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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: Februar 1647


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XVIIIb, fol. 101v-128v (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. Februar 1647
Bernburg
  • Kälte
  • Abholung von Bauholz aus Ballenstedt
  • Neuigkeiten und Kriegsnachrichten
  • Krankheit der Schwester Fürstin Dorothea Bathilde
  • Verbesserte Haftbedingungen für den Bader Christoph Schnegel
02. Februar 1647
Bernburg
  • Kälte
  • Schuldforderungen einer Witwe
  • Einberufung der anhaltischen Landstände nach Köthen
  • Vogeljagd
  • Kontributionsforderungen
  • Vorrats- und Bauholzlieferung aus Ballenstedt
  • Kriegsnachrichten
03. Februar 1647
Bernburg
  • Kälte
  • Hohes Krankheitsaufkommen
  • Kirchgang
  • Fürstin Johanna von Anhalt-Plötzkau in Begleitung einer Jungfer und Matthias von Biedersee als Essensgäste
  • Viehsterben
  • Korrespondenz
  • Spaziergang zur Mühle
  • Wildlieferung aus Dessau
04. Februar 1647
Bernburg
  • Schnee
  • Stadt- und Leibarzt Dr. Johann Brandt und weitere als Essensgäste
  • Anhaltende Erkrankung von Dorothea Bathilde
  • Traum der Schwester
  • Korrespondenz
  • Gesuchte Kontributionsbefreiung
  • Neuigkeiten
  • Krankenbesuch bei der Schwester
05. Februar 1647
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Korrespondenz
  • Spaziergang
  • Kontributionsforderungen
  • Fleischertrag einer geschlachteten Kuh
  • Erneuter Besuch bei der Schwester
  • Neuigkeiten
06. Februar 1647
Bernburg
  • Hasen- und Fuchsjagd
  • Korrespondenz
  • Spaziergang über die zugefrorene Saale
  • Gespräch mit Amtsrat Georg Banse
  • Neujahrsschreiben
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Erkrankung Dr. Brandts
07. Februar 1647
Bernburg
  • Predigt auf dem Schloss
  • Kammerrat Dr. Joachim Mechovius, Banse, der Waldauer Pfarrer Daniel Marggraf, Kammermeister Tobias Steffeck von Kolodey und der ehemalige Amtmann Thomas Benckendorf als Essensgäste
  • Neuigkeiten
  • Kirchgang mit Schwester Sophia Margaretha
  • Neuordnung der Kontribution
  • Absendung des Obereinnehmers Johann von Bergen nach Leipzig
  • Unmut über Fehlen der persönlichen Adressierung des Forderungsschreibens
08. Februar 1647
Bernburg
  • Wiederinbesitznahme und Abholzung einer entfremdeten Flussinsel
  • Gespräch mit Benckendorf
  • Kriegsnachrichten und Neuigkeiten
  • Korrespondenz
  • Neue Kontributionsforderung
  • Abschickung von Hofmeister Heinrich Friedrich von Einsiedel, Dr. Mechovius und Banse nach Köthen
  • Getreidelieferung aus Ballenstedt
09. Februar 1647
Bernburg
  • Starker Frost
  • Korrespondenz
  • Rückkehr des Lakaien Christian aus Stolberg
  • Gespräch mit Pfarrer Wolfgang Benjamin Giegelsberger
  • Nachsendung eines Beglaubigungsschreibens an Dr. Mechovius
  • Abschickung des Lakaien Johann Balthasar Oberlender
10. Februar 1647
Bernburg
  • Fuchsjagd
  • Nebel und Kälte
  • Predigtanhörung mit Sophia Margaretha
  • Vermehrtes Krankheitsaufkommen in Bernburg
  • Kriegsfolgen
  • Korrespondenz
  • Geschäftsverhandlungen mit dem Bernburger Kaufmann Abraham Benedix
11. Februar 1647
Bernburg
  • Schnee und Tauwetter
  • Hasenjagd
  • Korrespondenz
  • Neuigkeiten
  • Kontributionsangelegenheiten
  • Besuch bei der kranken Schwester
12. Februar 1647
Bernburg
  • Tauwetter
  • Kriegsfolgen
  • Geburt der Nichte Elisabeth Charlotte
  • Neuigkeiten
  • Rückkehr Oberlenders
13. Februar 1647
Bernburg
  • Winterwetter
  • Korrespondenz
  • Fischfang
  • Neuigkeiten und Kriegsnachrichten
  • Grenzstreitigkeiten
14. Februar 1647
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Schnee und Frost
  • Predigt auf dem Schloss
  • Anhaltende Erkrankung Dorothea Bathildes und Verdacht auf magische Beeinflussung
  • Korrespondenz
  • Dr. Brandt und Pfarrer Bartholomäus Friedrich als Essensgäste
  • Kirchgang
  • Gedanken zu Giegelsberger
15. Februar 1647
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Wirtschaftssachen
  • Unterredung mit Dr. Brandt wegen dessen Ruf nach Köthen
  • Anweisungen an Dr. Mechovius und Banse
  • Pläne
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
16. Februar 1647
Bernburg
  • Gespräch mit Kanzlei- und Lehenssekretär Paul Ludwig
  • Kriegsnachrichten
  • Spaziergänge bei Winterwetter
  • Bauholzlieferungen aus Ballenstedt
17. Februar 1647
Bernburg
  • Predigtanhörung mit Sophia Margaretha
  • Gespräch mit Giegelsberger über dessen Vergangenheit
  • Giegelsberger als Essensgast
  • Kriegsfolgen
  • Neuigkeiten
  • Nachricht vom Köthener Landtag und Anweisungen dorthin
  • Abschickung des Küchenmeisters Philipp Güder
  • Korrespondenz
18. Februar 1647
Bernburg
  • Kälte und Frost
  • Absendung nach Köthen
  • Rückkehr Dr. Brandts
  • Zerstrittene Landstände
  • Korrespondenz
  • Dr. Brandt als Essensgast
  • Ausritt zur wiedereingenommenen Flussinsel
  • Lebensmittellieferung aus Zerbst
  • Kriegsnachrichten
19. Februar 1647
Bernburg
  • Kälte und Frost
  • Traum
  • Bericht und Weisungseinholung durch den von Köthen zurückgekehrten Banse
  • Kriegsnachrichten
  • Spaziergang
  • Korrespondenz
  • Rückkehr von Fuhren aus Ballenstedt
  • Rückkehr Güders mit Fleischlieferung
20. Februar 1647
Bernburg
  • Kriegsfolgen
  • Nachricht vom Köthener Landtag
  • Korrespondenz
  • Erneute Abreise Banses nach Köthen
  • Spaziergang und Anweisung der Landwirtschaft
21. Februar 1647
Bernburg
  • Nächtliche Sichtung eines Drachens
  • Kriegsfolgen
  • Predigtanhörung
  • Neuigkeiten vom Köthener Landtag
22. Februar 1647
Bernburg
  • Kriegsfolgen
  • Abschickung des Kammerdieners Jakob Ludwig Schwartzenberger nach Köthen
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Bericht vom Landtag durch den zurückgekehrten Schwartzenberger
23. Februar 1647
Bernburg
  • Wind und Schnee
  • Jahrmarkt in Bernburg
  • Korrespondenz
  • Wirtschaftssachen
  • Einholen von Bauholz
  • Neuigkeiten
  • Besuch durch Dr. Brandt
24. Februar 1647
Bernburg
  • Regen
  • Neuigkeiten
  • Jahrmarktsbedingter Ausfall der Wochenpredigt
  • Geburtstag der Gemahlin Fürstin Eleonora Sophia
  • Kriegsnachrichten und -folgen
25. Februar 1647
Bernburg
  • Kauf und Schlachtung eines Ochsen
  • Korrespondenz
  • Rückkehr von Einsiedel, Dr. Mechovius und Banse und der ersteren Berichte vom Landtag
  • Kriegsnachrichten
  • Erkrankung der Wöchnerin Fürstin Johanna Elisabeth
  • Geplanter Besuch in Harzgerode durch die Schwestern Sophia Margaretha und Dorothea Bathilde
26. Februar 1647
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Spaziergang bei Tauwetter
  • Sorge um verschickten Amtskopisten Hans Friedrich Eckardt
  • Bericht Banses vom Landtag
  • Sichtung eines angeblichen Werwolfs in Bernburg
27. Februar 1647
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Neuigkeiten
  • Krankheitsaufkommen in Bernburg und Zerbst
  • Spaziergang
  • Berichtigende Erklärung bezüglich der kürzlichen Sichtung des Drachens
  • Anzeichen der Genesung Dorothea Bathildes
28. Februar 1647
Bernburg
  • Zwei Predigtanhörungen
  • Gespräch mit Dr. Brandt
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
|| [[Handschrift: 101v]]

<Kälte, froßt.>


Die wagen seindt nacher Ballenstedt mit Iakob Ludwig Schwartzenberger holtz
zum bawen, abzuholen. Gott wolle sie hin: vndt her,
sicher begleitten!


Avis: daß Landtgraf Ernst, von heßen Caßel, am dinstag
albereitt, zu hartzgeroda ankommen. On dit, qu'il doibt
èspouser, la sœur de la femme de mon Frere. Si cela est?
Dieu y donne sa benediction!


Schwester Bathilde, jst wieder, sehr Matt, vndt
krangk. Gott erbarme sich ihrer, vndt stärgke sie!


I'ay fait moderer la prison dü maistre des baings.

|| [[Handschrift: 102r]]


Die avisen melden:


Daß der Kayser, mit den vngrischen Stenden noch nicht verglichen,
vndt wol weittlaüftigkeit daselbst zu befahren.


Die Venezianer verliehren einen platz nach dem
andern, in Candia, vndt bitten vmb secours, die christ-
liche potentaten. haben ihren besten recours zu Gott,
geben Allmosen, vndt stellen behtstunden an. Geben
ia vor, daß sie eine Victoria vor Zara erhalten.


Jn Engellandt wirdt friede tractiret, zwischen
dem Könige, vndt seinem Parlament.


An der Staden frieden, mjt Spannien, wirdt nicht
mehr gezweifelt, wiewol Frangkrejch, sjch stargk
darwjder setzet, durch Monsieur Servient.


Frangkreich, vndt Spannien, tractiren auch mitt
einander, wiewol selbige tractaten, etwas weitt-
laüftig noch sein, vndt die stargke<n> armirungen,
vndterdeßen hin: vndt wieder, nicht nachbleiben.


Die Schweden, vndterm Feldmarschall Wrangel, vndt
die Frantzosen, vndterm general Türenne, bemächtigen
sich, so viel sje mögen, des Bodensehes, vndt der örther
vm<b>her. halten gute Correspondentz mit den
Schweitzern, welche auch Vigiliren. Wrangel
hat Lindaw, zu waßer, vndt lande, belägert.


Polen leßet die werbung vor Venedig suspendiren.


Landtgraf Fritz helt seine heimführung, zu Caßel.


Die Chur Brandeburgische satisfaction continuiret. et cetera

|| [[Handschrift: 102v]]

Dienstag den 2. Februarij: 1647.

<große kälte.>


Avis: daß die wittwe die zaunschleifferinn
zu Deßaw, ein Mandat vom Kayser erhalten,
daß man sie innerhalb 2 Monaten, alhier in der
landtschaft, mit 20 mille ThalerThlr: capital vndt zinßen,
bezahlen solle, vndt <Sie die wittwe> rügkt mit ein, das theilß
herrschaften in die Steẅern, greiffen, vndt
daß sonst der landtschaft gefälle, wolvervoll
einkähmen, wieder alle warheit.


Der Oberste Werder vndterDirector, schreibt
auch an Einsideln, vndt die vom außschoß
Meines antheilß, Sie sollen sich Niemandt
abwendig machen laßen, persöhnlich zu
erscheinen auf dem Tage zu Cöhten, die-
weil diß neẅe emergens, einfiehle. perge


hette ichs ihnen, nicht befohlen, ich wolte
es noch inhibiren. perge Die landtschaft bildet
ihnen viel ein, oder nur etzliche wenige. perge
jm nahmen derselben.


Nachmittags bin ich hinauß schießen gegangen,
nach Goldtamern.


Avis: daß die Schweden, numehr 1500 ThalerThlr:
Monatlich von vns fordern, im Januario, anzufangen,
weil sich der Kriegsestat, solle geendert haben!

|| [[Handschrift: 103r]]


Ein wenig Weitzen, vndt Erbßen von Ballenstedt
entpfangen. perge sampt den bey bawfuhren. et cetera


Avis: daß der graf Loẅenhaüpt, mit 8<1>200
pferden, vndt 800 Mann zu fuß, auf Manßfeldt
vndt diese örther zu gehet. Sol sehr vndis-
ciplinirt volck, bey sich haben. Gott bewahre
vnß, vor ihnen, vndt allen anderen!

Mittwoch den 3ten: Februarij: 1647.

<große kälte.>


Es werden viel leütte krangk, an itzo
in Bernburgk, (vnangesehen der großen kälte,)
daß sich auch der Medicus, darüber verwundert.
Etzliche sterben baldt hinweg. perge Gott be-
wahre vor ferrneren landtplagen!


Am heüttigen behttage, in die kirche. Er
Jonius, hat vorn hofprediger Theopoldum (weil derselbe
noch krangk) geprediget. Der Text wahr:
Deß gerechten gebeht, vermag viel, wann
es ernstlich ist.1 Er hats zwar kurtz, wegen
großer kälte, iedoch wol außgeleget.


Extra: wahren zu Mittage, freẅlein Jo-
hanna von Plötzkaw, Jhre Jungfer, vndt Matz
Bidersee. Das freẅlein ist kommen, Schwester Bathjlde,
zu besuchen. Mein vieh stirbet, vndt verkalbet sehr. || [[Handschrift: 103v]]
Jst auch eine landtStrafe Gottes. Patientia!


Risposta von Deßaw, en termes mediocres,
de Monsieur, & de Madame. &cetera


A spasso, al molino, per vedere, i legnj, e arborj
arrivatj hier sera, dj Ballenstedt alle fa-
briche di detto molino.


Ein Rehe, ist mir von Deßaw geschickt worden,
wegen der Jagthunde. perge

Donnerstag den 4ten: Februarij: 1647.

<Nix.>


Extra zu Mittage, die Commißarien2 gehabt,
vndt allerley conferiret, sonderlich mit Doctor Brandt.


Schwester Bathilde ist sehr Matt, vndt krangk
gewesen. hat numehr, febrim quotidianam.


Sie hat vor ein par Tagen, einen Trawm gehabt,
alß wann sie zu Schwester Anne Sofie
Sehliger gekommen wehre, vndt sich beklagt,
daß das hauß wieder voller Soldaten wehre.
Schwester Anne Sofie, hette, zu ihr, gesagt: Sie
Nota Bene[:]sollte zu ihr, in jhr Cämmerlein kommen, oder cabinet,
so würde sie schon, sicher sein. Ô ame saincte!


J'ay èscrit au Magior Halcke, & a
Kühne, item: a Docteur Lentz, j'ay fait èscrire. perge et cetera


Schreiben auß Schweden an Madame, gesehen,
an Hans Christoph Witzscher im Ianuario, datiret, daß Meine herrn- || [[Handschrift: 104r]]
vettern, die Sämptliche Fürsten zu Anhaltt,
eine total exemption suchen, darwider aber
protestiret, daß man Mir, keine particular
exemption, bewilligen sollte, &cetera &cetera &cetera
vndt daß alles, was man zu sollicitiren,
gar schläferig zugienge vndt sehr langsam.
Wer auch nicht schmieren köndte, der
führe nicht wol forth. Fürst Ludwig suchte
den rest, seiner gages, (also? muß er ia
pension von Schweden, haben) der alte
General Conte de la Garde wehre so
bawfällig, daß mit seiner hülfe we-
nig außzurichten, wann nicht sein Sohn, graf
Magnus de la Garde baldt kähme. hertzog
Julius heinrich von Sachßen, hette auch gesan-
dten alldar, darzu mit præsenten, wie
auch andere Fürsten, vndt köndten doch
kaum, in langer zeit, audientz erlangen.
Der Fürst Ragotzj, hette auch einen gesan-
dten aldar, der wehre splendide eingeholet. perge


Neẅe Jahrs briefe habe ich empfangen,
von dem Ertzbischof von Brehmen, auß Flenßburg
vndt 2 auß Norburg, von Meinem Schwager, vndt
Schwägerinn. perge

|| [[Handschrift: 104v]]


Auß hollstein, wirdt avisiret, daß die
reichsten vom Adel, anfangen zu falliren,
auch ihre gühter zu verkauffen, weil
sie nicht allein viel schuldig, sondern auch,
vom Könige in Dennemargk, mit so hoher
contribution, beleget werden. perge


Jch habe meine fromme, Matte, krangke
Schwester besucht. Sie stellet ihren willen,
in Gottes willen, ist sehr gedultig, vndt seh-
net sich <recht>, aufgelöset zu werden, vndt bey Christo,
ihrem heylandt, ewiglich zu sein!

<1 hase Bidersee geschossen.>


Ein freundliches gratulationschreiben zum Neuen Jahr vom
Churfürsten von Brandenburgk, entpfangen.


A spasso, bawsachen, anzuordnen.


Avis: daß wir leyder! dem General Königßmarck
geben sollen, Monatlich 1500 ReichsthalerRthlr: von
dem Ianuario, anzufangen. Das landt
ist alarmirt darüber, vndt man
bedenckt billich remedia. Mülhausen,
Nordthausen, das Eichfeldt, ErtzStift Mag-
deburgk vndt wir im Fürstenthumb Anhaltt,
sollen numehr Königsmarck contribuiren, || [[Handschrift: 105r]]
alles dreyfach höher alß vorhin. Der Stadt
Quedlinburgk, ist auch ein vfsatz geschehen,
v̈ber die 400 ThalerThlr:


On a tüè, üne Vache, qui a pesèe: 214 livres
de chair, & 25 livres de suif, at elle euë. Ie
mets icy, ces petites affaires de mèsnage, a cau-
se des comptes, & pour ne rien perdre, nj oublier.


Schwester Bathilde, alß ich Sie heütte be-
sucht, ist beßer alß gestern gewesen.
Gott wolle sie ferner stärgken, gnedig-
lich fristen, vndt erhalten! Jhm ist leicht,
baldt zu helfen, mit geringen Mitteln.


Avis: daß zu Eißleben, ein kerll außgegan-
gen, welcher nach Sanderßleben zu, gehen wollen.
Alß ihm nun, vnferrne von der Stadt, ein wolf
begegnet, setzt er seine büchße beyseitß,
vndt nimbt den degen, in die handt,
der wolff gehet auf ihn loß, vndt der
kerl haẅet ihn v̈ber die förderpohte,
da hat sich befunden, daß der Schengke
in Eißleben, ein solcher gast, nemlich: ein
bärwolff gewesen, vndt v̈ber die handt
gehawen. Jst eingezogen worden, vndt sol schon,
auff viel andere, bekandt haben.

|| [[Handschrift: 105v]]

Samstag den 6ten: Februarij: 1647.

