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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: Oktober 1647


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XIX, fol. 211r-246v (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. Oktober 1647
Bernburg
  • Vogelfang
  • Vogellieferung aus Ballenstedt
  • Alpträume
  • Wirtschaftssachen
  • Spaziergang zum Vogelherd
  • Korrespondenz
  • Kriegsfolgen
02. Oktober 1647
Bernburg
  • Hasenjagd und Vogelfang
  • Vogellieferung aus Ballenstedt
  • Korrespondenz
  • Wirtschaftssachen
  • Gespräch mit dem Kanzlei- und Lehenssekretär Paul Ludwig
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Besuch durch den Leibarzt Dr. Johann Brandt
03. Oktober 1647
Bernburg
  • Lachs- und Lerchenfang
  • Zweimaliger Kirchgang
  • Gespräch mit dem Obereinnehmer Johann von Bergen
  • Administratives
  • Kriegsnachrichten
  • Gartenspatziergang mit der jüngsten Schwester Dorothea Bathilde
04. Oktober 1647
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Bericht durch den Bernburger Bürger Salomon Muschwitz
  • Gestrige Verwunderung über blühende Kirschbäume im Schlossgarten
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Wirtschaftssachen
  • Administratives
  • Kontribution
  • Korrespondenz
  • Ankunft des gräflich-stolbergischen Kanzlers und anhaltisch-bernburgischen Rats Dr. Friedrich Lentz
  • Kriegsfolgen
  • Gespräche mit Dr. Lentz und dem Kammerrat Dr. Joachim Mechovius
05. Oktober 1647
Bernburg
  • Vogellieferung aus Ballenstedt
  • Administratives
  • Kriegsnachrichten
  • Korrespondenz
  • Kriegsfolgen
  • Rückkehr des Boten Zacharias Wißeke aus Holstein
06. Oktober 1647
Bernburg
  • Lerchenfang
  • Kriegsnachrichten
  • Vorübergehendes Aussetzen der Bettagspredigten wegen der Weinlese
  • Weiterreise des Gesamtrats Martin Milag mit Heinrich Julius von Wietersheim nach Köthen
  • Böse Vorahnungen
  • Besuch durch Fürst Johann Kasimir und dessen Sohn Johann Georg auf der Durchreise
  • Kriegsfolgen
  • Wirtschaftssachen
  • Gespräch mit Fürst Johann Georg
  • Träume der Kammerjungfer Helena Zaborsky und der Altfrau Maria Crimmelius
  • Administratives
07. Oktober 1647
Bernburg
  • Hasenjagd und Vogelfang
  • Nächtliche Unruhe im fürstlichen Pferdestall und Schlafgemach
  • Ältester Rat Melchior Loyß und Dr. Lentz als Mittagsgäste
  • Rückkehr des Lakaien Johann Balthasar Oberlender aus Berlin
  • Kriegsfolgen
  • Korrespondenz
08. Oktober 1647
Bernburg
  • Vogelfang
  • Kriegsfolgen
  • Kriegsnachrichten
  • Korrespondenz
  • Wirtschaftssachen
  • Dr. Lentz und Dr. Mechovius als Mittagsgäste
  • Tod eines fürstlichen Fohlens
  • Gespräch mit Dr. Lentz
09. Oktober 1647
Bernburg
  • Vogelfang
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Einquartierungen
10. Oktober 1647
Bernburg
  • Vogelfang
  • Nachrichten
  • Anhörung der Vormittagspredigt auf dem Schloss
  • Dr. Lentz, Dr. Mechovius, Dr. Brandt und der Hofprediger Konrad Theopold als Mittagsgäste
  • Kirchgang am Nachmittag
11. Oktober 1647
Bernburg → Langer Berg → Bernburg
  • Vogellieferung aus Ballenstedt
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Nachmittagsspaziergang zum Langen Berg bei sehr schönem Wetter
  • Kriegsfolgen
12. Oktober 1647
Bernburg → Zepzig → Bernburg
  • Hasenjagd und Vogelfang
  • Wirtschaftssachen
  • Kriegsnachrichten
  • Administratives
  • Kontribution
  • Korrespondenz
  • Kriegsfolgen
  • Ausritt nach Zepzig und in Richtung Gröna
  • Todesursache des fürstlichen Fohlens
13. Oktober 1647
Bernburg
  • Vogellieferung aus Ballenstedt
  • Kirchgang zum Bettag
  • Durchzug einiger schwedischer Reiter
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Kriegsfolgen
  • Wirtschaftssachen
14. Oktober 1647
Bernburg
  • Hasenjagd und Vogelfang
  • Traum
  • Sturm und Regen
  • Sorge um die ältesten Söhne Erdmann Gideon und Viktor Amadeus
  • Korrespondenz
  • Spaziergang in den Garten und zur Mühle
  • Geschrei der Krähen und Raben als schlechtes Vorzeichen
  • Wirtschaftssachen
  • Schwere Erkrankung der jüngsten Tochter Anna Elisabeth
  • Kriegsnachrichten
  • Kontribution
  • Verwirrung von Oberlender
15. Oktober 1647
Bernburg → Pfaffenbusch → Bernburg
  • Spaziergang zum Pfaffenbusch und auf die Felder
  • Korrespondenz
  • Erkrankung von Anna Elisbeth an der Ruhr
  • Kriegsnachrichten
16. Oktober 1647
Bernburg → Baalberge → Bernburg
  • Hasenjagd und Vogelfang
  • Aufschub der Abreise von Dr. Lentz nach Quedlinburg
  • Gestriger Vieh- und heutiger Jahrmarkt
  • Ausritt nach Baalberge
  • Gespräch mit dem dortigen Pfarrer Bartholomäus Friedrich
  • Kriegsnachrichten
17. Oktober 1647
Bernburg
  • Traum
  • Durchzug schwedischer Reiter
  • Kriegsnachrichten
  • Erneute Betrübnis über den Verlust des türkischen Pferdes
  • Gespräch und Mittagessen mit Dr. Lentz, Dr. Mechovius und Theopold
  • Ausfall der Nachmittagspredigt
  • Zeitvertreib mit Lesen und Konversation
  • Besserung der Gesundheit von Anna Elisabeth
18. Oktober 1647
Bernburg
  • Gestriger und heutiger starker Wind
  • Geschrei der Raben
  • Besuch durch Matthias von Krosigk
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Korrespondenz
  • Rückkehr des Lakaien Christian Groß aus den Niederlanden und von Oberlender aus Leipzig
  • Wirtschaftssachen
  • Administratives
  • Aufgabe eines Plans
  • Sorge um Erdmann Gideon und Viktor Amadeus sowie um eine Abfertigung nach Leipzig
19. Oktober 1647
Bernburg
  • Vogelfang
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Kriegsfolgen
  • Abreise von Dr. Lentz mit dem Kammerjunker Ernst Dietrich von Röder nach Quedlinburg
  • Lektüre
  • Korrespondenz
20. Oktober 1647
Bernburg
  • Hasen- und Fuchsjagd
  • Anhörung der Predigt
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Reitunfall des fürstlichen Stalljungen Martin Ulrich
  • Einquartierungen
  • Korrespondenz
21. Oktober 1647
Bernburg → Pfaffenbusch → Bornische Aue → Bernburg
  • Vogelfang
  • Traum
  • Erster Frost bei gutem Wetter
  • Schwedische und kaiserliche Truppendurchzüge
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Entsendung von Groß nach Barby
  • Korrespondenz
  • Spaziergang in den Pfaffenbusch und die Bornische Aue
  • Rehelieferung aus Ballenstedt
22. Oktober 1647
Bernburg
  • Vogelfang
  • Nachrichten
  • Spaziergang zum Vogelherd bei mildem Wetter
  • Administratives
  • Ankunft von Erdmann Gideon und Viktor Amadeus mit dem gräflich-barbyschen Hofmeister Adam Heinrich von Ende
23. Oktober 1647
Bernburg
  • Hasenjagd und Vogelfang
  • Abreise von Ende
  • Gespräch mit Erdmann Gideon und Viktor Amadeus sowie dem Prinzen-Hofmeister Simon Heinrich Schweichhausen
  • Betrübnis über das verlorene türkische Pferd
  • Anhörung der Vorbereitungspredigt auf das Abendmahl
  • Korrespondenz
24. Oktober 1647
Bernburg
  • Anhörung der Predigt und Empfang des Abendmahls
  • Dr. Mechovius und Theopold als Mittagsgäste
  • Kirchgang am Nachmittag
  • Kriegsnachrichten
  • Starke Zahnschmerzen
25. Oktober 1647
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Haselhühnerlieferung aus Ballenstedt
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Kontribution
  • Beratung mit dem Hofmeister Heinrich Friedrich von Einsiedel, Schweichhausen, dem Amtsrat und Stadtvogt Georg Banse sowie Dr. Mechovius über die weitere Erziehung von Erdmann Gideon und Viktor Amadeus
  • Korrespondenz
26. Oktober 1647
Bernburg
  • Vogeljagd
  • Vogellieferung aus Ballenstedt
  • Entsendung von Groß nach Harzgerode und zu Dr. Lentz
  • Zahnschmerzen
  • Korrespondenz
  • Jagderfolg von Viktor Amadeus
  • Kontribution
  • Lektüre
27. Oktober 1647
Bernburg
  • Hasen- und Vogeljagd
  • Korrespondenz
  • Sorge um den kranken Viktor Amadeus
  • Beratungen mit Erdmann Gideon, Viktor Amadeus und Schweichhausen
  • Kriegsnachrichten
  • Inhalt der Predigt
28. Oktober 1647
Bernburg
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Besserung der Gesundheit von Viktor Amadeus
  • Dr. Brandt als Mittagsgast
29. Oktober 1647
Bernburg
  • Vogelfang
  • Kriegsnachrichten
  • Administratives
  • Begräbnis der Küchenschreiberfrau Maria Güder bei dichtem Nebel
  • Durchreise von Fürst August
30. Oktober 1647
Bernburg
  • Starker Regen
  • Gespräch mit Dr. Brandt
  • Dr. Mechovius als Mittagsgast
  • Korrespondenz
31. Oktober 1647
Bernburg
  • Vogelfang
  • Kirchgang am Vormittag
  • Besuch durch Matthias von Biedersee
  • Ausfall der Nachmittagspredigt
  • Abfertigung von Oberlender nach Zerbst
|| [[Handschrift: 211r]]

Freitag den 1. October 1647.

<Abermal 16 lerchen, vom lerchenstreichen. 30 kleine vogel, vndt 10 heidelerchen, aufm vogelherdt.>

<44 großvogel, vndt 1 haselhun, von Ballenstedt[.]>


Somnia terrifica, et horroris plena, gehabt, non ob-
stante iejunio hesterno, et abstinentia, a Coena.
perge


Meine leütte, seindt occupat, mit der weinlese, darinnen in die
40 leser sein, von vndterthanen, ohne meine hofdiener, vndt aufseher.
Gott helfe daß alles wol abgehe! eingebracht werde! vndt mir wol
gedeyen möge! Nül pain, sans peine! Nül soulas; sans helas!
Nülle rose, sons èspine! Pacience par force! et par amour!


Jch bin hinauß auf den vogelherdt spatzirt, nach expedirten
negociis, vndt es haben sich etzliche fingken, vndt quegker auf
dem einen vogelherdt, auf dem andern aber, die heidelerchen gerügkt.


Schreiben, vom Martin Hanckwitz aus Leyden, vom 14. ⁄ 24. September pensa, al ritorno.


Avis: daß der lermen, so groß nicht ist, alß man ihn gemacht,
etzliche partien, convoyiren deß wrangelß Silbergeschirr,
vndt angehörige, andere den Douglas, nach Eißleben.
Jedoch reitten die convoyer oft ab, vndt mausen hin: vndt wieder,
gestaltt Sie dann heütte, die Staßfurter Saltzwagen, so hieher
gewoltt, angegriffen, vndt geplündert, auch zurückea geiagt.

|| [[Handschrift: 211v]]


Schreiben von Meinem bruder, Fürst Friedrich in zimlichen terminis.
Jn publicis, ist er mit mir, mehrentheilß einig, in
privatis gibt es etwaß discrepantzen, vndt remonstra-
tiones, hoffe aber zu Gott, es werde sich alles beßern!

Samstag den 2. October 1647.


<5 hasen, hat Rindtorf gehetzt.>

<30 große vogel, vndt 1 haselhun von Ballenstedt[.]>

<Drey Mandel kleine vogel.>


Depesche importante Versb Dieu la Vueille fortüner,
come encores, üne autre depesche Vers Leyden. etcetera


Die 22 fuhren, welche gestern alhier gewesen,
mehrentheils bespannet mit 6[,] 7 pferden, von hamburg
vndt Lünenburgk, seindt wegen vnsicherheit, auf
erlangten avis, wieder zurügkc nacher Magdeburgk
gefahren, die gühter aldar zu deponiren, vndt gehet
mir also ein ehrliches an intraden, durch die kriegs-
vnsicherheit abe. Patientia!


Jch habe Paul Ludwig bey mir gehabt, allerley impor-
tantzen, zu resolviren, vndt außfertigen zu laßen.


Des Oculisten vater, ist auch gestern alhier in der
Stadt gewesen, stadtlich aufgezogen, von halberstadt ge-
kommen, vndt wieder v̈ber die fehre zu, nacher halle,
(ohne forcht) forthgewandert.


Avis: das 300 pferde gestern zu Ermßleben ankommen.
Das die von hoym, nachricht von Drösike bey der Nawmburg
erlanget, man sollte baldt seen, vndt dreschen, dann
die Schwedischen wehren vmb Jehna, vndt die Kayserlichen folgten nach.

|| [[Handschrift: 212r]]


Avis: daß die Schwedischen zu ihrer satisfaction, nicht mehr
200 sondern 70 Tonnen goldes, begehren, vndt daß deriehnige
so es anbracht, mehr gethan, alß ihm die Königin, vndt die krohne
befohlen. Man inculpirt Eßken, derentwegen.


Doctor Brandt, ist diesen abendt, bey Mir gewesen.

Sonntag den 3. October 1647. perge

<2 lächße. ½ Schockßo: lerchen pacht vom Muschwitz.>


Jn die kirche, cum sororibus et filiabus.


Bergen, hat sich præsentirt, wegen der retardaten, vndt wegen ab-
rechnung mit dem proviantmeister zu Leiptzigk, des magazins-
halben, wie auch wegen der quittungen, auß den Aemptern. etcetera


Es ist eine abschickung vor, an den General Feldtmarschalck
Wrangel, ich sol, die creditif an ihn, an Douglas, an
Wittemberg, auf Obrist leutnant Knochen, wie auch, auf Caspar Pfawen ge-
richtet, blindling vndterschreiben, vndt habe keine instruc-
tion noch gesehen. Solcher gestaltt, köndten Sie mich wol zum
lande hinauß vexieren, vndt mir mergklich præjudiciren,
vndterm schein, mich zu subleviren, vndt das landt zu verschohnen!


Ars est varia, et multiplex!


Nachmittagß, wieder zur kirchen, zur Catechismipredigt.


Wrangel sol invehirt haben, auf Chur Bayern, disant
a son trompette, (en presence de Schoer, nostre Depütè,
lequel, n'a rien obtenü) que son maistre, auroit trom-
, l'Empereur Romain, & deux couronnes, c'est a dire la Swede
conjoinctement avec la France, mais qu'il ne tromperoit
pas <ün> Dieü au Ciel, & ensentiroit sa pünition griefüement.
Et en ceste cholere, il a jürè, ne pouvoir moderer, nos contribütions;

|| [[Handschrift: 212v]]


Jn gartten, mit Schwester Bathildis.


Avis von Alßleben, das heütte zu hall, ein Regiment
sollte einlogiret werden, Jtem: es solten Kayserliche partien
Ostra außgeplündert haben, die Kayserliche armèe logire
bey Schletz, die Schweden vmb Salfeldt, die Kayserlichen
gedächten vor Leiptzigk, zu gehen. 35 pferde vom hammer-
stein, fielen ein bey Alßleben, vndt plünderten eben
heütte, die dörffer, hetten aber wenig außgerich-
tet, sondern wehren von den pawren, abgetrieben worden
vndt gäben vor, die Schwedischen, stünden vor Zeitz.


Gott bewahre vnß, vor einquartirung, vndt vorm
concursu der armèen! gnediglich alhier! Amen!

Montag den 4ten: October 1647.


<4 hasen von der hatz.>


Der allte Muschwitz hat berichtet, daß er gar vor wenig
Tagen, in der finstern Nacht alhier, einen schönen Regenbogen
v̈ber diese Stadt Bernburgk gesehen, welches in der
Nacht, ein rarum contingens, vndt seltzames omen ist!


Alß ich gestern abendt mit Schwester Bathildis
in gartten spatziret, vor der abendtmahlzeitt,
haben wir an einer langen reyhe kirschbaẅmlein
(an der Mawer gegen die Sahle zu gepflantzet,)
mit verwunderung angesehen, daß eines von den-
selben gantz frische weiße blüht, in itzigem
Monat Octobrj außgeschloßen, welches etzliche
vor ein omen eines sterbens, vndt bevorstehenden
vnglücks außlegen, vndt deütten wollen. || [[Handschrift: 213r]]
Vom holunder wirdt dergleichen berichtet,


Ein neẅer vngewöhnlicher Stern, sol sich auch sehen laßen.
et cetera


Am Freytage, hat in den weinbergen die inspection
gehabt, v̈ber die weinlese, Tobiaß Steffeck von Kolodey,
nebem dem page Kinspergk, Am Sonnabendt aber,
der page kleine Krosigk, neben Gebhardt Loyß,
von gestern Nachmittage aber <an>, biß heütte zu Mittage,
Wolfang Sutorius, neben hanß Friderich Eckardt,
vndt es werden, in Tag, vndt nacht, nach advenant,
mit Trettemoßt, vndt keltermost, mehr, oder
minder, gesamlet, vndt herauf geführet, ge-
meiniglich, in die Funftzigk eymer, durch Gottes,
mildtreichen segen, vndt es seindt, in die 40
personen, so da lesen, in den weinbergen.
Gehet also bey gutem, dienlichem wetter, Gott lob
zimlich noch von statten. Gott wolle es vnß, wol
gedeyen, vndt genießen laßen!


Jch bin hinauß hetzen geritten, vndt habe 4 hasen,
gefangen. Röder, vndt Rindtorf seindt mittgeritten,
Erlach kahm auch bey Altenburgk zu mir.
Jch habe einen sehr schönen großen Fuchs, alß ich noch
iemals im lande gesehen, im Rahtsanger, (da mein haẅ
stehet) aufgeritten. Die winde wahren aber nicht
bey der handt, sondern sie verfolgten eben einen hasen.
hetten den Reineke sonst wol bekommen sollen.

|| [[Handschrift: 213v]]


Jn publicis gibts viel zu schaffen. Obrist leutnant Knoche, vndt
Caspar Pfaw, werden dem Wrangel entgegen geschickt, die
verschonung der lande, zu befördern. Gott gebe es!


Die Kayserliche armèe sol bey Salefeldt stehen, die
Wrangelische aber, sich retiriren.


Von halberstadt auß, wirdt wegen der restanten
scharf gemahnet. Wo nicht, eine richtigkeit ge-
troffen wirdt, wil man vnß, die anmarchirenden
Schwedischen völcker, v̈bern halß, weisen, zur
execution. Ein feines erbiehten, vom General commissario
Schmidt!


Lettres de Vienne, de Jean Sternberg; & de Monsieur le
Baron de Roggendorff. Item: de Berlin, & de Pomeranie,
en termes, fort extravagants, de Malherbe!


Die avisen geben:


Das in Engellandt, etzliche Officirer, vndt Parlaments-
herren eingezogen seyen worden, vom Fairefax, vndt
der armèe, der König aber, in großem repect, seye.
Der Stadische Ambassador Gioachimj, seye darvon gezogen,
dann jhme die Engelländischen sachen, nicht gefallen wollen.


Zu Paris, werde der Junge Landtgraf von heßen
herrlich tractiret, vndt ziehe nach Fontainebleau,
in des Königes Pallast, zu logiren.


Jn Catalonien, stünde noch alles, in terminis ambiguis.


Jn Portugal armirte man stargk gegen Brasilien, wje
auch in Hollandt, zur gegenwehre.

|| [[Handschrift: 214r]]


Jn Napolj, gebe es noch seditiones, vndt wolte nicht
beßer werden, zwischen dem ViceRè, vndt herr Omnes.
Das volck sol daß castell Sankt Elmo, belägern, vndt
mit vndtergraben, das waßer abschneiden wollen.


Die Frantzösische Seearmada, ließe sich stargk
sehen, bey Porto Longone, vndt Piombino, den zunder
dieser sedition, zu vermehren.


Der Pabst, wehre auch geloso, seinen stado zu erhalten.


Ein edelmann auß Polen, hette falsche sigel, nachgegraben,
vndt den Dantzigkern, viel v̈berreden wollen, von großen
privilegien, der vhrallten hertzogen auß Pommern, welches
aber nichtig gewesen, vndt endtdegkt worden. Er hat auch,
seines bruders Sohn, enterben wollen, deme, die Dantzigker
in billichmeßigen desideriis, geholfen, vndt ihm beygestanden,
darüber es zun Thätligkeitten, gekommen, weil der Allte
den iungen depossediret, der iunge Edelmann aber,
darüber, ertödtet, hingegen nach beschehener stargken
gegenwehre, der allte wiederumb seinen rest bekommen.
Peccata, peccatis, puniuntur! Der Alte Jankowschkj
sol auch die leütte haben persuadiren wollen, es seye
der König, in Polen, der Näheste, zum hertzogthumb
Pommern, welches er gleichßfalß auß documenten er-
weisen wollen, welche andere vor vngegründet gehalten.
Jn summa: die weltt stegkt voller betrug, vndt argerlist!
Wol dem! der das böse, mit gedultt kan v̈berwinden!


Die Türgken, sollen vor Sebenico, mit verlußt, abgezogen sein.
perge

|| [[Handschrift: 214v]]


Der Stollbergische Cantzler, Doctor Lentz, Mein von hauß
auß, bestalter Raht, ist anhero kommen, diesen abendt.
Dieü vueille! que ses conseils soyent pürs! & sans vice!


Avis: daß die Reütterpartien, bey der Nacht einfallen,
vndt pferde hinweg nehmen, wie sie dann zu Paschleben1,
16 pferde also geraubet haben sollen. Guarda la gamba!


Doctor Lentz, ist diesen abendt nach der Mahlzeitt, (weil
ich gefastet) zu mir, admittiret worden. Er hat glügk
gehabt, durchzupaßiren, weil die Reütterpartien,
vmb Ballenstedt herumb, sich stargk sehen laßen. Gott
bewahre einem ieglichen, daß seinige! Ein 2000 Schwedische
Reütter, sollen zu fuß gehen, vndt ihnen alle pferde preiß
gegeben werden, die Sie bekommen können, vndt bedörfen.
Die neẅlichsten 300 pferde seindt nicht auf Ermßleben,
sondern auf Ascherßleben zu, gegangen, vndt es haben sich,
40 von ihnen, abgeschlagen, welche manchen noch betrü-
ben werden.


Mit Doctor Mechovio, verglichen, waß in den zusammen ge-
haüften sachen, vorzunehmen sein möchte?

Dienstag den 5ten: October 1647.

<3½ Schockßo: kleine vogel. 2 haselhüner, 1 Schneppe, vndt 9 große vogel von Ballenstedt[.]>


Doctor Lentz vndt Doctor Mechovius, seindt heütte in die Cantzeley
gegangen, mit zuziehung Secretarij Paulj Ludwigs,
den anfang, mit den expediendis, auf die Neẅe Manier
zu machen.


Avis: <von Halle> daß die Schwedische infanterie zu hall<weißenfels>, die caval-
lerie aber, zu Merseburgk, v̈ber die Sahle gehe, vndt
die Kayserliche armèe, ihnen, auff dem Fuß, nachfolge.

|| [[Handschrift: 215r]]


Die hertzoginn von Schöningen, schreibt abermal her,
vndt bittet vmb eigentliche Nachrichtung. Jch gebe es ihr.


Avis: daß 150 pferde vmb Plömnitz herumb streiffen. perge
Alles reißet auß, von den dörfern. perge Gott bewahre vor
vnheyl auch vnsern bergk, der so v̈bel verwahret ist!


Mein Bohte, Zachariaß Wißeke, ist auß hollstein
wiederkommen, mit zimlicher antworth. Gott gebe effect!
Doctor Pichtel, hat mir auch geschrieben, <dü passage de K.d perge>


Die gefahr des bohten, ist nicht geringe gewesen, Gott
hat ihm aber, mit gnaden, durchgeholffen, der seye davor gepreiset.
Es gehet alles, voller partheyen, diß: vndt ienseytt
der Sahle, vndt man höret von vielem angriff. Gott
gebe, daß die weinlese wol abgehe! vndt wir vor
schaden behütet werden, zu hause, vndt zu felde!

Mittwoch den 6ten: October 1647.


<17 lerchen, mit dem Nachtnetze.>


Gar anderer avis, ist heütte einkommen, nemlich: daß die
Schwedische armèe, solte sein zu Torgaw, die Elbe herüber
gegangen, nach Ascherßleben zu, hingegen, die Kayserliche gienge
dißeits, an der Sahle herundter. Die rechte sicherheitt,
wil noch nicht erscheinen. Man spargiret, Leiptzigk, vndt
Magdeburgk, solle von den Kayserlichen belägert werden, der
Churfürst von Saxen, hette auch, seine neütralitet, so wol
alß Chur Cölln, vndt Chur Bayern, aufgekündiget, seine Re-
gimenter, mit den Kayserlichen, coniungiret, vndt
hjelte auch an itzo, eine Mündtliche conferentz, mit Jhrer Mayestät[.]
Es würde Chur Brandeburg nebenst den haüsern, Braunschweig, vndt heßen,
sich gleichßfalß, mit den Kayserlichen contra Svecos, coniungiren.

|| [[Handschrift: 215v]]


Jch habe die bettagspredigt, vorm berge, einstellen müßen,
weil der pfarrer wenig zuhörer würde gehabt haben,
alles noch in voller weinlese ist, vndt darneben man
viel von kriegen, vndt kriegsgeschrey höret, daß die leütte
auß forcht, wol außenbleiben dörften. Gibt aber Gott
friede vndt ruhigen standt, auch gesundtheit, vndt leben, so
sol der behtTag, v̈ber Acht Tage, wilß Gott, gehalten werden.


Quod differtur; non aufertur!


Der Cantzler Milagius, jst mit dem iungen Wieterßheim,
gestern abendt, noch forth, gen Cöthen, vmb 9 vhr, vndt
hat gute convoy, mit sich genommen, wiewol er von Plötz-
kaw kommende, vnd seiner Tochter hochzeit, so albereit,
gegen den 11ten: huius, angestellet, zu befördern, nicht
wol zurügke bleiben mögen, vndt also, mit gefahr, es gewaget.
Gott bewahre ihn, vndt andere raysende, vor vnglügk!


Avis von Gröptzigk, vndt halla, daß die Schwedische armèe
heütte<gestern> zu nacht, in dem<r> awe, logiren solte
würde heütte vf Landßpergk, vndt von dannen, endt-
weder auf den Radegaster Tham2, von dar durch daß Für-
stenthumb Anhaltt, nach dem Barbyschen wingkel gehen,
oder in den wörlitzer wingkel, oder auf Torgaw mar-
chiren. <Andere berichten noch, Sie würden zu Weißenfelß v̈bergehen.>


Avis von Bösem, vndt halla, daß zu Cönnern, alles auß-
weicht, mit pferden, vieh, vndt mobilien. Vergangene Nacht,
wehre daß General haüptquartier, in hall gewesen,
die armèe aber marchirte, nach dem Landßberge warts,
Die partien giengen stargk, vndt Schwach, nehmen || [[Handschrift: 216r]]
mitt, waß zu bekommen. Vndterschiedene officirer sollten
ohne scheẅ, sagen, Sie müßten weichen, die Kayßerlichen wehren
ihnen zu stargk, es dangkten auch, viel deützsche ab.


Avis von Plötzkaw, daß diese Nacht, Oschmarßleben
hinder Güsten, außgeplündert worden.


Avis vom Cantzler Milagio, das er vom Obrist Leutnant Knoche
auß hall, zu Cöthen schreiben vor sich gefunden, vndt darinnen
diesen bericht, das die Schwedische armèe, im marsch, nacher
Lützen, begriffen, vndt der sage nach, wol gar, auf
Bernburgk, vndt Calbe gehen dörfte, derowegen er nöhtig
erachtet, an allen orthen, in zeitten, die vndterthanen, zu ver-
warnen. Gott bewahre vnß vndt vnsere Nachtbarn, vor
vnglügk! Ein Regimentsquartiermeister, ist abgefertiget,
die Weymarischen Reütter, doch das sie montiret,
vndt mit pferden, versehen sein sollen, abzufordern.


