Donnerstag♃ den 1. Aprilis: 1647.
<1 hasen Carllchen einbracht.>
Secretarius Paulus ist bey Mir gewesen, in Cantzeley-
sachen zu referiren, vndt bescheidts sich zu erholen.
Ein vornehmer exulant auß Böhmen, Seeländer
genandt, deme vor diesem, Epereisingen zugehöret,
hat sich angemeldet, vndt gute Testimonia
gebracht, daß er vmb Christj willen, arm worden[.]
Gott wolle es ihm, zeittl- vndt ewiglich belohnen.
Geörg Friederich von Börstel, ist vom Berlin
wiederkommen, mit guter verrichtung, vndt mit
schreiben, von der Churfürstinn, an Mich. perge
A spasso, auf meine Felder, in schönem wetter.
Gott wolle den agkerbaw, viehe vndt pferde-
zucht, vndt alles vnser thun, vndt laßen, gesegenen!
Mit dem pacht zu hoym, habe ich heütte viel
|| [[Handschrift: 14r]]
verdrießliche stunden, gehabt, weil man mir,
allerhandt præjudicia anzumuhten, sich nicht endtfärbet.
J'ay èscrit aussy, a la Düchesse de Crouy,
Douairiere, á Stolpe, en Pomeranie, la conviant
pour ComMere, & addressant la lettre a Ma-
dame Catherine Princesse Palatine á Berlin. perge
Dieu face passer par tout, nos lettres
seurement! & sür tout mes envoyèz,
avec heüreuse expedition. perge
Jch habe mit Meinem alten 20-iährigen
diener, Thomaß Benckendorf, in gnaden gesprächen
expectoriret, vndt an seiner contestirten fi-
delitet, nicht zu zweifeln. perge
Es gehet mit der SaatZeitt, etwaß langsam
von statten, weil man wegen großer dürre deß
erdtreichs, vndt daß es so lange zeit nicht geregenet,
nur einen wurf, in den agker, auf<das> erste mahl
thun kan, darnach muß man vndterpflügen, postea
zum andern mahl seen, vndt dann v̈berehgen. Sonst
wann man geschwinde aufeinander seen dörfte,
gienge es schleüniger, vndt beßer von statten. Gott
wirdt aber auch noch, das liebe landt, ansehen, mit
einem gnedigen Fruchtbahren regen! Die Maüse haben
in der wintersaat, grossen schaden gethan! Pacience!
Briefe vom bischof von halle, der eine gar
höflich, gratulando, zu Meiner herzlieb(st)en gemahlin Liebden glück-
lichen niederkunfft, der ander in der Neẅhalmßle-
bischen sache, darinnen er mich, vmb die restitution
eines angetroffenen pferdes zu Gröptzigk, von dem
Kläfähn, ersuchet, ohne endtgelt, vndt es wieder
also zu halten, in dergleichen fällen, sich offeriret.
J'ay eü chèz moy, ceste apres disnèe, le
Medecin, Docteur Brandt, qui m'a contè tout plein de
choses èsmerveillables, & cachèes dü feü President.
Dieu l'ayt en ses iügemens! et nous garde de pechè!
contre la conscience! Il est impossible, de regarder,
les coeurs, des personnes, mais bien leurs actions,
sont aysèz a voir, & par le fruict, on iüge l'arbre,
en quoy neantmoins, il ne se faut point, precipiter,
affin de n'enjamber, sür les iügemens, de Dieu. perge
Jn die kirche cum filiabus. Dominica Judica.
Meine hengste, den großen Fuchß, vndt mein
grawes klepperlein, wie auch, einen grawen
hengst, den ich von der Schuemännin endtlehnet,
habe ich zu Meinen Stuhten, zugelaßen. Gott
gebe darzu glück vndt gedeyen! wie auch,
zu denen, so vorige Tage, gesprungen. perge
Nachmittags, wieder in die predigt, da Er Jonius,
von der paßion außgeleget.
Extra zu Mittage, den CammerRaht, Doctor Mechovium,
bey mir gehabt, vndt allerley Conferentzen, gepflogen.
Il m'a averty de plüsiers bonnes choses.
Schreiben von der Aeptißinn zu Quedlinburgk, in
gar höflichen Terminis entpfangen. Sie nimbt das
Christliche wergk der gevatterschaft, gar wol auf- vndt an. perge
<2 hasen, Schießen laßen.>
General Königßmargk leßet an itzo fleißig
pflügen, vndt seine haußhaltung, zu Winnungen,
bestellen. Die Ascanier, Staßfurter, halber-
städter, Quedlinbürger, vndt andere vmbliegen-
de Städte, sollen ihm, vmbsonst pflügen, in die
200 pflüge, sol er albereitt, beysammen haben.
Er hat Winnungen, von den hertzogen zu
Braunschweig, verehrt bekommen. herrvetter
Fürst Ludwig, hatte 36000 ReichsthalerRthlr: darauff
stehen, wegen 30000 ThalerThlr: so er (ohngefehr,
vor 24 iahren,) hertzog Christian Sehlig von
Braunschweig darauf geliehen, vndt 6000 ThalerThlr: hertzog
Wilhelmen von Weymar, welcher Summa halber
hertzog Wilhelm Sich, mit Fürst Ludwig, auch regreßweise,
darauf verglichen. Dieweil aber der agnaten
|| [[Handschrift: 15v]]
consens, nicht darbey gewesen, wollen die hertzoge,
von Braunschweig vndt Lüneburg von solcher versetzung, oder
verpfändung, nichts wißen. Damit aber der
Königßmargk mit herrvetter Fürst Ludwigen
darüber nicht in streitt geriehte, hat er gut-
willig, vor die gantze prætension der 36000
nur 4000 ThalerThlr: dem herrnvetter gegeben,
vndt der herrvetter, hat auch dieselben,
gerne angenommen, damit er ichts, vor Nichts
gleichwol bekähme, vndt sich, <mit> der 4 oder 25iäh-
rigen abnutzung, begnügen laßen. Es sollen
120 hufen landeß, darbey sein, vndt eine
sehr schöne gelegenheit, haußzuhalten. perge
Lusus Fortunæ, variatur imagine Lunæ;
Crescit, decrescit, constans persistere nescit!
Ein höfliches Antworttschreiben, von Schöningen,
(auf meine notification,) durch eigenen bohten,
entpfangen.
A spasso in Pfaffenpusch, zu besehen, wie vnser
Küchenmeister Philip Güder, (ein guter gärtner,
vndt Apotecker) neben dem allten Forster hanß1,
obst gepahtet perge vndt gepeltzet.
Mein Leibmedicus Doctor Brandt, hat abschiedt genommen,
nacher Strelitz, zu verraysen. Gott gebe zu glück: Jch
|| [[Handschrift: 16r]]
habe ihm schreiben, an die hertzoginn von Mecklen-
burgk, wie auch an die Churfürstinn zu Brandenburgk,
an Fürst Johannsen, vndt an andere personen, hin- vndt wieder,
mitt gegeben.
Er Friederich Kühne, hat an Mich geschrieben,
von hall auß, vndt mir, zu Meiner iungen
Tochter perge gratuliret. perge Seinem diener, so nach
hamburgk, verrayset, habe ich ein schreiben nacher
Eütin, mitgegeben, die hertzogin, zur gevatterschaft,
einzuladen.
Mein bruder, Fürst Friedrich hat eine Schkarteke, vom
2. Aprill, an den Rittmeister alhier, eingeschickt,
mit begehren, es sollte mit der execution, so ich
nacher hartzgeroda, angeordnet, inne gehalten werden,
biß sich die beampten, vndtereinander, verglichen hetten.
Vndterdeßen, sol ich das volck, auf dem halße haben.
Vndt es ist ja, ein einhelliger Schluß, alhier ge-
macht h worden, das man, nach der contributions-
rolle, alle laßt, der einquartirung, dividiren sollte.
Des bruders deputirter der Freybergk ist eben
vmb selbige zeitt, alhier gewesen, als Knoche
vndt andere von der herrnvettern wegen, alhier
zu Bernburgk, die Eintheilung gemacht. Aber,
es muß nur zu Streitten, zu hadern, vndt zu zangken sein!
Schreiben von Wien, Berlin, vndt andern orthen,
en mauvais, & en bons termes.
Die Avisen geben:
Daß die ChurBayerische neütralitet, oder armistiti-
um, so mit Frangkreich, vndt Schweden, geschloßen,
v̈bel vermergket werde, am Kayserlichen hofe.
Jtem: das die tractaten, in puncto religionis, richtig,
zu Preßburgk, vndt daß die coronation des
iungen Königes, baldt vor sich gehen werde, in Vngern.
Item: daß der general Wittemberg, vndt
Ragozzj, sich coniungiren sollen.
Item: Daß die Frantzosen, in Polen, vndt
Preüßen, völcker werben.
Daß der iunge Printz von Condè, mit star-
gker Macht, sich rüste, Tarracona anzugreiffen.
Vmb Porto Longone, vndt Piombino, zu recupe-
riren, rüsten sich, die Spannischen, gewaltig.
Der Venezianer general zu waßer, Morosi-
nj, hat mit den Türgken, vndter Chio, ein
treffen zur See, gethan, darinnen er geblieben,
vndt volck, verlohren, iedoch den Türgken obgesieget.
Printz Radzivil ist vnbekandt, nach Paris
|| [[Handschrift: 17r]]
kommen, in meynung, einen alten duel mit dem
Conte de Rieux, des hertzogs von Elbœuf Sohn, vollends
außzufechten, man hat ihn aber außgekundtschaft,
vndt in die Bastiglie gesetzet.
Conte de Servient, vermeint noch, die herren Staden
zu bereden, daß sie eine campagne den Frantzosen
zu gefallen, wieder Spannien, noch außhalten sollen.
Interim: haben die Staden, sich offentlich feindt,
wieder Portugall, in Brasilien, erklähret,
welches Spannien gar gerne siehet.
Der Ertzhertzogk Leopoldt, wirdt numehr
baldt zu Brüßel, ankommen.
Die Tractaten zu Münster vndt Osnabrück nahen sich zum
Schluß. Jnndeßen aber, rüstet man sich dennoch
zu allen Theilen stargk zum kriege. Die
Schwedische satisfaction, sol mehrentheilß
auf die Stände gewältzet werden.
Der Churfürst von Bayern, wirdt von etzlichen,
Todt gesaget. Die ChurPfältzische sache gehet
schläferig, von statten.
König in Engellandt, wil dem Parlament
nichts nachgeben, vndt sein gemühte, frey behalten.
Rex est; quj nihil metuit! et cetera
Dienstag♂ den 6ten: Aprill: 1647.
Der Rittmeister hänßgen, continuiret seine vnbe-
scheidenheit, vndt wil die Schmiede alhier,
zwingen, ihm einen Neẅen wagen, vmbsonst zu
beschlagen, oder er wil sie prügeln. Jch nehme
mich ihrer an, durch den Amptßraht, Pansen.
A spasso, in schönem wetter, meine Oeconomij-
sachen, zu expediren, wiewol sich dieselbigen schwehr
anlaßen.
Ein Somnium gehabt, wie ich mit dem General
Königßmargk gegeßen in einem schlechten Strö-
hernen hause, Meine herzlieb(st)e gemahlin hette sich ab-
sentiret, vndt es wehre zum abendteßen gewesen,
die eßen wehren zwar schlecht zugerichtet, iedoch
noch wol hingegangen, weil aber das liebe brodt,
so gar schwartz, krümelicht, vndt theilß auch,
Teigachtig gewesen, vndt v̈bel geschmagkt, hetten
wir einander, angesehen, vndt keiner darvon dem
andern, nichts vorwerffen mögen, weil Königsmarck
hette meinen dörffen, er hette die verwüstung,
des landes, vndt agkers, vervhrsachet.
Darnach, wehren wir, wieder, etwas mit vnmuth,
|| [[Handschrift: 18r]]
voneinander kommen. So wehre ich dann nach hartz-
geroda gezogen, durch unwegsahme örther, eine zeit-
lang, daselbst, wegen vorfallender vnsicherheit, zu ver-
bleiben, vndt hette mich auf dem Schloß aufgehalten,
vndt mit den Meynigen, wol gelebet, meinen
bruder aber, vndt die seinigen, baldt anfangß,
verlohren, das ich nicht mehr, sie gesehen, noch
gewußt, wo sie hinkommen? oder hingezogen?
Endtlich, alß ich nichts wiedriges mehr, gedacht
zu haben, kömpt der Kayser, vnversehen, nach
Hartzgeroda, logiret sich, in ein hauß, in das
Städtlein, schickt ofte zu Mir aufs Schloß,
ich soll zu Jhrer Mayestät kommen, alleine ich werde
von guten freünden gewarnet, mich vorzusehen,
welches ich etzliche Tage getrieben. Endtlich alß
ich meyne, es habe keine Noht mehr, schicket
der Kayser, eine schwartze Sammete kutzsche
mit dem graven Kevenhüller aufs Schloß,
vndt leßet Mich, vndt meinen Sohn Erdtmann
zwar mit guten wortten, holen. Alß ich sehe,
das es nicht anders sein kan, mache ich mich
fertig, vndt fahre mitt, neben meinem Sohn,
vndt ein par Officirern, vndterwegens aber,
im Discurs, wil der graf Kevenhüller nie recht herauß
sagen, ob ich recta zur audientz oder anderstwohin solle
|| [[Handschrift: 18v]]
geführet werden, welches mich sehr geschmertzet,
geängstiget, vndt gequehlet, meine Officirer auch,
hetten darüber sehr Trawrig, außgesehen,
einer aber hette angefangen, auß den Kay-
serischen, vndt gesagt: das ist ein geschwinder
Proceß, also zu verfahren, mit Reichßfürsten,
2 fürstliche gnaden seindt numehr in ihrer gewaltt, vndt
haben es niemandt, anders, alß Graven Keven-
hüller, (welchen ich doch, vor Meinen besten freündt
halte) dem graven von Wittgenaw, vndt
noch einem Italiänischen, oder Spannischen graven,
(deßen Nahme, mir endtfallen,) zu dangken. perge
V̈ber dieser hertzens angst, zorn, vndt grimm,
auch Trawrigen anblick aller diener, so
wol cavaglierj, alß pagen, Trabanten, vndt
Lackayen, (die Mich alle vor vnschuldig achteten)
wachte ich endtlich auff. Gott zernichte alle
böse bedeüttung, vndt wiedrige Rahtschläge!
