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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: Mai 1646


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XVIIIa, fol. 299r-332r (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. Mai 1646
Bremen → Langwedel
  • Zehntes Dienstjahr des Kammermeisters Tobias Steffeck
  • Vereidigung des neuen Prinzen-Hofmeisters Simon Heinrich Schweichhausen
  • Rückkehr des Lakaien Martin Haug aus Leiden
  • Aufdeckung geheimer Machenschaften
  • Korrespondenz
  • Nachrichten
  • Befürchtung neuen Unglücks
  • Verzicht auf Anhörung der Predigt des Pfarrers und Theologieprofessors Dr. Ludwig Crocius
  • Erneuter Besuch durch den Stadtsyndikus Dr. Johann Wachmann
  • Schwerer Abschied von den Söhnen Erdmann Gideon und Viktor Amadeus
  • Abreise der beiden Prinzen nach Leiden
  • Weiterfahrt nach Langwedel
  • Spaziergang mit Besichtigung der Schanze
  • Trinken und Abendessen mit dem schwedischen Schanzen-Hauptmann Hirtt
  • Unterwegs Beobachtung von Soldaten
02. Mai 1646
Langwedel → Walsrode
  • Weiterreise nach Walsrode
  • Besichtigung des Damenstifts
  • Ratlosigkeit über die künftige Route
  • Zeitvertreib
03. Mai 1646
Walsrode → Ostenholz → Celle
  • Weiterfahrt nach Celle
  • Begrüßung durch die Herzöge Georg Wilhelm, Johann Friedrich und Ernst August von Braunschweig-Calenberg
  • Essen mit Herzog Friedrich von Braunschweig-Lüneburg und den drei jungen Herzögen
  • Starke Beunruhigung
  • Übermäßiges Trinken der Celler Hofadligen
04. Mai 1646
Celle
  • Kriegsnachrichten
  • Abreise der Herzöge Johann Friedrich und Ernst August nach Bremen
  • Anwesendheit zweier Gesandten
  • Besichtigung der Befestigungsanlagen und des Schlosses
  • Besuch bei Herzog Friedrich
  • Gewitter beim Abendessen
  • Langes Gespräch mit Herzog Georg Wilhelm
05. Mai 1646
Celle → Meinersen → Braunschweig
  • Korrespondenz
  • Traum
  • Hoffnung auf einen sicheren Weg
  • Weiterreise nach Braunschweig
  • Erzwungener Aufenthalt
06. Mai 1646
Braunschweig → Schöppenstedt → Schöningen
  • Weiterfahrt nach Schöningen
  • Unterwegs zweimaliger Radbruch als schlechtes Vorzeichen
  • Begrüßung durch den Schöninger Schloßhauptmann Ernst Friedrich von Wildenstein
  • Essen und Gespräche mit der verwitweten Herzogin Anna Sophia von Braunschweig-Wolfenbüttel und dem schwedischen Obristen Daniel Arentzen
07. Mai 1646
Schöningen
  • Gestrige Abreise von Arentzen
  • Anhörung der Predigt
  • Gespräch mit der bewunderten Herzogin von Braunschweig-Wolfenbüttel
  • Besichtigung des Schlosses
  • Anwesende junge Herzogin Sophia Hedwig von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg und Hofadlige
  • Schachspiel mit Herzogin Anna Sophia
  • Kursierendes Gerücht
08. Mai 1646
Schöningen → Ottleben → Oschersleben → Großalsleben → Gröningen → Ballenstedt
  • Weiterreise nach Ballenstedt
  • Unterwegs Gespräche mit dem Großalslebener Amtshauptmann Daniel von Rindtorf und dessen Bruder Kaspar
  • Bericht durch den Ballenstedter Amtmann Martin Schmidt
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Starker Regen
09. Mai 1646
Ballenstedt → Bernburg
  • Dichter Morgennebel und windiges Wetter
  • Weiterfahrt nach Bernburg
  • Guter Zustand der Familienangehörigen
  • Kursierende Gerüchte
  • Verdrießliche Amtsgeschäfte
10. Mai 1646
Bernburg
  • Zweimaliger Kirchgang
  • Gespräch mit dem Hofprediger Konrad Theopold
  • Theopbold, der Hofmeister Heinrich Friedrich von Einsiedel, der Major und Stadtkommandant Hans Albrecht von Halck, der Kammerjunker und Stallmeister Abraham von Rindtorf sowie der Hofjunker Hans Christoph von Witzscher als Essensgäste
  • Geschenke für Gemahlin Eleonora Sophia und die Kinder
  • Korrespondenz
  • Erinnerung an den Thüringer Überfall von 1636
11. Mai 1646
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Elisabeth Magdalena von Freyberg, die frühere Kammerjungfer Salome Elisabeth von Haxthausen, der Kammerrat Dr. Joachim Mechovius, der Leibarzt Dr. Johann Brandt und der Diakon Bartholomäus Jonius als Mittagsgäste
  • Entsendung von Steffeck nach Plötzkau
  • Ausritt auf die Felder
  • Wirtschaftssachen
  • Anmeldung durch zahlreiche Offiziere
  • Rückkehr von Steffeck
  • Administratives
  • Pferdezucht
12. Mai 1646
Bernburg
  • Pferdezucht
  • Gespräch und Mittagessen mit Dr. Brandt
  • Anmeldung durch den früheren Regierungspräsidenten Heinrich von Börstel
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Wirtschaftssachen
  • Rückkehr des Kammerdieners Jakob Ludwig Schwartzenberger aus Dessau
  • Kursierende Gerüchte
13. Mai 1646
Bernburg → Pful → Prederitz → Bernburg
  • Abreise der Gemahlin mit den ältesten Töchtern Eleonora Hedwig und Ernesta Augusta nach Kranichfeld
  • Matthias von Krosigk mit seiner Stiefmutter Brigitta und einer Schwester als Mittagsgäste
  • Nachrichten
  • Administratives
  • Bericht durch den Waldauer Pfarrer Daniel Marggraf
  • Ausritt mit Halck nach Pful und Prederitz
14. Mai 1646
Bernburg
  • Gespräch mit dem Lehens- und Gerichtssekretär Paul Ludwig
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Besuch durch Georg Friedrich von Börstel
  • Gespräch mit dem früheren Regierungspräsidenten Börstel
  • Beide Börstel als Mittagsgäste
  • Durchreise von braunschweigisch-wolfenbüttelischen Gesandten
  • Korrespondenz
  • Kontribution
  • Rückkehr des Prinzenlehrers Martin Hanckwitz mit einem Lachs aus Dessau
15. Mai 1646
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Administratives
  • Gespräch mit dem Bediensteten Johann Berndt
  • Pferdezucht
  • Aufwartung durch den Kammerjunker Ernst Dietrich von Röder
16. Mai 1646
Bernburg
  • Rückkehr der Gemahlin mit Eleonora Hedwig und Ernesta Augusta
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Administratives
  • Anhörung der Vorbereitungspredigt auf das Abendmahl
  • Pferdezucht
17. Mai 1646
Bernburg
  • Schlechtes Vorzeichen durch den jüngsten Sohn Karl Ursinus
  • Anhörung zweier Predigten und Empfang des Abendmahls zum Pfingstsonntag
  • Regen nach langer Dürre
18. Mai 1646
Bernburg
  • Zweimaliger Kirchgang zum Pfingstmontag
  • Halck, Krosigk, Röder, der Superintendent Joachim Plato, Dr. Brandt und Hanckwitz als Mittagsgäste
  • Administratives
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Gartenspaziergang mit der Gemahlin
  • Halck als Abendgast
19. Mai 1646
Bernburg → Zepzig → Bernburg
  • Korrespondenz
  • Beichte und morgiger Empfang des Abendmahls durch die Gemahlin
  • Ausritt nach Zepzig
  • Administratives
20. Mai 1646
Bernburg
  • Empfang des Abendmahls durch die Gemahlin und andere Lutheraner
  • Spaziergang mit Röder und Schwartzenberger
  • Ankunft von Schmidt
  • Korrespondenz
21. Mai 1646
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten
  • Pferdezucht
22. Mai 1646
Bernburg → Staßfurt → Groß Germersleben → Oschersleben → Hamersleben, Kloster
  • Ritt zum Kloster Hamersleben
  • Unterwegs Gespräch mit dem früheren kursächsischen Rittmeister Dietrich von Hackeborn in Staßfurt
  • Bewirtung und Beherbergung durch die Augustiner-Chorherren
  • Korrespondenz
  • Aktueller Zustand des Klosters
  • Abendessen mit dem ehemaligen schwedischen Rittmeister August Witte und dem Prälaten
23. Mai 1646
Hamersleben, Kloster → Schöppenstedt → Wolfenbüttel
  • Weiterreise nach Wolfenbüttel bei anhaltender Hitze
  • Mitteilung durch den kranken Herzog August von Braunschweig-Wolfenbüttel
  • Unterkunft in der Stadt
  • Besuch durch den Hofmarschall Franz Julius von dem Knesebeck
24. Mai 1646
Wolfenbüttel
  • Besuch durch Knesebeck
  • Soldatenmusik in der Herberge
  • Kirchgang mit dem Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel sowie dessen Söhnen Rudolf August, Anton Ulrich und Ferdinand Albrecht
  • Mittag- und Abendessen mit den Herzögen, dem pommerischen Gesandten Joachim von Glasenapp und dem Helmstedter Theologen Prof. Dr. Georg Calixt auf dem Schloss
  • Gespräch mit Herzog August am Nachmittag
  • Betrunkener Glasenapp
  • Abschied von den vier Herzögen von Braunschweig-Wolfenbüttel und Knesebeck
25. Mai 1646
Wolfenbüttel → Peine
  • Weiterritt nach Peine
  • Gestrige Gespräche mit dem alten Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel und Glasenapp
  • Abendgewitter nach langer Hitzeperiode
26. Mai 1646
Peine → Hamnover
  • Besuch durch den braunschweigisch-lüneburgischen Hauptmann Joachim Rudolf von Lohe
  • Spaziergang zum Peiner Schloss
  • Weiterreise nach Hannover
  • Mitteilung durch den braunschweigisch-lüneburgischen Obristleutnant Gottfried von Sparr
  • Abendgewitter nach Tageshitze
  • Zwei Gespräche mit dem braunschweigisch-lüneburgischen Hauptmann Job Bernhard von Mücheln
  • Kriegsnachrichten
  • Administratives, Ruhe und Abendessen ohne Gäste
27. Mai 1646
Hannover → Calenberger Neustadt → Hannover
  • Kirchgang am Morgen
  • Nachrichten
  • Aufwartung durch Mücheln
  • Ehrenwache vor der fürstlichen Herberge
  • Besichtigung der Befestigungsanlagen der Calenberger Neustadt und von Hannover
  • Abholung durch den Geheimen Rat und Hofmarschall Bodo von Hodenberg auf das herzogliche Schloss
  • Begrüßung durch Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Calenberg
28. Mai 1646
Hannover
  • Besuch durch Hodenberg
  • Besichtigung des Pferdestalls, Mittagessen und Gespräch mit dem Herzog von Braunschweig-Calenberg
  • Korrespondenz
  • Verzicht auf Teilnahme an der Abendbetstunde
29. Mai 1646
Hannover → Peine
  • Verzicht auf Teilnahme an der Morgenbetstunde
  • Frühstück mit dem Herzog von Braunschweig-Calenberg
  • Rückfahrt nach Peine bei schlechtem Wetter
  • Begrüßung durch Lohe
  • Entsendung von Hanckwitz nach Bremen und Leiden
  • Lohe als Abendgast
30. Mai 1646
Peine → Wolfenbüttel
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Entsendung des Amtskopisten Hans Friedrich Eckardt nach Kassel
  • Gespräch und Frühstück mit Lohe
  • Weiterreise nach Wolfenbüttel bei Regen
  • Begrüßung durch Herzog Rudolf August von Braunschweig-Wolfenbüttel und Knesebeck auf dem Schloss
  • Trinken am Abend
31. Mai 1646
Wolfenbüttel
  • Anhörung der Predigt in der Stadtkirche
  • Glasenapp als herzoglicher Essensgast
  • Entsetzen über starkes Trinken
  • Schachspiel mit dem alten Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel
  • Widerwilliger Aufenthalt in Wolfenbüttel
  • Kriegsnachrichten
|| [[Handschrift: 299r]]

Freitag den 1. ⁄ 11. May: 1646.


heütte ists zehen Jahr, daß Mein Treẅer diener, Tobias Steffeck von Kolodey,
in Meine dienste getretten. Gott wolle vnß noch lange beysammen erhalten,
vndt segenen, durch vnserer hände arbeitt. Amen! Amen! Amen!


Jch habe den Neẅen hofmeister, Meiner Söhne, Simon henrich Schweichhausen,
durch den herren von Schrahtembach, vereyden, annehmen, vndt bestellen laßen.
Gott gebe zu glück vndt segen!


Mein lackay Märtin, ist von Leyden, wol a propos, wiederkommen. J'ay
dèscouvert derechef des menèes secrettes. Dieu vueille confondre les
conseils de mes adversaires, comme d'Achitophel! Jch habe an Ern Doctor Spanheim
wieder geschrieben. Man hat aviß zu Leyden, vndt zu Amsterdam gehabt,
alß ob wir alle im vngewitter auf der Sudersee ertrungken
wehren? Gott lob, daß es nicht wahr ist. Er wolle vnß fer-
ner erhalten, vndt in vnserer feinde willen, nicht gerahten laßen!


J'apprehends quelque malheur derechef, ou pour ma personne
ou pour celle de mes enfans, en nostre fascheuse separation, et diversitè
de nos chemins. Dieu nous vueille benignement garentir de tous in-
convenients, & nous preserver par sa Sainte grace, ne nous abbandon-
nant a pertes, malheurs, & dommages, nj a la mocquerie de nos
ennemis secrets, & ouverts! Ainsy soit il! Amen, Ainsy soit il!


Jch hette den vornehmen prediger, Doctor Crocium, heüttiges Tages, gerne
gehöret, alhier zu Brehmen, habe es aber, wegen v̈berhaüfter ge-
schäffte, einstellen müßen. Er soll vortreffliche gaben haben. perge
Mais aulcüns luy attribuent, quelque levain <d'>Arminius,
ce quj seroit deplorable.


Jn dem ich mit meinen Söhnen, vndt Jungkern, wie auch dem Freyherrn
von Schrahtembach, vndt Schweichhausen, als hofmeister, vndt dem Præceptore
Hanckwitz gefrühestückt, ist der Stadt Sindicus Wachmann, || [[Handschrift: 299v]]
wieder zu mir kommen, hat ein par gläser bescheid gethan, vndt Mir im
Nahmen der Stadt valediciret, auch darnach alleine ein par con-
firmationes privilegiorum der Stadt, in Originalj, vorgezeiget,
vndt allerley bericht darneben gethan. Jl m'a aussy confiè,
que l'Empereur auroit donnè üne nouvelle assignation de 4000 Da-
lers, aussy tost aprés la mienne a ün quidam, & le plüs
est, que Sa Majestè Jmperiale mesmes, leur a demandè üne grande
somme d'argent, tout fraischement, dont il me prioit de n'en
faire nülle mention, & par consequent dit il, l'üne assig-
nation aneantit l'autre, & nous n'en pouvons plüs!


Von Meinen hertzliebsten Söhnen, habe ich auch einen Sehn-
lichen, vndt Trawrigen abschied genommen. Erdtmann Gideon,
war noch härter zu bewegen, in dem fall, alß der hertz-
allerliebste kleine Victor Amadeus, welchem das bittere
scheiden, doch gar zu sawer ankahm. Gott wolle sie beyde
gnediglich bewahren, zeitlich, vndt ewig segenen, Sie nim-
mermehr waysen laßen, sondern zu pflantzen der gerechtig-
keit erwachßen, stärgken, kräftigen, vndt gründen.
Köndte ich die gnade von Gott erbitten, mich freẅde
vndt Trost, an ihnen erleben zu laßen, wie glücksehlig
würde ich mich, alßdann, in dieser weltt schätzen?
Ach des Trawrigen, vndt vnanmuhtigen scheidens!
Gott wolle Sie vndt mich, einen ieglichen an seinen orth, wol be-
gleitten, vndt vor allem vnglück, vnfall, vndt feẅrigen
pfeilen des bösewichts, väterlich beschirmen. Mit ihnen, || [[Handschrift: 300r]]
zeücht biß an die Niederländischen frontieren, nach B Embden, der liebe fromme
Freyherr Baltzer von Schrahtembach, mir zu ehren, vndt zu gefallen.
Gantz aber zeücht mitt, (wilß Gott) biß nach Leyden, der
neẅe hofmeister, Schweichhausen, ihr kammerdiener hanß Geörge
Horenburgk, vndt der neẅe page Wartemßleben, des Barons
von Schrahtenbachs Stiefsohn. Gott gebe das dieser page, das seinige
wol thun, vndt seinem Sehligen frommen vater, vnserm alten
diener, recht nacharthen möge. Sie gehen zu waßer, auf
Elßvliet, vier meilen von Brehmen, auf der Weser. Von dan-
nen werden sie zu wagen, ihren weg ferrner suchen, wie
mündlich angedeüttet worden.


Jch aber, habe meine drey Jungkern, auch den præcepto-
rem, mit Mir genommen, vndt seindt, in die 22 personen, vndt
18 pferde stargk gewesen, haben ein ansehliches in der herber-
ge, verzehret. An itzo seindt wir schwächer, vndt mich deücht,
die himmlischen heerschahren, die heiligen lieben engel, so vnsere convoy
coniunctim gewesen, vndt virtutem unitam, fortiorem gemacht,
habe sich numehr auch wegen der allerliebsten frommen kinder, etwaß
theilen müßen. Gott wolle ia die himmlische wagenburg,
zu allen Theilen, vmb vnß her, lagern laßen! vndt vnß nie ver-
laßen! Amen! hilf herr Jesu! Amen! Amen!


Jn abzuge hat man zu Brehmen, mit salven, auß Stügken,
vndt Mußkeeten, von den wällen, mir solenniter valediciret.


Meilenm.
Sechs einspänniger, hat mir, der Raht mitgegeben.
Es ist sehr vnsicher, vndt lieget viel volck im ErtzStifft.
Wir seindt, biß nach Langemwedel gezogen
<darvon Ferden, zur rechten handt, vnferrne endtlegen.>


3

|| [[Handschrift: 300v]]


Alß ich zu Langewedel spatziren gegangen, vndt von außen die Schantze
besehen, auch die Außerwergke darvor, kömbt der capitain hirtt,
ein Schwabe von Eßlingen, an die brügke, invitiret mich in die Schantz,
vndt darnach in sein quartier, tringkt mir zu im bier, vndt
bittet mich alda zu logiren. Jch excusire mich, (nach dem ich 2
mal bescheid gethan,) vndt gehe nach meinem losament. Er folgt
mir, vndt alß ich ihn, zur abendtmahlzeit geladen, haben wir
ihn, (weil er lußt zum Tringken, vndt den ersten May zuvor
mochte begangen haben) in wein gantz voll gesaüfft.
Ein feiner cortesischer Ambtschreiber, vndt ein leütenampt,
haben ihn noch hinweg gebracht, da er nicht mehr stehen
kondte. Er wahr aber sehr Treẅhertzig, vndt voller affection,
zumahl, alß er gehöret, das ich dem hertzog von Wirtem-
berg, verwandt wehre. Er ist auch in OostJndien gewesen,
vndt hat sich hin: vndt wieder wol versucht.


Vnser weg, ist heütte, sehr Sandicht gewesen, vndt
viel Reütter, vom leibregiment, seindt vndterwegens,
hin: vndt wieder, gelegen, vom Königsmargk. Theilß
führten auch handtroß, alß ob sie Sie den pawern
abgenommen hetten, wie dann die pawren, hin: vndt
wieder klagten, gleichwol aber sahe ich die dörfer,
vndt den agkerbaw, in gutem stande. Es gab
auch viel eichbaẅme vndterwegens.


Das hauß, in der Schantze zu Langenweddel, ist fast
gantz abgebrandt, vndt abgetragen, wie auch die Thürne[!].

|| [[Handschrift: 301r]]

Samstag den 2. ⁄ 12ten: May: 1646.


Meilenm.
Von Langewedel, nach Waltzenroda
Dieseß ist lüneburgisch. Wir seindt durch holtz,
vndt heyde, in sandwegen, mehrentheilß gekommen.
4


Zu Waltzeroda hat Jacob Ludwig Schwartzenberger vorm
Jahr sein achßelbein, gefährlich zerbrochen. Alhier ist
ein Nonnenkloster, daß hat Fürst Walo, zu Anhaltt,
anno 986 gestiftett, vndt sein bildt ist mit der vnder-
schrifft, in dem kloster, zu sehen, dahin ich vmb der
curiositet willen, gegangen. Es ist eine Domina,
vndt eine Priorin1 darinnen, in allem 13 klosteriungfern,
an itzo. Die kirche, ist noch, in gutem stande, mit vielen götzen,
geziehret. Das dach des klosters aber, vndt die creützgänge,
gehen zimlich ein. hingegen, kaüffen, vndt bawen, eintzelne
klosteriungfern, neẅe haüserlein vor sich, gar artig, vndt
haben auch gärtlein, holtz, vndt weydetriften. Die hertzoge
von Lünenburg aber, haben ihnen vnlengst vor wenig Jahren, alle
ihre klosterintraden ein, vndt vor daß Ampt, gezogen, vndt
geben ihnen, außm Ampt, ihren vndterhalt.


Jcy nous sommes penaulds, ne scachans, de quel costè, nous tourner,
nostre convoy s'en retourne, & on parle de diverses mal-seuretèz,
ne pouvans aussy, acquerir des chevaulx d'attellage au bagage.
Dieu pourvoyra par sa Sainte grace! A luy en sera la gloire.


Jch habe heütte, mit stille liegen, viel zeitt verliehren, gleichwol
aber auch, die pferde in zimlicher hitze, ruhen laßen müßen. Jnn-
deßen, habe ich, allerley memorialn, vndt anstaltt zu machen, mich beflißen,
dann auch mit schlafen, vndt spatziren in die wälder, die Nachtigall singen zu hören, || [[Handschrift: 301v]]
mich delectiret! Kein geschöpflein ist so klein, Es preiset Gott, den Schöpfer fein,
Es rühmet Gott, nach seiner arth, wie es von ihm, erschaffen wardt.
Dolcissimo Usignuolo, Tu chiamj la tua cara compagnia,
Cantando, Vienj, Vienj<!>, anima mîa. A me; canto non vale,
E non hò, come tu, da volar ale! Oh felice augelletto, Come nel
tuo diletto, Ti ricompensa ben, l'alma Natura; Se ti negò
saver, Ti diè Ventura.2


Gott wolle vnß gnediglich hindurch helfen, so wol, nach Osten,
alß nach Westen, Mir, Meinen Söhnen, vndt allen denen, welche es
Treẅlich, vndt guht, mit Mir, meynen. Amen! Amen! Faxit Deus, Amen!

Sonntag den 3. ⁄ 13den: May: 1646.


Meilenm.
Von Waltzroda, nacher Zell
vndterwegens, auf eine meile darvon, zu Ostenholt,
gefüttert, vndt kalte küche gehalten.
5


Der Allte 71iährige hertzogk Friederich, hat mich gar
gerne gesehen, vndt weil er Altt, Schwach, vndt vnvermögen,
hat er mich, durch seine drey vettern, hertzogk Geörgens sehliger
Söhne, welche an itzo, alhier anwesend, alß: hertzog Geörg
Wilhelm, hertzog Johann Friederich, vndt hertzog Ernst Augustus, an-
nehmen, vndt willkommen heißen laßen, darnach aber, ist er in der
Tafelstube zu mir kommen, vndt hat mit vnß, malzeitt gehalten.
Nach der mahlzeit, (wiewol er mit Mir, gehen, ichs aber nicht
leyden wollen) habe ich ihm, gute Nacht, gegeben, vndt die an-
gestellte Morgende rayse, auf sein bitten, einstellen müßen.
Nota Bene Gott gebe, das mir, diß Stillager, beßer gedeye, vndt gelinge
als das gefährliche, vndt außgespähete Stillager, anno: 1636
zu Weymar, darüber ich geplündert worden.

|| [[Handschrift: 302r]]


Mon coeur, m'est fort troublè, soit pour moy, soit pour mes enfans,
mais ie ne peux eviter, ce que le destin m'ordonne. Dieu vueille
benignement divertir par sa grace, les fatales destinèes!


C'est üne pitiè de ces gens icy! quj boyvent comme des Templiers.
Jl y a üne vingtaine de gentilshommes icy, que m'ont aydè,
a recevoir hier, gens de bonne mine, mais qui sont obligèz,
de se tüer, a peu prés, par le vilain boire, & par cest bestialitè.


Les Princes, s'èspargnent, & monstrent de detester ce vice,
dont ie me suis fort consolè, & résiouy. Dieu les vueille con-
firmer, en cest bonne resolütion, & intention!

Montag den 4. ⁄ 14. May: 1646.


Man sagt viel, von der Königsmargkischen marche. Jch
dengke, wir kommen recht mitten vndter sie. Gott ver-
hüte alleß v̈bel, vndt daß ich meine lust, an Gottes gna-
de, nicht aber meine feinde ihren willen, an mir, voll-
bracht, sehen mögen! Le malheur doibt estre, nostre Medecin!


Die beyden Jüngeren herren, seindt verrayset, nacher
Brehmen, vndt vielleicht nach Hollandt zu. Jls ont fort
demandè de la seurtè des chemins, & nous avons veu
charger quelques petits coffres, fort pesants, sans doute
d'argent, puis que 4 ou 5 hommes, les portoyent avec
peine, & difficultè, & c'estoyent dés coffrets, qu'on eust
peu lever d'üne main, a les voir. Ils craignent les dangers.


Ein <heßen> darmstädtischer gesandter, ist auch alhier, Doctor Tilsner, ist auch alhier,
wie auch einer, von der alten hertzogin, hertzog Geörgens wittwe, welche
numehr zu Flensburgk, bey ihrer Fraw Tochter ist, in deren Sechs wochen. perge

|| [[Handschrift: 302v]]


Nachmittags bin ich mit dem Großvogt Grodt, vndt vielen andern vom
Adeln, vmb den wall herumb alhier zu Zell gegangen. Es hat diß
feste hauß, vier Rundeel, vndt einen feinen wall. Zweene von
den Rundeelen seindt bedegkt, mit runden dächern, nach der
Stadt zu. Es hat auch eine contrescarpe, v̈ber dem graben. Die wälle
seindt mit Stügken, wol versehen, vndt theilß halbe cartaunen
in guter quantitet darundter. Man sagt, es sollen in allem,
in die 50 Stügke, alhier, auf den wällen, vndt rundeelen,
stehen, welches viel ist, vor ein solches festes hauß. Die Stadt, ist
auch feste, mit wällen, bollwergken, vndt Ravelinen versehen. Es hat
auch außerwergke, die Thor zu verwahren.


Jch halte diß Schloß, mehr vor eine feste Schantze, alß vor eine
festung, die Rundeel, seindt altvätterisch gebawet, mit case-
matten, iedoch sehr stargk, vndt der wall ist digke. Die gräben,
seindt tieff von waßer, vndt breitt. Man reparirt aber viel,
vndt ein ingenieur war darbey, welcher zimlich voll vndt
Naseweiß wahr, allerley zu wißen, vndt zu verbeßern, in vielen
dingen, contre rayson. Er heißt: Johann Frjederich Bergk.


Darnach haben wir, jm Schloß, einen Alten Sahl, vndt vjel
gemälde darinnen, wie auch den weinkeller, besjchtiget.


