen geengageert, en verloore egeenen tyt, maer
stelde datelyck met syn vieren de saecke in Execütie,
sloegh ofte stack met syn Gaffel de Schiltwacht,
aen het klincquet Doodt, ende openende't selve, viel
datelyck met de voorszegden Capucynen, ende Jesuyt, in
de Corps de Guarde, daer inne waeren thien, Soldaten,
ende een Sergiant, slaende de selve Doodt, ende is
daer op datelycken on se Ruyterye ende Infanterie<y>
gevolght, ende de Stadt Thienen ingheloopen' alwaer
sy hebben bekommen een groote buyt, zynde een Treffe-
lycke, ende Heroycque Daet, De Victorie die dit
ons Guarnison hebben geobtineert in't innemen van de
Stadt Thienen gelogeert met eenige Troupen van den
Oversten Lamboy.
Lyste van de ghevangene Officieren, ghekreghen
binnen de Stadt Thienen, den seven ende twintighsten
Februarij: 1646.
Den Oversten Wolf Collonel van een Regiment te voet.
Den Luytenant Collonel van het selve Regiment.
Monsieur Smet Capiteyn
Adolph Hinnickhousen, Regiment Scholtis.
Hans Willem Iager, Lieutenant.
Twee Vendrighs. Drie Sergeanten Van't selve Regiment.
|| [[Handschrift: 171v]]
Monsieur de Hunige, Luytenant Colonel van't Regiment
te Peerde van Ranzau.
Monsieur Wagener, Ritmeestr van't selve Regiment.
Hans Jasper, Edel van Plate, Luytenant Reformè.
Monsieur Collyn, Capitaine des Guardes vande Compagnie
van Lamboy.
Monsieur Steel, Cornet van de selve Guarde.
Richard de la Ruclu, Cornet reformè onder het
regiment van Lamboy.
Monsieur de Genet, Adjudant van Lamboy.
Monsieur de Masillon, Sergiant Majoor van het
Regiment van Baron de Wagener.
Met noch verscheydene andere Gevanh<g>henen van
ghemeene Ruyteren ende Soldaten. Twaelff
Vendelen. Vier Standarden, met twee Ketel-
Trommen. Omtrent drie hondert Peerden, ende
veel andere schoone Buyt.
Es continuirt aber auch, daß diese völcker, Kayserliche ge-
wesen, vndt sich auf die neütralitet, mit den herren Staden,
(so vom Kayser, aufs neẅe befohlen vndt ernstlich injun-
giret worden) festiglich verlaßen.
Noch ärger continuiret, daß die coniunction zwischen
Spannien vndt Franckreich, wieder diesen Staat, (welcher
gleichsam verrahten, vndt verkaufft ist) gewiß seye, vndt
|| [[Handschrift: 172r]]
das Monsieur de l'Estrade, morgen gebe gott in der stille, sich
von hinnen hinweg machen werde. Nicht allein der gemeine
Mann, (qua in ore omnium jam est,) sondern auch große leütte,
seindt sehr perplex v̈ber dieser bestürtzten zeittung.
Jl y en a quj croyent, que l'Empereur assistera secret-
tement cest estat, afin que la France, ne devienne
trop puissante. Car ce qu'Espaigne en pourroit faire,
n'est pas, par affection a la France, ains d'autant qu'il
void, qu'il ne peut pas conserver les Pays-Bas. Car si An-
vers, & Duyncquerque se perd, le reste ne se scauroit
tenir, nj avoir secours, au iügement de plüsieurs, sür
tout s'il est attacquè si vifuement des deux costèz,
par mer, & par Terre, des François, & Hollandois.
Ainsy il quitte tout, ce, qu'il ne peut conserver, afin
de rüiner les François, par les Hollandois, quj cerche-
ront appuy, en Allemaigne, en Angleterre, en Denne-
marck, en Swede, & par tout, ou ils pourront.
Mais le Roy d'Espaigne, cerche ün honneste pretexte
de donner a sa fille, en dote: les 17 provinces, & le Roy de
France (dont la mere est Roine Regente seur d'Espaigne,
le Düc d'Orleans chef dü conseil á Paris, Espagnolizè,
le Prince de Condè attachè aux conseils süsdits, avec le Cardj-
nal Mazarinj) quitte & abbandonne le Portügal, & la Cata-
loigne, au Roy d'Espaigne, avec d'autres avantages, si bien qu'on
crie desia icy, aux François: Traistres, Perfides, Dèsloyaulx etcetera
Diesen abendt, gegen 7 vhr, hat die Fraw von Dohna (man heißt
Sie gemeiniglich die grävin von Dohna, zum theil, weil sie eine geborne
grävin von Solms, zum theil auch, weil sie der Princeßin von Vranien
Schwester <ist>, vndt ihr der Tittel Baronne zu geringe sein mag,
oder viel mehr den ihrigen, car elle est fort hümble, zum theil
auch weil alle herren zu Dohna sich Burggraven vndt herren
schreiben, vndt auch einer vom Kayser, zum graven ist gemacht
worden, herr Carll Hannibal perge) diese hat nun ihren hofmeister
mit der carosse zu Mir geschickt, vndt mich, zum Ballet, abho-
len laßen, nebenst meinen Söhnen, vndt leüttlin.
Wir seindt gar wol hiney kommen, in ihren pallast, deß
Printzen hoff, der neẅgebawet wirdt, wiewol er der
allte hof darumb heißt, weil zu Printz Moritz lebzeitten,
der itzige Printz von Vranien, darinnen gewohnet.
Einsjdel, hat vnß, neben halcken, vndt Röder, auch accompagnirt.
Alß wir nun ein wenig, die Madame de Dohna, entreteniret,
ist es baldt zeitt gewesen, sich auf den großen Sahl zu versamlen,
die verordnete stellen, einzunehmen. Dann alhier, gibts
sonst, groß gedränge, vndt wer eher kömbt, der mählet
eher, vndt macht nicht viel ceremonien, sich einzudringen.
Es führte mich aber, der Fendrich von der garde, herr Christof
von Dohna hinauf, nebenst vorgedachtem hofmeister, vndt alß ich eine
von den besten Stellen, zwischen einem Königlichen Böhmischen
Freẅlein, vndt der grävin von Naßaw, zu sitzen, einbekommen
vndt vnlengst hernach, die Täntzer auf dem Theatro erschienen,
|| [[Handschrift: 173r]]
Meine Söhne auch, an einem andern orth, zu sitzen, wol accommodirt
worden, zuförderst aber auch die Princesse Royalle, vndt andere
Königliche vndt Fürstliche Freẅlein, neben vorgedachter Feldtmar-
schalckin vndt wittwe von Naßaw, Item: die Fraw von Dohna,
herr von Brederode, vndt deßen gemahlin, neben vielen andern
<gräflichen vndt herren Standes> Damen, Frawen, vndt Fraẅlein, cavagliers, vndt andern<adelichen Damen>
erschienen, vndt alß zuzusehen sich gesetzet, da ist daß
Theatrum eröfnet, vndt das Tantzen angegangen. Jn die
26 entrèen haben sie gemacht. Die musica wahren laut-
ter große vndt kleine geigen, in die 20 sehr guht.
Die kleidungen der Täntzer, nach beschaffenheit ihrer stellen
so sie zu vertretten, oder ihrer personen, welche sie zu agiren,
artig vndt wol auch theilß sehr köstlich gemacht.
Die erste entrèe tantzte, Monsieur de Primerose, vndter
der gestaltt, der Medèa, einer Schwartzkünstlerinn,
machte seine zirckel vndt seltzame zauberische
gestus, mit Tantzen vndt springen, nach der cadentz,
gar artig, vndt wischte darnach wieder in die
Scenam hineyn.
