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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: März 1649


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXIa, fol. 12v-41r (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. März 1649
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Besuch des kranken Sohnes Erdmann Gideon
  • Erkrankung des Pagen Georg Ehrenreich von Roggendorf und der Altfrau
  • Abdankungsgesuch des Prinzenhofmeisters Simon Heinrich Schweichhausen
  • Korrespondenz
02. März 1649
Bernburg
  • Schnee und Frost
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Traum
  • Hoffnung auf Besserung des Gesundheitszustandes von Sohn Erdmann Gideon
  • Besuch von Erdmann Gideon durch den Leibarzt Dr. Johann Brandt
  • Verägerung über Äußerungen von Dr. Brandt
  • Dr. Brandt als Mittagsgast
03. März 1649
Bernburg
  • Jagd
  • Rückkehr des Amtsschreibers Wolfgang Sutorius aus Ballenstedt
  • Wirtschaftssachen
  • Besuch des weiterhin sehr kranken Erdmann Gideon
  • Auffindung und Lektüre einer väterlichen Denkschrift aus dem Jahr 1617
  • Spaziergang mit Sohn Karl Ursinus
  • Dr. Brandt als Mittagsgast
  • Korrespondenz
04. März 1649
Bernburg
  • Trauer um den getöteten Ochsen vom vergangen Jahr
  • Anhörung der Predigt
  • Diakon Dr. Bartholomäus Jonius und Kammerrat Dr. Joachim Mechovius als Mittagsgäste
  • Korrespondenz
05. März 1649
Bernburg
  • Tauwetter
  • Lektüre
  • Vereidigung des Juden Nathan
  • Entsendung desselben nach Ballenstedt
  • Kontributionen
  • Todgeburt von Fohlen
  • Rückkehr des Dieners Martin aus Hamburg
06. März 1649
Bernburg
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Entsendung des Küchenjungen Georg in die Niederlande
  • Korrespondenz
07. März 1649
Bernburg
  • Schnee
  • Kirchgang mit den Schwestern Dorothea Bathilde und Sophia Margaretha sowie den Söhnen Karl Ursinus und Viktor Amadeus
  • Korrespondenz
  • Hofprediger Konrad Theopold als Mittagsgast
08. März 1649
Bernburg
  • Frostiges Wetter
  • Jagd
  • Verbesserung der Gesundheit von Erdmann Gideon
  • Entsendung des Bernburger Amtmanns Georg Reichardt nach Köthen
  • Traurigkeit wegen der Hinrichtung des englischen Königs Karl I.
  • Krankenbesuch bei Sohn Erdmann Gideon und Page Roggendorf
  • Konflikt zwischen Bürgern und Soldaten
  • Administratives
  • Korrespondenz
  • Neuigkeiten
09. März 1649
Bernburg
  • Neuigkeiten
  • Traum
  • Korrespondenz
  • Administratives
  • Besuch durch Kanzlei- und Lehenssekretär Paul Ludwig
  • Brand vor dem Zimmer Erdmann Gideons
  • Uneinigkeit mit den Landständen und anderen anhaltischen Fürsten
  • Ausritt auf dem Pferd "Türke"
  • Verschlechterung des Gesundheitszustandes von Erdmann Gideon
10. März 1649
Bernburg
  • Frost am Morgen
  • Besuch von Sohn Erdmann Gideon
  • Beratung mit dem geheimen Kammerdiener Jakob Ludwig Schwartzenberger
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Ausfahrt zur Besichtigung des Saale-Hochwassers
11. März 1649
Bernburg
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Anhörung der Predigt im Beisein des kranken Sohnes Erdmann Gideon
  • Dr. Mechovius und Theopold als Mittagsgäste
  • Kirchgang am Nachmittag
  • Korrespondenz
12. März 1649
Bernburg
  • Abreise der Gemahlin nach Ballenstedt
  • Begleitung der Gemahlin bis an die Saale
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
13. März 1649
Bernburg
  • Rückkehr des Musketiers Andreas Girßbeck aus Ballenstedt
  • Neuigkeiten
  • Entsendung des Lakaien Christian Groß nach Dessau
  • Streitschlichtung
  • Besuch des Sohnes Erdmann Gideon
  • Gespräch mit Dr. Brandt
14. März 1649
Bernburg
  • Lerchenjagd
  • Frostiges Wetter
  • Kirchgang mit den Schwestern Dorothea Bathilde und Sophia Margaretha sowie Sohn Viktor Amadeus
  • Besuch von Sohn Erdmann Gideon
  • Korrespondenz
  • Fleischlieferung aus Dessau
  • Neuigkeiten
15. März 1649
Bernburg
  • Taubenfang
  • Lieferung aus Ballenstedt
  • Ankunft des schwedischen Hofmeisters Hans Christoph von Witzscher in Plötzkau
  • Neuigkeiten
  • Hofmeister Christian Heinrich von Börstel, Witzscher, Dr. Mechovius und Dr. Brandt als Mittagsgäste
  • Korrespondenz
16. März 1649
Bernburg → Zepzig → Bernburg
  • Korrespondenz
  • Abreise des Witzscher
  • Besuch des Sohnes Erdmann Gideon
  • Ausritt nach Zeptzig mit Sohn Viktor Amadeus und Schweichhausen
  • Neuigkeiten
  • Ankunft des ehemaligen Pagen Heinrich von Krosigk
17. März 1649
Bernburg
  • Aufzählung der am Hof Erkrankten
  • Rückkehr der Gemahlin aus Ballenstedt
  • Korrespondenz
  • Besuch des kranken Sohnes Erdmann Gideon
18. März 1649
Bernburg
  • Nebel und Schnee
  • Korrespondenz
  • Neuigkeiten
  • Weiterhin schlechter Gesundheitszustand von Sohn Erdmann Gideon
  • Anhörung der Predigt
  • Dr. Mechovius und Pfarrer Georg Enderling als Mittagsgäste
  • Misstrauen gegenüber Schweichhausen
  • Kein Kirchgang
  • Besuch des Erdmann Gideon
  • Gemeinsame Bibellektüre mit demselben
19. März 1649
Bernburg
  • Schnee und Frost
  • Hasenjagd
  • Nächtliche Klopfgeräusche
  • Gespräche mit Ludwig und Reichardt
  • Angst um Sohn Erdmann Gideon
  • Gemeinsam mit Sohn Karl Ursinus Besuch des Erdmann Gideon und des kranken Roggendorf
20. März 1649
Bernburg
  • Schnee
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Rückkehr des Witzscher aus Dessau und Zerbst
21. März 1649
Bernburg
  • Tod des Bernburger Bürgers Christoph Weiser
  • Gerstenaussaat
  • Abreise des Witzscher nach Ballenstedt
  • Gespräch mit Dr. Mechovius
  • Administratives
  • Spaziergang zur Getreideaussaat
22. März 1649
Bernburg
  • Entsendung des Lakaien Johann Balthasar Oberlender nach Dessau
  • Kirchgang mit den Schwestern Dorothea Bathilde und Sophia Margaretha sowie den Söhnen Viktor Amadeus und Karl Ursinus
  • Konrad Theopold als Mittagsgast
  • Neuigkeiten
  • Aussaat
  • Kummer
23. März 1649
Bernburg
  • Neuigkeiten
  • Rückkehr des Oberlender aus Dessau
  • Korrespondenz
  • Getreideaussaat in Zepzig und Bernburg
  • Wirtschaftssachen
24. März 1649
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Besuch des Gottesdienstes mit beiden Schwestern und Sohn Viktor Amadeus
  • Verschlechterung des Gesundheitszustandes von Sohn Erdmann Gideon
  • Wirtschaftssachen
  • Korrespondenz
  • Neuigkeiten
  • Rückkehr von Witzscher und Schweichhausen aus Ballenstedt
25. März 1649
Bernburg
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Kirchgang mit den Schwester und Sohn Viktor Amadeus am Vormittag
  • Kirchgang am Nachmittag mit der Gemahlin, den Söhnen Viktor Amadeus und Karl Ursinus sowie vier T
  • Ankunft eines aus osmanischer Gefangenschaft ausgelösten polnischen Edelmanns
26. März 1649
Bernburg
  • Kirchgang am Vormittag mit der Gemahlin, den Schwestern und beiden jüngste Söhnen
  • Witzscher, Helena von Rindtorf, der schwedische Kornett Jakob Anton von Krosigk und der Bernburger Superintendent Joachim Plato als Mittagsgäste
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
27. März 1649
Bernburg
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Verärgerung über arbeitsscheue Knechte
  • Weiterhin schlechter Zustand von Sohn Erdmann Gideon
  • Entsendung des Pagen Ernst Gottlieb von Börstel nach Straussberg, Westeregeln, Ballenstedt und Harzgerode
  • Gespräch mit Ludwig
  • Abreise des Witzscher nach Leiptzig
  • Pferdehaltung
  • Dr. Brandt als Mittagsgast
28. März 1649
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Gespräch mit Dr. Mechovis
  • Dr. Mechovius als Mittagsgast
  • Gerstenaussaat
  • Neuigkeiten
29. März 1649
Bernburg
  • Bestrafung des Amtskopisten Hans Friedrich Eckardt
  • Weiterhin Verschlechterung des Zustandes von Sohn Erdmann Gideon
  • Wirtschaftssachen
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
30. März 1649
Bernburg
  • Hasenjagd mit Sohn Viktor Amadeus
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Wirtschaftssachen
  • Besuch des Sohnes Erdmann Gideon am Krankenbett
  • Korrespondenz
  • Rehlieferung aus Dessau
  • Gespräch mit Dr. Brandt
31. März 1649
Bernburg
  • Nebeliges Wetter
  • Traum
  • Wirtschaftssachen
  • Abreise der Schwestern Dorothea Bathilde und Sophia Margaretha nach Plötzkau
  • Spaziergang mit Karl Ursinus
  • Sorgen um Sohn Erdmann Gideon
  • Weiterhin Erkrankung des Roggendorf und der Altfrau
|| [[Handschrift: 12v]]

Donnerstag den 1. Martij: 1649.

<3 hasen, mein Sohn Viktor Amadeus gehetzt.>


J'a visitè, comme ie fay presque journellement mon
fils malade Erdmann Gideon. Sa toulx s'accroist, ses forces,
se diminünt. Cela me donne mauvaise augüre.
Dieu vueille avoir pitiè de luy, & de nous,
par sa grande Misericorde infinie!


Geörg Ehrenreich, Freyherr von Roggendorf, mein page
ist auch zimlich krangk, wie inngleichem die gute
Altfraw. Gott erbarme sich, dieser, vndt anderer
Pacienten, in gnaden!


Simon Heinrich Schweichhausen hat resignirt, in einem ½ iahr dimission
sollicitirende 1. weil er vermeint, nicht authoritet
genug zu haben. 2. vndt weil er seinem allten
krangken vatter, zu Brehmen, in negociis, muß
assistiren. Jch nehme es in bedenkgen. perge


Geschrieben, an Madame Elizabeth, vnd
an Marggraf Christian. perge Jtem: nacher
Plötzkaw, Cöhten, undt Deßaw.

Freitag den 2. Martij; 1649.

<Schnee. Frost.>


Avisen von Erffurdt, das den 6ten: Martij, der
anfang zur abdangkung solle gemacht, vndt
den 6ten: Aprilis, alles volgk abgeführet werden.
Gott gebe! das es geschehe!


Jtem: avisen von Erffurt, daß Sich der Generalissimus Pfaltzgrave
annoch zu Minden, befünde, dahin auch der Graf Oxenstirn || [[Handschrift: 13r]]
vndt herr Salvius Schwedische Plenipotentarij erschiehnen.


Zu Sultzbach, wehre durch die Bambergischen vndt Culmbachischen
Commissarien, die execution vollnzogen, vndt zu Augspurgk
daß meiste auch verrichtet. Also hofte man in kurtzem
die abdangkung der völgker. Der grave von Buchheimb,
wehre zur Kayserlichen armèe, geschickt, dieselbige zur reformjren
vndt alsobaldt, 20 Regimenter abzudangken, vndt 3 Monat
Soldt zu geben, befehlichet. General Türenne hat
sich Parlamentisch erklähret. General Erlach, aber, hat
seine armèe ermahnet, ihme nicht ferner zu gehorsahmen,
sondern in des Königes diensten, bestendig zu verbleiben.
Darauf seindt die deützschen Regimenter bereits von ihme
hinweg, gegen Straßburgk zu, gegangen, haben vom
General Erlach, einen Monat Soldt, bekommen, vndt die
Frantzösische infanterie, so noch bey General Türenne sein,
wollen auch nicht allerdings gehorchen. Jn Frangkreich,
ist die verbitterung also groß, das zwischen dem
Könige, vndt dem Parlament, noch zur zeit, kein
frieden zu hoffen, wie sehr man sich auch darinnen bemühet?


Auf itzigem ReichsTage in Schweden, ist von der gemeine
der 5te: vndt von dem Adel der 10te: Mann, nacher Deützsch-
landt, begehret worden. Die Königinn hat einen
ihrer Camerherren, selb dritte, nach Venedig, auf der
Post geschigkt, vmb selbige herrschaft, zur jnterposition
zwischen Schweden, vndt Pohlen, zu ersuchen. General Türenne
sol zu Speyer, im arrest sein. hingegen wirdt General Rosa mit || [[Handschrift: 13v]]
großer Ehrerbiehtung, auf freyen Fuß, gestellet,
vndt sol des Königes in Frankreich General, v̈ber die
Reüterey werden. Es mangelt dem Könige, an
geldt, vndt voglk. Der Schwedische Commissa-
rius Brügkner, ist gestorben, vnlengst, vndt vor
wenig Tagen, zu Erffurdt, begraben. Die Cron
Schweden sol einen guten Mann, an ihm verlohren haben.


J'ay songè, ceste nuict, d'avoir veu Königs-
margk à Hartzgerode. Il auroit fait grise
mine, & seroit allè coucher. Puis se rèsveil-
lant dü lict, sür lequel il s'estoit couchè en
ses chausses, sa chemise a la poictrine seroit
estè ouverte a la nonchalente, & sa dite
Poictrine auroit estè fort rouge & robüste,
comme d'ün laboureur, mais les bras & costèz
delicats & blancs. Il me conta en confiance,
(apres avoir <adoucy et> moderè, ceste severe & farouche
mine dü commencement) beaucoup de partcülari-
tèz que i'ay oublièes! & n'en ay retenü,
qu'üne seüle, assavoir: qu'il me dist: Mon Prince
prennèz garde a Vous, il y a deux moines
la haut, en vostre petit poile, envoyèz de la || [[Handschrift: 14r]]
part des Commendeürs, de l'Ordre Teütonique, les-
quels ont mis la main, a l'œuvre & travaillent
sans cesse, a vous deposseder entierement non seulement
de la reelle possession, de Vostre Contè d'Ascanie,
mais aussy <d'annüller par l'aide de l'Empereur tous estats de l'Empire> de toute ancienne pretension sür
icelle. Cela est resolü, mais ie Vous prie, n'en
faites pas semblant, que le scachièz de moy, vostre
treshümble & bien intentionnè serviteür.


Là dessüs sürvinst ma femme, sans y penser,
& fichant l'œil sür Königsmarck qui avoit desja
prins son pourpoinct, mais a la nonchalente,
sans le bouttonner, il eust honte, ferma les
bouttons, & sa poictrine ouverte, rouge comme feü,
puis devisant ün peü, s'en alla bien tost,
comme ün soldat, quj ne respiroit qu'estre en
action de guerre, & avoit aversion <de la conversation> des femmes.


Moy ie montay en ma petite chambre á Hartz-
guerode, ne faysant semblant de cest avis,
& trouvay ün de ces moines, lequel couvrist
incontinent tous ces pappiers, ne fist semblant
de rien, m'honora grandement & tandis que ie pen-
sois cependant a mes affaires, & commençay a l'exa-
miner sous main, de ce qu'il faysoit là, ie m'èsveillay.

|| [[Handschrift: 14v]]


Mein Sohn Erdmann, hat greẅlich diese nacht, ge-
hustet, vndt ärger, alß noch iemalß. Diß gibet
mir schlechten Trost! Jch besorge, die vires müßen
endtlich succumbiren, vndt können es nicht länger
außstehen. Gott wolle durch seine gnaden-
krafft, in dem Schwachen, Mächtig sein! Vndt
auß nöhten, angst, undt Trübsall helfen!
auch unß nicht verlaßen, noch verseümen!


Jlle tulit; languores nostros!1 Er
hat vnsere Schwachheit, auf sich genommen,
undt vnsere Seüche hat er getragen.
Der herr Jesus, gebe vnß auch, wahre ge-
dultt, damit wir gedultig, vnser Creütz,
auf vnß nehmen, vndt seinen Fußstapfen,
nachwandeln mögen!


Le Docteur Brandt, a visitè mon fils, mais a tenü
des propos, fort insolents, en presence d'jceulx,
& de leurs servitüers, pensant me contraindre
par ceste occasion, a luy donner satisfaction
en toutes ses exorbitantes demandes,
& blasmant mes Principaux Officiers, Conseil-
lers, & serviteürs. Ô Dieu! delivres moy, de tant
d'afflictions! croix, & tribülations, non necessaires!

|| [[Handschrift: 15r]]


Extra: ist der calumniant zur Mahlzeit behalten
worden, ne noceat! Je suis bien tourmentè!


Tobias Steffeck von Kolodey söhnlein, mein pahte, ist auch Schwach,
Matt, vndt krangk! Gott wolle es zur beßerung,
mit ihme schigken!


Avis von Ballenstedt, daß die undterthanen zu hoym,
Reinstedt, Riedern, vndt Padeborn, sich zum höchsten
über einquartirung, beklagen, vngeachtet des
Generalissimi patent vndt Salva Guardia vorgezeiget worden.
Zu Ridern wehren über 100 pferde mit munition
ohne die Mußcketirer, so von der Wehser, vndt
von andern orthen, herkommen, gelegen. Zu Pade-
born, etliche wagen, nebenst 52 pferden vom General
Axel Lillie, zu Rheinstedt, 18 pferde mit 1 wagen,
vndt 1 leutnant zu hoym, mit etlichen pferden,
logiret, den armen leütten, großen verdruß
angethan, auch dieselbigen geprügelt, vndt
sonsten übel tractiret, worüber die armen
leütte, vndt daß kein Protectorium mehr hel-
fen, noch gelten will, desperat werden.
Laßen sich auch verlautten, Sie wollen keine
contribution mehr geben, wann Sie nebst abfüh-
rung der Schwehren Schatzung, noch so große Ein-
quartierung, leiden sollen. Wo bleibet der Schutz?

|| [[Handschrift: 15v]]

<5 hasen Viktor Amadeus gehetzt. 1 Fux. i wilde kahe.>


Oeconomica verordnet. <Wolfgang Sutorius ist von Ballenstedt wiederkommen.>


Meinen Sohn Erdmann Gideon besucht. Jl est fort infirme. Le
bon Dieu, le vueille reguerir paternellement &
le conserver en santè de Corps, & d'esprit!


J'ay trouè ün Memorial, que feü Son Altesse
Monseigneur mon Treshonnorè Pere, de bienheüreüse
memoire, me donna, l'an 1617 lors que j'allay
la premiere fois, a la guerre, & vins bonnement
au Theatre dü Monde. Je l'estimay grandement
& tant plüs qu'en la battaille de Prague
i'avois perdü l'Original, avec d'autres Actes.
Je ne l'ay donc sceü <re>voir depuis l'an 1620
& maintenant cela se trouve a mon grand
contentement, & satisfaction. Dieu vueille!
que ie m'en puisse encores servir, au de-
clin de mon aage, puis qu'en la fleur
d'iceluy, ie ne m'en suis assèz prevalü.
J'a leü avec playsir, ce memorial &
aultres anciens actes, de la guerre passèe
de Pièdmont, & de mon voyage en France, Angle-
terre, Hollande, etcetera tout cela de l'an 1617 & || [[Handschrift: 16r]]
puis dü commencement de l'an 1618 etcetera me revoquant
en memoire, beaucoup de choses oublièes!


A spasso zu Fuß, mit Carllchen, gegangen.


Mein Sohn Victor Amadis, hat 5 hasen, 1 Fuchß,
vndt eine wilde katze, von der hatz, mitgebracht.


Extra, zu Mittage, den Medicum, Doctor Brandt gehabt,
vndt ich habe ihn wieder pacificirt.


Schreiben von Meiner Schwester von Strehlitz, welche den
Todt des Königes in Engellandt sehr beklaget, sich sehr
affligiret, vndt meine jüngste Schwestern verlanget.

Sonntag den 4ten: Martij; 1649.


