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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: Juni 1648


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XIX, fol. 455v-490r (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. Juni 1648
Bernburg
  • Windiges Wetter
  • Zitate aus dem 73. Psalm
  • Besuch durch den Baalberger Pfarrer Bartholomäus Friedrich
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Rückkehr des Kammermeisters Tobias Steffeck
  • Korrespondenz
  • Kriegsfolgen
02. Juni 1648
Bernburg
  • Ausritt mit den Söhnen Erdmann Gideon, Viktor Amadeus und Karl Ursinus in die Weinberge
  • Gespräch mit dem Diakon und Schulrektor Dr. Andreas Hesius
  • Korrespondenz
  • Gartenspaziergang mit Gemahlin Eleonora Sophia
  • Dachshatz im Schlosshof
03. Juni 1648
Bernburg → Roschwitz → Bernburg
  • Kühles Wetter mit Regen
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Ausfahrt mit der Gemahlin sowie den ältesten Töchtern Eleonora Hedwig und Ernesta Augusta über die Felder nach Roschwitz
04. Juni 1648
Bernburg
  • Kirchgang
  • Böhmischer Exulant Johann Wilhelm Bohusch, der Kammerrat Dr. Joachim Mechovius und der Leibarzt Dr. Johann Brandt als Mittagsgäste
  • Nachrichten
  • Nachmittagskirchgang der Kinder Erdmann Gideon, Viktor Amadeus, Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia und Karl Ursinus
  • Starker Husten der zweitjüngsten Tochter Maria
  • Administratives
  • Gartenspaziergang mit der Gemahlin
  • Herzeleid
05. Juni 1648
Bernburg
  • Gewitter mit Hagel am Nachmittag
  • Kontribution
  • Kriegsfolgen
  • Bericht durch Steffeck
  • Spaziergang zur Mühle
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Gespräch mit dem durchreisenden anhaltischen Gesamtrat Martin Milag
  • Abendspaziergang bei heiterem Wetter
06. Juni 1648
Bernburg → Zepzig → Bernburg
  • Ausritt und Hasenjagd mit Erdmann Gideon und Viktor Amadeus
  • Georg Friedrich von Börstel und Bohusch als Mittagsgäste
  • Ausfahrt mit der Gemahlin, Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta und Karl Ursinus nach Zepzig
  • Rückkehr des Küchenmeisters Philipp Güder aus der Quellendorfer Heide
  • Nachrichten
07. Juni 1648
Bernburg → Pfaffenbusch → Bernburg
  • Wild- und Lebensmittellieferung aus Ballenstedt
  • Nachrichten
  • Korrespondenz
  • Kirchgang zum Bettag
  • Spaziergang mit der Gemahlin in den Pfaffenbusch
08. Juni 1648
Bernburg
  • Besichtigung der Felder
  • Korrespondenz
  • Erneute Ausfahrt der Gemahlin mit den Töchtern
09. Juni 1648
Bernburg → Baalberge → Bernburg
  • Nächtlicher Regen und Wind
  • Korrespondenz
  • Krähen- und Rabenjagd
  • Ausfahrt mit der Gemahlin, Ernesta Augusta, Eleonora Hedwig und Karl Ursinus nach Baalberge
  • Rückkehr des Lakaien Christian Groß aus Goslar und Wernigerode
  • Geschlachteter Ochse als Unglücksbringer
10. Juni 1648
Bernburg
  • Rückkehr eines Boten aus Prag
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Gartenspaziergang mit der Gemahlin
  • Wirtschaftssachen
  • Ausfahrt von Erdmann Gideon, Viktor Amadeus, Ernesta Augusta und Eleonora Hedwig nach Altenburg (bei Nienburg/Saale)
11. Juni 1648
Bernburg
  • Regen, Wind und schönes Wetter
  • Zweimaliger Kirchgang
  • Zeitvertreib von Erdmann Gideon, Viktor Amadeus und Karl Ursinus
12. Juni 1648
Bernburg
  • Regen und Wind
  • Hasenjagd
  • Wirtschaftssachen
  • Administratives
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
13. Juni 1648
Bernburg
  • Regen
  • Beratung mit Dr. Mechovius
  • Korrespondenz
14. Juni 1648
Bernburg
  • Gewitter
  • Anhörung der Predigt
  • Gespräch und Mittagessen mit dem Waldauer Pfarrer Daniel Marggraf
  • Nachrichten
15. Juni 1648
Bernburg → Roschwitz → Bernburg
  • Hasenjagd
  • Nächtliche Unruhe durch Geister
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Erfolglose Krähenjagd
  • Ausfahrt von Erdmann Gideon, Viktor Amadeus, Karl Ursinus und einiger Töchter nach Baalberge
  • Spaziergang zu den Feldern in Roschwitz
16. Juni 1648
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Blutiger Urin und Schwermut von Karl Ursinus
17. Juni 1648
Bernburg → Magdeburg
  • Fahrt mit Erdmann Gideon und Viktor Amadeus auf der Saale und Elbe nach Magedburg
  • Einzug in eine schlechte Herberge am Elbtor
  • Anmietung eines Schiffes nach Hamburg
  • Korrespondenz
18. Juni 1648
Magdeburg → Tangermünde
  • Weiterreise nach Tangermünde
  • Ruin der Stadt
19. Juni 1648
Tangermünde → Schnackenburg
  • Nachrichten
  • Weiterfahrt nach Schnackenburg
20. Juni 1648
Schnackenburg → Dömitz → Hitzacker
  • Weiterreise nach Hitzacker bei Regen und Gegenwind
  • Unterwegs beinahe Zusammenstoß mit einer Fähre in Dömitz
  • Husten von Erdmann Gideon
  • Schwierige Suche nach einer Herberge
  • Pferdezucht
  • Schwedische Soldaten in Hitzacker
21. Juni 1648
Hitzacker → Bleckede → Boizenburg → Lauenburg → Zollenspieker
  • Menschenleeres Hitzacker
  • Weiterfahrt nach Zollenspieker bei Kälte, Regen und Wind
22. Juni 1648
Zollenspieker → Hamburg
  • Weiterreise nach Hamburg bei Gewitter, Regen und Wind
  • Inkognito-Aufenthalt
  • Unterkunft in der Herberge "Stadt Lübeck"
  • Verlassenheit vom Glück
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
23. Juni 1648
Hamburg
  • Stadtbesichtigung durch Erdmann Gideon und Viktor Amadeus
  • Korrespondenz
  • Starke Beunruhigungen
24. Juni 1648
Hamburg → Elmshorn → Itzehoe
  • Regnerisches Wetter
  • Weiterfahrt nach Itzehoe
  • Unterwegs Mittagessen in Elmshorn
25. Juni 1648
Itzehoe → Drage
  • Weiterreise nach Drage auf Einladung des dänischen Geheimen Rats und schleswig-holsteinischen Statthalters Christian von Rantzau
  • Bewirtung durch Rantzau auf seinem Schloss
26. Juni 1648
Drage → Breitenburg → Rendsburg
  • Dauerregen
  • Enttäuschungen
  • Abschied von Dorothea von Rantzau und vom schleswig-holsteinischen Regierungsrat Johannes Helm
  • Weiterfahrt mit Herrn von Rantzau nach Rendsburg
  • Unterwegs Besichtigung von Schloss Breitenburg
  • Gespräche mit Rantzau
27. Juni 1648
Rendsburg
  • Regen
  • Ruhetag in Rendsburg
  • Unwohlsein am Vormittag
  • Ausfahrt mit Erdmann Gideon und Viktor Amadeus sowie Rantzau durch die Stadt
  • Ankunft der Frau von Rantzau
  • Unterhaltung und Trinkgelage am Abend
  • Anwesenheit des schleswig-holsteinisch-gottorfischen Geheimen Rats und Kanzlers Dr. Johann Adolf Kielmann
28. Juni 1648
Rendsburg → Gottorf, Schloss
  • Regen und Wind
  • Bewirtung durch Rantzau zum Frühstück
  • Unzufriedenheit mit dem Stand der eigenen Angelegenheiten
  • Gespräch mit Rantzau
  • Abschied von der Frau von Rantzau und deren Kindern
  • Weiterreise nach Schloss Gottorf
  • Begrüßung durch Herzog Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf
  • Abendessen mit der herzoglichen Familie
  • Gespräche mit dem Herzog
29. Juni 1648
Gottorf, Schloss
  • Schönes Wetter, Regen und Wind
  • Besichtigung von Schloss, Garten, Stall und Zeughaus mit dem Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf
  • Betrunkene fürstliche Bedienstete
30. Juni 1648
Gottorf, Schloss
  • Regen
  • Weitere Besichtigung des Schlosses
  • Mitteilung durch den herzoglichen Prinzenhofmeister Lützow
  • Lübecker Dompropst Johann Friedrich von Winterfeld als Essensgast
  • Abschied von der Herzogin von Schleswig-Holstein-Gottorf und deren Töchtern
  • Ehrerbietung durch den Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf
|| [[Handschrift: 455v]]

Donnerstag den 1. Junij: 1648.


<Windig wetter.>


Utique inaniter purifico animum meum, & lavo in munditia
manus meas: Quum sim plaga affectus quotidie, et
castigatio mea præsto sit, matutinis singulis! 1


Si dixerim, narrabo talia; ecce generationj filiorum
tuorum, perfidus fuero; Si cogitem cognoscere hoc, labo-
riosum visum est in oculis meis, Donec ingressu m <s>
essem, in sanctuaria Dej fortis, animadvertissem finem
istorum, utique in lubricis ponis eos, deijcis eos, in Vastitates! 2

|| [[Handschrift: 466r]]


Quomodo abeunt<?> in desolationem, quasi momento: desinunt,
consumuntur terroribus? Tamquam somnium, postquam evigi-
lavit quispiam? Domine quum expergisceris, imaginem
eorum contemnis. Quum exacerbabatur animus meus,
& in renibus meis, me ipsum exacuebam, Tum eram
brutus, quj ignorarem: velut jumenta eram apud te.
Jtaque ego iugiter, futurus sum tecum: prehendistj ma-
num dexteram meam. Consilio tuo, deduc me, ut
postmodum in gloriam, recipias me! Quis esset
mihj, in cælis, præter te? & præter te nullo delector,
in terra. Deficiente carne mea, & animo meo; ru-
pes animj mei, & portio mea, Deus est in seculum! 3


Er Bartolomeus Fridericj, pfarrer zu Palbergk, ist bey mir gewesen,
Mir seine Noht zu klagen, wegen mangel der Scheüne. Ie l'ay
consolè, au possible.


Particülier avis: Que le Roy d'Angleterre est delivrè.
Que le Düc d'yorgk, s'est saulvè, en habit de femme,
vers la Hollande. <Que les Escossois, et Irlandois, recerchent[!], le gouvernement Presbiterial.>


Que les Zeelandois, se sont accommodèz a la paix
Espagnolle avec les aultres Provinces.


Que quelques navires, se sont allèes à fonds,
en Hollande, avec beaucoup de peüple! helas!
Que le chasteau Reciff, ayant estè attacquè; par
les Portugais en Bresil; ils auroyent estè fort battüs,
par les Hollandois, auquel combat, le jeüne Einsidel, se seroit singalè,
& vivroit sain & sauf illecq. Que Naples est perdü, pour la France.
Que le Prince de Condè attacquoit la Flandre, avec 3000 hommes.

|| [[Handschrift: 466v]]


Den abendt, ist Tobias <Steffeck> von Kolodey glücklich wiederkommen, avec difficültèz
de ceux, qui m'ont deü faciliter, mes esperances. perge


Risposta von Cöhten; vom Fürst Ludwigen.


Von Osenbrück jst abermahl, eine Relation eingkommen. Die
Stände biehten, 2 millionen gülden, auf der Schwedischen,
ihre Stargke anforderung. Caßel heßen, wil absonderlich,
contentiret sein. Es gibt noch allerley remoras, jm negocio Pacis.


Jtem: So jst einkommen, eine erinnerung, vom Reichsagenten,
<Johann Löwen> wegen seiner hindterstelligen besoldungsprætensionen,
vndt gethaner vorschöße4, von vielen Jahren hero.
Gott helfe doch überall, zu richtiger befriedigung!


Avis: daß abermals vndterschiedliche pferde zu Ballenstedt
vndt hoym, auf den Feldern, den vndterthanen, außge-
spannet worden. Gott ersetze gnediglich, allen schaden!


Notification vom hertzogk von Curlandt,
des absterbens, seines iungen Sohnes. Jch habe
ihm wieder geantwortett.

Freitag den 2. Junij: 1648.


Jch bin mit meinen Söhnen, hinauß, jn die weinberge,
geritten, dieselben alle zu besichtigen.


Postea: habe ich, mit Ern Hesio, conversiret.


Notificatio vom hertzogk Ernst von Gohta, der Neẅge-
burt, eines iungen Sohnes, welcher Albrecht genen-
net worden. Gott gebe ihm, seinen Segen!


Mit Madame, in garten spatzirt.

|| [[Handschrift: 467r]]


Meine Söhne haben abermals Täxe außgraben
laßen, vndt im Schloßplatz, gehetzet, <zweene.>

Samstag den 3. Junij: 1648.

<Kühle wetter, vndt etwas regen.>


Avisen von Erffurdt: das der Kayser noch inten-
tioniret, sein Beyläger forthzustellen.


Daß der Ertzhertzogk Leopoldt Wilhelm, anfangs die
Stadt Cortrigk in Flandern, hernachmalß auch
daß stargke Casteel daselbst, mit sturm ero-
bert, vndt waß im gewehr gefunden, niederhawen laßen.


Der König in Pohlen, wehre in Littawen, gestorben.


Christian Rantzaw, würde in einer ansehenlichen
Legation, nach dem Kayserlichen hofe verraysen,
die lehen, v̈ber hollstein, im Nahmen des Königlichen
Printzen zu suchen, vndt vor sich selbst, den Graven-
standt, im fall derselbe zu erhalten.


Der Moßkowiter sol gewaltig, an den Poll-
nischen gräntzen, armiren.


Die Schwedischen sollen Rhain eingenommen haben.


Piccolominj, Duc d'Amalfj, sol General des Kaysers
werden, an General Melanders stadt.


Das hauß Bredebendt wehret sich noch.


Graf Woldemar sol iährlich, zu seinem vndter-
halt, von den Dänischen Ständen, numehr 10000 ReichsthalerRthlr: haben.

|| [[Handschrift: 467v]]


Diesen abendt, bin ich mit Meiner freundlichen herzlieb(st)en Gemahlin, hi-
nauß nacher Roschwitz, meinen weitzen zu besehen,
So dann auf andere meine ägker, gefahren, vndt
haben beyde Elltiste Töchter mitgehabt. Gott
erhalte vnß seinen Segen, vndt laße vnß, den-
selbigen wol genießen!

Sonntag den 4ten: Junij: 1648.


Jn die kirche, conjunctim, cum uxore, & liberis.


Zu Mittage, extra gehabt, neben Wahusch, die Doctores,
Mechovium, vndt Brandt.


Die Dyssenteria vndt rohte Ruhr, sol anfangen zu
Plötzkaw zu regieren. Gott bewahre vor mehr vnheyl!


Nachmittage, seindt meine <3> Söhne, vndt <4> Töchter,
zur kirchen gegangen, vnd haben nach der predigt
zugesehen, wie mein verwalter zu Zeptzigk, Wolf
Sutorius, sein neẅgebornes Söhnlein, taüffen laßen,
deme mein Nahme, gegeben worden in der heiligen Tauffe,
weil ich der vornehmste Gevatter, und meine stelle
vom Cammerraht, Doctor Mechovio, vertretten worden.
Gott laße ihn, im wahren Christenthumb, wol
aufferwachßen, Vndt gedeyen!


Mein fünftes Töchterlein, Maria ist an
einem bösen hußten, abermal sehr krangk.
Gott beßer es, vndt restituire Sie baldt. Amen.

|| [[Handschrift: 468r]]


Jch habe nach der Niemburgischen gräntze sehen laßen, ob sie
das creütz gegen dem Barbyschen wingkel wieder
aufgeworfen. Biß dato aber ist noch alles stille,
vndt in gutem stande!


Mit Meiner herzlieb(st)en Gemahlin, in den garten spatzjrt.


No puedo olvidar; el dolor; que pesa; al mj coraçon!


Dios nos dè; consolaçion! por su gracia! y benediction!

<Regen, donner, Blitz, hagel, nachmittage.>


Der Rittmeister Plüschaw, so gestern anhero kommen,
(ein Meckelburgischer vom Adel, sol aber weder lesen, noch
schreiben können, sondern im kriege geboren, vndt er-
zogen sein), so gewaltig geschnarchet, seine
abermahlige gelder auf 14 Tage, vorauß begehret,
vndt einen rüstwagen, vor 30 ThalerThlr: gemacht haben
wollen. Er hat auch die Fuhrleütte alhier, ge-
schätzet, vnangesehen, das sie zu Cöhten, ihr geldt
abgestattet, vndt frey paßiren sollen. <Seine captivitet beym blinden Valtin, hat ihn nicht frömmer gemacht! et cetera>
Neẅlichst, hat er meinem Bürgemeister[!]5,
gedroẅet, ihn zu prügeln, wo fern er sein geldt
nicht bekähme. Jl semble que ces gens là,
font le maistre par tout, & vueillent gourmander
toute la terre habitable! Panße, hat vom
Sutorio, alda er als ein <zu> gevatter gestanden,
eilends, vom Convivio, hinweg gemußt, vndt dem
Rittmeister, gleichsam, zu gebott stehen, und aufwarten müßen[.] || [[Handschrift: 468v]]
Jddîo cj liberj; da tantj fastidij, e affannj!


Tobias Steffeck de Kolodey m'a raccontè, comme dernierement en son petit Voyage,
il a estè en grand danger, près d'üne petite forest, vers
Thale, auquel s'estoyent cachè des Reitres Voleurs, &
il pensoit d'entrer en ce bois, avec son compagnon de
Voyage, l'Einspenniger Jochem, si Dieu Toutpuissant, &
Tout bon, par sa Sainte grace & Providence, ne l'eust
averty, par ün pauvre petit garçon, quj portoit
une corbeille, & avoit estè attacquè d'eulx,
l'admonestant, de prendre promptement üne autre
route. Sa bontè infinie & Divine, soit louèe eternellement
et il me vueille garder aussy, a l'avenir, avec
les miens benignement & garentir, de tout Malheür!


Jn die Mühle, zun gebeẅden spatziren gegangen Es ist ü-
berall zu beßern, vndt zu fligken, Noht, mangel, gebrechen!


Der gute alte Rector des Gymnasij zu Zerbst,
Er Marcus, Fridericus Wendelinus, so schon vor 40 iahren,
mein Præceptor gewesen, ein hochgelährter, weitberühm-
ter Mann, vndt der Elltisten Anhaltischen diener einer,
numehr, hat mich gegen Sontag, (gebe gott) zu gevattern
gebehten, zu einem iungen Sohne, welchen ihm der lie-
be Gott, in seinem hohen alter, beschehret. Gott gebe
ihm, viel Freẅde, glügk! vndt Segen darzu! Amen!


Schreiben vom herrn von Starhembergk, vndt Roggendorff,
entpfangen.

|| [[Handschrift: 469r]]


Die Ordinarij geben, daß General Wrangel in Bayern,
undt Königsmargk in der Oberpfaltz, gewaltig dominjren.


Der Kayser, sol sich eilends, von Prag, hinweg begeben haben.


V̈ber dem Spannischen vndt Stadischen Frieden, gibt es triumph
undt große freẅdenszeichen.


Der Ertzhertzog, hat Cortrygk, so wol die citadelle
alß die Stadt, mit Sturm erobert, vndt auch ein Frantzösisches
quartier vor ypere, aufgeschlagen, wiewol der
Prince de Conde, dieser Stadt ypere stargk zusetzet.


Jn Engellandt, hat man gute hofnung auf des Köni-
ges seitten.


Königs in Pohlen Todt, wirdt confirimiret, vndt daß
man derentwegen, große alterationes besorget.


Die Freẅde zu Cleve, wegen des Brandenburgischen Chur-
Printzen, wirdt gleichßfalß confirmirt.


Jtem: die werbungen, des Moßcowiters.


Daß vorseyende Kayserliche Beylager, zu Lintz.


Die venezianer, sollen wieder, so wol in Dalmatia,
alß gegen Candia, den Türgken, obgelegen haben.


Düc d'Aniou, ist zu Paris getaüft, vndt Philips genandt.


Zu Napolj, sol es neẅe motus geben, wie auch, in Catalogna.


Jn OostJndien, sol der Spannische vndt Stadische friede, inner
Jahres frist, in WestJndien aber, in einem halben Jahr,
publiciret werden.


Zu Osembrück wil sich die satisfactio Militiæ, noch nicht schigken.

|| [[Handschrift: 469v]]


Der Cantzler Milagius, ist bey mir gewesen, von Fürst Augusto ge-
schigkt, in transitu mir zuzusprechen, undt allerley anzu-
bringen, vndter andern auch, mich zur subscription des
leibgedings Wolfen Translation, auf Warmstorf
zu bewegen, so auch geschehen. Jch habe ihn darnach
dimittiret, vnd forthgelaßen, gen Cöhten.


