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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: Mai 1648


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XIX, fol. 431v-465v (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. Mai 1648
Bernburg
  • Alarm auf dem Schloss wegen Feiern einiger Soldaten in Bernburg
  • Hasenjagd
  • Wolfsjagd
  • Fahrt der Kinder nach Baalberge
  • Korrespondenz
02. Mai 1648
Bernburg
  • Rückkehr des Kammermeisters Tobias Steffeck aus Leipzig
  • Kriegsfolgen
  • Wirtschaftssachen
03. Mai 1648
Bernburg
  • Kirchgang
  • Ausflug mit den Schwestern und der Gemahlin nach Baalberge
  • Jagdunfall des einquartierten Axellilischen Fähnrichs
  • Wirtschaftssachen
  • Unterredung mit dem Konsulent Jehna
  • Hasenjagd der Söhne
  • Lebensmittellieferung aus Ballenstedt
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
04. Mai 1648
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Spaziergang zur Fischerei
  • Wollverkäufe
05. Mai 1648
Bernburg
  • Lektüre zum Massaniello-Austand in Neapel
  • Kriegsfolgen in Bernburg
  • Begnadigung von Gefangenen
  • Gerücht über eine Regimentszusammenführung in Bernburg
  • Unwetter in Halle und Wettin
06. Mai 1648
Bernburg
  • Spaziergang mit der Gemahlin im Garten
  • Bericht über Visionen des Hirten zu Dohndorf
  • Klage über die Schlachtung eines großen Schweizerrinds
  • Ankunft der Schwestern Sofia Margaretha und Dorothea Bathilde in Bernburg
  • Hasenjagd
  • Anschlag des blinden Valentin auf den Konvoy Graf Kinskys bei Bernburg
07. Mai 1648
Bernburg
  • Verschreibungen des Herzogs von Lignitz an den Fürsten August von Anhalt-Plötzkau
  • Beschwerden der Bernburger über Befestigungsarbeiten
  • Kriegsfolgen und -kosten
  • Kirchgang mit den Schwestern und Kindern
  • Spaziergang mit der Gemahlin im Garten
  • Entlassung der fürstlichen Musketiere
08. Mai 1648
Bernburg
  • Nasses, kühles Wetter
  • Friedensschwur der Musketiere
  • Krankheit des Sohns Erdmann Gideon
  • Truppenbewegungen
  • Korrespondenz
  • Unglück eines einsamen Sperbers
  • Ballspiel der Söhne
  • Spaziergang im Pfaffenbusch
  • Kriegsnachrichten
09. Mai 1648
Bernburg
  • Spaziergang auf die Felder
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Korrespondenz
  • Wirtschaftssachen
  • Stürmisches, kaltes Wetter am Nachmittag
  • Weitere Kriegsnachrichten
  • Auszug des schwedischen Kornetts nach Köthen
  • Streifzüge des blinden Valentin bei Bernburg
  • Krankheit des Pagen Georg Ehrenreich von Roggendorf
  • Rückkehr Witzschers von Halberstadt und Ballenstedt
10. Mai 1648
Bernburg
  • Spaziergang in den Garten, zu den Ställen, übers Vorwerk
  • Kriegsfolgen in Bernburg und Köthen
  • Überfall des blinden Valentin auf schwedische Truppen
  • Spaziergang mit der Gemahlin in Wald und Garten
  • Korrespondenz
  • Rückkehr des Amtsrats Banse
  • Verlegung der schwedischen Truppen nach Wettin
11. Mai 1648
Bernburg
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Kirchgang mit der Familie zu Himmelfahrt
  • Krankheit der Gemahlin und des Sohns Erdmann Gideon
  • Kirchgang am Nachmittag
  • Kammerjunker Christoph Wilhelm Schlegel zum Abendessen
  • Ohnmacht und Verletzungen von Hofpersonal
  • Entdeckung eines Streifkorps bei Pfaffenbusch
12. Mai 1648
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Bericht von Visionen an den Landgrafen von Hessen-Rotenburg
  • Kriegsfolgen in Ballenstedt, Gernrode und Hoym
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Wirtschaftssachen
  • Frostschäden an den Weinbergen
  • Hasenjagd der Söhne
  • Spaziergang mit den Schwestern und Kindern
13. Mai 1648
Bernburg
  • Reise des Amtsschreibers an den Dessauer Hof
  • Entlassung des Bereiters Eilert Dethardt nach Harzgerode
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Korrespondenz
14. Mai 1648
Bernburg
  • Kirchgang mit Kindern und Schwestern
  • Mittagessen mit Mechovius und dem Hofprediger
  • Regen und Donner
  • Kirchgang am Nachmittag
  • Rückkehr des Amtsschreibers aus Dessau
  • Erziehung der Kinder des Weimarer Herzogs
  • Kriegsfolgen
  • Spaziergang im Garten am Abend
  • Krankheit Karls Ursinus
  • Unterhaltung mit Doktor Brandt
15. Mai 1648
Bernburg
  • Begräbnis der Nichte Louise von Mecklenburg-Güstrow
  • Überforderung des Neffen Gustav Adolf am Mecklenburger Hof
  • Vortrag Paul Ludwigs über Verwaltungssachen
  • Hagelschaden in Baalberge
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Kriegsfolgen
  • Geburt eines Sohnes des Brandenburgischen Kurfürsten
  • Korrespondenz
  • Vorhaben einer nächtlichen Unternehmung
16. Mai 1648
Bernburg
  • Kirchgang
  • Besichtigung der Weinberge
  • Gescheiterte nächtliche Unternehmung
  • Mittagessen mit Mechovius
  • Kriegsfolgen
  • Gewitter am Nachmittag
17. Mai 1648
Bernburg
  • Unwetter
  • Kirchgang
  • Mittagessen mit Kaplan Jonius
  • Kriegsnachrichten
  • Falsche Anrede durch Obristleutnants Israel
18. Mai 1648
Bernburg
  • Spaziergang ins Feld und Besuch der Kaplanei
  • Hasenjagd mit den Söhnen
  • Nachrichten über den Prinzen von Würtemberg
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
19. Mai 1648
Bernburg
  • Felderbegehung
  • Wirtschaftssachen
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
20. Mai 1648
Bernburg
  • Spaziergang nach erledigten Geschäften
  • Hagelschäden zu Cörmig, Biendorf und Baalberge
  • Unwohlsein des Sohnes bei Tisch
  • Präparationspredigt für Erdmann Gideon
  • Kriegsfolgen
  • Friedensverhandlungen in Osnabrück
21. Mai 1648
Bernburg
  • Kirchgang mit den Schwestern und Kindern
  • Erstes Abendmahl für Erdmann Gideon
  • Frühstück und Mittagessen mit Bohusch, Mechovius und Christian Heinrich von Börstel
  • Kirchgang am Nachmittag
  • Spaziergang am Abend
  • Krankenbesuch bei der Gemahlin
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
22. Mai 1648
Bernburg
  • Kirchgang mit den Schwestern und den Kindern zu Pfingsten
  • Mittagessen und Gespräch mit Joachim Plato
  • Kirchgang am Nachmittag
  • Spaziergang am Abend
23. Mai 1648
Bernburg
  • Teilnahme der Söhne am Grenzzug
  • Hasenjagd
  • Unterredung mit Mechovius
  • Korrespondenz
  • Rückkehr Hans Meyers aus den Niederlanden
24. Mai 1648
Bernburg
  • Warmes Wetter
  • Erneut Grenzzug der Söhne
  • Korrespondenz
25. Mai 1648
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Kriegsfolgen
  • Lektüre des Pierre Jarrige
26. Mai 1648
Bernburg
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Anzeige der Geburt des Kurprinzen von Brandenburg
  • Lachs an Bruder Friedrich
27. Mai 1648
Bernburg
  • Angriff der spanischen Fliege auf Victor Adamdeus und die Pagen
  • Hasenjagd
  • Ausritt
  • Unterredung mit Doktor Mechovius
  • Spaziergang am Abend
28. Mai 1648
Bernburg
  • Regen
  • Kirchgang mit der Familie
  • Besuch vom Hofmeister
  • Kirchgang am Nachmittag
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
29. Mai 1648
Bernburg
  • Abreise der Schwestern
  • Absendung Obristleutnant Knochs zum schweidschen König
  • Berufung des Rektors Wendelin zum Professor
  • Dachsjagd auf dem Schloss
  • Nachrichten aus Mecklenburg
  • Beratung mit Mechovius
30. Mai 1648
Bernburg
  • Nachricht vom Gesandten beim General Wrangel
  • Ausritt auf die Felder
  • Besuch Philipp Beckmanns
31. Mai 1648
Bernburg
  • Regenwetter
  • Kirchgang
  • Pferdetausch mit dem schwedischen Kornett
  • Nachricht vom Tod des Hofmaurers Georg Baumgarten
|| [[Handschrift: 431v]]

Montag den 1. May; 1648.

<3 hasen>


Diese Nacht, haben wir auf dem Schloß
alhier zu Bernburgk, einen stargken
alarm gehabt, in deme die Soldaten
in der Stadt, einen Mayenbawm, vor
ihres officirers losament aufgerichtet,
vndt viel Freẅdenschöße1 gethan. || [[Handschrift: 432r]]
Man ist lange in dem wahn gestanden,
alß wehren ihnen, die Kayserlichen eingefallen,
biß man es v̈ber das waßer herüber,
recht erfahren.


Jch bin hinauß hetzen geritten, vndt
haben 2 Rämmeler, vndt 1 häsin gefangen[.]
Die häsin hatte 5 iungen im leibe,
welcher schade vngerne geschahe.
Wir hetzten auch einen wolff,
zwischen Wedegast, vndt Poley.
Die windthunde kahmen gar von
weitten an ihn, stießen ihn dennoch
zweymahl v̈bern hauffen, kondten
ihn aber nicht v̈berwältigen, also
gienge lupus durch, weil auch die
winde sehr müde, vndt solcher hatz
vngewohnet wahren, wehre sonst
ein feines wildpreth, auf Walpur-
gis, den ersten May, gewesen.


Extra zu mittage, neben Wahusch,
Doctor Mechovium gehabt. et cetera || [[Handschrift: 432v]]


MeineSöhne, seindt Nachmittags mit ihren Schwester-
lein, nacher Palbergk, gefahren.


Schreiben von Wien, vndt Berlin,
mit der ordinarij.


Die avisen von Leiptzigk, confirmi-
ren meistentheilß die avisen von
Erfurdt, vndt amplificiren dieselben.

Dienstag den 2. May: 1648.


Tobias Steffeck von Kolodey ist gestern abends Gott lob,
noch, nicht ohne gefahr, glügklich
wiederkommen. Deus det progressus!
Avis von Ballenstedt daß der Obristleutnant
Israel gesinnet, daselbst rendevous
zu halten. Nulla calamitas sola!2


Die Reütter hausen auch dorth, wie
Sie wollen, reitten hetzen, biß an
Ballenstedt hinan, plagken die
Schäfer, Schmide, wagener, vndt
Müller, maßen Sie den Triftschäfern
am Hartz, sondlicher zu Ballenstedt v̈ber
die 200 ReichsthalerRthlr: abgeplagkt haben,
von denen ich nicht habe 20 ThalerThlr: er- || [[Handschrift: 433r]]
langen können.
Schwester Sofia Margretha ist hinüber nacher Plötzka.


Der Oberste Kinßky, ist hiedurch paßirt,
nacher halla zu. Jch habe ihn invitiren
laßen, er hat sich aber dißmal excusiret.


Avis: das sie zu Cöhten, einen vnglügksehligen
schubkärner ertapt haben, die Schwedischen Soldaten,
welcher ein Kayserlicher kundtschafter sein solle.
Gott erbarme sich seiner!


Der cornet alhier, sol noch gestern gesagt
haben, er hielte sich an seine ordre, sein
kopf stünde ihm darauf, wann er sich sol-
te iemands anders, (er seye auch, wer
er wolle!) irr machen laßen. Er müßte sich
vorsehen, vndt verschantzen, aufß beste als er
köndte, vndt solte er auch, alle häuser,
vmb daß rahthauß herumb abbrechen,
vndt einreißen laßen. Er hette auch ordre,
sonst nach niemandt, alß nach seinem Obristleütnant
zu fragen, vndt deme, zu pariren.


Jm lande zu Lüneburgk auf der heyde,
sol vnlengst eine partie Reütter, viel
Fuhr: vndt kaufleütte angegriffen haben
vndt als dieselben, sich wol gewehret, haben Sie zweene
Feldtstügken herbey bringen lassen, vndt || [[Handschrift: 433v]]
damit die wagenburgk beschoßen, viel beschä-
diget, vndt alles v̈berwältiget.


Jtzt, in dieser währenden Leiptziger
Meße, sollen viel fuhrleütte von
Cöln, vndt Franckfurt, dahin gehende,
vmb Erffurdt herumb, angetastet sein,
die gühter aufgehawen, vndt preiß
gemacht worden.


Sonst vermeiden die wagen, vndt
fuhren, diesen orth, vmb der Soldaten
willen, vndt es sollen v̈ber 150
fuhren, auf Nienburgk, vndt Calbe
derentwegen zu, gegangen sein.


Noch wollen mich die Soldaten v̈ber-
reden, es bringe mir die Einquarti-
rung, keinen Schaden, an meinen
intraden! Sic mundus vult decipi!3


Die Maykäfer thun in den gärten,
vndt weinbergen, großen schaden,
So hat mir die kälte, vndt vergange-
ne fröste voriger etzlicher Tage,
vndt nächte, daselbst, (der wintzer
bericht nach) nicht geringen schaden zugefüget. || [[Handschrift: 434r]]


Gegen abendt, ist ein stargker windt kommen,
regen, donner, wetterleüchten. Gott seye vnß
gnedig! Kirie Eleison; Christe Eleyson; Kyrie Eleyson.


Vnsern neẅen bereütter, habe ich meinem Bruder,
Fürst Friderich zugeschigkt, weil derselbige, iunge
pferde itzt hat, ich aber, mit schulpferden,
nicht versehen bin, ob er Jhrer Liebden anstendig sein
möchte? Gott gebe v̈berall glügk, vndt
segen, vndt waß vnß sehliglich, vndt gut ist!
Vmb Christj Iesu willen, Amen! Amen! Amen!


Ô Dieu, rends moy la liesse perdüe, deli-
vres moy de mes tribülations, & afflictions,
comme aussy des grandes adversitèz& ten-
tations adversantes; qui m'accableroyent
sans doubte, si ta bontè ne sübvenoit a
mon infirmitè & grande misere? Ô Dieu!


Meinen Schafen, habe ich heütte die
winterwolle abnehmen laßen, in præsentz,
Hanß Tappen, vndt Hanß Fritz Eckardts,
es ist aber wegen des vngestümen windes,
vndt regenwetters, kawm die helfte abge-
schnitten, vndt nur darauß 2 große Sägke
voll geworden. Die weiber von Palberg, seindt auch
aussen blieben. || [[Handschrift: 434v]]


Ich habe nachfolgende species:
13 alte Bögke.
342 alte Schafe.
5 iährlings bögke.
85 iährlings zibben.
90 iährlingß hammel
306 lämmer


Summa 841 Stügke
210 knechte schaffe darzu. Faciunt


1051 in meiner weydetrifft. et cetera
Gott gebe mir glügk darzu!

Mittwoch den 3. May: 1648.


Am heüttigen BehtTage coniunctim
zur kirchen Text: noch von der Sodomis Historia4.


L'alto signor; dinanzi a cuj non vale,
Nasconder, ne fuggir, ne far diffesa,
D'un bel piacer m'havea la mente accesa
Con un'ardente, ed amoroso strale.
E ben che'l primo colpo aspro mortale,
Fosse da sé, per avanzar sua impresa
una saetta di pietate hà presa,
E quincj, e quindi, il cor punge et m'assale. || [[Handschrift: 435r]]
L'una piagha arde; e versa fuoco, e fiamma;
Lagrime l'altra; che'l dolor destilla,
Dagli occhi miej, del vostro stato rio,
Nè per due fontj sol'una favilla,
Rallenta dell'incendio; che m'infiamma;
Anzi per la pietà; cresce il desio.5


Nachmittags bin ich hinauß gefahren mit Meiner
herzlieb(st)en gemahlin, vndt Schwester Bathilde, nacher
Palbergk, aldar die iungen fohlen besehen,
collation gehalten, vndt also wieder nach hauß.
Meine Söhne (so mitgeritten) haben vn-
dterwegens 5 hasen gehetzt, 3 darvon,
mitgebracht, 2 seindt in fuchslöcher kommen.


Risposta von Plötzkaw, wegen des bereütters.
Die Mußcketirer habe ich examinieren laßen,
vndt in großem Jrrsahl befunden.


Diesen abendt hat mir, mein cosulent
der Syndicus Jehna zugesprochen, vndt man-
cherley referiret. Er zeücht nacher Cöthen.
Iddîo consolj' tuttj quantj son tribolatj!
heütte seindt wieder, in præsentia hesternorum
2 große Sägke, vndt 1 kleiner, mit
wolle, gefüllet worden. Gott gebe glügk!

|| [[Handschrift: 435v]]


heütte ist der alhier zu Bernburgk, auf exe-
cution liegende Axellillische Fendrich6,
hinauß hetzen geritten, mit einem Tür-
gkischen pferde, ist gefallen, vndt hat
einen arm gebrochen. Ist ein Vnglügk!


victualien, vndt ein hase von Ballenstedt


Avis: daß der iunge Marggrave zu Bareyt,
zwar noch lebe, aber schwehrlich ver-
wundet seye! Gott verleyhe zeitliche,
vndt geistliche beßerung!

Donnerstag den 4ten: May: 1648.


Ie suis sorty, voir les flèds, en mes
campagnes. Dieu les benie!


Risposta, von Cöthen perge Riscritto dahin.


A spasso, zur Mühle in die Fischerey,
vndt haben drey kaapen gefangen.


48 Stein, 20 Pfund (libra) hat die wolle
gewogen. Matz Vrlob, kaüft sie mir ab,
gibt 2 ThalerThlr: vorn Stein, der Schäfer
zeücht seinen 5ten: theil, darvon abe,
alß: 9 Stein 11 Pfund (libra): restiren Mir 38 Stein:
machen 76 ThalerThlr. in præsentz Hans
Tappen, vndt Oberlenders. et cetera Deus benedicat!

|| [[Handschrift: 436r]]

Freitag den 5ten: May: 1648.


Jch habe mit großer verwunderung, des
Thomaso d'Aniello seine geschichte gelesen, wie
er vorm Jahr, in der <Königl(ichen)> großmächtigen Stadt
Neapolis, auß einem armen fischer <24 iahr altt> ein
großer herr, regent, General, vndt
Tirann, eines großen volcks worden,
anfangs zwar, mit großem verstandt,
vorsichtigkeit vndt bescheidenheit; daß
commando erhalten, vndt geführet,
Nachgehends aber die schrangken der
moderation v̈berschritten, das große
glügk (so ihn, vnerhörter weyse, im
absoluten commando v̈ber 600000 Seelen,
vndt darundter, 200000 kriegsleütten,
gar zu hoch, erhaben7,) gemißbraucht,
tirannisirt, eyd, vndt zusage vergeßen,
vndt sich selber nicht mehr zu gubernj-
ren und zu moderiren gewußt, vndt
also, auß befehl des ViceRè, von 4 Edel-
leütten erschoßen, vndt das volck von
ihme, wendig vndt abfällig gemacht worden.
Darumb heißt es allezeit: Respice finem!8 || [[Handschrift: 436v]]
Zu verwundern, ist gleichwol seine dexteritet,
ein so mächtiges großes volck im gehorsam eine
lange Zeit, zu erhalten, vndt in solchem gehor-
sam, dergleichen ein türckischer Sultan kawm
zu prætendiren. Item: das er allezeit, bey
solchem vnwesen, vndt aufruhr, des Königs in
Spannien person in hohem respect, vor sich,
vndt bey dem Volgk, erhalten, wie
auch den ViceRè, vndt Ertzbischoff, sehr
geehret, keine Schätze begehret, son-
dern endlich gar dem Könige von Spannien,
ein donativum oder gabe, von fünff
millionen, offeriret, welches er vom
Volgk, erhalten hette, wo er nicht
umbkommen wehre? Den Adel, vndt
die Zölle einnehmer, (worumb ge-
stritten worden, vndt die confirmationes
Privilegiorum Carolj Vti et Regis Ferdinandi
begehret) hat er sich sehr zuwiedera
gemacht, viel haüser verbrandt, eingeäschert, zerstöhret, andere graw-
samkeitten verv̈bet, sonst aber
allerley artes imperandj, an sich gehabt, || [[Handschrift: 437r]]
wann er nur seyn großes glügk mäßigen, sich
darin schigken, auch zu rechter Zeit, aufhören
können!


Ô mille volte fortunato; e mille;
Chi sà por meta; a'suoj pensieri;
in tanto, che par vana speranza immoderata;
Di moderato ben, non perda il frutto!9


Gestern abendt spähte, ist vnser Obrist Leütnant Israel,
Isaacs Sohn, wieder anhero kommen, vndt diesen
Morgen, ehe er wieder forth gezogen, nach werninge-
roda hin, vier der besten Bürgerpferde, durch den
cornet, zum vorspann, nehmen laßen, vndt nicht der
reyhe nach, (wie vndter den bürgern braüchlich,)
solches concediren wollen. Zu dem, hat er der Obristleutnant
diesen morgen frühe, mein provision hauß, vnbefragt
meiner, durch den Schlößer, eröfnen, vndt daß vor-
hengeschloß, darvon abschlagen laßen, vndt erwiesen,
daß er nichts nach mir fragete. Er hat auch den
Bürgermeister Sehse zwingen wollen, ihme 40
baẅme, steine, vndt andere materialien,
darzu, zu schaffen, weil er daß provisionhauß,
befestigen müste. Weil ihm darneben der arme
Schmidt, nicht sagen können, wie digke die maw-
ren, vndt gewölber am hause, vndt im Keller daru-
ndter, hat er ihn zu prügeln <undt zu hawen>, gedroẅet, vndt auff
der Bernburger, ihre vntreẅe (Nota Bene: gesuchte vhrsach)
geschmähet, vndt das man ihm, in keinem Dinge helfen wollte. || [[Handschrift: 437v]]
Er hat auch gesaget: er hette an einem orth, wol
gehöret, daß ein einiger Bürger alhier, wol so
reich wehre, alß 1⁄4 der gantzen Stadt Cöthen, vndt
daß man alhier, nicht so sehr verderbt wehre,
alß man vorgebe, worinnen vnsere recht
vntreẅe vnchristlich nachtbaren, oder
verleümbder, vnzweifelich, der warheit
gespahret, vndt vnß vervnglimpfet haben,
mit wißentlichem, vorsetzlich, falschem,
boßhaftigen, verleümbderischem hertzen!


heütte seindt die Mußcketirer, mit
Girßbegken, confrontiret worden. Jch habe
befohlen, den casum zu verschigken.
Gestern ist der brawer, heütte der
Große Kersten, vndt dieser letzte, auff
meiner Ellteren Söhne vorbitt, auß dem
gefängnüß des Eülenspiegelß10, mit gewalti-
gen correctionen heraußgelaßen worden.
Gott gebe buße, vndt beßerungen!
Extra zu Mittage, den CammerRath, Doctor Mechovium
gehabt, vndt allerley expediret.


Zu abends, spatziren, gegangen.
Der Obristleutnant sol auch diesen Morgen gedroẅet haben, in
kurtzem, das gantze Regiment alhier zusammen zu führen || [[Handschrift: 438r]]
Vielleicht gedengkt er, durch solche minas mehr geldt zu schneiden!


Am Dinstage hat das schwehre wetter zu halle vndt
zu Wettin, eingeschlagen, vndt häuser, vndt scheünen angezündet
mit großem schaden, auf etzliche Tausendt Thaler, geschätzt.
Gott bewahre vor fernerem vnheyl, allda, vndt alhier!
Es scheinet daß solche vielfältige nacheinander fol-
gende wetter, fast vnnatürlich seyen, vndt große
verenderungen, wo nicht, gar daß ende der welt
denotiren, vndt andeütten. Gott gebe, das wir
seine erscheinung, lieb haben, vndt er vnß berait erfinde!
ihn, mit freẅden, vndt sehnlichem verlangen, auf=
vndt anzunehmen, vndt gerne zu erwartten!

Samstag den 6ten: May; 1648.


A spasso, con Madama, in garten, post expedita negocia.
Jch habe abermalß, seltzame visiones, vom hirten zu
Dondorff, durch den pfarrer von Kermigk, mir referiren laßen.
Gotte gebe gute zeitten! vndt wende alle Landt-
plagen, vndt Strafen, in väterlichen gnaden, von
vnß abe! vndt helfe vnß, ad pristinam fortunam!


