Text

➨ Hinweis: Zur Zeit sind geringfügige Änderungen und Korrekturen am Text und in den Apparaten noch möglich.

Nach Abschluss der Edition werden etwaige Korrekturen und Ergänzungen in einem Änderungsregister gelistet.

Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: Oktober 1648


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XIX, fol. 612r-656v (vgl. Quellenbeschreibung).

Zitierlink für den aktuellen Monat: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/id/edoc_ed000228_fg_1648_10_sm/start.htm

Bearbeitungsstand: transkribiert, kommentiert und korrigiert

[Zitierhinweis]
[Inhaltsverzeichnis]
01. Oktober 1648
Bernburg
  • Lerchenfang
  • Schmerzliche Erinnerungen
  • Zweimaliger Kirchgang
  • Hofprediger Konrad Theopold als Mittagsgast
  • Administratives
02. Oktober 1648
Bernburg
  • Starker Wind
  • Gespräche mit dem Kanzlei- und Lehenssekretär Paul Ludwig, Matthias von Krosigk und dem Kornschreiber Wolfgang Sutorius
  • Administratives
  • Abreise des Kammerjunkers und Stallmeisters Abraham von Rindtorf sowie der Hofjungfer Helena Bohusch nach Altenburg (bei Nienburg/Saale)
  • Korrespondenz
03. Oktober 1648
Bernburg → Ballenstedt
  • Vorgestriger und gestriger starker Wind
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Fahrt mit Gemahlin Eleonora Sophia, den Söhnen Erdmann Gideon, Viktor Amadeus und Karl Ursinus sowie der ältesten Tochter Eleonora Hedwig nach Ballenstedt
  • Unterwegs Hasenjagd durch die beiden ältesten Söhne
  • Audienz für Friedrich Christoph von Trotha vor der Abreise
  • Besichtigung des Sarges der verstorbenen Schwester Sibylla Elisabeth
  • Administratives
  • Bericht durch den Ballenstedter Amtmann Martin Schmidt
  • Unfall mit der Kutsche an der Saalefähre
  • Von Mäusen zerfressenes Buch als schlechtes Vorzeichen
04. Oktober 1648
Ballenstedt
  • Traum
  • Kirchgang zum Bettag
  • Spaziergang
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
05. Oktober 1648
Ballenstedt
  • Hasenjagd
  • Traum
  • Administratives
  • Korrespondenz
  • Spaziergang
  • Unwohlsein von Erdmann Gideon
  • Kriegsfolgen
06. Oktober 1648
Ballenstedt
  • Vierzehnter Geburtstag von Viktor Amadeus
  • Ausritt von Erdmann Gideon und Viktor Amadeus auf die Jagd und zur Grenzziehung
  • Traum
  • Bericht durch den Harzgeröder Hofrat Kaspar Pfau
  • Wirtschaftssachen
  • Nachrichten
  • Enttäuschung über den westfälischen Friedensvertrag
  • Administratives
07. Oktober 1648
Ballenstedt
  • Spenden
  • Hasenjagd
  • Korrespondenz
  • Administratives
  • Rückkehr von Erdmann Gideon und Viktor Amadeus aus Hoym
  • Kriegsfolgen
08. Oktober 1648
Ballenstedt
  • Anhörung der Predigt auf dem Schloss
  • Mittagessen und Gespräche mit Henning Stammer und dem Pfarrer Petrus Gothus
  • Korrespondenz
  • Einquartierungen
  • Administratives
  • Nachrichten
09. Oktober 1648
Ballenstedt → Anhalt, Burg → Ballenstedt
  • Alpträume
  • Nächtliche Rufe von Eulen und Uhus
  • Ausritt mit Erdmann Gideon, Viktor Amadeus und Karl Ursinus zur Burg Anhalt
  • Treffen und Mahlzeit mit Bruder Friedrich, Herzog Christian von Schlesien-Brieg und Fürst Johann Georg II. an der Burgruine
  • Besuch durch Anna Margaretha von Thale, Anna Stammer und Sophia von der Trautenburg bei der Gemahlin
10. Oktober 1648
Ballenstedt
  • Nebel am Vor- und schönes Wetter am Nachmittag
  • Hasenjagd
  • Korrespondenz
  • Gestriges Gespräch auf der Burg Anhalt
  • Spaziergang
  • Abreise von Krosigk nach Strelitz
  • Einquartierungen
  • Administratives
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Wirtschaftssachen
11. Oktober 1648
Ballenstedt
  • Hasenjagd
  • Korrespondenz
  • Administratives
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
12. Oktober 1648
Ballenstedt
  • Administratives
  • Entsendung des Bediensteten Christian Groß und des Kornschreibers Augustin Banse nach Magdeburg
  • Gespräch mit Pfau
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Gesunde Ballenstedter Luft
  • Besuch durch den Diakon Christoph Jahn
  • Erste Eichhörnchenjagd durch Viktor Amadeus
13. Oktober 1648
Ballenstedt
  • Hasenjagd
  • Traum der Gemahlin
  • Eigener Traum
  • Erneute Ankunft von Pfau
  • Pfau und Jahn als Mittagsgäste
  • Administratives
  • Gespräch mit Pfau
  • Nachrichten
14. Oktober 1648
Ballenstedt
  • Schnee, Regen und Nebel
  • Geldangelegenheiten
  • Wirtschaftssachen
  • Nachrichten
  • Verärgerung über den Prinzenhofmeister Simon Heinrich von Schweichhausen
  • Administratives
15. Oktober 1648
Ballenstedt → Bernburg
  • Schnee
  • Hasenjagd
  • Anhörung der Predigt auf dem Schloss
  • Reise mit der Gemahlin, Erdmann Gideon, Viktor Amadeus, Eleonora Hedwig und Karl Ursinus nach Bernburg
  • Übrige Familienmitglieder bei guter Gesundheit
  • Rückkehr des Boten Hans Meyer aus Holland
  • Korrespondenz
  • Wirtschaftssachen
  • Heutiger Gallusmarkt
16. Oktober 1648
Bernburg
  • Regen und Wind
  • Gespräche mit dem Küchenmeister und Landrichter Philipp Güder, Ludwig und dem Kammerrat Dr. Joachim Mechovius
  • Wirtschaftssachen
  • Administratives
  • Theopold als Mittagsgast
  • Berichte durch Sutorius und den Prinzenlehrer Martin Hanckwitz
17. Oktober 1648
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Ruhiges Wetter
  • Korrespondenz
  • Ausritte von Erdmann Gideon, Viktor Amadeus und Karl Ursinus
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Wirtschaftssachen
  • Volrad, Jakob Anton und Ludolf Lorenz von Krosigk als Abendgäste
  • Administratives
18. Oktober 1648
Bernburg → Ratsberg → Hühnerfang → Bernburg
  • Nebel am Vormittag
  • Anhörung der Predigt
  • Korrespondenz
  • Aufwartung durch den Amtmann Georg Reichardt
  • Entsendung von Dr. Mechovius nach Baalberge
  • Gespräch mit Güder
  • Spaziergang zur Weinlese
  • Kriegsnachrichten
  • Administratives
19. Oktober 1648
Bernburg
  • Alpträume
  • Abreise von Rindtorf nach Gröningen
  • Wirtschaftssachen
  • Korrespondenz
  • Gespräche mit Ludwig, Reichardt und Dr. Mechovius
  • Besuch durch den jüdischen Kaufmann Abraham Benedix
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Administratives
20. Oktober 1648
Bernburg
  • Administratives
  • Wirtschaftssachen
  • Erquickungen für Erdmann Gideon, Viktor Amadeus und Karl Ursinus
  • Gespräche mit Hanckwitz
21. Oktober 1648
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Beratung mit Dr. Mechovius
  • Durchreise des anhaltischen Gesamtrats Martin Milag
  • Besuch durch Christoph Jakob und Margaretha Elisabeth Langjahr von Puchberg
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
22. Oktober 1648
Bernburg
  • Traum
  • Kirchgang mit Abendmahlsempfang durch die Schwestern Sophia Margaretha und Dorothea Bathilde
  • Korrespondenz
  • Gespräche mit und Abschied von Herrn Langjahr von Puchberg
  • Wirtschaftssachen
23. Oktober 1648
Bernburg
  • Abreise von Hanckwitz und Güder nach Zerbst
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Kontribution
  • Rückkehr von Rindtorf aus Gröningen
  • Weiterer Aufenthalt von Langjahr
  • Gespräche mit dem Leibarzt Dr. Johann Brandt, Theopold und Langjahr
  • Theopold als Mittagsgast
  • Rezept von Langjahr zur Vorbeugung gegen Trunkenheit
24. Oktober 1648
Bernburg
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Hasenjagd
  • Abreise des Ehepaars Langjahr
  • Ankunft des Matthias von Krosigk mit dem Leichnam der Fürstin Sibylla Elisabeth
25. Oktober 1648
Bernburg
  • Gesang aus dem Psalm 119
  • Traum
  • Anhörung der Predigt durch Erdmann Gideon, Viktor Amadeus und Karl Ursinus
  • Nachrichten
  • Krosigk und der Diakon Bartholomäus Jonius als Mittagsgäste
  • Viehsterben
  • Rückkehr von Große aus Schöningen und Halberstadt sowie von Hanckwitz und Güder aus Zerbst
  • Abreise von Krosigk
  • Besuch durch Gothus
26. Oktober 1648
Bernburg
  • Hasen- und Vogeljagd
  • Nachrichten
  • Traum
  • Gespräche mit Reichardt und Ludwig
  • Erneute Besichtigung des Sarges von Schwester Sibylla Elisabeth
  • Korrespondenz
27. Oktober 1648
Bernburg
  • Administratives
  • Korrespondenz
  • Augenschmerzen von Viktor Amadeus
  • Erkrankung des Pagen Christian Wilhelm von Wartensleben
  • Lektüre der Leichenpredigt für Sibylla Elisabeth
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
28. Oktober 1648
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Betrübnis über schmerzlichen Verlust
  • Korrespondenz
  • Gespräch mit Reichardt
29. Oktober 1648
Bernburg
  • Geflügel-, Lebensmittel- und Rehlieferung aus Ballenstedt
  • Anhörung der Predigt auf dem Schloss
  • Gespräch mit dem Pfarrer Georg Enderling
  • Enderling und Dr. Mechovius als Mittagsgäste
  • Administratives
  • Kirchgang von Sophia Margaretha, Dorothea Bathilde, Erdmann Gideon und Viktor Amadeus am Nachmittag
  • Spaziergänge
  • Rückkehr des Lakaien Johann Balthasar Oberlender mit Schmidt aus Ballenstedt
  • Einquartierungen
  • Wirtschaftssachen
30. Oktober 1648
Bernburg
  • Erinnerung an den geschlachteten Ochsen
  • Gespräch mit Schmidt
  • Bericht durch Henning Stammer
  • Administratives
  • Abreise von Güder und Groß nach Zerbst
  • Nachrichten
31. Oktober 1648
Bernburg
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Rückkehr von Güder und Groß aus Zerbst
  • Dr. Mechovius und der Kammerdiener Jakob Ludwig Schwartzenberger als Mittagsgäste
  • Abfertigung des Amtsrats Georg Banse nach Köthen
  • Ankunft des schwedischen Majors Wehlen
|| [[Handschrift: 612r]]

Sonntag den 1. Octobris, 1648.


<7 lerchen, die Nacht.>


La memoria del dileguato ben, non vuol ancora
perdersi! Oh rimembranza miseria! e dolente!
L'è pure, una cosa strana! e stupenda!


Jn die kirche, conjunctim vormittages.


Extra zu Mittage, den hofprediger, gehabt.


Eine commission vornehmen laßen, durch den hofmeister
Einsjdel, Tobias Steffegk von Kolodey, wie auch
durch Philip Güdern, küchenmeister, vndt landrichter,
wegen Kerstens1, welcher in seinem abwesen,
von den Soldaten, tribuliret vndt exequiret
worden, durch paßionirten anlaß Bürgemeister[!] Spigels,
gegen den er sich, de facto, zu revangiren,
gewillet gewesen, ich ihm aber, inhibition thun
laßen, vndt die sache, pro nunc, verabschiedet. perge


Nachmittags cum sororibus, & filiis, wieder in die kirche,
da Er Marggravius geprediget, außm Propheten
Jesaia: Wehe dir! Du verstöhrer, etcetera[.]2

<Stargker windt.>


Paul Ludwig habe ich bey Mir, gehabt, vndt expedienda
expediret, in viel: vndt mancherley Sachen. Gott
gebe mir doch erleichterung, in publicis, et Privatis!


Matz Krosigk; ist wiederkommen, hat allerley erinnert,
vndt ist zur legation vorgestellet, darnach dimittiret worden.

|| [[Handschrift: 612v]]


Mit Wolfgango Sutorio, in Oeconomicis, allerley
zu befehlen gehabt.


Rindtorf ist nacher Altemburgk, auf eine ge-
vatterschaft, zu Erlachs Sohn. Mein Elltistes
Töchterlein, ist auch gebehten. Jungfer Helena
Wahusch, (so auch vor sich stehet) vertritt ihre
Stelle. et cetera


Risposta generosa, di Madama Jsabella perge in un sog-
gietto datoglj, per l'occasione de' tempi presentj.

Dienstag den 3<ten:> October 1648.

<Gran vento; hierj, e l'altr'hierj.>


Die Leiptziger avisen geben:


Die confirmation der Schlacht, in Engellandt, vndt das
gleichwol, friede tractiret werde.


Der schluß, zu Münster, auch mit den Gallis.


Die Niederlage, vndt gefängnüß, deß Graven
von Buchheim, vndt anderer Generalspersohnen,
in Böhmen.


So wirdt auch avisiret, daß wegen der confjrmirten
verenderung, zu Constantinopel, ein Türckischer Chiauß3
zu Wien, angekommen wehre, den frieden mit dem
Römischen Kayser, zu erneẅeren vndt zu bestehtigen,
auch alle irrungen vndt hostiliteten, an den
vngrischen gräntzen einzustellen, vndt abzuwenden.

|| [[Handschrift: 613r]]


Jn der Jnsel Candiâ, sol die Stadt Candia, sehr be-
drenget sein, von Türgken, vndt die Außerwergke alle
verlohren. Pfaltzgraf Philips, ist dahin zum Entsatz,
mit etzlichen seiner völgker. Gott bewahre die Christen!


Der Pabst hat auch vnruhe in Rom, wegen
großer Theẅerung, vndt absetzung deß Præfectj4.
Seine Donna Olympia sitzet in gefahr, vorm volgk.


Cremona helt sich noch. Der große windt,
hat Thürne[!] darinnen gefället, vndt die kette
am Po, zerrißen, den Spannischen zu guhte, den Fran-
tzosen, vndt ihren Schiffen, zum schaden.


Vor Vuerne in Flandern, (ehe es noch erobert,) ist
der Prince de Condè geschoßen, vndt verwundet worden.
Leßet sich nach Paris, bringen, aldar daß Parla-
ment, seine alte freyheit, undt vigorem wieder
erlanget. Conte d'Avaux, ist wieder in grazia,
vndt nacher Münster wieder geschickt worden.


Die conspiranten in Spannien, (welche den König,
haben auf der iagt vmbbringen, seine eintzige
Tochter, (so des Kaysers Sohn, versprochen,) entführen,
zum Printzen in Portugall führen, vndt dadurch,
Spannien, vndt Portugall vereinigen, etzliche pro-
vintzien vndter sich selbst theilen, Napolj, Catalonien,
vndt die Niederlande aber, der Kron Frangkreich || [[Handschrift: 613v]]
zuschantzen, vndt also eine große gefährliche
Metamorphosim, anstiften wollen, So aber durch
einen Spannischen Rittmeister5, dem Könige entdeg-
ket, vndt offenbahret worden,) sollen fleißig
examiniret werden, vndt werden darundter etz-
liche Grandes, mit nahmen, genennet.


Der König, in Dennemargk; Friedericus Tertius,
wirdt numehr, auß Norwegen, erwartet, die
huldigung, auch in Schleßwygk; vndt Hollstein,
anzunehmen. Gleichwol, lieget noch, die
Schwedische flotta, vor der Spitze, vom eüßersten
Judtlandt, deren rechte intention, noch verborgen.


Die Grisoner, handeln mit dem hause Oester-
reich, vmb etzliche plätze, an ihren gräntzen,
in der Grafschaft Tirol, so Sie erkauffen wollen.


Spannien, verkauft Finale, den Genue-
sern, damit es Frangkreich, nicht an sich bringe.


Der Bapst, vndt der Großhertzogk, sollen
auch miteinander, streittig sein.


Der Pfaltzgrave sol in Böhmen angelanget sein.
General Wittemberg, sol wieder etzliche plätze,
in Böhmen, occupirt haben, als: Wudian, Pisga,
vndt andere mehr. Das glügk schneyet ihnen zu!

|| [[Handschrift: 614r]]


Es wirdt auch extra ordinarie avisirt, alß solten die bürger
in Tabor, auf vertrösteten secours, 200 Mann Schwedische
besatzung, v̈berwältiget, undt niedergemacht haben,
dieweil aber der secours der Kayserlichen außenblieben,
Alß hetten die Schweden wiederumb, der stadt Tabor
sich bemächtiget, vndt alle bürger, mit weib vndt
kindern, darinnen, biß auf 5 <bürger> niedergehawen.
Das seindt die fructus immanis[!] bellj civilis!
Gott gebe friede, in der Christenheit!


Meilenm
heütte bin ich, mit Meiner freundlichen herzlieb(st)en Gemahlin, meinen
dreyen Söhnen, vndt meiner Elltisten Tochter, nacher Ballenstedt
gezogen, von Bernburgk, in einem futter


5


Meine Elltisten Söhne, haben vndterwegens gehetzt,
vndt einen hase<n>, gefangen.


Zu Bernburgk, haben wir erst gefrühestügkt,
vndt baldt darauf ist Friederich Christof von
Trohta erschienen, hat anfangß, eine supplication
einraichen laßen, darnach aber persöhnliche audientz
begehret, da ihm dann der handel, wegen all-
zuscharfer procedur, wieder die vndterthanen zu heck-
lingen, zimlich verwiesen worden.


Jm hinundter fahren, haben wir den Sargk besehen,
beym kannengießer, welcher vor Meine Sehlige Schwester,
verfertiget wirdt.


Allerley expedienda, noch zu Bernburgk; expedirt, vndt || [[Handschrift: 614v]]
auch zu Ballenstedt, viel zu thun, gefunden. Der
Amptmann Märtin Schmidt, hat vielerley referiret,
vndter andern, daß zu Ermßleben, 150 dragoner liegen,
vndt noch 5 compagnien, nachfolgen sollen. perge


Zu Bernburgk, hatten wir an der Fehre, ein vnglügk,
in deme im abschießen der kutzsche, zweene abgespannete
pferde, angerührt, vndt das eine in das waßer zu
springen, gedrungen worden. Es wehre bey nahe, ersoffen,
man brachte es aber, noch mit mühe herauß, die iunge
wachtel, in dem man es (auf mein erinnern) loß machte,
vndt selbst <herauß> schwimmen ließe.


Zu Ballenstedt, ist in Meinem cabinet, ein buch
pappier, (so eine stunde zuvor, hingelegt gewesen)
von den Maüsen, sehr zerbißen, vndt zerfreßen
worden, mit verwunderung! Mala omina!

Mittwoch den 4ten: October 1648.


Songe; comme ie füsse allè en ün lieu principal, & mes
bottes, eüssent estè rompuës aux pieds, si que (sauf
respect) mes pièds nüds, eüssent parü par mes bottes,
dont j'eüsse eü honte, & personne de mes gens, ne
les eüst voulü faire raccommoder.


Jn den flegken alhier zu Ballenstedt, zur
kirchen, am heüttigen BehtTage, gefahren,
mit meinen beyden Ellteren Söhnen, etcetera[.]


Doctor Mechovius, hofmeister Schwechhausen, <vndt> Rindtorf, haben vnß
accompagniret, nebst andern von vnserm comitat.

|| [[Handschrift: 615r]]


Nachmittags, bin ich spatziren gegangen, an die Teiche,
inß forwergk, in die Ställe, vor die Scheünen, in gartten,
auf die ägker, vndt sonsten zum rechten, zu sehen. Gott laße
alles, wol gerahten, vndt gedeyen!


Schreiben von meinem Bruder, Fürst Friedrich en bons termes.


Die Erffurdter avisen geben:


Das in Candia, die Außerwergke vor der Stadt Candia
wieder erobert seyen, durch einen braven außfall
der Christen. Der Türckische Kayser Jbrahim,
seye von den Janitzschahren, stranguliret, vndt
sein Sohn Achmet6, von 7 iahren, auf den Thron solen-
niter gesetztet, auch der friede mit dem Römischen
Kayser confirmiret, hingegen der Tartarcham[!]
wieder Pohlen verhetzet, vndt tyrannisch von
Tartarn, vndt Cosagken darinnen verfahren.


Jn Schottlandt, ist das Parlament daselbst
wieder die Königischen, aufgestanden.


Der Prince de Galles, hat sich abermalß nacher
hollandt retiriret.


Zu Paris, ist das Parlament so vnruhig, daß
der König, die Königin, der Cardinal, vndt alle
Grandes, außreißen müßen.


Jn Spannien, ist alles in schregken,
vndt tumult, wegen der greẅlichen
conspiration wieder den König, zu Madril, vndt
dörffte Scharfe executiones, geben.

|| [[Handschrift: 615v]]


Zu Napolj, gibt es schon scharfe executiones,
wegen selbigen aufruhrs, vndt factionen.


Zu Genua, sollen schregkliche hagel-
steine, vngewöhnlich groß, vom himmel gefallen
sein. Portendiret enderungen, ohne zweifel!


Cremona schätzet man vor verlohren.


Zu Meylandt, wirdt die Kayserliche Tochter, des
Königs in Hispanien brautt, erwartett.


Perugia hat sich armirt, des casteels aldar
bemächtiget, vndt Florentz vmb Schutz ange-
ruffen, ist aber abgewiesen worden.


Zu Rom gibts auch empörungen, der Pabst armiret.


Vor Vuerne ist Prince de Condè beschädiget.


Nach eroberung Dühren, seindt die heßen,
auf Padeborn zu, gegangen, daßelbe zu berennen.


Jn Böhmen wirdt die alte vndt Neẅe Stadt Prag,
vom Pfaltzgraven, vndt den andern Generalen,
nach geschlagenem secours, attacquiret.


Die Stände zu Münster vndt Osnabrück haben den frieden,
cum Gallis, & Suecis geschloßen, so wol
die Päbstischen, alß Protestirende. Des
Kaysers resolution ist in ziffern ankommen,
darzu man noch den Schlüßel einholen muß.

|| [[Handschrift: 616r]]


Jn der Moßkaw, sol auch sieder des vmbge-
brachten GroßCantzlers Todt, lautter tumult sein.


Es empöret sich ie gewaltig ein königreich,
v̈ber daß ander, wie es der herr Christus, vns
geweißaget, daß es in diesen letzten zeitten,
ergehen würde. <Ô> Komb herr Jesu! Ach
komme baldt, mit gnaden! hilf ia! daß wir
vnß, vor deiner erscheinung, nicht endtsetzen,
Sondern, alß deine Außerwehlte liebe
kinder, vndt glaübigen, hertzlich erfreẅen mögen!


Die Schwedische flotta, sol noch, vor Schagen,
liegen, Man kan nicht noch, ihr intent, penetriren.


Der König in Dennemargk, sol auß Norwegen,
in Wensüßel, angelanget sein, vndt baldt nach
Flenßburgk, zur huldigung, zu kommen, gedengken.
Gott gebe zu glück! vndt segen! vndt daß
ein ieglicher, das Seinige behalte!


Mit Frangkreich, sol Spannien, also tractiren,
daß es ewig behalten soll, waß es in den Nie-
derlanden erobert, in Catalonien aber, solle
ein 30iähriger Stillestandt sein. Die Kayserlichen
Plenipotentarij, zu Münster vndt Osnabrück ziehlen auf diese
tractaten mit Spannien, wüntzschen deren
Schluß, vor dem concluso universalj, pacificatio-
nis Germaniæ. perge

|| [[Handschrift: 616v]]

Donnerstag den 5ten: October 1648.

<7 hasen, haben meine Söhne gehetzt.>


Ein Somnium, alhier zu Ballenstedt, gehabt, wie ich
eine sehr große rohte schöne kuhe gesehen, so auß
den Nordtlanden, v̈ber Meer hehrgekommen,
in das Cöhtnische Antheil. Sie wehre noch eins
so groß, alß eine andere große kuhe gewesen,
(wie ein großer langer, vndt hoher Elephante)
vndt hette sich sollen sehr beklagen, das Sie
also von Männiglich, verlaßen, vndt verstoßen
wehre. Jch, vndt meine leütte hetten vnß
darüber verwundert, daß man ein so schönes
Thier, verwerfen, vndt ihme waßer, vndt
weyde verbiehten solte. Dann Fürst Ludwig
hette diß gethan, durch antrieb seiner
Edelleütte, vndt vndterthanen, welche sich
beschwehret, das diß vngeheẅre Thier,
dem andern vieh, alles vorm Maule weg-
freße, vndt die weyde im Sommer, daß
futter im winter, an heẅ vndt Stroh, ver-
geringerte, auch die brunnen vndt waßer-
bäche außsauffen thete. Also wehre daß
arme Thier, an der Fuhne gestanden, vndt
hette nicht Tringken dörfen, hette aber || [[Handschrift: 617r]]
gebrummelt, vndt geleichsam hülfe, vndt rettung
gesucht, solche aber, weder von andern, noch von Mir
erlanget, vnangesehen es mich gedawert.
Weil es aber kein Ochße, sondern <nur> eine kuhe ge-
wesen, hette ich michs nicht annehmen, noch Fürst
Ludwigen, vndt die seinigen, offendiren mögen,
als hette herrvetter vnrecht gethan, vndt
darumb zu syndiciren wehre? Baldt darauf
hette man Mir, einen großen Seestrohm oder busem[!],
(wie in hollstein, oder Schleßwyck zu sehen) gezeiget
darüber das Thier, mit fleiß gebracht
worden wehre zum Spectakel vndt verwun-
derung in vnsern landen. Weil man es aber,
so geringschätzig achtete, möchte der Segen, den
es gebracht, wieder hinweg gehen, vndt da
solte es wieder v̈bergeführet, vielleicht auch
inß Meer gar gestürtzet werden, welches Fürst
Ludwig gerne gesehen, vndt gemeint, es solte
in der Elbe, geschehen, die dann auch nicht ferne
gewesen. Das Thier hette kläglich gewinselt,
vndt seinen vnglügksehligen zustandt, vndt
das man solchen Segen nichts achtete, gleichsam
zu verstehen gegeben. Aber keiner hette groß da-
rauf gemergket, weil es eine Victima des Neptunj
oder Meeres sein sollen. Damit mich nun Fürst Ludwig, || [[Handschrift: 617v]]
in Meiner alteration wieder contentirte, hette er mich
sehr freündtlich nach Cöhten erbehten, vndt eingeladen, mich
auch daselbst, wol tractirt, alß es aber zum confect
kommen, hette ich eingemachte pfirschken, vndt
eingemachte welsche nüße, mit lust, vndt appetit
gegeßen. Die Fürstin, hette mir sehr gute
wortt gegeben, allerley discurriret, aber nicht
leiden wollen, daß ich Fürst Ludwigen wegen des ver-
achteten Thieres, mehr molestiren solte. Jch
aber hette es v̈bel vergeßen können, vndt
hette darneben große lußt, zu einer in einer
güldenen Schahle, liegenden großen welschen
nuß gehabt, vndt sie mit der gabel nehmen
wollen, da wehre mir Fürst Ludwigen vnversehens
zuvor kommen, vndt hette sie genommen, vndt auf-
gegeßen, zu mir sagende: vetter, diß gehöret
alleine vor mich, vndt vor keinen andern.
Jm v̈brigen, wil ich gerne höflich sein, vndt
alles mittheilen. hette mir auch darauf
viel schönes zugkerwergk von allerley
gattung klein vndt groß, auch wolschmegkende
marzipanen, vorgeleget, er von einer seitte,
Seine gemahlin, von der andern, vndt mich darvon
zu eßen, sehr genöhtiget, vndt gleichsam gewzungen. || [[Handschrift: 618r]]
Jch solte nur an das verlohrne Thier, vndt andere
einbildungen, nicht mehr gedengken. Jch hette zwar
gegeßen, aber mit verdruß, vndt wiederwillen, ob
es schon wol geschmegkt, dann der Schimpf, vndt schade
hette mich heftig verdroßen, so wol wegen des
verschmäheten Segens, vndt gesuchten unglügks,
mit dem Thier, alß auch wegen des hohnes, mit der
Nuß, sintemahl Fürst Ludwig, (welcher im übrigen,
gar höflich, gegen Mir, neben Seiner gemahlin, sich an-
gestellet) mich offentlich, vor allen leütten, alß
er mir die Nuß, vor der Nahse hinweg genommen,
heftig verhöhnet, vndt außgelachet.


Meine beyden Elltisten Söhne reitten
heütte hinauß hetzen, vndt sehen zugleich mit
zu, wie die gräntze des Ampts Ballen-
stedt, (so in 34 iahren, nicht geschehen) soll
bezogen werden. Gott gebe zu glügklichem succeß!


Darzu seindt committiret vndt verordnet:
Der CammerRaht, Doctor Mechovius, der hofmeister
Schwechhausen, der Rindtorf, (mein Cammer-
Jungker, Abraham,) vndt mein Amptmann,
Märtin Schmidt, wie auch mein geheimer Cammer-
diehner, Jacob Ludwig Schwarztenberger, vndt
sonst ein zimlicher comitat, von allerley leütten. perge || [[Handschrift: 618v]]
Die benachtbahrten, seindt auch darzu invitiret.
Gott helfe! daß alles nützlich, vndt gedeylich,
ohne zangk, vndt zwytracht, abgehe!


(Nota Bene[:] Bey dem heüttigen Trawm fället
mir noch ein, daß mir auch wehre berichtet
worden, des Thieres, (so ich im Trawm gesehen)
w vorfahren, alß vater vndt Mutter,
wehren noch viel schöner, größer, vndt an-
sehlicher gewesen, alß diese, vndt die
leütte so mirs erzehlet, hetten sie selber
mit augen gesehen, vndt selbst gewüntzscht,
das ich solche rara animantia gesehen
hette, mit vermelden, sie wehren alle gar
frommer arth, vndt theten keinem Menschen, kein
leidt.)


Jch habe an Caspar Pfawen, in allerley importantzj-
en geschrieben. Gott gebe! zu glügklichem succeß!


Nachmittags, bin ich wieder außgegangen, zum
rechten, zu sehen, in Oeconomysachen, welche
Gott der Allerhöchste prosperiren laßen wolle!
An Gottes segen! ist alles gelegen!


Meine Söhne seindt von der hatz, vndt grentzzuge
wiederkommen. Es hat etwas streitt gegeben, mit den || [[Handschrift: 619r]]
Quedlinbürgern, vndt Gernrödern. Man hat aber
keinem etwas eingereümet, die letzten, mit ihren
impertinentzen verlachet, die ersten aber also
abgewiesen, daß mir nichts præiudiciret, vndt
die setzung der grentzSeüle, biß zu mehrerer
erkundigung, in suspenso, gelaßen worden.


Mon fils Erdmann, & aulcüns de nos gens, quj
ont fait le circuit auiourd'huy, se ressentent
de l'aspretè de l'air, & ont estè ün peü foibles,
& indisposts. perge Dieu les vueille conserver! &
fortifier! <Eine partie, ist heütte zu Radischleben, gespühret worden.>


heütte, ist meines Sohns, Victorio Amedeo,
geburtsTag, an dem er Gott lob, vndt dangk
viertzehen iahr altt worden, vndt in das 15de.
iahr, eingetretten, Gott laße ihn ferner
wachßen, vndt zunehmen, an alter, weiß-
heit, vndt gnade, bey Gott, vndt bey den
Menschen! vndt daß er, ein gesegneter
Sohn, sein, vndt bleiben möge!


