Text

➨ Hinweis: Zur Zeit sind geringfügige Änderungen und Korrekturen am Text und in den Apparaten noch möglich.

Nach Abschluss der Edition werden etwaige Korrekturen und Ergänzungen in einem Änderungsregister gelistet.

Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: Juni 1646


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XVIIIa, fol. 332r-366r (vgl. Quellenbeschreibung).

Zitierlink für den aktuellen Monat: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/id/edoc_ed000228_fg_1646_06_sm/start.htm

Bearbeitungsstand: transkribiert, kommentiert und korrigiert

[Zitierhinweis]
[Inhaltsverzeichnis]
01. Juni 1646
Wolfenbüttel
  • Besichtigung der Befestigungsanlagen und des Gießhauses mit Herzog Rudolf August von Braunschweig-Wolfenbüttel, dem Hofmarschall Franz Julius von dem Knesebeck sowie dem braunschweigisch-wolfenbüttelischen Obristleutnant und Wolfenbütteler Kommandanten Anton Erich Renzsch
  • Ausfahrt mit Herzog August von Braunschweig-Wolfenbüttel, dessen Söhnen Rudolf August, Anton Ulrich und Ferdinand Albrecht sowie dem pommerischen Gesandten Joachim von Glasenapp zur Bibliothek und zum Zeughaus
  • Trinkgelage am Abend
  • Aufnahme von Glasenapp in die Fruchtbringende Gesellschaft
  • Abschied nach Mitternacht
02. Juni 1646
Wolfenbüttel → Schöppenstedt → Ottleben → Hornhausen → Oschersleben
  • Abschied von Herzog Rudolf August und Knesebeck
  • Weiterreise nach Oschersleben
  • Gestrige Gespräche mit Glasenapp und dem alten Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel
  • Neugegossene Wolfenbütteler Geschütze
  • Unterwegs Trunk von der Heilquelle in Hornhausen
  • Wirtschaftssachen
  • Starker Regen am ganzen Tag
  • Neue Pläne
03. Juni 1646
Oschersleben → Hadmersleben → Kroppenstedt → Hecklingen → Staßfurt → Bernburg
  • Weiterfahrt nach Bernburg
  • Korrespondenz
  • Kontribution
04. Juni 1646
Bernburg
  • Administratives
  • Korrespondenz
  • Gespräch mit dem Kammermeister Tobias Steffeck
  • Abfertigung des Majors und Stadtkommandanten Hans Albrecht von Halck nach Dessau und Köthen
  • Nachrichten
  • Kammerrat Dr. Joachim Mechovius, der Kammerjunker Ernst Dietrich von Röder und der Diakon Bartholomäus Jonius als Abendgäste
  • Quartiergesuch durch einen Obristleutnant
05. Juni 1646
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Abreise von Röder
  • Korrespondenz
06. Juni 1646
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Wirtschaftssachen
  • Mögliche Einigungsbereitschaft von Bruder Friedrich
07. Juni 1646
Bernburg
  • Rückkehr des Lakaien Martin Haug aus Bremen sowie von Halck aus Dessau und Köthen
  • Zweimaliger Kirchgang
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Halck, Dr. Mechovius und Georg Friedrich von Börstel als Mittagsgäste
  • Administratives
08. Juni 1646
Bernburg
  • Administratives und Wirtschaftssachen
  • Besuch durch die frühere fürstliche Bedienstete Bella Ludwig
  • Spaziergang mit Gemahlin Eleonora Sophia in den Garten
09. Juni 1646
Bernburg
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Korrespondenz
  • Administratives
  • Ausritt auf die Felder
  • Besuch durch den früheren Prinzen-Hofmeister Melchior Loyß
  • Abzug des schwedischen Rittmeisters Uhester
  • Gartenspaziergang mit der Gemahlin
10. Juni 1646
Bernburg
  • Anhörung der Predigt
  • Mittagessen und Gespräch mit den Leibarzt Dr. Johann Brandt
  • Aufwartungen durch Halck
  • Besuch durch Börstel
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
11. Juni 1646
Bernburg
  • Spaziergang auf die Felder
  • Entsendung nach Zerbst
  • Administratives und Wirtschaftssachen
  • Durchreise von Fürst Johann Kasimir
  • Kontribution
  • Rückkehr des Amtskopisten und Küchenschreibers Hans Friedrich Eckardt aus Kassel
12. Juni 1646
Bernburg
  • Abreise der Gemahlin und mit den zwei ältesten Töchern Eleonora Hedwig und Ernesta Augusta nach Kranichfeld
  • Beratungen mit Dr. Mechovius
  • Bericht durch den Kanzlei- und Lehenssekretär Paul Ludwig
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten
  • Wirtschaftssachen
13. Juni 1646
Bernburg
  • Entsendung von Bediensteten nach Westfalen und ins Herzogtum Jülich, nach Kassel, Bremen und Oldenburg, Leiden, Dresden und Berlin
  • Ausritt auf die Felder
  • Rückkehr des früheren Hofjunkers Christoph Wilhelm Schlegel aus Schlesien und Dresden
  • Korrespondenz
  • Schlegel als Mittagsgast
  • Kontribution
  • Zufriedenstellung von Schlegel mit Geld und Wein
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
14. Juni 1646
Bernburg
  • Rehlieferung aus Ballenstedt
  • Zweimaliger Kirchgang
  • Hofprediger Konrad Theopold als Abendgast
  • Korrespondenz
  • Nachrichten
15. Juni 1646
Bernburg
  • Spaziergang zu verschiedenen zerstörten Gebäuden
  • Beratung mit Dr. Mechovius
  • Wirtschaftssachen
  • Entsendung von Boten nach Wolfenbüttel und Kassel
  • Dr. Mechovius und Halck als Mittagsgäste
  • Erkrankung des früheren Regierungspräsidenten Heinrich von Börstel
  • Ausritt mit dem Kammerjunker und Stallmeister Abraham von Rindtorf auf die Felder
  • Unterwegs Gespräch mit Fürst Ludwig
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
16. Juni 1646
Bernburg
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Abreise von Halck nach Wolfenbüttel
  • Abweisung einer preußischen Komödiantentruppe
  • Wirtschaftssachen
  • Administratives
  • Schwere Krankheit des früheren Regierungspräsidenten Börstel
17. Juni 1646
Bernburg
  • Anhörung der Predigt
  • Wirtschaftssachen
  • Beratung und Mittagessen mit Jonius
  • Nachrichten
18. Juni 1646
Bernburg
  • Nachrichten
  • Abgewendeter Kutschenunfall vom letzten Sonntag
  • Korrespondenz
  • Ausritt in die Weinberge mit zeitweiligem Verlust des Degens
19. Juni 1646
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Wirtschaftssachen
  • Besuch durch den kurfürstlichen Pagenlehrer Konrad Sebastian Reinhardt aus Berlin
  • Beratung mit Dr. Mechovius
  • Dr. Mechovius und Halck als Essensgäste
  • Gespräch mit dem Sekretär Ludwig
  • Administratives
  • Rückkehr von Halck aus Schöningen und Wolfenbüttel
  • Spaziergang zur Mühle und zu anderen zerstörten Gebäuden
  • Nachrichten
20. Juni 1646
Bernburg → Gröna → Bernburg
  • Korrespondenz
  • Wirtschaftssachen
  • Spaziergang auf die Felder
  • Beratung mit Fürst August in Gröna
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
21. Juni 1646
Bernburg
  • Anhörung zweier Predigten
  • Administratives
  • Korrespondenz
22. Juni 1646
Bernburg → Fuhne, Fluss → Bernburg
  • Entsendung von Halck nach Berlin
  • Unerwarteter Besuch durch Fürst Johann Kasimir
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Korrespondenz
  • Spaziergang an die Fuhne bei starker Hitze
23. Juni 1646
Bernburg
  • Gespräch mit Fürst August vom vergangenen Samstag
  • Wirtschaftssachen
  • Korrespondenz
24. Juni 1646
Bernburg
  • Anhörung der Predigt
  • Mittagessen und Beratungen mit Dr. Mechovius
  • Wirtschaftssachen
  • Rückkehr des Lakaien Christian Große und eines Boten aus Kassel
  • Abendlicher Krankenbesuch beim früheren Regierungspräsidenten Börstel
  • Korrespondenz
25. Juni 1646
Bernburg → Köthen
  • Kriegsnachrichten
  • Reise mit den Schwestern Sophia Margaretha und Dorothea Bathilde nach Köhten
  • Beratungen mit Fürst Ludwig
26. Juni 1646
Köthen → Bernburg
  • Gartenspaziergang und Unterhaltung mit Fürst Ludwig
  • Rückkehr nach Bernburg am Nachmittag
  • Einquartierungen
  • Kriegsfolgen
  • Anmeldung durch den kurbrandenburgischen Witwenhofrat und -sekretär Christian Herdesianus
  • Administratives
  • Nachrichten
  • Gespräch mit Ludwig
27. Juni 1646
Bernburg
  • Besuch durch Herdesianus
  • Korrespondenz
  • Herdesianus und Dr. Mechovius als Mittagsgäste
28. Juni 1646
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Entsendung eines Dieners mit Kutsche zur Suche nach der Gemahlin
  • Anhörung zweier Predigten
  • Abschied und Beschenkung von Herdesianus
  • Besuch durch Volrad von Krosigk
  • Jonius als Abendgast
29. Juni 1646
Bernburg → Dessau
  • Reise nach Dessau
  • Anwesenheit der Fürsten August, Ludwig, Johann Kasimir, Friedrich und Ernst Gottlieb
  • Groll gegenüber Bruder Friedrich
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
30. Juni 1646
Dessau
  • Beratungen mit den Fürsten August, Ludwig, Johann Kasimir und Friedrich, mit einigen fürstlichen Räten und Vertretern der Landstände
|| [[Handschrift: 332r]]

Montag den 1. Junij: 1646.


Jch habe mit dem iungen Printzen, hertzogk Rudolff Augustus,
diese festung wolfenbüttel, vormittags vmbgangen, in 2½ stunden,
(wiewol wir ofte stille gestanden) nemlich das Schloß, welches
vier bollwergke, vndt drey pfortten hatt. Es ist keine regu-
lare festung. Auf den bollwergken, oder pasteyen, stehen hohe
katzen, vndt es seindt hjn: vndt wieder, schöne Stügke groß vndt
klein, zu sehen, in die Sechtzig, auf den wällen, vndt pasteyen.
Die gräben seindt auch breitt, vndt mehrentheils, die Ogker hi-
neyn geleittet. Man siehet auch von weittem, wo das Schwedische läger ge-
wesen, vndt den dam, wormitt Sie das wasser, die Ogker, geschwellet. || [[Handschrift: 332v]]
Der Marschalck Knesebeck, vndt Obrist leütnant Rentzsch Cavag-
lier dj Sankt Marco, vndt Commendant in Wolfenbüttel, neben
vielen andern Jungkern, seindt auch mitgegangen.


Jm gießhause, seindt wir auch gewesen, vndt es werden
schöne Stügke gegoßen, in demselbigen.


Die bollwergke haben alle casematten. Die Cortinen
seindt eines theilß, zimlich lang, vndt disproportionable.
Theilß bollwerke seindt gefüttert. Zun contrescarpen,
ist zwar ein anfang gemacht, aber nicht absolviret.


Nachmittags, ist der hertzogk Augustus (nebenst
seinen dreyen Söhnen, Rudolpho Augusto, Antonio
Ulrico, vndt Ferdinando Alberto, wie auch dem
Pommerischen Abgesandten, vndt großem comitat,)
mit Mir außgefahren, die Bibliothecam, vndt
zeüghauß, mir sehen zu laßen. Jn der ersten,
sollen in die 80000 bücher, von allerley scientiis, vndt
faculteten sein, wie wir dann eine große
Menge in guter ordnung, darinnen gesehen, vndt
dergeleichen Bibliotheca in Deützschlandt itziger
zeitt schwehrlich zu finden. Jm zeüghauß,
stunden nicht viel Stügke, weil die meisten
auf den wällen stehen. Dennoch war es ein
fein erbawetes Arsenal, vndt etzliche stügke,
darunter zweene lange eiserne eines 20 || [[Handschrift: 333r]]
ellen lang, das ander 5 fuß kürtzer, in dem zeüghauß.
Viel kugeln seindt darinnen. Oben auf stehen conterfecte
der alten Sächsischen Braunschweigischen Fürsten. Es hatte
auch Feẅermörsel darinnen, wie auch auf den wällen.


Nach dem man zu Mittage sich geschonet (vielleicht
darumb, weil mein Rindtorf, heütte das fieber bekommen,
vndt ich gewaltig wieder das Tringken, protestiret)
hat man auf den abendt, desto beßer poculiret, vndt den
Pommerischen gesandten, in hofnung der einnehmung in die
Fruchtbringende gesellschafft, gehänselt. Er der gesandte
ist sehr Treẅhertzig darüber, vndt mein großer Freündt
geworden.


Zu abends spähte vmb 1 vhr in der Nacht, hat man
einander a Dieu gesagt. Der hertzogk Augustus,
hat mir gewaltige vertröstungen, inß künftige, vor
sich gegeben, vndt durch den Marschalck geben laßen,
wie er mir proprio motu assistiren, vndt ex abrupto,
helfen wollte, dermal eines, &cetera[.]
Promissis dives, quilibet esse potest!1

Dienstag den 2. Junij: 1646.


Der Junge hertzog Rudolff, vndt Marschall Knesebeck
haben frühe, ihren abschied, von Mir genommen.
auch im Nahmen deß allten hertzogs.


Meilenm.
Bin also forth nacher Schöppenstedt, mit kalter küche: 3


Nota Bene[:] le Pomeran disoit: Euer fürstliche gnaden haben <ein> löblich, vndt hochrühmliches
wergk vor, das Sie ihre herren Söhne nacher Leyden, verschick[t.]

|| [[Handschrift: 333v]]


Le Düc Augüste approuvoit fort aussy cest'envoy, et le
Düc de Hanover, de mesme, comme aussy Madame a Schöningen,
le Conte d'Oldenburg, & presque tous mes amis, d'üne &
d'autre religion.


Die Stügke zu Wolfenbüttel so neẅ gegoßen werden,
haben hinten die zündtlöcher am Stücke nach der länge
hin, desto geschwinder das pulver fortzutreiben, vndt
nicht wie andere stügke, das zündloch in der Mitte haben,
da erst das pulver vndter sich schlagen, darnach
erst nach der länge fortgetrieben werden muß,
vndt also keinen so stargken schuß thun kan, alß
die zündtlöcher von der neẅen invention.


Meilenm.
Nachmittage von Schöppenstedt, nach Oßchkersleben,
allda pernoctiret, nach dem wir erst bey Schöningen
vorüber, darnach auf Odeleben, darnach auf hornhausen
zukommen, vndt alda vom heylbrunnen abermalß getrungken.
Seindt also heütte Sieben meilen gefahren, gute meilen.
3<4>


Ochersßleben ist halberstädtisch. Aufm Schloße lieget
ein Schwedischer Sergeant, mit 10 Mann, dißmal.


Der himpe rogken alhier, gilt an itzo 6 gute Groschengg: der
gersten, 7 Groscheng:[,] der haber 5 Groscheng: Das maß ist kleiner
alß daß Quedlinburgische. Es ist aber wenig Nahrung
alhier, vndter den leütten, wegen vbriger preßuren.


Die Bude, fleüßt alhier, vorüber.


Es hat heütte den gantzen Tag, stargk geregenet, vndt
die wege werden tieff, vndt böse.


J'ay des nouveaux desseings. perge

|| [[Handschrift: 334r]]

Mittwoch den 3. Junij: 1646.


Meilenm.
Von Oschkerßleben, nach Staßfurth
Wir seindt zu Oßerleben v̈ber die Bude gezogen,
bey heimerßleben, Groppenstedt, etcetera auf hegkling
zu, weil man den weg, vor näher, vndt beßer,
alß auf Germerßleben geachtet. Jch habe aber
einen schlechten vndterscheidt gefunden. Zu Staßfurt
habe ich noch genung, von der Stadtlichen kalten
küche, die man vnß, zu Wolfenbüttel mittgegeben,
zu zehren, gehabt.
4
Von Staßfurth, nachmittage gen Bernburgk
allda ich Meine herzlieb(st)e gemahlin, kinder, vndt Schwestern,
Gott lob, wol gefunden, nebenst Rähten, Officirern,
vndt hofdienern. Der liebe Gott, wolle ferner
mit gnaden, hindurch helfen.
2


Es seindt auch schreiben ankommen, an Mich, auß
hollandt, vom herrn von Schrahtembach, (welcher
mit meinen Söhnen, biß nacher Leyden, vollends
gutwillig, das geleidte gegeben,) Jtem: vom
Ern Spanheimio, (welcher vndter andren berichtet,
daß die Zeeländische post, Gott lob, durch herren
Voßbergen cooperation sich wol eingestellet habe)
vom hofmeister Schweichhausen, vndt andern Officirern.
Der liebe Treẅe Gott, seye auch vor diese gnade ge-
preiset, vndt gebe meinen Söhnen glücklichen fort-
gang, in pietate et Virtute, mit völligem Segen.

|| [[Handschrift: 334v]]


Es ist Rittmeister Vhester, an itzo alhier zu Bernburg,
fordert im nahmen seines Obersten Kannenbergs, 300
ReichsthalerRthlr: von dieser armen ruinirten Stadt, allte
resta, (so doch des Feldtmarschalls DorstenSohns, <eigenen> an-
deütten nach vnß erlaßen worden)[.] Mit
diesem hat man es abgehandelt, biß auf 100
ReichsthalerRthlr: vndt ein pferdt. etcetera


Der convent zu Cöhten, ist zimlich abgelauffen.
Die genandten landtstende, oder Schände, haben
diesem Bernburgischen Antheil, viel mehr contribution
aufdringen wollen, alß recht, vndt billich ist,
vndt alß sie zuvor gegeben, da doch die ruin
vor augen, vndt alleß endtlauffen will.
Sie haben sich auch einer Macht zu dictiren
vndterfangen. Es sol ihnen aber schon gesteẅ-
ret, vndt (ob Gott will) begegnet werden.


Occupat gewesen, mit publicis, vndt Privatis,
Jtem: mit depeschen, nacher Cöhten vndt Deßaw.


heütte habe ich erfahren, das Tobias Steffeck von Kolodey
seine confirmationem nobilitatis im Reich,
vom Kayser, durch deß alten Johann Loẅens
cooperation, vndt meine intercession, wol
entpfangen, welches dem Treẅen Menschen, wol zu gönen. || [[Handschrift: 335r]]
Darneben berichtet er mir aber auch der gute Tobias
Steffegk, wie er vorgestern, meinen großen Fuchß ge-
ritten, zwischen Schöppenstedt, vndt Odeleben, bey horn-
hausen, da der heylbrunnen ist. Alß er nun absitzen
wollen, vndt meiner Nachkunft erwartten, ist er
im lingken bügel behengen blieben. Jnndeßen gehen
meine neẅe hanoverische Stuhten vorbey, nach denen
tobet mein fuchß so sehr, das darüber der fromme
Tobias baldt seinen rest bekommen, dann er springt
vndt fängt an, eine carriere forthzulauffen vndt
schleift Tobiaßen immer mitt, also daß er im bügel
hengende vndter das pferdt kommen, vndt sein haüpt
zwischen den hinterschengkeln des gauls gehabt, da
er dann besorgt, es würde ihm den kopf, mit den
eisen zerschmettern, vndt derowegen beyde hände vmb
den kopf geschlagen, (seine hände vorß haüpt preiß
gebende) welches aber fast v̈bel gerahten. Dann weil
der gaul kitzelicht, vndt er es zwischen den Schengkeln
angerühret, hat das pferdt solches nicht leiden können,
sondern geẅlich nach ihm geschlagen, vndt ihn leicht
verderben oder zu nichte machen können. Gott hats
aber gnediglich verhütet, vndt es väterlich geschickt,
daß er noch endtlich sich loßgerißen, alß ihn eben
der gaul vndter einen hauffen Steine nach sich
schleppen wollen. Darauf ist der gaul auß vollem
bügen, bey den Stuhten, hindurch gelauffen, hat ihnen nichts
gethan, sondern auf Märtin han, vndt Geörge Petzen zu || [[Handschrift: 335v]]
geeilet, vndt sich neben meinen Schwartzbraunen
(welchen mein Sattelknecht Märtin hahn geritten) stock
stille gestellet, nicht mehr getobet, Sondern auf
allen vieren, gezittert, alß wie ein Espenlaub,
vndt alß er so stille gestanden, hat Tobiaß
leichtlich wieder aufsitzen, vndt sich beßer
vorsehen können. Gott seye gelobet, vndt ge-
preiset, das Seine Göttliche Allmacht, ihn so gne-
diglich erhalten. Er wolle ferrner segenen,
vndt vnser Schutz, vndt beystandt sein. Man
solte schier vermeynen, es gienge nicht mit
rechten Stücken zu, vndt wehre diese ge-
schichte, mit zaüberey vndtermenget.
Obgenandte mein Sattelknecht, vndt Furirer
seindt so erschrogken, alß Sie diesen erbärmlich
anscheinenden handel, angesehen, das sie
aller erblaßet, vndt nur die hände gefalten,
den herren Jesum vmb hülfe angeruffen, vndt
nicht gewußt, waß sie dem armen Tobiaß,
v̈ber diesem geschwinden zufall, vor eilen-
de hülfe thun, vndt wie sie ihre pferde stehen
laßen sollten? Die Mußketirer inngleichen,
(derer zweene mit den<je> <6> Stuhten zu führen.
vollauff zu thun gehabt) haben keine hülffe ihm || [[Handschrift: 336r]]
thun können, alß mit endtsetzen, seüftzen, vndt beklagen!
Da hats recht geheißen: Wo Menschen hülfe auß ist,
da fänget sich erst Gottes wunderbahre hülfe an.2
Sein Nahme seye gerühmet, vndt gebenedeyet, von nun
an biß in ewigkeit. Der wolle ferrner, Mich, vndt
die Meynigen, gnediglich vndt väterlich bewahren!
vndt vnß alle, an leib, vndt Seele segenen, Amen!!!


heütte haben sich wieder officirer anpræsentiret
von halle, Calbe, Sangerhausen, vndt anderen orthen,
mir völcker zuzuführen, wieder den Türgken, zu 50[,]
zu 25 Mannen, viel volcks vndt gesindeß will,
darüber kein guht mehr thun, in hofnung der Anhal-
tischen, außgesprengten bestallung. C'est ün cas
estrange de la renommèe, quoy que non veritable!


Halcken habe ich nacher Deßaw vndt Cöhten,
abgefertiget. Gott gebe zu glück!


Avis: daß der vornehme gelährte Mann, Er
Hofmeisterus Superintendens, im Deßawischen An-
theil, mit Tode abgegangen. Er ist ein vortrefliches
licht der kirchen Gottes gewesen, vndt wir haben
viel an einem solchen Theologo, verlohren. Gott
genade ihm, vndt laße ihn leüchten, alß des him-
mels glantz, vndt alß die Sternen, immer, vndt ewiglich!


Den 30. May ist Feldtmarschall DorstenSohn zu Cöhten
gewesen, mit 300 pferden. I'ay escrit a Berlin. et cetera
Dieu benie ceste depesche!!!!!!!

|| [[Handschrift: 336v]]


Zu abends, hat extra; Doctor Mechovius, vndt Ernst Röder,
wie auch, der Caplan Jonius, so bey mir audientz
gehabt, mit mir gegeßen.


Ein Obrist leütnant hat sich alhier angemeldet
bey vnß zu Bernburgk, frey quartier zu haben.
hat päße vom Feldmarschall DorstenSohn vndt Axel Lillie.
et cetera

<2 hasen hetzen lassen.>


Ernst Dietrich Röder, ist von hinnen verrayset,
nach deme ich ihn, in gnaden dimittirt, vndt er
nicht allein, auf der großen rayse, in heßen,
Westphalen, vndt die Niederlande, Sondern
auch, auf der kleinen neẅlichten rayse,
inß landt zu Braunschweig, mir fleißig,
vndt wol aufgewartett, vndt in allem, gar
willig gewesen.


Jch habe heütte den gantzen Tag, neẅe depeschen verfertiget,
vndt neẅe anschläge gemacht. Gott gebe zu glück vndt Segen!

Samstag den 6ten: Junij: 1646.


Andere depeschen wieder verfertiget. perge <gebe Gott, zu segen, vndt glück:>


Die zerfallenen rudera im Forwergke, garten, vndt
andern Oeconomy angelegenheit, spatziren gehende, conside-
riret, vndt auf remedia, (wiewol sie schwehr fallen wollen)
bedacht gewesen. Gott gebe seine gnade, vndt gedeyen!


Etzliche stügken bawholtz habe ich heütte mit
Meinen, vndt der bürger pferden anführen laßen.

|| [[Handschrift: 337r]]


Mon frere fait semblant de se vouloir accommoder, avec
moy, pour veu qu'il ne me trompe davantage.


Avis von Märtin lackay, daß er den 1. Junij,
schreibet, er hette schon 16 tage lang zu Brehmen, auf
den Freyherren von Schrahtembach gewartett,
derselbige bliebe v̈ber verhoffen, außen, Præceptor
hangkwitz, wehre wol zu Bremen, den 29ten: May
ankommen, vndt gienge nach hollandt zu. Gott wolle
ihn geleitten! Er der Märtin, wehre beraubet vndt
geplündert worden, vndterwegens. perge

Sonntag den 7ten: Junij: 1646.


Märtin lackay, welchen wir vor verlohren ge-
achtet, ist vnversehens, diesen Morgen wiederkommen,
mit vndterschiedlichen briefen von Brehmen, vom herren
von Schratembach, (auf welchen er 2½ wochen
warten müßen, biß derselbige auß hollandt,
wiederkommen,) vndt vom Præceptore Hangkwitz,
neben etzlichen andern allten schreiben. perge Er gibt
vor, der lackay, er seye bey Bre Langenweddel
von 4 Reüttern angegriffen, vndt geplündert worden.


Tout est Dieumercy en bon estat. Le bon Dieu
vueille tout conserver de bien en mieux, benir les
bons desseigns, & divertir les machinations, & menèes
secrettes, a l'encontre, dèscouvertes de nouveau!

|| [[Handschrift: 337v]]


halcke ist von Deßaw, vndt Cöhten, wiederkommen,
mit vndterschiedlichen schreiben, vndt höflichen
erbiehten.


Jn die kirche vormittags, da dann
beyde Schwestern, Sofia Margrethe vndt Dorothèe
Bathildis, neben andern communicanten, die Commu-
nion gehalten haben. perge


Avis: daß der Churfürst von Brandenburg Pommern mit Macht,
durch den König in Polen, attacqiren wolle, weil
selbiger König schon 30 mille Mann beysammen hette, alß
der venezianer general contra Turcam,
500000 Ducaten, Monatlicher gage. perge


Extra: war bey vnß zu Mittage, der Maior halcke,
CammerRath, Doctor Mechovius, vndt der iunge Geörg Friedrich
von Börstel.


Nachmittags wieder in die kirche <in>, des Diaconj Jonij, predigt.


Es hat greẅliche händel gegeben, zwischen etzlichen,
von der hofpursche, vndt des Rittmeister Vhesters leütten.
Er hat mirs klagen laßen. Jch habe remediirt,
vndt gestraft. Jst sonst contentiret, wegen deß
Obersten Kannenbergs, seiner gelder.