Meine Söhne seindt hinauß, Schwester Sophia Margaretha
von hinnen, anhero zu begleitten.


Il mio cordoglio, per la morte d' bue <grande bellissimo> innocentissimo
ed a me aggradevolissimo s'accresce giornalmente,
io non posso sbrigarmj di quest'affanno, e credo senz'
altro, che dinoterà a me, una mala ventura, e
forse la morte mîa medesima, se Iddîo non mi fà grazia? || [[Handschrift: 438v]]
di testficarmj, per un'altro segno;(havendo
miseramente disprezzato questo!) che vuole
divertire da me, e della mîa casa, la pena
meritata per l'inobedienza, ed errore
commesso, in questo medesimo, ed ogn'altro
fallo, rinuovando e rialzandomj, il solito
vigore della già continoua felicita!
Lo supplico, di farlo paternamente, e dj
non castigarmj, con più afflizzionj!
Di far morire, un bel animale, capo
d'un armento, nel fiore della sua età,
senza cagione apparente, solamente
per forza delle bugie Donnesche<di Donne, ragazzi, e bassa Plebe>, nonostante
il diletto ch'io havera sempre di vederlo,
che mi fù confirmato, per le ultime ca-
rezze che mj fece, lamentandosj <inusitatamente> a me,
come <come per instinto a Divino> suo vero Padrone, della sua mala
ventura quale antivedeva prudente,
mente chie'dendomi aiuto, e soccorso! Call'hora così facile; e si governava cosi saviamente,
come se fosse stato un huomo ragionevole,
facendomj stupire, di queste circonstanze,
del tutto insolite, e da me all'hora non bene <comprese> || [[Handschrift: 439r]]
tutto questo <havendolo vilmente dismenticato all'hora> mi fà credere & temere a me,
ed agli miej, veramente, con cordoglio gradissimo
una straordinaria sciagura, meritata da me solo!
Mà la pietosa misericordia del sommo Dîo, soprabonda
et sopravanza, gli nostrj errorj, e misfatti, pur
vuol essere lunghamente preghata, accioche
riconnoschiamo tanto meglio, li nostrj fallj commessj!
Sua grazia semperiterna sia lodata e celebrata
infinitamente, e voglia accompagnarcj sempre! Amen!
liberandocj di tanti affanj, e fastidij! Amen! Amen! perge


Vor der abendtmahlzeit, seindt meine Söhne, wieder-
kommen, haben zweene hasen gehetzt, vndt Schwester
Sofia Margretha, (deren auch Schwester Dorothee
Bathildis, entgegen gefahren) von Grähna,
(alda sie die iungen vettern, undt bäßgen, von
Plötzkaw gesprochen), mitgebracht. Gott gebe
ferner glügk! Liebe! vndt Eintracht!


Da pater augustam; mentj, conscendere sedem!
Da fontem lustrare bonj! Da luce reperta!
In te, conspicuos, animj defigere sensusa.11


Avis daß mir wol geschehen, daß in neẅligkeit, Graf
Kinßky, alß er hierdurch paßirt, nicht bey mir, eingela-
dener maßen, zur mahlzeit geblieben, Sondern forth, auf Halle
zu, paßiret, Sintemahl auf ihn vndt seine convoy der blinde
Valtin, sol auf der nähe einen anschlag gemacht haben, vndt da er || [[Handschrift: 439v]]
sich ein wenig aufhalten laßen, oder verspähtet, hette er
leichtlich ertapt werden können< vndt ich>, in großen verdacht
gebracht werden können. Gott sorget vor Vnß.
Wir wißen oft selber nicht, wie wir Vnser
vnglügk acceleriren, oder auch abtreiben sollen!
Gott wolle ferner, Vnser gnediger Schutz sein!
Jhm seye Lob, ehr, vndt dangk gesagt, allezeit,
vor seinen herrlichen beystandt, vorsorge,
vndt gnaden Regierung. Er wolle hinführo ferner
stets bey vnß, vndt Vnser Schirm sein!

Sonntag den 7.: May: 1648.


I'ay sceu, que le Düc George Rudolphe de Lignitz
a donnè au Prince Augüste, l'an 1628 eststant en ce
pays icy, üne obligation, sür 10000 Dalers,
laquelle <a> estè payeè parfaittement, en diverses
annèes consecütifues, a cause dü bon service,
que le dit Prince a fait a ceste mayson là
apparentèe lors qu'il estoit leur Tüteur,
& maintenant, a ceste foire, il luy a pre-
sentè de nouveau, 800 Reichsdalers. C'est
üne grande bienvueillances, & amitiè,
oultre d'autres donatifs & minieres en
Silesie, & offres de faire dü bien a ses fils,
s'ils venoyent là? Ou trouverois ie pour moy, || [[Handschrift: 440r]]
ün tel parent, & üne telle fortüne? Ie suis trop mal-
heüreux, & d'aultant plüs, que ie vis en perpetuelle
esperance d'ün grand bonheur, mais tout gist en la
volontè paternelle, & souveraine, dü Toutpuissant,
lequel a ses heüres destinèes a la vraye occasion!


Se'l mio destino, non mi fece degno di gioire,
Non t'invidio nò, il tuo, mà piango il mîo!


Klagen, vndt supplicationes auß der Stadt, wegen des Obristleutnant
Israels scharfen hindterlaßenen befehlichs, zu einreißung
der haüser, vndt fortification des Rahthaußes.
Bitten vmb hülfe, Schutz, vndt zuschuß, von den
andern Aemptern, vor welche sie auch die execut-
ion leiden müßen. Der Axellillische Fendrich,
so numehr hinweg, hat v̈ber 200 ThalerThlr: gekostet.
Andere nebenspesen auf kleine aufwendungen,
v̈ber daß, machen 43 ThalerThlr: ohne die große
erschregkliche, vndt vnerschwingliche contribu-
tion. Gott mag vnß hindurch helffen!
vndt vnß, vndt vnsern armen leütten, gnedig sejn!


In die kirche vormittags conjunctim Dominica Vocem jucunditatis..
Gott wolle mein, vndt aller Christglaübigen gebeht,
im nahmen Iesu Christj, in kraft des heiligen Geistes,
gleichßfalß gnediglich erhören! vndt vnß gnedig sein!


Extra zu Mittage, nebenst Wahuschen, den Cammer-
Rath, Doctor Mechovium, gehabt perge

|| [[Handschrift: 440v]]


Nachmittags, cum sororibus & filiis, wieder in die kirche,
vndt Catechismuspredigt et cetera


A spasso con Madama in gartten.


Die Mußcketirer habe ich auß dem gefängnüß,
auf vielfältige vorbitte, sonderlich Meiner kinder,
liberiret, mit scharfer correction, remonstration
ihres groben verbrechens, Meineydes, vndt vnver-
nünftigen boßtheit, auch wolverdienten Kopfs:
oder finger abhawens, wie ich dann gewillet
gewesen, nach vrtheil vndt recht, zu schigken,
aber daßelbe dißmahl, eingestellet, auf
beschehene intercession. Darneben, habe ich
sie, vmb ihrer vntreẅ willen, mit vngnaden
abschaffen, ihnen ihren restirenden soldt einziehen,
die oberwehren abnehmen, den gerichten
ihre verfallene degen bezahlen, vndt Sie
also fortiagen laßen perge

Montag den: 8. May: 1648.

<Naß, vndt kühle wetter>


Meine plage, ist alle Morgen neẅ!
Muß nicht der Mensch, immer im Streitt sein,
auf erden, vndt seine Tage seindt, wie eines
Tagelöhners. Ô Gott! gib mir, das verlohrne glügk
wieder, vndt laße mich, mein glügk, nicht ferner ver-
schertzen!

|| [[Handschrift: 441r]]
Extra zu Mittage, Doctor Brandt, gehabt, neben Wahusch,
vndt Doctor Brandt, ist von Leiptzigk; wiedergekommen.


Diesen vormittag, haben die Mußcketirer, einen Vhr-
frieden, in der Amptstube, schwehren müßen. Gott gebe,
daß sie ihn treẅlich halten!
Mein sohn, Erdtmann Gideon, ist forth, vndt forth,
mit seiner Krangkheit, des hustens, geplaget.
Gott gebe, Linderung! vndt beßerung!
Diesen Morgen, ist der Obristleutnant Israel, mit der Blan-
ckenburgichen compagnie ankommen, welche convoy
sich baldt wieder zurügk, auf den weg gemacht,
Er aber, sol zu Alßleben, v̈bergangen, vndt nach Cöthen,
marchiret sein. Der blinde Valtin, sol mit
den Kayserlichen parthien zimlich herümber schwärmen perge


Depesche nach Zerbst, vndt Werningerode[.]


Ün espervier <fort ioly>, qui a fait son nid, sür nostre
tour, ayant, perdü (par violence) son compagnon,
ou sa compagnie, que nostre gouverneur, Simon Heinrich Schweichhausen
a tirè, a criè, avec üne voix lamentable,
desia trois iours dürant, plüsieurs: fois, devant
ma fenestre, & aussy ailleurs, plaignant la
perte de sa chere compagnie, devant quelques
semaines, le semblable arriva, par le mesme,
& cela a accoustümè d'apporter dü malheẅr; Dieu nous en garde! || [[Handschrift: 441v]]
Diesen Morgen, frühe, hat Abraham von Rindtorf,
auf meinen befehl, meinen hengst den Fuchß, (so
ich selber gezogen, vndt numehr, im siebenden Jahr ist)
springen laßen, vndt zu der füchsichten hanovrischen
Stuhte, (welche vor diesem, das schöne Isabelchen
gefohlet) zugelaßen, den abendt wieder,
Gott gebe zu glück! vndt zu guter fortzucht!


A spasso in Pfaffenpusch


Meine Söhne haben mitlerweille den ballon
geschlagen, wie sie bißweilen pflegen, außer
Erdtmann, welcher nach seiner krangkheit,
heütte zum erstenmahl diß spiel versucht.
Gott wolle ihn ferner stärgken!
Quousque Jehova? oblivisceris mej, in aeternum?
quousque abscondes faciem tuam, a me? Quosque re-
positurus sum consilia in animo meo, moerorem
in corde meo, de die, in diem? quousque attollet se
inimicus meus, contra me? Intuere! exaudj
me Jehova Deus mjhi illustra oculos meos
ut non dormian dormitione mortis: Ut non dicat
inimicus meus, preavaluj ei: hostes mej
exsultent quum dimotus fuero. Ego enim,
in benignitate tua fiduciam habeo, exsultet animo || [[Handschrift: 442r]]
animus meus in salute tua: cantabo Jehova
quum bono affecerit me! Ψαλμ 13.12


Schreiben an Vnß in gesampt, von vnseren abge-
ordneten Obrist Leütnant Micrander, an die Schwedische
Generalitet, welche er, (per varios casus, & multa
discrimina,) endlich zu Geppingen, im wirtemberger
lande angetroffen, anfangs, beym General Wrangel
wegen vieler geschäfte, vndt anderer vmbständen,
schlechte vertröstung bekommen, endlich aber, beßere
hofnung, zu guter expedition, geschöpfet, der
General Königßmargk, hat auch gute officia vor
vnß præstiret, vndt vnser bestes geredet, wie
auch Douglaß, wegen gegenwärtiger vnerschwing-
licher Einquartirung. Gott gebe! daß er sicher
wieder, vndt mit erleichternder expedition, zu-
rügk kommen könne! Der hertzogk von Wirtem-
bergk, sol auch beym Wrangel gewesen sein, vndt
die officirer sehr caressiret vndt beschengkt haben,
mitlerweile sein landt verdorben wirdt. perge Die
Kayserliche vndt Bayrische hauptarmèe sol bey, Donawert
v̈ber die Thonaw, wiewol beyde kriegende
Theile, nahe aneinander, gewesen. Dieser brief
war der<n>4ten: Aprilis datirt, Er referirt sich
auf seine vorige schreiben, von Krailsheim auß, so vns
noch nicht zugekommen. perge

|| [[Handschrift: 442v]]

Dienstag den 9ten: May: 1648.

<wo sol ich hingehen, vor deinem Geist? wo sol ich hinfliehen vor deinem Angesichte?>
Führe ich gen himmel? so bistu da, bettet ich mir, in
die Helle, Siehe so bistu auch da! Nehme ich flügel
der Morgenröthe, vndt bliebe am eüßersten Meer,
Siehe: so würde mich deine handt daselbst finden
vndt deine Rechte, mich halten. perge
<Spräche ich finsternüß mögen mich degken, so muß die nacht auch licht vmb mich her sein<Denn auch>Finsternüß <nicht finster>ist bey dir, <Finsterniß ist> wie das Licht, vndt die nacht, leüchtet wie der Tag. Es wahr dir mein gebein nicht verhohlen, da ich im verborgenen gemacht ward, da ich gebildet wahr, vndten in der Erden! Deine augen sahen mich, da ich noch vnbereittet wahr, vndt wahren alle Tage, auf ein buch geschrieben, die noch werden sollten, vndt derselben keiner da wahr. <Aber>; wie köstlich, seindt für Mir, Gott, deine gedangken? Wie ist ihr, so eine große Summa? Solte ich sie zehlen, so würde ihrer mehr sein, alß des Sandes? Wann ich aufwache, bin ich noch bey dir! Ach Gott! Das du tödtest den Gottlosen, vndt die bluhtgierigen, von dir weichen müßten! Dann sie reden, von dir lästerlich, vndt deine Feinde erheben sich, ohne vhrsach. Ich haße Herr, die dich haßen, vndt es verdreüßt mich auf Sie, das Sie sich wieder dich setzen perge> Ψαλμ 139 perge13

|| [[Handschrift: 443r]]
A spasso auf meine felder. Gott wolle alles ge-
segenen, genießen, vndt mir wol gedeyen laßen!
Er wolle mich auch väterlich trösten, vndt er-
quigken, in anderem elendt, adversiteten, afflic-
tionen vndt Tentationen! vndt alle meine heim-
liche vndt offenbahre feinde, zu schanden machen!


Die ordinarij avisen, von Leiptzigk geben:
daß die armèen, die länder, Schwaben, Frangken,
Bayern, sehr zunichte, vndt zu schanden machen.
Der Kayser, werde sein beylager forthstellen,
zu Paßaw, Lintz, oder Prag.


Jn Schlesien, wirdt auch, alleß verderbet.


Jn hollandt, hat sich die Provintz Ütrecht, numehr,
zum Spannischen Frieden, accomodiret.


Der König in Engellandt, kriegt beyfall, bey
den Gemeinen Mann, zu London, so dann auch von
den Schotten, vndt in etzlichen Engelländischen provintzien,
hat sich auch, mit dem Gouverneür zu Wyght, sehr
gezweyhet, biß auf das degen außziehen,
worinnen sich gleichwol der Gouverneür, mit dem
Könige, nicht vergleichen sollen, alß ein diener!


Frangkreich armirt gewaltig, wieder Flandern,
Catalonien, vndt Italien, auch sol Deützschlandt
General Maior Erlach, eine armèe, von 5 in 6000
Mann, den Schweden zu hülffe führen, vndt Graff
Magnus de la Garde, auß Schweden, mit Volgk, heraußer kommen. || [[Handschrift: 443v]]


Die Venezianer tractiren friede, mit dem
türgkischen Kayser, durch hülfe, deß primo
Vezir, deme sie 2000 Zecchinj, geschengkt
interim aber, ehe alles geschloßen, vndt ratificirt
wirdt, beißen, vndt zausen sie sich weydlich
zu waßer, vndt zu Lande.


Den Bassa von Ofen, sol der Türckische Kayser, haben
stranguliren laßen, weil er die christen nicht ge-
nungsam tribuliret, vndt sol einen andern, an deßen
stelle, haben installirt, welcher vermeinet, mehr ge-
huldigte pawren, zu recuperiren, vndt hin: vndt
wieder, in Vngarn, vmb sich, zu greiffen. Er sol auch
Mordbrenner, schon haben nacher Preßburgk, vndt wien
geschigkt, also: das man sich wol vorzusehen.
Der Kayser, leßet wien, stärgker fortificiren.


Mit dem Fürsten Ragozzi ist guter friede.


Zu Münster, vndt Oßnabrügk, währet die hofnung
noch, außer, 3 oder 4 wichtiger puncten, darinnen
kein theile, dem andern nachgeben will.


Zu Caßel, ist alles (pro tempore) componirt, mit
Darmstadt, vndt auch der Prince Talmond ankommen,
wiewol die heyrath, etwaß protrahirt sejn mag,
wegen absterbens, der Alten grävin zu hanaw, der Landt-
grävin Fraw Mutter Sehliger.

|| [[Handschrift: 444r]]


Zu Napolj, ist alles in vorigen Standt reducirt, durch
weißheit, des ViceRè, Conte d'Ognate, vndt resolution des
Don Juan d'Austria, welchem die noblesse, vndt alles
Volgk beygefallen, der Duca dj Guisa gefangen, vndt
die Frantzösische faction, außgeiaget worden, also:
das daß Sprichworth verificirt wirdt, daß
die Frantzosen, baldt acquiriren, wenig aber conservi-
ren können, sonderlich in dissitis, longinquis, & remotis
regionibus et cetera Der Kayser, hat deßentwegen, trium-
phiren, salveschießen, vndt zu Prag, Freẅdenfest anstellen
laßen, come congiuntissimo dj Spagna et cetera



Schreiben, vom herrn von Stubenbergk; in geselschaftsachen.
Er heißt, der vnglügksehlige, vndt mag wol viel der-
gleichen gesellschafter haben. Ô fortuna! detestabile
che sej, per la tua volubile inconstanza!


Ein triftschäfer, hat sich, durch Hanß Tappen,
bey mir, anmelden laßen, wil mir, von 400
Schafen, 100 eigenthümblich, præsentiren, vndt
darzu: 25 setzen, ohne andere, 300 darvon
er mir 10 pro cento, Triftgeldt, vor die
weyde, geben, vndt im winter, vor daß futtergeldt,
4 Groscheng: vor das Stügk bezahlen will. Er begehret
zwar, in Valtin Butzmanns, hauß, freye wohnung,
vndt wil draußen zu Zeptzigk die ägker bedüngen.

|| [[Handschrift: 444v]]


Nachmittags, ists windig, kalt, vndt vngestümb
wetter gewesen. Ich habe etzliche Frangkreichi-
sche bezahlungßacta, percurriret, vndt auch
in vier Osenbrückischen relationibus (so von Zerbst, ohne
addresse, anhero gelanget, weil Fürst Hanß nacher
Oldenburgk verrayset) mich zu ersehen zeit ge-
nommen. Die herrliche apparentz, des friedens, ist
so klahr nicht, das sie nicht, vmb der exulanten
willen, in den Erblanden, vndt wegen des assi-
curationpuncts, wie auch satisfactionis
militiæ, nicht solte zergehen können. Je trouve
que le poinct de la religion reformèe, n'est pas
bien affermy; sür tout, en ceste nostre Princi-
pautè! Ô Dieu! ayes pitiè de nous!


Gegen abendt, ist vnser einquartirter cornet,
auf befehl seines Obristleütnants v̈ber halß, v̈ber
kopf, aufgebrochen, nacher Cöthen, zu gehen, daselbst
sich das gantze Regiment, versamlen solle,
weil sie alhier sich nicht sicher mehr wißen,
auß beysorge des blinden Valtins, welcher
auff der nähe sein, vndt in die 400 pferde, an
sich gezogen haben solle. Sie haben 8 wagen, von hinnen,
mitgenommen, vndt den AmptsRath, vndt Bürgermeister mitbegeh- || [[Handschrift: 445r]]
ret, ohne Zweifel, wegen restirender contribution, vndt
recruytengelder. Gott bewahre, vor vnheyl, vndt vnfall!
in vnserer residentz, vndt Stadt, vndt landt!


Ho'desiderato qesto giorno svisceratissimamente la
morte, contro mîa usanza! Forse ch'ella mi
potrà arrivare facilmente. Fiat; voluntas Dominj!


Mein page, Geörg Ehrenreich, Freyherr von Roggendorf,
ist zwar eine zeitlang an der krätze (salva venia)
sehr krangk darnider gelegen, so er vermeinet, von
der Pommerischen rayse, grober kost, vndt bösem bier,
contrahiret zu haben, alleine heütte lamentirt
er, es habe ihn dreymahl hart aufß hertz geschla-
gen, alß ob es, (Gott genade!) der schlag wehre,
vndt das ihm deüchte, wie seine schengkel,
sich mit gewalt außdehneten, vndt gleichsam
<gezogen, vndt> verlängert würden. Dürfte wol ihme, eine
mortalitet, bedeütten. Gott bewahre gnediglich!
Schade wehre es, vmb diesen jungen Menschen!
Jedoch, gebühret es vnß nicht, dem willen Gottes,
zu widerstreben. Sein wille ist vnerforschlich,
vndt dennoch allezeit gut, gerecht, vndt heylsam perge


Hanß Christof Wischer, ist von Ballenstedt
vndt Halberstadt, (dahin ihn, Meine gemahl ver-
schickt gehabt) wiederkommen.

|| [[Handschrift: 445v]]

Mittwoch den 10ten: May: 1648.


Non posso ancora acquietar l'animo mîo, il
grande Iddîo, mj voglia ajutare, e cosolar-
mj per la misericordiosa pietà sua, ch'e senza
nummero, e senza fine! O Dîo mîo!


Psalm 39Mein Leidt, ich bergen, vndt verbeißen mußt,
das mir dann bringet, kleinen lußt,
Me[j]n hertz endtbrandt, wann ich gedacht der Sach',
Erhitzet ich, drumb also sprach:
Ô herr zeig mir, das end meines lebens an,
wie lang ich daß noch haben kan!
Zeig mir die Tag, die mir seindt zu bereit, <abgezehlt,>
zu leben, hier, in dieser weltt.
Dann meine Tag kawm einer handt sein breitt,
Für dir, ist nichts, meins lebens zeitt!14


A spasso, in garten, Stall, Forwergk, etc:


Der Obrist leutnant sol Fürst Ludwig vmb die retirade, in seinem
gartten, angesprochen haben.


Gestern, hat ein corporal, meinen Cammerdiener
Schwartzenberger, hawen, vndt stechen wollen, ihm auch
gedroẅet, ihn in ein par tagen gebunden zum Obrist -
leütnant zu führen, weil er ein verrähter wehre,
vndt 3 bürger pferde, sich vorzusehen gewarnet || [[Handschrift: 446r]]
hette, damit alles, dem feinde (wie sie reden) zum
besten kähme. Nun haben sie vor die 8 wagen, deß
Superintendenten, des Secretarij , sein Schwartzenbergers
vndt anderer bürger, vorspann, mitgenommen.
Gott gebe! Das es die armen leütte, wiederkriegen!


Gestern abendt, sol der Obrist Leütnant mit nawer
noth, dem blinden Valtin, welcher ihn im felde at-
taquiret, in Cöthen, endtrunnen sein. Vier von
seinen Reüttern, sollen im stich, geblieben, vndt todt-
geschoßen worden sein. Fürst Ludwig, hat ihm daß
wirtzhauß zum Schwartzen Bähren, in Cöthen,
eingeräumet. Ein Schäfer, so bey der wolle-
schahr neẅlichst, in Cöthen, lustig gewesen, vndt
ihrem brauch nach, getrungken, auch aufm Marckt
geiuchtzt, sol der Obristleütnant Israel (dieweil es
vor seinem quartier geschehen) selber haben geprü-
geln laßen, vndt darzu vmb: 40 ReichsthalerRthlr: gestraft.


A spasso con Madama, nel giardino, e poj al bosco.


Schreiben von Zerbst, gar höflich, vom Fürsten Johannsen, mit
einem Blawschimmelichtem Beschähler.
Egualmente mi spiace morte, e vita; in tale stato sono!15

|| [[Handschrift: 446v]]
Risposta von Werningerode, che non val niente!


Mein Amptßraht Panße ist von Cöthen, wiederkommen.
Man hat ihm aldar, ehre angethan. Der Obristleütnant
hat die alhiesigen Völgker, nach Wettin verleget.
Doch also daß man die servicen, v̈ber die recruyten:
vndt ordinarij verpflegungßgelder dahin schaffen
vndt an stadt solcher servicen, 3 Groscheng: von einem
dienstpferdt, einem Reütter, vor ein Stabspferdt
aber, 2 Groscheng: geben solle.

Donnerstag den 11ten: May: 1648.


Alto motor del cielo; Mira ti pregho, il nostro
dubio stato, e con paterno zelo, Tempra la fiamma,
e'l gielo! Chi dè goder; non fugga; e non disamj!
Chi de fuggir, non amj. Deh fà! che l'empia,
e cieca voglia altruj! La Promessa pietà, non tolga a noj!16


La conscienza è potentissimo flagello,
di, chi fà male;17 (ô pensa di far, e operar male!)
Iddîo cj aiutj sempre, à operar bene! in perpetuo!