Meine zween Söhne, seindt wieder forth,
aufs hetzen, vndt auf den Grentzzug, Gott
geleitte Sie, vndt ihren comitat, vndt bewahre vor Streitt!

|| [[Handschrift: 619v]]


J'ay songè, d'estre entrè en ün Temple,
ou on preschoit á Bernbourg, mais tout aultrement
basty, que le nostre ordinaire. J'y füsse entrè, pen-
sant ouir le presche, comme de coustüme, mais trou-
vant les chaires, & l'edifice autrement construit
qu'en nostre temple, ie me füsse èsbahy de cela,
passant neantmoins oultre, & disant aux
miens, de cercher[!] chascün sa place, veü:que
ie ne les pourrois plüs accommoder, & j'au-
rois bien de la peine pour moy mesme, afin
de trouver üne place. Le haut de l'Eglise
donc, estant tout occüpè de monde, & le bas
aussy, d'üne frequence de peüple, ie m'accostay
sans marchander, a üne longue chaire en bas,
dans laquelle il y avoit assis desja, 7 ou 8
gentilshommes François tous mal accommodèz,
partie malades, partie camüs, & dèsfaits.
Je ne prins pas garde que ç'estoyent des
estrangers, & trouvant au bas bout, chèz
eux, encores üne place Vuide, ie m'y assiay,
comme incognü, & iüstement se trouva auprès de
moy, ün homme malade, jaune en la face, les
yeux tortüs, rompüs, & de mauvayse mine.
Jls èscouterent neantmoins attentivement, nostre || [[Handschrift: 620r]]
presche, tèsmoignerent de la devotion, & chanterent
melodieüsement, nos Pseaulmes. Moy, qui vacquay
aussy, a mes devotions, ne parlay point a eux, a
l'Eglise, quoy qu'assis auprès d'eux, mais enfin,
quelque occüpation importante, me sürvenant,
ie commanday a ün page ou valet, qui se tenoit
de bout, tout près de moy, hors de la chaire (qui
estoit faite, comme les chaires ordinaires, de<s>
nos femmes, en nos Temples, & comme celles des
hommes, en Hollande, & en France, aux eglises refor-
mèes) ce qu'il auroit a ordonner de ma part, & luy
parlay françois, croyant que mes nouveaux
hostes, & voysins, estoyent des Compatriotes,
& ie me plaignis envers ce serviteur en langue
Françoyse, de la rüsticitè de ces hostes, quj au-
royent prins, nos places, sür tout celles de
ma femme, de mes seurs, & enfans, & m'auroyent
seulement laissè la place inferieure au bas bout.
Qu'il falloit, que ce füssent des fols, ou ignorans,
ou bien grandement arrogans, ne cognoissans pas
leur propre foiblesse, d'estre partie malades,
(sür tout mon plüs proche voysin) partie camüs
& contrefaits, qu'il falloit s'informer exactement,
quelles gens c'estoyent<?> & si on osoit se fier d'eux?
Mon voysin entendant cela, se mist en colere, commença || [[Handschrift: 620v]]
a parler bon françois, assèz haut, avec son Voysin,
quj estoit assis ou dessüs de luy, bien vestü, &
plüs honnestement que les aultres, assèz vieil,
mais camüs, & mèsdisant de ce Prince (me
denotant) en plüsieurs sortes, ie commençay aussy
a m'en ressentir, & m'èsveillay là dessüs, apres
m'estre èsmerveillè, que c'estoyent des Fran-
çois, les croyant estre de Misnie & de la Basse
Saxe, aulcüns. Je m'èsbahis encores davantage
que ce pauvre güeux, mon voysin, se disoit
gentilhomme, ses habits, & sa mine & port, tout
estant de fort mauvayse grace, & mal composè,
tout malade qu'il estoit, mais ayant la lan-
gue a son commandement s'il en eüst bien üsè?


Caspar Pfaw, ist zu mir kommen von hartzgeroda,
hat allerley berichtet, in publicis, Oecono-
micis, & Politicis. et cetera


Entr'autres, il m'a proposè, ce quj s'ensuit.
ThalerThlr:
160 machen die Erb: vndt Pachtzinßen, auch dienst-
geldt, so ich in der Stadt vndt Aemptern, Bernburg
vndt Ballenstedt, das Stift Gernroda fordert.
9 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: 18 Schefel (Scheffel)schfl: weitzen,
5 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: 4 Schefel (Scheffel)schfl: Gersten,
11 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: 14 Schefel (Scheffel)schfl: haber,
auß Rieder, vndt Pade-
born, neben 30 Schockßo: halb lang,
vndt halb kurtz Stroh.
würde zu gemeinen Jahren, auff: 400 ThalerThlr: sich belauffen. || [[Handschrift: 621r]]
Diß gibt nun, in meiner Stadt Bernburg vndt den
Aemptern, große verwirrung, wegen der lehen, vndt anders,
köndte ich nun, die 28 hufen, so zum Forwergk Frosa
gehören, auß dem hoymischen zehenden, eximiren,
(weil es kaum der 6te. Theil, des Frosischen
zehenden, so nach hoym gegeben würde, wehre, vndt
vor: wie nach, den vndterthanen, zu geben, incum-
birte) wie auch: 4 hufen laßagker, von den Rie-
derischen pawren, in<zu> dem Stift Gernroda legen,
so wehre den sachen geholfen.


Les Princes, ont donnè a mon frere, pour
30 ans, leur disme, qu'ils ont a pretendre,
au hartz, aux minieres, assavoir le Prince Louys,
& le Prince Jean Casimir, mais le Prince Augüste
luy a assignè ün disme, gaignè des Qued-
linburgeois, pour üne assignation Jmperiale,
ainsy ces trois Princes, l'ont recompencè,
pour le meschant voyage, qu'il fist a Vienne,
devant cinq ans, a mon prejüdice, & a celuy,
Prince Jean, corrompant les Conseillers & Secre-
taires Jmperiaulx, & ne gaignant rien,
sinon beaucoup des tourmens, qu'il me fist.
Dieu le luy pardonne, & le face ressentir, en sa
conscience, le grand tort, qu'il m'a fait!

|| [[Handschrift: 621v]]


On a sceü, que l'Archidüc Leopoldt, estant èsleü,
Evesque de Halberstadt, a receü (contre la coustüme
des Evesques defüncts) le fief de la Contè d'Ascanie,
de l'Empereur secrettement & l'expectance sür tout
le Hartz, & sür les baillages, quj y sont sitüèz!
C'est üne belle Jüstice, de nostre Chef! Ohime!


Mon frere fabrique aux ma<j>nieres de fer,
& de plomb. En ün quintaulx de matiere,
on espere trouver 40 livres℔: de plomb, & en
ün quintal de plomb, seulement 4 loht, d'argent.
Je verray, s'il tiendra le conte net, & s'il m'a-
vertira, comme il se convient, dü disme, dont i'ay
aussy, ma part?


<Obrist leutnant> Knoche a eu en don, 15 hufen landeß, de l'Electeur
de Couloigne, comme Thumbprobst de Magdeburg7 par
l'intercession dü Colonel Trandorf, & ces 15
arpens, estoyent fort onerèz. Telles gens sont
plüs heüreux, que nous autres Princes.


Legi instrumentum Pacis, sed nondum
invenj satisfactionem Anhaltinam! <Proh dolor!>
Jnvidia, & æmulatio, nos ipsos, impedit!


<Nota Bene[:]> Die von der landschaft sagen, wann man von Theilung
der Schulden redet, (damit man vielen andern verwir- || [[Handschrift: 622r]]
rungen, vndt bürden vorbawe, vndt abhelffe)
die herrschaft, suchte nur, durch solche vndt
Nota Bene dergleichen Trennung, sie zu subiugiren.
quasi vero, Sie nicht vorhin, subditj wehren,
vndt fromme herren, nicht wüßten, wie Sie
ihre vasallen, vndt vndterthanen, regieren solten?

Samstag den 7. October 1648.

<1 DucatenDuc:n. pro pauperibus. 1 DucatenDuc:n. Ernst Dietrich von Röder[.]>

<7 hasen, filij mej.>


Post von Bernburg wir müßen abermahl eine
Monatliche contribution aufbringen, zur bezahlung
der Magazinfuhren, von Deßaw, nach
Leiptzigk, welche Graf Magnus de la
Garde, an das gantze Fürstenthumb gesonnen,
vndt 325 ThalerThlr: außtragen. Extraordinariae beschwerden!
Jch laße es, an meinen brudern, Fürst Friedrich gelangen.
Bin Secretarius, Amptmann, vndt alles an itzo
selber weil mein meister comitat, nebenst
Meinen Elltisten Söhnen, gestern, mitt auf die
gräntze, gezogen, vndt noch nicht, wieder
kommen sein. Gott bewahre Sie, vor vn-
fällen, vnglügk! vndt stargkem Streitt!
vndt contradictionen, der Ascherßleber, vndt
Gaterschleber, alß ich sehr besorge!

|| [[Handschrift: 622v]]


Vmb 3 vhr Nachmittags seindt Meine Söhne
von hoym, wiederkommen, haben 7 hasen, gestern
vndt heütte, gehetzt, auch die hoymische, gräntze
gegen die Gaterßlebische, Frosische, vndt
Nachterstedtische zu, mit Streitt, gezogen.


Avis von Ernst Röder, von Ermßleben, daß
aldar, 160 pferde v̈ber 8 Tage lang, gelegen,
vndt ihn so außgezehret, daß er mich, nur
vmb 2 ThalerThlr: sein leben zu retten, bitten muß.
et cetera


Diesen abendt, seindt 200 pferde, zu hoim,
eingefallen, von halberstadt, herkommende[.]

Sonntag den 8ten: October 1648.


Jch habe hieroben, Ern, Petrum Goht,
predigen laßen, alhier zu Ballenstedt.


Extra zu Mittage, habe ich henning
Stammer, vndt Er Petern gehabt, auch mit
ihnen, einen, nach dem andern, de diversis
rebus, diversimode conversiret.


Mein bruder, Fürst Friedrich hat mich, auf den Alten
Anhaltt, gegen Morgen (gebe gott) invitiret, weil der
hertzogk, von der Lignitz Brigk, auch daselbst,
anwesendt sein soll.


heütte frühe, seindt die völgker, von hoym, auf- || [[Handschrift: 623r]]
gebrochen, haben in des Jungkern8, von hoym, losier
sich einquartiert, vndt noch, von der Burgk, mit Mühe
sich abweisen laßen.


Der Raht von Ascherßleben, hat gar freundlich
an Meinen Amptmann, geschrieben, bittet vmb
dilation, mit dem grentzzuge, vmb etzlicher
vhrsachen, auch aufsuchung, der Feldtbücher willen.
perge


Avis von Bernburgk, daß mein Alter Sattel-
knecht, Märtin hahn, ein Meckelburger,
gestern frühe gestorben, nach dem er fast ein
iahr lang, an waßersucht, vndt lungen[-]
vndt leberkrangkheit, (alß man vermeinet)
schwach gelegen, vndt eine iunges weib, mit
4 kleinen kindern, in armuth, vndt elendt,
hinterlaßen. Er hat anfangs, meinem Schwager
Hertzogk hanß Albrecht von Meckelburg
darnach meinem bruder Fürst Ernst Sehliger
(mit deme er auch vor Stralsundt, vor Man-
tua in Jtalien, vndt endlich vor Lützen, mit
in selbiger Nahmhaften Schlacht gewesen,) vndt
gediehnet, darnach aber, zu mir gekommen, vndt 16
iahr lang, auch vor Sattelknecht serviret, Gott
verleyhe ihm, eine Sehlige vndt fröhliche aufferstehung!

|| [[Handschrift: 623v]]


Jch, Meine gemahlin, undt Söhne, haben invitati-
onschreiben, vom vetter Fürst Johann Casimir,
vndt seinem künftigen SchwiegerSohn, hertzogk
Christian, von der Lignitz Brigk, zum ange-
stelletem Beylager, nacher Deßaw, auf<gegen>
den 14ten: November (gebe gott) empfangen, von
beyden herren, vndterschrieben, eines an Mich,
eines absonderlich an Meine gemahlin, vndt eines
ingesampt, an meine drey Söhne. perge
Gott gebe darzu, seinen mildten Segen!


J'ay aussy receü, üne rèsponce de
Christian Rantzau in terminis negativis, au poinct Prin-
cipal! Pacience!


Jch habe auch eine relation von
Münster vndt Osnabrück bekommen. hofnung zum friedenSchluß!

Montag den 9ten: October 1648.


Somnia terrifica, vndt meticulosa gehabt,
insonderheit, wie ich mich, in einer kirche, verirret,
darinnen, so wol schätze, alß spectra gewesen,
also: daß ich, inter spem, & metum exagitiret
worden. Endlich wehre ich, in ein Cämmerlein
an der kirche, hindter der Cantzel gekommen, || [[Handschrift: 624r]]
darinnen wehre ein bette gewesen, in welchem
ich allerley gesucht, (die lacken wahren weg,
wie auch das oberbette, das vnderbette v̈berm
Strohe, lag noch schmutzig da) es wehren aber
spectra mit geraßel vndt viel wesen,
darzu kommen hetten mich erschregket.
Jn dem ruffe ich, hennig Stammern,
so mit dem güldenen Schlüßel eine
Thür, zum thesauro aufzuschließen,
Mir nachfolgete, aber vor der Thür
dieses kämmerleins versperret, vndt auß-
geschloßen wurde, wieder meinen willen.
Jch rieffe ihm dreymahl zu, er kondte
aber, wie gerne er auch wolte, so baldt
nicht hinein kommen. Jch endtsetzte mich
darüber, weil ich von ihm keine as-
sistentz, viel weniger den clavem haben
kundte, vndt wachte darüber, endlich
in der angst, vndt consternation, (durch
zuruffen Meiner freundlichen herzlieb(st)en gemahlin Liebden[)] auff.


Sonst haben da da<o>vero die Nachteülen
vndt Schuhuhe vor vnsern Fenstern alhier,
eine Nacht oder dreye hero, heßlich, vndt greßlich, geheület.

|| [[Handschrift: 624v]]


Auf ersuchen, Meines Bruders, Fürst Friedrich bin ich mit meinen
dreyen Söhnen, auf den Alten Anhaltt, geritten,
daselbst ist mein bruder, Fürst Friederich hinkommen, baldt
nach mir, vndt hat den hertzogk Christian von der Lignitz
Brigk, hingebracht, neben vetter hanß Geörgen
von Deßaw. Wir hielten, eine Mahlzeit,
oben auf dem berge, in der Sommerleübe, besahen
darnach, die rudera des alten Thurms, wie
auch ferner hinundter, die alte <eingefallene> capelle, die
linde, vndt dergleichen. An der linde, haben vor
iahren, die Ascanier, oder Ascherßleber, iährlichen
müßen zusammen kommen, vndt convivia halten,
gleichsam zur recognition, vnserer superioritet.
Es ist aber, in desuetudinem gerahten. perge <wiewol sichs, Fürst Augustus noch erinnert, das es vor 30 iahren, geschehen. perge>
Nach der mahlzeit, vndt Threẅhertzigen
conferentz, so wol, mit dem hertzogk, alß
mit Meinem Bruder, seindt wir voneinander
wieder gezogen, ein ieglicher, an seinen orth,
der hertzogk, mit vetter Hanß Geörg, nacher
Sanderßleben. perge Er ist ein lieber, frommer, deützscher herr,
vndt von Anhaltischem geblühte, weil beyde
seine GroßfrawMütter, vom herrvatter, vndt
von der Fraw Mutter, meines Sehligen herrn vaters
leibliche Schwestern, gewesen.


Die Fraw von Tahle ist heütte, gestern aber die Fraw
von Bayern, vndt die Alte Stammerin, zu Meiner gemahlin, gekommen.

|| [[Handschrift: 625r]]

Dienstag den 10ten: October 1648.

<Nebel, <vormittags gut wetter Nachmittags[.] 1 hasen[.]>>


An Caspar Pfawen, wieder geschrieben.


Gestern, wurde auch gedacht v̈ber Tisch, auf dem
Anhaltt, von dem stargken winde, welcher
den 14den: Februarij dieses iahrs endtstanden,
vndt durchgehends, in Deützschlandt
schaden gethan, daß er auch in der Schlesie,
die stadt Strehlen fast vmbgekehret.


Mein Bruder referirte, daß vor 3 wochen,
zu Sonderßhausen, zwey armèen, gegen-
einander streittende, solten sein gesehen worden,
am himmel, mit geschütz, vndt aller zugehör.
Jst ein schlechtes omen, zum frieden!


Darnach aber, hette man bey Nacht,
wie auch zu Deßaw, bey vollem Monden-
schein, schöne gefärbte regenbogen, am
himmel gesehen, welches ich vor Friedens:
vndt gnadenzeichen, halte. Die rechte
handt deß höchsten, kan alles endern,
vndt des kriegens baldt ein ende machen,
wann es vnß nützlich, sehliglich, vndt guht ist!


J'ay èscrit a Madame Elizabeth. perge

|| [[Handschrift: 625v]]


A spasso, in zimlichem wetter, Nachmittags,
nach dem der Nebel sich verzogen.


Schreiben von hatzgeroda[!] vom Caspar Pfawen. perge


Viel schreiben, avisen, vndt zeittungen, be-
kommen, vom Berlin, Wien, Paris, Londen,
Wolfenbüttel, Schöningen, Bernburgk et cetera
Bautzen, Leiptzigk, alles durch den
Großen Kersten et cetera auch von Oldenburgk
vndt Jtzehohe. et cetera


Matthiaß von Krosigk, ist heütte forth
mit dem ihm zugeordnetem comitat, vndt
schön gemachten Sarge, die liebe Sehlige
leiche, von Strehlitz abzuholen, von Bernburg
auß, Gott wolle sie geleitten!


Gestern, seindt abermal, 3 compagnien Fuß-
völgker, in dem vnglügksehligen Bernburg
von Leiptzig, kommende, gelegen. Gott
wolle doch einmal, der elenden beschwehrungen,
vndt drangsallen, ein ende machen!


Jn Steẅersachen, habe ich abermals
anfechtungen, von der landschaft, Gott
wolle meiner vnnützen verfolger boßheit || [[Handschrift: 626r]]
dempfen! vndt des vielen leidens, ein ende machen!


Fürst hanß schreibet mir von Jtzehoe, vndt leßet
auf meine intercession Geörge Glaun, loß,
iedoch, das er caution auf 500 ThalerThlr: leiste,
vndt sich allezeit, wieder sistire!


Doctor Pichtel schreibet mir, von Oldenburg vndt an-
nunciret mir, fröhlich, den Friedenßschluß.


Nostitz, schreibet von Bautzen, vndt offeriret
sich, mir aufzuwartten, bey Abraham von Rindtorfs nuptiis.


hertzogin von Schöningen, dubitat de adventu
Electoris Brandeburgicj hac hyeme. Nota Bene[:] das korn in
Hollandt, sol so theẅer sein, daß der Churfürst
von Brandeburg alle daß seinige wil dahin
führen, vndt in seinem lande, von Seinen
Aemptern, nichts verkaüffen laßen. perge


hertzog Augustus, erinnert sich noch höflich meiner.


Churfürstin zum Berlin, macht complimenten,
vndt bedawert noch schwester Sibille
Sehligen absterben, wüntzschet die glügkliche
ankunft, ihres herrn Sohnes, vndt beklaget
die vneinigkeit in Polen, vndt der Tartarn
vndt Coßagken grawsahme vnthaten, auch
vnverhoften progreß. Wüntzschet beßerung!

|| [[Handschrift: 626v]]


Die avisen, von Leiptzigk, confirmiren den
Friedensschluß, so wol mit den Frantzosen,
alß den Schweden, vndt ein armistitium,
in Bayern.


Jn Böhmen, continuiren noch, die Hostiliteten.


Die heßischen seindt auf Paderborn zu, gegangen.


Jn Engellandt tractiren die Parlamen-
tischen friede mit dem Könige, exclusis Scotis.


Jn Schottlandt, gibts factiones, vndt animositeten.


Die Parlamentarische flotta, vndter dem graven
von Warwyck, hat des Printzen von Walles
flotta besetzt vor helvortSchluyß, in hollandt.


Jn Frangkreich, wachßen die dissidia
zwischen dem Parlament zu Paris, <eines,>
vndt dem Könige vndt seinen Printzen,
vndt königlichen rähten, anders theilß. Prince
de Condè, (so verwundet vor Vuerne) vndt
General Erlach, marchiren dahin.


Jn Spannien gibts scharfe, vndt gehörige
executiones, wegen der großen vndt fast
vnerhörten, entdegkten conspiration.


Jn Jtalien, ist Cremona noch nicht verlohren,
vndt zu Rom ist Theẅerung.

|| [[Handschrift: 627r]]


Der Don Giovanni d'Austria, gehet zu waßer, von
Napolj hinweg, deme der Printz Thomaso vorwar-
ten thut.


Jn Candiâ stehets schlecht, die stadt Candia
dörfte auch verlohren gehen.


Die absetzung, vndt strangulirung des
allten Ottomannischen Soldans, continujret,
vndt die erwehlung des neẅen, wie
auch deßen friedensbegierde, mit vnserm Kayser.


Jn Pohlen aber, sollen die Cosagken,
aufß neẅe victorisiret, vndt die Pollnischen
völgker wieder geschlagen haben. Die capi
vndter den Pollnischen herren, seindt uneinig. Es
gibt factiones, auch bey der wahl, wiewol
Printz Casimirus den stärgksten anhang,
haben solle. Der Cosagken General, Krziwanoß
sol sehr tyrannisiren, die tractaten abhor-
riren, auch den andern General Chmielnicky,
(welcher friede gesucht, vndt sich separiret) ge-
schlagen, gefangen, vndt niedergesebelt haben.
Sie, vndt die Tartaren, sollen schon, in hertzogs
Radzivils landen, nahe bey Preüßen, sein.

|| [[Handschrift: 627v]]


Die weinlese, gehet <gestern, vndt> heütte, zu Bernburgk
an. Gott gebe zu glügk! vndt Segen!


<Meine deputirte, haben heütte die Ermßlebische gräntze bezogen.>

Mittwoch den 11ten: October 1648.

<4 hasen, haben wir gehetzt.>


Jch bin mit meinen Söhnen, hinauß
hetzen geritten, vndt als ich in den Pade-
bornischen Feldern, einen hasen bekommen,
nach langwierigen suchen, bin ich wegen
meiner obligenden geschäfte, wieder hinein
geritten, Meine Söhne aber, seindt noch
länger in den feldern verblieben, <vndt haben noch drey hasen, gehetzt, vndt mitgebracht.>


Risposta von der Aeptißinn zu Qued-
linburgk, welche Mir den 24ten:
huius, (mit etwaß difficulteten,) zum
anderweitten termin, der lehensent-
pfahung, ansetzet. Jhre rähte, vndt
Secretarien mögen neẅerungen suchen,
vndt wolten vnß gerne mehr vincu-
liren, vndt verpflichten, alß in vnserm
Fürstlichen hause braüchlich, vndt herkommen,
wißen aber nicht, wo Sie den clavem || [[Handschrift: 628r]]
iniquitatis, mit bestande, finden sollen.
Fürst Johann, sein abgeordneter, Krahe,
mag wegen Roßlaw, sich albereit, ver-
tieft, vndt verstoßen haben, zum großen
præiuditz Seines herren, vndt vnsers gantzen
haußes. Jch bin darumb nicht schuldig,
mir die hände binden zu laßen, oder
etwas einzuwilligen, so nachtheilig ist, zu-
mahl, da ichs selber, mit voriger Abbatißin
anders practiciret, vndt nicht ehrenwerth
wehre, wann ich mir eine solche vnehre,
eines præiudicirlichen Reverßes, vndt
subiection, aufbürden ließe. Wir
haben ia lehen, von Chur Brandenburgk[,]
vom Stift Bamberg, vndt andern, die so
gut vndt beßer sein, alß dieses muliebre
imperium. Wir verbinden vnß aber, an
dieselben, weder mit iuramenten,
noch præiudicirlichen reverßen, Sondern
nur, mit einem handschlag, dann vnser
vhralltes Fürstliches hauß weiß von keinem iura-
ment, als deme so es dem Kayser, leistet. perge

|| [[Handschrift: 628v]]


Die Ertzbischoffe von Magdeburgk prætendiren
viel lehenschaften von unß, (denen wir auch
mascule contradiciret, vndt vnß gar keine
lehenspflicht, aufbürden laßen können,
begehren auch nicht einmahl die lehen, von
ihnen zu entpfangen, Sondern wir verblei-
ben dennoch, in possessione vnserer lande)
wir protestiren aber allezeit, darwider,
wann Sie vnß, auf ihre landTäge, vnbe-
fugter weyse, beschreiben, vndt recognosciren
keine lehen von ihnen, Sintemahl wir
ihnen, vor alten iahren, vnsere lande,
also conferiret, das Sie vnß weder protegiren,
noch beleyhen, Sondern nur assistiren solten,
dann Sie können, vnß keine <neẅe> lehen geben, weil
wir ihnen vnsere <von vhralten zeitten hero> schon anererbte <gehabte> lande,
nur aufgetragen, <vndt conferiret> mit gewißen conditionen,
vmb beßerer assistentz willen, gegen vnsere
feinde, nicht aber vnß subject zu machen.
Nota Bene Vndter den conditionen, ist auch diese, gewesen,
daß keiner zum Ertzbischof solte erwehlet werden,
ohne vnsern, der Fürsten zu Anhaltt, consenß,
wie Fürst Augustus mir vndterschjedlich referiret,
vndt die alten compactata außweysen mögen.
et cetera

|| [[Handschrift: 629r]]


heütte haben meine deputirte Doctor Mechovius, Simon henrich
Schwechhausen, der Amptmann, Märtin Schmidt, vndt Schwar-
tzenberger, an der Gaterßlebischen gräntze, eine con-
ferentz gehalten, mit dem Amptmann daselbst,
Sebastiano Jahns, vndt zimliche nachricht be-
kommen, <auch Mir 200 Morgen gewonnen> iedoch den Streitt, nicht gantz beylegen dörfen.


Vom Falgkenstain, hat derselbige Amptmann
geschrieben, vndt sich gar Mawsich gemacht,
mit protestiren, vndt dergleichen, auch vor den
Morgenden grentzzug, gebehten, biß seine Jun-
ckern, vndt curatoren zusammen kähmen. Gibt
auch zu verstehen, daß seine gantze grentze, mit
vnß, streittig seye! Jst ein schlechtes erbiehten.


Die Erffurdter avisen bringen: <denckwürdiges:>


Daß 6 provintzien in Franckreich rebelliret, vndt
die vnruhe, ie länger, ie größer wirdt.


Das die Schweden in Bayern, geschlagen seyen.


Das der friedensSchluß gewiß, zu Münster vndt Osnabrück[.]


Daß der venezianische General Gil de haaß, durch einen
tapferen außfall, auß der Stadt Candia, in die
4000 Türcken erlegt, vndt sie auß allen Außerwerg-
ken, heroisch getrieben, also daß daselbst beßerung gehoft wirdt.


Das große Erdbebem[!] zu Constantinopel, mag (ohne zweifel) die
verenderung mit dem Türckischen Kayser, denotiret haben.


Jn Engellandt, Schottlandt, vndt Italien, gehet es (diesen avisen
nach) also daher, wie in den Leiptziger ordinarien, endthalten.

|| [[Handschrift: 629v]]


Jtem: daß der pabst, scharf exequire, wieder seine rebellen,
zu Fermo, vndt zu Perugia. Die vhrsache aber, solcher
empörung, ist gewesen, das die Madonna Olympia,
des pabsts Freündin, vndt factotum, auß ihren, wol
gefülleten, Magazinen, kein getreydig, wil hergeben,
an itziger großen Theẅerung, vndt hungerßnoht,
selbiger lande. Mag es, auf noch größeren gewinst,
aufgeschüttet haben. Jnterim hat das liebe Armuht, kein brodt!


Der Düc d'Orleans sol es, mit dem Könige, der Köni-
ginn, Cardinal Mazarinj, vndt mit den Princes dü sang
wieder das Parlament zu Paris, halten. Dieses Parla-
ment, zeücht zum gravamine an, nicht allein, die all-
zugroßen imposten, vndt geldt auflagen, damitt das ar-
me volgk beschwehret wirdt, nebenst der vnnöhtigen
continuation, so vieler kriege, (ohne ihr wißen vndt
willen, vndt ohne des Königreichs Frangkreich, nutzen,)
Sondern auch, das das verbott, so vom Könige Ludovico XIII.
anno 1617 gemacht worden, wieder den Marquis d'Anchre;
keine frembde mehr, in das Conseil d'estat, zu nehmen,
vndt zu solchen chargen, (wie derselbige gehabt,) zu ad-
mittiren, nicht observiret vndt gehalten wirdt, dann
Sie wolten gerne, den Cardinal Mazarinj, excludiren,
vndt verstoßen, welcher sich, nebenst dem Königlichen anhang,
mit Macht, opponiret, hingegen hat das Parlament, den Düc
de Beaufort, vom hause Vendosme, zu seinem Schutzherren.
Dörffte wol ein großes Freẅer, darauß, endtstehen.

|| [[Handschrift: 630r]]


Jn Dalmatia, werden die venezianischen Soldaten, wol bezahlet.
Zu Venedig, ist eine revolte gewesen, bey Rialto, in dem sich
in die 4000 Mann, wegen eines gefangenen, zusammen rottirt,
So ist gleich, a propos deß Obersten Werthmüllers Regiment,
so beyde Städte, Zürch vndt Bern, den venezianern, wieder
den Türgken, zu hülfe schigken, darzu gekommen, vndt
hat sie den tumult, durch dieser trouppen, gegenwarth,
gestillet, die sollen in Dalmatiam die v̈brigen völcker
aber, welche Monsieur de la Valette in Engelland vndt hollandt,
geworben, nach Candia zu, gehen, vndt <ein>geschift werden.


Die venezianer setzen hinzu, zu dem omine des Constan-
tinopeler erdbebems[!], daß es auch die Strafe Gottes, wegen des
vnbillichen Türgkischen gewalts, vndt vnnöhtigen krieges,
wieder Sie, angedeüttet habe. Köndte wol sein! (wie-
wol ich darvor halte, Gott habe gleichßfalß ihre
himmelschreyende große Sünden, vndt schanden,
auch einmahl, mit krieg, straffen, vndt heimsuchen
wollen! Gott bekehre die irrenden! zur buße! So
wirdt ihn auch dermaleines, der landtplagen gereẅen!)


Der venezianische Ambassador, hat sich von Rom, retiriret,
dergleichen der Frantzösische thun wirdt, weil der pabst,
die außgetrettene Neapolitaner fangen leßet.


General Geyse, vndt Landgraf Ernst, greiffen die
Stadt Paderborn, mit allem ernst an, vndt vermeinen die-
selbige noch vor dem endlichen Schluß, zu v̈bermeistern.
General Lamboy, gedengkt Sie zu endtsetzen.


Der Schwedische Generalissimus, herr Pfaltzgrave attacquirt die alte Stadt, Prage. || [[Handschrift: 630v]]
Jedoch wirdt nichts desto minder auch, ein Armistitium
aller hostiliteten, hin: vndt wieder, tractiret.


Vor Cremona, ist dem Frantzosen, ihre gemachte gallerie,
durch Tapfere gegenwehre der Spannischen, zum dritten
mahl, verbrandt worden. Beyde Theile, werden von den
waßern, sehr incommodiret, welche große ergießungen,
allenthalben großen schaden dortherumb gethan, auch in den
Pündten, fast alle brügken, sonderlich die in Reichenaw,
ruiniret. Der Duca di Parma, wil von den Spannischen
getreydig haben, weil er ihnen, den paß, auf Cremona
gegeben, hingegen begehren die Frantzosen, von ihme
quartier, vndt etzliche Nahmhafte örther.


Das hauß Oesterreich leßet viel korn, aufkaüffen,
in den Oberlanden, vmb etzliche magazinen, an den gräntzen
auf: vndt anzurichten.


Auf innstendiges anhalten, der Gemeine zu Londen,
wirdt man die Tractaten, mit dem Könige, schleünig
forthstellen, vndt wehren darzu 5 graven, vndt 10 andere
herren, deputiret, vndt zum Könige, nach Neẅport, in
die Jnsel Wyght, geschickt. Gott gebe friedensgedangken!
Die Schotten, werden von diesen Tractaten, excludiret. perge


Jn Flandern, getrawen sich, die Frantzosen, wenig
mehr zu verrichten, wegen der vneinigkeit in ihrem ei-
genen Reich, vndt abführung der armèen, des Printzen
von Condè, vndt Generals Erlach. Gleichwol haben
Sie die v̈brigen völgker, in Flandern, dem Mareschal
de Rantzow, zu commandiren, vndtergeben.

|| [[Handschrift: 631r]]


Jm haag befindet sich der Printz von Wallis oder: Prince
de Galles, in meynung, mit den Pfältzischen Printzen, sich
nacher Jrrlandt, in einer stargken flotta, ehistes zu begeben.
Die Staaden tractiren, mit dem Parlamentischen Admiral,
Graven von Warwygk, welcher ihnen etwaß nahe kommen.


Der Neẅe König in Dennemargk, ist den 19. September auß
Norwegen, zu Koldingen, vndt am 27. dito, zu Flenßburgk,
ankommen, dahin sich, viel vornehme herren, begeben,
vndt es hat die huldigung, ihren fortgang haben sollen.


General Bawer, ist auß hollandt, wieder nach
Hamburgk, gekommen, sol wollen auf Dantzigk reisen,
vndt in der Cron Pohlen dienste, sich begeben.