Avis: daß der Oberste Werder, schöner Sechß kutzschen-
pferde vom Obersten Borgßdorf, sous main, vom Chur-
fürsten von Brandenburg verehret bekommen, mais moy, on m'oublie,
depuis deux ans, de pacience, nonobstant la promesse a l'encontre.

|| [[Handschrift: 338r]]

Montag den 8ten: Junij: 1646.


Jn publicis, et Oeconomicis zu schaffen, vndt zu travagliren, gehabt.


Die allte Bella, des Secretarij Paulj Ludwigs, Eheweib, ist
diesen Morgen, bey Meiner freundlichen herzlieb(st)en gemahlin gewesen, vndt alß ich
zu ihr gekommen, ohngefehr, hat mich auch, die Bella angesprochen,
alß die Elltiste dienerinn vnsers hauses, (welche mich vngeboren
gekandt,) vndt in einem Jahr, mit Meiner FrauwMutter
Sehliger, iung worden.


Nach verrichteten laßtbahren negotiis, habe ich mit Meiner freundlichen herzlieb(st)en
gemahlin Liebden einen Spatzierweg, jn den garten, vorgenommen, vndt
laße denselbigen, durch den neẅen hollsteinischen gärtner3, wieder anrichten.


Die avisen von Leiptzigk, brachten mitt: das der König in
Engellandt, sich den Schotten ergeben, Newargk quittiren laßen,
vndt das wol ein krieg darüber, zwischen den Engelländern vndt
Schottländern, endtstehen dörffte, wo nicht friede wirdt.


Die große Frantzösische Schifarmada hat Orbetello, Porto
Hercole, Telamone vndt andere örther, occupiret, vndt
der Großhertzog, soll sich neütral erklähret haben.


Der Kayser ist noch zu Lintz, gedengkt auf hohe
consilia vndt assistentzen, im fall der friede wolte zu
waßer werden. Der frommen Kayserinn leichnam,
wirdt nach Wien geführet werden, nach dem man
ihn zu Lintz, solenniter beygesetzet, vndt die betrüb-
nüß Jhrer Mayestät ist sehr groß. Gott wolle Sie,
vndt alle Trawrigen trösten!


Zu Münster vndt Osnabrück hoffen Sie baldt, baldt desperiren Sie an
dem frieden, vndt wollen die Pfältzischen sachen außsetzen.

|| [[Handschrift: 338v]]


Der Türgke continuirt seine feindtsehligkeitten,
wieder die venezianer, hingegen rüsten sich diese
auch tapfer darwider, vndt hoffen, mit zuthun des
pabsts, den Polen, vndt Moßkowiter, mitt in har-
nisch, zu bringen. Der König in Polen soll
Monatlich 500 mille ducaten, alß der Liga wieder den
Türgken, ihr General gewiß haben, aber
etzliche vermeynen, weil er albereitt 30000 Mann
beysammen, vndt graf Woldemarn, mit etzlichen
völckern, nach hollstein zu, geschickt, welches
nicht der weg, nach der Türgkey zu, ist, es
dörfte ein verdegktes eßen, oder ein Reütter-
dienst4, darundter, verborgen liegen, vndt
vielleicht auch, also: en passant, Pommern gelten.


Die Coßagken, sollen auch im Schwartzen Meer,
nicht feyren, dem GroßTürgken händel zu machen.


Deß Ragozzi abgesandter, ist mit disgusto,
vom DorstenSohn, von Leiptzig, abgeschieden.


Eine große Mußkowitrische legation ist
durch Liflandt, von Riga zu waßer, nach
Stogkholm, ankommen.


<Generalleutnant> Königsmargk nach eroberung etzlicher West-
phälischer plätze gehet zur haüptarmèe, in
Heßen, wie auch vermuhtlich, der Ertzhertzog.

|| [[Handschrift: 339r]]


Es hat daß ansehen, die verbitterung, wolle sehr groß
werden zwischen heßen Caßel, vndt Darmstadt.


Jn Catalonien, sollen die Spannier, wieder prævaliren.


Jn Flandern, hat Gassion, ein Regiment Jrrländer
v̈berfallen, vndt gantz geschlagen. Man rüstet sich
daselbst stargk auf Frantzösischer seytten. Von holländischer
seitte aber, hoffen die Spannischen, noch, ein armistitium,
wiewol sich dennoch auch diese, zu felde rüsten.


Der König in Dennemargk, hat in die 50000 ReichsthalerRthlr:
zum pahtenpfenning voran nacher Flenßburgk, seinem
Sohn, dem Ertzbischof von Brehmen, zugeschickt, wirdt
baldt mit mehreren folgen, vndt es sollen, in die
30 fürstliche personen, auf daß kindTaüffen, kommen.
On y boira, (a ce que ie crains) extraordinairement.


Korneẅburgk hoffen die Kayserlichen baldt einzukriegen.


Die FrauwMuhme von Krannichsfeldt schreibet,
des Gonzaga völcker, hetten erschregklich dort-
herumb gehauset, sonderlich in der grafschafft Henneberg,
Sie hetten den luttrischen predigern, die zungen auß dem
halse, geschnitten, Nasen, vndt ohren, ab, die arme bawren
an die baẅme, die hände, auf den rügken, gebunden,
vndt die zungen, an die baẅme, genagelt, vndt so stehen
laßen. Sie beklaget das wenige glück, so darauf
erfolgen werde. Gott erbarme sich vnser aller, bevorab
der v̈belgeplagten armen leütte, vndt gebe einem ieglichen
Seine Mißethat, zu erkennen, zu bereẅen, vndt buße darvor zu thun.

|| [[Handschrift: 339v]]


Jch habe einen diebischen Drescher, Daniel hintze,
(welcher mir viel iahr gedroschen) ertapt, daß er gestolen,
vndt hindten zu Scheüne hinauß, viel korn gewor-
fen (welches durch seinen hundt wunderlich an Tag
kommen) Gott gebe beßere treẅ, vndt daß
man durch Strafe der v̈belthäter, erleichterung
haben möge!


hinauß spatziren geritten, auf meine breitten.


Melchior Loyß, der Alte diener, hat
mich besucht, vndt sein anliegen anbrachtt.
perge


Der Rittmeister Vhester, ist forth, mit contento,
vndt satisfaction, von diesem Orth, Bernburgk.


Avis: daß zu Brehmen, ohne mein ansuchen,
in den Stadtkirchen, vor meine verraysete
Söhne, gebehtet wirdt. Gott erhöre die guten
leütte, vndt verdangke ihnen ihre gute affection!


Je me suis accordè, avec Jacques Louys Schwartzen-
berger, affin de le retenir, tant que je puis, en mon service.
Jl est bon, et conseillable de ne se dèsfaire pas, de bons,
& fidelles serviteurs. Dieu m'en vueille fournier, ün
bon nombre continüellement!


J'ay recommendè halcke, a la cour, de Madame
la landgrävinne, a son desir; & recerche[!].


Mit Madame, in garten, zu abends spatziret.


Schreiben vndt antworth von Fürst Augusto, in publicis, bekommen.

|| [[Handschrift: 340r]]

Mittwoch den 10ten: Junij: 1646.


Jn die wochenpredigt conjunctim, da dann der hofprediger
Theopoldus, den 23. Ψalm5, gar schön außgeleget. perge


Extra zu Mittage, Doctor Brandt den Medicum, bey mir gehabt,
vndt von dieser armen Stadt Bernburgk, Noht, vndt anlie-
gen, geredet vndt conferiret. Gott wolle remedia zeigen!


halcke, ist Nach<Vor>mittages auch zur predigt, vndt
zur malzeitt, aufwartend sich einstellende gewesen.


Der Junge Börstel, Geörg Friderich hat sich
nachmittags, præsentiret. perge wegen künftiger mitt
aufwarttung zur rayse nacher Krannichßfeldt, gebe gott[.]


Avis vom Cantzler Milagio, das numehr, nach
langwierigen Tractaten, auch Briesach, den Frantzösischen
gesandten, bewilliget seye, Oßnabrügk, vndt Minden,
soll dem Ertzbischof von Brehmen, zu theil werden ad dies
vitæ, Staden vndt Spannien, tractirten friede, oder
Stillstandt gewiß mitteinander. Jn Engellandt hette
man auch hofnung zum frieden, nach deme der
König zun Schotten, getretten. StadtBergen,
haben die Schweden, vndt heßen, occupiret,
die vnterste Stadt, durch Sturm, da alle bürger
niedergehawen worden, die Oberstadt aber,
durch den abschnitt deß waßers mit accord
vndt seindt in die 600 Mann, vndtergestellet
worden. Die Kayserlichen vndt Bayerischen, moviren || [[Handschrift: 340v]]
sich auch. Die größeste verhinderung am frieden, sol
Spannien sein, weil sie mit Franckreich, sich
nicht vergleichen können. Die Schweden dörften
halb Pommern, noch annehmen, weil Franckreich vndt
Staden, gar beweglich vor Chur Brandenburg jnter-
cediret. hingegen, wollen die Schweden, noch 6
Aempter auß dem Münsterischen haben. Bran-
denburg dörfte die Stifter Magdeburgk
oder Halberstadt erwischen. Die Catolischen
wollen endlich noch auf 100 Jahr, die geistlichen
gühter, den Evangelicis, in handen laßen.
Der Kayser, reformirt6 aufß neẅe, in Oester-
reich, wil lieber, ein armer, alß verdambter
Kayser sein, (wie man referiret) vndt will
nicht zulaßen, sondern hats bey strafe inhibirt,
daß die vncatohlischen, nicht mehr, in Vngarn,
zu ihrem exercitio, abraysen sollen.


Jn der Ascanischen Sache hat Milagius die Chur Mein-
tzischen angesprochen, nostro nomine: Sie haben sich wol offe-
riret, aber vor eine alte abgestorbene Sache es gehalten.
Die Schweden, haben sich auch gar schlecht, darinnen
erklähret, doch wil er weitter sollicitiren.
Die Chur Brandeburgischen haben sich wol erklähret, auch wann || [[Handschrift: 341r]]
gleich das Stift Halberstadt, dem Churfürsten zukommen sollte,
zu aller assistentz, in vnsern desiderijs mehr alß einigem
anderem, die Kayserlichen können das meiste, vndt beste thun,
wann Sie die grafschaft nur exjmiren, Es wirdt alles
auf des Graven von Trauttmanßdorf ankunft nacher
Osenbrügk, verschoben. Er will die ChurSäxischen vndt
Chur Brandenburgischen nochmalß vnsertwegen ansprechen, vndt
er Milagius ist der Meynung, man möchte sich mit Ascherß-
leben, vndt ein par guten Aemptern, alß Gaterschleben,
vndt Schnettlingen, genügen laßen, ce quj ne sièd
pas bien a ün serviteur, de priver son maistre de
l'esperance de sa plüs grande portion. Ün maistre
peut donner en voye, ce qu'il veüt, ou peut, mais
le valet ou ministre n'a pas tant de pouvoir!

Donnerstag den 11ten: Junij: 1646.


A spasso hinauß in meine Felder, allerley zu besichtigen,
da dann die wintergerste, vndt Rübesaht durch Gottes segen,
baldt will rejff werden.


Nacher Zerbst, an Fürst Johannsen, vndt Iehna ablegiret.


Jn Oeconomicis, vndt Justitziensachen, allerley angeordnet,
vndt zu Meiner gemahlin Liebden rayse praeparatoria gemacht. perge


Vmb Mittage, ist mein vetter, Fürst Johann Casimir
alhier vorüber paßirt, v̈ber die fehre. hat 12 Reitt-
pferde, bey sich gehabt, eine kutzsche, mit 4 pferden, eine
Calesche mit 2 pferden, vndt 20 wagen, so korn führen sollen.

|| [[Handschrift: 341v]]


Diesen abendt, habe ich Bürgermeister Weylanden, vmb kahler
zweene ReichsthalerRthlr: willen, (so er nicht geben wollen, zu
deß Rittmeister Vhesters abefindung, vndt dahero der
gantzen Stadt vngelegenheit verahnlaßet) ein par
faß außm keller, durch Bürgermeister Seesen, vndt Rahtsherrn
Geörge heßlern, mit zwang, müßen nehmen laßen.
Jst zu erbarmen, das sich die leütte selber also
im lichte, stehen! perge


Hänsel est revenü de Cassel, <avec responce dilatoire.>

Freitag den 12ten: Junij: 1646.


Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin, ist mit meinen beyden
Elltisten Töchtern, nacher Krannichfeldt verrayset,
Gott gebe zu glück, vndt gedeyen!


Mit dem CammerRaht, Doctor Mechovio, deliberiret, vndt
allerley commissiones, vorgehen laßen.


Paulus Secretarius ist auch bey Mir gewesen, allerley
zu referiren, in publicis, vndt sonsten.


J'ay travaillè a faire trois depesches jmportantes,
vers Caßel, Westphalie, & aux pay-bas. Dieu
nous y vueille ottroyer, les effects, de sa Sainte benediction.


Avis: daß 1000 pferde bey Brandenburgk, die generalin
DorstenSohnin, (welche mit vielen wagen, vndt großen
Schätzen, in Pommern gewoltt, vndt 400 Mußketirer,
zur convoy, bey sich gehabtt) attacquiret, mit ihrer || [[Handschrift: 342r]]
convoy gefochten, also daß ein officirer mit 8 Mußcke-
tirern, todt blieben, endlich aber, dem fußvolck im felde
zu starck worden, daß sich daßelbe in ein nahe ge-
legenes höltzlein, zu ihrem glück, retiriren müßen,
vndt also die Reütter, (welche sich vor Kayserliche außgeben)
alle wagen, vndt beütte, hinweg bekommen haben sollen.
Jndeßen aber, weil die Mußcketiere mit ihnen schar-
mützelt, hat die Fraw generalin luft bekommen,
auf ein pferdt zu sitzen, vndt in die Stadt Brandenburg
zu endtrinnen. Viel meynen, es seyen nicht Kayserliche
sondern <Chur>Brandenburgische reütter, so darzu commendirt gewesen
sein möchten. Die zeit wirdt alles klahr machen. perge


Meine Oeconomj berichten, das sehr viel maüse
im getreydig sich sehen, vndt schaden thun sollen.
Gott wolle auch diese plage, in gnaden, von vnß wenden!

Samstag den 13den: Junij: 1646.


heütte seindt meine lackayen forth mitteinander[.]
Gott wolle sie sicher, vndt vngehindert, mit guter
verrichtung, hin: vndt her, geleitten. Zu Wolfenbüttel
wilß Gott, sollen sie sich scheiden. Oberlender gehet
nacher Westphalen, vndt in die Gülische lande,
große Kersten, nacher Caßel, Märtin, nebenst einem
kochgesellen7, nacher Brehmen vndt Oldenburg, von dannen
der koch nacher Leyden, zu meinen kindern, gehen soll. Gott
geleitte Sie alle glücklich, wie auch meine bohten, nach Dresen[!], vnd Berlin[.]

|| [[Handschrift: 342v]]


Jch bin hinauß geritten, meine felder alhier, vndt vmb
Zeptzigk herumb, zu besichtigen. Vmb Zeptzigk finden
sich mehr Maüse im korn, alß hier herumb.


Christoph Wilhelm Schlegel, (welcher in seiner Jugendt
vnser page gewesen) ist auß der Schlesie, vndt von
Dresen[!], wiederkommen, da ihme, meine recommendation
schreiben wol geholfen, dann ihn der Churfürst von
Saxen, auf meine intercession vornehmlich,
mitt in eine belehnung genommen, darinnen<welche>
50[,] 60 Jahr, verseßen gewesen. So ist er auch
zu Breßlaw, sehr wol tractiret worden,
vndt hat mir briefe gebracht, vom alten hertzog
Georg Rudolph, zur Lignitz, Kayserlichen Oberamptß-
verwallter, Jtem: von hertzogk Geörgen, zum Brigk,
Jtem: vom Nostitz, meinem gewesenen Stallmeister,
(welcher landt commissarius ist, vndt gute sache bey
den seinigen hatt, auch bey den armèen wol bekandt)
Jtem: vom Obersten Kreüselwitz alten bekandten,
sieder anno 1613 auß Jtalien hero. perge Le dit Schle-
gel, a estè honnorè, de presents de chevaux, chiens, argent. perge
Daselbst haben sich viel leütte, offeriret, zu
Meiner vermeinten venezianischen werbung, wieder
den Türgken, weil sie wieder den Kayser, alß
ihren herren, vndt wieder ihre Religion, auch nicht || [[Handschrift: 343r]]
dienen mögen. J'ay retenü Schlegel á disner.


Jtzt Nachmittage schickt Bergen der contributionseinnehmer
einen brief herauf, da die Anhaltische contribution einem
Rittmeister Melchior, angewiesen wirdt, vndt also execu-
tion, vndt Contributionsassignation zugleich kömbt. Sie
haben gestern schon zu Cöhten, exequiren wollen, seindt aber
abgefunden worden. heütte kommen sie nun, mit einem
Sturm hieher. Dieser modus exactionis, est vere tyrannicus.


Schlegeln, habe ich, mit gelde c<v>ndt wein, contentiret,
weil ihn, Fürst Iohann Casimir an mich, verwiesen.


Abermahlige schreiben, vom Milagio, vom 27ten: May,
vndt abermahlige special erkundigung, wegen der Ascanischen
Sache, vndt allerley Postulata begehren sollte?


Der friede scheinet, mit Frangkreich, richtig zu sein,
die Schweden wollen auch, (wegen der verlängerten, oder
außgesetzten ChurPfältzischen sache) in keinen neẅen
krieg, sich einflechten. Spannien, vndt Staden, hoffen
eines zu werden. Frangkreich aber, kan mit Spannien,
noch nicht accordiren, wiewol Spanien viel offeriret.


Jn heßen, vndt in Westphalen, ist an itzo, der größeste
kriegesschwal. Die Schweden stellen sich sehr gut heßisch,
vndt wolten Heßen, gerne größer machen. hingegen,
begehren dieses, die Päbstischen nicht. Cölln, ist wieder
Trier, wegen Ehrenbreittstein, dann Trier diese
Festung wieder begehrt. Etzliche Catolische so wol als Evange-
lische, imputiren Franckreich; es sehe mehr auf den Staad, als Religion.

|| [[Handschrift: 343v]]


Risposta von Zerbst, wie auch schreiben von Ballenstedt
bekommen, von Meiner gemahlin, vom Amptmann, vom Jakob Ludwig Schwartzenberger[.]

Sonntag den 14den: Junij: 1646.

<1 Rehe von Ballenstedt.>


Jn die kirche vormittags et cetera cum sororibus &a
perge


Nachmittags, wieder zur kirchen, cum liberis, & sororibus.


Extra zu abends, den hofprediger, Theopoldum;
bey mir gehabt. Chascün plaint sa necessitè.
perge


Risposta von Berlin, vom Churfürsten, wie auch von
seinem Obersten Borgßdorf, plat refüs. perge Pacience!


Promissis, dives; quilibet esse potest.8 perge


Tel refüse; quj apres müse! <Nota Bene{:] Oberste Werder, <mon antagoniste> ist zween tage, vor des bohten abfertigung, zum Berlin, ankommen. perge>

Montag den 15den: Junij: 1646.


A spasso in die ruinirte Mühle, (welche gar langsam,
wieder aufgebawet wirdt) vndt an andere verdorbene
örther, nach müglichkeit, zu remediiren, vndt die la-
mentationes allenthalben verdrießlich anzuhören.
Ach Gott, hilff doch, auß den vnordnungen!


Der CammerRaht, Doctor Mechovius, ist bey mir gewesen,
hat vndter andern mit mir conferiret, wegen der wüsten
brawen, in der Stadt, das ich solche alß Dominus Territorij
wol an mich nehmen, vndt dem publico darvon, die
onera abtragen möchte, wann nur die reye vndt ordnung
gehalten, vndt sonsten niemanden, præjudicirt würde,
denn es fehlen wol 66 brawer, vndter der<n>: 124 in || [[Handschrift: 344r]]
der Stadt, welche sonst der Raht, oder die monopolisten, auß
ihrem Mittel, an sich zu raffen pflegen, verkauffen, vndt
vertuschen dieselben, vndt machen schlechten proffit, dem publico.


Jch habe, ohne daß, wenig dienste, kan mein getreydig nicht
verführen, vndt köndte es also nützlich verbrawen, vndt Meine
kinder darvon, erhalten. Die armen brawer, würden mirs
dangk wißen, wann ich ihnen, ihre gefäße, vndt reyhe, noch er-
hielte, vndt dem publico darmit gratificirte. Sie werden
doch bey den Einquartirungen schlechtlich in acht genommen, Sie
mögen brawen, oder nicht brawen. Thomaß Benckendorff,
Geörg Reichardt, vndt Bürgemeister[!] Weylandt, seindt eben
dieser meynung, wiewol sich die monopolæ heftig darwider
setzen, nur vmb ihrer schinderey vndt eigenNutzes willen,
auch Paul Ludwig welcher vor diesem selber gesagt, wann ich die vn-
pflichte darvon tragen wollte, köndte mirs keiner
wehren, wann ich aber lautter freybrawen, darauß
machen wollten, müsten alle brawer darvon lauffen.
An itzo opponirt er sich, nude, et simpliciter, auß neid,
vndt eigenNutz, seines alten weibes, da sie doch keine
kjnder, mitteinander, haben.


Abermalß bohten, nacher Wolfenbüttel vndt Caßel, geschickt.
Gott wolle sie hin: vndt her, wol geleitten.


Der CammerRaht, Doctor Mechovius, wie auch der Maior
Halcke, seindt zu Mittage, extra gewesen.


Avis: daß darundten in der Stadt, der Præsident Börstel
sehr schwach, vndt kranck am stein ist. Jch habe ihn
etzliche mahl die Tage v̈ber, besuchen lassen. Gott beßere ihn[!]

|| [[Handschrift: 344v]]


Nachmittags, bin ich hinauß spatziren geritten, vndt
weil numehr Rindtorffen, sein tertian fieber, (so
er vom Braunschweigischen Sauffen bekommen) verlaßen,
ist er auch mittgeritten gen Pfuhle, mein heẅ,
darnach auch meinen weitzen zu besehen, darnach
wieder zurügkeb am Dröbler wege, die rübe-
saht, so Sie heütte abgebracht, Jtem: aller-
ley getreydig, an den andern breitten, auch
besehen. Vndt alß ich zurückc ritte, traf
ich ohngefehr, herrnvetter Fürst Ludwigen, an, bey
der Fuhne, da er hergefahren kahm, vndt hatte den
Obersten leütnant Knochen, bey sich. herrvetter, conversirte
mancherley, mit mir, vndt erzehlete vndter andern,
wie es nicht DorstenSohns, sondern Axel Lillie
Fraw gewesen wehre, welche geplündert, vndt
gefangen worden, auch sich rantzioniren müßen,
mit 100 oder 200 Ducaten, von 200 Kayserlichen Reüttern,
so Sie vnferrne von Brandenburgk, attacquiret,
vndt vndter andern auch, den Einnehmer Herlin
erschoßen.


Die avisen, von Leiptzigk, referiren:


Daß der Principe Thomaso, mit der Frantzösischen Schiffar-
mada, Porto Telamane, Orbetello, Porto Hercole ein-
genommen, mit Toscana vndt Genua, die neütralitet
geschloßen, vndt dem Pabst zu Rom, bange mache. || [[Handschrift: 345r]]
hingegen rüstete Pabst vndt Spannien, auch wagker.
Es schien, der Frantzose wollte gerne daß herzogthumb
Meylandt wegnehmen, <wann er köndte?>


Jn Spannien, gehet der krieg in Catalonien, tapfer forth.
Lerida ist aufß neẅe belägert.


Jn Flandern gehen die Frantzosen stargk, vndt die
Spannischen hoffen friede oder stillestandt, auf 30 Jahr
lang, mit den holländischen zu machen. Der Printz
von Vranien stellet sich, alß wolte er, zu felde ziehen,
ist aber nur, biß auf Ütrecht, avanciret, wiewol
die kriegespræparatoria, sonst gemacht werden.


Zu Münster vndt Osnabrück ist iedermann embsig in friedenß-
tractaten, gleichwol lawren die parten, auf den
außschlag, den es in kurtzem, nehmen möchte, in heßen,
vndt vmb Hanaw, vndt Francfurt herumb,
da an itzo, sedes bellj ist, <vndt alle armèen fast concurriren.>


Des Königs in Polen, stargke werbungen, sollen
wieder den Erbfeindt, angesehen sein, Theilß völ-
cker, marchiren in Podolien, andere, nach Schlesien
zu, andere nacher hollstein. Man kann sich nicht wol
darein richten. Die venezianer vndt Pabst, geben geldt her.
Jnterim sol es vor Canea schlecht hergehen, vndt der
venedigische General Cornaro, hette den hertzog de la
Valetta, weil er ihme nicht obediren wollen, in ar-
rest nehmen, vndt ihn auf das casteel zu Retimo
setzen lassen. Eine schöne ehre, vor einen Fürstlichen General!

|| [[Handschrift: 345v]]


Es stunde auch in gestrigen avisen, daß der
Moskowiter, mit dem Polen, in den bundt
getretten, vndt den Türgken zugleich mitt,
angreiffen, auch die Tartaren anhetzen vndt
aufreitzen wollte.


hingegen, ist eine große Legation auß
der Moßkaw, zu Stogkholm, mit gewaltigen
præsenten, von Persianischen Teppichen, güldenen
stügken, auch vielem Moßkowitrischen peltzwergk,
vndt zobeln, angekommen, die sollen eine alliantz
mit Schweden mitbringen, Sonderlich aber, die
manutenentz, des friedens zwischen dem
itzigen Jungen Großfürsten, vndt der Jungen
Königinn in Schweden.


Der König in Engellandt hat ialousie
angerichtett mit seinem v̈bergang zu den
Schotten, vndt man vermeinet beyde nationes
dörften <darüber> einander in die haare gerahten.


General Feldtmarschalck leütenampt
Mißlich, bey den Kayserlichen ist wieder relaxirt,
seines arrests, vndt frey gesprochen vom
kriegsrecht, das er den Bassompierre im Duel || [[Handschrift: 346r]]
erstochen. C'est üne chose pitoyable entre les
Chrestiens, de voir massacrer ün amy l'autre
& qu'on n'estime plüs tel pechè! perge


halcken habe ich heütte nacher Wolfenbüttel
laßen reysen. Gott gebe gedeyen, vndt besten-
digen guten vorsatz, zu rechtmeßigen intentionen. perge


Es haben sich Comedianten angemeldet, so auß
Preüßen kommen. Jch habe ihnen aber sagen laßen,
man wehre an itzo, in der Trawer, vndt hette ih-
rer nicht von nöhten, darzu wehren solche comœdien
oder viel mehr Tragœdien, alhier gespielet worden,
das die rudera vndt steinhauffen, dieseß orths,
solches genungsam außwiesen. Man müste an itzo
nicht comœdien agiren, sondern im Sagk, vndt in
der asche liegen, vndt buße thun. perge


Avis: daß vorgestern in die 400 pferde, (so Sich vor
Königßmargkische außgegeben) bey Oscherßleben,
ein 18 wagen von hamburgk, welche hieher,
vndt nacher Leiptzig, gewoltt, angegriffen, vndt
geplündert, mit vieler Spezerey, vndt andern
sachen, also: daß daß öel auf der erde herümber
geschwommen, vndt viel schade geschehen, weil sie
die pferde hinweg genommen, vndt die wahren aufgehawen. || [[Handschrift: 346v]]
Bald hernacher kahm avis, das es nur 60 pferde
gewesen, zwar vndter dem Königßmargk, von
hollsteinischen, vndt Pensischen Reüttern, die fuhr:
vndt kaufleütte, mögen sie wol, auß furcht, vor
400 pferde, angesehen haben, vndt weil sie sie außge-
kundtschaft, verhoffen sie das ihrige, wiederzuerlangen.