Diesen abendt, vor der mahlzeitt, habe ich den alten hertzogk in
seiner stube besucht, vndt weil wir baldt hernacher, zum eßen
gegangen, darbey sich auch der iunge hertzog Geörg wilhelm ge-
funden, nebenst etzlichen Officirern, hat es v̈ber der Tafel
also seyende, redende, vndt tringkende, erschregklich ange-
fangen zu wetterleüchten, baldt darauf zu donnern, || [[Handschrift: 303r]]
da es dann <vndter andern> einen erschregklichen stargken Schlag, wie auß
einem Stügke, gethan, das ich selbst nicht anders vermeinet, alß
es wehre eines, auf dem wall, gelöset worden, vndt hat auch
stargk geregenet, Dieu vueille que ce coup, ne m'apporte ün
coup füneste! Fata possunt præviderj; non evitarj!


Zu abends, nach gehaltener Tafel, mit den beyden hertzogen,
haben sie mich an mein losament, begleittet, der alte seinen
abscheid genommen, der iunge herr aber, noch lange mit
Mir, im gemach discouriret, darbey mir dann ein greẅel
gewesen, das die gläser, vndt Flaschen, immer nachgetragen,
vndt geholet worden, welches Meinen drey Junckern, v̈ber
welche wol 16 vndt mehr andere, hehr gewesen, v̈bel
zu statten gekommen. Gott vergebe vnß, vnsere eigene,
vndt veranlaßete Sünden, vndt beßere vnser leben.
Jch habe auch etzlichen, so mir gesundtheitten, oder anders
gebracht, bescheidt gethan. Mais i'ay beu de lu l'eau.
Der Junge hertzog, that dergleichen, vndt haßet den Trungk. perge
Also haben wir endtlich einander valediciret.

Dienstag den 5. ⁄ 15. May: 1646.


J'ay escrit au Düc Christian Louys, a Hanover. perge


Diesen Morgen getraẅmet, wie viel prediger auß vndter-
schiedenen landen, wehren an zweyen, oder dreyen Tafeln,
versamlet gewesen, das valete zu eßen. Mein herrvater
Sehliger vndt ich, neben Fürst Johann Casimir, vndt andern Fürsten,
wehren auch mitt, vndter ihnen geseßen, vndt man hette || [[Handschrift: 303v]]
Nota Bene viel von collecten geredet, vndt wie ich solche befördert <vndt guts gethan> hette? Es
hetten es auch viel pfarrer auß frembden landen, vndter daß
register, der collecten, vndterschrieben, vndt hetten sich auch
prediger von den Spannischen gräntzen, Jtem: auß Schweden,
Polen, vndt andern landen, mit meiner großen verwunde-
rung, von der reformierten religion darbey befunden. Mein
herrvatter sehliger hette oft inculciret: Cupio dissolvj,
Nota Bene & esse cum Christo. etcetera3 Endlich wehre man herrvetter Fürst
Rudolphs sehliger zu rede worden, da hette ich gesagt: herrvetter
wehre sehr geschwinde gestorben. Darauf hette sich
herrvater sehliger erzörnet, sagende: Mein bruder, ist
nicht zubaldt, sondern, gar zu rechter zeitt, vndt sehr
wol gestorben, vndt vor vielem vnglück, weggenommen
worden. hat ein schönes sehliges vernünftiges ende genommen.
Nota Bene Ein ieder thue deßgleichen, vndt darbey repetirt,
das cupio dissolvj, so ein ieder sagen, vndt begehren,
nicht lange in miseria zu leben, wüntzschen sollte!
Darüber wachte ich auf. Dieu vueille, que mes
pensèes, que j'ay la dessüs, me puissent tromper.
Astra inclinant; non necessitant!4 Sed
ingens telum est Necessitas!


Sol mein weg sicher sein, vndt wol abgehen? Wirdt es ein
großes glück sein, vndt ich würde es Gott alleine, viel || [[Handschrift: 304r]]
mehr, alß der Sicherheitt, liederlichkeit vndt großer vnachtsamkeit,
Meiner vnerfahrnen, thumbkühnen leüttlein, zu dangken haben.


Ach herr, gedengke nicht der Sünden Meiner Jugendt, vndt
Meiner v̈bertrettung, gedengke aber Meiner, nach deiner
großen Barmhertzigkeit, vmb deiner gühte willen! Nimb
dich Meiner, vndt meiner armen kinder, in gnaden an, vndt
Erbarme dich vnser. herr erbarm dich vnser, vndt hilff
vnß kräftiglich, behüte vnß vor Mordt, Meücheley, vndt
v̈berfall, auch heimlichen verrähterey, vmb Christj willen,
herr erbarme dich vnser, Amen! hilf herr Jesu, Amen, Amen!


Meilenm.
Nach genommenem abschied, von dem Marschalck vndt Jungkern,
bin ich in Gottes Nahmen fortgezogen, mit Meinem comitat,
von Zelle nacher Braunschweig
vndterwegens, zu Meinerßen, einem Ampt des hertzogs
von Zelle, kalte küche gehalten, vndt gefüttert.


6


Der sandtweg ist gut gewesen wegen des regens.
Jm holtze, hat man sich vor parthien befahret. Es hat
aber Gott lob, biß dato, keine Noht gehabt. Vndt
wir haben schön getreydig vndterwegens, wie auch
viel herden viehes, gesehen, also: daß der krieg, diese
länder, noch zjmblich verschonet, Gott lob.


Zu Braunschweig, habe ich bleiben müßen, weil es zu
spähte werden wollen, nacher Wolfenbüttel, zu kommen, dahin ich
sonsten intentioniret wahr, zu raysen, auch grüße von Zelle,
mitgenommen hatte. Die vorspann aber, ist nur, biß nacher Braunschweig,
bestellet gewesen, vndt die convoy, vier Reütter.

|| [[Handschrift: 304v]]

Mittwoch den 6. ⁄ 16den: May: 1646.


Braunschweig ist eine große Stadt, vndt in die 2 stunden im
vmbkreiß zu gehen. Der Raht alhier, hat mich außquittiret
auch biß nacher Schöningen, mit vorspann, vndt guter convoy von
12 mußcketirern, versehen, weil es das erste mahl ist, das
ich anhero gekommen, nach dem ich sie zu gevattern, gebehten.


Alß ich nun aufgebrochen, vndt zur stadt hinauß gewesen,
seindt wir auf den steinernen Thamb5, gekommen, vndt weil
die geleiße zu weitt, ist vnß ein neẅes rad an der kutzsche
im felde zerbrochen, baldt darnach gleichsfalß an der Calesche,
also: das es geschienen, wir solten heütte, weder stern, noch
glück haben, vndt an stadt der Calesche, hat ein ander wagen,
auß Braunschweig müßen geholet werden, hingegen die Calesche wieder
hinein geschickt, vndt das kutzschenrad, hat auch müßen ver-
endert werden, nicht ohne verdrießlichen verzug, vndt auffent-
halt, welche zween geschwinde fälle auf einander, mir
nichts gutes ominiret, vndt zeigten mir fast, alß hette
ich sollen wieder einen andern weg gehen. Gott hat
vnß doch väterlich geleittet, vndt gnedig fortgeholfen, wie-
wol viel parthien, von den Arendtsen, vndt Pensischen
Regimentern, vndterwegens, gesehen worden.


Zu Scheppenstedt, drey meilen von Braunschweig,
lag auch Reütterey von den Schwedischen, vndt lünen-
burgischen völckern, als wir durchzogen.

|| [[Handschrift: 305r]]


Zu Schöningen, (welches 2 Meilenm. von Schöppenstedt, d fünf meilen
weges aber, von Braunschweig gelegen) bin ich gar willkomb gewe-
sen, vndt es hat mir die hertzoginn, ihren Schloßhaüptmann, Wilden-
stain, zu pferde, entgegen geschigkt.


Jch bin an diesem orth, sehr wol logiret, vndt tractiret worden,
Die hertzoginn, Anna Sophia, geborne auß Churfürstlichen hause Bran-
denburgk, meine alte bekandte, hat mich in ihrem losament
gerne gesehen, mit mir sehr vernünftig conversiret, vndt
den Schwedischen Obersten Arendtsen, auch zu sich kommen laßen.
Wiewol sie einen bösen schengkel hat, vndt sich führen
laßen muß, so ist sie doch zur mahlzeitt gekommen, vndt
hat mir die Oberstelle gegeben, auch in dißcurßen sich
gewaltig hören laßen, sonderlich gegen Arendtsen,
welcher ein deützscher außm Ertzstift Brehmen, mir wol
bekandt, vndt Eisembergers Oberster leütenampt, vor
diesem, zu Bernburgk, alß einquartiret daselbst gewesen.
Jl estoit fort discret, & de bon entretien, mais quj sca-
voit bien deffendre son party, et leur cause. Man hat
stargk v̈ber der Tafel getrungken, vmb des Obersten willen,
mais i'ay beu de l'eau cuitte.


Nach der mahlzeitt, hat mich, die hertzoginn, in ihr zimmer
mittgenommen, vndt erst alleine mit Mir gespraachet, darnach
aber den Obersten Arendtßen auch laßen hinein kommen, guten
willen, bey ihme zu erhalten, vndt es hat mancherley discours
gegeben. Darnach ist man voneinander gescheiden, vndt der Oberste sich licentiiret.

|| [[Handschrift: 305v]]

Donnerstag den 7. ⁄ 17den: May: 1646. himmelfahrtsTag.


Der Oberste ist gestern abendt, noch verrayset, weil er diesen
Morgen, aufzubrechen, gedengket, auß seinen quartiren,
zu Königslutter, vndt selbigen gegenden. Jl demande
Düc Augüste de Braunschweig 12000 Dalers, autrement il ne veut
pas quitter son pays, y estant assignè.


Am heüttigen fest, haben wir in der Schloßcappelle
predigt gehöret, <darbey eine sehr Stadtliche musica> vndt es seindt theilß gute, theilß
erroneæ opiniones, auf die bahne, gekommen. Jedoch
befinde ich die herztogin, voller vernunft, moderation,
vndt æquanimitet, vndt welche viel vom Doctor Calixto
helt, die reformirten, keines weges verdammet, Meiner
Söhne rayse nach Leyden, per totum approbiret, vndt
die vorseyende seltzame intention, nacher Sora, vndt
Nordtlandt, mit vielen vmbständen, verwirft, vndt
dissuadiret, auch in etzlichen puncten, mit vnß, eines ist. Sie ist
gewißlich eine vortrefliche princesßin, von gutem iudicio,
großer wißenschaft, exemplarischer regierung, in ih-
rem wandel vndt Staadt, von herrlichen vernünftigen
discurßen, vndt von v̈bergewöhnlichen gaben, alle kriegs-
officirer, vndt andere leütte, (derer hülfe sie bedarff)
zu gewinnen, vndt an sich zu ziehen, das sie es manchen
weysen herren, vndt klugen Regenten, zuvor thut. Gott || [[Handschrift: 306r]]
wolle sie, ihren armen vndterthanen, vndt vielen bedrangten
zu trost, noch lange floriren laßen, vndt sie lange erhalten.
Dann dieser orth Schöningen, ein asylum, vndt refugium ist
vieles landtadelß vndt anderer, so daß ihrige hieher in sicherheit
flehen, vndt salviren.<Nota Bene[:]> <Die hertzogin haßet den vnzeittigen, vndt vnverstendigen eyver, in glaubenssachen.>


Jch habe fast den gantzen <Nachmit>Tag mit conversiren zugebracht mit
der hertzogin, an der ich mich nicht müde hören können, vndt ich halte
sie, neben der Landgrävin zu Caßel, vndt der Princeßin von
Vranien, vor die drey mirabilia muliebria, so ich auf
dieser rayse vor andern, excellirende gesehen.


Elle m'a confiè beaucoup de choses, que ie ne veux
mettre sür ce pappier, a cause de quelques considerations,
et que ie redoute ce coup füneste, peut estre en ün lieu
la ou ie le devrois attendre le moins. Dieu vueille
confondre les conseils, de mes adversaires!


A Sora l'on est mal traittè, si on n'y despend
de l'argent propre. Le Roy de Danemark est chiche, & maintenant
necessiteux, ayant de la peine, a nourrir ses propres
enfans. Mesme le fils de Berndt Geest, y a estè mal
traittè nonobstant la promesse royalle autrement,
& la mere l'a fait retirer de là, pour cela, y ayant
trop estè contraint de faire dés fraix de la bource propre.
La Düchesse tient, que c'est üne grande fortüne, que je puis
comme pour neant, avoir mes enfans á Leyden, puis que l'argent
d'Hollande, m'est comme donnè. <et contre ma propre esperance. et cetera>

|| [[Handschrift: 306v]]


Etzliche gemächer, vndt gemälde alhier im hause Schöningen,
habe ich auch vor die lange weile besehen.


Ein schönes Freẅlein, hertzog Philips von Hollstein Tochter
Sophia, ist auch alhier, bey der hertzogjnn, vndt ist erst
14 iahr altt, sehr lang aufgeschoßen.


Der hertzoginn Marschalck, Kandtstein, ist auch an itzo hier.
Jtem, ein Streitthorßt, ein heim, vndt ein alter <71iähriger> Marwitz,
neben einem Kjßleben, vndt vorgedachtem Schloßhaüptmann,
Wildenstain.


Die hertzoginn, hat auch mit Mir, im Schach gespiehlet.


Man gibt alhier zu Schöningen, stargk auß, wie auch zu
Zelle geschehen, ich würde bestallung von den venezianern,
wieder den Türgken annehmen, inmaßen sich dann
Trompter, vndt andere leütte schon anpræsentiren,
da doch nichts dergleichen geschehen.


Ciascuno s'informa più, de' fattj d'altrj, che de' suoj.

Freitag den 8. ⁄ 18den: May: 1646.


Von Schöningen, abgezogen, vndt bin von dem haüptmann,
vndt noch einem vom Adel, ein stügk weges, begleittet worden.
Sonst habe ich vorspann vorm pagkwagen, vndt einen wachtmeister
mit 6 Reüttern zur convoy biß nach Ballenstedt, mitbekommen,
vndt ist mir zu Schöningen, aller guter wille begegnet. Gott
vergelte alles gute, vndt alle höfliche willfahrungen.

|| [[Handschrift: 307r]]


Meilenm.
Von Schöningen auf Odeleben, da die von Bayern ist
Sie ließe mir sagen, Meine gemahlin, wehre zu Ballenstedt.
1
Von dannen nach Oscherßleben
allda, alß einer wegscheidung, habe ich mich resolvirt,
nacher Ballenstedt, zu gehen, weil alle meine leütte,
dahin inclinirten, Mein hertz mich aber, nach Bernburg
viel mehr trug.
1
Also von Oscherßleben, nacher Grüningen <per GroßenAlsleben.>
alda kalte küche gehalten, vndt den haüptmann,
Daniel von Rindtorf, (meines Abrahams bruder) bey
mir gehabt, welcher mir allerley erzehlet, auch von
der venezianischen bestallung, vndt das ich solte, 300 ReichsthalerRthlr:
auf einen Reütter bekommen haben, Jtem: daß einer,
auf solche Anhaltische bestallung, 25 gute kerll,
zusammen gebracht, welche vermeint, man würde
sie mir zuführen, vndt wieder den Türgken, gebrauchen,
So hette aber selbiger leütenampt sie dem Schweden
zugeführet, vndt vnrecht verstanden.
1
Caspar von Rindtorf (ein ander bruder) hat mir
auch zugesprochen, bey den pferden convoyirende im
felde, vndt vnß warnende, vor einer partie von
30 Reüttern, so vorüber kurtz vor vnß passirt gewesen.
Von Grüningen, nacher Ballenstedt
alda ich niemandt gefunden, von der hofstadt, weil diesel-
be am Mittwoch verrügkt worden, nacher Bernburgk. Der || [[Handschrift: 307v]]
Amptmann, Märtin Schmidt aber, hat sich præsentirt, vndt Mir
den statum, in publicis, & Oeconomicis, kürtzlich referiret,
sonderlich auch, wie das geschrey so groß wehre, von Meiner an-
genommenen venezianischen bestallung, also: daß viel officirer
darauf wartten, vndt sich angeben solten, zu Bernburgk.
Nun weiß ich aber nichts darvon, solte billich daß meiste
darvon wißen. <Tous les sages, de ceste Principautè, approuvent la resolütion d'avoir laissè mes fils, á Leyden, y apprendre, & proffiter. perge>




3


Chur Brandeburg dörfte mit Schweden, wegen Pommern, zerfallen,
Es soll vor Chur Brandenburg vndt vor den Ertzbischof von Brehmen, in Denne-
margk geworben werden. Polen, vndt Moßkaw, offeriren
dem Churfürsten, assistentz, vndt stargke hülfen. Die
tractaten zu Münster vndt Osnabrück meinet man, sollen gegen Trinitatis,
zum schluß kommen, wiewol sich noch viel difficulteten ereignen.
höxter soll in der Schweden handen sein, wie auch Lemgow.
An itzo liegen sie vor Paderborn.


Es hat heütte stargk geregenet, vndt alhier im Ballenstedtischen
vndt Padebornischen, große schloßen geworfen, auch etwaß
dem getreydig schaden gethan. Gott wolle vor ferrnerem
vnheyl, gnediglich bewahren!

Samstag den 9. ⁄ 19den: May: 1646.


Es ist diesen Morgen, alhier zu Ballenstedt, ein sehr digker Nebel,
windt, vndt vngestümb, also daß sich auf der rayse, vor den parthien,
will vorzusehen sein! Gott wolle vnß, durch seine heilige
Engel väterlich, wie bißhero, also auch zum ende, geleitten!
vndt auch vnsere kinder, in diesem, so wol als frembden landen, vor vnglück || [[Handschrift: 308r]]
gnediglich bewahren, vnß allerseitß, beschützen, vndt beschirmen!!!


Meilenm.
Von Ballenstedt nacher Bernburgk
allda ich Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin, kinder, vndt schwestern,
Gott seye lob, ehr, vndt dangk, in gutem zustandt
gefunden. Dem lieben frommen Gott, seye preiß, vndt
immerwehrender dangk gesagt, vor seine gnaden-
reiche gühte. Er wolle ferrner, vnser Schutz, Schirm,
vndt großer lohn sein, vndt sein wergk, in vnß
kräftiglich vollführen, durch Christum, Amen!
5


Alhier zu Bernburgk, ist lamentirens genung,
von vorigen vngelegenheitten, gleichwol aber
auch, dem lieben Gott, vor itzige erträglichkeitt,
dennoch zu dangken.


Man gibt alhier stargk vor, ich seye schon General bey den
venezianern wieder den Türgken, worden, vndt hette 100000
ReichsthalerRthlr: allein auf meinen leib, bekommen. Viel officirer
haben sich albereitt, bey meinen leütten vndt hindterlaßenen
rähten, angemeldet, mir volck zuzuführen, vndt alles
gewiß machen wollen, also das es auch die Schwedische
Generalitet zu glaüben angefangen, wiewol mir
von dieser bestallung gar nichts wißendt ist,
vndt ich mich auch einzulaßen, vmb etzlicher vrsachen
willen, wol bedengken werde.


Sonst habe ich viel verdrießliche, vndt andere v̈berhaüfte
negocia, vor mir, gefunden.

|| [[Handschrift: 308v]]

Sonntag den 10. ⁄ 20ten: May: 1646.


Wir seindt in die kirche mitteinander gegangen, zu singen,
zu bähten, predigt zu hören, vndt Allmosen zu geben, wie auch
Gott dem herren, vor seine gnadenreiche beschirmung,
zu loben, zu ehren, zu dangken, vndt ihn, vmb continuation
seines Segens, ferrner anzuruffen, der zuversicht er werde
vnser aller gebeht gnediglich erhören.


Darnach habe ich den hofprediger, Ern Theopoldum
aufs Schloß alhier zu Bernburgk zu mir kommen laßen,
seine vota vndt gratulationes acceptiret, vndt von
etzlichen Nohtwendigkeitten, mit ihme, conversirt,
ihn auch, neben vnsern Jungkern, Einsideln hofmeister,
Maior halgken, Cammeriungker Rindtorf (dann
ich Rödern, bey den seinigen, zu Ermßleben, gelaßen)
vndt hofiungker Wischer, zur malzeitt behalten.


Nachmittag, wieder in die predigt, des Caplans Jonij,
coniunctim, wie vormittags, mit Meiner gemahlin, Schwestern,
vndt theilß kindern.


Meinen<r> gemahlin, vndt kindern, habe ich allerley præsentj-
ret, so ich auß den Niederlanden, an Sammet, Atlaß,
Silberwergk, handtschuen, vndt dergleichen, auch andern
Frawenzimmer sachen, jhnen mitgebracht, vndt es ist solchs
alles, gar angenehm gewesen.

|| [[Handschrift: 309r]]


Die Landgrävin von Caßel, hat mir geschrieben, vndt
schickt mir, etzliche acta zu, darauß sie die gerechtsam-
keit ihrer prætension auf Marpurgk, erweisen will,
bittet vmb assistentz weil sie zu Münster, vndt Oßna-
brügk gedengkt ihre sache zu treiben. Dergleichen,
soll an die andern Fürsten zu Anhaltt, an ieglichen ab-
sonderlich, auch abgegangen sein.


Der Graf von Oldenburgk inngleichem, schickt
Mir den zollhandel wieder Brehmen, extracts-
weyse zu, bittet vmb assistentz etcetera[.]


Sonst habe ich einen hauffen Neẅe Jahrs briefe
vor Mir gefunden, von vielen großen, vndt kleinen
Fürsten. heütte ists 9<10> iahr, daß ich im felde, zwischen
Weymar vndt Heldrungen, angegriffen, vndt geplün-
dert worden. Gott helfe ferrner v̈berwinden.

Montag den 11. ⁄ 21. May:


An Madame de Dessaw geschrieben, vndt Jakob Ludwig Schwartzenberger mitgeschickt.


Extra zu Mittage, zur mahlzeitt gehabt, die hofmeisterinn
Freybergin von Hatzgeroda[!], vndt die Jungfer haxthausinn,
Jtem: Doctor Mechovium, vndt Doctor Brandten perge <auch den Caplan Jonium perge>


Fürst Augustus hat mir von Plötzkaw geschrieben, mir gra-
tuliret, vndt vmb hinschickung eines vertrawten dieners,
wegen etzlicher sachen, so important, vndt keinen verzug leyden
wollten, gebehten. Jch habe hingeschickt Tobias Steffeck von Kolodey vndt geantwortett.
perge

|| [[Handschrift: 309v]]


Nachmittags bin ich hinauß geritten, meine felder zu besehen. Sie
haben Gott lob, ein feines ansehen, sonderlich stehet der
rogken vndt gersten wol. Gott gebe zu segen, vndt
gedeyen, aller orthen. Der haber so an itzo
verfüttert wirdt, will meinen pferden nicht wol
gedeyen. Er ist brandicht vndt angelauffen. perge
Jl semble, qu'icy, a Bernbourg, mon mèsnage
soit comme ensorcelè, & plein de difficultez.


Es haben sich wieder Officirer angemeldet von hall
vndt Calbe, wollen mir dienen, vndt volck zuführen,
wieder den Türgken. Rittmeister Lüdloff, hat Mir
seine gantze compagnie Reütter, von Magdeburgk
vndt sich selbst, anpræsentiren laßen. Wann
der scopus rein, vndt es ihnen allen, nicht mehr,
vmb der venezianer geldt, alß mir zum besten,
zu thun wehre, müste ich diesen eüßerlichen
schein vor ein glück vndt ehre schätzen. Capitain
Piper, ein allter Officirer, meldet sich auch an,
wieder den Türgken, vndt viel wagkere vom
Adel, im lande, vndt außerhalb deßelben, welche
vor diesem im armbrust gelegen, vndt die bella
intestina Germaniæ, neben mir, abhorriren.


Tobias Steffeck von Kolodey ist von Plötzkau gegen abendt wiederkommen, hat des
Kriegire <mutter> durch Stallmeister Prögken, sein geldt lifern lassen, || [[Handschrift: 310r]]
vndt wol einen Gotteslohn, verdient, (wiewol alles
vor Gott auß gnaden). Fürst Augustus hat sich mir sehr wol
recommendiren laßen, 1. etzliche acta Milagiana
von Osenbrück zugeschicktt, vndt gebehten, eine drey-
fache contribution dahin zu verwenden. 2. Eine
zweyfache, vor DorstenSohn, zun bewilligten
Monatlichen 500 ReichsthalernRthlrn: auch einzubringen.
3. Die collecten, beßer alß (nach Fürst Augustj vn-
gegründeten Meynung,) biß dato sol alhier
geschehen sein, distribuiren zu laßen, damit
es nicht nachrede gebe, gleich alß obs vnrecht
wehre, die Bernburgischen geistlichen mit vnkosten,
vndt Mühe, allein zu versorgen. perge


Diesen abendt habe ich durch meinen großen Fuchß,
einer Stuhten, einen Sprung geben laßen wollen, der
hengst aber (so noch vorm iahr wol gesprungen) hat
sich mit verwunderung der Stuhten gantz nichts an-
nehmen wollen, da er doch noch gestern, sehr getobet.


heüte Morgen habe ichs mit dem Fuchß wieder
versuchen laßen, vndt er hat die große Oldenbur-
gerinn auß den kutzschpferden sehr wol besprungen:
Gott gebe zu glück, das ich gute arth, darvon ziehen
möge!

|| [[Handschrift: 310v]]


Doctor Brandt, ist abermals, bey mir gewesen, hat mir den
Rittmeister Krosigk, mit einer gantzen compagnie
lautter geseßener vom Adel vndt Einspänniger, an-
præsentiret, neben etzlichen andern Rittmeistern,
vndt Officirern, gar auß der Laußnitz herauß,
inmaßen sich dann auch, auß der Schlesie, vornehme
leütte, wegen meiner vorgebrachten werbungen, vndt
venezianischen bestallung, wieder den Türgken,
(daran doch nichts ist) angemeldet, vndt erkundigen
laßen. Viel Schwedische officirer, vndt Soldaten
wolten gerne mitt, sonderlich præsentiret sich auch, der
ChurSäxische Oberste Gerßdorf, mit seinem gantzen
Regiment, mir zuzuziehen. Jch muß aber alles
recusiren. Man sagt, ich solle 100000 ReichsthalerRthlr:
auf meinen leib, bekommen, vndt 200000 ReichsthalerRthlr: zwey
Regimenter zu werben, diese 300 mille ReichsthalerRthlr: solte ich bey
mir haben, ohne waß ich anderstwo geworben.
Schade ists, das alles erlogen ist, vndt mich
verdreüßt es, das die leütte solche dinge spar-
giren, mich nur verhaßet zu machen perge oder
ihre eigene beüttel zu spicken. perge Les Swedois
en prennent ombrage, comme si ie voulois dissiper leurs || [[Handschrift: 311r]]
forces, et gaster leurs quartiers. L'Empereur ne
le void mesme pas volontiers, ne voulant rompre
avec le Türc, qui pourroit prendre cest rayson,
pour dire, qu'ün Prince de l'Empire reg-
nant ne doibt pas ammeiner des trouppes
d'Allemaigne, contre luy, & la chicquanerie
des Venitiens est si grande maintenant, qu'ils
dispütent pour deux ou trois Dalers, quelquesfois,
& qu'on n'y peschera plüs, avec le hameçon d'or,
comme jadis. Avec cela, ie crains, que Dieu
pünira leurs impietèz, & vie dèsordonnèe avec
la iüstice venale exercèe en leurs Domaines,
voyant, qu'ils n'ont pas assèz de force nj d'assis-
tance, pour resister au Türc, que leurs Generaulx
de France, d'Jtalie, & d'Allemaigne, ne sont pas
d'accord, leur arrogance & impietè continüe,
l'armement de leur ennemy, par mer, et par terre,
est extraordinaire, leur Thresor consümè, peu de provi-
sion d'ammünition, vivres, & d'armes, comme aussy
de gens de guerre faite a l'encontre, et que ie voy des
choses, quj me font augürer, ün sinistre evenement, || [[Handschrift: 311v]]
et m'arrestent par consequent, a ne pouvoir ainsy
abbandonner ma femme, enfans, & süjets. Dieu
vueille proteger les bons Chrestiens, & me
donner salütaire conseil, en mes desseings. perge


Extra zu Mittage, den medicum, Doctor Brandt, behalten. perge


Der Præsident Börstel, (so von Wittembergk
wiederkommen, von selbigen tractaten, zwischen
Fürst Augusto, vndt Fürst Johannßen) ist wieder
anhero, nach Bernburgk gekommen, vndt hat sich
anmelden laßen. Alß ich nun ihme, eine Stunde,
auf den Nachmittag, gegen drey vhr, ernennet, vndt
bestimpt, ist er anß waßer, auß der Stadt kommen, Es
hat ihn aber der calculus angestoßen, also daß er
wieder vmb: vndt zurügka kehren müßen, vndt sich endt-
schuldigen laßen. Peut estre que mes gens, ont negligè,
de luy envoyer ün cheval, a la riviere. Cependant, je
luy ay addressè, ün pacquet de France, de son fils, &
Oncle6, quj le consolera sans doubte.


