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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: März 1648


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XIX, fol. 351r-383v (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. März 1648
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Frostige Kälte
  • Traum
  • Leichte Besserung der Gesundheit des kranken ältesten Sohnes Erdmann Gideon
  • Nachrichten
  • Kirchgang zum Bettag
  • Kammerrat Dr. Joachim Mechovius als Mittagsgast
  • Ankunft des Unterdirektors Dietrich von dem Werder und der Brigitta von Krosigk
  • Gespräch mit Werder
02. März 1648
Bernburg
  • Frost und Schnee
  • Butter-, Hopfen- und Viehlieferung aus Ballenstedt
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Husten und Schwitzen von Erdmann Gideon
  • Krähen als schlechtes Vorzeichen
  • Korrespondenz
  • Zweimaliger Krankenbesuch bei Erdmann Gideon
  • Gespräch mit und Abreise von Werder
03. März 1648
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Frostige Kälte
  • Geldlieferung aus Ballenstedt
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Zwei Krankenbesuche bei Erdmann Gideon
  • Rückkehr des Kammerschreibers Paul Ehling aus Halberstadt
  • Gespräch mit dem Diakon Bartholomäus Jonius
  • Empfindlichkeit der Gemahlin Eleonora Sophia wegen des kranken Sohnes
  • Kontribution
  • Gespräch mit dem Leibarzt Dr. Johann Brandt
04. März 1648
Bernburg
  • Frostige Kälte und Schnee
  • Beginnende Genesung von Erdmann Gideon
  • Hasenjagd durch den kleinen Hund Wölfchen
  • Zweimaliger Krankenbesuch bei Erdmann Gideon
05. März 1648
Bernburg
  • Starke Kälte und Wind
  • Administratives
  • Gedanken beim Erwachen
  • Zweimaliger Kirchgang
  • Anhaltisch-dessauischer Rat und Hofmeister Christian Heinrich von Börstel, Dr. Brandt und der Hofprediger Konrad Theopold als Mittagsgäste
  • Besserung der Gesundheit von Erdmann Gideon
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Korrespondenz
06. März 1648
Bernburg
  • Forst, Schnee und Wind
  • Entsendung des Kammermeisters Tobias Steffeck mit Börstel nach Dessau
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
07. März 1648
Bernburg
  • Kaltes Wetter
  • Korrespondenz
  • Beratung mit dem Kammerrat Dr. Joachim Mechovius
  • Keine Verschlechterung der Gesundheit von Erdmann Gideon
  • Spaziergang
  • Rückkehr von Steffeck aus Dessau
  • Nachrichten
08. März 1648
Bernburg
  • Kaltes Wetter
  • Abfertigung nach Köthen und Dessau
  • Anhörung der Predigt
  • Mittagessen und Beratung mit dem Reinstedter Pfarrer Wolfgang Benjamin Giegelsberger
  • Husten von Erdmann Gideon
09. März 1648
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Beratung mit dem Diakon und Schulrektor Dr. Andreas Hesius
  • Angst um Erdmann Gideon
  • Korrespondenz
  • Wirtschaftssachen
  • Ankunft des früheren Hofjunkers Christoph Wilhelm Schlegel
  • Administratives
  • Kontribution
10. März 1648
Bernburg
  • Frostige Kälte
  • Wirtschaftssachen
  • Abreise von Schlegel nach Plötzkau
  • Anhaltender Husten von Erdmann Gideon
  • Einquartierungen
  • Gespräche und Mittagessen mit Georg Friedrich von Börstel und Dr. Mechovius
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Leichte Besserung des Zustandes von Erdmann Gideon am Abend
11. März 1648
Bernburg
  • Erneuter Frost
  • Korrespondenz
  • Nachrichten
  • Anhaltender Husten von Erdmann Gideon
  • Rückkehr von Schlegel aus Plötzkau
  • Wirtschaftssachen
12. März 1648
Bernburg
  • Nachdenken über die Zeichen Gottes
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Kriegsfolgen
  • Korrespondenz
  • Administratives
  • Zweimaliger Kirchgang
  • Ausstattung des Pagen Georg Heinrich von Biedersee mit einem Degen
13. März 1648
Bernburg
  • Leichte Besserung der Gesundheit von Erdmann Gideon
  • Gestrige Rückkehr des Prinzenhofmeisters Simon Heinrich Schweichhausen aus Eisleben
  • Beratung mit Dr. Mechovius
  • Administratives
  • Rückkehr des Lakaien Hans Georg Berger aus Berlin
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Entlassung und Abschied von Biedersee
14. März 1648
Bernburg
  • Wirtschaftssachen
  • Abreise von Biedersee
15. März 1648
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Anhörung der Predigt
  • Rückkehr des Einspännigers Joachim Metzsch aus Dessau
  • Nachrichten
  • Gespräche mit Dr. Mechovius und Dr. Brandt
  • Kriegsfolgen
  • Wirtschaftssachen
16. März 1648
Bernburg
  • Starker Wind
  • Entsendung von Dr. Mechovius und des Kammerdieners Jakob Ludwig Schwartzenberger nach Ballenstedt
  • Wirtschaftssachen
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Korrespondenz
17. März 1648
Bernburg
  • Krankenbesuch bei Erdmann Gideon
  • Weitere Patienten am fürstlichen Hof
  • Spaziergang
  • Wirtschaftssachen
  • Rückkehr der berittenen Knechte aus Ballenstedt
  • Ankunft der Herzöge Julius Heinrich und Franz Karl von Sachsen-Lauenburg in der Stadt
  • Nachrichten
18. März 1648
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Weiterreise der Herzöge von Sachsen-Lauenburg nach Halle (Saale)
  • Spaziergang
  • Gespräch und Mittagessen mit dem früheren Prinzenhofmeister Melchior Loyß
  • Krankenbesuch bei Erdmann Gideon
  • Korrespondenz
  • Nachrichten
  • Ankunft des Harzgeröder Hofrats Kaspar Pfau
  • Rückkehr des Kammerjunkers und Stallmeisters Abraham von Rindtorf sowie des Hofjunkers Hans Christoph von Witzscher aus Halberstadt und Gröningen
19. März 1648
Bernburg
  • Kirchgang
  • Audienz für Pfau
  • Pfau und der Hofmeister Börstel als Essensgäste
  • Korrespondenz
  • Administratives
  • Erbrechen von Erdmann Gideon in der Nacht
  • Gespräche mit dem Kanzlei- und Lehenssekretär Paul Ludwig
  • Nachrichten
  • Abschied von Pfau
20. März 1648
Bernburg
  • Schlechtes Gewissen wegen eines geschlachteten Ochsen
  • Gestriges Verschlucken kleinerer Krugscherben bei der Einnahme von Arznei
  • Wirtschaftssachen
  • Krankenbesuch bei Erdmann Gideon
  • Gespräche mit Dr. Brandt
  • Korrespondenz
  • Dr. Brandt als Abendgast
21. März 1648
Bernburg
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Traum
  • Einquartierungen
  • Korrespondenz
  • Wirtschaftssachen
22. März 1648
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Korrespondenz
  • Wirtschaftssachen
23. März 1648
Bernburg
  • Regen
  • Vorahnung eines baldigen Todes
  • Unruhe durch Handgreiflichkeiten zwischen Schweichhausen und dem Prinzenlehrer Martin Hanckwitz
  • Korrespondenz
  • Nachrichten
24. März 1648
Bernburg
  • Kriegsnachrichten
  • Korrespondenz
  • Kriegsfolgen
  • Administratives
25. März 1648
Bernburg
  • Wind und Regen
  • Anhörung zweier Predigten zum Fest Mariä Verkündigung
  • Pferdezucht
  • Beratung und Mittagessen mit Dr. Brandt
  • Nachrichten
  • Rückkehr von Dr. Mechovius und Schwartzenberger aus Ballenstedt
  • Ballenstedter Lebensmittellieferung
  • Krankenbesuch bei Erdmann Gideon
26. März 1648
Bernburg
  • Windiges Wetter
  • Zweimaliger Kirchgang zum Palmsonntag
  • Essen und Gespräch mit Dr. Mechovius
27. März 1648
Bernburg
  • Regen
  • Korrespondenz
  • Theopold als Mittagsgast
  • Wirtschaftssachen
  • Besuch durch Biedersee
  • Geschlachteter Ochse als schlechtes Vorzeichen
  • Rückkehr von Pfau aus Zerbst
  • Kontribution
28. März 1648
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Windiges Wetter
  • Beratung mit Dr. Mechovius
  • Spaziergang auf die Felder
  • Lektüre und Nachdenken am Nachmittag
  • Wirtschaftssachen
29. März 1648
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Korrespondenz
  • Krankenbesuch bei Erdmann Gideon
  • Besichtigung der Aussaat bei schönem Wetter
  • Frühere Ermahnung durch Vater Christian I.
30. März 1648
Bernburg
  • Gebet
  • Jonius als Mittagsgast
  • Wirtschaftssachen
  • Drohende Einquartierungen
  • Nachrichten
  • Krankenbesuch bei Erdmann Gideon
  • Rückkehr des Boten Hans Meyer aus den Niederlanden
  • Korrespondenz
31. März 1648
Bernburg
  • Zweimaliger Kirchgang zum Karfreitag
  • Administratives
  • Rückkehr des Obereinnehmers Johann von Bergen aus Staßfurt
  • Kontribution
  • Bergen als Mittagsgast
  • Haarschnitt und Kopfwäsche
  • Nachrichten
  • Korrespondenz
  • Ankunft des Kammerjunkers Ernst Dietrich von Röder
|| [[Handschrift: 351r]]

<2 hasen Carllchen ejnbracht.>


<Kälte. Froßt.>


Songe ce mattin: des mortalitèz & discours mourrans.
Comme i'eusse estè en ün carosse, Madame vis a vis
de moy assise, et en nous avançant, les pages & lacqueys
trois d'iceux, entr'autres Oberlender, füssent
sautèz au carosse se iouans l'ün avec l'autre
sans respect, & protegans ainsy Madame contre
mon grè, & attente, la poussans, sans y penser
ces yvrognes, & resautans habillement dehors,
voyla pourquoy ie les eusse voulü assommer,
& Madame se füst estonnèe de ceste mienne resolütion, contre les
innocens. Allans puis apres a t table, <feü> ma seur Anne
Sofie, de bonne mémoire eust estè placèe au haut bout, moy a
costè d'elle, puis le Prince Louys, & ma seur Sofie
Marguerithe, & plüsieurs autres parens, et parentes.
Ma seur Anna Sophia m'eust donnè üne salade a manger,
dans laquelle il y auroit eü des grains aigres rouges,
Sawrachbeeren, apres en avoir goustè, mais comme ie pensois || [[Handschrift: 351v]]
d'en manger, de ceste aigreur, en ayant ces
vers en mes oreilles, comme Dido, se plaint
en Virgile: Dulces exuviæ1, etcetera & parle, de
la mort, etcetera ie me resveillay. perge


<Mein> Erdtmann, hat diese nacht, wenig geruhet,
daß haüptwehe, lindert sich etwaß, (Gott lob)
wiewol der kurtze athem, vndt daß seitten-
stechen, noch nicht nachlaßen will. Er hat
gestern wol geschwitzet. Gott gebe daß die
erwüntzschte gesundtheit wiederkomme!
Die hitze hat sich auch etwaß nach dem
Schweiß, bey ihm, gemiltert. Der appetit zum
eßen, ist gar schlecht. Jch weiß nicht, waß
vor eine innerliche malignitet, bey ihme
stegken muß! Gott wolle sich seiner, in gnaden
annehmen! vndt erbarmen!


Jtzt morgends sol er wieder ein sudoriferum
vom Bezoar, vndt von der Terra sigillata
einnehmen. Gott wolle es ihm wolbekommen laßen.


Der alte hofmeister, Einsidel, hat Gott
lob, auch beßer geruhet, als vorige Nächte,
Gott helfe auch diesem pacienten, ferner
in gnaden, vndt lindere seine pein!


Mit dem iüngeren Petz, hat sichs, Gott lob,
gebeßert.

|| [[Handschrift: 352r]]


Jn die kirche, am heüttigen behtTage, cum sororibus
et filio Victore Amedeo.


Extra: Doctor Mechovium, zu Mittage gehabt. et cetera


Nachmittage, ist der Oberste Werder, mit der Kro-
sigkinn von Erxleben, anhero kommen, vndt hat zu
Magdeburgk den Oberkämmerer Borgßdorf,
welcher ihn dahin bescheiden hatte, vergebens
gesucht, wiewol auch vetter Lebrecht dahin
bestellet gewesen, vndt vnverrichteter Sachen,
dißmal wiederkommen. perge Es hat allerley
gute gespräche, gegeben. Il nous a contè, dü
Voyage, de Borgsdorf, á Lichtemberg, de la mort,
dü pauvre Gerßdorf, (lequel n'a pas beü vo-
lontiers,) des desseings de l'Electeur de Brandenburg[,]
Düc de Fridlande, lequel auroit iügè de
ma personne: Jlle habitat in altis; ce qu'on
peüt entendre, en bon; et en mauvais sens.
<Jtem:> des malheurs extraordinaires, dü Roy d'Angle-
terre, qu'il souffre, a present, dü peü de
respect, qu'on <a> portè a la Haye au Land-
grave Guillaume, le plüs accomply, des
jeünes Princes d'Allemaigne, qui a
estè tant honorè en France, item: des
souffrances de nostre temps, salütaires a l'ame.

|| [[Handschrift: 352v]]


Il m'asseura, que les Hambourgeois retenoyent en
leur Ville & forteresse, ün an dürant, tous les blèds
qui y venoyent de ces pays icy, la moitiè, & de
l'autre moitiè ils prenoyent le disme, ce qui est
ün grand preiüdice aux marchands, & a ceux
quj le Vendent.


Jl plaignit les resolütions de l'Empereur de
donner si facillement des Decrets, ou Mandats
à payer, a ceux qui le demandent, ou on
est en si grande disette d'argent, & qu'on
devroit entendre premierement nos exceptions.


Jl semble bien, qu'il vouldroit volontiers
que ie livrasse mes tribüts (landtsteẅren)
a Cöhten, a la landtrenterey, & que pour les
collectes aux Princesses, (Freẅleinsteẅer)
l'on se contentast de moins, que par le passè,
& qu'en la misere presente, les Princes se
contentassent de leur petit revenü, & qu'on
ne demandast rien au pays si pauvre,
me priant, de n'attribuer point à faute de
bonne Volontè, ce qui est üne püre necessitè[,]
pauvretè & indigence, selon ses proiets.


Jl s'estonne fort de ce que feü Son Altesse a
quittè Plötzkaw, avec tous les droicts de regale
estimant Son Altesse le Prince le plüs accomply & incompa-
rable non seulement entre les Princes mais entre tous les hommes.

|| [[Handschrift: 353r]]

Donnerstag den 2. Martij: 1648.


<Froßt, schnee.>


Avis von Ballenstedt, (mit hopfen, <butter[,]> Rindt: vndt kalbvieh)
das zwischen den armèen, ein scharfer, vndt harter Schar-
mützel vorgegangen, in welchem die Frantzösische,
vndt Königßmarckischen völcker v̈ber 100 Standarden, ver-
lohren, auch wüste man nicht, wo Königsmarck geblieben
wehre? vndt drüngen die Kayserlichen vndt Bayerischen,
stargk wieder herein. Die Pegischen völcker liegen
noch stille, im lande zu Braunschweig. Das feste
hauß Gleichenstain, sol sich noch halten.


Mein Sohn Erdtmann, hat nach abermahligem
schweiß, viel gehustet, vor Mitternacht. Nach mitter-
nacht aber, Gott lob, fein geschlafen. Der liebe
Gott helfe ferrner, zur beßerung, mit gnaden!


Oberste Werder, ist wieder forth. Er erzehlete
auch vom landtTrost Boberßheim, zu Wolfenbüttel,
das derselbige hette bahr beysammen gehabt:
100 mille Portugaleser, 200 mille Rosenobel, 1000 mille Ducaten,
welches zusammen in die 48 Tonnen schatzes
machen, so er mehrentheilß von der kipperey
außgewechßelt, vndt erworben haben sollte,
dergleichen Thesaurus, schwehrlich bey einem König,
oder Kayser, zu finden, (ohne die iuweelen, vndt
Edelgesteine so er noch darzu gehabt) vndt gleich-
wol sol er in miseria, wegen seiner krangkheitten
eines wolffs, so er aufm kopff gehabt, gestorben sein, vndt
seinen Söhnen2 nichts hinterlassen haben. Wo ist der Schatz geblieben? || [[Handschrift: 353v]]
Dann man hat nichts darvon gefunden. Jn summa:
Gesundtheit, ist beßer, dann Reichthumb.


Es laßen sich viel krähen, in großer Menge,
sehen, vndt es wirdt darvor gehalten, solches be-
deütte abermal, kriegsvolck; vndt inva-
sion, inß landt! Gott verhüte es, in gnaden!


Briefe von Cöhten, mit Medicamenten,
vndt von Fürst Ludwig in fruchtbringenden
Gesellschaftsachen, in publicis, & privatis,
nemlich in contributions[-] vndt consenßsachen.


Briefe von Zerbst, durch Wolf Sutorium,
vndt den großen Kersten. Sie haben Ern
Beckmanno, Superintendenten (welcher Todt-
krangk ist, Gott wolle sich seiner, in gnaden
erbarmen, seine schmertzen lindern, vndt
seine Schwachheit zu einem erwüntzschten
guten ende richten, wie es nütz[-] vndt seh-
liglich ist.) 10 Eymer wein, vor 60 ThalerThlr:
gelifert, vndt vom Wendelino, auch ant-
worth, mjtbracht, wie auch, vom Jehna.


Die Elbe, ist so groß, als sie bey Men-
schen gedengken, nicht gewesen, vndt
zu Agken, haben sie Fehrgeldt gefordert,
so wol vor die pferde, als vor den wein,
aber dißmahl nicht erlanget, doch prætendiret.

|| [[Handschrift: 354r]]


Nachm Berlin, habe ich geschrieben, de bon anchre.


Mein Sohn Erdmann Gideon habe ich einmal alleine, vndt daß ander
mahl, neben Meiner freundlichen herzlieb(st)en gemahlin besucht. Es scheinet, Gott
wolle gnade zur beßerung geben, wiewol der hußte, vndt
das abnehmen stargk bey ihm ist. Gott wolle vnß
gnediglich trösten, mehr alß affligiren.


<Nota Bene[:]> Jl a songè ce mattin d'estre avancè en üne
prairie, avec son lict, er wehre fortgefahren. perge


Cela pourroit augürer, ün sinistre presage; Dieu
le vueille paternellement divertir; par sa Sainte grace!


Nulla calamitas sola!3 & ayant èsprouvè
par les effects, la veritè de ce prognostique, quoy
que trop vülgaire, cela me fait apprehender
üne quantitè de malheurs, que mon imagination,
me dicte, et que le grand Dieü vivant, peüt
benignement amender! Nous l'en invoquons!

Freitag den 3. Martij: 1648.

<1 hase im läger, vom Wölfgen gefangen.>


<Frost. Kälte.>


Dineros; in pequenna quantidad, da Ballenstedt.
perge


Avis: daß vier Schwedische Regimenter, nach der Schlesje,
zu, gehen, v̈ber die Elbe, bey Schönebeck, paßirende.


Daniel Brumbey ein sehr guter alter Agkermann
in Dröble, ist diese Nacht gestorben, vndt abgangen,
Gott seye ihm gnedig! Er hat einen nahen vetter
zu Hamburgk Christian Brumbey, derselbige
helt sich wie ein herr, hat reich geheyrathet, nach
dem er sich, von den contributionen bereichert,
dieser aber hat sich von seiner hände arbeit genehret! || [[Handschrift: 354v]]
vndt im schweiß seines Angesichts, mit Gutem gewißen,
ehrlich vndt redlich sein brott gegeßen. Gott wirdt ihn da-
vor, im ewigen leben, wol belohnen, vndt seine kinder4,
(wann sie Gottsfürchtig, from, vndt fleißig sein) gesegenen.


Alß ich diesen Morgen, meinen Sohn Erdtmann,
besucht, ist er zwar fein gewesen, dieweil er aber
wenig geschlafen, sol er diese Nacht, sehr deliriret,
vndt seltzame phantaseyen, gehabt haben, welches
mich sehr afficiret vndt befrembdet. Gott gebe
ia, das dieser zustandt, nicht einen Trawrigen
außgang, gewinne!


Meiner gemahlin diehner, Paul Ehling, ist von Hal-
berstadt wiederkommen, hat Jhrer Liebden etwaß
geldt, von der Schwedischen assignation gebracht,
vndt ist mit gefahr durchkommen, weil die parthien
einen anschlag auf ihn, gemacht, vndt er mit
nawer Noht, durchgehen können, sampt
seinen geferten, also: das sie eines theilß,
die hüte im stiche laßen müßen. Vielleicht
hat man ihnen mit einer handt, nehmen
wollen, waß man ihnen, mit der andern
gegeben.


Ern Jonium, habe ich bey mir gehabt,
vndt collecten richtig gemacht.


Mein Sohn Erdtmann, bildet sich auch ein, daß er
eine kirche vor seinem gemach, gebawet habe. Aul-
cüns l'interpretent, á presage, de mortalitè.

|| [[Handschrift: 355r]]


Ma femme, s'en monstre, fort sensible, et tesmoigne
ses passions feminines, contre le medicin, & contre tous
ceux, qui luy contredisent, en ses èstranges opinions. perge
Dieu vueille moderer, ses extravagances!


V̈ber die executores, die wir schon zur con-
tribution alhier zu Bernburgk haben, seindt auch
heütte etzliche anhero geschickt worden, die ma-
gazinretardaten einzufordern, vndt herauß
zu plagken.


Discorsi co'l Dottore Brandt. Postea con Madama
visita data a Erdmanno Gedeone.

Samstag den 4ten: Martij: 1648.

<Froßt. Kälte. Schnee.>


Mit meinem Sohn Erdtmann, hat sichs diese nach[!], (Gott
lob vndt dangk) fein angelaßen. Die deliria haben
sich verlohren, (nach dem er gestern abendt ein enema
gebrauchet, vndt sich wol darauf befunden,
weil er zween Tage verstopft gewesen) vndt
der schlaf ist zimlich wiederkommen. Gott helfe
ferner mit gnaden, vndt erbarme sich vnser!
Er wolle vnß nicht in seinem zorn strafen, noch
in seinem grimm, züchtigen! sondern vnß gnedig
sein! gleich wie ein frommer vater seinen kindern!
vmb Christj Jesu, vnseres öbersten Artztes willen,
durch die Sehlige krafft des heiligen geistes, Amen!
Ô herr hilff! ô herr laß wol gelingen! Amen!

|| [[Handschrift: 355v]]


Das kleine rohte hündlein, Wölfchen genandt, hat
gestern im lager, einen großen hasen, einen Rammler
gefangen, welches sehr seltzam ist.


heütte frühe, habe ich mejnen Sohn, Erdtmann
allein, Nachmittags aber, conjunctim, neben
Meiner gemahlin besucht.
perge

Sonntag den 5ten: Martij: 1648.