Der avis ist irrig, daß Vnser Obristleütnant solte sein
verfolget worden biß in Cöhten hineyn. Er hat viel-
mehr, die Kayserlichen partien verfolget, biß an Halle.

|| [[Handschrift: 447r]]


Am heüttigen Himmelfahrtstage, zur kirchen,
mit meinen Schwestern, Söhnen, vndt Töchtern.


Meine freundliche herzliebste Gemahlin, hat Artzney gebrauchtt perge


Schreiben vom herrn von Schrahtembach et cetera
con diversj rimedij.


Nachmittags, wieder zur kirchen, ut hodiè!


Schlegel , ist herkommen, extra: au soupper.


Mein Sohn Erdtmann hustet sehr. hofmeister
Einsidel, ist in ohnmacht gefallen, also: das
man ihn kawm wieder aufquigken können,
märtin hahn, mein Sattelknecht, hat 4 stunden
lang, gebluhtet, mein page Ehrenreich ist
auch noch v̈bel zu paß, <wie auch geörge Petz > also: daß wir das hauß,
voller krangken haben. Gott beßere es!


Nota Bene: Gestern, ist eine partie Reütter im Pfaffenpusch, gespühret <worden>.

Freitag den: 12ten: May: 1648.


Depesche, nach Zerbster Bier. Gott begleitte sie!


Signor, della mia vita; e del mîo fine,
Prima, ch'io fiacchi, il legno, tra glj scoglj,
Drizza a buon porto; l'affannata vela!18


An Landtgraf Herman, habe ich geschrieben, vndt
ihme, begehrte visiones zugeschigkt. Jhre Liebden werden
solche, dero beywohnendem verstande nach zu æstimiren,
vndt zu ponderiren wißen! Probandj sunt spiritus || [[Handschrift: 447v]]
an ex Deo sint? Nec ne?19


Avis von Ballenstedt: daß vnvermuthend vorgestern ein Obristleutnant20
von Minden her, in die 500 pferde stargk, ohne die baga-
ge in voller marche auf Ballenstedt, begriffen gewesen,
weilen nun die voran gesandten Quartiermeister,
die Gernröder schätzen, auch etliche pferde, abnehmen
wollen, haben sich iehne zur wehre gestellet, darüber
ist der marchirende Obristleutnant darzu kommen, vndt so
per forza, wegen angeregten vnfugs, sich in Gernroda
logiret. Sie hetten v̈ber alle maßen v̈bel gehandelt,
die leütte verwundet, auch 24 pferde, (dem bericht
nach) sampt etzlichen wägen, mit darvon geführet.
Caspar Pfaw wehre zwar, bey diesem Obristleutnant gewesen,
hette aber nichts, bey ihme außrichten können,
gestaltt sie auch einen Einspenniger von hartzgeroda
der ihn convoyiret, biß aufß hembde außgezogen,
vndt ihme sein pferdt, darzu genommen. Alß er
der Obristleütnant gestern frühe vorüber vor Ballenstedt
marchiret, schigkete er seinen Regimentsquartiermeister21
voran, vndt ließ 18 Sägke hafern, 400 Pfund (libra) brodt
vndt 3 Faß bier fordern. Der Amptmann Märtin
Schmidt prætendirte, dieser orth, müste an itzo
dem Obristleutnant Israel IsaacsSohn contribuiren || [[Handschrift: 448r]]
wehren v̈ber vermögen, beschwehret, et talia. Der Regiments -
quartirmeister aber, hette gepocht, vndt geprahlet, auch viel
beschwehrliche Droẅworth außgestoßen, endtlich aber
doch abziehen müßen.  Zu hoym hetten vorgstern den
gantzen Tag, biß gestern, 36 Reütter gelegen,
sampt 3 officirern, so auf General Königsmarcks liebste
gewartett, hetten erst die Burgk zu hoym,
aufhawen, vndt sich darein logiren wollen,
wehre ihnen aber endlich verwehret worden. Darauf
hetten Sie sich auf deß von hoym22 hof, geleget,
die vnderthanen haben müßen Futter vndt Mahl
dahin schaffen, gestaltt sie dann v̈ber alle maßen
v̈bel gehauset hetten. Die armen leütte werden
wegen des vielen v̈berfallens, vndt allzugroßen contribution-
beschwehrung desparat. Man hat den Tag kein viehe
noch pferde außtreiben dörfen, weil alles voller
Reütter im felde geschwärmet, weil die
Königsmargkinn gerayset.


Ich bin hinauß nach Aderstedt, vndt etzliche
andere meiner weinberge, geritten. Der Froßt
voriger nächte, hat zimlichen schaden gethan.
Gott wolle den Weinwachß vns gesegenen, vndt
ebenmäßig, wie das liebe getreydig, wol gedeyen lassen.


Gestern, seindt viel Hamburger wägen, durch,
250 Kayserliche Reütter, hinter Magdeburg attacquirt, vndt geplündert worden.

|| [[Handschrift: 448v]]


Am Montage sollen: 400 Kayserliche Reütter, von des
Harrants Regiment, alhier vor der Stadt gehalten
haben. von diesen, sollen gemeldte 250 abgangen sein.


Von Ballenstedt seindt drey hasen, vndt 2 Schuhuse
einkommen. perge


Nachmittags, seindt meine Söhne, hinauß geritten
vndt haben noch zweene hasen, von der hatz bekommen,
wiewol, die Zeit, zum hetzen, von dem fasten an, biß
Bartolomej; pfleget eingestellet zu werden,
außer der Osterhasen, vndt Pfingsthasen perge


Extra: zu Abends, Schlegel, neben Wahusch.


A spasso cum sororibus, & liberis, in gartten.

Samstag den: 13ten: May: 1648.


Mes tourmens, se redoublent! iusques a quant! ô Seigneur[!]


Philipp Güder, ist nacher deßaw, mit Fürst Johann Casimir zu tractiren,
Gott wolle ihn, vndt seine mittgeferten begleitten!
Schlegel ist zugleich auch mitt dimittiret worden.


Avis: daß die Schwedischen, so zu Werningeroda gelegen,
von den Kayserlichen seyen aufgeschlagen worden.


heütte frühe, vndt heütte abends, ist mein
Fuchß zur Sattelstuhte des Lorentz, (so ich von hano-
ver bekommen) zugelaßen worden, vndt der
Blawschimmel von Zerbst zur braunen handt-
stuhte, im Obergespann perge Gott gebe zu glügk!


A spasso, in schönem warmen Wetter. et cetera

|| [[Handschrift: 449r]]


Mein Bruder Fürst Friedrich begehret den Eilardt Detderdt Roßbe-
reütter, von Mir, in bestallung würgklich zu nehmen, darin
ich willige, vndt ihme glück vndt succeß, wüntzsche. Habe
also gar einen kurtzen Diehner, von wenig Tagen, an diesem
guten Kerll gehabt, wie der beruf vndterschiedlich ist.


Avis von Münster vndt Osnabrück daß der Paragraphus: Tandem omnes etc.
id est: die völlige amnistia vndt restitution der exulanten in Böh-
men, vndt Erblanden, noch lose händel macht, sonderlich der heimliche
accord so vorm iahr schon die Svecj cum Cæsaris vmb die e-
vacuation der innengehabten plätze ibidem, vor 60000
ReichsthalerRthlr: vndt gäntzliche außtilgung aller praetensionen
daselbst, geschloßen. Gott gebe! den wahren frieden!


Oberlender, ist mit zwey Faß, Zerbster Bier, diesen
abendt, glügklich, von dannen wiederkommen, Gott lob!


Vier große pacqueet, noch diesen abendt einkommen,
1. Jn der Lawenburgischen expectantzSache, an hertzog Julij hein-
richs von Saxen Lawenburgks liebden zumahl wir zu vigi-
liren, weil Chur Brandenburg vndt Meckelnburg ein Auge darauf
haben. 2. In einer præiudicirlichen Sache, da der commendant
zu Querfurdt23 , in einer Adelichen Schuldtforderungssache
sich interponirt, vndt vnsere landtschaft, gleichsam
nöhtigen will, wir aber solches glimpflich ableinen.
3. wegen Obristleütnant Knochens gesampten bestallung, in publicis
von 300 Thalerthlr: vndt 6 wispel hafers. 4. wegen einer
replica so Sie mir <vndt meinem Bruder> geben, von wegen meiner excüse, das
ich die Zerbster neẅlichsten Pacta, nicht subscribiren wollen.

|| [[Handschrift: 449v]]

Sonntag den 14den: May: 1648.

<Dominica Exaudi>


So vnß vnser hertz, nicht verdammet, So haben wir eine
Freẅdigkeitt, &c: (et vice versa!) Tröste mich wieder mit
<deiner hülfe> vndt der Freẅdige Geist, enthalte Mich!


Il rimorso della coscienza, è durissimo, e potentissimo flagello 24


Extra: zu Mittage, nebenst Wahusch, Doctor Mechovius, vndt
Der hofprediger, Theopoldus, gewesen, nach deme
ich nebenst meinen Schwestern, Söhnen vndt Töchtern
der vormittagspredigt, beygewohnet.


Nachmittags, ist ein wetter kommen, mit
regen, vndt donner. Gott bewahre, vnß vndt
die Früchte des feldes perge


Il n'y a rien qui düre; que le tourment;
Que le pauvre homme endüre; tourmentè incessamment
D'üne longue, longue peine;
L'üne suit l'autre pejne!


Nachmittags, wieder in die Kirche, cum sororibus & liberis
Philip Güder, ist von Deßaw, wiederkommen, mit
schlechter Resolution, vndt expedition.
Avis: que les ieünes Dücs de Weimar qui ont estüdiè
a Gohta, se sont fort changèr de bien en mal,
leur seur a Eütin , devient, comme insensèe. Dieu
vueille les remettre en bon estat, & divertir tous scandals

|| [[Handschrift: 450r]]


Der Corporal, so an itzo noch alhier liegt, vom
Obristleutnant Israel, mit weib, kindt, knechten, Iungen, vndt
dreyen pferden, hat 15 wagen durch seinen iungen,
verarrestiren, vndt vmb einen groschen höher, alß be-
williget, iegliches pferdt, schätzen laßen, darü-
ber die Fuhrleütte, alteriret, <worden> größere vmbwe-
ge vorzunehmen, gedroẅet, vndt ich habe mühe
gehabt, die Sache, zu meinem besten, zu schlichten.
Vielleicht, hat der corporal seinen Schnitt auch
darbey haben wollen: perge Also tractiret man
Reichßfürsten, vndt greifft in ihre Cammerjntraden!
ohne respect, ohne scheẅ vndt ohne hindterdengken.


Abendts, mit den Schwestern, in garten, nach den
gewöhnlichen visiten, so wir bey meiner herzliebsten gemahlin ab-
geleget.


Mein Sohn, Carolus Ursinus, ist unpaß, gestern vndt
heütte gewesen, hat vomitus und hitze
gehabt, Gott wolle ihn vor Fieber, vndt anderen
zufällen gnediglich bewahren, vndt baldt wieder
restituiren! auch Vnß trösten, in allem elende!
Il est difficille de devenir sage, avant le coup!
le devenans ordinairement contre nostre grè apres le coup!


Mit Doktor Brandt, habe ich allerley, von Medecinalien
conversiret, auch sonsten andere dinge, erörtert perge

|| [[Handschrift: 450v]]

Montag den 15den: May: 1648.


Avis: daß zwar Meiner Schwester tochter, zu Güsterow
mit solenniteten begraben, auch mit einer predigt, zu
Strehlitz, vndt mit der anderm zu gedachtem Güsterow
zum leichconduct geehret worden, iedoch hette hertzogk
Adolf Friederich seine tügke, nicht laßen können,
Sondern auch darinnen sehen laßen müßen: das er
meiner Fraw Schwester Gesandten25, nicht agnoscirt,
weil sie kein creditif an ihn gehabt, Sondern an ihren
zwar annoch vnmündigen Sohn, iedoch herren zu Güstero,
vndt die antworth darauf, zwar in seinem Nahmen,
abfaßen, Jedoch nur die Rähte zu gemeldetem Güstero
vndterschreiben laßen, den Gesandten meiner
Schwester, ist also ihre gebührliche Stelle, nicht gege-
ben, hertzog Adolfs, iüngster Sohn, (welchen sein
herr vatter, aufs begräbnüß, abgeordneter)
ist beym conduct v̈ber vetter Gustavus, gegangen,
allem stylo, vndt observanz zuwiederb, dann
der vetter, alß nechster Bruder, vndt blutsfreündt
des verstorbenen Freẅleins, billich, immediatè
oben an gehen, vndt also der leiche folgen sollen.
Der lutterische priester26, hat keine personalia abge-
lesen, Sondern nur kürtzlich vermeldet, das
verstorbene Freẅlein, wehre von vornehmen hause
gewesen, vndt hat darbey greẅlich auffgeschnitten || [[Handschrift: 451r]]
so wol in excessu, alß in defectu, nemlich darinnen,
das das hauß Meckelnburgk, wol 2000 iahr altt,
wehre, das haus Anhaltt aber nur 200 iahr, eine
offenbahre kundtbahre, land: vndt Schandtlügen!
Die predigt, sol darbey, gar schlecht, gewesen sein,
die zu Strehlitz aber, etwaß beßer. Vetter Gustaff,
sol härter, vndt strenglicher, alß iemalß, gehalten werden,
ohne zweifel, der armen, verwittibten Schwester, zum
verdruß, vndt propter spem successionis, ( dieselbe (besorg-
lich, durch v̈bertreibung des armen iungen herren, vndt
accelerirung seines todes, in deme man ihn allzu sehr obruj-
ret, vndt scharf helt) zu befördern. Gott wolle es aber in
gnaden, väterlich verhüten! vndt solche fernere graw-
samkeit nicht verhengen! Sondern des lieben iungen herren
<wie auch Seiner betrübten, verfolgten, gleichsam verlaßenen FrawMutter,>
Trost, Schutz, vndt wahrer, bestendiger, Nothhelfer sein!


Es heist, in Heiliger Schrifft: Ihr sollet wittwen vndt waysen,
nicht beleidigen, wirstu sie beleidigen, so werden Sie
zu Mir schreyen, vndt ich werde ihr schreyen erhören.
Alßdann wirdt mein Zorn ergrimmen, das ich eüch, mit
dem Schwert tödte, vndt eẅere weiber wittwen, vndt
eẅere kinder waysen werden!27 Diß seindt Zentnerworth,
deren anhörung, billich Steinharte Adamantische hertzen, erweichen solte!
Aber: waß seindt wir arme elende menschen, vndt Crea-
turen? wann Gott der allmächtige seine gnadenhandt
von vnß, nur ein wenig abzeücht, vndt vnß singken leßet,
das wir in verkehrten Sinn, dahin gegeben vnsere hertzen selbst,
recht williglich verhärten, verstogken, vndt vns selbst, vnglügklich machen!

|| [[Handschrift: 451v]]


Secretarius Paul Ludwig ist bey mir gewesen, mir allerley vor zu tragen,
in contributions: steẅer: kaufhandlungs: Polizey: vndt Justi-
tziensachen. perge


Io hò sempre dinanzi gli occhj, il rammarico, e cordoglio
grandissimo ch'io mj sono attirato, senza causa pregnante
nel mese di Febraro passato, con la morte del gran bue,
capo apparente e bellissimo deglj armentj, che mj domandi
con tanta humiltà e preghiere, il dono della sua misera vita
laquale era in mano mîa; e<> il Diavolo m'indusse (con false
persuasionj,) a farlo morire, dist dismenticando <come instupore> la prudentis-
sima e per innanzi, non mai vista, amorevolezza, di
questo <generosa> animale, dove concorreva la volontà manifesta
d'Iddîo, con la mîa, nella sua conservazione, mà io
non seppi oppormi <dapoj> a dette false persuasionj <come se fusse nocivi> e fui, come
rapito in stupidità, sprezzando quello, ch'io doveva
apprezzare, non communicando ad altrj, quel ch'io dove-
va partecipar con loro, ed accelerando la mîa mala
ventura <e pentimento perpetuo senza rimedio humano> in luogo, d'una grandissima benedizzione,
ch'io son sicuro, che m'havrebbe arrecato, la conserva-
zione in vita, di questo buono <amorevole> et savio animale!
E questa perpetua tribolazione, giorno e notte, mj fà
bramar il fine della mîa misera vita, ed afflizzionj
non potendo sbrigarmj, di tantj affannj, e fastidij. et cetera || [[Handschrift: 452r]]
Jddîo cj liberi, di tante tentazionj, e mi dîa ben presto,
un miglior riposo! per gloria sua; e per l'edificazione del prossimo!
conservandomj nel suo timore, e nelle destra, et nelle vie di santità et honestà!
sempre maj, senza declinazione, ne alla destra, ne alla sinistra!
e accumulando d'un altro canto, non pensato, ne antiveduto;
le sue immense bontà, co'l thesoro, delle sue ampie
benedizzionj! E questa rappresentazione potrà co'l
tempo (forse!) diminuire, il cordoglio sensibile, che m'ar-
reca, quella perdita grande, e molto inconsiderata!
Non bisogna scherzare, con gli doni evidentj, che Iddîo,
ci dà, e ci mostra! Nota Bene:Fortunam reverenter habe!28 etcetera


Mein Fuchß, ist heütte morgends, vndt abends, zugelaßen
worden, zur Hanoverischen Stuhte, die der hertzogk, hat pflegen
zu reitten, vndt der Zerbster Blawschimmel, zu der brau-
nen RiehmenStuhte, im Obergespann. Gott gebe, zu glügk!
vndt gedeyen!


Ach! jch Armer vnglücksehliger! Ach! ich armer, vnglügksehliger!
Ie ne me contenteray point; iusqu'a ce que Dieu me
retire, de ceste peine; de ce tourment! ou de ceste
pauvre, calamiteüse, & et miserable vie!


Gestern, hat ein hagel, in den Palbergjschen
feldern, großen schaden gethan. perge Gott bewahre,
vor fernerem vnglügk! vnheyl! vndt verderben!
Ô Deus mj! Libera me, â mala herba! libera me! ab
omnj mala<o>. Da <veram> pænitentiam omnibus <aiquitatis fuisset> peccatoribus!

|| [[Handschrift: 452v]]


Avis von Ballenstedt: daß vorgestern abends 150 pferde, vorbey
marchiret, vndt in Riedern eingefallen, vndt 2 Tage darinnen,
gelegen, die armen leütte sehr tribuliret, haben zu Ballenstedt
tabagk gefordert alibj alia!! Die leütte wollen endt-
lauffen, zu hoym ist auch alles verderbet. Es scheinet,
man wil mir mit fleiß, das Ampt, zu nichte machen.


Die avisen von Leiptzigk, geben:
Daß der Churfürst von Brandenburg mit einem iungen Sohne,
durch gesegnete niederkunft Seiner gemahlin liebden zu Cleve, erfreẅet, worden
Gott gebe zu glügk, wolfahrt, vndt gedeyen!


Item daß der König von Engellandt, in seiner Insel Wyght,
numehr, mehr lufft, alß zuvor, bekomme, vndt durch
die Schotten vndt Jrrländer, mit mächtigen armèen,
dörffte liberiret werden.


Der neẅe König, in Dennemargk, Fridericus
Tertius, wehre zwar erwehlet, iedoch, mit schwehren
conditionen, wie neẅlichst, die Erfurter avisen gegeben.


Der Kayser, hette numehr, die rayse nacher
Paßaw, vndt Lintz, ein: hingegen zu Prag, das Bey-
lager, auff den: 16 den: Junij, angestellet.


Frangkreich, rüste sich, mit 40000 Mann,
gegen Flandern, dargegen, der Ertzhertzogk, vndt
die Spannischen, auch nicht schlieffen.

|| [[Handschrift: 453r]]


Zeelandt, separirte sich, von den v̈brigen 6 provintzien,
wegen des friedens, mit Spannien, vndt difficultirte noch
die begehrte ratification. Hette ein auge, auf Frangkreich.


Zu Napolj; continuirte die enderung, vndt oberhandt,
der Spannier, gegen die Frantzosen.


Zu Palermo, wehren auch conspirationes wieder den
ViceRè entdegkt, vndt die Rädliesführer gestraft worden.
Auß Schweden sollen noch, 5000 Mann, ankommen.


Der Paragraphus: Tandem Omnes macht viel
verwirrungen, zu Münster, vndt Osnabrügk, im frieden.


Der König, in Polen, ist (Gott lob,) wieder wol auff perge


Der Moßkowiter rüstet sich, gegen Pohlen.


Die Haüptarmeen, drehen sich noch, vmb die Donaw, herumb perge


Schreiben, von Wien, vom Johann Sternberg item vom Berlin, & aliis locis.
Nota Bene: Nota Bene: Nota Bene: impresa di questa notte, se riuscirà? Iddîo sia benedetto!

Dienstag den 16den: May: 1648.


Post sacra peracta; bin ich hinauß, durch die Stadt,
in meinen weinbergk, den Zigelberg, geritten, vndt gese-
hen, daß doch der froßt, etwaß schaden gethan, der Rogken, <blühet>!
L'impresa di questa notte, cj hà fallito, e non cj ha arrichito.
Pacienza! Jn niente si perde più, ch'in dissegnj,
evane imaginazionj! Mà non bisogna perder l'animo,
per questo, anzi sperar sempre meglio, ed ajutarcj!
Iddîo ci dara quello; che ci sarà salutifero! Amen! cosi' sia!

|| [[Handschrift: 453v]]


heütte, ist der BlawSchimmel, abermalß <zweymal> zugelaßen
worden, vndt hat, die iunge Marike, besprungen. Gott
gebe, zu gutem glügk! vndt gedeyen!


Extra zu Mittage, den CammerRath, Doctor Mechovium, gehabt et cetera
Der cornet, ist mit etzlichen Reüttern, wieder anhero gekommen, wil
nicht eher forth, er habe dann seine verpflegungsgelder völlig hinweg,
Nun ist Sattler: Schuster: vndt andere arbeitt, vor ihn, verfertiget,
worden, die träget auß, etzliche Sechtzig Thaler. Solches wolten
die armen leütte, (wie billich,) gerne abziehen, er aber wil
durchauß nicht. habe derowegen, an den Obristleütnant Israel Isaac
Sohn, deßwegen geschrieben, vmb andere ordre. Dieses Israels vatter,
sol ein pfarrer in Schweden sein. On ne le croyroit pas, car il
iüre bravement, et blaspheme, a ce que disent nos depüte!


Vormittags, war es gar heiß wetter, nachmittags hats gereg-
net, vndt gedonnert.

Mittwoch den 17den: May: 1648.

<Regen, windt, vngewitter>


Jn die kirche, vndt wochenpredigt.


Extra zu mittage, Wahusch, wie auch, den caplan Jonium, gehabt.


Avis:das die Schwedischen, vndt nicht die Kayserlichen, in
neẅligkeit, die Hamburger angegriffen, darnach aber
vorgegeben, alß ob es Kayserliche gewesen. Es sollen auch, von
deme jm Fürstenthumb Anhaltt, einlogirten Regiment, etzliche
(so man gekandt) darbey gewesen sein. Sie haben eine partie <von anderen Schwedischen, in Megkedern29> ermordet


Der Obristleütnant Israel, hat mir auf gesteriges, wieder geantwortet
wil seinem cornet, ordre ertheilen, damit ich ferner vnmo-
lestiret bliebe, vndt das iehnige, waß abgearbeitet worden,
(der billigkeit nach,) decurtiret werde, Mais il ne me donné || [[Handschrift: 454r]]
que le tiltre, dedans la lettre, de hoch: vndt wolgeborn,
m'ayant donnè, a l'inscription: durchleüchtig & hochgeborn, comme
il faut; & m'ayant desia escrit, par deux fois, comme il s'appar-
tient, ainsy qu'il semble, que ce lourdaut, fils de prestre,
me veüt offencer, contre tout rayson & apparence. Je
luy avois donnè, Edler, vndt Mannvhester, besonderß lieber
herr oberster leütnampt, ce qui est encores trop,
par ceste beste indiscret. Les plüs nobles colonels
de Sa Mayestè Imperiale, eüssent creü estre trop honorèr
de ce tiltre par ün Prince, car ils scavent, ce que c'est:
estre ün Prince de l'Empire, mais ces paysans, Swe-
dois, en partie, n'ont nülle discretion. Si je luy
eüsse donnè, le tiltre, d'Ehrenvhest & Mannhaft, ce la
n'auroit estè, que trop de sübmission, a ceste beste brüte.
Dernierement aussy, le commissaire de guerre, Schmidt, s'est fort scanda-
lizè et faschè, de ce que ie luy aurois èscrit: Ehrenvhest & Mann-
haft, comme si cela luy estoit üne injüre, desirant scavoir, ce
que ie m'immagineois? et que d'autres Princes, voire la
couronne de Swede mesmes, luy donnoyent Edel, ce que
ie ne croy pas, voire l'estime üne menterie provenan-
te d'ün orgueil insüpportable de ce dit commissaire
& il a eü d'aultres meschantes paroles alors,
mais il semble, que ces canailles des Swedois
(ie parle non de tous, mais de quelquesüns seulement
car ie recognois ceux, qui me recognoissent, & sont des
gens honnestes) me veülent achever, de ruiner entierement.

|| [[Handschrift: 454v]]

Donnerstag den 18den: May: 1648.