Die Kayserliche Bohtschaft, sol baldt von Wien,
nacher Constantinopel, aufbrechen, vndt an stadt deß
verstorbenen Oratoris, Greiffenklawens, der
Neẅe Orator Schmidt, an die Porten kommen.
Die rayse aber, des Kayserlichen Printzen, vndt Princeßinn
nacher Spannien, sol vngewiß, vndt verschoben sein.


Zu Münster, ist in den Tractaten, zwischen Frangk-
reich, vndt Spannien, kein Streitt mehr v̈brig, außer
wegen Saint Omer, vndt Arrien, so noch in Spannischen händen
sein, vndt Frangkreich wieder begehrt, aber endlich,
diese prætension, fahren laßen dörfte.


Die publication des deützschen Friedens, wirdt ehister
Tagen, verhoffet.


Die Spannische conspiration wieder den König, zu Madrill, || [[Handschrift: 631v]]
ist nur allzuwahr, vndt die<wirdt> confirmiret, darneben aber,
gemeldet, daß der Almirante von Castiglien, Don Fran-
cisco de Melos9 sehr dißgustiret seye, vndt hette sich,
mit 10 gallionen, in die See begeben, auch eines vornehmen
havens, bemächtiget, deßwegen der König, eilends fünf
Orlochsschiffe, der Silberflotta, entgegen geschigkt,
dieselbe zu convoyiren, vndt allen verlauff, zu berichten.


Der Cosagken General Chmielinsky, (andere nennen
ihn Chmielnicky) weil er mit den Pollnischen commissarien
in gühtliche handlung, sich eingelaßen, wehre er von des
andern Generals, Krziwanoß, adhærenten, hingerichtet
worden, andere melden, es hetten sich, die Cosagken, in
zweene Theil, getheilet, vndt Theils vndter dem Chime-
linßky, die andern aber zum Krziwanoß, sich begeben,
es wehren beyde Generalen, in eine bluhtige Schlacht,
gerahten, wiedereinander, darinnen der Chimelinsky
todt blieben, vndt seine völgker, flüchtig worden, dest-
wegen die Pohlen ihr bestes thun, solche rebellen, (als Sie,
sie achten) mit gewaltt zu dempfen, vndt es sol der Königliche
wahlTag, auf den 7. October gewiß vor sich gehen, damit,
bey diesem schwehren kriege, man ein haupt haben, vndt
alle verfaßungen, schleüniger forthstellen möge. Man
suchet auf allen angestelleten landtTägen, geldt zusammen,
volgk zu werben, vndt die beysammen habenden trouppen
forthzusenden, der Fürst Bogislaus Radzivil, vndt herr Samoiß-
ky, kommen auß der Frembde, nach hauß, ihre Fürstenthum-
ber, von den Feinden, zu liberiren.

|| [[Handschrift: 632r]]

Donnerstag den 12ten: October 1648.


Meine deputirte Commissarij; ziehen heütte, die Ascanische
gräntze. Gott gebe glügklichen succeß.


Große Kersten, ist forth, nacher Magdeburg mit dem
alhiesigen kornschreiber, Augustin Panse. Gott gebe zu glügk!


Caspar Pfaw, der hofrath ist wieder anhero kommen. J'ay
eü de luy, toute sorte, de bons avertissemens. Entre
autres: comme le Prince Augüste, a envie, de ceder, a mon
frere; pour 16000 DalersDal: capital, dans la landschaft, le
Waldawer hof a Bernburgk. (Ainsy mon frere gaigne-
roit ün pièd, dans ma ville de Bernburg & aneantiroit
la masse, des 100000 DalersDal: pour le recouvrement de Plötzka)
qu'il m'immagine, pouvroir regaigner aysèment,
estant ünefois incorporè, a la Tetrarchie de Bernbourg.


Jl m'a fait d'autres propositions, & offres, en apparence
assèz avantageux, pour le recouvrement de Radißleben,
de la forest de Ballenstedt soit entiere soit de la moitiè,
en laquelle il comprend <près de> 5000 iournaulx de bois, (Morgen)
comptant ün iournal, pour deux Dalers, (qu'on couppe en
15 annèes, & pour 2 florins (Gulden)f: si on le couppe, en 12 annèes,
veü qu'il recroist plüstost, & peut estre plüstot proffitè[!])
pouvant estre couppè en 36 ans, & l'autre, deux fois, en 30 <ans.>
ainsy le capital de l'equivalent, monteroit a dix [mille] ou 12000
Reichsthaler, & nous avons quittè, ce territoire, si chetifuement!
par la violence de l'Empereur & de mes Oncles, & par corrüption, de quelquesüns. || [[Handschrift: 632v]]
Jl conte, le revenü de ce bois, pour 800 Reichsthalers,
& ie scay des annèes, qu'il n'a pas portè 5 ou 6 DalersDal:


Jl parloit aussy, de l'èschange de Plötzke, contre
Ballenstedt, (a son temps, selon la providence de Dieü)
ou dü baillage de Heim, asseürant, ün autre Douaire,
a Madame, & luy payant sa mayson <a Heim>, ou on brasse la biere.
Jtem: de ioindre les vignes de mon frere á Bernburg a la
cour de Waldal[!], contre quelque autre equipollent.
Jl croyt, que l'amplitüde des confins, n'apporte nül
proffit, que le Domaine ütile, apporte plüs, que la
iürisdiction, laquelle est souvent en charge, & cause
de la Dèspence, a cause des affaires criminielles, &cetera[.]


Le Prince Casimir, peüt proffiter ses forests, souven-
tesfois, iusqu'a 20000 DalersDal: par an. Le trafficq,
de bois, pour dü sel, avec l'engraissement des pourceaux,
fait beaucoup, oultre les autres beaux revenüs, qu'il a
en brebis, laine, venayson, blè, bestail, pescherie de saul-
mons; & autres poissons, Brasserie á Zerbst, &cetera[.]


Jl ne se mèsle pas volontiers, C<aspar> Pfau aux querelles des
Princes, & tasche de reduire tout a la paix & concorde.


Le Baillage, de Gernrode, a perdü, (par mèsgarde a
ce, qu'il rapporte!) toute sa noblesse, & feüdataires.


En la pretension iüste & legitime, touchant la
Contè d'Ascanie, on s'est negligè plüsieurs fois, gran-
dement, üne trentaine d'annèes, en çá. Pacience!

|| [[Handschrift: 633r]]


Mon frere taschera d'èslargir, son pays, s'il peüt?
Jl y a aussy, des dispütes, pour les confins, de Radißleben.
Jl est bon, de renouveller, le circuit des confins, tous
les trois ans, aultrement la memoire des Hommes, estant
fragile, on l'oublie, & perd beaucoup, á son preiüdice.
Le vieil Knoche, de bonne mémoire scavoit beaucoup, de telles choses,
& on l'eüst deü, mieux mèsnager, dürant sa vie.
Aussy, a Hartzgeroda, il y a bien des Dispütes, pour
les confins, que le feü Knoche, scavoit exactement.


En la dispüte, avec Falckenstein, on ne peüt rien
faire, avec Aßebourg. C'est avec le Seigneur dü Terri-
toire, qu'il faut accorder, en tels cas.


Pour la pretension d'Ascanie, nous n'avons rien
perdü, par la conclüsion presente de la paix
üniverselle, a Münster & Osnabrück veü que nous avons main-
tenü nostre droict ancien, par protestations, li-
vrèes aux Ambassadeurs de l'Empereur & des couronnes, & des
Princes, & Estats, & ces Ambassadeurs l'ont bien receü.
Les Jmperiaulx, ont dit, que rien ne devoit prejüdicier,
á nos Droicts, les Ambassadeurs de l'Electeur de Brandenburg mesme,
l'ont acceptè. Mais si on eüst trop pressè, de l'inserer,
en l'Jnstrüment de la Paix, on nous eust peü iouer le
mesme tour, qu'on a jouè par Violence, aux Contes de Barby,
touchant Egelen, & aux Contes de Stollberg, touchant Hohnstein,
les exclüant nommèment, au dit Jnstrüment de pacification.

|| [[Handschrift: 633v]]


Die avisen, von Erffurt bringen noch mehr specialia:
wie nemlich, am transitu des Lechs, die Schweden,
wehren, vom Jean de Werth, geschlagen, vndt viel
Officirer, vndt verwandte des Wrangels, gefangen
worden. Jn Franckreich sol es ie länger, ie ärger,
werden. Der Frantzösische resident, Baron d'Avaugour,
so auch, bey der Schwedischen armèe, Oberster gewesen,
sol in demselbigen Wrangelischen rencontre,
auch geblieben sein. Er war bey mir, zu Bernburg,
alß anno: 1644 das hauß, vom DorstenSohn,
besetzet wurde. On estoit cürieux; de voir
la personne, d'ün Prince malheüreüx!


Caspar Pfaw, meinet, der ansatz in der contribution des Bernburgischen
Antheilß, wehre nicht zu hoch, vndt meinet, wann die
peræquation vor sich gienge, würde der Ansatz, noch
höher kommen, de quo, valde dubito. Es wehre guht, daß
ich leütte bey mir, hette, welche nicht fühlen, vndt
empfinden möchten, waß ich empfünde.


Er vermeinet zwar, es wehren im gantzen
Römischen Reich, leütte, vorhanden, welche über die vn-
gleichheit, der contributionen, sich beklagten.
Das landt, trüge vnß mehr ein, alß die residentz-
Städte, welche vnß zwar mehr ornamentj, aber
weniger emolumentj, vndt dienste, brächten.

|| [[Handschrift: 634r]]


Das recht, so wir in der Ascanischen sache, hetten, wehre
ein ius antiquum, nicht novum. Es rührete auch nicht
auß diesem Schwedischen kriege, allererst her, köndte vnß
deßentwegen, in dieser pacification nicht genommen
werden, Sondern bliebe in integro, salvum & illæsum.
Der Churfürst von Brandeburg bekähme das Stift Halberstadt,
cum onere, wie er es erlanget, also müßte er
auch, den proceß auf sich nehmen, oder vnß satis-
faction davor thun. Es werden ohne daß, einem
iedern, seine iura, salva & illæsa reservirt,
in dem instrumento pacis.


Jl a proposè, de trocquer Frosa pour Nachterstedt,
ainsy nous aurions, üne belle contrèe, jouissans
Frosa, entierement avec toute sa jürisdiction territoriale
Mai<civile> & episcopale. Maintenant, l'on n'y a, nül pouvoir,
presque, car les episcopaulx, nous empeschent,
quoy qu'on le doyve jouir, a demy; l'ün, & l'autre.
On s'immagine, qu'il sera plüs aysè, de traitter avec
l'Electeur de Brandenbourg, comme avec ün Prince Politique,
parent, & de la religion, lors qu'il aura le pays de
Halberstadt, comme üne Principautè hereditaire,
qu'avec les Evesques, chapitres, & Prestres Orgueilleux.
Et certes ceste douceur, seroit raysonnable en nostr[e]
endroict, en üne cause si legitime, ou on nous a fait, grand tort.
perge

|| [[Handschrift: 634v]]


Jl loue fort Licencié Keppe, ne croyant pas, que ce soit
ün Hypocrite, ains qu'il serve fidellement a son maistre.
Mais il ne peüt pas tousiours effectuër, ce, qu'il veüt,
nj s'opposer directement, a son maistre, en toutes choses.


Touchant les dèscontes, que la landschaft desire,
en matiere de tribüts, il dit: que des baillages
de Gernrode & de Hartzgerode, on ne leur concede
rien. Mais, quant a moy, quj ay plüs de gentils-
hommes sous moy, lesquels veülent estre regis, á
part, c'est ün autre fait, neantmoins, i'ay a
me garder, de peür, de prejüdicier, a mon ius quæsitum,
& salvo illo jure, ie puis exhiber les contes, afin
de ne souffrir, des assignations, aux vieilles restes,
& autres tribüts recentes, á mon grand preiüdice,
car les nobles, sont aussy bien, sous moy, avec leurs
tribüts, que les aultres süjets, & ne scauroyent
violer, mes droicts. perge Nota Bene Nota Bene Nota Bene[:] nj directement,
nj indirectement! perge


L'air d'icy a Ballenstedt, est ün air libre, & fort sain,
& on est en doute, si jamais la peste, ait regnè, en
ce chasteau icy? Dieu vueille encores, garantir,
d'ores en avant, ces contrèes, de tout mal!


La landschaft me chargera de procèz, ce quj est üne
espece, de diffamation, sür tout devant les yeux || [[Handschrift: 635r]]
de l'Empereur & des testes eminentes. Jl vaut mieux
me dèscharger de telles iniquitèz, par des payemens
raysonnables. Mais aussy, apporte l'instrüment de
paix, qu'on ne doibt point sürcharger, ceux, quj sont
indebtèz, & les presser trop, sür tout, si la calamj-
de la guerre, en est cause? Cependant on void la
malice, de quelquesüns, quj tenant, afflicto, afflictio-
nem addere! Dieu les convertisse!


Nachmittags, ist der 67iährige, alte Diaconus
Christophorus Janus alhier, bey mir gewesen, vndt
hat mir seine Noht, vndt zurügkstellung, in vie-
len dingen, geklaget. Gott gebe mir doch die
gnade! vndt Segen! daß ich ihme, vndt allen
Nohtleidenden, wol helfen könne! vndt möge!


Mein Sohn, Victor Amadis, hat ein Eichhorn geschoßen,
zum erstenmahl. perge


Caspar Pfau me dit aussy, qu'au baillage, de Großalsleben,
on avoit le pouvoir, de faire brasser de la biere, &
la vendre avec proffit.


L'Abbesse de Gernrode, a autresfois precedè
celle de Quedlinbourg, Aux Dietes. Depuis, ün indigne
Ambassadeur a ünefois manquè a son devoir, donnant la pre-
sceance a l'autre, sans rayson.

|| [[Handschrift: 635v]]


Vnsere leütte, haben die Ascanische gräntze
mit zuthun der Ascherßleber, (deren Bürger-
meister Lindenaw, auch etzliche des Rahts, mit-
gewesen) heütte gezogen, in die 30 morgen
landeß, gewonnen, vndt weniger unfriede
gehabt, alß wir besorget, Gott lob, vndt dangk[.]
Der breitte ferner, vnsere wohlberechtigte
gräntzen auß, vndt gebe vnß die gantze Grafschaft
Ascanien, gnediglich, vndt mildiglich wieder!
Nota Bene Das vocabulum die Ascanische gräntze, wird stricte
verstanden, vndt nur, auf Ascherßleben, restringiret
alhier. Sonst wehre es nicht guht, das der
bezirgk, der großen Grafschaft Ascanien,
(welches ein dritterTheil vnsers Fürsten-
thumbs Anhalt gewesen) eines Tages wergk,
vndt Grentzzug, sein sollte? Der bürgemeister[!]
obgenandt, wie auch, der Stadt Sindicus, noch ein Rahts-
herr, vndt Stadtschreiber10 von Ascherßleben, haben
sich hochfleißig bedangkt, das wir Anhaltischen,
diese Sache, einmahl in richtigkeit bringen wollen,
haben sich hertzlich darüber erfreẅet, vndt con-
testiret, daß Sie allem vnfriede, zwytracht, zangk,
vndt Streitt, von hertzen feindt wehren, (pro bono Omine!)

|| [[Handschrift: 636r]]


<3 hasen. perge>


Madame a songè, que le Grand Kersten auroit estè
assommè en chemin, Dieu ne le vueille pas!


J'a songè d'avoir estè en üne grande ville, &
me pourmejnant souvent dedans icelle en carosse,
mes nobles marchans devant, á pied, entre autres
Schlegel, i'aurois veu en üne chambre basse,
d'üne belle mayson, plüsieurs armoiries peintes,
en divers rangs, & grands, en forme d'üne grande
Genealogie, peinte au paroy, de la müraille, que
m'eüst diligemment monstrè, Monseigneur mon Oncle, le
Prince Louys. Schlegel y auroit prins fort grand
playsir, louant hautement, ceste peintüre, &
mon desseing, (que i'ay oubliè)[.] Tost apres, ie vins
contre mon grè, par indüction de ma femme, vers le
Düc Adolphe Frideric de Mecklenburg & a sa table.
Je ne voulüs point, soupper là, nonobstant les bel-
les paroles obligeantes, mais voyant au haut
bout, Madame l'Electrice Douairiere de Lichtemberg
(morte desja) assise a table, & ma femme auprès, ie les
vins voir, lors qu'ils pensoyent bien tost a se lever
de ceste table, & puis nous allasmes nous coucher. || [[Handschrift: 636v]]
Mais pensant a me mettre au lict, ie trouvay
au lieu de ma compaigne dans iceluy, ma dite
Dame Electrice, avec les cheveux gris volans a l'en-
tour de la teste, en mauvayse & abhorrente postüre,
dont ie m'estonnay, & en eüs quelque honte.
Elle neantmoins m'appella, avec douces &
amiables, parolles, voulant par force, que ie me
couchasse dans ce lict. Je le refüsay long temps,
avec honte, & dèsdaing. En fin, elle me dit: Le
lict est grand assèz, si vous estes si vergogneux,
mettèz vous au mitan, entre moy, & vostre
femme. Voyla vostre belle femme, plüs aggreable
que moy. Sür cela, ie vis ma femme, tres bien
coiffèe, aggreable & belle a mes yeux, au possi-
ble, gisante auprès de ceste Electrice, sa cousine,
& me conviant avec sa mine douce, & attrajante,
a me coucher, avec elle. Lá dessüs, ie ne peux plüs
me contenir, & me mis ainsy au mitan, em-
brassant & baysant ma femme, dèsmesurèment,
& lá dessüs m'èsveillay. Je crains, que ce songe
ne me signifie rien de bon, nj a ma femme. Elle me
dit hier, comme par inadvertence, qu'elle pensoit, qu'elle || [[Handschrift: 637r]]
seroit enterrèe ensemble, avec ma seur Sybille!
Dieu vueille divertir, tous mauvais presages! &
imaginations! & desastres! & inconvenients!


Caspar Pfaw, ist wieder anhero kommen, diesen Morgen.
Gott gebe zu guter assistentz, vndt secundirung!
in meinen vorhabenden commissionen, vndt expeditionen!


Er ist extra, zur Mahlzeit, geblieben, wie auch
der alte Diaconus Jahnus, apres plüsieurs expeditions, & relations.


Meine Söhne, haben 3 hasen, von der hatz, einbracht.


Doctor Mechovius, hat allerley commissiones gehabt, mit
zuziehung, deß Amptmann Schmidts, vndt Schwartzenbergers.
perge


Caspar Pfau erinnert, man solle, zum Generalissimo Palatino,
schigken. 1. böser Officirer, assignationes, zu verhindern.
2. Einlagerungen, zu verhüten. 3. Auch durchzüge; oder
doch mit ordnung, dieselbigen, auf sjch, zu nehmen. Obrist leütnant
Knoche, wirdt vorgeschlagen. Er Caspar Pfau excusiret sich.


Mein leibroß, der Fuchß, hat heütte, ein vnglück gehabt,
(als ihn Rindtorf geritten) dann ihm der huf, mit sampt dem eisen
ein groß stügk abgefallen. Wirdt übel geritten werden können. perge


Caspar Pfau sagte mir auch, daß der grave von Witgenstain
von Chur Brandenburg hette die grafschaft hohnstein, ge-
schengkt bekommen. Jedoch hette er Sie, den graven
von Schwartzburgk vndt hohn Stollbergk, (weil Sie
darauf prætendiren) vor 100000 Gulden (florenus)f: wieder anpræsentiret.
perge

|| [[Handschrift: 637v]]

Samstag den 14den: October 1648.

<Schnee, vndt Regen, vormittags[.] Nachmittags, Nebel, vndt Schnee.>


Jch habe 1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: weitzen <zu 20 ThalerThlr:>, 2 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: rogken <ieden zu 16 ThalerThlr:>, 2 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: gersten,
<zu 12 ThalerThlr: iedern,> (so ich a nobilibus zu fordern) nach Ballenstedter maß, Ern Leüth-
nero, abzulifern, anbefohlen, auf seine prætensiones.
Thete 76 ThalerThlr: auf seine 100 so er zu fordern. Dann
er, in 4 iahren, nichts empfangen, vndt sol doch,
alle iahr, seine zinß heben, von 500 ThalernThlrn: (welches Capi-
tal, der Præsident, anno 1636 zu verzinßen, mir ab-
getretten)[.]


Dem landrichter alhier zu Ballenstedt, Antonio
Wießke, habe ich befohlen, mit Paul Ehling, die
Aegker im Ballenstedtischen vndt Padebornischen, zu besichtigen,
vndt Meiner herzlieb(st)en gemahlin Liebden (wegen eingerißener con-
fusion, in vertauschung der ägker, vndt verstorbener,
oder verlauffener possessorum, wegen, das keiner baldt
mehr weiß, wo seine felder sein, sieder anno 1637
vndt etwaß vorgegangener furcht, vndt vnfleiß,
der schreiber, vndt aufseher meiner gemahlin, mit dem
behelf der kriegsvnruhe,) satisfaction zu geben. perge
Es werden aber wol, 14 Tage, zu dieser visitation, gehören,
vndt wir des außgangs alhier, dißmahl nicht erwarten können.


Nota: Oberste Werder hat promiß, von Chur Brandeburg auf vier
Aempter im Stift Halberstadt, hat ohne das, 500 ReichsthalerRthlr:
von hauß auß, iährlich, vndt alle seine raysen, zum Churfürsten,
werden ihme wol bezahlt, ohne was er zum Antrjtt, verehret bekommen.

|| [[Handschrift: 638r]]


J'ay derechef eü des inquietüdes, a cause dü Gou-
verneür, de mes fils, & de sa teste bizarre, & capri-
cieuse, laquelle luy fait abaliener, tout le monde.
Jl a voulü denigrer, le valet de chambre, Matthieu,
pour choses de neant! en luy faysant tort. Jl est
addonnè a ses passions, desire, de commander absoluement,
ne veut point obeir, a mes ordres, prend les espèes,
de mes fils, quand il veut, & les pend a son costè,
les chasse de leurs cabinets, & quand ün bon serviteur
parle, pour cela, & pour le service, de ses Maistres,
il ne le veüt point souffrir. Ainsy il commande, avec
beaucoup d'indiscretion, veüt estre absolü, & n'avoir
point de süperieur, estime tout pour affront, & pour
insüpportable, ce, qui contrarie, a son arrogance,
& presomption, de soy mesme. Jl commande au valet
de chambe de le servir, de luy aller querir de l'eau,
lors qu'il void, qu'il deshabille mes fils, & qu'il
a affaire, en leur service, ou, qu'il fait difficültè,
de ietter hors dü cabinet, les hardes, de mes Fils,
pour y accommoder, les siennes, ou pour le servir, en
desservant ses maistres. Jl dit en presence de mes
fils, qu'il est moins estimè, qu'ün valet de chambre,
qu'ün page, qu'ün belistre, qu'ün lacquay ou garçon de chien
au lieu, que ie luy fay plüs d'honneür, qu'il ne merite. perge

|| [[Handschrift: 638v]]


Tout le temps, que nous sommes icy, a Ballenstedt, près de
15 iours, il n'a rien monstrè, a mes fils, nj en la langue
françoyse, nj a la dance, ni en autres exercices. Il
les laisse chommer, & sa pacience<Fürie> ne luy permet pas,
d'avoir la vraye pacience, de leur enseigner quelque chose,
de bon, soit icy, soit a Bernbourg, nonobstant, ses qualitèz,
& sa science, en beaucoup de choses. Jl est si süperbe,
qu'il s'immagine tousiours d'estre mesestimè, comme s'il
estoit ün grand, & incomparable Seigneür! Jl est bien
qualifiè, a bien estüdiè, & scait plüsieurs langues, & exercices,
a aussy estè soldat, &cetera mais il a trop de vif argent,
dans sa teste, & s'est trop natüralisè en France, y
apprenant les vices, de l'inconstance, & jmpacience
françoyse, trop extraordinairement contre les meurs, de
l'Allemaigne, quj devroit estre, sa vraye Patrie!


Le pis est, qu'il ne semble pas estre trop bon Chrestien,
n'ayant pas commüniè, en ¾ ans, a cause de la hayme
particüliere, conceüe contre le Precepteür, Hangkwitz. et cetera
& ses Discours, de la religion, sont quelquesfois, extravagans.
Jl ne veüt pas recognoistre, la grande pacience, que i'ay
euë desja avec luy, en la querelle dü Precepteur,
ou il rompit la paix, de mon chasteau, monstrant, qu'il
est, indiscret, vindicatif, altier, & presomptueüx,
en toutes ses actions, voire: par trop de sagesse; fou, & ecervelè!

|| [[Handschrift: 639r]]


Jakob Ludwig Schwartzenberger seindt 4 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: weitzen, Ballenstedter maß, vor 80 ReichsthalerRthlr:
auf seine verdiente besoldung, angewiesen.

Sonntag den 15den: October 1648.

<Nix.> <Fra via haben 3 hasen, meine Söhne gehetzt.>


Er Peter Goht, hat unß aufm Sahl geprediget. Dominica 20
post Trinitatis, eine schöne predigt.


Meilenm.
Postea gefrühestügkt, a Dieu, Geistlichen vndt Weltlichen,
gesagt, vndt mit Meiner gemahlin, vndt Söhnen, auch Eltisten
Tochter, wieder forthgezogen, von Ballenstedt, nach Bernburg
vndt alda die hinterlaßenen kinder, vndt Schwestern,
noch in paßlichem zustandt, (Gott lob!) gefunden. Gott
helfe ferner, mit gnaden!


5


Hans Meyer ist (Gott seye dangk) auß hollandt,
fæliciter wiederkommen, hat mir briefe mitgebracht,
vom Baron de Brederode, Bürgermeister Bringk, Ern Rulitio, Obristen
Mario, item: ein recepiße vom iungen Spanhemio,
(deßen vater heftig krangk, Gott beßere es mit
ihme! vndt erhalte vnß, diesen vornehmen Mann,
alß eine Seüle, vndt vortrefliche zierde, der refor-
mirten, rechtgläubigen kirche!)[,] item: ein buch vom
frommen Godofredo Hottone, <item: lettera von Fürst Hanß von Oldenburg[.]>


Zwischen dem Schloß, vndt flegken Ballenstedt begegne-
ten vnß, vnsere leütte, vndt wagen, von Magdeburg[.]
hatten vor 1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: weitzen, Magdeburger maß, bekommen
nur 17 ReichsthalerRthlr: weil alles überführt, in die 16000 wispel darinnen. || [[Handschrift: 639v]]
Eine Fraw in Magdeburg sol alleine 100000 ReichsthalerRthlr:
bekommen haben, weitzen, vndt getreydig einzu-
kaüffen, weil alles so theẅer in hollandt geworden.


An itzo ist der Gallj margkt, alhier in
Bernburgk. heütte wahr der viehemargkt,
deßen dann zimlich viel verkauft sol sein worden.
Morgen wilß Gott, geht der rechte Jahrmargkt
an. Gott gebe allenthalben sein gedeyen!

Montag den 16den: October 1648.

Gallj termin perge

<Viel regen, windt.>


Erstlich, den landtrichter, Philipp Güder, (post
sacra peracta,) hernacher aber, den Secretarium Paul Ludwig
mit mancherley expeditionen, bey mir, gehabt. perge
Tertio, den CammerRaht, Doctor Mechovium.


Wegen des stargken regens, so gestern, zu abendts,
vndt heütte frühe, eingefallen, hat man die weinlese
vndterlaßen müßen perge wie auch, die noch hindterstellige
Sahtzeit.


Georg Reichardt wieder zu gnaden, Vndt <zu> meinem conspectu,
kommen laßen, welcher in 5 oder 6 iahren, nicht ad-
mittiret gewesen. Gott gebe beßer hertz, zur
continuation! in hofnung, mehrerer dienste!


Extra zu Mittage, habe jch, den hofprediger, Ern
Thepoldum behalten, nach mancherley gehaltenen discurßen.


Wolfgang Sutorium, in Oeconomicis, vndt Præceptorem || [[Handschrift: 640r]]
Hangkwitz, in informationssachen, gehöret.
perge

Dienstag den 17den: October 1648.

<3 hasen, meine Söhne gehetzt.>


Nach gestrigem ungewitter, ist es heütte gelinder,
vndt stiller worden.


Jch bin vom pfarrer zu Palbergk, zu gevatter er-
behten worden, auf Morgen, (gebe gott) zu einem iungen
Sohne, Gott gebe darzu seinen Segen!


Risposta da Magdeburg che non val miga. perge


Meine Söhne seindt auf den Margkt, alhier, nachmittags
geritten, von dannen, in die weinlese, vndt so hetzen.
perge


Die Leiptziger avisen, bringen eben daß mitt,
waß vor drey Tagen, am hartz, die Erfurdter,
brachten, also: daß es mehrentheilß repetitiones sein.
Darneben contjnuirt, das die Pohlen, aufß
häupt, geschlagen seyen, von den coniungirten
Coßagken, vndt Tartarn. Sie hetten alles fuß-
volgk verlohren, auch die Reütter, welche mit
der flucht, sich nicht salviret. Jtem: 80 stügke
geschütz, alles Silberwergk vndt Bagage, <im Stich gelassen.>
Flehneten vndt flöhen auf Warsaw, alda ver-
botten ernstlich, weder personen, noch gühter weg-
flehnen weitter zu laßen. Die vneinigkeit
zweyer Fürsten, als des Dominic, vndt Wießne- || [[Handschrift: 640v]]
wigky, vndt ihre æmulation, wehre vhrsach, an
dieser erschregklichen Niederlage, dann dieser letzte
dem Dominic gerahten, weil Dominic das commando
hette, die Coßagken alleine anzugreiffen, der
hat aber nicht gewoltt, Sondern gewartett, biß
die große Macht der Tartarn, mit ihnen, sich
coniungirt, vielleicht vermeinende, beyde armèen
auf einmahl zu dempfen. Sie seindt ihnen aber zu
stargk worden. Da hat sich erst, der Fürst Dominic
besonnen, vndt das commando dem andern Fürst Wieß-
niwegky auftragen wollen, welcher aber
so spähte, solch ansinnen recusiret, vndt dennoch
sein devoir gethan. Alß nun, die armèen,
aneinander kommen, vndt vmb einen paß
heftig gefochten, daß baldt diese, baldt iehne,
sich deßelbigen, bemächtiget, seindt Sie
einen gantzen Tag darauf ruhig verblieben,
wegen eines digken eingefallenen Nebels,
(welchen die Pohlen, den zauberern vndter den
Coßagken, vndt Tartarn, schuldt geben)
den dritten Tag, aber, ist das bluhtige treffen
angangen, in welchem, das deützsche Fußvolgk
sich tapffer gehalten, aber fast alles vmbringt || [[Handschrift: 641r]]
vndt niedergehawen worden, wie auch theilß Reütter,
vndt Tragoner. Der Fürst Dominic hat sich baldt anfangs,
mit 3000 pferden, salvirt. Der Mittelzug, ist ihrem
Feldthauptmann baldt gefolget, alleine das Fußvolgk
hat haar laßen müßen. Den Nachzug, hat
Fürst Wießnewetzky oder <wiesne>wigky, tapfer ange-
führet, vndt wol gefochten. Aber, weil er v̈bel
endtsetzet worden, ist ihme der feinde Macht, endt-
lich weitt v̈berlegen gewesen. Die Cosagken
haben als geruffen: die Großsprecher die
Pohlen, reißen auß, vndt geben die flucht, etcetera[.]
Es gibt groß schregken im gantzen lande. Gott gebe
ihnen, erleichterung, Trost, vndt hülfe!


Vor Prag, gehets auch scharf her. Die Schweden,
haben ein Außerwergk vor der Alten Stadt, mit
Sturm, erobert, werfen viel feẅer ein, miniren,
vndt approchiren, wie Sie können, vndt mögen.
Die hauptarmèen, von beyden theilen, ziehen sich
auch dahin, dörfte auf ein treffen, ablauffen,
wo nicht, die Friedenscurrirer, von Münster vndt
Osnabrück daß Armistitium innzwischen, mitbringen.
Der Pfaltzgrave alß Generalissimus, ist mit
großer Ehrerbietung inn: vndt vor Prag, von
den Generallen vndt Soldaten, gewillkommet worden. || [[Handschrift: 641v]]
Salveschießen, auß Stügken, vndt andern geschoß,
endtblößung der gewehr, neigung der Standarden,
darnach, stadtliche bancqueet, vndt dergleichen
dinge, haben nicht ermangeln müßen. perge


Jn Bayern, ist zwar, ein vnglügkliches Treffen,
vor die Schweden, gewesen, an einem paß, vndt
etzliche ihrer officirer, gefangen, vndt geblieben.
Sie extenuiren es aber. Baldt darnach,
hat es gar wenig gefehlet, daß nicht der General
Wrangel, wehre auf einer iagt, nebenst
vielen Officirern, vom General Jean de Werth,
<ertapt, vndt> gefangen hinweg geführet worden. Also wun-
derlich laßen sich oft im kriege, unvermuhtete
occasiones an.