Nota Bene[:] weil ich außer landeß gewesen, ist
vndter dem Falckenstain, ein luchß geschoßen worden,
welches eine raretet, in diesen landen ist.


Am hartz ist großer schade den wintter v̈ber,
an Rehen, (so die Wölfe gefreßen) geschehen, vndt
es vermeinen die holtzförster, es werden sich kaum
in 20 iahren so viel Rehe, auf dem hartz,
wieder finden, alß vorm iahre noch gewesen.


hingegen ist das heẅ, in eilf iahren so schön
nicht gestanden, alß ichs gestern noch gesehen. perge
wegen vieler feüchtigkeit, schnee, vndt regens,
im Erdtreich. perge


Die Lindawische lehenssache, ist von Zerbst
auß, an die v̈brige herrschaft, gesendet, vndt
von Sanderßleben, anhero kommen. Jch habe es
vollnzogen, alß mittbelehnter, vndt die vollmacht
wirdt auf Dietrich Krahen gerichtet. Derselbe
darff nicht schwehren, sondern empfänget nur || [[Handschrift: 347r]]
die lehen, durch einen handtschlag, Es ist auch endthalten
im lehenbrief, das es kein Fürst in der person, Sondern
durch einen Adelichen im lande geseßenen lehenmann,
von Chur Brandenburgs Liebden soll empfangen. Der
Churfürst, hat vnß, den<vom> 11ten: May, schon citiret,
zur lehensempfahung, nacher Cölln an der Spreẅ,
auf den 20ten: Junij, zu erscheinen, vndt heütte
empfange ich erst, solche acta, mit vollmacht
vndt mit allem, da dann die sachen, sehr præci-
pitiret werden.


Der Præsident henrich von Börstel, ist so
krangk am Stein, daß er in 4 Tagen vndt Nachten
seine urin (salva venia) nicht laßen können, vndt wann
gleich etzliche tropfen erfolgt, ist es doch ohne blut
nicht geschehen, vndt sehr schmertzlich gewesen.
Er hoft aber der beßerung. Gott lindere seine
schmertzen, vndt bewahre vnß vor dergleichen!


Jch habe außschreiben an Meine Aempter,
wie auch Adel vndt vnadel ergehen laßen,
zum Mühlfuhren. perge <Gott gebe schuldige erkendtligkeitt!>


Mittwoch den 17den: Junij: 1646.


Gestern, hat der iunge hübner, mit Rittmeister
Bertram, vor deßen hause zu Grehna, händel ge-
habt, vndt ist von ihme, durch vndt durch geschoßen worden.
Quj amat periculum; peribit in eo.9

|| [[Handschrift: 347v]]

Mittwoch den 17den: Junij: 1646.


Jn die wochenpredigt, deß Theopoldj, cum sororibus
et liberis, da der 23. Ψalm10, ferner erklährt worden.


Es ist wegen einer neẅen fehre, mit einem von
Creützbergk, gehandelt ferrner, vndt
Davidt von Bergen, weil Creutzbergd außfal-
len, vndt die fehre vertheẅren will, inß
landt zu Meißen, zu ihm geschickt worden.


Mit dem Caplan Jonio, conferiret, von allerley
Ecclesiasticis, auch von remediis, zu etwaß wieder
aufhelffung, der zerfallenen kirchen, vndt
pfarrgebeẅde.


habe ihn auch extra zur Mahlzejtt, zue
Mittage, behalten.


Avis: daß zu Zerbst, der neẅe luttrische hofprediger,
ein gewaltiger clamant wirdt, vndt in Neẅ-
ligkeit offentlich, auf der Cantzel, geprediget
haben solle: die Calvinisten, wehren die ergsten
ketzer, man sollte mit ihnen keine gemein-
schaft halten, sondern so viel müglich, sich ihrer
enteüßern, vndt nicht mit ihnen eßen, noch
tringken, auch nicht auf die Evangelischen
kirchhöfe, sie begraben, vndt dergleichen,
da er doch anfangs, in lambskleidern aufge- || [[Handschrift: 348r]]
zogen, vndt geprediget, an itzo aber successive ein
reißender wolff worden ist. Da heißt es: Auß
ihren früchten, sollet ihr sie erkennen.11 Dann Sie
erweysen, solche vngegründete diffamanten,
welches Geistes, kinder sie seindt?

Donnerstag den 18den: Junij: 1646.


Avis von Strelitz, daß Schwester Sibille Elisabeth,
noch gar schwach, vndt krangk ist. Gott wolle alles
beßern! Jtem: daß die hertzogin Meine Schwester
Eleonore Marie, (weil ihr hofprediger krangk gewesen)
in die luttrische kirche, zu Strelitz fahren wollen, So
wehren die kutzschpferde von der zugbrücke zu
Strelitz, in den graben gefallen, die Schwester, hette
mit Mühe, auß dem Schlage kommen können, vndt es
hette wenig gefehlet, daß nicht alles, mit der kutzsche,
hinundter gefallen, vndt ersoffen wehre. Gott lob!
der noch alles größere vnglügk abgewendet.


Es hette an itzvergangenen Sontage, alhier zu
Bernburgk, fast dergleichen begegnen können, Sin-
temahl durch liederliche bestellung, vndt aufsicht,
des Rindtorfs, ein neẅer kutzscher, sich auf ein
Schmahles eisen, am kasten, (mit zwey vnbändigen
pferden vor der kutzsche) gesetzt, vndt weder kasten,
noch Sitz, war vorhanden, also: das er, weder sich selbst, noch
die pferde, recht regieren kondte, vndt vnß bey nahe || [[Handschrift: 348v]]
in den graben, geworffen hette, da es dann halß oder
arm vndt beine hette kosten dörfen, wo Gott nicht
sonderlich behütet, vndt das vnglück abgewendet
hette, zumahl da sich vnsere vorgänger, nicht
vmbsehen wollten, außer daß vnß halcke,
wie auch der page Biedersehe, vndt Sattel-
knecht Märtin hahn, noch zu hülffe kahmen,
vndt die pferde nach dem rande des grabens
zu, erhielten. Meine beyde Schwestern,
Sofia Margaretha, wie<vndt> Dorothea Bathildis,
wie auch mein kleiner Carolus Ursinus,
saßen in der zugemachten fensterkutzsche,
bey mir. Gott seye lob, vndt dangk gesaget,
vor seine väterliche gühte, vndt gnadenreiche
beschirmung. Er wolle vnß ferner gnädiglich
bewahren, vnser Trost, Schutz, vndt Nohthelfer sein!


J'ay escrit á Amsterdam, & á Paris. perge


Risposta von den Trothen, welche sich w gar wol
erbotten, mit 6 gespann pferden, nacher Ballenstedt
zu fahren, bawholtz abzuführen, zur Mühle,
wann ichs <oder das Ampt> begehren würde. Gott gesegene sie
davor. Sie offeriren sich auch noch, zu mehreren diensten.


Die Krosigk zu Erxleben aber, haben sich mit
abwesenheitt, durch <ein> recepisse endtschuldiget.

|| [[Handschrift: 349r]]


Je suis allè pourmener á cheval, en mes vignobles,
& estant auprès d'üne presse ruinèe (in der kelter,
am Zigelberge,) tout seul, parceque mes gens fürent
tous constraints, de tenir par la bride, les chevaux malicj-
eux, ie m'embarrassay, dans les espines, & autre her-
bage forte, quj y estoit creüe, en sorte que je per-
dis mon èspee de la gaine, sans y penser. Revenant
donc a mon bidet, pour remonter a cheval, ie m'ap-
perceüs d'estre sans èspèe, ie laisse alors le cheval
là, & les aultres chevaux avec mes gens, & vay cercher[!]
mon èspèe nüe, perduë, au lieu, que ie devois sca-
voir seul. y retournant adonc & cerchant[!] avec
diligence ma perte, & regardant par tout, ie
ne prends pas garde, parmy ces chardons, herbages
espaisses, & espines, que mon èspèe nuë gist en
ün coin iüstement la pointe abbaissèe contre
mon ventre, que ie pousse moy mesme, en mar-
chant, (parmy cest embaras) si fort contre mon
ventre, qu'il füst heurtè de l'espèe comme d'ün
baston, & sans la robbe de chasse que ie portois
en ce temps de pluye, (laquelle nous mouilla
tous bravement) & sans les longues tassettes
de mon pourpoint, ie croy que la pointe de l'espèe
m'auroit traversèe, jüsqu'aux boyaux. Au moins || [[Handschrift: 349v]]
la pointe s'est fort courbèe, de ce aheurtement; &
estant fort aiguë, l'on n'a sceu aulcün
pertuis, Mais il eust estè fort aysè, de me tüer
ainsy moy mesme, sans y penser. Dieu
nous monstre quelquesfois, comme nous sommes
quasj toujours, près de la mort, & qu'il
faut tousiours estre prest a la derniere
heüre, nos soings, & nos diligences, ne pou-
vans resister a la fatale destinèe, voire
nous precipitans souvent nous mesmes
a la mort, sans y penser, sj Dieu, ne nous
soustenoit, par sa main puissante, & misericordieüse.
A luy en soit; honneur, & gloire, perpetüellement; Amen.


Die Aeptißin zu Quedlinburgk, hat an mich
geschrieben, vndt Mir einen Tag angesetz[!], den
13. Iulij, zur empfahung der lehen, v̈ber der
Burgk zu hoym.
perge

Freitag den: 19den: Junij: 1646.


Schreiben, vndt gratulationes, wie auch communicationes
von Zerbst empfangen, in publicis, & privatis.


Die Krosigkin von Erxleben, hat sich excusiret
mit der absentz ihrer Söhne, vndt daß Sie wegen
großer vorgangener ruin, v̈bel bespannet wehren, || [[Handschrift: 350r]]
gleichwol wollte sie sehen, daß ich mit 3 gespann,
auf mein begehren, versehen werden sollte. Gott helfe ferner gnädig[.]


Conradus Reinhardus Notarius publicus sonst bürger alhier, zu
Bernburgk, an itzo aber, der pagen Præceptor zu Berlin,
in diensten der Churfürstlichen wittibe, ist von dannen
anhero kommen. Jch habe <von> ihm allerley bericht eingenommen,
nach verstatteter gnädiger audientz, wie es in der Margk,
vndt bey den hofhaltungen, stehet? Plaintes par tout
perge


Raht gehalten mit Doctor Mechovio, den ich zum
eßen behalten, <wie denn auch halcke darzu gekommen.>


Jtem: Paulum Ludwigen Secretarium gehöret, wegen
der Quedlinburgischen lehenssachen, neben deß Præsidenten bedengken,
vndt ich habe selber daß convolut der lehensacten,
durchlesen, vndt allen præiudiciis vorgebawet. perge


Der Major Halcke, ist von Schöningen, vndt Wolfenbüttel,
wiederkommen, mit grüßen, vndt recommendationen.


Jch bin in die Mühle, vndt zu meinen gebeẅden spatzi-
ren gegangen, die beförderung derselben pro posse, zu ma-
turiren.


Halcke avisirt vndter andern, daß der cornet12 zu Wolfenbüttel
welcher nähermalß sterben sollen, (dieweil er einen, in der
Nohtwehre, endtleibet) auf meine alleinige vorbitte,
endtlich relaxiret worden, Jedoch damit er nicht gar,
vngestraft durchgienge, wehre ihm poenæ loco auffer-
leget worden, in den krieg, wieder den Türgken,
mitt zu ziehen, vndt deßen beglaubten Schein, einzuschicken.
perge

|| [[Handschrift: 350v]]


Die Werder haben mir Sieben bawfuhren, die
bürger in der Stadt alhier 23 bewilliget.
Anitzo mangelts an vnsern eigenen leüttlin, vndt an
beschlagung der baẅme!

Samstag den 20ten: Junij: 1646.


Nacher Plötzkaw, geschrieben, wegen einer Conferentz.


Die bürger vorm berge werden 8 wagen außrüsten,
Weylandt einen, Panse13, vndt hofmeister Einsidel
einen, Erlach einen. perge zun bawfuhren. perge Jtem:
Der CammerRaht, Doctor Mechovius, hat sich auch zu einer
Fuhre, erbotten.


A spasso vormittags, in meine felder, nach meiner
wintergerste, vndt nach dem heẅ zu, solches
in den alten Teichen, in augenschein zu nehmen.
perge


Risposta noch vormittags von Plötzkau vndt ersuchung, vmb
2 vhr, dahin zu kommen, nacher Grähna.


Die conferentz hat Fürst Augustus so wol begehret, alß
ich, vndt weil vnsere Vota zusammen concurrirt, ists
desto beßer abgegangen, in einem garten, vndter dem
hause Grähna, an der Sahle. Die Fraw-
Muhme, kahm auch dahin, mit 3 Söhnen, vndt
3 Töchtern, vndt in dem Sie mit meinen Schwestern,
vndt kindern, redete, die iungen herren aber, || [[Handschrift: 351r]]
mit vnseren, vndt ihren Jungkern14, gieng der alte herrvetter,
mit Mir, in den bawmgartten alleine. Da gab es, viel:
vndt Mancherley gespräche, auch communicationes in publicis,
& Privatis.


Meiner rayse wurde zwar glimpflich gedacht, iedoch
gab es erinnerungen, von beyden Theilen. herrvetter hatte sich gar
impertinenter eingebildet, meine cession, von herrnvater
Sehligem, wehre nur ein mißgebraucht blancquet, (welche
falsification, Mir doch niemalß, in Mein redlich hertz,
gestiegen) es gehörte auch die Summa der landtschafft
zu, vndt nicht der herrschaft, vndt mein herrvater Sehliger hette
nicht Macht gehabt, darvon zu disponiren, alß ob man
nicht wüßte, daß die anderen herrenvettern, Fürst hanß
Geörge, Fürst Rudolph, Fürst Ludwig, darein consentiret,
Meinem herrnvater Sehligen die originalia tradiret, vndt
Jhre Gnaden mir hernacher alles väterlich cediret hetten?
welches alles Fürst Augustus nicht leügnen können, nur allein
regerirte er, er hette nicht darein consentiret, sonderlich
waß die 10000 ReichsthalerRthlr: (welches doch gülden sein) anlangen
thete. Von den 5000 ReichsthalerRthlr: wüste er gantz nichts,
hette auch niemalß darvon gehöret. Cependant,
parmy ces rèsveries, Messieurs les Estats, m'ont
fort bien sceü payer, ce qu'ils n'eussent fait, si
i'eusse eu nül droict, a pretendre iüstement,
ce que mes propres parens, m'ont voulü aneantir!


Er verschnapte sich aber doch einmal, in dem er sagte,
Mein herrvater Sehliger hette einmal mit ihm, wegen || [[Handschrift: 351v]]
der 10000 ReichsthalerRthlr: (oder gülden) geredet, vndter andern diese
verba formalia: Wie wirdt es? bruder Augustus, wenn
ich die Stadische schulden, mit vnkosten sollicitiret habe,
vndt mein bruder, hat dareyn nicht consentiret,
wie doch meine andere brüder gethan, vndt mirs
abgetretten haben, alß Euer Liebden in Schlesien gewesen?


Darauf hette er Fürst Augustus geantwortett: Ô
Mein lieber Bruder, wir wollen vnß derentwegen,
leichtlich vergleichen. Er sagte auch noch, wann
ich ihm ein par tausendt gülden, darvon geben
wollte, thete ich ihm einen großen dienst,
weil er an itzo, sehr dörftig wehre, vndt oft
nicht eines Thalers, in seinem hause mächtig!
er wolte sich im v̈brigen wol mit mir vergleichen.
Comme s'il falloit dispüter de nouveau, üne
chose desja faite, & donner pour loyer de mes
travaulx, & persecütions non necessajres,
de l'argent a celuy, qui m'a aydè a affliger
contre toute rayson & equitè, si mal a propos?
Voyla a quoy nous reduit l'envie & avarice?


Jch antwortete gleichwol gelinde, vndt mit
lächelndem Munde: Wann ich die 6000 ReichsthalerRthlr:
im beüttel behalten hette, so man mir vnnöhtiger
weyse, neẅlichst zu verzehren, vrsach gegeben, || [[Handschrift: 352r]]
auch die vorigen vnkosten, (so in 40 iahren, Mein herrvater
Sehliger vndt ich, auf die Sache spendiren müßen, welche spesen
wol noch einmal daß capital vndt die zinßen, v̈berstiegen,
deß verdrußes, verseümnüß, vndt anderer schäden, zu
geschweigen) wieder hette, köndte ich wol etwaß weg-
schengken, vndt ich wolte gerne 2000 gülden darumb geben.


Jch sahe, daß die Jnvidia vndt Avaritia <dem guten alten> herrn, die sinne
verblendet hatten, das er nicht wißen wolte, wie die Sache
an sich selbst beschaffen? vndt sich ofte contradicirte. Er
meinte auch, die landtschaft dieseß Fürstenthumbs, hette
es Chur Pfaltz vndt nicht vnß contribuiret, den herren
Staden, diese, vndt noch viel mehrere Summen, zu leyhen,
(von denen aber, mir nichts bewußt, noch einigem andern)
vndt ich würde wol sehen, ob mirs nicht Fürst Johannes,
wagker disputiren, vndt alles wieder fordern würde?
Mais ie n'en voy nülle apparence. Jch fande den
guten alten, gantz confüs, in der Sache, vndt wie ich
sahe, daß er so sehr, auf der landtschaft interesse drunge,
(welche ihm heimlich diese Summen promittiret,
id est: ludere de alieno corio) sagte ich, ob Jhre Gnaden dann
gedächten, daß die landtschaft ein eigender Standt vor
sich selbsten wehre, vndt ob sie nicht vnsere Vasal-
len vndt vndterthanen, schuldig vnß vndter die ar-
me zu greiffen, vndt vnß in nöhten beyzuspringen,
es seye mit abnehmung der Schulden, oder dergleichen,
vndt ob wir ihnen vnsere iura regalia, vndt Freyheitten || [[Handschrift: 352v]]
verkauft hetten: da Sagte herr vetter, ia: in etwaß,
secundum pacta, alß Sie den Schuldenlaßt, v̈ber sich ge-
nommen, hetten, anno: 1611. Jch regerirte, ich köndte
ein solches nicht befinden, sondern viel mehr, daß in vie-
len Sachen, vnsere hoheitt bestetiget, vndt nicht also
restringiret wehre, wie es etzliche, an itzo, restrin-
giren wollten? Jch fragte weitter, ob herrvetter
vermeinte, das die Freẅlein Steẅer, wann
sie zurügke fiehle, der landtschaft gebührte? Da
sagte herrvetter, impertinantissime, & con-
tra propria commoda: Ja; welches aber kein
anderer Fürst sagen wirdt, die erfahrung
auch selber, ein anders bezeügen soll, wann
herrvetter seine FrawSchwester zu Krannichs-
feldt v̈berleben möchte. Er klagte gar sehr,
daß die Freẅlein Steẅern, den Schuldenlast
sehr haüfften, da ich doch nur eine eintzige
Schwester außstatten, vndt darzu das geldt
nicht erlegen sehen, sondern die Schwester selber
hat endlich daß capital, nach langer ver-
drießlicher sollicjtation, ad pias causas legiret.


Jn der deßaẅischen vndt Zerbster linea seindt
mehr Freẅlein außgestattet worden.

|| [[Handschrift: 353r]]


Von dieser verdrießlichen materia ist nicht fluchß im an-
fang, inciviliter geredet worden, sondern auf die letzte, da
mich der herrvetter bahte, alleß im besten aufzunehmen, vndt
ihme zu helfen am Kayserlichen hofe, da er in die 18000 ThalerThlr: zu
fordern, welche ihm Gallaaß bekandt vndt angewiesen.
Er hette aber nur 3000 ReichsthalerRthlr: darauf entpfangen. C'est
üne bonne portion, outre le blèd de Wittemberg, & de Qued-
linbourg? Er fragte mich fein erst auß, wie viel ich vom
Kayser bekommen hette, vor meine schäden, so Mir der
Kayser zu restituiren schuldig, vermöge des Reichstages-
Schluß, de anno 1640 oder die ReichsStände. Jch sagte
500 ThalerThlr: vndt die wehren, wegen des disputirten Römer-
zuges, also von mir <an einem orth> empfangen worden, daß es mehr ei-
ner discretion, alß einer assignation (welche gar
nicht acceptirt, noch agnosciret werden wollen) ähn-
lich gewesen. Mehr hette ich nicht empfangen.


Jch erinnerte ob der herrvetter, (welcher sich so gar arm
machte) nicht zu von Weymar, vndt auß der Schlesie,
ein ansehliches bekommen? herrvetter sagte, 13 wispel von <herzog>
<ernst von> Weymar, vndt auß der Lignitz, eine anweysung, an eine
allte Apoteke, mais i'en ay d'autres nouvelles. perge


Daß holtz, so auß Düringen, herab geflößt würde,
müste er bezahlung<en>, ein schock baẅme, vor 60 ReichsthalerRthlr:
ließe es mehrentheils, seinen vndterthan zum besten
kommen, vor welche er auch sein Forwergk anfienge zu
bawen, damit Sie sicherer darinnen sein vndt sich aufhalten, || [[Handschrift: 353v]]
köndten. Er klagte sehr, v̈ber den vnbillichen gewaltt, welcher
ihme von Fürst Johansens Liebden in seinem hohen allter, angethan
würde, in dem ihn derselbe diffamirte, seine actiones
denigrirte, alß ob er nicht recht in der administration
ihme vorgestanden, vndt sich zur vormundtschaft einge-
drungen hette, welche ehre er doch lieber einem
andern von seinen Ellteren brüdern, sonderlich Meinem
herrnvater Sehligen gerne hette gönnen mögen.


Fürst Johannsen, wehre gleichwol zuerkandt,
daß er Jährlich herrvettern 4500 ThalerThlr: an zinßen,
zahlen sollte. Daßelbe hette nun, in 4 Jahren
seiner, des iungen herren, Regierung, außgetragen,
18000 ThalerThlr: Dieselbigen zahlete er ihm, eben so
wol nicht. Es würde ein arctius mandatum
Cæsareum müßen einkommen. Der grave von
Oldenburgk, (welchen ich sehr wol recommendirte
daß er mitiora consilia amplectirte) wehre
nicht wenig schuldig, an allem, daß er Doctor Pichteln
permittirte, lose händel anzufangen, vndt
seine Agenten am Kayserlichen hofe besoldete,
wieder den herrnvetter, Fürst Augustum selbst
zu negociiren. Er meinte auch, die gra<herrschaft>
Jever, würde wol, dem graven von OostFrieß-
landt zuerkandt, vndt durch die Staden, manuteniret || [[Handschrift: 354r]]
werden, Fürst hanß würde wol thun, deß graven zu OostFriesland
Tochter zu heyrathen, vndt dadurch sich, in dem poßeß der
herrschaft Jever zu stabiliren. Er wehre herrvettern
Fürst Augusto in die 150000 ThalerThlr: schuldig, herrvetter wolte gern, das
v̈brige fallen laßen, wann sie nur 100 mille bekähmen, oder Lindaw,
so deroselben gleichwol verhypotheciret wehre.


Vndter andern gedachte herrvetter auch, es wehre Mir, vndt
ihme, mit Plötzkaw, wehe geschehen, Sintemahl herrvetter
hette 100000 ThalerThlr: davor geben müßen, da es doch kawm
80000 ThalerThlr: werth wehre. Er hette sein geldt wol beßer
anlegen, oder beßer darvon leben wollen. (Pourquoy ne
l'at il pas fait<?>, & ne nous a point laissè Plötzkaw, qu'il a
recëu, avec tant d'hümilitè & actions de graces comme
les Actes, que ie tiens encores en main, le monstrent
clairement[?]) Jch opponirte mich aber diesem wahn, vndt
brachte ihn so weitt, den guten alten herrnvetter das er
selbst sagen mußte, das es v̈ber 6000 ThalerThlr: nicht
ertrüge iährliches einkommens. (Es hat aber wol eher,
7[000,] 8000 getragen, nach dem der agkerbaw, vndt
weinwachs gerahten, vndt korn vndt wein, gegolten.)
Nun ist 6000 die zinse von 100 mille[.] An itzo glaübe ichs wol,
wie ichs selbst in dem Meynigen, erfahre, das es
kaum, den dritten Theil, nemlich 2000 ertragen mag.


Seine Söhne wolte er gern verschicken, wüßte aber
keine Mittel darzu, verhoffende ich würde ihnen gerne
selber, zu ihrer wolfahrt, beförderlich sein.

|| [[Handschrift: 354v]]


Jn Fürsts Johann sachen, sagte er auch, daß die commissarien
zu Wittemberg, partheylich wehren, sonderlich der hofrichter,
daselbst, welcher ihm selbst, wieder Fürst Augustum, gedienet.


Es wehren keine solche Fürsten, im gantzen Reich,
wie wir, welche mehrentheilß Sonnenlehen, von
v<h>ralten zeitten her, gehabt, vndt Niemanden vndter-
thenig gewesen, dahero vieler invidia herrührete,
welche anderer lande, geschenckt bekommen, oder
sonst per fas, et nefas, an sich gezogen. Die Alte
Margk köndten wir noch, vmb 300000 Märgkische
gülden an vnß lösen, welches 60000 Goldtgulden (Goldflorin)goldtf: damalß
möchte gemacht haben, vndt wir hetten vnser ius
nicht cedirt. Wir wehren aber, mit gewaltt,
so wol, von der Chur Saxen, alß Chur Brandenburg
abgedrungen worden. Die restitutio der
grafschaft Ascanien, würde an itzo sehr ur-
giret, zu Münster vndt Osnabrück durch Cantzler Milagium,
vielleicht möchte Gott gnade geben. herrvetter
sähe aber zweyerley große difficulteten,
1. das viel hader, zangk, Streitt, vndt
zwytracht, auß dieser Sache, werden dörfte,
vndter vnß selber, dann ein ieder, würde
wollen, den besten partickel wegnehmen.
2. Das der Cantzler Jordan, im nahmen des || [[Handschrift: 355r]]
Ertzhertzogs Leopoldj, alß bischofß zu Halberstadt,
wieder solche recuperation stargk protestiret
haben solle. Vndt wehre zu besorgen, ein ander Jnn-
haber, wann es auch gleich Chur Brandenburgk wehre,
dörfte sichs auch vngerne nehmen laßen. Jedoch,
müßte man sehen, wie es der liebe Gott, schigken möchte.


herrvetter begehrte einen convent zu Deßaw, gegen
den: 29ten: huius, doch hette Fürst Johann Casimir, (welcher
Montags, gebe gott zu mir kommen würde) dargegen protestirt,
es solte reyhe herumb gehen, vndt nicht auf deß
landeß, sondern der herrschaft kosten. Cela est im-
pertinent, & vise, a me destruire, & n'a pas estè
ainsy prattiquè de 10 ou 12 ans, en çá, horsmis
de feu Son Altesse mon bon Pere, lequel a cause de
ses maladies, & dü Seniorat, a tout dèsfrayè icy,
ou il estoit sürchargè des conve<assemblèes>, & on luy fit
a croire, qu'il estoit obligè a cela, puis que, il te-
noit Gernroda et Großen Alsleben, biens dü Seniorat.
La prüdence de Son Altesse luy faysoit bien voir, que
cela n'estoit point de necessitè, qu'il faysoit
cela, mais sa bontè et courtoysie estoit si
grande, qu'il aymoit mieux se faire tort, que
d'estre en [cha]rge, a personne, tandis qu'il vivoit,
ce grand [& v]ertueux Prince, si renommè. perge

|| [[Handschrift: 355v]]


Man meynet, ich hette platz genung, alhier zu Bernburgk,
welches doch gantz zerstöhret ist, vndt die leütte seindt
so blindt im lande, eines theilß das Sie meine ruin nicht
sehen, noch mergken können, noch wollen. Pacience!