<große kälte. nachmittags windt.>


heütte gehet die Neẅe ordnung an, mit dem
Speisen des gesindes, in vnserer hofhaltung, so
biß anhero kostgeldt gehabt, nebenst etzlichen
anderen verenderungen. Gott gebe! das wir
vnß verbeßern mögen! vndt die hofhaltung
leichter mir werde! alß biß dato, in vie-
len dingen, leyder! geschehen. perge


A mon rèsveil ces pensèes, ou influënces:
Vixj; et quem tenuit <voluit> cursum fortuna; peregi!5


Jn die kirche, cum sororibus, et filio Victore.


Extra: Christian Börstel, Doctor Brandt, vnd hofprediger.


Mein Sohn Erdmann Gideon befindet sich Gott lob beßer,
das haüptwehe, vndt seittenstechen verleüret
sich, die Urin <vndt der pulß> wirdt beßer, Gott lob,
die hitze miltert sich, allein der hußten,
vndt purulentes außwerfen continuiret.
Gott wolle alle vngesundtheit gnedig beßern!

|| [[Handschrift: 356r]]


Nachmittags wieder in die kirche, cum sororibus et filio, Viktor Amadeus[.]


Zeitung von Erffurdt, daß die Kayserlichen vndt Schwedischen im
Frangkenlandt aneinander seyen.


Jn Schlesien, gibts gleichsfalß fliegende läger.


Zu Breßlaw, hetten die Jesuiter, ein capuziner
kloster gestürmet, vermeinend' die Münche
herauß zu treiben, die Münche aber, hetten
sich ihrer erwehret, also: das die Jesuiter, mit
spott, abziehen müßen.


Jn die Jnsel wyght, vertriebe der gefan-
gene König seine Zeit mit lesen, vndt schreiben,
Es würden seltzame omnia aldar gesehen,
von streittenden krähen, Raben, vndt dahlen,
also: daß sehr viel todte dahlen herab ge-
fallen welche auf der erde einen solchen gestangk
vervhrsachet, das man sie hinweg bringen
müßen, vndt inß Meer werffen. Theilß
glieder vom Parlament, hetten vorgeschlagen,
Man solte den König, in den Tour, nacher Londen
bringen, vndt recht v̈ber ihn ergehen laßen.
Gott bewahre ihn! vor Schimplicher ignominia!


Daß Feste hauß Gleichenstain, in Düringen
aufm Eißfelde, wehret sich noch. Gott gebe
einen Sehligen v̈berall verlangten frieden!

|| [[Handschrift: 356v]]


Schreiben auß Mecklenburg von Strehlitz, so wol von
meiner Schwester, der Hertzoginn, alß von ihrer
Tocher, meiner pahte, Freẅlein Anne Sofie.
Sie haben auch aldar, daß Erdtbebem[!]
empfunden, welches großen schaden, an gebeẅ-
den gethan. Meine Schwester tröstet sich
sonst, gar fein, vndt Christlich, v̈ber dem
verlußt, jhrer Tochter, freẅlein Lyßgen.

Montag den 6ten: Martij; 1648.

<Windt nachmittags[.]>

<Nix. Froßt.>


Tobias Steffeck von Kolodey nacher Deßaw geschickt, en
compagnie de Christian Heinrich de Börstel wegen abrechnungen.
Gott gebe zu glücklicher expedition, vndt zu
guter richtigkeitt, vndt vernehmen!


Briefe von Wien, vom Johann Sternbergk.


Die avisen geben:


Daß der gefangene König in Engellandt, sehr melanco-
lisch werde, vndt der capitain, so ihn auß der Jnsel
Wight endtledigen wollen, gehengkt vndt ge-
viertheilt sein solle, auf befehl des Parlaments.
Die Königin, sol v̈ber ihres herren, (billich sehr
kläglichem) zustandt, sehr betrübet sein,
vndt sich in ein kloster begeben wollen.
Die ostenta der vögel, so sich v̈ber Wight
streittende, sehen laßen, vndt in menge todt
niedergefallen, werden confirmirt.

|| [[Handschrift: 357r]]


Jn Dennemargk, hollstein, vndt Ditmarschen,
sollen bey Menschen gedengken, solche Sturmwinde
nicht gewesen sein. Der schade an gebeẅden, auch
Menschen vndt viehe, so in der Faßnacht geschehen, ist
vnaußsprechlich. Der König in Dänemark sol krangk,
vndt die Crönung seines Sohns, des Printzen vor sein.


Der König in Polen, ist auch sehr krängklich, bemü-
het sich doch noch sehr, mit Reichs: vndt Staatssachen.


Die Tartarn sollen sein in Polen eingefallen.


Die Türgken streiffen in Vngarn, sollen in
die 700 Seelen, endtführt haben. Die festung
Gomorrha wehre abgebrandt.


Jn Dalmatia vndt in Candiâ sollen die venezi-
aner numehr etwaß progreß haben.


Jn Napolj hette der Duc de Guise, mit dem
volck Capua erobert, vndt ob sie wol
stargk, so defendirten doch die Spannischen,
durch ihre Tapferkeit, fast alle feste örter.


Gegen Flandern, armirte Frangkreich stargk.


Jn hollandt wehre zwar, der friede mit Spannien
gemacht, aber nicht, von Zeelandt, vndt Ütrecht, ratificirt.


Jn Brasilien, wehren die Portughesen, vndt holländer,
stargk aneinander, im Reciff.


Der Pater Lemmermann, ein Jesuit, den ich wol gekandt
vndt der des vorigen Kaysers, Ferdinandi 2di. beichtvatter gewesen,
wehre zu Wien, gestorben, vndt beygesetzt worden.

|| [[Handschrift: 357v]]


Jn Frangken, lägen die haüptarmèen, vndt
giengen, gegen Bayern.


Landtgraf Wilhelm zu Heßen, wehre zu
Caßel, von seiner peregrination glügklich
wieder angelanget, vndt mit großen freẅden,
auch offentlichem applausu empfangen worden.
Gott erhalte den lieben Printzen, bey aller
glücksehligkeit, bestendig! vndt laße
diese Seüle, der rechtglaübigen, lange
feste stehen, neben andern, der Warheit
zugethanen haüptern in Deützschlandt,
vndt andern landen! Er seye gepreiset,
vor seine Mildtreiche gühte!


Zu Breßlaw, sol der Streitt, zwischen den
Jesuitern, vndt Franciscanern daher kommen,
weil theilß Franciscaner münche revociren
wollen, So hette Kayserliche Mayestät ihr kloster
den Jesuitern geschengkt, deßen sich aber
die Münche gewaigert, vndt erwehret.


Meseritzsch, in Mähren, hetten die Schweden,
erstiegen, vndt außgeplündert vndt verbrandt.


General Maior Geise, wehre zum General
leütenampt, v̈ber die heßische armèe er-
klähret, vnangesehen er schon vorm Jahr
abgedangkt gehabt.

|| [[Handschrift: 358r]]


Drey personen haben zu Turin, wieder die hertzogin
von Savoya vndt ihren Sohn, conspiriret, so einge-
zogen worden. Einer hat sich im gefängnüß, selbst
vmbgebracht, die anderen zwey, seindt mit
4 pferden zerrißen, vndt mit glüenden zangen
gebrandt worden.


Der König in Spannien, sol fleißig zu
rahte gehen, vndt Audientzen ertheilen,
auch sich sehr beliebt machen, ob etwan dem
zerfallenen Spannischen vnwesen zu remediiren?


<Kälte.>


Depesche nacher Ballenstedt.


Den CammerRaht, Doctor Mechovium, bey mir, gehabt,
vndt mit ihm consultiret.


Mit meinem Sohn Erdtmann, stehet es noch, in gesterigen
zimlichen terminis. Gott lob, vndt dangk!


A spasso, secondo il mîo costume. perge


Tobias Steffeck von Kolodey ist von Deßaw, wiederkommen, mit
zimblicher expedition. Er berichtet, daß
die Fürstin mit ihrem comitat, auch wieder
glügklich, Gott lob, vom Berlin, wiederkommen
seye, welches Meinem vetter, Fürst Johann
Casimirn, gar lieb, vndt angenehm gewesen.

|| [[Handschrift: 358v]]

Mittwoch den 8ten: Martij: 1648.


<Froßt, kälte.>


Depesche vers Cöhten, et Dessaw. Dieu la benie!


Jn die Wochenpredigt, cum sororibus et filio, Viktor Amadeus[.]
Textus auß der paßion, de abnegatione Petrj6.


Extra: zu Mittage, Er Benjamin Gigelßberger,
pfarrer zu Reinstedt, vndt conferentz mit demselben.
perge


Obige depesche ist wol wiederkommen, Got lob.


Mein Sohn Erdtmann, (welchen wir täglich besuchen)
ist noch sehr mit dem hußten, geplaget. Gott
der Allmächtige, wolle es mit ihme, zur
schleünigen beßerung schigken, vndt vnsere
Vota, nicht vergebens sein laßen!

Donnerstag den 9. Martij: 1648.


<5 hasen gehetzt.>


Avis: daß die Fürstin, von Deßaw von der
Königin in Schweden, zu Stettin 600 ReichsthalerRthlr:
verehrt bekommen, vndt sie also eine gute
rayse gehabt: Quo plus sunt potæ! plus si-
tiuntur aquæ!7 Einem favorisirt das glügk
mehr als dem andern. perge Jl faut qu'ün
aultre se contente de beaucoup moins.
La fortüne est inèsgale, & süjette, a envie.


Conferentz, mit Ern Hesio, le satisfaysant.


I'apprehends le mal de mon fils, d'aultant que le
la toulx, et ce, qu'il reiette, me fait peur! Dieu
le vueille benignement amender!

|| [[Handschrift: 359r]]


Die <5> pacqueet so von Osnabrück ankommen, machen
zwar hofnung zum frieden, iedoch scheinet es doch,
es wolle ein Theil das andere v̈berfortheilen,
vndt betriegen! Der gott des friedens, der war-
heit, vndt der gerechtigkeit, wolle darein sehen!
vndt vnserß elenden zustandts, sich erbarmen!
des Jammerß ein ende zu machen!


1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: gersten, außseen laßen, in praesentz Ernst Gottlieb von Börstel
<vndt Tappen.>


Mit Victörchen, bin ich hinauß hetzen geritten,
vndt haben fünff hasen gefangen.


Schlegel ist ankommen, diesen abendt.


Ein convent nacher Zerbst, wirdt intimirt,
vmb sich mit Fürst Johannsen, zu vergleichen. perge


1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: gersten noch zu Zeptzigk, außseen laßen,
in præsentia Wolfen, vndt Oberlenders. Gott
gebe v̈berall, zu Segen! glügk! vndt gedeyen!


Dem Superintendenten, ist auch wegen der
collecten, satisfaction geschehen, zum theil
mit bahrschafft, zum Theil mit einem Rappen.
perge


Die Kayserliche Mayestät fordern contributiones,
vndt proviandt von vnß, durch den Freyherrn
von Traun, General Commissarium vndt General wacht-
meister, vndt Obersten, etcetera Monatlich zu geben,
weil der Schwede, an die Wehser getrieben seye,
dieweil aber das Datum altt im November vndt der
Status bellj sich mutiret, wollen es viel dissuadiren. || [[Handschrift: 359v]]
Dann 1. So ist die impossibilitet vorhanden,
& summa paupertas. 2. So würden es die
Schweden, (denen wir contribuiren müßen)
v̈bel deütten, vndt vnß noch härter belegen.
3. So ist numehr die Kayserliche armèe anderstwo,
vndt kan solche subsidien nicht abholen.
4. Es wollen auch etzliche wieder das ansuchen
des herrn von Traun, disputiren, alß laufe
es wieder die gehörige formaliteten, vndt
wieder daß herkommen im Reich, weil es
gleichsam dictatorie imperiret wirdt.
perge


Gott gebe friede! vndt erleichterung!

Freitag den 10ten: Martij: 1648.

<Froßt. Kälte.>


Gestern hat ein Rindt (dü grand bœuf)
zur hofküchen, gewogen, 272 Pfund (libra)℔: fleisch,
vndt hat 19 Pfund (libra)℔: Talck gehabt, pro memoria.
perge


Schlegel ist wieder forth, nach Plötzkaw.


Mein Sohn Erdmann Gideon continuiret noch, mit dem hußten,
ich besorge die pulmones seyen inficiret,
Gott helfe zur gnedigen heilung! vndt
zur gesegneten beßerung! Amen! vmb
Christi willen, Amen! Amen!


Avis von Ballenstedt, das hertzogk Carll
von Schwerin gestern Nachmittags vmb 2 vhr, aldar || [[Handschrift: 360r]]
quartier machen laßen, vndt kein bitten zur verschonung
helfen wollen, noch voriger vngelegenheit zu gemüthführungen.
300 Reütter seindt beym hertzogk, darundter
2 Rittmeister, 6 leütenampte vndt viel andere
vndterofficirer, so im flegken logiren. V̈ber daß
liegt noch der Oberster Pege in hoym, vndt Rejn-
stedt, Sie haben sieder Freytags an der Bude,
bey Oscherßleben, heymerschleben herumb terminirt[,]
alle außgeschickte bohten haben außgegeben,
Sie würden auf Ascherßleben gehen, sed
in cassum, zu Ridern haben vorige nacht, auch
30 pferde gelegen. Solcher gestaltt, müßen
wol die armen leütte, verderben, vndt endtlaufen.
Der Rittmeister, hat 18 vorspannpferde
begehrt. Wollen auch Stillager halten.


Geörg Friederich von Börstel, so mit der Für-
stin von Deßaw, zum Berlin, vndt Stettin ge-
wesen, hat sich bey mir praesentiret.
Extra derselbe zu Mittage, neben Doctor Mecho-
vio, welcher allerley deliberanda referiret,
auch das Panse von Leiptzig wiederkommen,
die executores, biß auf zweene hin-
weggebracht, aber viel stichelworth
hören, vndt einfreßen müßen. perge
Gott dempfe alle vnsere heimliche,
vndt offenbahre feinde!

|| [[Handschrift: 360v]]


Gegen abendt, nach dem ich meinen Sohn, Erdtmann
zum andern mal besucht, vndt Meine gemahlin auch
mitgenommen, hat er mir angefangen etwas beßer
zu gefallen, wiewol er viel salva venia außgeworfen,
vndt noch sehr matt ist. Gott wolle ferner
mit gnaden helfen, vndt die pulmones,
vndt andere interiora von aller faülenden
infection gnediglich liberiren!

Samstag den 11ten: Martij; 1648.

<Abermals Froßt.>


J'ay èscrit derechef en Hollande. Dieu
vueille fortüner mes desseings! pour la con-
servation de l'Eglise de Dieu, & des seminaj-
res d'jcelle, avec heureux süccéz!


Avis: daß der iunge hertzogk Moritz, nach
dem er seine Schwestern, in hollstein, vndt
in Dennemargk besucht, beliebung bekommen
auch SchwedenReich zu besehen. Dahin, wehre
er, vnbekandter weise, mit einem gesandten,
gerayset, vndt hette sich in eines lackayen
kleidung verstellet, auch dem Gesandten
also einmal bey der Tafel der Königin
in Schweden, aufgewartett. Die Königinn,
welche windt darvon bekommen, hat den Ge-
sandten vmb seine diener, vndt ihre landtsarth || [[Handschrift: 361r]]
gefragt. Da man nun beym confect, als man baldt
aufheben wollen, nach dem angemaßten lackayen ge-
fraget, vndt derselbe etwaß schahmhaftig worden,
hat ihn die Königinn selber examiniret, wo er her
wehre, waß vor landsarth, wie er hieße? Da-
rauf hat er sich, ein nomen fictitium gegeben,
vndt doch gesaget, auß Meißen. Die Königin
darauf repliciret das letzte glaübte sie wol,
daß erste aber nicht. Ferrner addirende,
doch schertzweyse: Waß sol man dem iehnigen
thun? der da leüget, vndt seinen Nahmen,
verleügnet? Vndt darauf hette sie ein schön
Schnuptuch genommen, darinnen ein köstlicher
demantring eingewigkelt gewesen, iedoch
subtil, das man den knoten nicht so baldt
vermergken können, vndt hette gesagt, So sol
man dem buben thun. hette ihm darauf dem
hertzog Moritz, als lackayen, das schnuptuch
an halß geworffen. Er hette es laßen, gar
schahmhaftig, auf die erde fallen, da hette
sie zu ihm gesagt, er solte es doch aufheben,
Alß er aber cunctiret, vndt die Königin den
Gesandten darauf angesehen, hette er besorget
Sie nehme es v̈bel auf, hette so forth, dem
vermeinten lackayen befohlen, er solte es
aufheben, vndt nehmen das Schnuptuch, der Königin || [[Handschrift: 361v]]
zu gehorsamsten ehren, welches auch alsobaldt mit
demühtigster reverentz, geschehen, darauf hat
man baldt die Tafel aufgenommen. So baldt
aber, als der Ambassadeur, wieder zu hause ge-
kommen, bittet ihn hertzog Moritz, vmb einen
paß, alß ein currirer nach Deützschlandt
zu verraysen, vndt postiret baldt forth,
weil sein vnbekandt sein, verrahten war.


Alß er nun den ersten abendt, in die
herberge kömpt, postiret ihm, ein anderer
edelmann, von der Königinn abgefertiget,
baldt nach, vndt alß er sich vndtern Tisch
verbergen will, leßet der edelmann alle
leütte außm gemach hinauß gehen, vndt
bittet ihn, sich also nicht anzustellen,
noch sich zu verleügnen. Man wüßte
wol, das er hertzogk Moritz zu Sachßen,
des Churfürsten Sohn wehre, die Königjn
hette ihn expresse abgefertiget, ihn dero
gnade vndt affection zu versichern,
(welches dann mit vielen höflichen compli-
menten geschehen) vndt zu excusiren,
daß er so schlecht zu Stogkholm tractiret
worden, vndt ihme seine gebührliche Ehre
nicht wiederfahren, weil er es selber, nicht || [[Handschrift: 362r]]
leiden mögen, vndt also selbst daran schuldig wehre.
Man bähte noch, er wolte vmbkehren, vndt vor lieb
nehmen, wo nicht? so schigkte ihm dennoch die Königinn
zur anzeigung ihrer guhthertzigkeit hiermit, ein
kräntzlein, darbey möchte sie er, ihrer, im besten
gedengken, vndt die v̈bele tractation zu Stogkholm,
in etwaß vergeßen. Diß kräntzlein sol sehr köstlich
von goldt mit stattlichen Edelgesteinen versetzt,
der Königin gantzer Nahme, gewesen sein.
herztog Moritz, aber hat sichs gewaigert anzu-
nehmen, vndt sich auch, des Schnuptuchs erinnert.
Endtlich aber, ists ihm angenöhtiget, vndt gleich-
sam aufgedrungen worden, vom Edelmann, da er
dann wieder seine dangksagung, vndt excüses,
gebührlich gethan, vndt also darvon gezogen.


Alß er nun wieder nacher hause kommen, sol ihn
der Churfürst sein herrvatter, greẅlich an-
gefahren, vndt gescholten, auch Sacramentirt
haben, weil er ohne verlaüb vndt vorbewußt,
in Schweden, gewesen, auch das er <sich> doch in solchen
geschehenen dingen, nach geraumer zeit, begühtigen
laßen, wiewol hertzog Moritz, sich mit diesem
handel sehr leiden, vndt im schertz oft vexiren
laßen muß. Jhrer viel iudiciren darauß,
ob möchte eine heyrath, auß diesem Schertz, doch werden. || [[Handschrift: 362v]]
Tempus demonstrabit & declarabit.


Sonst wirdt auch avisirt, das so baldt die Schweden
erfahren haben, das der Churfürst von Saxen, seinen
Gesandten, zu Münster vndt Osnabrück verbotten, in keinen
raht mehr zu kommen, darinnen die Schwedischen
legatj sitzen möchten, vndt der Catohlischen sache,
gewaltig zu favorisiren, hetten Sie den Obersten
Wancke, welcher auf den halß geseßen, vndt
wegen gemachten anschlags, auf Dresen[!], (in
währendem Armistitio) iustificiret werden
sollen, welches ihme das Kayserliche so wol
als Schwedische kriegsrecht zuerkandt,
in größere freyheit, gesetzt, vndt herumb
gehen laßen, in Leiptzigk mit wachten.
Siehet man also in der weltt, viel: vndt
mancherley passiones der Menschen. perge


Erdtmanns hußten, leßt sich v̈bel
an, vndt wil noch gar nicht vergehen.
Der Allmächtige gebe doch gnade! zur
linderung, vndt beßerung! erwüntzschter
maßen!


Schlegel, hat sich eingestellet, nach dem
er zu Plötzkaw, wenig, oder gar nichts
außgerichtet, in einer Schuldtforderung von Woygten8.

|| [[Handschrift: 363r]]


4 Schefel (Scheffel)schfl: habe ich noch alhier, zum Forwerge Bernburg
vf die Gottesagkerbreitte, außseen laßen,
Gott gebe zu segen! vndt gedeyen!

Sonntag den 12ten: Martij: 1648.


J'ay eü ces meditations pensifues, qu'on
ne doibt (pour rien dü monde,) negliger, le doigt
de Dieu; lors, qu'on le sent serieusement,
mesmes en des choses basses, et contemptibles
devant le monde, car si on mèsprise tels
avertissemens, (comme cela m'est arrivè
quelquesfois, a mon grand regret, par üne
lethargie mondaine!) on se rend ordinajrement
malheureux, & on se prive d'ün grand
bien, voire dü service des creatüres,
qui aydent avec les hommes, a nostre con-
servation, & benediction. Dieu vueille!
que cela ne m'avienne jamais plüs!
de ma vie! et que ie n'aye nül süjet,
a me contrister, & consümer interieurement!
car c'est ce; qui ronge les os, & les en-
trailles<!> lors que, nous offensons Dieu,
comme de propos deliberè, le pouvant corriger,
<& bien faire aultrement, si nous combattions, ün peü plüs?>

|| [[Handschrift: 363v]]


Avis von Ballenstedt, das diesen<gestern> Morgen, der hertzog
Carl von Mecklenburg aufgebrochen, zusampt dem
Obersten Pega, vndt haben 28 vorspann pferde
mitgenommen, auch greẅlich gefreßen, vndt do-
miniret, viel arme leütte machende, in
den Aemptern Ballenstedt, vndt hoym. Gott er-
barme sich der armen vnschuldigen, vndt er-
löse vnß doch einmal gnediglich, von den
vielen contributionen, kriegspreßuren,
durchzügen, Einquartirungen vndt dergleichen
in die länge vnerträglichen bürden!