Zu Münster vndt Osnabrück scheinets zwar, das der friede
geschloßen seye, dennoch wollen neẅe im-
pedimenta vndt obstacula hervor glimmen.


Jn Engellandt, stehet es gleichßfalß, auf
dem concluso pacis, inter Regem, & Parlamentum.
Gott gebe v̈berall, heilsahme friedensgedangken!


Vor Paderborn, gebrauchen die Heßen, großen
ernst. Ein ieder eilet, sich noch, vor dem endlichen
concluso, zu seinem besten, zu accommodiren.

|| [[Handschrift: 642r]]


heütte, haben mir, meine bierbrawer, in Bern-
burgk dörfen anbiehten, (mit vielen beschwehrlichen
præjudicirlichen conditionen,) 50 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: Gersten, iedern zu
10 ThalerThlr: nur, zu verbrawen, vndt wollen doch 4 Pfennige (denarii)d
das maaß, schengken, auch nur, auf terminen, mich zahlen.
Rechte schinder, vndt monopolæ seindt Sie. perge


Extra zu Mitt abends, die Krosigken von Erxleben.


Jn heüttigen avisen, stunde auch, daß vor helvoetschluyß
die Parlamentischen Schiffe, hetten den Prince
von Wallis, mit seinen Königlichen angreiffen wollen,
es wehren aber, etzliche Stadische Orlogsschiffe
darzwischen kommen, vndt hetten solche vnruhe
verhindert, wehren auch, in liebe vndt Freündt-
schaft, von beyden parthien, gescheiden, vielleicht
würden Sie gar, den Printzen, nacher Schottland oder
Jrrlandt, convoyiren, vndt in salvo, bringen.


Zu Londen, förchten Sie sich, vor der gewaltt der
armèe, daß dieselbe beyden parthien, wann
sie etwan verglichen, leges vorschreiben dörffte!


Ma noblesse au Baillage de Ballenstedt, se
plaint, a cause des trop grandes contribütions. perge

|| [[Handschrift: 642v]]

Mittwoch den 18den: October 1648.


<Nebel, vor mittag[.]>


Jn die wochenpredigt, cum sororibus, & filiis Primogentis.


Schreiben von Zerbst, das Geörge Glaun, auf caution
loßgelaßen worden, nach meiner vorbitte. perge


Reichardt hat sich wieder præsentirt, in ambiguis.


Den CammerRaht, Doctor Mechovium, habe ich ablegirt
nacher Palbergk; Meine gevatterstelle daselbst,
zu vertretten, <post expedita expedienda.>


Philipp Güdern, habe ich auch bey Mir gehabt, in
Polizey: vndt Oeconomysachen.


Nachmittags, bin ich in die weinlese, im Rahts-
bergk, Jtem: in Aderstettischen Steinbruch, vndt auf
den hünerfang, v̈ber die Sahle, gegangen.
perge


Avis von Grüningen, das der General Lamboy,
die heßen geschlagen, vndt mit Macht, auf halber-
stadt zu, gehe. Gott bewahre vnßere lande!
vor einem neẅen Feẅer!


Schreiben, vndt addreßen, von Hartzgeroda,
eines, außm Oberdirectorio, vorseyenden landt-
rechnungTages wegen, wie auch der urgirten,
(mir sehr verdrießlichen) subscription des Friedens
halben, darzu wir gleichsam gezwungen werden.
Gott gebe aufrichtigen, redlichen, bestendigen Frieden!

|| [[Handschrift: 643r]]

Donnerstag den 19den: October 1648.


Somnia tremenda gehabt!


Mein CammerJunker Abraham von Rindtorff, ist forth, zu
seinem Bruder, Daniel von Rindtorff, nacher Grönin-
gen zu. Gott wolle ihn, sicher, hin: vndt her, geleitten!


Es ist gestern, noch, ein gantzer wispel rogken, zu
Zeptzigk, außgeseet, vndt mit der weinlese,
(wiewol Sie etwaß spahrsam, vndt geringe
ist, wegen verfriehrung der Trauben, vndt das
die hunde, die Täxe, die vogel, vndt krähen,
großen schaden, darinnen gethan,) fleißig forthge-
fahren worden. Gott gebe, zu glügk! Segen! vndt gedeyen!


Depesche importante! Dieu la conduyse!


Der Secretarius Paul Ludwig ist bey mir gewesen, vndt hat mir im-
portantissima gebracht. Gott gebe heilsahmen Raht, vndt
das meiner heimlichen Neider, undt wiedersacher, intent
baldt möge gebrochen werden.


Georg Reichardt m'a proposè üne petite, nouvelle fortüne,
Dieu me la face reüssir! benignement par sa Sainte grace!
Kruhme, macht brodt, sagt man im Sprichworth!


CammerRaht Doctor Mechovius, hat von der Palbergischen
legation bericht gethan, wie das kindttäuffen daselbst
wol verrichtet, vndt des pfarrers Söhnlein, mein pahte
getäufft, vndt Gideon genennet worden, durch den hofprediger.
perge

|| [[Handschrift: 643v]]


Abraham Benedix m'a veü, & m'a contè des estranges choses,
avec toute sorte, de propositions.


Die weinlese, ist continuirt worden. perge Gott
gebe doch, zu bestendigem glügk! vndt Segen!


Christian heinrich von Börstel, alhier zu Bernburg
hat schon etzliche sonderbahre vnfälle gehabt,
(darüber man sich billich, zu verwundern) vndter andern,
ist ihm auch seine haußfraw, eine von Wutenaw,
vor wenig Tagen Todtkrangk worden 1. weil
sie schwanger, von einem wagen, im aufsteigen, herundter
gefallen. 2. Darnach, jm aufsitzen, wieder vndter
daß rad gekommen. 3. Von einer stargken partie,
vndt trouppe Reütter, zwischen hier, vndt Plötzkaw,
(daran doch nichts gewesen,) durch ein falsches geschrey,
geschregkt worden. 4. Vndt endlich terriret,
durch einen bösen fluß, welcher ihr schwe Töchterlein
erstigken wollen, ainsy; que l'on craint, qu'elle
avortera. Dieu la vuelle preserver benignement!
Es scheinet, das des Præsidenten, Seligen kinder11, wenig
glügk, alhier haben. Nulla calamitas sola!12


Avis: das Caspar Pfau berichtet Fürst Augusto es wehre die
gefahr, der heßischen, nicht so groß, alß man dieselbe
machte, Sie wehren nicht geschlagen. hetten sich nur vor || [[Handschrift: 644r]]
Padelborn retiriret. General Lamboy, läge zwar zu
Höxter, vndt hette ein auge auf die Heßischen,
auch Paderborn, im fall der noht, zu endtsetzen.
Vor Prage, wehre eine breche, von 24 klafter lang,
gefället an der Stadtmawer, die alte Stadt, stünde
jm accord. Gleichwol wehren, 6000 Kayserliche im anzuge,
dieselbe zu endtsetzen. Fürst Augustus urgiret den landtrech-
nungßTag, vndt die subscription des friedens perge
contre mon grè.


<Nota Bene> Abraham Benedix sagte heütte, es wehren, sieder der zer-
stöhrung Jerusalem, so viel Juden, in einem kriege,
nicht ümbkommen, alß in diesem Pollnischen, durch
die Cosagken, vndt Tartarn, welche in die 121
städte außgeplündert, vndt nach: vndt nach, in die
21000 Jüden, nebenst unzehlich viel Christen ermordet.
Die Jüden in Polen, Deützschlandt, vndt anderstwo,
hielten auch Fast: vndt behtTage, solch vnglügk
abzuwenden. perge Die gedachten Tartarn, vndt Cosacken,
solten vnmenschlich Barbarisch hausen, wo sie hinkäh-
men, sonderlich, wieder die Juden, vndt Papisten, vndt
wieder den Adel, weil derselbige den landtmann
auch sehr tyrannisch zuvor tractirt, vndt mehrentheilß
Griechischer religion, vndt also den gedachten Cosagken
beygefallen seye. Gott dempfe alle schädliche Feẅer!
perge

|| [[Handschrift: 644v]]

Freitag den 20ten: October 1648.


Paulum Secretarium abermahl, bey mir gehabt, impor-
tantissima expedienda außzufertigen.


Jn schönem wetter, habe ich, nach meinen Oeconomicis, gesehen,
so wol in der Mühle, alß im Forewergk, garten, vndt sonsten.
<perge>


Meine Söhne, haben auch, ihre recreationes gehabt. Gott
wolle sie vielfältig, trösten, vndt erfreẅen!


Discorsj gravj, mit dem præceptore hangkwitz,
ante abitum eius, gehabt. Gott ersetze seine stelle!
mit einem wolqualificirtem subjecto!

Samstag den 21ten: October

<4 hasen, Meine Söhne gehezt.>


Doctor Mechovium, bey mir, gehabt, in causa Ascaniensj
zu deliberiren. perge


Cantzler Milagius, ist malade durchpaßiret.


Einer von Langeiahr, ein Oesterreicher, ist zu unß
gekommen, mit Seiner Frawen. Sie haben vorm
iahr, Meine freundliche herzlieb(st)e Gemahlin, zu Stettin gesehen, vndt
der alten Königinn in Schweden, aufgewartett.
Jch habe vielerley, mit ihme discouriret, weil er
etzliche Sprachen kan, Staatssachen weiß, vndt mit hertzog
Bernhardts Liebden vmbgegangen.


Avis: von Praga, daß sich die Alte, vndt neẅe Stadt, aldar,
gewaltig wehret, vndt wol verbawet hat, auch mit
vieler Mannschaft, versehen ist, also: das solche zu
erobern, es viel blut kosten dörffte, zumahl auch ein
endtsatz dahin, im anzuge ist.

|| [[Handschrift: 645r]]


Der Türckische Kayser, Jbrahim, wirdt confirmiret,
daß er im gefängnüß, neben 3 seiner Sultaninnen13,
seye stranguliret, auch bey dem ermordeten primo Vesier,
in die 700000 ReichsthalerRthlr: bahrschaft, gefunden worden.
Der Luigi[!] Contarinj, so venezianischer Ambassador zu
Münster gewesen, sol dorthin abgeschigkt werden,
nemlich, nach z der Ottomannischen Porten, dem Neẅer-
wöhlten Suldan, zu congratuliren.


Jn Flandern, gehet weitter nichts vor, weil die
armèe guten Theilß, nacher Franckreich marchiret ist.
Der König in Frankreich aber, sol mit seinem Parlament, verglichen
sein, alß diese avisen melden! perge


Paderborn, jst von dem Lamboy, endtsetzet.


Die subscriptiones zu Münster vndt Osnabrück des friedens geschehen,
gleichwol, gibt es noch, altercationes in etzlichen puncten.

Sonntag den 22ten: October 1648.


Ein Somnium gehabt, wie ich in einer kammer, gelegen,
darinnen zwey bette, eines vor Mich, dass andere vor Tobias Steffeck von Kolodey
gewesen. Jch wehre genöhtiget worden, auf die seitte zu sehen,
da wehre eine Thür hinundter gegangen, aber keine Treppen,
alß ich nun in ein tief finstern loch hinundter gesehen,
wehre es ein brunnen gewesen. Wie ich aber nichts anderst,
bey der handt gehabt, hette ich (salvo honore,) hinundter, zweymal
gespiehen, vndt befunden, daß der brunnen so tief nicht, als
man anfangs vermeinet hette, wehre. Das pappier so ich || [[Handschrift: 645v]]
erst hinundter geworffen, wehre zu leicht gewesen,
vndt hette mir keine abmergkung geben können,
dann ich keine steinlein hinein zu legen, zur handt
gehabt. Jch hette aber endlich ein licht bekommen,
vndt solches hinundter laßende, das waßer biß
auf den grundt gesehen, welches zwar helle,
aber nicht tief gewesen. hette darauf große
lust bekommen, mich selber hinundter zu laßen,
Tobias hette sehr abgewehret, gefahr remon-
striret, vndt davor gebehten. Also hette ich
mich bewegen, vndt solches, (zwar mit vnmuht)
bleiben endlich laßen, wiewol ich öfterß
wieder daran gewoltt, vndt schwehrlich meinen
appetit vndt begierde darinnen temperiren
können, dann ich mir einen Schatz darinnen einge-
bildet. Alß ich nun wieder, in der Cammer bey den
betten zurügkea gegangen, hette ich in Tobias Steffeck von Kolodeys
bette, eine große lange schlange gesehen,
hinein vndt herauß kriechen, vndt noch ein ander
Thier, darbey, (deßen gestaltt, mir endtfallen)
Tobias hette immer die Schlange wollen zerhawen,
oder inß waßer des brunnens werfen, ich hette
ihn aber lange abgewehret, vndt ein vnglügk
besorget, biß die Schlange auch in mein bette || [[Handschrift: 646r]]
gewoltt, da hette ichs geschehen laßen, daß man
Sie ins waßer schlengkerte, wehre mir aber
baldt darauf leidt worden. Baldt dauchte mich,
es wehre zu Wien, baldt zu hanover, baldt
anderstwo, vndt ich wehre viel vmb die Schlange
herumb gegangen. Sie hette mir, oder den meynigen
aber, kein leidt gethan. perge


Jn die kirche conjunctim, da meine sorores
communiciret. Gott gebe allerseitß, Andächtige hertzen!


Nacher Deßaw, vndt Cöhten, geschrieben.


Discorsi mit Langeiahr, in cose di momento, gehabt,
habe darüber die nachmittagspredigt, vor meine person
verseümet, meine Schwestern, vndt Söhne aber, seindt hinein
gezogen. perge <Langiahr, hat abschiedt genommen. perge>


Avis, von Ballenstedt, en assèz bons termes.


heütte hat meine weinlese alhier (Gott lob)
ein ende, vndt ist gelesen worden, wie folget,
<Eimer.> <Kannen.>
alß nemlich: 5 1 Auß dem Aderstedtischen Berge.
53 5 Auß dem Zigelberge.
7 20 Außm Kochßberge.
9 56 außm Rahtsberge.
26 50 auß dem Langenberge.

Summa:

26b

102

Eymer, 4 Maß. <Gott lasse vnß, Seinen Segen, wol gedeyen!>

|| [[Handschrift: 646v]]


hangkwitz, vndt Philipp Güder, seindt forth, nacher Zerbst,
Gott geleitte sie!


Avis: daß dennoch, ein 1500 Lamboyschen über die
wehser gegangen, vndt auf Halberstadt zu, streiffen.


Fürst Augustus schreibet mir, vndt begehret, eine
2fache contribution zur cassa, den Schwedischen,
nacher Leiptzigk, im November[,] item: eine 2fache zur
rayse der deputirten, nach Prage, (die winterquartierc
abzuwenden,)d oder zu mitigiren!) item: eine einfache,
zu des Obrist leutnant Knochens, besoldung, item: noch eine
15fache, wegen contentirung der soldatesca. Wir sollen
cum proceribus nostris, vndt den vermögensten, in vnsern
Antheilen, reden, wie es aufzubringen, vndt vnß
darauf resolviren, denn es wol ein par Monat,
also: nach vndterschriebenen Friedensschluß, wehren
dörfte!


Abraham von Rindtorf ist wiederkommen, von Gröningen.


Avis: das dennoch 1000 Lamboysche, inß landt zu
Braunschweig angekommen. Gott bewahre vor krieg!


Langiahr ist hier bleiben[!], weil ihme Sein knecht
auß furcht, endtlauffen.

|| [[Handschrift: 647r]]


Discorsj mit Doctor Brandt, von allerley dingen.
Jtem mit dem hofprediger welcher zu Mittage extra ver-
blieben, wie gestern Christian Börstel.


Per non diventar così tosto ubbriaco, il nobile
forastiero m'hà insegnato, come segue:
   6 θe
Recipe Aloes hepaticae ℥i
Myrrhæ rubrae fine
Mithridatii Damocratis autem Ʒij
Crocj Orientalis Ʒi
Misce fiant pillulae minutæ!
Nota Bene[:] Drey oder vier, mehr, auch
minder, von diesen pillen
eingenommen, sollen mächtig,
vorn Trungk præserviren,
auch einen vor corruption des
leibes bewahren, vndt lebendig,
einen gleichsam balsamiren.


Mi parlava ancora, d'un certo, Doctor Seidler, in Bautzen,
grandemente stimato, e famoso, a guarir infermità,
mediante la grazia di Dîo! <Oglio dj mandorle dolcj; sagte er mir auch, sol getrungken ein mächtiges Antidotum sein, auch contra Diamante pestato.>


Die avisen bringen:


Daß die Neẅstadt zu Prag, mit Sturm v̈bergangen,
vndt die alte Stadt, im accord stehe, wiewol der Ge-
neralissimus nur den Soldaten, nicht aber den Bür-
gern, den Studenten, vndt Jesuitern, die gnade,
concediren hat wollen. Es sol viel bluts, auf beyden
Seitten, vergoßen sein. Der Kayser samlet
viel volgk Prage zu endtsetzen.


Jnterim sol der erfolgte FriedensSchluß, zu Münster vndt
Osnabrück gar gewiß sein, <vndt die ratificationes erfolgen.>

|| [[Handschrift: 647v]]


Jn Engellandt, wirdt auch friede tractirt. Gott
gebe es, vndt in der gantzen wehrten Christenheitt!


Zwischen Oldenburgk vndt Brehmen, interpo-
niren sich, die herren Staden, in der Weserzollsache.


Mein vetter, Fürst hanß, ist zu Flenßburgk
auf der huldigung gewesen, beym Könige
in Dennemargk alda alles herrlich ange-
ordnet gewesen, undt der neẅe Stadthalter
Rantzow, sich hören, vndt sehen laßen.


Jn Polen stehet es gefährlich, vndt seltzam.
Die Königinn trawet sich, neben beyden
Printzen, zu Warschaw nicht mehr. Jst im
wergk mit ihnen, nacher Dantzigk zu endtweichen.
die Coßagken, vndt Tartarn, hausen greẅlich.


Jn Candia helt sich General Gil de haaß
noch Tapfer, hat zwar, 30000 Türgken geschlagen,
vndt auß einer Schantze, oder bollewergk
geiagt, hat aber 1000 Christen, darüber eingebüßet
vndt einen schuß mit einem pfeil, inß Antlitz
darüber bekommen. Der Neẅe Türckische
Soldan, vndt sein Raht, haben geschloßen, solchen
krieg, wieder die Venezianer, noch 7 iahr, zu continujren.
perge

|| [[Handschrift: 648r]]

Dienstag den 24ten: October 1648.


Es stunde auch in den gesterigen avisen, daß die
belägerung der Frantzosen, vor Cremona aufge-
haben14 wehre.


Daß General Erlach, zu Saint Germain vom
Könige, sonderlich vom Cardinal Mazarinj, gar
herrlich empfangen, vndt tractiret würde.
Daß der handel mit dem Parlament zu
Paris verglichen, vndt componiret, auch der
friede in Deützschlandt, vom Könige in Frankreich ratifi-
ciret wehre. <Der König in Spannien, wirdt vor Todt geachtet.>


Jch bin mit meinen Söhnen, hinauß hetzen ge-
ritten, vndt haben vier hasen, gefangen.


Langiahr, ist mit Seiner Frawen, heütte einmahl
forth. Jch habe ihm, einen knecht, biß nach Erxleben,
mitgeben, vndt leyhen müßen.


Avis: daß Madame Elizabeth, zu Berlin, die pogken
bekommen. Gott schigke es! baldt zur beßerung!


Matthiaß von Krosigk, ist mit der Fürstlichen
leiche, Meiner Sehligen lieben Schwester, Freẅlein
Sibille Elisabeth, Liebden diesen abendt, anhero kommen,
vndt hat seinen comitat, in salvo wiederbracht.
Gott gebe vnß fernere hülffe, Trost, vndt gnadensegen! || [[Handschrift: 648v]]
Sein recreditif, auch seine, vndt anderer relation, weiset
auß, daß er sein devoir, wol gethan, meine reputation
wol in acht genommen, vndt daß ich selber, große
Ehre, (Gott lob!) von ihm, gehabt. Gott gebe
mir allezeit, feine, qualificirte, gute leütte!

Mittwoch den 25ten: October 1648.


J'ay derechef eü ce mattin, le chant du pseaume
11915 (comme sür la riviere d'Elbe!) mais non, avec üne
harmonie si melodieuse, comme alors, les mesmes versets.


Jtem: i'ay songè, que Madame Elizabeth á
Berlin, n'auroit estè plüs malade, mais elle
auroit euë, üne face plüs belle & toute autre,
que n'est, son visage accoustümè! perge Dieu la
vueille reguerir! preserver, & garantir, par sa Sainte grace!


Meine Söhne, seindt in die wochenpredigt,
gefahren, so der Caplan Jonius, in abwesen,
des nacher Zerbst, verayseten hofpredigers,
Ern Theopoldj, verrichtet. perge


Avis: von Münster vndt Osnabrück durch Doctor hehers relationen,
das alles auf der subscription beyder kronen beruhe,
item: auf abschigkung der currirer, an die Gene-
raliteten, zur cessation aller hostiliteten.
Gott helffe zum vnpræiudicirlichen Schluß, mit gnaden! || [[Handschrift: 649r]]
Sonst hat Spannjen, in die cession der succession an das
Elsaß, noch nicht einwilligen wollen. Oesterreich hat
heftig darwider, vndt wieder andere puncta, noch protestirt,
wie auch etzliche andere Fürsten. Man muß aber geschehen
laßen, waß man nicht zu endern, vermag. Es heißt:
Jngens telum, necessitas!16


Extra zu Mittage, Matthiaß Krosigk, vndt caplan Jonium.


Daß sterben, kömbt alhier, vndter das vieh, wie mir
auch gestern, ein hüpsch rindt gestorben. Gott gebe
das nicht mehr vnglügk, hernacher folge! <(Kalte feẅer, est morbus.)>


Großer Kersten, ist wiederkommen, von Schöningen vndt H<alberstadt> non
senza pericolo, con assaj buona spedizione!


Matz Krosigk, ist wieder forth, ben sodisfatto.


Er Peter Goht, hat sich mir præsentiret; (tutto ubbriaco!)


Der Præceptor Hangkwitz, ist neben Philipp Güdern,
auch wieder glügklich wiederkommen, von Zerbst, mit Zerbster bier,
vndt allerley avis, vom Wendelino, Jehna, vndt Georg Glaum
et cetera[.]

Donnerstag den 26ten: October 1648.

<2 hasen, gehetzt. et cetera mein Sohn, Erdmann Gideon[.]>


Es laßen sich ein Acht mauser, hier herumb sehen, haben
gestern, einen neẅen Stallknecht, Adam Ludwig,
(welchen mir, Monsieur Wogaw, recommandiret), chargiret,
vndt v̈bel tractiret, spoliiret, vndt beraubet.
Gott gebe! daß ich mit diesem kerll, wol versorget
seye! vndt vnbetrogen bleibe!

|| [[Handschrift: 649v]]


Ein Somnium, habe ich gehabt, wie ich mit M<e>herren
dem Churfürsten von Brandenburg mahlzeit gehalten hette.
Borgißdorf, vndt Waldaw, hetten mir vndterschiedlich
vom confect, offeriret. Jch hette es aber nicht eßen
mögen. Endtlich hette mich, mein gewesener alter
hofmeister, Peter von Sebottendorf, darzu gezwungen
darvon zu eßen, ob michs schon gegrawselt, alß
wann gift darinnen verborgen läge. Jch hette
mich aber geschähmet, das ich mich also vor iedermann
von einem alten, (der in meiner iugendt mein zucht-
meister gewesen wehre,) an itzo müßte wieder
Meinen willen vndt dangk zwingen laßen,
köndte es aber nicht endern, weil Gott wolte,
daß veneranda Senectus, in ehren solte
gehalten werden, vndt Trüge noch immerzu eine
Veneration, zu dem ansehen, eines solchen frommen,
vndt wolqualificirten Mannes, welcher tamquam
secundus Parens, iederzeit solte von mir observiret
werden, von deme ich auch, (Gott lob!) viel gutes gelernet!
O utinam semper observassem, & imitassem!
 doctrinam, & præcepta ejus! perge
Der Jtalus saget: A tempo il sentiraj,
Che tempo non havraj.17

|| [[Handschrift: 650r]]


Dieu me face la grace, de me rammeiner & redujre, au bon chemin!
& que ie me puisse reprendre, ou i'ay errè!


Georg Reichardt ist bei mir, gewesen. Paul Ludwig inngleichem.
Beyde haben mich satisfacirt.


Jch habe Meiner Schwester Liebden freẅlein Sibillen Elisabeth
Sehligen Sargk, abermalß besichtiget, vndt solchen
zu rechte zu machen, anstaltt verordnet.


Mein Sohn Erdtmann, hat zweene hasen <gehezt>, Victor
Amadiß aber, zwey große Corweyen18 geschoßen,
auf der Crähenhütte, vndt sein Cammerdiehner, Matz,
hat 2 crähen geschoßen.


J'ay èscrit, a Madame ma seur, á Strehlitz.


Schreiben vom Wendelino, mit seiner logica,
vndt dedicatione an Meine Söhne, vndt andere
iunge herren, von Anhaltt, entpfangen. Jst
ein herrlich opus, leichter zur wißenschaft zu gelangen.


Avis: daß mein vetter, Fürst hanß zu Anhaltt,
mit dem Elltisten Freẅlein, von Gottorff,
versprochen seye. Gott gebe zu glügk! vndt
das es vnserm Fürstlichen hause, zum aufnehmen
vndt besten, auch zum gedeyen, der kinder Gottes,
vndt der Rechtglaübigen wolfahrt, gereichen möge!

|| [[Handschrift: 650v]]

Freitag den 27ten: October 1648.


Ce Gestern nachmittags, haben sich, alhier in der
Stadt, auf der gaße, Schwechhausen, vndt Hangk-
witz, wieder miteinander, vervnwilliget, vndt
geschlagen. Jch habe es etwaß spähte, erfahren,
vndt darauf dem hofmeister Einsidel, vndt
Tobias Steffeck von Kolodey befohlen, sie beyde, in arrest zu nehmen,
wiewol der præceptor Hangkwitz klaget, das
er seye v̈berfallen worden, vndt sich eher deß him-
melfalß, alß solcher Thätligkeit, versehen hette.
Dieser, hat es auch noch gestern abendt, schriftlich,
an Mich, gelangen laßen, vndt geklaget, wie
vnvermuhtend, er, von dem andern, angefallen seye, vndt
ihme, die geringste vhrsache, nicht gegeben? meine
decreta zu verachten, vndt auf freyer Straßen,
mit schlägen, vndt degen, jhn also anzufallen.


Der hofmeister hat zwar bedengken getragen, seinen degen
von sich, zu geben, vndt vermeinet, er hette ihn gegen
feindt, vndt freünde gebraucht, alß man ihm aber,
remonstriret, daß solches von mir, vielen Edelleütten,
vndt Officirern, wehre zum öftern, angethan worden,
vndt das die deützschen mores, in vita civilj anders || [[Handschrift: 651r]]
wehren, alß die welschen, oder Außwerttigen, in vita
militarj, sein möchten, hat er sich endtlich bequehmet, vndt
sehr gebehten seinen degen ia nicht bey des præceptoris
seinen, (welchen er nicht so werth achtete) zu fügen.


Der Præceptor aber, hat sich williglich submittiret,
nur vmb verenderung des losaments, (auß gewißen
vhrsachen) gebehten, so ihme zwar gestern nicht, aber
heütte erst, concediret worden. Er klaget sehr,
daß des hofmeisters raufdegen, (so er ihme proditorie nachge-
tragen,) eine viertel elle, länger wehre gewesen, alß
der seinige, vndt also imparitas armorum vorhanden.
Sein degen ist darzu dermaßen verrostet gewesen,
das er ihn mit mühe vndt arbeit kaum hat auß-
ziehen können. hat sich, solcher gestaltt, zum balgen,
v̈bel, oder auch gar nicht, gefaßt gemacht.
perge


Diesen Morgen, laße ich die Sache, in verhör
ziehen. Gott gebe guten succeß! auch in dieser
wiederwertigen, vndt verdrießlichen Sache!


Fürst Augustus schreibt mir, der friede seye richtig,
die Obersten, bekähmen schon assignationes auf
die länder. Obrist leütnant Knochens, ablegation, nacher
Prag, solte man doch maturiren. etcetera perge

|| [[Handschrift: 651v]]


Mein Sohn, Victor Amadis, hat treflich augenwehe.
Gott beßere es mit ihme, gnediglich!


Wartemßleben, meiner Söhne page, hat geschwinde
Schwachheit, hertzensangst, vndt bangigkeit
bekommen. Gott wolle es zur schleünigen beßerung schigken.


Die Personalia, meiner Sehljgen Schwester, Freẅlein
Sybille Elisabeth Liebden sehligen andengkens, welche
zu Strehlitz von der cantzel, bey dem leichsermon
abgekündiget worden, habe ich belesen, vndt bin
sehr darauß, ex sympathia hertzlich beweget worden.
Jst wol eine rechte Gottesfürchtige Tugendt-
krohne gewesen!


Er Wilhelmus Schnabelius, Churfürstlich Brandenburgischer hofpredi-
ger, bey der legation zu Münster, schreibet vom 16den:
huius Octobris: nachfolgendeß:


Waß den frieden anlanget, So haben wir, Gott
seye davor ewig lob, vndt dangk gesaget, gestern
vndt vorgestern, den MorgenStern darvon gesehen,
Gott gebe! das die volle Sonne darvon, in alle lande,
scheine! dann der Friede, ist geschloßen, vorgestern
versiegelt, vndt undterschrieben, vndt gestern, mit
vielen Ceremonien, vndt Freẅdenreichen solennite-
ten, publiciret worden. Die vorgestrige subscription || [[Handschrift: 652r]]
ist also geschehen: Der beyden Cronen, Frangkreich, vndt
Spannien,<Schweden> herren abgesandte seindt zu erst, in der herren
Kayserlichen Gesandten höffe, mit großer solennitet,
gefahren, der Frantzösische Ambassadeur, herr graf
Servient, in des Kayserlichen herren Abgesandten, Graven Johann
von Naßaw, losament, die herren Schwedischen aber, alß
Graff Ochßenstirn, vndt herr Salvius in herrn Graven
von Lambergs, losament, vndt haben daselbst
die Jnstrumenta Pacis versigelt, vndt vndter-
schrieben, darauf seindt die herren Kayßerliche hin-
wider, in der krohnen Abgesandter losamenten
gefahren, herr graf von Naßaw, in des Frantzösischen,
herr grave von Lamberg, in der herren Schwedischen
losament, vndt daselbst die instrumenta vndter-
schrieben. Jnmittelst, vndt entzwischen, seindt die herren
Churfürstlichen, in einem besonderen, die herren Fürstlichen,
in einem besonderen, vndt die Städtische, in einem besonderen
gemach, vf dem Bischofßhofe versamlet gewesen, denen
durch die legationsSecretarien, vom Kayser, vndt
den krohnen, seindt zugeschigkt, vndt vndterschrieben worden.
Chur Cölln, Chur Trier, Chur Sachßen, haben nicht
vndterschrieben. Waß die vhrsache seye? ist vngewiß!
So baldt die subscription, welche von Mittage an, biß vff
den abendt, vmb glocke achte gewehret, Sintemahl in || [[Handschrift: 652v]]
den instrumentis fünf Stunden lang, ist gelesen worden,
geschehen, seindt absobaldt in der Nacht, alle Stügke, auf
den wällen, gelöset, vndt damit, freẅdenschöße19 gethan
worden. Gestern ist darauff, in allen kirchen, ge-
dangkt, vndt musiciret worden, auch in vnserer
kleinen reformirten gemeinde, wo wir Vocalem, vndt
instrumentalem Musicam gehabt, vndt mag vielleicht
nicht, so lange die weltt gestanden, in einer Stadt,
in einer Stunde, in einer Sache, von allen dreyerley
religionen, Catholischen, lutherischen, vndt Reformirten,
daß Te Deum Laudamus, sein gesungen worden
alß gestern hier in Münster, von gesampten Catoh-
lischen, in den offentlichen kirchen, von den lutherischen,
in der herren Schweden, hoff, von vnß den reformirten,
im Brandenburgischen hoffe, ist geschehen. Darauf, ist
die gantze Bürgerschaft, nach geschehener predigt,
ins gewehr, vndt mit fliegenden Fahnen, in 12 compagnien
stargk, zusampt dem geworbenen Regiment Solda-
ten, so hier in garnison liegen, auf den Margk20 kommen.
Vndt nach deme durch einen reittenden Secretarium
der Friede zwischen Römisch Kayserlicher Mayestät[,] dem Reich,
vndt dann, den beyden Königlichen Krohnen, Frangkreich,
vndt Schweden, erstlich vom Rhathauße, darnach
auff allen egken, vndt Gaßen, in der gantzen Stadt || [[Handschrift: 653r]]
offentlich ist abgelesen, vndt mit keßeltrummeln, vndt
Trumpetten, vmbgeschlagen, vndt außgeblasen worden,
hat so wol der<ie> bürgerschaft, alß soldatesca
eine salve, nach der andern, gegeben, die friedensfahnen
seindt vom Rahthause, vndt den Glogken Thürmen, ge-
flogen, vndt jst große freẅde, vndter dem volgk gewesen,
welches von 10 oder 11 vhr, biß glocke drey, gewehret.
Gestern abendt, der glocke vmb achte, seindt wieder
alle Stügke von wällen, herundter, gelöset, vndt darmit
der interimspublicationsactus vollendet worden, biß
die ratification, von allen seitten, erfolget, da dann
noch, eine herrlichere publication wirdt geschehen[.]
Gott gebe! daß alles, ihme zu ehren! der kirchen,
zum aufnehmen! vndt den bedrängten, zur er-
quickung, gereichen möge! Amen! Amen! Amen!