Die mjlitarische contributions execution, excusirt
der herrvetter, gar hoch, vndt wil sie vngerne
extendirt haben, weitter, alß waß die soldaten thun.


Milagius berichtett, vom 10ten: huius, daß er in der
Ascanischen sache daß manifestum v̈bergeben, vndt die
Kayserlichen[,] Frantzösischen vndt Schwedische gesandten, auch die Chur
Brandenburgischen vndt andere darumb ersucht habe,
ob selbige Grafschaft, vom Stift halberstadt zu sepa-
riren, vndt vnß wieder einzureümen? müglich.
Die erklährungen, seindt zimblich guht. Gott
gebe erwüntzschten effect, vndt daß wir nicht
in frembde hände gerahten, sondern vom Kayser,
vndt vom Reich, alles behalten mögen.


Es scheinet, der krieg, wolle sich von der Weeser
ab, in daß landt zu Braunschweig ziehen,
dörfte vnß eine böse erndte bringen.


Frangkreich, colludirt mit Beyern. hat auch
die coniunction der armèe mit Schwed[en] getrennet.


Spannien, inclinirt zur restitution [d]er Pfaltz,
vndt sich bey den Evangelischen, bel[iebt] zu machen, || [[Handschrift: 356r]]
auch bey den Staden, mit denen sie stargk tractiren.


Jn puncto gravaminum, ist der bogen hart gespannet,
so wol auf Evangelischer, alß Catolischer seitten.
Vndt es siehet ein ieder, wo es hinauß will! mit den
armèen, ihre consilia habende darnach zu reguliren.


Man will daß dritte Kayserliche gericht, (nach dem
Cammergericht zu Speyer, vndt hofraht zu Wien[)],
auch in beyden Säxischen kraysen, absonderlich, zu
Halberstadt haben.


Fürst Augustus meinet, graf Gallaaß, seye geköpft,
weil man briefe intercipiret, das er mit Dorsten-
Sohn heimlich correspondiret, alß er alhier zu Bern-
burgk, anno 1644 campiret. Mà non lo credo. perge


Die Spannischen, sollen in Flandern, geschlagen sein.


Die partien gehen schon stargk hereynwartß, sinte-
mahl heütte ein 50 pferde, bey Möhringen, einen<m>
bohten begegnet, so nach Cöhten gewoltt, vndt ihm
einen brief zusampt den<r> Schachteln <so darbey gewesen> abgenommen.


Alle briefe, so an itzo Milagius per Erffurdt,
schigket, gehen auf Hartzgeroda, vndt kommen aldar
am [allere]rsten an, ainsy que mon frere, est le pre-
mi[èrement] [aver]ty, de toutes choses.


[...]enburg vndt Brehmen, hat ein ieder vor
si[ch selbst gean]twortett, contra datam fidem. perge || [[Handschrift: 356v]]
also muß ich nun, mit Schimpf bestehen.


Fürst Johannes, s[a]gte Fürst Augustus hetten in 4 iahren
seines Regiments 80000 ThalerThlr: von den Steẅren
im Zerbst[isch]en antheil, bahr eingenommen, welches
gleichwol dem landtschaftwergk15, zum præjuditz,
gereichte. Er inhibirte den seinigen,
nicht zu compariren, auf den landtTägen,
Jch thete den meynigen inngleichen. Solcher
gestaltt, würde das landtschaftwergk,
(id est: der profit so der Ober[-] vndt vndter
Director, neben 3 oder 4 vndterm Nahmen
der landtStende, auß vnserm estat, mit
speciosen prætexten, artig zu ziehen wißen)
gehemmet, vndt Sie würden vnß den Schulden-
laßt, wieder anheim weysen, dann diese
onera hetten sie mit großen Privilegiis, vndt
Commodis (waß dann vor welche?) auf sich ge-
nommen.


Der Kayser selber, hette zu Regenspurg die nobiles
mehr privilegiirt als die Fürsten, mit [be]freyung
von Einquartirungen, vndt derglei[chen nu]r
sagte Fürst Augustus zu vndterdrügkung [der Fürs]ten,
Vndt ihnen, wehe zu thun.


Er erwehnete auch, er wolte s[...]ern || [[Handschrift: 357r]]
hengen, dann Bayern hette 250 mille ThalerThlr: vom Ertzhertzog er-
preßet, als derselbe durch die Oberpfaltz marchiret, die
Schweden, auß Böhmen, zu expelliren, wie auch geschehen,
vndt waß einem Fürsten, vndt Standt recht wehre,
daß müste dem andern, auch also sein. perge Wehre auch
den Reichßconstitutionibus, gemeß. perge

Sonntag den 21ten: Junij: 1646.


Jn die vormittagspredigt, da dann der hofprediger
Theopoldus, den Text: Seidt Barmhertzig16, perge gewaltig
außgeleget. perge <Ein begken ist gesetzt worden, zur wiederauffbawung des Todtengräbers hauß am Gottsacker. et cetera>


Eine arme Fraw, eines pfarrers von Ecklenföerde
auß hollstein17 wittwe, ist vor die kirche gekommen, hat
mir eine supplication mit einem fußfall v̈berlifert,
vndt vmb eine Mitleydige hülfe, gebehten, weil
ihr Mann, (weil er daselbst den Wrangelischen, die kirche
nicht eröfnen, vndt plündern laßen wollen) wehre von
desselben Soldaten, v̈bel tractiret, gemartert,
mit abschneidung Nasen, vndt ohren, gepeiniget, vndt
verspottet wo<auch> endtlich durchschoßen, endtlich
aber mit einem kleinen kinde, (nach dem sie die
kirche, mit gewaltt, eröfnet vndt sampt der
pfarre [au]ßgeplündert <auch angesteckt>) gantz verbrandt worden.
Der bra[nd] hatte das weib so beschädiget, das
man die [...]zeichen an ihrer brust sehen können, vndt
der [...], ihr zimlich abgenommen. Sie beklagte
[... absentz ...]rdt i[...]er doc[h ...]

|| [[Handschrift: 357v]]


Nachmittags in deß Jonij, catechismuspredigt, cum
sororibus, & liberis.


Die expeditiones, nacher Berlin, an Königliche[,]
Chur: vndt Fürstliche personen <auch an obersten Borgißdorff>, wie auch nacher
Zerbst, an vetter Fürst Johannsen, verfertiget,
damit der Maior Halcke, diesen abendt,
darmitt depeschiret werden könne. Gott gebe
zu glück vndt succeß, mir zum besten!

Montag den 22ten: Junij: 1646.


halcke ist forth, nacher Berlin. Gott wolle ihn geleitten!


Mein vetter Fürst Johann Casimir, ist vnversehens, von
Sanderßleben diesen Morgen anhero kommen, hat
mir Milagij relationes, Numero 24 mitgebracht,
ich habe ihm hingegen, Numero 25 communiciret, so er
mit sich genommen. Er hat auch meinen consenß
begehrt, v̈ber der zusammenkunft zu Deßaw,
gegen den: 29ten: huius, vndt vorgeschlagen, die
contribution außzuschreiben, nach dem vorigen ansatz,
noch diesen Julium, gegen den: 10ten: Julij. Jtem:
erinnert, ob nach der alten Steẅer[roll]e, oder
nach dem bierbrawen, vndt agker[au]ßSaat,
oder nach dem ersten ansatz der c[ontr]ibution,
dieselbe anzulegen sein möchte [vngle]ichheit || [[Handschrift: 358r]]
zu ve[rmeiden.] Daß Mittelste wehre vielleicht rahtsam-
er, die b[esten] [ex]trema taugen nichts, bey denen, so ruinirt,
vndt fund[amental verder]bet sein. Jedoch wirdt man darvon reden.
Ein ma[ß] [bier] sol zu Deßaw, nur 2 Pfennige (denarii)d: z gelten, anitzo.
Alhier [gilt] es noch 5 Pfennige (denarii)d: Er proponirt auch, es solten
die zusammenkunften reyhe vmb, bey der herrschaft,
vndt nicht v̈ber daß landt, gehen. Hoc non approbo!
Man mache es aber leydlich. Officium neminj debet
esse damnosum. Vorzeitten, hatte man Gernroda vndt
Großen Alßleben, zu solchen Sachen, gewidmet.
Jtem: kahm in consideration die hoymische,
vndt Roßlawische lehenssache, so man von Qued-
linburgk zu entpfangen, daselbst meinet Fürst
Ludwig, mit Fürst Augusto der Senior hette die
lehen zu muhten, vndt zu empfahen, beschwehren
sich v̈ber præjidicia so Fürst Johann vndt ich ge-
macht. Jch werde mich aber alß possessor
eines Jnnländischen lehens, auß Meinem recht,
nicht treiben laßen. Die außwärtigen lehen,
gehören vor [den] [S]eniorem, auf gewiße maße.
Wir m[... b]edörffen keine vormünder.


Er w[... e]in schreiben von ChurBrandeburg
an vn[ß ... ge]nawere correspondentz
ihres [...d]dem [vnsr]ige[n ge]halten, || [[Handschrift: 358v]]
vndt vnß darzu ersuchen. Jch habe es a[uch bew]illiget,
vndt eine freundliche antwortt helfen mitt [v...]hen.


Mein vetter erzehlete gleichfa[lß,] [ehe]rgestern,
zu Sanderßleben, einen alarm geha[bt zu haben,] wehre
ein Königßmargkischer Leütenam[pt mi]t 100
pferden, (so die kornwägen von Querfurth nach
Magdeburgk, convoyiren sollen) vor das Städtlein
Sanderßleben, in wehrender predigt, ankommen,
hette mitt gewaltt quartier vmb Mittages-
zeit nehmen wollen. Mein vetter, hette Zan-
thieren, zu ihm geschickt, vmb abwendung ange-
halten, den hetten sie mit einem pistol
v̈ber die Nase geschmißen, das der rohte
Saft hernacher gegangen wehre, vndt mit harten
droẅwortten, (vnangesehen man ihnen bier
vndt proviandt, hinauß zu schaffen, offeriret)
alß vnsinnige, toll: vndt volle leütte,
daß städtlein angefallen, des eüßersten
Thores, sich bemächtiget von dem innersten
aber, abgetrieben wor[den. Ein R]eütter
ist Todtgeschoßen word[en, ein ander]er, neben
dem leütenampt, ist ge[... v̈]bel zer-
schlagen worden, andere [...]diget
sein. [D]er b[...] || [[Handschrift: 359r]]
Der [vetter] [Fürst] Johann Casimir, eilet destwegen nacher Deßaw,
damit d[ie andere]n, nicht mit der vorklage kommen möchten.


Av[is] [daß Feldmarschall] DorstenSohn, in den heylbrunnen, nach
hornh[ausen] will, hat 1000 dragoner zur convoy bey
sich, [welche in] die vmbliegende städtlein, biß nach
Ermß[leb]en, sollen geleget werden.


Schreiben von Wolfenbüttel vom hertzog Augusto, in
höflichen, aber abschläglichen terminis. Non hà con-
tantj, ne frumentj, vndt klaget neẅe beschwerden.


Lamentj, da per tutto! Tel refüse, quj apres müse. perge


Schreiben vom Marggraven von Anspach, derselbige
notificiret mir, die geburt einer Jungen Tochter. perge
Gott gebe, vndt bestehtige, seinen Segen v̈berall!


Nachmittags bin ich an die fuhne, in großer hitze spatzirt.


Seltzamen avis, vom Adolf Börstel bekommen, Seiner person halben[.]


Die avisen geben:


Mit großen freẅden, den frieden in Engellandt. [...]
daß der König, viel eingewilliget.


Die difficulteten des friedens i[...] [D...]
Die consideration ChurB[randenburgs] [...]
Dje stargke armatur[en ...]
[D]ie accommoda[tion ...]
[weil d...] || [[Handschrift: 359v]]
mit den Schweden vndt Bayern m[...]


Vor Canea haben die Venezi[aner] [es] vermei-
nende zu endtsetzen, zimlich ein[gebüß]et.


Den Pollnischen werbungen, wirdt ni[cht re]cht ge-
trawet, so wol von den Schwedische[n, alß] von den
Pollnischen Ständen selbst. Vndter dem nahmen deß
Erbfeindts, möchte man einen andern feindt suchen.


Ein graf vndt ein Doctor18, der ein Neapolj-
taner, der ander ein Mantuaner, sollen erdapt
sein, daß Sie zu Staffelstein, den Ertzhertzogk
Leopoldum Wilhelmum, hetten wollen, mit
gift, durch den dampf der lichter in seiner
Schlafkammer, hinrichten. Sie hetten auch die
liechter angezündet. Alß nun der Ertzhertzog
hinein, in die kammer, gehen wollen wehre
[sein] hundt, zu großem glück, voran gegangen,
[... ba]l[d] todt niedergefallen. Der Ertz-
[hertzog] [... e]ndtsetzende zu
[... d]urch Gottes So[...]
[...]

|| [[Handschrift: 360r]]

Dienstag den 23ten: Junij: 1646.


Je me suis ressouvenü, que Monseingeur mon Oncle, le Prince Auguste
me disoit aussy Sammedy passè, Que <feu> le Prince Jean
George mon Oncle, de bienheüreüse memoire, luy au-
roit confiè, & a ses freres, Que le PereConte d'Ol-
denbourg luy auroit offert sa fille en mariage, avec
ün dot, de 300000 Reichsdalers, afin de rachepter l'ex-
pectance de ses freres, & delivrer leurs portions, & par
consequent, pouvoir retenir le pays, tout seül, mais
il ne l'auroit pas voulü faire. Il adjousta le Prince
Augüste, qu'ordinairement les grands mariages,
auroyent plüs ruinè, que soustenü ceste mayson.


Meine Fuhren nach Ballenstedt, seindt forth,
Gott wolle sie begleitten, vndt meinen vorgenome-
nen baw, fortgängig machen. perge An stadt ihrer 30,
haben nur 19 gefahren, auß allerhandt endtschuldigungen.


Schreiben von Madame, vom 19ten: huius, auß
Krannichfeldt, empfangen, wie auch von der Fraw-
Muhme. Sie wirdt nach Gohta gebehten, bittet
vmb vrlaub, durch intercession der Fraw Muhmen.
Jch kan es leichtlich bewilligen, wie ich auch gethan.


Sie inclinirt sehr, den heylbrunnen zu Hornhausen,
zu gebrauchen, vndt vermeint dadurch, gar gesundt zu
werden. Wil auch die kjnder dorthin haben. || [[Handschrift: 360v]]
Jch befahre aber, die vnsicherheitt itziger zeitt, in so ei-
nem offenem dörflein, vieler leütte bresthafte vn-
gesunde confluentz, denn es sollen wol 3000
Menschen, an itzo daselbst sich befinden, auch
ihrer viel sterben, so wol iunge alß allte
von der hitze, vndt waßertringken, also daß
viel rationes, in contrarium, militiren.

Mittwoch den 24ten: Junij: 1646.


Jn die wochenpredigt mit den Schwestern, gezogen. et cetera


Extra den CammerRaht, Doctor Mechovium, zu Mittage
gehabt, vndt allerley deliberanda, conferiret. perge


Meine fuhren von Ballenstedt, seindt glücklich
wiederkommen, daß bawholtz mittbringende.


Jtem: der große Kersten, vndt bohte von Caßel
mit gefahr, weil die Schwedische armèe, jn heßen, sehr
v̈bel hauset, vndt alles, capot machet.


Jch bin hinundter, an die Mühle, gegangen, die Fuhre[n]
zu besehen, vndt befunden, das die bürger die geringst[en]
baẅme aufgeladen, vndt wol beßer, hetten aufladen
können. Es ist vnwillig volck! Doch ists ein anfang.
Gott gebe ferner glück vndt gedeyen!


Jn dem ich diesen abendt, meine gewöhnliche[n]
Fasten gehalten, bin ich vndter wehrender mahlzeit || [[Handschrift: 361r]]
alleine, niemands hindter mir, alß Tobias seyende,
in die Mühle, vndt von dannen, in einem kahn v̈ber-
fahrende, nach dem Krumphalß zu, in selbiges Thor
gegangen, vndt vnversehens, zum Præsidenten, durch
daß enge gäßlein, also das mich fast niemandt
gesehen, in sein hauß kommen. Er saß v̈ber der
Mahlzeitt, mit seiner haußfraw, kindern19,
vndt theilß kindßkindern20, kondte aber nicht
eßen, vndt weil ich einen vnvermuhteten
aufstandt, (zwar vngerne) machete, führete
er mich, in daß nebengemach, spraachete mit
mir, vndt redete sehr krängklich. Dann er
Sechß wochen her, gar krangk gelegen, 4 wochen
am podagra, vndt 14 Tage lang, am Nieren[-], vndt
blasenstein, welcher ihm noch schmertzlich zusetzet.
Gott beßere es, vndt lindere seine Schmertzen!


Er entdegkte mir, seines 55iährigen bruders
Adolffs, vornehmen, daß derselbe heyrathen wolte,
eine reiche, vndt schöne Baronne. Gott gebe ihm glügk[!]


Er mißriehte die zusammenkunft zu Deßaw,
weil wenig præparatoria darzu gemacht wehren.


Fande gut, das man heßen, Brehmen, vndt Olden-
burgk conjunctim beantwortten sollte.

|| [[Handschrift: 361v]]


Vermeinte, der friede wehre noch ferrne, vndt
die großen, suchten einander mit Tractaten zu be-
triegen. Chur Brandeburg würde keinen krieg mit
Schweden anfangen, wehre zu fuß, die Schweden
aber zu pferde, dem Frantzösischen proverbio nach.


Er sähe so viel Variationes, daß der Todt,
mehr zu wüntzschen wehre, alß daß leben,
sonderlich ihme, der numehr im 65. iahr wehre.


Jch consolirte ihn, vndt nahm einen gnedigen
abschied, von ihm. Er offerirte sich mir wieder
desto fleißiger aufzuwartten, wann es
beßer mit ihm würde?


Er klagte sehr, daß an itzo, die wolfaile
zeitt, einen haußwirtt mehr drügkte,
alß vorzeitten die Theẅrung nicht gethan hette[.]


Schreiben diesen abendt noch, vom graven Ludwig Gün-
ther, von Schwartzburgk entpfangen, der gibt mir
den gebührlichen Tittul Durchleüchtig, ich hette ihm
sonst seinen brief schimpflich wiedergeschickt, (wenn
ers auf den Barbyschen Schlag, hette machen
wollen) schlägt mir aber, das begehrte holtz, platt
abe, weil er wenig an der Sahle habe, vndt seinen, || [[Handschrift: 362r]]
durch den krieg verderbten, vndt abgebrandten vndterthanen,
außhelfen müßte. Weitter ist mein Cammerdiener, Jacob
Ludwig Schwartzenberger, nicht gekommen, alß nacher Rudel-
stadt, wiewol er billich weitter hette ziehen sollen, nem-
lich nach Gera, Aldenburgk[,] Weymar, etcetera er förchtet
sich aber, vor der vnsicherheitt der parthien, welche ihn
albereitt geiaget. perge


J'ay rèscrit a Adolf Börstel, luy felicitant le iour de ses nopces.

Donnerstag den 25ten: Junij: 1646.


Avis: daß die Schweden, mit den Frantzosen, sich ge-
zweyet, vndt v̈ber halß, v̈ber kopf, auß heßen,
nachm Thüringer lande zu, giengen, vndt v̈bel
hauseten. Meine herzlieb(st)e gemahlin, dörfte einen vnsicheren
weg haben.


Nachmittags, bin ich mit beyden iüngsten Schwest-
tern, nacher Cöhten, gezogen, dahin ich oft gebehten
worden, vndt bin daselbst gar willkommen gewesen,
bey dem herrn vetter Fürst Ludwigen, vndt Seiner gemahlin.


Es hat allerley gute conferentzen gegeben.

Freitag den 26. Junij:


herrvetter Fürst Ludwig, hat mich in seinen gärten
herümber geführet, vndt darbey, wol Conversiret[.]


Nachmittags, seindt wir wieder voneinander gezogen,
vndt es seindt 20 Mußcketirer vom Axel Lillie
mit einem Capitain, auff 6 tage zu verpflegen, gen Cöht[en] || [[Handschrift: 362v]]
heütte geschickt worden, mit bericht, es würde nacher
Deßaw, dergleichen ordre kommen sein. Cela deno-
te, quelque desseing, perilleux pour nous.
Dieu vueille benignement divertir de nous,
tous jnconvenjents!


Avis von Ballenstedt das eine partie von 150 pferden
vorüber paßiret, in den hartz hinein gegangen,
vndt den vndterthanen, bey Radißleben, 10 pferde
ab: vndt hinweggenommen. Pacience!


Christianus Herdesianus, Raht, vndt Secretarius zum
Berlin, sonst von hinnen (Bernburgk) auß der Stadt,
bürtig, hat sich anmelden laßen. Jch werde ihn, auff
Morgen, geliebt es Gott, gegen 9 vhr, zur audientz bescheiden[.]


Alß ich Meinem bruder, Fürst Friedrich die Tagefarth, so auf
den 29ten: huius, angestellet gewesen, absagen laßen,
durch Caspar Pfawen, hat er geantwortett, wie
ein kindt, oder verrückter, in canicularibus, er<s>
wehre nicht styli, durch bediente mitteinander
zu tractiren, vndter fürstlichen personen. Er wolte aber
die Sachen in berahtschlagung ziehen, vndt die Not-
turft darauf ferner bedengken. <Jst ein bloßer avis <nur> gewesen.>


Avis: daß seine adoptirte Schwieger Mutter zu
Bickeburgk, der Fürstin zu Cöhten Schwester, gestorben.
Wirdt Trawren, vndt alteration, leyder! vervhrsachen. perge

|| [[Handschrift: 363r]]


Paulum Ludwig Secretarium, habe ich diesen abendt
noch bey mir gehabt, vndt ihme ein punct oder eilfe aufgetragen.

Samstag den 27ten: Junij: 1646.


Der Herdesianus, hat sich bey mir eingestellet, vndt
einen Churfürstlichen gruß, vndt schreiben mittgebracht. perge
auch allerley gute discours, mit Mir, gehalten.


Jch habe der Churfürstinn wieder geschrieben.


Extra: seindt Doctor Herdesianus21, vndt Doctor Mechovius, bey mir
gewesen, zur Mittagßmahlzeitt. perge


Schreiben von Schöningen, desideria vndt addreßen.


Jch habe nacher Schöningen, wieder geschrieben, vndt
den diener mit der caleße fortgelaßen, Meine
herzlieb(st)e gemahlin, zu suchen, wegen der hertzoginn Liebden[.]


Jn die vormittagspredigt deß Theopoldj, vom
reichen fischzug22.


Herdesianus, hat nachmittag, abschied von Mir, genommen.
Jch habe ihm schreiben mitgegeben, an die Churfürstinn,
vndt den Obersten Burgßdorf.


J'ay donnè a Herdesianus mon pourtrait d'or,
pour m'avoir prìè a ses nopces autres-fois.


Nachmittags wieder in die predigt des Jonij.


Der Rittmeister Volradt von Krosigk, hat sich bey
mir præsentiret. Kömbt vom heylbrunnen zu horn-
hausen her, von deßen Virtutibus, er miracula erzehlet. perge

|| [[Handschrift: 363v]]


Der Diaconus Jonius hat zu Nachts, mit mir gegeßen.
perge

Montag den 29ten: Junij: 1646.


heütte seindt wir mit vnsern Rähten, nacher Deßaw, auf die an-
gestellte zusammenkunft, Gott gebe zu deß landeß bestem.


Fürst Augustus, Fürst Ludwig, Fürst Johann Casimir seindt alle
persönlich gegenwärtig. Fürst Augustus hat auch meinen bruder
Fürst Friderich, vndt seinen Sohn, Fürst Ernst Gottlieb, mitgebrachtt.


J'ay tèsmoignè a mon frere, (puis qu'il ne recognoist point
ses faultes) mon ressentiment, ne parlant point a luy, ne
luy donnant <pas> la main, ne beuvant point a luy, quoy
qu'il se presenta quelquefois, afin de m'amadouër.


heütte ist eine partie von 80 Mußcketirern, vndt 40 pferden
bey Wolfen gewesen. Sie sollen, (dem vorgeben nach) auf Bernburgk
zu, gegangen sein. Gott bewahre vor vnglück!


On me veut rendre süspect, le bon Spanheim à Leyden, comme
s'il auroit des sentimens contraires, a la bonne opinion. Mais je
tiens tout cela, pour püres diffamations, ou faulte de iügement.
perge


Die avisen geben:


Daß die Frantzösische Schiffarmada, bey Orbetello, von den Spannischen,
gantz geschlagen seye. Jtem: in Artois, wehren die Frantzen,
auch getrennet, vndt geschlagen.


Die Spannischen, hielten es numehr, mit den protestirenden23, ad
plenariam restitutionem der Pfaltz, vndt Chur:dignitet.


Sie die Spannischen tractirten auch treves, auf 30 iahr mit den
Staden, vnangesehen, das der Printz von Vranien, dißmal zu felde
ziehen muß, (wiewol spähte) ad instantiam der Frantzosen.

|| [[Handschrift: 364r]]


Des Türgken große armaturen, zu waßer vndt lande, sollen
noch immer fortgehen, wie auch viceversa des Königs in Pohlen.


König in Engellandt, wehre fast verglichen, mit dem Parlament,
vndt schickte eine große armèe nach der pfaltz zu, denen die
Spannischen durch Flandern den durchzug gönnen, vndt alle
gute beförderung, vndt hülfe leisten wollten.


Pfaltzgraf Philips, hette den Obersten leütenampt, de
l'Espine, im haag, erstochen, weil er den Tag zu vor, von
ihm wehre vnversehens angefallen worden, alß sie nach
dem busch zu, spatziren gegangen.

Dienstag den 30ten: Junij: 1646.


Es hat heütte stargke dispütes gegeben, wegen vergleichung
der contribution, vndt v̈ber etzliche puncta werden die vom
außschoß, vernommen. Jn vnserm Fürstenraht alhier
zu Deßaw, seindt geseßen, Fürst Augustus[,] Fürst Ludwig, Fürst Johan
Casimir, ich Fürst Christian vndt mein Bruder, Fürst Friedrich[,] Jtem: Fürst Ernst
Gottlieb, welcher aber, nur zugehöret, darnach, der
Oberste leütenampt Knoche, Mein Raht vndt hofmeister,
Einsidel, Mein Raht Doctor Mechovius, vndt Caspar Pfaw.


Man deliberirt von der Ascanischen Sache, vndt von des
general commissarij Fußens petitus, von Milagij spesen, etcetera[.]
Die von der landschaft können sich nicht vergleichen,
remittiren alles wieder an vnß, wollen nach dem Fuß
der landt: vndt Trangksteẅer gehen, gezängke zu ver-
hüten, oder nach dem vermögen, vndt Nahrung, oder aber || [[Handschrift: 364v]]
grosso modo durchgehen, alß welches der leichteste,
vndt geschwindeste weg, oder nach der vorigen revision-
rolle, darbey vndter denen, so gelitten, vndt nicht ge-
litten, zu distinguiren. Privateigennutz, vndt alleß
gezängke sol man vermeyden. Ein fixum zu machen,
iedoch also, wann einquartirungen vndt durchzüge kommen
zu decurtiren, vndt in iederm antheil, die revision an-
zustellen. Obrist leutnant Knoche, Doctor Müller cantzler zu Deßaw
erachten, grosso modo, seye der beste weg, auf ein jnterim.


