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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: April 1647


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XIX, fol. 13v-51v (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. April 1647
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Gespräch mit dem anhaltisch-harzgerödischen Hofrat Kaspar Pfau
  • Aufenthalt eines böhmischen Exulanten in Bernburg
  • Ankunft des kurbrandenburgischen Kammerjunkers Georg Friedrich von Börstel
  • Korrespondenz
  • Spaziergang bei gutem Wetter
02. April 1647
Bernburg
  • Spaziergang bei gutem Wetter
  • Bitte um Gottes Segen
  • Probleme mit Pacht in Hoym
03. April 1647
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Fürbitte um sichere Korrespondenz
  • Gespräch mit Privatsekretär Thomas Benckendorf und dem Leibarzt Dr. Johann Brandt
  • Landwirtschaftliche Probleme
04. April 1647
Bernburg
  • Zweimaliger Kirchgang
  • Pferdezucht
  • Kammerrat Dr. Joachim Mechovius als Essensgast
  • Korrespondenz
05. April 1647
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Landwirtschaftliche Bestrebungen des Generalgouverneurs Graf Hans Christoph von Königsmarck
  • Neue, territoriale Verhältnisse
  • Korrespondenz
  • Spaziergang zu einer Obstwiese
  • Verabschiedung Dr. Brandts nach Strelitz
  • Streit wegen Aufteilung der Kontributionslasten
  • Neuigkeiten und Kriegsnachrichten
06. April 1647
Bernburg
  • Forderungen des Rittmeisters Johann Eiser
  • Spaziergang
  • Wirtschaftssachen
07. April 1647
Bernburg
  • Beunruhigender Traum
  • Kirchgang mit Töchtern Eleonora Hedwig und Ernesta Augusta
  • Hofprediger Konrad Theopold als Essensgast
  • Pachtangelegenheit
  • Pferdezucht
  • Spaziergang
  • Nachricht von Kanzler Martin Martin Milag
08. April 1647
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Gestrige Nachricht und Neuigkeiten von Kanzler Martin Martin Milag
  • Gestrige Rückkehr des Knechts Georg Petz d. J. aus Zerbst mit Korrespondenz
  • Vorratsschäden durch Mäuse
  • Korrespondenz
  • Ankunft Milags in Harzgerode
  • Streitereien zwischen Bürgerschaft und Soldateska
09. April 1647
Bernburg
  • Nächtlicher Regen
  • Sorgen und Ängste
  • Pferdezucht
  • Spaziergang nach Zepzig zu Feldarbeit und zurück
  • Weideauftrieb
  • Kriegsnachrichten und Neuigkeiten
10. April 1647
Bernburg
  • Gespräch mit Dr.Mechovius
  • Bericht durch Milag
11. April 1647
Bernburg
  • Gespräche mit Dr. Mechovius und Kanzleisekretär Paul Ludwig
  • Einladung zur Beerdigung des ehemaligen Präsidenten Heinrich von Börstel
  • Korrespondenz
  • Zwei Kirchgänge
12. April 1647
Bernburg
  • Nächtlicher Regen
  • Abschickung des Knechts Michel Weille und des Kammerdieners Jakob Ludwig Schwartzenberger
  • Korrespondenz
  • Neuigkeiten und Kriegsnachrichten
  • Rückkehr Schwartzenbergers mit Gütern
13. April 1647
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Besuch durch Fürstin Sibylla von Anhalt-Plötzkau samt Töchtern und Fürst Emanuel von Anhalt-Plötzkau
  • Besuch durch den durchreisenden Obristleutnant Diepholt
14. April 1647
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Nächtlicher Sturm
  • Korrespondenz
  • Sorge um den Kammermeister Tobias Steffeck
  • Spaziergang zur Besichtigung der Feldarbeit
  • Kriegsfolgen
  • Gespräche mit Ludwig und Dr. Mechovius
  • Wirtschaftssachen
15. April 1647
Bernburg
  • Streitigkeit um Landeseinkünfte
  • Kirchgang
  • Korrespondenz
  • Hasenjagd
  • Unfälle von Bediensteten
16. April 1647
Bernburg
  • Kirchgang
  • Korrespondenz
  • Tod des Landrichters Christoph Rust
  • Rückkehr des Kammerjunkers Ernst Dietrich von Röder und des Lakaien Christian
17. April 1647
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Seltsame Träume
  • Kirchgang
  • Korrespondenz
  • Gewitterschäden in Bremen
  • Sterbeaufkommen in Westfalen
18. April 1647
Bernburg
  • Regen und Sonnenschein
  • Zwei Kirchgänge
  • Rittmeister Bernhard Friedrich von Schierstedt und weitere als Essensgäste
19. April 1647
Bernburg
  • Nebel
  • Kirchgang
  • Rittmeister Eiser und weitere als Essensgäste
  • Korrespondenz
  • Neuigkeiten und Kriegsnachrichten
  • Beerdigung Rusts
20. April 1647
Bernburg
  • Gespräch mit Amtsrat Georg Banse
  • Fischfang
  • Korrespondenz
  • Geburt eines Fohlen
21. April 1647
Bernburg
  • Einladung zur Beerdigung Börstels
  • Tötungsdelikt in Zerbst
  • Spaziergang
  • Grenzführung für Banse
  • Korrespondenz
  • Nachricht aus Osnabrück
22. April 1647
Bernburg
  • Einnahme eines Heilmittels
  • Korrespondenz
  • Vorbereitungen zur Bestattung Börstels
23. April 1647
Bernburg
  • Ärger mit der Gattin Eleonora Sophia
  • Paketsendung aus Leiden von den Söhnen Erdmann Gideon und Viktor Amadeus
  • Beerdigung Börstels
24. April 1647
Bernburg
  • Gedanken über die Ehe mit der Gemahlin
  • Erkrankung Schwartzenbergers
  • Nachricht aus Osnabrück vom Gesandten Georg Achatz Heher
  • Juliana Ursula von dem Werder zu Besuch bei Eleonora Sophia und als Essensgast
  • Abschickung des Lakaien Christian
25. April 1647
Bernburg
  • Zwei Kirchgänge
  • Gespräch mit Banse
  • Korrespondenz
  • Rückkehr des Boten aus Holstein
  • Nachricht vom Niedergang eines verschenkten Pferdes
  • Bedauern bezüglich einstiger Abgabe des Pferdes
  • Kutschunfall des Rats Christian Heinrich von Börstel mit seiner Familie
26. April 1647
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Gespräche mit Dr. Mechovius und der Gemahlin
  • Abschied von Röder
  • Spaziergang über die Felder
  • Taufplanung mit dem Hofmeister Heinrich Friedrich von Einsiedel sowie dem Kammerjunker und Stallmeister Abraham von Rindtorf
  • Kriegsfolgen
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
27. April 1647
Bernburg
  • Ausritt bis nach Zepzig
  • Korrespondenz
  • Bericht und Durchreise eines Trompeters von Herzog Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg
  • Bierlieferung aus Zerbst
  • Neuigkeit in Streitsache mit Fürst Friedrich
  • Fortwährende Krankheit Schwartzenbergers
28. April 1647
Bernburg
  • Kirchgang
  • Gespräch mit Dr. Mechovius
  • Spaziergang und Freizeit mit Eleonora Sophia
  • Geheime Sorgen und Ängste
29. April 1647
Bernburg
  • Kriegsfolgen
  • Ausritt und Besuch bei Obristleutnant Adam von Pfuel
  • Korrespondenz
  • Zwei Spaziergänge
30. April 1647
Bernburg
  • Gestrige Gespräche mit Banse und Dr. Mechovius
  • Sorgen und Ängste
  • Starkes Bedauern über den Verlust des verschenkten, aber doch so lobenswerten Pferdes
  • Teilnahme an der Durchsicht des Nachasses von Heinrich von Börstel
  • Ende von Eleonora Sophias Wochenbett
  • Fürbitte um Gesundheit für Eleonora Sophia und Elisabeth Charlotte
|| [[Handschrift: 13v]]

Donnerstag den 1. Aprilis: 1647.

<1 hasen Carllchen einbracht.>


Secretarius Paulus ist bey Mir gewesen, in Cantzeley-
sachen zu referiren, vndt bescheidts sich zu erholen.


Ein vornehmer exulant auß Böhmen, Seeländer
genandt, deme vor diesem, Epereisingen zugehöret,
hat sich angemeldet, vndt gute Testimonia
gebracht, daß er vmb Christj willen, arm worden[.]
Gott wolle es ihm, zeittl- vndt ewiglich belohnen.


Geörg Friederich von Börstel, ist vom Berlin
wiederkommen, mit guter verrichtung, vndt mit
schreiben, von der Churfürstinn, an Mich. perge


Nach Paris, Wien, vndt Bautzen, geschrieben. perge


A spasso, in schönem wetter. perge vndt zun gebeẅden.

Freitag den 2. Aprilis. 1647.


A spasso, auf meine Felder, in schönem wetter.


Gott wolle den agkerbaw, viehe vndt pferde-
zucht, vndt alles vnser thun, vndt laßen, gesegenen!


Mit dem pacht zu hoym, habe ich heütte viel || [[Handschrift: 14r]]
verdrießliche stunden, gehabt, weil man mir,
allerhandt præjudicia anzumuhten, sich nicht endtfärbet.

Samstag den 3ten: Aprilis, 1647.


J'ay èscrit aussy, a la Düchesse de Crouy,
Douairiere, á Stolpe, en Pomeranie, la conviant
pour ComMere, & addressant la lettre a Ma-
dame Catherine Princesse Palatine á Berlin. perge


Dieu face passer par tout, nos lettres
seurement! & sür tout mes envoyèz,
avec heüreuse expedition. perge


Jch habe mit Meinem alten 20-iährigen
diener, Thomaß Benckendorf, in gnaden gesprächen
expectoriret, vndt an seiner contestirten fi-
delitet, nicht zu zweifeln. perge


Es gehet mit der SaatZeitt, etwaß langsam
von statten, weil man wegen großer dürre deß
erdtreichs, vndt daß es so lange zeit nicht geregenet,
nur einen wurf, in den agker, auf<das> erste mahl
thun kan, darnach muß man vndterpflügen, postea
zum andern mahl seen, vndt dann v̈berehgen. Sonst
wann man geschwinde aufeinander seen dörfte,
gienge es schleüniger, vndt beßer von statten. Gott
wirdt aber auch noch, das liebe landt, ansehen, mit
einem gnedigen Fruchtbahren regen! Die Maüse haben
in der wintersaat, grossen schaden gethan! Pacience!

|| [[Handschrift: 14v]]


Briefe vom bischof von halle, der eine gar
höflich, gratulando, zu Meiner herzlieb(st)en gemahlin Liebden glück-
lichen niederkunfft, der ander in der Neẅhalmßle-
bischen sache, darinnen er mich, vmb die restitution
eines angetroffenen pferdes zu Gröptzigk, von dem
Kläfähn, ersuchet, ohne endtgelt, vndt es wieder
also zu halten, in dergleichen fällen, sich offeriret.


J'ay eü chèz moy, ceste apres disnèe, le
Medecin, Docteur Brandt, qui m'a contè tout plein de
choses èsmerveillables, & cachèes dü feü President.
Dieu l'ayt en ses iügemens! et nous garde de pechè!
contre la conscience! Il est impossible, de regarder,
les coeurs, des personnes, mais bien leurs actions,
sont aysèz a voir, & par le fruict, on iüge l'arbre,
en quoy neantmoins, il ne se faut point, precipiter,
affin de n'enjamber, sür les iügemens, de Dieu. perge

Sonntag den 4ten: Aprilis: 1647.


Jn die kirche cum filiabus. Dominica Judica.


Meine hengste, den großen Fuchß, vndt mein
grawes klepperlein, wie auch, einen grawen
hengst, den ich von der Schuemännin endtlehnet,
habe ich zu Meinen Stuhten, zugelaßen. Gott
gebe darzu glück vndt gedeyen! wie auch,
zu denen, so vorige Tage, gesprungen. perge

|| [[Handschrift: 15r]]


Nachmittags, wieder in die predigt, da Er Jonius,
von der paßion außgeleget.


Extra zu Mittage, den CammerRaht, Doctor Mechovium,
bey mir gehabt, vndt allerley Conferentzen, gepflogen.
Il m'a averty de plüsiers bonnes choses.


Schreiben von der Aeptißinn zu Quedlinburgk, in
gar höflichen Terminis entpfangen. Sie nimbt das
Christliche wergk der gevatterschaft, gar wol auf- vndt an. perge

Montag den 5ten: Aprilis, 1647.

<2 hasen, Schießen laßen.>


General Königßmargk leßet an itzo fleißig
pflügen, vndt seine haußhaltung, zu Winnungen,
bestellen. Die Ascanier, Staßfurter, halber-
städter, Quedlinbürger, vndt andere vmbliegen-
de Städte, sollen ihm, vmbsonst pflügen, in die
200 pflüge, sol er albereitt, beysammen haben.


Er hat Winnungen, von den hertzogen zu
Braunschweig, verehrt bekommen. herrvetter
Fürst Ludwig, hatte 36000 ReichsthalerRthlr: darauff
stehen, wegen 30000 ThalerThlr: so er (ohngefehr,
vor 24 iahren,) hertzog Christian Sehlig von
Braunschweig darauf geliehen, vndt 6000 ThalerThlr: hertzog
Wilhelmen von Weymar, welcher Summa halber
hertzog Wilhelm Sich, mit Fürst Ludwig, auch regreßweise,
darauf verglichen. Dieweil aber der agnaten || [[Handschrift: 15v]]
consens, nicht darbey gewesen, wollen die hertzoge,
von Braunschweig vndt Lüneburg von solcher versetzung, oder
verpfändung, nichts wißen. Damit aber der
Königßmargk mit herrvetter Fürst Ludwigen
darüber nicht in streitt geriehte, hat er gut-
willig, vor die gantze prætension der 36000
nur 4000 ThalerThlr: dem herrnvetter gegeben,
vndt der herrvetter, hat auch dieselben,
gerne angenommen, damit er ichts, vor Nichts
gleichwol bekähme, vndt sich, <mit> der 4 oder 25iäh-
rigen abnutzung, begnügen laßen. Es sollen
120 hufen landeß, darbey sein, vndt eine
sehr schöne gelegenheit, haußzuhalten. perge


Lusus Fortunæ, variatur imagine Lunæ;
Crescit, decrescit, constans persistere nescit!


Ein höfliches Antworttschreiben, von Schöningen,
(auf meine notification,) durch eigenen bohten,
entpfangen.


A spasso in Pfaffenpusch, zu besehen, wie vnser
Küchenmeister Philip Güder, (ein guter gärtner,
vndt Apotecker) neben dem allten Forster hanß1,
obst gepahtet perge vndt gepeltzet.


Mein Leibmedicus Doctor Brandt, hat abschiedt genommen,
nacher Strelitz, zu verraysen. Gott gebe zu glück: Jch || [[Handschrift: 16r]]
habe ihm schreiben, an die hertzoginn von Mecklen-
burgk, wie auch an die Churfürstinn zu Brandenburgk,
an Fürst Johannsen, vndt an andere personen, hin- vndt wieder,
mitt gegeben.


Er Friederich Kühne, hat an Mich geschrieben,
von hall auß, vndt mir, zu Meiner iungen
Tochter perge gratuliret. perge Seinem diener, so nach
hamburgk, verrayset, habe ich ein schreiben nacher
Eütin, mitgegeben, die hertzogin, zur gevatterschaft,
einzuladen.


Mein bruder, Fürst Friedrich hat eine Schkarteke, vom
2. Aprill, an den Rittmeister alhier, eingeschickt,
mit begehren, es sollte mit der execution, so ich
nacher hartzgeroda, angeordnet, inne gehalten werden,
biß sich die beampten, vndtereinander, verglichen hetten.


Vndterdeßen, sol ich das volck, auf dem halße haben.


Vndt es ist ja, ein einhelliger Schluß, alhier ge-
macht h worden, das man, nach der contributions-
rolle, alle laßt, der einquartirung, dividiren sollte.
Des bruders deputirter der Freybergk ist eben
vmb selbige zeitt, alhier gewesen, als Knoche
vndt andere von der herrnvettern wegen, alhier
zu Bernburgk, die Eintheilung gemacht. Aber,
es muß nur zu Streitten, zu hadern, vndt zu zangken sein!

|| [[Handschrift: 16v]]


Schreiben von Wien, Berlin, vndt andern orthen,
en mauvais, & en bons termes.


Die Avisen geben:


Daß die ChurBayerische neütralitet, oder armistiti-
um, so mit Frangkreich, vndt Schweden, geschloßen,
v̈bel vermergket werde, am Kayserlichen hofe.


Jtem: das die tractaten, in puncto religionis, richtig,
zu Preßburgk, vndt daß die coronation des
iungen Königes, baldt vor sich gehen werde, in Vngern.


Item: daß der general Wittemberg, vndt
Ragozzj, sich coniungiren sollen.


Item: Daß die Frantzosen, in Polen, vndt
Preüßen, völcker werben.


Daß der iunge Printz von Condè, mit star-
gker Macht, sich rüste, Tarracona anzugreiffen.


Vmb Porto Longone, vndt Piombino, zu recupe-
riren, rüsten sich, die Spannischen, gewaltig.


Der Venezianer general zu waßer, Morosi-
nj, hat mit den Türgken, vndter Chio, ein
treffen zur See, gethan, darinnen er geblieben,
vndt volck, verlohren, iedoch den Türgken obgesieget.


Printz Radzivil ist vnbekandt, nach Paris || [[Handschrift: 17r]]
kommen, in meynung, einen alten duel mit dem
Conte de Rieux, des hertzogs von Elbœuf Sohn, vollends
außzufechten, man hat ihn aber außgekundtschaft,
vndt in die Bastiglie gesetzet.


Conte de Servient, vermeint noch, die herren Staden
zu bereden, daß sie eine campagne den Frantzosen
zu gefallen, wieder Spannien, noch außhalten sollen.


Interim: haben die Staden, sich offentlich feindt,
wieder Portugall, in Brasilien, erklähret,
welches Spannien gar gerne siehet.


Der Ertzhertzogk Leopoldt, wirdt numehr
baldt zu Brüßel, ankommen.


Die Tractaten zu Münster vndt Osnabrück nahen sich zum
Schluß. Jnndeßen aber, rüstet man sich dennoch
zu allen Theilen stargk zum kriege. Die
Schwedische satisfaction, sol mehrentheilß
auf die Stände gewältzet werden.


Der Churfürst von Bayern, wirdt von etzlichen,
Todt gesaget. Die ChurPfältzische sache gehet
schläferig, von statten.


König in Engellandt, wil dem Parlament
nichts nachgeben, vndt sein gemühte, frey behalten.


Rex est; quj nihil metuit! et cetera

|| [[Handschrift: 17v]]

Dienstag den 6ten: Aprill: 1647.


Der Rittmeister hänßgen, continuiret seine vnbe-
scheidenheit, vndt wil die Schmiede alhier,
zwingen, ihm einen Neẅen wagen, vmbsonst zu
beschlagen, oder er wil sie prügeln. Jch nehme
mich ihrer an, durch den Amptßraht, Pansen.


A spasso, in schönem wetter, meine Oeconomij-
sachen, zu expediren, wiewol sich dieselbigen schwehr
anlaßen.

Mittwoch den 7ten: Aprilis: 1647.


Ein Somnium gehabt, wie ich mit dem General
Königßmargk gegeßen in einem schlechten Strö-
hernen hause, Meine herzlieb(st)e gemahlin hette sich ab-
sentiret, vndt es wehre zum abendteßen gewesen,
die eßen wehren zwar schlecht zugerichtet, iedoch
noch wol hingegangen, weil aber das liebe brodt,
so gar schwartz, krümelicht, vndt theilß auch,
Teigachtig gewesen, vndt v̈bel geschmagkt, hetten
wir einander, angesehen, vndt keiner darvon dem
andern, nichts vorwerffen mögen, weil Königsmarck
hette meinen dörffen, er hette die verwüstung,
des landes, vndt agkers, vervhrsachet.


Darnach, wehren wir, wieder, etwas mit vnmuth, || [[Handschrift: 18r]]
voneinander kommen. So wehre ich dann nach hartz-
geroda gezogen, durch unwegsahme örther, eine zeit-
lang, daselbst, wegen vorfallender vnsicherheit, zu ver-
bleiben, vndt hette mich auf dem Schloß aufgehalten,
vndt mit den Meynigen, wol gelebet, meinen
bruder aber, vndt die seinigen, baldt anfangß,
verlohren, das ich nicht mehr, sie gesehen, noch
gewußt, wo sie hinkommen? oder hingezogen?


Endtlich, alß ich nichts wiedriges mehr, gedacht
zu haben, kömpt der Kayser, vnversehen, nach
Hartzgeroda, logiret sich, in ein hauß, in das
Städtlein, schickt ofte zu Mir aufs Schloß,
ich soll zu Jhrer Mayestät kommen, alleine ich werde
von guten freünden gewarnet, mich vorzusehen,
welches ich etzliche Tage getrieben. Endtlich alß
ich meyne, es habe keine Noht mehr, schicket
der Kayser, eine schwartze Sammete kutzsche
mit dem graven Kevenhüller aufs Schloß,
vndt leßet Mich, vndt meinen Sohn Erdtmann
zwar mit guten wortten, holen. Alß ich sehe,
das es nicht anders sein kan, mache ich mich
fertig, vndt fahre mitt, neben meinem Sohn,
vndt ein par Officirern, vndterwegens aber,
im Discurs, wil der graf Kevenhüller nie recht herauß
sagen, ob ich recta zur audientz oder anderstwohin solle || [[Handschrift: 18v]]
geführet werden, welches mich sehr geschmertzet,
geängstiget, vndt gequehlet, meine Officirer auch,
hetten darüber sehr Trawrig, außgesehen,
einer aber hette angefangen, auß den Kay-
serischen, vndt gesagt: das ist ein geschwinder
Proceß, also zu verfahren, mit Reichßfürsten,
2 fürstliche gnaden seindt numehr in ihrer gewaltt, vndt
haben es niemandt, anders, alß Graven Keven-
hüller, (welchen ich doch, vor Meinen besten freündt
halte) dem graven von Wittgenaw, vndt
noch einem Italiänischen, oder Spannischen graven,
(deßen Nahme, mir endtfallen,) zu dangken. perge


V̈ber dieser hertzens angst, zorn, vndt grimm,
auch Trawrigen anblick aller diener, so
wol cavaglierj, alß pagen, Trabanten, vndt
Lackayen, (die Mich alle vor vnschuldig achteten)
wachte ich endtlich auff. Gott zernichte alle
böse bedeüttung, vndt wiedrige Rahtschläge!


Am heüttigen behtTage, in die kirche, cum filiabus.


Extra zu Mittage behalten, den hofprediger Ern Theopoldum
vndt zuvor, allerley mit ihm conversiret.


heütte ist der pacht<contract>, wegen hoym zwischen Meiner
freundlichen herzlieb(st)en gemahlin Liebden vndt Rudolph Kohlmann von Quedlinburg
auf 6 iahr lang, geschlossen, vndt von Mir, confirmiret worden. <Gott gebe zu glück vndt gedeyen.>

|| [[Handschrift: 19r]]


Diesen Morgen, vndt abendt, hat der grawe Schuemann
Clemens braune Sattelwilde besprungen. Gott gebe zu glück!


A spasso in die Mühle, garten, vndt an die Sahle,
mein gemüth, post tot, et tanta negocia zu recrejren,
vndt meine gebeẅde, nach müglichkeit, forthzutreiben. perge


Avis vom Cantzler Milagio: Numero 13 daß sich der status zu Münster vndt
Osnabrück mergklich geendert, sieder das ChurBayerische vndt ChurCöllnische
armistitium, exclusa Imperatore geschloßen, vndt alterationes gebracht. et cetera

Donnerstag den 8ten: Aprilis, 1647.

<2 hasen, hat Carolus Ursinus einbracht. perge>


Milagius meldete gestern, es brauchten die Cæsa-
reanj diese wortt: Friedericj Palatinj delictum
nunc, nullius momentj esse, Bavarj vero atrocissimum.


Es offendiret hoch, daß man den Kayserlichen gesandten,
Doctor Gebhardt, zu Waßerburgk in Bayern,
mit wortten, illudiret vndt aufgehalten, biß das
Armistitium, vor Chur Cölln, vndt Chur Bayern,
gantz heimlich, mit Frangkreich, vndt Schweden,
geschloßen gewesen. Die Kayserlichen seindt nun ge-
neigt, in puncto Justitiæ, vielen zu helffen, vndt die
libertatem conscientiæ, auch numehr, in den Erb-
landen, paßiren zu laßen. Sie dörften eher,
Chur Pfaltz, gratificiren, alß Chur Bayern,
in etwaß, nachgeben, vndt schwatzen numehr
offentlich, von restitution der Obernpfaltz,
wiewol sie vngerne, das Ländlein Ob der Enß,
quittiren möchten? Wie wunderlich verkehret sich alles?

|| [[Handschrift: 19v]]


Gestern abendt, ist noch George Petz, mit
Meinen wagen, vndt pferden, von Zerbst, (dahin er
Doctor Brandt, meinen Leibmedicum gelifert) fælicjter
wiederkommen, hat mir auch recognitiones, vndt
antworth, vom Superintendenten Beckmanno,
vndt vom Rectore Wendelino, mitgebracht.
Gott erhalte die frommen leütte, vndt lindere ihre
Trübsallen, vndt große bedrangnüßen! Vndt gebe
auch glück, vndt succeß, zu Doctor Brandts, seiner rayse!