Die Eltern herrnvettern alle drey haben
an mich geschrieben, vndt mich eingeladen,
nacher Zerbst zu erscheinen, die handlung
mit Fürst Johann, vor ablauf der 4 inte-
rimsMonat, wieder anzugehen, vndt die
abhandlung zu versuchen, Sie gedächten
auch, meinen Bruder Fürst Friedrich dahin zu disponiren.
Jch habe mich endtschuldiget, zu erscheinen,
oder abzuordnen. Dann bißhero wegen
gehaltender neütralitet köndte ich ihnen
in dieser Sache, weder assistiren, noch mich
einmischen, es hetten auch die Kayserlichen subde-
legirte9 solche meine intention vor gut || [[Handschrift: 364r]]
erkandt. Alß ein interponent in solchen
differentzien, mich gebrauchen zu laßen,
hette ich bedengken, weil es vnlengst,
(da ichs versucht,) nicht allerdings von beyden
theilen, wol aufgenommen werden wollen.
Sie möchten nur tractiren, in Gottes nahmen.
Köndten sie etwas nützliches, vndt dem
lande ersprießliches, sonderlich auch der
Fürstlichen herrschaft zum besten, tractiren vndt ab-
handeln, (darein ich willigen köndte,)
würde ichs gerne alßdann, approbiren,
vndt nach geschehener notification auch
genungsahmer information, vor genehm halten.


Ein Rittmeister von Pegaw Regiment,
hat vnsern hofmeister meiner Söhne
Schwechhausen, nacher Eißleben invitiret,
von Manßfeldt auß, Jch habe ihm erlaübet.
Gott gebe! daß sie etwaß gutes kochen mögen!


Jn die kirche, cum sororibus & filiolo Victore Amadeo[.]
Dominica Lætare, Textus Johanni 610 von 5 mille Mann, so der
herr Jesus, in der wüsten gespeiset hat.
heütte ist dancksagung geschehen, vor meinen
Raht, vndt hofmeister, mit deme sichs (Gott lob,)
zur beßerung anleßet. et cetera

|| [[Handschrift: 364v]]


Geörge henrich, von Bidersehe, meinen
page, (welcher mir numehr, vndt den Mey-
nigen, ins neündte iahr gediehnet, vndt
25 iahr alt ist) habe ich wehrhaftig
gemacht, mit einer Maulschelle, auf
deützsche manier, vndt darbey ver-
mahnet, wie er seinen degen vndt ge-
wehr, führen, vndt gebrauchen, vndt
die ehr vndt Tugendt lieben, allen
lastern aber, feindt sein solle? Gott
gebe ihm darzu seinen Segen, glügk
vndt succeß! vndt das er, ein gutes
gewißen, behalten möge! Meine
Söhne Victor Amadis, vndt Carolus
Ursinus, wahren mitt gegenwärtig,
wie auch die Jungkern, Rindtorf, vndt
Wischer. Mein Tobias Steffegk hielte
mir, den vergüldeten degen, so ich Bider-
sehen, selber, zu letzt, gab, cum gratulatione.
Die pagen, Börstel, Roggendorf, Kinsperg,
vndt wartemßleben, wahren auch mitt
darbey anwesendt, vndt wurde also, dieser
actus Gott lob, wol vollbracht.

|| [[Handschrift: 365r]]


Nachmjttags, wieder in die kirche, cum sororibus et
filio Victore Amadeo. Biedersehe, hat alß
ein numehr wehrhaftig gemachter Edel-
mann, mit aufgewartett. perge neben
Rindtorf, Wischer, vndt andern. perge

Montag den: 13den: Martij: 1648.


Mein Sohn, Erdtmann Gideon, hat Gott lob, fein
geschlafen, der hußten, hat sich etwaß gemiltert,
das hauptwehe verlohren, Gott wolle ferner,
mit seinem gnadensegen, vnß beywohnen! Amen!


<Simon heinrich> Schwechhausen, ist noch gestern abendt, von Eißleben,
wiederkommen, aldar er, in seinen privatis gewesen,
vndt weil 50 Kayserliche Reütter, im hagkel, der
Pegawischen erwartet, es aber durch ihn außkommen
sein soll, seindt Sie v̈ber halß, vndt kopf, auf-
gebrochen, vndt er auch zurügka, geeilet! Je suis
dèsplaysant, de ceste conjoinctüre.


Conferentz mit dem CammerRaht, Doctor Mechovio, item:
memorialia ihm, vndt Jakob Ludwig Schwartzenberger gegeben, Wegen der
vorhabenden rayse, nach Ballenstedt. perge


Meiner gemahlin lackay, Hans Geörge, ist vom Berlin,
wieder kommen. Saget, der Oberste Borgjßdorf, werde
Morgen, gebe gott zu Deßaw, anlangen.


Schreiben, von Wien, vom herrn von Roggendorf vndt Johann Sternberg[.]


Avis von Hoym, das der hertzogk Carl von Mecklenburg vndt
Oberster Pega ihre parole, mit wiederschaffung des vorspanns nit gehalten.

|| [[Handschrift: 365v]]


Die avisen geben:


Daß der König in Engellandt, stretto gehalten werde,
in der Jnsel Wight, vndt das das Parlament
wolle eine Rempublicam, wie die herren Staden
formiren, vndt das gantze Königliche geschlecht
reiiciren. Das auch zu Paris, ein Engel-
länder eingezogen worden, welcher den Prince
de Galles, ermorden wollen. Die Königinn
seye endtschloßen, in ein kloster, zu wandern.


Die herren Staden, bekähmen nun durch den
Spannischen frieden, das oberquartier von
Gelderlandt, vndt also selbige gantze pro-
vintz, hingegen tretten sie den Spanniern,
in Flandern, oder Brabandt so viel landes ab.


Zu Osnabrück vndt Münster wehre v̈bergewöhnliche
hofnung zum friede. Gott gebe es!


Der Gleichenstain, ist mitt accord
v̈bergangen.


Jn Bayern, ist das wegflehen verbotten,
vndt vertröstung zum sicheren landfrieden.


Die venezianer, manuteniren sich noch
zimlich, wieder den Türgken.


Jn Ditmarschen, vndt holstein, gibts
gewaltige seltzame prodigia, meistlich
als den 14. Februar der große Sturm gewesen, || [[Handschrift: 366r]]
item: gibt es Mißgeburten, auch indicia von Türgken.
Zu Stogkholm in Schweden, ist dazumal ein brandt
aufm Schloß endtstanden.


Der König in Dennemargk, wirdt altt, matt
vndt schwach.


Jn Vngarn, sollen die Türckischen partien sich
gewaltig heran machen, mit straiffen. Graf
Philips von Manßfeldt, Oberster zu Raab, leßt
ihnen begegnen.


Am Rheinstrom, vndt Oberlande gibts
auch ostenta. Gott weiß die bedüttung!


Geörg henrich, von Bidersee, habe ich diesen
abendt, in gnaden, dimittirt, vndt habe ihm, zum
abschiedt, 20 ReichsthalerRthlr: verehret, item: 10 ReichsthalerRthlr:
vor ein kleines grawes klepperlein, welches
ich von ihm, sieder der Pommerischen rayse, bekommen,
auch sonst, sein restirendes deputatgeldt, ihme
raichen, vndt geben laßen, an 9 ReichsthalernRthlrn: neben
guten recommendationen, an Churfürsten, von
Brandenburgk, vndter deßen leibcompagnie,
er verlanget zu sein, so dann an Oberkammer-
herren Borgßdorf, welcher ihn mitnehmen
köndte, vndt zu Zerbst, oder zu Deßaw, anzu-
treffen sein möchte. Gott gebe zu glück! vndt
succeß! vndt das er sich wol verhalten möge!

|| [[Handschrift: 366v]]

Dienstag den 14den: Martij: 1648.


Gestern haben Hanß Dappe, vndt Oberlender,
außseen laßen, 1 wispel Gerste, auf
daß Obergewende der hundert Morgen alhier.


Biedersee ist forth. Gott wolle ihn geleitten!


Jch bin hinauß gegangen, auf die hundert
Morgen, selbst zuzusehen, wie ein wispel
gersten geseet gewesen. Nachmittags
kommen noch 20 Schefel (Scheffel)schfl: darzu. perge Ün poltron,
que j'avois ordonnè des miens, n'y a pas
voulü aller, par insolence capricieüse.


Le boeuf noir, quj a restè a la mestairie,
(& est en partie cause de la mort de l'autre
innocent), a desja poussè par terre deux
personnes, & les a blessè, en quoy il y
a desja ün autre malheur, & danger tout
ensemble. Il eust mieux valü, tüer celui-
cy; & laisser vivre l'autre<!>, mais on pünit
ordinairement en ce monde l'innocent
pour le coulpable, afin d'achever a se rendre
malcontent, & malheureux!


1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: vndt 6 Schefel (Scheffel)schfl: Gersten, haben Wolffgang
Sutorius, vndt der große Kersten, zu Zeptzig außgeseet.
Gott g[e]be darzu, glück! vndt Segen!

|| [[Handschrift: 367r]]

Mittwoch den 15den: Martij: 1648.


<Oberlender 1 hasen.>


Jn die wochen: vndt Passionspredigtt,
cum sororibus et filio Viktor Amadeus[.]


Jochem der Einspänniger, ist von Deßaw, wiederkommen,
dahin er den Bidersee gestern begleittet gehabt.
Der Oberkämmerer Borgßdorf, sol zu Zigesar
sein krangk worden. Man erwartet aber
deßelben, in Zerbst, vndt Deßaw, etwan
in ein par Tagen.


Conversatio; mit Doctor Mechovio, in Staats: vndt
Oeconomysachen, mit Doctor Brandt aber, in medecina-
libus, vndt andern sachen, das publicum concernirende.


Avis: daß auch alhier, die kindsblattern geschwinde
regieren, vndter den kindern, vndt das zu hall
eine heimliche seüche grassire, also: das man
selbiges orths frequentation, in Ascherßleben,
vndt Quedlinburgk, verbotten.


heütte vndt gestern, haben die parthien zimlich,
alhier vor Bernburgk, wieder gestreifft. perge


1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)wisp: 18 Schefel (Scheffel)schfl: hat Oberlender vndt Tappe heütte
außseen laßen.


1 wispel nacher Zeptzigk Wolf, vnd Kersten.
Gott gebe! das diese, vndt alle andere
außsaht, Mir wol gerahten, vndt gedeyen möge!

|| [[Handschrift: 367v]]

Donnerstag den 16den: Martij: 1648.


<Stargker windt. et cetera>


Meinen CammerRaht Doctor Mechovium, habe ich in
angelegenen Commissionen, nacher Ballenstedt,
abgeordnet, vndt ihme meinen geheimen Cammer-
diener, Schwartzenbergern, adiungiret, auch
sonst zweene raysige, mitgegeben. Gott
verleyhe gnade! das Sie in itziger großen
vnsicherheit, ohne gefahr, wol durch-
paßiren, vndt repaßiren mögen!


J'ay apperceü quelque apprehension.
Dieu les vueille preserver, par sa Sainte grace!


1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: 12 Schefel (Scheffel)schfl: 3 Viertel (Hohlmaß)v: gersten, ist heütte
außgeseet worden. Gott gebe zu glügk!


Avis: von Erffurt daß der Churfürst von Bayern, seinen vnderthanen,
das wegflehen verbotten, vndt leßet sich, das getreydig,
so zu verkauffen, nach Regenspurg lifern.


Graf Philip von Manßfeldt, ist eilendt nach Raab,
den streiffenden Türgken, aufzupaßen, worzu die
vngrischen Stände, in die 300000 Gulden (florenus)f: contribuiren.


Jn der Schlesie gibts auch motus. Sonderlich sollen Sie die
Jesuiter in Breßlaw, außgeschaft haben.


Die Obersten Prisinsky, vndt Röhrscheidt, haben
sich zu Leiptzigk, gebalget, iedoch ohne schaden.


Jn Engellandt, gehets wunderlich zu. Viel Officirer,
vndt Königsfavoriten, begeben sich, nach Schottlandt.

|| [[Handschrift: 368r]]


Die Kayserliche armèe, steht noch zu Ditfurt, vndt Behrengrieß,
die Chur Bayrische im Bisthumb Eichstedt, biß nacher Jngolstadt,
die Schwedische zu Winßheim, doch fortzuziehen, vorhabens.
General Turenne, begehret die Weymarischen völcker wieder.


Der König, Christianus IIII. in Dennemargk,
sol am 28. Februarji, zu Coppenhagen, gestoben sein,
ein herr, von hohen qualiteten, vndt der sich in
seinem leben, noch biß ans ende, in seinem Königlichen
Staat, manuteniret. Jn seinen besten Jahren,
hat er noch wol floriret, vndt seinen feinden,
sonderlich den Schweden, obgelegen. Mit dem Kayser
Ferdinando secundo, zu kriegen, hat er weniger
succeß gehabt, wiewol sich anfangs, sein glück,
wol anließ. Jedoch erlangte er noch einen
guten frieden, zu seiner manutenentz. Jn den
letzten iahren, haben ihm die Schweden, hart
zugesetzt, biß durch interposition der Frantzosen,
vndt Staden, ein friede getroffen worden.
Er war ein großmühtiger, Tapferer herr,
verstunde den krieg, zu lande, vndt zu waßer,
hatte fein studiret, vndt große erfahrenheit,
in Staats[-], iustitzien[-], polizey[-], vndt Oeconomysachen,
auch in etzlichen mechanicis, hielte gute corres-
pondentz mit dem Römischen Kayser, so auch mit den Köni-
gen von Frangkreich, Spannien, Engellandt,
Polen, Moßkaw, vndt dergleichen. Kondte || [[Handschrift: 368v]]
seine magnificentz, wann er wolte gewaltig sehen
laßen, vndt war doch sonst der frugalitet ergeben.
Ein ansehlicher, wolqualificirter, in Ritterspielen,
erfahrner, gesunder eiserner herr, der
sein alter, hoch gebracht, v̈ber die 70 iahr,
vndt sich wenig weder zu waßer, noch zu
lande geschonet, noch einige gefahr gescheẅet.
Er liebte die Tugendt, vndt strafte die
laster. War ein heroischer herr,
deßen großmühtige beschaffenheitten,
kein vnglück niederdempfen, noch
v̈berwinden, vndt vndterdrügken können.
perge


Er that mir die ehre vndt schriebe mir
ohm, vndt Schwager, das letzte, vmb
meiner freündtlichen hertzlieb(st)en Gemahlin <Liebden> willen!


habe einen solchen Potentaten dero wegen
billich zu bedawren, vndt zu betrawern,
zumahl da vnsere vorfahren, zum öfftern,
mit diesem Königlichen hause, sich befreündet.
perge


Gott verleihe Jhrer Königlichen Würden eine fröliche
vndt Sehlige auferstehung, zum ewigen
leben, Amen! Er hat auch gute correspon-
dentz, mit dem Printzen von vranien, vndt den
herren Staden, zu halten pflegen. perge

|| [[Handschrift: 369r]]


Der Churfürst von Saxen, sol seine Regimenter, nach
Dresen[!] erfordert haben, dieselben zu besichtigen.


General Lamboy, vndt General Geise, sollen bey
Gesecken, hart aufeinander, getroffen haben,


Landtgraf Johann befindet sich in Caßel,
Man helt darfür, Landgraf Geörgens Sohn,
werde auch hinkommen, vmb das andere landtgräfliche
Fraẅlein, zu heyrathen, (weil die Elltiste dem
Prince de Talmond in Franckreich vermählet worden)
damit dadurch, der Marpurgische streitt geschlichtet
vndt die strittige Aempter, zum heyrathguht
zu erlangen, gelegenheit vndt anlaß gegeben
werden möchte! Zween Schwedische Regimenter
zu roß, vndt fuß, von der armèe kommende,
sollen v̈ber den Türinger waldt, paßiren,
vnwißendt, wohin ihr intent gerichtet ist?

Freitag den 17den: Martij: 1648.


Mit Erdtmann (Gott lob, vndt dangk) fänget
sichs an, zu beßern, wiewol der hußten, vndt kurtze
Athem, noch nicht nachlaßen will. Jch habe ihn gestern
vndt heütte, wie auch alle andere vorige tage, fleißig
besucht.


Der hofmeister Einsidel beßert sich auch, mais il
a tellement blessè la vesique, par l'aspretè de
la pierre, ou bien des medicamens, qu'il ne
peüt pas retenir son ürine, (sauf respect.)

|| [[Handschrift: 369v]]


Märtin hahn, mein sattelknecht, liegt auch sehr krangk
etzliche tage hero, am hußten, vndt innerlichen stechen,


Jtem: mein furrirer, Geörg Petz, hat dergleichen
recidive bekommen, also daß vnsere hofstadt, vndter-
schiedliche pacienten hat. Gott wolle der beste
Artzt, retter, vndt Nohthelfer sejn!


A spasso wie gewöhnlich, die oeconomica
zu beobachten. perge


Mes gens, a la mestairie, se plaignent, de
ne pouvoir manger dü beurre, que l'on y
fait, & a nostre table, on le doibt manger.
Jls croyent, que les femmes, & filles, qui le
font, soyent ensorcelèes, car ce beürre
n'a point de goust, comme il faut. Cela est
aussy, ün cas estrange, & le laict, tout
de mesme, est de mauvayse odeur, & saveur,
quoy que les servantes & villageoyses a la
mestairie, n'entendent, que tresbien leur
mestier, & ce malheur, a desia dürè long temps.
perge


Meine raysigen, seindt Gott lob, glügklich,
doch nicht ohne gefahr, von Ballenstedt wiederkommen,
vndt haben den CammerRaht, vndt Schwartzenberger
alß meine deputirte, wol hinauf gebracht.
Gott wolle ferner glügk! vndt segen geben!

|| [[Handschrift: 370r]]


heütte hat Oberlender, vndt Tappe, 12 Schefel (Scheffel)schfl:
haber, außseen laßen. Gott gebe zu segen! vndt gedeyen!


Diesen abendt, seindt hertzogk Julius Henrich,
vndt hertzog Frantz Albrecht, von Saxen Lawenburg11
vnversehens, anhero, in die Stadt, Bernburgk
kommen, haben erst voran geschickt, einen furrirer,
alß wenn ein Oberster kähme, welcher vor sein
geldt, quartier begehrte, vndt seindt darauf,
vor der abendmalzeit, gefolget, haben sich,
zum Schwartzen Bähren, einlogiret, vndt in
die 80 pferde, bey sich, gehabt. Alß ichs er-
fahren, habe ich Tobias Steffeck von Kolodey zu ihnen, geschigkt,
vndt sie herauf bitten laßen, auch mich, mit
der vnwißenheit, endtschuldiget. Sie haben
sich, gleichsfalß, excusiret, mir in meiner
<ihnen> bekandten ruin; keine vngelegenheit
machen, Sondern gerne allein sein wollen,
vndt wegen morgender eilfertiger rayse,
biß auf eine andere zeit, diese conferentz,
vndt wie sie alzuhöflich geredet, mir auf-
zuwartten, verspahret, wiewol sie
mir, gar gerne, hetten zusprechen mögen.
Sie haben auch gesagt, der König in Dennemargk
wehre stehendt gestorben, vndt es hette aller-
ley seltzame Prodigia, vorhero gegeben. perge

|| [[Handschrift: 370v]]


Große Kersten, vndt Wolf, haben zu Zeptzigk,
seen laßen, 5 Schefel (Scheffel)schfl: 2 Viertel (Hohlmaß)v: gersten.

Samstag den 18den: Martij: 1648.


<3 hasen.>


heütte seindt beyde hertzoge von Sachßen herüber
paßiret, vndt alhier vorbey, auf Halle zu,
gegangen. gott wolle sie geleitten!


A spasso, auf die Saht. Gott laße vns, seinen Segen,
wol gerahten, vndt gedeylich genießen!


Melchior Loyß, meinen Raht, (welchen ich vor diesem
zur iungen herrschaft hofmeister, bestellet gehabt)
habe ich bey Mir gehabt, vndt extra zu
Mittage behalten, weil er seinen allten
herren, meinen Sohn Erdtmann, in seiner Schwach-
heit, besucht.


Mein Sohn Erdtmann, fühlet sich zwar, (Gott
lob, vndt dangk) etwas beßer. hat aber
in seinen gliedmaßen, sonderlich in den Schen-
gkeln, eine große Müd: vndt Mattigkeit.
Gott helfe! das es ein gut zeichen seye!
vndt das die krangkheit, damit hinweg gehe!


Jch habe gut resolution vndt erkläh-
rung vom General Axel Lillie bekommen, wegen
restitution der Ballenstedter pferde, vndt abwendung
der marchen. Gott gebe, zu würgklichem guten effecht!

|| [[Handschrift: 371r]]


Meinen sohn, Erdtmann besuchende, habe ich ihn (Gott lob)
in beßerem wolwesen, befunden. Gott gebe ferner
seinen gnadenreichen segen! Doctor Brandt, kahm auch darzu.


Meine söhne, Victor, vndt Carll, seindt hinauß
hetzen geritten, vndt haben 3 hasen, einbracht.


Avis von Osnabrügk, das der Kayser, die
Crohnen, vndt Chur Bayern ihr intent erreichet,
der punctus Autonomiæ, wehre vndterschrieben,
vndt verglichen, nur das wegen Augspurgk[,]
Aachen, vndt der Pfandtschaft, noch etwaß
abzuhandeln, die heßische sache würde
auch baldt zum vergleich kommen, vndt haftet
es noch, an dem puncto satisfactionis militiæ
welcher punct, so lange außgesetzet ist,
biß alles verglichen, vndt abgehandelt.
perge


Caspar Pfaw, hofraht von hartzgeroda,
ist anhero kommen, mit einem creditif, an<von> Meinen
Bruder, an mich, in transitu, mir zuzusprechen,
weil er nacher Zerbst, geschigkt wirdt. Jch
habe ihm, zur audientz, Morgen, (gebe gott) vor-
mittags, vmb 10 vhr, die stunde, ansagen laßen.