Post Scriptum[:] herr Graf von Naßaw, hat seinen zweyten Sohn,
herr grave von Lamberg, einen Freyherren21, et cetera zu Jhrer
Kayserlichen Mayestät[,] aber der <Frantzösische Ambassador> herr Conte Servient hat einen
vom Adel22, nacher Frangkreich, die herren Schwedischen den Residenten
Bährenklaw, nacher Schweden, abgefertiget, die ratificationes
allerseitß, einzuholen. Die einstellung aller hostiliteten
wirdt auch durch eigene currirer, den armèen
inhibiret. Gott geb vnß auch, etwas gutes!!!
perge

|| [[Handschrift: 653v]]


Die Erffurdter avisen, so vom hartz, ankommen,
confirmiren eben daßelbige, vndt daß auch zu
Caßel, triumphiret worden seye!


Jtem: daß der friede, auch in Engellandt, sich
sehr wol anlaße, vndt zu hoffen seye.
Die Parlamentischen, vndter dem Graven
von Warwygk, haben zwar feẅer, auf
des Printzen von Wallis, vor Helvoet Schluys
beschloßene flotte gegeben, iedoch, hat sich der
Admiral Tromp darzwischen geleget, mit der
Stadtischen armada vndt alle hostiliteten
verhütet, vndt verbotten.


<General> Lamboy, macht sich feste, an der Weser,
zu höxer[!], Geise gehet an die heßischen
gräntzen, zur landeßdefension.


Die leütte in den Niederlanden, beklagen
den abgang, der commercien, durch den frieden.


Dennemargk, stabiliret seine authoritet.


Jn Polen, stehets schlecht, iedoch hat der Coßagken
irruption, Printz Casimirj, königliche wahl
befördert. Gott gebe, der Rechtgläubigen kirche
zum besten! zu Schutz! vndt auffnehmen!

|| [[Handschrift: 654r]]


Die Frantzösische belägerung vor Cremona bleibet
vndt ist aufgehaben23, weil der Frantzosen, noht da-
vor gelitten, vndt der gubernator von Meylandt
es endtsetzet mascule.


Zu Napolj reget sich noch, die Rebellion.


Jn Spannien, halten etzliche den König vor Todt,
weil er, in 14 Tagen, sich nicht sehen laßen. Andere
statuiren seine reconvalescentz, vndt daß
die conspiration, nicht wieder des Königs person,
sondern, den Don Odoardo de Braganza, des Neẅen
Portughesen Königes Bruder, zu liberiren, angesehen
gewesen. Wien, vndt Grätz, werden fortificiret.
perge


Candia die Stadt vndt Festung, ist endtsetzt,
vndt Gil de haaß, hat sich darbey, in auß-
iagung der albereit eingebrochenen Türgken,
Mannhaft vndt ritterlich gehalten, auch ehren-
zeichen, vndt wunden, darvon gebracht. Pfaltzgraf
Philips aber, hat bey dem hertzogk, vndt Signoria
zu Venedig, abgedangkt, vndt sich mit ihnen, vmb
ihrer chicquanerie willen, nicht vergleichen können.


Die Cosagken, wollen nicht mit der Cron Pohlen,
sondern mit einem haüpt, vndt Könige tractiren.


Vor Prage, kan der Pfaltzgrave, wegen der vielen
abschnitte, vndt gegenwehre, nicht forthkommen,

|| [[Handschrift: 654v]]

Samstag den 28ten: October 1648.

<5 hasen, hat mein Sohn Erdmann Gideon gehetzt. et cetera>


La dolorosa perdita, non vuole dileguarsj, per
la lontananza del tempo. Non posso sbrigarmj
di questo affanno! Mi sarà forse! un palo perpetuo,
nella carne, durante la misera vita mîa!
Jddîo solo mi potrebbe facilmente giovare!
Lo pregharò incessamente, d'ajutarmj, e di
consolarmj! Può far di me! una cosa di nien-
te, una cosa da baia, da sprezzare come fango,
può haver tanto effetto, nel senso humano?
Mà Jddîo vuole correggere la nostra du-
rezza, ed ammollire i cuorj nostrj di marmo,
per cose sprezzabilj, dinanzi al mondo, e gratj
però alla sua Divina Maestà, e bontà immensa,
acciòche impariamo a conformare intieramente
la nostra, alla sua Divina, e guiusta volontà!


An Fürst Augustum geschrieben, wegen des friedens.


Mit Geörg Reichardten, disseriret, von nicht ge-
ringen importantzen. Gott gebe deren, guten effect!
vndt daß ich Treẅe, wolqualificirte vndterthanen, haben
undt behalten möge!

|| [[Handschrift: 655r]]

Sonntag den 29ten: October 1648.


<1 Rehe, vom hartz.>


Jch habe aufm Sahl hieroben predigen laßen, Magister Ender-
lingen, mit welchem ich hernachmalß discourriret,
vndt ihn neben Doctor Mechovio, extra zur Mahlzeit behalten.
Der Text: Matthäus 1824 von des Königs knechten, vndt
Mittknechten, wahr sehr applicirlich, auf vnsere Stengker!


Die Nebensachen, sonderlich die abschickung nacher
Cöhten, auf den landtrechnungßTag, jst mit Mühe,
vndt arbejt, resolviret worden, vndt die
instruction, darzu verfertiget. perge


Nachmittags seindt meine beyde iüngste Schwestern,
mit Meinen beyden Elltisten Söhnen, zur kirchen,
gefahren. et cetera


A spasso, in die Mühle, vndt sonsten, allèes secrettes.


Oberlender ist von Ballenstedt wiederkommen, mit dem Amptmann. <et cetera>
vndt hat ein Rehe, sampt andern Victualien, vndt
Federvieh, mitgebracht. perge <Jtem: rechnungen, erndteregister. et cetera>


Das Röhr: vndt waßerwergk alda, ist wiedergemacht.


Zu Frosa, ist vorige Nacht, eine compagnie Reütter,
gelegen, welche heütte bey Ascherßleben, vorbey
paßiret. Der Amptmann, wehre ihnen baldt, in die
hände gerahten. Ejn eilff wispel, viererley ge-
treydigs, seindt zu Ballenstedt, außgedroschen, als
3 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: weitzen, 3 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: rogken, 2½ Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: gersten, 2½ Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: haber.

|| [[Handschrift: 655v]]

Montag den 30ten: October 1648.


Nota Bene Nota Bene Nota Bene[:] Jnfluentz gehabt, das der schöne Ochße
den ich vorm iahre<im Winter,> so miserrime abbandoniret, nicht
allein mir, einen radium Divinj amoris, & Divinæ
Voluntatis, gezeiget, mit deme ich mich billich hette
conformiren sollen, so wehre meine Seele beßer
content gewesen, vndt hette können, (wie die Schrift
auch redet!) in wollust, Fett werden25, vndt sich nicht
nagen, vndt plagen dörffen, vmb diesen großen
verlußt, wie Sie leyder! an itzo thut, Sondern
er wehre mir auch vnvermuhtend ein Nuncius
Pacis, gewesen, in dem damals, des herren wortt,
auß dem 4ten: psalm26: v̈ber mich, gekommen also: Jch
liege, vndt Schlafe, gantz mit Frieden <Nota Bene>, dann du
alleine herr, hilfst mir, das ich sicher <Nota Bene> wohne <Nota Bene>!


Vielerley mit dem Ambtmann Märtin Schmidt, conversirt
von alten vndt Neẅen sachen. Er ist gestern abendt,
ankommen, vndt wirdt Morgen gebe gott wieder verraysen. perge


henning Stammer, hat auch seine vndterthänige relation gethan,
wie er die lehen, wegen hoym, zu Quedlinburgk entpfangen.
Jst zwar, mit etwas difficulteten, iedoch, Gott lob, wol abgegangen.


Simon Heinrich Schwechhausen, hat heütte, auß seinem arrest, eine weit-
laüftige, lateinische deduction, seines handels, mit Hangkwitzen,
Mir eingeschigkt, darauff, jst er krangk worden, weil er Sich, || [[Handschrift: 656r]]
den handel, allzusehr, zu hertzen zeücht, auch recht haben,
vndt ex iure, seine Sache, vertheidigen will. Gott helfe
vnß auch, auß dieser verdrießlichen molestie, vndt labyrinth!


Philipp Güder, vndt Kersten, seindt nach Zerbst. Sollen auch
Meinen Söhnen, zu kleidungen, etwas einkaüffen. Gott geleitte, sje!


Meinen Bötticher Märtin Riselar, ist vor drey wochen
eine schwehre weinkufe, (so 8 stargke kerll, nicht halten
können) auf den halß gefallen, hat ihn, im leibe sehr
verderbet, also: das er, an itzo, mir zur vnzeitt,
weil der neẅe wein, gute wartung, vndt aufsicht be-
darff) gar krangk ist. Gott beßere alles arge!


Die avisen, brachten gestern, die confirmation, des zu Münster
vndt Osnabrück, geschloßenen friedens, mit solenniteten, vndt Freẅdenfesten.


Jtem: daß der Pfaltzgrave, der Alten vndt Neẅen Stadt,
mit schießen, miniren, feẅer einwerffen, abbrechung der
häuser, etcetera heftig zusetzte, wirdt aber doch die hostili-
teten, gleich wie die heßische vor Paderborn, ferner ein-
stellen müßen, nach geschloßenem vndt subscribirten frieden.


Jn Polen, fangen die Cosagken an, ihre furia zu Miltern,
vndt es sol Printz Casimirus König worden sein.


Jn Frangkreich continuiret der vergleich, mit dem Parlament
zu Paris, vndt die erleichterung der imposten, vndt contributionen.


Zu Rom, ist der pabst gut Spannisch, vndt die hungersnoth continuiret[.]


Cremona ist von den Frantzosen quittiret, vndt von Milano endtsetzt.


Jn Engellandt, wil auch der liebe Friede, wieder anbligken,

|| [[Handschrift: 656v]]


Die Kayserliche[,] Chur: Bayrische vndt Königlich Schwedische haüptarmèen
gehen herüber, v̈ber die Thonaw, dem ansehen nach, gegen
die Oberpfaltz, Böhmen, oder Frangkenlandt zu.


Die Türgkischen sachen, continuiren, wie Sie in der
Erffurdter avisen, begriffen gewesen.


Jn Flandern, bleibet es bey vorigem, vndt es gehen die
armèen, wieder in die winterquartier.


<Philipp Güder, vndt Grosse Kersten, ist von Zerbst wiederkommen.>


Extra zu Mittage, Doctor Mechovium, vndt Negromonte.


Panße, der Amptßraht, ist von Mir nacher Cöhten abgefertiget
auf den landtrechnungßTag, mit creditifen, vndt jnstruc-
tionen. perge Gott gebe zu glügk! vndt succeß!


Ein Maior <wehlen>, so vom Oxenstiern, in sachen, die friedens-
handlung betreffend abgefertiget, ist zeitlich, nach 12 vhr, zu
Mittage, anhero gekommen, sol forth eilen, thut es aber,
nicht gar sehr, (peüt estre, par commendement!f


Textapparat
a Die Wortbestandteile "zu" und "rügke" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
b Im Original verwischt.
c Im Original steht "winter4:tier." für "winterquartier".
d Im Original verwischt.
e Bedeutung des mutmaßlichen Symbols nicht ermittelt.
f Schließende Klammer fehlt.

Kommentar
1 Identifizierung unsicher.
2 Is 33, 1.
3 Person nicht ermittelt.
4 Person nicht ermittelt.
5 Person nicht ermittelt.
6 Irrtum Christians II.: Der Thronfolger war Sultan Mehmed IV.
7 Irrtum Christians II.: Als Magdeburger Dompropst amtierte damals Herzog Maximilian Heinrich von Bayern.
8 Person nicht ermittelt.
9 Irrtum Christians II.: Admiral von Kastilien war damals Juan Gaspar Enríquez de Cabrera y Sandoval, Duque de Medina de Rioseco.
10 Alle drei Personen nicht ermittelt.
11 Vermutlich nur teilweise ermittelt.
12 Zitat aus Eur. Tro. 596 (ed. Biehl 1970, S. 35).
13 Personen nicht ermittelt.
14 Hier: aufgehoben.
15 Ps 119.
16 Zitatanklang an Liv. 4, 28, 5 (ed. Hillen/Feix 1997-2008, Bd. 4, S. 72f.).
17 Zitat aus dem 1. Akt, 1. Szene, in Guarini: Pastor fido, o. S.
18 Hier: Kornweihen.
19 Hier: Freudenschüsse.
20 Hier: Markt.
21 Person nicht ermittelt.
22 Person nicht ermittelt.
23 Hier: aufgehoben.
24 Mt 18,23-35.
25 Is 55,2.
26 Ps 4,9.
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1648_10.xml
XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
abandonniren
verlassen, zurücklassen
abandonniren
aufgeben
abandonniren
im Stich lassen
abhorriren
etwas verabscheuen, vor etwas zurückschrecken
abkündigen
von einer erhöhten Stelle aus bekanntgeben
Ablegation
Absendung, Entsendung
ablegiren
jemanden entsenden, beordern
Abmerkung
Beobachtung, Wahrnehmung
Abschnitt
Minderung, Schmälerung
accommodiren
sich anpassen, sich fügen, sich (gütlich) vergleichen
accommodiren
einrichten, ausstatten
accommodiren
zufriedenstellen, versorgen
accompagniren
begleiten
Accord
Vereinbarung, Vergleich
Accord
Vertrag zur kampflosen Übergabe eines Ortes
Addresse
schriftliche Nachricht, Zuschrift
Adhaerent
Anhänger
admittiren
gestatten, zulassen
Ämulation
Nacheifer, Wetteifer
Ämulation
Eifersucht, Missgunst
Alteration
Aufregung, Ärger
Alteration
Veränderung (zum Schlimmeren)
Ambassador
Gesandter, Botschafter
anblicken
anbrechen
annunci(i)ren
ankündigen, mitteilen, melden, berichten
anpräsentiren
etwas oder jemanden eindringlich anbieten
anziehen
anführen, erwähnen
applicirlich
anwendbar
approchiren
sich nähern
Armada
Armee, Heer
Armada
Kriegsflotte
Armut
arme Leute, Minderbegüterte
Aufnehmen
Förderung, Wohlfahrt
ausblasen
etwas mit dem vorherigen Blasen eines Instrumentes bekannt geben
Außenwerk
Befestigungsanlage außerhalb des Hauptwalles
austragen
betragen, sich auf etwas (z. B. eine bestimmte Summe) belaufen
austreten
einen Rechtsraum gegen die Regel verlassen, fliehen
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
beifallen
beistehen, helfen, unterstützen
Beilager
Hochzeit, Feierlichkeit anlässlich der Vermählung (ursprünglich: Beischlaf als Vollzugsakt der Eheschließung)
beleihen
belehnen
beschreiben
schriftlich ein- oder vorladen
beschreiben
auftragen, befehlen, vorschreiben
besorgen
befürchten, fürchten
beziehen
trächtig werden
beziehen
begehen
beziehen
ziehen
Cessation
Aufhören, Unterlassen
Cession
Überlassung, Abtretung
chargiren
angreifen, beschießen
chargiren
beschweren, belasten
Chiaus
türkischer Bote, Diener oder Dolmetscher
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
Commercien
Handelsgeschäfte
committiren
(jemanden) beauftragen
committiren
(etwas) auftragen
Compliment
höfliches Reden, höfliche Verbeugung, Ehrerbietung
componiren
(sich) einigen, (sich) vergleichen
componiren
einrichten
componiren
(Konflikt) beilegen
Confect
durch Einkochen von Früchten, Gewürzen, Honig usw. hergestellte Süßigkeit (auch als Arzneimittel verwendet)
conferiren
jemandem etwas (z. B. ein Amt oder ein Lehen) übertragen
Confirmation
Bestätigung
confirmiren
bestätigen
conformiren
beistimmen, übereinstimmen, sich fügen
conformiren
anpassen
conformiren
abstimmen, vergleichen
congratuliren
beglückwünschen
conjungiren
verbinden, verbünden, vereinigen, zusammenführen
Conspirant
Verschwörer
contentiren
zufriedenstellen
Contentirung
Zufriedenstellung
contestiren
bezeugen
contestiren
eine Auseinandersetzung in Gang bringen
Continuation
Fortdauer, Fortsetzung
Continuation
erneuter/fortgesetzter Bericht
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
contradiciren
widersprechen
convoyiren
begleiten, geleiten
convoyiren
in einem Konvoi ziehen
Corruption
Verderbung
Creditiv
Beglaubigungsschreiben
Curator
Verwalter, Vormund bei Minderjährigen
Deduction
rechtliche Aus- oder Beweisführung
deliberiren
überlegen, beratschlagen
denotiren
bezeichnen, ankündigen
dick
dicht
Difficultet
Schwierigkeit
Dilation
Aufschub
dimittiren
entlassen, (förmlich) verabschieden, beurlauben, entsenden
disgustiren
verärgern, vor den Kopf stoßen
disseriren
sich auseinandersetzen, diskutieren
dürfen
müssen
dürfen
können
dürfen
brauchen, benötigen, bedürfen
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
Eimer
Hohlmaß für Flüssigkeiten
ein
ungefähr
exagitiren
aufregen, reizen
examiniren
ausfragen
examiniren
verhören
examiniren
prüfen
excludiren
ausschließen
excusiren
entschuldigen
exequiren
(einen Befehl, eine gerichtliche Anordnung) vollziehen, vollstrecken, mit Gewalt durchsetzen
exequiren
militärischen Zwang anwenden (zur Schuldeneintreibung, zum Erpressen von Geld- oder Naturalleistungen)
exequiren
strafen, (feindlich) verfolgen
exequiren
bestrafen, hinrichten
Expedition
Beförderung, Besorgung
Expedition
Abfertigung
Expedition
Verrichtung
Expedition
Ausfertigung eines Schriftstückes
Expedition
Feldzug
extenuiren
verkleinern, abschwächen
Faction
Aufruhr, Meuterei, Empörung
Faction
(politische) Partei
Faction
(politische) Entzweiung
Feldbuch
Buch, in dem die Ländereien und ihre Besitzer eingetragen sind
flehnen
flüchten, in Sicherheit bringen
Fluß
Katarrh (Entzündung der Schleimhäute)
Fluß
Rheuma, Gicht
Fuchs
Pferd mit bräunlichem, rötlichem oder gelblichem Fell, das dem eines Rotfuchses ähnelt
Fußvolk
sämtliche Soldaten zu Fuß (Infanterie) innerhalb eines Heeres
Gallerie
bei der Belagerung einer Festung über den Hauptgraben angelegter Gang, damit die Minierer darüber können
Gallustag
Gedenktag für den irischen Mönch Sankt Gallus (16. Oktober)
Gemeine
(Kirchen)Gemeinde, Gesamtheit der Einwohner eines Ortes
Geschrei
Gerücht, öffentliche Meinung
Geschrei
Ruf
Gewehr
Bewaffnung
Gewehr
Waffe
Großsprecher
Aufschneider, Prahler
Himmelfall
Einsturz des Himmels
hinterstellig
rückständig, ausstehend
hinterstellig
zurückbleibend
Hostilitet
Feindseligkeit
Importanz
Bedeutung, Wichtigkeit
Importanz
wichtige Angelegenheit, Sache von Bedeutung
impost
Steuer
incumbiren
obliegen
Influenz
Einfall, Eingebung (eines Gedankens)
Informationssache
Unterrichtssache
inhibiren
verbieten
inhibiren
verhindern, unterbinden
inhibiren
befehlen, etwas nicht fortzusetzen
Inhibition
obrigkeitlicher bzw. gerichtlicher Untersagungsbefehl, Verbot
Intent
Absicht, Vorhaben
Intercession
Fürsprache, Vermittlung
Interimspublication
vorläufige Veröffentlichung
interponiren
vermitteln
interponiren
einlegen
interponiren
(sich) als Vermittler einschalten
Invitationsschreiben
schriftliche Einladung
invitiren
einladen
Irruption
Einfall, Einbruch
Jurament
Eid, Schwur
Kanne
Hohlmaß für Flüssigkeiten
kriegen
Krieg führen
kriegen
bekriegen
Landesdefension
Landesverteidigung
Landmann
Bauer
Landrechnungstag
Tag der jährliche Rechnungslegung über die Einnahmen und Ausgaben eines Landes
Landschaft
Landstände
Laßacker
nicht erblich überlassener Acker
Leberkrankheit
Leberentzündung
Lehenschaft
Belehnung, verliehenes Lehen
Lehensentpfahung
Lehensempfang
Lehenspflicht
die aus der Eingehung eines Lehensverhältnisses entspringende besondere Treue- und Leistungspflicht eines Lehensmannes
liberiren
befreien, freilassen
liberiren
erlösen, frei machen
lösen
(eine Feuerwaffe) losgehen lassen
Losament
Unterkunft, Wohnraum
Losier
Unterkunft, Wohnung
Lungenkrankheit
jede Erkrankung der Lunge
Magazin
Provianthaus, Vorratsgebäude
Magazinfuhre
Lieferung an ein Magazin zu niedrigem Preis oder unentgeltlich für die Verwendung in Notzeiten
Maß
Raummaß, Hohlmaß
maturiren
beschleunigen
Mauser
Dieb
sich mausig machen
sich aufregen
Meister
Amtsträger verschiedenster Art
miniren
einen Stollen graben, um durch das Legen von Pulver feindliche Befestigungsanlagen zu sprengen
mitigiren
lindern, abmildern
mitteilen
(einen Anteil von etwas) abgeben
mitteilen
etwas (z. B. Schutz, Frieden, Gerechtigkeit, Gnade, ein Recht) gewähren
Mittelzug
Hauptabteilung eines Heeres
Nachzug
Nachhut eines Heeres
observiren
einhalten, beachten
offendiren
beleidigen, kränken
Offizier
Amtsträger, Beamter, Bediensteter
Ordinarije
gewöhnliche/regelmäßige Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Pacification
Beilegung von Streitigkeiten, Befriedung
Parlament
oberster regionaler Gerichtshof in Frankreich
Partie
Streifkorps (kleinere Truppenabteilung, die meist auf Kundschaft oder zum Einbringen von Geld, Lebensmitteln und Furage entsandt wurde)
Partie
Kriegspartei (reguläre Truppenabteilung)
Partie
(sich gegenüberstehende) Seite, Partei
Partie
eine gewisse Anzahl oder eine Gruppe von Dingen oder Personen gleicher Art
penetriren
(etwas) durchsetzen
penetriren
verstehen, (geistig) erfassen, ergründen, durchschauen
penetriren
(etwas) ergreifen, sich anmaßen, unterstehen
Peräquation
Ausgleichung (besonders von Schuldenlasten)
Polizeisache
Angelegenheit, welche die Herstellung und/oder Erhaltung des Zustandes guter Ordnung (des Gemeinwesens) betrifft
portendiren
ankündigen, prophezeien
präjudiciren
nachteilig sein, schaden
präjudiciren
eine künftige Entscheidung vorbestimmen
präjudicirlich
nachteilig, eine Vorentscheidung für künftige Rechtsfälle treffend
präserviren
vor etwas bewahren
prätendiren
vorgeben, vortäuschen, heucheln
prätendiren
fordern, verlangen, beanspruchen
Promiß
Versprechen
quittiren
verlassen
quittiren
überlassen
quittiren
aufgeben
quittiren
entlassen
Recepisse
Empfangsschein, Empfangsbestätigung
Recognition
(schriftliche) Bestätigung des Empfangs einer Sache oder der Durchführung einer Handlung
Recognition
Anerkennung
Recreditiv
Abberufungsschreiben (Aufhebung des Beglaubigungsschreibens)
recusiren
(jemandem etwas) versagen, verweigern
recusiren
ablehnen, nicht akzeptieren
Relation
Bericht
remonstriren
Gegenvorstellungen machen, einwenden, entgegenhalten
reserviren
vorbehalten, ausnehmen
reserviren
aufbewahren, aufheben
resolviren
entschließen, beschließen
resolviren
auflösen
Röhrwerk
Rohre, durch die Wasser geleitet wird
salviren
retten
satisfaciren
zufriedenstellen
schlenkern
schleudern
Schuhu(h)
Uhu
Secundirung
Beistand, Hilfe, Unterstützung
serviren
dienen
sieder
seit
Silberwerk
aus Silber gefertigter Gebrauchs-, Zier- oder Schmuckgegenstand
sistiren
sich einfinden, vorstellig werden
spoliiren
berauben, plündern
spüren
aufspüren, eine Spur aufnehmen
stabiliren
fest machen, versichern, bestätigen
Stillstand
Waffenstillstand
Stück
Geschütz, Kanone
Stück
(einzelner zählbarer) Gegenstand, (einzelne) Sache, (einzelnes) Objekt
subject
untertan
Subjection
Unterwerfung
subjugiren
unterwerfen
submittiren
unterwerfen
subscribiren
unterschreiben, unterzeichnen
Subscription
Unterschrift, Unterzeichnung
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
Superioritet
höhere Stellung, Vorrang, Obergewalt, Oberherrschaft
Supplication
Bittschrift
syndiciren
tadeln
Teil
Partei, Seite
temperiren
mildern, mäßigen
terriren
erschrecken, in Furcht versetzen
Thum(b)propst
Dompropst (Vorsteher und Vertreter eines Domkapitels nach außen)
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
Treffen
Schlacht
Treffen
zu einer gemeinsamen Linie zusammengestellte Truppenverbände innerhalb einer Schlachtaufstellung
tribuliren
plagen, quälen
übermeistern
durch Überlegenheit gewinnen, überwinden
umschlagen
unter Trommelschlag bekanntgeben
unpräjudicirlich
nicht nachteilig, keine Vorentscheidung für künftige Rechtsfälle treffend
Veneration
Verehrung, Ehrfurcht, Ehrerbietung
verehren
schenken
verehren
beschenken
Verfassung
Anstalten oder Bereitschaft (insbesondere zum Krieg)
Verfrierung
Erfrierung
verlaufen
hinweglaufen
verlaufen
durch Flucht verlassen
vertiefen
sich in Schuld verstricken
verunwilligen
unwillig auf einander werden
verweisen
vorwerfen, vorhalten, zum Vorwurf machen, tadeln
verwerfen
zu früh Junge zur Welt bringen, missgebähren
verwerfen
jemanden ablehnen, nichts mit jemandem zu tun haben wollen
victorisiren
siegen, siegreich sein
vielfältig
vielfach, vielmalig, oft, wiederholt
vinculiren
sich binden, verpflichten
Visitation
Besuch
Visitation
Prüfung, Untersuchung
Volk
Truppen
vorwarten
vorher einen Platz einnehmen, um jemanden zu erwarten und von dort aus anzugreifen
Wasserwerk
Wasserkunst
wegfleh(n)en
(in Sicherheit) wegschaffen
wegfleh(n)en
fliehen, flüchten
Weinkufe
Weinfass
welsche Nuss
Walnuss
Wispel
Raum- und Getreidemaß
Wissenschaft
Kenntnis, Wissen
Zeitung
Nachricht
Ziffer
Geheimzeichen, Geheimschrift
Zugehör
Zubehör
zusammenrottiren
sich in schädlicher Absicht versammeln oder verbinden
Johan Adler Salvius

geb. 1590
gest. 1652
Anm.: Sohn des Strängnäser Stadtschreibers Peder Hansson (gest. vor 1609); Studium in Uppsala (1609), Rostock (1612/13), Helmstedt (1613/14), Staßburg (1615) und Marburg (1615); 1614 Magister; 1619 Promotion zum Dr. jur. utr. in Valence; ab 1621 Assessor am schwedischen Hofgericht; diplomatische Missionen für Schweden nach Kursachsen (1622), Dänemark (1623) und Norddeutschland (1624); seit 1624 Staatssekretär; 1631-1634 und 1636-1650 schwedischer Resident in Hamburg und im Niedersächsischen Reichskreis; ab 1634 Hofkanzler und Geheimer Rat; seit 1638 alleiniger Legat Schwedens in Deutschland; 1643-1648 schwedischer Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress; seit 1648 Reichsrat; 1629 Nobilitierung; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand; vgl. Heiko Droste: Im Dienst der Krone. Schwedische Diplomaten im 17. Jahrhundert, Berlin/Münster 2006, S. 378.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Wilhelm von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1643
gest. 1709
Anm.: Sohn des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670) und Neffe Christians II.; seit 1670 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg

geb. 1568
gest. 1630
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Vater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1582 Reise nach Konstantinopel; 1591/92 Führer eines Expeditionskorps für König Heinrich von Navarra; 1592 Übertritt zum reformierten Glauben; 1592/93 Befehl über die protestantischen Truppen im Krieg um das Bistum Straßburg; 1595-1620 oberpfälzischer Statthalter in Amberg und zunehmend Leiter der pfälzischen Politik; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1610 Unionsgeneral im klevisch-jülischen Krieg; seit 1618 Senior des Hauses Anhalt; 1619/20 Kommandierender der pfälzisch-böhmischen Truppen gegen Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); nach kaiserlicher Ächtung Flucht nach Schweden (1621) und Flensburg (1622-1624); 1624 Aufhebung der Reichsacht; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sehnliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unveränderliche"); Kurzbiographie im Rahmen dieser Edition unter http://www.tagebuch-christian-ii-anhalt.de/index.php?article_id=15.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg

geb. 1608
gest. 1632
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1626/27 Gesandtschaften nach Wien und Dresden; 1628-1631 kaiserlicher Obrist; ab 1630 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1631 kursächsischer Obrist, als welcher er in der Schlacht bei Lützen tödlich verwundet wurde; seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlbewahrte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Sibylla Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1602
gest. 1648
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; ab 1617 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Tröstende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau

geb. 1627
gest. 1693
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); schwedischer Obrist (1655-1658) und Generalmajor (1658); ab 1658 kurbrandenburgischer General und Statthalter der Kurmark sowie Obrist (1658-1660 und seit 1666); später auch Geheimer Staats- und Kriegsrat in Berlin sowie Feldmarschall (1670); ab 1660 regierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1670 Senior des Hauses Anhalt; ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefüllte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Bernburg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1651-1660 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); ab 1631 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wohltätige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1579
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1600 Aufnahme in die Florentiner Accademia della Crusca ("L'Acceso"); seit 1606 regierender Fürst von Anhalt-Köthen; 1631-1635 schwedischer Statthalter des Erzstifts Magdeburg und des Hochstifts Halberstadt; 1617 Mitbegründer und bis zu seinem Tod erstes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nährende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sophia von Anhalt-Köthen
Geburtsname: Gräfin Sophia zur Lippe

geb. 1599
gest. 1654
Anm.: Tochter des Grafen Simon VI. zur Lippe (1554-1613); 1626-1650 Ehe mit Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Emsige"); seit 1629 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1638
gest. 1665
Anm.: Sohn des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1650 regierender Fürst von Anhalt-Köthen, bis 1658 unter Vormundschaft der Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) bzw. Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlangende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Emanuel von Anhalt-Plötzkau
Fürst Emanuel von Anhalt-Köthen

geb. 1631
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Lebrecht (1622-1669) in Plötzkau; ab 1657 in schwedischen Kriegsdiensten; 1659/60 in dänischer Gefangenschaft; 1662 Teilnahme am venezianischen Feldzug gegen die Türken; 1665-1669 zusammen mit seinem Bruder Lebrecht herrschender und seit 1669 alleinregierender Fürst von Anhalt-Köthen; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Strebende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sophia Augusta von Anhalt-Zerbst
Geburtsname: Herzogin Sophia Augusta von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1630
gest. 1680
Anm.: Tochter des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659); 1649-1667 Ehe mit Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.Weiterführende Informationen in der NDB
Don Juan José de Austria

geb. 1629
gest. 1679
Anm.: Unehelicher Sohn des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); spanischer General; Vizekönig von Sizilien (1648-1651) und Katalonien (1653-1656); 1656-1659 Statthalter der Spanischen Niederlande; 1662-1664 Oberbefehlshaber im Restaurationskrieg gegen Portugal; 1669-1678 Vizekönig von Aragón; seit 1676 leitender Minister seines Halbbruders König Karl II. von Spanien (1661-1700).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Augustin Banse

gest. 1653
Anm.: Sohn des Ballenstedter Bürgers Nikolaus Banse (gest. vor 1638); um 1638 Schreiber der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); um 1640 Gastwirt in Bernburg ("Zu den Drei Kronen"); um 1647/48 fürstlicher Korn- und zuletzt Amtsschreiber in Ballenstedt.
Barby, Familie
Grafen von Barby und Mühlingen