Fürst Johannes, hat ihm vorspann gegeben, biß auf
Brandenburgk, vndt ihm, alle gnade, vndt ehre,
(gestalten sachen nach,) auf meine recommendation
erwiesen. perge


Jch habe mit verwunderung in Meiner Scheüne
angesehen, wie mir, die Maüse, den weitzen
zermalmet, zerfreßen, vndt großen schaden, gethan,
also: das es, einer plage Egyptj, ähnlich siehet.
Patientia!


Am heüttigen postTage, habe ich viel geschrieben, vndt
meine jntentiones, (ben che troppo tardj) befördert.


Avis: daß der cantzler Milagius zu hartzgeroda an-
gelanget. perge pour mon bien; ou pour mon dommage.


Es hat wieder heütte händel an der Fehre gegeben,
zwischen dem Soldaten, vndt Fuhrleütten.


Schreiben von Doctor Lentz, en termes mediocres. perge

|| [[Handschrift: 20r]]

Freitag den 9ten: Aprilis: 1647.


Es hat diese Nacht lieblich, vndt schön geregenet, Gott Lob!
vndt dangk! Vndt daß Lechtzende erdtreich erquicket.
Gott gebe vnß ferner seinen Segen, vndt gedeyen!


J'ay estè hier, & aujourd'huy en üne grande inquie-
tüde de coeur & d'esprit, pour me voir abbandonnè
vilainement, a la Cour Imperiale, & comme trahy &
vendü de mes plüs proches. Dieu les vueille induire
a repentance & contrition, & me pardonner l'jmpacien-
ce de Iob! par son ünique fils nostre Saulveur,
& Redempteur, en Vertü dü Saint Esprit, Amen!


C'est üne des choses; que ie desjre üniquement, a scavoir:
La vraye pacience, a souffrir Chrestiennement tous
les maulx, quj me viennent de la main de Dieu,
nonobstant la malice des hommes!


Jch habe zweene Stuhten abermalß berößen laßen,
durch den großen Fux, die hanoverische füchßischte
Stuhte, welche vorn bey gehet, vndt durch den
grawen Schuemann, die braune Sattelwilde von
den Oldenbürgischen, im Obergespann. Gott gebe zu
gutem glück! vndt gedeyen!


Bin mit Rindtorfen, vndt Bidersehen, nebst Roggendorf,
zu fuß nacher Zeptzigk frühe, hin- vndt wieder gegan-
gen, Meine felder zu besehen, vndt wie sie heütte einen
halben wispel erbßen, daselbst geseet. Gott gebe gleichs-
fals darzu segen, vndt gedeyen, wie auch zum v̈brigen getreyde!

|| [[Handschrift: 20v]]


Mein vieh, so wol daß innheimische, alß frembde
welches ich von Oldenburgk, vndt Delmenhorst bekommen,
ist heütte zum erstenmal diß iahr, in die weyde auß-
getrieben worden. Gott gebe ebenmäßig glück vndt gedeyen!


Es ist viel darvon vmbkommen, gestorben, verkalbet,
vndt mit allerley vngemach, verdorben, also das es in
vnserer haußhaltung, sehr schwehr hergehet. perge


Patientia! Patientia! Patientia! vincit omnia!


Diß ist ein edles schönes kraüttlein zwar, wächßt
aber nicht, in iedermanns garten.


Avis: daß die Schwedische haüptarmèe deß Wrangels
geschlagen seye, weil sich die Officirer, auf die tractaten
versichert, vndt vndterdeßen, die Kayserlichen vndt Bayerischen
sich coniungiret, in die quartier, der Schwedischen, gegangen,
vndt ihren fortheil ersehen. Alß der capitulation zu
Vlm, nach, die Bayerischen <ihre> quartier gereümet, theilß
verwechßelt, vndt den Schwedischen quittiret, haben diese
vermeinet, es wehre numehr alles richtig, zumahl auch
etzliche Chur Bayerische Regimenter, der capitulation gemeß abge-
dangkt worden, Sie haben aber nicht gemergkt, dass die
Bayerischen, nur die officirer, licentiiret, hingegen die
Soldaten vndtergesteckt, vndt die v̈brigen Regimenter doppelt
verstärgket, vndt weil auch die principalen den
accord, nicht vndterschrieben, sondern nur, ihre Legaten,
alß wollen Sich die Churfürsten, von Cölln, vndt Bayern,
daran, nicht binden laßen, noch den accord, vor genehm, halten.

|| [[Handschrift: 21r]]


Königßmarck gehet hinweg, mit seinen Regimentern.
Etzliche vermeynen zur haüptarmèe, etzliche aber in Westphalen.
Tempus demonstrabit! Gott gebe darvor, guten friede!


Risposta von hartzgeroda, en termes ambigüs.

Samstag den 10ten: Aprilis, 1647.


Der Doctor Mechovius hat gar confidenter, in vielen Sachen,
sich expectoriret gegen Mir. Gott gebe zu gutem Nutz!


Der Cantzler Milagius, vnser gewesener gesamp-
ter Abgesandter, zu Münster, vndt Osnabrügk, fast
in das dritte Jahr, oder 2
<2.> iahr hinein<weniger 2 Monat>, ist
heütte anhero zu Mir kommen, nach dem er vor-
gestern zu hartzgeroda, gestern aber zu Plötzkaw
schon gewesen, vndt sich angemeldet. perge


La paix est asseürèe, entre l'Espaigne & la France.
Celle-cy, favorise Baviere. Les Palatins, sont neglj-
gèz, & se negligent eulx mesmes. Le haut Palatjnat,
ne leur sera point rendü de bon grè. Les freres
sont irritèz, entr'eux mesmes, les üns, contre les
aultres, assavoir: par la France, & Baviere les Princes,
Robert, et Edward, contre Charles Louys. Ils at-
tendent assistance des Anglois enervèz, entr'eulx.
La religion refformée sera comprinse aux traittèz de Mün-
ster. Les Contes de Trauttmanßdorff, & de Lamberg,
m'ont fort fait faire leurs recommendations. Les
Swedois aussy en general, a tous nos Princes d'Anhalt.

|| [[Handschrift: 21v]]


Les Catoliques Romains, mesmes, souhaittent
fort la paix, sür tout Baviere, (les Ambassadeurs
düquel font üne extraordinaire diligence) Saltz-
bourg, Wirtzburgk, Bamberg. Au plüs fort
des traittèz, touchant l'Electorat Palatin le premier
& principal Ambassadeur Palatin, Streiff, est tréspassè,
ce que tous ont tenü, pour ün mauvais signe.


Quant a la Conte d'Ascanie, Milagius croyt
qu'on pourra traitter d'icelle avec l'Electeur
de Brandenbourg, quand il occüpera l'Eveschè
de Halberstadt. Les chanoines dü dit Eveschè,
se ioignent a la mayson de Brunswig, & commen-
cent des nouvelles querelles, avec l'Electeur.
Le dit Electeur est fort renommè, pour sa vertü, &
belles qualitèz. Il demeurera a la Haye,
iusqu'apres l'enterrement de feu son beau Pere
le Prince d'Orange, de 6 mois. Les Hollandois,
sont perplex, a cause de la paix, entre la
France & l'Espagne ne scachans, de quel bois faire
flesche, afin de ne s'asseoir a terre, entre deux selles
estans sollicitèz des deux partis. l'Espaigne
donne aultrement; a la France, toute satisfaction
demandèe, & luy permet toutes les places conquises, || [[Handschrift: 22r]]
soit en Allemaigne, soit en Espaigne, soit en Jtalie,
ou aux pays-bas, la ou par tout la France desire
observer la paix, horsmis en Portügal, la ou sera tre-
fue pour ün an, & si apres ce temps, on ne pourra s'accorder
l'Espagne concede a la France, d'assister les Portugais,
contre lesquels cependant les Provinces ünies,
font la guerre, par mer, en Bresil. L'Ambassadeur de
Venise: Contarinj, a dit: s'èsmerveiller, de deux choses,
l'üne: qu'ün Prince, quj a perdü son pays, ne
s'approche point de plüs près, aux lieux, ou il scait
qu'on traitte de summa rerum, & de son resta-
blissement, & l'autre, qu'ün Prince s'y est
accostè, sachant qu'on <y> traittoit de luy oster
le sien, c'est a dire son pays, par le premier il demo-
toit le Prince Palatin, qui est encores en Angle-
terre, & eust peü donner poids, a ses affaires,
s'il se füst approchè <de> plüs près, (ou üne heure
de temps, peut changer souvent les evenemens,
& faute de süffisante instrüction ne scau-
roit gueres animer les Ambassadeurs) par l'autre
il indiquoit l'Electeur de Brandenbourg, auquel on
pensoit oster toute la Düchè de Pomeranie, mais
par son approchement personel a Cleve, & par sa Vi-
gilance indüstrieuse, il a si bien fait ses affaires || [[Handschrift: 22v]]
qu'il s'est rendü considerable, & qu'il a emportè
non seulement la moitiè de la Pomeranie, mais
aussy les biens Ecclesiastiques, de Magdebourg,
de Halberstadt, & de Minden, hereditajrement,
ce que sans sa presence difficillement se seroit
obtenü, (nonobstant les soings & grande diligen-
ceConte de Witgenstain, son premier
Ambassadeur a Münster & Osenbrück & oultre cela
il a gaignè les coeurs de Messieurs les Etats,
par son mariage a la Haye, & üne grande
assistance de soulagement en ses debtes.


Chascün monstre de s'evertuër, a avoir
son alliance: L'Empereur la France, la Swede
Dennemargk, etcetera Bien est vray, que l'on a
irritè la mayson de Brunswyck & l'Eveschè de Hal-
berstadt contre luy, comme aussy, ses suiets à
Cleve, mais il semble que Dieu benit ses
conseils, & l'ayde a sürmonter toutes ces diffi-
cültèz avec bonheur & gloire. Dieu vueille
longuement conserver, ce Vertuëux Prince;
& ne le abbandonner a la volontè de ses ennemis!


Baviere se plaint des conseils Espagnols a la
cour Imperiale, qu'il veut qu'on quitte en Allemaigne.

|| [[Handschrift: 23r]]

Sonntag den 11ten: Aprilis: 1647. Dominica Palmarum. perge


Der CammerRaht, Doctor Mechovius, postea Secretarius Paulus,
seindt bey Mir gewesen, referenda zu referiren.


Die Relicta des præsidenten, wie auch sein Sohn
Christian henrich, haben zusammen, ein schreiben,
an Mich, vndt ein anders an Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin
insinujren laßen, vnß zum leichbegengnüß,
ihres respectivè Sehligen Jungkern, vndt vaters, vfn
Freytag, nach Ostern, zu invitiren, vndt einzuladen.


Schreiben, vom Wendelino, cum consilio Irenico,
Doctoris Calixtj, item: vom Superintendenten Beckmanno, Item:
vom Christophoro von Jehna, daß sie drüben zu Zerbst,
arme verlaßene leütte seyen, vndt von der Solda-
tesca, v̈bel geplaget werden.


Vormittags, hat in der kirche vorm berge, vnß ge-
prediget, Er Theopoldus, Nachmittags aber, Er Jonius.


Schreiben von Häringen, vndt Hartzgeroda, wie
auch von Plötzkaw, in theilß guten, theils vnge-
rechten, vndt bösen terminis. et cetera

Montag den 12ten: Aprilis, 1647.

<lieblicher regen, diese Nacht. Gott Lob!>


Michel Weille, ist forth, en nombre de Dios, que
lo guaerde! en el viaje! Amen! Amen! Amen! -!-


Jakob Ludwig Schwartzenberger ist nach Weinpfählen, mit bürgerwägen.


Gott wolle Sie auch sicher, hin- vndt her! geleitten!

|| [[Handschrift: 23v]]


Schreiben von der Churfürstin von Brandenburgk wegen
von der Marggrävin zu Berlin, complimenten, von
Landtgraf Geörg von Gießen, vom hertzogk, hertzo-
ginn zu Altenburgk, auch von der wittwe von Eisenach
alles gratulationes, zu meiner neẅgeborenen Tochter.
Gott erfülle dieselben mit gnaden. perge Der
ChurPrintz, hertzogk Hanß Geörg von Dresen[!],
hat auch dergleichen höflich, gethan. Von Wien
seindt auch schreiben ankommen, en termes mediocres.


Tout bransle en ce monde. perge


Die Leiptziger ordinarj bringen mitt:
Daß die schließung des Armistitij zwischen den
Frantzösischen, Schwedischen, vndt Chur Bayern,
noch continuire, wie dann die artickel darbey
vornehmlich aber, hat Bayern sein Landt dadurch salviret
in dem er die Städte Rhain, Donawert, Mindelheim,
Wiesensteig, vndt Weimbdingen wieder bekommen,
hingegen, Memmingen, V̈lingen, vndt heilbrunn,
(welche nicht sein eigen, sondern ReichsStädte sein)
quittiret. Die Kayserlichen seindt übel damit zufriedena.


hingegen, kömbt den Kayßerlichen zu statten, daß
der friede zwischen Frangkreich vndt Spannien,
vor geschloßen gehalten wirdt, wiewol andere avisen
melden, das die Staden ihren feldtzug, den Frantzosen, || [[Handschrift: 24r]]
zu gefallen, zwar führen, aber nur defensivè gehen,
vndt nichts, wieder Spannien, tentjren werden.
Frangkreich aber, wollte mit 2 armèen, die Nieder-
lande angreiffen, vndt auch in Catalonia vndt Jtalien
einen großen effort thun. Tempus demonstrabit.


Die Silberflotta sol vor Spannien arriviret sein,
vndt darundter 2 millionen Ducaten, vor den König.


Der König in Engellandt, wirdt, wie gefangen ge-
halten, weil er dem Parlament zu gefallen, nichts
subscribiren, noch sich ihnen, vndt den ihrigen, (Sie
seyen geistlichen oder weltliches Standes) <an>vertrawen
will. Schläft alleine, zeücht sich selber, auß-
vndt an, weil man ihm seine diener genommen, vndt
stellet sich sehr melancholisch, Mißtreẅisch, vndt wiederlich an.
Jst wol zu erbarmen! vndt ein großes elendt!
Gott tröste den großen herren, vndt gebe ihm, heylsahme an- vndt
Rahtschläge! seiner wahren kirchen zum besten, vndt ihm selbst
zum aufnehmen!


Jn Jrrlandt, wollen die Parlamentarische wieder die rebellen kriegen.
Jhrer viel zwar, sollen pardon suchen, vndt sich zum Parlament finden.


Viel Engelländer, gantze Schiffe voll, gehen hinüber, zu
den Spannischen, dienst anzunehmen, zu Ostende, Duynkir-
chen, Antorf etcetera Der Ertzhertzogk ist in den Burgundischen
Niederlanden, stadtlich eingeholet worden.


Don Juan d'Austria; wirdt General per mare, im
Mediterraneo marj, vndt es wollen Sich Mißverstände,
zwischen dem Pabst vndt Spannien eraignen.

|| [[Handschrift: 24v]]


Der GranDuca, stellet sich auch, an itzo, gut Frantzösisch[.]
Die venezianer haben nicht allein neẅlich im Arcipelago
zu waßer victorisirt, ob schon ihr General Thomaso Moro-
sinj, geblieben, sondern auch darsieder glückliche treffen,
in Dalmatia gehabt, vndter dem General Foscaro zu Lande[,]
welcher vornehme Türgken, gefangen, hernachmalß aber
nach eroberung kleiner, iedoch guter plätze, sich vor die
festung Novigrod belägert, davor er noch sein soll.
Der Bernhardo Morosinj, Duca in Candia, soll an deß
Thomaso seines bruders stadt, General per mare sein
worden. Die venezianer, verhoffen eine Mächtige
flotta mit hülfe der Genueser, vndt anderer Po-
tentaten zu equippiren, vndt zu Lande inngleichen
vom Chur Bayerischen abgedangtem volck, große
Macht zu bekommen. Gott gebe, daß sie sich wol defendi-
ren mögen! Der Türckische Kayser, wil keinen
frieden, einwilligen, es seye dann, daß Candia
vollkömblich ihme eingereümt werde. Darnach
allererst wil er tractiren, vndt den venezianern
articulos pacis, formiren, vndt vorschreiben. perge


General Wittemberg, trachtet in Schlesien,
sich der päße nach vngarn zu, zu bemächtigen, vndt
mit dem Ragozzj, sich conjungiren. et cetera


General Wrangel lieget mit der haüptarmèe
vor Schweinfurth. et cetera

|| [[Handschrift: 25r]]


Zu Regenspurgk, wollen die ChurBayerischen Soldaten,
von den Kayserlichen nicht mehr eingelaßen werden. perge


Die Oberpfaltz bleibet zwar neütral, iedoch also daß
die Schwedischen freyen paß, vndt repaß, dadurch haben. Jn
Bayern aber ist guter friede, vndt darf kein gegentheils
volck dahinein kugken.


Deß Printzen von Dennemargk rayse, sol wegen
seiner vnpaßligkeit, verhindert sein. Er hat inß warme
badt, gewoltt. perge


Wiewol iedermann hofnung zum frieden gehabt zu Münster
vndt Osnabrück scheinet es doch fast, alß wollte es wegen der
pfältzischen Sache, vndt anderer Gravaminum, Neẅe
difficulteten geben.


heßen Caßel, vndt Heßen Darmbstadt, kriegen noch
wiedereinander, hertzogk Wilhelm, von Saxen Weymar
aber, bemühet sich, die dissentirenden gemühter, zu re-
concilijren. perge


Graf Magnus de la Garde, deß allten generals
Jacobj Sohn, ist, wegen wol verrichteter legation,
in Frangkreich, zum Reichßraht, in Schweden, numehr,
solenniter creiret, vndt angenommen worden, zu Stock-
holm, aufm ReichßTage, vndt hat sein beylager, mit
dem Pfaltzgräflichen, der Königinn, nahen verwandten
Freẅlein, wol vollnbracht. Gaudia fælicium?


Sie haben mit dem Moscowiter, abermals, etwaß
neẅes zu handeln, vndt zu tractiren. perge

|| [[Handschrift: 25v]]


Madame l'Electrice de Brandenbourg Douairiere, m'èscrit
de Berlin, que sa belle fille Madame l'Electrice femme de
Monsieur l'Electeur a estè la fille la plüs aymèe, de feü Monsieur le Prin-
ce d'Orange, qu'il luy a serrè la main, a la fin de sa vie
ne l'abbandonnant jamais, qu'il luy a donnè ün tel dot,
a son mariage, qu'aulcüne autre n'aura point, apres
sa mort. A Madame la Princesse sa femme, (mere
de la jeüne Electrice dite,) il auroit constituè, un Douajre
fort honorable, & oultre cela 9000 florins (Gulden)f. de Hollande, par an,
mais Messieurs les Estats, luy donnoyent a elle 8000 Reichsta-
lers, par an, toute sa vie, ainsy que ceste Princesse
est heüreuse, & a assèz, pour faire dü bien, a ses pauvres
Parens! Elle escrit aussy, que cela est fort mal prins
ses mesüres, quand on veut introduire l'exemple dü Parlement,
en nos Principautèz en l'Empire, ou les Princes sont souve-
rains, & ne scauroyent conceder a leurs Vassaulx & süjets,
üne telle licence. Qu'üne teste inquiete, peut confondre
tout ün pays, & estre pertürbateür dü repos püblicq!
Que le Parlement d'Angleterre, a des grands Privile-
ges, & que leurs Roys mesmes, leur font des sermens
solemnels, ce que nous ne faysons pas a nos süjets.
Que les Parlemens d'Angleterre & d'Escosse ne tümül-
tüeroyent pas tellements, s'ils ne craignoyent
de perdre la religion, & l'introdüction de la Papautè, || [[Handschrift: 26r]]
tèsmoing (a ce que croyt Madame l'Electrice) le Roy
mesme, lequel ne veut pas encores entendre le presche
des Ministres Refformèz dü Parlement. Elle mentionne
aussy, que le Roy de la Gran Bretaigne, est tenü comme prisonnier,
puis qu'on ne permet plüs aulcün accèz a Sa Majesde a
ses propres domestiques, & qu'on luy a adjoinct des partisans
dü Parlement, auxquels il ne Veut avoir affaire, fer-
mant sa chambre a la clèf, quand il va dormir, & s'ha-
billant & se déshabillant soy mesme. La Roine en a ün
grand crevecoeur, estant en France, & desirant avec
passion, de pouvoir ayder a son mary. Sa seur ünique,
a la Haye, s'en contriste aussy, merveilleusement.
Dieu les vueille tous, & toutes consoler Chrestiennement!


L'accord entre Brandenbourg, & Neẅbourg, se traitte à
bon èscient. Le premier, aura de l'autre, la Seigneurie
de Ravenstain avec 160000 ReichsTalers, & quelques
baillages d'èschange, en la Contè de Ravenspurgk.
Mais pour la religion, il y a encores dü dèsbat. Le
Colonel Borgßdorf, grand Chambellan, de Son Altesse Electorale,
a estè a Duysseldorff, auprès dü Prince Palatin, de
Neẅbourg, traitter ces choses, & l'on a esperance;
que cest' accord, sera asseürè. Dieu le Vueille!


Jakob Ludwig Schwartzenberger, ist mit 20 mille weinpfählen, von
Quahlendorf, glücklich wiederkommen, 18 wagen haben die
pfähle, vndt 2 wagen Röhrholtz geführet. Daß 1000 pfähle
kostet 2 ReichsthalerRthlr: (als 1 ThalerThlr: vors holtz, 1 ThalerThlr: reißerlohn)

|| [[Handschrift: 26v]]


Einen wispel weitzen, so ich mitgeschickt, haben
sie, vmb 27 ReichsthalerRthlr: angenommen.

Dienstag den 13den: Aprilis, 1647.


Depesche an Doctor Lentz nacher Quedlinburgk, veü
que la partiale sentence venuë de Wittembergh
& la lettre dü Prince Jean, contre les süjets, &
Vassaulx dü Pays tümültüajres, m'y a incitè.
Dieu vueille que tout aille bien, selon le droict,
equitè & justice, & que le Diable soit abbattü, avec
ses maximes, & mysteres d'inquitè, dont i'ay
comprins de mon temps, deux extraordinaires
en astüce & malice : La 1ere. d'irriter les üns,
contre les aultres, en donnant droict ou tort,
tantost a l'ün, tantost a l'autre, selon les
occasions, & apres les avoir ainsy consümè
entr'eux, & ostè toute force, nerfs, & vigueur,
les manger puis apres tous deux ensemble,
afin qu'ils ne puissent resister, nj nuire au
regne de perdition. La 2de. est : qu'il fault
rendre criminels les innocens, par toute sorte de
moyens, tordre leur droict, & jüstice, puis les pünjr
rigoureisement pour des choses controuvèes, ou ima-
ginables, tousiours sous apparence de bonne Jüstice.

|| [[Handschrift: 27r]]


Ces deux maximes, pour ruiner insensiblement
les heretiques, plüs qu'avec la crüautè trop appa-
rente de feü & de sang, a estè controuvèe en ce dernier
siecle, en la congregation a Rome, de propaganda
fide, & fait beaucoup de mal, au Protestans, quj
ne s'avisent pas de ceste tromperie, & se fient trop
a leurs Conseillers, & officiers avares & corrompüs,
(car c'est ce, qu'il faut faire, pour obtenir la mauldite
intention, de corrompre telles gens, & n'èspargner
mesme par fois les Ecclesiastiques, qui ont apparence
de sainctetè & de grand credit, mais sont souvent
addonnèz a leur Ventre, & en grand credit, au-
près des Princes, & de la populace, ce qui s'est
veü parmy les Arminiens Espagnolisèz en Hollan-
de, & ailleurs) quelquesüns aussy, n'ont pas le
pouvoir de resister a telle meschancetè, quand
mesmes, ils s'en apperçoyvent! Le Dieu de
Paix, de Concorde & de Jüstice, concülcquera
le Vieil serpent (si animè,) dessous nos piède<s> <&>
delivrera de sa gueule mauldite & pervertie
son pauvre petit trouppeau, de la Vraye Eglise!
Ainsy soit il! Ainsy soit il! Ainsy soit il! Amen! Amen!


Die FrawMuhme, von Plötzkaw, ist mit zwo ihrer Töchter2,
anhero kommen, nachmittags Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin, zu besuchen. Vetter
Immanuel, ist auch darbey gewesen.

|| [[Handschrift: 27v]]


Der Obrist leutnant Diepholt, ein heßischer, (so meinem
bruder sehr wol bekandt, vndt vertrawet ist) ist ei-
lends hierdurch auf Cöhten, gezogen, hat Meinen Cammer-
Jungker Rindtorf zu sich fordern, vndt mir sagen laßen,
wie mich der Frantzösische Ambassador Düc de LongueVille
freundlich grüßen, vndt mir sagen ließe, das iehnige, waß
ich <durch Krosigk an den Gesandten, vndt durch ihn> an den König in Frankreich begehret hette, wehre wol
durchgekommen, vndt forthgeschickt, auch wol aufgenommen
worden, vndt ich würde wol baldt, gute antworth,
darauf erlangen. Nun erinnere ich mich nichts
dergleichen. Je crains, que tout cela ne soit üne
fourbe pour me tromper! Mundus vult decipi!3

Mittwoch den 14den: Aprilis: 1647.