Die andere entrèe oder aufzug, machten der Printz
von Talmond (deß hertzogs von la Trimouille in Franck-
reich, einiger Sohn) vndt Monsieur de Zuylestein, des Printzen
von Vranien, natürlicher Sohn, ein wackerer ansehlicher
Cavaglier, vndt wol erzogen. Sie repræsentirten zweene
Poeten, Homerum, vndt Virgilium, gar artig.
Die dritte entrèe, machten Pfaltzgraf Philips, Monsieur d'Almeras,
Monsieur d'Aumale, vndt der iunge Printz Wilhelm von Vranien,
alß Monarchen, der vier Reiche der weltt, die personen des
Ninj, Cyri, Alexandrj Macedonis vndt Iulij Cæsaris, repræsentirende,
vndt Tantzten sehr wol.
Die vierdte entrèe, wahren, (dem aufzug nach,) musicanten,
alß: Orpheus, Arion, vndt Amphion, welche im Tantzen ver-
tretten wurden, durch Messieurs de Bommert, de l'Orme, vndt dü Ha.
Jm fünften aufzug kahmen die Philosophj, alß Aristippus,
Socrates, Pythagoras, vndt Diogenes. Wurden getantzt, durch
Messieurs Tounshend, Vaene, Couvrelle, vndt Brasset, mit artigen
wol applicirten kleidern, vndt geberden.
Jm Sechsten aufzug, kam ein SchalcksNarre, vndter dem
Nahmen Gaba, wurde getantzt durch Monsieur de Primerose,
mit Närrischer kleidung, vndt lächerlichen sprüngen, vndt gestibus.
Jn der Siebenden entrèe, erschienen, die Stargken, vndter
den Nahmen, Hercules, vndt Anthèus, die repræsentirte
herr Friederich von Dohna, vndt Bouchove, ein gewaltiger
Täntzer, fechter, vndt voltigirmeister. Sie vertratten ihre
personen sehr wol, im Tantzen, ringen, vndt gefechte.
Jn der achten entrèe, kahmen hervor die Amazones, vndter
den Nahmen, Thomiris, vndt Thalestris. Printz Wilhelm, vndt
Monsieur de la Vieuville Tantzten vor sie, sehr wohl.
Die Neündte entrèe machten les Illüstres Malheureux, die <vortreffliche>durchleüchtige vndt doch vnglückliche personen, als Darius, Hannibal
vndt Pompejus. Es vertratten im Tantz, ihre personen, Messieurs de Howart25
|| [[Handschrift: 174r]]
Tounshend, vndt Cherart.
Die zehende entrèe machten die zweene Mahler, Appelles, vndt
Zeuxis. Es tantzten vor sie: Messieurs de Zuylestein, vndt Bommert.
Die Eilfte entrèe, wahren Astrologj, vndter den Nahmen, Ptolomeus
vndt Copernicus, vor die tantzten, Messieurs de Brasset, vndt van den Broeck.
artig mit kleidern, vndt geberden, im tantzen, sich verstellende.
Die 12te. entrèe wahren: Jnventeurs, oder erfinder neẅer
künste, vndter den Nahmen, Flavian Matelot, so den compaß
erfunden, Bartoldt Schwartz, ein Münch, der das pulver am ersten
gemacht, vndt Lorentz Coster, welcher die buchdrügkerey erdacht.
Diese personen agirten in kleidung vndt Tantzen, gar artig,
vndt wol applicirt, herr Friderich von Dohna, Messieurs
Cherart, vndt d'Aumale.
Der 13. aufzug, wahren Oratores, redner, vndter denen
Nahmen: Demosthenes, vndt Cicero. Davor tantzten artig,
Messieurs de Tounshend, vndt Valckemburg. <Nota:> dieser letzte
ist ein Sohn, deßen gouverneurs zu Orange, welchen dieser
Printz, vmb seiner vntreẅ willen, vndt daß er dem König in
Frangkreich die festung Orange, verrahten, vndt aufgeben
heimlich wollen, erschießen laßen.
Die 14de. entrèe machten Tugendtsahme Frawen, Femmes
Vertüeuses, vndter denen Nahmen: Lucrecia, Mariamna, vndt
Agrippina. Es tantzten vor sie: Messieurs de Wetwelt, Couvrelle, vndt
Sydnej, gar seüberlich, vndt züchtig, mit erbahrer, vndt doch
lächerlicher manier.
Die 15. entrèe: wahren fechter, Gladiatores, vndter den nahmen
Bitus, vndt Bachius. Es vertratten Sie im Tantz, vndt fechten, der von Howart26, vndt Bouchove.
Die 16de. entrèe machten die Medicj: Hippocrates, vndt Gallenus,
die vertantzten: Monsieurs de Delorme vndt Brasset, vndt kam vnlengst
hernach, die 17de. entrèe eines Empirique oder Empiricj,
vndter dem Nahmen: Paracelsus, davor Tantzte: Zuylestein,
allein, vndt mit den andern beyden, sehr artig vndt wol.
Die 18de. entrèe brachten Regulus, vndt Cato vndt nandten
sich: Constans dans les malheurs. (Sie dörften wol, bey
vnß, gesellen finden!) vor sie tantze: Vaene, vndt Valkembourg.
Wahren auch zweene gute Täntzer, wiewol allemitteinan-
der extraordinarie guht, dispost, vndt geschickt sein,
zuförderst die drey Printzen, vndt dann etzliche edelleütte
von hof, sonderlich aber die Frantzosen, vndt Engelländer,
darundter etzliche volontaires, vndt reiche wolvermögende
Cavagliers, alhier sein.
Die 19de. entrèe brachten die liebhaber, les Amoureux
vndter den Nahmen: Paris, Demetrius, Marcus Antonius,
vndt Tyreus27. Die Täntzer wahren, Messieurs de la Vieuville,
der Printz von Talmond, der Printz von Vranien, vndt d'Almeras.
Den 20ten: aufzug brachte Doctor Faustus, den vertantzte
Dü Ha, mit artiger, nach zauberischer weyse, vndt
kleidung, verstelleten manier.
Die 21. entrèe machten vier Tyrannen, vndter denen
Nahmen: Caligula, Dionysius, Busiris, vndt Basilius28. Da vor
Tantzten: der Prince Palatin, herr von Dohna, graf von Oxen-
ford vndt Valkembourg. Der Basilius, war nach Moßkowite-
rischer manier gekleidet, iedoch hatte er nicht an im Tantz, den v̈berrogk.
Die 22. entrèe brachten Salustius, Calepinus, vndt Rabelais,
vndter den Nahmen: Les Autheurs. Da vor Tantzen: der Printz
von Talmond, Cherart, vndt la Vieuville.
Die 23. entrèe, brachte eine Cuplerinn, vndter dem
Nahmen Donna Celestina. Es Tantzte da vor: Monsieur de l'Orme.
Machte die leütte sehr zu lachen, mit wilden frechen geberden,
seltzamen kopfschütteln mit der krause, so diese erdichtete
macquerelle anhatte, vndt mit dem närrischen hin: vndt
wieder, Tantzen.
Die 24. entrèe, gab auch den zusehern, gute lußt. Denn
es wahren Philosophj Criticj, vndter den Nahmen, Heraclitus,
vndt Democritus. Davor Tantzten, der von Primerose, vndt dü Ha.
Sie vertratten ihre personen, gleichsfalß wol.
Die 25. entrèe, vndter dem Nahmen Lucullus, le
somptüeux, der prächtige, vertratt Monsieur de Zuylestein,
vndt ließ sich im Tantzen, wol sehen.
Es wurde aber alhier etwaß verwechßelt, daß
Lucullus nicht so baldt, sondern andere hervor kahmen,
weil er vielleicht nicht so geschwinde, verkleidet gewesen.
Die 26. entrèe, wahren Voltigeurs, vndter den
Nahmen, Seignor Augustino, neben zweyen scolaren.
