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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: Juni 1647


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XIX, fol. 79v-111r (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. April 1647
Bernburg
  • Regen
  • Befruchtung einer Stute und Trauer um verlorenes Pferd
  • Vergebliche Kreditanfrage bei den Bierbrauern
  • Spaziergang zur Schadensbesichtigung auf den Feldern
  • Erinnerung an Pfarrer Samuel de L'Echerpière in Delft
02. Juni 1647
Bernburg
  • Gemeinsamer Kirchgang
  • Finanzielle Sorgen bezüglich der Haus- und Hofhaltung
  • Rückkehr von Hofmeister Heinrich Friedrich von Einsiedel aus Plötzkau
  • Angst vor Täuschungsversuchen
  • Verschiebung des Landrechnungstages
  • Ausritt nach Zepzig
  • Maßnahmen gegen sich widersetzende Bürger
03. Juni 1647
Bernburg
  • Regen
  • Korrespondenz
  • Gespräche mit Amtmann Martin Schmidt und Amtsrat Georg Banse
  • Gartenspaziergang mit Gemahlin Eleonora Sophia
  • Kränkelndes Weidevieh
  • Nachricht über Probleme bezüglich des Kurfürstentums Pfalz in Münster und Osnabrück
04. Juni 1647
Bernburg
  • Schlechtes Wetter
  • Kriegsfolgen
  • Korrespondenz
  • Bitte um göttliche Unterstützung
  • Gartenspaziergang mit Fürstin Eleonora Sophia
05. Juni 1647
Bernburg
  • Mäuseplage auf den Getreidefeldern
  • Nebel
  • Nächtlicher Vorfall eines abgestürzten Wandgemäldes und einer Geistersichtung
  • Reise von Fürstin Eleonora Sophia mit den Töchtern Fürstin Angelika und Fürstin Anna Sophia nach Zerbst
  • Probleme von Einsiedels, sein Gehalt zu erhalten
  • Kirchgang mit den Schwestern Fürstin Sophia Margaretha und Fürstin Dorothea Bathilde
06. Juni 1647
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Gemeinsame Kirchgänge
  • Schlechte Nachrichten zu Regierungsangelegenheiten und aus Münster und Osnabrück
  • Justina Maria von Einsiedel als Essensgast
07. Juni 1647
Bernburg
  • Unruhe und Sorge
  • Vergleich eigener Sorgen mit biblischen Fällen
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und Neuigkeiten
  • Predigtanhörungen
  • Superintendent Joachim Plato und Kammerrat Joachim Mechovius mittags als Essensgäste
  • Kontributionsforderung von Generalleutnant Graf Hans Christoph von Königsmarck
  • Gespräche mit Diakon Andreas Hesius und Banse
  • Banse und Hesius abends als Essensgäste
08. Juni 1647
Bernburg
  • Anhaltende Trockenheit
  • Korrespondenz
  • Ausritt
  • Erfolglosigkeit des verschickten Kammerdieners Jakob Ludwig Schwartzenberger
  • Erinnerung an Verlust des Pferdes
  • Abendlicher Regen
09. Juni 1647
Bernburg
  • Trauer um das verlorene Pferd
  • Spaziergang zur Rübenernte
  • Vereidigung des Kammerdieners Gebhard Loyß und des Kopisten Hans Friedrich Eckardt
  • Gespräche mit Dr. Mechovius
  • Leibarzt Dr. Johann Brandt und Diakon Bartholomäus Jonius als Essensgäste
  • Korrespondenz
  • Krankheitsfälle in Köthen und Zerbst
  • Rückkehr des anhaltisch-harzgerödischen Hofrats Kaspar Pfau von Bruder Friedrich
  • Rückkehr Fürstin Eleonora Sophias
10. Juni 1647
Bernburg
  • Nächtliche Unruhe
  • Korrespondenz
  • Gespräch mit Pfau
  • Erntebeginn
  • Spaziergang
  • Unfall betrunkener Bediensteter
11. Juni 1647
Bernburg
  • Abermaliges Gedenken und Betrauern des verlorenen Pferdes und anderer Unglücksfälle
  • Stoßgebet
  • Lachsfang
  • Ausritt
  • Geldforderung durch den Freiherren Balthasar von Schrattenbach
  • Bestätigung des Todes des Grafen Christian von Oldenburg-Delmenhorst
  • Jakob Anton von Krosigk als Essensgast
12. Juni 1647
Bernburg
  • Wirtschaftssachen
  • Spaziergang
  • Durchreise des Vertreters der schwedischen Armee Alexander Erskein
  • Abschied des Geheimsekretärs Thomas Benckendorf
  • Lob und gute Wünsche für Benckendorf
  • Dr. Brandt als Essensgast
  • Korrespondenz
13. Juni 1647
Bernburg
  • Trinitatisfest
  • Erbauliche Nachrichten durch Erskein
  • Aufhebung von Sonderregelungen in Kontributionsfragen
  • Verzweiflung aufgrund von Existenzängsten
  • Nachricht über zweifelhafte Abschickung Fürst Augusts von Anhalt-Plötzkau nach Wien
  • Gemeinsamer Kirchgang
  • Mechovius, Banse und Kanzleisekretär Paul Ludwig als Essensgäste
  • Erneuter Abschied des Geheimsekretärs Thomas Benckendorf
  • Schwere Anschuldigungen gegen den kranken Superintendenten Christian Beckmann
  • Korrespondenz
  • Gartenspaziergang mit Fürstin Eleonora Sophia
14. Juni 1647
Bernburg
  • Fürbitten um Regen im gestrigen Gottesdienst
  • Regen
  • Gespräch mit Ludwig
  • Bestätigungsschreiben über trauriges Schicksal des verschenkten Lieblingspferdes
  • Besuch durch Hesius und Rektor Ernst Wulstorp
  • Verhör des kranken Beckmann
  • Kriegsnachrichten
  • Korrespondenz und Personalia
  • Spaziergang
  • Ankunft von Baumaterialien
  • Fall von kurzfristiger, geistiger Verwirrung
  • Weitere Verzögerung des Landrechnungstages
15. Juni 1647
Bernburg
  • Regen und Gewitter
  • Korrespondenz
  • Nachricht über Tod von Herzog Karl Friedrich von Schlesien-Münsterberg-Oels
  • Kriegsnachrichten und Neuigkeiten
  • Rückkehr des Kanzleiboten Stephan und des Burggrafen Achatius von Dohna aus dem Herzogtum Kurland
  • Gespräche mit Dr. Mechovius und Rektor Daniel Marggraf
  • Witterungsbedingte, landwirtschaftliche Schäden in Dresden und Erfurt
16. Juni 1647
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Gemeinsamer Kirchgang
  • Auseinandersetzung mit Fürstin Eleonora Sophia
  • Ausritt
  • Besuch durch Curt Christoph von Börstel
  • Abschickung von von Einsiedel und Mechovius
  • Unter anderem Sorge um das verlorene Pferd
17. Juni 1647
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Tagesausflug der Fürstinnen Eleonora Sophia, Sophia Margaretha und Dorothea Bathilde nach Plötzkau
  • Gerstenernte
  • Kriegsnachrichten und Neuigkeiten
  • Unfall des verschickten Boten
  • Feststellen einer Häufung von Unfällen
  • Starke Regenergüsse
18. Juni 1647
Bernburg
  • Abschickungen nach Zerbst und Dessau
  • Abreise von Einsiedels und Mechovius‘
  • Korrespondenz
  • Spaziergang
19. Juni 1647
Bernburg
  • Kriegsnachrichten und Neuigkeiten
  • Korrespondenz
  • Abermals Erinnerung an das verlorene Pferd
  • Abschluss des Landrechnungstags in Dessau
  • Spaziergang mit Fürstin Eleonora Sophia
  • Heimkehr des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau samt Lektüre
  • Reise der Fürstinnen Sophia Margaretha und Dorothea Bathilde nach Köthen
20. Juni 1647
Bernburg
  • Wildlieferung aus Ballenstedt
  • Landwirtschaftliche Schäden durch Regen
  • Kirchgang
  • Gedanken in Zusammenhang mit dem verlorenen Pferd
  • Sorge um abgeschickte Bedienstete
  • Nachricht eines weiteren Unfalls eines Bediensteten
21. Juni 1647
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Korrespondenz
  • Spaziergang und Besichtigung der Pferde in Gedenken an verlorenes Pferd
  • Neuigkeiten und Kriegsnachrichten
22. Juni 1647
Bernburg
  • Ausritt bei anfangs schönem Wetter
  • Versehentlicher Tötung eines Hundes auf gestriger Jagd
  • Leichenfunde in Weddegast
  • Zuschrift der anhaltischen Landesordnung durch Bürgermeister Philipp Zepper
  • Korrespondenz
  • Krankheit und Sterbefälle beim Weidevieh
23. Juni 1647
Bernburg
  • Durchreise Fürst Friedrichs samt Begleitung
  • Predigtanhörung mit Töchtern
  • Anhaltende Traurigkeit aufgrund des verlorenen Pferdes
  • Angst vor weiteren Unglücksfällen
  • Geburt des Christian Erdmann Steffeck von Kolodey
  • Dr. Brandt als Essensgast
  • Besuch durch Hesius
  • Spaziergang
24. Juni 1647
Bernburg
  • Wildlieferung aus Ballenstedt
  • Regen und Wind
  • Spaziergang
  • Eigentumsuneinigkeit zwischen Gebhard Paris von dem Werder und der Stadt Halle
  • Neuer Bericht über Probleme bei den Friedensverhandlungen in Münster und Osnabrück
25. Juni 1647
Bernburg
  • Seltsamer Traum
  • Einnahme eines Heilmittels
  • Spaziergang
  • Rückkehr des Lakaien Christian mit Schreiben
  • Gespräche mit Georg Banse
26. Juni 1647
Bernburg
  • Starker Regen
  • Wirtschaftssachen
  • Anhaltende Traurigkeit wegen des verlorenen Pferdes
  • Hochwasser
27. Juni 1647
Bernburg
  • Zwei Kirchgänge
  • Ankunft von Schwester Fürstin Sophia Margaretha und August Ernst von Erlach
  • Taufe Steffecks
  • Von Erlach, Brigitta von Krosigk und Katharina von Krosigk als Essensgäste
28. Juni 1647
Bernburg
  • Regen
  • Bericht von Hochwasserschäden durch Pfarrer Martin Wolfgang Giebelsberger
  • Besuch durch Bruder Fürst Friedrich und weitere
  • Von Erlach, Brigitta von Krosigk und Katharina von Krosigk als Essensgäste
  • Erhalt von Regierungsdokumenten von Fürst Friedrich
  • Beschwerdesache
  • Erkrankung Dr. Brandts
  • Positiver Eindruck von Fürst Friedrichs Zugewandtheit
29. Juni 1647
Bernburg
  • Regen
  • Unwetterbedingte Gebäudeschäden
  • Sorge um Erkrankung von Schwester Fürstin Sibylla Elisabeth
  • Erörterung von Regierungssachen mit Banse, Ludwig und anderen
  • Rückkehr des Kammerschreibers Paul Ehling
  • Besuch durch Hesius
  • Kriegsnachrichten und Neuigkeiten
30. Juni 1647
Bernburg
  • Schönes Wetter
  • Predigtanhörung
  • Hofprediger Konrad Theopold als Essensgast und zum Gespräch
  • Ausritt
  • Schreiben bezüglich des letzten Landrechnungstages
|| [[Handschrift: 79v]]

<Regen>


Nacher Deßaw, vndt Cöhten, in publicis, &
privatis, geschrieben. Deus Avertat Mala Nostra perge[.]


Vorgestern ist vergeßen worden, aufzunotiren,
das denselbigen Tag, zweymal vndt den
Samstag vorher einmal die hanoverische
Stuhte, so selbiger hertzogk zu reitten
pflegen, von einem schönen hengst
zu Erxleben, berößet worden. Gott
gebe zu glück! vndt gedeyen! Mais
ie ne peux encores oublier mon Türcq!


Je n'ay rien obtenü, de ces coquins
brasseürs, qui sont icy, à Bernbourg,
pensant, qu'ils m'avanceroyent, üne petite
somme d'argent, iusqu'apres la moisson,
mais ils me l'ont refüsè tout plat, ces
ingrats, & malhëureux.


A spasso, vndt gesehen, wie die pawer-
hunde, in meinem weitzen, gerste, rübesaht
vndt wintergerste, so alles mit mühe er-
bawet gewühlet, vndt schaden gethan.

|| [[Handschrift: 80r]]


Der Frantzösische pfarrer zu Delfft
heißt: Samuel de Lecherpiere Escuyer
Sieür de la Riviere, ist einer vom Adel. perge

Mittwoch den 2. Junij: 1647.


Jn die kirche, conjunctim; am heüttigen behtTage,
vndt es hat der hofprediger, den Text: von der Sündt-
fluht1, continuiret. Gott gebe bußfertige hertzen!


Je suis en peine, n'ayant moyens de con-
tinuër l'entretenement de ma cour, tout
estant en dèsfaut, & confüsion. Dieu nous
vueille ayder, de son assistance benigne!


Der hofmeister Einsidel, ist von Plötzkaw,
wiederkommen, mit Vertröstung, wegen Seiner assig-
nationen, von Fürst Augusto aber dilatorisch.


Belle parole; e cattivj fattj;
Jngannano savij, e mattj.


Der angesetzte LandtrechnungßTag,
gegen den 14. oder 24. huius, zu Cöhten, ist aber-
malß differiret worden, weil der Ober-
ste Werder, verraysen muß. perge Je
le voy tresVolontiers. perge


A spasso a cavallo, nacher Zeptzigk mein ge-
treydig, zu besehen.


Execution wieder die refractarios, Döhring, vndt Othmar.

|| [[Handschrift: 80v]]

<Regen.>


Schreiben von Leyden, vom 16⁄26 Maij: vom Martin hanckwitz.
Conferenze mit dem Ambtmann zu Ballenstedt vndt
postea mit Panßen Ambtßraht. Tout est en confüsion. perge


Schreiben von Cöhten, vndt Deßaw. perge


Jn garten, avec Madame, spatzirt, vor abendts.
Mein vieh, wil alhier gar schlecht stehen, sonder-
lich daß Oldenburgische, vndt krongket sehr.
Gott gebe beßerung! Vndt daß es der
weyde, gewohnen möge!


On nous conte d'Osnabrück et Münster des mauvayses nouvelles,
touchant la restitütion dü Palatinat, que l'Electeur
Palatin est abbandonnè de tous, et qu'on le mena-
ce, de mettre en sa place, le Prince Edouard,
son frere. Qu'il y a des gens, qui tiennent,
que le Prince Robert, soit prest aussy, a se
revolter. Dieu l'en garde benignement!

|| [[Handschrift: 80v]]

Freitag Mittwoch den 4ten: Junij: 1647.

<Mal tiempo.>


Avis: daß eine stargke partie gestern abendt,
zu Wedegast, sich aufgehalten, vndt nacher
Agken zu gehen, gesinnet gewesen.
Theilß halten sie vor Kayserliche andere vor
Schwedische.


J'ay èscrit en Hollande, par Brehmen.


Dieu vueille fortüner mes intentions!

|| [[Handschrift: 81r]]


J'ay dèscouvert derechef des meschancetèz
& menèes, malherbesques. Dieu vueille chastier
l'authëur, & me preserver, par sa Sainte grace!


Jn garten mit Madame plaignant nos
malheürs, & difficültèz. Dieu vueille remedier!
et amender, nostre estat! par sa misericorde!


Mein bruder Fürst Friedrich schreibet mir, in terminis
ambiguis, also: das es apparentz hat, er refu-
giire die gühtliche tractaten. Jedoch schützt
er ejne Schwedische marsche, vndt der
seinigen absentz vor.


Die Meüße sollen sich abermals, in
großer quantitet im getreydig sehen
laßen, Gott dempfe daß vngezifer,
vndt bewahre vnß, die frommen creaturen!
Ah! que n'ay ie encores, mon gentil Türcq!


Ein digker Nebel ist diesen Morgen eingefallen.


Ceste nuict, il y eüt beaucoup de bruit
en mon poile, & le pourtraict de Madame
ma Cousine Anne Elisabeth, tomba a terre,
sans cause apparente. Cela denote quelques-
fois dü malheur a la personne. Dieu l'en garde!

|| [[Handschrift: 81v]]


Sür la sale, devant mon poile, il y a eü,
ün fantosme, que le nouveau page, a entendü
fort souspirer. Tels presages; me dèsplaysent. perge


Mee<j>ne freundliche herzlieb(st)e gemahlin, ist mit den iün-
geren Töchtern, Angelica, vndt Anna Sophia,
nacher Zerbst verrayset, die pfingsten aldar
zu halten. Gott bewahre vor vnglück!


Mein guter alter hofmeister, vndt Raht,
heinrich Friederich von Einsidel, kan weder
zu Zerbst, noch zu Plötzkaw, noch beym
Obersten Werder, seine wolverdiente
Landtschaftbesoldung erlangen. C'est üne
pitiè. Tout cela arrive en hajne de moy!


Diesen Nachmittag, bin ich mit den Schwestern,
zur præparationpredigt, so der Caplan Jonius
gehalten. Gott laße vnß würdige Tischge-
noßen, jn seinem Heiligen Abendtmahl erfunden werden!

Sonntag den 6ten: Iuny: 1647. Pfingsten.


Risposta von Hall, vndt Erfurdt, in terminj
mediocrj.


Jch bin heütte, mit meinen schwestern, vndt
dem hofmeister Einsidel, vndt Seiner Frawen,
zum Nachtmal gegangen, in feiner frequentz,
Gott Lob,! der vermehre seine kirche, vndt
alle wahre gliedtmaßen derselbigen!

|| [[Handschrift: 82r]]


Verdrießliche händel, von Fürst Augusto Fürst Ludwigen,
vndt Fürst Johann Casimirn, stragks nach der mahlzeitt
bekommen, <1.> wegen der wiederkaüflichen zinßen, <2.> wegen
der zusammenkunft zu Deßaw, auf den 16den: huius
vndt 3. von Münster vndt Osnabrück welches letzere, in religions-
vndt justitziensachen, noch zimblich ist.


Vor- vndt Nachmittags, hat der hofprediger Theopoldus,
vndt also zweymal, geprediget, am heüttigen
Pfingstfest, deß Heiligen Geistes.


Extra zu Mittage, Einsidelß Fraw. perge

Montag den 7ten: Iuny: 1647. PfingstMontag.


Je suis fort exagitè iour et nuict, non
seulement de ceste horrible sentence:


Pæna luenda tibj est,
Affert injuria cladem.2 perge


Mais aussy, du dueil de Jacob le Patriarche
quj disoit: Jch werde mit leydt hinundter
fahren, zu Meinem Sohn; et cela m'afflige
incessamment, en consideration de mes
pertes passèes, grandes, et petites, (en
apparence au moins). Dieu ne me vueille
plüs pünir en son ire, ains continuër a
me benir, avec les miens, par sa Sainte grace,
avec toute bonne fortüne, quoy que l'jmpacience
de tel crevecoeur, souvent me fait desirer la Mort!

|| [[Handschrift: 82v]]


Schreiben von Wien, vom Johann Löw vndt Johann Stermberg[.]


Jn den Ordinarij avisen stehet:


Der klägliche fall, des Printzen Christianj
Vtj: von Dennemargk welcher den 1. Junij,
in der Nacht vorhero vmb 11 vhr, auf seiner
vorgehabten hinrayse, nach dem Warmen
badt, eine halbe meile von Dresden,
auf einem Forwergke, Todes verblichen.
Jst billich zu bedawren.


Jtem: daß auch Graf Christian, zu Del-
menhorst, mit Todt abgangen, hat keine
gemahlin, noch kinder, hindterlaßen.


Aufm ReichsTage zu Warschaw, haben
sie mit Fürst Radzivil lose händel
vor, wegen vmbgefallener vndt abge-
hawener crucifixen, in suo Territorio.


Das beste ist auf selbigem convent, das Sie
die Arrianer, wollen außschaffen.


Der graf von Lodron, Kayserlicher General Wacht-
meister, ist perdoniret, wegen v̈bergabe
Schweinfurth, auf intercession seines vettern,
des Ertzbischofs von Saltzburgk, welcher 2 Tonnen
goldes, hergegeben, damit er vor den Kayser, auß
Seinem beüttel, werben könne 8 companien zu pferde,
300 FreyReütter, vndt 200 Dragoner.

|| [[Handschrift: 83r]]


Die Schwedische armèe ist vor Eger, gerückt.


Chur Bayern, stärgket seine armèe, dangkt
nicht ab, nimbt auch die abgedangkte wieder
in dienst an. Wil den Venetis, nichts v̈berlaßen.


General Mortaigne hat den Darmstädtern,
das Schloß Blanckenstain, abgenommen,
nach eroberung Friedeberg, vndt Reiffenberg
wie auch Königsberg, auf discretion.


Armentiers hat sich dem Ertzhertzogk
Leopoldo in Flandern ergeben auf discretion
den 30. Mayen stilo novo denen darinnen gelegenen
Deützschen, vndt Wallonen, ist quartier
gegeben, die Frantzosen, vndt Schweitzer
aber, seindt alß kriegsgefangene
tractirt, in der Stadt seindt v̈ber 2000
Artillerie vndt bagagepferdt, viel
munition, proviant, geldt, vndt andere
bereitschaft, auch 1900 Soldaten, ge-
funden worden.