A spasso la sera, dopo haversi rasserenato, il tempo;

Dienstag den 6ten: Junij: 1648.


hinauß mit meinen elltisten Söhnen, daß liebe getraydig
zu besichtigen, welches (Gott lob, undt dangk) vom
hagel, vnbeschädiget blieben, vndt haben darneben
2 hasen, gehetzt.


Extra zu Mjttage, den Georg Friderich von Börstel
(neben Wahusch) gehabt, welcher vom Berlin, wiederkommen.


Nachmittagß, bin ich mit Meiner freundlichen hertzlieb(st)en Gemahlin, nacher Zeptzigk
hinauß, spatziren gefahren, sampt beyden Elltisten Töchtern, undt
Carolo Ursino, welcher geritten.


Philip Güder, ist mit 12000 weinpfählen, auß der Quah-
lendorfer heyde, wiederkommen. Aldar ist neẅlich, meinem
vetter, Fürst Johann Casimir, in die 10000 ThalerThlr: an holtz,
schade geschehen, durch böse leütte, so durch lunten,
undt pulver, in der heyde, feẅer angeleget.
Gott bewahre vor mehrerem vnheyl, undt Ungemach!

|| [[Handschrift: 470r]]

Mittwoch den 7. Junij: 1648.

<1 Rehe und 1 hase von Ballenstedt neben andern Victualien. perge>


J'ay eu avis hier; comme üne partie de Reitres Brigands,
auroit espiè l'estè et annèe passèe, le voyage de ma femme
en Pomeranie, & l'auroit attenduë en allant & en
revenant, entre Brandenbourg, et Zerbst, près de
Zigesar, la faillant tousiours les deux fois, par
singüliere Providence de Dieu, lequel en soit
louè sempiternellement! Il nous Vueille
continuër ses graces, & benedictions! & di-
vertir de moy, & des miens, comme aussy de nos
bons prochains, & patriotes, tous malheürs & desastres,
d'oresenavant! & tousjours! A luy; en soit la gloire!


Voyla; comme la mort, et les fünestes accidens, (quj sont
parfois pires, que la Mort) nous talonnent presque
incessamment, & sans y penser, si Dieu ne nous gardoit,
par sa Toutepuissance infinie! par sa bontè Paternelle!


Ein loses, weittlaüftiges schreiben, von Fürst Augusto, Fürst
Ludwigen Vndt Fürst Johann Casimirn, abermalß entpfangen,
wegen vnsers iuris quæsitj, an den Steẅren,
darvon sie vnß abdringen, vndt die Steẅren,
mit gewaltt, zur landrenterey gelifert haben
wollen. Suchen allerley subtiliteten, auch Violentzen
hervor, per vim et fraudes, mich darvon, gantz
vnbefugter weyse, zu removiren, und meinen Bruder.
<Sticheln aber, am allermeisten, auff meine Person. et cetera>

|| [[Handschrift: 470v]]


Am heüttigen BehtTage zur kirchen, cum duobus filiis.


Der Schwedische Cornet, hanß Falgke, (welcher etzliche Mahl
die handlung, wegen des Schwartzenbergers, gegen den
Rohtschimmel, hindterzogen,) hat heütte geschrieben, an
seinen corporal, Mir berichten zu laßen, ich möchte
ihm vor 37 ThalerThlr: seinen Rohtschimmel, abkaüffen.
Droẅet darbey, dem AmptsRaht, vndt
Bürgermeistern6, mit der execution, wo sie nicht
restirendes geldt, vndt futter einschaffen, welch
procedere, mir schlechte lußt zur erhandlung
eines blinden, oder einaügichten pferdes,
machet. Jch wil es auch nicht thun, weiß nicht,
waß dem pferde, sonst mangelt, oder was ich
vor glügk, darzu haben möchte. Jch wil ihm aber,
den klepper, den Schwartzenberger dargegen laßen, wenn
er noch zehen ReichsthalerRthlr: zugeben wirdt. perge


Geschrieben nach Tecklemburgk, an Meinen vetter
Graf Moritz, wie auch an Meine Base, die wittwe zu Grönaw.


A spasso con Madama, nel bosco de' Pretj.


An Fürst Ludwig geschrieben, wegen des leidenden wapen, etcetera[.]
Jtem: an Wendelinum, meinen lieben allten
Præceptorem, cum gratulatione, et honorario.

|| [[Handschrift: 471r]]


Jch bin hinauß, auf meine breitten, geritten, zuzu-
sehen, wie sie die Rübesaht abbringen, undt dann, wie
die winter: vndt Sommergerste, weitzen, vnd rogken,
haber, undt Erbßen, durch den Segen Gottes, wol
im felde stehen. perge Gott laße vnß alles, durch
seinen Segen, reichlich genießen, undt bewahre,
vor dieben, vndt diebsgenoßen! vor hagel, undt
andern vnfällen! undt erstatte mir Mildiglich,
alle schäden, verlußt, undt wiederwertigkeitten!
ists sein Göttlicher wille! vndt ists mir Sehlig vndt guht?


Nachmittags geschrieben, am heüttigen postTage,
nacher Wien, Vndt anderer Orthen. perge


Madame ist abermahl hinauß, mit den Töchtern,
auf ihrem kutzschwägelein. perge

Freitag den 9ten: Junij: 1648.


Nach gestriger hitze, hats diese Nacht, gewehet, und geregnet.


General Axel Lillie schreibet, numehr, selber an vnß,
wegen verpflegung des Pfaltzgrävischen Regi-
ments, vndt thut aufs Neẅe, hohe postulata,
vor d [...] <a> ßelbe. Gott ermbarme sich, des armen landes!


Die exagitationes, wollen bey Mir, noch nicht nach-
laßen. Jch thue dargegen, waß ich Thue, vndt meine
Strafe, oder plage, ist alle Morgen, Neẅ7. Gott wende es!

|| [[Handschrift: 471v]]


Jch bin auf die krahenhütte, so an itzo, sieder dem
Gallaaßischen, undt DorstenSohnischen congressu alhier
wieder, nach der zerstöhrung, aufgebawet worden,
gegangen, undt habe zum erstenmahl, eine
krahe, undt großen Raben, geschoßen.


Mit Madame, nachmittage, hinauß,
nach Palbergk, gefahren, nebenst beyden
elltisten Töchtern, vndt Carlchen.


Große Kersten, ist von Goßlar, vndt
werningeroda, (re infecta) wiederkommen.
Depuis que i'ay fait assommer mon boeuf,
ce bel animal, innocent, tous mes desseings
vont le pas d'èscrevisse! Helas! las! helas!


Meiner gemahlin bohte, ist von Prag, wiederkommen, re
infecta, mit gefahr. Die Schwedischen partien, streiffen,
biß an Prag hinan. Der Kayser, ist eilends
hinweg, nacher Lintz, das beylager verschoben,
große confusion vorhanden, wegen der vnglügklichen
rencontre des Melanders Sehligen, in Bayern, vndt
alle expedienda blieben darüber stegken. Zu
Wien, sol die pest heftig graßiren. Gott beßere
alles vnheyl! und erbarme sich der Seinigen!

|| [[Handschrift: 472r]]


Mit Meiner herzlieb(st)en Gemahlin, bin ich in garten gegangen,
nach dem ich zuvor, mit schmertzen angesehen, wie vnfleißig,
die leütte alhier, meinen erwachsenen Rübesaht ab-
bringen, vndt numehr in den dritten Tag, die wenigsten
dienstleütte darin sein, auß muhtwilligen vngehor-
sam, da sie doch, in einem Tage, solch getreydig, billich
abbringen sollen, und wegen besorgenden regens,
alles verderben köndte, auch was überreiff ist,
schon sehr außlauffen thut. Gott laße mich
doch, seiner gaben genießen, und laße nicht
zu, das ich das gute vor augen sehe, vndt
nicht ergreiffen könne! wie mir schon viel-
fältig, leyder! wiederfahren.


Meine Elltisten Söhne, vndt Töchter, seindt
hinauß, nacher Altemburgk, mit theilß Jungfern,
und Jungkern, sich zu recreiren. Gott bewahre
sie gendiglich, auf dem hin: vndt herwege!


Gegen abendt, seindt Sie glügklich wiederkommen g.l.a


Die avisen von Erffurt geben: daß der König in Pohlen ge-
wiß Todt seye, wie auch der Pollnische Feldtherr,
der Regent im interregno, der Ertzbischof von Gnesen,
wehre Todtkrangk, die Coßagken rebelliren,
Moßkowiter armiren, Printz Casimirus wirdt
von etzlichen, von andern sein bruder, von andern der Pfaltz-
grave von Neẅburg begehret, grosse alterationes besorgt[.]

|| [[Handschrift: 472v]]


Jn Flandern, hat zwar der Ertzhertzogk, daß
schloß vndt Stadt Cortryk, der Printz von Condè
aber, ypere die große Stadt, welche noch eines
so importirlich, eingenommen. Dieser Printz
hat im antritt der campagne, auß courtoy-
sie, dem Ertzhertzogk, einen degen, mit goldt
vndt diamanten 20000 ReichsthalerRthlr: werth, ge-
schigkt, hingegen ihm der Ertzherzog Leopoldt Wil-
helm, wieder gesondert, 6 schöne pferde.


Die Spannischen vndt Stadischen triumphi-
ren, noch immerforth, v̈ber ihrem frieden,
und der Spannische Ambassador Conte de Pigneranda
sol in haagen kommen.


<Die> Frantzosen, haben einen anschlag, auf Genua
gehabt, welcher ihnen mißlungen.


hingegen hat der pabst, Florentz, vndt Genua
mit ihren galleeren, auf Porto Longone
vndt Piombino, einen anschlag gehabt, so
ihnen ebenmäßig mißlungen.


Die venezianer, haben durch Schifbruch,
ihres Generals Grimanj, in die 4 mil- || [[Handschrift: 473r]]
lion Ducaten, im Archipelago schaden gelitten.


Zu Calis malis ist die Jndianische Sil-
berflotta, 14 millionen reich ankommen.


Zu Napolj, seindt viel Guisische Officirer,
undt diehner, iustificiret worden.


König in Engellandt hat gute hofnung.


König in Dennemargk, muß sich seinen
ReichsStänden, submittiren, ihre vor-
geschriebene capitulationes vollnziehen,
undt daß Erbrecht, auf Norwegen, quittiren,
wie die zeittungen klingen. Gott beßere es!


Königßmargk hat die gantze Oberpfaltz
in seiner Contribution, gleich wie Wrangel
das Bayerlandt.


Der secourß auß Schweden, sol stargk
anziehen, vndt ankommen.


Die Kayserlichen retiriren sich, auß Böhmen, die
Schwedischen oder Königsmargkischen aber, streiffen
biß an Prag hinan.


Die Schwedischen gesandten, contentiren sich
nicht, zu Münster vndt Osnabrück mit den gebottenen 2 millio-
nen, wollen 6 millionen ReichsthalerReichsThlr: oder 9 millionen
gülden haben. Auri sacra fames! 8

|| [[Handschrift: 473v]]


Der hertzogk von Meckelnburgk, sol zu Rhene
sein durch ein söller gefallen, und sich, am haüpt,
arm, und Schengkel, sehr beschädiget haben.
Kein Mensch, ist sonst mit ihm gefallen, da doch
ihrer viel bey ihm im gemach sollen gewesen,
sein, welches zu verwundern!


Der gute König, Vladislaus IVtus. Sehliger,
in Polen, sol trefliche schmertzen, am blasen:[,]
lenden: vndt NierenStein, vor seinem ende,
erlitten haben, Gott gebe ihm, die ewige ruhe!


Visconte d'Arpaiou, Frantzösischer Gesandter,
lieget vergebens, noch zu Dantzigk, mit großen
unkosten. hat dem Sehligen Könige, den Fran-
tzösischen Ritterorden bringen sollen, wiewol
es ihrer viel wiederrahten, undt sich opponi-
ret, weil es wegen des Burgundischen
ordens, nicht sein köndte, zweyerley zu tragen.


Monsieur de la Tuillerie Frantzösischer Gesandter
im haag, ist wol abgefertiget, und beschengkt worden.


Prince Thomas von Savoye, sol wiederumb,
Frantzösischer Generalissimus, in Jtalien werden.


Printz Casimir von Pohlen, ist in Jtalien,
dörffte sich also, an seiner gehoften wahl, selbst hindern.

|| [[Handschrift: 474r]]

Sonntag den 11ten: Junij: 1648.

<Regen, windt vormittags[.] Nachmittags schön wetter.>


Vor: vndt Nachmittags, mit Meinen Söhnen,
in die kirche, Meine herzlieb(st)e gemahlin, sampt den Töch-
tern haben sich, inne gehalten. perge


Nach den predigten, haben sich meine Söhne,
mit den pourmenades, ballonschlagen, undt
dergleichen recreiret.

Montag den 12ten: Junij:

<Regen. Windt.> <Es haben von der hatz 3 hasen, meine Söhne einbracht.>


Daß vnbestendige wetter, der vielen platzregen,
undt winde diesen iahrs, denotiret, das wir
eine Naße erndte haben dörften. Das liebe
getreydig leget sich sehr darnider. Gott
gebe daß der schöne gezeigte segen, nicht
undter vnsern händen, verschwinden möge!
Die pawerregulen, undt alter hauß-
wirtte, wollen nicht mehr gelten. Es endert
sich die witterung, undt neiget sich alles, dem
ansehen nach, zum undtergang, vndt ende der welt!
Gott erscheine mit gnaden!


Vor ein par Tagen, ist in der Aeptißin hofe,
die Stadtmawer, darauf eine Scheüne ge-
standen, in die drey Ruhten lang, eingefallen,
also das man Compagnien weise, kan hereiner, in || [[Handschrift: 474v]]
die Stadt rügken. Fürst Augustj leütte, haben
sich beschwehret, es wieder zu bawen, mit vorgeben,
es gehörte Bürgermeister vndt Raht, die Stadtmawren zu
erheben. Man hat ihnen aber doch endlich die bil-
ligkeit remonstriret, und es dahin vermittelt,
das es der pachtmann, Galle weber, bawen
wirdt, nur das man die Maẅer, propter
summum periculum jn mora, auß aller
andern arbeit, hinweg nehme, und sie
mit lieb, oder leid, durch Amptßzwang,
zur reparation anhalte, so auch anbefohlen.
Jnndeßen wirdt eine stargke, beschwehrliche
Bürgerwache, an demselbigen gefährlichen
orth, so lange, biß es zugemawert, gehalten.
Tels accidens, ne presagent, rien de bon;
(me semble) Pleust a Dieu! qu'ils presageas-
sent tout seuretè, en nostre ville, la
paix dorèe, & qu'on n'eust plüs affaire
de mürailles, ni de tours & bastions, pour se
contregarder, & deffendre, conter les voleurs,
et picoureurs, Dieu estant, nostre ünique saulvegarde!

|| [[Handschrift: 475r]]


Avis von Strehlitz, das hertzogk Adolf Friderich
von Meckelnburgk am pfingstdinstag zu Rhenen
durch ein losament gefallen, vndt sich gar gefährlich
beschädiget, Sol ein bein gebrochen, eine rippe
im leibe, vndt das haüpt sehr beschädiget haben,
deßwegen dann seiner Schwester, Freẅlein Anne
Sofie Sehliger begräbnüß, so aldar gestorben, in der
Stille nur vor sich gegangen, zu Schwerin, da
vetter Gustafchen, auch hingezogen ist, vndt
wirdt vollends nacher Rhene kommen, den alten
herrn vetter, in seinem fall zu besuchen.
Die liebe güldene Schwester, beklaget
diesen alten hertzogk Adolf, alß ob er ihr
vater, (vndt nicht verfolger, wittwen vndt
waysen, darinnen ich gleichwol die justa
iudicia Dej, admiriren muß) gewesen wehre,
wüntzschet ihme beßerung, langes leben,
vndt glückliches Regiment, biß ihr Sohn, mündig,
besorget große verenderungen, auch bäßgen
Anna Sophias heyrath, mit herzog Ludwig von der Lignitz, wil da-
durch in ein stegken gerahten. Gott schigke alles
zum gesegneten, Nützlichen, sehligen wolstande!
vndt bessere auch Schwester Sibillen, vnpaßligkeit!

|| [[Handschrift: 475v]]


Die Ordinar: vndt extraordinarij avisen, geben:


Daß der Kayser, gar nacher Wien, sich retiriret.


Piccolominj, wehre General leütenampt.


Jn Bayern, wehre große furcht. Churfürst von
Bayern, hette sich, nacher Brauna, mit dero
gemahlin, vndt kindern, salviret, die Schwedischen
vndt ihre alliirten, wehren schon über die Jser,
paßiret, Theten, mit brennen, undt sengen,
großen schaden. Der Churfürst wehre krangk,
hette den Schwedischen Generaln, schon 800000 Gulden (florenus)f:
brandtschatzung offeriret, tractiret zwar
die neütralitet wiederumb, und hette sich
dennoch, nicht getrawen wollen, auch zu
Brauna, sondern sich gar nacher Saltzburg begeben,
und zu München den General, Graven von
Gronßfeldt, von wegen seines vngleichen
commandirens, in stargken arrest, nehmen laßen.


Zu Münster vndt Osnabrück hetten die tractaten fast ihr
ende, weil die Stände erstlich 2[,] endlich 4 millio-
nen gebotten an gülden, die Schweden aber, biß auf 5
millionen ReichsthalerRthlr: sich hetten behandeln laßen.


Es ist viel schreibens, vom Schwedischen secours, so General Lamboy
heraußer kommen sol.

|| [[Handschrift: 476r]]


General Lamboy, wehre, nach eroberung Bredebendt,
so er geschleift, von den heßischen, totaliter ruiniret,
undt geschlagen.


ypere hetten die Frantzosen, gleich wie der Ertz-
hertzogk Cortryck hinweg, vndt wehre dieser von
iehnen, auß dem felde geschlagen, si vera sunt nova?


Die alteration in Polen, wegen besorgender
motuum der wahl, undt einfall der Tartarn,
so sich mit den Cosagken, vereiniget, continujret
nicht allein, sondern auch das der Pohlen General
mit dem gantzen kriegsheer, ihnen in die hände
kommen wehre, welches greẅliche zeittungen sein.
Jm interregno, wil es erst händel setzen.
Der Ertzbischof von Gnesen, sol krangk, vndt
gantz kindisch worden sein, der doch Primas Regnj,
vndt vice Regis stelle, an itzo vertretten sollte.


Königßmargk, sol in der Oberpfaltz, dominiren,
vndt Weyda fortificiren, alles in contribution bringende.


Zu Paris, gibt es auch motus, wegen der vielen
schatzungen, undt imposten, so dem volgk vnerträglich,
vndt vom selbigen Parlament, dem Könige, remonstriret worden.


Jn Engellandt ist der status confirmirt, wie die Erfurter brachten.


Zu Amsterdam, triumphiret man gewaltig über dem
Hispanischen Frieden.


Der Moßkowiter, armirt gegen Polen, oder gegen Schweden.

|| [[Handschrift: 476v]]


Zu Napolj, ist alles gestillet, undt der Düc de
Guise, gefangen in Spannien, geschickt. Der Frantzosen
anschlag, auf Genua, mißlungen.


General Maior Erlach, stößet mit 6000
Mann zu den alliirten, in Bayern.


Die venezianer sollen 4 millionen Ducaten
schaden erlitten haben, durch Schifbruch, im Arcipelago,
ihrer galleeren, undt Generals Grimanj.
Die Türgken setzen Candia hart zu, vndt
gedengken selbige Stadt, auch zu emportiren.
Jn Dalmatia aber, stehen der Venediger sachen, noch wol.


König in Pohlen, hat den Stein 4 Tage lang,
gehabt, mit großen schmertzen, (non potendo uri-
nare) endtlich, ist febris maligna, darzu geschla-
gen, vndt hat, in wenig Tagen, ihn hinweg genommen.
Die Königin, sol auch krangk, undt Trostloß sein.
Gott gebe dem lieben Könige <Seligen> die ewige ruhe!
undt der Königjnn, erwüntzschten Trost!


Der herr von Rauschenberg, ist der Nechste, nach
dem General Piccolominj, Duca d'Amalfi, in dem
commando, der Kayßerlichen armèe.


Düc d'Espernon, sol im Königreich Navarra
eingefallen sein, vndt Palames erobert haben.

|| [[Handschrift: 477r]]

Dienstag den 13den: Junij: 1648. Neumond


<Regen.>


Den CammerRaht, Doctor Mechovium, habe ich bey Mir gehabt,
zu deliberiren, publica & Privata. et cetera Wir haben
auch billich beyderseitß, die Magnalia Dej,
et iusta iudicia, suæ divina Omnipotentiæ;
admiriret, wie wir diß iahr vielfältig
erfahren, ohne waß vor iahren auch mannig-
faltig geschehen. Er seye gelobet, undt ge-
preiset, in allen seinen wergken! und wundern!


