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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: Januar 1647


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XVIIIb, fol. 78r-101v (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. Januar 1647
Bernburg
  • Wünsche und Verdruß zum Neuen Jahr
  • Anhörung der Predigt auf dem Schloß
  • Gespräche mit dem Kammerrat Dr. Joachim Mechovius, dem kurbrandenburgischen Kammerjunker Georg Friedrich von Börstel und dem Waldauer Pfarrer Daniel Marggraf
  • Korrespondenz
02. Januar 1647
Bernburg
  • Abreise der Jungfer Agnes Christina von Wirleben nach Quedlinburg
  • Entsendung von Kutschen nach Zerbst und Quedlinburg
  • Korrespondenz
  • Erfolglose Jagd
  • Spaziergang nach dem Essen
  • Wirtschaftssachen
  • Hasenjagd
03. Januar 1647
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Anhörung der Predigt auf dem Schloß
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Besuch des Gottesdienstes mit den Schwestern Dorothea Bathilde und Sophia Margaretha
  • Ankunft des gräflich-stolbergischen Kanzlers und anhaltischen Rats Dr. Friedrich Lentz und des Konsulenten Christoph von Jena
  • Erschwerte Anreise
04. Januar 1647
Bernburg
  • Beratung mit Dr. Lentz, Dr. Mechovius und Jena
  • Dieselben, Börstel und der Ballenstedter Amtmann Martin Schmidt als Mittagsgäste
  • Korrespondenz
  • Neuigkeiten
  • Administratives
05. Januar 1647
Bernburg
  • Frost und Sonnenschein
  • Hasenjagd
  • Spaziergang
  • Anhaltende Beratungen von Dr. Lentz, Dr. Mechovius und Jena
  • Administratives
  • Neuigkeiten
06. Januar 1647
Bernburg
  • Anhörung der Predigt
  • Beratungen am Vor- und Nachmittag mit Dr. Lentz, Jena, Börstel, Dr. Mechovius, Schmidt und dem Lehens- und Gerichtssekretär Paul Ludwig
  • Ankunft des ehemaligen Hofjunkers Christoph Wilhelm Schlegel zur Rebhuhnjagd
  • Neuigkeiten
07. Januar 1647
Bernburg
  • Abreise des Dr. Lentz nach Quedlinburg
  • Tauwetter
  • Abreise des Schmidt
  • Korrespondenz
  • Gespräch mit Jena
  • Neuigkeiten
  • Abreise des Jena
08. Januar 1647
Bernburg
  • Abreise des Jena nach Zerbst
  • Korrespondenz
  • Spaziergang bei schönem Wetter
  • Neuigkeiten
  • Ankunft des Matthias Krosigk aus Hohenerxleben
  • Administratives
  • Schlegel als Mittags- und Abendgast
  • Rebhuhnjagd
09. Januar 1647
Bernburg
  • Rebhuhnjagd
  • Entsendung des Dr. Mechovius zum ehemaligen Präsidenten Heinrich von Börstel und Fürst August von Anhalt-Plötzkau
  • Korrespondenz
  • Neuigkeiten
  • Fürsprachen für den inhaftierten Bernburger Hans Horenburg
  • Spaziergang bei schönem Wetter
  • Gespräche mit Dr. Mechovius und dem Leibarzt Dr. Johann Brandt
10. Januar 1647
Bernburg
  • Regenwetter
  • Korrespondenz
  • Entsendung nach Halle
  • Anhörung der Predigt auf dem Schloß
  • Superintendent Joachim Plato, Schlegel und Geheimsekretär Thomas Benckendorf als Mittagsgäste
  • Fußfall der Ehefrau des Horenburg
  • Besuch des Gottesdienstes mit Schwester Sophia Margaretha
  • Beobachtung von außergewöhnlichen Himmelserscheinungen
  • Geburten und Todesfälle in Bernburg
11. Januar 1647
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Traum
  • Neuigkeiten
  • Wirtschaftssachen
  • Ankunft des fürstlichen Verbindungsmannes Maximilian Wogau und des Schöppenstuhl-Seniors Dr. Friedrich Kühn aus Halle (Saale)
  • Gespräch mit Wogau
  • Audienz für Wogau und Kühn
  • Korrespondenz
  • Himmelsbeobachtung am Abend
  • Mondfinsternis am Vorabend
  • Bittgesuch des gefangenen Bergbauunternehmers Christoph von Hagen
12. Januar 1647
Bernburg
  • Jagd
  • Frostiges Wetter
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Erkrankung von Schwester Dorothea Bathilde
  • Administratives
  • Bericht durch den anhaltisch-harzgerödischen Hofrat Kaspar Pfau
  • Pfau als Mittagsgast
  • Spaziergang
  • Wirtschaftssachen
  • Korrespondenz
13. Januar 1647
Bernburg
  • Rebhuhnjagd
  • Besuch des Gottesdienstes mit Schwester Sophia Margaretha
  • Kühn, Wogau, Schlegel, Dr. Brandt und Diakon Bartholomäus Jonius als Mittagsgäste
  • Korrespondenz
  • Entlassung des Lakaien Martin Haug aus dem Gefängnis
  • Kühn, Wogau, Schlegel, Dr. Brandt und Stadtvogt Georg Banse als Abendgäste
  • Gespräche mit Denselben nach dem Abendessen
14. Januar 1647
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Abreise des Kühn und Wogau nach Halle
  • Abreise des Schlegel
  • Rückkehr des Schmidt
  • Neuigkeiten
15. Januar 1647
Bernburg
  • Bauernregel
  • Gespräch mit Dr. Mechovius
  • Gespräch mit Ludwig
  • Korrespondenz
  • Dr. Brandt als Mittagsgast
  • Gespräch mit Demselben
  • Besuch der kranken Schwester Dorothea Bathilde
16. Januar 1647
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Glückliche Rückkehr der Pferde und Kutschen aus Halle am gestrigen Tag
  • Ausritt zum kaiserlichen Lager
  • Schnee und Regen
  • Korrespondenz
  • Kontributionen
  • Besuch durch den Ballenstedter Pfarrer Petrus Gothus
  • Besuch durch den anhaltischen Obereinnehmer Johann von Bergen
17. Januar 1647
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Frost in der Nacht
  • Anhörung der Predigt
  • Diakon Dr. Andreas Hesius, Dr. Mechovius, Dr. Brandt und Börstel als Mittagsgäste
  • Gespräch mit Dr. Hesius
  • Anhörung der Predigt am Nachmittag
18. Januar 1647
Bernburg
  • Besprechung mit Dr. Mechovius
  • Frost
  • Verabschiedung des Börstel
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Spaziergang am Nachmittag
  • Korrespondenz
19. Januar 1647
Bernburg
  • Abreise des Kammerdieners Jakob Ludwig Schwartzenberger
  • Administratives
  • Kälte
  • Besichtigung von Schäden im Getreide
  • Jagd
  • Besuch der kranken Schwester Dorothea Bathilde
  • Vorstellung des ehemaligen Kammerdieners Gebhard Loyß
20. Januar 1647
Bernburg
  • Kälte
  • Anhörung der Predigt mit Schwester Sophia Margaretha
  • Beratungen mit Hofmeister Heinrich Friedrich von Einsiedel, Dr. Mechovius, Marggraf und Banse
  • Begnadigung des Horenburg
  • Ausgleichszahlungen Desselben
  • Unerwartete Abreise des Heinrich von Börstel am gestrigen Tag
  • Kriegsnachrichten
21. Januar 1647
Bernburg
  • Wirtschaftssachen
  • Geburtstag des ältesten Sohnes Erdmann Gideon
  • Spaziergang zur Mühle
  • Korrespondenz
22. Januar 1647
Bernburg
  • Spaziergang bei kaltem Wetter
  • Wirtschafts- und Rechtssachen
  • Erneute Verpflichtung des Gebardt Loyß als Kammerdiener
  • Erneute Erkrankung von Schwester Dorothea Bathilde
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
23. Januar 1647
Bernburg
  • Kaltes Wetter
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Korrespondenz
24. Januar 1647
Bernburg
  • Frost und Kälte
  • Anhörung der Predigt
  • Dr. Mechovius und Jonius als Mittagsgäste
  • Gespräch mit dem Bernburger Kaufmann Abraham Benedix
25. Januar 1647
Bernburg
  • Berichterstattung des Banse, Schmidt und Plato über die verhinderte Einsetzung eines neuen Pfarrers in Hecklingen
  • Korrespondenz
  • Administratives
  • Rückkehr des Bergen aus Leipzig
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
26. Januar 1647
Bernburg
  • Wutausbruch beim Schreiben
  • Wirtschaftssachen
  • Korrespondenz
27. Januar 1647
Bernburg
  • Anhörung der Predigt mit Schwester Sophia Bathilde
  • Gespräch mit Dr. Mechovius
  • Administratives
  • Zweimaliger Spaziergang übers Eis
  • Besprechung mit Ludwig und Banse
  • Korrespondenz
28. Januar 1647
Bernburg
  • Nebliges Wetter
  • Korrespondenz
  • Rückkehr des Schwartzenberger
  • Neuigkeiten
29. Januar 1647
Bernburg
  • Jagd
  • Schnee und anhaltender Frost
  • Bittgesuch des Pfarrers Wolfgang Benjamin Giegelsberger um eine Vokation nach Reinstedt
  • Korrespondenz
30. Januar 1647
Bernburg
  • Rebhuhnjagd
  • Schnee
  • Korrespondenz
  • Erkrankung der Schwestern Dorothea Bathilde und Sibylla Elisabeth
  • Einquartierung schwedischer Truppen unter Obrist Graf Jaroslaus Peter Kinsky von Wchinitz und Tettau
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Beratung mit Einsiedel, Dr. Mechovius und Dr. Brandt
31. Januar 1647
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Anhörung der Predigt
  • Gespräch mit Pfarrer Georg Enderling
  • Nächtlicher Erscheinung in der Kammer der Diener
  • Enderling, Dr. Mechovius und Benckendorf als Mittagsgäste
  • Neuigkeiten
  • Korrespondenz
|| [[Handschrift: 78r]]

Freitag den 1. Januarij: 1647.

<Quod Fœlix et Faustum sit!>


Es hat viel gratulationes zum Neuen Jahr gegeben,
wiewol auch verdruß, rancor, vndt wiederwertigkeitt,
cum mala herba, nicht außen geblieben. Patientia!


Er Marggravius pfarrer zu Waldal[!] hat hieroben
geprediget, vndt das neẅe Jahr publice & priva-
tim gratuliret. Gott erfülle die guten wüntzsche,
<mit gnaden.>


Extra: den Doctor Mechovium, iungen Börstel,
vndt Marggravium gehabt. Discorsj con tuttj. perge


Risposta: von hartzgeroda, von Meines bruders Fürst Friedrich ge-
mahlin, gratulando zum Neẅen Jahr.


J'ay escrit a Docteur Lentz, vers Quedlinburgk, a Jehna
vers Zerbst, & a Wogaw, vers halle, pour frayer le
chemin, a la consültation proposèe. perge Dieu nous vueille
assister, de sa Sainte benediction!


Die Jungfer Wirleben, ist forth, nacher Quedlinburgk, mit
meiner kutzschen, vndt pferden. Gott geleitte Sie, hin: vndt her!

|| [[Handschrift: 78v]]


Nach Zerbst habe ich auch eine Calesche geschickt, den
Advocaten Jehna, abzuholen, gleich wie ich Doctor Lentz
von Quedlinburgk, mit vorgedachter kutzsche, erwartte.


Nach hall, habe ich vmb die acta geschickt.


Dieu vueille! que mes affaires aillent bien!
& point le pas d'èscrevisse, comme il semble,
par les fausses menèes, de mes malvueillans. <perge>


Jch habe im Pfaffenpusch, iagen laßen, aber,
meine leütte, haben nichts gefangen.


A spasso dopo desinare.


Jch habe etzliche abrechnungen, mit Meiner gemahlin, in
Ordinem redigirt.


Schreiben von Brehmen, vndt Leyden, da
Gott lob, noch alleß, wol stehet.

Sonntag den 3. Januarij: 1647.

<2 hasen, Oberlender geschoßen.>


Der pfarrer von Körmigk, hat alhier zu Bernburgk, vnß
aufm Schloße geprediget.


Avis: daß gestern eine partie dißeyt zu Wirschleben,
von 12 pferden stargk, gehalten, vndt heütte ienseyt
eine von 10 pferden, im felde, sich sehen laßen. Es würde
auch numehr dißeyt der Sahle, der parthien halber
etwaß vnsicher. General Maior Loẅenhaüpt läge zu Er-
furdt, mit seinen völckern, der Oberste Wrangel, wehre
gestern zu Staßfurth, gelegen, mit 150 pferden, vndt gienge
nach Pommern zu. Wehre neẅlichst mit 1000 pferden
v̈bern hartz, gegangen. Die dismontirten Regimenter, || [[Handschrift: 79r]]
kähmen auch auf die nähe sich zu recruytiren.
Also haben wir keinen friede im lande zu hoffen. perge


Avis von Ballenstedt, das Christoph von hagen,
vmb eines allten grolls willen, den leütenampt
Stahl, selb vierdte angetroffen, zwischen Opperoda,
vndt Meistorff, des Stahls bruder niedergschoßen,
seinen cörper zu Opperoda gelaßen, vndt den leütenampt
selber gefangen darvon geführet. Er sol ihn vor diesem
beym Churfürsten von Saxen, fälschlich angegeben haben,
alß hette er v̈bel vom Churfürsten geredet, so doch nichts
gewesen, darüber er lange zeitt, verfolget worden,
vndt flüchtig werden müßen, biß er durch seine vorneh-
me freünde, beym Churfürsten außgesöhnet worden, vndt
seine vnschuldt dargethan. Darauf er sich an Stahlen
zu vindiciren, geschwohren sol haben.


Nachmittags, wieder mit meinen Schwestern, in die
kirche vorm berge, aldar der Caplan, Er Jonius
geprediget.


Der gewesene Cantzler zu Quedlinburgk,
Doctor Lentz, ist von Quedlinburgk, vndt der Advocat
Jehna, von Zerbst, (citirter maßen,) erschienen.


Meine pferde, haben nicht können, wegen des
grundteyses, v̈ber die Elbe kommen. Der Raht zu
Zerbst aber, hat ihn, biß an die Elbe, gegen Dochum,
v̈ber, führen laßen.

|| [[Handschrift: 79v]]

Montag den 4ten: Januarij: 1647.


Jch habe heütte raht gehalten, wegen der brüderlichen
differentzien, mit dem Cantzler, Doctor Lentz, mit Doctor Mechovio,
vndt Jehna, vndt ist in consideration kommen, 1. die
quæstio An? ob der gütliche vergleich einzugehen, oder dem
rechten, sein lauf zu laßen? 2. Quomodo? ratione Directionis,
Jtem: der Regierungskosten, vndt 3000 ThalerThlr: loco præcipuj,
Ballenstedter forsts, confirmation der ehrpacten, meines
bruders, liquidation der rechnungen, vndt vindicirung
der angethanen injurien, oder satisfaction davor.
3. durch wen es Fürst Friedrich anzubringen, wer zu jnter-
ponenten zu adhibiren? Vndt wie sich bey der Kayserlichen
commißion zu bezeigen. Es seindt stadtliche conside-
rationes, auf die bahne kommen, sonderlich vom Doctor Lentz
vndt hat Tobias Steffeck von Kolodey alleß absonderlich, prothocollirt.
Derhalben ichs, alhero zu setzen, vor vnnöhtig, ge-
achtet.


Zum Mittageßen, seindt extra geblieben:
Doctor Lentz, der CammerRaht, Doctor Mechovius, der von Jehna,
Jtem: am NebenTische, der iunge Börstel, der
Amptmann Märtin Schmidt, vndt andere.


Schreiben von Deßaw, da ich beschrieben
werde nacher Cöhten.

|| [[Handschrift: 80r]]


Drey relationes, vom Cantzler Milagio, seindt ein-
kommen, sub numeris, 54[,] 55 vndt 56[.] Der friede
stehet noch in hofnung. Die gravamina sollen
erörtert werden. Schweden scheinet nachzugeben, von
wegen Pommern, iedoch sub conditione æquipollentis. <perge>


Ascania wirdt nicht attendiret. Wer nicht
zu Münster oder Osnabrück terriren kan, kümbt in keine
consideration. Patientia. ChurBayern
vndt Wirtzburgk partrociniren vnß in dieser
Sache, wie auch viel Evangelicj. etcetera
Gott helfe daß wir vnß nicht selber, im
licht stehen!


Jch habe dem Amptmann zu Ballenstedt Märtin Schmidt,
commission gegeben, den von haagen, weil er in Meinem
Territorio gefrevelt, fest zu machen, wann er
ihn darinnen antreffen kan, vndt mirs alßdann
ferner zu referiren.


Schreiben von Wien, Prag, Stugkardt, vndt andern
orthen, gratulationes, zum Neẅen Jahr. etcetera


Oberlender hette abermalß baldt ein vnglügk ge-
habt, durch Ludwig1 den Schützen, welcher ihn
halb im scherzt, halb im ernst, erschießen wollen,
ihn mit wortten voller weyse erstlich ange-
tastet, darnach aber vor ihm niedergeschoßen,
vndt hat darzu scharf geladen gehabt. Gott lob
daß es nicht ärger abgelauffen! Jch habe ihn incarceriren lassen.

|| [[Handschrift: 80v]]

Dienstag den 5. Januarij:

<Frost, vndt Sonnenschein. 2 hasen Bidersehe. perge>


A spasso, in gutem frischen wetter. perge


Die Rähte Doctor Lentz, Doctor Mechovius, vndt der<mein>
consulent Jehna Syndicus von Zerbst, haben
weydlich laboriret, in vnsern differentzien.


Der hofmeister Einsidel, Doctor Brandt, vndt
die Amptleütte, haben in ihren Commißionen,
auch vollauff zu schaffen gehabt. Gott gebe gedeyen!


Dat Deus omne bonum; sed non per cornua Taurum!


