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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: März 1647


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XVIIIb, fol. 129r-155r; Bd. XIX, fol. 2r-13v (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. März 1647
Bernburg
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Korrespondenz
  • Morgige Abreise der beiden jüngsten Schwestern Sophia Margaretha und Dorothea Bathilde nach Harzgerode
  • Spaziergang bei schönem Wetter
  • Wirtschaftssachen
02. März 1647
Bernburg
  • Frost nach mildem Wetter von gestern
  • Abreise von Sophia Margaretha und Dorothea Bathilde nach Aschersleben
  • Wirtschaftssachen
  • Kriegsnachrichten
  • Traum
  • Spaziergang bei Sonnenschein
  • Rückkehr des Amptskopisten Hans Friedrich Eckardt aus Leiden
  • Korrespondenz
  • Drohende Einquartierungen
03. März 1647
Bernburg
  • Gestrige Rückkehr des Kammerjunkers und Stallmeisters Abraham von Rindtorf aus Aschersleben
  • Korrespondenz
  • Anhörung der Predigt zum Bettag
  • Befürchtete Einquartierung
  • Beichte durch Gemahlin Eleonora Sophia
04. März 1647
Bernburg
  • Starker Regen und Tauwetter
  • Korrespondenz
  • Anhörung der Predigt und Empfang des Abendmahls durch die Gemahlin
  • Alslebener Pfarrer Otto Gise, der Amtsrat und Stadtvogt Georg Banse sowie der Geheimsekretär Thomas Benckendorf als Mittagsgäste
  • Bericht durch Banse
  • Gespräch mit dem Obereinnehmer Johann von Bergen
05. März 1647
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Traum
  • Ankunft des Harzgeröder Hofmeisters Hans Ernst von Freyberg
  • Nachrichten
06. März 1647
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Nachrichten
  • Weiterreise von Freyberg nach Dessau
  • Administratives
  • Drohende Einquartierungen
07. März 1647
Bernburg
  • Anhörung der Morgenpredigt auf dem Schloss
  • Kammerrat Dr. Joachim Mechovius und der Pfarrer Georg Enderling als Mittagsgäste
  • Kirchgang am Nachmittag
  • Einquartierungen
  • Administratives
08. März 1647
Bernburg
  • Frost und Schnee
  • Hasenjagd
  • Pferdezucht
  • Administratives
09. März 1647
Bernburg
  • Rückkehr des Pfarrers Wolfgang Benjamin Giegelsberger aus Reinstedt
  • Administratives
  • Beratungen mit dem Kanzlei- und Lehenssekretär Paul Ludwig, dem Hofmeister Heinrich Friedrich von Einsiedel, Dr. Mechovius und dem Leibarzt Dr. Johann Brandt
  • Einquartierungen
10. März 1647
Bernburg
  • Zwei Träume
  • Korrespondenz
  • Gespräch mit Freyberg
  • Ankunft des anhaltisch-köthnischen Rats Christian Ernst von Knoch
  • Einquartierungen
  • Weiterreise von Knoch nach Zerbst
  • Spaziergang bei schönem Wetter
  • Wirtschaftssachen
  • Audienz für den anhaltisch-zerbstischen Geheimen Sekretär Anton Günther Böschen
  • Administratives
  • Böschen, Einsiedel, Dr. Mechovius, Rindtorf und der Kammermeister Tobias Steffeck als Essensgäste
  • Verkalbendes Vieh als schlechtes Vorzeichen
  • Unwohlsein der hochschwangeren Gemahlin
11. März 1647
Bernburg
  • Nachtfrost und Tauwetter
  • Landfremde Vögel als schlechte Vorzeichen
  • Einquartierungen
  • Abholung der Brigitta von Krosigk aus Hohenerxleben
  • Spaziergang zum Weinberg
  • Kriegsfolgen
  • Abfertigung von Böschen nach Zerbst
  • Korrespondenz
  • Wirtschaftssachen
  • Windiges Wetter mit Sonnenschein am Nachmittag
  • Gespräch mit Ludwig
  • Verspätete Ankunft des Leipziger Nachrichtenboten
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
12. März 1647
Bernburg
  • Hausbrand in der Stadt
  • Kriegsfolgen
  • Bericht durch Banse
  • Nachrichten
13. März 1647
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Spaziergang bei schönem Wetter
  • Kriegsfolgen
  • Korrespondenz
  • Nachrichten
  • Administratives
  • Einquartierungen
14. März 1647
Bernburg
  • Anhörung der Vormittagspredigt auf dem Schloss
  • Truppendurchzug
  • Mittagessen und Beratungen mit Dr. Mechovius, Dr. Brandt und Giegelsberger
  • Kirchgang am Nachmittag
  • Kriegsfolgen
15. März 1647
Bernburg
  • Administratives
  • Korrespondenz
  • Spaziergang auf die Felder bei schönem Wetter
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Erfolglose Rückkehr des Küchenmeisters Philipp Güder aus Zerbst
16. März 1647
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Gespräch mit dem Diakon und Schulrektor Dr. Andreas Hesius
  • Kontribution
  • Administratives
  • Spaziergang auf die Felder
  • Wirtschaftssachen
  • Bericht durch den Ballenstedter Amtmann Martin Schmidt
17. März 1647
Bernburg
  • Anhörung der Predigt
  • Audienz für Jakob Anton von Krosigk
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Abschied von Schmidt
18. März 1647
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Spaziergang zum Fischfang
  • Rückkehr des Jungfernknechts Michael Weille aus Berlin
  • Nachrichten
19. März 1647
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Korrespondenz
  • Besichtigung der fürstlichen Fohlen
  • Bericht durch Banse
  • Kraniche auf den Feldern
20. März 1647
Bernburg
  • Starker Wind und Sturm
  • Geburt der Tochter Anna Elisabeth in der letzten Nacht
  • Wirtschaftssachen
  • Schreibarbeit
21. März 1647
Bernburg
  • Anhörung zweier Predigten
  • Fußfall durch die Gemahlin des Bernburger Baders Christoph Schnegel
  • Dr. Mechovius, der Hofprediger Konrad Theopold und Frau von Krosigk als Mittagsgäste
  • Kriegsfolgen
22. März 1647
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Kriegsfolgen
  • Kontribution
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
23. März 1647
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Ankunft des Matthias, Jakob Anton und Ludolf Lorenz von Krosigk
  • Abreise von Einsiedel und dessen Gemahlin Justina Maria nach Hundisburg
  • Bericht durch Banse
  • Schreibarbeit
24. März 1647
Bernburg
  • Entsendung zweier Boten
  • Wirtschaftssachen
  • Spaziergang auf die Felder
  • Administratives
  • Nachrichten
25. März 1647
Bernburg
  • Administratives
  • Anhörung der Predigt zu Mariä Verkündigung
  • Erfolglose Rückkehr des Lakaien Christian aus Halle (Saale) und Leipzig
  • Korrespondenz
  • Dr. Mechovius, Jakob Anton von Krosigk und Rindtorf als Mittagsgäste
  • Gespräch mit Benckendorf
  • Kirchgang am Nachmittag
  • Kriegsfolgen
26. März 1647
Bernburg
  • Regen und Wind
  • Gespräch mit Ludwig
  • Einquartierungen
  • Kriegsnachrichten
  • Administratives
  • Besuch durch Matthias und Ludolf Lorenz von Krosigk
  • Korrespondenz
  • Kraniche auf den Feldern
27. März 1647
Bernburg
  • Frost
  • Hasenjagd
  • Administratives
  • Entsendung von Steffeck nach Aken
  • Spaziergänge
  • Kontribution
  • Nachrichten
  • Matthias, Jakob Anton und Ludolf Lorenz von Krosigk als Mittagsgäste
  • Wirtschaftssachen
  • Korrespondenz
28. März 1647
Bernburg
  • Windiges Wetter
  • Kirchgang
  • Jakob Anton von Krosigk und Dr. Brandt als Mittagsgäste
  • Gestrige Rückkehr von Einsiedel aus Hundisburg
  • Gespräch mit Dr. Brandt
  • Ausfahrt der Kinder nach Baalberge
  • Abschied von Krosigk
29. März 1647
Bernburg
  • Gespräch mit und Abreise von Krosigk
  • Nächtliche Geräusche und Stimmen
  • Sorge um die abgesandten Bediensteten und die eigenen Kinder
  • Korrespondenz
  • Administratives
  • Wirtschaftssachen
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
30. März 1647
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Kontribution
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Administratives und Wirtschaftssachen
  • Korrespondenz
  • Pferdezucht
  • Gespräche mit dem Quellendorfer Pfarrer Philipp Beckmann und Banse
31. März 1647
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Anhörung der Predigt
  • Abfertigung des Lakaien Christian nach Quedlinburg und Kassel
  • Fall des jüngsten Sohnes Karl Ursinus von der Kirchenbank
  • Einsturz der Küchenkammer im Schloss
  • Abendspaziergang zur Mühle
|| [[Handschrift: 129r]]

Montag den 1. Martij: 1647.


Avis: daß die OostJndianische compagnie noch auf
25 iahr ottroy erhalten, zu traffiquiren, wie zuvor,
davor sie den herren Staden 15 Tonnen goldes, verehren,
vndt contribuiren müßen, solch ottroy, zu erhalten. perge


J'ay èscrit a Madame la Landgrävinne a
Caßel, Dieu donne bon süccez!


Avis: daß die Schwedischen zwar, die Jnsel Meinaw
im Bodensee, eingenommen, sonst aber alle Schantzen
vndt gemachte neẅe fortificationes, an den
päßen, demoliren, vndt auf die retirada
gedengken, weil Lindaw ihnen, einen allzu-
harte nuß, aufzubeißen. Jn Meinaw, sollen
Sie, ein 100 Metalline stücke bekommen haben,
vndt sonst gute beütten, welche sie wol
mit sich nehmen werden wollen. perge


Von hartzgeroda ist heütte gar schlechter be-
richt einkommen, alß ob Meines Bruders gemahlin Liebden
in Todeßgefahr, wehre, vndt bißweilen delirirte.
Gott helfe, das alles wol abgehe, vndt außer
gefahr sein möge! Die Fürstin zu Plötzkaw, ist
daselbst, vndt thut MutterTreẅe, nach vermögen,
an dem Patienten. Der zustandt ist betrüblich.
Das kindtTäuffen, soll in der Stille gehalten werden. || [[Handschrift: 129v]]
Die Churfürstinn, von Brandenburgk; jst die
vornehmste gevatterinn. Daß kindt, soll
auch, Eljsabeth, Charlotte genennet werden.


Meine Schwestern, wollen, Morgen (wilß Gott!,)
hinaus, nacher hartzgeroda. <Gott geleitte sie!>


A spasso, in schönem wetter, vndt die Oecono-
mica, pro posse, forthzutreiben. perge


Schreiben von Wien, Erfurdt, Krannichfeldt,
vndt andern orthen, auch von Leiptzigk Vom B. C.a


Die ordinaravisen:


Bestehtigen, die güldene hofnung deß friedens,
zu Münster vndt Oßnabrügk.


Die niederlage des Montecuculj in Schlesien.


Die Victoria der Maltheser, so 3 Türgkische
große schif geschlagen, mit verlust der
Maltheser generals1, vndt 200 Mannen,
hingegen hetten die Türgken: 400 Mann,
vndt 2 große gallionen, verlohren.


Die venezianer werden noch sehr geängstiget.


König in Pohlen sucht wieder motus gegen den Türgken.


<general> Wrangel, ist vor Lindaw, abgezogen.


Das armistitium zu Vlm helt man vor geschloßen.


Staden vndt Dennemargk seindt veraccordirt,
also: daß wegen Norwegen, die herren Staden, || [[Handschrift: 130r]]
dem Könige [...]<drey> Tonnen goldes geben, damit
die Norwegische Schiffe sicher vndt vnverzollt
hin vndt wieder durch den Sundt paßiren mögen,
semel pro semper, vor Dennemargk aber
geben sie iährlich 150000 Gulden (florenus)f: ich verstehe die
Niederländische schiffe, so in beyde königreiche
hin: vndt wieder gehen, sollen also ein gewißes,
vndt genandtes geben.


König in Engellandt, ist numehr, in der En-
gelländer hände, die Schottländer haben sich nach
empfangener bezahlung, in ihr landt retjrirt.


Wittembergk Schwedischer general Maior,
hat sich gestärgkt, mit 1000 Mann, von
den abedangkten Pollnischen völckern. Die
v̈brigen, haben die Moßkowiter angenommen.


Die Königinn, in Schweden, macht, den Dor-
stenSohn, zum graven, vmb seiner großen dienste
willen. <Staden vndt Spannien schließen friede. et cetera>


Der Ertzbischof von Brehmen, protestiret
wieder die occupation seines Stifts. Seine Ge-
sandten aber, kommen zu spähte, nacher Münster vndt Osnabrück[.]


Der Pabst hat mit Threnen, seines vettern deß
Cardinals Pamphilio wieder geschickten Cardinalshut,
angenommen, dann derselbige verheyrathet sich.

|| [[Handschrift: 130v]]


Mit OostJndien, wegen verlängerung deß
Octroy, dieselbe zeitung, wirdt confirmiret.

Dienstag den 2. Martij: 1647.

<Reif. froßt, nach gesterigem gelinden wetter.>


Beyde schwestern, seindt forth, nacher Ascherß-
leben zu. Gott wolle sie begleitten, sonderlich
Schwester Bathilden bewahren, daß sie in dero
Mattigkeit, nicht wieder krangk werde!


Meine Ballenstedter wagen, seindt mit gersten
<5 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: 12 Schefel (Scheffel)schfl: Ballenstedter maß aber 5 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: 1 Schefel (Scheffel)schfl: Bernburger maßes> anhero kommen, weil es numehr vor den
Loẅenhaüptischen, Gott lob, vndt dangk,
sicher ist, dann sie aufgebrochen sein sollen.


Avis: daß vnß der General Königßmarck
den Obersten Penß, mit seinem gantzen Regi-
ment assigniret, ohne alle gnade, vndt
barmhertzigkeit. Wo ist Christliche
liebe? wo ist mittleyden! wo ist hertz-
liches erbarmen? v̈ber vnserm elenden zustandt?
Ach Gott vom himmel, siehe dareyn? vndt
laße dichs doch, erbarmen!


J'ay songè, que ma femme ait enfantè
ün fils, (quoy que ie m'immagine, par quelques
indices jncertains, que ce sera üne fille) || [[Handschrift: 131r]]
& que ce fils auroit estè baptizè (contre mon
grè,) par des prebstres papistes, par commendement
de l'Jmperatrice defüncte, en presence de l'Empereur,
Roy de Pouloigne, & de l'Electeur de Bavieres.
Mais ce n'est; qu'ün songe.


Spatziren in schönem wetter, denn gleich
wie es vormittages frühe hat gefrohren,
so hat es nachmittags, alß die Sonne wieder
empor kommen, aufgethawet, vndt die Sahle
wächßet sehr, wiewol daß eiß noch nicht
alles, hinweg gegangen. perge


hanß Eckardt, ist (Gott lob) von Leyden
wiederkommen mit schreiben, von Meinen Söhnen.
Jst iämmerlich, im Stift Münster, spoliiret,
außgezogen, vndt geplündert, vmb seine
kleider, vndt geldt, geplündert worden!
Gott helfe doch mit gnaden ferrner
zu glück, das mein glück nicht ersterben,
sondern wieder floriren möge!


Es ist heütte ein greẅlich rennen, lauffen,
vndt hin: vndt her, schigken, wegen bevorste-
henden Pensischen einquartirung.
Gott wende doch, die bösen gäste, von
vns, in gnaden abe!

|| [[Handschrift: 131v]]

Mittwoch den 3. Martij: 1647.


Rindtorf ist gestern abendt noch, mit vnseren
kutzschpferden (welche meine Schwestern biß
nacher Ascherßleben, zwar in bösem Wege, fælicj-
ter geführet) wiederkommen, mit bericht, daß
Freybergk vndt andere, (welche zu Ascherßleben,
den schwestern entgegen kommen, Sie vollends
nacher Ascherß Hartzgeroda abzuholen) avisirt
hatten, es hette sich Gott lob, mit der Fürstin
daselbst, zur beßerung, angelaßen.
Gott wolle ferner, mit gnaden helfen!


Nacher Zerbst, an Wendelin[,] Beckmannb vndt Jehna
geschrieben, mit des Hottons exemplarien,
de Christiana concordia. habe auch
meine briefe nachm Berlin, dahin gesendet.
perge


Am heüttigen behtTage in die kirche.
Der hofprediger, hat wieder geprediget,
nach seiner langwierigen Schwachheit.
et cetera


Christian henrich von Börstel, Raht
vndt hofmeister zu Deßaw, hat mich
gegen den 18den: huius, zu einem iungen Sohne,
zu gevattern gebehten. Jst selber
meines herrnvatters Sehligen pahte gewesen.

|| [[Handschrift: 132r]]


Es ist heütte viel v̈bersetzens, v̈ber die Sahle,
der Reütter gewesen, wegen besorgender einquartirung.
Gott wolle doch vnser, vndt der armen vndterthanen,
Schutz, vndt Nohthelfer sein!


Meine herzlieb(st)e gemahlin, hat heütte gebeichtet,
wil Morgen c<i>hre communion halten. Gott gebe zu
liebe! friede! eintracht! vndt Sehligkeitt.

Donnerstag den 4ten: Martij: 1647.

<Stargker regen, vndt Thauwetter. perge>


Risposta von Ballenstedt, vndt vom Doctor Lentz, en
assèz bons termes. Dieu face reüssir le reste!


heütte hat meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin, ihre
predigt gehöret, vndt ihre communion in der Mittel-
sten leüchte gehalten, bey Ern Otto, priester zu Alßleben.


Gott gebe daß diß liebesgedechtnüß, friedensge-
dangken stiften! vndt alle verbitterung einstellen möge!


Extra zue Mittage, apud nobiles: der
pfarrer Otto, so dann Geörg Panse, vndt
Thomaß Benckendorff. Panse hat aller-
ley relation gethan, von dem gesterigen
congreß, mit den Cöthnern, Deßawern,
vndt Plötzkawern. Jl n'a pas creü
auparavant l'injüstice, & inèsgalitè
disproportionnèe, trop notoire. perge <ô Dieu, excite, <la> charitè!>

|| [[Handschrift: 132v]]


hanß von Bergen, ist auch bey Mir gewesen,
mais ou trouve on? de la consolation?

Freitag den 5ten: Martij: 1647.


J'ay beaucoup eu, a èscrire, en Hollande, a
Mon fils, Viktor Amadeus, a Docteur Spanheimius; a Monsieur Hotton, Rulitius,
Voßbergen, & ay fait èscrire a Schwechhausen.


Risposta von Zerbst, vom Syndico Jehna, So dann
auch vom guten allten Wendelino. perge


J'ay songè ceste nuict, comme ma seur Sybille
se seroit noyèe, & dü tout perduë navigeant dans
ün batteau, si qu'on n'auroit peü retrouver
son corps, & ie me füsse saulvè en üne may-
sonnette, avant ce delüge. perge


heütte zu abendts, ist Meines bruders hofmeister der
von Freybergk, anhero gekommen, vndt hat schreiben
von Meinem bruder, wie auch avis, an Mich ge-
bracht, daß dinstags, frühe zwischen 9 vndt 10 vhren,
Seiner Liebden gemahlin Liebden die fromme Fürstin, Fraw
Johanneta Elisabeth, geborne Gräfin zu Naßaw,
ihrem neẅlichst verstorbenen Töchterlein, auß
dieser zergänglichkeit baldt nachgeeilet,
vndt vnzweifelich, in den himmel versetzet
worden. Gottes wille jst allein der beste.
Er wolle trösten, stärgken, vndt erquigken || [[Handschrift: 133r]]
waß recht zerschlagenes, vndt betrübtes geistes
ist, vndt anderwerts wieder erfreẅen.


Der bruder sucht hülfe, raht, vndt Trost. Jch
werde ihm mit willen, derer keines versagen. perge


Der Præsident Börstel, sol auch Todtkrangk, sein.

Samstag den 6ten: Martij: 1647.

<3 hasen, hetzen lassen. perge>


Avis: daß hertzogk Augustj von hollstein (Sonderburgk)
gemahlin, so ich vorm iahr zu Oldenburgk, noch in gutem
zustande gesehen, eine geborne Grävin von Delmenhorst,
in kindesnöhten, mit Todt abgangen. Dergleichen
fälle, sollen diß iahr, mit schwangeren Damen,
gemeine sein. Gott bewahre ferner gnediglich!


Freybergk ist weitter nach Deßaw, hat keine
audientz bey mir gehabt, noch mit ernst gesucht,
sondern viel mehr occasion ergriffen, forthzueilen,
ob ichs schon an Mir, nicht ermangeln laßen.


Er hat zwar durch Meinen Raht, vndt hofmeister
den von Einsidel, sein anbringen, in seines herren Nahmen
mir thun laßen, war 1. die Trawrige notification,
Vndt beziehung, auf die Schriftliche. 2. Bitte vmb guten
Raht, consolation, vndt assistentz. 3. Abkündigung von
den Cantzeln im Bernburger antheil, weil es eine haüptTrawer.
4. Abstellung aller freẅdenfest, musicken, vndt Täntze.
5. Außhelfung mit Trawerzeüg, leichtücher, Tapezereyen,
Tischteppichen, vorhängen, vndt dergleichen. 6. Abschrift communication
voriger leichproceßionen, insonderheit Meiner gnädigen herzlieb(st)en Fraw Mutter Sehliger.

|| [[Handschrift: 133v]]


Jch habe hertzlich condoliret, v̈ber doppelt erfolgten
hertzensriß. Die abkündigung von den cantzeln ange-
stellet, (iedoch difficultiret, in Meinem gebieht,
diese Tiefe Trawer, eine haüptTrawer
zu nennen) die v̈ppigkeitten der musicken
vndt Täntze, eingestellet, die Trawer-
gereitschaft, so viel vorhanden, darzuleyhen,
versprochen, die abschriften, nicht verwei-
gert, vndt das Fürstliche leichbegängnüß, pro
posse, zu favorisiren, auch sonsten, mit gutem
raht, nach müglichkeit Meinem bruder zu
assistiren, vndt an hand zu gehen, mich gerne
erklähret, vndt erbotten. perge


Jl messo per Brema, è partito. Jddîo l'accom-
pagnj, e mi faccj rihaverne bramata risposta.
Le lettere tutte hanno la data dj hoggidì.
Hò ancora scritto a Sua Maestà Cesarea
rispondendo alla sua benignissima del nuovo anno.


Avis: daß schon die Bagage, von dreyen Regimen-
tern, zu Staßfurth ankommen, vndt zu besorgen
stehet, Sie dörften alle hieher nach Bernburgk
gehen. Jch habe ihnen des Amptßrahts
Panse, bruder, entgegen geschickt. Gott
gebe! daß er etwas fruchtbarliches schaffen,
vndt außrichten möge!

|| [[Handschrift: 134r]]

Sonntag den 7. Martij: 1647.


heütte Morgen hat Magister Enderling, aufm Sahl ge-
prediget, vndt darnach, die Trawrige abkündigung
gethan.


Extra: zu Mittage Doctor Mechovius, vndt Magister Enderling.
perge


Nachmittags in des Jonij predigt, gezogen.


Avis: daß ein Quartiermeister mit 12 pferden, zu Ballen-
stedt ankommen, mit bericht, es kähme, ein Rittmeister
mit aller bagage hernacher, welche so lange zu
Ballenstedt, bleiben sollten, biß die eintheilung
der quartier im Fürstenthumb gemacht wehre.
Jst eine verhörte grawsahme disproportion!
vndt greẅliche Tiranney.


Jch habe erst mit dem Amptßraht Panse ge-
redet. Darnach seinen bruder, Rudolph Panse, nacher
Ballenstedt, geschickt, die compagnien zu zertheilen,
vndt angehörige örther anzuweisen. Der
Regimentsquartiermeister, ist mitt geritten.
Gott gebe erwüntzschte expedition!


Das vrtheil, jst von Leiptzigk kommen, außm
Schöppenstuel, in deß gefangenen Baders
sache. Jst nicht zum besten vor ihn. Bestehet
auf ferrnerer examination, gütlicher außage,
oder territion, vndt peinlicher Frage.

|| [[Handschrift: 134v]]

Montag den 8. Martij: 1647.

<Abermal froßt vndt Schnee, nach sommertagen.>


<2 hasen. perge>


Eine von den hanoverischen Füchßen, hat gefohlet,
der Schweißfuchs, vndt ein fahles stuhtenfohlen
diesen Morgen gebracht. Gott gebe zu glück
vndt gedeyen! Es ist schon gestern abendt
geschehen, heütte aber erst berichtet worden.
perge


Christof von hagen, hat einen von Schkelen,
vndt Matthiaß Krosigk, (seine befreündte)
an mich geschigkt, Schrift: vndt Mündtlich,
seine defensionalen, wieder die Stollen, an-
bringen, vndt mich vndterthenig, ersuchen
laßen, daß scharfe decret, so ich wegen
seiner verhaftung, an den Amptmann von
Ballenstedt, abgehen laßen, zu cassiren.
Schickt auch den Stegkbrief in Originalj
mitt, welchen der Churfürst von Saxen, wieder
die Stollen ihm ertheilen laßen.