< 2 hasen von der hatz 3 lächße, deren voriger Tage vndterschiedliche <gefangen>>


A spasso, inß Feldt, vndt in transitu, den caplan, be-
sucht, vndt sein gebeẅde, in der caplaney, besichtiget pergele sou-
lageant, de quelque ayde; & assistance!


Man hoffet, in 8 tagen, sollen vnsere gäste, aufbrechen,
weil der pfaltzgrave, in der heraußerkunft, vndt
sie sich mehrentheilß schon muntiret, auch vom aufbruch,
(deme ich doch noch zur Zeit, wenig trawe) selber schwatzen
sollen.   Die pferde so der cornet, auf geheiß seines Obristleütnants
vor 8 wagen außlesen, vndt von hinnen hinweg
mit gewalt genommen, auch zum reitten theilß behalten
wollen, hat er gleichwol nach genungsahmer remonstration
wiedergeschigkt. Jst doch vnfreündtlich genung gewesen.


Nachmittags bin ich mit meinen Söhnen, hinauß hetzen geritten
(wiewol die intention, in itziger vnzeitt, solches eigentlich
nicht wahr) vndt haben an der grentze, gegen legaw zu
2 hasen gefangen.


Meiner braunen Stuhten eine, im Obergespann,
nemlich die handtwilde, ist heütte zweymal zugelaßen
worden, mit dem Blawschimmel von Zerbst, Morgends, vndt Abends.
Gott gebe zu gutem glügk! vndt gedeyen!


Avis: daß der iunge hertzogk Sveno Martialis, Egenolphus
von Wirtembergk, Meiner freundlichen herzliebsten gemahlin Schwester Sohn,
in die acht Tage lang, zu Cöthen, aufgehalten, hat eine
compagnie vom Obristleütnant Israel, zu haben, prætendirt, aber
nicht bekommen, weil der Pfaltzgrave, viel Stellen schon || [[Handschrift: 455r]]
mag vergeben haben, vndt viel officirer, vndt expectanten
mitbringen wirdt. Er ist aber, zu seinem herrn bruder, Silvio
Nimrodt, (welcher die hertzogin von Münsterbergk gefreyet)
in die Schlesie, verrayset, vndt wirdt in wenigen wochen,
(gebe gott) wiederkommen. die alzu harte zucht, zu Gohta, mag
ihm nicht angestanden haben, neben dem vielen studiren,
ohne einjge andere exercitzien, Dieu vueille! qu'il se'gouver
ne bien, et sagement, & qu'il soit bien gouvernê! car on est en
doubte, de l'ün, et de l'autre! Der Obristleütnant, sol ihme,
ein schön pferdt, verehret haben, dont on fait grand cas, comme si ce
Leutenant Colonell seroit ün grand Sejgneur & point fils de Prebstre!


Escrit a Paris, Vienne, et au Landgrave Hermann perge


Avis von Münster vndt Osnabrügk das man noch viel, mit dem friedensschluß,
zu schaffen, vndt allerley schwährigkeitten, (welche in ab-
sonderlichen relationen specificiret:) vorfallen. Gott lindere es!
Die malignischen fieber, fangen auch an, aldar zu regieren,
vndter andern, lieget Salvius, der Schwedische Gesandte,
sehr krangk daran, darnieder, nach dem er erstlich am
podagra sehr laboriret. Conte d'Avaux, ist von der
Kron Frangkreich, disgraciiret, weil er die Papisten, allzu-
viel in deützschlandt geküntzelt, vndt denen beförderlich
sein wollen, darüber aber, den frieden aufgehalten.


V̈ber der außgewechßelten Spannischen vndt Stadischen ratifi-
cation deßelbigen Friedens, hat man auch zu Münster
triumphiret, mit Freẅdenfeẅer, vndt salveschießen.
Zwischen Frangkreich, vndt Spannien, werden die Trac-
taten des friedens, auch stargk getrieben, vndt urgiret.

|| [[Handschrift: 455v]]


Avis von Sangerhausen, Cöthen, vndt Plötzkaw,
das bey Augspurgk, nicht allein anfangs, der Oberste
Sporgk, sondern auch hernach, 12 Kayserliche Regimenter,
sampt 1000 Mußcketirer, ruiniret, General
holtzapfel sive Melander selbst geblieben, vndt
7 stügke geschütz, erobert, von den Schwedischen,
worden, Sje meinen, solcher streich, solle den
§ Tandem omnes; auch befördern. Tempus
demonstrabit

Freitag den: 19den: May: 1648.

< 1 Rehe von Ballenstedt>



A spasso in tempo sereno, mà fresco.
Meine felder <begehen> vndt die Oeconomysachen, non senza difficoltà, ur-
giret, vndt getrieben.


Ein Rehe, sampt andern victualien, vndt kohlen, ist von
Ballenstedt, anhero kommen.


Avisen von Erffurdt, per Hercyniam sylvam:


Das der Oberste Ermeß, gouverneür vndt Com-
mendant daselbst Sehlig verstorben, vndt ein gar gutes
lob, hindter sich verlaßen. <General Lamboy, wehre im arrest, weil er vor Bredebendt abgezogen.>


Das General Königsmargk in die Stifter, Brehmen, vndt
Halberstadt, wieder kommen solle.


Das Prince Talmond, mit Fraẅlein Æmilia zu
Cassel, in der Stille beylager gehalten, wegen der trawer
derer von Hanaw, der Landgrävin Fraw Mutter.

|| [[Handschrift: 456r]]


Gott gebe ihnen glügk! vndt Segen!


General Wittemberg, hat die 3 Regimenter <so> nahent bey Glatz quar-
tirt gewesen, ruiniren wollen, alß hanaw, Greütz, vndt
Nerßj, Sie haben sich aber noch kawm in Glatz, salviret.
General Wittemberg hat Braunaaußgeplündert, Graf
von Buchhaim, vndt Iean de Werth, verfolgen ihn. Oberste
Mohr30, vom Wittemberger hat daß dewagkische Regiment
vndt 2 compagnien Tragoner vor Troppaw in der Vorstadt
überfallen, theilß gefangen, theilß erschoßen, 4 Stan-
darden, 2 Tragoner fahnen vndt 600 pferdt bekommen,
der Oberste sampt theilß officirern, seindt kümm-
erlich, in die Stadt, entwischt. § Bey Vlm, befinden
sich die Schwedischen, die Kayserlichen vndt Bayrischen aber bey
Lippen31, eine Schifbrügke zu verfertigen angefangen.
Es continuirt, daß 12. Regiment zu pferde, vndt 1000 Mußcketirer
geschlagen seyen, wie von hartzgeroda, vndt andern
vielen orthen, confirmiret wirdt.
Der hertzogk von yorck ist auß Engellandt, im haag
glügklich arriviret. Der König, ist in der Insel
Wight, noch wolgemuth. Hoffet secours der Schotten.


Der Spannische vndt Stadische friede, ist mit
solenniteten, publiciret, vndt beschwohren worden
zu Münster, wiewol Seelandt sich noch sperret.


In Candia, seindt die Venezianer, noch getrost, vndt
haben sich wol fortificiret, wieder den Türgken. haben
auch nunmehr, fast gantz Dalmatia innen.

|| [[Handschrift: 456v]]


Fraw Wibbike, des Königs in Dennemarck gewesene
Concubin, ist vor trawren, vndt hertzeleidt gestorben,
so wol wegen ihres königes vndt herren todt, (deme
sie sehr treẅ gewesen, vndt viel machinationes
wieder seine person, von der Fraw Kersten, entdegket)
alß wegen anderer persecutionen, so Sie von ihrem
wiederparth, erdulden, vndt außstehen müßen. Sie
sol etzliche tonnen Schatzes, hindterlaßen haben.


Dem neẅen Könige Friderico tertio, sollen, aller-
handt schwehre conditiones, præscribiret werden.


Zu Napolj sol alles gut Spannisch wieder
sein, vndt dem gefangenen Düc de Guise, auf
dem Castel Sant Elmo, sein proceß, gemacht werden,
wegen allerhandt practiken, vndt bey gefu-
ndener Schrifften.


Eine mächtige Frantzösische Schifarmada, sol
sich der örther hin begeben, ob die recuperation müglich.
Wenig feste örther, aufm lande, sollen noch, vor
die Frantzosen, sich halten, in selbigem Königreich.


Jn Flandern, gehen die armèen, iede in die 30 <mille>
Mann stargk, aufeinander.
Die Milord Inchequin, ein großer General, ist
in Irrlandt, dem Parlament ab, vndt dem Könige
zu, gefallen.


Jn Sicilien, seindt auch conspirationes, entdegkt worden.

|| [[Handschrift: 457r]]

Samstag den 20ten: May: 1648.

<4 hasen (Rämmeler) Rindtorf gehetzt 1 hasen (Rämmeler) Oberlender geschoßen.>


A spasso (post expedita negocia) in schönem, warmen wetterperge


Passando il malé; sperando il bene; La vita passa; la morte viene!
Dum spiro; spero!32
Avis: daß zu Körmigk, Biendorff, vndt Palbergk,
das neẅlichste hagelwetter, am Sontage, in den feldern,
den größesten schaden gethan, auch gantze stargke
Schilfrohr, eingeknickt, zu Zeptzig aber, ist Gott lob,
(wiewol wir es besorget), in meinem getraydig,
kein schade geschehen.


Der Zerbster Blawschimmel, ist zur kleinen blaw-
schimmelichten Stuhte, heütte 2 mal zugelaßen.
Gott gebe zu glügk! vndt gedeyen! Fortuna ist
mir, ohne daß, in diesem, nemlich der pferdezucht, wie auch
in vielen andern sachen, eine zeitlang hero, zur Stiefmutter worden.


Ô Dieü; que ie serois heüreux! si i'eusse sceü em-
poigner, les benedictions, par toy; a moy, presentèes!


Mein Sohn Erdtmann Gideon, ist heütte abermahl
v̈ber der Tafel, gar bleich, vndt vnpaß worden. Nous
l'attribüons a ün fatras des medecines, que
l'on luy donne, au Gynecee. Dieu le vueille amender!


Nach der mahlzeit, ist er mit meinen beyden
iüngsten Schwestern, in die præparationpredigt ge-
fahren. Gott verleyhe ihm seinen gnadenreichen Segen,
das er ein würdiger Tischgenoße im abendmahl
des Herren, nicht allein Morgenden Tag, sondern allezeit sein! vndt bleiben möge!

|| [[Handschrift: 457v]]


Der Schwedische cornet, vom Obristleütnant Israel, ist aber-
malß anhero gekommen, auf execution, am heyligen
pfingstabendt, wegen etzlicher hinderstelliger wenig
restanten. Gott erlöse vns doch, auß der Drangsahl.


In negocio religionis, ist gar eine schlechte erklährung
eingeschigkt worden, von etzlichen genandten Evangelischen
zu Osenbrügk, welche einseittig, Vnß, keine satisfaction,
zu geben, begehren, vndt in ihrer hartnägkigkeitt,
zu vnserm præjuditz, forthzufahren, gedengken perge Gott
erweiche, die verstogkte, obstinate hertzen!
Chur Brandenburg, Heßen , vndt andere, seindt gar
nicht, mit solchem procedere zufriedenc.


Jn die kirche, mit meinen Schwestern, vndt Kindern.
Mein Sohn, Erdtmann Gideon, vndt meine Schwester
haben communicirt. Gott laße sie ferner, zu
pflantzen, seiner gnade, vndt zu sehligen
früchten seiner gerechtigkeit, werden!


Extra: zu Mittage, ist neben Wahusch
gewesen, Christian Henrich von Börstel (welcher
mitt communiciret) vndt Doctor Mechovius perge mit
denen ich in prandio, et post prandium conversiret || [[Handschrift: 458r]]
Nachmittags wieder wie heütte zur kirchen, in Ern Theo-
poldj predigt, welcher heütte beyde conciones verrichtet perge


zu abendts, in garten, cum sorore & liberis


Conversatio con Madama, che stà ancora, in letto.


Schreiben vom Berlin, daß die Zeitung wahrhaftig
von dem iung gebornen Chur Printzen zu Cleve.
Gott gebe! das selbige Freẅde, vollkommen seye!
vndt bestendig!


Madame Elizabeth, vndt Halgke haben mir
geschrieben. Item: Adolf Börstel ex Galliâ perge


die avisen continujren:
daß das treffen bey Augspurgk infæliciter, auf
Kayserlicher seitten, vorgegangen, vndt Melander geblieben.


Item daß in Schlesien, der Oberste Dewagky auch
erschlagen seye, vom Wittembergk:


Die solennis publicatio des holländischen vndt spannischen
friedens, zu Münster, vndt waß in denen Erfurdter
zeitungen, befindtlich gewesen.


Die heraußkunft, des Pfaltzgraven, ex Sveciâ.


die wahl in Dennemargk, vndt duræ conditiones.
Die bevorstehende Kayserliche hochzeit, wiewol die Zeitung,
von Augspurgk etwaß verenderung, causiren solle.


Der krieg in Flandern, sol scharf angehen.
Polen, vndt Moßkowiter, coniungiren sich, contra Tartaros.


Venezianer haben glügk wieder den türgken, außer das ihr
General Grimanj mit vielen Schiffen vndt galeren zu scheitern, gegangen perge

|| [[Handschrift: 458v]]

Montag den 22ten: May: 1648.

<Pfingstmontag>


Ein Morgensprung der braunen <Sattel>Stuhte im Mittelgespann
geben laßen, wie auch zu abendts, durch den Zerbster
Blawschimmel. Gott gebe! zu glügk! vndt gedeyen!


Jn die kirche cum sororibus & liberis. Der Superindendent
Er Plato, hat geprediget vormittage. Jch habe ihn
extra, neben Wahusch, zur tafel, behalten, vndt
mit ihm allerley conversiret.


Nachmittags wieder in die kirche, wie heütte. Er Ionius
Diaconus vorm Berge, hat geprediget.


Gegen abendt, in garten, vndt anstalt, zum grentz-
zuge gemacht. Gott gebe zu glügk! vndt succeß!

<2 hasen, meine Söhne gefangen.>


Meine beyden Ellteren Söhne, seindt hinauß geritten,
die grentze, mit zu besehen, wie sie gezogen wirdt,
vndt an der gräntze zu hetzen, vndt vndterwegens
zu schießen, nach belieben, auch zu Palberg zu füttern perge
Gott gebe zu glügk! vndt succeß!


Conversation gehabt, mit dem CammerRaht, Doctor Mechovius
vndt in wichtigen angelegenheitten, an Fürst Ludwig
geschrieben.


Hans Meyer ist <(Gott lob)> auß Hollandt wiederkommen,
avec une maigre satisfaction & lettres de Monsieur le
Baron de Brederode, des Seigneurs Spanheim, Rulitius, la Riviere,
Colonel Mario, Baron de Schrahtembach &cetera

|| [[Handschrift: 459r]]


Doctor Camerarius. Ie ne trouve nül süccez. Pacience.


Meine Söhne, haben auf dißeyt der Sahle, den
grentzzug, Gott lob, glügklich vollbracht, Gott
gebe dergleichen fortgang, auch anderstwo!

Mittwoch den 24ten: May; 1648.

<Schön warm wetter, wie gestern.>


Meine Söhne, ha seindt abermals forth, zum grentz-
zuge ienseyt der Sahle, Gott gebe! das es so wol
alß gestern, vndt noch beßer, (nicht aber ärger,)
abgehen möge!


Risposta von Fürst Ludwig en termes mediocres.


Schreiben von Tecklemburg durch eigenen Bohten.
Il semble, que la paix ne se fera pas encore
en 2 ans, a Münster & Osnabrügk, car la France a renouvellè,
l'alliance avec Swede, pour aultant & se dès-
pite de la paix faite et püblièe, entre l'Espaigne,
et des Provinces unies.


an Vetter Johann Casimir geschrieben, vndt vor vetter Moritz
von Tecklemburg intercediret, wegen deßen ehegelder,
weil der Obristleütnant Diepholt ihn exequiren will,
in Schuldtsachen.


Gegen abendt, seindt meine Söhne, vom grentzzuge
wiedergekommen, welcher noch zimlich, ohne erhebliche
disputat abgegangen, dißmahl! (Gott lob!)

|| [[Handschrift: 459v]]

Donnerstag den 25ten: May: 1648.


Briefe geschrieben, nacher Berljn, vndt Wien.


Der Blawschimmel hat wieder gesprungen, vndt
die braune Stuhte, so vorne bey, gehet, im
Obergespann, besprungen. Gott gebe gut gedeyen!


Man hat abermahl, einen vergleich, treffen
müßen, mit dem Obristleütnant Israel, durch den
Obristleütnant Knochen, auf den Iunium, wie
auf vorige monat, im fall er nicht, vor dem
ersten Juny, solte abgefordert werden.
Gott helfe doch auch, auß dieser beschwehrung
undt drangsahl!


Avis von Ballenstedt: daß die compagnie von Blancken-
burgk vndt werningeroda zusammen ziehen,
vndt nach Quedlinburgk, sich logiren.


Jch habe eine schöne Frantzösische declaration gelesen
von einem Pierre Jarrige gewesenen vornehmen,
und hochgeachten Jesuiter in Frangkreich,
welcher alle seine stadtliche bequemligkeiten,
ansehen, reichthumb, Ehre, vndt digniteten,
verlaßen, zur warheit des Evangelij, und
reinen wortt Gottes, getretten, die wahre
reformirte religion, angenommen, und darvon ein
schönes bekandtnüß gethan auch sich in hollandt || [[Handschrift: 460r]]
begeben. Gott wolle ihn ferner segenen, stärgken;
vollbereitten, kräftigen, gründen! und die wahre
rechtgläubige kirche Gottes, wie den Sand,
am Vfer der See, vermehren! vndt daß bey einem
ieglichen, sein Gottesdienst, keine heücheley, Son-
dern ein rechter christlicher ernst, vndt eyver,
sein möge! Seine allmacht, güte, vndt wun-
derbahre Regierung, seye allezeit, in seinen
wergken, gelobet, vndt ewiglich gepreiset!


8 Lächße,
haben die fischer, alß 7 im gehege, vndt 1 im heütte gefangen.
im freywaßer, vndt noch 2 in Strohmkörben, Gott lob, der
wolle seinen Segen gnediglich vermehren! Amen!
<es ist auch ein carpe von eilff pfund im mühlengerenne gefangen worden.>


die avisen von Erfurdt, melden, daß nur 700 Kayserliche
vndt Bayrische im iüngsten treffen, vor Augspurgk,
geblieben, mit dem General, holztapfel, deßen
cantzeley, bagage, vndt kriegscassa auch
solle im Stich, geblieben sein. Die haüptarmèen
gehen wiedereinander, in Nieder Bayern, der
Königßmargk aber in die <Ober> Pfaltz.
Daß Kayserliche Beylager, sol noch im Iunio zu Prag
gehalten werden. Der Kayser, wirdt die brautt,
auf Drey meil weges, entgegen ziehen, darnach
sol ihre kröhnung celebriret werden, darzu die
Böhmischen Stende 200000 gülden zu contribuiren, bewilliget.

|| [[Handschrift: 460v]]


Das vnglück der Venezianer, mit den Schifbruch
ihres Generals Grimanj, auch vieler galleren, vndt
Schiffe, im Archipelago, sol gewiß sein. hingegen
hoffen Sie auf secours vom Kayser, vndt
andern Christlichen potentaten. Spendiren viel
geldes, werben in der Schweitz, vndt anderstwo.
Fürst Ragozzi; sol auch werben, weil der groß-
türgke, doppelten tribut, von ihme fordert,
Dann er hat ihm, 7 pocal, in ieglichem, 1000
Ducaten, geschigkt, (welches der ordinarij tribut
iährlich sein soll) darauf hat der Soldan, noch
so viel, vor seinen Sohn, auch begehret, aber nicht
erlanget.


Es continuiret, daß der Duc d'yörck, auß En-
gellandt, in hollandt entrunnen. Die herren Staden
wollen ihm, vndt seiner Fraw mutter der
Königin, monatlich, (auf eine zeitlang) 1000
zum ajuto di costa geben. Schottlandt
undt Irrlandt, sollen sich, vor ihren König
declariret haben.


Die Spannischen, hetten Cortrigk in Flandern
mit Stürmender handt, eingenommen.

|| [[Handschrift: 461r]]


hingegen wehren die Frantzosen, vndter dem
Printz von Condè, vor yperen abgezogen.


König in Dennemargk, wirdt in kurtzem, seinen
Königllichen herrn vatter, begraben laßen, undt darnach<noch>
zuvor selbst, gekröhnet werden, dann biß dato,
hat er nur die wahl, eines Printzen, erlanget.


König in Pohlen, wirdt baldt, einen Reichstag,
zu Warschow, halten.


Jn Schweden sol wieder eine Moßkowitische ambassade
ankommen, vndt neẅ volck nach deütschlandt
abgeschiffet sein.


Zu Paris, wehre der Düc d'Aniou, des
Königs herr bruder gar solenniter getaufft,
undt Philippus genandt worden.


Nach Catalonien, Flandern, vndt Neapolis,
geschähen stargke Kriegsrüstungen, zu
waßer, undt zu Lande, von Frantzösischen seitten,
hingegen wehren die Spannischen auch nicht
schläferig, daß ihrige zu manuteniren.


An der publication des getroffenen Frie-
dens, zwischen Spannien, vndt Staden, wil gar
kein Mensch mehr zweifeln.
Piccolominj, oder Rauschenbergk, sollen an Melan-
ders Stelle kommen, weil Hatzfeldt, das Generalat recusiret.

|| [[Handschrift: 461v]]


Der Churfürst von Brandenburgk, hat mir
die fröhliche notification eines neẅgeborenen iung[en]
Printzen, angekündiget. Gott gebe ihm, seinen Segen!
undt erhalte diesen Printzen undt Churerben
viel undt lange iahr, seiner Kirchen zu trost,
undt seinem gantzen geschlechte, undt treẅen
anverwandten, zur Freẅde! Hò risposto,a Son Altesse


Avis: das die völcker von werningeroda, vndt
Blangkenburgk auch aufgebrochen, vndt sampt 50
Mußcketirern auß halberstadt, in Quedlin-
burgk, gerügket seyen. Man meinet, die
auß wettin, sollen auch dahin kommen.


Meinem Bruder Fürst Friedrich habe ich einen Lachß,
von 19 geschickt, und verehret perge
Dieu vueille! qu'il soit tres aggreable!


Mes tourmens, & mes peines, ne cessent
pas encores, & ie suis l'homme le plüs affli-
, & le plüs malheüreux dü monde, Dieu mesme
m'estant en quelque façon, crüel.
Ie süpplie hümblemt: sa Misericorde, a
me vouloir estre derechef propice! &
de pünir tous mes ennemis, et abversaires,
iüsqu'a ce, qu'ils se repetent, & convertissent.

|| [[Handschrift: 462r]]

Samstag den 27ten: May: 1648.

<1 hasen gehetzt.>


Die Cantharides, oder Spannische fliegen, im garten al-
hier zu Bernburgk, nach deme sie gestern, von meinen
Söhnen, mit Feẅer zimlich außgeschmaüchet worden,
haben sich vindiciret, vndt alß giftige thier,
an meinen Sohn Victorem Amadeum sich ge-
setzet, undt zweene große blasen, am schen-
kel undt oberbein, ihm aufgezogen, also
daß man den Bader33, zu ihm, gehen laßen müßen.
Gotte gebe! das es ihme, nicht schaden möge!
Meine pagen, haben auch ungelegenheit darvon
gehabt.


Der Fuchß, hat heütte, die vierdte Stuhte, zu diesem
iahr, besprungen, nemlich eine, von den Hanoverischen.
Gott gebe, zu glügk! vndt gedeyen!