<4 hasen 1 Fux Rindorf gehezt.>


J'ay escrit au Chancellier Milagius,
par ün expréz, & a Madame Anna Elisabeth Princesse d'Anhalt,
Comtesse de Bentheim Tecklenburg &cetera Dieu vueille! que ce messa-
ger, puisse passer seurement! & que j'en
reçoyve bonne rèsponce!


A spasso, v̈bers eiß, vndt zugesehen, wie sie
langst an der Sahle hinundter, vom bawmgarten,
biß in den Mühlhof, mit großen bawstügken,
vndt Eichbaẅmen, gar bequehmlich, gefahren.
Gott gebe! daß meine gebeẅde wol von statten
gehen, vndt ich genugsahme Mittel, darzu be-
komme, auch nicht von Meinen Neidischen Nachtbarn
daran verhindert werden möge!


Mit dem Amptßraht Panse, conversiret.


Gar ein annehmliches handtbrieflein, von Kayserlicher Mayestät
zum Neuen Jahr, gratulando, vndt offerendo entpfangen.
Dieu vueille que tout soit a bon escient!


Die avisen beiahen, das Weißemburgk von den
Kayserlichen eingenommen, vndt vmb Nürnbergk herumb,
große vnsicherheit vorgehe.


Jn Candia progrediren die Türgken, vndter
denen zwar, wie auch, vndter den Christen, die pest
sehr grassiret. Sie wollen nun die festung Candia
wie auch Suda, angreiffen.

|| [[Handschrift: 106r]]


Die Schwedischen parthien, seindt den Schweitzern etwaß
nahe kommen, vndt von denselbigen, zurügka getrieben worden.


Lindaw wehret sich, die Schweden setzen ihnen
stargk zu. Die Schweitzer wollten gerne, die
festung Bregantz, ihnen abkaüffen.


Königßmarck wil sich mit Loẅenhaüpt,
conjungiren.


König in Spannien hat seinen Natürlichen Sohn,
Don Iuan d'Austria zum Admiral General
zur See, erklähret in Italien.


Der Frantzösische general Türenne, liegt im
Wirtembergischen landt.


Ertzhertzog Leopoldt, sol noch daß Spannische
guberno in den Niederlanden annehmen.


Melander kömbt an hatzfeldts stadt, zur
Kayßerlichen armèe.


König in Spannien, wil an stadt seineß
verstorbenen Printzen Infante, die Kayserliche
Princeßinn Maria Anna, heyrathen.


Der Kayser sol den Evangelischen in Vngern,
an stadt der begehrten: 180 kirchen, 100 einzu-
raümen, verwilliget haben.


Der iunge Pfaltzgraf von Neẅburgk,
suchet neben Seiner gemahlin schutz bey dem Könige
in Polen.


Conte de Servient droẅet den Staden, mit krieg, wo
ferrne Sie die von Franckreich offerirte conditiones, nicht annehmen.

|| [[Handschrift: 106v]]


Vnser Medicus, Doctor Brandt, ist auch gar krangk
worden. Gott gebe, das sichß baldt beßere!

Sonntag den 7. Februarij: 1647.


Er Marggravius, pfarrer zu Waldaw, hat
hieroben geprediget.


Extra zu Mittage: Doctor Mechovius, Panse,
Marggravius, vndt Tobias Steffeck von Kolodey item: Thomas Benckendorf


Avis: daß in Westphalen, (welches seltzam
zu hören) so wol daß gesaltzene, alß
gereücherte fleisch, zusehens, verdirbet,
vndt verfaulet, vndt also einer großen
landtplage gleich, zu achten, in selbigen
landen, da deßen, ein großer vorrath ist.
Es sollen wegen der faülung, vndt ge-
stangks deßelben, viel armer leütte, dar-
von, hinfällig werden, vndt sterben. perge


Nachmittage, cum sorore Sophia Margaretha in die
kirche, allda Er Jonius geprediget.


General Maior Axel Lillie schreibet
an Fürst Augustum[,] Fürst Ludwig, Fürst Johann Casimir,
vndt Fürst Friederichen, wir möchten die contri-
bution, so wir biß dato, ihm nacher Leiptzigk
gegeben, hinforth nacher Halberstadt geben, || [[Handschrift: 107r]]
dieweil General Wrangel, solche verenderung
gut befunden. Darauf wirdt hanß von Bergen
nacher Leiptzigk geschickt, die vnmüglichkeit
vorzuschützen, vndt das böse abzukehren.


Jch habe aber sein creditif nicht subscri-
biren mögen. Dann so es hilft, so kömbt mirs
auch, mitt zu statten. hilfts nicht, so ist
meine mittsubscription doch vergebens.


Worumb sol ich aber einem antwortten,?
der mir nicht schreibet, vndt der mich doch
so gar wol kennet. Die Schwedischen haben
mich öfters schon præteriret, auß böser inten-
tion, vndt vorsatz. Gott verzeye es ihnen!

Montag den 8ten: Februarij: 1647.


Jch habe heütte, Rindtorf, Panse, Iacob Ludwig Schwartzenberger[,]
Philip Güder, den page Bidersehe, <wie auch Börstel> vndt andere zu roß,
vndt zu fuß, außgeschigkt, den (vorm Jahre, muht-
williger weyse strittig gemachten, vndt von den
Plötzkawern, in Meinem, vndt der Meynigen abwesen,
abgehawenen) pusch, in einem werderlein in der
Sahle, aufß neẅe, bey itzigem frost, zu visitiren,
das v̈brige an holtz, so noch darauf stehet, abzuhawen,
vndt also die posseß in Meinem Nahmen, zu manutenjren.
Gegen die vorige turbation, ist schon vom Amptmann vorm
Jahr, protestiret, worden<vndt> die anthung[!] Mir vorbehalten worden.
Die Sahle sol sonst vnsere gräntze sein. Die Plötzkawer aber || [[Handschrift: 107v]]
bekennen Mir nur, die halbe Sahle, quo jure?, weiß
ich nicht, nec quo titulo? Wann nun schon deme also
wehre, so hette ichs doch immediatè zu erstreitten,
weil die alluvion deß Werders, v̈ber die helfte
herwarts, gegen Meine gräntze zu, ist. Aber
die weltt, will zu hadern, vndt zu zangken haben.


Thomaß Benckendorf, mein gewesener Ampt-
mann, so vergangene weyhenachten, außgedienet,
ist lange bey mir gewesen, sich zu endtbrechen
der vielen Nachreden, so er, alß ein 20iähriger
Alter diener, hat leyden, vndt außstehen müßen,
da ihme, in den meisten auflagen, zu viel geschehen,
vndt er sich wol verantwortett hat. perge


Hüte dich vor der That: (heißt es)
der lügen wirdt wol raht!


Avis vom Cantzler Milagio: Numero 3 in diesem Jahr, daß
nach vielfältigen difficulteten, der friede endtlich
(Gott lob) richtig worden. Chur Brandeburg behelt
12 Empter in hindterPommern, Magdeburg[,] halberstadt,
Minden, et cetera. Schweden krieget gantz v̈brige
Pommern, vndt die anwartung, nach absterben
der Chur Brandeburgischen lineæ auf das v̈brige, Jtem: eine
million goldes, vndt etzliche Aempter in Schlesien,
vor die leibgedinge, so noch in Pommern sein.


Der Frantzösische gesandte, Conte d'Avaux
hat sich diese sache, sehr eyverig, angelegen sein || [[Handschrift: 108r]]
laßen, auch durch seine jnterposition es so weit gebracht,
also daß Chur Brandeburg numehr content ist, wiewol die
Schweden viel difficulteten gemacht. Staden, vndt
Spannien seindt verglichen. Die Staden tractiren
gleichmeßigen accord, zwischen Spannien vndt Franckreich
Gott gebe friede, in der werthen Christenheitt!


General Mortaigne, vndt Douglaß, haben vnß
von Bregentz auß geschrieben, compliment zum
Neẅen Jahr, gemacht, vndt sich zu allem guhten,
bevorab zu abwendung aller einquartirung, er-
botten. Interim, dupliret general Commissarius Schmidt,
die lateres, oder tripliret vielmehr dieselbigen,3
von halberstadt auß, auf befehl General Wran-
gelß, deßen gute inclination, Mortaigne
vndt Douglas loben. 1500 ThalerThlr: Monatlich,
an stadt 500 ThalerThlr: zu geben, ist eine schlechte,
vndt gar vnansehliche erleichterung!


Mein hofmeister vndt Raht, henrich Friderich,
von Einsidel, alß ein außschußverwandter,
wie auch der CammerRaht Doctor Mechovius, vndt
Amptßraht Banse, alß meine deputirte
auf den landtrechnungßTag nach Cöhten,
seindt diesen Nachmittag, dahin abgerayset,
Gott gebe glück, segen, vndt succeß!

|| [[Handschrift: 108v]]


Fuhren von Ballenstedt, mit gersten
anhero kommen.


Briefe von hall, Berlin <Paris>, Wien,
vndt Nürnbergk, empfangen. perge Die
hofnung deß friedens, wirdt von allen
orthen, ie länger, ie größer. Gott gebe es!


Die avisen schreiben vom vergleich mit Chur
Brandenburg fast eben daßelbige, waß heütte
Milagius v̈berschrieben, auch andere nova.


Item: daß die protestanten in Irrlandt, succum-
biren, hingegen in Engelland vndt Schottlandt, die
sachen, auf einem vergleich, stehen.


Jn Franckreich, meinet man, friede, mit Spannien
zu machen, wo nicht; so wol in Jtalien, Cata-
logna, vndt Sp den Niederlanden, offensive,
alß in Deützschlandt, defensive zu gehen.


Die Schweitzer, haben, mit den Schweden,
zu Bregentz, die neütralitet geschloßen.


Venedig, wirdt in Candia, vndt in Dal-
matia vom Türgken, sehr vndtergedrügkt.


König in Polen, hat nicht allein, seine geworbene
völgker, baldt abdangken, Sondern sich auch, offent-
lich verreversiren müßen, keinen krieg mehr
anzufangen, ohne der Stände raht, vndt willen,
auch alle Außländer, von sich, vndt auß seinem Raht zu schaffen.

|| [[Handschrift: 109r]]


Graf Magnus de la Garde gewesener Gesandter
in Frangkreich, ist zu Stogkholm solenniter wieder
eingezogen.


Die Spannier, die Venezianer, vndt Grisons
seindt jaloux, v̈ber der Schweden heranrügkung,
an die Italiänischen päße, vndt verwahren dieselben
aufß allerbeste, mit volck, proviandt, munition,
gewehr, vndt geschütz, auch anderer fortification. perge


Ein 12 gute fuder holtz haben Meine
leütte, vom strittig gemachten werder, in
meinem vnstreittigem Territorio, heüte ab-
hawen, vndt einführen laßen, quasj armata
manu. Es hat sich aber kein Plötzkawer dörfen
bligken laßen.


Avis vom Berlin, daß die iunge Churfürstin
(vom hause Vranien,) einem ieglichen Raht, so
bey ihrem herren, mitt zu Cleve gewesen,
1000 ducaten, vndt einem ieglichen gemeinen
von Adel 200 Ducaten verehret habe, welche
liberalitet denen, so Sie genoßen, sehr wol
angestanden, denen aber so von der rayse zu
rügk, vndt zum Berlin geblieben, große ialou-
sie erwegket. Fortuna; ut luna.

|| [[Handschrift: 109v]]

Dienstag den 9ten: Februarij: 1647.

<harter frost.>


I'ay èscrit a Madame l'Electrice de
Brandenbourg, par ün messager de Madame. perge


Kleiner Kersten ist von Stollbergk, mit schreiben
vom Doctor Lentz wiederkommen, dahin ich ihm mit
Meinem goldtbildtnüß verschickt gehabt.
Er hats sehr wol aufgenommen. perge


Er Benjamin Gigkelßberger ist wieder
bey Mir gewesen, vndt hat die pfarre
Reinstedt anzunehmen, sich resolviret. perge
Gott gebe glügk vndt heyl darzu!


Des General Wrangels höfliche antworth, auf
vnser gesamptes schreiben, wegen verschonung
vnserer lande, ist mir auch zugefertiget
worden, heütte durch Doctor Mechovium, welcher
sich beschwehret, daß er vndt sein collega,
der Amptßraht, keine creditif haben
von Mir. Bittet vmb nachschickung deßel-
ben. Fürst Augustus, vndt Fürst Ludwig, befinden
sich in der person zu Cöhten, auch sehr viel
leütte. Der præsident Börstel, ist auch
aldar. Il n'est pas malade, quand il me
doibt faire dü mal ou prejüdice! Dieu
vueille confondre tous conseils pernicieux!

|| [[Handschrift: 110r]]


Das begehrte creditif, an Fürst Augustum vndt Fürst Ludwigen
habe ich in der nacht, nachgeschickt, auf Doctor Mechovium
vndt Pansen, meine Rähte, gerichtet.


An Fürst Hans geschrieben, wegen haberfeldts. perge


Den Oberlender nacher Agken, Zerbst, vndt Deßaw,
geschickt. Gott gebe succeß allenthalben.

Mittwoch den 10ten: Februarij: 1647.

<1 Fux Rindtorf.>

<Nebel. Kälte.>


Jn die wochenpredigt, mit Schwester Sophia Margaretha. Er
Marggravius hat geprediget, weil vnser
Caplan, so wol alß der hofprediger krangk worden.
Gott beßere den zustandt, vndt wende
in gnaden, alle landtplagen väterlich abe!
Die krangkheitten sollen sehr alhier
zu Bernburgk, an itzo grassiren, welches in
so grimmiger kälte, zu verwundern. perge


Eine partie von 20 Reüttern, ist heütte
Morgen, im digken Nebel vor der Stadt
gespühret worden. Sie werden ohne zweifel, von
den Loẅenhaüptischen, sein. perge


Risposta von Leiptzigk, en termes mediocres.


J'ay fait traitter en negoces d'Oeconomie
avec ce drolle de Iuif, Abraham Benedix.

|| [[Handschrift: 110v]]


Briefe vom Doctor Lentz, de tres bon anchre, mais
Fürst Friedrich reiette la composition. Beatj Pacificj!4

Donnerstag den 11ten: Februarij: 1647.

<Schnee. Thauwetter:>

<2 hasen Rindorf>


Hò Scritto parechier lettere, e all'Arciduca Leopoldo Guiglielmo
ed altre preparatorie. &cetera Jddîo cj feliciti!


Avis von Cöhten, daß der Oberste Werder, vndt
sein vetter, darmit vmbgehe sich von der execution,
in Steẅersachen, gäntzlich zu befreyen, vndt dahin
zu trachten, daß seine Steẅern, nur nach der landt-
renterey zu, gegeben werden, vndt nicht mehr hieher
inß Ampt Bernburgk. Wer wil dann mir die
hoheit, vndt pflichtbarkeit des lehens gewehren?
wann es nacher Cöhten, zur landtrenterey, gegeben
würde. Es liefe wieder meine hoheit, wieder die
observantz, wieder meine Regalien. Werder würde
sich allgemächlich, auch in andern sachen, eximiren.
Vndt als vndterDirector mit dem landtrent-
meister, nach seinem willen, gebahren, vndt
dahin trachten, mehr steẅern, an sich zu bringen,
vndt alles zu compensiren, vndt mir also,
Mein ius quæsitum, zu vernichten.


Caspar Pfaw schreibt, er habe mit Commissario Schmidt,
tractiret, derselbige wollte, von der stargken
anforderung, nichts fallen laßen, beriefe sich auf
ordre vom general Wrangel, welcher dieser lande,
sampt der Nachtbarschafft, dem Königßmargk v̈berlaßen. || [[Handschrift: 111r]]
Königsmarck ließe vngerne etwas zurügkeb. Man hat Schmi<e>den
100 ThalerThlr: verehret, sich begühtigen zu laßen, biß antworth
vom Wrangel einkömbt, dahin man schreiben wirdt
durch die ordinarij post, vndt bohten, wiewol es schwehr
durchzupaßiren. Dann die Kayserliche armèe liegt vor,
vmb Sultzbach, vndt hindert ohne daß, die conjunction
deß General Königsmarcks mit Loẅenhaupt.


An itzo, hat man zu Cöhten, die landtrechnungen vor.
Jn ein tagen oder Sechßen, dörften die Mugken, der landt-
schände oder genandten Stände, erst hervor kommen.
Gott dempfe alle wiedrige consilia!


J'ay donnè la visite a ma bonne soeur, Bathilde malade.
Elle se trouve encores, en mediocre estat, Dieumercy!
horsmis la fievre, & lassitüde, avec üne toulx quj l'at-
tacque quelquesfois! perge Dieu la vueille bien tost remettre!

Freitag den 12ten: Februarij: 1647.

<Thauwetter.>


Avis von Ballenstedt, daß graf Loẅenhaüpt biß an
Stollbergk, vmb sich greifft. Es müßen alle örter
droben, geldt, vndt Victualien, beytragen. hartz-
geroda, Rammelburgk, vndt Falckenstein stehen in
sorgen. Gott verwehre allem ferrnerem vnheyl.
Die Fürstin von häringen, sol haben vor die Ein-
quartirung 500 ReichsthalerRthlr: baar außgezahlet.
So baldt daß geldt erleget gewesen, seindt ihre
dörffer alle bequartieret worden, welches sonst
nicht leichtlich den wittwen zu begegnen pfleget.


Avis: daß Meines bruders Fürst Friedrich gemahlin, gestern in die
wochen kommen, mit einer Jungen Tochter. Gott tröste, stärgke! vndt || [[Handschrift: 111v]]
erfreẅe! die liebe Fraw, sol sonst gar v̈bel auf
sein, vndt einen harten standt außgestanden haben.


Es wirdt von Cöhten confirmiret, daß nicht
allein geraüchert, vndt gesaltzen fleisch, Spegk
vndt dergleichen in Westphalen verdirbet, sondern
auch das liebe brodt, mehl, getreydich, sol alles
zu staub werden, auch der wein im keller verderben.
Wehre eine große Strafe Gottes, vndt
mag wol zauberey sein. Viel hundert
Menschen, welche von solcher verdorbener
speise gegeßen, sollen schon gestorben sein.


Oberlender, ist von Deßaw, Zerbst,
vndt Cöhten, wiederkommen, avec peü de
süccéz. Pacience.

Samstag den 13den: Februarij: 1647.

<Nebel. Frost, frühe, Thauwetter zu Mittage>


I'ay continüè mes correspondances. Dieu,
les vueille bienheurer!