Börstel. Landtsteẅren seyen fixa. Trangksteẅren
nicht. Die revision auf daß vermögen zu setzen. Die
gravirten, nicht zu opprimiren. Grosso modo, der
geschwindeste weg, auf 3 oder 4 Monat lang, oder
so lange die Schwedische contribution währet.


Caspar Pfaw. BierSteẅren, vndt Commercia zu belegen.
Ag<k>erbaw, trägt an itzo wenig. Vorzubawen vor
neẅe quid. Jnterim. perge Fürst Iohann Casimir[:] Es würde Zerbst
herbey gebracht werden, wenn man es nach der
Steẅer anlage machet. Fürst Ludwig repetit priora.


Nach dem die relation vnserer deputirten (die wir der
landschafft, auf ihr begehren, adiungiret) abgehöret,
haben wir endtlich, vndter vnß selbsten, daß quid
auf drey Monat lang, verglichen, vndt geschloßen.

|| [[Handschrift: 365r]]


Bey der landschaft ist, mein Einsidel, den ich selber dahin
forthgetrieben, Jtem: Bodenhausen, Winckel, Walwitz,
Krosigk von Erxleben, Schlegel, vndt der oberste Werder,
(alß vnderDirector,) ist gegen abendt erst, vom Berlin,
darzu gekommen. Jtem: seindt darbey die Städte,
oder dero deputirten. Abgeordnet hatten wir zu ih-
nen, sie zu vernehmen, den Obrist leütnant Knoche, Caspar Pfawen,
Doctor Mechovium, vndt Secretarium Geesen, Sie remittirten
es, auf der herrschaft Schluß, bevorab die Meynigen,
auf Meine resolution. Meine herrenvettern
aber, wolten, man solte Sie vndtereinander sich vergleichen
laßen, damit sich Niemandt v̈ber vngleichheit zu beschweh-
ren. Endtlich haben wir doch den schlüßel gefunden,
vndt zu verhütung zangks, vndt wiederwillens, Mei-
nen antheil, in voriger anlage behalten. Car ie
voyois des animositèz & dés paroles düres, de quelquesüns. perge


A Meridie.


Vndter 4 columnis, deren eine, die landtstende, die
andere Berge, die dritte, Caspar Pfaw, die gemacht,
die vierdte zuvor gewesen, zur contributionsanlage, habe
ich die letzte, (weil sie schon außgeschrieben, gegen den
10ten: Julij,) bewilliget diesen Monat, künftige drey
Monat aber, Pfawens aufsatz in seiner columna
approbiret, mutatis mutandis perge

|| [[Handschrift: 365v]]


Roßlawische lehensSache gen Quedlinburgk, wirdt re-
solviret, die vollmachten verlesen, Fürst Johann Liebden be-
antwortett.


Gymnasium zu Zerbst will zergehen, communitet inn-
gleichem. Die lutheraner, nehmen zu. Rector Wendelinus
der vortrefliche Mann, kriegt keinen vndterhalt.
Total reformation der lutheraner wartett darauf.
Remedia wie zu helffen?


Cantzler Doctor Müller. Vorschläge von seinem Eidam,
dem Wendelino, zu vernehmen, wie ein par Tische, in
der communitet, wieder anzurichten. Knoche, erin-
nert, das viel Brehmer, dahin kommen, des Großherren-
vatters, vndt Fürst Wolfgangs stiftungen, zu conser-
viren. Jntraden der Empter, vndt der kirchen, darzu
gewidmet, die Superintendenten, v̈ber dem letzeren zu
vernehmen. Fürst Johann hat die Fundation des Gym-
nasij, in handen, wie auch Fürst Wolfgangs Testament.
Sol es zum gesampten Archivo, wieder hergeben.
Fürst Iohann Casimir[,] Fürst Ludwig[,] Fürst August mutatis mutandis finden alles guht.


Je propose, man solle Heßen, Oldenburgk, vndt
Brehmen, inßgesampt, beantwortten. Approbatur.


Bambergische lehensSache, wegen BurgkScheidingen || [[Handschrift: 366r]]
vndt Rockhausen.


An Cantzler Milagium, wirdt wegen der Ascanischen sache, wie
auch in puncto pacificationis, heütte verglichener maßen geschrieben.


On a estè mediocrement joyeux entre les confidens.


Textapparat
a Im Original verwischt.
b Die Wortbestandteile "zu" und "rügke" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
c Die Silben "zu" und "rück" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
d Im Original steht "+berg" für "Creutzberg".
e Die Silben "zu" und "rügk" sind im Original getrennt voneinander geschrieben.

Kommentar
1 Sprichwort nach Ov. ars 1,144 (ed. Holzberg 2011, S. 68f.).
2 Sprichwort nach Ps 60,13f.
3 Identifizierung unsicher.
4 Hier: Ritterdienst.
5 Ps 23.
6 Hier: führt die Gegenreformation durch.
7 Identifizierung unsicher.
8 Sprichwort nach Ov. ars 1,144 (ed. Holzberg 2011, S. 68f.).
9 Sir 3,27.
10 Ps 23.
11 Mt 7,16.
12 Person nicht ermittelt.
13 Vermutlich Augustin, Georg oder Hans Banse.
14 Personen nicht ermittelt.
15 Gemeint ist das "Schuldenwerk", d. h. die Tilgung der fürstlichen Schulden durch die anhaltischen Landstände; vgl. den Einführungstext "Territorialgeschichte".
16 Lc 6,36.
17 Irrtum Christians II.: Eckernförde lag im Herzogtum Schleswig.
18 Beide Personen nicht ermittelt.
19 Vermutlich nur teilweise ermittelt.
20 Anwesende Enkel nicht ermittelbar.
21 Herdesianus trug keinen Doktortitel.
22 Lc 5,1-11.
23 Hier: den protestantischen Reichsständen.
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1646_06.xml
XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
ablegiren
jemanden entsenden, beordern
absolviren
vollenden, abschließen
absolviren
jemanden von etwas befreien, freisprechen, entbinden
Accord
Vereinbarung, Vergleich
Accord
Vertrag zur kampflosen Übergabe eines Ortes
accordiren
einen Vertrag schließen, sich einigen
accordiren
einen Ort mittels eines Vertrags (Akkords) übergeben
accordiren
übereinstimmen, einig sein, zustimmen
accordiren
übereinstimmend machen, vergleichen
accordiren
vertraglich zubilligen
Addresse
schriftliche Nachricht, Zuschrift
adjungiren
anfügen, anhängen
adjungiren
beigeben, zuordnen
Affection
(positive oder negative) Einstellung jemandem gegenüber (meist Gewogenheit, Zuneigung)
agnosciren
anerkennen
Alteration
Aufregung, Ärger
Alteration
Veränderung (zum Schlimmeren)
amplectiren
ergreifen
anhetzen
aufhetzen
Anschlag
Plan, Absicht
approbiren
billigen
Armatur
Rüstung
artig
kunstvoll, meisterhaft
artig
fruchtbar
Assignation
(schriftliche) Anweisung, Zahlungsanweisung
Assignation
Quartierzuweisung
Aufsatz
Aufschlag auf etwas, Erhöhung von etwas (z. B. des Preises)
Aufsatz
Absicht, Vorsatz, Plan, Vorhaben
Aufsatz
Bestimmung, Verordnung, Einsetzung, Einführung
Aufstand
Unruhe, Aufregung
Ausschlag
Entscheidung
Ausschlag
Ausgang, Ende
aussprengen
verbreiten, unter die Leute bringen, bekannt machen
austragen
betragen, sich auf etwas (z. B. eine bestimmte Summe) belaufen
avanciren
vorrücken (im militärischen Sinne)
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Baumgarten
Nutzgarten mit Obst- oder Nussbäumen, Obstgarten
befahren
(be)fürchten
beispringen
zu Hilfe eilen, helfend beistehen, helfen, zur Hand gehen
besorgen
befürchten, fürchten
Breite
Fläche, auf der z. B. Getreide zum Trocknen ausgebreitet ist
Breite
Feld
bresthaft
mit einem körperlichen oder geistigen Mangel behaftet, krank, gebrechlich
cediren
weichen, nachgeben
cediren
abtreten, übereignen
Cession
Überlassung, Abtretung
Clamant
Schreier
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
compariren
erscheinen
compariren
erwerben
compariren
vergleichen
Confluenz
Vermischung
Conjunction
Vereinigung, Zusammenführung
Conjunction
Verbindung
Consideration
Überlegung, (eingehende) Betrachtung, reifliche Erwägung
Consideration
Wichtigkeit
consideriren
(vor dem geistigen Auge) betrachten, erwägen, überlegen
consoliren
trösten
contentiren
zufriedenstellen
Conterfect
Bildnis
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
contradiciren
widersprechen
Contrescarpe
äußere Grabenfuttermauer, Gegenböschung
contribuiren
außerordentliche Steuern oder andere Zwangsabgaben entrichten
contribuiren
beitragen, beisteuern, einen Anteil leisten
contribuiren
bezahlen
Contributionsassignation
Zahlungsanweisung der Kontribution
Convoy
Begleitung, Begleitschutz
convoyiren
begleiten, geleiten
convoyiren
in einem Konvoi ziehen
decurtiren
abschneiden, abziehen
deliberiren
überlegen, beratschlagen
denigriren
jemanden anschwärzen, verleumden
depeschiren
schnell abfertigen
desperiren
keine Hoffnung haben, verzweifeln
Diffamant
Verleumder
Difficultet
Schwierigkeit
dimittiren
entlassen, (förmlich) verabschieden, beurlauben, entsenden
Discretion
Geldzahlung nach Belieben
Discretion
freies Ermessen/Gutdünken
disponiren
(jemanden zu etwas) bewegen
disponiren
anordnen, einrichten
disponiren
etwas verteilen, über etwas verfügen
distinguiren
unterscheiden
dürfen
müssen
dürfen
können
dürfen
brauchen, benötigen, bedürfen
dürftig
arm, mittellos, bedürftig, notleidend, elend
ehe(r)gestern
vorgestern
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
ein
ungefähr
erlegen
etwas entrichten, begleichen, bezahlen
excusiren
entschuldigen
exequiren
(einen Befehl, eine gerichtliche Anordnung) vollziehen, vollstrecken, mit Gewalt durchsetzen
exequiren
militärischen Zwang anwenden (zur Schuldeneintreibung, zum Erpressen von Geld- oder Naturalleistungen)
exequiren
strafen, (feindlich) verfolgen
exequiren
bestrafen, hinrichten
expelliren
austreiben, vertreiben
feiern
müßig sein, neutral bleiben
Feuermörsel
großes Geschütz (in Gestalt eines Mörsers) zum Abschuss von Bomben, Granaten und anderen Feuerkugeln
Fräuleinsteuer
bei Vermählung einer Tochter des Herrscherhauses von den Untertanen zur Beschaffung der Aussteuer zu entrichtende Abgabe
Freibrauen
das Brauen, ohne eine Abgabe davon zu entrichten, wie auch die Erlaubnis dazu
Friedenstractat
Friedensverhandlung
Fuchs
Pferd mit bräunlichem, rötlichem oder gelblichem Fell, das dem eines Rotfuchses ähnelt
füttern
mit Steinen verkleiden
Fuß
Verhältnis der Steuer zur Bemessungsgrundlage (Steuersatz)
Fußvolk
sämtliche Soldaten zu Fuß (Infanterie) innerhalb eines Heeres
genung
genug
genungsam
genügend, hinreichend
Gießhaus
Metallgießerei (z. B. für Geschütze)
gratificiren
sich gefällig erweisen, einem Wunsch entsprechen
graviren
(jemanden mit etwas) beschweren, belasten
graviren
sich beschweren, jemandem etwas zu Last legen
hänseln
Durchführung des Aufnahmerituals der Fruchtbringenden Gesellschaft
Himten (Himpen)
Hohlmaß für Getreide
imputiren
zurechnen, zur Last legen
incliniren
zu etwas neigen
inhibiren
verbieten
inhibiren
verhindern, unterbinden
Intercession
Fürsprache, Vermittlung
intercipiren
abfangen
intercipiren
unterbrechen
Interim
Provisorium, einstweilige Regelung, Zwischenlösung
Intraden
Einkünfte
Invention
Erfindung, Einfall
jung werden
geboren werden
Katze
auf einem Wall oder einer Bastion errichtete, erhöhte Schanze für Geschütze
Kornett
Kompanie bei der Reiterei oder eine Truppeneinheit, die sich unter einer Standarte ("cornette") versammelt
Kornett
Offiziersgrad bei der Kavallerie (analog zum Fähnrich bei der Infanterie bzw. den Dragonern)
Kornett
Standarte
Kriegsrecht
Kriegsgericht (Gericht über bzw. für Militärpersonen, deren Angehörige und Gesinde, das nach der Art der Verfahrens geistliches oder weltliches, ziviles oder strafrechtliches, ordentliches oder außerordentliches Kriegsgericht sein kann)
Kurdignitet
Kurwürde
Kurtine
Mauer oder Wall zwischen zwei Bastionen
Landschaft
Landstände
lastbar
schwer
legiren
vererben, vermachen, als Erbschaft hinterlassen
Manutenenz
Handhabung, Schutz
manuteniren
bewahren, behaupten, erhalten, handhaben
Maß
Raummaß, Hohlmaß
maturiren
beschleunigen
militiren
den Ausschlag geben für
Mittel
Mitte
moviren
bewegen, sich regen
moviren
anreizen, anregen, verursachen
moviren
(emotional) bewegen, rühren
moviren
verändern
moviren
anstrengen, in die Wege leiten
moviren
erwägen
muten
förmlich um die Zuteilung oder Erneuerung eines Lehens ersuchen
nähermals
neulich, kürzlich, vor kurzem, jüngst
negociiren
verhandeln, (Geschäfte) betreiben
obediren
gehorchen, folgen
occupat
beschäftigt, in Anspruch genommen
Offizier
Amtsträger, Beamter, Bediensteter
opprimiren
unterdrücken
Parte
Anteil, Teil, etwas Zugeteiltes
Parte
Kriegs- oder Verhandlungspartei
Partie
Streifkorps (kleinere Truppenabteilung, die meist auf Kundschaft oder zum Einbringen von Geld, Lebensmitteln und Furage entsandt wurde)
Partie
Kriegspartei (reguläre Truppenabteilung)
Partie
(sich gegenüberstehende) Seite, Partei
Partie
eine gewisse Anzahl oder eine Gruppe von Dingen oder Personen gleicher Art
Partikel
Stück, Teil
Patenpfennig
Geldstück als Geschenk des Paten oder der Patin an den Täufling
pernoctiren
übernachten
poculiren
zechen
Posseß
Besitz
präcipitiren
übereilen, überstürzen
präcipitiren
herabstürzen
präjudiciren
nachteilig sein, schaden
präjudiciren
eine künftige Entscheidung vorbestimmen
Prätext
Vorwand, Scheingrund
prävaliren
schadlos halten
prävaliren
dem Übergewicht beugen
prävaliren
überwiegen, vorherrschen, dominieren
Pressur
Beschwerung, Bedrückung
promittiren
versprechen, zusagen
quittiren
verlassen
quittiren
überlassen
quittiren
aufgeben
quittiren
entlassen
ranzioniren
gegen Geldzahlung auslösen
ranzioniren
mit einer Lösegeldforderung belegen
Recepisse
Empfangsschein, Empfangsbestätigung
Recuperation
Zurückeroberung
Recuperation
Wiedererwerbung, Wiedererlangung
regeriren
aufs neue einwenden, erwidern, antworten
Relation
Bericht
relaxiren
freilassen
relaxiren
rückgängig machen, annullieren, aufheben
remedi(i)ren
abhelfen
remittiren
zugestehen, bewilligen
remittiren
(an jemanden) verweisen, weiterleiten
remittiren
übersenden
remittiren
nachlassen, vermindern
remittiren
zurücksenden
remittiren
(auf jemanden) verweisen, sich berufen
resolviren
entschließen, beschließen
resolviren
auflösen
Römerzug
von den Reichsständen zu entrichtender, in Matrikeln festgelegter finanzieller Beitrag, der ursprünglich zur Finanzierung des Begleitzuges der deutschen Könige zur Kaiserkrönung nach Rom, später zur Deckung der monatlichen Kosten für die Unterhaltung und Besoldung von Truppenkontingenten des Reichs und der Kreise diente
Schiffarmada
Kriegsflotte
Schock
Bund bzw. Haufen (z. B. von Garben, Stroh oder Holz)
Sergeant
Feldwebel
sieder
seit
Sollicitation
(Rechts-)Gesuch, Bitte
sollicitiren
etwas gerichtlich betreiben, um Rechtshilfe ersuchen
sollicitiren
ansuchen, bitten
sollicitiren
fordern
Sonnenlehen
freies Grundeigentum, das man von niemandem als Lehen hat
specios
scheinbar, täuschend
spendiren
ausgeben, aufwenden
stabiliren
fest machen, versichern, bestätigen
Steuerrolle
Verzeichnisse von Untertanen zur Steuererhebung
Stillstand
Waffenstillstand
Stück
Geschütz, Kanone
Stück
(einzelner zählbarer) Gegenstand, (einzelne) Sache, (einzelnes) Objekt
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
Supplication
Bittschrift
Tagefahrt
Termin (an dem man z. B. vor Gericht erscheinen oder bestimmte Gelder bezahlen muss)
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
tradiren
übergeben
travagli(i)ren
arbeiten, sich anstrengen, sich bemühen
ungefähr
zufällig
Unpflicht
Verbindlichkeiten der Untertanen, die nur bei außergewöhnlichen Gelegenheiten geleistet werden müssen
verdecktes Essen
heimliche Verabredung, List
verehren
schenken
verehren
beschenken
verführen
an einen anderen Ort führen
verhypotheciren
als Pfand gegen eine Geldsumme verschreiben
verschnappen
durch unüberlegtes Aussprechen etwas verraten
versitzen
versäumen, verjähren
Volk
Truppen
vollziehen
unterschreiben
Wispel
Raum- und Getreidemaß
Zufall
unerwartete spürbare Veränderung der Gesundheit
Zufall
Ereignis, Vorfall
Zufall
etwas, das einem zufällt
Zufall
Zulauf, Parteinahme, Beistand
Johan Adler Salvius

geb. 1590
gest. 1652
Anm.: Sohn des Strängnäser Stadtschreibers Peder Hansson (gest. vor 1609); Studium in Uppsala (1609), Rostock (1612/13), Helmstedt (1613/14), Staßburg (1615) und Marburg (1615); 1614 Magister; 1619 Promotion zum Dr. jur. utr. in Valence; ab 1621 Assessor am schwedischen Hofgericht; diplomatische Missionen für Schweden nach Kursachsen (1622), Dänemark (1623) und Norddeutschland (1624); seit 1624 Staatssekretär; 1631-1634 und 1636-1650 schwedischer Resident in Hamburg und im Niedersächsischen Reichskreis; ab 1634 Hofkanzler und Geheimer Rat; seit 1638 alleiniger Legat Schwedens in Deutschland; 1643-1648 schwedischer Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress; seit 1648 Reichsrat; 1629 Nobilitierung; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand; vgl. Heiko Droste: Im Dienst der Krone. Schwedische Diplomaten im 17. Jahrhundert, Berlin/Münster 2006, S. 378.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte
Melchior Amgarten

Anm.: Um 1646 schwedischer Rittmeister.
Andreas (4) N. N.

Anm.: Vermutlich Sohn des Kochs Moritz (gest. 1641); um 1648 Koch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später in den Niederlanden Bediensteter des Obristen Johann von Mario zu Gammerslewe (ca. 1574-1651), der im Exil lebenden Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz (1596-1662) und des Grafen Georg Ernst von Limburg-Styrum und Bronckhorst (1593-1661); 1652 Rückkehr nach Bernburg.
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Anna von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Gräfin Anna von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg

geb. 1579
gest. 1624
Anm.: Tochter des Grafen Arnold IV. von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); ab 1595 Ehe mit Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Mutter Christians II.; 1617 Gründerin und Patronin der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Enthaltende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg

geb. 1568
gest. 1630
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Vater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1582 Reise nach Konstantinopel; 1591/92 Führer eines Expeditionskorps für König Heinrich von Navarra; 1592 Übertritt zum reformierten Glauben; 1592/93 Befehl über die protestantischen Truppen im Krieg um das Bistum Straßburg; 1595-1620 oberpfälzischer Statthalter in Amberg und zunehmend Leiter der pfälzischen Politik; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1610 Unionsgeneral im klevisch-jülischen Krieg; seit 1618 Senior des Hauses Anhalt; 1619/20 Kommandierender der pfälzisch-böhmischen Truppen gegen Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); nach kaiserlicher Ächtung Flucht nach Schweden (1621) und Flensburg (1622-1624); 1624 Aufhebung der Reichsacht; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sehnliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unveränderliche"); Kurzbiographie im Rahmen dieser Edition unter http://www.tagebuch-christian-ii-anhalt.de/index.php?article_id=15.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Sibylla Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1602
gest. 1648
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; ab 1617 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Tröstende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Anhalt-Dessau, Haus
Fürsten von Anhalt-Dessau

Anm.: Seit 1603 bestehende Nebenlinie des reichsfürstlichen Hauses Anhalt.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Fürst Johann Georg I. von Anhalt-Dessau

geb. 1567
gest. 1618
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1603-1606 Regent des Fürstentums Anhalt (im Namen seiner vier Brüder); ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Dessau und Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlriechende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Bernburg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1651-1660 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); ab 1631 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wohltätige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1579
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1600 Aufnahme in die Florentiner Accademia della Crusca ("L'Acceso"); seit 1606 regierender Fürst von Anhalt-Köthen; 1631-1635 schwedischer Statthalter des Erzstifts Magdeburg und des Hochstifts Halberstadt; 1617 Mitbegründer und bis zu seinem Tod erstes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nährende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sophia von Anhalt-Köthen
Geburtsname: Gräfin Sophia zur Lippe

geb. 1599
gest. 1654
Anm.: Tochter des Grafen Simon VI. zur Lippe (1554-1613); 1626-1650 Ehe mit Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Emsige"); seit 1629 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Wolfgang von Anhalt-Köthen
Fürst Wolfgang von Anhalt-Bernburg

geb. 1492
gest. 1566
Anm.: Sohn des Fürsten Waldemar VI. von Anhalt (1450-1508); alleinregierender Fürst von Anhalt-Köthen (1508-1562) und Anhalt-Bernburg (1544-1562) sowie 1508-1544 gemeinsame Regierung mit seinen Dessauer Vettern Johann IV. (1504-1551), Georg III. (1507-1553) und Joachim (1509-1561) in Anhalt-Bernburg und Anhalt-Zerbst; seit 1525 Förderer der Reformation in Anhalt; 1547-1552 Reichsacht wegen Beteiligung am Schmalkaldischen Krieg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Elisabeth von Anhalt-Plötzkau

geb. 1630
gest. 1692
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Nüchterne").
Fürst Emanuel von Anhalt-Plötzkau
Fürst Emanuel von Anhalt-Köthen

geb. 1631
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Lebrecht (1622-1669) in Plötzkau; ab 1657 in schwedischen Kriegsdiensten; 1659/60 in dänischer Gefangenschaft; 1662 Teilnahme am venezianischen Feldzug gegen die Türken; 1665-1669 zusammen mit seinem Bruder Lebrecht herrschender und seit 1669 alleinregierender Fürst von Anhalt-Köthen; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Strebende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Ernst Gottlieb von Anhalt-Plötzkau

geb. 1620
gest. 1654
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1653 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Lebrecht (1622-1669) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Starke").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Johanna von Anhalt-Plötzkau

geb. 1618
gest. 1676
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1660 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wissende").
Fürst Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
Fürst Lebrecht von Anhalt-Köthen

geb. 1622
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sibylla von Anhalt-Plötzkau
Geburtsname: Gräfin Sibylla zu Solms-Laubach

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Tochter des Grafen Johann Georg zu Solms-Laubach (1547-1600); 1618-1653 Ehe mit Fürst August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); ab 1621 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gläubige"); seit 1622 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Sophia von Anhalt-Plötzkau

geb. 1627
gest. 1679
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; nach 1638 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Mäßige").
Anhalt-Zerbst, Haus
Fürsten von Anhalt-Zerbst

Anm.: Seit 1603 bestehende Nebenlinie des reichsfürstlichen Hauses Anhalt.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Rudolf von Anhalt-Zerbst

geb. 1576
gest. 1621
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; seit 1618 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Süße").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.Weiterführende Informationen in der NDB
Fürst Joachim Ernst von Anhalt

geb. 1536
gest. 1586
Anm.: Sohn des Fürsten Johann IV. von Anhalt-Zerbst (1504-1551) und Großvater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1562-1570 gemeinsam mit seinem Bruder Bernhard (1540-1570) regierender, seit 1570 alleinregierender Fürst von Anhalt.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Augustin Banse

gest. 1653
Anm.: Sohn des Ballenstedter Bürgers Nikolaus Banse (gest. vor 1638); um 1638 Schreiber der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); um 1640 Gastwirt in Bernburg ("Zu den Drei Kronen"); um 1647/48 fürstlicher Korn- und zuletzt Amtsschreiber in Ballenstedt.
Georg Banse

geb. 1605
gest. 1670
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers, Sattelfreihofbesitzer und späteren anhaltisch-zerbstischen Kammermeisters Johann Banse d. J. (1578-1636); um 1639/41 Bernburger Freisasse (Besitzer eines Sattelfreihofs); Erbsasse auf Güsten und Quenstedt; seit 1646 fürstlicher Amtsrat (noch 1653); 1646-1650 daneben Stadtvogt in Bernburg.
Hans Banse

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Daniel Banse (1578-1612); Bernburger Bürger und Böttcher; um 1655/56 Hofböttcher.
Barby, Familie
Grafen von Barby und Mühlingen

Anm.: Mitteldeutsches Reichsgrafengeschlecht.
François de Bassompierre
Marquis François de Haroué

geb. 1579
gest. 1646
Anm.: Sohn des lothringischen Adligen Christophe de Bassompierre (1547-1596); 1603 Teilnahme am Langen Türkenkrieg; 1621-1629 in französischen Kriegsdiensten gegen die Hugenotten als Maréchal de camp (1621) und Maréchal de France (1622); diplomatische Missionen in Spanien (1621), der Schweiz (1625) und England (1626); 1631-1643 in Haft als Gegner des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1623 Marquis d'Haroué.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürst Maximilian I. von Bayern
Herzog Maximilian I. von Bayern

geb. 1573
gest. 1651
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1597 regierender Herzog von Bayern; Oberhaupt der 1609 gegründeten Katholischen Liga; 1623 Verleihung der (ehemals Pfälzer) Kurwürde durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637), endgültig bestätigt im Westfälischen Frieden; seit 1600 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Christian Beckmann

geb. 1580
gest. 1648
Anm.: Sohn des Zscheppliner Pfarrers Andreas Beckmann (gest. 1612); ab 1599 Studium der Theologie in Leipzig, Wittenberg und Jena; 1604 Promotion zum Mag. phil. an der Universität Leipzig; Schulrektor in Naumburg (1608-1612), Mühlhausen (1612-1615) und Amberg (1615-1625); 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1625-1627 Schulrektor in Bernburg; seit 1627 Pfarrer an der Nikolaikirche sowie Superintendent und Professor für Theologie am Gymnasium illustre in Zerbst; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 211f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Thomas Benckendorf

gest. vor 1658
Anm.: Sohn des Prof. Martin Benckendorf (1545-1621) in Frankfurt/Oder; 1623 Studium in Frankfurt/Oder; 1627/28 Kammer- und Küchenschreiber, seit 1628 Kammerschreiber und Kammerdiener sowie 1635-1647 Geheimsekretär des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1637-1646 zudem Amtmann von Bernburg; ab 1647 kurbrandenburgischer Gerichtsverwalter in Wittstock (noch 1649); seit 1653 "Kastner" in Cottbus.
David von Bergen

geb. 1616
gest. 1682
Anm.: Sohn des Dessauer Bürgermeisters Gottfried von Bergen (1589-1653); um 1643/44 Bauherr und um 1646/47 Ratskämmerer der Bernburger Bergstadt; seit 1649 Landrichter in Bernburg.
Johann von Bergen

geb. 1604
gest. 1680
Anm.: Sohn von Bernd von Bergen (ca. 1567-1623) auf Güsten; Hausbesitzer in der Bernburger Talstadt; Erbherr auf Ilberstedt; bis 1637 kaiserlicher oder kursächsischer Quartiermeister; um 1637/42 Sekretär des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); seit 1642 anhaltischer Obereinnehmer (noch 1649).
Adam Bertram