Am heüttigen behtTage, in die kirche, cum filiabus.
Extra zu Mittage behalten, den hofprediger Ern Theopoldum
vndt zuvor, allerley mit ihm conversiret.
heütte ist der pacht<contract>, wegen hoym zwischen Meiner
freundlichen herzlieb(st)en gemahlin Liebden vndt Rudolph Kohlmann von Quedlinburg
auf 6 iahr lang, geschlossen, vndt von Mir, confirmiret worden. <Gott gebe zu glück vndt gedeyen.>
Diesen Morgen, vndt abendt, hat der grawe Schuemann
Clemens braune Sattelwilde besprungen. Gott gebe zu glück!
A spasso in die Mühle, garten, vndt an die Sahle,
mein gemüth, post tot, et tanta negocia zu recrejren,
vndt meine gebeẅde, nach müglichkeit, forthzutreiben. perge
Avis vom Cantzler Milagio: Numero 13 daß sich der status zu Münster vndt
Osnabrück mergklich geendert, sieder das ChurBayerische vndt ChurCöllnische
armistitium, exclusa Imperatore geschloßen, vndt alterationes gebracht. et cetera
<2 hasen, hat Carolus Ursinus einbracht. perge>
Milagius meldete gestern, es brauchten die Cæsa-
reanj diese wortt: Friedericj Palatinj delictum
nunc, nullius momentj esse, Bavarj vero atrocissimum.
Es offendiret hoch, daß man den Kayserlichen gesandten,
Doctor Gebhardt, zu Waßerburgk in Bayern,
mit wortten, illudiret vndt aufgehalten, biß das
Armistitium, vor Chur Cölln, vndt Chur Bayern,
gantz heimlich, mit Frangkreich, vndt Schweden,
geschloßen gewesen. Die Kayserlichen seindt nun ge-
neigt, in puncto Justitiæ, vielen zu helffen, vndt die
libertatem conscientiæ, auch numehr, in den Erb-
landen, paßiren zu laßen. Sie dörften eher,
Chur Pfaltz, gratificiren, alß Chur Bayern,
in etwaß, nachgeben, vndt schwatzen numehr
offentlich, von restitution der Obernpfaltz,
wiewol sie vngerne, das Ländlein Ob der Enß,
quittiren möchten? Wie wunderlich verkehret sich alles?
Gestern abendt, ist noch George Petz, mit
Meinen wagen, vndt pferden, von Zerbst, (dahin er
Doctor Brandt, meinen Leibmedicum gelifert) fælicjter
wiederkommen, hat mir auch recognitiones, vndt
antworth, vom Superintendenten Beckmanno,
vndt vom Rectore Wendelino, mitgebracht.
Gott erhalte die frommen leütte, vndt lindere ihre
Trübsallen, vndt große bedrangnüßen! Vndt gebe
auch glück, vndt succeß, zu Doctor Brandts, seiner rayse!
Fürst Johannes, hat ihm vorspann gegeben, biß auf
Brandenburgk, vndt ihm, alle gnade, vndt ehre,
(gestalten sachen nach,) auf meine recommendation
erwiesen. perge
Jch habe mit verwunderung in Meiner Scheüne
angesehen, wie mir, die Maüse, den weitzen
zermalmet, zerfreßen, vndt großen schaden, gethan,
also: das es, einer plage Egyptj, ähnlich siehet.
Patientia!
Am heüttigen postTage, habe ich viel geschrieben, vndt
meine jntentiones, (ben che troppo tardj) befördert.
Avis: daß der cantzler Milagius zu hartzgeroda an-
gelanget. perge pour mon bien; ou pour mon dommage.
Es hat wieder heütte händel an der Fehre gegeben,
zwischen dem Soldaten, vndt Fuhrleütten.
Es hat diese Nacht lieblich, vndt schön geregenet, Gott Lob!
vndt dangk! Vndt daß Lechtzende erdtreich erquicket.
Gott gebe vnß ferner seinen Segen, vndt gedeyen!
J'ay estè hier, & aujourd'huy en üne grande inquie-
tüde de coeur & d'esprit, pour me voir abbandonnè
vilainement, a la Cour Imperiale, & comme trahy &
vendü de mes plüs proches. Dieu les vueille induire
a repentance & contrition, & me pardonner l'jmpacien-
ce de Iob! par son ünique fils nostre Saulveur,
& Redempteur, en Vertü dü Saint Esprit, Amen!
C'est üne des choses; que ie desjre üniquement, a scavoir:
La vraye pacience, a souffrir Chrestiennement tous
les maulx, quj me viennent de la main de Dieu,
nonobstant la malice des hommes!
Jch habe zweene Stuhten abermalß berößen laßen,
durch den großen Fux, die hanoverische füchßischte
Stuhte, welche vorn bey gehet, vndt durch den
grawen Schuemann, die braune Sattelwilde von
den Oldenbürgischen, im Obergespann. Gott gebe zu
gutem glück! vndt gedeyen!
Bin mit Rindtorfen, vndt Bidersehen, nebst Roggendorf,
zu fuß nacher Zeptzigk frühe, hin- vndt wieder gegan-
gen, Meine felder zu besehen, vndt wie sie heütte einen
halben wispel erbßen, daselbst geseet. Gott gebe gleichs-
fals darzu segen, vndt gedeyen, wie auch zum v̈brigen getreyde!
Mein vieh, so wol daß innheimische, alß frembde
welches ich von Oldenburgk, vndt Delmenhorst bekommen,
ist heütte zum erstenmal diß iahr, in die weyde auß-
getrieben worden. Gott gebe ebenmäßig glück vndt gedeyen!
Es ist viel darvon vmbkommen, gestorben, verkalbet,
vndt mit allerley vngemach, verdorben, also das es in
vnserer haußhaltung, sehr schwehr hergehet. perge
Patientia! Patientia! Patientia! vincit omnia!
Diß ist ein edles schönes kraüttlein zwar, wächßt
aber nicht, in iedermanns garten.
Avis: daß die Schwedische haüptarmèe deß Wrangels
geschlagen seye, weil sich die Officirer, auf die tractaten
versichert, vndt vndterdeßen, die Kayserlichen vndt Bayerischen
sich coniungiret, in die quartier, der Schwedischen, gegangen,
vndt ihren fortheil ersehen. Alß der capitulation zu
Vlm, nach, die Bayerischen <ihre> quartier gereümet, theilß
verwechßelt, vndt den Schwedischen quittiret, haben diese
vermeinet, es wehre numehr alles richtig, zumahl auch
etzliche Chur Bayerische Regimenter, der capitulation gemeß abge-
dangkt worden, Sie haben aber nicht gemergkt, dass die
Bayerischen, nur die officirer, licentiiret, hingegen die
Soldaten vndtergesteckt, vndt die v̈brigen Regimenter doppelt
verstärgket, vndt weil auch die principalen den
accord, nicht vndterschrieben, sondern nur, ihre Legaten,
alß wollen Sich die Churfürsten, von Cölln, vndt Bayern,
daran, nicht binden laßen, noch den accord, vor genehm, halten.
Königßmarck gehet hinweg, mit seinen Regimentern.
Etzliche vermeynen zur haüptarmèe, etzliche aber in Westphalen.
Tempus demonstrabit! Gott gebe darvor, guten friede!
Der Doctor Mechovius hat gar confidenter, in vielen Sachen,
sich expectoriret gegen Mir. Gott gebe zu gutem Nutz!
Der Cantzler Milagius, vnser gewesener gesamp-
ter Abgesandter, zu Münster, vndt Osnabrügk, fast
in das dritte Jahr, oder 2 <2.> iahr hinein<weniger 2 Monat>, ist
heütte anhero zu Mir kommen, nach dem er vor-
gestern zu hartzgeroda, gestern aber zu Plötzkaw
schon gewesen, vndt sich angemeldet. perge
La paix est asseürèe, entre l'Espaigne & la France.
Celle-cy, favorise Baviere. Les Palatins, sont neglj-
gèz, & se negligent eulx mesmes. Le haut Palatjnat,
ne leur sera point rendü de bon grè. Les freres
sont irritèz, entr'eux mesmes, les üns, contre les
aultres, assavoir: par la France, & Baviere les Princes,
Robert, et Edward, contre Charles Louys. Ils at-
tendent assistance des Anglois enervèz, entr'eulx.
La religion refformée sera comprinse aux traittèz de Mün-
ster. Les Contes de Trauttmanßdorff, & de Lamberg,
m'ont fort fait faire leurs recommendations. Les
Swedois aussy en general, a tous nos Princes d'Anhalt.
Les Catoliques Romains, mesmes, souhaittent
fort la paix, sür tout Baviere, (les Ambassadeurs
düquel font üne extraordinaire diligence) Saltz-
bourg, Wirtzburgk, Bamberg. Au plüs fort
des traittèz, touchant l'Electorat Palatin le premier
& principal Ambassadeur Palatin, Streiff, est tréspassè,
ce que tous ont tenü, pour ün mauvais signe.
Quant a la Conte d'Ascanie, Milagius croyt
qu'on pourra traitter d'icelle avec l'Electeur
de Brandenbourg, quand il occüpera l'Eveschè
de Halberstadt. Les chanoines dü dit Eveschè,
se ioignent a la mayson de Brunswig, & commen-
cent des nouvelles querelles, avec l'Electeur.
Le dit Electeur est fort renommè, pour sa vertü, &
belles qualitèz. Il demeurera a la Haye,
iusqu'apres l'enterrement de feu son beau Pere
le Prince d'Orange, de 6 mois. Les Hollandois,
sont perplex, a cause de la paix, entre la
France & l'Espagne ne scachans, de quel bois faire
flesche, afin de ne s'asseoir a terre, entre deux selles
estans sollicitèz des deux partis. l'Espaigne
donne aultrement; a la France, toute satisfaction
demandèe, & luy permet toutes les places conquises,
|| [[Handschrift: 22r]]
soit en Allemaigne, soit en Espaigne, soit en Jtalie,
ou aux pays-bas, la ou par tout la France desire
observer la paix, horsmis en Portügal, la ou sera tre-
fue pour ün an, & si apres ce temps, on ne pourra s'accorder
l'Espagne concede a la France, d'assister les Portugais,
contre lesquels cependant les Provinces ünies,
font la guerre, par mer, en Bresil. L'Ambassadeur de
Venise: Contarinj, a dit: s'èsmerveiller, de deux choses,
l'üne: qu'ün Prince, quj a perdü son pays, ne
s'approche point de plüs près, aux lieux, ou il scait
qu'on traitte de summa rerum, & de son resta-
blissement, & l'autre, qu'ün Prince s'y est
accostè, sachant qu'on <y> traittoit de luy oster
le sien, c'est a dire son pays, par le premier il demo-
toit le Prince Palatin, qui est encores en Angle-
terre, & eust peü donner poids, a ses affaires,
s'il se füst approchè <de> plüs près, (ou üne heure
de temps, peut changer souvent les evenemens,
& faute de süffisante instrüction ne scau-
roit gueres animer les Ambassadeurs) par l'autre
il indiquoit l'Electeur de Brandenbourg, auquel on
pensoit oster toute la Düchè de Pomeranie, mais
par son approchement personel a Cleve, & par sa Vi-
gilance indüstrieuse, il a si bien fait ses affaires
|| [[Handschrift: 22v]]
qu'il s'est rendü considerable, & qu'il a emportè
non seulement la moitiè de la Pomeranie, mais
aussy les biens Ecclesiastiques, de Magdebourg,
de Halberstadt, & de Minden, hereditajrement,
ce que sans sa presence difficillement se seroit
obtenü, (nonobstant les soings & grande diligen-
ce dü Conte de Witgenstain, son premier
Ambassadeur a Münster & Osenbrück & oultre cela
il a gaignè les coeurs de Messieurs les Etats,
par son mariage a la Haye, & üne grande
assistance de soulagement en ses debtes.
Chascün monstre de s'evertuër, a avoir
son alliance: L'Empereur la France, la Swede
Dennemargk, etcetera Bien est vray, que l'on a
irritè la mayson de Brunswyck & l'Eveschè de Hal-
berstadt contre luy, comme aussy, ses suiets à
Cleve, mais il semble que Dieu benit ses
conseils, & l'ayde a sürmonter toutes ces diffi-
cültèz avec bonheur & gloire. Dieu vueille
longuement conserver, ce Vertuëux Prince;
& ne le abbandonner a la volontè de ses ennemis!
Baviere se plaint des conseils Espagnols a la
cour Imperiale, qu'il veut qu'on quitte en Allemaigne.