Rindtorf, vndt Wischer, seindt von Grö-
ningen, vndt Halberstadt, wiederkommen,
mit gefahr, vnsicherheit, vndt wenig verrichtung!

|| [[Handschrift: 371v]]

Sonntag den 19den: Martij: 1648.


Jn die kirche, cum sororibus, et filio Victore Amadeo.


Extra: Caspar Pfaw, meines bruders Fürst Friedrich abgeordneter
gen Zerbst, nach gehabter audientz, vndt Christian Börstel.


Schreiben: in publicis, wegen der contribution so den
Kayserlichen dißmal zu excusiren, item: in privatis
wegen Fürst Johannsens sachen, So dann auch, in
andern angelegenheitten, <maxime: in Religionssachen. perge>


heütte Morgen, ist es von der Cantzel abge-
kündiget, darnach, der neẅe Raht,
vorm Berge, durch die Beampten, aufgefüh-
ret worden. Gott gebe zu glück, vndt Segen!


Mein Sohn Erdtmann, hat diese Nacht, sich
etwas v̈bel, gehabt, vndt v̈bergeben, mit
vieler grüner materia. Bonus effectus! ex mala
causa! Gott gebe beßerung!


Nachmittags habe ich, Paul Ludwig bey mir gehabt,
vndt wichtige sachen, zu expedjren, befohlen.


Avis: das man dem König in Engellandt,
seinen proceß mache, wie auch, das daß Par-
lament zu Pariß, rebellire, wegen der vielen
contributionen, vndt imposten. Gott gebe!
das alles vnrecht abgewandt, vndt Seine
Stadthalter auf erden, manuteniret werden! || [[Handschrift: 372r]]
Es scheinet, daß große verenderungen vor seyen,
vndt das es zimlich stargke verwirrungen in Re-
gimentern gebe, vndt v̈ber die hohen haüpter, gehe!
Gott erbarme es!


Nachmittags habe ich Caspar Pfau wieder erlaübet. perge
mit Paul Ludwig geredet, vndt die expedienda, expediret,
weil meine Schwestern, mit Viktor Amadeus in die kirche
gezogen.


C'est ün cas estrange, que ie ne puis pas oublier
ce grand bœuf, & chef dü bestail, que ie permis
de massacrer vilainement le mois passè. Soit
en dormant, soit en veillant, il m'est devant
les yeux, quoy que ie m'en vueille dèstacher,
& se presente comme a moy, se plaignant de
l'avoir si miserablement abbandonnè, & fait
assommer inütillement pour recompence de sa fide-
litè, & de la benediction qu'il m'avoit
apportèe en mon malheur, que nül tiran,
nül Neron, Domitian, Caligula, & aultres
auroit commis telle insensèe cruautè, mas-
sacrant ce, qui leur estoit cher, ains plüstost
auroyent eü soin non seulement de leurs amis,
ains aussy de leurs bestes, chiens, & chevaux,
avec üne <recognoissance &> cordialitè extraordinaire & cognuë, || [[Handschrift: 372v]]
suffisamment en toutes leurs Histoires. Qu'envers
leurs ennemis seulement ils avoyent estè cruels,
non pas envers ce, qui s'hümilioit devant eux.
Nota Bene Que ie m'estois asseurèment früstrè d'ün
grand bien, et d'ün grand bonheur, par ceste
legere desertion. Que j'aurois assèz estè
adverty, (nonobstant le comble de mes affaires)
& que ce boeuf mesme, accüseroit mon ingra-
titüde, et presageroit ün insigne malheur.


Telles, et semblables pensèes me tour-
mentent incessamment. Dieu me vueille
delivrer de ce mal! et tentations,
qui ne sont pas pourtant simples jmaginations,
& vueille divertir de moy, & de ma
famille tous malheurs, que ie me prefi-
güre sans cesse. Voilá ce que c'est,<!>
quand on mèsprise legerement les aver-
tissemens, que Dieu nous donne, mesme
par des Creatüres, devant le monde con-
temptibles, comme l'Asnesse de Balaam12 perge
& quand on croit plüs, aux menteries des
meschans hommes, qu'aux signes extraordinaires
& presque süpernatürelles, que Dieu nous
envoye, par toute sorte de tèsmoignages!

|| [[Handschrift: 373r]]


Gestern morgen, habe ich aufzuschreiben vergeßen,
das ehe ich in die vormittagspredigt, gefahren, habe
ich einen citronenSaft auß einem krüglein, (so ich von
Cöhten bringen laßen, vndt schon oft gebraucht, mit
einem weißen pülverlein) einnehmen wollen.
Dieweil aber wenig mehr darinnen, der mundt
des krügleins sehr enge, der Saft digke, vndt
das meiste darvon sich auf den grundt, gesetzt ge-
habt, die zeit aber kurtz, vndt herbey kahm,
außzufahren, stieß ich, (auß impacientz, vndt
mich zu befördern,) das Mundtloch vom Töpflein
oben <ein wenig> entzwey, darauß ein par größere
Scherben fiehlen, alß ich nicht gemeinet hette,
hingegen zerbrachen, noch andere viel mehr
kleinere spitzige scherblein, vndt fiehlen in
den digken Saft hinein. Als ich nun, vom
boden, dennoch, den Saft, mit einem löffel,
herauß langete, vndt vermeinte, (zwar
in der eil, weil wenig zeit v̈brig;) alles ei-
gentlich gesehen zu haben, nahm ich in Gottes Nah-
men, ein par leffel voll, des lieblichen Citronen-
Safts, also ein, mit dem pülverlein, vor die
böse lufft, vndt andere accidentia. Es kahm
mir aber in dem digken Saft, ein scherblein mit
in den halß, daran ich bey nahe erstickt wehre,
wann mich der page, Roggendorff, nicht wol in
rügken geschlagen, vndt <mir> wieder lufft zu kriegen, verholfen hette. || [[Handschrift: 373v]]
La mort, nous talonne tousiours, de prés. Jl faut
attendre ses attraits, & vivre iournellement en la
crainte de Dieu, qui soit louè sempiternellement,
de sa benigne delivrance.


Weil mich die gedechtnüß, des frembden
Schweitzerochßen, also exagitirt, habe ich occa-
sion genommen, noch ferner darnach zu fragen,
vndt befunden, das meine leütte mich dennoch,
mit lügen, berichtet, alß wehre der Ochße
gutwillig hinundter gegangen, vndt
gerne gefolget. Dann ich heütte, erst
erfahren, das er gantz nicht, vom For-
wergk gewoltt, (quasj præsagiente animo)
vndt mit mühe vom hirten, forthgebracht
werden können, gestaltt er noch im hin-
wege, vor Bungenstabs thür, sich nieder-
gelegt, vndt mit vielen schlägen,
allererst forth: vndt aufgebracht werden
können, biß er v̈ber die fehre gewesen,
alßdann hat er sich drein ergeben.
Jm dritten streich, den ihm dje fleischer
gegeben, so er erschrecklich gebrüllet,
vndt ohne zweifel nach dem hinterlaßenen
vieh, im Forwergk, sich gesehnet haben. || [[Handschrift: 374r]]
Man gestehet itzt nur 20 streiche, den ihm die
ignoranten fleischer, sollen gegeben haben, wie-
wol ich dem allerersten bericht, mehr glaube,
vndt gar gewiß, ein vnglück præsumire, vnd besorge.
perge


Patientia! Aux choses faites, il n'y a nul remede!
Jl ne se faut plüs fier; de soy mesme! perge


Aultrement la parole de Dieu dit, aux proverbes de Salomon[:]
Justus; novit animam, jumentj suj!13
Et c'est ce; qui me perce le coeur! perge


Den 17den: Martij seindt 12 Schefel (Scheffel)schfl: haber auf die
Obergerichtsbreitte, geseet worden, den 18. Martij,
eben dahin, 12 Schefel (Scheffel)schfl: haber, den 20ten: Martij,
noch daselbst, 1 wispel des habers. perge


Jch bin bey meinem Sohn Erdtmann, gewesen,
vndt habe zugesehen, wie er mit der carte
gespielet, mit seinem Bruder, Viktor Amadeus vndt den beyden
Elltisten Schwestern, So dann auch mit seinem
hofmeister Schwechhausen.


Discorsj, co'l Doctor Brandt, in publicis.


1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: haber, hat Wolf bey Zeptzigk geseet.


Schreiben vom Berlin, von der Churfürstlichen wittwe
vndt von Madame Elizabeth.


Extra: Doctor Brandt, zu abendts, behalten.

|| [[Handschrift: 374v]]


Die avisen von Leiptzigk gaben:


Das der Visconte de Türenne; Winßheim
eingenommen, vndt die Weymarischen, wieder
an sich ziehe.


Jtem: daß die Kayserlichen vndt Schwedischen, auf einander
gehen an der Donaw.


Jtem: daß in Flandern, so wol die Spannischen,
alß Frantzösischen, ieglich theil, mit 30000
Mann aneinander wollen.


Den König in Engellandt, wollen die
Schotten, Jrrländer, vndt Frantzosen, liberiren,
vndt jnndeßen, den Prince de Galles, zu ihrem
haüpt aufwerffen.


Die provintzen Zeelandt, vndt Ütrecht,
seyen mit dem Spannischen, vndt Holländischen
frieden, nicht zufriedenb.


Die hofnung, des deützschen Friedens,
vndt der gewißensfreyheit, seye groß,
zu Münster, vndt Oßnabrügk.


Zu Napolj, seyen leütte eingezogen,
vndt exequiret worden, welche den Düc de
Guise, ermorden wollen.

|| [[Handschrift: 375r]]


Die Spannischen, prosperiren wieder, in selbigem
Königreich, iedoch pedetentim.


Die Tartarn, liegen noch in die 80 mille stargk, an
der Pollnischen gräntze. Die Türgken droẅen, Polen,
vndt Vngarn, haben auch, mit den venezianern
noch zimlich zu thun.


Chur Brandeburg vndt Chur Cölln, seindt, wegen
Hamm, vndt wegen der contributionen, wiedereinander.


Jn Frangkreich, gibts auch motus, wegen der imposten.


Die heßen, vndt Lamboy, sollen auch aneinaner
gewesen sein.


Mir hat getraẅmet, es hette mich, die landt-
schaft, beym Kayser verklagt, vndt allerley
vnwarheitten, eingestreẅet, hetten aber
recht in allem behalten, Jch hette mich zwar
v̈ber gewaltt, vndt vnrecht, beschwehret,
es hette aber nicht gehöret werden wollen,
vndt man hette mich schlechts, platter
dinge, abgewiesen, weil sie dem Vice-
cantzler, Graf Kurtzen, vndt andern
Rähten, vndt Secretarien, mehr Schmi-
ralien, alß ich, geben können! vndt darzu
solches von vnseren eigenen landesSteẅren, vndt contributionen genommen.

|| [[Handschrift: 375v]]


Avis von Ballenstedt, daß ein Obrist leütnant Jsrael Isaaks
Sohn, so das Königlich Schwedisch Pfaltzgräfliche Regiment
commandiret, gestern nachmittag, mit 8 Compagnien zu fuß,
Roß, vndt 300 zu fuß, sich im flegken Ballenstedt,
einlogiret. Der Amptmann ist ihm biß ienseyt
Falckenstein entgegen geritten, vndt hat vmb
verschonung, oder doch vmb verlegung des Regiments
innstendig, vndt flehentlich gebehten, aber gar nichts
erhalten, vndt wollen noch morgen, vndt v̈ber-
morgen, still liegen, auch keinen proviandt Von
den benachtbarten, einfordern. perge


J'ay èscrit á Zerbst, au Prince Jean.
perge


Wolf, vndt Kersten, haben heütte außgeseet
bey Zeptzigk, 1 wispel hafer.

<3 hasen.>


Briefe, nacher Cöhten, vndt Wien geschrieben.


Nachmittags, mit Viktor Amadeus vndt zweyen Jungkern
bin ich hinauß hetzen geritten, vndt haben
drey hasen, bekommen.


Tappe vndt Oberlender, haben gestern, einen
wispel haber, heütte wieder 1 Wispelw:
außseen laßen.

|| [[Handschrift: 376r]]

Donnerstag den 23ten: Martij: 1648.


<Regenwetter.>


Je me prefigüre, que ie mourray peut estre,
bien tost, ceste annèe soit; par maladie ordi-
naire, soit; par venin, soit par aultre
Violence exterieure, sentant ün feü
cachè en moy mesme, qui me consüme,
et plüsieurs indices, qui me presagent,
tout sorte de malheurs, & changemens,
tant en general, qu'en particülier!
Le bon Dieu, qui m'a si benignement
preservè, dèz mon enfance, & qui m'a
saulvè de tant de perils, me vueille
encores conduire, par sa Sainte grace,
& ne m'abbandonner, en mon aage avan-
, a la rage de Sathan & dü monde,
ains me delivrer de tout sinistre accident,
malheur, & peril, me conservant ses dons
temporels & spirituels, iusqu'au bout,
de ma miserable Vie, & me vueille assis-
ter, par la force de son Saint Esprit, contre toutes
les tentations, & afflictions, m'accompagnant
aussy sans cesse, iüsqu'a la fin, dü Ministere, de ses Saints Anges || [[Handschrift: 376v]]
et qu'ils puissent porter mon ame, au sein d'A-
braham, en la vraye terre des Vivans, en la Je-
rüsalem celeste, en la vie eternelle. Le bon
Dieu, vueille effacer, toutes mes larmes, ès-
teindre toutes mes afflictions, s'opposer, a tous
mes adversaires, & me consoler, et rèsiouir
sempiternellement! A luy en soit honneür,
et gloire, á jamais; aux siecles des siecles,
par Jesüs Christ, son fils, nostre Saulveür,
& Redempteur ünique, en vertü dü Saint
Esprit, ce Paraclete, Amen!, Ainsy soit il! Amen!


Es hat greẅliche disturbj, vndt wieder-
sinnigkeitten, zwischen meiner Söhne, hofmeister,
vndt Præceptorn gegeben, also: das es leyder!
im Schloß, zu Thätligkeitten, gedien. Gott
helfe, das ich auch von dieser vnruhe, mit
ehren, abkommen möge! Der Præceptor Hangk-
witz, wil sich gantz nichts, vom Hofmeister
Schwechhausen, erinnern laßen, vndt es lauffen
etwaß animositeten, vndter ihnen, vor.


Gott gebe doch, in dieser passionszeitt,
vndt sonsten, versöhnliche hertzen!


Geschrieben, nacher Berlin, Wien, vndt
Paris.

|| [[Handschrift: 377r]]


Avis von Cöhten, daß der Oberkämmerer Borgß-
dorf, morgen, (gebe gott) dahin, solle kommen. perge Dieu
nous en garde, de ce grand hoste!

Freitag den 24ten: Martij: 1648.


Avis, von Ballenstedt, daß vorgestern, die bösen
gäste vfgebrochen, seindt ihrem eigenen bericht
nach, 1200 pferde effective, vndt 200 bey dem ba-
gage stargk gewesen. Man hat dem Obrist leutnant so
Sie commandirt, 50 ReichsthalerRthlr: zu maturirung des
aufbruchs, vndt verschonung mit vorspann zahlen
müßen, vndt solches ist, von dem deposito eines andern
Obrist Leutnants genommen worden. Angustias hats genung
gegeben. Wo sol nun die contribution herkommen?
Gleichwol droẅet man, mit executoren. perge
Die armen leütte, haben ein großes
außgestanden. Wollen alle entlauffen.
Jhr Sahmkorn ist dahin. Gott erbarme sich
ihrer! Bey den Menschen, ist wenig, oder gar kein erbarmen.
perge


Jch habe ein recommendationschreiben, wegen eines
neẅen Juden, Simon Frangken, vom Obersten
Graven Kinßky empfangen.


Avis: daß Soldaten zu Eißleben, mit meines Cantze-
leybohten Tochter, Maria, sich zimlich gemein machen
wollen, vndt weil Sie ihr Mann14, heimlich weggeschigkt,
hetten Sie mit ihm, die Passion Christj, Gotteslästerlich, gespielet. || [[Handschrift: 377v]]
Ach! Ach! wie groß leydwesen, bringet mir?
die falsche weltt! der Neid! das arge Thier!


Die Mißhelligkeitten, zwischen dem Hofmeister
Schwechhausen, vndt dem Præceptore Hangkwitz,
seindt, durch meine, darzu verordnete Commissarien,
hofmeister Einsjdel, vndt Doctor Brandten, mit zu-
ziehung, Tobiæ Steffegks, von Kolodey, compo-
nirt, vndt endtlich, beygelegt, vndt verglichen
worden, wiewol es sehr mühesehlig, vndt
schwehr hergegangen, vndt die verbitterung,
sonderlich bey dem einen, sehr groß gewesen.
Gott gebe, das die rechte einigkeit, so
den Engeln, vndt Menschen, wol gefället,
möge ie mehr, vndt mehr, befestiget werden!

Samstag den 25ten: Martij: 1648.

<Windt. Regen.>


heütte ist das fest Mariæ verkündigung, oder
viel beßer, conceptionis Jesu Christj, so
wir mit zweyen predigten, dem usu nach, gefey-
ret. Gott gebe zur stärgkung im glauben!
vndt beßerung vnserß lebens!


Meiner kutzschpferde eines, der hollsteinische Schweißfuchs
hat mir diesen Morgenc
ein iung hengstfohlen gebracht, Gott wolle
mir glügk darzu geben! vndt zu allem
dem, waß mir nützlich, vndt gut ist! Amen!

|| [[Handschrift: 378r]]


Extra: zu Mittage, Doctor Brandt, gehabt, vndt
vielerley, mit ihme consultirt.


Avis von Zerbst, daß Freitag zu Mittage, kurtz nach
12 vhr, Gott der Allerhöchste, den Superintendenten
Magister Christianum Beckmannum von dieser
schnöden welt hinweg, vndt zu sich in sein ewiges
himmelreich genommen. Ein großes licht, vndt
treflicher pfeiler ist in vnserer religion
außgethan, vndt vmbgefallen. Gottd


Doctor Mechovius, vndt Schwartzenberger,
seindt von Ballenstedt wiederkommen (Gott lob!)[.]
Sie haben, wegen der soldatesca wenig, in
ihren anbefohlenen Commissionen, außrichten können.
perge


3 Schefel (Scheffel)schfl weitzenmehl, 42 Pfund (libra)℔: Butter,
5 schogk kähse, vndt iunge Tauben, seindt
zur hofstadt, mitgeschigkt. perge Poca cosa!


Meine Sohn, Erdtmann Gideon, habe
ich nicht allein, besucht, sondern auch meine
beyde, anwesende iüngste Schwestern,
mitt dahin, geführet. Gott lob! es hat
noch das ansehen, alß wolle sich alles,
zur beßerung, anlaßen!

|| [[Handschrift: 378v]]

Sonntag den 26ten: Martij: 1648.


<Windig, wetter.>


Am heüttigen PalmenSontage, conjunctim, in
die kirche. Der hofprediger nahm einen extraordinarium
Text, nemlich: wie Abraham seinen Sohn
Jsaac aufopfern wollte?15


Extra Doctor Mechovium, gehabt, vndt seine Rela-
tiones von Ballenstedt, angehöret. et cetera


Nachmittag, wieder in die kirche, cum sororibus; et
filio, Viktor Amadeus[.]

<Regen.>


An General Axel Lillie, habe ich geschrieben,
vndt ihme berichtet, wie seine Quartier,
verdorben werden, von den Schwedjschen.


J'ay grande apprehension, pour Hans Meyer
ün messager, que j'avois depeschè, il y a
long temps, en Hollande craignant, qu'il n'ait
estè assommè, en chemin. Dieu le vueille conserver!


Extra: den hofprediger, zu Mittage, gehabt.


14 Schefel (Scheffel)schfl: haber alhier, außseen laßen, durch den
kornschreiber Hans Tappe vndt Oberlender.
perge


Mein neẅlichst wehrhaftig gemachter Bider-
sehe, ist anhero kommen, mit bericht, daß der
Oberkämmerer Borgßdorf, diesen abendt, zu
Cöhten, ankommen würde, vndt darnach,
nach Schöningen, gehen. Dieu nous garde! de
cest hoste, icy, avec sa suitte de 300 chevaux!

|| [[Handschrift: 379r]]


Ce boeuf, que ie fis massacrer le mois passè,
m'est tousiours devant les yeux, & me denotera
sans doubte, (si Dieu ne le divertit, par sa Sainte
grace?) ün insigne malheür, a moy, & aux miens.


Die vorreẅe, ist beßer, alß die Nachreẅe. perge
Ach Gott! nimb alles vnglügk von Mir! vndt
von Meinem gantzen hause!


Diesen abendt, ist Caspar Pfaw, von Zerbst, wieder-
kommen, hat berichtet, wie der vergleich,
so durch die deputirte, geschloßen, abgelauffen,
vndt wie incidenter der Oberkämmerer
Borgßdorf, dorthin gekommen, vndt sich
sehr prächtig gehalten?


Zu Zeptzigk, ist ein wispel Gersten
außgeseet worden, in præsentia des Großen
Kersten, vndt des Wolfgangj Sutorij.


Meine leüttlin, alhier zu Bernburgk, haben
durch drey Freybrawen, endtlich daß
resitirende quid, der contribution erreicht,
vndt damit, die executores abgewiesen,
Gott gebe, das wir sie nimmer sehen,
noch bedörffen mögen!

|| [[Handschrift: 379v]]

Dienstag den 28ten: Martij: 1648.


<3 hasen.>


<Windig wetter.>


Conferentz mit Doctor Mechovio.


Jch bin hinauß spatziren geritten, zu besichtigen,
ob meine leütte in der Feldarbeit, fleißig
sein, vndt habe 3 hasen gehetzt, vndt einbracht.


Nachmittag gelesen, vndt meditirt.