Avis: daß drey Rotten, Mußcketirer, zu Ermßleben,
ejngefallen, daß hauß, darinnen hagen gewesen,
aufgeschlagen, besetzt, ihn heraußer genommen, den
gefangenen leütenampt Stahl, liberiret, vndt
nach Manßfeldt geführet, auch den Todten Cörper,
des erschoßenen leütenampts, bruders, weggebracht.


Avis: daß eine partie Reütter, diesen abendt,
dem Schäfer Abel Rigkmann 2 pferde vorm
wagen, außgespannet, an der Dröbler brügke,
wie auch, 2 pferde einem schenkgen von Paschleben2. <perge>

Mittwoch den 6ten: Januarij: 1647. Trium Regum.


Der hofprediger Thepoldus, hat vnß, aufm Sahl ge-
prediget, vndt nach der predigt, habe ich wieder
raht gehalten.


Extra: Doctor Lentz, Jehna, der Junge Börstel, || [[Handschrift: 81r]]
Doctor Mechovius, Amptmann von Ballenstedt[,] Paulus Secretarius[.]


Nachmittagß, habe ich wieder raht gehalten, mit
Cantzler, vndt Rähten. etcetera


Schlegel ist anhero kommen, pour prendre des perdrix.


heütte nachmittage (alß die Schwestern in die kirche
gefahren) habe ich abermalß, mit Doctor Lentzen, Doctor Mechovio,
vndt Jehna, raht gehalten, vndt daß project resolviret.


Man hat die gestrigen pferde, durch hülfe deß
von hagen, bey Leppendorf wieder bekommen. Gott lob.


heütte ist der Cantzler, Doctor Lentz wieder
verrayset, nacher Quedlinburgk, mit meiner
kutzschen, vndt pferden. Gott gebe ihnen glück!


Daß grundteiß fängt an zu gehen, auf der
Sahle, wiewol es auf der Elbe, schon vor-
lengst gegangen. perge


Der Amptmann von Ballenstedt ist auch wieder
dahin gezogen.


Risposta zum Neuen Jahr, von Delmenhorst vndt
Sonderburgk, in höflichen terminis.


Allerley gute gespräche mit Jehna gehalten,
vndt der Zerbster allte Privilegia gelesen. <perge>


La sentence contre Horenburgk prisonnier adültere
est venuë, qu'on le doibt fouetter par la Ville, & rele-
guer. Mais si sa femme continuë a jnterceder pour luy || [[Handschrift: 81v]]
& desire, de cohabiter derechef, avec luy, on le
doibt èspargner avec la füstigation, & le releguer
neantmoins, dü pays, a perpetuitè, sj ce n'est
que ie luy vueille faire grace, & le pünir
d'üne grosse amende pecüniajre. perge


Jehna hat seinen abschied genommen.

Freitag den 8ten: Januarij: 1647.


Jehna ist fortt, im nahmen Gottes, nacher Zerbst
wiederumb.


Gratulationes zum Neuen Jahr, von Zell, Oldenburgk et cetera
wie auch auß der Schlesie.


A spasso in schönem wetter. perge


Des endtleibten Stolls von Manßfeldt, wittwe, hat
mir kläglich, den fall ihres Mannes, vndt wie
er von Christoff von Hagen, frevendtlicher weyse,
wehre auf freyer straßen, ermordet worden,
<zu erkennen gegeben, nemlich> Alß er seinem bruder, den leütenampt Stoll,
aufhelfen wollen, weil derselbige durch flüße
in augen, fast erblindet, zweymal v̈bern
hauffen, gefallen mit dem pferde, vndt hat gebeh-
ten, es zu vindiciren, weil sie die Mittel nicht
hette den proceß, z außzuführen, vndt hette
4 vnschuldige kleine kinder. Der commendant || [[Handschrift: 82r]]
zu Manßfeldt hette zwar den gefangenen wieder
loß gemacht, vndt den cörper abholen laßen. Jch wehre
aber schuldig, daß vnschuldige blut, auf meinem
Territorio beg vergoßen, zu rächenen. perge


Krosigk von Erxleben, ist anhero kommen, wegen
der schuldtsachen, die er hat mit hanß Berndts. Jch
habe den hofmeister Einsidel, Doctor Mechovium, Doctor Brandt,
vndt Geörg Banse, zu commißarien, verordnet, sie
zu vergleichen, wenn es nur helffen wollte?


Extra: zu Mittage, vndt zu abends, Christof
Wilhelm Schlegel, gewesen, wie auch gestern
abendts, gewesen, weil er anhero gekommen, Räp-
hüner zu fangen, gestern, hat er, 5 Räphüner
mit der tirasse, gefangen, heütte aber 2 Räphühner.

Samstag den 9ten: Januarij: 1647.

<Schlegel 3 Räphüner hodie>


Dem CammerRaht, Doctor Mechovium, habe ich, zum Præsidenten
geschickt, ihm zu regratuliren, die haberfeldts,
vndt sache zu recommendiren, Fürst Augustum vmb assistentz
zu ersuchen, vndt ihn seines rests halben, zur Pa-
cientz, zu weysen. Il a respondü, selon sa coustüme en termes ambigüs, mais modestement. perge


Hanß Horenburgks, weib, continuirt, vor ihrem Ehemann,
oder viel mehr ehebrecher, eyverig, vndt innstendig zu bitten.


Adam Bidersehe vndt ein Quartiermeister, haben der-
gleichen gethan, wie auch andere mehr, nebenst dem gan-
tzen Raht, vndt Bürgerschafft zu Bernburgk, ne pereat!

|| [[Handschrift: 82v]]


A spasso Nachmittagß, in gutem wetter.


Conversationes, mit Doctor Mechovio, vndt Doctor Brandt.


Schreiben von Fürst Friedrich sehr picquant perge voller jnvectj-
ven, jmputationen, vndt losen händeln, in einem
sehr arroganten stylo. Gott wolle es beßern!

Sonntag den: 10ten: Januarij: 1647:

<Regen, vndt gelinde wetter.>


Schreiben von Schöningen, darinnen die hertzoginn
intercedirt, vor den gefangenen Bader homicidam,
da sie doch vndterschiedlich an mich geschrieben,
ihn zu bestrafen, vndt kein blut auf mich zu
laden, auch vrtheil an vndterschiedlichen orthen,
selber einholen laßen. Souvent femme varie!


Jch habe nacher halle geschickt wagen vndt pfer-
de, ein par gute leütte, von dannen, abzuholen.
Gott gebe zu glück.


Der Superintendens, Er Plato; hat hieroben
aufm Sahl, geprediget.


Extra zu Mittage gewesen, Er Plato, Schlegel
vndt der alte Ambtmann, Thomas Benckendorf. <et cetera>


Schreiben von Churfürst von Brandenburgk, welcher
mir seine heyrath höflich zu erkennen gibet, auß
dem Gravenhaag, vom 11ten: December[,] Jtem: gratu-
lationes, zum Neẅen Jahr, vom hertzogk Ernst
von Weymar, vndt Seiner lieben gemahlin.

|| [[Handschrift: 83r]]


Nachmittags in die kirche, vndt Catechismuspredigt deß
Jonij, cum sorore Sophia Margaretha, weil die
iüngste schwester, kranck ist. Gott helfe ihr wieder auff!


Deß horenburgks altes Eheweib, hat einen
fußfall gethan vndterwegens, ihres Ehebrecherischen
Mannes halben, vndt vmb sein leben, gebehten. <perge>


Es laßen sich ein 6 Tage hero, gegen abendt,
zweene große helle Sternen sehen, am firmament
des himmels die stehen klafterweitt voneinander
in einer linien, (des Menschen augenmaß nach,
ohngefehr zu rechnen) vndt gehen vom Morgen
gen abendt. Stehen, (nach Menschlichem augenmaß)
v̈ber dem Dröbelischen holtz, vndt wandern
gegen Staßfurtt, alda sie pflegen sich zu ver-
liehren, wann der Mond vndtergehet, vndt
andere Sterne, sich verliehren. Sie seindt größer
alß andere sterne, wie ein ReichßThaler, ohnge-
fehr größer ist, alß ein groschen. haben sehr
große klarheitt in sich, vnt lange Strah-
len, fast wie Cometen, aber nicht solche Schwäntze.
Die Bedeüttung ist Gott bekandt.


Diß iahr, seindt in gantz Bernburgk,
50 kinder mehr gebohren, als leütte gestorben.

|| [[Handschrift: 83v]]

<1 hasen Schlegel gehetzt. perge>


Songe: de la mort dü Conte d'Ortembourg,
mon ancien amy, ce que Dieu ne vueille pas,
nj pour luy, nj pour ses pauvres süjets.
Jtem: dü retour de mes fils, de Leyden, icy,
lesquels m'eussent fait beaucoup des plajntes,
sür tout Victor Amadis. Dieu les garde, &
garentisse, par ses Saints Anges, Amen!


Avis: daß Niemandt zu Deßaw, von
herrschaft vorhanden, sondern die Fürstin wehre
nach Goldwitz, der vetter Fürst Johann Casimir
aber, nacher dem hänichen, mit den iungen vettern
von Plötzkaw, dem Churfürsten von Sachßen,
wieder aufzuwarten, vndt den iagten, beyzu-
wohnen. perge


Jch bin in Meiner Oeconomia, etwaß vnglück-
lich, in dem mir die kühe sterben, die meisten
aber verkalben. Solches kan von den vielen
Maüsen, so im felde in der weyde gewesen,
vndt an itzo im Stroh sein, herkommen.
Gott wolle beßer gedeyen geben!


Maximilian Wogaw, vndt der Syndicus<Senior> von
Hall, <Er> Friederich Kühne, seindt anhero, gekommen.

|| [[Handschrift: 84r]]


Dem Wogaw, (alß bekandten) habe ich noch heütte
audientz gegeben, vndt arcana von ihm erfahren.
Gott gebe zu meinem besten! Dem andern habe ich
durch hofmeister Einsidel, vndt Doctor Brandt zusprechen
laßen. Nach dem abendteßen aber, audientz verstattet.


Schreiben vom Berlin, Culembach, Breßlaw,
vndt andern orthen, auch von Wien.


Die beyden Sterne hab ich diesen abendt
gesehen. Es seindt aber keine neẅe Sterne,
sondern Jupiter, vndt Mars. Dieser klein
vndt roht, der ander größer vndt weiß,
sehr helle. Sie folgen dem Mond, vndt
daß sie sich, so nahe coniungiren, darinnen
bestehen, daß rarum contingens.


Gestern abendt, vmb 8 vhr, ist auch
eine Mondfisternüß gewesen. Die Wolgken
haben wegen ihrer trüben verfinsterung,
vnß nicht zugelaßen, es zu besehen. Die Astronomj
schreiben, ihrem gebrauch zu wider, diese finster-
nüß bedeütte etwan gutes, id est: friede.
Gott gebe gnade, daß es wahr werde!


Christof von hagen, hat auch an Mich suppliciret
vndt gar anderst berichtet, als die Stollen.

|| [[Handschrift: 84r]]

Dienstag den 12:ten: Januarij: 1647.

<4 Räphüner Schlegel.>

<Frost, auf voriges gelindes wetter perge 3 hasen>


Die gestrigen avisen brachten:
Daß der Kayser, noch in Vngarn zu Preßburgk
aufm landtTage wehre, vndt 25 kirchen den E-
vangelicis, eingereümet hette. Sie wollten
aber noch, v̈ber 100 haben, vndt die Jesuiter
wollten sich nicht außschließen laßen, præ-
tendirende, daß Sie ein Standt im König-
reich mitt wehren. Gegen Ostern würden
Jhre Kayserliche Mayestät erst wieder nacher Wien
kommen, alda wehre noch die alte Kay-
serinn, sampt dem iungen König in Böhmen
vndt die v̈brigen Kayserlichen Kinder.


Zu Münster undt Osnabrück machte die restitution
des Pommerlandeß, viel intriguen. Der
Churfürst von Brandenburg wolte nichts mißen.
Die Kayserlichen hetten es den Schweden verheißen.
Die Staden vndt andere dörften mitt in daß
Spiel gerahten, im fall kein temperament
zu treffen, vndt zu erfinden.


Franckreich offerirt noch den Staden die ge-
wunnene lande in Belgio, im fall es<Sie> 4
Jahr noch, den krieg wieder Spannien continujren.

|| [[Handschrift: 84v]]


Die Staden erinnern sich hingegen ihrer promesse
so sie Spannien gethan, haben aber noch nicht ratificirt.


Chur Brandenburgs heimführung geschicht mit großer
pomp, gleich wie das beylager in der stille abgangen.
Gott gebe zu allem glück, segen, vndt succeß!


Mit Pfaltz Neẅburgk hat er auch zu thun,
wegen der Jülichischen lande, &cetera


Jn Frankreich ist der alte Printz von Condè gestorben,
Pfaltzgraf Ruprecht General v̈ber 8000 Mann
in Engellandt zu führen, mit gutem tractament
vom Könige in Frankreich worden, vndt man suchet, die
Catalonische Niederlage, außzubüßen.


Es stehe darauf, das der Kayser, des
Düc d'Orleans Tochter heyrathen solle.
Er der Düc d'Orleans aber hat itzt noch ein Freẅlein
bekommen.


Der Pabst stellet sich alß wolle er Fran-
tzösisch werden, hat die Barberinj resti-
tuiret, vndt bemühet sich den Venezianern
durch große bündtnüß zu helfen, weil
Sie zu schwach, dem Türgken zu resistiren,
vndt zu besorgen, die Stadt Venedig
selbst, dörffte attaquiret vom Türgken, werden.

|| [[Handschrift: 85r]]


Engelland vndt Schottlandt, trawen einander nicht,
also ist dannenhero, schwehrlich friede zu hoffen. Jn
Jrrlandt fomentirt der pabst die Papisten.
Die Engelländer haben zwar den Schotten, eine
große Summa geldes, vor ihre geleistete
dienste, erlegen müßen. Aber die diffidentz
bleibet, deren der König in GroßBritannien
sich artig weiß zu bedienen, wie auch an-
dere benachtbahrte Potentaten.


Der Pollnische ReichßTage ist zum ende.
Der König in Polen hat zwar sein meiste
volck abdangken müßen, hingegen aber
von den Senatoren dafür, 7 Tonnen
goldeß, vndt die bezahlung aller seiner
schulden, leibgeding seiner gemahlin,
vndt promeße erhalten, im fall der Noht
ihme wieder den Türgken, oder andere feinde,
1000 mille Mann, ohne sein zuthun, inß feldt zu lifern.


Die Schweitzer armiren sich auch,
weil ihnen die Frantzosen, vndt Schweden
zu nahe kommen, ihr landt zu verderben perge
haben schon daß vffbott ergehen laßen. Also will
kein landt, verschonet bleiben. perge

|| [[Handschrift: 86r]]


Schwester Dorothea Bathildis, ist gestern vndt
heütte, sehr krangk gewesen. Gott wolle sich ihrer
erbarmen, vndt die schmertzen lindern! Amen!


An Fürst Augustum geschrieben, in der Ascanischen,
vndt Fürst Friedrich sache, wie auch wegen des haberfeldts.


Eine commission, dem hofmeister Einsidel, dem Seniorj
von halle, Ern Kühnen, dem Doctor Brandt, Georg
Pansen, vndt anderen aufgetragen, wegen der bürger-
schafft gravaminum. Gott gebe zu friedlichem,
vndt billichmeßigem succeß!


Caspar Pfaw, hat sich bey Mir præsentiret
vndt hat mir allerley referiret. Jch habe ihn zur
malzeitt behalten. perge darnach ist er forth, gen Plötzkaw.


Fürst Augustus hat mir höflich wieder geant-
wortett, theilß sachen auch præteriret. perge


A spasso die Oeconomij sachen zu treiben. perge


J'ay expediè ce soir üne depesche
vers mes enfans. Dieu la vueille fortüner!
& divertir de nous & de tous les nostres, tous mal-
heurs, & inconvenients! Ainsy soit il!!


J'ay aussy èscrit tout ensemble a Monsieur
l'Electeur de Brandenburg luy felicitant son
mariage, que Dieu vueille benir, & rendre heureux!

|| [[Handschrift: 86v]]

Mittwoch den: 13den: Januarij: 1647.

<1 Räphun.>


Jn die wochenpredigt, cum sorore Sofia
Margaretha.


Extra: Zu Mittage, Senior Kühne,
Wogaw, Schlegel, Doctor Brandt, Diaconus Jonius.


Gratulationes zum Neẅen Jahr, vom landt-
graf Herman, vndt Seiner Lieben gemahlin. perge


Den gefangenen, vndt etzliche wochen hero,
biß dato, in eysen gehaltenen, lackayen, (so
auf der rayse nacher Wien, sich verbrochen,)
Märtin haugk, habe ich heütte, auf Fürstlichen
vndt anderer vornehmern leütte, vorbitte,
dimittiret, mit vngnaden von hofe geschaft,
vndt eines wenigen rests, so er zu fordern
gehabt, priviret, weil er ohne daß, wieder
mein wißen, vndt willen, geldt aufgenommen.


Der gestrigen Commißion halben, hats
heütte viel deliberationes gegeben. perge


Schreiben vom Milagio, daß es scheinet, man
wolle die ReichsStände dahin halten, daß
Sie contra Chur Brandenburgk, sich hostiliter
erklähren, vndt der Kron Schweden, Pommern gewehren sollen.

|| [[Handschrift: 87r]]


Extra: Zu abendts, der Senior, Kühne, Maximili-
an Wogaw, Schlegel, Doctor Brandt, Geörge Banse perge


Jch habe ienen nach den andern, post cænam in
meine stube kommen laßen, vndt diversa mit
ihnen tractiret. perge

Donnerstag den: 14den: Januarij: 1647.


Schreiben, von Stollbergk, wegen alter rechnungen. perge


Der Senior Kühne, vndt Wogaw, seindt wieder
nach hall, Schlegel ist auch wieder verrayset.