Nota Bene[:] Le coeur ne me dicte rien de bon, voire des presages
d'insignes malheurs, & croix, & tribülations, qui m'at-
tendent, afin d'augmenter le nombre, de mes grandes
afflictions et calamitèz innocemment souffertes,
Dieu me Vueille fortifier, par la grace de Son Saint Esprit,
& ne me laisser süccomber a la tirannie de ceux, quj
sont plus puissants, que moy, & me peuvent endommager.
Devant Dieu, ie suis pauvre pecheur, & ie merite ses
chastiemens paternels, mais devant les hommes, ie n'ay
rien fait, quj leur donne süiet, de me faire dü mal, &
de me perdre, ruiner, & opprimer, avec mes pauvres enfans,
süjets, & serviteurs fidelles! Ô Dieu delivre moy dü malin! || [[Handschrift: 216v]]
Delivre moy, des forces mondaines, & estrangeres! Ne me
quitte a honte & deshonneür, pour jamais! Ayes pitiè
de ma pauvre famille! & ne laisses perir, tes èsleüs!
quj sont racheptèz, par le sang, de ton fils, Jesüs Christ,
nostre ünique Saulveur, & Redempteur. Amen! Amen! Amen!


Die wortt liegen, mir eine zeitlang hero, immerforth: in ohren:
Bande, vndt Trübsall, wartten mein. perge


Mein vetter, Fürst Johann Casimir, ist mit seinem Sohn,
Fürst hanß Geörg, vndt ein 20 pferden, von Sanderßleben,
anhero kommen, hat zu Mittage eingesprochen, vndt mit
mir vor lieb genommen, bey der mahlzeitt. Er hatte
zweene vom Adel, einen Walwitz, vndt einen Börstel,
bey sich, Jean den bereütter, vndt andere. Nach
der mahlzeitt, ist er nacher Cöhten, geritten. heütte
Morgens, haben sie meinen vetter mit den seinigen, im
felde attacquirt, vndt ob er sich schon gewehret, ihme
dennoch 3 pferde, seinen Sanderßlebern aber,
9 pferde genommen, welcher affront, ihm sehr wehe thut.


Es kömbt eine post, v̈ber die ander, von den vielen
partien, welche alhier, vndt zu Cöhten, sich sehen laßen, vndt
es seindt vndter andern, in die 50 pferde, auf Grähna zu,
gegangen, deren ein ieder, ejn beypferdt, gehabt.


Jch muß Meinem vetter, durch meine pferde<vier> ochßen, seinen
Moßt, vom Grähnischen weinberge holen laßen, in etzlichen
Fuhren. Gott gebe, daß ich nicht, vmb die Ochßen, komme. Er hat
Mir zwar v̈ber der Tafel, die erstattung versprochen,
im fall die Ochßen, mir sollten abgenommen werden. || [[Handschrift: 217r]]
Jch habe meinem vetter, auch biß nach Cöhten, Sieben Mußcketirer
mitgegeben. Gott bewahre sie alle, im hin: vndt herwege, vor vnglügk!


Avis: daß sich der Churfürst von Brandenburgk, wie auch die hertzoge
von Braunschweigk, vndt Lünenburgk, in stargke verfaßung
stellen, vndt viel volcks, werben.


Le Prince Jean George, me confessa, d'avoir dèspencè, en son
Voyage, de France, & d'Jtalie; (qui a durè prés de deux ans,)
en tout: a 4000 Reichsthalers. C'est ün gentil Prince, et
il parle bon françois, et Jtalien.


Mademoyselle Helene a songè n'a gueres, que Sa Majes
Jmperiale auroit estè traittèe en mon chasteau icy, fort bien
& seroit partie fort content.


Nostre Vieille femme gardienne (Altfraw) en la mayson
a songè ceste nuict, qu'ün grand homme seroit entrè dans
ma chambre, comme j'estois couchè sür mon lict, & qu'elle s'en
füst fort estonnèe. L'homme auroit cerchè[!] avec la chandelle,
par tout, & ie me füsse couchè dans mon lict, fermant
les rideaux, afin que personne, ne me devroit trouver,
& i'eusse parlè, fort amiablement, avec cest homme,
lors qu'il m'auroit abordè, mais tous mes gens, s'en
estoyent fuis de moy, elle seroit accouruë les degrèz
en haut, mais ne me pouvant ayder, s'en seroit
en allèe aussy. Allant au jardin elle me conta ce songe,
& comme j'insistay pour scavoir, si on ne me'eust rien fait
davantage<?>, ou sürprins, ou tuè<?>, elle ne voulüst plüs rien
dire & le nia, seülement me demanda elle, si l'Empereur venoit
icy? si ie m'oserois confier, en seüretè a luy? Je dis, qu'ouy da!
perge

|| [[Handschrift: 217v]]


Avis: daß die Schwedische armèe, diesen abendt zu Ostra vndt
zum Landßperge logire, vndt morgen, gebe gott anhero marchiren
dörfte, wie dann zu Agken, vndt Calbe auch anderer
orthen, alles voller schregken, vndt alarme ist. Gott bewahre
vor vnglück, v̈berfall, durchzügen, vndt Einquartirungen!
Die Schwedischen sollen auch einen secours erwartten, von
Fünf Regimentern, zu roß, vndt fuß, welche albereitt, zu
Garleben, sollen angekommen sein.


Die Staden dangken ihr volck ab, vndt Chur Brandeburg
auch andere nehmen solche wieder an, vndt es hat ein seltzames
außehen allenthalben.


Fürst Iohann Casimir hat noch seinen most holte<mit wagen,> holen laßen, außm
Grähnischen weinberge, vermeinet, ein: 80 eymer zu bekommen.
Jch habe zweymal mit gefahr, hingeschickt, daß letzte
mahl, vergebens.


heütte, da man ohne daß, viel zu schaffen, plaget
man mich ferner, vom Oberdirectorio, auch von Cöhten, vndt
Deßaw, auß, mit anticipation vndt ejnschaffung der
Steẅern, zu landtrenterey, vndterm vorwandt, alß
kähmen bedrohliche scharfe anmahnungen, von Creditoren.
perge


Nullum Violentum Diuturnum!

Donnerstag den 7. October 1647.

<2 hasen Rindtorf gehetzt. 2 schock kleine vogel aufm herdt[.]>


Diese Nacht, ist mein grawer leibklepper, im stall
loßkommen, hat viel wunders, mit beißen, vndt schlagen,
angerichtet, Jn meiner kammer ist es auch mit klopfen,
stoßen, vndt krachen, sehr vnreümisch gewesen. Gott gebe!
das wir heütte nicht, vngebehtene gäste kriegen, noch Morgen || [[Handschrift: 218r]]
noch zu keiner zeitt, böse tage!


Der gute allte Melchior Loyß, mein Raht, vndt
Elltister diener, (v̈ber 4 wochen, den 6ten: November gebe gott
complirt er 71 iahr) ist zu Mittage, bey mir gewesen,
extra nebenst Doctor Lentzen, vndt hat Gott lob, gar
wol von allen Sachen, conversirt.


Oberlender ist mit Mittelmäßiger depesche vom Berlin,
wiederkommen. Ardua periculj omnia sunt plena.
Jl a estè en danger, d'estre pillè, par les parties. perge


Avis von der Nachtbarschaft, daß die Schwedische Generali-
tet zu Leiptzigk versamlet seye, kriegßraht zu halten.


Etzliche Reütter haben sich heütte vor Waldaw
verstegkt, vndt auf pferde gelauret, aber man hat sie
entdegkt zu Mittage.


Geschrieben nacher hartzgeroda, Zerbst, vndt Berlin.
Jch kann fast keine bohten kriegen. Gott helfe hindurch!


Man hat gestürmt, weil eine partie Reütter,
Weylandts pferde, gegen abendt, verfolget, vndt
Peügkens pferde gar hinweg genommen. Gott bewahre
die v̈brigen.

Freitag den 8ten: October 1647.

<22 kleine vogel.>


Eine partie Reütter, hat gestern, in den wein-
bergen, zimlich genascht, Man hat auch meinen
pferden gedroẅet, sie wol zu ertappen, ob ich sie schon
wol in acht nehmen ließe. Gut ists, daß Sie es,
vorhero sagen, vndt nicht ihre böse Tücke verbergen können.
perge

|| [[Handschrift: 218v]]


Diese Nacht ist auch viel auflauffs, in der Stadt gewesen,
wegen insolentz eines vollen Weymarischen Reütters,
welcher zweymal vndter die leütte geschoßen,
doch endtlich gestillet, vndt endtwehret worden.


Avis von halle, daß vorgestern die Königlich Schwedische
armèe bey Merßeburgk gestanden, sollte gestern,
daselbst, vndt einen Theil beßer hinauf, zum Dürren-
berge genandt, v̈bergehen, vndt vielleicht gegen die Obern-
pfaltz, sich wenden, weil die vergleichung zwischen
Jhrer Kayserlichen Mayestät vndt Chur Bayern nicht gar com-
plet sein solle. Zu Bernburg, (schreibt der Advocat
hanß Geörge Bohse) oder der endes, ist alhiesigen
Conjecturen, vndt allem ansehen nach, nichts zu
befahren, außer waß hiernechst, wann die armèe
sich nicht endtfernen sollte, von streiffenden partien
geschehen möchte. Jn wenig Tagen, wirdt sich ein
mehreres außweisen. Friederich Khüne, der Senior,
vndt Advocat schreibet von hall gleichßfalß also:
Man ist bißhero wegen der Schwedischen armèe in großen
furchten, gestanden, vndt niemandt hat gewußt,
wohin dieselbe eigentlich, ihren marsch zu nehmen
möchte, allein gestern, ist gewiße kundtschaft einge-
langet, das dieselbe <so> bey Merseburgk gestanden,
aber noch nicht v̈ber die Sahle gewesen, im aufbruch || [[Handschrift: 219r]]
gegen Weißenfelß zurügkf marchirende begriffen,
Gott lengke sie! das sie vnß nicht berühren möchten!
Seinem herrlichen Nahmen, seye dangk, lob, vndt preiß
gesagt vor alle vndt iegliche gute gaben, vndt wolthaten!


Wir haben diesen Morgen, stargken alarm gehabt,
weil 24 Reütter, mein vieh, an der Dröbler brügke nehmen
wollen, man hat ihnen aber, zu roß, vndt zu fuß, nach-
gesetzt, vndt sie gezwungen, die wenigen ablata
zu restituiren. Alß die bürger gesehen, daß ich
selbst hinauß gewandert, seindt sie animirt
worden, diß: vndt ienseyt der Sahle sich zu armiren,
vndt vnsern leütten, zu secouriren.


Fürst Johann Casimir seindt heütte, am Grähnischen weinberge,
eilf zugoxen <Von 9 Reüttern> abgenommen worden. Seine leütte
haben mir, seinen Moßt, herein geschickt, vndt
begehrt, ich möchte noch mit fuhren vndt convoy auß-
helfen, welches aber, in hoc statu turbato, sehr
gefährlich ist.


Andere 30 pferde, seindt mit einem Quar-
tiermeister herein kommen, den Weymarischen
Soldaten abzuholen. Sie wollen in die Stadt, hinein,
vndt man kennet sie nicht, ob ihre vorgeben richtig?


Zu Niemburgk hat man auch gestürmet, wie alhier.


Lupum auribus tenemus.3 Extra zu Mittage, ohne
Doctor Lentzen, den CammerRaht, Doctor Mechovium, auch gehabt.
perge

|| [[Handschrift: 219v]]


Mein schönes Fohlen, von der hanoverischen Stuhte, der
Jsabellfarbichte, ist gestorben, vndt neẅlich, von dem lermen
im Stall, so der grawe klepper, angerichtet, auch geschlagen
vndt gedrugkt worden, das ichs numehr, mit vnmuth,
elendiglich, verliehren müßen. Omnia mundana sunt transjto-
ria! Perenne, sub Polo, nihil! Jst wol schade, vmb diß fohlen.


Von den 30 pferden, seindt 5 vndt<oder> 6 alhier blieben,
die andern hat der quartiermeister wieder reitten laßen.
perge


Gegen abendt, habe ichs erfahren, daß das fohlen, nicht
so sehr, von dem stoßen, der andern pferde, neẅlichst im Stall
<Nota Bene[:] welches aber nur, eine excüse der unvorsichtigen Stallpursche gewesen)>
alß von den würmen, deren es eine große anzahl
im leibe, gehabt, gestorben. Es sol es daher bekommen
haben, weil man es zu lange, an der Stuhte, saugen
laßen, sonderlich, wann dieselbige, warm getrieben,
vom felde kommen, vndt das fohlen, zu geschwinde
darzu kommen, zu saugen. Es solle darvon, die leber
verfaulet, vndt ein hut voll würme, im Magen, gewesen
sein. Nihil sub polo diuturnum,<!> præsertim; in animantibus.


Viel conversirt, mit dem Cantzler, Doctor Lentz, in sacris,
et prophanis, in Justitzien[-], polizey:[,] haußhaltungß:
vndt andern sachen. Er ist von gutem discours,
vndt hat feine maximas, wiewol doch alles
cum grano salis, billich zu verstehen.


Meines vettern, Fürst Johann Casimirs wein, ist in salvo, diesen
abendt, alhier ankommen, vndt in meinen keller geleget worden.

|| [[Handschrift: 220r]]

Samstag den 9ten: October 1647. perge


<1 schock kleine vogel.>


Avis vom Doctor heher, auß Osenbrück Numero 23 de dato vom 22ten:
September daß wiewol alles zum frieden, wol incaminirt
wehre, Theilß Catohlische Stände, auch ve alle Evangelischen
sich darzu wol accommodirten, so bliese doch immer, ie
mehr vndt mehr öel, inß feẅer, der Chur Meintzische
Cantzler, Doctor Reigelßperger, alß Chu Pensionarius von
Spannien, rügkte in die concept, ratione Directorij
oft wieder der andern willen, vndt einrahten, waß ihm gut
deüchte, vndt würden alle gute consilia turbiret.
Gott wolle beßere organa zum frieden, erwegken!


Er meldet auch, die Staden hetten ein Schiff zu
Rotterdam anhalten laßen, darauf ein Oberster,
vndt andere Spannische officirer, mit 140 knechten,
gewesen. Das Schiff hette man preiß gemacht, (vnan-
gesehen der publicirten Freyheit zu waßer,
vndt zu lande) die officirer rantzioniret, die gemeinen
vndtergestellet, nach Brasilien zu schiffen. Die Staden
beharreten auf dem Oberquartier von Gelderlandt,
vndt auf der Meyerey vmb hertzogenpusch, köndten
sonst den frieden mit Spannien, nicht eingehen.


Portugal accomodirte sich ihnen den Stadischen, wegen
Brasilien. Der Portugesische Gesandte im haag, würde
ViceRè in Brasilien, wegen Seines Königs. Offerirte
ihnen alles was Sie vor dem kriege mit Portugal ero-
bert hetten, neben einem Stadtlichen Seehaven, einzureümen. || [[Handschrift: 220v]]
Suchte friede, wegen seines herren, vndt erbötte sich zu
annehmlichen versicherungen. Die Frantzösischen legatj
zu Münster vndt Osnabrück tractirten mit den Spannischen Legatis
auch frieden. hetten sich schon vndter 70 puncten,
in 20 verglichen. Wegen Lottringen, vndt bischoflichen
sæcularischen gewaltt etzlicher Stifter, daselbst machte
Frangkreich, noch difficulteten, im Reichßfrieden.
Sonst wann die Spannische einstreẅung, nicht wehre,
hette man gute hofnung, zur pacification des Deütz-
schen Reichß.


Der Obrist leutnant Knoche, hat vnß 2 kerll, vom Douglaß,
mit dem Cöthnischen Trompter, auf den halß, geschickt,
alhier zu vndterhalten, vndt vielleicht, zu montiren.
Jnterim; ist kein paß, kein schreiben, nichts darbei.
Vndt man sol sich also, die völcker, v̈bern halß, weisen
laßen, gleichsam jmperiose, et dictatorie. Il a
estè fort yvre hier, tombant mesme de son cheval,
mais ces gens là, font, ce, qu'ils veülent.


Avis de Hamburg dü 1. ⁄ 11. d'Octobre que mes fils, y
sont arrivèz heüreusement, ayans fait voile d'Am-
sterdam dü 2. September mais ayans estè arrestèz
sür le<s> sablons dü Wat, le vent d'Orient leur estant
contraire entierement iusqu'a ce, qu'ün bon Vent
dü West, avec üne haute marèe les delivra de
cest'endroict, alors ils prindrent la haute mer,
& trouverent en ün jour, l'Elbe, puis en 3 jours, la || [[Handschrift: 221r]]
ville de Hambourg. Mes fils ont süpportè l'air de
la marine aussy constamment, que pas ün passager, au
vaisseau, leur santè et bonne disposition, n'en a pas estè,
èsbranslèe, & ont eü bon appetit au Voyage, Dieu-mercy.
Personne ne les cognoist à Hamburg & ils voyent la ville,
regardans en diverses pourmenades, ce, quj y est re-
marquable. Louè soit Dieu, qui les a rammeinès heureu-
sement iüsques là, il vueille faire reüssir, le reste
dü voyage, qu'ils font estat, d'avancer, sür l'Elbe
iüsques a Magdebourg. Et ie les verray tresvo-
lontiers, de cœur, & d'affection, plaignant neant-
moins le miserable estat, quj m'a fait accelerer,
ce soudain rappel, au cours, de leürs bonnes estüdes,
& exercices. Dieu les vueille conduyre heüreüsement, &
donner moyen, (s'il est salütaire?) a la continüation!
Ainsy soit il! Jl vueille aussy rammeiner a saulvetè,
ceux, quj se sont mis, en peril, aux Voyages, pour l'amour d'eux.


Avis diesen abendt, daß sich eine stargke partie von
100 pferden, vmb Kermigk herumb, hat sehen laßen, vndt
keinen gewißen marsch, gehalten. Gott bewahre
die armen leütte!


Jtem: kommen abermals böse zeittungen von hall,
das zwar die Schwedische armèe v̈bergesetzt seye,
marchire aber dennoch herwarts v̈ber der Sahle,
dörffte also gleichwol noch vnglügk vnß bringen,
vndt noch mehr armèen, hieher ziehen. Gott wolle retten!

|| [[Handschrift: 221v]]

Sonntag den 10ten: October 1647.

<9 heidelerchen. 54 kleine vogel.>


Diesen Morgen, ist die hütte, vndt holtzwergk, so
ich vor den Schäfer zu Zeptzigk, bawen laßen, abgebrandt,
vndt zu nichte gemacht worden. Man weiß nicht, wer es
angestiftet? Nulla Calamitas sola!4


Jch habe aufm Sahl, predigen laßen.


Ohne Doctor Lentzen, seindt, Doctor Mechovius, vndt Doctor Brandt,
extra: zu Mittage, geblieben, neben dem hofprediger.


Nachmittags, wieder in die kirche, des Jonij predigt,
anzuhören.

Montag den: 11ten: October

<2 haselhüner, vndt 19 große vogel von Ballenstedt wie auch 31 eingemachte große vogel.>


Briefe von hartzgeroda, Wien, vndt Leiptzigk
Jtem: auß Pommern, von Meiner gemahlin liebden[.]


Die avisen bringen mitt:


Daß der Allte Churfürst von, Meintz, Anshelmus
Casimirus vom geschlecht Wamboldt, gestorben, vndt
in Frangkfurth am Mayn, verblichen.


Daß die Frantzosen vndt Schweden, sich wieder
conjungiren, im Oberlande, nach der ChurBayerischen
ruptur, wie sie es nennen.


Daß Memmingen, hart belägert seye, von
den Chur Bayerischen.


Das die Kayserlichen nahe an Leiptzigk streiffen,
vndt zu Zwickaw liegen sollen.


Das Wrangel sich zu Gohta setzen werde.

|| [[Handschrift: 222r]]


Zu Münster vndt Osnabrück ist noch hofnung zum frieden.
Jnterim gehen scharfe schriftwechßlung vor, zwischen
Chur Cölln, vndt der landtgrävin, zwischen Chur
Bayern vndt dem General Wrangel. Eines beschuldiget
daß andere, der ruptur der neütralitet.


General Königßmarck sol victorisiren wieder Lamboy
vor Rhene.


Gassion sol vor Lens, so er belägert, geblieben
sein, hingegen belägert, Archidux, Dixmuyden.
perge


Jn Engellandt hoffet man accommodation, wie
auch zwischen Staden, <vndt> Frangkreich mit Spannien.


Den Türckischen Kayser, sollen die Janitzschahren,
in einem tumult ermordet w haben.


Die Türgken, belägern die Stadt Candia, nach
dem sie sonsten, die meiste Jnsel, erobert, vndt
auß Dalmatia, getrieben worden, von den venezianern.


Zu Toren, sol ein Pollnischer landtTag werden, zu
Rotschildt, in Zialandt, oder dänischen Zeelandt,
ein Königlich dähnischer.


Zu Napolj, währet die aufruhr noch, zwischen
dem volck, vndt dem Vicè Re.


Zu Jn Græcia, sollen die Christen, wieder den
Türgken sich empöret haben, im fall den venedischen
zeittungen, zu glaüben.


Wieder Brasilien, geschehen, mächtige kriegsrüstungen.

|| [[Handschrift: 222v]]


Jn den Langenbergk, spatziret, der wejnlese zuzusehen,
Nachmittags, in sehr schönem wetter, da es den gantzen
vormjttag, trübe, vnlustig, vndt ejn digker Nebel
gewesen. Doctor Lentz, ist mit Doctor Mechovio, einen andern weg
auch dahin spatziren gegangen, vndt Tobias Steffeck von Kolodey hat ihn begleittet.


Avis von Eißleben, diesen abendt, daß die Schwedische
armèe nacher Erffurdt, von dannen in Frangken zu gehen,
endtschloßen wehren. Die parthien gehen v̈ber alle maßen
stargk, nicht allein vmb Warmßdorf, sondern auch ienseyt
Ascherßleben vndt Quedlinburgk, haben viel dörfer
spoliiret, vndt seindt sehr stargk mit vielen pferden,
vndt viehe, durch Warmßdorf zurückeg gekommen.


Die Kayserlichen solten bey Torgaw v̈ber die Elbe zu
gehen, gewillet sein. Zweene Kayserliche trouppen seyen den
Schwedischen partien hier herumb, nachgegangen. Es sol der
blinde Valtin, auß der Lignitz sein.


Avis von Ballenstedt, daß der lermen, ejn wenig
(Gott lob!) vorüber, die pawren auß den dörfern,
heraußer gemußt, vndt jhr getreydig, im
stiche, laßen müßen, wie auch, viel pferde,
so in der flucht, drauf gegangen, vndt von den
partien, genommen worden. Die armen leütte,
seindt sehr Trostloß, suchen hülfe, vndt Raht.
Ballenstedt, ist Gott lob, conservirt worden. Man hat
ihnen, von stargken einquartirungen, so alhier wehren, || [[Handschrift: 223r]]
viel gesaget, Gott gebe! das es nicht noch wahr werde!
Die Schwedische armèe solle inß Schwartzburgjsche, gehen.
Von der Kayserlichen, begehren sie nachricht, von vnß. Jn Oeco-
nomicis, schreibt er auch allerley, vndt gedengkt die
vorgegangenen Fehler, zu bedegken, der kornschreiber5 vndt anderer.


Celuy peut bien estre, bon larron,
Quj a son maister pour compagnon!

Dienstag den 12ten: October 1647.

<3 hasen von der hatz. 7 lerchen, 45 Fingken, vom vogelherdt.>


J'ay estè averty confidemment, que Hans Tappe
& ses assistans, m'ont trompè en ceste Vandange
de plüs de 30 Eimer, qu'ils ont donnè a leurs comperes,
allièz & amis, scachant dextrement tromper mesme
ceux, que i'y envoye par iour, pour jnspecteürs.


La rüse & malice dü monde, est extraordinaire.
Dieu Vueille que je puisse attrapper ün gras larron!
afin de donner frayeür aux aultres, par ün chastiement
exemplaire, pour vivre mieux en repos! Dieu le Vueille!


Jakob Ludwig Schwartzenberger hat mich heütte erinnert, es würden
wol 40 Eimer weins, wegen der großen begierde
der Nascher, vndt v̈berlaufß, in die Schwemme gehen.


Mundus vult decipj!6 <Jch habe mich in Aucupio erlustiget.>


Die Absendung Obrist leutnant Knochens, an Wrangel ist
wol abgegangen. Er hat promittirt, die marche sollte
vnß nicht treffen, dißmal.


Man hat mit publicis viel zu thun gehabt, wie
auch wegen der Contributions[-], vndt magazins, beschwerden.

|| [[Handschrift: 223v]]


hanß von Bergen, ist bey Mir gewesen, allerley zu
referiren, vndt wie dieser Stadt Bernburgk, wegen
400 ThalerThlr: contribution rest, mit der execution, gedroẅet wirdt?
Jch intercedire zwar vor sie, an General Commißarium
Schmidt, wann es nur fruchten, vndt helfen wollte?


An meinen bruder, habe ich auch geschrieben,
so wol in militaribus, alß angelegenen Steẅersachen.
Doctor Lentz, hat ein gut schreiben, darinnen, aufgesetzt,
so ich, vndt mein bruder, conjunctim an die andern
vier herrenvettern, abzulaßen.


Avis: daß die partien, vndter: vndt v̈ber dem
hartz, etzliche Tausendt pferde, hinweg gemauset,
vndt die wenigsten, inß läger, gebracht. Jm
Fürstenthumb Anhaltt, vermeinen etzliche, das Sie
wol 400 pferde, geraubet haben.


Nachmittagß, bin ich hinauß spatziren geritten,
nach Zeptzigk, vndt gegen Grähna, haben
2 allten vndt 1 iungen hasen gehetzt, vndt
keine partien gesehen, den brandt aber zu
Zeptzigk, besichtiget, welches ein großer frevel
vndt vnerträgliche boßheitt, ist.


Heütte habe ichs erst erfahren, das in Neẅlig-
keit, mein schönes fohlen, nicht allein, von würmen,
gestorben, Sondern auch, daß es von den andern
pferden also zerstoßen, zerschwollen, vndt gantz verdorben || [[Handschrift: 224r]]
gewesen.


Diesen abendt, ist die weinlese vollendts geschehen,
Gott gebe zu glück! segen! vndt gedeyen!


Avis vom Commissario Otterleben, es würden sich die
Schwedischen am Kiwitzer Thamb, hindter Schöningen sezen,
vndt des secourßes auß Pommern, vndt Westphalen
vielleicht erwartten. Die Kayserlichen giengen ihnen
nach, wollten auch diversiones in Pommern machen.

Mittwoch den: 13den: October 1647.

<1 Schneppe, 11 großvogel. von Ballenstedt. perge>


Jn die kirche, am heüttigen behtTage.


Eine partie Reütter, von 7 pferden, ist herein in die
Stadt kommen, mit vorgeben, sie wehren vom
hollsteinischen Regiment, vndt wehren 30 pferde stargk
gewesen, aber von 100 Kayserlichen poussiret, vndt
geschlagen worden. Man hat nicht getrawet,
vndt sie v̈ber die fehre, (ihrem willen nach,)
paßiren wollen, darüber sie sich sehr vnnütze
gemacht, lose wortt, gebraucht, vndt vorgegeben,
Sie wolten es revangiren, wann sie alhier
sollten gefangen werden. Sie wüßten wol,
daß ich dem hause hollstein, verschwägert wehre.


Qui moritur minis! etcetera etcetera etcetera


Rittmeister Schierstedt, so numehr Maior worden, ist anhero
zu seinem Schwager, dem hofmeister Einsidel, gekommen,
will zur armèe vndt weiß nicht, wo dieselbige anzutreffen?

|| [[Handschrift: 224v]]


Avis daß die Kayserliche armèe albereit, im Altenburgischen
seye, vndt zu hall nehme man schon Kayserliche salvaguardien.
Man sagt, die armèe gedengke nacher Magdeburgk
zu gehen. Gott bewahre vor vnglügk!


Der avis continuiret, auch von Ballenstedt her,
daß die Kayserliche armèe zu Altenburgk angekommen,
vndt durch ChurSäxische Commissarien geleitet werde.


Vmb Ballenstedt her, gehets noch voller partien,
vndt es wil vor den guten Doctor Lentz, gar vnsicher
zu raysen werden. Neẅlichst haben 30 Reütter, den
von Oppen<❋>, vndt andere vom Adel, angegriffen, mit ihnen
im felde scharmützelt, eine stunde lang, dann
sie halberstädtische Mußcketirer, zur convoy, bey
sich gehabt einer 12. Endtlich haben sie, die Reütter,
verlaßen müßen. Auß Ermschleben, weicht alles,
wie auch, auß meinen dörfern, jm Ampt Ballenstedt.
Gott bewahre doch, zu allen Theilen, vor vnglügk!
vndt landeßverderben! Die Schwedische armèe, sol im
Schwartzburgischen, stehen. perge


❋ Bey dem Oppen, ist einer von Wulffen, vndt viel
vndterthanen, auß dem Ampt Gaterschleben, gewesen,
wie auch der Amptmann daselbst, vndt seindt nacher
Quedlinburgk, gezogen. Die Reütter, haben 2mal
angesetzt. Gott hat sie aber, beschützet. Zu Ballen-
stedt hat man das Schießen gehöret. Gott bewahre
alle Nohtleidende!

|| [[Handschrift: 225r]]


Die armen leütte, haben noch in dörfern, ihr getreydich
vndt dörfen wegen der partien, nicht hinauß, es abzuholen.
Es ist immer, noht, vndt weheklagen, allenthalben.
Noch sol man Contribution, vndt magazinkorn geben. perge
Gott wolle sichs erbarmen, vndt den zustandt beßern!


