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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: Oktober 1646


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XVIIIb, fol. 3r-26r (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. Oktober 1646
Bernburg
  • Lerchenfang
  • Nachrichten
  • Korrespondenz
  • Hasenjagd
02. Oktober 1646
Bernburg
  • Rückkehr des Küchenmeisters Philipp Güder aus Magdeburg
  • Korrespondenz
  • Lerchenfang
  • Administratives und Wirtschaftssachen
03. Oktober 1646
Bernburg
  • Vogelfang
  • Korrespondenz
  • Gespräche mit dem Kanzlei- und Lehenssekretär Paul Ludwig sowie dem Leibarzt Dr. Johann Brandt
  • Spaziergang
  • Hasenjagd
04. Oktober 1646
Bernburg
  • Lerchenfang
  • Anhörung der Vormittagspredigt auf dem Schloss
  • Pfarrer Georg Enderling und Dr. Brandt als Mittagsgäste
  • Abreise von Dr. Brandt und des Hofjunkers Hans Christoph von Witzscher zum schwedischen Reichsmarschall Graf Jakob Pontusson De la Gardie nach Halberstadt
  • Gespräch mit dem früheren Prinzenhofmeister Melchior Loyß
  • Kirchgang am Nachmittag
05. Oktober 1646
Bernburg
  • Lerchen- und Rebhühnerfang
  • Wirtschaftssachen
  • Hasenjagd
  • Schwere Erkrankung der jüngsten Tochter Maria
  • Toter Vogel in der fürstlichen Stube als schlechtes Vorzeichen
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
06. Oktober 1646
Bernburg
  • Vogelfang
  • Korrespondenz
  • Nachrichten
  • Wirtschaftssachen
  • Beratung mit dem Kammerrat Dr. Joachim Mechovius
07. Oktober 1646
Bernburg
  • Finkenfang
  • Anhörung der Predigt
  • Rückkehr des Kammerdieners Jakob Ludwig Schwartzenberger aus Leipzig
  • Administratives
  • Ausritt am Nachmittag
  • Unterwegs Begegnung mit dem kleinwüchsigen Gutsbesitzer Oswald Niclas
  • Kriegsnachrichten
08. Oktober 1646
Bernburg
  • Finken- und Lerchenfang
  • Nachrichten
  • Kontribution
09. Oktober 1646
Bernburg
  • Finken- und Lerchenfang
  • Nachrichten
  • Korrespondenz
  • Administratives und Wirtschaftssachen
10. Oktober 1646
Bernburg
  • Kontribution
  • Hasenjagd
  • Korrespondenz
11. Oktober 1646
Bernburg
  • Lerchenfang
  • Anhörung der Vormittagspredigt auf dem Schloss
  • Diakon und Schulrektor Andreas Hesius, Georg Friedrich von Börstel und Dr. Mechovius als Essensgäste
  • Kirchgang am Nachmittag
12. Oktober 1646
Bernburg
  • Lerchenfang
  • Wirtschaftssachen
  • Durchreise einer Gräfin von Waldeck
  • Korrespondenz
  • Rückkehr des Kopisten Hans Friedrich Eckardt aus Dessau und Zerbst
13. Oktober 1646
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
14. Oktober 1646
Bernburg
  • Vogelfang
  • Korrespondenz
  • Anhörung der Predigt
  • Gespräch mit dem früheren Harzgeröder Amtsschreiber Wolfgang Sutorius
  • Bericht durch den anhaltisch-dessauischen Kammerdiener Georg Rust
  • Schwere Erkrankung der Kammerjungfer Eleonora Elisabeth von Ditten
15. Oktober 1646
Bernburg
  • Vogelfang
  • Durchzug von als "Zigeuner" verkleideten schwedischen Soldaten
  • Gespräch und Mittagessen mit Dr. Brandt
  • Heutiger Viehmarkt
  • Kontribution
  • Hasenjagd
  • Nachrichten
  • Administratives
16. Oktober 1646
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Nachrichten
  • Gestriger Unfall des Schlosstrabanten Georg Petz d. Ä.
17. Oktober 1646
Bernburg
  • Erster Frost
  • Entsendung des Stadtvogts Georg Reichardt nach Köthen sowie von Güder nach Dessau und Zerbst
  • Auftrag zur Tötung eines verletzten Pferdes
  • Wirtschaftssachen
18. Oktober 1646
Bernburg
  • Anhörung zweier Predigten
  • Dr. Mechovius, Dr. Brandt, der Amtsrat Georg Banse und der Diakon Bartholomäus Jonius als Mittagsgäste
  • Genesung des Lakaien Johann Balthasar Oberlender
  • Ende des Jahrmarkts
  • Krankheit von Ditten
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Rückkehr des anhaltisch-köthnischen Geheimen Rats Christian Ernst von Knoch aus Leizpig
19. Oktober 1646
Bernburg
  • Jagd
  • Spaziergang
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
20. Oktober 1646
Bernburg
  • Vogelfang
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Rückkehr von Güder aus Dessau und Zerbst
  • Wirtschaftssachen
  • Besuch durch den Quellendorfer Pfarrer Philipp Beckmann
21. Oktober 1646
Bernburg
  • Kirchgang
  • Administratives
22. Oktober 1646
Bernburg → Ballenstedt
  • Fahrt nach Ballenstedt
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Schwierigkeiten vor und auf der Reise
  • Korrespondenz
23. Oktober 1646
Ballenstedt → Ermsleben → Bernburg
  • Hasenjagd
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Beratungen mit dem Hofmeister Heinrich Friedrich von Einsiedel und dem Ballenstedter Amtmann Martin Schmidt
  • Rückkehr nach Bernburg
  • Freudige Begrüßung durch Gemahlin Eleonora Sophia und die Kinder
24. Oktober 1646
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Nachrichten
  • Dr. Brandt als Mittagsgast
  • Spaziergang bei Regen
25. Oktober 1646
Bernburg
  • Anhörung zweier Predigten
  • Waldauer Pfarrer Daniel Marggraf, Dr. Mechovius und Börstel als Mittagsgäste
  • Korrespondenz
  • Krankenbesuch bei Ditten
26. Oktober 1646
Bernburg
  • Traum
  • Kriegsnachrichten
  • Administratives
  • Abreise von Schwartzenberger nach Leipzig
  • Spaziergang bei schlechtem Wetter
27. Oktober 1646
Bernburg
  • Hasen- und Fuchsjagd
  • Entsendung des Kammermeisters Tobias Steffeck nach Leipzig
  • Beratung mit Dr. Mechovius
  • Wirtschaftssachen
  • Hasenlieferung
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
28. Oktober 1646
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Erfolgreiche Rückkehr von Schwartzenberger aus Zerbst am gestrigen Abend
  • Korrespondenz
  • Entsendung des Amtmannes Thomas Benckendorf nach Leipzig
  • Anhörung der Predigt
  • Administratives und Wirtschaftssachen
29. Oktober 1646
Bernburg
  • Erster Schnee
  • Sorge um die Abgesandten
  • Korrespondenz
  • Wirtschaftssachen
30. Oktober 1646
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Administratives
  • Gespräch und Mittagessen mit Dr. Brandt
31. Oktober 1646
Bernburg
  • Wirtschaftssachen
  • Korrespondenz
  • Erfolgreiche Rückkehr von Steffeck aus Leipzig
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Tod eines fürstlichen Pferdes
  • Austern- und Vogellieferung
|| [[Handschrift: 3r]]

Donnerstag den 1. October 1646.

<2 Schockßo: lerchen vndt 9.>


heütte hat sich wieder ein seltzamer casus al-
hier zu Bernburgk zugetragen. Jn deme die
neẅerkauften vier Rappen, einen wagen
hinauß führen sollen, ist das Sattelpferdt
vor der brügke hinundter gefallen in graben,
mit dem Stalliungen, so darauf geseßen,
weil er zu kurtz gewendet, vndt die Teißel
das pferdt an kopf gestoßen. Wehren die
strenge nicht baldt abgerißen, so wehre das
vnglück noch größer worden. Es ist wunder, daß der
iunge vndt das pferdt, nicht mehr beschädiget
worden. Ergo: semper vigilemus, & oremus!


J'ay escrit en France a Adolf Börstel et son nepheu Friedrich Börstel perge


<3 hasen, Rindtorff. perge>

Freitag den 2. October 1646.


Der küchenmeister Philip Güder, ist von Magdeburg
vnversehrt wiederkommen.


Risposta vom Advocaten Jehna von Zerbst, süperficielle.


Meine kinder haben dem lerchenstreichen zugesehen,
vndt 33 lerchen gefangen, in den klebegarn.


J'ay travaillè en mes Actes, & ay poussè les
affaires de mon mèsnage.


Noch 3 lerchen, mit dem Nachtnetze.

|| [[Handschrift: 3v]]

Samstag den 3. October 1646.

<3 Mandel kleine vögel.>


Der Feldtherr Conte Jacobus de la Garde,
hat mir von halberstadt auß durch Doctor Brandt
meinen leibmedicum wieder geschrieben,
vndt sich bedangkt vor die bewilligte, vndt
gratulirte leibescur, auch alles gutes
promittirt, in Schweden zu negociiren, wegen
gesuchter moderation. etcetera


Paulus ist auch bey Mir gewesen, wegen
bevorstehender zusammenkunft zu Cöhten,
deß landtrechnungTages. perge


Doctor Brandt hat nachmittags selber bey Mir au-
dientz gehabt, vndt viel referiret, von deme, waß
er zu Halberstadt, gehöret, vndt gesehen.


A spasso, die Oeconomica, zu poussiren.


Mein kleiner Carl, hat 2 hasen, von der hatz, in den
Gröhnischen feldern, (dahin er gefahren) einbrachtt.

Sonntag den 4ten: October 1646.

<3 Mandel lerchen, die Nacht gefangen.>


Alhier auf dem Sahl, hat Magister Enderling, ge-
prediget.


Extra zu Mittage, ist der medicus Doctor Brandt
gewesen, vndt Magister Enderling.


Doctor Brandt, vndt Hanß Christof Wischer, seindt
zum Conte de la Garde. Gott wolle Sie begleitten! || [[Handschrift: 4r]]
vndt alle <gutgemeinte> expeditiones, wol gerahten laßen!


Melchior Loyß, mein Elltister Raht, vndt
diener, hat mich besucht, vndt mir seine anliegen,
Noht, vndt desideria entdegket. perge


Nachmittags cum sororibus, in die kirche, vndt predigt,
Ern Bartolomej Fridericj, pfarrers zu Palbergk, welcher
den gantzen 32. Ψαλϻ1 schön außgeleget.

Montag den 5ten: October 1646.

<Ernst Gottlieb von Börstel, hat mit Ernst vogelsteller vndt hanß Dappen, 1 schock vndt 4 lerchen, wie auch 4 Räphüner, mit dem Nachtnetze gefangen. <Auceps, 1 schock kleine vögel[.]>>


Peso 259 Pfund (libra)℔: ein Rindtvieh zum
schlachten vor die hofstadt. perge


Rindtorf 2 hasen gefangen.


Jch habe heute mit Oeconomicis,
zu thun gehabt.


Ma petite fjlle Marie, figlieule de l'Im-
peratrice Marie, est devenüe estrangement malade.
Dieu la vueille remettre, reguerir, & soulager! perge


Ün petit oyseau en mon poile, mort ce mattin,
sans apparence, a donnè mauvais presage. Mais il
ne faut point, s'attacher, aux jmaginations süperstitieuses.
perge


Avis: daß der gute Ritterhaüptmann Geüder, an
dem Tage da er nach heroldtßberg kommen, vndt eben
Tobiaß Steffeck von Kolodey alhier <zu Bernburgk>, mein aufwärter,
vndt Cammermeister hochzeitt gehalten, alles habe in
confusion, durch total außplünderung der Kayserlichen
partien gefunden. Jtem: die Türgken samleten sich in die
7<4>0000 Mann starck vmb Canischa, vndt hetten in die
700 ChristenSeelen, albereit hinweg geführet. perge

|| [[Handschrift: 4v]]


Traßkowitz, ein Reicher Croahtischer herr, ist
vngrischer Palatinus worden, weil die meisten
Stimmen der vngrischen Stände, dahin votiret.
Sol viel sprachen können, vndt gute qualiteten
haben. Jst Kayßerlicher Stadthalter in Croatzien
gewesen, vndt Catohlisch päbstisch, also daß
deß Esther Hasy, stelle numehr ersetzt
worden. Die vngarn sollen einen gewaltigen
pracht, mit pferden, libereyen, vndt großem
comitat, auch andern vnkosten, auf diesem
landTag zu Preßburgk, getrieben haben,
wiewol man sich vor einem Türgkischem Ein-
fall befahret. Gott bewahre die Christenheitt!


Vor Augspurg liegen die Schwedischen
vndter dem Feldtmarschal<c>k Wrangel.
Setzen dem orth, mit canoniren vndt feẅer
einwerffen, heftig zu, wolten es gerne ero-
bern, ehe der anmarchirende Kayßerliche
vndt Chur Bayerische secours, darzu kähme.
Diese haben alle Officirer in arrest nehmen
laßen, welche den Schweden, den festen paß
Rhein v̈bergeben.


General leütnant Königßmargk, hat eine cavalcade || [[Handschrift: 5r]]
in die Jser gethan, aber kein volck von seinem
wiederparth angetroffen. Die Schwedischen capj
haben verbotten, Man solte den bawren vndt
landtleütten, kein vieh, oder gut mehr abnehmen,
wann sie sich stille hielten, vndt kein gewehr
hetten, wovor sie verwarnet worden.


Die pest sol in Steẅermargk einreißen.


General Maior Reichßzeügmeister Wittemberg,
hat 5 Regimenter geschlagen, alß Tran-
dorf, Götzen, vndt noch drey Sächsische,
welche General Maior, hanaw, commandiret.
Sol darauf nach Mähren, vndt Böhmen zu, ohne
resistentz, gegangen sein.


Vmb Zürich, in der Schweitz, continuiret die
pawrenrebellion, vndt es wirdt dargegen, geworben.


Der Frantzösische friede, mit Kayserlicher Mayestät
continujret auch, iedoch also: daß die Schwedischen vndt
heßischen, auch sollen darinnen eingeschloßen sein.


Rabenhaüpt, hat Zonß belägert, Melander,
Kayserlicher General, gehet es zu endtsetzen.


Duynkirchen, wirdt noch von den Frantzosen,
zu lande, vndt von den holländern zu waßer, stringiret.


Des Königes partie in Engellandt, fänget an ihre
cristas wieder zu erigiren, vndt sous main, des Jrr- || [[Handschrift: 5v]]
ländischen stargken endtsatzens, (davor auch den
Schotten bange ist, weil die Jrren die protestanten
geschlagen, vndt numehr den meister spielen, auch
viel armèen richten, vndt auf des Königes
gezwungenen befehl, die waffen, nicht Nieder-
legen wollen) vielleicht zu erwartten.


Lerida in Spannien, ist von dem Conte
de Harcour, noch blocquiret. Die Frantzosen
bringen abermalß eine Mächtige Armada
zusammen, in marj Mediterraneo.


Die Pollnische werbungen, continuiren,
vndt es scheinet, das daß Mißtrawen,
zwischen selbigem Könige, vndt den Ständen,
ie länger, ie größer wirdt.


Auß Schweden, sol eine gewaltige legation
in die Moßkaw, gehen, vndt des Frosts, v̈ber
daß eiß, mit Schlitten, zu kommen, erwartten.


Graf Woldemar, deß Königes in Denne-
margk Sohn, sol beym General Melander,
oder graf Holtzapfeln sein, vndt Kayßerlicher
General Maior werden. Der König in Denne-
margk ist auff dem landtTage, zu Renßburgk.


<Der Landgraf Fritz, hat stadtlich beylager, in Schweden gehalten.>

|| [[Handschrift: 6r]]


Monsieur l'Electeur de Saxen, m'a envoyè le
passaport desirè, sür la riviere de la Sale,
pour la libertè, & franc passage (zoll: vndt
geleittefrey) de: 1200 Stügke bawholtz,
20 schogk Spundebreht, vndt 80: schock latten,
successive hieher anzuflößen, gegen
vorweysung dieses paßes, vndt befehlichs,
an alle Churfürstlichen zoll einnehmere, an der Sahle,
wirdt also allen Gleittsleütten, vndt zollinnha-
bern, intimiret, wann sie diesen paß, vndt
meine vndterschriebene vndt besigelte specification
sehen würden v̈berall, zoll: vndt geleittefrey
paßiren laßen sollten, alß Fürstenguht. etcetera
War datirt zu Dresen[!], den 8ten: September
besigelt, vndt vom Churfürsten Johannß Geör-
ge selbst vndterschrieben. perge Gott gebe, daß
mirs nutzen schaffe. hat 2 ReichsthalerRthlr: Sportuln
in die Renthkammer, gekostet, ohne daß bothenlohn.


Mein kammerdiehner Jacob Ludwig Schwartzenberger,
ist gar krangk, an catharren, heftigem zahnwehe,
vndt geschulsten an augen, vndt stargkem Nasebluten,
auff der rayse nach Leiptzig worden, darüber er so
baldt nicht wiederkommen kan. perge Gott beßere es, mit ihm!

|| [[Handschrift: 6v]]

Dienstag den 6ten: October 1646.

<hänsel copiist cum sociis, 1 schock, vndt 6 lerchen.>

<3 Mandel kleine vögel der auceps.>


Depesche vers Brehmen, avec lettres a mes fils, au
Baron de Schrahtembach, a Monsieur Hotton, au Gouverneur
Schwechhausen, au Precepteur Hangkwitz, & a
Monsieur Spanheim. Dieu la vueille bienheurer!


J'ay aussy eu fort bonne rèsponce, dü
Prince Jean, de Zerbst, luy ayant réscrit.
perge


Avis de Strelitz, que (Dieumercy,) ma seur
Sybille commence ün peu, á se remettre, mais
mon lacquay avec l'argent si necessaire,
n'y est pas encores comparü, dont i'ay ün
grand dèsplaysir, aux grandes necessitèz
de ma dite seur, & ayant eu tant de peine, a
ramasser ces deniers, pour elle. C'est le
petit Kersten, quj est envoyè en Pomeranie, ayant
apprehension, qu'il ne soit assommè, ou pillè en chemin,
car ie ne doute pas, de sa fidelitè, èsprouvèe tant de fois.
Dieu nous face la grace, d'en entendre meilleures nouvelles!


Jch habe die bawsachen, mit ernst vndt eyver, selbst
treiben müßen. Es ist zu erbarmen, daß die leütte so
schläferig, vndt Nachläßig, träge, vndt faul, in meinen
Sachen sein. Sie practiciren das Sprichwortt wol recht: || [[Handschrift: 7r]]
An herrendiensten, arbeittet sich keiner, zu tode.
Es ist aber vnrecht, daß man die Obrigkeit, also vilipendiret.
et cetera


Jch hingegen, befinde mich wol, bey dem Proverbio:
Oculus Dominj; saginat equum2, wiewol es eine
schwehre verdrießliche mühesahme arbeitt ist,
Ein ding selber zehen, zwölf mahl zu befehlen,
vndt doch noch in zweifel zu stehen, obs geschehen seye?
Werde also v̈bel secundiret, vndt muß das
meiste selber <an>treiben, andere beßere vndt höhe-
re gedangken, darbey hindansetzen! Patientia!


Le monde est trop restif; & pervers, en plüsieurs choses. perge
& le desespoir, les rend fort confüs, & obstinèz.
Dieu vueille par sa grace amender telles contra-
rietèz, & en oster la cause & la racine!


Deliberatio, mit dem CammerRaht, Doctor Mechovio, nach dem
er allerley Commißiones expediret gehabt.
perge

Mittwoch den 7ten: October 1646.


<1 Mandel fingken.>


Jn die predigt, mit den Schwestern, am
heüttigen behtTage, in die kirche vorm berge.