Anm.: Mitteldeutsches Reichsgrafengeschlecht.
Friedrich von Baur
Friedrich von Bawyr

geb. ca. 1600
gest. 1667
Anm.: Sohn des Christoph von Baur (1561-1650); bis 1641 schwedischer Kriegskommissar, Obristleutnant und Obrist (1636-1640); 1642-1645 Generalmajor in dänischen und schleswig-holsteinisch-gottorfischen Diensten; nach 1646 dänischer Generalleutnant; zuletzt kurbrandenburgischer Generalleutnant (1654-1661) und Kriegsrat (1656-1661); seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Strenge").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Ferdinand (2) von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Ferdinand von Köln
Bischof Ferdinand von Lüttich
Bischof Ferdinand von Hildesheim
Bischof Ferdinand von Münster
Bischof Ferdinand von Paderborn

geb. 1577
gest. 1650
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1612 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Lüttich, Hildesheim und Münster; seit 1618 auch Bischof von Paderborn.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Herzog Maximilian Heinrich von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Maximilian Heinrich von Köln
Bischof Maximilian Heinrich von Hildesheim
Bischof Maximilian Heinrich von Lüttich
Bischof Maximilian Heinrich von Münster

geb. 1621
gest. 1688
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht von Bayern (1584-1666); 1630-1652 Dompropst in Magdeburg; Koadjutor im Hochstift Hildesheim (1633-1650), im Erzstift Köln (1642-1650) und im Hochstift Lüttich (1649/50); ab 1650 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Hildesheim und Lüttich; 1657 auch Fürstabt von Malmedy und Stablo; seit 1683 zudem Bischof von Münster.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Luis Francisco de Benavides Carrillo de Toledo
Marqués Luis Francisco de Caracena
Marqués Luis Francisco de Frómista
Conde Luis Francisco de Pinto

geb. 1608
gest. 1668
Anm.: Sohn des Luis Francisco de Benavides y Cortés, Marqués de Frómista; Marqués de Caracena und de Frómista sowie Conde de Pinto; seit 1629 in spanischen Kriegsdiensten, zuletzt als General; 1648-1656 Gouverneur des Herzogtums Mailand; 1659-1664 Statthalter der Spanischen Niederlande; 1664/65 Inhaber des Oberkommandos im Restaurationskrieg gegen Portugal.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Abraham Benedix

Anm.: Sohn des Bernburger Rabbis N. N. Benedix (2); seit 1645 jüdischer Kaufmann in Bernburg.
Matthias Bioerenklou
Matthias Mylonius

geb. 1607
gest. 1671
Anm.: Sohn des Müllers Erik Mattsson; ab 1627 Studium in Uppsala; 1632-1637 Lehrer des späteren schwedischen Reichskanzlers Graf Magnus Gabriel De la Gardie af Läckö (1622-1686); seit 1637 Rhetorikprofessor an der Universität Uppsala; daneben ab 1640 königlich-schwedischer Kanzleisekretär; 1643-1647 schwedischer Gesandtschaftssekretär in Osnabrück; 1647-1649 Resident in Münster; 1650-1656 Rat und seit 1656 Präsident der Regierung des Herzogtums Bremen; schwedischer Gesandter in Wien (1651) und auf dem Regensburger Reichstag für Pommern (1653/54); 1659 diplomatische Mission in Frankreich; ab 1661 Hofkanzler der Vormundschaftsregierung; seit 1664 Reichsrat und Kanzleirat; Nobilitierung 1646.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte
Agnes von Börstel

geb. 1630
gest. nach 1656
Anm.: Tochter des Heinrich von Börstel (1581-1647).
Christian Heinrich von Börstel

geb. 1617
gest. 1661
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); Erbherr auf Güsten und Ilberstedt; 1641-1643 Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) und zugleich Hofmeister für dessen Sohn Johann Georg (1627-1693); 1643-1648 Geheimer Rat und Hofmeister von Fürst Johann Kasimir; 1648 Übersiedlung nach Bernburg; seit 1657 anhaltischer Gesamtrat und Hofmeister des Fürsten Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlängernde"); vgl. Andreas Hesius: Lieblich und schönes Erbtheil der Kinder Gottes [...], Köthen 1661, Bl. Fijr-Givv.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Christina von Börstel
Geburtsname: Christina von Wuthenau

geb. 1612
gest. 1682
Anm.: Tochter des Albrecht von Wuthenau (gest. 1622); 1643-1661 Ehe mit Christian Heinrich von Börstel (1617-1661).
Dorothea Louise von Börstel

geb. 1613
gest. 1653
Anm.: Tochter des Heinrich von Börstel (1581-1647); bis 1635 Kammerjungfer der unverheirateten Schwestern Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1635 Ehe mit Hans Ernst von Börstel (gest. 1654).
Friedrich (2) von Börstel

geb. 1627
gest. 1681
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); bis 1654 Kammerjunker des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); schwedischer Gardeleutnant (1655), Gardeobristleutnant (1662), Obrist (1665) und Generalmajor (1678); Kommandant von Göteborg (1674) bzw. Bohus (1678); später Oberkommandant von Göteborg; 1676 Erhebung in den Freiherrenstand.
Heinrich (1) von Börstel

geb. 1581
gest. 1647
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmanns Curt von Börstel (1549-1618); Erbherr auf Güsten, Plötzkau und Ilberstedt; ab 1623 Regierungspräsident sowie Amtshauptmann und Kammerrat in Bernburg; 1639 Rücktritt, danach Tätigkeit als unbestallter fürstlicher Berater; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Eilende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Sybilla Agnes von Börstel

geb. 1645
gest. nach 1661
Anm.: Tochter des Christian Heinrich von Börstel (1617-1661).
César de Bourbon
Duc César de Vendôme
Duc César d' Étampes
Duc César de Beaufort
Duc César de Mercœur
Duc César de Penthièvre

geb. 1594
gest. 1665
Anm.: Legitimierter außerehelicher Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); ab 1598 Duc de Vendôme; 1598-1626 Gouverneur der Bretagne; seit 1599 Duc d'Étampes et Duc de Beaufort; ca. 1607-1612 Gouverneur von Lyonnais, Forez und Beaujolais; ab 1608 Duc de Mercœur (de iure uxoris); 1626-1630 Gefangenschaft in Amboise; 1630-1650 wegen Beteiligung an mehreren Verschwörungen mit kurzen Unterbrechungen Exil in den Niederlanden und England; seit 1650 Duc de Penthièvre (de iure uxoris) und Gouverneur von Bourgogne; ab 1651 Grand amiral de France; seit 1652 Lieutenant-général in Aunis, Poitou, Saintonge und Angoumois; ab 1655 Surintendant général de la navigation et commerce.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gaston de Bourbon
Duc Gaston d' Anjou
Duc Gaston d' Orléans
Duc Gaston de Chartres
Duc Gaston d' Montpensier
Duc Gaston d' Saint-Fargeau
Duc Gaston de Valois
Duc Gaston d' Alençon

geb. 1608
gest. 1660
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610) und ältester lebender Bruder ("Monsieur") von Ludwig XIII. (1601-1643); 1608-1640 Duc d'Anjou; ab 1626 Duc d'Orléans et de Chartres; seit 1627 Duc de Montpensier et de Saint-Fargeau; 1630-1650 und ab 1652 Duc de Valois; seit 1643 Lieutenant-général du royaume; ab 1646 Duc de Alençon; 1648-1653 wiederholter Parteiwechsel während der Fronde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Francisco de Bragança Melo
Francisco de Melo
Conde Francisco de Assumar
Marqués Francisco de Tordelaguna
Marqués Francisco de Vellisca

geb. 1597
gest. 1651
Anm.: Sohn des Constantino de Bragança Melo (gest. 1607); 1621-1632 Kammerherr des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); ab 1630 Conde de Assumar; 1632-1636 spanischer Botschafter in Genua; 1638-1645 spanischer Generalkapitän; 1639-1641 Vizekönig von Sizilien; 1641-1644 Generalgouverneur der Spanischen Niederlande; 1642-1646 Marqués de Tordelaguna; seit 1646 spanischer Staatsrat und Marqués de Vellisca; 1647-1649 Vizekönig von Aragón.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürstin Elisabeth von Brandenburg
Geburtsname: Fürstin Elisabeth von Anhalt-Zerbst

geb. 1563
gest. 1607
Anm.: Tochter des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt-Zerbst (1536-1585); 1577-1598 Ehe mit Kurfürst Johann Georg von Brandenburg (1525-1598).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg
Herzogin Elisabeth Charlotte in Preußen
Geburtsname: Pfalzgräfin Elisabeth Charlotte von Pfalz-Simmern

geb. 1597
gest. 1660
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1616-1640 Ehe mit Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); seit 1650 Witwensitz in Crossen an der Oder.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann (2) Brandt

geb. 1604
gest. 1672
Anm.: Sohn des Tirschenreuther Kantors Bartholomäus Brandt (gest. 1611); Studium in Erfurt (1623) und Altdorf (nach 1630 Promotion zum Dr. med.); ursprünglich Arzt in Reichenbach/Vogtland (noch 1630); ab 1632 kriegsbedingt in Bernburg, dort baldige Bestallung zum Stadtphysikus; (vor 1637) bis November 1649 Leibarzt des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg und spätestens seit 1647 auch dessen Rat; ab Ostern 1650 Hofarzt des Fürsten Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665) und von dessen verwitweten Mutter Sophia (1599-1654); vgl. Wolfram Kaiser / Arina Völker: Universität und Physikat in der Frühgeschichte des Amtsarztwesens, Halle (Saale) 1980, S. 38.
Herzogin Anna Sophia von Braunschweig-Wolfenbüttel
Geburtsname: Markgräfin Anna Sophia von Brandenburg

geb. 1598
gest. 1659
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg (1572-1619); 1614-1634 Ehe mit Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1591-1634); bereits seit 1628 Residenz auf Schloss Schöningen; nach 1625 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Aufrichtige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg

geb. 1579
gest. 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1533–1598); ab 1604 Paragiatsherrschaft in Hitzacker; seit 1635 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel (bis 1643 Residenz in Braunschweig wegen kaiserlicher Besetzung der Festung Wolfenbüttel); Büchersammler (Bestand der ursprünglichen Bibliotheca Selenica, später Bibliotheca Augusta zum Zeitpunkt seines Todes 40.000 Bände); ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Befreiende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Jan Wolfert van Brederode

geb. 1599
gest. 1655
Anm.: Sohn des Floris van Brederode (1549-1599); ab 1620 Herr von Brederode, Vianen, Noordeloos und Ameide; niederländischer Obrist (1633), Generalleutnant der Artillerie (1636) und Feldmarschall (1642); seit 1630 Gouverneur von 's-Hertogenbosch; ab 1653 Unterstützer des republikanischen Anführers Johan de Witt (1625-1672).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Ernst Brinck

geb. 1581
gest. 1649
Anm.: Sohn des Harderwijker Bürgermeisters Alphert Brinck (gest. 1617); Studium in Paris (1602) und Leiden (1604/05); Reisen nach Deutschland, die Schweiz und England (1607); 1612/13 Sekretär des niederländischen Gesandten in Konstantinopel; ab 1618 Rentmeister und seit 1619 mehrfach Bürgermeister von Harderwijk; ab 1648 erster Bibliothekar der Universität in Harderwijk.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Konrad Alexander Magnus von Burgsdorff

geb. 1595
gest. 1652
Anm.: Sohn des Alexander Magnus von Burgsdorff (1567-1620); Erbherr auf Goldbeck, Buckow, Oberstorf und Groß-Machenow; ab 1609 gemeinsame Erziehung mit Kurprinz Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640) am Berliner Hof; 1614-1617 erste militärische Erfahrungen; ab 1620 Capitain der kurfürstlichen Leibgarde; seit 1623 Obristleutnant des brandenburgischen Reiterkontingents im Obersächsischen Kreisheer; ab 1626 Kommandeur des kurfürstlichen Leibregiments zu Fuß; seit 1631 kurbrandenburgischer Kriegsrat und Obrist; als Gegner des Grafen Adam von Schwarzenberg (1584-1641) zeitweise Verbannung als Kommandant nach Küstrin (Oktober 1638); 1642-1652 Geheimer Rat und erster Minister, kurfürstlicher Oberkammerherr (Oberkämmerer) und Oberkommandant aller kurmärkischen Festungen; Johanniterkomtur zu Lagow; ab ca. 1651 Dompropst in Halberstadt; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Einfältige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1595
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gutsbesitzers Mychajl Chmelnyzkyj; Ausbildung am Jesuitenkolleg in Tschyhyryn; danach Kriegsdienst im Kosakenherr; seit 1648 Hetman der Kosaken und Anführer von deren Aufstand gegen Polen-Litauen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Concino Concini
Marquis Concino d' Ancre

geb. 1569
gest. 1617
Anm.: Sohn des Florentiner Adligen Giovanni Battista Concini (1532-1605); ab 1610 wichtigster Berater der Königin Maria von Frankreich (1575-1642), Conseiller d'État und Premier Gentilhomme de la chambre du Roi sowie Marquis d'Ancre; seit 1613 Maréchal de France; 1617 Ermordung.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Alvise (1) Contarini

geb. 1597
gest. 1651
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Tommaso Contarini; ab 1618 Tätigkeit in der Administration der Republik Venedig; seit 1623 Mitglied des Großen Rates (Maggior Consiglio); ordentlicher bzw. außerordentlicher venezianischer Gesandter in den Vereinigten Niederlanden (1624-1626), London (1626-1629), Paris (1629-1632), Rom (1632-1635) und Konstantinopel (1636-1641); 1643-1649 Mediator auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte
Alvise (2) Contarini

geb. 1601
gest. 1684
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Nicolò Contarini (1563-1648); zunächst Tätigkeit in der Administration der Republik Venedig; venezianischer Gesandter in Den Haag (1632/33), Paris (1634-1637), Madrid (1638-1641) und Rom (1645-1648); ab 1653 Prokurator von San Marco; seit 1676 Doge der Republik Venedig.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Baptist von Crane

geb. ca. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Küsters Johann Crane aus Gesecke/Westfalen; 1622/23 Lic. jur. utr.; 1626 Rat in der Lehnkammer des Stifts Essen; 1628 kurkölnischer Agent in Wien; ab 1633 Reichshofrat; außerdem kaiserlicher Gesandter u. a. bei den Osnabrücker Friedensverhandlungen (1643-1648), auf dem Nürnberger Exekutionskongress (1649-1651), dem Regensburger Reichstag (1653/54), dem Frankfurter Deputationstag (1655-1657) und als kaiserlicher Konkommissar auf dem Immerwährenden Reichstag zu Regensburg (1663/64); 1652 Nobilitierung.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich II. von Schleswig-Holstein
Administrator Friedrich II. von Bremen
Administrator Friedrich II. von Verden
Graf Friedrich I. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1623-1629 und 1634-1644 Administrator des Hochstifts Verden; 1634-1648 Administrator des Erzstifts Bremen; 1647 Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein; ab 1648 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1667 zudem regierender Graf von Oldenburg und Delmenhorst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Servilius Damocrates

Anm.: Griechischstämmiger Arzt und medizinischer Dichter, der im mittleren bis späten 1. Jahrhundert n. Chr. in Rom lebte.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Magnus Gabriel De la Gardie af Läckö

geb. 1622
gest. 1686
Anm.: Sohn des schwedischen Reichsmarschalls Graf Jakob Pontusson De la Gardie (1583-1652); schwedischer Obrist (1645), General (1648) und Reichsmarschall (1651); 1646 Sondergesandter in Frankreich; seit 1647 Reichsrat; 1648-1650 Gouverneur des Meißnischen Estats zu Leipzig; 1649-1651 und 1655-1657 Generalgouverneur von Schwedisch-Livland; 1651 Hofmarschall; 1652 Reichskammerrat und Präsident des Kammerkollegiums; 1652-1660 Reichsschatzmeister; 1660-1680 Reichskanzler; 1680-1684 Reichsdrost.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
August Adolf von Drandorf

geb. ca. 1590
gest. 1656
Anm.: Sohn des Wolf Friedrich von Drandorf (gest. 1632) auf Belgern; kursächsischer Obristleutnant (1631), Obrist (1635-1650) und Generalwachtmeister (1649); Kommandant von Leipzig (1636-1638), Magdeburg (1638-1646) und Großenhain (1648-1650); 1649/50 kursächsischer Gesandter auf dem Nürnberger Exekutionskongress; 1644 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Charles Du Bois
Baron Charles d' Avaugour

geb. 1600
gest. 1657
Anm.: Unehelicher, doch 1615 legitimierter Sohn des Claude d'Avaugour, Comte de Vertus (1581-1637); ab 1629 französischer Diplomat; 1633-1641 diplomatische Missionen im Heiligen Römischen Reich, Dänemark, Schweden, Polen und bei den Generalstaaten; 1643-1648 französischer Resident bei der Armee Schwedens; 1643-1649 zudem schwedischer Obrist; 1649-1651 französischer Gesandter auf dem Nürnberger Exekutionskongress; seit 1654 Botschafter in Stockholm.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Paul Ehling
Paul Junghans

gest. 1649
Anm.: Geboren in Holstein; spätestens seit 1638 Schreiber bzw. Kammerschreiber der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister sowie Rat in Bernburg; seit 1634 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Georg Enderling

geb. 1583
gest. 1664
Anm.: Geboren in Zerbst; Magister; 1618-1620 Schulkonrektor in Bernburg; Pfarrer in Altenburg bei Nienburg/Saale (1620-1635) und an der Bernburger Nikolaikirche (seit 1635); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 241.
König Karl I. von England
König Karl I. von Schottland
König Karl I. von Irland

geb. 1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England) (1566-1625); ab 1625 König von England, Schottland und Irland; 1649 durch das Parlament des Hochverrats angeklagt und hingerichtet; seit 1611 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Juan Gaspar Enríquez de Cabrera y Sandoval
Duque Juan Gaspar de Medina de Rioseco
Conde Juan Gaspar de Melgar

geb. 1625
gest. 1691
Anm.: Sohn des Juan Alfonso Enríquez de Cabrera y Colonna, Duque de Medina de Rioseco (1594/99-1647); ab 1647 Duque de Medina de Rioseco und Conde de Melgar sowie (erblicher) Admiral von Kastilien; Mitglied des spanischen Kriegs- und Staatsrats; 1660-1664 Mayordomo mayor des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); 1675-1683 Caballerizo mayor des Königs Karl II. von Spanien (1661-1700).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
August Ernst (1) von Erlach

geb. 1616
gest. 1684
Anm.: Sohn des Burkhard von Erlach (1566-1640); Erbherr auf Altenburg (bei Nienburg/Saale); 1636-1640 und 1641-1644 in kaiserlichen Kriegsdiensten, dazwischen Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später anhaltischer Landrat und Direktor des Stipendienwesens.
August Siegmund von Erlach

geb. 1648
gest. 1648
Anm.: Sohn des August Ernst von Erlach (1616-1684).
Johann Ludwig von Erlach

geb. 1595
gest. 1650
Anm.: Sohn des Rudolf von Erlach (1563-1617); 1611-1616 Page des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); zunächst im Kriegsdienst für die Republik Venedig (1616), dann als Fähnrich bzw. Hauptmann der Protestantischen Union und böhmischen Konföderierten (1618-1620); 1621 Major unter Markgraf Johann Georg von Brandenburg-Jägerndorf (1577-1624); 1622 Hauptmann unter Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); 1622/23 Obristleutnant unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); zeitweise Kammerjunker und Hofmeister des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg; 1625-1627 schwedischer Obrist und Generalquartiermeister; Mitglied des Großen (1627-1629) und Kleinen Berner Rates (1629-1638); 1630/31 in französischen Kriegsdiensten; 1633-1638 Oberbefehlshaber der Berner Truppen im Aargau; Obrist (1637) und Generalmajor (1638) unter Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639) und seit 1638 Gouverneur von Breisach; nach dem Tod des Herzogs einer der Führer von dessen Weimarischer Armee in französischen Diensten (1639-1647); später Generalleutnant (1647) und Kommandant (1649) der französischen Armee im Reich; 1650 Maréchal de France.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Sibylla Eleonora von Erlach
Geburtsname: Sibylla Eleonora von Börstel

geb. 1619
gest. 1670
Anm.: Tochter des Heinrich von Börstel (1581-1647); 1635-1642 Kammerjungfer der unverheirateten Schwestern Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1642 Ehe mit August Ernst von Erlach (1616-1684).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
François-Annibal d' Estrées
Bischof François-Annibal von Noyon
Marquis François-Annibal de Cœuvres
Duc François-Annibal d' Estrées

geb. ca. 1573
gest. 1670
Anm.: Sohn des Antoine d'Estrées, Marquis de Cœuvres (gest. 1609); ab 1594 Marquis de Cœuvres; 1594-1596 Bischof von Noyon; seit 1597 militärische Laufbahn bis zum Maréchal de camp (1622), Maréchal de France (1626) und Oberbefehlshaber über die französische Rheinarmee (1632); ab 1599 Lieutenant-général der Ile de France und Gouverneur von Laon; 1619-1622 ordentlicher französischer Botschafter in der Schweiz, in Rom und Venedig; 1636-1648 außerordentlicher französischer Botschafter in Rom; seit 1648/63 erster Duc d'Estrées und Pair de France.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Ranuccio II Farnese
Duca Ranuccio II di Parma e Piacenza
Duca Ranuccio II di Castro

geb. 1630
gest. 1694
Anm.: Sohn des Odoardo I Farnese, Duca di Parma e Piacenza (1612-1646); seit 1646 Duca di Parma e Piacenza und 1646-1649 Duca di Castro (bis 1648 unter Vormundschaft).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Königin Anna von Frankreich und Navarra
Geburtsname: Infantin Anna von Spanien

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Tochter des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); 1615-1643 Ehe mit König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); 1643-1651 Regentin von Frankreich.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Ludwig XIII. von Frankreich
König Ludwig II. von Navarra

geb. 1601
gest. 1643
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); seit 1610 König von Frankreich und Navarra (bis 1617 unter Regentschaft seiner Mutter Maria).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Königin Maria Theresia von Frankreich und Navarra
Geburtsname: Infantin Maria Theresia von Spanien

geb. 1638
gest. 1683
Anm.: Tochter des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); seit 1660 Ehe mit König Ludwig XIV. von Frankreich (1638-1715).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Bartholomäus Friedrich

gest. 1664
Anm.: Geboren in der Oberpfalz; Pfarrer in Preußlitz (1636-1642) und Baalberge (seit 1642); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 252.
Gideon Friedrich

geb. 1648
Anm.: Sohn des Baalberger Pfarrers Bartholomäus Friedrich (gest. 1664).
Johann von Geyso

geb. 1593
gest. 1661
Anm.: Sohn des hessischen Rentmeisters Peter Geyse (1555-1613) in Borken; zunächst in niederländischen, schwedischen, polnischen und russischen Kriegsdiensten; 1620 böhmisch-konföderierter Hautmann; danach Rittmeister unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626) bzw. Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); 1626-1628 dänischer Major; ab 1628 landgräflicher Amtmann in Eschwege; hessisch-kasselischer Generalquartiermeister und Obristleutnant (1630), Obrist (1630), Generalmajor (1644) und Generalleutnant (1647); seit 1648 Geheimer Kriegsrat und Gouverneur von Kassel; 1658 Nobilitierung.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Georg Glaum
Georg Glaun

gest. 1656
Anm.: Spätestens 1624 bis 1637 fürstlicher Jäger und Hegereiter in Bernburg; seit 1637 Kämmerer in der Bernburger Bergstadt; zuletzt Brauer und Ratsherr in Zerbst.
Petrus Gothus
Peter Goth(a)

geb. 1599
gest. 1670
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Petrus Gothus; 1625 Pestprediger in Bernburg und Koadjutor an der Nikolaikirche; Pfarrer in Schielo (1626-1633), Poley (1633-1642), Baalberge (1636-1642) und Ballenstedt (seit 1642); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 261.
Alexander von Greiffenclau zu Vollrads

gest. 1648
Anm.: Sohn des Trierer Chorbischofs Johann von Greiffenclau zu Vollrads (1575-1646); ab 1631 kaiserlicher Rat; später Appellationsrat in Böhmen; diplomatische Missionen in Preußen und Polen; seit 1643 kaiserlicher Resident in Konstantinopel.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christian Groß(e)

gest. 1654
Anm.: Sohn des Schieloer Bauern Andreas Große (gest. vor 1647); ab 1633 in Diensten des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1638 Lakai von dessen Gemahlin Eleonora Sophia (1603-1675); danach bis 1642 fürstlicher Lakai in Bernburg; seit 1642 Haushalter und Unterkammerdiener sowie um 1643 Kammerdiener und Lakai von Fürst Christian II. (bis 1646); um 1647/50 fürstlicher Bediensteter in Bernburg; um 1651/54 Schneidermeister in Bernburg.
Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1647/56 auch Apotheker.
Gil(les) de Haes

geb. 1597
gest. 1657
Anm.: Sohn des Bürstenhändlers Jean de Haes in Gent; zunächst Bäckerjunge in Gent; ca. 1623-1630 in spanischen Kriegsdiensten; danach kaiserlicher Obristleutnant (1630), Obrist (1632) und Generalfeldwachtmeister (1639); kurbayerischer Generalwagenmeister (1640) und Feldmarschallleutnant (1644); 1645-1652 venezianischer General; dann Gouverneur von Zara (Zadar).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. Hahn (1)

Anm.: Kind des fürstlichen Sattelknechts Martin Hahn.
N. N. Hahn (2)

Anm.: Kind des fürstlichen Sattelknechts Martin Hahn.
N. N. Hahn (3)

Anm.: Kind des fürstlichen Sattelknechts Martin Hahn.
N. N. Hahn (4)

Anm.: Kind des fürstlichen Sattelknechts Martin Hahn.
Martin Hahn

gest. 1648
Anm.: Geboren in Mecklenburg; zunächst nacheinander Bediensteter des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636) und des Fürsten Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632); seit 1632 fürstlicher Sattelknecht in Bernburg.
Martin Hanckwitz

gest. 1675
Anm.: Geboren in Preußen; später Bürger in Nienburg/Saale; 1640 Interimslehrer und dann bis 1650 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718), ab 1648 auch für deren Bruder Karl Ursinus (1642-1660); um 1651/52 fürstlicher Sekretär in Bernburg; seit 1652 Ratskämmerer in Köthen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Georg Achatz Heher

geb. 1601
gest. 1667
Anm.: Sohn des Jursiten Georg Heher aus Nürnberg; Studium in Altdorf (1616-1620; Dr. jur. 1623) und Jena (1622); ab 1624 Advokat in Nürnberg; seit 1628 Assessor am dortigen Untergericht sowie Konsulent in Altmühl; ab 1630 Stadtgerichts-Konsulent in Nürnberg; seit 1632 Rat der schwedischen Regierung in Würzburg; 1633 Vizekanzler und Direktor der Regensburger Kriegskanzlei unter Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); seit 1636 erneut Konsulent in Nürnberg; ab 1640 sächsisch-gothaischer Hofrat; 1645-1648 Gesandter der Herzöge von Sachsen-Weimar und Sachsen-Gotha, der Fürsten von Anhalt sowie der Reichsstadt Nürnberg auf dem Westfälischen Friedenskongress; seit 1648 sächsisch-gothaischer Oberamtmann in Königsberg, Heldburg, Eisfeld und Veilsdorf; 1649/50 Gesandter der ernestinischen Herzöge auf dem Nürnberger Exekutionskongress; 1653/54 sächsisch-gothaischer und anhaltischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; ab 1659 gräflich-schwarzburgischer Kanzler in Rudolstadt; 1644 Verleihung der Hofpfalzgrafenwürde; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mittheilende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Landgraf Ernst von Hessen-Rheinfels
Landgraf Ernst von Hessen-Kassel

geb. 1623
gest. 1693
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1641 Volontär in französischen Kriegsdiensten; danach hessisch-kasselischer Kapitän (1642), Obristleutnant (1643), Obrist (1645) und Generalwachtmeister (1648); seit 1649 Titularlandgraf von Hessen-Rheinfels unter der Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel; 1651 Konversion zum katholischen Glauben; Erbe der Mediat-Landgrafschaften Hessen-Eschwege (1655) und Hessen-Rotenburg (1658); 1663 Ernennung zum kaiserlichen Feldmarschallleutnant (Stellung jedoch nicht angetreten).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Hessische Biographie
Hezarpare Ahmed Pascha
Tezkereci Ahmed Pascha

gest. 1648
Anm.: Geboren in Istanbul als Sohn eines Soldaten; 1646/47 Defterdar (oberster Finanzbeamter) und seit 1647 Großwesir des Osmanischen Reiches; 1648 Hinrichtung wegen Bestechlichkeit und Korruption.
Godefroid Hotton

geb. 1596
gest. 1656
Anm.: Geboren in Stavelot (bei Lüttich); Studium der reformierten Theologie in Heidelberg und Genf (bis 1621); später Prediger in Frankenthal, Aix und Bremen (bis 1629); danach Pfarrer der wallonisch-reformierten Gemeinden in Limbourg (bis 1633) und Amsterdam (seit 1634).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Isabella von N. N.