Non posso ancora sbrigarmj di quelle strana
passione, ch'io hò per la morte dell'animale
fatto morire più hora d'un' anno fà. E
ciò senza dubbio, per havervj connoscuto
un raggio della sapienza e bontà Divina
infusa ancora straordinariamente in una bestia,
e non pesatolo assaj, per questo quelle furie
mi perseguitano straordiariamente. Jddîo mj vog-
lia liberare benignamente da quel fastidio!


Er Jonius, hat hieroben, aufm Sahl, geprediget.


Jst extra zu Mittage, behalten worden, neben Doctor Mechovio,
mit deme es viel zu consultiren, gegeben. perge


Schreiben von Cöhten, undt Deßaw, wieder entpfangen.

|| [[Handschrift: 16v]]

<Thauwetter.>


Eine dißcurß gelesen, (Der Weise Gamaliel
genandt) so Zacharias Hogelis pfarrer zu Erfurdt,
wieder den Oßnabrügkischen FriedensSchluß,
vndt zu endtlicher zerstörung des Römischen Babels
gemacht, ex Apocalypsj2 deducirt, auß vielen
experientzen, vndt Historien, confirmirt.


Er hat es dem pfaltzgraven Schwedischen Generalissimo
dedicirt, ist aber mit schlechtem Trangkgeldt,
vndt mit zorn abgewiesen worden. perge


Ein Jude Nathan genandt, hat heütte geschwo-
ren, seinen Judeneidt, in præsentia an meiner
darzu verordneten Commissarien, vndt er
sol nach Ballenstedt ziehen. Gott gebe! das er
seinen eydt halte! vndt neben andern, ein
guter Christ werden möge!


General Axel Lillie, hat begehrt, vor
seine Regimentspfarrer, eine discretion,
welche die Geistlichen schuldig wehren, bey
einquartirungen herzugeben, (so doch nie-
malß begehret worden, noch in usu gewesen)[.]
Also muß man zu guter letzte, auch von Generallen,
packereyen leiden, vndt gewartten. perge

|| [[Handschrift: 17r]]


Die Junge Marike hat heütte gefohlet,
ein verfaultes Fohlen, wie eine katze groß,
vndt ein größeres, alß ein zimlicher hundt
groß, beyde Todt. Das Thier, thut sehr
ängstlich. Jst solcher gestaltt etwan seltzames!


Märtin, des glasers3 Sohn, ist auß hamburg
wiederkommen, mit vielen schreiben, dont je
m'en doutois, depeschant ce mattin! etcetera


Jacta sit alea!4 <Ou en bien; ou en Mal.>


Belle speranze; e cattivj fattj!
Jngannano savij, e mattj!


Mà! speriamo in Dîo, che'l mal farà tregua,
Talhor, se speme in noj, non sj dilegua.
Speriam che'l Sol cadente, anche rinasce,
E'l ciel guando men luce; l'aspettato seren spesso
n'adduce!5

Dienstag den 6ten: Martij; 1649.


Avis: das der Conte de Hollande, ein vornehmer
Engelländischer herr, zu Londen endthaüptet, der
wieder ertapte <außm königlichen geblüte> Düc de Hamilton aber nebenst
Colonel Gohring, arquebuziret, der arme Predicant,
Doctor Juxon aber, (welcher den König, mit beliebung des,
Parlaments, getröstet, vndt Seelsorger bey ihm gewesen)
im bette, stranguliret worden. Schregkliche v̈belthaten!

|| [[Handschrift: 17v]]


Die Princesse Royalle, vndt Printz von Wallis, im
haagen, seindt krangk vor betrübnüß, liegen
zu bette, wollen sich fast nicht trösten laßen.
Königin Elizabeth, kermet auch sehr v̈bel,
wie auch der vranische hof, vndt alle verwandten.
Gott wolle ihnen, mit Trost, vndt hülfe gne-
diglich erscheinen, sie stärgken! kräftigen!
gründen! mit dem heiligen Geist, vollbereitten!


Das Königreich Jrrlandt, sol schon den Printzen
von Wallis, vor ihren König, angenommen haben,
Schottlandt, vndt die wolintentionirten, in
Engellandt, dörften baldt dergleichen thun.


Das Oberhauß, im Parlament sol sich mascule
der Königlichen schimpflichen execution gantz
opponiret haben, auch derentwegen cassiret
sein. Jm undterhause aber, hetten auch die
meisten zwar, wieder diese violentz gestritten,
ihrer wenig aber hetten sich, mit dem
kriegßraht, conjungiret, vndt mit dem
Scharfen Proceß, durchgedrungen, auch theilß
von den Mitgliedern selbst verfolget. Sollen
independenten, vndt wiederTaüffer sein, wie
vor hundert vndt mehr iahren, zu Carolj V. || [[Handschrift: 18r]]
zeitten, Thomaß Müntzer, Pfeiffer, vndt Knipper-
dolling, zu Eißleben, Johann von Leiden aber, zu
Münster, die ärgste buben gewesen.


Das gantze ministerium in hollandt, hat einen
abscheẅ, vor dieser übelthat. Mißet es den
independenten zu, die keine Obrigkeit, (alß Gottes
ordnung,) achten, vndt viel seltzame schwermereyen,
undt ketzereyen, auf die bahne, bringen sollen!
Gott wolle solchen aufruhr dempfen, die recht-
schuldigen straffen! vndt die seinigen, auß nöhten,
retten! beschützen! beschirmen! vndt trösten!
in solcher vnchristlicher verfolgung! vndt persecution!


Geörge Marmiton, ist forth nach hollandt zu.
Gott geleite ihn!


Schreiben, von Wien, vndt Berlin.


Jedermann abhorriret, den Königlichen Todt.


Madame Elizabeth, ist biß in den 4ten: Tag, zu bette
gelegen, wegen ihres herrnvetters, hinrichtung.
Gott tröste Sie, vndt alle Trawrigen!


Prinz Robert, vndt Printz Moritz, beyde Pfaltz-
graven, triumphiren in Jrrlandt, biß dato.
Man hoft, Schottlandt, sol ihnen auch beyfallen.


Die herren Staden erkennen den Printz von Wallis, vor
einen König aldar, vndt Erbsuccessoren Seines herrvatters.

|| [[Handschrift: 18v]]


Promittiren ihm müglichste assistentz, gestaltt
dann auch in die 30 schiffe von Duynkirchen auß
auf die Londischen außgangen, vndt der handel
zu waßer, den Parlamentischen, gesperret
wirdt. hingegen tyrannisiret die aufrüh-
rische Rotte ferrner, machen proceß den
vornehmensten herren, undt Königlichen freünden,
haben auch in die 30 prædicanten redliche
leütte, eingezogen, nur darumb, das dieselben
wieder dieses scharfe procedere gehet.


Die Gottlosen Generallen, Fairefax,
vndt Cromwell, haben alle haüser, vndt
Straßen, in Londen, besetzt gehabt, damit
kein Mensch, die geringste Trawrigkeit
über des Königes Todt, an Tag geben solte,
oder geschlagen werden. Diese Barba-
rische v̈belthat, ist auch den Barbarischen
völgkern selbst, dermaßen zuwiedera, daß
der Großfürst in der Moßkaw, sie also
sol abhorriret, daß er alle Engelländischen in seinem
Reiche habe ermorden, vndt alle Schiffe ver-
arrestiren haben laßen.

|| [[Handschrift: 19r]]


Jn Frangkreich, continuirt die Zwytracht,
vndt das der Düc de Rohan, Düc de Chastillon, vndt
andere vor Charenton geblieben, General Erlach gut
Königisch, Visconte de Türenne aber Parlamentisch
seye, hingegen die Spannier, ein wachendes auge
in Flandern darauf haben, vndt baldt zu felde
gehen werden. Cardinal Mazzarinj sol sich retiriren.


Zu Münster, ist die außwechßlung der ratificationen
mit freẅden vndt großer pomp, der salven[,]
feẅerwergk &cetera geschehen. Zu Augspurgk, vndt
Sultzbach, erfolgen die restitutionen.


Zu Prag, ist der Feẅerschaden groß.


Kayser praeparirt sich, zum vngrischen LandTag.


Die Türgken, streiffen an den gräntzen.


Jn Polen, tractirt man, mit den Cosagken,
wie auch des Königes heyrath, mit der Königlichen wittwe.


Wieder Portugall wirdt in hollandt, armiret.


Zu Napolj ist noch Theẅrung, vndt aufruhr.


Der Pabst armirt, wieder den Duca dj Parma,
wegen etzlicher disputirlicher Zölle.


Spannien, tractiret mit Frangkreich friede.


Zu Caßel, ist die Schwedische Generalitet, magnifice
tractiret worden.

|| [[Handschrift: 19v]]

Mittwoch den 7ten: Martij: 1649.

<Abermalß schnee, wiewol das eiß weggangen. perge>


Zur kirchen, am heüttigen behtTage
cum sororibus, & filiis secundogenitis. perge


An Fürst Augustum[,] Fürst Ludwigen vndt Ern Wendelinum
geschrieben.


Extra zu Mittage, Ern Theopoldum gehabt,
al pranso, ed alla conversazione!

Donnerstag den 8ten: Martij;

<Frost. 2 hasen, vndt 1 Fuchß Rindtorf gehetzt.>


Die leütte sagen, in 30 iahren, seye solch wetter
nicht gewesen, daß man von Martinj ahn,
biß itzunder, nichts pflügen können. Solcher gestaltt,
wirdt spähte Sahtzeitt werden.


Mein Sohn Erdtmann, Gideon, hat heütte, gar wol
(Gott lob) geschlafen, vndt wenig gehustet. Der liebe
Gott seye vor diese barmhertzigkeit, gepreiset,
vndt helfe vnß ferner, mit gnaden! Je n'ose
esperer! ce que mon ame desireroit devotement!


Geörge Reichardt habe ich heütte, mit den satisfaction-
geldern, auß dieser Stadt, vndt Ampt, nach Cöhten geschickt,
damit Sie an einem orth, beysammen bleiben, vndt bey
noch währender vnsicherheit, abgefordert werden mögen!


Je suis trespensif, melancolique, triste, & abbatü
pour la mort infame, (quoy que heroique, constante, & Mag-
nanime,) de ce bon Roy, Charles d'Angleterre. Dieu vueille || [[Handschrift: 20r]]
divertir, a l'avenir, tels orages, & pünir les trans-
gresseürs, qui s'attaschent meschamment, a l'Oinct,
dü Seigneür, contre toute pietè, bienseance & devoir!
General Königßmargk doibt estre portè, a vanger ceste in-
iüre, & indignitè, quoy quèstranger, quoy que nül
parent, ou alliè, quoy qu'èsloigne, de la creance
des refformèz! quoy que rien obligè, aux Jnsülajres!
Que doyvent donc faire, á plüs forte rayson,
les, plüs proches, les religionnaires, le sang ressentij,
les süjets obbeissans, les allièz(r) redevables?


Meine Pacienten habe ich zum Theil, besucht. 1. Meinen
Sohn, Erdtmann Gideon. 2. Postea: den freyherren meinen Pagen. perge


Der Quartiermeister6 alhier, hat mächtig tumultuiret,
vndt vom Bürgermeister Döhring, alleine haben wollen, waß die gantze
Stadt, auf 2 termin, schuldig ist, vndt solches incontentj.
Endtlich haben Sie Thüren, vndt Fenster dem Bürgemeister[!]
eingeschlagen, darüber man stürmen müßen, dann
sie auch zu plündern, vndt kisten, vndt kasten auf
zuschlagen, gedroẅet. Alß nun die Bürger, inß
gewehr kommen, vndt vor des Bürgemeisters[!] hauß, sich stargk
versamlet, seindt die Soldaten abgewichen, mit be-
drohung baldt stärgker zukommen, vndt es dem leüte-
nampt, nacher Cöhten, zu berichten. Il semble, qu'il leur faudra
dèsloger, peüt estre, bien tost. perge

|| [[Handschrift: 20v]]


Jch habe die Bürgerwachten bestallt, vndt sich wol
in acht zu nehmen, auch niemands, v̈ber die Fehre zu
setzen, (ohne befehlich) angeordnet.


Briefe von Meinem Bruder, Fürst Friedrich wegen der Stollberger,
so sich streüben, vndt nicht contribution, von
den pfandtschillingßdörfern, inß Anhaltische,
geben laßen wollen, da es doch allezeit
also gehalten worden, undt die dörfer, ohne daß
vnser lehen, vndt in unserm Territorio, gelegen sein.
et cetera

Freitag den 9ten: Martij; 1649.


Ün estrange avis, et arrivè de Curlande, que ce
Düc lá, bon Prince auroit songè d'estre angoissè,
d'ün chat noir, & de s'en devoir bien garder.


Süant & s'angoissant en songe, Madame
la Düchesse, s'en apperceut, & le pressa tant,
qu'il füt contraint de luy racconter ce songe.
Elle le conjüra, de demeürer le lendemain,
en sa chambre, sans aller mesme á table.


Jl obeit a sa douce semonce, & mangeant
seül en sa chambre avec sa chere compaigne,
sans penser á mal, ün chat d'extraordinaire gran-
deür noir sürvint, et s'attacha au col dü Düc, || [[Handschrift: 21r]]
pour le déspé<e>cher. Madame la Düchesse s'èscria
les gardes entrerent & donnerent des estocades,
& des coups d'estramaçon a ce chat diabolique.


A peine le sceut on èsloigner dü Düc, qu'il
s'attacha; a un beau petit chien, le deschirant
en pieces, & revenant tout aussy tost, a s'at-
tacher derechef au Düc. Il eüst de la peine, a
s'en deffendre. En fin le chat, enfonça le four-
neau, & sortit par le four, sans estre plüs veü.
Jl y a sans doute de la sorcellerie en cest'
affaire, vice assèz frequent en Livonie,
& en Curlande. Dieu vueille garentir ce
bon Prince, avec Madama sa femme, (quj est encejncte
derechef) & avec tous ceux, quj en dependent!


Le bon Düc a estè souvent desja attacquè
par charmes, mesmes en son petit bonnet,
l'estè passè, ou il faillit s'enrager! On croyt
que les Polonnois, (desireux de la süccession
de ses terres) luy dressent des embüsches.
Mais le Grand Dieu, Tout Puissant, &
tout bon, le vueille garentir & conserver, par sa
Sainte Providence! & sagesse jnfinie! Ainsy soit il!

|| [[Handschrift: 21v]]


Ein Somnium gehabt, daß innerhalb acht Tagen, alle
vnsere vhrallte prætensiones, auf die Grafschaft Asca-
nien vernichtiget, vndt cassiret werden sollten,
a cause d'üne femme quj agissoit trop importunêment,
& irritoit la pacience de l'Electeur de Brandenbourg,
& de ses Conseillers! Ja! a Dieu ne playse!


Jch habe heütte an den Maior Stoltzenbergk
nacher Zerbst geschrieben, den exceß (so gestern
von seinem Quartiermeister verübet) geklaget,
vmb abstrafung, vndt remediirung, angesuchet,
vndt des Rahts supplication, beygeleget. perge


Der Saltzburger, ist unvorsehens, vors Schloß kommen,
hat sich gewaltig gegen mir, durch Tobias Steffeck von Kolodey offeriren
laßen, vndt vmb pardon, wegen seines exceßes, gegen
Bertram verübet, gebehten, insonderheit aber, mit Mir,
sich abzufinden erbotten. Jch habe ihm sicher geleidte,
gegeben, seine errata verweisen laßen, die milita-
rische excüsen zwahr nicht angenommen, vndt wegen
der erbottenen abfindung, die Notturft regeriret.


Secretarius Paulus Ludwig ist bey mir gewesen, hat mir
importantissima vorgetragen, vndt mir auß vielen dubiis
sehr rühmlich, vndt weißlich geholfen. Gott segene ihn davor!


Es hat vor meines Sohnes Erdtmann Stube, angefangen
zu brennen, wegen heißer asche, so vnvorsichtige Mägde,
als Sie sein bad gewärmet, auf dem estrich 2 Tage lang || [[Handschrift: 22r]]
gelaßen, welches durchs holtz vndter dem ästrich, eingebrandt,
vndt groß unglügk, hette bey nacht, verahnlaßen sollen,
wann man es nicht diesen Mittag wehre gewahr worden.


Jnterim: bekomme ich 2 große pacquet, in landtschaft-
sachen, da man vnß will zwingen, auß dem Bernburger,
undt Zerbster antheilen, die Steẅern, zur cassa zu
lifern, vndt daß wir unßere subditos vndt genandte
landtStende, zwingen sollen, den nähermahligen
approbirten, oder respective improbirten Bandtrech-
nungßreceß zu undterschreiben, welches viele biß
dato mit willen, vndt gar recht undterlaßen.


Die Elltern herren gehen wie blindling hinein,
vndt approbiren alles, waß der UndterDirector,
undt die landtschaft, wieder der herren propria commoda
(nur mir zum Tschabernack, vndt verdruß) haben
will, cum comminatione, ich, vndt Fürst Friedrich mein bruder,
wie auch Fürst hanß, würden es baldt zu empfinden haben,
waß unser nutzen, oder schaden darvon sein würde?


Von droẅen muß man sich nicht schregken laßen. perge


Avis vom hertzogk von Gottorff, daß ihm Gott
wiederumb eine iunge Tochter beschehret, an statt deß
neẅlichst verstorbenen Söhnlejns. Gott gesegene sie ihm!


Avis de plüsieurs endroicts, que l'on plaint grandement
la mort dü Roy de la Grande Bretagne & a Dessaw & alleurs, ma
Cousine & aultres Parents, en ont pleürè a chaudes larmes!


A spasso hinauß geritten, in schönem wetter, mein altes Türgklein. et cetera

|| [[Handschrift: 22v]]


Mit meinem Armen Sohn, Erdtmann, leßet sichs nicht
beßer, Sondern schlimmer ahn. Er hustet greẅlich,
die Medicamenten hefen noch zur zeitt, wenig,
undt ich sehe nicht, (menschlicher weyse zu reden)
wie er es länger, also, wirdt außstehen können.
Certes, ce seroit üne grande pünition de Dieu,
s'il nous chastioit, sj rigoureüsement, en son
ire, de nous oster, ce bon fils, desja si bien avancè.


Mais helas! que sommes nous? pauvres pecheürs!
cendre! poudre! & corrütion! nos prieres sont trop
foibles, pour divertir les Decrets de la Providence
de Diëu. Je le prie! qu'il nous soit bening, & Miseri-
cordieux, de tout mon coeur, & de toute mon ame!

Samstag den 10ten: Martij: 1649.

<Froßt des Morgens.>


Meinen Sohn Erdtmann, habe ich besucht frühe, wie ich
täglich pflege (gestern wahr ich, wie öfters geschicht,
zweymahl bey ihm)[.] Er hat, Gott lob, undt dangk
wol geruhet. Sein hußten ist nicht so stargkt, vndt
man muß hoffen, da nichts zu hoffen ist! Gott gebe
unß, seinen gnadensegen! Vndt seye vnser gnediger Artzt!


Discorsj, e conferenze, co'l Montenegro, ed altrj, in cose
Economiche.


J'a apprins confidemment, que mon bon fils, Erdmann Gideon a priè
avanthier, son valet de chambre, de luy vouloir ayder, á prier
par Dieu, pour luy, afin que, son mal, finisse bien tost,
soit pour la Vie, ou aultrement, qu'il estoit las, d'estre || [[Handschrift: 23r]]
si long temps, foible, & malade. Le bon Dieu! le vueille assister!


Es ist guht, das die Sahle, an itzo groß ist, Sintemahl
sie das eiß geschmoltzen, vndt gehoben, das Sie vor wenig
tagen, dem Tham7, keinen größeren schaden gethan, noch
die Mühlgebeẅde beschädiget, alß beydeß besorget worden.


Das waßer ist zwar sehr groß, vndt gehet weitt
in das waßerThor, an der Fehre hineyn. etcetera etcetera


Avis, que le General Königßmargk, arme, affin de
s'opposer aux mütins, quj ont massacrè meschamment,
le bon Roy Charles d'Angleterre, de bienheüreüse memojre,
& qu'il veut s'en vanger. Voyla: comme Dieu èsmeüt
les coeurs, de loing, pour reduire les endürcis, a leur
devoir; quoy que tard!


Jch bin, gegen abendt, außgegangen, zu sehen, wie die Sahle
außlaüft, vndt v̈berschwemmet, den pfaffenpusch, die große
awe, vndt andere örtter. perge Die Straßen, werden grundt-
loß. Es ist schwehr v̈ber landt, zu kommen.

Sonntag den 11ten: Martij; 1649.