Jakob Ludwig Schwartzenberger ist von Leiptzigk wiederkommen.


Jch habe Geörg Glaun, den alten Schützen,
welcher von Zerbst kommen, wegen der grentzge-
rechtigkeitten, im Jagen, vndt schießen, examiniren laßen,
vndt allerley gute Nachrichtt bekommen.

|| [[Handschrift: 7v]]


Nachmittags, bin ich hinauß in die weinberge, ge-
ritten, vndt den schlechten zustandt, mitt angesehen.
Postea in die kellter, in der stadt. Endtlich aufß
provisionhauß, auch daselbst die angegebene be-
schwehrung, in augenschein zu nehmen.


Jm rügkwege, ist ein kleines Männlein, auß
dem gesundtbrunnen kommen, welches nur 5/4
ellen lang, vndt gar gebrechliche beine hatt.
Er kan wo singen, vndt redet heßisch, wie sie zu
Franckfurtt am Mayn, reden, dannenhero er bürtig.
hat eine große fraw, vndt ist in die 9 wochen
lang, zu Hornhausen, gewesen. Seine hände, vndt
finger, seindt gar klein, vndt stumpff. Er ist
schon v̈ber 40 iahr altt, hat stargk haar
vndt bart. Es scheinet daß ihm die hüften
in einander gezogen, vndt nicht außgewachßen
sein. Vielleicht hat sich seine Mutter, alß sie
mit ihm, schwanger gegangen, erschregkt, vndt
also, einen vnvollkommenen, oder vnförmblichen Men-
schen, zur weltt, geboren. Man hat wol vhrsach,
desto mehr, Gott dem Allmächtigen, zu dangken,
vor gesunden leib, vndt gerade gliedmaßen, vndt
mit solchen armen gebrechlichen leütten, gedult zu haben,
vndt Gott vor Sie zu bitten, vndt anzuruffen.

|| [[Handschrift: 8r]]


Die avisen continujren, daß der Türgke in
Vngern sich movire, daß er auch die venezianer,
sehr beängstige, vndt die Christen von<in> Candia von-
einander abgeschnitten, daß keiner den andern,
endtsetzen kan. Gott bewahre, die armen Christen!


Jtem: des General Maior<s> Hanaw, niederlage vndt
gefängnüß, continuiret auch.


So dann, daß Frangkreich, hette 6000 Mann,
den Schweden, zu hülf gesandt, vor Augspurgk,
vndt der friede sol vor nicht geschloßen gehalten
werden, es seye dann, daß Frangkreichs alliirte,
alß Schweden, vndt Heßen, auch satisfaction
erlangen. Augspurgk sol v̈ber sein, weil der
General Feldtmarschalck Wrangel, ihren de-
putirten, eine mine, so fertig <zum Springen> gewesen, gezeiget,
neben 12 wagen, mit steinen beladen, auß Böhlern3,
vndt FeẅerMörseln <hinein> zu schießen<werfen>, welches alles, sie
dermaßen erschreckt, daß Sie des gewaltts,
nicht erwartten wollen.


Jtzt erfahre ich, das das Männlein vorgemel-
det, Oßwaldt Niclas heist, hinder Frangkfurt zu
hause ist, vndt noch drey brüder, deren einer,
der Oberste Niclaß, vndter den Schwedischen ist. || [[Handschrift: 8v]]
Diß Männlein, hat noch schöne gühter, an
vier haüsern, vndt weinbergen, vndt stünde wol,
wann es nicht durch den krieg, so gantz ruinirt
wehre, vndt nichts<auch etwas> erwerben köndte?

Donnerstag den 8ten: October 1646.

<1½ schock, die lerchenstreicher.>

<1 Mandel, vndt 12 fingken der vogelsteller.>


Avis: vom Cantzler Milagio,
mit vielen difficulteten, im Pa-
cifjcationswesen, wegen heftiger replicq, der Catolischen
contra Evangelicos, in puncto gravaminum et cetera[.] Jtem:
daß die Stadischen Legatj, am 13den: September von
Münster, verrayset, vndt sonderlich viererley wol
reommendiret, 1. die maturation deß friedenß-
wergks in Deützschlandt, darumb sie noch etwaß
in armis wieder Spannien, verbleiben wolten, damit
die völcker nicht den Ständen bevorab den Evange-
lischen, v̈bern halß, geführet werden möchten.
Aber in die länge, köndten sie das werck nicht auf-
halten. 2. Einen freündtlichen vergleich, zwischen
den luttrischen, vndt Reformirten, worbey sie sich
in ihren Provintzien wol befünden. 3. Moderation
wegen Pommern, vndt vertraẅliche einigkeit, zu
pflantzen, zwischen Schweden, vndt Chur Brandenburg,
darvon das Evangelische wesen, einen großen fortheil
haben würde. 4. Die beförderung, der Heßen:
Casselischen satisfaction.

|| [[Handschrift: 9r]]


Die Staden wollen sich der bedrengten Evangelischen
in der Stadt Aach, numehr eüßerst annehmen, haben
derentwegen, so wol mit den Kayserlichen plenipotentiarien,
alß mit den Aachischen Gesandten, vielmalß ge-
sprochen, welchen eiver sie nicht würden haben
spühren laßen, wann Sie nicht, durch die Chur:
Sächsische scharfe erinnerung, in puncto gravamj-
num, neẅlichst erhitzet worden wehren.


Doctor Schütze, landtgräflich darmstädischer abgesandter,
ist vnlengst bey den Gallicis Legatis gewesen,
welche, alß Sie ihn mit der hostilitet bedroẅet,
hat er repliciret: Wann schon Frangkreich
sagen würde: Sic Volo, So würde sein gnediger
herr doch antwortten: Nolo, Sie aber ihn darauf
angefahren, vndt gesagt: Er solte seinem herren,
schreiben, wann er nicht abstehen würde, So hette
Frangkreich noch Mittel wieder einen landgraven,
auß einem Nolo, ein Volo, zu machen. Weil nun die
Sveones auch fast auf die arth reden, ist er selber
nach Gießen, zu Landgraf Geörgen, eilendß
verrayset, die endtliche resolution einzuholen,
ob man sich mit heßen Caßel, in gühte vergleichen
will, oder nicht. Frangkreich schickt etzliche Tausendt Mann
der landtgrävin zu hülfe, weil General Melander, heßen
Darmstädt secouriret hat. Dje Neẅburgischen gesandten reden
mascule, vndt seindt passionirt in der Chur Pfältzischen Sache.

|| [[Handschrift: 9v]]


heütte kömbt mir allererst zu, das Axel Lillie,
das<es> getreidichß abliferung, heütte haben soll,
wie kan ichß dann, so geschwinde commandiren.
Zu Deßaw, vndt Cöhten, (von dannen es mir ohnge-
fehr, durch meiner Mußcketirer einen, zukommen)
ists muhtwilliger weyse, hindterhalten worden.


Fürst Augustus, begehret auch, ich solle die Contribu-
tion dreyfach außschreiben, zu den solvendis,
vndt Nebensolvendis. Fürst Johann Casimir, opponirt sich,
damit man die vndterthanen, nicht auf einmal des-
perat mache. Jch falle ihm bey. Mais la force,
& la violence predomine[!], On est menacè d'execü-
tions, puis que nos voysins, sont si dèsraysonnables.
Dieu nous vueille delivrer de ce joug, de servitüde!
car je trouve cest communion (gesamptung)
la plüs grande de nos servitüdes, puis que l'on
nous y fait tousiours, le plüs grand tort dü
monde. Pacience! Je plains les pauvres süjets!
perge

Freitag den 9ten: October 1646.

<½ schock lerchen[,] 1 schock fingken.>


J'ay sceu, qu'avanthier, la nuict, a onze
heures, on a veu icy á Bernbourg, ün arc en ciel
tout blanc avec estonnement, & crainte d'ün
Prodrome de mortalitè, que Dieu vueille benignement || [[Handschrift: 10r]]
divertir. Ce n'a point estè la via lactea cog-
nuë aux Astronomes, ains ün arc comme dit est. perge


J'ay escrit, & depeschè vers Zerbst, et Dessaw, par mon
copiiste. Dieu luy vueille donner bonheur, & seur passage,
car avanthier, les paysans, a l'entour de Dessaw, ont
pillè üne Contesse, la dèspouillant, iusqu'a la chemise.


J'ay prins la peine, de parcourir les Actes, de
plüsieures annèes, afin d'avancer l'œuvre
encommencè. Dieu nous soit en ayde! & propice!
J'ay aussy poussè les affaires de mon Oeconomie.

Samstag den: 10ten: October 1646.


Man hat viel zu thun gehabt, wegen des magazin
getreydigß, nach Leiptzigk. General Major Axel Lillie
endtschuldiget sich, daß er die fuhre nacher Landß-
perg, versprochener maßen, nicht entgegen schicken
könne, ist aber numehr zufriedena, daß innerhalb
drey Monaten, die abliferung, nach Leiptzigk ge-
schehe, oder das gedreydig, vmb geldt, erkauft werde,
damit man die vndterthanen, durch die fuhren,
in dieser sahmzeitt, vnsicherheit, vndt dürftigkeitt,
nicht auf einmahl, zu grundt richte. Der Obrist leutnant
Knoche, hat wol hierinnen cooperiret, wirdt noch
einmal dahin ziehen, dann Axel Lillie, von ihm
versicherung begehrt, welche er ohne vnsern befehl
vndt vorbewust, nicht <zu> præstiren vermag. || [[Handschrift: 10v]]
Erholet sich diesem nach, bescheidts, vndt
thut allerley gute vorschläge darneben,
cerchant[!] nostre bonne grace, & üne espece
de recompence, a quoy i'adviseray!


General Major Axel Lilie, hette auch gern, ein hüpsch
weißes pferdt, wegen seines Nahmens, der
lillien, wie hanß von Bergen, auß Knochens
munde, berichtet, iedoch, hat ers, mit großer
moderation, nur zu erkaüffen, gesucht.


Obrist leutnant Knoche sol hart deützsch, wegen des
Armuhts dieser lande, mit Axel Lillien,
geredet haben, mais les interests de son maistre
luy ont estè tousjours le plüs a coeur!


hanß von Bergen, vndt Paulus Ludwig,
haben sich bey mir, diesen<r> sachen halben,
angemeldet, vndt bescheidts erholet.


Rindtorf hat 3 hasen, ejnbracht.


J'ay receü lettres, dü Baron de Schrah-
tembach, & dü Precepteur Hangkwitz.
Tout va bien encores. perge Dieumercy. et cetera perge


harte wechßelschriften, von Fürst Ludwigen,
bekommen. Se l'jnvidia fosse febbre, tutto'l mondo l'haverebbe.

|| [[Handschrift: 11r]]

Sonntag den 11ten: October 1646.

<39 lerchen, die lerchenstreicher.>


Er Hesius, Rector vndt Diaconus alhier zu Bernburgk,
hat hieroben geprediget, aufm Sahl, vndt eine Doctis-
simam concionem de prædestinatione, gethan.


Postea: habe ich ihn, extra behalten, zur
Mahlzeitt, wie auch, Geörge Friderich, von Börstel,
den CammerRaht, Doctor Mechovius, & alios.


Nachmittag, mit den Schwestern, in die kirche,
da dann, der Angelocrator, pfarrer von Tondorf,
eine zimliche predigt gethan.

Montag den 12ten: October 1646.

<34 lerchen.>


Jn Oeconomicis, wie gemeiniglich, am Montage, alhier
zu Bernburgk, zu thun gehabt.


Eine grävin von Waldegk, ist alhier durchpaßiret.


Obrist leutnant Knoche, hat mir wieder geschrieben, sich erklärende,
daß er heütte in vndterthenigkeit, wieder nach Leiptzigk
vndt daselbst, vnser bestes, beym General Major Axel Lillie negocijren
wollte. Gott gebe! daß es geschehen möge!


hänßel copiist, ist mit schreiben von Deßaw,
vndt Zerbst wiederkommen, Gott lob, vnversehrt!

Dienstag den 13<den:> October


General Major Axel Lillie hat mir gar höflich geschrieben,
wegen des magazingetreydichs, vndt auf 3
Monat die abliferung successive zu thun bewilliget. || [[Handschrift: 11v]]
Sein vetter4 ist zwischen Wittemberg, vndt
Leiptzig, selb Sechßte reittende, von zehen
Reüttern attacquiret, abgesetzt, vndt ihme
viel geldt abgenommen worden. Man trachtet
ihnen, sehr nach, vndt er hat schon etzliche
Mauser sitzen, welche andere betrübet haben.


Avisen geben:


Daß die Frantzosen Duynkercken, vndt
die Holländer Venlo, per accordo erobert
haben, welches schlechte apparentz zum frieden.


Jn Jrrlandt, ist friede gemacht zwischen
den Papisten vndt Protestanten, wieder des
Parlaments in Engellandt willen, vndt da
es schiene, daß der König durch mißiven, solchen frieden,
improbiret, aber es hat der Graf von Or-
mondt, vndt herr Digby (königlicher diener)
alles disponiret, vndt die meisten plätze einge-
nommen, vndt also den Protestanten entzogen.


Daß Engelländische Parlament, beütt den Schotten an,
wann sie das landt raümen, den 28. September
zu geben 1200000 Gulden (florenus)f: vndt dann auf den 28. December
nechstkünfftig, noch 600000 Gulden (florenus)f: Jtem: anno: 1647 in ei-
nem Termin 600000 Gulden (florenus)f: vndt dann ferner in einem || [[Handschrift: 12r]]
anderm 1200000 Gulden (florenus)f: so Sie damit content sein wollen,
im wiedrigen, würde man die rechnungen durchsehen,
vndt den Schotten alßdann mehr nicht, alß waß auf
die kriegskosten liquidirlich, paßiren laßen.


Der junge Graf Magnus de la Garde hat
alß Schwedischer Ambassadeur zu Fontainebleau
beym Könige in Frankreich <in præsentz> dem<s> hertzogk<s> von Orleans,
vndt anderer großen, solenniter audientz gehabt,
die complimenten lateinisch abgeleget,
(ich weiß nicht, worümb, weil er wol Fran-
tzösisch kan) vndt eine suitte von 200 edelleütten
gehabt, ohne anderen comitat. etcetera


Mareschal de la Milleraye, ist, alß Königlicher
Admiral, in marj Mediterraneo zu Toulon, zu
schiffe gegangen.


Mademoyselle de Rohan, des lieben sehligen
hertzogs Henry schwester, ist gestorben. Sie
war ein spiegel aller Tugendt vndt Gott-
sehligkeit. Jch habe sie anno 1617 wol ge-
kandt, zu Paris. Sie hieße Mademoiselle Anne de Rohan.


Lerida in Catalogna sol in extremis versiren.


Duc d'Anguien, will in Flandern sein winterquartier
haben. Jn Duynkirchen, hats an munition gemangelt.


Weil sich die herrschaft Witterweyler gegen die Zürcher
vngehorsam vndt obstinat erweysen, alß ziehen wieder sie
auß, 7000 zu Fuß, 600 pferde mit 7 großen, vndt 24 kleinen Stücken.

|| [[Handschrift: 12v]]


Jn Polen gibts noch Mißverstände, zwischen dem
Könige, vndt den Woywodschaften wegen der werbung.
Man meinet aber, es zu sopiren, auf schierstkünfti-
gem ReichßTage, vndt sol der Moßkowiter,
vndt Persianer auch wieder den Türgken,
mitt angehen wollen, welches den bedrengten
venezianern, wol zu statten, kommen dörfte.


General Melander gehet mit Graf Wol-
demar auf die heßen zu, welche vor Zons, liegen.


Die Züricher haben ihre pawren v̈ber-
wältiget, vndt sie gezwungen, sich auf gnade
vndt vngnade, zu ergeben. haben aufs neẅe
huldigen müßen, vndt durch diese rebellion
ihr eigenes hochgericht, auch alle andere ge-
rechtigkeitten, verlohren. Die Zürcher
haben: 100 gefangene von den Rädlinßführern
mit sich bracht, theilß am leben, theilß
mit gelde, abzustraffen.


Deß hanaw niederlage an den Schlesischen
gräntzen, gegen Böhmen zu, wirdt confirmirt,
hanaw ist aber nicht selber gefangen worden.
Wittembergk dominirt in Schlesien, wie er will.


Augspurgk helt sich noch. Mit dem frieden,
zu Münster vndt Osnabrück will es noch nicht forth.

|| [[Handschrift: 13r]]

Mittwoch den 14den: October 1646.


<½ schock kleine vögel.>


Depesche vers Braunschweig[,] Wolfenbüttel & Ballenstedt. perge
Dieu donne par tout bonne fortüne!


Jn die wochenpredigt, cum sororibus.


Nachmittags, post lectiones varias, den Wolfgangum Sutorium,
des verstorbenen Superintendenten Sohn, bey mir, gehabt, welcher
mir in Oeconomicis, vndt sonsten mancherley Nachricht gegeben.


Geörg Rußt, ist von Deßaw, auch erschienen, vndt auch das
seinige in allerley referiret, car i'ay affaire de
tels Oeconomes, & de leur jnformation, d'autant que je ne
puis me passer, de mes voysins.


C'est üne pitiè d'entendre comme nos cousins illecq,
sont entre les mains tyranniques dü boureau,
voir de deux bourreaux, lesquels les doyvent redresser,
& rendre adroictes, avec beaucoup de tourmens de
leurs bosses. On fait peschè, de vouloir corriger les
creatüres, contre l'ordre fait dü Createur. Jl
ne faut pas hazarder le corps, & l'ame, pour la
vanitè mondaine. Djeu vueille consoler les pauvres
pacientes, en leurs tourmens & affliction, & remettre
au bon chemin de recognoissance leurs parens!


Vnsere Jungfer Eleonora Elisabeth von Dütten,
Meiner herzlieb(st)en gemahlin Liebden CammerJungfer, ist sterbekranck
worden, von Ohnmachten vndt blut außwerfen, welches zu-
gemeßen wirdt, dem nähermahligen vmbwerffen, mit der
kutzsche, an der kirche, da sich das gerunnene blut, mag gesamlet haben.

|| [[Handschrift: 13v]]

Donnerstag den 15den: October 1646.

<3 lerchen, nicht mehr. ½ schock kleine vögel.>


Die 40 zigeüner, welche gestern, anhero kommen,
vndt vor ihr geldt, quartier gehabt, auch anders
nicht zu zehren begehrt, (wiewol sie niemandt
gerne aufgenommen, iedoch weil sie vorgeben,
Sie gehöreten hertzogk Julio henrich zu, vndt
vielerley päße ihres friedlichen wolver-
haltens, so dann auch eines deützschen<corporal oder> Officj-
rer, bey sich gehabt, vndt ihnen zu Zerbst, Koß-
wigk, vndt an andern orthen, guter wille wieder-
fahren,) haben heütte, gegen 9 vhr, ein frühe-
stügk begehren dörffen. Jch habe es ihnen aber
platt abgeschlagen, ob sie gleich vorgegeben, es
wehre zu Zerbst, ihnen wiederfahren. Gestern
abendt, haben die ankommenen fuhrleütte von
Leiptzigk, sie auß dem Stalle, vndt herberge,
vertrieben. Alß dem wirth bange gewesen,
sie würden mit dem feẅer schaden thun, haben
sie ein bundt Stroh genommen, ein groß
feẅer <darauff> gemacht, vndt ihre künste, also ge-
braucht, das das Stroh, vnangesehen, es, vndter
dem feẅer gelegen, nicht brennendt worden.
perge


Nach diesem, habe ich erfahren, das Sie Soldaten sein,
vndt vndter den Schwedischen Obersten Gruppach5, gehören, || [[Handschrift: 14r]]
es sollen ihrer vndterschiedliche, in vielerley hauffen,
sich getheilet haben. Gott bewahre vnß vor vie-
len solchen gästen! vndt daß sie nicht gar Egyp-
tische kundtschaffer, der Türgken, sein mögen. perge


Der Medicus, Doctor Brandt, ist von Garleben, vom Conte
de la Garde, alhier wieder ankommen. Saget: es habe sich zimlich
mit ihm, gebeßert, sonderlich wegen des Steins, vndt quartan-
fiebers. Er ziehe nacher Wißmar, vndt gedächte von dannen,
wieder in Schweden, mit gutem Winde, durch Göttliche verleyhung.
Es ziehet, hanß Christoph Wischer mit jhme. Gott gebe zu vn-
serm glügk! Sonst hat sich, der Graf la Garde, treflich,
gegen mir, offeriret, vndt gegen dieseß verarmte Fürsten-
thumb, wie auch die Reichßrähte, welche bey jhm gewesen,
alß Horn, vndt Sparr. Dieu nous en face voir, les effects!