Jch bin hinauß geritten, mein getreydig zu bes<ehen>,
undt habe auch einen Rämmeler hasen gehetzt. habe
zum ersten mal, mein liebes türgklein, (nach dem
ichs zu Oldenburgk, so schändlich verlaßen ge-
habt, und mit großer mühe, vndt kosten, endlich
halb todt, wiederbekommen) wieder geritten. Es gehet
noch wol, hat einen frischen Muht, siehet auch nicht
mehr also einem agkerpferde gleich, also wie es auß,
Hollstein wiederkahm, alleine: der hußten und eng-
brüstigkeit, wil es noch nicht (nach vielen gebrauchten mitteln) quitiren[.]

|| [[Handschrift: 462v]]


Facilis descensus Avernj; sed revocare gradium
superosque adire pennates; Hoc opus, hic labor est!34


Ein Vnglügk, ist leichte anzurichten, aber sehr schwehr, wieder
zu ersetzen, vndt zu verbeßern.
Doctor Mechovius, ist bey mir gewesen, allerley iustitziensachen,:
mir undterthenig vorzutragen, und resolution, einzuholen.perge


A spasso in tempo sereno; piangendo (solo soletto,)
glj miej infortunij, e sciagure! Iddîo m'ajutj!!!

Sonntag den 28ten: May: 1648.

<Regen.>


Am heutigen Festtage Trinitatis, conjunctim, mit
Madame, zur kirchen, mit meinen Schwestern, und Kindern


Der hofmeister Einsidel hat auch wieder aufgewartet,
nach seiner langwierigen Schwachheit. Gott
wolle, den guten alten, 66iährigen Mann,
ferner stärgken, segenen, vndt fristen!


Extra: ist sonsten, zu mittage, niemandt gewesen,
alß Wahusch, zu mittage, mit den Vnserigen.


Nachmittags wieder conjunctim zur kirchen.


Schreiben von wien, Prag, Hall, hartzgeroda


Avis: daß die Kayserlichen aufs neẅe geschlagen seyen,
im Bayerlande, ärger alß zuvor.


Item: das der liebe löbliche König in Pohlen,
Vladislaus IVte den 10/20 diß, mit todt abgegangen.
Gott genade ihm! Jch habe einen großen patron, an die-
sem herren verlohren, wie auch alle reformirte! || [[Handschrift: 463r]]
Ist es wahr, so ersetze Gott baldt diese stelle!


Die Venezianer, wollen Canea, wieder erobert
haben, Gott gebe, das es wahr seye! leider ist es
wahr, das General Grimanj, vndt seine meiste
armada schifbruch erlitten, auch mit hagel-
steinen vom himmel, wieder sie gestritten worden.


Die Niederlage der Bayerischen undt Kayserlichen
continuiret bey Augspurgk, wie auch das
sie noch einmahl seidthero, geschlagen worden.


Zu Münster, triumphiren die Spannischen,
undt Stadischen, über ihrem getroffenem friede.
Jndeßen, können unsere arme, deützschen, sich,
in puncto satisfactionis militï, nicht vergleichen,
noch in anderen schwehren puncten, so gleichwol nachden-
gken erfordern, vndt nicht v̈berhin, zu præcipitiren.


Königsmargk; dominiret in Frangken, und Oberpfaltz.


Graf Moritz, von Naßaw, ist von Prag, nacher
wien, vndt in vngern, gerayset.


Zu Napolj; gibts noch zu thun, undt zu strafen.


Zu Copenhagen, wirdt die wahl, confirmiret.


Jn Engellandt bleibet die vnruhe, wiewol vor
des Königes partie, hofnung ist, als neẅlichst gemeldet.


General wittemberg gehet auß der Schlesie, nach Böhmen. perge

|| [[Handschrift: 463v]]

<3 hasen meine Söhne gehetzt. vndt 1 Dachs, außgegraben.>


Meine beyde Schwestern, Sophia Margaretha vndt Dorothea Bathilde seindt nacher
hartzgeroda. Gott wolle sie geleitten!
Meine Söhne Erdmann Gideon vndt Victor Amadeus seindt mitgeritten, spazi-
ren biß an die gräntze. Gott bewahre sie gleichßfals,
vndt den gantzen comitat. Rindtorf reittet mit
biß nacher Ascherßeben, dahin frische pferde, mit Mei-
nes bruders leütten, vom hartz ankommen sollen.


Jch habe auch drey fohlen, in die weyde hinauf
geschickt, nemlich einen Rohtschimmel wallachen,
ein braunes Stühtlein, vndt ein füchslein,
welches letztere ein hengstlein, undt Meiner gemahlin
zustendig. Gott behüte sie <in ihrer arth> ebenmäßig, vor
vnglügk! und laße sie wol gedeyen!


Man hat sich ins gesampt resolvirt, den Obrist leutnant Knoche
alß unsern Gesambten geheimen raht, zum neẅen
Schwedischen Generalissimo, Pfaltzgraven Carolum
Gustavum abzuordnen, vmb verschonung der
lande, abwendung der contributionen,
undt anderer beschwerden, wie auch vmb
dislogirung des Regiments zu bitten,
undt vnsere große noht, zu remonstriren.
Darneben wirdt auch mutatis mutandis
an Graf Magnum de la Garde, vndt an || [[Handschrift: 464r]]
General Maior Forbusch geschrieben. Gott
gebe vnß segen, erleichterung, undt friede!


Meine Söhne haben den Dachß, (welchen sie auß-
graben laßen) alhier im Schloß, gehetzt.
Rindtorf ist von Ascherßleben wiederkommen, dahin er
meine Schwestern, convoyirt gehabt: alda seindt
Sie von meines bruders leütten, undt von dem
Freẅlein von Naßaw, angenommen worden.
Gott geleitte sie ferner in gnaden!


Mein alter gewesener Præceptor, Magister Marcus
Fridericus Wendelinus, b Rector Gymnasij
Anhaltinj, zu Zerbst, bekömpt numehr auch, mit
unserer einhelligen bewilligung, die Professio-
nem Theologicam; welche der Superintendens ,
Beckmannus Sehliger, gehabt hat. Gott gebe ihm
glügk! vndt succeß darzu! auch vitam e sanitatem longævam!


Meine Fraw Schwester, die Hertzogin von Megk-
lenburgk, schreibet vnß, und bittet vmb rath,
weil so wol wegen oc verschengkung des stifts
Ratzeburgk, als occupation des Zolls zu Warne-
münde, dem iungen vetter, hertzogk Gustavo,
großmächtiges tort, vndt unrecht geschicht, undt
einem pupillen <billich> nicht also solte mitgefahren,
werden. Post vulneratam causam quæruntur remedia!35

|| [[Handschrift: 464v]]


Hertzogk Adolf Friderich, stellet sich, alß nehme
er ungerne, das Stift Ratzeburgk an vor die Empter,
so er muß im Stiche laßen, und gleichwol hat ers
schon acceptiret, da doch seine leütte zu Osnabrück
daß Güsterowische votum geführet, und
meine schwester turbiret. Die Plenipoten-
tiariij Cæsari Schwedische vndt andere, haben es
schwehr zu verantwortten, daß sie also conclusa
machen wollen, in præiudicium Tertij. Meine
Schwester, wie auch ihr Sohn, schreiben zwar
an itzo, klägliche, vndt bewegliche briefe
dorthin, an die Plenipotentiarij alleine nimis serò.


In summa, in vnserem seculo, siehet man viel
threnen derer, so da vnrecht leiden. vndt
obt in der weltt, keinen helfer haben.


Gott ist aber der größeste höchste Schutz!
und wahrer Nohthelffer! Er seye es immer-
dar, und ewiglich! Amen! Amen! Amen!


Mit Doctor Mechovio, habe ich consultirt, vndt deliberirt.
Gott gebe! das vnsere consilia, gleich wie sie wolgemeinet
allezeit wol außschlagen, gerahten, undt gedeyen mögen
Malherberies insupportables!
Nota Bene:: Quj stat; videat, ne cadat! 36

|| [[Handschrift: 465r]]

Dienstag den 30ten: May: 1648.


Avis: das unser Abgeordneter zum Wrangel, der
Obristleütnant Micrander, zwar nicht ohne große gefahr,
hin: vndt her, doch Gott lob, vnverletzt, durchkommen,
dennoch aber, bey der Generalitet, nichts verrichten,
können, weil sich weder der General Feldtmarschalck
Wrangel, noch andere vndterstehen wollen, dem
königlichen Leibgregiment, zu commandiren, noch dem
einkommenden Pfaltzgraven, undt Generalissimo
vorzugreiffen. Interim, seindt wir gefreßen,
vndt thun die Israeliten, waß ihnen beliebt.
Potentia! etsj iam acerba! immò acerbissima!


Ich bin hinauß, nach Pfuhle, geritten, mein getreydig,
so geseet, zu besichtigen, wie auch vmb Zeptzigk herumb.
Gott vermehre vnß, seinen Segen!


Er Philipp Beckmannus, ist nachmittags bey mir gewesen,
hat mir außführlich referiret, von dem sehligen ende,
vndt absterben, seines bruders Ern Christianj Superintendens
zu Zerbst, vndt von dem itzigen statu daselbstperge


Gott verbeßere den zustandt! und erhalte sein haüflein,
der rechtglaübigen, wieder aller hellenpforten persecutiones!
vndt aller derer, die unsere glaubensgenoßen, beengstigen,
betrüben, anfeinden, undt verfolgen!


Qui perseveraverit usque ad finem! salvus erit!37

|| [[Handschrift: 465v]]

Mittwoch den 31ten: May: 1648.

<Regen, den gantzen Tag.>


Jn die kirche conjunctim: da die Bitte, vergib
vnß unser Schuldt, alß auch wir vergebn unsern
Schuldigern, vom hofprediger Theopoldo, wol außgeleget worden.


Jch habe einen Rothschimmelichten hengst, vom Schwedichen
cornet eingetauscht, gegen dem Klepper, dem Schwartzen-
berger, undt gegen 10 ThalerThlr: Gott gebe zu glügk!


Der gewesene hofmaẅrer Geörge Bawmgarten, welcher
am schloß vor diesem <vor langen iahren>, wie auch zu Zeptzigk, bawen, vndt
mawern helfen, ist gestern, an der Breüne verstorben.
Gott gebe ihm, die ewige ruhe! Er ist sonst ein frommer,
christlicher Mann, und fleißiger arbeitter gewesen, von
vielen iahren hero, zur hofarbeitt, gebraucht worden.
Nascentes morimur, finisque ab origine pendet!38
Ergo vive, memor lethj!39 Memento morj!


Textapparat
a Die Wortbestandteile "zu" und "wieder" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
b Die Wortbestandteile "zu" und "wieder" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
c Die Wortbestandteile "zu" und "frieden" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.

Kommentar
1 Hier: Freudenschüsse.
2 Zitat aus Eur. Tro. 596 (ed. Biehl 1970, S. 35).
3 Zitat nach Franck: Paradoxa, Nr. 238, S. 357.
4 Gn 19.
5 Zitat und Übersetzung aus Petrarca: Canzoniere, S.
6 Person nicht ermittelt.
7 Hier: erhoben.
8 Zitat nach Gesta Romanorum, 103, S. 431, Z. 32f.
9 Zitat aus dem 5. Akt, 1. Szene, in Guarini: Pastor Fido
10 Eulenspiegelturm (früherer Bergfried des Bernburger Schlosses).
11 Zitat aus Boeth. 3,9 (ed. Gegenschatz/Gigon 2002, S. 130f., Christian schreibt sensus für visus im Originaltext).
12 Ps 13.
13 Ps 139,7-21.
14 Kirchenlied aus Lobwasser: Psalter Davids, o. S.
15 Zitat und Übersetzung aus Petrarca: Canzoniere, Son. 134, S. 134, Christian lässt den Schluss des letzten Verses weg, "donna, per voi." - Dame, für euch.
16 Zitat aus dem 1. Akt, Coro, in Guarini: Pastor Fido o. S.
17 Zitat nach Guicciardini: Storia d'Italia, Buch 4, Kap IX, S. ???
18 Zitat und Übersetzung aus Petrarca: Canzoniere, S. 242f.
19 1. Io 4,1.
20 Person nicht ermittelt
21 Person nicht ermittelt
22 Identifizierung unsicher.
23 Person nicht ermittelt
24 Zitat angelehnt an Guicciardini: Storia d'Italia, Buch 4, Kap IX S. ???
25 Person nicht ermittelt.
26 Person nicht ermittelt.
27 Ex 22,21-24.
28 Zitat aus Aus. Epigr. 9 (ed. Dräger, 2012, S. 192 f.).
29 Identifizierung unsicher.
30 Identifizierung unsicher.
31 Identifizierung unsicher.
32 Antike Sentenz, die Cicero zugeschrieben wird und als verkürzte Wiedergabe des Gedankens "aegroto, dum anima est, spes esse dicitur" in Cic. Att. 9,11,3 (ed. Kasten 1980, S. 568f.) verstanden werden kann.
33 Identifizierung unsicher.
34 Zitat nach Verg. Aen. 6, 126-129, Christian ändert das Ende der Z. 128 des Verses "superasque evadere ad auras" zu "superosque adire pennates" (ed. Holzberg 2015, S. 298f.)
35 Zitat frei nach dem Cod. Iust. 2,40,5.1 melius etenim est, intacta iura eorum servari, quam post causam vulneratam remedium quaerere. (ed. Krüger 1967, S. 113).
36 1. Cor 10,12.
37 Mt 10,22.
38 Zitat aus Manil. 4,16 (ed. Goold 21998, S. 82).
39 Zitat nach Pers. 5,153 (ed. Kißel 1990, S. 54f.).
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1648_05.xml
XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
acceleriren
fördern, vorantreiben
Accommodation
Anbequemung, Anpassung
Accommodation
Versorgung, Ausstattung
Accommodation
Vereinbarung, Vergleich, Abkommen
Accord
Vereinbarung, Vergleich
Accord
Vertrag zur kampflosen Übergabe eines Ortes
adamantisch
besonders hart
Adversitet
Widerwärtigkeit, Ungunst
agnosciren
anerkennen
alteriren
verwandeln, verändern
alteriren
(sich) aufregen
alteriren
aus der Fassung bringen, erschrecken, aufregen
Apparenz
Anschein
arriviren
ankommen, eintreffen
aufschlagen
zurückschlagen, in die Flucht schlagen, besiegen
aufschlagen
(den Preis) erhöhen
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Bagagepferd
Gepäckpferd
Ballon
Ball
Bartholomäustag
Gedenktag für den Heiligen Bartholomäus (24. August)
Beilager
Hochzeit, Feierlichkeit anlässlich der Vermählung (ursprünglich: Beischlaf als Vollzugsakt der Eheschließung)
Beisorge
Sorge, Besorgnis, Bedenken, Furcht
besorglich
zu Besorgnis Anlass gebend, heikel, zu befürchtend
Blauschimmel
Schimmel, dessen Farbe leicht ins Bläuliche geht
Blutsfreund
Blutsverwandter
Bräune
Angina (Mandelentzündung)
causiren
verursachen
Collation
Mahlzeit (außerhalb des Mittagessens)
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
componiren
(sich) einigen, (sich) vergleichen
componiren
einrichten
componiren
(Konflikt) beilegen
confirmiren
bestätigen
conjungiren
verbinden, verbünden, vereinigen, zusammenführen
Conservation
Erhaltung, Bewahrung
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
contrahiren
einen Vertrag schließen, schriftlich übereinkommen
contribuiren
außerordentliche Steuern oder andere Zwangsabgaben entrichten
contribuiren
beitragen, beisteuern, einen Anteil leisten
contribuiren
bezahlen
Convoy
Begleitung, Begleitschutz
convoyiren
begleiten, geleiten
convoyiren
in einem Konvoi ziehen
Correction
Berichtigung, Verbesserung
Correction
Strafe
Creditiv
Beglaubigungsschreiben
decurtiren
abschneiden, abziehen
deliberiren
überlegen, beratschlagen
denotiren
bezeichnen
denotiren
auf etwas schließen lassen
Dexteritet
Geschicklichkeit, Gewandtheit
Dienstpferd
Pferd, das dem Landesherrn als Pflichtleistung zur Verfügung zu halten ist
Dienstpferd
Militärpferd
difficultiren
erschweren
difficultiren
ablehnen, kritisieren
difficultiren
sich widersetzen
Dignitet
Würde, Standeswürde
dimittiren
entlassen, (förmlich) verabschieden, beurlauben, entsenden
disgraciiren
in Ungnade bringen
Dislogirung
Abzug, Verlassen des Quartiers
Disputat
Streitigkeit, Uneinigkeit
Ehegeld
Mitgift, Aussteuer, Morgengabe (Gabe des Mannes an die neue Ehefrau am Morgen nach der Hochzeit zum Zeichen, dass sie als Jungfrau in die Ehe gegangen sei)
einig
einzig
Einspänniger
Kriegsknecht mit Pferd, fürstlicher Bediensteter, Stadtknecht; berittener Bote, Geleit- und Meldereiter
Einspänniger
Eigentümer eines kleineren bäuerlichen Besitzes, der meist nur Handdienste leistet
Exaudi
sechster Sonntag nach Ostern
excusiren
entschuldigen
exequiren
(einen Befehl, eine gerichtliche Anordnung) vollziehen, vollstrecken, mit Gewalt durchsetzen
exequiren
militärischen Zwang anwenden (zur Schuldeneintreibung, zum Erpressen von Geld- oder Naturalleistungen)
exequiren
strafen, (feindlich) verfolgen
exequiren
bestrafen, hinrichten
Expectanz
Anwartschaft bzw. Aussicht auf etwas
Expedition
Beförderung, Besorgung
Expedition
Abfertigung
Expedition
Verrichtung
Expedition
Ausfertigung eines Schriftstückes
Expedition
Feldzug
Exulant
aus Glaubensgründen vertriebene Person (meist für vertriebene Protestanten aus den habsburgischen Erbländern und anderen rekatholisierten Territorien)
Faction
Aufruhr, Meuterei, Empörung
Faction
(politische) Partei
Faction
(politische) Entzweiung
Feldstück
Feldgeschütz
Festhase
außerhalb der Schusszeit erlegter Hase für die Festtafel (z. B. Osterhase, Pfingsthase)
Freiwasser
mit keinem Verbot der freien Fischerei belegtes Gewässer
Friedenstractat
Friedensverhandlung
Fuchs
Pferd mit bräunlichem, rötlichem oder gelblichem Fell, das dem eines Rotfuchses ähnelt
Fuchsloch
Fuchsbau
genungsam
genügend, hinreichend
Großtürke
Sultan des Osmanischen Reiches
guberniren
verwalten, regieren
guberniren
sich verhalten
Hammeljährling
geschorene männliche Lämmer, die um Michaelis (29. September) in der Schafrechnung verzeichnet wurden
hinterstellig
rückständig
hinterstellig
zurückbleibend
Hofmeister
vom Besitzer eingesetzter Verwalter eines Landgutes
inlogiren
Quartier nehmen
installiren
(in ein Amt) einsetzen
Intercession
Fürsprache, Vermittlung
interponiren
vermitteln
interponiren
einlegen
interponiren
(sich) als Vermittler einschalten
Intraden
Einkünfte
invitiren
einladen
Karpen
Karpfen
Kornett
Kompanie bei der Reiterei oder eine Truppeneinheit, die sich unter einer Standarte ("cornette") versammelt
Kornett
Offiziersgrad bei der Kavallerie (analog zum Fähnrich bei der Infanterie bzw. den Dragonern)
Kornett
Standarte
künzeln
schmeicheln, hätscheln, liebkosen
liberiren
befreien, freilassen
liberiren
erlösen, frei machen
Losament
Unterkunft, Wohnraum
malignisch
bösartig, schädlich
manuteniren
bewahren, behaupten, erhalten, handhaben
Marche
Marsch
Moderation
Minderung, (mäßigende) Abänderung
Moderation
Mäßigung, Zurückhaltung
Molestation
Belästigung, Beschwerung
Mortalitet
Sterbefall
muntiren
ausrüsten, ausstaffieren
nau
knapp
Ober(ge)wehr
Stangenwaffen (z. B. Pike)
obruiren
überlasten
Observanz
Befolgung
Observanz
durch Übung (oder Ausübung mit Billigung der zur Rechtsetzung befugten Personen) zum Recht gewordenes Herkommen
Observanz
herkömmliche Gewohnheit
Obstination
Eigensinn, Halsstarrigkeit
Partie
Streifkorps (kleinere Truppenabteilung, die meist auf Kundschaft oder zum Einbringen von Geld, Lebensmitteln und Furage entsandt wurde)
Partie
Kriegspartei (reguläre Truppenabteilung)
Partie
(sich gegenüberstehende) Seite, Partei
Partie
eine gewisse Anzahl oder eine Gruppe von Dingen oder Personen gleicher Art
percurriren
durchdenken, durchsehen
Persecution
Verfolgung
ponderiren
bedenken, erwägen
präcipitiren
übereilen, überstürzen
präcipitiren
herabstürzen
präjudiciren
nachteilig sein, schaden
präjudiciren
eine künftige Entscheidung vorbestimmen
präjudicirlich
nachteilig, eine Vorentscheidung für künftige Rechtsfälle treffend
Präparationspredigt
Predigt zur Vorbereitung auf den Empfang des Abendmahls
präsentiren
schenken, als Geschenk geben
präsentiren
beschenken
prästiren
darreichen, leisten
prätendiren
vorgeben, vortäuschen, heucheln
prätendiren
fordern, verlangen, beanspruchen
preismachen
zur Beute machen, gewaltsam wegnehmen
preismachen
jemandem etwas überlassen
protrahiren
verzögern, aufschieben, hinhalten
Provisionshaus
Vorratsgebäude
Pupille
minderjährige Person, die unter Vormundschaft steht
Quartiermeister
für die Beschaffung von Verpflegung und Unterkunft zuständiger Stabsoffizier
quittiren
verlassen
quittiren
überlassen
quittiren
aufgeben
quittiren
entlassen
Recuperation
Zurückeroberung
Recuperation
Wiedererwerbung, Wiedererlangung
recuperiren
zurückerobern
recuperiren
wiedererwerben, wiedererlangen
recusiren
(jemandem etwas) versagen, verweigern
recusiren
ablehnen, nicht akzeptieren
reduciren
zurückführen
referiren
sich beziehen
Regimentsquartiermeister
Stabsoffizier eines Regiments, der für die Beschaffung von Verpflegung und Unterkunft zuständig ist
Rekrutengeld
für die Rekrutenanwerbung aufzubringende Geldsumme
Relation
Bericht
Remonstration
(gerichtliche) Erwiderung, Gegenvorstellung, Einwand
remonstriren
Gegenvorstellungen machen, einwenden, entgegenhalten
resolviren
entschließen, beschließen
resolviren
auflösen
Restant
noch ausstehende Zahlungsforderung
Restant
mit fälligen Zahlungen im Rückstand befindlicher Schuldner
restiren
schulden, schuldig sein
restiren
übrig sein, übrig bleiben
restituiren
(gesundheitlich) wiederherstellen
Restitution
Genesung, (gesundheitliche) Wiederherstellung
Rotschimmel
Schimmel, dessen Farbe ins Rötliche tendiert
salviren
retten
schätzen
mit außerordentlicher Geldzahlung (Ranzion) belegen, besteuern
Schiffarmada
Kriegsflotte
schmäuchen
jemanden durch Rauch und Qualm ersticken
Schubkärrner
Transporteur, der mit einer Schubkarre arbeitet
Schubkärrner
Fuhrknecht, Tagelöhner, Hilfsarbeiter
Schuhu
Uhu
schwärmen
lustig, geräuschvoll, zügellos sein/umherschweifen
Servis
einem einquartierten Soldaten neben der Schlafstätte zustehende Menge an Feuerholz, Licht, Salz und Essig (manchmal auch in Geld abgegolten)
Soldan
Sultan
spüren
aufspüren, eine Spur aufnehmen
Stein
Gewichtseinheit für Flachs, Talg und Wolle
Stromkorb
Reuse, welche in die Strömung eines schnell fließenden Gewässers zum Fischfang gelegt wird
subscribiren
unterschreiben, unterzeichnen
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
Tentation
Versuch
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
tribuliren
plagen, quälen
Triftgeld
Geld, das man an eine andere Person für die Trift auf ihren Grünflächen bezahlt
Triftschäfer
Schäfer, der seine eigene Trift oder Schafherde hat
turbiren
stören
Übertreibung
Überanstrengung
unzeitig
nicht zur rechten Zeit
unzeitig
vorzeitig
Urfriede
feierlicher Friedensschwur
verarrestiren
beschlagnahmen
verarrestiren
verhaften
verehren
schenken
verehren
beschenken
vigiliren
wachsam sein, auf etwas Acht geben
vindiciren
rächen, bestrafen
vindiciren
beanspruchen, in Anspruch nehmen
Visite
Besuch
Vocem jucunditatis
fünfter Sonntag nach Ostern (Rogate oder Bittsonntag)
Volk
Truppen
Walpurgistag
Gedenktag für die Heilige Walburga (1. Mai)
Weidetrift
Weideland; Weg, auf dem das Vieh zur Weide getrieben wird
Wind
Windhund (großer schlanker Jagdhund)
Wispel
Raum- und Getreidemaß
Zeitung
Nachricht
Zibbenjährling
geschorene weibliche Lämmer, die um Michaelis (29. September) in der Schafrechnung verzeichnet wurden
Abaza Siyavuş Pascha