Die Erffurdtischen Zeittungen, confirmiren die Engelländische
Unthat, vndt das alles auf ein Neẅes Regiment, undt
einführung einer Democratiæ angesehen. Sie faßen
sich, <haben das Oberhauß gantz cassiret> vndt wollen ordinarie, 72 kriegsschiffe, in der See
halten. hingegen, hat Schottland vndt Jrrlandt, sich, vor den
neẅen König Carolum, declariret, wie auch die Staden,
mit aller ehrerbietung, ihme seinen Königlichen Tittel gegeben,
vndt assistentz versprochen, Alle Englischen Regimenter im Nieder-
landt, trawren vmb ihren König, mit Schwartzen flaggen, am Fähnlein.

|| [[Handschrift: 23v]]


Die Tractaten zwischen dem Könige in Frangkreich, vndt dem
Parisischen Parlament, sollen sich zerschlagen haben. Daß
Parlament bewirbt sich vmb hülfe zu Brüßel. Es
sollen schon, v̈ber 6000 in diesem vnnöhtigen kriege, vmb-
kommen sein. Visconte de Türenne seye auch Parlamentisch,
General Erlach aber, bleibe bestendig, in des Königs devotion,
vndt hette etzliche Turennische völgker, an sich, gezogen.


Die Schwedische Generalitet zu Minden, deliberirte
dem neẅen Könige in Engellandt, zu assistiren, vndt
des alten Königes Todt, rächenen zu helffen.


Schweden, vndt Pohlen tractiren einen ewigen frieden
zu schließen, weil numehr, ihr Stillestandt expiriret.
Der neẅe König Casimirus sol alle satisfaction
auf dem ReichßTage zu Warschow, vndt 2000 zu
seinem commando vndt Devotion, wieder die feinde der
Cron erlanget haben, auch Päbstliche dispensation Seines
Bruders wittwe zu heyrathen. hingegen werden
die Cosagken angefrischet, von dem Patriarchen zu Con-
stantinopel, zu einem Neẅen einfall in Polen, wie
auch vom Türckischen Kayser, die Tartarn.


Die Staden armiren 130 Schiffe, die Portughesen, in
Brasilien, mit Macht, zu bekriegen.


Die Polen, veralliiren sich, mit Moßkaw, gegen die Tartarn.


König in Dennemargk interponiret sich zwischen Polen, vndt Schweden
item: in Frangkreich, die uneinigkeitten, beyzulegen.


Die restitutiones locorum vndt abdangkung der militiæ, im Reich
wirdt mit macht fortgetrieben in Deützschlandt.

|| [[Handschrift: 24r]]


Aufm Sahl, habe ich vormittags, predigen laßen. Mein
krangker Sohn, hat sich stargk gemacht, undt auch mitt zugehört.
Gott wolle ihn stärgken! vndt seine Schwachheit beßern!
Er Thepoldus, hat geprediget. <Mein Sohn Erdmann Gideon hat husten, vndt krümmen! Gott beßere es!>


Extra: der CammerRath, Doctor Mechovius, wie auch gedachter hofprediger,
zue Mittage, vndt mit ihnen conferentzen gehalten.


Nachmittagß, wieder zur kirchen, in die Paßionspredigt, des Jonij.


Risposta von Zerbst, vom Maior Stoltzembergk, vndt Ern Wendelino.
Dieser letzte improbiret sehr, die böse That, wieder den König in En-
gellandt, freẅet sich zwar etwas, das es nicht eigentlich refor-
mirte Christen, sondern Mennonisten, Anabaptisten, vndt Libertiner
gewesen, welche erwiesen, welcher Geist, Sie getrieben, in dem
Sie nicht allein die Mayesteten lästern, Sondern auch, am gesalb-
ten des herren, sich zu vergreiffen, vndt handt anzulegen, sich
nicht endtsetzet, von welchen der Apostel Judas, in seiner Epistel
Φ: 88 redet, da der vortrefliche, hochgelehrte Beza, in seinen
notis, über diesen verß, außtrücklich nennent, die Anabaptistas,
undt Libertinos 9. Er, der gute Wendelinus wüntzschet, daß Gott
allen Christlichen Undterthanen die genande[!] gebe, daß Sie ihre
Obrigkeitten lieben! ehren! vndt förchten! wie sichs gebühret,
mit welchen auch Gott selbsten, einen gemeinen Nahmen haben wollen,
in dem er sie Götter nennet. Er besorget sonst, es werden
die reformati von den Adversariis, vmb dieser erschregklichen
That willen, viel leiden, undt außstehen müßen, ob schon die Ty-
rannischen Richter independenten, vndt Anabaptisten (wie
zuvor gedacht) eigentlich gewesen, vndt also eine fæx hominum,
& Malignj Spiritus incarnatj, von denen wir billich dissentiren.

|| [[Handschrift: 24v]]

Montag den 12ten: Martij; 1649.


Wiewol es gefährlich, v̈berzufahren gewesen, wegen
großen gewäßers, So hat es doch, Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin
wagen wollen, vndt ist noch hinüber, vndt so forth, auf
Ballenstedt zu. Gott wolle Jhre Liebden wol begleitten!


Jch habe Sie biß hinüber v̈ber das waßer, geführet.
Der Strohm, ist zweene finger breitt hoch, vndt mehr
nicht, gefallen. An der Mawer des waßerThors, ists
gefährlich, von wegen des stargken Stroms. Gott wolle
ferner gnediglich bewahren! vndt helffen! auch succeß verleyehen!


Die Leiptziger avisen, melden:


Daß das Parlament in Schottlandt, den Printzen von
Wallis, zum Könige aller dreyer Reiche, erklähret
habe, offeriren sich, ihm beyzustehen, wieder alle seine Feinde,
sonderlich, wieder die jndependenten, welche (ihrer der
Schotten, vielfältigen Protestirens, ungeachtet)
dennoch seinen herren vatter, König Carolum Primum
durch einen schmählichen Todt, hingerichtett.
Sie wollen gut vndt blut, bey ihme, aufsetzen,
vndt ihn, vor einen rechtmäßigen succeßoren erkennen,
iedoch mit dem bedinge, das er Sie bey ihrer
Religion undt Freyheitten, schütze, vndt daß convenant
mit der Kron Engellandt, erhalten helfe, vndt
beyde Reiche, (nach müglichkeit,) in Friedfertigen Standt,
wieder setze. etcetera Er wirdt Carolus 2. Rex genennet,
Sein bildnüß gepreget, vndt allenthalben in Schottlandt, || [[Handschrift: 25r]]
vmb Carolum 1 getrawret, vndt die displicentz an
solcher Mörderischen unthat, bey hohen vndt niedern verspühret.
General Davidt Leßle, soll albereit, mit 20000 Mann
an die Engellische gräntzen marchiren. hingegen der
Englische rebellische General, gr Fairfax, gewaltige gegen-
verfaßungen, zu waßer, vndt lande machen, auch
gegen Jrrlandt, wieder Prjntz Robert, vndt Prinz Moritzen.


Jm hollandt, wirdt Carolus 2dus Königlich, tractiret,
vndt herrlich gehalten, auch aller respect erwiesen.


Jn Polen, währet der ReichsTag noch, vndt förchtet
man der Cosagken neẅe unruhe, vndt verhetzung der Türgken.


Mit Moskaw, wirdt friede.


Jn Dalmatia ist glügk vndt vnglügk durcheinander.


Candia, wirdt stargk fortificiert.


Jn Vngern streiffen die Türgken.


Zu Paris tractiret man, aber biß dato vergebens, wie
in den Erffurdter Zeitungen, geschrieben worden.


General Türenne ist nach Caßel, wil sich purgiren
gegen dem Könige. Jnterim, ist General Erlach, in gnaden,
undt hat die Türennische armèe, gantz an sich gezogen.
General Commissarius Trasy, ist im arrest. Das Parlament
zu Paris, purgiret ihre actiones, durch ein Manifestum
daß nicht wieder den König, sondern wieder den Cardinal
Mazzarinj, ihre armaturen gemeinte seyen, vndt die
form der Regierung, des Marquis d'Anchre, vndt Cardinal Richelieu müße || [[Handschrift: 25v]]
geendert werden, vndt alle redliche Frantzosen anders
tractiret, etcetera etcetera wolten gerne gehorsahmen, undt
ihren iungen König, auß frembden händen, retten. etcetera


Die Königliche wittwe in Polen, solle Todt sein,
wirdt also der neẅe König Casimirus, auf eine
andere, gedengken müßen, vndt des Pabsts dis-
pensation, nicht von nöhten haben, wieder Gott, etcetera


Die Churfürstin von Brandenburgk, ist dermaßen
erschrogken, über des Königes in Engellandt
execution, daß es ihr unrichtig gegangen, v̈ber
einem iungen herrlein, welches Sie schon, vier
Monat lang, getragen, vndt Sie ist darüber,
gefährlich krangk. Gott wolle es mit ihr,
zur gnedigen beßerung, gedeyen laßen!
Dieser casus, interrumpirt des Churfürsten
rügkrayse nachm Berlin, vndt verlängert, daß
vorgewesene Caßelische Beylager.


Man weiß, schon, wer des Königes in Engellandt
Todesproceß undterschrieben, alß Acht vom Adel,
vndt andere meist Lumpengesindlein. Dörften
wol baldt uneinig vndter einander selber werden.
Das undterhauß sol zwar das Oberhauß cassiret,
undt 5 vornehmen herren, ihren Proceß gemacht, auch
publiciret haben, die forma Regiminis, eines Königes, || [[Handschrift: 26r]]
vndt Monarchen, wehre dem volgk undt lande, schäd-
lich, (ut solent Anabaptistæ & Libertinj) hingegen
declariren es die Schotten, vndt Jrrländer gar
anders. Die prædicanten selber, in Schottlandt
seindt so eyverig darwider, daß Sie, vndt alle
Geistliche daselbst, wollen 15000 Mann,
auf ihren unkosten, ihren rechtglaübigen brü-
dern in Engellandt, zu hülfe, wieder die jnde-
pendenten, auf die beine bringen perge ohne waß
sonsten, die Königreiche Thun werden, vndt ihren
König, vndt rechtmäßige hohe Obrigkeit, defendiren. perge


Gott dempfe, undt strafe, alle verweigene[!] aufrüh-
rer, aufwiegler, vndt Übelthäter!

Dienstag den 13den: Martij; 1649.


Girßbegk der Mußcketirer, ist wiederkommen, gestern
abendt, von Ballenstedt, dahin er geschickt wahr, mit
einem bagagywagen. Er hat undterwegens, vmb 2
vhr nachmittags, Meiner freundlichen herzlieb(st)en gemahlin, bey Ascherßleben,
begegnet, vndt gar a propos, Jhre Liebden bericht ge-
ben laßen, das Sie nicht auf Meißdorf nun vmb-
fahren dörften, Sondern Sie köndten wol durch
die Selgke bey Ermßleben kommen, vndt gerades
weges auff Ballenstedt zu, gehen. Gott gebe ferrneren progreß!

|| [[Handschrift: 26v]]


Den großen Kersten, habe ich nacher Deßaw, geschickt
vmb wildpreth, Gott gebe zu glügkljchem progreß!


Baldt darnach, ist ein leütenampt vndt ein ander
Officirer, mit prahlen, inß Schloß herein kommen,
haben gepocht, vndt gescholten, auf den Großen Kersten,
vndt ihn herauß begehret, weil er ihrer leütte
einen, gestern an der Fehre, solte gehawen haben,
würde man ihn nicht strafen, vndt das Artzlohn
bezahlen laßen, wolten sie ihn, auf der Straße,
Todt schießen. Jch habe ihnen laßen sagen, er
wehre mein diener, wehre heütte frühe ver-
schigkt worden, Sie solten ein par Tage sich gedul-
den, So wolte ich die sache in verhör ziehen, vndt
deme recht verschaffen, welcher recht hette? Sie
möchten ihre droẅwortt einstellen, vndt mich
nicht dringen, meiner diehner mich anzunehmen.
Jhr Quartiermeister, hette neẅlich in dieser
Stadt, auch viel wesens, undt prahlens, gemacht,
es wehre nicht auch alles recht, waß Sie theten.
Man würde aber niemandt vnrecht thun. Sie solten sich
ia nicht, an meinen leütten zu vergreiffen, sich
gelüsten laßen, das recht, wehre ihnen unversaget.


Verenderungen, vndt verwirrungen von hatzgerode der pactorum.


Visites meines Sohns Erdmann Gideon deux fois, & des seurs.


Conferentz mit Doctor Brandt.

|| [[Handschrift: 27r]]

Mittwoch den 14den: Martij; 1649.

<1 schwein, 1 Rehe, 2 Räphüner von Dessaw, ohne die lerchen so alhier geschoßen. perge>

<Frost abermalß.>


Jn die wochenpredigt, cum sororibus, & filio Victore.


Meinen Sohn Erdtmann, wie täglich, besucht, undt gesehen,
ob ihme die abermalß verordnete viele medicamenten.
helfen wollen? Gott gebe gnade! undt gedeyen!
Jch sehe noch, gar geringe, ia fast keine beßerung!


Jch habe auch angefangen, die correspondentzen
zu verfertigen, undt an den Marggraven von An-
spach, eine antworth, vndt gratulationschreiben,
aufsetzen laßen, undt vollnzogen, wegen notficirter
entbindung Seiner gemahlin Liebden mit einer iungen Tochter.
Jtem: habe ich, an den Ritterhaüptmann Geüder, ge-
schrieben, in etzlichen privatis, vndt dann auch, die
greẅliche execution, des Königes in Engellandt, detestiret,
abhorriret, vndt meine displicentz, zu erkennen, gegeben.


Risposta von Deßaw, mit einem Schwein, einem Rehe,
vndt 2 Räphünern, vom Fürst Johann Casimir en bons termes.


Das große waßer der Elbe, vndt Milde, soll
großen schaden gethan, vndt an den vfern, wie
auch in den Awen, vndt gründen, viel getreydig
in den Aemptern, Deßaw, vndt Wörlitz, verderbet haben.
Gott wolle allen schaden hin: vndt wider, reichlich
wieder ersetzen, vndt gute Freünde gesegenen!

|| [[Handschrift: 27v]]

Donnerstag den 15den: Martij; 1649.

<5 wilde Tauben Oberlender 7 hasen von Ballenstedt Braunkohl 1 Zigenbögklein, 2 Tauben dahero.>


Hans Christoph Witzscher ist von Plötzkaw, ankommen, (dahin ihn der
Commendant von Leiptzigk, alß einen Schwedischen
bediehnten, nemlich alß graven Magnj hofmeister
geschickt hatte) die Staabsgelder abzuholen.


Er berichtet, man habe dem Könige in Engellandt,
eine leichtpredigt, auß dem Propheten Jesaia
capitel 1410 noch vor seinem ende, (lästerlicher
weyse,) gehalten, vndt übel appliciret. Der
gute König, hette sie, noch selbst, zu Londen, kurtz
vor Seinem Schmählichen Tode, mit anhören mäßen.


Der König, in Frangkreich, wehre gestorben,
Sein bruder, läge an einem hitzigen fieber
Tödtlich darnieder, non absque suspicione Venenj,
der König in Spannien, hette sich, vor daß
Parlament zu Paris, declariret. höret
man also grawsahme unerhörte dinge! Gott
thue doch ein einsehens, in alle Ungerechtigkeit!


Ein Rittmeister, vom General Maior Müller,
mit paß, versehen, in die Margk, in Pommern,
undt in die Schlesie, zu gehen, paßiret heütte
alhier über, damit wir ja, der kriegsvölgker,
nicht so baldt vergeßen dörffen.

|| [[Handschrift: 28r]]


Jtzt erfahre ichs, das von 100 bienenstögken, so ich
gehabt, kawm 44 übrig bleiben, die übrigen, seindt
reine außgestorben, haben gar keinen honig, vndt
nur 25 Pfund (libra)℔: wachß gehabt. Je crains, que cela
denote a moy, & aux miens, ün Malheur,
que le bon Dieu, vueille benignement divertir!


Extra zu Mittage, gehabt, den hofmeister Börstel,
hofmeister Wischer, Doctor Mechovium, Doctor Brandt, vndt andere,
so theilß in der commission, zwischen dem Doctor Brandt,
vndt dem Raht alhier, gebraucht worden (außer Wischer)
neben hofmeister Einsideln, vndt Tobias Steffeck von Kolodey.


Schreiben von Ballenstedt von Meiner freundlichen herzlieb(st)en gemahlin Liebden ent-
pfangen. Ses affaires s'accrochent. perge

Freitag den 16den: Martij; 1649.


Geschrieben, a Madame, item: an Geüdern, an Anspachs Liebden.
Gott gebe! daß alles wol durchkomme! Zu gutem effect!


Wischer, ist forth, auf Deßaw, undt Zerbst zu, eben
dergleichen, wie alhier, zu suchen. perge


Meinen Sohn Erdmann Gideon (wie täglich) besucht. Es wil sich noch nicht,
mit ihme, zur beßerung, anlaßen.


Nach der Mahlzeitt, bin ich hinauß geritten, nach Zeptzigk
zu, undt habe meinen Sohn, Victor, undt seinen hofmeister,
mitgenommen.


Avis: daß sich zu Halberstadt, ein Neẅer Stern, sehen laße,
von 2 vhr nachmittags an, die Nacht hindurch, biß des
Morgens, bey anbrechendem Tage.

|| [[Handschrift: 28v]]


Schreiben von Ballenstedt, von Madame, laquelle
n'est pas contente! & veüt revenjr demainb, Dieü aydant!


Der iunge heinrich von Krosigk, (welcher Meiner freundlichen herzlieb(st)en ge-
mahlin page vor diesem gewesen, undt einen arm zer-
brochen, alß er mit einem kutzschpferde gefallen) hat
sich præsentiret. Jst eine zeit lang, bey seinem vettern
des Obersten Schweinitz11, Obrist leütenampt gewesen,
undt ist fein groß worden. Klaget, daß ihme
sein arm alhier nicht recht seye geheilet, undt
eingrichtet worden, wie man ihn persuadiret.
perge


Quiljbet faber; suæ Fortunæ!12

Samstag den 17den: Martij; 1649.


Es krongken alhier zu hofe, viel leütte. Erstlich,
mein Sohn Erdtmann Gideon, deme Gott gnedig, erscheinen
wolle, mit erwüntzschter beßerung! darnach
mein page, der Freyherr von Roggendorff, welcher
numehr, nach seinem Fieber, v̈ber sein gesichte,
undt gantzen leib, die gelbe sucht bekommen.
3o. die Altfraw, deren lingke seitte vom
Schlage getroffen, noch lahm ist, vndt der
rechte Fuß, an einem offenen schaden, schmertzet.
4. der kleine <page der> Schwestern, Eiche13, krongket auch.
5. des haußknechts Michels Fraw, ist gestern, in ge-
genwarth meines Sohns, Victorio Amedeo, platt zur erden, || [[Handschrift: 29r]]
in ohnmacht gesungken, vndt niedergefallen, unwißendt
wie ihr geschähe? 6. Ein kücheniunge, ein frommer knabe,
so neẅlich erst von Zerbst kommen, undt angenommen worden,
hat die schwehre Noht, iämmerlich bekommen, vndt weil
er also von Gott angegriffen, es auch selber erkennet,
vndt bedawret, kan er nicht in diensten bleiben. Muß
derowegen, abgeschaft werden, wiewol er schlachten
kan, sich sonst sehr wol angelaßen, vndt übel zu
endtrahten! Gott der Allmächtige, undt Barm-
hertzige <vater>, wolle sich aller dieser Pacienten, in gnaden
erbarmen! beßerung verleyhen! undt ihre schwachheitten
enden! Vndt wenden! wie er weiß, das es einem ieglichen
Nützlich vndt sehligkeit ist, vmb Jesu Christj willen, Amen! Amen!


Meine Freundliche herzlieb(st)e gemahlin, ist von Ballenstedt wiederkommen. perge


J'ay eü üne estrange lettre, contre toute opinion de
Monsieur le Conte Henry de Nassaw, touchant ün heritage
extraordinaire a quoy ie ne pensois pas, mesme en songe.


C'est ün grand cas, de l'Avarice, dü Monde!


Ceux quj ont de l'argent, à süffisance, n'en peüvent
jamais, s'en saouler! & le demandent, ou ils peüvent.


Meinen Sohn Erdtmann Gideon, habe ich etzliche mahl,
besucht, befinde aber, schlechte beßerung. Gott wolle sich
v̈ber ihn, undt vnß, gndiglich erbarmen! Jl semble,
que les remedes hümains, ne nous aydent de rien.
Dieu Vueille parfaire sa grace, en nos jmbecillitèz!

|| [[Handschrift: 29v]]

Sonntag den 18den: Martij; 1649.