Fürst Johann, mejn vetter, ist zu Oscherßleben, (alß er
v̈ber die brügke herauß gefahren) vnversehens, auf ihn
gestoßen, vndt hat eine ½ viertel stunde, mit ihm geredet,
darnach ist Seine Liebden mein vetter Fürst Johann, weitter
mit<vor> sich, zum Churfürsten von Brandenburgk gen Wolfenbüttel
gezogen, alda man selbiges abends, stargk salven
schießen hören. Jl a estè mal informè, aux affaires
discrepantes de mon frere, mais Docteur Brandt, l'a mieulx
instruit, en esperance, que cela ne nuiroit point.


Nil nocet tentasse! &cetera


Doctor Brandt, haben wir zur mahlzeitt, behalten, zu Mittage.


heütte ist viehemarckt alhier, zu Bernburg, morgen der rechte Jahrmarckt.
et cetera

|| [[Handschrift: 14v]]


Der Conte de la Garde, hat zweymal an <General Major> Axel Lillie,
geschrieben, vnß mitius zu tractiren, wegen abforderung des
magazingetreydichs, dahero ist die moderation kommen,
vndt nicht so sehr, durch Obrist leutnant Knochens, cooperation.
Sic vos non vobis,! vellera fertis oves!6 etcetera


Mein Carlchen, ist hinauß hetzen gefahren, vndt hat
einen hasen einbracht. Die hasen, verliehren
sich gewaltig, alhier, vmb Bernburgk herumb.
Zu Deßaw klagen sie auch, daß die wölfe
viel rehe gefreßen, vndt vndter dem iungen
wildpreth, großen schaden gethan.


De Zerbst, on nous mande, que le gymnase,
y va en decadence, & que les estüdiants, ou èsco-
liers, ne s'en vont pas seulement, ains<en> d'autres
bons lieux, ains aussy aulcüns des mieux in-
struits, se bandent ensemble, pour se veautrer,
comme des pourceaux, en la premiere souilleure,
& apostasie, que leurs Peres, ont tant eu en hor-
reur, & en telle abomination, qu'ils en sont sorty
avec peril de leurs vies, & perte de leurs biens,
qu'ils ont quittè en exil volontaire, pour l'amour
de Dieu, & ces ieunes frippons, oublient tout cela,
afin de <s'en> retourner a la vie charnelle, & aux pots d'Egypte.
C'est üne pitiè! que plüsieures abhorrent tant la croix, & tribulation || [[Handschrift: 15r]]
laquelle est neantmoins le vray chemin au Royaul-
me des cieux, & la vray livrèe, dü Christianisme, sans
ceste marque, on ne recognoistroit pas, les enfans de Dieu.


<Rindtorf 2 hasen gehetzt. perge>


Avis, daß gleich wie die Maüse alhier vmb Bernburgk,
diß iahr, also die Schnegken <in großer anzahl>, vmb hall vndt
Leipztigk, daß liebe getreydig verderben,
vndt aufzehren, welches eine seltzame Neẅe plage ist.


Gestern hat sich abermahl ein seltzamer casus,
alhier zu Bernburgk zugetragen, in dem ein holtzwagen
herein aufß Schloß, v̈ber die brügke gefahren,
vndt Meiner elltisten diener einer, der Trabant,
Geörge Petz, ein scheidt holtz, herauß langen
wollen, das scheidt aber, etwas dichte vndt
feste gelegen, mittlerweile der wagen fortgegangen,
so hat ihn der wagen an die Mawer des Thores
gepreßet, vndt die brust, fast zerschmettert.
Der gute alte, ist kawm mit dem einen
bein, auß dem rade gekommen, sonst w hette
er sich selbst gar gerädert. Gott wolle ihm
seine schmertzen lindern!


Jl semble, que mes gens soyent enchantèz ou en-
sorcelèz, (si ie ne me trompe,) pour tant de stüpiditèz,
quj se commettent. Dieu vueille confondre les œuvres de Sathan!

|| [[Handschrift: 15v]]

Samstag den 17. October 1646.

<Zum ersten Mal froßt.>


Reichardt nach Cöhten, en ün affaire de justice, vndt
Philipp Güder, nacher Deßaw vndt Zerbst, ablegiret,
Gott gebe zu gar glücklichen expedition!


J'ay fait tüer par deux mousquetaires,
(mes gens d'èscuyrie leur aydans avec les pistolets,)
ün bon cheval morel, quj estoit rompü au corps, par
la cheute au fossè, dernierement dèscripte.
Jls luy ont donnè deux coups de mousquet, & u
cinq<trois> de la pistole, a la teste, avant le pouvoir
achever de tüer, & voyla derechef ün dommage pour moy,
la perte d'ün bon cheval, n'estant pas si aysèe
a reparer, comme celle d'üne poulle. perge


Oeconomy: vndt bawsachen getrieben.
perge

Sonntag den: 18den: October


Er Jonius Diaconus, hat sich bey Mir præsentiret,
vndt vnangesehen seiner zugestoßenen Schwachheit,
eine zeitlang hero, vndt das er heütte zum ersten
mal außgegangen, eine feine predigt auf vnserm
Sahl, auß dem Ordinarij Text: vom Königischen7,
gethan. Gott gebe vnß allen, zur beßerung,
vndt erbaẅlichen lehre, vndt Trost. perge


Extra: ist zu Mittage hieroben gewesen, <Doctor Mechovius,>
Doctor Brandt, Georg Panse, der caplan Ionius, &cetera perge

|| [[Handschrift: 16r]]


hanß Baltzer Oberlender, mein lackay, ist von
seinem gefährlichem schaden, (da er sich selbst ge-
schoßen) wieder aufgestanden, vndt durch Gottes
Segen, zimlich restituiret worden.


heütte hat der Jahrmargkt ein ende.


Die Nachmittagspredigt, hat der pfarrer von Kermigk
in der kirche vorm berge gehalten, der ich ne-
ben den Schwestern, beygewohnet.


Vnsere Jungfer Eleonora, ist sehr krangk, wirft viel
blut auß, vndt mag sich, in dem kutzschenfall, sehr
verderbet, etwan eine ader zersprenget, vndt daß
gerunnene geblühte, bey ihr so lange, sich verhalten haben.
Gott beßere allen v̈belstandt, vndt gebe gnade vndt gedeyen!
zu den medicamenten!


Der Cantzler Milagius, schreibt abermal von
Osnabrück daß die Tractaten, des friedens, in Deützschlandt,
sich schwehr anlaßen, vndt spannen die Päbstischen ihre
petita, sehr hoch. Jnndeßen nehmen sich die außwärtigen,
in acht. Der stillestandt, zwischen den Spannischen, vndt
Stadischen, wirdt auf 30 iahr geschloßen, vndt vielleicht
gar ein stetß wehrender friede tractirt. Die Staden,
brauchen sich auch, alß mediatores, zwischen Spannien, vndt
Frangkreich. Zwischen dem Kayser vndt Frangkreich, ist
alles geschloßen, ermangelt nur an den Ständen, in Deützschlandt.

|| [[Handschrift: 16v]]


Augspurgk sol vom Ertzhertzogk, endtsetzt sein, vndt
man murmelt von schlägen, welche die Schwedischen
darvon empfangen.


Obrist leutnant Knoche, ist von Leiptzigk wiederkommen,
hat auf geldt, daß getreydich, zum magazin
erhandelt. Es scheinet, mein bruder Fürst Friedrich habe sich
eximiret, oder wolle sich vom Bernburgischen Antheil
eximiren, vndt á part tractiren, nur ex odio, meiner
ihme vorgesetzten Direction.

Montag den 19den: October 1646.

<Ein hasen Bidersehe geschoßen. <Drey hasen Rindorf gehetzt et cetera[.]>>


A spasso, meine bawsachen, zu poussiren. perge


Schreiben von Wien, vom guten alten Johann Loẅen,
mit welchem sichs, in etwaß gebeßert (Gott lob)[.]


Jtem: vom Berlin, von der lieben frommen Chur-
fürstin, welche gerne alles, in gutem stande, sehe.
Der Churfürst, ihr herr Sohn, ist forth, nacher Cleve
zu. Gott geleitte ihn! hertzogk Frantz Carll,
zeücht mitt, biß nach Hanover. Oberster Borgiß-
dorf, ist nachm Niederlande zu, per Hamburgk.
Gott gebe heilsahme consilia!


Die avisen confirmiren die v̈bergabe Duyn-
kergken, mit großer reputation des Düc d'Anguien.


Vor Venloe ist zwar der Printz von Vranien, ge-
rügkt. Die v̈bergabe aber, wil noch nicht continujren.

|| [[Handschrift: 17r]]


Der Schwedische gesandte, sol alß ein Printz, gar magnj-
ficq zu Fontainebleau tractiret, vndt caressiret werden,
auch im procinctu, seiner wiederkehr sein.


Lerida meinen die Frantzosen, noch zu gewinnen.
Jhre Schifarmada haben sie nach der Jnsel Elba zu,
gesendet, vndt wollen zum theil Spannien bekrie-
gen, (iedoch, wo ferrne die tractaten, zu Münster,
krebsgängig würden) zum Theil den Pabst zum
accord mit den Barberinj zwingen, vndt auch
ein auge auf Parma (alda der hertzogk Eduardus
gestorben) schlagen.


<General> Melander hat Zonß endtsetzt, vndt den general Maior
Rabenhaüpt, abgetrieben. hingegen pressiret
General Maior Geyse, die darmstädtischen.


Der Ertzhertzogk, hat Augspurgk endtsetzt,
die wergken8, schleifen laßen, vndt Wrangel
hat sich, nacher Lawgingen zu, retiriret.


Zu Preßburgk, wil der landTag, nicht recht forth,
wegen etzlicher Vngarn wiedersetzligkeitt.


Jn Polen scheinet es, der König vndt die
Stände dörften noch, aneinander, kommen. Es
beruhet ferner auf dem angesetzten ReichßTage.


Der convent zu Rendeßburgk in Schlesien9 laüft
auch zum ende, vndt der König in Dennemargk
eilet nach Coppenhagen, daselbst auch einen Dänischen || [[Handschrift: 17v]]
ReichßTag, zu halten. Der Printz von Dennemargk
sol in verfolgung eines hirsches, einen gefährlichen fall
gethan, vndt etzliche stunden vor Todt gelegen,
auch noch nicht wieder restitujret sein. Gott
wolle es, mit ihme, zur beßerung, schigken!


Jn Engellandt stehet es in solitis, der König
wil nach Londen in der person, zum Parlament.
Die Schotten: vndt Engelländer disputiren mitteinander
darüber, wie auch v̈ber dem außzug, der
Schottischen Soldaten, vndt derer vergnügung,
auß dem Königreich Engellandt. Der alte
Conte d'Essex, gewesener voriger General,
des Parlaments, vorm Fairefax, ist gestorben,
alß er auch einen hirsch zu hitzig nachgesetzt,
vndt baldt krangk darauf worden. Sie wollen
ihn zu Londen, gar herrlich begraben, weil
ihnen auch, 10000 Pfund (libra)℔: Sterlin, so sie ihm ad dies
vitæ, iährlich verordnet gehabt, wieder
anheim fallen, wie sie in zeittungen avisiren.


Ein wunder ding ists, daß man numehr, in
etzlichen wochen, von dem Türgkenkrieg, wieder
die venezianer, auß Jtalia, nichts vernehmen können.
Etzliche besorgen sich, es müße sehr v̈bel dort stehen.
Gott gebe das alles in beßerung möge kommen!

|| [[Handschrift: 18r]]

Dienstag den 20ten: October 1646.


<41 kleine vogel.>


Jn den gesterigen zeittungen, stundt auch, daß der
Züricher krieg, mit ihren rebellischen pawren gestil-
let wehre, in deme sie 7000 Mann, vndter denen
Obersten Pöblitz vndt Escher, (welcheb beyde vndter
meinem commando, in Böhmen gewesen, nemlich
Pöblitz, alß mein Obrist leutnant zu fuß, vndt Escher
alß capitain, nach dem er erstlich, alß mein
Capitain leütenampt, auf des König Fridericj
eigene bestallung, gedienet) auf sie zugesandt,
sie vmbringen, vndt auf gnade vndt vngnade,
annehmen laßen, darvon viel eingezogen,
die v̈brigen pardonirt worden, nach dem sie
eine große geldtbuße gegeben, vndt aller
Privilegien, sjch, verlustig gemacht. Jhrer
vier, sollen schon bekandt haben, das sie an-
gehetzt worden, feẅer einzulegen in Zürich,
vndt wann die Stadt brennen würde,
alßdann solte der hinderhalt einbrechen,
an vndterschiedlichen orthen, anfallen, vndt die
Stadt plündern, die bürger ermorden, vndt der-
gleichen Tragoedie anrichten. Man weiß noch nicht,
wer der anstifter dieses vnheils, eigentlich sein mag?

|| [[Handschrift: 18v]]


Sonst wurde auch avisiret, daß im nahmen des
Königes in Frangkreich, wehre begehrt worden,
von der Stadt Basel, ihre Privilegia zu sehen.
Alß sich nun der Magistrat v̈ber solchem begehren
verwundert, vndt die vrsache dieser fragen,
hinwider zu wißen begehret, haben die
Frantzosen, zur antworth, gegeben, es geschähe darumb, damit man sie bey ihren freyheitten,
schützen, vndt manuteniren könne, darauf
haben die von Basel, ihre Privilegia gern ih-
nen vorgezeiget, vndt die Frantzosen, zur handt-
habe ihrer gegebenen vertröstung, fleißig erinnert.


Philip Güder, ist von Zerbst wieder-
kommen, hat daselbst zimliche verrichtung ge-
habt, zu Deßaw aber, niemandt ange-
troffen, weil die herrschaft auf Wörlitz,
zum iagen, verrayset. Rien sans peine,
et difficültèz. Er hat ein par Pollnische
ochßen, vor 30 ReichsthalerRthlr: gekauft, ein wispel
hopfen vor 6 ThalerThlr: Meinen landtwein, ist er
vmb, vndt vor 6 ThalerThlr: den Eimer, loß worden,
vndt meine gerste, den wispel Bernburger maßes,
zu 10 ThalerThlr: gerechnet.

|| [[Handschrift: 19r]]


Er Philippus Beckmannus, hat sich abermalß, bey
Mir, præsentiret, vndt referenda referiret.

Mittwoch den 21ten: October 1646.


Jn die kirche, mit den Schwestern, die
wochenpredigt anzuhören, zu singen, vndt zu behten.


Nachmittags, præparatoria zu neẅen vorschlägen,
gemacht, que Dieu vueille fortüner!

Donnerstag den 22ten: October


Nonobstant plüsieurs empeschemens, & difficültèz
interiectèes, ie me suis avancè, au nom de Dieu,
vers Ballenstedt, ayant avec moy, le maistre
d'hostel Einsidel, & George Frideric de Börstel,
& Tobie Steffeck de Kolodey, en mon carosse,
a Ermsleben, ie prins aussy Ernst Thierry de
Röder. Mais a cheval, estoyent: mes pages, Bie-
dersehe, Ernst Gottlieb de Börstel, item: le maistre
Palafrenier, ün copiiste, ün garçon d'èscuyrie,
& le fourrier ou courreur.


Avis vom Cantzler Milagio, daß Staden mit
Spannien, vndt Spannien mit Frangkreich ver-
glichen. Die deützschen mögen vor sich sehen. Chur
Brandenburgs ankunft, wirdt den sachen ein appuy geben,
als man meinet. Die Frantzosen attacquiren Ipre in
Flandern, vndt die Schweden, Memmingen in Schwaben.

|| [[Handschrift: 19v]]


J'ay trouvè cejourd'huy, beaucoup de resistance.
Car ma femme, mon petit Charles, & aultres de mes
gens, me donnoyent des indices, que ie ne devrois
pas, m'avancer, ou bien retourner au plüstost.
Mais mon esprit, trouve d'autres instincts.
Dieu vueille, que ie ne me trompe!


En chemin, beaucoup me traversoit, La calesse
füt rompuë, a üne lieuë de Bernbourg, presque
en toutes ses roues, tellement, qu'il la fallüt
renvoyer, ün flascon, dü meilleur vin, se rom-
pit, & füst èspandü, aulcüns des serviteurs
tristes, & contraires a nostre desseing, &cetera[.]
Fata possunt præviderj; non evitarj!


Risposta von Wolfenbüttel, von dem alten,
vndt iungen hertzoge, en bons termes.

Freitag den 23ten: October 1646.

<5 hasen Rindtorff gehetzt.>

<Depesche vers Wolfenbüttel[.]>


Avis: daß 6 puschklepper, vndt 12 hartz-
schützen, sich an, vndt in dem hartz, sehen laßen.


Es hat heütte gar andere resolutiones,
in meinen consiliis gegeben. Circumstantiæ,
variant ius. Gott gebe, daß wirs treffen mögen!


Conferentzen, mit dem hofmejster Einsidel,
so dann auch mit dem Amptmann Märtin Schmidt.
Mais le dèsfaut, est par tout!

|| [[Handschrift: 20r]]


heütte bin ich nach dem frühestügk wieder forth
nacher Ballenstedt10, mit meinem comitat. Vndterwegens
habe ich Ernst Rödern, zu Ermschleben, gelaßen.


Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin vndt kinder haben mich, zu
Bernburgk, mit freẅden, gewillkommet.


Avis vom Cantzler Milagio, welcher bittet, ich möchte
auch, in seine avocation, willigen, vndt darzu contri-
buiren, weil er numehr 5/4 iahr, von den seinigen,
absens gewesen, viel in privatis, verseümet, vndt
auch sehr schwach, vndt vnpäßlich worden.


Avisen: daß gantz Candia, leyder! in des Tür-
gken hände, gerahten, vndt stehen der Venezianer sachen,
sehr schlecht, weil von den Christlichen Potentaten,
diese herrschaft, keine hülfe hat, vndt die Christen
einander heftiger, alß die Türgken, bekriegen.


Chur:Bayern, hat an Wrangeln, stillestandt
begehret auf 2 Monat, vndt die beförderung deß
friedens, vndterdeßen, versprochen. Wrangel hat seiner
kirchen gleichmeßige intention prædiciret, vndt ver-
heißen Bayern, vndt alleß zu quittiren, so baldt der frieden
erfolgete, zu Münster vndt Osnabrück darbey Chur Bayern cooperiren
sollte. Jn Duynkirchen, (v̈ber deßen eroberung
die Frantzosen sehr frologken) sollen Sie 180 Stügke be-
kommen haben. Augspurgk ist verlaßen. Venloe
noch nicht gewunnen, geweßen. Zwischen heßen Caßel,
vndt Darmstadt, gibt es, große verbitterungen. perge

|| [[Handschrift: 20v]]


Die conditiones, wegen restitution der pfaltz sollen
anfangen erleichtert sich zu erweisen.

Samstag den: 24ten: October 1646.


Schreiben von Albrecht Schultheß von hamburgk
en bons termes, sonderlich wegen Louis de Geer in puncto der
Collecten, vnsere geistlichen zu erfreẅen!
Gott gebe es!


Johann Sternbergk, heißt der hollsteinische
agent zu Wien.


