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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: August 1646


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XVIIIa, fol. 395v-425r (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. August 1646
Bernburg → Pful → Bernburg
  • Pferdehaltung
  • Korrespondenz
  • Administratives
  • Ausritt nach Pful
  • Wirtschaftssachen
02. August 1646
Bernburg
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Zweimaliger Kirchgang
  • Kutschunfall der Kinder und Kammerjungfern
  • Major und Stadtkommandant Hans Albrecht von Halck, der Diakon Bartholomäus Jonius, der Kammerrat Dr. Joachim Mechovius sowie der Amtmann und Geheimsekretär Thomas Benckendorf als Mittagsgäste
  • Gartenspaziergang mit Gemahlin Eleonora Sophia
  • Reh- und Vogellieferung aus Ballenstedt
03. August 1646
Bernburg → Zepzig → Pful → Bernburg
  • Dichter Morgennebel
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Ausritt nach Zepzig und Pful am Nachmittag
  • Hasenjagd
  • Korrespondenz
04. August 1646
Bernburg
  • Ablauf des gestrigen Kutschunfalls
  • Abreise von Halck nach Hornhausen
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Administratives
  • Spaziergang
  • Wirtschaftssachen
  • Ankunft des Hoffuriers Georg Petz d. J. aus Ballenstedt
  • Korrespondenz
05. August 1646
Bernburg
  • Einquartierungen
  • Umherstreifende Wölfe
  • Anhörung der Predigt
  • Administratives
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Korrespondenz
  • Gartenspaziergang mit der Gemahlin
06. August 1646
Bernburg
  • Administratives
  • Kriegsfolgen
  • Spaziergang
  • Korrespondenz
  • Gespräch mit dem Kanzlei- und Lehenssekretär Paul Ludwig
07. August 1646
Bernburg → Pful → Bernburg
  • Ausritt nach Pful
  • Wirtschaftssachen
  • Durchzug schwedischer Truppen
  • Kriegsnachrichten
  • Hasenjagd
08. August 1646
Bernburg
  • Abreise des entlassenen Lakaien Christian Groß
  • Spaziergang und Ausritt auf die Felder
  • Wirschaftssachen
09. August 1646
Bernburg
  • Anhörung zweier Predigten
  • Hofprediger Konrad Theopold als Mittagsgast
  • Gartenspaziergang und Gespräch mit der Gemahlin
10. August 1646
Bernburg
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Abreise der Kammerjungfer Eleonora Elisabeth von Ditten nach Hornhausen
  • Fisch-, Lebensmittel- und Vogellieferung aus Ballenstedt
  • Rückkehr des Kammerdieners Jakob Ludwig Schwartzenberger und von Jonius
11. August 1646
Bernburg → Zepzig → Bernburg
  • Siebenundvierzigster Geburtstag
  • Ausritt über die Felder bis Zepzig
  • Wirtschaftssachen
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Korrespondenz
  • Rückkehr des Waldauer Pfarrers Daniel Marggraf aus Hornhausen
  • Hasenjagd
  • Gespräch mit dem früheren Prinzenhofmeister Melchior Loyß
12. August 1646
Bernburg
  • Äußere und innere Anwendung von Hornhausener Heilwasser mit der Gemahlin
13. August 1646
Bernburg
  • Ausritt in die Weinberge
  • Korrespondenz
  • Einquartierungen
  • Administratives
  • Rehlieferung aus Ballenstedt
  • Wirtschaftssachen
14. August 1646
Bernburg
  • Kriegsnachrichten
  • Einquartierungen
  • Mittagessen und Gespräch mit dem Leibarzt Dr. Johann Brandt
  • Korrespondenz
  • Große Bedeutung der Kindererziehung
  • Ankunft eines Boten aus den Niederlanden
  • Erneute Rehlieferung aus Ballenstedt
15. August 1646
Bernburg
  • Nachrichten
  • Ausritt bei dichtem Morgennebel
  • Wirtschaftssachen
  • Korrespondenz
  • Besuch durch Fürstin Sibylla mit ihren Kindern Johanna und Lebrecht
  • Rückkehr des Kammerjunkers und Stallmeisters Abraham von Rindtorf, des Hofjunkers Hans Christoph von Witzscher und des Lakaien Johann Balthasar Oberlender
  • Abreise der Plötzkauer Verwandten
16. August 1646
Bernburg
  • Zweimaliger Kirchgang
  • Dr. Brandt und Theopold als Mittagsgäste
  • Gewitter am Nachmittag und Abend
  • Korrespondenz
17. August 1646
Bernburg → Baalberge → Bernburg
  • Entsendung von Boten nach Osnabrück und Leiden
  • Wirtschaftssachen
  • Ausritt mit Hasenjagd nach Baalberge
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Beobachtung der Abwehr von Raubbienen durch das fürstliche Bienenvolk
  • Ankunft des schwedischen Generalmajors Axel Gustafsson Lillie in der Talstadt
18. August 1646
Bernburg
  • Abzug von Lillie
  • Gespräch mit Ludwig
  • Gestrige und heutige Bienenstiche
  • Wirtschaftssachen
19. August 1646
Bernburg
  • Anwendung von Heilwasser gegen den Rat von Dr. Brandt
  • Nachrichten
  • Rückkehr von Oberlender aus Halle (Saale)
  • Geldangelegenheiten
20. August 1646
Bernburg
  • Spaziergang
  • Hasenjagd
  • Wirtschaftssachen
  • Korrespondenz
  • Administratives
21. August 1646
Bernburg
  • Nachrichten
  • Gestrige Rückkehr von Dr. Mechovius mit dem kurbrandenburgischen Witwenhofrat und -sekretär Christian Herdesianus aus Hornhausen
22. August 1646
Bernburg
  • Gartenspaziergang mit der Gemahlin
  • Korrespondenz
  • Hasenjagd
  • Abendspaziergang an die Saale
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Wirtschaftssachen
23. August 1646
Bernburg
  • Zweimaliger Kirchgang
  • Mittagessen und Gespräche mit dem Unterdirektor Dietrich von dem Werder, Volrad von Krosigk, dem Hofmeister Heinrich Friedrich von Einsiedel, Rindtorf, dem anhaltisch-dessauischen Geheimen Rat und Hofmeister Christian Heinrich von Börstel, Herdesianus, Loyß und Dr. Mechovius
  • Abschied von Werder, Herdesianus und Loyß
  • Nachrichten
  • Einquartierungen
24. August 1646
Bernburg
  • Spaziergang
  • Gespräche mit Herdesianus und Ludwig
  • Ausritt auf die Felder
  • Wirtschaftssachen
  • Übernachtung der Dessauer Fürstinnen Eva Katharina, Juliana und Louise auf der Durchreise
25. August 1646
Bernburg
  • Weiterreise der drei Fürstinnen nach Dessau
  • Gespräch mit Börstel
  • Rückkehr des Küchemeisters Philipp Güder aus Zerbst
  • Korrespondenz
  • Wirtschaftssachen
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Abreise von Benckendorf und Herdesianus nach Berlin
26. August 1646
Bernburg
  • Spaziergang
  • Wirtschaftssachen
  • Gespräch mit Dr. Mechovius
  • Hasenjagd
  • Korrespondenz
27. August 1646
Bernburg
  • Administratives
  • Spaziergang
  • Ausritt am Nachmittag
  • Wirtschaftssachen
28. August 1646
Bernburg
  • Zwei Spaziergänge
  • Nachrichten
  • Rückkehr von Witzscher aus Hornhausen
  • Korrespondenz
29. August 1646
Bernburg
  • Lerchenfang
  • Abreise der Gemahlin nach Hornhausen
  • Gestrige Rückkehr der Schwestern Sophia Margaretha und Dorothea Bathilde aus Plötzkau und Aschersleben
  • Korrespondenz
  • Reiherjagd
  • Anhörung der Vorbereitungspredigt auf den Abendmahlsempfang
  • Besuch durch den früheren Kammerjunker und Stallmeister Karl Heinrich von Nostitz
  • Administratives
30. August 1646
Bernburg
  • Zweimaliger Kirchgang mit Empfang des Abendmahls
  • Nostitz, dessen Begleiter Temeritz, der kurbrandenburgische Kammerjunker Georg Friedrich von Börstel, Dr. Mechovius und Theopold als Mittagsgäste
  • Gespräche mit Nostitz, Temeritz und Dr. Mechovius
31. August 1646
Bernburg
  • Alpträume
  • Hasenjagd
  • Abholung von Sophia Margaretha und Dorothea Bathilde durch den anhaltisch-köthnischen Hofjunker Bernd Heinrich von Warnstedt
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Besuch durch den fränkischen Ritterkreisdirektor und früheren Reisehofmeister Johann Philipp Geuder
  • Einnahme von Arznei und Heilwasser
  • Schlechter Pferde- und Viehmarkt
|| [[Handschrift: 395v]]

Samstag den 1. Augustj: 1646.


Jch habe nacher Zerbst, meinen iungen braunen Lichten-
stainer, geschickt, ihn daselbst, zureitten zu laßen,
Gott gebe zu glück! Es seindt auch schreiben
an den vetter Fürst Johannsen, vndt an den Advocaten
Jehna, mitgeschickt worden. perge


J'ay fort travaillè, aux differends, quj m'affligent.


Nachmittags, bin ich hinauß nacher Pfuhle geritten, meinen
weitzen zu zehlen, vndt abbringen zu sehen. Jch habe 114 hauffen
biß dato, ein par tage her, abgebracht befunden, vndt
an der fuhne 173 abgebrachte gerstenhauffen, gezehlet.


Schreiben vom hertzogk Ernst von Weymar, notificirt Mir,
die Neẅgeburt, eines iungen Sohnes abermalß. Gott gebe zu glügk
vndt segen!

Sonntag den 2. Augustj: 1646.


Avis: daß der Churfürst von Brandenburg im gesundtbrunnen, seye,
vndt daselbst 7 zelte aufschlagen laßen. Jtem: der
Feldtmarschall DorstenSohn, seye inngleichem, dortherumb, vndt zu
Oscherßleben, mit stargker convoy. Jn Schweden,
seye die Königinn, mit dem ReichsCantzler Oxenstirn zerfallen.

|| [[Handschrift: 396r]]


Es kommen vndterschiedliche vom Adel, vndt andere feine leütte
zurügka vom gesundtbrunnen, weil sie vmb der ankommenden
großen herren, nicht vndterkommen, noch ihre quartier behal-
ten können. perge sich auch vor der insolentz der soldatesca förchten. perge


Gestern ist eine partie von 36 pferden wol beritten,
hier herumb vagiret, Man helt darvor, es seyen Kayserliche
so auf des DorstenSohns marche, vndt contenance, ein
auge haben. perge ob sie sich seiner person, bemächtigen köndten?


Die herren Staden wollen nicht zulaßen, daß die
Schweden, dem Churfürsten von Brandenburg daß Pommerlandt,
abnehmen sollen. perge


Jch bin vormittags, in die kirche gezogen, vndt haben
nach der predigt, zu der Capelaney, gesteẅret. Darnach,
alß wir wieder, nacher hauß, fahren wollen, hat die
andere kutzsche vor der kirche, auf ebenem wege,
zu kurtz gewendet, ist auf einen egkstein gefahren,
vndt hat meine kinder vndt Jungfern1, (nicht ohne
commotion vndt eüßerliche beschädigung, brauschen, vndt
blawe flegke) schändtlich vmbgeworffen. Gott
lob, daß es noch ohne halß[-], oder beinbrüche abgegangen!
Er wolle ferrner, in gnaden, die seinigen bewahren!


Nachmittags, wirdt die historia von zerstöhrung der
Stadt Jerusalem2, auf der Cantzel, verlesen.


Extra zu Mittage, Doctor Mechovium, Maior halgken, vndt
den Diaconum Jonium, gehabt, Jtem: Thomas Benckendorff.

|| [[Handschrift: 396v]]


Con Madama, nel giardino.


Ein Rehe vndt federwildpreth, von Ballenstedt, bekommen.


Avis vom Caspar Pfaw: daß die Kayserlichen vndt Bayerischen
nach dem Mayn gewichen, vndt die Schwedischen densel-
ben, bey Gießen, gefolget, neben den Frantzösischen
vndter dem Türenne. Die Tractaten zu Münster vndt Osnabrück
verzögern sich. Der Churfürst von Brandenburg vndt Dorstensohn
seindt im gesundtbrunnen. Zu Kelbra wehre auch
einer endtsprungen, dabey v̈ber 200 personen,
sich befinden, sol eben die curen thun, wie der
zu hornhausen, Berlepsch bericht nach. Es
würde vor eine sonderbahre gnaden Gottes
gehalten, vndt zu hornhausen, solten alberejtt
in die 2000 personen, sein gesundt worden.
perge


heütte frühe auf gewesen, in einem digken Nebel.
meine faulentzer forthzutreiben. perge


Avisen von Leiptzigk; reden von den bedenkgen
der medicorum, v̈ber den Virtutibus des gesundt-
brunnen, iedoch mit großer moderation, vndt
mit Natürlichen vernünftigen gutachten, wor-
zu das waßer heylsam, oder schädlich sein möge?

|| [[Handschrift: 397r]]


Die liederliche, vndt verrähterische v̈bergabe,
der venezianischen festung in Dalmatia,
vndt daß der Türgke gar v̈bel darinnen ge-
hauset, (in dem er die alten vnvermöglichen,
vndt krangken, niedergehawen, die iunge
Mannschaft aber, theilß auf die galleren
schmieden laßen, theilß auch in die schnöde
dienstbarkeit, mit weibern, vndt kindern,
gen Constantinopel, geführet,) wirdt confir-
miret, vndt daß die Türgken, numehr vor Sebe-
nigo gerücket, vndt biß an Zara hinan streiffen.
Gott wende die Macht dieseß Orientalischen
Antichrists, gnediglich von vnß, vndt allen Christen abe!


Jn Polen, besorget man innerliche motus.


Jn Engellandt, will, vom Parlament, der Oxen-
furdtische accord, nicht allerdings, observirt werden.
Des Printzen von Wallis, außflucht, in Fland<Franckreich> macht
seltzame gedangken, bey den Parlamentischen.
Der König sein herrvatter, hat ihn zwar wieder
begehret, die FrawMutter aber opponiret sich.


Der Printz von Vranien, soll vor Bruck, in Flan-
dern liegen, vndt die Frantzosen, auch Duynkercken be-
setzt halten.


Dennemargk soll mit seinen Ständen, auch strittig sein. perge

|| [[Handschrift: 397v]]


Nachmittags, bin ich hinauß, gen Zeptzigk vndt
Pfuhle geritten.


Mein kleiner Carll, hat abermlaß, 5
hasen, von der hatz einbracht.


Abermals, ein schreiben von der Churfürstinn,
von Brandenburgk bekommen, von Hornhausen.

Dienstag den 4ten: Augustj: 1646.


J'ay apprins hier seulement, que ce garnement
de cocher, (ayant renversè avanthier, mal á propos,
mes enfans, auprès du Temple) est sautè des
chevaux, & s'enfüy, parmy la populace, afin que
s'il arrivoit, peut estre, ün grand mal, a mes enfans,
il peust s'en aller, & se saulver, &<et cetera>[.] Si donc les che-
vaulx (n'ayans nülle tenuë & estans desia en
fougue,) se füssent avancèz tant soit peü, ils
eussent trainè le carosse, & gastè & perdü tout
ce qui estoit dedans, & desja renversè dessous
le carosse, Mais la providence de Dieu,
alla benignement au devant, de ce grand &
facile inconvenient, donnant le coeur, a ün
mason (qui de fortüne rencontra le coche) de
s'aviser a jetter la main, a la bride dés chevaulx, || [[Handschrift: 398r]]
& a les retenir soudainement, nos gens estans
comme assoupis, de confüsion & estonnement, partie
aussy, sortans dü temple encores, ou ils s'arreste-
rent à mettre de l'argent au bassin, partie
prennans plüs garde aux enfans, & Damoyselles3
au carosse, qu'aux chevaux devant. De telle
sorte, nous auroit peü arriver ün insigne mal-
heur, si Dieu n'eust obviè paternellement par sa main
Toutepuissante & misericordieuse. A luy en soit gloire,
los & honneur, sempiternellement! Amen, Amen, Amen!


<Hans Albrecht> von halcke, ist wieder forth, nacher hornhausen. Gott
wolle ihn geleitten!


Die Churfürstin, meldete gestern, vndter andern,
dieseß, in dero schreiben, daß nicht allein meine base
von hanaw, wehre gäntzlich von den Kayserlichen auß-
geplündert, sondern auch ein grave von Eisembergk
auf seinem hause, wehre erschoßen worden.
C'est üne pitiè; de telles procedüres!


Die prediger, vndt pfarrer von Dröble, vndt von
Waldal[!], seindt auch forth, nacher Gröningen, vndt
Hornhaußen, ihren ruinirten kirchen zu guhte, bey
frommen, glaübigen, zu wieder aufferbawung derselbigen,
eine collecte zu erbitten. Jch habe ihnen eine attestation
mitgegeben, wie andere Chur: vndt Fürsten, bey dergleichen, zu thun pflegen.

|| [[Handschrift: 398v]]


Der gute redliche vndt gelehrte Mann, Doctor Stößer,
von halle, (so auch Fürst Johannsens Liebden bedient gewesen)
alß er vmb leibesschwachheit willen, gleichsfalß
nach dem gesundtbrunnen, verrayset gewesen,
ist dorth gestorben, vndt die leiche gestern abendt
spähte, hierdurch geführet worden. Also
hilft der heylbrunnen, nicht allen Menschen!
Sie sagen nun, die advocatj des brunnens,
er, vndt andere hetten sich nicht recht guberniret,
wiewol ich nicht præsumire, daß ein solcher
feiner gelährter Mann, sollte vnmäßig gele-
bet haben, bey dergleichen leibeßcur, vndt er
ist in seinen besten iahren verblichen. Gott genade ihm.


A spasso die Oeconomysachen, vndt daß bawwesen,
hin: vndt wieder, zu befördern, Es gehet aber
alles gar schwehr daher! Gott beßere es!


Meiner Mußcketirer einer, Christoffb
alß er seine elltern4, zu Mäckerähne einem Böß-
nischen Krosigkischen dorfe besucht, hat er sich,
mit einem Mühlknecht, vervnwilliget, deme
seine gesellen, zu hülfe gekommen, vndt ihn der-
maßen mit schlägen tractirt, daß er darüber,
den Todt zu gewartten! Jst sonst ein frommer kerll || [[Handschrift: 399r]]
gewesen. Wehre beßer, er hette seines berufs abge-
wartett. Jch habe laße hinschreiben, den Thäter, zu
verfolgen. Gott gebe! das, gerechtigkeit, floriren möge!


Geörge Petz der iüngere, Mein hoffurirer,
ist von Ballenstedt, vom Rindtorf anhero geschickt
worden, allerley in Oeconomicis anzuzeigen,
vndt saget von großer vnsicherheitt fra via.
perge


Der Feldtmarschalck Leonhardt Torstensohn,
schreibet vnß zu, daß er numehr, wegen seines be-
schwehrlichen leibeßzustandes, von der Königinn
in Schweden, seinen abschied vndt dimission, auf
sein innstendiges anhalten, endtlich erlanget, vndt
nimbt also seinen abschied höflich von vnß. perge


Man hat zu Cöhten, ein antworthschreiben in
gar höflichen terminis an ihn aufgesetzt, wel-
ches ich auch mitt vndterschreiben müßen, ne
noceat in conciliis, oder sonst vns wol recommendire.
Der Oberste Werder, will zu ihme, nacher
Hornhausen, vndt zum Churfürsten von Brandenburgk[.]
Sein schreiben, an vnß, wahr zwar, den 10ten:
Julij, zu Bart, in Pommern, datiret. Sejdthero ist
er, zum gesundtbrunnen, gezogen, vndt vnß viel
näher kommen. Nota Bene[:] er remittiret vns auch, in epistola sua an
den Feldtmarschalck Wrangel, seinen successorem.

|| [[Handschrift: 399v]]

Mittwoch den 5ten: Augustj 1646.


Es ist ein DorstenSohnischer Maior, Bornemann ge-
nandt, diesen Morgen, mit 180 pferden, vor die Stadt
kommen, hat nicht durch den furth sondern hineyn gewoltt,
vndt hat einen paß, vom Feldtmarschall DorstenSohn, v zu
Oscherßleben, vorgestern datirt, darinnen er
begehret, man wolle ihn aufnehmen, allen vorschub,
vndt beförderung thun, weil er auf seinen feindt
zu recognosciren, außgeschickt wehre, vndt
wann er sich derenthalben etwa setzen müßte,
solte man ihn auch willig aufnehmen, vndt in
allem beförderlich sein. Jch habe hanß Christof
Wischer, hinundter zu ihm geschickt, vnordnungen
zu vermeyden. Es scheinet, DorstenSohn förchte sich,
zu Oscherßleben, zu sein, oder habe nachricht,
von der neẅlichsten marche deß Lüdolfs, oder er gönne
mir die fehrgelder nicht, oder geitze selber darnach,
oder der Teüfel wolle mit einem stangk außfahren,
da er vnß doch an den Feldtmarschall Wrangel verwie-
sen, vndt schon seinen abschied genommen gehabt, de
dato Bart, vom 10ten: Julij:


Es gehet ein großer wolff, im felde, spatziren, thut aber
den leütten nichts, vndt es seindt noch 5 andere wölffe, im
Grähnischen pusche gesehen worden.

|| [[Handschrift: 400r]]


Diesen behtTag, habe ich zwar, mit Meiner gemahlin,
Schwestern, vndt kindern, predigt gehöret, da dann Er
Theopoldus, die historij von der Sündflut5, zu erklähren,
angefangen, es seindt aber meine meisten leütte zu
den Soldaten geschickt, troublirt worden, vndt auch wenig
vndterthanen, in die kirche gekommen. perge Gott wolle die
wenigen erhören! vndt allen gnedig erscheinen!


Nach der predigt, hat sich der Maior, in die herberge,
geleget, vndt die Reütter, am pfaffenpusche füttern
laßen, da haben sie abgesattelt, ihre pferde ge-
schwemmet, heẅ vndt haber preiß gemacht, wo sie
gekondt haben, vnangesehen ich ihnen, bier, brodt,
vndt haber geben laßen, aber gute ordre, promittiret.
perge


Avis: daß die neẅlichsten Reütter, die wir vor
Kayserliche ansehen, vndt gemeinet Rjttmeister Lüdlof, wehre
darbey, nur Schwedische Mauser gewesen,
vndt sich vor Kayßerliche außgegeben, viel pferde
bey Saltzfurth den fuhrleütten geraubet. Gleich-
wol hat dieses dem DorstenSohn, ein alarm gemacht,
vndt partien außzuschigken, anlaß gegeben.


Risposta vom herrn von Schrahtembach, gar generaliter.
perge


Avis: daß auch ein gesundtbrunnen, bey Stoltzenaw
gegen Minden, entsprungen. Gott theilet seine gaben
vndterschiedlich auß, vndt thut wol, vndt wehre, hier,
vndt dar. <Je me suis pourmenè au jardin, avec Madame.>

|| [[Handschrift: 400v]]


Jch habe den Christian Groß, vom hartz bürtig,
(vulgo: der große Kersten genandt) mit vngnaden
abschaffen müßen, wegen seiner losen, vnverant-
worttlichen reden, continuirlichen Tringkens,
vndt lasterhaften ärgerlichen lebens, vndt v̈beler
aufwarttung, wiewol ich ihn gerne behalten
hette, weil er viel raysen gethan, keine
gefahr gescheẅet, ein Treẅ hertz zu mir ge-
tragen, gute dienste gethan, oft vmb
meinet willen sich gebalget, wunden auß-
getheilet, vndt empfangen, vndt sehr resolut
aber auch gar zu vermeßen, vndt ruchloß gewesen.