Diese vertratten im schertz vndt ernst, dann sje volti-
girten sehr wol: der Bouchove, vndt<die> Messieurs de Tounshend
vndt Valkembourg. Der Meister aber Bouchove hatte
sich das neẅlichste mahl, die faust verstaucht, kondte derowegen
dißmal, nicht voltigiren, wie extraordinarie gut, er auch sein soll,
dantzte aber artig mitt, vndt redete mit seinen scolaren
|| [[Handschrift: 175v]]
wie ein Italiänischer Meister, mit kleidung, vndt geberden
verstellet, Natürlich, machte auch solche grimaçen mit
dem Kopf, vndt händen, wie sie pflegen, iedoch alles im
Tantzen, vndt nach der cadentz. Diese beyde stügke
wurden beklaget, eines: das die Medea wie neẅlichst
nicht hette können herundter vom himmel fahren, vndt
vors ander, das dieser gute springer, Bouchove nicht
hette dißmal vor mir, Voltigiren können, weil
ers neẅlichst, gar zu gut gemacht, vndt machen wollen,
also: das er darüber die handt verdorben!
Auf diese 26 intraden oder aufzüge nun, kahm
der große ballet, von allen diesen Täntzern zusammen
getantzt, in schöner köstlichen kleidung, vndt
sonderlich stadtlichen kostbahren hutschnüren, von
eytel Diamanten. Alß dieses grand Ballet
aber, baldt außgetantzet wahr, vndt die larven
abgethan, præsentirten sich die Täntzer, einer nach dem
andern, vndt zogen <Pfaltzgraff Philips> die Princesse Royalle, neben<die>
andern Fürstlichen, gräflichen, vndt <andere personen aber dergleichen vndt> andern<e> Damen, nach-
einander auff, da wurden Frantzösische courranten, vndt
mancherley Engelländische Täntze, vndtereinander sehr
ziehrlich, sittsam, vndt prächtig getantzt, bi vndt die schöne
disposition, nicht allein der cavagliers, ohne larven,
sondern auch vornehmlich der Princesse Royalle, welche
|| [[Handschrift: 176r]]
ein so holdtsehliges, vndt majestetisches wesen, vndtereinan-
der vermenget, an sich hat, das man wol an ihr siehet, das
sie eines großen Königes Tochter ist, auch beßer getantzt,
alß keine einige von allen Damen, (deren doch die principalsten
das gantzen landeß, auf dieser zusammenkunfft wahren,
vndt sich v̈berprächtig, gekleidet, vndt geschmügket hatten)
geschickligkeit vndt schöne Sittsahme manier im Tantzen,
nebenst einer gravitetischen anmuhtigk: vndt liebligkeitt,
vndt nach dieser vnvergleichlichen, etzlicher anderer Königlicher
vndt Fürstlicher auch anderer freẅlein, gute manier, im
Tantzen, v̈berflüßig, zu spühren gewesen.
Die Princesse Royale, hatte einen köstlichen geschmuck
an sich, vndter andern, einen großen, durchleüchtenden
Demant, welcher alleine, in die 500 mille Gulden (florenus)f: werth, geschätzet ist,
auf der seitten an der feder hangen. Die ohrgehengke sollen
80000 Gulden (florenus)f: gekostet haben. Daß halsbandt, so sie trug,
war auch sehr schön. Die Königlichen Böhmischen freẅlein,
sonderlich aber Madamoyselle, vndt dero Schwester29, hatten
stadtlichen geschmugk gleichsfalß an, an demanten
theilß an Perlen, vndt also nach advenant, die andern
freẅlein von Naßaw, von Brederode, vndt von Dohna,
nebenst vielen reichen, Adelichen zuschawerinnen, vndt
Täntzerinnen. Man sagt: Die Princesse Royalle, habe
keinen geschmugk, auß Engellandt, mit sich gebracht,
der Printz habe ihr alles geschenckt, an geschmuck alleine
in die 1000000 Gulden (florenus)f: werth, ohne andere sachen, an kleidungen,
|| [[Handschrift: 176v]]
weißen zeüge, vndt dergleichen, weil sie auß Engellandt,
wegen des krieges, nicht gebührlich versorget werden können.
Diesen vortreflichen Täntzerinnen, vndt Täntzeren,
haben wir also biß vmb 3 vhr, des Morgends, mit
lußt, vndt freẅden zugesehen, vndt alß die lichter
in 5 schönen cristallenen, vndt andern vielen Meßingen
krohnenleüchtern, fast zu kurtz werden wollen, ist
man voneinander, nach getantztem bransle, geschieden
vndt hat ein ieder von den Täntzern, s eine Dame im
Tantz darvon geführet, durchs gedrenge iedoch
platz machende, ohne andere ceremonien. Man
hat auch in wehrendem Dantz, confitüren, vndt
limonaden oder Julep zur erfrischung herumb getra-
gen, auch den Damen, vndt andern, darvon gegeben,
inmaßen mir dann ein vornehmer Engellischer herr,
Milord Greve genandt, darvon zu tringken gebracht,
vndt das confect, wurde auch durch cavagliers,
Mir, vndt meinen beysitzenden Damen, außgetheilet.
Die cavagliers lagen auf der erde, vor vnsern füßen,
damit die Damen v̈ber sie hin, sehen kondten. Viel
saßen sonst hin: vndt wieder auf bängken im Theatro.
Die Princeßin Sophia von Böhmen redete viel mit mir,
vndt sonderlich die verständige grävjn von Naßaw,
dann ich saß zwischen ihnen. hindter mir aber, saße die
|| [[Handschrift: 177r]]
Fraw von Dohna, die Madame Dudley, des graven von
Loẅenstein wittwe, herr von Brederode vndt seine gemahlin,
die spracheten auch zu weilen, also das ich zuzuschawen, vndt
zu reden genung hatte, vndt mir die weile nicht lang
wurde. Die Princesse Royalle machte mir bißweilen
gar höfliche mine, also das man wol sehen kundte, das Sie
mich zu respectiren begehrte, iedoch weil ich wolte in
publico unbekandt sein, wusten sich der iunge Printz,
(welcher mich auch sehr zu caressiren begehrte, vndt
anzeigungen v̈berflüßig darzu von sich gab,) vndt
vorgedachte seine gemahlin, wie auch die Königlichen Böhmischen
freẅlein, auch Mademoyselle, (wie man das eltiste
freẅlein zu Vranien nennet, die andern aber mit nahmen,)
vndt alle andere Damen vndt Cavagliers, bevorab
die Printzen, gar wol darnach zu richten, das sie
Mir gerne alle Ehre angethan, vndt erwiesen hetten,
wann ichs nur selber leyden hette wollen.
Madame de Dhona, vndt der herr von Brederode, gaben
mir sehr guten Trost, in meinen Sachen, alß ob sie schon
gantz richtig, vndt keine schwährigkeit mehr darinnen
wehren. Gott gebe es! Es solte mir ia eine fröliche gute
zeittung sein! Graf Moritz hat auch die sache wol recom-
mendiret, zuförderst der Printz, vndt die Princeßin, vndt
sonderlich der herr von Brederode. Gott dangke ihnen davor!
Der iunge dicke 14iährige Graff von OostFrießlandt,
war auch im Saal, ein graf von Solms30, vndt viel andere.
Es ist dißmahl beßer hineyn zu kommen gewesen, in den Saal
alß am nähern Mahl, weil daß gedrenge an itzo, so
groß nicht gewesen. Jedoch hat einer von den vnserigen,
die resolution nicht faßen können, durchzudringen,
da es doch viel andere gethan. Et pour faire hon-
neur aux Dames, en ces solennitèz avec le parfüm,
entre tant de pouldre de Cypre & d'ambre odorife-
rante, ün impüdent vilain, proche de la personne
royalle & deux<des> Dames, n'ayant point de honte,
nj de circomspection fit üne odeür execrable
ainsy que toutes les grandes Dames, courrürent
aux costèz & boucherent leurs nèz, iusqu'a ce
qu'a la longue ceste contrarietè füst passèe.