Die avisen von Leiptzig, seindt ankommen, confirmiren, die belä-
gerung vor Paderborn, die Schwedische eroberung Höxter, die geringe
sperantz, des friedenschlußes, zu Münster und Osnabrück[,] die armaturen, hin:
vndt wieder, die hofnung deß Friedens, in Engellandt, die gefahr
der holänder, in Brasilien, das reciff, vndt alles zu verliehren,
die gefahr der venezianer, vom Türgken, die gefahr der Schweden
wegen Pommern, von Chur Brandenburg deme Polen, vndt Moßkaw assistiren wollen.

|| [[Handschrift: 312r]]


Fürst Johann Casimirs, eilf wagen, mit getreydig, haben
alhier zu Bernburgk v̈ber die Fehre, zollfrey gehen
wollen. Jch habe difficulteten gemacht, wegen des vndter-
schleifs, vndt sonsten, waß nicht zur hofstadt, gehörte, doch
endtlich vor dißmal den paß vergönnet, wann es
andere, auch also, halten würden.


Jakob Ludwig Schwartzenberger ist von Deßaw wiederkommen, vndt hat
alldar satisfaction wegen Meiner Söhne hindterstel-
ligen kostgelder, gegeben. Tout y est plein de bruit,
de mon Generalat Venitien, contre le Türcq. Item: de
la grande somme de deniers, que je doibs avoir levèe,
aux pays-bas, au preiüdice (a ce qu'on dit, contre
toute veritè & evidence) des Estats, de nostre Princi-
pautè, comme si iceulx, estoyent Princes, qui eussent süpe-
rioritè, et peüssent assister d'autres Princes, et quj eussent
receu des obligations, de Messieurs les estats, ce qui ne se
verifie nüllement, & ils ont tort, de déshonorer feu
Son Altesse, Monseigneur mon Pere, de bonne memoire, dans la fosse,
comme si la dite Altesse n'eust osè, me transporter la cession?
et tels nobles sont comme des larrons qui dèsrobent
l'honneur aux gens de bien, & de qualitè! Cepen-
dant, ni le Prince Louys, ni le Prince Jean Casimir,
se veulent mèsler, de tel argent, & ne le pretendent
nüllement, mais le Prince Augüste se mèsle de deffendre
les compatriotes, contre toute rayson, & evidence.

|| [[Handschrift: 312v]]


Der Obrist leutnant Rohrscheidt sol zu Deßaw, von Meinem venedischen
Generalat, viel geplaudert haben, vndt daß er wüßte,
daß ich zu Münster, mit dem venedischen Amabassador,
tractiret hette. Man hat sich viel vmb Mich, zu bekümmern.


Diesen abendt, habe ich der großen Oldenburgerinn,
durch den großen Fuchß, abermals einen sprung geben laßen.
Gott gebe mir zur pferdezucht, beßer glück, alß vorm
Jahr, da keine einige, von den Oldenburger Stuhten,
bestanden, oder theilß verworffen, vndt viere darvon,
seindt mir gar vmbgefallen, in neẅligkeit. Es ist wol
schade, vmb die schönen pferde! Jl me semble, que ces iüments,
ont estè mal gouvernèes, en mon absence, et c'est üne
pitiè, qu'on ne peust rien iouir, nj conserver au mès-
nage, comme si on estoit enchantè, ou ensorcelè.


Die weinberge, seindt auch gar v̈bel bestellet,
vndt der froßt hat dem weinwachß, großen schaden
gethan, an weinpfählen, ermangelt es auch. perge

Mittwoch den <23.> ⁄ 13. May: 1646.


Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin ist mit vnsern elltisten Töchtern,
nacher Krannichfeldt verrayset. Gott wolle sie ge-
leitten!


Matthiaß von Krosigk, seine Mutter7, vndt Schwester8,
haben zu Mittage, mit vnß gegeßen, nach dem Matthiaß
vnß neben Halcken, vndt auch dem hofmeister Einsidel,
in die kirche, vndt wochenpredigt begleittet gehabt. || [[Handschrift: 313r]]
Jl se plaint fort des violences dü President Börstel, &
qu'on luy veut rüjner son bien, & l'exiler d'Erxleben,
par Jean Berndts. et cetera


Aviß eilends von Krannichfeldt, daß 1500 Kayserliche Reüter
eingefallen, vndt v̈bel gehauset, in selbigen gegenden.
Mit der Frawmuhme hat sichs gebeßert. Sie bittet,
Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin, wolle sich nicht v̈bereylen, dorthin
zu kommen, wegen großer vnsicherheitt, sondern es noch, ein
14 Tage, ansehen. Mais, ma femme, est desja partie
promptement. Jch habe ihr, nachgeschicktt. perge perge perge
Gott bewahre vnß, vor allem inconvenient. perge perge perge
Jch habe eilends, Meiner gemahlin, diesen aviß nachgeschicktt.
et cetera


Der Marggravius hat mir relation gethan, von seiner
rayse in Westphalen vndt in die Niederlande, wegen
erlangter collecten, zu den kirchgebeẅden zu Waldaw
vndt Altenburgk. et cetera Darzu die refomirten zwar
daß meiste, die Catohlischen, vndt luttrischen aber, auch
etwaß, contribuiret haben.


Nachmittags, bin ich mit halcke hinauß spatziren
geritten, nacher Pfuhle, meinen weitzen, alda zu besichtigen,
wie auch meine agkerpferde, so zu Pröderitz, braachen.

Donnerstag den: 14den: May: 1646.


Jch habe heütte eine seltzame historia gehöret, von Paulo Ludwigen
welcher es von Cöhten vom Mylio hatt, wie nemlich ein bürger auß
Großen Glogaw in der Schlesie, vom Türgken, vor 12 Jahren, ge-
fangen gewesen, vndt so lange von einem Türckischen priester || [[Handschrift: 313v]]
gefänglich gehalten worden. Endtlich hette ihn der Türckische
pfaff gefraget, ob er nicht gerne loß sein wollte? Vndt ob er
nicht zu seiner Frawen wieder wollte? Dann sein weib,
würde sonst zu gewißer zeitt, einen andern Mann nehmen.
Er hette ihm die 12 iahr lang treẅlich gedienet, möchte
ihn seine wolfahrt, vndt gesellschaft seines weibes (so
ihn zwar sehr lieb hette, aber in so langer zeitt, da
Sie nichts von ihm, gehöret, ihn vor Todt hielte, vndt ohne
einen andern Ehegatten, weder Schutz, noch Nahrung in itzi-
ger beschwehrlichen zeitt, haben köndte) gerne gönnen.
Der gute deutzsche hat sich höchlich, v̈ber solcher anmuhtung
erfreẅet, vndt sich nicht lange bedacht, zu allem Ja,
zu sagen, vndt sich gebührlich, zu bedancken. Der
Türgke aber, hat geantwortett: es köndte zwar wol
also sein, aber geldt müßte darbey sejn, nemlich: 200 Ducaten,
anderst dörfte er ihn nicht loß geben. Der arme Christe, hat sich
betrübet, vndt gesagt, das geldt, wüste, vndt vermöchte er
nicht, aufzubringen. Der Türckische pfaff, aber, hat replicirt
er solte nur hingehen in sein vaterlandt, nach Großen
Glogaw, daselbst würde er im keller seines haußes,
400 ReichsthalerRthlr: finden, dieselben sollte er, in gute ducaten,
verwechßeln, vndt ihme bringen. Er würde auch zu
eilen haben, damit seine Fraw, mit einem andern nicht
hochzeitt hielte. Vndt hat ihn also, alß einen redlichen
deützschen mit frieden dimittiret, nach dem er ihn die
gantze 12 Jahr v̈ber, wol gehalten. Der Schlesier || [[Handschrift: 314r]]
nicht vndanckbahr, wandert im nahmen Gottes nach hause
in sein vaterlandt, findet baldt zu Großen Glogaw einen
alten bekandten, fraget nach seinem weibe, der ander
laßet sie holen, vndt befraget sie, ob sie den vor ihren
Mann erkenne? Sie aber wil ihn nicht kennen,
(weil er sich in den 12 Jahren sehr verändert,) biß er
zu reden anfänget, vndt seine Stimme von ihr erkandt
wirdt, da fället sie <ihm>, vmb den halß, hertzet ihn, vndt
weinet vor großen freẅden, gehet mit ihm, in sein
hauß, vndt leßet von dem Neẅen freyer ab, mit
deme sie im wergk gewesen, hochzeitt zu machen.
Alß sie nun im hause beysammen, wieder wohnen, gehet
der Mann, in den keller, wie ihm der Türcke angedeüttet
hatte, vndt findet die 400 ReichsthalerRthlr: ohne abgang, verwechßelt
sie in vngrische schöne Ducaten, vndt wandert wieder, alß
ein redlicher biedermann, der Treẅe vndt glauben helt,
nach der Türgkey zu. Vndterdeßen aber, war ein ande-
rer Türgkischer priester zu dem vorigen gekommen, hatte
denselben außgelacht, vndt gesagt, wie er doch dem
Schlesier vndt Christen, so viel zutrawen mögen, daß
er ihn ohne einige versicherung, oder pfandtbürgen,
also loßgelaßen, er würde wol nimmermehr wieder-
kommen. Der vorige priester, hat mit dem andern darauf
gewettet, vndt 200 Ducaten, gegen 200 Ducaten, bey
einem bekandten, niedergeleget, weil er in seinem hertzen,
vergewißert, das der Christ sich wieder einstellen würde. || [[Handschrift: 314v]]
Alß nun der gute redliche Mann, der gefangene deützsche
sich ehrlich wieder eingestellet, hat ihn sein Türckischer herr,
nicht allein loß gelaßen, sondern auch gedancket, vor
seine Treẅe, vndt fleißige dienste, vndt das er daß
geldt so treẅlich mitgebracht, vndt seinen ehrlichen
Nahmen, höher, alß daßelbige halten wollen. Dieweil
er der Türcke aber, sonst Mittel zu leben hette, hat
er ihm nicht allein, die rantzion der 200 Ducaten,
geschenckt, sondern auch noch die andern 200 Ducaten,
so er in der wettung gewunnen, darzu verehret,
mit vermelden, seiner im besten darbey zu gedengken,
vndt weil der Türckische Kayser, einen großen hee-
reszug, wieder die Christen, vor hette, vndt es ihm
biß nach Großen Glogaw hinan, gelingen würde,
Alß sollte er sich seiner wol erinnern. Dann daselbst
würde eine große Feldtschlacht geschehen, darinnen die
Türgken würden erleget werden, vndt weil er
der Türckische priester, auch mitt forth müßte, würde er
in der Schlacht todt bleiben, da solte er der deützsche
vndter den Todten ihn fleißig suchen, vndt zur recom-
penß vor die 800 ReichsthalerRthlr: ihn ehrlich begraben laßen,
dann er würde ihn, vndter den Todten, finden. Damitt
haben sie abscheid voneinander genommen, vndt die rede
ist vor nachdengklich, vndt memorable gehalten worden.
Vielleicht hat der Türckische Pfaffe, einen warsager Geist.

|| [[Handschrift: 315r]]


Geörg Friderich von Börstel, meines Ernst Gottliebs,
elltister bruder, ist zu Mir kommen, vndt hat sich præsentiret,
seine person zu recommendiren, vndt wegen seines bruders, den
ich bey meinen Söhnen zu Leyden, gelaßen, mir zu dangken.


Darnach ist der Præsident henrich von Börstel, zu mir
gekommen. Jch habe allerley mit ihm conversiret, vndt ihn
vndt seinen vetter, zur mahlzeitt zu Mittage, behalten. perge


Jl veut divertir le convent intimè icy, vers le
20me. de ce mois, veut ayder a a restablir üne
bonne paix, entre moy, & mon frere, & ne veut
laisser de nous bien servir, mesme sans gages.


Jl m'a confiè, que Madame ma cousine a Dessaw
a voulü engager son fils, au service dü Roy de France,
sous la conduicte dü Maréchal de camp Rantzow,
lequel s'est revoltè, & que ce jeüne Prince est
maintenant a Blois, & qu'il y a, a craindre, qu'il
ne gaignera rien, s'il ne devient Catolique Romain.


Son nepheu, doibt aller en Hollande, George Frideric,
mais le President, ne luy peut fournir, que 200 DalersDal:
par an, ce qui est trop peu, en la chertè Hollandoyse,
la ou il a donnè pour son fils annuellement 1000 DalersDal:
qui n'estoit que deuxièsme & Monsieur Adolfe de Börstel
son frere, l'entretient maintenant, a ses fraix, ün
an entier. Monsieur dü Maistre ce bon homme, Secretaire dü Roy,
est mort a Paris. Monsieur Adolfe de Börstel y est allè, pour y
remettre, les affaires confüses.

|| [[Handschrift: 315v]]


Es seindt diesen Nachmittag, Braunschweigische Gesandten9
alhier zu Bernburgk angelanget, (weil ich im bade gewesen)
Sie wollen nach B Wolfenbüttel, woll kommen von Leiptzigk.


Schreiben, von Hanover, Deßaw, vndt andern orthen.


Mit dem Feldtmarschalck DorstenSohn, hat man accordiren
müßen, (der vertrösteten exemption zuwiederb,) Monatlich
zu geben, 500 ReichßThaler, will dem ruinirten lande,
dißeyt der Elbe, vnerträglich fallen.


Der Præceptor Hangkwitz, ist von Deßaw wiederkommen,
vndt mein vetter, Fürst Johann Casimir, hat mir einen lachß
verehret, vndt mitgeschickt, cum gratulatione, zu Meiner
glücklichen wiederkunfft.

Freitag den 15. May: 1646.


Schreiben von Madame, das sie sich baldt bey Mir ein-
stellen will, weil es so gar vnsicher, nacher Krannich-
feldt sein soll. Sie schickt mir auch zu ein schreiben,
vom geheimen Raht zu Quedlinburgk, Doctor Lentzen,
darinnen gemeldet wirdt, es gienge so ein groß
geschrey von Meinen stargken werbungen, vor Venedig
das man es fast glaüben müßte, vndt ich weiß gleich-
wol nichts darvon. Jst eine seltzame sache. Cela
me donne des pensèes singülieres, que quelqu'ün
agit en mon nom, sans mon sceu.


Nach hanover, wieder geschrieben, vndt nach Schöningen.


Der Jüde so alhier wohnet Abraham Benedix, hat gestern || [[Handschrift: 316r]]
<abendt> am Krumphalse, vor 7 ThalerThlr: <leinwandt in der> bleiche verlohren,
alß er nun nachgesehen, hat er eine Mütze gefunden,
welche der dieb im stich gelaßen. Diese Mütze
hat den Thäter verklagt, dann es ein fischer
Andreaß Röder gewesen, welcher alß er in der
Amptstube examiniret worden, wanckelmühtig
befunden, baldt aber nach dem examine, außge-
tretten vndt endtlauffen. Jch habe befohlen, man
sollte dem Juden, so wol alß andern Menschen,
die billigkeit vndt iustitz, wie rechtens, nicht
versagen, damit solche leütte auch durch der
Christen gerechtigkeit, vndt erbarn wandel,
gewonnen werden möchten. perge


Hanß Berndts, ein alter diener, Mein: vndt Meines
Bruders, Fürst Ernsts Sehliger, hat sich bei Mir angemeldet,
seine Noht geklaget, vndt vmb hülfe wieder die Krosigk
zu Erxleben, gebehten.


Meinen großen Fuchß, habe ich diesen abendt, zu
der braunen Marike, zugelaßen. Gott gebe zu
glück, dann ich zu pferden, vndt zur haußhaltung,
in vielen dingen, wenig glück habe.


Ernst Röder, ist diesen abendt ankommen, mir
aufzuwartten, vndt zur communion, sich zu præsentiren.
Gott gebe! daß wir würdige Tischgenoßen sein mögen!

|| [[Handschrift: 316v]]

Samstag den 16den: May: 1646.


Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin, ist mit Meinen Töchtern,
den beyden elltisten Elltisten, von Ballenstedt, vndt Quedlinburg,
wieder anhero kommen, weil die rayse nacher
häringen, vndt Krannichfeldt, vmb der neẅen
kriegsvnruhe willen, wiederrahten worden.


Avis auß Meckelnburgk, das es der guten
Schwester Fräulein Sybillen Elisabeth, nicht wol
gehe, vndt dero schwachheit ad extrema zunehme[.]
Gott erbarm sich Jhrer, vndt beßere den zustandt.


J'ay fait, consigner les hardes laissèes
de mes fils, de Hollande, &cetera leur Precepteur
estant revenü de Dessaw. perge perge perge


Jch bin mit meinen Jüngsten beyden Schwestern, in
die vorbereittungspredigt, alhier zu Bernburg gegangen.
Gott wolle vnß würdige Tischgenoßen, an Seiner
gnadentafel sein, vndt bleiben laßen! Amen!


Avis von Caspar Pfau gratulando zu Meiner glücklichen
wiederkunfft, das zwar zu Münster vndt Osnabrück die kronen
ihre satisfactiones erhalten, aber den Reichßgrava
minibus nicht abgeholffen würde. General Trauditzsch
vndt Saradetzky wehren mit 4000 Reüttern,
vndt Tragonern, dißeyt des Düringer waldes
gewesen, hetten etzliche Stügke Geschützes, mit || [[Handschrift: 317r]]
sich geführet, vndt vermuhtlich auf Erffurdt, einen an-
schlag gehabt, weil sie aber alles all'erto gefunden, ha-
ben sie vmb Arnstedt biß an Erfurdt vndt Rudelstadt, alle
dörfer geplündert, etliche 100 pferde, vndt v̈ber 3000
Stügk viehes, mitgenommen, seindt darauf wieder zu-
rügkc gegangen, die Kayserliche armèe soll ordre bekommen
haben, auf Schweinfurth zusammen zu ziehen, vndt rendevous
zu halten, der weittere marsch dörfte auf Meintz,
oder durch heßen in Westphalen gelten. Die ChurSäxischen
leibregimenter seindt in ihren alten quartieren[.]
Der Kayßerliche gesandte herr Poppel hat vom Feldmarschall
DorstenSohn paß erlanget, ist von Dresen[!], in daß
Deplitzer warme bad gerayset. Der Churfürst
ist mit dem landTage, in vollem begriff. General Wit-
temberg, marchiret nach Großen Glogaw, vndt in die
Schlesie. Die Schwedische hauptarmèe ist den 3. May, vor
der Stadt Paderborn angelanget, vndt haben dieselbe
Nacht, ihre batterien verfertiget, vndt den 4ten: huius
mit Stügken auf dieselbe zu spielen, angefangen, welche
dann auch innerhalb acht Stunden, so viel gewürgket,
das sie daß hornwergk vor der Osterpforten, wie
auch daßelbe Thor, dergestaltt durchlöchert, das die
belägerten dadurch gezwungen worden, noch selbigen
abendt, durch einen Tambour vmb einen accord anzu-
halten, welcher ihnen aber, gantz abgeschlagen, vndt
das Sie sich auf discretion, ergeben sollten, angebotten || [[Handschrift: 317v]]
worden, welches sie denn auch, noch selbigen abendt accepti-
ret, vndt so baldt die darinnen gelegene 2 compagnien
zu pferde herauß gelifert, welche vndtergestreckt
worden, die 400 zu fuß aber, seindt biß auf fol-
genden Morgen, darinnen gelaßen, auch von den
Schwedischen, die posten mit 600 vndt von den
heßischen mit 24 Rotten zu Fuß besetzt
worden. Des folgenden Morgens seindt so wol
die officirer alß knechte, sampt der Geistlig-
keitt vndt Regierung, gefänglich angenommen,
worden, haben auch ieden Officirer, einem bürger
zum vndterhalt, vndt außstaffirung, ihrer wagen,
assigniret, Jn Summa, es hat darinnen gute beütte
gegeben. Man weiß noch nicht, wohin sich diese
armèen weitter hin: wenden möchten. Die
haüser Dringenbergk, Beckumb, wevelßburgk,
vndt andere im Stift Paderborn gelegene, haben
sich gleichßfalß, auf discretion, ergeben müßen.


General leütnant Königsmargk hat im Stift
Hildesßheim, gelegen, vndt rendevous gehalten,
vom General Melander ist alles stille. General
Türenne sol sein zu Meintz ankommen, allein
man höret von keinem volck, so zu ihme || [[Handschrift: 318r]]
stoßen solle, vndt es ist zu Meintz, zwischen den deütz-
schen, vndt Frantzosen, ein Duel, vndt in der gantzen
Stadt, ein großer Tumult endtstanden, darüber etz-
liche deützsche Todt geblieben. Von den Friedenstracta-
ten, hat keiner beßere hofnung, alß vnser abgesandter
Cantzler Milagius. Sonst sol die heßische begehrte
satisfaction, vndt der Kayserlichen v̈bergebene duplica
große alterationes vervhrsachen, vndt sich die
tractaten deßwegen, sehr schlecht anlaßen. Gott
gebe in gnaden, schleünige beßerung! Amen! Amen!


Der Fuchß ist abermal zu der Jungen Marike
heütte zugelaßen worden.


Mon petit Charles Ürsin, m'a hier donnè ün signe,
quj ne me prefigüre rien de bon, hier au soir. Dieu le
vueille divertir benignement, par sa Sainte grace, avec
tous les accidents fünestes, et sinistres!


Wir seindt heütte in die kirche gegangen, pre-
digt zu hören, vndt die heilige communion zu celebriren.
Gott stärgke vnß, im wahren glauben, zu vnserer
Seelen heyl, vndt Sehligkeitt! Meine beyde
Jüngste Schwestern, seindt mittgegangen, Jtem:
der hofmeister Einsidel, Major halcke, vndt
Cammerjungker Röder, nebenst andern communjcanten.


Nachmittags wieder in die predigt coniunctim, mit Meiner
herzlieb(st)en gemahlin, Schwestern vndt kindern, wie vormittage.

|| [[Handschrift: 318v]]


Diesen Nachmittag, hat vnser hofprediger Theopoldus
vmb einen gnedigen regen, in itziger warmen dürren
zeitt, gebehten, auf der cantzel, vndt es ist baldt
darauff ein lieblicher regen, nach wuntzsch erfolget.
Gott segene vnsere landeßfrüchte!!!

Montag den 18den: May: 1646.


Am heüttigen PfingstMontage, zweymal in die
kirche, conjunctim, cum uxore, sororibus, et liberis.


Der Superintendens Plato, hat vormittags,
nachmittags aber, der Caplan Jonius, in der kirche
vorm berge, geprediget, gleich wie gestern der hof-
prediger den gantzen Tag, zweymahl.


Zu Mittage haben extra: hieroben gegeßen,
halcke, Matthiaß von Krosigk, Röder, der
Superintendens, Doctor Brandt, vndt Præceptor.


heütte habe ich in der Stadt, den Neẅer-
wöhlten, vndt nach meinem belieben erkornen,
auch von mir confirmirten Raht, laßen durch
meine Commißarien, Doctor Mechovium, vndt Thomaß
Benckendorff, aufführen. Gott gebe zu glügk!


Die avisen geben:


Daß es mit dem friede zu Münster vndt Osnabrück noch nicht
forth will, Paderborn, höxter, vndt Lemgow || [[Handschrift: 319r]]
von den Schwedischen vndt heßischen, erobert, Königsmarck aber
vor der Vecht liege.


Die Staden, wollen zu felde, weil es mit den treves
difficulteten gjbet.


Chur Brandeburg wirbt, wie auch viel andere.


Der Türgke, setzet den venezianern hartt zu.


Die Kayserinn solle zu Lintz, in kindeßnöhten
gestorben sein, welches wol zu bedawren!


Krembs hat der Kayser recuperiret.


Ertzherzog Leopoldt sol auch kranck sein.


Frangkreich rüstet gewaltig, an 6 orthen.


Nel giardino con Madama, quì in Bernburgo.


Extra zu abends: Hans Albrecht von Halck gehabt, le recompensant.

Dienstag den 19den: May: 1646.


Risposta von Schöningen en termes mediocres & negatifs.


Meine herzlieb(st)e gemahlin hat gebeichtet, Sie will Morgen
gebe gott (al modo suo,) communion halten, vndt
hat den pfarrer von Alßleben, erfordern laßen.


Jch bin hinauß nach Zeptzig, spatziren geritten,
die verwüstung wieder anzsehen, ob zu remedijren?


Ein Register, oder verzeichnüß, machen laßen, der ein-
gekommenen collecten deren numehr in die 600 ReichsthalerRthlr:
vorhanden sein mögen. Gott laße es dem armen ministerio,
kirchen, vndt Schulen, wol gedeyen!

|| [[Handschrift: 319v]]

Mittwoch den 20ten: May: 1646.


Meine gemahlin, & ses partisans, haben heütte communion
gehalten. Gott gebe, das man allen bittern haß
vndt Neid, wieder seine NebenChristen, recht ablege!


Jch bin mittlerweile, mit Rödern, vndt meinem
Cammerdiener, in meine felder spatzirt, vndt habe
darneben, meine pferde besehen.


Der Amptmann von Ballenstedt, jst anhero kommen,
vndt hat seine contributionsrechnungen, v̈berlifert.


Schreiben, von Deßaw, von zweyen vndter-
schiedenen Damen, a Lintz, & a la Haye! perge


Schreiben von Krannichfeldt. Elle redemande
ma femme.


Avis: daß die Kayserlichen hetten mit Schubkärnern,
hildeßheim occupiret. Jtem: daß man sich in der
güldenen Awe in Düringen, sehr förchten
thete, vor der Kayserlichen haüptarmèe. Il me
semble qu'on forge icy, tels avis, afin de retar-
der, ou empescher, mes desseings.


General leütnant Königsmargk, restituiret numehr,
Querfurdt, dem Ertzbischof zu halle, lest derowegen
sein getreydig verkauffen, vndt hat der Stadt Ascherßleben
eine bittfuhre höflich ansagen lassen, welche sie ihm bewilligtt.

|| [[Handschrift: 320r]]


Gestern abendt, vndt heütte Morgen, hat abermal
Mein großer Fuchß eine braune Oldenburgerinn besprun-
gen. Jst die dritte Stuhte, darzu er diß Jahr,
zugelaßen worden. perge Gott gebe zu glück vndt
gedeyen!