Jch habe ihnen, dilatorische antworth,
gegeben, vndt die Violation, Meiner jurium
Territorij, beklaget. Wil alles, in
weittere deliberation, ziehen. etcetera


Er wil auch alß ein Anhaltischer Vasall,
vndt das die Stollen infames homines seyen,
sich einer beßeren sententz getrösten.

|| [[Handschrift: 135r]]


Gestern, haben eben auch, die Stollischen, ihr
recht bey Mir scharff, prosequiret, vndt gebehten,
ich möchte Stegkbriefe ihme Nachschigken,
vndt ferner mit hagen der iustitz gemeß ver-
fahren laßen. Es ist eine schwehre sache, dann
viel Schwedische officirer, nehmen sich der
Stollen an, weil er vndter ihnen diehnet,
der noch lebendige bruder, alß ein leütenampt[.]
hingegen General Königßmargk vndt viel Chur
Säxische sollen dem von hagen, patrociniren.
hagen hat auch vornehme freünde, vndt bekan-
dten, ist bey hohes, vndt niedrigeß Standes,
personen, wol angesehen. Ein Mann von
großer resolution vndt erudition, auch
guter reputation, da hingegen den Stollen
(welche nur Metzger sein sollen) wegen ihrer
vndthaten, puschklepperey, endtfliehung
von den Fahnen vndt auß herrendiensten,
v̈bel nachgeredet wirdt, vndt weil Sie den
hagen selbst vor diesem, in seinem hause
Mörderischer weyse, v̈berfallen, vndt geplündert.
Es heißt aber v̈berall: Audj; et alteram partem!

|| [[Handschrift: 135v]]

Dienstag den 9ten: Martij: 1647.


herr Benjamin Gigelßberger, ist von Rein-
stedt wiederkommen, ist daselbst gar gerne
gesehen, vndt gehöret worden, von 63 personen
vndt haben noch, in die 25 ermangelt.
Gott bestehtige seine heylsahme gnade!


Der landtrendtmeister Herre, vndterstehet
sich, auf befehl deß Ober: vndt vndterDirecto-
ris dem schluß zu Cöhten, (vnangesehen Meiner
contradiction vndt protestation der meynigen)
stricte zu inhæriren, Mir mein ius quæsitum,
auß händen zu nehmen, mich von den Steẅren,
zu depossediren, vndt recta zur landtrente-
rey, die SteẅerEinnehmer, zu verweisen,
auch die bereiteste media zu den spesen,
nach ihrem gefallen, zu prætendiren,
auß dem Bernburgischen Antheil, vndt also,
einen condominat zu usurpiren, vndt
durch meine ruin, vndt verderben, etzliche
ambitiosos, zu erhöhen. Gott sehe dareyn!


Paulum Secretarium, habe ich bey Mir
gehabt, in vndterschiedlichen Regierungssachen. || [[Handschrift: 136r]]
Jtem: die Rähte, alß hofmeister Einsideln, Doctor Mechovium
vndt Doctor Brandt beysammen gehabt, zu deliberiren,
wie hagens, vndt Stollens sache, ferner anzugreiffen?


Avis von Ballenstedt, daß die Cöthner sich be-
mühen, vnß zu v̈berfortheilen, in der ejnquar-
tirung, vndt daß heütte die völcker vndt
bagage, ankommen sollen.


Gegen abendt, ist daß Regiment zu roß,
mit dem Obersten leütenampt Pfuhle, in Fürst
Augustj dorf Wirschleben, ankommen, der
General Königßmarck; hat eine compagnie Drago-
ner, mit vndtergestegkt, weil daß Regiment
etwas schwach ist. Sie wollen den Zerbster Antheil
mitt darzu nehmen. Jst es nicht zu erbarmen?
daß vns diese leütte, ein Regiment zuschantzen,
vndt dem Ertzstift Magdeburgk, auch eines,
welches wohl 6 Regimenter, haben köndte,
wann wir nur eines einnehmen. Man
helt aber, keine proportion mehr, Sondern
wo der zaun, am niedrigsten ist, da steiget
man, gemeiniglich v̈ber. Potentior opprimit
infirmiorem! Ach Gott vom himmel siehe dareyn!
vndt laß dich des großen elends erbarmen! || [[Handschrift: 136v]]
Jch habe Geörg Pansen, vndt Tobias Steffeck von Kolodey hinundter
zum Obrist leutnant geschickt in die Stadt, denselben,
(so viel alß sichs leyden will) zu compljmentjren.
Er hat sich discret erwiesen, vndt zu haltung
guter ordre erbotten. perge

Mittwoch den: 10den: Martij: 1647.


Gleich wie ich gestern in der Nacht ein Somnium hatte
von dem Könige Henrico IV. auß Frangkreich,
daß derselbe mich sehr caressirte vndt 36000
Livres tournois₶: jährliche pension mir offerirte, wann ich
ihme folgen, vndt obediren wollte? ich habe
die ehre, dignitet, vndt Treẅe, der deützschen
Reichßfürsten, allem andern respect vorzoge,
(vnangesehen, er endtlich 36 millionen, mir
zu geben versprach, ichs aber vor eine Frantzö-
sische, nicht zu halten mügliche promeße
hielte, vndt desto mehr auf meinem redlichem
vorhaben, vndt haß, des schnöden geldes, bestunde)
darüber er böse wardt, vndt nur auß seinem
Reich hinzuziehen, mir befahl, vndt alle zuvor
erwiesene gnade, in eine feindtschaft verkeh-
ren thete, ichs auch nicht groß achtete, So hette
sich die itzige Königinn Regentin, Ludovicj XIII.
wittwe, (in welche sich baldt die Maria des
Henricj IV. wittwe, welche mir auch sehr gnedig || [[Handschrift: 137r]]
vndt freündtlichst zugesprochen, vndt mich animiret,
verkehret, vndt verwandelt hette) betrübet, daß
ich so kurtzen bescheidt bekommen, vnangesehen Sie mitt
angehöret, wie Henricus IV. die laudes vndt große
dienste meines herrnvaters Sehligen so Jhre Gnaden der
Kron Franckreich, vndt sonderlich ihme geleistet,
gewaltig herauß gestrichen, vndt sich zur schul-
digen immerwährenden erkendtlichkeit, vndt
nimmer genungsam müglichen dangkbarkeit,
gegen Mir, auch meine kinder, vndt kindßkinder,
treflich erbotten gehabt, so gar kurtz zuvor,
vndt so baldt darnach, sich geendert. Sie aber
die Königin, hette zu mir heimlich gesaget, ich solte
nur gutes muts sein, vndt dem grimm des Königes,
ein wenig weichen, vndt ihn nicht mehr irritiren,
es solte baldt anderst werden. Jnndeßen, würde
ich löblich thun, das ich gut Spannisch, vndt
Oesterreichisch bliebe, sonderlich aber gut Kayse-
risch, dann das andere würde den stich nicht halten.
Sie rühmete sehr meine großmühtigkeit, das
ich dem Könige, so vnerschrogken geantwortett,
vndt die hoheit der Reich<s>fürsten, vndt deützsche frey-
heit, so mascule defendiret hette. Offerirte mir
etwaß heimlich, einen beüttel voller pistoletten
vndt Goldtkronengoldt₶: wie auch ein 4eckicht Stügk goldes. || [[Handschrift: 137v]]
Daßelbige hette sie mir bloß gegeben,
wehre so groß, alß ein zugemachter brief
ohngefehr gewesen, vndt wol ein drey
ReichsThaler digk. Die gute Königinn, hette
mich gebehten, damitt, vor lieb, zu nehmen,
vndt inßkünftige wolte sie mir schon
beßer sich erweisen, vndt die alten Schulden
bezahlen laßen. Alleine, ich solte nur,
gut Kayserisch bleiben.


Also habe ich nun ein ander Somnium
diese Nacht gehabt, wie ich nemlich, mit
meinen Söhnen viel zu reden gehabt, auch
sie etzlicher liederligkeitten halber, so
ich nicht schreiben mag, zu corrigiren.
Darauf wehre ich nacher Leiptzigk kommen,
vndt hette ohne wegweyser, alle gaßen
fast, an end' vndt orthen, da ich zuvor nie
gewesen, wol durchritten, nach des Kaysers
landen zu, da Tobias Steffeck, darzu
kommen, vndt mich vollends, darinnen, confir-
miret. Jch hette aber wieder an den hartz
gemußt, vndt mich deücht, von Stollbergk
nacher Hartzgeroda, durch eine große Schluft
zwischen dem holtz vndt bergen, da ich mich || [[Handschrift: 138r]]
dann, mit Meinen Söhnen, embarquirt, auf einem
stargken fließenden bach, vndt gählingen hinundter
geschift, fast geschwinder alß mirs lieb gewesen.
Vndt wehre endtlich, in die grafschaft Schwartz-
burgk, (wieder meinen willen, vndt dangk) gekom-
men. Da wehre am ende des bachs, das schiflein
an einem Forsterhause angefahren. So wehren wir
außgestiegen, vndt hetten alsobaldt im eingang
des hauses an der stuben Thür, innwendig ein
schwartzes stargkes Schwein angetroffen,
auf welches ich mich geschwungen, wie auf ein
pferdt, in meinung darüber zu schreitten, vndt
also recht ins gemach zu kommen. Jch hette aber
müßen sitzen bleiben, vndt die schengkel zu-
rügkec ziehen, dann der Forster vndt seine leüttlein
rieffen mir zu, mich vorzusehen, dann es wehre
ein wildt hawendt Schwein, vndt da stünde
noch eines darneben, auch an einer ketten ange-
leget, v̈ber daßelbe würde ich auch müßen,
wenn ich recht in die stube kommen, vndt mich
wärmen wollte. Jch würde mich betrogen finden,
wann ich gedengken solte, das es zahme Schweine
wie in Jtalien, an ketten wehren, Sondern es wehren
wilde böse hawende Schweine, so ihm von seinem || [[Handschrift: 138v]]
herren, anvertrawet, vndt ernstlich anbefohlen
wehren, er wolte der sorge, vndt mühe, sonst
gerne v̈berhaben sein, solche bösen Thiere, (da
er, vndt sein weib, vndt kinder selbsten, sich
vor förchten müßten, vndt sie sich immer
wegelagerten) zu wartten. Jtem: er
verwunderte sich, daß ich ohne schaden mich
also: dem Thier, auß dem Schif steigende,
auf den halß setzen dörfen. Möchte nun
wol mich in acht nehmen, wie ich wieder
herundter kähme, damit mich auch das
ander Schwein, (welches nahe darbey
stunde, vndt mich immer angruntzte)
nicht etwan schlagen oder beschädigen möchte.
Er wolte zwar gerne helfen, mit den
seinigen, wann er nur köndte? wie
er dann auch den Thieren sehr gute
wortt gab, vndt zu eßen vorwarf sie zu
stillen, vndt fromm zu machen. Sie fraßen
zwar, schnaubeten vndt gruntzten
aber, immerforth weitter auf mich, vndt
alle meine leütte hatten sich hindter mir
verlohren, vndt verlauffen, vndt ließen || [[Handschrift: 139r]]
mich alleine bey den Schweinen, vndt bey dem Jäger
deßen weib vndt kinder sich sehr vor den Thieren
förchteten, vndt immer weitt von ihnen wichen,
daß sie Sie nicht erreichen sollten. Der Jäger oder
Forster aber, gieng vmb meinent willen, zimlich
getrost herzu, vermeinte ein gut Trangkgeldt
zu bekommen, wann er mich auß der Noht er-
rettete? allein er kondte wenig thun, alß nur
anschreyen, vndt eßen vorwerfen, vndt mir auch
zurufen, ich solte die beine zurückd ziehen,
vndt fest zusammen drügken, auch das Thier
bey den ohren halten mit beyden händen fest
so köndte es nicht vmb sich schlagen, noch mir
schaden thun. Weil mir aber die hände,
vndt beine darvon müde wurden, in die
länge, daß großköpfichte Thier, also zu zwin-
gen, in dem es den kopf immer wenden wolte,
so deliberirten wir, ich vndt der Forster, (da
dann sein weib, von weittem etwaß zuplau-
derte) wie ich herundter kommen köndte ohne
gefahr? Da wahr guter Raht theẅer, zwischen
beyden vngeheẅren bestien vnversehrt durchzugehen.


Jn der angst kömbt ein liebliches schönes Rehelein
vndt läuft in der stube vmbher. Siehet mich an, vndt
spricht auf Frantzösisch zu mir: Jch solte es doch || [[Handschrift: 139v]]
alß ein pferdt gebrauchen. Es wolte mich wol
wegtragen. Jch hette mich verwundert, v̈ber
der lieblichen sprache, dieses Rehes, vndt an-
fangs darüber gestutzt. So wehre es
zu mir kommen, vndt die Schweine hetten
ihm nichts gethan, So wehre ich behende,
auf mein Schwein, in die höhe, auf den
rügken, gestiegen, vndt von dem rügken,
hette ich mich auf das fromme Rehlein
geschwungen, vndt wehre darauf darvon
geritten, vnverletzt, vndt ohne schaden,
in dem die Schweine, nach dem Rehe gesehen,
vndt verstummet. V̈ber eine weile aber
darnach, hetten sie wieder angefangen, zu
schnauben, vndt zu schnarchen.


Schreiben, vom Milagio, von Osnabrück
daß sich die tractaten, wol anlaßen,
zum frieden, Gott gebe es!


heütte ist Freybergk von hartzgeroda,
bey Mir gewesen, vndt ich habe ihm
ein recreditif, mittgegeben an seinen herren
condolendo. &cetera <auch andere offerten gethan.>

|| [[Handschrift: 140r]]


Obrist leutnant Knoche, ist hergekommen, die eintheilung
zu machen, wegen der einquartirung.


Mein Panse hat auch das seinige darbey gethan.


Die compagnien haben gespielet. Zwey
bleiben im Bernburgischen. Zwey im Deßaw-
ischen, vndt zwey nehmen die SenioratAempter,
wieder meinen willen, vndt dangk, mitt darzu,
in ihre beyde antheil, vnangesehen, ich dar-
wider protestire. Nach D Zerbst kommen
2 compagnien vndt der Stab. Das Regiment, ist
diesen Morgen, gantz alhier ankommen,
vndt macht vngelegenheit, etwaß.


Man hat sich endtlich verglichen, daß iede com-
pagnie, dißeyt der Elbe, höher nicht, alß
auf 40 pferde, sol verpfleget werden.
Eine halbe compagnie lege ich inß Ampt, vndt
auf die vom Adel. Eine halbe in die Stadt.
Eine halbe, vndt etwaß darüber, nach Bal-
lenstedt, vndt eine halbe, vn<oder> etwaß weni-
ger, nach Hatzgeroda[!]. Jm Zerbster antheil,
soll iede compagnie auf 50 pferde verpfleget werden.


Jch habe den Obrist leutnant zu gaste laden
lassen, durch Rindtorf. Er hat sich aber endtschuldiget
vndt eilet forth nach Zerbst zu. Erweiset sich gar discret[,] || [[Handschrift: 140v]]
vermeinet, wegen Meiner freundlichen herzlieb(st)en gemahlin zustandt,
vndt wegen der Tiefen Trawer, mich nicht zu jn-
commodiren, weil schon ein ander mal, die
rechte zeitt, mir aufzuwartten, treffen.


Daß gantze Regiment, ist kawm
100 pferde stargk, vndt schlecht montiret.
Wil sich alhier im lande, wieder
erholen, vndt recruytiren. perge


Diesen nachmittag, in schönem wetter, bin ich
auß spatziren gegangen, vndt habe die Oeco-
nomica inndeßen zu consideriren, vndt
große errata in rechnungssachen, sonderlich
wegen der begker, zu deprehendiren, nicht
negligiret. Gott wolle vnß doch die schwehre
laßt, in allen dingen, durch beßere assistentz,
vndt secondirung, erleichtern!


Fürst Johann hat seinen Secretarium Anthon
Günther Böschen, an mich, abgefertiget, mit
schreiben, vndt Mündtlichem anbringen, daß
doch die Pansische erben, die vorenthaltene
Sahlbücher, von Lindaw, v̈berschicken, auch
darzu gütlich, oder gerichtlich compelliret
werden möchten, dann es seindt irrungen endt-
standen wegen der gräntze, mit dem Magdeburgischen || [[Handschrift: 141r]]
Ambt vndt Städtlein Loburgk, iedoch nicht
v̈ber dem Ertzstiftischem, sondern Chur Brandenburgischen
lehen. Jch habe es Geörg Pansen, intimirt,
welcher, (gegen genungsahmer recognition vndt
vnbeschadet seines rechtens, vndt führenden
proceßes, am Kayserlichen Kammergericht,) gar
willig darzu gewesen.


Jch habe ihn Böschen, nach verstatteter
audientz, So dann auch erlangter reso-
lution, logiren, vndt tractjren laßen,
der hofmeister Einsidel, Doctor Mechovius, vndt
Rindtorf, Tobiaß, etcetera seindt auch mitt
darbey gewesen.


Mein vieh, verkalbet sehr, wie
auch der bürger ihres. Malum omen!


Madame commence a se trouver mal, c'est a dire
en bon poinct, pour accoucher. Dieu luy vueille
assister, de sa Sainte grace! & benediction!


Vnsere Reütter, haben zum willkomb,
sich wagker geschmißen, vndt stöße vom
Rittmeister Hänßgen, vndt ihren officjrern,
gekriegt, vmb ordre zu halten. perge

|| [[Handschrift: 141v]]

Donnerstag den: 11ten: Martij: 1647.

<Nachtfröste, wie etzliche Tage hero. Den Tag thawets.>


Es haben sich etzliche Tage hero 5 große schwartze
vögel, mit rauchen füßen, sehen laßen, am
Tannen werder, da sie pflegen auf den baẅmen
zu sitzen, auch wol sich, jn daß waßer
zu tauchen, Sie seindt so groß wie vnsere
gänse, vndt seindt gar schüchtern, also:
daß man mit der büchße, noch nicht hat können
an sie kommen. Gemeiniglich halten ihrer
zweene Schildtwacht, auf den baẅmen,
wenn die andern sich, in die Sahle begeben.


Es ist auch in neẅligkeit, eine große
Seekrähe, von dem lackayen Oberlender ge-
schoßen worden. Solche vndt dergleichen frembde
vögel, pflegen nichts gutes mitzubringen,
noch zu bedeütten. Gott wende alleß
vnglück, in gnaden von vnß ab!


Avis: von Ballenstedt, daß sich der da-
selbst einquartierte Rittmeister, sehr wieder-
spenstig erzeiget, vndt das quartier,
des Obersten leütnants leütten, nicht reümen will.
Dörfte also, den orth, baldt fertig machen.


Jch habe die Krosigkinn von Erxleben, in der
Nacht, müßen zu Meiner gemahlin Liebden holen laßen.

|| [[Handschrift: 142r]]


Alß ich vormittags, hinauß spatziren gegangen,
zu Meinem weinberglein, vndt hernacher bey Fußens
hause, vorüber, kömbt mir ein fuhrmann entgegen
gelauffen, mit bericht, daß ihme die Reütter
in der Straße, bey heinrich Schmidts hause,
ein pferdt außgespannet. Jch habe ihnen ge-
schwinde nachgeschigkt. Alß man aber ver-
meint, es wehren andere Raüber, so ist es ein
Cornet, vndt Officirer selber gewesen, welcher
aber, verdrießliche wortt, schießen laßen,
nach Mir selber, nichts gefraget, vndt
daß pferdt behalten, in Meinung, einen ReichsthalerReichsthlr:
von einem ieglichem wagen, zu nehmen,
vndt also, die commercia zu hemmen. Der
Rittmeister, hänßgen genandt, ein partien
führer) so alhier lieget, hat ihm patrociniret,
vndt fast eben so lose wortt gegeben. Jch
werde es an Obrist leutnant pfuhl gelangen laßen.


Der Secretarius von Zerbst, ist mit gu-
tem contento, wieder abgefertiget, wie-
wol er vnserer leütte etzliche, in discursu,
offendiret, in causa Palatina, So dann auch,
die Böhmische nation. La langue est ün
petit membre, mais süjet a grands inconvenients,
si on ne s'en sert, bien á propos?

|| [[Handschrift: 142v]]


Jch habe an Obrist leutnant pfuhl, geschrieben, nicht
allejn, waß alhier, sondern auch, waß zu
Ballenstedt, vor exceß, vorgegangen? Gott
gebe, dienliche Remedia!


Diesen Nachmittag, habe ich laßen, zum
erstenmahl dieses iahr, gerste auß-
seen, 1½ wispel, auf der langen breitte,
Gott gebe zu glück! vndt Segen!


Es ist zwar zimlich windig, iedoch bey
lieblichem sonnenschein. perge


Paulum Secretarium bey Mir gehabt allerley
anzuordnen, vndt zu befehlen.


Der avisenbohte von Leiptzigk, ist heütte
allererst, ankommen, wegen nebenverhinderungen.


Die ordinarij geben:


Das die Schwedischen Bregantz vndt andere örther,
demolirt vndt verlaßen, hingegen im Bodensee
sich noch vmb Lindaw, vndt Costnitz herumb,
sich aufzuhalten mine machen.


Es würde ein Stillestandt zu Vlm, zwischen
Chur Bayern, vndt beyden krohnen tractirt,
da dann der Franckische vndt Schwäbische Krayß
mit zum besten gegeben, vndt alle hostiliteten
cessiren sollen. Chur Cölln, sol auch darinnen
mitt begriffen sein, vndt vom Kayser, absetzen.

|| [[Handschrift: 143r]]


Jn Vngern gehe es noch alles schwührig daher.
General Wittemberg, wehre auch wieder zurügke
nach Schlesien zu.


Polen ließe sich in alliantz mit Frankreich ein. Der Kayser
hette zum Könige den Marchese della Grana
geschickt, ihn bestendig in coniunction zu erhalten,
vndt die hindterstelligen gelder, wegen Oppeln, vndt
Ratibor, zu sollicitiren.


König in Engellandt, würde vom Schotten den
Engelländern v̈berlifert. Æstimirte mehr
die iehnigen so ihn erkauft, alß die so ihn
verkauft hetten. Tractirte numehr friede
mit dem Parlament in Engellandt, vndt
residirte zu Homby, vnweitt von Londen.


König vndt Königinn in Franckreich wollten
nach Lion, den kriegen desto näher zu sein.
Der neẅe Prince de Condè solte nach
Jtalien, der Harcour zu waßer, vndt
andere generals mit ihren armèen den
krieg, fortsetzen, auch in Catalonien, vndt Flandern.


Die Staden wehren vneins v̈ber den tracta-
ten, mit Spannien, vndt Frantzösischen offerten:
dann hollandt, Frießlandt vndt Gröningen
begehrten den Frieden, Zeelandt aber, neben
v̈trecht, Gelderlandt, Vndt Overyßel, den krieg.

|| [[Handschrift: 143v]]


Zu Coppenhagen, wehre durch verwarlosung der
Feẅerwergker, das schöne zeüghauß ver-
brandt, vndt großer schade geschlehen,
auf viel Tausendt werth.


Ragozzj wehre wieder, in wer-
bung, begriffen.


Der Türgke hette Suda in Candiâ
auch eingenommen. Die venezianer
tractirten mit ihm friede. Wollten
im, das gantze Königreich Candia, vndt
etzliche kleine Jnsulen v̈berlaßen,
weil sie doch von den Christlichen potentaten,
keine hülfe, noch assistentz, zu hoffen.


Diese Nacht, ohngefehr gegen 2 vhr, ist
ein großes feẅer in der Stadt endtstanden,
vndt des Præsidenten hauß, Frühvffs
hof genandt, abgebrandt, vndt weitter
(Gott lob) kein schade geschehen. Man
hat spähte zum waßer vndt zum
leschen kommen können, wiewol zeitlich
gestürmet worden. Der windt war groß.

|| [[Handschrift: 144r]]


Der Rittmeister, tumultuirt noch immerforth.
Wil meinen Fehrmann todtschießen, weil er in
neẅligkeit, einem vollen Soldaten, der ihn der<n>
armen Mann, erschießen wollen, das pistohl außge-
schlagen, vndt seinen insolentzen, gesteẅret.
Jch laße es ihm verweysen, durch Rindtorf,
vndt Tobias Steffeck von Kolodey[.] Jnndeßen, verbirgt sich,
der Fehrmann, welchen der Ambtsraht, in schutz
hette nehmen sollen, allein auß forcht der Soldaten
gesaget zum Rittmeister er wolte ihn laßen, jn
einen Turm werffen. Welches ich aber, vor
dißreputirlich, mir halte, weil er mein
diehner ist. habe zu dem ende hinundter
geschickt, den Rittmeister, der billigkeit zu
erinnern.