<Digker Nebel. postea stargker Schnee.>


Etzliche pacqueet, undt Relationes, von Münster,
per Zerbst bekommen, wie auch importantissmia in causa
Ascaniensj, vndt in dem Magdeburgischen compactatsachen,
wie auch wegen der Geistlichen gühter investitur,
nach dem Friedenßschluß. perge Gott gebe! dien-
liche vndt heilsahme consilia!


Mein Sohn Erdmann, hat wieder sehr gehustet,
wenig geschlafen, auch sehr v̈bel sich befunden.
Mich deücht, wie daß wetter sich endert,
also endert sich seine krangkheit auch.
Gott wolle linderung, undt beßerung verleyhen!


Magister Enderling, hat hieroben, auf dem Sahl
geprediget, auß dem 53. capitel Jesaiæ14. perge


Schreiben vom hertzog Johann Christian, von Sonder-
burgk, daß sein Elltistes Söhnlein, Johann Friderich,
auf dem hause Gottorff, Todes verblichen.
Gott tröste alle betrübten! hierüber, und anders!


Extra zu Mittage: Doctor Mechovius, undt Magister Enderling. perge


J'ay apperceü des insignes faussetèz, de Simon Heinrich Schweichhausen[.]
Dieu vueille dèscouvrir; & pünir, toute infidelitè, & con-
stant libertinage! Die weltt, ist nicht außzugründen!


Üne grosse dent Maxillaire, & Ocülaire, a
costè gauche, m'est trombèe facillement, || [[Handschrift: 30r]]
apres m'avoir causèe, plüsieurs douleurs, deux ans
en ça! Ainsy tout se change, estant meüry.


Nachmittags seindt meine Schwestern, undt mein Sohn, Victor
Amadis zur kirchen, am heüttigen PalmenSontage. perge
unangesehen des stargken Ungewitters. Jch aber,
bin vmb anderer vhrsachen willen, auß der kirche
geblieben. habe auch Erdmann, heimgesucht, undt mit ihme
sacra gelesen, undt conversiret. Non mj piace hoggi!

Montag den 19den: Martij; 1649.

<Schnee. Frost mane. 2 hasen, Amadeus Fürst zu Anhalt>


Diese Nacht, haben wir, unter vnß, dreymahl
pochen, vndt klopfen hören, wie man einen Sargk
zuzuschlagen pfleget, gar bescheidentlich, zwischen
Mitternach, vndt ein vhr. Dörfte wol
einen Todten indigetiren. Gott bewahre vor unglügk!


Secretarium Paulum Ludwig, bey mir gehabt, in jmportan-
tissimis expeditionibus. Postea: Geörg Reichardt. perge


Mein Sohn Erdmann Gideon wirdt immer mätter. Je crains,
qu'il ne pourra plüs soustenir l'effort, d'üne si grande,
& continuelle maladie. Oh Dieu! ayes pitiè de luy,
& de nous tous! Pourquoy nous veux tü pünir, en ton
jre enflammèe? Misericorde! Misericorde!


Jch habe nicht allein, meinen frommen Sohn, Erdmann,
wie auch gestern, besucht, sondern, nach dem ich mit dem
kleinen Carolo Ursino, spatziren gegangen, haben wir auch,
in reditu, den pagen Roggendorf gesehen undt besucht,
welcher gantz quittengelb über das angesicht, undt leib, ist.

|| [[Handschrift: 30v]]

<Schnee. Vnwetter.>


Schreiben, von Madame Elizabeth, undt vom herr von Roggendorf[.]


Die avisen geben, undter andern:


Daß der König in Frankreich mit seinem Parlament, ver-
glichen seye, nach vielen difficulteten, undt auf-
sicht der Spannischen. Rantzaw, wehre im
arrest, zu Saint Germain, die Türennischen völgker
marchirten forth, mit General Erlachen.


Die Frantzosen, undt Schweden, wehren am
Rhein, in etzlichen garnisonen, uneins worden.


Jn Engellandt, dominirten Fairefax, vndt
Cromwel ihres gefallens, setzten ab, vndt ein,
tödteten, undt erhöheten, wen es ihnen gelüstete,
hoften die Schotten, mit gelde, zu stillen,
undt die holländern, durch den fortgang, der
benöhtigten commercien, andere aber, mit
kriegesgewaltt, zu waßer, vndt zu lande, zu
bezwingen, darzu dann des Königes intraden, mehren-
theilß angewendet würden. Viel prædicanten,
werden eingezogen. Der Düc de Hamilton, (vermeinet
man,) dörfte noch seinen kopf salviren, wenn durch
seine große authoritet, undt anhang, die Schotten, zu
gewinnen, auf der neẅen Regenten, oder independenten, || [[Handschrift: 31r]]
Seitte.


Jn Dennemargk sol im Aprilj, oder Maio, wiederumb
ein HerrenTag, gehalten werden.


Jn Polen, wirdt die Militia, dem Könige, aufgetragen,
Man wil offensive, wieder die Cosagken, undt Tartarn,
gehen, vndt mit dem Moßkowiter, pacificiren.


Zu Preßburg, wirdt ein landtTag gehalten.
Der Bischof von Raab, sol vmb vielerley groben
criminum willen, vor gerichte gestellet sein.


Die Türgken kriegen noch immerforth, in Candia
undt in Dalmatia, auch an den vngrischen gräntzen. perge


Der Ertzherzogk, leßet seine armèe, nach
den Frantzösjschen gräntzen zu, marchiren.


Die junge Kayserinn, sol Schwanger sein.


Jn Italien, meditiren die Fürsten, eine ligam
die Frantzosen auß dem lande zu schaffen.


Venedig wirdt auch darzu invitiret, mit
großen promissen, von Spannien, vieler Schiffe,
undt gallionen, zum entsatz, wieder den Türgken.


Der iunge König in Böhmen, ist mit Seiner
Schwester, der Königlichen hispanischen Brautt,
noch zu Meylandt, wartet auf die Spannische abholung.


Ein Fr Genuesisch Schiff, so nacher Venedig gewoltt,
mit 400000 Ducaten, ist von den Frantzosen zu Portolongone
im vorüber fahren, hinweg genommen worden! perge

|| [[Handschrift: 31v]]


Hanß Christof Wischer, hat sich bey Mir wiederumb
eingefunden, nach dem er von Deßaw, undt Zerbst,
wieder zurügkc kommen. Suchet die Stabsgelder.


Schreiben von Zerbst, von dem Jehna. Son
intention est bonne, Dieu la vueille benir!

Mittwoch den 21ten: Martij; 1649.

<guht wetter.>


Der leütenampt Weiser, ein geschickter bürger,
ist diese Nacht gestorben. Sol mehrentheilß
den winter über biß dato, von kälte, von
hunger, von Ungemach, verkummert sein. Er hatte
im kriege, wol etwaß erworben, kondte es aber
nicht zu rahte halten, mochte nicht arbeitten.


Quj non laborat; non manducet!


Gott gebe! Das man sich, an diesem Mann,
undt an den Seinigen, nicht versündiget habe!
Man hette ihm doch, in nöhten helfen sollen!


heütte fänget man an, alhier bey Bernburgk
gersten außzuseen. Gott gebe darzu, Segen!
undt gedeyen! 2 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: 15 Schefel (Scheffel)schfl: in præsentia Hans Balthasar Oberlenders[.]


hans Christof Witzscher reittet nach Ballenstedt, die
restirende Stabsgelder daselbst einzumahnen.


Doctor Mechovjum, habe ich bey Mir gehabt, die
Ascaniensia, Magdeburgica, Gernrodica, undt andere || [[Handschrift: 32r]]
Sachen, vor den feriis, zu maturiren.


In Oeconomicis, undt Amptssachen, habe ich Reichardten,
Tobiaß, undt Jakob ludwig Schwartzenberger allerley anbefohlen.


A spasso, auf meine Felder, insonderheit, auf die
Gerichtsbreitte, aldar außgeseet worden. perge


Gott gebe! Zu glügk! undt gedeyen!

Donnerstag den 22ten: Martij; 1649. Grüner donnerstag.


Oberlender nacher Deßaw, zu pferde geschigkt,
wildpreth abzuholen, auch wegen der weinpfähle.
Gott gebe! zu glügklichem succeß!


Jn die kirche, cum sororibus & filiis secundogenitis.


Man hat auch, auf den Cantzeln, vor meinen Sohn
Erdtmann Gideon, gebehtet, das ihm Gott wolle
gnedig sein! <Die verlornen kräfte wiedergeben[.]> Seine Mattigkeit enden, undt
wenden, wie er weiß, daß es nütz, vndt heilsam
ist, vmb Christj willen, etcetera etcetera etcetera Gott wolle
unß, publice & privatim, gnediglich erhören!


<Extra zu Mittage, den hofprediger gehabt!>


Avis: daß meine Schwester, Freẅlein Doro-
thea Bathilids, zwar keine Aeptißinn,
sondern <durch hofmeister Freybergs cooperation eine> Canonißinn Stelle, in dem kloster
Herwarden, bekommen, welches wol nicht
außträglich, sondern eine staffel, mit der zeit
höher zu steigen ist, undt kostet denoch, in die 300 ReichsthalerRthlr:[.]
Gott gebe darzu, seinen segen, glügk! undt gedeyen!

|| [[Handschrift: 32v]]


<in beysein Hans Georg 3 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: gersten, seindt heütte geseet. Deus benedicat!>


Le crevecoeur, que i'ay, d'üne chose impossible á
reparer, me düre tousiours encores, & m'apporte
ün crevevoeur & playe cuysante incessamment.
Voyla ce, que c'est, de mèspriser les choses
approchantes a la porte dü ciel, quoy que
mèsprisables devant le monde nonchalent!
Dieu me vueille delivrer aussy, de cest ennuy!
peine! fascherie! & tentation estrange!

Freitag den 23ten: Martij; 1649. Charfreytag.


Avis: daß zu Zerbst, gute leütte gählingen
hinweg sterben. Gott wolle sich gnediglich
erbarmen, undt die landtstraffen lindern! undt abwenden!


Jn die kirche, cum sororibus, & duobus filiis 2dogenitis.


Nachmittage, hat man die Historia des leidens
vndt sterbens, Jesu Christj, gelesen, in der kirche,
(welches wir im hause verrichtet, weil die
pferde sonst nöhtig zu Fuhren gewesen!)


Oberlender ist von Deßaw, wiederkommen, mit
briefen von Fürst Johann Casimir vndt 2 Rehen, item: von der Fürstin,
item: von Cöhten, <mit einem brief, vom Gouverneur von Löevaerden[,]> mit büchern, item: vom Balthasar de Schrahtembach.


Jn beysein Bartoldts, seindt zu Zeptzigk geseet
12 Schefel (Scheffel)schfl: Erbßen, 12 Schefel (Scheffel)schfl: haber. Alhier, seindt geseet
in beysein Hanß Eckardts, 1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: gersten. Deus benedicat!

|| [[Handschrift: 33r]]


J'ay èsplüchè; que ma femme a donnè plein Pou-
voir, a Albrecht Schulte a Hamburg pour vendre 50 last de froment[,]
50 charges, de seigle, & 100 d'orge, (chasque last doibt
tenir, trois wispel de mesüre de Magedbourg, le
payement se doibt faire, a chasque voytüre a Magdeburg
24 Dalers pour ün wispel <d'orge>, la moitiè, & l'Autre
moytiè a Hambourg. L'Orge doibt estre la 1ere:
delivrance, le seigle la seconde, le froment la tierce.


Ainsy seront ce, 600 wispel <d'orge>, pour Hanß haße-
linger, Peter Olden, & Hanß Hoppe, & ses consortes,
a Magdeburg & Hambourg. On chargera dans la
barque de Halgke á Calbe 200 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: en celle de
Claus Arndten, 100 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: & de Henry Wilckens ou
Lickte Schlichters 300 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: mesüre de Magdeburg de
chasque last, on payera 6 Dalers, & a chasque
battelier, ün Daler. Les autres 200 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: doyvent
estre livrèz 14 iours, apres Pasque a Magdeburg &cetera[.]
Pour ces 400 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: mesüre de Hambourg, on
dèsboursera incontinent, dans Magdebourg,
2600 Dalers comptans le rest a Hamburg 24 Dalers
pour Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: <d'icelle mesüre Hambourgeoise> aussy tost, qu'il y sera livrè. Nota Bene: Ün wispel
á Hambourg, fait, 1½ Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: a Magdeburg[.] Le reste des
200 mesüres, en sera payè sür la barque, la moitiè,
lors que le blèd y entera, & l'autre moitiè a l'arrivèe a Hamburg[.]

|| [[Handschrift: 33v]]

<3 hasen Rindorf gehetzt.>


Wir haben unß heütte gegen das heilige Osterfest, vndt
auch zur communion, præpariret. Gott laße unß
würdiglich hinzugehen, undt helfe unß, alle an-
fechtungen überwinden! durch die kraft des heiligen guten
Geistes, vmb Christj willen, Amen.


Nachmittags, bin ich in die præparation
gefahren, cum sororibus, & filio Victore Amedeo. perge
Gott stehe unß bey, mit gnaden!


Mein Sohn, Erdmann Gideon wirdt immer mätter, vndt
krängker. Gott erbarme sich seiner! Er
hußtet sehr, nimbt ab, fühlet hitze, vndt
geschwindes hertzklopfen. Difficultas respirandj
ist vorhanden, er schläget zwar auch, (salvo
honore) noch auß, vndt heütte hat man eine
stargke geschwulst, an beyden füßen,
verspühret. perge Er gibt auch anzeige eines ulceris in Pulmone.


In præsentia Hans George Lackayen, seindt vormittags,
Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: Gerste, nachmittags 6 Schefel (Scheffel)schfl: 1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: gerste
vndt 5 Schefel (Scheffel)schfl: erbßen, geseet worden, in die
Steinbruchsbreitte. Gott gebe darzu, Segen undt gedeyen!


Ein scharfes anmahnungschreiben, vom Obereinnehmer
Bergen, ist an Meine Rähte ankommen, wegen hinterbliebener || [[Handschrift: 34r]]
contributionsrestanten, zun zehrungßkosten der abge-
sandten zu Leiptzigk, undt zu des Cantzlers Milagij geldern,
darinnen wirdt gedroẅet, eine Militarische execu-
tion, welches sich gleichwol daher nicht reymet, undt
weder der OberDirector, noch B so ein Kerll, hat
nicht macht, mit fug, vnß die executores, zu über-
weisen. Sed, Mundus regitur, & confunditur opinionibus!


Ein Schreiben, von meinem bruder, Fürst Friedrich (welcher sich
wegen der Ascanischen[,] Magdeburgischen undt Gernrödischen sachen,
in terminis generalibus erklähret,) so albereitt,
seine 300 ReichsthalerRthlr: vor Schwester Dorothea Bathilde erleget hatt.
Wolte Gott, ich köndte Schwester Sophia Margaretha ihre 300 auch geben!
Er referiret sich auch, auf daß iehnige, so wegen Schwester
Dorothea Bathilde Freybergk im Stift <Herwerden>, außgerichtet, undt an
Sie schriftlich gebracht hat. Gott gebe, zu glügk! Se-
gen! undt gedeyen!


Jehna schreibet von Zerbst, das ihn Gott,
mit einem doppelten haußcreütz, angegriffen,
undt affligiret habe, in dem er seine Sehlige,
liebe Mutter, sanft abgefordert, undt seinen
Schwager, Doctor Nathan, plötzlich todtkrangk werden
laßen. Er kan sich, so baldt nicht faßen, seine
gedangken mir zu geben, in einer Sache, welche
vorigen conferentzen vndt mündtlichem Fürstlichen versprechen,
auch brieffen, vndt Sigeln, zuwiederd laüfft. et cetera leyder!

|| [[Handschrift: 34v]]


Gott wolle trösten! waß betrübet ist, verbinden,
waß verwundet ist! Vndt allen afflictionen, vndt
confusionen, remediiren!


Die leütte, sollen nicht allein, zu Zerbst, Cöhten,
auch hin: undt wieder, krongken! Sondern auch zu
Erxleben, fast alles gesinde[,] der Krosigk, krangk
undt Siech, darnieder liegen. Gott erbarme sich,
aller solcher, undt anderer Pacienten, väterlich! al-
hier, undt anderstwo!


<Wischer, vndt Schwechhausen, sein von Ballenstedt, wiederkommen.>

Sonntag den 25ten: Martij; 1649. heiliger OsterTag.


Die Erfurdter avisen, (so gestern alhier ankommen)
berichten: daß zu Londen, die neẅe Regierung, alle
landtcommissarien, abgeschaft, einen neẅen Staats-
raht, von 40 personen erwehlet, so auf fundamental
consilia bedacht sein sollen. Vndter andern Decreten,
ist auch dieses, das man des Königes, seine kleider, hauß-
raht, undt kleinodien verkaufen, vndt auf die krieges-
schiffe, anwenden solle. Die Schottischen Legatos,
hat man remittiret, aber revociret, vndt in ar-
rest genommen. Das Oberhauß ist vom vndter-
hause cassiret, undt decretiret worden, es sollen
hinführo, die kinder zugleich erben, vndt nicht die
Elltisten alleine, wie bißanhero braüchlich gewesen,
auch dadurch vornehme Geschlechter, erhalten worden.

|| [[Handschrift: 35r]]


<Fairefax, vndt Cromwell ziehen die köngliche authoritet, an sich. et cetera>


Die neẅe Engelländische Regenten, rüsten 70 krie-
gesschiffe auß, undt wollen 150000 Mann, zu ihrer be-
schützung, inß feldt führen. hingegen, wil der Printz
von Uranien, selber zur See, gehen. Der Dähnische
Reichshofmeister Vlefeldt, ist en Ambassade, mit
50 personen, im haag angelanget.


König in Frangkreich, sol mit seinem Parlament
verglichen sein. Gibt general pardon, hingegen
v̈berlaßen sie ihm, sei ihre völgker, contra Spannien,
vndt contribuiren noch, auf zwey iahr lang.


Die Türgken armiren wieder sehr stargk
zu waßer, vndt lande, hingegen hoffen die Venezia-
ner, 12000 Mann, deützsch volgk zu bekommen.


Die Schwedische Generalitet, ist wieder zurügke auf
Caßel von Minden gezogen, wollen auf Nürnbergk,
erweisen etwas suspension, mit der abdangkung.
Die Gesandten zu Münster, rüsten sich zum abzuge.
General Piccolominij, nimbt die abgedangkten
völgker, vor Spannien wieder ahn. Lottringen
wirbt auch stargk, vor Spannien.


Die Seestädte tractiren noch, wegen des Wehserzolls,
mit dem Graven von Oldenburgk.


Feldtmarschalck Rantzow, wirdt beschuldiget, er
hette Duynkirchen, den Spanniern, verrahten wollen.


Zu Gottorf, hat der Sturmwindt großen schaden gethan,
am Schloße, vndt diehner erschlagen, bluht sol sein auf den Stügken gesehen worden.

|| [[Handschrift: 35v]]


Jn die kirche, vndt Communion vormittages,
cum sororibus, & filio; Viktor Amadeus. Gott gebe himmlische
gedangken! himmlische speise! himmlische Andachten!
wahren glauben, hertzliches vertrawen! wahre
buße! vndt beßerung des lebens! in einem
neẅen Gehorsam! Amen! Amen! Amen!


Nachmittags, wieder in die kirche, cum uxore, <soroibus> <2> filiis, & <4> filiabus. Wir haben auch, auf der Cantzel
vor Erdtmann, bitten laßen. Gott erhöre vnß!


Beyde predigten, hat Er Theopoldus verrichtet. et cetera
Gott lob! vndt dangk! das wir noch, mit ruhe,
diesen Feyertag, zubringen haben können!
Er wolle vnß ferner, mit gnaden, beywohnen!


Ein Pollnischer gefangener Edelmann, hat sich
præsentiret, welcher, neben einem vatter, vndt
zweyen brüdern, in die 7 iahr lang, vom Türcken,
in Tirannischer dienstbahrkeit, gehalten, vndt endlich
vor 700 ReichsthalerRthlr: von Armenischen kaufleütten,
rantzioniret worden, doch also, das Sie 300
ThalerThlr: bahr erleget, die übrigen 400 müßen noch
gesamlet, vndt colligiret werden. Sein vater,
undt 2 brüder, müßen Sich auch, vmb ihre rantzion,
bey milden hertzen, bewerben. Er hat viele, vndt
gute Testimonia. Gott stellet unß ofte, vndt mannich-
mal solche vndt dergleichen exempla miseriæ Humanæ, vor.

|| [[Handschrift: 36r]]


Ach! daß wir unser Elendt, undt gebrechligkeit,
von hertzen, recht erkennen, undt klug werden möchten!