Extra, zu Mittage, Doctor Brandt, den medicum, gehabt.


Milagius berichtet, daß der graf Magnus de la Garde,
in Frankreich vndter andern sachen, im Nahmen der Königinn
in Schweden, fleißig, vndt eiverig, vmb die restitution
der pfaltz sampt der Chur dignitet, sollicitiret, vndt
mit vielen rationibus, wieder Bayern, remonstriret,
also: das große hofnung, zu solcher recuperation, auch
erfolglich, zu dem lieben frieden, vorhanden. Gott gebe es!


Chur Bayern, sol selber lust zum frieden, bekommen,
wiewol sich, die tractaten zu Münster vndt Osnabrück noch sehr schwehr
anlaßen, vndt die discrepantzen, zwischen den
Päbstlichen vndt Evangelischen in puncto gravaminum, noch
groß sein. Sonderlich wil auch das Pommerische
wesen, lose händel machen, vndt kan man || [[Handschrift: 21r]]
sich dareyn nicht wol mengen, sonder den Kayser, oder
die Schweden, oder den Churfürsten zu Brandenburg zu offendiren.
Dann spricht man es dem Churfürsten, im votiren ab,
wie kan es ihm gefallen? Erkennet man es ihm
zu, offendirt man den Kayser, vndt Schweden zugleich,
vndt Schweden stellet sich an itzo, alß wolte es nit
leyden, daß ohne consenß deß Churfürsten, Sie
daß landt annehmen solten. Churfürst von Brandenburg
hat auch weitaußehende consilia. Gott gebe,
daß alles wol abgehe! vndt baldt zum guten
friedensschluß, gelangen, vndt wir vnß recolli-
giren mögen!


A spasso, in vnlustigem regenwetter, die Oeco-
nomica zu urgiren.

Sonntag den 25ten: October 1646.


Er Marggravius pfarrer zu Waldal[!] hat hieroben
geprediget, aufm Sahl. <Nachmittags in des Jonij predigt, cum sororibus.>


Extra zu Mittage, Doctor Mechovius, der Junge Börstel,
vndt Marggravius, zur malzeitt geblieben.


Schreiben vom Freyherren von Schrahtembach,
vndt vom hofmeister Schwechhausen empfangen.
Es gehet Gott lob, meinen Söhnen wol, da-
malß den 29ten: September stilo veterj aber der Præceptor
ist krangk worden. <Gott beßere allen v̈belstandt!>

|| [[Handschrift: 21v]]


J'ay visitè nostre Damoyselle malade, que l'on
croyt estre si foible de la cheüte encores dü ca-
rosse devant le temple, avec les enfans, ou elle
peut avoir rompü une veine au corps.
Dieu la vueille reguerir bien tost!


An die Churfürstin, nacher Berlin, wieder
geschrieben, wegen des herrn von Schrahtembach.
Gott gebe zu glück vndt gedeyen!

Montag den 26ten: October 1646.


<Ce mattin en la sombre nuict, i'ay songè, que quelquesüns de mes dents, en haut & en bas dans la bouche, me seroyent tombèz fort facillement, & <auroyent> estè fort petits, les tirans avec le doigt, hors de la bouche. Je n'en ay pas bien retenü de nombre, mais il me semble, cinq ou six, sinon devantage. Apres cela ie serois party malcontent, de ma Patrie, & allè iusqu'a Constantinople, la ou i'eusse veu la || [[Handschrift: 22r]] plüspart des Chrestiens, & peu ou point de Türcs. Mais j'estois perplex, si ie devois me retirer, au logis, de l'Ambassadeur des Estats dü Pays-bas, ou bien des Ambassadeurs de France ou d'Angleterre. Mais en ces entrefaites, sans y penser nous avançasmes (me sembloit) vers le quartier de France, insensiblement, & c'estoit ün tres-magnifique Palais, ou nous abordasmes, ainsy sür l'eau, ün bras de mer, comme les ruës sont a Venise. Ün no vieil nain, ressemblant á ün bouffon, nous y donna la bienvenuë, riant au commencement mais changeant de visage tout aussy tost, en üne mine tres-melancolique & triste, & me trouvant en quelque angoisse & perplexitè, ie m'èsveillay sür ces entrefaites. Pleüst á Dieu, que ce songe, sür tout la cheüte des dents ne me puisse denoter, nül sinistre presage!>


Eine Axel Lillische partie, ist v̈ber die
Saale gegangen, 40 pferde stargk, einer Mause-
partey nachzustellen, wiewol ein ander ge-
schrey außgebracht, alß solte eine armèe, sich
abermalß näheren.

|| [[Handschrift: 22r]]


Jch habe heütte allerley præparatoria ge-
macht, zu einer Neẅen abschickung. Gott gesege-
ne gnediglich, Meine Raht: vndt anschläge!


Jakob Ludwig Schwartzenberger ist nacher Zerbst, Gott wolle ihn geleitten!


Die bawsachen zu maturiren, bin ich heütte zwar in
bösem wetter, außspatziret. perge

|| [[Handschrift: 22v]]

Dienstag den 27. October 1646.

<3 hasen, vndt 1 Fuchß Rindtorff gefangen. <1 hasen der Schütze Teichmanns.>>


J'ay envoyè Tobias Steffeck von Kolodey vers Leiptzigk, Dieu le vueille
conduyre, & reconduire heureusement!


Mit Doctor Mechovio conferiret, in Polizeysachen.


Postea in Oeconomicis, hanß Tappen, allerley
anbefohlen, <wie auch dem küchenmeister.>


Wolf Sutorium, so bey Mir gewesen, zum verwal-
ter zu Zeptzigk angenommen, vor 30 ThalerThlr: gage
iährlich, vndt 1 ThalerThlr: kostgeldt wochentlich,
von schierstkommenden Martinj an. Gott gebe
mir darzu, glück, segen, vndt gedeyen!


Mein Schütze Ludwig, hat einen hasen ein-
bracht, den er Teichmanns knechten, abgenommen,
so ihn, im Altenburgischen felde, muhtwillger weyse, ge-
schoßen.


Die avisen geben:


Daß der Kayser noch zu Preßburgk seye,
vndt das es wegen außschaffung der Jesuiter
große discrepantzen gebe.


Jnngleichem wehre zu Dantzigk
wegen selbiger Stadt, vndt dem König in
Polen, wegen der Jesuiter cassation mißhelligkeit.


So wehre auch zwischen dem König in Polen, || [[Handschrift: 23r]]
vndt selbigen Stenden vneinigkeit, wegen der wer-
bungen, wieder den Türgken, welches die Stände, oder
Senatores in den Woywodschaften, nicht gestatten,
sondern mit dem Türgken, durch interposition
der Kron Frangkreich, den frieden, confirmiren wollen.


Der Papst ist verglichen mit den Barberinj,
doch also daß sie etwaß strafe geben müßen.


Frangkreich tractirt friede mit Spannien,
durch interposition der herren Staden. haben
ypere in Flandern, berennet, nach eroberung
Duynkercken. Die Staden belegen Ostende zu waßer.


Jtem: der Printz von Vranien liegt vor Ostend
Venloe, der Printz von Ligny aber hat v̈ber 1000
Mann, in angesicht der holländer, hinein gebracht.
Es scheinet, man laße es zu, weil trefues
oder friede tractiret wirdt.


Der Frantzose hoffet Lerida zu emportiren,
in Catalogna, durch Comte de Harcour.


<Conte> <de> La garde helt sich prächtiger in Franckreich,
alß noch kein Schwedischer gesandter iemalß gethan.


Der Maréchal de la Milleraye, ist
wiederumb, in der Jnsel Elba, angeld<a>ndet, vndt eingefallen.


Der Türcke bedrenget Suda in Candia, vndt
will vor Zara in Dalmatia gehen.

|| [[Handschrift: 23v]]


Der Printz von Dennemargk, ist zwar von seinem
pferdefall restituirt, aber nicht vollkömblich.


Die Schweden haben sich zurügkc, vor Augspurgk
nacher Law<g>ingen gezogen, viel officirer vndt Sol-
daten seindt in Vlm.


Die Grawbündtner, haben dissensjones,
wegen der Capuziner.


Churfürst von Brandenburg ist mit großem pracht,
zu Hanover eingezogen, vndt gehet, nach Cleve zu.
Gott geleitte ihn.


König in Engellandt, wil mit seinem Parla-
ment friede machen. Es ist hohe zeitt. Gott gebe es!

Mittwoch den 28. October 1646.

<3 hasen die pagen geschoßen.>


Iakob Ludwig Schwartzenberger ist wiederkommen von Zerbst, gestern
abendt noch, mit zimlicher expedition, vndt schreiben
vom Wendelino, etcetera[.]


Der Ambtmann, Tomas Benckendorf, jst heütte
fort, mit der contribution, nach Lejptzigk.
Gott wolle ihn sicher, hin: vndt her, geleitten!


Jn die wochenpredigt, cum sororibus, mane.


Nachmittags, habe ich, mit haußhaltungs: vndt
Regierungsachen, zu schaffen gehabt. Gott wolle
erleichterung, meiner beschwerden, geben!

|| [[Handschrift: 24r]]

Donnerstag den 29ten: October 1646.

<Nix zum ersten mal diß Jahr, oder diesen wintter.>


J'ay apprehension pour quelqu'ün de mes envoyèz.
Dieu les vueille dre[!] tous benignement preserver!


Risposta von Plötzkau auf mein gestriges, en bons termes.


Jn Oeconomicis, habe ich auch zugesehen, meine beschwehr-
liche bawsachen, zu treiben. Gott gebe glügk, segen,
vndt gedeyen! <On est curieux; d'èsplücher mes intentions, en des choses, plüs relevèes.>

Freitag den 30ten: October 1646.

<3 hasen Rindtorff.>


Es wirdt dem Ertzbischof geantwortett, welcher
vnß citiret<ersuchet> gegen den 5. November nacher Calbe,
vnsere deputirten zusammen zu schigken die
Straßenraüber, zu verfolgen. Wir werden
es nicht vor vnbillich halten, iedoch also, damit
keine gerechtigkeit hierundter gesucht werde,
vnß zu citiren, wieder die Compactata, wie
vor diesem, eingeführet werden wollen, vnß
alß lehenleütte zu beschreiben, auf die landt-
Täge, darwider wir allezeit protestiret, vndt
nie erschiehnen, dann wir haben vnser Fürstenthumb
vndt Erblande von besatzung der lande zu Sachßen an,
vndt lengst zuvor gehabt ehe ein Ertzbischof zu Magde-
burg gewesen. Endtlich, alß die vicinj potentiores, vnß
haben begunt vndterzudrügken, haben wir gutwillig
dem ErtzStift vnß adiungiret, vndt ihre assistentz gesucht, || [[Handschrift: 24v]]
auch pacta oder compactata mit ihnen aufgerichtet.
Vndt ob schon, vnsere allte vorfahren, sehr andäch-
tig gewesen, vndt nicht gerne die Geistlichen
offendiren wollen, sondern vielmehr, vmb des
vermeinten Purgatorij willen, den pfaffen,
offtermalß viel cediret, vndt nachgegeben,
So findet man doch nicht, daß sie die lehen,
von den Ertzbischoffen, solten iemalß gesucht,
oder empfangen haben. Gleichwol wollen sie
vnß, wegen etzlicher stügke, (so Sie etwan
einmal in einer alten fehde, beschützen
helfen) vnß alß vasallos tractiren vndt be-
schreiben, so wir ihnen doch niemalß gestendig,
dann Bernburgk ist Sonnenlehen gewesen,
vndt ander örter mehr, welche sie prætendiren.
Vndt die Ertzbischoffe haben oft auch sich sehr
schlecht, vor alters gegen vnser hauß, gehalten,
Agken, Calbe, Staßfurth, vndt andere örter,
dem Fürstenthumb, entzogen, sich zu vnsern
feinden mehrmals gesellet, vndt großen schaden
zugefüget. Waß vom Reich zu lehen herrühret,
in vnserm Fürstenthumb, ist eben so wol von vhral-
ten zeitten, demselben, gutwillig, vndtergeben, vndt
gleichsam conferiret worden, wie Pommern, Meckeln- || [[Handschrift: 25r]]
burgk, vndt andere alte Fürstenthümber mehr,
dann wir haben vnsere lande gehabt, ehe noch
ein Kayser gewesen. Also ists ein anders, einem,
ein patrocinium ad tempus nur, welches ein perso-
nale vndt baldt wieder cessiret, auf gewiße maße,
zu conferiren, ein anders ists, eine servitutem
perpetuam, oder Erblehensgerechtigkeit, sich auf-
dringen, vndt aufbürden zu laßen.


Der Oberste Werder, vndt sein vetter, machen
mir auch ein disputat, in den außgeschriebenen
Steẅern, erachten sich nicht schuldig, zu haften, vor
ihre verderbte vndterthanen, wollen den landt-
Tagsschluß, de anno: 1611 invertiren, vndt
gar anders deütten, alß er gemeinet,
begehren neẅe receß aufzurichten, vndt
meinen sie haben viel gethan, daß sie durch
compensationes ihren beüttel, so wol gespickt,
dem lande zum besten, wers glauben köndte?


Extra zu Mittage, ist Doctor Brandt, bey vns geblieben.
J'ay tenü beaucoup de propos; avec luy. perge touchant
l'estat de ce pays, & nos divisions, non necessaires.

Samstag den 31ten: October 1646.


Mit Oeconomicis, habe ich, zu schaffen, gehabt, vndt
zu den bawsachen, gesehen, in der Mühle, garten, For-
wergk, vndt dergleichen.

|| [[Handschrift: 25v]]


Schreiben vom Cantzler Milagio. Die religionssachen
wollen hingken, vndt es machen es die lutheraner fast ärger
mit vnß, alß die Papisten[.] Gott erbarme es.


Tobias Steffeck, von Kolodey ist fœliciter
von Leiptzigk, wiederkommen. Gott lob, vndt dangk!


Die avisen geben:


Daß die Schwedischen noch vor Augspurgk haben abziehen
müßen, weil der entsatz ankommen. Sie hetten
sich an die Thonaw, gegen Lawgingen, retiriret.
Es bestünde aber doch, auf einer haüptaction.


Zu Preßburgk hat es alteration gegeben,
weil der Ertzbischof von Tyrna, deß vngrischen
Palatinj Stelle, vertretten wollen, vndt baldt
wehre auf Böhmisch, zum fenster hinauß, geworffen
worden, wann der Kayser sich nicht interponirt hette?


Jn Polen gibt es diversa studia, weil der
König die Stügke auß Warschaw, nacher Reüßischen
Lemberg zu führen befohlen, wieder den Türgken,
welcher an den grentzen stargk solle sein ein-
gefallen, hingegen wollen solches, die Senatores
regnj, vor angesteltem, vndt geschloßenem Reichß-
Tage, nicht concediren. Es sollen auch die Königischen
albereit auf die andern an einem paß, chargiret, || [[Handschrift: 26r]]
vndt die aufrührischen Polen, welche die Stügke
aufhalten wollen, geschlagen haben. Zu Dantzigk
hat der Raht, ein Nunnenkloster, den Jesuitern,
auf Päbstlichen befehl, nicht einreümen wollen,
darüber die Stadt, a Senatu Regnj Poloniæ,
bandisiret worden.


Frangkreich sol mit Jhrer Kayserlichen Mayestät
pacisciret haben, darüber auch der General
Touraine in Bayern, nichts feindtliches atten-
tiret, sondern von den Svecis, sich separiret.


Vmb Vlm, Donawerth, vndt Augspurgk
herumb, sol große verwüstung vorgegangen sein,
wegen der daselbst gelegenen völcker.


General Wittembergk, sol nach Mähren zu, gehen.


Risposta von Weymar, vom hertzog Wilhelm, en
termes courtois, mais declinatoires! perge


Ein Fuchß von den Hanoverischen, ist mir heütte
abermalß vmbgefallen. habe also kein glück,
weder zu den Oldenburgischen noch Hanoverischen pferden!


Schreiben von Ballenstedt, mit eigentlicher
description, etzljcher contribution: vndt Steẅersachen,
wie dieselbigen stehen? Jtem: haselhüner, großvogel
& talia! ohne die Austern so Tobias von Leiptzigk gebracht.


Textapparat
a Die Wortbestandteile "zu" und "frieden" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
b Im Original "Obersten, Escher, vndt Pöblitz, (welche" korrigiert in "Obersten Pöblitz vndt Escher, (welche".
c Im Original sind die Silben "zu" und "rügk" getrennt voneinander geschrieben.