<4 hasen Rindtorf Bidersehe, cum reliquis.>


Es ist ein stargker windt, diese Nacht gewesen,
das sich die gebeẅde recht erschüttert haben. Je
crains que tels èsbranlemens, ne nous nuisent, ün
iour, avec üne cheüte dangereuse. Dieu nous en
vueille benignement garder, & preserver, par sa Sainte grace.


An Carl Heinrich von Nostitz wieder geantwortett, weil
er Mich, vndt Meine gemahlin, zu einem iungen Sohn,
zu gevattern, gebehten, zu Bautzen.


An den Obristen Diepholt geschrieben, wegen des gestrigen
noch beßern bericht, einzunehmen.

|| [[Handschrift: 28r]]


La femme de Tobias Steffeck de Kolodey se tourmente merveilleu-
sement, a cause de l'envoy de son mary, cela me
denote quelque mauvais signe, puis que je ne l'ay
envoyè gueres loing d'icy, mais elle ne me le
croyt pas, & il a tenü silence. Mon petit chien
Fleck, qui se tenoit fort a luy, fait aussy mine de s'en
contrister fort. Tels signes avec aultres presages, me
font apprehender pour luy. Dieu vueille qu'il se
porte bien, & qu'il me face de bons services!


A spasso inß feldt, auf meine Aegker, vndt zugesehen,
wie sie seen. Alß ich aber, wieder zurügkb kommen mit
einem page, seindt mir zwey compagnien Reütter, be-
gegnet, so v̈ber die Sahle wollen. Kommen von Wörptzigk
vndt gehören vndter daß Tannenbergische Regiment.


Gott gebe! daß vnsere Reütter, auch baldt auf-
brechen mögen! wiewol sich vnser Rittmeister
hänßgen, sehr mausich machet, vndt wil pferde,
vndt viehe, hinweg nehmen, auch sonsten exequiren.


Paulus Secretarius, ist bey mir gewesen, in militaribus, vndt Polizeysachen, zu referiren.


Postea: der CammerRaht, Doctor Mechovius, (allerley
abschiede, zu expediren) hat sich præsentiret. perge


Jch habe allerley præparatoria, in Oeconomijsachen,
angefangen zu machen, gegen das kindtTaüffen, vndt
leichbegengnüße. Gott gebe zu glück, nach verrichteter Andacht!

|| [[Handschrift: 28v]]


Eine trouppe Reütter, von 30, 40 pferden, ist diesen
Nachmittag, v̈ber Meine gerstenbreitten, geritten,
gleich quer v̈ber, vndt hat sie sehr verderbet vndt
zutretten. Waß hilft dann alle vnsere Mühe?
sorgen? arbeit? vndt bekümmernüß?


Sie haben auch gehetzt, in meinem gehege,
vndt vnser Rittmeister hänßgen, hat alhier
gefischet, in der Fuhne, in meinem gehege.
Aber (meiner Leütte bericht, nach,) hat keiner
nichtß gefangen, weder hasen, noch fische.

Donnerstag den 15den: Aprilis, 1647. grünDonnerstag.


Schreiben von Fürst Augusto Fürst Ludwigen, vndt Fürst Johann Casi-
mirn, noch gestern abendt, empfangen, darinnen Mich alle
Drey herren, vndter dem vorwandt der Testament-
gelder, so hinterblieben, vmb die wiederkaüfliche zin-
sen, vndt vmb die jntraden, Meines antheilß, zu bringen,
gedengken. Die Landtschaft, hats von sich geschoben.
Die herrschaft aber, nimbt sichs desto eiveriger
numehr an, vndt gedengken nicht, waß ich von den Steẅern,
zu fordern? vndt waß Sie mir, auß ihren Antheilen,
herauß zu geben, schuldig wehren? Eine schöne præ-
paration, zur Andacht, gegenwärtiger feyerTäge.
Ach herr, dempfe doch, die große boßheit!


Jn die kirche da Er Theopoldus, gar schön geprediget. et cetera


Vom Osterlamb4, vndt Nachtmal5 vndt Vergleichung beyderley.

|| [[Handschrift: 29r]]


Jch habe schreiben von beyden meinen Söhnen empfangen,
wie auch von ihrem hofmeister. Vor 8 Tagen, ist mirs außen
gebljeben. Dieses neẅeste datum wahr, vom 30. Martij; ⁄9. Aprilis;
wardt von Cöhten, durch Zacharias Strauben geschickt,
das 8 tage zuvor, datirt gewesen, ist auf Braunschweig geschickt,
vndt mancquiret Mir, biß dato, mit allerley nöhtigen
Nachrichtungen. An itzo wirdt vndter andern avisiret,
daß Gröningen vndt Ommerlanden meinem ministerio
ni Bernburgensio nicht 130 (wie auß mißverstandt
vorhero berichtet worden) sondern: 180 ReichsthalerRthlr: collecten
verehret, erwartten mit verlangen, der dangkschreiben.
Meine Söhne haben es empfangen, vndt ich erlege es alhier
dem ministerio wieder, damit weder ich, noch Sie, daß
Lagio, oder wechßelgeldt, verliehren dörffen.


Carllmann hat Nachmittags, ein hasen, von den hundert-
Morgen, einbracht. perge


Mein Raht, vndt hofmeister, der gute alte heinrich
Friderich von Einsidel, hat gestern einen bösen fall, gethan,
vndt kan derentwegen, nicht außgehen, hat auch heütte
nicht aufwartten, noch in die kirche kommen können.
Gott wolle ihm wieder zu recht helffen! Deß
Superintendenten Fraw, auch eine alte dienerinn
von FrawMutter Sehliger herr, hat einen bösen fall,
heute gethan, vndt gibt böse omina solche accidentia.


Doctor Lentz hat wieder geantwortett, <in> höflichen,
Tröstlichen, vndt auch noch dilatorischen Terminis, da-
rauß doch Seine gute Affection, zu verspühren. Gott
dangke ihm davor!

|| [[Handschrift: 29v]]

Freitag den 16. Aprilis. 1647. Stille Charfreytag.


Jn die kirche Ern Theopoldum, vom Todt vndt begräbnüß
Christj6, eruditè concioniren zu hören, Jtem: singen, behten,
allmosen geben, vndt gute wergk zu Thun, in memoriam
passionis, et mortis Christj!


Schreiben, vom Cantzler Milagio, in religionssachen, in Genea-
logicis, vndt Ehegelder zu Tecklenburgischen sachen.


Risposta vom Obrist leutnant Diepholt, derselbige confirmirt
daß iehnige, so Adolf Wilhelm von Krosigk, gegen ihme,
vndt er, gegen Rindtorffen gedacht. Purgirt sich, wegen der
vermeinten offension vndt præjudicirlichen spargirens etcetera
Der bohte hat ihn erst zu Deßaw, ereilet.


Der allte LandtRichter alhier Christof Rußt, ist heüte
mit Todt abgangen. Jst ein wol affectionirter vndtertheniger
fleißiger diener gewesen. Er hat zwar vermeinet auf
Ostern gebe gott in der kirchen communion zu halten, (wie er oft vndt
vielfältig mit vnß, seine Lebenszeitt v̈ber, gethan) Gott
aber hat ihm einen näheren weg zum himmel gezeiget.
Er seye vor solche auflösung, gepreiset!


Ernst dietrich Röder, ist diesen abendt, ankommen.


Der kleine Kersten, ist diesen abendt, Gott lob wiederkommen,
von Caßel vndt andern orthen, mit höflichen risposte,
vndt gratulationen, zur iungen Tochter.


Jtem per Brunswigk vndt Alßleben, schreiben von Brehmen
vom Freyherrn von Schrahtembach, vndt vom Tobias Steffeck von Kolodey vom 2.⁄12. April
Gott Lob, der ihn sicher dorthin, begleittet! der helfe ferner
mit gnaden!

|| [[Handschrift: 30r]]

Samstag den 17den: Aprilis, 1647.

<5 hasen Rindtorff. et cetera>


Ein Somnium, gehabt, wie der itzige Kayßer hette
befohlen Man sollte an allen Niederländischen, vndt
Spannischen orthen, auch in den Jndiis, vor ihne fleißig
Meße lesen, vndt ich hette einer, in den Niederlanden
zugehöret, (so einer Marckandt, oder Karkandt
genandt, aufsetzen, vndt die Canones verändern
laßen) auch abschr abdrugk darvon gesehen, vndt
große alteration darinnen befunden, weil
die Meße nicht wie gewöhnlich, auf alle Christliche
Potentaten, Sondern mehr auf die Kayßerliche
Spannische vndt Oesterreichische Macht, vndt
herrschaft alleine, gerichtet gewesen, also:
das sich etzliche Päbstische selbst darüber ver-
wundert, vndt gemeinet, der Pabst, (wenn ers erfüh-
re, das es also publicirt, vndt jntimirt wehre?)
würde es nicht paßiren laßen. Die Frantzosen
absonderlich, hetten sich heftig opponiret. perge


Madame a songè, que mon membre Viril seroit
devenü extraordinairement grand! Si l'on oseroit
croyre aux songes, ou plüstost a leur signafication & ex-
plication, & que cela ne füst Vanitè & follie,? j'en
serois tresayse, car ceux qui interpretent tels songes,
disent, que cela signifie grande abondance & richesses,
mais ie n'y voy, non seulement nülle esperance, ains
plüstost tout le contraire, si Dieu ne me releve extraordinajrement?

|| [[Handschrift: 30v]]


Wir haben vnß heütte zur Andacht præpariret, vndt der
vorbereittung in der kirchen, beygewohnet, so<da> der Caplan Ionius
geprediget, der hofprediger Theopoldus aber, darnach, die
præparation abgelesen. Gott laße vnß, würdige com-
municanten, an dem Tisch deß herren, erfunden werden!


Schreiben vom herrn von Schrahtembach, durch meinen
bohten empfangen, das die luft (Gott Lob) in hollandt, noch
rein, der general Sperreütter nicht von Türgken geschunden,
sondern der gute Degenfeldt, es gewesen seye, welches deme
eben so wenig, als dem andern, zu gönnen. Gott bewahre
alle fromme Christen, vor solcher vnmenschlichen vndt Barba-
rischen grawsamkeit! Er recommendirt mir einen Mann,
zum consiliario, mit weib, vndt kindern, zu Brehmen geseßen,
sol ein Gottsehliger, frommer vndt wolerfahrner Iuris Consultus sein,
welcher hiebevor, zu anfangß, vndter der Manßfeldischen, vndt
Weymarischen armèe, Commissarius gewesen, Nachgehendts von
dem Ertzbischoffen zu Brehmen Sehligen andengkens, zu einem
CammerRaht, vociret, vndt beruffen worden, bey welcher be-
dienung, er biß in selbiges herren Todt, rühmlich continuiret
hat. Nach selibiger zeitt, hat er sich zu Brehmen advocando,
et procurando gebrauchen laßen, vndt ist vom Raht zu Brehmen,
vor etzlichen Jahren, an Kayserlichen hof, verschickt worden.
heißet: Conradus zum Böhn. Gott gebe mir den besten Sinn!


Schreiben von helmstedt, vorn Wendelinum, vom Doctor Calixto
in puncto de mutua tolerantia.


Avis von Brehmen, daß am Mittwoch das wetter im Thurn,
zu Sankt Ansgarij eingeschlagen, vndt oben anzuzünden angefan- || [[Handschrift: 31r]]
gen. Mein bohte aber<hats> gesehen. Es hat sich aber ein kerll
hinauf gewaget, den knopf abgehawen, welcher ihm brennende
auf den halß fallen wollen, wo er sich nicht baldt, mit
hurtiger geschickligkeit zu dügken gewust, also daß der
knopf v̈ber ihn hin, abwertß gefallen, vndt ferrner
Gott Lob, keinen schaden gethan. Die Schweden suchen die
Stadt Brehmen, vnangesehen ihrer vrallten Kayßerlichen
Privilegien, mit dem ErtzStift, zu incorporiren. Gott
wolle die gute Stadt, vndt einen ieglichen, bey seinem
rechtt, conserviren, vndt kräftiglich, manutenjren!


Avis auß Westphalen, daß die leütte gählingen alldar
hinweg sterben, gestaltt, dann neẅlichst zu Tecklenburgk,
ein diener so in der Tafelstube aufgewartett, vndt gelachet
alß die Fürstlichen vndt Gräfliche personen hinauß gegangen,
ein viertel stunde hernacher MauseTodt gewesen.


Für gählingem schnellem Todt, Bewahr vnß lieber herre Gott!


Zu Nordthausen am hartz, soll eine heimliche malignj-
tet, (der pest nicht vngleich) regieren. Jst zimlich nahe.
Gott erhalte ejnem ieglichem, waß ihme lieb ist!

Sonntag den 18den: Aprilis, 1647. Ostern. perge

<Regen nach Sonnenschein. perge>


Jn die predigt, vndt communion. Gott wolle vnß ferner heyligen!
Rittmeister Schierstedt, vndt sein bruder7, Meines hofmeisters
Schwäger, haben mir zur predigt, vndt zur mahl-
zeitt, aufgewartett. Der CammerRaht vndt hof-
prediger Theopoldus seindt auch extra, ad prandium vociret worden. perge


Nachmittags, hat der Diaconus Jonius geprediget. perge

|| [[Handschrift: 31v]]

Montag den 19den: Aprill.

<Ein digker nach schwefel stinckender schwefel<Nebel> deß Morgends. perge>


Am heüttigen OsterMonTag, in die kirche.


Darnach habe ich, extra: den Rittmeister häßgen
oder Johann Ejser, den CammerRaht, Doctor Mechovium,
den Superintendenten <welcher vormittags geprediget.>Ern Platonem, zu Mittage
gehabt. Am NebenTisch, war auch, extra: der Ambtmann
Thomaß Benckendorff.


Schreiben, von Wjen, Oelse, Basel Straßburgk,
vndt Nürnbergk, bekommen, Jtem: vom Berlin. perge


Der Rittmeister, sagte vndter andern, es hette,
der General Wrangel, vmbschlagen, vndt außbla-
sen laßen, daß bey LeibsStraffe, keiner den andern,
mehr außfordern sollte. Er würde es aber schwehrlich,
<so wenig als andere herren> darzu bringen, können. Cependant, la jüstice, appar-
tient aux chefs, & Generaulx, & les querelles,
sont la plüspart, désraysonnables!


Die avisen geben:


Das die Kayserliche Mayestät, daß Podagra, bekommen. Gott wolle sie,
wieder gesundt machen! Sie sejndt von P<R>eßburgk,
zu Wien, angelanget, wiederumb.


Der Ertzhertzogk Leopoldus Wilhelmus, sol mit
großer pomp, zu Brüßel, solenniter eingeholet worden sein.


Die Staden können Sich, wegen des friedens mit
Spannien, nicht wol resolviren. Werden von Franckreich || [[Handschrift: 32r]]
sehr genöhtiget, zur campagne, zu welcher sie sich, willfährig
anstellen, vndter deßen aber, den krieg zu waßer, in Brasj-
lien, declariret haben, vndt senden 6000 Mann dorthin,
wieder die Portughesen, daran Spannien, ein Dienst geschicht.


Zu Nantes in Bretagne, wirdt eine Frantzösische
flotte außgerüstet, nach Jndien, zu gehen.


Die venezianer, sollen Novigrad wieder erobert
haben, vndt etzliche siege, wieder den Türgken erhalten.
An den vngrischen gräntzen, scheinet es, ob wolle sich
Turca auch moviren.


Der Frantzosen Macht, gehet mehrentheilß,
in Jtalien, vndt in Catalonien.


Wrangel liegt noch, vor Schweinfurth, vndt
General <Leutnant> Wittembergk, gehet nach den Schlesischen gräntzen.


Jn Engellandt, stehets in vorigen terminis.


Der krieg, jn Jrrlandt, gehet ebenmeßig, stargk forth.


Printzen von Vranien, sepultur, sol baldt angestellet werden.


Nachmittagß, in die kirche, da an stadt der
ordinarijpredigt, eine leichtpredigt, dem verstorbe-
nen Landtrichter, Christof Rußt Sehliger, auß dem
90. Psalm: vnser Leben währet 70 iahr8, etcetera
vom hofprediger Theopoldo, in volckreicher versamlung,
Christlich gehalten worden, nach dem die pursche
von seinem Leichbegengnüß vom Gottesagker, zu rech-
ter zeitt wiederkommen, vndt also keine jnterruption causiret.

|| [[Handschrift: 32v]]


Gott verleyhe ihm, vndt allen außerwehlten glaubigen,
eine sehlige, vndt fröliche aufferstehung, zum ewigen Leben, Amen!


Er ist 48 iahr im Ehestande gewesen, hat 5 weiber nach
einander gehabt, vndt 12 kinder gezeüget, deren 9 vor ihm
verstorben, drey aber, alß ein Sohn (Geörg, Kammerdiener,)
vndt zweene Töchter, noch am Leben, vndt dem conduct<begengniß>,
beygewohnet. Jn die 35 iahr, vndt drüber, hat er
vnß gediehnet, im Landtrichterampt, vndt sonst in
andern Amptßbediehnungen. Ils l'ont reputè a
singülier honneur, les heritiers, que j'ay assistè
a ce sermon fünebre, en satisfaysant, a la feste
presente, de Pasques, tout ensemble, car c'estoit
a l'heure ordinaire, dü presche d'apres midy, &
telles jnstrüctions, servent tousiours, a nous edifier,
si nous Voulons nous disposer,? avec zele, & attention,
a èscouter, la Saincte parole, de l'Eternel! perge

Dienstag den 20ten: Aprilis, 1647.


Der Amptßraht, Panße, hat sich bey Mir einge-
stellet, allerley zu referiren, auch sich bescheidts zu erholen.


Es werden alhier zu Bernburgk numehr, zimlich viel
lächße gefangen. Gott gebe continuation!
Zu Deßaw hingegen, sol es in der Milde, an itzo,
wenig geben, also: daß 1 Pfund (libra) 6 Groscheng. gilt, wiewol zu
Calbe nur 2½ Groscheng. zu Plötzkaw, vndt Alsleben
fangen Sie auch itzundt lächße, eine sonst lange zeitt
vnerhörte Sache!

|| [[Handschrift: 33r]]


An Balthasar de Schrahtembach, ein schreiben, vor Meine Söhne,
addreßiret, item an Tobias Steffeck von Kolodey durch einen eigenen bohten.
Gott gebe zu glück!


An Fürst Johann Liebden habe ich gleichßfalß geschrieben perge
so wol in publicis, alß in Privatis. perge


Gestern hat eine Stuhte, von den kleinen Märgkischen
Stuhten, gefohlet, vndt ein wildes fohlen, gebracht:
Gott gebe zu glück! vndt gedeyen!

Mittwoch den 21ten: Aprilis, 1647.


Les heritiers du feü President, se font enquis, si
i'rois, a leur enterrement? & sj ie voulois ordonner,
des Mareschaulx? & ce par George Frideric de Börstel.
J'ay rèspondü; que j'irois en personne, si les jnter-
rüptions ou accidens, ne m'empeschoyent? et que j'or-
donnerois, mes Mareschaulx. Quant a ce, qu'ils de-
mandoyent, si ie les vouldrois accompagner dans la
ville, & de ma<m'arrester en ma> Chancellerie, ou en ma mayson? ie ne
pouvois pas me resouldre a cela, ains je passerois
par devant ma porte dü chasteau, avec eux, vers
le temple, suivant la tombe. &cetera


Avis: daß zu Zerbst, ein Grabaw <auß Mecklenburgk> von geschlecht,
(so noch page, bey Fürst Johannßen Liebden gewesen)
von einem Lackayen, erstochen worden. Der
Lackay, deme zweene finger, abgehawen, ist
endtlauffen. Solche duella, seindt wol illicita!

|| [[Handschrift: 33v]]


A spasso in windigem wetter.


heütte ist dem Amptßraht, Geörge Panßen,
die Amptßgräntze gezeiget worden, durch
Rindtorf, Schwartzenberger Philip Güdern, Märtin
hahn, etcetera wie auch Wolfgango Sutorio. etcetera
Gott erhalte mir, meine gräntzen!


Schreiben von Oßnabrügk vom Doctor heger, (welcher an
stadt Milagij, vnser Anhaltisches votum führet) dem Wey-
marischen abgesandten, daß es mit dem friede noch
nicht forth will, vndt der Spannische vorseyende
friede mit Frangkreich, seltzame intrighj machet.
Gott wird die rechte zeitt, schon treffen!

Donnerstag den 22ten: Aprilis, 1647.


Gestern abendt habe ich zum erstenmahl, drey oder
vier Tröpflein, vom köstlichen Balsamo Vitæ, ejngenommen,
den mir, die Landtgrävin von Caßel, geschicktt,
wiewol er zu Dillemburgk, præpariret wirdt.
Gott gebe daß er vnß gedeyen! vndt wol bekommen möge!


Schreiben per Cöhten, vom Simon Heinrich Schweichhausen von Leyden
vom 6⁄16 Aprill: daß Gott Lob, noch alles wol stehet,
referiret sich auf seine vorigen, theils außenge-
bliebene per Braunschweig


Schreiben von Hans Christoph Witzscher auß Schweden, das alles
v̈bel stehet, lautter rebuffi, Septentrionalia!

|| [[Handschrift: 34r]]


Es seindt heütte præparatoria gemacht worden, zu des
Præsidenten Börstelß, Morgenden leichbegengnüß.


Nacher Quedlinburgk; an Doctor Lentz, wie auch, nacher Zerbst,
an den Rectorem, Wendelinum, geschrieben.

Freitag den 23ten: Aprilis, 1647. perge


Malherbe, a fait le Diable, a quattre, plüs que
jamais, ne recognoissant point; comme il fault,
les graces de Dieu; & comme il luy ayde? si benig-
nement? Je prie sa Divine bontè, de la Vouloir bien
hümilier, & convertir, car elle me traitte pis,
que Seres, son Job! Ôh Dieu, donne moy, Pacience!


Daß langerwüntzschte pacquet, von Leyden,
ist ankommen, per Alßleben, vom 23. Martij⁄2. Aprilis, da-
rinnen mir, Meine Söhne, vndt ihr hofmeister, von
den condolentzvisiten, so sie im haag verrichtet,
außführlich schreiben, vndt mich ihrer
damahligen gesundheit, vndt wolaufsein, erfreẅen. perge
Gott wolle ferner, seinen gnadenreichen Segen,
geben, vndt verleyhen! vmb Christj willen! Amen!


heütte Nachmittags ist des præsidenten,
Heinrich von Börstelß Sehliger Leichbegengnüß,
in vnserer kirchen, in volckreicher versamlung,
vndt Præsentz Meiner, neben Fürst Augusto, deßen
gemahlin Liebden vndt Tochter, wie auch dreyer Söhne || [[Handschrift: 34v]]
vndt Abgesandten von Cöhten, (obersten Werders)
Deßaw (cantzler Milagij;) Hartzgeroda
(hofmeister Freybergß) vndt Zerbst (Bodenhausens)
in guter ordnung, Christlich, vndt ehrlich, cele-
briret worden. Jn Einsidelß hofe, zun
drey kronen, genandt, erwarteten wir
Fürstliche personen, der Leichproceßion, vndt
folgeten also: Erstlich, auf die leiche,
ließen wir die nechsten Freünde, vndt
anverwandten gehen, <so alle bahrhaüpt giengen> darnach marchirten
vnsere Marschälcke: Einsidel vndt Rindtorf
alle mit bloßen haüptern, so wol v̈ber
die gaßen, als in die kirchen, wie auch
die iehnigen, so vor vnß her giengen, alle
bahrheüpt giengen, alß: hofmeister Christjan
Henrich von Börstel, neben seines bruders
Söhnen 9, darnach: Oberster leütenampt Knoche,
Curt Christof von Börstel, Geörg Friederich,
vndt Ernst Gottlieb, von Börstel, zween,
vndt zween, alles mit bloßen haüptern,
zeitt wehrender proceßion vnserer anwe-
senheit. Auff meine Marschälcke || [[Handschrift: 35r]]
folgete <Fürst Augustus vndt ich, in einem gliede darnach <alß Legatj,>> Obersten Werder vndt Cantzl Cantzler Milagius,
postea Fürst Ernst Gottlieb, vndt Freybergk, Fürst Lebrecht,
vndt Bodenhausen, Fürst Jmmanuel, vndt Caspar Pfaw,
(welcher beyder meiner schwestern Stelle repræsentirte)
postea: meine vndt anderer Rähte, secretarien
etcetera davor gleichwol etzliche von adel, alß
drey Krosigk von Erxleben, Werder von Gröptzig,
nicht zu vergeßen. Die Adeliche wittibe,
wurde auch geführet, durch Erlachen, ihren
StiefschwiegerSohn. Die Fürstin, von
Plötzkaw, folgete auf die nahen anverwan-
dten Jungfern, vndt wurde geführet, vom
Stallmeister Pröckaw. Freẅlein Johanna,
führete der von Zerbst. Der conduct
wardt wol angeordnet. Vor der Leiche
giengen die geistlichen, vndt Schüler, wie ge-
braüchlich, vndt wurde ein pferdt vorgefüh-
ret schwartz bekleidet, vndt verkapt.
Auf dem Sarge lag ein degen, vndt ein par Stifeln.
Der hofprediger von Plötzkaw Stubenrausch
that die leichpredigt, auß dem 116. psalm: Seye
nun wieder zufriedenc, Meine Seele, dann der
herr thut dir guts, vndt noch mehr wortt ferrner.10
Er legete ihn, gar schön auß, wie auch, die Personalia.

|| [[Handschrift: 35v]]


Nach der predigt, vndt gesängen, wurde
die leiche (welche immer, im Chor, gestanden)
wieder hinauß getragen, auß begräbnüß
vor der kirche, da wir vnß dann dahin
stelleten, die herren vndt gesandten, an
die seitte der kirchen, das Frawenzimmer aber
gegenv̈ber, gegen dem felde zu, biß die leiche
eingesetzt, vndt in die grufft gelaßen,
auch etwas zugescharret wahr. Dar-
nach fuhren wir fürstlichen personen, nachm Schloße
zu, die gesandten vndt andere, erbehtene,
wanderten wieder hinundter, in die Stadt.
Die leiche war von den vornehmsten bürgern
vndt Rahtßverwandten, getragen worden,
vndt es wahren zweene höltzerne Särge,
in einander.