J'ay contentè chascün. Gott geleitte
sie, auf wegen, vndt stehgen. perge


Amptmann von Ballenstedt, ist wiederkommen. perge


Avis auß Schweden, vom Hans Christoph Witzscher (welcher zu Stock-
holm, mit gefahr ankommen, vndt 3 wochen, auf der
See gewesen) an Meine herzliebste gemahlin, daß Jhrer
Liebden sachen, biß dato sehr krebsgängig. Die Königin
vndt der Alte Feldtherr la Garde, sein krangk.
Oxenstirn, der hat wenig lust zur exemption,
davor die Generals, in Deützschlandt, bitten,
vndt keine consequentz, einführen laßen wollen,
hoffen viel mehr, hülfe von vnß, die friedenstracta-
ten, zu erleichtern. La Garde gemahlin, kan kein deützsch
hat nur eine kleinen iungen, zum dollmetzscher.

|| [[Handschrift: 87v]]


Die Königinn, vndt ihre leütte verwundern sich, das
ich nicht selber, Sondern nur Meine gemahlin, vmb die exemp-
tion angehalten. Die herrnvettern, vndt Mein
bruder, haben nachgeschrieben, vndt protestiren
wieder vnsere Bernburgische verlangte exemption,
recht bößlich: vndt heimtügkischer weyse.
Worümb verfolgen sie doch, meine Seele?

Freitag den: 15den: Januarij: 1647.


La gentile aloutte, avec son tirelire, &cetera &cetera
a desja chantèe, il y a huict jours. C'est:
pour chanter taire (peut estre) apres la
chandeleurre aultant de temps, & nous ap-
porter l'hyver, au Printemps, & a la fayson
de la semence.


Den CammerRaht, Doctor Mechovium, bey Mir ge-
habt, wegen hanß Horenburgß, welcher sich zu
500 ThalerThlr: Strafe, auf terminen zu geben, endt-
lich anerbotten, wolverdienter maßen, vmb
seines wiederholten adulterij willen. perge Gott gebe!
daß er sein leben beßere, vndt wahre buße thue!


Paulum Secretarium in Stollbergischen vndt andern
sachen, bey mir, gehabt.


Schreiben vom hertzogk Jochem Ernst, meinem || [[Handschrift: 88r]]
Schwager, zum Neẅen Jahr, gratulando. E
Seiner Liebden gemahlin, ist sonst einer Todten frucht genesen.
Jst ein freẅlein gewesen. Gott stärgke die fromme
hertzoginn! Vndt helfe Jhrer Liebden wieder zu voriger
gesundtheitt, vndt zu leibeßkräften?


Zu Mittage habe ich extra den Medicum, Doctor Johann
Brandt gehabt, mit welchem ich postea allerley
conversiret. perge


Gegen abendt, habe ich wieder, wie gestern,
Schwester Dorothea Bathildis besucht, in ihrer
krangkheit, so der Medicus vor ein kaltes fiber helt.
Gott wolle ihren zustandt beßern, vndt die
große gedultt, so Sie Christlich erweyset, erhalten!

Samstag den: 16den: Januarij: 1647.

<2 hasen habe ich gehetzt.>


Meine pferde vndt caleße, (welche den Seniorn
vndt Wogaw nacher hall wieder gebracht) seindt
gestern abendt spähte, in tiefem bösem wege,
sampt der convoy, vnversehrt wieder
ankommen wiewol sie im hinwege, zwey-
mahl von Reüttern angesprengt worden,
vndt die guten leütte sehr erschregkt.
Gott seye es gedangkt, der sie vor vn-
glück vndt mich vor schaden, bewahret hat!
er wolle ferner seine gnadenhandt v̈ber vns halten!

|| [[Handschrift: 88v]]


Diesen Morgen, bin ich v̈ber die Sahle durch
die Stadt, nach dem Kayserlichen läger zu, geritten,
daßelbe zu besehen, vndt haben 2 hasen
gehetzt. perge <Es hat geregenet, vndt geschneyet. et cetera>


Schreiben vom hertzogk Augusto zu Braunschweig
gratulando zum Neẅen Jahr.


Der caßirer von Manßfeldt, dringet
auf die 300 Malder holtz, so er begehrt außm
Ampt Ballenstedt, auf General Major Axel Lillie
befehl, will daß holtz vndt die fuhren, diese
woche von Ballenstedt haben, keine excüses
gelten laßen, vndt droẅet mit der milita-
rischen execution. Leget also, den knüttel
bey den hundt, wie die Soldaten pflegen. perge


Er Peter Goht, pfarrer von Ballenstedt
ist diesen Nachmittag bey Mir gewesen.


Darnach, der Obereinnehmer, Bergen.

Sonntag den: 17den: Januarij: 1647:


Schreiben vom Doctor Lentz, auß Sangerhausen,
en bons termes, ayant conferè avec
Berlepsch, des differends fraternels. Dieu
vueille! que mon frere, me traitte sincerement!

|| [[Handschrift: 89r]]


Gestern hat sich, eine partie, von 20 pferden
nachmittags, im felde, wie auch in den püschern
sehen laßen, v̈ber der Sahle, vndt haben bey-
pferde gehabt. perge


Diese Nacht, hats gar hart gefrohren, vndt
hat heütte v̈bergetragen.


J'ay expediè derechef üne depesche bien esperèe.


Der Rector Hesius hat geprediget auf vnserm
Sahl, gar erudite: von der hochzeitt zu Cana3.


Extra: zu Mittage: Doctor Mechovius, Doctor Brandt,
der iunge Börstel, Hesius, &cetera


Rector schluge mir hacken zum conrecto-
re vor. Wil 60 Gulden (florenus)f: fallen laßen, an Seiner besoldung,
vndt ihme 1½ hufen landeß, cediren. Der
Raht möchte darzu noch 20 Gulden (florenus)f: legen. perge


Erlach, ist vor 3 wo<tag> kurtz vor Altenburgk
von 3 Reüttern, angesprengt, vndt attacquirt worden.
Er hat aber seine haußfraw laßen vollends hinein
fahren, er vor seine person ist abgeseßen, hat 2 Rohr,
in die Faüste genommen, mit einem feẅer gegeben, || [[Handschrift: 89v]]
Sie hinwider, mit ihren carabinern, biß er das an-
dere geladene Rohr, auch ergriffen, vndt angeschlagen,
darauf sie reiß auß, genommen. perge


Nachmittagß, bin ich in die Catechismus predigt
deß Jonij allein gefahren. perge


Der gute alte Wendelinus schreibet mir,
mit<vndt> dedicirt, vnserer Jugendt, seine jnsti-
tutiones Theologicas, gleich wie er vor die-
sem, die institutiones Politicas, ihnen dediciret.
Gott gebe zu gutem succeß! vndt gedeyen!

Montag den: 18den: Januarij: 1647.


Conferentz mit dem CammerRaht, Doctor Mechovio.
Es hat heütte gar hart gefrohren.


Der iunge Börstel Geörg Friederich, hat sich
præsentirt, abschiedt zu nehmen, weil er nach der
Margk zu, in seinen Privatis, zu verraysen, ge-
willet. Jch habe ihm, eine recommendation an die
Churfürstinn mitgegeben, auch an Jehna ge-
schrieben. On dit icy de tresmauvayses
nouvelles, ascavoir: que Monsieur l'Electeur de Bra<n>-
denbourg, a estè empoissonnè a Cleves,
& son principal Ambassadeur a Münster,
le Conte de Witgenstain, poignardè. Dieu
vueille que ces nouvelles, soyent controuvèes.

|| [[Handschrift: 90r]]


Nachmittagß spatziren gegangen, in kaltem
iedoch schönem wetter, vndt Sonnenschein.


Schreiben von Altemburgk vom hertzogk
vndt hertzoginn, gratulationes zum Neuen Jahr. Jtem: von
Berlin, Wien, vndt andern orthen. perge


Die avisen, melden nichts böses, vom Churfürsten von
Brandenburgk, hingegen, das er im haag lustig ge-
wesen, viel feẅerwergk probirt, vndt neẅe jnven-
tiones, auch neẅe werbungen angestellet,
vndt glücklich zu Cleve, ankommen, daselbst er,
Graf Moritzen von Naßaw, zum Stadthalter, in-
stalliren wolle. Gott gebe, longævitet, glück,
heyl, vndt gedeyliche consilia!


Sie melden ferner, daß der friede zwischen Spannien
vndt den Stadten, gewiß geschloßen.


Jn Engellandt hat man 38 wagen, mit geldt
beladen, den Schotten zugeführet, vndt die tracta-
ten des friedens, gehen forth, zwischen dem
Könige, vndt dem Parlament. Jn Jrrlandt,
befahren die Protestanten, sich abermahl, einer
persecution. Gott wende es, in gnaden ab!


Zu Münster vndt Osnabrück hoft man friede perge[.]


Jn Vngern continuirt der landtTag, nicht zu
des Kaysers, bestem contento, weil die Stende,
noch mehr kirchen begehren.

|| [[Handschrift: 90v]]


Ein Türkischer gesandter, hat sich præsentiret,
begehret den rest etzlicher Tonnen Schatzes, hindter-
stelligen Tributs, vndt den paß durch Friaul,
wieder die Venezianer, oder will den krieg an-
kündigen. Gott bewahre die Christenheitt!


Die Kayserliche armèe, ist herüber, v̈ber die
Thonaw, die Schwedische graßiret vmb Bre-
gantz herumb, welche festung sie fæliciter
mit Sturm erobert, vndt alle schantz herumb
eingenommen, den Obersten Escher, (meinen ge-
wesenen capitain leütenampt, in Böhmen)
gefangen, vndt den paß in die Schweitz, so wol
alß in Tirol, eröfnet haben.


General Wittembergk, sol in Schlesien,
in die 6000 Mann, von den Pollnischen abgedanck-
ten völckern, angenommen haben, vndt den General
Montecuculj, persequiren.


Pater Casimir, des König in Polen bruder, hat
wieder den Jesuiter orden quittiret, vndt ist
weltlich worden.


König in Dennemargk, hat viel geldt auß
Norwegen bekommen, armirt, vndt leßet Schiffe
bawen, wiewol die Reichsrähte, sawer sehen!

|| [[Handschrift: 91r]]


Der Türgke hat die Stadt vndt Schloß Rhebimo
in Candia erobert, wiewol es an munition, proviandt
vndt volck, den Venezianern nicht gemangelt.


Drey Stürme haben sie davor verlohren. Endtlich
nach dem der Commendant verwundet, ist ihm daß
hertz endtfallen, vndt hat accordirt. Darauf
ihn der Venedische general Cappello, in arrest
genommen, in welchem er der commendant, Minottj
genandt, baldt hernacher, gestorben. Die Türgken
haben selber den accord gebrochen, vndt viel Solda-
ten niedergehawen, vndt außgezogen. perge


Der Bassa von Bosna, rüstet sich, mit 50000
Mann, aufs voriahr, inß feldt wieder zu kommen,
in Dalmatia vndt Friulj.


Die Venezianer bitten alle Potentaten der
Christenheitt vmb hülfe. Erachten sich zu schwach,
einem solchen möchtigen feindt, zu resistiren.


Spannien bemühet sich, die festungen Porto
Longone, vndt Piombino, (in welchen eine malig-
nische haüptkrangkheit graßiret, vndt viel
Frantzosen aufgerieben) zu recuperiren,
weil auch Frankreich in Catalogna succumbiret.


Die Stadt Lüttich zerfället mit Spannien,
vndt Lottringen, suchet assistentz bey Frangkreich
vndt Staden.

|| [[Handschrift: 91v]]

Dienstag den: 19den: Januarij: 1647.

<Große Kälte.>


Jakob Ludwig Schwartzenberger ist forth, selb ander, nacher A.4 ...a


Gott wolle ihn hin: vndt her, sicher begleitten!


J'ay fait sürprendre mes Bergers, & conter les
brebis, ou i'ay trouvè assèz de fourberie.


Es ist sehr kalt heütte, vndt das grundteiß
gehet mit macht. Es hat heütte niemandt
in der Fehre v̈ber die Sahle geführt werden können.


Jch habe meinen rogken besehen, wegen des
geklagten schadens der Maüse. etcetera vndt
deß itzigen frosts.


Rindtorf vndt meine hofpursche haben im
Keßelpusch geiagt, aber nichts gefangen.


Schwester Bathilde habe ich besucht, wie
voriger Tagen. Sie ist heütte, nicht so matt
gewesen, alß gestern. Gott beßere ferner
alles mit gnaden!


Gebhardt Loyß, hat sich, bey Mir, præsentirt.
Vndt seine dienste offeriret. perge

Mittwoch den 20ten: Januarij.

<Große Kälte.>


Jn grimmiger kälte, mit Schwester Sofia
Margretha zur kirchen, in die wochenpredigt,
so Er Marggravius gehalten ex Jeremia: capitel 305.

|| [[Handschrift: 92r]]


Conferenze mit dem hofmeister Einsidel, mit
dem CammerRaht Mechovio, vndt mit Ern Margravio,
in diversj tempj, wie auch mit Geörg Pansen. perge


Der accord ist getroffen, mit hornburgern.


Er gibt bahr 200 ReichsthalerRthlr: Jtem: anweisung an
hilliger auf Ostern: 114 ReichsthalerRthlr: Jtem: auf Johannis
wilß Gott 50 ReichsthalerRthlr: vndt auf Michaelis gebe gott
wiederumb: 136 ReichsthalerRthlr: thut zusammen:


Jn Summa 500 ReichsthalerRthlr: neben 27 ThalerThlr:
verlegten gerichtßkosten, vndt 17 ThalerThlr:
allerley gebühr, welche gelder, zu refundiren,
gleichßfalß, von ihme, stipulirt worden.


hingegen behält er sein hauß vndt hof,
ägker, vndt pferde, wirdt pardonnirt,
in verhofter beßerung, seines lebens, thuns
vndt wandels, nach wahrer reẅ, vndt
buße, die ihm Gott, hertzlich, verleyhen wolle!


Le President Henry de Börstel, est party
hier d'icy, sübtilement, aulcüns croyent
de peur, qu'on ne luy fouille ses pappiers
á l'improviste, comme on a fait, au Stadtschreiber
Peügke perge[.] Recte faciendeo; neminem timeas!
et viceversa.

|| [[Handschrift: 92v]]


Avis: daß der General Major Loẅenhaüpt in
einer marche, v̈bern hartz zu gehen, mit etzlichen
Regimentern begriffen. Gott bewahre vor vnheil!

Donnerstag den: 21ten: Januarij: 1647.


Vnsere Commißarien, seindt mit abhörung
der allhiesigen contributionsrechnung fertig worden,
haben sich verwundert, daß der gewesene Amptmann
Thomaß Benckendorf, diese verweilte confusion
noch in solche richtigkeit, bringen können.


heütte ist meines Sohns, Erdtmann Gideons,
geburtsTag, an welchem er, 21<15> iahr, seines
Allters, erlebet. Gott wolle ihn ferner laßen
aufwachßen, an allter, weißheit, vndt gnade,
in gesegnetem wolstande, bey Gott, vndt
bey den Menschen!


Die Commissiones in den Amptßrechnungen, seindt
continujret worden, darzu wahren deputirt,
der hofmeister Einsidel, Doctor Brandt, Geörg Panse,
Paul Ludwig, vndt Geörge Cnüttel.


A spasso in zimlichem wetter, nach der Mühle,
vndt andern bisognj.


Briefe geschrieben, vndt schreiben laßen, nacher
Berljn, Leiptzigk, Wien, vndt Nürnbergk.

|| [[Handschrift: 93r]]

Freitag den 22. Januarij: 1647.

<Kälte.>


A spasso, in gutem, hartem, kaltem wetter.


Jn Oeconomicis vndt justitziensachen, vielerley zu
schaffen, gehabt, wie auch mit den anbefohlenen
Commißionen perge[.] Gott gebe succeß, vndt gedeyen!


Gebhardt Loyß, ist heütte wiederumb zum
Kammerdiener von mir angenommen worden. Er ist
numehr 34 iahr altt, vor 12 Jahren, hat er eben
diesen dienst, bey Mir gehabt, hat aber damalß
abgedangkt, weil er von seinem vatter, in die Ober-
pfaltz, zur selbigen zeitt, avocirt worden. perge


Gott gebe mir glück zu diesem neẅange-
nommenem diener, wie auch zu allen andern.
Je luy donne 30 Dalers, par an. perge


Schwester Dorothea Bathilis, ist heütte wieder,
gar schwach, Matt, vndt krangk gewesen.
gott wolle sich ihrer, in gnaden erbarmen,
vndt die Schwachheit lindern, wie er weiß, daß
es seinem Nahmen rühmljch, der Pacientin
aber, sehliglich, vndt gut ist, vmb Christj willen. perge


Die letzte Relation in vorigem Jahr, Numero
58 ist vom Cantzler Milagio, einkommen. Der friede
will hingken, weil die Kayserlichen vndt Schwedische sich
schon mitteinander verglichen, v̈ber Pommern, ohne || [[Handschrift: 93v]]
einwilligung Chur Brandenburgs daß nemlich die Schweden
sollen Pommern behalten, (im fall der Churfürst von Brandenburg
keinen gühtlichen vergleich eingehen wollte) vndt
der Kayser vndt daß Reich, sollen ihnen die evic-
tion præstiren, vndt die Pommerischen Stände, vom
jurament absolviren. hingegen, bittet der
Churfürst von Brandenburgk, man wolle ihn nicht
v̈berreilen, es wehre eine wichtige sache, die
er mit seinen agnaten, sonderlich denen in Frangken
so etwaß ferrne endtlegen, communiciren, vndt
zeit darzu haben müste. Beklaget sein vn-
glück, daß er alß ein getreẅer, vndt gantz
vnschuldiger Churfürst solle vnerhörter dinge
von dem Seinigen, depossediret werden.
Offerirt sich zu gütlichen tractaten höflich.
Jnndeßen beklagen auch die Pommerischen landt-
Stende, durch ihre deputirten zu Münster und Osnabrück ihr
großes vnglügk vndt anliegen. Bitten man wolle
sie vom Churfürst von Brandenburg nicht trennen,
man köndte auch ihre vhrallte juramenta
homagij nicht dissolviren, es seye dann sache,
daß der Churfürst darein willigte mit
seinem hause. Sie bitten eiverig, das Sie eben || [[Handschrift: 94r]]
nicht, daß lytron des friedens sein müsten, vndt
daß man ohne consens des Churfürsten nicht sie verschen-
gken möchte, ermahnen die Evangelischen Stende
per omnia jura, religionis, vicinitatis, vndt der-
gleichen sie nicht in dieser affliciton zu abban-
doniren, vndt viel mehr, neben ihnen vmbzutretten.
Sie bitten auch, (es falle endtlich, mit Pommern
hinauß, wie es wolle) vmb abschaffung ihrer
gravaminum, licenten, Zölle, erbawung
vnnöhtiger festungen, schantzen, vndt deren
garnisonen, kostbahrer erhaltung, vmb
aufhebung, etzlicher donationen, so die kron
Schweden, etzlicher kriegßofficirern, zu wider
des landeßfreyheitten, v̈bereignet, vmb erhal-
tung des Stapels zu Stettin, vndt hanseatischen
bundeß, freyen navigation, vndt dergleichen. <perge>
Jtem vmb bestettigung deß hertzogs von Crouy
alß Bischofs zu Camin, etcetera etcetera etcetera hingegen
ziehen die Kayserlich Catolischen, vndt Sächsische
an: die vnumbgengliche Nohtwendigkeit
des friedens, in Deützschlandt, die gewaltt
der Schweden, vndt iher adhærenten, das eigene
Exempel des Römischen Kaysers, welcher sich selbst
v̈berwunden, vndt vmb des lieben friedens willen || [[Handschrift: 94v]]
einen guten Theil, seiner Erblanden, denem[!]
Frantzosen, v̈berlaßen, so doch dem hause Oester-
reich von allters hero, gehörig gewesen,
vndt machen endtlich eine vnvmbgengliche Noht
darauß. Also: scheinet der friede, noch ferrne
zu sein. Jedoch, kan die rechte handt, deß
höchsten, alleß endern!