Risposta vom guten frommen Wendelino, von
Zerbst, welcher mit Meiner erweisung, gar
content gewesen, meine gevatterstelle
bey seinem Sohn, durch meinen Raht, den von
Jehna, StadtSyndicum in Zerbst, wol ver-
tretten laßen, undt so wol die gratulation
alß præsent sehr wol aufgenommen, mir
sein kindt im besten recommendirende. perge
Gott wolle es gesegenen! vndt die wahre
kirche, sampt deren Mitgliedern, lange erhalten!
fristen, erbawen, vermehren, wachßen,
und grünen laßen! Faxit Deus Omnipotens!
& Misericors! Amen! o Deus mj; Amen! Amen!

|| [[Handschrift: 477v]]

Mittwoch den 14den: Junij; 1648.


<Regen, windt, donner!>


Jn die wochenpredigt, cum filiis. Er Marggravius
hat geprediget. Jch habe denselben, contentiret,
und mit ihme, conversiret, ihn auch zur Mahlzeit,
behalten laßen. Er legte den Text: auß:
Jch habe dich ein klein augenbligk verlaßen, aber
mit großer Barmhertzigkeit, wil ich dich samlen!9
et cetera


Magister Erhardus Ursinus, ein redlicher Bidermann,
so viel vndt lange iahr, alhier gewohnet, undt
Rahtscämmerer gewesen, (weil er die angetrage-
ne Bürgermeisters Stelle, vmb seines hohen alters
willen, recusiret) auch sich Treẅ, vnverdroßen,
willig, undt vndterthenig wol affectioniret,
gegen Seine Fürstliche Herrschaft, allezeit
erwiesen, ist diesen Nachmittag, zur erden,
bestehtiget worden, nach dem er neẅlichst
verstorben. Gott laße ihn Sanfte ruhen, undt
verleyhe ihm, eine sehlige aufferstehung, zum
ewigen leben, mit allen Außerwehlten, Amen!

Donnerstag den 15den: Junij: 1648.

<3 hasen, haben meine Söhne gehetzt.>


Se di dolor, e rammarico, io potessi morire,<!> morto sarej!
mà io muoro già, frà me medesimo, dj lenta morte,
non potendo dismenticare glj segni mortalj datimj da
Cielo, se Dio pietoso non divertisce tali stralj! || [[Handschrift: 478r]]
Lo faccia <benignamente>, per mera grazia, e misericordia,
essendo eglj infinitissimamente, più Pietoso dj noj
miserj mortalj crudelj, incostantj, volubilj, ignorantj!


Questa notte, glj spiritj, cj hanno tormentato assaj,
con picchiare, alle porte, e strepitare nelle camere
dj Madama indisposta, più ancora, che nella mîa,
Mi maraviglio di questa novità, mà non credo che
siano spiritj malignj, mà bene che dinotano qual-
che accidente, e funeste cose. Iddîo ci liberj, da
tantj fastidij! in questi tempj, calamitosj!


Fürst Augustus ist heütte von Plötzkaw verray-
set, nacher Weymar, und andern befreündten.
Gott gebe dem guten alten herren, glück! vnd succeß!


Auf die krahenhütte, (post expedita negocia) aber
nichts diesen Morgen, schießen können.


Nachmittags seindt meine Söhne, mit theilß meiner Töchter,
vndt Jungkern, hinauß geritten, und gefahren, nacher Pal-
bergk, sich zu recreiren. Jch bin zu fuß nach Roschwitz,
zu meinem weitzen, und sonst auf meine ägker gegan-
gen. Gott lob, ich befinde noch wenig schaden!


Avis: daß Königßmark mit seinem volgk bey Bischof-
taintz in Böhmen angekommen, erwartet seine infanterie
die parthien gehen biß an Prag. Groß schregken ist
in Pilsen, alles zeücht sich, gegen Böhmen, auch der General
Wittembergk. Lamboy hat sein fußvolgk, und Stügke verloren.

|| [[Handschrift: 478v]]


Avis von Oßnabrügk, das der friede krebßgän-
gig wirdt, weil die Schweden von 6 millionen,
ReichsthalerRthlr: nicht abstehen wollen.

Freitag den 16den: Junij; 1648.


General Axel Lillie, schreibt wieder an vnß,
vndt begehrt an vnß, postulata, wegen ver-
pflegung des pfaltzgrävischen Regiments,
so etwaß dem vorigen getroffenem vergleich,
mit Obrist leutnant Jsrael, zimlich zuwiederb
lauffen. Patientia! per forza!


heütte hat man observirt, daß von meinem
kleinen Carl, bluht in der Urin, mit hinweg
gegangen, vndt solche darumb, weil er im reitten,
durch vnvorsichtigkeit, mag etwaß versehret
worden sein, wjewol er sonst frisch, vndt
munter ist. Gott helfe, dem lieben kinde
in gnaden, undt daß ihm nichts schaden möge!
Er ist sonst gar melancolisch, wer weiß, waß ihm vorgehet?
Gott seye sein gnediger Schutz,<!> helfer, undt Erretter allezeit!

Samstag den 17den: Junij: 1648.


Diese nacht, vmb 2 vhr, bin ich, mit meinen beyden Elltisten Söhnen,
Erdtmann Gideon, undt Victore Amadeo, aufgewesen, auf dreyen zusammen
gebundenen kähnen, auf der Sahle, vndt seindt heütte aufm waßer,
heimlich von Bernburgk, biß nacher Magdeburgk, gefahren, thun — — 7 [Meilen.]

|| [[Handschrift: 479r]]


Wir haben Gott lob, gut glügk, vndt weder zu kalt, noch zu
warm wetter gehabt. Gott helfe ferner, mit gnaden! undt
gebe succeß zu meinem vorhaben. Jacta sit alea! 10 inter
spem, et metum! Nihilominus iuvat audaces fortuna,
(sæpiissimè) timidosque repellit! Dat Deus omne bonum! sed non per Cor-
nua Taurum! Das bin ich rechtschaffen gewahr worden!


Nebenst meinen Söhnen, habe ich bey mir, Simon heinrich
Schwechhaußen, ihren hofmeister, Meinen CammerJungker Abra-
ham von Rindtorff, so dann, meinen Aufwärter, Tobiaß
Steffegk von Kolodey, meine pagen Ernst Gottlieb von Börstel,
Geörge Friederich, von Kinspergk, meiner Söhne, kammerdiehner,
hanß Geörge Horenburgk, den lackayen, hanß Balthasar
Oberlender, item: Matz, so des Kinßky kammerdiener gewesen, und
mit meinen Söhnen, auß hollandt, heraußer gezogen, einen koch-
gesellen, welche zweene letzten, in ihren geschäften raysen. Seindt
also: 12 personen, stargk; und zu Magdeburgk am ElbeThor, einge-
zogen, in einer zwar schlechten, iedoch wolgemeinten, undt
nahe am waßer, gelegenen herberge. Magdeburgk, wirdt
allmählich wieder zu bawen, angefangen, und vmb den Thumb
herumb, stehen noch feine haüser. So hat auch Trandorf, die
alte Stadt, fein fortificiret. <Wir haben vmb 21 ThalerThlr: ejn Schiflein gedinget, nacher Hamburgk.>


Jch habe nirgends heütte große hindernüß gefunden, alß da
wir vnß selbst, mit der kalte<n> küche, etwas aufgehalten,
ist vnß darnach bey Schömbegk, eins targker contrariewindt
entgegen gegangen, doch endtlich haben wir diese traverse überwunden.


J'ay èscrit, pour la seconde fois, a Madame (car la 1:ere. a estè de Bernbourg
mesme, afin de ne l'inquieter) par les batteliers, & ay donnè ordre a mes
affaires, Mes fils, luy ont aussy èscrit.

|| [[Handschrift: 479v]]

Sonntag den 18den: Junij: 1648.


Jn Gottes Nahmen, frühe forth, von Magdeburgk, vndt heütte
biß nach Tangermünde, gefahren — — — — — 11 meilen
zu waßer. Vnferne von Magdeburg, an einer waßermühle,
hat man vnß gewiesen, wie vor wenig wochen, etzliche vor-
nehme herren, auß Böhmen, kommende, darwider gefahren,
heraußer gefallen, und viel verloren, auch bey nahe, er-
trungken wehren, wenn man ihnen, nicht zu hülfe
kommen wehre? Jtem: an andern orthen, in der Elbe,
hat man vnß auch örter gewiesen, darauf auß vnvor-
sichtigkeit, leütte mit schiffen vfgefahren, also; daß Gott
dem herren, billich zu dangken, wann er einem, gut wetter,
gute leütte, vndt waß sonst zur glügksehligen fortkommung,
erfordert wirdt, beschehret und verleyhet. Er seye davor
gepreiset, vndt helfe ferner, zu glügk, mit gnaden!


Tangermünde, ist sehr ruiniret, von der soldatesca,


Jch habe diese rayse, vor iahren, albereit beschrieben, mag mich
derowegen, an itzo, alles zu particularisiren, nicht bemühen.

Montag den 19den: Junij: 1648.


Man hat avis, daß des Königs in Polen, Bruder, der iüngste, so
Bischof zu Breßlaw gewesen, auch gestorben, auch ihme mit
Gift, vergeben worden, damit sein bruder Printz Casimir, als
ein Jesuiterfreündt, desto eher, ohne competitorn, zur krone
gelange. Jtem: daß der Churfürst von Bayern, Todt seye.


Meilenm.
Von Tangermünde, nacher Schnakemburgk
Die gantze rayse zu waßer, ist vor iahren, beschrieben
worden, vnnoth zu wiederholen. Tangermünde vndt Snakemburg ist Brandenburgisch11. et cetera
heütte ist wieder ein orth in der Elbe, gezeiget worden, darauf ein Schiff vfgefahren.
13

|| [[Handschrift: 480r]]

Dienstag den 20ten: Junij; 1648.


Meilenm.
Von Schnackemburgk, gar frühe auf gewesen, und gerayset,
biß nacher hitzgker im lande zu Lünenburgk

9


Wir seindt erst auf Lentz, so noch Märgkisch,
vndt dann, auf Dämitz, so Meckelnburgisch, zugekommen.
Zu Dämitz, in der Festung, liegt Schwedisch volgk.


Vndterwegens, aufm Schiffe, pflegen wir, alß zu
Mittage, kalte küche zu halten.


heütte, ist vnß, der windt, contrarij gewesen, anfangs,
Südwestlich, darnach gar westlich, hat vnß sehr
gehindert, am fortgang vnßerer fahrt, neben
den vndterschiedlichen anfahrten der zölle, undt auch der
Soldatesca auffenthalt bey Dämitz, alda vnß im anlegen,
anß vfer, eine Fehre bey nahe, in dem vngewitter,
durch vnvorsichtigkeit selbiger leütte, v̈bersehgelt
hette, (wann es nicht noch, mein Sohn Victor wehre kaum
zue zeitlich wehre gewahr worden, und vnß vndter dem
hüttlein vnsers schifleins, vor dem regen verborgen
ligende, gewarnet, hette <und> auch den dummen fehrleütten
zugeschrien hette, So leicht möchte ein vnglügk einem zu,
handen, stoßen)[.] Wir haben aber dennoch Gott dem Aller-
höchsten, zu dangken, das wir noch, in solchem wiederwertigen
winde, regen, und Sturm, so weitt, forthkommen können.
Er helfe vnß ferner, mit gnaden! und bewahre vor Unglügk!
gnediglich! und väterlich. Die wellen haben etzliche mahl in
vnßer Schiflein geschlagen, iedoch Gott lob, und dangk, ohne gefahr.
Wir haben nur einen Steẅermann, vndt zwey Ruderknechte.
Mein Sohn Erdtmann hustest sehr. Gott wolle ihn, darvon liberiren! || [[Handschrift: 481r]]
Alß ich ihm zu Bernburgk, von meiner jntention nur
etwas weniges sagte, bahten Sie mich alle beyde, sie
ia mitzunehmen. Jch regerirte, Erdtmann, würde
müßen, seines bösen hustens halben, zurückec bleiben,
er blieb aber, auf voriger instantz, mit vermelden,
ich würde sehen, daß er weniger, auf der rayse, alß
zu hause, husten würde, welches ich auch mit ver-
wunderung meiner, und anderer, in der That erfahren,
biß auf heüttigen Tag, an deme die kälte, der windt,
der regen, item: die continuirliche kalten speisen,
undt das man heütte die Segeldegke, wegen besorg-
lichen auffenthalt des sturmwindes, mehrentheils
von vnß, abnehmen müßen, wol einem anderen,
als meinem, so neẅlich krangk gewesenen, vndt
stetß hustenden Sohn, einen catharr, oder hußten,
vervuhrsachen mögen. Gott bewahre ihn doch in gnaden
sampt seinen brüdern! undt vnserer gantzen familia.


Zu hitzgker, (alda man, wie fast in der gantzen
Margk, mühe gehabt, wegen vnfreündtligkeit
der leütte, beherberget zu werden) leßet auch
aufm Schloß, hertzogk Augustus von Wolfenbüttel,
alles eingehen also daß die gemächer einfallen, undt
vndterschiedliche Menschen, noch kurtz verwichener zeit,
durchgefallen sein sollen. Jst schade vor die artigen zimmer,
alda eine geraume zeit, gedachter hertzogk, sein leben, zugebracht, || [[Handschrift: 481r]]
er gedengket aber vielleicht: Altrj tempi; altre cure! vndt
Olim hæc meminisse juvabit! 12 oder aber: Fuimus Troas 13, etcetera[.]


(Zu Bernburgk ist vergeßen worden, vor wenig Tagen, einzu-
schreiben, das vor meinem verraysen, die probsprünge ge-
schehen. Etzliche Stuhten, haben die hengste zugelaßen,
etzliche nicht. Gott gebe glügk! das Jch gute arth,
darvon ziehe!)


Zu hitgker lieget auch etwas Schwedisches volgk, vndt
man erwartet noch mehrere sanguisugas!

Mittwoch den 21ten: Junij; 1648.


Alhier zu hitzgker, ist alles außgerißen, vndt hat
zeitlich, weggeflehnet, von wegen der ankommenden völgker.


Meilenm.
Jch habe mich mit meinen beyden Söhnen, undt
comitat selb 12te. auch aufgemacht, zu rechter
zeitt, vndt seindt heütte gefahren, biß nachm
Tollespigker
alß nacher Plögke, so Lünenburgisch, alda Schwedische
Soldaten liegen,





4
von dannen, nach Boitzemburgk, so Meckelburg
vndt vetter Gustafgen zugehörig

Von dannen, nach außgeharreter abermahliger
bourrasque, vndt vngestümmen regen, undt windt,
gen Lawenburgk
Wir seindt auch, ejn stügk weges, zu fuße marchiret.


Vollends, nachm Tollenspiker, spähte
Man hat heütte, Morgends, undt abends, kälte, regen,
undt windt, außgestanden. Omnia conando v[ictor]ia paratur!
4

|| [[Handschrift: 481v]]

Donnerstag den 22ten: Junij; 1648.


Meilenm.
Vom Tollenspiker, nacher hamburg, vollends
in regen, windt undt vngewitter. Gott
seye lob, und dangk, welcher vnß bißhiehero,
durch mehrentheils, seltzames wetter, undt
wege, wol geholfen! er helfe vnß ferner, mit
gnaden,! vndt setze vnß zum Segen, immer vndt
ewiglich. Wir seindt der fluht, zu eben rechter
zeit, zuvorkommen, undt haben vnß mit der Elbe,
vnangesehen bösen wetters, durchgearbeitett.
4


Jch habe wollen vnbekandt sein, und alles wol
darzu ordiniret, es hat mich aber, ein Musicus, so
vor 2 iahren, mit seinen kindern, zu Brehmen gewe-
sen, undt wol musiciret, gekandt, (wiewol er
es, nach anmergkung meiner aversion, dissimu-
liret) und bey der Tafel <nebst seinen kindern>, mir aufgewartett,
und schön musiciret, ob mirs schon, solcher gestaltt,
etwaß wiederlich gewesen.


Wir seindt in der herberge, die Stadt Lübegk genandt,
eingezogen. Man gibt: 12 schilling, von denen, so an
der herren Tisch eßen, vndt 8 Schillinge (solidi)schill: von ieglichem diehner,
bier, losament, betten, lichter, undt alles, mit ein-
gerechnet, wie auch das Hamburger Bier. Das frembde || [[Handschrift: 482r]]
bier aber, undt der wein, muß absonderlich gezahlet
werden, wie auch, die extra, zwischen den Mahlzeitten, alß:
Reinischer wein, gilt daß maß, oder quartier 14 Schillinge (solidi)schill:
Zerbster bier, gilt das maaß, 6 Groscheng: oder 12 Schillinge (solidi)schill:
Braunschweiger Mumme 4 Schillinge (solidi)schill:
Frantzen: oder Frantzösischer weißer wein 5 schilling.
Wehre also, der Frantzösische wein, beßeres kaufs,
alß Zerbster bier, mehr, alß vmb die helffte.
Dann ein Eimer Zerbster bier, würde solcher gestaltt,
16 ReichsthalerRthlr: alhier in Hamburgk, gelten,
und ein Eimer (Hohlmaß für Flüssigkeiten)E. Frantzenwein, nur 6 ThalerThlr: 16 Groscheng:
Mes serviteurs, sans doubte boiront volontiers ce vin,
quoy qu'a bon marchè, mais bon, au lieu de la biere de Zerbst,
si chere, et pas si aggreable a leur goust, trop coustümier.
La reigle demeüre tousjours: Quod rarum; carum!


Ringrazio Dîo, di tutta la nostra fortuna in Viag-
gio, insin quì, non havendo havuto nissuno sinistro
intoppo, dj momento, (ben che preveduto, ô antipensato,)
mà non posso consolarmj, nè quietare l'animo
mîo, della perdita grande, fatta (contra ragione,)
l'inverno passato amaramente. E ben ch'io pensavo,
che; secondo 'l Pastor Fido, La lontananza ognj grande
piagha saldarebbe, niente di meno, la perturbazione
dell'animo mîo, non s'acquieta, mà più tosto s'accresce,
Iddîo benedetto, non volendo scusare glj nostrj determinatj errori! || [[Handschrift: 482v]]
La Fortuna cj abbandona, anzi cj fugge, quando
noj stessj l'abbandoniamo, anzi quando Jddîo ce l'ap-
presenta chiaramente, e noj con le nuvole del
senso abbagliato, non possiamo, ne vogliamo
abbracciarla, nè accettarla convenevolemnte
lasciandosj un pentimento, affanno e cordoglio
grandissimo di tal inhumana stupidità, per mercede,
e meritamente! Jddîo cj consolj! d'un altro segno,
della sua Benignità, e perpetua cura, che hà di noj,
senza abbandonarcj, alle tenebre, del nostro stupido,
ed offuscato senso, e intelletto, più, che depravato,
ed inutile ad ogni bene! Meglio saria! essere cento,
volte, mort e <o> , e sotterrato, che d'essere così infelice,
di non potere conservare ne se stesso, ne altre
creature, che hanno vita mortale! e niente
di meno, cj servono bene, e fedelmente! e quel ch'è
peggio, vorriamo ajutarlj volentierj, e non possiamo!
Ô troppo imperfetta natura! oh resistenza inhumana!
Ô forza Diabolica! troppo forte, e che non fà, che contristarcj!
La procrastinazione dannevole è ancora un vizio impatibile a quellj
che vogliono esser fortunati, e di fidarsi troppo a se stesso, ed alla
sua capacità credendo che sîa ancora tempo assaj, per ben operare,
dove si perde tempo spesse volte, nel aspettar il tempo, già scampato!

|| [[Handschrift: 483r]]


Die avisen alhier geben:


Das die Stadischen, in westJndien, die Portughesen gewaltig
geschlagen, in Brasilien, undt in die 40 schiffe erobert. (Dörfte
also vnser iunger Einsidel, der Capitain, auch beütten bekommen haben)


Cest avis, vient d'ün particülier: Sanuel le Conte jtem: de L. W.d


Sonst sol der Frantzösische Feldtmarschalck Rantzow, einen anschlag auf
Ostende gehabt haben, welcher ihm mißlungen, undt er darüber,
in die 1500 Mann, eingebüßt, durch den ankommenden Spannischen secours.


hingegen, hat der Ertzhertzog eine cavalcade in Frangkreich gethan, vndt
Chastelet in Picardie belägert.


Die Frantzösische Schifarmade, im Marj Mediterraneo, sol Salerno
eingenommen, und sonst den Spannischen, schaden gethan haben.


Es gibt differentzien, noch zu Paris, wegen der imposten.


Der Kayser ist zu Lintz, leßet scharf inquiriren, auf die fugitivos.


Die Schwedischen sengen vndt brennen in Bayern, wollen noch 800 mille Gulden (florenus)f: brandt-
schatzung haben. Belägern Waßerburgk. Der Churfürst ist noch zu
Saltzburgk, befindet sich v̈bel auf, vndt malcontent. Piccolo-
minj sol beyde armèen, commandiren, weil Gronßfeldt, noch im arrest ist.
Die päße am Lech, vndt an der Jser, seindt liederlich abbandonirt worden.
Der commendant in Rhain, sol auch, nicht einen einigen schuß,
auf die vorüber paßirenden allijrten armèen, haben thun laßen!
perge


Königßmargk sol vor Ellnbogen in Böhmen, liegen.


Die Türgken, sollen abermal, vor der Stadt Candia, vndt im Archi-
pelago, eingebüßet haben.