Man hat große gedultt, ein 13 iahr hero, mit
ihme getragen, in hofnung, er würde sich beßern.
Es hat aber kein dreẅen, kein strafen, kein
vermahnen, weder durch Geistliche noch weltt-
liche personen, mehr an ihme helfen wollen.
Also habe ich ihn, vnangesehen seiner langwie-
rigen dienste, weil er so gar wunderlich,
vndt malitiose Thöricht wirdt, fortschaffen müßen.


Jl a calomniè vilainement toute la Ville
& cour, avec la personne, d'ün Puissant Voysin, || [[Handschrift: 401r]]
auquel ses mignons veulent tout rapporter
ceste injüre trop püblique, & ie crains que
i'en auray des incommoditèz, non meritèes. Telle
inconsideration provenante d'üne passion &
zele intempestif, ne me peut pas ayder, & me
nuit de beaucoup. Le pis est, que ce ont estè
des Officiers de guerre de l'Electeur de Saxe auxquels il
a dit, contre toute apparence á l'hostellerie
telles grandes & irreparables injüres, & ils
ont creu, que je le gagois expressèment pour ce-
la, afin de tourmenter les passants, avec des
picquanteries injürieueses, contre qui que ce soit,
en quoy ils mentent neantmoins. <Mais Kersten, est hay, d'ün chacün, a cause qu'il dit tout ce qu'il pense.>


hanß Horenburgk hat den Stadtvogt er-
schießen wollen, weil er wieder ihn exequiret,
vndt lose reden auch geführet. Gleich wie in
der ersten zeitt, die weltt sich den Geist
Gottes, nicht mehr wolte warnen, vndt strafen
laßen, biß die Sündfluht kahm, vndt Sie v̈berschwemmete,
Also wollen viel von Meinen Bernburgern, kein
recht vndt gerechtigkeit leiden, vndt setzen sich
halstarriglich wieder den Magistrat. Er hatte den Juden
mit einem zerbrochenem pferde betrogen, || [[Handschrift: 401v]]
in dem ers gegen ein gut pferdt vertauscht, dar-
neben aber daßelbe zu gewähren versprochen.


Alß nun der Jude die erste Nacht gesehen,
daß das pferdt einen zerbrochenen rügken gehabt,
vndt auß der Streẅ nicht aufstehen können,
hat er sich v̈berfortheilt befunden, mirs suppli-
cando geklaget, vmb schutz vndt hülfe gebehten.
Jch habe darauf inquiriren laßen, jhme sein <voriges>
pferdt wieder zustellen, vndt Horenburg seinen
vnfug verweysen laßen. Dieser Horenburg
aber hat gestern, seine zeitt ersehen, vndt des
Jüden bruder, vom pferde herab gestoßen,
alß er es vor die schmiede reitten wollen,
ihm seine kleider zerrißen, iämmerlich injuriiret
auch die Obrigkeit nicht verschonet, vndt de
facto sein pferdt von der gaße wieder hin-
weg genommen. Also ist ihm, der Stadtvogt,
heütte, mit Mußketirern, inß hauß gefallen,
vndt hat ihm das pferdt wieder genommen, ihme
darneben, eine straffe angekündiget.
Er hat aber mit pistolen, vndt Streẅgabeln
sich armiret, vndt alß meine Soldaten dennoch irrum-
piret, hat er Sich auß dem Staube gemacht, vndt ver- || [[Handschrift: 402r]]
borgen, daß sie ihn nicht finden können. Jn
iustitzien sachen, muß man keinen glauben oder
Religion ansehen, sondern recht muß recht bleiben,
damit man Gott den herren, (alß einen liebhaber
der gerechtigkeit, vndt der vnrecht strafet,)
nicht erzörne, die billigkeit handthabe, auch
durch die edle iustitz, die vngläubigen gewinne!
Zumahl da ich dem<diesem> Juden, so wol alß den Christen
vndter mir zu wohnen, vergönnet, vndt schutz ver-
sprochen zu halten, in billichen müglichen dingen,
die nicht wieder Christum lauffen. perge


Avis: daß diese Nacht, zu Grähna, eine Partie
Reütter, eingefallen, vndt die gäste, so einem kindt-
taüffen beygewohnet, v̈bel tractiret, vndt auß-
geplündert. Es sol ein großzetergeschrey, darbey ge-
wesen, vndt vorgangen sein! Gott tröste die armen leütte!


A spasso, vmb den bergk, vndt Juden gebeẅden. perge


J'ay escrit a Cc datè, pour demaind. Dieu nous
soit en ayde, & benie nos conseils, & nous assiste!


Paulum Ludwigen Secretarium, habe ich bey
mir gehabt, mir vndterthenig referiren zu laßen,
vndt weittere expedienda, der Stadt bestes, in
Contributions: vndt anderen Sachen, <betreffende> anzubefehlen.

|| [[Handschrift: 402v]]

Freitag den 7ten: Augustj: 1646.


Jch bin hinauß nach Pfuhle geritten, meinen weitzen
zu besichtigen, vndt einführen zu laßen. Die bürger
haben sich gar vngehorsamlich, vorm berge, eingestellet,
da sie doch schuldig zu fahren sein, vndt es ist nur ein eini-
ger, nemlich Schultze, erschienen.


Alß ich wieder hinein inß schloß kommen, ist der
General Maior, Axel Lillie mit ein 6 compagnien
Reütter, eztlichen wagen, vndt pferde, erschiehnen, hat
einen leütnenampt vorahn geschickt, vndt in der
Stadt, ein frühestügk begehrt. Jch habe ihn, (nach
müglichkeit) accommodiren laßen, vndt daß vnver-
mögen, endtschuldiget. Seine Reütter, seindt
durch den furth geritten, vndt man hat sie so
baldt nicht, mit futter, vndt Mahl, versehen
können, Sie haben inndeßen, viel garben auf dem
felde, zu nichte gemacht, vndt verfüttert. Solche
außlösungen, machen vnß den garauß. perge Sie
ziehen nach dem gesundtbrunnen, vndt scheẅen sich
doch nicht, seüftzen zu erwegken. Gott beßere sie!


Baldt darnach, seindt etzliche <pferde vndt> wagen, vom
Feldtmarschall DorstenSohn, ankommen, so auch freyen paß,
vndt v̈berfahrt, mit Seinem paßzettel, erbettelt. perge
Also habe ich, nutzen, vndt schaden, von der Sahle. perge

|| [[Handschrift: 403r]]


Nach dem eßen, ist General Major Axel Lillie, wieder forth,
vndt hat etzliche krancke pferde, vndt leütte,
alhier gelaßen. Verhoft, im rügkwege, wieder
einzusprechen, comme si on ne pouvoit pas passer
la riviere, ailleurs, qu'a Berenbourg? Sie
seint sehr stargk geritten, darüber hat Axel
Lillie selbst 4 pferde müßen stehen laßen, von
den seinigen, vndt ein ander reütter noch eins.
Es scheinet sie haben sonst anderstwo kein
frey quartier gehoffet, alß hier zu haben.
Die Reütter, haben zimlichen schaden, im
felde gethan, in dem getreydig. perge Seindt v̈ber
300 pferde stargk gewesen.


Jtzt erfahre ichs, daß eine von diesen trouppen
von 100 pferden, nacher Staßfurth, commandiret
worden, diese Nacht alda zu logiren, weil sie
in neẅligkeit dem Maior, nichts zu willen
gewußt. Sie können sich baldt vindiciren.
Vorige Nacht, ist General Major Axel Lillie, zu Ostraw
gelegen, der von Feldtheim, hat ihn auf sein schloß
gebehten, mit begehren die Reütter im dorf zu
laßen. Alß es auch also angeordnet, d seindt
ihme dem general Major alle seine Officirer, her-
nacher auch die Reütter gefolget, vndt Sie sollen || [[Handschrift: 403v]]
es sehr v̈bel gemacht haben. Diese Nacht, wil er
zu Egeln, logiren. Der Oberste Minckwitz, ist auch
bey ihm, hat sich mir gewaltig recommendiren laßen.


Mein kleiner Carll ist draußen gewesen,
vndt hat drey hasen, von der hatz einbracht.
perge


Axel Lillie, hat die vorspann pferde, weitter
alß nach Staßfurth, (seiner vertröstung zuwiedere,)
mittgenommen. Er hat auch vertröstet, im rückwege
nicht wieder anhero zu kommen. Mais ces gens, font
ce qu'ils veulent, & on ne les scauroit prendre
au mot. Patientia!

Samstag den 8ten: Augustj: 1646.


Der Christian Groß, sonst vulgo, der große
Kersten genandt, ist numehr hinweg. Gott
gebe ihm einen beßeren Sinn, vndt daß er Gott
vndt Menschen, beßer, alß biß dato geschehen,
gefallen möge, wiewol sein hertz vndt in-
tention, sonst gut genung gewesen sein mag,
aber die liebe der weltt, hat den guten Sahmen
fast erstigken, vndt zu nichte machen wollen. perge


A spasso vormittags zu fuß in die felder, vndt
zun gebeẅden, nachmittags zu pferde inß feldt vndt erndte,
verstehe post expedita negocia. perge <Disordinj per tutto, da rimediare difficilj.> || [[Handschrift: 404r]]
da rimediare difficiljf, ed in qualche maniera, jmpossibilj.
perge

Sonntag den 9ten: Augustj: 1646.


Vormittags, conjunctim in die kirche, gezogen, Ern
Theopoldj, predigt anzuhören, welchen ich auch her-
nacher zu Mittage, habe erfordern laßen, vndt
allerley mit ihme, conferiret perge auch zur mahl-
zeitt, ihn behalten. perge


Nachmittags, wieder in die kirche, da dann,
Er Bartolomeus Fridericj, pfarrer zu Palbergk,
geprediget, weil der Diaconus Jonius, absens ist.
perge


Mit Madame, in den garten spatziret,
vndt allerley mitteinander, conversiret. perge


Avis: daß hertzogk Adolf Friederich von Meckelnburg
auch im gesundtbrunnen, ankommen, dahin, vnsere
Jungfraw, Eleonora von Ditten, heütte verrayset,
vmb Privatschulden willen. Gott gebe beßerung
an allen orten!


Diese Tage v̈ber, ist ein Tauber Mann anhero
gekommen, außm gesundtbrunnen, welcher vorgeben,
er hette sein gehör wieder erlanget. Alß er aber
beym gastgeber Sipling, geherberget, vndt die
kinder die Thür hart zugeschlagen, ist er wieder Taub
worden. An itzo sollen auch böse Fieber, daselbst regieren.
perge

|| [[Handschrift: 404v]]


Die avisen melden, von einem Neẅen heil:
oder gesundtbrunnen, bey Kutzschdorf, nicht weitt
von Königßbrügk in der Oberlaußnitz
endtstanden. Sol schon vielen leütten geholfen
haben, vndt gleichmeßige Tugenden, wie
der zu hornhausen, an sich haben.


Printz von Vranien gehet auf Antorf, die
Frantzosen, facilitiren ihm, seinen anschlag,
in dem sie ihm 6000 Mann zu roß vndt fuß zuschicken.


Dem Könige in Engellandt, haben die
Schottischen predicanten, mit der excommunica-
tion gedroẅet, im fall er ihren Parlaments
bundt beyder Reiche nicht annehmen will.


Pfaltzgraf Ruprecht, ist beym Printzen von
Wallis zu Paris.


Jn Engellandt, regieret die pest.


Die verbitterung, vndt endtstandene tumult zu
Lüttich, continuiret noch, vndt das 40000 Mann
baldt in die waffen gekommen, wieder die Frantzo-
sen, welche ihnen ihre privilegia nehmen, vndt
2 Obersten, nach ihrem Sinn, wehlen wollen,
darüber ihrer viel, todt geblieben.

|| [[Handschrift: 405r]]


Düc d'Orleans sol vor Duynkirchen liegen, zu lande,
vndt Admiral Tromp zu waßer.


Zu Münster vndt Oßnabrückg wollen die protestirenden
wegen der religionsgravaminum vom iahr, 1618
nicht weichen, auch keinen achten Churfürsten haben,
sondern das die Chur alternatim Bayern vndt
Pfaltz, die lande aber dem Pfaltzgraven, simpliciter
restituirt werden sollen, deßgleichen begehret
die Cron Schweden, daß man der Fraw landgrävin
zu Caßel, satisfaction, nicht an geldt, sondern
an landen geben solle, auch denen Thumbcapiteln,
(welchen man die Stifter nimpt) in andere wege
satisfaction geben soll, eher will die Krohne
Schweden, nichts hauptsächliches schließen.


Der abgehandelte Trefues, zwischen Spannien
vndt Staden, soll auf Niederlendischer seitte vollnzogen
sein. Man erwartet aber noch des Königs in
Spannien, ratification. Mittlerweyle gehet
der Printz von Vranien, zu felde. Vndt die Stadischen
gesandten von Münster, seindt in hollandt, wieder arriviret.


Düc d'Orleans hat Wynoxbergen, erst erobert,
ehe er Maerdyck, vndt Duynkirchen, berennet.


Der neẅe König in Portugall, assistiret dem Könige
in Franckreich zu waßer, mit 6 gallionen, 2 Schiffen.

|| [[Handschrift: 405v]]


Jm Ampt Kelbra, den graven von Schwartzburg
zugehörig ist auch ein heilbrunnen endtsprungen,
davon lahme, blinde, vndt Stumme schon sollen
sein genesen. Bey Pegaw vndt Pönike in
Meißen, sollen auch 2 brunnen gefunden
sein, die haben etzlichen leütten, so den Stein
gehabt, geholffen, wie geschrieben wirdt.
Jst wunder, daß so viel sich eraignen, vndt
Gott vor seine gnadengaben, billich zu dangken.


Zu Münster vndt Osnabrück wollen die Kayserlichen
weitter nicht tractiren, man beobachte
dann auch daß interesse der Cron Spannien.


Chur Brandenburg will tractaten wegen
Pommern zulegen, durch interposition der
cron Frangkreich, vndt der herren Staden.
hat nicht lußt von Pommern, abzustehen. perge


Die hertzogin von Longueville ist zu Münster,
mit 20 kutzschen, 16 Mauleseln, vndt 100
Reüttern, benebens vielem Frawenzimmer,
ankommen, dero zu ehren die soldatesca, neben
6 fähnlein bürger, in waffen gestanden,
vndt auß Stügken, salve geschoßen worden.

|| [[Handschrift: 406r]]


Des Kaysers Sohn, ist zum König in Böhmen, ge-
kröhnet, auch darüber, in Kayserlichen lägern, salve ge-
schoßen worden.


Der Schwedische assistentzraht Eßken, hat von Caßel
inß Schwedische läger, ordre gebracht, daß die Köni-
ginn, dem Wrangel die <general>Feldtmarschalcksstelle[,]
Königßmargk daß Generalat v̈ber die cavallerie[,]
Mortaigne, v̈ber die jnfanterie, vndt Wittem-
bergen die ReichszeügmeisterStelle in der ar-
mèe, auftragen ließe. Den Schweden sol noch
ein secours zukommen sein, daß sie also drey
armeen haben sollen. Jhre völcker, wie auch
die Frantzösischen vndt Kayserlichen campiren noch im
lande zu heßen, vmb Marpurg, vndt Gießen,
theilß liegen auch, in den quartieren still.


Die Türgken liegen mit 20000 Mann, bey
Zara in Dalmatien, vndt ein ander corpo, vor
Sebenigo, vndt noch eines, vmb Catharo. Es haben
aber, die Spannischen 6 große gallionen von
Neapolj, den Venezianern zu hülfe gesandt.


Gegen Polen, vndt Moßkaw, sol sich auch der Tür-
ckische Kayser, stargk rüsten. Der Königinn
crönung soll zu Crackaw stadtlich celebriret sein.


Jn Norwegen, gebe es alterationes, contra regem Daniæ[.]

|| [[Handschrift: 406v]]


Bey des iungen Königes in Böhmen, kröhnung,
sol auch der junge Ragozzj, nebenst noch 5 an-
deren Fürstlichen personen gewesen sein. Man hette
bey der krönung, 12 Tafeln gespeiset,
es wehre der Spannische, vndt venezianische
Ambassador, sonderlich auch, darbey gewesen,
die völcker, hetten sich im gewehr, præsenti-
ret, sonderlich, in die 8000 Mann, nur mit
Morgensternen, vndt Streittkolben. Ein
kerll hette auf dem knopf des Thumturns[!],
die heerpaugken geschlagen, vndt v̈ber
ihm einer die fahne geschwungen. <Man hat auch zu Prag, bey Ferdinandj IV.ti. kröhnung brodt vndt geldt vndter das volck geworffen, vndt in die 15 Eimer wein, fließen laßen, 50 Stügke, dreymal ge- || [[Handschrift: 407r]]
löset, auch die Soldaten, vndt bürger, dreymahl salve schießen laßen.>


Korneẅburg hette der Schwedische Oberste
Görtzky endtsetzen wollen, aber vnverrichte-
ter sachen, wieder abziehen müßen.


Die Frantzosen, seindt mit ihrer Schiffar-
mada, vor Orbetello, auch hinweg, vndt von
selbigen Meercüsten abgezogen.


Der König in Engellandt desideriret höchlich den
frieden, vndt wüntzschet denselben, mit verlangen,
schreibet auch derentwegen, an sein Parlament.

|| [[Handschrift: 407r]]


Jhrer Kayserlichen Mayestät ist post zukommen, daß Korneẅ-
burg v̈ber seye, nun würde es Jglaw, gelten.


Die Pollnische werbungen, continuiren noch, wie-
wol sich die Senatores Regnj, darwieder legen. perge


Butzbach, hat sich endtlich, den Frantzosen, vndt
Schweden, ergeben, vndt eine darmstädtische compagnie
im stiche gelaßen.


Jm nachsetzen vor Orbetello, hat die Spannische armada
den Frantzösischen, viel bagage, vndt 14 stügke abgeiagt.


Ein Spannischer bey den Frantzosen, gefangener general
Commissarius v̈ber die Neapoltanische Reüterey, hats dahin
vermittelt, daß die Frantzosen, haben die Meerhafen
Telamone, vndt Sanct Stephano, verlaßen, vndt seindt
<in die 100000 Pfund (libra)℔: pulver verbrandt>
mit ihrem v̈brigen bagage vndt geschütz, auch hinterlaßung
aller, bey sich gehabter Spannischer gefangenen, abgezogen.
Jhr fußvolck, ist zu schiffe, nach Provence, vndt
Printz Thomaso, mit der Reütterey, durch daß Flo-
rentinische, vndt Genuesische inß Piemont, gegangen.


Jnnzwischen hat der Meyländische Gubernator,
die Stadt vndt Schloß Aicquj, nach 60 canonschüßen
erobert, die besatzung ist abgezogen, nach Nizza della Paglia.


6 Schiffe von Rochelle haben 4 Spannische, vndt ein
Raubschiff von Algierj v̈bermeistert, vndt zu Barcelona ejnbracht.

|| [[Handschrift: 407v]]


Zu Brefort, hat im Julio an einem Sontage, daß
wetter in den pulverturm geschlagen, v̈ber 200
Tonnen angestegkt, vndt mit dem Ampthauß
in die luft gesprengt, den drost neben allen den
seinigen, auch einem capitain, vndt leütenampt
wie nicht weniger, im Städtlein bey 50 Men-
schen, erschlagen, viel beschädiget, vndt fast
an allen haüsern schaden gethan. Gott erbarm es!


Zu Osenbrügk, ist des graven von Oxen-
stirn gemahlin, gestorben. perge


19 schöne forellen, von Ballenstedt, ankommen.
Jtem: andere Victualien, federviehe & talia. perge
J'annote cecy, pour les comptes, de la semaine.
perge


Jakob Ludwig Schwartzenberger ist auß dem gesundtbrunnen von
Hornhausen (dahin er vor ein par Tagen gezogen,
seine bresthafte Stumme Schwester6 zu besuchen) wiederkommen.
Saget es seyen wol in die 30 waßerquellen numehr,
aber 6 haüptbrunnen nur, welche eigentlich
gebraucht werden. Es seindt wol in die 20000 Menschen,
numehr daselbst, darundter an Damen, vndt herren, 22
<Chur: vndt> Fürstliche personen, <darbey auch die alte Regina Sveciæ[,]> gräfliche vndt herrenStandeß,
(darundter auch General DorstenSohn, mit Seiner gemahlin[,] || [[Handschrift: 408r]]
General Axel Lillie, mit der Seinigen, vndt General
Maior Goldstein mit seiner liebsten, mittgerechnet)
v̈ber diese alle, sollen noch 18 Obersten, daselbst
sein, ohne die Obrist leütenampt, Maior, Ritt-
meister, Capitains, viel andere officirer,
vndt vom adel, Doctores, in allerley faculteten,
vndt vornehme leütte, mit den ihrigen familien.


Es hilft aber daß waßer nicht allen, doch
vielen, vndt hilft mehr den armen, alß den
reichen, auch nicht in allen kranckheitten.


Sie sollen große andacht, darbey spühren
laßen, sonderlich die krancken, mit behten,
niederfallen auf die knie[,] <singen, predigt hören>, mit allmosen geben,
vndt anderen guten wergken, daran sie löb-
lich thun, gleichwol aber, sol auch der Mißbrauch
nicht außen bleiben, in dem etzliche arme, so genesen,
mit rauffen, schlagen, vndt bösen stügken, ärger
worden, alß zuvor nie, etzliche reiche, einen sol-
chen pracht, vndt wollust, treiben, das es nicht außzu-
sagen, sed propter abusum, non tollitur, verus usus!


Doctor Mechovius, ist daselbst geblieben, vor den calculum,
selbiges waßer zu tringken. Gott laße es ihm, wolgedeyen!


Er Jonius, ist, re bene gesta, wiederkommen. et cetera

|| [[Handschrift: 408v]]

Dienstag den 11ten: Augustj: 1646.


heütte ist abermalß mein geburtsTag, an dem ich 47
iahr meines Mühesehligen lebens, zugebracht, vndt
Gott zu dangken vhrsach habe, vor alle gnedige
heimsuchung, vndt aufferlegte creützes laßt,
auch darbey, verliehenen Trost, gedultt, vndt
<wolthaten, mit allerley> gnadenbezeigungen, darauß ich kindtlich,
spühren, vndt genungsam abnehmen können, das
auch dieses Jahr, die handt deß herren, an
Mir nicht verkürtzet gewesen, vndt seine
barmhertzigkeitt, noch kein ende hatt.
Er seye davor gelobet, gepreiset, vndt ge-
benedeyet, von nun an, biß in ewigkeit! Amen!
herr Christ, dir seye lob, ehr, vndt preiß! Amen, Ame[n!]


Der liebe fromme vater, verzeyhe vnß, alle
vnsere Sünden, vndt Mißethaten, vndt laße vns
in seiner forcht vnser leben, ferner zubringen. Amen[!]


Bin hinauß geritten, die Oeconomica, zu
treiben. An der Sahlspitze haben wir 89 hauffe[n][,]
auf dem Mittelgewende aber 140 hauffen, zu
Zeptzigk 38 haufen vndt auf der langen breitte
96 gezehlet. Gott wolle vns seine gaben wol || [[Handschrift: 409r]]
gedeyen laßen, vndt väterlich gesegenen! Amen! Amen!