<Meine leütte alhier, haben 8 scheffel gerste<haber>n geseet. et cetera>


<5 hasen. perge>


Avis: daß der fromme sehlige alte Superinten-
dens zu Zerbst, Magister Christianus Beckmannus,
mit großer Standthaftigkeit, sein leben geen-
det, seinen verstandt, biß in Todt, vollkommen
behalten, vndt alß ein verus athleta
Jesu Christj, (welcher sich lengst schon
zum Tode vorbereittet gehabt, vndt deßen,
in seinem, ohne das hohen alter, gerne er-
wartett,) Christlich, Sanft, vndt sehlig ge-
storben. Gott gebe ihm, vndt allen
Außerwehlten, an iehnem großen Tage,
eine fröhliche, vndt sehlige aufferstehung,
zum ewigen leben, Amen! vndt erwegke
andere lumina Ecclesiæ, die seine stelle
eiverig vndt rechtgläubig, ersetzen, vndt
allen einschleichenden Jrrthümbern, recht
steẅren, vndt wehren mögen!

|| [[Handschrift: 380r]]


Ein glügk scheinet es noch darbey zu sein, das
eben die vornehmsten reformirten Rähte, dieses
Fürstenthums, zu Zerbst, damalß beysammen ge-
wesen, in andern landessachen sich zu berahten, vndt
haben also den conduct, dieses vornehmen berühmb-
ten sehligen Mannes, mit begehen, vndt zieren helfen
können. Da heißt es recht, wie Gott spricht:
Honorantes me; honorabo. perge


höfliche antworth vom General Axel lillie, welcher
condolirt wegen Ballenstedt, des Commissarii Schmidt
proceduren, improbirt, vndt an General Wrangel
solches wil gelangen laßen. perge


Jtem: schreiben von Wien, vom Johann Sternberg,
vndt herrn von Roggendorf, <in buonj terminj.>


Die avisen, confirmiren, die annährung
der haüptarmèen an der Thonaw, sampt der
hofnung deß friedens, zu Münster vndt Osnabrück.


Jtem: daß der Türgk, vndt Tartar, so wol, in Polen,
alß in Vngarn, einzufallen gedengke.


Das des Königs, jn Engellandt, sachen, schlecht stehen.


Das der Kayser, ejn freẅlejn, von Insprugk, heyrathe,
vndt derowegen, nacher Paßaw, raysen werde.


Das zu Napolj, in Portugall, vndt in Catalonien,
die vnruhe noch v̈berhandt nehme.


Daß es prodigia in Dennemargk, vndt hollstein || [[Handschrift: 380v]]
gebe, mit seltzamen Regenbogen, Sonnen, vndt
andern dingen, so gesehen werden, auch hette des alten
Königes Fridericj 2. <bildtnüß> kurtz vor deß verstorbenen
Christianj IV. Tode, blut geschwitzet, in
seinem gemach, auß der Nase, mundt, vndt augen,
darüber iedermann sich endtsetzet. Der
eingefallene Thurm Santae Catherinæ in hamburgk
sol auch kurtz zuvor gebawet sein worden,
mit ejner krohne, alß der König sehliger die
huldigung, baldt darnach, eingenommen,
deßen vmbstürtzung, pro malo omine,
wil gehalten, vndt die portenta vor
Bußpredjgten, geachtet werden.


Großfürst in der Moßkaw, sol sich
keine, von denen, ihme præsentirten schönen
Damen, haben belieben laßen, Sondern
eine von seiner aufwartenden Bojaren,
Tochter, zur ehe genommen, welches wol
jalousie, vndter den grandes vervhrsacht.
Er, der Großfürst aber, sol von dem
gemeinen volck sehr beliebet sejn.
Jhm, wirdt sehr, von Tartarn, vndt
Türgken, gedroẅet.


Der Stadische frieden, mit Spannien, wirdt || [[Handschrift: 381r]]
sehr gelobet, vndt ein großes absehen darauf gehabt.
Der Ertzhertzogk Leopoldus helt gute Nachtbarschaft
an itzo, mit den Staden.


Die Schweden werben stargk, vndt sollen schon
in Schonen eingefallen sein, weil der Ertzbischof
von Brehmen, (an deßen wahl zum Könige
in Dennemargk, jhrer viel, noch dubitiren)
den geschloßenen friede mit seinem herrn-
vater, noch nicht ratificiren wollen.


heßen Caßel vndt Darmstadt, tractj-
ren ihren vergleich. Lamboy vndt Geise
seindt zu Geiseke aneinander gewesen,
iedoch ohne sonderbahren effect, wiewol
viel volck beyderseitß geblieben, vndt
hohe officirer gefangen worden. Daß
Hollsteinische Regiment, ist ruiniret
auf Kayserlicher seitten. Vndt auf Caßelischer
seitten, ist Landtgraf Ernst, gefangen.


Zu Rom, sollen die Cardinäle, sich re-
solviret haben, nach dieses Pabsts ab-
sterben, keinen, als einen Römer, zu erwehlen.


Viel banditen sollen sein gefangen,
verjagt, vndt theils geköpfft woden.

|| [[Handschrift: 381v]]


Meinen Sohn, Erdmann Gideon, haben wir con-
iunctim, Meine freundliche hertzlieb(st)e Gemahlin, vndt ich, besucht,
Er befindet sich, Gott lob! vndt dangk! von Tage
zu tage beßer! Gott helfe ferner, zur endtlichen
gesegneten beßerung, mit gnaden!


Jch habe in schönem wetter, nachmittags,
meinen agkerleütten, auf der nähe, wie
Sie seen, zugesehen. Gott gebe glügk! vndt
gesegnetes gedeyen!


Avis: <vom Berlin> daß vetter, Hanß Geörge, von
Deßaw, sol bey der alten Königin in
Schweden, kammerherr werden, vndt mitt
in Schweden ziehen. (Estranges resolütions!)


Mein Sohn, Victor Amadis, ist nachmit-
tages, hinauß geritten, vndt hat fünf
hasen einbracht.


Nota Bene ex monitis, Jllustrissimi et Celsissimi parentis; piae memoriae[:]
Quinque sunt species, Potentiæ, nimirum:
Opes; Arma; Consilia; Fœdera; Fortuna;

Donnerstag den: 30ten: Martij; 1648. <Grüner donnerstag.>


Ô Dieu! consoles moy, en ces jours Saincts,
et tousiours de tant de miseres, afflictions;
angoisses, & dèstresses, grandes! et petites!
Rends moy! par ta grace & bontè! la liesse perduë!

|| [[Handschrift: 382r]]


Extra zu Mittage den Diaconum Jonium gehabt.


12 Schefel (Scheffel)schfl: erbßen, seindt gestern, zu Zeptzigk geseet.


Avis: das wir eine Einquartirung,
zu gewarten haben sollen. Gott behüte gnedig-
lich davor. Johann von Bergen, ist ihnen
den Regimentern, entgegen geschigkt, auf
Fürst Lebrechts erinnerung, welchem es Fürst Augustus
befohlen. Gott gebe erwüntzschte expedition!


Peter Agricola, Meines bruders Fürst Ernsts
Sehliger gewesener kriegsSecretarius, zuvorn
aber, meines herrnvatters Seligen vndt mein ge-
wesener Cantzelist, alhier zu Bernburgk,
ein wolqualificirtes, geschicktes,
vndt hurtiges subjectum, so seidthero
in Amptierungen, vndt Schößereyen, sonder-
lich zu Bösem, sich gebrauchen laßen, ist
heütte, im herren, endtschlafen.
Gott verleyhe ihm, vndt vnß allen,
eine fröhljche, vndt sehlige aufferste-
hung, zum ewigen leben, Amen!


Avis: daß Fürst Augustus sehr krangk
gewesen, an der lungen, vndt leber-
krangkheit, so an itzo regiert. Gott beßere es!

|| [[Handschrift: 382v]]


Meinen Sohn Erdmann Gideon besucht, nachmittags.


Hanß Meyer ist Gott lob, auß hollandt, glügk-
lich wiederkommen, mit schreiben, von der Königin in
Böhmen[,] vom Brederode, Madame de Dhona,
von Ern Spanheimio, la Riviere, Hotton,
Rulitio, herr von Schrahtembach, Obersten
Mario, le tout, en bons, et dilatoires
termes. perge Gott lob, das er vnversehrt, wie-
dergekommen! Er helfe doch ferner, mit gnaden!


Avis: daß Israel Jsaacs Sohn, inß
landt kömbt, vndt 2½ compagnien zu Roß, neben
einem ½ stab, hereiner wil legen. Es ist
eben derselbige, welcher in neẅligkeit
zu Ballenstedt gelegen. Je l'ay avisè au
Général Axel Lillie.

Freitag den 31. Martij: 1648. <Stille Freitag♀tag, oder Charfreytag.>


Jn die kirche conjunctim. Gott gebe zur beßerung,
zur stärgkung im glauben, vndt zur Sehlen sehligkeit!


Viel verwirrungen in der Andacht gehabt,
so wol in publicis, alß privatis.


Wo Gott eine kirche hinbawet, da pfleget
sich baldt des Sathanæ capelle darneben zu
befinden. Gott dempfe vndt zerstöhre alle boßheitt!

|| [[Handschrift: 383r]]


herr von Bergen, kömbt von Staßfurth, berichtet, wie der Obrist leutnant
Jsrael Isaacks Sohn, mit mühe disponiret worden, aldort
heütte zu verharren. hette hieher gewoltt. Gedächte auch
noch anhero. General Commissarius Brandt, hette ihm ordre auff
dieses Fürstenthumb gegeben, mit 2½ compagnien vndt dem
½ stab, die v̈brigen solten auf die Nachtbarschaft.
Wir solten sie verpflegen, vndt vndterhalten, auch recruyten
gelder, ihnen geben, in die 2500 ThalerThlr: innerhalb zweyen Monaten.


C'est pour nous ruiner de fonds en comble. Jch suche
dilationes, damit er vnß nicht v̈bern halß komme. Brandt
sol ordre vom Feldtmarschall Wrangel haben. Man leßet es
aber interim an Axel Lillie gelangen, ob derselbige
auch darmit zufriedene?


Extra zu Mittage, am Nebentisch, hanß von Bergen.


Nachmittags, ist die historia des leidens, vndt ster-
bens Jesu Christj, in der kirchen verlesen worden.


Je me suis fait coupper les cheveux, & laver la teste,
comme i'ay accoustümè de faire, vers les grandes festes.


Avis: daß der Printz von Vranien, comœdianten
angenommen, denen er 10000 Gulden (florenus)f: iährliche pension,
gibet. Die Princesse Royalle aber, wil ihnen
nicht zuhören, weil es ihrem herrnvatter, so v̈bel
annoch ergehet. Die Predicanten haben es dem
Printzen verwiesen, es hat aber nichts helfen wollen,
vndt also predigen sie noch offentlich, auf den
Cantzeln, darwider, vndt wüntzschen man wende
solch geldt, auf kirchen, Schulen, vertriebene exulanten. etcetera

|| [[Handschrift: 383v]]


Die flotte, (welche nacher Brasilien abgelauffen) sol tref-
lichen Sturm, bey Engellandt, vndt Frangkreich, auß-
gestanden haben, Theilß auch zerstreẅet worden sein.
Gott bewahre die interessenten! vndt auch vnsere
gute bekandten, insonderheit, darauff! Es sol auch,
vielleicht auß nachläßigkeit, vielleicht, auß
verrähterey, viel gewehr, verdorben, vndt
sonderlich viel hundert Mußckeeten, im ablösen,
zersprungen sein, vndt die Soldaten v̈bel
beschädiget haben. Man hat es dem Printzen,
geklaget, (weil, ohne daß, die schiffe, so sich
vorm Sturm, salviret, still liegen müßen)
welcher gewaltige filtze, außgetheilet,
vndt inquiriren leßet. Man gibt der Be-
windthebber, ihrer commissarien geitz, die
Schuldt, es mag aber noch wol, etwaß anders,
darhinter stegken. Ars est varia; et multiplex.


Post sacras lectiones, habe ich an herrnvetter
Fürst Augustum geschrieben, wie auch an Jsrael
Jsaacs Sohn, vmb die marschen abzuwenden,
wo nur immer müglich. perge Gott gebe es!


Ernst Dietrich Röder, mein CammerJungker, von
hauß auß, ist von Ermßleben anhero gekommen,
mir in diesen ferien, aufzuwartten. Er
klaget auch, v̈ber die plagkereyen, vndt
vielerley hin: vndt wieder marschen.


Textapparat
a Im Original sind die Silben "zu" und "rügk" getrennt voneinander geschrieben.
b Die Wortbestandteile "zu" und "frieden" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
c Dahinter eine größere Lücke bis zum Zeilenende.
d Satz bricht hier ab.
e Die Wortbestandteile "zu" und "frieden" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.

Kommentar
1 Zitat aus Verg. Aen. 4,651 (ed. Holzberg 2015, S. 228f.).
2 Nur teilweise ermittelt.
3 Zitat aus Eur. Tro. 596 (ed. Biehl 1970, S. 35).
4 Personen nicht ermittelt.
5 Zitat nach Verg. Aen. 4,653 (ed. Holzberg 2015, S. 228f.).
6 Mc 14,66-72.
7 Zitat aus Ov. fast. 1, 216 (ed. Holzberg 42012, S. 18f.).
8 Identifizierung unsicher.
9 Identifizierung unsicher.
10 Io 6.
11 Irrtum Christins II.: Franz Albrecht ist bereits 1642 gestorben; es handelte sich hier vermutlich um Herzog Franz Karl von Sachsen-Lauenburg.
12 Nm 22,20-35.
13 Prv 12,10.
14 Person nicht ermittelt.
15 Gn 22,1-19.
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1648_03.xml
XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
abkündigen
von einer erhöhten Stelle aus bekanntgeben
ablösen
abfeuern, losschießen
Accord
Vereinbarung, Vergleich
Accord
Vertrag zur kampflosen Übergabe eines Ortes
adjungiren
anfügen, anhängen
adjungiren
beigeben, zuordnen
Affection
(positive oder negative) Einstellung jemandem gegenüber (meist Gewogenheit, Zuneigung)
afficiren
bewegen, rühren, einwirken
affligiren
peinigen, plagen, quälen, ängstigen, bekümmern
annötigen
nötigen, zwingen
approbiren
billigen
Assignation
(schriftliche) Anweisung, Zahlungsanweisung
Assignation
Quartierzuweisung
aufführen
errichten, aufbauen
aufführen
ins Amt einführen
aufwerfen
(ein Zeichen) aufstellen, sichtbar anbringen
aufwerfen
sich erheben, sich empören, sich entgegenstellen
aufwerfen
jemanden erheben oder in eine bestimmte Position bringen/erhöhen
aufwerfen
etwas (Erdmaterialien o. ä.) aufhäufen
aufwerfen
ausstoßen, absondern
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
befreundet
verwandt, verschwägert
besorgen
befürchten, fürchten
Breite
Fläche, auf der z. B. Getreide zum Trocknen ausgebreitet ist
Breite
Feld
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
Commission
Auftrag, Bevollmächtigung
Compliment
höfliches Reden, höfliche Verbeugung, Ehrerbietung
componiren
(sich) einigen, (sich) vergleichen
componiren
einrichten
componiren
(Konflikt) beilegen
concerniren
betreffen
Confect
durch Einkochen von Früchten, Gewürzen, Honig usw. hergestellte Süßigkeit (auch als Arzneimittel verwendet)
confirmiren
bestätigen
consultiren
(gemeinsam über etwas) beraten, beratschlagen
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
contribuiren
außerordentliche Steuern oder andere Zwangsabgaben entrichten
contribuiren
beitragen, beisteuern, einen Anteil leisten
contribuiren
bezahlen
Creditiv
Beglaubigungsschreiben
cunctiren
zögern
Dahle
Dohle
defendiren
verteidigen
Deputatgeld
finanzielle Aufwendung für den Lebensunterhalt
dimittiren
entlassen, (förmlich) verabschieden, beurlauben, entsenden
disponiren
(jemanden zu etwas) bewegen
disponiren
anordnen, einrichten
disponiren
etwas verteilen, über etwas verfügen
dissuadiren
abraten, ausreden
dominiren
das große Wort führen, schimpfen, schelten
dubitiren
zweifeln, bezweifeln
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
Eimer
Hohlmaß für Flüssigkeiten
einlogiren
einquartieren
Einspänniger
Kriegsknecht mit Pferd, fürstlicher Bediensteter, Stadtknecht; berittener Bote, Geleit- und Meldereiter
Einspänniger
Eigentümer eines kleineren bäuerlichen Besitzes, der meist nur Handdienste leistet
einziehen
verhaften
erlauben
entlassen
erlauben
Urlaub gewähren
exagitiren
aufregen, reizen
examiniren
ausfragen
examiniren
verhören
examiniren
prüfen
excusiren
entschuldigen
Executor
Vollstrecker
exequiren
(einen Befehl, eine gerichtliche Anordnung) vollziehen, vollstrecken, mit Gewalt durchsetzen
exequiren
militärischen Zwang anwenden (zur Schuldeneintreibung, zum Erpressen von Geld- oder Naturalleistungen)
exequiren
strafen, (feindlich) verfolgen
exequiren
bestrafen, hinrichten
Expedition
Beförderung, Besorgung
Expedition
Abfertigung
Expedition
Verrichtung
Expedition
Ausfertigung eines Schriftstückes
Expedition
Feldzug
Ferien
Feiertage, Ruhetage
Filß
Verweis
fliegendes Lager
eine von der Armee abgesonderte Einheit, die das Land durchstreift
Fräuleinsteuer
bei Vermählung einer Tochter des Herrscherhauses von den Untertanen zur Beschaffung der Aussteuer zu entrichtende Abgabe
Freibrauen
das Brauen, ohne eine Abgabe davon zu entrichten, wie auch die Erlaubnis dazu
genung
genug
genungsam
genügend, hinreichend
Gewehr
Bewaffnung
Gewehr
Waffe
Heiratsgut
Mitgift, Aussteuer
Impacienz
Ungeduld
imperiren
befehlen
Impossibilitet
Unmöglichkeit
impost
Steuer
improbiren
missbilligen, tadeln
inquiriren
ermitteln, prüfen, untersuchen
Intent
Absicht, Vorhaben
Interessent
Beteiligter, Teilhaber
Interimsmonat
Übergangsmonat
Interponent
Vermittler
Interposition
Vermittlung
intimiren
bekannt machen
invitiren
einladen
justificiren
Strafe vollstrecken, hinrichten
justificiren
berichtigen, prüfen
justificiren
rechtfertigen
Kindsblattern
Windpocken
Kipperei
Münzfälschung
köstlich
teuer, aufwändig
köstlich
prächtig, herrlich, schön
köstlich
kostbar
kriegen
Krieg führen
kriegen
bekriegen
Kriegspressur
Kriegsbedrückung, Kriegsbeschwerung
Landesart
Art, Brauch und Sitte einer Landschaft
Landrenterei
oberste Behörde zur Verwaltung der Einnahmen aus Grund und Boden
Leberkrankheit
Leberentzündung
liberiren
befreien, freilassen
liberiren
erlösen, frei machen
Magazinretardat
aus den Vorräten an Proviant noch zu erbringende (Rest-)Schuld
Magnificenz
Herrlichkeit
Manutenenz
Handhabung, Schutz
manuteniren
bewahren, behaupten, erhalten, handhaben
Marche
Marsch
Mariä Verkündigung (In Annuntiatione Beatae Mariae Virginis)
Gedenktag an das Ereignis der Verkündigung durch den Engel Gabriel, dass die Jungfrau Maria den Sohn Gottes vom Heiligen Geist empfangen habe und ihn gebären werde (25. März)
Maturirung
Beschleunigung
nau
knapp
obliegen
die Oberhand gewinnen
Ohm
Hohlmaß
Ohm
Neffe, Vetter
Partie
Streifkorps (kleinere Truppenabteilung, die meist auf Kundschaft oder zum Einbringen von Geld, Lebensmitteln und Furage entsandt wurde)
Partie
Kriegspartei (reguläre Truppenabteilung)
Partie
(sich gegenüberstehende) Seite, Partei
Partie
eine gewisse Anzahl oder eine Gruppe von Dingen oder Personen gleicher Art
Pension
Gnaden- oder Ruhegehalt
Pension
Kostgeld
Pension
Dienstgeld, Besoldung
Pension
Auszahlung, Bezahlung
Peregrination
Wanderschaft, Aufenthalt in der Fremde
Polizeisache
Angelegenheit, welche die Herstellung und/oder Erhaltung des Zustandes guter Ordnung (des Gemeinwesens) betrifft
postiren
mit der Post reisen
prätendiren
vorgeben, vortäuschen, heucheln
prätendiren
fordern, verlangen, beanspruchen
Reisiger
berittener Knecht
rejiciren
verwerfen, abweisen
rejiciren
abwerfen, wegstoßen, zurückdrängen
rejiciren
(auf jemanden) schieben, verweisen
rejiciren
ausstoßen
Rekrutengeld
für die Rekrutenanwerbung aufzubringende Geldsumme
remedi(i)ren
abhelfen
repassiren
zurückkehren
resolviren
entschließen, beschließen
resolviren
auflösen
restiren
schulden, schuldig sein
restiren
übrig sein, übrig bleiben
revociren
zurück(be)rufen
revociren
widerrufen
sacramentiren
fluchen (insbesondere mit Verwendung von Wörtern, die von Sakrament abgeleitet sind)
salviren
retten
Saurachbeere
Frucht des Berberisstrauches (Sauerdornstrauch)
Schmieral
Bestechungsgeschenk oder -geld
Schösserei
Amt eines Schössers (d. h. des Einnehmers landesherrlicher oder ortsherrschaftlicher Abgaben und Steuern)
Schweißfuchs
Pferd mit rötlichem Fell, das so mit weißen Haaren durchsetzt ist, dass es mit Schweiß bedeckt scheint
sieder
seit
Stillager
Feldlager
Stillager
Ruhezeit
Stillager
Untätigkeit
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
Teil
Partei, Seite
terminiren
in einem Gebiet umherziehen
in guten/schlechten/vorigen/weiten/ungewissen/ziemlichen/zweifelhaften Terminis stehen
(voraussichtlich) gut/schlecht/unverändert/unvorhersehbar/angemessen/ungewiss ausgehen
Tractation
Bewirtung, Verpflegung
Tractation
Behandlung
Tractation
Verhandlung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
verehren
schenken
verehren
beschenken
Vernehmen
Einvernehmen
versparen
im Augenblick unterlassen (um es bei besserer Gelegenheit nachzuholen)
verweisen
vorwerfen, vorhalten, zum Vorwurf machen, tadeln
Volk
Truppen
Vorbewußt
Vorwissen
wegfleh(n)en
(in Sicherheit) wegschaffen
wegfleh(n)en
fliehen, flüchten
wehrhaftig machen
in einer Zeremonie den Degen überreichen
Wispel
Raum- und Getreidemaß
Wolfskrankheit
Autoimmunerkrankung (Lupus erythematodes), die u. a. wolfsbissähnliche Narben auf der Haut hinterlässt
Zeitung
Nachricht
Abraham