Aufm Schloße wurde Meiner gemahlin Liebden
zugesprochen, darnach aber fuhr, Fürst Augustus
mit den Seinigen, wieder gen Plötzkaw. perge


Vndt ist also dieser Christliche actus, (Gott Lob)
wol celebriret worden. Gott bewahre vor mehre-
ren Trawerfällen!

|| [[Handschrift: 36r]]

Samstag den 24ten: Aprilis: 1647.


Ma moytiè, faysant contre le droict de natüre, & ses
propres promesses, (stipülèes devant Dieu & les hommes)
üne partie assèz puissante de mes souffrances, & üne
pacience de 22 ans, ne pouvant esteindre les
flammes de ceste excessive colere & animositè qu'elle
a contre moy, voire quj s'allüme tousjours davan-
tage, il faut que j'en déscrive icy, quelque chose.


Bien est vray, que l'amour extraordinaire que je luy
ay portè, & porte encores, a couvert ses deffauts
trop constamment, mais ceste mienne modestie
donnant süjet, a elle de me vouloir entierement
assüjettir, dèshonorer, mèspriser, & gourmander,
il est impossible de la süpporter de telle façon.


La premiere annèe de nostre mariage, estoit
assèz bonne, & l'amour vigoureux de part & d'autre,
neantmoins ie ne laissay pas d'appercevoir
üne excessive colere auprès d'elle contre
d'aultres personnes innocentes, avec üne hajne
irreconciliable, & feu Son Altesse m'en avertit.


La hayne & mauvayse impression contre ceux
de nostre Religion, peut avoir augmentè ce feü,
a mesüre que ceste hayne s'est accreüe, & par mau-
vayses persuasions, & par üne malice enracinèe.

|| [[Handschrift: 36v]]


Son esprit seroit assèz bon, & capable de grandes
choses, & de beaux desseings, si les passions, dü
desir de commander absoluement, l'orgueil,
l'avarice insatiable, la hayne irreconciliable
(contre quj elle est ünefois animèe?) & l'injüstice
a persecüter, ceux qui ne veulent consentir
en toutes ses estranges propositions, & a favori-
ser trop ses creatüres, n'obscürcissoyent si
fort son iügement, qu'on diroit, que ce füst,
üne tout autre Personne. Je ne veux rien
dire, d'üne faussetè assèz lourde, quj la possede
aussy, avec d'autres imperfections, contraires
a ses Vertüs. Les annèes consecütives
donc de nostre long, mais penible mariage
elle a par fois cachèe, par fois non, le venin
de la malice, quj estoit dedans son coeur, & si
toutes choses n'alloyent á souhait, la voyla
hors des gonds, à blasmer moy, ou mon bon
Pere, ou mes seurs, & freres, ou quelque autre
de ma famille, comme si tout le malheur & bon-
heur dependoit d'eux, & comme si nous pouvions
estre süffisans, a remedier a tous inconveniens,
& celestes inflüences, & ne celant point cepen- || [[Handschrift: 37r]]
dant, la grande hayne contre nostre Religion,
qu'elle m'avoit cachèe au commencement me donnant
mesme quelque trompeuse esperance de sa conversion,
laquelle elle remit neantmoins, lors que je la prins
au mot, au terme de six ans, apres lequel expirè
elle s'opiniastra & roydit plüs qu'auparavant,
persecütant par menèes secrettes, les enfans
de Dieu, sür tout les ministres, & gens d'èscole,
s'ils se monstroyent ün peü zelèz, & disoyent
la moindre chose aux chaires, contraire a
leur creance? Estant üne femme imperieuse,
& quj commande ses gens a baguette, elle n'a
sceü reposer, qu'elle ne se füst ingerèe en mes
affaires, non seulement dü mèsnage, (auquel
elle a assèz bonne addresse, si elle void d'y
pouvoir avancer les interests, & proffits soit
á tort, ou a droict, avec üne conscience fort
large) mais aussy des affaires d'estat, troublant
& confondant mes meilleurs Officiers, Conseillers
& serviteurs, avec üne persecütion nompareille
contre ceux, qui me sont fidelles, & s'opposent
quelquesfois a ses Violences, & indiscretion.


Il ne faut que luy repliquer ün mot a ses imper-
tinences, la voyla toute en feü, & comme üne Jesabel, || [[Handschrift: 37v]]
ne pouvant satisfaire a sa rage, sans quelque Van-
geance, & èsloignant par ce moyen, tous bons servi-
teurs, & ne souffrant, que les chattemites, &
flatteurs, ou s'ils sont de la religion? les hypocrites,
& mèsdisans, ou menteurs. Si elle n'a
aultre moyen de vomir sa colere contre quelque
personne de bien & de probitè, elle dèscoche
sa rage contre l'innocence de mes pauvres
enfans, sür tout les filles, dèsquelles elle
dit, qu'il faut <leur> apprendre a patir, & souffrir,
comme s'il estoit raysonnable d'anticiper hümaj-
nement les jügemens dü Dieu Souverain?


Elle bat ordinairement l'innocente,
& croyt legerement aux rapports, de ses gens.


Quand ie replique a ses mauvayses propositions,
elle me donne tant de mauvayses paroles,
d'injüres, & de fascherie, qu'elle ne cesse
de continuër plüsieurs jours, sans retirer<corriger>
la premiere impuissance, & impetuositè,
qu'il m'est impossible de le süpporter. Elle
prend facillement occasion, a me nuyre
& contrarier, & me console ordinairement en mes
grandes afflictions, & adversitèz, comme fit || [[Handschrift: 38r]]
Seres, la femme de Job, á son mary. Elle ayme
les benedictions Magiques, & süperstitieuses, en
l'agricültüre, en l'edücation dü bestail, & sembla-
bles allümettes de son Avarice insatiable. Sür tout
ay ie apperceü son jre inexorable, lors, que j'envoyay
mes deux fils aisnèz il y a 7 ou 8 ans, a Dessaw,
pour les y faire èslever, & bien jnstruire. Car elle
print cela pour ün argüment de dèsfiance, & que
ie voulois renverser ses persuasions, qu'elle
s'estoit imaginèe en leur edücation, vomissant
tant des paroles oultrageuses, contre moy, en
ceste matiere, & contre feü mon bon Pere de bonne mémoire
(qu'elle souhaittoit en enfer a tous les Diables,
avec üne perversitè execrable,) que dèslors
on eust deü craindre que le feü dü Ciel ne
la devroit devorer, & consümer, si la pacience
de Dieu, contre nos pechèz, n'eust estè plüs
inexorable? Elle me dit alors expressement
(entre autres maledictions, honteuses a
reciter,) qu'elle n'avoit point de plüs grand
ennemy en terre que moy, quj luy ravissois
ses enfans, comme s'ils n'estoyent pas miens?
aussy bien, & comme si ie n'osois exercer le Puissan-
ce paternelle. Elle babilla alors beaucoup de son
Droict Maternel (Mutterrecht) dont ie n'ay iamais rien || [[Handschrift: 38v]]
leü, qu'il vaille, en aulcün Droict. On dit bien
en Lattin: Patria Potestas, mais point: Matria perge
Elle irrita tant qu'elle pouvoit, mes enfans,
contre moy, mèsdisant au dernier degrè, envers
eux, de moy, & de feü Son Altesse, mon bon Pere, leur
Ayeul propre de bonne mémoire[.] Mais leur natürel
est si bon, de mes bons fils, qu'ils ne croyent
pas, a ces boutades dü sexe feminin. Apres
avoir seminè de la zizanie, en plüsieurs coins de
ceste Principautè, comme aussy particülierement
á Dessaw, affin d'ennuyer mes fils, de ce sejour,
& mettre mal les principaulx, avec moy,
ie taschay de retirer, mes fils de là, (apres
ün seiour neantmoins de peü d'annèes) &
les menay en Hollande moy mesme, pen-
dant que ma femme jnquiete, abüsant
de ma plenipotence, que ie luy avois laissèe
au pays, en mon absence, (non donnèe
contre moy mesme nj contre ceux qui
estoyent avec moy presens) s'appeina par
toutes voyes, de les faire aller, aux pays Sep-
temtrionaulx, aux Jsles de delà la mer, en des
Academies peü celebres, mais de sa religion || [[Handschrift: 39r]]
pensant les seduire par ce moyen, & me contraindre
par mon evidente ruine & misere, d'accepter la
condition, qu'elle avoit par ses rüses & menèes
prattiquèe a la cour dü Roy de Dennemargk.


Mais Dieu la rendit confuse en ses raysonnemens
& me donna des moyens non esperèz en Hollan-
de, afin de me remettre ün peü, & pour èslever
ün temps, mes dits fils, dont il soit glorifièr
en sa bontè miracüleuse á perpetuitè!


Je le prie, qu'il me Vueille continuër ses bontèz
immenses, & ne m'abbandonner, nj mes enfans!


La plüspart des femmes, est addonnèe a Varia-
tions, & irresolütions. Cela luy arrivant aussy,
n'est pas èsmerveillable, mais bien pernicieux
en matiere d'estat, & dü gouvernement de sa mayson.


Ces irresolütions renversent toutes bonnes
maximes, & ce que'elle trouvera bon aujourd'huy
elle le changera demaind, attribuant puis apres
a d'autres, la coulpe des choses mal reüssies,
comme si les evenemens estoyent en nostre puis-
sance, & comme si elle seule eust le don de ne pou-
voir errer! grande & extraordinajre impuissance!
& quj a abalienè plüsieurs bons serviteurs, ne pouvans
souffrir ses Iniüstices, & calomnies trop passionnèes.

|| [[Handschrift: 39v]]


Il ne faut en façon quelconque luy contredire,
si on veut acquerir & obtenir son amitiè, & luy
donner droict & rayson en toutes choses, nonob-
stant qu'elles füssent contre toute rayson!


Nota Bene Dès l'annèe donc 1636 ie m'apperceus,
qu'elle meditoit ün Divorce d'avec moy, &
me le dit aussy en la face souventesfois,
quand ie ne voulois pas approuver toutes
ses mauvayses manieres de faire. Elle se
vanta souvent d'avoir peu marier le Roy
de Swede, dont ie ne faysois que rire, d'üne
Vanitè si incertaine & non effectuèe, mais
au Düc de Gottorf, & au Düc Frantz Albert
de Saxen, elle tèsmoigna ün peü trop d'affec-
tion, & me dit souvent, qu'elle vouldroit avoir
èspousèe ün d'iceulx, en la face, ce qui estoit
süffisant, pour exciter ma jalousie, combien
qu'a l'heure, que i'escris cecy, le dernier,
(qui fist mesme profession au temps de mes nop-
ces, d'estre mon corrival, & ie le fis quitter
la partie, avec approbation de mon èspouse alors,
non sans sa honte dü Düc Franz Albrecht) n'est plüs en Vie?

|| [[Handschrift: 40r]]


Elle parle aussy souvent dü Düc Jean frere
Düc de Gottorf, pareille cocquinerie, & en somme
elle dit: qu'elle vouldroit avoir en mariage tout
autre Prince ou Conte, que moy, lors que ie
la mets, tant soit peü, en fougue, ce quj ar-
rive facillement, quoy que ie l'èspargne
tant que ie puis, sür tout quand elle est
encejncte, afin de n'endommager le fruict
de son Ventre, & attirer la pünition de sa rage,
sür l'innocence d'ün pauvre enfant.
Mais ayant estè 18 fois encejncte, elle
s'est tellement accoustümèe a ne vouloir rien
souffrir, qu'on luy dise, & a vouloir estre tousjours
flattèe & amadouèe, qu'elle ne veut endürer
en tout temps, aulcüne replique nj contradiction.


Voire quj plüs est, elle s'accoustüme a me
gourmander, & ie doibs, comme ün bon Gioseph,
rien contredire, ains souffrir tout paciemment,
á tort & á travers. Sür tout lors que ie
suis miserable (ce quj m'arrive souvent) elle
me hayt mortellement, & semble ne m'avoir
èspousèe que pour s'enrichir de mes dèspouilles,
& avec ma perte & dommage, dont elle a sceu empoigner || [[Handschrift: 40v]]
les occasions bravement, se faysant bien payer
de mes debtes sans remission, nj misericorde,
nonobstant mes rujnes evidentes. Je croy
qu'elle medite encores des meschancetèz
pour me rujner, & pour seduire mes enfans,
journellement. Mais Dieu vueille confon-
dre les perversitèz de Sathan! & relever
la Veritè oppressèe! Afin de ne m'arres-
ter donc avec des digressions ennuyeuses,
(veü: qu'on pourroit escrire ün livre de
la colere perseverante de ceste: Mala
Herba) ie mettray icy, qu'ayant mespri-
souvent ma pacience, elle me parla a-
vanthier, de ses sollicitations en Swede,
qu'elles alloyent le pas d'escrevisse, &
fülmina grandement contre les Swedois.
Je pensay la consoler doucement mais elle
continüa ses tempestes. En fin ie dis ün mot,
de son solliciteur, Jean Christofle Wischer, qu'il
estoit jeüne, & impacient<inexpert> encores, que ie ne
scavois pas, s'il scavoit bien les addresses || [[Handschrift: 41r]]
et s'il pouvoit solliciter avec assèz de pacience
& de retenuë? telles grandes choses, que Rome
n'estoit pas bastie, en ün jour, & l'arbre
ne tomboit pas dü premier coup &cetera &cetera
qu'il falloit embrasser le vray temps, & les
opportünitèz & ne se lasser pas, tout aussy tost.
perge


Elle print cela si mal, que ie la voulois
empescher de ravoir son gentilhomme servant,
& le mettre en mauvayse grace, au lieu de le re-
mercier de ses peines prinses, & me donna des
paroles picquantes, qu'il falloit qu'il revinst,
& allast avec elle en Pomeranie, luy faire
des bons services, en ces Pays là &cetera que ie ne
devois retarder sa bonne fortüne &cetera qu'enfin
ne la pouvant addoucir, et bien, dis ie, pourquoy
Vous faschèz Vous, qu'il aille au nom de Dieu,
avec Vous, mais ie vous prie laissèz Vous con-
seiller, & prennèz ün homme d'authoritè avec,
quj gouverne & commande vostre train, ün homme
d'aage, d'experience & mariè, il y aura plüs
de bienseance en ün si lointain voyage, entre
tant de gens de qualitè, que Vous verrèz aux
cours des Princes & Princesses, voire a la cour Electorale. || [[Handschrift: 41v]]
Ceste repütation & bienseance la picqua tellement
& que ie voulois ün peü ordonner son train,
& ses vastes desseings, qu'elle me dit des
injüres, me donna trois fois au Diable,
tança ma deffiance contre elle comme üne
femme d'honneur, & prinst toutes choses
au rebours, ne considerant pas mesmes,
que j'avois parlè aussy de la bienseance
de mes enfans qui vont avec, & que ce
n'estoit pas assèz d'avoir des jeunes
gens autour de soy, lesquels ne se scavent
pas quelquesfois gouverner eux mesmes.


Ces injüres & tort, qu'elle me faysoit
me picquerent vifuement, me faysans
renverser le ieü d'eschec, & frapper la porte
en la fermant avec dèsdaing, en m'en allant.


Neantmoins j'avallay ceste pillüle,
revenant au soir, & la traittant avec
grande douceur & hümanitè, estant la
cinquièsme semaine de ses couches, finie.


Le lendemain, qui estoit le iour d'hier, || [[Handschrift: 42r]]
ie revins disner avec elle, pensant qu'elle se
seroit recognuë & amendèe, la voyla derechef
en fougue, parce que j'avois dit, qu'a table les
Damoyselles cacquetoyent bien avec les gen-
tilshommes, mais ne prennoyent gueres garde
a nos filles, lors que ie ne vay pas á table,
car i'en ay eü bonne jnformation, & ainsy
mes pauvres enfans, estans mal servies,
on ne veut pas, qu'elles s'en plaignent encores,
& demandent avec aspretè des valets, a
boire, ou quelque assiette ou choses semblable.


Or ma femme ayme trop dèsmesürément
sa Damoyselle de chambre, & croyt a tout
ce, qu'elle luy dit & persuade, contre quj, que
ce soit, laquelle ne pouvant faillir, (scilicet!)
ie ne devois pas toucher ceste corde discordante!


Mala herba prinst donc occasion de mordre a
tous mes discours, & comme elle voulust avoir de
l'argent de moy, sans pitiè, & que ie luy dis,
que ie n'en avois point, & qu'elle mesme me deust
payer, des sommes de reste dü ferme de Ballenstedt
qu'elle me doibt, & ne m'abbandonner de la sorte, || [[Handschrift: 42v]]
la voila remise en mauvayse postüre, a oultrager
a se fascher, a calomnier, & a me dire mille
pouilles, comme üne Demoniaque, en tordant
les yeux pleins de feü, & changeant son
visage vilainement, contre toute rayson
& apparence. Entr'autres choses elle
Nota Bene me dist: qu'elle prioit Dieu de coeur,
Nota Bene qu'elle n'osast plüs coucher a mon costè
Nota Bene nj avoir aulcün enfant plüs de moy,
qu'elle s'ennuyoit de manger <plüs> avec moy,
<avec ün tel homme disoit elle, en Allemand,>
& ie n'avois dit aultre chose, en plaignant
seul a ma femme, mes calamitèz & ruines
evidentes, sinon: ie ne scay pourquoy vous
ne scavèz me conseiller aultre moyen de
ma sübsistance, que de chasser mes bons
serviteurs, iray ie donc moy mesme en
tous les coins, porter les plats, de la cuysine[,]
querre la biere & le vin de la cave, gouver-
ner les süjets par tout aux villages deçá
delà, faut il pas avoir Conseillers, baillifs,
aux baillages, Officiers de la cour, serviteurs
& servantes pour nous, & pour nos enfans. || [[Handschrift: 43r]]
Casseray ie donc ma famille,? ou les feray ie
servir, comme valets, & servantes? ce que ie luy
dis avec üne douceur familiere, comme pour-
roit faire ün bon mary, a sa femme, en confi-
ance maritale. A cela elle repliqua,
(contre mon attente & opinion,) le dèsdaing süsdit
souhaittant nostre separation avec üne
passion trop extraordinaire, et venante d'ün
instinct, d'ün malin esprit, ennemy dü maria-
ge, & autheur des ennuys, & de la Discorde.


Je luy avois aussy remonstrè entr'autres
familierement qu'il seroit bon de conduyre nos
affaires dü mèsnage, avec meilleur ordre
& avoir l'œil plüs fichè sür ceüx qui ont l'in-
spection, afin; que rien ne soit distrait par
<l'>jnfidelitè d'aulcüns, quj peschent en eau
trouble, qu'il falloit sür tout, maintenir
nostre credit au pays, & aux Villes Voysines,
aultrement nos affaires iroyent encores plüs
mal, ne pensant rien moins, sinon que cela
la devroit offencer. Voyla donc ün scandale
mal prins d'elle, mais non donnè de moy.
Dieu me Vueille delivrer de ceste grande malice!

|| [[Handschrift: 43v]]


Bien est vray, que ie luy dis a la fin: Taisèz
vous, ou ie vous feray tenir la bouche, mais
voyant qu'elle ne s'en soucioit point, je
m'en allay avec dèsdaing, & puis apres
m'accostay a la ceremonie de l'enterrement.
& rendis mes devoirs, au Prince Augüste. perge


Je croy que Sathan a eu beaucoup
de puissance, sür ceste femme, depuis qu'elle
a souhaittè souvent<souventesfois>, depuis peü d'annèes,
de ne m'aymer pas tant, & desirant
cela avec passion, au lieu de devoir
prier Dieu au contraire, (suivant
l'affection conjügale & ses devoirs)
& de maintenir les bonnes inclinations
de son natürel, il y a apparence a cela,
car les œuvres le monstrent, de quel instjnct,
ceste hayne, mauldite, & execrable procede?
Dieu la vueille convertir derechef, la
regir par son Saint esprit, fleschir son coeur!
la conduyre & rammener dü chemin perverty,
au bon senti<e>r de pietè, de Veritè, & de Jüstice!
& confondre & aneantir, les œuvres de perdition!

|| [[Handschrift: 44r]]


Mein kammerdiener, Jacob Ludwig Schwartzen-
berger, alß er gestern abendt vom begräbnüß
gegangen, ist sehr krangk vndt Schwach, geworden,
gibt es der eröfnung der gruft schuldt,
darauf ihm, alß er hinein kommen, ein böser
schädlicher süßer geruch entgegen gagestiegen,
darvon er alsobaldt, sich v̈bel auf, befunden.


Gott gebe ihm beßerung, vndt daß ihme
daß köstliche medicament, so ich ihm zuge-
schickt vndt neẅlichst von Caßel erlanget,
wol bekommen, vndt gute proba thun möge!


Vnser caplan Jonius, sol auch gestern,
beym leichbegengnüß, plötzlich krangk
worden sein. Gott wolle ihm auch beßerung geben!


Numero 3 ist vom Doctor Hehger, auß Oßnabrügk,
relation einkommen, wie? vndt welcher gestaltt,
sich, die friedenßtractaten, abermalß accrochjren.
Gott wolle in gnaden, die dissentirende
gemühter, bezähmen! vndt bändigen!


Die Oberste Werderinn, hat Meiner freundliche herzlieb(st)en ge-
mahlin, zugesprochen, vndt ist zur Tafel geblieben. perge


Der kleine Kersten, ist forth nacher Zerbst. Gott
wolle ihn hin- vndt her- sicher geleitten!
vndt gute antwortt, mir wiederfahren laßen!

|| [[Handschrift: 44v]]

Sonntag den 25ten: Aprilis, 1647.


Jn die kirche, da Theopoldus geprediget.
Extra zu Mittage, den Amptßraht Panßen
gehabt, vndt nach der malzeit, viel conversiret.
Nachmittags in die kirche wieder, da Marggravius
geprediget, weil Jonius krangk. perge


Risposta vom Doctor Lentz, en bons termes. perge
Diese nacht seindt: 12 handtpferde, heimlich
durchgeführet worden, On dit qu'il y
a des picoreurs, parmy nos Reitres!


Der bohte vom R.e vndt von Hamburg ist (Gott
Lob) glügklich wiederkommen. perge mit
vielen schreiben, auß hollstein. Die ge-
vattern von Sonderburgk, vndt Eütin, die
beyden Damen, haben es wol aufgenommen.
Viel notificationes seindt auch beant-
wortett, zu Gottorf, Glügksburg, Flens-
burgk, &cetera Sonderburgk. Le Düc de
Sonderburg m'escrit, que mon petit Türc, est
devenü si miserable et chetif, qu'ün
paysan l'a harcelè devant la charruë.


Je le plains, ayant èsprouvè, & cognü la
bontè & Vertü de ce cheval, & l'ayant eu || [[Handschrift: 44v]]
quelques annèes, detestant ma propre ingrati-
tüde d'avoir donnè l'an passè a Oldenburgk
ce brave cheval, a des gens, qui n'ont pas sceu
recognoistre sa valeur, & n'ont sceü avoir la
pacience de s'en servir convenablement!


Il a saulvè la vie souventesfois a Nostitz
& a moy mesme, en des courvèes dangereuses. perge
Mais le Düc George Frideric de Hollstein
nepheu de ma Femme se saoule bien tost d'ün
cheval, quoy qu'il soit autrement bonhomme
de cheval. Je n'avois iamais desseing
de le quitter, si le Baron de Schrahtembach
Halcke et Rindorf, n'eussent insistè a
ce conseil, le cheval n'ayant que 13 ans,
ce qui est peu, pour les chevaux de Türquie.


Christian Henrich von Börstel, hofmeister
vndt raht zu Deßaw, hette heütte
an der fehre baldt ein großes vnglück, mit
weib, vndt kindern gehabt, in dem die
pferde vor der Calesche verwildert,
vndt bey nahe inß waßer kommen, auch
sonsten mit vmbstürtzen der Frawen vndt
kinder auch schlagen der pferde, mancherley
vorgegangen, das doch Gottes providentz scheinbarlich || [[Handschrift: 45v]]
darbey zu verspühren, vndt ihme zu dangken
gewesen.

<2 hasen. Carl:>


Doctor Mechovius, hat sich bey Mir præsentiret,
vndt allerley referenda referiret. Nous sommes
a la Veille de grands changemens! Dieu
vueille assister, le bon party! & la justice!
de la cause!


Ernst Dietrich Röder, hat seinen vndterthenigen
treẅhertzigen abschiedt genommen. Il estoit fort
cordial, & comme s'il se doutoit de ne me revoir
plüs? Dieu l'en garde, & moy aussy, d'üne
fascheuse separation!