gest. 1656
Anm.: Geboren in Abchasien; Sklave des Schatzmeisters Abaza Mohammed Pascha ; 1634 Aufnahme in die Kammer der Seferli; ab 1634 Tschokadar-Aga (Marine); seit 1639 Silidhar-Aga; 1640 Wesir der Kuppel; 1640-1642 Kapudan Pascha (Großadmiral); Beylerbey (Provinzgouverneur) von Erzurum (1644/45), Silistra (1645-1648) und Ofen (1648-1650); 1650 erneut Wesir der Kuppel; 21. August bis 27. September 1651 Großwesir des Osmanischen Reiches; danach Beylerbey von Bosnien (1652/53) und Rumelien (1653-1656); 5. März bis 25. April 1656 erneut Großwesir; vgl. Anton Gévay: Versuch eines chronologischen Verzeichnisses der türkischen Statthalter von Ofen, in: Der österreichische Geschichtsforscher, Bd. 2 (1841), S. 80.
Johan Adler Salvius

geb. 1590
gest. 1652
Anm.: Sohn des Strängnäser Stadtschreibers Peder Hansson (gest. vor 1609); Studium in Uppsala (1609), Rostock (1612/13), Helmstedt (1613/14), Staßburg (1615) und Marburg (1615); 1614 Magister; 1619 Promotion zum Dr. jur. utr. in Valence; ab 1621 Assessor am schwedischen Hofgericht; diplomatische Missionen für Schweden nach Kursachsen (1622), Dänemark (1623) und Norddeutschland (1624); seit 1624 Staatssekretär; 1631-1634 und 1636-1650 schwedischer Resident in Hamburg und im Niedersächsischen Reichskreis; ab 1634 Hofkanzler und Geheimer Rat; seit 1638 alleiniger Legat Schwedens in Deutschland; 1643-1648 schwedischer Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress; seit 1648 Reichsrat; 1629 Nobilitierung; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand; vgl. Heiko Droste: Im Dienst der Krone. Schwedische Diplomaten im 17. Jahrhundert, Berlin/Münster 2006, S. 378.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte
Tommaso Aniello d' Amalfi
Masaniello

geb. 1620
gest. 1647
Anm.: Sohn des Neapolitanischen Fischers und Ladeninhabers Francesco (Cicco) d'Amalfi; Fischer und 1647 Anführer eines Volksaufstandes in Neapel; hingerichtet.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1604
gest. 1640
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; ab 1617 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Holdselige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Bernburg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1651-1660 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); ab 1631 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wohltätige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1579
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1600 Aufnahme in die Florentiner Accademia della Crusca ("L'Acceso"); seit 1606 regierender Fürst von Anhalt-Köthen; 1631-1635 schwedischer Statthalter des Erzstifts Magdeburg und des Hochstifts Halberstadt; 1617 Mitbegründer und bis zu seinem Tod erstes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nährende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Emanuel von Anhalt-Plötzkau
Fürst Emanuel von Anhalt-Köthen

geb. 1631
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Lebrecht (1622-1669) in Plötzkau; ab 1657 in schwedischen Kriegsdiensten; 1659/60 in dänischer Gefangenschaft; 1662 Teilnahme am venezianischen Feldzug gegen die Türken; 1665-1669 zusammen mit seinem Bruder Lebrecht herrschender und seit 1669 alleinregierender Fürst von Anhalt-Köthen; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Strebende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.Weiterführende Informationen in der NDB
Don Juan José de Austria

geb. 1629
gest. 1679
Anm.: Unehelicher Sohn des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); spanischer General; Vizekönig von Sizilien (1648-1651) und Katalonien (1653-1656); 1656-1659 Statthalter der Spanischen Niederlande; 1662-1664 Oberbefehlshaber im Restaurationskrieg gegen Portugal; 1669-1678 Vizekönig von Aragón; seit 1676 leitender Minister seines Halbbruders König Karl II. von Spanien (1661-1700).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Georg Banse

geb. 1605
gest. 1670
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers, Sattelfreihofbesitzer und späteren anhaltisch-zerbstischen Kammermeisters Johann Banse d. J. (1578-1636); um 1639/41 Bernburger Freisasse (Besitzer eines Sattelfreihofs); Erbsasse auf Güsten und Quenstedt; seit 1646 fürstlicher Amtsrat (noch 1653); 1646-1650 daneben Stadtvogt in Bernburg.
Georg Baumgarten

gest. 1648
Anm.: Maurer in Bernburg, auch Hofmaurer.
Christian Beckmann

geb. 1580
gest. 1648
Anm.: Sohn des Zscheppliner Pfarrers Andreas Beckmann (gest. 1612); ab 1599 Studium der Theologie in Leipzig, Wittenberg und Jena; 1604 Promotion zum Mag. phil. an der Universität Leipzig; Schulrektor in Naumburg (1608-1612), Mühlhausen (1612-1615) und Amberg (1615-1625); 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1625-1627 Schulrektor in Bernburg; seit 1627 Pfarrer an der Nikolaikirche sowie Superintendent und Professor für Theologie am Gymnasium illustre in Zerbst; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 211f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Philipp (1) Beckmann

geb. ca. 1592
gest. 1666
Anm.: Sohn des Zscheppliner Pfarrers Andreas Beckmann (gest. 1612); 1620-1625 Pfarrer in Kirchenthumbach; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Radisleben; 1638-1644 Superintendent in Coswig/Anhalt; seit 1645 Pfarrer in Quellendorf; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 212.
Graf Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg

geb. 1615
gest. 1674
Anm.: Sohn des Grafen Adolf von Bentheim-Tecklenburg (1577-1623); seit 1624 regierender Graf von Tecklenburg und Limburg sowie Herr von Rheda (bis 1634 unter Vormundschaft).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Adolf von Börstel

geb. 1591
gest. 1656
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmannes Curt von Börstel (1549-1618); ab ca. 1609 Agent der Fürsten von Anhalt und anderer protestantischer deutscher Reichsfürsten am französischen Königshof; später auch königlicher Kammerherr in Paris; seit 1646 Herr von Rieux (Oise).
Christian Heinrich von Börstel

geb. 1617
gest. 1661
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); Erbherr auf Güsten und Ilberstedt; 1641-1643 Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) und zugleich Hofmeister für dessen Sohn Johann Georg (1627-1693); 1643-1648 Geheimer Rat und Hofmeister von Fürst Johann Kasimir; 1648 Übersiedlung nach Bernburg; seit 1657 anhaltischer Gesamtrat und Hofmeister des Fürsten Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlängernde"); vgl. Andreas Hesius: Lieblich und schönes Erbtheil der Kinder Gottes [...], Köthen 1661, Bl. Fijr-Givv.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Ernst Gottlieb von Börstel

geb. 1630
gest. 1687
Anm.: Sohn des kurbrandenburgischen Rats Ludwig von Börstel (ca. 1585-1631); 1639-1649 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ca. 1650/51-1660 Kammerjunker der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660); zudem Leutnant (1656), Hauptmann (1657) und Obristleutnant (1664) der kurfürstlichen Leibgarde; ab 1660 Kammerjunker und 1662-1675 Oberschenk des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688); daneben kurbrandenburgischer Obristwachtmeister (1671) Obrist (1676) und Generalwachtmeister (1684); 1675-1678 Schlosshauptmann in Cölln a. d. Spree; 1680-1683 kurbrandenburgischer Kriegsrat; seit 1682 Amtshauptmann von Wolmirstedt und Wanzleben; ab 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anreizende"); vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 434f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Wilhelm Bohusch von Ottoschütz
Jan Vilém Bohuš z Otěšic

gest. nach 1675
Anm.: Sohn des böhmischen Adligen Bohuslaus Bohusch von Ottoschütz; Erbherr auf Überbergen (Přehořov); 1628 Emigration nach Annaberg in Sachsen; seit 1637 Annaberger Bürger; später Leben in Schlettau.
Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Philippe de Bourbon
Duc Philippe d' Anjou
Duc Philippe d' Orléans
Duc Philippe de Chartres
Duc Philippe de Valois
Duc Philippe de Nemours
Duc Philippe de Montpensier
Duc Philippe de Beaupréau
Duc Philippe de Châtellerault

geb. 1640
gest. 1701
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643) und ältester lebender Bruder ("Monsieur") von Ludwig XIV. (1638-1715); 1640-1668 Duc d'Anjou; ab 1660 Duc d'Orléans, de Chartres et de Valois; seit 1672 Duc de Nemours; ab 1695 Duc de Montpensier; ferner Duc de Beaupréau und de Châtellerault.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Markgraf Georg Albrecht von Brandenburg-Bayreuth

geb. 1619
gest. 1666
Anm.: Sohn des Markgrafen Christian von Brandenburg-Bayreuth (1581-1655).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürstin Louise Henrietta von Brandenburg
Geburtsname: Gräfin Louise Henrietta von Nassau-Dillenburg

geb. 1627
gest. 1667
Anm.: Tochter des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); seit 1646 Ehe mit Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Markgraf Wilhelm Heinrich von Brandenburg

geb. 1648
gest. 1649
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann (2) Brandt

geb. 1604
gest. 1672
Anm.: Sohn des Tirschenreuther Kantors Bartholomäus Brandt (gest. 1611); Studium in Erfurt (1623) und Altdorf (nach 1630 Promotion zum Dr. med.); ursprünglich Arzt in Reichenbach/Vogtland (noch 1630); ab 1632 kriegsbedingt in Bernburg, dort baldige Bestallung zum Stadtphysikus; (vor 1637) bis November 1649 Leibarzt des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg und spätestens seit 1647 auch dessen Rat; ab Ostern 1650 Hofarzt des Fürsten Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665) und von dessen verwitweten Mutter Sophia (1599-1654); vgl. Wolfram Kaiser / Arina Völker: Universität und Physikat in der Frühgeschichte des Amtsarztwesens, Halle (Saale) 1980, S. 38.
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Lüneburg
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Calenberg

geb. 1622
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg (1641-1648) und Braunschweig-Lüneburg (ab 1648); seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Reinherzige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Jan Wolfert van Brederode

geb. 1599
gest. 1655
Anm.: Sohn des Floris van Brederode (1549-1599); ab 1620 Herr von Brederode, Vianen, Noordeloos und Ameide; niederländischer Obrist (1633), Generalleutnant der Artillerie (1636) und Feldmarschall (1642); seit 1630 Gouverneur von 's-Hertogenbosch; ab 1653 Unterstützer des republikanischen Anführers Johan de Witt (1625-1672).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Valentin Butzmann

geb. 1594
gest. 1674
Anm.: Hausbesitzer in Bernburg; zudem Schafmeister in Roschwitz.
Ludwig Camerarius
Ludwig Kammermeister

geb. 1573
gest. 1651
Anm.: Sohn des Nürnberger Arztes Joachim Camerarius (1534-1598); Studium in Altdorf (1588), Helmstedt (1592), Leipzig (1592) und Basel; 1597 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Basel; 1597 Tätigkeit am Reichskammergericht in Speyer; ab 1598 kurpfälzischer Rat und Beisitzer am Hofgericht; seit 1603 Mitglied des Oberrats; ab 1610 Hofrat; seit 1611 Geheimer Rat; 1619 Leiter der pfälzischen Kriegskanzlei in Prag; 1619/20 böhmischer Geheimer Rat und Vizekanzler von Schlesien; 1623-1626 Leiter der kurpfälzischen Exilregierung im Haag; schwedischer Resident (1626-1629) bzw. Botschafter (1629-1641) bei den Generalstaaten; ab 1628 schwedischer Hofrat; 1641 Abschied und Ernennung zum Geheimen Rat; 1649 Nobilitierung (ohne Introduktion); vgl. Heiko Droste: Im Dienst der Krone. Schwedische Diplomaten im 17. Jahrhundert, Berlin/Münster 2006, S. 384.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
König Christian IV. von Dänemark und Norwegen
Herzog Christian IV. von Schleswig-Holstein

geb. 1577
gest. 1648
Anm.: Sohn des Königs Friedrich II. von Dänemark und Norwegen (1534-1588); ab 1588 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein (bis 1593 unter Vormundschaft); seit 1603 Ritter des Hosenbandordens.

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König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich II. von Schleswig-Holstein
Administrator Friedrich II. von Bremen
Administrator Friedrich II. von Verden
Graf Friedrich I. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1623-1629 und 1634-1644 Administrator des Hochstifts Verden; 1634-1648 Administrator des Erzstifts Bremen; 1647 Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein; ab 1648 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1667 zudem regierender Graf von Oldenburg und Delmenhorst.

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Graf Magnus Gabriel De la Gardie af Läckö

geb. 1622
gest. 1686
Anm.: Sohn des schwedischen Reichsmarschalls Graf Jakob Pontusson De la Gardie (1583-1652); schwedischer Obrist (1645), General (1648) und Reichsmarschall (1651); 1646 Sondergesandter in Frankreich; seit 1647 Reichsrat; 1648-1650 Gouverneur des Meißnischen Estats zu Leipzig; 1649-1651 und 1655-1657 Generalgouverneur von Schwedisch-Livland; 1651 Hofmarschall; 1652 Reichskammerrat und Präsident des Kammerkollegiums; 1652-1660 Reichsschatzmeister; 1660-1680 Reichskanzler; 1680-1684 Reichsdrost.

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Eilert Dethardt

Anm.: Sohn des oldenburgischen Pfarrers N. N. Dethardt; seit 1648 fürstlicher Bereiter in Bernburg bzw. Harzgerode.
Hieronymus Diepholz

Anm.: Um 1633/34 nassauisch-dillenburgischer Rittmeister; um 1647 hessisch-kasselischer Obristleutnant; Erbherr auf Jonitz (ab 1647) und Sollnitz (seit 1648).
Robert Douglas of Whittinghame
Graf Robert von Skänninge

geb. 1611
gest. 1662
Anm.: Sohn des schottischen Adligen Patrick Douglas of Whittinghame (gest. 1626); ab 1627 Page des seit 1622 in Schweden lebenden Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1589-1652); schwedischer Fähnrich (1630), Hauptmann (1632), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1643), Generalleutnant (1647), General und Kriegsrat (1651), Feldmarschallleutnant (1656) und Feldmarschall (1657); 1646/47 Gouverneur in Schwaben; 1652-1654 schwedischer Reichsstallmeister; ab 1658 Geheimrat im Senat sowie Oberbefehlshaber in Estland und Livland; Erhebung zum Baron von Skålby (1651) und zum Grafen von Skänninge (1654); seit 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Lebhafte").

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Hans Friedrich Eckardt

geb. 1622
gest. nach 1680/vor 1683
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Brauers Johann Eckardt (gest. vor 1640); spätestens ab 1639 Bediensteter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1643/47 Amts- bzw. Hofkopist sowie vermutlich seit 1643 zugleich fürstlicher Küchenschreiber (noch 1648); um 1649/55 Kammerschreiber (Kammerrechnungsführer); um 1653 auch Kammerdiener; ab 1658 Bauherr und um 1670/80 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister sowie Rat in Bernburg; seit 1634 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

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Königin Henrietta Maria von England
Königin Henrietta Maria von Irland
Königin Henrietta Maria von Schottland
Geburtsname: Dauphine Henrietta Maria von Frankreich und Navarra

geb. 1609
gest. 1669
Anm.: Tochter des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); 1625-1649 Ehe mit König Karl I. von England (1600-1649); 1644-1660 Exil und seit 1665 Leben in Frankreich.

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König Jakob II. von England
König Jakob II. von Irland
König Jakob VII. von Schottland

geb. 1633
gest. 1701
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); 1644-1685 Duke of York; 1685-1689 König von England und Schottland; 1685-1690 König von Irland; von seiner Absetzung durch die Glorious Revolution (1688/89) bis zu seinem Tod jakobitischer Thronprätendent; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

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König Karl I. von England
König Karl I. von Schottland
König Karl I. von Irland

geb. 1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England) (1566-1625); ab 1625 König von England, Schottland und Irland; 1649 durch das Parlament des Hochverrats angeklagt und hingerichtet; seit 1611 Ritter des Hosenbandordens.

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Johann Ludwig von Erlach

geb. 1595
gest. 1650
Anm.: Sohn des Rudolf von Erlach (1563-1617); 1611-1616 Page des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); zunächst im Kriegsdienst für die Republik Venedig (1616), dann als Fähnrich bzw. Hauptmann der Protestantischen Union und böhmischen Konföderierten (1618-1620); 1621 Major unter Markgraf Johann Georg von Brandenburg-Jägerndorf (1577-1624); 1622 Hauptmann unter Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); 1622/23 Obristleutnant unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); zeitweise Kammerjunker und Hofmeister des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg; 1625-1627 schwedischer Obrist und Generalquartiermeister; Mitglied des Großen (1627-1629) und Kleinen Berner Rates (1629-1638); 1630/31 in französischen Kriegsdiensten; 1633-1638 Oberbefehlshaber der Berner Truppen im Aargau; Obrist (1637) und Generalmajor (1638) unter Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639) und seit 1638 Gouverneur von Breisach; nach dem Tod des Herzogs einer der Führer von dessen Weimarischer Armee in französischen Diensten (1639-1647); später Generalleutnant (1647) und Kommandant (1649) der französischen Armee im Reich; 1650 Maréchal de France.

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Kaspar Ermes

geb. 1592
gest. 1648
Anm.: Sohn des livländischen Adligen Kaspar Ermes (gest. 1597); Erbherr auf Kochenberg; schwedischer Fähnrich (1624), Rittmeister (1629), Obristleutnant (1631) und Obrist (1633); seit 1640 Gouverneur über die thüringischen Staaten und Stadtkommandant von Erfurt.

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Ascanio Filomarino
Erzbischof Ascanio von Neapel

geb. 1583
gest. 1666
Anm.: Sohn des Claudio Filomarino und der Prozia di Leonessa; Studium in Benevent (Dr. jur.), Kammerjunker des Kardinalneffen Antonio Barberini und Kanoniker der Basilica di Santa Maria Maggiore, bis 1634 Abt in Santa Maria Maddalena in Armilis, 16. Dez. 1641 Wahl zum Erzbischof von Neapel, ab 1642 cardinale di Santa Maria Maggiore in Ara Coeli, 1647 Mediator mit Habsburg im Masaniello-Aufstand

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Arvid Forbus
Arvid Forbes

geb. 1598
gest. 1665
Anm.: Sohn des Borgåer Zollbeamten Ernald Forbes (gest. 1605); schwedischer Leutnant (1623), Capitän (1626), Obristleutnant (1630), Obrist (1635), Generalmajor (1646) und General (1658); ab 1641 Oberbefehlshaber von Vorpommern und Kommandant von Stralsund; 1648-1653 Vizegouverneur von Pommern; 1649 zugleich Vizegouverneur des Meißnischen Estats in Leipzig; seit 1653 Kriegs- und Reichsrat; 1638 Naturalisierung als schwedischer Adliger; 1652 Erhebung in den Freiherrenstand.

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König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

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Andreas Girßbeck

geb. 1607/08
gest. 1696
Anm.: Geboren in Poley; um 1642/49 fürstlicher Musketier und zeitweilig Torwächter auf Schloss Bernburg; später Richter in Poley.
N. N. Greutz

Anm.: Rittmeister in kaiserlichen oder kursächsischen Diensten.
Giovanni Battista Grimani

geb. 1599
gest. 1648
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Antonio Grimani; um 1646 Capitano generale der Republik Venedig.

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Christian Groß(e)

gest. 1654
Anm.: Sohn des Schieloer Bauern Andreas Große (gest. vor 1647); ab 1633 in Diensten des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1638 Lakai von dessen Gemahlin Eleonora Sophia (1603-1675); danach bis 1642 fürstlicher Lakai in Bernburg; seit 1642 Haushalter und Unterkammerdiener sowie um 1643 Kammerdiener und Lakai von Fürst Christian II. (bis 1646); um 1647/50 fürstlicher Bediensteter in Bernburg; um 1651/54 Schneidermeister in Bernburg.
Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Martin Hahn

gest. 1648
Anm.: Spätestens seit 1638 fürstlicher Sattelknecht in Bernburg.
Hans Albrecht von Halck

gest. 1658
Anm.: Mitteldeutscher Adliger; zeitweilig Herr auf Crüchern; 1620 Kriegsdienst unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626), später unter König Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1640-1646 Major und Stadtkommandant von Bernburg; ab 1646 Kammerjunker und seit 1647 Stallmeister der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660); ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlschmeckende").

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Robert Hammond of Chertsey Abbey

geb. 1620/21
gest. 1654
Anm.: Sohn des Robert Hammond (gest. 1623) of Chertsey Abbey, Surrey; 1636 Schüler in Magdalen Hall in Oxford; 1642 Fähnrich in Irland; 1643 Hauptmann der Leibwache des Earls of Essex; 1644 Major des Edward Massey's Regiment; 1646 Gouverneuer von Exeter, dann Gloucester; 1647 Gouverneur der Isle of Wight, 1648 bei der Flucht des Königs Karl I. verhaftet, 1649 Rückzug von allen öffentlichen Ämtern; 1654 Berufung in den irischen Rat.

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Gräfin Katharina Belgica von Hanau-Münzenberg
Geburtsname: Gräfin Katharina Belgica von Nassau-Dillenburg

geb. 1578
gest. 1648
Anm.: Tochter des Fürsten Wilhelm I. von Oranien (1533-1584); 1596-1612 Ehe mit Graf Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg (1576-1612); 1612-1626 Regentin der Grafschaft Hanau-Münzenberg für ihren Sohn Philipp Moritz (1605-1638).

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Valentin Hanke
Johann Lübeck
Der blinde Valtin

gest. 1687
Anm.: Geboren in Liegnitz; kaiserlicher Leutnant (noch 1647) und Rittmeister (1648).
August von Hanow

geb. 1591
gest. 1661
Anm.: Sohn des pommerschen Adligen und Greifenberger Bürgermeisters Dionysius von Hanow; 1603-1616 Page an thüringischen, pommerschen, dänischen und schleswig-holsteinischen Höfen; ab 1616 in braunschweigischen, kursächsischen, badischen und spanischen Kriegsdiensten; 1618-1631 außerdem Kammerjunker der verwitweten Kurfürstin Hedwig von Sachsen (1581-1641); kursächsischer Rittmeister (1631), Obristwachtmeister (1632), Obristleutnant (1633), Obrist (1635-1650) und Generalwachtmeister (1640); 1642-1644 schwedischer Kriegsgefangener; 1645-1647 Befehlshaber der kursächsischen Reiter in der kaiserlichen Armee; 1655-1660 Oberhauptmann von Thüringen sowie Amtshauptmann von Langensalza, Thamsbrück und Weißensee; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Glänzende").

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Freiherr Christoph Wilhelm Harant von Polschiz
Harant Kryštof Vilém z Polžic a Bezdružic
Kryštof Vilém Harant z Bezdružic
Kryštof Vilém Harant
Christoph Wilhelm Harant
Christoph Wilhelm Harant von Polschiz
Kryštof Vilém Harant von Polžice und Bezdruźice
Kryštof Vilém Harant von Polžiee und Bezdruźic

geb. 1617
gest. 1691
Anm.: Sohn des kaiserlichen Kämmerers Johann Georg (Friedrich) Harant von Polschitz (1580-1654), 1628 mit dem Vater nach Bayern ins Exil gegangen; 1639-1640 schwedischer Rittmeister und Leutnant; 1642 Obristleutnant und Kürassier-Obrist, 1643 als Obristleutnant in bayrische Dienste getreten, 1647 als Oberst in kaiserliche Dienste getreten; nach 1651 Generalkommandant in Böhmen; 1674 Generalwachtmeister; 1675 Kämmerer; 1682 Feldmarschallleutnant; 1689 General der Kavallerie

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Graf Melchior von Hatzfeldt
Graf Melchior von Gleichen

geb. 1593
gest. 1658
Anm.: Sohn des kurmainzischen Rates Sebastian von Hatzfeldt (1566-1631); kaiserlicher Obristleutnant (1625), Obrist (1632), Feldmarschallleutnant (1633), Generalfeldzeugmeister (1634), Feldmarschall (1635-1646) und Generalfeldmarschall (1657); ab 1639 gemeinsam mit seinem Bruder Hermann (1603-1673) regierender Graf von Gleichen; seit 1642 kaiserlicher Geheimer Rat; 1635 Erhebung in den Grafenstand.