Der CammerRaht, Doctor Mechovius, postea Secretarius Paulus,
seindt bey Mir gewesen, referenda zu referiren.
Die Relicta des præsidenten, wie auch sein Sohn
Christian henrich, haben zusammen, ein schreiben,
an Mich, vndt ein anders an Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin
insinujren laßen, vnß zum leichbegengnüß,
ihres respectivè Sehligen Jungkern, vndt vaters, vfn
Freytag, nach Ostern, zu invitiren, vndt einzuladen.
Schreiben, vom Wendelino, cum consilio Irenico,
Doctoris Calixtj, item: vom Superintendenten Beckmanno, Item:
vom Christophoro von Jehna, daß sie drüben zu Zerbst,
arme verlaßene leütte seyen, vndt von der Solda-
tesca, v̈bel geplaget werden.
Vormittags, hat in der kirche vorm berge, vnß ge-
prediget, Er Theopoldus, Nachmittags aber, Er Jonius.
Schreiben von Häringen, vndt Hartzgeroda, wie
auch von Plötzkaw, in theilß guten, theils vnge-
rechten, vndt bösen terminis. et cetera
<lieblicher regen, diese Nacht. Gott Lob!>
Michel Weille, ist forth, en nombre de Dios, que
lo guaerde! en el viaje! Amen! Amen! Amen! -!-
Jakob Ludwig Schwartzenberger ist nach Weinpfählen, mit bürgerwägen.
Gott wolle Sie auch sicher, hin- vndt her! geleitten!
Schreiben von der Churfürstin von Brandenburgk wegen
von der Marggrävin zu Berlin, complimenten, von
Landtgraf Geörg von Gießen, vom hertzogk, hertzo-
ginn zu Altenburgk, auch von der wittwe von Eisenach
alles gratulationes, zu meiner neẅgeborenen Tochter.
Gott erfülle dieselben mit gnaden. perge Der
ChurPrintz, hertzogk Hanß Geörg von Dresen[!],
hat auch dergleichen höflich, gethan. Von Wien
seindt auch schreiben ankommen, en termes mediocres.
Tout bransle en ce monde. perge
Die Leiptziger ordinarj bringen mitt:
Daß die schließung des Armistitij zwischen den
Frantzösischen, Schwedischen, vndt Chur Bayern,
noch continuire, wie dann die artickel darbey
vornehmlich aber, hat Bayern sein Landt dadurch salviret
in dem er die Städte Rhain, Donawert, Mindelheim,
Wiesensteig, vndt Weimbdingen wieder bekommen,
hingegen, Memmingen, V̈lingen, vndt heilbrunn,
(welche nicht sein eigen, sondern ReichsStädte sein)
quittiret. Die Kayserlichen seindt übel damit zufriedena.
hingegen, kömbt den Kayßerlichen zu statten, daß
der friede zwischen Frangkreich vndt Spannien,
vor geschloßen gehalten wirdt, wiewol andere avisen
melden, das die Staden ihren feldtzug, den Frantzosen,
|| [[Handschrift: 24r]]
zu gefallen, zwar führen, aber nur defensivè gehen,
vndt nichts, wieder Spannien, tentjren werden.
Frangkreich aber, wollte mit 2 armèen, die Nieder-
lande angreiffen, vndt auch in Catalonia vndt Jtalien
einen großen effort thun. Tempus demonstrabit.
Die Silberflotta sol vor Spannien arriviret sein,
vndt darundter 2 millionen Ducaten, vor den König.
Der König in Engellandt, wirdt, wie gefangen ge-
halten, weil er dem Parlament zu gefallen, nichts
subscribiren, noch sich ihnen, vndt den ihrigen, (Sie
seyen geistlichen oder weltliches Standes) <an>vertrawen
will. Schläft alleine, zeücht sich selber, auß-
vndt an, weil man ihm seine diener genommen, vndt
stellet sich sehr melancholisch, Mißtreẅisch, vndt wiederlich an.
Jst wol zu erbarmen! vndt ein großes elendt!
Gott tröste den großen herren, vndt gebe ihm, heylsahme an- vndt
Rahtschläge! seiner wahren kirchen zum besten, vndt ihm selbst
zum aufnehmen!
Jn Jrrlandt, wollen die Parlamentarische wieder die rebellen kriegen.
Jhrer viel zwar, sollen pardon suchen, vndt sich zum Parlament finden.
Viel Engelländer, gantze Schiffe voll, gehen hinüber, zu
den Spannischen, dienst anzunehmen, zu Ostende, Duynkir-
chen, Antorf etcetera Der Ertzhertzogk ist in den Burgundischen
Niederlanden, stadtlich eingeholet worden.
Don Juan d'Austria; wirdt General per mare, im
Mediterraneo marj, vndt es wollen Sich Mißverstände,
zwischen dem Pabst vndt Spannien eraignen.
Der GranDuca, stellet sich auch, an itzo, gut Frantzösisch[.]
Die venezianer haben nicht allein neẅlich im Arcipelago
zu waßer victorisirt, ob schon ihr General Thomaso Moro-
sinj, geblieben, sondern auch darsieder glückliche treffen,
in Dalmatia gehabt, vndter dem General Foscaro zu Lande[,]
welcher vornehme Türgken, gefangen, hernachmalß aber
nach eroberung kleiner, iedoch guter plätze, sich vor die
festung Novigrod belägert, davor er noch sein soll.
Der Bernhardo Morosinj, Duca in Candia, soll an deß
Thomaso seines bruders stadt, General per mare sein
worden. Die venezianer, verhoffen eine Mächtige
flotta mit hülfe der Genueser, vndt anderer Po-
tentaten zu equippiren, vndt zu Lande inngleichen
vom Chur Bayerischen abgedangtem volck, große
Macht zu bekommen. Gott gebe, daß sie sich wol defendi-
ren mögen! Der Türckische Kayser, wil keinen
frieden, einwilligen, es seye dann, daß Candia
vollkömblich ihme eingereümt werde. Darnach
allererst wil er tractiren, vndt den venezianern
articulos pacis, formiren, vndt vorschreiben. perge
General Wittemberg, trachtet in Schlesien,
sich der päße nach vngarn zu, zu bemächtigen, vndt
mit dem Ragozzj, sich conjungiren. et cetera
General Wrangel lieget mit der haüptarmèe
vor Schweinfurth. et cetera
Zu Regenspurgk, wollen die ChurBayerischen Soldaten,
von den Kayserlichen nicht mehr eingelaßen werden. perge
Die Oberpfaltz bleibet zwar neütral, iedoch also daß
die Schwedischen freyen paß, vndt repaß, dadurch haben. Jn
Bayern aber ist guter friede, vndt darf kein gegentheils
volck dahinein kugken.
Deß Printzen von Dennemargk rayse, sol wegen
seiner vnpaßligkeit, verhindert sein. Er hat inß warme
badt, gewoltt. perge
Wiewol iedermann hofnung zum frieden gehabt zu Münster
vndt Osnabrück scheinet es doch fast, alß wollte es wegen der
pfältzischen Sache, vndt anderer Gravaminum, Neẅe
difficulteten geben.
heßen Caßel, vndt Heßen Darmbstadt, kriegen noch
wiedereinander, hertzogk Wilhelm, von Saxen Weymar
aber, bemühet sich, die dissentirenden gemühter, zu re-
concilijren. perge
Graf Magnus de la Garde, deß allten generals
Jacobj Sohn, ist, wegen wol verrichteter legation,
in Frangkreich, zum Reichßraht, in Schweden, numehr,
solenniter creiret, vndt angenommen worden, zu Stock-
holm, aufm ReichßTage, vndt hat sein beylager, mit
dem Pfaltzgräflichen, der Königinn, nahen verwandten
Freẅlein, wol vollnbracht. Gaudia fælicium?
Sie haben mit dem Moscowiter, abermals, etwaß
neẅes zu handeln, vndt zu tractiren. perge
Madame l'Electrice de Brandenbourg Douairiere, m'èscrit
de Berlin, que sa belle fille Madame l'Electrice femme de
Monsieur l'Electeur a estè la fille la plüs aymèe, de feü Monsieur le Prin-
ce d'Orange, qu'il luy a serrè la main, a la fin de sa vie
ne l'abbandonnant jamais, qu'il luy a donnè ün tel dot,
a son mariage, qu'aulcüne autre n'aura point, apres
sa mort. A Madame la Princesse sa femme, (mere
de la jeüne Electrice dite,) il auroit constituè, un Douajre
fort honorable, & oultre cela 9000 florins (Gulden)f. de Hollande, par an,
mais Messieurs les Estats, luy donnoyent a elle 8000 Reichsta-
lers, par an, toute sa vie, ainsy que ceste Princesse
est heüreuse, & a assèz, pour faire dü bien, a ses pauvres
Parens! Elle escrit aussy, que cela est fort mal prins
ses mesüres, quand on veut introduire l'exemple dü Parlement,
en nos Principautèz en l'Empire, ou les Princes sont souve-
rains, & ne scauroyent conceder a leurs Vassaulx & süjets,
üne telle licence. Qu'üne teste inquiete, peut confondre
tout ün pays, & estre pertürbateür dü repos püblicq!
Que le Parlement d'Angleterre, a des grands Privile-
ges, & que leurs Roys mesmes, leur font des sermens
solemnels, ce que nous ne faysons pas a nos süjets.
Que les Parlemens d'Angleterre & d'Escosse ne tümül-
tüeroyent pas tellements, s'ils ne craignoyent
de perdre la religion, & l'introdüction de la Papautè,
|| [[Handschrift: 26r]]
tèsmoing (a ce que croyt Madame l'Electrice) le Roy
mesme, lequel ne veut pas encores entendre le presche
des Ministres Refformèz dü Parlement. Elle mentionne
aussy, que le Roy de la Gran Bretaigne, est tenü comme prisonnier,
puis qu'on ne permet plüs aulcün accèz a Sa Majestè de a
ses propres domestiques, & qu'on luy a adjoinct des partisans
dü Parlement, auxquels il ne Veut avoir affaire, fer-
mant sa chambre a la clèf, quand il va dormir, & s'ha-
billant & se déshabillant soy mesme. La Roine en a ün
grand crevecoeur, estant en France, & desirant avec
passion, de pouvoir ayder a son mary. Sa seur ünique,
a la Haye, s'en contriste aussy, merveilleusement.
Dieu les vueille tous, & toutes consoler Chrestiennement!
L'accord entre Brandenbourg, & Neẅbourg, se traitte à
bon èscient. Le premier, aura de l'autre, la Seigneurie
de Ravenstain avec 160000 ReichsTalers, & quelques
baillages d'èschange, en la Contè de Ravenspurgk.
Mais pour la religion, il y a encores dü dèsbat. Le
Colonel Borgßdorf, grand Chambellan, de Son Altesse Electorale,
a estè a Duysseldorff, auprès dü Prince Palatin, de
Neẅbourg, traitter ces choses, & l'on a esperance;
que cest' accord, sera asseürè. Dieu le Vueille!
Jakob Ludwig Schwartzenberger, ist mit 20 mille weinpfählen, von
Quahlendorf, glücklich wiederkommen, 18 wagen haben die
pfähle, vndt 2 wagen Röhrholtz geführet. Daß 1000 pfähle
kostet 2 ReichsthalerRthlr: (als 1 ThalerThlr: vors holtz, 1 ThalerThlr: reißerlohn)
Einen wispel weitzen, so ich mitgeschickt, haben
sie, vmb 27 ReichsthalerRthlr: angenommen.
Depesche an Doctor Lentz nacher Quedlinburgk, veü
que la partiale sentence venuë de Wittembergh
& la lettre dü Prince Jean, contre les süjets, &
Vassaulx dü Pays tümültüajres, m'y a incitè.
Dieu vueille que tout aille bien, selon le droict,
equitè & justice, & que le Diable soit abbattü, avec
ses maximes, & mysteres d'inquitè, dont i'ay
comprins de mon temps, deux extraordinaires
en astüce & malice : La 1ere. d'irriter les üns,
contre les aultres, en donnant droict ou tort,
tantost a l'ün, tantost a l'autre, selon les
occasions, & apres les avoir ainsy consümè
entr'eux, & ostè toute force, nerfs, & vigueur,
les manger puis apres tous deux ensemble,
afin qu'ils ne puissent resister, nj nuire au
regne de perdition. La 2de. est : qu'il fault
rendre criminels les innocens, par toute sorte de
moyens, tordre leur droict, & jüstice, puis les pünjr
rigoureisement pour des choses controuvèes, ou ima-
ginables, tousiours sous apparence de bonne Jüstice.
Ces deux maximes, pour ruiner insensiblement
les heretiques, plüs qu'avec la crüautè trop appa-
rente de feü & de sang, a estè controuvèe en ce dernier
siecle, en la congregation a Rome, de propaganda
fide, & fait beaucoup de mal, au Protestans, quj
ne s'avisent pas de ceste tromperie, & se fient trop
a leurs Conseillers, & officiers avares & corrompüs,
(car c'est ce, qu'il faut faire, pour obtenir la mauldite
intention, de corrompre telles gens, & n'èspargner
mesme par fois les Ecclesiastiques, qui ont apparence
de sainctetè & de grand credit, mais sont souvent
addonnèz a leur Ventre, & en grand credit, au-
près des Princes, & de la populace, ce qui s'est
veü parmy les Arminiens Espagnolisèz en Hollan-
de, & ailleurs) quelquesüns aussy, n'ont pas le
pouvoir de resister a telle meschancetè, quand
mesmes, ils s'en apperçoyvent! Le Dieu de
Paix, de Concorde & de Jüstice, concülcquera
le Vieil serpent (si animè,) dessous nos piède<s> <&>
delivrera de sa gueule mauldite & pervertie
son pauvre petit trouppeau, de la Vraye Eglise!