Anm.: Bis September 1631 Einspänniger des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach schwedischer Kornett (1631), Leutnant (um 1637) und Rittmeister (um 1642/46); um 1643/46 Hausbesitzer in Gröna.
Georg Heinrich von Biedersee

geb. 1623
gest. nach 1655
Anm.: Sohn des Albrecht von Biedersee (gest. 1653); Erbherr auf Amesdorf; seit 1639 Page der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); danach bis 1648 Edelknabe ihres Gemahls Christian II.; später bis 1653 Mitglied der kurbrandenburgischen Leibgarde.
Johann Heinrich Bisterfeld

geb. 1605
gest. 1655
Anm.: Sohn des Siegener calvinistischen Theologen, Philosophen und Pädagogen Johannes Bisterfeld (gest. 1618); Studium in Herborn (ab 1619), Basel (1623/24), Genf (seit 1624), Oxford und Leiden (ab 1626); danach wahrscheinlich Pfarrer in Grave (Noord-Brabant); 1629 zunächst Professor der Philosophie an der Hohen Schule Herborn; seit Sommer 1629 Professor für Theologie und Philosophie an der neugegründeten Akademie in Weißenburg (Alba Iulia); daneben Diplomat und Geheimer Rat des Georg I. Rákóczi, Fürst von Siebenbürgen (1593-1648).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Cuno Ordemar von Bodenhausen

geb. 1598
gest. 1654
Anm.: Sohn des Melchior von Bodenhausen (1560-1624); Erbherr auf Bodenhausen, Niedergandern, Görzig und Rhode; anhaltischer Landrat und Kriegskommissar; mehrfach Gesandter der Fürsten von Anhalt; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bequeme").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kaspar Böke
Kaspar Böckmann

Anm.: Geboren in Holstein; um 1646/56 Gärtnermeister und fürstlicher Schlossgärtner in Bernburg.
Adolf von Börstel

geb. 1591
gest. 1656
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmannes Curt von Börstel (1549-1618); ab ca. 1609 Agent der Fürsten von Anhalt und anderer protestantischer deutscher Reichsfürsten am französischen Königshof; später auch königlicher Kammerherr in Paris; seit 1646 Herr von Rieux (Oise).
Agnes von Börstel

geb. 1630
gest. nach 1656
Anm.: Tochter des Heinrich von Börstel (1581-1647).
Charlotte von Börstel
Geburtsname: Charlotte du Four

geb. ca. 1614
gest. vor 1651
Anm.: Tochter des François du Four, Seigneur du Mez (gest. vor 1646); seit 1646 Ehe mit Adolf von Börstel (1591-1656).
Christian Heinrich von Börstel

geb. 1617
gest. 1661
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); Erbherr auf Güsten und Ilberstedt; 1641-1643 Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) und zugleich Hofmeister für dessen Sohn Johann Georg (1627-1693); 1643-1648 Geheimer Rat und Hofmeister von Fürst Johann Kasimir; 1648 Übersiedlung nach Bernburg; seit 1657 anhaltischer Gesamtrat und Hofmeister des Fürsten Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlängernde"); vgl. Andreas Hesius: Lieblich und schönes Erbtheil der Kinder Gottes [...], Köthen 1661, Bl. Fijr-Givv.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Dorothea Louise von Börstel

geb. 1613
gest. 1653
Anm.: Tochter des Heinrich von Börstel (1581-1647); bis 1635 Kammerjungfer der unverheirateten Schwestern Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1635 Ehe mit Hans Ernst von Börstel (gest. 1654).
Friedrich (2) von Börstel

geb. 1627
gest. 1681
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); bis 1654 Kammerjunker des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); schwedischer Gardeleutnant (1655), Gardeobristleutnant (1662), Obrist (1665) und Generalmajor (1678); Kommandant von Göteborg (1674) bzw. Bohus (1678); später Oberkommandant von Göteborg; 1676 Erhebung in den Freiherrenstand.
Georg Friedrich von Börstel

geb. ca. 1627
gest. 1688
Anm.: Sohn des kurbrandenburgischen Rats Ludwig von Börstel (ca. 1585-1631); zunächst kurbrandenburgischer Kammerjunker; ab 1651 Hof- und Kammergerichtsrat; 1654-1665 mehrfach diplomatische Missionen; zudem seit 1673 Amtshauptmann von Beeskow und Storkow; außerdem Appellationsgerichtsrat in Ravensberg; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 435f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Heinrich (1) von Börstel

geb. 1581
gest. 1647
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmanns Curt von Börstel (1549-1618); Erbherr auf Güsten, Plötzkau und Ilberstedt; ab 1623 Regierungspräsident sowie Amtshauptmann und Kammerrat in Bernburg; 1639 Rücktritt, danach Tätigkeit als unbestallter fürstlicher Berater; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Eilende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Susanna von Börstel
Geburtsname: Susanna van Rhemen

gest. 1680
Anm.: Tochter des Steffen van Rhemen (1565-1644) aus Deventer; zunächst Hofjungfer der Fürstin Amoena Amalia von Anhalt-Köthen (1586-1625); 1623-1647 Ehe mit Heinrich von Börstel (1581-1647).
Gräfin Beata Johansdotter Brahe af Visingsborg
Gräfin Beata Johansdotter Torstensson af Ortala
Geburtsname: Beata Johansdotter De la Gardie

geb. 1612
gest. 1680
Anm.: Tochter des Johan Pontusson De la Gardie (1582-1642); 1633-1651 erste Ehe mit Graf Lennart Torstensson af Ortala (1603-1651); seit 1653 zweite Ehe mit Graf Per Abrahamsson Brahe af Visingsborg (1602-1680).
Markgräfin Albertina Louise von Brandenburg-Ansbach

geb. 1646
gest. 1670
Anm.: Tochter des Markgrafen Albrecht von Brandenburg-Ansbach (1620-1667).
Markgraf Albrecht von Brandenburg-Ansbach

geb. 1620
gest. 1667
Anm.: Sohn des Markgrafen Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach (1583-1625); seit 1634 regierender Markgraf von Brandenburg-Ansbach (bis 1639 unter Vormundschaft seiner Mutter Markgräfin Sophia).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg
Herzogin Elisabeth Charlotte in Preußen
Geburtsname: Pfalzgräfin Elisabeth Charlotte von Pfalz-Simmern

geb. 1597
gest. 1660
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1616-1640 Ehe mit Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); seit 1650 Witwensitz in Crossen an der Oder.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann (2) Brandt

geb. 1604
gest. 1672
Anm.: Sohn des Tirschenreuther Kantors Bartholomäus Brandt (gest. 1611); Studium in Erfurt (1623) und Altdorf (nach 1630 Promotion zum Dr. med.); ursprünglich Arzt in Reichenbach/Vogtland (noch 1630); ab 1632 kriegsbedingt in Bernburg, dort baldige Bestallung zum Stadtphysikus; (vor 1637) bis November 1649 Leibarzt des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg und spätestens seit 1647 auch dessen Rat; ab Ostern 1650 Hofarzt des Fürsten Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665) und von dessen verwitweten Mutter Sophia (1599-1654); vgl. Wolfram Kaiser / Arina Völker: Universität und Physikat in der Frühgeschichte des Amtsarztwesens, Halle (Saale) 1980, S. 38.
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Lüneburg
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Calenberg

geb. 1622
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg (1641-1648) und Braunschweig-Lüneburg (ab 1648); seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Reinherzige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Braunschweig-Lüneburg, Haus
Herzöge von Braunschweig und Lüneburg

Anm.: Teillinie der reichsfürstlichen Dynastie der Welfen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Ferdinand Albrecht I. von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern
Herzog Ferdinand Albrecht von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb. 1636
gest. 1687
Anm.: Sohn des Herzogs August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666); ab 1667 Inhaber der Appanage-Herrschaft Bevern; seit 1673 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wunderliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Anna Sophia von Braunschweig-Wolfenbüttel
Geburtsname: Markgräfin Anna Sophia von Brandenburg

geb. 1598
gest. 1659
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg (1572-1619); 1614-1634 Ehe mit Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1591-1634); bereits seit 1628 Residenz auf Schloss Schöningen; nach 1625 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Aufrichtige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb. 1633
gest. 1714
Anm.: Sohn des Herzogs August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666); ab 1667 Statthalter für seinen Bruder Rudolf August (1627-1704); 1685-1704 Mitregent des Herzogtums; seit 1704 alleinregierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel; 1709 Konversion zum katholischen Glauben.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg

geb. 1579
gest. 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1533–1598); ab 1604 Paragiatsherrschaft in Hitzacker; seit 1635 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel (bis 1643 Residenz in Braunschweig wegen kaiserlicher Besetzung der Festung Wolfenbüttel); Büchersammler (Bestand der ursprünglichen Bibliotheca Selenica, später Bibliotheca Augusta zum Zeitpunkt seines Todes 40.000 Bände); ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Befreiende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Rudolf August von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb. 1627
gest. 1704
Anm.: Sohn des Herzogs August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666); ab 1666 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel; seit 1660 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nachsinnende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Konrad Alexander Magnus von Burgsdorff

geb. 1595
gest. 1652
Anm.: Sohn des Alexander Magnus von Burgsdorff (1567-1620); Erbherr auf Goldbeck, Buckow, Oberstorf und Groß-Machenow; ab 1609 gemeinsame Erziehung mit Kurprinz Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640) am Berliner Hof; 1614-1617 erste militärische Erfahrungen; ab 1620 Capitain der kurfürstlichen Leibgarde; seit 1623 Obristleutnant des brandenburgischen Reiterkontingents im Obersächsischen Kreisheer; ab 1626 Kommandeur des kurfürstlichen Leibregiments zu Fuß; seit 1631 kurbrandenburgischer Kriegsrat und Obrist; als Gegner des Grafen Adam von Schwarzenberg (1584-1641) zeitweise Verbannung als Kommandant nach Küstrin (Oktober 1638); 1642-1652 Geheimer Rat und erster Minister, kurfürstlicher Oberkammerherr (Oberkämmerer) und Oberkommandant aller kurmärkischen Festungen; Johanniterkomtur zu Lagow; ab ca. 1651 Dompropst in Halberstadt; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Einfältige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Andrea Cornaro
Andrea Cornèr

geb. 1610
gest. 1686
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Giovanni Cornaro (1575-1636); ca. 1644-1646 Provveditore generale di Candia (Kreta); 1649-1651 Provveditore nell'isola di Zante; 1653 Provveditore generale e inquisitore delle tre isole del Levante; ab 1654 Provveditore generale delle Armi nel regno di Candia; 1658-1662 Provveditore generale in Dalmazia; 1662 Consigliere dei Dieci; 1662/63 Consigliere dei pregadi; seit 1663 Capitano generale da Mar; 1667 Provveditore all'Armar; 1667/68 Consigliere dei pregadi; ab 1669 Podestà (Amtmann) von Brescia; 1671 Consigliere dei Dieci; 1672 Consigliere dei pregadi; 1672/73 Provveditore all'Artiglieria; 1673 und 1675 Consigliere dei Dieci; 1674 und 1676 Consigliere dei pregadi; 1674 Provveditore all'Armar; 1677 Provveditore generale da Mar; 1678 Procuratore di San Marco; 1680 Provveditore all'Armar; 1682 Provveditore sopra le Pompe; 1684 Sovraprovveditore alle Pompe.

Weiterführende Informationen in VIAF
Johann Baptist von Crane

geb. ca. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Küsters Johann Crane aus Gesecke/Westfalen; 1622/23 Lic. jur. utr.; 1626 Rat in der Lehnkammer des Stifts Essen; 1628 kurkölnischer Agent in Wien; ab 1633 Reichshofrat; außerdem kaiserlicher Gesandter u. a. bei den Osnabrücker Friedensverhandlungen (1643-1648), auf dem Nürnberger Exekutionskongress (1649-1651), dem Regensburger Reichstag (1653/54), dem Frankfurter Deputationstag (1655-1657) und als kaiserlicher Konkommissar auf dem Immerwährenden Reichstag zu Regensburg (1663/64); 1652 Nobilitierung.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
N. N. von Creutzberg

Anm.: Adliger, der vor oder bis 1646 vermutlich im Dienst der verwitweten Fürstin Magdalena von Anhalt-Zerbst (1585-1657) in Coswig (Anhalt) stand.
König Christian IV. von Dänemark und Norwegen
Herzog Christian IV. von Schleswig-Holstein

geb. 1577
gest. 1648
Anm.: Sohn des Königs Friedrich II. von Dänemark und Norwegen (1534-1588); ab 1588 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein (bis 1593 unter Vormundschaft); seit 1603 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
König Christian V. von Dänemark und Norwegen
Herzog Christian V. von Schleswig-Holstein
Graf Christian VIII. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1646
gest. 1699
Anm.: Sohn des späteren Königs Friedrich III. von Dänemark und Norwegen (1609-1670); seit 1670 König von Dänemark und Norwegen, regierender Herzog von Schleswig-Holstein sowie Regent der Grafschaften Oldenburg und Delmenhorst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich II. von Schleswig-Holstein
Administrator Friedrich II. von Bremen
Administrator Friedrich II. von Verden
Graf Friedrich I. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1623-1629 und 1634-1644 Administrator des Hochstifts Verden; 1634-1648 Administrator des Erzstifts Bremen; 1647 Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein; ab 1648 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1667 zudem regierender Graf von Oldenburg und Delmenhorst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Johann Dürr

geb. 1613
gest. 1689
Anm.: Sohn des Dresdener Goldschmieds Christian Dürr; Studium in Wittenberg (1636 Mag.); Dr. theol.; ab 1643 lutherischer Hofprediger, seit 1644 auch Pfarrer an der Bartholomäuskirche, ab 1648 zudem Superintendent und seit 1682 ebenso Gymnasialprofessor in Zerbst; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 237.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Hans Christoph von Ebeleben

geb. 1578
gest. 1651
Anm.: Sohn des kursächsischen Landrats Apel von Ebeleben; ab 1635 kursächsischer Amtshauptmann von Wittenberg, Gommern, Belzig und Elbenau; 1635-1638 Assessor und seit 1638 Hofrichter in Wittenberg; ab 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Redliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Hans Friedrich Eckardt

geb. 1622
gest. nach 1680/vor 1683
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Brauers Johann Eckardt (gest. vor 1640); spätestens ab 1639 Bediensteter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1643/47 Amts- bzw. Hofkopist sowie vermutlich seit 1643 zugleich fürstlicher Küchenschreiber (noch 1648); um 1649/55 Kammerschreiber (Kammerrechnungsführer); um 1653 auch Kammerdiener; ab 1658 Bauherr und um 1670/80 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister sowie Rat in Bernburg; seit 1634 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
König Karl I. von England
König Karl I. von Schottland
König Karl I. von Irland

geb. 1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England) (1566-1625); ab 1625 König von England, Schottland und Irland; 1649 durch das Parlament des Hochverrats angeklagt und hingerichtet; seit 1611 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
August Ernst (1) von Erlach

geb. 1616
gest. 1684
Anm.: Sohn des Burkhard von Erlach (1566-1640); Erbherr auf Altenburg (bei Nienburg/Saale); 1636-1640 und 1641-1644 in kaiserlichen Kriegsdiensten, dazwischen Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später anhaltischer Landrat und Direktor des Stipendienwesens.
Sibylla Eleonora von Erlach
Geburtsname: Sibylla Eleonora von Börstel

geb. 1619
gest. 1670
Anm.: Tochter des Heinrich von Börstel (1581-1647); 1635-1642 Kammerjungfer der unverheirateten Schwestern Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1642 Ehe mit August Ernst von Erlach (1616-1684).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Ludwig Fuß

Anm.: Um 1635/36 kaiserlicher Kriegskommissar, später Generalkriegskommissar.
Graf Matthias Gallas
Duca Matthias di Lucèra

geb. 1584
gest. 1647
Anm.: Sohn des tridentinischen Adligen Pankraz Gallas (1549-1612); zunächst in spanischen und kaiserlichen Kriegsdiensten (1615-1617); 1626-1630 ligistischer Obrist; kaiserlicher Obrist (1629), Generalfeldwachtmeister (1629), Feldzeugmeister (1631), Feldmarschall (1632) und Generalleutnant (1633); ab 1631 kaiserlicher Kämmerer; seit 1639 auch Geheimer Rat; Erhebung in den Freiherren- (1627) und Grafenstand (1632); seit 1635 Duca di Lucèra.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Comte Jean de Gassion

geb. 1609
gest. 1647
Anm.: Sohn des Hugenotten Jacques de Gassion (ca. 1565-1631); 1625-1627 und 1629/30 in savoyischen Kriegsdiensten; dazwischen 1627-1629 Leutnant unter dem hugenottischen Heerführer Duc Henri de Rohan (1579-1638); 1630-1635 schwedischer Obrist; danach französischer Mestre de camp (1635), Maréchal de camp (1638), Mestre de camp général de la cavalerie (1641), Maréchal de France (1643), Lieutenant-général de l’Armée de Flandre (1644) und Kommandant der Flandernarmee (1647); seit 1643 Conseiller d'État; Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Bernhard Gese

geb. 1595
gest. 1659
Anm.: Sohn des Coswiger Superintendenten Joachim Gese (1561-1623); Besuch der Gymnasien in Zerbst und Joachimsthal (1618); 1620 Studium in Frankfurt (Oder); 1622-1626 Konrektor an der reformierten Schule in Cölln an der Spree; Stadtkämmerer (1628) und Bürgermeister (1629) von Dessau; ab 1630 anhaltisch-dessauischer Lehns- und Justizsekretär; seit 1639 Landrentmeister; ab 1641 Kammerrat; seit 1647 auch Kanzleirat; vgl. Johann Christoph Beckmann: Historie des Fürstenthums Anhalt, Teil VII, Zerbst 1710, S. 382f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Joachim von Glasenapp

geb. 1600
gest. 1667
Anm.: Sohn des Curt von Glasenapp; Erbherr auf Gramenz, Lübgust und Wurchow (bei Neustettin); Hofmeister und Rat der verwitweten Herzogin Hedwig von Pommern-Stettin (1595-1650) in Neustettin; zudem Schlosshauptmann in Saatzig, Burgrichter und kurbrandenburgischer Rat; um 1646 Gesandter der herzoglichen Witwe in Wolfenbüttel; Ende der 1650er Jahre Rückkehr nach Pommern; seit 1646 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erwachsende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Luigi Gonzaga di Bozzolo

geb. 1599
gest. 1660
Anm.: Sohn des Ferrante Gonzaga, Marchese di Gazzuolo (1550-1605); ab 1622 kaiserlicher Kämmerer; kaiserlicher Obrist (1625), Generalfeldwachtmeister (1636) und Feldmarschalleutnant (1639); seit 1633 Gouverneur von Raab.
Christian Groß(e)

gest. 1654
Anm.: Sohn des Schieloer Bauern Andreas Große (gest. vor 1647); ab 1633 in Diensten des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1638 Lakai von dessen Gemahlin Eleonora Sophia (1603-1675); danach bis 1642 fürstlicher Lakai in Bernburg; seit 1642 Haushalter und Unterkammerdiener sowie um 1643 Kammerdiener und Lakai von Fürst Christian II. (bis 1646); um 1647/50 fürstlicher Bediensteter in Bernburg; um 1651/54 Schneidermeister in Bernburg.
Martin Hahn

gest. 1648
Anm.: Spätestens seit 1638 fürstlicher Sattelknecht in Bernburg.
Hans Albrecht von Halck

gest. 1658
Anm.: Mitteldeutscher Adliger; zeitweilig Herr auf Crüchern; 1620 Kriegsdienst unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626), später unter König Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1640-1646 Major und Stadtkommandant von Bernburg; ab 1646 Kammerjunker und seit 1647 Stallmeister der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660); ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlschmeckende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Martin Hanckwitz

gest. 1675
Anm.: Geboren in Preußen; später Bürger in Nienburg/Saale; 1640 Interimslehrer und dann bis 1650 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718), ab 1648 auch für deren Bruder Karl Ursinus (1642-1660); um 1651/52 fürstlicher Sekretär in Bernburg; seit 1652 Ratskämmerer in Köthen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Martin Haug
Martin Hauke

Anm.: Um 1638 fürstlicher Bediensteter in Bernburg; um 1643 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); danach bis 1647 Lakai von deren Gemahl Christian II.; um 1648/49 braunschweigisch-lüneburgischer Soldat; seit 1650 erneut fürstlicher Lakai in Bernburg (noch 1655).
Christian Herdesianus
Christian von Hardesheim

geb. 1606
gest. 1655
Anm.: Sohn des Bernburger Goldschmieds Bartholomäus Hardesheim (gest. 1625); Studium in Frankfurt/Oder (1624) und Wittenberg (1626); ab 1628 Reise in die Niederlande, England und Frankreich; seit 1635 Geheimsekretär sowie nach 1640 Hof- und Justizrat der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660); vgl. Gustav Früh / Hans Goedeke / Hans Jürgen von Wilckens: Die Leichenpredigten des Stadtarchivs Braunschweig, Bd. 3, Hannover 1979, S. 1467f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Philipp Herlin

geb. 1611
gest. 1646
Anm.: Sohn des steirischen Exulanten und Geistlichen Johann Herlin; 1631/32 Studium in Erfurt; ab 1632 Sekretär des schwedischen Obristleutnants Robert Douglas of Whittinghame (1611-1662); seit 1636 Sekretär des schwedischen Generalmajors und pommerischen Vizegouverneurs Axel Gustafsson Lillie (1603-1662); ab 1643 schwedischer Obereinnehmer in Leipzig; vgl. Alexander Zirr: Die Schweden in Leipzig. Die Besetzung der Stadt im Dreißigjährigen Krieg (1642-1650), Leipzig 2017, S. 180 und 775.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Georg Heseler

Anm.: Bürger und Schlossbäckermeister in Bernburg; um 1646 Ratsherr und um 1651 Bauherr der Bernburger Talstadt.
Landgräfin Christina Sophia von Hessen-Butzbach
Geburtsname: Gräfin Christina Sophia von Ostfriesland

geb. 1600
gest. 1658
Anm.: Tochter des Grafen Enno III. von Ostfriesland (1563-1625); 1632-1643 Ehe mit Landgraf Philipp von Hessen-Butzbach (1581-1643).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Landgräfin Amalia Elisabeth von Hessen-Kassel
Geburtsname: Gräfin Amalia Elisabeth von Hanau-Münzenberg

geb. 1602
gest. 1651
Anm.: Tochter des Grafen Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg (1576-1612); 1619-1637 Ehe mit Landgraf Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); 1637-1650 Regentin der Landgrafschaft Hessen-Kassel für ihren unmündigen Sohn Wilhelm VI. (1629-1663).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Daniel Hintze

Anm.: Um 1646 langjähriger fürstlicher Drescher in Bernburg.
Johann (1) Hofmeister

geb. 1596
gest. 1646
Anm.: Sohn des Bremer Pfarrers Jodocus Hofmeister; 1621/22 Prediger in Wiesbaden; 1624-1627 Hofprediger in Eschwege; 1627-1635 Diakon an der Dessauer Marienkirche; seit 1635 Hofprediger und Superintendent in Dessau; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 292f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. Hübner

Anm.: Um 1641/46 junger anhaltischer Adliger.
Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Jesus Christus
Jesus von Nazareth

Anm.: Biblische Figur.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Heinrich Jordan

gest. 1656
Anm.: Schlesischer Adliger; Dr. jur.; zunächst Rat und Syndikus des Halberstädter Domkapitels; um 1621/23 gräflich-stolbergischer Kanzler; seit 1627 Kanzler der erzherzoglichen Regierung des Hochstifts Halberstadt.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Friedrich III.
Herzog Friedrich V. von Österreich
Herzog Friedrich V. von Steiermark, Kärnten und Krain

geb. 1415
gest. 1493
Anm.: Sohn des Herzogs Ernst von Österreich (1377-1424); ab 1424 regierender Herzog der Steiermark, von Kärnten und Krain (bis 1435 unter Vormundschaft); seit 1439 regierender Herzog von Österreich; ab 1440 römisch-deutscher König; seit 1452 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; ab 1491 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Maria Anna
Königin Maria Anna von Böhmen
Königin Maria Anna von Ungarn
Erzherzogin Maria Anna von Österreich
Geburtsname: Infantin Maria Anna von Spanien

geb. 1606
gest. 1646
Anm.: Tochter des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); seit 1631 Ehe mit Kaiser Ferdinand III. (1608-1657).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christoph von Kannenberg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Sohn des Christoph von Kannenberg; Erbherr auf Buschow, Kannenberg und Himmelreich; ca. 1631-1650 in schwedischen Kriegsdiensten als Reiter, Quartiermeister (1634), Kornett (1635), Leutnant, Rittmneister, Major (um 1643), Obristleutnant und Obrist (um 1648); danach kurbrandenburgischer Generalmajor (1651) und Generalleutnant (1657); seit 1666 auch Geheimer Kriegsrat.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Franz Julius von dem Knesebeck

gest. ca. 1663
Anm.: Sohn des Clamor von dem Knesebeck (gest. 1592); 1636-1658 Hofmarschall des Herzogs August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666); auch braunschweigisch-wolfenbüttelischer Geheimer Kammerrat und Kriegsrat; 1636-1647 zudem Hauptmann der herzoglichen Leibgarde; nach 1643 Kommandant von Wolfenbüttel; ab 1643 Pfandinhaber des Amtes Neuhaus; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Geheime").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Anna Amalia von Knoch(e)
Geburtsname: Anna Amalia von Börstel

geb. 1610
gest. 1651
Anm.: Tochter des Heinrich von Börstel (1581-1647); spätestens ab 1631 Kammerjungfer des Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg (1604-1640); seit 1643 Ehe mit Christian Ernst von Knoch (1608-1655).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christian Ernst von Knoch(e)

geb. 1608
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kaspar Ernst von Knoch (1582-1641); Erbherr auf Trinum; 1631-1639 in Kriegsdiensten, zuletzt als kursächsischer Obristleutnant und Generaladjutant (um 1637); ab 1641 Landeshauptmann des Teilfürstentums Anhalt-Zerbst; seit 1643 anhaltischer Gesamtrat; 1645-1650 Geheimer Rat des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1650 Direktor der Köthener Vormundschaftsregierung; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Weichende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Hans Christoph von Königsmarck

geb. 1600
gest. 1663
Anm.: Sohn des Konrad von Königsmarck (gest. vor 1621) auf Kötzlin; ab 1616 Page am Woffenbütteler Hof; 1620-1630 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Fähnrich; schwedischer Rittmeister (1631), Major (1633), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1640), Generalleutnant (1645) und Feldmarschallleutnant (1648); seit 1645 Generalgouverneur der Stifter Bremen und Verden; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Grafenstand; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Streitende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kasimir Dietrich von Krage

geb. 1615
gest. 1667
Anm.: Sohn des Heinrich von Krage (gest. 1630); Erbherr auf Gödnitz und Schrenz; 1631-1635 in schwedischen Kriegsdiensten, u. a. als Fähnrich (1634); 1635-1637 kursächsischer Kornett; vor 1650 fürstlicher Hofjunker, ab 1650 Kammerjunker und um 1654 Stallmeister in Zerbst; seit 1658 Zerbster Amtshauptmann; ab 1665 anhaltisch-zerbstischer Hofmarschall, Landeshauptmann und Kammerrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlbestehende"); vgl. Johann Dürr: Scutum Fidei Nobilissimum [...], Zerbst 1667, fol. G r-Hij v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Hugo Eberhard Kratz von Scharffenstein
Bischof Hugo Eberhard von Worms

geb. 1594
gest. 1663
Anm.: Sohn des kurtrierischen Rates Anton Kratz von Scharffenstein (gest. 1619); Domherr in Trier (1602), Mainz (1604) und Worms (1608); 1629-1638 Domkantor und ab 1638 Domkustos in Mainz; kurmainzischer Geheimer Rat und Kämmerer; kurmainzischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag (1640/41) und bei den Verhandlungen zum Westfälischen Frieden (1645-1647); 1650 (nicht nachfolgeberechtigter) Koadjutor des Erzstiftes Trier; 1650-1652 erzbischöflicher Statthalter der Stadt Trier; seit 1653 Dompropst von Trier; ab 1654 Bischof von Worms; 1655-1657 kaiserlicher Prinzipalkommissar auf dem Reichsdeputationstag in Frankfurt/Main; 1663 kurmainzischer Prinzipalgesandter auf dem Regensburger Reichstag; 1647 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann von Kreiselwitz

gest. nach 1650
Anm.: Schlesischer Adliger; Erbherr auf Stephansdorf, Samitz und Diebahn; kaiserlicher Obristleutnant und Obrist; Rat und Hofmarschall des Herzogs Georg Rudolf von Schlesien-Liegnitz-Wohlau (1595-1653).
Brigitta (2) von Krosigk
Geburtsname: Brigitta von Behr

geb. 1603
gest. 1667
Anm.: Tochter des erzbischöflich-bremischen Landrats Jakob von Behr (gest. 1631); 1623-1630 Ehe mit Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); vgl. Daniel Werner Bussenius: Piorum Lacrymae Messis Laetitiae Oder Frommer Christen Thränen-Saat [...], Magdeburg 1669, S. 59-84.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Krosigk, Familie