A spasso, zu sehen, wie mein Rogken, vndt
haber stehet? Vormittagß.


Nachmittags, conferentzen mit dem hofmeister
Einsidel, mit Rindtorf, vndt andern, wegen anstaltt
deß kindttaüffens, wilß Gott, vndt sonsten, in
Oeconomicis, in spetie aber, con Madama. perge


Schreiben von Halberstadt, daß vnsere Reütter,
dem Commendant alldar, 4 pferde außgespannet,
vndt dieselben hieher gebracht hetten. Begehret
sie wieder. perge


Briefe von Wjen, Dresen[!], Bautzen. etcetera

|| [[Handschrift: 46r]]


Die ordinarij avisen, geben:


Daß graf Gallaaß Todeß verblichen.
Das Jhre Kayserliche Mayestät den Evangelischen in vngern
noch 95 kirchen einreümen, daßelbe confirmirt,
vndt subsigniret, auch den vngrischen Ertzbischoff
zu cassiren bedroẅet, alß er sjch zu subscribiren,
gewaigert, biß ers vndterschrieben.


Jtem: daß Jhre Mayestäten am Podagra, laboriren.
Daß Franckreich gewaltig armire, gegen
Flandern, Catalonien, vndt Jtalien.
Daß des Prjntzen, von Vranien, leichbegengnüß,
differjret seye!


Daß der Türgke, anfange, lußt zum frieden,
zu bekommen, hingegen: die Venezianer, zum kriege, anj-
moß würden, durch kleine Victorien.


Jn Polen, zu Petrichow, hette am Tribunalj; ejn
vornehmer Pollnischer edelmann, müßen gefangen,
vndt vmb 30000 ThalerThlr:, gestraft werden, weil
er vor der monstrantz, nicht niederfallen wollen.


Daß der Ertzhertzogk Leopoldt, herrlich zu Brüßel
empfangen worden.


Jm Darmstädtischen, dominiren die Frantzosen.


Jn Engellandt, ist noch ein verwirreter zustandt. perge


General Wrangel, hat Schweinfurth occupiret. perge

|| [[Handschrift: 46v]]


Avis: daß Königßmargk ordre zum vfbruch ge-
geben, vndt daß man wegen der restanten, nicht
zu scharf in die armen vndterthanen dringen
sollte! welche moderation einmal billich zu loben!

Dienstag den 27ten: Aprilis; 1647.


hinauß geritten, vormittags, auf meine felder,
alhier, vndt zu Zeptzigk.


J'ay èscrit, pour le 30me: a Tobias Steffeck von Kolodey au
Baron de Schrahtembach, au Duc Iohann Christian de Schleswig Holstein a
Sonderburg[,] au Colonel R.f. perge Dieu vueille conduire mes
lettres, avec le messager, & m'ottroyer rèspon-
ce rèsjouissante de tous costèz! perge Ô Dieu! exauce moy!


Ô Dieu! rends moy liesse! & contentement!
rends moy la liesse perduë, & divertis de moy, tout
chagrin, & dèsplaysir!


Ein Trompter, vom hertzogk Julio heinrich,
von Sachßen Lawenburgk; ist anhero kommen,
mit allerley bericht, auß Böhmen, wje sie sich,
aldar, förchten, vor Schwedischem, abermahligem
einfall, vndt invasion, vndt greẅlich mit con-
tributionen geplaget werden. Jch habe ihm
einen paß, biß auf Schöningen, geben müßen. perge


Philipp Güder ist von Zerbst, mit 6 faß
Zerbster bier, glücklich wiederkommen, vnerachtet die
Parthien an itzo sehr, im felde herümber, terminiren!

|| [[Handschrift: 47r]]


Advocat Jehna, schreibet mir auch, die schöne
zeittung, vom Kayserlichen hofe, daß ich in Fürst Friedrichs sachen,
(meines einwendens vnerachtet) den verordneten
commißarien, Fürst Augusto vndt Fürst Ludwigen pariren,
vndt mich ihnen, submittiren solle! Summum jus! etcetera


Meiner besten diehner einer, Jakob Ludwig Schwartzenberger
ist an itzo Tödtlich krangk, so wol am Fieber,
alß gehlsucht, vndt ist sieder deß præsidenten
Sehliger begräbnüß, vnpaß gewesen. Biß dato haben
auch die köstlichsten remedia wenig bey ihme,
gefruchtet. Gott wolle sich seiner erbarmen,
ihn trösten, vndt seinen zustandt, beßern! perge

Mittwoch den 28ten: Aprilis, 1647.


Jn die kirche, cum filiabus primogenitis duabus.


Conferenze co'l Dottore Meccovio, in molte cose di
stato, e politiche. &cetera perge


Je me suis pourmeinè, en mes campagnes, &
ay passè le temps, a jouer aux eschecs avec
Madame. J'ay ün secret crevecoeur, que je
n'ose manifester, qu'a personne! C'est ün grand
cas, que ceste chetifue vie transitoire, nous ap-
porte tant de calamitèz & de miseres, la plüs grande
de mes croix, & tribülations estant, de ne peser
souventesfois, mes afflictions, qu'apres le coup fait!

|| [[Handschrift: 47v]]


Quand le mal est passè, qu'on eust peu devan-
cer, ou eviter, et qu'on pense a tels et tels
remedes, c'est alors, que cela nous cuit
en l'ame extraordinairement & que nous
detestons, nostre legeretè, oultrecuydance
& inadvertence nuisible a nous mesmes,
& a nostre prochain! Dieu nous console!

Donnerstag den 29. Aprilis. 1647.


Diese Nacht, haben des Rittmeisters
hänßgen Soldaten, die kirche in der Alten
Stadt, erbrochen, viel heraußer genommen,
vndt mehrentheilß in des Rittmeisters eigenes
quartier gebracht. Zweene der kirchendiebe11,
seindt auf frischer that, ertapt worden.
Gott gebe! daß mehr an Tag kommen!


Sein General Königßmargk, wie auch der
Obrist leutnant Pfuhle, werden es ihme wol nicht
gut heißen, wann sie es erfahren. perge


Jch bin hinauß nach Pfuhle geritten, nach
dem Panse die Raüber, incarceriren laßen. perge


Risposta von Ballenstedt, in buone parole!


Belle parole; e cattivj fattj! Jngannano savy, e mattj!


A spasso zweymahl, auff meine Felder. perge

|| [[Handschrift: 48r]]


Der Amptßraht Panse, wie auch Doctor Mechovius, seindt
gestern, bey mir gewesen, allerley zu referiren.


Dieu me vueille delivrer, des peines, angois-
ses, & tourmens secrets, quj m'accablent,
& me crevent le coeur! La fortüne semble
m'abbandonner, puis que je m'abbandonne moy
mesme, la benediction de Dieu, s'èsvente,
i'ay ün <secret> ennuy de vivre, en tant de fascheries,
les elemens, me contrarient, mes proches m'ab-
bandonnent, le pays est comme en malediction, &
les süjets, en proye au premier approchant
avec la milice, l'agricültüre, les vignobles,
le bestail, & tout autre revenü s'accroche.
Personne ne me veut servir, pour neant.
Plüsieurs taschent, de s'accommoder, afin
d'eviter, a l'avenir, ce, quj les rend mise-
rables! Mes meilleurs serviteurs, se lassent,
& trouvent de la difficültè a bien & fidellement
servir, par la mültitüde des meschans, & per-
fides, qui s'accommodent de mes ruines, &
les dits bons serviteurs, s'en vont plüstost, que
de faire cela, ainsy ie ne trouve, que beaucoup de
difficültèz, chagrin, regrets, et miseres! Ô Dieu! ayde moy!

|| [[Handschrift: 48v]]


Entr'autres regrets, i'ay eu ün tel, par üne
inflüence extraordinaire que ie devois prendre garde
a moy, que la mèscognoissance, que j'avois
demonstrèe a rejetter ün cheval si gentil &
si digne, (comme estoit mon tant chery Türcq,
& que i'espargnois tant d'annèes, le refü-
sant au <feu> Düc Frantz Albert, <de Saxe> & a ce Düc
George Frideric <de Hollstein> mesme devant peü d'annèes,
& me proposant de le retenir toute sa vie,
car il estoit bon & paysible, & me cognoissoit
parfaittement bien, se jouant de sa teste & de
ses jambes, comme ün chien aimable, avec
moy, á l'escuyrie, & ne m'abbandonnant
en aulcüne necessitè, en tant de courvèes,
nj mes officiers, pour laquelle cause, & pour
sa beautè & bontè, courrant seurement
& sans broncher, que tresrarement, comme ün
lievre & plüs viste encores, ie l'aymois
tendrement comme ün bon serviteur, & qui
estoit, sans vice, & sans pechè, fidelle au
possible, & excellent a courrir süs aux parties
des picoureurs de la soldatesque, & aux
voyages, passant son chemin, avec tres bonne || [[Handschrift: 49r]]
mine, & dèsmarche, sans se lasser, & se conten-
tant tousjours paciemment de tout, avec ün gene-
reux courage, affectionnè a son maistre, & passion-
iusqu'a traverser ün feü, pour son service)
ce cheval disie, pour l'avoir delaissè pitoyablement
contre mon grè, par ün simple discours leger, &
irretractable, a la tyrannie de gens, qui ne
scavent discerner la vertü, en ün animal,
si noble, & l'ont accablè, de coups, & de
courvèes, sans le laisser reposer, nj reprendre
halaine, a son temps, & sans pitiè, m'apporte-
roit ün grand, <& insigne> malheur, & en ma famille, &
en ma personne, qui eusse deü avoir meilleur
èsgard a sa gentillesse tant cognuë, & a son
innocence, ne m'ayant jamais desirè
d'offencer, de son grè, & servant de digne
exemple a plüsieurs serviteurs, plüs brü-
taulx, que cest' animal, lequel sembloit a-
voir par fois, üne ratiocination hümajne,
& cognoissoit non seulement fort bien son maistre,
& ceux, quj luy faisoyent dü bien, mais aussy
les hommes brütaulx & inhümains, qui le vouloy-
ent rüdoyer, & le mettoyent, en sa delicatesse, au desespoir.

|| [[Handschrift: 49v]]


Je l'ay eü, près de huict ans, & il a durè par-
faittement bien, avec admiration de tous mes
gens, en tant de voyages, & differens tempe-
ramens des eaulx pütrides, & pastüre diver-
se en tant de regions d'air, etcetera n'ayant
<au dernier an> qu'üne toulx, laquelle peut estre, on
luy eüst peü faire passer, avec le temps,
s'il füst demeurè parmy de gens hümains,
& traittables? mais ç'a estè le plüs
doux, le plüs gentil, & le plüs aymable
animal qu'on ait sceü voir, mais en
ce dernier voyage, par ma faulte,
irresolütion, ou trop grande civilitè,
(tant dommageable a ce pauvre cheval,)
le plüs malheureux; que la terre porte.
Et je ne l'oublieray, de ma vie, jamais!
le plaignant trop dèsmesürêment;
pour avoir causè, & precipitè moy mesme,
inconsiderèment sa rujne, & n'osant
plüs, me fier, a moy mesme, par ün excéz
de cordialitè intempestive, & de nülle valeür. perge
Jamais, perte d'aulcün cheval; m'est plüs allè á coeur
& ie n'attacheray plüs tant, mon Coeur, a aulcün!

|| [[Handschrift: 50r]]


On dira au contraire, il ne faut pas tant estimer
les bestes, nj avoir soing d'eulx, on les peüt traitter
comme l'on veut. C'est les hommes seüls, qu'on doibt
plaindre, & non les animaulx! Je rèsponds a cela
que de vray les hommes raysonnables sont a preferer m
aux bestes brütes, sans contradiction, & on le fait
aussy, en toutes façons, deuëment. Mais pour
cela il n'est pas entierement deffendü, de plaindre,
ou avoir pitiè, dü mal & de la perte, d'ün bon
animal, qui ne nuit a personne, ains est fort ütile
& de grand service, aux hommes, voire qui nous retire
des perils, & grandes necessitèz, par son addresse
courage, & gentillesse si adroicte, qui ayme l'homme,
& luy fait grand bien, & nül mal, qui est innocent
de tout pechè, et comme ün agneau. L'escritüre saincte,
dit expressêment, que le jüste, a pitiè, & miseri-
corde, a l'endroict de son bestail, (en quoy, i'ay failly,
vilainement contre mon natürel) elle dit aussy, qu'on
ne doibt pas mal traitter, les boeufs, quj battent
le blè, et que les corbeaux, sont exaucèz, lors qu'ils
crient au Seigneür, lesquels derniers, semblent
encores estre, des oiseaux nuisibles, & inütiles.
Ainsy il semble que Dieu ne veut pas, qu'on traitte
inhümainement les Creatüres, qu'il nous donne! ains,
qu'on aye soing convenable, de leur estre, & qu'on les secoure!

|| [[Handschrift: 50v]]


Il a soing, des passereaux inütiles, a exaucè l'asnesse de Balaam12, <item la quantitè dü bestail a Ninive; & les chiens de la Cananite,>


Ah! que ne l'ay ie donc point fait de mon Türc,?
tant chery en mon ame, miserable! & ingrat!
que ie suis, & detesteray toute ma Vie ceste in-
gratitüde, & inconsideration si stüpide, & a
moy mesme execrable, quand i'y pense,
<(le Prophete Jonas, ayant eü pitiè d'üne cücurbite insensible)>
estant sorty, comme de moy mesme, en ceste
mauldite heüre, (ou ie quittay miserablement,
ce digne <genereux> et brave, cheval,) & ne scachant
iamais excüser, <assèz> ceste <perfide trahison> laschetè, & vilaine
courtoysie, indigne, a ma meilleüre science, & <propre> experience! et cetera


Bien est vray, que i'ay taschè tost apres, &
tousjours depuis, par lettres, & aultrement, a ravoir
ce gentil thresor, a moy; par tant de preuves,
trop estimable, mais üne resistance extra-
ordinaire a mes desseings, a tousiours empeschè,
accrochè <aneanty> et retardè, mes intentions, comme
si tous les elemens, auroyent conspirè,
ensemble, a la destrüction & ruine <entiere> de ce
pauvre <ioly> mignon de cheval, & comme si tout le
comble des malheurs, estoit destinè dü ciel mes-
me a le perdre, comme<tout ainsy> üne Victime tres jnnocent
& pour m'oster tout le bien, qui m'eust peü
apporter, quelque petite joye, consolation, & Contentement?

|| [[Handschrift: 51r]]


Je n'oserois specifier davantage de particülaritèz
pour cela, mais je n'en scay, que trop, & crains
de commettre, si ie parle plüs de telle matiere? üne
espece de süperstition, & de me contrister davantage!


De cela ie suis asseurè, que combien que l'homme,
soit de beaucoup, a preferer aux bestes, si est ce,
qu'ün animal, si <bon et si> vertüeux, merite sans com-
parayson, plüs de louange, que plüsieurs
barbares inhümains, Vicieüx, & pecheurs,
qui ne tiennent de l'homme, que la forme <exterieure>, & sont
pires, que les bestes, en eulx mesmes, voire
hommes bestiaulx, brütaux, & perVers, aussy
seront telles gens mauldites, bien aultrement
traittèz, en l'autre vie, que ces pauvres
creatüres, innocentes, qui n'ont pechè ni
de leur langue, ni de leurs pièds, & aultres
membres, & perdent par la mort, tout sentiment.


Mais apprenons de cela, comme la bonne grace,
& mesme la puissance des hommes,? est inconstan-
te, lübrique, & fragile, & qu'on ne doibt nülle-
ment, s'y fier, puis que nous pechons, mescham-
ment, contre nostre propre natürel, & ne pou-
vons insister, au droict reiglement, de nostre Volontè.


Dieu nous vueille regir; fleschir; & ne nous induire point en Tentation!

|| [[Handschrift: 51v]]


Jch habe heütte, bey der jnventur des præsiden-
ten Sehliger verlaßenschaft, auch ein par von Meinen depu-
tirten gehabt, wiewol es anfangß, nicht recht
forthgewollt.


Meiner freundlichen herzlieb(st)en gemahlin Liebden Sechß wochen,
seindt numehr vmb. Gelobet seye Gott, der
Sie gnediglich erhalten, gefristet, vndt gestär-
cket hat. Er wolle ferner Mutter vndt Kindt,
segenen, stärgken! vndt erhalten. Die Liebe
kleine hat zwar an itzo, einen zimlichen bösen
hußten. Gott wolle beßerung, verleyhen!


Textapparat
a Die Wortbestandteile "zu" und "frieden" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
b Die Silben "zu" und "rügk" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
c Die Wortbestandteile "zu" und "frieden" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
d Die Silben "de" und "main" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
e Identifizierung von Obrist R. nicht möglich.
f Keine Identifizierung möglich.

Kommentar
1 Identifizierung unsicher.
2 Hier kommen Fürstin Johanna, Sophia und Elisabeth von Anhalt-Plötzkau in Frage.
3 Zitat aus Franck: Paradoxa, Nr. 238, S. 357.
4 Io 1,29-36.
5 Mt 26,17-30.
6 Mt 27.
7 Infrage kommen Levin Ludwig und Julius Ernst von Schierstedt.
8 Ps 90.
9 Vermutlich Irrtum Christians II.: Einziger bekannter Sohn des Curt von Börstel ist Heinrich von Börstel.
10 Ps 116.
11 Nur teilweise ermittelt.
12 Nm 22,27-31.
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1647_04.xml
XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
Accord
Vereinbarung, Vergleich
Accord
Vertrag zur kampflosen Übergabe eines Ortes
accrochiren
sich an etwas stoßen, stocken
arriviren
ankommen, eintreffen
ausblasen
etwas mit dem vorherigen Blasen eines Instrumentes bekannt geben
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Beilager
Hochzeit, Feierlichkeit anlässlich der Vermählung (ursprünglich: Beischlaf als Vollzugsakt der Eheschließung)
cassiren
jemanden aus einem Amt entlassen, abdanken
cassiren
aufheben
cassiren
abschaffen
causiren
verursachen
concioniren
predigen
confirmiren
bestätigen
conjungiren
verbinden, verbünden, vereinigen, zusammenführen
contestiren
bezeugen
contestiren
eine Auseinandersetzung in Gang bringen
Continuation
Fortdauer, Fortsetzung
Continuation
erneuter/fortgesetzter Bericht
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
creiren
jemanden in ein Amt wählen oder zu einem Amt ernennen, jemanden zu etwas machen
defendiren
verteidigen
differiren
verschieben
Difficultet
Schwierigkeit
Ehegeld
Mitgift, Aussteuer, Morgengabe (Gabe des Mannes an die neue Ehefrau am Morgen nach der Hochzeit zum Zeichen, dass sie als Jungfrau in die Ehe gegangen sei)
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
erlegen
etwas entrichten, begleichen, bezahlen
exequiren
(einen Befehl, eine gerichtliche Anordnung) vollziehen, vollstrecken, mit Gewalt durchsetzen
exequiren
militärischen Zwang anwenden (zur Schuldeneintreibung, zum Erpressen von Geld- oder Naturalleistungen)
exequiren
strafen, (feindlich) verfolgen
exequiren
bestrafen, hinrichten
expectoriren
sich deutlich und aufrichtig wegen einer Sache erklären
Fidelitet
Treue
Friedenstractat
Friedensverhandlung
gähling
plötzlich, unversehens
ichts
etwas
illudiren
etwas umgehen, vereiteln
illudiren
täuschen, hinters Licht führen
insinuiren
(ein Schriftstück) einhändigen, übergeben, zustellen
insinuiren
sich beliebt machen, sich einschmeicheln
insinuiren
andeuten, durchblicken lassen, (heimlich) hinterbringen
intimiren
bekannt machen
Intraden
Einkünfte
Inventur
Errichtung eines Verzeichnisses der Gegenstände, die zu einem bestimmten Vermögen (Erbschaft, Landgut usw.) gehören
invitiren
einladen
Knopf
Turmkugel (oft vergoldete Metallkapsel auf der Spitze eines Turmes)
Knopf
kleiner rundlicher Körper am Ende eines Gegenstandes (z. B. eines Degens, Sattels oder Stockes)
licentiiren
entlassen
manquiren
fehlen, mangeln
moviren
bewegen, sich regen
moviren
anreizen, anregen, verursachen
moviren
(emotional) bewegen, rühren
moviren
verändern
moviren
anstrengen, in die Wege leiten
moviren
erwägen
offendiren
beleidigen, kränken
Partie
Streifkorps (kleinere Truppenabteilung, die meist auf Kundschaft oder zum Einbringen von Geld, Lebensmitteln und Furage entsandt wurde)
Partie
Kriegspartei (reguläre Truppenabteilung)
Partie
(sich gegenüberstehende) Seite, Partei
Partie
eine gewisse Anzahl oder eine Gruppe von Dingen oder Personen gleicher Art
präjudicirlich
nachteilig, eine Vorentscheidung für künftige Rechtsfälle treffend
Präparation
Vorbereitung
purgiren
sich von einer Beschuldigung rein machen
quittiren
verlassen
quittiren
überlassen
quittiren
aufgeben
quittiren
entlassen
reconciliiren
aussöhnen
recuperiren
zurückerobern
recuperiren
wiedererwerben, wiedererlangen
referiren
sich beziehen
Relation
Bericht
Repaß
Pass für die Rückreise
Repaß
Rückmarsch, Rückreise
resolviren
entschließen, beschließen
resolviren
auflösen
salviren
retten
Sepultur
Begräbnis, Beerdigung, Bestattung
sieder
seit
spargiren
ausstreuen, ausbreiten
submittiren
unterwerfen
subscribiren
unterschreiben, unterzeichnen
subsigniren
unterzeichnen
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
tentiren
versuchen
tentiren
in Versuchung führen
in alten/vorigen/(sehr) guten/passlichen/weit(läufig)en/verwirrten/ziemlichen Terminis
in altem/unverändertem/(sehr) gutem/annehmbarem/ungewissem/unklarem/angemessenem Zustand
in guten/schlechten/vorigen/weiten/ungewissen/ziemlichen/zweifelhaften Terminis stehen
(voraussichtlich) gut/schlecht/unverändert/unvorhersehbar/angemessen/ungewiss ausgehen
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
Trompter
Trompeter
umschlagen
unter Trommelschlag bekanntgeben
verehren
schenken
verehren
beschenken
victorisiren
siegen, siegreich sein
Visite
Besuch
vociren
rufen, berufen, vorladen
Volk
Truppen
Weinpfahl
Pfahl, an dem der Weinstock im Weinberg befestiget wird
Wispel
Raum- und Getreidemaß
Zeitung
Nachricht
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Agnes Magdalena von Anhalt-Bernburg

geb. 1612
gest. 1629
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; ab 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Züchtige"); seit 1628 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

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Fürstin Amoena Juliana von Anhalt-Bernburg

geb. 1609
gest. 1628
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; ab 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Sparsame"); seit 1622 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

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Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Anna von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Gräfin Anna von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg

geb. 1579
gest. 1624
Anm.: Tochter des Grafen Arnold IV. von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); ab 1595 Ehe mit Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Mutter Christians II.; 1617 Gründerin und Patronin der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Enthaltende").

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Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1604
gest. 1640
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; ab 1617 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Holdselige").

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Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg

geb. 1568
gest. 1630
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Vater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1582 Reise nach Konstantinopel; 1591/92 Führer eines Expeditionskorps für König Heinrich von Navarra; 1592 Übertritt zum reformierten Glauben; 1592/93 Befehl über die protestantischen Truppen im Krieg um das Bistum Straßburg; 1595-1620 oberpfälzischer Statthalter in Amberg und zunehmend Leiter der pfälzischen Politik; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1610 Unionsgeneral im klevisch-jülischen Krieg; seit 1618 Senior des Hauses Anhalt; 1619/20 Kommandierender der pfälzisch-böhmischen Truppen gegen Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); nach kaiserlicher Ächtung Flucht nach Schweden (1621) und Flensburg (1622-1624); 1624 Aufhebung der Reichsacht; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sehnliche").

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Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unveränderliche"); Kurzbiographie im Rahmen dieser Edition unter http://www.tagebuch-christian-ii-anhalt.de/index.php?article_id=15.

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Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

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Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

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Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

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Fürst Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg

geb. 1608
gest. 1632
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1626/27 Gesandtschaften nach Wien und Dresden; 1628-1631 kaiserlicher Obrist; ab 1630 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1631 kursächsischer Obrist, als welcher er in der Schlacht bei Lützen tödlich verwundet wurde; seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlbewahrte").