Jn Engellandt, gibts neẅe motus, vndter den armèen, vndt es hat
das ansehen, alß stärgke sich die Königliche partey.


Zu Osenbrügk, sol das quantum der 4 millionen ReichsthalerRthlr: ratione
satisfactionis militiæ, (auf gewiße maße) verglichen sein.


Die Lamboysche Niederlage continuiret, wiewol die Heßischen
auch darbey keine seide mögen gesponnen haben.

|| [[Handschrift: 483v]]

Freitag den 23ten: Junij: 1648.


Meine Söhne, haben alhier zu Hamburgk, allerley besichtiget,
die kirchen, die Börße, das zuchthaus, Rahthauß, et talia.


Jch habe geschrieben, an Meine Gemahlin <par Albrecht Schultz>, an Baron de
Brederode, an Monsieur Hotton, par Samuel le Conte, item: an
Obristen Mario, undt Rulitium, schreiben laßen, par Tobias Steffeck de Kolodey[.]
Gott gebe in allem, glügkliche expedition, undt succeß!


Je suis tourmentè de beaucoup d'inquietüdes. Le
bon Dieu! et grand Dieu! vivant! vueille addoucir, mes
amertümes, & afflictions! car elles me sont presque
insüpportables. Ô Dieu ayde moy! ô Dieu! exauce moy!
ô Dieu, s'il est possible? rens moy, la perte irreparable!
& delivre moy, de mes ennuys languissants! Rends moy, ün
signe extraordinaire, de ta grace, et que ie le reçoyve,
non avec stüpeür, ou stüpiditè insensèe, (comme n'a gueres,)
ains avec actions de graces, & rayson prüdente et cir-
comspecte! afin de ne tirer le miel de ta bontè, en ün
Venin de extraordinaire aversion, et comme a contrecœur
pour ne me priver, de tes benedictions, & d'üne fortü-
ne inesperèe! & me rendre odieux, a Dieu, & aux hommes,
comme aussy a tant d'Anges bienheüreux, qui m'as-
sistent & accompagnent journellement, contre les
efforts, de ce malin, & pervers Sathan, quj s'en aille
dèz aussy tost, en abisme; & soit damnè avec tous les ma-
licieux pervers, incorrigibles, et determinèz pecheürs, eternellem[ent!]

|| [[Handschrift: 484r]]

Samstag den 24ten: Junij: 1648. <Johannis.>

<Regenwetter.>


Meilenm.
Von Hamburgk, nach Elmßhorn, einem flegken, zu Mittage
aldar der Cantzler Reventlaw, undt ein Thumbdechant, auch
in einerley krug, gewesen. Wir haben ihnen aber, nicht zuge-
sprochen. Der weg ist zum theil, sandicht, und guht,
(weil es sehr geregenet) zum Theil böse gewesen, theils
in der heyde, theils in tieffem Morastichen wege, sonderlich
4
Meilenm.
nachmittage, von Elmßhorn, nach der mahlzeit, gen Jtzehoe
und haben schön getreydich an vielen ortten stehen, auch
viel pferde, undt vieh, in der weyde, gesehen.
3


Christians Rantzow, festes hauß, Bredebergk, lieget
nur eine halbe stunde, von Jtzehoe. Wir haben es zur
rechten handt, liegen laßen, Crempe blieb zur lingken
hand auf 1 meile weges, von Itzehoe, Glügkstadt aber,
2 meilen. Der Rantzow, vnser gevatter aber, sol an itzo,
zu Drage sein, auf 1 Meilenm. von Jtzehoe. Das waßer
die Stöer, ein arm auß der Elbe, fleüßet vmb Jtzehoe,
fast ringß herumb. Wir sahen von weittem, die, durch den
windt, eingefallene Thürme zu Crempe vndt Glückßburgk14, gleich wie
zu Hamburgk, so im Februario, geschehen. Jn Dennemargk aber, sollen Sie
damals kejnen windt, empfunden haben.

Sonntag den 25. Junij: 1648.


Meilem.
Christian Rantzow, Reichßraht, und Amptmann zu Rendeßburgk,
hat mir, (auf erfolgte notification) kutzschen, undt pferde nacher
Jtzehoe geschigkt, mich und meine Söhne, abzuholen, gen Drage, || [[Handschrift: 484v]]
Sein hofmeister Preißer, und ein anderer Officirer, wurden auch
mitgeschigkt. Rantzow kahm vnß entgegen, auf ein stügk weges.
Begleitete vnß hinein, <tractirte vns wol> und that vnß, große ehre. hatte einen
von Waldaw, Königlich dänischen kriegscommissarium, (so vor
zeitten Marschalgk zum Berlin wahr,) bey sich, wie auch
einen Königlichen oder Printzlichen raht, Licentiat helm genandt.
Der Cantzler, Doctor Reihing, (welcher de iure publico geschrieben,
undt mich vorzeitten, zu Regenspurg am Kayserlichen hofe gesehen) wahr
auch alda, zog aber, vor der mahlzeit, noch hinweg, nach dem er
mich gesprochen. Des von Waldaw Fraw, war auch v̈ber
der Tafel <mitt>, nebenst des von Rantzow liebsten, vndt <neben> vnß,
vndt vnsern leütten, auch vorgenandten personen. Drage, ist
ein feines lusthaüßlein, so er mit seiner Frawen, (welche auch
eine Rantzawinn ist) erfreyet. Jst artig gebawet.
hat einen wol disponirten, kleinen, iedoch artigen graben <garten,>
mit feiner gallerie, vndt dann auch bedegkter Sommerlaübe,
vndt sonst hat das hauß, feine wol meüblirte gemächer.


1


Dieser Rantzaw hat viel gühter, in diesen Fürsten-
thümbern Schleßwygk, vndt holstein, wie auch in Dennemargk[.]
Man schätzet er habe v̈ber die 1000 vndterthanen, undt habe
in 50[000] biß 60000 ReichsthalerRthlr: einzukommen, wiewol er kaum 30 mille gestehet,
vndt sich arm machet an gelde, von wegen schulden, vndt,
bürgschaften, auch verlag vor die krone, vndt erlittene ruin der
Schwedischen, wie auch bevorstehende Legation an Kayserlichen hof, die
lehen, im nahmen des Neẅen Königes, (welchen man nur noch
zur zeit, vor der huldigung, Vndt krönung, den erwehlten Prjntzen,
nennet) v̈ber Holstein, zu empfahen, vndt vielleicht, vor Seine perso[n] || [[Handschrift: 485r]]
den Grafenstandt, vom Kayser, zu erlangen. Es hat allerley gute
discurß gegeben. Man hat aber greẅlich getrungken, biß in die Nacht!

Montag den 26ten: Junij; 1648.


Es continuirt zu regenen, wie gestern, vndt fast alle Tage hero, sieder
wir auf der rayse, sein. Dörfte der erndte, wenig fortheil bringen.


On me traitte courtoysement; mais ie puis bien dire, que pour cela
je me suis grandement trompè en mes esperances, & imaginations,
n'ayant nüllement obtenü, la satisfaciton attenduë, m'appercevant
fort bien, des mauvayses menèes, & machinations, de Malherbe,
a l'encontre, afin de precipiter ma fortüne, si on pouvoit?
Le bon Dieu, qui par sa providence, m'a permis, cest soudaine
resolütion, de ce Voyage sübit, me vueille garentir, a l'encontre
de toutes mauvayses prattiques, & me rammeiner de ce pays,
bien tost, en bonne santè, avec mes fils, afin de celebrer sa gloire,
en ün tranquille, & Pacifique estat, & condition, apres les expe-
ditions desirables obtenuës! <divertissant toute chose nuisible!>


Nachm Frühestügk, vndt allezeit, allzuguter Tractation, se hat Licentiat
Helm, abschied von mir genommen. Der Königliche herr Amptmann Rantzaw
aber, ist mit vnß forthgereyset, auf Bredebergk zu, vndt also wieder
zurügkee, daßelbe sein haüpthauß, zu besehen, lieget 5⁄4 meilen von Droge,
oder eine stargke meile, Jtzehoe zur <rechten> seitten, liegen laßende. hat
hohe stargke wälle, in die 18 metallene, und eiserne stügke darauff,
waßergraben ringß herumb, so vndten gefüttert. Jm Schloß, seindt
feine gemächer, Sähle, vndt Capelle, mit einem feinen Oratorio, vndt
kirchstüblein, auch gruft zum erbbegräbnüß, (darinnen ich auch ge-
wesen, vndt seines elltisten Sohnes Christianj Seligen schönen kupfernen,
mit silber beschlagenen, <vnd mit wapen> außgearbeiteten Sargk stehen gesehen)[.]
Man hat alhier wieder, eine gute collation gehalten. Der Königliche
Commissarius, der von Waldaw, nebst seiner liebsten, wie auch Rittmeister Clüver, || [[Handschrift: 485v]]
der holländische kaufmann Wawer, undt andere, haben alhier,
vnß valediciret. Die Fraw Rantzowinn, hatte schon zu Drage,
alwor sie geblieben, ihren abschied von vns, genommen.


Zu Bredeborch, hats auch einen feinen garten, die Schweden
aber, haben in neẅlichstem kriege übel darinnen gehauset,
wie auch im gantzen hause, die mobilien spoliiret, und eine
verwüstung angerichtet, iedoch eben nichts sonderlichs, im hause,
viel weniger, in der kirche, zerschlagen. Die Tapezereyen
aber, undt waß sonst nicht weggebracht werden können, von
schönen gemählden, Silberzeüg, haußraht, und andern Sachen,
alles mit hinweg genommen, wiewol Rantzaw selbst gestehet,
das er seine kleinodien, Juwelen, und bestes Silbergeschirr,
schon in Dennemargk, zuvorn hinweg geflehnet gehabt, undt
alles daßelbe versetzet, auch die ringe von fingern, seinem
Könige, auß vndterthäniger Treẅer devotion, 50000 ReichsthalerRthlr: bahr,
zum kriege, (da er noch in voller flamma gewesen, und man
deßen, keinen außgang gewußt) vorzuschießen, davor ihm
hernachmalß die Jnsel Langelandt verpfändet worden.
Man hat vns, mit drey Canonschößen15, vom hause, Bredeburgk
willkommen geheißen, und im abzuge, mit eben so viel vale-
diciret, darbey allezeit der höfliche cavaglier Rantzow,
in der kutzsche, mit hutabziehen, in die kutsche, seine complimente
gemacht, undt vor lieb also zu nehmen, gebehten. Es hat auch das
landtvolgk, oder außschoß, so darauf gelegen, nachm abzuge,
drey salven gethan. Mein herrvatter Sehliger ist auch vor
iahren, alhier, vndt sonsten, auf Rantzow gühtern, <sonderlich zu Bütten16 und Freyen willen alle spese dj Son Altesse> bey seines
vaters Gerdt Rantzow lebezeitten gewesen, estant en disgrace
de l'Empereur vndt hat seinen vatter, vnd Großvatter, heinrich Rantzau || [[Handschrift: 486r]]
Sehligen wol gekandt. Man hat sichs fleißig erinnert. perge


Meilenm.
Von Bredeborch, forth nacher Rendeßborch, gereyset
Vndterwegens, hats gute conversation gegeben. Vndter
andern hat Rantzow erzehlet, daß er in die 50 meil weges,
(in Terra ferma nur,) auf seinen gühter, raysen köndte.
Das hauß Rantzow, ihr vhrallt Stammhauß, gehöret ihnen
auch zu. Die 50 Meilenm. meinet er, von hamburgk (alda er ein
hauß hat, vndt Thumbprobst ist,) biß in Norder Jutlandt hinein.
7


Sie kommen von den alten Graven von Lechnich, <Leißnich,> (Lisnicenses)
auß Meißen her. Ce Cavallier est fort aimè, et respectè, de
tout le monde. Jl fait mine, de ne desirer point ce degrè,
mais on croyt neantmoins, qu'en ceste Ambassade, Sa Majes
Imperiale, le fera Conte de l'Empire, comme a estè fait, le
Conte Ulefeldt, Holgko, Penß, Conte Woldemar, & aultres
en ce Royaume, & Principautèz. Il vouldroit ravoir de l'E-
lecteur de Saxe, la Contè de c <s> es ancestres, et ie voy, que
le tiltre, ne luy sera pas assèz sans sübstance, m'ayant
parlè assèz confidamment[!], là dessüs.


Rendeßburg, Stadt, vndt Schloß <als ein Ampt>, ist ihm vom Könige, schon lengst
anvertrawet worden, hat feine wälle, und im neẅlichsten
kriege, wieder die Schweden, in die 6 Monat lang, sich Tapfer
defendiret, also: daß sie ihnen nichts angewinnen können.
Der Strohm Eider, fleüßt daran hin. Wir haben aber, im
finstern, nichts rechtes, sehen können.


Bey langwierigen gesprächen, und guter conversation,
auch wegen Müdigkeit meiner, und meiner Söhne, habe ich
dem Treẅhertzigen Rantzow, Meinem Gevattern, versprechen müßen,
noch morgen (gebe gott) alhier zu bleiben, und außzuruhen, contre mon propos.

|| [[Handschrift: 486v]]

Dienstag den 27ten: Junij;


<Regen.>


Wir haben alhier zu Rendeßburg außgeruhet. Zu Mittage, habe
ich mich innegehalten, weil ich mich nicht wol befunden. Gegen
den abendt aber, bin ich mit meinen Söhnen, vndt Rantzaw, auß-
gefahren, durch die Stadt, einen hauffen steine zu besehen,
welche auf dem Margkt liegen, so herein geschoßen worden.
Darnach nach dem wall zu, da man etwas von Schwedischen approchen,
noch observiren können. Die Fraw Rantzowinn, ist auch herkommen.
Sie haben auch ihr Söhnlein, und Töchterlein, unß gezeiget. Da So
habe ich auch, in seinem losament, allerley gemälde besehen.


Aufn abendt, hat man conversiret, und poculiret.


Rantzow hat 1000 vnderthanen, iedern zu 1000 ThalerThlr: werth, gerechnet,
Thut eine million, en fonds, darauf er sein vermögen zu schätzen.


<Der Gottorffische Cantzler, Doctor Kilemann, ist auch alhier gewesen, senza parlamj. et cetera>

Mittwoch den 28ten: Junij: 1648.

<Regen. windt.>


Zu Rendeßburg gefrühestügkt, (Rantzau m'a regalè, et mon maître d'hostel)


La satisfaction plüs grande, a estè, sinon aneantie, au
moins, dilayèe, peüt estre ad Kalendas Græcas, nisj annuas!


Rantzau m'a dit, que le Düc de Gottorp, a onze baillages, & 200 mille
DalersDal: de rente annuelle, deductis, deducendis.


Jls recognoissent ce Prince, apres le Roy, comme leur Princes
regnants, les autres Dücs de Holstein, sont abgetheilet
divisèz, & n'ont rien a regner, par dessüs la Noblesse.


Rantzau se fera faire conte, a la cour Jmpériale avec le consen-
tement, de ce Düc de Gottorff.


Rantzau ne veüt pas, que le Royaume de Norwege soit heredi- || [[Handschrift: 487r]]
taire aux aultres Dücs de Holstein, nonobstant leur
tiltre, et pretension, ains, que ces Royaumes tous deux,
Dennemargk, et Norwege, soyent tellement incorporèz
que l'ün ne puisse, ni doive estre, sans l'autre, par
confederation, & par rayson d'estat, de leur conservation.


Que toutes les charges principalles, et les ports, &
forteresses, estoyent entre les mains, des Danois,
& les Norwegiens, autant sübiects aux dits Danois,
comme le Royaulme d'Jrlande, aux Anglois.


Qu'on ne scauroit separer, ni partager, en façon
quelconque la dite Norwege, <quoy qu'on vouldroit.>


Le Prince Royal, fütür Roy, auroit bien conservè,
son droict Hereditaire, & a tous ceux de sa mayson,
contre ceux, (qui le vouloyent faire quitter ce droict,
á son election mal convenablement) mais en cela il se
seroit desja preiüdiciè, qu'il auroit concedè, la nomj-
nation, de six conseillers, (en la place des morts)
dü Royaulme aux estats, ou Conseillers au lieu, que le
feü Roy, auroit obtenü & maintenü tout sa vie,
non seulement la confirmation, mais aussy, la nomination.


Abschied, von der Frawen Rantzowinn, vndt ihren kindern, auch
etzlichen haüptleütten, genommen.


Meilenm.
Darnach, mit seinen pferden forth, da er vnß, biß an die
Königliche gräntze, das geleidte <mit schönem train> gegeben, vndt höflich valediciret.
Wir seindt forth, auff Gottorff
[a]lda der hertzogk Friederich, mit zweyen Söhnen, vnß im platze || [[Handschrift: 487v]]
des Schloßes, mit vielem comitat, solenniter empfangen,
undt hat es nur eine stunde vorhero erfahren, wiewol ichs
ihm drey stunden vorhero, zu avisiren gemeint gewesen, auch
zu dem ende voran geschigkt, car il n'y avoit point d'ap-
parence, à sürprendre ün grand Prince, que ie n'avois
veü, en 27 ans. Jl s'est monstrè fort affectionnè,
á moy, et a mes fils, qu'il avoit veü a Plöene, il
y a onze ans. Er hat mich, in mein gemach, beglei-
tet, darnach auch selber wieder zur mahlzeit, geholet,
zu der hertzoginn, geführet, alda mich die hertzoginn
mit zweyen Töchtern, freündtlich salutirten, undt daselbst
in einem schönen, großen Gemach, Tafel gehalten wurde.


3


Jch mußte alleine, oben an sitzen, der hertzogk, undt
hertzoginn, saßen einander, gegen über, darnach meine
Söhne, über seine Söhne, undt Töchter, (vnangesehen vieler
verweigerungen, undt prangens,) gesetzt wurden.
Meine Jungkern, alle drey, Schwechhaußen, Rindtorff,
undt <Tobias> Steffegk von Kolodey, seindt mit, an die fürstliche
Taffel, gesetzt worden, wie auch ein Lytzaw von geschlecht[,]
der jungen herren hofmeister, So dann ein Wjlstorf,
welcher zuweilen, gar eines lustigen humors, sein soll.


Der hertzogk, hat allerley schöne discours geführet,
von dem itzigen statu Germaniæ, Daniæ, et Sueciæ,
vom kriegßwesen, von Friedenstractaten, von seiner
Legation in die Moßkaw, vndt Persien, von alten || [[Handschrift: 488r]]
Unionssachen, da auch etwaß, wiewol gar moderate, das
Böhmische wesen, mit berühret worden.


Die herztoginn, ist auch gar demühtig, undt human, ge-
wesen, bey der mahlzeit, vndt nach derselbigen. Gegen 10
vhren, hat man gute Nacht, gegeben. <Der hertzogk begleittete mich wieder gar höflich inf mein losament.>


Der hertzogk, so noch 5 Söhne, vndt 5 Töchter, am leben
hat, von den 15 so ihm Gott, gleich wie mir, biß dato be-
schehrt gehabt, (wiewol die väterliche, vndt gnedige
heimsuchung, vndt Theilung, mit mir, etwaß anderst ge-
fallen, undt meistlich, v̈ber die Söhne außgegangen)
hat den Tittul Durchleüchtigkeit, neẅlichst, vom Kayser,
empfangen, vndt das ius primogenituræ, neben solchem
Tittul, auf seinen Elltisten Sohn, wann er ihme wirdt
succediren, und regierender herre werden.


Jl me dit aussy, que Rantzow l'avoit recerchè[!] d'estre
content, qu'il füst fait conte, de Sa Majestè Jmperialle.


Jl dit: que les paysans, en Dennemargk, ont des ser-
vices limitèz, et qu'ils ne servent pas, comme en Hol-
stein, en toutes choses, tant qu'on veüt, ainsy qu'ün
paysan Danois, ne vaut pas mille Dalers, comme en Holsace[.]
Que Rantzow peüt avoir 700 paysans en Holsace
& Schleßwygk, et Jütlande, & en Dennemargk: 300.
Qu'il y a des gentilshommes Danois, qui ont a 2[,] 3
voire iüsqu'a 8 ou 10 mille paysans, ainsy que le dit Rantzau
n'est point le premier, et le plüs riche de tous, comme
on se l'immagine, & comme plüsieurs sont de cest opinion.

|| [[Handschrift: 488v]]

Donnerstag den 29ten: Junij: 1648.


<Regen, windt.>


Jch bin alhier, zu Gottorf, still gelegen, und gleich wie
gestern, schön wetter gewesen, also hat sichs heütte auch
angelaßen, hat doch darnach, etwaß geregenet.


Gottorf, ist eine schöne residentz, lieget an einem arm
der OostSee, daran ge auch die Stadt Schleßwig, zwar ein
canonschuß weitt, von der residentz gelegen. Das schloß
Gottorf ist mit einem wall, und graben, wol versehen,
und liegt eine compagnie fußvolgk, in garnison, hieroben.
Das Schloß, hat einen doppelten hof, vndt platz, ist in die
vierung, gebawet, ansehlich, wiewol altvätterisch,
mit schönen gemächern, undt einer kirchen, auch zeüghauß,
Ställen, vndt dergleichen, (diese beyde letzere, vorm Schloße,) wol
versehen.