Anm.: Biblische Figur; einer der drei Erzväter des Volkes Israel.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johan Adler Salvius

geb. 1590
gest. 1652
Anm.: Sohn des Strängnäser Stadtschreibers Peder Hansson (gest. vor 1609); Studium in Uppsala (1609), Rostock (1612/13), Helmstedt (1613/14), Staßburg (1615) und Marburg (1615); 1614 Magister; 1619 Promotion zum Dr. jur. utr. in Valence; ab 1621 Assessor am schwedischen Hofgericht; diplomatische Missionen für Schweden nach Kursachsen (1622), Dänemark (1623) und Norddeutschland (1624); seit 1624 Staatssekretär; 1631-1634 und 1636-1650 schwedischer Resident in Hamburg und im Niedersächsischen Reichskreis; ab 1634 Hofkanzler und Geheimer Rat; seit 1638 alleiniger Legat Schwedens in Deutschland; 1643-1648 schwedischer Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress; seit 1648 Reichsrat; 1629 Nobilitierung; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand; vgl. Heiko Droste: Im Dienst der Krone. Schwedische Diplomaten im 17. Jahrhundert, Berlin/Münster 2006, S. 378.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte
Peter Agricola

geb. 1607/08
gest. 1648
Anm.: Bis 1631 fürstlicher Kanzleischreiber in Bernburg; bis ca. 1632 Kriegssekretär des Fürsten Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632); danach in schwedischen Diensten; um 1635/43 Sekretär des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach u. a. Schösser in Beesen (Beesenlaublingen).
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1604
gest. 1640
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; ab 1617 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Holdselige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg

geb. 1568
gest. 1630
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Vater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1582 Reise nach Konstantinopel; 1591/92 Führer eines Expeditionskorps für König Heinrich von Navarra; 1592 Übertritt zum reformierten Glauben; 1592/93 Befehl über die protestantischen Truppen im Krieg um das Bistum Straßburg; 1595-1620 oberpfälzischer Statthalter in Amberg und zunehmend Leiter der pfälzischen Politik; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1610 Unionsgeneral im klevisch-jülischen Krieg; seit 1618 Senior des Hauses Anhalt; 1619/20 Kommandierender der pfälzisch-böhmischen Truppen gegen Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); nach kaiserlicher Ächtung Flucht nach Schweden (1621) und Flensburg (1622-1624); 1624 Aufhebung der Reichsacht; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sehnliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unveränderliche"); Kurzbiographie im Rahmen dieser Edition unter http://www.tagebuch-christian-ii-anhalt.de/index.php?article_id=15.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg

geb. 1608
gest. 1632
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1626/27 Gesandtschaften nach Wien und Dresden; 1628-1631 kaiserlicher Obrist; ab 1630 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1631 kursächsischer Obrist, als welcher er in der Schlacht bei Lützen tödlich verwundet wurde; seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlbewahrte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Anhalt-Bernburg, Haus
Fürsten von Anhalt-Bernburg

Anm.: Seit 1603 bestehende Nebenlinie des reichsfürstlichen Hauses Anhalt.Weiterführende Informationen in der NDB
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

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Fürstin Agnes von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Landgräfin Agnes von Hessen-Kassel

geb. 1606
gest. 1650
Anm.: Tochter des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); ab 1623 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1623 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Eiferige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau

geb. 1627
gest. 1693
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); schwedischer Obrist (1655-1658) und Generalmajor (1658); ab 1658 kurbrandenburgischer General und Statthalter der Kurmark sowie Obrist (1658-1660 und seit 1666); später auch Geheimer Staats- und Kriegsrat in Berlin sowie Feldmarschall (1670); ab 1660 regierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1670 Senior des Hauses Anhalt; ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefüllte").

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Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Bernburg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1651-1660 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); ab 1631 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wohltätige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1579
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1600 Aufnahme in die Florentiner Accademia della Crusca ("L'Acceso"); seit 1606 regierender Fürst von Anhalt-Köthen; 1631-1635 schwedischer Statthalter des Erzstifts Magdeburg und des Hochstifts Halberstadt; 1617 Mitbegründer und bis zu seinem Tod erstes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nährende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
Fürst Lebrecht von Anhalt-Köthen

geb. 1622
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

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Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.Weiterführende Informationen in der NDB
Georg Banse

geb. 1605
gest. 1670
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers, Sattelfreihofbesitzer und späteren anhaltisch-zerbstischen Kammermeisters Johann Banse d. J. (1578-1636); um 1639/41 Bernburger Freisasse (Besitzer eines Sattelfreihofs); Erbsasse auf Güsten und Quenstedt; seit 1646 fürstlicher Amtsrat (noch 1653); 1646-1650 daneben Stadtvogt in Bernburg.
Herzog Ferdinand (2) von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Ferdinand von Köln
Bischof Ferdinand von Lüttich
Bischof Ferdinand von Hildesheim
Bischof Ferdinand von Münster
Bischof Ferdinand von Paderborn

geb. 1577
gest. 1650
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1612 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Lüttich, Hildesheim und Münster; seit 1618 auch Bischof von Paderborn.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Maximilian I. von Bayern
Herzog Maximilian I. von Bayern

geb. 1573
gest. 1651
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1597 regierender Herzog von Bayern; Oberhaupt der 1609 gegründeten Katholischen Liga; 1623 Verleihung der (ehemals Pfälzer) Kurwürde durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637), endgültig bestätigt im Westfälischen Frieden; seit 1600 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Christian Beckmann

geb. 1580
gest. 1648
Anm.: Sohn des Zscheppliner Pfarrers Andreas Beckmann (gest. 1612); ab 1599 Studium der Theologie in Leipzig, Wittenberg und Jena; 1604 Promotion zum Mag. phil. an der Universität Leipzig; Schulrektor in Naumburg (1608-1612), Mühlhausen (1612-1615) und Amberg (1615-1625); 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1625-1627 Schulrektor in Bernburg; seit 1627 Pfarrer an der Nikolaikirche sowie Superintendent und Professor für Theologie am Gymnasium illustre in Zerbst; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 211f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Johann von Bergen

geb. 1604
gest. 1680
Anm.: Sohn von Bernd von Bergen (ca. 1567-1623) auf Güsten; Hausbesitzer in der Bernburger Talstadt; Erbherr auf Ilberstedt; bis 1637 kaiserlicher oder kursächsischer Quartiermeister; um 1637/42 Sekretär des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); seit 1642 anhaltischer Obereinnehmer (noch 1649).
Hans Georg Berger

Anm.: Um 1648 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); um 1649/52 Lakai und bis 1654 Musiker ("Instrumentist") des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1654 im Dienst des Herzogs Christian von Sachsen(-Merseburg) (1615-1691).
Georg Heinrich von Biedersee

geb. 1623
gest. nach 1655
Anm.: Sohn des Albrecht von Biedersee (gest. 1653); Erbherr auf Amesdorf; seit 1639 Page der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); danach bis 1648 Edelknabe ihres Gemahls Christian II.; später bis 1653 Mitglied der kurbrandenburgischen Leibgarde.
Bileam

Anm.: Biblischer Prophet.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christian Heinrich von Börstel

geb. 1617
gest. 1661
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); Erbherr auf Güsten und Ilberstedt; 1641-1643 Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) und zugleich Hofmeister für dessen Sohn Johann Georg (1627-1693); 1643-1648 Geheimer Rat und Hofmeister von Fürst Johann Kasimir; 1648 Übersiedlung nach Bernburg; seit 1657 anhaltischer Gesamtrat und Hofmeister des Fürsten Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlängernde"); vgl. Andreas Hesius: Lieblich und schönes Erbtheil der Kinder Gottes [...], Köthen 1661, Bl. Fijr-Givv.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Ernst Gottlieb von Börstel

geb. 1630
gest. 1687
Anm.: Sohn des kurbrandenburgischen Rats Ludwig von Börstel (ca. 1585-1631); 1639-1649 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ca. 1650/51-1660 Kammerjunker der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660); zudem Leutnant (1656), Hauptmann (1657) und Obristleutnant (1664) der kurfürstlichen Leibgarde; ab 1660 Kammerjunker und 1662-1675 Oberschenk des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688); daneben kurbrandenburgischer Obristwachtmeister (1671) Obrist (1676) und Generalwachtmeister (1684); 1675-1678 Schlosshauptmann in Cölln a. d. Spree; 1680-1683 kurbrandenburgischer Kriegsrat; seit 1682 Amtshauptmann von Wolmirstedt und Wanzleben; ab 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anreizende"); vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 434f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Georg Friedrich von Börstel

geb. ca. 1627
gest. 1688
Anm.: Sohn des kurbrandenburgischen Rats Ludwig von Börstel (ca. 1585-1631); zunächst kurbrandenburgischer Kammerjunker; ab 1651 Hof- und Kammergerichtsrat; 1654-1665 mehrfach diplomatische Missionen; zudem seit 1673 Amtshauptmann von Beeskow und Storkow; außerdem Appellationsgerichtsrat in Ravensberg; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 435f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg
Herzogin Elisabeth Charlotte in Preußen
Geburtsname: Pfalzgräfin Elisabeth Charlotte von Pfalz-Simmern

geb. 1597
gest. 1660
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1616-1640 Ehe mit Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); seit 1650 Witwensitz in Crossen an der Oder.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

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Johann (2) Brandt

geb. 1604
gest. 1672
Anm.: Sohn des Tirschenreuther Kantors Bartholomäus Brandt (gest. 1611); Studium in Erfurt (1623) und Altdorf (nach 1630 Promotion zum Dr. med.); ursprünglich Arzt in Reichenbach/Vogtland (noch 1630); ab 1632 kriegsbedingt in Bernburg, dort baldige Bestallung zum Stadtphysikus; (vor 1637) bis November 1649 Leibarzt des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg und spätestens seit 1647 auch dessen Rat; ab Ostern 1650 Hofarzt des Fürsten Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665) und von dessen verwitweten Mutter Sophia (1599-1654); vgl. Wolfram Kaiser / Arina Völker: Universität und Physikat in der Frühgeschichte des Amtsarztwesens, Halle (Saale) 1980, S. 38.
Peter Brandt

geb. 1609
gest. 1648
Anm.: Sohn des königlich-schwedischen Hofbediensteten Jakob Brandt; Kriegskommissar bei der schwedischen Hauptarmee (1632-1641), des schwedischen Estats in Thüringen (1641-1647), des Meißnischen Estats zu Leipzig, auch für das Hochstift Halberstadt und die Grafschaft Mansfeld (1642/43, 1643-1647 Oberkommissar) und zugleich für den Estat in Bremen-Verden (1645-1647); seit 1647 Generalkriegskommissar beim Thüringischen, Meißnischen, Halberstädtischen und Westfälischen Estat sowie im Erzstift Bremen und im Hochstift Verden; 1646 Nobilitierung; vgl. Alexander Zirr: Die Schweden in Leipzig. Die Besetzung der Stadt im Dreißigjährigen Krieg (1642-1650), Leipzig 2017, S. 771.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Jan Wolfert van Brederode

geb. 1599
gest. 1655
Anm.: Sohn des Floris van Brederode (1549-1599); ab 1620 Herr von Brederode, Vianen, Noordeloos und Ameide; niederländischer Obrist (1633), Generalleutnant der Artillerie (1636) und Feldmarschall (1642); seit 1630 Gouverneur von 's-Hertogenbosch; ab 1653 Unterstützer des republikanischen Anführers Johan de Witt (1625-1672).

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Christian Brumbey

gest. nach 1641
Anm.: Geboren in Köthen; um 1628 Sekretär des anhaltisch-bernburgischen Regierungspräsidenten Heinrich von Börstel (1581-1647); um 1630/31 Obereinnehmer des Teilfürstentums Anhalt-Bernburg; um 1648 in Hamburg.

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Daniel Brumbey

gest. 1648
Anm.: Zuletzt Bauer in Dröbel.
N. N. Bungenstab

Anm.: Um 1648 Bürger der Bernburger Bergstadt.
Konrad Alexander Magnus von Burgsdorff

geb. 1595
gest. 1652
Anm.: Sohn des Alexander Magnus von Burgsdorff (1567-1620); Erbherr auf Goldbeck, Buckow, Oberstorf und Groß-Machenow; ab 1609 gemeinsame Erziehung mit Kurprinz Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640) am Berliner Hof; 1614-1617 erste militärische Erfahrungen; ab 1620 Capitain der kurfürstlichen Leibgarde; seit 1623 Obristleutnant des brandenburgischen Reiterkontingents im Obersächsischen Kreisheer; ab 1626 Kommandeur des kurfürstlichen Leibregiments zu Fuß; seit 1631 kurbrandenburgischer Kriegsrat und Obrist; als Gegner des Grafen Adam von Schwarzenberg (1584-1641) zeitweise Verbannung als Kommandant nach Küstrin (Oktober 1638); 1642-1652 Geheimer Rat und erster Minister, kurfürstlicher Oberkammerherr (Oberkämmerer) und Oberkommandant aller kurmärkischen Festungen; Johanniterkomtur zu Lagow; ab ca. 1651 Dompropst in Halberstadt; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Einfältige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
König Christian IV. von Dänemark und Norwegen
Herzog Christian IV. von Schleswig-Holstein

geb. 1577
gest. 1648
Anm.: Sohn des Königs Friedrich II. von Dänemark und Norwegen (1534-1588); ab 1588 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein (bis 1593 unter Vormundschaft); seit 1603 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
König Friedrich II. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich I. von Schleswig-Holstein

geb. 1534
gest. 1588
Anm.: Sohn des Königs Christian III. von Dänemark und Norwegen (1503-1559); ab 1559 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1578 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich II. von Schleswig-Holstein
Administrator Friedrich II. von Bremen
Administrator Friedrich II. von Verden
Graf Friedrich I. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1623-1629 und 1634-1644 Administrator des Hochstifts Verden; 1634-1648 Administrator des Erzstifts Bremen; 1647 Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein; ab 1648 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1667 zudem regierender Graf von Oldenburg und Delmenhorst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Dido

geb. 839 v. Chr.
gest. 759 v. Chr.
Anm.: Sagenhafte phönizische Prinzessin aus Tyrus und Gründerin der Burg Byrsa von Karthago.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Burggräfin Ursula von Dohna
Geburtsname: Gräfin Ursula zu Solms-Braunfels

geb. 1594
gest. 1657
Anm.: Tochter des Grafen Johann Albrecht zu Solms-Braunfels (1563-1623); 1620-1637 Ehe mit Burggraf Christoph von Dohna (1583-1637); 1637-1649 Statthalterin des Fürstentums Orange; ab 1619 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1629 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Siegende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Paul Ehling
Paul Junghans

gest. 1649
Anm.: Geboren in Holstein; spätestens seit 1638 Schreiber bzw. Kammerschreiber der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister sowie Rat in Bernburg; seit 1634 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
England, Haus
Könige von England

Anm.: Seit 1603 Dynastie der Stuart.
Königin Henrietta Maria von England
Königin Henrietta Maria von Irland
Königin Henrietta Maria von Schottland
Geburtsname: Dauphine Henrietta Maria von Frankreich und Navarra

geb. 1609
gest. 1669
Anm.: Tochter des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); 1625-1649 Ehe mit König Karl I. von England (1600-1649); 1644-1660 Exil und seit 1665 Leben in Frankreich.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Jakob I. von England
König Jakob I. von Irland
König Jakob VI. von Schottland

geb. 1566
gest. 1625
Anm.: Sohn der Königin Maria I. von Schottland (1542-1587); ab 1567 König von Schottland (bis 1583 unter verschiedenen Regenten); seit 1603 auch König von England und Irland; ab 1590 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Karl I. von England
König Karl I. von Schottland
König Karl I. von Irland

geb. 1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England) (1566-1625); ab 1625 König von England, Schottland und Irland; 1649 durch das Parlament des Hochverrats angeklagt und hingerichtet; seit 1611 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Simon Frangke

Anm.: Seit Dezember 1648 jüdischer Einwohner von Bernburg.
König Heinrich IV. von Frankreich
König Heinrich III. von Navarra

geb. 1553
gest. 1610
Anm.: Sohn des Antoine de Bourbon, Duc de Vendôme (1518-1562); ab 1572 König von Navarra; seit 1589/94 König von Frankreich; ab 1590 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Ludwig XIII. von Frankreich
König Ludwig II. von Navarra

geb. 1601
gest. 1643
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); seit 1610 König von Frankreich und Navarra (bis 1617 unter Regentschaft seiner Mutter Maria).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Hans Wolf von Gersdorff

geb. 1605
gest. 1648
Anm.: Sohn des Adolf von Gersdorff (1580-1634); Erbherr auf Gröditz und Rattwitz; kursächsischer Kammerjunker, Rat und Generalkriegskommissar; seit 1640 Landeshauptmann der Oberlausitz.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann von Geyso

geb. 1593
gest. 1661
Anm.: Sohn des hessischen Rentmeisters Peter Geyse (1555-1613) in Borken; zunächst in niederländischen, schwedischen, polnischen und russischen Kriegsdiensten; 1620 böhmisch-konföderierter Hautmann; danach Rittmeister unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626) bzw. Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); 1626-1628 dänischer Major; ab 1628 landgräflicher Amtmann in Eschwege; hessisch-kasselischer Generalquartiermeister und Obristleutnant (1630), Obrist (1630), Generalmajor (1644) und Generalleutnant (1647); seit 1648 Geheimer Kriegsrat und Gouverneur von Kassel; 1658 Nobilitierung.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Wolfgang Benjamin Giegelsberger

geb. 1607
gest. 1677
Anm.: Sohn des oberpfälzischen Pfarrers Melchisedek Giegelsberger (gest. 1636); Pfarrer in Preußlitz (1631-1636), Neundorf (designiert 1636) und Nienburg/Saale (1637-1639); seit 1647 Pfarrer in Reinstedt; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 258.
Christian Groß(e)

gest. 1654
Anm.: Sohn des Schieloer Bauern Andreas Große (gest. vor 1647); ab 1633 in Diensten des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1638 Lakai von dessen Gemahlin Eleonora Sophia (1603-1675); danach bis 1642 fürstlicher Lakai in Bernburg; seit 1642 Haushalter und Unterkammerdiener sowie um 1643 Kammerdiener und Lakai von Fürst Christian II. (bis 1646); um 1647/50 fürstlicher Bediensteter in Bernburg; um 1651/54 Schneidermeister in Bernburg.
Martin Hahn

gest. 1648
Anm.: Geboren in Mecklenburg; zunächst nacheinander Bediensteter des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636) und des Fürsten Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632); seit 1632 fürstlicher Sattelknecht in Bernburg.
Martin Hanckwitz

gest. 1675
Anm.: Geboren in Preußen; später Bürger in Nienburg/Saale; 1640 Interimslehrer und dann bis 1650 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718), ab 1648 auch für deren Bruder Karl Ursinus (1642-1660); um 1651/52 fürstlicher Sekretär in Bernburg; seit 1652 Ratskämmerer in Köthen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Andreas (1) Hesius
Andreas Heise

geb. 1610
gest. 1693
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgers Simon Heise; Dr. theol.; 1642-1655 Rektor der Bernburger Stadtschule; daneben Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien (1644/45) und der Marienkirche (1645-1655) in Bernburg; 1655-1659 Pfarrer und Hofprediger in Plötzkau; seit 1659 Superintendent und Oberpfarrer an St. Marien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 285.

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Landgraf Johann von Hessen-Braubach
Landgraf Johann von Hessen-Darmstadt

geb. 1609
gest. 1651
Anm.: Sohn des Landgrafen Ludwig V. von Hessen-Darmstadt (1577-1626); 1631-1635 schwedischer Obrist und zuletzt Generalmajor; ab 1636 Befehlshaber der hessisch-darmstädtischen Truppen im kaiserlichen Heer; 1641/42 Oberkommandierender der Armee des verstorbenen Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); seit 1643 Inhaber der Herrschaften Eppstein, Katzenelnbogen und Braubach; ab 1639 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stattliche").

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Landgraf Georg II. von Hessen-Darmstadt

geb. 1605
gest. 1661
Anm.: Sohn des Landgrafen Ludwig V. von Hessen-Darmstadt (1577-1626); seit 1626 regierender Landgraf von Hessen-Darmstadt.

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Landgraf Ludwig VI. von Hessen-Darmstadt

geb. 1630
gest. 1678
Anm.: Sohn des Landgrafen Georg II. von Hessen-Darmstadt (1605-1661); seit 1661 regierender Landgraf von Hessen-Darmstadt.

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Landgraf Wilhelm VI. von Hessen-Kassel

geb. 1629
gest. 1663
Anm.: Sohn des Landgrafen Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); ab 1637 regierender Landgraf von Hessen-Kassel, bis 1650 unter Vormundschaft seiner Mutter Amalia Elisabeth (1602-1651); seit 1659 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Auserkorne").

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Landgraf Ernst von Hessen-Rheinfels
Landgraf Ernst von Hessen-Kassel

geb. 1623
gest. 1693
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1641 Volontär in französischen Kriegsdiensten; danach hessisch-kasselischer Kapitän (1642), Obristleutnant (1643), Obrist (1645) und Generalwachtmeister (1648); seit 1649 Titularlandgraf von Hessen-Rheinfels unter der Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel; 1651 Konversion zum katholischen Glauben; Erbe der Mediat-Landgrafschaften Hessen-Eschwege (1655) und Hessen-Rotenburg (1658); 1663 Ernennung zum kaiserlichen Feldmarschallleutnant (Stellung jedoch nicht angetreten).

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Godefroid Hotton

geb. 1596
gest. 1656
Anm.: Geboren in Stavelot (bei Lüttich); Studium der reformierten Theologie in Heidelberg und Genf (bis 1621); später Prediger in Frankenthal, Aix und Bremen (bis 1629); danach Pfarrer der wallonisch-reformierten Gemeinden in Limbourg (bis 1633) und Amsterdam (seit 1634).

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Isaak

Anm.: Biblische Figur; Sohn des Abraham.

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König Salomo von Israel

Anm.: Nach der Bibel Sohn des Königs David von Israel und im 10. Jahrhundert v. Chr. Herrscher des vereinigten Königreichs Israel.

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Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

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Jesus Christus
Jesus von Nazareth

Anm.: Biblische Figur.