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Landgräfin Amalia Elisabeth von Hessen-Kassel
Geburtsname: Gräfin Amalia Elisabeth von Hanau-Münzenberg

geb. 1602
gest. 1651
Anm.: Tochter des Grafen Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg (1576-1612); 1619-1637 Ehe mit Landgraf Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); 1637-1650 Regentin der Landgrafschaft Hessen-Kassel für ihren unmündigen Sohn Wilhelm VI. (1629-1663).

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Landgraf Hermann von Hessen-Rotenburg
Landgraf Hermann von Hessen-Kassel

geb. 1607
gest. 1658
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); ab 1617 Koadjutor des Stifts Hersfeld; seit 1622 Propst des hersfeldischen Klosters Petersberg; ab 1627 Titularlandgraf von Hessen-Rotenburg unter der Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fütternde").

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Hezarpare Ahmed Pascha
Tezkereci Ahmed Pascha

gest. 1648
Anm.: Geboren in Istanbul als Sohn eines Soldaten; 1646/47 Defterdar (oberster Finanzbeamter) und seit 1647 Großwesir des Osmanischen Reiches; 1648 Hinrichtung wegen Bestechlichkeit und Korruption.
Christoph von Hoym

gest. 1672
Anm.: Sohn des Siegfried von Hoym (gest. 1633); Erbherr auf Steckelberg, Wegeleben, Guteborn und Ruhland; kursächsischer Rat und Oberaufseher der Grafschaft Mansfeld in Eisleben; später braunschweigisch-wolfenbüttelischer Rat und Hofmarschall (um 1660); Domherr in Naumburg.
Pierre Jarrige

geb. 1604
gest. 1660
Anm.: Geboren in Tulle: Priester und Jesuit; 1647 Konversion zum reformierten Glauben; nach Verhängung der Todesstrafe Exil in Leiden; 1650 Rückkehr nach Frankreich und Wiedereintritt in den Jesuitenorden.

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Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

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Jesus Christus
Jesus von Nazareth

Anm.: Biblische Figur.

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Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Maria Leopoldina
Königin Maria Leopoldina von Böhmen
Königin Maria Leopoldina von Ungarn
Erzherzogin Maria Leopoldina von Österreich

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Tochter des Erzherzogs Leopold von Österreich (1586-1632) in Tirol; seit 1648 Ehe mit Kaiser Ferdinand III. (1608-1657).

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Jaroslaus Peter Kinsky von Wchinitz und Tettau
Jaroslav Petr Kinský z Vchynic a Tetova

gest. 1669
Anm.: Sohn des Adam Kinsky von Wchinitz und Tettau (1569-1648); seit 1627 in schwedischen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (um 1631/47) und General der Kavallerie; um 1650 in Hamburg; später polnischer General; 1669 Tod in Pirna.
Christian Ernst von Knoch(e)

geb. 1608
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kaspar Ernst von Knoch (1582-1641); Erbherr auf Trinum; 1631-1639 in Kriegsdiensten, zuletzt als kursächsischer Obristleutnant und Generaladjutant (um 1637); ab 1641 Landeshauptmann des Teilfürstentums Anhalt-Zerbst; seit 1643 anhaltischer Gesamtrat; 1645-1650 Geheimer Rat des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1650 Direktor der Köthener Vormundschaftsregierung; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Weichende").

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Kaspar Ernst von Knoch(e)

geb. 1582
gest. 1641
Anm.: Sohn des Kaspar von Knoch (gest. 1588/89); Erbherr auf Trinum; 1597-1602 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); 1606-1632 Amtshauptmann von Harzgerode und Güntersberge; 1632-1636 schwedischer Rat und Amtshauptmann der halberstädtischen Ämter Oschersleben und Schlanstedt; ab 1636 Angehöriger des engeren Ständeausschusses im Fürstentum Anhalt; seit 1639 anhaltisch-dessauischer Geheimer Rat und Hofmarschall sowie Amtshauptmann von Sandersleben und Freckleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ausbreitende").

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Gräfin (Barbara) Maria Agatha von Königsmarck
Geburtsname: (Barbara) Maria Agatha von Lehsten

geb. 1608
gest. 1671
Anm.: Tochter des kurbrandenburgischern Hofmarschalls Christoph von Lehsten auf Kränzlin; vor 1633 Kammerjungfer bei der Herzogin Anna Sophia von Braunschweig-Wolfenbüttel (1598-1659) in Schöningen; 1633-1663 Ehe mit Graf Hans Christoph von Königsmarck (1600-1663).

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Graf Hans Christoph von Königsmarck

geb. 1600
gest. 1663
Anm.: Sohn des Konrad von Königsmarck (gest. vor 1621) auf Kötzlin; ab 1616 Page am Woffenbütteler Hof; 1620-1630 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Fähnrich; schwedischer Rittmeister (1631), Major (1633), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1640), Generalleutnant (1645) und Feldmarschallleutnant (1648); seit 1645 Generalgouverneur der Stifter Bremen und Verden; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Grafenstand; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Streitende").

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Vibeke Kruse

geb. ca. 1605/09
gest. 1648
Anm.: Angehöriger einer in Puls (Holstein) ansässigen Familie; ab ca. 1625 am dänischen Hof in Diensten von Kirsten Munk, späterer Gräfin von Schleswig-Holstein (1598-1658); seit 1629 Mätresse des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648).

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Georg Friedrich von Künsberg

geb. ca. 1630
gest. nach 1668
Anm.: Sohn des Tobias Friedrich von Künsberg (gest. 1637) auf Weidendorf und Altenkindsberg; Erbherr auf Schnabelwaid und Altenkindsberg; 1647-1649 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Samuel de L'Echerpière

geb. 1574
gest. 1660
Anm.: Aus der Normandie in die Niederlande emigrierter reformierter Adliger; Seigneur de La Rivière; Hofmeister des jungen Floris II. von Palant, ab 1598 Graf von Culemborg (1577-1639); später Prediger in Rouen; seit 1621 Pastor der wallonischen Gemeinde in Delft.

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Amélie de La Trémoïlle
Princesse Amélie de Tarente
Geburtsname: Landgräfin Emilia von Hessen-Kassel

geb. 1626
gest. 1693
Anm.: Tochter des Landgrafen Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); 1648-1672 Ehe mit Henri-Charles de La Trémoïlle, Prince de Tarente (1620-1672); seit 1686 Exil in Frankfurt am Main nach Aufhebung des Edikts von Nantes.

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Henri-Charles de La Trémoïlle
Prince Henri-Charles de Talmont
Prince Henri-Charles de Tarente

geb. 1620
gest. 1672
Anm.: Sohn des Henri de La Trémoïlle, Duc de Thouars (1598-1674); 1628 mit dem Vater Konversion zum katholischen Glauben; ab 1638 in niederländischen Kriegsdiensten; 1640 Rekonversion zum Calvinismus; seit 1648 Prince de Talmont et de Tarente; 1651-1653 einer der Führer der Fronde; 1656 deswegen mehrmonatige Haft; danach bis 1668 wieder in niederländischen Kriegsdiensten; 1670 erneute Konversion zum katholischen Glauben.

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Sigismund Ladislaus

Anm.: Sohn des Amberger Konrektors Johannes Ladislaus (gest. ca. 1611/12); um 1619 Adjunkt der kurpfälzischen Registratur in Amberg; seit 1629 Sekretär des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg, in welcher Funktion er Auszüge aus dessen Tagebuch der Jahrgänge 1620-1627 anfertigte.
Graf Johann Maximilian von Lamberg

geb. 1608
gest. 1682
Anm.: Sohn des Georg Sigmund von Lamberg (1565-1632); ab 1631 kaiserlicher Kämmerer; 1637-1649 Reichshofrat; 1644-1649 kaiserlicher Prinzipalgesandter bei den Osnabrücker Friedensverhandlungen; 1653-1660 kaiserlicher Botschafter in Madrid; seit 1657 Geheimer Rat; 1661-1675 Obristkämmerer; ab 1675 Obersthofmeister und Geheimer Konferenzminister; 1641 Erhebung in den Grafenstand; seit 1655 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Graf Wilhelm von Lamboy
Comte Guillaume de Lamboy

geb. ca. 1600
gest. 1659
Anm.: Sohn des Wilhelm von Lamboy (gest. 1636); zunächst in spanischen Kriegsdiensten; danach kaiserlicher Obrist (1632), Generalfeldwachtmeister (1634), Feldzeugmeister (1641) und Feldmarschall (1645); 1647-1649 Kommandeur der kaiserlichen Truppen im Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis; Erhebung in den Freiherren- (1634) und Grafenstand (1649).

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Graf Axel Gustafsson Lillie

geb. 1603
gest. 1662
Anm.: Sohn des Gustaf Axelsson Lillie (gest. 1605); 1619 Page des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); schwedischer Leutnant (1626), Obrist (1630), Generalmajor (1635), General (1654) und Feldmarschall (1657); ab 1638 Vizegouverneur in Vorpommern und Kommandant von Stralsund; 1641-1648 Vizegouverneur von ganz Pommern; zugleich 1642-1648 Gouverneur des Meißnischen Estats und Oberkommandant von Leipzig; seit 1648 Reichsrat; ab 1651 Kriegsrat; seit 1652 Kammerrat; 1652-1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1655/56 Gouverneur von Halland; ab 1661 Generalgouverneur von Livland; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand; seit 1652 Graf von Lillieborg.

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Henri (3) de Lorraine
Duc Henri II de Guise
Erzbischof Henri von Reims
Prince Henri de Joinville
Comte Henri d' Eu

geb. 1614
gest. 1664
Anm.: Sohn des Charles (2) de Lorraine, Duc de Guise (1571-1640); 1629-1641 Erzbischof von Reims; ab 1640 Duc de Guise; 1640/41 Prince de Joinville; 1640-1657 Comte d'Eu; 1641-1643 Exil in Flandern nach Teilnahme an Verschwörung gegen Kardinal Richelieu (1585-1642); 1647/48 Gouverneur der kurzlebigen "République royale de Naples"; 1648-1652 in spanischer Gefangenschaft; 1654 Lieutenant général der französischen Truppen im Königreich Neapel; 1655-1658 Grand chambellan de France.

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Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Johann von Mario zu Gammerslewe
Johan van Mario

geb. ca. 1574
gest. 1651
Anm.: Ab 1598 in den Niederlanden lebender Italiener; 1619/20 Obristleutnant unter Graf Georg Friedrich von Hohenlohe-Weikersheim (1569-1645) bzw. Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); seit 1622 im Dienst der Fürsten von Oranien, zuletzt als Obrist (um 1629/30); 1624/25 Hofmeister des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg; ab 1624 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Goldgelbe").
Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

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Herzogin Eleonora Maria von Mecklenburg-Güstrow
Geburtsname: Fürstin Eleonora Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1600
gest. 1657
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und älteste Schwester Christians II.; 1626-1636 Ehe mit Herzog Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); ab 1637 Witwensitz in Strelitz; seit 1617 Angehörige und ab 1627 Patronin der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Tapfere").

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Herzog Gustav Adolf von Mecklenburg-Güstrow
Administrator Gustav Adolf von Ratzeburg

geb. 1633
gest. 1695
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636) und Neffe Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1636-1648 Administrator des Stifts Ratzeburg; ab 1654 regierender Herzog von Mecklenburg-Güstrow; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefällige").

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Herzogin Louise von Mecklenburg-Güstrow

geb. 1635
gest. 1648
Anm.: Tochter des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636) und Nichte Christians II. von Anhalt-Bernburg.
Herzog Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin
Administrator Adolf Friedrich von Schwerin

geb. 1588
gest. 1658
Anm.: Sohn des Herzogs Johann VII. von Mecklenburg (1558-1592); 1592-1610 regierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin (bis 1608 unter Vormundschaft); 1610-1621 gemeinsam mit seinem Bruder Johann Albrecht II. (1590-1636) regierender Herzog von Mecklenburg; 1621-1628 und ab 1631 alleinregierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin (1628-1631 Ersetzung durch Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein, Herzog von Friedland); 1634-1648 Administrator von Schwerin; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Herrliche").

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Herzog Friedrich von Mecklenburg-Schwerin

geb. 1638
gest. 1688
Anm.: Sohn des Herzogs Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin (1588-1658); ab 1658 Herr auf Grabow; 1660 kaiserlicher Kommandant in Ungarn; seit 1667 Domherr in Straßburg; 1672 Kommandeur eines kurbrandenburgischen Reiterregimens; 1667 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fügliche").

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Mecklenburg, Haus
Herzöge von Mecklenburg

Anm.: Spätestens seit 1131 slawische Dynastie der Obodriten.

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Otto Melander von Schwarzenthal
Otto Holzapfel

geb. 1571
gest. 1640
Anm.: Sohn des Pfarrers Dionysius Melander (ca. 1539/40-1615) in Oberhone bei Eschwege; Studium in Wittenberg; Dr. jur.; zunächst Advokat an verschiedenen Orten; danach Professor der Rechte und Philosophie in Herborn; Landsyndikus in der Lausitz; Konversion zum katholischen Glauben; ab 1604 kaiserlicher Rat; später böhmischer Appellations- und Lehensrat in Prag; seit 1620 Reichshofrat; vgl. Oswald von Gschließer: Der Reichshofrat. Bedeutung und Verfassung, Schicksal und Besetzung einer obersten Reichsbehörde von 1559 bis 1806, Wien 1942, S. 206-208.

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Claude de Mesmes
Comte Claude d' Avaux

geb. 1595
gest. 1650
Anm.: Sohn des Jean-Jacques de Mesmes (1560-1642); ab 1617 Mitglied im Grand Conseil; seit 1623 Maître des requêtes und Conseiller d'État; französischer Gesandter in Venedig (1627-1632) und Rom (1632-1634); 1634-1637 diplomatische Missionen in Dänemark, Polen und Schweden; 1637-1642 außerordentlicher Gesandter bei den Hansestädten (Hamburg); 1644-1648 französischer Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; ab 1649 Surintendant des finances; seit 1638 Comte d'Avaux.

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Hans Meyer

Anm.: Um 1647/49 fürstlicher Bote in Bernburg.
Wilhelm von Micrander

gest. 1676
Anm.: Sohn des kaiserlichen Obristleutnants N. N. Micrander; 1628 Hofmeister des Grafen Philipp Reinhard I. zu Solms-Hohensolms (1593-1635); ab 1630 Genfer Bürger; Offizier in kursächsischen Diensten, u. a. Hauptmann (1634/37) und Obristleutnant (1639); Wechsel in kaiserliche (um 1643) bzw. schwedische Dienste (um 1645/48); 1649-1658 Geheimer Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) sowie Amtshauptmann von Sandersleben und Freckleben; zugleich kaiserlicher Obristleutnant; 1657-1660 erneut in schwedischen und zuletzt wieder in kaiserlichen Diensten als Obristleutnant bzw. Obrist (spätestens 1671); seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Entledigende").

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Graf Maximilian Mohr von Lichtegg

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Sohn des Tarasper Schlosshauptmanns Hans Mohr; 1614-1620 Sekretär des spanischen Gesandten Alfonso Casati (1565-1621) in Luzern; seit 1621 im Dienst der Erzherzöge von Österreich in Tirol, zuletzt als Kanzler, Regierungspräsident und Direktor des Geheimen Rates; 1640/41 kaiserlicher Reichstagsgesandter in Regensburg; Erhebung in den Freiherren- (1629) und Grafenstand (1650).

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Muerteza Pascha
Murtesa Pascha

gest. 1648
Anm.: ab 1646 vom Oberstallmeister zum Statthalter von Ofen mit Wesir-Würde befördert, am 2. November 1647 abgesetzt; 4. Dezember 1647 Statthalter von Bagdad, nach Absetzung an die Pforte berufen, im Januar 1648 in Diyarbakır hingerichtet, vgl. Anton Gévay: Versuch eines chronologischen Verzeichnisses der türkischen Statthalter von Ofen, in: Der österreichische Geschichtsforscher, Bd. 2 (1841), S. 79 f. (Nr. 70).
Graf bzw. Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen

geb. 1604
gest. 1679
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Nassau-Siegen (1561-1623); ab 1621 in niederländischen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (1629), Generalleutnant (1644) und Feldmarschall (1668); 1636-1644 Gouverneur, Kapitän und Ober-Admiral von Niederländisch-Brasilien; seit 1647 kurbrandenburgischer Statthalter von Kleve, Mark und Ravensberg; 1652 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1652 Herrenmeister des Johanniter-Ordens der Balley Brandenburg; 1674-1676 Gouverneur von Utrecht; seit 1674 regierender Fürst von Nassau-Siegen.

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N. N. Nerssi

Anm.: Rittmeister in kaiserlichen oder kursächsischen Diensten.
Nikolaus (2) N. N.

Anm.: Bis 1651 Hirte in Dohndorf.
Murrough MacDermond O'Brien
Earl Murrough O'Brien of Inchiquin
Murchadh na dTóiteán

geb. 1614
gest. 1673
Anm.: Sohn des 5th Baron of Inchiquin Dermond O'Brien in Munster, 1640 Vizepräsident von Munster und Peer of Parliament, ab 1641 Beteiligung am irischen Aufstand; 1642 Gouverneur von Munster; 1643 Präsident von Munster; 1648 Generalleutnant und selbsternannter Herr von Drogheda; 1649 Lordpräsident unter Karl II., 1652 Exil in Frankreich; 1652 Mitglied des königlichen Rates in Holland; 1653 Gouverneur in Katalonien; 1660 Gefangenschaft in Algerien; nach 1660 Oberverwalter des Haushalts der englischen Königin; 1662 General-in-Chief einer englischen Expeditiontruppe in Portugal, 1664 Rückkehr nach Irland; 1666 Bürgermeister von Clare.

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Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

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Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Matthias (1) Orlob
Matthias (1) Urlob

geb. 1589
gest. 1660
Anm.: Sohn des Bernburger Kämmerers Andreas Orlob d. Ä. (gest. 1612); um 1622 Bauherr und um 1623/26 Kämmerer der Bernburger Bergstadt.
Georg Petz d. Ä.

gest. 1660
Anm.: Bereits vor 1620 Sattelknecht des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg; um 1627 auch reisiger Knecht von dessen Vater Christian I. (1568-1630); 1636-1639 fürstlicher Musketier und seit 1639 Trabant auf Schloss Bernburg.
Pfalzgräfin Elisabeth von Pfalz-Simmern
Äbtissin Elisabeth (1) von Herford

geb. 1618
gest. 1680
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); ab 1661 Koadjutorin und seit 1667 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Herford.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kaspar (1) Pfau

geb. 1596
gest. 1658
Anm.: Sohn des Kaspar Pfau (gest. 1604); nach 1622 Bediensteter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 Amtmann von Großalsleben (noch 1638); seit 1630 anhaltischer Gesamtrat; um 1632 Amtmann zu Gernrode und Großalsleben sowie fürstlich-anhaltischer Kriegskommissar; ab 1638 auch Landrentmeister, zugleich Amtmann von Gernrode; um 1640 Obereinnehmer; um 1641/42 Landrechnungsrat; seit 1645 Hofrat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anhaltende").

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Conte bzw. Principe Ottavio Piccolomini d'Aragona
Duca Ottavio d' Amalfi

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des toskanischen Adligen Silvio Piccolomini (1543-1609); ab 1618 abwechselnd in kaiserlichen und spanischen Kriegsdiensten als Obrist (1627), Generalfeldwachtmeister (1632), General der Kavallerie (1633), Feldmarschall (1634) und Generalleutnant (1648); seit 1622 kaiserlicher Kämmerer; ab 1639 Hartschierhauptmann von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1648-1650 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; Erhebung in den Grafen- (1638) und Fürstenstand (1653); seit 1639 Duca d'Amalfi; ab 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Zwingende"); seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Joachim Plato

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Sohn des Amberger Pfarrers und Kircheninspektors Matthius Plato (1545-1617); 1619-1625 Pfarrer in Nittenau/Regen; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Hoym; 1638-1642 Pfarrer in Ballenstedt; seit 1642 Superintendent und Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 379f.

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König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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König Wladislaw IV. von Polen
Großfürst Wladislaw II. von Litauen

geb. 1595
gest. 1648
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1610-1613 erwählter Zar des Moskauer Reiches; ab 1632 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1615 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Rodrigo Ponce de León y Álvarez de Toledo
Duque Rodrigo de Arcos
Marqués Rodrigo de Zahara
Conde Rodrigo de Bailén
Conde Rodrigo de Casares

geb. 1602
gest. 1658
Anm.: Sohn des Luis Ponce de León y Zúñiga, Marqués de Zahara (1573-1605); ab 1605 Marqués de Zahara (bis 1632); seit 1625 Conde de Bailén; ab 1630 Duque de Arcos und Conde de Casares; spanischer Vizekönig von Valencia (1642-1645) und Neapel (1646-1648).

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Graf Johann Christoph von Puchheim

geb. 1605
gest. 1657
Anm.: Sohn des Johann Christoph von Puchheim (1578-1619); kaiserlicher Obrist (1635), Generalfeldwachtmeister (1638), Feldmarschallleutnant (1644) und Feldmarschall (1648); ab 1632 kaiserlicher Kämmerer; 1639-1642 schwedischer Kriegsgefangener; seit 1643 Hofkriegsrat; ab 1649 Vizepräsident des Hofkriegsrats; seit 1653 Geheimer Rat; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Zerbrechende"); 1657 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Georg I. Rákóczi
I. Rákóczi György
Fürst Georg I. von Siebenbürgen

geb. 1593
gest. 1648
Anm.: Sohn des Sigismund Rákóczi (1544-1608); seit 1630 Fürst von Siebenbürgen.

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Lorenz Reese

Anm.: Sohn des Hans Reese (gest. vor 1641) aus Görzig; spätestens seit 1641 Leibkutscher des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1642 eine Zeitlang des Dienstes enthoben und des Landes verwiesen; spätestens 1643 wieder fürstlicher Kutscher in Bernburg (noch 1649).
Valentin Reichard

gest. 1661
Anm.: Geboren in Neunburg vorm Wald (Oberpfalz); 1636 Lehrer in Großweissandt; 1636/37 Pestpfarrer in Köthen; Pfarrer in Edderitz (1637/38?), Neudorf (1638?-1641) und Cörmigk (seit 1641); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 387.
Johann (Ernst) von Reuschenberg

geb. 1603
gest. 1660
Anm.: Sohn des Edmund von Reuschenberg (1561-1620) auf Setterich; seit 1632 kaiserlicher Obristleutnant; 1634-1643 Festungskommandant von Wolfenbüttel; kurbayerischer Obrist (1635), Generalwagenmeister (1640) und Feldmarschall (1648); kaiserlicher Feldzeugmeister (1644) und Feldmarschall (1648); 1651 Feldmarschall des Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1578-1653) im Herzogtum Jülich und Berg; 1653 westfälischer Kreis-Obrist.

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Israel Isaaksson Ridderhielm

gest. 1669
Anm.: Schwedischer Obristleutnant (1647), Obrist (1655), Generalmajor (1656) und Generalleutnant (1664); 1648 Nobilitierung.
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Georg Ehrenreich (2) von Roggendorf

geb. 1627
gest. ca. 1668
Anm.: Sohn des Georg Ehrenreich von Roggendorf (1596-1652); 1641-1652 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Leben in Ödenburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schamhafte").
Johannes (Nikolaus) Rulicius

geb. 1602
gest. 1666
Anm.: Geboren in Kirchberg (Hunsrück); Studium in Herborn (1623) und England (bis 1628); ca. 1630/31 Pfarrer in Dorchester; 1635 Pfarrer der englisch-reformierten Kirche in Heidelberg; ab 1636 englischer und seit 1639 deutscher reformierter Prediger in Amsterdam; daneben vor allem Sammler von Spendengeldern für protestantische Glaubensflüchtlinge.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Johann Georg I. von Sachsen-Eisenach

geb. 1634
gest. 1686
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar (1598-1662); 1655-1660 in kurbrandenburgischen Kriegsdiensten als Obrist (1656), Generalmajor (1658) und Generalwagenmeister (1659); 1668-1671 Regent und ab 1671 regierender Herzog von Sachsen-Eisenach; 1674/75 kaiserlicher Obrist und Feldmarschallleutnant; seit 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Trachtende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Bernhard von Sachsen-Jena

geb. 1638
gest. 1678
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar (1598-1662); ab 1672 regierender Herzog von Sachsen-Jena; seit 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nachfolgende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg

geb. 1586
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); bereits als Jugendlicher Konversion zum katholischen Glauben; kaiserlicher Obrist (1618-1635) und Feldmarschall (1629); 1634/35 Inhaftierung wegen seiner Vertrauensstellung bei Wallenstein (1583-1634); ab 1637 Friedensvermittler zwischen Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) und Schweden; seit 1656 regierender Herzog von Sachsen-Lauenburg; ab 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Glückhafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Wilhelmina Eleonora von Sachsen-Weimar

geb. 1636
gest. 1653
Anm.: Tochter des Herzogs Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar (1598-1662).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christoph Wilhelm (von) Schlegel

geb. ca. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Wolf (von) Schlegel (1584-1658); Erbherr auf Merzien, Zehringen und Thurau; um 1631/32 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1633 Fahnenjunker des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); um 1640/41 Hofjunker in Bernburg.
Herzog Georg Rudolf von Schlesien-Liegnitz-Wohlau

geb. 1595
gest. 1653
Anm.: Sohn des Herzogs Joachim Friedrich von Schlesien-Liegnitz-Brieg-Wohlau (1550-1602) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1611 regierender Herzog von Schlesien-Liegnitz und Schlesien-Wohlau (bis 1612 unter Vormundschaft); 1621-1629 Oberlandeshauptmann von Schlesien; seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wunderbare").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Gräfin Kirsten von Schleswig-Holstein
Geburtsname: Kirsten Munk

geb. 1598
gest. 1658
Anm.: Tochter des dänischen Adligen Ludvig Munk (1537–1602); 1615-1630 morganatische Ehe mit König Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1627 Erhebung zur Gräfin von Schleswig-Holstein.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christian Schmidt

gest. 1656
Anm.: Angeblich polnischstämmiger Schlesier; um 1645/50 schwedischer Kriegskommissar im Hochstift Halberstadt; vor 1656 Generalkriegskommissar des Königs Karl X. Gustav von Schweden (1622-1660) in Polen; 1656 Ermordung auf einer Reise.
Martin Schmidt

gest. 1657(?)
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); fürstlicher Amtmann und Amtsschreiber in Harzgerode (spätestens 1631-1632); anschließend Amtmann von Bernburg (1632-1637) bzw. Ballenstedt-Hoym (1637-1657).
Christoph Schnegel

Anm.: Um 1637 in Schöningen; um 1643/46 Bader und Chirurg in Bernburg.
Balthasar von Schrattenbach

Anm.: Steirischer Adliger; vor 1629 Emigration aus der Steiermark; in den 1640er Jahren Exulant in Bremen; 1642 Interimshofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); um 1653/54 in Hannover; möglicherweise seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Versichernde").