Anm.: Mitteldeutsches Adelsgeschlecht.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Jakob Anton von Krosigk

geb. 1624
gest. 1704
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1640-1650 in schwedischen Kriegsdiensten, anfangs als Volontär, später als Kornett (1642); 1654-1661 kurbrandenburgischer Gardehauptmann; ab 1682 anhaltischer Landrat; seit 1693 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; vgl. Daniel Müller: Schuldige letzte Ehren- und Dienst-Erweisung [...], Zerbst 1706, Bl. [K2]v-M2v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Ludolf Lorenz von Krosigk

geb. 1627
gest. 1673
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1646-1650 in schwedischen Kriegsdiensten; um 1651/52 Hofjunker der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); 1653-1656 französischer Rittmeister; danach kurbrandenburgischer Obristwachtmeister (1657) und Generaladjutant; ab 1661 Hofmeister bei Herzog Rudolf August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); braunschweigisch-lüneburgischer Obristleutnant (1665) und Obrist; seit 1671 kurbrandenburgischer Kammerherr; ab 1672 Obrist und Kriegsrat; seit 1653 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabende"); vgl. Daniel Müller: Kurtzer Trauer-Sermon Von der Gebrechligkeit Menschliches Lebens [...], Köthen [1675], o. S.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Volrad (2) von Krosigk

geb. 1612
gest. 1660
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1631-1640 Kriegsdienst u. a. als Kornett unter Herzog Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641), kursächsischer Leutnant (40 Monate), kaiserlicher Capitain-Leutnant (10 Monate), Rittmeister und Obristwachtmeister (um 1638/40); ab 1642 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nötige"); vgl. Georg Lautenschläger: Mors Christianorum nunqvam præmatura [...], Leipzig 1661, fol. L r-Miv v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Jacques de L'Épinay

gest. 1646
Anm.: Sieur de Vaux; französischer Obristleutnant; nach seiner Emigration in die Vereinigten Niederlande Aufenthalt am Hof der exilierten Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz (1596-1662) in Den Haag; 1646 Tod im Duell mit Pfalzgraf Philipp Friedrich von Pfalz-Simmern (1627-1650).
Graf Johann Maximilian von Lamberg

geb. 1608
gest. 1682
Anm.: Sohn des Georg Sigmund von Lamberg (1565-1632); ab 1631 kaiserlicher Kämmerer; 1637-1649 Reichshofrat; 1644-1649 kaiserlicher Prinzipalgesandter bei den Osnabrücker Friedensverhandlungen; 1653-1660 kaiserlicher Botschafter in Madrid; seit 1657 Geheimer Rat; 1661-1675 Obristkämmerer; ab 1675 Obersthofmeister und Geheimer Konferenzminister; 1641 Erhebung in den Grafenstand; seit 1655 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Johann Leuber

geb. 1588
gest. 1652
Anm.: Sohn des Pfarrers Anthonius Leuber (geb. 1560); Besuch des Gymnasiums in Lemgo; ab 1606 Rechtsstudium in Jena und Wittenberg; 1615/16 Bildungsreise nach Frankreich, Italien und Spanien; 1616 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Basel; danach Tätigkeit am Reichskammergericht in Speyer; 1617-1623 gräflich-schwarzburgischer Hofrat in Sondershausen; seit 1623 Regierungsrat der Grafschaft Henneberg; ab 1639 kursächsischer Hof- und Justizrat; mehrfach Gesandter Kursachsens, u. a. auf dem Nürnberger Kurfürstentag (1640), dem Regensburger Reichstag (1640/41), den zwei Reichsdeputationstagen in Frankfurt/Main (1640/41 und 1643), den westfälischen Friedensverhandlungen (1646-1649) und in Dänemark (1651/52); seit 1651 Geheimer Rat; Nobilitierung.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte, Sächsische Biographie
Graf Axel Gustafsson Lillie

geb. 1603
gest. 1662
Anm.: Sohn des Gustaf Axelsson Lillie (gest. 1605); 1619 Page des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); schwedischer Leutnant (1626), Obrist (1630), Generalmajor (1635), General (1654) und Feldmarschall (1657); ab 1638 Vizegouverneur in Vorpommern und Kommandant von Stralsund; 1641-1648 Vizegouverneur von ganz Pommern; zugleich 1642-1648 Gouverneur des Meißnischen Estats und Oberkommandant von Leipzig; seit 1648 Reichsrat; ab 1651 Kriegsrat; seit 1652 Kammerrat; 1652-1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1655/56 Gouverneur von Halland; ab 1661 Generalgouverneur von Livland; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand; seit 1652 Graf von Lillieborg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gräfin Christina Lillie
Geburtsname: Christina von Mörner

geb. 1610
gest. 1663
Anm.: Tochter des Otto Helmer von Mörner (1569-1612); 1630-1662 Ehe mit Graf Axel Gustafsson Lillie (1603-1662).
Johann Löw (von Eisenach) d. Ä.

geb. 1575
gest. 1649
Anm.: Vermutlich geboren in Eisenach; Hofadvokat und 1604-1645 anhaltischer Agent beim Reichshofrat in Wien; Tätigkeit in derselben Funktion für weitere lutherische und reformierte Reichsfürsten und -grafen (u. a. Braunschweig und Lüneburg, Pfalz-Sulzbach, Hanau-Münzenberg bzw. -Lichtenberg, Hohenlohe-Neuenstein, Castell, Bentheim-Tecklenburg, Nassau-Dillenburg, Erzstift Bremen) sowie für den König von Dänemark; 1614 Nobilitierung ("Löw von Eisenach").
Melchior Loyß
Melchior Louis

geb. 1576
gest. 1650
Anm.: Ab 1606 in anhaltisch-bernburgischen Diensten, zunächst als Einnehmer(?) der oberpfälzischen Regierung, spätestens seit 1620 als Pfennig- (bis 1633) und Schatzmeister, ab 1634 als Amtmann von Harzgerode und fürstlicher Obereinnehmer der Harzämter (bis 1637) sowie als Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (bis 1650); 1638/39 Bernburger Stadtvogt; 1639-1646 Hofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Bella Ludwig

geb. 1580/81
gest. 1665
Anm.: Zunächst fürstliche Bedienstete in Bernburg; erste Ehe mit Michael Ludwig (gest. vor 1630); seit 1630 zweite Ehe mit Paul Ludwig (1603-1684).
Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Eleonora Maria von Mecklenburg-Güstrow
Geburtsname: Fürstin Eleonora Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1600
gest. 1657
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und älteste Schwester Christians II.; 1626-1636 Ehe mit Herzog Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); ab 1637 Witwensitz in Strelitz; seit 1617 Angehörige und ab 1627 Patronin der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Tapfere").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Ferdinando II de' Medici
Granduca Ferdinando II di Toscana

geb. 1610
gest. 1670
Anm.: Sohn des Cosimo II de' Medici, Granduca di Toscana (1590-1621); seit 1621 Granduca di Toscana (bis 1628 unter Vormundschaft).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Joachim Menzelius

geb. 1616
gest. 1673
Anm.: Sohn des Berliner Dompredigers Joachim Menzelius (1586-1638); ab ca. 1634 Studium in Frankfurt an der Oder (immatrikuliert bereits 1628); Magister; 1644-1652 Hofprediger der verwitweten Herzogin Eleonora Maria von Mecklenburg-Güstrow (1600-1657); 1652-1662 Prediger der reformierten Gemeinde in Frankfurt an der Oder; seit 1662 kurbrandenburgischer Hofprediger in Küstrin; vgl. Otto Fischer: Evangelisches Pfarrerbuch für die Mark Brandenburg seit der Reformation, Bd. 2/2, Berlin 1941, S. 546.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Claude de Mesmes
Comte Claude d' Avaux

geb. 1595
gest. 1650
Anm.: Sohn des Jean-Jacques de Mesmes (1560-1642); ab 1617 Mitglied im Grand Conseil; seit 1623 Maître des requêtes und Conseiller d'État; französischer Gesandter in Venedig (1627-1632) und Rom (1632-1634); 1634-1637 diplomatische Missionen in Dänemark, Polen und Schweden; 1637-1642 außerordentlicher Gesandter bei den Hansestädten (Hamburg); 1644-1648 französischer Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; ab 1649 Surintendant des finances; seit 1638 Comte d'Avaux.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Martin Milag(ius)

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Schreibers Jakob Milag (1561-1637) aus Triestewitz bei Torgau; 1619-1622 Rechtsstudium in Frankfurt/Oder; 1622 Lic. jur.; 1623-1626 Advokat in Zerbst; 1626-1632 Amtmann von Bernburg; ab 1631 auch anhaltisch-bernburgischer Rat; 1632-1634 Rat im Hochstift Halberstadt unter dem schwedischen Statthalter Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dessen und Fürst Augusts von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) Rat; seit 1635 anhaltischer Gesamtrat; daneben anhaltisch-zerbstischer (1637-1645) und anhaltisch-dessauischer Kanzler (ab 1654); zudem anhaltischer Gesandter auf dem Frankfurter Konvent (1634), auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück (1645-1648) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mindernde").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Sigmund Mislik von Hirschau
Jan Zikmund Myslík z Hyršova

geb. 1606
gest. 1666
Anm.: Sohn des Adam Mislik von Hirschau (ca. 1580-1616); ab 1625 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (1638), Generalfeldwachtmeister (1644) und Feldmarschalleutnant; seit 1639 Kämmerer des Erzherzogs Leopold Wilhelm von Österreich (1614-1662); ab 1644 Hofkriegsrat; 1639 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in VIAF
Gottfried Müller

geb. 1577
gest. 1654
Anm.: Sohn des Ascherslebener Bürgermeisters und Syndikus Dr. jur. Andreas Müller (1547-1610); Studium in Helmstedt (1593), Jena (1596) und Wittenberg (1599); Dr. utr. jur.; ab 1616 anhaltisch-dessauischer Rat und Kanzler; seit 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Aufweckende").
Graf bzw. Fürst Johann Ludwig von Nassau-Hadamar

geb. 1590
gest. 1653
Anm.: Sohn des Grafen Johann VI. von Nassau-Dillenburg (1536-1606); 1607-1650 regierender Graf und ab 1650 erster Fürst von Nassau-Hadamar; 1629 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1629 kaiserlicher Kämmerer; ab 1636 Reichshofrat; seit 1643 Geheimer Rat von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1643-1649 kaiserlicher Primargesandter für die Verhandlungen mit Frankreich beim Westfälischen Friedenskongress; ab 1614 Ritter des Hosenbandordens; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erklärende"); ab 1647 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Friedrich Heinrich von Nassau-Dillenburg
Fürst Friedrich Heinrich von Oranien

geb. 1584
gest. 1647
Anm.: Sohn des Fürsten Wilhelm I. von Oranien (1533-1584); ab 1625 Fürst von Oranien und Statthalter der Vereinigten Niederlande; seit 1627 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Bernard de Nogaret de La Valette
Duc Bernard de La Valette
Duc Bernard d' Épernon

geb. 1592
gest. 1661
Anm.: Sohn des Jean-Louis de Nogaret de La Valette, Duc d'Épernon (1554-1642); 1622-1649 und ab 1658 Duc de La Valette sowie Pair de France; seit 1610 Colonel général des Bandes françaises (bis 1642 unter Aufsicht seines Vaters); ab 1642 Duc d'Épernon; Gouverneur der Guyenne (1643-1651) und Bourgogne (1654-1660); seit 1645 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Karl Heinrich von Nostitz

geb. 1613
gest. 1684
Anm.: Sohn des Heinrich von Nostitz (1563-1629); vor 1632 Page bei seinem Vetter Johann von Axt; 1632-1634 Kammerpage des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1634-1636 Musketier, Student der Ritterakademie und Kammerjunker in Orange; 1636-1641 Kammerjunker und seit 1639 zugleich Stallmeister Christians II., den er auf Reisen nach Polen, in die Niederlande, ins Reich und nach Frankreich begleitete; 1641 Rückkehr in die Oberlausitz; ab 1644 Landeskommissar im Kreis Bautzen; seit 1650 auch Hofgerichtsassessor; ab 1672 kursächsischer Kämmerer; seit 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Glatte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Gräfin Anna von Oldenburg

geb. 1579
gest. 1639
Anm.: Tochter des Grafen Johann VII. von Oldenburg (1540-1603).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Anton Günther von Oldenburg und Delmenhorst
Graf Anton Günther von Oldenburg

geb. 1583
gest. 1667
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Oldenburg (1540-1603); ab 1603 regierender Graf von Oldenburg; 1647 Erbe der Grafschaft Delmenhorst; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unbetriegliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Johann VII. von Oldenburg
Graf Johann VII. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1540
gest. 1603
Anm.: Sohn des Grafen Anton I. von Oldenburg und Delmenhorst (1505-1573); 1573-1577 Regent der Grafschaften Oldenburg und Delmenhorst; seit 1577 regiernder Graf von Oldenburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Henri II d' Orléans
Duc Henri II de Longueville
Duc Henri II d' Estouteville
Prince Henri II de Châtelaillon
Comte bzw. Prince Henri I de Neuchâtel

geb. 1595
gest. 1663
Anm.: Sohn des Henri I d'Orléans, Duc de Longueville (1568-1595); ab 1595 Duc de Longueville und d'Estouteville, Prince de Châtellaillon und Comte de Neuchâtel; zunächst Gouverneur der Picardie; 1619/20 und seit 1627 Gouverneur der Normandie; 1636-1643 mehrmals französischer General in Italien; ab 1643 souveräner Prince de Neuchâtel; 1645-1648 französischer Prinzipalgesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; 1648-1653 Beteiligung an der Fronde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Enno III. von Ostfriesland

geb. 1563
gest. 1625
Anm.: Sohn des Grafen Edzard II. von Ostfriesland (1532-1599); seit 1599 regierender Graf von Ostfriesland.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Graf Ulrich II. von Ostfriesland

geb. 1605
gest. 1648
Anm.: Sohn des Grafen Enno III. von Ostfriesland (1563-1625); seit 1628 regierender Graf von Ostfriesland.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Graf Johan Axelsson Oxenstierna af Södermöre

geb. 1611
gest. 1657
Anm.: Sohn des schwedischen Reichskanzlers Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654); ab 1632 schwedischer Obrist und mehrere diplomatische Missionen für seinen Vater; seit 1639 Reichsrat; 1643-1649 Prinzipalgesandter Schwedens auf dem Westfälischen Friedenskongress; 1650-1652 Generalgouverneur in Schwedisch-Pommern; ab 1654 Reichsmarschall und Graf af Södermöre.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Georg Petz d. J.

geb. 1611
gest. 1662
Anm.: Sohn von Georg Petz d. Ä. (gest. 1660); seit 1638 Einspänniger des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1649); spätestens 1643 auch Hoffurier (noch 1656); um 1652 Kämmerer der Bernburger Bergstadt; um 1658/62 Bürgermeister.
Pfalzgräfin Elisabeth von Pfalz-Simmern
Äbtissin Elisabeth (1) von Herford

geb. 1618
gest. 1680
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); ab 1661 Koadjutorin und seit 1667 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Herford.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Pfalzgräfin Katharina Sophia von Pfalz-Simmern

geb. 1595
gest. 1665
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); nach 1621 Leben am kurfürstlichen Hof in Berlin bzw. Crossen (Oder).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Pfalzgraf Philipp Friedrich von Pfalz-Simmern

geb. 1627
gest. 1650
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Erziehung in Den Haag und am französischen Hof; danach niederländischer Rittmeister; 1646 Flucht aus den Vereinigten Niederlanden nach der Tötung des französischen Emigranten Jacques de L'Epinay im Duell; zuletzt lothringischer Obrist.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Pfalzgräfin Anna Sophia von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld
Äbtissin Anna Sophia I. von Quedlinburg

geb. 1619
gest. 1680
Anm.: Tochter des Pfalzgrafen Georg Wilhelm von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld (1591-1669); seit 1645 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz
König Friedrich I. von Böhmen

geb. 1596
gest. 1632
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1610-1623 Kurfürst von der Pfalz (bis 1614 unter Vormundschaft); 1619/20 ebenso König von Böhmen ("Winterkönig"); ab 1620 Exil in den Vereinigten Niederlanden; 1623 Übertragung der pfälzischen Kurwürde auf Herzog Maximilian I. von Bayern (1573-1651) durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); seit 1612 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Pfalz, Haus
Kurfürsten von der Pfalz
Pfalzgrafen bei Rhein

Anm.: Rheinpfälzischer Zweig der reichsfürstlichen Wittelsbacher-Dynastie.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kaspar (1) Pfau

geb. 1596
gest. 1658
Anm.: Sohn des Kaspar Pfau (gest. 1604); nach 1622 Bediensteter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 Amtmann von Großalsleben (noch 1638); seit 1630 anhaltischer Gesamtrat; um 1632 Amtmann zu Gernrode und Großalsleben sowie fürstlich-anhaltischer Kriegskommissar; ab 1638 auch Landrentmeister, zugleich Amtmann von Gernrode; um 1640 Obereinnehmer; um 1641/42 Landrechnungsrat; seit 1645 Hofrat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anhaltende").

Weiterführende Informationen , Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Konrad Balthasar Pichtel

geb. 1605
gest. 1656
Anm.: Sohn des kurpfälzischen Oberhofzehenden Balthasar Pichtel (gest. 1620); Studium in Altdorf (1620), Wittenberg (1623), Leipzig und Frankfurt/Oder; danach Jurist am Reichskammergericht, in Wittenberg (1628/29), Dresden (1629/30) und Holstein (ab 1630); 1632 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Marburg; seit 1635 Geheimer Rat und Praetor Pupillaris des Grafen Anton Günther von Oldenburg und Delmenhorst (1583-1667); um 1642/43 abgeordneter Berater des Fürsten Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1645-1648 gräflich-oldenburgischer Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress; ab 1642 Mitglied in der Fruchtbringenden Gesellschaft („Der Überwindende“).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Ernst von Pistoris

geb. 1605
gest. 1680
Anm.: Sohn des Hartmann Pistoris d. J. (1572-1622); Erbherr auf Seußlitz; ab 1639 kursächsischer Hofrat; seit 1645 Justiz- und Appellationsrat in Dresden; 1646/47 kurfürstlicher Prinzipalgesandter bei den Friedensverhandlungen in Münster und Osnabrück; nach 1650 Präsident des Appellationsgerichts; 1653/54 kursächsischer Prinzipalgesandter auf dem Regensburger Reichstag; ab 1655 Oberhofrichter in Leipzig; 1655/56 Vertreter Kursachsens auf dem Reichsdeputiertentag in Frankfurt am Main; um 1660 Amtshauptmann von Pegau und Borna.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte
Joachim Plato

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Sohn des Amberger Pfarrers und Kircheninspektors Matthius Plato (1545-1617); 1619-1625 Pfarrer in Nittenau/Regen; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Hoym; 1638-1642 Pfarrer in Ballenstedt; seit 1642 Superintendent und Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 379f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Wladislaw IV. von Polen
Großfürst Wladislaw II. von Litauen

geb. 1595
gest. 1648
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1610-1613 erwählter Zar des Moskauer Reiches; ab 1632 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1615 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Georg I. Rákóczi
I. Rákóczi György
Fürst Georg I. von Siebenbürgen

geb. 1593
gest. 1648
Anm.: Sohn des Sigismund Rákóczi (1544-1608); seit 1630 Fürst von Siebenbürgen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Nikolaus Georg von Reigersberger

geb. ca. 1598
gest. 1651
Anm.: Sohn des Diedenhofener Metzgers Georg Reigersberger; Studium der Rechte in Köln und Mainz; Dr. jur. utr.; ab 1622 kurmainzischer Hofrat; 1624-1644 und 1646 Schultheiß von Aschaffenburg; seit 1635 Reichshofrat; ab 1640 Geheimer Rat, 1641-1643 Vizekanzler und seit 1643 Kanzler des Erzstifts; zudem kurmainzischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag (1640/41) sowie bei den Westfälischen Friedensverhandlungen in Münster und Osnabrück (1645-1648).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Konrad Sebastian Reinhardt

gest. 1647
Anm.: Sohn des Harzgeröder bzw. Bernburger Superintendenten Konrad Reinhardt (1567-1638); Studium in Leipzig (1623), Wittenberg (1627) und Jena (1632); Cand. jur.; kaiserlicher Notar in Bernburg; zuletzt Präzeptor der Pagen am kurfürstlichen Hof in Berlin.
Anton Erich Renzsch

geb. 1575
gest. 1647
Anm.: Geboren in der Grafschaft Schaumburg; ab 1615 vermutlich Bildungsreise durch die Niederlande, England, Frankreich, Italien und Deutschland; Mitglied des Ritterordens von San Marco; seit 1642 braunschweigisch-wolfenbüttelischer Obristleutnant und Kommandant von Wolfenbüttel.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Ernst Dietrich von Röder

geb. ca. 1608
gest. 1686
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Wolf Dietrich von Röder (gest. 1624); Erbherr auf Ermsleben; bis 1630 Edelknabe und Kammerjunge des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ca. 1632-1635 Hofjunker und ab 1636 Kammerjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1634 zudem fürstlicher Kriegskommissar in den Ämtern Güntersberge und Harzgerode; bis 1650 anhaltisch-bernburgischer Kriegskommissar; ab 1650 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg von Haus aus; seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Diensthafte").
Schering Rosenhane

geb. 1609
gest. 1663
Anm.: Sohn des königlich-schwedischen Kanzleivorstehers Johan Jöransson Rosenhane (1571–1624); ab 1624 Studium in Uppsala; seit 1628 Auskultant und ab 1632 Assessor am Svea Hofgericht; seit 1628 auch Unterstatthalter in Stockholm; 1629-1631 Reisen durch England, Frankreich und die Niederlande; 1634-1637 mehrfach schwedischer Gesandter; ab 1635 Geheimer Rat der verwitweten Königin Maria Eleonora von Schweden (1599-1655); 1635-1645 Landeshauptmann von Östergötland, 1645-1647 schwedischer Resident bei den Westfälischen Friedensverhandlungen; 1647-1649 Botschafter in Paris; seit 1650 Reichsrat; 1650-1661 zugleich Kanzleirat; ab 1652 Oberstatthalter in Stockholm; 1653/54 Gesandter im Heiligen Römischen Reich zur Beilegung des Konflikts mit der Stadt Bremen; 1652 Erhebung in den Freiherrenstand; vgl. Heiko Droste: Im Dienst der Krone. Schwedische Diplomaten im 17. Jahrhundert, Berlin/Münster 2006, S. 406.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Daniel Sachse

geb. 1596
gest. 1669
Anm.: Sohn des späteren Halberstädter Superintendenten Daniel Sachse (1568-1605); Studium in Wittenberg (1609); Magister; 1621 Hofmeister in Leiden; 1624-1626 Pfarrer in Reupzig; 1626-1632 Hofprediger an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg; seit 1632 Oberpfarrer an St. Jakobi, Superintendent und Konsistorialrat in Köthen; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 405.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha-Altenburg
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha
Herzog Ernst von Sachsen-Weimar

geb. 1601
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Herzog von Sachsen-Weimar; 1631-1636 schwedischer Obrist; 1633/34 Statthalter des Herzogtums Franken für seinen jüngeren Bruder Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Gotha; seit 1672 ebenso regierender Herzog von Sachsen-Altenburg; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittersüße").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Tommaso Francesco di Savoia-Carignano
Principe Tommaso Francesco di Carignano
Comte Thomas-François de Soissons
Comte Thomas-François de Dreux

geb. 1596
gest. 1656
Anm.: Sohn des Duca Carlo Emanuele I di Savoia (1562-1630); ab 1620 Principe di Carignano; spätenstens seit 1634 spanischer General; ab 1641 de iure uxoris Comte de Soissons et de Dreux; seit 1642 Generalissimus der Armeen Frankreichs und Savoyens in Italien; ab 1654 Grand maître de France.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Johann zu Sayn-Wittgenstein und Hohenstein

geb. 1601
gest. 1657
Anm.: Sohn des Grafen Ludwig II. zu Sayn-Wittgenstein (1571-1634); ab 1630 in schwedischen Diensten; 1633/34 Mitgliedschaft im Consilium formatum des Heilbronner Bundes; später in hessisch-kasselischen Kriegsdiensten; 1645-1648 Leiter der kurbrandenburgischen Delegation bei den Westfälischen Friedensverhandlungen; seit 1645 auch kurbrandenburgischer Geheimer Rat; 1647 Belehnung mit der Grafschaft Hohenstein; ab 1649 kurbrandenburgischer Statthalter im Fürstentum Minden und in der Grafschaft Ravensberg; seit 1651 regierender Graf zu Sayn-Wittgenstein; ab 1655 auch Statthalter in der Kurmark; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 568f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Hessische Biographie
Gräfin Elisabeth von Schaumburg
Geburtsname: Gräfin Elisabeth zur Lippe

geb. 1592
gest. 1646
Anm.: Tochter des Grafen Simon VI. zur Lippe (1554-1613); 1612-1616 Ehe mit Graf Hermann Georg von Schaumburg (1577-1616); seit 1640 Regentin der Grafschaft Schaumburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christoph Wilhelm (von) Schlegel

geb. ca. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Wolf (von) Schlegel (1584-1658); Erbherr auf Merzien, Zehringen und Thurau; um 1631/32 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1633 Fahnenjunker des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); um 1640/41 Hofjunker in Bernburg.
Wolf (von) Schlegel

geb. 1584
gest. 1658
Anm.: Sohn des Christoph (von) Schlegel (gest. 1609); Erbherr auf Merzien und Zehringen; neun Jahre lang Oberforstmeister des Grafen Wolfgang von Barby (1531-1615); um 1624 anhaltischer Hofmeister; später gelegentlich auch Kriegskommissar; seit 1618 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unentbehrliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Georg III. von Schlesien-Brieg-Liegnitz
Herzog Georg III. von Schlesien-Brieg

geb. 1611
gest. 1664
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Christian von Schlesien-Brieg (1591-1639); 1635-1639 Statthalter im Herzogtum Schlesien-Brieg; 1639-1653 gemeinsam mit seinen Brüdern Ludwig (1616-1663) und Christian (1618-1672) regierender, ab 1653 alleiniger Herzog von Schlesien-Brieg; seit 1663 auch Herzog von Schlesien-Liegnitz; ab 1639 Oberlandeshauptmann von Schlesien; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unfehlbare").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Georg Rudolf von Schlesien-Liegnitz-Wohlau

geb. 1595
gest. 1653
Anm.: Sohn des Herzogs Joachim Friedrich von Schlesien-Liegnitz-Brieg-Wohlau (1550-1602) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1611 regierender Herzog von Schlesien-Liegnitz und Schlesien-Wohlau (bis 1612 unter Vormundschaft); 1621-1629 Oberlandeshauptmann von Schlesien; seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wunderbare").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Waldemar Christian von Schleswig-Holstein

geb. 1622
gest. 1656
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); kaiserlicher Obrist (1647-1650) und Feldmarschallleutnant (1649); ab 1649 kaiserlicher Kämmerer und Reichshofrat; seit 1655 schwedischer Obrist.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Martin Schmidt

gest. 1657(?)
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); fürstlicher Amtmann und Amtsschreiber in Harzgerode (spätestens 1631-1632); anschließend Amtmann von Bernburg (1632-1637) bzw. Ballenstedt-Hoym (1637-1657).
Balthasar von Schrattenbach