Avis vom Milagio, de dato Osenbrügk, vom 28ten: Julij,
daß die Kayserlichen Plenipotentiarij, sich gantz geendert,
vndt den Frantzösischen notas v̈bergeben, deß Jnnhalts,
wann 1. Frangkreich, mit der vorgeschlagenen satisfaction
nicht zufriedenh, 2. sich von der Schwedischen vndt Heßischen
satisfaction per totum, nicht separiren, vndt 3.
ratione Amnistiæ, in den Termin, de annis 1620 vndt [16]30
nicht willigen wollte, alßdann alle daßiehnige, waß
ihnen offeriret worden, revociret, cassiret, vndt auf-
gehoben sein sollte. Diese enderung (schreibt er) möchte
verahnlaßen, <1.> die liga zwischen dem Kayser, vndt
Spannien, wie auch den meisten Jtalienischen Fürsten,
2. der treves zwischen Spannien, vndt den Staden,
so gantz gewiß sein soll, vndt zwar mit dieser
condition, daß waß Sie in diesem feldtzuge, noch
erobern würden, solches ihnen verbleiben solle.
3. Daß vnglück so die Frantzosen, in Jtalien, vndt
Catalonien, haben. 4. Die Mißverstände in Frangk-
reich, inmaßen der hertzogk von Orleans sich des
hertzogen von Lottringen, eifrig annehmen, auch
der Düc d'Anguien, sehr disgustiret sein soll.
5. Daß die Frantzosen, sich in die Engelländische
händel mischen, vndt dem Printzen von Wallis,
eine Armèe vndtergeben wollen, den krieg in En-
gellandt, länger zu vndterhalten. 6. Das der || [[Handschrift: 409v]]
Vice Rè zu Neaples die sachen in Jtalien, dermaßen
restabiliret, daß noch vor wintters, in die 14000 Mann
auß Jtalia inß Elsaß kommen, vndt dem Ertzhertzogen
von Jnsprugk, vndtergeben werden sollen.
Derowegen scheinet es, noch gar vngewiß zu sein,
Ob Deützschlandt in diesem wintter, einen frieden
erlangen werde, vndt bleibt es, an deme, daß
von dieser handlung dennoch die Kayßerlichen den
besten fortheil eriagen möchten, weil sie beyden
kronen, anlaß gegeben, ihre intima animj sensa
zur vnzeitt, zu eröfnen, vndt zu zeigen, daß es
ihnen mehr, vmb ihre eigene satisfaction, alß vmb
deß Reichs wolfahrt, zu thun, gewesen seye.


Die Stände können auch, in dem puncto grava-
minum noch nicht fortkommen. Die Papisten, haben
schon, wegen des geistlichen vorbehalts, den besten
fortheil hinweg, vndt wollen doch nicht zufriedeni
sein. Theilen sich in drey hauffen, der erste ist
Kayserisch, iedoch nicht der stärgkste, der
andere ist Bayerisch, vndt da befinden sich
die meisten, der dritte, ist neütral, aber von
keiner consideration, weil er nichts præstiren
kan. Die Kayserlichen sollen albereit geschloßen haben,
wann schon die Evangelicj, den nechsten vorschlag || [[Handschrift: 410r]]
den ihnen die Papisten selbst offeriret, numehr accep-
tirten, sie wolten bey so beschaffenen dingen, es nu-
mehr, nicht ejngehen. So weit können die extrema
gerahten. Gott gebe heilsahme dienliche consilia
zu deß Reichß beruhigung, vndt vnser aller bestem!


Schreiben von der frommen Gottsehligen Churfürstin von Bran-
denburgk empfangen, de dato Gröningen, der Amptmann
Benckendorf, hats mitgebracht. Mein vetterlein hertzog Gustaff,
ist auch mit Hertzogk Adolff von Meckelnburgk, im gesundt-
brunnen, angekommen, wegen blödigkeit seiner augen.


Er Marggravius, deme neben Jonio dahin zu ziehen, erlaü-
bet gewesen, ist auch mit etwas contento, vor seine kirche,
wiederkommen.


<Mein kleiner Carl, hat 7 hasen, von der hatz, einbracht.>


Der gute Allte 70iährige, Melchior Loyß, hat mich
diesen Nachmittag auch besucht, vndt viel mit Mir, confe-
riret, in allten, vndt neẅen geschichten.


Die Churfürstin klaget, daß ihrer Liebden der gesundtbrunnen,
biß dato, nicht allein, nichts geholffen, sondern auch ihrer Liebden
einen starkgken husten, zu wege gebracht, wiewol der Ampt-
mann, so wol, alß mein kammerdiener, mirabilia, & stupenda,
von diesem gesundtbrunnen, erzehlen. perge


Madame a üsè pour les yeux & pour la veüe exterieurement
l'eau de Hornhausen, je l'ay fait aussy. Dieu nous y
donne salütaire effect! par sa grace! Jch habe endtlich
mich bewegen laßen, das waßer vom Holunderbrunnen7, auch inner-
lich, zu Tringken, vndt zu gebrauchen. Gott gebe zu glück, vndt gedeyen!

|| [[Handschrift: 410v]]

Donnerstag den 13den: Augustj: 1646.


Jch bin hinauß geritten, in meine weinberge,
auch selbigen vnordnungen, (pro posse) zu remediiren.
perge


Eine depesche, nacher Zerbst, verfertiget.


Gestern ist ein Quartiermeister mit 10 pferden,
vom Axel Lillie, mit paß versehen, alhier, trans-
fretiret. Jch habe ihn zwar, zollfrey paßiren laßen,
allein er hat auch frey quartier haben wollen,
daß ich anfangs difficultiret, vndt von der
Monatlichen contribution abzurechnen, mich er-
klähret. Er hat darvor gebehten, vndt ein
pferdt, in der herberge, an statt der zehrung, laßen
wollen. So habe ichs endtlich concediret.
Ces gens nous veulent commander, & nous gourman-
der. C'est ce; quj est jntolerable!


Der Syndicus von Goßlar, ist anhero kommen, so
vnß nähermalß, im nahmen selbiges Rahts,
tractirt, vndt hat sich, wieder den Amptmann
zu Ballenstedt, wegen eines zehenden, zu beschwehren.


Ein Rehe ist von Ballenstedt, ankommen.


Feldmarschall DorstenSohns küchenmeister sucht postulata
von Victualien, an Ballenstedt, vor seineß
herren ansehlich hofküche zu Oscherßleben, vndt
die Vmbliegende orth, sollen viel darzu, contribuiren.

|| [[Handschrift: 411r]]


Die allhiesige Erndte, rückt sehr zusammen, also
daß man es vor ein Mißiahr halten will, vndt es dörfte
das liebe getreydig, noch wol theẅer werden, so wolfail
alß es auch an itzo zu sein scheinet. Jch habe vergangenes
iahr, in die eilf wispel gersten, mehr außseen laßen,
alß dieseß iahr gescheh Außsaat gewesen, bekomme
doch kawm so viel, dißmahl, einzuerndten. Die
Maüse thun sehr großen schaden, sonderlich den bürgern
v̈ber der Sahle, Sie sollen aber auch schahrenweise
herüber geschwummen sein, darüber sich, wol zu
verwundern. perge Der liebe Gott segenet, vndt
mindert seinen Segen, nach seinem gnedigen wolgefallen,
wir müßen doch alles mit dangk, von seiner
gnadenhandt annehmen, vndt ihme hertzlich dangken. perge
auch mit seinen gnadengaben, allezeit wol zufriedenj sein.
perge

Freitag den 14den: Augustj: 1646.


Avis: das General Major Axel Lillie (seiner zusage zuwiderk)
will wiederkommen, vndt alhier frühestügken. Bernburg
muß ihm, gar lieb sein.


Der Quartiermeister, (welcher vorgestern hiehehr
kommen, mit Axel Lillie paß,) ist muhtwilliger
weise, biß vmb 2 vhr, Nachmittags, alhier
verblieben, nur weil ich etwaß difficulteten ge-
macht, ihn accommodiren zu laßen.


Doctor Brandt, hat zue Mittage, mit vnß, gegeßen, vndt nach
der mahlzeit, viel conversiret, <von alhiesiger Stadt sachen.>

|| [[Handschrift: 411v]]


Jch habe (Gott lob) wieder schreiben, de dato Leyden, vom
28. Julij: Stilo veterj empfangen, das es vnsern Söhnen, noch
wol ergehet, vndt sie fleißig sein. Gott wolle sie
erhalten, vndt ferner gesegenen! Sie sollen noch
gesundt sein, vndt täglich zunehmen, beydes i<a>n leibeskräften
vndt disposition, alß auch vornehmlich, in der Gotteßfurcht,
freyen künsten, vndt exercitzien, innerlichen Tugenden,
vndt eüßerlichen feinen gebehrden, vndt manieren.
Deß Morgends vmb 7 vhren, vndt abends vmb 8 vhren
lesen sie ein capittul in der Frantzösischen Bibell:
worbey der hofmeister dann sonderlich auf ihre gute
Pronunciation achtung gibt, vndt waß sie nicht verste-
hen, exponiret. Darnach von 8 vhren des Morgends
biß vmb: 10 tractirt der Præceptor, mit ihnen, aller-
dings seinem, vor diesem gehaltenem Methodo gemäß,
beydeß in der lateinischen sprache, alß auch universalj
cognitione Historiarum, vndt Politices: Darauf von
10 biß 11 kömbt der Sprachemeister zu ihnen. Nach der
Mahlzeitt, etwan vmb 2 vhren, fängt der præceptor
wieder mit ihnen an, zu tractjren, vndt von 3 vhren
biß 4 exerciret Sie, der hofmeister, in den fun-
damentis, vndt in genuina pronunciatone,
der frantzösischen Sprache, leßet ihnen etwan, ein
Historiam oder sententiam auß dem Frantzösischen || [[Handschrift: 412r]]
inn deützsch, oder lateinisch, vertiren, vndt wiederumb
Viceversa. Vndt damit Sie auch, zusampt der frantzösischen
Sprache, mit einer Mühe, eine wißenschaft deß itzigen
zustandeß in Europa, erlangen, exponiren sie
ihme (dem hofmeister Schwechhausen) alle wochen, die Or-
dinarj Frantzösische postzeittungen, vndt erzehlen ihm
dann, waß sie darauß behalten, proprio stylo, wieder,
welcheß dann mit ihrem sonderlichem lußt, frisch von
statten, gehen soll. Darnach v̈bet er sie recreations-
weyse, im reißen, vndt schreiben, vndt von 5 vhren, bjß
6 kömbt der Tantzmeister zu ihnen. Vmb 6 vhr, or-
dinarie ist die Mahlzeitt fertig, nach welcher er sie
bißweilen, hinauß spatziren führet, nach dem wetter
ist, oder nach ihrem belieben, vndt selbst eigenem antrieb,
sie auf der lautten, spielen lernet. Waß sonsten vor
zeitt v̈brig, passiret er, conversando, damit er
ihnen, die Frantzösische sprache, (deren er sich dann,
sampt der lateinischen, nur allein, mit ihnen,
gebraucht) allmählich familiar mache, vndt derge-
staltt continuiren sie Täglich, behalben Mittwochß,
vndt Sonnabends, da dann des Morgends, die fundamen-
ta Religionis, mit ihnen repetirt werden, vndt Sonna-
bends, darbenebenst die repetitio wochentlicher lectio-
nen, vorgenommen, des Nachmittags aber, nur ein wenig in der
Frantzösischen Sprache, gehandelt, vndt dann zur lußt,
etwan auff der lautten gespielet, oder gerißen, oder || [[Handschrift: 412v]]
geschrieben wirdt, oder waß ihnen selbst etwan beliebet.
Dieses ist, die itzige abtheilung, ihrer stunden, vndt
education. Gott wolle progreß in gnaden darzu
verleyhen! damit alles zu seiner zeitt, gemehret[,]
gebeßert, vndt doch nicht ultra captum, & vires
v̈bereilet werde!


C'est ün de mes plüs grands, & principaux soings,
de pouvoir faire bien èslever, mes chers enfans.
Pleust a Dieu, que mes voeux peussent ester ac-
complis, & reüssissent a sa gloire, a la saincte
edification de son Eglise, & a nostre propre
salüt & de mes chers enfans! Ainsy soit il! Amen!


Gegen abendt, ist ein hochdeützscher bohte auß Hollandt,
ankommen, mit schreiben von Meinen Söhnen zu Leyden,
wie auch von ihrem hofmeister, vndt Præceptore, daß,
Gott lob, vndt dangk noch alles wol stehet. Der
liebe Gott, helfe ferner, mit gnaden vndt seye
davor gepreiset! Meine Söhne, haben heütte
zum erstenmahl an mich, in Frantzösischer sprache, ge-
schrieben, auß ihrem eigenem gehirn, ohne hülffe,
vndt ist noch ein guter anfang, zu sehen gewesen,
Gott lob, der erhalte, vndt gesegene sie!


Ein Rehe ist abermahl von Ballenstedt, ankommen.

|| [[Handschrift: 413r]]

Samstag den 15den: Augustj: 1646.


Avis: daß die brunnen zu Hornhausen, wieder anfangen
zu versiegen, vndt keiner mehr fast recht thun will. An
stadt der 30 seindt ihrer nur noch 23. Die andacht
sol sich auch anfangen zu verliehren, vndt darumb
(melden Sie) vergehen die brunnen. Der Churfürst
von Brandenburgk, will heütte hinweg. Mein bruder
Fürst Friedrich ist bey ihm gewesen, wie auch hertzog Adolf von
Mecklenburgk, welcher nebenst seiner gemahlin vndt
kindern alldar ist. hertzogk Joachim Ernst, von hollstein,
mein Schwager, sol auch dorthin kommen. Die herztoginn
von Schöningen, hat zwar dankgsagung, vor sich, thun
laßen, auf den Cantzeln, es ist aber, an itzo, ärger, mit
ihr worden, alß zuvor nie, Sie besorget sich des Schlages,
es wirdt aber, gar heimlich gehalten. Etzliche nennen ihn,
einen vexierbrunnen. perge Wollen gar nicht, daß man ein
miraculum darauß machen solle! Differentia
est, inter naturalia, & præternaturalia, inter
mirabilia, & miracula. Die am ferrnesten endtseßen
sein, loben ihn, am allermeisten. Cjcero saget:
Omne ignotum; pro magnifjco est8, & maiora creduntur
de absentibus.


Jch bjn diesen Morgen, in einem digken Nebel, hinauß nacher
den hundert Morgen, (aldar ich 124 hauffen haber, gezehlet,)
gerstenl gerechnet, geritten, auch die Mühle besehen, wie
auch die gebeẅde. Es gibt v̈berall genung zu trejben.

|| [[Handschrift: 413v]]


Risposta von Zerbst, entpfangen.


Die FrawMuhme von Plötzkaw, ist anhero kommen, nachmittags.
Freẅlein Johanna, vndt vetter Lebrecht, seindt mitgekommen.


Depesches von Cöhten vndt Deßaw, in vndterschiedlichen dingen.


Milagius schreibt, wie die Schwedischen vndt etzliche luttrische
Stände, vnß so gar wollen außschließen, auß dem Religions-
friede, vndt wie vnsere Sachen, so schlecht stehen, die Staden
nicht rechte jnformation darvon haben, vndt alles gar
schlecht bestellet ist. Wer wolte dann gut Schwedisch sein?
Gott helfe die seinigen, mit gnädigem Schutz, man-
teniren, vndt dempfe alle wiederwertige consilia!


Das Jus reformandj, wil man vnß gantz nehmen.
Aber der im himmel wohnet, kan ihr lachen, vndt
spotten, vndt seinem haüflein, wol wieder aufhelffen!


Rindtorf, hat sich auch wieder, wol eingestellet,
wie auch Wischer von Hall. perge Der Oberlender, hat
sich auch wieder mit Rindtorfen eingestellet, vndt abermal
ein Rehe einbracht, vndt also vier Rehe, baldt nach
einander, geschoßen.


Die FrawMuhme, vndt der vetter, seindt mit
den ihrigen, wieder forth.

Sonntag den 16den: Augustj: 1646.


Jn die kirche, conjunctim, vormittages.


Doctor Brandt, vndt Er Theopoldus, seindt vnsere gäste, zu
Mittage, gewesen.


Nachmittags in des Jonij Catechismuspredigt cum sororibus &
filiolo Carolo Ursino. Es hat gedonnert, vndt geregenet.

|| [[Handschrift: 414r]]


Es ist ein schwehr wetter, diesen nachmittag, mit don-
nern, blitzen, vndt regen, gewesen, wie auch den abendt,
vndt hat lange gewehret. Gott wolle vnglück
verhüten!


J'ay depeschè en deux lieux importans. Dieu nous
vueille benir, & faire prosperer nos desseings! vers
Leiden et Osnabrück avec plusieurs lettres.

Montag den 17den: Augustj: 1646.


Jochem Einspänniger ist forth, d'ün costè vers Osnabrück
et le petit copistem vers Leiden[.] Dieu vueille faire
prosperer leur voyage! & me benir par leurs mains!


Gestern Nachmittag, alß meine wagen,
den leütten, ihren weitzen, vndt zehenden zum
erndtelohn eingeführet, haben sie 3 Räder,
an einem wagen zerbrochen, die doch gut wahren.
Jst ein seltzames fatum! Man solte am Sontage,
auch die Thiere, außruhen laßen!


Jch bin hinauß hetzen geritten, vndt haben 5 hasen,
einbracht, von Palberg her, alda ich die kirche,
Meiner gemahlin Forwergk, vndt andere rudera besehen.
Gott gebe Mittel, vndt wege, den armen leütten, zu helfen!


Die Maüse, vndt hamster haben meiner gemahlin großen
schaden, im getreydig gethan. Sie hat: von 21 Schefel (Scheffel)schfl: weitzen
außsaat, nur 26 schock, geerndtet, von 3 wispel rogken,
1 Sechtzigk, 20 schock, von 10½ Wispel (Raum- und Getreidemaß)wisp:l. gersten, 100 schock, vom 5½
wispel haber, in die kaum: ein Sechtzigk.

|| [[Handschrift: 414v]]


Avis: daß die schwehre vndt stargke wetter, so
gestern wieder einander gewesen, das guht Marwitz (so
den Krosigken von Erxleben zugehörig) angestackt
vndt abgbrandt, Jtem in halle, eines begkers hauß
angezündet, Jtem: einem pfarrer auf einem
dorf, sein hauß abgebrandt. Wen das unglück
trifft, der muß es, alß eine väterliche züchtigung
annehmen. Gott erscheine vnß mit gnaden!


Avis von Wien, daß man daselbst vermeinet, es
seyen 6 heilbrunnen, im Fürstenthumb Anhaltt
endtsprungen. Sie begehren bericht darvon.


Avis von einer Grävin von Waldeck vndt
Cülemburgk, geborne grävin zu Naßaw, auß
dem haagen, daß ihre Fraw Mutter, des Feldt-
marschalcks graf Wilhelms zu Naßaw Sehligen
wittwe, geborne grävin zu Erpach, Todeß ver-
blichen, welche ich billich, vmb dero Tugendt,
vndt anverwandtnüß willen, vndt da ich sie so
neẅlichst im haag gesehen, vndt gesprochen, auch
ihre stadtliche conversation admiriret, beklage.
Es ist aber der weg alles fleisches!


Vnsere bienen (mit deme wir diß iahr, sonderlich
glück gehabt) haben auch ihre feinde vndt wiedersacher
heütte haben müßen, in deme der Raubbienen gantze
Schwärme voll Sie angefochten vndt ihre wohnungen || [[Handschrift: 415r]]
gestürmt, auch etzliche körbe außgebißen. Wir haben
es mit verwunderung an: vndt diesem kriege zugesehen,
da man sich der guten ordnung, so die bienen, in bello defen-
sivo sonderlich gehalten, verwundern müßen, zumahl wann
sie etwaß hülfe mit beßerer verwahrung, ihrer häuser-
lein erlangt, darbey man sich dann, die Oeconomiam
Colerj, zu nutz machen müßen, vndt remedia zu suchen.
Bey diesem Spiel, ist es zimlich, nicht allein, v̈ber die
kriegs:interessenten, (deren auf beyden theilen viel Todt
geblieben, bißweilen auch die raubebienen, stadtlich re-
poussiret worden) sondern auch, v̈ber die zuseher, vndt
kickers, (wie sie der holländer nennet) gegangen,
also das vnser etzliche mit bienenstichen, abgefertiget
worden, vndt den Schimpf zum schaden, gewonnen.


Jhrer viel halten diese raubbienen, vor eine an-
gethane zaüberey, vndt großen vnverantwortt-
lichen diebstall, deren, welche andern daß ihrige
gern endtwenden, dann solche raubbienen arbeit-
ten nichts, sondern tragen nur, ihren herren viel
ein, von dem honig, den sie fleißigen arbeit-
sahmen bienlein, abstehlen, vndt solcher gestaltt,
bringet ein Stock der raüberischen bienen, einem
ruchlosen, gewißenslosen herren, mehr ein, mit
vnrecht, vndt diebstahl, alß: 10 Stögke, der guten
fleißigen, arbeitsahmen Thierlein. Jst hochstrafbahr.

|| [[Handschrift: 415v]]


Avis: von Wien, das es gewiß, das an eben dem Tage, alß
der iunge König, in Böhmen, Ferdinandus IV.tus gekröhnet
worden, mit schönen solenniteten, (vndt da Fürsten, dem
Kayser die regalia vorgetragen, andere vornehme
herren aber, dem iungen Könige die seinigen) auch Kor-
neẅburgk, vom graven von Buchheim, eingenommen worden,
vndt der Schwedische Oberste Copie, darauß abziehen
müßen, welches vor ein groß glück vor den antritt
des iungen Königs gehalten wirdt.


Die ordinarij avisen; confirmiren auch dieses. Jtem:
die Kayserliche rayse, nach Preßburg, auf selbigen landTag.
Jtem: die Niederlage der Kayserlichen in heßen, vndt daß
General Wrangel, den Landgraven zu Darmstadt
vor feindt hielte.


Die Frantzosen attacquiren die vmbliegenden
orth, vor Duynkercken, vndt die Stadischen, vor
Antwerpen, vnangesehen trefues tractiret wirdt.


König, in Engellandt, bemühet sich, vmb den
frieden, vndt vereinigung seiner Reiche.


Cardinal Mazarinj sol etwaß disgraciiret
sein, am Königlichen hofe, zu Paris, dieweil es in
Jtalien vor Orbetello, so v̈bel abgelauffen.
Er wil aber geldt herschießen, mit beßerem
Nachdrugk alles zu ordiniren.

|| [[Handschrift: 416r]]


Zu Münster vndt Osenbrügk, erwartet man, eines
hauptstreichß, vndt gehen die tractaten langsam.


König in Dennemargk armiret aufß neẅe, vndt hat
seinen Sohn, graf Woldemar, splendide in hollandt
abgeschickt, vielleicht zur neẅen alliantz.


Vor Lerjda, liegt der Viceroy Harcour noch.


Es wirdt viel geschrieben, vndt gedruckt, von
neẅen heilbrunnen, so jm lande zu Meißen, vndt
auch in Thüringen, endtsprungen sein sollen. Die hetten,
dem bericht nach, eben die Virtutes, welche der ge-
sundtbrunnen zu Hornhausen, haben soll.


Der Türgke, sol sich nun, an Cat<h>aro, hindter Ragusa,
machen, vndt zu waßer, sehr stargk sein.