Wir achten daß gute nicht, wir sehen, undt fühlen dann
das böse! das glügk wirdt wenig æstimiret,
biß uns das Unglügk deßen undterscheidt weiset!

Montag den 26ten: Martij; 1649. OsterMontag.


Jn die kirche, vormittages, cum uxore, sororibus
et filiis secundogenitis. Er Plato, Superintendens,
hat geprediget.


Extra: Zu Mittage, hofmeister Wischer, die Rind-
torfinn, Jacob Anonij von Krosigk; vndt Er Plato. perge


Schreiben von Wien, Berlin, halle, Leiptzigk.


Die Erffurdter avisen, werden confirmirt, undt ist
wenig mehr neẅes, in den Leiptziger ordinarien. <außer von des Kaysers, vndt Kayserinn ankunft in Vngarn, von dem vergleich in Frangkreich, von der stargken außrüstung, 100 Türkischer galleren in Golfo di Venezia, die Venezianer, von den Dardanellj abzutreiben, von der Victoria des Generals zu Neẅhaüsel Forgatzsch, wieder den Bascha von Ofen, welchem er 6000 Mann abgeschlagen, undt ihn, mit vielen Begen, gefangen genommen.>

|| [[Handschrift: 36v]]


Diese Nacht, ist ein knecht, von den for-
wergkspferden, endtlauffen. Solcher händel
dörfte es mehr geben, wie es die Müßig-
gänger vndter den Soldaten, gelernet. perge


heütte kan man keine knechte hinauß
auf daß feldt ringen, in agker, weil
Sie mit gewaltt, noch wollen einen
festtag, oder viel mehr, Sauftag haben.


Mein Sohn Erdtmann, hat neẅe be-
schwehrungen, gestern vndt heütte, eine
Diarrhoeam, geschwollene füße, vndt
wann sich solche geschwulst verzeücht,
so kömbt sie höher in die waden,
der hußten, vndt außwerfen, continujret
auch noch stargk, vndt bona venia in
anu, erzeiget sich auch eine v[...]beschwehrung!
Gott helfe unß doch auch, von diesen
plagen! Vndt erbarme sich, des armen Jünglings!
vmb Christj Jesu willen! Amen! Amen! Amen!


Ernst Gottlieb von Börstel mein page, ist nach Straußberg,
Westeregeln, Ballenstedt, vndt hartzgeroda,
Dieu le Vueille heüreüsement conduire! & reconduire!

|| [[Handschrift: 37r]]


Secretarius Paulus, ist bey mir, gewesen, al-
lerley zu referiren, undt die expeditiones zu
befördern, so sich in den feyertagen, cumuliret haben.


Hanß Christof Wischer, ist heütte forth,
nacher Leiptzigk, mit den contributiongeldern,
vor den Staab, von hinnen. gott wolle ihn geleitten!


Theilß von meinen Agkerpferden seindt mangel-
haft worden. Jst auch ein schade, undt unheyl!
Gott wolle es beßern, vndt zur haußhal-
tung, in allen dingen, gedeyen geben!


J'ay depeschè üne Verrier, avec üne depesche importante
á Borch, & en Hamburg. Dieu le vueille conduire heüreüsement
& reconduire salütajrement, par sa Sainte grace & benediction!


Extra zu Mittage, Doctor Brandt, gehabt. Er judiciret
noch zur zeitt, ambiguè, wiewol fundamentaliter
von meines krangken Sohnes zustandt. Gott wolle
denselbigen beßern, baldt,! mit gnaden!


On tient; que le jeüne Roy d'Angleterre,
(imbü des conseils, de Madame sa Mere, dürant le
sejour de Paris) soit secrettement Papiste, ait a l'en-
tour de soy, dès Conseilleurs Papistes, ait (par leur suggestion,)
èsloignè les Princes Palatins, affin de le posseder, seül,
reiette la confession de Geneve, & de Calvin, comme ün
Ministre Anglois a la Haye, en l'Eglise Françoyse luy a dit
a la face, devoir faire, avec grand scandale des Auditeurs, || [[Handschrift: 37v]]
mais apres ce scandale, on a deffendü, a ce
Ministre, ou Prestre (emissaire peüt estre des
Jesuites) & a tous aultres estrangers,
de ne monter plüs en chair, en ceste
Eglise, nj en toutes aultres a la Haye,
sans permission speciale dü Magistrat. et cetera


On m'escrit de bon lieu, que le General
Fairefax, soit de la religion reformèe, bonne
personne, & point si mauvais, comme on le de-
peinct, qu'il n'a mesme point trempè
au sang de son Roy, & dissuadè les con-
seils exorbitans, de sa condemnation
pernicieuse, mais que son Lieutenant
General Cromwell, Anabaptiste, ou Inde-
pendant heretique, homme d'esprit & plein
de prattiques dirige toutes les affaires,
& met le monde, en Angleterre, sans
dessüs dessous, comme il peüt! Le Dieu de Ve-
ritè! vueille abolir le Mensonge! et
vueille destruire! tous conseils pervers,
scandaleux! & pernicieux! conservant
son Eglise, & confondant les menèes de Sathan!

|| [[Handschrift: 38r]]


La Roine d'Angleterre, vefue dü Roy trespassè,
doibt estre si pauvre, & miserable, qu'elle n'a pas
eü moyens süffisans en France, de<pour> s'habiller
en dueil, avec toute sa cour, pour la mort dü Roy, son Mary.


Les iügemens de Dieu, sont admirables, &
souvent imperceptibles! Dieu aye pitiè des
miserables, desolèz! & affligèz!

Mittwoch den 28ten: Martij: 1649.


J'ay èscrit á Desssaw; Dieu vueille benir; ceste depesche!


A Docteur Mechovius, i'ay parlè ce mattin, & l'ay re-
tenü extrà, á disner. perge


heütte ist 1 wispel, 12 Schefel (Scheffel)schfl: gersten, zu
Zeptzigk geseet worden, in praesentz Hans Georgs Lackaien[.]
Gott gebe zu glügk! Segen, vndt gedeyen!


Briefe von Strehlitz, durch eigenen bohten,
von der Fraw Schwester, von Megklenburgk
welche Schwester Sofiam Margaretham
begehret, vndt vom hertzogk Ludwig,
von der Lignitz Brigk, welcher mich nachm
Brigk invitiret, auf Seine hochzeittliche
festivitet, gegen den 18den: May styli novj. et cetera
Gott gebe darzu segen! vndt benedeyung!

|| [[Handschrift: 38v]]

Donnerstag den 29ten: Martij: 1649.


Castiga Vellacos, Hans Friedrich Eckardt per l'imbriachezza..


Mein Sohn Erdmann Gideon wirdt mätter, vndt Schwächer,
Gott erbarme sich seiner! in gnaden!


6 Schefel (Scheffel)schfl: Erbßen, hat Oberlender alhier heütte auß-
seen laßen, in der Gottsagker breitte.
Gott gebe gleichßfalß, zu Segen, vndt
gedeyen, zu wachßthumb, vndt genoß!
wispel Gersten, zu Zeptzigk, seen laßen.
Gott gebe ebenmäßig zu glügk! vndt segen!


Nous avons estè fort empeschèz, avec les nou-
veaux desseings, touchant l'envoy, en Silesie.


Dieu le vueille fortüner! & bienheürer!


Die Erffurdter avisen, bringen mitt:


Dass Chur Bayern, seine 7 Regimenter numehr
abgedangkt habe, die hetten 3 Monat Soldt
bekommen. Weil aber, der hertzogk Vlrich von
Wirtembergk vom König in Spannien, zum General
Feldtmarschalgk erklähret, alß bemühet er
sich, neben dem Obersten Lanan sehr, die abge-
dangkte völgker, in Spannische dienste, zu
führen, beüt derowegen, einem Reütter 50
ReichsthalerRthlr:[,] einem Mußcketirer, 10 ReichsthalerRthlr: alsobaldt
halb, die andere helfte aber, im Lützelburger
lande, sampt einem Monat Soldt zu bezahlen || [[Handschrift: 39r]]
allein, man meinet, es haben biß dato, die Officirer
undt Soldaten, noch nicht recht trawen wollen.
Stehet dahin, ob Sie folgen werden?


Der Pfaltzgrave Generalissimus, vndt General
Wrangel, neben andern Cavaglierj seindt numehr
zu Schweinfurth, ankommen. Die Frantzosen
am Rhein, haben streitt, mit den Schwedischen,
wegen der quartier.


General Erlachen, haben auf dem rendevous
seiner zusammen gezogener völgker, 3 compagnien
von seinem Regiment zu pferde, rebelliret. Der Ober-
ste Rosa, hat sie chargiret, 28 niedergehawen,
viel gefangen, vndt von denselben, 15
laßen aufhengken, seindt auch v̈ber 20 im waßer
ersoffen. Daß Bernholdische Regiment hat
auch rebellirt, von welchen gleichßfalß etzliche
aufgehengkt worden. Die meisten haben sich
auß furcht, in der Schweitz, verlauffen, al-
so das keine 100 Mann übrig geblieben, welche
man vndtergesteckt, vndt die officirer abge-
dangkt hat. Jn Frangkreich ist das Feẅer
zwar etwaß gedempft, aber nicht gelöschet,
General Erlach hat ordre, in Champajgne zu mar-
chiren, es werde mit dem Parlament, ein ver-
gleich getroffen, oder nicht. Zu Londen, will die || [[Handschrift: 39v]]
Neẅe Democratia, unter sich, uneinig werden,
es mangelt bereits, an geldt vndt munition.
Etzliche Nacht seindt viel Pasquillen, sonderlich
ein galgen, mit daran hangenden person vndt
überschrift (diß ist der Königes Mörder
Fairfax) gefunden worden, vndt haben
vf deß neẅen Parlaments, oder Estats
Schiffe, die Bottsknechte, rebelliret. Vndter
deßen, machen die Schottländer vndt Irrländer,
sehr große kriegespræparatoria, die Engelländer
aber, große hofnung, das Sie von den holländern,
große hülfe bekommen sollen. Der Pfaltzgrave
Generalissimus, der General Wrangel, vndt
andere cavaglierj befinden sich numehr in Schwein-
furth, werden baldt nach Nürnbergk verraysen.
Jn 14 Tagen, sol kein Kayserlicher oder Bayerischer
gevollmächtigte General, dahin kommen, dann
man leßet sich erstlich deßen, durch currirer
so nacher Preßburgk, geschickt sein, erkundigen.
perge

Freitag den 30ten: Martij; 1649.

<5 hasen.>


<Jch bin> Mit meinem Sohn Victor hinauß hetzen
geritten, undt haben 5 hasen gefangen || [[Handschrift: 40r]]
v̈ber der heüttigen avisen, von Erffurdt, kömpt noch
dieses an, daß General Königßmargk befehlichet seye,
(weil die Hamburger, vndt Lübegker, also sehr klagen),
wegen des Obersten Pentzen, zu inquiriren, dörfte zwar
diesem abgehen, alleine waß die Städte zu viel ver-
williget, dennoch, in die cassa bezahlt werden müßen.


Jnmittelst siehet man, das man auf Schwedischer seitten,
suchet die Zeit zu gewinnen, ob man die völgker an-
derstwohin führen könne? Es gibet nachdengkens
daß in Dennemargk verbotten, keine Mastbaẅme,
oder Schiffe, den Engelländern, zuzuführen, hingegen
auß Schweden alles dahin geführet wirdt.


Daß der iunge König Carolus sich zur Römisch Catohlischen
Religion gewendet, wirdt zwar spargiret, aber
nicht geglaübet. Gleichwol hat er sich, noch nicht
resolviret, die angebottene Crohne in Schottlandt,
anzunehmen, weil ihme (wie er es vermeinet)
allzuharte conditiones, angehengkt, vndt vorgeschlagen.
et cetera


Nun begehren aber die Schotten, nichts anders,
alß waß sein herrvatter <ihnen> confirmiret, nemlich:
die erhaltung der religion, vndt Privilegien. perge


Der Churfürst Pfaltzgrave sol albereit im haag
angelanget sein, will die lande erst antretten,
wann alle plätze gereümet. Bawer15 ist noch Raht
undt hoffmeister, bey ihme. Fromholdt, wirdt Cantzler
zu Halberstadt. perge

|| [[Handschrift: 40v]]


heütte sein, 3 wispel gersten, alhier auß
geseet, in præsentia Hans Balthasar Oberlenderß,
auf der klipperbreitte, halb vormittages,
halb nachmittages. Gott gebe zu glügk!
vndt Segen! wie auch zu deme so zu Zeptzigk
geseet worden, nemlich 5 Schefel (Scheffel)schfl: en presence de Bartoldt.


Mein krangker Sohn, den ich alle Tage be-
suche, wirdt immer Mätter, vndt Schwächer.
Gott wolle sich seiner, undt vnser aller
gnediglich erbarmen! vndt das Elendt beßern!


Schreiben, vndt ein Rehe, von Deßaw[.]


Avis von Ballenstedt daß nicht allein 60 Muß-
cketirer, 1 leütenampt vndt 1 Fendrich, mit
4 wagen in Reinstedt logiret, Sondern es ist
auch ein vndterofficirer, mit 12 gemeinen
knechten dahin kommen, so wir v̈ber die
vorigen, so wir haben, verpflegen müßen.


Conversatio mit Doctor Brandt. perge


Schreiben verfertiget, nacher Strehlitz, vndt
nacher Berlin.

|| [[Handschrift: 41r]]

<Nebel.>


Ein Somnium gehabt, wie der Kayer, mein dorf
Reinstedt, mir genommen, undt hinweg geschengket. perge


10 Schefel (Scheffel)schfl: 2 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: gersten, hat Oberlender noch
diesen vormittag, auf die klipperbreitte,
sehen laßen. Gott gebe zu glügk! Segen!
Vndt Wachßsthumb. Seindt also 3 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: 10 Schefel (Scheffel)schfl:
2 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: darauf geseet. perge Jtem: hat er Seen laßen.
1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: 8 Schefel (Scheffel)schfl: in die Quehrbreitte an der Fuhne, alhier,
zum anfang. Gott gesegene es!
Vndt laße alles wol gedeyen!


Meine Schwestern, seindt nacher Plötzkaw. perge


A spasso, zu fuß, mit meinem Carolo Ursino.


Gott gebe wachßthumb, undt gedeyen! auch vä-
terliche gnade, zur reconvalescentz, meines Sohns
Erdtmann Gideons, welchen ich täglich besuche, aber
leyder! mehrentheils, in großem elendt finde,
undt mich verwundere, daß er es so lange noch
außstehen, vndt treiben kan. Gott wolle ihn
stärgken! undt kräfte verleyen! Amen!


Geörg Ehrenreich von Roggendorf mein Page,
krieget recidiven der gelben Sucht. Gott beßere
es in gnaden mit ihm! Die Altfraw leidet
auch noch schmerzten, Gott ermbare Sich ihrer, in gnaden!


Textapparat
a Die Wortbestandteile "zu" und "wieder" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
b Die Silben "de" und "main" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
c Die Silben "zu" und "rück" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
d Die Wortbestandteile "zu" und "wieder" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
e Die Silben "zu" und "rück" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.

Kommentar
1 Vgl. Jesaia 53,4
2 Apc.
3 Person nicht ermittelt.
4 Zitat nach Suet. Iul. 32,1 (ed. Martinet 32006 S. 60).
5 Zitat aus dem 4. Akt, 9. Szene, in Guarini: Pastor Fido, o. S.
6 Person nicht ermittelt
7 Hier: Damm.
8 Iud 1,8.
9 Vgl. Bèze: Novum Testamentum, S. 824.
10 Is 14.
11 Identifizierung unsicher.
12 Zitat nach Ps-Sall. rep. 1,1,2 (ed. Eisenhut/Lindauer 32006, S. 318f.).
13 Entweder Christian oder Wolfgang Heinrich von Eichen.
14 Is 53.
15 Identikation unsicher.
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1649_03.xml
XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
abhorriren
etwas verabscheuen, vor etwas zurückschrecken
Affliction
Qual, Plage, Ängstigung
affligiren
peinigen, plagen, quälen, ängstigen, bekümmern
anfrischen
anstacheln, aufhetzen, anreizen
appliciren
(sich zu etwas) eignen
approbiren
billigen
arkebusiren
jemanden mit der Hakenbüchse hinrichten, standrechtlich erschießen
Armatur
Rüstung
ausschlagen
Flüssigkeiten des kranken Körpers über die Haut ausscheiden
ausschlagen
einen Hautausschlag bekommen, mit einem Ausschlag (auf der Haut) behaftet sein
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Bagagewagen
Gepäckwagen
Breite
Fläche, auf der z. B. Getreide zum Trocknen ausgebreitet ist
Breite
Feld
cassiren
jemanden aus einem Amt entlassen, abdanken
cassiren
aufheben
cassiren
abschaffen
chargiren
angreifen, beschießen
chargiren
beschweren, belasten
colligiren
sammeln, zusammentragen
Commission
Auftrag, Bevollmächtigung
Compactatsache
Vertragsangelegenheit mit einer ranghöheren Person (z. B. Lehnsherr)
confirmiren
bestätigen
conjungiren
verbinden, verbünden, vereinigen, zusammenführen
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
contribuiren
außerordentliche Steuern oder andere Zwangsabgaben entrichten
contribuiren
beitragen, beisteuern, einen Anteil leisten
contribuiren
bezahlen
Contributionsrestant
noch ausstehende Kontributionszahlung
deduciren
abziehen, ableiten
deduciren
erklären, darlegen
defendiren
verteidigen
deliberiren
überlegen, beratschlagen
Difficultet
Schwierigkeit
Dimission
Entlassung, Beurlaubung, Verabschiedung
Discretion
Geldzahlung nach Belieben
Discretion
freies Ermessen/Gutdünken
Displicenz
Missfälligkeit
disputirlich
anfechtbar, zweifelhaft, infrage gestellt
dominiren
das große Wort führen, schimpfen, schelten
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
erlegen
etwas entrichten, begleichen, bezahlen
Excuse
Entschuldigung
Experienz
Erfahrung
ex(s)piriren
zu Ende gehen, ablaufen
Hauskreuz
Krankheit, Unglück, Sorgen im häuslichen Bereich
Herrentag
jährliche Zusammenkunft des dänischen Königs mit dem Reichsrat
improbiren
missbilligen, tadeln
indigitiren
aufweisen, nachweisen, andeuten
inquiriren
ermitteln, prüfen, untersuchen
interponiren
vermitteln
interponiren
einlegen
interponiren
(sich) als Vermittler einschalten
Interposition
Vermittlung
interrumpiren
unterbrechen
Intraden
Einkünfte
invitiren
einladen
Judeneid
Eid, den Juden in Rechtsstreitigkeiten mit Nichtjuden in einer von christlicher Seite vorgeschriebenen Form leisten mussten
kermen
wehklagen, jammern
Martinstag (Tag Martini)
Gedenktag für den Heiligen Martin von Tours (11. November)
maturiren
beschleunigen
Ministerium
Gesamtheit der Geistlichen eines Landes oder einer Stadt
nähermalig
neulich, kürzlich, jüngst
Ordinarije
gewöhnliche/regelmäßige Mitteilung, Nachricht, Zeitung
pacificiren
(miteinander) vergleichen, einig werden, aussöhnen, Frieden schließen
Persecution
Verfolgung
persuadiren
überreden, überzeugen
Pfandschillingsdorf
verpfändetes Dorf
Präparation
Vorbereitung
Promiß
Versprechen
promittiren
versprechen, zusagen
purgiren
sich von einer Beschuldigung rein machen
Ranzion
Lösegeld
ranzioniren
gegen Geldzahlung auslösen
ranzioniren
mit einer Lösegeldforderung belegen
regeriren
aufs neue einwenden, erwidern, antworten
remedi(i)ren
abhelfen
Remedi(i)rung
Abhilfe
remittiren
zugestehen, bewilligen
remittiren
(an jemanden) verweisen, weiterleiten
remittiren
übersenden
remittiren
nachlassen, vermindern
remittiren
zurücksenden
remittiren
(auf jemanden) verweisen, sich berufen
resigniren
Verzicht leisten, entsagen
resigniren
abdanken, (ein Amt) aufgeben
resolviren
entschließen, beschließen
resolviren
auflösen
restiren
schulden, schuldig sein
restiren
übrig sein, übrig bleiben
revociren
zurück(be)rufen
revociren
widerrufen
Salva Guardia
militärischer Schutz, Schutzwache
Salva Guardia
sicheres Geleit durch Soldaten
Salva Guardia
Schutzbrief für Reisende
Salva Guardia
Schutzbrief gegen Angriffe oder vor Kriegslasten wie Einquartierungen, Kontributionen und anderen Sonderzahlungen
salviren
retten
Satisfactionsgelder
auf die Stände bzw. die Steuerpflichtigen umgelegte Zahlungen zur Befriedigung von Ansprüchen eines anderen Staates, die in einem Friedensvertrag festgelegt sind
Schwerenot
(durch Verwünschung hervorgerufene) Epilepsie, auch Todeskampf
sollicitiren
etwas gerichtlich betreiben, um Rechtshilfe ersuchen
sollicitiren
ansuchen, bitten
sollicitiren
fordern
spargiren
ausstreuen, ausbreiten
Stillstand
Waffenstillstand
Stück
Geschütz, Kanone
Stück
(einzelner zählbarer) Gegenstand, (einzelne) Sache, (einzelnes) Objekt
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
Successor
Nachfolger
succumbiren
unterliegen
Supplication
Bittschrift
Suspension
Aufschub, Verschiebung, Verzögerung
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
Trankgeld
Undank, schlechter Lohn
tumultuiren
Unruhe/Aufruhr stiften, lärmen
tumultuiren
sich empören, meutern, unruhig/aufrührerisch sein
tumultuiren
unruhig/lebhaft werden
unterstecken
Soldaten, die unvollständigen Kompanien oder Regimentern eingegliedert werden
verarrestiren
beschlagnahmen
verarrestiren
verhaften
Volk
Truppen
vollbereiten
ganz zubereiten
vollbereiten
stärken, kräftigen
wohlintentionirt
gut beabsichtigt, wohlgesinnt
Zeitung
Nachricht
Abaza Siyavuş Pascha