Meine leütte, haben vndter dem eiß, im Bläsius,
bey Altemburgk, gefischet, aber nur 3 Pfund (libra) fische
gefangen, weil der See sehr mit holtz, vndt
schilf verwachßen, auch sonsten vermodert ist. perge


Avis von Meinen abgeordneten, zu Cöhten,
das man mit den landtschaftrechnungen, sehr
occupat, nach vollbringung dieses, solte mit
den creditoren, von Stillung derselbigen, vndt || [[Handschrift: 112r]]
redreßirung deß Sinckenden landtschafftwerks5
gehandelt werden. Die landtschaft, will sich
nicht theilen laßen, noch trennen, sondern eher
die gantze Schuldenlaßt, der herrschaft wieder
aufweltzen. Sie wollen mit Jehna confidenter
communicjren. Die præterita wegen der eingriffe,
meynen Sie, werden wol nicht moviret werden,
die futura aber, werden sie also faßen, daß
nicht mehr dergleichen geschehen solle. Wegen
deß Werdischen desseings, werden sie sjch
opponiren, die vorhabende liferung zur
landtrenterey, abzuwenden wejl solches
wieder meine hoheit, laüfft. perge


Schreiben von Bentheim, vndt vom Fürst von Eggemberg,
gratulationes zum Neẅen Jahr. perge


Avis von Ballenstedt daß sich die Loẅenhaüptischen ge-
waltig dahin ziehen, vndt in dem hartz, außbreitten.
Gott bewahre <vor> vnheyl.


Wir schreiben ia, an die Generals, Wrangel,
Königßmargk, Mortaigne, Douglaß, die große
gravaMina abzukehren. Gott gebe es!


Vergangenen Donnerstag haben die Plötzkawer
eine Protestation durch etzliche Richter vndt
bediente einschicken, vndt Iakob Ludwig Schwartzenberger in Pansens
abwesen, insinuiren wollen, wieder den Neẅlichsten
actum, mit dem holtzhawen im Werder. Er hats aber nicht acceptirt.

|| [[Handschrift: 112v]]

Sonntag den 14den: Februarij: 1647.

<1 hasen Oberlender.>

<Nix. Frigus.>


Der pfarrer von Palberg hat heroben geprediget.


Extra Doctor Brandt, vndt schwester Bathilde
(so ich gestern Nachmittage besucht, vndt noch
zimblich wol befunden) ist in der Nacht
sehr krangk wieder geworden. Gott erbarme sich
ihrer. Es ist seltzam, daß so baldt Sie
nur außm bette aufstehet, Sie gantz Matt,
kraftloß, vndt hinfällig wirdt. Man
kan ihr den großen vndt geschwinden
motum cordis, eüßerlich, am fleich[!] sehen,
welches gar eine eigene syncrasia vndt
rarissimum contingens ist. Ie crains;
si ie ne me trompe?, qu'il y a de la sor-
cellerie en ce fait. Dieu vueille
destrajre les œuvres des tenebres!
& nous consoler des œuvres de lümiere!


Cantzler Milagius schreibet Numero 4 vndt 5
dieseß Jahrs, tröstet wol wegen des friedens,
in puncto gravaminum, Schwedischen[,] heßischen, vndt Chur-
Brandeburgischen satisfaction, durch vermittelung,
redlicher interponenten. Gott gebe zu glück!
progreß, vndt gedeyen!


Extra neben Doctor Brandt, Er Bartolomeus Fridericj perge
zu Mittage.

|| [[Handschrift: 113r]]


Nachmittags in die kirche, Meinen landßmann auß der
Oberpfaltz Ern Benjamin Gigelßberger zu hören, welcher
eine schöne predigt gethan, vndt schade wehre, wann er
sein talent länger also, verscharren müßte? Er ist vmb
eines exceßes willen, das er einen Soldaten erschlagen
zu Niemburgk removiret worden vom predigampt etzliche
Jahr lang. Wann man aber betrachtet, daß er ein grundt-
gelehrter Mann, ist, vndt ein treflicher linguist, auch der-
gleichen leütte an itzo v̈bel zu bekommen, er aber seinen
fehler bereẅet, vndt gleichwol ein communis error
gewesen bey vielen, nach ergangenen Königlich Schwedischen,
vndt Churfürstlich Säxischen, auch des Schwedischen Stadthalters,
Fürst Ludwigs selber, intimirten vfbotts, die Soldaten
niederzuschlagen vndt zu verfolgen, so man vor feinde ge-
halten, (wiewol mirs allezeit, zuwieder, vndt ein
greẅel gewesen) daran aber er alß ein Geist-
licher nicht recht gethan, vndt gleichwol daß ministe-
rium vndt Superintendens zu Cöhten, darvor gehalten, Man
köndte ihn wol zur schule gebrauchen, habe ich ihn, auf
einrahten Meiner geistlichen vndt weltlichen, zwar erst
frustra nacher hecklingen, hernacher aber, gen Reinstedt
vociret. Gott gebe ihm darzu glück, segen, vndt ge-
deyen! vndt daß er mit seinem leben vndt wandel,
so wol als mit seiner lehre, die gemeine Gottes,
wol ædificiren, vndt erbawen möge!

|| [[Handschrift: 113v]]

Montag den 15den: Februarij: 1647.


Correspondentzen, Oeconomijsachen, vndt dergleichen
vorgenommen.


Conferentz mit Doctor Brandten, weil der Præsident
seiner begehret, nacher Cöhten, vndt am Podagra
vndt Stein, sehr krangk worden. Gott beßere ihn!
vndt seinen zustandt!


Ordre gegeben, aufß neẅe, dem Doctor Mechovio,
vndt Geörge Pansen, in etzlichen dingen.


J'ay tramè ün beau desseing, s'il vouloit,
ou pouvoit reüssir. Dieu le vueille benir!


Die avisen: von halle vndt Leiptzigk:
confirmiren, die hofnung zum frieden, zu Münster vndt Osnabrück
Die außrüstung Franckreichs in Italien vndt Cata-
lonien offensive, in Deützschlandt, vndt Flandern
aber, defensive zu gehen. Frankreich bemühet sich noch
den Stadischen accord, mit Spannien, zu brechen.
Staden deliberiren, wollen parole halten.
Rüsten sich stargk zu waßer, contra Portugall
wegen Brasilien. Der Kayser wirdt
affligiret, von den vngrischen Ständen in Preßburgk.
Cediret viel kirchen den Evangelischen. Sie
wollen aber die Jesuiter außgeschaft wißen.
Ragozzi movirt sich. König in Engellandt
tractirt auch noch, mit seinem Parlament da Rè || [[Handschrift: 114r]]
vndt nicht, alß ein gebundener König. Jrlandt
wirdt v̈berwältiget, von den Päpstischen. Der
Türgke beüt den venezianern, den fortgang der
commercien an, begehret nicht wieder die vnderthanen,
sondern nur wieder die herrschafft, krieg zu führen, doch
daß sie dergleichen thun. Die Obersten vndt commendanten
welche Canea, Rhetimo, vndt Novigrod, liederlich
aufgegeben, werden eingezogen, vndt gestrafft.
König in Dennemark wirgkt sich auß, aus seinem
labyrinth, in seinem Reich. Moßkaw wirbt,
wieder den Türgken. perge <Der Kayser (wirdt avisirt) solle die iunge hertzogin von Orleans, der König in Spannien, der Ertzhertzoginn zu Jnsprugk Tochter, der iunge König in Böhmen, die infantin von Spannien heyrathen, vndt der Ertzhertzogk Leopoldt Wilhelm, das guberno, der Spannischen Niederlanden annehmen wollen. perge>


Von Altenburgk gute, von Cöhten, lose briefe bekommen.

Dienstag den 16den: Februarij: 1647. perge


Mit Paul Ludwig conferiret, wegen des Cöthnischen außschoßtages.


Avis von Ballenstedt das die völcker des grafen Loẅenhaup-
tes vfn Stiga vndt haselfelde, schon legen, wolten
herundter, vndter den hartz, sich logiren. Graf Loẅenhaupt
hat sein haüptquartier zu Nordthausen. Gott erbarm sich vnser!

|| [[Handschrift: 114v]]


A spasso zweymal. vormittags hats gefrohren,
Nachmittags hats gedawet.


Die entzelnen[!] bawfuhren, der wiederwertigen
schwührigen bürger seindt von Ballenstedt wieder-
kommen, vndt haben schlechte zeittungen, wegen der
vndisciplinirten Loẅenhaüptischen völcker mitt-
gebracht. Gott wende alles vnheyl, in gnaden abe!

Mittwoch den 17den: Februarij: 1647.


Jn die wochenpredigt, mit Schwester Sophia Margaretha
da vnß dann Er Benjamin gute satisfaction
auß dem 123. 23. Ψalm6 (erudite concio-
nando) gethan. Schade wehre es dieses Mannes
Talenta, zu verscharren, vndt zu vergraben.


Jch habe ihn darnach, herauf laßen
holen, mit den Jungkern, vndt officirern malzeitt
zu halten, vndt habe zuvor selber, mit ihme
conversiret, von seinem exilio, vndt mancherley
sachen. perge Vndter andern erzehlet er auch, wie er
anno: 1639 zu seinem vnglück, oder viel mehr anderer
scandalo kommen. Es wehren die Morzinischen völcker
alhier herumb, in meinem abwesen, vndt also auch vmb
Niemburgk gewesen, vndt parthienweyse, grassiret.
Fürst Ludwig hette salvaguardien bekommen, auch con-
cession solche raüber, niederzuschlagen, wie dann
solche patenta angeschlagen, auch graf Morzin selber || [[Handschrift: 115r]]
patenta auf solche parthien, ertheilet. Nun hetten
200 Mann abgestreifte gesellen, Nienburgk daß städtlein
attacquirt, wehren aber, zurückc vndt abgetrieben worden.
Den Tag hernacher hetten sie sich gestärckt, vndt wehren
mit 500 wiederkommen, hetten die Stadt geplündert,
eingenommen, viel volcks, niedergeschlagen, auch das Schloß
attacquirt aber durch stargke gegenwehre repoussirt worden,
in deme auch der præsident, in meinem abwesen, von hin-
nen auß 200 armirte bürger, mit Trommeln, dorthin zum
secours geschickt, vndt Fürst Ludwig von Cöhten auß, in die
20 wolbewehrte Mußcketirer. Ein par Tage hernacher
wehren sie die Mauser, dennoch wiederkommen, das
städtlein zu plündern, kisten vndt kasten, aufzu-
schlagen, <die kirche zu berauben> vndt die leütte niederzumachen, vndt v̈bel
zue tractiren, zum Theil auß geitz, des raubes, zum
Theil auch, auß rachgier, weil in vorigen anfällen,
etzliche von ihnen geblieben, vndt verwundet worden.


Da wehren sie zwar eintzeln zerstreẅet worden,
iedoch hette einer die Mühle geplündert, vndt andere
beütte, auß den haüsern, weggeholet. Darüber hetten
ihn etzliche vnderthanen, mit stößen, wol abgedroschen.
Da wehre er der pfarrer ohngefehr darzukommen,
vndt weil er seiner frawen Mütze, brustleibichen,
vndt seines vaters andere sachen von hobeln, vndt dreßel-
wergk (so gezeichnet, vndt kendtlich gewesen) bey ihm
gefunden, hette ers ihm auß handen gerißen, vndt mit || [[Handschrift: 115v]]
der hobel auch einen Streich, alß einem Straßenraü-
ber auf den kopf gegeben, der Soldat, wehre inß
waßer gefallen, in die bude, zu Niemburgk, vndt
hette sich darnach an der brügke anhalten wollen,
an einen bawm, So hette er ihm, auß eifer vndt zorn,
als deme der ihm das seinige endtwandt,
nach vielen andern stößen, welche ihm andere gege-
ben, einen stoß mit einem ruder von der brügken,
an die handt damit er sich anhalten wollen, gegeben,
das er hette müßen gehen laßen, vndt inß
waßer fallen müßen. Wehre darauf
ertrungken, da hette er müßen alle schuldt
haben. Es wehre ihm leidt, das er, alß ein geist-
licher, iemands durch solche action geergert,
hette vermeinet, an einem solchen Straßenraüber,
(den der graf Morzin selber, vndt herrvetter
Fürst Ludwig, gleichsam vogelfrey gemacht,
vndt der ihme das seinige geraubet) sich nicht
versündiget zu haben. Jedoch wehre es ihm leidt,
weil es seiner Vocation nicht gemäß. hette
schon viel Jahr davor büßen, vndt dienst-
loß sitzen, auch gleichsam sein pfundt, vergraben
müßen. Samuel hette auch wol seine
feinde, vndt darzu einen albereit ge-
fangenen König Agag, vmbgebracht, vndt || [[Handschrift: 116r]]
Seinen Sohn7, darzu gereitzet. Dergleichen exempel, hette
man mehr, in der heiligen schrift, von Königen, vndt priestern.
Jedoch wolte er seinen exceß, nicht endtschuldigen.
Meinet aber wenn sie sich zu Niemburgk, nicht geweh-
ret hetten, so wehren sie doch alle selber erschlagen
worden. Er hette schon in seinem exilio, in der pfaltz,
mit seinem vatter viel außgestanden, vndt
große offerten, vndt güldene berge, vmb der
reinen religion willen, außgeschlagen. hette
darnach in diesem lande, viel außgestanden,
vndt wehre zu Ilverßdorf, vndt Preißlitz,
alda er pfarrer gewesen, (alß sein vater Sehlig
Er Melchisedeck Gigelßberger, noch gelebet,
vndt pfarrer zu Niemburgk, gewesen) reine
außgeplündert auch worden, also daß er armsehlig
bloß vndt elendt, mit einem kinde aufm
arm, vndt seine fraw mit einem andern kinde,
sich tragen, vndt neben andern zwey auf der
erde gehenden kindern, gantz beraubet, in höch-
stem elendt vndt dürftigkeit, darvon gehen
müßen, daß ihn also die vielfältigen depræda-
tiones, ad iustum dolorem, incitiret,
vndt er sich, gegen solche latrones, nicht mehr endt-
halten können. Die länge hette die ferrne.
Wolte wüntzschen, daß solche vndt dergleichen gäste,
nie wehren in das landt gekommen, & talia perge || [[Handschrift: 116v]]
Wil doch gern, durch sein exemplarisches gutes
leben, vndt wandel, die geärgerten hinforth
beßern helfen, so wol als durch seine lehre,
vndt den Trungk meyden.


Avis: von Tecklenburgk; daß ein grave,
von hollach 8, außgeritten gewesen, vndt eine
partie Reütter, (dem Schein nach) ihme be-
gegnet. Da wehre der vermeinte Rittmeister
derselben angesehenen partie auf ihn loß ge-
gangen, vndt hette pferdt zu wechßeln, ihm
angebotten. Der graf aber hette darzu nicht
verstehen wollen, sondern wehre auf seinem
pferde sitzen geblieben. Endtlich, wehre der ander
zufriedend gewesen, daß er seinen knecht
nur solte absitzen laßen, welches geschehen.
Des knechts pferdt aber, hette nicht auß der
Stelle gewoltt, alß er abgeseßen gewesen,
darüber der graf schregklich angefangen
zu fluchen, vndt zu lästern. Drauf
wehre alßbaldt, die parthie, mit sampt
dem graven verschwunden. Die diener
hetten es der grävin 9, seiner FrawMutter
angezeiget, welche nachschicken, vndt
ihn lange vergebens suchen laßen. Am
dritten Tage allererst, hette man den graven || [[Handschrift: 117r]]
auff einem hohen berge, sitzende gefunden, da wehre
er 10 aller verendert, vndt zerkratzt im gesicht gewesen,
hette auch eine andere außsprache gehabt, alß zu-
vorn, vndt wehre den Tag hernacher gestorben.
Jst ein schreckliches, vndt greẅliches exempel,
der Gottslästerung, vndt strafe so darauf er-
folget, wie auch der großen Macht, des Sa-
thanß, auß gerechtem gericht, vndt verhengnüß
Gottes. Ergo: Time Deum! & mandata eius observa.11


Avis von Cöhten: daß die landtStände, viel
Mugken haben, sich der herrschaft, zu opponjren.
Daß die Ascanische sache, gar kaltsinnig atten-
diret wirdt, vndt Milagius nur protestjren
<vnd iura reserviren> solle. Daß die friedenstractaten zu Münster vndt
Osnabrück noch intricat, vndt vngewiß seyen.


Die Rähte schreiben von Cöhten, daß sie die zeitt, biß
dato, mit discussion vndt examination der landt-
schaftrechnungen zugebracht. An itzo aber wolle
die landtschaft mit ihren prætendirten gravami-
nibus weittlaüftig, in schriften einkommen.
Sie müßen waß sonderliches vorhaben, weil sie
drey vornehme consulenten von halle berufen,
So sol auch die landtschaft von Kayserlicher Mayestät so viel
erhalten haben, daß Sie bey bevorstehender commission,
auch solle gehört werden, mit ihren gravaminibus.

|| [[Handschrift: 117v]]


heütte habe ich Meinen küchenmeister,
Philipp Güder, nacher Zerbst, Deßaw, vndt
Cöhten, geschickt. Gott gebe gute expedition!


Schreiben abermalß, von der lieben Churfürstin,
von Berlin, bekommen. Gott gesegene ihre gute
vota, zu meinem, vndt der meynigen Trost, vndt
bestem! halcke hat auch geschrieben. perge


Nota Bene[:]Nova: de balsamo vitæ, Comitissæ Nassou:
in Dillenburgk, miræ virtutis. Pro aureo
nummo vasculum venundatur. perge et cetera


Ordinj a Cöhten, a' miej Consiglierj!

Donnerstag den 18den: Februarij: 1647.

<Kälte. Frost. perge>


Abermalß eine depesche nacher Cöhten geschickt.
Gott wolle die dissentirende gemühter vereinigen!


Doctor Brandt, ist von Cöhten wiederkommen, vndt hat
dem Præsidenten zimblich, contra calculum geholfen.


Gli disparerj sono grandj de' statj di quattro paese,
o de' sudditj contra noj. Iddîo confonda glj di subidientj!


Schreiben von Erdtmann Gideon, per hangkwitz bekommen.


I'ay retenü extra a disner, Doctor Brandt, quj
m'a averty, comme les Estats dü pays, me
veulent diminuër, mon Obligation, des 100 mille
DalersDal: de 15000 & mesme me defalquer, ce,
que i'ay gaignè au Pays-bas.

|| [[Handschrift: 118r]]


Jch bin Nachmittags hinauß geritten, den streittigen
werder, so ich neẅlichst, wieder die Plötzkawer,
manutenjret, zu besichtigen, vndt befunden
daß er mir zugehörig, vndt mir durchauß nicht,
(von rechts wegen,) disputiret werden kan.


Meine fuhre, ist (Gott lob,) von Zerbst, vnan-
getastet wiederkommen. Sie haben vor 1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: weitzen
Zerbster maßes, 15 ThalerThlr: bekommen, wehre
17½ ThalerThlr: Bernburger maßes, weil 4 Schefel (Scheffel)schfl:
zulauf aldort ist. Ein par faß bier,
haben sie auch mitgebracht.


Eilender avis von Ballenstedt, es hette Commissarius
Schmidt, dem Amptmann Jahn, zuentbotten, er solte
seine Sachen, ejlends, von Ballenstedt, wegschaffen,
vndt waß ihm lieb wehre. Graf Loẅenhaüpt
dörfte dahin sich legen, Quedlinburgk bekähme
150 Mußcketirer, So daß quartier vor die
halberstädtische garnison manuteniren
sollten. Es hat ein seltzam ansehen. Loẅenhaüpt
sol nichts schonen, den Obersten Bürgemeister12
in Nordthausen, sol er haben prügeln laßen,
vndt greẅlich Tyrannisch sein. Es ist ein
großer auflauff, vndt alarm zu Ballenstedt. perge
Gott erbarme sich, der armen leütte!

|| [[Handschrift: 118v]]

Freitag den 19den: Februarij: 1647.