Des Königs in Polen werbung, wieder den Türgken,
will einem Jnnländischen kriege, ähnlich sehen, weil
die Weywoda<e>n, sich stargk opponiren, vndt die
werber auffangen.


General Major Axel Lillie, ist diesen abendt wiederkommen, hat
80 pferde drüben, bey sich, in der Stadt, behalten.
herüber aber, fast eben so viel setzen, vndt hinüber
nach Grehna, paßiren laßen. Er hat gar höf-
liche complimenten, gegen Meine abgeschickte gemacht,
wie auch seine gemahlin, absonderlich, vndt haben sich
excusiret, wegen dieser vns zugezogenen vngelegen-
heitt, auch vns gratuliret, zum gesundtbrunnen.

|| [[Handschrift: 416v]]


Avis: daß gestern, am Sontage, keine dancksagung
zu hornhausen, mehr geschehen, vor keinen Menschen,
weil numehr die kräfte, vndt mineralische Virtutes,
des gesundtbrunnens, sich verliehren wollen. Meines
kammerdieners, Jacob Ludwig Schwartzenbergers Stumme
Schwester9, ist auch wiederkommen, vndt ist ihr gar nicht ge-
holffen worden, Sondern sie ist stumm geblieben, wie zuvorn. et cetera
Die kalte Nachtlüfte, oder herbstwinde, die Nebel
vndt andere einbrechende accidentia, laßen nicht
zu, daß es vielleicht also continuiren solle.
Die leütte, können auch, propter injurias temporis
länger, im felde, vndt v̈bel verwahrten hüttlein,
nicht dawren. Jn allen Sawerbrunnen, bädern,
vndt dergleichen mineralischen sachen, pflegen sich die
Virtutes im herbst, sonderlich gegen dem winter, zu
verliehren. Gott entzeücht auch bißweilen, seine
geschengke, vndt gaben, propter abusum. perge

Dienstag den: 18den: Augustj: 1646.


heütte ist Axel Lillie, mit den seinigen, aufgebrochen,
vndt seine Reütter, haben sich noch zimlich gehalten.
Er hat auch, gar höfliche, discrete discours, gegen Secretario
Paulo Ludwigen, geführt, welcher bey mir gewesen,
vndt mirs gerühmet, wiewol er beklaget, daß der
General Maior, gar schlecht tractiret worden, vndt man
erst, als er schon zu bette gewesen, das wildpreth, vndt || [[Handschrift: 417r]]
gute weine, so ich hinundter geschickt, gelifert, welches
mehr seinem gesindlein, alß ihme, zu gute kommen. Er
gehet nach Leiptzigk zu.


Üne meschante abbeille, m'a picquè derechef ce
mattin, au mitan de l'œil droict, avec douleur & in-
flammation, en ayant toutesfois fait retirer l'ai-
guillon. Hier une autre me picqua a la tempe
gauche, & leur guerre au jardin düre encores.
Cela est remarquable qu'avant l'an 1620
dès mon enfance, l'espace de vingt ans, entiers,
jamais abbeille ne m'a mordüe ou picquèe, quoy
que je les approchasse, au plüs fort, de leur
fougue, & ie me tenois asseurè de cela, mais
depuis, ceste asseurance s'est perduë, contre
ces petits animaulx ou bestioles. perge


Jch habe fleißig inquiriren, vndt die raubbienen
mit waßer vndt lehm, besprengen laßen. So hat sich
befunden, daß in heinrichs Schmidts des Bürgemeisters[!]
vorm berge garten, dieselbigen hinein geflogen. Weil
nun dieses, ein großer diebstall, (welcher auch an manchen
orthen am leben pfleget gestraft zu werden,) alß habe
ich die raubbienen, zusampt den stögken verbrennen laßen.
Er hat stargk darvor gebehten, vndt die Schuldt auf
seine Tochter die Sirawinn geschoben. Aber, der hehler,
ist wie der Stehler. 8 Stögke haben Sie mir schon verdorben.

|| [[Handschrift: 417v]]


Der gesundtbrunnen, hat gewaltig bey mir, operiret,
der medicus Doctor Brandt aber, hat mir denselbigen
dissuadiret, vndt viel exempla angezogen, derer,
so recidiven bekommen, vndt krängker, alß zuvor nie
worden, wiewol viel hohe, vndt niedrige standeß-
personen, daselbst sein, vndt vermeinen, die ge-
sundtheit zu recuperiren.


J'ay eu des mauvayses nouvelles, de la
cour Imperiale, & qu'on y est corrompü, par mes
ennemjs, & adversaires, que Dieu vueille bien
tost convertir, & amender, ou precipiter. perge


Oberlender, ist von halle wiederkommen, con dineros,
vor hofmeister Einsiedeln, wegen seiner bücher, der
dann den gasthof, Meiner freundlichen herzlieb(st)en gemahlin, abe-
kauffen will. perge Numehr, wirdt es wieder zum
adelichen Sitz wie vormalß, gewesen. Er gibt
Meiner freundlichen herzlieb(st)en gemahlin an itzo 500 ReichsthalerRthlr: bahr geldt,
(welches er auß den büchern gelöset, Sie haben
aber seinem Vater Sehligen wol 4000 gekostet)
vndt die v̈brigen 500 ReichsthalerRthlr: wirdt er auff
Termine, oder an Egkern, ihr anweisen. perge

|| [[Handschrift: 418r]]


A spasso in die Mühle, jn garten, inß forwergk,
mich zu recreiren, nach gestriger purgation, vndt
die Oeconomysachen, zu treiben.


Rindtorf hat zweene hasen gehetzt, vndt 94
hauffen, bey Zeptzigk, an hafer gezehlet. perge


J'ay receü üne mediocrement bonne rèsponce de Cassel.


Der Siraw, deme die raubebienen, in Bürgemeister[!]
Schmidts garten, zugehöret, vndt er des Bürgermeister Schmidts
TochterMann ist, des alten in verdacht gezogenen
Reittschmidts, successor, hat sich diesen Morgen,
loß geschwohren, mit einem Cörperlichen eydt,
daß er nicht gewußt das er Raubbiehnen
gehabt. Jch habe nicht begehrt, daß er einen
falschen, sondern vielmehr, einen rechtmeßigen
eydt, schwehren sollte, oder es gar bleiben laßen.


Er hat aber, auf seine conscientz sich be-
ruffen, auf seine vorgewandte aufrichtigkeitt,
sich gesteifft, vndt also hin geschwohren, da man
gleichwol, daß factum deprehendirt, vndt
daßelbige, nicht geleügnet werden kan.


Abermahlige schreiben von Oßnabrügk
vndt Münster, wie auch von Caßel entpfangen.
perge

|| [[Handschrift: 418v]]

Freitag den 21ten: Augustj: 1646.


Avis von Cantzler Milagio, daß sich daß negocium
religionis, anfängt, beßer anzulaßen, vndt daß
man vnß reformirten, pure in den religionsfrieden,
numehr, einschließen will. Gott gebe es!


Sonst gibt es, altercationes, wegen der tractaten,
vndt offerten, der Interessenten, im Politischen frieden,
Jtem: neẅe præcedentzStritt, zwischen den Städten,
vndt der vnmittelbahren ReichßRitterschafft. perge
Viel große herren, hängen diesen an, etzliche auch,
den rebus publicis. Die ambition, vndt privat-
eigennutz, verhindert, manche gute deliberationes,
auch vndter den Evangelischen selber.


Frangkreich, sol sich numehr zjmlich, zum ziel,
lengken, obs wol scharfe discurß zwischen dem
Graven von Trauttmanßdorf, vndt Conte d'Avaux
gegeben. Der Graf von Trauttmansdorff sol hinweg zu raysen,
willens sein, welches <vor> eine aufstoßung der Trac-
taten, von etzlichen will gehalten werden.


Die landtgrävin, bittet vnß, den Milagium,
noch länger allda zu laßen, vndt ihn nicht zu revo-
ciren, weil er wol qualificirt, der reformirten
ohne daß, alda, sehr wenig seyen, vndt man möchte
ihm doch die Marpurgische sache, zum gütlichen vergleich, recommendiren.

|| [[Handschrift: 419r]]


Avis von Grüningen, daß der Ritterhaüptmann
Geüder, sich auch numehr, im gesundtbrunnen befindet,
Gott wolle ihm zu seiner reconvalescentz, gnediglich
wieder verhelffen!


Der CammerRaht, Doctor Mechovius, ist gestern abendt,
mit Doctor Herdesiano10, auch wieder von dannen anhero
kommen. Quantos hombres, tantos pareceres!


Die Meynungen der Menschen, von diesem heil-
waßer, fallen gar vndterschiedlich, vndt vielfältig.

Samstag den 22ten: Augustj: 1646.


A spasso in gartten, con Madama, post expedienda expedita.


Nacher Deßaw, an Fürst Iohann Casimir vndt deßen gemahlin Liebden geschrieben. perge


Rindtorf, hat heütte, fünff hasen, von der hatz, einbrachtt.
vormittags, vndt Nachmittags, jst der kleine Carll hinauß
hetzen gefahren, vndt hat einen hasen, eingebracht.


A spasso, wieder auf den abendt, zu meinen gebeẅden, an
der Sahle, vndt vielerley difficulteten, gefunden.


Avis von Ballenstedt, daß die Kayserlichen v̈ber den Thüringer
waldt, herein dringen, vndt auf Hornhausen zu, gehen wollen.
Gott gebe, daß diß landt, nicht abermals, in einen krieges-
schwahl, gerahte!


Rindtorf, hat heütte, 107 hauffen, haber, hindter Zeptzigk,
gezehlet.


Avis: das Fürst Ludwig zu Cöhten, vndt seine FrawSchwester
zu Kälbern, sehr kranck seyen. Gott wolle es beßeren!

|| [[Handschrift: 419v]]

Sonntag den 23ten: Augustj: 1646.


Jn die predigt conju vormittags, cum sororibus et filiolo.
Der Oberste Werder, vndt capitain Krosigk, seindt
auch herkommen, vndt mittgegangen, v̈b neben vnsern Jungkern,
<hofmeister> Einsideln, Rindtorf vndt Börstel, welche alle zur mahl-
zeitt geblieben, wie auch Doctor Herdesianus11 Chur Brandeburgischer raht,
Melchior Loyß, Doctor Mechovius, vndt andere.


Nach der malzeitt, vndt gehabter conversation, habe
ich Den Obersten Werder, vndt Doctor Mechovium<Herdesianum,> wiederumb
dimittiret, vndt mit den andern conversiret, darnach
aber wieder in die kirche, cum sororibus gezogen.


heütte, habe ich lange mit Melchior Loyß, conversiret,
vndt er hat mir gar sehnlich á Dieu, gesaget.


Avis: daß der schregken zu hornhausen, gar groß ist.


Eine Schwedische parthie, von 20 pfer Mußketirern, vom
Axel Lillie, (einen paß, oder freßzeddel habende)
ist anhero kommen, mit einem leütenampt, quartier
zu nehmen. perge

Montag den 24ten: Augustj: 1646.


A spasso, die Oeconomica zu treiben.


Mit Doctor Herdesiano12 nochmalß, heütte frühe, im
garten, eine conferentz gepflogen.


Paulum Secretarium bey mir gehabt, wegen Milagij
angelegenheitten.


hinauß geritten, vndt hinder Zeptzigk 48 haber hauffen,
gezehlet. Bey Pröderitz, hargken Sie.

|| [[Handschrift: 420r]]


Die bäßelein13 von Deßaw, seindt auß dem gesundt-
brunnen, wiederkommen, vndt alhier v̈ber Nacht gelegen.
perge

Dienstag den 25ten: Augustj: 1646.


Freẅlein Eva Catherina, vndt die andern beyde
Deßawische Freẅlein14, seindt wieder verrayset, nach
dem ich sie angesprochen, dieweil es des gestrigen
abends nicht geschehen. Mit Börsteln dem hofmeister
habe ich auch conferiret. Gott gebe glück zu ihrer
rayse, vndt cur des gesundtbrunnens, welchen
sie ferner, von hauß auß, tringken wollen!


Philip Güder ist von Zerbst wiederkommen, mit
Pollnischen Ochßen. Der pferdt: vndt viehemarckt
allda ist gar schlecht gewesen, von wegen der
kriegeswerbungen, in Polen. <Risposta von Dessaw. et cetera>


Meine wagen, vndt pferde, habe ich nacher
Agken, geschickt, bawholtz abzuholen,
mit Jacob Ludwigen Schwartzenberger. Gott wolle
sie begleitten! hin: vndt wieder!


Feldmarschall DorstenSohn ist hinweg vom gesundt-
brunnen, (mezzo sanato) vndt sein Schwieger-
vater15, der alte graf La Garde, kömbt auß
Schweden wieder, sein gesicht zu recuperiren,
das wasser von Hornhausen soll biß in Schweden
vndt Vngarn, geführet worden. Das thut die Opinion. et cetera

|| [[Handschrift: 420v]]


Doctor Herdesianus16, vndt mein Amptmann, Thomaß Ben-
ckendorff, seindt fortt, nach Berlin zu, Gott
wolle sie geleitten!


Avis: daß die landtgrävin zu Caßel,
eine große Niederlage erlitten, in deme die Frantzö-
sische, vndt Heßische<Schwedische> völcker, die ihrigen, abban-
doniret, vndt in deme sie vermeint, den Landgraf
Geörgen, allein zu bekriegen, wehren die
Bayerischen darzu kommen, vndt hetten ihr, 28
compagnien, totaliter rujniret, also: daß
von 30 compagnien nur 2 darvon gekommen. Wehre
ein großer Schach:Matt, vor Sie. <Jhr fußvolck soll auch vmbringet sein.>


Oeconomica getrieben, an den gebeẅden, wolle-
schur, MühlTamb17, vndt dergleichen.


Von Dochum, seindt die holtzfuhren wiederkommen.

Mittwoch den 26ten: Augustj: 1646.


A spasso, meine Oeconomysachen, anzuregen.


Rindtorf hat gezehlet, noch 146 hauffen, auf den Zep-
tzigischen, vndt 111 hauffen, in den Pröderitzischen feldern.


Mit dem CammerRaht, Doctor Mechovio, habe ich aller-
ley conversiret. <Rindorf hat 4 hasen gehetzt.>


Ein schreiben, vnvermuhtend, von Fürst Friedrich empfangen, vndt
es ist mit Protestationen, gespickt gewesen,
darauff ich ein bloßes recepiße geben laßen.
et cetera

|| [[Handschrift: 421r]]


Jch habe heütte, die proben, meines alhiesjgen ge-
treidigß, (welches successive durch die pawren, gedroschen
worden) durch Oberlender, vndt hanß Tappen, nehmen laßen,
vndt daßelbige sehr schlecht befunden. Gott wolle
vnß doch ferner mildiglich gesegenen, vndt mich nicht,
Meinen feinden, zu spott, werden laßen.


Von Ballenstedt, auch mediocria in Oeconomicis, empfangen.

Donnerstag den 27ten: Augustj: 1646.


Aviso von Zerbst, wie betrieglich man <dißeyt der Elbe> mit mir
handelt, von wegen der Steẅren, vor die stipendia-
ten, vndt Gymnasij bediente, aldar. Es scheinet,
man wolte gern hejmlich, mir iedermann auf
den halß hetzen, vndt daß Steẅerwesen, (darvor
daß Ampt Plötzkaw haftet,) gar auß händen winden.
et cetera


A spasso; die Oeconomysachen, zu treiben.


Nachmittags zu pferde hinauß, bey Zeptzig, 80 hauffen
gezehlet habern. perge

Freitag den: 28ten: Augustj: 1646.


A spasso, zur Mühle, Tam18, vndt fehre, wie auch
zun andern gebeẅden, zweymahl vormittages,
vndt allerley vnraht, pro posse; remediiret.


Avis von der Schwartzburgischen Fraw Muhme, das zu Kelbra
4 gesundtbrunnen endtsprungen, 20 zu Rudelstadt,
vndt zu Arnstedt; 6 zu Franckenhausen, 3 bey Häringen,
1 in der Fürstin zu Hähringen ihrem gartten.

|| [[Handschrift: 421v]]


Jch habe heütte, mit vndterschiedlichen leütten, (so
auß dem gesundtbrunnen von Hornhausen wieder-
kommen) reden laßen. Sie klagen aber allesampt,
daß er ihnen wenig, oder nichts geholffen. Viel-
leicht wirdt der brunnen, mit angehender frischen
herbstlufft, seine mineralische virtutes vndt
kräfte anfangen zu verliehren.


On dit, que les sorcelleries recommencent au
pays de Brunswig, & que le Düc Augüste a
fait brüsler plüsieurs sorciers, & sorcieres,
quelques annèes en ça. Je me ressouviens,
qu'aux annèes, 1626[,] 1627 et 1628 & 29
on en parloit beaucoup aussy, et que des
ministres au dit pays, auroyent baptizè des
enfans, au nom de Sathan. Dieu vueille
garder, & pürger, toute la chrestientè, de
telles Diableries! & conserver ses fidelles!


hanß Christof Wischer, ist von hornhausen, wie-
derkommen. Mein Schwager, hertzog Joachim Ernst,
endtschuldiget sich, anhero zu kommen, wegen seiner
cur, vndt eilfertigkeitt, vndt bittet Meiner herzlieb(st)en
gemahlin zu erlaüben.

|| [[Handschrift: 422r]]

Samstag den 29ten: Augustj: 1646.

<36n 30 lerchen Bidersehe. 16 lerchen Muschwitz.>


Meine herzlieb(st)e gemahlin, ist nach Hornhausen, zu ihrem
Bruder zu, Gott wolle sie hin: vndt her, geleitten!


Meine Schwestern, seindt gestern von Plötzkaw,
vndt von Ascherßleben, (alldar sie eine conferentz
mit dem bruder, Fürst Friedrich gehalten) wiederkommen.


Mein Schwager, hertzogk Joachim Ernst, æstimiret die
Virtutes deß gesundtbrunnens, gar sehr, vndt hat
sehr gute opinion von solchem, inmaßen sein schreiben
darvon, an Mejne person, außweyset. perge


Ad ogn'uno piace la sua opinione. perge


heütte hat mein Schütze, einen iungen Reyger gebracht,
welchen er geschoßen, alhier, vmb Berenburgk. perge


Nachmittags, in die præparationspredigt, mit
Meinen Schwestern, gezogen. Gott gebe vnß gnaden-
segen, zu vnserer vorhabenden communion!


Nostitz, mein gewesener Stallmeister, ist anhero
kommen, mich anzusprechen, vndt die er hat auch den
gesundtbrunnen gebraucht.


Bürgemeister[!] vndt Raht, haben mir geklaget: 1. wegen
des nöthigen wächters im felde, damit derselbe von einer
vieh contribution derer, so keine pferde haben, möchte vndter-
halten, vndt besoldet werden, dann er thut ihnen
den Bürgern, große dienste. 2. Klagen Sie, das ihnen
der Schoß des Præsidenten, will disputirlich gemacht werden || [[Handschrift: 422v]]
weil anno 1636 Bürgemeister[!] Döhring, auß privato affecten,
daß publicum præterirt, vndt durch solchen heimlichen
contract, enormiter lædiret, dann er dem Præsidenten
2 Morgen wiesewachß davor eingewechßelt
vndt dem Raht nichts darvon offenbahret.
3. Wirdt geklaget, daß die feẅerstädte
zwar besichtiget worden, Sie giengen aber
sehr ein, vndt würde viel getreydich in den
häusern, (der observantz zuwiederp) aufge-
schüttet, vndt gefahr wegen des feẅers, ver-
vhrsachet. <Bitten vmb remedia.>
4. Daß provisionhauß, gienge auch zu grunde
weil man darinnen zu viel getreyd in schocken
aufgeschüttet, vndt außdreschen ließ. Paulus
Ludwig, hette es concediret.
5. Der Fleischscharren, würde auch auch nicht wiederge-
bawet, vndt Meine befehliche vilipendiret. perge
Bitten vmb vnpaßionirte commißion, visitation, vndt re-
mediirung der gebrechen. perge


Nostitz rühmet gewaltig, den gesundtbrunnen, zu
Königßbergk[!], in der Laußnitz, vndt das er größe-
re Virtutes habe, alßq

|| [[Handschrift: 423r]]


Jn die kirche, cum sororibus, diesen vormittag,
vndt haben communion gehalten. Gott laße
vnß ferrner in seinen wegen wandeln!


Nach der predigt, seindt extra gewesen,
Nostitz, Tremnjtz,<Demmeritz,> Börstel, (geörg Friderich)
vndt Doctor Mechovius, alß auch der hofprediger,
bey den Mittagsmahlzeitten.


Gegen abendt<Nachmittage,> wieder jn die kirche gezogen. perge


Postea conversirt, mit Nostitzen, vndt andern,
Jtem mit Doctor Mechovio, vndt Demmeritzen, welcher
bey hertzogk Moritzen, gewesen, zu Dresen[!],
vndt mit demselben, in Hollandt, vndt jn Dennemargk.

<Somnia infausta et horrenda[.] Deus clementer <mala omnia> avertat.>


Rindorf ist mit Nostitzen, vndt Demeritz
hinauß hetzen geritten, vndt haben 4 hasen, einbracht. perge


Warenstedt, ist von Cöhten, mir<t> Fürst Ludwigß leib-
kutzsche herüber kommen, die Schwestern abzuholen,
nach dem er sich, bey Mir, angemeldet, im Nahmen seines
herren.


Schreiben von Leyden vndt Brehmen empfangen, in
einem großen pacquet, von Meinen beyden Söhnen, von
ihrem hofmeister vndt Præceptore, von Ern Doctor Spanhejmio,
von dem Freyherren von Schrahtembach. etcetera

|| [[Handschrift: 423v]]


Die kinder, sollen (Gott lob vndt dangk) zimlich wol
auf sein. haben in den heißen canicularibus, böse husten,
vndt schnuppen bekommen, aber es soll sich Gott lob,
dieser seltzame vndt frembde affectus in der zeitt,
durch hülfe gesegneter medicamenten, gebeßert haben.
Der Treẅe viel fromme Gott wolle ferner gnaden-
reiches gedeyen, glück, fortgang, vndt gesundtheit
verleyhen, vmb Christj willen, Amen.


Der friede wirdt, zwischen Staden, vndt Spannien,
vor geschloßen gehalten, vndt es gibt große diffidentz,
zwischen Franckreich, vndt Hollandt.


Die Staden von Gröningen haben durch herrn Spanhei-
mij fleiß, vndt zuthun herren Camerarij, ihre quo-
tam, (Gott lob,) numehr auch, <par le Thresorier Doublet a la Haye> erleget, nemlich die
1195 Gulden (florenus)f: 6 Schillinge (solidi)ß: vndt kömbt also successive, diese
prætension, in gute richtigkeitt, meinen Söhnen,
zum besten, wiewol die portion von Gelderlandt,
sich noch nicht einstellen will. Gott helfe ferner, mit
gnaden, vndt daß alle Schwährigkeitten, erleichtert
mögen werden!


Der von Vlefeldt, königlich dennemärgkischer Ab-
gesandter, ist im haag, magnifice zur Audientz
geführet, vndt stadtlich empfangen worden. perge

|| [[Handschrift: 424r]]


Der Ritter Geüder, ist auch anhero kommen, von
Hornhausen, eilet nach Nürnbergk, weil die Schweden
an der Donaw seyen, vndt den Schellenberg occupirt
haben, auch in Frangken, Schwaben, vndt Bayern
hinein streiffen sollen ihres gefallens, also das
er der cur nicht abwartten können, Sondern
von seiner Ritterschaft, eilends citiret worden.