Meilenm.
Von Bernburgk geritten nach Staßfurdt
alda Rittmeister hackeborn, zu mir gekommen, vndt
allerley conversiret, vndter andern, wie Axel Lillie gesagt:
Die deützschen Fürsten fragen viel daranach, wann
sie nur daß ihrige wieder kriegten, wie es ihnen
den Schweden, ergehen möchte, vndt wo die blieben?
vndt sollten die deutschen Fürsten Türgkisch, oder Jüdisch eher worden. perge
Er könnte derowegen, mit gutem gewißen, anderst
nicht thun, alß seiner krone zu dienst, die waffen
in handen zu behalten, vndt dieselben zu führen, ob
ihm gleich, alß krummen vndt lahmen, mit der ruhe,
beßer gedienet wehre!
2
Von Staßfurt nach<bey> Egeln weg 2
Großen Germerßleben
alda ich bey dem haüptmann Sannemann im Schloß
abgestiegen, vndt meine kalte küche verzehret.
1
Von dannen nach Oscherßleben 2
vndt dann inß kloster Hat<m>man<ers>ßleben<Hammerßleben>
allda vnß die patres tractiret, die ruin der
schönen gebeẅde gezeiget, auch die kirche, sehr lamentirende.
1 

8 Meilenm:


Vndterwegens briefe von Schöningen vndt Cöhten, rencontriret.

|| [[Handschrift: 320v]]


Es sollen wol eher 100 Münche Augustiner Ordenß, in
diesem kloster gewesen sein. Sie haben wol 4 oder 5 Für-
sten zugleich, logiren, vndt tractiren können, vndt so
viel hufen landeß (zu 30 Morgen,) alß Tage im Jahr. Ja
noch 200 Morgen darüber. Ein 150 pferde haben
sie wol eher in der weyde gehabt, Jtem: ein 500
stügk Rindtviehes, vndt in die 3000 Schafe, haben
auch, ein 40 in 50 Agkerpferde gehalten.
Sie haben auch, intraden, von holtz, Fjschereyen, vndt
dergleichen, aber etwaß weitt. Die kirche, ist, von
Mechtildis, Henricj secundj Tochter10, gestiftet worden,
welche darinnen begraben. Sie klagen daß das sanctua-
rium nicht verschonet worden, ihre genandte heylig-
thumb vndt Silberwergk herauß genommen, vndt
nachgegraben seye, Sonderlich von heßen, vndt Schweden,
so in den kirchengebeẅden alleine sollen in die 6000
ThalerThlr: schaden gethan, die orgeln, vndt viel götzen
zerschmißen, vndt große verwüstung angerich-
tet haben, wiewol auch die Kayserlichen ein Sechß
Scheünen sollen angestegkt, vndt ihrer nicht
geschonet haben. Alle wochen haben sie pflegen
ein fettes Rindt, nurd vor die gäste, vndt anköm-
ling zu schlachten, vndt einzusaltzen, vndt sonst
v̈ber den ordinarij schliß, ein 150 fette Schweine.
Der alte hertzogk von Braunschweig Henrich Julius, sol || [[Handschrift: 321r]]
oft sein mit 300 pferden, dahin gekommen, vndt 3 oder 4
tage wacker mit ihnen dominirt, vndt sich wol tractiren
laßen. An itzo aber, ist es mit ihnen schlecht bestellet,
vndt des gebens kein aufhören, zumahl weil sie vor
reiche Patres außgeschrien, vndt bekandt gewesen.


Ein Rittmeister Augustus Witte, (so in Schwedischen diensten
eherg<m>als gewesen,) war auch alhier, vndt hat neben dem
Prælaten11, zu Nachts, mit Mir, eyer, vndt fische gegeßen,
vndt bier getrungken.

Samstag den 23ten: May: 1646.


Meilenm.
Von Hamerßleben, nach Wolfenbüttel
etzliche rechnen es, vor Sechß meilen, vndt
seindt bey Schöningen, vorüber, (so nur eine
meile, von Hammerßleben gelegen) gezogen, haben
es zur rechten handt liegen laßen, vndt so forth
auf Schöppenstedt zu, welches vor drey meilen
von Hammerßleben gehalten wirdt, alda gefüttert,
(wiewol der orth sehr ruiniret ist,) vndt so forth,
in der hitze, etzlicher t heißer, nacheinander
continujrter Tage, nach Wolfenbüttel, <al>da
zwar hertzog Augustus an itzo anzutreffen, aber
sich kranck gemeldet, vndt das er sich schähme,
mich, alß einen so vornehmen Fürsten, in seinem
verwüsteten hause, in der eyl, also zu beherbergen,
vndt mich nicht nach meriten zu tractiren. Bähte dero-
wegen, ich wollte in eine herberge einkehren, welches
ich auch in der Stadt, nahe am Thor gethan. Jl me semble,
qu'il a des quintes, mal assaysonnèes. Er ließ mir gleichwol
auch sagen, er wollte seinen Marschalck diesen abendt, zu mir schigken[.]
5

|| [[Handschrift: 321v]]


Diesen abendt, ist der Marschalck Knesebegk zu mir kommen,
hat viel complimenten, im Nahmen seines herren[,] hertzogs Au-
gustj zu Braunschweig vndt Lünenburg gemacht, mich gewillkommet,
offerten gethan, sonderlich aber deß hertzogs vnpäßligkeitt,
vndt angefangene leibescur, angezogen, vndt sehr ge-
behten, ihn zu excusiren, wie auch, daß die gemächer
nicht accommodirt, noch aufgereümet wehren, in absentz
der hertzoginn, vndt anderer erlittener verwüstungen.


Er bähte, mich heütte zu pacientiren, Morgen wilß
Gott, aber, wollte er mich selber, auß der herberge,
abholen, im fall es beßer, mit jhme würde, vndt
mir frey stellen, ob jch predigt, mit anhören wollte?


Jch thate meine gegenoff[e]rten, vndt complimenten,
condolirt die Schwachheit. Baht im v̈brigen, der hertzog
wollte sich meinetwegen, nicht incommodiren. Jch excusir-
te auch, die v̈berraschung, vndt erfreẅete mich, wegen
der großen hitze, vndt Mattigkeit, ruhe zu haben.
Jch wehre gleichsam, auf der post kommen, et talia.
Es kahme auch in die rede, wie der gute hertzog, so sehr
persequirt würde, vnverschuldeter dinge, von der
soldatesque, das man ihm fast den garauß zu machen,
gedächte. Jtem: von Meiner rayse, in hollandt, etcetera[.]
Jtem: wie ich meine Söhne zu Leyden gelaßen? Jtem: wie ich in so
langer zeitt, nicht hier gewesen? vndt wie ich so
schlechtes tractament, würde haben? et similia, vndt
wie die zeitt, vndt iahre, so baldt dahin giengen, vndt
verflössen, wie die waßer verschießen. Jtem: von des || [[Handschrift: 322r]]
hertzogs iungen herrschaft, wurde auch geredet. Endtlich di-
mittirte ich den Marschalck mit gegen offerten, vndt recom-
plimenten, Er vermahnete mich abermal mich biß Morgen
gebe gott zu gedulden. Je ne scay; si l'on me dèsfrayera?

Sonntag den 24ten: May: 1646. Festum Trinitatis.


Der Marschalck Knesebeck, ist abermal alhier zu Wolfenbüttel
zu mir kommen, seinen hertzogk wegen gestriges außenbleibens,
endtschuldigende, vndt die heüttige conferentz, mir anbiehtende,
mit höflicher nachfrage, meines wolaufseins, vndt gehabter Ruhe?


Die Trommelschläger der garnison, alle miteinander
sampt den pfeiffern, haben jhre Soldaten musick, tapfer
hören laßen, zimlich frühe, in Meiner herberge.


Gegen Neün vhr vormittags, ist der Elltiste Printz,
<von 19 in 20 Jahren,> von seinem herrnvater, zu mir geschickt worden,
Mir zu gratuliren, vndt mich zur kirche zu begleitten,
in einer schönen carosse, mit 6 schönen pferden, auch anderer
stadtlichen comitiva zu fuß gehende, an Jungkern, Trabanten,
vndt andern dienern, in der liberey gehende, alß pagen,
lackayen, Mußcketirern, etcetera[.] Vor der kirche, in der
Stadt, empfieng mich, der alte hertzogk Augustus, ansehnlich
accompagnirt, geleit<mit> Rähten, Officirern, vndt Jungkern,
hatte auch, noch zween Söhne, bey sich, vndt führete mich, in
seinen ansehnlich bereitteten Stul <vndt Standt>, auf die bohrkirche.


Darnach wurde baldt stadtlich musicirt, dann die E-
pisteln vndt Text gelesen, nach des hertzogs neẅen Biblischen
version, vndt Harmonia des lebens Christj, so er außgehen laßen,
darnach gesungen, vndt geprediget, von einem so des Königes in Denne-
margk Feldtprediger gewesen zimlich beredt, aber scrupulose eiverig[.] || [[Handschrift: 322v]]
Er behienge sich auch, mit den alten ceremonien, deß Meßge-
wandts, bey der communion, vndt lichterbrennen, auf dem
Alltar, behalf er sich, jtem: mit den caseln, auf der
cantzel, alß er predigte, vndt es gienge alhier nicht, auf
Helmstädtisch, zu. Nach der predigt, fuhren wir
fürsten, mitteinander, aufs Schloß, solenniter, mit
großer Menge von Jungkern, vor vnß hehr, vndt die
leibguardij, von Mußcketirern, vndt Trabanten,
neben vnß, die diener hindter vnß. Da wurde ich
vom hertzog, vndt seinen Söhnen, in ein schönes losament
geführet, vndt wol accommodiret, ob sie sich schon
endtschuldigten, daß das Schloß sehr verwüstet
wehre. Mit der malzeitt, verzog sichs lange,
biß man endtlich gegen zwey vhr, zu Tische kahm,
darzu holete mich der hertzog ab, (nach dem er raht
gehalten) vndt es kahm auch ein Pommerischer Gesandter
darzu, Glasenap genandt, (so von der wittwen,
geborner hertzogin auß Braunschweig, wegen
erbschaft sachen, abgesendet worden,) welchem der
hertzog große ehre anthat, ihme waßer geben
ließ, vndt die præcedentz v̈ber seine Söhne gab,
im stehen, im sitzen, aber, saß der Elltiste v̈ber ihn.


Er derselbe gesandte, war copioß von reden,
hatte wol studiret, wuste viel dingeß,
vndt war doch zu kennen, dass er ein Pommer wahr.

|| [[Handschrift: 323r]]


Jch mußte allein oben an der Tafel sitzen, zur rechten
der hertzogk Augustus, vndt neben ihm gedachter legatus,
zur lingken, die drey Söhne des hertzogs, darnach
Meine drey Jungkern, Jtem: der weitterühmbt Doctor
Calixtus, (welcher kein prediger, sondern ein Apt zu Königs-
luter, vndt Primarius Professor zu Helmstadt, in Theologiam
ist) auch etzliche andere vom adel, rähte, vndt Doctores.


Es wurde sehr stargk getrungken, vornehmlich
vmb deß Pomerenicken willen, wiewol ich vndt der
hertzogk gesotten waßer (wie wein) trungken, welches
der Pommer nicht wußte. Er aber, vndt seine mitttringker,
Meine Jungkern, mußten heftig daran! Doctor Calixtus,
wurde zimlich verschonet, beschwehrte sich, das daß Poll-
nische colloquium zu Toren, so schlecht abgegangen, vndt
keine einigkeit hette können gestiftet werden, weil
der Pollnische cantzler, Osolinßky, ein papist, gar zu heftig
gewesen, die reformirten, v̈bel angefahren, alß sie jhre
confession abgelesen, vndt die luttrische gar nicht hören
wollen. Dem König, (der es gut gemeinet,) hette solche
bitterkeit mißgefallen. Der consensus Sendomirien-
sis, inter Lutherj asseclas, et reformatos, wehre
auch gebillichet worden. Der Pommer bemühete sich sehr,
zu erweysen, daß Doctor Calixtus nicht reformiret wehre,
vndt alß er nicht alles negiren kondte, sagte er, quasj,
in aurem dem hertzoge, es wehre sehr gut, vndt heyl an
der kirche, das die Calvinisten vermeineten Doctor Calixtus, der
wehre von den ihrigen, dann so köndte er, wie Paulus, den || [[Handschrift: 323v]]
Schwachen, gleichsam ein Schwacher sein, damit er ihrer viel
gewünne. Jch that alß hörete ichs nicht, weil ich ohne
daß mit dem iungen Printzen, zur lincken handt redete[,]
er es aber, seinem beysitzenden alten hertzog inß ohr
(zwar etwaß lautt, dann der hertzog fänget an etwas
v̈bel zu hören) sagen thete. Es gab sonsten viel
andere discourß, fast von den principalsten sachen, in
der weltt, vndt der hertzog, war sehr moderat
in geistlichen vndt weltlichen vorfallenheitten.


Die beyden Elltisten Söhne, hat der Hertzog erzeü-
get, neben zweyen Töchtern, mit Fürst Johannßen,
Meines vetters, Stiefschwester, den dritten Sohn,
Ferdinandum Albertum, neben der dritten
Tochter, hat er, von der itzigen gemahlin, auß Meckeln-
burgk, welche an itzo in ihr vaterlandt verrayset
ist, vndt in 14 Tagen, wilß Gott wieder erwartet
wirdt. Sie hat ihr Töchterlein bey sich, vndt
hette obgenandtes Söhnlein, hertzlich gerne
auch mittgenommen, wann es der herrvatter
ihrer bitte gewehren, vndt concediren wollen.
Er hat gesagt, er müßte auch etwaß von
der arth, bey sich behalten. On craint, qu'il a
apprehendè quelque sinistre edücation, a l'exem-
ple de Güstero, mal assaysonnè.

|| [[Handschrift: 324r]]


Nachmittags post pocula zwar, habe ich occasion suchen müßen,
hertzogk Augusto meine anliegen zu endtdegken. 1. Quant
a l'excüse de ne l'avoir visitè dernierement a mon retour
de Hollande, il l'a tres bien prinse, pour ne m'avoir voulü
rendre süspect auprés des Swedois, avec mes pappiers
importants, & pour avoir hastè mon retour á Bernbourg, jtem:
pour n'avoir peü parvenir en ün jour de Zelle a Wolfenbüttel
il valloit donc mieux, aller a Brunswig, alors 2.
Pour l'offence des Swedois, il la trouvoit importante, &
que leurs menaces sont tousiours efficacieüses, et
que ie ferois bien de les redresser aux termes de mode-
ration, voire avec üne visite iüsques a Osenbrügk
ou ie pouvois bien aller, en 3 ou 4e. jours. Mais
sj les moyens, me dèsfaillent, et la süffisance dü Chan-
celier Milagius peüst remettre en ordre l'affaire,
puis aussy que ie n'ay veü le Comte de Trauttmansdorff qu'en pas-
sant, et n'ay traittè avec luy, que des affaires
particulieres et point pübliques, et que ie n'ay veu le
Conte de Naßaw, beau Pere de mon frere, nj les
autres Ambassadeurs des couronnes, (ou il y a, a appre-
hender dés jalousies, aux visites, comme aussy des com-
petences aux visites des Electeurs, & Venise & Estats)
& que le Legat Oxenstirn, n'a pas estè a lors a Osenbrück
comme i'y füs, en tout tel cas, il me conseille d'ès-
pargner mon argent, & accommoder le fait, par autruy || [[Handschrift: 324v]]
puis qu'aussy maintenant il y a beaucoup de troubles,
& de soldatesque en Westphalie, tellement qu'il y au-
roit dü danger a craindre aux chemins, & peü a proffiter,
aussy, ne fauldroit il pas offencer Sa Majestè Jmerpiale.
3. Pour l'affaire de mon frere, il n'en veüt rien
scavoir, et m'a promis, sinon, bon conseil & assistan-
ce, lors que ie l'en requerrois, au moins la neütra-
litè, souhaittant üne paix, et amiable composition
fraternelle, entre nous, avec cordialitè.
4. La recerche[!] dü Conte de Vehlen, il la trouve
dangereüse a cause dés Swedois, & pleine de
difficültèz, pour la consequence, souhaittant
neantmoins, & desirant de cooperer, (a ce qu'il
s'offroit courtoysement) affin que je füsse en
quelque façon satisfait, mais que le baillage
de Nienover, appartenoit a son ne<cousin,> le Düc
Christian Louys de Hanover seül, lequel
me pouvoit contenter seül de la part du Comte de Velen
& ravoir tousiours son regréz aux Landterben,
c'est a dire a tout l'heritage des Dames aussy bien
que dés Seigneurs mais qu'il scavoit et craignoit
fort, qu'il y auroit peu d'argent á obtenir, au
dit Hanover, vndt das es alldar feste stegkte.

|| [[Handschrift: 325r]]


Den abendt, hat man wieder bey der malzeitt stargk ge-
trungken. Le vin a fait parler beaucoup, au Pomeran,
injüriant tantost les Swedois, tantost les Jmperiaulx,
& l'Empereur & le Roy, de Swede mesmes, avec trop de libertè.


Mais aussy, il estoit si yvre, qu'il n'en pouvoit plüs. Jl
s'expectora avec plüs de franchise, toutes fois au Düc,
touchant Calixtus, luy disant, qu'il luy avoit parlè,
ceste apres disnèe, & l'auroit trouvè tout autre,
que les Calvnistes ne pensoyent, ce qu'il luy disoit a l'o-
reille, mais ie l'entendis, ayant meilleure ouye, que
ie n'ay la veuë. Je ne me mèslay pas, de telles
controverses, scachant la notorietè, au contraire, et qu'il
est dangereux, de dispüter, inter pocula, avec des gens
yvres, et immoderéz, qui ne veülent jamais avoir tort,
ains le donner aux aultres, par püre opiniastretè.


Ce soir, le Düc, & ses fils, m'ayans tousiours, avant,
& apres les repas, convoyè en personne, en mon poile
ont prins congè de moy, comme aussy le Maréchal Kne-
sebeck, & autre noblesse.

Montag den 25. May: 1646.


Der hertzog, hat mir wollen zusprechen. Jch bin ihme aber
endtwischtet, vndt zu pferde darvon geritten, habe
ihn doch noch auf der gallerie, gesehen, vndt gegrüßet,
vndt bin sehr verweilet worden, wegen eines kutzschen-
rades, vndt Meiner leütte vnachtsamkeitt, Faul-
heitt, vndt das Sie den Trungk so v̈bel vertragen.

|| [[Handschrift: 325v]]


Meilenm.
Von Wolfenbüttel, nach Peyna
es sollen nur 3 sein, wir habens wol auf 6 meilen
vmbgeritten, durch vndterschiedliche dörfer, in einem
schönen kornreichen lande.
4


Peyna gehöret schon inß Stift Hildesßheim.


Zu Wolfenbüttel, liegen 5 compagnien gewor-
bene Soldaten, vndt es seindt ein 600 Mann,
bewehrter bürger alda. <Die Festung wirdt etwaß repariret.>


Zu Peyna lieget auch ein lüneburgischer
haüptmann, mit etzlichen knechten. perge


Le Düc me disoit: que le Düc Frederic de Wir-
temberg seroit devenü General de Hessen.


Jtem: qu'ün meschant Weywode Polacke,
auroit fait tirer, ün coup d'harquebüze, au
bon Prince, Monsieur Electeur de Brandenbourg, mais
l'auroit failly, tüant toutesfois le cheval, sür
lequel il auroit estè montè. Dieu soit louè, de
l'avoir preservè de ce füneste coup. Jl le vueille
d'ores-en-avant encores conserver & contre-
garder, de tout peril, & pünir tels massacreurs,
perfides, infames, & execrables!!!


Es hat nach etzlicher Tage großen hitze, diesen abendt
sehr gedonnert, geblitzet, vndt wol geregenet. Gott
gesegene die früchte des erdreichs, vndt lasse vnser landt wol || [[Handschrift: 326r]]
gedeyen! durch seinen gnadenSegen, Amen!


Der Pommerische gesandte, sagte auch gestern, es wehre die
wittwe des hertzogk Vlrichs in Pommern12, eine Schwester
deß Churfürsten von Sachßen, gar gählingen gestorben, vndt
von den Schweden, (alß man meinete,) mit gifft, ver-
geben worden, weil sie sehr auf die Schweden geschmähet,
vndt sich offtermalß harter reden, verlautten laßen.
Sonderlich aber, hats sie sehr offendiret, daß diese Fürstin,
ihren bruder, den Churfürsten von Sachßen, defendiret, vndt nicht
leyden mögen, daß man ihr denselben, vndt seine Feindt-
schaft, gegen die Schweden, vorgeworffen. Es sol ein come-
diant, ejn Frantzose, wegen seiner Narrenpoßen,
sehr wol bey ihr, gelitten gewesen sein, deme gibt
man die schuldt, daß er sich von passionirten Schweden
corrumpiren laßen, ihr zu vergeben, vndt baldt da-
rauf die gewaltigen Schätze an goldt, Silber, vndt
edelgesteinen, (welche die hertzoginn gehabt)
an die Schweden zu bringen, vndterm prætext, es nehme es
sonst der Churfürst von Saxen, ihr feindt hinweg, vndt es hette
auch der letzte hertzog in Pommern, darauf zu prætendiren
gehabt, in deßen succession, sie getretten wehren.

Dienstag den 26ten: May: 1646.


Der haüptmann von der Lohe, so alhier lieget, mit einer
compagnie lünenburgischem volck, ist anhero <in meine herberge> kommen, mich zu besuchen.
Vndt hat mit Mir gefrühestügkt. habe also 2 mahlzeitten
alhier zu Peyna, bezahlen müssen. Jch bin auch noch vor || [[Handschrift: 326v]]
der mahlzeitt, vmb daß hauß Peyna, spatziren gegangen.
Es ist zimlich demoliret, schon vor iahren worden. Eine allte
Rummeley, darinnen erschienen im platz, ein Pater, Jesuitorum
zwischen zweyen Jesui Capuzzinern. Jch habe aber
keinem zugesprochen.


Der lüneburgische haüptmann Lohe, (ein Märcker, auß dem
Rappinischen) gieng neben mir her, zu fuße, biß v̈ber
den Moraß zum Thore weitt hinauß, vndt erzeigte
sich höflich, vndt Sorgfältig.


Meilenm.
Von Peyna, nacher hanover
vndterwegens auf dörfer, auch feine wiesen,
vndt gehöltze, zu, gekommen.
4


Zu Hanover, hat der Obrist leütnant Sparr, Meinem
voran geschickten, gerahten, in die herberge
gleich gegen dem Schloße v̈ber, einzukehren,
vndt mir daselbst das losier zu bestellen. Dann
der Hertzogk zwar, meiner, oder Meiner abge-
ordneten, gewärtig gewesen, aber nicht gewußt,
welchen Tag, wiewol ich ihme nur, von abgeordneten,
vndt nicht von Mir selbst zugeschrieben hette. Er
hette aber, wegen einer vnvmbgenglichen zusammen-
kunfft nacher Zell, müßen verraysen, vndt würde
vielleicht dannenher baldt wiederkommen.
Jhme dem Obrist leutnant wehre nichts anders befohlen, || [[Handschrift: 327r]]
als daß ers alsobaldt dem hertzogk, avisiren sollte, wann
ich ankähme. Von rähten, wehre niemandt vorhanden, dann,
der Oberste Schömberger, wehre mitt hinweg, der Stadthalter
Schengke inngleichem, der CammerRaht Bilaw, ebenermaßen,
wie auch der Marschalck Hodenbergk, vndt also gar Nie-
mandt von hoff, zur stelle, dann die tractaten zu Zelle,
wehren gar zu eilig, vndt zu wichtig gewesen. Wann man
aber, eignetlich gewußt hette, das ich selbst, in der person
kommen würde, würde der hertzogk Christian Ludwig,
ohne zweifel, andere anstaltt gemacht haben.


Diesen abendt, hats zu meiner ankunft, in die Stadt
Hanover, geregenet, gedonnert, vndt geblitzt,
nach zimlicher Tageshitze.


Alß ich ein wenig gewartett, hat der Obrist leutnant Sparr,
seiner haüptleütte einen, vnsern landßmann, (einen
Mücheln von geschlecht,) zu Mir geschickt, mich com-
plementieren, vndt sich endtschuldigen laßen, das er
Mir selber nicht aufwartete, weil er mit vielen
geschäften, in abwesen aller anderer, also occupat wehre,
vndt mir auch keine vngelegenheit machen wollte,
verhofte noch die ehre zu haben, vor meinem vfbruch,
mich zu sehen. Jl me rendoit le retour dü Düc, in-
certain. Ce me seroit üne maigre courtoysie!


Avis: daß der Königßmarck Wiedenbrügk be-
lägert habe, in Westphalen, bey Rheda. etcetera
Andere aber sagen von Pyrmundt, einem festen hause.

|| [[Handschrift: 327v]]


Gegen 8 vhr, ist der haüptmann Mücheln, nebenst einem
andern haüptmann, von wegen des Obrist leutnant Sparrs, wieder-
kommen, mich zu complementiren, vndt zu tractiren,
Jch habe mich aber excusiret, daß ich zu thun hette, zu
schreiben, vndt zu negociiren, (weil ich spatzirens halben,
nicht anhero kommen wehre) vndt ich hette auch,
wegen der hitze, Matt: vndt Müdigkeit der rayse,
nicht wol zeitt, ihnen gesellschaft zu leisten. Jch
wollte mich aber, ein wenig außruhen, wenig
zu eßen mir geben laßen, vndt diesen abendt,
(wie ich offt im brauch hette) alleine bleiben.
Sie wahren beyde bestürtzt, bahten mich, ihren
Fürsten, zu excusiren, er würde, wegen sehr wichti-
ger tractaten, schwehrlich abkommen können von Zelle,
iedoch köndte es sein, würde er es nicht vndterlaßen,
vndt sich gerne mit Mir, bekandt machen, wo aber
nicht, iemanden abordnen. Bahten sehr, ich wollte
doch alhier, in der <schlechten> herberge, vorlieb nehmen.
(Mais ie ne scay, s'ils ont envie, de me dèsfrayer.)
et ce seroit ün bel affaire, de me convier, a mes
propres dèspens!


Jch habe sie mit Meinen Junckern eßen laßen,
meine schreiben vndt negocia verrichtet, eine
alleinige niedliche abendtmahlzeitt vor mich
gegeßen, vndt also meine ruhe gesucht, vndt gefunden.

|| [[Handschrift: 328r]]


Jl y a apparence, que ce ieüne Prince (inquiete, fougeux,
& inexpert,) a eu quelque vent, de mes recerches[!], quoy que
fort secrettes, (car ie n'en ay sonnè mot, sinon aux Dücs,
de Zelle, et de Wolfenbüttel, lesquels tous deux, me sont fort
confidens, & vieils Princes Allemands, sinceres & genereulx)
& s'absente volontiers, affin de fuir le travail, & tout
ce, qui le dèsgouste, cerchant les delices, & les bonnes com-
moditèz, que l'opülence de son beau terroir, & l'abondance
de sa cour, luy fournit. Mais ie dis aux Capitaines13,
á moy depütez, que je croyois, que les choses, que i'aurois
á proposer a ce Prince, estoyent aussy importantes a luy,
qu'a moy, & peut estre davantage. Toutesfois qu'il fay-
soit tresbien de complaire à ce vieil Prince de Celle, quj
luy seroit au lieu de Pere, & de ne le dèsgouster en
façon quelconque. Vom Obersten leütnant sagten sie numehr
auch, er hette nicht allein geschäffte, sondern wehre auch
befallen, (id est: kranck, wie ichs verstehen soll)
hette mir sonst gerne aufgewartett. Jch regerirte,
waß ich zur sache, dienlich achtete, bedangkte mich,
vor daß gute anerbiehten, bekräftigte, dass ich hie-
her nicht gekommen wehre, wenn mirs hertzog Augustus
zu Wolfenbüttel (alß mein allter Freündt,) nicht gerahten
hette, vndt sagte, ich hette nicht lange zu warten,
würde mich auch schwehrlich alhier lange aufhalten
laßen, dann ich hette zu eilen, vndt auch mehr zu thun.
perge

|| [[Handschrift: 328v]]

Mittwoch den 27ten: May: 1646.