Printz von Condè hat Lerida belägert.


Das hauß Braunschweig, hat zu Osenbrück
das privilegium de non appellando,
wie die Churfürsten, erhalten.

|| [[Handschrift: 83v]]


Die Engelländer vndt Schweden, haben wegen
des seigelstreichens vanitet, einander
zu waßer, chargiret.


<Graf> Melander, ist Kayserlicher general
worden, also: 1. Das er alle Generals-
personen, vndt officirer, absolutè comandire.
2. Daß die Kayserliche armée hinführo, durch
gewiße commißarien, bezahlet werden
solle, vndt nicht auß der officirer händen,
denen auß allen craysen, etzliche deputirte
zu adjungiren, vndt abrechnungen zu halten.
3. Daß Melander schlagen dörfe wann
er wolle, vndt occasion darzu ersehe,
ohne erholung Kayserlichen special befehlichs,
hat darauf 3 Monat Soldt empfangen,
darzu alle, auch die geistlichen contribuiren
müßen.


General Mortaigne helt Gießen blocquirt.


Königßmargk hat die Fürstenaw, occu-
piret.


Der friede zwischen Staden vndt Spannien
ist richtig, vndt es bekommen die Staden, noch
das Oberquartier von Gelderlandt.


Jn Dennemargk, wirdt geworben, vndt geldt gemacht.

|| [[Handschrift: 84r]]


Auß der vnderpfaltz, sollen auch die Spannischen,
ihre völcker abführen, wollen sie anderst friede
haben, vor den Spannischen, nebenst reunion
des gantzen hertzogthumbß Geldern.


Des Don Juan d'Austria flotte, in marj
Mediterraneo, hat etzliche holländische
Schiffe bekommen, sie hernachmals aber,
höflich tractiret, vndt relaxiret, alß
man sie eigentlich, vor holländer erkandt.


König in Frangkreich, hat dem Marechal
de la Milleraye scharf verweisen laßen,
daß man die holländischen kauf- vndt Schif-
leütte zu Nantes, so v̈bel tractiret.


Jn Jrrlandt ist großer krieg, wie
auch in Schottlandt.


Pfaltzgraf Robert, ist zum feldtmarschalck
vndt General, v̈ber die in Frangkreich,
vor Engellandt, geworbene völcker worden.


Schreiben von Paris, von Adolf Börstel mit allerley
particulariteten.


Predigt gehöret, vormittags, den Superintendenten
Ern Platonem, vndt ihn extra, neben dem Doctor
Mechovio zu Mittage behalten.
Nachmittags hat Er Jonius, geprediget.

|| [[Handschrift: 84v]]


Jnflüence! estant ce mattin, au presche:
laß fahren, die vnnützen gedangken, vnmügliche
dinge, wieder zu begehren, du wirst wol zu
ihm fahren, Es kömbt aber, nicht wieder zu dir. perge
Ah! paroles cuysantes, & penetrantes
mon coeurs, mes os, & mes entrailles!


Avis von hanß von Berg daß Fürst hanß,
seine exemption erhalten, vndt Königßmarck
von vnß, die gantze contribution fordere.
Pacience! Also eximirt sich Zerbst. perge


Den Rectorem Hesium, bey mir gehabt.
vndt allerley conferiret. Jtem: Pansen.


Schreiben von Hartzgeroda, dilatorisch, wegen
Perlepsch absentz, kan vnser Tag, nicht vor sich gehen.


Zum abendteßen, habe ich extraordinarie,
den Amptßraht Panse, vndt den Rectorem
vndt Diaconum Hesium behalten, nach ge-
haltenen conferentzen.

Dienstag den 8ten: Junij: 1647.


Die anhaltende hitze, vndt große Dürre
vervhrsachet großes weheklagen, vndter
den haußwirtten, vndt daß Gott der
herr, die Fenster des himmels so lange
verschleüßt, auf vnser allgemeines, vndt
sonderbahres gebeht, vndt nicht regenen laßen will || [[Handschrift: 85r]]
auf erden. Das graß verdorret sehr. Daß getrey-
dich wirdt gelbe. Man besorget große Noht,
vndt abermahlige Theẅrung. Gott verhüte es in
gnaden! Vndt gebe Nottürftige Mittel, zum vndterhalt!


J'ay èscrit a Vienne, en France & en Hol-
lande, sür divers süjets. Dieu nous donne succéz!


Rèsponce de Madame, en bons termes.
Je luy ay rèscrit, vers Zerbst. perge


Jch bin hinauß geritten, auf meine
felder, vndt weinberge, den segen Gottes
anzusehen. Gott laße vnß doch auch,
denselben genießen!


Je plains, la douceür perduë! Ô Dieu!


Avis von Zerbst, daß in geldtsachen Jakob Ludwig Schwartzenberger
eben so wenig auszurichten vermag, alß zu Leiptzigk
oder alhier, vndt daß alles, in ein stegken, ge-
rahten dörffte! Pacience! La lamentable
perte de mon Türcq, m'a assèz denotè
la decadence de beaucoup, de bonne fortüne!


Diesen abendt, hat Gott der herr, seine brünn-
lein aufgethan, vndt daß dürre lechtzende erdt-
reich, mit einem lieblichen regen, in etwas erquicket.


Er wolle ferner, mit seinem gnaden Thaw vnß v̈ber-
schütten, vndt die LebensNotturfft vnß gesegenen!

|| [[Handschrift: 85v]]

Mittwoch den 9ten: Iunij: 1647.


Ne pouvant encores oublier la perte si miserable &
sensible de mon chery Türcq, me vint ceste in-
fluence ferme, en Allemand: Laissèz moy en
repos, i'ay desia souffert mon angoisse, mes
peines, & mes tourmens, quoy que fort inno-
cemment. Souffrèz aussy, ce, qui vous est
imposè en vostre estat hümain, &
Chrestien, & vous en payerèz la folle enche-
re de Vostre temeraire desertion, stüpiditè
& oubliance de moy, quoy que ie plains
ou ay plaint extraordinairement les re-
grettes, & attaintes sensibles, de vostre
coeur, que Vous m'avièz donnè, comme
mon cher, & incomparable Seigneur, &
auparavant si doux, & bon maistre!
Ne m'inquietèz plüs ni troublèz mon repos
maintenant. Je ne souffre plüs rien.
Voire tous hommes, ne seront pas si bien,
comme ie suis, quand mesmes, ils le sou-
haitteroyent, avec plëurs, cris, & gemissemens.
Prennèz garde Vous mesmes, a Vostre salüt.
Vos souspirs & tourmens pour moy sont mainte- || [[Handschrift: 86r]]
nant inütiles, & trop tardifs, il falloit apporter
au saulvement de ma vie, l'annèe passeè un
plüs prompt, facile, & point si lent remede! Je
ne regrette plüs rien, mais si ie pouvois avoir
des regrets encores,? ie plaindrois, les grands
malheurs, quj vous attendent, & qui Vous per-
cent iusqu'aux entrailles, car ie scay: que
c'a estè, contre vostre grè, qu'ün si mauvais
genie, Vous a fait m'abbandonner, aux tirans
inhümains, quj m'ont depeschè si rüdement,
& ne Vous aiment pas trop, Vous mesmes.
C'est donc pour vostre temeritè & stüpiditè, que
i'ay tant paty, & aulcüns de vos gens, y
ont contribüè, par envie, & par ennuy,
qu'ils avoyent de moy. Mais aulcüns s'en
sont repentis, & s'en repentiront <encores> avec Vous,
car ie n'estois pas ün simple cheval, ni
bidet de page, moins üne rosse de charruë!
Ceste grande injüre, non meritèe, m'a estè
jnsüpportable, & la peine, en mon aage a-
vancè, (apres 8 annèes de bon gouvernement)
intolerable! Mais il n'y a plüs de pitiè,
au monde, & ie suis delivrè <a ceste heüre> de mes souffrances.
Mon coeur, a tousiours pensè a Vous, mon jadis
si cher, & bon maistre! Ah! qu'avèz vous fait!?
perdre ainsy tout a coup, sa bonne fortüne!

|| [[Handschrift: 86v]]


Jch bin hinauß spatziret, die Rübesaht, abbringen
zu laßen, wiewol sich die leütte, gar vngehorsam,
vndt vnfleißig einstellen, vndt kawm die helfte
erschienen, so bestellet gewesen. Jnterim: thun
die Tauben, vndt Sperlinge, großen schaden!


Gebhardt Loyß, vndt Hanß Friederich
Eckardt, beyde scribenten seindt heütte,
in eydt, vndt pflicht, genommen worden. Gott
gebe mir zu ihnen, glück, succeß, vndt gedeyen.
Gebhardt, hat mir zwar vor iahren, auch aufge-
wartett, wie inngleichem hänßel mir numehr
etzliche Jahr hero, gediehnet, die Jugendt
aber hat mirs verwehret, sie sehr, mit eydes-
pflichten, zu beschwehren. Gott gebe, das sie
ihren eydt, Treẅlich, fleißig, vndt eyfrig halten!


Conferenze, co'l Dottore Mechovio.


Zue Mittage, extra gehabt: Doctor Brandt, vndt
den Caplan Ionius.


Schreiben von Madame entpfangen, von Zerbst.
Avis: das die pocken, oder kindsblattern, zu
Cöhten, vndt zu Zerbst, stargk regieren.


Caspar Pfaw, ist, mit<von> meinem bruder, Fürst Friedrich
anhero kommen, mit creditif, hat aber morgen
allererst, audientz begehret.


Ma femme est revenuë, a ce soir de Zerbst, & Cöhten.

|| [[Handschrift: 87r]]

Donnerstag den 10ten: Iuny: 1647.


Inquietüdes noctürnes, & songes èspouvantablès.


Schreiben von Leyden vom Victorio Amedeo, vom
hangkwitz, Jtem vom Schwechhausen von Paris.
Gott lob, vor gesundtheit! Er wolle ferner
glügk beschehren.


Schreiben vom Wendelino.


Caspar Pfaw hat audientz gehabt,
wegen Meines bruders Fürst Friedrichs gütlichen
vorhaben. Gott gebe! das es ernst seye!


Gestern haben Meine Leütte alhier zehendehalb
Schogk rübesaht abbracht, vndt also einen anfang
zur lieben erndte gemacht. Gott gebe darzu
seinen Segen! Vndt erfreẅe mich doch wieder,
nach so vielfaltigem leydt, Melancoley, elendt,
vndt Trawrigkeit! Schwehrmuth, vndt verdruß!


A spasso, in den Pfaffenpusch, gegangen.


Meiner pagen, ejnes thejlß, (nicht alle, dann
Roggendorf, Börstel, vndt Kinsperg, ihr devoir
wol gethan) nemlich Bidersehe, vndt Krosigk, nach
dem sie mit theilß lackayen, vndt andern bedienten,
sich wol besoffen, vndt auß ihrem beruf geschritten,
hat Krosigk (meiner gemahlin page) ein pferdt in
die Trengke geritten, ist herundter gefallen, vndt den <c>aren <rechtezo 2 mal> zerbrochen.

|| [[Handschrift: 87v]]


Le malheur de nostre petit Krosigk, m'a derechef
admonnestè, de mediter ün peü les malheurs
extraordinaires & consecütifs, si ceste annèe,
avec chevaulx, depuis la perte de mon pauvre
Türc, laquelle si elle ne m'a causèe tant
des accidens, (presque incroyables & estran-
ges,?) au moins, elle me les a denotèes particü-
lierement & ce bon Türcquet m'estant comme
üne figüre des bonnes brebis, que nül n'eüst
deü arracher de mes mains, ie n'avois pas
fait l'office de bon, & fidelle berger, ains d'ün
infidelle berger emprüntè, qui n'estime nüllement
sa prep<sa brebis> èsgarèe, & ne l'assiste pas, comme
il faut, constamment! Aussy ie ne pouvois
attendre par ceste procedüre, que plüsieurs malheurs,
apprennant; que c'est Dieu seül, quj a parfait
soin de ses creatüres, sur tout des hommes fidelles,
ses èsleüs, & que nostre ayde, hümaine, que nous
nous proposons souventesfois, de faire, iüsqu'a la
mort, a ce, que nous aymons de coeur, n'est pour-
tant asseurèe, voire chetifue, & mensongere souvent,
& nous ne nous pouvons certainement fier, de nous mesmes!

|| [[Handschrift: 88r]]


Dieu me vueille reguerir! et tous ceux de ma suitte
de tous accidens, & malheurs, prevenant par sa
grace & assistance paternelle, nos necessitèz,
& me delivrant de ce malheureux soucy,!
quj trouble mon cœur jncessamment, quoy que
je me l'aye attirè inconsiderêment, moy
mesme, & suis a la veille, de plüs grandes
calamitèz? si Dieu ne benit nos travaulx,
divertit nos afflictions, combat luy mesme,
nos tentations, soulage nos infirmitèz,
& <ne> nous impüte, la mültitüde de nos pechèz,
les nous pardonnant, par sa bontè gratuj-
te, au nom de nostre Seigneur, & Saulveür
Jesüs Christ, & nous renouvellant a meilleüre
vie, par la force <& efficace> de son Saint esprit, Amen.


heütte ist ein schöner lachß alhier zu Bern-
burgk gefangen worden, hat in die 41 Pfund (libra) gewogen.
Jch laße ihn abmahlen. Die fischer haben ihn,
(neben einem kleineren von 18 Pfund (libra)) vndter dem
Tham3 gefangen, vndt die größe ist eine raritet. perge


Nachmittags bin ich hinauß geritten mein getreydig,
vndt wiesewachs zu besichtigen. Gott gesegene alles!


Je ne puis encores dèsfaire de mes tristes pensèes
touchant la lamentable desertion de mon tant chery || [[Handschrift: 88v]]
cheval. Nül aultre que ie monte, a present,
me donne telle satisfaction, & ie l'oublie
moins, quand ie vay ainsy a cheval? Je le
vouldrois volontiers oublier, si ie pouvois?
& me dèspéstrer de telles pensèes, s'il estoit
en ma puissance,? trouvant moy mesme estran-
ge! de prendre tant á coeur, la perte, d'üne
beste brüte, (encores que, ce gentil animal,
n'estoit pas trop brütal) quoy qu'occasion-
nèe par mon inadvertence, stüpiditè, orgueil,
avarice ou chichetè, & toute sorte de vices!


Je pense bien, s'il y avoit moyen de le ravoir,
que ce me seroit üne tresgrande joye, mais
ayant veü de mes yeux, (avec compassion,
quoy que sans effect d'assistance reelle) comme
les pages, dü Düc George Friederic, de Hollstein,
l'ont rüdoyè, & pouvant m'immaginer le pëu
de dürèe de ce gentil animal, en la chaleur,
en continuëlle course & action, sans repos,
montè de gens indiscrets, & qui n'ont nülle
pitiè, item: la derniere misere de l'avoir
attelè, avec ses delicates, & chattouilleüses
iambes a üne charruë, mal aultant incompa- || [[Handschrift: 89r]]
tible, qu'ignominieux pour luy, ses battüres,
non accoustümèes en tant d'annèes, le peü
de soing, de ces Barbares & paysans, <a le penser> voire : la
lettre qu'on m'a escrite de Sonderburg, qu'il
n'est plüs, apres avoir consümè son corps telle-
ment, qu'ün paysan l'eüst harcelè (abgetrie-
ben) devant une charruë, ces termes exprés
ne me font plüs doubter, de sa mort lente, tour-
mentable, & deplorable, laquelle me füst
predite, avant sa fascheuse & pitoyable se-
paration, long temps auparavant, en mon
voyage de l'annèe passèe. Et ce, que i'en
escris, si souvent, & avec telle esmotion,
ne doibt scandaliser personne, car ie scay
bien, qu'il faut eviter tout excéz, & ie m'en
abstiens encores beaucoup plüs, que ne re-
cercheroyent[!] les mouvemens passionnèz de
mon ame, mais ie le fay, pour monstrer mon in-
firmitè, aussy bien, que d'aultres hümains,
süiets a errer, & a faillir en beaucoup de choses.


Ein schreiben vom herren von Schrahtembach,
wegen henrich Schnelle, so schulden zu fordern alhjer.


Der Todt, des Graven von Delmenhorst, wirdt confirmirt.


Extra: der iunge Antonij von Krosigk, so von Erffurdt kommen.

|| [[Handschrift: 89v]]

Samstag den 12ten: Iuny: 1647.


Oeconomica anzustellen gehabt.


Auf meine felder, vndt ägker, spatzirt.


Der Schwedische Assistentzraht, Eßke, ist alhier-
durch passirt, von Osnabrück, kommende,
vndt nacher Leiptzigk, eilende.


Mein geheimer Secretarius, vndt Amptmann
alhier, Thomaß Benckendorff, hat seinen vndterthänigen
sehnlichen abschiedt, von mir genommen, nach deme
er mir, in die 20 iahr lang, Treẅlich gedienet,
vndt allerley functiones, verrichtet. Das ab-
scheiden, hat auf beyden theilen, wehe gethan.


Gott wolle ihn gesegenen, vndt sein glück ver-
mehren! auch seine stelle wol wieder ersetzen!
Er will morgen, (gebe gott) aufsein, mit seiner Frawen,
vndt zum Berlin, bey den Churfürstlichen rähten,
sich sistiren, von dannen seinen neẅen
Amptßdienst, zu Witstogk, anzutretten.


Gott gebe ihm glück, vndt segen, zu solchem
neẅen beruff, in seinem vaterlande!


Seine Gottsehligkeit, frömmigkeit, recht
Christlicher eyver, in der warheit, seine Tugendt,
aufrichtigkeit, Treẅe affection, verstandt,
grosse verschwiegenheit, manierliche dexteritet, vndt || [[Handschrift: 90r]]
geschickligkeit, <beredtsamkeitt>, erudition, wißenschaften,
<feine> erbare Sitten, vndt wandel, ist aller ehren,
lobs, vndt ruhmes werth. Seines gleichen, werde
ich wol schwehrlich, so baldt wieder finden!


Noch hat ihn gleichwol die Invidia & æmulatio
in aulis frequens, et usitata, persequiren
können, sed recte faciendo, neminem timuit. perge


Er hat gewißlich, nicht allein sehr wol studiret,
sondern eine schöne experientz, vndt praxim
auf so vielen stadtlichen, vndt ansehlichen
raysen, vndt verschickungen, an Kayserliche, Königliche
vndt andere höfe, compariret, in dem er
fleißig, Treẅ, vndt gar eigentlich, in seinen
Sachen, gewesen, vndt viel observiret, also:
daß er, (meines ermeßens) gar füglich,
einem herren, vor einen Raht, würde diehnen,
auch damitt, wol bestehen können! die Frantzö-
sische sprache, ist ihm auch bekandt. Die Griechische
inngleichem, neben der Lateinischen, vndt er
hat die fundamenta juris, sehr wol innen.
Köndte mit fug, den gradum führen. Jst
sonst von guten ehrlichen leütten, endtsproßen,
vndt hat vornehme freündtschaft, in der Margk.
Gott wolle ihn erhalten! leitten! vndt führen!

|| [[Handschrift: 90v]]


Doctor Brandt, ist extra: zu Mittage bey vnß
geblieben, vndt es hat allerley conferentzen gegeben.


Schreiben von Zerbst, in zweyen pacqueeten,
von Fürst Johannßen, wegen seiner anforderungen.

Sonntag den 13den: Iunij: 1647. Trinitatis.


Avis: daß Eßken (gestriges Tages) gute hofnung,
zum frieden gegeben, wann nur die soldatesca,
zur billigkeit, zu bequehmen, vndt zu vermögen,
dahin er dann zur haüptarmèe verrayset?


Die exemptiones sollen alle cassiret, vndt
aufgehaben4 sein, in contribution sachen.


Je suis en peine, en mon mèsnage, mes
chevaulx, n'ayans dequoy s'entretenir,
& la stüpiditè de mes gens, qui en doyvent
avoir l'inspection, m'estant jnsüpportable.
Il y a mesme, de la malice parmy! Dieu
vueille pünir, & amender, les autheurs!
lesquels me chargent les moindres choses, &
presque tout le faix, sür le dos, comme s'il
falloit; que je füsse le serviteür des serviteurs!


Jn sudore vultus; comedes, panem tuum!5


Avis: das Doctor Ritter, nacher Wien gesendet wirdt, im
nahmen, eines graven von Manßfeldt, iedoch in Fürst Augusti
nahmen auch, mir vndt Fürst Johann, etwas einzubrogken.

|| [[Handschrift: 91r]]


Gott zerstöhre vndt confundire alle böse rahtschläge.
Am heüttigen festo Trinitatis in die kirche conjunctim
Ern Winsij Theopoldj predigt anzuhören.


Extra: zu Mittage gehabt: Doctor Mechovium, Jtem:
Den Amptßraht Panse, Secretarium Paulum Ludwigen
&cetera &cetera &cetera


Thomaß Benckendorf, hat noch einmal, vndt
also, zum dritten mal, (weil es gestern,
zweymal geschehen) seinen vndterthänigen abschiedt,
von mir, genommen. Gott wolle ihm in gnaden beystehen!