C'estoit üne sale farce, quj fist plüs rougir,
que rire, les assistans, nous tous, ne scachans,
de quel costè nous tourner, a cause de ceste
<longue & ennüyeüse> ignominie, qu'on impüte par fois, au moins coulpable.
Ainsy il n'y a rien de parfait, en ce monde.
Madame de Dohna, hat vnß wieder durch dero Sohn, an die
kutzsche hinauß, vndt durch dero hofmeister biß in vnsere
herberge, höflich begleitten, vndt führen laßen.
On dit que la cour de la Princesse Royalle couste seüle
par an, au Prince, 100000 francs. Aulcüns
en font parade, d'autres s'en plaignent.
Jour de naissance de ma femme, Dieu la vueille benir, &
fortifier en sa crainte! & en toute sorte de vertüs Chrestiennes.
Tobias Steffeck von Kolodey ist wieder vmbher trottiret, zu den committirten
Rähten, sonderlich zu herrn Ruiß, zum pensionario Catz, zum Zahler
Doublet, zum Agenten Wyckfordt, auch zum herrn Brederode
selber, par tout de bonnes esperances, & consolations.
Dieu me face la grace d'en voir les effects!
Gestern habe ich auch den Prince de Talmont kennen
lernen, vndt ein par wortt, vnbekandter weyse, mit
ihm gesprachet. Er hat sich auch angestellet alß kendte
er mich nicht. Jst ein feiner wagkerer Printz. Jst von dem
pabsthumb, zu vnß reformirten, abgetretten. Gott stärgke
ihn darbey! hingegen, wahr sein herrvatter, von vnß
abgefallen. Seine FrawMutter aber nicht, die hat auch
bey dem Sohn, vjel gutes bawen helfen. Der graf von
Styrumb, welcher der von Dohna Tochter hat, ist auch Päbstisch,
saß auch gestern vndter vnsern füßen, im ballet, vndt es hat
viel Papisten im haag, sonderlich kommen mit den Frantzosen,
viel Volontaires vndt andere Soldaten, an, so mehrentheilß
Papisten sein. Jn Engellandt, seindt ihrer auch!
Tobias Steffeck von Kolodey ist wieder zu denen gegangen, da ich vermeine
ohne hülfe, vndt Trost, nicht abzuscheiden.
Las! que tü es trompèe hümaine creatüre, D'estimer cela tien, quj
vient de l'avantüre, Mais heureux est le sage quj n'estimant á soy,
Que sa Propre Vertü, porte tout avec soy. et cetera
Die Madame de Dhona, hat ihren hofmeister, zu mir
geschickt, sich endtschuldigende, daß Sie Mir gestern abendt,
biß an die kutzsche, nicht aufgewartett, vndt erbeütt
sich im v̈brigen, mit vorschößen31, Mir zu helfen, wiewol sie selber
vorschöße suchen müßte, wegen ihrer vorhabenden, vndt
beschloßenen rayse, nach Orange. Mais ceste offre, estoit
ün peu avec des circomscriptions & ambigüitèz stylisèe.
Jch habe mich bedanckt, der grävin von Donaw, meine complj-
menten, wieder gemacht, vndt mich excusiret, das ich gestern
nicht aufgewartett, weil es schon vmb 3 in der nacht,
vndt der Schlaf nöhtig gewesen, also das ich die Damen
nicht aufhalten mögen, daran sie Mich, durch ihre zuvor-
gekommene höfligkeitt, erinnert. Jm v̈brigen, wolte ich
hoffen, es würde nicht vonnöhten sein, wann Jhre Liebden dero
gesterigen vertröstung nach, Mir, das meynige, würden
können helfen zu wege, bringen. Er sagte auch,
Sie würde baldt zu mir, jnß losament kommen, wovor
ich aber, sehr gebehten, vndt er meynte, er hette es vjelleicht,
nicht recht verstanden, das sie selbst kommen würde.
Der gesterige Tantz, wirdt le Ballet des fameux, ge-
nandt, es seindt auch verß gedrugkt worden, also intituliret:
Vers, dü Ballet des Fameux, dancè sür le Theatre
de la grande Salle, de l'Hostel d'Orange, a la Haye.
Man hat diese verß, gestern, beym balet, außgetheilet.
herr Friderich von Dohna, der elltiste, vndter den brüdern,
vndt Oberster zu Ro fuß, alhier im lande, ist zu mir kommen,
hat sich der alten kunde, erinnert, vndt sich, zu Meinen, vndt
der Meynigen, diensten, wol erbotten. Il m'a confessè, d'a-
voir eu promesse, dü Conte de Styrumb, á Borch, & de sa femme, ma
Tante, a la persuasion dü Prince d'Orange, touchant leur fille,
mais que maintenant par l'indüction dü Conte Henry de
Nassaw, son corrival, on luy vouloit faillir, comme il se plaint.
Mais la principalle question gist, en ce, qu'il fauldroit sca-
voir, si la fille, en seroit contente, & si elle y auroit ac-
consentie, ou non? car les loix dü pays veulent, qu'on
ne doibt point contraindre les enfans, a se marier, contre
la volontè de leurs parens. Or elle n'a, que 14 ans, & ceste
coustüme est presque üniverselle entre les Chrestiens.
Avis alhier im haag, vom Obersten Mario, derselbe
hette einen brief gesehen, das der graf von Trauttmanß-
dorff, solte gesagt, vndt geschrieben haben, der Kayser,
wehre gesinnet, sich eher, in des Türgken Schutz, zu be-
geben, vndt denselben, vmb hülfe, anzuruffen, ehe er den
Frantzosen, vndt Schweden, die iniquissimas conditiones, die
sie begehren, eingehen, vndt einwilligen wollte. Ie le
puis difficillement croyre, l'estimant plüstost, des püres me-
naces, que dès desseings a bon escient. Dieu vueille, que
la Paix constante, & salütaire, se face bien tost!
<
| Gulden (florenus)f. | Stüber (flandrisch-burgundische bzw. niederländische Münze)St. | |
| 6 | 6 | der halbe Ritter. |
| 5 | 15 | der halbe Caroliner. |
| 4 | 8 | eine Frantzkrone. |
| 14 Gulden (florenus)f. | 9 Stüber (flandrisch-burgundische bzw. niederländische Münze)St. <17½ Gulden (florenus)f.> |
Songe, comme si i'eusse voulü accoster ma compaigne en son
lict, mais i'eusse veu gisant auprès d'elle, ma seur Anne
Sofie vivante, & parlante a elle, laquelle m'eust donnè
ün regard severe, dont ie me füsse estonnè, puis elle
s'eust tournèe a costè, comme ayant aversion de moy,
& de ce que ma femme m'aymoit & se vouloit accommoder
a mes desirs, & volontèz. Je n'eusse donc peu me re-
souldre, & en ces doubtes, ie m'esveillay, pensant
me mettre en son lict. Peu auparavant i'avois songè
beaucoup, dü feu Baron Christofle de Dhona, lequel
n'eust gueres voulü parler, des affaires Politiques,
moins de mes sollicitations, icy, ains m'eust tousjours
addressè á ses fils, sür tout au Coronel, le Baron
Frideric, quj m'ayderoit bien, car quant a luy,
il ne se soucioit plüs des affaires & vanitèz mondaines,
raysonnant sainctement des playsirs inenarrables,
de la vie eternelle, & des delices ineffables, de
la benediction celeste, & toute Divine! que les
bienheureux Anges & hommes<ames> jouissent, en la
contemplation de la face de Dieu, comme le vray souverain bien <et cetera>
& ün contentement indicible!
Tobias Steffeck von Kolodey ist bey herrn Ruißen, bey Wyckfordt, Catz,
Doublet, herumber trottirt, vndt mit guter hofnung vor
Mich, gespeiset worden. Er hat auch Madame de Dhona,
meinet wegen besucht, mais sans l'effect desirè, n'estant
toutesfois dèscheu, de toute mon esperance. Dieu me vueille
faire la grace d'estre bien tost delivrè de mes soings, & pejnes!