Nach der mahlzeit, hat der höfliche hertzogk, mir die Ehre
gethan, vndt mich selbst herümber geführet, theils zu fuße
theilß zu kutzschen. Vndt haben besehen, den schönen großen
gartten, draußen v̈ber der brügke, am Rendeßburger
wege zu, welcher mit schönen großen bedegkten allèen
vndt compartementen, reichlich geziehret ist. Es stunden
auch, Pomerantzen, vndt citronenbaẅmlein darinnen, sampt
allerley andern Jndianischen vndt deützschen früchten, schönen
blumen, vndt dergleichen. Meritirt; gesehen zu werden.
Es stehen auch statuæ darinnen, des Neptunj, Acteonis, &cetera[.]


Postea: den Stall besehen, darinnen schöne pferde, in der
Menge, vndter andern, ein Türckischer Brauner, so mit auß Persia || [[Handschrift: 489r]]
gekommen. <Die kirche im Schloß, nahe an meinem gemach, <hat man> zuvor auch besehen.>


Jm zeüghauß, stunden viel schöne Stügke, große, vndt
kleine, wie auch viel vndt mancherley gewehr, fußvolgk, vndt
Reütterey, außzurüsten. Der hertzogk sagte, er hette wol
100 metalline Stügke, darinnen gehabt, aber viel auf die
Festungen, vertheilet, wie auch, vom gewehr, etzliche Tausendt
Mann, armiren laßen, alß der status, turbatus gewesen.


Vnßere pursche, ist zu Mittage, sehr trungken geworden,
weil sie ein groß cristallen glaß, in der herztoginn
gemach, mit gutem wein, ein ieder, zum willkommen,
außtringken müßen. Man hat mich aber, auß höfligkeit,
vndt weil ich wol eher, alhier gewesen, darmit verschonet,
zumahl, da ich davor gebehten, vndt protestiret, daß ich
nicht also, wie vor 27 iahren, (da ich alhier drey hertzoge
von Hollstein17, wegsoff, in stargkem, allezeit voll einge-
schengktem reinwein, vndt sie trungken nur Frantzen-
wein, nicht so voll eingeschengket, in ansehung, daß ich einem
Blumen von geschlecht, welcher mir, vorm Tringken,
stunde, nichts zu commandiren hatte) mehr tringken möchte.


Bin derowegen, nüchtern geblieben, und habe zwar viel
genung, an gesundtheitten, vndt sonsten, in gesottenem waßer,
getrungken, vndt bescheidt gethan. Es ist ein lieber,
frommer, höflicher, gelehrter, wagkerer, discreter Printz,
dieser Hertzogk Friederich, zu Schleswigk; hollstein,
undt hat einen guten verstandt, erfahrung, undt geschigklig-
keit, in Staats: vndt Regiments: Sachen. Gott erhalte ihn lange!

|| [[Handschrift: 489v]]

Freitag den 30ten: Junij: 1648.


<Regen.>


heütte habe ich des hertzogs gemach, feine gemälde,
schöne vhrwergke, ein Einhorn, auß Gröenlandt, undt
seine bibliotheca (welche in seinem gemach, undt noch
in dreyen kammern abgetheilet ist,) besehen, undt allerley
rara gefunden, vndter andern, ein camelæon, ein Arma-
dillo, ein steinern brodt, so einer, vor wenig iahren, dem
andern <alhier im lande>, auß boßheit, verwüntzschet gehabt, undt es also,
zu stein, geworden, ein steltzam doppeltes alhier, gelegtes
Ey, Elefantenzähne, walruschenhaüpt, & talia.


Darnach, im langenSaal, die alten Säxischen Könige
gemahlet, wie zu Dresen[!], da stunde auch ein sehr schönes
vhrwergk, mit <gehenden> figuren, astrolabio, <schreyenden> hanen undt klingel-
wergk geziehret, wol ordiniret, undt abgetheilet,
eine fortuna oben darauf, alles außwendig vergüldet,
innwendig mit vielen rädern, so in lautter ketten hängen,
wol gearbeitet, von einem alten: 77jährigen Straßburger.


Bey der hertzoginn, haben wir in ihrem cabinet, viel schöne
sachen gesehen, von Silbern vndt güldenen kästlein, undt geschir-
ren, wie auch von Agtstein, agatha, iaspis, cristall,
undt andern geschirren, büchlein, gemälde, und allerley
köstlichen rariteten, ührlein, undt dergleichen DamenSachen[,]
Onixstein, einhorn, krötenstein, et talia.


Le gouverneür Litzaw des jeünes Princes, m'a annocè quelque chose[.]

|| [[Handschrift: 490r]]


Ein Thumbprobst von Lübegk, Winterfeldt, ist auch an-
hero gekommen, Saße mit, an der Tafel.


Diesen abendt, nach genungsahmer conversation, habe
ich, von der hertzoginn, vndt ihren beyden Fraẅlein,
meinen abschiedt genommen.


Der hertzogk hat mich wieder, in mein Gemach, begleitet,
wie er allemahl von der mahlzeit wiederkommende, gethan,
auch wann ich etwaß besichtigen wollen, undt hat mir
auch durch die Seinigen fleißig aufwartten laßen,
vndt alle ehre, mir erwiesen, Gott dangke ihm davor.


Samstag


Textapparat
a Abkürzung nicht auflösbar.
b Die Wortbestandteile "zu" und "wieder" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
c Die Wortbestandteile "zu" und "rücke" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
d Abkürzung nicht auflösbar.
e Die Wortbestandteile "zu" und "rügke" sind im Original getrennt voneinander geschrieben.
f Im Original sind die Wörter "höflich" und "in" zusammengeschrieben.

Kommentar
1 Zitat aus Piscator: In Librum Psalmorum Commentarius, Psalmus LXXIII, 13f., S. 406.
2 Zitat aus Piscator: In Librum Psalmorum Commentarius, Psalmus LXXIII, 14-18, S. 406.
3 Zitat aus Piscator: In Librum Psalmorum Commentarius, Psalmus LXXIII, 19-26, S. 406f.
4 Hier: Vorschüsse.
5 Person nicht ermittelt.
6 Nur teilweise ermittelt.
7 Ps 73,14.
8 Zitat aus Verg. Aen. 3, 57 (ed. Holzberg 2015, S. 144f.).
9 Is 54,7.
10 Zitat nach Suet. Iul. 32,1 (ed. Martinet 32006, S. 60).
11 Irrtum Christins II.: Schnackenburg gehörte damals zum Fürstentum Lüneburg.
12 Zitat aus Verg. Aen. 1, 203 (ed. Holzberg 2015, S. 54f.).
13 Zitat aus Verg. Aen. 2, 325 (ed. Holzberg 2015, S. 110f.).
14 Irrtum Christians II.: Gemeint ist hiermit sicherlich Glückstadt.
15 Hier: Kanonenschüssen.
16 Ort nicht ermittelt.
17 Personen nicht ermittelt.
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abandonniren
verlassen, zurücklassen
abandonniren
aufgeben
abandonniren
im Stich lassen
abbringen
abmähen, abschneiden, entfernen
admiriren
bewundern
admiriren
(hoch) achten, viel aus etwas machen
Agat
Achat
Agtstein
Bernstein
Alteration
Aufregung, Ärger
Alteration
Veränderung (zum Schlimmeren)
Ambassador
Gesandter, Botschafter
angewinnen
mit Gewalt entreißen, abzwingen, abnötigen, erobern, einnehmen
Approche
Laufgraben
artig
kunstvoll, meisterhaft
artig
fruchtbar
aufwerfen
(ein Zeichen) aufstellen, sichtbar anbringen
aufwerfen
sich erheben, sich empören, sich entgegenstellen
aufwerfen
jemanden erheben oder in eine bestimmte Position bringen/erhöhen
aufwerfen
etwas (Erdmaterialien o. ä.) aufhäufen
aufwerfen
ausstoßen, absondern
Ausschuß
ausgehobene Mannschaft
auswendig
außen, draußen
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Ballonschlagen
Ballspiel
Befreunde
Verwandte
Beilager
Hochzeit, Feierlichkeit anlässlich der Vermählung (ursprünglich: Beischlaf als Vollzugsakt der Eheschließung)
Bescheid tun
einen Zutrunk oder Trinkspruch erwidern, jemandem zutrinken, zuprosten
besorgen
befürchten, fürchten
besorglich
zu Besorgnis Anlass gebend, heikel, zu befürchtend
bestätigen
festnehmen, verhaften
bestätigen
bestatten
Breite
Fläche, auf der z. B. Getreide zum Trocknen ausgebreitet ist
Breite
Feld
Captivitet
Gefangenschaft
Collation
Mahlzeit (außerhalb des Mittagessens)
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
Compartement
abgeteilter Raum, abgegrenzter Gartenbereich
Competitor
Mitbewerber, Konkurrent
Compliment
höfliches Reden, höfliche Verbeugung, Ehrerbietung
confirmiren
bestätigen
contentiren
zufriedenstellen
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
contrarie
entgegengesetzt, ungünstig
Contrariewind
Gegenwind
defendiren
verteidigen
deliberiren
überlegen, beratschlagen
denotiren
bezeichnen, ankündigen
dimittiren
entlassen, (förmlich) verabschieden, beurlauben, entsenden
dingen
mieten
dingen
verhandeln
disponiren
(jemanden zu etwas) bewegen
disponiren
anordnen, einrichten
disponiren
etwas verteilen, über etwas verfügen
dissimuliren
sich verstellen, verheimlichen
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
Eimer
Hohlmaß für Flüssigkeiten
einig
einzig
Einspänniger
Kriegsknecht mit Pferd, fürstlicher Bediensteter, Stadtknecht; berittener Bote, Geleit- und Meldereiter
Einspänniger
Eigentümer eines kleineren bäuerlichen Besitzes, der meist nur Handdienste leistet
emportiren
einnehmen, erobern
Expedition
Beförderung, Besorgung
Expedition
Abfertigung
Expedition
Verrichtung
Expedition
Ausfertigung eines Schriftstückes
Expedition
Feldzug
flehnen
flüchten, in Sicherheit bringen
Franz(en)wein
französischer Wein
Friedenstractat
Friedensverhandlung
füttern
mit Steinen verkleiden
Fußvolk
sämtliche Soldaten zu Fuß (Infanterie) innerhalb eines Heeres
gemeint
geneigt, gesonnen, gewillt
genung
genug
genungsam
genügend, hinreichend
Gewehr
Bewaffnung
Gewehr
Waffe
hinterstellig
rückständig, ausstehend
hinterstellig
zurückbleibend
importirlich
bedeutend, wichtig
impost
Steuer
inquiriren
ermitteln, prüfen, untersuchen
Instanz
Einwand
intentioniren
beabsichtigen, vorhaben
inwendig
innen
Johannistag
Gedenktag für Sankt Johannes den Täufer (24. Juni)
justificiren
Strafe vollstrecken, hinrichten
justificiren
berichtigen, prüfen
justificiren
rechtfertigen
köstlich
teuer, aufwändig
köstlich
prächtig, herrlich, schön
köstlich
kostbar
Kornett
Kompanie bei der Reiterei oder eine Truppeneinheit, die sich unter einer Standarte ("cornette") versammelt
Kornett
Offiziersgrad bei der Kavallerie (analog zum Fähnrich bei der Infanterie bzw. den Dragonern)
Kornett
Standarte
Landrenterei
oberste Behörde zur Verwaltung der Einnahmen aus Grund und Boden
Landvolk
Landestruppen
Leibgeding
auf Lebenszeit verliehenes Eigentum für den persönlichen Unterhalt
liberiren
befreien, freilassen
liberiren
erlösen, frei machen
Losament
Unterkunft, Wohnraum
Maß
Raummaß, Hohlmaß
meritiren
verdienen
Mumme
in Braunschweig gebrautes Bier mit hohem Malzanteil
obliegen
die Oberhand gewinnen
Offizier
Amtsträger, Beamter, Bediensteter
Ordinaravis
gewöhnliche/regelmäßige Mitteilung, Nachricht oder Zeitung
ordiniren
verordnen, befehlen, festlegen
ordiniren
regeln, einrichten
ordiniren
jemanden bestimmen, beauftragen, einsetzen
ordiniren
in einem liturgischen Akt eine kirchliche Weihe (meist Priesterweihe) erteilen (in der katholischen Kirche), in ein geistliches Amt einsetzen (in der evangelischen Kirche)
particularisiren
mit allen Einzelheiten erzählen
Partie
Streifkorps (kleinere Truppenabteilung, die meist auf Kundschaft oder zum Einbringen von Geld, Lebensmitteln und Furage entsandt wurde)
Partie
Kriegspartei (reguläre Truppenabteilung)
Partie
(sich gegenüberstehende) Seite, Partei
Partie
eine gewisse Anzahl oder eine Gruppe von Dingen oder Personen gleicher Art
poculiren
zechen
quartier
Viertel (Maßeinheit für Flüssigkeiten)
quittiren
verlassen
quittiren
überlassen
quittiren
aufgeben
quittiren
entlassen
recusiren
(jemandem etwas) versagen, verweigern
recusiren
ablehnen, nicht akzeptieren
regeriren
aufs neue einwenden, erwidern, antworten
Reichsagent
(diplomatischer) Geschäftsträger in Reichssachen
Relation
Bericht
remonstriren
Gegenvorstellungen machen, einwenden, entgegenhalten
removiren
entfernen, absetzen, beseitigen
Reparation
(finanzielle) Wiedergutmachung
Reparation
Erneuerung
restiren
schulden, schuldig sein
restiren
übrig sein, übrig bleiben
restituiren
(gesundheitlich) wiederherstellen
Rote Ruhr
Ruhr mit schleimig-blutigem Stuhl
Rotschimmel
Schimmel, dessen Farbe ins Rötliche tendiert
Rüstwagen
großer Wagen für den Transport von Kriegsgerät und schwerem Gepäck
Rute
Längenmaß
salviren
retten
schätzen
mit außerordentlicher Geldzahlung (Ranzion) belegen, besteuern
Schatzung
Erpressung von Geld als außerordentliche Kontribution
Schatzung
(häufig wegen einer Notlage erhobene) Abgabe, Steuer
Schiffarmada
Kriegsflotte
schnarchen
drohend sprechen, murren, Widerworte geben
Secours
Entsatz, Hilfe
Seide spinnen
Nutzen/Vorteil von etwas haben
selbzwölft
eine Person mit noch elf anderen, zu zwölft
sieder
seit
spoliiren
berauben, plündern
Stück
Geschütz, Kanone
Stück
(einzelner zählbarer) Gegenstand, (einzelne) Sache, (einzelnes) Objekt
submittiren
unterwerfen
Subscription
Unterschrift, Unterzeichnung
succediren
folgen, nachfolgen
succediren
erfolgreich sein, Glück haben
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
Tapezerei
Wandteppich, mehrere zusammengehörige Tapeten verschiedener Art, Gobelin
Thum(b)
Dom
Thum(b)dechant
Domdechant (zweiter Vorsteher eines Domkapitels)
Thum(b)propst
Dompropst (Vorsteher und Vertreter eines Domkapitels nach außen)
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
Tractation
Bewirtung, Verpflegung
Tractation
Behandlung
Tractation
Verhandlung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
Translation
Verlegung
Translation
Übertragung
valediciren
Lebewohl sagen, Abschied nehmen, verabschieden
vergeben
vergiften
vergeben
mit schlechter/schädlicher Absicht geben
vergeben
eine Sache aufgeben
Verlag
Vorausbezahlung der Kosten für eine Unternehmung
vielfältig
vielfach, vielmalig, oft, wiederholt
Volk
Truppen
vollziehen
unterschreiben
Walruschenhaupt
Walrosskopf
wegfleh(n)en
(in Sicherheit) wegschaffen
wegfleh(n)en
fliehen, flüchten
Weinpfahl
Pfahl, an dem der Weinstock im Weinberg befestiget wird
wohlaffectionirt
günstig gewogen, sehr zugeneigt
zeitlich
rechtzeitig
zeitlich
früh, zeitig
zeitlich
vorzeitig
Zeitung
Nachricht
Actaeon
Aktaion

Anm.: Antike mythische Gestalt, die nach Ovid auf der Jagd Diana und ihre Nymphen beim Bad überraschte, deshalb von ihr in einen Hirsch verwandelt und von den eigenen Hunden zerfleischt wurde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johan Adler Salvius

geb. 1590
gest. 1652
Anm.: Sohn des Strängnäser Stadtschreibers Peder Hansson (gest. vor 1609); Studium in Uppsala (1609), Rostock (1612/13), Helmstedt (1613/14), Staßburg (1615) und Marburg (1615); 1614 Magister; 1619 Promotion zum Dr. jur. utr. in Valence; ab 1621 Assessor am schwedischen Hofgericht; diplomatische Missionen für Schweden nach Kursachsen (1622), Dänemark (1623) und Norddeutschland (1624); seit 1624 Staatssekretär; 1631-1634 und 1636-1650 schwedischer Resident in Hamburg und im Niedersächsischen Reichskreis; ab 1634 Hofkanzler und Geheimer Rat; seit 1638 alleiniger Legat Schwedens in Deutschland; 1643-1648 schwedischer Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress; seit 1648 Reichsrat; 1629 Nobilitierung; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand; vgl. Heiko Droste: Im Dienst der Krone. Schwedische Diplomaten im 17. Jahrhundert, Berlin/Münster 2006, S. 378.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte
Margaretha Dorothea von Ahlefeld
Geburtsname: Gräfin Margaretha Dorothea von Rantzau

geb. 1643
gest. 1665
Anm.: Tochter des Grafen Christian von Rantzau (1616-1663); seit 1656 Ehe mit Friedrich von Ahlefeldt (1623-1686).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Berengar von Anhalt-Bernburg

geb. 1626
gest. 1627
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Bogislaw von Anhalt-Bernburg

geb. 1633
gest. 1634
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg

geb. 1568
gest. 1630
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Vater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1582 Reise nach Konstantinopel; 1591/92 Führer eines Expeditionskorps für König Heinrich von Navarra; 1592 Übertritt zum reformierten Glauben; 1592/93 Befehl über die protestantischen Truppen im Krieg um das Bistum Straßburg; 1595-1620 oberpfälzischer Statthalter in Amberg und zunehmend Leiter der pfälzischen Politik; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1610 Unionsgeneral im klevisch-jülischen Krieg; seit 1618 Senior des Hauses Anhalt; 1619/20 Kommandierender der pfälzisch-böhmischen Truppen gegen Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); nach kaiserlicher Ächtung Flucht nach Schweden (1621) und Flensburg (1622-1624); 1624 Aufhebung der Reichsacht; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sehnliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unveränderliche"); Kurzbiographie im Rahmen dieser Edition unter http://www.tagebuch-christian-ii-anhalt.de/index.php?article_id=15.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Christian III. von Anhalt-Bernburg

geb. 1631
gest. 1631
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Ferdinand Christian von Anhalt-Bernburg

geb. 1643
gest. 1645
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Anhalt-Bernburg, Haus
Fürsten von Anhalt-Bernburg

Anm.: Seit 1603 bestehende Nebenlinie des reichsfürstlichen Hauses Anhalt.Weiterführende Informationen in der NDB
Fürst Joachim Ernst von Anhalt-Bernburg

geb. 1629
gest. 1629
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Sibylla Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1602
gest. 1648
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; ab 1617 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Tröstende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1579
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1600 Aufnahme in die Florentiner Accademia della Crusca ("L'Acceso"); seit 1606 regierender Fürst von Anhalt-Köthen; 1631-1635 schwedischer Statthalter des Erzstifts Magdeburg und des Hochstifts Halberstadt; 1617 Mitbegründer und bis zu seinem Tod erstes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nährende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sophia Augusta von Anhalt-Zerbst
Geburtsname: Herzogin Sophia Augusta von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1630
gest. 1680
Anm.: Tochter des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659); 1649-1667 Ehe mit Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Comte bzw. Duc Louis d' Arpajon
Marquis Louis de Sévérac

geb. ca. 1601
gest. 1679
Anm.: Sohn des Comte Jean V. d’Arpajon (ca. 1570-1634); französischer Maréchal de camp (1626) und Lieutenant-général des armées du roi (1637); 1634-1650 Comte und ab 1650 Duc d'Arpajon; 1648 außerordentlichen Botschafter in Polen; seit 1655 Marquis de Sévérac.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Georg Banse

geb. 1605
gest. 1670
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers, Sattelfreihofbesitzer und späteren anhaltisch-zerbstischen Kammermeisters Johann Banse d. J. (1578-1636); um 1639/41 Bernburger Freisasse (Besitzer eines Sattelfreihofs); Erbsasse auf Güsten und Quenstedt; seit 1646 fürstlicher Amtsrat (noch 1653); 1646-1650 daneben Stadtvogt in Bernburg.
Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern

geb. 1636
gest. 1679
Anm.: Sohn des Kurfürsten Maximilian I. von Bayern (1573-1651); seit 1651 Kurfürst von Bayern, bis 1654 unter der Regentschaft seiner Mutter Maria Anna (1610-1665) und des Kuradministrators Herzog Albrecht von Bayern (1584-1666).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürstin Maria Anna von Bayern
Geburtsname: Erzherzogin Maria Anna von Österreich

geb. 1610
gest. 1665
Anm.: Tochter des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); 1635-1651 Ehe mit Kurfürst Maximilian I. von Bayern (1573-1651).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürst Maximilian I. von Bayern
Herzog Maximilian I. von Bayern

geb. 1573
gest. 1651
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1597 regierender Herzog von Bayern; Oberhaupt der 1609 gegründeten Katholischen Liga; 1623 Verleihung der (ehemals Pfälzer) Kurwürde durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637), endgültig bestätigt im Westfälischen Frieden; seit 1600 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Herzog Maximilian Philipp Hieronymus von Bayern
Herzog Maximilian Philipp Hieronymus von Leuchtenberg

geb. 1638
gest. 1705
Anm.: Sohn des Kurfürsten Maximilian I. von Bayern (1573-1651); seit 1650 Regent der Landgrafschaft Leuchtenberg; 1679/80 zudem Kuradministrator von Bayern.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gräfin Anna Elisabeth von Bentheim-Steinfurt
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Dessau

geb. 1598
gest. 1660
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1617-1632 Ehe mit Graf Wilhelm Heinrich von Bentheim-Steinfurt (1584-1632); Witwensitz in Gronau (Westfalen).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg

geb. 1615
gest. 1674
Anm.: Sohn des Grafen Adolf von Bentheim-Tecklenburg (1577-1623); seit 1624 regierender Graf von Tecklenburg und Limburg sowie Herr von Rheda (bis 1634 unter Vormundschaft).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. von Blome (2)