<Frost vndt kälte.>


Jch bin diesen Morgen aufgewacht, in deme
mir eine liebliche musica singende getraẅ-
met hat, nachfolgende worth bescheidentlich
hörende, auß dem 27. psalm deß Lobwaßers:


Dann er wirdt mich in schwinder schwehrer zeitt,
Jn seiner hütt, etwan verstegken fein,
vndt heimlich bergen, in ein winckelein,
Heben auf einen felß der Sicherheitt.
Er wirdt mein haüpt v̈ber mein feindt erheben,
die vmb mich her seindt, vndt mir thun gedrang,
drumb wil ich ihm, in seiner hütten geben,
Ein jubelopfer, vndt ein lobgesang!13


Gott gebe! daß mir dieser liebliche Morgenan-
blick mehr Trost, vndt freẅde, alß
angst vndt wiederwertige beschwerden,
bringen, vndt wirgken möge!


Panse ist von Cöhten wiederkommen, vndterthänig zu referiren,
vndt etzliche Amptßgeschäfte zu verrichten, contre mon grè.
Jch hette lieber gesehen, er wehre drüben geblieben,
weil die gravamina dörften itzt hervorbrechen!


hanß von Bergen, ist auch bey mir gewesen, wegen
der Loẅenhauptischen gefahr vndt sorge etcetera Er sol nur
1000 Mann, dismontirte völcker, von etzlichen Königsmärckischen
geschlagenen Regimentern bey sich haben, welche Sich recruy- || [[Handschrift: 119r]]
tiren wollen. Sollen v̈bele disciplin halten. Der
general Feldtmarschalck Wrangel, hat vnß wieder general
Maior Axel Lillie willen, dem General Königsmargk
vndtergeben, deme so wol Axel Lillie, alß Loẅenhaüpt,
pariren müßen. Vndt also ist wieder des Axel Lillie willen,
vnsere contribution, in triplo erhöhet, von Leiptzigk
genommen, vndt nacher halberstadt, transferiret, worden<auch>
vom Königsmargk dem Loẅenhaüpt assigniret worden.
Gott helfe vnß doch auch, diesen schwehren Stein, heben!


Eilf Regimenter, sol Iean de Werth, dem Königßmarck
geschlagen, vndt rujniret haben.


Pansens deß Amptßraht relation, ist mir doch
lieb gewesen, weil er in etzlichen zweifelhaftigen
sachen, sich bescheidts zu erholen, benöhtiget gewesen.
Gott gebe! das die dissentirende gemühter, vndter
der herrschaft, vndt landtschaft, näher zusammen kommen!


A spasso, in die Mühle, vndt zu andern ædificiis. perge


Der elende avis von Ballenstedt, Gaterschleben,
Gernroda, hartzgeroda, etcetera wegen Graf Loẅenhaüpts,
contjnuiret immerforth. Gott seye vnß gnedig!


Jch habe nacher halberstadt, an Obrist Borgßdorf
geschrieben. Gott helfe zu beßerung! auch
leütte nach Ballenstedt verordnet.


heütte seindt etzliche meiner bawfuhren
von Ballenstedt, ohne anstoß, (Gott lob) wiederkommen.


Item: Philipp Güder von Dessaw, mit einem Schwein, vndt 1 frischling.

|| [[Handschrift: 119v]]

Samstag den 20ten: Februarij: 1647.


Diesen Morgen, hat eine partie Reütter, dem Richter
von Dröble, drey pferde außgespannet.


Avis von Cöhten, wegen protestation, vndt
pralerey, der landtschaft, auf den landtTagsab-
schied, de anno: 1611 den sie in reprobum sensum,
außlegen, vndt die herrschaft, noch mehr, vinculj-
ren wollen, in vnbillichen sachen, darwider
doch, Doctor Mechovius, masculè protestiret.


Item: in der Ascanischen sache, haben die herrn-
vettern, ein feines schreiben, an Milagium, auf
mein, vndt Fürst Johannsens erinnern, laßen abgehen.
wiewol ich dennoch, præjudicia darbey finde!


Risposta von Zerbst bekommen, in ambiguis.
Iddîo, cj Voglia, benedire!


Panse, ist diesen abendt, wieder hinüber, nach Cöhten.
J'ay donnè ordre, a mon Oeconomje pourme-
nant aux champs.

Sonntag den 21. Februarij: 1647.


On a veü Ieudy au soir, ün Dragon volant,
icy au chasteau de Bernbourg, quj a passè
par dessüs la place, & a ésclairè toute la
cour, comme si elle eust estè toute, en feü.
Cela s'est fait entre 11 & 12 heures, lors
qu'il faysoit obscür. Jl y a dü larcin, &
de la sorcellerie. Dieu vueille confondre Sathan!

|| [[Handschrift: 120r]]


Vnsere Mußcketirer, nebenst etzlichen Bernbürgern,
seindt gestern vergebens den Mausern nachgeritten,
dann sie zu spähte pferde bekommen, die Reüt-
ter, oder Raüber aber, (derer nur drey gewesen)
haben nicht allein einen großen vorsprung, erlan-
get, sondern seindt auch noch bey Cünnern, an
andere zwey gute pferde kommen, welche sie
gleichßfalß, außgespannet, vndt mittgenommen. perge


Der pfarrer von Kermigk hat hieroben aufm
Sahl geprediget: Text: Lucæ 8 vom Sahmen im agker.14
Jch habe den anfang heütte machen laßen, der vorbitte
vor Meiner <herzlieb(st)e> gemahlin liebden in itzigem dero gesegnetem
abermahligen leibeßzustandt. Gott wolle vnß
in gnaden erhören, vndt Jhre liebden mit einem fröhlichen
anblick, neben Mir, vndt allen lieben anver-
wandten, vndt zugehörigen, zu rechter zeitt,
erfreẅen!


Abermahlige schreiben vndt avis von Cöhten,
da dann die von der landtschaft etwaß von ihren
vermeinten gravaminibus, eingegeben, es ist aber,
nicht alles acceptirt, Sondern biß auf andere
zeitt, verschoben worden. Gott gebe daß ein
ieder, seinen schuldigen gehorsam erkenne! Sie haben
sehr hohe händel, vndt gäntzliche exemptiones, vor.

|| [[Handschrift: 120v]]

Montag den 22. Februarij: 1647.


Avis von Ballenstedt, daß noch alles, in forchten, vndt in
vngewißheit, schwebet, wegen der Loẅenhaüptischen
völcker, vndt daß sie v̈bel hausen, auch ihre partien,
in die 40 pferde, bey Werningeroda, außgespannet.
Gott gebe! daß sie ihren marsch, anderstwohin
nehmen, vndt vnß nicht berühren mögen!


Jch habe Jakob Ludwig Schwartzenberger hinüber nacher Cöhten
geschickt. Gott gebe zu meinem glück vndt succeß!


Avis von Ballenstedt daß den armen leütten, zu
Hoym, alß sie von Magdeburgk wieder zurügk
kommen, mit ihren kornfuhren, (etzwaß geldt zu lösen)
am hackel, von einer partie Reütter, in die 20
pferde außgespannet worden, welches ihnen ein
gewaltiger schade, sonderlich itzt gegen bevor-
stehende sahmzeit ist. Gott tröste sie wieder!


Schreiben von Tecklemburg vndt Osnabrügk,
in guten terminis, durch eigenen bohten, den ich
dahin geschickt gehabt. <Chur Brandeburg sol sich Erbfürst in denen Ertz: vndt Stiftern, schreiben, Magdeburg vndt Halberstadt. Vom Thumbcapitul, bekömbt er daß Ampt Egeln, vndt das vierdte Theil, ihrer intraden, an stadt || [[Handschrift: 121r]] der vier Aempter, welche der Churfürst von Saxen, hinweg bekommen.>

|| [[Handschrift: 120v]]


Risposta vom Obersten Borgßdorf, mit guter hof-
nung der abwendung der Loẅenhauptischen marche Gott
gebe es!

|| [[Handschrift: 121r]]


Die Schweden wollen sich <oder ihre Königinn> hertzogk zu Bremen, vndt
Verden, schreiben, vndt alle pfaffen, vndt canonicos
auß dem ErtzStift Brehmen, platt abschaffen.


Chur Brandeburg hette gerne gesehen, daß Chur
Saxen, auf innstendiges anhalten, wehre mitt in die
succeßion der Jülichischen lande, gezogen worden,
Es hats aber Schweden nicht zulaßen wollen, weil sie
vermeinen, ihre Königinn, alß eine Tochter, einer
Churprinceßin, von Brandenburgk, werde doch heütte,
oder morgen, nach absterben, der Churlineæ, können mitt
eintretten, in die succeßion, nicht allein der Jü-
lichischen, vndt Clevischen lande, sondern auch deß hertzog-
thumbs Preüßen.


In causa Palatina, soll der iunge Pfaltzgraf,
Carolus Ludovicus, der 8. vndt letzte Churfürst, sein,
vndt die vndterpfaltz behalten, iedoch also: daß
die Bergstraße Chur Meintz verbleibe, vndt die
clöster, vndt orden in der vndterpfaltz in esse
vnverendert gelaßen werden sollen. Die anwar-
tung, auf die Oberpfaltz, vndt Bayerischen lande,
wirdt ihme auch gegönnet, in defectum
lineæ Bavaricæ, vndt alßdann sol die ordnung
der Sieben Churfürsten, vor: wie nach, gehalten werden[.]
Interim bleibet Chur Bayern vndt seine linea der erste
weltliche Churfürst, vndt behelt die Oberpfaltz erblich || [[Handschrift: 121v]]
an stadt der auf den krieg verwendeten, vndt verhy-
pothecirten: 13 millionen. Wolte Churfürst Carl Ludwig,
solche conditiones nicht annehmen, sagen die Bayerischen,
so werde sich schon ein anderer auß seinen brüdern
darzu gerne bequehmen, id est: pfaltzgraf Edoua-
ard, welcher Päbstisch worden, vndt in Franck-
reich, geheyrathet, der Königin in Polen Schwester.


Mit heßen wirdt auch tractiret wegen ihrer
satisfaction.


Die Stadt Basel, wird eximiret, von deß
Reichß, vndt Cammergerichts jurisdiction.


Eine alliantz, ist vor, zwischen dem Kayser,
Spannien, Staden, Schweden, vndt Chur:Bran-
denburgk.


Frangkreich interponirt sich, mascule,
vndt sehr discrete. Leßet alle geldtpræ-
tensiones wegen des krieges, fallen, welches
Schweden aber, noch nicht thun will.


Der graf von Trauttmanßdorf leget
große Ehre, vndt reputation ein, das er
seinem Kayser, seine jura so wol ver-
wahret, vndt die Erblande frey er-
halten, auch sonst den frieden, befördern helfen.


Das St Thumbcapitul zu Halberstadt
hat gewaltig protestiret, wieder die || [[Handschrift: 122r]]
Chur Brandeburgische verenderung, wie auch der Ertzbischof
von Magdeburgk, vndt hertzoge von Braunschweig gethan.
Es wirdt aber wenig geachtet.


Cantzler Milagius, hat auch eine solennem protestatio-
nem, wegen der grafschaft Ascanien, eingegeben.


Das Stift Ratzeburgk, da mein vetterlein,
hertzogk Gustavus von Mecklenburgk, bischof ist,
wollen die Schweden, neben Wißmar, auch hinweg
nehmen, vndt sich allenthalben außbreitten. perge
Fragen nichts nach protestationen vndt contra-
dictionen, sondern adiiciren minas.


halberstadt das Stift vndt Thumbcapitul
ist v̈bel mit vnserm hause vmbgegangen,
dann sie in der capitulation mit dem Ertz-
hertzogk Leopoldo Wilhelmo vorgegeben, Sie
hetten Anhaltt auch zu lehen. Der vorige vndt
itzige Kayser, hat ihnen versprochen, ihnen wie-
der darzu zu verhelfen. Solche importunæ
preces, seindt vnß eine injuria manifestissima!
Gott helfe vnß doch, auß so vielem vnrecht!


Die Kayserischen Bayerischen vndt andere
Catohlischen, geben vnß an itzo recht in der As-
canischen sache, vndt Jhre Mayestät begehren
vnß, nicht zu præjudiciren, wie berichtet wirdt.
Gott gebe vns das vnserige wieder!

|| [[Handschrift: 122v]]


Jch habe schreiben, von Berlin, vndt Strelitz,
auch von Wien, bekommen. perge


Iakob Ludwig Schwartzenberger ist von Cöhten wol wiederkommen, dahin
ich ihn, diesen Morgen geschickt gehabt.15 Er hat mir
auch bey den größesten refractariis, fuhren zum
Mühlenbaw <in promissis> zu wegegebracht. Es haben
die genandten landtStende, ihre hitzigen
consilia moderiret, waß Sie wieder mich gehabt
in particularj, daßelbe fallen laßen. Auch endtlich
erkandt, daß die Niederländischen Summen mir, von
der v̈brigen herrschaft v̈berlaßen worden.


Es wehre aber, auß der landtschaft her, gekommen,
darumb wolten sie, die gesampte herrschaft,
vmb solche refusion anlangen, damit daß
Schuldenwergk16, erleichtert würde.


Jtem: begehren sie numehr nicht, daß die
Freẅlein Steẅren gantz cassiret sein sollen,
sondern nur auf eine zeitlang. Meine Töchter
wehren noch iung. Es köndte ihnen, nicht schaden.
wann aber heyrathgelder zurügkee fiehlen,
bähten sie das es dem schuldenwergk, zu
guhte, vndt nicht der herrschaft, in ihre kammern
kähme. Mein ius quæsitum an Meinen
Steẅern wollen Sie mir nun auch nicht mehr
disputiren, es wehre aber schriftlich versichert || [[Handschrift: 123r]]
von ihnen, am besten.


Einsidel mein hofmeister, alß auch der Syndicus
Jehna, von Zerbst, haben mir große dienste gethan,
wiewol sie viel lose verdrießliche wortt, von
theilß ambitiosis, vndt malitiosis, theilß aber von
vnverstendigen Eseln, einfreßen müßen.


Die avisen geben:


Daß die Insel Meinaw im Bodensee, von Schweden
occupiret, Lindaw aber, noch nicht v̈ber seye.


Das armistitium zu Vlm, wirdt tractiret,
so wol alß der friede zu Münster, vndt Oßnabrügk.


Die Frantzösischen deputirten in hollandt,
bemühen sich mit offerta Flandern vndt 8 millio-
nen den frieden mit Spannien, zu vernichten,
gleichwie die Spanischen deputirten in Amsterdam
das contrarium versuchen, vndt daß
man nicht brechen solle, was versprochen.


Dennemargk lawert auf den eventum
der tractaten zu Münster vndt Osnabrück sich in Postur zu stellen.


Polen helt einen ReichßTag zu Warschaw.


Der Mußkowiter hat seinen eigenen legatum
zu lohn bastoniren laßen, weil derselbige
dem König in Pohlen zwingen wollen, (da er doch
krangk gewesen) einen brieff stehende, von
ihm anzunehmen, vndt einen andern höflichern
legatum, zu ihm geschickt.

|| [[Handschrift: 123v]]


In Irrlandt, obsiegen die Papisten, wieder die
Protestanten.


Der Türgke bedrenget die Venediger.


Die satisfactiones, seindt denen gleich,
wie sie Milagius v̈berschrieben.


Kayser reümet den Vngern v̈ber die
100 kirchen ein, den vncatohlischen.


Ertzhertzog Leopoldt, wirdt noch guberna-
tor im Niederlande.


Der Printz von Vranien sol Todtkrangk
sein. Gott wolle ihn bewahren!

Dienstag den 23. Februarij: 1647.

<Windig. Schnee.>


Der Fastenmarckt so sich heu vorgestern,
alhier zu Bernburgk, angefangen, hat heütte
noch gewähret, vndt ist zimlich schlecht.


Jch habe meine correspondentzen continujrt.


Bin auch meine<mit> Oeconomicis bemühet gewesen,
vndt habe meine leütte außgeschickt
nacher Cörmigk, vndt Sixdorf, vmb baw-
holtz, vndt dergleichen necessaria.


Es ist eben ein hauß zu Sixdorf im feẅer
angegangen, als sie hingekommen, vndt
leschen helffen.


Doctor Brandt bey mir gehabt.

|| [[Handschrift: 124r]]

Mittwoch den 24ten: Februarij: 1647.

<Regen.>


J'ay sceu que la Landtschaft agite des conseils
pernicieux & honteux, de nous faire mettre
par leurs plaintes à l'Empereur ün sequestre aux
tribüts, afin de ne les divertir ailleurs, qu'au
payement des debtes, & deprimer nostre authoritè.
Dieu confonde leur malicieuse audace, temeritè
grande obstination, & desobeissance! si rebelle!


heütte hat man die wochenpredigt, wegen
des Jahrmarckts, eingestellet.


Meiner gemahlin Liebden geburtsTag, jst heütte,
an deme sie 44 iahr, durch Gottes gnade, absol-
viret, vndt wir numehr einander, in die
22 iahr lang, gehabt. Gott wolle
vnsern Ehestandt ferner gesegenen, vndt
mit beßerem friede, ruhe, vndt ver-
gnügung, alß biß dato geschehen, ersetzen!
Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin, ist anno: 1603 iung
worden. Tempora labuntur, tacitisque senescimus
annis!
Et fugiunt freno; non remorante dies!17
wiewol Jhre Liebden Gott lob, noch gar frisch, ge-
sundt, wolgestaltt, vndt wol auf sein. Er
wolle sie ferner gesegenen, zu rechter zeit, entbinden,
vndt mit einem frölichem anblick, erfreẅen!

|| [[Handschrift: 124v]]


Avis von Ballenstedt, daß man hofnung hat, zu
deß Graven Loẅenhaüpts, aufbruch, vndt
marche gegen Duderstadt zu, item: zur
recuperation der 18 abgenommenen hoy-
mischen <(18)> pferde. Gott gebe, daß eines vndt
das andere wahr werde. Graf Loẅenhaupt
sol die Quedlinburger deputierte, noch nicht
haben wieder zurügkf gelaßen,
vndt den Rammelburger Amptmann18, vmb
der contribution willen, mit 5 Mußcke-
tirern verwachen, vndt sehr tyrannisjren. et cetera

Donnerstag den 25ten: Februarij: 1647.