J'ay sceü, des grandes persecütions,
dont on attacque, sür son lict, de maladie,
le bon Süperintendant Beckmannus,
á Zerbst, l'affligeant tellement a cause
dü Breviaire Übiquitistique, qu'il a ès-
crit, en très bons termes, non de sa cer-
velle, mais comme ün extraict, des autheurs
Lütheriens mesmes, en grand nombre, qu'on
craint, qu'il en mourra. Dieu le vueille preser-
ver,! & rigoureusement pünir, & chastier, tous
les faulx, & pervers autheurs, de telles per-
secütions, soit dü sexe mascülin; ou feminin!


Schreiben von Madame Elisabeth, bekommen, da-
rinnen Sie sich bedangkt, vor die gemachte
anstaltt, zum vorgegangenen kindttaüffen. et cetera

|| [[Handschrift: 91v]]


Jch habe Jhrer Liebden wieder geschrieben, vndt wir
seindt Nachmittags, in des Jonij Catechismus predigt,
wieder gezogen.


Jn garten, avec Madame, spatziren gegangen.


Geschrieben, an den Churfürsten, vndt Churfürstin von
Brandenburgk, an Madame Elizabeth, etcetera

Montag den 14den: Juny: 1647.


Nach dem gestern, zweymal auf den Cantzeln,
vndt sonsten in particularj, vmb einen gnedigen
regen, gebehtet worden, hat vnß Gott erhöret
vndt in gnaden angesehen, vndt also diese nacht
vndt <vormit> Tag, continuè regenen laßen. Er gebe
vnß segen vndt leben,! sampt allen zejtlichen,
vndt geistlichen wolthaten, zu genießen, Amen!


Secretarius Paulus, ist bey mir gewesen, vndt hat
allerley acta, mjtgebrachtt.


J'ay veü auiourd'huy, par üne lamen-
table lettre, qu'il semble impossible de revoir,
& ravoir, mon tant chery cheval Türcq, &
qu'il a estè tresmal traittè. Dieu le
pardonne; a ces barbares inhümains!


Les Recteurs Hesius, de l'èscole icy, et
Wulstorpius, de l'èscole a Zerbst triviale
m'ont saluè & visitè, & ie me suis informè
de beaucoup de choses, confidentes. Dieu leur ayde!

|| [[Handschrift: 92r]]


Es seindt 300 Schüler, in der trivialschule
zu Zerbst, vndt 8 classen, im Gymnasio aber, befinden
sich an itzo, mehr nicht, alß 24 studiosj.


On a proposè vendredy passè, par le Se-
cretaire Pöschelt, & le Baillif6, a Zerbst au bon Süperin-
tendant Beckmannus, gisant malade au lict,
& destituè de memoire & entendement, en sa haulte
vieillesse, 7 questions difficilles, sür lesquelles
demandant temps, a y penser, & qu'on l'a-
voit desja acconsenty, pour peü de jours, on a
rechangè & revoquè ce consentement revenant
incontinent au midy, pour entendre ses
resolütions, sür ces poincts: 1. S'il confesse,
d'avoir composè le Breviaire Übiquitistique,
en Allemand, inprimè par cy devant a Franck-
fort, l'an 1620 & maintenant a Zerbst,
l'an: 1643. (quoy que plüsieurs Lütheriens,
ne soyent pas Übiquitaires, & n'approuvent
pas mesmes, leurs rèsveries estranges, & ex-
travagantes) 2. Si c'est luy mesme, qui a livrè
l'exemplaire, a l'inprimerie? 3. S'il a payè
ou avancè les fraix, a l'Inprimëur? 4. S'il n'a
eü l'intention, & le scope, de rendre son Prince odi-
eux, auprès des süjets? 5. S'il a encores l'exemplaire
a inprimer, chèz soy? 6. Ou sont demeurèz tous les exem- || [[Handschrift: 92v]]
plaires? 7. S'il a encores des exemplaires,
qu'il les doibt livrer a la cour, sous peine de
disgrace extraordinaire?


Voyla üne persecütion extraordinajre,
& tres meschante au dernier degrè.
Dieu vueille confondre & pünir! les autheurs!


Avis von Brehmen, daß die Staden,
vndt Schweden, auch in schlechter intelligentz,
miteinander leben, vndt daß vertrawen,
sehr schlecht seye. Gott gebe friede! Der
König in Dennemargk, soll auch wieder
stargk werben. Man weiß nicht, worümb?


Jch habe an selbigen König, geschrieben,
wegen des iungen Biedersehens, Geörgen
Sohnes, erbschaft, damit er von seiner
Mutter bruder dem lampen, deßen
erbschaft, ohne abfe<o>rderung des zehenden,
vndt Sechsten pfennings, genießen
köndte, weil derselbe in des printzen
Sehliger diensten, verstorben.


Jnngleichem, habe ich vor Geörg Friederich
von Börstel intercediret, damit derselbe
dienst bey <dem> Churfürsten von Brandenburgk || [[Handschrift: 93r]]
erlangen, vndt seine in der Margk stehende
schulden, bezahlt bekommen köndte. habe derent-
wegen, so wol an die Churfürstliche wittwe,
alß an den Churfürsten geschrieben. perge interce-
dendo, vndt recommendationsweyse. perge


Jn hagens sache, hat die Stollin abermalß
große apologien, eingegeben. Je suis bien
tourmentè avec ces gens la!


A spasso, diesen abendt, auf meine ägker,
vndt kleine weinberge.


Meine bawfuhren, seindt von Dochum wiederkommen.


Die Wesembegkinn, (halckens Schwester,)
weil sie sich so gar Thöricht angestellet, habe
ich ein drey Tage her, im Spittal, an eiserne
ketten legen, vndt also arrestiren laßen,
damit andere leütte friede vor ihr, haben
möchten. Dieweil sie aber, in itziger abkühlung
des wetters, sich gebeßert, alß habe ich sie, zu
liberiren, befohlen. Gott gebe ihr wieder rechten
verstandt! Vndt bewahre vor wahnwitz!


Briefe von hartzgeroda, vndt Quedlinburg.


Es stopt sich mit vnserer zusammenkunft,
vndt kommen viel remoræ vndt impedimenta
dareyn. perge

|| [[Handschrift: 93v]]

<Abermahliger Regen.>


Briefe von Wien, vndt auß Schlesien, notificationes
des hertzog von Münsterbergk, Carll Friderichs Seliger
Todt, so wol von Seiner gemahlin, itziger wittwen,
alß von seiner Tochter, der hertzoginn von Wirtemberg.


Die avisen geben:


Das zu Preßburgk v̈ber 70 haüser, abge-
brandt, durch eines kochs verwahrlosung


Jtem: daß die krönung in vngern, vor sich gehe.
Das die Spannische Silberflotta 11 millionen
Reich, zu Calis Malis, in salvo arrivirt.
Das die holländer gute freündtschaft, mit
Spannien hielten.


Das die reformirten, so wol des friedens fähig,
vndt deßen genießen sollten, als die Lutheraner.
Daß die gesandten, zu Münster vndt Osnabrück sich,
zum abzugk, rüsteten.


Daß Ertzhertzogk Leopoldus, nach eroberung
Armentiers, noch vndterschiedliche kleine städte
vndt plätze, erobert hette, vndt wehre
meister zu felde, in Flandern. Die Frantzo-
sen berieffen zu ihrem secours, den Visconte
de Türenne, auß Deützschlandt.

|| [[Handschrift: 94r]]


Der Printz von Condè, läge noch vor Lerida.
Zu Napolj wehre der gallion des Admirals
mit 50 stügken, vndt aller gereitschaft ver-
brandt, vndt in die 100000 Ducaten, schade geschehen.


Des pabsts galleren, giengen mit den Mal-
thesern, vndt andern schiffen, auf eine jmpresa
wieder den Türgken.


Jn Dalmatia hetten die Venezianer Clissa
belägert.


Jn Engellandt, accommodirte sich der König,
etwaß näher zu friedensgedangken.


Pfaltzgraf Robert gienge in Flandern,
mit etzlich Tausendt Mann, zum hertzogk
von Orleans, oder deßen substituten, die Mare-
schaulx de Gassion, vndt Rantzow.


General Königßmargk hette die Fastenaw auch occupiret,
vndt er würde, wie auch General Wittembergk
zum Wrangel stoßen, conjunctim, in die Erb-
lande zu gehen, vndt vor Wien, zu pacificiren.


Zu Warsaw in Polen, fienge man an
den Fürsten Radzivil, etwas mitius zu tractjren.
Der Moßkowiter begehrt die conjunction
der waffen, vom König in Polen, wieder den Türgken.


König in Dennemargk wirbt abermal stargk.


Der klägliche fall, seines Printzen, wirdt continujret. perge

|| [[Handschrift: 94v]]


Steffan der Cantzeleyenbohte, ist wiederkommen,
mit schreiben von Dantzigk, auß Curlandt,
wie auch vom herren Achatio, von Dohna.
Gott lob vndt dangk, der ihn sicher
durchgeführet, vndt auß der Curländischen,
bawren, vndt Soldaten, händen errettet,
welche ihn gleichwol etwas geplündert haben. perge


Die Stadt Dantzigk, hat ein schönes goldt-
stügk, in die 100 Ducaten werth, zum pahtende
geschickt, so Sie vor ihren König, müntzen
laßen. Die v̈brigen gevattern, in Cur-
landt, Preüßen, vndt Pommern, haben dilato-
rische antworth, gegeben. perge


Der hertzogk von Curlandt, hat den bohten,
sehr gnedig tractiret, vndt ihn auf seinen
Aemptern7 herumb geführet, vndt sich sehr
wol, gegen Mir, offeriren laßen.


Doctor Mechovium, habe ich, bey mir gehabtt. perge


Vormittags, ratione deliberandorum. Nachmittags
aber, Ern Marggravium. &cetera


Es hat diesen Nachmittag, nicht alleine stargk
geregenet, sondern auch gedonnert.


Ein Schreiben von der Churfürstinn von Brandenburg
entpfangen.

|| [[Handschrift: 95r]]


Avis: daß vmb Dresen[!] herumb, auf
3 meil weges, das getreydig vom hagel
verderbet, vndt vmb Erffurdt herumb hette
es alles die hitze außgedörret, vndt zu
nichte gemacht. perge

Mittwoch den 16den: Iuny: 1647.


Schreiben von Jehna, en bons, & en mauvais
termes, le 1er: a cause de son envoy, a Dessaw,
le second, a cause de la persecütion tresmali-
cieuse, d'ün ancien serviteür de Dieu.
Dieu vueille chastier, & amender les autheürs!


Jn die kirche, vndt wochenpredigt conjunctim.


Der Text war: Es seye dann eẅere gerechtig-
keit beßer, alß der phariseer vndt Schriftgelehrten,
so könnet ihr nicht in das Reich Gottes kommen.8 perge


Gott gebe nur! Das wir zuhörer allesampt
vnß darauß beßern mögen! vndt daß
das wortt des herren, frucht bringe!


Mala herba, s'estant mocquèe de moy hier,
avec des paroles picquantes, si ie serois bien
si avisè,? de me pouvoir accorder, avec mon
frere, sans l'ayde dü Doctor Lentz, (düquel ie
pensois me passer, en ceste occasion) & cela || [[Handschrift: 95v]]
me dèspitant, elle dispüta encores ce matin
avec moy, ne voulant en façon quelconque,
que j'allasse avec elle, nj a Zerbst, nj á
Berlin, & s'opiniastra mesmes, a ne Vouloir
pas partir le iour que ie voulois, quoy que
plüs tard d'ün jour ünique seulement,
ie me faschay enfin, & dis: (Sür tout, apres
avoir leü la lettre de Jehna) Et bien
allèz vous en bien loin, & ne retour-
nèz iamais, si Vous ne voulèz point de-
meürer auprès de moy, nj Vous accommoder,
a mes Volontèz? Elle print cela fort
sinistrement, & s'en servira <peut estre> comme les serpens,
dü Venin, afin de me denigrer par tout.
Mais combien que ie l'aye dit en colere
si est ce que je l'ay dit conditionellement
Elle me rèspondit: Ah ie voy bien, que
Vous souhaittèz ma mort, peüt estre
que ie mourray au Voyage? Je luy
rèpliquay sür le champ: Je ne desire pas
cela, Dieu Vous en garde, mais ie desire,
que vostre Volontè s'assüjettisse a la mienne!

|| [[Handschrift: 96r]]


Noch Mittwoch den 16den: Iunij: 1647. Regen.


Jch bin in meine weinberge, vndt auf die ägker, geritten.


Curt Christof von Börstel, hat sich præsentiret.
hofmeister Einsidel hat vndterthenig valedicirt,
in meinung, Morgen (gebe gott) nacher Ballenstedt, vndt
in die grafschaft Schwartzburgk, zu verraysen,
mit Doctor Mechovio, in meinen anbefohlenen commissionen,
wie auch, in seinen privatis. Gott gebe ihnen glück!


J'ay apprehension, de plüsieurs calamitèz encores,
le bon Dieu les vueille benignement divertir!


Le presage, que me donna, l'annèe passèe, mon
tant chery d Türcq, que i'abbandonnay si vilai-
nement, a la rage, de gens inhümains, et qui
me perce encores le coeur, ne se monstre pas en vain.
Dieu nous vueille consoler, fortifier, & amender!


I'ay èscrit a Sang- & a Walhausen. perge


Jtem: a häring; pour avoir ün maître d'hostel pour Madame.


Risposta von Erffurdt. perge vom Postmeister. perge


Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin vndt Schwestern, seindt
hinüber, nach Plötzkaw, vndt kommen gegen abendt wieder!


Alhier zu Bernburgk seindt Sechß Schock
wintergerste, eingeerndtet, vndt eingeführet.
Gott wolle ferner alles gewächs gesegenen.

|| [[Handschrift: 96v]]


<J'ay> Escrit, a Madame l'Electrice de Brandenbourg Douariere


Item: au Baron Achatius de Dhona, item aux Düches-
ses de Münsterberg, (vefue & fille) avec condo-
leance, sür le trèspas dü Düc Charles Fride-
ric, dernier de sa famille, item: au Conte d'Ol-
denbourg <avec> condoleance sür la mort de son cousin
le dernier Conte Christian de Delmenhorst,
qu'il m'a avisè, item: a Frideric Kühne
Senior a Halle, mon Advocat, & consülent. perge


Avis: auß Schweden vom hanß Christof
Wischer, das alle expeditiones daselbsten,
langsam, wiederwertig, vndt dilatorisch
sich anlaßen.


Schreiben, von Leyden, das meine Söhne, (Gott
lob!) noch wol aufgewesen. Gott wolle
sie, ferner erhalten!


Avis: daß der hoff, stargk belägert, vndt mit
feẅereinwerfen verderbet wirdt, von den
Schwedischen, vndt das die armèen, zusammen
ziehen, vndt zu schlagen, begierig seyen.


Jtem: das die Deützschen, so vndter dem General
Türenne diehnen, als: 10 Regimenter zu pferdt,
vndt 1 Regiment Dragoner, in Flandern nicht || [[Handschrift: 97r]]
marchiren wollen, also das selbige armèe, wieder
zurückea muß, vndt können dem Könige in Franckreich
wieder den Ertzhertzogk Leopoldum, keine as-
sistentz leisten.


General Königßmargk will Warendorf vndt
Wiedenbrügk in Westphalen, attacquiren.


General Wrangel, gehet vor Eger, (dem bericht
nach) General Melander wil es endtsetzen.


Jhre Kayserliche Mayestät vermeinet man, wollen selber
persöhnlich, zu felde gehen.


Die Spannische Silberflotta operiret
schon, vndt machet die Soldaten, in Flandern
vndt Oesterreich, muhtig.


Die Türgken, werden auch zimblich von
den Venezianern, zurügkb gehalten. perge


Die Schwedische militia, begehret 32 millionen,
zu ihrer satisfaction, theilß wollen von doppelt
so viel, sagen. Jst baldt genennet, aber vnerschwinglich.


Avis, auß Osnabrück das Savoye, will An-
halt, vndt andern Ständen, einen competentz-
streitt, erregen. Vanitas Vanitatum9!


Jtem: das Chur Bayern inhibirt habe, keine fugiti-
vos, oder refugiirte, in seine lande, auß Böhmen, einzulaßen.

|| [[Handschrift: 97v]]


Mein bohte, welchen ich nacher Erfurdt geschickt,
hat den rechten arm, vndterwegens, außgefallen.


Es ist ein seltzam ding, daß an itzo erzehlet
wirdt, daß diesen Monat, an vndterschiedlichen orthe[n]
in diesem lande, die leütte mit fallen die
arme verletzen, brechen, oder außfallen, eben alß
wann eine sonderbahre fatalitet darinnen stegkte.


Man höret vndterschiedliche exempel darvon perge
vndt benandtlich auf einen Tag, da der kleine
Krosigk, vnser page, den arm alhier zerfallen,
sollen Sechße dergleichen fälle, zu Plötzkaw,
Güsten, vndt an andern orthen auf der nähe,
sich zugetragen haben.


Man höret auch von Wolckenbrüsten, so
in newligkeit, gefallen sein, vndt schaden
gethan haben sollen. Gott wende alles böse!

Freitag den 18den: Junij: 1647.


Depesche nacher Zerbst, vndt Deßaw. Deus in adiutorium meum intende
Das hejßt: Deus in adjutorium meum jntende[!]10


heütte, ist allererst, mejn Raht, vndt hofmeister
Ejnsidel, neben Doctor Mechovio, nacher Ballenstedt
verrayset, seine commissiones abzulegen, vndt
seine privata, in der Grafschaft Schwartzburgk || [[Handschrift: 98r]]
zu verrichten. Gott gebe ihm glück! Vndt mehr glügk
alß mir, in meinem elenden, vnglücklichem, vndt
gleichsam, von Gott verlaßenem, bösen hiobszustande.


Peü de chose süffit a nous inquieter, & contrister
toute nostre Vie, mais beaucoup est requis a nous
contenter, & resjouir! Fy de la misere hümaine!


Jch habe schreiben von Meinen Söhnen, per Halberstadt
entpfangen. Es gehet ihnen, Gott lob, noch wol.


Ach daß ich Mittel hette! zu continuiren!
vndt Treẅe rechtschaffene leütte, mich zu secundiren!


A spasso auf meine felder, vor abendts.

Samstag den 19den: Iunij: 1647.


Avis: daß General Königsmarck wil Gensefurth, vndt
hecklingen kauffen, welches auch Mortaigne
im willens gehabt hat. O Dieu,! aydes moy!


Sonst hat Königsmargk wenig glügk
mit winnungen. Daßelbige sol ihme meh-
rentheils, abgebrandt sein.


Schreiben vom Rectore Wendelino. etcetera


Bande, vndt Trübsall, warten vnser v̈berall.


Cela me fait encores ressouvenir; comme
mon tant aimè Türq, estoit figure des bonnes
brebis, & comme le chastiement, & la pünition talon-
ne ceulx, qui les abbandonnent pitoyablement?

|| [[Handschrift: 98v]]


Schreiben von Zerbst, vom Jehna, daß die
zusammenkunft, zu Deßaw, geendiget, vndt
zjmlich schlecht, (vor mich,) abgelauffen. Pacience[!]


A spasso con Madama, in gartten.


Schreiben, vom Wendelino, abermalß entpfangen perge


Avis: daß vetter hanß Geörge zu Deßaw,
glücklich wieder ankommen, vndt hat mir bücher
vom Spanheimio geschickt, de gratia Universalj
wieder den Amirault. perge


Meine Schwestern, seindt hinüber, nach Cöhten.

Sonntag den 20ten: Iunij: 1647.

<Ein Rehe von Ballenstedt.>
<Regen.>


Der vielfältige regen, schlägt das liebe
getreydich, numehr, sehr nieder, vndt macht
naße erndte. Dominus dedit! Er wirdts wol
machen! vndt wirdt vnser bescheiden Theil, vnß geben[!]


Jn die kirche, im regen, vndt kaltem wetter.


M'esbahissant moy mèsme, bien fort, comme ie
pouvois (contre ma coustüme,) plaindre si
long temps la perte d'ün animal, avec
üne melancolie et tristesse si longue & sj
extraordinaire me vint la pensèe, ou inflüence
que ie ne m'en devois point estonner, quand ie || [[Handschrift: 99r]]
le plaindrois & regretterois encores davantage,
1. parce que ce auroit estè ün cheval extraordinaire,
& üne perte inestimable, de ma bonne fortüne, dont
j'avois eü des indices manifestes, avant que l'avoir
abbandonnè & tost apres, Car puis que Dieu m'avoit
concedè la grace, d'avoir en moy mesme, quelque
piece de la magie licite, & natürelle, & par mes
procedüres, i'avois conservè cherement, ce thresor;
ut creaturæ mihj inservirent
plüsieurs annèes, ie l'avois maintenant perdü
si chetifuement, & seroit malaysè a recouvrir.
2. parce que Dieu mesme avoit eü, en abomina-
tion, ceste mienne procedüre, d'abbandonner
en la rage inhümaine, de gens cruëls, ün <si> bon
animal, qui ne m'avoit nüllement nuy, & fi-
dellement servy tant d'annèes, sans faire
mal, à personne, et ie l'eusse deü nourrir
iusqu'a sa mort, en recompence de sa fideli-
, au lieü de le tuër <ou faire mourir> comme cela, car le
meurtre estoit si abominable à Dieu,
qu'il vouloit mesme que nous le hayss<i>ons
mesme a l'endroict des bestes innocentes,
& ütiles a l'homme, Dieu estant le Dieu de tout chair.

|| [[Handschrift: 99v]]


Dieu ayant aussy pitiè des animaulx, & ayant
en horreür, la destrüction de <la> natüre, & de
toute creatüre, lors qu'elle se fait, sans
necessitè, & sans üsage de l'homme, ains par
caprice, ou insolence, & contre toute rayson.