Kleine Kersten, ist glücklich wiederkommen, durch viel
parthien, vndt gefahr, von Weesel, vndt Münster. perge
Gott seye gedanckt, vor seine gnade, wolthaten,
vndt väterlichen Schutz. Il dit: qu'a Bentheim,
Rindtorf avec mes gens, & chevaulx, sont encores,
en bon poinct, Dieu-mercy, lequel les vueille encor
d'oresenavant, conserver, fortifier & maintenir:
De Münster j'ay eu trois lettres importantes, en responce des
miennes, mais elles ne portent, que courtois refüs, en
mes sollicitations raysonnables, & complimens grands,
dü Düc de Longueville en françois, a cause de la sollicitation de mes debtes,
& de la congratülation a la naissance de son fils, avec force offres.
Le Marquis de Saint Maurice, Chabo, s'offre fort, me donne souvent,
le tiltre d'Altesse, de mesme, que fait le Düc de Longueville,
excüse la disette d'argent de Madame Royalle, & Regente
& que la guerre a espuisè le pays, depuis tant d'annèes,
que de grands Roys en eussent peü estre enervèz & affoiblis, & s'offre
neantmoins, tres courtoysement. Mais le Pantalon est le moins courtois,
excüse tout, & m'escrit en françois, sans me donner l'Altesse, s'excüsant sür l'in- || [[Handschrift: 180v]]
disposition de son Secretaire Italien (maigre excüse) & sür la quan-
titè des levèes & commissions desja ottroyèes, en divers lieux, & la sayson
trop avancèe, jtem: sür les loix anciennes de leur Repüblique exaltant
neantmoins la glorieuse memoire des Princes bien cheris, & fort esti-
mèz de ma Mayson, quj a estè raffraischie, par mes offres, dont la
Repüblique auroit estè fort ayse, luy ayant commandè, de m'asseurer,
non seulement, de l'estime particüliere qu'elle fait de ma Personne,
Mais aussy de l'affection, qu'elle conserve en mon endroict,
m'asseurant (en sa lettre) qu'on taschera tousiours, de la re-
cognoistre, et luy en son particülier, cerchera volontiers,
toutes occasions, de se faire, croyre, qu'il s'estimera fort
honorè, par la faveur de mes commandemens, etcetera etcetera etcetera
Le feü Düc de Bouillon, (ün sage, & prüdent Prince,) disoit
tousjours: Il ne faut pas forcer les Occasions. Mais
aussy, il ne faut pas, les negliger, lors, qu'elles se pre-
sentent!
Avis vom Wyckfordt, das die sache, mit der conjunction
zwischen Franckreich, vndt Spannien, bey weittem, so
gefährlich nicht stehe, als sie im gemein geschrey, ge-
macht werde. Man würde es baldt anders hören. perge
Il y en a qui disent, que Spihring, Ambassadeur de Swede,
tresriche & opülent, (autrefois fayseur de tapisseries) a ün
esprit familier, qu'il frequente, afin d'augmenter sa richesse
& magnificence. Wyckfordt converse fort souvent, avec
luy, & tresparticülierement, ce quj fait l'immagination
|| [[Handschrift: 181r]]
a quelquesüns, qu'il en ait ün aussy, pour assouvir son avari-
ce, & pompe necessaire, ou süperfluë. Dieu vueille qu'on ne luy fa-
ce tort, avec tels preiügèz, & il est tres bien veu a la cour, & en toute
la Haye, a cause dü bien qu'il possede, comme fils de marchand d'Am-
sterdam, & Conseiller intime dü feü Düc Bernhard de Weymar. Je
vis chèz luy dans ün cristall ün petit Diable, (qu'il disoit estre
venü des Indes, ou de la Chine) & i'en eus horreur, craignant
grandement, que ce ne soit, ün tel esprit familier. L'Ambassadeur
de France, ordinaire & extraordinaire, a scavoir: Brasset,
& Monsieur de L'Estrade, sont presque tousjours, avec Wyckfordt,
a cause de l'argent qu'il leur fournit, & les remises qu'il
fait des deniers de France, par de çá, en quoy, il gaigne
de la valeur, ou devaluation de la monnoye, & en la distri-
bütion d'jcelle, merveilleusement. De Spihring,
(qui vit avec trop de magnificence,) personne presque n'en
doubte pas, qu'il n'ait, ün esprit familier, & on <en> a, indi-
què des indices & circomstances estranges, toutesfois ce
seroit pechè de donner faulx tèsmoignage contre son prochajn,
en dés choses illicites, & jncertaines. Mais de Wyckfordt
le bruit n'en est pas encores, sj commün, mais il commence,
petit à petit. Dieu nous garde, de telle Compagnie!
Nachmittags, bin ich, mit Meinen Söhnen, auch halcken, vndt Einsjdeln,
nacher Schevelingen, anß Meer gefahren, spatziren, darnach wieder
anhero, vndt die nicht erwüntzschte, vnverhofte böse resolutj-
on, von den Staden, von Hollandt, bekommen, Sie wollen nicht eher zahlen,
biß die v̈brigen Provintzien auch gezahlt haben würden.
Meine kinder, habe ich alhier im haagen laßen in die hoch-
deützsche kirche gehen, wie auch am Sontage geschehen, vndt
es hat der vortreffliche Streitthagen geprediget. et cetera
Die courranten bringen mitt:
Daß es noch große verwirrungen in Engelland vndt Schottlandt
gibt, vndt ihr krieg heftig continuiret wirdt, mit vielen
vmbständen, welche alhier zu weittlaüftig, abzucopiiren.
Franckreich hingegen stärgket sich gewaltig, vndt
der aufstandt in Languedocq, soll beygeleget sein,
iedoch also daß selbige provintz solle in zweyen Jahren,
800 Gulden (florenus)f: strafe erlegen.
Der Cardinal Barberino, beütt dem Könige in Frankreich
an, 800000 kronen, zum kriege, wieder den Pabst.
hertzogk von Bouillon wirdt außgesöhnet, soll
das hertzogthumb d'Albret, an stadt Sedan, wiederbekommen.
Der König in Franckreich vergibt vndterschiedliche Vacante
geistliche Beneficia, ohne wißen vndt willen, des pabsts.
hertzogk Christian, von Mecklenburgk hat geldt
vndt commissiones bekommen, ein Regiment zu pferde, vor
den König in Frangkreich, zu werben, in Deützschlandt.
Der Marechal de Türenne hat viel geldt empfangen,
zu seiner armèe in Deützschlandt, desto eher, zu
verraysen.
Monsieur d'Anisy ist in die Bastiglie gebracht, weil er
einige außlegungen gemacht, v̈ber die offenbahrung Sankt Iohannis32,
darauß er etzliche klahre prophezeyungen ziehen wollen,
das die zeitt nun gekommen wehre, da die Türgken, ihren
vndtergang nehmen sollten. Stracks darnach hat die
Königinn Regentin dem herren von Coudray Mompensier
(alß der principalste anstifter von der Croysade wieder
den Türgken,) verbott gethan, das angefangene gute
wergk, nicht zu continuiren.
Generals Lamboy erlittene schade zu Maestrich sol sehr
groß sein.
General leütenampt Mortaigne gefängnüß bey
den Kayserlichen vndt Bayerischen, wirdt so hoch gehalten, alß
eine gewunnene Schlacht, wegen vieler importantzen.
Die venezianer, laßen hin: vndt wieder werben.
Die heßen, gehen auf den general Melander.
Zwischen Spannien, vndt Franckreich, wirdt stargk tractiret.
DorstenSohn sol auß Frangken, gegen heßen marchiren.