Gestern hat mir der hebreer Abraham Benedix durch vndter-
handlung Tobias Steffecks von Kolodey einen großen Pollnischen Ochßen, vmb,
vndt vor 40 ReichsthalerRthlr: verkauft, doch also: er sollte
6 Centner fleisch, vndt 6 Steine Talck haben.
Er hat aber nur, (wiewol es ein vngeheẅer Thier
wahr) 533 Pfund (libra) an fleisch gehabt, ohne den kopf,
vndt die Schengkel. Der Jude hat ihn auf seine
arth, mit einem langen Meßer geschlachtet,
vndt die kehle <dem Thier> abgestochen, weil sie kein blut
eßen dörffen. 150 Pfund (libra) hat er wieder zurügkg ge-
nommen, zu 1 Groscheng: vndt ich habe ihm 15 Pfennige (denarii)d: vor
das v̈brige, iedes pfundt, bezahlen müßen. Die
grosse vngeheẅre hautt, hat er auch vor 4 ThalerThlr: || [[Handschrift: 125r]]
wieder ein<an>genommen. En somme ces gens là trompent
tousiours, qu'on s'en donne de garde comme on vouldra?
sür tout quand ils sont secondèz par des igno-
rans, ou par des malicieux, quj contrefont
les simples. An Talck hat daß Thier auch nur
4 Steine gehabt. Jst doch genung. Jn der hautt seindt
Jngerlinge gewesen, wie in den hirschhaütten,
welches ich zuvor nie gehöret. Ein haußhalter
muß solche vndt dergleichen Dinge, in der Oeconomia,
auch wißen, vndt erfahren. perge <Risposta von Altenburg de neant. perge>


Meine Rähte, Einsidel, Panse neben Doctor Mecho-
vio, seindt von Cöhten, zu Mittage, wiederkommen. perge
vndt haben, Doctor Mechovius a part, auß der Fürstenraht,
wie auch Einsidel, â part, auß der landtschaft zusammen-
berahtschlagung, mir referiret, wie sich die sachen
hin: vndt wieder angelaßen? Il y a apparence,
qu'on veut restraindre la puissance, & la force
des Princes, & qu'on tasche, a se fortifier, parmy les
particüliers, sous ombre de redresser le pays. Mais
il faut, que nous soyons vigilans, & adroicts, pour
confondre les prejüdices, & pour conserva<e>r les Princes,
et le pays, tout ensemble. On a remis les
poincts les plüs serieux, au 14me. de Iüing,
Dieu aydant, quoy que le 3me. de May, ait estè pro-
posè au commencement.

|| [[Handschrift: 125v]]


Avis von Ballenstedt, daß man den aufbruch, der
Loẅenhaüptischen völcker, auß der güldenen Awe,
verhoffet. Gott gebe es! vndt daß es gewiß seye!


Avis von der Aeptißin von Quedlinburg daß die völcker
schon ordre zu marchiren haben, vndt daß sie sich gegen
die Fürstin zu häringen, noch wol erzeigt hetten.


Avis von Plötzkaw, daß die gute fromme Fürstin,
Meines bruders, Fürst Friedrichs gemahlin zu hartzgeroda, in
ihrem kindtbette, sehr schwach, vndt krangk ist,
also daß man an Jhrer Liebden leben desperiret.
Gott wolle ihr gnediglich wieder aufhelffen!


Jnndeßen, begehren meine beyde iüngste
Schwestern, dorthin zu raysen, da doch Schwester
Bathildis selber, noch sehr Matt, vndt krangk
ist. Gott gebe! das alles wol ablauffe!


Schreiben, auf die post nacher Leiptzigk. perge

Freitag den 26ten: Februarij: 1647.

<1 hasen, Oberlender>


A spasso zu fuße, in gelindem Thauwetter. perge


I'ay grande apprehension, pour Hanß Eckardt,
lequel i'ay envoyè á Leyden, qu'il n'aye paty,
quelque desastre, ou inconvenient. Dieu
me le vueille rammener; sain & sauf!
Il demeure longtemps, en chemin, oultre mon
esperance, & attente!

|| [[Handschrift: 126r]]


Der Amptßraht Panse, ist bey Mir gewesen, vndt
hat Mir viel: vndt mancherley referiret, vom Cöthnischen
convent, wie auch: daß Graf Hanß Geörge von
Mansfeldt, gestorben wehre, deßen abgang billich
zu beklagen. perge Es sollen viel plötzliche Todeßfälle
hin: vndt wieder, sich ereügen. Gott helfe daß ein
ieder frommer Christ, parat erfunden werde!


Es begibt sich auch ein seltzamer casus alhier, nemlich:
Daß der Stadtknecht der Tage einen abends spähte,
einem greẅlichen Wolf, auf der gaßen, alhier
zu Bernburgk, begegnet, welcher wolf greẅliche
feẅerige augen gehabt, vndt ihn dermaßen erschregkt,
das er Todtkrangk darvon worden, auch an itzo
sprachloß darnider lieget. Die hunde auf den
gaßen, haben sehr gewinselt, vndt geheület, als
sie daß Thier gesehen, haben es aber nicht an-
zufallen begehret. Jst zu vermuhten, daß es
ein spectrum, vndt Bährwolff, gewesen. perge

Samstag den 27. Februarij: 1647.


Schreiben vom herrn von Schrahtembach, vndt von Mei-
nen Söhnen, so Gott lob, gute progreß thun. Die
schreiben, seindt etwas altt, dann der bohte hat
in die 14 Tage zu Brehmen, wartten müßen,
dieweil es gar vnsicher vmb selbige Stadt,
wegen derer, durcheinander gehenden parthien, gewesen.

|| [[Handschrift: 126v]]


Trawriger avis von hartzgeroda, von Meinem bruder,
Fürst Friedrich das sein Töc elltistes Töchterlein, Anna Ursula
vorgestern plötzlichen, durch einen Stickfluß, Todeß
verblichen, vndt daß Seiner Liebden gemahlin, Schwach,
vndt Todtkrangk, in ihren wochen, noch darnieder
lieget. Gott erbarme sich ihrer, vndt tröste
diese Trawrigen, vndt bringe einen ieglichen,
der es bedarff, zur wahren buße, vndt er-
kendtlichkeitt! Die armen kinder krongken
alh<ier> zu Bernburgk auch sehr, sonderlich, an
einer Seüche, die ihnen wie pestdrüsen
an den halß machet. Gott beßere den
zustandt, vndt bewahre vnß alhier!
wie auch zu Leyden!, vndt v̈berall vor bösen
zufällen! Amen! herr Jesu, erbarme dich
vnser! vndt vergib vnß, vnsere Sünden, Amen!


Zu Zerbst sollen die Schwangeren weiber
sehr krongken, vndt sterben! Nulla calamitas sola!19


Jddîo cj guardj, di mala congiuntura!


A spasso in die luft zu schöpfen.


I'ay sceu auiourd'huy, que le Dragon volant,
qu'on a pensè voir, Donnerstag le 18. de ce mois, icy au soir,
n'a pas estè tel, (quoy que mes gens asseurent
de voir souventes fois icy ün Dragon) ainçois ün
grand feü quj est tombè dü ciel entre Aldenburg || [[Handschrift: 127r]]
& Leiptzigk en ün village, ou il a fait ün grand
trou dans la terre, & èsclairè toute la contrèe,
frappant mesme les gazons, dans la terre en sorte
qu'ils tomberent dessüs les toicts dü village, ou les
paysans s'imaginoyent l'apparition dü dernier jour.


Je l'avois notè selon le rapport dü Sonntag 21. de ce mois.


Schwester Dorothea Bathildis, ist wieder alles
vermuhten, vndt verhoffen, heüte wieder aufgewesen,
vndt durch die gemächer zu Meiner herzlieb(st)en gemahlin gegan-
gen. Gott stärgke ferner, vndt beßere mit gnaden!
Jhm seye dangk vor seine gnadenreiche gühte!

Sonntag den 28ten: Februarij: 1647.


Der pfarrer von Dondorf, Angelocrator hat ge-
prediget, aufm Sahl alhier. Text: vom blinden
Bartimeo, vndt prodromo der Paßion.20 etcetera


Doctor Brandt, ist bey Mir gewesen, mit mir zu
reden, wegen seiner rayse, vndt sich gnedigen bescheidts
zu erholen. perge


Jn die Nachmittagspredigt des Jonij.


Avis: vom Cantzler Milagio, das in negotio religionis, die
sachen gar wol stehen (Gott lob! der helfe ferner, mit gnaden!
zu erwüntzschtem effect!) daß die Kayserlichen gegen die heßen-
Caßelische sich vernehmen laßen, wie Jhrer Kayserlichen Mayestät
gnedigster wille, vndt Meinung wehre, daß die reformirten,
so wol als die Lutheraner im friede versichert sein sollten.
Die Cronen Frangkreich, vndt Schweden, nehmen sich nun || [[Handschrift: 127v]]
der Pfältzischen Restitution beßer an, alß vorhero.


Jn Engellandt, wie auch in Vngarn, hat es auch das
ansehen, alß wann der Allerhöchste, seiner kirchen,
wieder etwas ruhe gönnen wollte, derselbe schicke
alles, zu seines heiligen nahmens ehre, vndt derselben
besten! Die herren Staden, vndt Dennemargk,
sollen eine alliance, beschloßen haben.


Avis von einem andern orth: daß der grave
von Trauttmanßdorf in einer Nacht zu Mün-
ster, eine große angst außgestanden, in deme
er, vndter seinem bette, etwaß zischen hören,
vndt darüber, an das fenster gegangen,
sich darnach wieder niedergeleget, vndt
baldt wieder also sich engstigende, an ein fenster
gegangen, vndt nicht bleiben können. Endtlich
hette er seinem page geruffen, er solte doch
bey ihm bleiben, er wüste nicht wo er vor
angst hin solte. Der page hette nichts gesehen,
noch gehöret, biß ihn der graf heißen vndter
das bette sehen, da hette er eine einbrennen-
de lunte gefunden, welche da sie noch ein
halbes stündlein zu brennen, zeit gehabt
hette, würde sie auf eine große feẅer-
kugel gekommen sein, vndt den graven
mit sampt den Seinigen, vndt dem gantzen || [[Handschrift: 128r]]
losament apparendtlich zerdrümmert haben. Man
gibt vor, es seye eine Iesuitische practica, welche
den Graven gerne wollten, auß dem wege raümen,
weil er in den friedenßtractaten den Evange-
lischen, zu viel nachgegeben. Jst ein glück, daß es noch
also entdegkt worden. <Er hat 1000 Ducaten <nebst der impunitet> dem ansager promittiren lassen, vndt wann es gleich der Thäter selbst wehre?>


Zu Wien, sol auch ein iung, in einem Thurm,
eingesperret sein worden, von den Jesuitern, die
ihm zu eßen geben, vndt durch einen heimlichen
gang hinein gebracht, darvon sonst niemandt
gewußt, auch große promissa gethan,
wann ers zu wergk richtete, was ihm befohlen.
Jn diesem Thurm an der stadtmawer hat der
iunge etzliche mal geruffen in der nacht. O wehe
ô weh, v̈ber den Münsterischen frieden. Den Tag
hat er sich aber verstegkt vndt nicht sehen laßen.
Weil nun, die vndterobrigkeit von diesem
heimlichen gange, nichtß gewußt, haben sie
suchen laßen, vndt nichts finden können, wer?
oder waß? in dem vermawerten Thurm sein müste.
Endtlich aber, als das Nächtliche geschrey continuj-
ret, hat man es das gemaẅer aufgebrochen, vndt
den iungen also gefunden, vndt<welcher> alles bekandt,
darauß zu ersehen, daß den Loyolisten21 der friede vnanstendig.


Gestern seindt 2 wagen voll Schiffbawens verstendige
von der großen See zu Cöhten ankommen, gehen nach Bregantz an BodenSee, || [[Handschrift: 128v]]
zun Schwedischen. Ob sich nun die Schiffe, so auf dem
Meer, vndt der offenbahren See, gebawet worden,
auch auf den Bodensee raümen, vndt schicken,
wirdt die zeitt lernen.


Die herren Schwedische, sollen vor Lindaw,
schon aufgebrochen sein, vndt in die winter-
quartier (an itzo, allererst,) gehen.


Die Frantzösische armèe lieget im
Wirtemberger landt, vndt machet
reine Tafel, attacquiret Tübingen.


Daß armistitium mit Chur Bayern,
sol zu Vlm, geschloßen sein.


Die Schweitzer werben 12000 Mann, zur
defension ihrer päße. Wollen Costnitz
nicht attcquiren laßen, auf ihrem grundt
vndt bodem, dahin haben auch die Spannischen
auß Meylandt, etzliche 1000 Mann, zum
endtsatz geschickt.


Die Jnsel Meinaw, hat General Wran-
gel, erobert, jm Bodensee.


<Die> herren Staden, sollen mit dem König in Dennemargk,
eine alliance geschloßen haben. Polen
Moßkaw, Engellandt, Chur Brandenburg,
vndt andere, mögen auch wol mitt jnteres-
siret sein.


Textapparat
a Die Silben "zu" und "rügk" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
b Die Wortbestandteile "zu" und "rügke" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
c Die Silben "zu" und "rück" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
d Die Wortbestandteile "zu" und "frieden" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
e Die Wortbestandteile "zu" und "rügke" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
f Die Silben "zu" und "rügk" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
g Die Silben "zu" und "rügk" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.

Kommentar
1 Iac 5,16-18.
2 Identifizierung unsicher.
3 Anspielung auf die Erhöhung der Arbeitslast der Israeliten durch den Pharao in Ex 5,6-19.
4 Mt 5,9.
5 Gemeint ist das "Schuldenwerk", d. h. die Tilgung der fürstlichen Schulden durch die anhaltischen Landstände; vgl. den Einführungstext "Territorialgeschichte".
6 Ps 23.
7 Hier kommen sowohl Joel als auch Abija in Frage.
8 Identifizierung unsicher.
9 Identifizierung unsicher.
10 Identifizierung unsicher.
11 Ecl 12,13.
12 Infrage kommen Augustin Kegel und Heinrich Sommer.
13 Ps 27,5-6.
14 Lc 8,4-15.
15 Es folgt ein vermutlich als Einschaltzeichen gedachtes Kreuz ohne korrespondierendes Gegenstück.
16 Gemeint ist die Tilgung der fürstlichen Schulden durch die anhaltischen Landstände; vgl. den Einführungstext "Territorialgeschichte".
17 Ed. Holzberg 42012, S. 288.
18 Person nicht ermittelt.
19 Zitat aus Eur. Tro. 596 (ed. Biehl 1970, S. 35).
20 Mc 10,46-52.
21 Gemeint sind die Jesuiten, also die Mitglieder der von Ignatius von Loyola gegründeten "Societas Jesu".
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Accord
Vereinbarung, Vergleich
Accord
Vertrag zur kampflosen Übergabe eines Ortes
adici(i)ren
hinzufügen, beifügen
ädificiren
erbauen, aufrichten
affligiren
peinigen, plagen, quälen, ängstigen, bekümmern
Anstoß
Angriff (der Gesundheit), (körperliche) Beeinträchtigung, Schaden
Anstoß
Hindernis, Behinderung, Unterbrechung, Beeinträchtigung
Anstoß
(militärischer) Angriff
Anwartung
Anwartschaft, Aussicht oder Rechtsanspruch auf zukünftigen Besitz
apparentlich
anscheinend
attendiren
Aufmerksamkeit auf etwas richten, beachten
Aufbot
Zusammenruf des Heeres, Aufgebot zur Heeresfolge
auflösen
(von etwas) erlöst/ entledigt/ befreit werden
Aufsatz
Aufschlag auf etwas, Erhöhung von etwas (z. B. des Preises)
Aufsatz
Absicht, Vorsatz, Plan, Vorhaben
Aufsatz
Bestimmung, Verordnung, Einsetzung, Einführung
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Bärwolf
Werwolf (ein monsterartiges, alles zerstörendes und nicht mit Waffen bekämpfbares Tier)
bastonniren
Stockschläge austeilen, mit einem Stock verprügeln
befahren
(be)fürchten
cediren
weichen, nachgeben
cediren
abtreten, übereignen
Commercien
Handelsgeschäfte
confirmiren
bestätigen
Conjunction
Vereinigung, Zusammenführung
Conjunction
Verbindung
conjungiren
verbinden, verbünden, vereinigen, zusammenführen
Consulent
Ratgeber, Rechtsberater, Anwalt
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
contribuiren
außerordentliche Steuern oder andere Zwangsabgaben entrichten
contribuiren
beitragen, beisteuern, einen Anteil leisten
contribuiren
bezahlen
Creditiv
Beglaubigungsschreiben
deliberiren
überlegen, beratschlagen
desperiren
keine Hoffnung haben, verzweifeln
Difficultet
Schwierigkeit
dismontiren
abrüsten, entwaffnen
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
ein
ungefähr
einziehen
verhaften
entbrechen
sich lösen, sich befreien, sich freisprechen
ereugen
ereignen
erlegen
etwas entrichten, begleichen, bezahlen
Expedition
Beförderung, Besorgung
Expedition
Abfertigung
Expedition
Verrichtung
Expedition
Ausfertigung eines Schriftstückes
Expedition
Feldzug
falliren
in Konkurs gehen, in die Insolvenz treiben
falliren
fehlschlagen
falliren
betrügen
falliren
sich irren
Friedenstractat
Friedensverhandlung
Gubernator
Gouverneur
Gubernator
Befehlshaber
Gubernator
Statthalter
Handbrieflein
kleines Handschreiben
Impunitet
Straflosigkeit
incitiren
jemanden zu etwas veranlassen, anspornen
Inclination
Neigung, Vorliebe einer Person für etwas
inhibiren
verbieten
inhibiren
verhindern, unterbinden
inhibiren
befehlen, etwas nicht fortzusetzen
insinuiren
(ein Schriftstück) einhändigen, übergeben, zustellen
insinuiren
sich beliebt machen, sich einschmeicheln
insinuiren
andeuten, durchblicken lassen, (heimlich) hinterbringen
Interponent
Vermittler
interponiren
vermitteln
interponiren
einlegen
interponiren
(sich) als Vermittler einschalten
Interposition
Vermittlung
intimiren
bekannt machen
Intraden
Einkünfte
intricat
schwierig, kompliziert, verwickelt
jung werden
geboren werden
kroncken
erkranken
kroncken
krank sein
Landschaft
Landstände
Landtagsabschied
schriftlich niedergelegtes Ergebnis der auf einem Landtag geführten Verhandlungen, das mit Unterschrift und Siegel beider Seiten durch die landesfürstliche Publizierung Rechtskraft erhält
Liberalitet
Freigebigkeit, Freisinnigkeit
Losament
Unterkunft, Wohnraum
manuteniren
bewahren, behaupten, erhalten, handhaben
Ministerium
Gesamtheit der Geistlichen eines Landes oder einer Stadt
moderiren
mindern, herabsetzen, (mäßigend) abändern, modifizieren
moderiren
(sich) mäßigen, zähmen
moviren
bewegen, sich regen
moviren
anreizen, anregen, verursachen
moviren
(emotional) bewegen, rühren
moviren
verändern
moviren
anstrengen, in die Wege leiten
moviren
erwägen
occupat
beschäftigt, in Anspruch genommen
Particularexemtion
Teilbefreiung
Partie
Streifkorps (kleinere Truppenabteilung, die meist auf Kundschaft oder zum Einbringen von Geld, Lebensmitteln und Furage entsandt wurde)
Partie
Kriegspartei (reguläre Truppenabteilung)
Partie
(sich gegenüberstehende) Seite, Partei
Partie
eine gewisse Anzahl oder eine Gruppe von Dingen oder Personen gleicher Art
partienweise
als Streifkorps (kleinere Truppenabteilung, die meist auf Kundschaft oder zum Einbringen von Geld, Lebensmitteln und Furage entsandt wurde)
Posseß
Besitz
präjudiciren
nachteilig sein, schaden
präjudiciren
eine künftige Entscheidung vorbestimmen
prätendiren
vorgeben, vortäuschen, heucheln
prätendiren
fordern, verlangen, beanspruchen
präteriren
übergehen
progredi(i)ren
fortschreiten, vorgehen, vorrücken
promittiren
versprechen, zusagen
Recours
Zuflucht, Rettung
Redressirung
Richtigstellung, Berichtigung
Redressirung
Wiederherstellung
Relation
Bericht
removiren
entfernen, absetzen, beseitigen
repoussiren
zurückdrängen, zurücktreiben
resolviren
entschließen, beschließen
resolviren
auflösen
Salva Guardia
militärischer Schutz, Schutzwache
Salva Guardia
sicheres Geleit durch Soldaten
Salva Guardia
Schutzbrief für Reisende
Salva Guardia
Schutzbrief gegen Angriffe oder vor Kriegslasten wie Einquartierungen, Kontributionen und anderen Sonderzahlungen
sollicitiren
etwas gerichtlich betreiben, um Rechtshilfe ersuchen
sollicitiren
ansuchen, bitten
sollicitiren
fordern
Stein
Gewichtseinheit für Flachs, Talg und Wolle
subscribiren
unterschreiben, unterzeichnen
Subscription
Unterschrift, Unterzeichnung
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
succumbiren
unterliegen
suspendiren
eine bestimmte Zeit aussetzen, auf längere Zeit verschieben, aufschieben, hinauszögern
in alten/vorigen/(sehr) guten/passlichen/weit(läufig)en/verwirrten/ziemlichen Terminis
in altem/unverändertem/(sehr) gutem/annehmbarem/ungewissem/unklarem/angemessenem Zustand
Totalexemtion
vollständige Befreiung
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
Turbation
Beeinträchtigung, Eingriff in einen bestehenden Rechtszustand, Störung
verehren
schenken
verehren
beschenken
verreversiren
eine schriftliche Zusage machen, sich schriftlich verpflichten
vigiliren
wachsam sein, auf etwas Acht geben
vinculiren
sich binden, verpflichten
visitiren
besuchen
visitiren
untersuchen, begutachten
vociren
rufen, berufen, vorladen
Volk
Truppen
Zeitung
Nachricht
Abija