Ainsy soit il! Ainsy soit il! Ainsy soit il! Amen! Amen!
Die FrawMuhme, von Plötzkaw, ist mit zwo ihrer Töchter2,
anhero kommen, nachmittags Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin, zu besuchen. Vetter
Immanuel, ist auch darbey gewesen.
Der Obrist leutnant Diepholt, ein heßischer, (so meinem
bruder sehr wol bekandt, vndt vertrawet ist) ist ei-
lends hierdurch auf Cöhten, gezogen, hat Meinen Cammer-
Jungker Rindtorf zu sich fordern, vndt mir sagen laßen,
wie mich der Frantzösische Ambassador Düc de LongueVille
freundlich grüßen, vndt mir sagen ließe, das iehnige, waß
ich <durch Krosigk an den Gesandten, vndt durch ihn> an den König in Frankreich begehret hette, wehre wol
durchgekommen, vndt forthgeschickt, auch wol aufgenommen
worden, vndt ich würde wol baldt, gute antworth,
darauf erlangen. Nun erinnere ich mich nichts
dergleichen. Je crains, que tout cela ne soit üne
fourbe pour me tromper! Mundus vult decipi!3
<4 hasen Rindtorf Bidersehe, cum reliquis.>
Es ist ein stargker windt, diese Nacht gewesen,
das sich die gebeẅde recht erschüttert haben. Je
crains que tels èsbranlemens, ne nous nuisent, ün
iour, avec üne cheüte dangereuse. Dieu nous en
vueille benignement garder, & preserver, par sa Sainte grace.
An Carl Heinrich von Nostitz wieder geantwortett, weil
er Mich, vndt Meine gemahlin, zu einem iungen Sohn,
zu gevattern, gebehten, zu Bautzen.
An den Obristen Diepholt geschrieben, wegen des gestrigen
noch beßern bericht, einzunehmen.
La femme de Tobias Steffeck de Kolodey se tourmente merveilleu-
sement, a cause de l'envoy de son mary, cela me
denote quelque mauvais signe, puis que je ne l'ay
envoyè gueres loing d'icy, mais elle ne me le
croyt pas, & il a tenü silence. Mon petit chien
Fleck, qui se tenoit fort a luy, fait aussy mine de s'en
contrister fort. Tels signes avec aultres presages, me
font apprehender pour luy. Dieu vueille qu'il se
porte bien, & qu'il me face de bons services!
A spasso inß feldt, auf meine Aegker, vndt zugesehen,
wie sie seen. Alß ich aber, wieder zurügkb kommen mit
einem page, seindt mir zwey compagnien Reütter, be-
gegnet, so v̈ber die Sahle wollen. Kommen von Wörptzigk
vndt gehören vndter daß Tannenbergische Regiment.
Gott gebe! daß vnsere Reütter, auch baldt auf-
brechen mögen! wiewol sich vnser Rittmeister
hänßgen, sehr mausich machet, vndt wil pferde,
vndt viehe, hinweg nehmen, auch sonsten exequiren.
Paulus Secretarius, ist bey mir gewesen, in militaribus, vndt Polizeysachen, zu referiren.
Postea: der CammerRaht, Doctor Mechovius, (allerley
abschiede, zu expediren) hat sich præsentiret. perge
Jch habe allerley præparatoria, in Oeconomijsachen,
angefangen zu machen, gegen das kindtTaüffen, vndt
leichbegengnüße. Gott gebe zu glück, nach verrichteter Andacht!
Eine trouppe Reütter, von 30, 40 pferden, ist diesen
Nachmittag, v̈ber Meine gerstenbreitten, geritten,
gleich quer v̈ber, vndt hat sie sehr verderbet vndt
zutretten. Waß hilft dann alle vnsere Mühe?
sorgen? arbeit? vndt bekümmernüß?
Sie haben auch gehetzt, in meinem gehege,
vndt vnser Rittmeister hänßgen, hat alhier
gefischet, in der Fuhne, in meinem gehege.
Aber (meiner Leütte bericht, nach,) hat keiner
nichtß gefangen, weder hasen, noch fische.
Schreiben von Fürst Augusto Fürst Ludwigen, vndt Fürst Johann Casi-
mirn, noch gestern abendt, empfangen, darinnen Mich alle
Drey herren, vndter dem vorwandt der Testament-
gelder, so hinterblieben, vmb die wiederkaüfliche zin-
sen, vndt vmb die jntraden, Meines antheilß, zu bringen,
gedengken. Die Landtschaft, hats von sich geschoben.
Die herrschaft aber, nimbt sichs desto eiveriger
numehr an, vndt gedengken nicht, waß ich von den Steẅern,
zu fordern? vndt waß Sie mir, auß ihren Antheilen,
herauß zu geben, schuldig wehren? Eine schöne præ-
paration, zur Andacht, gegenwärtiger feyerTäge.
Ach herr, dempfe doch, die große boßheit!
Jn die kirche da Er Theopoldus, gar schön geprediget. et cetera
Vom Osterlamb4, vndt Nachtmal5 vndt Vergleichung beyderley.
Jch habe schreiben von beyden meinen Söhnen empfangen,
wie auch von ihrem hofmeister. Vor 8 Tagen, ist mirs außen
gebljeben. Dieses neẅeste datum wahr, vom 30. Martij; ⁄9. Aprilis;
wardt von Cöhten, durch Zacharias Strauben geschickt,
das 8 tage zuvor, datirt gewesen, ist auf Braunschweig geschickt,
vndt mancquiret Mir, biß dato, mit allerley nöhtigen
Nachrichtungen. An itzo wirdt vndter andern avisiret,
daß Gröningen vndt Ommerlanden meinem ministerio
ni Bernburgensio nicht 130 (wie auß mißverstandt
vorhero berichtet worden) sondern: 180 ReichsthalerRthlr: collecten
verehret, erwartten mit verlangen, der dangkschreiben.
Meine Söhne haben es empfangen, vndt ich erlege es alhier
dem ministerio wieder, damit weder ich, noch Sie, daß
Lagio, oder wechßelgeldt, verliehren dörffen.
Carllmann hat Nachmittags, ein hasen, von den hundert-
Morgen, einbracht. perge
Mein Raht, vndt hofmeister, der gute alte heinrich
Friderich von Einsidel, hat gestern einen bösen fall, gethan,
vndt kan derentwegen, nicht außgehen, hat auch heütte
nicht aufwartten, noch in die kirche kommen können.
Gott wolle ihm wieder zu recht helffen! Deß
Superintendenten Fraw, auch eine alte dienerinn
von FrawMutter Sehliger herr, hat einen bösen fall,
heute gethan, vndt gibt böse omina solche accidentia.
Doctor Lentz hat wieder geantwortett, <in> höflichen,
Tröstlichen, vndt auch noch dilatorischen Terminis, da-
rauß doch Seine gute Affection, zu verspühren. Gott
dangke ihm davor!
Jn die kirche Ern Theopoldum, vom Todt vndt begräbnüß
Christj6, eruditè concioniren zu hören, Jtem: singen, behten,
allmosen geben, vndt gute wergk zu Thun, in memoriam
passionis, et mortis Christj!
Schreiben, vom Cantzler Milagio, in religionssachen, in Genea-
logicis, vndt Ehegelder zu Tecklenburgischen sachen.
Risposta vom Obrist leutnant Diepholt, derselbige confirmirt
daß iehnige, so Adolf Wilhelm von Krosigk, gegen ihme,
vndt er, gegen Rindtorffen gedacht. Purgirt sich, wegen der
vermeinten offension vndt præjudicirlichen spargirens etcetera
Der bohte hat ihn erst zu Deßaw, ereilet.
Der allte LandtRichter alhier Christof Rußt, ist heüte
mit Todt abgangen. Jst ein wol affectionirter vndtertheniger
fleißiger diener gewesen. Er hat zwar vermeinet auf
Ostern gebe gott in der kirchen communion zu halten, (wie er oft vndt
vielfältig mit vnß, seine Lebenszeitt v̈ber, gethan) Gott
aber hat ihm einen näheren weg zum himmel gezeiget.
Er seye vor solche auflösung, gepreiset!
Ernst dietrich Röder, ist diesen abendt, ankommen.
Der kleine Kersten, ist diesen abendt, Gott lob wiederkommen,
von Caßel vndt andern orthen, mit höflichen risposte,
vndt gratulationen, zur iungen Tochter.
Jtem per Brunswigk vndt Alßleben, schreiben von Brehmen
vom Freyherrn von Schrahtembach, vndt vom Tobias Steffeck von Kolodey vom 2.⁄12. April
Gott Lob, der ihn sicher dorthin, begleittet! der helfe ferner
mit gnaden!
<5 hasen Rindtorff. et cetera>
Ein Somnium, gehabt, wie der itzige Kayßer hette
befohlen Man sollte an allen Niederländischen, vndt
Spannischen orthen, auch in den Jndiis, vor ihne fleißig
Meße lesen, vndt ich hette einer, in den Niederlanden
zugehöret, (so einer Marckandt, oder Karkandt
genandt, aufsetzen, vndt die Canones verändern
laßen) auch abschr abdrugk darvon gesehen, vndt
große alteration darinnen befunden, weil
die Meße nicht wie gewöhnlich, auf alle Christliche
Potentaten, Sondern mehr auf die Kayßerliche
Spannische vndt Oesterreichische Macht, vndt
herrschaft alleine, gerichtet gewesen, also:
das sich etzliche Päbstische selbst darüber ver-
wundert, vndt gemeinet, der Pabst, (wenn ers erfüh-
re, das es also publicirt, vndt jntimirt wehre?)
würde es nicht paßiren laßen. Die Frantzosen
absonderlich, hetten sich heftig opponiret. perge
Madame a songè, que mon membre Viril seroit
devenü extraordinairement grand! Si l'on oseroit
croyre aux songes, ou plüstost a leur signafication & ex-
plication, & que cela ne füst Vanitè & follie,? j'en
serois tresayse, car ceux qui interpretent tels songes,
disent, que cela signifie grande abondance & richesses,
mais ie n'y voy, non seulement nülle esperance, ains
plüstost tout le contraire, si Dieu ne me releve extraordinajrement?
Wir haben vnß heütte zur Andacht præpariret, vndt der
vorbereittung in der kirchen, beygewohnet, so<da> der Caplan Ionius
geprediget, der hofprediger Theopoldus aber, darnach, die
præparation abgelesen. Gott laße vnß, würdige com-
municanten, an dem Tisch deß herren, erfunden werden!
Schreiben vom herrn von Schrahtembach, durch meinen
bohten empfangen, das die luft (Gott Lob) in hollandt, noch
rein, der general Sperreütter nicht von Türgken geschunden,
sondern der gute Degenfeldt, es gewesen seye, welches deme
eben so wenig, als dem andern, zu gönnen. Gott bewahre
alle fromme Christen, vor solcher vnmenschlichen vndt Barba-
rischen grawsamkeit! Er recommendirt mir einen Mann,
zum consiliario, mit weib, vndt kindern, zu Brehmen geseßen,
sol ein Gottsehliger, frommer vndt wolerfahrner Iuris Consultus sein,
welcher hiebevor, zu anfangß, vndter der Manßfeldischen, vndt
Weymarischen armèe, Commissarius gewesen, Nachgehendts von
dem Ertzbischoffen zu Brehmen Sehligen andengkens, zu einem
CammerRaht, vociret, vndt beruffen worden, bey welcher be-
dienung, er biß in selbiges herren Todt, rühmlich continuiret
hat. Nach selibiger zeitt, hat er sich zu Brehmen advocando,
et procurando gebrauchen laßen, vndt ist vom Raht zu Brehmen,
vor etzlichen Jahren, an Kayserlichen hof, verschickt worden.
heißet: Conradus zum Böhn. Gott gebe mir den besten Sinn!
Schreiben von helmstedt, vorn Wendelinum, vom Doctor Calixto
in puncto de mutua tolerantia.
Avis von Brehmen, daß am Mittwoch☿ das wetter im Thurn,
zu Sankt Ansgarij eingeschlagen, vndt oben anzuzünden angefan- || [[Handschrift: 31r]]
gen. Mein bohte aber<hats> gesehen. Es hat sich aber ein kerll
hinauf gewaget, den knopf abgehawen, welcher ihm brennende
auf den halß fallen wollen, wo er sich nicht baldt, mit
hurtiger geschickligkeit zu dügken gewust, also daß der
knopf v̈ber ihn hin, abwertß gefallen, vndt ferrner
Gott Lob, keinen schaden gethan. Die Schweden suchen die
Stadt Brehmen, vnangesehen ihrer vrallten Kayßerlichen
Privilegien, mit dem ErtzStift, zu incorporiren. Gott
wolle die gute Stadt, vndt einen ieglichen, bey seinem
rechtt, conserviren, vndt kräftiglich, manutenjren!
Avis auß Westphalen, daß die leütte gählingen alldar
hinweg sterben, gestaltt, dann neẅlichst zu Tecklenburgk,
ein diener so in der Tafelstube aufgewartett, vndt gelachet
alß die Fürstlichen vndt Gräfliche personen hinauß gegangen,
ein viertel stunde hernacher MauseTodt gewesen.