Avis: daß vor Magdeburgk im felde, 200 bürger,
vndt Soldaten, der außsaht, abgewartett, So seindt
100 pferde, in 2 trouppen, ankommen, sie zu attacquiren.
Die Magdebürger aber, haben sich retiriret in eine kirche,
die Reütter hingegen, sie auch daselbst heimgesucht,
vndt alß ein Reütter, zu nahe, an ein kirchfenster
kommen, hat einer feẅer heraußer gegeben, vndt
ihn erschoßen, ein ander aber, hat einen andern
Reütter verwundet, also daß sie zwar abziehen
müßen, dennoch aber ihnen, mit droẅwortten,
eine capitulation, vndt hundert Thaler, vor die
beyden Reütter, abgeschrecktt.


Vnserß hofmeisters schwager alhier, Schierstedt,
der Maior, hat sich heütte nicht getrawet, seine
pferde hierüben, vorm berge zu laßen, Sondern er
hat sie hinüber v̈ber die Sahle vndt in die Stadt
geschickt, vor den Kayserlichen parthien, desto sicherer zu sein.


Jch habe meine holtzwagen, in den Aderstedtischen
pusch, geschickt, mit convoy zu roß, vndt zu Fuß,
holtz zum einheitzen zu bringen, vndt Sie seindt Gott lob,
vnversehrt wiederkommen.

|| [[Handschrift: 225v]]

Donnerstag den: 14den: October 1647.

<1 hase Rindtorff gehetzt. 25 kleine vogel der vogelsteller.>


Ein somnium habe ich gehabt, <wie ich> wieder meinen willen, in
des Kaysers bettkammer, alß ein Cammerherr, bey einem
langen Schwartzen Kinßky, (einem vnsaubern kerll)
hette schlafen müßen. Dieser zwang, vndt servitut
hette mich, alß einen Fürsten, sehr verdroßen. Der Kay-
ser, so im andern bette gelegen, hette mir zwar
gute wortt gegeben, vndt diese aufwarttung, vor
eine ehre gehalten, es hette mir aber doch miß-
fallen, vndt Kinßky (welcher dem herren Radtlaf
zu Leyden, gantz gleich gesehen, alß wann es der-
selbige wehre, nur das er noch schwartz von
hahren, vndt nicht graw gewesen) hette mich
eben nicht gar groß respectiret, seine commoditet
in acht genommen, vndt mir fast die helfte deß
bettes, alß ein großer starcker regkel, nicht
gönnen mögen, also das ich im willens gehabt,
darvon zu gehen, vndt michs zu beschwehren. Der
Kayser hette aber, immerzu mit guten wortten,
vorgebawet, vndt mich in dienst behalten wollen.
Jch wachte darüber, endtlich auff. Dieu nous
garde de malheur, & de contrainte, de ceux,
quj nous peuvent nuire, avec leur Puissance,
quoy qu' innocentement! Mais le Grand Dieu Vivant
est encores plüs fort, qu'iceulx, et nous garantira!

|| [[Handschrift: 226r]]


Es hat heütte Morgen sehr gewehet, vndt gestürmet,
Jch bin recht sorgfältig vor meine Söhne. Gott wolle
sie doch gnediglich, vndt väterlich, zu lande, vndt auch zu
waßer vor vnglügk bewahren! beschützen! vndt beschirmen!


Je presage! quelque insigne malheur, ou en ma
personne, ou a celle de mes fils, ou bien de tous les
costèz. Le bon Dieu, ne nous vueille chastier en son jre,
ains avoir pitiè de nos miseres, & grandes calamitèz
& nous alleger nostre vie, soulageant nos afflictions
par sa Sainte grace, divertissant nos malheurs, &
preservant nostre pays, nos corps, & nos personnes
(comme aussy celles, de tous ceux qui dependent de
nous, & nous affectionnent) de dommage, deshonneür,
regret, & de tous inconveniens, par Jesus Christ, nostre
Saulveur, & Redempteür, en l'efficace du Saint
Esprit, Amen,! Ainsy soit il! Amen!


Depesche zweyer Bohten, einer in Borussiam,
der ander sol vom Berlin, wiederkommen. Gott
gebe daß sie glügklich, hin vndt wieder paßiren,
vndt gebe vnß guten succeß, in vnsern an-
schlägen, wie auch allen, so darinnen jnteressj-
ret sein. J'ay èscrit, a Madame l'Electrice &
au Baron Fabian de Dhona, Le Sieur Hesius, a èscrit,
a quelques ministres. Dieu face reüssir, nos souhaits!

|| [[Handschrift: 226v]]


A spasso, in gartten, vndt Mühle.


Die großen raben, setzen sich vndterschiedlich, auf den
Eülenspiegel7, vndt machen ein heßlich geschrey. Da-
rauß etzliche inferiren wollen, wie auch auß dem
Mannigfaltigen geflüge, vndt geschrey der krähen,
es seyen keine gute omina, vor dieseß hauß,
Stadt, vndt landt, zumahl dergleichen experientz
vor diesem hochschädlich gewesen. Gott aber, der
v̈ber alle böse præsagia, vndt auguria ein herr-
schender herr ist, wolle solche signa incliniren,
vndt abkehren, zu vnserm besten, auch zeitlicher,
vndt ewiger wolfahrt, vndt wolergehen!


Auß der gantzen weinlese, meiner itzigen
berge, habe ich durch Gottes segen, gewunnen:
475 Eymer, 11 kannen, alß nemlich:
Eimer. Kannen.
Jm Adersteter berge: 35 35
Jm Zigelberge: 252 32
Jm Rahtßberge: 47 48
Jm Kochßberge: 22 28
Jm langen berge nur: 116 60

         Facit:

475 Eimer,

11 maß, oder kannen.
Gott laße vnß, seinen Segen, wol gedeyen, vndt
vermehre denselben, mildiglich, vnß zu gute, Amen!

|| [[Handschrift: 227r]]


Galle der pachtmann, in der Eptißinn hofe, gibt seinen
Moßt, vor 18 Pfennige (denarii)d: daß maß, noch seindt leütte von
Alßleben alhier gewesen, die geben ihren Moßt, vor
9 Pfennige (denarii)d: ich laße etwaß von dem meynigen, vor 2 gute Groschengg:
geben. Jst aber beßer, alß der andern Moßt. perge
Thete der Eimer, 5 ThalerThlr: 8 Groscheng: Jch wil ihn aber
lieber laßen zu wein werden, vndt wann er gut ist,
vmb, 8[,] 9 oder 10 ThalerThlr: versilbern, nach billigkeitt.


Die weine, im Oberlande, dörften sehr verdorben
werden, wegen der armèen.


Avis: daß das Schwedische hauptquartier, zur
Sachßenburgk seye, vndt daß sie daselbst v̈ber
die vnstruth, gehen. Avis von Cöhten, das die Chur: Bayerischen Regimenter sich sollen von denh
Kayserlichen abgesondert haben, vndt nach dem Ober-
lande zu, gehen, wegen besorgenden einfalß
der Frantzosen, vom RheinStrohm her. Die
Kayserlichen sollen ein intent haben, auf Leiptzigk,
vndt Magdeburgk zu. Man vermeinet aber,
dieses novum emergens, werde die consilia mutjren,
die armèe gleichwol sol noch vmb Altenburgk
herumb liegen, vndt ihr scopus bleibet geheim.


heütte hats geregenet, vndt stargk gewehet.


J'ay grand soing, & peür, pour la navigation de mes
enfans, sür l'Elbe. Dieu les Vueille garantir!

|| [[Handschrift: 227v]]


Ma fille Anne Elisabeth, est griefuement malade.
Dieu la vueille reguerir! par sa Sainte grace!


Avis von Leiptzigk, das an itzo, die halberstädtische
Contribution, vom General Wrangel, nacher Leiptzigk
zu verstärgkung selbiger Garnison, assigniret seye.
General Major Axel Lillie schreibet es an vnß, wie
auch an den Obrist leutnant Knoche, <vndt begehrets gegen den 20ten: huius[.]>


Jtem: avis: daß Memmingen, in kurtzem erobert
werden solle, ob sie schon große gegenwehr thun.


Lamboy solle bey Rhenen, seine meiste jnfanterie
vndt Artillerie verlohren haben.


Die Schwedische hauptarmèe, soll sjch, gegen Erfurdt,
gewendet haben.


Die Kayserlichen vndt Chur: Bayerjschen, sejndt
herüber, vmb Altenburgk, logirende.


Avis: von Gröptzigk vndt hall, daß die Schwedischen sich
wieder gewendet, vndt auf Erfurdt zu, gehen, andere
meinen, nach dem heßen Tham zu. Die Kayserlichen sollen ihnen
folgen, vndt v̈bel hausen, auch daß Städtlein Lichten-
stein, im Altenburgischen8, geplündert haben, Wrange<vnangesehen>
sie 10 Salvaguardien gehabt. Gott bewahre
allenthalben, für vnglück vndt vnordnung.


Jch muß wieder eine schwehre contribution außschrei-
ben, wegen des magazins, vndt der current contribution
nach der neẅen revision Meiner leütte, Doctor Mechovij,
Doctor Brandt, Secretarij Paulj Ludwig[,] Geörg Panßen, Märtin Nickels, vndt || [[Handschrift: 228r]]
Geörge Knüttels. Gott erleichtere die onera! <in gnaden[.]>


Nota Bene[:] Commandant ce soir, a mon lacquay, Jean Balthasar O-
berlender, üne depèsche importante, ie le trouvay, fort
confüs, et perplex, contre sa coustüme. Dieu le vueille
preserver, et garantir, par sa Sainte grace, de tout
malheur, & jnconvenients! Ainsy soit il! Ô Dieu
ne me pünis, en mon<ton> jre, & ne me prives pas, de bons,
et fidelles serviteürs!

Freitag den: 15den: October 1647. perge


A spasso, in pfaffenpusch, vndt auf mejne Felder.


Schreiben, von Schöningen, da begehrt man nachricht,
wegen der parthien, so ich ihneni


Mein Töchterlein, Anna Elisabeth, ist sehr krangk
an der Dyssentheria. Gott erbarme sich jhrer!


Avis: daß die Kayserliche armèe, wieder nachm Hoff, vndt
nach der Oberpfaltz zu, gehen solle!


Avis von Ballenstedt, das alles voller schregken, vndt
alarm. Dann in Eißleben, wehren schon Kayserliche salvaguardien,
vndt Crabahten. Commissarius Schmidt, schicket sein vieh,
nach hartzgeroda. Von Gatersleben gehet alles durch, nacher
Quedlinburgk zu. Die Schwedische armèe, wil nacher Ascherßleben
vndt nach Neẅen halmßleben, gehen. Die Kayserlichen würden die
Sahle, in acht nehmen. Ejn ander avis, bringet mitt: daß die Schwe-
dische armèe, von Budtstett, auf Mülhausen, sich gewendet, zuvor
aber, ihre Stücke, v<n>ach Erffurdt gebracht. 3000 Kayserliche Reütter,
seindt v̈ber die Keßnitzer brügke gangen. Ob nun die gantze || [[Handschrift: 228v]]
Armée folgen, oder anderstwohin, sich wenden wirdt, stehet
zu erwartten, bey Manßfeldt, sollen albereit parthien
gewesen sein.

Samstag den 16den: October 1647. <Gallj.>

<6 hasen gehetzt. 22 kleine vogel.>


Doctor Lentz wehre schon vor etzlichen Tagen, gerne forth
nacher Quedlinburgk, gewesen. Es wil sich aber darzu
noch nicht schigken, noch die augenscheinliche gefahr
des weges, also verahnlaßen. Gott wirdt vnß,
die rechte zeitt, vndt Mittel zeigen!


Der Jahrmarckt alhier zu Bernburgk,
gehet an. Gestern wahr der viehemargkt.


Jch bin hinauß nach Palbergk hetzen geritten,
vndt habe die kirche besehen, vndt dem pfarrer
zugesprochen, ihn animirende in seiner zagheitt,
auch seine Vitia, in spetie die Zelotypiam, corrigirende.


Sechß hasen haben wir einbracht.


Avis: daß die Chur Bayerische armèe aufn hoff zu,
gegangen, die Kayserliche aber, auf Sahlfeldt, die
Schwedischen nach Francken zu. Memmingen
wehre von den Frantzosen, endtsetzt. Wrangel
entzöge dem Königßmargk, seine besten quartier,
dieweil man nicht wüßte, waß man sich recht
zu demselben, zu versehen hette[.]


Von Gröptzigk kömbt avis, das der gesterige be-
richt von ankunfft der Kayserlichen Armèe falsch seye.

|| [[Handschrift: 229r]]

Sonntag den 17den: October 1647.


<J'ay> Songè: d'avoir estè derechef prins prisonnier des gens de
l'Empereur comme en la battaille de Prague. Que je me
füsse fort servy de l'intercession dü frere, dü Grand Düc
de Toscane, mais avec peü de süccéz, quoy qu'il
m'eust tèsmoignè beaucoup de bonne Volontè avec
plüsieurs aultres Jtaliens. L'Empereur m'eust tousjours
fait serrer plüs estroittement, et i'en eüsse estè
fort angoissè, m'abbandonnant sür ma bonne con-
science & jnnocence, mais tout cela sans fruict!
Et comme on me fit apprehension d'ün pire &
dommageable traittement, avec deshonneur de
ma personne & de ma famille, voire de tous
les Princes, sür tout de mes parens, i'eüs
mon recours (en mon coeur) a la bontè dü Tout-
Puissant, requerrant son ayde & assistance,
(pour ma delivrance, de ceste generation solda-
tesque, quj m'oultrageoit, au lieu de me
respecter, selon ma qualitè) & sür ces entre-
faites, ne scachant comme me saulver,<?> ie
m'èsveillay, en ceste anxietè, que je prie
Dieu, ne me vouloir faire èsprouver jamais,
á bon èscient, estant bien ayse; que ce n'a
estè, qu'ün songe, ou rèsverie.

|| [[Handschrift: 229v]]


30 Reütter, seindt heütte vnversehens, an die fehre
gekommen, haben sich nicht wollen kundt geben, noch
einigen paß vorzeigen. Endtlich nach vielem hin:
vndt wieder schigken, haben sie einen allten
paß hervor gelanget, darundter nur Axel
Lillie gestanden, das v̈brige haben sie nicht
lesen laßen wollen. Man hat sie paßiren
laßen müßen, dann man menget sich alhier,
in keine kriegshändel, So hat man auch keine
verfaßung, der einen, oder der andern parthie,
zu resistiren, sondern man muß nur contribu-
tion geben, vndt einem iedern gute worth,
so lange biß Gott friede beschehret perge vndt
ein ieglicher vndter seinem weinstogk, vndt Feigenbawm
sicher wohnen kan, in stoltzer ruhe, vndt sicherm
friede, in guter ordnung, vndter der Ordent-
lichen, von Gott vorgesetzten hohen Obrigkeitt!


Die Reütter, (so die Nachleßigkeit meiner
bürger, durch den Schlagbawm, gelaßen)
seindt friedlich v̈berpaßirt, vndt wol in die
50 stargk worden, nach dem sie anfangs, nur
eintzeln ankommen, haben schildt wachen außge-
setzt, vndt nicht allerdingß, getrawet, auch gar fleißig
nach Rittmeister Schierstedt, vndt seinen 5 pferden, gefraget. || [[Handschrift: 230r]]
hetten ihn (da er nicht schon hinweg gewesen) wol
dörffen gefangen nehmen, vndt hinweg führen.


Sie haben vorgegeben, man sollte es ia nicht glaüben
daß die Kayserliche Armèe wieder zurügkj gienge, oder daß
die Chur Bayerischen, von ihnen, abgegangen wehren,
es wehre nichts, sie wehren vielmehr, in vollem
anzuge, auf die Schwedischen loß zu gehen, vndt
Man würde es baldt erfahren. Sie haben auch sich
beschwehrt befunden, daß einer von vnsern leütten,
sie allzuscharf examiniret hatte.


J'ay senty derechef, ie ne scay quelle tendreur
de coeur, pour l'ancienne tristesse, sür la perte
de mon cheval Türcq, mais i'apprehends non
seulement sa perte & rüine entiere, mais aussy
quelque chose de plüs, que ja n'ose pas encores, specifier.


Extra zu Mittage, den Doctor Lentz nicht allein,
Sondern auch Doctor Mechovium, vndt den hofprediger ge-
habt, vndt es hat allerley discurß, vndt ge-
spräche wegen der hohen, vndt Mittelbahren
Obrigkeitten, im Reich, gegeben, nur exercitij gratia,
nicht aber etwaß zu decidiren. etcetera


Gott wende alles böse, vnheyl, vndt vnglück,
von Mir, vndt von allem deme, waß mir hertzlich
lieb ist, gnediglich abe! vndt consolire vnß in gnaden!

|| [[Handschrift: 230v]]


Nachmittagß, ist von wegen des Jahrmarckts, nicht
geprediget worden. Jch habe mit conversiren, vndt
lesen, meine zeitt mehrentheilß zugebracht.


Mit Anne Lißgen leßet sichs! (Gott lob) zur
beßerung ahn. Gott gebe, das es bestandt
habe, zu völliger restitution!


Avis eilig von Cöhten, diesen spähten abendt,
das die Kayserliche marche noch sehr zweifelhaftig,
endtweder auf die Kesner brügke zu, gehen, auch
wol so baldt, nach General Arnheimbs, der sie führet,
relation, auf Eilenbergk, Delitzsch, vndt Leiptzigk
vndt halle vorbey ut ipsius formalia auf Bern-
burgk, gehen kan. Er der Obrist leutnant Knoche, welcher
dieses Bergen berichtet, mirs zu hindterbringen,
hat eilende bohten, auf Delitzsch, vndt Eilenbergk
gesandt, auch einen auf halla vndt Merseburgk
außen, wil cito berichten anhero, was von im-
portantz einkömbt. Schigke vndt leütenampt
Gräfichen hat noch nichts zurückek geschrieben,
hofmeister Einsidel schreibt von hall, sie führten
ihre sachen, in höchster geheim. Knoche besorget,
sie werden vnß plötzlich v̈bern halß kommen, wie
anno 1644. Gott wende alle landtplagen,
die aller krieg, mit sich führet, gnediglich || [[Handschrift: 231r]]
von vnß abe! vndt lindere die väterliche
züchtigungen vndt zornruhten! Die Schweden sollen
gewiß, auf Mülhausen zu, sein, in Erfurdt haben
sie 20 der schwehren Stügke gelaßen, vndt wollen
von dar, nach der weeser zu, gehen. Halber-
stadt, wirdt mit 900 Mann, noch verstärgket.
perge

Montag den: 18den: October 1647.


Gestern ist den gantzen Tag, ein stargker
windt gewesen, derselbe hat noch heütte continuirt.
Die Raben, haben auch v̈berm schloße alhier, zu Bern-
burgk, viel wesens, vndt viel geschreyes. Gott
gebe! das es nichts böses, ominire!


Matthias Krosigk, jst bey Mir, gewesen, allerley
zu referiren, vndt einschläge zu geben.


Zu halberstadt, hoffen die Thumbherren, auf deß
Römischen Kayserß, armèe, vndt vermeinen, es werde
alle neütralitet aufgehaben9, auf iegliche Fürsten-
thümber, Regimenter geleget, auch sonsten andere
ordnungen, zu beförderung deß friedens, vndt<oder>
zu forthsetzung des krieges, gemacht werden
müßen. Die Schweden, hetten die friedenß-
tractaten, zu hoch gespannet, wehren itzt
sehr schwach, vndt giengen eilends forth, nach
der weser zu, ließen ihre schwehre Stügke
zu Erffurdt, vndt stärgkten ihre guarnisonen.

|| [[Handschrift: 231v]]


Avis von Eißleben, daß schon daselbst Salva Guardia lvom
General veldtMarschalck GoldtApffel[!] vnd General veldt-
Marschalck leutenandt Trautisch, ankommen, Die Kayserliche
vndt Bayerische Armèe giengen auff die Kesner vndt
Jehner brücke den Schwedischen bey Mühlhausen stehenden,
nach zugehen, Sie geben hoffnung, daß sie diese örther
nicht berühren werden, vndt hoffen die excurrirenden
auffknüpffen laßen, auch gute ordre gehalten, Churfürst
zu Sachsen hatt sie in dero lande durch General wacht-
meister Arnheimb vndt Obristen Bosen begleiten laßen,
Numehr werden sie von anderen Commissarijs geführet[.]
Lamboy soll General Königsmarcken 7 Regimenter
geschlagen haben, der kurtz vorhero in eil alles vieh vndt
Pferde von Querfurth wegholen laßen, zu halla soll
verbotten sein keine Contribution mehr zu entrichten,
Der Churfürst hatt die Contribution in dero lande
den Schwedischen auff einen Monath, auffgekündigt[.]
Der Obriste Wancke hatt Conspiration in Dreßden
vndt einen gefährlichen Anschlag dahin gehabt, so aber
mißlungen, vndt eröffenet auch zu Leiptzig Verhafftet[.]
Der Schwedische Weener hatt ihnen selbsten zu Artern
in aurem deß Bürgermeisters10 nichts ersprießliches,
Propheceyet, Jngleichen schreibt ein vornehmer
Cavallier, deme viel wißendt, von Dreßden, wo
der Schwedischen dura postulata nicht fiehlen, würde
es kürtzlichen mirabilia abgeben.
et cetera


Von Ballenstedt schreibt der Ambtmann:
Daß die Schwedischen 20 der grösesten Stücke in Erfurth
auß mangel der Pferde bringen laßen, Sie seindt
am 13.ten dieß [Monats] zue Budstatt auffgebrochen vndt nach
Mühlhausen vndt fürters nach der Weser, Vermuhtlich
zu, marchirt, Die Kayserlichen sollen zu Weißen-
fels v̈bergehen, etzliche meynen, nachdem Stifft hal-
berstadt zu, Andere, Jhren feindt zu verfolgen,
Die Bothen werden auffgefangen, Vorgestern seindt
v̈ber die 40 wagen Officirer, vndt anderer vor-
nehmer leute weiber auß halberstadt nach
Braunschweig gangen, welches einen großen schreck Causirt. || [[Handschrift: 232r]]
Es ist noch alles in großen furchten dieser örther, vndt es
leiden die jenigen, welche in den hartz gelauffen, groß
vngemach, im holtze vnter dem freyen himmel wegen
deß bösen Regenwetters, Gott erbarme sich ihrer in gnaden.
halberstadt vndt Osterwieck seindt vor 3 tagen mit
600, Musquetirern, so auß der Alten Marck herkommen,
besetzet werden.


Gleich alß ich geschloßen, kombt Post ein, daß die
Schwedischen gantz resolvirt gewesen, sich in den Barbyischen
winckel zu setzen, Maßen dann referent selbsten bey
der Schwedischen Armèe gewesen, Nach deme aber
2 Trompeter vom herrn General Tourenne, vndt ein Capitain
vom General Königsmarck zum General Wrangel kommen,
wehre obige resolution geendert, vndt die marche
auff Mülhausen gerüstet worden, Sonsten bringet
ietzige Post, ietzt gleich vor der früh Predigt zu Ballenstedt,
daß die Kayserliche zu Weißenfels noch v̈bergehen
wollen, es seindt von allen orthen Posten auß, die
gewißheit angeregter marche zu erfahren, waß
selbige mitbringen werden, solches soll cito nachgeschickt werden.
et cetera


mMan sagt: die Schwedischen trawen dem General Königßmarck
selber nicht, vndt er würde ChurBrandenburgischer General werden.
Es scheinet, alß wann ChurBrandenburg sich auch in eine
verfaßung, stellen, vndt die friedenstractaten,
befördern helfen wolle. Tempus declarabit. perge


Tout le monde se monstre, a ceste heüre
bon Jmperialiste, pourveü que tous le facent à
bon èscient, mais il semble, que plüsieurs
tournent leur casacque, au Vent de la fortüne,
& selon l'issuë bonne ou mauvayse des armèes.

|| [[Handschrift: 232v]]


Der große Kersten, ist auß hollandt, wiederkommen,
hat, meiner Söhne, verfehlet, vmb 3 tage. Jl craint,
qu'ils seront allèz en Poméranie, ce que ie ne leür ay pas
commandè. Er bringt schreiben mitt, vom Jungen Einsidel,
(welcher Rittmeister in Brasilien wirdt) vom Obersten Mario,
vom Hotton, vndt Rulitio, vndt auch vom herrn wolzogen,
nebst andern neben sachen. Er der Kersten, sonst
Christian Groß, hat auch vndterwegens, ein vnglügk
gehabt, vndt seinen arm, zerschellert, in dem ihn,
ein wagen, vmbgeschmißen, vnferne von Oldenburgk,
im rügkwege, zwischen Apen, vndt daselbst.
Gott, hat ihn aber, vor den Soldaten, gnediglich
bewahret, vndt frisch vndt anangefochten[!], durch
viel, vndt mancherley parthien, anhero geführet,
da doch hindter ihm, vndt vor ihm, leütte ge-
plündert worden. Gestern, hat er die größeste
gefahr, vor Ascherßleben, gehabt, dahjnein, er
einer partie kawm entlauffen können.


Krosigk, et Jakob Ludwig Schwartzenberger ont dispütè fort, et ferme,
a cause de la biere, quj se brasse, pour 5 deniers (Pfennige)d: & il y a
eü dü tintammarre dedansn ma salle.


Mundus regitur opinionibus!


Es hat allerley andere discurß, vndt conferentzen,
sonst gegeben.

|| [[Handschrift: 233r]]


J'admire la providence de Dieu, quj m'a renvoyè
le grand pacquet par Christian Groß, auquel ie
desseignois des choses belles et licites, mais
hazardeüses. S'il füst arrivè trois jours plüstost,
i'eusse alarmè mes enfans, & plüsieurs aultres.
Jl fauldra donc süffoquer ce desseing, puis que
Dieu le deffend, & admirer ses Jügemens & sage
conducite, en toutes choses!


heütte hat ein stargker wirbelwindt 2 hohe
fuder heẅes, auf vnserer Fehre alhier, an der Sahle
gefaßet, vndt die Fehre schon angefangen vmbzu-
drehen, darüber die krähmer vndt andere
so in der fehre gewesen, stargk anhalten, vndt zu-
greiffen helfen. wehre das Sail gebrochen,
vndt die Fehre mit dem Sturmb, den Strohm
hinundter gegangen, hette ein groß vnglück da-
rauß endtstehen, vndt die Fehre anstoßen, vndt
mit allem volck darauf, zu drimmern11 gehen können.
Gott lob, vndt dangk! der sie bewahret hatt!
Er wolle vnß ferner, mit deme waß vnß lieb ist,
gnediglich erhalten, vndt an leib vndt Sehle segenen,
auch alles vnglügk väterlich abwenden!


J'ay apprehension 1. pour le voyage de mes enfans. 2.
Pour ma depesche, envoyèe a Leiptzigk. Dieu nous soit, en || [[Handschrift: 233v]]
aide!


Baldt nach dieser Schrift, ist Oberlender glücklich, vndt
vnversehrt, Gott lob! durch vielerley gefahr von
Leiptzigk wiederkommen, m'apportant quelque
petit soulagement, dont Dieu soit glorifiè! Jl
vueille parachever ses œuvres incomprehensibles!


Wir haben an General graf von goldtapfel[!],
vndt an General wachmeister Reiche, vndterschiedene
creditif verfertiget, auf den Obrist Leutnant Knochen, auf
Caspar Pfawen, vndt auf Berlepschen gerichtet,
im fall einer manquiren oder verfehlen sollte,
Es ist angesehen, zur verschonung der lande,
vndt erhaltung salvaguardien, wo nöhtig?
Gott erleichtere vnsere landeßbeschwehrden!


Schreiben von Meiner herzlieb(st)en gemahlin, von der Churfür-
stinn von Brandenburgk wittiben, von Freẅlein
Catherine, von Madame Elisabeth.


Die avisen geben:


Des Frantzösischen Feldtmarschalcks Gassions
eines sehr Tapfern cavagliers Todt, vor Lentz,
welches doch endtlich dem General Rantzow,
aufgegeben worden, nach dem viel Officirer,
darvor, geblieben.


Der Ertzhertzog belägert Dixmuyden.

|| [[Handschrift: 234r]]


Der friede mit Portugal wirdt noch tractirt,
wie auch, mit Spannien.


Gleichwol armiren die Staden in die 100 Segel
auf Brasilien zu, aber Graf Moritz zeücht nicht mitt.


Der Landtgraf Wilhelm wirdt zu Fontainebleau
vndt zu Paris herrlich tractirt, geehrt, vndt beschengkt.


Jn Engellandt, prosperiret der König.