gest. 1656
Anm.: Geboren in Abchasien; Sklave des Schatzmeisters Abaza Mohammed Pascha ; 1634 Aufnahme in die Kammer der Seferli; ab 1634 Tschokadar-Aga (Marine); seit 1639 Silidhar-Aga; 1640 Wesir der Kuppel; 1640-1642 Kapudan Pascha (Großadmiral); Beylerbey (Provinzgouverneur) von Erzurum (1644/45), Silistra (1645-1648) und Ofen (1648-1650); 1650 erneut Wesir der Kuppel; 21. August bis 27. September 1651 Großwesir des Osmanischen Reiches; danach Beylerbey von Bosnien (1652/53) und Rumelien (1653-1656); 5. März bis 25. April 1656 erneut Großwesir; vgl. Anton Gévay: Versuch eines chronologischen Verzeichnisses der türkischen Statthalter von Ofen, in: Der österreichische Geschichtsforscher, Bd. 2 (1841), S. 80.
Johan Adler Salvius

geb. 1590
gest. 1652
Anm.: Sohn des Strängnäser Stadtschreibers Peder Hansson (gest. vor 1609); Studium in Uppsala (1609), Rostock (1612/13), Helmstedt (1613/14), Staßburg (1615) und Marburg (1615); 1614 Magister; 1619 Promotion zum Dr. jur. utr. in Valence; ab 1621 Assessor am schwedischen Hofgericht; diplomatische Missionen für Schweden nach Kursachsen (1622), Dänemark (1623) und Norddeutschland (1624); seit 1624 Staatssekretär; 1631-1634 und 1636-1650 schwedischer Resident in Hamburg und im Niedersächsischen Reichskreis; ab 1634 Hofkanzler und Geheimer Rat; seit 1638 alleiniger Legat Schwedens in Deutschland; 1643-1648 schwedischer Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress; seit 1648 Reichsrat; 1629 Nobilitierung; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand; vgl. Heiko Droste: Im Dienst der Krone. Schwedische Diplomaten im 17. Jahrhundert, Berlin/Münster 2006, S. 378.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

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Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg

geb. 1568
gest. 1630
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Vater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1582 Reise nach Konstantinopel; 1591/92 Führer eines Expeditionskorps für König Heinrich von Navarra; 1592 Übertritt zum reformierten Glauben; 1592/93 Befehl über die protestantischen Truppen im Krieg um das Bistum Straßburg; 1595-1620 oberpfälzischer Statthalter in Amberg und zunehmend Leiter der pfälzischen Politik; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1610 Unionsgeneral im klevisch-jülischen Krieg; seit 1618 Senior des Hauses Anhalt; 1619/20 Kommandierender der pfälzisch-böhmischen Truppen gegen Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); nach kaiserlicher Ächtung Flucht nach Schweden (1621) und Flensburg (1622-1624); 1624 Aufhebung der Reichsacht; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sehnliche").

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Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

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Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

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Fürst Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Agnes von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Landgräfin Agnes von Hessen-Kassel

geb. 1606
gest. 1650
Anm.: Tochter des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); ab 1623 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1623 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Eiferige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eva Katharina von Anhalt-Dessau

geb. 1613
gest. 1679
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Bernburg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1651-1660 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); ab 1631 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wohltätige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1579
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1600 Aufnahme in die Florentiner Accademia della Crusca ("L'Acceso"); seit 1606 regierender Fürst von Anhalt-Köthen; 1631-1635 schwedischer Statthalter des Erzstifts Magdeburg und des Hochstifts Halberstadt; 1617 Mitbegründer und bis zu seinem Tod erstes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nährende").

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Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Claus Arndt

Anm.: Um 1649 vermutlich Fährmann in Bernburg.
Markgräfin Augusta Maria von Baden-Durlach
Geburtsname: Herzogin Augusta Maria von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1649
gest. 1728
Anm.: Tochter des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659); seit 1670 Ehe mit Markgraf Friedrich VII. von Baden-Durlach (1647-1709).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Barthold N. N.

Anm.: Geboren in Preußen; seit 1648 Stallknecht und Lakai des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1649).
Johann Christoph von Baur
Johann Christoph von Bawyr

geb. ca. 1598
gest. 1676
Anm.: Sohn des Christoph von Baur (1561-1650); bis 1635 Rat und Stallmeister des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); 1631-1635 zugleich schwedischer Kriegskommissar und Oberhauptmann in den Stiften Magdeburg und Halberstadt; später kurpfälzischer Generalkommissar und Geheimer Rat; seit 1626 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wärmende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
David von Bergen

geb. 1616
gest. 1682
Anm.: Sohn des Dessauer Bürgermeisters Gottfried von Bergen (1589-1653); um 1643/44 Bauherr und um 1646/47 Ratskämmerer der Bernburger Bergstadt; seit 1649 Landrichter in Bernburg.
Johann von Bergen

geb. 1604
gest. 1680
Anm.: Sohn von Bernd von Bergen (ca. 1567-1623) auf Güsten; Hausbesitzer in der Bernburger Talstadt; Erbherr auf Ilberstedt; bis 1637 kaiserlicher oder kursächsischer Quartiermeister; um 1637/42 Sekretär des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); seit 1642 anhaltischer Obereinnehmer (noch 1649).
Hans Georg Berger

Anm.: Um 1648 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); um 1649/52 Lakai und bis 1654 Musiker ("Instrumentist") des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1654 im Dienst des Herzogs Christian von Sachsen(-Merseburg) (1615-1691).
Adam Bertram

Anm.: Bis September 1631 Einspänniger des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach schwedischer Kornett (1631), Leutnant (um 1637) und Rittmeister (um 1642/46); um 1643/46 Hausbesitzer in Gröna.
Thédore de Bèze

geb. 1519
gest. 1605
Anm.: Sohn des Pierre de Bèze (1485-1562); Studium und Promotion (1539) in Orléans; ab 1539 Tätigkeit als Dichter in Paris; 1548 Flucht nach Genf; 1549-1558 Lehrer für Griechisch in Lousanne; seit 1558 Pfarrer und Professor der Theologie an der Genfer Akademie; 1557/58 diplomatische Missionen u. a. auf dem Wormser Reichstag 1557; 1560-1563 Berater der Hugenotten in Frankreich.

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Christian Heinrich von Börstel

geb. 1617
gest. 1661
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); Erbherr auf Güsten und Ilberstedt; 1641-1643 Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) und zugleich Hofmeister für dessen Sohn Johann Georg (1627-1693); 1643-1648 Geheimer Rat und Hofmeister von Fürst Johann Kasimir; 1648 Übersiedlung nach Bernburg; seit 1657 anhaltischer Gesamtrat und Hofmeister des Fürsten Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlängernde"); vgl. Andreas Hesius: Lieblich und schönes Erbtheil der Kinder Gottes [...], Köthen 1661, Bl. Fijr-Givv.

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Ernst Gottlieb von Börstel

geb. 1630
gest. 1687
Anm.: Sohn des kurbrandenburgischen Rats Ludwig von Börstel (ca. 1585-1631); 1639-1649 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ca. 1650/51-1660 Kammerjunker der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660); zudem Leutnant (1656), Hauptmann (1657) und Obristleutnant (1664) der kurfürstlichen Leibgarde; ab 1660 Kammerjunker und 1662-1675 Oberschenk des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688); daneben kurbrandenburgischer Obristwachtmeister (1671) Obrist (1676) und Generalwachtmeister (1684); 1675-1678 Schlosshauptmann in Cölln a. d. Spree; 1680-1683 kurbrandenburgischer Kriegsrat; seit 1682 Amtshauptmann von Wolmirstedt und Wanzleben; ab 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anreizende"); vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 434f.

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Philippe de Bourbon
Duc Philippe d' Anjou
Duc Philippe d' Orléans
Duc Philippe de Chartres
Duc Philippe de Valois
Duc Philippe de Nemours
Duc Philippe de Montpensier
Duc Philippe de Beaupréau
Duc Philippe de Châtellerault

geb. 1640
gest. 1701
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643) und ältester lebender Bruder ("Monsieur") von Ludwig XIV. (1638-1715); 1640-1668 Duc d'Anjou; ab 1660 Duc d'Orléans, de Chartres et de Valois; seit 1672 Duc de Nemours; ab 1695 Duc de Montpensier; ferner Duc de Beaupréau und de Châtellerault.

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Markgraf Albrecht von Brandenburg-Ansbach

geb. 1620
gest. 1667
Anm.: Sohn des Markgrafen Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach (1583-1625); seit 1634 regierender Markgraf von Brandenburg-Ansbach (bis 1639 unter Vormundschaft seiner Mutter Markgräfin Sophia).

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Markgräfin Henriette Louise von Brandenburg-Ansbach
Geburtsname: Herzogin Henritte Louise von Württemberg-Mömpelgard

geb. 1623
gest. 1650
Anm.: Tochter des Herzogs Ludwig Friedrich von Württemberg-Mömpelgard (1586-1631); 1642 Ehe mit Markgraf Albrecht von Brandenburg-Ansbach (1620-1667).
Markgräfin Sophia Amalia von Brandenburg-Ansbach

geb. 1649
gest. 1649
Anm.: Tochter des Markgrafen Albrecht von Brandenburg-Ansbach (1620-1667).
Markgraf Christian von Brandenburg-Bayreuth

geb. 1581
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg (1525-1598) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1603 regierender Markgraf von Brandenburg-Kulmbach/Bayreuth; seit 1627 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vollblühende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

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Kurfürstin Louise Henrietta von Brandenburg
Geburtsname: Gräfin Louise Henrietta von Nassau-Dillenburg

geb. 1627
gest. 1667
Anm.: Tochter des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); seit 1646 Ehe mit Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688).

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Johann (2) Brandt

geb. 1604
gest. 1672
Anm.: Sohn des Tirschenreuther Kantors Bartholomäus Brandt (gest. 1611); Studium in Erfurt (1623) und Altdorf (nach 1630 Promotion zum Dr. med.); ursprünglich Arzt in Reichenbach/Vogtland (noch 1630); ab 1632 kriegsbedingt in Bernburg, dort baldige Bestallung zum Stadtphysikus; (vor 1637) bis November 1649 Leibarzt des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg und spätestens seit 1647 auch dessen Rat; ab Ostern 1650 Hofarzt des Fürsten Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665) und von dessen verwitweten Mutter Sophia (1599-1654); vgl. Wolfram Kaiser / Arina Völker: Universität und Physikat in der Frühgeschichte des Amtsarztwesens, Halle (Saale) 1980, S. 38.
Johann Philipp Brückner

geb. 1614
gest. 1649
Anm.: Sohn des Schaumbergischen Amtmanns Philipp Albrecht Brückner; Schulbesuch in Nürnberg; 1633/35 Aufwärter beim schwedischen Obristen Christoph Karl von Brandenstein (1593-1640); 1635 schwedischer Musketier in der Erfurter Garnison; 1636/37 im Dienst des Erfurter Stadtsyndikus Dr. Ernst Gottfried Nürnberger (gest. 1640); 1637/38 Regimentssekretär des Obristen Hans Georg von Rotenhan (1595-1638) in der Weimarischen Armee; 1638-1640 Sekretär beim schwedischen Kriegskommissar Jakob Barth in Erfurt; 1640-1647 Sekretär beim schwedischen Kriegskommissar Peter Brandt (1609-1648); 1647/48 Unterkommissar in Erfurt; seit 1648 Kriegskommissar der schwedischen Estate in Erfurt und Leipzig; vgl. Alexander Zirr: Die Schweden in Leipzig. Die Besetzung der Stadt im Dreißigjährigen Krieg (1642-1650), Leipzig 2017, S. 771f.

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Jean Calvin
Jean Cauvin

geb. 1509
gest. 1564
Anm.: Sohn des Gérard Cauvin (gest. 1531); protestantischer Theologe und Begründer des Calvinismus; Jurastudium in Orléans (1525 oder 1526) und Bourges (1529); um 1530 Abkehr von der alten Kirche; 1532 Lic. jur.; danach Aufenthalte in Paris (1533-1535), Basel (1535/36) und Straßburg (ab 1536); 1538-1541 Prediger an einer französischen Exulantenkirche in Straßburg; seit 1541 Pastor und Reformator in Genf.

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Duc Gaspard II de Coligny à Châtillon-sur-Loing

geb. 1620
gest. 1649
Anm.: Sohn des Duc Gaspard I de Coligny à Châtillon-sur-Loing (1584–1646); französischer Aide de camp (1637), Mestre de camp (1639), Maréchal des camps (1643), General (1646), Colonel-général de la cavalerie-légère de l’armée du roi (1647) und Lieutenant-général des armées du roi (1648); 1643 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1646 Duc de Coligny à Châtillon-sur-Loing und Pair de France.

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Concino Concini
Marquis Concino d' Ancre

geb. 1569
gest. 1617
Anm.: Sohn des Giovanni Battista Concini; seit 1610 Teil des Hofstaats von Maria de' Medici, der zukünftigen Königin von Frankreich (1575-1642); nach 1610 wichtigster Berater der Regentin; 1610 Premier Gentilhomme de la Chambre du Roi; 1613 Marschall von Frankreich; 1617 Ermordung.

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Maria Crimmelius
Maria Reinhard
Geburtsname: Maria Kind

geb. ca. 1577
gest. 1651
Anm.: Tochter des Zerbster Diakons und Gymnasialprofessors Nikolaus Kind (1541-1598); bis 1617 erste Ehe mit dem Aderstedter Pfarrer Augustin Reinhard (gest. 1617); 1620-1621 zweite Ehe mit dem Riederer Pfarrer Valentin Crimmelius (1554-1621); ca. 1624-1652 Altfrau auf dem Bernburger Schloss; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 324 und 388.
Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

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König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich II. von Schleswig-Holstein
Administrator Friedrich II. von Bremen
Administrator Friedrich II. von Verden
Graf Friedrich I. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1623-1629 und 1634-1644 Administrator des Hochstifts Verden; 1634-1648 Administrator des Erzstifts Bremen; 1647 Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein; ab 1648 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1667 zudem regierender Graf von Oldenburg und Delmenhorst.

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Graf Magnus Gabriel De la Gardie af Läckö

geb. 1622
gest. 1686
Anm.: Sohn des schwedischen Reichsmarschalls Graf Jakob Pontusson De la Gardie (1583-1652); schwedischer Obrist (1645), General (1648) und Reichsmarschall (1651); 1646 Sondergesandter in Frankreich; seit 1647 Reichsrat; 1648-1650 Gouverneur des Meißnischen Estats zu Leipzig; 1649-1651 und 1655-1657 Generalgouverneur von Schwedisch-Livland; 1651 Hofmarschall; 1652 Reichskammerrat und Präsident des Kammerkollegiums; 1652-1660 Reichsschatzmeister; 1660-1680 Reichskanzler; 1680-1684 Reichsdrost.

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Joachim Döring

geb. 1595
gest. 1658
Anm.: Um 1634 Bauherr, dann Ratskämmerer sowie seit 1636 Bürgermeister der Bernburger Talstadt (1636, 1640, 1643, 1645/46, 1649, 1652/53, 1655 und 1658 regierend); vgl. Volker Ebersbach: Geschichte der Stadt Bernburg, Bd. 1, Dessau 1998, S. 237.
Georg Draskowitsch von Trakostjan
Juraj Drašković Trakošćanski
Bischof Georg von Raab
Bischof Georg von Waitzen
Bischof Georg von Fünfkirchen

geb. 1599
gest. 1650
Anm.: Sohn des kroatischen Bans Johann Draskowitsch von Trakostjan (ca. 1550-1613); 1618-1622 Studium in Rom; Bischof von Fünfkirchen (1628-1630), Waitzen (1630-1635) und Raab (seit 1635).

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Armand-Jean Du Plessis de Richelieu
Duc Armand-Jean de Richelieu
Duc Armand-Jean de Fronsac
Bischof Armand-Jean von Luçon

geb. 1585
gest. 1642
Anm.: Sohn des François Du Plessis de Richelieu (1548-1590); 1607-1624 Bischof von Luçon; 1616/17 Ministre des Affaires étrangères und Secrétaire d’État à la Guerre; ab 1622 Kardinal; seit 1624 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); ab 1627 Grand-maître, chef et surintendant général de la navigation et du commerce de France; seit 1627 Gouverneur der Bretagne; ab 1629 Lieutenant-général du royaume; seit 1629 Duc de Richelieu und Pair de France; ab 1634 Duc de Fronsac.

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Hans Friedrich Eckardt

geb. 1622
gest. nach 1680/vor 1683
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Brauers Johann Eckardt (gest. vor 1640); spätestens ab 1639 Bediensteter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1643/47 Amts- bzw. Hofkopist sowie vermutlich seit 1643 zugleich fürstlicher Küchenschreiber (noch 1648); um 1649/55 Kammerschreiber (Kammerrechnungsführer); um 1653 auch Kammerdiener; ab 1658 Bauherr und um 1670/80 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Christian von Eichen
Christian von der Eich

Anm.: Vermutlich Sohn des Uriel von Eichen (1597-1649); 1649 als Edelknabe (Page) beim Begräbnis der Fürstin Sibylla Elisabeth von Anhalt-Bernburg (1602-1648).
Wolfgang Heinrich von Eichen
Wolfgang Heinrich von der Eich

Anm.: Vermutlich Sohn des Uriel von Eichen (1597-1649); 1649 als Edelknabe (Page) beim Begräbnis der Fürstin Sibylla Elisabeth von Anhalt-Bernburg (1602-1648); um 1664/68 in Schlesien.
Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister sowie Rat in Bernburg; seit 1634 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

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Georg Enderling

geb. 1583
gest. 1664
Anm.: Geboren in Zerbst; Magister; 1618-1620 Schulkonrektor in Bernburg; Pfarrer in Altenburg bei Nienburg/Saale (1620-1635) und an der Bernburger Nikolaikirche (seit 1635); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 241.
England, Haus
Könige von England

Anm.: Seit 1603 aus der Dynastie der Stuart.
Königin Henrietta Maria von England
Königin Henrietta Maria von Irland
Königin Henrietta Maria von Schottland
Geburtsname: Dauphine Henrietta Maria von Frankreich und Navarra

geb. 1609
gest. 1669
Anm.: Tochter des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); 1625-1649 Ehe mit König Karl I. von England (1600-1649); 1644-1660 Exil und seit 1665 Leben in Frankreich.