Gestern sollen zweene Merodebrüder, (wie
sie in diesen kriegen den Nahmen bekommen,
die heimlichen diebe, vndt raüber) in Cautij
behausung kommen sein, bier vollauff begehret,
vndt bekommen haben, endtlich aber alß der
haußwirth nichts mehr auftragen wollen,
haben sie es mit vngestümb begehret, vndt
zu brennen gedroẅet. Seindt baldt darnach
hinweg gegangen. Da hat die Fraw, ohngefehr,
eine brennende lundte, mit Feẅerschlägen, im Stroh,
gefunden, ehe noch schade geschehen.

|| [[Handschrift: 144v]]


heütte (wil man sagen,) sollen auch die Soldaten
heimlich, Früvfs hof, angestegkt haben, weil
man kein quartier, darinnen, ihnen geben wollen.


Andere aben<r> sagen, weil viel armer leütte
darinne wohnen, hetten die alten weiber
durch den flachß, (so sie außtrucknen wollen)
das hauß angestegkt. perge Gott bewahre
vor ferrnerem vnheyl!


Rindtorf vndt Tobias Steffeck, seindt
gar wol vom Rittmeister entpfangen
worden. Er hat sich zu allem gutem aner-
botten, vorige Mißverstände bereẅet,
v̈ber schlechte tractamenten geklaget,
des cornets groh<b>heit getadelt, des
Fehrmanns wiederligkeit, improbiret,
gleichwol aber auch, zu Meinem respect,
vndt seiner leütte bestraffung, sich anerbotten.
Er weiß schon, daß ich ihn bey dem Obrist leutnant
verklagt habe, vndt siehets vngerne.
Es sol eines Balbirers Sohn, auß Breßlaw
her sein. perge


Der Obrist leutnant Pfuhl, hat scharfe verweiß
geschickt, an den Rittmeister alhier, wie auch || [[Handschrift: 145r]]
an den zu Ballenstedt, welcher aber schon
aufgebrochen. Jch hoffe, Sie sollen zum creütz
kriechen. Gott gebe es!


Geörg Panse hat mir vielerley referiret
von der soldatesca, vom feẅer vndt andern sachen.


Es sol ein bär, an der Stadtmawer vmbgehen,
vndt sich dem Stadtknecht ofte[!] zeigen.
perge

Samstag den: 13den: Martij: 1647.

<4 hasen hetzen laßen.>


A spasso in schönem, wiewol frostigem wetter.


Dem Rittmeister hänßgen, habe ich seinen vnfug
durch Geörg Knütteln, vndt Jakob Ludwig Schwar-
tzenberger remonstriren, ihme auch deß Obrist leutnants
brief zustellen laßen. Er hat sich zjmlich
vngeberdig <an>gestellet, vndt schlechte lust, zu parj-
ren, waß noch darauß, werden will?


Briefe vom Milagio. Die Ascanische sache,
bleibet stegken. Die ChurPfälzische sache wirdt
von den Schwedischen mit ernst urgiret.
General Königßmarck will, man solle Bernburg
in consideration nehmen, weil es
am allermeisten gelitten. <Wer thut es aber?>


Jn landtschaftsachen, wil man Fürst Johanns
praetendirte 27000 ThalerThlr: ins Schuldtbuch nicht
einrügken lassen.

|| [[Handschrift: 145v]]


Sonst kommen wüste händel, vom Ober: vndt
Vndter Directore ein, vndt solche difficulteten,
dadurch sie, (vndter dem Schein dem landtschaft-
wesen aufzuhelffen) der herrschaft, vndt
sonderlich meine ruin suchen, vndt darauf
sichten, vndt trachten. Gott verheyhe es ihnen!
vndt laße mich nicht, zu grunde singken!


Die Fuhrleütte, seindt forth, nach dem Sie
ihr contentament vom Rittmeister erlanget.
Er hat dem fuhrmann, vor daß außgetauschte
vndt hinweggerittene pferdt, 8 ThalerThlr: müßen
nachschießen. Also höret er nun auf zu schnarchen.


Avis von Ballenstedt daß Caspar Pfaw, den all-
hiesigen accord; jmprobiret, vndt eine præcipitantz
ihn nennet, weil man nur, die effective vorhandene
Soldaten, solle verpflegen, nicht aber 40 pferde,
auf eine compagnie da nur 12 Reütter oft vorhanden.
Er weiß aber nicht, das es ein gesampter
Schluß ist, mit dem Obrist leutnant aufgerichtett,
vndt das sie sich nicht alle Tage, wollen
mustern laßen, viel weniger recht ansagen,
wie stargk sie sein? sondern oft viel, oft
wenig an sich ziehen, vndt darauf wollen
verpfleget sein, in höchster vngewißheit.

|| [[Handschrift: 146r]]

Sonntag den 14den: Martij: 1647.


herr Benjamin Gigelßberger, hat geprediget, auf
vnserm Sahl alhier aufm Schloß. Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin
hat auch noch mitt zugehöret.


Drey trouppen Reütter, seindt in wehrender predigt
herüber paßirt, vndt haben den hofprediger, neben
den leütten, in der kirche zu Sankt Ægidij, vorm
berge, sehr erschregkt, vmb eines bohten
willen, so ihr Maior, der von hacke, begehrt,
vndt (weil ihm Bürgermeister Fuß nicht helfen mögen)
denselben auß der kirche durch 6 armirte
Tragoner, holen laßen. perge


Extra zu Mittage, Doctor Mechovius, Doctor Brandt,
vndt der pfarrer, so geprediget. Der Rittmeister
(so auch invitieret) hat sich excusiren laßen.
perge


Conferenze, co'l Dottore Meccovio, Dottore Brandt, Bengiamino,
ed altrj, in diverse cose; e<d> occorrenze.


Nachmittags, bin ich wieder in die kirche gezogen,
da Jonius, geprediget. perge <Von der paßion.>


Es ist klage gekommen, daß heüte die durch-
paßirte völcker, die leüte geschlagen, schaden
gethan, brodt geplündert, auch die leütte in der
kirche geschlagen, biß sie bohtenweise geloffen.
Jn der Stadt, hat man Sie herüber gewiesen. perge

|| [[Handschrift: 146v]]

Montag den: 15den: Martij: 1647.


Alß ich gestern dem Præsidenten, henrich von Börstel,
etzliche acta (in hagens sache,) zugeschigkt, vndt sein
gutachten begehret, hat ers remittiret,
vndt sich endtschuldiget, mit dem abgang seines
gedechtnüßes, dann wann er vier wortt
redete, vergäße er die ersten. Cependant;
il m'a engouffrè dans ce labyrinthe.


Risposta von Caßel, in höflichen, aber gantz
abschlägigen terminis. Die landtgrävin
ist eben krangk, vndt bettlägerig gewesen.
Meinen bohten, haben die Königßmargkischen
v̈bel tractirt, vndt erschießen wollen,
weil sie ihn, vor einen Heßen, angesehen,
vndt daselbst nicht gute quartier genung
gehabt. Die landtgrävin, hat Mir
nicht, mjtt eigenen handen, geantwortett.
Elle excüse, l'ülterieure assistance, a
mon fils Victor, a cause de ses debtes, &
craint, que mon exemption, aussy peu, que
son intércession, ne sera point considerèe,
en Swede, & s'oblige, de m'envoyer
dü precieux baulme de vie, tenant la
commünication dü secret de la Contesse, pour || [[Handschrift: 147r]]
incommünicable, <á Dillembergh.>


A spasso, zu fuß, in schönem wetter, auf
meine ägker, ein wenig der außsaht zuzusehen,
Gott gebe zu glügk! vndt gedeyen!


Jn landtschaftsachen, habe ich die addres-
se an Fürst Augustum mit einer vorantworth, re-
mittirt, vndt mich, v̈ber die præiudicia, zimlich
beschwehret.


Die Commission wegen rahtsrechnungen
alhier renoviren laßen. perge


An Doctor Lentzen, geschrieben, vndt ihme die
acta, vom Cöthnischen convent, communicjret,
vndt sein gutachten, begehret. Gott gebe!
daß der bohte, zusampt den actis, wol
durchkommen möge!


Die ordinar avisen: berichten daß armistium
zu Vlm, zwischen Schweden, Chur Bayern, wie
auch Frangkreich, mit etwas disgusto Kayserlicher Mayestät[.]


Jtem: die quittirung Bregantz, vndt Lindaw.
Die praeparatoria zum Türckenkriege zu Venedig,
vndt daß der General Grimanj, die Türckische
Schifarmada, so nach Canea gewoltt, bey
Negroponte geschlagen.


Jtem: daß die Maltheser Galleren den Admiral2 || [[Handschrift: 147v]]
von Algierj, mit 2 galleren bekommen,
(combattendo) Sie hetten 250 Türgken
von 400 niedergemacht, die v̈brigen gefangen.
Es wehre aber auch der Sieg, auf ihrer seitte
bluhtig gewesen, sintemahl sie ihren general3,
einen Frantzösischen cavaglier, durch 5 Muß-
ckeetenschüße verlohren, vndt in die 200
Mann, weil sich die Türgken, tapfer ge-
wehret. Jn die 45 Christen Schklaven,
hetten sie liberiret, (Gott lob.)


<General> Sperreütter, gienge auch, nach Venedig,
condition zu erlangen.


Graf Woldemar, würbe stargk, vor heßen,
Darmstadt, gebe 100 ReichsthalerRthlr: auf einen
Reütter, vndt also 100 mille ReichsthalerRthlr: auf 1000
pferde, oder 200 mille auf 2 mille[.] Dem Landtgraf
Geörgen, wehren auch 50000 ReichsthalerRthlr:
auf die Stadt Frangkfurth, zur werbung,
angewiesen. Die Stadt wolte es aber nicht
acceptjren.


heßen Caßel, würde große conditiones
angebotten, versicherung der religion, daß
Marpurgische Fürstenthumb, etzliche
Aempter, in der grafschaft Schawenburgk[,] || [[Handschrift: 148r]]
das Stift hirschfeldt, 20000 ThalerThlr: iährlich,
von den ejnkommen, der Catolischen Stifter, so Sie
occupiret, vndt andere dinge mehr.


König in Engellandt tractiret friede, mit
seinem Parlament. Wil sich doch nicht darzu
zwingen laßen. General Fairefax hat
ihn, auf den knien, willkommen geheißen,
vndt sich also vor seiner hohen obrigkeitt,
dennoch submittiren müßen, vnangesehen
seiner großen verrichteten heldenThaten, wieder
deß Königes armèe. Das seindt mirabilia!
Gott helt gleichwol, v̈ber krohnen, vndt
herrschafften, Fürstenthumben, vndt Obrigkeitten,
wann gleich rebellen sich darwider setzen.
perge


Der Ertzhertzogk Leopoldt Wilhelm zeücht
nach Brüßel, daßelbe guberno, mit 15000
krohnen, Monatlicher pension anzutretten.
Sol den König in Böhmen, vndt des Kaysers
Tochter, alß Brautt des Königs in Spannien,
mittnehmen, vndt viel seguito.


Spannien bemühet sich noch, mit den Staden
den frieden zu schließen, gleich wie Franckreich
es zu verhindern. Der alte Printz von Vranien,
sol Todtkrangk, andere meinen er solle Todt
sein. Gott wolle sich des lieben Printzen erbarmen!

|| [[Handschrift: 148v]]


Polen streittet heimlich, mit dem Schwedischen General
Wittembergk, weil derselbige die Fürstenthümber
Oppeln vndt Ratibor, (so ihme vom Kayser
versetzet) von Kayserlichen völckern will mit
macht evacuiren, es scheinet aber, der
general Wittemberg, werde sich bedengken
müßen, vndt der König in Polen, sol aufs
neẅe wieder werben, wiewol die
Soldaten, so sich neẅlichst gebrandt,
sehr scheẅen.


Jn Dennemargk hat der König,
das vnglück mit dem zeüghause
gehabt, durch verwahrlosung etzlicher
feẅerwergker Jungen. hat aber
den bestalten Obersten4 darüber ein-
ziehen, vndt vors kriegsrecht stellen laßen.


Jn Schweden, ist der General Dorsten-
Sohn, wiewol er krangk zu bette gelegen
wegen seiner meriten, oder großen
glücks, zum graven solenniter gemacht,
vndt seinem Sohn diese ehre, im Nahmen
des vatters, aufgetragen worden.

|| [[Handschrift: 149r]]


Mein küchenmeister Philipp Güder, ist re in-
fecta von Zerbst wiederkommen, (außer waß
er in andern angelegenheitten, beym Wendelin
verrichtet) saget wunder, wie der Obrist leutnant
Pfuhle, die guten Zerbster, schätzen vndt
plagen solle? Gott erbarme sich ihrer!

Dienstag den 16den: Martij: 1647.

<2 hasen, hat Rindorff gehetzt. et cetera>


Jch habe Ern Hesium; bey Mjr gehabt,
allerley mit ihme, wegen des Wendelinj,
vndt Calixtj, zu conferiren.


Zu Zerbst, wirdt sehr lamentirt, v̈ber die
vielfältige contributiones, vndt daß in zweyen
iahren, zeitt währender exemption der Schwedischen,
v̈ber 24000 ThalerThlr: contrjbution, zu selbiger
Cammer genommen wehre worden, also das
man die armen leütte, nicht verschonet hette!
An itzo, müsten sie es endtgelten, vndt ver-
meinet iedermann, sie wehren durch solche
befreyhung, gar reich, geworden, vndt
solcher gestaltt, köndten sie desto beßer,
in die büchße blasen, vndt geldt hergeben.


Den Fehrmann, habe ich heütte, mit dem Solda-
ten, vergleichen laßen, vndt allerley Amptßsachen,
vornehmen.

|| [[Handschrift: 149v]]


A spasso auf meine felder. Gott vnßf
wolle die außsaht gesegenen, vndt alles
wol, vnß gedeyen laßen!


Diesen abendt, ist der Amptmann von Ballenstedt
Märten Schmidt, anhero kommen, allerley zu
referiren, vndt wegen eines pachts zu hoym,
mit Meiner gemahlin Liebden sich zu vergleichen. perge


Es ist noch zimlicher friede droben Gott lob!

Mittwoch den 17den: Martij: 1647.


Jn die kirche, da dann der hofprediger
Theopoldus (welcher Gott lob, wieder gesundt
worden) auß der passion eine schöne predigt
gethan.


Antonius Krosigk von Erxleben, ist alhier
gewesen, vndt hat mahlzeit mit vnsern
leütten, gehalten. perge Darnach habe
ich ihm, audientz verstattet. perge


Schreiben von Brehmen, vndt Leyden, vom Baron
dj Schrahtembach, verglimpft die zeitung, mit
dem dürren fleisch daselbst, vndt in Westphalen.
Meldet die brunst des Königlichen Stalls, vndt Ar-
senals zu Coppenhagen, Jtem: das General Sper-
reütter, solle vom Türgken sein gefangen, vndt le-
bendig geschunden worden, weil er in einer || [[Handschrift: 150r]]
Stadt, sich Tapfer gewehret, etzliche Stürme abge-
schlagen, aber doch endtlich v̈bermannet, vndt gefangen
worden. Wann deme also? wehre es greẅlich zu
hören, vndt eine erschregkliche grawsamkeit.


<Nota Bene Nota Bene Nota Bene[:]> hofmeister Schwechhausen meldet, der liebe allte
Printz Henrich Friederich von Vranien, wehre den
4. ⁄ 14. dieses Monats Martij, des Morgens zwischen 4 vndt
5 vhr, alß er 63 iahr, vndt 6 wochen altt gewesen,
mit todt abgangen, in deß Graven haagen. Alle
großen herren vndt Damen, seindt bemühet, daß leidt
der Princeßin zu klagen, wie auch Printz Wilhelmen.
Der Churfürst von Brandenburg sol auch im haag sein.
Meine Söhne (Gott gebe zu glügk) werden auch dahin,
ihre geziehmende condolentzen, abzulegen.


Spanheimius schreibt, er habe numehr (Gott lob) die
Geldrische post, derselbigen Provintz, auch empfangen,
nach vielfältiger Mühe vndt arbeitt. Die auß-
zahler haben Mir doch 7 Gulden (florenus)f: 15 Stüber (flandrisch-burgundische bzw. niederländische Münze)st: 5 Pfennige (denarii)d: darvon ab-
gekürtzet, weil ich daßelbige, von den andern
Provintzien, zu viel bekommen, Gilles van der Heck,
ein pfältzischer Cantzeleyschreiber, hat sich sehr da-
rinnen bemühet. Jst also numehr, der Staden voll-
kommener abtrag, gantz richtig. Gott lob! Der wende
alles, zu seinen Ehren, vndt vnserm allerseitß besten!
Der gehofte friede im Niederlande, macht auch
hofnung, zur wolfailen zeitt, zu Leyden.
Gott bewahre vor infection, vndt vngesundtheitt. || [[Handschrift: 150v]]
Spanheim lobt meine kinder sehr, vndt daß er sie
bißweilen examinirende, also befinde, daß er
allezeit mit freẅden, von ihnen scheiden müßte.
Gratuliret mir sehr, derentwegen. Gott
gebe in gnaden, ferrneren progreß, vndt succeß!


Spanheim beklaget sehr den alten Printzen, von
Vranien, welcher den 14den: diß [Monats], zwischen 4 vndt
5 vhren, deß Morgens, verschieden im haag, da
er von den Mühesehligen Schwachheiten seines
abgemergelten leibes, wehre liberiret worden,
vndt von vieler quahl, angst, vndt pein.
Seine Sehle wehre in guter disposition
gestanden, vndt Gott hette ihm die gnade ge-
than, daß er sein hertz von diesen irrdischen
dingen, abgewendet hette, ehe die Sehle vom
leibe abgeschieden wehre. Er hette seinem
Sohn, vndt Töchtern, den respect gegen die
Princeßinn, ihre FrawMutter, sehr recom-
mandiret, vndt die einigkeit, vndter ihnen.
Er hat inngleichen, so wol die General
alß particular Staden, zu solcher
schönen <Tugendt der> Eintracht vermahnet, vndt hat
ihnen seine hindterlaßene befohlen.
Gott hat ihm, kurtz vor seinem ende
eine v̈bergewöhnliche animj præsentiam || [[Handschrift: 151r]]
verliehen, vndt ist eben der Churfürst von Brandenburg
noch vor diesem Trawrigen fall, recht darzu
kommen, in den haagen. Gott verleyhe diesem
großen Printzen, eine sehlige auferstehung,
zum ewigen leben, an iehnem großen Tage!
Jch habe einen großen freündt, vndt Patron,
vor Mich, vndt meine kinder, an ihm verlohren!
Gott ersetze die Stelle, in gnaden!


Die herren Staden werden sehr von Frangkreich
molestirt, wieder ihren willen, den frieden mit
Spannien zu brechen, oder doch bürgen zu sein, vor
den v̈berfall, der nechsten Provintzien.
Sie deliberiren hierüber mit sorgen vndt
bekümmernüß. Jn Zeelandt seindt vndter
der Erden vhrallte antiquiteten gefunden worden
mit der v̈berschrift: Deæ Nehalenniæ.
Das exercirt die köpfe vieler gelehrten,
welche diese Göttin, in keinen büchern,
nennen hören. Des Königs in Engellandt,
sachen, stehen schlecht. Er wil des Parlaments pro-
positiones, nicht vndterschreiben, vndt die Bischoffe
restabiliret wißen. Zwelf Schottische commissa-
rien deliberiren mit den Engelländischen, waß
man mit dem Könige, anfangen solle? Er will
weder die prediger, noch andere officirer vom Parlament || [[Handschrift: 151v]]
hören. Schläft allein in seiner Cammer, vndt
versperret sich daselbsten selber ein. Jst
ein groß exempel der elenden verände-
rungen aller weltlichen Stände, zu vnsern
zeitten. Gott wolle ihn trösten, auch gute
consilia ihm suggeriren!


Frangkreich droẅet Italien. Wil daß
conclave in seiner Macht haben, vndt dem
Cardinal Mazarinj, anleittung geben,
(sede vacante) alßdann pabst zu werden,
weil er ein Römer, vndt durch daß pecca-
tum Originis der frembden, nicht verhindert
wirdt, zum stuel zu gelangen, zumahl
da die wieder aufhelffung der Barbarinj,
vndt die restitution ihrer clienten,
viel zur sache thun können.


Printz von Condè sol die armèen in Ca-
talogna, oder in Jtalien, commandiren.


On craint, ün temperament chaud, et
bilieux, en ce climat. Dieu conserve les
siens!


Diesen abendt hat der Amtmann zu Ballenstedt seinen
abschiedt genommen.

|| [[Handschrift: 152r]]

Donnerstag den: 18den: Martij: 1647.


Allerley correspondentzen, am heüttigen
postTage, expedirt, darnach aber zur
fischerey spatzirt, vndt eine lachßfohre,
auch hecht, vndt Neünaugen, gefangen.
perge


Michel der Jungfrawknecht, ist vom
Berlin wiederkommen, mit schreiben an vnß,
vndt mit vergenügung Meiner gemahlin Liebden
Gott lob, vndt dangk!


Die Relation Numero 11 wirdt mir auch
communicirt, deß Milagij. Die hofnung zum
friede, wehret noch, in restitutione Palati-
natus, et octavo Electoratu, vndt restric-
tion, der gravaminum, biß in den Standt,
de anno: 1624[,] reluition der Oberpfaltz
vor 13 millionen, contentirung der landt-
grävin, zu Caßel, mit geldt, vndt landt,
erwehlung deß Ertzbischofß zu Bremen,
zum bischof von Oßnabrügk, contentirung
des hauses Braunschweig, mit Stiftern,
abfindung der Frantzosen, vndt Schweden,
vergleich dieser mit Brandeburg etcetera[.] Die Asca-
nische sache kömbt aber in geringe consideration.

|| [[Handschrift: 152v]]

Freitag den: 19den: Martij: 1647.


<3 hasen.>


Abermahlige schreiben von Leyden in haberfeldts-
sachen. perge Tout se change, apres la mort dü Prince d'Orange[.]


Schreiben von Deßaw, alldar Börstelß
kindttaüffen, wol abgelauffen, vndt der
Cantzler, Doctor Müller, meine stelle vertretten.


Fürst Johann Casimir vndt seine gemahlin, haben Mir, in
baẅ: vndt mèsnagesachen, auch geschrieben.


J'ay veü mes poullains icy. perge. Dieu
me les vueille garder!


Panse hat allerley referiret, von Amptß:
vndt Gerichts:sachen. <Il y a quantitè de grües aux champs. perge>

Samstag den 20ten: Martij: 1647.

<Stargker windt.>


Diese Nacht, vmb gegen 11 vhr, hat Gott der
Allmächtige, gnediglich geholfen, vnser gebeht
erhöret, vndt der hochgebornen Fürstin,
Meiner freundlichen herzlieb(st)en Gemahlin Liebden dero banden
gnediglich endtladen, vndt mit einem
frölichen anbligk, einer Jungen Tochter, vns
erfreẅet, Seine gnadenreiche milde gühte
seye vor solche gnadengabe hertzlich ge-
lobet, vndt gepreiset. Er wolle ferner
Sein wergk, in vnß vollenden, vndt alles
zu Seines heiligen Nahmens ehre, gedeyen laßen!

|| [[Handschrift: 153r]]


Es ist diesen Nachmittag, wie ein Erdtbeben
gewesen, vndt grawsahmer Sturmwindt,
daß es an der Scheünen dach, vnd schaden gethan,
die biehnenhütte eingeworfen, vndt vnser
Schloß bebendt gemacht, welches auch Meine
gemahlin im bette also empfunden, daß sie
vermeinet, es solte das bette v̈bern
hauffen fallen. Gott bewahre, vor bösen
præsagiis!


Meine leütte haben dennoch in Zeptziger
feldern, etwaß gerste vndt haber geseet.
Gott gebe zu gedeyen!


Jch habe viel geschrieben diesen Tag.
Gott gebe zu glück! vndt succeß!

Sonntag den: 21. Martij: 1647.


Jn die kirche, da dann der hofprediger Theopol-
dus, nach verrichteter predigt, Gott gedangkt
vor Meiner gemahlin glückliche endtbindung,
vndt ferner vmb seinen Segen, auch erhal-
tung Mutter, vndt kindes, angeruffen.
Gott wolle vnß erhören!


Des baders Fraw, hat mir einen fuß-
fall gethan, wegen ihres Mannes. Gott
helfe, daß gerechtigkeit, vndt Barmhertzig-
keitt, beysammen stehen mögen!

|| [[Handschrift: 153v]]


Extra zu Mittage, der CammerRaht, Doctor Mechovius,
der hofprediger Theopoldus, wie auch die Krosigkinn
von Erxleben.