Visconte de Türenne gehet mit 12000 Mann,
inß Oberlandt. <Frantzosen haben Lawingen, Chur: Bayern eingeraümet.>


Wormbs ist belägert, vndt, jm parlementiren,
von Frantzosen, endtsetzt worden.


Der Friede wirdt noch gehoft zu Münster vndt Osnabrück[.]


Die Schwedischen sollen inß Eißfeldt gehen, heßen vndt
Königßmarck an sich, zu ziehen. Die Kayserlichen folgen
ihnen v̈ber die Sahle.


Der König in Böhmen Ferdinandus IVtus. sol seine
Fraw Schwester die Princeßinn, ihrem herren
Braütigam, dem König in hispanien, zuführen.


Zu Toren, wirdt ein Pollnischer ReichßTag.


Zu Dantzigk, gibts einen neẅen propheten,
oder Schwärmer.


Die Türgken sollen, auß Dalmatia getrieben
sein, auch sollen die Venezianer, wieder Sie zu
waßer, prosperiret haben.

|| [[Handschrift: 234v]]

Dienstag den 19den: October 1647.


<30 kleine vogel.>


Avis: von Ballenstedt, daß sich die Schwedische armèe, nacher
Eisenach zu, gewendet, vndt daß 300 Kayserliche Reütter,
zu Frangkenhausen, gewesen, jtem: daß sie
gestern, den Riederischen pawren, 4 pferde
abgenommen, aber ein Reütter, darüber ertapt
worden, der promittiret die restitution.


Der gute allte Doctor Lentz, hat diesen Morgen
seinen vndterthänigen abschiedt genommen, gar Treẅhertzig,
vndt zeücht numehr, nacher Quedlinburgk. Gott
wolle ihn, vndt seinen geferten, Ernst Dietrich
Röder, wie auch alle andere bediente, wagen,
pferde vndt convoy, so ich ihme mitgebe, durch
seine heiligen Engel, frey, sicher, vndt vnversehrt,
durchführen, paßiren, vndt repaßiren laßen!
auch sonst zu hause, vndt zu felde, vnß aller-
seitß bewahren! vndt an leib, vndt Seele segenen!


Jch habe das buch gelesen, von dem Gottsehligen
absterben, Printz Friederich henrichs von Vranien
so Johannes Goethalß sein hofprediger, in Nieder-
ländischer Sprache, beschrieben. Jst wol zu lesen.
Madame Elizabeth, hat mirs vom Berlin, geschickt.

|| [[Handschrift: 235r]]


Schreiben von Meinem Bruder Fürst Friedrich empfangen, vndt
avis: daß der vergleich zwischen den heßischen haüsern,
Caßel, vndt Darmbstadt, getroffen seye! Gott gebe es!


Schreiben vom Ern Thülemeyer, darinnen er mir von
Ortenburgk auß, zu erkennen gibet, daß er die Churfürstliche
wittwen Vocation zum hofprediger Ampt, angenommen,
vndt sein Graf endtlich auch mitt zufriedeno gewesen.
perge

Mittwoch den 20ten: October 1647.


<4 hasen, 1 Fuchß.>


Jddîo cj ajutj! <Dieu nous soit; en ayde!>


Jn die wochenpredigt, cum sororibus. perge


Avis: daß gestern 400 pferde Kayserliche zu Alß-
leben gelegen, heütte Plötzkaw vorbey, auff
Warmstorf, vndt Ascherßleben zu, gegangen.
Gott bewahre meine pferde vndt convoy!


Nachmittags bin ich hinauß spatziren geritten, gegen
Lattorf, habe gehetzt 4 hasen, 1 Fuchs, mitbracht.
Mein Stalliung der kleine Märtin, hat einen
greẅlichen fall, mit einem klepper, (den Schwartzen-
berger genandt) gethan, vndt sich im gesichte,
vndt leibe sehr verderbet. Gott beßere ihn!


Alß ich wieder herein geritten, kömbt post von
Gröptzigk, daß ein Maior mit 300 pferden allda
gefüttert, vndt alhier zu Bernburgk, Sein
Nachtquartier, nehmen will.

|| [[Handschrift: 235v]]


Baldt darnach, erfahre ichs, daß er sich zu Palbergk
einquartiret.


Avis: daß meine Söhne (Gott lob, frisch, vndt gesundt)
zu Magdeburgk angekommen, zu waßer, von
hamburgk auß, vndt fast: 14 Tage, auf der Elbe
zugebracht, vermeinen, Morgen wilß Gott, noch
zu Barby anzulangen, allda sie ferrnere ordre
auch wagen, vndt pferde, von Mir, erwartten.
Der liebe Gott, wolle ihr geleitsmann sein!
vndt ihnen, den besten raht geben! sonderlich in
itziger vnsicherheit, da es mir, an allem ermangelt,
an convoy, an genungsahmen pferden, vndt andern Sachen.


Diesen abendt spähte hat der Officirer von Pal-
bergk an Mich geschrieben, nennet sich mit keinem
Nahmen, oder geschlecht, Sondern nennet sich nur
Maior in der vndterschrift, endtschuldiget sich, daß
er den spähten abendt, daselbst, quartier nehmen
müßen, bittet, vmb beförderung seines v̈ber-
gangs, morgen frühe, vndt vmb nachricht von
seinem feinde, weil ihn sein General Axel Lillie
außgeschigkt hette, etcetera[.] Meine leütte alhier
antwortten ihm, ich wehre zu bette, waß
müglich zu thun, würde man nicht vmbgehen,
vmb kundtschafften, bekümmerte man sich nicht
alhier. Es giengen mancherley partien, hin: vndt || [[Handschrift: 236r]]
wieder, etzliche, so Schwedisch, geben sich, vor Kayserliche
auß, vndt die Kayserlichen vor Schwedische. Man wüßte
nicht, wer sie wehren, vndt mengete sich nicht an
diesem Schwachen ruinirten orth, in kriegsSachen.
perge

Donnerstag den 21ten: October 1647.

<2 Rehe, darundter ein iunges.>


<20 groß vogel.>


J'ay songè, comme le General Königßmargk auroit
eü grande repütation pour avoir dèsfait üne
puissante armèe des Persans, & apres cela
il m'eüst conviè a sa table en Perse, me rac-
contant ses exploits, mais la table estant
petite, i'y eüsse estè assis seul au haut bout,
& luy a costè, faysant mettre a üne autre
table ün mien gentilhomme avec le sien.
Mais ma femme & üne fille sürvenant au
dessert, il les eust placèes toutes deux au-
près de moy fort pressèz, & ün Prince Ita-
lien de la mayson des Ürsins eut conversè
fort particülierement avec moy des choses grandes.
perge


heütte hats zum ersten mahl dißen herbst gefrohren,
ist sonsten gut wetter.


Der Maior Nolde vom Wangke, ist von Palbergk
auß, hierdurch passiret diesen Morgen, mit seinen
300 pferden, hat hier, vndt dorth gute ordre gehalten,
gehet nach Manßfeldt, ist sorgfältig, wegen seines gegentheils.

|| [[Handschrift: 236v]]


Avis von Erxleben, daß die <vor>gesterigen 6 trouppen
welche zu Alßleben gelegen, vndt sich vor Schwedische
außgegeben, gestern bey Staßfurth ankommen, bier,
vndt proviandt, begehrt, darnach gegen der bude
durch einen vmbweg, avanciret, vf Welschleben
zu, gegangen, vndt weitter nacher Magdeburgk hin.
Die Kayserlichen vndt Bayerischen, hetten die Sahle
zu Jehna, vndt Kahle paßiret.


<Rittmeister> Krosigk schigkt von Marbitz die lista
der Kayserlichen Armèe, nachfolgender gestaltt:
Graf holtzapfel, FeldtMarschalck.
Graf viermundt Feldtzeügmeister.
graf Cuculj, Feldtmarschalckleütenampt.
herr von Trauditzsch, FeldtmarschalckLieutenant.
herr von Pompej, Feldtmarschall leütenambt.
herr honstein, Feldtmarschall leütenambt zu Fuß.
herr Philip,
herr Werner
General wachmeister zu Roß.
herr Weihlenheimb,
herr Don Felix,
herr Friederich Reiche
Generalwachtmeister zu
Fuß, vndt General
Quartiermeister.
Darbey 58 Esquadronen zu Fuß, pferdt, vndt
4 Regiment vngarn, vndt Crabahten,
nebst 5000 zu Fuß, item 40 stügk geschütz.
perge

|| [[Handschrift: 237r]]


Bayerische:
General Feldtmarschalck, Graf von Gronßfeldt.
General v̈ber die Cavallerie, Gehling.
Feldtmarschalck leütenambt Druckmüller, zu roß.
Feldtmarschalck lieutenant zu roß, Kolbe.
Feldtmarschall Lieutenant zu Fuß, Goltz.
General wachtmeister zu Fuß, Flegkenstain.
General Comissarius.
General Quartiermeister.
2000 zu Fuß, 6000 zu roß, vndt Dragoner.
     16 Stügk Geschütz.


Diese alle seindt den 18. Octobris, zu
Jehna, vndt Rode, v̈ber die Sahle gegangen.
Darneben kömbt warnung ein, man solle sich
wegen der stargk gehenden partien wol in
acht nehmen, sonderlich mit den pferden, vndt vieh.


Avis: daß der Oberste Wangke, einen an-
schlag, auf die Festung Dresen[!] gehabt,
vndt weil es entdegkt, seye er eingezogen,
mit gefahr seines kopfß, weil er dadurch
verbitterung, in wehrendem Stillestandt, ver-
vhrsachet, vndt der Kron Schweden, mehr feinde
machet, als ob es, mit dero vorbewußt, geschehen wehre.

|| [[Handschrift: 237v]]


Den großen Kersten, habe ich meinen Söhnen, biß
nach Barby entgegen geschickt. Gott wolle ihn
wol laßen durchpaßiren! avec lettres, & argent!


J'ay èscrit a Berlin 3 lettres, en Holsace 1[,]
a Vienne, üne, a Hatzgerode 1[,] a Madame üne.


Avis: von Münster vndt Osnabrück daß es mit dem frieden schwehr
hergehet, viel Catolische vermeinen die Schweden seyen
so viel, alß geschlagen, man müße sie v̈ber daß
Meer iagen, vndt in Schweden hinein verfolgen.


Bayern, Saltzburgk, Wirtzburgk, Bamberg,
vndt dergleichen, incliniren zum frieden. Die
Spannischen aber nicht. Frangkreich, hat, den
Visconte de Türenne, mit 20000 Mann wieder
auf deützschen boden, geschickt. Scopæ dissolutæ!
Die Staden suchen sich außzubreitten, in West-
phalen, vndt in dem Stift Münster. Man
besorget: eine eversionem totius Jmperij,
wo nicht baldt friede wirdt. Die Chur:
vndt Fürstlichen häuser, Saxen, vndt Brandenburgk
halten zusammen, vndt suchen friede, in ihren
Erblanden, da doch vmb bischoffe vndt
geistliche gühter willen, so der variation
vndterworfen, kein krieg zu führen,
billich, vndt rahtsam jst. perge

|| [[Handschrift: 238r]]


<le beau petit chevrueil, de mon fils Charles, est mort a Ballenstedt, par mèsgarde de ceux dü baillage[.]>


Eine parthie Kayserliche Reütter, seindt hiedurch
paßirt, mit Schwedischen gefangenen, haben paß, vom
General holtzapfel gehabt, vndt seindt wol in die
100 pferde,<mann> stargk gewesen. Seindt vmb drey vhr,
alhier ankommen, vndt haben Quartier genommen.
<haben etzliche pferde, bey sich.>


A spasso in Pfaffenpusch, vndt jn die Bornische awe.


Vnsere leütte, vndt pferde, so Doctor Lentz nach Qued-
linburgk gebracht, seindt auch Gott lob, diesen
abendt, wiederkommen, vnangefochten, vndt haben
zweene Rehe, ein altes, vndt ein iunges, von
Ballenstedt mitgebracht. perge


Vmb Staßfurth herumb, sollen die partien
heütte gewaltig stargk gegangen sein,
Kayserliche, vndt Schwedische.


Avis: von Osnabrück daß der friede, in sehr
guten Terminis, vndt der Kayser, sich nicht mehr,
an die Majora, der Catholischen, binden laßen wolle,
sondern frieden haben, wie auch die Schweden, welche
lindere seitten, aufzögen, vndt ihre postulata,
der 20 millionen, fallen ließen, sonderlich aber,
die deützschen des krieges müde wehren, vndt
wol auff zwey, oder gar einen Monat Soldt,
es ankommen laßen wollten.

|| [[Handschrift: 238v]]

Freitag den 22ten: October 1647.


<13 kleine Vogel.>


Avis: daß die Fürstin von Deßaw, vor ein par
Tagen, zu Zerbst ankommen, vndt ferner auf
Berlin, vndt vielleicht weitter, in holstein,
eine <geheime> rayse, vor hat, mit ihrer iüngsten Tochter,
vndt zweene Jungfern, auch zwey vom Adel. perge


Aufn vogelherdt, in linderem wetter,
alß gestern, spatziret. perge


Mein alter hofmeister, vndt Raht, der von Einsidel,
ist beschrieben worden, eine vollmacht, vndt
instruction, derer vom Außschuß, auf Bodenhau-
sen, vndt Zeppern, gerichtet, zu vndterschreiben,
contra Fürst Johannsen, da wieder ein Tag, gegen
den 25. huius, so baldt zu Agken, berahmet,
da die parteyen vor den Kayserlichen Commissarien,
Chur Saxen, vndt Chur Brandenburg erscheinen
sollen, die 4 herren, Fürst Augustus[,] Fürst Ludwig[,]
Fürst Johann Casimir, vndt mein bruder Fürst Friedrich
seindt klägere, tretten vmb, neben der landt-
schaft, contra Fürst Johann. Jch bleibe neütral,
inhibire derowegen, Einsideln, solches zu
vndterschreiben, vndt andern im Bernburgischen Antheil
böses exempel, zu geben.

|| [[Handschrift: 239r]]


Meine Söhne, Erdtmann Gideon, vndt Victor
Amadis seindt diesen abendt, mit Barbyschen pferden,
vndt convoy, von Barby, sampt ihrem Comitat
anhero kommen. Der Barbysche hofmeister,
einer von Ende, ist auch mittkommen, welchen
ich Morgen gebe gott wieder dimittire. Sonst haben
meine Söhne, bey sich, ihren hofmeister Schwechhausen,
ihren Præceptorem hangkwitz, einen page,
kammerdiehner, vndt koch. Sie haben zwischen
hamburgk vndt Magdeburgk in die 14 Tage
zugebracht, auf der Elbe, vndt haben außer der
beyden Städte, allezeit aufm Stroh, vorlieb
nehmen müßen, die Nacht v̈ber. Zwischen
Leyden, vndt hamburgk, haben sie, ein 4 wochen
zugebracht, vndt die See traversiret.
Gott seye lob, ehr, vndt dangk gesagt, daß
sie so frisch, vndt gesundt, auch sicher, vndt
vnverhindert, durchpaßiren können.
Seine Göttliche Allmacht, wolle ferner,
Mittel, vndt wege, zur continuation,
zeigen! vndt glück vndt segen geben! zu
allem ferrnerem löblichen vorhaben, studiis,
vndt exercitiis.

|| [[Handschrift: 239v]]

Samstag den 23ten: October 1647.

<30 kleine vogel.>


<6 hasen Rindtorf gehetzt.>


<1 Hasen der kleine Märtin geschoßen.>


heütte ist der hofmeister von Barby wieder
forth zu seinem herren, vndt ladet vndter-
wegens kalck bey Erlachen.


Jch habe mich sehr ergetzet, mit meinen Söhnen
zu conversiren. Jhr hofmeister Schwech-
hausen, hat mir die güldene kette ge-
wiesen, (welche ihm die Königinn in Frangk-
reich verehrt, alß er sie meinentwegen
zur gevatterschaft, eingeladen) daran
ist der Königinn, vndt des Königs, goldt-
bildtnüß. Die kette, vndt der gnadendenarius
zusammen, welchen auf 800 livres, geschätzt.
Jst ein ansehliches, vndt ihme hochrühmliches,
præsent zu stetßwährender gedechtnüß.
Er ist doch so generoß, daß er sich darüber
betrübet, daß er nichts vor mich, daselbst
außrichten, vndt mir oder den Meynigen,
davor, etwas procuriren können.


Entre üne & deux heüres, apres midy,
i'ay voulü noter, üne pensèe soudaine et
ferme, que mon chery Türc alloit mourir,
& que ie ne le reverrois plüs, dont i'a regret,
en mon ame! Dieu me Vueille rèsjouir, & consoler!

|| [[Handschrift: 240r]]


Nachmittags, bin ich in die præparationpredigt,
mit den schwestern gefahren. Gott wolle vn-
sere Seelen Sehligkeitt, kräftiglich wirgken!


Lettre de Vratislavie <et de Brigk>Duc George, avec
complimens cordials, & plaintes de misere, & im-
puissance. Patientia! <Le Vieil Dücq, Georg de Liegnitz ne me daigne d'aulcüne rèsponce. Pacience.> Item: lettre de Nostitz.
Gott lob, daß der gute bohte, noch vngeschlagen,
durchgekommen, wiewol sie ihm sein geldt abge-
nommen vndt vor Breßlaw, im hinwege geplündert
haben. Nostitz, schreibet vndter andern, es wehre
der hertzogk von hollstein, bey ihm gewesen,
vndt hette gesagt, der Türgke wehre
nicht mehr, in rerum natura, vndt er hette
ihn, seinem bruder, hertzogk Alexander henrich
v̈berlaßen gehabt, mais ce recit varie avec
la relation de Tobias Steffeck de Kolodey[.] Waß hin, jst hjn.
Nül soulas; sans helas! helas! helas!


Schreiben von Schöningen, en bons termes.

|| [[Handschrift: 240v]]

Sonntag den: 24ten: October 1647.


Jn die predigt, vndt communion. Gott bewahre
vnsere Sehlen zum ewigen leben! Amen!


Extra zu Mittage: Doctor Mechovius, vndt der hofpredi-
ger, welcher offentliche dangksagung in den kirchen
gethan, vor Meiner Söhne glügklichenp wiederkunft.
Gott gebe gleichßfalß ihnen, vndt vnß allen,
freẅde, Trost, vndt leben!


Nachmittags wieder zur kirchen, conjunctim.


Post von Ballenstedt perge daß man sich im Stift
Halberstadt, eines stargken alarms, besorget.
Theils sagen die Schwedischen gehen nach heßen,
andere nacher ha<j>ldeßheim, andere nach Frangken.


Gedengken auf die winterquartier.
Mögen ein auge auf Magdeburgk, haben.
perge


         qLista der Armeen


       Alß Die Kayserliche
Graff holtzApfel FeldtMarschall <rEr wirdt auch Goldtapffel genandt[.]>
sGraff Fermundt Feldtzeugmeister
Graff Cuculj
herr Trautisch
herr Pompej
FeldtMarschallleutenandte zue Roß.
herr hundelstein FeldtMarschall leutenandt zu Fueß.
herr Philipp
herr Werner
GeneralWachtmeister zue Roß
herr Wachtheimb
herr Don Felix
herr Reiche
General Wachtmeister zu fueß vndt General Quartier-
meister
   38 Esquadron zue Roß. 4 Regimenter Vngern vndt Croaten,
           5000 zue Fueß. et cetera

|| [[Handschrift: 241r]]


       Die Bayerischen:
herr Graff von Gronßfeldt General VeldtMarschall
herr Gelbing General v̈ber die Cavallerie
herr Druckmüller
herr Kolbe
FeldtMarschall leutenandte zue Roß.
herr Goltz, Feldtmarschall leutenandt zue Fueß.
herr Flekgenstein General Wachtmeister zue Roß
herr Schaffer General Comissarius
       General Quartiermeister.
       2000 zue Fueß. 6000 Pferde vndt Tragoner.
           40 Stück die Kayserlichen[.]
           16 Stück die Bayerischen.


       Memorial
Die vnter Jhrer Königlichen Mayestät et cetera zu Schweden Vnserer gnädigsten
Königin, an ietzo streitende Armèe bestehet in 56 Regimenter zue
Roß, vndt deren eines nach der Cammer Ordre auff einen Monath Sold
gerechnet wirdt 19060 ReichsthalerRthlr. Sechs Regimenter dragoner, deren eines
auff einen Monath, soldt gerechnet wirdt 10980 ReichsthalerRthlr.
Drey vndt Sechtzig Regimenter zue Fueß deren eines auff einen Monat
soldt gerechnet wirdt 8619½ ReichsthalerRthlr. Für die Arti-
gleria ein Monatsoldt 100000 ReichsthalerRthlr. Für die Generalität
deß Soldt Civil Bedienten wittib vndt Waisen Monatlich 223507½ ReichsthalerRthlr.
                 Vndt wirdt für die Soldatesca gefordert
                       Zehen Monath Soldt


     Solches träget auß:
Für 56 Regimenter zue Roß auff 10 Monat 10675840 ReichsthalerRthlr.
Für 6 Regimenter Dragoner 658800 ReichsthalerRthlr.
Für 63 zue Fueß 5430285 ReichsthalerRthlr.
Für die Artigleria 1000000 ReichsthalerRthlr.
Für die Generalität 2235075 ReichsthalerRthlr.


         Summa Summarum der begehrten 10 Monat
               20000000 ReichsthalerRthlr. oder
                 20 Millionen ReichsthalerRthlr.


tJ'ay eü grand mal des dents, & mon visage
s'est enflè ce soir, ainsy on ne scauroit estre
sans douleur.

|| [[Handschrift: 241v]]

Montag den 25. October 1647.

<3 hasen, haben meine Söhne, gehetzt. 2 haselhüner, von Ballenstedt[.]>


Avis: daß man im Kayserlichen läger, 1000 pferde
commandiret haben, welche beordert, daß vieh im An-
haltischen alles hinweg zu nehmen, vndt zu ihrer ar-
mèe zu bringen.


Andere scharfe schreiben, vom Axel Lillie,
<nebenst 10 Dragonern> darinnen er, meinen Antheil, an der Manßfeldischen
besatzung, assigniret, ohne zweifel, auf ObristLeutnant Knochens,
anstiftung, dann derselbe scharf darneben, wieder vns,
geschrieben, an Obereinnehmer Bergen. perge Vndt
Axel Lillie droẅet mit der execution, inmaßen
er dann schon <auch>, executores, nacher Cöhten, geschicktt,
welche auf der seümigen vnkosten, aldar liegen sollen. perge


Diese händel haben fast jnterrumpiret,
die consultation, so ich angestellt hatte,
wegen meiner Söhne education, alhiesigen
auffenthalts, oder ferrnerer verschickung,
darzu der hofmeister Einsidel, der CammerRath,
Doctor Mechovius, der hofmeister Schwechhausen, vndt
der Amptßraht Panse, gezogen worden, vndt auf
meine geschehene Außführliche proposition,
ihre gedangken, mir endtdegket, wie hjerbey
zu befinden? Tobias Steffeck von Kolodey hat Prothocolliret: perge

|| [[Handschrift: 242r]]


Deliberanda:
quod agendum cum filiis, Deo juvante.
1. An hic manere debeant, in domo paterna? & absolvere
cursum studiorum, et exercitiorum pro posse?
2. an vero ad aulam aliquam ablegandj?
3. seu in Hollandiam, aut Galliam, peregrinandj?


Ad 1. Suadent Difficultas temporis, et calamitatis bellica.
Jnopia nervj, rerum gerendarum, et defectus Oeconmiæ.
Suspicio Cæsaris, quæ domj aufertur, &
mirabiles vicissitudines, cunctorum statuum,
in Jmperio, & extra istud, neminj invisa mansio.
Jucunditas, conversationis, cum parentibus.
Studiis vacare possunt etiam domj, &
continuatio exercitiorum, in domo paterna.
Oeconomica ipsi videre & addiscere possunt
ut fundamentum subsistentiæ nostræ,
& postea clementiori cælo & tempore, cum nervo
peregrinarj.
Subditis erit, magna consolatio, &
fulcrum in rebus adversis.
Religio stabilitur in ipsis met, & in subditis
exemplj causa.
<Cassellæ, sunt nimis exosæ Cæsarj, alias raræ virtutes ibj reperiuntur, te<inprimis> temperantia, et studia ibj florent, cum exercitiis. Jn reliquis aulis plerumque luxus, & ebrietas, cum alijs vitiis regnant, exceptis aulis Cæsaris & aliorum Pontificiorum, quæ ob religionem <& magnificentiam> adhuc vitandæ.>u


Ad 2. Curia Electoris Brandeburgici optima esset, propter religionem Ortho-
doxam, necessitudinem, Virtutem, Potentiam, opulentiam,
viciniam Belgij, et Westpahliæ, sed periculosa adhuc quia Elector
liberis caret, persecutionem patitur, opulentia & magnifjcen-
tia eius, luxum & pompam aulicorum requirit in vestitu,
servis, equis, honorariis & aliis rebus similibus. Item: invidia
timenda, et quod maius est, dubitatur de consiliis bellicis, Electoris.

|| [[Handschrift: 242v]]


3. Peregrinatio ulterior, honesta, commoda, & jucun-
da esse posset, studia<ingenia> excitare, mores corrigere,
studia & exercitia confirmare, prudentiam politicam
confirmare<comparare,> experientiam augere, notitiam multorum
hominum facere, & forsan fortunam aliquam afferre,
sed ad tantas res comparandas, opus est nervis,
alias nihil fierj potest. Jnterim <an> certum pro incer-
to sumendum? & umbra pro carne, ut Canis
Æsopj12?


<Propositio> Conclud<itur>: Quod differtur,<!> non aufertur.


hofmeister Einsidel. Erkennet die nohtwendigkeit meiner propositionen,
vndt das dem gantzen lande daran gelegen.
Dissuadirt die beyden letzten, räht den ersten, ratione nervj rerum
gerendarum. Die Söhne zween iahr bey mir zu behalten, biß man
sähe, wo es hinauß wolte, mit dem kriege, vndt interim etwas zu
samlen. Doch möchte er wol wüntzschen, daß sie am Chur Brandenburgischen
vndt heßischen höfen sein, vndt etwas sehen möchten. Den Kayser
<ia> nicht zu offendiren.


CammerRaht, Doctor Mechovius gratuliret mir der Söhne reditum,
vndt meine gute intention ratione educationis. Suadirt, meine
erste proposition, ratione nervj, et bellj. Ein iahr hier zu bleiben.
Darnach gen Genf, an ein neütral orthv. Interim media zu ersinnen.


Nimia iuventus an höfe zu ziehen. Sich beßer interim zu qualifi-
ciren, vndt in der iugendt zu studiren, vndt sprachen zu lernen.


hofmeister Schwechhausen. Den winter hier zu bleiben. Præceptor in
studiis, er selber in exercitiis wollen ihr bestes thun. || [[Handschrift: 243r]]
Chur Brandeburgischer hof, kostbahrer alß in frembden landen.
Cassel contra Cæsarem directe. Vranien vndt hollandt,
tecte des Kaysers feinde, kostbahr landt.


Ambtßraht Panse. Gratulirt, wie Doctor Mechovius[.] Excusirt daß er
ex abrupto darzu kombt. Judicirt, man solle nur vom ersten
in itziger schwehren zeitt reden, von den andern beyden, biß
die Oeconomica sich beßern, vndt die impossibilia removiret
werden.


Conclusio: Jch wil in die zeitten sehen, Gott dem herren
still halten, demselben vertrawen, vndt den sachen
ferrner nachdengken, die Vota ponderiren, vndt
mich nicht ex tempore, Sondern zu seiner zeitt, resolviren.
jnterim beßerung hoffen, vndt vmb abwendung
der schwehren strafen, vndt zeitten, bitten!


Es sollen auch die Officirer, vndt beampten, interim von
dato an, auf einen fundum an geldt, bedacht sein,
vndt solchen successive samlen, nicht alles biß
auf die letzte spahren, vndt ein solch depositum
nirgendts anderstwohin, alß worzu es deputiret,
anwenden. perge


Nota Bene[:] Axel Lillie, bildet sich ein, weil die Kayserliche ar-
mèe, auf der nähe gewesen, So hetten wir nicht
gedacht, ihme daß geringste zu geben, vndt dero-
wegen, mag er von vnsern adversariis, zur execution,
verleittet worden sein.

|| [[Handschrift: 243v]]


Schreiben von Berlin, von der Churfürstlichen wittibe, von freẅlein
Catharina, nebst einem von Meiner gemahlin, Liebden auß Pommern.


Jtem: von Meinem Bruder, Fürst Friedrich in gar höflichen Terminis.


General Commissarius Schmidt, schreibt an Obereinnehmer
Bergen, fordert die contributionsrest, cum minis, daß gantze
Endische Regiment vnß v̈bern halß zu schigken.


Diesen nachmittag, ist Philip Güders, meines
küchenmeisters Fraw, in puerperio gestorben,
nach dem sie diesen Morgen, einen iungen Sohn
zur weltt gebracht. Jhr mann, ist mitt,
auf der Pommerischen rayse, loco Secretarij,
vndt wirdt zeitliche Trübsall darüber haben.
Gott tröste ihn, vndt alle Trawrigen!