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König Karl I. von England
König Karl I. von Schottland
König Karl I. von Irland

geb. 1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England) (1566-1625); ab 1625 König von England, Schottland und Irland; 1649 durch das Parlament des Hochverrats angeklagt und hingerichtet; seit 1611 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Ludwig von Erlach

geb. 1595
gest. 1650
Anm.: Sohn des Rudolf von Erlach (1563-1617); 1611-1616 Page des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); zunächst im Kriegsdienst für die Republik Venedig (1616), dann als Fähnrich bzw. Hauptmann der Protestantischen Union und böhmischen Konföderierten (1618-1620); 1621 Major unter Markgraf Johann Georg von Brandenburg-Jägerndorf (1577-1624); 1622 Hauptmann unter Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); 1622/23 Obristleutnant unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); zeitweise Kammerjunker und Hofmeister des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg; 1625-1627 schwedischer Obrist und Generalquartiermeister; Mitglied des Großen (1627-1629) und Kleinen Berner Rates (1629-1638); 1630/31 in französischen Kriegsdiensten; 1633-1638 Oberbefehlshaber der Berner Truppen im Aargau; Obrist (1637) und Generalmajor (1638) unter Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639) und seit 1638 Gouverneur von Breisach; nach dem Tod des Herzogs einer der Führer von dessen Weimarischer Armee in französischen Diensten (1639-1647); später Generalleutnant (1647) und Kommandant (1649) der französischen Armee im Reich; 1650 Maréchal de France.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Thomas Fairfax
Lord Thomas Fairfax of Cameron

geb. 1612
gest. 1671
Anm.: Sohn des Ferdinando Fairfax, 2nd Lord Fairfax of Cameron (1584-1648); 1639/40 Teilnahme an den Bischofskriegen gegen die Schotten; Kriegsdienst für das englische Parlamentsheer als Lieutenant-general of the Horse unter seinem Vater (1642-1645) sowie Commander-in-Chief of the Forces und Captain General (1645-1650); seit 1648 3rd Lord Fairfax of Cameron; 1651-1660 Lord of Mann; danach Rückzug auf die Güter.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Ranuccio II Farnese
Duca Ranuccio II di Parma e Piacenza
Duca Ranuccio II di Castro

geb. 1630
gest. 1694
Anm.: Sohn des Odoardo I Farnese, Duca di Parma e Piacenza (1612-1646); seit 1646 Duca di Parma e Piacenza und 1646-1649 Duca di Castro (bis 1648 unter Vormundschaft).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Adam Forgách
Forgách Ádám (Gróf)

geb. 1601
gest. 1681
Anm.: Sohn des ungarischen Palatins Sigmund Forgách (1559/60-1621); ab 1627 königlich-ungarischer Kammerherr und Hauptmann von Szécsényvár; 1645-1664 Oberst der Bergstädtischen Grenze mit Zentrum Neuhäusel; 1663-1679 Oberschatzmeister (Tarnackmeister) und seit 1670 Landesrichter des Königreichs Ungarn; 1640 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Hans Ernst von Freyberg

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Ernst von Freyberg (1578-1626); Erbherr auf Elsdorf; Hof- oder Kammerjunker des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); Mitte der 1630er Jahre auch anhaltisch-köthnischer Stallmeister und Kriegskommissar; um 1639 im Dienst des Grafen Otto V. von Schaumburg und Holstein-Pinneberg (1614-1640); um 1643/49 und erneut ab 1656 Hofmeister des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); um 1650/56 anhaltisch-plötzkauischer Rat und Hofmeister; später Hofmeister und ab 1660 auch Wittumsrat der Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau (1615-1673); spätestens seit 1642 Mitglied des Größeren, später auch des Engeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; zugleich Direktor des anhaltischen Stipendienwerks; seit 1627 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ausführende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Fromhold

geb. 1602
gest. 1653
Anm.: Sohn des Prokurators, Hofrichters und Küstriner Bürgermeisters Matthias Fromhold (gest. 1610); Studium in Frankfurt/Oder (1616), Königsberg (1619), Wittenberg (1621) und Leipzig (1625 Bacc., 1626 Mag. phil., 1631 Promotion zum Dr. iur.); 1637-1648 kurbrandenburgischer Hof- und Kammergerichtsrat; 1637-1641 auch Kriegsrat; 1645-1648 kurfürstlicher Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster und Osnabrück; ab 1648 Wirklicher Geheimer Rat; zudem seit 1650 Kanzler des Fürstentums Halberstadt; 1653 kurbrandenburgischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 479f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Georg (4) N. N.

Anm.: Um 1649/52 fürstlicher Küchenjunge in Bernburg.
Johann Philipp Geuder von Heroldsberg
Johann Philipp Rabensteiner

geb. 1597
gest. 1650
Anm.: Sohn des Nürnberger Patriziers und kurpfälzischen Regimentsrats Jakob Geuder von Heroldsberg (1575-1616); zunächst kaiserlicher Leutnant (im Regiment der fränkischen Reichsritterschaft) und Rittmeister; Rat des Kantons Gebürg; Hofmeister und Kanzleidirektor des Grafen Wolfgang Ernst von Löwenstein-Wertheim (1578-1636); zwischen 1631 und 1635 schwedischer Rittmeister und Kriegsrat im Fränkischen Reichskreis, auch Gesandter der fränkischen Reichsritterschaft; 1634/35 Vertreter der Grafen im fränkischen Kreisrat des Heilbronner Bundes; ab 1635 Ritterhauptmann des Reichsritterkantons Gebirg; 1636 Reisehofmeister und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit dem gleichen Jahr auch Rat von diesem und des Markgrafen Christian von Brandenburg-Bayreuth (1581-1655); im Dezember 1636 anlässlich der Krönung Ferdinands III. zum römischen König zum Ritter geschlagen; später Direktor der fränkischen Reichsritterschaft; zuletzt auch Generaldirektor der reichsunmittelbaren Ritterschaftskreise Franken, Schwaben und Rheinstrom; ab 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ergänzende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Andreas Girßbeck

geb. 1607/08
gest. 1696
Anm.: Geboren in Poley; um 1642/49 fürstlicher Musketier und zeitweilig Torwächter auf Schloss Bernburg; später Richter in Poley.
Lord George Goring

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des George Goring, 1st Earl of Norwich (1585-1663); vor 1639 niederländischer Obrist; 1639-1642 Governor von Portsmouth; seit 1642 royalistischer Truppenkommandeur (zuletzt als Lieutenant-General) im englischen Bürgerkrieg; 1645 Rückzug nach Frankreich und Spanien; danach Kommando über englische Regimenter in spanischen Kriegsdiensten; 1657 Konversion zum katholischen Glauben.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. Halck

Anm.: Um 1649 vermutlich Fährmann in Bernburg.
Marquess bzw. Duke James of Hamilton
Earl James of Cambridge
Marquess James of Clydesdale

geb. 1606
gest. 1649
Anm.: Sohn des James Hamilton, 2nd Marquess of Hamilton und 4th Earl of Arran (1589-1625); 1625-1643 3rd Marquess of Hamilton; ab 1625 2nd Earl of Cambridge; seit 1628 Gentleman of the Bedchamber und 1628-1644 Master of the Horse des Königs Karl I. von England (1600-1649); 1631/32 Unterstützung des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632) mit einer fünf Regimenter starken englisch-schottischen Armee auf dem deutschen Kriegsschauplatz; 1638-1641 Lord Chancellor of Scotland; ab 1643 1st Duke of Hamilton und 1st Marquess of Clydesdale; 1648 Kommandeur eines schottischen Hilfsheeres für die englischen Royalisten, wurde jedoch von Cromwell geschlagen und gefangen; 1649 Enthauptung in London; seit 1630 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Hans Haßelinger

gest. nach 1649
Anm.: Um 1649 vermutlich Kaufmann in Hamburg.
Zacharias Hogel

geb. 1611
gest. 1676
Anm.: Sohn des Erfurter Pfarrers Zacharias Hogel (1574-1635); ab 1629 Lehrer an der Schule der Erfurter Predigermeinde; seit 1635 Pfarrer der Augustinergemeinde; ab 1655 Rektor des Ratsgymnasiums in Erfurt.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Hans Hoppe

gest. nach 1649
Anm.: Um 1649 vermutlich Kaufmann in Hamburg.
Claude-François d' Iselin
Baron Claude-François de Lanans

geb. ca. 1610
gest. 1661
Anm.: Adliger aus der Freigrafschaft Burgund; kaiserlicher Obristleutnant (um 1642) und Obrist (spätestens 1647-1650); 1648 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Anna von Jena
Geburtsname: Anna Schönevogel

gest. 1649
Anm.: Tochter des Zerbster Ratskämmerer Georg Schönevogel (gest. 1607); seit 1608 Ehe mit Peter von Jena (1584-1639).
Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

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Jesus Christus
Jesus von Nazareth

Anm.: Biblische Figur.

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Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Judas Ischariot

Anm.: Apostel.

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William Juxon
Erzbischof William von Canterbury
Bischof William von London
Bischof William von Hereford

geb. 1582
gest. 1663
Anm.: Sohn des Richard Juxon; Studium der Rechtswissenschaft und Theologie in Oxford; 1621-1633 President of St John's College und 1626-1628 Vizekanzler der Universität Oxford; 1628-1632 Dean of Worcester; 1632/33 königlicher Clerk of the Closet; 1633 Bischof von Hereford; 1633-1646 und 1660 Bischof von London; 1636-1638 First Lord of the Admiralty; 1636-1641 Lord High Treasurer; seit 1660 Erzbischof von Canterbury.

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Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Karl V.
König Karl I. von Spanien
Erzherzog Karl I. von Österreich
Herzog Karl III. von Luxemburg

geb. 1500
gest. 1558
Anm.: Sohn des Herzogs Philipp I. von Burgund (1478–1506), ab 1504 König von Kastilien und León; 1516–1555 Herzog von Luxemburg; 1516–1556 König von Spanien; 1519-1556 römisch-deutscher König; 1519–1521 regierender Erzherzog von Österreich; 1520-1556 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1501 Ritter und 1506-1555 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies; ab 1508 Ritter des Hosenbandordens.

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Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Maria Leopoldina
Königin Maria Leopoldina von Böhmen
Königin Maria Leopoldina von Ungarn
Erzherzogin Maria Leopoldina von Österreich

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Tochter des Erzherzogs Leopold von Österreich (1586-1632) in Tirol; seit 1648 Ehe mit Kaiser Ferdinand III. (1608-1657).

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Jakob Kettler
Herzog Jakob von Kurland und Semgallen

geb. 1610
gest. 1682
Anm.: Sohn des Wilhelm Kettler, bis 1615 Herzog von Kurland und Semgallen (1574-1640); 1615-1621 Erziehung am kurfürstlichen Hof in Berlin; ab 1638 Mitregent im Herzogtum Kurland und Semgallen; seit 1642 regierender Herzog von Kurland und Semgallen.

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Louise Charlotte Kettler
Herzogin Louise Charlotte von Kurland und Semgallen
Geburtsname: Markgräfin Louise Charlotte von Brandenburg

geb. 1617
gest. 1676
Anm.: Tochter des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); seit 1645 Ehe mit Jakob Kettler, Herzog von Kurland und Semgallen (1610-1682).

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Bernd Knipperdollinck
Bernd van Stockem

geb. ca. 1495
gest. 1536
Anm.: Sohn des Münsteraner Gewandschneiders Johann van Stockem (1453–98); Kaufmann und Tuchhändler; Mitglied der Täuferbewegung; Amtsträger im Täuferreich von Münster; 1635 Hinrichtung.Weiterführende Informationen in der ADBWeiterführende Informationen in der NDB
König (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand IV.
König Ferdinand IV. von Böhmen
König Ferdinand IV. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand IV. von Österreich

geb. 1633
gest. 1654
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand III. (1608-1657); ab 1646 König von Böhmen; seit 1647 König von Ungarn; ab 1653 römisch-deutscher König; seit 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Graf Hans Christoph von Königsmarck

geb. 1600
gest. 1663
Anm.: Sohn des Konrad von Königsmarck (gest. vor 1621) auf Kötzlin; ab 1616 Page am Woffenbütteler Hof; 1620-1630 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Fähnrich; schwedischer Rittmeister (1631), Major (1633), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1640), Generalleutnant (1645) und Feldmarschallleutnant (1648); seit 1645 Generalgouverneur der Stifter Bremen und Verden; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Grafenstand; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Streitende").

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Patriarch Parthenios II. von Konstantinopel
Metropolit Parthenios II. von Adrianopel
Metropolit Parthenios von Ioannina

gest. 1651
Anm.: Geboren in Ioannina; Metropolit von Ioannina (1632-1639) und Adrianopel (1639-1644); 1644-1646 und seit 1648 Patriarch von Konstantinopel; 1646-1648 Exil in Iași (Fürstentum Moldau).
Heinrich von Krosigk

geb. 1631
gest. 1705
Anm.: Sohn des Heinrich von Krosigk (gest. 1637); Erbherr auf Alsleben und Piesdorf; spätestens 1645 bis 1648 Page der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); herzoglich-magdeburgischer Land- und Kriegskommissar des Saalkreises.
Jakob Anton von Krosigk

geb. 1624
gest. 1704
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1640-1650 in schwedischen Kriegsdiensten, anfangs als Volontär, später als Kornett (1642); 1654-1661 kurbrandenburgischer Gardehauptmann; ab 1682 anhaltischer Landrat; seit 1693 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; vgl. Daniel Müller: Schuldige letzte Ehren- und Dienst-Erweisung [...], Zerbst 1706, Bl. [K2]v-M2v.

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Volrad (2) von Krosigk

geb. 1612
gest. 1660
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1631-1640 Kriegsdienst u. a. als Kornett unter Herzog Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641), kursächsischer Leutnant (40 Monate), kaiserlicher Capitain-Leutnant (10 Monate), Rittmeister und Obristwachtmeister (um 1638/40); ab 1642 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nötige"); vgl. Georg Lautenschläger: Mors Christianorum nunqvam præmatura [...], Leipzig 1661, fol. L r-Miv v.

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N. N. Krüger

Anm.: Um 1649 Ehefrau des fürstlichen Hausknechts Michael Krüger in Bernburg.
Michael Krüger

gest. 1653
Anm.: Seit spätestens 1636 in Diensten des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1649/53 fürstlicher Hausknecht in Bernburg.
Henri (2) de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri (2) de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri (1) de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

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Jan van Leiden
Johann Beukelszoon

geb. 1509
gest. 1536
Anm.: Geboren in Leiden; Tätigkeit als Schneider und Kaufmann u. a. in Flandern, England, Lübeck und Lissabon; Gastwirt in Leiden; seit 1533 Anhänger des Täufertums; 1534/35 in Münster als "König" des Täuferreichs; 1635 Hinrichtung.

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David Leslie
Lord David Newark

geb. ca. 1600
gest. ca. 1682
Anm.: Sohn des schottischen Adligen Patrick Leslie, 1st Lord Lindores (gest. 1608); 1630/31 schwedischer Hauptmann; 1632-1634 russischer Hauptmann; 1635-1640 schwedischer Obrist; danach Obrist (1643/44) und Generalmajor (1644-1650) der schottischen Parlamentsarmee; 1650/51 royalistischer Generalleutnant; 1651-1660 Gefangenschaft im Tower of London; seit 1661 1st Lord Newark.
Graf Axel Gustafsson Lillie

geb. 1603
gest. 1662
Anm.: Sohn des Gustaf Axelsson Lillie (gest. 1605); 1619 Page des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); schwedischer Leutnant (1626), Obrist (1630), Generalmajor (1635), General (1654) und Feldmarschall (1657); ab 1638 Vizegouverneur in Vorpommern und Kommandant von Stralsund; 1641-1648 Vizegouverneur von ganz Pommern; zugleich 1642-1648 Gouverneur des Meißnischen Estats und Oberkommandant von Leipzig; seit 1648 Reichsrat; ab 1651 Kriegsrat; seit 1652 Kammerrat; 1652-1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1655/56 Gouverneur von Halland; ab 1661 Generalgouverneur von Livland; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand; seit 1652 Graf von Lillieborg.

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Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Martin (2) N. N.

Anm.: Sohn eines Bernburger Glasers; um 1649 im Dienst des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

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Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Eleonora Maria von Mecklenburg-Güstrow
Geburtsname: Fürstin Eleonora Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1600
gest. 1657
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und älteste Schwester Christians II.; 1626-1636 Ehe mit Herzog Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); ab 1637 Witwensitz in Strelitz; seit 1617 Angehörige und ab 1627 Patronin der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Tapfere").

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Martin Milag(ius)

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Schreibers Jakob Milag (1561-1637) aus Triestewitz bei Torgau; 1619-1622 Rechtsstudium in Frankfurt/Oder; 1622 Lic. jur.; 1623-1626 Advokat in Zerbst; 1626-1632 Amtmann von Bernburg; ab 1631 auch anhaltisch-bernburgischer Rat; 1632-1634 Rat im Hochstift Halberstadt unter dem schwedischen Statthalter Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dessen und Fürst Augusts von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) Rat; seit 1635 anhaltischer Gesamtrat; daneben anhaltisch-zerbstischer (1637-1645) und anhaltisch-dessauischer Kanzler (ab 1654); zudem anhaltischer Gesandter auf dem Frankfurter Konvent (1634), auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück (1645-1648) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mindernde").

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Burchard Müller von der Lühnen

geb. 1604
gest. 1670
Anm.: Angeblich Angehöriger einer Lüneburger Salzsiederfamilie; seit 1623 in schwedischem Kriegsdiensten als Kürassier, Leutnant (1623), Rittmeister (1632), Major (1636), Obristleutnant (1636), Obrist (1641), Generalmajor (1648), Generalleutnant (1655) und General der Kavallerie (1657); 1649 Kommandant in Greifswald; 1659 Generalkommandeur in Pommern; 1650 Nobilitierung.

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Thomas Müntzer

geb. 1489
gest. 1525
Anm.: Geboren in Stolberg (Harz); seit 1506 Studium in Leipzig und seit 1612 in Frankfurt a.O.; um 1513 Pfarrer in Braunschweig; Tätigkeit als Prediger u. a. in Zwickau, Prag, Jena, Weimar; 1523-1524 Pastor in Allstedt; 1525 Pfarrer in Mühlhausen; Unterstützer der Bauernaufstände; 1525 Hinrichtung.

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Nassau-Oranien, Haus
Fürsten von Oranien

Anm.: Zweig der Grafen von Nassau, der seit 1530 im Besitz des Fürstentums Oranien war.

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Gräfin Maria (Henrietta) von Nassau-Dillenburg
Fürstin Maria (Henrietta) von Oranien
Geburtsname: Prinzessin Maria (Henrietta) von England, Schottland und Irland

geb. 1631
gest. 1660
Anm.: Tochter des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); 1641-1650 Ehe mit Fürst Wilhelm II. von Oranien (1626-1650).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Wilhelm II. von Nassau-Dillenburg
Fürst Wilhelm II. von Oranien

geb. 1626
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); seit 1647 Fürst von Oranien und Statthalter der Niederlande.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Graf Heinrich von Nassau-Siegen

geb. 1611
gest. 1652
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Nassau-Siegen (1561-1623); 1639 Gesandter der Vereinigten Niederlande in Paris; 1642/43 Reise durch Skandinavien, Polen und Österreich; 1644 venezianischer Obrist; ab 1645 Gouverneur von Hulst und Waës; seit 1647 niederländischer Obrist.

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Nathan N. N.

Anm.: Seit 1649 jüdischer Einwohner von Ballenstedt.
Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

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Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

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Peter Olden

gest. nach 1649
Anm.: Um 1649 vermutlich Kaufmann in Hamburg.
Graf Anton Günther von Oldenburg und Delmenhorst
Graf Anton Günther von Oldenburg

geb. 1583
gest. 1667
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Oldenburg (1540-1603); ab 1603 regierender Graf von Oldenburg; 1647 Erbe der Grafschaft Delmenhorst; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unbetriegliche").

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Graf Johan Axelsson Oxenstierna af Södermöre

geb. 1611
gest. 1657
Anm.: Sohn des schwedischen Reichskanzlers Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654); ab 1632 schwedischer Obrist und mehrere diplomatische Missionen für seinen Vater; seit 1639 Reichsrat; 1643-1649 Prinzipalgesandter Schwedens auf dem Westfälischen Friedenskongress; 1650-1652 Generalgouverneur in Schwedisch-Pommern; ab 1654 Reichsmarschall und Graf af Södermöre.

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Matthias Palbitzki

geb. 1623
gest. 1677
Anm.: Sohn des Stolper Bürgermeisters Georg Matthias Palbitzki (ca. 1570-ca. 1639); ab 1642 Hofjunker der Königin Christina von Schweden (1626-1689); seit 1643 schwedischer Fähnrich und Kapitänleutnant; 1645-1648 Reisen durch Europa; ab 1648 königlicher Kammerjunker; seit 1664 Regierungspräsident in Schwedisch-Pommern; ab 1649 außerdem immer wieder auf diplomatischen Missionen u. a. Gesandter in Venedig, Florenz und Rom (1649), Madrid (1651/52), Polen (1664/65) bzw. Wien (166/67); 1675 Erhebung in den Freiherrenstand.