Diesen Morgen, bin ich alhier zu hanover, in die kirche ge-
gangen, gleich gegen Meiner herberge v̈ber, am Schloße,
vndt es ist eine feine bußpredigt, gebeht, vndt gesänge,
gehalten worden. Man hat auch erinnert, eines greẅlichen
extraordinarii donner, vndt hagelwetters, welches am Pfingsta-
ge, gewaltigen schaden, solle gethan haben.


On m'a effrayè d'üne mauvayse consolation,
qu'ün getilhomme de ceste-cour icy, nous a donnè,
que le ieune Düc Christian Louys, beuvoit
estrangement, & des grands verres, & que tout
ce que moy, ou mes gens, avions veu, ou souffert,
a Oldenbourg, Zelle, Wolfenbüttel, ou ailleurs,
n'estoit rien au prix, de cest' espouvantable
boire, que le Düc icy continüoit, avec des grands
verres de vin, lors qu'il seroit en hümëur de
commencer. Mes gentilshommes en tremblent desja,
disans, quel Prince nous rendra les santèz de
nos corps, si nous les perdons ünefois? Certes,
c'est üne servitüde fort deplorable<!>, de vivre
ainsy, n'estre ütile a personne, se gaster mise-
rablement, dèsplaire a Dieu, & de complaire,
par ceste sorte de vie, par vice, & par pechè,
aux hommes mondaines, & impies! Dieu nous en
vueille preserver, & nous fortifier, par sa Sainte grace!

|| [[Handschrift: 329r]]


Capitain Mücheln, hat mir wieder aufgewartett. Es
seindt auch gestern, vndt heütte, wie gleichsfalß die gantze
Nacht, Schildtwachten, vor meine stubenThür, mit bloßem
degen, vndt vor die haußthür, mit einer Mußckeete, ge-
stellet worden, mir zu ehren. Viel vermeinen, es werde
der hertzog, noch zu Mittage, anhero kommen. Jch habe
gleichwol auch, in der kirche, etzliche von des hertzogs
rähten, gesehen, wiewol solches gestern, verneinet wardt.


Nachmittags, bin ich mit haüptmann Micheln, vndt Meinen
Jungkern, hinauß geritten, die Neẅe fortification, der Neẅstadt,
mit 4 bollwergken, (so aber noch nicht fertig) vndt dann die allte
fortification der Stadt hanover, zu besehen. Die Stadt ist auf die
allte Manier, fortificirt, mit <7> alten Pasteyen, rundeelen vndt hohen
wällen, alleß irregular, die Neẅstadt aber, wirdt regular werden.
Das waßer die Leina wirdt in die gräben geleittet. <Es hat schöne Stügke auf der pasteyen, hin: vndt wieder stehen, klein: vndt groß, auch Mörsel. Außerwergke seindt auch an Thoren, es hat drey StadtThor alhier. Das Schloß lieget in der Stadt. perge>


Diesen abendt, ist der hertzogk ankommen. perge <Er heißt Christian Ludwig, hertzogk Geörgens Sohn, Jst ejn herr, ohngefehr von 25 iahren <altt>, hat sich erfreẅet, mit Mir bekandt zu werden. Ehe er noch angelanget, hat mir der Marschalck Hodenberg, mit vier Edelleütten, aufgewartet, seinen herren excusiret, vndt eine kutzsche mit 6 pferden, mittgebracht, darauf ich inß Schloß, alleine gefahren, wiewol es allernähest gewesen, vndt ich lieber gegangen wehre. Baldt darnach, ist der hertzogk vorgenandt, zu pferde, von Zell wiederkommen, hat sich abgelegt, vndt mich darnach, in meinem gemach, besucht, auch gar freündtlich, zu allem offeriret. Jl monstre, d'estre bien ayse, d'avoir cognoissance, & de cercher[!] appuy, de bons amis.>

|| [[Handschrift: 329v]]

Donnerstag den 28ten: May: 1646.


Nach dem man des Morgens, wol außgeschlafen, vndt nach dem
gesterigen rausch, (den die Adelichen getrungken) sich wieder etwas
Nüchtern gemacht, (wiewol ich nur waßer, getrungken, vndt gar
nicht genöhtiget worden, vor meine person) ist der Marschalck
hodenberg, alß geheimer Raht, zu Mir, geschickt worden,
vom hertzogk, hat mir, post curialia, weitter deduciret,
wie nach gehaltenem Raht, mit ihme, vndt dem Stadthalter
Schengke, der hertzog nicht befinden köndte, daß er dem graven
von Vehlen, etwaß schuldig wehre, dann wann die succeso-
res, in feudis Principum, sich daß recht, solten nehmen laßen,
das Sie nicht primo acquirentj, eigentlich succedirten,
Sondern v ihren vettern, vndt alle dero Schulden, (darein
sie alß agnaten, nie gewilliget), viel weniger zu dociren,
ob<das> sie in commodum feudj, verwendet worden) auf sich nehmen
müßten, wehre es nicht allein, allen Fürsten, ein præiuditz,
(dann einer, so keine kinder hette dörfte inß gelack hinein
schulden machen, vndt die lehen mehr, alß sie werth wehren,
graviren den vermeinten lachenden erben zum schaden) Sondern
es würde auch, ihrer viel, zum lande hinauß, lauffen müßen.
auch dieser hertzog selber, wiewol er einen schein eines großen
Reichthumbs hette, in der That aber, voller beschwehrung säße.


Dann hertzogk henrich Julius, hette mit seiner Pragerischen
rayse, viel Tonnen goldeß verthan, vndt daß landt solte et-
was darumb geben, das solche rayse verblieben wehre,
(wiewol, er, der Marschalck, solches nicht wol sagen dörffte)
vndt es wehren von selbigem hertzoge, vndt Seinem Sohn,
hertzog Friederich Vlrich, v̈ber 70 Tonnen goldes, diesem lande || [[Handschrift: 330r]]
Schulden gelaßen, welche man nicht <zu> bezahlen vermöchte,
vndt dieses nur in vertrawen, berichtet würde. Köndte man aber
inß künftige, sich, mit den andern herren, inß gesampt vergleichen,
(darzu man sich keines weges, verstünde) sondern vmb seiner person,
vndt anderer considerationen willen, So würde man Mir, daß an-
gewiesene geldt gerne vor andern, vndt viel lieber gönnen, neben
anderen mehr, höflichen offerten, inß künftige, wann ich mich beßer
bekandt gemacht haben würde? An itzo bähten sie mich, diese erkläh-
rung, aufß beste zu excusiren, vndt nicht vnfreündtlich, zu vermergken.
Wollten mir auch zu bezeigung dero guten affection, hiemitt, Sechß
wagenpferde, verehret haben, bähten, ich wolte darmit freündtlich
vorlieb nehmen.


Darnach, ist er der Marschalck, zum hertzogk gegangen, Jch
aber, alß ich auß dem Fenster gesehen, das der hertzog in stall gegangen,
bin ihm gefolget, vndt habe den hertzog im Marstall angetroffen,
darinnen hüpsche pferde zu sehen gewesen.


Postea: seindt wir mitteinander, in die Tafelstube gegangen,
vndt haben malzeitt gehalten, darbey zimliche maße im tringken
gehalten worden, außer das sich die Jungkern beschwehret, daß sie
auß vielen langen gläsern, so keine Füße haben, vndt man also
nicht niederstellen kan, haben tringken müßen.


Nachm eßen, habe ich mit dem hertzogk, ein wenig gespraachet,
vndt er hat mich, in Mein losament, accompagniret, alß ich ihm,
zu verstehen gegeben, das ich in hollandt, schreiben wollte,
an Meine Söhne, vndt sonsten, welches auch geschehen.


Aufn abendt, ist eine BehtStunde gehalten worden, ich habe aber,
wegen meiner briefe, vndt der hertzog wegen anderer geschäffte, nicht hinein
kommen können. Man hat diesen abendt, stargk poculiret.

|| [[Handschrift: 330v]]

Freitag den 29ten: May: 1646.


Diesen Morgen, ist abermal behtstunde gehalten worden,
alhier in der kirche zu hanover, am Schloß. Jch bin aber
wegen præparatorien meiner rayse, nicht hineyn gegangen.


Darnach habe ich mit dem hertzog gefrühestügkt
in meiner stube, darinnen eine gute Malzeitt angerich-
tett worden.


Nach der malzeitt, hat mich der hertzogk, biß an die
kutzsche accompagniert, vndt treẅhertzig valediciret.
Er hat mich zwar zu pferde, hinauß begleitten wollen,
neben seinen Officirern, vndt Jungkern, dieweil es aber
diesen Tag, vielfältig geregenet, habe ich selbst darvor
gebehten, vndt lieber fahren wollen, er der hertzog hats
auch acceptiret, dieweil er wieder, auf die zusammenkunft
nach Zelle muß. Sie haben mir auch eine kalte küche
mitt nach Peine gegeben, afin de n'y estre point en pejne.


Meilenm.
Bin also mit meinen leüttlein, vnd allten, vndt
neẅen pferden, vollends nacher Peyna gefahren:
in vnlustigem wetter, wiewol es (außer des
hagels, welcher <neben dem donner> diesen Morgen geschlagen) gut wetter
vor haußmanneswesen ist.

4


Zu Peina hat mich haüptmann Lohe weitt vorm Thor,
am waßer empfangen, vndt die herberge bestellen laßen.


<Zu hanover> Dem Præceptorj hangkwitz, habe ich auch valediciret, vndt
schreiben nacher Brehmen, vndt Leyden, mitgegeben. Gott gebe daß
er wol durchkommen, vndt Meine Söhne, wol finden möge!

|| [[Handschrift: 331r]]


haüptmann Lohe, hat diesen abendt, mit vnß gegeßen.

Samstag den 30ten: May: 1646.

<Avis: daß 50 pferde Schwedische hier herumb schwärmen, peut estre; pour me cercher[!].>


Hanß Friderich Eckardt, meinen Amptßcopiisten, nacher Cassel
abgeschickt. Gott gebe zu glück, vndt gutem gedeyen! Amen!!


hertzog Christian Ludwig, hat v̈ber die 30 Aempter, im lande zu
Braunschweig vndt Lünenburgk. Jst allein regirender herr, gibt seinen
brüdern deputata, iederm[!] 10000 ReichsthalerRthlr: iährlich. Numehr aber, vergleichen
sie sich, zu Zella, auf dem landTage, wann der fall mit dem alten
hertzogk Friderichen, existiren sollte, (da dann in die 50 Embter
anfallen würden) alßdann würde dieser hertzog Christian Ludwig,
mit seinem bruder Geörg Wilhelm, eine Theilung anstellen, vndt den
anderen beyden Brüdern dennoch nur, deputata geben. Er sagte mir,
er hielte: 18 compagnien zu fuß, iede zu: 140 Mann, vndt 6 compagnien zu roß,
iede 80 pferde stargk die festen plätze, vndt päße zu verwahren.
hertzog Friderich aber, hielte 14 compagnien zu fuß, vndt 6 zu pferde,
hertzog Augustus, nur 7 compagnien zu fuß, vndt 1 zu pferde. Er mey-
nete aber, hertzog Augustus würde dennoch genung tribuliret von den
Schwedischen pour des raysons particülieres. &cetera


Zu Peyna, erzehlete vnß der haüptmann, wie der Oberste
Penß, so gerne hette hereiner gewoltt, vndter allerley prætext. Er
hette ihn aber nicht einlaßen wollen, sondern proviant hinauß gelifert.
Besorgte sonst, es würde der Oberste sein herinnen verblieben,
vndt er der haüptmann hette dörfen zu hanover, eine v̈bele
gastmalzeitt zum willkomb, gewinnen, oder bekommen,
bey hertzog Christian Ludwig, welcher nicht pflegte zu schertzen.


Je voy, qu'on est ialoux, en ce pays icy, de la puissance
& volontè des Swedois, qu'on redoute, & ne se fie pas d'eux
nüllement a cause de l'alliance, avec l'Archivesque de
Bremen, & le Roy de Dennemarck. Nihil est, ab omnj parte, beatum!14
Cependant, on leur fait bonne mine, & <on> recerche[!], la conservation, de leur amitiè.

|| [[Handschrift: 331v]]


Zu Peyna gefrühestügkt, da dann abermals haüptmann Lohe,
mit vnß, gegeßen. Darnach hat er zum landtdrosten, von
Selbigem, zum Raht, von deme zum Amptmann geschickt,
es hat aber keiner hertzog Christian Ludwig pariren, noch mich
außquittiren wollen, welches der haüptmann vor einen
Schimpf angezogen so seinem herren wiederführe, vndt
Mir, ein irrespect. Endtlich, hat ers v̈ber sich genommen,
in meynung der hertzog würde es wol wieder zahlen.


Meilenm.
Bin also, zimlich vngerupfft, von Peyna nacher Wolfen-
büttel, wieder gezogen, vndt habe meine neẅe pferde
in der kutzsche versucht, in regenwetter, vndt da es heütte
eiß, zu wolfenbüttel, mit verwunderung, gefrohren.
4


Jch bin stragks aufß Schloß gezogen, (nach dem ich
voran geschickt) vndt weil hertzog Augustus eben zu de-
liberiren gehabt, in schwehren postulatis, so ihme die
Schwedischen heütte gebracht, durch den General Commissarium
Schmidt, (welcher will werbegelder zu einem Regiment haben, vndt
einquartirung darzu) hat er mir seinen elltisten Sohn
in platz geschickt mit seinem Marschalck vndt Jungkern,
vndt sich excusiren laßen, so wol deßentwegen, Alß
daß er neẅlichst, mit ihnen, mich nicht zum á Dieu,
accompagnirt gehabt, (welche excüse doch vnnöhtig.)
vndt ich wehre ihnen, zu geschwinde, endtritten.


Man hat doch, daß Tringken, diesen abendt, nicht allerdings laßen können.

Sonntag den 31ten: May: 1646.


heütte vormittags, seindt wir fürstlichen personen, in die Stadtkirche
gefahren, predigt zu hören, des Superintendenten, vom Reichen
Mann, vndt armen Lazaro15, da er gar moderat gegen vns gewesen,
auff die Duella aber, greẅlich gescholten, vndt auf das Sauffen.

|| [[Handschrift: 332r]]


Der Pommerische gesandte, Glasenap, ist abermals zur Mal-
zeitt, gefordert worden, vndt beyde mahlzeitten, zu hofe geblieben,
auch erschrecklich gesoffen worden, daß es mir ein greẅel ist,
ob ich schon waßer tringke, (wiewol in großer quantität,)
vndt Meine Jungkern sich baldt Todt sauffen, sehen muß.
Je plains cest honnest compagnie, pour le boire.


Vor der abendtmahlzeitt, hat der hertzogk Augustus, mit Mir,
im Schach gespielet, vndt keiner dem andern, abgewunnen.


Jch habe müßen zusagen, noch Morgen gebe gott alhier, außzu-
harren, ce que ie fay a contrecoeur, quoy que le Düc soit
autrement ün Prince fort accomply, et Vertüeux.


Avis: daß die venezianer, mit disgusto, den general
Sperreütter, wieder zurügke geschickt, vndt es scheinet,
Sie seyen endtweder allzusicher, oder sie werden v̈bel anlauffen,
oder schon den frieden vom Türgken redimiren.


Textapparat
a Die Silben "zu" und "rügk" sind im Original getrennt geschrieben.
b Die Wortbestandteile "zu" und "wieder" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
c Die Silben "zu" und "rügk" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
d Im Original "ein Rindt fettes, nur" korrigiert in "ein fettes Rindt, nur".
e Die Silben "zu" und "rügk" sind im Original getrennt geschrieben.

Kommentar
1 Die Termini "Domina" und "Priorin" bezeichneten beide das Amt der Vorsteherin des Damenstifts.
2 Zitat des Madrigals XIX "Felicità d'usignuolo" aus Guarini: Rime, Nr. 139, S. 146.
3 Zitat nach Philipper 1, 23-24
4 Sprichwort nach Thomas von Aquin: Summa theologica, Bd. 2,2, S. 678.
5 Hier: Damm.
6 Irrtum Christians II.: Der hierfür nur in Frage kommende Pariser Agent Adolf von Börstel war nicht der Onkel, sondern der Bruder des früheren anhaltisch-bernburgischen Regierungspräsidenten.
7 Irrtum Christians II: Es handelt sich um seine Stiefmutter.
8 Vermutlich eine seiner damals unverheirateten Schwestern bzw. Halbschwestern Ilsa, Bertha und Katharina.
9 Personen nicht ermittelt.
10 Irrtum Christians II.: Kaiser Heinrich II. verstarb kinderlos.
11 Person nicht ermittelt.
12 Irrtum Christians II.: Herzog Franz von Pommern-Stettin war mit der herzoglichen Witwe verheiratet.
13 Nur teilweise ermittelt.
14 Zitat aus Hor. carm. 2,16,27f. (ed. Fink 2002, S. 120f.).
15 Lc 16,19-31.
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XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
abhorriren
etwas verabscheuen, vor etwas zurückschrecken
accommodiren
sich anpassen, sich fügen, sich (gütlich) vergleichen
accommodiren
einrichten, ausstatten
accommodiren
zufriedenstellen, versorgen
accompagniren
begleiten
Accord
Vereinbarung, Vergleich
Accord
Vertrag zur kampflosen Übergabe eines Ortes
accordiren
einen Vertrag schließen, sich einigen
accordiren
einen Ort mittels eines Vertrags (Akkords) übergeben
accordiren
übereinstimmen, einig sein, zustimmen
accordiren
übereinstimmend machen, vergleichen
accordiren
vertraglich zubilligen
Äquanimität
Gelassenheit, Gleichmut
Affection
(positive oder negative) Einstellung jemandem gegenüber (meist Gewogenheit, Zuneigung)
anlaufen
drängend angehen, anfallen, überfallen, tätlich angreifen
anlaufen
dringend bitten, ansuchen
anlaufen
auflaufen, anwachsen
anlaufen
auf verbotenem Gelände laufen, weiden (vom Vieh)
Anmutung
Zumutung, Aufforderung, Begehren, Ansinnen
Anschlag
Plan, Absicht
anziehen
anführen, erwähnen
approbiren
billigen
Armatur
Rüstung
artig
kunstvoll, meisterhaft
artig
fruchtbar
assigniren
zuweisen
aufführen
errichten, aufbauen
aufführen
ins Amt einführen
ausquittiren
hinausgeleiten
ausquittiren
jemanden freihalten, jemandes Verpflegung bestreiten
Außenwerk
Befestigungsanlage außerhalb des Hauptwalles
austreten
einen Rechtsraum gegen die Regel verlassen, fliehen
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
befahren
(be)fürchten
Bescheid tun
einen Zutrunk oder Trinkspruch erwidern, jemandem zutrinken, zuprosten
besorgen
befürchten, fürchten
Bittfuhre
freiwillige Hilfsfuhre (d. h. keine Fronpflichtfuhre)
Bohrkirche
Empore
brachen
ein zuvor unbebaut gelassenes Feld erstmals mit dem Pflug umreißen
brandicht
brandig
brandicht
vom Brand (Krankheit bei Bäumen und Getreide) befallen
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
Compliment
höfliches Reden, höfliche Verbeugung, Ehrerbietung
complimentiren
höflich reden, Ehre erweisen
confirmiren
bestätigen
Consideration
Überlegung, (eingehende) Betrachtung, reifliche Erwägung
Consideration
Wichtigkeit
Continuation
Fortdauer, Fortsetzung
Continuation
erneuter/fortgesetzter Bericht
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
Contrescarpe
äußere Grabenfuttermauer, Gegenböschung
contribuiren
außerordentliche Steuern oder andere Zwangsabgaben entrichten
contribuiren
beitragen, beisteuern, einen Anteil leisten
contribuiren
bezahlen
Convoy
Begleitung, Begleitschutz
convoyiren
begleiten, geleiten
convoyiren
in einem Konvoi ziehen
copios
begabt, ausführlich
cortesisch
höflich
Curiositet
Neugier
deduciren
abziehen, ableiten
deduciren
erklären, darlegen
defendiren
verteidigen
deliberiren
überlegen, beratschlagen
dick
dicht
Difficultet
Schwierigkeit
dimittiren
entlassen, (förmlich) verabschieden, beurlauben, entsenden
Discretion
Geldzahlung nach Belieben
Discretion
freies Ermessen/Gutdünken
dissuadiren
abraten, ausreden
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
ein
ungefähr
einig
einzig
Einspänniger
Kriegsknecht mit Pferd, fürstlicher Bediensteter, Stadtknecht; berittener Bote, Geleit- und Meldereiter
Einspänniger
Eigentümer eines kleineren bäuerlichen Besitzes, der meist nur Handdienste leistet
examiniren
ausfragen
examiniren
verhören
examiniren
prüfen
excelliren
herausragen, glänzen, sich hervortun, sich auszeichnen
excusiren
entschuldigen
flehen
flüchten, in Sicherheit bringen
Friedenstractat
Friedensverhandlung
Frontier
Grenze
Fuchs
Pferd mit bräunlichem, rötlichem oder gelblichem Fell, das dem eines Rotfuchses ähnelt
gähling
plötzlich, unversehens
genung
genug
Gerechtsamkeit
Berechtigung, Vorrecht, Recht
Geschrei
Gerücht, öffentliche Meinung
Geschrei
Ruf
graviren
(jemanden mit etwas) beschweren, belasten
graviren
sich beschweren, jemandem etwas zu Last legen
halbe Kartaune
langläufiges Geschütz mit großer Reichweite
hinterstellig
rückständig
hinterstellig
zurückbleibend
Hornwerk
aus zwei Halbbastionen bestehendes Außenwerk einer Festung
im Armbrust liegen
lange zögern, sich unschlüssig verhalten
important
bedeutend, wichtig
incliniren
zu etwas neigen
inculciren
einprägen, einschärfen, eintrichtern
ins Gelag hinein
Handeln nach bloßem Trieb ohne Denken an die Folgen oder Verantwortung
intentioniren
beabsichtigen, vorhaben
Intraden
Einkünfte
invitiren
einladen
Irrespect
fehlende Achtung
Klosterintraden
Einkünfte eines Klosters
Knecht
Landsknecht, Soldat
Liberei
Livrée, Kleidung für Bedienstete
Liberei
Bibliothek
licentiiren
entlassen
lösen
(eine Feuerwaffe) losgehen lassen
Losament
Unterkunft, Wohnraum
Losier
Unterkunft, Wohnung
Memorial
Denkschrift und Information über noch zu erledigende Aufgaben, Bittschrift
Memorial
Erinnerungsschrift
Moderation
Minderung, (mäßigende) Abänderung
Moderation
Mäßigung, Zurückhaltung
Mörsel
Mörser (Steilfeuergeschütz zum Abschuss von Brand- und Sprengkugeln)
Moraß
Morast
nacharten
jemandem an Art und an natürlicher Beschaffenheit ähnlich sein oder werden
negociiren
verhandeln, (Geschäfte) betreiben
niedlich
zierlich, fein, hübsch, artig
Oberstelle
erste Stelle, Vortritt
occupat
beschäftigt, in Anspruch genommen
offendiren
beleidigen, kränken
Offizier
Amtsträger, Beamter, Bediensteter
ominiren
prophezeien
Pacientieren
gedulden
Partie
Streifkorps (kleinere Truppenabteilung, die meist auf Kundschaft oder zum Einbringen von Geld, Lebensmitteln und Furage entsandt wurde)
Partie
Kriegspartei (reguläre Truppenabteilung)
Partie
(sich gegenüberstehende) Seite, Partei
Partie
eine gewisse Anzahl oder eine Gruppe von Dingen oder Personen gleicher Art
persequiren
verfolgen, mit Gewalt überziehen
poculiren
zechen
Präcedenz
Vortritt, Vorrang
Präparatorie
Vorbereitung
präsentiren
schenken, als Geschenk geben
präsentiren
beschenken
prätendiren
vorgeben, vortäuschen, heucheln
prätendiren
fordern, verlangen, beanspruchen
Prätext
Vorwand, Scheingrund
principal
wichtigst, bedeutendst
Ranzion
Lösegeld
Ravelin
Halbmondschanze (Außenwerk einer Festungsanlage)
Recompliment
erwidertes höfliches Reden, erwiderte höfliche Verbeugung
recontriren
begegnen, treffen, auf etwas/jemanden stoßen
recuperiren
zurückerobern
recuperiren
wiedererwerben, wiedererlangen
recusiren
(jemandem etwas) versagen, verweigern
recusiren
ablehnen, nicht akzeptieren
redimiren
freikaufen, loskaufen
regeriren
aufs neue einwenden, erwidern, antworten
Relation
Bericht
remedi(i)ren
abhelfen
resolviren
entschließen, beschließen
resolviren
auflösen
Rummelei
altes baufälliges Haus
salviren
retten
Schließ
Kostenvoranschlag für eine Arbeitsleistung
Schloße
Graupel- bzw. Hagelkorn
Schubkärrner
Transporteur, der mit einer Schubkarre arbeitet
Schubkärrner
Fuhrknecht, Tagelöhner, Hilfsarbeiter
Sechswochen
erste sechs Wochen einer Frau nach ihrer Entbindung
Silberwerk
aus Silber gefertigter Gebrauchs-, Zier- oder Schmuckgegenstand
sorgfältig
besorgt sein, sich Sorgen machend
sorgfältig
sich eifrig kümmernd, fürsorglich, sehr bemüht
spargiren
ausstreuen, ausbreiten
Speranz
Hoffnung
spicken
füllen
spielen
feuern, schießen
spielen
abzielen
spielen
eine lebhafte Hin- und Herbewegung vollziehen
Stillager
Feldlager
Stillager
Ruhezeit
Stillager
Untätigkeit
Stück
Geschütz, Kanone
Stück
(einzelner zählbarer) Gegenstand, (einzelne) Sache, (einzelnes) Objekt
succediren
folgen, nachfolgen
succediren
erfolgreich sein, Glück haben
Teil
Partei, Seite
Tractament
Behandlung
Tractament
Bewirtung, Verpflegung
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
tribuliren
plagen, quälen
Trinitatis
Fest der Heiligen Dreifaltigkeit (erster Sonntag nach Pfingsten)
Trompter
Trompeter
unlustig
unangenehm, unerfreulich
unlustig
missvergnügt, freudlos, unfröhlich, traurig, kummervoll
Unterschleif
Aufnahme, Beherbergung, Unterschlupf
Unterschleif
Täuschung, Betrug, Unterschlagung
Unterschleif
Vorschubleistung
unterstecken
Soldaten, die unvollständigen Kompanien oder Regimentern eingegliedert werden
unzeitig
nicht zur rechten Zeit
unzeitig
vorzeitig
valediciren
Lebewohl sagen, Abschied nehmen, verabschieden
verbleiben
unterbleiben
verehren
schenken
verehren
beschenken
vergeben
vergiften
vergeben
mit schlechter/schädlicher Absicht geben
vergeben
eine Sache aufgeben
verschießen
vorschießen, vorstrecken
verschießen
die Munition aufbrauchen, sodass keine mehr vorhanden ist
verschießen
schnell vorübergehen
verwechseln
auswechseln, eine Änderung mit etwas vornehmen, durch etwas anderes ersetzen
verwechseln
Geld wechseln
verweilen
aufhalten, hemmen, verzögern
verwerfen
zu früh Junge zur Welt bringen, missgebähren
verwerfen
jemanden ablehnen, nichts mit jemandem zu tun haben wollen
vielfältig
vielfach, vielmalig, oft, wiederholt
Volk
Truppen
waisen
zur Waise machen
Weidetrift
Weideland; Weg, auf dem das Vieh zur Weide getrieben wird
Weinpfahl
Pfahl, an dem der Weinstock im Weinberg befestiget wird
Wettung
Wetteinsatz, Wette
Wissenschaft
Kenntnis, Wissen
zerfallen
uneins werden, sich entzweien
zerfallen
zerschlagen, zerbrechen
Johan Adler Salvius

geb. 1590
gest. 1652
Anm.: Sohn des Strängnäser Stadtschreibers Peder Hansson (gest. vor 1609); Studium in Uppsala (1609), Rostock (1612/13), Helmstedt (1613/14), Staßburg (1615) und Marburg (1615); 1614 Magister; 1619 Promotion zum Dr. jur. utr. in Valence; ab 1621 Assessor am schwedischen Hofgericht; diplomatische Missionen für Schweden nach Kursachsen (1622), Dänemark (1623) und Norddeutschland (1624); seit 1624 Staatssekretär; 1631-1634 und 1636-1650 schwedischer Resident in Hamburg und im Niedersächsischen Reichskreis; ab 1634 Hofkanzler und Geheimer Rat; seit 1638 alleiniger Legat Schwedens in Deutschland; 1643-1648 schwedischer Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress; seit 1648 Reichsrat; 1629 Nobilitierung; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand; vgl. Heiko Droste: Im Dienst der Krone. Schwedische Diplomaten im 17. Jahrhundert, Berlin/Münster 2006, S. 378.