Anm.: Zweitgeborener Sohn des Propheten Samuel.
König Agag

Anm.: Biblische Figur; König eines auf Amalek zurückzuführendes Nomadenvolks in Palästina.
Fürstin Anna Ursula von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1645
gest. 1647
Anm.: Tochter des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670) und Nichte Christians II..
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Johanna Elisabeth von Anhalt-Bernburg-Harzgerode
Geburtsname: Gräfin Johanna Elisabeth von Nassau-Hadamar

geb. 1619
gest. 1647
Anm.: Tochter des Grafen Johann Ludwig von Nassau-Hadamar (1590-1653); seit 1642 Ehe mit Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1604
gest. 1640
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; ab 1617 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Holdselige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unveränderliche"); Kurzbiographie im Rahmen dieser Edition unter http://www.tagebuch-christian-ii-anhalt.de/index.php?article_id=15.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

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Fürst Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Agnes von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Landgräfin Agnes von Hessen-Kassel

geb. 1606
gest. 1650
Anm.: Tochter des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); ab 1623 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1623 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Eiferige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Bernburg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1651-1660 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); ab 1631 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wohltätige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1579
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1600 Aufnahme in die Florentiner Accademia della Crusca ("L'Acceso"); seit 1606 regierender Fürst von Anhalt-Köthen; 1631-1635 schwedischer Statthalter des Erzstifts Magdeburg und des Hochstifts Halberstadt; 1617 Mitbegründer und bis zu seinem Tod erstes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nährende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Johanna von Anhalt-Plötzkau

geb. 1618
gest. 1676
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1660 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wissende").
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.Weiterführende Informationen in der NDB
Don Juan José de Austria

geb. 1629
gest. 1679
Anm.: Unehelicher Sohn des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); spanischer General; Vizekönig von Sizilien (1648-1651) und Katalonien (1653-1656); 1656-1659 Statthalter der Spanischen Niederlande; 1662-1664 Oberbefehlshaber im Restaurationskrieg gegen Portugal; 1669-1678 Vizekönig von Aragón; seit 1676 leitender Minister seines Halbbruders König Karl II. von Spanien (1661-1700).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Georg Banse

geb. 1605
gest. 1670
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers, Sattelfreihofbesitzer und späteren anhaltisch-zerbstischen Kammermeisters Johann Banse d. J. (1578-1636); um 1639/41 Bernburger Freisasse (Besitzer eines Sattelfreihofs); Erbsasse auf Güsten und Quenstedt; seit 1646 fürstlicher Amtsrat (noch 1653); 1646-1650 daneben Stadtvogt in Bernburg.
Bartimäus

Anm.: Sohn des Timäus; biblische Person.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Ferdinand (2) von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Ferdinand von Köln
Bischof Ferdinand von Lüttich
Bischof Ferdinand von Hildesheim
Bischof Ferdinand von Münster
Bischof Ferdinand von Paderborn

geb. 1577
gest. 1650
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1612 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Lüttich, Hildesheim und Münster; seit 1618 auch Bischof von Paderborn.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Bayern, Haus
Herzöge von Bayern
Kurfürsten von Bayern

Anm.: Seit 1180 reichsfürstliche Dynastie der Wittelsbacher.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürst Maximilian I. von Bayern
Herzog Maximilian I. von Bayern

geb. 1573
gest. 1651
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1597 regierender Herzog von Bayern; Oberhaupt der 1609 gegründeten Katholischen Liga; 1623 Verleihung der (ehemals Pfälzer) Kurwürde durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637), endgültig bestätigt im Westfälischen Frieden; seit 1600 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Thomas Benckendorf

gest. vor 1658
Anm.: Sohn des Prof. Martin Benckendorf (1545-1621) in Frankfurt/Oder; 1623 Studium in Frankfurt/Oder; 1627/28 Kammer- und Küchenschreiber, seit 1628 Kammerschreiber und Kammerdiener sowie 1635-1647 Geheimsekretär des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1637-1646 zudem Amtmann von Bernburg; ab 1647 kurbrandenburgischer Gerichtsverwalter in Wittstock (noch 1649); seit 1653 "Kastner" in Cottbus.
Abraham Benedix

Anm.: Sohn des Bernburger Rabbis N. N. Benedix (2); seit 1645 jüdischer Kaufmann in Bernburg.
Gräfin Anna Elisabeth von Bentheim-Steinfurt
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Dessau

geb. 1598
gest. 1660
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1617-1632 Ehe mit Graf Wilhelm Heinrich von Bentheim-Steinfurt (1584-1632); Witwensitz in Gronau (Westfalen).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann von Bergen

geb. 1604
gest. 1680
Anm.: Sohn von Bernd von Bergen (ca. 1567-1623) auf Güsten; Hausbesitzer in der Bernburger Talstadt; Erbherr auf Ilberstedt; bis 1637 kaiserlicher oder kursächsischer Quartiermeister; um 1637/42 Sekretär des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); seit 1642 anhaltischer Obereinnehmer (noch 1649).
Georg Heinrich von Biedersee

geb. 1623
gest. nach 1655
Anm.: Sohn des Albrecht von Biedersee (gest. 1653); Erbherr auf Amesdorf; seit 1639 Page der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); danach bis 1648 Edelknabe ihres Gemahls Christian II.; später bis 1653 Mitglied der kurbrandenburgischen Leibgarde.
Matthias von Biedersee

geb. 1601
gest. 1664
Anm.: Sohn des Georg von Biedersee (gest. 1606); Erbherr auf Ilberstedt; langjähriger Kriegskommissar des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1650 Aufseher über die Ämter des Teilfürstentums Anhalt-Köthen; seit 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Niederlegende").
Ernst Gottlieb von Börstel

geb. 1630
gest. 1687
Anm.: Sohn des kurbrandenburgischen Rats Ludwig von Börstel (ca. 1585-1631); 1639-1649 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ca. 1650/51-1660 Kammerjunker der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660); zudem Leutnant (1656), Hauptmann (1657) und Obristleutnant (1664) der kurfürstlichen Leibgarde; ab 1660 Kammerjunker und 1662-1675 Oberschenk des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688); daneben kurbrandenburgischer Obristwachtmeister (1671) Obrist (1676) und Generalwachtmeister (1684); 1675-1678 Schlosshauptmann in Cölln a. d. Spree; 1680-1683 kurbrandenburgischer Kriegsrat; seit 1682 Amtshauptmann von Wolmirstedt und Wanzleben; ab 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anreizende"); vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 434f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Heinrich (1) von Börstel

geb. 1581
gest. 1647
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmanns Curt von Börstel (1549-1618); Erbherr auf Güsten, Plötzkau und Ilberstedt; ab 1623 Regierungspräsident sowie Amtshauptmann und Kammerrat in Bernburg; 1639 Rücktritt, danach Tätigkeit als unbestallter fürstlicher Berater; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Eilende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Anne-Marie-Louise de Bourbon
Duchesse Anne-Marie-Louise de Montpensier
Princesse Anne-Marie-Louise d' Orléans
Princesse Anne-Marie-Louise de Dombes
Princesse Anne-Marie-Louise de Joinville
Dauphine Anne-Marie-Louise d' Auvergne
La Grande Mademoiselle

geb. 1627
gest. 1693
Anm.: Tochter des Gaston de Bourbon, Duc d'Orléans (1608-1660); 1648-1653 Anhängerin der Fronde; 1653-1657 Verbannung vom französischen Königshof; 1681-1684 heimliche Ehe mit Antonin Nompar de Caumont, Marquis de Puyguilhem (1633-1723).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Brandenburg, Haus
Kurfürsten von Brandenburg
Markgrafen von Brandenburg

Anm.: Seit 1415 reichsfürstliche Dynastie der Hohenzollern.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Kurfürstin Louise Henrietta von Brandenburg
Geburtsname: Gräfin Louise Henrietta von Nassau-Dillenburg

geb. 1627
gest. 1667
Anm.: Tochter des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); seit 1646 Ehe mit Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann (2) Brandt

geb. 1604
gest. 1672
Anm.: Sohn des Tirschenreuther Kantors Bartholomäus Brandt (gest. 1611); Studium in Erfurt (1623) und Altdorf (nach 1630 Promotion zum Dr. med.); ursprünglich Arzt in Reichenbach/Vogtland (noch 1630); ab 1632 kriegsbedingt in Bernburg, dort baldige Bestallung zum Stadtphysikus; (vor 1637) bis November 1649 Leibarzt des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg und spätestens seit 1647 auch dessen Rat; ab Ostern 1650 Hofarzt des Fürsten Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665) und von dessen verwitweten Mutter Sophia (1599-1654); vgl. Wolfram Kaiser / Arina Völker: Universität und Physikat in der Frühgeschichte des Amtsarztwesens, Halle (Saale) 1980, S. 38.
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg

geb. 1579
gest. 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1533–1598); ab 1604 Paragiatsherrschaft in Hitzacker; seit 1635 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel (bis 1643 Residenz in Braunschweig wegen kaiserlicher Besetzung der Festung Wolfenbüttel); Büchersammler (Bestand der ursprünglichen Bibliotheca Selenica, später Bibliotheca Augusta zum Zeitpunkt seines Todes 40.000 Bände); ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Befreiende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Hans Christoph von Burgsdorff

geb. 1602
gest. 1672
Anm.: Sohn des Christoph Ulrich von Burgsdorff (gest. ca. 1605/06); Obrist zunächst in schwedischen, später in kurbrandenburgischen Diensten; spätestens seit 1645 schwedischer Kommandant in Halberstadt (bis 1648) und Oberkommandant im gesamten Fürstentum Halberstadt (1648-1650); danach kurbrandenburgischer Kommandant von Halberstadt (noch 1656).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christian (2) N. N.

Anm.: Um 1643/47 Lakai des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
König Christian IV. von Dänemark und Norwegen
Herzog Christian IV. von Schleswig-Holstein

geb. 1577
gest. 1648
Anm.: Sohn des Königs Friedrich II. von Dänemark und Norwegen (1534-1588); ab 1588 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein (bis 1593 unter Vormundschaft); seit 1603 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich II. von Schleswig-Holstein
Administrator Friedrich II. von Bremen
Administrator Friedrich II. von Verden
Graf Friedrich I. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1623-1629 und 1634-1644 Administrator des Hochstifts Verden; 1634-1648 Administrator des Erzstifts Bremen; 1647 Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein; ab 1648 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1667 zudem regierender Graf von Oldenburg und Delmenhorst.

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Graf Jakob Pontusson De la Gardie af Läckö

geb. 1583
gest. 1652
Anm.: Sohn des schwedischen Generalfeldherrn Pontus De la Gardie (1520-1585); 1606-1608 in niederländischen Kriegsdiensten; 1609-1617 schwedischer Feldherr in Russland und gegen Polen; ab 1613 Reichsrat; 1619/20 Gouverneur von Estand; seit 1620 Reichsmarschall sowie 1634-1644 Mitglied der Vormundschaftsregierung für Königin Christina von Schweden (1626-1689); 1615 Erhebung in den Grafenstand.

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Graf Magnus Gabriel De la Gardie af Läckö

geb. 1622
gest. 1686
Anm.: Sohn des schwedischen Reichsmarschalls Graf Jakob Pontusson De la Gardie (1583-1652); schwedischer Obrist (1645), General (1648) und Reichsmarschall (1651); 1646 Sondergesandter in Frankreich; seit 1647 Reichsrat; 1648-1650 Gouverneur des Meißnischen Estats zu Leipzig; 1649-1651 und 1655-1657 Generalgouverneur von Schwedisch-Livland; 1651 Hofmarschall; 1652 Reichskammerrat und Präsident des Kammerkollegiums; 1652-1660 Reichsschatzmeister; 1660-1680 Reichskanzler; 1680-1684 Reichsdrost.

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Robert Douglas of Whittinghame
Graf Robert von Skänninge

geb. 1611
gest. 1662
Anm.: Sohn des schottischen Adligen Patrick Douglas of Whittinghame (gest. 1626); ab 1627 Page des seit 1622 in Schweden lebenden Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1589-1652); schwedischer Fähnrich (1630), Hauptmann (1632), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1643), Generalleutnant (1647), General und Kriegsrat (1651), Feldmarschallleutnant (1656) und Feldmarschall (1657); 1646/47 Gouverneur in Schwaben; 1652-1654 schwedischer Reichsstallmeister; ab 1658 Geheimrat im Senat sowie Oberbefehlshaber in Estland und Livland; Erhebung zum Baron von Skålby (1651) und zum Grafen von Skänninge (1654); seit 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Lebhafte").

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Hans Friedrich Eckardt

geb. 1622
gest. nach 1680/vor 1683
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Brauers Johann Eckardt (gest. vor 1640); spätestens ab 1639 Bediensteter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1643/47 Amts- bzw. Hofkopist sowie vermutlich seit 1643 zugleich fürstlicher Küchenschreiber (noch 1648); um 1649/55 Kammerschreiber (Kammerrechnungsführer); um 1653 auch Kammerdiener; ab 1658 Bauherr und um 1670/80 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Fürst Johann Anton von Eggenberg
Herzog Johann Anton von Krumau
Graf Johann Anton von Gradisca

geb. 1610
gest. 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Ulrich von Eggenberg (1568-1634); ab 1629 kaiserlicher Kämmerer; seit 1635 Landeshauptmann von Krain, bald darauf auch Mitglied des innerösterreichischen Geheimen Rates; 1638 kaiserlicher Gesandter in Rom; 1647 Belehnung mit der reichsunmittelbaren gefürsteten Grafschaft Gradisca; ab 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister sowie Rat in Bernburg; seit 1634 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

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Christian Engelhardt
Christian Angelocrator

geb. 1607
gest. 1679
Anm.: Sohn des späteren Köthener Hofpredigers und Superintendenten Daniel Engelhardt (1569-1635); 1635-1637 schwedischer Feldprediger bei Feldmarschall Johan Banér (1596-1641); 1637-1643 Pfarrer von Pißdorf; seit 1643 Pfarrer in Dohndorf; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 204.
König Karl I. von England
König Karl I. von Schottland
König Karl I. von Irland

geb. 1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England) (1566-1625); ab 1625 König von England, Schottland und Irland; 1649 durch das Parlament des Hochverrats angeklagt und hingerichtet; seit 1611 Ritter des Hosenbandordens.

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Königin Maria Theresia von Frankreich und Navarra
Geburtsname: Infantin Maria Theresia von Spanien

geb. 1638
gest. 1683
Anm.: Tochter des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); seit 1660 Ehe mit König Ludwig XIV. von Frankreich (1638-1715).

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Bartholomäus Friedrich

gest. 1664
Anm.: Geboren in der Oberpfalz; Pfarrer in Preußlitz (1636-1642) und Baalberge (seit 1642); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 252.
Anna Maria Giegelsberger

geb. 1636
gest. 1636
Anm.: Tochter des Pfarrers Wolfgang Benjamin Giegelsberger (1607-1677).
N. N. Giegelsberger (1)

Anm.: Um 1636 lebendes Kind des Pfarrers Wolfgang Benjamin Giegelsberger (1607-1677).
N. N. Giegelsberger (2)

Anm.: Um 1636 lebendes Kind des Pfarrers Wolfgang Benjamin Giegelsberger (1607-1677).
N. N. Giegelsberger (3)

Anm.: um 1636 lebendes Kind des Pfarrers Wolfgang Benjamin Giegelsberger (1607-1677).
Melchisedek Giegelsberger

gest. 1636
Anm.: Sohn des Kaspar Giegelsberger, Notar und Ratsmann in Eschenbach (Oberpfalz); ab 1596 Pfarrer in Hahnbach (Oberpfalz); seit 1609 Pfarrer in Penting; 1625 vertrieben; 1626-1636 Pfarrer in Nienburg/Saale; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 258.
Rosina Maria (1) Giegelsberger
Geburtsname: Rosina Maria Schröter

geb. ca. 1610
gest. nach 1650
Anm.: Tochter des Zerbster Professors Bartholomäus Schröter (ca. 1580-1630); seit 1631 Ehe mit dem Pfarrer Wolfgang Benjamin Giegelsberger (1607-1677).
Wolfgang Benjamin Giegelsberger

geb. 1607
gest. 1677
Anm.: Sohn des oberpfälzischen Pfarrers Melchisedek Giegelsberger (gest. 1636); Pfarrer in Preußlitz (1631-1636), Neundorf (designiert 1636) und Nienburg/Saale (1637-1639); seit 1647 Pfarrer in Reinstedt; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 258.
Isabella Clara Gonzaga
Duchessa Isabella Clara di Mantova e Montferrato
Duchesse Isabelle-Claire de Nevers et Rethel
Geburtsname: Erzherzogin Isabella Clara von Österreich

geb. 1629
gest. 1685
Anm.: Tochter des Erzherzogs Leopold von Österreich (1586-1632) in Tirol; 1649-1665 Ehe mit Carlo III Gonzaga, Duca di Mantova e Montferrato und Duc de Nevers et Rethel (1629-1665); 1665-1669 Regentin des Herzogtums Mantua und Montferrat.