Jch habe ihn laßen herauf fahren, vndt in der audientz
sitzen, sintemahl er, sehr v̈bel zu fuß, wegen deß Poda-
græ, noch ist. Vndt dieweil er auch im gasthofe v̈bel
accommodiret, habe ich ihn aufm schloß, die ein losament
bestellen laßen. Den abendt, hat er nicht
mit mir gegeßen, weil ich vmb gebrauchter artzney
willen, so wenig, alß zu Mittage, Tafel offentlich
gehalten. Jch habe auch heütte, vnangesehen des ein-
genommenen purgierpulvers, viel waßers, von
Nostitz mitgebrachtem lieblichem Kinsperger[!] brunn,
getrungken. Er minuirt gewaltig, den Stejn,
vndt ich habe selber gesehen, einen schwartzlechten
harten stein, (welcher vmb den brunnen gewachßen,
sein soll) den habe ich hinein geworffen, vndt baldt
spiritus daran aufwerffen sehen, vndt ist baldt weich
worden, das ich ihn wie käse zerschnitten, darnach
aber, darvon getrungken. Bricht auch den calculum, || [[Handschrift: 424v]]
vndt treibet die urin. Ein pawer, hat seinen Stiff-
vatter, vmb einer zwytracht, ejnes halben Thalers willen,
verrahten, denn er hats angezeigt, daß sein vatter
mit diesem waßer, viel geldt verdienete, vndt
kräutter, oder anders darundter mengete, damit
man es, in der curation vieler leütte, nicht mergken
sollte. Gott seye dangk vor seine gaben! Er helfe
vnß zu dem rechten auro potabilj, vndt der
wahren Panacæa!


Die avisen geben:


Daß Jrrlandt, fast gantz vor die Protestanten
verlohren gehen, vndt der friede in Engelland vndt
Schottlandt, noch nicht richtig seye, auch eine
von des Königs Töchtern, nach Frangkreich zu,
gegangen.


Das Maerdyck, von Frantzosen, mit stürmen-
der handt, erobert seye, vndt Duynkergken werde
zu waßer, vndt lande, geschloßen, in deme auch der
Admiral Tromp, von Staden, cassiret, vndt in Frantzösische
dienste, genommen worden, mit etzlichen Orlogsschiffen.


Jn Polen, förchtet man sich vor Türgken, vndt
Tartarn. Die Schweden gehen nach der Thonaw zu.


Der Kayser wandert nach Preßburgk, auf die
vngrische krönung, seines Sohnes.

|| [[Handschrift: 425r]]


Die venediger chicquaniren, mit ihren Soldaten,
disgustiren fast alle außländer, vndt marchandiren
mit dem Türgken, vmb einen frieden, mitlerweyle
sje den krieg continujren. Pfaltzgraf Philips ge-
het nicht dahin, wiewol ers willens gewesen.


Jn Jtalien, vndt Catalonien, stehen der Frantzosen
sachen, gar schlecht. <Die landtgrävin, hat nicht so viel volck verlohren als man spargirt, nur 2 compagnien vnd bagage.>


heütte ist pferde: vndt viehemargkt alhier zu Bern-
burgk gewesen, aber schlecht versehen.


Textapparat
a Die Silben "zu" und "rügk" sind im Original getrennt voneinander geschrieben.
b Den Rest der Zeile hat Christian II. freigelassen, um dort vermutlich den Familiennamen des Musketiers nachzutragen.
c Dahinter hat Christian II. eine Lücke gelassen, um den Buchstaben vermutlich zu einem Orts- oder Personennamen zu ergänzen.
d Die Silben "de" und "main" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
e Die Wortbestandteile "zu" und "wieder" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
f Die Wiederholung der hier auf der vorigen Seite wohl nicht als Kustode dienenden Passage "da rimediare difficilj" ist zu streichen.
g Im Original sind die Wörter "vndt" und "Oßnabrück" zusammen geschrieben.
h Die Wortbestandteile "zu" und "frieden" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
i Die Wortbestandteile "zu" und "frieden" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
j Die Wortbestandteile "zu" und "frieden" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
k Die Wortbestandteile "zu" und "wider" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
l Dahinter hat Christian II. eine Lücke gelassen, um vermutlich eine Mengenangabe nachzutragen.
m Dahinter hat Christian II. eine Lücke gelassen, um vermutlich den Namen des Boten nachzutragen.
n Im Original verwischt.
o Die Wörter "auß" und "privat" sind im Original zusammengeschrieben.
p Die Wortbestandteile "zu" und "wieder" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
q Satz bricht hier ab.

Kommentar
1 Identifizierung unsicher.
2 4. Rg 25,8-21.
3 Identifizierung unsicher.
4 Personen nicht ermittelt.
5 Gn 6-9.
6 Vermutlich entweder Veneranda Sophia, Anna Christophora oder Regina Cordula Schwartzenberger.
7 Eine der zahlreichen Heilquellen von Hornhausen.
8 Irrtum Christians II.: Das Zitat stammt aus Tac. Agr. 30,3 (ed. Feger 1973, S. 44f.).
9 Vermutlich entweder Veneranda Sophia, Anna Christophora oder Regina Cordula Schwartzenberger.
10 Herdesianus trug keinen Doktortitel.
11 Herdesianus trug keinen Doktortitel.
12 Herdesianus trug keinen Doktortitel.
13 Identifizierung unsicher.
14 Identifizierung unsicher.
15 Irrtum Christians II.: Torstenssons Schwiegervater Johan Pontusson De la Gardie war bereits im Jahr 1642 gestorben.
16 Herdesianus trug keinen Doktortitel.
17 Hier: Mühldamm.
18 Hier: Damm.
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abandonniren
verlassen, zurücklassen
abandonniren
aufgeben
abandonniren
im Stich lassen
abbringen
abmähen, abschneiden, entfernen
abwarten
verrichten
accommodiren
sich anpassen, sich fügen, sich (gütlich) vergleichen
accommodiren
einrichten, ausstatten
accommodiren
zufriedenstellen, versorgen
Accord
Vereinbarung, Vergleich
Accord
Vertrag zur kampflosen Übergabe eines Ortes
admiriren
bewundern
admiriren
(hoch) achten, viel aus etwas machen
Anschlag
Plan, Absicht
anziehen
anführen, erwähnen
Armada
Armee, Heer
Armada
Kriegsflotte
arriviren
ankommen, eintreffen
Attestation
schriftliches Zeugnis
auffangen
gefangen nehmen, (Personen) einfangen
Aufstoßung
Aufhebung, Umstoßung
aufwerfen
(ein Zeichen) aufstellen, sichtbar anbringen
aufwerfen
sich erheben, sich empören, sich entgegenstellen
aufwerfen
jemanden oder sich erheben oder in eine bestimmte Position bringen/erhöhen
aufwerfen
etwas (Erdmaterialien o. ä.) aufhäufen
aufwerfen
ausstoßen, absondern
Ausflucht
Flucht vor etwas, Flucht aus einer gefährlichen Lage
Auslösung
Freihaltung als Gast, Bezahlung der Zeche, Aufkommen für Unterhalt
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
behalben
außer
beobachten
beachten, einhalten
besorgen
befürchten, fürchten
Blödigkeit
Zaghaftigkeit, Furchtsamkeit, Feigheit
Blödigkeit
Schwäche
Breite
Fläche, auf der z. B. Getreide zum Trocknen ausgebreitet ist
Breite
Feld
bresthaft
mit einem körperlichen oder geistigen Mangel behaftet, krank, gebrechlich
Cappellanei
Wohnhaus eines Kaplans
cassiren
jemanden aus einem Amt entlassen, abdanken
cassiren
aufheben
cassiren
abschaffen
Commotion
Erregung
Compliment
höfliches Reden, höfliche Verbeugung, Ehrerbietung
confirmiren
bestätigen
Conscienz
(religiöses) Gewissen, Gewissenhaftigkeit
Consideration
Überlegung, (eingehende) Betrachtung, reifliche Erwägung
Consideration
Wichtigkeit
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
contribuiren
außerordentliche Steuern oder andere Zwangsabgaben entrichten
contribuiren
beitragen, beisteuern, einen Anteil leisten
contribuiren
bezahlen
Convoy
Begleitung, Begleitschutz
Curiation
Behandlung, Pflege
deprehendiren
erfassen, wahrnehmen, entdecken, erkennen
desideriren
verlangen, ersehnen, wünschen, begehren
desideriren
beanstanden, Wünschenswertes vermissen
dick
dicht
Difficultet
Schwierigkeit
difficultiren
erschweren
difficultiren
ablehnen, kritisieren
difficultiren
sich widersetzen
Diffidenz
Misstrauen
Dimission
Entlassung, Beurlaubung, Verabschiedung
dimittiren
entlassen, (förmlich) verabschieden, beurlauben, entsenden
disgraciiren
in Ungnade bringen
disgustiren
verärgern, vor den Kopf stoßen
disputirlich
anfechtbar, zweifelhaft, infrage gestellt
dissuadiren
abraten, ausreden
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
Eimer
Hohlmaß für Flüssigkeiten
ein
ungefähr
einig
einzig
Einspänniger
Kriegsknecht mit Pferd, fürstlicher Bediensteter, Stadtknecht; berittener Bote, Geleit- und Meldereiter
Einspänniger
Eigentümer eines kleineren bäuerlichen Besitzes, der meist nur Handdienste leistet
erlauben
entlassen
erlauben
Urlaub gewähren
erlegen
etwas entrichten, begleichen, bezahlen
excusiren
entschuldigen
exequiren
(einen Befehl, eine gerichtliche Anordnung) vollziehen, vollstrecken, mit Gewalt durchsetzen
exequiren
militärischen Zwang anwenden (zur Schuldeneintreibung, zum Erpressen von Geld- oder Naturalleistungen)
exequiren
strafen, (feindlich) verfolgen
exequiren
bestrafen, hinrichten
exerciren
(aus)üben
exponiren
deklamieren, (mit dem Ziel der Belehrung) vortragen
exponiren
einen Text auslegen, interpretieren, übersetzen
facilitiren
befördern, erleichtern
Fähnlein
kleinste Gliederungseinheit der Infanterie (Kompanie)
Fleischscharren
Fleischbank (Verkaufsstätte für Fleisch)
Fußvolk
sämtliche Soldaten zu Fuß (Infanterie) innerhalb eines Heeres
Gebrechen
Mangel, Fehler, Missstand
genung
genug
genungsam
genügend, hinreichend
Gerechtigkeit
obrigkeitliche Rechte, Jurisdiktion
Gerechtigkeit
Rechte verschiedener Gemeinschaften
Gesicht
Sehkraft, Sehvermögen
Gesicht
Anblick, Erscheinung, Trugbild, Vision
Gesicht
eingekerbtes Metallstück am Gewehr, wodurch man beim Zielen das Korn sieht
Gesicht
Blickfeld, Sicht
guberniren
verwalten, regieren
guberniren
sich verhalten
Haufen
Raummaß für Feldfrüchte oder Holz
Hauptstreich
großer, bedeutsamer militärischer Schlag
Heerpauke
Kesselpauke
herschießen
als Darlehen hergeben, vorschießen
Hoffurier
Person, die Quartiere für die Angehörigen und Gäste eines Hofes besorgt
inquiriren
ermitteln, prüfen, untersuchen
Interessent
Beteiligter, Teilhaber
Interposition
Vermittlung
irrumpiren
einfallen, einbrechen
Knopf
Turmkugel (oft vergoldete Metallkapsel auf der Spitze eines Turmes)
Knopf
kleiner rundlicher Körper am Ende eines Gegenstandes (z. B. eines Degens, Sattels oder Stockes)
körperlicher Eid
persönlich geleisteter Eid
Kriegsinteressent
Kriegsbeteiligter
lösen
(eine Feuerwaffe) losgehen lassen
Losament
Unterkunft, Wohnraum
Magistrat
obrigkeitliches Amt
manteniren
(sich) behaupten
manteniren
in Stand und Ordnung halten
marchandiren
handeln
Mauser
Dieb
minuiren
vermindern, verringern
Moderation
Minderung, (mäßigende) Abänderung
Moderation
Mäßigung, Zurückhaltung
nähermals
neulich, kürzlich, vor kurzem, jüngst
Observanz
Befolgung
Observanz
durch Übung (oder Ausübung mit Billigung der zur Rechtsetzung befugten Personen) zum Recht gewordenes Herkommen
Observanz
herkömmliche Gewohnheit
observiren
einhalten, beachten
operiren
wirken
Opinion
Meinung
ordiniren
verordnen, befehlen, festlegen
ordiniren
regeln, einrichten
ordiniren
jemanden bestimmen, beauftragen, einsetzen
ordiniren
in einem liturgischen Akt eine kirchliche Weihe (meist Priesterweihe) erteilen (in der katholischen Kirche), in ein geistliches Amt einsetzen (in der evangelischen Kirche)
Partie
Streifkorps (kleinere Truppenabteilung, die meist auf Kundschaft oder zum Einbringen von Geld, Lebensmitteln und Furage entsandt wurde)
Partie
Kriegspartei (reguläre Truppenabteilung)
Partie
(sich gegenüberstehende) Seite, Partei
Partie
eine gewisse Anzahl oder eine Gruppe von Dingen oder Personen gleicher Art
passiren
gelten lassen
passiren
(die Zeit) verbringen, zubringen
Präcedenzstreit
Rangkonflikt
Präparationspredigt
Predigt zur Vorbereitung auf den Empfang des Abendmahls
prästiren
darreichen, leisten
präteriren
übergehen
preismachen
zur Beute machen, gewaltsam wegnehmen
preismachen
jemandem etwas überlassen
promittiren
versprechen, zusagen
Pronuntiation
Aussprache
Provisionshaus
Vorratsgebäude
Purgation
Anwendung eines Abführmittels zur Reinigung des Darms (als eines der ausleitendenen Verfahren der Humoralpathologie)
Purgierpulver
Abführmittel zur inneren Reinigung des Körpers
Quartiermeister
für die Beschaffung von Verpflegung und Unterkunft zuständiger Stabsoffizier
Raubbiene
Biene, die aus anderen Bienenstöcken Honig raubt
Recepisse
Empfangsschein, Empfangsbestätigung
recreationsweise
zur Erholung/Entspannung
recuperiren
zurückerobern
recuperiren
wiedererwerben, wiedererlangen
Reiger
Reiher
reißen
(einen Hengst) kastrieren
reißen
schmerzen
reißen
zeichnen, skizzieren
Reitschmied
Hufschmied
remedi(i)ren
abhelfen
Remedi(i)rung
Abhilfe
remittiren
zugestehen, bewilligen
remittiren
(an jemanden) verweisen, weiterleiten
remittiren
übersenden
remittiren
nachlassen, vermindern
remittiren
zurücksenden
remittiren
(auf jemanden) verweisen, sich berufen
repoussiren
zurückdrängen, zurücktreiben
restabiliren
wiederherstellen, wieder in den vorigen Stand versetzen
revociren
zurück(be)rufen
revociren
widerrufen
Schiffarmada
Kriegsflotte
Schock
Bund bzw. Haufen (z. B. von Garben, Stroh oder Holz)
Schoß
Abgabe bzw. Steuer, die auf ein Grundstück zu entrichten ist
schwarzlecht
schwärzlich
schwemmen
(Tiere) an die Schwemme führen, baden lassen
Sechziger
Stückmaß
Sechziger
Flächenmaß
spargiren
ausstreuen, ausbreiten
steifen
sich (auf etwas) versteifen, beharren
steifen
(jemanden) bestärken, unterstützen
steifen
sich (auf etwas/jemanden) stützen
Streitkolbe
eine Waffe mit kolbenähnlichem Schlagteil
Streugabel
hölzerne Gabel, womit den Pferden die Streu aufgerüttelt wird
Stück
Geschütz, Kanone
Stück
(einzelner zählbarer) Gegenstand, (einzelne) Sache, (einzelnes) Objekt
Teil
Partei, Seite
Thum(b)kapitel
Domkapitel
Thum(b)turm
Domturm
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
transfretiren
übersetzen
troubliren
stören, verwirren, beunruhigen
übermeistern
durch Überlegenheit gewinnen, überwinden
unpassionirt
unleidenschaftlich, unemotional
Unrat
Hilflosigkeit, Mangel, Not, Schaden, Unordnung
unvermöglich
schwach
vertiren
übertragen, übersetzen
vertiren
wenden, verwandeln
verunwilligen
unwillig auf einander werden
verweisen
vorwerfen, vorhalten, zum Vorwurf machen, tadeln
vilipendiren
verunglimpfen
vindiciren
rächen, bestrafen
vindiciren
beanspruchen, in Anspruch nehmen
Visitation
Besuch
Visitation
Prüfung, Untersuchung
Volk
Truppen
vollziehen
unterschreiben
Wispel
Raum- und Getreidemaß
Wissenschaft
Kenntnis, Wissen
zerfallen
uneins werden, sich entzweien
zerfallen
zerschlagen, zerbrechen
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

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Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Agnes von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Landgräfin Agnes von Hessen-Kassel

geb. 1606
gest. 1650
Anm.: Tochter des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); ab 1623 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1623 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Eiferige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eva Katharina von Anhalt-Dessau

geb. 1613
gest. 1679
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Juliana von Anhalt-Dessau

geb. 1626
gest. 1652
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660).
Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Bernburg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1651-1660 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); ab 1631 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wohltätige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1579
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1600 Aufnahme in die Florentiner Accademia della Crusca ("L'Acceso"); seit 1606 regierender Fürst von Anhalt-Köthen; 1631-1635 schwedischer Statthalter des Erzstifts Magdeburg und des Hochstifts Halberstadt; 1617 Mitbegründer und bis zu seinem Tod erstes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nährende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Johanna von Anhalt-Plötzkau

geb. 1618
gest. 1676
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1660 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wissende").
Fürst Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
Fürst Lebrecht von Anhalt-Köthen

geb. 1622
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sibylla von Anhalt-Plötzkau
Geburtsname: Gräfin Sibylla zu Solms-Laubach

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Tochter des Grafen Johann Georg zu Solms-Laubach (1547-1600); 1618-1653 Ehe mit Fürst August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); ab 1621 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gläubige"); seit 1622 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Diego de Aragón y Tagliavia
Duque Diego de Terranova
Príncipe Diego de Castelvetrano
Marqués Diego de Ávola
Marqués Diego de Favara

geb. ca. 1596
gest. 1663
Anm.: Sohn des Carlos II de Aragón y Tagliavia, ab 1599 Duque de Terranova (gest. 1605); seit 1616 Kämmerer des späteren Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); ab 1624 Duque de Terranova, Príncipe de Castelvetrano und Marqués de Ávola y de Favara sowie Gran almirante y Gran condestable del Reino de Sicilia und Capitán general de la Caballería Ligera de Sicilia; spanischer Botschafter in Wien (1644-1648) und Rom (1653-1657); zudem Consejero de Estado y de Guerra; ab 1651 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Bayern, Haus
Herzöge von Bayern
Kurfürsten von Bayern

Anm.: Seit 1180 reichsfürstliche Dynastie der Wittelsbacher.

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Thomas Benckendorf

gest. vor 1658
Anm.: Sohn des Prof. Martin Benckendorf (1545-1621) in Frankfurt/Oder; 1623 Studium in Frankfurt/Oder; 1627/28 Kammer- und Küchenschreiber, seit 1628 Kammerschreiber und Kammerdiener sowie 1635-1647 Geheimsekretär des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1637-1646 zudem Amtmann von Bernburg; ab 1647 kurbrandenburgischer Gerichtsverwalter in Wittstock (noch 1649); seit 1653 "Kastner" in Cottbus.
Abraham Benedix

Anm.: Sohn des Bernburger Rabbis N. N. Benedix (2); seit 1645 jüdischer Kaufmann in Bernburg.
N. N. Benedix (4)

Anm.: Sohn des Bernburger Rabbis N. N. Benedix (2).
Curt Ernst von Berlepsch

geb. 1588
gest. 1659
Anm.: Sohn des Curt Thilo von Berlepsch (1540-1589); Erbherr auf Großurleben, Thamsbrück und Eichenzell sowie Großengottern; Pfandinhaber des gräflich-stolbergischen Amts Roßla.

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Georg Heinrich von Biedersee

geb. 1623
gest. nach 1655
Anm.: Sohn des Albrecht von Biedersee (gest. 1653); Erbherr auf Amesdorf; seit 1639 Page der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); danach bis 1648 Edelknabe ihres Gemahls Christian II.; später bis 1653 Mitglied der kurbrandenburgischen Leibgarde.
Christian Heinrich von Börstel

geb. 1617
gest. 1661
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); Erbherr auf Güsten und Ilberstedt; 1641-1643 Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) und zugleich Hofmeister für dessen Sohn Johann Georg (1627-1693); 1643-1648 Geheimer Rat und Hofmeister von Fürst Johann Kasimir; 1648 Übersiedlung nach Bernburg; seit 1657 anhaltischer Gesamtrat und Hofmeister des Fürsten Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlängernde"); vgl. Andreas Hesius: Lieblich und schönes Erbtheil der Kinder Gottes [...], Köthen 1661, Bl. Fijr-Givv.

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Georg Friedrich von Börstel

geb. ca. 1627
gest. 1688
Anm.: Sohn des kurbrandenburgischen Rats Ludwig von Börstel (ca. 1585-1631); zunächst kurbrandenburgischer Kammerjunker; ab 1651 Hof- und Kammergerichtsrat; 1654-1665 mehrfach diplomatische Missionen; zudem seit 1673 Amtshauptmann von Beeskow und Storkow; außerdem Appellationsgerichtsrat in Ravensberg; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 435f.

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Heinrich (1) von Börstel

geb. 1581
gest. 1647
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmanns Curt von Börstel (1549-1618); Erbherr auf Güsten, Plötzkau und Ilberstedt; ab 1623 Regierungspräsident sowie Amtshauptmann und Kammerrat in Bernburg; 1639 Rücktritt, danach Tätigkeit als unbestallter fürstlicher Berater; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Eilende").

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N. N. Bornemann

Anm.: Um 1646 schwedischer Major.
Gaston de Bourbon
Duc Gaston d' Anjou
Duc Gaston d' Orléans
Duc Gaston de Chartres
Duc Gaston d' Montpensier
Duc Gaston d' Saint-Fargeau
Duc Gaston de Valois
Duc Gaston d' Alençon

geb. 1608
gest. 1660
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610) und ältester lebender Bruder ("Monsieur") von Ludwig XIII. (1601-1643); 1608-1640 Duc d'Anjou; ab 1626 Duc d'Orléans et de Chartres; seit 1627 Duc de Montpensier et de Saint-Fargeau; 1630-1650 und ab 1652 Duc de Valois; seit 1643 Lieutenant-général du royaume; ab 1646 Duc de Alençon; 1648-1653 wiederholter Parteiwechsel während der Fronde.

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Henriette de Bourbon
Duchesse Henriette d' Orléans
Duchesse Henriette d' Anjou
Duchesse Henriette de Chartres
Duchesse Henriette de Valois
Geburtsname: Prinzessin Henrietta von England, Schottland und Irland

geb. 1644
gest. 1670
Anm.: Tochter des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); seit 1661 Ehe mit Philippe de Bourbon, Duc d'Orléans (1640-1701).