Für gählingem schnellem Todt, Bewahr vnß lieber herre Gott!
Zu Nordthausen am hartz, soll eine heimliche malignj-
tet, (der pest nicht vngleich) regieren. Jst zimlich nahe.
Gott erhalte ejnem ieglichem, waß ihme lieb ist!
<Regen nach Sonnenschein. perge>
Jn die predigt, vndt communion. Gott wolle vnß ferner heyligen!
Rittmeister Schierstedt, vndt sein bruder7, Meines hofmeisters
Schwäger, haben mir zur predigt, vndt zur mahl-
zeitt, aufgewartett. Der CammerRaht vndt hof-
prediger Theopoldus seindt auch extra, ad prandium vociret worden. perge
Montag☽ den 19den: Aprill.
<Ein digker nach schwefel stinckender schwefel<Nebel> deß Morgends. perge>
Am heüttigen OsterMonTag, in die kirche.
Darnach habe ich, extra: den Rittmeister häßgen
oder Johann Ejser, den CammerRaht, Doctor Mechovium,
den Superintendenten <welcher vormittags geprediget.>Ern Platonem, zu Mittage
gehabt. Am NebenTisch, war auch, extra: der Ambtmann
Thomaß Benckendorff.
Schreiben, von Wjen, Oelse, Basel Straßburgk,
vndt Nürnbergk, bekommen, Jtem: vom Berlin. perge
Der Rittmeister, sagte vndter andern, es hette,
der General Wrangel, vmbschlagen, vndt außbla-
sen laßen, daß bey LeibsStraffe, keiner den andern,
mehr außfordern sollte. Er würde es aber schwehrlich,
<so wenig als andere herren> darzu bringen, können. Cependant, la jüstice, appar-
tient aux chefs, & Generaulx, & les querelles,
sont la plüspart, désraysonnables!
Die avisen geben:
Das die Kayserliche Mayestät, daß Podagra, bekommen. Gott wolle sie,
wieder gesundt machen! Sie sejndt von P<R>eßburgk,
zu Wien, angelanget, wiederumb.
Der Ertzhertzogk Leopoldus Wilhelmus, sol mit
großer pomp, zu Brüßel, solenniter eingeholet worden sein.
Die Staden können Sich, wegen des friedens mit
Spannien, nicht wol resolviren. Werden von Franckreich
|| [[Handschrift: 32r]]
sehr genöhtiget, zur campagne, zu welcher sie sich, willfährig
anstellen, vndter deßen aber, den krieg zu waßer, in Brasj-
lien, declariret haben, vndt senden 6000 Mann dorthin,
wieder die Portughesen, daran Spannien, ein Dienst geschicht.
Zu Nantes in Bretagne, wirdt eine Frantzösische
flotte außgerüstet, nach Jndien, zu gehen.
Die venezianer, sollen Novigrad wieder erobert
haben, vndt etzliche siege, wieder den Türgken erhalten.
An den vngrischen gräntzen, scheinet es, ob wolle sich
Turca auch moviren.
Der Frantzosen Macht, gehet mehrentheilß,
in Jtalien, vndt in Catalonien.
Wrangel liegt noch, vor Schweinfurth, vndt
General <Leutnant> Wittembergk, gehet nach den Schlesischen gräntzen.
Jn Engellandt, stehets in vorigen terminis.
Der krieg, jn Jrrlandt, gehet ebenmeßig, stargk forth.
Printzen von Vranien, sepultur, sol baldt angestellet werden.
Nachmittagß, in die kirche, da an stadt der
ordinarijpredigt, eine leichtpredigt, dem verstorbe-
nen Landtrichter, Christof Rußt Sehliger, auß dem
90. Psalm: vnser Leben währet 70 iahr8, etcetera
vom hofprediger Theopoldo, in volckreicher versamlung,
Christlich gehalten worden, nach dem die pursche
von seinem Leichbegengnüß vom Gottesagker, zu rech-
ter zeitt wiederkommen, vndt also keine jnterruption causiret.
Gott verleyhe ihm, vndt allen außerwehlten glaubigen,
eine sehlige, vndt fröliche aufferstehung, zum ewigen Leben, Amen!
Er ist 48 iahr im Ehestande gewesen, hat 5 weiber nach
einander gehabt, vndt 12 kinder gezeüget, deren 9 vor ihm
verstorben, drey aber, alß ein Sohn (Geörg, Kammerdiener,)
vndt zweene Töchter, noch am Leben, vndt dem conduct<begengniß>,
beygewohnet. Jn die 35 iahr, vndt drüber, hat er
vnß gediehnet, im Landtrichterampt, vndt sonst in
andern Amptßbediehnungen. Ils l'ont reputè a
singülier honneur, les heritiers, que j'ay assistè
a ce sermon fünebre, en satisfaysant, a la feste
presente, de Pasques, tout ensemble, car c'estoit
a l'heure ordinaire, dü presche d'apres midy, &
telles jnstrüctions, servent tousiours, a nous edifier,
si nous Voulons nous disposer,? avec zele, & attention,
a èscouter, la Saincte parole, de l'Eternel! perge
Der Amptßraht, Panße, hat sich bey Mir einge-
stellet, allerley zu referiren, auch sich bescheidts zu erholen.
Es werden alhier zu Bernburgk numehr, zimlich viel
lächße gefangen. Gott gebe continuation!
Zu Deßaw hingegen, sol es in der Milde, an itzo,
wenig geben, also: daß 1 Pfund (libra)℔ 6 Groscheng. gilt, wiewol zu
Calbe nur 2½ Groscheng. zu Plötzkaw, vndt Alsleben
fangen Sie auch itzundt lächße, eine sonst lange zeitt
vnerhörte Sache!
An Balthasar de Schrahtembach, ein schreiben, vor Meine Söhne,
addreßiret, item an Tobias Steffeck von Kolodey durch einen eigenen bohten.
Gott gebe zu glück!
An Fürst Johann Liebden habe ich gleichßfalß geschrieben perge
so wol in publicis, alß in Privatis. perge
Gestern hat eine Stuhte, von den kleinen Märgkischen
Stuhten, gefohlet, vndt ein wildes fohlen, gebracht:
Gott gebe zu glück! vndt gedeyen!
Les heritiers du feü President, se font enquis, si
i'rois, a leur enterrement? & sj ie voulois ordonner,
des Mareschaulx? & ce par George Frideric de Börstel.
J'ay rèspondü; que j'irois en personne, si les jnter-
rüptions ou accidens, ne m'empeschoyent? et que j'or-
donnerois, mes Mareschaulx. Quant a ce, qu'ils de-
mandoyent, si ie les vouldrois accompagner dans la
ville, & de ma<m'arrester en ma> Chancellerie, ou en ma mayson? ie ne
pouvois pas me resouldre a cela, ains je passerois
par devant ma porte dü chasteau, avec eux, vers
le temple, suivant la tombe. &cetera
Avis: daß zu Zerbst, ein Grabaw <auß Mecklenburgk> von geschlecht,
(so noch page, bey Fürst Johannßen Liebden gewesen)
von einem Lackayen, erstochen worden. Der
Lackay, deme zweene finger, abgehawen, ist
endtlauffen. Solche duella, seindt wol illicita!
A spasso in windigem wetter.
heütte ist dem Amptßraht, Geörge Panßen,
die Amptßgräntze gezeiget worden, durch
Rindtorf, Schwartzenberger Philip Güdern, Märtin
hahn, etcetera wie auch Wolfgango Sutorio. etcetera
Gott erhalte mir, meine gräntzen!
Schreiben von Oßnabrügk vom Doctor heger, (welcher an
stadt Milagij, vnser Anhaltisches votum führet) dem Wey-
marischen abgesandten, daß es mit dem friede noch
nicht forth will, vndt der Spannische vorseyende
friede mit Frangkreich, seltzame intrighj machet.
Gott wird die rechte zeitt, schon treffen!
Gestern abendt habe ich zum erstenmahl, drey oder
vier Tröpflein, vom köstlichen Balsamo Vitæ, ejngenommen,
den mir, die Landtgrävin von Caßel, geschicktt,
wiewol er zu Dillemburgk, præpariret wirdt.
Gott gebe daß er vnß gedeyen! vndt wol bekommen möge!
Schreiben per Cöhten, vom Simon Heinrich Schweichhausen von Leyden
vom 6⁄16 Aprill: daß Gott Lob, noch alles wol stehet,
referiret sich auf seine vorigen, theils außenge-
bliebene per Braunschweig
Schreiben von Hans Christoph Witzscher auß Schweden, das alles
v̈bel stehet, lautter rebuffi, Septentrionalia!
Es seindt heütte præparatoria gemacht worden, zu des
Præsidenten Börstelß, Morgenden leichbegengnüß.
Nacher Quedlinburgk; an Doctor Lentz, wie auch, nacher Zerbst,
an den Rectorem, Wendelinum, geschrieben.
Malherbe, a fait le Diable, a quattre, plüs que
jamais, ne recognoissant point; comme il fault,
les graces de Dieu; & comme il luy ayde? si benig-
nement? Je prie sa Divine bontè, de la Vouloir bien
hümilier, & convertir, car elle me traitte pis,
que Seres, son Job! Ôh Dieu, donne moy, Pacience!
Daß langerwüntzschte pacquet, von Leyden,
ist ankommen, per Alßleben, vom 23. Martij⁄2. Aprilis, da-
rinnen mir, Meine Söhne, vndt ihr hofmeister, von
den condolentzvisiten, so sie im haag verrichtet,
außführlich schreiben, vndt mich ihrer
damahligen gesundheit, vndt wolaufsein, erfreẅen. perge
Gott wolle ferner, seinen gnadenreichen Segen,
geben, vndt verleyhen! vmb Christj willen! Amen!
heütte Nachmittags ist des præsidenten,
Heinrich von Börstelß Sehliger Leichbegengnüß,
in vnserer kirchen, in volckreicher versamlung,
vndt Præsentz Meiner, neben Fürst Augusto, deßen
gemahlin Liebden vndt Tochter, wie auch dreyer Söhne
|| [[Handschrift: 34v]]
vndt Abgesandten von Cöhten, (obersten Werders)
Deßaw (cantzler Milagij;) Hartzgeroda
(hofmeister Freybergß) vndt Zerbst (Bodenhausens)
in guter ordnung, Christlich, vndt ehrlich, cele-
briret worden. Jn Einsidelß hofe, zun
drey kronen, genandt, erwarteten wir
Fürstliche personen, der Leichproceßion, vndt
folgeten also: Erstlich, auf die leiche,
ließen wir die nechsten Freünde, vndt
anverwandten gehen, <so alle bahrhaüpt giengen> darnach marchirten
vnsere Marschälcke: Einsidel vndt Rindtorf
alle mit bloßen haüptern, so wol v̈ber
die gaßen, als in die kirchen, wie auch
die iehnigen, so vor vnß her giengen, alle
bahrheüpt giengen, alß: hofmeister Christjan
Henrich von Börstel, neben seines bruders
Söhnen 9, darnach: Oberster leütenampt Knoche,
Curt Christof von Börstel, Geörg Friederich,
vndt Ernst Gottlieb, von Börstel, zween,
vndt zween, alles mit bloßen haüptern,
zeitt wehrender proceßion vnserer anwe-
senheit. Auff meine Marschälcke
|| [[Handschrift: 35r]]
folgete <Fürst Augustus vndt ich, in einem gliede darnach <alß Legatj,>> Obersten Werder vndt Cantzl Cantzler Milagius,
postea Fürst Ernst Gottlieb, vndt Freybergk, Fürst Lebrecht,
vndt Bodenhausen, Fürst Jmmanuel, vndt Caspar Pfaw,
(welcher beyder meiner schwestern Stelle repræsentirte)
postea: meine vndt anderer Rähte, secretarien
etcetera davor gleichwol etzliche von adel, alß
drey Krosigk von Erxleben, Werder von Gröptzig,
nicht zu vergeßen. Die Adeliche wittibe,
wurde auch geführet, durch Erlachen, ihren
StiefschwiegerSohn. Die Fürstin, von
Plötzkaw, folgete auf die nahen anverwan-
dten Jungfern, vndt wurde geführet, vom
Stallmeister Pröckaw. Freẅlein Johanna,
führete der von Zerbst. Der conduct
wardt wol angeordnet. Vor der Leiche
giengen die geistlichen, vndt Schüler, wie ge-
braüchlich, vndt wurde ein pferdt vorgefüh-
ret schwartz bekleidet, vndt verkapt.
Auf dem Sarge lag ein degen, vndt ein par Stifeln.
Der hofprediger von Plötzkaw Stubenrausch
that die leichpredigt, auß dem 116. psalm: Seye
nun wieder zufriedenc, Meine Seele, dann der
herr thut dir guts, vndt noch mehr wortt ferrner.10
Er legete ihn, gar schön auß, wie auch, die Personalia.
Nach der predigt, vndt gesängen, wurde
die leiche (welche immer, im Chor, gestanden)
wieder hinauß getragen, auß begräbnüß
vor der kirche, da wir vnß dann dahin
stelleten, die herren vndt gesandten, an
die seitte der kirchen, das Frawenzimmer aber
gegenv̈ber, gegen dem felde zu, biß die leiche
eingesetzt, vndt in die grufft gelaßen,
auch etwas zugescharret wahr. Dar-
nach fuhren wir fürstlichen personen, nachm Schloße
zu, die gesandten vndt andere, erbehtene,
wanderten wieder hinundter, in die Stadt.