Il faut donc, que ie, me paye, d'üne triste
souvenir, dü thresor perdü,! & si d'autres
plüs grandes Calamitèz, (dont i'ay quelque
apprehension, & indices) ne m'a accablent?
il fauldra cheminer, avec crainte, & reserve,
d'oresenavant, & a l'avenir, en toutes choses!


Je crains aussy, que le lacquay, nommè
le petit Christian, ne soit asommè, en chemin
de mesme, que Michel Weile, mais Dieu, quj
les peüt <rammeiner &> conserver, le vueille faire benignement
par sa Sainte grace, & protection! & me Vueille
rendre, & continuër, le progréz de ma bonne fortüne!


heütte habe ichs erfahren, daß alß ich neẅlich
hinauß geritten, mein page, Geörg Ehrenreich
Freyherr von Roggendorf, auf der brügke von
einem grawen pferdtlein herundter geworfen
worden, vndt gar bey nahe, in den graben hinun-
ter, gefallen wehre, wo ihn Gott nicht sonderlich || [[Handschrift: 100r]]
behütet hette, deme billich vor seine beschirmung
vndt väterliche providentz, zu dangken! Jnterim
kommen mir so viel vndt mancherley casus insolitj,
innerhalb Jahres frist, seltzam vor! Gott wende
alles vnheyl! vndt böse præsagia, gnediglich!
Nachmittags wieder in die Catechismuspredigt, singulatim

<1 hase il Carolino.>


J'ay Escrit, diverses lettres, a Brehmen, Leyden,
en Prüsse, & ailleürs. Dieu me vueille rendre le
bonheur, & la liesse perduë!


A spasso auf meine felder, wie auch meine pferde
zu besehen, en plaignant tousiours la miserable
perte de mon gentil Türc, quj n'a nül semblable.


Schreiben vom hertzog Ernst Günther von hollstein,
en la matiere ores dite, de mon jadis chery cheval,
qu'il n'en scait rien, nj de son frere.


Jtem: schreiben, vom Geüder, entpfangen, wie
auch, von dem allten Sternbergk, von Wien,
Jtem: vom herren von Roggendorf.


Die avisen beiahen fast alles das iehnige,
waß in den Niederländischen couranten gestanden,
vndt daß eines theils, der friede zu hoffen, anders
theils aber, die armèen auf einander loß gehen,
vndt General Melandern, der Graf Schlick
adiungiret ist, ohne seinen willen, nichts zu tentiren.

|| [[Handschrift: 100v]]


Die stadt Eger, seye blocquiret.


Königßmargk, hette in Westfalen progreß


Jn Engellandt würde friede. Dem Könige wehre
vom Parlament sein exercitium frey bewilliget,
Sonst aber, die Presbyterial direction dem
Parlament, auf 3 Jahr, wie auch die militia
auf 10 Jahr lang v̈bergeben. Die Jrrländer wollen
dem Könige, gehorsam verbleiben, vndt alles zusetzen,
wie auch andere provintzien, neben der Jnsel, Iarsey[.]


Printz von Condè, findet vor Lerida zu schaffen,
hat volck vndt officirer verlohren. Continuiret
aber dennoch gewaltig davor.


Ertzhertzogs Leopoldj, waffen, prosperiren in
Flandern, vndt Comenè ist erobert, nach
Armentiers, auch andere örther mehr.


Franckreich begehret geldt, von Staden.


Jn der See, mögen Zeeländische, vndt Spannische
Schiffe, an einander gewesen sein, welches mißver-
stände, in der Staden pacification, mit Spannie[n]
vervhrsachet.


Jn Polen scheinet es, daß vf verweigerung des
donativj, an die Tattern, auf vollem ReichsTage
zu Warschaw, ein Türgkenkrieg endtstehen
möchte, wie auch die Dantzigker, disgustiret worden || [[Handschrift: 101r]]
wegen der commercien, vndt andern kleineren Städten
æquipariret.


Die gesandten, zu Osnabrück vndt Münster wolten gerne den
General Königßmarck abweisen, auß Westpfahlen vndt
begütigen, wegen desto sicherer friedens-
tractaten. Derselbige aber, endtschuldiget
sich, wegen vndterschiedlicher attentaten, seines
gegentheils, wil sein glück prosequiren,
vndt alles, in einen beßeren standt setzen.
Ermahnet auch die herrn gesandten, ihren frie-
densschluß zu befördern, alßdann köndte
er eher außweichen.


Visconte de Türenne, hat die mutinirten
deützschen, so nicht forthgewoltt, gestraft,
vndt eilet nach Flandern zu.


Ein Mußkowitrischer Gesandter ist zu Venedig,
eine alliance, mit selbiger Signoria, wieder
den Türgken, zu schließen.


Clissa ist belägert, von Venezianern, vndt
im Archipelago sollen sie auch obgesieget haben.


Die krönung, des Königes Ferdinandj, IVti in
Vngarn, sol wol abgegangen sein.

|| [[Handschrift: 101v]]

Dienstag den 22ten: Iuny: 1647.


hinauß spatziren geritten, in schönem wetter
auf meine felder. Es ist aber, der liebliche Sonnen-
schein, baldt darnach, in ein<en> windt, vndt regen,
degeneriret.


Gestern haben 5 Reütter, auf dem Meynigen,
gehetzt, vndt einen hasen gefangen.
hingegen hat ihnen mein lackay, der Ober-
lender, einen schönen rohten windthundt
Todtgeschoßen, welches sie zwar gesehen, ihme
aber nicht aufn leib gehen dörfen.


Avis: daß man gestern zweene frische cörper
in einem keller, zu Wedegast, gefunden, muß
also Mörder, da herumb haben.


Philipp Zepper, Juris consultus, vndt Bürgemeister[!]
zu Cöhten, hat mir exemplaria geschickt von
der Anhaltischen Landßordnung, welche er illustrirt
auß den Mosaischen, Römischen, vndt beschriebenen
rechten, vndt allen Regierenden Fürsten zu
Anhaltt, also auch mir, dediciret.


Schreiben vom Thomas Benckendorf wie auch, von der Churfürstlichen
wittibe von Berlin, empfangen. Poco speranza alla pace.


Depesche vers le lieu, que ie fay recercher[!] par mois.
Dieu vueille conduire! mon envoyè!

|| [[Handschrift: 102r]]


Mein Oldenbürgisch vieh, wil nicht gedeyen, vndt
seindt wieder welche gestorben. Nulla calamitas sola!11

Mittwoch den 23ten: Juny: 1647.


Mein bruder Fürst Friedrich ist alhier vorbey paßiret. perge gar frühe,
auf Cöhten zu, nach dem er zu Plötzkaw pernoctiret.


hat sein Söhnlein, nebst dem graven von Naßaw,
seinem Schwager, sampt deßen Schwester, bey sich.


Jm vorüber reitten, hat er mich, durch
Freybergen begrüßen, vndt seine vorüberrayse,
excusiren laßen, das es frühe wehre, vndt er,
zu eilen hette.


Jn die wochenpredigt, cum filiabus natu maximis.


Die gedangken, wollen mich noch nicht quittiren,
wie kläglich, mein liebes Türgklein mich zu Ol-
denburgk, gleichsam anflehete, alß ichs so
schändtlich abbandonirte: Ach Euer fürstlich gnaden verlaßen
mich doch nicht, ach sie behalten mich doch!
Es ist <doch> nur vmb ein einiges wörtlein zu thun,
Jn Euer fürstlich gnädigen handt, stehet <1.>mein <2.> Todt <3.> vndt <<2.> auch> <5.> mein <6.> Leben. <7.> Ach! ich armer trostloser, von aller
weltt verlaßener wayß! Ach Mein aller-
gnedigster Schutzherr; mein einiger Trost,
hülfe, vndt zuflucht. Jch habe Eeuer fürstlich gnaden <noch> kein vn-
glück bracht, Sie verlaßen mich <ia> nicht, mich armen
allten d treẅen diener, vndt Mittknecht, vmb Gottes willen.
<Jhre hertzliche barmhertzigkeit helt sich hart gegen mir, Sie erbarmen sich v̈ber> || [[Handschrift: 102v]]
<Nota Bene[:] gleich wie Gott sich oftermals v̈ber Euer fürstlich gnaden erbarmet hatt.>
vndt per intervalla! Ach ich armer <elender vndt trostloser> wayse, bin ex
media Turcia einen so weitten weg gewandert,
vndter Euer fürstlich gnaden alß eines so frommen hertzen<ren> Schutz
gerahten, vndt habe Euer fürstlich gnaden so treẅlich nachgefol-
get, vndt sie vndt ihre officirer, niemalß in
keiner Noht, verlaßen, Ach sie verlaßen
mich an itzo, in dieser angst, vndt Noht doch
wieder nicht! Gott wirdt Euer fürstlich gnaden davor <wol reichlich> gesegenen!


Jtem: Ogni indugio porta pericolo! Sie verzie-
hen, vndt cunctiren ia nicht! Vmb Gottes willen!


Jtem: alß ich occasion suchte, mit manier
ihm zu helfen, kam mir die influentz ejn:
Ey! worümb schicket sichs nicht? es schicket
sich iedesmal wol, einem armen diehner,
auß angst, vndt nöhten zu helfen. Item:
<Ach der vnverdienten, so heftigen, bitteren Strafe!>


Jtem: Ach wie wirdt Euer fürstlich gnaden als meines ge-
wesenen lieben frommen herren, hertz, nach
meinem verlust, so iämmerlich gekrängkt
werden? Waß hilft Euer fürstlich gnaden doch mein, alß eines
armen, vnschuldigen, frommen Thierleins, vndter-
gang? vndt verderben, der ich das v̈berrestlein
meines lebens, gerne in Euer fürstlich gnaden treẅen diensten
zugebracht <Nota Bene[:] vndt das wenige futter, wol bezahlet> hette! Jtem: Ach ach, des Trawrigen || [[Handschrift: 103r]]
Scheidens,! welches mir oft wiederholet wurde,
vndt die klage, daß er numehr vndter so böse leütte
kähme, vndt so vielen vnbarmhertzigen herren, vndter-
worffen sein müßte! Gott solte mirs verzeyhen!
et talia, vndt andere <zuvor aufgezeichnete> worth mehr, welche mich
Dauchte, ich hette sie gleichsam, gehöret, <ich> wahre
<darüber> hertzlich, betrübet, vndt nahm mir vor, (weil
sichs so baldt, anderer curialien, vndt distrac-
tionen halber, nicht schicken wollte?,) von
Delmenhorst, oder von Brehmen auß, mein liebes
Türgklein, schriftlich wieder zu begehren.
Es war aber, die<Meine> stupiditet, vielheit anderer
occupationen, vndt v̈bele secundirung, meiner
leütte, neben andern bösen vhrsachen, schuldig da-
ran, daß man des Türgken vergaß, <es> nicht recht
wieder suchte, vndt also sein verderben, selbst
erbärmlich, vndt elendiglich, præcipitirte,
<(wiewol per intervalla, ich wol offt an ihn gedacht,)>
welches ich, vor ein recht groß hertzeleidt,
vnglück vndt Strafe Gottes, halten muß!


Er wolle mich anderwerts, contentiren, trösten, vndt
vergnügen, vndt des diensts der creaturen, mich hin-
führo, nicht berauben, noch ferrne sein laßen!


Je presage encores des malheurs, que Dieu vueille
benignement divertir, par sa Sainte grace!

|| [[Handschrift: 103v]]


<Jtem: Euer fürstlich gnaden hertzliches erbarmen, helt sich hart, gegen, mir vnschuldigen.>


Ah malheureux animal, quj a estè si ingrate-
ment recompencè, de tes fidels services! par stüpidi-
, & retenuë, par orgueil, par avarice & par
inadvertence de ton maistre, que tü aymois,
auquel tu confiois, & quj devoit estre
ton garand & protecteür, mais t'a laschement
& vilainement abbandonnè, comme ün pau-
vre agneau, a la boucherie, & a la rage des
loups ravissants, et mèscognoissans!
Dieu me vueille pardonner, ceste lourde &
tousiours deplorable faulte! & precipitatio[n!]


Tobiaß Steffeck von Kolodey haußfraw,
ist nach vieler außgestandener angst,
vndt schmertzen in partu, endtlich durch
Gottes gnadensegen, eines iungen Sohns genesen.
Gott stärgke, segene, vndt erfreẅe ferner
in vnserm Schloß, alles, waß in seiner handt ist
vndt seye gelobt, vor seine gaben!


Doctor Brandt der medicus, ist extra zu Mittage bey
mir gewesen, klaget v̈ber daß tertianfieber
vndt andere böse ascendenten, invidos, & æmulos.


Rector Hesius ist bey Mir gewesen.


Abendts spatziren, mit Meiner freundlichen herzlieb(st)e Gemahlin. et cetera

|| [[Handschrift: 104r]]

Donnerstag den 24ten: Junij: 1647. perge

<2 hasen, von Ballenstedt. Regen, windt perge>


Weil heütte schreibtag, vndt correspondentzTag
ist, alß habe ich allerley zu expediren gehabt.


Postea auf meine felder spatzirt, vndt
allerley zu thun gehabt.


Die Regierung von hall hat an mich geschrieben,
wegen des Kläfhähns, zwar höflich, vndt begehrt
restitution, seines angesprochenen pferdes, in der beylage,
seiner supplication aber, an den Ertzbischof,
bittet er, dem MüllenVogt zu Magdeburg befehl
zu ertheilen, damitt die Bernburger wagen
vndt pferde daselbst in ihren commerciis verar-
restiret werden möchten, biß er satisfaction
vom Werder zu Gröptzig erlange, vndt
er hette beweiß genungsam beygebracht, der
Bohte von hall auch, hat mündtlich dörfen
sagen, wann man ihm nicht resitution thete,
wollte man zu hall, oder Magdeburgk, schon
pferde genung verarrestiren, welche verbotte-
ne repreßalien, mich gleichwol schmertzen müsten,
zumal, da keinem alhier, die justitia denegirt wirdt.


On m'attacque de tous costèz, afin de m'achever
a rendre malheüreux!

|| [[Handschrift: 104v]]


Es ist abermalß Numero 11 eine relation einkommen, vom
Doctor heger. Es hat competentzstreitt gegeben, mit Savoy,
vndt andern. Sonderlich auch, hat Chur Bayern, stargk der Cron
Schweden, contradicirt, wegen des prætendirten vorzugs,
wegen Brehmen, vndt Verden, mit scharfer contradiction,
vndt andere mindere, seindt auch rege gemacht worden,
præcedentzStreittigkeitten, zu erregen. Saxen hat
gewaltig wieder Sophoy, invehiret, wegen der præcedentz,
wiewol sie von einem hause, sein wollen, vndt So-
phoyscher gesandter, diesen behelf, zum meisten angezogen,
daß ein hertzogk von Savoye, anno 1541 auf einem
ReichßTag, zu Regenspurgk, baldt neben zweyen
Pfaltzgraven12, geseßen, vndt hingegen Saxen Altenburg
beweisen wollen, es würde Savoya nur alß
ein Graf, im Reich, consideriret. Die Prælaten
die graven, vndt andere Stände, haben auch disputiret,
vndt allte neẅerungen anziehen wollen.


Gleichwol wirdt vnangesehen aller dieser Va-
niteten der friedensschluß noch gehofft, in Kurtzem[.]
Gott wolle es geben! & que mon coeur soit content.

Freitag den 25ten: Junij: 1647.


Ein Somnium gehabt, wie wir in des præsidenten
hause alhier zu Bernburgk, eine zusammenkunft || [[Handschrift: 105r]]
gehalten. Es wehren viel vom adel auch beschrieben
gewesen, vndt alles schwartz gegangen, in Trawer-
Mänteln, wie auch die herrenvettern. Der Præsident
Börstel, hette noch gelebet, vndt wehre vndter den
Jungkern, vndt Adelichen Rähten, noch vor vnß hergegan-
gen, darüber ich mich verwundert, vndt besorget,
er möchte auf dem convent vndt LandtTag, noch et-
waß böses, wieder mich erdengken vndt practiciren.


Alß man nun schlafen gehen sollen, wehren oben viel
verwirrete irrgänge, zu den kämmerlein vndter
dem dache gewesen, (in deren eines ich gegangen,
durch nachforschung bey anderen leütten) da ich dann
auch, ein schlechtes Losamentlein gehabt, vndt durch
enge krumme stiegen, hinauf gehen müßen. Als ich
nun gar alleine gewesen, vndt hinein gegangen,
hette ich nicht schlafen können, wehre einmal vors
gemach hinauß gegangen, vndt hette vor einem
nahen kämmerlein (gegenv̈ber des meynigen) einen
vnbekandten kerll, stehen sehen. Deme hette ich zu-
geredet, vndt alß er gesaget, er wehre Pansens
bruder, vndt wartete vorm gemach auf, (dahin er
vom Præsidenten bestellet wehre) hette ich allerhandt
mit ihm geschwatzt. Da hette er vndter andern auch
erwehnet, ob ich auch wüßte? daß Sein bruder Geörg
Panse einen Schatz hette, von schönen goldtstügken, || [[Handschrift: 105v]]
damit köndte er mir wol außhelfen. Er wolte sie
ohne daß, außthun, vndt verleyhen, vndt wenn ich sie
sehen wollte, köndte er mir sie wol vorzeigen.


Welches auch geschehen, vndt wehren nahe bey ein
200 große vndt kleine goldtstügke, Frantzösi-
sche, vndt Spannische sorten, von +kronen, goldt-
&<kr>onen, pistoletten, vndt allerley seltzame gattung
gewesen, er hette auch gesagt, er hette noch mehr,
vndt einen andern, vndt größeren Schatz,
vndt wolte meinent wegens, mit ihm reden,
Damit er mich in itziger Noht, nicht ließ.
Darüber kahm ich durch viel irrwege, vndt enge
treppen, wieder hinundter, in Fürst Augusti losament,
fandt aber niemandts, alß ein par Trabanten,
Dieselbigen sagten, es wehre alles hinweg,
vndt Niemandts mehr vorhanden. perge


Jch, vndt Meine herzliebste gemahlin, haben heütte Morgen,
wiederumb, vom Balsamo Vitæ, gebraucht. Gott gebe zur ge-
deyligkeit, vndt vermeinen die præparation deßelbigen,
in der Medulla Distillatoria des Kunrahts, gefunden
zu haben, Gott gebe zu großem glück vndt segen[.]


A spasso auf meine breitten, plaignant mes pertes,
& malheur en attendant la benediction de Dieu, avec
souhaits, & meilleure esperance! Spes (sæpe) non confundit.13

|| [[Handschrift: 106r]]


Der kleine Kersten, mein lackay, ist glücklich wieder, von
Jngolstadt, Ortenburgk, vndt Nürnbergk ankommen.
Sed re infecta, en mes destresses! Pacience, par force!
Er hat auch schreiben vom Grafen von Ortenburgk,
vndt Ern Thülemayern, an mich, mittgebracht. perge


Discorsj, co'l Georgio Panse, in diversj terminj. perge

Samstag den 26ten: Juny: 1647.


Es hat gestern, vndt heütte vielfältig, geregenet,
wirdt das getreydig, noch mehr niederschlagen. perge


Daß obst, so gestern, Rindtorf, vndt Philip Güder
auf meinen befehl, besehen, in den alhiesigen püschern,
wirdt auf 40 ThalerThlr: angeschlagen, in allen gehöltzen
zu Pfuhle, zu Grähna, zu Aderstedt, Jtem:
im Dröbelischen holtze, Tannenwerder, vndt
Krumphalse. Darauß siehet man, den
großen abgang, sieder der Kayserlichen vndt Schwedischen
armèen, vorgegangenen ruinirung. Dann auß
dem Krumphalß alleine, vor diesem, wol
100 ThalerThlr: vor obst, einkommen können, manches iahr.


Die baẅme wachßen, so schnell nicht
wieder, als sie vmbgehawen werden! Proh dolor!