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Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1647/56 auch Apotheker.
Andreas Haberveschl von Habernfeld
Ondřej Habervešl z Habernfeldu

geb. 1587
gest. nach 1655/vor 1660
Anm.: Sohn des kaiserlichen Sekretärs Albrecht Haberveschl von Habernfeld aus der Prager Altstadt; Mitglied der Brüderunität; Studium in Helmstedt und Basel (1609 Dr. med.); später vermutlich praktischer Arzt in Prag; ca. 1618-1620 Offizier des böhmischen Ständeheeres; danach Emigration in die Niederlande; um 1646 Arzt in Den Haag; zudem politischer Publizist.

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Hans Albrecht von Halck

gest. 1658
Anm.: Mitteldeutscher Adliger; zeitweilig Herr auf Crüchern; 1620 Kriegsdienst unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626), später unter König Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1640-1646 Major und Stadtkommandant von Bernburg; ab 1646 Kammerjunker und seit 1647 Stallmeister der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660); ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlschmeckende").

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Martin Hanckwitz

gest. 1675
Anm.: Geboren in Preußen; später Bürger in Nienburg/Saale; 1640 Interimslehrer und dann bis 1650 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718), ab 1648 auch für deren Bruder Karl Ursinus (1642-1660); um 1651/52 fürstlicher Sekretär in Bernburg; seit 1652 Ratskämmerer in Köthen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Melchior von Hatzfeldt
Graf Melchior von Gleichen

geb. 1593
gest. 1658
Anm.: Sohn des kurmainzischen Rates Sebastian von Hatzfeldt (1566-1631); kaiserlicher Obristleutnant (1625), Obrist (1632), Feldmarschallleutnant (1633), Generalfeldzeugmeister (1634), Feldmarschall (1635-1646) und Generalfeldmarschall (1657); ab 1639 gemeinsam mit seinem Bruder Hermann (1603-1673) regierender Graf von Gleichen; seit 1642 kaiserlicher Geheimer Rat; 1635 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Bernhard Herre

geb. 1604
gest. 1682
Anm.: Zunächst fürstlicher Botenmeister in Dessau; spätestens seit 1643 anhaltischer Landrentmeister.
Landgraf Friedrich von Hessen-Eschwege
Landgraf Friedrich von Hessen-Kassel

geb. 1617
gest. 1655
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); seit 1632 Titularlandgraf von Hessen-Eschwege unter der Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel; schwedischer Obrist (1640) und Generalmajor (1648).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Landgräfin Amalia Elisabeth von Hessen-Kassel
Geburtsname: Gräfin Amalia Elisabeth von Hanau-Münzenberg

geb. 1602
gest. 1651
Anm.: Tochter des Grafen Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg (1576-1612); 1619-1637 Ehe mit Landgraf Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); 1637-1650 Regentin der Landgrafschaft Hessen-Kassel für ihren unmündigen Sohn Wilhelm VI. (1629-1663).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Landgraf Ernst von Hessen-Rheinfels
Landgraf Ernst von Hessen-Kassel

geb. 1623
gest. 1693
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1641 Volontär in französischen Kriegsdiensten; danach hessisch-kasselischer Kapitän (1642), Obristleutnant (1643), Obrist (1645) und Generalwachtmeister (1648); seit 1649 Titularlandgraf von Hessen-Rheinfels unter der Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel; 1651 Konversion zum katholischen Glauben; Erbe der Mediat-Landgrafschaften Hessen-Eschwege (1655) und Hessen-Rotenburg (1658); 1663 Ernennung zum kaiserlichen Feldmarschallleutnant (Stellung jedoch nicht angetreten).

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Gräfin Dorothea Sophia von Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst
Geburtsname: Gräfin Dorothea Sophia zu Solms-Hohensolms

geb. 1595
gest. 1660
Anm.: Tochter des Grafen Hermann Adolf zu Solms-Hohensolms (1545-1613); 1616-1635 Ehe mit Graf Georg Friedrich II. von Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst (1595-1635).
Graf Moritz Friedrich von Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst

geb. 1621
gest. 1646
Anm.: Sohn des Grafen Georg Friedrich II. von Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst (1595-1635); kaiserlicher Rittmeister.
Sebastian Jahrs
Sebastian Jahns
Sebastian Janus

gest. 1652
Anm.: Zunächst fürstlicher Amtsschreiber in Harzgerode, dann in Ballenstedt (1628-1637); ca. 1638-1643 halberstädtischer Amtmann von Gatersleben; um 1648/52 kurbrandenburgischer Amtmann von Gatersleben; daneben zeitweise in schwedischen Diensten.

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Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

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Jesus Christus
Jesus von Nazareth

Anm.: Biblische Figur.

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Joel

Anm.: Erstgeborener Sohn des Propheten Samuel.
Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand II.
König Ferdinand II. von Böhmen
König Ferdinand II. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand II. von Österreich

geb. 1578
gest. 1637
Anm.: Sohn des Erzherzogs Karl II. von (Inner-)Österreich (1540-1590); ab 1590 regierender Erzherzog der innerösterreichischen Erblande (bis 1596 unter Vormundschaft); 1617-1627 König von Böhmen; 1618-1625 König von Ungarn; seit 1619 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; ab 1596 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Augustin Kegel

gest. 1653
Anm.: Vermutlich Sohn des Nordhäuser Bürgers August Kegel; Lohgerber; seit 1641 Bürgermeister der Reichsstadt Nordhausen (1641, 1644, 1647, 1650 regierend).
König (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand IV.
König Ferdinand IV. von Böhmen
König Ferdinand IV. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand IV. von Österreich

geb. 1633
gest. 1654
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand III. (1608-1657); ab 1646 König von Böhmen; seit 1647 König von Ungarn; ab 1653 römisch-deutscher König; seit 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Graf Hans Christoph von Königsmarck

geb. 1600
gest. 1663
Anm.: Sohn des Konrad von Königsmarck (gest. vor 1621) auf Kötzlin; ab 1616 Page am Woffenbütteler Hof; 1620-1630 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Fähnrich; schwedischer Rittmeister (1631), Major (1633), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1640), Generalleutnant (1645) und Feldmarschallleutnant (1648); seit 1645 Generalgouverneur der Stifter Bremen und Verden; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Grafenstand; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Streitende").

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Christian Kühne

Anm.: Um 1638/47 fürstlicher Amtmann in Plötzkau.
Henri (2) de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri (2) de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri (1) de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

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Friedrich Lentz

geb. 1591
gest. 1659
Anm.: Geboren in Wittenberg; 1615 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Basel; Kanzler (1617-1635) und Geheimer Rat (1635-1645) der Äbtissin Dorothea Sophia von Quedlinburg (1587-1645); 1645-1648 gräflich-stolbergischer Kanzler und Rat des Fürsten Christian II. Anhalt-Bernburg; seit 1648 gräflich-schwarzburgischer Kanzler in Rudolstadt; vgl. Justus Söffing: Seligkeit im Glauben und Schawen [...], Jena 1659, Bl. E2 v-Fiv v.

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Graf Gustav Adolf Lewenhaupt von Raseborg und Falkenstein

geb. 1616
gest. 1656
Anm.: Sohn des Grafen Johann Kasimir Lewenhaupt von Raseborg und Falkenstein (1583-1634); in schwedischen Kriegsdiensten als Volontär (1637), Capitain (1642), Obristleutnant (1643), Obrist (1644), Generalmajor (1645), Generalleutnant (1647), General (1649) und Feldmarschall (1655); seit 1649 auch Reichs- und Kriegsrat; 1656 Vizegouverneur von Livland.

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Graf Axel Gustafsson Lillie

geb. 1603
gest. 1662
Anm.: Sohn des Gustaf Axelsson Lillie (gest. 1605); 1619 Page des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); schwedischer Leutnant (1626), Obrist (1630), Generalmajor (1635), General (1654) und Feldmarschall (1657); ab 1638 Vizegouverneur in Vorpommern und Kommandant von Stralsund; 1641-1648 Vizegouverneur von ganz Pommern; zugleich 1642-1648 Gouverneur des Meißnischen Estats und Oberkommandant von Leipzig; seit 1648 Reichsrat; ab 1651 Kriegsrat; seit 1652 Kammerrat; 1652-1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1655/56 Gouverneur von Halland; ab 1661 Generalgouverneur von Livland; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand; seit 1652 Graf von Lillieborg.

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Ignacio de Loyola
Íñigo López de Loyola

geb. 1491
gest. 1556
Anm.: Sohn des baskischen Adligen Beltrán Yáñez de Oñez y Loyola (gest. 1507); 1507-1517 Page des Juan Velázquez de Cuéllar (ca. 1460–1517); 1517-1521 in spanischen Kriegsdiensten; 1522-1524 Leben als Bettler und Pilger nach Jerusalem; 1524-1526 Besuch Lateinschule in Barcelona; Studium der Philiosophie und Theologie in Alcalá de Henares (1526/27) und Salamanca (1527/28); 1528 Flucht vor der Inquisition nach Frankreich; 1528-1534 Studium an der Sorbonne (Magister artium); 1537 Priesterweihe in Venedig; 1540 Mitbegründer des Jesuitenordens (Societas Jesu); seit 1541 Ordensgeneral der Jesuiten; 1622 Heiligsprechung.

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Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Graf Johann Georg von Mansfeld-Eisleben

geb. 1593
gest. 1647
Anm.: Sohn des Grafen Jobst von Mansfeld-Eisleben (1558-1619); militärische Laufbahn als schwarzburgisch-sondershausischer Rittmeister (1622), kaiserlicher Obristleutnant (bis 1627) und schwedischer Obrist (1631); seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Auserlesene").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Daniel Marggraf

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Dröbeler Lehrers Philipp Marggraf (gest. 1645); ab 1637 Studium am Zerbster Gymnasium Illustre; 1643-1663 Pfarrer in Waldau; 1663/64 übergangsweise Schulrektor in Bernburg; seit 1664 Pfarrer an der Bernburger Nikolaikirche; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 347.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Gustav Adolf von Mecklenburg-Güstrow
Administrator Gustav Adolf von Ratzeburg

geb. 1633
gest. 1695
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636) und Neffe Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1636-1648 Administrator des Stifts Ratzeburg; ab 1654 regierender Herzog von Mecklenburg-Güstrow; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefällige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Peter Melander
Graf Peter von Holzappel
Peter Eppelmann

geb. 1589
gest. 1648
Anm.: Sohn des gräflich-nassauischen Landreiters Wilhelm Eppelmann (gest. 1592); Besuch des Pädagogiums bei der Hohen Schule zu Herborn; um 1604 Studium in Leiden; Page des Grafen Johann Ernst von Nassau-Siegen (1582-1617); 1615-1617 und 1625-1631 in venezianischen Kriegsdiensten; 1620 Obrist eines Schweizerregiments in Basel; 1633-1640 hessisch-kasselischer Generalleutnant und Kriegsrat; seit 1642 kaiserlicher Feldmarschall; 1641 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Claude de Mesmes
Comte Claude d' Avaux

geb. 1595
gest. 1650
Anm.: Sohn des Jean-Jacques de Mesmes (1560-1642); ab 1617 Mitglied im Grand Conseil; seit 1623 Maître des requêtes und Conseiller d'État; französischer Gesandter in Venedig (1627-1632) und Rom (1632-1634); 1634-1637 diplomatische Missionen in Dänemark, Polen und Schweden; 1637-1642 außerordentlicher Gesandter bei den Hansestädten (Hamburg); 1644-1648 französischer Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; ab 1649 Surintendant des finances; seit 1638 Comte d'Avaux.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Martin Milag(ius)

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Schreibers Jakob Milag (1561-1637) aus Triestewitz bei Torgau; 1619-1622 Rechtsstudium in Frankfurt/Oder; 1622 Lic. jur.; 1623-1626 Advokat in Zerbst; 1626-1632 Amtmann von Bernburg; ab 1631 auch anhaltisch-bernburgischer Rat; 1632-1634 Rat im Hochstift Halberstadt unter dem schwedischen Statthalter Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dessen und Fürst Augusts von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) Rat; seit 1635 anhaltischer Gesamtrat; daneben anhaltisch-zerbstischer (1637-1645) und anhaltisch-dessauischer Kanzler (ab 1654); zudem anhaltischer Gesandter auf dem Frankfurter Konvent (1634), auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück (1645-1648) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mindernde").

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Gaspard Corneille de Mortaigne
Gaspard Corneille de Pottelles

geb. 1609
gest. 1647
Anm.: Sohn des flämischen Adligen Jean de Martaigne; Page des Landgrafen Philipp von Hessen-Kassel (1604-1626); danach in niederländischen Kriegsdiensten, zuletzt als Leutnant; schwedischer Kapitän (1629), Obrist (spätestens 1636), Generalmajor (1641), Generalleutnant und General der Infanterie; um 1646/47 hessisch-kasselischer Generalleutant; seit 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gewidmete").

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Graf Rudolf von Morzin
Rodolfo Marazzino

geb. ca. 1600
gest. 1646
Anm.: Sohn des Blasio Marazzino; zunächst in polnischen Kriegsdiensten; danach kaiserlicher Obrist (1630-1636), Generalwachtmeister (1633) und Feldzeugmeister (1636); seit 1635 kaiserlicher Kämmerer; 1638/39 kursächsischer Generalfeldmarschall; Erhebung in den Freiherren- (1632) und Grafenstand (1636).

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Gräfin Katharina von Nassau-Dillenburg
Geburtsname: Gräfin Katharina zu Sayn-Wittgenstein

geb. 1588
gest. 1651
Anm.: Tochter des Grafen Ludwig I. zu Sayn-Wittgenstein (1532-1605); seit 1615 Ehe mit Graf Ludwig Heinrich von Nassau-Dillenburg (1594-1662).

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Fürstin Sophia Magdalena von Nassau-Dillenburg
Geburtsname: Gräfin Sophia Magdalena von Nassau-Hadamar

geb. 1622
gest. 1658
Anm.: Tochter des Grafen Johann Ludwig von Nassau-Hadamar (1590-1653); seit 1656 Ehe mit Fürst Ludwig Heinrich von Nassau-Dillenburg (1594-1662).

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Graf Friedrich Heinrich von Nassau-Dillenburg
Fürst Friedrich Heinrich von Oranien

geb. 1584
gest. 1647
Anm.: Sohn des Fürsten Wilhelm I. von Oranien (1533-1584); ab 1625 Fürst von Oranien und Statthalter der Vereinigten Niederlande; seit 1627 Ritter des Hosenbandordens.

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Nassau-Oranien, Haus
Fürsten von Oranien

Anm.: Zweig der Grafen von Nassau, der seit 1530 im Besitz des Fürstentums Oranien war.

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Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Erzherzogin Claudia von Österreich
Claudia Della Rovere
Geburtsname: Claudia de' Medici

geb. 1604
gest. 1648
Anm.: Tochter des Ferdinando I de' Medici, Granduca di Toscana (1549–1609); 1621-1623 erste Ehe mit Federico Ubaldo Della Rovere (1605-1623); 1626-1632 zweite Ehe mit Erzherzog Leopold von Österreich (1586-1632) in Tirol; 1632-1646 Regentin der Grafschaft Tirol.

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Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

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Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

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Pfalzgräfin Anna Katharina Konstanze von Pfalz-Neuburg
Geburtsname: Prinzessin Anna Katharina Konstanze von Polen

geb. 1619
gest. 1651
Anm.: Tochter des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); seit 1642 Ehe mit Pfalzgraf Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1615–1690).

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Pfalzgräfin Anna von Pfalz-Simmern
Geburtsname: Anna Gonzaga di Nevers

geb. 1616
gest. 1684
Anm.: Tochter des Carlo I Gonzaga, Duc de Nevers et Rethel (1580-1637); 1645-1663 Ehe mit Pfalzgraf Eduard von Pfalz-Simmern (1625-1663); 1660/61 Surintendante de la Maison de la Reine de France.

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Pfalzgraf Eduard von Pfalz-Simmern

geb. 1625
gest. 1663
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1645 heimliche Konversion zum katholischen Glauben; seit 1649 Ritter des Hosenbandordens.

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Pfalzgraf Moritz von Pfalz-Simmern

geb. 1621
gest. 1652
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637 in niederländischen Kriegsdiensten; 1638/39 vermutlich zu Studienzwecken in Paris; 1640-1642 in schwedischen Kriegsdiensten; royalistischer Obrist (1642) und Generalleutnant (1643) im englischen Bürgerkrieg; 1646 Rückkehr in die Niederlande; 1648 in niederländischen Kriegsdiensten; seit 1649 Vizeadmiral einer kleinen englisch-royalistischen Flotte unter seinem Bruder Ruprecht (1619-1683), die 1651 zur Freibeuterei überging; 1652 Tod in der Karibik bei einem Schiffbruch; seit 1649 Ritter des Hosenbandordens.

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Pfalzgraf Philipp Friedrich von Pfalz-Simmern

geb. 1627
gest. 1650
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Erziehung in Den Haag und am französischen Hof; danach niederländischer Rittmeister; 1646 Flucht aus den Vereinigten Niederlanden nach der Tötung des französischen Emigranten Jacques de L'Epinay im Duell; zuletzt lothringischer Obrist.

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Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb. 1619
gest. 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647/48 französischer Maréchal de camp; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistischen Flotte, die 1651 zur Freibeuterei überging; 1653-1655 Master of the Horse; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee und des Admirality Committee; ab 1668 Lord High Admiral; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

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Pfalzgräfin Anna Sophia von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld
Äbtissin Anna Sophia I. von Quedlinburg

geb. 1619
gest. 1680
Anm.: Tochter des Pfalzgrafen Georg Wilhelm von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld (1591-1669); seit 1645 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg.

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Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

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Kurfürst Philipp Wilhelm von der Pfalz
Pfalzgraf Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg
Herzog Philipp Wilhelm von Jülich und Berg

geb. 1615
gest. 1690
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1578-1653); ab 1653 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg; 1653-1679 regierender Herzog von Jülich und Berg; seit 1685 auch Kurfürst von der Pfalz; ab 1653 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaspar (1) Pfau

geb. 1596
gest. 1658
Anm.: Sohn des Kaspar Pfau (gest. 1604); nach 1622 Bediensteter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 Amtmann von Großalsleben (noch 1638); seit 1630 anhaltischer Gesamtrat; um 1632 Amtmann zu Gernrode und Großalsleben sowie fürstlich-anhaltischer Kriegskommissar; ab 1638 auch Landrentmeister, zugleich Amtmann von Gernrode; um 1640 Obereinnehmer; um 1641/42 Landrechnungsrat; seit 1645 Hofrat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anhaltende").