Schreiben, von Wien, vom Johann Löw vndt Johann Sternberg[,] <Item vom herrn von Roggendorf[.]>


Die avisen geben: daß Memmingen endtsetzt seye.


Das Frangkreich die neütralitet, mit Bayern aufgehaben13.


Daß die venezianer, noch viel zu schaffen, mit den Türgken
haben, zu waßer, sonderlich.


Das die Türgken, an Vngrischen gräntzen, stargk streiffen
vndt viel Seelen hinweg führen.


Daß in Engellandt noch friede zu hoffen.
Frangkreich aber große motus in Flandern, Spannien,
Jtalien, vndt Deützschlandt, noch vorhabe.


Jn Wallis, werden die reformirten verfolget.

|| [[Handschrift: 244r]]


Spannien, erzeiget sjch, gegen die Staden, friedtlich.


Jn heßen vndt Frangken, sollen die armèen gehen.
Lamboy, sol vom Königßmargk, geschlagen sein.
Calmar, die Schwedische Festung, abgebrandt.


Zu Napolj, vndt in Sicilien gibts große empörungen.


Frantzosen wollen einen Churfürsten von Meintz haben,
nach ihrem sinn.


Lens wirdt geschleift, davor sie den Tapferen
Maréchal de Gassion, verlohren.


Der vhralte Maréchal de la Force, freyet wieder.


Der ReichsTag, zu Toren, gehet vor sich.

Dienstag den 26ten: October 1647.

<2 Schockßo: kleine vogel. 15 hüner, 15 endten[,] 15 gänse von Ballenstedt[.]>


Den großen Kersten nacher hatzgeroda[!], vndt zum
Doctor Lentz, geschickt. Gott helfe ihm, in diesem digken
Nebel, mit gnaden, hindurch!


Jch habe mich heütte, ratione doloris dentium,
noch jnne gehalten, vndt mit vielem schreiben, in hollandt,
die zejtt paßiret. <Mon fils Victor Amadis; a emportè la teste d'ün Passereau avec üne basle, tirèe d'harquebuze.>


Scharfe anmahnungen, wegen der contributionretardaten
vndt besorgender execution von Fürst Augusto bekommen,
dergleichen auch nach Deßaw geschickt.


I'ay leü dans l'histoire, dü Roy Louys 13me. dèsci-
te par Charles Bernard, que le Sieur Schwechhausen
m'a apportèe, & ay prins playsir a lire dans ce
beau livre, <aux endroicts, ou il ne monstre ses Passions, & sa rage contre nostres Religion.>

|| [[Handschrift: 244v]]

Mittwoch den 27. October 1647.


<26 kleine vogel der vogelsteller[.] 1 hasen, meine Söhne gehetzt.>


Schreiben nach Schöningen, Zerbst, & alia loca.
Gott gebe zu glügklichem succeß!


Mon fils, Victor Amadis, a la Dyssentherie, desia
six semaines, en çá, & i'ay quelque apprehension
pour sa santè, craignant, que le voyage par eau,
ne luy ait apportè dü preiüdice. Dieu le
vueille reguerir; et me conserver, ce cher enfant!


Conferenze co'miej figliolj, e co'l loro Governatore.


Avis: daß es sehr vnsicher wirdt, vor den Kayserlichen
Nota Bene vndt dje im Stifte, sehr hinweg flehen. perge


<Der hofprediger hat heütte auf der cantzel der militiæ einen guten text gelesen.>

Donnerstag den 28ten: October 1647.


Avis: daß die Fürstin von Deßaw, zwey
kutzschen, vndt zwey pagkwägen, bey sich gehabt[,]
alß Sie auf Berlin gekommen. Die wägen sollen
trefflich beladen sein, auch mit betten vndt
vielem haußraht. Man kan ihr intent
nicht penetriren, ob sie in Schweden, Pohlen,
Preüßen, hollstein, oder wohin? sie gedengket?


Die vnruhe ist mannigfaltig in der weltt.
Es hat sich Gott lob, mit Victorio Amedeo,
zur beßerung angelaßen. Gott helfe ferner, gnediglich!

|| [[Handschrift: 245r]]


Extra zu Mittage, Doctor Brandt, gehabt. et cetera


Ein kerl von Calbe, ist wiederkommen, hat das große
dahin geliehene Sail, zum baw, selbiges Thammes14,
wieder gebracht, mit dangksagung, berichtet
darneben, daß der Obrist leutnant Sasteraw, vor 8 Tagen,
von hall hingeschrieben hatte, es würden
v̈ber 1000 pferde, in das Fürstenthumb An-
halt, auß dem Kayserlichen läger, commendiret werden,
vieh, vndt pferde, waß sie kriegen würde
können, hinweg zu nehmen. Darumb
solten sie sich auch zu Calbe, wegen der Nacht-
barschaft, wol vorsehen. Gott lob! vndt
dangk! daß solches biß dato, noch nicht geschehen.
perge


Avis von Cöhten, daß herr Reinhardt der Chur: Brandenburgische
subdelegirte zu Agken, (da er ist, in Fürst Johannis sache,
contra reliquos Principes, & status, nicht aber, wieder
Mich) berichtet, daß Borgßdorf von Cleve geschrieben,
daß die Chur: Princeßinn, gravida seye, vndt die
Abgesandten zu Münster, ihnen die Friedenstrac-
taten dermaßen eyverig angelegen sein ließen,
das, an dem Frieden, gar nicht mehr zu zweifeln,
gestaltt dann auch, von Dresen[!], gute zeitung dest-
wegen, dahin ahnkommen wehren. Gott gebe!
das es wahr, vndt gewiß seye! vndt bleibe!

|| [[Handschrift: 245v]]


Avis vom Caspar Pfau daß die 50 ThalerThlr: Doctor Lentzen, (so zu harz-
geroda gewesen) durch Kersten, richtig außgezahlet
seyen. Die Kayserliche armèe ist nun forth, auf Eisenach,
gehet nacher Schmalkalden vndt heßen, Lamboy
lufft zu machen, marchiret itzo gar geschwinde,
die Schwedische armèe stehet bey höxer, hat da-
selbst eine Schifbrügke geschlagen, gedengken in
einer Monatszeitt, sich zu recolligiren, vndt mit
Königsmarck sich zu coniungiren, vndt alßdann ein
treffen zu wagen. Memmingen, vndt Iglaw, halten
sich noch. Mit Lamboy stehet es sorglich, der generalleutnant
Königßmargk hat den Lüterschein, geschlagen, vndt
dieser Lüdersheim, sol selbst geblieben sein. Gott dem
Allmächtigen ist höchlich zu dangken, das er vnß dißmal, in
gnaden, angesehen, vndt verschonet hat! Er wolle
vnß ferner, mit gnaden, hindurch helfen! Die friedens-
handlung, zu Münster vndt Osnabrück wil noch nicht recht forth,
die Stadischen Gesandten, seindt nach dem haag, ge-
rayset, zu referiren.

Freitag den 29ten: October 1647.

<75 kleine vogel der vogelsteller. 1 haselhun, vndt 2 grosvogel[.]>


Avis daß gestern vor Ascherßleben 200 Kayserliche Reütter
gestanden, vndt auf Manßfeldt zu, gegangen,
woselbst Feẅer auß Stügken vndter<auf> Sie
gegeben worden.

|| [[Handschrift: 246r]]


Die herrnvettern, haben heütte einen vorschlag an
mich, gelangen laßen, von wegen einer vorhabenden
Erbverbrüderung, vnserß hauses, mit Saxen
Lawenburgk. Gott gebe hierzu seinen Segen!
glück! vndt gedeyen! vnserem hause zu ruhm,
vndt aufnehmen! vornehmlich aber, zur erhaltung
der kirchen Gottes, seiner Ehre, vndt lehre!


heütte ist die küchenschreiberinn, begraben
worden, alß der digke Nebel, den gantzen Tag gewähret.
perge
Theilß von der hofpursche, seindt mitgegangen. perge


Fürst Augustus ist hiedurch nacher Cöhten. perge


Avis von Ballenstedt daß die parthien, vmb Manßfeldt
vndt Ascherßleben, gewaltig gehen, alles vnsicher
machen, gleichwol aber, die armèen dahin gehen, wie
gestern gemeldet worden. Gott bewahre vnß in gnaden
ferner! durch seine gühte! Amen! Amen!

Samstag den: 30ten: October 1647.


Nach gestrigem großen Nebel, (so den gantzen Tag
gewahret) hat es heütte stargk geregenet.


Doctor Brandt, bey Mir gewesen.


Doctor Mechovius, extra: zu Mittage, sich præsentiret,
referenda zu referiren.


Schreiben von Zerbst, durchn Oberlender, & per il
Hebreo, mal in ordine per le cose mie!

|| [[Handschrift: 246v]]


<20 kleine vogel.>


Jn die kirche vormittages.


Nach der mahlzeitt, ist Matz Biedersehe, zu Mir kommen.


Die nachmittagspredigt, ist durch den Caplan
Jonium, <nicht> gehalten worden, weil er krangk
worden. perge


Oberlender, ist wieder nach Zerbst, gott geleitte ihn!
vndt laße Meine expedienda, wol expediren!
Morgen frühe (gebe gott) sol er forth.


Textapparat
a Die Wortbestandteile "zu" und "rücke" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
b Dahinter hat Christian II. eine Lücke gelassen, in die er vermutlich den fehlenden Ort nachtragen wollte.
c Die Silben "zu" und "rügk" sind im Original getrennt voneinander geschrieben.
d Abkürzung nicht auflösbar.
e Die Silben "zu" und "rügk" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
f Im Original sind die Silben "zu" und "rügk" getrennt voneinander geschrieben.
g Die Wortbestandteile "zu" und "rücke" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
h Im Original "das die Chur: Bayerischen Regimenter, sollen sich von den" korrigiert in "das die Chur: Bayerischen Regimenter sich sollen von den".
i Satz bricht hier ab.
j Im Original sind die Silben "zu" und "rügk" getrennt voneinander geschrieben.
k Die Wortbestandteile "zu" und "rücke" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
l Schreiberwechsel zu unbekannt.
m Schreiberwechsel zu Christian II.
n Die Silben "de" und "dans" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
o Die Wortbestandteile "zu" und "frieden" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
p Im Original sind die Wortbestandteile "glügk" und "lichen" getrennt voneinander geschrieben.
q Schreiberwechsel zu unbekannt.
r Schreiberwechsel zu Christian II.
s Schreiberwechsel zu unbekannt.
t Schreiberwechsel zu Christian II.
u Dieser Nachtrag steht im Original links und senkrecht neben dem vorangegangenen Absatz.
v Die Wörter "neütral" und "orth" sind im Original zusammengeschrieben.
w Gestrichenes Einfügungszeichen.

Kommentar
1 Entweder Großpaschleben oder Kleinpaschleben.
2 Hier: Damm.
3 Zitatanklang an "Auribus teneo lupum" in Ter. Phorm. 506 (ed. Rau 2012, S. 162).
4 Zitat aus Eur. Tro. 596 (ed. Biehl 1970, S. 35).
5 Nur teilweise ermittelt.
6 Zitat aus Franck: Paradoxa, Nr. 238, S. 357.
7 Eulenspiegelturm (früherer Bergfried des Bernburger Schlosses).
8 Irrtum Christians II.: Die Stadt gehörte damals zu den reichsunmittelbaren Schönburgischen Herrschaften.
9 Hier: aufgehoben.
10 Person nicht ermittelt.
11 Hier: Trümmern
12 Vgl. die Fabel "Die Hündin mit einem Stück Fleisch", in: Äsop: Fabeln, S. 130.
13 Hier: aufgehoben.
14 Hier: Dammes.
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XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
Accommodation
Anbequemung, Anpassung
Accommodation
Versorgung, Ausstattung
Accommodation
Vereinbarung, Vergleich, Abkommen
accommodiren
sich anpassen, sich fügen, sich (gütlich) vergleichen
accommodiren
einrichten, ausstatten
accommodiren
zufriedenstellen, versorgen
admittiren
gestatten, zulassen
Altfrau
ältere Dienerin, Haushälterin oder Gesindeaufseherin
Ambassador
Gesandter, Botschafter
Anschlag
Plan, Absicht
assigniren
zuweisen
Aufnehmen
Förderung, Wohlfahrt
avanciren
vorrücken (im militärischen Sinne)
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
bedecken
verhüllen, verdecken, verbergen
befahren
(be)fürchten
berahmen
anberaumen
beschreiben
schriftlich ein- oder vorladen
beschreiben
auftragen, befehlen, vorschreiben
besorgen
befürchten, fürchten
causiren
verursachen
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
compliren
vollenden
Conjectur
Mutmaßung, Vermutung
conjungiren
verbinden, verbünden, vereinigen, zusammenführen
conserviren
in unverändertem Zustand erhalten
consoliren
trösten
Continuation
Fortdauer, Fortsetzung
Continuation
erneuter/fortgesetzter Bericht
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
Contributionsretardat
noch ausstehende Kontribution
Convoy
Begleitung, Begleitschutz
Convoyer
bewaffneter Begleiter
convoyiren
begleiten, geleiten
convoyiren
in einem Konvoi ziehen
Creditiv
Beglaubigungsschreiben
current
laufend
decidiren
bestimmen, entscheiden
depossediren
außer Besitz setzen
deputiren
zuweisen, bestimmen
deputiren
absenden
dick
dicht
Difficultet
Schwierigkeit
dimittiren
entlassen, (förmlich) verabschieden, beurlauben, entsenden
Discrepanz
Meinungsverschiedenheit, Misshelligkeit
dissuadiren
abraten, ausreden
dürfen
müssen
dürfen
können
dürfen
brauchen, benötigen, bedürfen
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
Eimer
Hohlmaß für Flüssigkeiten
ein
ungefähr
einig
einzig
Einschlag
Paket
Einschlag
Rat, Ratschlag
Einstreuung
Einwand
einziehen
verhaften
entwehren
entwaffnen, wehrlos machen
Erbverbrüderung
Vertrag über wechselseitige Erbfolge (oft mit Schutzbündnis verbunden)
erlustigen
belustigen, ergötzen, erheitern
ertöten
umbringen, ermorden, niedermetzeln
Esquadron
Halbregiment bei der Reiterei und den Dragonereinheiten
examiniren
ausfragen
examiniren
verhören
examiniren
prüfen
excurriren
hinauslaufen
excusiren
entschuldigen
Experienz
Erfahrung
flehen
flüchten, in Sicherheit bringen
Friedenstractat
Friedensverhandlung
Fuder
Raum- und Hohlmaß
fürters
über das
Gallustag
Gedenktag für den irischen Mönch Sankt Gallus (16. Oktober)
Gegenteil
Feind, Gegner
Generalquartiermeister
mit den Anordnungen zur Unterbringung der Truppen bertrauter hoher Offizier, Vorgesetzter aller Quartiermeister
genungsam
genügend, hinreichend
Gnadenpfennig (Gnadendenarius)
Bildnismedaille, die von Landesherren als Auszeichnung oder Geschenk verliehen wird
Großvogel
allgemeine Bezeichnung für größere essbare Vögel
Herd (Vogelherd)
erhöhter Platz, auf dem der Vogelsteller die Vögel in Garnen oder Netzen fängt
Importanz
Bedeutung, Wichtigkeit
Importanz
wichtige Angelegenheit, Sache von Bedeutung
incaminiren
in Gang bringen, einleiten
incliniren
zu etwas neigen
inculpiren
beschuldigen
inferiren
hineinbringen, beibringen, folgern
inhibiren
verbieten
inhibiren
verhindern, unterbinden
Intent
Absicht, Vorhaben
interessirt
teilhaftig, beteiligt
interrumpiren
unterbrechen
Intraden
Einkünfte
invehiren
schimpfen, wettern
isabellfarbig
graugelb, lehmfarben
Kanne
Hohlmaß für Flüssigkeiten
Keltermost
mit der Weinpresse frischgekelterter Most (Trübwein)
Knecht
Landsknecht, Soldat
kostbar
kostspielig
Krabate
Kroate (Sammelbegriff für einen in der Regel aus Südost- oder Osteuropa stammenden Angehörigen der leichten Reiterei)
Landrenterei
oberste Behörde zur Verwaltung der Einnahmen aus Grund und Boden
Lerchenstreichen
massenhaftes Fangen von Lerchen mit Hilfe eines Netzes
Magazin
Provianthaus, Vorratsgebäude
Mandel
Anzahl von fünfzehn
manquiren
fehlen, mangeln
Maß
Raummaß, Hohlmaß
Memorial
Denkschrift und Information über noch zu erledigende Aufgaben, Bittschrift
Memorial
Erinnerungsschrift
montiren
ausrüsten, ausstaffieren
mutiren
verändern
mutiren
wechseln
nach advenant
je nachdem, im Hinblick auf, im Verhältnis zu
Nachtnetz
Netz zum Fangen von Lerchen
occupat
beschäftigt, in Anspruch genommen
offendiren
beleidigen, kränken
Offizier
Amtsträger, Beamter, Bediensteter
ominiren
prophezeien
Pacification
Beilegung von Streitigkeiten, Befriedung
Partei
kleinere Truppenabteilung, die meist auf Kundschaft oder zum Einbringen von Geld, Lebensmitteln und Furage entsandt wurde
Partei
Kriegspartei (reguläre Truppenabteilung)
Partei
(sich gegenüberstehende) Seite
Partie
Streifkorps (kleinere Truppenabteilung, die meist auf Kundschaft oder zum Einbringen von Geld, Lebensmitteln und Furage entsandt wurde)
Partie
Kriegspartei (reguläre Truppenabteilung)
Partie
(sich gegenüberstehende) Seite, Partei
Partie
eine gewisse Anzahl oder eine Gruppe von Dingen oder Personen gleicher Art
passiren
gelten lassen
passiren
(die Zeit) verbringen, zubringen
penetriren
(etwas) durchsetzen
penetriren
verstehen, (geistig) erfassen, ergründen, durchschauen
penetriren
(etwas) ergreifen, sich anmaßen, unterstehen
persuadiren
überreden, überzeugen
Polizeisache
Angelegenheit, welche die Herstellung und/oder Erhaltung des Zustandes guter Ordnung (des Gemeinwesens) betrifft
ponderiren
bedenken, erwägen
poussiren
treiben, forttreiben, befördern, durchsetzen
präjudiciren
nachteilig sein, schaden
präjudiciren
eine künftige Entscheidung vorbestimmen
Präparationspredigt
Predigt zur Vorbereitung auf den Empfang des Abendmahls
preismachen
zur Beute machen, gewaltsam wegnehmen
preismachen
jemandem etwas überlassen
procuriren
besorgen, beschaffen
procuriren
für eine Sache eintreten
promittiren
versprechen, zusagen
Quäker
Finkenart, Bergfink
Quartiermeister
für die Beschaffung von Verpflegung und Unterkunft zuständiger Stabsoffizier
ranzioniren
gegen Geldzahlung auslösen
ranzioniren
mit einer Lösegeldforderung belegen
recolligiren
sich erholen, sich wieder sammeln
Regimentsquartiermeister
Stabsoffizier eines Regiments, der für die Beschaffung von Verpflegung und Unterkunft zuständig ist
Reiterpartie
berittenes Streifkorps (kleinere Truppenabteilung, die meist auf Kundschaft oder zum Einbringen von Geld, Lebensmitteln und Furage entsandt wurde)
Relation
Bericht
removiren
entfernen, absetzen, beseitigen
repassiren
zurückkehren
resolviren
entschließen, beschließen
resolviren
auflösen
Restant
noch ausstehende Zahlungsforderung
Restant
mit fälligen Zahlungen im Rückstand befindlicher Schuldner
Restitution
Genesung, (gesundheitliche) Wiederherstellung
Retardat
ausstehende (Rest-)Schuld, Zahlungsrückstand
Ruptur
Bruch, Trennung
säcularisch
weltlich
Salva Guardia
militärischer Schutz, Schutzwache
Salva Guardia
sicheres Geleit durch Soldaten
Salva Guardia
Schutzbrief für Reisende
Salva Guardia
Schutzbrief gegen Angriffe oder vor Kriegslasten wie Einquartierungen, Kontributionen und anderen Sonderzahlungen
scharmützeln
kämpfen, streiten
Schneppe
Schnepfe
Schwärmer
zügellos umherschweifender Mann
Schwärmer
(pseudo-)religiöser Eiferer, welcher von der (insbesondere lutherischen) Glaubenslehre abweichende Ansichten vertritt bzw. verbreitet
secouriren
Hilfe leisten, unterstützen, beistehen
secouriren
(ab)sichern
Secours
Entsatz, Hilfe
Sedition
Aufruhr, Aufstand, Empörung
Seearmada
Kriegsflotte
sorgfältig
besorgt sein, sich Sorgen machend
sorgfältig
sich eifrig kümmernd, fürsorglich, sehr bemüht
sorglich
Sorge erregend, bedenklich, bedrohlich, gefahrvoll, gefährlich
spargiren
ausstreuen, ausbreiten
spoliiren
berauben, plündern
Stillstand
Waffenstillstand
Stück
Geschütz, Kanone
Stück
(einzelner zählbarer) Gegenstand, (einzelne) Sache, (einzelnes) Objekt
stürmen
Sturm läuten
suadiren
raten, anraten, einen Rat geben
Subdelegirter
Unterbevollmächtigter
subleviren
erleichtern, unterstützen
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
Teil
Partei, Seite
in alten/vorigen/(sehr) guten/passlichen/weit(läufig)en/verwirrten/ziemlichen Terminis
in altem/unverändertem/(sehr) gutem/annehmbarem/ungewissem/unklarem/angemessenem Zustand
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
traversiren
durchkreuzen, hintertreiben
traversiren
quer durch etwas gehen
traversiren
durchqueren (auch im Zickzackkurs gegen den Wind segeln)
Treffen
Schlacht
Treffen
zu einer gemeinsamen Linie zusammengestellte Truppenverbände innerhalb einer Schlachtaufstellung
Tretemost
durch Treten frischgekelterter Most (Trübwein)
Trompter
Trompeter
turbiren
stören
überreden
betrügen, hinters Licht führen
umtreten
jemandes Partei ergreifen, sich jemandem anschließen
unlustig
unangenehm, unerfreulich
unlustig
missvergnügt, freudlos, unfröhlich, traurig, kummervoll
unreimisch
albern, närrisch, toll, töricht
verehren
schenken
verehren
beschenken
in Verfassung stellen
Bereitschaft herstellen, geordnete Anstalten machen, insbesondere Kriegsvorbereitungen treffen
victorisiren
siegen, siegreich sein
Vogelherd
erhöhter Platz, auf dem der Vogelsteller die Vögel in Garnen oder Netzen fängt
Vogelsteller
Vogelfänger
Volk
Truppen
Vorbewußt
Vorwissen
Wähner
Person, die (oft irrend) wähnt oder vermutet
Wind
Windhund (großer schlanker Jagdhund)
Zeitung
Nachricht
zerschellern
zertrümmern
zerschwellen
anschwellen
Äsop

Anm.: Antiker, griechischer Dichter von Fabeln und Gleichnissen; lebet im 6. Jhd. v. Chr.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unveränderliche"); Kurzbiographie im Rahmen dieser Edition unter http://www.tagebuch-christian-ii-anhalt.de/index.php?article_id=15.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Anhalt-Bernburg, Haus
Fürsten von Anhalt-Bernburg

Anm.: Seit 1603 bestehende Nebenlinie des reichsfürstlichen Hauses Anhalt.Weiterführende Informationen in der NDB
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Agnes von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Landgräfin Agnes von Hessen-Kassel

geb. 1606
gest. 1650
Anm.: Tochter des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); ab 1623 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1623 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Eiferige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau

geb. 1627
gest. 1693
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); schwedischer Obrist (1655-1658) und Generalmajor (1658); ab 1658 kurbrandenburgischer General und Statthalter der Kurmark sowie Obrist (1658-1660 und seit 1666); später auch Geheimer Staats- und Kriegsrat in Berlin sowie Feldmarschall (1670); ab 1660 regierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1670 Senior des Hauses Anhalt; ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefüllte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Bernburg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1651-1660 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); ab 1631 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wohltätige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1579
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1600 Aufnahme in die Florentiner Accademia della Crusca ("L'Acceso"); seit 1606 regierender Fürst von Anhalt-Köthen; 1631-1635 schwedischer Statthalter des Erzstifts Magdeburg und des Hochstifts Halberstadt; 1617 Mitbegründer und bis zu seinem Tod erstes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nährende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.Weiterführende Informationen in der NDB
Wolf Christoph von Arnim

geb. 1607
gest. 1668
Anm.: Sohn des Henning von Arnim (gest. 1630); Erbherr auf Pretzsch, Döben und Zichow; 1626 Musketier unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); danach kaiserlicher Korporal (1627) und Fähnrich (1630); kursächsischer Leutnant und Hauptmann (1631), Obristwachtmeister (1633), Obristleutnant (1634), Obrist (1636), Generalwachtmeister (1645) und Generalleutnant (1666); ab 1650 Leipziger Stadt- (bis 1661) und Festungsoberkommandant sowie Amtshauptmann von Leipzig und Grimma; seit 1661 auch Oberkommandant der Festung Wittenberg; 1663 kursächsischer Abgesandter nach Berlin; 1664-1666 zudem Generalleutnant der Obersächsischen Kreistruppen; ebenso kursächsischer Geheimer Rat und Kriegsrat; vgl. Nicolaus Günther: Jesus! Victorum Christi Facta Heroica Et Brabea Dominica [...], Torgau 1669, o. S.

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Augustin Banse

gest. 1653
Anm.: Sohn des Ballenstedter Bürgers Nikolaus Banse (gest. vor 1638); um 1638 Schreiber der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); um 1640 Gastwirt in Bernburg ("Zu den Drei Kronen"); um 1647/48 fürstlicher Korn- und zuletzt Amtsschreiber in Ballenstedt.
Georg Banse

geb. 1605
gest. 1670
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers, Sattelfreihofbesitzer und späteren anhaltisch-zerbstischen Kammermeisters Johann Banse d. J. (1578-1636); um 1639/41 Bernburger Freisasse (Besitzer eines Sattelfreihofs); Erbsasse auf Güsten und Quenstedt; seit 1646 fürstlicher Amtsrat (noch 1653); 1646-1650 daneben Stadtvogt in Bernburg.
Graf Jost Günther von Barby und Mühlingen

geb. 1598
gest. 1651
Anm.: Sohn des Grafen Jost von Barby und Mühlingen (1544-1609); 1609-1641 gemeinschaftliche Regierung mit seinem älteren Bruder Albrecht Friedrich (1597-1641), danach Vormundschaft über dessen Sohn August Ludwig (1639-1659); seit 1632 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Güldene").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Franz von Barwitz
Johann Franz von Fernemont

geb. 1597
gest. 1676
Anm.: Sohn des Johann Anton von Barwitz; kaiserlicher Obristleutnant (1627), Obrist (1630-1643 und 1645-1650), Generalwachtmeister (1640) und Generalfeldzeugmeister (1642); spätestens seit 1655 auch Hofkriegsrat; 1623 Erhebung in den Freiherrenstand.

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Herzog Ferdinand (2) von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Ferdinand von Köln
Bischof Ferdinand von Lüttich
Bischof Ferdinand von Hildesheim
Bischof Ferdinand von Münster
Bischof Ferdinand von Paderborn

geb. 1577
gest. 1650
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1612 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Lüttich, Hildesheim und Münster; seit 1618 auch Bischof von Paderborn.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Maximilian I. von Bayern
Herzog Maximilian I. von Bayern

geb. 1573
gest. 1651
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1597 regierender Herzog von Bayern; Oberhaupt der 1609 gegründeten Katholischen Liga; 1623 Verleihung der (ehemals Pfälzer) Kurwürde durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637), endgültig bestätigt im Westfälischen Frieden; seit 1600 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Andreas Philipp von der Beckh

geb. 1591
gest. 1654
Anm.: Sohn des Philipp Richard von der Beckh; kaiserlicher Korporal (1618), Obristleutnant (1637), Obrist (1639) und Generalfeldwachtmeister (1645); seit 1651 Hofkriegsrat; vgl. Antonio Schmidt-Brentano: Die kaiserlichen Generale 1618-1655. Ein biographisches Lexikon, Wien 2022, S. 58f.

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Abraham Benedix

Anm.: Sohn des Bernburger Rabbis N. N. Benedix (2); seit 1645 jüdischer Kaufmann in Bernburg.
Joseph de Bergaigne
Erzbischof Joseph von Cambrai
Bischof Joseph von ’s-Hertogenbosch

geb. 1588
gest. 1647
Anm.: Geboren in Antwerpen; 1612 Eintritt in den Orden der Franziskaner-Observanten; Studium und Promotion zum Dr. theol. et phil.; danach Lehrtätigkeit in Köln und Mainz; ab 1616 Provinzial der rheinischen Ordensprovinz; seit 1618 Definitor beim Generalkapitel in Salamanca sowie Generalkommissar des Ordens in Deutschland und den Niederlanden; 1641-1645 Bischof von 's-Hertogenbosch; ab 1645 Erzbischof von Cambrai; seit 1645 auch spanischer Gesandter auf den Westfälischen Friedensverhandlungen in Münster.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Westfälische Geschichte
Johann von Bergen

geb. 1604
gest. 1680
Anm.: Sohn von Bernd von Bergen (ca. 1567-1623) auf Güsten; Hausbesitzer in der Bernburger Talstadt; Erbherr auf Ilberstedt; bis 1637 kaiserlicher oder kursächsischer Quartiermeister; um 1637/42 Sekretär des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); seit 1642 anhaltischer Obereinnehmer (noch 1649).
Curt Ernst von Berlepsch

geb. 1588
gest. 1659
Anm.: Sohn des Curt Thilo von Berlepsch (1540-1589); Erbherr auf Großurleben, Thamsbrück und Eichenzell sowie Großengottern; Pfandinhaber des gräflich-stolbergischen Amts Roßla.