Jm Dröblschen holtze sol sonsten an itzo viel Eichel-
mast vndt haselnüße zu befinden sejn. Gott zeiget
segen, wer es recht köndte genießen! hier, vndt dar!

|| [[Handschrift: 106v]]


L'èstrange impression d'esperer tousiours de re-
voir & ravoir encores, mon chery cheval, se perd,
quand ie pense 1. Comme il estoit assèz vieil,
pour ne pouvoir endürer, & souffrir les tracas,
des mains saulvages, & inexorables, de ceux,
auxquels il parvint contre ma volontè,
& qui ne luy ont laissè, aulcüne relasche,
com<comme> s'ils l'eussent voulü tuër, mal á propos?
2. Que non seulement les courses jmmoderèes, a
la chasse, mais depuis l'inquietüde, de le faire
labourer aux champs, & a la charruë sans
intermission, en la chaleür & aultrement, l'ont
accablè indübitablement. 3. Les lettres de Son-
derbourg, me mandent en termes expréz,
qu'il n'est plüs en estre, & qu'il est devenü
si miserable, maigre, et chetif, qu'il a fallü
atteller a üne charruë, il y a desia long temps.
Ouy da? mais quelle Tirannie l'a occasionnè?
Le meilleur cheval dü monde, n'est pas de fer, ni
de pierre, ains de chair et d'os. Si on l'eust èsparg-
& laissè reprendre ses forces & vigueur, il se
füst sans doute encores long temps conservè, &
n'auroit pas manquè de faire service, à propos. || [[Handschrift: 107r]]
4. De Brehmen l'on me mande pareillement qu'il est
devenü fort chetif, a la fin. Peut estre; qu'il a estè tres-
mal pensè, & non seulement fort rüdoyè de coups, & de
carrieres hors de propos, par des gens pesants, & cor-
pülens, quj l'ont montè avec brütalitè, sans l'e
avoir pitiè d'ün si genereux & bon cheval, & sans re-
cognoistre sa Vertü. Peüt estre aussy, qu'il s'est
contristè, de m'avoir perdü, & d'estre ainsy lamen-
tablement abbandonnè de moy, sans son merite,
car je l'ay apperceü de ceste iolye beste, qu'elle
estoit fort avisèe, & devenoit triste & maigre,
lors que ie m'en allois quelquesfois, sans elle,
nonobstant qu'elle n'eust faute de rien, cependant.


Mais ie ne puis cesser, de la plaindre! & ie di-
ray donc avec ün grand regret: Je ne te reverray jamais
plüs, mon cher favory Türcq! qui me rendois de si
grands services, & m'estois si aggreable, me cog-
noissant si bien, & m'estant plüs fidelle, que ne
peüt estre le meilleur serviteur, en plüsieurs choses.


Tü ne sentiras maintenant plüs de mal, en
ayant souffert seulement trop, innocentement:


Tü me courrois apres, comme ün chien, & ie n'ay pas
voulü te suivre, ou faire suivre á temps, d'üne pauvre
mot, quj eüst peü saulver ta vie. Ah malheureux; & ingrat
que ie suis, &<je> detesteray ceste malheureuse heüre toute ma Vie!

|| [[Handschrift: 107v]]


Avis: daß die Bude, vndt Lythe, sich sehr ergeüßen
vndt man an itzo, gen Staßfurth, nicht kommen kann.
Zu Quedlinburgk vndt an andern orthen, sol groß
gewäßer sein, sonderlich zu Gaterschleben, an deßen
man vermeinet, es komme von wolckenbrust her.
Die Sahle ist alhier nicht groß, aber hindter
Nienburgk wol, so baldt die Bude hinein
kommen. Viel getreyde sol v̈berschwemmet
sein. Zu Altenburgk sollen auch Todte pferde
mit Sattel, Zeüg, vndt pistolen, geschwummen
gekommen sein. Gott bewahre einem ieglichen das seine.

Sonntag den 27ten: Juny: 1647.


Jn die kirche vormittags, conjunctim, Text: vom großen
Abendtmahl14. etcetera


Nach der mahlzeitt, ist Schwester Sofia Margrit<h>e
alhier ankommen, mit schreiben, vndt begrüßungen,
en assèz bons termes, et cetera.


Augustus Ernst von Erlach, hat sich beschriebener
maßen, eingestellet, zur aufwarttung, et cetera.


Nachmittags, conjunctim wieder in die kirche,
des Diaconj Jonij catechismjpredigt anzuhören. Darnach
ist Tobias Steffegk von Kolodey, sein Söhnlein getauft,
vom hofprediger Theopoldo, aufm alltar, in der kirche, || [[Handschrift: 108r]]
worden, vndt ich habe es selbst, auß der Taufe gehoben.


Man hat es Christian Erdtmann, genennet, nach
Mir, vndt meinem elltisten Sohn. Die gevattern,
darzu, erbehten, wahren, 1. Jch, 2. Schwester Sofia
Margaretha. 3. Mein Sohn Erdtmann Gideon, deßen
stelle, vnser allter Raht, sein vndt seines bruders
gewesener hofmeister, Melchior Loyß, vertretten,
4. des hofmeisters Einsidels haußfraw, stunde
persöhnlich. 5. Abraham von Rindtorf, Mein
CammerJungker stunde auch selbst. 6. Jtem:
Jungfraw helena von Wahusch, Meiner herzlieb(st)en gemahlin
hofiungfraw 7. Item: der Superintendens alhier,
Er Plato. 8. Jtem: deßen haußfraw. 9. Secretarius
Paulus Ludwig, an stadt, des allten Reichsagenten,
Johann Loẅ zu Wien, welcher Meinem Tobias
verschwägert ist. Gott Lob, das dieser Christliche
actus wol vollnbracht ist, er gebe ferrner
gehörigen segen, vndt gedeyen! Zeitlich, vndt ewig!


Alß wir wieder nach hof gefahren, ist baldt
darnach, aufm Schloße, in der wöchnerinn
zimmer, die gewöhnliche glückwüntzschung,
vndt præsentirung, verrichtet worden. Jch habe
mein geschengke, vndt meines Sohns, zugleich, durch Mel-
chior Loyß, v̈berlifern laßen, vndt Sie haben vndter
sich hernacher eine collation gehalten, vndt damit beschloßen. et cetera

|| [[Handschrift: 108v]]


Extra geg<zur> abendtmalzeitt: Erlach, wie auch die
Krosigkinn zu Erxleben, vndt jhre Tochter15. perge

Montag den 28ten: Iunij: 1647.

<Regen.>


Der pfarrer von Reinstedt, ist alhier gewesen. Klaget
daß sich die Selcke alda gählingen ergoßen, ihm einen
stall eingerißen, vndt großen schaden, auch andern
leütten gethan, wehre aber gar baldt, mit solcher
impetuositet, wieder verfloßen. Die lihte, die
Bude, die Wipper, die Ogker, vndt andere waßer,
so auß dem hartz entspringen, sollen sich auch gewaltig
ergoßen, an getreydig, graß, theilß auch an Menschen,
vndt vieh, schaden gethan haben. Jn der güldenen
awe, vndt andern niedrigen orthen, thälern, vndt gründen,
sol daß getreydich, mächtig verderbet sein.
Gott beßere den zustandt! vndt gebe vnß alles,
waß vns nützlich sehliglich, vndt gut ist! Vmb Christj
willen, Amen!


Mein bruder, Fürst Friederich ist mit seinem Schwager, dem
Graf Moritz von Naßaw, beynebens deßen freẅlein
Schwester, wie auch seinem Söhnlein, anhero kommen.
hat seinen hofmeister Freybergk; des grafen hofmeister
Sally, vndt noch einen vom Adel Remont, mittgebracht.
Seindt zu Mittage, alhier geblieben, vndt haben sich
laßen wol sein, darnach seindt Sie auch gen Plötzkaw || [[Handschrift: 109r]]
mitteinander gezogen.


Extra: war bey Mir: Erlach, wie auch die Krosigkinn, vndt
ihre Tochter16.


Mein bruder brachte mitt, schreiben in publicis: 1. wegen
außschreibung der contribution, 2. wegen abschickung an
General Maior Königßmargk. 3. wegen der Bambergischen
Lehenssache. Jch habe mich in allem, pro libitu[!], erklähret[.]


Bürgermeister Döhring, vndt Othmar, haben sich an Fürst Augustum
gehengkt, vndt sich v̈ber mich beschwehrt, daß ich sie
solte v̈bereilt haben, mit dictirter Strafe, (quod
non est sic) vndt ejne bewegliche jntercession
außgewürckt. Mais ie ne crains point, telles
impertinences. Gleichwol ist der gute Doctor Brandt,
sehr vnwillig, bestürtzt, vndt perplex darüber worden,
also daß von zorn, vndt vnmuht, in so vnbillichen
vngerechten dingen, sein fieber, sehr zunimpt. perge


Gott wolle ihm linderung, vndt beßerung verleyhen!


Mein Bruder, hat gar freündtlich, mit Mir conversirt,
vndt mine gemacht, alß ob ihm, brüderlicher accord,
sehr anstendig wehre? Gott gebe! Das es ernst seye!


Je luy ay dit; que ie craignois, perdre la Vie eter-
nelle, sj ie continuoï, a vivre, en telle dèsfiance,
& mesaise, a l'occasion de nos differends. Il l'a èscoutè,
faysant semblant, de le prendre á coeur!

|| [[Handschrift: 109v]]

<Regen, windt die gantze Nacht.>


Der windt hat diese Nacht, ein gantz fach, in der
Mußcketirer quartier, eingeworfen, vndt in dem
Frawenzimmer, <auch sonst hin- vndt wieder> hats eingeregnet, also das die Jungfern,
in den betten, nicht bleiben können. Solcher gestaltt siehet
vndt spühret man noch, die reliquien, der verwüstung
der armèen, vndt wie die stügke, daß hauß erschüttert,
vndt heimliche brüche vervhrsachet? Gott
bewahre, vor mehrerem vnheyl! vndt vnglück!


Avis von Strehlitz, das daselbst, schwester
Sybille Elisabeth, sehr v̈bel auf seye, J'en
apprehends, des mauvayses nouvelles! Dieu
la vueille consoler! & l'assister paternellement!


Mit dem Amptßraht Panse, conversiret. perge Darnach
ist Secretarius Paulus Ludwig Geörg Reichardt, Geörg Knüttel an
stadt Melchior Loyß, <vnd> Iakob Ludwig Schwartzenberger kommen, haben sehr
mit Pansen contestirt, (weil ich die monopolia einzustellen,
vndt gleichheit zu halten mit den brawen gesinnet,
die reichen aber alles vermögen, an sich ziehen möchten)
vndt viel einstreẅens gemacht. Difficilia! quæ pulchra!17


Paul Ehling, ist von Hamburgk wiederkommen, mit
schlechtem Trost, wegen meines verlornen Türgkleins,
deßen Vndtergang vndt Trawriges <ab>scheiden, mich in Mei-
nen gedangken, fort vndt forth, exagitiret. Gott erbarme es[!] || [[Handschrift: 110r]]


Er Andreas Hesius, ist nachmittags, bey mir gewesen,
hat mir sehnlich valedicirt, accingendo se adjter,
ipsi injunctum. Gott gebe ihm glügk, vndt segen!
Succeß, vndt alle gedeyliche wolfahrt, zu vn-
serß ministerij, Nutz, vndt aufnehmender beßerung.
Faxit Deus Omnipotens! Amen! Amen! Amen! perge


Avisen von Leiptzigk, berichten des Kaysers
ankunft zu seiner armèe in Böhmen, vndt daß
General Wrangel, großen ernst, vor Eger gebrauche.
General Melander, soll ein Süpplein, bekommen haben.


Gott bewahre ihn davor gnediglich.


Jn Engellandt, sol <general> Fairefax, den König, haben
mit 1000 pferden, auß seinem arrest, geholet, vndt
die gantze Parlamentarische armèe, mutiniret,
vndt dem Könige, beygefallen sein.


Der Ertzhertzogk continuirt seine progreßen
in Flandern, hat etzliche plätze noch occupiret.
Die Frantzosen, rüsten sich zum secourß.


Printz von Condè, lieget noch vor Lerida, vndt es
gehet daselbst, noch scharf her.


In Italien prosperiren die Spannischen wapen,
nach deme sie Nizza della Paglia, eingenommen.


Die Venezianer, defendiren sich wol; wieder dem
Türgken, zu waßer, vndt zu lande!

|| [[Handschrift: 110v]]


Die Staden vndt Spannischen stellen sich zwar friede-
fertig an, rauben aber einander leütte, vndt Schiffe,
wo sie nur können, vndt mögen.


In Brasilien, prosperiret die WestIndianische
compagnie, wieder die Portughesen, in der
Bahia de Todos los Sanctos; nach deme Sie,
die Insel Tabarica, eingenommen, vndt manuteniret.


Der herrenTag, zu Coppenhagen, sol sich,
ohne Schluß, geendiget haben. Die Schwedische
Schiffarmada, sol durch den Sundt, paßiret sein.


Der Pollnische ReichsTag, sol auch zu ende,
gebracht sein.


General Königßmargk, lieget vor Wiedem-
brügk in Westphalen, theilß vermeinen auch,
vor Meppen.


General Mortaigne, continuiret seine progreß,
in heßen. Lieget an itzo, vor Rheinfelß.


Es continuiret, daß die Deützschen trouppen,
dem Visconte de Türenne, v̈bern Rhein, nicht
folgen wollen, sondern beruffen sich, auf ihre capitula-
tion, darinnen Sie nicht, in Flandern, bestellet,
sondern auf des deützschen boden, zu kriegen,
also: das ihm diese vnordnung, sehr perplex macht.

|| [[Handschrift: 111r]]

Dienstag den 30ten: Junij: 1647.

<Buon tempo.>


Jn die wochenpredigt, da dann viel von der brüder-
lichen versöhnlichkeit, geprediget worden, Gott gebe
eintracht! vndt friedtfertige gedanken!


Extra: zu Mittage, den hofprediger Theopoldum
vndt viel mit ihm conversirt perge


A spasso hinauß nach Pfuhle, auf meine wiesen,
so dann auf meine ägker geritten, dieselben zu besehen.


Böse briefe wegen des Deßawischen convents be-
kommen. Die herrnvettern, vndt Mein Bruder, haben
sie mir zwar addressiret, vndt es ist der rähte
gutachten. Fürst hanß aber, hats nicht subscribiren
wollen, vnangesehen man ihn darzu, invitiret gehabt.


Textapparat
a Die Wortbestandteile "zu" und "rücke" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
b Die Silben "zu" und "rügk" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.

Kommentar
1 Gn 6,5-9,17.
2 Zitat nach Plut. Kimon 6,5 (ed. Blamire 1989, S. 36f.).
3 Hier: Damm.
4 Hier: aufgehoben.
5 Gn 3,19.
6 Identifizierung unsicher.
7 Nicht ermittelbar.
8 Mt 5,20.
9 Ecl 1,2.
10 Ps 69,2.
11 Zitat aus Eur. Tro. 596 (ed. Biehl 1970, S. 35).
12 Hier kommen die Pfalzgrafen Johann II. von Pfalz-Simmern, Otto Heinrich von Pfalz-Neuburg, Philipp von Pfalz-Neuburg und Ruprecht von Pfalz-Veldenz in Frage.
13 Zitatanklang an Römerbriefe 5, 5.
14 Lc 14,15-24.
15 Infrage kommen ihre beiden leiblichen Töchter Bertha und Katharina.
16 Infrage kommen ihre beiden leiblichen Töchter Bertha und Katharina.
17 Zitat nach Erasmus: Adagia, S. 22.
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abandonniren
verlassen, zurücklassen
abandonniren
aufgeben
abandonniren
im Stich lassen
accommodiren
sich anpassen, sich fügen, sich (gütlich) vergleichen
accommodiren
einrichten, ausstatten
accommodiren
zufriedenstellen, versorgen
Accord
Vereinbarung, Vergleich
Accord
Vertrag zur kampflosen Übergabe eines Ortes
addressiren
schreiben
adjungiren
anfügen, anhängen
adjungiren
beigeben, zuordnen
äquipariren
gleichmachen, gleichstellen
Apparenz
Anschein
arriviren
ankommen, eintreffen
Assignation
(schriftliche) Anweisung, Zahlungsanweisung
Assignation
Quartierzuweisung
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Bagagepferd
Gepäckpferd
cassiren
jemanden aus einem Amt entlassen, abdanken
cassiren
aufheben
cassiren
abschaffen
chargiren
angreifen, beschießen
chargiren
beschweren, belasten
Collation
Mahlzeit (außerhalb des Mittagessens)
Commercien
Handelsgeschäfte
compariren
erscheinen
compariren
erwerben
compariren
vergleichen
confirmiren
bestätigen
confundiren
verwirren
confundiren
vermischen, vermengen
confundiren
aus der Fassung bringen
Conjunction
Vereinigung, Zusammenführung
Conjunction
Verbindung
consideriren
(vor dem geistigen Auge) betrachten, erwägen, überlegen
contentiren
zufriedenstellen
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
contradiciren
widersprechen
Courante
zirkulierende Zeitung
Courante
lebhaft-schneller Tanz im Dreiertakt (Tripeltakt)
Creatur
Günstling
Creditiv
Beglaubigungsschreiben
cunctiren
zögern
Curialien
Höflichkeiten, Förmlichkeiten
defendiren
verteidigen
denegiren
abschlagen, verweigern
Dexteritet
Geschicklichkeit, Gewandtheit
differiren
verschieben
disgustiren
verärgern, vor den Kopf stoßen
Ducaton
Silbermünze
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
ein
ungefähr
Erudition
gelehrte Bildung, Gelehrsamkeit
exagitiren
aufregen, reizen
excusiren
entschuldigen
Friedenstractat
Friedensverhandlung
gähling
plötzlich, unversehens
genungsam
genügend, hinreichend
Gereitschaft
Bereitschaft, Verfügbarkeit
Herrentag
jährliche Zusammenkunft des dänischen Königs mit dem Reichsrat
inhibiren
verbieten
inhibiren
verhindern, unterbinden
Intercession
Fürsprache, Vermittlung
invehiren
schimpfen, wettern
invitiren
einladen
liberiren
befreien, freilassen
liberiren
erlösen, frei machen
Losament
Unterkunft, Wohnraum
manuteniren
bewahren, behaupten, erhalten, handhaben
mutiniren
meutern
mutiniren
sich widersetzen, widerspenstig sein
Occupation
Beschäftigung
Particularitet
Einzelheit
Partie
Streifkorps (kleinere Truppenabteilung, die meist auf Kundschaft oder zum Einbringen von Geld, Lebensmitteln und Furage entsandt wurde)
Partie
Kriegspartei (reguläre Truppenabteilung)
Partie
(sich gegenüberstehende) Seite, Partei
Partie
eine gewisse Anzahl oder eine Gruppe von Dingen oder Personen gleicher Art
perdoniren (pardoniren)
begnadigen
pernoctiren
übernachten
persequiren
verfolgen, mit Gewalt überziehen
practiciren
geschickt und einfallsreich verhandeln, Ränke schmieden, unlautere Machenschaften betreiben
Präcedenz
Vortritt, Vorrang
Präcedenzstreit
Rangkonflikt
präcipitiren
übereilen, überstürzen
präcipitiren
herabstürzen
Präparation
Vorbereitung
Präparationspredigt
Predigt zur Vorbereitung auf den Empfang des Abendmahls
Präsentirung
Beschenkung
prätendiren
vorgeben, vortäuschen, heucheln
prätendiren
fordern, verlangen, beanspruchen
prosequiren
etwas verfolgen, vorantreiben
Providenz
Vorsorge, Fürsorge, Voraussicht, Vorsehung
quittiren
verlassen
quittiren
überlassen
quittiren
aufgeben
quittiren
entlassen
refugi(i)ren
flüchten, Zuflucht suchen
refugi(i)ren
ausweichen
Relation
Bericht
relaxiren
freilassen
relaxiren
rückgängig machen, annullieren, aufheben
Repressalie
Recht, sich am Eigentum Fremder für die Nichterfüllung einer Verpflichtung oder die fehlende Wiedergutmachung erlittenen Unrechts schadlos zu halten, auch wenn diese hierfür unmittelbar nicht verantwortlich waren
Schiffarmada
Kriegsflotte
Schock
Bund bzw. Haufen (z. B. von Garben, Stroh oder Holz)
Secours
Entsatz, Hilfe
Secundirung
Beistand, Hilfe, Unterstützung
sieder
seit
sistiren
sich einfinden, vorstellig werden
Stück
Geschütz, Kanone
Stück
(einzelner zählbarer) Gegenstand, (einzelne) Sache, (einzelnes) Objekt
subscribiren
unterschreiben, unterzeichnen
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
Supplication
Bittschrift
tentiren
versuchen
tentiren
in Versuchung führen
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
Trinitatis
Fest der Heiligen Dreifaltigkeit (erster Sonntag nach Pfingsten)
valediciren
Lebewohl sagen, Abschied nehmen, verabschieden
Vanitet
Eitelkeit, Nichtigkeit, Vergänglichkeit
verarrestiren
beschlagnahmen
verarrestiren
verhaften
Verwahrlosung
Nachlässigkeit, Unachtsamkeit
Volk
Truppen
Wissenschaft
Kenntnis, Wissen
Wolkenbrust
Wolkenbruch
Moïse Amyraut

geb. 1596
gest. 1664
Anm.: Reformierter, französischer Theologe und pastor in Saumur.
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

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Fürst Wilhelm von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1643
gest. 1709
Anm.: Sohn des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670) und Neffe Christians II.; seit 1670 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode.

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Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unveränderliche"); Kurzbiographie im Rahmen dieser Edition unter http://www.tagebuch-christian-ii-anhalt.de/index.php?article_id=15.

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Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

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Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

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Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

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Fürst Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Sibylla Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1602
gest. 1648
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; ab 1617 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Tröstende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

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Fürst Georg Aribert von Anhalt-Dessau

geb. 1606
gest. 1643
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1618 gemeinsam mit seinem Bruder Fürst Johann Kasimir (1596-1660) regierender Fürst von Anhalt-Dessau (bis 1625 unter dessen Vormundschaft); 1625-1631 Offizier in kaiserlichen Kriegsdiensten; seit 1632 Inhaber der Ämter Wörlitz und Radegast; ab 1637 morganatische Ehe mit Johanna Elisabeth von Krosigk; seit 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anmutige").