Die leiche war von den vornehmsten bürgern
vndt Rahtßverwandten, getragen worden,
vndt es wahren zweene höltzerne Särge,
in einander.
Aufm Schloße wurde Meiner gemahlin Liebden
zugesprochen, darnach aber fuhr, Fürst Augustus
mit den Seinigen, wieder gen Plötzkaw. perge
Vndt ist also dieser Christliche actus, (Gott Lob)
wol celebriret worden. Gott bewahre vor mehre-
ren Trawerfällen!
Ma moytiè, faysant contre le droict de natüre, & ses
propres promesses, (stipülèes devant Dieu & les hommes)
üne partie assèz puissante de mes souffrances, & üne
pacience de 22 ans, ne pouvant esteindre les
flammes de ceste excessive colere & animositè qu'elle
a contre moy, voire quj s'allüme tousjours davan-
tage, il faut que j'en déscrive icy, quelque chose.
Bien est vray, que l'amour extraordinaire que je luy
ay portè, & porte encores, a couvert ses deffauts
trop constamment, mais ceste mienne modestie
donnant süjet, a elle de me vouloir entierement
assüjettir, dèshonorer, mèspriser, & gourmander,
il est impossible de la süpporter de telle façon.
La premiere annèe de nostre mariage, estoit
assèz bonne, & l'amour vigoureux de part & d'autre,
neantmoins ie ne laissay pas d'appercevoir
üne excessive colere auprès d'elle contre
d'aultres personnes innocentes, avec üne hajne
irreconciliable, & feu Son Altesse m'en avertit.
La hayne & mauvayse impression contre ceux
de nostre Religion, peut avoir augmentè ce feü,
a mesüre que ceste hayne s'est accreüe, & par mau-
vayses persuasions, & par üne malice enracinèe.
Son esprit seroit assèz bon, & capable de grandes
choses, & de beaux desseings, si les passions, dü
desir de commander absoluement, l'orgueil,
l'avarice insatiable, la hayne irreconciliable
(contre quj elle est ünefois animèe?) & l'injüstice
a persecüter, ceux qui ne veulent consentir
en toutes ses estranges propositions, & a favori-
ser trop ses creatüres, n'obscürcissoyent si
fort son iügement, qu'on diroit, que ce füst,
üne tout autre Personne. Je ne veux rien
dire, d'üne faussetè assèz lourde, quj la possede
aussy, avec d'autres imperfections, contraires
a ses Vertüs. Les annèes consecütives
donc de nostre long, mais penible mariage
elle a par fois cachèe, par fois non, le venin
de la malice, quj estoit dedans son coeur, & si
toutes choses n'alloyent á souhait, la voyla
hors des gonds, à blasmer moy, ou mon bon
Pere, ou mes seurs, & freres, ou quelque autre
de ma famille, comme si tout le malheur & bon-
heur dependoit d'eux, & comme si nous pouvions
estre süffisans, a remedier a tous inconveniens,
& celestes inflüences, & ne celant point cepen- || [[Handschrift: 37r]]
dant, la grande hayne contre nostre Religion,
qu'elle m'avoit cachèe au commencement me donnant
mesme quelque trompeuse esperance de sa conversion,
laquelle elle remit neantmoins, lors que je la prins
au mot, au terme de six ans, apres lequel expirè
elle s'opiniastra & roydit plüs qu'auparavant,
persecütant par menèes secrettes, les enfans
de Dieu, sür tout les ministres, & gens d'èscole,
s'ils se monstroyent ün peü zelèz, & disoyent
la moindre chose aux chaires, contraire a
leur creance? Estant üne femme imperieuse,
& quj commande ses gens a baguette, elle n'a
sceü reposer, qu'elle ne se füst ingerèe en mes
affaires, non seulement dü mèsnage, (auquel
elle a assèz bonne addresse, si elle void d'y
pouvoir avancer les interests, & proffits soit
á tort, ou a droict, avec üne conscience fort
large) mais aussy des affaires d'estat, troublant
& confondant mes meilleurs Officiers, Conseillers
& serviteurs, avec üne persecütion nompareille
contre ceux, qui me sont fidelles, & s'opposent
quelquesfois a ses Violences, & indiscretion.
Il ne faut que luy repliquer ün mot a ses imper-
tinences, la voyla toute en feü, & comme üne Jesabel,
|| [[Handschrift: 37v]]
ne pouvant satisfaire a sa rage, sans quelque Van-
geance, & èsloignant par ce moyen, tous bons servi-
teurs, & ne souffrant, que les chattemites, &
flatteurs, ou s'ils sont de la religion? les hypocrites,
& mèsdisans, ou menteurs. Si elle n'a
aultre moyen de vomir sa colere contre quelque
personne de bien & de probitè, elle dèscoche
sa rage contre l'innocence de mes pauvres
enfans, sür tout les filles, dèsquelles elle
dit, qu'il faut <leur> apprendre a patir, & souffrir,
comme s'il estoit raysonnable d'anticiper hümaj-
nement les jügemens dü Dieu Souverain?
Elle bat ordinairement l'innocente,
& croyt legerement aux rapports, de ses gens.
Quand ie replique a ses mauvayses propositions,
elle me donne tant de mauvayses paroles,
d'injüres, & de fascherie, qu'elle ne cesse
de continuër plüsieurs jours, sans retirer<corriger>
la premiere impuissance, & impetuositè,
qu'il m'est impossible de le süpporter. Elle
prend facillement occasion, a me nuyre
& contrarier, & me console ordinairement en mes
grandes afflictions, & adversitèz, comme fit
|| [[Handschrift: 38r]]
Seres, la femme de Job, á son mary. Elle ayme
les benedictions Magiques, & süperstitieuses, en
l'agricültüre, en l'edücation dü bestail, & sembla-
bles allümettes de son Avarice insatiable. Sür tout
ay ie apperceü son jre inexorable, lors, que j'envoyay
mes deux fils aisnèz il y a 7 ou 8 ans, a Dessaw,
pour les y faire èslever, & bien jnstruire. Car elle
print cela pour ün argüment de dèsfiance, & que
ie voulois renverser ses persuasions, qu'elle
s'estoit imaginèe en leur edücation, vomissant
tant des paroles oultrageuses, contre moy, en
ceste matiere, & contre feü mon bon Pere de bonne mémoire
(qu'elle souhaittoit en enfer a tous les Diables,
avec üne perversitè execrable,) que dèslors
on eust deü craindre que le feü dü Ciel ne
la devroit devorer, & consümer, si la pacience
de Dieu, contre nos pechèz, n'eust estè plüs
inexorable? Elle me dit alors expressement
(entre autres maledictions, honteuses a
reciter,) qu'elle n'avoit point de plüs grand
ennemy en terre que moy, quj luy ravissois
ses enfans, comme s'ils n'estoyent pas miens?
aussy bien, & comme si ie n'osois exercer le Puissan-
ce paternelle. Elle babilla alors beaucoup de son
Droict Maternel (Mutterrecht) dont ie n'ay iamais rien
|| [[Handschrift: 38v]]
leü, qu'il vaille, en aulcün Droict. On dit bien
en Lattin: Patria Potestas, mais point: Matria perge
Elle irrita tant qu'elle pouvoit, mes enfans,
contre moy, mèsdisant au dernier degrè, envers
eux, de moy, & de feü Son Altesse, mon bon Pere, leur
Ayeul propre de bonne mémoire[.] Mais leur natürel
est si bon, de mes bons fils, qu'ils ne croyent
pas, a ces boutades dü sexe feminin. Apres
avoir seminè de la zizanie, en plüsieurs coins de
ceste Principautè, comme aussy particülierement
á Dessaw, affin d'ennuyer mes fils, de ce sejour,
& mettre mal les principaulx, avec moy,
ie taschay de retirer, mes fils de là, (apres
ün seiour neantmoins de peü d'annèes) &
les menay en Hollande moy mesme, pen-
dant que ma femme jnquiete, abüsant
de ma plenipotence, que ie luy avois laissèe
au pays, en mon absence, (non donnèe
contre moy mesme nj contre ceux qui
estoyent avec moy presens) s'appeina par
toutes voyes, de les faire aller, aux pays Sep-
temtrionaulx, aux Jsles de delà la mer, en des
Academies peü celebres, mais de sa religion
|| [[Handschrift: 39r]]
pensant les seduire par ce moyen, & me contraindre
par mon evidente ruine & misere, d'accepter la
condition, qu'elle avoit par ses rüses & menèes
prattiquèe a la cour dü Roy de Dennemargk.
Mais Dieu la rendit confuse en ses raysonnemens
& me donna des moyens non esperèz en Hollan-
de, afin de me remettre ün peü, & pour èslever
ün temps, mes dits fils, dont il soit glorifièr
en sa bontè miracüleuse á perpetuitè!
Je le prie, qu'il me Vueille continuër ses bontèz
immenses, & ne m'abbandonner, nj mes enfans!
La plüspart des femmes, est addonnèe a Varia-
tions, & irresolütions. Cela luy arrivant aussy,
n'est pas èsmerveillable, mais bien pernicieux
en matiere d'estat, & dü gouvernement de sa mayson.
Ces irresolütions renversent toutes bonnes
maximes, & ce que'elle trouvera bon aujourd'huy
elle le changera demaind, attribuant puis apres
a d'autres, la coulpe des choses mal reüssies,
comme si les evenemens estoyent en nostre puis-
sance, & comme si elle seule eust le don de ne pou-
voir errer! grande & extraordinajre impuissance!
& quj a abalienè plüsieurs bons serviteurs, ne pouvans
souffrir ses Iniüstices, & calomnies trop passionnèes.
Il ne faut en façon quelconque luy contredire,
si on veut acquerir & obtenir son amitiè, & luy
donner droict & rayson en toutes choses, nonob-
stant qu'elles füssent contre toute rayson!
Nota Bene Dès l'annèe donc 1636 ie m'apperceus,
qu'elle meditoit ün Divorce d'avec moy, &
me le dit aussy en la face souventesfois,
quand ie ne voulois pas approuver toutes
ses mauvayses manieres de faire. Elle se
vanta souvent d'avoir peu marier le Roy
de Swede, dont ie ne faysois que rire, d'üne
Vanitè si incertaine & non effectuèe, mais
au Düc de Gottorf, & au Düc Frantz Albert
de Saxen, elle tèsmoigna ün peü trop d'affec-
tion, & me dit souvent, qu'elle vouldroit avoir
èspousèe ün d'iceulx, en la face, ce qui estoit
süffisant, pour exciter ma jalousie, combien
qu'a l'heure, que i'escris cecy, le dernier,
(qui fist mesme profession au temps de mes nop-
ces, d'estre mon corrival, & ie le fis quitter
la partie, avec approbation de mon èspouse alors,
non sans sa honte dü Düc Franz Albrecht) n'est plüs en Vie?
Elle parle aussy souvent dü Düc Jean frere
dü Düc de Gottorf, pareille cocquinerie, & en somme
elle dit: qu'elle vouldroit avoir en mariage tout
autre Prince ou Conte, que moy, lors que ie
la mets, tant soit peü, en fougue, ce quj ar-
rive facillement, quoy que ie l'èspargne
tant que ie puis, sür tout quand elle est
encejncte, afin de n'endommager le fruict
de son Ventre, & attirer la pünition de sa rage,
sür l'innocence d'ün pauvre enfant.
Mais ayant estè 18 fois encejncte, elle
s'est tellement accoustümèe a ne vouloir rien
souffrir, qu'on luy dise, & a vouloir estre tousjours
flattèe & amadouèe, qu'elle ne veut endürer
en tout temps, aulcüne replique nj contradiction.
Voire quj plüs est, elle s'accoustüme a me
gourmander, & ie doibs, comme ün bon Gioseph,
rien contredire, ains souffrir tout paciemment,
á tort & á travers. Sür tout lors que ie
suis miserable (ce quj m'arrive souvent) elle
me hayt mortellement, & semble ne m'avoir
èspousèe que pour s'enrichir de mes dèspouilles,
& avec ma perte & dommage, dont elle a sceu empoigner
|| [[Handschrift: 40v]]
les occasions bravement, se faysant bien payer
de mes debtes sans remission, nj misericorde,
nonobstant mes rujnes evidentes. Je croy
qu'elle medite encores des meschancetèz
pour me rujner, & pour seduire mes enfans,
journellement. Mais Dieu vueille confon-
dre les perversitèz de Sathan! & relever
la Veritè oppressèe! Afin de ne m'arres-
ter donc avec des digressions ennuyeuses,
(veü: qu'on pourroit escrire ün livre de
la colere perseverante de ceste: Mala
Herba) ie mettray icy, qu'ayant mespri-
sè souvent ma pacience, elle me parla a-
vanthier, de ses sollicitations en Swede,
qu'elles alloyent le pas d'escrevisse, &
fülmina grandement contre les Swedois.