Kommentar
1 Ps 32.
2 Lateinisches Sprichwort nach Xen. oik. 12,20 (ed. Pomeroy 1994, S. 174f.) und Aristot. oec. 1,1345a (ed. Tredennick/Armstrong 1969, S. 340f.).
3 Hier: Böllern.
4 Person nicht ermittelt
5 Irrtum Christians II.: Grubbach war kursächsischer, nicht schwedischer Obrist.
6 Zitat aus einem Vergil zugeschriebenen Lobgedicht auf Kaiser Augustus nach Don. Vita Verg. 70 (ed. Diehl 1911, S. 35).
7 Io 4,47-54.
8 Hier: Festungswerke.
9 Irrtum Christians II.: Rendsburg liegt im Herzogtum Schleswig.
10 Zu korrigieren in Bernburg.
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1646_10.xml
XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
ablegiren
jemanden entsenden, beordern
absetzen
jemanden vom Pferd herunterholen (um ihn zu berauben)
Accord
Vereinbarung, Vergleich
Accord
Vertrag zur kampflosen Übergabe eines Ortes
adjungiren
anfügen, anhängen
adjungiren
beigeben, zuordnen
Agent
(diplomatischer) Geschäftsträger
Alteration
Aufregung, Ärger
Alteration
Veränderung (zum Schlimmeren)
anhetzen
aufhetzen
Anschlag
Plan, Absicht
Apparenz
Anschein
Armada
Armee, Heer
Armada
Kriegsflotte
attentiren
versuchen, wagen
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Avocation
Abberufung
bandisiren
verbannen
bandisiren
ächten
befahren
(be)fürchten
beifallen
beistehen, helfen, unterstützen
Beilager
Hochzeit, Feierlichkeit anlässlich der Vermählung (ursprünglich: Beischlaf als Vollzugsakt der Eheschließung)
beschreiben
schriftlich ein- oder vorladen
beschreiben
auftragen, befehlen, vorschreiben
besorgen
befürchten, fürchten
Buschklepper
Straßenräuber und Strauchdiebe, die sich im Gebüsch oder Wald versteckt halten
Capitän-Leutnant
Kommandeur der Leibkompanie eines Generals oder Obristen
caressiren
umschmeicheln
Cassation
Abschaffung, Abdankung, Auflösung
cediren
weichen, nachgeben
cediren
abtreten, übereignen
cessiren
aufhören, wegfallen
chargiren
angreifen, beschießen
chargiren
beschweren, belasten
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
Compliment
höfliches Reden, höfliche Verbeugung, Ehrerbietung
conferiren
jemandem etwas (z. B. ein Amt oder ein Lehen) übertragen
confirmiren
bestätigen
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
contribuiren
außerordentliche Steuern oder andere Zwangsabgaben entrichten
contribuiren
beitragen, beisteuern, einen Anteil leisten
contribuiren
bezahlen
Difficultet
Schwierigkeit
Discrepanz
Meinungsverschiedenheit, Misshelligkeit
disponiren
(jemanden zu etwas) bewegen
disponiren
anordnen, einrichten
disponiren
etwas verteilen, über etwas verfügen
Disputat
Streitigkeit, Uneinigkeit
dürfen
müssen
dürfen
können
dürfen
brauchen, benötigen, bedürfen
Dürftigkeit
Bedürfnis, Wunsch
Dürftigkeit
Armut, Mangel am Lebensnotwendigen
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
Eimer
Hohlmaß für Flüssigkeiten
einziehen
verhaften
emportiren
einnehmen, erobern
erfolglich
erfolgend, in der Folge, nachfolgend
erigirien
aufrichten, erheben
erigirien
errichten, gründen
examiniren
ausfragen
examiniren
verhören
examiniren
prüfen
Expedition
Beförderung, Besorgung
Expedition
Abfertigung
Expedition
Verrichtung
Expedition
Ausfertigung eines Schriftstückes
Expedition
Feldzug
Feuermörsel
großes Geschütz (in Gestalt eines Mörsers) zum Abschuss von Bomben, Granaten und anderen Feuerkugeln
Fuchs
Pferd mit bräunlichem, rötlichem oder gelblichem Fell, das dem eines Rotfuchses ähnelt
Gallustag
Gedenktag für den irischen Mönch Sankt Gallus (16. Oktober)
Gerechtigkeit
obrigkeitliche Rechte, Jurisdiktion
Gerechtigkeit
Rechte verschiedener Gemeinschaften
Gesamtung
gemeinschaftliche Regelung landesfürstlicher Herrschaftsbereiche (hier: der Fürsten von Anhalt)
Gesamtung
gemeinsame Unternehmung
Geschrei
Gerücht, öffentliche Meinung
Geschrei
Ruf
Gewehr
Bewaffnung
Gewehr
Waffe
Grenzgerechtigkeit
Recht auf Unverletzlichkeit der Grenze
Großvogel
allgemeine Bezeichnung für größere essbare Vögel
Herrendienst
Frondienst
hinterhalten
zurück(be)halten
Hostilitet
Feindseligkeit
improbiren
missbilligen, tadeln
interponiren
vermitteln
interponiren
einlegen
interponiren
(sich) als Vermittler einschalten
Interposition
Vermittlung
intimiren
bekannt machen
Klebgarn
an Stangen befestigte Fangnetze für Vögel
Kurdignitet
Kurwürde
Landleute
Bauern
Landleute
Landadlige in rechts-, wirtschafts- und herrschaftstragender Funktion
Landrechnungstag
Tag der jährliche Rechnungslegung über die Einnahmen und Ausgaben eines Landes
Landtagsschluss
schriftlich niedergelegtes Ergebnis der auf einem Landtag geführten Verhandlungen, das mit Unterschrift und Siegel beider Seiten durch die landesfürstliche Publizierung Rechtskraft erhält
Lerchenstreichen
massenhaftes Fangen von Lerchen mit Hilfe eines Netzes
Lerchenstreicher
Person, die mit Hilfe eines Netzes massenhaft Lerchen fängt
Liberei
Livrée, Kleidung für Bedienstete
Liberei
Bibliothek
liquidirlich
fähig zur Abwicklung eines Rechtsanspruchs
Magazin
Provianthaus, Vorratsgebäude
Magazingetreide
Getreideabgabe an ein Magazin zu niedrigem Preis oder unentgeltlich für die Verwendung in Notzeiten
Mandel
Anzahl von fünfzehn
manuteniren
bewahren, behaupten, erhalten, handhaben
Maturation
Beschleunigung
maturiren
beschleunigen
Mausepartie
Streifkorps (kleinere Truppenabteilung, die meist auf Kundschaft oder zum Einbringen von Geld, Lebensmitteln und Furage entsandt wurde) auf Beutezug
Mauser
Dieb
Missiv
Sendschreiben
Moderation
Minderung, (mäßigende) Abänderung
Moderation
Mäßigung, Zurückhaltung
moviren
bewegen, sich regen
moviren
anreizen, anregen, verursachen
moviren
(emotional) bewegen, rühren
moviren
verändern
moviren
anstrengen, in die Wege leiten
moviren
erwägen
murmeln
etwas raunend herumerzählen
Nachtnetz
Netz zum Fangen von Lerchen
nähermalig
neulich, kürzlich, jüngst
negociiren
verhandeln, (Geschäfte) betreiben
offendiren
beleidigen, kränken
Pacificationswesen
Bemühung um Befriedung
pacisciren
einen Vertrag abschließen
Partie
Streifkorps (kleinere Truppenabteilung, die meist auf Kundschaft oder zum Einbringen von Geld, Lebensmitteln und Furage entsandt wurde)
Partie
Kriegspartei (reguläre Truppenabteilung)
Partie
(sich gegenüberstehende) Seite, Partei
Partie
eine gewisse Anzahl oder eine Gruppe von Dingen oder Personen gleicher Art
passiren
gelten lassen
passiren
(die Zeit) verbringen, zubringen
perdoniren (pardoniren)
begnadigen
Polizeisache
Angelegenheit, welche die Herstellung und/oder Erhaltung des Zustandes guter Ordnung (des Gemeinwesens) betrifft
poussiren
treiben, forttreiben, befördern, durchsetzen
prädiciren
öffentlich verkünden, aussagen, behaupten
prästiren
darreichen, leisten
prätendiren
vorgeben, vortäuschen, heucheln
prätendiren
fordern, verlangen, beanspruchen
promittiren
versprechen, zusagen
Provisionshaus
Vorratsgebäude
quittiren
verlassen
quittiren
überlassen
quittiren
aufgeben
quittiren
entlassen
recolligiren
sich erholen, sich wieder sammeln
Recuperation
Zurückeroberung
Recuperation
Wiedererwerbung, Wiedererlangung
remonstriren
Gegenvorstellungen machen, einwenden, entgegenhalten
restituiren
(gesundheitlich) wiederherstellen
schierstkommend
alsbald
schiers(t)kuenftig
alsbald
Schiffarmada
Kriegsflotte
Schock
Bund bzw. Haufen (z. B. von Garben, Stroh oder Holz)
secouriren
Hilfe leisten, unterstützen, beistehen
secouriren
(ab)sichern
selbsechst
eine Person mit noch fünf anderen, zu sechst
sollicitiren
etwas gerichtlich betreiben, um Rechtshilfe ersuchen
sollicitiren
ansuchen, bitten
sollicitiren
fordern
Sonnenlehen
freies Grundeigentum, das man von niemandem als Lehen hat
sopiren
zur Ruhe bringen, beschwichtigen
spicken
füllen
springen
sprengen
Spundbrett
starkes Brett für Fußböden
Stillstand
Waffenstillstand
stringiren
binden, verpflichten
stringiren
berühren
stringiren
abschneiden
Stück
Geschütz, Kanone
Stück
(einzelner zählbarer) Gegenstand, (einzelne) Sache, (einzelnes) Objekt
Teißel
Deichsel
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
ungefähr
zufällig
unlustig
unangenehm, unerfreulich
unlustig
missvergnügt, freudlos, unfröhlich, traurig, kummervoll
Vergnügung
Zufriedenstellung, genügende Zahlung
versiren
sich bewegen, sich befinden, schweben
versiren
sich mit etwas beschäftigen, mit etwas umgehen
vilipendiren
verunglimpfen
Vogelsteller
Vogelfänger
Volk
Truppen
Vorbewußt
Vorwissen
Wechselschrift
Gegenschrift
Wispel
Raum- und Getreidemaß
Zeitung
Nachricht
Dietrich (von) Althoven

gest. 1654/57
Anm.: Sohn des Peter von Althoven; ab 1620 Studium in Köln; 1622 Promotion zum Dr. iur. utr.; seit 1633 Hofrat in Düsseldorf; ab 1635 pfälzisch-neuburgischer Geheimer Rat und Lehendirektor; 1636-1654 jülich-bergischer Vizekanzler; 1645-1648 Gesandter des Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1578-1653) auf dem Westfälischen Friedenskongress.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

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Fürst Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau

geb. 1627
gest. 1693
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); schwedischer Obrist (1655-1658) und Generalmajor (1658); ab 1658 kurbrandenburgischer General und Statthalter der Kurmark sowie Obrist (1658-1660 und seit 1666); später auch Geheimer Staats- und Kriegsrat in Berlin sowie Feldmarschall (1670); ab 1660 regierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1670 Senior des Hauses Anhalt; ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefüllte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Bernburg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1651-1660 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); ab 1631 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wohltätige").

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Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1579
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1600 Aufnahme in die Florentiner Accademia della Crusca ("L'Acceso"); seit 1606 regierender Fürst von Anhalt-Köthen; 1631-1635 schwedischer Statthalter des Erzstifts Magdeburg und des Hochstifts Halberstadt; 1617 Mitbegründer und bis zu seinem Tod erstes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nährende").

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Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

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Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.Weiterführende Informationen in der NDB
Georg Banse

geb. 1605
gest. 1670
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers, Sattelfreihofbesitzer und späteren anhaltisch-zerbstischen Kammermeisters Johann Banse d. J. (1578-1636); um 1639/41 Bernburger Freisasse (Besitzer eines Sattelfreihofs); Erbsasse auf Güsten und Quenstedt; seit 1646 fürstlicher Amtsrat (noch 1653); 1646-1650 daneben Stadtvogt in Bernburg.
Barberini, Familie

Anm.: Florentiner Adelsgeschlecht.

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Ludwig Baumann

Anm.: Sohn des Köthener Wildschützen Joachim Baumann (gest. vor 1646); um 1642/43 fürstlicher Musketier in Bernburg; um 1646/47 Wildschütze; seit 1647 erneut Musketier auf dem Bernburger Schloss.
Kurfürst Maximilian I. von Bayern
Herzog Maximilian I. von Bayern

geb. 1573
gest. 1651
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1597 regierender Herzog von Bayern; Oberhaupt der 1609 gegründeten Katholischen Liga; 1623 Verleihung der (ehemals Pfälzer) Kurwürde durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637), endgültig bestätigt im Westfälischen Frieden; seit 1600 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Philipp (1) Beckmann

geb. ca. 1592
gest. 1666
Anm.: Sohn des Zscheppliner Pfarrers Andreas Beckmann (gest. 1612); 1620-1625 Pfarrer in Kirchenthumbach; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Radisleben; 1638-1644 Superintendent in Coswig/Anhalt; seit 1645 Pfarrer in Quellendorf; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 212.
Thomas Benckendorf

gest. vor 1658
Anm.: Sohn des Prof. Martin Benckendorf (1545-1621) in Frankfurt/Oder; 1623 Studium in Frankfurt/Oder; 1627/28 Kammer- und Küchenschreiber, seit 1628 Kammerschreiber und Kammerdiener sowie 1635-1647 Geheimsekretär des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1637-1646 zudem Amtmann von Bernburg; ab 1647 kurbrandenburgischer Gerichtsverwalter in Wittstock (noch 1649); seit 1653 "Kastner" in Cottbus.
Joachim von Berchem

geb. ca. 1572
gest. 1648
Anm.: Geboren in Lüttich; Dr. iur. utr.; ab 1598/99 Mitglied und seit 1639 Greve des Aachener Schöffenstuhls; 1601/02, 1603/04, 1605/06, 1607/08, 1609/10, 1611/12, 1613/14, 1614/15, 1615/16, 1617/18, 1619/20, 1621/22, 1623/24, 1627/28, 1629/30, 1631/32, 1633/34, 1637/38, 1640/41 und 1644/45 Bürgermeister von Aachen; 1645-1647 Gesandter des katholischen Magistrats der Reichsstadt Aachen auf dem Westfälischen Friedenskongress; ca. 1615/17 Nobilitierung.

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Johann von Bergen

geb. 1604
gest. 1680
Anm.: Sohn von Bernd von Bergen (ca. 1567-1623) auf Güsten; Hausbesitzer in der Bernburger Talstadt; Erbherr auf Ilberstedt; bis 1637 kaiserlicher oder kursächsischer Quartiermeister; um 1637/42 Sekretär des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); seit 1642 anhaltischer Obereinnehmer (noch 1649).
Georg Heinrich von Biedersee

geb. 1623
gest. nach 1655
Anm.: Sohn des Albrecht von Biedersee (gest. 1653); Erbherr auf Amesdorf; seit 1639 Page der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); danach bis 1648 Edelknabe ihres Gemahls Christian II.; später bis 1653 Mitglied der kurbrandenburgischen Leibgarde.
Adolf von Börstel

geb. 1591
gest. 1656
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmannes Curt von Börstel (1549-1618); ab ca. 1609 Agent der Fürsten von Anhalt und anderer protestantischer deutscher Reichsfürsten am französischen Königshof; später auch königlicher Kammerherr in Paris; seit 1646 Herr von Rieux (Oise).
Ernst Gottlieb von Börstel

geb. 1630
gest. 1687
Anm.: Sohn des kurbrandenburgischen Rats Ludwig von Börstel (ca. 1585-1631); 1639-1649 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ca. 1650/51-1660 Kammerjunker der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660); zudem Leutnant (1656), Hauptmann (1657) und Obristleutnant (1664) der kurfürstlichen Leibgarde; ab 1660 Kammerjunker und 1662-1675 Oberschenk des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688); daneben kurbrandenburgischer Obristwachtmeister (1671) Obrist (1676) und Generalwachtmeister (1684); 1675-1678 Schlosshauptmann in Cölln a. d. Spree; 1680-1683 kurbrandenburgischer Kriegsrat; seit 1682 Amtshauptmann von Wolmirstedt und Wanzleben; ab 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anreizende"); vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 434f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Friedrich (2) von Börstel

geb. 1627
gest. 1681
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); bis 1654 Kammerjunker des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); schwedischer Gardeleutnant (1655), Gardeobristleutnant (1662), Obrist (1665) und Generalmajor (1678); Kommandant von Göteborg (1674) bzw. Bohus (1678); später Oberkommandant von Göteborg; 1676 Erhebung in den Freiherrenstand.
Georg Friedrich von Börstel

geb. ca. 1627
gest. 1688
Anm.: Sohn des kurbrandenburgischen Rats Ludwig von Börstel (ca. 1585-1631); zunächst kurbrandenburgischer Kammerjunker; ab 1651 Hof- und Kammergerichtsrat; 1654-1665 mehrfach diplomatische Missionen; zudem seit 1673 Amtshauptmann von Beeskow und Storkow; außerdem Appellationsgerichtsrat in Ravensberg; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 435f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gaston de Bourbon
Duc Gaston d' Anjou
Duc Gaston d' Orléans
Duc Gaston de Chartres
Duc Gaston d' Montpensier
Duc Gaston d' Saint-Fargeau
Duc Gaston de Valois
Duc Gaston d' Alençon

geb. 1608
gest. 1660
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610) und ältester lebender Bruder ("Monsieur") von Ludwig XIII. (1601-1643); 1608-1640 Duc d'Anjou; ab 1626 Duc d'Orléans et de Chartres; seit 1627 Duc de Montpensier et de Saint-Fargeau; 1630-1650 und ab 1652 Duc de Valois; seit 1643 Lieutenant-général du royaume; ab 1646 Duc de Alençon; 1648-1653 wiederholter Parteiwechsel während der Fronde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg
Herzogin Elisabeth Charlotte in Preußen
Geburtsname: Pfalzgräfin Elisabeth Charlotte von Pfalz-Simmern

geb. 1597
gest. 1660
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1616-1640 Ehe mit Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); seit 1650 Witwensitz in Crossen an der Oder.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann (2) Brandt

geb. 1604
gest. 1672
Anm.: Sohn des Tirschenreuther Kantors Bartholomäus Brandt (gest. 1611); Studium in Erfurt (1623) und Altdorf (nach 1630 Promotion zum Dr. med.); ursprünglich Arzt in Reichenbach/Vogtland (noch 1630); ab 1632 kriegsbedingt in Bernburg, dort baldige Bestallung zum Stadtphysikus; (vor 1637) bis November 1649 Leibarzt des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg und spätestens seit 1647 auch dessen Rat; ab Ostern 1650 Hofarzt des Fürsten Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665) und von dessen verwitweten Mutter Sophia (1599-1654); vgl. Wolfram Kaiser / Arina Völker: Universität und Physikat in der Frühgeschichte des Amtsarztwesens, Halle (Saale) 1980, S. 38.
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg

geb. 1579
gest. 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1533–1598); ab 1604 Paragiatsherrschaft in Hitzacker; seit 1635 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel (bis 1643 Residenz in Braunschweig wegen kaiserlicher Besetzung der Festung Wolfenbüttel); Büchersammler (Bestand der ursprünglichen Bibliotheca Selenica, später Bibliotheca Augusta zum Zeitpunkt seines Todes 40.000 Bände); ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Befreiende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Rudolf August von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb. 1627
gest. 1704
Anm.: Sohn des Herzogs August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666); ab 1666 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel; seit 1660 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nachsinnende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Konrad Alexander Magnus von Burgsdorff

geb. 1595
gest. 1652
Anm.: Sohn des Alexander Magnus von Burgsdorff (1567-1620); Erbherr auf Goldbeck, Buckow, Oberstorf und Groß-Machenow; ab 1609 gemeinsame Erziehung mit Kurprinz Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640) am Berliner Hof; 1614-1617 erste militärische Erfahrungen; ab 1620 Capitain der kurfürstlichen Leibgarde; seit 1623 Obristleutnant des brandenburgischen Reiterkontingents im Obersächsischen Kreisheer; ab 1626 Kommandeur des kurfürstlichen Leibregiments zu Fuß; seit 1631 kurbrandenburgischer Kriegsrat und Obrist; als Gegner des Grafen Adam von Schwarzenberg (1584-1641) zeitweise Verbannung als Kommandant nach Küstrin (Oktober 1638); 1642-1652 Geheimer Rat und erster Minister, kurfürstlicher Oberkammerherr (Oberkämmerer) und Oberkommandant aller kurmärkischen Festungen; Johanniterkomtur zu Lagow; ab ca. 1651 Dompropst in Halberstadt; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Einfältige").

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James Butler
Earl, Marquess bzw. Duke James of Ormonde
Earl James of Brecknock

geb. 1610
gest. 1688
Anm.: Sohn des Thomas Butler, Viscount Thurles (gest. 1619); 1634-1642 Earl, 1642-1661 Marquess und ab 1661 Duke of Ormonde; seit 1660 Earl of Brecknock; 1643-1646, 1648/49, 1662-1668 und 1677-1685 Lord Lieutenant of Ireland; ab 1660 Lord High Steward; seit 1649 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Theodor Caspars

geb. 1620
gest. 1691
Anm.: Sohn des Düsseldorfer Landrentmeisters Kaspar Caspars; ab 1634 Studium in Köln; Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Münster; 1645-1648 Gesandter des Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1578-1653) für Jülich-Berg auf dem Westfälischen Friedenskongress; später jülich-bergischer Hofrat (seit 1668), Hofgerichtsdirektor (ab 1672), Geheimer Rat (seit 1680) und zuletzt Kammer-Direktor; 1676 zudem herzoglicher Gesandter bei den Friedensverhandlungen in Nijmwegen,.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christian (2) N. N.