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Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau

geb. 1627
gest. 1693
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); schwedischer Obrist (1655-1658) und Generalmajor (1658); ab 1658 kurbrandenburgischer General und Statthalter der Kurmark sowie Obrist (1658-1660 und seit 1666); später auch Geheimer Staats- und Kriegsrat in Berlin sowie Feldmarschall (1670); ab 1660 regierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1670 Senior des Hauses Anhalt; ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefüllte").

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Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

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Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Bernburg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1651-1660 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); ab 1631 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wohltätige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1579
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1600 Aufnahme in die Florentiner Accademia della Crusca ("L'Acceso"); seit 1606 regierender Fürst von Anhalt-Köthen; 1631-1635 schwedischer Statthalter des Erzstifts Magdeburg und des Hochstifts Halberstadt; 1617 Mitbegründer und bis zu seinem Tod erstes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nährende").

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Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Emanuel von Anhalt-Plötzkau
Fürst Emanuel von Anhalt-Köthen

geb. 1631
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Lebrecht (1622-1669) in Plötzkau; ab 1657 in schwedischen Kriegsdiensten; 1659/60 in dänischer Gefangenschaft; 1662 Teilnahme am venezianischen Feldzug gegen die Türken; 1665-1669 zusammen mit seinem Bruder Lebrecht herrschender und seit 1669 alleinregierender Fürst von Anhalt-Köthen; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Strebende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Ernst Gottlieb von Anhalt-Plötzkau

geb. 1620
gest. 1654
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1653 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Lebrecht (1622-1669) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Starke").

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Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

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Bertha von der Asseburg
Geburtsname: Bertha von Krosigk

geb. ca. 1625/26
gest. 1686
Anm.: Tochter des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); 1652-1660 Ehe mit Johann August von der Asseburg (1611-1660).
Don Juan José de Austria

geb. 1629
gest. 1679
Anm.: Unehelicher Sohn des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); spanischer General; Vizekönig von Sizilien (1648-1651) und Katalonien (1653-1656); 1656-1659 Statthalter der Spanischen Niederlande; 1662-1664 Oberbefehlshaber im Restaurationskrieg gegen Portugal; 1669-1678 Vizekönig von Aragón; seit 1676 leitender Minister seines Halbbruders König Karl II. von Spanien (1661-1700).

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Georg Banse

geb. 1605
gest. 1670
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers, Sattelfreihofbesitzer und späteren anhaltisch-zerbstischen Kammermeisters Johann Banse d. J. (1578-1636); um 1639/41 Bernburger Freisasse (Besitzer eines Sattelfreihofs); Erbsasse auf Güsten und Quenstedt; seit 1646 fürstlicher Amtsrat (noch 1653); 1646-1650 daneben Stadtvogt in Bernburg.
Rudolf Banse

geb. 1618
gest. 1673
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers, Sattelfreihofbesitzer und späteren anhaltisch-zerbstischen Kammermeisters Johann Banse d. J. (1578-1636); vermutlich anhaltisch-zerbstischer Leutnant (um 1639) und Rittmeister (um 1642/43).
Ott(o)mar Baumeister d. Ä.

geb. 1590/91
gest. 1670
Anm.: Sohn des Johann Baumeister aus Soest; spätestens 1639 Bauherr, 1640 vermutlich Reitherr und 1645 bis 1658 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Kurfürst Maximilian I. von Bayern
Herzog Maximilian I. von Bayern

geb. 1573
gest. 1651
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1597 regierender Herzog von Bayern; Oberhaupt der 1609 gegründeten Katholischen Liga; 1623 Verleihung der (ehemals Pfälzer) Kurwürde durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637), endgültig bestätigt im Westfälischen Frieden; seit 1600 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Christian Beckmann

geb. 1580
gest. 1648
Anm.: Sohn des Zscheppliner Pfarrers Andreas Beckmann (gest. 1612); ab 1599 Studium der Theologie in Leipzig, Wittenberg und Jena; 1604 Promotion zum Mag. phil. an der Universität Leipzig; Schulrektor in Naumburg (1608-1612), Mühlhausen (1612-1615) und Amberg (1615-1625); 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1625-1627 Schulrektor in Bernburg; seit 1627 Pfarrer an der Nikolaikirche sowie Superintendent und Professor für Theologie am Gymnasium illustre in Zerbst; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 211f.

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Thomas Benckendorf

gest. vor 1658
Anm.: Sohn des Prof. Martin Benckendorf (1545-1621) in Frankfurt/Oder; 1623 Studium in Frankfurt/Oder; 1627/28 Kammer- und Küchenschreiber, seit 1628 Kammerschreiber und Kammerdiener sowie 1635-1647 Geheimsekretär des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1637-1646 zudem Amtmann von Bernburg; ab 1647 kurbrandenburgischer Gerichtsverwalter in Wittstock (noch 1649); seit 1653 "Kastner" in Cottbus.
Gräfin Anna Elisabeth von Bentheim-Steinfurt
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Dessau

geb. 1598
gest. 1660
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1617-1632 Ehe mit Graf Wilhelm Heinrich von Bentheim-Steinfurt (1584-1632).

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Johann von Bergen

geb. 1604
gest. 1680
Anm.: Sohn von Bernd von Bergen (ca. 1567-1623) auf Güsten; Hausbesitzer in der Bernburger Talstadt; Erbherr auf Ilberstedt; bis 1637 kaiserlicher oder kursächsischer Quartiermeister; um 1637/42 Sekretär des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); seit 1642 anhaltischer Obereinnehmer (noch 1649).
Curt Ernst von Berlepsch

geb. 1588
gest. 1659
Anm.: Sohn des Curt Thilo von Berlepsch (1540-1589); Erbherr auf Großurleben, Thamsbrück und Eichenzell sowie Großengottern; Pfandinhaber des gräflich-stolbergischen Amts Roßla.

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Georg von Biedersee

gest. 1633
Anm.: Sohn des Georg von Biedersee (gest. 1606); Erbherr auf Ilberstedt.
Georg Heinrich von Biedersee

geb. 1623
gest. nach 1655
Anm.: Sohn des Albrecht von Biedersee (gest. 1653); Erbherr auf Amesdorf; seit 1639 Page der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); danach bis 1648 Edelknabe ihres Gemahls Christian II.; später bis 1653 Mitglied der kurbrandenburgischen Leibgarde.
Sibylla von Biedersee
Geburtsname: Sibylla (von) Lampe

geb. ca. 1590/95
gest. 1664
Anm.: Tochter des Volrad (von) Lampe zu Biendorf; bereits vor 1621 bis 1633 Ehe mit Georg von Biedersee (gest. 1633).
Volrad von Biedersee

geb. 1623
gest. 1677
Anm.: Sohn des Georg von Biedersee (gest. 1633); Erbherr auf Staßfurt und Ilberstedt.
Adolf von Börstel

geb. 1591
gest. 1656
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmannes Curt von Börstel (1549-1618); ab ca. 1609 Agent der Fürsten von Anhalt und anderer protestantischer deutscher Reichsfürsten am französischen Königshof; später auch königlicher Kammerherr in Paris; seit 1646 Herr von Rieux (Oise).
Curt Christoph von Börstel

geb. 1612
gest. 1655
Anm.: Sohn des Hans von Börstel (gest. 1617); Erbherr auf Biesenrode; wiederholt anhaltischer Gesandter; seit 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wiederfindende").
Ernst Gottlieb von Börstel

geb. 1630
gest. 1687
Anm.: Sohn des kurbrandenburgischen Rats Ludwig von Börstel (ca. 1585-1631); 1639-1649 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ca. 1650/51-1660 Kammerjunker der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660); zudem Leutnant (1656), Hauptmann (1657) und Obristleutnant (1664) der kurfürstlichen Leibgarde; ab 1660 Kammerjunker und 1662-1675 Oberschenk des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688); daneben kurbrandenburgischer Obristwachtmeister (1671) Obrist (1676) und Generalwachtmeister (1684); 1675-1678 Schlosshauptmann in Cölln a. d. Spree; 1680-1683 kurbrandenburgischer Kriegsrat; seit 1682 Amtshauptmann von Wolmirstedt und Wanzleben; ab 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anreizende"); vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 434f.

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Georg Friedrich von Börstel

geb. ca. 1627
gest. 1688
Anm.: Sohn des kurbrandenburgischen Rats Ludwig von Börstel (ca. 1585-1631); zunächst kurbrandenburgischer Kammerjunker; ab 1651 Hof- und Kammergerichtsrat; 1654-1665 mehrfach diplomatische Missionen; zudem seit 1673 Amtshauptmann von Beeskow und Storkow; außerdem Appellationsgerichtsrat in Ravensberg; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 435f.

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Heinrich (1) von Börstel

geb. 1581
gest. 1647
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmanns Curt von Börstel (1549-1618); Erbherr auf Güsten, Plötzkau und Ilberstedt; ab 1623 Regierungspräsident sowie Amtshauptmann und Kammerrat in Bernburg; 1639 Rücktritt, danach Tätigkeit als unbestallter fürstlicher Berater; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Eilende").

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Anton Günther Böschen

geb. 1612
gest. 1673
Anm.: Sohn des Juristen und Ovelgönner Amtmannes Ernst Böschen (gest. 1636); Besuch des Gymnasiums in Bremen; Studium in Wittenberg (1633), Jena (1636) und Helmstedt (1636); 1642-1649 Geheimer Sekretär des Fürsten Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); ab 1650 Oberstadtschreiber, seit 1658 Ratsherr und ab 1663 Stadtsyndikus in Leipzig; seit 1670 kursächsischer Rat von Haus aus; vgl. Johann Ulrich Mayer: Der Göttliche Noth-Helffer/ Wie Er Bey uns ist in der Noth/ Psal. XCI. v. 15 [...], Leipzig 1673, S. 35-44.

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Gaston de Bourbon
Duc Gaston d' Anjou
Duc Gaston d' Orléans
Duc Gaston de Chartres
Duc Gaston d' Montpensier
Duc Gaston d' Saint-Fargeau
Duc Gaston de Valois
Duc Gaston d' Alençon

geb. 1608
gest. 1660
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610) und ältester lebender Bruder ("Monsieur") von Ludwig XIII. (1601-1643); 1608-1640 Duc d'Anjou; ab 1626 Duc d'Orléans et de Chartres; seit 1627 Duc de Montpensier et de Saint-Fargeau; 1630-1650 und ab 1652 Duc de Valois; seit 1643 Lieutenant-général du royaume; ab 1646 Duc de Alençon; 1648-1653 wiederholter Parteiwechsel während der Fronde.

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Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

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Markgraf Christian Wilhelm von Brandenburg
Administrator Christian Wilhelm von Magdeburg
Administrator Christian Wilhelm von Halberstadt

geb. 1587
gest. 1665
Anm.: Sohn des Kurfürsten Joachim Friedrich von Brandenburg (1546-1608); 1598-1631 Administrator des Erzstifts Magdeburg; ab 1614 auch Koadjutor und 1624-1628 Administrator des Hochstifts Halberstadt; dänischer Obrist (1625-1627) und Generalleutnant (1626); 1630/31 auch erzstiftisch-magdeburgischer Obrist; 1631 kaiserlicher Kriegsgefangener; 1632 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1635 finanzielle Entschädigung durch regelmäßige Einkünfte aus dem Erzstift Magdeburg.

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Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg
Herzogin Elisabeth Charlotte in Preußen
Geburtsname: Pfalzgräfin Elisabeth Charlotte von Pfalz-Simmern

geb. 1597
gest. 1660
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1616-1640 Ehe mit Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); seit 1650 Witwensitz in Crossen an der Oder.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

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Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg
Herzog Georg Wilhelm in Preußen

geb. 1595
gest. 1640
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg (1572-1619); 1614-1619 Statthalter in Jülich-Kleve; ab 1619 Kurfürst von Brandenburg; seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Aufrichtende").

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Kurfürstin Louise Henrietta von Brandenburg
Geburtsname: Gräfin Louise Henrietta von Nassau-Dillenburg

geb. 1627
gest. 1667
Anm.: Tochter des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); seit 1646 Ehe mit Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688).

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Johann (2) Brandt

geb. 1604
gest. 1672
Anm.: Sohn des Tirschenreuther Kantors Bartholomäus Brandt (gest. 1611); Studium in Erfurt (1623) und Altdorf (nach 1630 Promotion zum Dr. med.); ursprünglich Arzt in Reichenbach/Vogtland (noch 1630); ab 1632 kriegsbedingt in Bernburg, dort baldige Bestallung zum Stadtphysikus; (vor 1637) bis November 1649 Leibarzt des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg und spätestens seit 1647 auch dessen Rat; ab Ostern 1650 Hofarzt des Fürsten Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665) und von dessen verwitweten Mutter Sophia (1599-1654); vgl. Wolfram Kaiser / Arina Völker: Universität und Physikat in der Frühgeschichte des Amtsarztwesens, Halle (Saale) 1980, S. 38.
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Lüneburg
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Calenberg

geb. 1622
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg (1641-1648) und Braunschweig-Lüneburg (ab 1648); seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Reinherzige").

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Braunschweig-Lüneburg, Haus
Herzöge von Braunschweig und Lüneburg

Anm.: Teillinie der reichsfürstlichen Dynastie der Welfen.

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Christian (2) N. N.

Anm.: Um 1643/47 Lakai des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Prinz Christian von Dänemark und Norwegen
Herzog Christian von Schleswig-Holstein

geb. 1603
gest. 1647
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); Erbprinz von Dänemark und Norwegen.

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König Christian IV. von Dänemark und Norwegen
Herzog Christian IV. von Schleswig-Holstein

geb. 1577
gest. 1648
Anm.: Sohn des Königs Friedrich II. von Dänemark und Norwegen (1534-1588); ab 1588 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein (bis 1593 unter Vormundschaft); seit 1603 Ritter des Hosenbandordens.

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Joachim Döring

geb. 1595
gest. 1658
Anm.: Um 1634 Bauherr, dann Ratskämmerer sowie seit 1636 Bürgermeister der Bernburger Talstadt (1636, 1640, 1643, 1645/46, 1649, 1652/53, 1655 und 1658 regierend); vgl. Volker Ebersbach: Geschichte der Stadt Bernburg, Bd. 1, Dessau 1998, S. 237.
Burggraf Achatius von Dohna

geb. 1581
gest. 1647
Anm.: Sohn des Burggrafen Achatius von Dohna (1533-1601); seit 1605 Hofmeister des Kurprinzen Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632), anschließend dessen Geheimer Rat und Gesandter; auch kurpfälzischer Amtshauptmann in Waldsassen; 1620 Rückkehr nach Ostpreußen.

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Hans Friedrich Eckardt

geb. 1622
gest. nach 1680/vor 1683
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Brauers Johann Eckardt (gest. vor 1640); spätestens ab 1639 Bediensteter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1643/47 Amts- bzw. Hofkopist sowie vermutlich seit 1643 zugleich fürstlicher Küchenschreiber (noch 1648); um 1649/55 Kammerschreiber (Kammerrechnungsführer); um 1653 auch Kammerdiener; ab 1658 Bauherr und um 1670/80 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Paul Ehling
Paul Junghans

gest. 1649
Anm.: Geboren in Holstein; spätestens seit 1638 Schreiber bzw. Kammerschreiber der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister sowie Rat in Bernburg; seit 1634 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

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Justina Maria von Einsiedel
Geburtsname: Justina Maria von Schierstedt

gest. 1700
Anm.: Tochter des Jakob von Schierstedt (gest. 1642) auf Scheuder und Tornau; bis 1640 Hofjungfer der Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg (1604-1640); 1640-1653 Ehe mit Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653).
König Karl I. von England
König Karl I. von Schottland
König Karl I. von Irland

geb. 1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England) (1566-1625); ab 1625 König von England, Schottland und Irland; 1649 durch das Parlament des Hochverrats angeklagt und hingerichtet; seit 1611 Ritter des Hosenbandordens.

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August Ernst (1) von Erlach

geb. 1616
gest. 1684
Anm.: Sohn des Burkhard von Erlach (1566-1640); Erbherr auf Altenburg (bei Nienburg/Saale); 1636-1640 und 1641-1644 in kaiserlichen Kriegsdiensten, dazwischen Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später anhaltischer Landrat und Direktor des Stipendienwesens.
Alexander Erskein
Alexander Erskine

geb. 1598
gest. 1656
Anm.: Sohn des schottischen Adligen und Greifswalder Kaufmanns Walter Erskein (1569-1643); ab 1628 in schwedischen Diensten als Hofrat und Agent in Stralsund; 1632-1634 Resident für Thüringen in Erfurt; 1634-1636 Kriegsrat bei der Hauptarmee; seit 1637 pommerscher Assistenzrat; ab 1643 Präsident des pommerschen Appellationsgerichts; 1645/46 Assistenzrat des schwedischen Generalfeldmarschalls Lennart Torstensson (1603-1651) in Leipzig; 1647/48 Vertreter der von der schwedischen Armee erhobenen Entschädigungsansprüche beim Westfälischen Friedenskongress; seit 1648 Kriegsratspräsident und Reichsrat; 1649/50 Unterhändler auf dem Nürnberger Exekutionskongress; Rat in den schwedisch besetzten Herzogtümern Bremen (1650) und Verden (1652); ab 1653 Kriegs- und Etatspräsident der Herzogtümer Bremen und Verden; seit 1655 Kriegspräsident der schwedischen Armee in Polen; 1656 polnischer Kriegsgefangener; 1655 Erhebung in den Freiherrenstand; ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fürsichtige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Thomas Fairfax
Lord Thomas Fairfax of Cameron

geb. 1612
gest. 1671
Anm.: Sohn des Ferdinando Fairfax, 2nd Lord Fairfax of Cameron (1584-1648); 1639/40 Teilnahme an den Bischofskriegen gegen die Schotten; Kriegsdienst für das englische Parlamentsheer als Lieutenant-general of the Horse unter seinem Vater (1642-1645) sowie Commander-in-Chief of the Forces und Captain General (1645-1650); seit 1648 3rd Lord Fairfax of Cameron; 1651-1660 Lord of Mann; danach Rückzug auf die Güter.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Hans Ernst von Freyberg

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Ernst von Freyberg (1578-1626); Erbherr auf Elsdorf; Hof- oder Kammerjunker des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); Mitte der 1630er Jahre auch anhaltisch-köthnischer Stallmeister und Kriegskommissar; um 1639 im Dienst des Grafen Otto V. von Schaumburg und Holstein-Pinneberg (1614-1640); um 1643/49 und erneut ab 1656 Hofmeister des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); um 1650/56 anhaltisch-plötzkauischer Rat und Hofmeister; später Hofmeister und ab 1660 auch Wittumsrat der Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau (1615-1673); spätestens seit 1642 Mitglied des Größeren, später auch des Engeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; zugleich Direktor des anhaltischen Stipendienwerks; seit 1627 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ausführende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Comte Jean de Gassion

geb. 1609
gest. 1647
Anm.: Sohn des Hugenotten Jacques de Gassion (ca. 1565-1631); 1625-1627 und 1629/30 in savoyischen Kriegsdiensten; dazwischen 1627-1629 Leutnant unter dem hugenottischen Heerführer Duc Henri de Rohan (1579-1638); 1630-1635 schwedischer Obrist; danach französischer Mestre de camp (1635), Maréchal de camp (1638), Mestre de camp général de la cavalerie (1641), Maréchal de France (1643), Lieutenant-général de l’Armée de Flandre (1644) und Kommandant der Flandernarmee (1647); seit 1643 Conseiller d'État; Erhebung in den Grafenstand.

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Wolfgang Benjamin Giegelsberger

geb. 1607
gest. 1677
Anm.: Sohn des oberpfälzischen Pfarrers Melchisedek Giegelsberger (gest. 1636); Pfarrer in Preußlitz (1631-1636), Neundorf (designiert 1636) und Nienburg/Saale (1637-1639); seit 1647 Pfarrer in Reinstedt; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 258.
Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
N. N. Häringshausen

Anm.: Um 1632/33 anhaltischer Nachrichtenbote.
Christoph von Hagen

geb. 1592
gest. 1655
Anm.: Sohn des Bergbauunternehmers Otto von Hagen (1562-1626); Erbherr auf Berga; Bergbauunternehmer im Südharzraum.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Hans Albrecht von Halck

gest. 1658
Anm.: Mitteldeutscher Adliger; zeitweilig Herr auf Crüchern; 1620 Kriegsdienst unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626), später unter König Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1640-1646 Major und Stadtkommandant von Bernburg; ab 1646 Kammerjunker und seit 1647 Stallmeister der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660); ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlschmeckende").

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Martin Hanckwitz

gest. 1675
Anm.: Geboren in Preußen; später Bürger in Nienburg/Saale; 1640 Interimslehrer und dann bis 1650 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718), ab 1648 auch für deren Bruder Karl Ursinus (1642-1660); um 1651/52 fürstlicher Sekretär in Bernburg; seit 1652 Ratskämmerer in Köthen.

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Hans (9) N. N.