Anm.: Angehöriger des niedersächsisch-dänischen Adelsgeschlechts; um 1621 Höfling auf Schloss Gottorf.
Ernst Gottlieb von Börstel

geb. 1630
gest. 1687
Anm.: Sohn des kurbrandenburgischen Rats Ludwig von Börstel (ca. 1585-1631); 1639-1649 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ca. 1650/51-1660 Kammerjunker der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660); zudem Leutnant (1656), Hauptmann (1657) und Obristleutnant (1664) der kurfürstlichen Leibgarde; ab 1660 Kammerjunker und 1662-1675 Oberschenk des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688); daneben kurbrandenburgischer Obristwachtmeister (1671) Obrist (1676) und Generalwachtmeister (1684); 1675-1678 Schlosshauptmann in Cölln a. d. Spree; 1680-1683 kurbrandenburgischer Kriegsrat; seit 1682 Amtshauptmann von Wolmirstedt und Wanzleben; ab 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anreizende"); vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 434f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Georg Friedrich von Börstel

geb. ca. 1627
gest. 1688
Anm.: Sohn des kurbrandenburgischen Rats Ludwig von Börstel (ca. 1585-1631); zunächst kurbrandenburgischer Kammerjunker; ab 1651 Hof- und Kammergerichtsrat; 1654-1665 mehrfach diplomatische Missionen; zudem seit 1673 Amtshauptmann von Beeskow und Storkow; außerdem Appellationsgerichtsrat in Ravensberg; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 435f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Wilhelm Bohusch von Ottoschütz
Jan Vilém Bohuš z Otěšic

gest. nach 1675
Anm.: Sohn des böhmischen Adligen Bohuslaus Bohusch von Ottoschütz; Erbherr auf Überbergen (Přehořov); 1628 Emigration nach Annaberg in Sachsen; seit 1637 Annaberger Bürger; später Leben in Schlettau.
Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

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Philippe de Bourbon
Duc Philippe d' Anjou
Duc Philippe d' Orléans
Duc Philippe de Chartres
Duc Philippe de Valois
Duc Philippe de Nemours
Duc Philippe de Montpensier
Duc Philippe de Beaupréau
Duc Philippe de Châtellerault

geb. 1640
gest. 1701
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643) und ältester lebender Bruder ("Monsieur") von Ludwig XIV. (1638-1715); 1640-1668 Duc d'Anjou; ab 1660 Duc d'Orléans, de Chartres et de Valois; seit 1672 Duc de Nemours; ab 1695 Duc de Montpensier; ferner Duc de Beaupréau und de Châtellerault.

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Gaspar de Bracamonte y Guzmán
Conde Gaspar de Peñaranda

geb. 1595
gest. 1676
Anm.: Sohn des Alonso de Bracamonte y Guzmán, Conde de Peñaranda (1563-1622); zunächst geistliche Laufbahn; durch Heirat seiner Nichte Conde de Peñaranda und Grande von Spanien; ab 1642 Kammerherr des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); 1645-1648 spanischer Generalbevollmächtigter bei den Friedensverhandlungen in Münster; nach 1648 spanischer Gesandter in Den Haag; 1650 Rückkehr nach Spanien; 1651-1653 Presidente del Consejo de Órdenes; 1653-1671 Presidente del Consejo de Indias; 1659-1664 Vizekönig von Neapel; seit 1664 spanischer Kriegs- und Staatsrat; ab 1665 Mitglied des Regentschaftsrates für den minderjährigen König Karl II. (1661-1700).

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Markgraf Wilhelm Heinrich von Brandenburg

geb. 1648
gest. 1649
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688).

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Johann (2) Brandt

geb. 1604
gest. 1672
Anm.: Sohn des Tirschenreuther Kantors Bartholomäus Brandt (gest. 1611); Studium in Erfurt (1623) und Altdorf (nach 1630 Promotion zum Dr. med.); ursprünglich Arzt in Reichenbach/Vogtland (noch 1630); ab 1632 kriegsbedingt in Bernburg, dort baldige Bestallung zum Stadtphysikus; (vor 1637) bis November 1649 Leibarzt des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg und spätestens seit 1647 auch dessen Rat; ab Ostern 1650 Hofarzt des Fürsten Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665) und von dessen verwitweten Mutter Sophia (1599-1654); vgl. Wolfram Kaiser / Arina Völker: Universität und Physikat in der Frühgeschichte des Amtsarztwesens, Halle (Saale) 1980, S. 38.
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg

geb. 1579
gest. 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1533–1598); ab 1604 Paragiatsherrschaft in Hitzacker; seit 1635 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel (bis 1643 Residenz in Braunschweig wegen kaiserlicher Besetzung der Festung Wolfenbüttel); Büchersammler (Bestand der ursprünglichen Bibliotheca Selenica, später Bibliotheca Augusta zum Zeitpunkt seines Todes 40.000 Bände); ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Befreiende").

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Jan Wolfert van Brederode

geb. 1599
gest. 1655
Anm.: Sohn des Floris van Brederode (1549-1599); ab 1620 Herr von Brederode, Vianen, Noordeloos und Ameide; niederländischer Obrist (1633), Generalleutnant der Artillerie (1636) und Feldmarschall (1642); seit 1630 Gouverneur von 's-Hertogenbosch; ab 1653 Unterstützer des republikanischen Anführers Johan de Witt (1625-1672).

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N. N. Clüver

Anm.: Um 1648 dänischer Rittmeister.
Gaspard Coignet de La Thuilerie
Comte Gaspard de Courson

geb. 1597
gest. 1653
Anm.: Sieur de La Thuilerie; ab 1618 Conseiller au Parlement de Paris; seit 1624 Maître des requêtes; 1628-1635 Intendant de la généralité de La Rochelle sowie Intendant de la généralité de Poitiers; französischer Gesandter in Venedig (1632-1637), Mantua (1637-1639) und Den Haag (1640-1648); 1644/45 Vermittler des dänisch-schwedischen Friedens von Brömsebro; seit 1648 Comte de Courson.

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König Christian IV. von Dänemark und Norwegen
Herzog Christian IV. von Schleswig-Holstein

geb. 1577
gest. 1648
Anm.: Sohn des Königs Friedrich II. von Dänemark und Norwegen (1534-1588); ab 1588 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein (bis 1593 unter Vormundschaft); seit 1603 Ritter des Hosenbandordens.

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König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich II. von Schleswig-Holstein
Administrator Friedrich II. von Bremen
Administrator Friedrich II. von Verden
Graf Friedrich I. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1623-1629 und 1634-1644 Administrator des Hochstifts Verden; 1634-1648 Administrator des Erzstifts Bremen; 1647 Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein; ab 1648 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1667 zudem regierender Graf von Oldenburg und Delmenhorst.

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Dänemark, Haus
Könige von Dänemark

Anm.: Seit 1448 Dynastie der Oldenburger.
Joachim Döring

geb. 1595
gest. 1658
Anm.: Um 1634 Bauherr, dann Ratskämmerer sowie seit 1636 Bürgermeister der Bernburger Talstadt (1636, 1640, 1643, 1645/46, 1649, 1652/53, 1655 und 1658 regierend); vgl. Volker Ebersbach: Geschichte der Stadt Bernburg, Bd. 1, Dessau 1998, S. 237.
August Adolf von Drandorf

geb. ca. 1590
gest. 1656
Anm.: Sohn des Wolf Friedrich von Drandorf (gest. 1632) auf Belgern; kursächsischer Obristleutnant (1631), Obrist (1635-1650) und Generalwachtmeister (1649); Kommandant von Leipzig (1636-1638), Magdeburg (1638-1646) und Großenhain (1648-1650); 1649/50 kursächsischer Gesandter auf dem Nürnberger Exekutionskongress; 1644 Erhebung in den Freiherrenstand.

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Christian Friedrich von Einsiedel

geb. ca. 1621
gest. 1649
Anm.: Sohn des Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653); 1636-1638 Edelknabe des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1638-1641 Page des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1645 Hofjunker des Fürsten Friedrich Heinrich von Nassau-Oranien (1584-1647), vielleicht auch Hofmeister des Prinzen Wilhelm II. (1626-1650); seit 1647 niederländischer Rittmeister und Kammerjunker Wilhelms II.; zuletzt niederländischer Obrist in Brasilien; ab 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Berötete").

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König Jakob II. von England
König Jakob II. von Irland
König Jakob VII. von Schottland

geb. 1633
gest. 1701
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); 1644-1685 Duke of York; 1685-1689 König von England und Schottland; 1685-1690 König von Irland; von seiner Absetzung durch die Glorious Revolution (1688/89) bis zu seinem Tod jakobitischer Thronprätendent; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

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König Karl I. von England
König Karl I. von Schottland
König Karl I. von Irland

geb. 1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England) (1566-1625); ab 1625 König von England, Schottland und Irland; 1649 durch das Parlament des Hochverrats angeklagt und hingerichtet; seit 1611 Ritter des Hosenbandordens.

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Johann Ludwig von Erlach

geb. 1595
gest. 1650
Anm.: Sohn des Rudolf von Erlach (1563-1617); 1611-1616 Page des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); zunächst im Kriegsdienst für die Republik Venedig (1616), dann als Fähnrich bzw. Hauptmann der Protestantischen Union und böhmischen Konföderierten (1618-1620); 1621 Major unter Markgraf Johann Georg von Brandenburg-Jägerndorf (1577-1624); 1622 Hauptmann unter Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); 1622/23 Obristleutnant unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); zeitweise Kammerjunker und Hofmeister des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg; 1625-1627 schwedischer Obrist und Generalquartiermeister; Mitglied des Großen (1627-1629) und Kleinen Berner Rates (1629-1638); 1630/31 in französischen Kriegsdiensten; 1633-1638 Oberbefehlshaber der Berner Truppen im Aargau; Obrist (1637) und Generalmajor (1638) unter Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639) und seit 1638 Gouverneur von Breisach; nach dem Tod des Herzogs einer der Führer von dessen Weimarischer Armee in französischen Diensten (1639-1647); später Generalleutnant (1647) und Kommandant (1649) der französischen Armee im Reich; 1650 Maréchal de France.

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Hans Falke

Anm.: Um 1648 schwedischer Kornett.
Fortuna

Anm.: Römische Glücks- und Schicksalsgöttin.

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König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

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Bartholomäus Friedrich

gest. 1664
Anm.: Geboren in der Oberpfalz; Pfarrer in Preußlitz (1636-1642) und Baalberge (seit 1642); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 252.
Graf Matthias Gallas
Duca Matthias di Lucèra

geb. 1588
gest. 1647
Anm.: Sohn des tridentinischen Adligen Pankraz Gallas (1549-1612); zunächst in spanischen und kaiserlichen Kriegsdiensten (1615-1617); 1626-1630 ligistischer Obrist; kaiserlicher Obrist (1629), Generalfeldwachtmeister (1629), Feldzeugmeister (1631), Feldmarschall (1632) und Generalleutnant (1633); ab 1631 kaiserlicher Kämmerer; seit 1639 auch Geheimer Rat; Erhebung in den Freiherren- (1627) und Grafenstand (1632); seit 1635 Duca di Lucèra.

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Giovanni Battista Grimani

geb. 1599
gest. 1648
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Antonio Grimani; um 1646 Capitano generale der Republik Venedig.

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Graf Jost Maximilian von (Bronckhorst und) Gronsfeld

geb. 1598
gest. 1662
Anm.: Sohn des Grafen Johann von (Bronckhorst und) Gronsfeld (gest. 1617); ligistischer Hauptmann (1618), Obrist (1627) und Generalfeldzeugmeister (1632); kaiserlicher Obrist (1632-1634) und General (1634-1636); 1645-1648 kurbayerischer General.

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Christian Groß(e)

gest. 1654
Anm.: Sohn des Schieloer Bauern Andreas Große (gest. vor 1647); ab 1633 in Diensten des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1638 Lakai von dessen Gemahlin Eleonora Sophia (1603-1675); danach bis 1642 fürstlicher Lakai in Bernburg; seit 1642 Haushalter und Unterkammerdiener sowie um 1643 Kammerdiener und Lakai von Fürst Christian II. (bis 1646); um 1647/50 fürstlicher Bediensteter in Bernburg; um 1651/54 Schneidermeister in Bernburg.
Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1647/56 auch Apotheker.
Valentin Hanke
Johann Lübeck
Der blinde Valtin

gest. 1687
Anm.: Geboren in Liegnitz; kaiserlicher Leutnant (noch 1647) und Rittmeister (1648).
Johannes Helm

geb. 1599
gest. 1678
Anm.: Sohn des Braunsbütteler Bauern Johannes Helm; Studium in Greifswald, Rostock und Jena (Lic. jur.); danach erzbischöflicher Rat in Bremen; ab 1648 Rat, 1661-1665 Vizekanzler und seit 1665 Kanzler der königlichen Regierung der Herzogtümer Schleswig und Holstein.

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Andreas (1) Hesius
Andreas Heise

geb. 1610
gest. 1693
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgers Simon Heise; Dr. theol.; 1642-1655 Rektor der Bernburger Stadtschule; daneben Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien (1644/45) und der Marienkirche (1645-1655) in Bernburg; 1655-1659 Pfarrer und Hofprediger in Plötzkau; seit 1659 Superintendent und Oberpfarrer an St. Marien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 285.

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Landgräfin Maria Elisabeth von Hessen-Darmstadt
Geburtsname: Herzogin Maria Elisabeth von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1634
gest. 1665
Anm.: Tochter des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659); seit 1650 Ehe mit Landgraf Ludwig VI. von Hessen-Darmstadt (1630-1678).

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Graf Heinrich Holk

geb. 1599
gest. 1633
Anm.: Sohn des dänischen Kriegskommissars und Diplomaten Ditlev Holk (1556-1633); zunächst in dänischen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (1626-1629); danach kaiserlicher Obrist (1630), Generalwachtmeister (1632), Feldmarschallleutnant (1632) und Feldmarschall (1632); seit 1630 kaiserlicher Kämmerer; 1633 Erhebung in den Grafenstand.

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Hans Georg Horenburg

geb. ca. 1625
Anm.: Spätestens ab 1646 Kammerdiener der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); seit 1649 im Dienst des Herzogs Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg (1586-1665), um 1650 als dessen Kammerdiener.
Godefroid Hotton

geb. 1596
gest. 1656
Anm.: Geboren in Stavelot (bei Lüttich); Studium der reformierten Theologie in Heidelberg und Genf (bis 1621); später Prediger in Frankenthal, Aix und Bremen (bis 1629); danach Pfarrer der wallonisch-reformierten Gemeinden in Limbourg (bis 1633) und Amsterdam (seit 1634).

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Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

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Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand II.
König Ferdinand II. von Böhmen
König Ferdinand II. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand II. von Österreich

geb. 1578
gest. 1637
Anm.: Sohn des Erzherzogs Karl II. von (Inner-)Österreich (1540-1590); ab 1590 regierender Erzherzog der innerösterreichischen Erblande (bis 1596 unter Vormundschaft); 1617-1627 König von Böhmen; 1618-1625 König von Ungarn; seit 1619 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; ab 1596 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Maria Leopoldina
Königin Maria Leopoldina von Böhmen
Königin Maria Leopoldina von Ungarn
Erzherzogin Maria Leopoldina von Österreich

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Tochter des Erzherzogs Leopold von Österreich (1586-1632) in Tirol; seit 1648 Ehe mit Kaiser Ferdinand III. (1608-1657).

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Jakob Kettler
Herzog Jakob von Kurland und Semgallen

geb. 1610
gest. 1682
Anm.: Sohn des Wilhelm Kettler, bis 1615 Herzog von Kurland und Semgallen (1574-1640); 1615-1621 Erziehung am kurfürstlichen Hof in Berlin; ab 1638 Mitregent im Herzogtum Kurland und Semgallen; seit 1642 regierender Herzog von Kurland und Semgallen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Ladislaus Friedrich Kettler

geb. 1647
gest. 1648
Anm.: Sohn des Jakob Kettler, Herzog von Kurland und Semgallen (1610-1682).
Graf Johann Adolf Kielmann von Kielmannsegg

geb. 1612
gest. 1676
Anm.: Sohn des Itzehoer Klosterhofmeisters Johann Kielmann (gest. 1629); ab 1627 Studium der Rechtswissenschaften in Rostock, Leiden, Wittenberg und Leipzig; 1633 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Jena; seit 1636 Rat des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659); 1640/41 Gesandter des Herzogtums Holstein auf dem Regensburger Reichstag; ab 1641 Geheimer Rat; seit 1644 Kanzler; nach 1659 Kammerrat, Regierungs- und Kammerpräsident (1662), Amtmann in fünf Ämtern, Domherr zu Schleswig und Propst des St. Johannesklosters; 1665 Gründer der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel; Erhebung in den Freiherren- (1641) und Grafenstand (1652).

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Radislaw Kinsky von Wchinitz und Tettau
Radslav Kinský z Vchynic a Tetova

geb. 1582
gest. 1660
Anm.: Sohn des Johann d. Ä. Kinsky von Wchinitz und Tettau (1536-1590); 1618-1620 Direktor und Landrat der böhmischen Stände und konföderierter Obrist; 1621 Ächtung und Verlust der Güter; seit 1621 Exil in Leiden.

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Graf Hans Christoph von Königsmarck

geb. 1600
gest. 1663
Anm.: Sohn des Konrad von Königsmarck (gest. vor 1621) auf Kötzlin; ab 1616 Page am Woffenbütteler Hof; 1620-1630 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Fähnrich; schwedischer Rittmeister (1631), Major (1633), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1640), Generalleutnant (1645) und Feldmarschallleutnant (1648); seit 1645 Generalgouverneur der Stifter Bremen und Verden; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Grafenstand; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Streitende").

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Georg Friedrich von Künsberg

geb. ca. 1630
gest. nach 1668
Anm.: Sohn des Tobias Friedrich von Künsberg (gest. 1637) auf Weidendorf und Altenkindsberg; Erbherr auf Schnabelwaid und Altenkindsberg; 1647-1649 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Graf Wilhelm von Lamboy
Comte Guillaume de Lamboy

geb. ca. 1600
gest. 1659
Anm.: Sohn des Wilhelm von Lamboy (gest. 1636); zunächst in spanischen Kriegsdiensten; danach kaiserlicher Obrist (1632), Generalfeldwachtmeister (1634), Feldzeugmeister (1641) und Feldmarschall (1645); 1647-1649 Kommandeur der kaiserlichen Truppen im Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis; Erhebung in den Freiherren- (1634) und Grafenstand (1649).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Samuel Le Conte

Anm.: Um 1648 Bürger und Kaufmann in Hamburg.
Leisnig, Familie
Burggrafen von Leisnig

Anm.: Pleißenländisches Adelsgeschlecht.

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Graf Axel Gustafsson Lillie

geb. 1603
gest. 1662
Anm.: Sohn des Gustaf Axelsson Lillie (gest. 1605); 1619 Page des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); schwedischer Leutnant (1626), Obrist (1630), Generalmajor (1635), General (1654) und Feldmarschall (1657); ab 1638 Vizegouverneur in Vorpommern und Kommandant von Stralsund; 1641-1648 Vizegouverneur von ganz Pommern; zugleich 1642-1648 Gouverneur des Meißnischen Estats und Oberkommandant von Leipzig; seit 1648 Reichsrat; ab 1651 Kriegsrat; seit 1652 Kammerrat; 1652-1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1655/56 Gouverneur von Halland; ab 1661 Generalgouverneur von Livland; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand; seit 1652 Graf von Lillieborg.