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Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

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Gräfin Beata Johansdotter Brahe af Visingsborg
Gräfin Beata Johansdotter Torstensson af Ortala
Geburtsname: Beata Johansdotter De la Gardie

geb. 1612
gest. 1680
Anm.: Tochter des Johan Pontusson De la Gardie (1582-1642); 1633-1651 erste Ehe mit Graf Lennart Torstensson af Ortala (1603-1651); seit 1653 zweite Ehe mit Graf Per Abrahamsson Brahe af Visingsborg (1602-1680).
Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg
Herzogin Elisabeth Charlotte in Preußen
Geburtsname: Pfalzgräfin Elisabeth Charlotte von Pfalz-Simmern

geb. 1597
gest. 1660
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1616-1640 Ehe mit Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); seit 1650 Witwensitz in Crossen an der Oder.

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Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

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Johann (2) Brandt

geb. 1604
gest. 1672
Anm.: Sohn des Tirschenreuther Kantors Bartholomäus Brandt (gest. 1611); Studium in Erfurt (1623) und Altdorf (nach 1630 Promotion zum Dr. med.); ursprünglich Arzt in Reichenbach/Vogtland (noch 1630); ab 1632 kriegsbedingt in Bernburg, dort baldige Bestallung zum Stadtphysikus; (vor 1637) bis November 1649 Leibarzt des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg und spätestens seit 1647 auch dessen Rat; ab Ostern 1650 Hofarzt des Fürsten Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665) und von dessen verwitweten Mutter Sophia (1599-1654); vgl. Wolfram Kaiser / Arina Völker: Universität und Physikat in der Frühgeschichte des Amtsarztwesens, Halle (Saale) 1980, S. 38.
Herzogin Anna Sophia von Braunschweig-Wolfenbüttel
Geburtsname: Markgräfin Anna Sophia von Brandenburg

geb. 1598
gest. 1659
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg (1572-1619); 1614-1634 Ehe mit Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1591-1634); bereits seit 1628 Residenz auf Schloss Schöningen; nach 1625 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Aufrichtige").

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Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg

geb. 1579
gest. 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1533–1598); ab 1604 Paragiatsherrschaft in Hitzacker; seit 1635 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel (bis 1643 Residenz in Braunschweig wegen kaiserlicher Besetzung der Festung Wolfenbüttel); Büchersammler (Bestand der ursprünglichen Bibliotheca Selenica, später Bibliotheca Augusta zum Zeitpunkt seines Todes 40.000 Bände); ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Befreiende").

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Ludwig Camerarius
Ludwig Kammermeister

geb. 1573
gest. 1651
Anm.: Sohn des Nürnberger Arztes Joachim Camerarius (1534-1598); Studium in Altdorf (1588), Helmstedt (1592), Leipzig (1592) und Basel; 1597 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Basel; 1597 Tätigkeit am Reichskammergericht in Speyer; ab 1598 kurpfälzischer Rat und Beisitzer am Hofgericht; seit 1603 Mitglied des Oberrats; ab 1610 Hofrat; seit 1611 Geheimer Rat; 1619 Leiter der pfälzischen Kriegskanzlei in Prag; 1619/20 böhmischer Geheimer Rat und Vizekanzler von Schlesien; 1623-1626 Leiter der kurpfälzischen Exilregierung im Haag; schwedischer Resident (1626-1629) bzw. Botschafter (1629-1641) bei den Generalstaaten; ab 1628 schwedischer Hofrat; 1641 Abschied und Ernennung zum Geheimen Rat; 1649 Nobilitierung (ohne Introduktion); vgl. Heiko Droste: Im Dienst der Krone. Schwedische Diplomaten im 17. Jahrhundert, Berlin/Münster 2006, S. 384.

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Christoph (3) N. N.

gest. 1646
Anm.: Geboren in Mukrena bei Beesenlaubingen; zuletzt fürstlicher Musketier in Bernburg.
Marcus Tullius Cicero

geb. 106 v. Chr.
gest. 43 v. Chr.
Anm.: Sohn des römischen Ritters Marcus Tullius Cicero; römischer Politiker, Anwalt, Schriftsteller und Philosoph; politische Karriere als Quaestor auf Sizilien (75 v. Chr.), curulischer Ädil (69 v. Chr.), Praetor (66 v. Chr.) und Konsul (63 v. Chr.).

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Adriaen Clant tot Stedum

geb. 1599
gest. 1665
Anm.: Sohn des Eilco Clant (gest. 1614); 1631-1642 Mitglied der "Gedeputerden Staten"; 1643-1651 Vertreter der Ritterschaft der Provinz Groningen bei den Generalstaaten; 1646-1648 Gesandter der Provinz Groningen beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (Ernennung bereits 1643).

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Johann Baptist von Crane

geb. ca. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Küsters Johann Crane aus Gesecke/Westfalen; 1622/23 Lic. jur. utr.; 1626 Rat in der Lehnkammer des Stifts Essen; 1628 kurkölnischer Agent in Wien; ab 1633 Reichshofrat; außerdem kaiserlicher Gesandter u. a. bei den Osnabrücker Friedensverhandlungen (1643-1648), auf dem Nürnberger Exekutionskongress (1649-1651), dem Regensburger Reichstag (1653/54), dem Frankfurter Deputationstag (1655-1657) und als kaiserlicher Konkommissar auf dem Immerwährenden Reichstag zu Regensburg (1663/64); 1652 Nobilitierung.

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König Christian IV. von Dänemark und Norwegen
Herzog Christian IV. von Schleswig-Holstein

geb. 1577
gest. 1648
Anm.: Sohn des Königs Friedrich II. von Dänemark und Norwegen (1534-1588); ab 1588 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein (bis 1593 unter Vormundschaft); seit 1603 Ritter des Hosenbandordens.

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Graf Jakob Pontusson De la Gardie af Läckö

geb. 1583
gest. 1652
Anm.: Sohn des schwedischen Generalfeldherrn Pontus De la Gardie (1520-1585); 1606-1608 in niederländischen Kriegsdiensten; 1609-1617 schwedischer Feldherr in Russland und gegen Polen; ab 1613 Reichsrat; 1619/20 Gouverneur von Estand; seit 1620 Reichsmarschall sowie 1634-1644 Mitglied der Vormundschaftsregierung für Königin Christina von Schweden (1626-1689); 1615 Erhebung in den Grafenstand.

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Johan Pontusson De la Gardie

geb. 1582
gest. 1642
Anm.: Sohn des schwedischen Generalfeldherrn Pontus De la Gardie (1520-1585); ab 1611 Statthalter der Provinz Tuku; seit 1616 Statthalter der Provinz Tavastehus; 1625-1628 Gouverneur von Reval; 1630-1634 Gouverneur von Stockholm und Uppland; ab 1630 Landmarschall; 1631-1638 Mitdirektor des schwedischen Ritterhauses; seit 1633 Reichsrat; ab 1634 Assesor im schwedischen Hofrat.
Eleonora Elisabeth von Ditten
Elisabeth Eleonora von Ditten

gest. 1676
Anm.: Tochter des Jürgen von Ditten (gest. 1629) zu Werle; um 1637/62 Kammerjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); später Konversion zum katholischen Glauben; vgl. Stian Herlofsen Finne-Grønn: Den mecklenburgsk-uradelige Aet v. Ditten, Christiania 1911, S. 7.
Joachim Döring

geb. 1595
gest. 1658
Anm.: Um 1634 Bauherr, dann Ratskämmerer sowie seit 1636 Bürgermeister der Bernburger Talstadt (1636, 1640, 1643, 1645/46, 1649, 1652/53, 1655 und 1658 regierend); vgl. Volker Ebersbach: Geschichte der Stadt Bernburg, Bd. 1, Dessau 1998, S. 237.
Frans van Donia

geb. 1580
gest. 1651
Anm.: Sohn des Kempe van Donia (gest. 1622); vor 1643 Vertreter der Ritterschaft der Provinz Friesland bei den Generalstaaten; 1646-1648 Gesandter der Provinz Friesland beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (Ernennung bereits 1643).

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Philips Doubleth

geb. 1590
gest. 1660
Anm.: Sohn des Generalsteuereinnehmers Philips Janszoon Doubleth (gest. 1612); Herr von Sint Annaland; Jurist; 1619-1642 Sekretär des Magistrats von Den Haag; Rentmeister von Holland; 1629-1653 Generalsteuereinnehmer der Vereinigten Niederlande.
Georg Heinrich von Einsiedel

geb. 1550
gest. 1633
Anm.: Sohn des Heinrich von Einsiedel (1519-1573); zuletzt Erbherr auf Roschwitz; als kursächsischer Rat und Oberhofrichter (bis 1592) Förderer des Kryptocalvinismus; 1602 Verkauf seines meißnischen Gutes Sahlis und Emigration nach Nürnberg; ab 1604 kurpfälzischer Rat in Amberg; 1604-1611 auch Pfleger von Cham; 1614 Übersiedlung nach Anhalt; seit 1614 anhaltisch-bernburgischer Landrat; ca. 1618-1623 Regierungs- und Konsistorialpräsident in Bernburg.

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Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister sowie Rat in Bernburg; seit 1634 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

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Königin Henrietta Maria von England
Königin Henrietta Maria von Irland
Königin Henrietta Maria von Schottland
Geburtsname: Dauphine Henrietta Maria von Frankreich und Navarra

geb. 1609
gest. 1669
Anm.: Tochter des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); 1625-1649 Ehe mit König Karl I. von England (1600-1649); 1644-1660 Exil und seit 1665 Leben in Frankreich.

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König Karl I. von England
König Karl I. von Schottland
König Karl I. von Irland

geb. 1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England) (1566-1625); ab 1625 König von England, Schottland und Irland; 1649 durch das Parlament des Hochverrats angeklagt und hingerichtet; seit 1611 Ritter des Hosenbandordens.

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König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

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Alexander Erskein
Alexander Erskine

geb. 1598
gest. 1656
Anm.: Sohn des schottischen Adligen und Greifswalder Kaufmanns Walter Erskein (1569-1643); ab 1628 in schwedischen Diensten als Hofrat und Agent in Stralsund; 1632-1634 Resident für Thüringen in Erfurt; 1634-1636 Kriegsrat bei der Hauptarmee; seit 1637 pommerscher Assistenzrat; ab 1643 Präsident des pommerschen Appellationsgerichts; 1645/46 Assistenzrat des schwedischen Generalfeldmarschalls Lennart Torstensson (1603-1651) in Leipzig; 1647/48 Vertreter der von der schwedischen Armee erhobenen Entschädigungsansprüche beim Westfälischen Friedenskongress; seit 1648 Kriegsratspräsident und Reichsrat; 1649/50 Unterhändler auf dem Nürnberger Exekutionskongress; Rat in den schwedisch besetzten Herzogtümern Bremen (1650) und Verden (1652); ab 1653 Kriegs- und Etatspräsident der Herzogtümer Bremen und Verden; seit 1655 Kriegspräsident der schwedischen Armee in Polen; 1656 polnischer Kriegsgefangener; 1655 Erhebung in den Freiherrenstand; ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fürsichtige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Bernardino Fernández de Velasco y Tovar
Duque Bernardino de Frías
Marqués Bernardino de Berlanga
Conde Bernardino de Haro

geb. 1609
gest. 1652
Anm.: Sohn des Juan Fernández de Velasco y Tovar, Duque de Frías (gest. 1613); ab 1613 Duque de Frías, Marqués de Berlanga und Conde de Haro sowie (erblicher) Konnetabel des Königreichs Kastilien; 1644-1646 Vizekönig von Aragón; 1646-1648 spanischer Gouverneur des Herzogtums Mailand.

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König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

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Bartholomäus Friedrich

gest. 1664
Anm.: Geboren in der Oberpfalz; Pfarrer in Preußlitz (1636-1642) und Baalberge (seit 1642); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 252.
Barthold van Gent

gest. 1650
Anm.: Sohn des geldrischen Rats Cornelis van Gent (gest. 1614); ab 1614 Mitglied der Ritterschaft von Nijmegen; seit 1625 Rat und Rechenmeister von Gelderland; ab 1640 Amtmann von Bommel, Tieler- und Bommelerwaarden; Deputierter der Ritterschaft der Provinz Gelderland bei den Generalstaaten; 1646-1648 Gesandter der Provinz Gelderland und Sprecher der gesamten niederländischen Delegation beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (Ernennung bereits 1643).

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Johann Philipp Geuder von Heroldsberg
Johann Philipp Rabensteiner

geb. 1597
gest. 1650
Anm.: Sohn des Nürnberger Patriziers und kurpfälzischen Regimentsrats Jakob Geuder von Heroldsberg (1575-1616); zunächst kaiserlicher Leutnant (im Regiment der fränkischen Reichsritterschaft) und Rittmeister; Rat des Kantons Gebürg; Hofmeister und Kanzleidirektor des Grafen Wolfgang Ernst von Löwenstein-Wertheim (1578-1636); zwischen 1631 und 1635 schwedischer Rittmeister und Kriegsrat im Fränkischen Reichskreis, auch Gesandter der fränkischen Reichsritterschaft; 1634/35 Vertreter der Grafen im fränkischen Kreisrat des Heilbronner Bundes; ab 1635 Ritterhauptmann des Reichsritterkantons Gebirg; 1636 Reisehofmeister und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit dem gleichen Jahr auch Rat von diesem und des Markgrafen Christian von Brandenburg-Bayreuth (1581-1655); im Dezember 1636 anlässlich der Krönung Ferdinands III. zum römischen König zum Ritter geschlagen; später Direktor der fränkischen Reichsritterschaft; zuletzt auch Generaldirektor der reichsunmittelbaren Ritterschaftskreise Franken, Schwaben und Rheinstrom; ab 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ergänzende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Giovanni Giustinian(i)

geb. 1600
gest. 1652
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Giulio Giustinian(i); 1629-1631 Capitano (Stadthauptmann) von Vicenza; 1631-1633 Podestà (Amtmann) und Capitano von Treviso; venezianischer Gesandter in Spanien (1634-1638), England (1638-1642), Wien (1642-1648) und Rom (1648-1651).

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Johann Arndt von Goltstein

geb. 1606
gest. 1653
Anm.: Sohn des David von Goltstein; schwedischer Rittmeister (1633), Major (1634), Obrist (1636) und Generalmajor (1644); 1645 schwedischer Korpskommandeur in Niederösterreich.

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Christian Groß(e)

gest. 1654
Anm.: Sohn des Schieloer Bauern Andreas Große (gest. vor 1647); ab 1633 in Diensten des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1638 Lakai von dessen Gemahlin Eleonora Sophia (1603-1675); danach bis 1642 fürstlicher Lakai in Bernburg; seit 1642 Haushalter und Unterkammerdiener sowie um 1643 Kammerdiener und Lakai von Fürst Christian II. (bis 1646); um 1647/50 fürstlicher Bediensteter in Bernburg; um 1651/54 Schneidermeister in Bernburg.
Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Willem van Haersolte

geb. ca. 1596
gest. 1646
Anm.: Sohn des Harmen van Haersolte (gest. 1623); Herr von Elsen; seit 1637 Drost von Bredevoort.
Hans Albrecht von Halck

gest. 1658
Anm.: Mitteldeutscher Adliger; zeitweilig Herr auf Crüchern; 1620 Kriegsdienst unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626), später unter König Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1640-1646 Major und Stadtkommandant von Bernburg; ab 1646 Kammerjunker und seit 1647 Stallmeister der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660); ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlschmeckende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Gräfin Sibylla Christina von Hanau
Gräfin Sibylla Christina von Hanau-Münzenberg
Geburtsname: Fürstin Sibylla Christina von Anhalt-Dessau

geb. 1603
gest. 1686
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1627-1638 erste Ehe mit Graf Philipp Moritz von Hanau-Münzenberg (1605-1638); 1638-1641 Regentin der Grafschaft Hanau-Münzenberg für ihren Sohn Philipp Ludwig III. (1632-1641); 1641-1647 Witwensitz auf Schloss Steinau an der Straße; 1647-1685 zweite Ehe mit Graf Friedrich Kasimir von Hanau (1623-1685).

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Martin Hanckwitz

gest. 1675
Anm.: Geboren in Preußen; später Bürger in Nienburg/Saale; 1640 Interimslehrer und dann bis 1650 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718), ab 1648 auch für deren Bruder Karl Ursinus (1642-1660); um 1651/52 fürstlicher Sekretär in Bernburg; seit 1652 Ratskämmerer in Köthen.

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Peter Heldt

Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Kaspar Heldt; Bürger der Bergstadt; seit 1639 fürstlicher Jäger in Bernburg.
Christian Herdesianus
Christian von Hardesheim

geb. 1606
gest. 1655
Anm.: Sohn des Bernburger Goldschmieds Bartholomäus Hardesheim (gest. 1625); Studium in Frankfurt/Oder (1624) und Wittenberg (1626); ab 1628 Reise in die Niederlande, England und Frankreich; seit 1635 Geheimsekretär sowie nach 1640 Hof- und Justizrat der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660); vgl. Gustav Früh / Hans Goedeke / Hans Jürgen von Wilckens: Die Leichenpredigten des Stadtarchivs Braunschweig, Bd. 3, Hannover 1979, S. 1467f.

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Landgraf Georg II. von Hessen-Darmstadt

geb. 1605
gest. 1661
Anm.: Sohn des Landgrafen Ludwig V. von Hessen-Darmstadt (1577-1626); seit 1626 regierender Landgraf von Hessen-Darmstadt.

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Landgräfin Amalia Elisabeth von Hessen-Kassel
Geburtsname: Gräfin Amalia Elisabeth von Hanau-Münzenberg

geb. 1602
gest. 1651
Anm.: Tochter des Grafen Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg (1576-1612); 1619-1637 Ehe mit Landgraf Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); 1637-1650 Regentin der Landgrafschaft Hessen-Kassel für ihren unmündigen Sohn Wilhelm VI. (1629-1663).

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Hans Horenburg

Anm.: Bruder von Anton Horenburg aus Altenburg; um 1641/48 Bürger der Bernburger Talstadt; 1646 Inhaftierung und Todesurteil wegen Ehebruchs, aber Begnadigung; 1648 Flucht wegen erneuten Ehebruchs und Unzucht mit seiner Nichte.
Graf N. N. von Isenburg (3)

gest. 1646
Anm.: Angehöriger des hessischen Reichsgrafengeschlechts, der im Jahr 1646 auf seinem Schloss durch kaiserliche Soldaten erschossen worden sein soll.
Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

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Jesus Christus
Jesus von Nazareth

Anm.: Biblische Figur.

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Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Franz Klein

Anm.: 1608 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Marburg; 1608-1646 Syndikus der Reichsstadt Goslar.

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Johan de Knuyt

geb. 1587
gest. 1654
Anm.: Sohn des Middelburger Licentmeisters Laurents de Knuyt; Ratsherr und ab 1612 Bürgermeister von Middelburg; seit 1616 Deputierter der Provinz Zeeland bei der Generalitätsrechenkammer in Den Haag; Rat des Statthalters Fürst Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); Vorsitzender der Zeeländer Staaten; Vorsteher der Ritterschaft von Zeeland bei den Generalstaaten; 1646/47 Gesandter der Provinz Zeeland beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (Ernennung bereits 1643).

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König (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand IV.
König Ferdinand IV. von Böhmen
König Ferdinand IV. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand IV. von Österreich

geb. 1633
gest. 1654
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand III. (1608-1657); ab 1646 König von Böhmen; seit 1647 König von Ungarn; ab 1653 römisch-deutscher König; seit 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Graf Hans Christoph von Königsmarck

geb. 1600
gest. 1663
Anm.: Sohn des Konrad von Königsmarck (gest. vor 1621) auf Kötzlin; ab 1616 Page am Woffenbütteler Hof; 1620-1630 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Fähnrich; schwedischer Rittmeister (1631), Major (1633), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1640), Generalleutnant (1645) und Feldmarschallleutnant (1648); seit 1645 Generalgouverneur der Stifter Bremen und Verden; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Grafenstand; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Streitende").

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Johann (Franz) von Koppy

geb. 1603
gest. 1676
Anm.: Sohn des Johann Michael von Koppy; Erbherr auf Saara, Dittersdorf und Schinditz; schwedischer Obristleutnant (um 1641) und Obrist (1646); 1647/48 Kommandant von Eger; 1649 Kommandant der Prager Kleinseite; seit 1658 Hamburgischer Obrist und Kommandant der Stadtgarnison (noch 1663).

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Krosigk, Familie

Anm.: Mitteldeutsches Adelsgeschlecht.

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Volrad (2) von Krosigk

geb. 1612
gest. 1660
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1631-1640 Kriegsdienst u. a. als Kornett unter Herzog Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641), kursächsischer Leutnant (40 Monate), kaiserlicher Capitain-Leutnant (10 Monate), Rittmeister und Obristwachtmeister (um 1638/40); ab 1642 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nötige"); vgl. Georg Lautenschläger: Mors Christianorum nunqvam præmatura [...], Leipzig 1661, fol. L r-Miv v.

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Henri (2) de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri (2) de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri (1) de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

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Graf Johann Maximilian von Lamberg

geb. 1608
gest. 1682
Anm.: Sohn des Georg Sigmund von Lamberg (1565-1632); ab 1631 kaiserlicher Kämmerer; 1637-1649 Reichshofrat; 1644-1649 kaiserlicher Prinzipalgesandter bei den Osnabrücker Friedensverhandlungen; 1653-1660 kaiserlicher Botschafter in Madrid; seit 1657 Geheimer Rat; 1661-1675 Obristkämmerer; ab 1675 Obersthofmeister und Geheimer Konferenzminister; 1641 Erhebung in den Grafenstand; seit 1655 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Graf Axel Gustafsson Lillie

geb. 1603
gest. 1662
Anm.: Sohn des Gustaf Axelsson Lillie (gest. 1605); 1619 Page des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); schwedischer Leutnant (1626), Obrist (1630), Generalmajor (1635), General (1654) und Feldmarschall (1657); ab 1638 Vizegouverneur in Vorpommern und Kommandant von Stralsund; 1641-1648 Vizegouverneur von ganz Pommern; zugleich 1642-1648 Gouverneur des Meißnischen Estats und Oberkommandant von Leipzig; seit 1648 Reichsrat; ab 1651 Kriegsrat; seit 1652 Kammerrat; 1652-1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1655/56 Gouverneur von Halland; ab 1661 Generalgouverneur von Livland; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand; seit 1652 Graf von Lillieborg.

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Gräfin Christina Lillie
Geburtsname: Christina von Mörner

geb. 1610
gest. 1663
Anm.: Tochter des Otto Helmer von Mörner (1569-1612); 1630-1662 Ehe mit Graf Axel Gustafsson Lillie (1603-1662).
Henri (2) de Lorraine
Comte Henri d' Harcourt
Comte Henri de Brionne
Comte Henri d' Armagnac
Comte Henri de Charny
Vicomte Henri de Marsan

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Sohn des Charles I de Lorraine, Duc d'Elbeuf (1556-1605); ab 1605 Comte d'Harcourt und de Brionne; Teilnahme an der Schlacht vom Weißen Berg (1620) und dem letzten Krieg gegen die Hugenotten (1621-1628); seit 1636 französischer General; 1643-1658 Grand écuyer de France; 1645-1647 französischer Vizekönig von Katalonien; ab 1645 Comte d'Armagnac; seit 1646 auch Comte de Charny und Vicomte de Marsan; zudem Sénéchal de Bourgogne; 1649-1659 Gouverneur des Elsass; seit 1659 Gouverneur des Anjou.

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Herzog Karl IV. von Lothringen und Bar

geb. 1604
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); seit 1625 Herzog von Lothringen und Bar; 1634 vorübergehende Abdankung zugunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670); zwischen 1634 und 1641, 1641 und 1661 sowie 1670-1675 durch französische Besetzung seines Herzogtums mehrfach von der Regierung abgehalten; 1654-1659 in spanischer Gefangenschaft.