Anm.: Um 1643 älterer Jagdgehilfe des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Paul Hartmann

Anm.: Ab 1636 anhaltisch-zerbstischer Kammerschreiber; danach Amtmann in Lindau (seit 1641) und Zerbst (spätestens 1648).
Georg Achatz Heher

geb. 1601
gest. 1667
Anm.: Sohn des Jursiten Georg Heher aus Nürnberg; Studium in Altdorf (1616-1620; Dr. jur. 1623) und Jena (1622); ab 1624 Advokat in Nürnberg; seit 1628 Assessor am dortigen Untergericht sowie Konsulent in Altmühl; ab 1630 Stadtgerichts-Konsulent in Nürnberg; seit 1632 Rat der schwedischen Regierung in Würzburg; 1633 Vizekanzler und Direktor der Regensburger Kriegskanzlei unter Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); seit 1636 erneut Konsulent in Nürnberg; ab 1640 sächsisch-gothaischer Hofrat; 1645-1648 Gesandter der Herzöge von Sachsen-Weimar und Sachsen-Gotha, der Fürsten von Anhalt sowie der Reichsstadt Nürnberg auf dem Westfälischen Friedenskongress; seit 1648 sächsisch-gothaischer Oberamtmann in Königsberg, Heldburg, Eisfeld und Veilsdorf; 1649/50 Gesandter der ernestinischen Herzöge auf dem Nürnberger Exekutionskongress; 1653/54 sächsisch-gothaischer und anhaltischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; ab 1659 gräflich-schwarzburgischer Kanzler in Rudolstadt; 1644 Verleihung der Hofpfalzgrafenwürde; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mittheilende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Andreas (1) Hesius
Andreas Heise

geb. 1610
gest. 1693
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgers Simon Heise; Dr. theol.; 1642-1655 Rektor der Bernburger Stadtschule; daneben Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien (1644/45) und der Marienkirche (1645-1655) in Bernburg; 1655-1659 Pfarrer und Hofprediger in Plötzkau; seit 1659 Superintendent und Oberpfarrer an St. Marien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 285.

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Hiob

Anm.: Biblische Figur.

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Jakob

Anm.: Einer der biblischen Erzväter der Israeliten.

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Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

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Jesus Christus
Jesus von Nazareth

Anm.: Biblische Figur.

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Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Joseph

Anm.: Biblischer Patriarch.

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Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Jakob Kettler
Herzog Jakob von Kurland und Semgallen

geb. 1610
gest. 1682
Anm.: Sohn des Wilhelm Kettler, bis 1615 Herzog von Kurland und Semgallen (1574-1640); 1615-1621 Erziehung am kurfürstlichen Hof in Berlin; ab 1638 Mitregent im Herzogtum Kurland und Semgallen; seit 1642 regierender Herzog von Kurland und Semgallen.

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Georg Knüttel

geb. 1606
gest. 1682
Anm.: Bruder des Matthias Knüttel; spätestens 1633 Küchenschreiber des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1634); 1636 Sekretär des kursächsischen Obristen Wilhelm von Brincken (gest. 1637); 1638-1640 Stellvertreter des Bernburger Amtmannes und fürstlichen Geheimsekretärs Thomas Benckendorf; ab 1639 auch Hofbesitzer in Radisleben; 1640-1642 Stellvertreter des Amtmannes von Ballenstedt; seit 1643 Kanzlist und Registrator in Bernburg (noch 1656); zuletzt fürstlicher Kanzleisekretär.
König (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand IV.
König Ferdinand IV. von Böhmen
König Ferdinand IV. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand IV. von Österreich

geb. 1633
gest. 1654
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand III. (1608-1657); ab 1646 König von Böhmen; seit 1647 König von Ungarn; ab 1653 römisch-deutscher König; seit 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Graf Hans Christoph von Königsmarck

geb. 1600
gest. 1663
Anm.: Sohn des Konrad von Königsmarck (gest. vor 1621) auf Kötzlin; ab 1616 Page am Woffenbütteler Hof; 1620-1630 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Fähnrich; schwedischer Rittmeister (1631), Major (1633), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1640), Generalleutnant (1645) und Feldmarschallleutnant (1648); seit 1645 Generalgouverneur der Stifter Bremen und Verden; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Grafenstand; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Streitende").

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Brigitta (2) von Krosigk
Geburtsname: Brigitta von Behr

geb. 1603
gest. 1667
Anm.: Tochter des erzbischöflich-bremischen Landrats Jakob von Behr (gest. 1631); 1623-1630 Ehe mit Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); vgl. Daniel Werner Bussenius: Piorum Lacrymae Messis Laetitiae Oder Frommer Christen Thränen-Saat [...], Magdeburg 1669, S. 59-84.

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Heinrich von Krosigk

geb. 1631
gest. 1705
Anm.: Sohn des Heinrich von Krosigk (gest. 1637); Erbherr auf Alsleben und Piesdorf; spätestens 1645 bis 1648 Page der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); herzoglich-magdeburgischer Land- und Kriegskommissar des Saalkreises.
Jakob Anton von Krosigk

geb. 1624
gest. 1704
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1640-1650 in schwedischen Kriegsdiensten, anfangs als Volontär, später als Kornett (1642); 1654-1661 kurbrandenburgischer Gardehauptmann; ab 1682 anhaltischer Landrat; seit 1693 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; vgl. Daniel Müller: Schuldige letzte Ehren- und Dienst-Erweisung [...], Zerbst 1706, Bl. [K2]v-M2v.

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Katharina (2) von Krosigk

geb. 1628
gest. 1661
Anm.: Tochter des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630), die kurz vor der Hochzeit mit Andreas von Meyendorff auf Ummendorf starb.

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Friedrich Kühn

geb. 1599
gest. 1654
Anm.: Sohn des erzbischöflich-magdeburgischen Hofrats Johann Amandus Kühn in Halle (Saale); Studium der Rechte in Jena (1618-1621) und Leipzig (1621/22); Dr. jur. utr.; ab 1627 Assessor und seit 1646 Senior am erzstift-magdeburgischen Schöppenstuhl in Halle (Saale); ab 1634 zugleich Rat der Gräfin Juliana Maria von Mansfeld-Hinterort (1598-1650); zudem anhaltisch-bernburischer Rat von Haus aus; schließlich auch Ratsmeister der Stadt Halle; vgl. N. N.: Lebens- und Todes Beschreibung Des [...] Herrn Friderich Kühns/ ICti. Des Fürstl. Ertzstifftischen Magdeburg. Schöppenstuels allhier Senioris [...], Halle (Saale) 1654.

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Georg Friedrich von Künsberg

geb. ca. 1630
gest. nach 1668
Anm.: Sohn des Tobias Friedrich von Künsberg (gest. 1637) auf Weidendorf und Altenkindsberg; Erbherr auf Schnabelwaid und Altenkindsberg; 1647-1649 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Christian Kunrath

Anm.: Um 1643 schwedischer Rittmeister.
Samuel de L'Echerpière

geb. 1574
gest. 1660
Anm.: Aus der Normandie in die Niederlande emigrierter reformierter Adliger; Seigneur de La Rivière; Hofmeister des jungen Floris II. von Palant, ab 1598 Graf von Culemborg (1577-1639); später Prediger in Rouen; seit 1621 Pastor der wallonischen Gemeinde in Delft.

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Charles de La Porte
Marquis bzw. Duc Charles de La Meilleraye

geb. 1602
gest. 1664
Anm.: Sohn des Charles de La Porte, Seigneur de la Meilleraye; seit 1632 Lieutenant-général de Bretagne; militärische Karriere als Grand maître de l'artillerie de France (1632), Lieutenant-général des armées du roi (1635) und Maréchal de France (1639); seit 1643 Gouverneur der Bretagne in Nantes; 1648/49 Surintendant des Finances; 1663 Erhebung vom Marquis zum Duc de La Meilleraye.

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Henri (2) de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri (2) de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri (1) de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

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Volrad (von) Lampe

geb. 1594
gest. 1646
Anm.: Sohn des Volrad (von) Lampe zu Biendorf; Erbherr auf Biendorf; 1608-1616 Page am kurfürstlichen Hof in Dresden; anschließend in Dänemark im Dienst verschiedener Adliger; ab 1621 königlich dänischer Amtmann; seit 1623 Stallmeister des Kronprinzen Christian von Dänemark (1603-1647); vgl. Gottfried Gese: Gottes Vater-Hertz gegen alle arme Sünder darinnen Er ihnen zeiget theils Waß Er nicht wil/ und theils Waß Er wil [...], Dresden 1647, Bl. Eij r-G v.

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Friedrich Lentz

geb. 1591
gest. 1659
Anm.: Geboren in Wittenberg; 1615 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Basel; Kanzler (1617-1635) und Geheimer Rat (1635-1645) der Äbtissin Dorothea Sophia von Quedlinburg (1587-1645); 1645-1648 gräflich-stolbergischer Kanzler und Rat des Fürsten Christian II. Anhalt-Bernburg; seit 1648 gräflich-schwarzburgischer Kanzler in Rudolstadt; vgl. Justus Söffing: Seligkeit im Glauben und Schawen [...], Jena 1659, Bl. E2 v-Fiv v.

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Graf Hieronymus von Lodron

geb. ca. 1615/20
gest. 1657
Anm.: Sohn des Grafen Hieronymus von Lodron (1580/87-1658); kaiserlicher Hauptmann (1638), Obrist (1639) und Generalfeldwachtmeister (1645); vgl. Antonio Schmidt-Brentano: Die kaiserlichen Generale 1618-1655. Ein biographisches Lexikon, Wien 2022, S. 282f.
Johann Löw (von Eisenach) d. Ä.

geb. 1575
gest. 1649
Anm.: Vermutlich geboren in Eisenach; Hofadvokat und 1604-1645 anhaltischer Agent beim Reichshofrat in Wien; Tätigkeit in derselben Funktion für weitere lutherische und reformierte Reichsfürsten und -grafen (u. a. Braunschweig und Lüneburg, Pfalz-Sulzbach, Hanau-Münzenberg bzw. -Lichtenberg, Hohenlohe-Neuenstein, Castell, Bentheim-Tecklenburg, Nassau-Dillenburg, Erzstift Bremen) sowie für den König von Dänemark; 1614 Nobilitierung ("Löw von Eisenach").
Gebhard Loyß
Gebhard Louis

geb. 1613
gest. nach 1660
Anm.: 1635/36 und 1647-1656 Kammerdiener, zuletzt auch Geheimer Kammerschreiber und Bibliothekar des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1637 Hofkastner in Amberg; Inhaber eines lehnbaren Gülthofs in Büchelberg (Oberpfalz).
Melchior Loyß
Melchior Louis

geb. 1576
gest. 1650
Anm.: Ab 1606 in anhaltisch-bernburgischen Diensten, zunächst als Einnehmer(?) der oberpfälzischen Regierung, spätestens seit 1620 als Pfennig- (bis 1633) und Schatzmeister, ab 1634 als Amtmann von Harzgerode und fürstlicher Obereinnehmer der Harzämter (bis 1637) sowie als Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (bis 1650); 1638/39 Bernburger Stadtvogt; 1639-1646 Hofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Dorothea Ludwig
Dorothea Benckendorf
Geburtsname: Dorothea Bohne

geb. 1632
gest. 1693
Anm.: Tochter des Bernburger Bürgers, Gastwirts und Ratskämmerers Valentin Bohne (1603-1642); ab 1646 erste Ehe mit Thomas Benckendorf (gest. vor 1658); 1665-1684 zweite Ehe mit Paul Ludwig (1603-1684).
Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Graf Philipp von Mansfeld-Vorderort

geb. 1589
gest. 1657
Anm.: Sohn des Grafen Bruno von Mansfeld-Vorderort (1545-1615); zunächst schwedischen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist; 1622 Offizier unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); 1622-1624 kaiserlicher Kriegsgefangener; danach Konversion zum katholischen Glauben; Kommandant der kaiserlichen Ostseeflotte von Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein, Herzog von Friedland (1628/29), Obrist (1629), Feldzeugmeister (1632) und Feldmarschall (1633); ab 1631 kaiserlicher Kämmerer; 1637 Hauptmann der Hartschier-Leibgarde; 1637-1643 Hofkriegsrat; 1637-1643 Obrist der Wiener Stadtguardia; seit 1655 Geheimer Rat.

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Daniel Marggraf

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Dröbeler Lehrers Philipp Marggraf (gest. 1645); ab 1637 Studium am Zerbster Gymnasium Illustre; 1643-1663 Pfarrer in Waldau; 1663/64 übergangsweise Schulrektor in Bernburg; seit 1664 Pfarrer an der Bernburger Nikolaikirche; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 347.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Otto Melander von Schwarzenthal
Otto Holzapfel

geb. 1571
gest. 1640
Anm.: Sohn des Pfarrers Dionysius Melander (ca. 1539/40-1615) in Oberhone bei Eschwege; Studium in Wittenberg; Dr. jur.; zunächst Advokat an verschiedenen Orten; danach Professor der Rechte und Philosophie in Herborn; Landsyndikus in der Lausitz; Konversion zum katholischen Glauben; ab 1604 kaiserlicher Rat; später böhmischer Appellations- und Lehensrat in Prag; seit 1620 Reichshofrat; vgl. Oswald von Gschließer: Der Reichshofrat. Bedeutung und Verfassung, Schicksal und Besetzung einer obersten Reichsbehörde von 1559 bis 1806, Wien 1942, S. 206-208.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Peter Melander
Graf Peter von Holzappel
Peter Eppelmann

geb. 1589
gest. 1648
Anm.: Sohn des gräflich-nassauischen Landreiters Wilhelm Eppelmann (gest. 1592); Besuch des Pädagogiums bei der Hohen Schule zu Herborn; um 1604 Studium in Leiden; Page des Grafen Johann Ernst von Nassau-Siegen (1582-1617); 1615-1617 und 1625-1631 in venezianischen Kriegsdiensten; 1620 Obrist eines Schweizerregiments in Basel; 1633-1640 hessisch-kasselischer Generalleutnant und Kriegsrat; seit 1642 kaiserlicher Feldmarschall; 1641 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Gaspard Corneille de Mortaigne
Gaspard Corneille de Pottelles

geb. 1609
gest. 1647
Anm.: Sohn des flämischen Adligen Jean de Martaigne; Page des Landgrafen Philipp von Hessen-Kassel (1604-1626); danach in niederländischen Kriegsdiensten, zuletzt als Leutnant; schwedischer Kapitän (1629), Obrist (spätestens 1636), Generalmajor (1641), Generalleutnant und General der Infanterie; um 1646/47 hessisch-kasselischer Generalleutant; seit 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gewidmete").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Mose

Anm.: Biblischer Prophet.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Sophia Magdalena von Nassau-Dillenburg
Geburtsname: Gräfin Sophia Magdalena von Nassau-Hadamar

geb. 1622
gest. 1658
Anm.: Tochter des Grafen Johann Ludwig von Nassau-Hadamar (1590-1653); seit 1656 Ehe mit Fürst Ludwig Heinrich von Nassau-Dillenburg (1594-1662).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf bzw. Fürst Moritz Heinrich von Nassau-Hadamar

geb. 1626
gest. 1679
Anm.: Sohn des Grafen Johann Ludwig von Nassau-Hadamar (1590-1653); zunächst in hessisch-darmstädtischen Kriegsdiensten; ab 1640 kaiserlicher Obrist; 1646 hessisch-kasselischer Kriegsgefangener; 1650 Erhebung in den Fürstenstand; seit 1653 regierender Fürst von Nassau-Hadamar; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Hegende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Graf Christian von Oldenburg-Delmenhorst

geb. 1612
gest. 1647
Anm.: Sohn des Grafen Anton II. von Oldenburg-Delmenhorst (1550-1619); ab 1622 regierender Graf von Delmenhorst (bis 1633 unter Vormundschaft); seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vergüldete").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Anton Günther von Oldenburg und Delmenhorst
Graf Anton Günther von Oldenburg

geb. 1583
gest. 1667
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Oldenburg (1540-1603); ab 1603 regierender Graf von Oldenburg; 1647 Erbe der Grafschaft Delmenhorst; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unbetriegliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Friedrich Kasimir von Ortenburg

geb. 1591
gest. 1658
Anm.: Sohn des Grafen Heinrich VII. von Ortenburg (1556-1603); ab 1628 Erbe der Grafschaft Ortenburg, die jedoch bis zu seinem Tod verpfändet blieb; seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verharrende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

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Pfalzgraf Philipp von Pfalz-Neuburg

geb. 1503
gest. 1548
Anm.: Sohn des Kurfürsten Ruprecht von der Pfalz (1481-1504); 1522/23 gemeinsam mit seinem Bruder Otto Heinrich regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg; 1529 Obrist zweier kaiserlicher Regimenter gegen die türkischen Belagerer vor Wien; 1532-1534 Statthalter von Württemberg; 1535-1541 alleiniger Regent im nördlichen Landesteil (Residenz Burglengenfeld); seit 1531 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Pfalzgraf Eduard von Pfalz-Simmern

geb. 1625
gest. 1663
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1645 heimliche Konversion zum katholischen Glauben; seit 1649 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Pfalzgräfin Elisabeth von Pfalz-Simmern
Äbtissin Elisabeth (1) von Herford

geb. 1618
gest. 1680
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); ab 1661 Koadjutorin und seit 1667 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Herford.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Pfalzgraf Johann II. von Pfalz-Simmern

geb. 1492
gest. 1557
Anm.: Sohn des Sohn des Pfalzgrafen und Herzogs Johann I. von Simmern (1459–1509); ab 1509 Regierung von Pfalz-Simmern; ab 1524 kaiserlicher Statthalter und ab 1526 kaiserlicher Regiments- und Kamergerichts-Visitator; 1536-1539 Kammerrichter in Speyer.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb. 1619
gest. 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647/48 französischer Maréchal de camp; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistischen Flotte, die 1651 zur Freibeuterei überging; 1653-1655 Master of the Horse; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee und des Admirality Committee; ab 1668 Lord High Admiral; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Veldenz

geb. 1506
gest. 1544
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann I. von Pfalz-Zweibrücken (1550-1604); 1533-1543 Vormund und Regierungsvertreter seines Neffen Wolfgang von Pfalz-Zweibrücken (1526-1569).

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Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Otto Heinrich von der Pfalz
Pfalzgraf Otto Heinrich von Pfalz-Neuburg

geb. 1502
gest. 1559
Anm.: Sohn des Kurfürsten Ruprecht von der Pfalz (1481-1504); ab 1505 Pfalzgraf von Pfalz-Neuburg (bis 1522 unter Vormundschaft); seit 1556 Kurfürst von der Pfalz.

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Kaspar (1) Pfau

geb. 1596
gest. 1658
Anm.: Sohn des Kaspar Pfau (gest. 1604); nach 1622 Bediensteter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 Amtmann von Großalsleben (noch 1638); seit 1630 anhaltischer Gesamtrat; um 1632 Amtmann zu Gernrode und Großalsleben sowie fürstlich-anhaltischer Kriegskommissar; ab 1638 auch Landrentmeister, zugleich Amtmann von Gernrode; um 1640 Obereinnehmer; um 1641/42 Landrechnungsrat; seit 1645 Hofrat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anhaltende").

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Anna (1) Plato
Geburtsname: Anna zum Hahnenberg

geb. 1590
gest. 1650
Anm.: Zunächst Kammermagd der Fürstin Anna von Anhalt-Bernburg (1579-1624); seit ca. 1615 Ehe mit dem Pfarrer Joachim Plato (1590-1659).
Joachim Plato

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Sohn des Amberger Pfarrers und Kircheninspektors Matthius Plato (1545-1617); 1619-1625 Pfarrer in Nittenau/Regen; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Hoym; 1638-1642 Pfarrer in Ballenstedt; seit 1642 Superintendent und Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 379f.

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König Wladislaw IV. von Polen
Großfürst Wladislaw II. von Litauen

geb. 1595
gest. 1648
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1610-1613 erwählter Zar des Moskauer Reiches; ab 1632 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1615 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Fürst Janusz (2) Radziwiłł
Fürst Jonušas (2) Radvila

geb. 1612
gest. 1655
Anm.: Sohn des Fürsten Krzysztof Radziwiłł (1585-1640); 1633-1646 Großkämmerer von Litauen; 1646-1653 Generalstarost von Samogotien; 1646-1654 Feldhetman von Litauen; ab 1653 auch Woiwode von Vilnius; seit 1654 Großhetman von Litauen; ebenso Starost von Kamieniec Litewski, Sejny und Kazimierz.

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Josias von Rantzau

geb. 1609
gest. 1650
Anm.: Sohn des Breide von Rantzau (1563-1639); zunächst in niederländischen, dänischen, kaiserlichen und schwedischen Kriegsdiensten; danach französischer Colonel (1635), Maréchal de camp (1636), Lieutenant-général (1637), Lieutenant-général des armées du roi (1643) und Maréchal de France (1645); 1645 Konversion zum katholischen Glauben; 1646-1649 Festungskommandant von Dünkirchen; während der Fronde 1649/50 kurzzeitig inhaftiert.

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Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Johann von Reumont

geb. 1590/1600
gest. 1672
Anm.: Wallonischer Adliger; zunächst in spanischen, danach in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (spätestens 1636) und Generalwachtmeister (1646); 1643-1651, 1655 und 1657 Stadtkommandant von Münster.