Anm.: Um 1643/47 Lakai des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Adriaen Clant tot Stedum

geb. 1599
gest. 1665
Anm.: Sohn des Eilco Clant (gest. 1614); 1631-1642 Mitglied der "Gedeputerden Staten"; 1643-1651 Vertreter der Ritterschaft der Provinz Groningen bei den Generalstaaten; 1646-1648 Gesandter der Provinz Groningen beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (Ernennung bereits 1643).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Reinhard Cloet

geb. 1580
gest. 1651
Anm.: Sohn des Sittarder Ratsherrn und Kaufmannes Godefridus Cloet; ab 1620 Studium in Köln (Promotion zum Dr. jur.); seit 1629 im Dienst des Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1578-1653); 1632-1634 pfälzisch-neuburgischer Landschaftsadvokat und Kanzler; ab 1638 Jülicher Hofrat; 1644-1648 Gesandter des Herzogtums Jülich-Berg auf den Westfälischen Friedensverhandlungen; 1651 jülich-bergischer Geheimer Rat und Vizekanzler.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Baptist von Crane

geb. ca. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Küsters Johann Crane aus Gesecke/Westfalen; 1622/23 Lic. jur. utr.; 1626 Rat in der Lehnkammer des Stifts Essen; 1628 kurkölnischer Agent in Wien; ab 1633 Reichshofrat; außerdem kaiserlicher Gesandter u. a. bei den Osnabrücker Friedensverhandlungen (1643-1648), auf dem Nürnberger Exekutionskongress (1649-1651), dem Regensburger Reichstag (1653/54), dem Frankfurter Deputationstag (1655-1657) und als kaiserlicher Konkommissar auf dem Immerwährenden Reichstag zu Regensburg (1663/64); 1652 Nobilitierung.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Prinz Christian von Dänemark und Norwegen
Herzog Christian von Schleswig-Holstein

geb. 1603
gest. 1647
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); Erbprinz von Dänemark und Norwegen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Christian IV. von Dänemark und Norwegen
Herzog Christian IV. von Schleswig-Holstein

geb. 1577
gest. 1648
Anm.: Sohn des Königs Friedrich II. von Dänemark und Norwegen (1534-1588); ab 1588 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein (bis 1593 unter Vormundschaft); seit 1603 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Louis (1) De Geer
Lodewijk (1) de Geer

geb. 1587
gest. 1652
Anm.: Sohn von Louis de Geer, Seigneur de Gaillarmont (1535-1602), der als Cavinist um 1595/96 mit seiner Familie von Lüttich nach Dordrecht übersiedelte; zunächst Kaufmann in Dordrecht und Amsterdam; ab 1627 Leben als reicher Hüttenbesitzer in Schweden; wichtiger Kreditgeber und -vermittler für König Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); seit 1634 wiederholte Aufenthalte in Amsterdam; 1642 Aufnahme im schwedischen Ritterhaus.

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Graf Jakob Pontusson De la Gardie af Läckö

geb. 1583
gest. 1652
Anm.: Sohn des schwedischen Generalfeldherrn Pontus De la Gardie (1520-1585); 1606-1608 in niederländischen Kriegsdiensten; 1609-1617 schwedischer Feldherr in Russland und gegen Polen; ab 1613 Reichsrat; 1619/20 Gouverneur von Estand; seit 1620 Reichsmarschall sowie 1634-1644 Mitglied der Vormundschaftsregierung für Königin Christina von Schweden (1626-1689); 1615 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Magnus Gabriel De la Gardie af Läckö

geb. 1622
gest. 1686
Anm.: Sohn des schwedischen Reichsmarschalls Graf Jakob Pontusson De la Gardie (1583-1652); schwedischer Obrist (1645), General (1648) und Reichsmarschall (1651); 1646 Sondergesandter in Frankreich; seit 1647 Reichsrat; 1648-1650 Gouverneur des Meißnischen Estats zu Leipzig; 1649-1651 und 1655-1657 Generalgouverneur von Schwedisch-Livland; 1651 Hofmarschall; 1652 Reichskammerrat und Präsident des Kammerkollegiums; 1652-1660 Reichsschatzmeister; 1660-1680 Reichskanzler; 1680-1684 Reichsdrost.

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Robert Devereux
Earl Robert of Essex
Viscount Robert Hereford

geb. 1591
gest. 1646
Anm.: Sohn des Robert Devereux, 2nd Earl of Essex und 3rd Viscount Hereford (1565-1601); ab 1604 3rd Earl of Essex und 4th Viscount Hereford; seit 1612 High Steward of Sutton Coldfield und Lord Lieutenant of Staffordshire (bis 1627); 1617-1627 und 1628-1642 Custos Rotulorum of Staffordshire; 1629-1642 Lord Lieutenant of Staffordshire; 1641/42 Lord Chamberlain of the Household und Lord Lieutenant of Yorkshire; 1642-1644 Captain-General der englischen Parlamentsarmee.

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George Digby
Earl George of Bristol

geb. 1612
gest. 1677
Anm.: Sohn des John Digby, ab 1622 1st Earl of Bristol (1580-1653); 1640/41 Mitglied des englischen Parlaments (House of Commons); seit 1643 Privy Councillor; 1643-1645 Secretary of State; 1645/46 Lieutenant general of the royal forces north of the River Trent; 1646-1660 als Royalist Exil in Frankreich und Spanien; seit 1653 2nd Earl of Bristol und Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Eleonora Elisabeth von Ditten
Elisabeth Eleonora von Ditten

gest. 1676
Anm.: Tochter des Jürgen von Ditten (gest. 1629) zu Werle; um 1637/62 Kammerjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); später Konversion zum katholischen Glauben; vgl. Stian Herlofsen Finne-Grønn: Den mecklenburgsk-uradelige Aet v. Ditten, Christiania 1911, S. 7.
Frans van Donia

geb. 1580
gest. 1651
Anm.: Sohn des Kempe van Donia (gest. 1622); vor 1643 Vertreter der Ritterschaft der Provinz Friesland bei den Generalstaaten; 1646-1648 Gesandter der Provinz Friesland beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (Ernennung bereits 1643).

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August Adolf von Drandorf

geb. ca. 1590
gest. 1656
Anm.: Sohn des Wolf Friedrich von Drandorf (gest. 1632) auf Belgern; kursächsischer Obristleutnant (1631), Obrist (1635-1650) und Generalwachtmeister (1649); Kommandant von Leipzig (1636-1638), Magdeburg (1638-1646) und Großenhain (1648-1650); 1649/50 kursächsischer Gesandter auf dem Nürnberger Exekutionskongress; 1644 Erhebung in den Freiherrenstand.

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Graf Johann Draskowitsch von Trakostjan
Graf Ivan Drašković Trakošćanski

geb. 1603
gest. 1648
Anm.: Sohn des kroatischen Bans ohann Draskowitsch von Trakostjan (ca. 1550-1613); 1625-1637 und ab 1646 kaiserlicher Kämmerer; 1640-1646 Ban von Kroatien und Oberbefehlshaber der Kroatischen Militärgrenze in Karlovac; seit 1646 Palatin von Ungarn; 1631 Erhebung in den Grafenstand.

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Hans Friedrich Eckardt

geb. 1622
gest. nach 1680/vor 1683
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Brauers Johann Eckardt (gest. vor 1640); spätestens ab 1639 Bediensteter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1643/47 Amts- bzw. Hofkopist sowie vermutlich seit 1643 zugleich fürstlicher Küchenschreiber (noch 1648); um 1649/55 Kammerschreiber (Kammerrechnungsführer); um 1653 auch Kammerdiener; ab 1658 Bauherr und um 1670/80 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister sowie Rat in Bernburg; seit 1634 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Georg Enderling

geb. 1583
gest. 1664
Anm.: Geboren in Zerbst; Magister; 1618-1620 Schulkonrektor in Bernburg; Pfarrer in Altenburg bei Nienburg/Saale (1620-1635) und an der Bernburger Nikolaikirche (seit 1635); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 241.
Christian Engelhardt
Christian Angelocrator

geb. 1607
gest. 1679
Anm.: Sohn des späteren Köthener Hofpredigers und Superintendenten Daniel Engelhardt (1569-1635); 1635-1637 schwedischer Feldprediger bei Feldmarschall Johan Banér (1596-1641); 1637-1643 Pfarrer von Pißdorf; seit 1643 Pfarrer in Dohndorf; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 204.
König Karl I. von England
König Karl I. von Schottland
König Karl I. von Irland

geb. 1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England) (1566-1625); ab 1625 König von England, Schottland und Irland; 1649 durch das Parlament des Hochverrats angeklagt und hingerichtet; seit 1611 Ritter des Hosenbandordens.

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Hans Peter Escher vom Luchs

geb. 1590
gest. 1669
Anm.: Sohn des Zürcher Bürgers Hans Jakob Escher vom Luchs (1566-1625); seit 1611 Hofmeister des Grafen Ernst Georg von Hohenzollern-Sigmaringen (1585-1623); 1619 Leutnant unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); 1620 kurpfälzischer Kapitänleutnant und Hauptmann unter Prinz Christian d. J. von Anhalt-Bernburg; 1625 venezianischer Obrist; danach in schwedischen Kriegsdiensten; bereits um 1642 Obrist des Stadtstaats Zürich; ca. 1650-1660 erneut venezianischer Obrist.
Graf Nikolaus Esterházy von Galántha
Esterházy Miklós (Gróf Galánthai)

geb. 1582/83
gest. 1645
Anm.: Sohn des calvinistischen Magnaten Franz Esterházy von Galántha (1533-1604); Konversion zum katholischen Glauben; ab 1618 Obergespan des Sohler Komitats und Magister curiae regiae (Reichsmarschall); 1619/20 Befehlshaber Kaiser Ferdinands II. (1578-1637) an den Grenzen Ungarns; seit 1622 kaiserlicher Kämmerer; 1622-1625 Kreis-Oberbefehlshaber der Bergstädte; ab 1625 Palatin von Ungarn; 1630 und 1644 Oberbefehlshaber über die kaiserlichen Truppen in Ungarn; 1626 Erhebung in den Grafenstand; seit 1628 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Thomas Fairfax
Lord Thomas Fairfax of Cameron

geb. 1612
gest. 1671
Anm.: Sohn des Ferdinando Fairfax, 2nd Lord Fairfax of Cameron (1584-1648); 1639/40 Teilnahme an den Bischofskriegen gegen die Schotten; Kriegsdienst für das englische Parlamentsheer als Lieutenant-general of the Horse unter seinem Vater (1642-1645) sowie Commander-in-Chief of the Forces und Captain General (1645-1650); seit 1648 3rd Lord Fairfax of Cameron; 1651-1660 Lord of Mann; danach Rückzug auf die Güter.

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Odoardo I Farnese
Duca Odoardo I di Parma e Piacenza
Duca Odoardo I di Castro

geb. 1612
gest. 1646
Anm.: Sohn des Ranuccio I Farnese, Duca di Parma e Piacenza (1569-1622); ab 1621 Gonfaloniere der katholischen Kirche; seit 1622 Duca di Parma e Piacenza und Duca di Castro (bis 1628 unter Vormundschaft).

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König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

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Bartholomäus Friedrich

gest. 1664
Anm.: Geboren in der Oberpfalz; Pfarrer in Preußlitz (1636-1642) und Baalberge (seit 1642); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 252.
Barthold van Gent

gest. 1650
Anm.: Sohn des geldrischen Rats Cornelis van Gent (gest. 1614); ab 1614 Mitglied der Ritterschaft von Nijmegen; seit 1625 Rat und Rechenmeister von Gelderland; ab 1640 Amtmann von Bommel, Tieler- und Bommelerwaarden; Deputierter der Ritterschaft der Provinz Gelderland bei den Generalstaaten; 1646-1648 Gesandter der Provinz Gelderland und Sprecher der gesamten niederländischen Delegation beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (Ernennung bereits 1643).

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Johann Philipp Geuder von Heroldsberg
Johann Philipp Rabensteiner

geb. 1597
gest. 1650
Anm.: Sohn des Nürnberger Patriziers und kurpfälzischen Regimentsrats Jakob Geuder von Heroldsberg (1575-1616); zunächst kaiserlicher Leutnant (im Regiment der fränkischen Reichsritterschaft) und Rittmeister; Rat des Kantons Gebürg; Hofmeister und Kanzleidirektor des Grafen Wolfgang Ernst von Löwenstein-Wertheim (1578-1636); zwischen 1631 und 1635 schwedischer Rittmeister und Kriegsrat im Fränkischen Reichskreis, auch Gesandter der fränkischen Reichsritterschaft; 1634/35 Vertreter der Grafen im fränkischen Kreisrat des Heilbronner Bundes; ab 1635 Ritterhauptmann des Reichsritterkantons Gebirg; 1636 Reisehofmeister und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit dem gleichen Jahr auch Rat von diesem und des Markgrafen Christian von Brandenburg-Bayreuth (1581-1655); im Dezember 1636 anlässlich der Krönung Ferdinands III. zum römischen König zum Ritter geschlagen; später Direktor der fränkischen Reichsritterschaft; zuletzt auch Generaldirektor der reichsunmittelbaren Ritterschaftskreise Franken, Schwaben und Rheinstrom; ab 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ergänzende").

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Johann von Geyso

geb. 1593
gest. 1661
Anm.: Sohn des hessischen Rentmeisters Peter Geyse (1555-1613) in Borken; zunächst in niederländischen, schwedischen, polnischen und russischen Kriegsdiensten; 1620 böhmisch-konföderierter Hautmann; danach Rittmeister unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626) bzw. Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); 1626-1628 dänischer Major; ab 1628 landgräflicher Amtmann in Eschwege; hessisch-kasselischer Generalquartiermeister und Obristleutnant (1630), Obrist (1630), Generalmajor (1644) und Generalleutnant (1647); seit 1648 Geheimer Kriegsrat und Gouverneur von Kassel; 1658 Nobilitierung.

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Georg Glaum
Georg Glaun

gest. 1656
Anm.: Spätestens 1624 bis 1637 fürstlicher Jäger und Hegereiter in Bernburg; seit 1637 Kämmerer in der Bernburger Bergstadt; zuletzt Brauer und Ratsherr in Zerbst.
Graf Johann Siegmund Friedrich von Götz(en)

geb. 1622
gest. 1662
Anm.: Sohn des Grafen Johann von Götzen (1599-1645); kaiserlicher Obrist (1646) und Generalfeldwachtmeister (1657).
Melchior von Grubbach

gest. 1654
Anm.: Sohn des Tübinger Ratsherrn Philipp (von) Grubbach; kursächsischer Obristleutnant (um 1641/42) und Obrist (um 1646/48); Kommandant in Zittau (1641/42), später in Wittenberg (um 1646/48); Amtshauptmann zu Zörbig, Bitterfeld und Delitzsch.

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Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Martin Hahn

gest. 1648
Anm.: Spätestens seit 1638 fürstlicher Sattelknecht in Bernburg.
Martin Hanckwitz

gest. 1675
Anm.: Geboren in Preußen; später Bürger in Nienburg/Saale; 1640 Interimslehrer und dann bis 1650 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718), ab 1648 auch für deren Bruder Karl Ursinus (1642-1660); um 1651/52 fürstlicher Sekretär in Bernburg; seit 1652 Ratskämmerer in Köthen.

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August von Hanow

geb. 1591
gest. 1661
Anm.: Sohn des pommerschen Adligen und Greifenberger Bürgermeisters Dionysius von Hanow; 1603-1616 Page an thüringischen, pommerschen, dänischen und schleswig-holsteinischen Höfen; ab 1616 in braunschweigischen, kursächsischen, badischen und spanischen Kriegsdiensten; 1618-1631 außerdem Kammerjunker der verwitweten Kurfürstin Hedwig von Sachsen (1581-1641); kursächsischer Rittmeister (1631), Obristwachtmeister (1632), Obristleutnant (1633), Obrist (1635-1650) und Generalwachtmeister (1640); 1642-1644 schwedischer Kriegsgefangener; 1645-1647 Befehlshaber der kursächsischen Reiter in der kaiserlichen Armee; 1655-1660 Oberhauptmann von Thüringen sowie Amtshauptmann von Langensalza, Thamsbrück und Weißensee; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Glänzende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Andreas (1) Hesius
Andreas Heise

geb. 1610
gest. 1693
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgers Simon Heise; Dr. theol.; 1642-1655 Rektor der Bernburger Stadtschule; daneben Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien (1644/45) und der Marienkirche (1645-1655) in Bernburg; 1655-1659 Pfarrer und Hofprediger in Plötzkau; seit 1659 Superintendent und Oberpfarrer an St. Marien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 285.

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Landgraf Georg II. von Hessen-Darmstadt

geb. 1605
gest. 1661
Anm.: Sohn des Landgrafen Ludwig V. von Hessen-Darmstadt (1577-1626); seit 1626 regierender Landgraf von Hessen-Darmstadt.

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Landgraf Friedrich von Hessen-Eschwege
Landgraf Friedrich von Hessen-Kassel

geb. 1617
gest. 1655
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); seit 1632 Titularlandgraf von Hessen-Eschwege unter der Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel; schwedischer Obrist (1640) und Generalmajor (1648).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Landgräfin Amalia Elisabeth von Hessen-Kassel
Geburtsname: Gräfin Amalia Elisabeth von Hanau-Münzenberg

geb. 1602
gest. 1651
Anm.: Tochter des Grafen Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg (1576-1612); 1619-1637 Ehe mit Landgraf Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); 1637-1650 Regentin der Landgrafschaft Hessen-Kassel für ihren unmündigen Sohn Wilhelm VI. (1629-1663).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Graf Gustaf Carlsson Horn af Björneborg

geb. 1592
gest. 1657
Anm.: Sohn des finnischen Adligen Carl Henriksson Horn (gest. 1601); ab 1618 Kammerherr des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); schwedischer Obrist (1621) und Feldmarschall (1628); seit 1625 Reichsrat; 1632-1634 Oberbefehlshaber des schwedischen Heeres im Heiligen Römischen Reich; 1634-1642 bayerischer Kriegsgefangener; ab 1643 Vizepräsident des Kriegsrats; 1652/53 Generalgouverneur in Livland; seit 1653 Reichsmarschall und Präsident des Kriegsrats; 1651 Erhebung in den Grafenstand.

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Godefroid Hotton

geb. 1596
gest. 1656
Anm.: Geboren in Stavelot (bei Lüttich); Studium der reformierten Theologie in Heidelberg und Genf (bis 1621); später Prediger in Frankenthal, Aix und Bremen (bis 1629); danach Pfarrer der wallonisch-reformierten Gemeinden in Limbourg (bis 1633) und Amsterdam (seit 1634).

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Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

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Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Maria Anna
Königin Maria Anna von Böhmen
Königin Maria Anna von Ungarn
Erzherzogin Maria Anna von Österreich
Geburtsname: Infantin Maria Anna von Spanien

geb. 1606
gest. 1646
Anm.: Tochter des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); seit 1631 Ehe mit Kaiser Ferdinand III. (1608-1657).

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Christian Ernst von Knoch(e)

geb. 1608
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kaspar Ernst von Knoch (1582-1641); Erbherr auf Trinum; 1631-1639 in Kriegsdiensten, zuletzt als kursächsischer Obristleutnant und Generaladjutant (um 1637); ab 1641 Landeshauptmann des Teilfürstentums Anhalt-Zerbst; seit 1643 anhaltischer Gesamtrat; 1645-1650 Geheimer Rat des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1650 Direktor der Köthener Vormundschaftsregierung; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Weichende").

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Johan de Knuyt

geb. 1587
gest. 1654
Anm.: Sohn des Middelburger Licentmeisters Laurents de Knuyt; Ratsherr und ab 1612 Bürgermeister von Middelburg; seit 1616 Deputierter der Provinz Zeeland bei der Generalitätsrechenkammer in Den Haag; Rat des Statthalters Fürst Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); Vorsitzender der Zeeländer Staaten; Vorsteher der Ritterschaft von Zeeland bei den Generalstaaten; 1646/47 Gesandter der Provinz Zeeland beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (Ernennung bereits 1643).

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Graf Hans Christoph von Königsmarck

geb. 1600
gest. 1663
Anm.: Sohn des Konrad von Königsmarck (gest. vor 1621) auf Kötzlin; ab 1616 Page am Woffenbütteler Hof; 1620-1630 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Fähnrich; schwedischer Rittmeister (1631), Major (1633), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1640), Generalleutnant (1645) und Feldmarschallleutnant (1648); seit 1645 Generalgouverneur der Stifter Bremen und Verden; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Grafenstand; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Streitende").

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Charles de La Porte
Marquis bzw. Duc Charles de La Meilleraye

geb. 1602
gest. 1664
Anm.: Sohn des Charles de La Porte, Seigneur de la Meilleraye; seit 1632 Lieutenant-général de Bretagne; militärische Karriere als Grand maître de l'artillerie de France (1632), Lieutenant-général des armées du roi (1635) und Maréchal de France (1639); seit 1643 Gouverneur der Bretagne in Nantes; 1648/49 Surintendant des Finances; 1663 Erhebung vom Marquis zum Duc de La Meilleraye.