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Königin Louise Maria von Polen
Großfürstin Louise Maria von Litauen
Geburtsname: Maria Luisa Gonzaga di Nevers

geb. 1611
gest. 1667
Anm.: Tochter des Carlo I Gonzaga, Duc de Nevers et Rethel (1580-1637); 1645-1648 erste Ehe mit König Wladislaw IV. von Polen (1595-1648); seit 1649 zweite Ehe mit König Johann II. Kasimir von Polen (1609-1672).

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König Wladislaw IV. von Polen
Großfürst Wladislaw II. von Litauen

geb. 1595
gest. 1648
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1610-1613 erwählter Zar des Moskauer Reiches; ab 1632 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1615 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Georg I. Rákóczi
I. Rákóczi György
Fürst Georg I. von Siebenbürgen

geb. 1593
gest. 1648
Anm.: Sohn des Sigismund Rákóczi (1544-1608); seit 1630 Fürst von Siebenbürgen.

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Valentin Reichard

gest. 1661
Anm.: Geboren in Neunburg vorm Wald (Oberpfalz); 1636 Lehrer in Großweissandt; 1636/37 Pestpfarrer in Köthen; Pfarrer in Edderitz (1637/38?), Neudorf (1638?-1641) und Cörmigk (seit 1641); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 387.
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Daniel Sachse

geb. 1596
gest. 1669
Anm.: Sohn des späteren Halberstädter Superintendenten Daniel Sachse (1568-1605); Studium in Wittenberg (1609); Magister; 1621 Hofmeister in Leiden; 1624-1626 Pfarrer in Reupzig; 1626-1632 Hofprediger an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg; seit 1632 Oberpfarrer an St. Jakobi, Superintendent und Konsistorialrat in Köthen; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 405.

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Herzog Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg

geb. 1586
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); bereits als Jugendlicher Konversion zum katholischen Glauben; kaiserlicher Obrist (1618-1635) und Feldmarschall (1629); 1634/35 Inhaftierung wegen seiner Vertrauensstellung bei Wallenstein (1583-1634); ab 1637 Friedensvermittler zwischen Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) und Schweden; seit 1656 regierender Herzog von Sachsen-Lauenburg; ab 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Glückhafte").

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Herzog August (1) von Sachsen-Weißenfels
Administrator August von Magdeburg

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1635/38 Administrator des Erzstifts Magdeburg; seit 1657 zugleich regierender Herzog von Sachsen-Weißenfels (kursächsische Sekundogenitur); ab 1643 Mitglied und seit 1662 drittes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgeratene").

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Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

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Samuel

Anm.: Prophet und biblische Figur.

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Herzogin Eleonora von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg
Geburtsname: Fürstin Eleonora von Anhalt-Zerbst

geb. 1608
gest. 1681
Anm.: Tochter des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1632-1658 Ehe mit Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658).

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Herzogin Elisabeth Charlotte von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg
Fürstin Elisabeth Charlotte von Anhalt-Köthen
Geburtsname: Fürstin Elisabeth Charlotte von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1647
gest. 1723
Anm.: Tochter des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670) und Nichte Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1663-1665 erste Ehe mit Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); 1666-1699 zweite Ehe mit Herzog August von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1635-1699).

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Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg

geb. 1581
gest. 1658
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); seit 1624 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg.

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Christian Schmidt

gest. 1656
Anm.: Angeblich polnischstämmiger Schlesier; um 1645/50 schwedischer Kriegskommissar im Hochstift Halberstadt; vor 1656 Generalkriegskommissar des Königs Karl X. Gustav von Schweden (1622-1660) in Polen; 1656 Ermordung auf einer Reise.
Christoph Schnegel

Anm.: Um 1637 in Schöningen; um 1643/46 Bader und Chirurg in Bernburg.
Balthasar von Schrattenbach

Anm.: Steirischer Adliger; vor 1629 Emigration aus der Steiermark; in den 1640er Jahren Exulant in Bremen; 1642 Interimshofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); um 1653/54 in Hannover; möglicherweise seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Versichernde").

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Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
Gräfin Clara von Schwarzburg-Frankenhausen
Geburtsname: Herzogin Clara von Braunschweig-Lüneburg

geb. 1571
gest. 1658
Anm.: Tochter des Herzogs Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (1535-1592); 1593-1598 Ehe mit Graf Wilhelm von Schwarzburg-Frankenhausen (1534-1598); danach Witwensitz auf Schloss Heringen bei Nordhausen; seit 1624 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wahrhaftige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Königin Maria Eleonora von Schweden
Geburtsname: Markgräfin Maria Eleonora von Brandenburg

geb. 1599
gest. 1655
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg (1572-1619); 1620-1632 Ehe mit König Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1640-1648 Leben außerhalb von Schweden.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Abel Servien
Marquis Abel de Sablé
Marquis Abel de Boisdauphin
Comte Abel de La Roche des Aubiers

geb. 1593
gest. 1659
Anm.: Sohn des Antoine Servien, Seigneur de Biviers (gest. 1621); 1616-1624 Procureur général beim Parlament von Grenoble; ab 1618 Conseiller d’État; seit 1624 Maître des requêtes de l'hôtel du roi; 1628/29 Intendant de la généralité de Bordeaux; 1630/31 Präsident des Parlaments von Bordeaux; 1630-1636 Secrétaire d’État de la Guerre; französischer Gesandter beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (1644-1646 und 1647-1649) und in Den Haag (1646/47); ab 1648 Ministre d’État; seit 1653 Surintendant des Finances; ab 1656 Marquis de Boisdauphin et de Sablé.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Philipp Christoph von Sötern
Erzbischof und Kurfürst Philipp Christoph von Trier
Bischof Philipp Christoph von Speyer

geb. 1567
gest. 1652
Anm.: Sohn des Georg Wilhelm von Sötern (gest. 1593); ab 1610 Bischof von Speyer; seit 1623 Erzbischof und Kurfürst von Trier; 1635-1645 erst spanischer, dann kaiserlicher Gefangener wegen seines Bündnisvertrages mit Frankreich (1632).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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Heinrich Sommer

geb. 1596
gest. 1648
Anm.: Sohn des Nordhäuser Goldschmieds Hans Sommer (gest. 1611); ab 1609 Besuch der Klosterschule in Walkenried; Bürger und Goldschmied in Nordhausen; seit 1635 Ratsherr und ab 1641 Bürgermeister der Reichsstadt Nordhausen (1641, 1644, 1647 regierend); vgl. Christoph Kirchberger: Magistratus Christiani Speculum: oder Christlicher Regenten-Spiegel [...], Jena 1655, fol. Dijr-Ev .

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Infant Baltasar Carlos von Spanien und Portugal
Príncipe Baltasar Carlos de Asturias
Príncipe Baltasar Carlos de Viana
Príncipe Baltasar Carlos de Gerona

geb. 1629
gest. 1646
Anm.: Sohn des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); ab 1632 Príncipe de Asturias und Príncipe de Viana; seit 1645 Príncipe de Gerona; ab 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Königin Maria Anna von Spanien
Geburtsname: Erzherzogin Maria Anna von Österreich

geb. 1634
gest. 1696
Anm.: Tochter von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1649-1665 Ehe mit König Philipp IV. von Spanien (1605-1665).

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König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

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Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Konrad Theopold

geb. 1600
gest. 1651
Anm.: Sohn des Amesdorfer Pfarrers Johannes Theopold (1563-1626); Schulbesuch am Gymnasium zu Zerbst, Studium in Frankfurt a. d. Oder; 1626-1637 Pfarrer in Natho; 1637-1644 Diakon an St. Bartholomäi in Zerbst (Entlassung als Reformierter); seit 1645 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 445.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Maximilian von Trauttmansdorff

geb. 1584
gest. 1650
Anm.: Sohn des Johann Friedrich von Trauttmansdorff (1542-1614); als Jugendlicher Konversion zum katholischen Glauben; Teilnahme am Langen Türkenkrieg; 1609-1618 Reichshofrat; ab 1619 kaiserlicher Kämmerer; spätestens seit 1627 Geheimer Rat; ab 1635 Obersthofmeister von König bzw. Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); wenig später auch Präsident des Geheimen Rates; mehrfach wichtige diplomatische Missionen, u. a. als Unterhändler des Nikolsburger (1622), Prager (1635) und Westfälischen Friedens (1645-1647); 1623 Erhebung in den Grafenstand; seit 1634 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Dietrich von dem Werder

geb. 1584
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gebhard von dem Werder (1539-1612); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Gerlebogk, Görzig und Ziebigk; Page, Kammerjunker und Stallmeister des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1610 hessisch-kasselischer Rittmeister; danach bis 1622 Geheimer Rat und Oberhofmarschall in Kassel; 1623 anhaltischer Hauptmann; 1631-1635 schwedischer Obrist; ab 1639 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1645 kurbrandenburgischer Obrist, Geheimer Rat und Amtshauptmann von Alt-Gatersleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielgekörnte"); vgl. Gottfried Coler: Der Vom Vater gegebene/ Vom Sohne ausgeführete/ Und vom H. Geiste versiegelte Raht des Heils [...], Köthen 1658, fol. Jiij v - N2 v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Gebhard Paris von dem Werder

geb. 1621
gest. 1679
Anm.: Sohn des Heinrich von dem Werder (1578-1636); Erbherr auf Gröbzig; anhaltisch-plötzkauischer Rat; ab 1658 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1665 anhaltisch-köthnischer Geheimer Rat, Vormundschaftsrat, Kammerpräsident und Landeshautmann; ab 1642 Mitglied der Fruchbringenden Gesellschaft ("Der Zeitigende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Johann von Werth
Jan von Werth

geb. 1591
gest. 1652
Anm.: Geboren als Bauernsohn in Büttgen bei Neuss; zunächst in spanischen Kriegsdiensten, zuletzt als Rittmeister (1622); kurbayerischer Obristwachtmeister (1631), Obrist (1633), Generalwachtmeister und Feldmarschallleutnant (1634); seit 1634 kaiserlicher Kämmerer; 1638-1642 französischer Kriegsgefangener; 1642 Generalleutnant der kaiserlichen, kurbayerischen und kurkölnischen Kavallerie; 1643-1647 kurbayerischer General der Kavallerie; 1647/48 kaiserlicher General der Kavallerie; 1632 Nobilitierung; Erhebung in den Freiherren- (1635) und Grafenstand (1647).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Hans Christoph von Witzscher

geb. 1621
Anm.: Sohn des Hans Christoph (von) Witzscher (gest. 1637) auf Schortewitz; vor 1639 Kammerpage, um 1643 Page und spätestens 1645 bis 1648 Hofjunker der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); dazwischen 1639-1643 Kavalierstour durch Frankreich und die Niederlande; 1648-1650 Hofmeister der Gräfin Maria Euphrosina De la Gardie (1625-1687) in Leipzig; um 1653 Aufenthalt in Straßburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Carl Gustav Wrangel af Salmis
Graf Carl Gustav von Sölvesborg

geb. 1613
gest. 1676
Anm.: Sohn des Hermann Wrangel (1587-1643); ab 1627 in schwedischen Kriegsdiensten als Kornett (1629), Rittmeister (1632), Obristleutnant (1635), Obrist (1636), Generalmajor (1638), Generalzeugmeister (1645) und Feldmarschall (1646); seit 1646 Reichsrat; 1646-1648 Oberbefehlshaber der schwedischen Truppen in Deutschland; 1648-1650 und ab 1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1657-1664 Reichsadmiral; seit 1664 Reichsmarschall; 1651 Erhebung in den Grafenstand (1651-1665 Graf von Salmis, ab 1665 Graf von Sölvesborg); seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Obsiegende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Elisabeth Zaunschleiffer
Geburtsname: Elisabeth Curdes

gest. nach 1660
Anm.: Bis 1630 vermutlich Ehefrau des Dessauer und Sanderslebener Schlossvogts Johann Zaunschleiffer (gest. 1630).
Aken
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Altenburg
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Altenburg (bei Nienburg/Saale)
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Amsterdam
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Anhalt-Bernburg, Fürstentum
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Anhalt-Dessau, Fürstentum
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Anhalt-Köthen, Fürstentum
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Anhalt-Plötzkau, Fürstentum
Anm.: 1611-1665 existierendes, jedoch unter der Landeshoheit von Anhalt-Bernburg stehendes anhaltisches Teilfürstentum.
Anhalt-Zerbst, Fürstentum
Anhalt, Fürstentum
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Askanien (Aschersleben), Grafschaft
Baalberge
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Ballenstedt
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Basel
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Bayern, Herzogtum bzw. Kurfürstentum
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Bentheim (Bad Bentheim)
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Bergstraße
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Berlin
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Bernburg
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Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Blesiussee
Anm.: Heute nicht mehr existierendes Gewässer in der Nähe von Altenburg (bei Nienburg/Saale).
Bode, Fluss
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Bodensee
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Brandenburg, Kurfürstentum
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Brasilien
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Anm.: Kolonie des Königreichs Portugal.
Bregenz
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Bremen
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Bremen, Erzstift bzw. Herzogtum (seit 1648)
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Burg, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Erzstifts Magdeburg (bis 1635) bzw. des Kurfürstentums Sachsen (seit 1635).
Candia (Irákleion)
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Canea (Chania)
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Cörmigk
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Dänemark, Königreich
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Dahme, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Erzstifts Magdeburg (bis 1635) bzw. des Kurfürstentums Sachsen (seit 1635).
Dalmatien
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Dessau (Dessau-Roßlau)
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Dohndorf
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Dröbel
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Duderstadt
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Egeln, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Erzstifts Magdeburg.
Eichsfeld
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Eisleben (Lutherstadt Eisleben)
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England, Königreich
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Falkenstein, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Hochstifts bzw. Fürstentums Halberstadt.
Flandern, Grafschaft
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Flensburg
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Frankreich, Königreich
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Gatersleben
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Gernrode
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Goldene Aue
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Graubünden (Freistaat der Drei Bünde)
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Habsburgische Erblande (österreichische Linie)
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Hakel
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Halberstadt
weiterführende Informationen
Halberstadt, Hochstift bzw. Fürstentum (seit 1648)
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Halle (Saale)
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Harz
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Harzgerode
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Hasselfelde
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Hecklingen
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Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
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Heringen (Helme)
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Hessen-Kassel, Landgrafschaft
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Hinterpommern
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Holstein, Herzogtum
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Hoym
weiterführende Informationen
Ilbersdorf
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Innsbruck
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Irland, Königreich
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Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Italien
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Jülich, Herzogtum
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Jüterbog, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Erzstifts Magdeburg (bis 1635) bzw. des Kurfürstentums Sachsen (seit 1635).
Kassel
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Katalonien, Fürstentum
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Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Kleve
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Kleve, Herzogtum
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Könnern
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Köthen
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Konstanz
weiterführende Informationen

Anm.: Im Mittelalter und der frühen Neuzeit auch Kostnitz genannt.
Kreta (Candia), Insel
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Leiden
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Leipzig
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Lindau (Bodensee)
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Magdeburg
weiterführende Informationen
Magdeburg, Erzstift
weiterführende Informationen
Mailand (Milano)
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Mainau, Insel
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Mainz, Kurfürstentum (Erzstift)
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Mansfeld
weiterführende Informationen
Minden, Hochstift bzw. Fürstentum (seit 1648)
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Moskauer Reich (Großrussland)
weiterführende Informationen
Mühlhausen
weiterführende Informationen
Münster
weiterführende Informationen
Niederlande, Spanische
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Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
weiterführende Informationen
Nienburg (Saale)
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Norburg (Nordborg)
weiterführende Informationen
Nordhausen
weiterführende Informationen
Novigrad (Cittanova)
weiterführende Informationen
Nürnberg
weiterführende Informationen
Obere Pfalz (Oberpfalz), Fürstentum
weiterführende Informationen
Osmanisches Reich
weiterführende Informationen
Osnabrück
weiterführende Informationen
Paris
weiterführende Informationen
Pfalz, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Plötzkau
weiterführende Informationen
Polen, Königreich
weiterführende Informationen
Pommern, Herzogtum
weiterführende Informationen
Portugal, Königreich
weiterführende Informationen
Preßburg (Bratislava)
weiterführende Informationen
Preußen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Preußlitz
weiterführende Informationen
Quedlinburg
weiterführende Informationen
Querfurt, Amt
weiterführende Informationen

Anm.: Verwaltungseinheit des Erzstifts Magdeburg (bis 1635) bzw. des Kurfürstentums Sachsen (seit 1635).
Rammelburg
weiterführende Informationen
Rammelburg, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit der Grafschaft Mansfeld.
Ratzeburg, Hochstift
weiterführende Informationen
Reinstedt
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Retimo (Rethymno)
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Saale, Fluss
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Sachsen, Kurfürstentum
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Sandersleben
weiterführende Informationen
Schlesien, Herzogtum
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Schottland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schweden, Königreich
weiterführende Informationen
Schweiz, Eidgenossenschaft
weiterführende Informationen
Sixdorf
weiterführende Informationen
Spanien, Königreich
weiterführende Informationen
Stiege
weiterführende Informationen
Stockholm
weiterführende Informationen
Stolberg (Harz)
weiterführende Informationen
Strelitz (Strelitz-Alt)
weiterführende Informationen
Suda (Souda)
weiterführende Informationen
Sulzbach (Sulzbach-Rosenberg)
weiterführende Informationen
Tecklenburg
weiterführende Informationen
Tübingen
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Ulm
weiterführende Informationen
Ungarn, Königreich
weiterführende Informationen
Unterpfalz (Rheinpfalz)
weiterführende Informationen
Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
weiterführende Informationen
Verden, Hochstift bzw. Herzogtum (seit 1648)
weiterführende Informationen
Waldau
weiterführende Informationen
Warschau (Warszawa)
weiterführende Informationen
Weißenburg in Bayern
weiterführende Informationen
Wernigerode
weiterführende Informationen
Westfalen
weiterführende Informationen
Wien
weiterführende Informationen
Wismar
weiterführende Informationen
Württemberg, Herzogtum
weiterführende Informationen
Zara (Zadar)
weiterführende Informationen
Zerbst
weiterführende Informationen
Anhalt, Landstände
Anhalt, Großer Ausschuss der Landstände
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
weiterführende Informationen
Halberstadt, Domkapitel
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich, Reichskammergericht
weiterführende Informationen
Irische Katholische Konföderation (Konföderation von Kilkenny)
Anm.: In den Jahren 1642 bis 1649 bestehende Organisation der irischen Selbstverwaltung.
Jesuiten (Societas Jesu)
weiterführende Informationen
Niederlande, Generalstaaten
weiterführende Informationen
Polen, Stände der Rzeczpospolita
Ungarn, Stände
Euripides: Troades, hg. von Werner Biehl, Leipzig: 1970. [Nachweis im GVK]
Ambrosius Lobwasser: Der Psalter desz Königlichen Propheten Dauids. Jn deutsche reymen verstendiglich vnd deutlich gebracht, mit vorgehender anzeigung der reymen weise, auch eines jeden Psalmes Inhalt, Leipzig: Hans Steinman und Ernst Vögelin, 1576. [Nachweis im GVK]
Publius Ovidius Naso: Fasti = Festkalender. Lateinisch-deutsch, hg. von Niklas Holzberg, Berlin: 2012. [Nachweis im GVK]