Die Frantzosen, offeriren sich, dem Chur
hause Pfaltz, die plenariam restitutionem
dignitatis, & terrarum, zu wege zu bringen,
wann die herren Staden, noch eine Campagne
mit ihnen, wagen wollten? alleine die
Staden wollen ihre parole, so Sie Spannien
gegeben, nicht brechen, vndt tractiren an
itzo, einen ewigen frieden, mit Spannien.


Die Päbstischen zu Münster vndt Osnabrück sollen sehr frölich,
vndt gutes Muts sich erzeigen, weil Sie vermey-
nen ein großes erhalten zu haben. Chur Bran-
denburgk klaget sehr, v̈ber Altenmburgk, Weymar, Braun-
schweig, vndt Lüneburgk, das es von ihnen
abbandonirt, vndt v̈bereilet worden, weil Sie
mehr der Cron Schweden, als dem Churfürsten, beygefallen.

|| [[Handschrift: 95r]]

Samstag den 23ten: Januarij: 1647.

<freddo grande.>


Avis von der herbeyrügkung des General Majors Löwen-
haüpts. Gott gebe! daß er vnß verschone!


Schreiben von Leyden per Brehmen, in vier
packeeten. Meine Söhne seindt beym
Churfürsten von Brandenburg in transitu
vnferrne von Leyden, vndt Gott lob, wol
auf gewesen. Jm haag, hats gewaltige
præsenten, an goldt, silber, gießbegken,
Ketten, ringen, vndt kleinodien, geregnet.
hingegen: die dürftigen seindt nicht be-
dacht worden. Quo plus sunt, potæ! Plus
<sitiuntur aquæ!>6


Meine Söhne, haben die neẅlichste v̈bermachten
200 ReichsthalerRthlr: entpfangen. Overijßel, hat seine
quotam gezahlet. Gelderlandt macht
difficulteten, wegen allzuhoher cottisation.
Die Staden machen friede mit Spannien. Offeriren
dem Churfürsten alle hülfe wieder Neẅburgk, etcetera[.]
von Zeelandt vndt Ütrecht, ist etwaß
(wiewol kaltsinnige) hofnung. Waß haber-
feldt anlanget, wil alles mit der licentz
in hollandt, bücher zu schreiben, auch wieder den Prin-
tzen von Vranien, ia die Staden selbst, excusirt werden.

|| [[Handschrift: 95v]]


Mais üne ame genereuse, s'en veut ressentir,
sj l'on ne nous en fait jüstice? Dieu l'en benie!


Dem alten Graven Kinßky zu Leyden, ist
sein iunger vetter7 endtlauffen, vndt in den
haag gezogen, weil er ihn allzurigoureux
tractirt gehabt. Ob er auch schon, durch
interposition Ern Spanheimij wieder außge-
söhnet gewesen, so hat er doch zum andern
mahl die escappade gethan, vndt sol nun,
neben seinem bruder8 im haag, in voller dès-
bauche leben, da er doch so fein studiert gehabt?
Gott gebe einem ieglichen Christen, beßerung
des lebens, reẅ: vndt leyd, v̈ber began-
gene Sünden, vndt schanden!


Der alte Printz de Condè, in Franckreich
hat: 16 Tonnen goldes, iährliche einkommen,
hindterlaßen, seinen dreyen Söhnen, Düc d'An-
guien, Prince de Conty, vndt Düc d'Albret9,
wiewol der Elltiste, das meiste behelt.
Seiner gemahlin, der wittwe hat er 2 Tonnen
goldes, iährliche einkunften, verlaßen.
Er hat dem Nuncio des pabsts, auf seinem
Todtbette, sagen, vndt versichern laßen, er || [[Handschrift: 96r]]
stürbe, alß ein guter Catolischer Christ, vndt hat
seinen Söhnen, den segen endtwandt, im fall sie
nicht wolten, im Römisch Catholischen glauben, bestendig
verharren? Viel vermeinen er seye sonst ein
Atheus gewesen. Gewiß ists, daß er die re-
formirten Religionsverwandten, heftig verfolget,
vndt gleichsam ihr abgesagter feindt gewesen,
also das sie wol einen großen opponenten
vndt antagonisten, numehr verlohren.


Der Cardinal Mazarinj, sol auch nicht gar Trawrig, v̈ber
seinem Tode sein, weil er ihm
sehr zu wieder, vndt aufsetzig gewesen.


Alle gnaden vndt gubernamenten die er
auf seinem Todtbette, von der Königinn begeh-
ret vor seine Söhne, hat er erhalten.


Der iunge hertzog von Rohan, Tancre-
dj lebet auch noch, vndt gehet in deß Monsieur
de Vaux, seine wolbestellte Academie
zu Paris. Der selbige ist auch Orthodoxus.


Dieses iungen Tancredj FrawMutter,
hat gern den proceß wieder den Chabot verloh-
ren, weil Sie den Printz von Condè vndt andere
Königliche adhærenten nicht offendiren dörfen, der zuver-
sicht, wann Tancredj mündig, Seine Sachen, durch mutationes || [[Handschrift: 96v]]
zu verbeßern.

Sonntag den: 24ten: Januarij: 1647.

<Ferrner frost, vndt kälte.>


Daß liebe getreydich, sonderlich vmb Zeptzigk
herumb, ist sehr erfohren, vndt hat schaden ge-
litten, weil es nicht mit schnee bedegkt gewesen.


Er Jonius hat aufm Sahl geprediget.


Extra: Zu Mittage Doctor Mechovius, vndt Er Jonius. perge


Jo mi sono accordato co'l Hebreo Abraham Benedix
per 60 questo anno; 1647 e dipoj, 60 Talarj, per 1648
e dipoj: 60 Talari per 1649 se viviamo, etcetera
o per glj heredj. etcetera Parlando istesso con luj,
sperando, che questo furbo non m'inghannerà,
e oltre a questo; mj deve pagare l'ultimo anno
300 Talarj, di capitale, per Cardinale Orsino[.] Jddîo
cj faccia vivere frà tanto, lietj, e contentj.

Montag den: 25ten: Januarij: 1647.


Der Amptßraht Banse, <vndt> Märtin Schmidt,
haben Mündtliche, Sie beyde aber, neben dem
Superintendenten, schriftliche relation gethan,
wie kahl sie gestern, mit dem neẅen
Vocirten pfarrer zu Hegklingen, von
den Troten, vndt ihren pawren, entpfangen
worden? auch derentwegen den pfarrer nit installiren kön- || [[Handschrift: 97r]]
nen. Cela est sandaleux. perge


Schreiben von Wien, Berlin, Leiptzigk, vndt
andern orthen. perge


Die Rechnungßcommissionen laße ich continujren.


Bergen, ist von Leiptzigk fæliciter wiederkommen,
hat erhalten, daß Axel Lillie die holtzprætensj-
on inß Ampt Ballenstedt, dem Manßfeldischen caßirer,
aufzuheben, anbefohlen. perge


Die avisen bringen: daß hollandt vndt
Spannien friede geschloßen, iedoch mit reservat
Frangkreich auch leidliche condition zu verschaffen.


Zu Münster vndt Osnabrück hofft man friede.


Jn Engelland vndt Schottlandt dergleichen, zusampt
dem nationalbündtnüß. Jrrlandt aber,
wehre sampt der haüptstadt Dublyn von
Papisten v̈bermeistert. Der König laviret,
vndt helts mit denen, so ihm assistiren.


König in Polen, förchtet Türgken vndt Tattern,
suchet hülfe, noch mehr die Venezianer, deren
sachen in Candiâ schlecht stehen, nach deme
Rhetimo verlohren, auch etzliche Schiffe.


Kayßerlicher gesandter Grevenklaw sol
zu Constantinopel, in eisernen ketten vndt banden
sein, weil er einen vornehmen Türgken, erstochen, || [[Handschrift: 97v]]
ohne Zweifel, auf sonderbahre gegebene große vrsache,
der Türckische gesandte10, welcher an itzo zu Preßburgk
ist, suchet reparation, vndt rantzion deßelben
auf 10000 Ducaten, oder er sol justificirt werden.


Die arme kleine Respublica zu Ragusa,
wil auch bekrieget werden, weil der großTürgke
vhrsache zu derselben suchet, vndt doppelten
tribut, einfordert.


Die Schweden haben vndter den Generaln
Wrangel, vndt Mortaigne, in die Alpen
hinein penetriret, vnwegsahme clausen,
nebst der festung Bregantz erobert, vndt
gleichsam miracula gethan. Die Schweitzer
erzeigen sich höflich, seindt aber jaloux,
v̈ber ihrer Nachtbarschafft, vndt stehen
auf ihrer huet. Lindaw am Bodensee,
wirdt nun auch belägert. Jn den Alpibus,
vndt Clausen, seindt viel bewehrte bawren
v̈mbkommen.


Der Admiral Tromp, gehet nach Brasilien
zu, selbiges landt, dem Könige von Portugall,
abzunehmen.


König in Polen, hat seine völgker, in die 12000 Mann,
wieder seinen willen, abdangken müßen.

|| [[Handschrift: 98r]]

Dienstag den: 26ten: Januarij: 1647.


Jch habe, sehr vjel, zu schreiben, vndt zu correspondiren
gehabt, vndt bin einmal auch in die luft gegangen.


Meine Oeconomica stegken, vndt verzögern sich
sehr, vndt ich treibe mich, aller Müde. L'infidelitè
des gens, est extreme, sür tout, auprès dü bacq!


Gott gebe zu meinen correspondentzen, Oeconomicis,
vndt anderm vorhaben, glück, heyl, vndt gedeyen!

Mittwoch den: 27ten: Januarij: 1647.


Jn die wochenpredigt, cum sorore, Sophia Margaretha[.] Er Jonius,
hat vor den krangken hofprediger, geprediget.


Extra: Doctor Mechovius, mit dem ich viel conferiret.


Die Commissiones haben continujret.


A spasso v̈bers eiß, due volte. perge


Conferenze mit Secretario Paul Ludwig vndt mit Pansen perge


Briefe von Brehmen alda Heinrich Einsiedel wol v̈berkommen
Gott lob, vndt dankg! der helfe ferner mit gnaden!

Donnerstag den 28. Januarij:

<Nebel.>


Meine correspondentzen, habe ich ferner, nicht
ohne Mühe, continujret, in hollandt, nacher Wien,
nach Halle, nach Leiptzigk. Gott gebe zu glügk!


Jakob Ludwig Schwartzenberger ist von A.11 wiederkommen,
avec expedition mediocre, mais encores jncertajne.

|| [[Handschrift: 98v]]


Schreiben von Deßaw per Geörg Rußt.


Vetter hanß Geörg, hat eine glückliche
rayse (Gott lob) auß Frangkreich in Jtalien
gehabt, hat nicht allein die edelsten Städte
in Frankreich sondern auch Genua, Florentz, Rom,
Venedig, etcetera gesehen, schreibt an seine elltern
fein Frantzösisch, vndt Jtaliänisch, hat an-
schläge, die ich noch nicht penetriren kan.
Jch halte aber darvor, er wolle sich in be-
stallung bey den Venezianern wieder den Türgken, ein-
laßen, oder an Kayserlichen hof, gehen. Gott gebe
ihm, heylsame consilia!


Zu Lichtemberg, ist mein vetter Fürst Johann Casimir,
beym Churfürsten gewesen, haben weidlich geiagt,
vndt gepoculiret. Etzliche pawren, seindt da-
rüber, todt geblieben. Wochentlich, sollen
dem Churfürsten 14 mille ThalerThlr: aufgehen, vndt v̈ber
100 Tische täglich gespeiset werden, auf diesen
iagten. Täglich gehen 1½ Ochßen, 10 hammel[,]
5 faß bier, viel fische, federvieh, wildpreth[,]
brodtkorn, etceterain großer menge auf. Der
Churfürst hat in kurtzer zeit, in die 500 schweine[,]
60 wöffe, vndt eine gute anzahl rehe gefangen.
Ces Potentats, ne ressentent pas, la guerre. et cetera

|| [[Handschrift: 99r]]

Freitag den: 29ten: Januarij: 1647.

<2 Räphüner. 2 hasen.>

<Schnee. Froßt.>


Nach gestrigem regen, ist abermalß frost einge-
fallen, vndt es hat darzu geschneyet.


Er Benjamin Kikelßberger, den ich neẅlich
nacher Hecklingen, setzen wollen, hat sich bey Mir
præsentiret, vndt jnnstendig gebehten, ich möchte
ihn nicht, nacher Hecklingen setzen (alda er
bey den verstogkten leütten, seines lebens,
nicht sicher wehre, vndt nichts zu bawen
vermöchte) sondern nacher Reinstedt, vociren.
Jch habe ihm dilatorische antworth gegeben. <perge>


Der Oberste Werder schreibt an Mich,
sollicitiret vmb einen consenß vf 1200 ReichsthalerRthlr:
(so ihm seine haußfraw, die itzige geborne
von Pöblitz geliehen, zu wieder anbaw,
seiner zerfallenen haußhaltung) von Mir
auf daß gut Werderßhausen. Erkennet
mich allein, auf<vor> seinen landeßfürsten, deme
solche Macht, vndt gewaltt zustünde. <et cetera>

Samstag den 30ten: Januarij: 1647.

<2 Räphüner.>

<Nix.>


An Præsidenten geschrieben in geldtsachen.


Schwester Bathilde ist sehr krangk, vndt Matt.
Gott erbarme sich ihrer! vndt helfe ihr
vndt der krangken Schwester Sibille zu Strelitz wieder auf!

|| [[Handschrift: 99v]]


Der graf Kinßky Schwedischer Oberster, ist vn-
vorsehens, mit seinem herrn vatter, vndt 60 pferden,
anhero nacher Bernburgk, von Staßfurth auß, kommen,
hat quartier begehrt, vndt will nacher Leiptzigk.
hat sonst höfliche complimenten gemacht, vndt
sich sehr endtschuldiget, daß er hieher marchiren müßen,
an diesen rujnirten orth. A


Avis vom Caspar Pfaw, das die Schweden, mit
Chur Brandenburgk, sich allerdings, wegen Pommern,
verglichen, vndt wegen VorPommern, auch etzlicher
örther, in hinterPommern, wehre Chur Brandenburg Liebden
neben halberstadt, daß ErtzStift Magdeburgk,
post obitum modernj Archiepiscopj, offeriret,
doch daß die 4 Aempter dem Churfürstlichen hause Saxen,
verbleiben, vndt soll das Stift Minden, auch
darzu kommen. Jedermann hoffet numehr, auf
den völligen friedensschluß, weil dieser knote
aufgelöset. Gott gebe bestendigen, sicheren,
vndt erwüntzschten frieden!


Mit dem Ertzhertzog tractiren die Spannischen,
das guberno in den Niederlanden, anzunehmen.


Der Türckische jnternuncius zu Preßburgk,
hat im Nahmen seines Kaysers, der Römischen Kayserlichen Mayestät
ein schönes pferdt, stadtliche Teppich, vndt andere sachen || [[Handschrift: 100r]]
verehret, hingegen auch, kostbahre præsenten,
wieder bekommen.


Vor Weißemburgk im Nordtgaw, (agro Norico,)
seindt viel Soldaten auch vornehme Officirer ge-
blieben, vndt verwundet worden, vndter andern der
General wachmeister Sporgk an bagken verletzt,
hertzog Vlrich von Wirtemberg, an halß ge-
streifft, Obrist Leutnant Crailßheimer, welcher sehr
reich, vndt dem Kayser 29 iahr lange, gedieh-
net haben soll, ist davor, durch vndt durch, ge-
geschoßen, vndt neben vielen gemeinen Soldaten,
geblieben. Jn diese Stadt sollen 2200 schöße12
auß Stügken geschehen sein, vndt numehr accordjren.


General Wrangel, wehre zu waßer, mit
acht Schiffen, vor Lindaw, kommen, aufm Bodensee,
beschöße selbige Stadt, zu waßer, vndt lande.
General Türenne aber läge vor V̈berlingen.
General Königßmargk, wehre in Francken ge-
schlagen, vndt hette, 36 cornetten, vndt standarden
verlohren.


Der Türckische bohtschafter13 begehre vom
Römischen Kayser, continuation des friedens,
vndt außwechßlung des arrestirten Resi-
denten zu Constantinopel, Grevenklawens
welcher einen Türcken erstochen.

|| [[Handschrift: 100v]]


Der Frantzösische Ambadssadeur14, hat vom Römischen
Kayser, eine güldene kette, vndt bildtnüß,
vf 1000 Ducaten geschätzt, vndt Silber, auf
eine Tafel verehrt bekommen, ist ebenmäßig, von
Preßburg, wol content, abgereyset.