Des Ertzbisthumb Toledo vaciret, durch den Todt des Cardi-
nals Borgia, also hats der König in Spannien, an den Cardi-
nal Sandoval gegeben, mit bedinge daß er Jährlich
außlifern solle, eine pension von 80000 ducaten, an Don
Juan d'Austria, des Königes Natürlichen Sohn,
welcher general in Catalonien wirdt, vndt deßen
General leütenampt, Don Francisco de Melos.
Die Venezianer sollen das fort Sant Todero, in Candia recuperirt haben,
hoffen baldt Canea wieder zu gewinnen. Gott gebe es!
Zweene Geistliche sollen baldt auß Portugall hieher in haag
kommen, den Staden satisfaction, wegen Brasilien zu thun.
Der handel so zu Thienen mit dem anschlag vorgegangen
wirdt hoch extolliret, vndt weittlaüftig beschrieben.
Melander ist in heßen gefallen.
Die Königlichen in Engellandt, betrüben sich höchlich,
daß die Parlamentischen, so gar keinen friede einge-
hen wollen, wie sehr sie sich auch darumb, bemühet!
Theils schreiben, daß die Schweden in Düringen, gehen,
andere aber, nach der Oberpfaltz zu, andere nacher heßen.
Das Dänische volck, ist nun alles abgedanckt, außer
wenig compagnien zur leibguardy, vndt in den Festungen.
Jn Stade, vndt Boxthehude aber, soll Schwedische besatzung
bleiben.
Die Schwedischen tractaten mit ChurSaxen, gerahten ins stegken.
Königsmargk ist ins Stift Brehmen gegangen.
Der Türgke rüstet sich gewaltig, vmb nicht alleine
Candia, sondern auch Zante, Corfu, vndt Malta, anzugreiffen.
Vndt es ist derentwegen in Rom selbsten, großer alarm,
auch proceßiones, vndt Meßen, darwieder angestellet.
Signor Francisco Molino, Procuratore dj Sant Marco,
ist gewiß Doge, oder Hertzog zu venedig, worden.
Ertzhertzog Ferdinandt zu Insprugk, bekömbt die Princeßinn Anna
eine Schwester des Großhertzogs zu Toscana, zur Ehe.
Tobias Steffeck von Kolodey a traittè vers: Catz pensionnajre, vers Monsieur
<Ruiß, vers> Wyckfordt l'Agent, vers le Segretaire dü Baron de Brederode
& a estè payè de bonnes paroles, & esperances. Dieu vueille
par sa grace, & benediction, qu'elles ne soyent frivoles!
Et encores, pour la seconde fois, vers Ruiß, & Catz il a eu
la mesme bonne consolation. Mais le Baron de Brederode, est au
conseil de guerre, ou ils deliberent serieusement, & ce jourd'huy
deux pieces d'artiglerie neufues ont estè menèes, au magazin.
Aulcüns pensent, que l'on jra au plüstost, en campagne.
D'aultres cuydent, qu'il faille attendre l'herbe de la cam-
pagne, pour la Cavallerie, autrement elle ne peüt sübsister
car en ce pays, ils n'osent piller les granges & les maysons
comme en Allemaigne, sous pretexte de fourrager, perge
Tobias Steffeck von Kolodey ist zum dritten mahl, zu Catzen, vndt Brederodens Secre-
tario, wie auch zu Wyckfordten gegangen, mitbringende gute vertröstungen,
offerten, complimenten, vndt dergleichen. Gott gebe, ein gutes ende!
Der allte Berlepsch, der Prinzeßinn Stallmeister, hat mich
nachmittags besucht, vndt allerley <mir> entdegket, confidenter. perge
Le Prince est maladif, quoy qu'il ait souffert moins, ceste annèe,
que les hyvers passèz, des gouttes, & de la douleur Asthmatique.
On souffre a la cour, toute sorte de religions, outre les nostres,
assavoir: Papistes, Lütheriens, Arminiens, Ministes, &cetera
On tasche de süpprimer, la formidable, nouvelle, de la conjonction de
France avec Espaigne, mais la popülace & plüsieurs gens de qualitè la
croyent, en sorte, qu'a Haerlem, il y a presque eü dü tümülte pour cela,
si que la populace a voulü assommer les François, qui y demeurent.
Mais, Monsieur l'Estrade Ambassadeur extraordinaire de France, ne l'a jamais
voulü confesser, qu'il avoit telles commissions. D'Aultres
en ce pays, disent, qu'ils sont bien ayses, qu'on scache le coeur
des françois, & qu'ils aimeront mieulx avoir en eulx, ün
ennemy ouvert, qu'ün ennemy cachè, quj les trahist, &
vendist, comme des brebis innocentes, au loup ravissant.
Que trois villes, s'ont peu opposer, au commencement, au
Grand, & Puissant Roy d'Espaigne, moins enervè, que
cestui-cy, que ne feroyent? disent ils, sept bonnes
Provinces, avec tant de forteresses au dedans, & au
dehors d'icelles, a l'encontre de tous les Roys de la
Chrestientè? Sür tout quand ils auroyent Dieu Tout-
puissant, & la jüstice de la cause de leur costè?
Ils parlent fort & ferme cependant, d'ün accord,
que Messieurs les Estats, feront plüstost, avec le Roy d'Espaigne.
L'Angleterre est affoiblie de guerres civiles, ne leur
pouvant point ayder. En cest estat icy, il y a force
diversitèz d'opinions, & presque de factions, entre
les Grands mesmes, les üns estans fort affectionnèz
au party dü Roy, les autres á celuy dü Parlement.
Les affaires dü Roy de la Gran-Bretaigne, se trouvent
reduites á ün pitoyable estat, l'armèe dü Roy estant
foible, & comme enveloppèe dans ün sac, a l'entour de
Oxenford, & encores deux villes, & celle dü Prince
|| [[Handschrift: 184r]]
de Galles, a estè entierement dèsfaitte, par Fairefax, en
sorte que le Prince mesme, est en danger dedans ün chasteau
fort, ou ils l'ont assiegè, suivant üne fraische nouvelle, de là.
A Münster, les Ambassadeurs des grands Puissances, taschent
a cercher grand appuy, & à faire peur aux infirmes, s'ils ne
se ioignent à eulx, par ün accord avec l'ün, si l'autre ne le
previent, & ainsy chascün se haste a estre comprins, afin
de n'estre exclüs, par l'autre & la paix pourroit estre
aultant precipitèe, comme l'a estè la guerre violentement.
Il s'immagine, qu'en deux ou trois ans, ie me reprendray
bien, en ce bon pays, a l'entour de Bernbourg. Ouy, da?
si les moyens, de se refaire, ne defailloyent.
Wyckfordt est fort Lütherien, quoy qu'il le dissimüle,
& vueille estre tenü seulement pour disciple moderè de Calix-
tus, & de l'Academie de Helmstadt. Il est plüs rüde, & fort
aussy dü costè des François, & de Hessen, servant d'Agent,
& de Conseiller a la Landgrävinne. Neantmoins il est Patriote
Hollandois, d'Amsterdam, <docte &> riche. Le precepteur dü jeüne Conte
d'OostFrise, est vray disciple de Helmstadt, & ennemy, des
Vbiquitaires, & de leur grossiere Doctrine. On l'a voulü
èslever, ce jeüne Conte en nostre religion, & le Conte son Pere,
l'avoit desja acconsenty, mais icy, on n'a monstrè gueres
de zele, ains plüs de rayson d'estat, & considerations Politiques,
pour ioindre la Contè d'OostFrise á ces Provinces, par alliance.