Nachmittags, singillatim in die kirche vndt
Catechismus predigt, Ern Jonij. Vormittags
waren, vier meiner Töchter, vndt der kleine
Carll mit mir, in der kirche. etcetera
Gott erhöre vnsere seüftzen! gebeht!
flehen! vndt dangksagung!


heütte hat der Rittmeister hänßgen,
ohne einige vrsache Matz Vrlob durch
seinen knecht, prügeln laßen.

Montag den 22ten: Martij: 1647.


Jch habe noch viel geschrieben, in
hollandt, an Doctor Lentz, hin: vndt wieder.


Der Rittmeister, hat lose händel gemacht,
vndt den excusirt, gegen Jakob Ludwig Schwartzenberger durch
den ichs ihm verweysen laßen, daß er gestern
Matz Vrlob geschlagen. heütte haben
sie auch nachmittags, mit Meinen Muß-
cketirern lose händel angefangen, wie
sie auch dem küchenmeister, vndt Geörg
Petzen, in die zaüme, (ohne vrsach) gefallen,
als Sie von Ballenstedt wiederkommen, || [[Handschrift: 154r]]
vndt haber, weitzen, vndt Victualien, mitgebracht.
Nota Bene[:] General Königßmargk, soll Winnungen
von Fürst Ludwigen in pacht annehmen. perge


Endtlich hat der Rittmeister hänßchen, die
iehnigen gestraft, mit prügeln, vndt gefäng-
nüßen, welche Matz Vrlob, geschlagen vndt
vnsere leütte molestiret. <Viel köpfe viel sinne!>


Caspar Pfaw, ist beym general Königsmarck zu halberstadt
gewesen, mit zimlicher verrichtung. Fürst hanß,
geneüßt doch, seiner Schwedischen exemption,
zimlicher maßen. Mundus regitur opinionibus!


Die avisen geben:


Daß dem Türckischen Kayser, in einem Monat
7ben Söhne gebohren, vndt derhalben zu Con-
stantinopel große freẅde seye.


Die armatur, zu waßer, vndt lande,
continuirte, gegen die Venezianer, weil
der Türcke das Königreich Candia gantz
haben, oder sonst keinen frieden schließen
wollte.


Die Genueser, armiren gewaltig,
dem<n> venezianern zu hülfe, weil sie
mit Tittul[n] vndt andern avantages,
[begab]et [wor]d[en].

|| [[Handschrift: 154v]]


Chur Bayern, ist gut Frantzösisch worden.
hingegen redet Schweden, vor Chur Pfaltz.


Jm haag, gibts alteration, wegen abster-
ben des Printzen von Vranien, vndt daß der
Frantzösische Ambassadeur Conte de Servient, die Stadische
Ambassadeurs von Münster vndt Osnabrück sonderlich Monsieur Cnuyt
vndt Paw, verklagt, daß sie sich, durch
Spannische doublonen, corrumpiren laßen,
da sie doch nichts gethan, alß: waß
ihnen commißionsweyse, anbefohlen worden,
welche anklage, böse geblüht setzet.


Am Bodensee, ist mehrentheilß, alleß
verlaßen, vndt quittiret, von Schwedischen.


Die Vngern, seindt wiederjg noch.


Die satisfactiones, zu Münster undt Osnabrück werden
mit eiver, tractiret.


Jn Engellandt, wil der König, seinem
Parlament, noch nicht nachgeben.


Zu Coppenhagen, sol Standtrecht v̈ber
den Obersten5 deß zeüghauses, gehalten,
aber nicht exequiret werden, weil er vn-
schuldig, an dem brande, ist.


Wegen des zolls, im Sunde, vndt visitj-
rung, der durchpaßirenden S[ch]iffe [g]ibt
es abermal neẅe hä[ndel] z[wischen] [Denne]-
margk, vndt Holl[and.]

|| [[Handschrift: 155r]]

Dienstag den 23ten: Martij: 1647.

<5 hasen, Rindtorf.>


Die K[ro]sigk seindt anhero kommen.


hofm[eister] Einsidel ist hinweg gezogen, mit sei-
ner Frawen, zu seinem Schwager, Rittmeister
Schierstedt, nach der hundtsburgk auf ein kindt-
taüffen.


<AmptsRaht> Panse, hat mir allerley referiret.


J'ay beaucoup èscrit encores. perge

Mittwoch den 24ten: Martij: 1647.


Oberlender ist forth, Gott wolle ihn
geleitten, wie auch St. F.g einer nach
Westen, der ander nach Osten. perge


Ein Pollnischer Ochße hat 464 Pfund (libra)℔: gewogen
vndt 2 Stein Talck gehabt.
Ein kalb hat 58 Pfund (libra)℔: gewogen alhier[.]
Jst ein rarum contingens.


A spasso, auf meine felder, gegangen.


[J]ch habe heüte viel negociiret, pour a-
[van]cer Le bien, de mes affaires, si Dieu veüt?


Avis: daß Königsmargk Winnungen, von
[Fürst L]udwigen, bekömbt, vndt Mortaigne, heßen:
[Caß]elischer General wirdt.


Der Præsident, Henrich von Börstel,
[ist To]dtkrangk. Gott tröste ihn!

|| [[Handschrift: 2r]]

<Mittwoch den 25. Martij: 1647. Mariæ verkündigung.>


Gestern abendt, den: 24. Martij, 1647
ist ein schreiben von Fürst Augusto einkommen
an Bürgermeister Döhring, zum landtrechnungßTage, sich
einzustellen, neben andern deputirten, vndt im
Majo, darmit fertig zu sein.


Ein ander schreiben, ist an die genandten
landtStende, des Bernburgischen Antheilß, von dem O-
bersten Werder, vndt dem landtrentmeister,
gestern Nachmittags allererst, alhier zu
Bernburgk, einkommen, mit begehren, es solten
dieselben zu Acken, den Tag erscheinen, alß den
25<4>ten: Martij, id est gestern. Wie kan es aber
solcher gestaltt sein? Die Kayserlichen commißarien,
Chur Saxen, vndt Chur Brandenburgk, haben
ihre subdelegirte Rähte, zwar dahin
geschickt, nacher Agken, in sache, Fürst Augustj,
Fürst Ludwigß, Fürst Johann Casimirs, vndt Fürst Frie-
derichs, contra Fürst Johannsen, vndt die landt-
schaft, adhærirt den vier Fürsten. Jch aber,
der ich nicht accusirt, noch citiret bin, auch
mich biß dato neütral gehalten, habe den
Meynigen tacite inhibirt, nicht zu erscheinen.


Einsidel, vndt Krosigk6 seindt verrayset,
die Troten so auch invitirt, gehören nicht zu der
landtschaft. Die Bürgemeister[!] alhier7, reguliren si[ch]
[...] nach Mir.

|| [[Handschrift: 2v]]


Am heüttigen Festo Conceptionis Christj, hat
vnß vormittags, der hofprediger Theopoldus,
eine schöne predigt, in der kirchen gethan. Meine
kinder, seindt auch mitt dari mir darinnen
gewesen. Gott gebe, zu ihrer erbawung!


Der kleine Kersten, hat sich wieder einge-
stellet von halle vndt Leiptzigk, re infecta
hat mir ein kaltsinniges schreiben vom bischof
von hall mitgebracht, wegen des Juden, etcetera
der daß geleitte soll verritten haben. <On ne respecte nüllement mes jntercessions!>


Extra den CammerRath zu Mittage gehabt,
<Anton> Krosigk ist nun, wie ordinarius; neben Rindorf,
in abwesen, deß hofmeisters Einsidels.


Der Amptmann Benckendorf, hat sich wol
gegen mir, expectorirt. perge <en ses commissions.>


Nachmittagß, wieder in die kirche, seül.


Avis: daß vmb Cöhten herumb, eine partie Reütter
im pferde außspannen, einen pawer Todtgeschoßen[.]

Freitag den 26ten: Martij: 1647.


Nach gestrigem schönem wetter, war heütte
windt, vndt regen. Post nubila Phœbus!


Paulus ist bey Mir gewesen. perge


Avis von Zerbst das es seltzam daselbst daher
gehet. Der Obrist leutnant pfuhl ist biß in den dritten || [[Handschrift: 3r]]
Tag, in der vorstadt zu Anckun, logiret, vndt aufgehalten
worden, in einem krug, darüber er sich beschwehret, vndt
daß man ihn in die Stadt Zerbst, nicht einlaßen mögen, hat
auch den krug, vor ein hurhauß gehalten, vndt die schlüßel
endtlich, dem Raht abgefordert. Der Bürgemeister[!], Lucas
von Bergen, hat sich endtschuldiget, das er ohne vorwißen,
vndt befehl des Rahts, wie auch seines Fürsten, solches
nicht thun dörfte. Darauf hat der Obrist leutnant selber
etzliche Soldaten in die Stadt hineyn commandiret, des
bürgemeisters[!] losament, durchsuchen, ihn, vndt sein
iunges weib, (daß er neẅlich geheyrathet) schlagen,
vndt viel im hause, zu nichte machen laßen, (wie
berichtet wirdt) darbey großer exceß, im aufschla-
gen, der kisten, vndt kasten, fenster, vndt öffen,
wie auch, plünderung der mobilien, mag vorgegangen
sein, Alß sie nun die Schlüßel aldar nicht gefunden,
vndt gedachter Bürgemeister[!] Sie auf daß Schloß
gewiesen, haben Sie auch aldort, im vorhofe sehr
gepoltert vndt geschnarcht, mit vermelden,
Sie wolten die Schlüßel, auß des Fürsten kammer,
selber holen, wann man sie ihnen, nicht gutwil-
lig hergebe, also hat man ihnen vom Schloße, die
Schlüßel abfolgen laßen, vndt darnach hat sich,
der Obrist leutnant ejnquartirt, wie er selber gewoltt.
Will also, Meinem vetter, Fürst Johannsen, die er-
haltene Schwedische exemption, nicht viel helffen. et cetera

|| [[Handschrift: 3v]]


Avis: daß die Kayserlichen wiederkommen, vndt schon auf der
nähe, sejn sollen, diese Soldaten zu persequiren. Gott
bewahre vor mehrerem vnheyl! vor vnß, vndt
vnsere arme, schon ruinirte vndterthanen!


heütte seindt allerhandt Commißiones, durch Meine
Officirer, vndt Beampten, hieroben tractiret worden,
in der Amptstuben. Gott gebe, daß alles leichter
werde!


Matz vndt Lüdlof[!] von Krosigk seindt diesen abendt
anhero kommen, vndt (nach gehaltener abendtmalzeit
mit Meinen kindern,) wieder verrayset. Der
iüngste Lüdlof[!] sol deß E Königßmargks,
aufwärter werden. perge


Vom Doctor Lentz, wieder antwortt bekommen. perge


Es laßen sich so treflich viel kranniche sehen,
verderben die Saht im felde, wühlen die
ägker auß wie schweine, vndt seindt
gar v̈bel zu schießen, vndt anzukommen.


J'ay achevè ün grand pacquet,
Dieu vueille bienheürer mes depesches!
expeditions, & desseings! & ne laisser re-
tarder mes bonnes jntentions, par les meneès,
& machinations, de mes adversaires!

|| [[Handschrift: 4r]]

Samstag den 27ten: Martij: 1647.


<Froßt.>

<3 hasen Rindtorf.>


Die Commission zwischen den Krosigken, vndt
hanß Berndts, ist vorgenommen worden. Gott gebe
guten vergleich!


Tobias Steffeck von Kolodey ist forth im nahmen deß herren,
auf eine nöhtige rayse, Gott gebe mir! vndt
ihm, in meinen verrichtungen, glück, heyl, guten
succeß, vndt glückliche expedition! Amen! Amen!


A spasso, in meinen garten, vndt ich finde hin:
vndt wieder, viel zu schaffen, vndt zu renoviren,
wie auch in der Mühle, vndt anderen meinen
gebeẅden! Sehe leyder! mehr alß zu viel,
daß das Sprichworth verificirt wirdt:
Man kan in einer Stunde, mehr verderben,
ruiniren vndt einreißen, alß in vielen iahren,
wieder bawen, vndt aufrichten. Patientia!


Vnser Rittmeister hänßgen alhier, plackt
die leütte, vndt pocht gewaltig. Will
seinen vndterhalt, vndt verpflegung haben,
mit commination sich selbst einzulogiren,
vndt bezahlt zu machen. Jch habe endt-
lich auf 40 pferde die compagnie stargk
accordiren laßen, zu verhütung anderer
vngelegenheitten, nebst den Officirern. || [[Handschrift: 4v]]
Sie kosten über 700 ReichsthalerRthlr: Monatlich,
diese compagnie vndt ihre Officirer. Gott wolle
vnß auch, von dieser bedrengüß erlösen!


Nota Bene Avis: daß gestern Nachmittage, der
Nota Bene vornehme Mann, vnser alhier gewesene
Nota Bene Præsident, geheimer, vndt Cantzeley Raht,
heinrich von Börstel, zu Plötzkaw, Todes
verblichen, im 66. iahr, seines alters.


Jst ein stadtliches, erfahrnes, wolquali-
ficirtes subjectum gewesen, welches die
seriem consiliorum verstanden, der herrschaft
vndt landtschaft gelegenheit kündig, vndt
viel, vndt große dinge præstiret, vndt
præstiren können, zumal er die authoritet
gehabt, (weil er auch gesampter Raht, vndt
von allen Regierenden Fürsten, bestalt gewesen,)
durchzudringen, vndt ohne sonderbahre con-
tradictiones, mit seinen consiliis, hohen ge-
dangken, vndt conclusis, zu penetriren.
Gott gebe, daß er sehlig gestorben seye!
vndt wolle seiner Stelle wiederumb, mit
einem qualificirten subjecto, (welches nicht || [[Handschrift: 5r]]
allein die sufficientz <vndt capacitet>, sondern auch die fideli-
tet im hertzen habe, Treẅlich, vndt aufrichtig
zu dienen) mir ersetzen!


Herr, ich warte auf dein heyl!8


harre des herren! Seye getrost, vndt vnverzagt!
vndt harre deß herren.9


Es jst ein köstlich ding, gedultig sein, vndt auf die
hülffe deß herren harren!10 etcetera


Die drey gebrüder von Krosigk,
Matthiaß, Antony, vndt Lüdlof[!], haben zu Mittage
mit Mir, gegeßen, vndt es hat allerley gute
discours, mit dem Elltisten, gegeben.


Die handlung, mit hanß Berndts, hat sich gar
schlecht, vndt beschwehrlich angelaßen. Wann
man vom rigore juris, nicht weichen will, so
ist es schwehr, zu tractjren.


Lüdolf von Krosigk, der jüngste, gehet zum General
Königßmargk, vndt will daselbst aufwärter
werden, den krieg zu versuchen.


Jacob Ludwig Schwartzenberger, hat 4 flößen
holtz, auß der Grafschafft Schwartzburgk,
herundter bekommen, vndt weil er einen paß von
Mir gehabt, hat er keinen zoll, geben dörfen. Sie
sejndt von Salfeldt, in: 10 Tagen, anhero gelanget.

|| [[Handschrift: 5v]]


A spasso diesen abendt, die flößer zu besehen
vndt dem fischfang in Strohmkörben, beyzuwohnen.
Es ist sich zu verwundern, daß eine zeitlang
hero, wie auch heütte, vndterschiedliche forel-
len, in der Sahle, gefangen werden, Sie kommen
mehrentheilß auß der Wipper, in welcher
dergleichen fische sehr viel an itzo, sich eraig-
nen, vndt gefangen werden, da man sonst
vor diesem, wenig darvon gehöret.
Es gibt verenderung, in allen dingen! perge


Vetter Lebrecht, hat hergeschrieben,
vndt acceptirt die gevatterschaft, sehr
wol. Gott gebe<!>, daß vnser angestelletes
kindtTaüffen, wol ablauffen möge!


On dit; que les traittèz, de paix, se
rompront tout a fait, & que nous aurons les
enlogemens, non deux mois, mais plüsieurs.
J'en ay estè averty, de bonne part, mais ie
ne le scaurois croyre. perge <Dieu nous en garde!>


Avis von Agken, da die Zerbster Rähte es
sehr wol aufnehmen, daß Tobias Steffeck von Kolodey sie avisiret,
waß zu Agken, vor händel, vor sein, vndt
vmb ferrnere communication, bitten.

|| [[Handschrift: 6r]]

Sonntag den 28ten: Martij: 1647.


<Windig wetter[.]>


Jn die kirche vormittags, cum liberis.


Extra: Krosigk, vndt Doctor Brandt, al pranso.


Der hofmeister Einsidel, ist gestern abendt
wiederkommen, von Schierstedts kindttäuffen.
perge


Doctor Brandt hat mir referirt, von des præsidenten Seligen
ende, vndt wie er sich fein recolligiret, ob er
schon per intervalla, seinen verstandt verlohren?
Gott gebe einem ieglichen, gesunde vernunft,
an seinem Sterbestündlein!


Meine kinder, sindt hinauß, nach Palbergk,
spatziren gefahren, Nachmittages, vndt von dannen,
wol wiederkommen.


Antony von Krosigk, hat seinen vndterthänigen
abschiedt genommen, diesen abendt.

Montag den: 29ten: Martij: 1647.


Antony von Krosigk ist heütte wieder forth, nach
Erxleben. Er sagte mir vndter andern, wie sich
sein iüngster bruder, in neẅligkeit, mit Capitain
Hagken, zu Staßfurth gebalget, vndt es wehre
v̈ber der fischerey in der Bude, herkommen. Alß
nun der Raht aldar (welcher auf[!] lautter edel-
leütten, bestehet) ihn in arrest nehmen wollen, hette
es der daselbst logirende Schwedische Rittmeister Waeren, || [[Handschrift: 6v]]
verwehret, vndt gesagt, Man solte ihm, seine
eingeladene gäste, in seinem quartier, vnmolesti-
ret laßen, hette auch, armata manu, alle
Thätligkeitt verhindert, so wol in der Stadt,
alß an den Thoren, dahin die Staßfurtter, an-
staltt gemacht hatten. Alß aber die
drey gebrüder von Krosigk, Matthias,
Antony, vndt Lüdlof[!], vorß Thor hinauß,
inß feldt, gekommen, mit zweyen raysigen
knechten, wehren 20 feẅerröhre, von
Staßfurth auß, hindter ihnen hergelauffen,
hetten feẅer auf sie gegeben. Sie hetten
aber doch ihre fischerey in der Bude,
(welche ihnen die Staßfurter strittig machen
wollen, ohne Noht, wieder alles herkommen,
vndt der Krosigken, ihre von Mir gegebe-
ne, auch vhrallte confirmirte lehenbriefe)
manuteniret, auch zuvor, vndt hernacher,
den Staßfurtern, ihre Watten abgenommen,
vndt also ihren nutzen, vndt meine regalien,
vndt jura superioritatis, manutenjret.
Gott gebe ferrner darzu glücklichen succeß!


Er sagte auch, es gebe v̈ber den kuppel: || [[Handschrift: 7r]]
Vndt weydetriften, auch bißweilen streitt,
wiewol billich ein ieder das seinige, vnperturbirt be-
sitzen solte, vndt sie verließen sich auf die Macht.


Es hette sie der Ertzbischof nacher halle citirt[.]
Sie hetten aber, in dieser Erxlebischen Anhaltischen
sache, nicht compariren wollen, noch sich (wie billich)
dorth sistiren, sondern mich nicht zu offendiren, oder
mir zu præjudiciren, sich fleißig gehütet.
Gleichwol aber weil er sich seiner Staßfurter
angenommen, vndt besorget, er möchte ihnen, auf
ihrem gut, zu Marwitz, im Stift, händel machen,
hetten Sie dem Ertzbischof geschrieben, in ant-
worth, ihre endtschuldigung gethan, sich auf
mich, vndt Meine lehenbriefe geworffen, auch
solche Documenta copialiter, ihm eingeschickt.
Darauf wehre die sache in suspenso verblieben.


Alß ich erwehnte, daß Agken, Calbe
vndt Staßfurth, wol ehermalß vnser ge-
wesen, sagte er: es hetten ihm Staßfurter edel-
leütte selber erzehlet, ich hette daß Jus
Patronatus in der kirche zu Staßfurth, vndt
vnser Anhaltisches wapen, stünde hindter
dem Altar, ce qu ie ne sacois pas aupa-
ravant, par fidelle relation, de mes Conseillers[.]

|| [[Handschrift: 7v]]


Nota Bene[:] Diese Nacht zwischen 11 vndt 12 vhr, hats
aufm Sahl vor meiner stube, zimlich rumoret,
vndt alß ich nicht schlafen kondte (wiewol
in meiner kammer, vndt stube, alles still wahr)
gieng ich ohnegefehr mit dem licht, hinauß
aufn Sahl, da liefe es an der Stiege hin:
vndt wieder, vndt war doch niemands
vorhanden. Jch hörete auch bescheidentlich,
drey winselklagen, vnlengst nacheinander,
dergleichen ich gar nicht gewohnt bin.
Nach: 12 vhr, wardt es wieder stille,
vndt alß ich meine briefe vndt sachen ex-
pediret, legte ich mich wieder zu bette,
vndt schlief gar wol. Die beyden pagen,
Bidersehe vndt Krosigk, welche aufm
Sahl schlafen, horten[!] es auch an, mit Mir.
Die andern pagen aber, alß Roggendorf,
vndt Börstel (so in wehrenden Sechß
wochen Meiner freundlichen herzlieb(st)en gemahlin Liebden in Meiner
kammer liegen müßen) haben nichts gehöret,
weil sie geschlafen, vndt die Stube dar-
zwischen ist. Gott bewahre vnß vor || [[Handschrift: 8r]]
bösen spectris, vndt daß es keine mehrere böse
omina, mehreres vnglücks, oder mortaliteten, sein
mögen! Der Teüfel hat an vnß keine Macht, wenn
wir vnß in wahrem vertrawen, an Christum Jesum
halte, vndt mit dem Schilt des glaubens, wapenen?


J'apprehends neantmoins grandement, quelque
malheur & danger, pour mon Tobie Steffeck de
Kolodey, (dont la femme enceinte, veut enra-
ger de dèspit et d'affliction, Dieu la console)
item: pour mes lacquays, sür tout l'Oberlender,
& les messagers depèschèz. Dieu les vueille
tous contregarder, par ses Saints Anges, & les
rammener heureusement á sons temps, avec sou-
haittable expedition. J'ay aussy encores
plüs grande apprehension, pour mes fils, á
Leyden, & pour celuy-cy, avec tous mes en-
fans. Dieü les ait en sa Saulvegarde &
tousiours benigne Protection! Nous
sommes tous, en la main de Dieu, par tout.
Jl vueille estre, nostre Saulveur, & Protecteür.


Es hat der Oberste Burckerßdorf, comman-
dant in Halberstadt, gestern 5 puschklepper
in hoym suchen, zweene<drey> aber, darvon ertapt, vndt
holen lassen, zweene seindt außgerissen, darundter ein || [[Handschrift: 8v]]
beschriehener böser bube, ejn corporal gewesen,
vmb deßen erlangung, der Oberste gerne, 100
ReichßThaler, gegeben hette. Er sol gut
Regiment halten, derselbe Oberste, vndt die
herrenlose puschklepper, sehr verfolgen,
auch vndterschiedliche, vmb ihrer vnthaten
willen, haben rädern, auch theilß, spießen
laßen. Qualem te invenio; talem te judico.


J'ay receü des lettres de Vienne, qui ne
sonnent pas, en trop bons termes, contre
droict, & rayson. Summum ius! summa injuria!11


J'ay èscrit a Zerbst. Jtem: a Quedlinburg,
a Docteur Lentz, datè pour demainh, mais a Jehna & a
Sieur Wendeljnus, tout de mesme.


Bonne sentence, de Leipzig en mes affaires.


heütte ist etwaß weniges, an rogken, vndt
haber, von Ballenstedt, alhier ankommen. perge


Jl y en a qui iügent par plüsieurs circomstan-
ces, que le feü President Heinrich de Börstel ait eü cognois-
sance de la Magie, & que son Dragon son idole
estant sorty d'icy, en inquietüde apres sa
mort, vole maintenant entre Erxleben, &
Gatersleben. Dieu garde qu'on ne luy face tort!

|| [[Handschrift: 9r]]


Nota Bene[:] J'ay sceü auiourd'huy, qu'il a dit, il n'y a
pas ün an, encores, qu'il falloit, qu'[...]<qu'on> me mist,
en ün bon lieü, & qu'on me donnast 500 Dalers
par an a dèspendre, qu'aultrement ie ne ferois
rien qui vaille, & je ne deviendrois pas meilleür.
Et bien<?> sa sentence n'est pas encores execü-
tèe contre moy? Dieu m'a preservè iüsqu'icy
& pourra me preserver encores!


Tes Jügemens Seigneur, sont admirables!