Der Römische Kayser, wirdt zu wienWien, erwartet,
den exequien des Spannischen Printzen, beyzuwohnen.


Wrangel, vndt die Schweitzer, halten gute
Nachtbarschafft. Graf Loẅenhaüpt kömbt,
mit der Reüterey, auß Frangken, wieder zurügkb.


Die herren General Staden, haben der Churfürstin
zu Brandenburgk eine Jährliche pension von
20 mille holländische Gulden (florenus)f: auf Zeit ihres lebens, versprochen,
auch dem Churfürsten, verheißen, die Clevische
Städte, alß: Wesel, Rees, Emmerich, vndt andere,
ihm zu restitujren, auch wieder Pfaltz Neẅ-
burgk, zu assistiren, im fall die dissidia in der
gühte, nicht beyzulegen? Monsieur Servient Frantzösischer
Ambassador ist im haag, bemühet sich sehr, zwischen
hollandt, Portgual, vndt Brasilien, die Sachen
zu vergleichen, vndt den krieg, in den Niederlanden,
zu continuiren.


Conferenze mit Meinen Rähten, hofmeister Einsidel,
Doctor Mechovio, vndt Doctor Brandten. perge

|| [[Handschrift: 101r]]

Sonntag den 31. Januarij: 1647.

<1 hasen. Werders schütze.>


Predigen laßen, aufm Sahl, <Magister Enderling. Darnach, mit ihme, conversirt. perge>


Ceste nuict mes pages, (quattre qu'ils sont,
couchants en deux licts, dans la sale devant
mon poile) se sont plaints, qu'ün grand fan-
tosme noir, est allè pourmener vers la
table, ou i'ay accoustümè de manger,
& a remuè fort la table, puis vers la pe-
tite table, ou les pages & valets mangent
il a remuè non seulement la table, mais aussy
les gobelets dessüs, mettant l'ün dans
l'autre, & versant la biere quj estoit
encores dedans, (depuis hier au soir) d'ün
gobelet dans l'autre, puis se pourmenant
derechef vers leur lict, comme a pieds nüds,
& faysant ainsy dü tintammarre. Les
pages Bidersehe & Krosigk, en ont estè fort
inquietèz, car le premier en füst èsveillè
a l'abord, & ce bruit düra trois heures
dürant environ, puis le fantosme disparüt.
Le page Börstel n'en a estè point èsmëu
ne pouvant se rèsveiller, mais le page Baron de
Roggendorf s'en estèsmëu, comme d'ün, quj le<ui> vouloit rompre le sommeil. perge

|| [[Handschrift: 101v]]


Je ne suis point accoustümè, de tels hostes.


Extra zu Mittage, Doctor Mechovius, Monseigneur Enderling, vndt
Thomaß Benckendorf.


Zweene pacqueet, vom Cantzler Milagio:
derselbige avisiret die friedensbegierde, die tractaten
wegen Pommern, zwischen Schweden vndt Chur Brandenburg
durch interposition Franckreich, Staden, vndt
aller Evangelicorum daselbst, vndt große difficulteten
derselbigen. Jtem: die schlechte apparentz, zur
grafschaft Ascanien. Jtem: die kaltsinnige
proceduren, zur restitution der Chur Pfaltz. perge
Gott gebe vnß, einen bestendigen, sjchern frieden!


Risposta vom Præsidenten, en bons termes, & mediocres,
pour quelques poincts perge, ambiguës, pour aulcüns, selon son style.


Textapparat
a Im Original verwischt.
b Im Original sind die Silben "zu" und "rügk" getrennt geschrieben.

Kommentar
1 Identifizierung unsicher.
2 Entweder Großpaschleben oder Kleinpaschleben.
3 Io 2,1-11.
4 Ort nicht ermittelt.
5 Ier 30.
6 Zitat aus Ov. fast. 1, 216 (ed. Holzberg 42012, S. 18f.).
7 Person nicht ermittelt.
8 Person nicht ermittelt.
9 Irrtum Christians II.: Henri II de Bourbon hatte nur zwei Söhne.
10 Person nicht ermittelt.
11 Ort nicht ermittelt; sollte vermutlich später nachgetragen werden.
12 Hier: Schüsse.
13 Person nicht ermittelt.
14 Person nicht ermittelt.
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1647_01.xml
XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
abandonniren
verlassen, zurücklassen
abandonniren
aufgeben
abandonniren
im Stich lassen
absolviren
vollenden, abschließen
absolviren
jemanden von etwas befreien, freisprechen, entbinden
Accord
Vereinbarung, Vergleich
Accord
Vertrag zur kampflosen Übergabe eines Ortes
accordiren
einen Vertrag schließen, sich einigen
accordiren
einen Ort mittels eines Vertrags (Akkords) übergeben
accordiren
übereinstimmen, einig sein, zustimmen
accordiren
übereinstimmend machen, vergleichen
accordiren
vertraglich zubilligen
Adhaerent
Anhänger
adhibiren
zuziehen, anwenden
Affliction
Qual, Plage, Ängstigung
Ambassador
Gesandter, Botschafter
Anschlag
Plan, Absicht
ansprengen
angreifen
Apparenz
Anschein
attendiren
Achtung geben, beachten
Aufbot
Zusammenruf des Heeres, Aufgebot zur Heeresfolge
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
avociren
jemanden von einem Ort weg oder zu einem Ort hin beordern bzw. befehlen
befahren
(be)fürchten
Beilager
Hochzeit, Feierlichkeit anlässlich der Vermählung (ursprünglich: Beischlaf als Vollzugsakt der Eheschließung)
cediren
weichen, nachgeben
cediren
abtreten, übereignen
Commission
Auftrag, Bevollmächtigung
Compliment
höfliches Reden, höfliche Verbeugung, Ehrerbietung
Confirmation
Bestätigung
conjungiren
verbinden, verbünden, vereinigen, zusammenführen
Consideration
Überlegung, (eingehende) Betrachtung, reifliche Erwägung
Consideration
Wichtigkeit
Consulent
Ratgeber, Rechtsberater, Anwalt
Continuation
Fortdauer, Fortsetzung
Continuation
erneuter/fortgesetzter Bericht
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
Convoy
Begleitung, Begleitschutz
decidiren
bestimmen, entscheiden
depossediren
außer Besitz setzen
Difficultet
Schwierigkeit
Diffidenz
Misstrauen
dimittiren
entlassen, (förmlich) verabschieden, beurlauben, entsenden
dismontiren
abrüsten, entwaffnen
dissolviren
auflösen
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
erlegen
etwas entrichten, begleichen, bezahlen
Eviction
Gewährleistung, Sicherstellung, Bürgschaft
excusiren
entschuldigen
fomentiren
anstiften, schüren, aufwiegeln
Friedenstractat
Friedensverhandlung
Gießbecken
Handwaschbecken
Gubernament
Regierung, Herrschaft
Gubernament
militärische Befehlshaberschaft über einen bestimmten Ort
Hauptkrankheit
eine Krankheit, die das Gehirn angreift oder Kopfschmerzen verursacht (wie Migräne); bisweilen auch Bezeichnung für Fleckfieber ("ungarische Krankheit")
hinterstellig
rückständig
hinterstellig
zurückbleibend
Imputation
Beschuldigung, Zurechnung
incarceriren
einkerkern
Interponent
Vermittler
Interposition
Vermittlung
Johannistag
Gedenktag für Sankt Johannes den Täufer (24. Juni)
Jurament
Eid, Schwur
justificiren
Strafe vollstrecken, hinrichten
justificiren
berichtigen, prüfen
justificiren
rechtfertigen
Leibgeding
auf Lebenszeit verliehenes Eigentum für den persönlichen Unterhalt
liberiren
befreien, freilassen
liberiren
erlösen, frei machen
Licent
Abgabe für ausgeführte Waren, Zoll, Akzise
Litron
ein in Frankreich gebräuchliches Inhaltsmaß
malignisch
bösartig, schädlich
Malter
Holzmaß
Michaelistag
Gedenktag für den Erzengel Michael (29. September)
offendiren
beleidigen, kränken
Pacienz
Geduld
Partie
Streifkorps (kleinere Truppenabteilung, die meist auf Kundschaft oder zum Einbringen von Geld, Lebensmitteln und Furage entsandt wurde)
Partie
Kriegspartei (reguläre Truppenabteilung)
Partie
(sich gegenüberstehende) Seite, Partei
Partie
eine gewisse Anzahl oder eine Gruppe von Dingen oder Personen gleicher Art
partrociniren
fördern, bevorzugen
penetriren
(etwas) durchsetzen
penetriren
verstehen, (geistig) erfassen, ergründen, durchschauen
penetriren
(etwas) ergreifen, sich anmaßen, unterstehen
perdoniren (pardoniren)
begnadigen
Persecution
Verfolgung
persequiren
verfolgen, mit Gewalt überziehen
poculiren
zechen
prästiren
darreichen, leisten
prätendiren
vorgeben, vortäuschen, heucheln
prätendiren
fordern, verlangen, beanspruchen
präteriren
übergehen
quittiren
verlassen
quittiren
überlassen
quittiren
aufgeben
quittiren
entlassen
recuperiren
zurückerobern
recuperiren
wiedererwerben, wiedererlangen
regratuliren
Glückwünsche erwidern
Relation
Bericht
Reservat
vorbehaltenes Recht, Sonderrecht
Reservat
Vorbehalt, Einschränkung, geltend gemachtes Bedenken
resolviren
entschließen, beschließen
resolviren
auflösen
Rohr
Handfeuerwaffe
selbviert
eine Person mit noch drei anderen, zu viert
sollicitiren
etwas gerichtlich betreiben, um Rechtshilfe ersuchen
sollicitiren
ansuchen, bitten
sollicitiren
fordern
Stück
Geschütz, Kanone
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
succumbiren
unterliegen
Tatter
Tatar
terriren
erschrecken, in Furcht versetzen
Tractament
Behandlung
Tractament
Bewirtung, Verpflegung
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
übermeistern
durch Überlegenheit gewinnen, überwinden
verehren
schenken
verehren
beschenken
vindiciren
rächen, bestrafen
vindiciren
beanspruchen, in Anspruch nehmen
vociren
rufen, berufen, vorladen
Volk
Truppen
vorlängst
längst, schon vor langer Zeit
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Johanna Elisabeth von Anhalt-Bernburg-Harzgerode
Geburtsname: Gräfin Johanna Elisabeth von Nassau-Hadamar

geb. 1619
gest. 1647
Anm.: Tochter des Grafen Johann Ludwig von Nassau-Hadamar (1590-1653); seit 1642 Ehe mit Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Sibylla Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1602
gest. 1648
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; ab 1617 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Tröstende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Agnes von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Landgräfin Agnes von Hessen-Kassel

geb. 1606
gest. 1650
Anm.: Tochter des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); ab 1623 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1623 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Eiferige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau

geb. 1627
gest. 1693
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); schwedischer Obrist (1655-1658) und Generalmajor (1658); ab 1658 kurbrandenburgischer General und Statthalter der Kurmark sowie Obrist (1658-1660 und seit 1666); später auch Geheimer Staats- und Kriegsrat in Berlin sowie Feldmarschall (1670); ab 1660 regierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1670 Senior des Hauses Anhalt; ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefüllte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Bernburg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1651-1660 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); ab 1631 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wohltätige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1579
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1600 Aufnahme in die Florentiner Accademia della Crusca ("L'Acceso"); seit 1606 regierender Fürst von Anhalt-Köthen; 1631-1635 schwedischer Statthalter des Erzstifts Magdeburg und des Hochstifts Halberstadt; 1617 Mitbegründer und bis zu seinem Tod erstes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nährende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

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Fürst Emanuel von Anhalt-Plötzkau
Fürst Emanuel von Anhalt-Köthen

geb. 1631
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Lebrecht (1622-1669) in Plötzkau; ab 1657 in schwedischen Kriegsdiensten; 1659/60 in dänischer Gefangenschaft; 1662 Teilnahme am venezianischen Feldzug gegen die Türken; 1665-1669 zusammen mit seinem Bruder Lebrecht herrschender und seit 1669 alleinregierender Fürst von Anhalt-Köthen; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Strebende").

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Fürst Ernst Gottlieb von Anhalt-Plötzkau

geb. 1620
gest. 1654
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1653 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Lebrecht (1622-1669) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Starke").

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Fürst Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
Fürst Lebrecht von Anhalt-Köthen

geb. 1622
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").

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Fürst Johann IV. von Anhalt-Zerbst
Fürst Johann IV. von Anhalt-Dessau

geb. 1504
gest. 1551
Anm.: Sohn des Fürsten Ernst von Anhalt-Dessau (1451-1516) und Urgroßvater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1516-1544 gemeinsam mit seinen Brüdern Georg III. (1507-1553) und Joachim (1509-1561) Regent des Fürstentums Anhalt-Dessau (bis 1530 unter Vormundschaft seiner Mutter Margaretha); seit 1544 alleinregierender Fürst von Anhalt-Zerbst.

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Georg Banse

geb. 1605
gest. 1670
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers, Sattelfreihofbesitzer und späteren anhaltisch-zerbstischen Kammermeisters Johann Banse d. J. (1578-1636); um 1639/41 Bernburger Freisasse (Besitzer eines Sattelfreihofs); Erbsasse auf Güsten und Quenstedt; seit 1646 fürstlicher Amtsrat (noch 1653); 1646-1650 daneben Stadtvogt in Bernburg.
Barberini, Familie

Anm.: Florentiner Adelsgeschlecht.

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Thomas Benckendorf

gest. vor 1658
Anm.: Sohn des Prof. Martin Benckendorf (1545-1621) in Frankfurt/Oder; 1623 Studium in Frankfurt/Oder; 1627/28 Kammer- und Küchenschreiber, seit 1628 Kammerschreiber und Kammerdiener sowie 1635-1647 Geheimsekretär des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1637-1646 zudem Amtmann von Bernburg; ab 1647 kurbrandenburgischer Gerichtsverwalter in Wittstock (noch 1649); seit 1653 "Kastner" in Cottbus.
Abraham Benedix

Anm.: Sohn des Bernburger Rabbis N. N. Benedix (2); seit 1645 jüdischer Kaufmann in Bernburg.
Johann von Bergen

geb. 1604
gest. 1680
Anm.: Sohn von Bernd von Bergen (ca. 1567-1623) auf Güsten; Hausbesitzer in der Bernburger Talstadt; Erbherr auf Ilberstedt; bis 1637 kaiserlicher oder kursächsischer Quartiermeister; um 1637/42 Sekretär des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); seit 1642 anhaltischer Obereinnehmer (noch 1649).
Curt Ernst von Berlepsch

geb. 1588
gest. 1659
Anm.: Sohn des Curt Thilo von Berlepsch (1540-1589); Erbherr auf Großurleben, Thamsbrück und Eichenzell sowie Großengottern; Pfandinhaber des gräflich-stolbergischen Amts Roßla.

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Johann Berndt

Anm.: 1629/30 Hof- und Quartiermeister des kaiserlichen Obristen Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632); danach möglicherweise im Dienst von dessen Bruder Christian II.
N. N. Beucke (1)

Anm.: Vor 1647 vermutlich Stadtschreiber in Bernburg.
Adam von Biedersee

geb. ca. 1576
gest. 1655
Anm.: Sohn des Martin von Biedersee (gest. 1623); Erbherr auf Ilberstedt.
Georg Heinrich von Biedersee

geb. 1623
gest. nach 1655
Anm.: Sohn des Albrecht von Biedersee (gest. 1653); Erbherr auf Amesdorf; seit 1639 Page der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675), später bis 1648 ihres Gemahls Christian II.; bis 1653 Mitglied der kurbrandenburgischen Leibgarde.
Ernst Gottlieb von Börstel

geb. 1630
gest. 1687
Anm.: Sohn des kurbrandenburgischen Rats Ludwig von Börstel (ca. 1585-1631); 1639-1649 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ca. 1650/51-1660 Kammerjunker der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660); zudem Leutnant (1656), Hauptmann (1657) und Obristleutnant (1664) der kurfürstlichen Leibgarde; ab 1660 Kammerjunker und 1662-1675 Oberschenk des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688); daneben kurbrandenburgischer Obristwachtmeister (1671) Obrist (1676) und Generalwachtmeister (1684); 1675-1678 Schlosshauptmann in Cölln a. d. Spree; 1680-1683 kurbrandenburgischer Kriegsrat; seit 1682 Amtshauptmann von Wolmirstedt und Wanzleben; ab 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anreizende"); vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 434f.

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Georg Friedrich von Börstel

geb. ca. 1627
gest. 1688
Anm.: Sohn des kurbrandenburgischen Rats Ludwig von Börstel (ca. 1585-1631); zunächst kurbrandenburgischer Kammerjunker; ab 1651 Hof- und Kammergerichtsrat; 1654-1665 mehrfach diplomatische Missionen; zudem seit 1673 Amtshauptmann von Beeskow und Storkow; außerdem Appellationsgerichtsrat in Ravensberg; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 435f.

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Heinrich (1) von Börstel

geb. 1581
gest. 1647
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmanns Curt von Börstel (1549-1618); Erbherr auf Güsten, Plötzkau und Ilberstedt; ab 1623 Regierungspräsident sowie Amtshauptmann und Kammerrat in Bernburg; 1639 Rücktritt, danach Tätigkeit als unbestallter fürstlicher Berater; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Eilende").

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Anne-Marie-Louise de Bourbon
Duchesse Anne-Marie-Louise de Montpensier
Princesse Anne-Marie-Louise d' Orléans
Princesse Anne-Marie-Louise de Dombes
Princesse Anne-Marie-Louise de Joinville
Dauphine Anne-Marie-Louise d' Auvergne
La Grande Mademoiselle

geb. 1627
gest. 1693
Anm.: Tochter des Gaston de Bourbon, Duc d'Orléans (1608-1660); 1648-1653 Anhängerin der Fronde; 1653-1657 Verbannung vom französischen Königshof; 1681-1684 heimliche Ehe mit Antonin Nompar de Caumont, Marquis de Puyguilhem (1633-1723).