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N. N. Beucke (1)

Anm.: Um 1647 Stadtschreiber in Bernburg.
Matthias von Biedersee

geb. 1601
gest. 1664
Anm.: Sohn des Georg von Biedersee (gest. 1606); Erbherr auf Ilberstedt; langjähriger Kriegskommissar des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1650 Aufseher über die Ämter des Teilfürstentums Anhalt-Köthen; seit 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Niederlegende").
Christian Heinrich von Börstel

geb. 1617
gest. 1661
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); Erbherr auf Güsten und Ilberstedt; 1641-1643 Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) und zugleich Hofmeister für dessen Sohn Johann Georg (1627-1693); 1643-1648 Geheimer Rat und Hofmeister von Fürst Johann Kasimir; 1648 Übersiedlung nach Bernburg; seit 1657 anhaltischer Gesamtrat und Hofmeister des Fürsten Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlängernde"); vgl. Andreas Hesius: Lieblich und schönes Erbtheil der Kinder Gottes [...], Köthen 1661, Bl. Fijr-Givv.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Georg Bohse

geb. 1578
gest. 1669
Anm.: Sohn des Juristen Johann Georg Bohse; Studium in Helmstedt; Dr. jur. utr.; anhaltischer und mecklenburgischer Rat; ab 1629 Stadtsyndikus von Halle (Saale); um 1647/53 Advokat und spätestens seit 1654 Rat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670).

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Karl von Bose

geb. 1596
gest. 1657
Anm.: Sohn des Hans Ernst von Bose (gest. 1625); 1614-1617 Soldat in zwei Leibregimentern des Königs von Frankreich; 1618-1620 Fähnrich und Capitainleutnant unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); 1621-1625 kaiserlicher Obristwachtmeister; kursächsischer Obristleutant (1631/32) und Obrist (1635-1644); Amtshauptmann von Zwickau und Werdau (ab 1649) sowie Stolberg (seit 1653); ab 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bewahrende").

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Gaspar de Bracamonte y Guzmán
Conde Gaspar de Peñaranda

geb. 1595
gest. 1676
Anm.: Sohn des Alonso de Bracamonte y Guzmán, Conde de Peñaranda (1563-1622); zunächst geistliche Laufbahn; durch Heirat seiner Nichte Conde de Peñaranda und Grande von Spanien; ab 1642 Kammerherr des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); 1645-1648 spanischer Generalbevollmächtigter bei den Friedensverhandlungen in Münster; nach 1648 spanischer Gesandter in Den Haag; 1650 Rückkehr nach Spanien; 1651-1653 Presidente del Consejo de Órdenes; 1653-1671 Presidente del Consejo de Indias; 1659-1664 Vizekönig von Neapel; seit 1664 spanischer Kriegs- und Staatsrat; ab 1665 Mitglied des Regentschaftsrates für den minderjährigen König Karl II. (1661-1700).

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Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg
Herzogin Elisabeth Charlotte in Preußen
Geburtsname: Pfalzgräfin Elisabeth Charlotte von Pfalz-Simmern

geb. 1597
gest. 1660
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1616-1640 Ehe mit Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); seit 1650 Witwensitz in Crossen an der Oder.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Brandenburg, Haus
Kurfürsten von Brandenburg
Markgrafen von Brandenburg

Anm.: Seit 1415 reichsfürstliche Dynastie der Hohenzollern.

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Kurfürstin Louise Henrietta von Brandenburg
Geburtsname: Gräfin Louise Henrietta von Nassau-Dillenburg

geb. 1627
gest. 1667
Anm.: Tochter des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); seit 1646 Ehe mit Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688).

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Johann (2) Brandt

geb. 1604
gest. 1672
Anm.: Sohn des Tirschenreuther Kantors Bartholomäus Brandt (gest. 1611); Studium in Erfurt (1623) und Altdorf (nach 1630 Promotion zum Dr. med.); ursprünglich Arzt in Reichenbach/Vogtland (noch 1630); ab 1632 kriegsbedingt in Bernburg, dort baldige Bestallung zum Stadtphysikus; (vor 1637) bis November 1649 Leibarzt des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg und spätestens seit 1647 auch dessen Rat; ab Ostern 1650 Hofarzt des Fürsten Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665) und von dessen verwitweten Mutter Sophia (1599-1654); vgl. Wolfram Kaiser / Arina Völker: Universität und Physikat in der Frühgeschichte des Amtsarztwesens, Halle (Saale) 1980, S. 38.
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Lüneburg
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Calenberg

geb. 1622
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg (1641-1648) und Braunschweig-Lüneburg (ab 1648); seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Reinherzige").

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Herzog Friedrich von Braunschweig-Lüneburg

geb. 1574
gest. 1648
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg (1535-1592); ab 1602 Domherr und seit 1603 Dompropst in Bremen; ab 1619 Domherr in Verden; seit 1636 regierender Herzog in den Fürstentümern Lüneburg und Grubenhagen; ab 1643 Koadjutor des Hochstifts Ratzeburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Braunschweig-Lüneburg, Haus
Herzöge von Braunschweig und Lüneburg

Anm.: Teillinie der reichsfürstlichen Dynastie der Welfen.

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Herzogin Anna Sophia von Braunschweig-Wolfenbüttel
Geburtsname: Markgräfin Anna Sophia von Brandenburg

geb. 1598
gest. 1659
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg (1572-1619); 1614-1634 Ehe mit Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1591-1634); bereits seit 1628 Residenz auf Schloss Schöningen; nach 1625 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Aufrichtige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg

geb. 1579
gest. 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1533–1598); ab 1604 Paragiatsherrschaft in Hitzacker; seit 1635 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel (bis 1643 Residenz in Braunschweig wegen kaiserlicher Besetzung der Festung Wolfenbüttel); Büchersammler (Bestand der ursprünglichen Bibliotheca Selenica, später Bibliotheca Augusta zum Zeitpunkt seines Todes 40.000 Bände); ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Befreiende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Braunschweig-Wolfenbüttel, Haus
Herzöge von Braunschweig und Lüneburg

Anm.: Teillinie der reichsfürstlichen Dynastie der Welfen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Antoine Brun

geb. 1599
gest. 1654
Anm.: Sohn des Dôler Parlamentsrates Claude Brun (gest. 1621); 1622 Promotion zum Dr. jur.; ab 1622 Anwalt in Dôle; seit 1626 diplomatische Missionen, u. a. nach Brüssel (1627-1629); ab 1632 Procureur Générale am Parlament zu Dôle; 1636/37 Organisator der Verteidigung der Stadt gegen die Franzosen; 1640/41 Teilnahme am Regensburger Reichstag; seit 1642 Staatsrat von Flandern und Burgund; 1643-1648 spanischer Bevollmächtigter für Burgund bei den Friedensverhandlungen in Münster; ab 1649 spanischer Botschafter in Den Haag.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte
Konrad Alexander Magnus von Burgsdorff

geb. 1595
gest. 1652
Anm.: Sohn des Alexander Magnus von Burgsdorff (1567-1620); Erbherr auf Goldbeck, Buckow, Oberstorf und Groß-Machenow; ab 1609 gemeinsame Erziehung mit Kurprinz Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640) am Berliner Hof; 1614-1617 erste militärische Erfahrungen; ab 1620 Capitain der kurfürstlichen Leibgarde; seit 1623 Obristleutnant des brandenburgischen Reiterkontingents im Obersächsischen Kreisheer; ab 1626 Kommandeur des kurfürstlichen Leibregiments zu Fuß; seit 1631 kurbrandenburgischer Kriegsrat und Obrist; als Gegner des Grafen Adam von Schwarzenberg (1584-1641) zeitweise Verbannung als Kommandant nach Küstrin (Oktober 1638); 1642-1652 Geheimer Rat und erster Minister, kurfürstlicher Oberkammerherr (Oberkämmerer) und Oberkommandant aller kurmärkischen Festungen; Johanniterkomtur zu Lagow; ab ca. 1651 Dompropst in Halberstadt; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Einfältige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Jacques-Nompar de Caumont
Marquis bzw. Duc Jacques-Nompar de La Force

geb. 1558
gest. 1652
Anm.: Sohn des in der Bartholomäusnacht ermordeten François de Caumont, Seigneur de Castelnau (1524-1572); lange militärische Karriere unter Henri de Navarre, dem späteren König Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); 1593-1621 Gouverneur und Lieutenant-général von Béarn und Navarra; 1621 Teilnahme am lezten Hugenottenkrieg unter dem Duc Henri de Rohan (1579-1638); ab 1622 Maréchal und französischer General im Dreißigjährigen Krieg; 1609-1637 Marquis sowie seit 1637 Duc de La Force und Pair de France.

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Adriaen Clant tot Stedum

geb. 1599
gest. 1665
Anm.: Sohn des Eilco Clant (gest. 1614); 1631-1642 Mitglied der "Gedeputerden Staten"; 1643-1651 Vertreter der Ritterschaft der Provinz Groningen bei den Generalstaaten; 1646-1648 Gesandter der Provinz Groningen beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (Ernennung bereits 1643).

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Katharina Magdalena Colerus
Geburtsname: Katharina Magdalena Milag

geb. 1631
gest. 1669
Anm.: Tochter des Martin Milag(ius) (1598-1657); seit 1647 Ehe mit dem Dessauer Pfarrer Johann Erhard Colerus (1623-1688).
Maria Crimmelius
Maria Reinhard
Geburtsname: Maria Kind

geb. ca. 1577
gest. 1651
Anm.: Tochter des Zerbster Diakons und Gymnasialprofessors Nikolaus Kind (1541-1598); bis 1617 erste Ehe mit dem Aderstedter Pfarrer Augustin Reinhard (gest. 1617); 1620-1621 zweite Ehe mit dem Riederer Pfarrer Valentin Crimmelius (1554-1621); ca. 1624-1652 Altfrau auf dem Bernburger Schloss; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 324 und 388.
Jean Danus de Boidonville

Anm.: Gebürtiger Lothringer; fürstlicher Bereiter (um 1612/50) und Jäger (um 1633) in Dessau.
Burggraf Fabian von Dohna

geb. 1617
gest. 1668
Anm.: Sohn des Burggrafen Fabian von Dohna (1577-1631); Erbherr auf Lauck (Ostpreußen); 1645/46 Gesandter des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688) in Paris; später auch kurbrandenburgischer Geheimer Rat; seit 1656 Statthalter des Bistums Ermland.

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Frans van Donia

geb. 1580
gest. 1651
Anm.: Sohn des Kempe van Donia (gest. 1622); vor 1643 Vertreter der Ritterschaft der Provinz Friesland bei den Generalstaaten; 1646-1648 Gesandter der Provinz Friesland beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (Ernennung bereits 1643).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Robert Douglas of Whittinghame
Graf Robert von Skänninge

geb. 1611
gest. 1662
Anm.: Sohn des schottischen Adligen Patrick Douglas of Whittinghame (gest. 1626); ab 1627 Page des seit 1622 in Schweden lebenden Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1589-1652); schwedischer Fähnrich (1630), Hauptmann (1632), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1643), Generalleutnant (1647), General und Kriegsrat (1651), Feldmarschallleutnant (1656) und Feldmarschall (1657); 1646/47 Gouverneur in Schwaben; 1652-1654 schwedischer Reichsstallmeister; ab 1658 Geheimrat im Senat sowie Oberbefehlshaber in Estland und Livland; Erhebung zum Baron von Skålby (1651) und zum Grafen von Skänninge (1654); seit 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Lebhafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Georg Druckmüller von Mühlburg

geb. 1595
gest. 1659
Anm.: Seit 1618/19 in (kur)bayrischen Kriegsdiensten, u. a. als Hauptmann (spätestens 1632), Obristleutnant (spätestens 1634), Obrist (1636) und Feldmarschallleutnant (1647); 1653 Erhebung in den Freiherrenstand.

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Hans Friedrich Eckardt

geb. 1622
gest. nach 1680/vor 1683
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Brauers Johann Eckardt (gest. vor 1640); spätestens ab 1639 Bediensteter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1643/47 Amts- bzw. Hofkopist sowie vermutlich seit 1643 zugleich fürstlicher Küchenschreiber (noch 1648); um 1649/55 Kammerschreiber (Kammerrechnungsführer); um 1653 auch Kammerdiener; ab 1658 Bauherr und um 1670/80 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Christian Friedrich von Einsiedel

geb. ca. 1621
gest. 1649
Anm.: Sohn des Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653); 1636-1638 Edelknabe des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1638-1641 Page des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1645 Hofjunker des Fürsten Friedrich Heinrich von Nassau-Oranien (1584-1647), vielleicht auch Hofmeister des Prinzen Wilhelm II. (1626-1650); seit 1647 niederländischer Rittmeister und Kammerjunker Wilhelms II.; zuletzt niederländischer Obrist in Brasilien; ab 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Berötete").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister sowie Rat in Bernburg; seit 1634 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

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Adam Heinrich von Ende

geb. 1595
gest. 1667
Anm.: Sohn des Ehrenfried von Ende (gest. 1600) auf Kleinberbisdorf; um 1610/22 gräflich-schönburgischer Page in Glauchau und Lichtenstein; 1622-1624 in halberstädtischen Kriegsdiensten; 1624-1627 Reisehofmeister des Grafen Friedrich von Schönburg-Lichtenstein (1604-1628); 1627-1631 Hofmeister des Grafen August Seyfried von Schönburg-Forderglauchau (1596-1631); seit 1633 Hofmeister der Grafen Albrecht Friedrich (1597-1641) und Jost Günther von Barby und Mühlingen (1598-1651); 1641/42 Hofmeister der verwitweten Gräfin Sophia Ursula von Barby und Mühlingen (1601-1642); 1642-1659 Hofmeister des Grafen August Ludwig von Barby und Mühlingen (1639-1659); 1651-1659 zugleich Rat und Landeshauptmann der Grafschaft Barby; 1659-1667 magdeburgischer Rat und Landeshauptmann von Barby und Rosenburg; vgl. August Stock: Euodia Piorum Mystica Et Beatissima [...], Weißenfels 1668, Bl. Fv-Hiir.

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König Karl I. von England
König Karl I. von Schottland
König Karl I. von Irland

geb. 1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England) (1566-1625); ab 1625 König von England, Schottland und Irland; 1649 durch das Parlament des Hochverrats angeklagt und hingerichtet; seit 1611 Ritter des Hosenbandordens.

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August Ernst (1) von Erlach

geb. 1616
gest. 1684
Anm.: Sohn des Burkhard von Erlach (1566-1640); Erbherr auf Altenburg (bei Nienburg/Saale); 1636-1640 und 1641-1644 in kaiserlichen Kriegsdiensten, dazwischen Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später anhaltischer Landrat und Direktor des Stipendienwesens.
Alexander Erskein
Alexander Erskine

geb. 1598
gest. 1656
Anm.: Sohn des schottischen Adligen und Greifswalder Kaufmanns Walter Erskein (1569-1643); ab 1628 in schwedischen Diensten als Hofrat und Agent in Stralsund; 1632-1634 Resident für Thüringen in Erfurt; 1634-1636 Kriegsrat bei der Hauptarmee; seit 1637 pommerscher Assistenzrat; ab 1643 Präsident des pommerschen Appellationsgerichts; 1645/46 Assistenzrat des schwedischen Generalfeldmarschalls Lennart Torstensson (1603-1651) in Leipzig; 1647/48 Vertreter der von der schwedischen Armee erhobenen Entschädigungsansprüche beim Westfälischen Friedenskongress; seit 1648 Kriegsratspräsident und Reichsrat; 1649/50 Unterhändler auf dem Nürnberger Exekutionskongress; Rat in den schwedisch besetzten Herzogtümern Bremen (1650) und Verden (1652); ab 1653 Kriegs- und Etatspräsident der Herzogtümer Bremen und Verden; seit 1655 Kriegspräsident der schwedischen Armee in Polen; 1656 polnischer Kriegsgefangener; 1655 Erhebung in den Freiherrenstand; ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fürsichtige").

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Thomas Fairfax
Lord Thomas Fairfax of Cameron

geb. 1612
gest. 1671
Anm.: Sohn des Ferdinando Fairfax, 2nd Lord Fairfax of Cameron (1584-1648); 1639/40 Teilnahme an den Bischofskriegen gegen die Schotten; Kriegsdienst für das englische Parlamentsheer als Lieutenant-general of the Horse unter seinem Vater (1642-1645) sowie Commander-in-Chief of the Forces und Captain General (1645-1650); seit 1648 3rd Lord Fairfax of Cameron; 1651-1660 Lord of Mann; danach Rückzug auf die Güter.

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Georg Heinrich von Fleckenstein-Windeck

gest. 1658
Anm.: Sohn des Friedrich von Fleckenstein-Windeck (1568-1621); vor 1638 lothringischer Obristleutnant; später kurbayerischer Obrist und Generalwachtmeister (um 1647).
Königin Anna von Frankreich und Navarra
Geburtsname: Infantin Anna von Spanien

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Tochter des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); 1615-1643 Ehe mit König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); 1643-1651 Regentin von Frankreich.

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König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

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Bartholomäus Friedrich

gest. 1664
Anm.: Geboren in der Oberpfalz; Pfarrer in Preußlitz (1636-1642) und Baalberge (seit 1642); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 252.
Comte Jean de Gassion

geb. 1609
gest. 1647
Anm.: Sohn des Hugenotten Jacques de Gassion (ca. 1565-1631); 1625-1627 und 1629/30 in savoyischen Kriegsdiensten; dazwischen 1627-1629 Leutnant unter dem hugenottischen Heerführer Duc Henri de Rohan (1579-1638); 1630-1635 schwedischer Obrist; danach französischer Mestre de camp (1635), Maréchal de camp (1638), Mestre de camp général de la cavalerie (1641), Maréchal de France (1643), Lieutenant-général de l’Armée de Flandre (1644) und Kommandant der Flandernarmee (1647); seit 1643 Conseiller d'État; Erhebung in den Grafenstand.

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Heinrich Christoph Gayling von Altheim

geb. 1604
gest. 1650
Anm.: Sohn des Philipp Heinrich Gayling von Altheim (gest. 1612); Erbherr auf Hauenstein und Bobenhausen; kurbayerischer Obristleutnant, Obrist (1635), Generalwachtmeister (1644) und General; ebenso kurfürstlicher Kammerherr; seit 1648 Armeekommandant in der Oberpfalz.

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Barthold van Gent

gest. 1650
Anm.: Sohn des geldrischen Rats Cornelis van Gent (gest. 1614); ab 1614 Mitglied der Ritterschaft von Nijmegen; seit 1625 Rat und Rechenmeister von Gelderland; ab 1640 Amtmann von Bommel, Tieler- und Bommelerwaarden; Deputierter der Ritterschaft der Provinz Gelderland bei den Generalstaaten; 1646-1648 Gesandter der Provinz Gelderland und Sprecher der gesamten niederländischen Delegation beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (Ernennung bereits 1643).

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Johannes Goethals

geb. 1611
gest. 1673
Anm.: Sohn des Blaricumer Predigers Georgius Goethals; Studium der Theologie in Leiden; danach Pfarrer in Schellinkhout (1632-1634), Purmerend (1634-1640) und Delft (seit 1640); zudem Hofprediger des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647).

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N. N. Gräfichen

Anm.: Um 1647 Leutnant.
Graf Jost Maximilian von (Bronckhorst und) Gronsfeld

geb. 1598
gest. 1662
Anm.: Sohn des Grafen Johann von (Bronckhorst und) Gronsfeld (gest. 1617); ligistischer Hauptmann (1618), Obrist (1627) und Generalfeldzeugmeister (1632); kaiserlicher Obrist (1632-1634) und General (1634-1636); 1645-1648 kurbayerischer General.

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Christian Groß(e)

gest. 1654
Anm.: Sohn des Schieloer Bauern Andreas Große (gest. vor 1647); ab 1633 in Diensten des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1638 Lakai von dessen Gemahlin Eleonora Sophia (1603-1675); danach bis 1642 fürstlicher Lakai in Bernburg; seit 1642 Haushalter und Unterkammerdiener sowie um 1643 Kammerdiener und Lakai von Fürst Christian II. (bis 1646); um 1647/50 fürstlicher Bediensteter in Bernburg; um 1651/54 Schneidermeister in Bernburg.
Georg Andreas Güder

geb. 1647
gest. 1648
Anm.: Sohn des fürstlichen Küchenmeisters Philipp Güder (1605-1669) in Bernburg.
Maria (1) Güder
Geburtsname: Maria Molweide

geb. 1609
gest. 1647
Anm.: Tochter des Bernburger Bürgers Matthias Molweide; seit 1629 Ehe mit Philipp Güder (1605-1669).
Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Friedrich Christoph von Hammerstein

geb. 1608
gest. 1685
Anm.: Sohn des kurpfälzischen Amtshauptmanns Hans Werner von Hammerstein (gest. ca. 1625); Erbherr auf Apelern; gräflich-hanauischer Page; spätestens seit 1629 in schwedischen Kriegsdiensten u. a. als Kornett (1631), Capitän-Leutnant, Rittmeister, Major (1635), Obristleutnant (1635), Obrist (1642) und Generalmajor (1646); 1657-1663 Oberbefehlshaber der "Lüneburgischen Armee"; vgl. Franz Gockel: Der Teutsche Nehemias [...], Lemgo 1685, S. 37-46.

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Martin Hanckwitz

gest. 1675
Anm.: Geboren in Preußen; später Bürger in Nienburg/Saale; 1640 Interimslehrer und dann bis 1650 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718), ab 1648 auch für deren Bruder Karl Ursinus (1642-1660); um 1651/52 fürstlicher Sekretär in Bernburg; seit 1652 Ratskämmerer in Köthen.

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Valentin Hanke
Johann Lübeck
Der blinde Valtin

gest. 1687
Anm.: Geboren in Liegnitz; kaiserlicher Leutnant (noch 1647) und Rittmeister (1648).
Georg Achatz Heher

geb. 1601
gest. 1667
Anm.: Sohn des Jursiten Georg Heher aus Nürnberg; Studium in Altdorf (1616-1620; Dr. jur. 1623) und Jena (1622); ab 1624 Advokat in Nürnberg; seit 1628 Assessor am dortigen Untergericht sowie Konsulent in Altmühl; ab 1630 Stadtgerichts-Konsulent in Nürnberg; seit 1632 Rat der schwedischen Regierung in Würzburg; 1633 Vizekanzler und Direktor der Regensburger Kriegskanzlei unter Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); seit 1636 erneut Konsulent in Nürnberg; ab 1640 sächsisch-gothaischer Hofrat; 1645-1648 Gesandter der Herzöge von Sachsen-Weimar und Sachsen-Gotha, der Fürsten von Anhalt sowie der Reichsstadt Nürnberg auf dem Westfälischen Friedenskongress; seit 1648 sächsisch-gothaischer Oberamtmann in Königsberg, Heldburg, Eisfeld und Veilsdorf; 1649/50 Gesandter der ernestinischen Herzöge auf dem Nürnberger Exekutionskongress; 1653/54 sächsisch-gothaischer und anhaltischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; ab 1659 gräflich-schwarzburgischer Kanzler in Rudolstadt; 1644 Verleihung der Hofpfalzgrafenwürde; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mittheilende").

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Andreas (1) Hesius
Andreas Heise

geb. 1610
gest. 1693
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgers Simon Heise; Dr. theol.; 1642-1655 Rektor der Bernburger Stadtschule; daneben Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien (1644/45) und der Marienkirche (1645-1655) in Bernburg; 1655-1659 Pfarrer und Hofprediger in Plötzkau; seit 1659 Superintendent und Oberpfarrer an St. Marien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 285.

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Hessen-Darmstadt, Haus
Landgrafen von Hessen-Darmstadt

Anm.: Seit 1567 bestehende Linie des deutschen Reichsfürstengeschlechts.

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Landgräfin Amalia Elisabeth von Hessen-Kassel
Geburtsname: Gräfin Amalia Elisabeth von Hanau-Münzenberg

geb. 1602
gest. 1651
Anm.: Tochter des Grafen Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg (1576-1612); 1619-1637 Ehe mit Landgraf Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); 1637-1650 Regentin der Landgrafschaft Hessen-Kassel für ihren unmündigen Sohn Wilhelm VI. (1629-1663).

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Hessen-Kassel, Haus
Landgrafen von Hessen-Kassel

Anm.: Seit 1567 bestehende Linie des deutschen Reichsfürstengeschlechts.

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Landgraf Wilhelm VI. von Hessen-Kassel

geb. 1629
gest. 1663
Anm.: Sohn des Landgrafen Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); ab 1637 regierender Landgraf von Hessen-Kassel, bis 1650 unter Vormundschaft seiner Mutter Amalia Elisabeth (1602-1651); seit 1659 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Auserkorne").

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Georg Friedrich vom Holtz

geb. 1597
gest. 1666
Anm.: Sohn des schwäbischen Adligen Georg Friedrich vom Holtz (gest. 1597); ab 1619 in ligistischen Kriegsdiensten, zuletzt als Leutnant (1622-1624); 1624-1631 kurbayerischer Hauptmann; danach württembergischer Obristleutnant (1631) und Obrist (1635); kurbayerischer Obrist (1638), Generalquartiermeister (1638), Generalwachtmeister (1646) und Feldmarschallleutnant (1647); seit 1644 auch Direktor des schwäbischen Ritterkantons Kocher; ab 1650 württembergischer Generalzeugmeister sowie Obervogt von Schorndorf, Winnenden und Waiblingen.

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Godefroid Hotton

geb. 1596
gest. 1656
Anm.: Geboren in Stavelot (bei Lüttich); Studium der reformierten Theologie in Heidelberg und Genf (bis 1621); später Prediger in Frankenthal, Aix und Bremen (bis 1629); danach Pfarrer der wallonisch-reformierten Gemeinden in Limbourg (bis 1633) und Amsterdam (seit 1634).

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Christoph Levin von Hoym

geb. 1620
gest. vor 1692
Anm.: Sohn des August von Hoym (ca. 1580/85-1633); Erbherr auf Ermsleben und Konradsburg.
Johann Albrecht von Hoym

geb. 1624
Anm.: Sohn des August von Hoym (gest. 1633); Erbherr auf Ermsleben und Konradsburg.

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Siegfried August von Hoym

geb. 1626
gest. nach 1684
Anm.: Sohn des August von Hoym (gest. 1633); Erbherr auf Ermsleben und Konradsburg.
N. N. Janikowski (1)

gest. vor 1647(?)
Anm.: Bruder des pommerellischen Adligen Krzysztof Stanisław Janikowski (ca. 1615-1647).
N. N. Janikowski (2)

gest. 1647
Anm.: Sohn des pommerellischen Adligen N. N. Janikowski (1); 1647 Tod im Streit mit seinem Onkel Krzysztof Stanisław Janikowski (ca. 1615-1647).
Krzysztof Stanisław Janikowski

geb. ca. 1615
gest. 1647
Anm.: Bruder des pommerellischen Adligen N. N. Jankowski (1); Fälscher von historischen Dokumenten; 1647 Tod im Streit mit seinem Neffen N. N. Jankowski (2).
Jesus Christus
Jesus von Nazareth

Anm.: Biblische Figur.

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Albert Joachimi

geb. 1560/61
gest. 1654
Anm.: Geboren in Goes (Zeeland); Herr von Ostende und Vinninge; 1597-1625 Mitglied der niederländischen Generalstaaten; wichtige diplomatische Missionen u. a. nach England und Schweden; ca. 1624-1650 niederländischer Gesandter in England.

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Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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N. N. Kinsky

Anm.: Im Oktober 1647 dem Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg im Traum erschienener böhmischer Adliger.
Radislaw Kinsky von Wchinitz und Tettau
Radslav Kinský z Vchynic a Tetova

geb. 1582
gest. 1660
Anm.: Sohn des Johann d. Ä. Kinsky von Wchinitz und Tettau (1536-1590); 1618-1620 Direktor und Landrat der böhmischen Stände und konföderierter Obrist; 1621 Ächtung und Verlust der Güter; seit 1621 Exil in Leiden.

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Christian Ernst von Knoch(e)

geb. 1608
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kaspar Ernst von Knoch (1582-1641); Erbherr auf Trinum; 1631-1639 in Kriegsdiensten, zuletzt als kursächsischer Obristleutnant und Generaladjutant (um 1637); ab 1641 Landeshauptmann des Teilfürstentums Anhalt-Zerbst; seit 1643 anhaltischer Gesamtrat; 1645-1650 Geheimer Rat des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1650 Direktor der Köthener Vormundschaftsregierung; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Weichende").