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Anhalt-Bernburg, Haus
Fürsten von Anhalt-Bernburg

Anm.: Seit 1603 bestehende Nebenlinie des reichsfürstlichen Hauses Anhalt.Weiterführende Informationen in der NDB
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Louise Amalia von Anhalt-Bernburg

geb. 1606
gest. 1635
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; seit 1617 Angehörige der Noble Académie des Loyales; ab 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Sanftmütige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Sibylla Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1602
gest. 1648
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; ab 1617 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Tröstende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Bernburg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1651-1660 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); ab 1631 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wohltätige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1579
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1600 Aufnahme in die Florentiner Accademia della Crusca ("L'Acceso"); seit 1606 regierender Fürst von Anhalt-Köthen; 1631-1635 schwedischer Statthalter des Erzstifts Magdeburg und des Hochstifts Halberstadt; 1617 Mitbegründer und bis zu seinem Tod erstes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nährende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Elisabeth von Anhalt-Plötzkau

geb. 1630
gest. 1692
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Nüchterne").
Fürst Emanuel von Anhalt-Plötzkau
Fürst Emanuel von Anhalt-Köthen

geb. 1631
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Lebrecht (1622-1669) in Plötzkau; ab 1657 in schwedischen Kriegsdiensten; 1659/60 in dänischer Gefangenschaft; 1662 Teilnahme am venezianischen Feldzug gegen die Türken; 1665-1669 zusammen mit seinem Bruder Lebrecht herrschender und seit 1669 alleinregierender Fürst von Anhalt-Köthen; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Strebende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Ernst Gottlieb von Anhalt-Plötzkau

geb. 1620
gest. 1654
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1653 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Lebrecht (1622-1669) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Starke").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Johanna von Anhalt-Plötzkau

geb. 1618
gest. 1676
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1660 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wissende").
Fürst Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
Fürst Lebrecht von Anhalt-Köthen

geb. 1622
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sibylla von Anhalt-Plötzkau
Geburtsname: Gräfin Sibylla zu Solms-Laubach

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Tochter des Grafen Johann Georg zu Solms-Laubach (1547-1600); 1618-1653 Ehe mit Fürst August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); ab 1621 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gläubige"); seit 1622 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Sophia von Anhalt-Plötzkau

geb. 1627
gest. 1679
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; nach 1638 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Mäßige").
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.Weiterführende Informationen in der NDB
Don Juan José de Austria

geb. 1629
gest. 1679
Anm.: Unehelicher Sohn des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); spanischer General; Vizekönig von Sizilien (1648-1651) und Katalonien (1653-1656); 1656-1659 Statthalter der Spanischen Niederlande; 1662-1664 Oberbefehlshaber im Restaurationskrieg gegen Portugal; 1669-1678 Vizekönig von Aragón; seit 1676 leitender Minister seines Halbbruders König Karl II. von Spanien (1661-1700).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Georg Banse

geb. 1605
gest. 1670
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers, Sattelfreihofbesitzer und späteren anhaltisch-zerbstischen Kammermeisters Johann Banse d. J. (1578-1636); um 1639/41 Bernburger Freisasse (Besitzer eines Sattelfreihofs); Erbsasse auf Güsten und Quenstedt; seit 1646 fürstlicher Amtsrat (noch 1653); 1646-1650 daneben Stadtvogt in Bernburg.
Herzog Ferdinand (2) von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Ferdinand von Köln
Bischof Ferdinand von Lüttich
Bischof Ferdinand von Hildesheim
Bischof Ferdinand von Münster
Bischof Ferdinand von Paderborn

geb. 1577
gest. 1650
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1612 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Lüttich, Hildesheim und Münster; seit 1618 auch Bischof von Paderborn.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Maximilian I. von Bayern
Herzog Maximilian I. von Bayern

geb. 1573
gest. 1651
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1597 regierender Herzog von Bayern; Oberhaupt der 1609 gegründeten Katholischen Liga; 1623 Verleihung der (ehemals Pfälzer) Kurwürde durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637), endgültig bestätigt im Westfälischen Frieden; seit 1600 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Christian Beckmann

geb. 1580
gest. 1648
Anm.: Sohn des Zscheppliner Pfarrers Andreas Beckmann (gest. 1612); ab 1599 Studium der Theologie in Leipzig, Wittenberg und Jena; 1604 Promotion zum Mag. phil. an der Universität Leipzig; Schulrektor in Naumburg (1608-1612), Mühlhausen (1612-1615) und Amberg (1615-1625); 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1625-1627 Schulrektor in Bernburg; seit 1627 Pfarrer an der Nikolaikirche sowie Superintendent und Professor für Theologie am Gymnasium illustre in Zerbst; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 211f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Thomas Benckendorf

gest. vor 1658
Anm.: Sohn des Prof. Martin Benckendorf (1545-1621) in Frankfurt/Oder; 1623 Studium in Frankfurt/Oder; 1627/28 Kammer- und Küchenschreiber, seit 1628 Kammerschreiber und Kammerdiener sowie 1635-1647 Geheimsekretär des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1637-1646 zudem Amtmann von Bernburg; ab 1647 kurbrandenburgischer Gerichtsverwalter in Wittstock (noch 1649); seit 1653 "Kastner" in Cottbus.
Bentheim, Familie
Grafen von Bentheim

Anm.: Nordwestdeutsches Reichsgrafengeschlecht.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Maria Magdalena Beyer
Geburtsname: Maria Magdalena Rust

geb. 1628
gest. 1674
Anm.: Tochter des Bernburger Bürgermeisters und Landrichters Christoph Rust (gest. 1647); seit 1653 Ehe mit Hans Beyer aus Erfurt, Münzmeister in Bernburg.
Georg Heinrich von Biedersee

geb. 1623
gest. nach 1655
Anm.: Sohn des Albrecht von Biedersee (gest. 1653); Erbherr auf Amesdorf; seit 1639 Page der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); danach bis 1648 Edelknabe ihres Gemahls Christian II.; später bis 1653 Mitglied der kurbrandenburgischen Leibgarde.
Cuno Ordemar von Bodenhausen

geb. 1598
gest. 1654
Anm.: Sohn des Melchior von Bodenhausen (1560-1624); Erbherr auf Bodenhausen, Niedergandern, Görzig und Rhode; anhaltischer Landrat und Kriegskommissar; mehrfach Gesandter der Fürsten von Anhalt; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bequeme").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Konrad zum Böhn

gest. nach 1647
Anm.: Dr. iur., der im Militär als Kommissar für den Rat Bremens am kaiserlichen Hof sowie für den Erzbischof von Bremen, Herzog Johann Friedrich von Schleswig-Holstein-Gottorf (1579-1634), tätig war.
Christian Friedrich von Börstel

geb. 1647
gest. 1673
Anm.: Sohn des Christian Heinrich von Börstel (1617-1661); zuletzt vermutlich in niederländischen Kriegsdiensten.
Christian Heinrich von Börstel

geb. 1617
gest. 1661
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); Erbherr auf Güsten und Ilberstedt; 1641-1643 Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) und zugleich Hofmeister für dessen Sohn Johann Georg (1627-1693); 1643-1648 Geheimer Rat und Hofmeister von Fürst Johann Kasimir; 1648 Übersiedlung nach Bernburg; seit 1657 anhaltischer Gesamtrat und Hofmeister des Fürsten Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlängernde"); vgl. Andreas Hesius: Lieblich und schönes Erbtheil der Kinder Gottes [...], Köthen 1661, Bl. Fijr-Givv.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Christina von Börstel
Geburtsname: Christina von Wuthenau

geb. 1612
gest. 1682
Anm.: Tochter des anhaltisch-dessauischen Hofrats und Hauptmanns Albrecht von Wuthenau (gest. 1624); 1643-1661 Ehe mit Christian Heinrich von Börstel (1617-1661).
Curt (4) von Börstel

geb. 1611
gest. 1645
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); ab 1635 Rat und Hofmeister des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bestreitende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Curt Christoph von Börstel

geb. 1612
gest. 1655
Anm.: Sohn des Hans von Börstel (gest. 1617); Erbherr auf Biesenrode; wiederholt anhaltischer Gesandter; seit 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wiederfindende").
Ernst Gottlieb von Börstel

geb. 1630
gest. 1687
Anm.: Sohn des kurbrandenburgischen Rats Ludwig von Börstel (ca. 1585-1631); 1639-1649 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ca. 1650/51-1660 Kammerjunker der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660); zudem Leutnant (1656), Hauptmann (1657) und Obristleutnant (1664) der kurfürstlichen Leibgarde; ab 1660 Kammerjunker und 1662-1675 Oberschenk des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688); daneben kurbrandenburgischer Obristwachtmeister (1671) Obrist (1676) und Generalwachtmeister (1684); 1675-1678 Schlosshauptmann in Cölln a. d. Spree; 1680-1683 kurbrandenburgischer Kriegsrat; seit 1682 Amtshauptmann von Wolmirstedt und Wanzleben; ab 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anreizende"); vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 434f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Georg Friedrich von Börstel

geb. ca. 1627
gest. 1688
Anm.: Sohn des kurbrandenburgischen Rats Ludwig von Börstel (ca. 1585-1631); zunächst kurbrandenburgischer Kammerjunker; ab 1651 Hof- und Kammergerichtsrat; 1654-1665 mehrfach diplomatische Missionen; zudem seit 1673 Amtshauptmann von Beeskow und Storkow; außerdem Appellationsgerichtsrat in Ravensberg; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 435f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Hans Heinrich von Börstel

geb. 1644
gest. 1711
Anm.: Sohn des Christian Heinrich von Börstel (1617-1661); preußischer Generalleutnant.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Heinrich (1) von Börstel

geb. 1581
gest. 1647
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmanns Curt von Börstel (1549-1618); Erbherr auf Güsten, Plötzkau und Ilberstedt; ab 1623 Regierungspräsident sowie Amtshauptmann und Kammerrat in Bernburg; 1639 Rücktritt, danach Tätigkeit als unbestallter fürstlicher Berater; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Eilende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Heinrich (2) von Börstel

geb. 1641
gest. 1657
Anm.: Sohn des Plötzkauer Rats und Hofmeisters Curt von Börstel (1611-1645); vermutlich in französischen Kriegsdiensten.
Susanna von Börstel
Geburtsname: Susanna van Rhemen

gest. 1680
Anm.: Tochter des Steffen van Rhemen (1565-1644) aus Deventer; zunächst Hofjungfer der Fürstin Amoena Amalia von Anhalt-Köthen (1586-1625); 1623-1647 Ehe mit Heinrich von Börstel (1581-1647).
Sybilla Agnes von Börstel

geb. 1645
gest. nach 1661
Anm.: Tochter des Christian Heinrich von Börstel (1617-1661).
Henri II de Bourbon
Prince Henri II de Condé
Duc Henri IV d' Albret
Duc Henri II de Bellegarde
Duc Henri II de Châteauroux
Duc Henri II d' Enghien
Duc Henri II de Montmorency

geb. 1588
gest. 1646
Anm.: Sohn des Henri I de Bourbon, Prince de Condé (1552-1588); ab 1588 Prince de Condé; 1588-1606 Duc d'Enghien; 1612-1620 Vice-roi de Nouvelle-France; 1616/17 und seit 1619 Gouverneur des Berry; ab 1631 auch Gouverneur der Bourgogne; seit 1632 Duc de Châteauroux, de Montmorency, d'Albret et de Bellegarde; ab 1643 Grand maître, Grand veneur und Grand louvetier de France.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg
Herzogin Elisabeth Charlotte in Preußen
Geburtsname: Pfalzgräfin Elisabeth Charlotte von Pfalz-Simmern

geb. 1597
gest. 1660
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1616-1640 Ehe mit Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); seit 1650 Witwensitz in Crossen an der Oder.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürstin Louise Henrietta von Brandenburg
Geburtsname: Gräfin Louise Henrietta von Nassau-Dillenburg

geb. 1627
gest. 1667
Anm.: Tochter des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); seit 1646 Ehe mit Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann (2) Brandt

geb. 1604
gest. 1672
Anm.: Sohn des Tirschenreuther Kantors Bartholomäus Brandt (gest. 1611); Studium in Erfurt (1623) und Altdorf (nach 1630 Promotion zum Dr. med.); ursprünglich Arzt in Reichenbach/Vogtland (noch 1630); ab 1632 kriegsbedingt in Bernburg, dort baldige Bestallung zum Stadtphysikus; (vor 1637) bis November 1649 Leibarzt des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg und spätestens seit 1647 auch dessen Rat; ab Ostern 1650 Hofarzt des Fürsten Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665) und von dessen verwitweten Mutter Sophia (1599-1654); vgl. Wolfram Kaiser / Arina Völker: Universität und Physikat in der Frühgeschichte des Amtsarztwesens, Halle (Saale) 1980, S. 38.
Herzog Johann Friedrich von Braunschweig-Calenberg
Herzog Johann Friedrich von Braunschweig-Lüneburg

geb. 1625
gest. 1679
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); 1651 Konversion zum katholischen Glauben; regierender Herzog von Braunschweig-Lüneburg (1665) und Braunschweig-Calenberg (1665-1679).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Herzog Christian (d. Ä.) von Braunschweig-Lüneburg
Administrator Christian von Minden

geb. 1566
gest. 1633
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (1535-1592); 1599-1625 Administrator des Hochstifts Minden; ab 1611 regierender Herzog von Braunschweig-Lüneburg; seit 1617 auch Regent des Fürstentums Grubenhagen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Lüneburg
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Calenberg

geb. 1622
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg (1641-1648) und Braunschweig-Lüneburg (ab 1648); seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Reinherzige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürst Ernst August von Braunschweig-Lüneburg
Herzog Ernst August von Braunschweig-Calenberg
Bischof Ernst August von Osnabrück

geb. 1629
gest. 1698
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); ab 1662 Bischof von Osnabrück; seit 1679 regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg; ab 1692 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg
Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Calenberg

geb. 1624
gest. 1705
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg (1648-1665) und Braunschweig-Lüneburg (seit 1665).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Braunschweig-Lüneburg, Haus
Herzöge von Braunschweig und Lüneburg

Anm.: Teillinie der reichsfürstlichen Dynastie der Welfen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Georg Ehrenreich von Burgsdorff

geb. 1603
gest. 1656
Anm.: Sohn des Alexander Magnus von Burgsdorff (1567-1620); Erbherr auf Hohenzieten, Goldbeck und Detzow; Page am kursächsischen, später am kurbrandenburgischen Hof; dort ab 1625 Kammerjunker; kurbrandenburgischer Kornett (1625), Rittmeister (1627), Obristleutnant (1631) und Obrist (1652); seit 1631 Oberstallmeister; ab 1641 kufürstlicher Kammerherr und Amtshauptmann von Zehden; seit 1645 Johanniterkomtur zu Supplinburg; ab 1652 Gouverneur von Küstrin und Regierungsrat der Neumark; seit 1653 Befehlshaber anderer Festungen; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielährichte"); vgl. Daniel Fessel: Anastaseōs Hēmōn eis tēn zoēn aiōnion eptarroos paraklēsis [...], Alten Stettin 1656, Bl. Fiir-Kiiiv.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Georg Calixt(us)
Georg Calissen

geb. 1586
gest. 1656
Anm.: Sohn des Medelbyer Pfarrers Johann Callisen, genannt Calixtus (1539-1618); Studium der Philosophie (1603-1607, Mag. phil.) und Theologie (1607-1609) in Helmstedt; 1609-1613 Studienreise durch Deutschland, die Niederlande, England und Frankreich; seit 1614 Professor für Theologie und 1616 Promotion zum Dr. theol. an der Universität Helmstedt; seit 1636 Abt von Königslutter; bedeutendster lutherischer Ireniker des 17. Jahrhunderts.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Christian (2) N. N.

Anm.: Um 1643/47 Lakai des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Alvise Contarini

geb. 1597
gest. 1651
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Tommaso Contarini; ab 1618 Tätigkeit in der Administration der Republik Venedig; seit 1623 Mitglied des Großen Rates (Maggior Consiglio); ordentlicher bzw. außerordentlicher venezianischer Gesandter in den Vereinigten Niederlanden (1624-1626), London (1626-1629), Paris (1629-1632), Rom (1632-1635) und Konstantinopel (1636-1641); 1643-1649 Mediator auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte
Anne de Croÿ
Comtesse Anne de Fontenoy-le-Château et Bayon
Geburtsname: Herzogin Anna von Pommern-Stettin

geb. 1590
gest. 1660
Anm.: Tochter des Herzogs Bogislaw XIII. von Pommern-Stettin (1544-1606); 1619/20 Ehe mit Ernest de Croÿ, Comte de Fontenoy-le-Château et Bayon (1583-1620); danach Leben in Straßburg (1620-1622), Stettin (1622-1637), Stolp (1637-1656) und Rügenwalde (seit 1656).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
König Christian IV. von Dänemark und Norwegen
Herzog Christian IV. von Schleswig-Holstein

geb. 1577
gest. 1648
Anm.: Sohn des Königs Friedrich II. von Dänemark und Norwegen (1534-1588); ab 1588 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein (bis 1593 unter Vormundschaft); seit 1603 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich II. von Schleswig-Holstein
Administrator Friedrich II. von Bremen
Administrator Friedrich II. von Verden
Graf Friedrich I. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1623-1629 und 1634-1644 Administrator des Hochstifts Verden; 1634-1648 Administrator des Erzstifts Bremen; 1647 Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein; ab 1648 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1667 zudem regierender Graf von Oldenburg und Delmenhorst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Joachim Otto von Dannenberg

geb. 1599
gest. 1647
Anm.: Sohn des Christoph von Dannenberg (gest. 1626); Erbherr auf Breselenz und Lüchow; schwedischer Rittmeister (um 1632/34), Obristleutnant und Obrist (seit 1644); 1632 Begleiter des Herzogs Ernst Günther von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1609-1689); 1640-1642 braunschweigisch-lüneburgischer Obrist.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Jakob Pontusson De la Gardie af Läckö

geb. 1583
gest. 1652
Anm.: Sohn des schwedischen Generalfeldherrn Pontus De la Gardie (1520-1585); 1606-1608 in niederländischen Kriegsdiensten; 1609-1617 schwedischer Feldherr in Russland und gegen Polen; ab 1613 Reichsrat; 1619/20 Gouverneur von Estand; seit 1620 Reichsmarschall sowie 1634-1644 Mitglied der Vormundschaftsregierung für Königin Christina von Schweden (1626-1689); 1615 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Magnus Gabriel De la Gardie af Läckö

geb. 1622
gest. 1686
Anm.: Sohn des schwedischen Reichsmarschalls Graf Jakob Pontusson De la Gardie (1583-1652); schwedischer Obrist (1645), General (1648) und Reichsmarschall (1651); 1646 Sondergesandter in Frankreich; seit 1647 Reichsrat; 1648-1650 Gouverneur des Meißnischen Estats zu Leipzig; 1649-1651 und 1655-1657 Generalgouverneur von Schwedisch-Livland; 1651 Hofmarschall; 1652 Reichskammerrat und Präsident des Kammerkollegiums; 1652-1660 Reichsschatzmeister; 1660-1680 Reichskanzler; 1680-1684 Reichsdrost.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gräfin Maria Euphrosina De la Gardie af Läckö
Geburtsname: Pfalzgräfin Maria Euphrosina von Pfalz-Zweibrücken-Kleefeld

geb. 1625
gest. 1687
Anm.: Tochter des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Zweibrücken-Kleeburg (1589-1652); 1647-1686 Ehe mit Graf Magnus Gabriel De la Gardie af Läckö (1622-1686).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christoph Martin von Degenfeld

geb. 1599
gest. 1653
Anm.: Sohn des Konrad von Degenfeld (gest. 1600); 1619 Dienst in der Leibkompanie zu Pferd des Markgrafen Karl von Baden-Durlach (1598-1625); 1621-1630 in kaiserlich-ligistischen Kriegsdiensten, ab 1622 als Obristwachtmeister; 1632/33 schwedischer Obrist; 1635-1642 Colonel général de la cavallerie étrangère im franzsösischen Heer; 1642-1649 venezianischer Reitergeneral; seit 1645 auch Generalgouverneur von Dalmatien und Albanien.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Hieronymus Diepholz

Anm.: Um 1633/34 nassauisch-dillenburgischer Rittmeister; um 1647 hessisch-kasselischer Obristleutnant; Erbherr auf Jonitz (ab 1647) und Sollnitz (seit 1648).
Eleonora Elisabeth von Ditten
Elisabeth Eleonora von Ditten

gest. 1676
Anm.: Tochter des Jürgen von Ditten (gest. 1629) zu Werle; um 1637/62 Kammerjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); später Konversion zum katholischen Glauben; vgl. Stian Herlofsen Finne-Grønn: Den mecklenburgsk-uradelige Aet v. Ditten, Christiania 1911, S. 7.
Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister sowie Rat in Bernburg; seit 1634 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Eiser

Anm.: Sohn des Breslauer Barbiers N. N. Eiser; um 1647 schwedischer Rittmeister.
Königin Henrietta Maria von England
Königin Henrietta Maria von Irland
Königin Henrietta Maria von Schottland
Geburtsname: Dauphine Henrietta Maria von Frankreich und Navarra

geb. 1609
gest. 1669
Anm.: Tochter des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); 1625-1649 Ehe mit König Karl I. von England (1600-1649); 1644-1660 Exil und seit 1665 Leben in Frankreich.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Karl I. von England
König Karl I. von Schottland
König Karl I. von Irland

geb. 1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England) (1566-1625); ab 1625 König von England, Schottland und Irland; 1649 durch das Parlament des Hochverrats angeklagt und hingerichtet; seit 1611 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
August Ernst (1) von Erlach

geb. 1616
gest. 1684
Anm.: Sohn des Burkhard von Erlach (1566-1640); Erbherr auf Altenburg (bei Nienburg/Saale); 1636-1640 und 1641-1644 in kaiserlichen Kriegsdiensten, dazwischen Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später anhaltischer Landrat und Direktor des Stipendienwesens.
N. N. Foscaro

Anm.: Vermutlich venezianischer Patrizier; um 1647 Kommandeur des venezianischen Heeres in Dalmatien.
König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Hans Ernst von Freyberg

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Ernst von Freyberg (1578-1626); Erbherr auf Elsdorf; Hof- oder Kammerjunker des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); Mitte der 1630er Jahre auch anhaltisch-köthnischer Stallmeister und Kriegskommissar; um 1639 im Dienst des Grafen Otto V. von Schaumburg und Holstein-Pinneberg (1614-1640); um 1643/49 und erneut ab 1656 Hofmeister des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); um 1650/56 anhaltisch-plötzkauischer Rat und Hofmeister; später Hofmeister und ab 1660 auch Wittumsrat der Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau (1615-1673); spätestens seit 1642 Mitglied des Größeren, später auch des Engeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; zugleich Direktor des anhaltischen Stipendienwerks; seit 1627 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ausführende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Matthias Gallas
Duca Matthias di Lucèra

geb. 1584
gest. 1647
Anm.: Sohn des tridentinischen Adligen Pankraz Gallas (1549-1612); zunächst in spanischen und kaiserlichen Kriegsdiensten (1615-1617); 1626-1630 ligistischer Obrist; kaiserlicher Obrist (1629), Generalfeldwachtmeister (1629), Feldzeugmeister (1631), Feldmarschall (1632) und Generalleutnant (1633); ab 1631 kaiserlicher Kämmerer; seit 1639 auch Geheimer Rat; Erhebung in den Freiherren- (1627) und Grafenstand (1632); seit 1635 Duca di Lucèra.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Justus (von) Gebhard

geb. 1588
gest. 1656
Anm.: Geboren in Kamenz/Oberlausitz; Dr. jur.; 1619-1625 Syndikus in Zittau; 1628 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1628 Reichshofrat; 1635 kaiserlicher Gesandter beim Abschluss des Prager Friedens; seit 1639 Zugangsbevollmächtigung zum Geheimen Rat; 1647 kaiserlicher Sondergesandter bei den Ulmer Waffenstillstandsverhandlungen; 1636 Erhebung in den Ritterstand; vgl. Oswald von Gschließer: Der Reichshofrat. Bedeutung und Verfassung, Schicksal und Besetzung einer obersten Reichsbehörde von 1559 bis 1806, Wien 1942, S. 220f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. von Grabow (2)

gest. 1647
Anm.: Mecklenburgisch-pommerscher Adliger; um 1647 Page des Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667).
Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Martin Hahn

gest. 1648
Anm.: Spätestens seit 1638 fürstlicher Sattelknecht in Bernburg.
Hans Albrecht von Halck

gest. 1658
Anm.: Mitteldeutscher Adliger; zeitweilig Herr auf Crüchern; 1620 Kriegsdienst unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626), später unter König Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1640-1646 Major und Stadtkommandant von Bernburg; ab 1646 Kammerjunker und seit 1647 Stallmeister der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660); ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlschmeckende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Hans (9) N. N.