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Armand de Bourbon
Prince Armand de Conti

geb. 1629
gest. 1666
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); ab 1629 Prince de Conti; 1649/50 Beteiligung an der Fronde; 1650/51 deswegen in Haft; 1654-1660 Gouverneur von Guyenne; militärische Kommandos in Spanien (1654) und Italien (1657); 1656-1660 Grand maître de France; seit 1660 Gouverneur des Languedoc.

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Charlotte-Marguerite de Bourbon
Princesse Charlotte-Marguerite de Condé
Geburtsname: Charlotte-Marguerite de Montmorency

geb. 1594
gest. 1650
Anm.: Tochter des Duc Henri I de Montmorency (1534-1614); seit 1609 Ehe mit Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646).

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Gaston de Bourbon
Duc Gaston d' Anjou
Duc Gaston d' Orléans
Duc Gaston de Chartres
Duc Gaston d' Montpensier
Duc Gaston d' Saint-Fargeau
Duc Gaston de Valois
Duc Gaston d' Alençon

geb. 1608
gest. 1660
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610) und ältester lebender Bruder ("Monsieur") von Ludwig XIII. (1601-1643); 1608-1640 Duc d'Anjou; ab 1626 Duc d'Orléans et de Chartres; seit 1627 Duc de Montpensier et de Saint-Fargeau; 1630-1650 und ab 1652 Duc de Valois; seit 1643 Lieutenant-général du royaume; ab 1646 Duc de Alençon; 1648-1653 wiederholter Parteiwechsel während der Fronde.

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Henri II de Bourbon
Prince Henri II de Condé
Duc Henri d' Albret
Duc Henri II de Bellegarde
Duc Henri II de Châteauroux
Duc Henri II d' Enghien
Duc Henri II de Montmorency

geb. 1588
gest. 1646
Anm.: Sohn des Henri I de Bourbon, Prince de Condé (1552-1588); ab 1588 Prince de Condé; 1588-1606 Duc d’Enghien; 1612-1620 Vice-roi de Nouvelle-France; 1616/17 und seit 1619 Gouverneur des Berry; ab 1631 auch Gouverneur der Bourgogne; seit 1632 Duc de Châteauroux, de Montmorency, d'Albret et de Bellegarde; ab 1643 Grand maître, Grand veneur und Grand louvetier de France.

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Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d’Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

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Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

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Brandenburg, Haus
Kurfürsten von Brandenburg
Markgrafen von Brandenburg

Anm.: Seit 1415 reichsfürstliche Dynastie der Hohenzollern.

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Kurfürstin Louise Henrietta von Brandenburg
Geburtsname: Gräfin Louise Henrietta von Nassau-Dillenburg

geb. 1627
gest. 1667
Anm.: Tochter des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); seit 1646 Ehe mit Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688).

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Johann (2) Brandt

geb. 1604
gest. 1672
Anm.: Sohn des Tirschenreuther Kantors Bartholomäus Brandt (gest. 1611); Studium in Erfurt (1623) und Altdorf (nach 1630 Promotion zum Dr. med.); ursprünglich Arzt in Reichenbach/Vogtland (noch 1630); ab 1632 kriegsbedingt in Bernburg, dort baldige Bestallung zum Stadtphysikus; (vor 1637) bis November 1649 Leibarzt des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg und spätestens seit 1647 auch dessen Rat; ab Ostern 1650 Hofarzt des Fürsten Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665) und von dessen verwitweten Mutter Sophia (1599-1654); vgl. Wolfram Kaiser / Arina Völker: Universität und Physikat in der Frühgeschichte des Amtsarztwesens, Halle (Saale) 1980, S. 38.
Herzogin Anna Sophia von Braunschweig-Wolfenbüttel
Geburtsname: Markgräfin Anna Sophia von Brandenburg

geb. 1598
gest. 1659
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg (1572-1619); 1614-1634 Ehe mit Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1591-1634); bereits seit 1628 Residenz auf Schloss Schöningen; nach 1625 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Aufrichtige").

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Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg

geb. 1579
gest. 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1533–1598); ab 1604 Paragiatsherrschaft in Hitzacker; seit 1635 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel (bis 1643 Residenz in Braunschweig wegen kaiserlicher Besetzung der Festung Wolfenbüttel); Büchersammler (Bestand der ursprünglichen Bibliotheca Selenica, später Bibliotheca Augusta zum Zeitpunkt seines Todes 40.000 Bände); ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Befreiende").

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Giovanni (1) Cappello

geb. 1573
gest. 1653
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Andrea Cappello (1537-1581) di Alvise; 1606 Patron des Arsenals; 1609 Mitglied der Dieci savi sopra Rialto (Zehn Weisen über Rialto); 1622 Provveditore sopra i Boschi (Verwalter der Wälder); 1626 Mitglied der Sechziger (Sessanta dei Pregadi); 1628 Ratsherr des Stadtteils Cannaregio sowie Proveditore al Sal; 1629 außerordentlicher Proveditore in Crema und im Cremasco; 1632 Inquisitor in armata; 1634 Proveditore dell'Arsenale; 1635/36 Podestà von Brescia; 1646/47 Generalkapitän der Flotte.

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Henri de Chabot
Duc Henri II de Rohan

geb. ca. 1616
gest. 1655
Anm.: Sohn des Charles Chabot, Seigneur de Saint-Aulaye; französischer Offizier; durch Heirat (1645) mit Duchesse Marguerite de Rohan (1617-1684) als Tochter und Alleinerbin des Duc Henri I de Rohan (1579-1638) ab 1648 Duc de Rohan; seit 1649 Gouverneur von Anjou; 1651/52 Teilnahme an der Fronde.
Georg Friedrich von Crailsheim

geb. 1588
gest. 1647
Anm.: Sohn des Ernst von Crailsheim (1526-1596); Erbherr auf Rügland, Rosenberg, Altenschönbach, Morstein, Hornberg und Sommersdorf; 1621-1646 Ritterhauptmann des Reichsritterkantons Altmühl; ca. 1632-1639 auch Aufwärter und Rat der verwitweten Markgräfin Sophia von Brandenburg-Ansbach (1563-1639) in Nürnberg; vgl. Sigmund Friedrich von Crailsheim: Die Reichsfreiherrn von Crailsheim. Familiengeschichte, Band 2, München 1905, S. 213-221.
Herzog Ernst Bogislaw von Croÿ
Administrator Ernst Bogislaw von Cammin

geb. 1620
gest. 1684
Anm.: Sohn des Ernest de Croÿ, Comte de Fontenoy-le-Château et Bayon (1583-1620); ab 1624 Herzog von Croÿ; Erbe des persönlichen Besitzes der 1637 im Mannesstamm ausgestorbenen Herzöge von Pommern (Greifen); 1637-1650 Administrator des Hochstifts Cammin; 1665-1678 kurbrandenburgischer Statthalter von Hinterpommern; 1684 kurfürstlicher Statthalter des Herzogtums Preußen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
König Christian IV. von Dänemark und Norwegen
Herzog Christian IV. von Schleswig-Holstein

geb. 1577
gest. 1648
Anm.: Sohn des Königs Friedrich II. von Dänemark und Norwegen (1534-1588); ab 1588 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein (bis 1593 unter Vormundschaft); seit 1603 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Gräfin Ebba De la Gardie af Läckö
Geburtsname: Ebba Brahe

geb. 1596
gest. 1674
Anm.: Tochter des schwedischen Reichsdrosten Magnus Graf Brahe; 1611-1614 Hofdame bei Königin Christina von Schweden (1573-1625); 1618-1652 Ehe mit Graf Jakob Pontusson De la Gardie (1583-1652).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Jakob Pontusson De la Gardie af Läckö

geb. 1583
gest. 1652
Anm.: Sohn des schwedischen Generalfeldherrn Pontus De la Gardie (1520-1585); 1606-1608 in niederländischen Kriegsdiensten; 1609-1617 schwedischer Feldherr in Russland und gegen Polen; ab 1613 Reichsrat; 1619/20 Gouverneur von Estand; seit 1620 Reichsmarschall sowie 1634-1644 Mitglied der Vormundschaftsregierung für Königin Christina von Schweden (1626-1689); 1615 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Marcus von Eickstedt

geb. ca. 1595
gest. 1661
Anm.: Sohn des Dobslaw von Eickstedt (1555-1621); Erbherr auf Roderbeck und Uchtdorf; Diplomat des Herzogs Bogislaw XIV. von Pommern (1580-1637), u. a. als dessen Gesandter in Spanien (1624), in Wien (1628), auf dem Regensburger Kurfürstentag (1630), in Paris (1631) und in Kopenhagen (1633); ab 1626 pommerscher Kriegsrat; seit 1627 Domherr in Cammin; ab 1634 Geheimer Rat und Amtshauptmann in Ueckermünde; 1644/45 Abgesandter der pommerschen Landstände auf dem Westfälischen Friedenskongress in Osnabrück.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister in Bernburg; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Georg Enderling

geb. 1583
gest. 1664
Anm.: Geboren in Zerbst; Magister; 1618-1620 Schulkonrektor in Bernburg; Pfarrer in Altenburg bei Nienburg/Saale (1620-1635) und an der Bernburger Nikolaikirche (seit 1635); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 241.
König Karl I. von England
König Karl I. von Schottland
König Karl I. von Irland

geb. 1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England) (1566-1625); ab 1625 König von England, Schottland und Irland; 1649 durch das Parlament des Hochverrats angeklagt und hingerichtet; seit 1611 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
August Ernst (1) von Erlach

geb. 1616
gest. 1684
Anm.: Sohn des Burkhard von Erlach (1566-1640); Erbherr auf Altenburg (bei Nienburg/Saale); 1636-1640 und 1641-1644 in kaiserlichen Kriegsdiensten, dazwischen Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später anhaltischer Landrat und Direktor des Stipendienwesens.
Sibylla Eleonora von Erlach
Geburtsname: Sibylla Eleonora von Börstel

geb. 1619
gest. 1670
Anm.: Tochter des Heinrich von Börstel (1581-1647); 1635-1642 Kammerjungfer der unverheirateten Schwestern Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1642 Ehe mit August Ernst von Erlach (1616-1684).

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N. N. Escher

Anm.: Vor 1620 pfälzischer Kapitänleutnant; um 1620 Hauptmann unter Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; ca. 1650-1660 Obrist in venezianischen Diensten; um 1646 Obrist in Dienst der Repulik Zürich.
Königin Anna von Frankreich und Navarra
Geburtsname: Infantin Anna von Spanien

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Tochter des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); 1615-1643 Ehe mit König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); 1643-1651 Regentin von Frankreich.

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König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

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Wolfgang Benjamin Giegelsberger

geb. 1607
gest. 1677
Anm.: Sohn des oberpfälzischen Pfarrers Melchisedek Giegelsberger (gest. 1636); Pfarrer in Preußlitz (1631-1636), Neundorf (designiert 1636) und Nienburg/Saale (1637-1639); seit 1647 Pfarrer in Reinstedt; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 258.
Petrus Gothus
Peter Goth(a)

geb. 1599
gest. 1670
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Petrus Gothus; 1625 Pestprediger in Bernburg und Koadjutor an der Nikolaikirche; Pfarrer in Schielo (1626-1633), Poley (1633-1642), Baalberge (1636-1642) und Ballenstedt (seit 1642); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 261.
Alexander von Greiffenclau zu Vollrads

gest. 1648
Anm.: Sohn des Trierer Chorbischofs Johann von Greiffenclau zu Vollrads (1575-1646); ab 1630 Studium in Padua; 1631 kaiserlicher Rat; Appellationsrat in Böhmen; 1635 Resident in Preußen; 1643-1648 kaiserlicher Resident in Konstantinopel.

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Niccolò Guidi di Bagno
Erzbischof Niccolò von Athenae
Erzbischof Niccolò von Senigallia

geb. 1583
gest. 1663
Anm.: Sohn des Fabrizio Guidi di Bagno; zunächst in päpstlichen (zuletzt als General) und spanischen Kriegsdiensten; 1644-1657 Titularerzbischof von Athenae; 1643-1656 Apostolischer Nuntius in Frankreich; ab 1657 Kardinal; seit 1658 Erzbischof (ad personam) von Senigallia.

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Andreas Haberveschl von Habernfeld
Ondřej Habervešl z Habernfeldu

geb. 1587
gest. nach 1655/vor 1660
Anm.: Sohn des kaiserlichen Sekretärs Albrecht Haberveschl von Habernfeld aus der Prager Altstadt; Mitglied der Brüderunität; Studium in Helmstedt und Basel (1609 Dr. med.); später vermutlich praktischer Arzt in Prag; ca. 1618-1620 Offizier des böhmischen Ständeheeres; danach Emigration in die Niederlande; um 1646 Arzt in Den Haag; zudem politischer Publizist.

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N. N. Hacke (5)

Anm.: Um 1647 als Konrektor für die Bernburger Stadtschule im Gespräch.
Christoph von Hagen

geb. 1592
gest. 1655
Anm.: Sohn des Bergbauunternehmers Otto von Hagen (1562-1626); Erbherr auf Berga; Bergbauunternehmer im Südharzraum.

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Martin Haug
Martin Hauke

Anm.: Um 1638 fürstlicher Bediensteter in Bernburg; um 1643 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); danach bis 1647 Lakai von deren Gemahl Christian II.; um 1648/49 braunschweigisch-lüneburgischer Soldat; seit 1650 erneut fürstlicher Lakai in Bernburg (noch 1655).
Andreas (1) Hesius
Andreas Heise

geb. 1610
gest. 1693
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgers Simon Heise; Dr. theol.; 1642-1655 Rektor der Bernburger Stadtschule; daneben Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien (1644/45) und der Marienkirche (1645-1655) in Bernburg; 1655-1659 Pfarrer und Hofprediger in Plötzkau; seit 1659 Superintendent und Oberpfarrer an St. Marien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 285.

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Landgraf Hermann von Hessen-Rotenburg
Landgraf Hermann von Hessen-Kassel

geb. 1607
gest. 1658
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); ab 1617 Koadjutor des Stifts Hersfeld; seit 1622 Propst des hersfeldischen Klosters Petersberg; ab 1627 Titularlandgraf von Hessen-Rotenburg unter der Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fütternde").

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Landgräfin Kunigunde Juliana von Hessen-Rotenburg
Geburtsname: Fürstin Kunigunde Juliana von Anhalt-Dessau

geb. 1608
gest. 1683
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1642-1658 Ehe mit Landgraf Hermann von Hessen-Rotenburg (1607-1658); seit 1623 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Willfertige").
Kaspar Hilliger

geb. 1589/90
gest. 1653
Anm.: Bürger und Handelsmann in Bernburg.
Agatha Horenburg
Agatha Blancke
Geburtsname: Agatha von Dessau

gest. 1648
Anm.: Seit 1618 erste Ehe mit Asmus Blancke; seit 1628 zweite Ehe mit Hans Horenburg.
Hans Horenburg

Anm.: Bruder von Anton Horenburg aus Altenburg; um 1641/48 Bürger der Bernburger Talstadt; 1646 Inhaftierung und Todesurteil wegen Ehebruchs, aber begnadigt; 1648 Flucht wegen erneuten Ehebruchs und Unzucht mit seiner Nichte.
Ibrahim (1) Pascha
Ibrahim Memibegović

gest. nach 1660
Anm.: Sohn des albanischen Adligen Memi Beg Memibegović (gest. 1593); Sandschakbeg (Statthalter) von Lika (um 1593/96), der Herzegowina (um 1599/1602), von Küstendil (um 1602) und Pankrac (Cernik); Beylerbey (Provinzgouverneur) von Kanischa (um 1605/08) und Erlau (1610-1615); Sandschakbeg von Silistrien (1615-1617) und der Herzegowina (um 1617/18); Beylerbey von Temeswar (1620), Bosnien (1620-1622 und 1623/24), Erlau (1628 und 1631) und Temeswar (1629/30); 1634 Sandschakbeg von Segedin (Szeged); 1635 und erneut 1640(?)-1647 Beylerbey von Bosnien; vgl. Nedim Zahirović: Die Familie Memibegović in Ungarn, Slawonien und Kroatien in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Ansatz einer genelogischen Rekonstruktion, in: Norbert Spangenberg / Szabolcs Varga (Hg.), Ein Raum im Wandel. Die osmanisch-habsburgische Grenzregion vom 16. bis zum 18. Jahrhundert, Stuttgart 2014, S. 80-83.
Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

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Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Leopold I.
König Leopold I. von Böhmen
König Leopold I. von Ungarn
Erzherzog Leopold I. von Österreich

geb. 1640
gest. 1705
Anm.: Sohn des Erzherzogs Ferdinand III. von Österreich (1608-1657); ab 1655 König von Ungarn; seit 1656 König von Böhmen; im Juli 1658 Wahl zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1654 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Eleonora
Königin Eleonora von Böhmen
Königin Eleonora von Ungarn
Erzherzogin Eleonora von Österreich
Geburtsname: Eleonora Gonzaga

geb. 1598
gest. 1655
Anm.: Tochter des Vincenzo I Gonzaga, Duca di Mantova e Monferrato (1562-1612); 1622-1637 Ehe mit Kaiser Ferdinand II. (1578-1637).

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Adam Kinsky von Wchinitz und Tettau
Adam Kinský z Vchynic a Tetova

geb. 1569
gest. 1648
Anm.: Sohn des Jaroslaus Kinsky von Wchinitz und Tettau (gest. 1614); 1618-1620 Teilnahme am böhmischen Ständeaufstand; 1620 Emigration, u. a. nach Kursachsen und Hamburg (um 1636); Rittmeister unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); 1648 Tod in Erfurt.

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Jaroslaus Peter Kinsky von Wchinitz und Tettau
Jaroslav Petr Kinský z Vchynic a Tetova

gest. 1669
Anm.: Sohn des Adam Kinsky von Wchinitz und Tettau (1569-1648); seit 1627 in schwedischen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (um 1631/47) und General der Kavallerie; später Wechsel in polnische Dienste.
Radislaw Kinsky von Wchinitz und Tettau
Radslav Kinský z Vchynic a Tetova

geb. 1582
gest. 1660
Anm.: Sohn des Johann d. Ä. Kinsky von Wchinitz und Tettau (1536-1590); 1618-1620 Direktor und Landrat der böhmischen Stände und konföderierter Obrist; 1621 Ächtung und Verlust der Güter; seit 1621 Exil in Leiden.