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Georg Knüttel

geb. 1606
gest. 1682
Anm.: Bruder des Matthias Knüttel; spätestens 1633 Küchenschreiber des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1634); 1636 Sekretär des kursächsischen Obristen Wilhelm von Brincken (gest. 1637); 1638-1640 Stellvertreter des Bernburger Amtmannes und fürstlichen Geheimsekretärs Thomas Benckendorf; ab 1639 auch Hofbesitzer in Radisleben; 1640-1642 Stellvertreter des Amtmannes von Ballenstedt; seit 1643 Kanzlist und Registrator in Bernburg (noch 1656); zuletzt fürstlicher Kanzleisekretär.
Johan de Knuyt

geb. 1587
gest. 1654
Anm.: Sohn des Middelburger Licentmeisters Laurents de Knuyt; Ratsherr und ab 1612 Bürgermeister von Middelburg; seit 1616 Deputierter der Provinz Zeeland bei der Generalitätsrechenkammer in Den Haag; Rat des Statthalters Fürst Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); Vorsitzender der Zeeländer Staaten; Vorsteher der Ritterschaft von Zeeland bei den Generalstaaten; 1646/47 Gesandter der Provinz Zeeland beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (Ernennung bereits 1643).

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König (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand IV.
König Ferdinand IV. von Böhmen
König Ferdinand IV. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand IV. von Österreich

geb. 1633
gest. 1654
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand III. (1608-1657); ab 1646 König von Böhmen; seit 1647 König von Ungarn; ab 1653 römisch-deutscher König; seit 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Graf Hans Christoph von Königsmarck

geb. 1600
gest. 1663
Anm.: Sohn des Konrad von Königsmarck (gest. vor 1621) auf Kötzlin; ab 1616 Page am Woffenbütteler Hof; 1620-1630 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Fähnrich; schwedischer Rittmeister (1631), Major (1633), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1640), Generalleutnant (1645) und Feldmarschallleutnant (1648); seit 1645 Generalgouverneur der Stifter Bremen und Verden; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Grafenstand; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Streitende").

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Andreas Kolb von Reindorf

gest. 1666
Anm.: Bayerischer Soldat (1620), Obristleutnant (um 1639), Obrist (um 1641), Generalwachtmeister (1646) und Feldmarschallleutnant (1647-1649).
Heinrich von Krosigk

geb. 1631
gest. 1705
Anm.: Sohn des Heinrich von Krosigk (gest. 1637); Erbherr auf Alsleben und Piesdorf; spätestens 1645 bis 1648 Page der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); herzoglich-magdeburgischer Land- und Kriegskommissar des Saalkreises.
Matthias von Krosigk

geb. 1616
gest. 1697
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben, Rathmannsdorf, Merbitz, Queis und Groß Salze; 1638/39 in kaiserlichen und kursächsischen Kriegsdiensten; 1648/49 Hofmeister des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Gottorf, Administrator von Lübeck (1606-1655); 1650 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; 1665 erzstiftisch-magdeburgischer Kriegskommissar des Saalkreises; ab 1683 kurbrandenburgischer Landkammerrat im Herzogtum Magdeburg; seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verbesserte"); vgl. August Hertzog: Wahl- Denck- und Trost-Spruch Eines Frommen und Wohlbetagten [...], Halle 1698, Bl. [H2]v-Lv.

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Volrad (2) von Krosigk

geb. 1612
gest. 1660
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1631-1640 Kriegsdienst u. a. als Kornett unter Herzog Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641), kursächsischer Leutnant (40 Monate), kaiserlicher Capitain-Leutnant (10 Monate), Rittmeister und Obristwachtmeister (um 1638/40); ab 1642 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nötige"); vgl. Georg Lautenschläger: Mors Christianorum nunqvam præmatura [...], Leipzig 1661, fol. L r-Miv v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Friedrich Kühn

geb. 1599
gest. 1654
Anm.: Sohn des erzbischöflich-magdeburgischen Hofrats Johann Amandus Kühn in Halle (Saale); Studium der Rechte in Jena (1618-1621) und Leipzig (1621/22); Dr. jur. utr.; ab 1627 Assessor und seit 1646 Senior am erzstift-magdeburgischen Schöppenstuhl in Halle (Saale); ab 1634 zugleich Rat der Gräfin Juliana Maria von Mansfeld-Hinterort (1598-1650); zudem anhaltisch-bernburischer Rat von Haus aus; schließlich auch Ratsmeister der Stadt Halle; vgl. N. N.: Lebens- und Todes Beschreibung Des [...] Herrn Friderich Kühns/ ICti. Des Fürstl. Ertzstifftischen Magdeburg. Schöppenstuels allhier Senioris [...], Halle (Saale) 1654.

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Georg Friedrich von Künsberg

geb. ca. 1630
gest. nach 1668
Anm.: Sohn des Tobias Friedrich von Künsberg (gest. 1637) auf Weidendorf und Altenkindsberg; Erbherr auf Schnabelwaid und Altenkindsberg; 1647-1649 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Henri (2) de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri (2) de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri (1) de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

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Graf Wilhelm von Lamboy
Comte Guillaume de Lamboy

geb. ca. 1600
gest. 1659
Anm.: Sohn des Wilhelm von Lamboy (gest. 1636); zunächst in spanischen Kriegsdiensten; danach kaiserlicher Obrist (1632), Generalfeldwachtmeister (1634), Feldzeugmeister (1641) und Feldmarschall (1645); 1647-1649 Kommandeur der kaiserlichen Truppen im Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis; Erhebung in den Freiherren- (1634) und Grafenstand (1649).

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Johann von Leittersam

geb. ca. 1600
gest. 1647
Anm.: Geboren in Enniger im Münsterland; kaiserlich-ligistischer Obristleutnant und Obrist (1632); danach lothringischer Obrist (1638), Generalwachtmeister (1638) und Feldmarschallleutnant (1639).
Friedrich Lentz

geb. 1591
gest. 1659
Anm.: Geboren in Wittenberg; 1615 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Basel; Kanzler (1617-1635) und Geheimer Rat (1635-1645) der Äbtissin Dorothea Sophia von Quedlinburg (1587-1645); 1645-1648 gräflich-stolbergischer Kanzler und Rat des Fürsten Christian II. Anhalt-Bernburg; seit 1648 gräflich-schwarzburgischer Kanzler in Rudolstadt; vgl. Justus Söffing: Seligkeit im Glauben und Schawen [...], Jena 1659, Bl. E2 v-Fiv v.

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Graf Axel Gustafsson Lillie

geb. 1603
gest. 1662
Anm.: Sohn des Gustaf Axelsson Lillie (gest. 1605); 1619 Page des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); schwedischer Leutnant (1626), Obrist (1630), Generalmajor (1635), General (1654) und Feldmarschall (1657); ab 1638 Vizegouverneur in Vorpommern und Kommandant von Stralsund; 1641-1648 Vizegouverneur von ganz Pommern; zugleich 1642-1648 Gouverneur des Meißnischen Estats und Oberkommandant von Leipzig; seit 1648 Reichsrat; ab 1651 Kriegsrat; seit 1652 Kammerrat; 1652-1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1655/56 Gouverneur von Halland; ab 1661 Generalgouverneur von Livland; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand; seit 1652 Graf von Lillieborg.

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Graf Paris von Lodron
Erzbischof Paris von Salzburg

geb. 1586
gest. 1653
Anm.: Sohn des Grafen Niklas von Lodron (1549-1621); Domherr in Trient (1605) und Salzburg (1606); 1616-1619 Salzburger Dompropst und Präsident der erzbischöflichen Hofkammer; seit 1619 Erzbischof von Salzburg.

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Johann Löw (von Eisenach) d. Ä.

geb. 1575
gest. 1649
Anm.: Vermutlich geboren in Eisenach; Hofadvokat und 1604-1645 anhaltischer Agent beim Reichshofrat in Wien; Tätigkeit in derselben Funktion für weitere lutherische und reformierte Reichsfürsten und -grafen (u. a. Braunschweig und Lüneburg, Pfalz-Sulzbach, Hanau-Münzenberg bzw. -Lichtenberg, Hohenlohe-Neuenstein, Castell, Bentheim-Tecklenburg, Nassau-Dillenburg, Erzstift Bremen) sowie für den König von Dänemark; 1614 Nobilitierung ("Löw von Eisenach").
Gebhard Loyß
Gebhard Louis

geb. 1613
gest. nach 1660
Anm.: 1635/36 und 1647-1656 Kammerdiener, zuletzt auch Geheimer Kammerschreiber und Bibliothekar des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1637 Hofkastner in Amberg; Inhaber eines lehnbaren Gülthofs in Büchelberg (Oberpfalz).
Melchior Loyß
Melchior Louis

geb. 1576
gest. 1650
Anm.: Ab 1606 in anhaltisch-bernburgischen Diensten, zunächst als Einnehmer(?) der oberpfälzischen Regierung, spätestens seit 1620 als Pfennig- (bis 1633) und Schatzmeister, ab 1634 als Amtmann von Harzgerode und fürstlicher Obereinnehmer der Harzämter (bis 1637) sowie als Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (bis 1650); 1638/39 Bernburger Stadtvogt; 1639-1646 Hofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Karl von Marimont
Charles de Mairemont

geb. ca. 1605
gest. 1668
Anm.: Lothringischer Adliger; Erbherr auf Wallingen, Neudorf und Chanville; kurbayerischer Obristleutnant, Generalquartiermeister (1640-1648) und Obrist (vor 1647); seit 1641 Pfleger in Waldmünchen; 1656-1665 Landrichter von Hirschberg.
Johann von Mario zu Gammerslewe
Johan van Mario

geb. ca. 1574
gest. 1651
Anm.: Ab 1598 in den Niederlanden lebender Italiener; 1619/20 Obristleutnant unter Graf Georg Friedrich von Hohenlohe-Weikersheim (1569-1645) bzw. Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); seit 1622 im Dienst der Fürsten von Oranien, zuletzt als Obrist (um 1629/30); 1624/25 Hofmeister des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg; ab 1624 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Goldgelbe").
Johan van Mathenesse

geb. 1596
gest. 1653
Anm.: Sohn des Adriaen van Mathenesse (gest. 1621); ab 1626 Mitglied der holländischen Ritterschaft; 1646-1648 Gesandter der Provinzen Holland und Friesland beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (Ernennung bereits 1643).

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Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Ferdinando II de' Medici
Granduca Ferdinando II di Toscana

geb. 1610
gest. 1670
Anm.: Sohn des Cosimo II de' Medici, Granduca di Toscana (1590-1621); seit 1621 Granduca di Toscana (bis 1628 unter Vormundschaft).

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Mattias de' Medici

geb. 1613
gest. 1667
Anm.: Sohn des Cosimo II de' Medici, Granduca di Toscana (1590-1621); 1629-1636, 1641-1643 und seit 1644 Gouverneur von Siena; 1631-1641 in kaiserlichen Kriegsdiensten als Feldzeugmeister (1632) und Feldmarschall (1637); 1643 toskanischer General.

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Peter Melander
Graf Peter von Holzappel
Peter Eppelmann

geb. 1589
gest. 1648
Anm.: Sohn des gräflich-nassauischen Landreiters Wilhelm Eppelmann (gest. 1592); Besuch des Pädagogiums bei der Hohen Schule zu Herborn; um 1604 Studium in Leiden; Page des Grafen Johann Ernst von Nassau-Siegen (1582-1617); 1615-1617 und 1625-1631 in venezianischen Kriegsdiensten; 1620 Obrist eines Schweizerregiments in Basel; 1633-1640 hessisch-kasselischer Generalleutnant und Kriegsrat; seit 1642 kaiserlicher Feldmarschall; 1641 Erhebung in den Grafenstand.

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Claude de Mesmes
Comte Claude d' Avaux

geb. 1595
gest. 1650
Anm.: Sohn des Jean-Jacques de Mesmes (1560-1642); ab 1617 Mitglied im Grand Conseil; seit 1623 Maître des requêtes und Conseiller d'État; französischer Gesandter in Venedig (1627-1632) und Rom (1632-1634); 1634-1637 diplomatische Missionen in Dänemark, Polen und Schweden; 1637-1642 außerordentlicher Gesandter bei den Hansestädten (Hamburg); 1644-1648 französischer Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; ab 1649 Surintendant des finances; seit 1638 Comte d'Avaux.

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Martin Milag(ius)

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Schreibers Jakob Milag (1561-1637) aus Triestewitz bei Torgau; 1619-1622 Rechtsstudium in Frankfurt/Oder; 1622 Lic. jur.; 1623-1626 Advokat in Zerbst; 1626-1632 Amtmann von Bernburg; ab 1631 auch anhaltisch-bernburgischer Rat; 1632-1634 Rat im Hochstift Halberstadt unter dem schwedischen Statthalter Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dessen und Fürst Augusts von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) Rat; seit 1635 anhaltischer Gesamtrat; daneben anhaltisch-zerbstischer (1637-1645) und anhaltisch-dessauischer Kanzler (ab 1654); zudem anhaltischer Gesandter auf dem Frankfurter Konvent (1634), auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück (1645-1648) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mindernde").

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Conte bzw. Principe Raimondo Montecuccoli

geb. 1609
gest. 1680
Anm.: Sohn des Conte Galeotto Montecuccoli (1570-1619); kaiserlicher Musketier (1625), Obrist (1635-1645), Generalfeldwachtmeister (1642), Feldmarschalleutnant (1644), General der Kavallerie (1648), Feldmarschall (1658) und Generalleutnant (1664); 1639-1642 schwedischer Kriegsgefangener; ab 1645 kaiserlicher Kämmerer und Hofkriegsrat; seit 1668 Hofkriegsratspräsident; 1651 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1668 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Salomon (2) Muschwitz
Salomon (2) Munschwitz

geb. ca. 1577
gest. 1654
Anm.: Teilnahme am Langen Türkenkrieg; ca. 1618-1620 Fourier des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); 1625 Hoffourir von dessen Sohn Christian II.; um 1642/50 Bürger in Bernburg sowie fürstlicher Pachtinhaber.
Graf Friedrich Heinrich von Nassau-Dillenburg
Fürst Friedrich Heinrich von Oranien

geb. 1584
gest. 1647
Anm.: Sohn des Fürsten Wilhelm I. von Oranien (1533-1584); ab 1625 Fürst von Oranien und Statthalter der Vereinigten Niederlande; seit 1627 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Graf bzw. Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen

geb. 1604
gest. 1679
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Nassau-Siegen (1561-1623); ab 1621 in niederländischen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (1629), Generalleutnant (1644) und Feldmarschall (1668); 1636-1644 Gouverneur, Kapitän und Ober-Admiral von Niederländisch-Brasilien; seit 1647 kurbrandenburgischer Statthalter von Kleve, Mark und Ravensberg; 1652 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1652 Herrenmeister des Johanniter-Ordens der Balley Brandenburg; 1674-1676 Gouverneur von Utrecht; seit 1674 regierender Fürst von Nassau-Siegen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Martin (1) Nickel
Martin Nicol

gest. 1651
Anm.: 1618-1620 Teilnahme am böhmischen Krieg, zuletzt als Leutnant; um 1631/38 Leutnant der Bernburger Bürgerwehr; um 1636 auch Kriegskommissar; ab spätestens 1636 Bauherr, seit 1640 Kämmerer und ab 1643 Bürgermeister der Talstadt von Bernburg (1643/45 regierend).
N. N. (von) Nolde

Anm.: Vermutlich kurländischer Adliger; um 1647 schwedischer Major.
Karl Heinrich von Nostitz

geb. 1613
gest. 1684
Anm.: Sohn des Heinrich von Nostitz (1563-1629); vor 1632 Page bei seinem Vetter Johann von Axt; 1632-1634 Kammerpage des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1634-1636 Musketier, Student der Ritterakademie und Kammerjunker in Orange; 1636-1641 Kammerjunker und seit 1639 zugleich Stallmeister Christians II., den er auf Reisen nach Polen, in die Niederlande, ins Reich und nach Frankreich begleitete; 1641 Rückkehr in die Oberlausitz; ab 1644 Landeskommissar im Kreis Bautzen; seit 1650 auch Hofgerichtsassessor; ab 1672 kursächsischer Kämmerer; seit 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Glatte").

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Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kuno Friedrich von Oppen

geb. 1611
gest. 1686
Anm.: Sohn des Hans Heinrich von Oppen auf Schlalach; Erbherr auf Alt-Gatersleben und Schlalach; vor 1637 kaiserlicher Rittmeister; Mitglied des Engeren Ausschusses der Ritterschaft im Fürstentum Halberstadt.
Henri II d' Orléans
Duc Henri II de Longueville
Duc Henri II d' Estouteville
Prince Henri II de Châtelaillon
Comte bzw. Prince Henri I de Neuchâtel

geb. 1595
gest. 1663
Anm.: Sohn des Henri I d'Orléans, Duc de Longueville (1568-1595); ab 1595 Duc de Longueville und d'Estouteville, Prince de Châtellaillon und Comte de Neuchâtel; zunächst Gouverneur der Picardie; 1619/20 und seit 1627 Gouverneur der Normandie; 1636-1643 mehrmals französischer General in Italien; ab 1643 souveräner Prince de Neuchâtel; 1645-1648 französischer Prinzipalgesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; 1648-1653 Beteiligung an der Fronde.

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Orsini, Familie

Anm.: Römisches Hochadelsgeschlecht.

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Graf Friedrich Kasimir von Ortenburg

geb. 1591
gest. 1658
Anm.: Sohn des Grafen Heinrich VII. von Ortenburg (1556-1603); ab 1628 Erbe der Grafschaft Ortenburg, die jedoch bis zu seinem Tod verpfändet blieb; seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verharrende").

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N. N. Otterleben

Anm.: Um 1647 vermutlich schwedischer Kriegskommissar.
Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Adriaen Pauw

geb. 1585
gest. 1653
Anm.: Sohn des Amsterdamer Bürgermeisters Reynier Pauw (1564-1635); Herr von Heemstede, Hoogersmilde, Bennebroek und Nieuwerkerk; Kaufmann in Amsterdam; 1611-1637 Pensionaris der Stadt Amsterdam; ab 1618 wiederholt in diplomatischen Diensten; seit 1627 Rat und Rechenmeister der Provinzen Holland und Westfriesland; 1631-1636 Ratspensionär (Regierungschef) der Provinz Holland; 1646-1648 Gesandter der Provinz Holland beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (Ernennung bereits 1643); 1648-1652 präsidierender Rat und Rechenmeister der Domänen von Holland und Westfriesland; 1651-1653 erneut Ratspensionär; 1649 und 1652 niederländischer Gesandter in London.

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Hans Georg Petzold
Hans Georg Betsoldt

gest. 1648(?)
Anm.: Sohn des Okulisten Martin Petzold; vor 1647 Okulist in Königsberg, Berlin, Crossen an der Oder, Halberstadt und Breslau; um 1647 Okulist in Bernburg.
Martin Petzold
Martin Betsoldt

Anm.: Okulist und Wunderarzt; um 1647 Aufenthalt in Dresden und Halle (Saale).
Pfalzgräfin Elisabeth von Pfalz-Simmern
Äbtissin Elisabeth (1) von Herford

geb. 1618
gest. 1680
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); ab 1661 Koadjutorin und seit 1667 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Herford.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Pfalzgräfin Katharina Sophia von Pfalz-Simmern

geb. 1595
gest. 1665
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); nach 1621 Leben am kurfürstlichen Hof in Berlin bzw. Crossen (Oder).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kaspar (1) Pfau

geb. 1596
gest. 1658
Anm.: Sohn des Kaspar Pfau (gest. 1604); nach 1622 Bediensteter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 Amtmann von Großalsleben (noch 1638); seit 1630 anhaltischer Gesamtrat; um 1632 Amtmann zu Gernrode und Großalsleben sowie fürstlich-anhaltischer Kriegskommissar; ab 1638 auch Landrentmeister, zugleich Amtmann von Gernrode; um 1640 Obereinnehmer; um 1641/42 Landrechnungsrat; seit 1645 Hofrat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anhaltende").

Weiterführende Informationen , Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Konrad Balthasar Pichtel

geb. 1605
gest. 1656
Anm.: Sohn des kurpfälzischen Oberhofzehenden Balthasar Pichtel (gest. 1620); Studium in Altdorf (1620), Wittenberg (1623), Leipzig und Frankfurt/Oder; danach Jurist am Reichskammergericht, in Wittenberg (1628/29), Dresden (1629/30) und Holstein (ab 1630); 1632 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Marburg; seit 1635 Geheimer Rat und Praetor Pupillaris des Grafen Anton Günther von Oldenburg und Delmenhorst (1583-1667); um 1642/43 abgeordneter Berater des Fürsten Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1645-1648 gräflich-oldenburgischer Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress; ab 1642 Mitglied in der Fruchtbringenden Gesellschaft („Der Überwindende“).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
König Wladislaw IV. von Polen
Großfürst Wladislaw II. von Litauen

geb. 1595
gest. 1648
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1610-1613 erwählter Zar des Moskauer Reiches; ab 1632 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1615 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Pommern, Haus
Herzöge von Pommern

Anm.: Im Jahr 1637 ausgestorbene Dynastie der Greifen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Graf Tomio von Pompei
Conte Tomio d' Ilassi

geb. 1611
gest. 1654
Anm.: Sohn des Girolamo de Pompei; seit 1624 in niederländischen Kriegsdiensten, zuletzt als Hauptmann (1627); kaiserlicher Obrist (1638), Generalfeldzeugmeister (1643) und Feldmarschallleutnant (1647); 1650-1653 venezianischer General der Artillerie und Oberbefehlshaber auf Candia (Kreta); 1653 Erhebung in den Grafenstand; vgl. Antonio Schmidt-Brentano: Die kaiserlichen Generale 1618-1655. Ein biographisches Lexikon, Wien 2022, S. 389-391.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Rodrigo Ponce de León y Álvarez de Toledo
Duque Rodrigo de Arcos
Marqués Rodrigo de Zahara
Conde Rodrigo de Bailén
Conde Rodrigo de Casares

geb. 1602
gest. 1658
Anm.: Sohn des Luis Ponce de León y Zúñiga, Marqués de Zahara (1573-1605); ab 1605 Marqués de Zahara (bis 1632); seit 1625 Conde de Bailén; ab 1630 Duque de Arcos und Conde de Casares; spanischer Vizekönig von Valencia (1642-1645) und Neapel (1646-1648).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Johann IV. von Portugal
Duque João II de Bragança

geb. 1604
gest. 1656
Anm.: Sohn des Duque Teodósio II de Bragança (1568-1630); ab 1630 Duque de Bragança; seit 1640 König von Portugal.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Josias von Rantzau

geb. 1609
gest. 1650
Anm.: Sohn des Breide von Rantzau (1563-1639); zunächst in niederländischen, dänischen, kaiserlichen und schwedischen Kriegsdiensten; danach französischer Colonel (1635), Maréchal de camp (1636), Lieutenant-général (1637), Lieutenant-général des armées du roi (1643) und Maréchal de France (1645); 1645 Konversion zum katholischen Glauben; 1646-1649 Festungskommandant von Dünkirchen; während der Fronde 1649/50 kurzzeitig inhaftiert.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Godart van Reede

geb. 1588
gest. 1648
Anm.: Sohn des Gerard van Reede (gest. 1612); 1600-1618 Domherr in Utrecht; ab 1618 Mitglied der Ritterschaft der Provinz Utrecht; Vertreter Utrechts bei den Generalstaaten; seit 1644 Statthalter der Lehen der Provinz Utrecht und der Abtei St. Paulus; 1646-1648 Gesandter der Provinz Utrecht beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (Ernennung bereits 1643).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Karl Friedrich von Reich

geb. 1612(?)
gest. 1647
Anm.: Sohn des kursächsischen Hofrats Jakob von Reich; kaiserlicher Obristleutnant (1635), Obrist, Generalquartiermeister (1636) und Generalfeldwachtmeister (1647); vgl. Antonio Schmidt-Brentano: Die kaiserlichen Generale 1618-1655. Ein biographisches Lexikon, Wien 2022, S. 398f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Nikolaus Georg von Reigersberger

geb. ca. 1598
gest. 1651
Anm.: Sohn des Diedenhofener Metzgers Georg Reigersberger; Studium der Rechte in Köln und Mainz; Dr. jur. utr.; ab 1622 kurmainzischer Hofrat; 1624-1644 und 1646 Schultheiß von Aschaffenburg; seit 1635 Reichshofrat; ab 1640 Geheimer Rat, 1641-1643 Vizekanzler und seit 1643 Kanzler des Erzstifts; zudem kurmainzischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag (1640/41) sowie bei den Westfälischen Friedensverhandlungen in Münster und Osnabrück (1645-1648).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Georg Reinhardt

geb. 1606
gest. 1672
Anm.: Sohn des markgräflichen Rats Samuel Reinhardt (1555-1637); Studium in Wittenberg (1622), Frankfurt/0der (1623-1625) und Leiden (1628); 1629-1638 Tätigkeit als Hofmeister bzw. Inspektor mehrerer junger Adliger; Leiden und Leipzig; kurbrandenburgischer Konsistorialrat (ab 1638), Hof- und Kammergerichtsrat (seit 1639), Appellationsgerichtsrat in Ravensberg (ab 1653) und Geheimer Rat (1658-1668); seit 1670 Geheimer Rat des Herzogs August von Sachsen-Weißenfels, Administrator des Erzstifts Magdeburg (1614-1680); ab 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vergnügte"); vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 561f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Willem Ripperda

geb. ca. 1600
gest. 1669
Anm.: Sohn des Unico Ripperda (gest. 1625); Herr von Hengelo, Boekelo, Boxbergen und Rijsenburg; zunächst in niederländischen Kriegsdiensten, u. a. als Rittmeister (1623); ab 1631 Mitglied der Ritterschaft der Provinz Overijssel; 1633-1663 Vertreter der Ritterschaft Overijssels bei den Generalstaaten; 1646-1648 Gesandter der Provinz Overijssel beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (Ernennung bereits 1644).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Ernst Dietrich von Röder

geb. ca. 1608
gest. 1686
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Wolf Dietrich von Röder (gest. 1624); Erbherr auf Ermsleben; bis 1630 Edelknabe und Kammerjunge des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ca. 1632-1635 Hofjunker und ab 1636 Kammerjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1634 zudem fürstlicher Kriegskommissar in den Ämtern Güntersberge und Harzgerode; bis 1650 anhaltisch-bernburgischer Kriegskommissar; ab 1650 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg von Haus aus; seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Diensthafte").
Georg Ehrenreich (1) von Roggendorf

geb. 1596
gest. 1652
Anm.: Sohn des Kaspar von Roggendorf (gest. 1598); 1620 Ächtung und Enteignung wegen Teilnahme am böhmisch-österreichischen Ständeaufstand; darauf Leben im Exil, nach kaiserlicher Begnadigung (1628) niederösterreichischer Landstand und Hausbesitzer in Wien; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Geduldige").
Johannes (Nikolaus) Rulicius

geb. 1602
gest. 1666
Anm.: Geboren in Kirchberg (Hunsrück); Studium in Herborn (1623) und England (bis 1628); ca. 1630/31 Pfarrer in Dorchester; 1635 Pfarrer der englisch-reformierten Kirche in Heidelberg; ab 1636 englischer und seit 1639 deutscher reformierter Prediger in Amsterdam; daneben vor allem Sammler von Spendengeldern für protestantische Glaubensflüchtlinge.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Sachsen (albertinische Linie), Haus
Kurfürsten von Sachsen
Herzöge von Sachsen

Anm.: Durch Herzog Albrecht den Beherzten von Sachsen (1443-1500) begründete Linie der Wettiner, seit 1547 Inhaber der sächsischen Kurwürde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Sachsen-Lauenburg, Haus
Herzöge von Sachsen-Lauenburg

Anm.: Im Jahr 1689 ausgestorbene Linie der Askanier.Weiterführende Informationen in der NDB
Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Johann Bartholomäus Schäffer

gest. 1655
Anm.: Seit 1624 Tätigkeit in den kurbayerischen Kanzleien in München und Amberg; später Kriegskommissar und Generalkriegskommissar (1639-1648); danach Regimentsrat in Amberg; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Dringende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Gebhard (von) Schicke
Gebhard (von) Schieck(e)

geb. ca. 1595/1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Wolf Dietrich (von) Schicke (oder Schieck) auf Reinsdorf (gest. 1615); Erbherr auf Osterwieck; kaiserlicher Rittmeister (1631) unter Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632), Major (um 1641/42) und Obristleutnant (um 1649).
Bernhard Friedrich von Schierstedt

geb. 1613
gest. 1675
Anm.: Sohn des Jakob von Schierstedt (gest. 1642) auf Scheuder und Tornau; Erbherr auf Kleinbadegast und Tornau; 1627-1633 Page des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); 1633-1650 und erneut ab 1655 in schwedischen Kriegsdiensten als Kornett, Leutnant, Rittmeister (um 1641), Obristwachtmeister (1647), Obristleutnant (1655) und Obrist (1660); seit 1666 kurbrandenburgischer Obrist; anhaltischer Landrat; vgl. Conrad Lincker: Christlicher und Gottgefälliger Ritters-Männer Himmlischer Heer- und Seelen-Wagen [...], Köthen 1675, fol. J r-Kij v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzogin Louise von Schlesien-Brieg-Liegnitz-Ohlau-Wohlau
Herzogin Louise von Schlesien-Ohlau-Wohlau
Herzogin Louise von Schlesien-Brieg
Geburtsname: Fürstin Louise von Anhalt-Dessau

geb. 1631
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); 1648-1672 Ehe mit Herzog Christian von Schlesien-Brieg-Liegnitz-Wohlau (1618-1672).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Georg III. von Schlesien-Brieg-Liegnitz
Herzog Georg III. von Schlesien-Brieg

geb. 1611
gest. 1664
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Christian von Schlesien-Brieg (1591-1639); 1635-1639 Statthalter im Herzogtum Schlesien-Brieg; 1639-1653 gemeinsam mit seinen Brüdern Ludwig (1616-1663) und Christian (1618-1672) regierender, ab 1653 alleiniger Herzog von Schlesien-Brieg; seit 1663 auch Herzog von Schlesien-Liegnitz; ab 1639 Oberlandeshauptmann von Schlesien; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unfehlbare").