Jn den avisen stunde nichts extraordinarij,
alß: daß die Schweden geschloßen hetten, auf
10 iahr lang, den krieg zu continuiren,
wo an itzo nicht friede würde?


Ragozzi wolte den vngrischen Ständen, wieder
den Kayser, beyspringen.


Der Türgke, hette krieg, mit dem Moscowiter,
vndt wollte darumb nicht, daß der Pohle,
in alliantz mit Moßkaw, bleiben sollte.
hette auch darumb, einen abgesandten12 hinge-
schickt, welcher aber, auf den ReichßTag, verwiesen
worden.


Jn Jrrlandt, hette daß waßer, alles inundirt,
also: das man, den Protestanten, nicht wol zu hülfe,
kommen köndte.


Der König, in Engellandt, wil dem Parlament, nichts willigen.

|| [[Handschrift: 9v]]


Frangkreich, vndt Spannien, tractiren friede.
Spannien, vndt die Staden, inngleichem.


Dennemargk, vndt Staden, haben auch tractaten,
von wegen deß Oresundts.


Jn Jtalien, gehen die kriegspræparatoria, so wol
der Spannischen, alß der Frantzosen, stargk
forth.


Die Silberflotten auß Jndien, sollen sehr reich,
in Spannien, ankommen, <zwey nacheinander.>


Der Ertzhertzogk Leopoldus, ist vnversehens, nach den
Niederlanden zu, gegangen.


Der Churfürst von Bayern, ist mit vnwillen deß
Kaysers, mit den Schweden, vndt Frantzosen, eines
worden, vndt der Kayserliche gesandte, Doctor Gebhardt, zu
spähte nach Vlm, ratione Armistitij, ankommen.


Der König in Dennemargk, bawet sein
Arsenal wiederumb.


J'ay sceü de bonne part, que le President
peü de iours, avant sa mort, a brüslè plüsieurs
èscrits, & pappiers, sans doute, de consequence.


Son Pere aussy bien que luy, ont estè accü-
sèz de sorcellierie. Dieu scait? S'il est Vray.
Jl nous garde de pechè, & que l'on ne donne faulx
tèsmoignange contre son prochain. On ne peut || [[Handschrift: 10r]]
pas regarder aux coeurs des personnes, mais on
peut beaucoup iüger par les circomstances de
leurs actions. Le bon ou mauvais Arbre est
recognü par les fruicts, qu'il porte.


La soudaine mortalitè de six de mes pau-
vres enfans, la perpetuelle discorde qu'il
fomentoit entre les Princes, voir entre nous
propres freres, incitans l'ün contre l'Autre,
& ne laissant paix apersonne, l'arrogance
de son port, de son style, & de ses procedüres,
la hayne irreconciliable, & desir de van-
geance insatiable contre qui il avoit üne-
fois entreprins, de se vanger & roidir,
(nonabstant les sübmissions, que grands
& petits luy faysoyent) les dissensions qu'il
semoit aussy entre la noblesse, & la bourgeoisie,
son envie, ialousie, ambition & avarice,
de vouloir s'attribuër a luy seül toutes choses,
de mèspriser tous les aultres, de vouloir domi-
ner seül sans concürrent, ni Süperieur,
de n'estimer, que ses conseils üniques, de faire
tort, a tout le monde, de mèsdire & calomnier
de grands et petits, d'estre faulx, & Athèe au dernier
Degrè, & menteur extraordinairement tout cela n'estoyent || [[Handschrift: 10v]]
pas indices, nj en partie bons tèsmoignanges, (avec
quelques Ciromstances, que je tais sciemment)
de preud'hommie, de crainte de Dieu, de probitè,
ains plüstost fruicts d'ün mauvais arbre
pourry & maultdit, produit de Sathan dü plüs
proffond abysme des tenebres, & qui obscürcis-
soyent, (avec son avarice insatiable racine
de tous maulx) toutes les belles qualitèz que
sa science, authoritè[,] <eloquence>, & experience aux affai-
res, faysoyent (par fois) reluire en luy, lors
que ses tresgrandes & intolerables passions,
ne predominoyent en luy. Et i'ay monstrè
beaucoup de tolerance, a souffrir tant d'injü-
res de sa malice, laquelle auroit meritèe
üne pünition exemplaire! Mais ie n'ay
pas voulü prevenir les jügemens de Dieu,
lequel ie prie de cœur, de l'avoir voulü
mener avant sa fin, a sa vraye cognoissance
& repentance, & de vouloir destruire maintenant
& a l'avenir aussy le Regne de Sathan, &
abbattre ces ascendants pernicieux, en ceste
nostres Tresancienne & Tresillüstre Principautè.


Quant a la mort de mes enfans, ie croy fermement qu'il
y ait eü, dü venefice & sorcellerie, mais ie veux sürseoir
en cela mon iügement, priant Dieu, de le manifester, & || [[Handschrift: 11r]]
de contregarder les aultres, qui restent encores
en vie, par sa Sainte grace. perge

Dienstag den 30ten: Martij: 1647.

<2 hasen Carolus Ursinus einbracht.>


Lamentj von Deßaw, wegen schwehrer aufbringung,
<der> contribution da sie es doch weniger, alß wir vrsach haben.


Relatio Numero 12 dieses iahres vom Cantzler Milagio.
Der Octavus Electoratus wirdt gewilliget zu Münster
vndt Osnabrück, aber mit vielen clausulen. Franckreich
hetzt die ChurPfältzischen brüder, selbst ineinander.
Die gravamina, werden den Ständen, im Reich,
mehr, alß dem Schwedischen, jmputiret, vndt bey
den Kayserlichen v̈bel aufgenommen. Der Kayser wil
sich in justitziensachen nichts vorschreiben laßen, noch
in seinen Erblanden, vor vnrecht halten, waß andere
Chur: vndt Fürsten, in ihren Erblanden, vor recht er-
kennen. Es scheinet, die Catolischen halten (zwar nicht
in allen iedoch in vielen) Sachen eiverig zusammen, vndt
wollen sich nicht trennen laßen. Gott gebe friede!


Jn allerley Polizeysachen, vndt Oeconomicis,
habe ich fleißig travagliiret.


Zeitung auß Schweden, daß allda auch stargk
contraminiret wirdt, vnsere verschonung nicht
zu permettiren[!], Mich vndt die meynigen zu persequiren. perge
Ach herr gedengke doch, an Mich, vndt dempfe meine bitterbösen,
argen feinde! dempffe Sie, mit Macht! Amen! || [[Handschrift: 11v]]
hilf aber, gnediglich, daß sie sich beßern, in sich
gehen, vndt sich bekehren mögen, auf daß der
Geist, sehlig werde am Tage deß herren! et cetera


Des Præsidenten heinrich von Börstells Seligen
wittwe vndt elltister Sohn, so noch am leben,
haben mir seinen Todeßfall notificirt, vndt
zugeschrieben, auch durch Secretarium, Paulum
Ludwigen vndterthenig, insinuiren laßen.


Mein<en> fuchß vndt die iunge wachtel, habe
ich zusammen gelaßen, Morgends vndt abends,
Gott gebe zu gutem glügk! vndt gedeyen!


Er Beckmannus, pfarrer an itzo zu Quahlendorff,
ist bey Mir gewesen, berichtet, daß zu hornhausen,
ein Schengke habe in die 25 personen, in einem keller
ermordet, mit Schweinenfleisch, eingesaltzen, vndt
verspeiset, auch ihnen, das geldt abgenommen. Ein Stu-
dente wehre einmal hinkommen, vndt hette einen
bohten gebehten, <bey> ihme zu bleiben. Der bohte, hette wollen
mit in die Schengke gehen, der wirtt aber, es nicht
zugeben wollen, mit vorwenden, er herbergte so gar
geringe leütte nicht. Der Studente aber, hette ihn doch
gebehten, im finstern zu ihme zu kommen. Alß es nun
finster worden, vndt daß licht lange gebrandt,
hette der Schengke gefraget, worumb der Stu- || [[Handschrift: 12r]]
dente so lange licht hette, er geantwortett, weil
ihn grawsete, so im finstern zu sitzen. Der bohte wehre
aber spähte darzu kommen vorß fenster, alß eben der
gastgeber weggegangen gewesen, da hette der Student
das fenster aufgemacht, vndt der bohte wehre in der
stille hinein gestiegen, bey ihme zu bleiben, vndt
hette sich, hindter den ofen, geleget. Baldt darnach,
wehre der wirth mit einem beyl, vndt die wir-
tin, mit dem licht kommen, vndt hetten den Studenten
erschlagen, eilends weggebracht, in keller getragen,
vndt eingesaltzen. Der bohte hette nachgeschlichen
mit forchten, vndt alles angesehen. Baldt hernacher
aber, sich wieder zum fenster hinauß gemacht,
weil die Mörder, im keller, gewesen. Alß er nun
nach Halberstadt kommen, hette ers dem commendanten
erzehlet, derselbige hette ihn mit 12 Mußcketirern
nach hornhausen geschickt, den wirth, vndt die
wirttin, gefangen nehmen, vndt alles außsuchen,
(da man dann noch eine handt im keller, bey dem
prætendirten Schweinenfleisch, gefunden zum war-
zeichen) auch viel geldt finden, vndt die Thäter
iustificiren laßen. Jst eine schrecklich That gewesen.


Es continuiret; das viel leütte gestorben seyen,
So von dem brunnen zu hornhausen, getrungken.


On dit; que le Colonel de nostre regiment enlogè aura
la teste tranchèe, pour avoir donnè deux soufflets, a son || [[Handschrift: 12v]]
Prince natürel le Düc Adolphe de Meckelnbourg, &
le dit Colonel doibt estre prisonnier, son regiment cassè,
& dèslogera (peut estre) promptement; d'icy. Dieu le vueille.


Königßmarck doibt commander, üne armèe en West-
phalie, au nom des Palatins, si la paix, ne se fait?


Auprès de Hambourg, on parle aussy d'ün massacre,
mais l'on n'en a nülle certitüde encores, & le
Monde, est fort perverty.


Le dit ministre, me disoit, que quand les phantosmes
des ours, ou loupgarous, (comme on dit, que cela se
fait maintenant icy, a Bernbourg) se sont voir,
que cela signifie, que le Diable est las des sorci-
ers, ou sorcieres, & qu'il faut qu'ils se manifestent
afin d'estre chastièz selon leurs merites.


A Zerbst (dit il) que maintenant le Dragon
Volant, se monstre fort, par dessüs la Ville, a-
vec des gestes, & virevoutes estranges. Dieu
scait; ce; que cela signifiera?


Pansen, habe ich, bey mir, gehabt.


Mein bruder Fürst Friedrich hat mich zur leichbegengnüß,
seiner gemahlin, vndt Töchterleins, gegen den 6. May,
invitiret.


Risposta von Deßaw, vndt Wittembergk, en termes
mediocres.

|| [[Handschrift: 13r]]


Avis von Ballenstedt daß Caspar Pfaw, ein gut patent, vom
general Königßmargk erhalten, so wol wegen versicherung
deß agkerbawes, alß nachiagt der raüber, vndt captj-
virung derselben, auch verschonung der Müller, Schäfer,
vndt anderer plackereyen, vndt abschatzungen, etcetera[.]
Gott gebe! daß es nur gehalten werden möge!

Mittwoch den 31. Martij; 1647.


Schreiben von Schwester Sofie Margaretha, in guten
terminis von Hartzgeroda.


Jn die Wochen: vndt passionspredigt, Ern Theopoldj.


Daß erste schreiben von Tobias Steffeck von Kolodey durch Joachim
Einspenniger von Braunschweig entpfangen. Er klagt v̈ber
sehr große vnsicherheit. Gott lob! der biß dahin
geholfen! <vndt der mir Mann vndt pferdt wiederbringen lassen, er helfe ferner mit gnaden!>


Den kleinen Kersten auch abgefertiget, vers Quedlinburg & Cassel perge
Gott gebe zu glück, vndt segen!


Mon petit Charles, tomba auiourd'huy, au presche,
d'ün banc en bas, moderant son cry, à merveilles.
Dieu le vueille d'oresenavant, contregarder, de sembla-
bles cheütes, par sa Sainte grace & benignitè,
& de tous mauvais accidens! Jl est assèz sage,
pour son aage, & donne de soy, fort bonne esperance,
d'ün tresbon natürel, & de bonnes qualitèz, si
Dieu luy donne bonne vie, & longue, comme ie l'en adore?
combien que i'aye souvent apprehension, pour cest enfant, & pour les aultres.

|| [[Handschrift: 13v]]


heütte ist die küchenkammer eingefallen, alhier
aufm Schloß. Jn der scheüne ist auch neẅlichst, ein einfall
geschehen, vndt man hat v̈berall, zu repariren.


Briefe vom Jehna, vndt Wendelino.


A spasso, diesen abendt, in die Mühle.


Textapparat
a Abkürzung nicht auflösbar.
b Auflösung unsicher.
c Die Wortbestandteile "zu" und "rügke" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
d Die Silben "zu" und "rück" sind im Original getrennt voneinander geschrieben.
e Die Silben "zu" und "rügk" sind im Original getrennt voneinander geschrieben.
f Im Original verwischt.
g Abkürzung nicht auflösbar.
h Die Silben "de" und "main" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.

Kommentar
1 Person nicht ermittelt.
2 Person nicht ermittelt.
3 Person nicht ermittelt.
4 Person nicht ermittelt.
5 Person nicht ermittelt.
6 Identifizierung unsicher.
7 Nur teilweise ermittelt.
8 Gn 49,18.
9 Ps 27,14.
10 Lam 3,26.
11 Zitat aus Cic. off. 1,33 (ed. Nickel 2008, S. 32f.).
12 Person nicht ermittelt.
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1647_03.xml
XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
abfolgen
herausgeben
Abkündigung
Bekanntgabe von einer erhöhten Stelle aus
Abschatzung
Abforderung von Geld oder Wertgegenständen, Erpressung von Lösegeld, Brandschatzung
Accord
Vereinbarung, Vergleich
Accord
Vertrag zur kampflosen Übergabe eines Ortes
accordiren
einen Vertrag schließen, sich einigen
accordiren
einen Ort mittels eines Vertrags (Akkords) übergeben
accordiren
übereinstimmen, einig sein, zustimmen
accordiren
übereinstimmend machen, vergleichen
accordiren
vertraglich zubilligen
accusiren
jemanden beschuldigen, anklagen
adhaeriren
anhängen
Alteration
Aufregung, Ärger
Alteration
Veränderung (zum Schlimmeren)
Armatur
Rüstung
assigniren
zuweisen
aussuchen
systematisch durchsuchen
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Avisenbote
Nachrichtenbote
Befreunder
Verwandter
beispringen
zu Hilfe eilen, helfend beistehen, helfen, zur Hand gehen
besorgen
befürchten, fürchten
botenweise
in der Art eines Boten
Breite
Fläche, auf der z. B. Getreide zum Trocknen ausgebreitet ist
Breite
Feld
Buschklepper
Straßenräuber und Strauchdiebe, die sich im Gebüsch oder Wald versteckt halten
Buschklepperei
Straßenraub
Captivirung
Gefangennahme
caressiren
umschmeicheln
cassiren
jemanden aus einem Amt entlassen, abdanken
cassiren
aufheben
cassiren
abschaffen
cessiren
aufhören, wegfallen
commination
Drohung, Androhung
commissionsweise
im Auftrag
compariren
erscheinen
compariren
erwerben
compariren
vergleichen
compellieren
zu etwas zwingen
complimentiren
höflich reden, Ehre erweisen
Condition
Dienststelle
Condominat
Mitherrschaft, Mitregierung
confirmiren
bestätigen
Conjunction
Vereinigung, Zusammenführung
Conjunction
Verbindung
Consideration
Überlegung, (eingehende) Betrachtung, reifliche Erwägung
Consideration
Wichtigkeit
consideriren
(vor dem geistigen Auge) betrachten, erwägen, überlegen
Consolation
Trost
Contentament
Zufriedenstellung
Contentirung
Zufriedenstellung
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
contraminiren
entgegenarbeiten
contraminiren
einen Stollen graben, um das unterirdische Legen von Pulver zur Sprengung von Befestigungsanlagen durch den Feind zu verhindern
contribuiren
außerordentliche Steuern oder andere Zwangsabgaben entrichten
contribuiren
beitragen, beisteuern, einen Anteil leisten
contribuiren
bezahlen
defendiren
verteidigen
Defensional
rechtliche Verteidigungsschrift
Deliberation
Beratschlagung, Erwägung, Überlegung
deliberiren
überlegen, beratschlagen
depossediren
außer Besitz setzen
deprehendiren
erfassen, wahrnehmen, entdecken, erkennen
Difficultet
Schwierigkeit
difficultiren
erschweren
difficultiren
ablehnen, kritisieren
difficultiren
sich widersetzen
Dignitet
Würde, Standeswürde
disreputirlich
verächtlich, schimpflich, dem guten Ruf nachteilig
dürfen
müssen
dürfen
können
dürfen
brauchen, benötigen, bedürfen
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
ein
ungefähr
Einspänniger
Kriegsknecht mit Pferd, fürstlicher Bediensteter, Stadtknecht; berittener Bote, Geleit- und Meldereiter
Einspänniger
Eigentümer eines kleineren bäuerlichen Besitzes, der meist nur Handdienste leistet
einziehen
verhaften
embarquiren
einschiffen
Erudition
gelehrte Bildung, Gelehrsamkeit
Examination
Prüfung, Untersuchung
Examination
Ausfragung
Examination
Verhör
examiniren
ausfragen
examiniren
verhören
examiniren
prüfen
excusiren
entschuldigen
exequiren
(einen Befehl, eine gerichtliche Anordnung) vollziehen, vollstrecken, mit Gewalt durchsetzen
exequiren
militärischen Zwang anwenden (zur Schuldeneintreibung, zum Erpressen von Geld- oder Naturalleistungen)
exequiren
strafen, (feindlich) verfolgen
exequiren
bestrafen, hinrichten
exerciren
(aus)üben
expectoriren
sich deutlich und aufrichtig wegen einer Sache erklären
Expedition
Beförderung, Besorgung
Expedition
Abfertigung
Expedition
Verrichtung
Expedition
Ausfertigung eines Schriftstückes
Expedition
Feldzug
Feuerrohr
Abschussvorrichtung für kleinere Geschosse, (kleine) Kanone
Fidelitet
Treue
Fuchs
Pferd mit bräunlichem, rötlichem oder gelblichem Fell, das dem eines Rotfuchses ähnelt
gähling
plötzlich, unversehens
genung
genug
genungsam
genügend, hinreichend
hauendes Schwein
über fünf Jahre altes und deshalb besonders gefährliches Wildschwein
Herrendienst
Frondienst
hinterstellig
rückständig
hinterstellig
zurückbleibend
Hostilitet
Feindseligkeit
improbiren
missbilligen, tadeln
imputiren
zurechnen, zur Last legen
inhaeriren
anhängen, an etwas festhalten, fest darauf bestehen
inhibiren
verbieten
inhibiren
verhindern, unterbinden
insinuiren
(ein Schriftstück) einhändigen, übergeben, zustellen
insinuiren
sich beliebt machen, sich einschmeicheln
insinuiren
andeuten, durchblicken lassen, (heimlich) hinterbringen
intimiren
bekannt machen
inundiren
überschwemmen
invitiren
einladen
irritiren
reizen, antreiben, bewegen
justificiren
Strafe vollstrecken, hinrichten
justificiren
berichtigen, prüfen
justificiren
rechtfertigen
köstlich
teuer, aufwändig
köstlich
prächtig, herrlich, schön
köstlich
kostbar
Kornett
Kompanie bei der Reiterei oder eine Truppeneinheit, die sich unter einer Standarte ("cornette") versammelt
Kornett
Offiziersgrad bei der Kavallerie (analog zum Fähnrich bei der Infanterie bzw. den Dragonern)
Kornett
Standarte
Lachsfohre
Lachsforelle (große rotfleischige Forelle)
Landrechnungstag
Tag der jährliche Rechnungslegung über die Einnahmen und Ausgaben eines Landes
Landrenterei
oberste Behörde zur Verwaltung der Einnahmen aus Grund und Boden
Landrentmeister
oberster Finanzbeamter und Verwalter der Landesfinanzen
Landschaft
Landstände
Landschaftswesen
die Landstände betreffende Angelegenheiten
liberiren
befreien, freilassen
liberiren
erlösen, frei machen
Losament
Unterkunft, Wohnraum
manuteniren
bewahren, behaupten, erhalten, handhaben
Mariä Verkündigung (In Annuntiatione Beatae Mariae Virginis)
Gedenktag an das Ereignis der Verkündigung durch den Engel Gabriel, dass die Jungfrau Maria den Sohn Gottes vom Heiligen Geist empfangen habe und ihn gebären werde (25. März)
Merodebruder
Soldat, der sich heimlich aufs Plündern verlegt
montiren
ausrüsten, ausstaffieren
Mortalitet
Sterbefall
negociiren
verhandeln, (Geschäfte) betreiben
obediren
gehorchen, folgen
offendiren
beleidigen, kränken
Offizier
Amtsträger, Beamter, Bediensteter
Ordinaravis
gewöhnliche/regelmäßige Mitteilung, Nachricht oder Zeitung
Ordinarije
gewöhnliche/regelmäßige Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Partie
Streifkorps (kleinere Truppenabteilung, die meist auf Kundschaft oder zum Einbringen von Geld, Lebensmitteln und Furage entsandt wurde)
Partie
Kriegspartei (reguläre Truppenabteilung)
Partie
(sich gegenüberstehende) Seite, Partei
Partie
eine gewisse Anzahl oder eine Gruppe von Dingen oder Personen gleicher Art
Patent
Urkunde über die Verleihung eines Rechts, Erlaubnisschein
Patent
schriftlicher Anschlag (meist zur öffentlichen Bekanntmachung einer obrigkeitlichen Verordnung oder Mitteilung)
Patent
mit der Ernennung zum Offizier verbundene Verpflichtung zum Anwerben und Unterhalten eines bestimmten Truppenkontingents
Patent
Befehl
patrociniren
fördern, bevorzugen
peinlich
Leib-, Lebens- und Ehrenstrafen betreffend oder nach sich ziehend
penetriren
(etwas) durchsetzen
penetriren
verstehen, (geistig) erfassen, ergründen, durchschauen
penetriren
(etwas) ergreifen, sich anmaßen, unterstehen
Pension
Gnaden- oder Ruhegehalt
Pension
Kostgeld
Pension
Dienstgeld, Besoldung
Pension
Auszahlung, Bezahlung
persequiren
verfolgen, mit Gewalt überziehen
Pistolette
Pistole (spanische Goldmünze)
Polizeisache
Angelegenheit, welche die Herstellung und/oder Erhaltung des Zustandes guter Ordnung (des Gemeinwesens) betrifft
Präcipitanz
Übereilung
präjudiciren
nachteilig sein, schaden
präjudiciren
eine künftige Entscheidung vorbestimmen
prästiren
darreichen, leisten
prätendiren
vorgeben, vortäuschen, heucheln
prätendiren
fordern, verlangen, beanspruchen
Promeße
Versprechen
prosequiren
etwas verfolgen, vorantreiben
Quartiermeister
für die Beschaffung von Verpflegung und Unterkunft zuständiger Stabsoffizier
quittiren
verlassen
quittiren
überlassen
quittiren
aufgeben
quittiren
entlassen
Quittirung
Aufgabe
rauch
rauh
rauch
behaart, gefiedert
Recognition
(schriftliche) Bestätigung des Empfangs einer Sache oder der Durchführung einer Handlung
recolligiren
sich erholen, sich wieder sammeln
Recreditiv
Abberufungsschreiben (Aufhebung des Beglaubigungsschreibens)
Regimentsquartiermeister
Stabsoffizier eines Regiments, der für die Beschaffung von Verpflegung und Unterkunft zuständig ist
reisig
beritten
reisig
zur Reise brauchbar, dienend, verwendbar
reisig
für den Kriegsdienst ausgerüstet
Relation
Bericht
Reluition
Aus- bzw. Einlösung (eines Pfandes)
remittiren
zugestehen, bewilligen
remittiren
(an jemanden) verweisen, weiterleiten
remittiren
übersenden
remittiren
nachlassen, vermindern
remittiren
zurücksenden
remittiren
(auf jemanden) verweisen, sich berufen
remonstriren
Gegenvorstellungen machen, einwenden, entgegenhalten
restabiliren
wiederherstellen, wieder in den vorigen Stand versetzen
Salbuch
amtliches Güter- und Einnahmenregister, Bestandsverzeichnis eines größeren Grundbesitzes
schätzen
mit außerordentlicher Geldzahlung (Ranzion) belegen, besteuern
Schiffarmada
Kriegsflotte
schmeißen
(sich mit jemandem) schlagen/prügeln
schnarchen
drohend sprechen, murren, Widerworte geben
Schweißfuchs
Pferd mit rötlichem Fell, das so mit weißen Haaren durchsetzt ist, dass es mit Schweiß bedeckt scheint
Sechswochen
erste sechs Wochen einer Frau nach ihrer Entbindung
Secundirung
Beistand, Hilfe, Unterstützung
Seekrähe
Lachmöwe
Sentenz
Gerichtsurteil, Rechtsspruch
sistiren
sich einfinden, vorstellig werden
sollicitiren
etwas gerichtlich betreiben, um Rechtshilfe ersuchen
sollicitiren
ansuchen, bitten
sollicitiren
fordern
spielen
feuern, schießen
spielen
abzielen
spielen
eine lebhafte Hin- und Herbewegung vollziehen
spoliiren
berauben, plündern
Stein
Gewichtseinheit für Flachs, Talg und Wolle
Stillstand
Waffenstillstand
Stromkorb
Reuse, welche in die Strömung eines schnell fließenden Gewässers zum Fischfang gelegt wird
Stück
Geschütz, Kanone
Stück
(einzelner zählbarer) Gegenstand, (einzelne) Sache, (einzelnes) Objekt
subdelegiren
einen Unterbevollmächtigten ernennen
submittiren
unterwerfen
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
Tapezerei
Wandteppich, mehrere zusammengehörige Tapeten verschiedener Art, Gobelin
Territion
Drohung durch Vorzeigen von Folterwerkzeugen
Tischteppich
Tischdecke
Tractament
Behandlung
Tractament
Bewirtung, Verpflegung
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
trafficquiren
handeln, Handel treiben
Trauergereitschaft
Ausrüstung für die Trauer
travagli(i)ren
arbeiten, sich anstrengen, sich bemühen
tumultuiren
Unruhe/Aufruhr stiften, lärmen
tumultuiren
sich empören, meutern, unruhig/aufrührerisch sein
tumultuiren
unruhig/lebhaft werden
überheben
jemanden einer Sache entledigen, von etwas erlösen
ungefähr
zufällig
unperturbirt
ungestört, unbehelligt
unterstecken
Soldaten, die unvollständigen Kompanien oder Regimentern eingegliedert werden
usurpiren
benutzen, gebrauchen, beanspruchen
veraccordiren
einen Vertrag schließen
verehren
schenken
verehren
beschenken
verglimpfen
besänftigen, zur Mäßigung/zum gütlichen Vergleich bringen, zum Rechtsanspruch/Recht verhelfen
verglimpfen
als passend schildern
verheien
zerschlagen, verderben
verhören
prüfend anhören
verhören
hören, anhören:
verlaufen
hinweglaufen
verlaufen
durch Flucht verlassen
Verwahrlosung
Nachlässigkeit, Unachtsamkeit
verweisen
vorwerfen, vorhalten, zum Vorwurf machen, tadeln
vielfältig
vielfach, vielmalig, oft, wiederholt
Violation
Verletzung
Visitirung
Durchsuchung
Volk
Truppen
Watte
großes Zugnetz zum Fischen
Weidetrift
Weideland; Weg, auf dem das Vieh zur Weide getrieben wird
Wispel
Raum- und Getreidemaß
zeitlich
rechtzeitig
zeitlich
früh, zeitig
zeitlich
vorzeitig
Zeitung
Nachricht
zugeben
gewähren, gestatten, dulden
Fürstin Anna Ursula von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1645
gest. 1647
Anm.: Tochter des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670) und Nichte Christians II..
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Johanna Elisabeth von Anhalt-Bernburg-Harzgerode
Geburtsname: Gräfin Johanna Elisabeth von Nassau-Hadamar