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Georg Knüttel

geb. 1606
gest. 1682
Anm.: Bruder des Matthias Knüttel; spätestens 1633 Küchenschreiber des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1634); 1636 Sekretär des kursächsischen Obristen Wilhelm von Brincken (gest. 1637); 1638-1640 Stellvertreter des Bernburger Amtmannes und fürstlichen Geheimsekretärs Thomas Benckendorf; ab 1639 auch Hofbesitzer in Radisleben; 1640-1642 Stellvertreter des Amtmannes von Ballenstedt; seit 1643 Kanzlist und Registrator in Bernburg (noch 1656); zuletzt fürstlicher Kanzleisekretär.
König (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand IV.
König Ferdinand IV. von Böhmen
König Ferdinand IV. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand IV. von Österreich

geb. 1633
gest. 1654
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand III. (1608-1657); ab 1646 König von Böhmen; seit 1647 König von Ungarn; ab 1653 römisch-deutscher König; seit 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Graf Hans Christoph von Königsmarck

geb. 1600
gest. 1663
Anm.: Sohn des Konrad von Königsmarck (gest. vor 1621) auf Kötzlin; ab 1616 Page am Woffenbütteler Hof; 1620-1630 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Fähnrich; schwedischer Rittmeister (1631), Major (1633), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1640), Generalleutnant (1645) und Feldmarschallleutnant (1648); seit 1645 Generalgouverneur der Stifter Bremen und Verden; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Grafenstand; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Streitende").

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Heinrich von Krosigk

geb. 1631
gest. 1705
Anm.: Sohn des Heinrich von Krosigk (gest. 1637); Erbherr auf Alsleben und Piesdorf; spätestens 1645 bis 1648 Page der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); herzoglich-magdeburgischer Land- und Kriegskommissar des Saalkreises.
Matthias von Krosigk

geb. 1616
gest. 1697
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben, Rathmannsdorf, Merbitz, Queis und Groß Salze; 1638/39 in kaiserlichen und kursächsischen Kriegsdiensten; 1648/49 Hofmeister des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Gottorf, Administrator von Lübeck (1606-1655); 1650 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; 1665 erzstiftisch-magdeburgischer Kriegskommissar des Saalkreises; ab 1683 kurbrandenburgischer Landkammerrat im Herzogtum Magdeburg; seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verbesserte"); vgl. August Hertzog: Wahl- Denck- und Trost-Spruch Eines Frommen und Wohlbetagten [...], Halle 1698, Bl. [H2]v-Lv.

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Friedrich Kühn

geb. 1599
gest. 1654
Anm.: Sohn des erzbischöflich-magdeburgischen Hofrats Johann Amandus Kühn in Halle (Saale); Studium der Rechte in Jena (1618-1621) und Leipzig (1621/22); Dr. jur. utr.; seit 1627 Assessor und seit 1646 Senior am erzstift-magdeburgischen Schöppenstuhl in Halle (Saale); ab 1634 zugleich Rat der Gräfin Juliana Maria von Mansfeld-Hinterort (1598-1650); zudem auch Rat von Haus aus des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; schließlich auch Ratsmeister der Stadt Halle; vgl. Lebens- und Todes Beschreibung Des ... Herrn Friderich Kühns/ ICti. Des Fürstl. Ertzstifftischen Magdeburg. Schöppenstuels allhier Senioris ..., Halle 1654.

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Henri de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

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Friedrich Lentz

geb. 1591
gest. 1659
Anm.: Geboren in Wittenberg; 1615 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Basel; Kanzler (1617-1635) und Geheimer Rat (1635-1645) der Äbtissin Dorothea Sophia von Quedlinburg (1587-1645); 1645-1648 gräflich-stolbergischer Kanzler und Rat des Fürsten Christian II. Anhalt-Bernburg; seit 1648 gräflich-schwarzburgischer Kanzler in Rudolstadt; vgl. Justus Söffing: Seligkeit im Glauben und Schawen [...], Jena 1659, Bl. E2 v-Fiv v.

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Graf Gustav Adolf Lewenhaupt von Raseborg und Falkenstein

geb. 1616
gest. 1656
Anm.: Sohn des Grafen Johann Kasimir Lewenhaupt von Raseborg und Falkenstein (1583-1634); in schwedischen Kriegsdiensten als Volontär (1637), Capitain (1642), Obristleutnant (1643), Obrist (1644), Generalmajor (1645), Generalleutnant (1647), General (1649) und Feldmarschall (1655); seit 1649 auch Reichs- und Kriegsrat; 1656 Vizegouverneur von Livland.

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Graf Axel Gustafsson Lillie

geb. 1603
gest. 1662
Anm.: Sohn des Gustaf Axelsson Lillie (gest. 1605); 1619 Page des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); schwedischer Leutnant (1626), Obrist (1630), Generalmajor (1635), General (1654) und Feldmarschall (1657); ab 1638 Vizegouverneur in Vorpommern und Kommandant von Stralsund; 1641-1648 Vizegouverneur von ganz Pommern; zugleich 1642-1648 Gouverneur des Meißnischen Estats und Oberkommandant von Leipzig; seit 1648 Reichsrat; ab 1651 Kriegsrat; seit 1652 Kammerrat; 1652-1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1655/56 Gouverneur von Halland; ab 1661 Generalgouverneur von Livland; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand; seit 1652 Graf von Lillieborg.

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Élisabeth-Marguerite de Lorraine
Duchesse Élisabeth-Marguerite de Guise
Duchesse Élisabeth-Marguerite de Joyeuse
Princesse Élisabeth-Marguerite de Joinville
Geburtsname: Élisabeth-Marguerite de Bourbon

geb. 1646
gest. 1696
Anm.: Tochter des Gaston de Bourbon, Duc d'Orléans (1608-1660); 1667-1671 Ehe mit Louis Joseph de Lorraine, Duc de Guise (1650-1671).
N. N. Loyß
N. N. Louis

Anm.: Aus der Oberpfalz stammende Vater des fürstlichen Kammerdieners Gebhard Loyß (geb. 1613) in Bernburg.
Gebhard Loyß
Gebhard Louis

geb. 1613
gest. nach 1660
Anm.: 1635/36 und 1647-1656 Kammerdiener, zuletzt auch Geheimer Kammerschreiber und Bibliothekar des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1637 Hofkastner in Amberg; Inhaber eines lehnbaren Gülthofs in Büchelberg (Oberpfalz).
Ludwig N. N.

Anm.: Um 1643 vermutlich Bediensteter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Daniel Marggraf

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Dröbeler Lehrers Philipp Marggraf (gest. 1645); ab 1637 Studium am Zerbster Gymnasium Illustre; 1643-1663 Pfarrer in Waldau; 1663/64 übergangsweise Schulrektor in Bernburg; seit 1664 Pfarrer an der Bernburger Nikolaikirche; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 347.

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Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

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Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

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Martin Milag(ius)

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Schreibers Jakob Milag (1561-1637) aus Triestewitz bei Torgau; 1619-1622 Rechtsstudium in Frankfurt/Oder; 1622 Lic. jur.; 1623-1626 Advokat in Zerbst; 1626-1632 Amtmann von Bernburg; ab 1631 auch anhaltisch-bernburgischer Rat; 1632-1634 Rat im Hochstift Halberstadt unter dem schwedischen Statthalter Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dessen und Fürst Augusts von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) Rat; seit 1635 anhaltischer Gesamtrat; daneben anhaltisch-zerbstischer (1637-1645) und anhaltisch-dessauischer Kanzler (ab 1654); zudem anhaltischer Gesandter auf dem Frankfurter Konvent (1634), auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück (1645-1648) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mindernde").

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Agnes Christina von Miltitz
Geburtsname: Agnes Christina von Werleben

Anm.: Thüringische Adlige; spätestens ab 1648 fürstliche Hofjungfer in Bernburg (bis 1656); seit 1656 Ehe mit Georg Friedrich von Miltitz (geb. 1627).
N. N. Minotti

gest. ca. 1647
Anm.: Bis 1647 venezianischer Kommandant von Rethymno.
Conte bzw. Principe Raimondo Montecuccoli

geb. 1609
gest. 1680
Anm.: Sohn des Conte Galeotto Montecuccoli (1570-1619); kaiserlicher Musketier (1625), Obrist (1635-1645), Generalfeldwachtmeister (1642), Feldmarschalleutnant (1644), General der Kavallerie (1648), Feldmarschall (1658) und Generalleutnant (1664); 1639-1642 schwedischer Kriegsgefangener; ab 1645 kaiserlicher Kämmerer und Hofkriegsrat; seit 1668 Hofkriegsratspräsident; 1651 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1668 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Gaspard Corneille de Mortaigne
Gaspard Corneille de Pottelles

geb. 1609
gest. 1647
Anm.: Sohn des flämischen Adligen Jean de Martaigne; Page des Landgrafen Philipp von Hessen-Kassel (1604-1626); danach in niederländischen Kriegsdiensten, zuletzt als Leutnant; schwedischer Kapitän (1629), Obrist (spätestens 1636), Generalmajor (1641), Generalleutnant und General der Infanterie; um 1646/47 hessisch-kasselischer Generalleutant; seit 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gewidmete").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Friedrich Heinrich von Nassau-Dillenburg
Fürst Friedrich Heinrich von Oranien

geb. 1584
gest. 1647
Anm.: Sohn des Fürsten Wilhelm I. von Oranien (1533-1584); ab 1625 Fürst von Oranien und Statthalter der Vereinigten Niederlande; seit 1627 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Graf bzw. Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen

geb. 1604
gest. 1679
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Nassau-Siegen (1561-1623); ab 1621 in niederländischen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (1629), Generalleutnant (1644) und Feldmarschall (1668); 1636-1644 Gouverneur, Kapitän und Ober-Admiral von Niederländisch-Brasilien; seit 1647 kurbrandenburgischer Statthalter von Kleve, Mark und Ravensberg; 1652 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1652 Herrenmeister des Johanniter-Ordens der Balley Brandenburg; 1674-1676 Gouverneur von Utrecht; seit 1674 regierender Fürst von Nassau-Siegen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Virginio Orsini
Bischof Virginio von Frascati
Bischof Virginio von Albano

geb. 1615
gest. 1676
Anm.: Sohn des Ferdinando Orsini (gest. 1660); Teilnahme als Ritter des Malteserordens an den Türkenkriegen; ab 1641 Kardinal; Bischof von Albano (1671-1675) und Frascati (seit 1675).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Friedrich Kasimir von Ortenburg

geb. 1591
gest. 1658
Anm.: Sohn des Grafen Heinrich VII. von Ortenburg (1556-1603); ab 1628 Erbe der Grafschaft Ortenburg, die jedoch bis zu seinem Tod verpfändet blieb; seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verharrende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Axel Gustafsson Oxenstierna af Södermöre

geb. 1583
gest. 1654
Anm.: Sohn des schwedischen Reichsrats Gustaf Gabrielsson Oxenstierna (1551-1597); ab 1604 königlicher Kammerjunker; seit 1609 Reichsrat; ab 1612 schwedischer Reichskanzler; 1632/34-1644 Mitglied der Vormundschaftsregierung für Königin Christina von Schweden (1626-1689); 1645 Erhebung in den Grafenstand; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gewünschte").

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Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

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Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb. 1619
gest. 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647/48 französischer Maréchal de camp; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistischen Flotte, die 1651 zur Freibeuterei überging; 1653-1655 Master of the Horse; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee und des Admirality Committee; ab 1668 Lord High Admiral; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

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Kaspar (1) Pfau

geb. 1596
gest. 1658
Anm.: Sohn des Kaspar Pfau (gest. 1604); nach 1622 Bediensteter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 Amtmann von Großalsleben (noch 1638); seit 1630 anhaltischer Gesamtrat; um 1632 Amtmann zu Gernrode und Großalsleben sowie fürstlich-anhaltischer Kriegskommissar; ab 1638 auch Landrentmeister, zugleich Amtmann von Gernrode; um 1640 Obereinnehmer; um 1641/42 Landrechnungsrat; seit 1645 Hofrat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anhaltende").

Weiterführende Informationen , Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Joachim Plato

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Sohn des Amberger Pfarrers und Kircheninspektors Matthius Plato (1545-1617); 1619-1625 Pfarrer in Nittenau/Regen; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Hoym; 1638-1642 Pfarrer in Ballenstedt; seit 1642 Superintendent und Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 379f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Wladislaw IV. von Polen
Großfürst Wladislaw II. von Litauen

geb. 1595
gest. 1648
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1610-1613 erwählter Zar des Moskauer Reiches; ab 1632 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1615 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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König Johann IV. von Portugal
Duque João II de Bragança

geb. 1604
gest. 1656
Anm.: Sohn des Duque Teodósio II de Bragança (1568-1630); ab 1630 Duque de Bragança; seit 1640 König von Portugal.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Valentin Reichard

gest. 1661
Anm.: Geboren in Neunburg vorm Wald (Oberpfalz); 1636 Lehrer in Großweissandt; 1636/37 Pestpfarrer in Köthen; Pfarrer in Edderitz (1637/38?), Neudorf (1638?-1641) und Cörmigk (seit 1641); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 387.
Abel Rickmann

Anm.: Um 1640/47 Schäfer in Bernburg.
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Georg Ehrenreich (2) von Roggendorf

geb. 1627
gest. ca. 1668
Anm.: Sohn des Georg Ehrenreich von Roggendorf (1596-1652); 1641-1652 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Leben in Ödenburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schamhafte").
Duchesse Marguerite de Rohan
Geburtsname: Marguerite de Béthune

geb. 1595
gest. 1660
Anm.: Tochter des Maximilien de Béthune (1559-1641), später Duc de Sully und Marquis de Rosny; 1605-1638 Ehe mit Duc Henri de Rohan (1579-1638).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Duc Tancrède de Rohan

geb. 1630
gest. 1649
Anm.: Angeblicher Sohn des Duc Henri de Rohan (1579-1638) - tatsächlich wohl unehelicher Sohn von dessen Ehefrau, Duchesse Marguerite de Rohan (1595-1660), mit Henri de Nogaret de La Valette, Duc de Candale (1591-1639); Erziehung in den Niederlanden; 1646 Verlust des Titels "Duc de Rohan" durch Spruch des Pariser Parlaments im Rechtsstreit mit Marguerite de Chabot (1617-1684), der Tochter und Alleinerbin des alten Herzogs; 1648/49 Teilnahme an der Fronde.

Weiterführende Informationen
Friedrich Runge

geb. 1599
gest. 1655
Anm.: Sohn des pommerschen Geheimrats Dr. Daniel Runge (1561-1629); 1614-1619 Studium in Greifswald und Jena; 1629 Promotion zum Dr. iur. utr. an der Universität Rostock; ab 1624 im u. a. Diplomat des Herzogs Bogislaw XIV. von Pommern (1580-1637); seit 1641 Stadtsyndikus in Stettin; 1644/45 Abgesandter der pommerschen Landstände auf dem Westfälischen Friedenskongress in Osnabrück; ab 1649 Kanzler von Hinterpommern.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Georg Rust

geb. 1616
gest. vor 1677
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgermeisters und Landrichters Christoph Rust (gest. 1647); seit 1639 Kammerdiener der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718) (noch 1644 im Dienst); spätestens 1646 Kammerdiener des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660).
Herzog Friedrich Wilhelm von Sachsen-Altenburg-Coburg
Herzog Friedrich Wilhelm von Sachsen-Altenburg

geb. 1603
gest. 1669
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar (1562-1602); bis 1624 gemeinsam mit seinen Brüdern Johann Philipp (1597-1639), Friedrich (1599-1625) und Johann Wilhelm (1600-1632) regierender Herzog von Sachsen-Altenburg (unter Vormundschaft); kursächsischer Obrist (1632/33) und Reitergeneral (1633); ab 1639 alleinregierender Herzog von Sachsen-Altenburg und Sachsen-Coburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unschätzbare").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Sophia Elisabeth von Sachsen-Altenburg-Coburg
Herzogin Sophia Elisabeth von Sachsen-Altenburg
Geburtsname: Markgräfin Sophia Elisabeth von Brandenburg

geb. 1616
gest. 1650
Anm.: Tochter des Markgrafen Christian Wilhelm von Brandenburg, Administrator von Magdeburg (1587-1665); ab 1636 Ehe mit Herzog Friedrich Wilhelm von Sachsen-Altenburg-Coburg (1603-1669); seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Großtätige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzogin Elisabeth Sophia von Sachsen-Gotha-Altenburg
Herzogin Elisabeth Sophia von Sachsen-Gotha
Herzogin Elisabeth Sophia von Sachsen-Weimar
Geburtsname: Herzogin Elisabeth Sophia von Sachsen-Altenburg

geb. 1619
gest. 1680
Anm.: Tochter des Herzogs Johann Philipp von Sachsen-Altenburg (1597-1639); 1636-1675 Ehe mit Herzog Ernst I. von Sachsen-Weimar, Sachsen-Gotha bzw. Sachsen-Gotha-Altenburg (1601-1675); nach 1637 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Keusche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha-Altenburg
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha
Herzog Ernst von Sachsen-Weimar

geb. 1601
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Herzog von Sachsen-Weimar; 1631-1636 schwedischer Obrist; 1633/34 Statthalter des Herzogtums Franken für seinen jüngeren Bruder Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Gotha; seit 1672 ebenso regierender Herzog von Sachsen-Altenburg; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittersüße").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog August (1) von Sachsen-Weißenfels
Administrator August von Magdeburg