Anm.: Steirischer Adliger; vor 1629 Emigration aus der Steiermark; in den 1640er Jahren Exulant in Bremen; 1642 Interimshofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); um 1653/54 in Hannover; möglicherweise seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Versichernde").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
Gräfin Anna Sophia von Schwarzburg-Rudolstadt
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt

geb. 1584
gest. 1652
Anm.: Tochter des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586); 1613-1630 Ehe mit Graf Karl Günther von Schwarzburg-Rudolstadt (1576-1630); anschließend Witwensitz in Kranichfeld; seit 1619 Gründungsmitglied und Oberhaupt der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Getreue").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Graf Ludwig Günther I. von Schwarzburg-Rudolstadt

geb. 1581
gest. 1646
Anm.: Sohn des Grafen Albrecht VII. von Schwarzburg-Rudolstadt (1537-1605); zunächst Regent in Frankenhausen (1612-1624), Stadtilm (1624-1634) und Rudolstadt (1631-1634) sowie ab 1634 in der gesamten Grafschaft Schwarzburg-Rudolstadt; seit 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stärkende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Königin Maria Eleonora von Schweden
Geburtsname: Markgräfin Maria Eleonora von Brandenburg

geb. 1599
gest. 1655
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg (1572-1619); 1620-1632 Ehe mit König Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1640 Flucht aus Schweden.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Simon Heinrich von Schweichhausen
Simon Heinrich von Schwechhausen

geb. ca. 1614
Anm.: Sohn des Bremer Patriziers N. N. Schweichhausen (1); zeitweise Kriegsdienst in England als Fähnrich, Leutnant, Capitän-Leutnant und Rittmeister; 1646-1649 Hofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718) sowie zugleich anhaltisch-bernburgischer Rat; ab 1649 sächsisch-weimarischer Hof- und Kammerjunker (spätestens 1651) sowie Obristleutnant (1651-1655); 1654/55 zudem Hofmeister der Herzöge Bernhard (1638-1678) und Friedrich von Sachsen-Weimar (1640-1656); 1653 Nobilitierung; seit 1651 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Eigentliche").
Christoph Seese

gest. 1677
Anm.: Geboren in Zerbst; um 1644 Stadtleutnant und seit 1646 Bürgermeister der Bernburger Talstadt (1646-1649, 1651, 1654, 1657, 1660, 1662, 1668 und 1671 regierend); vgl. Volker Ebersbach: Geschichte der Stadt Bernburg, Bd. 1, Dessau 1998, S. 237.
Abel Servien
Marquis Abel de Sablé
Marquis Abel de Boisdauphin
Comte Abel de La Roche des Aubiers

geb. 1593
gest. 1659
Anm.: Sohn des Antoine Servien, Seigneur de Biviers (gest. 1621); 1616-1624 Procureur général beim Parlament von Grenoble; ab 1618 Conseiller d’État; seit 1624 Maître des requêtes de l'hôtel du roi; 1628/29 Intendant de la généralité de Bordeaux; 1630/31 Präsident des Parlaments von Bordeaux; 1630-1636 Secrétaire d’État de la Guerre; französischer Gesandter beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (1644-1646 und 1647-1649) und in Den Haag (1646/47); ab 1648 Ministre d’État; seit 1653 Surintendant des Finances; ab 1656 Marquis de Boisdauphin et de Sablé.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Friedrich Spanheim d. Ä.

geb. 1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Amberger Pädagogium-Rektors Wigand Spanheim (gest. 1620); Studium in Heidelberg (1614-1619) und Genf (1619/20); 1621-1623 Privatlehrer bei Jean de Bonne, Baron de Vitrolles; Professor für Philosophie (1626-1631) und Theologie (1631-1642) sowie 1633-1637 auch Rektor der Akademie in Genf; 1642 Promotion zum Dr. theol. an der Universität Basel; seit 1642 Professor für Theologie in Leiden.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Sultan (Osmanisches Reich) Ibrahim

geb. 1615
gest. 1648
Anm.: Sohn von Sultan Ahmed I. (1590-1617); seit 1640 Sultan des Osmanischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Konrad Theopold

geb. 1600
gest. 1651
Anm.: Sohn des Amesdorfer Pfarrers Johannes Theopold (1563-1626); Schulbesuch am Gymnasium zu Zerbst, Studium in Frankfurt a. d. Oder; 1626-1637 Pfarrer in Natho; 1637-1644 Diakon an St. Bartholomäi in Zerbst (Entlassung als Reformierter); seit 1645 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 445.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Lennart Torstensson af Ortala

geb. 1603
gest. 1651
Anm.: Sohn des Torsten Lennartsson (1561-1631); ab 1618 Page des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); seit 1624 in schwedischen Kriegsdiensten als Obristleutnant (1628), Obrist (1630), General (1632) und Feldmarschall (1641); ab 1641 auch Reichsrat; 1641-1648 Generalgouverneur von Pommern; seit 1648 Generalgouverneur von Västergötland, Dalsland, Värmland und Halland; 1647 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Maximilian von Trauttmansdorff

geb. 1584
gest. 1650
Anm.: Sohn des Johann Friedrich von Trauttmansdorff (1542-1614); als Jugendlicher Konversion zum katholischen Glauben; Teilnahme am Langen Türkenkrieg; 1609-1618 Reichshofrat; ab 1619 kaiserlicher Kämmerer; spätestens seit 1627 Geheimer Rat; ab 1635 Obersthofmeister von König bzw. Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); wenig später auch Präsident des Geheimen Rates; mehrfach wichtige diplomatische Missionen, u. a. als Unterhändler des Nikolsburger (1622), Prager (1635) und Westfälischen Friedens (1645-1647); 1623 Erhebung in den Grafenstand; seit 1634 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Friedrich Christoph von Trotha

geb. ca. 1617/18
gest. 1651
Anm.: Sohn des Wolf Friedrich von Trotha (ca. 1583-1637); Erbherr auf Hecklingen, Schkopau und Teutschenthal; vgl. Adolf v. Trotha: Geschichte des Geschlechts v. Trotha, Teil 6, Görlitz 1940, S. 208-215.
Friedrich Gebhard von Trotha

geb. 1613
gest. 1677
Anm.: Sohn des Melchior Andreas von Trotha (1580-1634); Erbherr auf Gänsefurth; vgl. Adolf v. Trotha: Geschichte des Geschlechts v. Trotha, Teil 6, Görlitz 1940, S. 160-204.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. Uhester

Anm.: Um 1641/46 schwedischer Rittmeister.
Isaak Volmar

geb. 1582
gest. 1662
Anm.: Sohn des württembergischen Vogts Abraham Volmar in Streußlingen; 1599 Promotion zum Dr. iur. utr. an der Universität Tübingen; 1606-1613 Professor für Rhetorik und 1613-1615 Advokat in Freiburg im Breisgau; ab 1615 im Dienst und seit 1621 Kanzler der vorderösterreichischen Landesregierung in Ensisheim im Elsaß; 1621 Konversion zum katholischen Glauben; nach 1627 zeitweise im Dienst des ebenfalls konvertierten Grafen Johann Ludwig von Nassau-Hadamar (1590-1653); ab 1630 Reichshofrat; 1632-1642 Präsident der Innsbrucker Hofkammer; 1638 Kommandant die Rheinfestung Breisach; kaiserlicher Gesandter auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Westfälischen Friedensverhandlungen in Münster (1643-1649), auf dem Reichstag in Regensburg (1653/54) und auf dem Deputationstag in Frankfurt/Main (1656); 1649 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Westfälische Geschichte
Gaspar van Vosbergen

geb. ca. 1575
gest. 1649
Anm.: Sohn des Ritters Gaspar van Vosbergen (1540-1598); Herr von Duivendijke; 1598-1603 Rat der Rechenkammer von Seeland; 1608-1626 Mitglied des Hohen Rates (obersten Gerichtshofes) von Holland und Seeland; 1623 dänischer Agent in Den Haag; niederländischer Gesandter nach Schweden, Dänemark und Kurbrandenburg (1625), Frankreich (1628) und Kurköln (1630); seit 1625 Mitglied der Generalstaaten.
Esche von Wallwitz

geb. 1588
gest. 1653
Anm.: Sohn des Esche von Wallwitz; Kammerjunker, Kriegskommissar und Hofmeister des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); um 1630/41 Leutnant; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Reizende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Marcus Friedrich (1) Wendelin

geb. 1584
gest. 1652
Anm.: Sohn des Predigers Friedrich Wendelin (gest. 1594) in Sandhausen bei Heidelberg; Studium in Heidelberg (1607 Mag.); ab 1609 Erzieher und Hofmeister der Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg sowie Friedrich Moritz (1600-1610) und Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1612 Rektor am Zerbster Gymnasium Illustre; vgl. Gustav Früh / Hans Goedeke / Hans Jürgen von Wilckens: Die Leichenpredigten des Stadtarchivs Braunschweig, Bd. 9, Hannover 1985, S. 4386f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Dietrich von dem Werder

geb. 1584
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gebhard von dem Werder (1539-1612); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Gerlebogk, Görzig und Ziebigk; Page, Kammerjunker und Stallmeister des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1610 hessisch-kasselischer Rittmeister; danach bis 1622 Geheimer Rat und Oberhofmarschall in Kassel; 1623 anhaltischer Hauptmann; 1631-1635 schwedischer Obrist; ab 1639 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1645 kurbrandenburgischer Obrist, Geheimer Rat und Amtshauptmann von Alt-Gatersleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielgekörnte"); vgl. Gottfried Coler: Der Vom Vater gegebene/ Vom Sohne ausgeführete/ Und vom H. Geiste versiegelte Raht des Heils [...], Köthen 1658, fol. Jiij v - N2 v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Werder, Familie

Anm.: Anhaltisches Adelsgeschlecht.
Matthäus d. J. von Wesenbeck

geb. 1600
gest. 1659
Anm.: Sohn des Anastasius Wesenbeck (1569-1606); 1622-1627 Studium der Rechte; ab 1630 Rat bei der neumärkischen Regierung; seit 1639 kurbrandenburgischer Kriegs-, Hof- und Kammergerichtsrat; zudem mehrmals Gesandter, u. a. für den brandenburgischen Teil von Pommern auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), dem Reichsdeputationstag in Frankfurt/Main (1643-1645), dem Westfälischen Friedenskongress in Osnabrück (1645-1648), bei den Nürnberger Exekutionsverhandlungen (1649/50) und dem Reichstag von Regensburg (1653/54); ab 1651 Kanzler des Fürstentums Minden; seit 1655 Wirklicher Geheimer Rat in Cölln; ab 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fähige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Westfälische Geschichte, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Weyland

geb. 1601
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Böttchers Joachim Weyland (gest. 1610); zunächst Reitherr, um 1624 Kämmerer sowie seit 1634 Bürgermeister (1634, 1636, 1639, 1642 regierend) der Talstadt von Bernburg.
Hans Ernst aus dem Winckel

geb. 1585
gest. 1667
Anm.: Sohn des Hans aus dem Winckel (1539-1610); Stallmeister des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1675-1653); seit 1618 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Austeilende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Carl Gustav Wrangel af Salmis
Graf Carl Gustav von Sölvesborg

geb. 1613
gest. 1676
Anm.: Sohn des Hermann Wrangel (1587-1643); ab 1627 in schwedischen Kriegsdiensten als Kornett (1629), Rittmeister (1632), Obristleutnant (1635), Obrist (1636), Generalmajor (1638), Generalzeugmeister (1645) und Feldmarschall (1646); seit 1646 Reichsrat; 1646-1648 Oberbefehlshaber der schwedischen Truppen in Deutschland; 1648-1650 und ab 1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1657-1664 Reichsadmiral; seit 1664 Reichsmarschall; 1651 Erhebung in den Grafenstand (1651-1665 Graf von Salmis, ab 1665 Graf von Sölvesborg); seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Obsiegende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Sophia von Wülcknitz
Geburtsname: Sophia von Börstel

geb. 1629
gest. nach 1672
Anm.: Tochter des Heinrich von Börstel (1581-1647); 1655-1659 Ehe mit Ludwig von Wülcknitz (1619-1659).
Christoph Albrecht von Zanthier

geb. 1602
gest. 1667
Anm.: Sohn des Christoph Ernst von Zanthier (gest. 1621/22); Erbherr auf Brösigk; Kriegsdienst unter Markgraf Karl von Baden-Durlach (1598-1625) und Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1621/22) sowie in der niederländischen Marine (1623/24); 1625-1629 Stallmeister sowie zugleich Hofmeister des Prinzen Georg Aribert von Anhalt-Dessau (1606-1643); mit diesem bis 1629 in kaiserlichen Kriegsdiensten; 1629-1631 Hofmeister der verwitweten Fürstin Dorothea von Anhalt-Dessau (1581-1631) in Sandersleben; ab 1631 schwedischer Rittmeister; seit 1628 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fette").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Zar (Moskauer Reich) Alexei

geb. 1629
gest. 1676
Anm.: Sohn des Zaren Michail (1596-1645); seit 1645 Zar des Moskauer Reiches.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Altenburg
weiterführende Informationen
Altmark
weiterführende Informationen
Amsterdam
weiterführende Informationen
Anhalt-Bernburg, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt-Dessau, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt-Köthen, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt-Plötzkau, Fürstentum
Anm.: 1611-1665 existierendes, jedoch unter der Landeshoheit von Anhalt-Bernburg stehendes anhaltisches Teilfürstentum.
Anhalt-Zerbst, Fürstentum
Anhalt, Fürstentum
weiterführende Informationen
Artois, Grafschaft
weiterführende Informationen
Aschersleben
weiterführende Informationen
Askanien (Aschersleben), Grafschaft
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Ballenstedt(-Hoym), Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Bamberg, Hochstift
weiterführende Informationen
Bayern, Herzogtum bzw. Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Berlin
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Bergstadt ("Vorm Berge")
Anm.: Eigenständige Stadt rechts der Saale unterhalb des Bernburger Schlosses, die im Jahr 1825 mit der Talstadt vereinigt wurde.
Bernburg, Talstadt
Anm.: Stadt links der Saale, die aus den ehemals eigenständigen Teilen Altstadt und Neustadt bestand (1825 Zusammenschluss mit der Bernburger Bergstadt).
Bode, Fluss
weiterführende Informationen
Böhmen, Königreich
weiterführende Informationen
Brandenburg an der Havel
weiterführende Informationen
Brandenburg, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Brandenburg, Markgrafschaft
weiterführende Informationen

Anm.: Kernland des Kurfüstentums Brandenburg.
Braunschweig und Lüneburg, Herzogtum
weiterführende Informationen

Anm.: Die Teilfürstentümer Braunschweig-Wolfenbüttel, Lüneburg, Calenberg und Grubenhagen umfassendes Gesamtterritorium der welfischen Herzöge.
Braunschweig-Wolfenbüttel, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Teilfürstentum des Herzogtums Braunschweig und Lüneburg.
Breisach am Rhein
weiterführende Informationen
Bremen
weiterführende Informationen
Breslau (Wrocław)
weiterführende Informationen
Bückeburg
weiterführende Informationen
Burgscheidungen
weiterführende Informationen
Calbe
weiterführende Informationen
Canea (Chania)
weiterführende Informationen
Cölln an der Spree
weiterführende Informationen
Den Haag ('s-Gravenhage)
weiterführende Informationen
Dessau (Dessau-Roßlau)
weiterführende Informationen
Dresden
weiterführende Informationen
Dröbel
weiterführende Informationen
Eckernförde
weiterführende Informationen
Ehrenbreitstein (Hermannstein), Festung
weiterführende Informationen
England, Königreich
weiterführende Informationen
Erfurt
weiterführende Informationen
Ermsleben
weiterführende Informationen
Falkenstein, Burg
weiterführende Informationen
Flandern, Grafschaft
weiterführende Informationen
Flensburg
weiterführende Informationen
Frankfurt (Main)
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Fuhne, Fluss
weiterführende Informationen
Gatersleben, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Hochstifts bzw. Fürstentums Halberstadt.
Genua, Republik (Repubblica di Genova)
weiterführende Informationen
Gera
weiterführende Informationen
Gernrode, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Gotha
weiterführende Informationen
Gröna
weiterführende Informationen
Groß Germersleben
weiterführende Informationen
Großalsleben, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Hadmersleben
weiterführende Informationen
Halberstadt
weiterführende Informationen
Halberstadt, Hochstift bzw. Fürstentum (seit 1648)
weiterführende Informationen
Halle (Saale)
weiterführende Informationen
Hamburg
weiterführende Informationen
Hanau
weiterführende Informationen
Hannover
weiterführende Informationen
Harz
weiterführende Informationen
Harzgerode
weiterführende Informationen
Hecklingen
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
weiterführende Informationen
Henneberg, Grafschaft
weiterführende Informationen
Hessen-Darmstadt, Landgrafschaft
weiterführende Informationen
Hessen-Kassel, Landgrafschaft
weiterführende Informationen
Hessen, Landgrafschaft
weiterführende Informationen
Hohenerxleben
weiterführende Informationen
Holland, Provinz (Grafschaft)
weiterführende Informationen
Holstein, Herzogtum
weiterführende Informationen
Hornhausen
weiterführende Informationen
Hoym
weiterführende Informationen
Italien
weiterführende Informationen
Jever, Herrschaft
weiterführende Informationen
Jülich, Herzogtum
weiterführende Informationen
Kassel
weiterführende Informationen
Katalonien, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Köln, Kurfürstentum (Erzstift)
weiterführende Informationen
Köthen
weiterführende Informationen
Korneuburg
weiterführende Informationen
Kranichfeld
weiterführende Informationen
Krim, Khanat
weiterführende Informationen
Kroppenstedt
weiterführende Informationen
Krumbholz (Krumbhals)
Anm.: Auenwaldgebiet an der Saale bei Bernburg.
Langwedel
weiterführende Informationen
Leiden
weiterführende Informationen
Leipzig
weiterführende Informationen
Lérida (Lleida)
weiterführende Informationen
Liegnitz (Legnica)
weiterführende Informationen
Lindau, Herrschaft
Anm.: Teil des Fürstentums Anhalt.
Linz
weiterführende Informationen
Livland, Herzogtum
weiterführende Informationen
Magdeburg
weiterführende Informationen
Magdeburg, Erzstift
weiterführende Informationen
Mailand, Herzogtum
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Marsberg (Stadtberg)
weiterführende Informationen
Mehringen
weiterführende Informationen
Meißen, Markgrafschaft
weiterführende Informationen

Anm.: Kernland des (albertinischen) Kurfürstentums Sachsen.
Minden, Hochstift bzw. Fürstentum (seit 1648)
weiterführende Informationen
Moskauer Reich (Großrussland)
weiterführende Informationen
Münster
weiterführende Informationen
Münster, Hochstift
weiterführende Informationen
Newark on Trent
weiterführende Informationen
Niederlande (beide Teile)
weiterführende Informationen
Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
weiterführende Informationen
Niedersächsischer Reichskreis
weiterführende Informationen
Obere Pfalz (Oberpfalz), Fürstentum
weiterführende Informationen
Obersächsischer Reichskreis
weiterführende Informationen
Österreich, Erzherzogtum
weiterführende Informationen
Oker, Fluss
weiterführende Informationen
Oldenburg
weiterführende Informationen
Oldenburg, Grafschaft
weiterführende Informationen
Orbetello
weiterführende Informationen
Oschersleben
weiterführende Informationen
Osmanisches Reich
weiterführende Informationen
Osnabrück
weiterführende Informationen
Osnabrück, Hochstift
weiterführende Informationen
Ostsee
weiterführende Informationen
Ottleben
weiterführende Informationen
Paris
weiterführende Informationen
Pfalz, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Pful
Anm.: Nach der ehemaligen Burgruine Pful benanntes Auenwaldgebiet an der Saale bei Plötzkau.
Plötzkau
weiterführende Informationen
Podolien, Woiwodschaft
weiterführende Informationen

Anm.: Verwaltungseinheit des Königreiches Polen.
Polen, Königreich
weiterführende Informationen
Pommern, Herzogtum
weiterführende Informationen
Porto Ercole
weiterführende Informationen
Preußen
Anm.: Historische Landschaft im nordöstlichen Mitteleuropa, die seit 1525 in das Herzogtum Preußen und einen königlich-polnischen Teil geteilt war.
Quedlinburg
weiterführende Informationen
Quedlinburg, Stift
weiterführende Informationen
Querfurt
weiterführende Informationen
Radisleben
weiterführende Informationen
Regensburg
weiterführende Informationen
Retimo (Rethymno)
weiterführende Informationen
Riga
weiterführende Informationen
Rockhausen
weiterführende Informationen
Rom (Roma)
weiterführende Informationen
Roßlau (Dessau-Roßlau)
weiterführende Informationen
Rudolstadt
weiterführende Informationen
Saale, Fluss
weiterführende Informationen
Sachsen, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Sandersleben
weiterführende Informationen
Sangerhausen
weiterführende Informationen
Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Schlesien, Herzogtum
weiterführende Informationen
Schleswig, Herzogtum
weiterführende Informationen
Schneidlingen, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Hochstifts bzw. Fürstentums Halberstadt.
Schöningen
weiterführende Informationen
Schöppenstedt
weiterführende Informationen
Schottland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schwarzes Meer
weiterführende Informationen
Schweden, Königreich
weiterführende Informationen
Seeland (Zeeland), Provinz (Grafschaft)
weiterführende Informationen
Spanien, Königreich
weiterführende Informationen
Speyer
weiterführende Informationen
Staffelstein (Bad Staffelstein)
weiterführende Informationen
Staßfurt
weiterführende Informationen
Stockholm
weiterführende Informationen
Strelitz (Strelitz-Alt)
weiterführende Informationen
Talamone
weiterführende Informationen
Thüringen
weiterführende Informationen
Toskana, Großherzogtum (Florenz, Großherzogtum)
weiterführende Informationen
Trier, Kurfürstentum (Erzstift)
weiterführende Informationen
Ungarn, Königreich
weiterführende Informationen
Utrecht
weiterführende Informationen
Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
weiterführende Informationen
Weimar
weiterführende Informationen
Weser, Fluss
weiterführende Informationen
Westfalen
weiterführende Informationen
Wien
weiterführende Informationen
Wittenberg (Lutherstadt Wittenberg)
weiterführende Informationen
Wolfenbüttel
weiterführende Informationen
Wulfen
weiterführende Informationen
Zepzig
weiterführende Informationen
Zerbst
weiterführende Informationen
Ziegelberg
Anm.: In der frühen Neuzeit Weinberg an der Saale bei Bernburg nahe der Ziegelscheune.
Anhalt, Landstände
Anhalt, Großer Ausschuss der Landstände
Bernburg, Rat der Bergstadt
Bernburg, Rat der Talstadt (Alt- und Neustadt)
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
weiterführende Informationen
Fruchtbringende Gesellschaft
weiterführende Informationen
Anm.: Vgl. den Einführungstext zur Fruchtbringenden Gesellschaft im Rahmen dieser Edition unter: http://www.tagebuch-christian-ii-anhalt.de/index.php?article_id=32.
Gymnasium Illustre Zerbst
weiterführende Informationen
Anm.: Im Jahr 1582 gegründete höhere Landesschule für das gesamte Fürstentum Anhalt.
Heiliges Römisches Reich, Reichshofrat
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich, Reichskammergericht
weiterführende Informationen
Niederlande, Generalstaaten
weiterführende Informationen
Orden der Ritter von San Marco (Ordine di Cavalieri di San Marco)
weiterführende Informationen
Anm.: Seit dem 15. Jahrhundert bestehender Ritterorden der Republik Venedig.
Polen, Stände der Rzeczpospolita
Heidelberger Katechismus von 1563, in: Reformierte Bekenntnisschriften, Bd. 2,2, hg. von Wilhelm H. Neuser / Andreas Mühling / Mihály Bucsay, Neukirchen-Vluyn: 2009, S. 167-212. [Nachweis im GVK]
Publius Ovidius Naso: Liebeskunst = Ars amatoria. Lateinisch-deutsch, hg. von Niklas Holzberg, Berlin: 2011. [Nachweis im GVK]
Abschied der Römischen Kayserlichen Majestät, und dero verordneten Churfürsten, Fürsten und Stände, für sich selbst und im Namen aller ander gemeiner deß Heil Reichs Stände zu Regensburg, Im Jahr 1641. auffgericht, in: Neue und vollständigere Sammlung der Reichs-Abschiede, Welche von den Zeiten Kayser Conrads des II. bis jetzo, auf den Teutschen Reichs-Tagen abgefasset worden, sammt den wichtigsten Reichs-Schlüssen, so auf dem noch fürwährenden Reichs-Tage zur Richtigkeit gekommen sind. In Vier Theilen, Tl. 3, hg. von Schmauß Johann Jacob / Senckenberg Heinrich Christian, Frankfurt am Main: Ernst August Koch, 1747, S. 548-574. [Nachweis im GVK]