Anm.: Um 1643 älterer Jagdgehilfe des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Georg Christoph von Haslang

geb. 1602
gest. 1684
Anm.: Sohn des Heinrich von Haslang (gest. 1607); ab 1621 bayerischer Truchseß und Hofrat; 1632 kurbayerischer Rittmeister; 1635-1643 Kämmerer; 1639-1662 Pfleger von Pfaffenhofen; seit 1643 Hofmarschall; ab 1645 Geheimer Rat; kurbayerischer Gesandter auf dem Regensburger Reichtag (1641/42) und in Wien (1642 und 1644); 1645-1648 Prinzipalgesandter des Kurfürsten von Bayern auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; 1653 kurbayerischer Gesandter bei der Königswahl Ferdinands IV.; zuletzt Oberstkämmerer und seit 1662 Geheimer Ratsdirektor; 1662-1679 Pfleger von Friedberg; 1622 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Georg Achatz Heher

geb. 1601
gest. 1667
Anm.: Sohn des Jursiten Georg Heher aus Nürnberg; Studium in Altdorf (1616-1620; Dr. jur. 1623) und Jena (1622); ab 1624 Advokat in Nürnberg; seit 1628 Assessor am dortigen Untergericht sowie Konsulent in Altmühl; ab 1630 Stadtgerichts-Konsulent in Nürnberg; seit 1632 Rat der schwedischen Regierung in Würzburg; 1633 Vizekanzler und Direktor der Regensburger Kriegskanzlei unter Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); seit 1636 erneut Konsulent in Nürnberg; ab 1640 sächsisch-gothaischer Hofrat; 1645-1648 Gesandter der Herzöge von Sachsen-Weimar und Sachsen-Gotha, der Fürsten von Anhalt sowie der Reichsstadt Nürnberg auf dem Westfälischen Friedenskongress; seit 1648 sächsisch-gothaischer Oberamtmann in Königsberg, Heldburg, Eisfeld und Veilsdorf; 1649/50 Gesandter der ernestinischen Herzöge auf dem Nürnberger Exekutionskongress; 1653/54 sächsisch-gothaischer und anhaltischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; ab 1659 gräflich-schwarzburgischer Kanzler in Rudolstadt; 1644 Verleihung der Hofpfalzgrafenwürde; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mittheilende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Charitas Hendel
Geburtsname: Charitas Rust

geb. 1620
gest. 1674
Anm.: Tochter des Bernburger Bürgermeisters und Landrichters Christoph Rust (gest. 1647); seit 1646 Ehe mit dem Kunstmeister Hans Hendel.
Landgraf Georg II. von Hessen-Darmstadt

geb. 1605
gest. 1661
Anm.: Sohn des Landgrafen Ludwig V. von Hessen-Darmstadt (1577-1626); seit 1626 regierender Landgraf von Hessen-Darmstadt.

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Landgräfin Amalia Elisabeth von Hessen-Kassel
Geburtsname: Gräfin Amalia Elisabeth von Hanau-Münzenberg

geb. 1602
gest. 1651
Anm.: Tochter des Grafen Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg (1576-1612); 1619-1637 Ehe mit Landgraf Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); 1637-1650 Regentin der Landgrafschaft Hessen-Kassel für ihren unmündigen Sohn Wilhelm VI. (1629-1663).

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Landgraf Wilhelm VI. von Hessen-Kassel

geb. 1629
gest. 1663
Anm.: Sohn des Landgrafen Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); ab 1637 regierender Landgraf von Hessen-Kassel, bis 1650 unter Vormundschaft seiner Mutter Amalia Elisabeth (1602-1651); seit 1659 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Auserkorne").

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Hiob

Anm.: Biblische Figur.

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Isebel (Bibel)

Anm.: Biblische Figur aus dem Alten Testament.
Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

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Jesus Christus
Jesus von Nazareth

Anm.: Biblische Figur.

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Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Joseph

Anm.: Biblischer Patriarch.

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Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Leopold I.
König Leopold I. von Böhmen
König Leopold I. von Ungarn
Erzherzog Leopold V. von Österreich

geb. 1640
gest. 1705
Anm.: Sohn des Erzherzogs Ferdinand III. von Österreich (1608-1657); ab 1655 König von Ungarn; seit 1656 König von Böhmen; ab 1657 regierender Erzherzog von Österreich; seit 1658 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; ab 1654 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Louise Charlotte Kettler
Herzogin Louise Charlotte von Kurland und Semgallen
Geburtsname: Markgräfin Louise Charlotte von Brandenburg

geb. 1617
gest. 1676
Anm.: Tochter des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); seit 1645 Ehe mit Jakob Kettler, Herzog von Kurland und Semgallen (1610-1682).

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Graf Franz Christoph Khevenhüller

geb. 1588
gest. 1650
Anm.: Sohn des Grafen Bartholomäus Khevenhüller (1539-1613); um 1609 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1614 kaiserlicher Kämmerer; 1617-1631 kaiserlicher Gesandter in Madrid; seit 1621 Geheimer Rat; 1631-1646 Obersthofmeister der Königin bzw. Kaiserin Maria Anna (1606-1646); ab 1623 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Christian Ernst von Knoch(e)

geb. 1608
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kaspar Ernst von Knoch (1582-1641); Erbherr auf Trinum; 1631-1639 in Kriegsdiensten, zuletzt als kursächsischer Obristleutnant und Generaladjutant (um 1637); ab 1641 Landeshauptmann des Teilfürstentums Anhalt-Zerbst; seit 1643 anhaltischer Gesamtrat; 1645-1650 Geheimer Rat des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1650 Direktor der Köthener Vormundschaftsregierung; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Weichende").

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Graf Hans Christoph von Königsmarck

geb. 1600
gest. 1663
Anm.: Sohn des Konrad von Königsmarck (gest. vor 1621) auf Kötzlin; ab 1616 Page am Woffenbütteler Hof; 1620-1630 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Fähnrich; schwedischer Rittmeister (1631), Major (1633), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1640), Generalleutnant (1645) und Feldmarschallleutnant (1648); seit 1645 Generalgouverneur der Stifter Bremen und Verden; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Grafenstand; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Streitende").

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Rudolf Kohlmann

gest. 1658
Anm.: Geboren in Quedlinburg; seit 1647 Pachtmann in Hoym (noch 1654).
Johann Adolf von Krebs

gest. 1661
Anm.: Vermutlich Konvertit aus Dürkheim; ab 1624 Studium in Freiburg Breisgau (Dr. jur.); danach badisch-badischer Hofrat (16 Jahre lang) und Vizekanzler (seit 1642); ab 1644 kurbayerischer Hofrat; 1644-1646 auch Verweser der Hofkanzlei; 1647-1651 Geheimer Rat; 1645-1649 kurbayerischer Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; später Rückkehr in badisch-badische Dienste; 1633 Nobilitierung.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte
Adolf Wilhelm von Krosigk

geb. 1609
gest. 1665
Anm.: Sohn des (Albrecht) Christoph von Krosigk (1576-1638); 1632 sächsisch-weimarischer Hauptmann; ab 1636 in hessisch-kasselischen Diensten als Hofmeister (1637/37) und Geheimer Rat (seit 1638); 1644-1649 Gesandter beim Westfälischen Friedenskongress; 1650-1652 Resident in Wien; 1653/54 Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; Präsident des Geheimen Rats in Kassel; 1656 Erhebung in den Frei- und Panierherrenstand; ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Zerstöbernde").

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Jakob Anton von Krosigk

geb. 1624
gest. 1704
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1640-1650 in schwedischen Kriegsdiensten, anfangs als Volontär, später als Kornett (1642); 1654-1661 kurbrandenburgischer Gardehauptmann; ab 1682 anhaltischer Landrat; seit 1693 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; vgl. Daniel Müller: Schuldige letzte Ehren- und Dienst-Erweisung [...], Zerbst 1706, Bl. [K2]v-M2v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Matthias von Krosigk

geb. 1616
gest. 1697
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben, Rathmannsdorf, Merbitz, Queis und Groß Salze; 1638/39 in kaiserlichen und kursächsischen Kriegsdiensten; 1648/49 Hofmeister des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Gottorf, Administrator von Lübeck (1606-1655); 1650 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; 1665 erzstiftisch-magdeburgischer Kriegskommissar des Saalkreises; ab 1683 kurbrandenburgischer Landkammerrat im Herzogtum Magdeburg; seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verbesserte"); vgl. August Hertzog: Wahl- Denck- und Trost-Spruch Eines Frommen und Wohlbetagten [...], Halle 1698, Bl. [H2]v-Lv.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Volrad (2) von Krosigk

geb. 1612
gest. 1660
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1631-1640 Kriegsdienst u. a. als Kornett unter Herzog Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641), kursächsischer Leutnant (40 Monate), kaiserlicher Capitain-Leutnant (10 Monate), Rittmeister und Obristwachtmeister (um 1638/40); ab 1642 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nötige"); vgl. Georg Lautenschläger: Mors Christianorum nunqvam præmatura [...], Leipzig 1661, fol. L r-Miv v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Friedrich Kühn

geb. 1599
gest. 1654
Anm.: Sohn des erzbischöflich-magdeburgischen Hofrats Johann Amandus Kühn in Halle (Saale); Studium der Rechte in Jena (1618-1621) und Leipzig (1621/22); Dr. jur. utr.; ab 1627 Assessor und seit 1646 Senior am erzstift-magdeburgischen Schöppenstuhl in Halle (Saale); ab 1634 zugleich Rat der Gräfin Juliana Maria von Mansfeld-Hinterort (1598-1650); zudem anhaltisch-bernburischer Rat von Haus aus; schließlich auch Ratsmeister der Stadt Halle; vgl. N. N.: Lebens- und Todes Beschreibung Des [...] Herrn Friderich Kühns/ ICti. Des Fürstl. Ertzstifftischen Magdeburg. Schöppenstuels allhier Senioris [...], Halle (Saale) 1654.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Johann Maximilian von Lamberg

geb. 1608
gest. 1682
Anm.: Sohn des Georg Sigmund von Lamberg (1565-1632); ab 1631 kaiserlicher Kämmerer; 1637-1649 Reichshofrat; 1644-1649 kaiserlicher Prinzipalgesandter bei den Osnabrücker Friedensverhandlungen; 1653-1660 kaiserlicher Botschafter in Madrid; seit 1657 Geheimer Rat; 1661-1675 Obristkämmerer; ab 1675 Obersthofmeister und Geheimer Konferenzminister; 1641 Erhebung in den Grafenstand; seit 1655 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Friedrich Lentz

geb. 1591
gest. 1659
Anm.: Geboren in Wittenberg; 1615 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Basel; Kanzler (1617-1635) und Geheimer Rat (1635-1645) der Äbtissin Dorothea Sophia von Quedlinburg (1587-1645); 1645-1648 gräflich-stolbergischer Kanzler und Rat des Fürsten Christian II. Anhalt-Bernburg; seit 1648 gräflich-schwarzburgischer Kanzler in Rudolstadt; vgl. Justus Söffing: Seligkeit im Glauben und Schawen [...], Jena 1659, Bl. E2 v-Fiv v.

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Georg Lippay
Lippay György
Bischof Georg von Veszprém
Bischof Georg von Erlau
Erzbischof Georg von Gran

geb. 1600
gest. 1666
Anm.: Sohn des Johann Lippay (gest. 1616); 1633-1637 Bischof von Veszprém; ab 1635 Reichskanzler von Ungarn; kaiserlicher Geheimer Rat; 1637-1642 Bischof von Erlau (Eger); seit 1642 Erzbischof von Gran (Esztergom).

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Charles II de Lorraine
Duc Charles II d' Elbeuf
Comte Charles II de Lillebonne
Comte Charles II de Rieux

geb. 1596
gest. 1657
Anm.: Sohn des Charles I de Lorraine, Duc d'Elbeuf (1556-1605); ab 1605 Duc d'Elbeuf sowie Comte de Lillebonne et de Rieux; seit 1607 gemeinsame Erziehung mit dem späteren König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); Gouverneur der Normandie und Picardie; 1631-1642 Exil in Brüssel; 1649 Teilnahme an der Fronde; 1652 Kommandeur der französischen Armee in Flandern.

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Charles III de Lorraine
Duc Charles III d' Elbeuf
Comte Charles III de Lillebonne
Comte Charles III de Rieux

geb. 1620
gest. 1692
Anm.: Sohn des Charles II de Lorraine, Duc d'Elbeuf (1596-1657); ab 1657 Duc d'Elbeuf sowie Comte de Lillebonne et de Rieux; in französischen Kriegsdiensten, zuletzt als Lieutenant-général des Armées du Roi (1648); seit 1652 Gouverneur der Picardie und des Artois.
Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Daniel Marggraf

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Dröbeler Lehrers Philipp Marggraf (gest. 1645); ab 1637 Studium am Zerbster Gymnasium Illustre; 1643-1663 Pfarrer in Waldau; 1663/64 übergangsweise Schulrektor in Bernburg; seit 1664 Pfarrer an der Bernburger Nikolaikirche; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 347.

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Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

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Herzogin Eleonora Maria von Mecklenburg-Güstrow
Geburtsname: Fürstin Eleonora Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1600
gest. 1657
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und älteste Schwester Christians II.; 1626-1636 Ehe mit Herzog Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); ab 1637 Witwensitz in Strelitz; seit 1617 Angehörige und ab 1627 Patronin der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Tapfere").

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Ferdinando II de' Medici
Granduca Ferdinando II di Toscana

geb. 1610
gest. 1670
Anm.: Sohn des Cosimo II de' Medici, Granduca di Toscana (1590-1621); seit 1621 Granduca di Toscana (bis 1628 unter Vormundschaft).

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Martin Milag(ius)

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Schreibers Jakob Milag (1561-1637) aus Triestewitz bei Torgau; 1619-1622 Rechtsstudium in Frankfurt/Oder; 1622 Lic. jur.; 1623-1626 Advokat in Zerbst; 1626-1632 Amtmann von Bernburg; ab 1631 auch anhaltisch-bernburgischer Rat; 1632-1634 Rat im Hochstift Halberstadt unter dem schwedischen Statthalter Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dessen und Fürst Augusts von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) Rat; seit 1635 anhaltischer Gesamtrat; daneben anhaltisch-zerbstischer (1637-1645) und anhaltisch-dessauischer Kanzler (ab 1654); zudem anhaltischer Gesandter auf dem Frankfurter Konvent (1634), auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück (1645-1648) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mindernde").

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Bernardo Morosini

Anm.: Bruder des Tommaso Morosini (gest. 1647); 1635-1637 Bailo der Republik Venedig auf Korfu; venezianischer Admiral; 1644-1646 "Duca di Candia".
Tommaso Morosini

gest. 1647
Anm.: Bruder des Bernardo Morosini; seit 1646 venezianischer Admiral im Krieg um Kreta.
Gräfin Amalia von Nassau-Dillenburg
Fürstin Amalia von Oranien
Geburtsname: Gräfin Amalia zu Solms-Braunfels

geb. 1602
gest. 1675
Anm.: Tochter des Grafen Johann Albrecht I. zu Solms-Braunfels (1563-1623); seit 1619 Hofdame der Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz (1596-1662); 1625-1647 Ehe mit Fürst Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647).

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Graf Friedrich Heinrich von Nassau-Dillenburg
Fürst Friedrich Heinrich von Oranien

geb. 1584
gest. 1647
Anm.: Sohn des Fürsten Wilhelm I. von Oranien (1533-1584); ab 1625 Fürst von Oranien und Statthalter der Vereinigten Niederlande; seit 1627 Ritter des Hosenbandordens.

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Julius Heinrich von Nostitz

geb. 1647
gest. 1708
Anm.: Sohn des Karl Heinrich von Nostitz (1613-1684); Erbherr auf Malschwitz.
Karl Heinrich von Nostitz

geb. 1613
gest. 1684
Anm.: Sohn des Heinrich von Nostitz (1563-1629); vor 1632 Page bei seinem Vetter Johann von Axt; 1632-1634 Kammerpage des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1634-1636 Musketier, Student der Ritterakademie und Kammerjunker in Orange; 1636-1641 Kammerjunker und seit 1639 zugleich Stallmeister Christians II., den er auf Reisen nach Polen, in die Niederlande, ins Reich und nach Frankreich begleitete; 1641 Rückkehr in die Oberlausitz; ab 1644 Landeskommissar im Kreis Bautzen; seit 1650 auch Hofgerichtsassessor; ab 1672 kursächsischer Kämmerer; seit 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Glatte").

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Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

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Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

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Henri II d' Orléans
Duc Henri II de Longueville
Duc Henri II d' Estouteville
Prince Henri II de Châtelaillon
Comte bzw. Prince Henri I de Neuchâtel

geb. 1595
gest. 1663
Anm.: Sohn des Henri I d'Orléans, Duc de Longueville (1568-1595); ab 1595 Duc de Longueville und d'Estouteville, Prince de Châtellaillon und Comte de Neuchâtel; zunächst Gouverneur der Picardie; 1619/20 und seit 1627 Gouverneur der Normandie; 1636-1643 mehrmals französischer General in Italien; ab 1643 souveräner Prince de Neuchâtel; 1645-1648 französischer Prinzipalgesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; 1648-1653 Beteiligung an der Fronde.

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Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

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Georg Petz d. J.

geb. 1611
gest. 1662
Anm.: Sohn von Georg Petz d. Ä. (gest. 1660); seit 1638 Einspänniger des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1649); spätestens 1643 auch Hoffurier (noch 1656); um 1652 Kämmerer der Bernburger Bergstadt; um 1658/62 Bürgermeister.
Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg
Herzog Wolfgang Wilhelm von Jülich und Berg

geb. 1578
gest. 1653
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Philipp Ludwig von Neuburg (1547-1614); 1613 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1614 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg sowie Herzog von Jülich und Berg; seit 1615 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Pfalzgraf Eduard von Pfalz-Simmern

geb. 1625
gest. 1663
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1645 heimliche Konversion zum katholischen Glauben; seit 1649 Ritter des Hosenbandordens.

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Pfalzgräfin Katharina Sophia von Pfalz-Simmern

geb. 1595
gest. 1665
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); nach 1621 Leben am kurfürstlichen Hof in Berlin bzw. Crossen (Oder).

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Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb. 1619
gest. 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647/48 französischer Maréchal de camp; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistischen Flotte, die 1651 zur Freibeuterei überging; 1653-1655 Master of the Horse; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee und des Admirality Committee; ab 1668 Lord High Admiral; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

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Pfalzgräfin Anna Sophia von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld
Äbtissin Anna Sophia I. von Quedlinburg

geb. 1619
gest. 1680
Anm.: Tochter des Pfalzgrafen Georg Wilhelm von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld (1591-1669); seit 1645 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg.

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Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz
Königin Elisabeth von Böhmen
Geburtsname: Prinzessin Elisabeth von England, Irland und Schottland

geb. 1596
gest. 1662
Anm.: Tochter des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England und Irland) (1566-1625); 1613-1632 Ehe mit Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632).

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Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz
König Friedrich I. von Böhmen

geb. 1596
gest. 1632
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1610-1623 Kurfürst von der Pfalz (bis 1614 unter Vormundschaft); 1619/20 ebenso König von Böhmen ("Winterkönig"); ab 1620 Exil in den Vereinigten Niederlanden; 1623 Übertragung der pfälzischen Kurwürde auf Herzog Maximilian I. von Bayern (1573-1651) durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); seit 1612 Ritter des Hosenbandordens.

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Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kaspar (1) Pfau

geb. 1596
gest. 1658
Anm.: Sohn des Kaspar Pfau (gest. 1604); nach 1622 Bediensteter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 Amtmann von Großalsleben (noch 1638); seit 1630 anhaltischer Gesamtrat; um 1632 Amtmann zu Gernrode und Großalsleben sowie fürstlich-anhaltischer Kriegskommissar; ab 1638 auch Landrentmeister, zugleich Amtmann von Gernrode; um 1640 Obereinnehmer; um 1641/42 Landrechnungsrat; seit 1645 Hofrat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anhaltende").

Weiterführende Informationen , Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Georg Adam von Pfuel

geb. 1618
gest. 1672
Anm.: Sohn des Adam von Pfuel (1562-1626); schwedischer Rittmeister, Obristleutnant und Obrist (1647); später kurbrandenburgischer Geheimer Kriegsrat, Obrist und Generalwachtmeister (1658) sowie Gouverneur und Oberhauptmann von Spandau (1669-1671).

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Anna (1) Plato
Geburtsname: Anna zum Hahnenberg

geb. 1590
gest. 1650
Anm.: Zunächst Kammermagd der Fürstin Anna von Anhalt-Bernburg (1579-1624); seit ca. 1615 Ehe mit dem Pfarrer Joachim Plato (1590-1659).
Joachim Plato

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Sohn des Amberger Pfarrers und Kircheninspektors Matthius Plato (1545-1617); 1619-1625 Pfarrer in Nittenau/Regen; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Hoym; 1638-1642 Pfarrer in Ballenstedt; seit 1642 Superintendent und Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 379f.

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Wilhelm von Proeck

geb. 1585
gest. 1654
Anm.: Sohn des Andreas von Proeck; zunächst in kaiserlichen und brandenburgisch-bayreuthischen Kriegsdiensten; nach 1607 zunächst Hof- und Kammerjunker, ab 1615 Rat und Stallmeister des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); seit 1623 zudem anhaltischer Rittmeister und Kriegskommissar; ab 1618 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Räuchernde").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Bogusław Radziwiłł
Fürst Boguslavas Radvila

geb. 1620
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten Janusz Radziwiłł (1579-1620); bis 1636 unter Vormundschaft seiner Mutter Elisabeth Sophia (1589-1629) und seines Onkels Krzysztof (1585-1640); 1636 Page am polnischen Königshof; 1640-1642 mit Prinz Johann Kasimir von Polen (1609-1672) in niederländischen Kriegsdiensten; 1643-1648 Aufenthalt in Frankreich und den Niederlanden mit diplomatischer Tätigkeit; ab 1648 Kommandant der königlich-polnischen Leibwache; 1651 Oberbefehl über die deutschen Truppen im polnischen Heer; 1654/55 litauischer Großfeldherr; 1655-1657 Ächtung durch die polnische Krone; 1656 schwedischer Generalfeldmarschall; seit 1656 kurbrandenburgischer Generalleutnant; ab 1657 kurfürstlicher Statthalter im Herzogtum Preußen.

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Georg I. Rákóczi
I. Rákóczi György
Fürst Georg I. von Siebenbürgen

geb. 1593
gest. 1648
Anm.: Sohn des Sigismund Rákóczi (1544-1608); seit 1630 Fürst von Siebenbürgen.

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Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Bastian Röber

gest. 1647
Anm.: Geboren in Gramsdorf bei Nienburg (Saale); 1647 Suizid als in Bernburg inhaftierter Kirchenräuber und Kuhdieb.
Ernst Dietrich von Röder

geb. ca. 1608
gest. 1686
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Wolf Dietrich von Röder (gest. 1624); Erbherr auf Ermsleben; bis 1630 Edelknabe und Kammerjunge des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ca. 1632-1635 Hofjunker und ab 1636 Kammerjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1634 zudem fürstlicher Kriegskommissar in den Ämtern Güntersberge und Harzgerode; bis 1650 anhaltisch-bernburgischer Kriegskommissar; ab 1650 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg von Haus aus; seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Diensthafte").
Georg Ehrenreich (2) von Roggendorf

geb. 1627
gest. ca. 1668
Anm.: Sohn des Georg Ehrenreich von Roggendorf (1596-1652); 1641-1652 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Leben in Ödenburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schamhafte").
Anna Maria Rust

geb. 1618
gest. 1636
Anm.: Tochter des Bernburger Bürgermeisters und Landrichters Christoph Rust (gest. 1647).
N. N. Rust (1)

gest. vor 1608
Anm.: Erste Ehefrau des Christoph Rust (1576/77-1647).
N. N. Rust (2)

Anm.: Vor 1647 verstorbenes Kind des Bernburger Bürgermeisters und Landrichters Christoph Rust (gest. 1647).
N. N. Rust (3)

Anm.: Vor 1647 verstorbenes Kind des Bernburger Bürgermeisters und Landrichters Christoph Rust (gest. 1647).
N. N. Rust (4)

Anm.: Vor 1647 verstorbenes Kind des Bernburger Bürgermeisters und Landrichters Christoph Rust (gest. 1647).
N. N. Rust (5)

Anm.: Vor 1647 verstorbenes Kind des Bernburger Bürgermeisters und Landrichters Christoph Rust (gest. 1647).
N. N. Rust (6)

Anm.: Vor 1647 verstorbenes Kind des Bernburger Bürgermeisters und Landrichters Christoph Rust (gest. 1647).
Christoph (1) Rust
Christoph Rost

geb. 1576/77
gest. 1647
Anm.: Spätestens 1625 bis 1636 Bürgermeister der Bernburger Bergstadt; seit 1636 Landrichter.
Christoph (2) Rust

gest. 1635
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgermeisters und Landrichters Christoph Rust (gest. 1647).
Dorothea Rust

geb. ca. 1610
gest. 1625
Anm.: Tochter des Bernburger Bürgermeisters und Landrichters Christoph Rust (gest. 1647).
Georg Rust

geb. 1616
gest. vor 1677
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgermeisters und Landrichters Christoph Rust (gest. 1647); seit 1639 Kammerdiener der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718) (noch 1644 im Dienst); spätestens 1646 Kammerdiener des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660).
Margaretha Rust

geb. 1614
gest. 1615
Anm.: Tochter des Bernburger Bürgermeisters und Landrichters Christoph Rust (gest. 1647).
Maria (1) Rust
Geburtsname: Maria Müller

gest. vor 1610
Anm.: Seit 1608 zweite Ehefrau des Christoph Rust (1576/77-1647).
Rahel(?) Rust

gest. 1625
Anm.: Seit ca. 1624/25 vierte Ehefrau des Christoph Rust (1576/77-1647).
Herzog Friedrich Wilhelm von Sachsen-Altenburg-Coburg
Herzog Friedrich Wilhelm von Sachsen-Altenburg

geb. 1603
gest. 1669
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar (1562-1602); bis 1624 gemeinsam mit seinen Brüdern Johann Philipp (1597-1639), Friedrich (1599-1625) und Johann Wilhelm (1600-1632) regierender Herzog von Sachsen-Altenburg (unter Vormundschaft); kursächsischer Obrist (1632/33) und Reitergeneral (1633); ab 1639 alleinregierender Herzog von Sachsen-Altenburg und Sachsen-Coburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unschätzbare").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Sophia Elisabeth von Sachsen-Altenburg-Coburg
Herzogin Sophia Elisabeth von Sachsen-Altenburg
Geburtsname: Markgräfin Sophia Elisabeth von Brandenburg

geb. 1616
gest. 1650
Anm.: Tochter des Markgrafen Christian Wilhelm von Brandenburg, Administrator von Magdeburg (1587-1665); ab 1636 Ehe mit Herzog Friedrich Wilhelm von Sachsen-Altenburg-Coburg (1603-1669); seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Großtätige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzogin Dorothea von Sachsen-Eisenach
Geburtsname: Herzogin Dorothea von Sachsen-Weimar

geb. 1601
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar (1562-1602); 1628-1633 Koadjutorin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg; 1633-1644 Ehe mit Herzog Albrecht von Sachsen-Weimar bzw. Sachsen-Eisenach (1599-1644); seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Freudige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Franz Albrecht von Sachsen-Lauenburg

geb. 1598
gest. 1642
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); 1618-1620 in Kriegsdiensten der böhmischen Konföderierten; kaiserlicher Obristleutnant (1621), Obrist (1625-1632) und Generalfeldwachtmeister (1631); 1633-1635 kursächsischer Feldmarschall; 1634/35 kaiserlicher Kriegsgefangener; ab 1641 kaiserlicher Feldmarschall; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Weiße").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg

geb. 1586
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); bereits als Jugendlicher Konversion zum katholischen Glauben; kaiserlicher Obrist (1618-1635) und Feldmarschall (1629); 1634/35 Inhaftierung wegen seiner Vertrauensstellung bei Wallenstein (1583-1634); ab 1637 Friedensvermittler zwischen Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) und Schweden; seit 1656 regierender Herzog von Sachsen-Lauenburg; ab 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Glückhafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar

geb. 1598
gest. 1662
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender, ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Weimar; Obrist unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1620-1622) und Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach (1622); 1623 General unter Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); 1623/24 kaiserlicher Gefangener; 1631-1635 schwedischer Militärgouverneur von Thüringen und Statthalter von Erfurt; 1632-1635 schwedischer Generalleutnant; 1617 Gründungsmitglied und seit 1651 zweites Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schmackhafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog August (1) von Sachsen-Weißenfels
Administrator August von Magdeburg