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Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Helena von Rindtorf
Geburtsname: Helena Bohusch von Ottoschütz
Helena Bohuš z Otěšic

Anm.: Tochter des böhmischen Adligen Bohuslaus Bohusch von Ottoschütz; 1628 Emigration nach Annaberg in Sachsen; spätestens 1643 Hofjungfer in Bernburg; danach bis 1649 Kammer- bzw. Hofjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675) bzw. der fürstlichen Fräulein; seit 1649 Ehe mit Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Samuel Ritter d. Ä.

geb. 1597
gest. 1647
Anm.: Sohn des Eislebener Stadtvogts Jakob Ritter; Rechtsstudium in Jena (1616) und Leipzig (1618); 1620/21 Präzeptor des Grafen Ernst Ludwig von Mansfeld-Hinterort (1605-1632); ab 1622 Advokat in Halle (Saale); 1629-1631 Rat und Gesandter der verwitweten Fürstin Dorothea von Anhalt-Dessau (1581-1631) in Sandersleben; 1632/33 Stadtsyndikus in Eisleben; seit 1633 Assessor am Hallenser Schöffenstuhl; ab 1634 Syndikus der Landstände im Erzstift Magdeburg; seit 1641 auch anhaltisch-köthnischer Rat; ab 1642 Rat des Grafen Philipp von Mansfeld-Vorderort (1589-1657); vgl. Gustav Früh / Hans Goedeke / Hans Jürgen von Wilckens: Die Leichenpredigten des Stadtarchivs Braunschweig, Bd. 6, Hannover 1982, S. 3320.

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Georg Ehrenreich (1) von Roggendorf

geb. 1596
gest. 1652
Anm.: Sohn des Kaspar von Roggendorf (gest. 1598); 1620 Ächtung und Enteignung wegen Teilnahme am böhmisch-österreichischen Ständeaufstand; darauf Leben im Exil, nach kaiserlicher Begnadigung (1628) niederösterreichischer Landstand und Hausbesitzer in Wien; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Geduldige").
Georg Ehrenreich (2) von Roggendorf

geb. 1627
gest. ca. 1668
Anm.: Sohn des Georg Ehrenreich von Roggendorf (1596-1652); 1641-1652 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Leben in Ödenburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schamhafte").
Herzog Friedrich Wilhelm von Sachsen-Altenburg-Coburg
Herzog Friedrich Wilhelm von Sachsen-Altenburg

geb. 1603
gest. 1669
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar (1562-1602); bis 1624 gemeinsam mit seinen Brüdern Johann Philipp (1597-1639), Friedrich (1599-1625) und Johann Wilhelm (1600-1632) regierender Herzog von Sachsen-Altenburg (unter Vormundschaft); kursächsischer Obrist (1632/33) und Reitergeneral (1633); ab 1639 alleinregierender Herzog von Sachsen-Altenburg und Sachsen-Coburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unschätzbare").

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Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

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N. N. Sally

Anm.: Um 1647 vermutlich Hofmeister des Grafen Moritz Heinrich von Nassau-Hadamar (1626-1679).
Duca Carlo Emanuele II di Savoia

geb. 1634
gest. 1675
Anm.: Sohn des Duca Vittorio Amedeo I di Savoia (1587-1637); seit 1638 Duca di Savoia, bis 1648 unter der Regentschaft seiner Mutter Cristina (1606-1663), die bis zu ihrem Tod faktisch weiterregierte.

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Duca Carlo III di Savoia

geb. 1486
gest. 1553
Anm.: Sohn des Duca Philippe II di Savoia (1438-1497); seit 1504 Duca di Savoia.

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Herzog Karl Friedrich von Schlesien-Münsterberg-Oels
Herzog Karl Friedrich von Schlesien-Münsterberg-Bernstadt

geb. 1593
gest. 1647
Anm.: Sohn des Herzogs Karl II. von Schlesien-Münsterberg-Oels (1545-1617); ab 1617 regierender Herzog von Schlesien-Münsterberg-Oels, seit 1639 auch von Schlesien-Münsterberg-Bernstadt.

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Herzogin Sophia Magdalena von Schlesien-Münsterberg-Oels
Herzogin Sophia Magdalena von Schlesien-Bernstadt
Geburtsname: Herzogin Sophia Magdalena von Schlesien-Brieg

geb. 1624
gest. 1660
Anm.: Tochter des Herzogs Johann Christian von Schlesien-Brieg (1591-1639); 1624-1647 Ehe mit Herzog Karl Friedrich von Schlesien-Münsterberg-Oels (1593-1647).

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Schlesien-Münsterberg, Haus
Herzöge von Schlesien-Münsterberg

Anm.: In den Jahren 1456-1647 bestehende schlesische Seitenlinie der böhmischen Hochadelsgeschlechts Podiebrad.
Herzog Ernst Günther von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg

geb. 1609
gest. 1689
Anm.: Sohn des Herzogs Alexander von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1573-1627); Inhaber einiger Güter und Bauernhöfe auf den Inseln Ærø und Alsen; um 1647 schwedischer Obrist; seit 1663 Residenz auf Schloss Augustenburg.

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Herzog August Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Beck

geb. 1612
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Alexander von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1573-1627); um 1646 niederländischer Rittmeister; seit 1646 Herr auf Beck bei Löhne in Westfalen; später schwedischer Obrist.

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Herzog Georg Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1611
gest. 1676
Anm.: Sohn des Herzogs Alexander von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1573-1627).
Graf Heinrich Schlick von Passaun
Graf Jindřich Šlik z Pasounu

geb. ca. 1580
gest. 1650
Anm.: Sohn des Grafen Georg Ernst Schlick (gest. 1612); ab 1598 in Kriegsdiensten verschiedener Herren; 1619/20 Obrist in der mährischen Ständearmee; kaiserlicher Obrist (1621-1631), Feldzeugmeister (1626) und Feldmarschall (1627-1630); 1622 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1629 kaiserlicher Kämmerer; 1632-1649 Geheimer Rat und Hofkriegsratspräsident; 1628-1631 Inhaber der Herrschaft Querfurt; seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Martin Schmidt

gest. 1657(?)
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); fürstlicher Amtmann und Amtsschreiber in Harzgerode (spätestens 1631-1632); anschließend Amtmann von Bernburg (1632-1637) bzw. Ballenstedt-Hoym (1637-1657).
Balthasar von Schrattenbach

Anm.: Steirischer Adliger; vor 1629 Emigration aus der Steiermark; in den 1640er Jahren Exulant in Bremen; 1642 Interimshofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); um 1653/54 in Hannover; möglicherweise seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Versichernde").

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Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Simon Heinrich von Schweichhausen
Simon Heinrich von Schwechhausen

geb. ca. 1614
Anm.: Sohn des Bremer Patriziers N. N. Schweichhausen (1); zeitweise Kriegsdienst in England als Fähnrich, Leutnant, Capitän-Leutnant und Rittmeister; 1646-1649 Hofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718) sowie zugleich anhaltisch-bernburgischer Rat; ab 1649 sächsisch-weimarischer Hof- und Kammerjunker (spätestens 1651) sowie Obristleutnant (1651-1655); 1654/55 zudem Hofmeister der Herzöge Bernhard (1638-1678) und Friedrich von Sachsen-Weimar (1640-1656); 1653 Nobilitierung; seit 1651 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Eigentliche").
Heinrich Snellen

Anm.: Um 1647 vermutlich Kaufmann in Amsterdam; womöglich verwandt mit Jan Snellen.
Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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Friedrich Spanheim d. Ä.

geb. 1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Amberger Pädagogium-Rektors Wigand Spanheim (gest. 1620); Studium in Heidelberg (1614-1619) und Genf (1619/20); 1621-1623 Privatlehrer bei Jean de Bonne, Baron de Vitrolles; Professor für Philosophie (1626-1631) und Theologie (1631-1642) sowie 1633-1637 auch Rektor der Akademie in Genf; 1642 Promotion zum Dr. theol. an der Universität Basel; seit 1642 Professor für Theologie in Leiden.

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N. N. Stahl (3)
N. N. Stoll (3)

Anm.: In Mansfeld lebende Witwe von N. N. Stahl (2) (gest. 1647).
Christian Erdmann Steffeck von Kolodey

geb. 1647
gest. 1676
Anm.: Sohn des bernburgischen Kammermeisters Tobias Steffeck von Kolodey (1615-1679).
Dorothea Steffeck von Kolodey
Geburtsname: Dorothea von Oesen

gest. 1672
Anm.: Tochter des Flensburger Handelsmanns Bernd von Oesen (gest. vor 1646); bis 1646 Kammermagd der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); seit 1646 Ehe mit Tobias Steffeck von Kolodey (1615-1679).
Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Stephan N. N.

Anm.: Um 1647 Kanzleibote des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Johann Sternberg

gest. 1650
Anm.: Vermutlich Dr. jur.; um 1646/48 schleswig-holsteinischer und spätestens seit 1647 auch anhaltisch-bernburgischer Agent in Wien.
Konrad Theopold

geb. 1600
gest. 1651
Anm.: Sohn des Amesdorfer Pfarrers Johannes Theopold (1563-1626); Schulbesuch am Gymnasium zu Zerbst, Studium in Frankfurt a. d. Oder; 1626-1637 Pfarrer in Natho; 1637-1644 Diakon an St. Bartholomäi in Zerbst (Entlassung als Reformierter); seit 1645 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 445.

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Heinrich Thulemeyer

geb. 1619
gest. 1676
Anm.: Reformierter Prediger; bis 1647 gräflich-ortenburgischer Hofprediger; 1647-1660 Hofprediger der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660) und seit 1651 auch Pfarrer in Crossen (Oder).

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Michael Weille

Anm.: Um 1647/48 fürstlicher Jungfernknecht in Bernburg.
Marcus Friedrich (1) Wendelin

geb. 1584
gest. 1652
Anm.: Sohn des Predigers Friedrich Wendelin (gest. 1594) in Sandhausen bei Heidelberg; Studium in Heidelberg (1607 Mag.); ab 1609 Erzieher und Hofmeister der Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg sowie Friedrich Moritz (1600-1610) und Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1612 Rektor am Zerbster Gymnasium Illustre; vgl. Gustav Früh / Hans Goedeke / Hans Jürgen von Wilckens: Die Leichenpredigten des Stadtarchivs Braunschweig, Bd. 9, Hannover 1985, S. 4386f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Dietrich von dem Werder

geb. 1584
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gebhard von dem Werder (1539-1612); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Gerlebogk, Görzig und Ziebigk; Page, Kammerjunker und Stallmeister des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1610 hessisch-kasselischer Rittmeister; danach bis 1622 Geheimer Rat und Oberhofmarschall in Kassel; 1623 anhaltischer Hauptmann; 1631-1635 schwedischer Obrist; ab 1639 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1645 kurbrandenburgischer Obrist, Geheimer Rat und Amtshauptmann von Alt-Gatersleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielgekörnte"); vgl. Gottfried Coler: Der Vom Vater gegebene/ Vom Sohne ausgeführete/ Und vom H. Geiste versiegelte Raht des Heils [...], Köthen 1658, fol. Jiij v - N2 v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Gebhard Paris von dem Werder

geb. 1621
gest. 1679
Anm.: Sohn des Heinrich von dem Werder (1578-1636); Erbherr auf Gröbzig; anhaltisch-plötzkauischer Rat; ab 1658 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1665 anhaltisch-köthnischer Geheimer Rat, Vormundschaftsrat, Kammerpräsident und Landeshautmann; ab 1642 Mitglied der Fruchbringenden Gesellschaft ("Der Zeitigende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Maria Elisabeth von Wesenbeck
Geburtsname: Maria Elisabeth von Halck

gest. 1649
Anm.: Schwester des Hans Albrecht von Halck (gest. 1658); ca. 1628/30-1637 Ehe mit Peter d. J. von Wesenbeck (1575/76-1637).
Graf Arvid Wittenberg
Arvid Wirtenberg von Debern

geb. 1606
gest. 1657
Anm.: Sohn des Hans Wirtenberg von Debern (gest. 1630); ab 1622 in schwedischen Kriegsdiensten als Kapitän (1629), Obrist (1634), Generalmajor (1640), General der Kavallerie (1645), Reichszeugmeister und General der Artillerie (1650) sowie Feldmarschall (1655); ca. 1634/35 kaiserlicher Kriegsgefangener; seit 1651 Reichsrat; ab 1655 Generalgouverneur von Pommern; seit 1656 polnischer Kriegsgefangener; Erhebung in den Freiherren- (1651) und Grafenstand (1652).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Hans Christoph von Witzscher

geb. 1621
Anm.: Sohn des Hans Christoph (von) Witzscher (gest. 1637) auf Schortewitz; vor 1639 Kammerpage, um 1643 Page und spätestens 1645 bis 1648 Hofjunker der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); dazwischen 1639-1643 Kavalierstour durch Frankreich und die Niederlande; 1648-1650 Hofmeister der Gräfin Maria Euphrosina De la Gardie (1625-1687) in Leipzig; um 1653 Aufenthalt in Straßburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Carl Gustav Wrangel af Salmis
Graf Carl Gustav von Sölvesborg

geb. 1613
gest. 1676
Anm.: Sohn des Hermann Wrangel (1587-1643); ab 1627 in schwedischen Kriegsdiensten als Kornett (1629), Rittmeister (1632), Obristleutnant (1635), Obrist (1636), Generalmajor (1638), Generalzeugmeister (1645) und Feldmarschall (1646); seit 1646 Reichsrat; 1646-1648 Oberbefehlshaber der schwedischen Truppen in Deutschland; 1648-1650 und ab 1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1657-1664 Reichsadmiral; seit 1664 Reichsmarschall; 1651 Erhebung in den Grafenstand (1651-1665 Graf von Salmis, ab 1665 Graf von Sölvesborg); seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Obsiegende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Elisabeth Maria von Württemberg-Oels
Geburtsname: Herzogin Elisabeth Maria von Schlesien-Münsterberg-Oels

geb. 1625
gest. 1686
Anm.: Tochter des Herzogs Karl Friedrich von Schlesien-Münsterberg-Oels (1593-1647); 1647-1664 Ehe mit Herzog Sylvius Nimrod von Württemberg-Weiltingen (1622-1664), seit 1649 Herzog von Württemberg-Oels.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Ernst Wulstorp

geb. 1595
gest. 1665
Anm.: Geboren in Zerbst; Studium in Wittenberg (ab 1614) und Frankfurt/Oder (seit 1618); 1621/22 Schulrektor in Bernburg; danach Aufenthalt in Zerbst; 1626-1628 Pfarrer in Bornum; 1629-1653 Rektor der Zerbster Johannisschule; daneben 1640-1653 Professor für Philologie am Gymnasium Illustre Zerbst; 1653-1658 Rektor am Joachimsthalschen Gymnasium in Berlin; 1658 Rückkehr nach Zerbst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Philipp Zepper

geb. 1592
gest. 1655
Anm.: Sohn des Dillenburger Hofpredigers Wilhelm Zepper (1550-1607); Studium in Bremen und Marburg; zeitweise Dozent der Rechte an der Universität Frankfurt (Oder); um 1623 anhaltischer Amtmann von Warmsdorf; um 1629 Stadtkämmerer und seit 1635 Bürgermeister von Köthen; um 1644 Amtmann von Köthen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Aderstedt
weiterführende Informationen
Ägäisches Meer
weiterführende Informationen
Aken
weiterführende Informationen
Altenburg (bei Nienburg/Saale)
weiterführende Informationen
Anhalt, Fürstentum
weiterführende Informationen
Armentièrs
weiterführende Informationen
Baía de Todos os Santos
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Bamberg, Hochstift
weiterführende Informationen
Bayern, Herzogtum bzw. Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Berlin
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bode, Fluss
weiterführende Informationen
Böhmen, Königreich
weiterführende Informationen
Brasilien
weiterführende Informationen

Anm.: Kolonie des Königreichs Portugal.
Bremen
weiterführende Informationen
Cádiz
weiterführende Informationen
Clissa (Klis)
weiterführende Informationen
Comines
weiterführende Informationen
Dänemark, Königreich
weiterführende Informationen
Dalmatien
weiterführende Informationen
Danzig (Gdańsk)
weiterführende Informationen
Delft
weiterführende Informationen
Delmenhorst
weiterführende Informationen
Dessau (Dessau-Roßlau)
weiterführende Informationen
Dresden
weiterführende Informationen
Dröbelscher Busch
Anm.: Waldgebiet am linken Saaleufer bei Dröbel nahe Bernburg.
Eger (Cheb)
weiterführende Informationen
England, Königreich
weiterführende Informationen
Erfurt
weiterführende Informationen
Flandern, Grafschaft
weiterführende Informationen
Frankfurt (Main)
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Friedberg (Hessen)
weiterführende Informationen
Fürstenau
weiterführende Informationen
Gänsefurth
weiterführende Informationen
Gatersleben
weiterführende Informationen
Gelderland, Provinz (Herzogtum Geldern)
weiterführende Informationen
Geldern, Herzogtum
weiterführende Informationen
Gießen
weiterführende Informationen
Goldene Aue
weiterführende Informationen
Gröbzig
weiterführende Informationen
Gröna
weiterführende Informationen
Güsten
weiterführende Informationen
Habsburgische Erblande (österreichische Linie)
weiterführende Informationen
Halberstadt
weiterführende Informationen
Halle (Saale)
weiterführende Informationen
Hamburg
weiterführende Informationen
Harz
weiterführende Informationen
Harzgerode
weiterführende Informationen
Hecklingen
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
weiterführende Informationen
Hessen-Darmstadt, Landgrafschaft
weiterführende Informationen
Hessen, Landgrafschaft
weiterführende Informationen
Hohenerxleben
weiterführende Informationen
Ingolstadt
weiterführende Informationen
Irland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Italien
weiterführende Informationen
Jersey, Insel
weiterführende Informationen
Königsberg in Bayern
weiterführende Informationen
Köthen
weiterführende Informationen
Kopenhagen (København)
weiterführende Informationen
Krim, Khanat
weiterführende Informationen
Krumbholz (Krumbhals)
Anm.: Auenwaldgebiet an der Saale bei Bernburg.
Kurland, Herzogtum
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Leiden
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Leipzig
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Lérida (Lleida)
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Liethe, Fluss
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Magdeburg
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Mark, Grafschaft
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Meppen
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Moskauer Reich (Großrussland)
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Münster
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Nantes
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Neapel (Napoli)
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Niederlande (beide Teile)
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Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
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Nienburg (Saale)
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Nizza (Nice)
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Nürnberg
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Öresund (Øresund)
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Österreich, Erzherzogtum
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Oker, Fluss
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Oldenburg
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Ortenburg
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Osmanisches Reich
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Osnabrück
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Paris
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Pfaffenbusch
Anm.: Auenwaldgebiet an der Saale bei Bernburg.
Pfalz, Kurfürstentum
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Pful
Anm.: Nach der ehemaligen Burgruine Pful benanntes Auenwaldgebiet an der Saale bei Plötzkau.
Plötzkau
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Polen, Königreich
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Pommern, Herzogtum
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Portugal, Königreich
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Preßburg (Bratislava)
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Preußen, Herzogtum
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Quedlinburg
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Regensburg
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Reifenberg
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Reinstedt
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Rhein, Fluss
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Rheinfels, Burg
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Rom (Roma)
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Saale, Fluss
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Sangerhausen
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Savoyen, Herzogtum
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Schlesien, Herzogtum
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Schottland, Königreich
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Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schwarzburg, Grafschaft
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Schweden, Königreich
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Schweinfurt
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Schweiz, Eidgenossenschaft
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Seeland (Zeeland), Provinz (Grafschaft)
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Selke, Fluss
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Sonderburg (Sønderborg)
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Spanien, Königreich
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Staßfurt
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Strelitz (Strelitz-Alt)
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Tabarca, Insel
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Tannenwerder
Anm.: Waldgebiet an der Saale bei Bernburg.
Tochheim
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Ungarn, Königreich
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Unterpfalz (Rheinpfalz)
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Venedig (Venezia)
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Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
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Verden
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Wallhausen
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Wallonien
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Warendorf
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Warschau (Warszawa)
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Weddegast
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Westfalen
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Wiedenbrück (Rheda-Wiedenbrück)
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Wien
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Winningen
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Wipper, Fluss
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Wittstock
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Zepzig
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Zerbst
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England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
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Halle (Saale), Rat der Stadt
Irische Katholische Konföderation (Konföderation von Kilkenny)
Anm.: In den Jahren 1642 bis 1649 bestehende Organisation der irischen Selbstverwaltung.
Malteser (Ordo Militiae Sancti Joannis Baptistae Hospitalis Hierosolymitani)
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Anm.: Eigentlich "Johanniter" auf Malta.
Niederländische Westindien-Kompanie (Vereenigde Nederlandsche West-Indische Compagnie)
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Anm.: Im Jahr 1621 gegründete niederländische Handelskompanie für Westafrika und Amerika.
Niederlande, Generalstaaten
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Venedig, Kleiner Rat (Serenissima Signoria) der Republik
Erasmus von Rotterdam: Collected Works of Erasmus: Adages II i 1 to II vi 100, übers. von R. A. B. Mynors, Toronto/Buffalo/London: 1991. ( Collected Works of Erasmus 33 ) [Nachweis im GVK]
Euripides: Troades, hg. von Werner Biehl, Leipzig: 1970. [Nachweis im GVK]
Heidelberger Katechismus von 1563, in: Reformierte Bekenntnisschriften, Bd. 2,2, hg. von Wilhelm H. Neuser / Andreas Mühling / Mihály Bucsay, Neukirchen-Vluyn: 2009, S. 167-212. [Nachweis im GVK]
Plutarch: Life of Kimon, übers. von Alec Blamire, London: 1989. [Nachweis im GVK]
Friedrich Spanheim: Exercitationes de gratia universali, Leiden: Johannes Maire, 1646. [Nachweis im GVK]