Anm.: Nicht näher identifizierbare adlige Frau.
Christoph (1) Jahn

geb. ca. 1581
gest. 1649
Anm.: Sohn des Bernburger Konrektors Christoph Jahn (1550-1608); seit 1615 Diakon in Ballenstedt; 1639-1645 zugleich Vakanzvertreter der Pfarrei in Badeborn; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 298.
Sebastian Jahrs
Sebastian Jahns
Sebastian Janus

gest. 1652
Anm.: Zunächst fürstlicher Amtsschreiber in Harzgerode, dann in Ballenstedt (1628-1637); ca. 1638-1643 halberstädtischer Amtmann von Gatersleben; um 1648/52 kurbrandenburgischer Amtmann von Gatersleben; daneben zeitweise in schwedischen Diensten.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Jesaja

Anm.: Biblischer Prophet.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Jesus Christus
Jesus von Nazareth

Anm.: Biblische Figur.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
İslâm III. Giray Khan (Krim)

geb. 1604
gest. 1654
Anm.: Sohn des Krim-Khans Selâmet I. Giray (1558-1610); seit 1644 Krim-Khan.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Anna Amalia von Knoch(e)
Geburtsname: Anna Amalia von Börstel

geb. 1610
gest. 1651
Anm.: Tochter des Heinrich von Börstel (1581-1647); spätestens ab 1631 Kammerjungfer des Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg (1604-1640); seit 1643 Ehe mit Christian Ernst von Knoch (1608-1655).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christian Ernst von Knoch(e)

geb. 1608
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kaspar Ernst von Knoch (1582-1641); Erbherr auf Trinum; 1631-1639 in Kriegsdiensten, zuletzt als kursächsischer Obristleutnant und Generaladjutant (um 1637); ab 1641 Landeshauptmann des Teilfürstentums Anhalt-Zerbst; seit 1643 anhaltischer Gesamtrat; 1645-1650 Geheimer Rat des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1650 Direktor der Köthener Vormundschaftsregierung; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Weichende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kaspar Ernst von Knoch(e)

geb. 1582
gest. 1641
Anm.: Sohn des Kaspar von Knoch (gest. 1588/89); Erbherr auf Trinum; 1597-1602 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); 1606-1632 Amtshauptmann von Harzgerode und Güntersberge; 1632-1636 schwedischer Rat und Amtshauptmann der halberstädtischen Ämter Oschersleben und Schlanstedt; ab 1636 Angehöriger des engeren Ständeausschusses im Fürstentum Anhalt; seit 1639 anhaltisch-dessauischer Geheimer Rat und Hofmarschall sowie Amtshauptmann von Sandersleben und Freckleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ausbreitende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
König (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand IV.
König Ferdinand IV. von Böhmen
König Ferdinand IV. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand IV. von Österreich

geb. 1633
gest. 1654
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand III. (1608-1657); ab 1646 König von Böhmen; seit 1647 König von Ungarn; ab 1653 römisch-deutscher König; seit 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Hans Christoph von Königsmarck

geb. 1600
gest. 1663
Anm.: Sohn des Konrad von Königsmarck (gest. vor 1621) auf Kötzlin; ab 1616 Page am Woffenbütteler Hof; 1620-1630 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Fähnrich; schwedischer Rittmeister (1631), Major (1633), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1640), Generalleutnant (1645) und Feldmarschallleutnant (1648); seit 1645 Generalgouverneur der Stifter Bremen und Verden; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Grafenstand; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Streitende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann (2) Köppen

geb. nach 1612
gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Kanzlei- und Justizrats Johann Köppen (1584-1641); Studium in Wittenberg (1626), Zerbst (1630) und Marburg (1633-1636); Lic. jur.; danach Syndikus und Prof. juris et politices am Gymnasium illustre in Zerbst; ab 1642 anhaltisch-zerbstischer Hofrat; 1657-1664 anhaltischer Gesamtrat; seit 1664 kurbrandenburgischer Geheimer Rat; ab 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Dritte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kasimir Dietrich von Krage

geb. 1615
gest. 1667
Anm.: Sohn des Heinrich von Krage (gest. 1630); Erbherr auf Gödnitz und Schrenz; 1631-1635 in schwedischen Kriegsdiensten, u. a. als Fähnrich (1634); 1635-1637 kursächsischer Kornett; vor 1650 fürstlicher Hofjunker, ab 1650 Kammerjunker und um 1654 Stallmeister in Zerbst; seit 1658 Zerbster Amtshauptmann; ab 1665 anhaltisch-zerbstischer Hofmarschall, Landeshauptmann und Kammerrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlbestehende"); vgl. Johann Dürr: Scutum Fidei Nobilissimum [...], Zerbst 1667, fol. G r-Hij v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Jakob Anton von Krosigk

geb. 1624
gest. 1704
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1640-1650 in schwedischen Kriegsdiensten, anfangs als Volontär, später als Kornett (1642); 1654-1661 kurbrandenburgischer Gardehauptmann; ab 1682 anhaltischer Landrat; seit 1693 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; vgl. Daniel Müller: Schuldige letzte Ehren- und Dienst-Erweisung [...], Zerbst 1706, Bl. [K2]v-M2v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Ludolf Lorenz von Krosigk

geb. 1627
gest. 1673
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1646-1650 in schwedischen Kriegsdiensten; um 1651/52 Hofjunker der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); 1653-1656 französischer Rittmeister; danach kurbrandenburgischer Obristwachtmeister (1657) und Generaladjutant; ab 1661 Hofmeister bei Herzog Rudolf August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); braunschweigisch-lüneburgischer Obristleutnant (1665) und Obrist; seit 1671 kurbrandenburgischer Kammerherr; ab 1672 Obrist und Kriegsrat; seit 1653 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabende"); vgl. Daniel Müller: Kurtzer Trauer-Sermon Von der Gebrechligkeit Menschliches Lebens [...], Köthen [1675], o. S.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Matthias von Krosigk

geb. 1616
gest. 1697
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben, Rathmannsdorf, Merbitz, Queis und Groß Salze; 1638/39 in kaiserlichen und kursächsischen Kriegsdiensten; 1648/49 Hofmeister des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Gottorf, Administrator von Lübeck (1606-1655); 1650 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; 1665 erzstiftisch-magdeburgischer Kriegskommissar des Saalkreises; ab 1683 kurbrandenburgischer Landkammerrat im Herzogtum Magdeburg; seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verbesserte"); vgl. August Hertzog: Wahl- Denck- und Trost-Spruch Eines Frommen und Wohlbetagten [...], Halle 1698, Bl. [H2]v-Lv.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Volrad (2) von Krosigk

geb. 1612
gest. 1660
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1631-1640 Kriegsdienst u. a. als Kornett unter Herzog Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641), kursächsischer Leutnant (40 Monate), kaiserlicher Capitain-Leutnant (10 Monate), Rittmeister und Obristwachtmeister (um 1638/40); ab 1642 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nötige"); vgl. Georg Lautenschläger: Mors Christianorum nunqvam præmatura [...], Leipzig 1661, fol. L r-Miv v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Maksym Krywonis

geb. ca. 1600
gest. 1648
Anm.: Ukrainischer Kosakenobrist und Heerführer der Saporoger Kosaken zu Beginn des Aufstandes von Hetman Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj (1595-1657) gegen die Herrschaft von Polen-Litauen.

Weiterführende Informationen in VIAF
Dorothea Kuhne
Dorothea Hahn
Geburtsname: Dorothea Döhnert

Anm.: Tochter des Bernburger Bürgers Georg Döhnert; 1640-1648 erste Ehe mit dem fürstlichen Sattelknecht Martin Hahn (gest. 1648); seit 1650 zweite Ehe mit dem fürstlichen Sattelknecht Michael Kuhne.
Graf Johann Maximilian von Lamberg

geb. 1608
gest. 1682
Anm.: Sohn des Georg Sigmund von Lamberg (1565-1632); ab 1631 kaiserlicher Kämmerer; 1637-1649 Reichshofrat; 1644-1649 kaiserlicher Prinzipalgesandter bei den Osnabrücker Friedensverhandlungen; 1653-1660 kaiserlicher Botschafter in Madrid; seit 1657 Geheimer Rat; 1661-1675 Obristkämmerer; ab 1675 Obersthofmeister und Geheimer Konferenzminister; 1641 Erhebung in den Grafenstand; seit 1655 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Graf Wilhelm von Lamboy
Comte Guillaume de Lamboy

geb. ca. 1600
gest. 1659
Anm.: Sohn des Wilhelm von Lamboy (gest. 1636); zunächst in spanischen Kriegsdiensten; danach kaiserlicher Obrist (1632), Generalfeldwachtmeister (1634), Feldzeugmeister (1641) und Feldmarschall (1645); 1647-1649 Kommandeur der kaiserlichen Truppen im Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis; Erhebung in den Freiherren- (1634) und Grafenstand (1649).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Christoph Jakob Langjahr von Puchberg

geb. 1611
gest. 1656
Anm.: Geboren in Wels, vermutlich als Sohn des kaiserlichen und herzoglich-württembergischen Rats Zacharias Langjahr von Puchberg (1586/87-1623); Studium in Tübingen (1627); Capitain unter Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); zuletzt Hofrat des Herzogs August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666); vgl. Joachim Bode: Aller frommen Christen Reise und Heimfahrt aus dieser Welt [...], Wolfenbüttel 1656, S. 26-29

Weiterführende Informationen
Margaretha Elisabeth Langjahr von Puchberg
Geburtsname: Margaretha Elisabeth von Metzradt

Anm.: Tochter des Obristwachmeisters Anton von Metzradt; seit ca. 1648 Ehe mit Christoph Jakob Langjahr von Puchberg (1611-1656); vgl. Joachim Bode: Aller frommen Christen Reise und Heimfahrt aus dieser Welt [...], Wolfenbüttel 1656, S. 27.
Johannes Leuthner

gest. 1650
Anm.: Sohn des Jägerndorfer Diakons und Rösnitzer Pfarrers Johannes Leuthner d. Ä.; 1623 Flucht aus Jägerndorf/Schlesien nach Anhalt; seit 1626 Pfarrer in Harzgerode; außerdem 1631-1632 Feldprediger im Regiment des Fürsten Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632) bzw. 1634/35 von dessen Bruder Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 335.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Daniel Lindau

geb. 1588
gest. 1670
Anm.: Sohn des Aschersleber Bürgers Marcus Lindau (gest. 1623); Kämmerer und Oberreitherr (um 1629/30), Schultheiß (um 1644/45) und spätestens seit 1648 achtmal Bürgermeister der Stadt Aschersleben.
Adam Ludwig

Anm.: Seit 1648 fürstlicher Stall- und Reitknecht in Bernburg (noch 1650).
Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Daniel Marggraf

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Dröbeler Lehrers Philipp Marggraf (gest. 1645); ab 1637 Studium am Zerbster Gymnasium Illustre; 1643-1663 Pfarrer in Waldau; 1663/64 übergangsweise Schulrektor in Bernburg; seit 1664 Pfarrer an der Bernburger Nikolaikirche; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 347.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann von Mario zu Gammerslewe
Johan van Mario

geb. ca. 1574
gest. 1651
Anm.: Ab 1598 in den Niederlanden lebender Italiener; 1619/20 Obristleutnant unter Graf Georg Friedrich von Hohenlohe-Weikersheim (1569-1645) bzw. Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); seit 1622 im Dienst der Fürsten von Oranien, zuletzt als Obrist (um 1629/30); 1624/25 Hofmeister des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg; ab 1624 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Goldgelbe").
Matthias (4) N. N.

Anm.: Bis 1648 Leidener Kammerdiener des böhmischen Exulanten Radislaw Kinsky von Wchinitz und Tettau (1582-1660); seit 1648 Prinzen-Kammerdiener in Bernburg (noch 1649).
Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Eleonora Maria von Mecklenburg-Güstrow
Geburtsname: Fürstin Eleonora Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1600
gest. 1657
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und älteste Schwester Christians II.; 1626-1636 Ehe mit Herzog Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); ab 1637 Witwensitz in Strelitz; seit 1617 Angehörige und ab 1627 Patronin der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Tapfere").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow

geb. 1590
gest. 1636
Anm.: Sohn des Herzogs Johann VII. von Mecklenburg (1558-1592); 1610-1621 gemeinsam mit seinem Bruder Adolf Friedrich (1588-1658) regierender Herzog von Mecklenburg; 1621-1628 und ab 1631 alleinregierender Herzog von Mecklenburg-Güstrow (1628-1631 Ersetzung durch Wallenstein); seit 1628 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vollkommene").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin
Administrator Adolf Friedrich von Schwerin

geb. 1588
gest. 1658
Anm.: Sohn des Herzogs Johann VII. von Mecklenburg (1558-1592); 1592-1610 regierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin (bis 1608 unter Vormundschaft); 1610-1621 gemeinsam mit seinem Bruder Johann Albrecht II. (1590-1636) regierender Herzog von Mecklenburg; 1621-1628 und ab 1631 alleinregierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin (1628-1631 Ersetzung durch Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein, Herzog von Friedland); 1634-1648 Administrator von Schwerin; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Herrliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Ferdinando II de' Medici
Granduca Ferdinando II di Toscana

geb. 1610
gest. 1670
Anm.: Sohn des Cosimo II de' Medici, Granduca di Toscana (1590-1621); seit 1621 Granduca di Toscana (bis 1628 unter Vormundschaft).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Claude de Mesmes
Comte Claude d' Avaux

geb. 1595
gest. 1650
Anm.: Sohn des Jean-Jacques de Mesmes (1560-1642); ab 1617 Mitglied im Grand Conseil; seit 1623 Maître des requêtes und Conseiller d'État; französischer Gesandter in Venedig (1627-1632) und Rom (1632-1634); 1634-1637 diplomatische Missionen in Dänemark, Polen und Schweden; 1637-1642 außerordentlicher Gesandter bei den Hansestädten (Hamburg); 1644-1648 französischer Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; ab 1649 Surintendant des finances; seit 1638 Comte d'Avaux.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Hans Meyer

Anm.: Um 1647/49 fürstlicher Bote in Bernburg.
Martin Milag(ius)

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Schreibers Jakob Milag (1561-1637) aus Triestewitz bei Torgau; 1619-1622 Rechtsstudium in Frankfurt/Oder; 1622 Lic. jur.; 1623-1626 Advokat in Zerbst; 1626-1632 Amtmann von Bernburg; ab 1631 auch anhaltisch-bernburgischer Rat; 1632-1634 Rat im Hochstift Halberstadt unter dem schwedischen Statthalter Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dessen und Fürst Augusts von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) Rat; seit 1635 anhaltischer Gesamtrat; daneben anhaltisch-zerbstischer (1637-1645) und anhaltisch-dessauischer Kanzler (ab 1654); zudem anhaltischer Gesandter auf dem Frankfurter Konvent (1634), auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück (1645-1648) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mindernde").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Francesco da Molin

geb. 1575
gest. 1655
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Marino da Molin; ab 1608 venezianischer Schiffskapitän; 1613 Provveditore straordinario in Orzinuovi; 1616 Provveditore sopra il lago di Garda; 1616-1618 Commissario in Golfo e Corfù; 1617 zugleich Commissario in armata; 1620 Prokurator des Dominikanerklosters San Zanipolo; 1622-1625 Provveditore generale in Dalmazia e Albania; 1627-1633 Provveditore generale e inquisitore für Kreta; 1634 Prokurator von San Marco de supra und an S. Maria della Salute; 1635 und 1644 Provveditore sopra i monasteri; 1636 Inquisitore sopra il campadego; 1640 und 1643 Cassiere della procuratia di S. Marco de supra; 1645 Provveditore generale da Mar sowie Capitano generale; seit 1646 Doge der Republik Venedig.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf bzw. Fürst Hermann Otto von Nassau-Hadamar

geb. 1627
gest. 1660
Anm.: Sohn des Grafen Johann Ludwig von Nassau-Hadamar (1590-1653); Domherr in Köln (ab 1634), Straßburg (seit 1639), Trier (ab 1640), Mainz (seit 1642), Hildesheim (1648-1656) und Halberstadt (ab ca. 1650); 1648 Überbringer der Nachricht vom Westfälischen Frieden an Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); seit 1650 Kanoniker von St. Viktor vor Mainz und Propst zu St. Patrokli in Soest; 1650 Erhebung in den Fürstenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Graf bzw. Fürst Johann Ludwig von Nassau-Hadamar

geb. 1590
gest. 1653
Anm.: Sohn des Grafen Johann VI. von Nassau-Dillenburg (1536-1606); 1607-1650 regierender Graf und ab 1650 erster Fürst von Nassau-Hadamar; 1629 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1629 kaiserlicher Kämmerer; ab 1636 Reichshofrat; seit 1643 Geheimer Rat von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1643-1649 kaiserlicher Primargesandter für die Verhandlungen mit Frankreich beim Westfälischen Friedenskongress; ab 1614 Ritter des Hosenbandordens; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erklärende"); ab 1647 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Neptun

Anm.: Gottheit der römischen Mythologie.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Jean-Louis (2) de Nogaret de La Valette

geb. ca. 1597
gest. 1650
Anm.: Unehelicher Sohn des Jean-Louis de Nogaret de La Valette, Duc d'Épernon (1554-1642); französischer Maréchal de camp (1625) und Lieutenant-Général des Armées du Roi (1648); seit 1645 venezianischer Lieutenant-Général; Gouverneur der Guyenne und Provence.
Karl Heinrich von Nostitz

geb. 1613
gest. 1684
Anm.: Sohn des Heinrich von Nostitz (1563-1629); vor 1632 Page bei seinem Vetter Johann von Axt; 1632-1634 Kammerpage des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1634-1636 Musketier, Student der Ritterakademie und Kammerjunker in Orange; 1636-1641 Kammerjunker und seit 1639 zugleich Stallmeister Christians II., den er auf Reisen nach Polen, in die Niederlande, ins Reich und nach Frankreich begleitete; 1641 Rückkehr in die Oberlausitz; ab 1644 Landeskommissar im Kreis Bautzen; seit 1650 auch Hofgerichtsassessor; ab 1672 kursächsischer Kämmerer; seit 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Glatte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Graf Axel Gustafsson Oxenstierna af Södermöre

geb. 1583
gest. 1654
Anm.: Sohn des schwedischen Reichsrats Gustaf Gabrielsson Oxenstierna (1551-1597); ab 1604 königlicher Kammerjunker; seit 1609 Reichsrat; ab 1612 schwedischer Reichskanzler; 1632/34-1644 Mitglied der Vormundschaftsregierung für Königin Christina von Schweden (1626-1689); 1645 Erhebung in den Grafenstand; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gewünschte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Johan Axelsson Oxenstierna af Södermöre

geb. 1611
gest. 1657
Anm.: Sohn des schwedischen Reichskanzlers Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654); ab 1632 schwedischer Obrist und mehrere diplomatische Missionen für seinen Vater; seit 1639 Reichsrat; 1643-1649 Prinzipalgesandter Schwedens auf dem Westfälischen Friedenskongress; 1650-1652 Generalgouverneur in Schwedisch-Pommern; ab 1654 Reichsmarschall und Graf af Södermöre.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Olimpia (1) Pamphilj
Olimpia Nini
Geburtsname: Olimpia Maidalchini

geb. 1591
gest. 1657
Anm.: Tochter des Sforza Maidalchini (1561-1623); 1608-1611 erste Ehe mit Paolo Nini (1588-1611); 1612-1639 zweite Ehe mit Pamphilio Pamphilj (1563/64-1639); Schwägerin und enge Beraterin von Papst Innozenz X. (1574-1655).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Pfalzgräfin Elisabeth von Pfalz-Simmern
Äbtissin Elisabeth (1) von Herford

geb. 1618
gest. 1680
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); ab 1661 Koadjutorin und seit 1667 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Herford.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Pfalzgraf Moritz von Pfalz-Simmern

geb. 1621
gest. 1652
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637 in niederländischen Kriegsdiensten; 1638/39 vermutlich zu Studienzwecken in Paris; 1640-1642 in schwedischen Kriegsdiensten; royalistischer Obrist (1642) und Generalleutnant (1643) im englischen Bürgerkrieg; 1646 Rückkehr in die Niederlande; 1648 in niederländischen Kriegsdiensten; seit 1649 Vizeadmiral einer kleinen englisch-royalistischen Flotte unter seinem Bruder Ruprecht (1619-1683), die 1651 zur Freibeuterei überging; 1652 Tod in der Karibik bei einem Schiffbruch; seit 1649 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Pfalzgraf Philipp Friedrich von Pfalz-Simmern

geb. 1627
gest. 1650
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Erziehung in Den Haag und am französischen Hof; danach niederländischer Rittmeister; 1646 Flucht aus den Vereinigten Niederlanden nach der Tötung des französischen Emigranten Jacques de L'Epinay im Duell; zuletzt lothringischer Obrist.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb. 1619
gest. 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647/48 französischer Maréchal de camp; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistischen Flotte, die 1651 zur Freibeuterei überging; 1653-1655 Master of the Horse; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee und des Admirality Committee; ab 1668 Lord High Admiral; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Pfalzgräfin Anna Sophia von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld
Äbtissin Anna Sophia I. von Quedlinburg

geb. 1619
gest. 1680
Anm.: Tochter des Pfalzgrafen Georg Wilhelm von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld (1591-1669); seit 1645 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kaspar (1) Pfau

geb. 1596
gest. 1658
Anm.: Sohn des Kaspar Pfau (gest. 1604); nach 1622 Bediensteter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 Amtmann von Großalsleben (noch 1638); seit 1630 anhaltischer Gesamtrat; um 1632 Amtmann zu Gernrode und Großalsleben sowie fürstlich-anhaltischer Kriegskommissar; ab 1638 auch Landrentmeister, zugleich Amtmann von Gernrode; um 1640 Obereinnehmer; um 1641/42 Landrechnungsrat; seit 1645 Hofrat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anhaltende").

Weiterführende Informationen , Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Konrad Balthasar Pichtel

geb. 1605
gest. 1656
Anm.: Sohn des kurpfälzischen Oberhofzehenden Balthasar Pichtel (gest. 1620); Studium in Altdorf (1620), Wittenberg (1623), Leipzig und Frankfurt/Oder; danach Jurist am Reichskammergericht, in Wittenberg (1628/29), Dresden (1629/30) und Holstein (ab 1630); 1632 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Marburg; seit 1635 Geheimer Rat und Praetor Pupillaris des Grafen Anton Günther von Oldenburg und Delmenhorst (1583-1667); um 1642/43 abgeordneter Berater des Fürsten Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1645-1648 gräflich-oldenburgischer Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress; ab 1642 Mitglied in der Fruchtbringenden Gesellschaft („Der Überwindende“).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Leontij Stepanowitsch Pleschtschejew

gest. 1648
Anm.: Sohn des Woiwoden Stepan Nikititsch Pleschtschejew; Hofbojar und Woiwode des Zaren Alexei (1629-1676); seit 1647 Vorsteher des Semskij Prikas (Behörde für städtische und polizeiliche Angelegenheiten in Moskau); 1648 Ermordung während des Moskauer Salzaufstandes.
König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Prinz Karl Ferdinand von Polen
Bischof Karl Ferdinand von Breslau
Herzog Karl Ferdinand von Schlesien-Neisse
Bischof Karl Ferdinand von Płock
Herzog Karl Ferdinand von Schlesien-Oppeln
Herzog Karl Ferdinand von Schlesien-Ratibor

geb. 1613
gest. 1655
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); ab 1625 Bischof von Breslau und Herzog von Schlesien-Neisse; seit 1640 auch Bischof von Płock; ab 1650 ebenso Herzog von Schlesien-Oppeln und Schlesien-Ratibor (Pfandbesitz).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Königin Louise Maria von Polen
Großfürstin Louise Maria von Litauen
Geburtsname: Maria Luisa Gonzaga di Nevers

geb. 1611
gest. 1667
Anm.: Tochter des Carlo I Gonzaga, Duc de Nevers et Rethel (1580-1637); 1645-1648 erste Ehe mit König Wladislaw IV. von Polen (1595-1648); seit 1649 zweite Ehe mit König Johann II. Kasimir von Polen (1609-1672).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Infant Duarte von Portugal
Duarte de Bragança

geb. 1605
gest. 1649
Anm.: Sohn des Duque Teodósio II de Bragança (1568-1630); 1634-1641 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Generalfeldwachtmeister (1636); seit 1641 als neuer Infant von Portugal kaiserlicher bzw. spanischer Gefangener.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Johann IV. von Portugal
Duque João II de Bragança

geb. 1604
gest. 1656
Anm.: Sohn des Duque Teodósio II de Bragança (1568-1630); ab 1630 Duque de Bragança; seit 1640 König von Portugal.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Infant Theodosius von Portugal
Duque Teodósio III de Bragança
Príncipe Teodósio I do Brasil

geb. 1634
gest. 1653
Anm.: Sohn des Königs Johann IV. von Portugal (1604-1656); ab 1640 Duque de Bragança und Infant von Portugal; seit 1645 Príncipe do Brasil.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Johann Christoph von Puchheim

geb. 1605
gest. 1657
Anm.: Sohn des Johann Christoph von Puchheim (1578-1619); kaiserlicher Obrist (1635), Generalfeldwachtmeister (1638), Feldmarschallleutnant (1644) und Feldmarschall (1648); ab 1632 kaiserlicher Kämmerer; 1639-1642 schwedischer Kriegsgefangener; seit 1643 Hofkriegsrat; ab 1649 Vizepräsident des Hofkriegsrats; seit 1653 Geheimer Rat; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Zerbrechende"); 1657 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Bogusław Radziwiłł
Fürst Boguslavas Radvila

geb. 1620
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten Janusz Radziwiłł (1579-1620); bis 1636 unter Vormundschaft seiner Mutter Elisabeth Sophia (1589-1629) und seines Onkels Krzysztof (1585-1640); 1636 Page am polnischen Königshof; 1640-1642 mit Prinz Johann Kasimir von Polen (1609-1672) in niederländischen Kriegsdiensten; 1643-1648 Aufenthalt in Frankreich und den Niederlanden mit diplomatischer Tätigkeit; ab 1648 Kommandant der königlich-polnischen Leibwache; 1651 Oberbefehl über die deutschen Truppen im polnischen Heer; 1654/55 litauischer Großfeldherr; 1655-1657 Ächtung durch die polnische Krone; 1656 schwedischer Generalfeldmarschall; seit 1656 kurbrandenburgischer Generalleutnant; ab 1657 kurfürstlicher Statthalter im Herzogtum Preußen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Janusz (2) Radziwiłł
Fürst Jonušas (2) Radvila

geb. 1612
gest. 1655
Anm.: Sohn des Fürsten Krzysztof Radziwiłł (1585-1640); 1633-1646 Großkämmerer von Litauen; 1646-1653 Generalstarost von Samogotien; 1646-1654 Feldhetman von Litauen; ab 1653 auch Woiwode von Vilnius; seit 1654 Großhetman von Litauen; ebenso Starost von Kamieniec Litewski, Sejny und Kazimierz.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Christian von Rantzau

geb. 1614
gest. 1663
Anm.: Sohn des königlich-dänischen Statthalters Gerhard von Rantzau (1558-1627) in den Herzogtümern Schleswig und Holstein; 1633/34 dänischer Hofjunker; 1634-1636 Kammerjunker; 1639 Amtmann und ab 1640 Landrat in Rendsburg; 1643-1645 dänischer Generalkriegskommissar; seit 1648 Geheimer Rat; 1648-1661 königlicher Statthalter in Schleswig und Holstein; 1648 zudem Inspektor und ab 1649 Amtmann von Steinburg; seit 1649 auch Landvogt von Süderdithmarschen; ab 1661 königlicher Oberstatthalter in Schleswig und Holstein sowie Präsident des Staatskollegiums (Premierminister); 1650 Erhebung in den Grafenstand; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gezierte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Josias von Rantzau

geb. 1609
gest. 1650
Anm.: Sohn des Breide von Rantzau (1563-1639); zunächst in niederländischen, dänischen, kaiserlichen und schwedischen Kriegsdiensten; danach französischer Colonel (1635), Maréchal de camp (1636), Lieutenant-général (1637), Lieutenant-général des armées du roi (1643) und Maréchal de France (1645); 1645 Konversion zum katholischen Glauben; 1646-1649 Festungskommandant von Dünkirchen; während der Fronde 1649/50 kurzzeitig inhaftiert.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Robert Rich
Earl Robert of Warwick

geb. 1587
gest. 1658
Anm.: Sohn des Robert Rich, 1st Earl of Warwick (1559-1619); 1610/11 und 1614 Mitglied des englischen Parlaments; ab 1619 2nd Earl of Warwick; 1625-1642 Lord Lieutenant und 1640-1642 Custos Rotulorum of Essex; 1642-1649 Oberkommandant der englischen Parlamentsflotte; 1648-1653 Hauptmann von Deal Castle.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Daniel von Rindtorf

geb. ca. 1600
gest. 1679
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); Erbherr auf Großalsleben; um 1645/46 Amtshauptmann von Großalsleben.
Helena von Rindtorf
Geburtsname: Helena Bohusch von Ottoschütz
Helena Bohuš z Otěšic

Anm.: Tochter des böhmischen Adligen Bohuslaus Bohusch von Ottoschütz; 1628 Emigration nach Annaberg in Sachsen; spätestens 1643 Hofjungfer in Bernburg; danach bis 1649 Kammer- bzw. Hofjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675) bzw. der fürstlichen Fräulein; seit 1649 Ehe mit Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Ernst Dietrich von Röder

geb. ca. 1608
gest. 1686
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Wolf Dietrich von Röder (gest. 1624); Erbherr auf Ermsleben; bis 1630 Edelknabe und Kammerjunge des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ca. 1632-1635 Hofjunker und ab 1636 Kammerjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1634 zudem fürstlicher Kriegskommissar in den Ämtern Güntersberge und Harzgerode; bis 1650 anhaltisch-bernburgischer Kriegskommissar; ab 1650 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg von Haus aus; seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Diensthafte").
Martin Röseler
Martin Riselar

gest. 1666
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Christoph Röseler (gest. vor 1643); Bürger und Böttchermeister in Bernburg; spätestens 1643 bis 1650 zugleich Hofböttcher und fürstlicher Mundschenk; 1650 Flucht wegen Ehebruchs; 1666 angeblich in Westindien gestorben.
Johannes (Nikolaus) Rulicius

geb. 1602
gest. 1666
Anm.: Geboren in Kirchberg (Hunsrück); Studium in Herborn (1623) und England (bis 1628); ca. 1630/31 Pfarrer in Dorchester; 1635 Pfarrer der englisch-reformierten Kirche in Heidelberg; ab 1636 englischer und seit 1639 deutscher reformierter Prediger in Amsterdam; daneben vor allem Sammler von Spendengeldern für protestantische Glaubensflüchtlinge.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar
Herzog Bernhard von Franken

geb. 1604
gest. 1639
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); ab 1620 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Herzog von Sachsen-Weimar; zunächst Kriegdienst unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1622), Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach (1622) und Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1623); 1625-1627 dänischer Obrist; schwedischer Obrist (1631-1634) und General (1632); 1633/34 Herzog von Franken (größtenteils ehemalige Hochstifte Würzburg und Bamberg als Lehen der schwedischen Krone); ab 1635 Heerführer im französischen Auftrag; seit 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Austrucknende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Dorothea Sophia von Sachsen-Weimar
Äbtissin Dorothea Sophia von Quedlinburg

geb. 1587
gest. 1645
Anm.: Tochter des Herzogs Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar (1562-1602); ab 1618 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg; seit 1624 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gottselige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürstin Hedwig von Sachsen
Geburtsname: Prinzessin Hedwig von Dänemark und Norwegen

geb. 1581
gest. 1641
Anm.: Tochter des Königs Friedrich II. von Dänemark und Norwegen (1534-1588); 1602-1611 Ehe mit Kurfürst Christian II. von Sachsen (1583-1611); danach Witwensitz auf Schloss Lichtenburg in Prettin; seit 1630 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Großtätige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Tommaso Francesco di Savoia-Carignano
Principe Tommaso Francesco di Carignano
Comte Thomas-François de Soissons
Comte Thomas-François de Dreux

geb. 1596
gest. 1656
Anm.: Sohn des Duca Carlo Emanuele I di Savoia (1562-1630); ab 1620 Principe di Carignano; spätenstens seit 1634 spanischer General; ab 1641 de iure uxoris Comte de Soissons et de Dreux; seit 1642 Generalissimus der Armeen Frankreichs und Savoyens in Italien; ab 1654 Grand maître de France.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Johann zu Sayn-Wittgenstein und Hohenstein

geb. 1601
gest. 1657
Anm.: Sohn des Grafen Ludwig II. zu Sayn-Wittgenstein (1571-1634); ab 1630 in schwedischen Diensten; 1633/34 Mitgliedschaft im Consilium formatum des Heilbronner Bundes; später in hessisch-kasselischen Kriegsdiensten; 1645-1648 Leiter der kurbrandenburgischen Delegation bei den Westfälischen Friedensverhandlungen; seit 1645 auch kurbrandenburgischer Geheimer Rat; 1647 Belehnung mit der Grafschaft Hohenstein; ab 1649 kurbrandenburgischer Statthalter im Fürstentum Minden und in der Grafschaft Ravensberg; seit 1651 regierender Graf zu Sayn-Wittgenstein; ab 1655 auch Statthalter in der Kurmark; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 568f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Hessische Biographie
Christoph Wilhelm (von) Schlegel

geb. ca. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Wolf (von) Schlegel (1584-1658); Erbherr auf Merzien, Zehringen und Thurau; um 1631/32 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1633 Fahnenjunker des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); um 1640/41 Hofjunker in Bernburg.
Herzog Christian von Schlesien-Brieg-Liegnitz-Ohlau-Wohlau
Herzog Christian von Schlesien-Ohlau-Wohlau
Herzog Christian von Schlesien-Brieg

geb. 1618
gest. 1672
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Christian von Schlesien-Brieg (1591-1639); 1639-1653 gemeinsam mit seinen Brüdern Georg III. (1611-1664) und Ludwig (1616-1663) regierender Herzog von Schlesien-Brieg; ab 1653 Herzog von Schlesien-Ohlau und Schlesien-Wohlau; seit 1664 auch Herzog von Schlesien-Brieg und Schlesien-Liegnitz; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Beliebige")

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Dorothea Sibylla von Schlesien-Brieg
Geburtsname: Markgräfin Dorothea Sibylla von Brandenburg

geb. 1590
gest. 1625
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg (1525–1598); seit 1610 Ehe mit Herzog Johann Christian von Schlesien-Brieg (1591-1639).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Herzog Johann Christian von Schlesien-Brieg

geb. 1591
gest. 1639
Anm.: Sohn des Herzogs Joachim Friedrich von Schlesien-Liegnitz-Brieg-Wohlau (1550-1602) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1611 regierender Herzog von Schlesien-Brieg; 1617-1621 Oberlandeshauptmann von Schlesien.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Herzogin Anna Maria von Schlesien-Liegnitz-Brieg-Wohlau
Herzogin Anna Maria von Schlesien-Ohlau
Geburtsname: Fürstin Anna Maria von Anhalt

geb. 1561
gest. 1605
Anm.: Tochter des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586); 1570-1577 Äbtissin von Gernrode; 1577-1602 Ehe mit Herzog Joachim Friedrich von Schlesien-Liegnitz-Brieg-Wohlau (1550-1602).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Rudolf Schmid zum Schwarzenhorn

geb. 1590
gest. 1667
Anm.: Sohn des Steiner Ratsherrn und Stadthauptmanns Felix Schmid (gest. 1598); 1602-1606 als Begleiter eines kaiserlichen Offiziers Reise nach Italien und Ungarn; 1606-1624 türkischer Gefangener; 1625-1627 Dolmetscher für Türkisch beim Hofkriegsrat in Wien; danach kaiserlicher Sondergesandter (1627), Resident (1629-1643), Internuntius (1648/49) und Großbotschafter (1650/51) in Konstantinopel; 1643-1666 Hofkriegsrat; 1650 Erhebung in den Freiherrenstand; seit 1656 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verdiente").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Martin Schmidt

gest. 1657(?)
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); fürstlicher Amtmann und Amtsschreiber in Harzgerode (spätestens 1631-1632); anschließend Amtmann von Bernburg (1632-1637) bzw. Ballenstedt-Hoym (1637-1657).
Wilhelm Schnabel

geb. 1602
gest. 1673
Anm.: Sohn des Eschweger Bürgers Hieronymus Schnabel; Studium in Marburg (1619), Frankfurt/Oder (1622) und Bremen (1624); danach reformierter Prediger in Deppstadt; später Hofprediger des kurbrandenburgischen Geheimen Rats und Diplomaten Graf Johann zu Sayn-Wittgenstein und Hohenstein (1601-1657); 1649-1670 Pastor an der Bremer St.-Martini-Kirche.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
Schwarzburg, Familie
Grafen von Schwarzburg