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Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand II.
König Ferdinand II. von Böhmen
König Ferdinand II. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand II. von Österreich

geb. 1578
gest. 1637
Anm.: Sohn des Erzherzogs Karl II. von (Inner-)Österreich (1540-1590); ab 1590 regierender Erzherzog der innerösterreichischen Erblande (bis 1596 unter Vormundschaft); 1617-1627 König von Böhmen; 1618-1625 König von Ungarn; seit 1619 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; ab 1596 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Matthias
König Matthias II. von Böhmen
König Matthias II. von Ungarn
Erzherzog Matthias von Österreich

geb. 1557
gest. 1619
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Maximilian II. (1527-1576); 1593-1608 Statthalter von Niederösterreich; ab 1608 regierender Erzherzog von Österreich; 1608-1618 König von Ungarn; 1611-1617 König von Böhmen; seit 1612 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; ab 1596 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaiser (Römisches Reich) Nero
Nero Claudius Caesar Augustus Germanicus
Lucius Domitius Ahenobarbus

geb. 37
gest. 68
Anm.: Sohn des Gnaeus Domitius Ahenobarbus (gest. 40) und Neffe von Kaiser Caligula (12-41); 50 Adoption durch seinen Stiefvater Kaiser Claudius (10-54); seit 54 Kaiser des Römischen Reiches.

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Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Rudolf II.
König Rudolf II. von Böhmen
König Rudolf II. von Ungarn
Erzherzog Rudolf V. von Österreich

geb. 1552
gest. 1612
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Maximilian II. (1527-1576); 1571–1576 Statthalter von Niederösterreich; 1572–1608 König von Ungarn; 1575–1611 König von Böhmen; 1576–1608 regierender Erzherzog von Österreich; seit 1576 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1578 Ritter des Hosenbandordens; seit 1585 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Maria Leopoldina
Königin Maria Leopoldina von Böhmen
Königin Maria Leopoldina von Ungarn
Erzherzogin Maria Leopoldina von Österreich

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Tochter des Erzherzogs Leopold von Österreich (1586-1632) in Tirol; seit 1648 Ehe mit Kaiser Ferdinand III. (1608-1657).

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Jaroslaus Peter Kinsky von Wchinitz und Tettau
Jaroslav Petr Kinský z Vchynic a Tetova

gest. 1669
Anm.: Sohn des Adam Kinsky von Wchinitz und Tettau (1569-1648); seit 1627 in schwedischen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (um 1631/47) und General der Kavallerie; um 1650 in Hamburg; später polnischer General; 1669 Tod in Pirna.
Thomas (2) von dem Knesebeck

geb. 1594
gest. 1658
Anm.: Sohn des Thomas von dem Knesebeck (1559-1625); Erbherr auf Tylsen; ab 1618 kurbrandenburgischer Kammergerichtsrat; 1626-1646 Landeshauptmann der Altmark und Kreiskommissar; seit 1646 Direktor der Amtskammer in Cölln/Spree und kurbrandenburgischer Wirklicher Geheimer Rat; ab 1651 Interimsvorsitzender des Kammergerichts; seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Emsige").

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Graf Hans Christoph von Königsmarck

geb. 1600
gest. 1663
Anm.: Sohn des Konrad von Königsmarck (gest. vor 1621) auf Kötzlin; ab 1616 Page am Woffenbütteler Hof; 1620-1630 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Fähnrich; schwedischer Rittmeister (1631), Major (1633), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1640), Generalleutnant (1645) und Feldmarschallleutnant (1648); seit 1645 Generalgouverneur der Stifter Bremen und Verden; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Grafenstand; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Streitende").

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Hans Haubold von Kötteritz

geb. 1608
gest. 1680
Anm.: Sohn des Sebastian Friedrich von Kötteritz (1570-1628); Erbherr auf Beucha, Flößberg und Löbitz; kursächsischer Rat; Stifts- und Amtshauptmann von Wurzen; Vize-Oberhofrichter in Leipzig; Steuereinnehmer des Leipziger Kreises; Inspektor der Landes- und Fürstenschule in Grimma.

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Brigitta (2) von Krosigk
Geburtsname: Brigitta von Behr

geb. 1603
gest. 1667
Anm.: Tochter des erzbischöflich-bremischen Landrats Jakob von Behr (gest. 1631); 1623-1630 Ehe mit Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); vgl. Daniel Werner Bussenius: Piorum Lacrymae Messis Laetitiae Oder Frommer Christen Thränen-Saat [...], Magdeburg 1669, S. 59-84.

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Georg Friedrich von Künsberg

geb. ca. 1630
gest. nach 1668
Anm.: Sohn des Tobias Friedrich von Künsberg (gest. 1637) auf Weidendorf und Altenkindsberg; Erbherr auf Schnabelwaid und Altenkindsberg; 1647-1649 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Graf Ferdinand Sigmund Kurtz von Senftenau

geb. 1592
gest. 1659
Anm.: Sohn des Philipp Kurtz von Senftenau (gest. 1643); zunächst Page des Erzherzogs Albrecht von Österreich (1559-1621) in Brüssel; ab 1625 kaiserlicher Kämmerer; 1626-1637 Reichshofrat; 1635 kaiserlicher Unterhändler bei den Friedensverhandlungen in Prag; seit 1637 Reichsvizekanzler; ab 1640 Geheimer Rat; 1636 Erhebung in den Grafenstand; vgl. Oswald von Gschließer: Der Reichshofrat. Bedeutung und Verfassung, Schicksal und Besetzung einer obersten Reichsbehörde von 1559 bis 1806, Wien 1942, S. 215f.

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Samuel de L'Echerpière

geb. 1574
gest. 1660
Anm.: Aus der Normandie in die Niederlande emigrierter reformierter Adliger; Seigneur de La Rivière; Hofmeister des jungen Floris II. von Palant, ab 1598 Graf von Culemborg (1577-1639); später Prediger in Rouen; seit 1621 Pastor der wallonischen Gemeinde in Delft.

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Henri (2) de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri (2) de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri (1) de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

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Amélie de La Trémoïlle
Princesse Amélie de Talmont
Princesse Amélie de Tarente
Geburtsname: Landgräfin Emilia von Hessen-Kassel

geb. 1626
gest. 1693
Anm.: Tochter des Landgrafen Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); 1648-1672 Ehe mit Henri-Charles de La Trémoïlle, Prince de Talmont et de Tarente (1620-1672); seit 1686 Exil in Frankfurt am Main nach Aufhebung des Edikts von Nantes.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Henri-Charles de La Trémoïlle
Prince Henri-Charles de Talmont
Prince Henri-Charles de Tarente

geb. 1620
gest. 1672
Anm.: Sohn des Henri de La Trémoïlle, Duc de Thouars (1598-1674); 1628 mit dem Vater Konversion zum katholischen Glauben; ab 1638 in niederländischen Kriegsdiensten; 1640 Rekonversion zum Calvinismus; seit 1648 Prince de Talmont et de Tarente; 1651-1653 einer der Führer der Fronde; 1656 deswegen mehrmonatige Haft; danach bis 1668 wieder in niederländischen Kriegsdiensten; 1670 erneute Konversion zum katholischen Glauben.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Wilhelm von Lamboy
Comte Guillaume de Lamboy

geb. ca. 1600
gest. 1659
Anm.: Sohn des Wilhelm von Lamboy (gest. 1636); zunächst in spanischen Kriegsdiensten; danach kaiserlicher Obrist (1632), Generalfeldwachtmeister (1634), Feldzeugmeister (1641) und Feldmarschall (1645); 1647-1649 Kommandeur der kaiserlichen Truppen im Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis; Erhebung in den Freiherren- (1634) und Grafenstand (1649).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Wilhelm Lamormaini
Wilhelm Lämmermann
Guillaume Germain de Lamormain

geb. 1570
gest. 1648
Anm.: Sohn des Eberhard Germain; ab 1590 Jesuit; 1592-1596 Studium der Theologie in Wien; Professor der Philosophie (1598–1604) und Theologie (1606–1612) an der Jesuitenuniversität Graz; 1613 deren Rektor; 1622-1625 Rektor des Jesuitenkollegs in Wien; 1624-1637 Beichtvater von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); 1639-1643 Rektor des Wiener Jesuitenkollegs; 1643/44 Oberer der österreichischen Jesuitenprovinz.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Johann Leuber

geb. 1588
gest. 1652
Anm.: Sohn des Pfarrers Anthonius Leuber (geb. 1560); Besuch des Gymnasiums in Lemgo; ab 1606 Rechtsstudium in Jena und Wittenberg; 1615/16 Bildungsreise nach Frankreich, Italien und Spanien; 1616 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Basel; danach Tätigkeit am Reichskammergericht in Speyer; 1617-1623 gräflich-schwarzburgischer Hofrat in Sondershausen; seit 1623 Regierungsrat der Grafschaft Henneberg; ab 1639 kursächsischer Hof- und Justizrat; mehrfach Gesandter Kursachsens, u. a. auf dem Nürnberger Kurfürstentag (1640), dem Regensburger Reichstag (1640/41), den zwei Reichsdeputationstagen in Frankfurt/Main (1640/41 und 1643), den westfälischen Friedensverhandlungen (1646-1649) und in Dänemark (1651/52); seit 1651 Geheimer Rat; Nobilitierung.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte, Sächsische Biographie
Graf Axel Axelsson Lillie

geb. 1637
gest. 1692
Anm.: Sohn des Axel Gustafsson Lillie (1603-1662); ab 1661 Kammerherr der verwitweten Königin Hedwig Eleonora von Schweden (1636-1715); seit 1665 schwedischer Kammerrat; 1666-1679 Hofmarschall sowie Gouverneur von Stockholm und Uppsala.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Axel Gustafsson Lillie

geb. 1603
gest. 1662
Anm.: Sohn des Gustaf Axelsson Lillie (gest. 1605); 1619 Page des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); schwedischer Leutnant (1626), Obrist (1630), Generalmajor (1635), General (1654) und Feldmarschall (1657); ab 1638 Vizegouverneur in Vorpommern und Kommandant von Stralsund; 1641-1648 Vizegouverneur von ganz Pommern; zugleich 1642-1648 Gouverneur des Meißnischen Estats und Oberkommandant von Leipzig; seit 1648 Reichsrat; ab 1651 Kriegsrat; seit 1652 Kammerrat; 1652-1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1655/56 Gouverneur von Halland; ab 1661 Generalgouverneur von Livland; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand; seit 1652 Graf von Lillieborg.

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Henri (3) de Lorraine
Duc Henri II de Guise
Erzbischof Henri von Reims
Prince Henri de Joinville
Comte Henri d' Eu

geb. 1614
gest. 1664
Anm.: Sohn des Charles (2) de Lorraine, Duc de Guise (1571-1640); 1629-1641 Erzbischof von Reims; ab 1640 Duc de Guise; 1640/41 Prince de Joinville; 1640-1657 Comte d'Eu; 1641-1643 Exil in Flandern nach Teilnahme an Verschwörung gegen Kardinal Richelieu (1585-1642); 1647/48 Gouverneur der kurzlebigen "République royale de Naples"; 1648-1652 in spanischer Gefangenschaft; 1654 Lieutenant général der französischen Truppen im Königreich Neapel; 1655-1658 Grand chambellan de France.

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Melchior Loyß
Melchior Louis

geb. 1576
gest. 1650
Anm.: Ab 1606 in anhaltisch-bernburgischen Diensten, zunächst als Einnehmer(?) der oberpfälzischen Regierung, spätestens seit 1620 als Pfennig- (bis 1633) und Schatzmeister, ab 1634 als Amtmann von Harzgerode und fürstlicher Obereinnehmer der Harzämter (bis 1637) sowie als Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (bis 1650); 1638/39 Bernburger Stadtvogt; 1639-1646 Hofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Graf Philipp von Mansfeld-Vorderort

geb. 1589
gest. 1657
Anm.: Sohn des Grafen Bruno von Mansfeld-Vorderort (1545-1615); zunächst schwedischen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist; 1622 Offizier unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); 1622-1624 kaiserlicher Kriegsgefangener; danach Konversion zum katholischen Glauben; Kommandant der kaiserlichen Ostseeflotte unter Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein, Herzog von Friedland (1628/29), Obrist (1629), Feldzeugmeister (1632) und Feldmarschall (1633); ab 1631 kaiserlicher Kämmerer; 1637 Hauptmann der Hartschier-Leibgarde; 1637-1643 Hofkriegsrat und Obrist der Wiener Stadtguardia; seit 1643 Kommandant der ungarischen Festung Raab; ab 1655 Geheimer Rat.

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Maria N. N.

Anm.: Vermutlich Tochter des fürstlichen Kanzleiboten Stephan N. N.; um 1648 verheiratete Frau in Eisleben.
Johann von Mario zu Gammerslewe
Johan van Mario

geb. ca. 1574
gest. 1651
Anm.: Ab 1598 in den Niederlanden lebender Italiener; 1619/20 Obristleutnant unter Graf Georg Friedrich von Hohenlohe-Weikersheim (1569-1645) bzw. Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); seit 1622 im Dienst der Fürsten von Oranien, zuletzt als Obrist (um 1629/30); 1624/25 Hofmeister des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg; ab 1624 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Goldgelbe").
Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

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Herzogin Eleonora Maria von Mecklenburg-Güstrow
Geburtsname: Fürstin Eleonora Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1600
gest. 1657
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und älteste Schwester Christians II.; 1626-1636 Ehe mit Herzog Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); ab 1637 Witwensitz in Strelitz; seit 1617 Angehörige und ab 1627 Patronin der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Tapfere").

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Herzogin Louise von Mecklenburg-Güstrow

geb. 1635
gest. 1648
Anm.: Tochter des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636) und Nichte Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Herzog Karl von Mecklenburg-Schwerin

geb. 1626
gest. 1670
Anm.: Sohn des Herzogs Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin (1588-1658); schwedischer Obrist; um 1666 Domherr in Straßburg.

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Joachim Metzsch
Joachim Mötzsch

gest. 1657
Anm.: Geboren in Amberg; spätestens seit 1642 fürstlicher Einspänniger in Bernburg.
Hans Meyer

Anm.: Um 1647/49 fürstlicher Bote in Bernburg.
Ilja Danilowitsch Miloslawski

geb. 1595
gest. 1668
Anm.: Sohn des Woiwoden Daniil Iwanowitsch Miloslawski (gest. 1640); Hofbojar und Gesandter des Moskauer Reiches u. a. in Konstantinopel (1643) und in den Niederlanden (1646/47); seit 1648 Schwiegervater des Zaren Alexei (1629-1676).
Graf Friedrich Heinrich von Nassau-Dillenburg
Fürst Friedrich Heinrich von Oranien

geb. 1584
gest. 1647
Anm.: Sohn des Fürsten Wilhelm I. von Oranien (1533-1584); ab 1625 Fürst von Oranien und Statthalter der Vereinigten Niederlande; seit 1627 Ritter des Hosenbandordens.

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Gräfin Maria (Henrietta) von Nassau-Dillenburg
Fürstin Maria (Henrietta) von Oranien
Geburtsname: Prinzessin Maria (Henrietta) von England, Schottland und Irland

geb. 1631
gest. 1660
Anm.: Tochter des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); 1641-1650 Ehe mit Fürst Wilhelm II. von Oranien (1626-1650).

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Graf Moritz von Nassau-Dillenburg
Fürst Moritz von Oranien

geb. 1567
gest. 1625
Anm.: Sohn des Fürsten Wilhelm I. von Oranien (1533-1584); ab 1584 Statthalter der Vereinigten Niederlande; seit 1618 auch Fürst von Orange.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Graf Wilhelm II. von Nassau-Dillenburg
Fürst Wilhelm II. von Oranien

geb. 1626
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); seit 1647 Fürst von Oranien und Statthalter der Niederlande.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

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Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Graf Johan Axelsson Oxenstierna af Södermöre

geb. 1611
gest. 1657
Anm.: Sohn des schwedischen Reichskanzlers Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654); ab 1632 schwedischer Obrist und mehrere diplomatische Missionen für seinen Vater; seit 1639 Reichsrat; 1643-1649 Prinzipalgesandter Schwedens auf dem Westfälischen Friedenskongress; 1650-1652 Generalgouverneur in Schwedisch-Pommern; ab 1654 Reichsmarschall und Graf af Södermöre.

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Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

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Hans Kaspar Pege

Anm.: Schwedischer Leutnant (noch 1632), Major (vor 1642), Obristleutnant (um 1642) und Obrist (spätestens 1647); 1650 Entlassung aus dem Offiziersdienst.
Petrus Heiliger

Anm.: Apostel und erster Bischof von Rom.

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Georg Petz d. J.

geb. 1611
gest. 1662
Anm.: Sohn von Georg Petz d. Ä. (gest. 1660); seit 1638 Einspänniger des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1649); spätestens 1643 auch Hoffurier (noch 1656); um 1652 Kämmerer der Bernburger Bergstadt; um 1658/62 Bürgermeister.
Pfalzgräfin Elisabeth von Pfalz-Simmern
Äbtissin Elisabeth (1) von Herford

geb. 1618
gest. 1680
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); ab 1661 Koadjutorin und seit 1667 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Herford.

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Kurfürstin Charlotte von der Pfalz
Geburtsname: Landgräfin Charlotte von Hessen-Kassel

geb. 1627
gest. 1686
Anm.: Tochter des Landgrafen Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); 1650-1657 (geschiedene) Ehe mit Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz (1617-1680).

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Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz
Königin Elisabeth von Böhmen
Geburtsname: Prinzessin Elisabeth von England, Irland und Schottland

geb. 1596
gest. 1662
Anm.: Tochter des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England und Irland) (1566-1625); 1613-1632 Ehe mit Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632).

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Kaspar (1) Pfau

geb. 1596
gest. 1658
Anm.: Sohn des Kaspar Pfau (gest. 1604); nach 1622 Bediensteter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 Amtmann von Großalsleben (noch 1638); seit 1630 anhaltischer Gesamtrat; um 1632 Amtmann zu Gernrode und Großalsleben sowie fürstlich-anhaltischer Kriegskommissar; ab 1638 auch Landrentmeister, zugleich Amtmann von Gernrode; um 1640 Obereinnehmer; um 1641/42 Landrechnungsrat; seit 1645 Hofrat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anhaltende").

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Joachim Plato

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Sohn des Amberger Pfarrers und Kircheninspektors Matthius Plato (1545-1617); 1619-1625 Pfarrer in Nittenau/Regen; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Hoym; 1638-1642 Pfarrer in Ballenstedt; seit 1642 Superintendent und Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 379f.

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König Sigismund III. von Polen
König Sigismund von Schweden
Großfürst Sigismund IV. von Litauen

geb. 1566
gest. 1632
Anm.: Sohn des Königs Johann III. von Schweden (1537-1592); ab 1587 König von Polen und Großfürst von Litauen; 1592-1599 König von Schweden (Absetzung durch den schwedischen Reichstag); seit 1600 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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König Wladislaw IV. von Polen
Großfürst Wladislaw II. von Litauen

geb. 1595
gest. 1648
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1610-1613 erwählter Zar des Moskauer Reiches; ab 1632 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1615 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Zygmunt Przyjemski

geb. ca. 1600/10
gest. 1652
Anm.: Sohn des Władysław Przyjemski (gest. 1627); zunächst Kriegsdienst unter Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639) und in der schwedischen Armee, zuletzt als Obrist; 1647 Kommandant in Memmingen; 1648 Oberkommandant in Leipzig; 1648/49 Kommandant der Prager Kleinseite; ab 1649 in polnischen Diensten, seit 1650 als General der Artillerie.

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Israel Isaaksson Ridderhielm

gest. 1669
Anm.: Schwedischer Obristleutnant (1647), Obrist (1655), Generalmajor (1656) und Generalleutnant (1664); 1648 Nobilitierung.
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Ernst Dietrich von Röder

geb. ca. 1608
gest. 1686
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Wolf Dietrich von Röder (gest. 1624); Erbherr auf Ermsleben; bis 1630 Edelknabe und Kammerjunge des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ca. 1632-1635 Hofjunker und ab 1636 Kammerjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1634 zudem fürstlicher Kriegskommissar in den Ämtern Güntersberge und Harzgerode; bis 1650 anhaltisch-bernburgischer Kriegskommissar; ab 1650 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg von Haus aus; seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Diensthafte").
Johann Kaspar von Röhrscheidt

geb. ca. 1605
gest. nach 1652
Anm.: Sohn des Leipziger Juristen und kursächsischen Hofgerichtsadvokaten Dr. Marcus Röhrscheidt (gest. 1617); kursächsischer Obristwachtmeister (1636) und Obristleutnant (1639); später schwedischer Obristleutnant (1642) und Obrist (spätestens 1645); 1645 Nobilitierung.
Georg Ehrenreich (1) von Roggendorf

geb. 1596
gest. 1652
Anm.: Sohn des Kaspar von Roggendorf (gest. 1598); 1620 Ächtung und Enteignung wegen Teilnahme am böhmisch-österreichischen Ständeaufstand; darauf Leben im Exil, nach kaiserlicher Begnadigung (1628) niederösterreichischer Landstand und Hausbesitzer in Wien; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Geduldige").
Georg Ehrenreich (2) von Roggendorf

geb. 1627
gest. ca. 1668
Anm.: Sohn des Georg Ehrenreich von Roggendorf (1596-1652); 1641-1652 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Leben in Ödenburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schamhafte").
Johannes (Nikolaus) Rulicius

geb. 1602
gest. 1666
Anm.: Geboren in Kirchberg (Hunsrück); Studium in Herborn (1623) und England (bis 1628); ca. 1630/31 Pfarrer in Dorchester; 1635 Pfarrer der englisch-reformierten Kirche in Heidelberg; ab 1636 englischer und seit 1639 deutscher reformierter Prediger in Amsterdam; daneben vor allem Sammler von Spendengeldern für protestantische Glaubensflüchtlinge.

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Herzogin Magdalena Sibylla von Sachsen-Altenburg-Coburg
Prinzessin Magdalena Sibylla von Dänemark und Norwegen
Geburtsname: Herzogin Magdalena Sibylla von Sachsen

geb. 1617
gest. 1668
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); 1634-1647 erste Ehe mit Kronprinz Christian von Dänemark und Norwegen (1603-1647); ab 1652 zweite Ehe mit Herzog Friedrich Wilhelm von Sachsen-Altenburg-Coburg (1603-1669); seit 1630 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gütige").