geb. 1619
gest. 1647
Anm.: Tochter des Grafen Johann Ludwig von Nassau-Hadamar (1590-1653); seit 1642 Ehe mit Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Anna von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Gräfin Anna von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg

geb. 1579
gest. 1624
Anm.: Tochter des Grafen Arnold IV. von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); ab 1595 Ehe mit Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Mutter Christians II.; 1617 Gründerin und Patronin der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Enthaltende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Berengar von Anhalt-Bernburg

geb. 1626
gest. 1627
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Bogislaw von Anhalt-Bernburg

geb. 1633
gest. 1634
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg

geb. 1568
gest. 1630
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Vater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1582 Reise nach Konstantinopel; 1591/92 Führer eines Expeditionskorps für König Heinrich von Navarra; 1592 Übertritt zum reformierten Glauben; 1592/93 Befehl über die protestantischen Truppen im Krieg um das Bistum Straßburg; 1595-1620 oberpfälzischer Statthalter in Amberg und zunehmend Leiter der pfälzischen Politik; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1610 Unionsgeneral im klevisch-jülischen Krieg; seit 1618 Senior des Hauses Anhalt; 1619/20 Kommandierender der pfälzisch-böhmischen Truppen gegen Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); nach kaiserlicher Ächtung Flucht nach Schweden (1621) und Flensburg (1622-1624); 1624 Aufhebung der Reichsacht; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sehnliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unveränderliche"); Kurzbiographie im Rahmen dieser Edition unter http://www.tagebuch-christian-ii-anhalt.de/index.php?article_id=15.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Christian III. von Anhalt-Bernburg

geb. 1631
gest. 1631
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Ferdinand Christian von Anhalt-Bernburg

geb. 1643
gest. 1645
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Joachim Ernst von Anhalt-Bernburg

geb. 1629
gest. 1629
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Sibylla Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1602
gest. 1648
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; ab 1617 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Tröstende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1627
gest. 1627
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Agnes von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Landgräfin Agnes von Hessen-Kassel

geb. 1606
gest. 1650
Anm.: Tochter des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); ab 1623 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1623 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Eiferige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Georg Aribert von Anhalt-Dessau

geb. 1606
gest. 1643
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1618 gemeinsam mit seinem Bruder Fürst Johann Kasimir (1596-1660) regierender Fürst von Anhalt-Dessau (bis 1625 unter dessen Vormundschaft); 1625-1631 Offizier in kaiserlichen Kriegsdiensten; seit 1632 Inhaber der Ämter Wörlitz und Radegast; ab 1637 morganatische Ehe mit Johanna Elisabeth von Krosigk; seit 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anmutige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Henrietta Katharina von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Gräfin Henrietta Katharina von Nassau-Dillenburg

geb. 1637
gest. 1708
Anm.: Tochter des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); 1659-1693 Ehe mit Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693); seit 1693 Witwensitz auf Schloss Oranienbaum.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Bernburg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1651-1660 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); ab 1631 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wohltätige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1579
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1600 Aufnahme in die Florentiner Accademia della Crusca ("L'Acceso"); seit 1606 regierender Fürst von Anhalt-Köthen; 1631-1635 schwedischer Statthalter des Erzstifts Magdeburg und des Hochstifts Halberstadt; 1617 Mitbegründer und bis zu seinem Tod erstes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nährende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
Fürst Lebrecht von Anhalt-Köthen

geb. 1622
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sibylla von Anhalt-Plötzkau
Geburtsname: Gräfin Sibylla zu Solms-Laubach

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Tochter des Grafen Johann Georg zu Solms-Laubach (1547-1600); 1618-1653 Ehe mit Fürst August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); ab 1621 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gläubige"); seit 1622 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.Weiterführende Informationen in der NDB
Georg Banse

geb. 1605
gest. 1670
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers, Sattelfreihofbesitzer und späteren anhaltisch-zerbstischen Kammermeisters Johann Banse d. J. (1578-1636); um 1639/41 Bernburger Freisasse (Besitzer eines Sattelfreihofs); Erbsasse auf Güsten und Quenstedt; seit 1646 fürstlicher Amtsrat (noch 1653); 1646-1650 daneben Stadtvogt in Bernburg.
Johann (1) Banse

geb. 1578
gest. 1636
Anm.: Sohn des Bernburger Amtsschössers Georg Banse; Bernburger Bürger und Sattelfreihofbesitzer; 1628 und 1631 Bürgermeister der Talstadt Bernburg; seit 1631 Landrechnungsrat; spätestens 1636 fürstlicher Kammermeister.
Rudolf Banse

geb. 1618
gest. 1673
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers, Sattelfreihofbesitzer und späteren anhaltisch-zerbstischen Kammermeisters Johann Banse d. J. (1578-1636); vermutlich anhaltisch-zerbstischer Leutnant (um 1639) und Rittmeister (um 1642/43).
Barberini, Familie

Anm.: Florentiner Adelsgeschlecht.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Ferdinand (2) von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Ferdinand von Köln
Bischof Ferdinand von Lüttich
Bischof Ferdinand von Hildesheim
Bischof Ferdinand von Münster
Bischof Ferdinand von Paderborn

geb. 1577
gest. 1650
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1612 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Lüttich, Hildesheim und Münster; seit 1618 auch Bischof von Paderborn.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Maximilian I. von Bayern
Herzog Maximilian I. von Bayern

geb. 1573
gest. 1651
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1597 regierender Herzog von Bayern; Oberhaupt der 1609 gegründeten Katholischen Liga; 1623 Verleihung der (ehemals Pfälzer) Kurwürde durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637), endgültig bestätigt im Westfälischen Frieden; seit 1600 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Christian Beckmann

geb. 1580
gest. 1648
Anm.: Sohn des Zscheppliner Pfarrers Andreas Beckmann (gest. 1612); ab 1599 Studium der Theologie in Leipzig, Wittenberg und Jena; 1604 Promotion zum Mag. phil. an der Universität Leipzig; Schulrektor in Naumburg (1608-1612), Mühlhausen (1612-1615) und Amberg (1615-1625); 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1625-1627 Schulrektor in Bernburg; seit 1627 Pfarrer an der Nikolaikirche sowie Superintendent und Professor für Theologie am Gymnasium illustre in Zerbst; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 211f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Philipp (1) Beckmann

geb. ca. 1592
gest. 1666
Anm.: Sohn des Zscheppliner Pfarrers Andreas Beckmann (gest. 1612); 1620-1625 Pfarrer in Kirchenthumbach; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Radisleben; 1638-1644 Superintendent in Coswig/Anhalt; seit 1645 Pfarrer in Quellendorf; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 212.
Thomas Benckendorf

gest. vor 1658
Anm.: Sohn des Prof. Martin Benckendorf (1545-1621) in Frankfurt/Oder; 1623 Studium in Frankfurt/Oder; 1627/28 Kammer- und Küchenschreiber, seit 1628 Kammerschreiber und Kammerdiener sowie 1635-1647 Geheimsekretär des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1637-1646 zudem Amtmann von Bernburg; ab 1647 kurbrandenburgischer Gerichtsverwalter in Wittstock (noch 1649); seit 1653 "Kastner" in Cottbus.
Abraham Benedix

Anm.: Sohn des Bernburger Rabbis N. N. Benedix (2); seit 1645 jüdischer Kaufmann in Bernburg.
Johann von Bergen

geb. 1604
gest. 1680
Anm.: Sohn von Bernd von Bergen (ca. 1567-1623) auf Güsten; Hausbesitzer in der Bernburger Talstadt; Erbherr auf Ilberstedt; bis 1637 kaiserlicher oder kursächsischer Quartiermeister; um 1637/42 Sekretär des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); seit 1642 anhaltischer Obereinnehmer (noch 1649).
Katharina von Bergen
Geburtsname: Katharina Röseler

geb. 1628
gest. 1680
Anm.: Geboren in Zerbst; 1647-1659 Ehe mit dem Zerbster Bürgermeister Lukas von Bergen (ca. 1597-1659).
Lukas von Bergen

geb. ca. 1597
gest. 1659
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgers Johann von Bergen (gest. 1619); um 1618/19 Jurastudium in Wittenberg (dort bereits 1609 als Minderjähriger immatrikuliert); um 1629 Zerbster Advokat; 1641, 1644, 1647/48, 1650, 1653, 1656 und 1659 Bürgermeister von Zerbst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Berndt

Anm.: 1629/30 Hof- und Quartiermeister des kaiserlichen Obristen Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632); danach möglicherweise im Dienst von dessen Bruder Christian II.
Georg Heinrich von Biedersee

geb. 1623
gest. nach 1655
Anm.: Sohn des Albrecht von Biedersee (gest. 1653); Erbherr auf Amesdorf; seit 1639 Page der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); danach bis 1648 Edelknabe ihres Gemahls Christian II.; später bis 1653 Mitglied der kurbrandenburgischen Leibgarde.
Christian Friedrich von Börstel

geb. 1647
gest. 1673
Anm.: Sohn des Christian Heinrich von Börstel (1617-1661); zuletzt vermutlich in niederländischen Kriegsdiensten.
Christian Heinrich von Börstel

geb. 1617
gest. 1661
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); Erbherr auf Güsten und Ilberstedt; 1641-1643 Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) und zugleich Hofmeister für dessen Sohn Johann Georg (1627-1693); 1643-1648 Geheimer Rat und Hofmeister von Fürst Johann Kasimir; 1648 Übersiedlung nach Bernburg; seit 1657 anhaltischer Gesamtrat und Hofmeister des Fürsten Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlängernde"); vgl. Andreas Hesius: Lieblich und schönes Erbtheil der Kinder Gottes [...], Köthen 1661, Bl. Fijr-Givv.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Curt (2) von Börstel

geb. 1549
gest. 1618
Anm.: Sohn des Curt von Börstel (gest. 1572); Erbherr auf Güsten, Plötzkau und Gentz; nach 1572 Hofmeister des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1564-1613); anschließend Rat des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586); Amtshauptmann in Köthen (1579-1582) und Warmsdorf (1582-1604); ab 1606 Oberhauptmann des Teilfürstentums Anhalt-Bernburg; seit 1610 Direktor der anhaltischen Landschaft; vgl. Konrad Reinhard: Leichpredigt. deß Alt Vaters Abrahamß Bey dem Adelichen begräbnüß Deß [...] Curd von Börsteln, Frankfurt/Oder 1618, Bl. D3v.-G4r.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Ernst Gottlieb von Börstel

geb. 1630
gest. 1687
Anm.: Sohn des kurbrandenburgischen Rats Ludwig von Börstel (ca. 1585-1631); 1639-1649 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ca. 1650/51-1660 Kammerjunker der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660); zudem Leutnant (1656), Hauptmann (1657) und Obristleutnant (1664) der kurfürstlichen Leibgarde; ab 1660 Kammerjunker und 1662-1675 Oberschenk des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688); daneben kurbrandenburgischer Obristwachtmeister (1671) Obrist (1676) und Generalwachtmeister (1684); 1675-1678 Schlosshauptmann in Cölln a. d. Spree; 1680-1683 kurbrandenburgischer Kriegsrat; seit 1682 Amtshauptmann von Wolmirstedt und Wanzleben; ab 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anreizende"); vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 434f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Heinrich (1) von Börstel

geb. 1581
gest. 1647
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmanns Curt von Börstel (1549-1618); Erbherr auf Güsten, Plötzkau und Ilberstedt; ab 1623 Regierungspräsident sowie Amtshauptmann und Kammerrat in Bernburg; 1639 Rücktritt, danach Tätigkeit als unbestallter fürstlicher Berater; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Eilende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Susanna von Börstel
Geburtsname: Susanna van Rhemen

gest. 1680
Anm.: Tochter des Steffen van Rhemen (1565-1644) aus Deventer; zunächst Hofjungfer der Fürstin Amoena Amalia von Anhalt-Köthen (1586-1625); 1623-1647 Ehe mit Heinrich von Börstel (1581-1647).
Anton Günther Böschen

geb. 1612
gest. 1673
Anm.: Sohn des Juristen und Ovelgönner Amtmannes Ernst Böschen (gest. 1636); Besuch des Gymnasiums in Bremen; Studium in Wittenberg (1633), Jena (1636) und Helmstedt (1636); 1642-1649 Geheimer Sekretär des Fürsten Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); ab 1650 Oberstadtschreiber, seit 1658 Ratsherr und ab 1663 Stadtsyndikus in Leipzig; seit 1670 kursächsischer Rat von Haus aus; vgl. Johann Ulrich Mayer: Der Göttliche Noth-Helffer/ Wie Er Bey uns ist in der Noth/ Psal. XCI. v. 15 [...], Leipzig 1673, S. 35-44.

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Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg
Herzogin Elisabeth Charlotte in Preußen
Geburtsname: Pfalzgräfin Elisabeth Charlotte von Pfalz-Simmern

geb. 1597
gest. 1660
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1616-1640 Ehe mit Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); seit 1650 Witwensitz in Crossen an der Oder.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürstin Louise Henrietta von Brandenburg
Geburtsname: Gräfin Louise Henrietta von Nassau-Dillenburg

geb. 1627
gest. 1667
Anm.: Tochter des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); seit 1646 Ehe mit Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688).

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Johann (2) Brandt

geb. 1604
gest. 1672
Anm.: Sohn des Tirschenreuther Kantors Bartholomäus Brandt (gest. 1611); Studium in Erfurt (1623) und Altdorf (nach 1630 Promotion zum Dr. med.); ursprünglich Arzt in Reichenbach/Vogtland (noch 1630); ab 1632 kriegsbedingt in Bernburg, dort baldige Bestallung zum Stadtphysikus; (vor 1637) bis November 1649 Leibarzt des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg und spätestens seit 1647 auch dessen Rat; ab Ostern 1650 Hofarzt des Fürsten Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665) und von dessen verwitweten Mutter Sophia (1599-1654); vgl. Wolfram Kaiser / Arina Völker: Universität und Physikat in der Frühgeschichte des Amtsarztwesens, Halle (Saale) 1980, S. 38.
Braunschweig-Lüneburg, Haus
Herzöge von Braunschweig und Lüneburg

Anm.: Teillinie der reichsfürstlichen Dynastie der Welfen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Braunschweig-Wolfenbüttel, Haus
Herzöge von Braunschweig und Lüneburg

Anm.: Teillinie der reichsfürstlichen Dynastie der Welfen.

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Hans Christoph von Burgsdorff

geb. 1602
gest. 1672
Anm.: Sohn des Christoph Ulrich von Burgsdorff (gest. ca. 1605/06); Obrist zunächst in schwedischen, später in kurbrandenburgischen Diensten; spätestens seit 1645 schwedischer Kommandant in Halberstadt (bis 1648) und Oberkommandant im gesamten Fürstentum Halberstadt (1648-1650); danach kurbrandenburgischer Kommandant von Halberstadt (noch 1656).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Georg Calixt(us)
Georg Calissen

geb. 1586
gest. 1656
Anm.: Sohn des Medelbyer Pfarrers Johann Callisen, genannt Calixtus (1539-1618); Studium der Philosophie (1603-1607, Mag. phil.) und Theologie (1607-1609) in Helmstedt; 1609-1613 Studienreise durch Deutschland, die Niederlande, England und Frankreich; seit 1614 Professor für Theologie und 1616 Promotion zum Dr. theol. an der Universität Helmstedt; seit 1636 Abt von Königslutter; bedeutendster lutherischer Ireniker des 17. Jahrhunderts.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Francesco Antonio del Carretto
Marchese Francesco Antonio di Grana
Conte Francesco Antonio di Millesimo

geb. 1590
gest. 1651
Anm.: Sohn des Prospero del Carretto, Marchese di Grana (1568-1591); ab 1622 kaiserlicher Kämmerer; kaiserlicher Obrist (1631-1642), Generalfeldzeugmeister (1631) und Feldmarschall (1639); seit 1637 Hofkriegsrat; 1641-1651 kaiserlicher Botschafter in Spanien; ab 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Joachim Cautius
Joachim Kautz

gest. 1680
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgermeristers Joachim Kautz (gest. 1636); um 1645/56 Baumeister der Bergstadt zu Bernburg.
Magdalena Cautius
Magdalena Kautz

gest. nach 1654
Anm.: Bereits vor 1638 Ehefrau des Joachim Cautius (gest. 1680).
Christian (2) N. N.

Anm.: Um 1643/47 Lakai des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Adriaen Clant tot Stedum

geb. 1599
gest. 1665
Anm.: Sohn des Eilco Clant (gest. 1614); 1631-1642 Mitglied der "Gedeputerden Staten"; 1643-1651 Vertreter der Ritterschaft der Provinz Groningen bei den Generalstaaten; 1646-1648 Gesandter der Provinz Groningen beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (Ernennung bereits 1643).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Christian IV. von Dänemark und Norwegen
Herzog Christian IV. von Schleswig-Holstein

geb. 1577
gest. 1648
Anm.: Sohn des Königs Friedrich II. von Dänemark und Norwegen (1534-1588); ab 1588 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein (bis 1593 unter Vormundschaft); seit 1603 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich II. von Schleswig-Holstein
Administrator Friedrich II. von Bremen
Administrator Friedrich II. von Verden
Graf Friedrich I. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1623-1629 und 1634-1644 Administrator des Hochstifts Verden; 1634-1648 Administrator des Erzstifts Bremen; 1647 Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein; ab 1648 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1667 zudem regierender Graf von Oldenburg und Delmenhorst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Joachim Döring

geb. 1595
gest. 1658
Anm.: Um 1634 Bauherr, dann Ratskämmerer sowie seit 1636 Bürgermeister der Bernburger Talstadt (1636, 1640, 1643, 1645/46, 1649, 1652/53, 1655 und 1658 regierend); vgl. Volker Ebersbach: Geschichte der Stadt Bernburg, Bd. 1, Dessau 1998, S. 237.
Frans van Donia

geb. 1580
gest. 1651
Anm.: Sohn des Kempe van Donia (gest. 1622); vor 1643 Vertreter der Ritterschaft der Provinz Friesland bei den Generalstaaten; 1646-1648 Gesandter der Provinz Friesland beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (Ernennung bereits 1643).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Hans Friedrich Eckardt

geb. 1622
gest. nach 1680/vor 1683
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Brauers Johann Eckardt (gest. vor 1640); spätestens ab 1639 Bediensteter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1643/47 Amts- bzw. Hofkopist sowie vermutlich seit 1643 zugleich fürstlicher Küchenschreiber (noch 1648); um 1649/55 Kammerschreiber (Kammerrechnungsführer); um 1653 auch Kammerdiener; ab 1658 Bauherr und um 1670/80 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister sowie Rat in Bernburg; seit 1634 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Justina Maria von Einsiedel
Geburtsname: Justina Maria von Schierstedt

gest. 1700
Anm.: Tochter des Jakob von Schierstedt (gest. 1642) auf Scheuder und Tornau; bis 1640 Hofjungfer der Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg (1604-1640); 1640-1653 Ehe mit Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653).
N. N. Eiser

Anm.: Barbier in Breslau.
Johann Eiser

Anm.: Sohn des Breslauer Barbiers N. N. Eiser; um 1647 schwedischer Rittmeister.
Georg Enderling

geb. 1583
gest. 1664
Anm.: Geboren in Zerbst; Magister; 1618-1620 Schulkonrektor in Bernburg; Pfarrer in Altenburg bei Nienburg/Saale (1620-1635) und an der Bernburger Nikolaikirche (seit 1635); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 241.
König Karl I. von England
König Karl I. von Schottland
König Karl I. von Irland

geb. 1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England) (1566-1625); ab 1625 König von England, Schottland und Irland; 1649 durch das Parlament des Hochverrats angeklagt und hingerichtet; seit 1611 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Thomas Fairfax
Lord Thomas Fairfax of Cameron

geb. 1612
gest. 1671
Anm.: Sohn des Ferdinando Fairfax, 2nd Lord Fairfax of Cameron (1584-1648); 1639/40 Teilnahme an den Bischofskriegen gegen die Schotten; Kriegsdienst für das englische Parlamentsheer als Lieutenant-general of the Horse unter seinem Vater (1642-1645) sowie Commander-in-Chief of the Forces und Captain General (1645-1650); seit 1648 3rd Lord Fairfax of Cameron; 1651-1660 Lord of Mann; danach Rückzug auf die Güter.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Königin Anna von Frankreich und Navarra
Geburtsname: Infantin Anna von Spanien

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Tochter des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); 1615-1643 Ehe mit König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); 1643-1651 Regentin von Frankreich.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Heinrich IV. von Frankreich
König Heinrich III. von Navarra

geb. 1553
gest. 1610
Anm.: Sohn des Antoine de Bourbon, Duc de Vendôme (1518-1562); ab 1572 König von Navarra; seit 1589/94 König von Frankreich; ab 1590 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Ludwig XIII. von Frankreich
König Ludwig II. von Navarra

geb. 1601
gest. 1643
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); seit 1610 König von Frankreich und Navarra (bis 1617 unter Regentschaft seiner Mutter Maria).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Königin Maria von Frankreich und Navarra
Geburtsname: Maria de' Medici

geb. 1575
gest. 1642
Anm.: Tochter des Francesco I de' Medici, Granduca di Toscana (1541-1587); 1600-1610 Ehe mit König Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); 1610-1617 Regentin von Frankreich für ihren Sohn Ludwig XIII. (1601-1643); seit 1631 im Exil, u. a. in den Spanischen und Vereinigten Niederlanden sowie in England.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Hans Ernst von Freyberg