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Henri (2) de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri (2) de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri (1) de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

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Graf Johann Maximilian von Lamberg

geb. 1608
gest. 1682
Anm.: Sohn des Georg Sigmund von Lamberg (1565-1632); ab 1631 kaiserlicher Kämmerer; 1637-1649 Reichshofrat; 1644-1649 kaiserlicher Prinzipalgesandter bei den Osnabrücker Friedensverhandlungen; 1653-1660 kaiserlicher Botschafter in Madrid; seit 1657 Geheimer Rat; 1661-1675 Obristkämmerer; ab 1675 Obersthofmeister und Geheimer Konferenzminister; 1641 Erhebung in den Grafenstand; seit 1655 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Prince Claude-Lamoral de Ligne
Prince Claude-Lamoral d' Amblise
Prince Claude-Lamoral d' Épinoy
Marquis Claude-Lamoral de Roubaix

geb. 1618
gest. 1679
Anm.: Sohn des Florent de Ligne, Marquis de Roubaix et Prince d'Amblise (1588-1622); ab 1635 in spanischen Kriegsdiensten, zuletzt als Generalkapitän der Kavallerie in den Spanischen Niederlanden (1648-1669); seit 1641 Prince de Ligny, d'Amblise et d'Épinoy und Marquis de Roubaix; 1660 Botschafter in England; 1670-1674 Vizekönig von Sizilien; 1674-1678 Gouverneur des Herzogtums Mailand; ab 1646 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Graf Axel Gustafsson Lillie

geb. 1603
gest. 1662
Anm.: Sohn des Gustaf Axelsson Lillie (gest. 1605); 1619 Page des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); schwedischer Leutnant (1626), Obrist (1630), Generalmajor (1635), General (1654) und Feldmarschall (1657); ab 1638 Vizegouverneur in Vorpommern und Kommandant von Stralsund; 1641-1648 Vizegouverneur von ganz Pommern; zugleich 1642-1648 Gouverneur des Meißnischen Estats und Oberkommandant von Leipzig; seit 1648 Reichsrat; ab 1651 Kriegsrat; seit 1652 Kammerrat; 1652-1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1655/56 Gouverneur von Halland; ab 1661 Generalgouverneur von Livland; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand; seit 1652 Graf von Lillieborg.

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Georg Lippay
Lippay György
Bischof Georg von Veszprém
Bischof Georg von Erlau
Erzbischof Georg von Gran

geb. 1600
gest. 1666
Anm.: Sohn des Johann Lippay (gest. 1616); 1633-1637 Bischof von Veszprém; ab 1635 Reichskanzler von Ungarn; kaiserlicher Geheimer Rat; 1637-1642 Bischof von Erlau (Eger); seit 1642 Erzbischof von Gran (Esztergom).

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Johann Löw (von Eisenach) d. Ä.

geb. 1575
gest. 1649
Anm.: Vermutlich geboren in Eisenach; Hofadvokat und 1604-1645 anhaltischer Agent beim Reichshofrat in Wien; Tätigkeit in derselben Funktion für weitere lutherische und reformierte Reichsfürsten und -grafen (u. a. Braunschweig und Lüneburg, Pfalz-Sulzbach, Hanau-Münzenberg bzw. -Lichtenberg, Hohenlohe-Neuenstein, Castell, Bentheim-Tecklenburg, Nassau-Dillenburg, Erzstift Bremen) sowie für den König von Dänemark; 1614 Nobilitierung ("Löw von Eisenach").
Henri (2) de Lorraine
Comte Henri d' Harcourt
Comte Henri de Brionne
Comte Henri d' Armagnac
Comte Henri de Charny
Vicomte Henri de Marsan

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Sohn des Charles I de Lorraine, Duc d'Elbeuf (1556-1605); ab 1605 Comte d'Harcourt und de Brionne; Teilnahme an der Schlacht vom Weißen Berg (1620) und dem letzten Krieg gegen die Hugenotten (1621-1628); seit 1636 französischer General; 1643-1658 Grand écuyer de France; 1645-1647 französischer Vizekönig von Katalonien; ab 1645 Comte d'Armagnac; seit 1646 auch Comte de Charny und Vicomte de Marsan; zudem Sénéchal de Bourgogne; 1649-1659 Gouverneur des Elsass; seit 1659 Gouverneur des Anjou.

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Melchior Loyß
Melchior Louis

geb. 1576
gest. 1650
Anm.: Ab 1606 in anhaltisch-bernburgischen Diensten, zunächst als Einnehmer(?) der oberpfälzischen Regierung, spätestens seit 1620 als Pfennig- (bis 1633) und Schatzmeister, ab 1634 als Amtmann von Harzgerode und fürstlicher Obereinnehmer der Harzämter (bis 1637) sowie als Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (bis 1650); 1638/39 Bernburger Stadtvogt; 1639-1646 Hofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Daniel Marggraf

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Dröbeler Lehrers Philipp Marggraf (gest. 1645); ab 1637 Studium am Zerbster Gymnasium Illustre; 1643-1663 Pfarrer in Waldau; 1663/64 übergangsweise Schulrektor in Bernburg; seit 1664 Pfarrer an der Bernburger Nikolaikirche; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 347.

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Johan van Mathenesse

geb. 1596
gest. 1653
Anm.: Sohn des Adriaen van Mathenesse (gest. 1621); ab 1626 Mitglied der holländischen Ritterschaft; 1646-1648 Gesandter der Provinzen Holland und Friesland beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (Ernennung bereits 1643).

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Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

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Peter Melander
Graf Peter von Holzappel
Peter Eppelmann

geb. 1589
gest. 1648
Anm.: Sohn des gräflich-nassauischen Landreiters Wilhelm Eppelmann (gest. 1592); Besuch des Pädagogiums bei der Hohen Schule zu Herborn; um 1604 Studium in Leiden; Page des Grafen Johann Ernst von Nassau-Siegen (1582-1617); 1615-1617 und 1625-1631 in venezianischen Kriegsdiensten; 1620 Obrist eines Schweizerregiments in Basel; 1633-1640 hessisch-kasselischer Generalleutnant und Kriegsrat; seit 1642 kaiserlicher Feldmarschall; 1641 Erhebung in den Grafenstand.

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Claude de Mesmes
Comte Claude d' Avaux

geb. 1595
gest. 1650
Anm.: Sohn des Jean-Jacques de Mesmes (1560-1642); ab 1617 Mitglied im Grand Conseil; seit 1623 Maître des requêtes und Conseiller d'État; französischer Gesandter in Venedig (1627-1632) und Rom (1632-1634); 1634-1637 diplomatische Missionen in Dänemark, Polen und Schweden; 1637-1642 außerordentlicher Gesandter bei den Hansestädten (Hamburg); 1644-1648 französischer Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; ab 1649 Surintendant des finances; seit 1638 Comte d'Avaux.

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Martin Milag(ius)

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Schreibers Jakob Milag (1561-1637) aus Triestewitz bei Torgau; 1619-1622 Rechtsstudium in Frankfurt/Oder; 1622 Lic. jur.; 1623-1626 Advokat in Zerbst; 1626-1632 Amtmann von Bernburg; ab 1631 auch anhaltisch-bernburgischer Rat; 1632-1634 Rat im Hochstift Halberstadt unter dem schwedischen Statthalter Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dessen und Fürst Augusts von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) Rat; seit 1635 anhaltischer Gesamtrat; daneben anhaltisch-zerbstischer (1637-1645) und anhaltisch-dessauischer Kanzler (ab 1654); zudem anhaltischer Gesandter auf dem Frankfurter Konvent (1634), auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück (1645-1648) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mindernde").

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Graf bzw. Fürst Johann Ludwig von Nassau-Hadamar

geb. 1590
gest. 1653
Anm.: Sohn des Grafen Johann VI. von Nassau-Dillenburg (1536-1606); 1607-1650 regierender Graf und ab 1650 erster Fürst von Nassau-Hadamar; 1629 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1629 kaiserlicher Kämmerer; ab 1636 Reichshofrat; seit 1643 Geheimer Rat von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1643-1649 kaiserlicher Primargesandter für die Verhandlungen mit Frankreich beim Westfälischen Friedenskongress; ab 1614 Ritter des Hosenbandordens; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erklärende"); ab 1647 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Graf Friedrich Heinrich von Nassau-Dillenburg
Fürst Friedrich Heinrich von Oranien

geb. 1584
gest. 1647
Anm.: Sohn des Fürsten Wilhelm I. von Oranien (1533-1584); ab 1625 Fürst von Oranien und Statthalter der Vereinigten Niederlande; seit 1627 Ritter des Hosenbandordens.

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N. N. Niclas (1)

Anm.: Mutter von Oswald Niclas.
N. N. Niclas (2)

Anm.: Bruder von Oswald Niclas.
N. N. Niclas (3)

Anm.: Bruder von Oswald Niclas.
N. N. Niclas (4)

Anm.: Bruder von Oswald Niclas.
N. N. Niclas (5)

Anm.: Um 1646 Ehefrau von Oswald Niclas.
Oswald Niclas

geb. vor 1606
Anm.: Um 1646 bei Frankfurt (Main) lebender kleinwüchsiger Gutsbesitzer.
Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

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Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

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Henri II d' Orléans
Duc Henri II de Longueville
Duc Henri II d' Estouteville
Prince Henri II de Châtelaillon
Comte bzw. Prince Henri I de Neuchâtel

geb. 1595
gest. 1663
Anm.: Sohn des Henri I d'Orléans, Duc de Longueville (1568-1595); ab 1595 Duc de Longueville und d'Estouteville, Prince de Châtellaillon und Comte de Neuchâtel; zunächst Gouverneur der Picardie; 1619/20 und seit 1627 Gouverneur der Normandie; 1636-1643 mehrmals französischer General in Italien; ab 1643 souveräner Prince de Neuchâtel; 1645-1648 französischer Prinzipalgesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; 1648-1653 Beteiligung an der Fronde.

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Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

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Adriaen Pauw

geb. 1585
gest. 1653
Anm.: Sohn des Amsterdamer Bürgermeisters Reynier Pauw (1564-1635); Herr von Heemstede, Hoogersmilde, Bennebroek und Nieuwerkerk; Kaufmann in Amsterdam; 1611-1637 Pensionaris der Stadt Amsterdam; ab 1618 wiederholt in diplomatischen Diensten; seit 1627 Rat und Rechenmeister der Provinzen Holland und Westfriesland; 1631-1636 Ratspensionär (Regierungschef) der Provinz Holland; 1646-1648 Gesandter der Provinz Holland beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (Ernennung bereits 1643); 1648-1652 präsidierender Rat und Rechenmeister der Domänen von Holland und Westfriesland; 1651-1653 erneut Ratspensionär; 1649 und 1652 niederländischer Gesandter in London.

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Georg Hans von Peblis

geb. 1577/78
gest. 1650
Anm.: Sohn des Wilhelm von Peblis (gest. 1623) aus schottischer Adelsfamilie (Peebles); 1604 badisch-durlachischer Kammerjunker; 1610 Obristleutnant im Unionsheer; 1612 im Dienst der englischen Prinzessin Elisabeth Stuart (1596-1662); 1613 im Gefolge des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); kurpfälzischer Obristleutnant unter Prinz Christian d. J. von Anhalt-Bernburg (1620) und Obrist (1621); 1621/22 Obrist unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); 1622 in Züricher Kriegsdiensten; 1626 dänischer Kriegskommissar; ab 1626 im Dienst von George Villiers, Duke of Buckingham (1592-1628); 1629-1631 Militärberater und Obrist der Republik Zürich; danach schwedischer Obrist; ca. 1633/34 Angehöriger des Consilium formatum (Heilbronner Bund); 1639 erneut in Zürcher Diensten; 1641 kurpfälzischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; seit 1625 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sanfte").

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Georg Petz d. Ä.

gest. 1660
Anm.: Bereits vor 1620 Sattelknecht des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg; um 1627 auch reisiger Knecht von dessen Vater Christian I. (1568-1630); 1636-1639 fürstlicher Musketier und seit 1639 Trabant auf Schloss Bernburg.
Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg
Herzog Wolfgang Wilhelm von Jülich und Berg

geb. 1578
gest. 1653
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Philipp Ludwig von Neuburg (1547-1614); 1613 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1614 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg sowie Herzog von Jülich und Berg; seit 1615 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz
König Friedrich I. von Böhmen

geb. 1596
gest. 1632
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1610-1623 Kurfürst von der Pfalz (bis 1614 unter Vormundschaft); 1619/20 ebenso König von Böhmen ("Winterkönig"); ab 1620 Exil in den Vereinigten Niederlanden; 1623 Übertragung der pfälzischen Kurwürde auf Herzog Maximilian I. von Bayern (1573-1651) durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); seit 1612 Ritter des Hosenbandordens.

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Pfalz, Haus
Kurfürsten von der Pfalz
Pfalzgrafen bei Rhein

Anm.: Rheinpfälzischer Zweig der reichsfürstlichen Wittelsbacher-Dynastie.

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König Wladislaw IV. von Polen
Großfürst Wladislaw II. von Litauen

geb. 1595
gest. 1648
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1610-1613 erwählter Zar des Moskauer Reiches; ab 1632 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1615 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Karl Rabenhaupt von Sucha
Karl Robmháp ze Suché

geb. 1602
gest. 1675
Anm.: Sohn des böhmischen Adligen Sigmund Rabenhaupt von Sucha (1568-1624); zunächst der böhmischen Konföderierten (1620) und Vereinigten Niederlande (1627 Leutnant); später hessisch-kasselischer Obristleutnant (1633), Obrist (1636) und Generalwachtmeister (bis 1648); ab 1672 niederländischer Generalleutnant; seit 1673 zudem Bürgermeister von Groningen, Drost von Drenthe und Gouverneur von Coevorden

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Godart van Reede

geb. 1588
gest. 1648
Anm.: Sohn des Gerard van Reede (gest. 1612); 1600-1618 Domherr in Utrecht; ab 1618 Mitglied der Ritterschaft der Provinz Utrecht; Vertreter Utrechts bei den Generalstaaten; seit 1644 Statthalter der Lehen der Provinz Utrecht und der Abtei St. Paulus; 1646-1648 Gesandter der Provinz Utrecht beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (Ernennung bereits 1643).

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Valentin Reichard

gest. 1661
Anm.: Geboren in Neunburg vorm Wald (Oberpfalz); 1636 Lehrer in Großweissandt; 1636/37 Pestpfarrer in Köthen; Pfarrer in Edderitz (1637/38?), Neudorf (1638?-1641) und Cörmigk (seit 1641); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 387.
Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Willem Ripperda

geb. ca. 1600
gest. 1669
Anm.: Sohn des Unico Ripperda (gest. 1625); Herr von Hengelo, Boekelo, Boxbergen und Rijsenburg; zunächst in niederländischen Kriegsdiensten, u. a. als Rittmeister (1623); ab 1631 Mitglied der Ritterschaft der Provinz Overijssel; 1633-1663 Vertreter der Ritterschaft Overijssels bei den Generalstaaten; 1646-1648 Gesandter der Provinz Overijssel beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (Ernennung bereits 1644).

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Ernst Dietrich von Röder

geb. ca. 1608
gest. 1686
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Wolf Dietrich von Röder (gest. 1624); Erbherr auf Ermsleben; bis 1630 Edelknabe und Kammerjunge des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ca. 1632-1635 Hofjunker und ab 1636 Kammerjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1634 zudem fürstlicher Kriegskommissar in den Ämtern Güntersberge und Harzgerode; bis 1650 anhaltisch-bernburgischer Kriegskommissar; ab 1650 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg von Haus aus; seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Diensthafte").
Anne de Rohan

geb. 1584
gest. 1646
Anm.: Tochter des Vicomte René II de Rohan (1550-1586); hugenottische Dichterin.

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Vicomte bzw. Duc Henri de Rohan

geb. 1579
gest. 1638
Anm.: Sohn des Vicomte René II de Rohan (1550-1586); 1586-1603 Vicomte und ab 1603 Duc de Rohan und Pair de France; 1605-1608 Colonel général der Schweizergarde in Paris; 1618-1626 Colonel général der französischen Kavallerie; 1621-1629 militärischer Führer der Hugenotten; 1629-1634 Exil in Italien; 1635-1637 Befehlshaber der französischen Armee im Veltlin; 1638 Berater des für Frankreich kämpfenden Herzogs Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639).

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Georg Rust

geb. 1616
gest. vor 1677
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgermeisters und Landrichters Christoph Rust (gest. 1647); seit 1639 Kammerdiener der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718) (noch 1644 im Dienst); spätestens 1646 Kammerdiener des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660).
Herzog Franz Karl von Sachsen-Lauenburg

geb. 1594
gest. 1660
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); 1621-1623 und 1625/26 Obrist unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); 1626/27 dänischer Obrist; 1630-1633 schwedischer Obrist; 1633-1635 kurbrandenburgischer Obrist; 1635-1637 kursächsischer Obrist und Generalmajor; 1637 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1637 Friedensvermittler zwischen Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) und Schweden; ab 1638 kaiserlicher Generalfeldwachtmeister; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schönste").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg

geb. 1586
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); bereits als Jugendlicher Konversion zum katholischen Glauben; kaiserlicher Obrist (1618-1635) und Feldmarschall (1629); 1634/35 Inhaftierung wegen seiner Vertrauensstellung bei Wallenstein (1583-1634); ab 1637 Friedensvermittler zwischen Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) und Schweden; seit 1656 regierender Herzog von Sachsen-Lauenburg; ab 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Glückhafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar

geb. 1598
gest. 1662
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender, ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Weimar; Obrist unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1620-1622) und Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach (1622); 1623 General unter Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); 1623/24 kaiserlicher Gefangener; 1631-1635 schwedischer Militärgouverneur von Thüringen und Statthalter von Erfurt; 1632-1635 schwedischer Generalleutnant; 1617 Gründungsmitglied und seit 1651 zweites Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schmackhafte").