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Herzog Georg Rudolf von Schlesien-Liegnitz-Wohlau

geb. 1595
gest. 1653
Anm.: Sohn des Herzogs Joachim Friedrich von Schlesien-Liegnitz-Brieg-Wohlau (1550-1602) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1611 regierender Herzog von Schlesien-Liegnitz und Schlesien-Wohlau (bis 1612 unter Vormundschaft); 1621-1629 Oberlandeshauptmann von Schlesien; seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wunderbare").

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Herzog Alexander Heinrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1608
gest. 1667
Anm.: Sohn des Herzogs Alexander von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1573-1627); um 1631 schwedischer Rittmeister; 1649 Konversion zum katholischen Glauben; danach Übersiedlung nach Schlesien; später kaiserlicher Obrist.

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Herzog Georg Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1611
gest. 1676
Anm.: Sohn des Herzogs Alexander von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1573-1627).
Schleswig-Holstein, Haus
Herzöge von Schleswig-Holstein

Anm.: Seit 1460 herrschende königlich-dänische Seitenlinie des Hauses Oldenburg.
Christian Schmidt

gest. 1656
Anm.: Angeblich polnischstämmiger Schlesier; um 1645/50 schwedischer Kriegskommissar im Hochstift Halberstadt; vor 1656 Generalkriegskommissar des Königs Karl X. Gustav von Schweden (1622-1660) in Polen; 1656 Ermordung auf einer Reise.
Martin Schmidt

gest. 1657(?)
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); fürstlicher Amtmann und Amtsschreiber in Harzgerode (spätestens 1631-1632); anschließend Amtmann von Bernburg (1632-1637) bzw. Ballenstedt-Hoym (1637-1657).
Johann Philipp von Schönborn
Erzbischof und Kurfürst Johann Philipp von Mainz
Bischof Johann Philipp von Würzburg
Bischof Johann Philipp von Worms

geb. 1605
gest. 1673
Anm.: Sohn des Georg von Schönborn (gest. 1613); Domizellar in Würzburg (ab 1621) und Mainz (seit 1625); Domherr in Würzburg (ab 1629) und Worms (seit 1630); 1635-1645 Stiftspropst von St. Burkard in Würzburg; ab 1642 Bischof von Würzburg; seit 1647 auch Erzbischof und Kurfürst von Mainz; ab 1663 ebenso Bischof von Worms.

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Schönburg, Familie

Anm.: Mitteldeutsches Adelsgeschlecht.

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Johann Heinrich Schoer
Johann Heinrich Schor(r)

Anm.: Um 1638/47 fürstlicher Amtmann von Dessau.
Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

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Simon Heinrich von Schweichhausen
Simon Heinrich von Schwechhausen

geb. ca. 1614
Anm.: Sohn des Bremer Patriziers N. N. Schweichhausen (1); zeitweise Kriegsdienst in England als Fähnrich, Leutnant, Capitän-Leutnant und Rittmeister; 1646-1649 Hofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718) sowie zugleich anhaltisch-bernburgischer Rat; ab 1649 sächsisch-weimarischer Hof- und Kammerjunker (spätestens 1651) sowie Obristleutnant (1651-1655); 1654/55 zudem Hofmeister der Herzöge Bernhard (1638-1678) und Friedrich von Sachsen-Weimar (1640-1656); 1653 Nobilitierung; seit 1651 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Eigentliche").
Abel Servien
Marquis Abel de Sablé
Marquis Abel de Boisdauphin
Comte Abel de La Roche des Aubiers

geb. 1593
gest. 1659
Anm.: Sohn des Antoine Servien, Seigneur de Biviers (gest. 1621); 1616-1624 Procureur général beim Parlament von Grenoble; ab 1618 Conseiller d’État; seit 1624 Maître des requêtes de l'hôtel du roi; 1628/29 Intendant de la généralité de Bordeaux; 1630/31 Präsident des Parlaments von Bordeaux; 1630-1636 Secrétaire d’État de la Guerre; französischer Gesandter beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (1644-1646 und 1647-1649) und in Den Haag (1646/47); ab 1648 Ministre d’État; seit 1653 Surintendant des Finances; ab 1656 Marquis de Boisdauphin et de Sablé.

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Allert Siltman

geb. ca. 1610/20
gest. nach 1682
Anm.: Sohn des Nylödöser Bürgermeisters Allert Siltman; schwedischer Proviantmeister in Halle (Saale) (um 1642) und Leipzig (1643-1649);seitab 1649 Buchhalter der Pommerschen Rentkammer in Stettin; später schwedischer Generalproviantmeister und Oberkriegskommissar; um 1682 Kriegsrat und Intendent; vgl. Alexander Zirr: Die Schweden in Leipzig. Die Besetzung der Stadt im Dreißigjährigen Krieg (1642-1650), Leipzig 2017, S. 782.
Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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Francisco de Sousa Coutinho

geb. 1597
gest. 1660
Anm.: Sohn des Gonçalo Vaz Coutinho; seit 1623 Vertreter des Hauses Bragança in Madrid; portugiesischer Sonderbotschafter in Kopenhagen und Stockholm (1641) sowie Gesandter in Den Haag (1643-1650), Paris (1651-1653) und Rom (1655-1658).

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Königin Maria Anna von Spanien
Geburtsname: Erzherzogin Maria Anna von Österreich

geb. 1634
gest. 1696
Anm.: Tochter von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1649-1665 Ehe mit König Philipp IV. von Spanien (1605-1665).

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König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

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Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Johann Sternberg

gest. 1650
Anm.: Vermutlich Dr. jur.; um 1646/48 schleswig-holsteinischer und spätestens seit 1647 auch anhaltisch-bernburgischer Agent in Wien.
Sultan (Osmanisches Reich) Ibrahim

geb. 1615
gest. 1648
Anm.: Sohn von Sultan Ahmed I. (1590-1617); seit 1640 Sultan des Osmanischen Reiches.

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Wolfgang Sutorius

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des späteren Ballenstedter bzw. Bernburger Pfarrers Leonhard Sutorius (1576-1642); bis 1643 fürstlicher Amtsschreiber in Harzgerode; 1646-1648 fürstlicher Gutsverwalter in Zepzig; seit 1648 Korn- und um 1649/54 Amtsschreiber in Bernburg.
Johann (1) Tappe

gest. nach 1659
Anm.: Vermutlich Sohn des Bernburger Amtmanns David Tappe (gest. 1625); um 1644/57 fürstlicher Amts- bzw. Kornschreiber in Bernburg; seit 1649 ebenso Stadtkämmerer der Bernburger Bergstadt (noch 1659); um 1651/53 zugleich Stadtschreiber; um 1656/57 Amtsschreiber.
Konrad Theopold

geb. 1600
gest. 1651
Anm.: Sohn des Amesdorfer Pfarrers Johannes Theopold (1563-1626); Schulbesuch am Gymnasium zu Zerbst, Studium in Frankfurt a. d. Oder; 1626-1637 Pfarrer in Natho; 1637-1644 Diakon an St. Bartholomäi in Zerbst (Entlassung als Reformierter); seit 1645 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 445.

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Heinrich Thulemeyer

geb. 1619
gest. 1676
Anm.: Reformierter Prediger; bis 1647 gräflich-ortenburgischer Hofprediger; 1647-1660 Hofprediger der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660) und seit 1651 auch Pfarrer in Crossen (Oder).

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Georg Adam von Trautitzsch
Jiří Adam z Drahotuš

geb. ca. 1590
gest. 1654
Anm.: Sohn des brandenburgisch-jägersdorfischen Rats Georg Adam von Trautitzsch (Drahotuš) (1557-1645); um 1625 dänischer Capitain; später kursächsischer Rittmeister (1631), Obristleutnant (1632), Obrist (1634) und Generalwachtmeister (1636); danach kaiserlicher Generalfeldwachtmeister (1640) und Feldmarschallleutnant (1645); vgl. Antonio Schmidt-Brentano: Die kaiserlichen Generale 1618-1655. Ein biographisches Lexikon, Wien 2022, S. 495-497.

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Martin Ulrich

Anm.: Um 1646/56 fürstlicher Stalljunge in Bernburg.
Matthieu Vernier de Rougemont et d'Orchamp

geb. ca. 1600
gest. 1658
Anm.: Sohn des burgundischen Adligen Jean de Vernier de Rougemont et d'Orchamp; kaiserlicher Rittmeister (1620), Obristwachtmeister (1626), Obristleutnant (1632) und Generalfeldwachtmeister (1647); seit 1656 Hofkriegsrat; 1636 Erhebung in den Freiherrenstand; vgl. Antonio Schmidt-Brentano: Die kaiserlichen Generale 1618-1655. Ein biographisches Lexikon, Wien 2022, S. 507-509.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Johann Wilhelm Vogt von Hunoldstein

geb. 1599
gest. 1665
Anm.: Sohn des Wilhelm Vogt von Hunoldstein (1565-1607); 1614-1623 Domherr in Trier; ligistischer Hauptmann (1623), Obristleutnant (1626) und Obrist (1632); 1636 lothringischer Gouverneur der Grafschaft Bouquenom und von Saarwerden; 1636-1639 kaiserlicher Obrist; 1639-1642 kurbayerischer Generalwachtmeister; kaiserlicher Generalfeldwachtmeister (1643) und Feldmarschallleutnant (1645); 1648 kurbayerischer Generalfeldzeugmeister; 1655-1661 kaiserlicher Feldzeugmeister; Erhebung in den Freiherren- (1655) und Grafenstand (1660); vgl. Antonio Schmidt-Brentano: Die kaiserlichen Generale 1618-1655. Ein biographisches Lexikon, Wien 2022, S. 234-237.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Melchior Otto Voit von Salzburg
Bischof Melchior Otto von Bamberg

geb. 1603
gest. 1653
Anm.: Sohn des Johann Wolf Voit von Salzburg (gest. 1618); ab 1612 Domizellar und seit 1627 Domkapitular in Würzburg; 1622-1640 Domherr in Mainz; ab 1627 Domherr in Bamberg; 1628-1630 Landrichter des Herzogtums Franken; seit 1635 Propst des Würzburger Stifts Neumünster; 1638-1642 Dompropst und bischöflicher Statthalter in Bamberg; ab 1642 Bischof von Bamberg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Otto Ludwig von Wachenheim

geb. ca. 1610
gest. 1660
Anm.: Sohn des Friedrich Philipp von Wachenheim (gest. 1635); kaiserlicher Obristleutnant (1638), Obrist (1640) und Generalfeldwachtmeister (um 1644); 1647 kaiserlicher Kommissar bei den bayerisch-französischen Waffenstillstandsverhandlungen in Ulm; vgl. Antonio Schmidt-Brentano: Die kaiserlichen Generale 1618-1655. Ein biographisches Lexikon, Wien 2022, S. 511f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Esche von Wallwitz

geb. 1588
gest. 1653
Anm.: Sohn des Esche von Wallwitz; Kammerjunker, Kriegskommissar und Hofmeister des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); um 1630/41 Leutnant; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Reizende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Anselm Kasimir Wambolt von Umstadt
Erzbischof und Kurfürst Anselm Kasimir von Mainz

geb. 1583
gest. 1647
Anm.: Sohn des Reichshofrats Eberhard Wambolt von Umstadt (1546-1609); Studium am Collegium Germanicum in Rom (1596-1597), in Würzburg (1597-1599) und erneut in Rom (1599-1602) und Padua (1605-1607); ab 1605 Diakon sowie Domkapitular in Mainz; seit 1610 auch Chorherr zu St. Alban; 1608-1618 erzbischöflich-mainzischer Hofrat; 1619-1629 Amtmann von Mombach; 1620-1624 und 1627 erzbischöflicher Statthalter in Mainz; 1620-1622 Rektor der Universität in Mainz; 1627-1647 Dompropst in Halberstadt; ab 1629 Erzbischof und Kurfürst von Mainz.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Jakob Wancke

gest. nach 1650
Anm.: Zunächst in kursächsischen Kriegsdiensten; danach schwedischer Hauptmann (um 1637), Obristleutnant (1639) und Obrist (1647); 1637 Kommandant der Moritzburg in Halle (Saale); 1640/41 Kommandant von Görlitz; 1642/43 Kommandant in Olmütz.
Gall Weber

Anm.: Bernburger Bürger; um 1632 Höker; spätestens 1637 bis 1650 Pächter des Gernröder Hofes in Waldau; um 1651 Schenke zu Aderstedt.
Dietrich von dem Werder

geb. 1584
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gebhard von dem Werder (1539-1612); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Gerlebogk, Görzig und Ziebigk; Page, Kammerjunker und Stallmeister des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1610 hessisch-kasselischer Rittmeister; danach bis 1622 Geheimer Rat und Oberhofmarschall in Kassel; 1623 anhaltischer Hauptmann; 1631-1635 schwedischer Obrist; ab 1639 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1645 kurbrandenburgischer Obrist, Geheimer Rat und Amtshauptmann von Alt-Gatersleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielgekörnte"); vgl. Gottfried Coler: Der Vom Vater gegebene/ Vom Sohne ausgeführete/ Und vom H. Geiste versiegelte Raht des Heils [...], Köthen 1658, fol. Jiij v - N2 v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Weyland

geb. 1601
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Böttchers Joachim Weyland (gest. 1610); zunächst Reitherr, um 1624 Kämmerer sowie seit 1634 Bürgermeister (1634, 1636, 1639, 1642 regierend) der Talstadt von Bernburg.
Heinrich Julius von Wietersheim

geb. ca. 1624
gest. 1669
Anm.: Sohn des schleswig-holsteinisch-gottorfischen Kanzlers Anton (1) von Wietersheim (1587-1647); Erbherr auf Stadthagen und Sachsenhagen.
Zacharias Wißeke

Anm.: Um 1647 fürstlicher Bote in Bernburg.
Graf Arvid Wittenberg
Arvid Wirtenberg von Debern

geb. 1606
gest. 1657
Anm.: Sohn des Hans Wirtenberg von Debern (gest. 1630); ab 1622 in schwedischen Kriegsdiensten als Kapitän (1629), Obrist (1634), Generalmajor (1640), General der Kavallerie (1645), Reichszeugmeister und General der Artillerie (1650) sowie Feldmarschall (1655); ca. 1634/35 kaiserlicher Kriegsgefangener; seit 1651 Reichsrat; ab 1655 Generalgouverneur von Pommern; seit 1656 polnischer Kriegsgefangener; Erhebung in den Freiherren- (1651) und Grafenstand (1652).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Matthias von Wolzogen

geb. 1588
gest. 1665
Anm.: Sohn des Andreas von Wolzogen; Erbherr auf Missingdorf; 1619/20 Teilnahme am böhmisch-österreichischen Ständeaufstand; 1620 deswegen Ächtung, Enteignung und Ausweisung aus Niederösterreich; danach Exulant an unbekannten Orten; ab 1632 in gräflich-oldenburgischen Diensten, um 1635 als Hofmeister, 1645 und 1649 ebenso als Gesandter; 1656-1658 Direktor der Regierungskanzlei und des neugeschaffenen Geheimen Rates; seit 1656 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Andeutende"); vgl. Karl August Alfred von Wolzogen und Neuhaus: Geschichte des Reichsfreiherrlich von Wolzogen’schen Geschlechts, Bd. 1, Leipzig 1859, S. 32-43.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Carl Gustav Wrangel af Salmis
Graf Carl Gustav von Sölvesborg

geb. 1613
gest. 1676
Anm.: Sohn des Hermann Wrangel (1587-1643); ab 1627 in schwedischen Kriegsdiensten als Kornett (1629), Rittmeister (1632), Obristleutnant (1635), Obrist (1636), Generalmajor (1638), Generalzeugmeister (1645) und Feldmarschall (1646); seit 1646 Reichsrat; 1646-1648 Oberbefehlshaber der schwedischen Truppen in Deutschland; 1648-1650 und ab 1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1657-1664 Reichsadmiral; seit 1664 Reichsmarschall; 1651 Erhebung in den Grafenstand (1651-1665 Graf von Salmis, ab 1665 Graf von Sölvesborg); seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Obsiegende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Helena Zaborsky
Helena Zabořsky

Anm.: Vermutlich Tochter des böhmischen Adligen N. N. Zaborsky (gest. 1636); seit 1637 Kammerjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Nikolaus von Zastrow

geb. 1602
gest. 1672
Anm.: Sohn des Nikolaus von Zastrow (gest. 1604) auf Kölpin (bei Neustettin); Erbherr auf Kannawurf; ab 1614 Page am pommerschen Hof; danach in brandenburgisch-ansbachischen (1621), venezianischen (1621/22), badisch-durlachischen (1622), nürnbergischen (1622/23), kaiserlich-ligistischen (1623/24, erneut bis 1628) und spanischen Kriegsdiensten (1625); 1631-1637 in kursächsischen Kriegsdiensten als Rittmeister (1632), Obristwachtmeister (1634) und Obristleutnant (1636); seit 1638 in Diensten des Herzogs August von Sachsen(-Weißenfels), Administrator von Magdeburg (1614-1680), u. a. als Kommandant der Moritzburg zu Halle (ab 1640) und Hofmarschall (seit 1648); ab 1657 auch Amtshauptmann von Jerichow und Sandau; seit 1663 Amtshauptmann von Weißenfels und Oberhauptmann in Thüringen; ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schwere"); vgl. Johann Schieferdecker: Ein Schöner Accord [...], Weißenfels 1673, Bl. K ij v-N ij v.

Weiterführende Informationen , Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Philipp Zepper

geb. 1592
gest. 1655
Anm.: Sohn des Dillenburger Hofpredigers Wilhelm Zepper (1550-1607); Studium in Bremen und Marburg; zeitweise Dozent der Rechte an der Universität Frankfurt (Oder); um 1623 anhaltischer Amtmann von Warmsdorf; um 1629 Stadtkämmerer und seit 1635 Bürgermeister von Köthen; um 1644 Amtmann von Köthen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Conde Félix de Zúñiga y Guzmán

geb. ca. 1600
gest. nach 1649
Anm.: Spanischer Adliger; kaiserlicher Obrist (1633), Generalfeldwachtmeister (1644) und Feldmarschallleutnant (1649); seit 1647 Hofkriegsrat; 1646 Erhebung in den Grafenstand; vgl. Antonio Schmidt-Brentano: Die kaiserlichen Generale 1618-1655. Ein biographisches Lexikon, Wien 2022, S. 556-558.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Aderstedtischer Busch
Anm.: Auenwaldgebiet an der Saale zwischen Aderstedt und Bernburg.
Aken
weiterführende Informationen
Alsleben
weiterführende Informationen
Altenburg
weiterführende Informationen
Altenburg (bei Nienburg/Saale)
weiterführende Informationen
Altmark
weiterführende Informationen
Amsterdam
weiterführende Informationen
Anhalt-Bernburg, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt-Köthen, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt, Fürstentum
weiterführende Informationen
Apen
weiterführende Informationen
Artern
weiterführende Informationen
Aschersleben
weiterführende Informationen
Baalberge
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Ballenstedt(-Hoym), Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Barby
weiterführende Informationen
Barby, Grafschaft
weiterführende Informationen
Bayern, Herzogtum bzw. Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Beesen (Beesenlaublingen)
weiterführende Informationen
Berlin
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Bergstadt ("Vorm Berge")
Anm.: Eigenständige Stadt rechts der Saale unterhalb des Bernburger Schlosses, die im Jahr 1825 mit der Talstadt vereinigt wurde.
Bernburg, Talstadt
Anm.: Stadt links der Saale, die aus den ehemals eigenständigen Teilen Altstadt und Neustadt bestand (1825 Zusammenschluss mit der Bernburger Bergstadt).
Bode, Fluss
weiterführende Informationen
Bornische Aue
Anm.: Nach der wüstgefallenen Siedlung Borna benannte Aue an der Saale zwischen Bernburg und Gröna in der Gegend des heutigen Bernburger Stadtteils Neuborna.
Brandenburg, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Brasilien
weiterführende Informationen

Anm.: Kolonie des Königreichs Portugal.
Braunschweig
weiterführende Informationen
Breslau (Wrocław)
weiterführende Informationen
Brieg (Brzeg)
weiterführende Informationen
Buttstädt
weiterführende Informationen
Calbe
weiterführende Informationen
Candia (Irákleion)
weiterführende Informationen
Cörmigk
weiterführende Informationen
Dalmatien
weiterführende Informationen
Danzig (Gdańsk)
weiterführende Informationen
Delitzsch
weiterführende Informationen
Den Haag ('s-Gravenhage)
weiterführende Informationen
Dessau (Dessau-Roßlau)
weiterführende Informationen
Diksmuide
weiterführende Informationen
Dresden
weiterführende Informationen
Dröbel
weiterführende Informationen
Droyßig
weiterführende Informationen
Dürrenberg (Bad Dürrenberg)
weiterführende Informationen
Eichsfeld
weiterführende Informationen
Eilenburg
weiterführende Informationen
Eisenach
weiterführende Informationen
Eisleben (Lutherstadt Eisleben)
weiterführende Informationen
Elbe (Labe), Fluss
weiterführende Informationen
England, Königreich
weiterführende Informationen
Erfurt
weiterführende Informationen
Ermsleben
weiterführende Informationen
Flandern, Grafschaft
weiterführende Informationen
Fontainebleau
weiterführende Informationen
Franken
weiterführende Informationen
Frankenhausen (Bad Frankenhausen)
weiterführende Informationen
Frankfurt (Main)
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Gardelegen
weiterführende Informationen
Gatersleben
weiterführende Informationen
Gatersleben, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Hochstifts bzw. Fürstentums Halberstadt.
Genf (Genève)
weiterführende Informationen
Gotha
weiterführende Informationen
Griechenland
weiterführende Informationen
Gröbzig
weiterführende Informationen
Gröna
weiterführende Informationen
Großpaschleben
weiterführende Informationen
Güsten
weiterführende Informationen
Halberstadt
weiterführende Informationen
Halberstadt, Hochstift bzw. Fürstentum (seit 1648)
weiterführende Informationen
Halle (Saale)
weiterführende Informationen
Hamburg
weiterführende Informationen
Harz
weiterführende Informationen
Harzgerode
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
weiterführende Informationen
Hessen-Kassel, Landgrafschaft
weiterführende Informationen
Hessen, Landgrafschaft
weiterführende Informationen
Hessendamm
Anm.: Der westlichste von drei historischen Überquerungen des Großen Bruchs als Teil der Fernstraße zwischen Wolfenbüttel und Halberstadt zwischen Mattierzoll und Hessen (heutige Bundesstraße 79).
Hildesheim
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Höxter
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Hof
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Hohenerxleben
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Holstein, Herzogtum
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Iglau (Jihlava)
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Italien
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Jena
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Kahla
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Kalmar
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Katalonien, Fürstentum
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Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Kiewitzer Damm
Anm.: Der mittlere von drei historischen Überquerungen des Großen Bruchs als Teil der Fernstraße zwischen Schöningen und Halberstadt zwischen Dedeleben und Jerxheim (heutige Bundesstraße 244).
Kirchenstaat
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Kleinpaschleben
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Kleve
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Kochsberg (Kukesberg/Küxberg)
Anm.: In der frühen Neuzeit Weinberg an der Saale bei Bernburg.
Könnern
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Kösen (Bad Kösen)
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Köthen
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Kreta (Candia), Insel
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Landsberg
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Langer Berg (Saale)
Anm.: In der frühen Neuzeit Weinberg am Hang linkerhand von Wipper und Saale westlich von Bernburg zwischen dem heutigen Tiergarten und der Zörnitzer Mühle.
Latdorf
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Lauingen
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Leiden
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Leipzig
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Lens
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Lichtenstein
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Liegnitz (Legnica)
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Lothringen, Herzogtum
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Lüneburg
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Magdeburg
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Mainz, Kurfürstentum (Erzstift)
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Mansfeld
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Meierij van 's-Hertogenbosch
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Anm.: Teil des Herzogtums Brabant.
Memmingen
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Merbitz
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Merseburg
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Mühlhausen
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Münster
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Münster, Hochstift
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Naumburg
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Neapel (Napoli)
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Neuhaldensleben (Haldensleben I)
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Niederländisch-Brasilien (Neuholland)
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Niederlande (beide Teile)
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Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
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Nienburg (Saale)
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Nordsee
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Oberdeutschland (Süddeutschland)
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Obere Pfalz (Oberpfalz), Fürstentum
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Oldenburg
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Orange (Oranien), Fürstentum
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Ortenburg
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Osmanisches Reich
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Osmarsleben
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Osnabrück
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Osterwieck
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Ostrau
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Ostsee
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Paris
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Pfaffenbusch
Anm.: Auenwaldgebiet an der Saale bei Bernburg.
Piombino
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Plömnitz
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Plötzkau
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Polen, Königreich
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Pommern, Herzogtum
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Porto Longone (Porto Azzuro)
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Portugal, Königreich
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Prag (Praha)
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Preußen, Herzogtum
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Quedlinburg
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Querfurt
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Radegast
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Ratsberg
Anm.: In der frühen Neuzeit Weinberg an der Saale bei Bernburg.
Rhein, Fluss
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Rheine
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Rieder
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Roskilde
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Rotterdam
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Rutha
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Saale, Fluss
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Saalfeld
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Sachsen-Altenburg, Herzogtum
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Sachsen, Kurfürstentum
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Sandersleben
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Sant'Elmo, Festung (Castel Sant'Elmo)
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Schleiz
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Schmalkalden
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Schöningen
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Schwarzburg, Grafschaft
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Schweden, Königreich
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Sebenico (Šibenik)
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Seeland (Sjælland), Insel
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Sizilien (Sicilia), Insel
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Spanien, Königreich
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Staßfurt
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Stolberg, Grafschaft
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Thorn (Toruń)
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Torgau
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Ungarn, Königreich
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Unstrut, Fluss
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Untere Sachsenburg
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Anm.: Bis 1815 Sitz des kursächsischen Amtes Sachsenburg im Thüringer Kreis.
Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
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Waldau
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Wallis
weiterführende Informationen
Warmsdorf
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Weißenfels
weiterführende Informationen
Welsleben
weiterführende Informationen
Weser, Fluss
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Westfalen
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Wien
weiterführende Informationen
Wörlitz
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Worms
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Zeitz
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Zepzig
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Zerbst
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Ziegelberg
Anm.: In der frühen Neuzeit Weinberg an der Saale bei Bernburg nahe der Ziegelscheune.
Zwickau
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Anhalt, Landstände
Anhalt, Großer Ausschuss der Landstände
Dänemark, Stände
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
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Halberstadt, Domkapitel
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Niederlande, Generalstaaten
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Polen, Stände der Rzeczpospolita
Schweden, Kammer (seit 1634 Kammerkollegium)
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Weimarische Armee
Anm.: Armee, die nach dem Tod ihres Heerführers Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639) in französischen und ab 1647 wieder in schwedischen Diensten stand.
Äsop: Fabeln. Griechisch/Deutsch, übers. von Thomas Voskuhl, Stuttgart: 2005. [Nachweis im GVK]
Charles Bernard: Histoire Dv Roy Lovis XIII., Paris: Nicolas de Sercy, 1646. [Nachweis im GVK]
Euripides: Troades, hg. von Werner Biehl, Leipzig: 1970. [Nachweis im GVK]
Sebastian Franck: Paradoxa, hg. von Siegfried Wollgast, Berlin: 1995. [Nachweis im GVK]
Johannes Goethals: Het Godsalich Overlyden Van Sijne Doorluchtighste Hoogheyt Frederick Henrick, Prince van Orange, Grave van Nassau &c., Leiden: Adriaen Wijngaerden, 1647. [Nachweis im GVK]
Heidelberger Katechismus von 1563, in: Reformierte Bekenntnisschriften, Bd. 2,2, hg. von Wilhelm H. Neuser / Andreas Mühling / Mihály Bucsay, Neukirchen-Vluyn: 2009, S. 167-212. [Nachweis im GVK]
Publius Terentius Afer: Phormio, in: Komödien. Lateinisch und deutsch, Bd. 2, hg. von Peter Rau, Darmstadt: 2012, S. 115-215. [Nachweis im GVK]