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Ernst von Freyberg (1578-1626); Erbherr auf Elsdorf; Hof- oder Kammerjunker des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); Mitte der 1630er Jahre auch anhaltisch-köthnischer Stallmeister und Kriegskommissar; um 1639 im Dienst des Grafen Otto V. von Schaumburg und Holstein-Pinneberg (1614-1640); um 1643/49 und erneut ab 1656 Hofmeister des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); um 1650/56 anhaltisch-plötzkauischer Rat und Hofmeister; später Hofmeister und ab 1660 auch Wittumsrat der Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau (1615-1673); spätestens seit 1642 Mitglied des Größeren, später auch des Engeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; zugleich Direktor des anhaltischen Stipendienwerks; seit 1627 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ausführende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
N. N. Frühauf

Anm.: Vor 1630 anhaltischer Gutsbesitzer.
Balthasar Fuß

geb. 1596
gest. 1668
Anm.: Sohn des Bernburger Kürschners und Ratskämmerers Matthias Fuß; um 1624/26 Ratsbauherr, um 1628 Ratskämmerer und spätestens seit 1630 Bürgermeister der Bernburger Bergstadt; zugleich Inhaber des Gasthofs "Zum Weißen Ross".
Justus (von) Gebhard

geb. 1588
gest. 1656
Anm.: Geboren in Kamenz/Oberlausitz; Dr. jur.; 1619-1625 Syndikus in Zittau; 1628 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1628 Reichshofrat; 1635 kaiserlicher Gesandter beim Abschluss des Prager Friedens; seit 1639 Zugangsbevollmächtigung zum Geheimen Rat; 1647 kaiserlicher Sondergesandter bei den Ulmer Waffenstillstandsverhandlungen; 1636 Erhebung in den Ritterstand; vgl. Oswald von Gschließer: Der Reichshofrat. Bedeutung und Verfassung, Schicksal und Besetzung einer obersten Reichsbehörde von 1559 bis 1806, Wien 1942, S. 220f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Barthold van Gent

gest. 1650
Anm.: Sohn des geldrischen Rats Cornelis van Gent (gest. 1614); ab 1614 Mitglied der Ritterschaft von Nijmegen; seit 1625 Rat und Rechenmeister von Gelderland; ab 1640 Amtmann von Bommel, Tieler- und Bommelerwaarden; Deputierter der Ritterschaft der Provinz Gelderland bei den Generalstaaten; 1646-1648 Gesandter der Provinz Gelderland und Sprecher der gesamten niederländischen Delegation beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (Ernennung bereits 1643).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Wolfgang Benjamin Giegelsberger

geb. 1607
gest. 1677
Anm.: Sohn des oberpfälzischen Pfarrers Melchisedek Giegelsberger (gest. 1636); Pfarrer in Preußlitz (1631-1636), Neundorf (designiert 1636) und Nienburg/Saale (1637-1639); seit 1647 Pfarrer in Reinstedt; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 258.
Otto Gise
Otto Gesenius

gest. 1658
Anm.: Sohn des Strenznaundorfer Pfarrers Joachim Göse; seit 1625 Prediger an der Stiftskirche St. Johannes Baptistae in Alsleben; vgl. Verein für Pfarrerinnen und Pfarrer in der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen e. V. (Hg.): Pfarrerbuch der Kirchenprovinz Sachsen, Bd. 3, Leipzig 2005, S. 277.
Giovanni Battista Grimani

geb. 1599
gest. 1648
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Antonio Grimani; um 1646 Capitano generale der Republik Venedig.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Andreas Haberveschl von Habernfeld
Ondřej Habervešl z Habernfeldu

geb. 1587
gest. nach 1655/vor 1660
Anm.: Sohn des kaiserlichen Sekretärs Albrecht Haberveschl von Habernfeld aus der Prager Altstadt; Mitglied der Brüderunität; Studium in Helmstedt und Basel (1609 Dr. med.); später vermutlich praktischer Arzt in Prag; ca. 1618-1620 Offizier des böhmischen Ständeheeres; danach Emigration in die Niederlande; um 1646 Arzt in Den Haag; zudem politischer Publizist.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. (von) Hacke (6)

Anm.: Vermutlich mitteldeutscher Adliger; um 1647 schwedischer Major.
Hans Christoph von Hacke

gest. 1649
Anm.: Angehöriger des märkischen Adelsgeschlechts; spätestens 1636 vermutlich kaiserlicher Hauptmann; seit 1634 Salzjunker, um 1644 Stadtkämmerer und zuletzt regierender Stadtvogt in Staßfurt.
Christoph von Hagen

geb. 1592
gest. 1655
Anm.: Sohn des Bergbauunternehmers Otto von Hagen (1562-1626); Erbherr auf Berga; Bergbauunternehmer im Südharzraum.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Heinrich von Hatten

geb. ca. 1580
gest. 1655
Anm.: Sohn des Segeberger Haus- und Schlossvogts Christian von Hatten (1555-1630); Studium in Wittenberg (1603) und Rostock (1606); Promotion zum Dr. jur. an der Universität Rostock; 1615-1632 Gerichtssyndikus der vier königlichen Städte im Herzogtum Holstein; 1621-1631 zudem Syndikus der holsteinischen Ritter- und Landschaft; seit 1631 holsteinischer Landkanzler sowie königlich-dänischer und herzoglich-gottorfischer Rat; 1644-1648 Gesandter des Herzogtums Holstein und 1646-1648 auch des Erzstifts Bremen auf dem Westfälischen Friedenskongress; 1635 Nobilitierung.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gilles van der Heck

Anm.: Um 1647 Kanzleischreiber der kurpfälzischen Exilregierung in Den Haag.
Bernhard Herre

geb. 1604
gest. 1682
Anm.: Zunächst fürstlicher Botenmeister in Dessau; spätestens seit 1643 anhaltischer Landrentmeister.
Andreas (1) Hesius
Andreas Heise

geb. 1610
gest. 1693
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgers Simon Heise; Dr. theol.; 1642-1655 Rektor der Bernburger Stadtschule; daneben Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien (1644/45) und der Marienkirche (1645-1655) in Bernburg; 1655-1659 Pfarrer und Hofprediger in Plötzkau; seit 1659 Superintendent und Oberpfarrer an St. Marien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 285.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Landgraf Georg II. von Hessen-Darmstadt

geb. 1605
gest. 1661
Anm.: Sohn des Landgrafen Ludwig V. von Hessen-Darmstadt (1577-1626); seit 1626 regierender Landgraf von Hessen-Darmstadt.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Hessische Biographie
Landgräfin Amalia Elisabeth von Hessen-Kassel
Geburtsname: Gräfin Amalia Elisabeth von Hanau-Münzenberg

geb. 1602
gest. 1651
Anm.: Tochter des Grafen Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg (1576-1612); 1619-1637 Ehe mit Landgraf Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); 1637-1650 Regentin der Landgrafschaft Hessen-Kassel für ihren unmündigen Sohn Wilhelm VI. (1629-1663).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Godefroid Hotton

geb. 1596
gest. 1656
Anm.: Geboren in Stavelot (bei Lüttich); Studium der reformierten Theologie in Heidelberg und Genf (bis 1621); später Prediger in Frankenthal, Aix und Bremen (bis 1629); danach Pfarrer der wallonisch-reformierten Gemeinden in Limbourg (bis 1633) und Amsterdam (seit 1634).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Jesus Christus
Jesus von Nazareth

Anm.: Biblische Figur.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Maria Anna
Königin Maria Anna von Böhmen
Königin Maria Anna von Ungarn
Erzherzogin Maria Anna von Österreich
Geburtsname: Infantin Maria Anna von Spanien

geb. 1606
gest. 1646
Anm.: Tochter des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); seit 1631 Ehe mit Kaiser Ferdinand III. (1608-1657).

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Christian Ernst von Knoch(e)

geb. 1608
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kaspar Ernst von Knoch (1582-1641); Erbherr auf Trinum; 1631-1639 in Kriegsdiensten, zuletzt als kursächsischer Obristleutnant und Generaladjutant (um 1637); ab 1641 Landeshauptmann des Teilfürstentums Anhalt-Zerbst; seit 1643 anhaltischer Gesamtrat; 1645-1650 Geheimer Rat des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1650 Direktor der Köthener Vormundschaftsregierung; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Weichende").

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Georg Knüttel

geb. 1606
gest. 1682
Anm.: Bruder des Matthias Knüttel; spätestens 1633 Küchenschreiber des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1634); 1636 Sekretär des kursächsischen Obristen Wilhelm von Brincken (gest. 1637); 1638-1640 Stellvertreter des Bernburger Amtmannes und fürstlichen Geheimsekretärs Thomas Benckendorf; ab 1639 auch Hofbesitzer in Radisleben; 1640-1642 Stellvertreter des Amtmannes von Ballenstedt; seit 1643 Kanzlist und Registrator in Bernburg (noch 1656); zuletzt fürstlicher Kanzleisekretär.
Johan de Knuyt

geb. 1587
gest. 1654
Anm.: Sohn des Middelburger Licentmeisters Laurents de Knuyt; Ratsherr und ab 1612 Bürgermeister von Middelburg; seit 1616 Deputierter der Provinz Zeeland bei der Generalitätsrechenkammer in Den Haag; Rat des Statthalters Fürst Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); Vorsitzender der Zeeländer Staaten; Vorsteher der Ritterschaft von Zeeland bei den Generalstaaten; 1646/47 Gesandter der Provinz Zeeland beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (Ernennung bereits 1643).

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König (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand IV.
König Ferdinand IV. von Böhmen
König Ferdinand IV. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand IV. von Österreich

geb. 1633
gest. 1654
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand III. (1608-1657); ab 1646 König von Böhmen; seit 1647 König von Ungarn; ab 1653 römisch-deutscher König; seit 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Graf Hans Christoph von Königsmarck

geb. 1600
gest. 1663
Anm.: Sohn des Konrad von Königsmarck (gest. vor 1621) auf Kötzlin; ab 1616 Page am Woffenbütteler Hof; 1620-1630 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Fähnrich; schwedischer Rittmeister (1631), Major (1633), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1640), Generalleutnant (1645) und Feldmarschallleutnant (1648); seit 1645 Generalgouverneur der Stifter Bremen und Verden; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Grafenstand; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Streitende").

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Brigitta (2) von Krosigk
Geburtsname: Brigitta von Behr

geb. 1603
gest. 1667
Anm.: Tochter des erzbischöflich-bremischen Landrats Jakob von Behr (gest. 1631); 1623-1630 Ehe mit Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); vgl. Daniel Werner Bussenius: Piorum Lacrymae Messis Laetitiae Oder Frommer Christen Thränen-Saat [...], Magdeburg 1669, S. 59-84.

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Heinrich von Krosigk

geb. 1631
gest. 1705
Anm.: Sohn des Heinrich von Krosigk (gest. 1637); Erbherr auf Alsleben und Piesdorf; spätestens 1645 bis 1648 Page der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); herzoglich-magdeburgischer Land- und Kriegskommissar des Saalkreises.
Jakob Anton von Krosigk

geb. 1624
gest. 1704
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1640-1650 in schwedischen Kriegsdiensten, anfangs als Volontär, später als Kornett (1642); 1654-1661 kurbrandenburgischer Gardehauptmann; ab 1682 anhaltischer Landrat; seit 1693 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; vgl. Daniel Müller: Schuldige letzte Ehren- und Dienst-Erweisung [...], Zerbst 1706, Bl. [K2]v-M2v.

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Ludolf Lorenz von Krosigk

geb. 1627
gest. 1673
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1646-1650 in schwedischen Kriegsdiensten; um 1651/52 Hofjunker der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); 1653-1656 französischer Rittmeister; danach kurbrandenburgischer Obristwachtmeister (1657) und Generaladjutant; ab 1661 Hofmeister bei Herzog Rudolf August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); braunschweigisch-lüneburgischer Obristleutnant (1665) und Obrist; seit 1671 kurbrandenburgischer Kammerherr; ab 1672 Obrist und Kriegsrat; seit 1653 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabende"); vgl. Daniel Müller: Kurtzer Trauer-Sermon Von der Gebrechligkeit Menschliches Lebens [...], Köthen [1675], o. S.

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Matthias von Krosigk

geb. 1616
gest. 1697
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben, Rathmannsdorf, Merbitz, Queis und Groß Salze; 1638/39 in kaiserlichen und kursächsischen Kriegsdiensten; 1648/49 Hofmeister des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Gottorf, Administrator von Lübeck (1606-1655); 1650 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; 1665 erzstiftisch-magdeburgischer Kriegskommissar des Saalkreises; ab 1683 kurbrandenburgischer Landkammerrat im Herzogtum Magdeburg; seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verbesserte"); vgl. August Hertzog: Wahl- Denck- und Trost-Spruch Eines Frommen und Wohlbetagten [...], Halle 1698, Bl. [H2]v-Lv.

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Volrad (2) von Krosigk

geb. 1612
gest. 1660
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1631-1640 Kriegsdienst u. a. als Kornett unter Herzog Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641), kursächsischer Leutnant (40 Monate), kaiserlicher Capitain-Leutnant (10 Monate), Rittmeister und Obristwachtmeister (um 1638/40); ab 1642 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nötige"); vgl. Georg Lautenschläger: Mors Christianorum nunqvam præmatura [...], Leipzig 1661, fol. L r-Miv v.

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Friedrich Lentz

geb. 1591
gest. 1659
Anm.: Geboren in Wittenberg; 1615 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Basel; Kanzler (1617-1635) und Geheimer Rat (1635-1645) der Äbtissin Dorothea Sophia von Quedlinburg (1587-1645); 1645-1648 gräflich-stolbergischer Kanzler und Rat des Fürsten Christian II. Anhalt-Bernburg; seit 1648 gräflich-schwarzburgischer Kanzler in Rudolstadt; vgl. Justus Söffing: Seligkeit im Glauben und Schawen [...], Jena 1659, Bl. E2 v-Fiv v.

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Graf Gustav Adolf Lewenhaupt von Raseborg und Falkenstein

geb. 1616
gest. 1656
Anm.: Sohn des Grafen Johann Kasimir Lewenhaupt von Raseborg und Falkenstein (1583-1634); in schwedischen Kriegsdiensten als Volontär (1637), Capitain (1642), Obristleutnant (1643), Obrist (1644), Generalmajor (1645), Generalleutnant (1647), General (1649) und Feldmarschall (1655); seit 1649 auch Reichs- und Kriegsrat; 1656 Vizegouverneur von Livland.

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Henri (2) de Lorraine
Comte Henri d' Harcourt
Comte Henri de Brionne
Comte Henri d' Armagnac
Comte Henri de Charny
Vicomte Henri de Marsan

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Sohn des Charles I de Lorraine, Duc d'Elbeuf (1556-1605); ab 1605 Comte d'Harcourt und de Brionne; Teilnahme an der Schlacht vom Weißen Berg (1620) und dem letzten Krieg gegen die Hugenotten (1621-1628); seit 1636 französischer General; 1643-1658 Grand écuyer de France; 1645-1647 französischer Vizekönig von Katalonien; ab 1645 Comte d'Armagnac; seit 1646 auch Comte de Charny und Vicomte de Marsan; zudem Sénéchal de Bourgogne; 1649-1659 Gouverneur des Elsass; seit 1659 Gouverneur des Anjou.

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Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Johan van Mathenesse

geb. 1596
gest. 1653
Anm.: Sohn des Adriaen van Mathenesse (gest. 1621); ab 1626 Mitglied der holländischen Ritterschaft; 1646-1648 Gesandter der Provinzen Holland und Friesland beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (Ernennung bereits 1643).

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Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

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Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

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Herzog Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin
Administrator Adolf Friedrich von Schwerin

geb. 1588
gest. 1658
Anm.: Sohn des Herzogs Johann VII. von Mecklenburg (1558-1592); 1592-1610 regierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin (bis 1608 unter Vormundschaft); 1610-1621 gemeinsam mit seinem Bruder Johann Albrecht II. (1590-1636) regierender Herzog von Mecklenburg; 1621-1628 und ab 1631 alleinregierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin (1628-1631 Ersetzung durch Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein, Herzog von Friedland); 1634-1648 Administrator von Schwerin; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Herrliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Joachim Metzsch
Joachim Mötzsch

gest. 1657
Anm.: Geboren in Amberg; spätestens seit 1642 fürstlicher Einspänniger in Bernburg.
Martin Milag(ius)

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Schreibers Jakob Milag (1561-1637) aus Triestewitz bei Torgau; 1619-1622 Rechtsstudium in Frankfurt/Oder; 1622 Lic. jur.; 1623-1626 Advokat in Zerbst; 1626-1632 Amtmann von Bernburg; ab 1631 auch anhaltisch-bernburgischer Rat; 1632-1634 Rat im Hochstift Halberstadt unter dem schwedischen Statthalter Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dessen und Fürst Augusts von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) Rat; seit 1635 anhaltischer Gesamtrat; daneben anhaltisch-zerbstischer (1637-1645) und anhaltisch-dessauischer Kanzler (ab 1654); zudem anhaltischer Gesandter auf dem Frankfurter Konvent (1634), auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück (1645-1648) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mindernde").

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Conte bzw. Principe Raimondo Montecuccoli

geb. 1609
gest. 1680
Anm.: Sohn des Conte Galeotto Montecuccoli (1570-1619); kaiserlicher Musketier (1625), Obrist (1635-1645), Generalfeldwachtmeister (1642), Feldmarschalleutnant (1644), General der Kavallerie (1648), Feldmarschall (1658) und Generalleutnant (1664); 1639-1642 schwedischer Kriegsgefangener; ab 1645 kaiserlicher Kämmerer und Hofkriegsrat; seit 1668 Hofkriegsratspräsident; 1651 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1668 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Gaspard Corneille de Mortaigne
Gaspard Corneille de Pottelles

geb. 1609
gest. 1647
Anm.: Sohn des flämischen Adligen Jean de Martaigne; Page des Landgrafen Philipp von Hessen-Kassel (1604-1626); danach in niederländischen Kriegsdiensten, zuletzt als Leutnant; schwedischer Kapitän (1629), Obrist (spätestens 1636), Generalmajor (1641), Generalleutnant und General der Infanterie; um 1646/47 hessisch-kasselischer Generalleutant; seit 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gewidmete").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Gottfried Müller

geb. 1577
gest. 1654
Anm.: Sohn des Ascherslebener Bürgermeisters und Syndikus Dr. jur. Andreas Müller (1547-1610); Studium in Helmstedt (1593), Jena (1596) und Wittenberg (1599); Dr. utr. jur.; ab 1616 anhaltisch-dessauischer Rat und Kanzler; seit 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Aufweckende").
Gräfin bzw. Fürstin Albertina Agnes von Nassau-Diez
Geburtsname: Gräfin Albertina Agnes von Nassau-Dillenburg

geb. 1634
gest. 1696
Anm.: Tochter des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); 1652-1664 Ehe mit Graf bzw. Fürst Wilhelm Friedrich von Nassau-Dietz (1613-1664); 1664-1679 amtierende Statthalterin von Friesland, Groningen und Drenthe für ihren unmündigen Sohn Heinrich Kasimir II. (1657-1696).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Gräfin Katharina von Nassau-Dillenburg
Geburtsname: Gräfin Katharina zu Sayn-Wittgenstein

geb. 1588
gest. 1651
Anm.: Tochter des Grafen Ludwig I. zu Sayn-Wittgenstein (1532-1605); seit 1615 Ehe mit Graf Ludwig Heinrich von Nassau-Dillenburg (1594-1662).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gräfin Amalia von Nassau-Dillenburg
Fürstin Amalia von Oranien
Geburtsname: Gräfin Amalia zu Solms-Braunfels

geb. 1602
gest. 1675
Anm.: Tochter des Grafen Johann Albrecht I. zu Solms-Braunfels (1563-1623); seit 1619 Hofdame der Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz (1596-1662); 1625-1647 Ehe mit Fürst Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Graf Friedrich Heinrich von Nassau-Dillenburg
Fürst Friedrich Heinrich von Oranien

geb. 1584
gest. 1647
Anm.: Sohn des Fürsten Wilhelm I. von Oranien (1533-1584); ab 1625 Fürst von Oranien und Statthalter der Vereinigten Niederlande; seit 1627 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Graf Wilhelm II. von Nassau-Dillenburg
Fürst Wilhelm II. von Oranien

geb. 1626
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); seit 1647 Fürst von Oranien und Statthalter der Niederlande.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Nehalennia

Anm.: Germanische Göttin, die im 2. und 3. Jahrhundert n. Chr. im Gebiet der niederländischen Scheldemündung verehrt wurde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

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Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

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Matthias (1) Orlob
Matthias (1) Urlob

geb. 1589
gest. 1660
Anm.: Sohn des Bernburger Kämmerers Andreas Orlob d. Ä. (gest. 1612); um 1622 Bauherr und um 1623/26 Kämmerer der Bernburger Bergstadt.
Camillo Francesco Maria Pamphilj
Principe Camillo Francesco Maria di San Martino al Cimino

geb. 1622
gest. 1666
Anm.: Sohn des Pamphilio Pamphilj (1563/64-1639) und Neffe des späteren Papstes Innonzenz X. (1574-1655); ab 1644 General der päpstlichen Armee; 1644-1647 Kardinal; 1645-1647 Präfekt der Apostolischn Singnatur; seit 1647 Principe di San Martino al Cimino.

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Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

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Adriaen Pauw

geb. 1585
gest. 1653
Anm.: Sohn des Amsterdamer Bürgermeisters Reynier Pauw (1564-1635); Herr von Heemstede, Hoogersmilde, Bennebroek und Nieuwerkerk; Kaufmann in Amsterdam; 1611-1637 Pensionaris der Stadt Amsterdam; ab 1618 wiederholt in diplomatischen Diensten; seit 1627 Rat und Rechenmeister der Provinzen Holland und Westfriesland; 1631-1636 Ratspensionär (Regierungschef) der Provinz Holland; 1646-1648 Gesandter der Provinz Holland beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (Ernennung bereits 1643); 1648-1652 präsidierender Rat und Rechenmeister der Domänen von Holland und Westfriesland; 1651-1653 erneut Ratspensionär; 1649 und 1652 niederländischer Gesandter in London.

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Cuno Ulrich (von) Pentz

geb. 1614
gest. 1653
Anm.: Sohn des Levin von Pentz (gest. 1647); Erbherr auf Melkhof, Düssin und Langenheide; 1640-1648/50 in schwedischen Kriegsdiensten als Rittmeister (1640), Major (1642), Obristleutnant (1644) und Obrist (1645).
Georg Petz d. Ä.

gest. 1660
Anm.: Bereits vor 1620 Sattelknecht des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg; um 1627 auch reisiger Knecht von dessen Vater Christian I. (1568-1630); 1636-1639 fürstlicher Musketier und seit 1639 Trabant auf Schloss Bernburg.
Pfalzgraf Eduard von Pfalz-Simmern

geb. 1625
gest. 1663
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1645 heimliche Konversion zum katholischen Glauben; seit 1649 Ritter des Hosenbandordens.

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Pfalzgräfin Maria (Henrietta) von Pfalz-Simmern
Geburtsname: Gräfin Maria (Henrietta) von Nassau-Dillenburg

geb. 1642
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); 1666-1674 Ehe mit Pfalzgraf Ludwig Heinrich Moritz von Pfalz-Simmern (1640-1674).

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Pfalzgraf Moritz von Pfalz-Simmern

geb. 1621
gest. 1652
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637 in niederländischen Kriegsdiensten; 1638/39 vermutlich zu Studienzwecken in Paris; 1640-1642 in schwedischen Kriegsdiensten; royalistischer Obrist (1642) und Generalleutnant (1643) im englischen Bürgerkrieg; 1646 Rückkehr in die Niederlande; 1648 in niederländischen Kriegsdiensten; seit 1649 Vizeadmiral einer kleinen englisch-royalistischen Flotte unter seinem Bruder Ruprecht (1619-1683), die 1651 zur Freibeuterei überging; 1652 Tod in der Karibik bei einem Schiffbruch; seit 1649 Ritter des Hosenbandordens.

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Pfalzgraf Philipp Friedrich von Pfalz-Simmern

geb. 1627
gest. 1650
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Erziehung in Den Haag und am französischen Hof; danach niederländischer Rittmeister; 1646 Flucht aus den Vereinigten Niederlanden nach der Tötung des französischen Emigranten Jacques de L'Epinay im Duell; zuletzt lothringischer Obrist.

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Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb. 1619
gest. 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647/48 französischer Maréchal de camp; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistischen Flotte, die 1651 zur Freibeuterei überging; 1653-1655 Master of the Horse; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee und des Admirality Committee; ab 1668 Lord High Admiral; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

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Pfalz, Haus
Kurfürsten von der Pfalz
Pfalzgrafen bei Rhein

Anm.: Rheinpfälzischer Zweig der reichsfürstlichen Wittelsbacher-Dynastie.