Je pensay la consoler doucement mais elle
continüa ses tempestes. En fin ie dis ün mot,
de son solliciteur, Jean Christofle Wischer, qu'il
estoit jeüne, & impacient<inexpert> encores, que ie ne
scavois pas, s'il scavoit bien les addresses
|| [[Handschrift: 41r]]
et s'il pouvoit solliciter avec assèz de pacience
& de retenuë? telles grandes choses, que Rome
n'estoit pas bastie, en ün jour, & l'arbre
ne tomboit pas dü premier coup &cetera &cetera
qu'il falloit embrasser le vray temps, & les
opportünitèz & ne se lasser pas, tout aussy tost.
perge
Elle print cela si mal, que ie la voulois
empescher de ravoir son gentilhomme servant,
& le mettre en mauvayse grace, au lieu de le re-
mercier de ses peines prinses, & me donna des
paroles picquantes, qu'il falloit qu'il revinst,
& allast avec elle en Pomeranie, luy faire
des bons services, en ces Pays là &cetera que ie ne
devois retarder sa bonne fortüne &cetera qu'enfin
ne la pouvant addoucir, et bien, dis ie, pourquoy
Vous faschèz Vous, qu'il aille au nom de Dieu,
avec Vous, mais ie vous prie laissèz Vous con-
seiller, & prennèz ün homme d'authoritè avec,
quj gouverne & commande vostre train, ün homme
d'aage, d'experience & mariè, il y aura plüs
de bienseance en ün si lointain voyage, entre
tant de gens de qualitè, que Vous verrèz aux
cours des Princes & Princesses, voire a la cour Electorale.
|| [[Handschrift: 41v]]
Ceste repütation & bienseance la picqua tellement
& que ie voulois ün peü ordonner son train,
& ses vastes desseings, qu'elle me dit des
injüres, me donna trois fois au Diable,
tança ma deffiance contre elle comme üne
femme d'honneur, & prinst toutes choses
au rebours, ne considerant pas mesmes,
que j'avois parlè aussy de la bienseance
de mes enfans qui vont avec, & que ce
n'estoit pas assèz d'avoir des jeunes
gens autour de soy, lesquels ne se scavent
pas quelquesfois gouverner eux mesmes.
Ces injüres & tort, qu'elle me faysoit
me picquerent vifuement, me faysans
renverser le ieü d'eschec, & frapper la porte
en la fermant avec dèsdaing, en m'en allant.
Neantmoins j'avallay ceste pillüle,
revenant au soir, & la traittant avec
grande douceur & hümanitè, estant la
cinquièsme semaine de ses couches, finie.
Le lendemain, qui estoit le iour d'hier,
|| [[Handschrift: 42r]]
ie revins disner avec elle, pensant qu'elle se
seroit recognuë & amendèe, la voyla derechef
en fougue, parce que j'avois dit, qu'a table les
Damoyselles cacquetoyent bien avec les gen-
tilshommes, mais ne prennoyent gueres garde
a nos filles, lors que ie ne vay pas á table,
car i'en ay eü bonne jnformation, & ainsy
mes pauvres enfans, estans mal servies,
on ne veut pas, qu'elles s'en plaignent encores,
& demandent avec aspretè des valets, a
boire, ou quelque assiette ou choses semblable.
Or ma femme ayme trop dèsmesürément
sa Damoyselle de chambre, & croyt a tout
ce, qu'elle luy dit & persuade, contre quj, que
ce soit, laquelle ne pouvant faillir, (scilicet!)
ie ne devois pas toucher ceste corde discordante!
Mala herba prinst donc occasion de mordre a
tous mes discours, & comme elle voulust avoir de
l'argent de moy, sans pitiè, & que ie luy dis,
que ie n'en avois point, & qu'elle mesme me deust
payer, des sommes de reste dü ferme de Ballenstedt
qu'elle me doibt, & ne m'abbandonner de la sorte,
|| [[Handschrift: 42v]]
la voila remise en mauvayse postüre, a oultrager
a se fascher, a calomnier, & a me dire mille
pouilles, comme üne Demoniaque, en tordant
les yeux pleins de feü, & changeant son
visage vilainement, contre toute rayson
& apparence. Entr'autres choses elle
Nota Bene me dist: qu'elle prioit Dieu de coeur,
Nota Bene qu'elle n'osast plüs coucher a mon costè
Nota Bene nj avoir aulcün enfant plüs de moy,
qu'elle s'ennuyoit de manger <plüs> avec moy,
<avec ün tel homme disoit elle, en Allemand,>
& ie n'avois dit aultre chose, en plaignant
seul a ma femme, mes calamitèz & ruines
evidentes, sinon: ie ne scay pourquoy vous
ne scavèz me conseiller aultre moyen de
ma sübsistance, que de chasser mes bons
serviteurs, iray ie donc moy mesme en
tous les coins, porter les plats, de la cuysine[,]
querre la biere & le vin de la cave, gouver-
ner les süjets par tout aux villages deçá
delà, faut il pas avoir Conseillers, baillifs,
aux baillages, Officiers de la cour, serviteurs
& servantes pour nous, & pour nos enfans.
|| [[Handschrift: 43r]]
Casseray ie donc ma famille,? ou les feray ie
servir, comme valets, & servantes? ce que ie luy
dis avec üne douceur familiere, comme pour-
roit faire ün bon mary, a sa femme, en confi-
ance maritale. A cela elle repliqua,
(contre mon attente & opinion,) le dèsdaing süsdit
souhaittant nostre separation avec üne
passion trop extraordinaire, et venante d'ün
instinct, d'ün malin esprit, ennemy dü maria-
ge, & autheur des ennuys, & de la Discorde.
Je luy avois aussy remonstrè entr'autres
familierement qu'il seroit bon de conduyre nos
affaires dü mèsnage, avec meilleur ordre
& avoir l'œil plüs fichè sür ceüx qui ont l'in-
spection, afin; que rien ne soit distrait par
<l'>jnfidelitè d'aulcüns, quj peschent en eau
trouble, qu'il falloit sür tout, maintenir
nostre credit au pays, & aux Villes Voysines,
aultrement nos affaires iroyent encores plüs
mal, ne pensant rien moins, sinon que cela
la devroit offencer. Voyla donc ün scandale
mal prins d'elle, mais non donnè de moy.
Dieu me Vueille delivrer de ceste grande malice!
Bien est vray, que ie luy dis a la fin: Taisèz
vous, ou ie vous feray tenir la bouche, mais
voyant qu'elle ne s'en soucioit point, je
m'en allay avec dèsdaing, & puis apres
m'accostay a la ceremonie de l'enterrement.
& rendis mes devoirs, au Prince Augüste. perge
Je croy que Sathan a eu beaucoup
de puissance, sür ceste femme, depuis qu'elle
a souhaittè souvent<souventesfois>, depuis peü d'annèes,
de ne m'aymer pas tant, & desirant
cela avec passion, au lieu de devoir
prier Dieu au contraire, (suivant
l'affection conjügale & ses devoirs)
& de maintenir les bonnes inclinations
de son natürel, il y a apparence a cela,
car les œuvres le monstrent, de quel instjnct,
ceste hayne, mauldite, & execrable procede?
Dieu la vueille convertir derechef, la
regir par son Saint esprit, fleschir son coeur!
la conduyre & rammener dü chemin perverty,
au bon senti<e>r de pietè, de Veritè, & de Jüstice!
& confondre & aneantir, les œuvres de perdition!
Mein kammerdiener, Jacob Ludwig Schwartzen-
berger, alß er gestern abendt vom begräbnüß
gegangen, ist sehr krangk vndt Schwach, geworden,
gibt es der eröfnung der gruft schuldt,
darauf ihm, alß er hinein kommen, ein böser
schädlicher süßer geruch entgegen gagestiegen,
darvon er alsobaldt, sich v̈bel auf, befunden.
Gott gebe ihm beßerung, vndt daß ihme
daß köstliche medicament, so ich ihm zuge-
schickt vndt neẅlichst von Caßel erlanget,
wol bekommen, vndt gute proba thun möge!
Vnser caplan Jonius, sol auch gestern,
beym leichbegengnüß, plötzlich krangk
worden sein. Gott wolle ihm auch beßerung geben!
Numero 3 ist vom Doctor Hehger, auß Oßnabrügk,
relation einkommen, wie? vndt welcher gestaltt,
sich, die friedenßtractaten, abermalß accrochjren.
Gott wolle in gnaden, die dissentirende
gemühter, bezähmen! vndt bändigen!
Die Oberste Werderinn, hat Meiner freundliche herzlieb(st)en ge-
mahlin, zugesprochen, vndt ist zur Tafel geblieben. perge
Der kleine Kersten, ist forth nacher Zerbst. Gott
wolle ihn hin- vndt her- sicher geleitten!
vndt gute antwortt, mir wiederfahren laßen!
Jn die kirche, da Theopoldus geprediget.
Extra zu Mittage, den Amptßraht Panßen
gehabt, vndt nach der malzeit, viel conversiret.
Nachmittags in die kirche wieder, da Marggravius
geprediget, weil Jonius krangk. perge
Risposta vom Doctor Lentz, en bons termes. perge
Diese nacht seindt: 12 handtpferde, heimlich
durchgeführet worden, On dit qu'il y
a des picoreurs, parmy nos Reitres!
Der bohte vom R.e vndt von Hamburg ist (Gott
Lob) glügklich wiederkommen. perge mit
vielen schreiben, auß hollstein. Die ge-
vattern von Sonderburgk, vndt Eütin, die
beyden Damen, haben es wol aufgenommen.
Viel notificationes seindt auch beant-
wortett, zu Gottorf, Glügksburg, Flens-
burgk, &cetera Sonderburgk. Le Düc de
Sonderburg m'escrit, que mon petit Türc, est
devenü si miserable et chetif, qu'ün
paysan l'a harcelè devant la charruë.
Je le plains, ayant èsprouvè, & cognü la
bontè & Vertü de ce cheval, & l'ayant eu
|| [[Handschrift: 44v]]
quelques annèes, detestant ma propre ingrati-
tüde d'avoir donnè l'an passè a Oldenburgk
ce brave cheval, a des gens, qui n'ont pas sceu
recognoistre sa valeur, & n'ont sceü avoir la
pacience de s'en servir convenablement!
Il a saulvè la vie souventesfois a Nostitz
& a moy mesme, en des courvèes dangereuses. perge
Mais le Düc George Frideric de Hollstein
nepheu de ma Femme se saoule bien tost d'ün
cheval, quoy qu'il soit autrement bonhomme
de cheval. Je n'avois iamais desseing
de le quitter, si le Baron de Schrahtembach
Halcke et Rindorf, n'eussent insistè a
ce conseil, le cheval n'ayant que 13 ans,
ce qui est peu, pour les chevaux de Türquie.
Christian Henrich von Börstel, hofmeister
vndt raht zu Deßaw, hette heütte
an der fehre baldt ein großes vnglück, mit
weib, vndt kindern gehabt, in dem die
pferde vor der Calesche verwildert,
vndt bey nahe inß waßer kommen, auch
sonsten mit vmbstürtzen der Frawen vndt
kinder auch schlagen der pferde, mancherley
vorgegangen, das doch Gottes providentz scheinbarlich
|| [[Handschrift: 45v]]
darbey zu verspühren, vndt ihme zu dangken
gewesen.
<2 hasen. Carl:>
Doctor Mechovius, hat sich bey Mir præsentiret,
vndt allerley referenda referiret. Nous sommes
a la Veille de grands changemens! Dieu
vueille assister, le bon party! & la justice!
de la cause!
Ernst Dietrich Röder, hat seinen vndterthenigen
treẅhertzigen abschiedt genommen. Il estoit fort
cordial, & comme s'il se doutoit de ne me revoir
plüs? Dieu l'en garde, & moy aussy, d'üne
fascheuse separation!
A spasso, zu sehen, wie mein Rogken, vndt
haber stehet? Vormittagß.
Nachmittags, conferentzen mit dem hofmeister
Einsidel, mit Rindtorf, vndt andern, wegen anstaltt
deß kindttaüffens, wilß Gott, vndt sonsten, in
Oeconomicis, in spetie aber, con Madama. perge
Schreiben von Halberstadt, daß vnsere Reütter,
dem Commendant alldar, 4 pferde außgespannet,
vndt dieselben hieher gebracht hetten. Begehret
sie wieder. perge
Briefe von Wjen, Dresen[!], Bautzen. etcetera
Daß graf Gallaaß Todeß verblichen.
Das Jhre Kayserliche Mayestät den Evangelischen in vngern
noch 95 kirchen einreümen, daßelbe confirmirt,
vndt subsigniret, auch den vngrischen Ertzbischoff
zu cassiren bedroẅet, alß er sjch zu subscribiren,
gewaigert, biß ers vndterschrieben.
Jtem: daß Jhre Mayestäten am Podagra, laboriren.
Daß Franckreich gewaltig armire, gegen
Flandern, Catalonien, vndt Jtalien.
Daß des Prjntzen, von Vranien, leichbegengnüß,
differjret seye!
Daß der Türgke, anfange, lußt zum frieden,
zu bekommen, hingegen: die Venezianer, zum kriege, anj-
moß würden, durch kleine Victorien.
Jn Polen, zu Petrichow, hette am Tribunalj; ejn
vornehmer Pollnischer edelmann, müßen gefangen,
vndt vmb 30000 ThalerThlr:, gestraft werden, weil
er vor der monstrantz, nicht niederfallen wollen.
Daß der Ertzhertzogk Leopoldt, herrlich zu Brüßel
empfangen worden.
Jm Darmstädtischen, dominiren die Frantzosen.
Jn Engellandt, ist noch ein verwirreter zustandt. perge
General Wrangel, hat Schweinfurth occupiret. perge
Avis: daß Königßmargk ordre zum vfbruch ge-
geben, vndt daß man wegen der restanten, nicht
zu scharf in die armen vndterthanen dringen
sollte! welche moderation einmal billich zu loben!
hinauß geritten, vormittags, auf meine felder,
alhier, vndt zu Zeptzigk.