Le Roy nouveau de Portügall, fait brüsler tous les Juifs,
qu'il attrappe en son pays, & regarde luy mesme, avec
la Reyne sa femme, & ses enfans, les jüstifier. Le Colo-
nel Till Hollandois, quj commende ses trouppes Alleman-
des & Hollandoyses, estant ünefois auprès dü dit Roy,
lors qu'on brüsloit ainsy, 14 Juifs Portuguais,
le Roy luy dit en riant: Voyla, il vous fauldroit
faire tout de mesme. Luy, quj n'avoit pas envie de
rire, & regardoit le Roy austerement, eusse<&> demanda
Pourquoy? il auroit meritè ce traittement lá?
eust pour responce? Que ce n'estoit, que pour gausser
qu'il luy disoit cela, & que ces: 14 qu'on brüsloit,
n'estoyent que de Juifs maudits.
Mais de ces Juifs, de Portügal, il y en a grand
nombre, a Amsterdam, & á Hamburg, Venise, & ailleürs,
ou ils ont, leur Synagogues püblicques.
En Brasil, les Portügais font aussy brüsler tels Juifs,
& aulcüns font l'hypocrite, se faysans baptiser, par crainte,
ou par tromperie, & retournent a leur premier vomissement,
aussy tost, qu'ils en ont l'occasion, & le moyen.
Peut estre, que le Prince ira bien tost, en campagne, sj
les troubles de France, de Flandres, ou d'OostFrise, & de
Westphalie, luy en donnent süjet? On a tenü tout aujour-
d'huy, conseil de guerre.
Si la France a quelquesfois envoyè ün million de sübside á cest
estat, ils ont aussy estè obligéz d'en dèspendre bien six millions,
pour dresser des armèes plüs puissantes, qu'ils n'auroyent fait
aultrement, mais a cela comme contraints par ceste alliance.
La France est fort èspuisèe d'argent, par tant de tailles,
imposts, & autres contribütions, ordinaires, & extraordinaires,
dont le pays est chargè & accablè, ainsy que l'on croyt,
qu'il soit presque impossible, de fournir plüs longuement
á tant des dèspences, & qu'il y aura force seditions, &
mütineries, parmy les peüples, d'jceluy Royaulme, à
attendre sür ce süjet.
Quant a Messieurs les Estats Generaulx, il y en a ordi-
nairement icy, a la Haye, deux, de chasque Province, c'est a dire
14 quelquesfois, on prend aussy trois, d'üne Province,
a cause dü President, ou autre cause, & chasque semajne
Preside ün autre president, que l'autre, ainsy qu'en
sept semaines, revient le tour, au premier, l'autre se-
maine, au second, & ainsy consecütivement, de main, en majn.
Mes enfans, ont estè au grand, & au petit trippot, icy,
a la Haye, & ont jouè pour la premiere fois, a la paulme. perge
Ils ont aussy veu, le jeu, de pallemaille, quj est icy et cetera.
Nous avons dü Passetemps assèz pour eulx, mais je voul-
drois bien, que l'on eust moyen, de leur faire apprendre
quelque chose de bon, avec des honnestes exercises!
Tobias Steffeck von Kolodey ist zweymal diesen Morgen, in des herrn von Brede-
rodts hause, be Item: bey Wyckfordt, Catzen, Dou-
blet, wie auch bey herrn Ruißen, <bey allen, zweymal> gewesen. Die ver-
tröstungen, lautten alle gar wol. Gott gebe
doch endtlich, seinen erwüntzschten Segen!
Man hat etzliche Stügke wieder auß dem
zeüghause geführet, alhier im haagen, vndt
man sol extraordinarie wichtige sachen, in der
vergaderung, zu deliberiren haben.
Den Præceptorem Hanckwitz, habe ich zum Stresone,
geschickt, Mich, wegen der Anhaltischen quittungen, zu erkundigen,
auf die erfolgte collecten. Die helfte, sol ia, nacher Bern-
burgk, die andere helfte, nacher Cöhten, gekommen, auch da-
rauf quittiret sein, in einer quittung, mais ie m'en
doubte grandement, si la distribütion des portions, a estè
èsgale, & conforme a la jüstice Distribütive, & commütative!
Car en nostre pays, l'jniüstice commence fort, á regner,
sür tout, á Cöhten, & á Plötzkaw. Dieu vueille l'amender!
Pensant faire estimer, üne belle peintüre de la chambre
de raretèz de München, (que les peintres, n'ont voulü
taxer, a cause de son anciennetè, & d'avoir gastè les cou-
leurs, a le tourner avec des enrollemens, dommageables,)
|| [[Handschrift: 186r]]
ün des peintres, Hondhorst, comme il le tournoit le deschira,
& y fit grand dommage. La premiere fois, en le dèspacquetant
à Bentheim, le cristall par dessüs, se rompit, par mèsgarde,
& i'ay desja eu, diverses avantüres, avec ceste peintüre
que le Prince Augüste m'a donnè le mois d'Aoust passè
á mon jour de naissance, comme s'il y avoit quelque chose
de süpernatürelle auprès. Hondhorst est le principal Peintre
de la Haye, principallement á faire dés pourtraits, les autres
deux, quj ont veu la mesme piece, & ne l'ont voulü taxer
pour mesme rayson, sont aussy des excellens peintres icy.
Tost apres, i'ay euouy, un plus grand malheur. C'est:
que le Sieur Kaplirz Boheme, de mon ancienne cognoissan-
ce, Mareschal de la cour, de la Roine, icy, couppant
hier, üne plüme, pour escrire, elle<le canif> luy tomba d'entre
les mains, en bas, & vint a travers entre ses genoulx.
Il pensa l'arrester avec les genoulx, mais le canj-
vet estoit si aiguisè, trenchant, & pointü, qu'il luy
perça incontinent, l'ün genouil, & luy couppa
les principalles veines, tellement qu'on dist, qu'il
a perdü hier plüs de quattre livres de sang, &
qu'il soit près de mourrir, d'autant que, les nerfs,
& veines principalles quj vont au coeur, luy sont
si pitoyablement, couppèes. C'est ün cas lamentable,
& extraordinajrement malheureux, ün signe evident
de la misere, & fragile vie de l'homme, & de toute creatüre!
Le Tobie Steffeck, de Kolodey, a derechef estè, auprès
dü Baron de Brederode, Catz, Wyckfordt, & aultres apres midy,
& il en a remportè de belles Paroles, sans effects encores,
qu'il faut esperer a toutes heures, a tous moments.
Major halcke der Maior, den ich zum herren Kaplir geschickt[,]
denselben besuchen zu laßen, ist wiederkommen, mjt be-
richt, einer gebührlichen Dancksagung, der visite,
vndt das der paciente zwar große schmertzen, diese
Nacht gehabt, aber heütte habe sichs gebeßert.
Ein 4 biß in 5 pfundt blut sol er vergoßen haben,
daß federmeßer ist zimlich groß gewesen.
halcke vermeinet, er habe einen brief, durch-
stechen wollen, vndt also seye ihme, das wergk-
zeüg endtfallen, wie vorberichtet. Zweene
Medicj, vndt 4 balbirer, seindt auf befehl der
Königinn, bey ihm gewesen. Gott beßere, seinen
gefährlichen zustandt! Vndt bewahre, vor mehr vnglück.
Der allte herr Kinßky, jst auch bey jhm gewesen,
hat sich meiner allten kunde, sjeder anno: 1613.
von Padua her, erinnert, vndt sieder, anno: 1619 von Prag. et cetera
Es ist Tobias Steffeck von Kolodey gegen abendt, wieder zum dritten
Mahl, zu den heüttigen großen, geldtprocurjre<r>n, gegangen,
vndt hat ampla promissa, zur abfertigung, bekommen. et cetera
Promissis dives; quilibet esse potest!33
Vnsere wirttin alhier im haagen, zum alten wilden
Mann, hat einen Capitain, (welcher lange im hause
gelegen, vndt ein 300 holländische gülden ihr schuldig
gewesen, aufn Sontag aber, hochzeit machen wollen)
durch vier Mußcketirer von des Printzen garde,
gefangen nehmen, vndt verarrestiren laßen.