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Johann Löw (von Eisenach) d. Ä.

geb. 1575
gest. 1649
Anm.: Vermutlich geboren in Eisenach; Hofadvokat und 1604-1645 anhaltischer Agent beim Reichshofrat in Wien; Tätigkeit in derselben Funktion für weitere lutherische und reformierte Reichsfürsten und -grafen (u. a. Braunschweig und Lüneburg, Pfalz-Sulzbach, Hanau-Münzenberg bzw. -Lichtenberg, Hohenlohe-Neuenstein, Castell, Bentheim-Tecklenburg, Nassau-Dillenburg, Erzstift Bremen) sowie für den König von Dänemark; 1614 Nobilitierung ("Löw von Eisenach").
Henri (3) de Lorraine
Duc Henri II de Guise
Erzbischof Henri von Reims
Prince Henri de Joinville
Comte Henri d' Eu

geb. 1614
gest. 1664
Anm.: Sohn des Charles (2) de Lorraine, Duc de Guise (1571-1640); 1629-1641 Erzbischof von Reims; ab 1640 Duc de Guise; 1640/41 Prince de Joinville; 1640-1657 Comte d'Eu; 1641-1643 Exil in Flandern nach Teilnahme an Verschwörung gegen Kardinal Richelieu (1585-1642); 1647/48 Gouverneur der kurzlebigen "République royale de Naples"; 1648-1652 in spanischer Gefangenschaft; 1654 Lieutenant général der französischen Truppen im Königreich Neapel; 1655-1658 Grand chambellan de France.

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Maciej Łubieński
Erzbischof Maciej von Gniezno
Bischof Maciej von Włocławek
Bischof Maciej von Poznań
Bischof Maciej von Chełm

geb. 1572
gest. 1652
Anm.: Sohn des polnischen Adligen Jan Łubieński (1530-1592); ab 1607 Sekretär und Notar in der königlichen Kanzlei; Bischof von Chełm (1621-1626), Poznań (1626-1631) und Włocławek (1631-1641); seit 1641 Erzbischof von Gniezno und Primas von Polen; 1648 zudem Interrex des Königreiches Polen.

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N. N. von Lützow (12)

Anm.: Um 1648 herzoglicher Prinzenhofmeister auf Schloss Gottorf.
Daniel Marggraf

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Dröbeler Lehrers Philipp Marggraf (gest. 1645); ab 1637 Studium am Zerbster Gymnasium Illustre; 1643-1663 Pfarrer in Waldau; 1663/64 übergangsweise Schulrektor in Bernburg; seit 1664 Pfarrer an der Bernburger Nikolaikirche; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 347.

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Johann von Mario zu Gammerslewe
Johan van Mario

geb. ca. 1574
gest. 1651
Anm.: Ab 1598 in den Niederlanden lebender Italiener; 1619/20 Obristleutnant unter Graf Georg Friedrich von Hohenlohe-Weikersheim (1569-1645) bzw. Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); seit 1622 im Dienst der Fürsten von Oranien, zuletzt als Obrist (um 1629/30); 1624/25 Hofmeister des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg; ab 1624 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Goldgelbe").
Matthias (4) N. N.

Anm.: Bis 1648 Leidener Kammerdiener des böhmischen Exulanten Radislaw Kinsky von Wchinitz und Tettau (1582-1660); seit 1648 Prinzen-Kammerdiener in Bernburg (noch 1649).
Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

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Herzogin Eleonora Maria von Mecklenburg-Güstrow
Geburtsname: Fürstin Eleonora Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1600
gest. 1657
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und älteste Schwester Christians II.; 1626-1636 Ehe mit Herzog Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); ab 1637 Witwensitz in Strelitz; seit 1617 Angehörige und ab 1627 Patronin der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Tapfere").

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Herzog Gustav Adolf von Mecklenburg-Güstrow
Administrator Gustav Adolf von Ratzeburg

geb. 1633
gest. 1695
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636) und Neffe Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1636-1648 Administrator des Stifts Ratzeburg; ab 1654 regierender Herzog von Mecklenburg-Güstrow; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefällige").

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Herzogin Magdalena Sibylla von Mecklenburg-Güstrow
Geburtsname: Herzogin Magdalena Sibylla von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1631
gest. 1719
Anm.: Tochter des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659); 1654-1695 Ehe mit Herzog Gustav Adolf von Mecklenburg-Güstrow (1597-1695).

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Herzog Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin
Administrator Adolf Friedrich von Schwerin

geb. 1588
gest. 1658
Anm.: Sohn des Herzogs Johann VII. von Mecklenburg (1558-1592); 1592-1610 regierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin (bis 1608 unter Vormundschaft); 1610-1621 gemeinsam mit seinem Bruder Johann Albrecht II. (1590-1636) regierender Herzog von Mecklenburg; 1621-1628 und ab 1631 alleinregierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin (1628-1631 Ersetzung durch Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein, Herzog von Friedland); 1634-1648 Administrator von Schwerin; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Herrliche").

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Herzogin Anna Sophia von Mecklenburg

geb. 1591
gest. 1648
Anm.: Blinde Tochter des Herzogs Johann VII. von Mecklenburg (1558-1592).

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Peter Melander
Graf Peter von Holzappel
Peter Eppelmann

geb. 1589
gest. 1648
Anm.: Sohn des gräflich-nassauischen Landreiters Wilhelm Eppelmann (gest. 1592); Besuch des Pädagogiums bei der Hohen Schule zu Herborn; um 1604 Studium in Leiden; Page des Grafen Johann Ernst von Nassau-Siegen (1582-1617); 1615-1617 und 1625-1631 in venezianischen Kriegsdiensten; 1620 Obrist eines Schweizerregiments in Basel; 1633-1640 hessisch-kasselischer Generalleutnant und Kriegsrat; seit 1642 kaiserlicher Feldmarschall; 1641 Erhebung in den Grafenstand.

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Joachim Metzsch
Joachim Mötzsch

gest. 1657
Anm.: Geboren in Amberg; spätestens seit 1642 fürstlicher Einspänniger in Bernburg.
Martin Milag(ius)

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Schreibers Jakob Milag (1561-1637) aus Triestewitz bei Torgau; 1619-1622 Rechtsstudium in Frankfurt/Oder; 1622 Lic. jur.; 1623-1626 Advokat in Zerbst; 1626-1632 Amtmann von Bernburg; ab 1631 auch anhaltisch-bernburgischer Rat; 1632-1634 Rat im Hochstift Halberstadt unter dem schwedischen Statthalter Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dessen und Fürst Augusts von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) Rat; seit 1635 anhaltischer Gesamtrat; daneben anhaltisch-zerbstischer (1637-1645) und anhaltisch-dessauischer Kanzler (ab 1654); zudem anhaltischer Gesandter auf dem Frankfurter Konvent (1634), auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück (1645-1648) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mindernde").

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Neptun

Anm.: Gottheit der römischen Mythologie.

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Bernard de Nogaret de La Valette
Duc Bernard de La Valette
Duc Bernard d' Épernon

geb. 1592
gest. 1661
Anm.: Sohn des Jean-Louis de Nogaret de La Valette, Duc d'Épernon (1554-1642); 1622-1649 und ab 1658 Duc de La Valette sowie Pair de France; seit 1610 Colonel général des Bandes françaises (bis 1642 unter Aufsicht seines Vaters); ab 1642 Duc d'Épernon; Gouverneur der Guyenne (1643-1651) und Bourgogne (1654-1660); seit 1645 Ritter des Hosenbandordens.

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Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

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Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

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Graf Johan Axelsson Oxenstierna af Södermöre

geb. 1611
gest. 1657
Anm.: Sohn des schwedischen Reichskanzlers Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654); ab 1632 schwedischer Obrist und mehrere diplomatische Missionen für seinen Vater; seit 1639 Reichsrat; 1643-1649 Prinzipalgesandter Schwedens auf dem Westfälischen Friedenskongress; 1650-1652 Generalgouverneur in Schwedisch-Pommern; ab 1654 Reichsmarschall und Graf af Södermöre.

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Graf Christian (von) Pentz

geb. 1600
gest. 1651
Anm.: Sohn des dänischen Obristen Marquard von Pentz (gest. 1626); 1626-1629 dänischer Hofjunker; 1628 Kommandant von Fehmarn; 1630-1648 Gouverneur von Glückstadt; 1636-1638 mehrere Gesandtschaften; Amtmann von Rendsburg (bis 1639) und Steinburg (1639-1648); 1636 Erhebung in den Grafenstand; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ansehnliche").

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Kurfürst Philipp Wilhelm von der Pfalz
Pfalzgraf Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg
Herzog Philipp Wilhelm von Jülich und Berg

geb. 1615
gest. 1690
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1578-1653); ab 1653 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg; 1653-1679 regierender Herzog von Jülich und Berg; seit 1685 auch Kurfürst von der Pfalz; ab 1653 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Conte bzw. Principe Ottavio Piccolomini d'Aragona
Duca Ottavio d' Amalfi

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des toskanischen Adligen Silvio Piccolomini (1543-1609); ab 1618 abwechselnd in kaiserlichen und spanischen Kriegsdiensten als Obrist (1627), Generalfeldwachtmeister (1632), General der Kavallerie (1633), Feldmarschall (1634) und Generalleutnant (1648); seit 1622 kaiserlicher Kämmerer; ab 1639 Hartschierhauptmann von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1648-1650 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; Erhebung in den Grafen- (1638) und Fürstenstand (1653); seit 1639 Duca d'Amalfi; ab 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Zwingende"); seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Hans Adolf von Plüskow
Hans Adolf von Plüschow

Anm.: Mecklenburgischer Adliger; um 1648/49 schwedischer Rittmeister.
König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Prinz Karl Ferdinand von Polen
Bischof Karl Ferdinand von Breslau
Herzog Karl Ferdinand von Schlesien-Neisse
Bischof Karl Ferdinand von Płock
Herzog Karl Ferdinand von Schlesien-Oppeln
Herzog Karl Ferdinand von Schlesien-Ratibor

geb. 1613
gest. 1655
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); ab 1625 Bischof von Breslau und Herzog von Schlesien-Neisse; seit 1640 auch Bischof von Płock; ab 1650 ebenso Herzog von Schlesien-Oppeln und Schlesien-Ratibor (Pfandbesitz).

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Königin Louise Maria von Polen
Großfürstin Louise Maria von Litauen
Geburtsname: Maria Luisa Gonzaga di Nevers

geb. 1611
gest. 1667
Anm.: Tochter des Carlo I Gonzaga, Duc de Nevers et Rethel (1580-1637); 1645-1648 erste Ehe mit König Wladislaw IV. von Polen (1595-1648); seit 1649 zweite Ehe mit König Johann II. Kasimir von Polen (1609-1672).

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König Wladislaw IV. von Polen
Großfürst Wladislaw II. von Litauen

geb. 1595
gest. 1648
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1610-1613 erwählter Zar des Moskauer Reiches; ab 1632 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1615 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Mikołaj Potocki

geb. ca. 1593
gest. 1651
Anm.: Sohn des Jakub Potocki (ca. 1554-1613); 1629-1637 Feldschreiber der polnischen Krone; 1631-1642/43 Starost von Podolien; 1636-1646 Woiwode von Bracław; Feldhetman (1637-1646) und Großhetman der polnischen Krone (ab 1646); seit 1646 auch Kastellan von Krakau; außerdem Starost von Lublin, Latychiv, Tscherkassy, Smotryzk, Bar, Ostrsk und Nijinsky; 1648-1650 Kriegsgefangener der Kosaken und Krimtartaren.

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N. N. Preiße(r)

Anm.: Um 1648 Hofmeister des dänischen Geheimen Rats und schleswig-holsteinischen Statthalters Christian von Rantzau (1614-1663).
Ferdinand von Puech

geb. 1610
gest. 1685
Anm.: Bayerischer Adliger; kurbayerischer Fähnrich (1631), Obristleutnant (1641), Obrist (1644), Generalwachtmeister (1661) und Generalfeldmarschallleutnant (1678); um 1648 Kommandant von Rain (Lech); seit 1659 Stadtpfleger von Donauwörth; zudem kurfürstlicher Kämmerer und Kriegsrat.
Graf Christian von Rantzau

geb. 1614
gest. 1663
Anm.: Sohn des königlich-dänischen Statthalters Gerhard von Rantzau (1558-1627) in den Herzogtümern Schleswig und Holstein; 1633/34 dänischer Hofjunker; 1634-1636 Kammerjunker; 1639 Amtmann und ab 1640 Landrat in Rendsburg; 1643-1645 dänischer Generalkriegskommissar; seit 1648 Geheimer Rat; 1648-1661 königlicher Statthalter in Schleswig und Holstein; 1648 zudem Inspektor und ab 1649 Amtmann von Steinburg; seit 1649 auch Landvogt von Süderdithmarschen; ab 1661 königlicher Oberstatthalter in Schleswig und Holstein sowie Präsident des Staatskollegiums (Premierminister); 1650 Erhebung in den Grafenstand; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gezierte").

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Christian von Rantzau

geb. 1639
gest. 1640
Anm.: Sohn des Christian von Rantzau (1614-1663).
Graf Detlef von Rantzau

geb. 1644
gest. 1697
Anm.: Sohn des Grafen Christian von Rantzau (1616-1663); ab 1670 dänischer Obrist; seit 1676 königlicher Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein, Geheimer Rat und Amtmann von Rendsburg.

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Gräfin Dorothea von Rantzau

geb. 1619
gest. 1662
Anm.: Tochter des dänischen Amtmanns Detlef von Rantzau (1577-1639); seit 1636 Ehe mit dem späteren Grafen Christian von Rantzau (1614-1663).
Rantzau, Familie

Anm.: Holsteinisches Adelsgeschlecht.

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Gerhard von Rantzau

geb. 1558
gest. 1627
Anm.: Sohn des königlich-dänischen Statthalters Heinrich von Rantzau (1526-1598) in den Herzogtümern Schleswig und Holstein; Kommandant der dänischen Festung Kronborg; später Amtmann von Flensburg, dann von Hadersleben; seit 1600 dänischer Statthalter im königlichen Anteil von Schleswig-Holstein; 1611-1613 Teilnahme am Kalmarkrieg gegen Schweden.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Heinrich (1) von Rantzau

geb. 1526
gest. 1598
Anm.: Sohn des königlich-dänischen Feldherrn Johann von Rantzau (1492-1565); 1548-1553 Aufenthalt am Kaiserhof; ab 1554 königlicher Rat; seit 1555 Amtmann von Segeberg; ab 1556 königlich-dänischer Statthalter in den Herzogtümern Schleswig und Holstein.

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Josias von Rantzau

geb. 1609
gest. 1650
Anm.: Sohn des Breide von Rantzau (1563-1639); zunächst in niederländischen, dänischen, kaiserlichen und schwedischen Kriegsdiensten; danach französischer Colonel (1635), Maréchal de camp (1636), Lieutenant-général (1637), Lieutenant-général des armées du roi (1643) und Maréchal de France (1645); 1645 Konversion zum katholischen Glauben; 1646-1649 Festungskommandant von Dünkirchen; während der Fronde 1649/50 kurzzeitig inhaftiert.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Dietrich von Reinkingk
Theodor von Reinking

geb. 1590
gest. 1664
Anm.: Sohn des kurländischen Gutsherrn Otto Reinkingk; Schulbesuch in Osnabrück, Lemgo und Stadthagen; Rechtsstudium in Köln, Marburg (1611-1615) und Gießen (1615/16); 1616 Promotion zum Dr. jur. und 1617/18 außerordentlicher Professor an der Universität Gießen; 1618-1622 hessisch-darmstädtischer Hofrat und Beisitzer am Obergericht in Gießen; 1622-1632 hessisch-kasselischer Vizekanzler; 1632-1635 mecklenburgisch-schwerinischer Kanzler; 1635/36 schwedischer Gefangener; 1636-1648 Kanzler des Erzstifts Bremen und dessen Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress (ab 1645); seit 1648 Kanzler der königlichen Regierung der Herzogtümer Schleswig und Holstein; ab 1650 zudem Präsident des Oberappellationsgerichts in Pinneberg; 1656 Nobilitierung.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Johann (Ernst) von Reuschenberg

geb. 1603
gest. 1660
Anm.: Sohn des Edmund von Reuschenberg (1561-1620) auf Setterich; seit 1632 kaiserlicher Obristleutnant; 1634-1643 Festungskommandant von Wolfenbüttel; kurbayerischer Obrist (1635), Generalwagenmeister (1640) und Feldmarschall (1648); kaiserlicher Feldzeugmeister (1644) und Feldmarschall (1648); 1651 Feldmarschall des Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1578-1653) im Herzogtum Jülich und Berg; 1653 westfälischer Kreis-Obrist.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Detlev von Reventlow

geb. 1600
gest. 1664
Anm.: Sohn des Henning von Reventlow (1551-1624); Herr auf Reetz, Neuhof und Futterkamp; ab 1624 Kammerjunker des Herzogs Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin (1588-1658); spätestens seit 1627 Gesandter, Kammerjunker und Rat des Herzogs Johann Friedrich von Schleswig-Holstein-Gottorf, Administrator des Erzstifts Bremen (1579-1634); 1632-1648 Geheimer Rat und Deutscher Kanzler des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); ab 1642 auch Amtmann von Hadersleben.

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Israel Isaaksson Ridderhielm

gest. 1669
Anm.: Schwedischer Obristleutnant (1647), Obrist (1655), Generalmajor (1656) und Generalleutnant (1664); 1648 Nobilitierung.
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Georg Ehrenreich (1) von Roggendorf

geb. 1596
gest. 1652
Anm.: Sohn des Kaspar von Roggendorf (gest. 1598); 1620 Ächtung und Enteignung wegen Teilnahme am böhmisch-österreichischen Ständeaufstand; darauf Leben im Exil, nach kaiserlicher Begnadigung (1628) niederösterreichischer Landstand und Hausbesitzer in Wien; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Geduldige").
Johannes (Nikolaus) Rulicius

geb. 1602
gest. 1666
Anm.: Geboren in Kirchberg (Hunsrück); Studium in Herborn (1623) und England (bis 1628); ca. 1630/31 Pfarrer in Dorchester; 1635 Pfarrer der englisch-reformierten Kirche in Heidelberg; ab 1636 englischer und seit 1639 deutscher reformierter Prediger in Amsterdam; daneben vor allem Sammler von Spendengeldern für protestantische Glaubensflüchtlinge.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Albrecht von Sachsen-Coburg
Herzog Albrecht von Sachsen-Gotha-Altenburg

geb. 1648
gest. 1699
Anm.: Sohn des Herzogs Ernst I. von Sachsen-Gotha(-Altenburg) (1601-1675); 1675-1680 gemeinsam mit seinen Brüdern Regent des Herzogtums Sachsen-Gotha-Altenburg (1676-1680 mit Residenz in Saalfeld); seit 1680 alleinregierender Herzog von Sachsen-Coburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha-Altenburg
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha
Herzog Ernst von Sachsen-Weimar

geb. 1601
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Herzog von Sachsen-Weimar; 1631-1636 schwedischer Obrist; 1633/34 Statthalter des Herzogtums Franken für seinen jüngeren Bruder Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Gotha; seit 1672 ebenso regierender Herzog von Sachsen-Altenburg; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittersüße").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Tommaso Francesco di Savoia-Carignano
Principe Tommaso Francesco di Carignano
Comte Thomas-François de Soissons
Comte Thomas-François de Dreux

geb. 1596
gest. 1656
Anm.: Sohn des Duca Carlo Emanuele I di Savoia (1562-1630); ab 1620 Principe di Carignano; spätenstens seit 1634 spanischer General; ab 1641 de iure uxoris Comte de Soissons et de Dreux; seit 1642 Generalissimus der Armeen Frankreichs und Savoyens in Italien; ab 1654 Grand maître de France.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzogin Anna Sophia von Schlesien-Liegnitz
Herzogin Anna Sophia von Schlesien-Brieg
Geburtsname: Herzogin Anna Sophia von Mecklenburg-Güstrow

geb. 1628
gest. 1669
Anm.: Tochter des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636) und Nichte Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1649-1663 Ehe mit Herzog Ludwig IV. von Schlesien-Brieg bzw. Schlesien-Liegnitz (1616-1663).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Ludwig IV. von Schlesien-Liegnitz
Herzog Ludwig von Schlesien-Brieg

geb. 1616
gest. 1663
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Christian von Schlesien-Brieg (1591-1639); 1639-1653 gemeinsam mit seinen Brüdern Georg III. (1611-1664) und Christian (1618-1672) regierender Herzog von Schlesien-Brieg; ab 1653 Herzog von Schlesien-Liegnitz; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Heilsame").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Adolf (2) von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1647
gest. 1648
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Adolf August von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1637
gest. 1637
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659).
Herzogin Anna Dorothea von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1640
gest. 1730
Anm.: Tochter des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659); 1681-1683 Koadjutorin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog August Friedrich von Schleswig-Holstein-Gottorf
Administrator August Friedrich von Lübeck

geb. 1646
gest. 1705
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659); 1656-1666 Koadjutor und ab 1666 Administrator von Lübeck; schwedischer Generalmajor (1672) und General (1673); seit 1676 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Auserwehlte").