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Herzog Franz Albrecht von Sachsen-Lauenburg

geb. 1598
gest. 1642
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); 1618-1620 in Kriegsdiensten der böhmischen Konföderierten; kaiserlicher Obristleutnant (1621), Obrist (1625-1632) und Generalfeldwachtmeister (1631); 1633-1635 kursächsischer Feldmarschall; 1634/35 kaiserlicher Kriegsgefangener; ab 1641 kaiserlicher Feldmarschall; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Weiße").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Franz Karl von Sachsen-Lauenburg

geb. 1594
gest. 1660
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); 1621-1623 und 1625/26 Obrist unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); 1626/27 dänischer Obrist; 1630-1633 schwedischer Obrist; 1633-1635 kurbrandenburgischer Obrist; 1635-1637 kursächsischer Obrist und Generalmajor; 1637 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1637 Friedensvermittler zwischen Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) und Schweden; ab 1638 kaiserlicher Generalfeldwachtmeister; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schönste").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg

geb. 1586
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); bereits als Jugendlicher Konversion zum katholischen Glauben; kaiserlicher Obrist (1618-1635) und Feldmarschall (1629); 1634/35 Inhaftierung wegen seiner Vertrauensstellung bei Wallenstein (1583-1634); ab 1637 Friedensvermittler zwischen Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) und Schweden; seit 1656 regierender Herzog von Sachsen-Lauenburg; ab 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Glückhafte").

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Herzog Moritz (1) von Sachsen-Zeitz

geb. 1619
gest. 1681
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1657 regierender Herzog von Sachsen-Zeitz (kursächsische Sekundogenitur); seit 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sittsame").

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Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

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Duca Carlo Emanuele II di Savoia

geb. 1634
gest. 1675
Anm.: Sohn des Duca Vittorio Amedeo I di Savoia (1587-1637); seit 1638 Duca di Savoia, bis 1648 unter der Regentschaft seiner Mutter Cristina (1606-1663), die bis zu ihrem Tod faktisch weiterregierte.

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Duchessa Cristina di Savoia
Geburtsname: Dauphine Christina von Frankreich und Navarra

geb. 1606
gest. 1663
Anm.: Tochter des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); 1619-1637 Ehe mit Duca Vittorio Amedeo I di Savoia (1587-1637); 1637-1648 Regentin des Herzogtums Savoyen.

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Christoph Wilhelm (von) Schlegel

geb. ca. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Wolf (von) Schlegel (1584-1658); Erbherr auf Merzien, Zehringen und Thurau; um 1631/32 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1633 Fahnenjunker des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); um 1640/41 Hofjunker in Bernburg.
Herzogin Anna Sophia von Schlesien-Liegnitz
Herzogin Anna Sophia von Schlesien-Brieg
Geburtsname: Herzogin Anna Sophia von Mecklenburg-Güstrow

geb. 1628
gest. 1669
Anm.: Tochter des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636) und Nichte Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1649-1663 Ehe mit Herzog Ludwig IV. von Schlesien-Brieg bzw. Schlesien-Liegnitz (1616-1663).

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Herzogin Maria Elisabeth von Schleswig-Holstein-Gottorf
Geburtsname: Herzogin Maria Elisabeth von Sachsen

geb. 1610
gest. 1684
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); 1630-1659 Ehe mit Herzog Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659); nach 1635 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Verständige").

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Herzog Philipp Ludwig von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Wiesenburg

geb. 1620
gest. 1689
Anm.: Sohn des Herzogs Alexander von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1573-1627); um 1640 braunschweigisch-lüneburgischer Rittmeister; kaiserlicher Obrist (1642), Generalmajor (vor 1647) und Feldmarschallleutnant (1649-1672); 1664 Kauf von Schloss und Herrschaft Wiesenburg (bei Zwickau); 1686 Erwerb von Oberkotzau in Oberfanken; seit 1668 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgeartete").

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Christian Schmidt

gest. 1656
Anm.: Angeblich polnischstämmiger Schlesier; um 1645/50 schwedischer Kriegskommissar im Hochstift Halberstadt; vor 1656 Generalkriegskommissar des Königs Karl X. Gustav von Schweden (1622-1660) in Polen; 1656 Ermordung auf einer Reise.
Martin Schmidt

gest. 1657(?)
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); fürstlicher Amtmann und Amtsschreiber in Harzgerode (spätestens 1631-1632); anschließend Amtmann von Bernburg (1632-1637) bzw. Ballenstedt-Hoym (1637-1657).
Balthasar von Schrattenbach

Anm.: Steirischer Adliger; vor 1629 Emigration aus der Steiermark; in den 1640er Jahren Exulant in Bremen; 1642 Interimshofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); um 1653/54 in Hannover; möglicherweise seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Versichernde").

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Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

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Königin Maria Eleonora von Schweden
Geburtsname: Markgräfin Maria Eleonora von Brandenburg

geb. 1599
gest. 1655
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg (1572-1619); 1620-1632 Ehe mit König Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1640-1648 Leben außerhalb von Schweden.

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Simon Heinrich von Schweichhausen
Simon Heinrich von Schwechhausen

geb. ca. 1614
Anm.: Sohn des Bremer Patriziers N. N. Schweichhausen (1); zeitweise Kriegsdienst in England als Fähnrich, Leutnant, Capitän-Leutnant und Rittmeister; 1646-1649 Hofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718) sowie zugleich anhaltisch-bernburgischer Rat; ab 1649 sächsisch-weimarischer Hof- und Kammerjunker (spätestens 1651) sowie Obristleutnant (1651-1655); 1654/55 zudem Hofmeister der Herzöge Bernhard (1638-1678) und Friedrich von Sachsen-Weimar (1640-1656); 1653 Nobilitierung; seit 1651 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Eigentliche").
Friedrich Spanheim d. Ä.

geb. 1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Amberger Pädagogium-Rektors Wigand Spanheim (gest. 1620); Studium in Heidelberg (1614-1619) und Genf (1619/20); 1621-1623 Privatlehrer bei Jean de Bonne, Baron de Vitrolles; Professor für Philosophie (1626-1631) und Theologie (1631-1642) sowie 1633-1637 auch Rektor der Akademie in Genf; 1642 Promotion zum Dr. theol. an der Universität Basel; seit 1642 Professor für Theologie in Leiden.

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König Philipp III. von Spanien
König Philipp II. von Portugal
König Philipp II. von Neapel-Sizilien
König Philipp II. von Sardinien

geb. 1578
gest. 1621
Anm.: Sohn des Königs Philipp II. von Spanien (1527-1598); ab 1598 König von Spanien, Portugal, Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1583 Ritter und ab 1598 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

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König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

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Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Stephan N. N.

Anm.: Um 1647 Kanzleibote des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Johann Sternberg

gest. 1650
Anm.: Vermutlich Dr. jur.; um 1646/48 schleswig-holsteinischer und spätestens seit 1647 auch anhaltisch-bernburgischer Agent in Wien.
Wolfgang Sutorius

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des späteren Ballenstedter bzw. Bernburger Pfarrers Leonhard Sutorius (1576-1642); bis 1643 fürstlicher Amtsschreiber in Harzgerode; 1646-1648 fürstlicher Gutsverwalter in Zepzig; seit 1648 Korn- und um 1649/54 Amtsschreiber in Bernburg.
Johann (1) Tappe

gest. nach 1659
Anm.: Vermutlich Sohn des Bernburger Amtmanns David Tappe (gest. 1625); um 1644/57 fürstlicher Amts- bzw. Kornschreiber in Bernburg; seit 1649 ebenso Stadtkämmerer der Bernburger Bergstadt (noch 1659); um 1651/53 zugleich Stadtschreiber; um 1656/57 Amtsschreiber.
Konrad Theopold

geb. 1600
gest. 1651
Anm.: Sohn des Amesdorfer Pfarrers Johannes Theopold (1563-1626); Schulbesuch am Gymnasium zu Zerbst, Studium in Frankfurt a. d. Oder; 1626-1637 Pfarrer in Natho; 1637-1644 Diakon an St. Bartholomäi in Zerbst (Entlassung als Reformierter); seit 1645 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 445.

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Ernst von Traun
Graf Ernst von Abensperg und Traun

geb. 1608
gest. 1668
Anm.: Sohn des Sigmund Adam von Traun (1573-1637); ab 1631 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (1634), Generalwachtmeister (1642), Generalkriegskommissar (1647-1651) und Feldzeugmeister (1654); vor 1637 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1639 kaiserlicher Kämmerer; ab 1640 Hofkriegsrat; seit 1651 niederösterreichischer Landmarschall; ab 1656 Geheimer Rat; 1668 Vizepräsident des Hofkriegsrates und Kommandeur der Stadtgarnison von Wien; 1653 Erhebung in den Grafenstand (Abensperg und Traun).

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Publius Vergilius Maro
Vergil

geb. 70 v. Chr.
gest. 19 v. Chr.
Anm.: Römischer Dichter der Antike.

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Valentin Johann Wilhelm Voit von Salzburg

geb. 1624
gest. 1672
Anm.: Sohn des Moritz Heimert Voit von Salzburg (gest. 1627); 1645-1647 Domherr in Würzburg; durch Heirat spätestens 1647 Erbherr auf Güsten.
Albrecht Wenzel Eusebius von Waldstein
Albrecht Václav Eusebius z Valdštejna
Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein
Fürst Albrecht Wenzel Eusebius von Friedland
Herzog Albrecht Wenzel Eusebius von Friedland
Herzog Albrecht VIII. von Mecklenburg
Herzog Albrecht Wenzel Eusebius von Schlesien-Sagan

geb. 1583
gest. 1634
Anm.: Sohn des Wilhelm von Waldstein (1547-1595); 1606 Konversion zum katholischen Glauben; 1607 kaiserlicher Hauptmann; 1615-1618 Obrist der mährischen Stände; kaiserlicher Obrist (1619), Generalfeldwachtmeister (1623) und zweimal Oberbefehlshaber der Armee des Kaisers (1625-1630 und 1632-1634); 1623 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1624 Fürst und seit 1625 Herzog von Friedland; 1628-1631 Herzog von Mecklenburg; ab 1628 Herzog von Schlesien-Sagan; 1634 Absetzung und Ermordung wegen Hochverrats; seit 1628 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Jakob Wancke

gest. nach 1650
Anm.: Zunächst in kursächsischen Kriegsdiensten; danach schwedischer Hauptmann (um 1637), Obristleutnant (1639) und Obrist (1647); 1637 Kommandant der Moritzburg in Halle (Saale); 1640/41 Kommandant von Görlitz; 1642/43 Kommandant in Olmütz.
Christian Wilhelm von Wartensleben

geb. ca. 1632
gest. 1675
Anm.: Sohn des Johann Joachim von Wartensleben (1594-1633); 1646-1653 Page und 1653/54 Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später in niederländischen Kriegsdiensten u. a. als Capitain (1665) und Major (vor 1675).
Marcus Friedrich (1) Wendelin

geb. 1584
gest. 1652
Anm.: Sohn des Predigers Friedrich Wendelin (gest. 1594) in Sandhausen bei Heidelberg; Studium in Heidelberg (1607 Mag.); ab 1609 Erzieher und Hofmeister der Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg sowie Friedrich Moritz (1600-1610) und Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1612 Rektor am Zerbster Gymnasium Illustre; vgl. Gustav Früh / Hans Goedeke / Hans Jürgen von Wilckens: Die Leichenpredigten des Stadtarchivs Braunschweig, Bd. 9, Hannover 1985, S. 4386f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Dietrich von dem Werder

geb. 1584
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gebhard von dem Werder (1539-1612); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Gerlebogk, Görzig und Ziebigk; Page, Kammerjunker und Stallmeister des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1610 hessisch-kasselischer Rittmeister; danach bis 1622 Geheimer Rat und Oberhofmarschall in Kassel; 1623 anhaltischer Hauptmann; 1631-1635 schwedischer Obrist; ab 1639 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1645 kurbrandenburgischer Obrist, Geheimer Rat und Amtshauptmann von Alt-Gatersleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielgekörnte"); vgl. Gottfried Coler: Der Vom Vater gegebene/ Vom Sohne ausgeführete/ Und vom H. Geiste versiegelte Raht des Heils [...], Köthen 1658, fol. Jiij v - N2 v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Hans Christoph von Witzscher

geb. 1621
Anm.: Sohn des Hans Christoph (von) Witzscher (gest. 1637) auf Schortewitz; vor 1639 Kammerpage, um 1643 Page und spätestens 1645 bis 1648 Hofjunker der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); dazwischen 1639-1643 Kavalierstour durch Frankreich und die Niederlande; 1648-1650 Hofmeister der Gräfin Maria Euphrosina De la Gardie (1625-1687) in Leipzig; um 1653 Aufenthalt in Straßburg.

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Wolf (4) N. N.

Anm.: Um 1647/49 Vogelsteller und Jäger in Bernburg.
Arndt von Wopersnow

geb. 1573
gest. 1621
Anm.: Sohn des pommerischen Adligen Carsten von Wopersnow; Erbherr auf Wendhausen, Nettlingen, Hastenbeck, Steyerberg und Wellersen; braunschweigisch-wolfenbüttelischer Obristleutnant (1607) und Obrist (1618); 1607-1615 Drost von Moringen; ab 1615 Landdrost im Fürstentum Calenberg; seit 1617 auch herzoglicher Münzmeister bzw. Münzkommissar; ab 1618 zudem Geheimer Kammerrat und Kriegskommissar; 1621 nach Bereicherung, Betrug und Münzverfälschung Flucht nach Hildesheim und Konversion zum katholischen Glauben.

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Hilmar Eustachius von Wopersnow

geb. 1613(?)
gest. 1633
Anm.: Sohn des Arndt von Wopersnow (1573-1621); zuletzt kaiserlicher Rittmeister; 1633 Hinrichtung in Prag.
Graf Carl Gustav Wrangel af Salmis
Graf Carl Gustav von Sölvesborg

geb. 1613
gest. 1676
Anm.: Sohn des Hermann Wrangel (1587-1643); ab 1627 in schwedischen Kriegsdiensten als Kornett (1629), Rittmeister (1632), Obristleutnant (1635), Obrist (1636), Generalmajor (1638), Generalzeugmeister (1645) und Feldmarschall (1646); seit 1646 Reichsrat; 1646-1648 Oberbefehlshaber der schwedischen Truppen in Deutschland; 1648-1650 und ab 1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1657-1664 Reichsadmiral; seit 1664 Reichsmarschall; 1651 Erhebung in den Grafenstand (1651-1665 Graf von Salmis, ab 1665 Graf von Sölvesborg); seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Obsiegende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Zar (Moskauer Reich) Alexei

geb. 1629
gest. 1676
Anm.: Sohn des Zaren Michail (1596-1645); seit 1645 Zar des Moskauer Reiches.

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Zar (Moskauer Reich) Boris
Boris Fjodorowitsch Godunow

geb. 1552
gest. 1605
Anm.: Sohn des Bojaren Fjodor Iwanowitsch Godunow; 1584-1598 faktischer Regent für den Zaren Fjodor I. (1557-1598); seit 1598 Zar des Moskauer Reiches.

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Zar (Moskauer Reich) Michael
Michail Fjodorowitsch Romanow

geb. 1596
gest. 1645
Anm.: Sohn des Bojaren Fjodor Nikititsch Romanow (1553-1633); seit 1613 Zar des Moskauer Reiches.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Zar (Moskauer Reich) Wassili IV.
Fürst Wassili Iwanowitsch Schuiski

geb. 1552
gest. 1612
Anm.: Sohn des Bojaren Fürst Iwan Andrejewitsch Schuiski (gest. 1573); 1606-1610 Zar des Moskauer Reiches; seit 1610 polnischer Gefangener.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Zarin (Moskauer Reich) Maria
Geburtsname: Marija Iljinitschna Miloslawskaja

geb. 1624
gest. 1669
Anm.: Tochter des Bojaren Ilja Danilowitsch Miloslawski (1595-1668); seit 1647 Ehe mit Zar Alexei (1629-1676).
Aachen
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Aken
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Anhalt-Zerbst, Fürstentum
Anhalt, Fürstentum
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Aschersleben
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Augsburg
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Ballenstedt(-Hoym), Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Bayern, Herzogtum bzw. Kurfürstentum
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Beesen (Beesenlaublingen)
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Beilngries
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Berlin
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Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bode, Fluss
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Brabant, Herzogtum
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Brasilien
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Anm.: Kolonie des Königreichs Portugal.
Braunschweig-Wolfenbüttel, Fürstentum
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Anm.: Teilfürstentum des Herzogtums Braunschweig und Lüneburg.
Breslau (Wrocław)
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Capua
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Dänemark, Königreich
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Dalmatien
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Den Haag ('s-Gravenhage)
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Dessau (Dessau-Roßlau)
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Ditfurt
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Dithmarschen
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Donau, Fluss
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Dresden
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Dröbel
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Eichsfeld
weiterführende Informationen
Eichstätt, Hochstift
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Eisleben (Lutherstadt Eisleben)
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Elbe (Labe), Fluss
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England, Königreich
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Erfurt
weiterführende Informationen
Ermsleben
weiterführende Informationen
Falkenstein, Burg
weiterführende Informationen
Flandern, Grafschaft
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Franken
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Geldern, Herzogtum
weiterführende Informationen
Geldern, Oberquartier (Obergeldern)
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Geseke
weiterführende Informationen
Gleichenstein, Burg
weiterführende Informationen
Gröningen
weiterführende Informationen
Groß Meseritsch (Velké Meziříčí)
weiterführende Informationen
Hadmersleben
weiterführende Informationen
Hakel
weiterführende Informationen
Halberstadt
weiterführende Informationen
Halle (Saale)
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Hamburg
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Hamm
weiterführende Informationen
Harzgerode
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
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Hessen-Kassel, Landgrafschaft
weiterführende Informationen
Hessen-Marburg, Landgrafschaft
weiterführende Informationen

Anm.: Im Jahr 1604 erloschenes Teilfürstentum der Landgrafschaft Hessen, das nach langjährigem Erbkonflikt zwischen Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt aufgeteilt wurde.
Hohenerxleben
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Holstein, Herzogtum
weiterführende Informationen
Hoym
weiterführende Informationen
Ingolstadt
weiterführende Informationen
Innsbruck
weiterführende Informationen
Irland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Kassel
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Katalonien, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Köthen
weiterführende Informationen
Komorn (Komárno)
weiterführende Informationen
Kopenhagen (København)
weiterführende Informationen
Kreta (Candia), Insel
weiterführende Informationen
Krim, Khanat
weiterführende Informationen
Leipzig
weiterführende Informationen
Lichtenburg, Schloss (Prettin)
weiterführende Informationen
London
weiterführende Informationen
Mähren, Markgrafschaft
weiterführende Informationen
Magdeburg
weiterführende Informationen
Mansfeld
weiterführende Informationen
Mecklenburg, Herzogtum
weiterführende Informationen
Meißen, Markgrafschaft
weiterführende Informationen

Anm.: Kernland des (albertinischen) Kurfürstentums Sachsen.
Münster
weiterführende Informationen
Neapel (Napoli)
weiterführende Informationen
Niederländisch-Brasilien (Neuholland)
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Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
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Oberdeutschland (Süddeutschland)
weiterführende Informationen
Oschersleben
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Osmanisches Reich
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Osnabrück
weiterführende Informationen
Paris
weiterführende Informationen
Passau
weiterführende Informationen

Anm.: Gebildet aus den damals drei eigenständigen Teilen Alt-, Ilz- und Innstadt.
Plötzkau
weiterführende Informationen
Plötzkau, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt; 1611-1665 unter der Landeshoheit von Anhalt-Bernburg stehendes anhaltisches Teilfürstentum (vgl. Anhalt-Plötzkau, Fürstentum).
Polen, Königreich
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Pommern, Herzogtum
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Portugal, Königreich
weiterführende Informationen
Quedlinburg
weiterführende Informationen
Raab (Győr)
weiterführende Informationen
Recife (Maurícia/Mauritsstad)
weiterführende Informationen
Regensburg
weiterführende Informationen
Reinstedt
weiterführende Informationen
Rhein, Fluss
weiterführende Informationen
Rieder
weiterführende Informationen
Rom (Roma)
weiterführende Informationen
Schlesien, Herzogtum
weiterführende Informationen
Schönebeck
weiterführende Informationen
Schöningen
weiterführende Informationen
Schonen (Skåne)
weiterführende Informationen
Schottland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schweden, Königreich
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Seeland (Zeeland), Provinz (Grafschaft)
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Spanien, Königreich
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Staßfurt
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Stettin (Szczecin)
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Stockholm
weiterführende Informationen
Strelitz (Strelitz-Alt)
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Thüringen
weiterführende Informationen
Thüringer Wald
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Turin (Torino)
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Ungarn, Königreich
weiterführende Informationen
Utrecht, Provinz (Hochstift)
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Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
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Weser, Fluss
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Wien
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Wight, Insel (Isle of Wight)
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Windsheim (Bad Windsheim)
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Wolfenbüttel
weiterführende Informationen
Zepzig
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Zerbst
weiterführende Informationen
Ziesar
weiterführende Informationen
Anhalt, Landstände
Bernburg, Rat der Bergstadt
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
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Franziskaner (Ordo Fratrum Minorum)
weiterführende Informationen
Fruchtbringende Gesellschaft
weiterführende Informationen
Anm.: Vgl. den Einführungstext zur Fruchtbringenden Gesellschaft im Rahmen dieser Edition unter: http://www.tagebuch-christian-ii-anhalt.de/index.php?article_id=32.
Jesuiten (Societas Jesu)
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Kapuziner (Ordo Fratrum Minorum Capuccinorum)
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Niederlande, Generalstaaten
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Parlement de Paris
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Ungarn, Stände
Weimarische Armee
Anm.: Armee, die nach dem Tod ihres Heerführers Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639) in französischen und ab 1647 wieder in schwedischen Diensten stand.
Euripides: Troades, hg. von Werner Biehl, Leipzig: 1970. [Nachweis im GVK]
Friedensvertrag von Brömsebro zwischen den Königreichen Schweden und Dänemark (13. August 1645), in: Sverges traktater med främmande magter jemte andra dit hörande handlingar, Bd. 5,2, hg. von Carl Hallendorff, Stockholm: 1909, S. 595-625. [Nachweis im GVK]
Der Frieden von Münster vom 30. Januar 1648, in: Der Frieden von Münster 1648. Der Vertragstext nach einem zeitgenössischen Druck und die Beschreibung der Ratifikationsfeiern, hg. von Gerd Dethlefs, Münster: 1998, S. 70-143. [Nachweis im GVK]
Ernst Wilmanns: Vertrag zwischen Kaiser Ferdinand II. und König Christian IV. von Dänemark. Lübeck, 12. ⁄ 22. Mai 1629, in: Der Lübecker Friede 1629, Bonn: 1904, S. 80-83. [Nachweis im GVK]
Publius Ovidius Naso: Fasti = Festkalender. Lateinisch-deutsch, hg. von Niklas Holzberg, Berlin: 2012. [Nachweis im GVK]
Publius Vergilius Maro: Aeneis. Lateinisch-deutsch, hg. von Niklas Holzberg, Berlin/Boston: 2015. [Nachweis im GVK]