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Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
König Karl X. Gustav von Schweden
Herzog Karl Gustav von Bremen und Verden
Pfalzgraf Karl Gustav von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg

geb. 1622
gest. 1660
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1589-1652); schwedischer Rittmeister (1642), Obrist (1643) und ab 1648 oberster Befehlshaber der Armee im Heiligen Römischen Reich; 1649 Ernennung zum Thronfolger durch den schwedischen Reichstag auf Betreiben seiner Cousine Königin Christina von Schweden (1626-1689); seit 1654 König von Schweden sowie regierender Herzog von Bremen und Verden; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabene").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Simon Heinrich von Schweichhausen
Simon Heinrich von Schwechhausen

geb. ca. 1614
Anm.: Sohn des Bremer Patriziers N. N. Schweichhausen (1); zeitweise Kriegsdienst in England als Fähnrich, Leutnant, Capitän-Leutnant und Rittmeister; 1646-1649 Hofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718) sowie zugleich anhaltisch-bernburgischer Rat; ab 1649 sächsisch-weimarischer Hof- und Kammerjunker (spätestens 1651) sowie Obristleutnant (1651-1655); 1654/55 zudem Hofmeister der Herzöge Bernhard (1638-1678) und Friedrich von Sachsen-Weimar (1640-1656); 1653 Nobilitierung; seit 1651 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Eigentliche").
Christoph Seese

gest. 1677
Anm.: Geboren in Zerbst; um 1644 Stadtleutnant und seit 1646 Bürgermeister der Bernburger Talstadt (1646-1649, 1651, 1654, 1657, 1660, 1662, 1668 und 1671 regierend); vgl. Volker Ebersbach: Geschichte der Stadt Bernburg, Bd. 1, Dessau 1998, S. 237.
Friedrich Spanheim d. Ä.

geb. 1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Amberger Pädagogium-Rektors Wigand Spanheim (gest. 1620); Studium in Heidelberg (1614-1619) und Genf (1619/20); 1621-1623 Privatlehrer bei Jean de Bonne, Baron de Vitrolles; Professor für Philosophie (1626-1631) und Theologie (1631-1642) sowie 1633-1637 auch Rektor der Akademie in Genf; 1642 Promotion zum Dr. theol. an der Universität Basel; seit 1642 Professor für Theologie in Leiden.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Johann von Sporck

gest. 1679
Anm.: Sohn des Westerloher Bauern Franz Nolte, genannt Sporck (gest. 1625); frühe Konversion zum katholischen Glauben; bayerischer Rekrut (1619), Kornett (1631), Rittmeister (1633), Obristwachtmeister (1636), Obrist (1636) und Generalmajor (1645); danach kaiserlicher Feldmarschallleutnant (1647) und General der Kavallerie (1664); Erhebung in den Freiherren- (1647) und Grafenstand (1664).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Johann Sternberg

gest. 1650
Anm.: Vermutlich Dr. jur.; um 1646/48 schleswig-holsteinischer und spätestens seit 1647 auch anhaltisch-bernburgischer Agent in Wien.
Johann Wilhelm von Stubenberg

geb. 1619
gest. 1663
Anm.: Sohn des Rudolf von Stubenberg (gest 1620); aufgewachsen beim Onkel Georg d.Ä. von Stubenberg, ab 1629 Exulant in Sachsen; 1641 Rückkehr nach Böhmen im Zuge einer Erbreinigung; 1658/59 Übersiedlung nach Wien; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unglückliche")

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Sultan (Osmanisches Reich) Ibrahim

geb. 1615
gest. 1648
Anm.: Sohn von Sultan Ahmed I. (1590-1617); seit 1640 Sultan des Osmanischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Sultan (Osmanisches Reich) Mehmed IV.

geb. 1642
gest. 1693
Anm.: Sohn von Sultan Ibrahim (1615-1648); 1648-1687 Sultan des Osmanischen Reiches.

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Johann (1) Tappe

gest. nach 1659
Anm.: Vermutlich Sohn des Bernburger Amtmanns David Tappe (gest. 1625); um 1644/57 fürstlicher Amts- bzw. Kornschreiber in Bernburg; seit 1649 ebenso Stadtkämmerer der Bernburger Bergstadt (noch 1659); um 1651/53 zugleich Stadtschreiber; um 1656/57 Amtsschreiber.
Konrad Theopold

geb. 1600
gest. 1651
Anm.: Sohn des Amesdorfer Pfarrers Johannes Theopold (1563-1626); Schulbesuch am Gymnasium zu Zerbst, Studium in Frankfurt a. d. Oder; 1626-1637 Pfarrer in Natho; 1637-1644 Diakon an St. Bartholomäi in Zerbst (Entlassung als Reformierter); seit 1645 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 445.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Matthias de Vacchi

geb. ca. 1605
gest. 1655
Anm.: Geboren im Herzogtum Krain; Freiherr von Adelsberg; kaiserlicher Obristwachtmeister (um 1629), Obristleutnant (um 1633) und Obrist (1642).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Íñigo d. J. Vélez de Guevara y Tassis
Marqués Íñigo d. J. de Guevara
Conde Íñigo d. J. de Oñate
Conde Íñigo d. J. de Villamediana

geb. 1597
gest. 1658
Anm.: Sohn des Íñigo d. Ä. Vélez de Guevara y Tassis, Conde de Oñate (1572-1644); königlicher Kämmerer; spanischer Botschafter in London (1636-1638) und Rom (1646-1648); ab 1644 Conde de Oñate und Conde de Villamediana; 1648-1653 Vizekönig von Neapel; seit 1653 Consejero de estado; ab 1653 erster Marqués de Guevara.

Weiterführende Informationen in VIAF
Isaak Volmar

geb. 1582
gest. 1662
Anm.: Sohn des württembergischen Vogts Abraham Volmar in Streußlingen; 1599 Promotion zum Dr. iur. utr. an der Universität Tübingen; 1606-1613 Professor für Rhetorik und 1613-1615 Advokat in Freiburg im Breisgau; ab 1615 im Dienst und seit 1621 Kanzler der vorderösterreichischen Landesregierung in Ensisheim im Elsaß; 1621 Konversion zum katholischen Glauben; nach 1627 zeitweise im Dienst des ebenfalls konvertierten Grafen Johann Ludwig von Nassau-Hadamar (1590-1653); ab 1630 Reichshofrat; 1632-1642 Präsident der Innsbrucker Hofkammer; 1638 Kommandant die Rheinfestung Breisach; kaiserlicher Gesandter auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Westfälischen Friedensverhandlungen in Münster (1643-1649), auf dem Reichstag in Regensburg (1653/54) und auf dem Deputationstag in Frankfurt/Main (1656); 1649 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Westfälische Geschichte
Marcus Friedrich (1) Wendelin

geb. 1584
gest. 1652
Anm.: Sohn des Predigers Friedrich Wendelin (gest. 1594) in Sandhausen bei Heidelberg; Studium in Heidelberg (1607 Mag.); ab 1609 Erzieher und Hofmeister der Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg sowie Friedrich Moritz (1600-1610) und Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1612 Rektor am Zerbster Gymnasium Illustre; vgl. Gustav Früh / Hans Goedeke / Hans Jürgen von Wilckens: Die Leichenpredigten des Stadtarchivs Braunschweig, Bd. 9, Hannover 1985, S. 4386f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Graf Johann von Werth
Jan von Werth

geb. 1591
gest. 1652
Anm.: Geboren als Bauernsohn in Büttgen bei Neuss; zunächst in spanischen Kriegsdiensten, zuletzt als Rittmeister (1622); kurbayerischer Obristwachtmeister (1631), Obrist (1633), Generalwachtmeister und Feldmarschallleutnant (1634); seit 1634 kaiserlicher Kämmerer; 1638-1642 französischer Kriegsgefangener; 1642 Generalleutnant der kaiserlichen, kurbayerischen und kurkölnischen Kavallerie; 1643-1647 kurbayerischer General der Kavallerie; 1647/48 kaiserlicher General der Kavallerie; 1632 Nobilitierung; Erhebung in den Freiherren- (1635) und Grafenstand (1647).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Graf Arvid Wittenberg
Arvid Wirtenberg von Debern

geb. 1606
gest. 1657
Anm.: Sohn des Hans Wirtenberg von Debern (gest. 1630); ab 1622 in schwedischen Kriegsdiensten als Kapitän (1629), Obrist (1634), Generalmajor (1640), General der Kavallerie (1645), Reichszeugmeister und General der Artillerie (1650) sowie Feldmarschall (1655); ca. 1634/35 kaiserlicher Kriegsgefangener; seit 1651 Reichsrat; ab 1655 Generalgouverneur von Pommern; seit 1656 polnischer Kriegsgefangener; Erhebung in den Freiherren- (1651) und Grafenstand (1652).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Hans Christoph von Witzscher

geb. 1621
Anm.: Sohn des Hans Christoph (von) Witzscher (gest. 1637) auf Schortewitz; vor 1639 Kammerpage, um 1643 Page und spätestens 1645 bis 1648 Hofjunker der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); dazwischen 1639-1643 Kavalierstour durch Frankreich und die Niederlande; 1648-1650 Hofmeister der Gräfin Maria Euphrosina De la Gardie (1625-1687) in Leipzig; um 1653 Aufenthalt in Straßburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Carl Gustav Wrangel af Salmis
Graf Carl Gustav von Sölvesborg

geb. 1613
gest. 1676
Anm.: Sohn des Hermann Wrangel (1587-1643); ab 1627 in schwedischen Kriegsdiensten als Kornett (1629), Rittmeister (1632), Obristleutnant (1635), Obrist (1636), Generalmajor (1638), Generalzeugmeister (1645) und Feldmarschall (1646); seit 1646 Reichsrat; 1646-1648 Oberbefehlshaber der schwedischen Truppen in Deutschland; 1648-1650 und ab 1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1657-1664 Reichsadmiral; seit 1664 Reichsmarschall; 1651 Erhebung in den Grafenstand (1651-1665 Graf von Salmis, ab 1665 Graf von Sölvesborg); seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Obsiegende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Elisabeth Maria von Württemberg-Oels
Geburtsname: Herzogin Elisabeth Maria von Schlesien-Münsterberg-Oels

geb. 1625
gest. 1686
Anm.: Tochter des Herzogs Karl Friedrich von Schlesien-Münsterberg-Oels (1593-1647); 1647-1664 Ehe mit Herzog Sylvius Nimrod von Württemberg-Weiltingen (1622-1664), seit 1649 Herzog von Württemberg-Oels.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Sylvius Nimrod von Württemberg-Oels

geb. 1622
gest. 1664
Anm.: Sohn des Herzogs Julius Friedrich von Württemberg-Weiltingen (1588-1635); seit 1649 als Erbe des Herzogs Karl Friedrich von Schlesien-Münsterberg-Oels (1593-1647) erster regierender Herzog von Württemberg-Oels (Mediatfürstentum der böhmischen Krone).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzogin Anna Sabina von Württemberg-Weiltingen
Geburtsname: Herzogin Anna Sabina von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1593
gest. 1659
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1635 Ehe mit Herzog Julius Friedrich von Württemberg-Weiltingen (1588-1635); seit 1626 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Leutselige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Sueno Martialis Edenolf von Württemberg-Weiltingen

geb. 1629
gest. 1656
Anm.: Sohn des Herzogs Julius Friedrich von Württemberg-Weiltingen (1588-1635); ab 1643 Erziehung am Hof des Herzogs Ernst I. von Sachsen-Gotha (1601-1675); seit 1652 in venezianischen, zuletzt in schwedischen Kriegsdiensten; ab 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erleuchtende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Eberhard III. von Württemberg

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Friedrich von Württemberg (1582-1628); seit 1628 regierender Herzog von Württemberg (bis 1633 unter Vormundschaft); 1634-1638 Exil in Straßburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Aderstedt
weiterführende Informationen
Ägäisches Meer
weiterführende Informationen
Alsleben
weiterführende Informationen
Anhalt-Bernburg, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt, Fürstentum
weiterführende Informationen
Aschersleben
weiterführende Informationen
Augsburg
weiterführende Informationen
Baalberge
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Bayern, Herzogtum bzw. Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Berlin
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Talstadt
Anm.: Stadt links der Saale, die aus den ehemals eigenständigen Teilen Altstadt und Neustadt bestand (1825 Zusammenschluss mit der Bernburger Bergstadt).
Biendorf
weiterführende Informationen
Blankenburg (Harz)
weiterführende Informationen
Böhmen, Königreich
weiterführende Informationen
Brandenburg, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Braunau (Broumov)
weiterführende Informationen
Braunschweig und Lüneburg, Herzogtum
weiterführende Informationen

Anm.: Die Teilfürstentümer Braunschweig-Wolfenbüttel, Lüneburg, Calenberg und Grubenhagen umfassendes Gesamtterritorium der welfischen Herzöge.
Breitenbend, Burg
weiterführende Informationen

Anm.: Eine in der Nähe von Linnich gelegene Burg, die im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurde.
Bremen, Erzstift bzw. Herzogtum (seit 1648)
weiterführende Informationen
Calbe
weiterführende Informationen
Canea (Chania)
weiterführende Informationen
Cörmigk
weiterführende Informationen
Crailsheim
weiterführende Informationen
Dänemark, Königreich
weiterführende Informationen
Dalmatien
weiterführende Informationen
Den Haag ('s-Gravenhage)
weiterführende Informationen
Dessau (Dessau-Roßlau)
weiterführende Informationen
Dohndorf
weiterführende Informationen
Donau, Fluss
weiterführende Informationen
Donauwörth
weiterführende Informationen
England, Königreich
weiterführende Informationen
Erfurt
weiterführende Informationen
Eutin
weiterführende Informationen
Flandern, Grafschaft
weiterführende Informationen
Franken, Herzogtum
weiterführende Informationen
Frankfurt (Main)
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Friesland, Provinz (Herrschaft)
weiterführende Informationen
Gelderland, Provinz (Herzogtum Geldern)
weiterführende Informationen
Gernrode
weiterführende Informationen
Glatz (Kłodzko)
weiterführende Informationen
Göppingen
weiterführende Informationen
Gotha
weiterführende Informationen
Gröna
weiterführende Informationen
Groningen (Stadt und Umland), Provinz
weiterführende Informationen
Güstrow
weiterführende Informationen
Habsburgische Erblande (österreichische Linie)
weiterführende Informationen
Halberstadt
weiterführende Informationen
Halberstadt, Hochstift bzw. Fürstentum (seit 1648)
weiterführende Informationen
Halle (Saale)
weiterführende Informationen
Hamburg
weiterführende Informationen
Hannover
weiterführende Informationen
Harz
weiterführende Informationen
Harzgerode
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
weiterführende Informationen
Hessen-Darmstadt, Landgrafschaft
weiterführende Informationen
Hessen, Landgrafschaft
weiterführende Informationen
Holland, Provinz (Grafschaft)
weiterführende Informationen
Hoym
weiterführende Informationen
Irland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Italien
weiterführende Informationen
Kassel
weiterführende Informationen
Katalonien, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Kleve
weiterführende Informationen
Köln
weiterführende Informationen
Köthen
weiterführende Informationen
Kopenhagen (København)
weiterführende Informationen
Kortrijk
weiterführende Informationen
Kreta (Candia), Insel
weiterführende Informationen
Krim, Khanat
weiterführende Informationen
Leau
weiterführende Informationen
Leipheim
weiterführende Informationen
Leipzig
weiterführende Informationen
Linz
weiterführende Informationen
London
weiterführende Informationen
Lüneburger Heide
weiterführende Informationen
Magdeburg
weiterführende Informationen
Mecklenburg-Güstrow, Herzogtum
weiterführende Informationen
Mecklenburg, Herzogtum
weiterführende Informationen
Minden, Hochstift bzw. Fürstentum (seit 1648)
weiterführende Informationen
Möckern
weiterführende Informationen
Moskauer Reich (Großrussland)
weiterführende Informationen
Münster
weiterführende Informationen
Neapel, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
weiterführende Informationen
Nienburg (Saale)
weiterführende Informationen
Obere Pfalz (Oberpfalz), Fürstentum
weiterführende Informationen
Österreich, Erzherzogtum
weiterführende Informationen
Oldenburg
weiterführende Informationen
Osmanisches Reich
weiterführende Informationen
Osnabrück
weiterführende Informationen
Overijssel, Provinz (Herrschaft)
weiterführende Informationen
Palermo
weiterführende Informationen
Paris
weiterführende Informationen
Passau
weiterführende Informationen

Anm.: Gebildet aus den damals drei eigenständigen Teilen Alt-, Ilz- und Innstadt.
Pfaffenbusch
Anm.: Auenwaldgebiet an der Saale bei Bernburg.
Pful
Anm.: Nach der ehemaligen Burgruine Pful benanntes Auenwaldgebiet an der Saale bei Plötzkau.
Plötzkau
weiterführende Informationen
Polen, Königreich
weiterführende Informationen
Poley
weiterführende Informationen
Pommern, Herzogtum
weiterführende Informationen
Prag (Praha)
weiterführende Informationen
Preßburg (Bratislava)
weiterführende Informationen
Quedlinburg
weiterführende Informationen
Querfurt
weiterführende Informationen
Ratzeburg, Hochstift
weiterführende Informationen
Rieder
weiterführende Informationen
Saale, Fluss
weiterführende Informationen
Sachsen-Lauenburg, Herzogtum
weiterführende Informationen
Sangerhausen
weiterführende Informationen
Sant'Elmo, Festung (Castel Sant'Elmo)
weiterführende Informationen
Schlesien, Herzogtum
weiterführende Informationen
Schleswig-Holstein-Gottorf, Herzogtum
weiterführende Informationen
Schottland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schwaben
weiterführende Informationen
Schweden, Königreich
weiterführende Informationen
Schweiz, Eidgenossenschaft
weiterführende Informationen
Seeland (Zeeland), Provinz (Grafschaft)
weiterführende Informationen
Sizilien, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Sodom
weiterführende Informationen

Anm.: Biblische Stadt, die Gott wegen ihrer Sündhaftigkeit zerstört haben soll.
Spanien, Königreich
weiterführende Informationen
Strelitz (Strelitz-Alt)
weiterführende Informationen
Tecklenburg
weiterführende Informationen
Troppau (Opava)
weiterführende Informationen
Ulm
weiterführende Informationen
Ungarn, Königreich
weiterführende Informationen
Utrecht, Provinz (Hochstift)
weiterführende Informationen
Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
weiterführende Informationen
Warnemünde
weiterführende Informationen
Warschau (Warszawa)
weiterführende Informationen
Weddegast
weiterführende Informationen
Wernigerode
weiterführende Informationen
Wettin (Wettin-Löbejün)
weiterführende Informationen
Wien
weiterführende Informationen
Wight, Insel (Isle of Wight)
weiterführende Informationen
Württemberg, Herzogtum
weiterführende Informationen
Ypern (Ieper)
weiterführende Informationen
Zepzig
weiterführende Informationen
Zerbst
weiterführende Informationen
Böhmen, Stände
weiterführende Informationen
Gymnasium Illustre Zerbst
weiterführende Informationen
Anm.: Im Jahr 1582 gegründete höhere Landesschule für das gesamte Fürstentum Anhalt.
Jesuiten (Societas Jesu)
weiterführende Informationen
Niederlande, Generalstaaten
weiterführende Informationen
Decimus Ausonius Magnus: Epigrammata, in: Sämtliche Werke, Bd. 1 (Auto)biographische Werke, hg. von Paul Dräger, Trier: 2012, S. 182-249. [Nachweis im GVK]
Anicius Manlius Severinus Boethius: Consolatio philosophiae = Trost der Philosophie, hg. von Ernst Gegenschatz / Olof Gigon, Düsseldorf: 2002. [Nachweis im GVK]
Marcus Tullius Cicero: Epistulae ad Atticum = Atticus-Briefe. Lateinisch und deutsch, hg. von Helmut Kasten, München: 1980. [Nachweis im GVK]
Euripides: Troades, hg. von Werner Biehl, Leipzig: 1970. [Nachweis im GVK]
Sebastian Franck: Paradoxa, hg. von Siegfried Wollgast, Berlin: 1995. [Nachweis im GVK]
Gesta Romanorum, hg. von Hermann Oesterley, Berlin: 1872. [Nachweis im GVK]
(Giovanni) Battista Guarini: Il Pastor Fido. Tragicomedia Pastorale Di Battista Gvarini, Dedicata Al Serenissimo D. Carlo Emanvele Dvca Di Savoia. &c. Nelle Reali Nozze di S. A. con la Serenissima Infante D. Caterina D'Avstria, Venedig: Bonfadino, 1590. [Nachweis im GVK]
(Giovanni) Battista Guarini: Pastor fido oder die allerschönste Tragicomoedia. Der getrewe Hürte genant. Hiebevor von dem fürtrefflichen Ferraresischen von Adel vnd Ritter Baptista Gvarino in Italianischer Sprachen beschrieben, anjetzo aber in das Hochteutsche auffs fleissigste versetzt vnd mit Kupfferstücken zum Druck verfertiget, übers. von Statius Ackermann, Schleusingen: Schmiden, 1636. [Nachweis im GVK]
Francesco Guicciardini: Storia d'Italia, 3 Bde., hg. von Ettore Mazzali, Milano: 1988. [Nachweis im GVK]
Heidelberger Katechismus von 1563, in: Reformierte Bekenntnisschriften, Bd. 2,2, hg. von Wilhelm H. Neuser / Andreas Mühling / Mihály Bucsay, Neukirchen-Vluyn: 2009, S. 167-212. [Nachweis im GVK]
Kaiser (Byzantinisches Reich) Iustinianus I.: Corpus Iuris Civilis. Volumen Secundum: Codex Iustiniani, hg. von Paul Krüger, Dublin/Zürich: 1967. [Nachweis im GVK]
Ambrosius Lobwasser: Der Psalter desz Königlichen Propheten Dauids. Jn deutsche reymen verstendiglich vnd deutlich gebracht, mit vorgehender anzeigung der reymen weise, auch eines jeden Psalmes Inhalt, Leipzig: Hans Steinman und Ernst Vögelin, 1576. [Nachweis im GVK]
Marcus Manilius: Astronomica, hg. von George P. Goold, Stuttgart/Leipzig: 1998. [Nachweis im GVK]
Aulus Persius Flaccus: Satiren, hg. von Walter Kißel, Heidelberg: 1990. [Nachweis im GVK]
Francesco Petrarca: Canzoniere [italienisch-deutsch], übers. von Geraldine Gabor / Ernst-Jürgen Dreyer, Basel/Frankfurt am Main: 1989. [Nachweis im GVK]
Publius Vergilius Maro: Aeneis. Lateinisch-deutsch, hg. von Niklas Holzberg, Berlin/Boston: 2015. [Nachweis im GVK]