Anm.: Thüringisches Reichsgrafengeschlecht.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
König Karl X. Gustav von Schweden
Herzog Karl Gustav von Bremen und Verden
Pfalzgraf Karl Gustav von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg

geb. 1622
gest. 1660
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1589-1652); schwedischer Rittmeister (1642), Obrist (1643) und ab 1648 oberster Befehlshaber der Armee im Heiligen Römischen Reich; 1649 Ernennung zum Thronfolger durch den schwedischen Reichstag auf Betreiben seiner Cousine Königin Christina von Schweden (1626-1689); seit 1654 König von Schweden sowie regierender Herzog von Bremen und Verden; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabene").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Königin Maria Eleonora von Schweden
Geburtsname: Markgräfin Maria Eleonora von Brandenburg

geb. 1599
gest. 1655
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg (1572-1619); 1620-1632 Ehe mit König Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1640-1648 Leben außerhalb von Schweden.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Simon Heinrich von Schweichhausen
Simon Heinrich von Schwechhausen

geb. ca. 1614
Anm.: Sohn des Bremer Patriziers N. N. Schweichhausen (1); zeitweise Kriegsdienst in England als Fähnrich, Leutnant, Capitän-Leutnant und Rittmeister; 1646-1649 Hofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718) sowie zugleich anhaltisch-bernburgischer Rat; ab 1649 sächsisch-weimarischer Hof- und Kammerjunker (spätestens 1651) sowie Obristleutnant (1651-1655); 1654/55 zudem Hofmeister der Herzöge Bernhard (1638-1678) und Friedrich von Sachsen-Weimar (1640-1656); 1653 Nobilitierung; seit 1651 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Eigentliche").
Peter von Sebottendorf

gest. 1632
Anm.: Sohn des Karl von Sebottendorf(?) auf Kunern/Schlesien; ab 1603 anhaltisch-dessauischer Prinzenhofmeister und Rat; 1608-1610 Reisebegleiter der jungen Fürsten Johann Kasimir (1596-1660) und Friedrich Moritz von Anhalt-Dessau (1600-1610) sowie Christian d. J. von Anhalt-Bernburg nach Genf und Lyon; seit 1614 Hofmeister der Herzogin Sophia Elisabeth von Schlesien-Liegnitz-Wohlau (1589-1622); danach Hofmeister und Rat des Herzogs Johann Christian von Schlesien-Brieg (1591-1639), dessen Söhne er um 1631 auf die Akademie in Saumur begleitete; ab 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgemute").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Abel Servien
Marquis Abel de Sablé
Marquis Abel de Boisdauphin
Comte Abel de La Roche des Aubiers

geb. 1593
gest. 1659
Anm.: Sohn des Antoine Servien, Seigneur de Biviers (gest. 1621); 1616-1624 Procureur général beim Parlament von Grenoble; ab 1618 Conseiller d’État; seit 1624 Maître des requêtes de l'hôtel du roi; 1628/29 Intendant de la généralité de Bordeaux; 1630/31 Präsident des Parlaments von Bordeaux; 1630-1636 Secrétaire d’État de la Guerre; französischer Gesandter beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (1644-1646 und 1647-1649) und in Den Haag (1646/47); ab 1648 Ministre d’État; seit 1653 Surintendant des Finances; ab 1656 Marquis de Boisdauphin et de Sablé.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Friedrich Spanheim d. Ä.

geb. 1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Amberger Pädagogium-Rektors Wigand Spanheim (gest. 1620); Studium in Heidelberg (1614-1619) und Genf (1619/20); 1621-1623 Privatlehrer bei Jean de Bonne, Baron de Vitrolles; Professor für Philosophie (1626-1631) und Theologie (1631-1642) sowie 1633-1637 auch Rektor der Akademie in Genf; 1642 Promotion zum Dr. theol. an der Universität Basel; seit 1642 Professor für Theologie in Leiden.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Friedrich Spanheim d. J.

geb. 1632
gest. 1701
Anm.: Sohn des Genfer Philosophie-Professors Friedrich Spanheim d. Ä. (1600-1649); Reformierter Theologe und Kirchenhistoriker; Studium in Leiden und Heidelberg; Promotion zum Mag. phil. (1648) und zum Dr. theol. (1655) an der Universität Leiden; 1656-1670 Professor für Theologie in Heidelberg; ab 1670 Professor für Theologie und Kirchengeschichte sowie seit 1672 auch Universitätsbibliothekar in Leiden.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Königin Maria Anna von Spanien
Geburtsname: Erzherzogin Maria Anna von Österreich

geb. 1634
gest. 1696
Anm.: Tochter von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1649-1665 Ehe mit König Philipp IV. von Spanien (1605-1665).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christoph Spiegel

geb. 1596
gest. 1666
Anm.: Sohn des Bernburger Rentmeisters Johann Spiegel; um 1627/36 Ratsbauherr und spätestens seit 1637 Bürgermeister der Bernburger Bergstadt.
Anna (von) Stammer
Geburtsname: Anna von Veltheim

gest. nach 1636
Anm.: Tochter des Hermann von Veltheim; Gemahlin des Arndt (von) Stammer (gest. 1611) auf Ballenstedt.
Henning (von) Stammer

geb. 1581
gest. 1660
Anm.: Sohn des magdeburgischen Amtshauptmanns Arndt (von) Stammer (gest. 1626) in Querfurt; Erbherr auf Ballenstedt, Wörlitz, Wedlitz und Wispitz (Anhalt); ca. 1605-1608 in spanischen Kriegsdiensten; ca. 1610-1618 kursächsischer Kammerjunker; Angehöriger des engeren Ständeausschusses und gelegentlich Kriegskommissar des Fürstentums Anhalt; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Hitzige"); vgl. Andreas Hesius: Herrliche Belohnung Der Standhafftigen Kämpffer und überwinder [...], Köthen 1661, o. S.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Tobias (1) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (1) Štefek z Koloděj

gest. 1621
Anm.: Geboren in Náchod; zunächst Präzeptor und Hofmeister adliger Kinder; später Gutsverwalter der böhmischen Adelsfamilie Schmiritz (Smiřický); seit 1612 Bürger der Prager Neustadt; 1618/19 Mitglied des Direktoriums der böhmischen Stände; 1621 Inhaftierung und Enthauptung wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand; 1593 Nobilitierung.

Weiterführende Informationen in VIAF
Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Stolberg, Familie
Grafen von Stolberg

Anm.: Harzer Reichsgrafengeschlecht.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Sultan (Osmanisches Reich) Ahmed II.

geb. 1643
gest. 1696
Anm.: Sohn von Sultan Ibrahim (1615-1648); seit 1691 Sultan des Osmanischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Sultan (Osmanisches Reich) Ibrahim

geb. 1615
gest. 1648
Anm.: Sohn von Sultan Ahmed I. (1590-1617); seit 1640 Sultan des Osmanischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Sultan (Osmanisches Reich) Mehmed IV.

geb. 1642
gest. 1693
Anm.: Sohn von Sultan Ibrahim (1615-1648); 1648-1687 Sultan des Osmanischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Wolfgang Sutorius

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des späteren Ballenstedter bzw. Bernburger Pfarrers Leonhard Sutorius (1576-1642); bis 1643 fürstlicher Amtsschreiber in Harzgerode; 1646-1648 fürstlicher Gutsverwalter in Zepzig; seit 1648 Korn- und um 1649/54 Amtsschreiber in Bernburg.
Anna Margaretha von Thale
Geburtsname: Anna Margaretha von Knigge

Anm.: Tochter des Jobst von Knigge (1572-1626); seit 1625 erste Ehe mit Georg Heinrich von Thale; 1636-1641 zweite Ehe mit Christoph Ernst von Thale (gest. 1641).
Konrad Theopold

geb. 1600
gest. 1651
Anm.: Sohn des Amesdorfer Pfarrers Johannes Theopold (1563-1626); Schulbesuch am Gymnasium zu Zerbst, Studium in Frankfurt a. d. Oder; 1626-1637 Pfarrer in Natho; 1637-1644 Diakon an St. Bartholomäi in Zerbst (Entlassung als Reformierter); seit 1645 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 445.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Lennart Torstensson af Ortala

geb. 1603
gest. 1651
Anm.: Sohn des Torsten Lennartsson (1561-1631); ab 1618 Page des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); seit 1624 in schwedischen Kriegsdiensten als Obristleutnant (1628), Obrist (1630), General (1632) und Feldmarschall (1641); ab 1641 auch Reichsrat; 1641-1648 Generalgouverneur von Pommern; seit 1648 Generalgouverneur von Västergötland, Dalsland, Värmland und Halland; 1647 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Sophia von der Trautenburg
Sophia von Beyern
Geburtsname: Sophia von Ahlefeld

gest. vor 1676
Anm.: Tochter des Gottschalk von Ahlefeld (gest. 1644); bis 1630 Kammerjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); 1630-1639 Ehe mit Curt von der Trautenburg, genannt von Beyern (gest. 1639).
Graf Maximilian von Trauttmansdorff

geb. 1584
gest. 1650
Anm.: Sohn des Johann Friedrich von Trauttmansdorff (1542-1614); als Jugendlicher Konversion zum katholischen Glauben; Teilnahme am Langen Türkenkrieg; 1609-1618 Reichshofrat; ab 1619 kaiserlicher Kämmerer; spätestens seit 1627 Geheimer Rat; ab 1635 Obersthofmeister von König bzw. Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); wenig später auch Präsident des Geheimen Rates; mehrfach wichtige diplomatische Missionen, u. a. als Unterhändler des Nikolsburger (1622), Prager (1635) und Westfälischen Friedens (1645-1647); 1623 Erhebung in den Grafenstand; seit 1634 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Maarten Harpertszoon Tromp

geb. 1598
gest. 1653
Anm.: Sohn des niederländischen Marineoffiziers Harpert Maertenz van der Wel, ab 1607 van der Tromp (gest. 1610); seit 1607 Schiffsjunge; nach 1612 Werftarbeiter in Rotterdam; Quartiermeister (1617), Steuermann (1618), Leutnant (1622), Kapitän (1624), Fahnenkapitän (1629) sowie Admiral von Holland und Westfriesland (1637) in der niederländischen Marine.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Friedrich Christoph von Trotha

geb. ca. 1617/18
gest. 1651
Anm.: Sohn des Wolf Friedrich von Trotha (ca. 1583-1637); Erbherr auf Hecklingen, Schkopau und Teutschenthal; vgl. Adolf v. Trotha: Geschichte des Geschlechts v. Trotha, Teil 6, Görlitz 1940, S. 208-215.
Vendôme, Haus (Ducs de Vendôme)
Ducs de Vendôme

Anm.: 1598-1712 legitimierte uneheliche Nebenlinie der Bourbonen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Isaak Volmar

geb. 1582
gest. 1662
Anm.: Sohn des württembergischen Vogts Abraham Volmar in Streußlingen; 1599 Promotion zum Dr. iur. utr. an der Universität Tübingen; 1606-1613 Professor für Rhetorik und 1613-1615 Advokat in Freiburg im Breisgau; ab 1615 im Dienst und seit 1621 Kanzler der vorderösterreichischen Landesregierung in Ensisheim im Elsaß; 1621 Konversion zum katholischen Glauben; nach 1627 zeitweise im Dienst des ebenfalls konvertierten Grafen Johann Ludwig von Nassau-Hadamar (1590-1653); ab 1630 Reichshofrat; 1632-1642 Präsident der Innsbrucker Hofkammer; 1638 Kommandant die Rheinfestung Breisach; kaiserlicher Gesandter auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Westfälischen Friedensverhandlungen in Münster (1643-1649), auf dem Reichstag in Regensburg (1653/54) und auf dem Deputationstag in Frankfurt/Main (1656); 1649 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Westfälische Geschichte
Bernhard von Waldow

geb. 1592
gest. 1658
Anm.: Sohn des Sebastian von Waldow (1564-1616); um 1617 kurbrandenburgischer Kammerjunker; seit 1618 Amtshauptmann von Marienwalde und Reetz; vor 1634 bis 1640 kurbrandenburgischer Hofmarschall; zuletzt dänischer Rat und Generalkriegskommissar.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christian Wilhelm von Wartensleben

geb. ca. 1632
gest. 1675
Anm.: Sohn des Johann Joachim von Wartensleben (1594-1633); 1646-1653 Page und 1653/54 Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später in niederländischen Kriegsdiensten u. a. als Capitain (1665) und Major (vor 1675).
N. N. Wehlen

Anm.: Um 1648 schwedischer Major.
Marcus Friedrich (1) Wendelin

geb. 1584
gest. 1652
Anm.: Sohn des Predigers Friedrich Wendelin (gest. 1594) in Sandhausen bei Heidelberg; Studium in Heidelberg (1607 Mag.); ab 1609 Erzieher und Hofmeister der Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg sowie Friedrich Moritz (1600-1610) und Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1612 Rektor am Zerbster Gymnasium Illustre; vgl. Gustav Früh / Hans Goedeke / Hans Jürgen von Wilckens: Die Leichenpredigten des Stadtarchivs Braunschweig, Bd. 9, Hannover 1985, S. 4386f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Dietrich von dem Werder

geb. 1584
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gebhard von dem Werder (1539-1612); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Gerlebogk, Görzig und Ziebigk; Page, Kammerjunker und Stallmeister des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1610 hessisch-kasselischer Rittmeister; danach bis 1622 Geheimer Rat und Oberhofmarschall in Kassel; 1623 anhaltischer Hauptmann; 1631-1635 schwedischer Obrist; ab 1639 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1645 kurbrandenburgischer Obrist, Geheimer Rat und Amtshauptmann von Alt-Gatersleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielgekörnte"); vgl. Gottfried Coler: Der Vom Vater gegebene/ Vom Sohne ausgeführete/ Und vom H. Geiste versiegelte Raht des Heils [...], Köthen 1658, fol. Jiij v - N2 v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Hans Rudolf Werdmüller

geb. 1614
gest. 1677
Anm.: Sohn des Zürcher Seidenkaufmanns Johann Rudolf Werdmüller (gest. 1617); Studium in Genf und Lyon; in schwedischen (1633/34, erneut 1642-1647), französischen (1637/38, erneut 1659), Zürcher (1648-1659), venezianischen (1663) und kaiserlichen (1673-1677) Kriegsdiensten, u. a. als Obristleutnant (1637), Obrist (1643), Generalmajor (1653), General (1656), Generalleutnant der Artillerie (1663) und Feldmarschallleutnant (1673); seit 1655 Mitglied im Kleinen Rat der Stadt Zürich; um 1672 heimliche Konversion zum katholischen Glauben.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Johann von Werth
Jan von Werth

geb. 1591
gest. 1652
Anm.: Geboren als Bauernsohn in Büttgen bei Neuss; zunächst in spanischen Kriegsdiensten, zuletzt als Rittmeister (1622); kurbayerischer Obristwachtmeister (1631), Obrist (1633), Generalwachtmeister und Feldmarschallleutnant (1634); seit 1634 kaiserlicher Kämmerer; 1638-1642 französischer Kriegsgefangener; 1642 Generalleutnant der kaiserlichen, kurbayerischen und kurkölnischen Kavallerie; 1643-1647 kurbayerischer General der Kavallerie; 1647/48 kaiserlicher General der Kavallerie; 1632 Nobilitierung; Erhebung in den Freiherren- (1635) und Grafenstand (1647).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Matthäus d. J. von Wesenbeck

geb. 1600
gest. 1659
Anm.: Sohn des Anastasius Wesenbeck (1569-1606); 1622-1627 Studium der Rechte; ab 1630 Rat bei der neumärkischen Regierung; seit 1639 kurbrandenburgischer Kriegs-, Hof- und Kammergerichtsrat; zudem mehrmals Gesandter, u. a. für den brandenburgischen Teil von Pommern auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), dem Reichsdeputationstag in Frankfurt/Main (1643-1645), dem Westfälischen Friedenskongress in Osnabrück (1645-1648), bei den Nürnberger Exekutionsverhandlungen (1649/50) und dem Reichstag von Regensburg (1653/54); ab 1651 Kanzler des Fürstentums Minden; seit 1655 Wirklicher Geheimer Rat in Cölln; ab 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fähige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Westfälische Geschichte, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Anton Wießke

Anm.: Um 1648 Landrichter in Ballenstedt.
Fürst Jeremi Michał Korybut Wiśniowiecki

geb. 1612
gest. 1651
Anm.: Sohn des Fürsten Michał Wiśniowiecki (gest. 1616); 1632 Konversion vom orthodoxen zum katholischen Glauben; ab 1633 mehrfach polnischer Heerführer; seit 1646 Woiwode von Ruthenien; zudem Starost von Przemyśl, Przasnysz, Nowy Targ, Hadziacz und Kaniów.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Arvid Wittenberg
Arvid Wirtenberg von Debern

geb. 1606
gest. 1657
Anm.: Sohn des Hans Wirtenberg von Debern (gest. 1630); ab 1622 in schwedischen Kriegsdiensten als Kapitän (1629), Obrist (1634), Generalmajor (1640), General der Kavallerie (1645), Reichszeugmeister und General der Artillerie (1650) sowie Feldmarschall (1655); ca. 1634/35 kaiserlicher Kriegsgefangener; seit 1651 Reichsrat; ab 1655 Generalgouverneur von Pommern; seit 1656 polnischer Kriegsgefangener; Erhebung in den Freiherren- (1651) und Grafenstand (1652).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Maximilian Wogau

geb. 1608
gest. 1667
Anm.: Sohn des Johann David Wogau (1582-1636); 1627-1631 Studium der Rechte in Wittenberg; 1632-1637 Reise nach Holland, England, Frankreich und Seeland; ab 1639 Verwalter des städtischen Salzpfannen-Werks, danach Kornherr (1640), Achtmann (1641), Bierherr (1642), Vorsteher der Ulrichskirche (1643), Gräfenherr (ab 1644), Vierherren-Worthalter (1649), Holzherr (seit 1650), Geheimder (ab 1658) und Stadtkämmerer (seit 1661) in Halle (Saale); außerdem Hallenser Verbindungsmann des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Graf Carl Gustav Wrangel af Salmis
Graf Carl Gustav von Sölvesborg

geb. 1613
gest. 1676
Anm.: Sohn des Hermann Wrangel (1587-1643); ab 1627 in schwedischen Kriegsdiensten als Kornett (1629), Rittmeister (1632), Obristleutnant (1635), Obrist (1636), Generalmajor (1638), Generalzeugmeister (1645) und Feldmarschall (1646); seit 1646 Reichsrat; 1646-1648 Oberbefehlshaber der schwedischen Truppen in Deutschland; 1648-1650 und ab 1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1657-1664 Reichsadmiral; seit 1664 Reichsmarschall; 1651 Erhebung in den Grafenstand (1651-1665 Graf von Salmis, ab 1665 Graf von Sölvesborg); seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Obsiegende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Sophia von Wülcknitz
Geburtsname: Sophia von Börstel

geb. 1629
gest. nach 1672
Anm.: Tochter des Heinrich von Börstel (1581-1647); 1655-1659 Ehe mit Ludwig von Wülcknitz (1619-1659).
Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Jan Sobiepan Zamoyski

geb. 1627
gest. 1665
Anm.: Sohn des polnischen Magnaten Tomasz Zamoyski (1594-1638); ab 1637 General von Podolien; 1653 Großvorschneider und 1653-1658 Großmundschenk der polnischen Krone; Woiwode von Kiew (seit 1658) und Sandomierz (ab 1659); zudem Starost von Kałuszyn und Rostoki.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Władysław Dominik Zasławski-Ostrogski

geb. 1618
gest. 1656
Anm.: Sohn des Fürsten Aleksander Zasławski (gest. 1629); ab 1636 Großstallmeister des Königreichs Polen; 1639-1653 Starost von Łuck; ab 1645 Woiwode von Sandomierz; 1648 polnischer Regimentarz (stellvertretender Hetman); seit 1649 Woiwode von Krakau; ab 1652 Starost von Robczyce.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Martin Zeidler von Rosenberg

geb. 1582
gest. 1654
Anm.: Sohn des Pfarrers Johann Zeidler (gest. 1598) in Linda bei Lauban; Mediziner und Mathematiker; bis 1612 Studium in Helmstedt; danach Stadtphysikus in Bautzen (1613-1618) und Löbau (1618-1649); zuletzt Leben in Bautzen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Aderstedt
weiterführende Informationen
Aire-sur-la-Lys (Ariën aan de Leie)
weiterführende Informationen
Altenburg (bei Nienburg/Saale)
weiterführende Informationen
Anhalt-Bernburg, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt-Dessau, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt-Harzgerode, Fürstentum
Anm.: 1635-1709 existierendes, bis 1647 jedoch unter der Landeshoheit von Anhalt-Bernburg stehendes anhaltisches Teilfürstentum.
Anhalt-Köthen, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt-Zerbst, Fürstentum
Anhalt, Burg
weiterführende Informationen

Anm.: Namensgebende Stammburg (Reichsfahnlehen) der Fürsten von Anhalt auf dem Großen Hausberg im Unterharz.
Anhalt, Fürstentum
weiterführende Informationen
Aschersleben
weiterführende Informationen
Askanien (Aschersleben), Grafschaft
Baalberge
weiterführende Informationen
Badeborn
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Ballenstedt(-Hoym), Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Bamberg, Hochstift
weiterführende Informationen
Bautzen
weiterführende Informationen
Bayern, Herzogtum bzw. Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Berlin
weiterführende Informationen
Bern, Stadt und Republik
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Böhmen, Königreich
weiterführende Informationen
Brandenburg, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Braunschweig-Wolfenbüttel, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Teilfürstentum des Herzogtums Braunschweig und Lüneburg.
Bremen
weiterführende Informationen
Candia (Irákleion)
weiterführende Informationen
Cremona
weiterführende Informationen
Dalmatien
weiterführende Informationen
Danzig (Gdańsk)
weiterführende Informationen
Den Haag ('s-Gravenhage)
weiterführende Informationen
Dessau (Dessau-Roßlau)
weiterführende Informationen
Donau, Fluss
weiterführende Informationen
Düren
weiterführende Informationen
Egeln
weiterführende Informationen
Elbe (Labe), Fluss
weiterführende Informationen
Elsass, Landgrafschaft
Anm.: Habsburgische Besitzungen im Elsass.
England, Königreich
weiterführende Informationen
Erfurt
weiterführende Informationen
Ermsleben
weiterführende Informationen
Falkenstein, Burg
weiterführende Informationen
Fermo
weiterführende Informationen
Finale Ligure, Markgrafschaft
weiterführende Informationen
Flandern, Grafschaft
weiterführende Informationen
Flensburg
weiterführende Informationen
Franken
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Frose
weiterführende Informationen
Fuhne, Fluss
weiterführende Informationen
Gatersleben
weiterführende Informationen
Genua (Genova)
weiterführende Informationen
Genua, Republik (Repubblica di Genova)
weiterführende Informationen
Gernrode, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Gernrode, Stift
weiterführende Informationen

Anm.: Teil des Fürstentums Anhalt.
Graubünden (Freistaat der Drei Bünde)
weiterführende Informationen
Graz
weiterführende Informationen
Grenen, Landspitze
weiterführende Informationen
Gröningen
weiterführende Informationen
Großalsleben, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Großer Hausberg
weiterführende Informationen
Halberstadt
weiterführende Informationen
Halberstadt, Hochstift bzw. Fürstentum (seit 1648)
weiterführende Informationen
Hamburg
weiterführende Informationen
Hannover
weiterführende Informationen
Harz
weiterführende Informationen
Harzgerode
weiterführende Informationen
Harzgerode, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Hecklingen
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
weiterführende Informationen
Hellevoetsluis
weiterführende Informationen
Hessen-Kassel, Landgrafschaft
weiterführende Informationen
Höxter
weiterführende Informationen
Hohenerxleben
weiterführende Informationen
Hohnstein, Grafschaft
weiterführende Informationen
Holland, Provinz (Grafschaft)
weiterführende Informationen
Holstein, Herzogtum
weiterführende Informationen
Hoym
weiterführende Informationen
Hoym, Amt
Hühnerfang
Anm.: In der frühen Neuzeit Weinberg an der Saale bei Bernburg.
Irland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Italien
weiterführende Informationen
Itzehoe
weiterführende Informationen
Jerusalem
weiterführende Informationen
Jütland (Jylland)
weiterführende Informationen
Kassel
weiterführende Informationen
Kastilien, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Katalonien, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Kirchenstaat
weiterführende Informationen
Kochsberg (Kukesberg/Küxberg)
Anm.: In der frühen Neuzeit Weinberg an der Saale bei Bernburg.
Köthen
weiterführende Informationen
Kolding
weiterführende Informationen
Konstantinopel (İstanbul)
weiterführende Informationen
Kreta (Candia), Insel
weiterführende Informationen
Krim, Khanat
weiterführende Informationen
Langer Berg (Saale)
Anm.: In der frühen Neuzeit Weinberg am Hang linkerhand von Wipper und Saale westlich von Bernburg zwischen dem heutigen Tiergarten und der Zörnitzer Mühle.
Lech, Fluss
weiterführende Informationen
Leipzig
weiterführende Informationen
Lichtenburg, Schloss (Prettin)
weiterführende Informationen
London
weiterführende Informationen
Lützen
weiterführende Informationen
Madrid
weiterführende Informationen
Magdeburg
weiterführende Informationen
Magdeburg, Erzstift
weiterführende Informationen
Mailand (Milano)
weiterführende Informationen
Mantua (Mantova)
weiterführende Informationen
Meißen, Markgrafschaft
weiterführende Informationen

Anm.: Kernland des (albertinischen) Kurfürstentums Sachsen.
Mittelmeer
weiterführende Informationen
Moskauer Reich (Großrussland)
weiterführende Informationen
Münster
weiterführende Informationen
Nachterstedt
weiterführende Informationen
Neapel (Napoli)
weiterführende Informationen
Neapel, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Newport
weiterführende Informationen
Niederlande (beide Teile)
weiterführende Informationen
Niederlande, Spanische
weiterführende Informationen
Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
weiterführende Informationen
Niedersächsischer Reichskreis
weiterführende Informationen
Norwegen, Königreich
weiterführende Informationen
Oberdeutschland (Süddeutschland)
weiterführende Informationen
Obere Pfalz (Oberpfalz), Fürstentum
weiterführende Informationen
Österreich, Erzherzogtum
weiterführende Informationen
Oldenburg
weiterführende Informationen
Oldenburg, Grafschaft
weiterführende Informationen
Osmanisches Reich
weiterführende Informationen
Osnabrück
weiterführende Informationen
Paderborn
weiterführende Informationen
Paris
weiterführende Informationen
Perugia
weiterführende Informationen
Pisek (Písek)
weiterführende Informationen
Plötzkau
weiterführende Informationen
Plötzkau, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt; 1611-1665 unter der Landeshoheit von Anhalt-Bernburg stehendes anhaltisches Teilfürstentum (vgl. Anhalt-Plötzkau, Fürstentum).
Po, Fluss
weiterführende Informationen
Polen, Königreich
weiterführende Informationen
Portugal, Königreich
weiterführende Informationen
Prag (Praha)
weiterführende Informationen
Prager Altstadt (Pražské Staré Město)
weiterführende Informationen

Anm.: Älteste der vier bis 1784 selbständigen Prager Städte.
Prager Neustadt (Pražské Nové Město)
weiterführende Informationen

Anm.: Jüngste der vier bis 1784 selbständigen Prager Städte.
Preußen
Anm.: Historische Landschaft im nordöstlichen Mitteleuropa, die seit 1525 in das Herzogtum Preußen und einen königlich-polnischen Teil geteilt war.
Quedlinburg
weiterführende Informationen
Quedlinburg, Stift
weiterführende Informationen
Radisleben
weiterführende Informationen
Ratsberg
Anm.: In der frühen Neuzeit Weinberg an der Saale bei Bernburg.
Reichenau
weiterführende Informationen
Rieder
weiterführende Informationen
Rocca Paolina, Festung (Perugia)
weiterführende Informationen
Rom (Roma)
weiterführende Informationen
Saale, Fluss
weiterführende Informationen
Saint-Germain-en-Laye
weiterführende Informationen
Saint-Omer
weiterführende Informationen
Sandersleben
weiterführende Informationen
Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Schlesien, Herzogtum
weiterführende Informationen
Schleswig, Herzogtum
weiterführende Informationen
Schöningen
weiterführende Informationen
Schottland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schweden, Königreich
weiterführende Informationen
Skagen
weiterführende Informationen
Sondershausen
weiterführende Informationen
Spanien, Königreich
weiterführende Informationen
Stettin (Szczecin)
weiterführende Informationen
Stralsund
weiterführende Informationen
Strehlen (Strzelin)
weiterführende Informationen
Strelitz (Strelitz-Alt)
weiterführende Informationen
Tabor (Tábor)
weiterführende Informationen
Tirol, Grafschaft
weiterführende Informationen
Toskana, Großherzogtum (Florenz, Großherzogtum)
weiterführende Informationen
Ungarn, Königreich
weiterführende Informationen
Vendsyssel
weiterführende Informationen
Venedig (Venezia)
weiterführende Informationen
Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
weiterführende Informationen
Veurne
weiterführende Informationen
Warschau (Warszawa)
weiterführende Informationen
Weser, Fluss
weiterführende Informationen
Wien
weiterführende Informationen
Wight, Insel (Isle of Wight)
weiterführende Informationen
Wodnian (Vodňany)
weiterführende Informationen
Wolfenbüttel
weiterführende Informationen
Zepzig
weiterführende Informationen
Zerbst
weiterführende Informationen
Ziegelberg
Anm.: In der frühen Neuzeit Weinberg an der Saale bei Bernburg nahe der Ziegelscheune.
Zürich, Stadtstaat
weiterführende Informationen
Anhalt, Landstände
Aschersleben, Rat der Stadt
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
weiterführende Informationen
Frankreich, Conseil d'État
weiterführende Informationen
Jesuiten (Societas Jesu)
weiterführende Informationen
Niederlande, Generalstaaten
weiterführende Informationen
Parlement de Paris
weiterführende Informationen
Schottland, Parlament (Parliament of Scotland)
weiterführende Informationen
Venedig, Kleiner Rat (Serenissima Signoria) der Republik
Euripides: Troades, hg. von Werner Biehl, Leipzig: 1970. [Nachweis im GVK]
Der Frieden von Münster vom 30. Januar 1648, in: Der Frieden von Münster 1648. Der Vertragstext nach einem zeitgenössischen Druck und die Beschreibung der Ratifikationsfeiern, hg. von Gerd Dethlefs, Münster: 1998, S. 70-143. [Nachweis im GVK]
(Giovanni) Battista Guarini: Pastor fido oder die allerschönste Tragicomoedia. Der getrewe Hürte genant. Hiebevor von dem fürtrefflichen Ferraresischen von Adel vnd Ritter Baptista Gvarino in Italianischer Sprachen beschrieben, anjetzo aber in das Hochteutsche auffs fleissigste versetzt vnd mit Kupfferstücken zum Druck verfertiget, übers. von Statius Ackermann, Schleusingen: Schmiden, 1636. [Nachweis im GVK]
Das Instrumentum Pacis Monasteriensis (IPM) vom 24. Oktober 1648, in: Die Friedensverträge mit Frankreich und Schweden, Bd. 1: Urkunden, hg. von Antje Oschmann, Münster: 1998, S. 1-49. ( Acta pacis Westphalicae, Serie III Abt. B: Verhandlungsakten 1 ) [Nachweis im GVK]
Das Instrumentum Pacis Osnabrugensis (IPO) vom 24. Oktober 1648, in: Die Friedensverträge mit Frankreich und Schweden, Bd. 1: Urkunden, hg. von Antje Oschmann, Münster: 1998, S. 95-170. ( Acta pacis Westphalicae, Serie III Abt. B: Verhandlungsakten 1 ) [Nachweis im GVK]
Titus Livius: Römische Geschichte = Ab urbe condita: Gesamtausgabe in 11 Bänden. Lateinisch und deutsch, hg. von Hans Jürgen Hillen / Josef Feix, Düsseldorf/Zürich/München: Artemis & Winkler/Heimeran, 1997-2008. [Nachweis im GVK]
Marcus Friedrich Wendelin: Logicae Institutiones: Tironum Adolescentum captui ita accommodatae & exemplis exemplorumque applicatione, nec non facillimis iudicii adminiculis illustratae: ut latinae linguae periti & mediocri saltem iudicio praediti usum nobilissimi instrumenti temporis exigui impendio, possint consequi, Zerbst: Andreas Betzel, 1648. [Nachweis im GVK]