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Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

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Kaspar (1) Pfau

geb. 1596
gest. 1658
Anm.: Sohn des Kaspar Pfau (gest. 1604); nach 1622 Bediensteter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 Amtmann von Großalsleben (noch 1638); seit 1630 anhaltischer Gesamtrat; um 1632 Amtmann zu Gernrode und Großalsleben sowie fürstlich-anhaltischer Kriegskommissar; ab 1638 auch Landrentmeister, zugleich Amtmann von Gernrode; um 1640 Obereinnehmer; um 1641/42 Landrechnungsrat; seit 1645 Hofrat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anhaltende").

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Georg Adam von Pfuel

geb. 1618
gest. 1672
Anm.: Sohn des Adam von Pfuel (1562-1626); schwedischer Rittmeister, Obristleutnant und Obrist (1647); später kurbrandenburgischer Geheimer Kriegsrat, Obrist und Generalwachtmeister (1658) sowie Gouverneur und Oberhauptmann von Spandau (1669-1671).

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König Wladislaw IV. von Polen
Großfürst Wladislaw II. von Litauen

geb. 1595
gest. 1648
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1610-1613 erwählter Zar des Moskauer Reiches; ab 1632 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1615 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Georg I. Rákóczi
I. Rákóczi György
Fürst Georg I. von Siebenbürgen

geb. 1593
gest. 1648
Anm.: Sohn des Sigismund Rákóczi (1544-1608); seit 1630 Fürst von Siebenbürgen.

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Godart van Reede

geb. 1588
gest. 1648
Anm.: Sohn des Gerard van Reede (gest. 1612); 1600-1618 Domherr in Utrecht; ab 1618 Mitglied der Ritterschaft der Provinz Utrecht; Vertreter Utrechts bei den Generalstaaten; seit 1644 Statthalter der Lehen der Provinz Utrecht und der Abtei St. Paulus; 1646-1648 Gesandter der Provinz Utrecht beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (Ernennung bereits 1643).

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Dietrich von Reinkingk
Theodor von Reinking

geb. 1590
gest. 1664
Anm.: Sohn des kurländischen Gutsherrn Otto Reinkingk; Schulbesuch in Osnabrück, Lemgo und Stadthagen; Rechtsstudium in Köln, Marburg (1611-1615) und Gießen (1615/16); 1616 Promotion zum Dr. jur. und 1617/18 außerordentlicher Professor an der Universität Gießen; 1618-1622 hessisch-darmstädtischer Hofrat und Beisitzer am Obergericht in Gießen; 1622-1632 hessisch-kasselischer Vizekanzler; 1632-1635 mecklenburgisch-schwerinischer Kanzler; 1635/36 schwedischer Gefangener; 1636-1648 Kanzler des Erzstifts Bremen und dessen Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress (ab 1645); seit 1648 Kanzler der königlichen Regierung der Herzogtümer Schleswig und Holstein; ab 1650 zudem Präsident des Oberappellationsgerichts in Pinneberg; 1656 Nobilitierung.

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Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Willem Ripperda

geb. ca. 1600
gest. 1669
Anm.: Sohn des Unico Ripperda (gest. 1625); Herr von Hengelo, Boekelo, Boxbergen und Rijsenburg; zunächst in niederländischen Kriegsdiensten, u. a. als Rittmeister (1623); ab 1631 Mitglied der Ritterschaft der Provinz Overijssel; 1633-1663 Vertreter der Ritterschaft Overijssels bei den Generalstaaten; 1646-1648 Gesandter der Provinz Overijssel beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (Ernennung bereits 1644).

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Georg Ehrenreich (2) von Roggendorf

geb. 1627
gest. ca. 1668
Anm.: Sohn des Georg Ehrenreich von Roggendorf (1596-1652); 1641-1652 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Leben in Ödenburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schamhafte").
Johannes (Nikolaus) Rulicius

geb. 1602
gest. 1666
Anm.: Geboren in Kirchberg (Hunsrück); Studium in Herborn (1623) und England (bis 1628); ca. 1630/31 Pfarrer in Dorchester; 1635 Pfarrer der englisch-reformierten Kirche in Heidelberg; ab 1636 englischer und seit 1639 deutscher reformierter Prediger in Amsterdam; daneben vor allem Sammler von Spendengeldern für protestantische Glaubensflüchtlinge.

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Herzog August (1) von Sachsen-Weißenfels
Administrator August von Magdeburg

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1635/38 Administrator des Erzstifts Magdeburg; seit 1657 zugleich regierender Herzog von Sachsen-Weißenfels (kursächsische Sekundogenitur); ab 1643 Mitglied und seit 1662 drittes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgeratene").

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Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

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N. N. von Schierstedt (2)

geb. 1647
Anm.: Sohn des Bernhard Friedrich von Schierstedt (1613-1675) auf Kleinbadegast und Tornau.
Bernhard Friedrich von Schierstedt

geb. 1613
gest. 1675
Anm.: Sohn des Jakob von Schierstedt (gest. 1642) auf Scheuder und Tornau; Erbherr auf Kleinbadegast und Tornau; 1627-1633 Page des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); 1633-1650 und erneut ab 1655 in schwedischen Kriegsdiensten als Kornett, Leutnant, Rittmeister (um 1641), Obristwachtmeister (1647), Obristleutnant (1655) und Obrist (1660); seit 1666 kurbrandenburgischer Obrist; anhaltischer Landrat; vgl. Conrad Lincker: Christlicher und Gottgefälliger Ritters-Männer Himmlischer Heer- und Seelen-Wagen [...], Köthen 1675, fol. J r-Kij v.

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Stephan Hermann von Schkölen

geb. 1614
gest. 1658
Anm.: Sohn des Rittmeisters und Ratsherrn Hans Christoph von Schkölen (gest. 1639) zu Groß Salze; Pfänner und Erbherr auf Groß Salze (Bad Salzelmen) und Glöthe; 1631-1634 Page bei Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); 1634-1639 in kursächsischen Kriegsdiensten als Einspänniger bzw. Kornett (um 1636/39); seit 1641 Ratsherr in Groß Salze.
Herzog August Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Beck

geb. 1612
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Alexander von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1573-1627); um 1646 niederländischer Rittmeister; seit 1646 Herr auf Beck bei Löhne in Westfalen; später schwedischer Obrist.

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Herzogin Clara von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Beck
Geburtsname: Gräfin Clara von Oldenburg-Delmenhorst

geb. 1606
gest. 1647
Anm.: Tochter des Grafen Anton II. von Oldenburg-Delmenhorst (1550-1619); seit 1645 Ehe mit Herzog August Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Beck (1612-1675).

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Herzogin Elisabeth Charlotte von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg
Fürstin Elisabeth Charlotte von Anhalt-Köthen
Geburtsname: Fürstin Elisabeth Charlotte von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1647
gest. 1723
Anm.: Tochter des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670) und Nichte Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1663-1665 erste Ehe mit Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); 1666-1699 zweite Ehe mit Herzog August von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1635-1699).

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Graf Waldemar Christian von Schleswig-Holstein

geb. 1622
gest. 1656
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); kaiserlicher Obrist (1647-1650) und Feldmarschallleutnant (1649); ab 1649 kaiserlicher Kämmerer und Reichshofrat; seit 1655 schwedischer Obrist.

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Heinrich Schmidt

gest. 1668
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); um 1643 Kirchvater an St. Aegidien zu Bernburg; seit 1644 Bürgermeister der Bernburger Bergstadt.
Martin Schmidt

gest. 1657(?)
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); fürstlicher Amtmann und Amtsschreiber in Harzgerode (spätestens 1631-1632); anschließend Amtmann von Bernburg (1632-1637) bzw. Ballenstedt-Hoym (1637-1657).
N. N. Schnegel

Anm.: Um 1647 Ehefrau des Bernburger Baders und Chirurgen Christoph Schnegel.
Christoph Schnegel

Anm.: Um 1637 in Schöningen; um 1643/46 Bader und Chirurg in Bernburg.
Balthasar von Schrattenbach

Anm.: Steirischer Adliger; vor 1629 Emigration aus der Steiermark; in den 1640er Jahren Exulant in Bremen; 1642 Interimshofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); um 1653/54 in Hannover; möglicherweise seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Versichernde").

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Martin Schröter

Anm.: Um 1640/48 Fährmeister (Fährmann) in Bernburg, im Dezember 1647 für zwei Wochen entlassen.
Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

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Simon Heinrich von Schweichhausen
Simon Heinrich von Schwechhausen

geb. ca. 1614
Anm.: Sohn des Bremer Patriziers N. N. Schweichhausen (1); zeitweise Kriegsdienst in England als Fähnrich, Leutnant, Capitän-Leutnant und Rittmeister; 1646-1649 Hofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718) sowie zugleich anhaltisch-bernburgischer Rat; ab 1649 sächsisch-weimarischer Hof- und Kammerjunker (spätestens 1651) sowie Obristleutnant (1651-1655); 1654/55 zudem Hofmeister der Herzöge Bernhard (1638-1678) und Friedrich von Sachsen-Weimar (1640-1656); 1653 Nobilitierung; seit 1651 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Eigentliche").
Christoph Seese

gest. 1677
Anm.: Geboren in Zerbst; um 1644 Stadtleutnant und seit 1646 Bürgermeister der Bernburger Talstadt (1646-1649, 1651, 1654, 1657, 1660, 1662, 1668 und 1671 regierend); vgl. Volker Ebersbach: Geschichte der Stadt Bernburg, Bd. 1, Dessau 1998, S. 237.
Abel Servien
Marquis Abel de Sablé
Marquis Abel de Boisdauphin
Comte Abel de La Roche des Aubiers

geb. 1593
gest. 1659
Anm.: Sohn des Antoine Servien, Seigneur de Biviers (gest. 1621); 1616-1624 Procureur général beim Parlament von Grenoble; ab 1618 Conseiller d’État; seit 1624 Maître des requêtes de l'hôtel du roi; 1628/29 Intendant de la généralité de Bordeaux; 1630/31 Präsident des Parlaments von Bordeaux; 1630-1636 Secrétaire d’État de la Guerre; französischer Gesandter beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (1644-1646 und 1647-1649) und in Den Haag (1646/47); ab 1648 Ministre d’État; seit 1653 Surintendant des Finances; ab 1656 Marquis de Boisdauphin et de Sablé.

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Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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Friedrich Spanheim d. Ä.

geb. 1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Amberger Pädagogium-Rektors Wigand Spanheim (gest. 1620); Studium in Heidelberg (1614-1619) und Genf (1619/20); 1621-1623 Privatlehrer bei Jean de Bonne, Baron de Vitrolles; Professor für Philosophie (1626-1631) und Theologie (1631-1642) sowie 1633-1637 auch Rektor der Akademie in Genf; 1642 Promotion zum Dr. theol. an der Universität Basel; seit 1642 Professor für Theologie in Leiden.

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Königin Maria Anna von Spanien
Geburtsname: Erzherzogin Maria Anna von Österreich

geb. 1634
gest. 1696
Anm.: Tochter von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1649-1665 Ehe mit König Philipp IV. von Spanien (1605-1665).

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König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

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Claus Dietrich von Sperreuter
Claus Dietrich von Sperreuth

geb. ca. 1600
gest. 1653
Anm.: Geboren in Mecklenburg; zunächst in Kriegsdiensten der böhmischen Stände, Braunschweig-Lüneburgs, Dänemarks (1621) und des Grafen Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); ab 1623 in schwedischen Diensten als Major (1628), Obrist (1629-1635) und Generalmajor (1634/35); seit 1636 kaiserlicher Obrist und Generalfeldwachtmeister; 1645 kurbayerischer Obrist und Generalwagenmeister; 1647-1650 venezianischer General; ab 1651 Statthalter von Vorderösterreich in Freiburg/Breisgau; 1641 Erhebung in den Freiherrenstand.

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N. N. Stahl (1)
N. N. Stoll (1)

Anm.: Um 1647 schwedischer Leutnant.
N. N. Stahl (2)
N. N. Stoll (2)

gest. 1647
Anm.: Bruder des schwedischen Leutnants N. N. Stahl (1).
N. N. Stahl (3)
N. N. Stoll (3)

Anm.: In Mansfeld lebende Witwe von N. N. Stahl (2) (gest. 1647).
Dorothea Steffeck von Kolodey
Geburtsname: Dorothea von Oesen

gest. 1672
Anm.: Tochter des Flensburger Handelsmanns Bernd von Oesen (gest. vor 1646); bis 1646 Kammermagd der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); seit 1646 Ehe mit Tobias Steffeck von Kolodey (1615-1679).
Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Sultan (Osmanisches Reich) Ibrahim

geb. 1615
gest. 1648
Anm.: Sohn von Sultan Ahmed I. (1590-1617); seit 1640 Sultan des Osmanischen Reiches.

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Konrad Theopold

geb. 1600
gest. 1651
Anm.: Sohn des Amesdorfer Pfarrers Johannes Theopold (1563-1626); Schulbesuch am Gymnasium zu Zerbst, Studium in Frankfurt a. d. Oder; 1626-1637 Pfarrer in Natho; 1637-1644 Diakon an St. Bartholomäi in Zerbst (Entlassung als Reformierter); seit 1645 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 445.

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Graf Gustav Adolf Torstensson af Ortala

geb. 1634
gest. 1653
Anm.: Sohn des Lennart Torstensson (1603-1651); 1647 Erhebung in den Grafenstand; 1653 Tod im Duell.

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Graf Lennart Torstensson af Ortala

geb. 1603
gest. 1651
Anm.: Sohn des Torsten Lennartsson (1561-1631); ab 1618 Page des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); seit 1624 in schwedischen Kriegsdiensten als Obristleutnant (1628), Obrist (1630), General (1632) und Feldmarschall (1641); ab 1641 auch Reichsrat; 1641-1648 Generalgouverneur von Pommern; seit 1648 Generalgouverneur von Västergötland, Dalsland, Värmland und Halland; 1647 Erhebung in den Grafenstand.

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Friedrich Christoph von Trotha

geb. ca. 1617/18
gest. 1651
Anm.: Sohn des Wolf Friedrich von Trotha (ca. 1583-1637); Erbherr auf Hecklingen, Schkopau und Teutschenthal; vgl. Adolf v. Trotha: Geschichte des Geschlechts v. Trotha, Teil 6, Görlitz 1940, S. 208-215.
Wolf Thilo von Trotha

geb. 1620
gest. 1683
Anm.: Sohn des Wolf Friedrich von Trotha (ca. 1583-1637); Erbherr auf Hecklingen, Gänsefurth und Teutschenthal; vgl. Adolf v. Trotha: Geschichte des Geschlechts v. Trotha, Teil 6, Görlitz 1940, S. 215-310.

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Gaspar van Vosbergen

geb. ca. 1575
gest. 1649
Anm.: Sohn des Ritters Gaspar van Vosbergen (1540-1598); Herr von Duivendijke; 1598-1603 Rat der Rechenkammer von Seeland; 1608-1626 Mitglied des Hohen Rates (obersten Gerichtshofes) von Holland und Seeland; 1623 dänischer Agent in Den Haag; niederländischer Gesandter nach Schweden, Dänemark und Kurbrandenburg (1625), Frankreich (1628) und Kurköln (1630); seit 1625 Mitglied der Generalstaaten.
N. N. Waeren

Anm.: Um 1647 schwedischer Rittmeister.
Michael Weille

Anm.: Um 1647/48 fürstlicher Jungfernknecht in Bernburg.
Marcus Friedrich (1) Wendelin

geb. 1584
gest. 1652
Anm.: Sohn des Predigers Friedrich Wendelin (gest. 1594) in Sandhausen bei Heidelberg; Studium in Heidelberg (1607 Mag.); ab 1609 Erzieher und Hofmeister der Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg sowie Friedrich Moritz (1600-1610) und Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1612 Rektor am Zerbster Gymnasium Illustre; vgl. Gustav Früh / Hans Goedeke / Hans Jürgen von Wilckens: Die Leichenpredigten des Stadtarchivs Braunschweig, Bd. 9, Hannover 1985, S. 4386f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Dietrich von dem Werder

geb. 1584
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gebhard von dem Werder (1539-1612); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Gerlebogk, Görzig und Ziebigk; Page, Kammerjunker und Stallmeister des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1610 hessisch-kasselischer Rittmeister; danach bis 1622 Geheimer Rat und Oberhofmarschall in Kassel; 1623 anhaltischer Hauptmann; 1631-1635 schwedischer Obrist; ab 1639 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1645 kurbrandenburgischer Obrist, Geheimer Rat und Amtshauptmann von Alt-Gatersleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielgekörnte"); vgl. Gottfried Coler: Der Vom Vater gegebene/ Vom Sohne ausgeführete/ Und vom H. Geiste versiegelte Raht des Heils [...], Köthen 1658, fol. Jiij v - N2 v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Arvid Wittenberg
Arvid Wirtenberg von Debern

geb. 1606
gest. 1657
Anm.: Sohn des Hans Wirtenberg von Debern (gest. 1630); ab 1622 in schwedischen Kriegsdiensten als Kapitän (1629), Obrist (1634), Generalmajor (1640), General der Kavallerie (1645), Reichszeugmeister und General der Artillerie (1650) sowie Feldmarschall (1655); ca. 1634/35 kaiserlicher Kriegsgefangener; seit 1651 Reichsrat; ab 1655 Generalgouverneur von Pommern; seit 1656 polnischer Kriegsgefangener; Erhebung in den Freiherren- (1651) und Grafenstand (1652).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Carl Gustav Wrangel af Salmis
Graf Carl Gustav von Sölvesborg

geb. 1613
gest. 1676
Anm.: Sohn des Hermann Wrangel (1587-1643); ab 1627 in schwedischen Kriegsdiensten als Kornett (1629), Rittmeister (1632), Obristleutnant (1635), Obrist (1636), Generalmajor (1638), Generalzeugmeister (1645) und Feldmarschall (1646); seit 1646 Reichsrat; 1646-1648 Oberbefehlshaber der schwedischen Truppen in Deutschland; 1648-1650 und ab 1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1657-1664 Reichsadmiral; seit 1664 Reichsmarschall; 1651 Erhebung in den Grafenstand (1651-1665 Graf von Salmis, ab 1665 Graf von Sölvesborg); seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Obsiegende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

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Aken
weiterführende Informationen
Algier
weiterführende Informationen
Anhalt-Bernburg, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt-Dessau, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt-Köthen, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt-Plötzkau, Fürstentum
Anm.: 1611-1665 existierendes, jedoch unter der Landeshoheit von Anhalt-Bernburg stehendes anhaltisches Teilfürstentum.
Anhalt-Zerbst, Fürstentum
Anhalt, Fürstentum
weiterführende Informationen
Aschersleben
weiterführende Informationen
Askanien (Aschersleben), Grafschaft
Baalberge
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Ballenstedt(-Hoym), Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Bayern, Herzogtum bzw. Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Berlin
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Bernburg, Bergstadt ("Vorm Berge")
Anm.: Eigenständige Stadt rechts der Saale unterhalb des Bernburger Schlosses, die im Jahr 1825 mit der Talstadt vereinigt wurde.
Bode, Fluss
weiterführende Informationen
Bodensee
weiterführende Informationen
Böhmen, Königreich
weiterführende Informationen
Brandenburg, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Braunschweig
weiterführende Informationen
Bregenz
weiterführende Informationen
Bremen
weiterführende Informationen
Bremen, Erzstift bzw. Herzogtum (seit 1648)
weiterführende Informationen
Breslau (Wrocław)
weiterführende Informationen
Brüssel (Brussels, Bruxelles)
weiterführende Informationen
Calbe
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Candia (Kreta), Königreich (Regno de Càndia)
Anm.: Bis 1667 überseeisches Territorium der Republik Venedig.
Dänemark, Königreich
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Den Haag ('s-Gravenhage)
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Dessau (Dessau-Roßlau)
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Dillenburg
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Elbe (Labe), Fluss
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England, Königreich
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Erfurt
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Flandern, Grafschaft
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Fränkischer Reichskreis
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Frankfurt (Main)
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Frankreich, Königreich
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Friesland, Provinz (Herrschaft)
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Gelderland, Provinz (Herzogtum Geldern)
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Genua, Republik (Repubblica di Genova)
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Gernrode, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Groningen (Stadt und Umland), Provinz
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Großalsleben, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Großwirschleben
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Habsburgische Erblande (österreichische Linie)
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Halberstadt
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Halle (Saale)
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Hamburg
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Harz
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Harzgerode
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Hersfeld, Stift
Anm.: Seit 1648 Fürstentum der Landgrafen von Hessen-Kassel.
Hessen-Darmstadt, Landgrafschaft
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Hessen-Kassel, Landgrafschaft
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Hessen-Marburg, Landgrafschaft
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Anm.: Im Jahr 1604 erloschenes Teilfürstentum der Landgrafschaft Hessen, das nach langjährigem Erbkonflikt zwischen Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt aufgeteilt wurde.
Hohenerxleben
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Holdenby House
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Holland, Provinz (Grafschaft)
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Hornhausen
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Hoym
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Hundisburg
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Indien
Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff sowohl für den amerikanischen Kontinent (Westindien) als auch für die südasiatischen Gebiete von Vorder- und Hinterindien sowie des Malaiischen Archipels (Ostindien).
Irland, Königreich
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Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Italien
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Kassel
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Katalonien, Fürstentum
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Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Köthen
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Konstanz
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Anm.: Im Mittelalter und der frühen Neuzeit auch Kostnitz genannt.
Kopenhagen (København)
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Kranichfeld
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Kreta (Candia), Insel
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Leiden
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Leipzig
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Lindau
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Lindau (Bodensee)
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Loburg
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Loburg, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Erzstifts Magdeburg.
London
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Lyon
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Magdeburg, Erzstift
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Mainau, Insel
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Merbitz
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Moskauer Reich (Großrussland)
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Münster
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Münster, Hochstift
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Negroponte (Euböa), Insel
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Neugattersleben
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Niederlande (beide Teile)
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Niederlande, Spanische
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Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
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Norwegen, Königreich
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Obere Pfalz (Oberpfalz), Fürstentum
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Öresund (Øresund)
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Oldenburg
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Osmanisches Reich
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Osnabrück
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Osnabrück, Hochstift
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Ostindien
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Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff für Vorder- und Hinterindien sowie den Malaiischen Archipel.
Overijssel, Provinz (Herrschaft)
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Pfalz, Kurfürstentum
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Plötzkau
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Polen, Königreich
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Quedlinburg
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Quellendorf
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Reinstedt
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Saale, Fluss
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Saalfeld
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Sachsen, Kurfürstentum
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Schaumburg, Grafschaft
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Schlesien-Oppeln, Herzogtum
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Schlesien-Ratibor, Herzogtum
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Schlesien, Herzogtum
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Schottland, Königreich
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Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schwäbischer Reichskreis
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Schwarzburg, Grafschaft
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Schweden, Königreich
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Seeland (Zeeland), Provinz (Grafschaft)
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Spanien, Königreich
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Staßfurt
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Stolberg (Harz)
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Suda (Souda)
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Tannenwerder
Anm.: Waldgebiet an der Saale bei Bernburg.
Ulm
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Ungarn, Königreich
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Utrecht, Provinz (Hochstift)
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Venedig (Venezia)
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Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
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Westfalen
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Wien
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Winningen
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Wipper, Fluss
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Wittenberg (Lutherstadt Wittenberg)
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Zepzig
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Zerbst
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Anhalt, Landstände
Bernburg, Rat der Bergstadt
Bernburg, Rat der Talstadt (Alt- und Neustadt)
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
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Heiliges Römisches Reich, Reichskammergericht
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Leipziger Schöppenstuhl (Schöffenstuhl)
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Anm.: Seit 1574 amtliche kursächsische Spruchbehörde in Straf- und Zivilsachen für alle Untergerichte des Landes.
Malteser (Ordo Militiae Sancti Joannis Baptistae Hospitalis Hierosolymitani)
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Anm.: Eigentlich "Johanniter" auf Malta.
Niederländische Ostindien-Kompanie (Verenigde Oostindische Compagnie)
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Anm.: Im Jahr 1602 gegründete Handelskompanie für Ostasien (Indonesien).
Niederlande, Generalstaaten
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Schweden, Kammer (seit 1634 Kammerkollegium)
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Staßfurt, Rat der Stadt
Ungarn, Stände
Zerbst, Rat der Stadt
weiterführende Informationen
Marcus Tullius Cicero: De officiis = Vom pflichtgemäßen Handeln. Lateinisch-deutsch, hg. von Rainer Nickel, Düsseldorf: 2008. [Nachweis im GVK]
Heidelberger Katechismus von 1563, in: Reformierte Bekenntnisschriften, Bd. 2,2, hg. von Wilhelm H. Neuser / Andreas Mühling / Mihály Bucsay, Neukirchen-Vluyn: 2009, S. 167-212. [Nachweis im GVK]
Godefroid Hotton: De Christiana Inter Europaeos Euangelicos Concordia: Sive Tolerantia in Charitate stabiliendâ Tractatvs; nudam & simplicem majoris operis delineationem exhibens, [Amsterdam]: [Joan Blaeu], 1647. [Nachweis im GVK]