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Herzog August (1) von Sachsen-Weißenfels
Administrator August von Magdeburg

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1635/38 Administrator des Erzstifts Magdeburg; seit 1657 zugleich regierender Herzog von Sachsen-Weißenfels (kursächsische Sekundogenitur); ab 1643 Mitglied und seit 1662 drittes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgeratene").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

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Johann Bertram von Scheidt
Johann Bertram von Weschpfennig

geb. 1580
gest. 1662
Anm.: Sohn des Wilhelm von Scheidt, genannt Weschpfennig (ca. 1535-1611); Erbherr auf Bröl (Herrenbröl), Heltorf, Saurenbach und Rötzinghofen; ab 1591 pfälzisch-neuburgischer Edelknabe; seit 1609 in jülich-bergischen Diensten; Amtmann von Angermund (ab 1610) und Landsberg; seit 1620 jülich-bergischer Geheimer Rat; ab 1621 bergischer Landmarschall; seit 1625 Direktor des bergischen Landtages; später auch Obersthofmeister des Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1578-1653) in den Herzogtümern Jülich und Berg; dessen Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress (1645-1648) und dem Regensburger Reichstag (1652-1654); 1642 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Waldemar Christian von Schleswig-Holstein

geb. 1622
gest. 1656
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); kaiserlicher Obrist (1647-1650) und Feldmarschallleutnant (1649); ab 1649 kaiserlicher Kämmerer und Reichshofrat; seit 1655 schwedischer Obrist.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Ernst Schmidt

Anm.: Geboren in Biendorf; um 1643/48 Schlossmusketier in Bernburg; um 1643/53 zugleich fürstlicher Vogelsteller; um 1651 außerdem Gastwirt in Peißen.
Martin Schmidt

gest. 1657(?)
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); fürstlicher Amtmann und Amtsschreiber in Harzgerode (spätestens 1631-1632); anschließend Amtmann von Bernburg (1632-1637) bzw. Ballenstedt-Hoym (1637-1657).
Balthasar von Schrattenbach

Anm.: Steirischer Adliger; vor 1629 Emigration aus der Steiermark; in den 1640er Jahren Exulant in Bremen; 1642 Interimshofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); um 1653/54 in Hannover; möglicherweise seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Versichernde").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Albrecht Schulte
Albrecht Schultze
Albrecht Schultheß

geb. 1576
gest. 1652
Anm.: Sohn des Hamburger Senators Johann (1) Schulte (1537-1597); Hamburger Kaufmann und Ratsschenk; ab 1621 Sechziger, seit 1623 Kämmereibürger, ab 1628 Kriegskommissar, seit 1629 Jurat, ab 1631 Bürger am Niedergericht, seit 1648 Oberalter und Präses sowie ab 1652 Leichnamsgeschworener der Freien und Hansestadt Hamburg; zudem Beauftragter der Herzöge von Schleswig-Holstein für Finanz- und Handelsangelegenheiten in Hamburg; vgl. Friedrich Georg Buek: Die hamburgischen Oberalten, ihre bürgerliche Wirksamkeit und ihre Familien, Hamburg 1857, S. 95.
Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Simon Heinrich von Schweichhausen
Simon Heinrich von Schwechhausen

geb. ca. 1614
Anm.: Sohn des Bremer Patriziers N. N. Schweichhausen (1); zeitweise Kriegsdienst in England als Fähnrich, Leutnant, Capitän-Leutnant und Rittmeister; 1646-1649 Hofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718) sowie zugleich anhaltisch-bernburgischer Rat; ab 1649 sächsisch-weimarischer Hof- und Kammerjunker (spätestens 1651) sowie Obristleutnant (1651-1655); 1654/55 zudem Hofmeister der Herzöge Bernhard (1638-1678) und Friedrich von Sachsen-Weimar (1640-1656); 1653 Nobilitierung; seit 1651 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Eigentliche").
Abel Servien
Marquis Abel de Sablé
Marquis Abel de Boisdauphin
Comte Abel de La Roche des Aubiers

geb. 1593
gest. 1659
Anm.: Sohn des Antoine Servien, Seigneur de Biviers (gest. 1621); 1616-1624 Procureur général beim Parlament von Grenoble; ab 1618 Conseiller d’État; seit 1624 Maître des requêtes de l'hôtel du roi; 1628/29 Intendant de la généralité de Bordeaux; 1630/31 Präsident des Parlaments von Bordeaux; 1630-1636 Secrétaire d’État de la Guerre; französischer Gesandter beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (1644-1646 und 1647-1649) und in Den Haag (1646/47); ab 1648 Ministre d’État; seit 1653 Surintendant des Finances; ab 1656 Marquis de Boisdauphin et de Sablé.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Justus Sinold
Justus von Schütz

geb. 1592
gest. 1657
Anm.: Sohn des Butzbacher Gasthalters und Kellers Helwig Sinold, genannt Schütz (1560–1643); ab 1606 Studium der Rechtswissenschaften in Gießen, Marburg, Köln und Pont-à-Mousson; 1619 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Gießen; 1625/26 außerplanmäßiger und 1626-1650 ordentlicher Professor der Rechte in Marburg; hessisch-darmstädtischer Rat (seit 1629), Geheimer Rat (ab 1641) und Vizekanzler der Gießener Regierung (1649/50); 1645 Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Osnabrück; seit 1650 ordentlicher Professor der Rechte sowie Kanzler der Regierung in Gießen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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Friedrich Spanheim d. Ä.

geb. 1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Amberger Pädagogium-Rektors Wigand Spanheim (gest. 1620); Studium in Heidelberg (1614-1619) und Genf (1619/20); 1621-1623 Privatlehrer bei Jean de Bonne, Baron de Vitrolles; Professor für Philosophie (1626-1631) und Theologie (1631-1642) sowie 1633-1637 auch Rektor der Akademie in Genf; 1642 Promotion zum Dr. theol. an der Universität Basel; seit 1642 Professor für Theologie in Leiden.

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Ture Eriksson Sparre af Rossvik

geb. 1593
gest. 1664
Anm.: Sohn des schwedischen Reichskanzlers Erik Larsson Sparre af Rossvik (1550-1600); ab 1630 Assessor am Sveaer Berufungsgericht (Svea hovrätt); 1633/34 Statthalter von Västmanland und Västerdalarna; 1634-1639 Landshövding von Västmanland; 1639-1645 Hofmarschall; 1645-1661 schwedischer Reichsrat; 1647 Erhebung in den Freiherrenstand.
Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Johann Sternberg

gest. 1650
Anm.: Vermutlich Dr. jur.; um 1646/48 schleswig-holsteinischer und spätestens seit 1647 auch anhaltisch-bernburgischer Agent in Wien.
Leonhard Sutorius

geb. 1576
gest. 1642
Anm.: Sohn des Nürnberger Pfarrers Leonhard Schuster; 1612-1618 Pfarrer in Ransberg/Oberpfalz; 1618-1620 Pfarrer zuerst in Rohrenstadt, danach in Bergau; 1620 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Ballenstedt; seit 1638 Superintendent und Pfarrer an der Marienkirche zu Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 443.
Wolfgang Sutorius

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des späteren Ballenstedter bzw. Bernburger Pfarrers Leonhard Sutorius (1576-1642); bis 1643 fürstlicher Amtsschreiber in Harzgerode; 1646-1648 fürstlicher Gutsverwalter in Zepzig; seit 1648 Korn- und um 1649/54 Amtsschreiber in Bernburg.
Johann (1) Tappe

gest. nach 1659
Anm.: Vermutlich Sohn des Bernburger Amtmanns David Tappe (gest. 1625); um 1644/57 fürstlicher Amts- bzw. Kornschreiber in Bernburg; seit 1649 ebenso Stadtkämmerer der Bernburger Bergstadt (noch 1659); um 1651/53 zugleich Stadtschreiber; um 1656/57 Amtsschreiber.
N. N. Teichmann

Anm.: Um 1646 fürstlicher Jäger in Bernburg.
Graf Maximilian von Trauttmansdorff

geb. 1584
gest. 1650
Anm.: Sohn des Johann Friedrich von Trauttmansdorff (1542-1614); als Jugendlicher Konversion zum katholischen Glauben; Teilnahme am Langen Türkenkrieg; 1609-1618 Reichshofrat; ab 1619 kaiserlicher Kämmerer; spätestens seit 1627 Geheimer Rat; ab 1635 Obersthofmeister von König bzw. Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); wenig später auch Präsident des Geheimen Rates; mehrfach wichtige diplomatische Missionen, u. a. als Unterhändler des Nikolsburger (1622), Prager (1635) und Westfälischen Friedens (1645-1647); 1623 Erhebung in den Grafenstand; seit 1634 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Rudolf Twist

geb. ca. 1615
gest. 1696
Anm.: Lic. jur.; Ratsherr und Stadtsyndikus in Aachen; ca. 1646-1648 Gesandter des katholischen Magistrats der Reichsstadt auf dem Westfälischen Friedenskongress.

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Isaak Volmar

geb. 1582
gest. 1662
Anm.: Sohn des württembergischen Vogts Abraham Volmar in Streußlingen; 1599 Promotion zum Dr. iur. utr. an der Universität Tübingen; 1606-1613 Professor für Rhetorik und 1613-1615 Advokat in Freiburg im Breisgau; ab 1615 im Dienst und seit 1621 Kanzler der vorderösterreichischen Landesregierung in Ensisheim im Elsaß; 1621 Konversion zum katholischen Glauben; nach 1627 zeitweise im Dienst des ebenfalls konvertierten Grafen Johann Ludwig von Nassau-Hadamar (1590-1653); ab 1630 Reichshofrat; 1632-1642 Präsident der Innsbrucker Hofkammer; 1638 Kommandant die Rheinfestung Breisach; kaiserlicher Gesandter auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Westfälischen Friedensverhandlungen in Münster (1643-1649), auf dem Reichstag in Regensburg (1653/54) und auf dem Deputationstag in Frankfurt/Main (1656); 1649 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Westfälische Geschichte
Gräfin N. N. von Waldeck

Anm.: Um 1646 Angehörige des hessischen Hochadelsgeschlechts.
Marcus Friedrich (1) Wendelin

geb. 1584
gest. 1652
Anm.: Sohn des Predigers Friedrich Wendelin (gest. 1594) in Sandhausen bei Heidelberg; Studium in Heidelberg (1607 Mag.); ab 1609 Erzieher und Hofmeister der Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg sowie Friedrich Moritz (1600-1610) und Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1612 Rektor am Zerbster Gymnasium Illustre; vgl. Gustav Früh / Hans Goedeke / Hans Jürgen von Wilckens: Die Leichenpredigten des Stadtarchivs Braunschweig, Bd. 9, Hannover 1985, S. 4386f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Georg Ulrich Wenning

geb. 1615
gest. 1696
Anm.: Geboren in Eschenbach/Pfalz; zunächst reformierter Pfarrer in Amsterdam; seit 1645 Prediger in Aachen, Burtscheid und Vaals; daneben ca. 1646-1648 Gesandter des evangelischen Bürgerschaft der Reichsstadt Aachen auf dem Westfälischen Friedenskongress.

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Dietrich von dem Werder

geb. 1584
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gebhard von dem Werder (1539-1612); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Gerlebogk, Görzig und Ziebigk; Page, Kammerjunker und Stallmeister des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1610 hessisch-kasselischer Rittmeister; danach bis 1622 Geheimer Rat und Oberhofmarschall in Kassel; 1623 anhaltischer Hauptmann; 1631-1635 schwedischer Obrist; ab 1639 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1645 kurbrandenburgischer Obrist, Geheimer Rat und Amtshauptmann von Alt-Gatersleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielgekörnte"); vgl. Gottfried Coler: Der Vom Vater gegebene/ Vom Sohne ausgeführete/ Und vom H. Geiste versiegelte Raht des Heils [...], Köthen 1658, fol. Jiij v - N2 v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Gebhard Paris von dem Werder

geb. 1621
gest. 1679
Anm.: Sohn des Heinrich von dem Werder (1578-1636); Erbherr auf Gröbzig; anhaltisch-plötzkauischer Rat; ab 1658 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1665 anhaltisch-köthnischer Geheimer Rat, Vormundschaftsrat, Kammerpräsident und Landeshautmann; ab 1642 Mitglied der Fruchbringenden Gesellschaft ("Der Zeitigende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Arvid Wittenberg
Arvid Wirtenberg von Debern

geb. 1606
gest. 1657
Anm.: Sohn des Hans Wirtenberg von Debern (gest. 1630); ab 1622 in schwedischen Kriegsdiensten als Kapitän (1629), Obrist (1634), Generalmajor (1640), General der Kavallerie (1645), Reichszeugmeister und General der Artillerie (1650) sowie Feldmarschall (1655); ca. 1634/35 kaiserlicher Kriegsgefangener; seit 1651 Reichsrat; ab 1655 Generalgouverneur von Pommern; seit 1656 polnischer Kriegsgefangener; Erhebung in den Freiherren- (1651) und Grafenstand (1652).

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Hans Christoph von Witzscher

geb. 1621
Anm.: Sohn des Hans Christoph (von) Witzscher (gest. 1637) auf Schortewitz; vor 1639 Kammerpage, um 1643 Page und spätestens 1645 bis 1648 Hofjunker der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); dazwischen 1639-1643 Kavalierstour durch Frankreich und die Niederlande; 1648-1650 Hofmeister der Gräfin Maria Euphrosina De la Gardie (1625-1687) in Leipzig; um 1653 Aufenthalt in Straßburg.

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Graf Carl Gustav Wrangel af Salmis
Graf Carl Gustav von Sölvesborg

geb. 1613
gest. 1676
Anm.: Sohn des Hermann Wrangel (1587-1643); ab 1627 in schwedischen Kriegsdiensten als Kornett (1629), Rittmeister (1632), Obristleutnant (1635), Obrist (1636), Generalmajor (1638), Generalzeugmeister (1645) und Feldmarschall (1646); seit 1646 Reichsrat; 1646-1648 Oberbefehlshaber der schwedischen Truppen in Deutschland; 1648-1650 und ab 1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1657-1664 Reichsadmiral; seit 1664 Reichsmarschall; 1651 Erhebung in den Grafenstand (1651-1665 Graf von Salmis, ab 1665 Graf von Sölvesborg); seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Obsiegende").

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Aachen
weiterführende Informationen
Ägypten
weiterführende Informationen
Aken
weiterführende Informationen
Altenburg (bei Nienburg/Saale)
weiterführende Informationen
Anhalt-Bernburg, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt, Fürstentum
weiterführende Informationen
Augsburg
weiterführende Informationen
Baalberge
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Basel
weiterführende Informationen
Bayern, Herzogtum bzw. Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Berlin
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Bergstadt ("Vorm Berge")
Anm.: Eigenständige Stadt rechts der Saale unterhalb des Bernburger Schlosses, die im Jahr 1825 mit der Talstadt vereinigt wurde.
Bernburg, Herrschaft
Anm.: Teil des Fürstentums Anhalt.
Böhmen, Königreich
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Braunschweig
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Bremen
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Calbe
weiterführende Informationen
Cörmigk
weiterführende Informationen
Coswig (Anhalt)
weiterführende Informationen
Dänemark, Königreich
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Dalmatien
weiterführende Informationen
Danzig (Gdańsk)
weiterführende Informationen
Dessau (Dessau-Roßlau)
weiterführende Informationen
Dohndorf
weiterführende Informationen
Donau, Fluss
weiterführende Informationen
Dresden
weiterführende Informationen
Duinkerke (Dunkerque, Dünkirchen)
weiterführende Informationen
Elba, Insel (Isola d'Elba)
weiterführende Informationen
England, Königreich
weiterführende Informationen
Ermsleben
weiterführende Informationen
Flandern, Grafschaft
weiterführende Informationen
Fontainebleau
weiterführende Informationen
Frankfurt (Main)
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Friesland, Provinz (Herrschaft)
weiterführende Informationen
Gardelegen
weiterführende Informationen
Gelderland, Provinz (Herzogtum Geldern)
weiterführende Informationen
Gießen
weiterführende Informationen
Graubünden (Freistaat der Drei Bünde)
weiterführende Informationen
Gröna
weiterführende Informationen
Groningen (Stadt und Umland), Provinz
weiterführende Informationen
Halberstadt
weiterführende Informationen
Halle (Saale)
weiterführende Informationen
Hamburg
weiterführende Informationen
Hannover
weiterführende Informationen
Harz
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
weiterführende Informationen
Heroldsberg
weiterführende Informationen
Hessen-Darmstadt, Landgrafschaft
weiterführende Informationen
Hessen-Kassel, Landgrafschaft
weiterführende Informationen
Holland, Provinz (Grafschaft)
weiterführende Informationen
Holstein, Herzogtum
weiterführende Informationen
Hornhausen
weiterführende Informationen
Irland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Isar, Fluss
weiterführende Informationen
Italien
weiterführende Informationen
Kanischa (Nagykanizsa)
weiterführende Informationen
Katalonien, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Kleve
weiterführende Informationen
Köthen
weiterführende Informationen
Konstantinopel (İstanbul)
weiterführende Informationen
Kopenhagen (København)
weiterführende Informationen
Kreta (Candia), Insel
weiterführende Informationen
Kroatien, Königreich
weiterführende Informationen
Landsberg
weiterführende Informationen
Lauingen
weiterführende Informationen
Leipzig
weiterführende Informationen
Lemberg (Lwiw)
weiterführende Informationen
Lérida (Lleida)
weiterführende Informationen
London
weiterführende Informationen
Mähren, Markgrafschaft
weiterführende Informationen
Magdeburg
weiterführende Informationen
Magdeburg, Erzstift
weiterführende Informationen
Mecklenburg, Herzogtum
weiterführende Informationen
Memmingen
weiterführende Informationen
Mittelmeer
weiterführende Informationen
Moskauer Reich (Großrussland)
weiterführende Informationen
Münster
weiterführende Informationen
Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
weiterführende Informationen
Oostende
weiterführende Informationen
Oschersleben
weiterführende Informationen
Osmanisches Reich
weiterführende Informationen
Osnabrück
weiterführende Informationen
Overijssel, Provinz (Herrschaft)
weiterführende Informationen
Paris
weiterführende Informationen
Parma
weiterführende Informationen
Pfalz, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Plötzkau
weiterführende Informationen
Polen, Königreich
weiterführende Informationen
Pommern, Herzogtum
weiterführende Informationen
Preßburg (Bratislava)
weiterführende Informationen
Rain
weiterführende Informationen
Rendsburg
weiterführende Informationen
Saale, Fluss
weiterführende Informationen
Sachsen, (Stammes-)Herzogtum
weiterführende Informationen
Sachsen, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Schlesien, Herzogtum
weiterführende Informationen
Schleswig, Herzogtum
weiterführende Informationen
Schottland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schwaben
weiterführende Informationen
Schweden, Königreich
weiterführende Informationen
Schweiz, Eidgenossenschaft
weiterführende Informationen
Seeland (Zeeland), Provinz (Grafschaft)
weiterführende Informationen
Spanien, Königreich
weiterführende Informationen
Staßfurt
weiterführende Informationen
Steiermark, Herzogtum
weiterführende Informationen
Suda (Souda)
weiterführende Informationen
Toulon
weiterführende Informationen
Ulm
weiterführende Informationen
Ungarn, Königreich
weiterführende Informationen
Utrecht, Provinz (Hochstift)
weiterführende Informationen
Venedig (Venezia)
weiterführende Informationen
Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
weiterführende Informationen
Venlo
weiterführende Informationen
Waldau
weiterführende Informationen
Warschau (Warszawa)
weiterführende Informationen
Weimar
weiterführende Informationen
Wien
weiterführende Informationen
Wismar
weiterführende Informationen
Wittenberg (Lutherstadt Wittenberg)
weiterführende Informationen
Wittenwil, Herrschaft
Anm.: Teil der Landgrafschaft Thurgau, in der die sieben eidgenössischen Orte Zürich, Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug und Glarus gemeinschaftlich herrschten.
Wörlitz
weiterführende Informationen
Wolfenbüttel
weiterführende Informationen
Ypern (Ieper)
weiterführende Informationen
Zara (Zadar)
weiterführende Informationen
Zepzig
weiterführende Informationen
Zerbst
weiterführende Informationen
Zons
weiterführende Informationen
Zürich
weiterführende Informationen
Zürich, Stadtstaat
weiterführende Informationen
Basel, Rat der Stadt
weiterführende Informationen
Danzig (Gdańsk), Rat der Stadt
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
weiterführende Informationen
Gymnasium Illustre Zerbst
weiterführende Informationen
Anm.: Im Jahr 1582 gegründete höhere Landesschule für das gesamte Fürstentum Anhalt.
Harzschützen
Anm.: Im Raum des Harzes 1624 entstandene Widerstandsgruppe zur bewaffneten Selbsthilfe gegen Söldner.
Irische Katholische Konföderation (Konföderation von Kilkenny)
Anm.: In den Jahren 1642 bis 1649 bestehende Organisation der irischen Selbstverwaltung.
Jesuiten (Societas Jesu)
weiterführende Informationen
Kapuziner (Ordo Fratrum Minorum Capuccinorum)
weiterführende Informationen
Niederlande, Generalstaaten
weiterführende Informationen
Polen, Stände der Rzeczpospolita
Sachsen, Rentkammer
Ungarn, Stände
Aristoteles: The Oeconomica, in: The Metaphysics, Books 10-14. Oeconomia and Magna moralia, übers. von Hugh Tredennick / G. Cyrill Armstrong, Cambridge, MA/London: 1969, S. 323-425. ( Aristotle in twenty-three volumes 18 ) [Nachweis im GVK]
Aelius Donatus: Vita Vergilii, in: Die Vitae Vergilianae und ihre antiken Quellen, hg. von Ernst Diehl, Bonn: 1911, S. 26-37. [Nachweis im GVK]
Xenophon: Oeconomicus. A social and historical commentary, hg. von Sarah B. Pomeroy, Oxford: 1994. [Nachweis im GVK]