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Ahitofel

Anm.: Biblische Figur.

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Elisabeth Sophia von Ahlefeld
Geburtsname: Elisabeth Sophia Gyldenløve

geb. 1633
gest. 1654
Anm.: Uneheliche Tochter des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); seit 1648 Ehe mit dem dänischen Generalmajor Claus von Ahlefeld (1614-1674).
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

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Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg

geb. 1568
gest. 1630
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Vater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1582 Reise nach Konstantinopel; 1591/92 Führer eines Expeditionskorps für König Heinrich von Navarra; 1592 Übertritt zum reformierten Glauben; 1592/93 Befehl über die protestantischen Truppen im Krieg um das Bistum Straßburg; 1595-1620 oberpfälzischer Statthalter in Amberg und zunehmend Leiter der pfälzischen Politik; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1610 Unionsgeneral im klevisch-jülischen Krieg; seit 1618 Senior des Hauses Anhalt; 1619/20 Kommandierender der pfälzisch-böhmischen Truppen gegen Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); nach kaiserlicher Ächtung Flucht nach Schweden (1621) und Flensburg (1622-1624); 1624 Aufhebung der Reichsacht; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sehnliche").

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Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unveränderliche"); Kurzbiographie im Rahmen dieser Edition unter http://www.tagebuch-christian-ii-anhalt.de/index.php?article_id=15.

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Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

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Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

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Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

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Fürst Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg

geb. 1608
gest. 1632
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1626/27 Gesandtschaften nach Wien und Dresden; 1628-1631 kaiserlicher Obrist; ab 1630 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1631 kursächsischer Obrist, als welcher er in der Schlacht bei Lützen tödlich verwundet wurde; seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlbewahrte").

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Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Sibylla Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1602
gest. 1648
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; ab 1617 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Tröstende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Agnes von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Landgräfin Agnes von Hessen-Kassel

geb. 1606
gest. 1650
Anm.: Tochter des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); ab 1623 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1623 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Eiferige").

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Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau

geb. 1627
gest. 1693
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); schwedischer Obrist (1655-1658) und Generalmajor (1658); ab 1658 kurbrandenburgischer General und Statthalter der Kurmark sowie Obrist (1658-1660 und seit 1666); später auch Geheimer Staats- und Kriegsrat in Berlin sowie Feldmarschall (1670); ab 1660 regierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1670 Senior des Hauses Anhalt; ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefüllte").

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Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

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Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Bernburg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1651-1660 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); ab 1631 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wohltätige").

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Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1579
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1600 Aufnahme in die Florentiner Accademia della Crusca ("L'Acceso"); seit 1606 regierender Fürst von Anhalt-Köthen; 1631-1635 schwedischer Statthalter des Erzstifts Magdeburg und des Hochstifts Halberstadt; 1617 Mitbegründer und bis zu seinem Tod erstes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nährende").

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Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

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Fürst Johann IV. von Anhalt-Zerbst
Fürst Johann IV. von Anhalt-Dessau

geb. 1504
gest. 1551
Anm.: Sohn des Fürsten Ernst von Anhalt-Dessau (1451-1516) und Urgroßvater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1516-1544 gemeinsam mit seinen Brüdern Georg III. (1507-1553) und Joachim (1509-1561) Regent des Fürstentums Anhalt-Dessau (bis 1530 unter Vormundschaft seiner Mutter Margaretha); seit 1544 alleinregierender Fürst von Anhalt-Zerbst.

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Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

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Fürst Rudolf von Anhalt-Zerbst

geb. 1576
gest. 1621
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; seit 1618 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Süße").

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Daniel von Arentschildt
Daniel (von) Arentzen

gest. 1670
Anm.: Sohn des erzbischöflich-bremischen Stallmeisters Georg Arentzen; Erbherr auf Oldendorf und Osten; ab 1631 in schwedischen Kriegsdiensten u. a. als Major, Obristleutnant (um 1643) , Obrist (um 1646/48), Generalmajor (1651) und Generalleutnant (1664); bremischer Landrat; 1651 Nobilitierung (zu "von Arentzen", seit 1663 "von Arentschildt").
Jacobus Arminius
Jacob Harmensz

geb. 1560
gest. 1609
Anm.: Geboren in Oudewater als Sohn eines Messerschmids; Studium in Utrecht, Rotterdam, Marburg, Leiden, Genf und Basel; 1587-1602 Pfarrer in Amsterdam; 1602 Promotion zum Dr. theol. an der Universität Leiden; seit 1603 Professor für Theologie in Leiden; Begründer des Arminianismus.

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Bertha von der Asseburg
Geburtsname: Bertha von Krosigk

geb. ca. 1625/26
gest. 1686
Anm.: Tochter des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); 1652-1660 Ehe mit Johann August von der Asseburg (1611-1660).
Herzog Ferdinand (2) von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Ferdinand von Köln
Bischof Ferdinand von Lüttich
Bischof Ferdinand von Hildesheim
Bischof Ferdinand von Münster
Bischof Ferdinand von Paderborn

geb. 1577
gest. 1650
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1612 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Lüttich, Hildesheim und Münster; seit 1618 auch Bischof von Paderborn.

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Kurfürst Maximilian I. von Bayern
Herzog Maximilian I. von Bayern

geb. 1573
gest. 1651
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1597 regierender Herzog von Bayern; Oberhaupt der 1609 gegründeten Katholischen Liga; 1623 Verleihung der (ehemals Pfälzer) Kurwürde durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637), endgültig bestätigt im Westfälischen Frieden; seit 1600 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Thomas Benckendorf

gest. vor 1658
Anm.: Sohn des Prof. Martin Benckendorf (1545-1621) in Frankfurt/Oder; 1623 Studium in Frankfurt/Oder; 1627/28 Kammer- und Küchenschreiber, seit 1628 Kammerschreiber und Kammerdiener sowie 1635-1647 Geheimsekretär des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1637-1646 zudem Amtmann von Bernburg; ab 1647 kurbrandenburgischer Gerichtsverwalter in Wittstock (noch 1649); seit 1653 "Kastner" in Cottbus.
Abraham Benedix

Anm.: Sohn des Bernburger Rabbis N. N. Benedix (2); seit 1645 jüdischer Kaufmann in Bernburg.
Johann Friedrich Berg

Anm.: Um 1646 Festungsbauingenieur in Celle.
Johann Berndt

Anm.: 1629/30 Hof- und Quartiermeister des kaiserlichen Obristen Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632); danach möglicherweise im Dienst von dessen Bruder Christian II.
Adolf von Börstel

geb. 1591
gest. 1656
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmannes Curt von Börstel (1549-1618); ab ca. 1609 Agent der Fürsten von Anhalt und anderer protestantischer deutscher Reichsfürsten am französischen Königshof; später auch königlicher Kammerherr in Paris; seit 1646 Herr von Rieux (Oise).
Ernst Gottlieb von Börstel

geb. 1630
gest. 1687
Anm.: Sohn des kurbrandenburgischen Rats Ludwig von Börstel (ca. 1585-1631); 1639-1649 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ca. 1650/51-1660 Kammerjunker der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660); zudem Leutnant (1656), Hauptmann (1657) und Obristleutnant (1664) der kurfürstlichen Leibgarde; ab 1660 Kammerjunker und 1662-1675 Oberschenk des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688); daneben kurbrandenburgischer Obristwachtmeister (1671) Obrist (1676) und Generalwachtmeister (1684); 1675-1678 Schlosshauptmann in Cölln a. d. Spree; 1680-1683 kurbrandenburgischer Kriegsrat; seit 1682 Amtshauptmann von Wolmirstedt und Wanzleben; ab 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anreizende"); vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 434f.

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Friedrich (2) von Börstel

geb. 1627
gest. 1681
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); bis 1654 Kammerjunker des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); schwedischer Gardeleutnant (1655), Gardeobristleutnant (1662), Obrist (1665) und Generalmajor (1678); Kommandant von Göteborg (1674) bzw. Bohus (1678); später Oberkommandant von Göteborg; 1676 Erhebung in den Freiherrenstand.
Georg Friedrich von Börstel

geb. ca. 1627
gest. 1688
Anm.: Sohn des kurbrandenburgischen Rats Ludwig von Börstel (ca. 1585-1631); zunächst kurbrandenburgischer Kammerjunker; ab 1651 Hof- und Kammergerichtsrat; 1654-1665 mehrfach diplomatische Missionen; zudem seit 1673 Amtshauptmann von Beeskow und Storkow; außerdem Appellationsgerichtsrat in Ravensberg; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 435f.

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Heinrich (1) von Börstel

geb. 1581
gest. 1647
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmanns Curt von Börstel (1549-1618); Erbherr auf Güsten, Plötzkau und Ilberstedt; ab 1623 Regierungspräsident sowie Amtshauptmann und Kammerrat in Bernburg; 1639 Rücktritt, danach Tätigkeit als unbestallter fürstlicher Berater; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Eilende").

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Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

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Brandenburg, Haus
Kurfürsten von Brandenburg
Markgrafen von Brandenburg

Anm.: Seit 1415 reichsfürstliche Dynastie der Hohenzollern.

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Johann (2) Brandt

geb. 1604
gest. 1672
Anm.: Sohn des Tirschenreuther Kantors Bartholomäus Brandt (gest. 1611); Studium in Erfurt (1623) und Altdorf (nach 1630 Promotion zum Dr. med.); ursprünglich Arzt in Reichenbach/Vogtland (noch 1630); ab 1632 kriegsbedingt in Bernburg, dort baldige Bestallung zum Stadtphysikus; (vor 1637) bis November 1649 Leibarzt des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg und spätestens seit 1647 auch dessen Rat; ab Ostern 1650 Hofarzt des Fürsten Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665) und von dessen verwitweten Mutter Sophia (1599-1654); vgl. Wolfram Kaiser / Arina Völker: Universität und Physikat in der Frühgeschichte des Amtsarztwesens, Halle (Saale) 1980, S. 38.
Herzogin Anna Eleonora von Braunschweig-Calenberg
Herzogin Anna Eleonora von Braunschweig-Lüneburg
Geburtsname: Landgräfin Anna Eleonora von Hessen-Darmstadt

geb. 1601
gest. 1659
Anm.: Tochter des Landgrafen Ludwig V. von Hessen-Darmstadt (1577-1626); 1617-1641 Ehe mit Herzog Georg von Braunschweig-Lüneburg bzw. Braunschweig-Calenberg (1582-1641); danach Witwensitz auf Schloss Herzberg am Harz.

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Herzog Georg von Braunschweig-Calenberg
Herzog Georg von Braunschweig-Lüneburg

geb. 1582
gest. 1641
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (1535-1592); 1611/12 dänischer Obrist bzw. Generalwachtmeister; 1619-1624 und 1634 General des Niedersächsischen Reichskreises; 1626-1630 kaiserlicher Obrist; 1630-1635 schwedischer General; ab 1635 regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg (1636 Hannover als Residenz); seit 1636 Befehlshaber einer kleinen unabhängigen Armee der welfischen Teilfürstentümer Calenberg-Göttingen, Lüneburg-Celle und Wolfenbüttel; ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fangende").

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Herzog Johann Friedrich von Braunschweig-Calenberg
Herzog Johann Friedrich von Braunschweig-Lüneburg

geb. 1625
gest. 1679
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); 1651 Konversion zum katholischen Glauben; regierender Herzog von Braunschweig-Lüneburg (1665) und Braunschweig-Calenberg (1665-1679).

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Herzogin Dorothea von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg
Geburtsname: Fürstin Dorothea von Anhalt-Zerbst

geb. 1607
gest. 1634
Anm.: Tochter des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621); seit 1623 Ehe mit Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1579-1666) in Hitzacker.

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Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Lüneburg
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Calenberg

geb. 1622
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg (1641-1648) und Braunschweig-Lüneburg (ab 1648); seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Reinherzige").

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Kurfürst Ernst August von Braunschweig-Lüneburg
Herzog Ernst August von Braunschweig-Calenberg
Bischof Ernst August von Osnabrück

geb. 1629
gest. 1698
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); ab 1662 Bischof von Osnabrück; seit 1679 regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg; ab 1692 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg.

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Herzog Friedrich von Braunschweig-Lüneburg

geb. 1574
gest. 1648
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (1535-1592); ab 1602 Domherr und seit 1603 Dompropst in Bremen; ab 1619 Domherr in Verden; seit 1636 regierender Herzog in den Fürstentümern Lüneburg und Grubenhagen; ab 1643 Koadjutor des Hochstifts Ratzeburg.

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Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg
Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Calenberg

geb. 1624
gest. 1705
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg (1648-1665) und Braunschweig-Lüneburg (seit 1665).

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Braunschweig-Lüneburg, Haus
Herzöge von Braunschweig und Lüneburg

Anm.: Teillinie der reichsfürstlichen Dynastie der Welfen.

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Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern
Herzog Ferdinand Albrecht von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb. 1636
gest. 1687
Anm.: Sohn des Herzogs August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666); ab 1667 Inhaber der Appanage-Herrschaft Bevern; seit 1673 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wunderliche").

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Herzogin Anna Sophia von Braunschweig-Wolfenbüttel
Geburtsname: Markgräfin Anna Sophia von Brandenburg

geb. 1598
gest. 1659
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg (1572-1619); 1614-1634 Ehe mit Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1591-1634); bereits seit 1628 Residenz auf Schloss Schöningen; nach 1625 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Aufrichtige").

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Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb. 1633
gest. 1714
Anm.: Sohn des Herzogs August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666); ab 1667 Statthalter für seinen Bruder Rudolf August (1627-1704); 1685-1704 Mitregent des Herzogtums; seit 1704 alleinregierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel; 1709 Konversion zum katholischen Glauben.

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Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg

geb. 1579
gest. 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1533–1598); ab 1604 Paragiatsherrschaft in Hitzacker; seit 1635 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel (bis 1643 Residenz in Braunschweig wegen kaiserlicher Besetzung der Festung Wolfenbüttel); Büchersammler (Bestand der ursprünglichen Bibliotheca Selenica, später Bibliotheca Augusta zum Zeitpunkt seines Todes 40.000 Bände); ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Befreiende").

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Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel
Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig-Calenberg
Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig-Grubenhagen

geb. 1591
gest. 1634
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1564-1613); ab 1613 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel und Braunschweig-Calenberg sowie Braunschweig-Grubenhagen (bis 1617); seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Dauerhafte").

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Herzog Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel
Administrator Heinrich Julius von Halberstadt
Administrator Heinrich Julius von Minden

geb. 1564
gest. 1613
Anm.: Sohn des Herzogs Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1528-1589); ab 1578 Administrator des Hochstifts Halberstadt; 1582-1585 Administrator des Hochstifts Minden; seit 1589 regierender Herzog in den Fürstentümern Wolfenbüttel und Calenberg sowie ab 1596 auch in Grubenhagen; seit 1607 auch Direktor des kaiserlichen Geheimen Rates in Prag.

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Herzog Rudolf August von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb. 1627
gest. 1704
Anm.: Sohn des Herzogs August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666); ab 1666 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel; seit 1660 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nachsinnende").

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Herzogin Sophia Elisabeth von Braunschweig-Wolfenbüttel
Herzogin Sophia Elisabeth von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg
Geburtsname: Herzogin Sophia Elisabeth von Mecklenburg-Güstrow

geb. 1613
gest. 1676
Anm.: Tochter des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); 1635-1666 Ehe mit Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg bzw. Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666); seit 1629 Angehörige der Noble Académie des Loyales; nach 1630 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gutwillige").

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Paul Joachim von Bülow

geb. 1606
gest. 1669
Anm.: Sohn des Joachim von Bülow (gest. 1640) auf Gramkow und Scharfsdorf; Erbherr auf Abbensen, Sülsee und Göddenstätt; 1629/30 Dienst am Hof des kaiserlichen Generalissimus Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein, Herzog von Friedland (1583-1634); 1640/41 Hofmeister der Herzöge Johann Friedrich (1625-1679) und Ernst August von Braunschweig-Calenberg (1629-1698); danach braunschweigisch-calenbergischer Hofrat und Kriegskanzleidirektor (1641-1648), erster Hofgerichtsassessor (1642-1645) und Geheimer Kammerrat (1645-1648); zuletzt braunschweigisch-lüneburgischer Geheimer Rat und Kammerpräsident (1648-1665) sowie Präsident des Geheimen Hof- und Konsistorialrats (seit 1661); vgl. Joachim Hildebrand: Des Herren Jesu Eigenthum Das ist: Eine Adeliche Leich-Predigt: Darin ex Rom. XIV, 7. Ein rechtschaffen Christ/ [...], Celle 1669, S. 37-53.

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Georg Calixt(us)
Georg Calissen

geb. 1586
gest. 1656
Anm.: Sohn des Medelbyer Pfarrers Johann Callisen, genannt Calixtus (1539-1618); Studium der Philosophie (1603-1607, Mag. phil.) und Theologie (1607-1609) in Helmstedt; 1609-1613 Studienreise durch Deutschland, die Niederlande, England und Frankreich; seit 1614 Professor für Theologie und 1616 Promotion zum Dr. theol. an der Universität Helmstedt; seit 1636 Abt von Königslutter; bedeutendster lutherischer Ireniker des 17. Jahrhunderts.

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Raban von Canstein

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Philipp Ludwig von Canstein (1579-1623); bis 1659 Geheimer Rat und Hofmarschall der verwitweten Herzogin Anna Sophia von Braunschweig-Wolfenbüttel (1598-1659) in Schöningen; daneben ab 1645 kurbrandenburgischer Rat von Haus aus; 1651-1654 Regierungsrat und seit 1654 Regierungsdirektor in Halberstadt; ab 1652 auch kurfürstlicher Geheimer Rat; seit 1655 zugleich Amtskammerpräsident in Cölln/Spree und Direktor des kurmärkischen Ökonomiewesens; ab 1659 auch kurbrandenburgischer Ober(hof)marschall (bis 1669) und Kammerpräsident; überdies Amtshauptmann von Storkow, Beeskow, Zehdenick, Liebenwalde und Hornburg; 1674 Rücktritt von allen Ämtern nach Vorwurf der Untreue (1677 restituiert); 1670 Erhebung in den Freiherrenstand; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 449f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Alvise Contarini

geb. 1597
gest. 1651
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Tommaso Contarini; ab 1618 Tätigkeit in der Administration der Republik Venedig; seit 1623 Mitglied des Großen Rates (Maggior Consiglio); ordentlicher bzw. außerordentlicher venezianischer Gesandter in den Vereinigten Niederlanden (1624-1626), London (1626-1629), Paris (1629-1632), Rom (1632-1635) und Konstantinopel (1636-1641); 1643-1649 Mediator auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte
Ludwig Crocius

geb. 1586
gest. 1653/55
Anm.: Sohn des Laaspher Pfarrers Paul Crocius (1551-1607); ab 1600 Studium in Herborn, Marburg (1604 Mag.), Bremen, Basel (1609 Promotion zum Dr. theol.) und Genf; Prediger an der Bremer Sankt-Martini-Kirche (1610-1628) und Liebfrauenkirche (1628-1652); zudem seit 1610 Professor für Philosophie und Theologie sowie 1630-1639 und ab 1647 Prorektor am Gymnasium Illustre Bremen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Prinz Christian von Dänemark und Norwegen
Herzog Christian von Schleswig-Holstein

geb. 1603
gest. 1647
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); Erbprinz von Dänemark und Norwegen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Christian IV. von Dänemark und Norwegen
Herzog Christian IV. von Schleswig-Holstein

geb. 1577
gest. 1648
Anm.: Sohn des Königs Friedrich II. von Dänemark und Norwegen (1534-1588); ab 1588 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein (bis 1593 unter Vormundschaft); seit 1603 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich II. von Schleswig-Holstein
Administrator Friedrich II. von Bremen
Administrator Friedrich II. von Verden
Graf Friedrich I. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1623-1629 und 1634-1644 Administrator des Hochstifts Verden; 1634-1648 Administrator des Erzstifts Bremen; 1647 Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein; ab 1648 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1667 zudem regierender Graf von Oldenburg und Delmenhorst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Königin Sophia Amalia von Dänemark und Norwegen
Herzogin Sophia Amalia von Schleswig-Holstein
Gräfin Sophia Amalia von Oldenburg und Delmenhorst
Geburtsname: Herzogin Sophia Amalia von Braunschweig-Calenberg

geb. 1628
gest. 1685
Anm.: Tochter des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); 1643-1670 Ehe mit König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen (1609-1670).

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N. N. Du Maître

gest. 1646
Anm.: Um 1635/38 französischer Secrétaire ordinaire de la Chambre du Roi; zuletzt Secrétaire du Roi.
Hans Friedrich Eckardt

geb. 1622
gest. nach 1680/vor 1683
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Brauers Johann Eckardt (gest. vor 1640); spätestens ab 1639 Bediensteter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1643/47 Amts- bzw. Hofkopist sowie vermutlich seit 1643 zugleich fürstlicher Küchenschreiber (noch 1648); um 1649/55 Kammerschreiber (Kammerrechnungsführer); um 1653 auch Kammerdiener; ab 1658 Bauherr und um 1670/80 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister sowie Rat in Bernburg; seit 1634 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

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Johann Emmerling

geb. 1604
gest. 1683
Anm.: Sohn des Zwickauer Müllers und Ratsbaumeisters Michael Emmerling; 1637 Ordination in Halle (Saale); 1627-1637 Rektor der Stadtschule in Alsleben; 1637-1639 Diakon und seit 1639 Oberpfarrer an der Alslebener Cäcilienkirche; vgl. Verein für Pfarrerinnen und Pfarrer in der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen e. V. (Hg.): Pfarrerbuch der Kirchenprovinz Sachsen, Bd. 2, Leipzig 2004, S. 452.
König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

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Elisabeth Magdalena von Freyberg
Geburtsname: Elisabeth Magdalena von Oeynhausen

geb. 1610
gest. 1672
Anm.: Tochter des Moritz von Oeynhausen (1568-1624) auf Belmede; seit 1626 Hofjungfer in Bernburg; 1628-1669 Ehe mit Hans Ernst von Freyberg (1605-1669); spätestens 1656 Hofmeisterin der Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau (1615-1673); vgl. Julius v. Oeynhausen: Geschichte des Geschlechts von Oeynhausen, Bd. 3, Frankfurt am Main 1889, S. 389-391.

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Hans Abraham von Gersdorff

geb. 1609
gest. 1678
Anm.: Sohn des Hans von Gersdorff; Erbherr auf Kay, Kreischa, Gerkowitz, Weißig und Lösten; seit 1627 in kursächsischen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist und Generalwachtmeister; zudem kurfürstlicher Kammerherr, Geheimer Rat und Kriegsrat; ebenso Amtshauptmann von Torgau, Oschatz und Mutzschen; Stiftshauptmann in Wurzen.

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Joachim von Glasenapp

geb. 1600
gest. 1667
Anm.: Sohn des Curt von Glasenapp; Erbherr auf Gramenz, Lübgust und Wurchow (bei Neustettin); Hofmeister und Rat der verwitweten Herzogin Hedwig von Pommern-Stettin (1595-1650) in Neustettin; zudem Schlosshauptmann in Saatzig, Burgrichter und kurbrandenburgischer Rat; um 1646 Gesandter der herzoglichen Witwe in Wolfenbüttel; Ende der 1650er Jahre Rückkehr nach Pommern; seit 1646 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erwachsende").

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Thomas Grote

geb. 1594
gest. 1657
Anm.: Sohn des braunchweigisch-lüneburgischen Landrats Otto Grote (gest. 1616); Erbherr auf Fackenfelde und Wedesbüttel; 1619-1621 Hofmeister der Herzöge Friedrich Wilhelm (1603-1669) und Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); 1624-1627 Geheimer Rat und Hofmeister des Herzogs August (d. J.) von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1579-1666); 1627-1637 Geheimer Rat und Hofmeister des Herzogs Johann Christian von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1607-1653) sowie zugleich braunschweigisch-wolfenbüttelischer Hofrat; ab 1637 braunschweigisch-lüneburgischer Geheimer Rat und Kammerrat; seit 1640 zudem Großvogt von Celle; vgl. Christian Werner: Eine Christliche Leich- und TrostPredigt über den seeligen Abschied Des weyland HochEdelgebornen und Gestrengen Herrn Thomas Groten [...], Celle 1657, S. 57-71.

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Graf Ulrik Christian Gyldenløve

geb. 1630
gest. 1658
Anm.: Unehelicher Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); Offizier in dänischen bzw. zeitweilig spanischen Militärdiensten, u. a. als Rittmeister (1643), Obrist (1650), Generalmajor (1652) bzw. Generalleutnant (1657); seit 1657 dänischer Rigsgeneral; Erhebung in den Grafenstand.
Dietrich von Hackeborn

geb. 1607
gest. 1676
Anm.: Sohn des Dietrich von Hackeborn (gest. 1609) auf Bahrendorf; Erbherr auf Staßfurt, Bahrendorf, Stemmern und Sülldorf; 1619-1624 Edelknabe des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); ab 1624 in dänischen Kriegsdiensten; kursächsischer Kornett (1631), Leutnant (1632) und Rittmeister (1636); 1638 Abdankung; später Ratsherr (1643), Ratskämmerer (1645 und 1647), Stadtvogt (1646 und 1648), regierender Bürgermeister (1649, 1651, 1653, 1655, 1657-1659, 1662, 1665, 1668 und 1671) sowie Schöppe und Kirchvater (1650) von Staßfurt; vgl. Johannes Kirchner: Electuarium & contra Virus mortis & contra omnes calamitates Preciosissimum [...], Quedlinburg 1676, o. S.

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Bernhard von Hagen
Bernhard von Geist

geb. ca. 1590
gest. 1642
Anm.: Sohn des Jordan von Hagen, genannt Geist; königlicher Hofjunker (1613-1621), Küchenmeister (1613-1615) und Mundschenk (1615-1621) in Kopenhagen; 1621 Obrist der niedersächsischen Kreistruppen; 1625-1629 dänischer Obrist; nach 1626 halberstädtischer Amtshauptmann in Gröningen; auch Diplomat des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sauersüße").