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1635/38 Administrator des Erzstifts Magdeburg; seit 1657 zugleich regierender Herzog von Sachsen-Weißenfels (kursächsische Sekundogenitur); ab 1643 Mitglied und seit 1662 drittes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgeratene").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Johann Georg II. von Sachsen

geb. 1613
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1656 Kurfürst von Sachsen; seit 1658 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Preißwürdige"); ab 1668 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Johann zu Sayn-Wittgenstein und Hohenstein

geb. 1601
gest. 1657
Anm.: Sohn des Grafen Ludwig II. zu Sayn-Wittgenstein (1571-1634); ab 1630 in schwedischen Diensten; 1633/34 Mitgliedschaft im Consilium formatum des Heilbronner Bundes; später in hessisch-kasselischen Kriegsdiensten; 1645-1648 Leiter der kurbrandenburgischen Delegation bei den Westfälischen Friedensverhandlungen; seit 1645 auch kurbrandenburgischer Geheimer Rat; 1647 Belehnung mit der Grafschaft Hohenstein; ab 1649 kurbrandenburgischer Statthalter im Fürstentum Minden und in der Grafschaft Ravensberg; seit 1651 regierender Graf zu Sayn-Wittgenstein; ab 1655 auch Statthalter in der Kurmark; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 568f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Hessische Biographie
Christoph Wilhelm (von) Schlegel

geb. ca. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Wolf (von) Schlegel (1584-1658); Erbherr auf Merzien, Zehringen und Thurau; um 1631/32 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1633 Fahnenjunker des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); um 1640/41 Hofjunker in Bernburg.
Herzogin Dorothea Augusta von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön
Geburtsname: Herzogin Dorothea Augusta von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1602
gest. 1682
Anm.: Tochter des Herzogs Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Gottorf (1575−1616); 1633-1671 Ehe mit Herzog Joachim Ernst von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön (1595-1671); nach 1630 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gerechte").
Herzog Joachim Ernst von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön

geb. 1595
gest. 1671
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1622 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön; seit 1625 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sichere").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Martin Schmidt

gest. 1657(?)
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); fürstlicher Amtmann und Amtsschreiber in Harzgerode (spätestens 1631-1632); anschließend Amtmann von Bernburg (1632-1637) bzw. Ballenstedt-Hoym (1637-1657).
Christoph Schnegel

Anm.: Um 1637 in Schöningen; um 1643/46 Bader und Chirurg in Bernburg.
Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
Gräfin Clara von Schwarzburg-Frankenhausen
Geburtsname: Herzogin Clara von Braunschweig-Lüneburg

geb. 1571
gest. 1658
Anm.: Tochter des Herzogs Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (1535-1592); 1593-1598 Ehe mit Graf Wilhelm von Schwarzburg-Frankenhausen (1534-1598); danach Witwensitz auf Schloss Heringen bei Nordhausen; seit 1624 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wahrhaftige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Abel Servien
Marquis Abel de Sablé
Marquis Abel de Boisdauphin
Comte Abel de La Roche des Aubiers

geb. 1593
gest. 1659
Anm.: Sohn des Antoine Servien, Seigneur de Biviers (gest. 1621); 1616-1624 Procureur général beim Parlament von Grenoble; ab 1618 Conseiller d’État; seit 1624 Maître des requêtes de l'hôtel du roi; 1628/29 Intendant de la généralité de Bordeaux; 1630/31 Präsident des Parlaments von Bordeaux; 1630-1636 Secrétaire d’État de la Guerre; französischer Gesandter beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (1644-1646 und 1647-1649) und in Den Haag (1646/47); ab 1648 Ministre d’État; seit 1653 Surintendant des Finances; ab 1656 Marquis de Boisdauphin et de Sablé.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Friedrich Spanheim d. Ä.

geb. 1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Amberger Pädagogium-Rektors Wigand Spanheim (gest. 1620); Studium in Heidelberg (1614-1619) und Genf (1619/20); 1621-1623 Privatlehrer bei Jean de Bonne, Baron de Vitrolles; Professor für Philosophie (1626-1631) und Theologie (1631-1642) sowie 1633-1637 auch Rektor der Akademie in Genf; 1642 Promotion zum Dr. theol. an der Universität Basel; seit 1642 Professor für Theologie in Leiden.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Infant Baltasar Carlos von Spanien und Portugal
Príncipe Baltasar Carlos de Asturias
Príncipe Baltasar Carlos de Viana
Príncipe Baltasar Carlos de Gerona

geb. 1629
gest. 1646
Anm.: Sohn des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); ab 1632 Príncipe de Asturias und Príncipe de Viana; seit 1645 Príncipe de Gerona; ab 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Königin Maria Anna von Spanien
Geburtsname: Erzherzogin Maria Anna von Österreich

geb. 1634
gest. 1696
Anm.: Tochter von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1649-1665 Ehe mit König Philipp IV. von Spanien (1605-1665).

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Graf Johann von Sporck

gest. 1679
Anm.: Sohn des Westerloher Bauern Franz Nolte, genannt Sporck (gest. 1625); frühe Konversion zum katholischen Glauben; bayerischer Rekrut (1619), Kornett (1631), Rittmeister (1633), Obristwachtmeister (1636), Obrist (1636) und Generalmajor (1645); danach kaiserlicher Feldmarschallleutnant (1647) und General der Kavallerie (1664); Erhebung in den Freiherren- (1647) und Grafenstand (1664).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
N. N. Stahl

Anm.: Um 1647 vermutlich kursächsischer Leutnant.
N. N. Stahl (2)

gest. 1647
Anm.: Um 1647 ermordeter Bruder des Leutnants Stahl.
N. N. Stahl (3)

Anm.: Um 1647 in Mansfeld lebende Witwe des ermordeten N. N. Stahl (2).
N. N. Stahl (4)

Anm.: Um 1647 Kind des ermordeten N. N. Stahl (2).
N. N. Stahl (5)

Anm.: Um 1647 Kind des ermordeten N. N. Stahl (2).
Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Sultan (Osmanisches Reich) Ibrahim

geb. 1615
gest. 1648
Anm.: Sohn von Sultan Ahmed I. (1590-1617); seit 1640 Sultan des Osmanischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Konrad Theopold

geb. 1600
gest. 1651
Anm.: Sohn des Amesdorfer Pfarrers Johannes Theopold (1563-1626); Schulbesuch am Gymnasium zu Zerbst, Studium in Frankfurt a. d. Oder; 1626-1637 Pfarrer in Natho; 1637-1644 Diakon an St. Bartholomäi in Zerbst (Entlassung als Reformierter); seit 1645 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 445.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Maarten Harpertszoon Tromp

geb. 1598
gest. 1653
Anm.: Sohn des niederländischen Marineoffiziers Harpert Maertenz van der Wel, ab 1607 van der Tromp (gest. 1610); seit 1607 Schiffsjunge; nach 1612 Werftarbeiter in Rotterdam; Quartiermeister (1617), Steuermann (1618), Leutnant (1622), Kapitän (1624), Fahnenkapitän (1629) sowie Admiral von Holland und Westfriesland (1637) in der niederländischen Marine.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Trotha, Familie

Anm.: Mitteldeutsches Adelsgeschlecht.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Marcus Friedrich (1) Wendelin

geb. 1584
gest. 1652
Anm.: Sohn des Predigers Friedrich Wendelin (gest. 1594) in Sandhausen bei Heidelberg; Studium in Heidelberg (1607 Mag.); ab 1609 Erzieher und Hofmeister der Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg sowie Friedrich Moritz (1600-1610) und Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1612 Rektor am Zerbster Gymnasium Illustre; vgl. Gustav Früh / Hans Goedeke / Hans Jürgen von Wilckens: Die Leichenpredigten des Stadtarchivs Braunschweig, Bd. 9, Hannover 1985, S. 4386f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Georg Wenzel

Anm.: Um 1647 schwedischer Obrist; 1647 Kommandant von Mansfeld.
Dietrich von dem Werder

geb. 1584
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gebhard von dem Werder (1539-1612); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Gerlebogk, Görzig und Ziebigk; Page, Kammerjunker und Stallmeister des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1610 hessisch-kasselischer Rittmeister; danach bis 1622 Geheimer Rat und Oberhofmarschall in Kassel; 1623 anhaltischer Hauptmann; 1631-1635 schwedischer Obrist; ab 1639 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1645 kurbrandenburgischer Obrist, Geheimer Rat und Amtshauptmann von Alt-Gatersleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielgekörnte"); vgl. Gottfried Coler: Der Vom Vater gegebene/ Vom Sohne ausgeführete/ Und vom H. Geiste versiegelte Raht des Heils [...], Köthen 1658, fol. Jiij v - N2 v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Juliana Ursula von dem Werder
Juliana Ursula von Krosigk
Geburtsname: Juliana Ursula von Peblis

geb. 1600
gest. 1655
Anm.: Tochter des Wilhelm von Peblis (gest. 1623) aus schottischer Adelsfamilie (Peebles); erste Ehe mit Adolf Wittich von Krosigk; seit 1629 zweite Ehe mit Dietrich von dem Werder (1584-1657).
Graf Arvid Wittenberg
Arvid Wirtenberg von Debern

geb. 1606
gest. 1657
Anm.: Sohn des Hans Wirtenberg von Debern (gest. 1630); ab 1622 in schwedischen Kriegsdiensten als Kapitän (1629), Obrist (1634), Generalmajor (1640), General der Kavallerie (1645), Reichszeugmeister und General der Artillerie (1650) sowie Feldmarschall (1655); ca. 1634/35 kaiserlicher Kriegsgefangener; seit 1651 Reichsrat; ab 1655 Generalgouverneur von Pommern; seit 1656 polnischer Kriegsgefangener; Erhebung in den Freiherren- (1651) und Grafenstand (1652).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Hans Christoph von Witzscher

geb. 1621
Anm.: Sohn des Hans Christoph (von) Witzscher (gest. 1637) auf Schortewitz; vor 1639 Kammerpage, um 1643 Page und spätestens 1645 bis 1648 Hofjunker der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); dazwischen 1639-1643 Kavalierstour durch Frankreich und die Niederlande; 1648-1650 Hofmeister der Gräfin Maria Euphrosina De la Gardie (1625-1687) in Leipzig; um 1653 Aufenthalt in Straßburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Maximilian Wogau

geb. 1608
gest. 1667
Anm.: Sohn des Johann David Wogau (1582-1636); 1627-1631 Studium der Rechte in Wittenberg; 1632-1637 Reise nach Holland, England, Frankreich und Seeland; ab 1639 Verwalter des städtischen Salzpfannen-Werks, danach Kornherr (1640), Achtmann (1641), Bierherr (1642), Vorsteher der Ulrichskirche (1643), Gräfenherr (ab 1644), Vierherren-Worthalter (1649), Holzherr (seit 1650), Geheimder (ab 1658) und Stadtkämmerer (seit 1661) in Halle (Saale); außerdem Hallenser Verbindungsmann des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Graf Carl Gustav Wrangel af Salmis
Graf Carl Gustav von Sölvesborg

geb. 1613
gest. 1676
Anm.: Sohn des Hermann Wrangel (1587-1643); ab 1627 in schwedischen Kriegsdiensten als Kornett (1629), Rittmeister (1632), Obristleutnant (1635), Obrist (1636), Generalmajor (1638), Generalzeugmeister (1645) und Feldmarschall (1646); seit 1646 Reichsrat; 1646-1648 Oberbefehlshaber der schwedischen Truppen in Deutschland; 1648-1650 und ab 1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1657-1664 Reichsadmiral; seit 1664 Reichsmarschall; 1651 Erhebung in den Grafenstand (1651-1665 Graf von Salmis, ab 1665 Graf von Sölvesborg); seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Obsiegende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Ulrich von Württemberg-Neuenbürg

geb. 1617
gest. 1671
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Friedrich von Württemberg (1582-1628); 1639/40 in venezianischen Kriegsdiensten; kurbayerischer Rittmeister (1644), Obrist (1645) und Generalwachtmeister (1647); 1649-1657 spanischer General der deutschsprachigen Truppen; 1658/59 französischer Generalleutnant; 1664 kaiserlicher Offizier im Türkenkrieg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Alpen
weiterführende Informationen
Altenburg
weiterführende Informationen
Anhalt-Bernburg, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt-Zerbst, Fürstentum
Anhalt, Fürstentum
weiterführende Informationen
Askanien (Aschersleben), Grafschaft
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Ballenstedt(-Hoym), Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Belgica (Gallia Belgica)
weiterführende Informationen

Anm.: Ehemalige Provinz des Römischen Reiches auf dem Gebiet des heutigen Nord- und Ostfrankreich, von Westbelgien und der Westschweiz.
Berlin
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Bergstadt ("Vorm Berge")
Anm.: Eigenständige Stadt rechts der Saale unterhalb des Bernburger Schlosses, die im Jahr 1825 mit der Talstadt vereinigt wurde.
Bodensee
weiterführende Informationen
Böhmen, Königreich
weiterführende Informationen
Brandenburg, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Brandenburg, Markgrafschaft
weiterführende Informationen

Anm.: Kernland des Kurfüstentums Brandenburg.
Brasilien
weiterführende Informationen

Anm.: Kolonie des Königreichs Portugal.
Braunschweig
weiterführende Informationen
Bregenz
weiterführende Informationen
Bremen
weiterführende Informationen
Breslau (Wrocław)
weiterführende Informationen
Cammin
weiterführende Informationen
Celle
weiterführende Informationen
Cörmigk
weiterführende Informationen
Dalmatien
weiterführende Informationen
Delmenhorst
weiterführende Informationen
Den Haag ('s-Gravenhage)
weiterführende Informationen
Dessau (Dessau-Roßlau)
weiterführende Informationen
Donau, Fluss
weiterführende Informationen
Dröbel
weiterführende Informationen
Dröbelscher Busch
Anm.: Waldgebiet am linken Saaleufer bei Dröbel nahe Bernburg.
Dublin
weiterführende Informationen
Elbe (Labe), Fluss
weiterführende Informationen
Emmerich
weiterführende Informationen
England, Königreich
weiterführende Informationen
Erfurt
weiterführende Informationen
Ermsleben
weiterführende Informationen
Florenz (Firenze)
weiterführende Informationen
Franken
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Friaul (Friuli)
weiterführende Informationen
Gelderland, Provinz (Herzogtum Geldern)
weiterführende Informationen
Genua (Genova)
weiterführende Informationen
Goltewitz
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Gräfenhainichen
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Großpaschleben
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Großwirschleben
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Halberstadt
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Halle (Saale)
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Harz
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Harzgerode
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Hecklingen
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Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
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Hinterpommern
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Hohenerxleben
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Irland, Königreich
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Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Italien
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Jülich, Herzogtum
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Kana (Qana)
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Katalonien, Fürstentum
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Anm.: Bestandteil der spanischen Krone.
Kesselbusch
Anm.: Auenwaldgebiet an der Saale bei Bernburg.
Kleinpaschleben
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Kleve
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Kleve, Herzogtum
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Köthen
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Konstantinopel (İstanbul)
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Kreta (Candia), Insel
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Kulmbach
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Lebendorf
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Leiden
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Leipzig
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Lichtenburg, Schloss (Prettin)
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Lindau (Bodensee)
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Lothringen, Herzogtum
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Lüneburg
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Lüttich (Liège)
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Magdeburg, Erzstift
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Mansfeld
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Mansfeld, Grafschaft
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Meisdorf
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Minden, Hochstift bzw. Fürstentum (seit 1648)
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Münster
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Niederlande, Spanische
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Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
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Nordgau
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Norwegen, Königreich
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Nürnberg
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Obere Pfalz (Oberpfalz), Fürstentum
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Österreich, Erzherzogtum
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Oldenburg
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Opperode
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Osmanisches Reich
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Osnabrück
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Overijssel, Provinz (Herrschaft)
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Paris
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Pfaffenbusch
Anm.: Auenwaldgebiet an der Saale bei Bernburg.
Pfalz-Neuburg, Fürstentum
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Pfalz, Kurfürstentum
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Piombino
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Plötzkau
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Polen, Königreich
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Pommern, Herzogtum
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Porto Longone (Porto Azzuro)
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Portugal, Königreich
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Prag (Praha)
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Preßburg (Bratislava)
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Quedlinburg
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Ragusa (Dubrovnik), Republik
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Rees
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Reinstedt
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Retimo (Rethymno)
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Rom (Roma)
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Saale, Fluss
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Sachsen, Kurfürstentum
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Sangerhausen
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Schlesien, Herzogtum
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Schöningen
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Schottland, Königreich
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Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schweden, Königreich
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Schweiz, Eidgenossenschaft
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Seeland (Zeeland), Provinz (Grafschaft)
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Sonderburg (Sønderborg)
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Spanien, Königreich
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Staßfurt
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Stettin (Szczecin)
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Stockholm
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Stolberg, Grafschaft
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Strelitz (Strelitz-Alt)
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Stuttgart
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Tirol, Grafschaft
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Tochheim
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Überlingen
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Ungarn, Königreich
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Utrecht
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Venedig (Venezia)
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Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
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Vorpommern
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Waldau
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Weimar
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Weißenburg in Bayern
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Werdershausen
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Wesel
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Wien
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Würzburg
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Zepzig
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Zerbst
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Bernburg, Rat der Bergstadt
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
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Hanse(bund)
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Irische Katholische Konföderation (Konföderation von Kilkenny)
Anm.: In den Jahren 1642 bis 1649 bestehende Organisation der irischen Selbstverwaltung.
Jesuiten (Societas Jesu)
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Niederlande, Generalstaaten
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Pommern, Landstände
Zerbst, Rat der Stadt
weiterführende Informationen
Heidelberger Katechismus von 1563, in: Reformierte Bekenntnisschriften, Bd. 2,2, hg. von Wilhelm H. Neuser / Andreas Mühling / Mihály Bucsay, Neukirchen-Vluyn: 2009, S. 167-212. [Nachweis im GVK]
Publius Ovidius Naso: Fasti = Festkalender. Lateinisch-deutsch, hg. von Niklas Holzberg, Berlin: 2012. [Nachweis im GVK]
Marcus Friedrich Wendelin: Compendium Theologiae Christianae: In Usum et Gratiam Tironum Omniumque eorum, quibus nuda et simplex veritas extra contradictionum et disputationum fervorem constituta arridet; Praeceptis Methodicis comprehensum, Commentariis brevibus explicatum..., Hannover: Johann Preß, 1646. [Nachweis im GVK]
Marcus Friedrich Wendelin: Institutionum Politicarum Libri III, Frankfurt a. M.: Clemens Schleich Erben/ Kaspar Rötel, 1638. [Nachweis im GVK]