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Melchior Loyß
Melchior Louis

geb. 1576
gest. 1650
Anm.: Ab 1606 in anhaltisch-bernburgischen Diensten, zunächst als Einnehmer(?) der oberpfälzischen Regierung, spätestens seit 1620 als Pfennig- (bis 1633) und Schatzmeister, ab 1634 als Amtmann von Harzgerode und fürstlicher Obereinnehmer der Harzämter (bis 1637) sowie als Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (bis 1650); 1638/39 Bernburger Stadtvogt; 1639-1646 Hofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
N. N. Lüdloff

Anm.: Um 1646 kaiserlicher Rittmeister.
Daniel Marggraf

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Dröbeler Lehrers Philipp Marggraf (gest. 1645); ab 1637 Studium am Zerbster Gymnasium Illustre; 1643-1663 Pfarrer in Waldau; 1663/64 übergangsweise Schulrektor in Bernburg; seit 1664 Pfarrer an der Bernburger Nikolaikirche; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 347.

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Johan van Mathenesse

geb. 1596
gest. 1653
Anm.: Sohn des Adriaen van Mathenesse (gest. 1621); ab 1626 Mitglied der holländischen Ritterschaft; 1646-1648 Gesandter der Provinzen Holland und Friesland beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (Ernennung bereits 1643).

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Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

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Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

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Herzog Gustav Adolf von Mecklenburg-Güstrow
Administrator Gustav Adolf von Ratzeburg

geb. 1633
gest. 1695
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636) und Neffe Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1636-1648 Administrator des Stifts Ratzeburg; ab 1654 regierender Herzog von Mecklenburg-Güstrow; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefällige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin
Administrator Adolf Friedrich von Schwerin

geb. 1588
gest. 1658
Anm.: Sohn des Herzogs Johann VII. von Mecklenburg (1558-1592); 1592-1610 regierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin (bis 1608 unter Vormundschaft); 1610-1621 gemeinsam mit seinem Bruder Johann Albrecht II. (1590-1636) regierender Herzog von Mecklenburg; 1621-1628 und ab 1631 alleinregierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin (1628-1631 Ersetzung durch Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein, Herzog von Friedland); 1634-1648 Administrator von Schwerin; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Herrliche").

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Herzog Christian Ludwig I. von Mecklenburg-Schwerin

geb. 1623
gest. 1692
Anm.: Sohn des Herzogs Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin (1588-1658); 1654 spanischer Generalwachtmeister; seit 1658 regierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin; 1659-1688 Aufenthalt in Frankreich; 1663 Konversion zum katholischen Glauben.

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Herzogin Christina von Mecklenburg-Schwerin
Äbtissin Christina von Gandersheim

geb. 1639
gest. 1693
Anm.: Tochter des Herzogs Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin (1588-1658); seit 1681 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

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Herzog Friedrich von Mecklenburg-Schwerin

geb. 1638
gest. 1688
Anm.: Sohn des Herzogs Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin (1588-1658); ab 1658 Herr auf Grabow; 1660 kaiserlicher Kommandant in Ungarn; seit 1667 Domherr in Straßburg; 1672 Kommandeur eines kurbrandenburgischen Reiterregimens; 1667 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fügliche").

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Herzog Gustav Rudolf von Mecklenburg-Schwerin

geb. 1632
gest. 1670
Anm.: Sohn des Herzogs Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin (1588-1658); seit 1666 Domherr in Straßburg.

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Herzog Johann Georg von Mecklenburg-Schwerin

geb. 1629
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin (1588-1658); ab 1670 Inhaber der säkularisierten Johanniterkomturei Mirow; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Brechende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Juliana Sibylla von Mecklenburg-Schwerin

geb. 1636
gest. 1701
Anm.: Tochter des Herzogs Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin (1588-1658); seit 1695 Regentin (Domina) des Klosters Rühn.
Herzog Karl von Mecklenburg-Schwerin

geb. 1626
gest. 1670
Anm.: Sohn des Herzogs Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin (1588-1658); seit 1666 Domherr zu Straßburg.

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Herzogin Maria Katharina von Mecklenburg-Schwerin
Geburtsname: Herzogin Maria Katharina von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg

geb. 1616
gest. 1665
Anm.: Tochter des Herzogs Julius Ernst von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1571-1636); 1635-1658 Ehe mit Herzog Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin (1588-1658).

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Herzogin Sophia Agnes von Mecklenburg-Schwerin

geb. 1625
gest. 1694
Anm.: Tochter des Herzogs Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin (1588-1658); seit 1654 Regentin (Domina) des Klosters Rühn.
Claude de Mesmes
Comte Claude d' Avaux

geb. 1595
gest. 1650
Anm.: Sohn des Jean-Jacques de Mesmes (1560-1642); ab 1617 Mitglied im Grand Conseil; seit 1623 Maître des requêtes und Conseiller d'État; französischer Gesandter in Venedig (1627-1632) und Rom (1632-1634); 1634-1637 diplomatische Missionen in Dänemark, Polen und Schweden; 1637-1642 außerordentlicher Gesandter bei den Hansestädten (Hamburg); 1644-1648 französischer Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; ab 1649 Surintendant des finances; seit 1638 Comte d'Avaux.

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Joachim Metzsch
Joachim Mötzsch

gest. 1657
Anm.: Geboren in Amberg; spätestens seit 1642 fürstlicher Einspänniger in Bernburg.
Martin Milag(ius)

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Schreibers Jakob Milag (1561-1637) aus Triestewitz bei Torgau; 1619-1622 Rechtsstudium in Frankfurt/Oder; 1622 Lic. jur.; 1623-1626 Advokat in Zerbst; 1626-1632 Amtmann von Bernburg; ab 1631 auch anhaltisch-bernburgischer Rat; 1632-1634 Rat im Hochstift Halberstadt unter dem schwedischen Statthalter Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dessen und Fürst Augusts von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) Rat; seit 1635 anhaltischer Gesamtrat; daneben anhaltisch-zerbstischer (1637-1645) und anhaltisch-dessauischer Kanzler (ab 1654); zudem anhaltischer Gesandter auf dem Frankfurter Konvent (1634), auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück (1645-1648) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mindernde").

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N. N. von Minckwitz

Anm.: Um 1646 schwedischer Obrist.
Gaspard Corneille de Mortaigne
Gaspard Corneille de Pottelles

geb. 1609
gest. 1647
Anm.: Sohn des flämischen Adligen Jean de Martaigne; Page des Landgrafen Philipp von Hessen-Kassel (1604-1626); danach in niederländischen Kriegsdiensten, zuletzt als Leutnant; schwedischer Kapitän (1629), Obrist (spätestens 1636), Generalmajor (1641), Generalleutnant und General der Infanterie; um 1646/47 hessisch-kasselischer Generalleutant; seit 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gewidmete").

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Salomon (2) Muschwitz
Salomon (2) Munschwitz

geb. ca. 1577
gest. 1654
Anm.: Teilnahme am Langen Türkenkrieg; ca. 1618-1620 Fourier des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); 1625 Hoffourir von dessen Sohn Christian II.; um 1642/50 Bürger in Bernburg sowie fürstlicher Pachtinhaber.
Graf bzw. Fürst Johann Ludwig von Nassau-Hadamar

geb. 1590
gest. 1653
Anm.: Sohn des Grafen Johann VI. von Nassau-Dillenburg (1536-1606); 1607-1650 regierender Graf und ab 1650 erster Fürst von Nassau-Hadamar; 1629 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1629 kaiserlicher Kämmerer; ab 1636 Reichshofrat; seit 1643 Geheimer Rat von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1643-1649 kaiserlicher Primargesandter für die Verhandlungen mit Frankreich beim Westfälischen Friedenskongress; ab 1614 Ritter des Hosenbandordens; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erklärende"); ab 1647 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Friedrich Heinrich von Nassau-Dillenburg
Fürst Friedrich Heinrich von Oranien

geb. 1584
gest. 1647
Anm.: Sohn des Fürsten Wilhelm I. von Oranien (1533-1584); ab 1625 Fürst von Oranien und Statthalter der Vereinigten Niederlande; seit 1627 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Gräfin Christina von Nassau-Siegen-Hilchenbach
Geburtsname: Gräfin Christina von Erbach

geb. 1596
gest. 1646
Anm.: Tochter des Grafen Georg III. von Erbach (1548-1605); 1619-1642 Ehe mit Graf Wilhelm von Nassau-Siegen-Hilchenbach (1592-1642).
Graf Wilhelm von Nassau-Siegen-Hilchenbach

geb. 1592
gest. 1642
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Nassau-Siegen (1561-1623); niederländischer Kapitän (1615), Obrist (1622) und Feldmarschall (1633); ab 1623 regierender Graf von Nassau-Siegen in Hilchenbach; Gouverneur von Emmerik (1625/26), Heusden (1626-1637) und Sluis (seit 1637).

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Karl Heinrich von Nostitz

geb. 1613
gest. 1684
Anm.: Sohn des Heinrich von Nostitz (1563-1629); vor 1632 Page bei seinem Vetter Johann von Axt; 1632-1634 Kammerpage des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1634-1636 Musketier, Student der Ritterakademie und Kammerjunker in Orange; 1636-1641 Kammerjunker und seit 1639 zugleich Stallmeister Christians II., den er auf Reisen nach Polen, in die Niederlande, ins Reich und nach Frankreich begleitete; 1641 Rückkehr in die Oberlausitz; ab 1644 Landeskommissar im Kreis Bautzen; seit 1650 auch Hofgerichtsassessor; ab 1672 kursächsischer Kämmerer; seit 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Glatte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Erzherzog Ferdinand Karl von Österreich

geb. 1628
gest. 1662
Anm.: Sohn des Erzherzogs Leopold von Österreich (1586-1632) in Tirol; ab 1632 regierender Landesfürst von Tirol, bis 1646 unter der Regentschaft seiner Mutter Erzherzogin Claudia (1604-1648); seit 1635 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

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Anne-Geneviève d' Orléans
Duchesse Anne-Geneviève de Longueville
Duchesse Anne-Geneviève d' Estouteville
Princesse Anne-Geneviève de Châtelaillon
Comtesse bzw. Princesse Anne-Geneviève de Neuchâtel
Geburtsname: Anne-Geneviève de Bourbon

geb. 1619
gest. 1679
Anm.: Tochter des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1642-1663 Ehe mit Henri II d'Orléans, Duc de Longueville (1595-1663).

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Henri II d' Orléans
Duc Henri II de Longueville
Duc Henri II d' Estouteville
Prince Henri II de Châtelaillon
Comte bzw. Prince Henri I de Neuchâtel

geb. 1595
gest. 1663
Anm.: Sohn des Henri I d'Orléans, Duc de Longueville (1568-1595); ab 1595 Duc de Longueville und d'Estouteville, Prince de Châtellaillon und Comte de Neuchâtel; zunächst Gouverneur der Picardie; 1619/20 und seit 1627 Gouverneur der Normandie; 1636-1643 mehrmals französischer General in Italien; ab 1643 souveräner Prince de Neuchâtel; 1645-1648 französischer Prinzipalgesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; 1648-1653 Beteiligung an der Fronde.

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Anna Margareta Oxenstierna af Södermöre
Geburtsname: Anna Margareta Sture

geb. ca. 1615
gest. 1646
Anm.: Tochter des Grafen Svante Mauritzson Sture af Stegeholm och Västervik (1587-1616); seit 1636 Ehe mit Johan Axelsson Oxenstierna af Södermöre (1611-1657).

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Graf Axel Gustafsson Oxenstierna af Södermöre

geb. 1583
gest. 1654
Anm.: Sohn des schwedischen Reichsrats Gustaf Gabrielsson Oxenstierna (1551-1597); ab 1604 königlicher Kammerjunker; seit 1609 Reichsrat; ab 1612 schwedischer Reichskanzler; 1632/34-1644 Mitglied der Vormundschaftsregierung für Königin Christina von Schweden (1626-1689); 1645 Erhebung in den Grafenstand; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gewünschte").

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Graf Johan Axelsson Oxenstierna af Södermöre

geb. 1611
gest. 1657
Anm.: Sohn des schwedischen Reichskanzlers Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654); ab 1632 schwedischer Obrist und mehrere diplomatische Missionen für seinen Vater; seit 1639 Reichsrat; 1643-1649 Prinzipalgesandter Schwedens auf dem Westfälischen Friedenskongress; 1650-1652 Generalgouverneur in Schwedisch-Pommern; ab 1654 Reichsmarschall und Graf af Södermöre.

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Panacea (Panakeia)

Anm.: Alles heilende Göttin der griechischen Mythologie.
Adriaen Pauw

geb. 1585
gest. 1653
Anm.: Sohn des Amsterdamer Bürgermeisters Reynier Pauw (1564-1635); Herr von Heemstede, Hoogersmilde, Bennebroek und Nieuwerkerk; Kaufmann in Amsterdam; 1611-1637 Pensionaris der Stadt Amsterdam; ab 1618 wiederholt in diplomatischen Diensten; seit 1627 Rat und Rechenmeister der Provinzen Holland und Westfriesland; 1631-1636 Ratspensionär (Regierungschef) der Provinz Holland; 1646-1648 Gesandter der Provinz Holland beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (Ernennung bereits 1643); 1648-1652 präsidierender Rat und Rechenmeister der Domänen von Holland und Westfriesland; 1651-1653 erneut Ratspensionär; 1649 und 1652 niederländischer Gesandter in London.

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Georg Petz d. J.

geb. 1611
gest. 1662
Anm.: Sohn von Georg Petz d. Ä. (gest. 1660); seit 1638 Einspänniger des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1649); spätestens 1643 auch Hoffurier (noch 1656); um 1652 Kämmerer der Bernburger Bergstadt; um 1658/62 Bürgermeister.
Pfalzgraf Philipp Friedrich von Pfalz-Simmern

geb. 1627
gest. 1650
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Erziehung in Den Haag und am französischen Hof; danach niederländischer Rittmeister; 1646 Flucht aus den Vereinigten Niederlanden nach der Tötung des französischen Emigranten Jacques de L'Epinay im Duell; zuletzt lothringischer Obrist.

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Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb. 1619
gest. 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647/48 französischer Maréchal de camp; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistischen Flotte, die 1651 zur Freibeuterei überging; 1653-1655 Master of the Horse; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee und des Admirality Committee; ab 1668 Lord High Admiral; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

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Pfalz, Haus
Kurfürsten von der Pfalz
Pfalzgrafen bei Rhein

Anm.: Rheinpfälzischer Zweig der reichsfürstlichen Wittelsbacher-Dynastie.

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Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

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Kaspar (1) Pfau

geb. 1596
gest. 1658
Anm.: Sohn des Kaspar Pfau (gest. 1604); nach 1622 Bediensteter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 Amtmann von Großalsleben (noch 1638); seit 1630 anhaltischer Gesamtrat; um 1632 Amtmann zu Gernrode und Großalsleben sowie fürstlich-anhaltischer Kriegskommissar; ab 1638 auch Landrentmeister, zugleich Amtmann von Gernrode; um 1640 Obereinnehmer; um 1641/42 Landrechnungsrat; seit 1645 Hofrat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anhaltende").

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Königin Louise Maria von Polen
Großfürstin Louise Maria von Litauen
Geburtsname: Maria Luisa Gonzaga di Nevers

geb. 1611
gest. 1667
Anm.: Tochter des Carlo I Gonzaga, Duc de Nevers et Rethel (1580-1637); 1645-1648 erste Ehe mit König Wladislaw IV. von Polen (1595-1648); seit 1649 zweite Ehe mit König Johann II. Kasimir von Polen (1609-1672).

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Rodrigo Ponce de León y Álvarez de Toledo
Duque Rodrigo de Arcos
Marqués Rodrigo de Zahara
Conde Rodrigo de Bailén
Conde Rodrigo de Casares

geb. 1602
gest. 1658
Anm.: Sohn des Luis Ponce de León y Zúñiga, Marqués de Zahara (1573-1605); ab 1605 Marqués de Zahara (bis 1632); seit 1625 Conde de Bailén; ab 1630 Duque de Arcos und Conde de Casares; spanischer Vizekönig von Valencia (1642-1645) und Neapel (1646-1648).

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König Johann IV. von Portugal
Duque João II de Bragança

geb. 1604
gest. 1656
Anm.: Sohn des Duque Teodósio II de Bragança (1568-1630); ab 1630 Duque de Bragança; seit 1640 König von Portugal.

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Graf Johann Christoph von Puchheim

geb. 1605
gest. 1657
Anm.: Sohn des Johann Christoph von Puchheim (1578-1619); kaiserlicher Obrist (1635), Generalfeldwachtmeister (1638), Feldmarschallleutnant (1644) und Feldmarschall (1648); ab 1632 kaiserlicher Kämmerer; 1639-1642 schwedischer Kriegsgefangener; seit 1643 Hofkriegsrat; ab 1649 Vizepräsident des Hofkriegsrats; seit 1653 Geheimer Rat; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Zerbrechende"); 1657 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Georg II. Rákóczi
II. Rákóczi György
Fürst Georg II. von Siebenbürgen

geb. 1621
gest. 1660
Anm.: Sohn des Georg I. Rákóczi, Fürst von Siebenbürgen (1593-1648); ab 1642 (Mit-)Fürst und seit 1648 allein regierender Fürst von Siebenbürgen.

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Godart van Reede

geb. 1588
gest. 1648
Anm.: Sohn des Gerard van Reede (gest. 1612); 1600-1618 Domherr in Utrecht; ab 1618 Mitglied der Ritterschaft der Provinz Utrecht; Vertreter Utrechts bei den Generalstaaten; seit 1644 Statthalter der Lehen der Provinz Utrecht und der Abtei St. Paulus; 1646-1648 Gesandter der Provinz Utrecht beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (Ernennung bereits 1643).

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Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Helena von Rindtorf
Geburtsname: Helena Bohusch von Ottoschütz
Helena Bohuš z Otěšic

Anm.: Tochter des böhmischen Adligen Bohuslaus Bohusch von Ottoschütz; 1628 Emigration nach Annaberg in Sachsen; spätestens 1643 Hofjungfer in Bernburg; danach bis 1649 Kammer- bzw. Hofjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675) bzw. der fürstlichen Fräulein; seit 1649 Ehe mit Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Willem Ripperda

geb. ca. 1600
gest. 1669
Anm.: Sohn des Unico Ripperda (gest. 1625); Herr von Hengelo, Boekelo, Boxbergen und Rijsenburg; zunächst in niederländischen Kriegsdiensten, u. a. als Rittmeister (1623); ab 1631 Mitglied der Ritterschaft der Provinz Overijssel; 1633-1663 Vertreter der Ritterschaft Overijssels bei den Generalstaaten; 1646-1648 Gesandter der Provinz Overijssel beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (Ernennung bereits 1644).

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Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha-Altenburg
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha
Herzog Ernst von Sachsen-Weimar

geb. 1601
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Herzog von Sachsen-Weimar; 1631-1636 schwedischer Obrist; 1633/34 Statthalter des Herzogtums Franken für seinen jüngeren Bruder Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Gotha; seit 1672 ebenso regierender Herzog von Sachsen-Altenburg; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittersüße").

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Herzog Friedrich I. von Sachsen-Gotha-Altenburg
Herzog Friedrich I. von Sachsen-Gotha

geb. 1646
gest. 1691
Anm.: Sohn des Herzogs Ernst I. von Sachsen-Gotha-Altenburg (1601-1675); 1672-1675 väterlicher Statthalter im Herzogtum Sachsen-Altenburg; 1674/75 Mitregent des Herzogtums Sachsen-Gotha; seit 1675 regierender Herzog von Sachsen-Gotha-Altenburg.

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Herzogin Anna Maria Dorothea von Sachsen-Weißenfels
Geburtsname: Herzogin Anna Maria Dorothea von Mecklenburg-Schwerin

geb. 1627
gest. 1669
Anm.: Tochter des Herzogs Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin (1588-1658); seit 1647 Ehe mit Herzog August von Sachsen(-Weißenfels), Administrator des Erzstifts Magdeburg (1614-1680).

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Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

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Tommaso Francesco di Savoia-Carignano
Principe Tommaso Francesco di Carignano
Comte Thomas-François de Soissons
Comte Thomas-François de Dreux

geb. 1596
gest. 1656
Anm.: Sohn des Duca Carlo Emanuele I di Savoia (1562-1630); ab 1620 Principe di Carignano; spätenstens seit 1634 spanischer General; ab 1641 de iure uxoris Comte de Soissons et de Dreux; seit 1642 Generalissimus der Armeen Frankreichs und Savoyens in Italien; ab 1654 Grand maître de France.

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Herzogin Louise von Schlesien-Brieg-Liegnitz-Ohlau-Wohlau
Herzogin Louise von Schlesien-Ohlau-Wohlau
Herzogin Louise von Schlesien-Brieg
Geburtsname: Fürstin Louise von Anhalt-Dessau

geb. 1631
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); 1648-1672 Ehe mit Herzog Christian von Schlesien-Brieg-Liegnitz-Wohlau (1618-1672).

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Herzog Joachim Ernst von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön

geb. 1595
gest. 1671
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1622 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön; seit 1625 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sichere").

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Graf Waldemar Christian von Schleswig-Holstein

geb. 1622
gest. 1656
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); kaiserlicher Obrist (1647-1650) und Feldmarschallleutnant (1649); ab 1649 kaiserlicher Kämmerer und Reichshofrat; seit 1655 schwedischer Obrist.

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Heinrich Schmidt

gest. 1668
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); um 1643 Kirchvater an St. Aegidien zu Bernburg; seit 1644 Bürgermeister der Bernburger Bergstadt.
Martin Schmidt

gest. 1657(?)
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); fürstlicher Amtmann und Amtsschreiber in Harzgerode (spätestens 1631-1632); anschließend Amtmann von Bernburg (1632-1637) bzw. Ballenstedt-Hoym (1637-1657).
Balthasar von Schrattenbach

Anm.: Steirischer Adliger; vor 1629 Emigration aus der Steiermark; in den 1640er Jahren Exulant in Bremen; 1642 Interimshofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); um 1653/54 in Hannover; möglicherweise seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Versichernde").

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N. N. Schultze

Anm.: Um 1646 Bürger in Bernburg.
Anna Christophora Schwartzenberger

geb. 1611
gest. 1687
Anm.: Tochter des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); zuletzt Gouvernantin auf dem fürstlich-anhaltischen Schloss Kleutsch.
Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
Regina Cordula Schwartzenberger

geb. nach 1611
gest. vor 1685
Anm.: Tochter des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); blieb vermutlich unverheiratet.
Veneranda Sophia Schwartzenberger

geb. vor 1611
gest. nach 1685
Anm.: Tochter des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630).
Gräfin Clara von Schwarzburg-Frankenhausen
Geburtsname: Herzogin Clara von Braunschweig-Lüneburg

geb. 1571
gest. 1658
Anm.: Tochter des Herzogs Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (1535-1592); 1593-1598 Ehe mit Graf Wilhelm von Schwarzburg-Frankenhausen (1534-1598); danach Witwensitz auf Schloss Heringen bei Nordhausen; seit 1624 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wahrhaftige").

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Gräfin Anna Sophia von Schwarzburg-Rudolstadt
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt

geb. 1584
gest. 1652
Anm.: Tochter des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586); 1613-1630 Ehe mit Graf Karl Günther von Schwarzburg-Rudolstadt (1576-1630); anschließend Witwensitz in Kranichfeld; seit 1619 Gründungsmitglied und Oberhaupt der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Getreue").