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1635/38 Administrator des Erzstifts Magdeburg; seit 1657 zugleich regierender Herzog von Sachsen-Weißenfels (kursächsische Sekundogenitur); ab 1643 Mitglied und seit 1662 drittes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgeratene").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürst Johann Georg II. von Sachsen

geb. 1613
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1656 Kurfürst von Sachsen; seit 1658 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Preißwürdige"); ab 1668 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Johann zu Sayn-Wittgenstein und Hohenstein

geb. 1601
gest. 1657
Anm.: Sohn des Grafen Ludwig II. zu Sayn-Wittgenstein (1571-1634); ab 1630 in schwedischen Diensten; 1633/34 Mitgliedschaft im Consilium formatum des Heilbronner Bundes; später in hessisch-kasselischen Kriegsdiensten; 1645-1648 Leiter der kurbrandenburgischen Delegation bei den Westfälischen Friedensverhandlungen; seit 1645 auch kurbrandenburgischer Geheimer Rat; 1647 Belehnung mit der Grafschaft Hohenstein; ab 1649 kurbrandenburgischer Statthalter im Fürstentum Minden und in der Grafschaft Ravensberg; seit 1651 regierender Graf zu Sayn-Wittgenstein; ab 1655 auch Statthalter in der Kurmark; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 568f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Hessische Biographie
Graf N. N. Schack von Wittenau

Anm.: Schlesischer Adliger.
Margaretha Schauer
Margaretha Schumann
Margaretha Senckebiel

geb. 1603
gest. 1672
Anm.: Bis 1636 erste Ehe mit dem des anhaltisch-bernburgischen Kammersekretärs Georg Schumann (gest. 1636); 1649-1662 zweite Ehe mit dem früheren schwedischen Korporal Joachim Senckebiel; 1662-1672 dritte Ehe mit dem ehemaligen Rittmeister Johann Schauer (1609-1682).
Bernhard Friedrich von Schierstedt

geb. 1613
gest. 1675
Anm.: Sohn des Jakob von Schierstedt (gest. 1642) auf Scheuder und Tornau; Erbherr auf Kleinbadegast und Tornau; 1627-1633 Page des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); 1633-1650 und erneut ab 1655 in schwedischen Kriegsdiensten als Kornett, Leutnant, Rittmeister (um 1641), Obristwachtmeister (1647), Obristleutnant (1655) und Obrist (1660); seit 1666 kurbrandenburgischer Obrist; anhaltischer Landrat; vgl. Conrad Lincker: Christlicher und Gottgefälliger Ritters-Männer Himmlischer Heer- und Seelen-Wagen [...], Köthen 1675, fol. J r-Kij v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Julius Ernst von Schierstedt

gest. nach 1643
Anm.: Sohn des Jakob von Schierstedt (gest. 1642) auf Scheuder und Tornau.
Levin Ludwig von Schierstedt

gest. nach 1653
Anm.: Sohn des Jakob von Schierstedt (gest. 1642) auf Scheuder und Tornau.
Herzog Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1597
gest. 1659
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Gottorf (1575-1616); ab 1616 regierender Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Hochgeachte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Johann von Schleswig-Holstein-Gottorf
Administrator Johann von Lübeck

geb. 1606
gest. 1655
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Gottorf (1575-1616); 1631-1634 Koadjutor und ab 1634 Administrator des Hochstifts Lübeck; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nützliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Johann Friedrich von Schleswig-Holstein-Gottorf
Administrator Johann Friedrich von Bremen
Administrator Johann Friedrich von Lübeck
Administrator Johann Friedrich von Verden

geb. 1579
gest. 1634
Anm.: Sohn des Herzogs Adolf I. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1526-1586); ab 1596 Administrator des Erzstifts Bremen; seit 1607 auch Administrator des Hochstifts Lübeck; ab 1631 zudem Administrator des Hochstifts Verden.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Herzogin Maria Elisabeth von Schleswig-Holstein-Gottorf
Geburtsname: Herzogin Maria Elisabeth von Sachsen

geb. 1610
gest. 1684
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); 1630-1659 Ehe mit Herzog Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659); nach 1635 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Verständige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzogin Elisabeth Charlotte von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg
Fürstin Elisabeth Charlotte von Anhalt-Köthen
Geburtsname: Fürstin Elisabeth Charlotte von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1647
gest. 1723
Anm.: Tochter des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670) und Nichte Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1663-1665 erste Ehe mit Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); 1666-1699 zweite Ehe mit Herzog August von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1635-1699).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Joachim Ernst von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön

geb. 1595
gest. 1671
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1622 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön; seit 1625 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sichere").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Georg Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1611
gest. 1676
Anm.: Sohn des Herzogs Alexander von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1573-1627).
Herzog Johann Christian von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1607
gest. 1653
Anm.: Sohn des Herzogs Alexander von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1573-1627); seit 1627 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Balthasar von Schrattenbach

Anm.: Steirischer Adliger; vor 1629 Emigration aus der Steiermark; in den 1640er Jahren Exulant in Bremen; 1642 Interimshofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); um 1653/54 in Hannover; möglicherweise seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Versichernde").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Gustav II. Adolf von Schweden

geb. 1594
gest. 1632
Anm.: Sohn des Königs Karl IX. von Schweden (1550-1611); ab 1611 König von Schweden; seit 1627 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Simon Heinrich von Schweichhausen
Simon Heinrich von Schwechhausen

geb. ca. 1614
Anm.: Sohn des Bremer Patriziers N. N. Schweichhausen (1); zeitweise Kriegsdienst in England als Fähnrich, Leutnant, Capitän-Leutnant und Rittmeister; 1646-1649 Hofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718) sowie zugleich anhaltisch-bernburgischer Rat; ab 1649 sächsisch-weimarischer Hof- und Kammerjunker (spätestens 1651) sowie Obristleutnant (1651-1655); 1654/55 zudem Hofmeister der Herzöge Bernhard (1638-1678) und Friedrich von Sachsen-Weimar (1640-1656); 1653 Nobilitierung; seit 1651 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Eigentliche").
Abel Servien
Marquis Abel de Sablé
Marquis Abel de Boisdauphin
Comte Abel de La Roche des Aubiers

geb. 1593
gest. 1659
Anm.: Sohn des Antoine Servien, Seigneur de Biviers (gest. 1621); 1616-1624 Procureur général beim Parlament von Grenoble; ab 1618 Conseiller d’État; seit 1624 Maître des requêtes de l'hôtel du roi; 1628/29 Intendant de la généralité de Bordeaux; 1630/31 Präsident des Parlaments von Bordeaux; 1630-1636 Secrétaire d’État de la Guerre; französischer Gesandter beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (1644-1646 und 1647-1649) und in Den Haag (1646/47); ab 1648 Ministre d’État; seit 1653 Surintendant des Finances; ab 1656 Marquis de Boisdauphin et de Sablé.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Sitidos

Anm.: Biblische Figur; Ehefrau des Hiob.
Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Claus Dietrich von Sperreuter
Claus Dietrich von Sperreuth

geb. ca. 1600
gest. 1653
Anm.: Geboren in Mecklenburg; zunächst in Kriegsdiensten der böhmischen Stände, Braunschweig-Lüneburgs, Dänemarks (1621) und des Grafen Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); ab 1623 in schwedischen Diensten als Major (1628), Obrist (1629-1635) und Generalmajor (1634/35); seit 1636 kaiserlicher Obrist und Generalfeldwachtmeister; 1645 kurbayerischer Obrist und Generalwagenmeister; 1647-1650 venezianischer General; ab 1651 Statthalter von Vorderösterreich in Freiburg/Breisgau; 1641 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Dorothea Steffeck von Kolodey
Geburtsname: Dorothea von Oesen

gest. 1672
Anm.: Tochter des Flensburger Handelsmanns Bernd von Oesen (gest. vor 1646); bis 1646 Kammermagd der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); seit 1646 Ehe mit Tobias Steffeck von Kolodey (1615-1679).
Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Zacharias Straube

geb. 1576
gest. 1648
Anm.: Geboren in Leipzig; Jurist; um 1610 Kanzlist und um 1615 Sekretär des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); 1634 Hofmeister und Präzeptor des August Ernst von Erlach (1616-1684); danach anhaltisch-köthnischer Sekretär.
Philipp Streiff von Lauenstein

geb. 1595
gest. 1647
Anm.: Sohn des Johann Eberhard Streiff von Lauenstein (geb. 1565); 1622 und 1631 Rat und Amtmann der Herrschaft Lahr; Geheimer Rat des Pfalzgrafen Johann II. von Zweibrücken (1584-1635); ab 1633 Oberamtmann zu Neukastell; 1634 schwedischer Gesandter in Paris; seit 1645 kurpfälzischer Abgeordneter zu den Friedensverhandlungen in Münster und Osnabrück.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Rudolf Stubenrauch

geb. 1594
gest. 1655
Anm.: Sohn des Dessauer Diakons Johann Stubenrauch (1558-1608); 1619-1622 Lehrer in Köthen; 1622-1625 Pfarrer in Osternienburg; 1625/26 Pfarrer in Großweißandt; 1626-1629 Diakon an der Zerbster Nikolaikirche; seit 1629 Pfarrer und Inspektor sowie Hofprediger in Plötzkau; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 441f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Sultan (Osmanisches Reich) Ibrahim

geb. 1615
gest. 1648
Anm.: Sohn von Sultan Ahmed I. (1590-1617); seit 1640 Sultan des Osmanischen Reiches.

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Wolfgang Sutorius

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des späteren Ballenstedter bzw. Bernburger Pfarrers Leonhard Sutorius (1576-1642); bis 1643 fürstlicher Amtsschreiber in Harzgerode; 1646-1648 fürstlicher Gutsverwalter in Zepzig; seit 1648 Korn- und um 1649/54 Amtsschreiber in Bernburg.
Konrad Theopold

geb. 1600
gest. 1651
Anm.: Sohn des Amesdorfer Pfarrers Johannes Theopold (1563-1626); Schulbesuch am Gymnasium zu Zerbst, Studium in Frankfurt a. d. Oder; 1626-1637 Pfarrer in Natho; 1637-1644 Diakon an St. Bartholomäi in Zerbst (Entlassung als Reformierter); seit 1645 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 445.

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Anna Thydick
Anna Rust
Geburtsname: Anna Molweide

geb. 1606
gest. 1664
Anm.: Tochter des Bernburger Bürgers Matthias Molweide; 1626-1647 erste Ehe mit Christoph Rust (1576/77-1647); seit 1650 zweite Ehe mit Eberhard Thydick.
Graf Maximilian von Trauttmansdorff

geb. 1584
gest. 1650
Anm.: Sohn des Johann Friedrich von Trauttmansdorff (1542-1614); als Jugendlicher Konversion zum katholischen Glauben; Teilnahme am Langen Türkenkrieg; 1609-1618 Reichshofrat; ab 1619 kaiserlicher Kämmerer; spätestens seit 1627 Geheimer Rat; ab 1635 Obersthofmeister von König bzw. Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); wenig später auch Präsident des Geheimen Rates; mehrfach wichtige diplomatische Missionen, u. a. als Unterhändler des Nikolsburger (1622), Prager (1635) und Westfälischen Friedens (1645-1647); 1623 Erhebung in den Grafenstand; seit 1634 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Michael Weille

Anm.: Um 1647/48 fürstlicher Jungfernknecht in Bernburg.
Marcus Friedrich (1) Wendelin

geb. 1584
gest. 1652
Anm.: Sohn des Predigers Friedrich Wendelin (gest. 1594) in Sandhausen bei Heidelberg; Studium in Heidelberg (1607 Mag.); ab 1609 Erzieher und Hofmeister der Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg sowie Friedrich Moritz (1600-1610) und Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1612 Rektor am Zerbster Gymnasium Illustre; vgl. Gustav Früh / Hans Goedeke / Hans Jürgen von Wilckens: Die Leichenpredigten des Stadtarchivs Braunschweig, Bd. 9, Hannover 1985, S. 4386f.

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Dietrich von dem Werder

geb. 1584
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gebhard von dem Werder (1539-1612); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Gerlebogk, Görzig und Ziebigk; Page, Kammerjunker und Stallmeister des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1610 hessisch-kasselischer Rittmeister; danach bis 1622 Geheimer Rat und Oberhofmarschall in Kassel; 1623 anhaltischer Hauptmann; 1631-1635 schwedischer Obrist; ab 1639 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1645 kurbrandenburgischer Obrist, Geheimer Rat und Amtshauptmann von Alt-Gatersleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielgekörnte"); vgl. Gottfried Coler: Der Vom Vater gegebene/ Vom Sohne ausgeführete/ Und vom H. Geiste versiegelte Raht des Heils [...], Köthen 1658, fol. Jiij v - N2 v.

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Gebhard Paris von dem Werder

geb. 1621
gest. 1679
Anm.: Sohn des Heinrich von dem Werder (1578-1636); Erbherr auf Gröbzig; anhaltisch-plötzkauischer Rat; ab 1658 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1665 anhaltisch-köthnischer Geheimer Rat, Vormundschaftsrat, Kammerpräsident und Landeshautmann; ab 1642 Mitglied der Fruchbringenden Gesellschaft ("Der Zeitigende").

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Juliana Ursula von dem Werder
Juliana Ursula von Krosigk
Geburtsname: Juliana Ursula von Peblis

geb. 1600
gest. 1655
Anm.: Tochter des Wilhelm von Peblis (gest. 1623) aus schottischer Adelsfamilie (Peebles); erste Ehe mit Adolf Wittich von Krosigk; seit 1629 zweite Ehe mit Dietrich von dem Werder (1584-1657).
Graf Arvid Wittenberg
Arvid Wirtenberg von Debern

geb. 1606
gest. 1657
Anm.: Sohn des Hans Wirtenberg von Debern (gest. 1630); ab 1622 in schwedischen Kriegsdiensten als Kapitän (1629), Obrist (1634), Generalmajor (1640), General der Kavallerie (1645), Reichszeugmeister und General der Artillerie (1650) sowie Feldmarschall (1655); ca. 1634/35 kaiserlicher Kriegsgefangener; seit 1651 Reichsrat; ab 1655 Generalgouverneur von Pommern; seit 1656 polnischer Kriegsgefangener; Erhebung in den Freiherren- (1651) und Grafenstand (1652).

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Hans Christoph von Witzscher

geb. 1621
Anm.: Sohn des Hans Christoph (von) Witzscher (gest. 1637) auf Schortewitz; vor 1639 Kammerpage, um 1643 Page und spätestens 1645 bis 1648 Hofjunker der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); dazwischen 1639-1643 Kavalierstour durch Frankreich und die Niederlande; 1648-1650 Hofmeister der Gräfin Maria Euphrosina De la Gardie (1625-1687) in Leipzig; um 1653 Aufenthalt in Straßburg.

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Graf Carl Gustav Wrangel af Salmis
Graf Carl Gustav von Sölvesborg

geb. 1613
gest. 1676
Anm.: Sohn des Hermann Wrangel (1587-1643); ab 1627 in schwedischen Kriegsdiensten als Kornett (1629), Rittmeister (1632), Obristleutnant (1635), Obrist (1636), Generalmajor (1638), Generalzeugmeister (1645) und Feldmarschall (1646); seit 1646 Reichsrat; 1646-1648 Oberbefehlshaber der schwedischen Truppen in Deutschland; 1648-1650 und ab 1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1657-1664 Reichsadmiral; seit 1664 Reichsmarschall; 1651 Erhebung in den Grafenstand (1651-1665 Graf von Salmis, ab 1665 Graf von Sölvesborg); seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Obsiegende").

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Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

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Ägäisches Meer
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Alsleben
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Anhalt-Bernburg, Fürstentum
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Anhalt, Fürstentum
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Antwerpen
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Aschersleben
weiterführende Informationen
Askanien (Aschersleben), Grafschaft
Ballenstedt
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Bamberg
weiterführende Informationen
Bautzen
weiterführende Informationen
Bayern, Herzogtum bzw. Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Berlin
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Talstadt
Anm.: Stadt links der Saale, die aus den ehemals eigenständigen Teilen Altstadt und Neustadt bestand (1825 Zusammenschluss mit der Bernburger Bergstadt).
Böhmen, Königreich
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Brandenburg an der Havel
weiterführende Informationen
Brasilien
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Anm.: Kolonie des Königreichs Portugal.
Braunschweig
weiterführende Informationen
Bremen
weiterführende Informationen
Bremen, Erzstift bzw. Herzogtum (seit 1648)
weiterführende Informationen
Bretagne
weiterführende Informationen
Brüssel (Brussels, Bruxelles)
weiterführende Informationen
Calbe
weiterführende Informationen
Chioggia
weiterführende Informationen
Dänemark, Königreich
weiterführende Informationen
Dalmatien
weiterführende Informationen
Darmstadt
weiterführende Informationen
Delmenhorst
weiterführende Informationen
Den Haag ('s-Gravenhage)
weiterführende Informationen
Dessau (Dessau-Roßlau)
weiterführende Informationen
Dillenburg
weiterführende Informationen
Donauwörth
weiterführende Informationen
Dresden
weiterführende Informationen
Düsseldorf
weiterführende Informationen
Duinkerke (Dunkerque, Dünkirchen)
weiterführende Informationen
England, Königreich
weiterführende Informationen
Enns, Fluss
weiterführende Informationen
Eperies (Prešov)
weiterführende Informationen
Eutin
weiterführende Informationen
Flandern, Grafschaft
weiterführende Informationen
Flensburg
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Fuhne, Fluss
weiterführende Informationen
Genua, Republik (Repubblica di Genova)
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Gießen
weiterführende Informationen
Glücksburg
weiterführende Informationen
Gottorf
weiterführende Informationen
Gröbzig
weiterführende Informationen
Groningen
weiterführende Informationen
Habsburgische Erblande (österreichische Linie)
weiterführende Informationen
Halberstadt
weiterführende Informationen
Halberstadt, Bistum
weiterführende Informationen
Halberstadt, Hochstift bzw. Fürstentum (seit 1648)
weiterführende Informationen
Halle (Saale)
weiterführende Informationen
Hamburg
weiterführende Informationen
Harz
weiterführende Informationen
Harzgerode
weiterführende Informationen
Heilbronn
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
weiterführende Informationen
Helmstedt
weiterführende Informationen
Heringen (Helme)
weiterführende Informationen
Hessen-Kassel, Landgrafschaft
weiterführende Informationen
Hohenerxleben
weiterführende Informationen
Holstein, Herzogtum
weiterführende Informationen
Hoym
weiterführende Informationen
Indien
Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff sowohl für den amerikanischen Kontinent (Westindien) als auch für die südasiatischen Gebiete von Vorder- und Hinterindien sowie des Malaiischen Archipels (Ostindien).
Irland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Italien
weiterführende Informationen
Kanaan
weiterführende Informationen

Anm.: Biblisches "gelobtes Land".
Kassel
weiterführende Informationen
Katalonien, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Kleve
weiterführende Informationen
Köthen
weiterführende Informationen
Kreta (Candia), Insel
weiterführende Informationen
Leiden
weiterführende Informationen
Leipzig
weiterführende Informationen
Magdeburg, Erzstift
weiterführende Informationen
Mansfeld, Grafschaft
weiterführende Informationen
Mecklenburg, Herzogtum
weiterführende Informationen
Memmingen
weiterführende Informationen
Milde, Fluss
weiterführende Informationen
Mindelheim
weiterführende Informationen
Minden, Hochstift bzw. Fürstentum (seit 1648)
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Moskauer Reich (Großrussland)
weiterführende Informationen
Münster
weiterführende Informationen
Nantes
weiterführende Informationen
Neuhaldensleben (Haldensleben I)
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Niederlande (beide Teile)
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Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
weiterführende Informationen
Ninive
weiterführende Informationen
Nordhausen
weiterführende Informationen
Novigrad (Cittanova)
weiterführende Informationen
Nürnberg
weiterführende Informationen
Obere Pfalz (Oberpfalz), Fürstentum
weiterführende Informationen
Oels (Oleśnica)
weiterführende Informationen
Oldenburg
weiterführende Informationen
Ommelanden (Provinz Groningen)
weiterführende Informationen
Oostende
weiterführende Informationen
Osmanisches Reich
weiterführende Informationen
Osnabrück
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Ostindien
weiterführende Informationen

Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff für Vorder- und Hinterindien sowie den Malaiischen Archipel.
Paris
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Petrikau (Piotrków Trybunalski)
weiterführende Informationen
Pfaffenbusch
Anm.: Auenwaldgebiet an der Saale bei Bernburg.
Pfalz, Kurfürstentum
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Pful
Anm.: Nach der ehemaligen Burgruine Pful benanntes Auenwaldgebiet an der Saale bei Plötzkau.
Piombino
weiterführende Informationen
Plötzkau
weiterführende Informationen
Polen, Königreich
weiterführende Informationen
Pommern, Herzogtum
weiterführende Informationen
Porto Longone (Porto Azzuro)
weiterführende Informationen
Portugal, Königreich
weiterführende Informationen
Preßburg (Bratislava)
weiterführende Informationen
Preußen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Quedlinburg
weiterführende Informationen
Quellendorf
weiterführende Informationen
Rain
weiterführende Informationen
Ravensberg, Grafschaft
weiterführende Informationen
Ravenstein, Herrschaft
weiterführende Informationen
Regensburg
weiterführende Informationen
Rom (Roma)
weiterführende Informationen
Saale, Fluss
weiterführende Informationen
Sachsen-Weimar, Herzogtum
weiterführende Informationen
Salzburg
weiterführende Informationen
Schlesien, Herzogtum
weiterführende Informationen
Schöningen
weiterführende Informationen
Schweden, Königreich
weiterführende Informationen
Schweinfurt
weiterführende Informationen
Sonderburg (Sønderborg)
weiterführende Informationen
Spanien, Königreich
weiterführende Informationen
Staßfurt
weiterführende Informationen
Stockholm
weiterführende Informationen
Stolp (Słupsk)
weiterführende Informationen
Straßburg (Strasbourg)
weiterführende Informationen
Strelitz (Strelitz-Alt)
weiterführende Informationen
Tarragona
weiterführende Informationen
Tecklenburg
weiterführende Informationen
Überlingen
weiterführende Informationen
Ulm
weiterführende Informationen
Ungarn, Königreich
weiterführende Informationen
Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
weiterführende Informationen
Wasserburg am Inn
weiterführende Informationen
Wendlingen
weiterführende Informationen
Westfalen
weiterführende Informationen
Westindien
weiterführende Informationen

Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff für die Karibischen Inseln, im weiteren Sinne für den gesamten amerikanischen Kontinent.
Wien
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Wiesensteig
weiterführende Informationen
Winningen
weiterführende Informationen
Wittenberg (Lutherstadt Wittenberg)
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Wörbzig
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Würzburg
weiterführende Informationen
Zepzig
weiterführende Informationen
Zerbst
weiterführende Informationen
Anhalt, Landstände
Bremen, Rat der Freien und Hansestadt
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
weiterführende Informationen
Irische Katholische Konföderation (Konföderation von Kilkenny)
Anm.: In den Jahren 1642 bis 1649 bestehende Organisation der irischen Selbstverwaltung.
Niederlande, Generalstaaten
weiterführende Informationen
Schottland, Parlament (Parliament of Scotland)
weiterführende Informationen
Weimarische Armee
Anm.: Armee, die nach dem Tod ihres Heerführers Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639) in französischen und ab 1647 wieder in schwedischen Diensten stand.
Sebastian Franck: Paradoxa, hg. von Siegfried Wollgast, Berlin: 1995. [Nachweis im GVK]