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Friedrich Ulrich von Hagen
Friedrich Ulrich von Geist

geb. 1624
gest. 1680
Anm.: Sohn des Bernhard von Hagen, genannt Geist (ca. 1590-1642); Domherr und ab 1670 Domdekan in Magdeburg; 1653/54 Gesandter des Erzstifts Magdeburg auf dem Regensburger Reichstag; seit 1661 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Lieblichste").

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Hedwig Maria von Hagen
Hedwig Maria von Geist
Geburtsname: Hedwig Maria von dem Knesebeck

gest. 1650
Anm.: Tochter des Clamor von dem Knesebeck (gest. 1592); vor 1623-1642 Ehe mit Bernhard von Hagen, genannt Geist (ca. 1590-1642).
Hans Albrecht von Halck

gest. 1658
Anm.: Mitteldeutscher Adliger; zeitweilig Herr auf Crüchern; 1620 Kriegsdienst unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626), später unter König Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1640-1646 Major und Stadtkommandant von Bernburg; ab 1646 Kammerjunker und seit 1647 Stallmeister der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660); ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlschmeckende").

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Martin Hanckwitz

gest. 1675
Anm.: Geboren in Preußen; später Bürger in Nienburg/Saale; 1640 Interimslehrer und dann bis 1650 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718), ab 1648 auch für deren Bruder Karl Ursinus (1642-1660); um 1651/52 fürstlicher Sekretär in Bernburg; seit 1652 Ratskämmerer in Köthen.

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Martin Haug
Martin Hauke

Anm.: Um 1638 fürstlicher Bediensteter in Bernburg; um 1643 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); danach bis 1647 Lakai von deren Gemahl Christian II.; um 1648/49 braunschweigisch-lüneburgischer Soldat; seit 1650 erneut fürstlicher Lakai in Bernburg (noch 1655).
Salome Elisabeth von Haxthausen
Geburtsname: Salome Elisabeth von Freyberg

gest. ca. 1660
Anm.: Tochter des Ernst von Freyberg (1578-1626); um 1639 Kammerjungfer der Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg (1604-1640); später Ehe mit Tönnies Wulf von Haxthausen (gest. 1665).
Landgräfin Amalia Elisabeth von Hessen-Kassel
Geburtsname: Gräfin Amalia Elisabeth von Hanau-Münzenberg

geb. 1602
gest. 1651
Anm.: Tochter des Grafen Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg (1576-1612); 1619-1637 Ehe mit Landgraf Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); 1637-1650 Regentin der Landgrafschaft Hessen-Kassel für ihren unmündigen Sohn Wilhelm VI. (1629-1663).

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Wendelin Heinrich Heubel

gest. 1665
Anm.: Sohn des Pfarrers Wendelin Heinrich Heubel (1559-1623) in Falkenstein (Vogtland); Studium in Leipzig (1610), Wittenberg (1628) und Jena (1629); vor 1630(?) Pastor in Essen (bei Cloppenburg); 1630-1644 Feldprediger, u. a. in schwedischen Diensten; 1645-1647 Archidiakon-Adjunkt an der Hauptkirche B. M. V. in Wölfenbüttel sowie Hofkaplan des Herzogs August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666); seit 1647 Pastor und Superintendent in Gommern; spätestens 1659 bis 1665 Pastor primarius und Inspektor in Burg; vgl. Georg Seebaß, Friedrich-Wilhelm Freist: Die Pastoren der Braunschweigischen Evangelisch-Lutherischen Landeskirche seit Einführung der Reformation, Bd. 2, Wolfenbüttel 1974, S. 131, Nr. 1685.

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N. N. Hirtt

Anm.: Geboren in Esslingen; um 1646 schwedischer Hauptmann und Kommandant der Schanze Langwedel.
Johann Hochrath

Anm.: 1637-1649 bischöflich-hildesheimischer Amtmann von Peine.
Bodo von Hodenberg

geb. 1604
gest. 1650
Anm.: Sohn des Marquard von Hodenberg (1563-1629); 1630 kaiserlicher Kornett; ab 1631 Resident des Herzogs Christian d. Ä. von Braunschweig-Lüneburg (1566-1633) bei der schwedischen Armee; 1634-1636 Gesandter und Rat des Herzogs August von Braunschweig-Lüneburg (1568-1636); seit 1636 dessen Regierungsrat in Grubenhagen; ab 1638 Mitglied des Consilium formatum der Welfen; Hofmeister und Reisebegleiter der Herzöge Christian Ludwig (1622-1665) und Georg Wilhelm von Braunschweig-Calenberg (1624-1705); seit 1641 Hofmarschall und Geheimer Rat des Herzogs Christian Ludwig von Braunschweig-Lüneburg (1622-1665) in Hannover; ab 1646 Landdrost und Berghauptmann in Grubenhagen; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Enthärtende").

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Hans Georg Horenburg

geb. ca. 1625
Anm.: Spätestens ab 1646 Kammerdiener der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); seit 1649 im Dienst des Herzogs Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg (1586-1665), um 1650 als dessen Kammerdiener.
N. N. von Hoym (3)

Anm.: Angehöriger des mitteldeutschen Adelsgeschlechts; um 1646 am Hof der verwitweten Herzogin Anna Sophia von Braunschweig-Wolfenbüttel (1598-1659) in Schöningen.
Jesus Christus
Jesus von Nazareth

Anm.: Biblische Figur.

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Anna Magdalena von Jettebrock

gest. 1656
Anm.: Niedersächsische Adlige; seit 1631 Domina (Priorin) des evangelischen Damenstifts Walsrode.

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Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Heinrich II.
König Heinrich II. des Ostfrankenreichs
König Heinrich II. von Italien
Herzog Heinrich IV. von Bayern

geb. 973
gest. 1024
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich II. von Bayern (951-995); 995-1004 und 1009-1017 regierender Herzog von Bayern; ab 1002 König des Ostfrankenreiches; seit 1004 König von Italien; ab 1014 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches.

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Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Maria Anna
Königin Maria Anna von Böhmen
Königin Maria Anna von Ungarn
Erzherzogin Maria Anna von Österreich
Geburtsname: Infantin Maria Anna von Spanien

geb. 1606
gest. 1646
Anm.: Tochter des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); seit 1631 Ehe mit Kaiser Ferdinand III. (1608-1657).

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N. N. von Kißleben (2)

Anm.: Angehöriger des niedersächsischen Adelsgeschlechts; um 1646 am Hof der verwitweten Herzogin Anna Sophia von Braunschweig-Wolfenbüttel (1598-1659) in Schöningen.
Franz Julius von dem Knesebeck

gest. ca. 1663
Anm.: Sohn des Clamor von dem Knesebeck (gest. 1592); 1636-1658 Hofmarschall des Herzogs August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666); auch braunschweigisch-wolfenbüttelischer Geheimer Kammerrat und Kriegsrat; 1636-1647 zudem Hauptmann der herzoglichen Leibgarde; nach 1643 Kommandant von Wolfenbüttel; ab 1643 Pfandinhaber des Amtes Neuhaus; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Geheime").

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Graf Hans Christoph von Königsmarck

geb. 1600
gest. 1663
Anm.: Sohn des Konrad von Königsmarck (gest. vor 1621) auf Kötzlin; ab 1616 Page am Woffenbütteler Hof; 1620-1630 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Fähnrich; schwedischer Rittmeister (1631), Major (1633), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1640), Generalleutnant (1645) und Feldmarschallleutnant (1648); seit 1645 Generalgouverneur der Stifter Bremen und Verden; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Grafenstand; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Streitende").

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N. N. Krigi(h)re (1)

Anm.: 1625 Aufwärter bei der Hochzeit des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; vermutlich niederländischer Leutnant.
N. N. Krigi(h)re (2)

Anm.: Mutter des Leutnants N. N. Krigi(h)re (1).
Brigitta (2) von Krosigk
Geburtsname: Brigitta von Behr

geb. 1603
gest. 1667
Anm.: Tochter des erzbischöflich-bremischen Landrats Jakob von Behr (gest. 1631); 1623-1630 Ehe mit Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); vgl. Daniel Werner Bussenius: Piorum Lacrymae Messis Laetitiae Oder Frommer Christen Thränen-Saat [...], Magdeburg 1669, S. 59-84.

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Krosigk, Familie

Anm.: Mitteldeutsches Adelsgeschlecht.

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Katharina (2) von Krosigk

geb. 1628
gest. 1661
Anm.: Tochter des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630), die kurz vor der Hochzeit mit Andreas von Meyendorff auf Ummendorf starb.

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Matthias von Krosigk

geb. 1616
gest. 1697
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben, Rathmannsdorf, Merbitz, Queis und Groß Salze; 1638/39 in kaiserlichen und kursächsischen Kriegsdiensten; 1648/49 Hofmeister des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Gottorf, Administrator von Lübeck (1606-1655); 1650 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; 1665 erzstiftisch-magdeburgischer Kriegskommissar des Saalkreises; ab 1683 kurbrandenburgischer Landkammerrat im Herzogtum Magdeburg; seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verbesserte"); vgl. August Hertzog: Wahl- Denck- und Trost-Spruch Eines Frommen und Wohlbetagten [...], Halle 1698, Bl. [H2]v-Lv.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Volrad (2) von Krosigk

geb. 1612
gest. 1660
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1631-1640 Kriegsdienst u. a. als Kornett unter Herzog Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641), kursächsischer Leutnant (40 Monate), kaiserlicher Capitain-Leutnant (10 Monate), Rittmeister und Obristwachtmeister (um 1638/40); ab 1642 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nötige"); vgl. Georg Lautenschläger: Mors Christianorum nunqvam præmatura [...], Leipzig 1661, fol. L r-Miv v.

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Henri (2) de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri (2) de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri (1) de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

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Lazarus der Arme

Anm.: Biblische Figur.
Ilsa von Legat
Geburtsname: Ilsa von Krosigk

geb. 1619
gest. 1657
Anm.: Tochter des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); seit 1647 Ehe mit Erhard von Legat (1615-1674); vgl. Christian Corner: Christliche Leich- und TrostPredigt [...], Halle [1657], Bl. Eiij v-Hiij r.

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Friedrich Lentz

geb. 1591
gest. 1659
Anm.: Geboren in Wittenberg; 1615 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Basel; Kanzler (1617-1635) und Geheimer Rat (1635-1645) der Äbtissin Dorothea Sophia von Quedlinburg (1587-1645); 1645-1648 gräflich-stolbergischer Kanzler und Rat des Fürsten Christian II. Anhalt-Bernburg; seit 1648 gräflich-schwarzburgischer Kanzler in Rudolstadt; vgl. Justus Söffing: Seligkeit im Glauben und Schawen [...], Jena 1659, Bl. E2 v-Fiv v.

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Graf Axel Gustafsson Lillie

geb. 1603
gest. 1662
Anm.: Sohn des Gustaf Axelsson Lillie (gest. 1605); 1619 Page des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); schwedischer Leutnant (1626), Obrist (1630), Generalmajor (1635), General (1654) und Feldmarschall (1657); ab 1638 Vizegouverneur in Vorpommern und Kommandant von Stralsund; 1641-1648 Vizegouverneur von ganz Pommern; zugleich 1642-1648 Gouverneur des Meißnischen Estats und Oberkommandant von Leipzig; seit 1648 Reichsrat; ab 1651 Kriegsrat; seit 1652 Kammerrat; 1652-1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1655/56 Gouverneur von Halland; ab 1661 Generalgouverneur von Livland; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand; seit 1652 Graf von Lillieborg.

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Christoph Ferdinand Popel von Lobkowitz
Kryštof Ferdinand Popel z Lobkovic

geb. 1614
gest. 1658
Anm.: Sohn des Wilhelm Popel von Lobkowitz (1575-1647); Landeshauptmann von Schlesien-Münsterberg (ab 1638), Schlesien-Glogau und der Grafschaft Glatz (um 1645); seit 1646 Kämmerer von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1646 kaiserlicher Gesandter in Dresden; 1647-1649 Direktor und ab 1649 Präsident der Schlesischen Kammer; 1650/51 Obersthoflehensrichter und seit 1651 Oberstlandhofmeister des Königreiches Böhmen; vgl. Katrin Keller: Hofdamen. Amtsträgerinnen im Wiener Hofstaat des 17. Jahrhunderts, Wien 2005, S. 198.

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Joachim Rudolf von Lohe

gest. 1649/50
Anm.: Brandenburgischer Adliger; Erbherr auf Wustrau und Braunsberg (Herrschaft Ruppin); um 1640/46 braunschweigisch-lüneburgischer Hauptmann.
Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
N. N. Lüdloff

Anm.: Um 1646 kaiserlicher Rittmeister.
Martin Luther

geb. 1483
gest. 1546
Anm.: Sohn des Eislebener Bergmannes Hans Luder (1459–1530); deutscher Bibelübersetzer und Reformator; Schulbesuch in Mansfeld, Magdeburg und Eisenach; ab 1501 Studium in Erfurt (1502 Baccalaureus artium, 1504 Magister artium); 1505 Eintritt in das Erfurter Kloster der Augustinereremiten; 1507 Priesterweihe; Studium in Erfurt (1507) und Wittenberg (1508-1510); 1511 Versetzung in das Wittenberger Kloster der Augustinereremiten; 1512 Promotion zum Dr. theol. an der Universität Wittenberg; seit 1513 Professor für biblische Exegese in Wittenberg; 1520 Verbrennung einer päpstlichen Bannandrohungsbulle; 1521 Bann durch den Papst und Reichsacht durch Wormser Edikt von Kaiser Karl V. (1500-1558); 1521/22 geheimer Aufenthalt auf der Wartburg bei Eisenach (Bibelübersetzung).

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Daniel Marggraf

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Dröbeler Lehrers Philipp Marggraf (gest. 1645); ab 1637 Studium am Zerbster Gymnasium Illustre; 1643-1663 Pfarrer in Waldau; 1663/64 übergangsweise Schulrektor in Bernburg; seit 1664 Pfarrer an der Bernburger Nikolaikirche; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 347.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. von der Marwitz

geb. ca. 1575
Anm.: Brandenburgischer Adliger; um 1646 am Hof der verwitweten Herzogin Anna Sophia von Braunschweig-Wolfenbüttel (1598-1659) in Schöningen.
Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Pfalzgräfin (comitissa palatina) Mechthild

gest. 1115
Anm.: Vermutlich sächsische Adlige; eine Stifterin des Klosters Hamersleben.
Werner von Meding

geb. 1592
gest. 1655
Anm.: Sohn des braunschweigisch-lüneburgischen Land- und Schatzrats Wasmod von Meding (1553-1610); Erbherr auf Schnellenberg; braunschweigisch-lüneburgischer Land- und Schatzrat; seit 1640 Amtshauptmann von Medingen; 1642-1648 Hofmarschall in Celle; ebenso Domherr in Ratzeburg.

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Peter Melander
Graf Peter von Holzappel
Peter Eppelmann

geb. 1589
gest. 1648
Anm.: Sohn des gräflich-nassauischen Landreiters Wilhelm Eppelmann (gest. 1592); Besuch des Pädagogiums bei der Hohen Schule zu Herborn; um 1604 Studium in Leiden; Page des Grafen Johann Ernst von Nassau-Siegen (1582-1617); 1615-1617 und 1625-1631 in venezianischen Kriegsdiensten; 1620 Obrist eines Schweizerregiments in Basel; 1633-1640 hessisch-kasselischer Generalleutnant und Kriegsrat; seit 1642 kaiserlicher Feldmarschall; 1641 Erhebung in den Grafenstand.

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Claude de Mesmes
Comte Claude d' Avaux

geb. 1595
gest. 1650
Anm.: Sohn des Jean-Jacques de Mesmes (1560-1642); ab 1617 Mitglied im Grand Conseil; seit 1623 Maître des requêtes und Conseiller d'État; französischer Gesandter in Venedig (1627-1632) und Rom (1632-1634); 1634-1637 diplomatische Missionen in Dänemark, Polen und Schweden; 1637-1642 außerordentlicher Gesandter bei den Hansestädten (Hamburg); 1644-1648 französischer Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; ab 1649 Surintendant des finances; seit 1638 Comte d'Avaux.

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Martin Milag(ius)

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Schreibers Jakob Milag (1561-1637) aus Triestewitz bei Torgau; 1619-1622 Rechtsstudium in Frankfurt/Oder; 1622 Lic. jur.; 1623-1626 Advokat in Zerbst; 1626-1632 Amtmann von Bernburg; ab 1631 auch anhaltisch-bernburgischer Rat; 1632-1634 Rat im Hochstift Halberstadt unter dem schwedischen Statthalter Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dessen und Fürst Augusts von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) Rat; seit 1635 anhaltischer Gesamtrat; daneben anhaltisch-zerbstischer (1637-1645) und anhaltisch-dessauischer Kanzler (ab 1654); zudem anhaltischer Gesandter auf dem Frankfurter Konvent (1634), auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück (1645-1648) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mindernde").

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Job Bernhard von Mücheln

geb. 1611
gest. 1678
Anm.: Sohn des Hans Georg von Mücheln 1579-1634; braunschweigisch-lüneburgischer Hauptmann (um 1641), Major (um 1652) und Obrist (spätestens 1663); 1663-1665 Teilnahme am Türkenkrieg; Kommandant von Celle, Hannover und Hameln; seit 1646 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Findende").

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Johannes Mylius

geb. 1606
Anm.: Sohn des Bernburger Stadtarztes Dr. Stephan Mylius (gest. 1631); seit 1632 Studium in Jena; um 1636 Präzeptor des Christian Heinrich von Börstel (1617-1661); um 1638 vermutlich Bediensteter der Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg (1604-1640) in Köthen; später vermutlich Jurist in Köthen.

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Graf bzw. Fürst Johann Ludwig von Nassau-Hadamar

geb. 1590
gest. 1653
Anm.: Sohn des Grafen Johann VI. von Nassau-Dillenburg (1536-1606); 1607-1650 regierender Graf und ab 1650 erster Fürst von Nassau-Hadamar; 1629 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1629 kaiserlicher Kämmerer; ab 1636 Reichshofrat; seit 1643 Geheimer Rat von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1643-1649 kaiserlicher Primargesandter für die Verhandlungen mit Frankreich beim Westfälischen Friedenskongress; ab 1614 Ritter des Hosenbandordens; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erklärende"); ab 1647 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Gräfin Amalia von Nassau-Dillenburg
Fürstin Amalia von Oranien
Geburtsname: Gräfin Amalia zu Solms-Braunfels

geb. 1602
gest. 1675
Anm.: Tochter des Grafen Johann Albrecht I. zu Solms-Braunfels (1563-1623); seit 1619 Hofdame der Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz (1596-1662); 1625-1647 Ehe mit Fürst Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647).

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Johann von Neuhoff

gest. 1651
Anm.: Sohn des Stephan von Neuhoff auf Horstmar; ab 1626 Domherr in Hildesheim und Münster; seit 1643 Landdrost von Peine.
Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

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Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

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Erzherzogin Maria von Österreich

geb. 1646
gest. 1646
Anm.: Tochter von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657).
Graf Anton Günther von Oldenburg und Delmenhorst
Graf Anton Günther von Oldenburg

geb. 1583
gest. 1667
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Oldenburg (1540-1603); ab 1603 regierender Graf von Oldenburg; 1647 Erbe der Grafschaft Delmenhorst; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unbetriegliche").

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Henri II d' Orléans
Duc Henri II de Longueville
Duc Henri II d' Estouteville
Prince Henri II de Châtelaillon
Comte bzw. Prince Henri I de Neuchâtel

geb. 1595
gest. 1663
Anm.: Sohn des Henri I d'Orléans, Duc de Longueville (1568-1595); ab 1595 Duc de Longueville und d'Estouteville, Prince de Châtellaillon und Comte de Neuchâtel; zunächst Gouverneur der Picardie; 1619/20 und seit 1627 Gouverneur der Normandie; 1636-1643 mehrmals französischer General in Italien; ab 1643 souveräner Prince de Neuchâtel; 1645-1648 französischer Prinzipalgesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; 1648-1653 Beteiligung an der Fronde.

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Fürst Jerzy Ossoliński

geb. 1595
gest. 1650
Anm.: Sohn des polnischen Magnaten Jan Zbigniew Ossoliński (1555-1623); 1617/18 Teilnahme am Polnisch-Russischen Krieg; danach mehrfach polnischer Gesandter, u. a. in England (1621), bei den Waffenstillstandsverhandlungen von Altmark (1629), in Rom (1633) und auf dem Regensburger Kurfürstentag (1636/37); Starost von Radoszyce (ab 1625), Bydgoszcz (1632-1644), Lubaczów (1637-1645 und 1648-1650), Lubomel (seit 1639), Lublin (1649/50) und Żydaczów (1650); 1632-1636 Hofkronschatzmeister der polnischen Krone; seit 1636 Woiwode von Sandomierz; 1639-1643 Unterkronkanzler und ab 1643 Großkronkanzler des Königreiches Polen; 1645 Leiter des Thorner Religionsgesprächs (Colloquium Charitativum); 1634 Erhebung in den Reichsfürstenstand.

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Graf Johan Axelsson Oxenstierna af Södermöre

geb. 1611
gest. 1657
Anm.: Sohn des schwedischen Reichskanzlers Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654); ab 1632 schwedischer Obrist und mehrere diplomatische Missionen für seinen Vater; seit 1639 Reichsrat; 1643-1649 Prinzipalgesandter Schwedens auf dem Westfälischen Friedenskongress; 1650-1652 Generalgouverneur in Schwedisch-Pommern; ab 1654 Reichsmarschall und Graf af Södermöre.

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Paulus Heiliger

Anm.: Apostel.

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Cuno Ulrich (von) Pentz

geb. 1614
gest. 1653
Anm.: Sohn des Levin von Pentz (gest. 1647); Erbherr auf Melkhof, Düssin und Langenheide; 1640-1648/50 in schwedischen Kriegsdiensten als Rittmeister (1640), Major (1642), Obristleutnant (1644) und Obrist (1645).
Kaspar (1) Pfau

geb. 1596
gest. 1658
Anm.: Sohn des Kaspar Pfau (gest. 1604); nach 1622 Bediensteter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 Amtmann von Großalsleben (noch 1638); seit 1630 anhaltischer Gesamtrat; um 1632 Amtmann zu Gernrode und Großalsleben sowie fürstlich-anhaltischer Kriegskommissar; ab 1638 auch Landrentmeister, zugleich Amtmann von Gernrode; um 1640 Obereinnehmer; um 1641/42 Landrechnungsrat; seit 1645 Hofrat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anhaltende").

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Hans Piper

Anm.: Um 1634 schwedischer Hauptmann,.
Joachim Plato

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Sohn des Amberger Pfarrers und Kircheninspektors Matthius Plato (1545-1617); 1619-1625 Pfarrer in Nittenau/Regen; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Hoym; 1638-1642 Pfarrer in Ballenstedt; seit 1642 Superintendent und Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 379f.

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König Wladislaw IV. von Polen
Großfürst Wladislaw II. von Litauen

geb. 1595
gest. 1648
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1610-1613 erwählter Zar des Moskauer Reiches; ab 1632 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1615 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Herzog Franz von Pommern-Stettin
Bischof Franz von Cammin

geb. 1577
gest. 1620
Anm.: Sohn des Herzogs Bogislaw XIII. von Pommern-Stettin (1544-1606); ab 1592 Koadjutor des Bistums Cammin; 1602-1618 Bischof von Cammin; seit 1618 regierender Herzog von Pommern-Stettin;

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Herzogin Hedwig von Pommern-Stettin
Geburtsname: Herzogin Hedwig von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb. 1595
gest. 1650
Anm.: Tochter des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1564–1613); 1619-1622 Ehe mit Herzog Ulrich von Pommern-Stettin, Bischof von Cammin (1589–1622); danach Witwensitz in Neustettin (Szczecinek).

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Herzogin Sophia von Pommern-Stettin
Geburtsname: Herzogin Sophia von Sachsen

geb. 1587
gest. 1635
Anm.: Tochter des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); 1610-1620 Ehe mit Herzog Franz von Pommern-Stettin (1577-1620); seit 1630 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Verständige").

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Herzog Ulrich von Pommern-Stettin
Bischof Ulrich von Cammin

geb. 1589
gest. 1622
Anm.: Sohn des Herzogs Bogislaw XIII. von Pommern-Stettin (1544-1606); seit 1618 Bischof von Cammin.

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Herzog Bogislaw XIV. von Pommern
Herzog Bogislaw XIV. von Pommern-Stettin
Bischof Bogislaw von Cammin

geb. 1580
gest. 1637
Anm.: Sohn des Herzogs Bogislaw XIII. von Pommern-Stettin (1544-1606); ab 1622 regierender Herzog von Pommern-Stettin und Titularbischof von Cammin; seit 1625 Landesfürst des gesamten Herzogtums Pommern.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Wilhelm von Proeck

geb. 1585
gest. 1654
Anm.: Sohn des Andreas von Proeck; zunächst in kaiserlichen und brandenburgisch-bayreuthischen Kriegsdiensten; nach 1607 zunächst Hof- und Kammerjunker, ab 1615 Rat und Stallmeister des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); seit 1623 zudem anhaltischer Rittmeister und Kriegskommissar; ab 1618 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Räuchernde").