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Schwarzburg, Familie
Grafen von Schwarzburg

Anm.: Thüringisches Reichsgrafengeschlecht.

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Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

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Königin Maria Eleonora von Schweden
Geburtsname: Markgräfin Maria Eleonora von Brandenburg

geb. 1599
gest. 1655
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg (1572-1619); 1620-1632 Ehe mit König Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1640 Flucht aus Schweden.

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Simon Heinrich von Schweichhausen
Simon Heinrich von Schwechhausen

geb. ca. 1614
Anm.: Sohn des Bremer Patriziers N. N. Schweichhausen (1); zeitweise Kriegsdienst in England als Fähnrich, Leutnant, Capitän-Leutnant und Rittmeister; 1646-1649 Hofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718) sowie zugleich anhaltisch-bernburgischer Rat; ab 1649 sächsisch-weimarischer Hof- und Kammerjunker (spätestens 1651) sowie Obristleutnant (1651-1655); 1654/55 zudem Hofmeister der Herzöge Bernhard (1638-1678) und Friedrich von Sachsen-Weimar (1640-1656); 1653 Nobilitierung; seit 1651 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Eigentliche").
Christoph Seese

gest. 1677
Anm.: Geboren in Zerbst; um 1644 Stadtleutnant und seit 1646 Bürgermeister der Bernburger Talstadt (1646-1649, 1651, 1654, 1657, 1660, 1662, 1668 und 1671 regierend); vgl. Volker Ebersbach: Geschichte der Stadt Bernburg, Bd. 1, Dessau 1998, S. 237.
Abel Servien
Marquis Abel de Sablé
Marquis Abel de Boisdauphin
Comte Abel de La Roche des Aubiers

geb. 1593
gest. 1659
Anm.: Sohn des Antoine Servien, Seigneur de Biviers (gest. 1621); 1616-1624 Procureur général beim Parlament von Grenoble; ab 1618 Conseiller d’État; seit 1624 Maître des requêtes de l'hôtel du roi; 1628/29 Intendant de la généralité de Bordeaux; 1630/31 Präsident des Parlaments von Bordeaux; 1630-1636 Secrétaire d’État de la Guerre; französischer Gesandter beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (1644-1646 und 1647-1649) und in Den Haag (1646/47); ab 1648 Ministre d’État; seit 1653 Surintendant des Finances; ab 1656 Marquis de Boisdauphin et de Sablé.

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Christian Sipling

geb. 1600/01
gest. 1658
Anm.: Spätestens 1641 Bürger und Gastwirt "Zum Goldenen Adler" in der Bernburger Altstadt.
Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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Friedrich Spanheim d. Ä.

geb. 1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Amberger Pädagogium-Rektors Wigand Spanheim (gest. 1620); Studium in Heidelberg (1614-1619) und Genf (1619/20); 1621-1623 Privatlehrer bei Jean de Bonne, Baron de Vitrolles; Professor für Philosophie (1626-1631) und Theologie (1631-1642) sowie 1633-1637 auch Rektor der Akademie in Genf; 1642 Promotion zum Dr. theol. an der Universität Basel; seit 1642 Professor für Theologie in Leiden.

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König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

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Christoph Spiegel

geb. 1596
gest. 1666
Anm.: Sohn des Bernburger Rentmeisters Johann Spiegel; um 1627/36 Ratsbauherr und spätestens seit 1637 Bürgermeister der Bernburger Bergstadt.
Maria Elisabeth von Steffeck von Kolodey
Geburtsname: Maria Elisabeth von Schierstedt

gest. 1690
Anm.: Tochter des Jakob von Schierstedt (gest. 1642) auf Scheuder und Tornau; um 1643/55 vermutlich Bernburger Hofjungfer; seit 1674 Ehe mit Tobias Steffeck von Kolodey (1615-1679).
N. N. Stößer

gest. 1646
Anm.: Zuletzt vermutlich Dr. jur. in Halle (Saale), der zeitweise im Dienst des Fürsten Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667) stand.
Sultan (Osmanisches Reich) Ibrahim

geb. 1615
gest. 1648
Anm.: Sohn von Sultan Ahmed I. (1590-1617); seit 1640 Sultan des Osmanischen Reiches.

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Christoph Syraw

Anm.: Geboren in Poley; um 1637/47 Schneidermeister in Bernburg.
Maria Syraw
Geburtsname: Maria Schmidt

Anm.: Tochter des Bernburger Bürgermeisters Heinrich Schmidt (gest. 1668); seit 1645 Ehe mit dem Bernburger Schneidermeister Christoph Syraw.
Johann (1) Tappe

gest. nach 1659
Anm.: Vermutlich Sohn des Bernburger Amtmanns David Tappe (gest. 1625); um 1644/57 fürstlicher Amts- bzw. Kornschreiber in Bernburg; seit 1649 ebenso Stadtkämmerer der Bernburger Bergstadt (noch 1659); um 1651/53 zugleich Stadtschreiber; um 1656/57 Amtsschreiber.
N. N. von Temeritz

Anm.: Vermutlich Lausitzer oder schlesischer Adliger, der ca. 1642-1645 den jungen Herzog Moritz von Sachsen (1619-1681) auf einer Reise in die Niederlande und nach Dänemark begleitete.
Konrad Theopold

geb. 1600
gest. 1651
Anm.: Sohn des Amesdorfer Pfarrers Johannes Theopold (1563-1626); Schulbesuch am Gymnasium zu Zerbst, Studium in Frankfurt a. d. Oder; 1626-1637 Pfarrer in Natho; 1637-1644 Diakon an St. Bartholomäi in Zerbst (Entlassung als Reformierter); seit 1645 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 445.

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Graf Lennart Torstensson af Ortala

geb. 1603
gest. 1651
Anm.: Sohn des Torsten Lennartsson (1561-1631); ab 1618 Page des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); seit 1624 in schwedischen Kriegsdiensten als Obristleutnant (1628), Obrist (1630), General (1632) und Feldmarschall (1641); ab 1641 auch Reichsrat; 1641-1648 Generalgouverneur von Pommern; seit 1648 Generalgouverneur von Västergötland, Dalsland, Värmland und Halland; 1647 Erhebung in den Grafenstand.

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Graf Maximilian von Trauttmansdorff

geb. 1584
gest. 1650
Anm.: Sohn des Johann Friedrich von Trauttmansdorff (1542-1614); als Jugendlicher Konversion zum katholischen Glauben; Teilnahme am Langen Türkenkrieg; 1609-1618 Reichshofrat; ab 1619 kaiserlicher Kämmerer; spätestens seit 1627 Geheimer Rat; ab 1635 Obersthofmeister von König bzw. Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); wenig später auch Präsident des Geheimen Rates; mehrfach wichtige diplomatische Missionen, u. a. als Unterhändler des Nikolsburger (1622), Prager (1635) und Westfälischen Friedens (1645-1647); 1623 Erhebung in den Grafenstand; seit 1634 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Maarten Harpertszoon Tromp

geb. 1598
gest. 1653
Anm.: Sohn des niederländischen Marineoffiziers Harpert Maertenz van der Wel, ab 1607 van der Tromp (gest. 1610); seit 1607 Schiffsjunge; nach 1612 Werftarbeiter in Rotterdam; Quartiermeister (1617), Steuermann (1618), Leutnant (1622), Kapitän (1624), Fahnenkapitän (1629) sowie Admiral von Holland und Westfriesland (1637) in der niederländischen Marine.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Graf Corfitz Ulfeldt af Sölvesborg

geb. 1606
gest. 1664
Anm.: Sohn des Jakob Ulfeldt (1567-1630), ab 1609 dänischer Reichskanzler; seit 1630 Kammerjunker des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); ab 1636 dänischer Reichsrat; seit 1637 Statthalter von Kopenhagen; 1643-1651 Reichshofmeister; daneben mehrfach diplomatische Missionen, u. a. nach England (1640/42), Regensburg (1641), zu den Friedensverhandlungen mit Schweden (1645) sowie nach Den Haag und Paris (1646); 1651 nach Korruptionsverdacht und Morddrohungen Flucht in die Niederlande und nach Schwedisch-Pommern; danach schwedischer Geheimer Rat (1657-1659), Friedensunterhändler mit Dänemark (1658) und Gouverneur von Schonen (1658/59); 1659 Todesurteil wegen Hochverrat, jedoch Begnadigung; 1660 Rückkehr nach Kopenhagen und Verhaftung (bis 1661); 1663 erneutes Todesurteil (wegen Planung einer Adelsrevolte gegen die dänische Krone) und Flucht; 1641 Erhebung in den Grafenstand; seit 1658 Graf von Sölvesborg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Josias von Veltheim

geb. 1619
gest. 1696
Anm.: Sohn des Burchard von Veltheim (1579-1625); Erbherr auf Ostrau, Harbke und Glentorf; Hofjunker der verwitweten Herzogin Anna Sophia von Braunschweig-Wolfenbüttel (1598-1659) in Schöningen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Isaak Volmar

geb. 1582
gest. 1662
Anm.: Sohn des württembergischen Vogts Abraham Volmar in Streußlingen; 1599 Promotion zum Dr. iur. utr. an der Universität Tübingen; 1606-1613 Professor für Rhetorik und 1613-1615 Advokat in Freiburg im Breisgau; ab 1615 im Dienst und seit 1621 Kanzler der vorderösterreichischen Landesregierung in Ensisheim im Elsaß; 1621 Konversion zum katholischen Glauben; nach 1627 zeitweise im Dienst des ebenfalls konvertierten Grafen Johann Ludwig von Nassau-Hadamar (1590-1653); ab 1630 Reichshofrat; 1632-1642 Präsident der Innsbrucker Hofkammer; 1638 Kommandant die Rheinfestung Breisach; kaiserlicher Gesandter auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Westfälischen Friedensverhandlungen in Münster (1643-1649), auf dem Reichstag in Regensburg (1653/54) und auf dem Deputationstag in Frankfurt/Main (1656); 1649 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Westfälische Geschichte
Gräfin Elisabeth Charlotte von Waldeck-Eisenberg
Fürstin Elisabeth Charlotte von Waldeck
Gräfin Elisabeth Charlotte von Cuylenburg
Geburtsname: Gräfin Elisabeth Charlotte von Nassau-Siegen-Hilchenbach

geb. 1626
gest. 1694
Anm.: Tochter des Grafen Wilhelm von Nassau-Siegen-Hilchenbach (1592-1642); 1643-1692 Ehe mit Graf bzw. Fürst Georg Friedrich von Cuylenburg und Waldeck(-Eisenberg) (1620-1692).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Maria von Wallenrodt
Maria von Goltstein
Geburtsname: Maria von Lehwaldt

geb. 1616
gest. 1676
Anm.: Tochter des Georg von Lehwaldt auf Groß und Klein Ottlau; vor 1645 bis 1653 erste Ehe Johann Arndt von Goltstein (1606-1653); seit 1654 zweite Ehe mit Johann Ernst von Wallenrodt (1615-1697).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Bernd Heinrich von Warnstedt

gest. nach 1650
Anm.: Vermutlich norddeutscher Adliger; Hofjunker des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schuppichte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Dietrich von dem Werder

geb. 1584
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gebhard von dem Werder (1539-1612); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Gerlebogk, Görzig und Ziebigk; Page, Kammerjunker und Stallmeister des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1610 hessisch-kasselischer Rittmeister; danach bis 1622 Geheimer Rat und Oberhofmarschall in Kassel; 1623 anhaltischer Hauptmann; 1631-1635 schwedischer Obrist; ab 1639 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1645 kurbrandenburgischer Obrist, Geheimer Rat und Amtshauptmann von Alt-Gatersleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielgekörnte"); vgl. Gottfried Coler: Der Vom Vater gegebene/ Vom Sohne ausgeführete/ Und vom H. Geiste versiegelte Raht des Heils [...], Köthen 1658, fol. Jiij v - N2 v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Arvid Wittenberg
Arvid Wirtenberg von Debern

geb. 1606
gest. 1657
Anm.: Sohn des Hans Wirtenberg von Debern (gest. 1630); ab 1622 in schwedischen Kriegsdiensten als Kapitän (1629), Obrist (1634), Generalmajor (1640), General der Kavallerie (1645), Reichszeugmeister und General der Artillerie (1650) sowie Feldmarschall (1655); ca. 1634/35 kaiserlicher Kriegsgefangener; seit 1651 Reichsrat; ab 1655 Generalgouverneur von Pommern; seit 1656 polnischer Kriegsgefangener; Erhebung in den Freiherren- (1651) und Grafenstand (1652).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Hans Christoph von Witzscher

geb. 1621
Anm.: Sohn des Hans Christoph (von) Witzscher (gest. 1637) auf Schortewitz; vor 1639 Kammerpage, um 1643 Page und spätestens 1645 bis 1648 Hofjunker der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); dazwischen 1639-1643 Kavalierstour durch Frankreich und die Niederlande; 1648-1650 Hofmeister der Gräfin Maria Euphrosina De la Gardie (1625-1687) in Leipzig; um 1653 Aufenthalt in Straßburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Carl Gustav Wrangel af Salmis
Graf Carl Gustav von Sölvesborg

geb. 1613
gest. 1676
Anm.: Sohn des Hermann Wrangel (1587-1643); ab 1627 in schwedischen Kriegsdiensten als Kornett (1629), Rittmeister (1632), Obristleutnant (1635), Obrist (1636), Generalmajor (1638), Generalzeugmeister (1645) und Feldmarschall (1646); seit 1646 Reichsrat; 1646-1648 Oberbefehlshaber der schwedischen Truppen in Deutschland; 1648-1650 und ab 1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1657-1664 Reichsadmiral; seit 1664 Reichsmarschall; 1651 Erhebung in den Grafenstand (1651-1665 Graf von Salmis, ab 1665 Graf von Sölvesborg); seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Obsiegende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Helena Zaborsky
Helena Zabořsky

Anm.: Vermutlich Tochter des böhmischen Adligen N. N. Zaborsky (gest. 1636); seit 1637 Kammerjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Acqui Terme
weiterführende Informationen
Adriatisches Meer
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Aken
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Algier
weiterführende Informationen
Anhalt, Fürstentum
weiterführende Informationen
Antwerpen
weiterführende Informationen
Arnstadt
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Aschersleben
weiterführende Informationen
Baalberge
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Ballenstedt(-Hoym), Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Barcelona
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Barth
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Bayern, Herzogtum bzw. Kurfürstentum
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Beesen (Beesenlaublingen)
weiterführende Informationen
Berlin
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Bergstadt ("Vorm Berge")
Anm.: Eigenständige Stadt rechts der Saale unterhalb des Bernburger Schlosses, die im Jahr 1825 mit der Talstadt vereinigt wurde.
Bernburg, Talstadt
Anm.: Stadt links der Saale, die aus den ehemals eigenständigen Teilen Altstadt und Neustadt bestand (1825 Zusammenschluss mit der Bernburger Bergstadt).
Böhmen, Königreich
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Brandenburg, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Braunschweig-Wolfenbüttel, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Teilfürstentum des Herzogtums Braunschweig und Lüneburg.
Bredevoort
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Bremen
weiterführende Informationen
Brügge (Bruges)
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Butzbach
weiterführende Informationen
Cattaro (Kotor)
weiterführende Informationen
Dänemark, Königreich
weiterführende Informationen
Dalmatien
weiterführende Informationen
Den Haag ('s-Gravenhage)
weiterführende Informationen
Dessau (Dessau-Roßlau)
weiterführende Informationen
Donau, Fluss
weiterführende Informationen
Dresden
weiterführende Informationen
Dröbel
weiterführende Informationen
Duinkerke (Dunkerque, Dünkirchen)
weiterführende Informationen
Egeln
weiterführende Informationen
Elbe (Labe), Fluss
weiterführende Informationen
Elsass
weiterführende Informationen
England, Königreich
weiterführende Informationen
Europa
weiterführende Informationen
Flandern, Grafschaft
weiterführende Informationen
Franken
weiterführende Informationen
Frankenhausen (Bad Frankenhausen)
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Fuhne, Fluss
weiterführende Informationen
Gelderland, Provinz (Herzogtum Geldern)
weiterführende Informationen
Genua, Republik (Repubblica di Genova)
weiterführende Informationen
Gießen
weiterführende Informationen
Goslar
weiterführende Informationen
Gottschdorf
weiterführende Informationen
Gröna
weiterführende Informationen
Gröningen
weiterführende Informationen
Grönischer Busch
Anm.: Auenwaldgebiet an der Saale bei Gröna.
Halle (Saale)
weiterführende Informationen
Harz
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
weiterführende Informationen
Heringen (Helme)
weiterführende Informationen
Hessen-Darmstadt, Landgrafschaft
weiterführende Informationen
Hessen-Kassel, Landgrafschaft
weiterführende Informationen
Hessen-Marburg, Landgrafschaft
weiterführende Informationen

Anm.: Im Jahr 1604 erloschenes Teilfürstentum der Landgrafschaft Hessen, das nach langjährigem Erbkonflikt zwischen Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt aufgeteilt wurde.
Hessen, Landgrafschaft
weiterführende Informationen
Hohenerxleben
weiterführende Informationen
Hornhausen
weiterführende Informationen
Iglau (Jihlava)
weiterführende Informationen
Innsbruck
weiterführende Informationen
Irland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Italien
weiterführende Informationen
Jerusalem
weiterführende Informationen
Kassel
weiterführende Informationen
Katalonien, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Kelbra
weiterführende Informationen
Kelbra, Amt
Anm.: Kursächsische Verwaltungseinheit im Pfandbesitz der Grafschaft Schwarzburg.
Königsbrück
weiterführende Informationen
Köthen
weiterführende Informationen
Konstantinopel (İstanbul)
weiterführende Informationen
Korneuburg
weiterführende Informationen
Krakau (Kraków)
weiterführende Informationen
Krim, Khanat
weiterführende Informationen
La Rochelle
weiterführende Informationen
Lausitz
weiterführende Informationen

Anm.: Historische, in die Markgrafschaften Nieder- und Oberlausitz geteilte Landschaft.
Leiden
weiterführende Informationen
Leipzig
weiterführende Informationen
Lérida (Lleida)
weiterführende Informationen
Lüttich (Liège)
weiterführende Informationen
Mailand, Herzogtum
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Main, Fluss
weiterführende Informationen
Marburg an der Lahn
weiterführende Informationen
Mardijk, Festung (Fort-Mardyck)
weiterführende Informationen
Meißen, Markgrafschaft
weiterführende Informationen

Anm.: Kernland des (albertinischen) Kurfürstentums Sachsen.
Merbitz
weiterführende Informationen
Minden
weiterführende Informationen
Moskauer Reich (Großrussland)
weiterführende Informationen
Münster
weiterführende Informationen
Mukrena
weiterführende Informationen
Neapel (Napoli)
weiterführende Informationen
Neapel, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
weiterführende Informationen
Nizza Monferrato
weiterführende Informationen
Norwegen, Königreich
weiterführende Informationen
Novigrad (Cittanova)
weiterführende Informationen
Nürnberg
weiterführende Informationen
Oberlausitz, Markgrafschaft
weiterführende Informationen
Orbetello
weiterführende Informationen
Oschersleben
weiterführende Informationen
Osmanisches Reich
weiterführende Informationen
Osnabrück
weiterführende Informationen
Ostrau
weiterführende Informationen
Oxford
weiterführende Informationen
Paris
weiterführende Informationen
Pegau
weiterführende Informationen
Penig
weiterführende Informationen
Pfaffenbusch
Anm.: Auenwaldgebiet an der Saale bei Bernburg.
Pfalz, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Pful
Anm.: Nach der ehemaligen Burgruine Pful benanntes Auenwaldgebiet an der Saale bei Plötzkau.
Piemont
weiterführende Informationen
Plötzkau
weiterführende Informationen
Plötzkau, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt; 1611-1665 unter der Landeshoheit von Anhalt-Bernburg stehendes anhaltisches Teilfürstentum (vgl. Anhalt-Plötzkau, Fürstentum).
Polen, Königreich
weiterführende Informationen
Pommern, Herzogtum
weiterführende Informationen
Porto Santo Stefano
weiterführende Informationen
Prag (Praha)
weiterführende Informationen
Prederitz
Anm.: Spätmittelalterliche Wüstung bei Gröna südlich von Bernburg.
Preßburg (Bratislava)
weiterführende Informationen
Provence
weiterführende Informationen
Ragusa, Republik
weiterführende Informationen
Rudolstadt
weiterführende Informationen
Saale, Fluss
weiterführende Informationen
Salzfurt (Salzfurtkapelle)
weiterführende Informationen
Schellenberg (Donauwörth)
weiterführende Informationen
Schöningen
weiterführende Informationen
Schottland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schwaben
weiterführende Informationen
Schweden, Königreich
weiterführende Informationen
Sebenico (Šibenik)
weiterführende Informationen
Sint-Winoksbergen (Bergues)
weiterführende Informationen
Spanien, Königreich
weiterführende Informationen
Staßfurt
weiterführende Informationen
Stolzenau
weiterführende Informationen
Talamone
weiterführende Informationen
Thüringen
weiterführende Informationen
Thüringer Wald
weiterführende Informationen
Tochheim
weiterführende Informationen
Toskana, Großherzogtum (Florenz, Großherzogtum)
weiterführende Informationen
Ungarn, Königreich
weiterführende Informationen
Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
weiterführende Informationen
Waldau
weiterführende Informationen
Wien
weiterführende Informationen
Zara (Zadar)
weiterführende Informationen
Zepzig
weiterführende Informationen
Zerbst
weiterführende Informationen
Bernburg, Rat der Bergstadt
Bernburg, Rat der Talstadt (Alt- und Neustadt)
Dänemark, Stände
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
weiterführende Informationen
Fränkischer Ritterkreis
weiterführende Informationen
Goslar, Rat der Reichsstadt
Groningen (Stadt und Umland), Provinzialstände
Gymnasium Illustre Zerbst
weiterführende Informationen
Anm.: Im Jahr 1582 gegründete höhere Landesschule für das gesamte Fürstentum Anhalt.
Niederlande, Generalstaaten
weiterführende Informationen
Schottland, Parlament (Parliament of Scotland)
weiterführende Informationen
Der Augsburger Reichsabschied vom 25. September 1555 [Augsburger Religionsfrieden und Exekutionsordnung], in: Kaiser und Reich. Klassische Texte und Dokumente zur Verfassungsgeschichte des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation vom Beginn des 12. Jahrhunderts bis zum Jahre 1806, hg. von Arno Buschmann, München: 1984, S. 215-282. [Nachweis im GVK]
Johann Colerus: Oeconomia Ruralis Et Domestica: Darin[n] das gantz Ampt aller trewer Hauß-Vätter/ Hauß-Mütter/ beständiges und allgemeines Hauß-Buch/ vom Haußhalten/ Wein- Acker- Gärten- Blumen und Feld-Baw/ begrieffen [...]; Sampt beygefügter einer experimentalischer Hauß-Apotecken und kurtzer Wundartzney-Kunst/ wie dann auch eines Calendarii perpetui [...], Mainz: Nikolaus Heil, 1645. [Nachweis im GVK]
Heidelberger Katechismus von 1563, in: Reformierte Bekenntnisschriften, Bd. 2,2, hg. von Wilhelm H. Neuser / Andreas Mühling / Mihály Bucsay, Neukirchen-Vluyn: 2009, S. 167-212. [Nachweis im GVK]
Publius Cornelius Tacitus: Agricola. Lateinisch und deutsch, hg. von Robert Feger, Stuttgart: 1973. [Nachweis im GVK]