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Herzog Christian Albrecht von Schleswig-Holstein-Gottorf
Administrator Christian Albrecht von Lübeck

geb. 1641
gest. 1694
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659); 1655-1666 Administrator von Lübeck; seit 1659 regierender Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Herzogin Christina Sabina von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1643
gest. 1644
Anm.: Tochter des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659).
Herzogin Elisabeth Sophia von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1647
gest. 1647
Anm.: Tochter des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659).
Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1635
gest. 1654
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1597
gest. 1659
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Gottorf (1575-1616); ab 1616 regierender Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Hochgeachte").

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Herzog Gustav Ulrich von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1642
gest. 1642
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659).
Herzog Johann Adolf (2) von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1632
gest. 1633
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659).
Herzog Johann Georg von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1638
gest. 1655
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659).
Herzogin Maria Elisabeth von Schleswig-Holstein-Gottorf
Geburtsname: Herzogin Maria Elisabeth von Sachsen

geb. 1610
gest. 1684
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); 1630-1659 Ehe mit Herzog Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659); nach 1635 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Verständige").

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Schleswig-Holstein-Sonderburg, Haus
Herzöge von Schleswig-Holstein-Sonderburg

Anm.: Im Jahr 1564 durch Herzog Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622) begründete Nebenlinie des königlich-dänischen Hauses Oldenburg, die als "abgeteilte Herren" (Titularherzöge) in ihren Ländereien keine Regierungsfunktion ausübten.
Graf Waldemar Christian von Schleswig-Holstein

geb. 1622
gest. 1656
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); kaiserlicher Obrist (1647-1650) und Feldmarschallleutnant (1649); ab 1649 kaiserlicher Kämmerer und Reichshofrat; seit 1655 schwedischer Obrist.

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Albrecht Schulte
Albrecht Schultze
Albrecht Schultheß

geb. 1576
gest. 1652
Anm.: Sohn des Hamburger Senators Johann (1) Schulte (1537-1597); Hamburger Kaufmann und Ratsschenk; ab 1621 Sechziger, seit 1623 Kämmereibürger, ab 1628 Kriegskommissar, seit 1629 Jurat, ab 1631 Bürger am Niedergericht, seit 1648 Oberalter und Präses sowie ab 1652 Leichnamsgeschworener der Freien und Hansestadt Hamburg; zudem bereits vor 1622 Beauftragter der Herzöge von Schleswig-Holstein für Finanz- und Handelsangelegenheiten in Hamburg; vgl. Friedrich Georg Buek: Die hamburgischen Oberalten, ihre bürgerliche Wirksamkeit und ihre Familien, Hamburg 1857, S. 95.
Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
Königin Hedwig Eleonora von Schweden
Geburtsname: Herzogin Hedwig Eleonora von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1636
gest. 1715
Anm.: Tochter des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659); 1654-1660 Ehe mit König Karl X. Gustav von Schweden (1622-1660).

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König Karl X. Gustav von Schweden
Herzog Karl Gustav von Bremen und Verden
Pfalzgraf Karl Gustav von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg

geb. 1622
gest. 1660
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1589-1652); schwedischer Rittmeister (1642), Obrist (1643) und ab 1648 oberster Befehlshaber der Armee im Heiligen Römischen Reich; 1649 Ernennung zum Thronfolger durch den schwedischen Reichstag auf Betreiben seiner Cousine Königin Christina von Schweden (1626-1689); seit 1654 König von Schweden sowie regierender Herzog von Bremen und Verden; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabene").

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Simon Heinrich von Schweichhausen
Simon Heinrich von Schwechhausen

geb. ca. 1614
Anm.: Sohn des Bremer Patriziers N. N. Schweichhausen (1); zeitweise Kriegsdienst in England als Fähnrich, Leutnant, Capitän-Leutnant und Rittmeister; 1646-1649 Hofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718) sowie zugleich anhaltisch-bernburgischer Rat; ab 1649 sächsisch-weimarischer Hof- und Kammerjunker (spätestens 1651) sowie Obristleutnant (1651-1655); 1654/55 zudem Hofmeister der Herzöge Bernhard (1638-1678) und Friedrich von Sachsen-Weimar (1640-1656); 1653 Nobilitierung; seit 1651 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Eigentliche").
Christoph Seese

gest. 1677
Anm.: Geboren in Zerbst; um 1644 Stadtleutnant und seit 1646 Bürgermeister der Bernburger Talstadt (1646-1649, 1651, 1654, 1657, 1660, 1662, 1668 und 1671 regierend); vgl. Volker Ebersbach: Geschichte der Stadt Bernburg, Bd. 1, Dessau 1998, S. 237.
Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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Graf Erasmus d. J. von Starhemberg

geb. 1595
gest. 1664
Anm.: Sohn des Reichard von Starhemberg (1570-1613); ab ca. 1630 Leben als calvinistischer Emigrant aus Oberösterreich in Wien; 1643 Erhebung in den Grafenstand; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Leidende"); vgl. Georg Heilingsetzer: Die andere Barockkultur, Erasmus der Jüngere von Starhemberg (1595-1664), Literatur, Protestantismus und Toleranz, in: Oberösterreich 26/2 (1976), S. 17-22.

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Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Christian Sutorius

geb. 1648
Anm.: Sohn des fürstlichen Gutsverwalters Wolfgang Sutorius in Zepzig.
Wolfgang Sutorius

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des späteren Ballenstedter bzw. Bernburger Pfarrers Leonhard Sutorius (1576-1642); bis 1643 fürstlicher Amtsschreiber in Harzgerode; 1646-1648 fürstlicher Gutsverwalter in Zepzig; seit 1648 Korn- und um 1649/54 Amtsschreiber in Bernburg.
Graf Lennart Torstensson af Ortala

geb. 1603
gest. 1651
Anm.: Sohn des Torsten Lennartsson (1561-1631); ab 1618 Page des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); seit 1624 in schwedischen Kriegsdiensten als Obristleutnant (1628), Obrist (1630), General (1632) und Feldmarschall (1641); ab 1641 auch Reichsrat; 1641-1648 Generalgouverneur von Pommern; seit 1648 Generalgouverneur von Västergötland, Dalsland, Värmland und Halland; 1647 Erhebung in den Grafenstand.

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Graf Franz Ulfeldt
Graf Frands Ulfeldt

geb. 1601
gest. 1636
Anm.: Sohn des Jakob Ulfeldt (1567-1630), ab 1609 dänischer Reichskanzler; dänischer Rittmeister (1625) und Obristwachtmeister (1626); 1628 "Voluntier" unter dem dänischen Obristen Heinrich Holk (1599-1633); danach kaiserlicher Obristleutnant (1629), Obrist (1633) und Generalwachtmeister (1635); seit 1635 kaiserlicher Kämmerer; 1635 Erhebung in den Grafenstand.

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Erhard Ursinus

geb. 1578/79
gest. 1648
Anm.: Magister; um 1638/42 Reitherr und seit 1643 Ratskämmerer der Bernburger Talstadt.
Bernhard von Waldow

geb. 1592
gest. 1658
Anm.: Sohn des Sebastian von Waldow (1564-1616); um 1617 kurbrandenburgischer Kammerjunker; seit 1618 Amtshauptmann von Marienwalde und Reetz; vor 1634 bis 1640 kurbrandenburgischer Hofmarschall; zuletzt dänischer Rat und Generalkriegskommissar.

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Katharina von Waldow
Geburtsname: Katharina von der Marwitz

geb. 1594
gest. 1677
Anm.: Tochter des Peter von der Marwitz auf Berfelde und Wrech; 1617-1658 Ehe mit Bernhard von Waldow (1592-1658); vgl. David Gladov: Sterbender Christen vornehmste Sorge [...], Küstrin 1677, S. 48-56.

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Gall Weber

Anm.: Bernburger Bürger; um 1632 Höker; spätestens 1637 bis 1650 Pächter des Gernröder Hofes in Waldau; um 1651 Schenke zu Aderstedt.
Christian Gottfried Wendelin

geb. 1648
gest. 1648
Anm.: Sohn des Zerbster Gymnasiumsrektors Marcus Friedrich Wendelin (1584-1652).
Marcus Friedrich (1) Wendelin

geb. 1584
gest. 1652
Anm.: Sohn des Predigers Friedrich Wendelin (gest. 1594) in Sandhausen bei Heidelberg; Studium in Heidelberg (1607 Mag.); ab 1609 Erzieher und Hofmeister der Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg sowie Friedrich Moritz (1600-1610) und Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1612 Rektor am Zerbster Gymnasium Illustre; vgl. Gustav Früh / Hans Goedeke / Hans Jürgen von Wilckens: Die Leichenpredigten des Stadtarchivs Braunschweig, Bd. 9, Hannover 1985, S. 4386f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Johann Friedrich von Winterfeld

geb. 1609
gest. 1669
Anm.: Sohn des Lübecker Domherrn und späteren Domdechanten Christoph von Winterfeld (gest. 1654); Erbherr auf Dallmin; ab 1637 Domherr und Dompropst sowie seit 1656 zugleich Domdechant in Lübeck; ebenso schleswig-holsteinisch-gottorfischer Geheimer Rat sowie Amtmann von Tremsbüttel, Steinhorst, Trittau und Apenrade.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Arvid Wittenberg
Arvid Wirtenberg von Debern

geb. 1606
gest. 1657
Anm.: Sohn des Hans Wirtenberg von Debern (gest. 1630); ab 1622 in schwedischen Kriegsdiensten als Kapitän (1629), Obrist (1634), Generalmajor (1640), General der Kavallerie (1645), Reichszeugmeister und General der Artillerie (1650) sowie Feldmarschall (1655); ca. 1634/35 kaiserlicher Kriegsgefangener; seit 1651 Reichsrat; ab 1655 Generalgouverneur von Pommern; seit 1656 polnischer Kriegsgefangener; Erhebung in den Freiherren- (1651) und Grafenstand (1652).

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Hans Christoph von Witzscher

geb. 1621
Anm.: Sohn des Hans Christoph (von) Witzscher (gest. 1637) auf Schortewitz; vor 1639 Kammerpage, um 1643 Page und spätestens 1645 bis 1648 Hofjunker der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); dazwischen 1639-1643 Kavalierstour durch Frankreich und die Niederlande; 1648-1650 Hofmeister der Gräfin Maria Euphrosina De la Gardie (1625-1687) in Leipzig; um 1653 Aufenthalt in Straßburg.

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N. N. von Wolffersdorff (1)

Anm.: Um 1648 am herzoglichen Hof auf Schloss Gottorf.
Johann von Wouwer

Anm.: Um 1636/48 niederländischer Kaufmann in Hamburg.
Graf Carl Gustav Wrangel af Salmis
Graf Carl Gustav von Sölvesborg

geb. 1613
gest. 1676
Anm.: Sohn des Hermann Wrangel (1587-1643); ab 1627 in schwedischen Kriegsdiensten als Kornett (1629), Rittmeister (1632), Obristleutnant (1635), Obrist (1636), Generalmajor (1638), Generalzeugmeister (1645) und Feldmarschall (1646); seit 1646 Reichsrat; 1646-1648 Oberbefehlshaber der schwedischen Truppen in Deutschland; 1648-1650 und ab 1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1657-1664 Reichsadmiral; seit 1664 Reichsmarschall; 1651 Erhebung in den Grafenstand (1651-1665 Graf von Salmis, ab 1665 Graf von Sölvesborg); seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Obsiegende").

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Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

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Ägäisches Meer
weiterführende Informationen
Altenburg (bei Nienburg/Saale)
weiterführende Informationen
Amsterdam
weiterführende Informationen
Anhalt, Fürstentum
weiterführende Informationen
Baalberge
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Barby, Grafschaft
weiterführende Informationen
Bayern, Herzogtum bzw. Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Berlin
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Bernburg, Talstadt
Anm.: Stadt links der Saale, die aus den ehemals eigenständigen Teilen Altstadt und Neustadt bestand (1825 Zusammenschluss mit der Bernburger Bergstadt).
Bischofteinitz (Horšovský Týn)
weiterführende Informationen
Bleckede
weiterführende Informationen
Böhmen, Königreich
weiterführende Informationen
Boizenburg
weiterführende Informationen
Brandenburg an der Havel
weiterführende Informationen
Brandenburg, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Brandenburg, Markgrafschaft
weiterführende Informationen

Anm.: Kernland des Kurfüstentums Brandenburg.
Brasilien
weiterführende Informationen

Anm.: Kolonie des Königreichs Portugal.
Braunau am Inn
weiterführende Informationen
Breitenbend, Burg
weiterführende Informationen

Anm.: Eine in der Nähe von Linnich gelegene Burg, die im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurde.
Breitenburg
weiterführende Informationen
Bremen
weiterführende Informationen
Breslau, Bistum
weiterführende Informationen
Cádiz
weiterführende Informationen
Candia (Irákleion)
weiterführende Informationen
Dänemark, Königreich
weiterführende Informationen
Dalmatien
weiterführende Informationen
Danzig (Gdańsk)
weiterführende Informationen
Den Haag ('s-Gravenhage)
weiterführende Informationen
Dömitz
weiterführende Informationen
Drage
weiterführende Informationen
Dresden
weiterführende Informationen
Eider, Fluss
weiterführende Informationen
Elbe (Labe), Fluss
weiterführende Informationen
Elbogen (Loket)
weiterführende Informationen
Elmshorn
weiterführende Informationen
England, Königreich
weiterführende Informationen
Erfurt
weiterführende Informationen
Flandern, Grafschaft
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Freienwillen, Gut
weiterführende Informationen
Genua (Genova)
weiterführende Informationen
Genua, Republik (Repubblica di Genova)
weiterführende Informationen
Glücksburg
weiterführende Informationen
Glückstadt
weiterführende Informationen
Goslar
weiterführende Informationen
Gottorf, Schloss (Schleswig)
weiterführende Informationen
Grönland (Grønland)
weiterführende Informationen
Gronau (Westfalen)
weiterführende Informationen
Hamburg
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
weiterführende Informationen
Hessen-Kassel, Landgrafschaft
weiterführende Informationen
Hitzacker
weiterführende Informationen
Holstein, Herzogtum
weiterführende Informationen
Hoym
weiterführende Informationen
Irland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Isar, Fluss
weiterführende Informationen
Italien
weiterführende Informationen
Itzehoe
weiterführende Informationen
Jütland (Jylland)
weiterführende Informationen
Katalonien, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Kleve
weiterführende Informationen
Köthen
weiterführende Informationen
Kortrijk
weiterführende Informationen
Krempe
weiterführende Informationen
Krim, Khanat
weiterführende Informationen
Langeland, Insel
weiterführende Informationen
Lauenburg
weiterführende Informationen
Le Catelet, Festung
weiterführende Informationen

Anm.: Bis 1674 bestehende Festungsanlage in der Picardie.
Lech, Fluss
weiterführende Informationen
Leisnig, Burggrafschaft
Anm.: Ehemaliges reichsunmittelbares Territorium, das seit 1329 zur Markgrafschaft Meißen gehörte.
Lenzen
weiterführende Informationen
Linz
weiterführende Informationen
Litauen, Großfürstentum
weiterführende Informationen
Lübeck
weiterführende Informationen
Lüneburg, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Teilfürstentum des Herzogtums Braunschweig und Lüneburg.
Magdeburg
weiterführende Informationen
Mecklenburg, Herzogtum
weiterführende Informationen
Meißen, Markgrafschaft
weiterführende Informationen

Anm.: Kernland des (albertinischen) Kurfürstentums Sachsen.
Mittelmeer
weiterführende Informationen
Moskauer Reich (Großrussland)
weiterführende Informationen
München
weiterführende Informationen
Münster
weiterführende Informationen
Neapel (Napoli)
weiterführende Informationen
Neapel, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Niederländisch-Brasilien (Neuholland)
weiterführende Informationen
Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
weiterführende Informationen
Nienburg (Saale), Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Nordjütland (Nordjylland)
weiterführende Informationen
Norwegen, Königreich
weiterführende Informationen
Obere Pfalz (Oberpfalz), Fürstentum
weiterführende Informationen
Oostende
weiterführende Informationen
Osmanisches Reich
weiterführende Informationen
Osnabrück
weiterführende Informationen
Ostindien
weiterführende Informationen

Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff für Vorder- und Hinterindien sowie den Malaiischen Archipel.
Ostsee
weiterführende Informationen
Pamplona
weiterführende Informationen
Paris
weiterführende Informationen
Persien (Iran)
weiterführende Informationen
Pfaffenbusch
Anm.: Auenwaldgebiet an der Saale bei Bernburg.
Picardie
weiterführende Informationen
Pilsen (Plzeň)
weiterführende Informationen
Piombino
weiterführende Informationen
Plön
weiterführende Informationen
Plötzkau
weiterführende Informationen
Polen, Königreich
weiterführende Informationen
Pommern, Herzogtum
weiterführende Informationen
Porto Longone (Porto Azzuro)
weiterführende Informationen
Portugal, Königreich
weiterführende Informationen
Prag (Praha)
weiterführende Informationen
Quellendorf
weiterführende Informationen
Rain
weiterführende Informationen
Rantzau, Gut
weiterführende Informationen
Recife (Maurícia/Mauritsstad)
weiterführende Informationen
Regensburg
weiterführende Informationen
Rehna
weiterführende Informationen
Rendsburg
weiterführende Informationen
Rendsburg, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Herzogtums Holstein.
Roschwitz
weiterführende Informationen
Saale, Fluss
weiterführende Informationen
Sachsen, (Stammes-)Herzogtum
weiterführende Informationen
Salerno
weiterführende Informationen
Salzburg
weiterführende Informationen
Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Schlei, Förde
weiterführende Informationen
Schleswig
weiterführende Informationen
Schleswig-Holstein-Gottorf, Herzogtum
weiterführende Informationen
Schleswig, Herzogtum
weiterführende Informationen
Schnackenburg
weiterführende Informationen
Schönebeck
weiterführende Informationen
Schottland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schweden, Königreich
weiterführende Informationen
Schwerin
weiterführende Informationen
Seeland (Zeeland), Provinz (Grafschaft)
weiterführende Informationen
Spanien, Königreich
weiterführende Informationen
Stör, Fluss
weiterführende Informationen
Strelitz (Strelitz-Alt)
weiterführende Informationen
Tangermünde
weiterführende Informationen
Tecklenburg
weiterführende Informationen
Thale
weiterführende Informationen
Toskana, Großherzogtum (Florenz, Großherzogtum)
weiterführende Informationen
Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
weiterführende Informationen
Warmsdorf
weiterführende Informationen
Wasserburg am Inn
weiterführende Informationen
Weiden in der Oberpfalz
weiterführende Informationen
Weimar
weiterführende Informationen
Wernigerode
weiterführende Informationen
Westindien
weiterführende Informationen

Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff für die Karibischen Inseln, im weiteren Sinne für den gesamten amerikanischen Kontinent.
Wien
weiterführende Informationen
Wulfen
weiterführende Informationen
Ypern (Ieper)
weiterführende Informationen
Zepzig
weiterführende Informationen
Zerbst
weiterführende Informationen
Ziesar
weiterführende Informationen
Zollenspieker
weiterführende Informationen
Bernburg, Rat der Talstadt (Alt- und Neustadt)
Confoederatio Bohemica (Böhmische Konföderation)
Anm.: 1619/20 bestehende Union der protestantischen Stände von Böhmen, Schlesien, Mähren, Ober- und Niederlausitz.
Dänemark, Stände
Gymnasium Illustre Zerbst
weiterführende Informationen
Anm.: Im Jahr 1582 gegründete höhere Landesschule für das gesamte Fürstentum Anhalt.
Jesuiten (Societas Jesu)
weiterführende Informationen
Orden vom Goldenen Vlies (Ordre de la Toison d'Or)
weiterführende Informationen
Orden vom Heiligen Geist (Ordre du Saint-Esprit)
weiterführende Informationen
Parlement de Paris
weiterführende Informationen
Protestantische Union
weiterführende Informationen
Der Frieden von Münster vom 30. Januar 1648, in: Der Frieden von Münster 1648. Der Vertragstext nach einem zeitgenössischen Druck und die Beschreibung der Ratifikationsfeiern, hg. von Gerd Dethlefs, Münster: 1998, S. 70-143. [Nachweis im GVK]
(Giovanni) Battista Guarini: Il Pastor Fido. Tragicomedia Pastorale [...], Dedicata Al Serenissimo D. Carlo Emanvele Dvca Di Savoia. &c. Nelle Reali Nozze di S. A. con la Serenissima Infante D. Caterina D'Avstria, Venedig: Bonfadino, 1590. [Nachweis im GVK]
Johannes Piscator: In Librum Psalmorum Commentarius [...] Ubi distincte & ordine proponuntur I. Analysis Logica uniuscuiusque psalmi. II. Scholia in unumquemque psalmum. III. Observationes locorum communium; Editio secunda [...] Additus est in fine Index in genera Psalmorum, Herborn: Christoph Corvinus, 1618. [Nachweis im GVK]
Gaius Suetonius Tranquillus: Divus Iulius = Iulius Caesar, in: Die Kaiserviten = De Vita Caesarum. Berühmte Männer = De Viris Illustribus. Lateinisch-deutsch, hg. von Hans Martinet, Düsseldorf: 2006, S. 16-141. [Nachweis im GVK]
Publius Vergilius Maro: Aeneis. Lateinisch-deutsch, hg. von Niklas Holzberg, Berlin/Boston: 2015. [Nachweis im GVK]