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Andreas Räder

Anm.: Um 1645 Fischer in Bernburg.
Josias von Rantzau

geb. 1609
gest. 1650
Anm.: Sohn des Breide von Rantzau (1563-1639); zunächst in niederländischen, dänischen, kaiserlichen und schwedischen Kriegsdiensten; danach französischer Colonel (1635), Maréchal de camp (1636), Lieutenant-général (1637), Lieutenant-général des armées du roi (1643) und Maréchal de France (1645); 1645 Konversion zum katholischen Glauben; 1646-1649 Festungskommandant von Dünkirchen; während der Fronde 1649/50 kurzzeitig inhaftiert.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Friedrich Reuß von Eisenberg

geb. 1606
gest. 1645
Anm.: Angehöriger des ursprünglich mährischen Adelsgeschlechts; mindestens ab 1632 in schwedischen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (spätestens seit 1643).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Daniel von Rindtorf

geb. ca. 1600
gest. 1679
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); Erbherr auf Großalsleben; um 1645/46 Amtshauptmann von Großalsleben.
Kaspar von Rindtorf

geb. ca. 1605
gest. nach 1664
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); Erbherr auf Großalsleben.
Ernst Dietrich von Röder

geb. ca. 1608
gest. 1686
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Wolf Dietrich von Röder (gest. 1624); Erbherr auf Ermsleben; bis 1630 Edelknabe und Kammerjunge des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ca. 1632-1635 Hofjunker und ab 1636 Kammerjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1634 zudem fürstlicher Kriegskommissar in den Ämtern Güntersberge und Harzgerode; bis 1650 anhaltisch-bernburgischer Kriegskommissar; ab 1650 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg von Haus aus; seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Diensthafte").
Amandus von Röhrscheidt

geb. 1616
gest. 1661
Anm.: Sohn des Leipziger Juristen und kursächsischen Hofgerichtsadvokaten Dr. Marcus Röhrscheidt (gest. 1617); schwedischer Obristleutnant (um 1646); später kaiserlicher Obrist; 1645 Nobilitierung.
Herzogin Maria Elisabeth von Sachsen-Coburg
Herzogin Maria Elisabeth von Sachsen-Eisenach
Geburtsname: Herzogin Maria Elisabeth von Braunschweig-Wolfenbuettel

geb. 1638
gest. 1687
Anm.: Tochter des Herzogs August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666); 1663-1668 Ehe mit Herzog Adolf von Sachsen-Eisenach (1632-1668); seit 1676 zweite Ehe mit Herzog Albrecht von Sachsen-Coburg (1648-1699).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog August (1) von Sachsen-Weißenfels
Administrator August von Magdeburg

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1635/38 Administrator des Erzstifts Magdeburg; seit 1657 zugleich regierender Herzog von Sachsen-Weißenfels (kursächsische Sekundogenitur); ab 1643 Mitglied und seit 1662 drittes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgeratene").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Sophia Hedwig von Sachsen(-Zeitz)
Geburtsname: Herzogin Sophia Hedwig von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg

geb. 1630
gest. 1652
Anm.: Tochter des Herzogs Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg (1584-1663); seit 1650 Ehe mit Herzog Moritz von Sachsen(-Zeitz) (1619-1681).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Johann Georg II. von Sachsen

geb. 1613
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1656 Kurfürst von Sachsen; seit 1658 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Preißwürdige"); ab 1668 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
N. N. Sannemann

Anm.: Um 1646 schwedischer(?) Hauptmann in Groß Germersleben.
Friedrich Schenck von Winterstädt

geb. 1603
gest. 1659
Anm.: Sohn des badisch-durlachischen Geheimen Rats Johann Melchior Schenck von Winterstädt; zunächst in niederländischen und venezianischen Kriegsdiensten; ab 1629 Hofmeister der Kinder des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); seit 1639 dessen Geheimer Rat; ab 1641 braunschweigisch-calenbergischer Kammerpräsident; Statthalter des Herzogs Christian Ludwig von Braunschweig-Lüneburg (1622-1665) in Hannover (ab 1645) und Celle (seit 1650).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Herzog Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg

geb. 1584
gest. 1663
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); seit 1622 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzogin Sibylla Ursula von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg
Geburtsname: Herzogin Sibylla Ursula von Braunschweig-Wolfenbuettel

geb. 1629
gest. 1671
Anm.: Tochter des Herzogs August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666); seit 1663 Ehe mit Herzog Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg (1627-1698).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Waldemar Christian von Schleswig-Holstein

geb. 1622
gest. 1656
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); kaiserlicher Obrist (1647-1650) und Feldmarschallleutnant (1649); ab 1649 kaiserlicher Kämmerer und Reichshofrat; seit 1655 schwedischer Obrist.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christian Schmidt

gest. 1656
Anm.: Angeblich polnischstämmiger Schlesier; um 1645/50 schwedischer Kriegskommissar im Hochstift Halberstadt; vor 1656 Generalkriegskommissar des Königs Karl X. Gustav von Schweden (1622-1660) in Polen; 1656 Ermordung auf einer Reise.
Martin Schmidt

gest. 1657(?)
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); fürstlicher Amtmann und Amtsschreiber in Harzgerode (spätestens 1631-1632); anschließend Amtmann von Bernburg (1632-1637) bzw. Ballenstedt-Hoym (1637-1657).
Andreas von Schönberg

geb. 1600
gest. 1688
Anm.: Sohn des sächsischen Hauptmanns Christoph von Schönberg (1554-1608); zuerst in kursächsischen, dänischen (ab 1626), niederländischen (seit 1629) und schwedischen Kriegsdiensten (1633); ab 1634 in braunschweigisch-lüneburgischen Diensten, u. a. als Obristleutnant (1640) und Obrist (1646); zudem Kommandant von Hannover (1642-1648) und Celle (seit 1648); ab 1652 Kriegsrat sowie Amtshauptmann und seit 1658 Oberhauptmann von Gifhorn; ab 1666 Kommandant von Wolfenbüttel; seit 1674 Gouverneur von Braunschweig; ab 1677 kursächsischer Kriegs-und Geheimrat sowie Oberkommandant von Dresden und Königsstein.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Balthasar von Schrattenbach

Anm.: Steirischer Adliger; vor 1629 Emigration aus der Steiermark; in den 1640er Jahren Exulant in Bremen; 1642 Interimshofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); um 1653/54 in Hannover; möglicherweise seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Versichernde").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
Gräfin Anna Sophia von Schwarzburg-Rudolstadt
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt

geb. 1584
gest. 1652
Anm.: Tochter des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586); 1613-1630 Ehe mit Graf Karl Günther von Schwarzburg-Rudolstadt (1576-1630); anschließend Witwensitz in Kranichfeld; seit 1619 Gründungsmitglied und Oberhaupt der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Getreue").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
König Gustav II. Adolf von Schweden

geb. 1594
gest. 1632
Anm.: Sohn des Königs Karl IX. von Schweden (1550-1611); ab 1611 König von Schweden; seit 1627 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Simon Heinrich von Schweichhausen
Simon Heinrich von Schwechhausen

geb. ca. 1614
Anm.: Sohn des Bremer Patriziers N. N. Schweichhausen (1); zeitweise Kriegsdienst in England als Fähnrich, Leutnant, Capitän-Leutnant und Rittmeister; 1646-1649 Hofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718) sowie zugleich anhaltisch-bernburgischer Rat; ab 1649 sächsisch-weimarischer Hof- und Kammerjunker (spätestens 1651) sowie Obristleutnant (1651-1655); 1654/55 zudem Hofmeister der Herzöge Bernhard (1638-1678) und Friedrich von Sachsen-Weimar (1640-1656); 1653 Nobilitierung; seit 1651 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Eigentliche").
Abel Servien
Marquis Abel de Sablé
Marquis Abel de Boisdauphin
Comte Abel de La Roche des Aubiers

geb. 1593
gest. 1659
Anm.: Sohn des Antoine Servien, Seigneur de Biviers (gest. 1621); 1616-1624 Procureur général beim Parlament von Grenoble; ab 1618 Conseiller d’État; seit 1624 Maître des requêtes de l'hôtel du roi; 1628/29 Intendant de la généralité de Bordeaux; 1630/31 Präsident des Parlaments von Bordeaux; 1630-1636 Secrétaire d’État de la Guerre; französischer Gesandter beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (1644-1646 und 1647-1649) und in Den Haag (1646/47); ab 1648 Ministre d’État; seit 1653 Surintendant des Finances; ab 1656 Marquis de Boisdauphin et de Sablé.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Philipp Christoph von Sötern
Erzbischof und Kurfürst Philipp Christoph von Trier
Bischof Philipp Christoph von Speyer

geb. 1567
gest. 1652
Anm.: Sohn des Georg Wilhelm von Sötern (gest. 1593); ab 1610 Bischof von Speyer; seit 1623 Erzbischof und Kurfürst von Trier; 1635-1645 erst spanischer, dann kaiserlicher Gefangener wegen seines Bündnisvertrages mit Frankreich (1632).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Friedrich Spanheim d. Ä.

geb. 1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Amberger Pädagogium-Rektors Wigand Spanheim (gest. 1620); Studium in Heidelberg (1614-1619) und Genf (1619/20); 1621-1623 Privatlehrer bei Jean de Bonne, Baron de Vitrolles; Professor für Philosophie (1626-1631) und Theologie (1631-1642) sowie 1633-1637 auch Rektor der Akademie in Genf; 1642 Promotion zum Dr. theol. an der Universität Basel; seit 1642 Professor für Theologie in Leiden.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Gottfried von Sparr

geb. 1593
gest. 1663
Anm.: Pommerischer Adliger; um 1632 schwedischer Hauptmann; später braunschweigisch-lüneburgischer Obristwachtmeister (um 1643), Obristleutnant (um 1646) und Obrist (1649); seit 1649 Stadtkommandant von Hannover.
Claus Dietrich von Sperreuter
Claus Dietrich von Sperreuth

geb. ca. 1600
gest. 1653
Anm.: Geboren in Mecklenburg; zunächst in Kriegsdiensten der böhmischen Stände, Braunschweig-Lüneburgs, Dänemarks (1621) und des Grafen Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); ab 1623 in schwedischen Diensten als Major (1628), Obrist (1629-1635) und Generalmajor (1634/35); seit 1636 kaiserlicher Obrist und Generalfeldwachtmeister; 1645 kurbayerischer Obrist und Generalwagenmeister; 1647-1650 venezianischer General; ab 1651 Statthalter von Vorderösterreich in Freiburg/Breisgau; 1641 Erhebung in den Freiherrenstand.

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Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
N. N. von der Streithorst (2)

Anm.: Angehöriger des westfälisch-niedersächsischen Adelsgeschlechts; um 1646 am Hof der Herzogin Anna Sophia von Braunschweig-Wolfenbüttel (1598-1659) in Schöningen.
Sultan (Osmanisches Reich) Ibrahim

geb. 1615
gest. 1648
Anm.: Sohn von Sultan Ahmed I. (1590-1617); seit 1640 Sultan des Osmanischen Reiches.

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Konrad Theopold

geb. 1600
gest. 1651
Anm.: Sohn des Amesdorfer Pfarrers Johannes Theopold (1563-1626); Schulbesuch am Gymnasium zu Zerbst, Studium in Frankfurt a. d. Oder; 1626-1637 Pfarrer in Natho; 1637-1644 Diakon an St. Bartholomäi in Zerbst (Entlassung als Reformierter); seit 1645 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 445.

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Graf Lennart Torstensson af Ortala

geb. 1603
gest. 1651
Anm.: Sohn des Torsten Lennartsson (1561-1631); ab 1618 Page des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); seit 1624 in schwedischen Kriegsdiensten als Obristleutnant (1628), Obrist (1630), General (1632) und Feldmarschall (1641); ab 1641 auch Reichsrat; 1641-1648 Generalgouverneur von Pommern; seit 1648 Generalgouverneur von Västergötland, Dalsland, Värmland und Halland; 1647 Erhebung in den Grafenstand.

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Sophia von der Trautenburg
Sophia von Beyern
Geburtsname: Sophia von Ahlefeld

gest. vor 1676
Anm.: Tochter des Gottschalk von Ahlefeld (gest. 1644); bis 1630 Kammerjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); 1630-1639 Ehe mit Curt von der Trautenburg, genannt von Beyern (gest. 1639).
Georg Adam von Trautitzsch
Jiří Adam z Drahotuš

geb. ca. 1590
gest. 1654
Anm.: Sohn des brandenburgisch-jägersdorfischen Rats Georg Adam von Trautitzsch (Drahotuš) (1557-1645); um 1625 dänischer Capitain; später kursächsischer Rittmeister (1631), Obristleutnant (1632), Obrist (1634) und Generalwachtmeister (1636); danach kaiserlicher Generalfeldwachtmeister (1640) und Feldmarschallleutnant (1645); vgl. Antonio Schmidt-Brentano: Die kaiserlichen Generale 1618-1655. Ein biographisches Lexikon, Wien 2022, S. 495-497.

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Graf Maximilian von Trauttmansdorff

geb. 1584
gest. 1650
Anm.: Sohn des Johann Friedrich von Trauttmansdorff (1542-1614); als Jugendlicher Konversion zum katholischen Glauben; Teilnahme am Langen Türkenkrieg; 1609-1618 Reichshofrat; ab 1619 kaiserlicher Kämmerer; spätestens seit 1627 Geheimer Rat; ab 1635 Obersthofmeister von König bzw. Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); wenig später auch Präsident des Geheimen Rates; mehrfach wichtige diplomatische Missionen, u. a. als Unterhändler des Nikolsburger (1622), Prager (1635) und Westfälischen Friedens (1645-1647); 1623 Erhebung in den Grafenstand; seit 1634 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Gregor von Tülsner

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Leipziger Ratsherren Adam Tülsner (1557-1603); Studium in Wittenberg, Leipzig (1622 Mag.) und Marburg (1631 Lic. jur.); 1632-1640 hessisch-darmstädtischer Rat und Oberarchivar in Marburg; 1634 Promotion zum Dr. jur. in Gießen; 1640-1650 Professor der Institutionen und Universitäts-Syndikus in Marburg; 1641-1645 zugleich landgräflicher Gesandter auf dem Deputationstag in Frankfurt am Main; seit 1650 Professor der Rechte in Gießen; 1644 Nobilitierung.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Graf Alexander von Velen
Graf Alexander von Megen

geb. 1599
gest. 1675
Anm.: Sohn des Alexander von Velen (1556-1630); 1614-1621 geistliche Laufbahn; bereits ca. 1618-1632 in bayerisch-kaiserlichen Kriegsdiensten als Hauptmann (1623), Obristwachtmeister (1629) und Obrist (1631); 1632-1634 kurkölnischer Obrist; danach kurbayerisch-ligistischer Generalwachtmeister (1634) und Feldzeugmeister (1640); kaiserlicher Feldzeugmeister (1640) und Feldmarschall (1653); 1641 Erhebung in den Grafenstand; seit 1666 Inhaber der nordbrabantischen Grafschaft Megen.

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Johann Wachmann

geb. 1592
gest. 1659
Anm.: Sohn des Bremer Ratsherren Johann Wachmann; Studium in Bremen, Marburg und Franeker; 1628 Promotion zum Dr. iur. an der Universität Straßburg; 1634-1637 Vizesyndikus und seit 1637 Syndikus der Stadt Bremen; zudem Bremischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag (1640/41) und bei den Westfälischen Friedensverhandlungen (1644-1648).

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Graf Walo

Anm.: Angeblicher Askanier, der im Jahr 986 das Kloster Walsrode gestiftet haben soll.
Anselm Kasimir Wambolt von Umstadt
Erzbischof und Kurfürst Anselm Kasimir von Mainz

geb. 1583
gest. 1647
Anm.: Sohn des Reichshofrats Eberhard Wambolt von Umstadt (1546-1609); Studium am Collegium Germanicum in Rom (1596-1597), in Würzburg (1597-1599) und erneut in Rom (1599-1602) und Padua (1605-1607); ab 1605 Diakon sowie Domkapitular in Mainz; seit 1610 auch Chorherr zu St. Alban; 1608-1618 erzbischöflich-mainzischer Hofrat; 1619-1629 Amtmann von Mombach; 1620-1624 und 1627 erzbischöflicher Statthalter in Mainz; 1620-1622 Rektor der Universität in Mainz; 1627-1647 Dompropst in Halberstadt; ab 1629 Erzbischof und Kurfürst von Mainz.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Christian Wilhelm von Wartensleben

geb. ca. 1632
gest. 1675
Anm.: Sohn des Johann Joachim von Wartensleben (1594-1633); 1646-1653 Page und 1653/54 Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später in niederländischen Kriegsdiensten u. a. als Capitain (1665) und Major (vor 1675).
Johann Joachim von Wartensleben

geb. 1594
gest. 1633
Anm.: Sohn des Hans Anton von Wartensleben (gest. 1598); 1623-1625 Hofmeister und Reisebegleiter des Prinzen Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632) in Italien; danach anhaltisch-bernburgischer Rat und Gesandter; 1627-1630 Rat und Gesandter des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); ab 1630 dänischer Hofrat und Gesandter, zuletzt Geheimer Hof- und Kanzleirat; seit 1626 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Beschlossene").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Heinrich Wideburg

geb. 1587
gest. 1648
Anm.: Sohn des fürstlich-calenbergischen Superintendenten Ludolf Wideburg in Neustadt am Rübenberge; Studium in Gießen; 1615-1617 Professor für Mathematik in Gießen; 1617-1647 Hauptpastor der Kirche Beatae Mariae Virginis und Generalsuperintendent in Wolfenbüttel; 1632-1647 zugleich Konsistorialrat; seit 1647 Oberhofprediger und Generalissimus der braunschweigisch-wolfenbüttelischen Landeskirche.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Ernst Friedrich von Wildenstein

geb. 1608
gest. 1673
Anm.: Erbherr auf Krenzlin; spätestens 1643 Schlosshauptmann, Stallmeister und Festungskommandant von Schöningen; um 1655 braunschweigisch-wolfenbüttelischer Rat; seit 1660 herzoglich-magdeburgischer Amtshauptmann von Schlanstedt und Oschersleben.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
August Witte

Anm.: Vor 1646 schwedischer Rittmeister.
Graf Arvid Wittenberg
Arvid Wirtenberg von Debern

geb. 1606
gest. 1657
Anm.: Sohn des Hans Wirtenberg von Debern (gest. 1630); ab 1622 in schwedischen Kriegsdiensten als Kapitän (1629), Obrist (1634), Generalmajor (1640), General der Kavallerie (1645), Reichszeugmeister und General der Artillerie (1650) sowie Feldmarschall (1655); ca. 1634/35 kaiserlicher Kriegsgefangener; seit 1651 Reichsrat; ab 1655 Generalgouverneur von Pommern; seit 1656 polnischer Kriegsgefangener; Erhebung in den Freiherren- (1651) und Grafenstand (1652).

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Hans Christoph von Witzscher

geb. 1621
Anm.: Sohn des Hans Christoph (von) Witzscher (gest. 1637) auf Schortewitz; vor 1639 Kammerpage, um 1643 Page und spätestens 1645 bis 1648 Hofjunker der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); dazwischen 1639-1643 Kavalierstour durch Frankreich und die Niederlande; 1648-1650 Hofmeister der Gräfin Maria Euphrosina De la Gardie (1625-1687) in Leipzig; um 1653 Aufenthalt in Straßburg.

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Herzogin Clara Augusta von Württemberg-Neuenstadt
Geburtsname: Herzogin Clara Augusta von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb. 1632
gest. 1700
Anm.: Tochter des Herzogs August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666); 1653-1682 Ehe mit Herzog Friedrich von Württemberg-Neuenstadt (1625-1682); seit 1682 Witwensitz im Weißenhof in Weinsberg.

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Herzog Friedrich von Württemberg-Neuenstadt

geb. 1615
gest. 1682
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Friedrich von Württemberg (1582-1628); 1638/39 Offizier unter Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); danach in französischen und hessisch-kasselischen (1646-1648 als Generalmajor) Kriegsdiensten; seit 1649 Inhaber der Ämter Neuenstadt, Möckmühl und Weinsberg (teilweise); 1672 kaiserlicher Reichsfeldzeugmeister und General der Infanterie.

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Herzog Eberhard III. von Württemberg

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Friedrich von Württemberg (1582-1628); seit 1628 regierender Herzog von Württemberg (bis 1633 unter Vormundschaft); 1634-1638 Exil in Straßburg.

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Wenzel Zahradetzky von Zahradeck
Václav Zahrádecký z Zahrádek

geb. ca. 1595
gest. 1647
Anm.: Noch 1627 calvinistischer mährischer Adliger; kaiserlicher Rittmeister (1627), Obristleutnant (bis 1631), Obrist (1633-1642 und 1646/47), Generfeldwachtmeister (1640) und Feldmarschallleutnant (1647); seit 1635 kaiserlicher Kämmerer.

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Altenburg (bei Nienburg/Saale)
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Amsterdam
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Anhalt-Bernburg, Fürstentum
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Anhalt, Fürstentum
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Arnstadt
weiterführende Informationen
Aschersleben
weiterführende Informationen
Badeborn
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Ballenstedt
weiterführende Informationen
Ballenstedt(-Hoym), Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Beken (Neuenbeken)
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Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Bergstadt ("Vorm Berge")
Anm.: Eigenständige Stadt rechts der Saale unterhalb des Bernburger Schlosses, die im Jahr 1825 mit der Talstadt vereinigt wurde.
Bernburg, Talstadt
Anm.: Stadt links der Saale, die aus den ehemals eigenständigen Teilen Altstadt und Neustadt bestand (1825 Zusammenschluss mit der Bernburger Bergstadt).
Blois
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Brandenburg, Kurfürstentum
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Braunschweig
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Braunschweig und Lüneburg, Herzogtum
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Anm.: Die Teilfürstentümer Braunschweig-Wolfenbüttel, Lüneburg, Calenberg und Grubenhagen umfassendes Gesamtterritorium der welfischen Herzöge.
Braunschweig-Wolfenbüttel, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Teilfürstentum des Herzogtums Braunschweig und Lüneburg.
Bremen
weiterführende Informationen
Bremen, Erzstift bzw. Herzogtum (seit 1648)
weiterführende Informationen
Calbe
weiterführende Informationen
Calenberg[-Göttingen], Fürstentum
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Anm.: Teilfürstentum des Herzogtums Braunschweig und Lüneburg.
Calenberger Neustadt (Hannover)
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Anm.: Seit 1824 Stadtteil von Hannover.
Celle
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Dänemark, Königreich
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Den Haag ('s-Gravenhage)
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Dessau (Dessau-Roßlau)
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Dresden
weiterführende Informationen
Dringenberg
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Egeln
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Elbe (Labe), Fluss
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Elsfleth
weiterführende Informationen
Emden
weiterführende Informationen
England, Königreich
weiterführende Informationen
Erfurt
weiterführende Informationen
Ermsleben
weiterführende Informationen
Esslingen
weiterführende Informationen
Flensburg
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Fuhse, Fluss
weiterführende Informationen
Glogau (Głogów)
weiterführende Informationen
Goldene Aue
weiterführende Informationen
Gröningen
weiterführende Informationen
Groß Germersleben
weiterführende Informationen
Großalsleben
weiterführende Informationen
Güstrow
weiterführende Informationen
Halle (Saale)
weiterführende Informationen
Hamersleben, Kloster
weiterführende Informationen
Hannover
weiterführende Informationen
Harzgerode
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
weiterführende Informationen
Heldrungen
weiterführende Informationen
Heringen (Helme)
weiterführende Informationen
Hessen-Darmstadt, Landgrafschaft
weiterführende Informationen
Hessen-Kassel, Landgrafschaft
weiterführende Informationen
Hessen, Landgrafschaft
weiterführende Informationen
Hildesheim
weiterführende Informationen
Hildesheim, Hochstift
weiterführende Informationen
Höxter
weiterführende Informationen
Hohenerxleben
weiterführende Informationen
Holland, Provinz (Grafschaft)
weiterführende Informationen
Italien
weiterführende Informationen
Kassel
weiterführende Informationen
Königslutter am Elm
weiterführende Informationen
Köthen
weiterführende Informationen
Kranichfeld
weiterführende Informationen
Krems an der Donau
weiterführende Informationen
Krumbholz (Krumbhals)
Anm.: Auenwaldgebiet an der Saale bei Bernburg.
Langwedel
weiterführende Informationen
Lausitz
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Anm.: Historische, in die Markgrafschaften Nieder- und Oberlausitz geteilte Landschaft.
Leiden
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Leine, Fluss
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Leipzig
weiterführende Informationen
Lemgo
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Linz
weiterführende Informationen
Lüneburg, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Teilfürstentum des Herzogtums Braunschweig und Lüneburg.
Magdeburg
weiterführende Informationen
Mainz
weiterführende Informationen
Marburg an der Lahn
weiterführende Informationen
Mecklenburg, Herzogtum
weiterführende Informationen
Meinersen
weiterführende Informationen
Meinersen, Amt
weiterführende Informationen
Moskauer Reich (Großrussland)
weiterführende Informationen
Münster
weiterführende Informationen
Niederländisch-Brasilien (Neuholland)
weiterführende Informationen
Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
weiterführende Informationen
Nienover, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des braunschweigisch-lüneburgischen Fürstentums Calenberg.
Oldenburg
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Oschersleben
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Osmanisches Reich
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Osnabrück
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Ostenholz
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Ostindien
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Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff für Vorder- und Hinterindien sowie den Malaiischen Archipel.
Ottleben
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Paderborn
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Paderborn, Hochstift
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Paris
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Peine
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Pful
Anm.: Nach der ehemaligen Burgruine Pful benanntes Auenwaldgebiet an der Saale bei Plötzkau.
Plötzkau
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Polen, Königreich
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Pommern, Herzogtum
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Prederitz
Anm.: Spätmittelalterliche Wüstung bei Gröna südlich von Bernburg.
Pyrmont (Bad Pyrmont)
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Quedlinburg
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Querfurt
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Recife (Maurícia/Mauritsstad)
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Rheda (Rheda-Wiedenbrück)
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Rudolstadt
weiterführende Informationen
Ruppin, Kreis (Herrschaft Ruppin)
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Anm.: Verwaltungseinheit der Markgrafschaft Brandenburg.
Saale, Fluss
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Sachsen, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Schlesien, Herzogtum
weiterführende Informationen
Schöningen
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Schöppenstedt
weiterführende Informationen
Schweden, Königreich
weiterführende Informationen
Schweinfurt
weiterführende Informationen
Sorø
weiterführende Informationen
Spanien, Königreich
weiterführende Informationen
Staßfurt
weiterführende Informationen
Teplitz (Teplice)
weiterführende Informationen
Thorn (Toruń)
weiterführende Informationen
Thüringen
weiterführende Informationen
Thüringer Wald
weiterführende Informationen
Ungarn, Königreich
weiterführende Informationen
Vechta
weiterführende Informationen
Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
weiterführende Informationen
Verden
weiterführende Informationen
Waldau
weiterführende Informationen
Walsrode
weiterführende Informationen
Walsrode, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Lüneburg.
Weimar
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Weser, Fluss
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Westfalen
weiterführende Informationen
Wewelsburg
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Wiedenbrück (Rheda-Wiedenbrück)
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Wittenberg (Lutherstadt Wittenberg)
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Wolfenbüttel
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Zepzig
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Zuiderzee
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Anm.: Ehemalige Nordseebucht auf dem Gebiet des heutigen Ijsselmeeres und der Provinz Flevoland.
Anhalt, Landstände
Augustiner-Chorherren (Canonici regulares Sancti Augustini)
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Bernburg, Rat der Talstadt (Alt- und Neustadt)
Bernburg, Ministerium
Anm.: Kollegium aller Geistlichen in der Stadt Bernburg.
Jesuiten (Societas Jesu)
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Kapuziner (Ordo Fratrum Minorum Capuccinorum)
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Lüneburgische Armee
Anm.: Armee, die nach dem Tod ihres Heerführers Herzog Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641) in schwedischen Diensten stand.
Niederlande, Generalstaaten
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Peine, Rat der Stadt
Templerorden (Pauperes commilitones Christi templique Salomonici Hierosolymitanis)
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Universität Helmstedt
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Universität Helmstedt, Theologische Fakultät
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Herzog August von Braunschweig-Wolfenbüttel: Evangelische Kirchen-Harmonie/ Das ist: Der hoch-heiligen göttlichen Skrift unterschiedene Texte/ und Worte: Welche Von unsern gottseligen Vorfahren/ aus den[n] Geschicht-Büchern der Evangelisten/ und den[n] Briefen der Aposteln: So wol auch den[n] Skriften des alten/ und ersten Bundes/ oder Testamentes/ vor vielen hundert Jahres/ herausgezogen/ und an gewissen Tagen [...] jährlich vorzulesen/ und zu erklären/ aus besonderer Andacht wolmeinendlich verordnet: Und von Einem Liebhaber seines liebesten Herren Jesu [...] neulich übersehen/ zusammen getragen/ und mit skriftmässiger Erklärung/ ausgeführet seynd, Wolfenbüttel: Johann und Heinrich Stern, 1646. [Nachweis im GVK]
(Giovanni) Battista Guarini: Rime. Edizione critica, hg. von Luca Piantoni, Bologna: 2023. ( Collezione di opere inedite o rare 172 ) [Nachweis im GVK]
Quintus Horatius Flaccus: Oden, in: Oden und Epoden. Lateinisch-deutsch, hg. von Gerhard Fink, Düsseldorf: 2002, S. 8-261. [Nachweis im GVK]
Konsens von Sandomierz - Consensus Sendomirensis, 1570 (Nr. 65), in: Reformierte Bekenntnisschriften, Bd. 3/1: 1570-1599, hg. von Thomas Bergholz, Neukirchen-Vluyn: 2012, S. 1-20. [Nachweis im GVK]
Thomas von Aquin: Summa Theologica, Bd. 2,2, Rom: 1894. [Nachweis im GVK]