Er hat sich zwar, zu aller satisfaction erbotten,
auch caviren wollen, vndt nur vmb gedultt, gebehten,
Sie hat ihm aber, nicht getrawet, sondern besorget
er möchte vollends auf der hochzeitt, sein geldt verzeh-
nen, vndt darnach mit dem weibe durchgehen. Bey
vnß trawet man den leütten mehr, wann sie sich
setzen, vndt heyrathen, alß wann sie ledig bleiben. perge
Tobias Steffeck von Kolodey hat abends spähte, wieder gute resolution
gesucht, vndt endtlich, daß die resolution gefaßet wehre,
zwar erfahren, iedoch hat man dieselbige, nicht außantwor-
tten, Sondern nur extrahiren wollen, vndt andere acta,
darbey begehret. Die Staden von hollandt, wollen nicht mehr,
wegen der andern Provintzien, molestiret sejn, von Mir, Sondern
sie hoffen, es werden dieselben, jhrem exempel, nachfolgen.
Que peux ie faire? ie ne les peux pas contraindre!
Der von Brugk, hats nun, auf den Bergk, geschoben. Es
schibets immer einer, auf den andern, vndt gehet doch so
schwehr daher, das es fast scheinet, als wolle gar nichts
darauß werden. Gott gebe doch, ein Fruchtbarliches außkommen!
<Entre minuict environ, i'ay ouy crier, les corbeaux, devant ma fenestre, assèz estrangement.>
Alß ich heütte mit halcken, im haag, auf die
Neẅen grachten, spatziren gegangen, die schönen
gebeẅde, vndt anders von außen zu besehen, vndt
wie der haage, (sieder ich nicht alhier gewesen)
ergrößert worden? ist mir graf Moritz von Naßaw,
vnversehens begegnet, hatte nur zweene diener
hindter sich gehen, vndt er schlug einen haarfarben
Mantel, v̈ber sein Trawerkleid vmb den kopf.
Jch hatte nur einen pagen hindter Mir, vndt den
Maior neben mir, auch einen schlechten rayseman-
tel vndt raysehuht. Vermeinte zwar, zu ent-
weichen, der graf aber kandte mich alsobaldt
gienge auf mich zu, vndt machte complimenten.
Verwunderte sich aber, das ich noch alhier bin,
vndt sagte: er hette fleißig bey Wyckfordt,
Doublet, vndt andern meinetwegen, sollicitiret,
es hette aber der letzte noch gestern, ihm berichtet,
es wehre kein deütt, vor mich einkommen, noch
vorhanden, (combien que j'aye meilleure consolation)[.]
Er der graf aber, wolte sich noch ferner bemühen,
müßte an itzo eilends zu Seiner hoheitt, gehen,
|| [[Handschrift: 188r]]
(wie er den Printzen von Vranien nandte) sonst mir gerne
länger aufwartten. Er wolte aber noch, vor seinem abraysen
occasion suchen, zu mir zu kommen, vndt mich anzusprechen.
Mais il me semble, que la chemise luy soit plüs proche
que la robbe, comme on dit en proverbe Allemand. C'est
que, combien qu'il me soit bien affectionnè & parent,
si craint il de ne recevoir si tost son payement, qu
que cest estat luy doibt, si ie suis payè premier que
luy, & que pour ce regard il me nuyse maintenant
plüs, qu'il ne me proffite en ceste occasion, &
qu'il vouldroit, que je füsse party d'icy, comme
ie comprends par plüsieurs circomstances, & avis!
Favor aulicus! Dieu le vueille empescher
en cela, avec tous aultres, quj taschent a me nujre!
& vueille confondre leurs desseings, menèes, & prattiques!
Tobias Steffeck von Kolodey ist trottiret zum, Wyckfordt, Doublet,
Berck, Brugk, vndt andern, vndt hat beßere resolution,
zwar nur extractsweyse mitgebracht. Gott wolle
erwüntzschten effect nicht laßen verzögern,
durch böse machinationes, vntreẅ, vndt contra-
minen, vndt helfe das wir seiner gaben, vndt Segens,
wol genießen, vndt gebrauchen mögen, zu Seines heylsamen
Nahmens Ehre, vndt vnserer aller, wolfahrt, Amen!
Er riehte mir zwar auch graf Moritz, ich solte nur fleißig,
bey der provintz hollandt, sollicitiren. Dieselbe wehre die
erste, vndt vornehmste, nach der sich die andern alle zu
richten pflegten, vndt keine gerne vor derselben, etwas
thäte. Wolte ichs aber selber nicht thun, vndt etwas
nöhtig zu verraysen, köndte ich die ferrnere sollicitation
iemands anders auftragen, oder iemands alhier laßen,
ich würde sonst zu viel im wirtzhause verzehren.
Mais i'entends desja toutes ces admonitions. perge
Er erinnerte auch, es gienge nicht so geschwinde mit dem
gelde zu, alß man vermeinen möchte, alhier zu lande?
Le proverbe françois dit: Afin; fin, & demy!
Herr Friderich von Dohna, hat mich wieder besuchtt,
vndt ich habe ihm erzehlt, wie es mir zu Bernburgk
ergangen? Il me conta plüsieurs belles choses, de leurs
Offices en guerre, entr'autres: comme il est Sergeant
Magior de Brigade, & qu'üne brigade, sont bien, 7 ou
8 regiments, entre lesquels, est le sien, & quelques
Èscossois. Le Prince d'Orange tance quelquesfois, son
fils asprement, sür tout, comme la cavallerie a
fait l'annèe passèe, tant des excéz, & tant de
maulx en Flandre. Jamais on a veu tels des-
ordres, & tels excèz en ceste armèe, de violemens
de femmes, de ravissemens, massacres, brüslemens
|| [[Handschrift: 189r]]
quoy que le pays ait estè ennemy, & mis au pillage.
Il m'a particülarisè l'authoritè dü Prince d'Orange,
en l'armèe & au pays de mesme qu'a fait dernierement
mutatis mutandis le Colonel Dès Loges.
Madame sa mere, va tous les jours, a Orange, & ne le fait
pas a cause que Madame la Princesse la retient.
Le Conte d'Oostfrise, a beu nuict & jour, avec quelques
Officiers Allemands, 24 heures dürant, & ils ne l'ont sceu
enyvrer. Il a dit, qu'il le leur apprendroit bien mieulx,
s'il les tenoit, à Aurigk, & que c'estoyent des
pauvres gens, puis qu'ils ne le scavoyent enyvrer
en 24 heüres, quoy que ce ayent estè de bons
biberons, & qu'ils ayent eu l'intention de le rendre
yvre. Bellle renommèe, d'estre bon yvrogne!
Meine Söhne, seindt nachmittags, in des Printzen
awen hoff (da die von Dohna, wohnet) gegangen, mit Einsiedeln.
Tobias Steffeck von Kolodey hat abermalß seinen vmbgang, an
mancherley orthen, absolviret, vndt sol vmb 3 vhr
nachmittags, beym Secretario Boemundt seine erlösung kriegen.
Es ist aber alßdann, doch noch nicht erfolgt, sondern, biß
auf den Montag remittiret worden.
Mon fils, Victor Ayme-Dieu, commence fort, à craindre la peste
a Leyden, soit par soy mesme, ou par indüction d'autruy, &cetera.
|| [[Handschrift: 189v]]
Dieu l'en vueille benignement preserver avec son
frere, & que l'immagination, ne luy puisse nuire,
moins les effects, des maladies.
Mes enfans sont allèz a pièd a Ryßwyck voir encores,
ünefojs, iceluy jardin & les grottes perge & la pluye
les a bien sürprins.
An itzo den spähten abendt, kömbt mein redlicher To-
bias, (welcher sich keine mühe, vndt arbeit verdrießen
leßett,) vom Wyckfordt wieder, mit vertröstung,
ich solle Morgen, oder v̈bermorgen gewiß, die quota
von hollandt, (ob Gott will,) bekommen.