J'ay èscrit, pour le 30me: a Tobias Steffeck von Kolodey au
Baron de Schrahtembach, au Duc Iohann Christian de Schleswig Holstein a
Sonderburg[,] au Colonel R.f. perge Dieu vueille conduire mes
lettres, avec le messager, & m'ottroyer rèspon-
ce rèsjouissante de tous costèz! perge Ô Dieu! exauce moy!
Ô Dieu! rends moy liesse! & contentement!
rends moy la liesse perduë, & divertis de moy, tout
chagrin, & dèsplaysir!
Ein Trompter, vom hertzogk Julio heinrich,
von Sachßen Lawenburgk; ist anhero kommen,
mit allerley bericht, auß Böhmen, wje sie sich,
aldar, förchten, vor Schwedischem, abermahligem
einfall, vndt invasion, vndt greẅlich mit con-
tributionen geplaget werden. Jch habe ihm
einen paß, biß auf Schöningen, geben müßen. perge
Philipp Güder ist von Zerbst, mit 6 faß
Zerbster bier, glücklich wiederkommen, vnerachtet die
Parthien an itzo sehr, im felde herümber, terminiren!
Advocat Jehna, schreibet mir auch, die schöne
zeittung, vom Kayserlichen hofe, daß ich in Fürst Friedrichs sachen,
(meines einwendens vnerachtet) den verordneten
commißarien, Fürst Augusto vndt Fürst Ludwigen pariren,
vndt mich ihnen, submittiren solle! Summum jus! etcetera
Meiner besten diehner einer, Jakob Ludwig Schwartzenberger
ist an itzo Tödtlich krangk, so wol am Fieber,
alß gehlsucht, vndt ist sieder deß præsidenten
Sehliger begräbnüß, vnpaß gewesen. Biß dato haben
auch die köstlichsten remedia wenig bey ihme,
gefruchtet. Gott wolle sich seiner erbarmen,
ihn trösten, vndt seinen zustandt, beßern! perge
Jn die kirche, cum filiabus primogenitis duabus.
Conferenze co'l Dottore Meccovio, in molte cose di
stato, e politiche. &cetera perge
Je me suis pourmeinè, en mes campagnes, &
ay passè le temps, a jouer aux eschecs avec
Madame. J'ay ün secret crevecoeur, que je
n'ose manifester, qu'a personne! C'est ün grand
cas, que ceste chetifue vie transitoire, nous ap-
porte tant de calamitèz & de miseres, la plüs grande
de mes croix, & tribülations estant, de ne peser
souventesfois, mes afflictions, qu'apres le coup fait!
Quand le mal est passè, qu'on eust peu devan-
cer, ou eviter, et qu'on pense a tels et tels
remedes, c'est alors, que cela nous cuit
en l'ame extraordinairement & que nous
detestons, nostre legeretè, oultrecuydance
& inadvertence nuisible a nous mesmes,
& a nostre prochain! Dieu nous console!
Donnerstag♃ den 29. Aprilis. 1647.
Diese Nacht, haben des Rittmeisters
hänßgen Soldaten, die kirche in der Alten
Stadt, erbrochen, viel heraußer genommen,
vndt mehrentheilß in des Rittmeisters eigenes
quartier gebracht. Zweene der kirchendiebe11,
seindt auf frischer that, ertapt worden.
Gott gebe! daß mehr an Tag kommen!
Sein General Königßmargk, wie auch der
Obrist leutnant Pfuhle, werden es ihme wol nicht
gut heißen, wann sie es erfahren. perge
Jch bin hinauß nach Pfuhle geritten, nach
dem Panse die Raüber, incarceriren laßen. perge
Risposta von Ballenstedt, in buone parole!
Der Amptßraht Panse, wie auch Doctor Mechovius, seindt
gestern, bey mir gewesen, allerley zu referiren.
Dieu me vueille delivrer, des peines, angois-
ses, & tourmens secrets, quj m'accablent,
& me crevent le coeur! La fortüne semble
m'abbandonner, puis que je m'abbandonne moy
mesme, la benediction de Dieu, s'èsvente,
i'ay ün <secret> ennuy de vivre, en tant de fascheries,
les elemens, me contrarient, mes proches m'ab-
bandonnent, le pays est comme en malediction, &
les süjets, en proye au premier approchant
avec la milice, l'agricültüre, les vignobles,
le bestail, & tout autre revenü s'accroche.
Personne ne me veut servir, pour neant.
Plüsieurs taschent, de s'accommoder, afin
d'eviter, a l'avenir, ce, quj les rend mise-
rables! Mes meilleurs serviteurs, se lassent,
& trouvent de la difficültè a bien & fidellement
servir, par la mültitüde des meschans, & per-
fides, qui s'accommodent de mes ruines, &
les dits bons serviteurs, s'en vont plüstost, que
de faire cela, ainsy ie ne trouve, que beaucoup de
difficültèz, chagrin, regrets, et miseres! Ô Dieu! ayde moy!
Entr'autres regrets, i'ay eu ün tel, par üne
inflüence extraordinaire que ie devois prendre garde
a moy, que la mèscognoissance, que j'avois
demonstrèe a rejetter ün cheval si gentil &
si digne, (comme estoit mon tant chery Türcq,
& que i'espargnois tant d'annèes, le refü-
sant au <feu> Düc Frantz Albert, <de Saxe> & a ce Düc
George Frideric <de Hollstein> mesme devant peü d'annèes,
& me proposant de le retenir toute sa vie,
car il estoit bon & paysible, & me cognoissoit
parfaittement bien, se jouant de sa teste & de
ses jambes, comme ün chien aimable, avec
moy, á l'escuyrie, & ne m'abbandonnant
en aulcüne necessitè, en tant de courvèes,
nj mes officiers, pour laquelle cause, & pour
sa beautè & bontè, courrant seurement
& sans broncher, que tresrarement, comme ün
lievre & plüs viste encores, ie l'aymois
tendrement comme ün bon serviteur, & qui
estoit, sans vice, & sans pechè, fidelle au
possible, & excellent a courrir süs aux parties
des picoureurs de la soldatesque, & aux
voyages, passant son chemin, avec tres bonne
|| [[Handschrift: 49r]]
mine, & dèsmarche, sans se lasser, & se conten-
tant tousjours paciemment de tout, avec ün gene-
reux courage, affectionnè a son maistre, & passion-
nè iusqu'a traverser ün feü, pour son service)
ce cheval disie, pour l'avoir delaissè pitoyablement
contre mon grè, par ün simple discours leger, &
irretractable, a la tyrannie de gens, qui ne
scavent discerner la vertü, en ün animal,
si noble, & l'ont accablè, de coups, & de
courvèes, sans le laisser reposer, nj reprendre
halaine, a son temps, & sans pitiè, m'apporte-
roit ün grand, <& insigne> malheur, & en ma famille, &
en ma personne, qui eusse deü avoir meilleur
èsgard a sa gentillesse tant cognuë, & a son
innocence, ne m'ayant jamais desirè
d'offencer, de son grè, & servant de digne
exemple a plüsieurs serviteurs, plüs brü-
taulx, que cest' animal, lequel sembloit a-
voir par fois, üne ratiocination hümajne,
& cognoissoit non seulement fort bien son maistre,
& ceux, quj luy faisoyent dü bien, mais aussy
les hommes brütaulx & inhümains, qui le vouloy-
ent rüdoyer, & le mettoyent, en sa delicatesse, au desespoir.
Je l'ay eü, près de huict ans, & il a durè par-
faittement bien, avec admiration de tous mes
gens, en tant de voyages, & differens tempe-
ramens des eaulx pütrides, & pastüre diver-
se en tant de regions d'air, etcetera n'ayant
eü <au dernier an> qu'üne toulx, laquelle peut estre, on
luy eüst peü faire passer, avec le temps,
s'il füst demeurè parmy de gens hümains,
& traittables? mais ç'a estè le plüs
doux, le plüs gentil, & le plüs aymable
animal qu'on ait sceü voir, mais en
ce dernier voyage, par ma faulte,
irresolütion, ou trop grande civilitè,
(tant dommageable a ce pauvre cheval,)
le plüs malheureux; que la terre porte.
Et je ne l'oublieray, de ma vie, jamais!
le plaignant trop dèsmesürêment;
pour avoir causè, & precipitè moy mesme,
inconsiderèment sa rujne, & n'osant
plüs, me fier, a moy mesme, par ün excéz
de cordialitè intempestive, & de nülle valeür. perge
Jamais, perte d'aulcün cheval; m'est plüs allè á coeur
& ie n'attacheray plüs tant, mon Coeur, a aulcün!
On dira au contraire, il ne faut pas tant estimer
les bestes, nj avoir soing d'eulx, on les peüt traitter
comme l'on veut. C'est les hommes seüls, qu'on doibt
plaindre, & non les animaulx! Je rèsponds a cela
que de vray les hommes raysonnables sont a preferer
m
aux bestes brütes, sans contradiction, & on le fait
aussy, en toutes façons, deuëment. Mais pour
cela il n'est pas entierement deffendü, de plaindre,
ou avoir pitiè, dü mal & de la perte, d'ün bon
animal, qui ne nuit a personne, ains est fort ütile
& de grand service, aux hommes, voire qui nous retire
des perils, & grandes necessitèz, par son addresse
courage, & gentillesse si adroicte, qui ayme l'homme,
& luy fait grand bien, & nül mal, qui est innocent
de tout pechè, et comme ün agneau. L'escritüre saincte,
dit expressêment, que le jüste, a pitiè, & miseri-
corde, a l'endroict de son bestail, (en quoy, i'ay failly,
vilainement contre mon natürel) elle dit aussy, qu'on
ne doibt pas mal traitter, les boeufs, quj battent
le blè, et que les corbeaux, sont exaucèz, lors qu'ils
crient au Seigneür, lesquels derniers, semblent
encores estre, des oiseaux nuisibles, & inütiles.
Ainsy il semble que Dieu ne veut pas, qu'on traitte
inhümainement les Creatüres, qu'il nous donne! ains,
qu'on aye soing convenable, de leur estre, & qu'on les secoure!
Il a soing, des passereaux inütiles, a exaucè l'asnesse de Balaam12, <item la quantitè dü bestail a Ninive; & les chiens de la Cananite,>
Ah! que ne l'ay ie donc point fait de mon Türc,?
tant chery en mon ame, miserable! & ingrat!
que ie suis, & detesteray toute ma Vie ceste in-
gratitüde, & inconsideration si stüpide, & a
moy mesme execrable, quand i'y pense,
<(le Prophete Jonas, ayant eü pitiè d'üne cücurbite insensible)>
estant sorty, comme de moy mesme, en ceste
mauldite heüre, (ou ie quittay miserablement,
ce digne <genereux> et brave, cheval,) & ne scachant
iamais excüser, <assèz> ceste <perfide trahison> laschetè, & vilaine
courtoysie, indigne, a ma meilleüre science, & <propre> experience! et cetera
Bien est vray, que i'ay taschè tost apres, &
tousjours depuis, par lettres, & aultrement, a ravoir
ce gentil thresor, a moy; par tant de preuves,
trop estimable, mais üne resistance extra-
ordinaire a mes desseings, a tousiours empeschè,
accrochè <aneanty> et retardè, mes intentions, comme
si tous les elemens, auroyent conspirè,
ensemble, a la destrüction & ruine <entiere> de ce
pauvre <ioly> mignon de cheval, & comme si tout le
comble des malheurs, estoit destinè dü ciel mes-
me a le perdre, comme<tout ainsy> üne Victime tres jnnocent
& pour m'oster tout le bien, qui m'eust peü
apporter, quelque petite joye, consolation, & Contentement?
Je n'oserois specifier davantage de particülaritèz
pour cela, mais je n'en scay, que trop, & crains
de commettre, si ie parle plüs de telle matiere? üne
espece de süperstition, & de me contrister davantage!
De cela ie suis asseurè, que combien que l'homme,
soit de beaucoup, a preferer aux bestes, si est ce,
qu'ün animal, si <bon et si> vertüeux, merite sans com-
parayson, plüs de louange, que plüsieurs
barbares inhümains, Vicieüx, & pecheurs,
qui ne tiennent de l'homme, que la forme <exterieure>, & sont
pires, que les bestes, en eulx mesmes, voire
hommes bestiaulx, brütaux, & perVers, aussy
seront telles gens mauldites, bien aultrement
traittèz, en l'autre vie, que ces pauvres
creatüres, innocentes, qui n'ont pechè ni
de leur langue, ni de leurs pièds, & aultres
membres, & perdent par la mort, tout sentiment.
Mais apprenons de cela, comme la bonne grace,
& mesme la puissance des hommes,? est inconstan-
te, lübrique, & fragile, & qu'on ne doibt nülle-
ment, s'y fier, puis que nous pechons, mescham-
ment, contre nostre propre natürel, & ne pou-
vons insister, au droict reiglement, de nostre Volontè.
Dieu nous vueille regir; fleschir; & ne nous induire point en Tentation!
Jch habe heütte, bey der jnventur des præsiden-
ten Sehliger verlaßenschaft, auch ein par von Meinen depu-
tirten gehabt, wiewol es anfangß, nicht recht
forthgewollt.
Meiner freundlichen herzlieb(st)en gemahlin Liebden Sechß wochen,
seindt numehr vmb. Gelobet seye Gott, der
Sie gnediglich erhalten, gefristet, vndt gestär-
cket hat. Er wolle ferner Mutter vndt Kindt,
segenen, stärgken! vndt erhalten. Die Liebe
kleine hat zwar an itzo, einen zimlichen bösen
hußten. Gott wolle beßerung, verleyhen!