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Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

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Cuno Ulrich (von) Pentz

geb. 1614
gest. 1653
Anm.: Sohn des Levin von Pentz (gest. 1647); Erbherr auf Melkhof, Düssin und Langenheide; 1640-1648/50 in schwedischen Kriegsdiensten als Rittmeister (1640), Major (1642), Obristleutnant (1644) und Obrist (1645).
Pfalzgräfin Elisabeth von Pfalz-Simmern
Äbtissin Elisabeth (1) von Herford

geb. 1618
gest. 1680
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); ab 1661 Koadjutorin und seit 1667 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Herford.

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Pfalzgraf Moritz von Pfalz-Simmern

geb. 1621
gest. 1652
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637 in niederländischen Kriegsdiensten; 1638/39 vermutlich zu Studienzwecken in Paris; 1640-1642 in schwedischen Kriegsdiensten; royalistischer Obrist (1642) und Generalleutnant (1643) im englischen Bürgerkrieg; 1646 Rückkehr in die Niederlande; 1648 in niederländischen Kriegsdiensten; seit 1649 Vizeadmiral einer kleinen englisch-royalistischen Flotte unter seinem Bruder Ruprecht (1619-1683), die 1651 zur Freibeuterei überging; 1652 Tod in der Karibik bei einem Schiffbruch; seit 1649 Ritter des Hosenbandordens.

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Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb. 1619
gest. 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647/48 französischer Maréchal de camp; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistischen Flotte, die 1651 zur Freibeuterei überging; 1653-1655 Master of the Horse; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee und des Admirality Committee; ab 1668 Lord High Admiral; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz
Königin Elisabeth von Böhmen
Geburtsname: Prinzessin Elisabeth von England, Irland und Schottland

geb. 1596
gest. 1662
Anm.: Tochter des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England und Irland) (1566-1625); 1613-1632 Ehe mit Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632).

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Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

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Heinrich (1) Pfeiffer
Heinrich Schwerdtfeger

geb. vor 1500
gest. 1525
Anm.: Bis 1521 Zisterzienser im Kloster Reifenstein in Eichsfeld; Prediger der frühen Reformation u. a. in Mühlhausen; seit 1524 gemeinsam mit Thomas Müntzer in Mühlhausen Anführer der aufständischen Bauern; 1525 Hinrichtung.

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Conte bzw. Principe Ottavio Piccolomini d'Aragona
Duca Ottavio d' Amalfi

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des toskanischen Adligen Silvio Piccolomini (1543-1609); ab 1618 abwechselnd in kaiserlichen und spanischen Kriegsdiensten als Obrist (1627), Generalfeldwachtmeister (1632), General der Kavallerie (1633), Feldmarschall (1634) und Generalleutnant (1648); seit 1622 kaiserlicher Kämmerer; ab 1639 Hartschierhauptmann von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1648-1650 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; Erhebung in den Grafen- (1638) und Fürstenstand (1653); seit 1639 Duca d'Amalfi; ab 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Zwingende"); seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Joachim Plato

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Sohn des Amberger Pfarrers und Kircheninspektors Matthius Plato (1545-1617); 1619-1625 Pfarrer in Nittenau/Regen; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Hoym; 1638-1642 Pfarrer in Ballenstedt; seit 1642 Superintendent und Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 379f.

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König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Königin Louise Maria von Polen
Großfürstin Louise Maria von Litauen
Geburtsname: Maria Luisa Gonzaga di Nevers

geb. 1611
gest. 1667
Anm.: Tochter des Carlo I Gonzaga, Duc de Nevers et Rethel (1580-1637); 1645-1648 erste Ehe mit König Wladislaw IV. von Polen (1595-1648); seit 1649 zweite Ehe mit König Johann II. Kasimir von Polen (1609-1672).

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König Wladislaw IV. von Polen
Großfürst Wladislaw II. von Litauen

geb. 1595
gest. 1648
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1610-1613 erwählter Zar des Moskauer Reiches; ab 1632 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1615 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Alexandre de Prouville
Marquis Alexandre de Tracy

geb. ca. 1603
gest. 1670
Anm.: Sohn des Alexandre de Prouville; ab ca. 1640 in französischen Kriegsdiensten; seit 1643 französischer Generalkommissar in Deutschland; 1647 französischer Gesandter bei den Ulmer Waffenstillstandsverhandlungen; 1652 Lieutenant-général in Guyana; seit 1663 Lieutenant-général in Nordamerika.

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Graf Johann Christoph von Puchheim

geb. 1605
gest. 1657
Anm.: Sohn des Johann Christoph von Puchheim (1578-1619); kaiserlicher Obrist (1635), Generalfeldwachtmeister (1638), Feldmarschallleutnant (1644) und Feldmarschall (1648); ab 1632 kaiserlicher Kämmerer; 1639-1642 schwedischer Kriegsgefangener; seit 1643 Hofkriegsrat; ab 1649 Vizepräsident des Hofkriegsrats; seit 1653 Geheimer Rat; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Zerbrechende"); 1657 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Josias von Rantzau

geb. 1609
gest. 1650
Anm.: Sohn des Breide von Rantzau (1563-1639); zunächst in niederländischen, dänischen, kaiserlichen und schwedischen Kriegsdiensten; danach französischer Colonel (1635), Maréchal de camp (1636), Lieutenant-général (1637), Lieutenant-général des armées du roi (1643) und Maréchal de France (1645); 1645 Konversion zum katholischen Glauben; 1646-1649 Festungskommandant von Dünkirchen; während der Fronde 1649/50 kurzzeitig inhaftiert.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Henry Rich
Earl Henry of Holland

geb. 1590
gest. 1649
Anm.: Sohn des Robert Rich, 1st Earl of Warwick (1559-1619); 1610-1614 und 1614 Mitglied des House of Commons; 1617-1630 Hauptmann der königlichen Leibwache; 1623 Baron Kensington; 1624 1st Earl of Holland; 1624-1626 diplomatische Missionen nach Paris; seit 1625 Ritter des Hosenbandordens und Mitglied des Privy Councils; Inhaber verschiedener Hofämter unter König Karl I.; 1642/43 als Lord Lieutenant im Dienst des Parlaments; später Wechsel auf die königliche Seite; 1649 Hinrichtung.

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Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Helena von Rindtorf
Geburtsname: Helena Bohusch von Ottoschütz
Helena Bohuš z Otěšic

Anm.: Tochter des böhmischen Adligen Bohuslaus Bohusch von Ottoschütz; 1628 Emigration nach Annaberg in Sachsen; spätestens 1643 Hofjungfer in Bernburg; danach bis 1649 Kammer- bzw. Hofjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675) bzw. der fürstlichen Fräulein; seit 1649 Ehe mit Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Georg Ehrenreich (1) von Roggendorf

geb. 1596
gest. 1652
Anm.: Sohn des Kaspar von Roggendorf (gest. 1598); 1620 Ächtung und Enteignung wegen Teilnahme am böhmisch-österreichischen Ständeaufstand; darauf Leben im Exil, nach kaiserlicher Begnadigung (1628) niederösterreichischer Landstand und Hausbesitzer in Wien; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Geduldige").
Georg Ehrenreich (2) von Roggendorf

geb. 1627
gest. ca. 1668
Anm.: Sohn des Georg Ehrenreich von Roggendorf (1596-1652); 1641-1652 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Leben in Ödenburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schamhafte").
Duc Tancrède de Rohan

geb. 1630
gest. 1649
Anm.: Angeblich Sohn des Duc Henri de Rohan (1579-1638) - tatsächlich wohl unehelicher Sohn von dessen Gemahlin, der Duchesse Marguerite de Rohan (1595-1660), mit Henri de Nogaret de La Valette, Duc de Candale (1591-1639); Erziehung in den Niederlanden; 1646 Verlust des Titels "Duc de Rohan" durch Spruch des Pariser Parlaments im Rechtsstreit mit Marguerite de Chabot (1617-1684), der Tochter und Alleinerbin des alten Herzogs; 1648/49 Teilnahme an der Fronde.

Weiterführende Informationen
Reinhold (2) von Rosen
Der Gute

geb. 1604/05
gest. 1667
Anm.: Sohn des Otto von Rosen (gest. nach 1638) auf Gresten (Linie Groß-Roop); Erbherr auf Ninigal, Bollweiler und Dettweiler; um 1621 Page am Stockholmer Hof; spätestens ab 1631 schwedischer Obrist, zuletzt unter Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); seit 1639 einer der Führer von dessen Weimarischer Armee in französischen (1639-1647) und später schwedischen Diensten als Generalmajor und Obrist; um 1649 französischer Lieutenant-général und Kriegsrat; ab 1652 Kommandant im Elsass.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Herzog Ludwig IV. von Schlesien-Liegnitz
Herzog Ludwig von Schlesien-Brieg

geb. 1616
gest. 1663
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Christian von Schlesien-Brieg (1591-1639); 1639-1653 gemeinsam mit seinen Brüdern Georg III. (1611-1664) und Christian (1618-1672) regierender Herzog von Schlesien-Brieg; ab 1653 Herzog von Schlesien-Liegnitz; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Heilsame").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Adolf (2) von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1647
gest. 1648
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1597
gest. 1659
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Gottorf (1575-1616); ab 1616 regierender Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Hochgeachte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Schleswig-Holstein-Gottorf, Haus
Herzöge von Schleswig-Holstein-Gottorf

Anm.: Im Jahr 1544 durch Herzog Adolf von Schleswig-Holstein-Gottorf (1526-1586) begründete Nebenlinie des königlich-dänischen Hauses Oldenburg.
Herzog Johann Christian von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1607
gest. 1653
Anm.: Sohn des Herzogs Alexander von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1573-1627); seit 1627 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg.

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Herzog Johann Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1639
gest. 1649
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Christian von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1607-1653).
Lickte Schlichters

Anm.: Um 1649 vermutlich Fährmann in Bernburg.
Balthasar von Schrattenbach

Anm.: Steirischer Adliger; vor 1629 Emigration aus der Steiermark; in den 1640er Jahren Exulant in Bremen; 1642 Interimshofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); um 1653/54 in Hannover; möglicherweise seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Versichernde").

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Albrecht Schulte
Albrecht Schultze
Albrecht Schultheß

geb. 1576
gest. 1652
Anm.: Sohn des Hamburger Senators Johann (1) Schulte (1537-1597); Hamburger Kaufmann und Ratsschenk; ab 1621 Sechziger, seit 1623 Kämmereibürger, ab 1628 Kriegskommissar, seit 1629 Jurat, ab 1631 Bürger am Niedergericht, seit 1648 Oberalter und Präses sowie ab 1652 Leichnamsgeschworener der Freien und Hansestadt Hamburg; zudem Beauftragter der Herzöge von Schleswig-Holstein für Finanz- und Handelsangelegenheiten in Hamburg; vgl. Friedrich Georg Buek: Die hamburgischen Oberalten, ihre bürgerliche Wirksamkeit und ihre Familien, Hamburg 1857, S. 95.
Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Karl X. Gustav von Schweden
Herzog Karl Gustav von Bremen und Verden
Pfalzgraf Karl Gustav von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg

geb. 1622
gest. 1660
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1589-1652); schwedischer Rittmeister (1642), Obrist (1643) und ab 1648 oberster Befehlshaber der Armee im Heiligen Römischen Reich; 1649 Ernennung zum Thronfolger durch den schwedischen Reichstag auf Betreiben seiner Cousine Königin Christina von Schweden (1626-1689); seit 1654 König von Schweden sowie regierender Herzog von Bremen und Verden; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabene").

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N. N. Schweichhausen (1)
N. N. Schwechhausen (1)

Anm.: Sohn des Bremer Ratsherren Heinrich Schweichhausen; um 1646 Patrizier in Bremen.
Simon Heinrich von Schweichhausen
Simon Heinrich von Schwechhausen

geb. ca. 1614
Anm.: Sohn des Bremer Patriziers N. N. Schweichhausen (1); zeitweise Kriegsdienst in England als Fähnrich, Leutnant, Capitän-Leutnant und Rittmeister; 1646-1649 Hofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718) sowie zugleich anhaltisch-bernburgischer Rat; ab 1649 sächsisch-weimarischer Hof- und Kammerjunker (spätestens 1651) sowie Obristleutnant (1651-1655); 1654/55 zudem Hofmeister der Herzöge Bernhard (1638-1678) und Friedrich von Sachsen-Weimar (1640-1656); 1653 Nobilitierung; seit 1651 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Eigentliche").
Georg Hermann von Schweinitz

geb. 1602
gest. 1667
Anm.: Sohn des Georg von Schweinitz (ca. 1570-1607); 1622/23 Kriegsdienst unter Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); später kursächsischer Hauptmann (1634), Obristwachtmeister (1638), Obristleutnant (1641) und Obrist (1643); 1642-1648 Stadtkommandant von Freiberg; danach kursächsischer Kämmerer, Kriegsrat sowie Amtshauptmann von Stolpen, Radeberg und Hohnstein; 1663 Stadtkommandant von Breslau; seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bringende").

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Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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Königin Maria Anna von Spanien
Geburtsname: Erzherzogin Maria Anna von Österreich

geb. 1634
gest. 1696
Anm.: Tochter von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1649-1665 Ehe mit König Philipp IV. von Spanien (1605-1665).

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König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

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Christian Erdmann Steffeck von Kolodey

geb. 1647
gest. 1676
Anm.: Sohn des bernburgischen Kammermeisters Tobias Steffeck von Kolodey (1615-1679).
Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Ernst von Stolzenberg

gest. nach 1664
Anm.: Niedersächsischer Adliger; Erbherr auf Luttmersen; schwedischer Major (um 1649) und Obrist; später in Hamburg bzw. in Schweden.
Sultan (Osmanisches Reich) Mehmed IV.

geb. 1642
gest. 1693
Anm.: Sohn von Sultan Ibrahim (1615-1648); 1648-1687 Sultan des Osmanischen Reiches.

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Wolfgang Sutorius

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des späteren Ballenstedter bzw. Bernburger Pfarrers Leonhard Sutorius (1576-1642); bis 1643 fürstlicher Amtsschreiber in Harzgerode; 1646-1648 fürstlicher Gutsverwalter in Zepzig; seit 1648 Korn- und um 1649/54 Amtsschreiber in Bernburg.
Konrad Theopold

geb. 1600
gest. 1651
Anm.: Sohn des Amesdorfer Pfarrers Johannes Theopold (1563-1626); Schulbesuch am Gymnasium zu Zerbst, Studium in Frankfurt a. d. Oder; 1626-1637 Pfarrer in Natho; 1637-1644 Diakon an St. Bartholomäi in Zerbst (Entlassung als Reformierter); seit 1645 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 445.

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Graf Corfitz Ulfeldt af Sölvesborg

geb. 1606
gest. 1664
Anm.: Sohn des Jakob Ulfeldt (1567-1630), ab 1609 dänischer Reichskanzler; seit 1630 Kammerjunker des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); ab 1636 dänischer Reichsrat; seit 1637 Statthalter von Kopenhagen; 1643-1651 Reichshofmeister; daneben mehrfach diplomatische Missionen, u. a. nach England (1640/42), Regensburg (1641), zu den Friedensverhandlungen mit Schweden (1645) sowie nach Den Haag und Paris (1646); 1651 nach Korruptionsverdacht und Morddrohungen Flucht in die Niederlande und nach Schwedisch-Pommern; danach schwedischer Geheimer Rat (1657-1659), Friedensunterhändler mit Dänemark (1658) und Gouverneur von Schonen (1658/59); 1659 Todesurteil wegen Hochverrat, jedoch Begnadigung; 1660 Rückkehr nach Kopenhagen und Verhaftung (bis 1661); 1663 erneutes Todesurteil (wegen Planung einer Adelsrevolte gegen die dänische Krone) und Flucht; 1641 Erhebung in den Grafenstand; seit 1658 Graf von Sölvesborg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christoph Weiser
Christoph Weyser

gest. 1649
Anm.: Ehemaliger Leutnant und Bürger der Bernburger Talstadt; um 1642 vermutlich Bediensteter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653).
Marcus Friedrich (1) Wendelin

geb. 1584
gest. 1652
Anm.: Sohn des Predigers Friedrich Wendelin (gest. 1594) in Sandhausen bei Heidelberg; Studium in Heidelberg (1607 Mag.); ab 1609 Erzieher und Hofmeister der Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg sowie Friedrich Moritz (1600-1610) und Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1612 Rektor am Zerbster Gymnasium Illustre; vgl. Gustav Früh / Hans Goedeke / Hans Jürgen von Wilckens: Die Leichenpredigten des Stadtarchivs Braunschweig, Bd. 9, Hannover 1985, S. 4386f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Dietrich von dem Werder

geb. 1584
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gebhard von dem Werder (1539-1612); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Gerlebogk, Görzig und Ziebigk; Page, Kammerjunker und Stallmeister des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1610 hessisch-kasselischer Rittmeister; danach bis 1622 Geheimer Rat und Oberhofmarschall in Kassel; 1623 anhaltischer Hauptmann; 1631-1635 schwedischer Obrist; ab 1639 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1645 kurbrandenburgischer Obrist, Geheimer Rat und Amtshauptmann von Alt-Gatersleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielgekörnte"); vgl. Gottfried Coler: Der Vom Vater gegebene/ Vom Sohne ausgeführete/ Und vom H. Geiste versiegelte Raht des Heils [...], Köthen 1658, fol. Jiij v - N2 v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Henri Wilckens

Anm.: Um 1649 vermutlich Fährmann in Bernburg.
Hans Christoph von Witzscher

geb. 1621
Anm.: Sohn des Hans Christoph (von) Witzscher (gest. 1637) auf Schortewitz; vor 1639 Kammerpage, um 1643 Page und spätestens 1645 bis 1648 Hofjunker der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); dazwischen 1639-1643 Kavalierstour durch Frankreich und die Niederlande; 1648-1650 Hofmeister der Gräfin Maria Euphrosina De la Gardie (1625-1687) in Leipzig; um 1653 Aufenthalt in Straßburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Carl Gustav Wrangel af Salmis
Graf Carl Gustav von Sölvesborg

geb. 1613
gest. 1676
Anm.: Sohn des Hermann Wrangel (1587-1643); ab 1627 in schwedischen Kriegsdiensten als Kornett (1629), Rittmeister (1632), Obristleutnant (1635), Obrist (1636), Generalmajor (1638), Generalzeugmeister (1645) und Feldmarschall (1646); seit 1646 Reichsrat; 1646-1648 Oberbefehlshaber der schwedischen Truppen in Deutschland; 1648-1650 und ab 1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1657-1664 Reichsadmiral; seit 1664 Reichsmarschall; 1651 Erhebung in den Grafenstand (1651-1665 Graf von Salmis, ab 1665 Graf von Sölvesborg); seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Obsiegende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Ulrich von Württemberg-Neuenbürg

geb. 1617
gest. 1671
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Friedrich von Württemberg (1582-1628); 1639/40 in venezianischen Kriegsdiensten; kurbayerischer Rittmeister (1644), Obrist (1645) und Generalwachtmeister (1647); 1649-1657 spanischer General der deutschsprachigen Truppen; 1658/59 französischer Generalleutnant; 1664 kaiserlicher Offizier im Türkenkrieg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Zar (Moskauer Reich) Alexei

geb. 1629
gest. 1676
Anm.: Sohn des Zaren Michail (1596-1645); seit 1645 Zar des Moskauer Reiches.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Anhalt-Bernburg, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt-Zerbst, Fürstentum
Anhalt, Fürstentum
weiterführende Informationen
Aschersleben
weiterführende Informationen
Askanien (Aschersleben), Grafschaft
Augsburg
weiterführende Informationen
Badeborn
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Bamberg
weiterführende Informationen
Bayern, Herzogtum bzw. Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Berlin
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Brandenburg, Markgrafschaft
weiterführende Informationen

Anm.: Kernland des Kurfüstentums Brandenburg.
Brasilien
weiterführende Informationen

Anm.: Kolonie des Königreichs Portugal.
Bremen
weiterführende Informationen
Brüssel (Brussels, Bruxelles)
weiterführende Informationen
Calbe
weiterführende Informationen
Candia (Irákleion)
weiterführende Informationen
Champagne
weiterführende Informationen
Charenton-le-Pont
weiterführende Informationen
Dänemark, Königreich
weiterführende Informationen
Dalmatien
weiterführende Informationen
Dardanellen
weiterführende Informationen
Den Haag ('s-Gravenhage)
weiterführende Informationen
Dessau (Dessau-Roßlau)
weiterführende Informationen
Dessau, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Duinkerke (Dunkerque, Dünkirchen)
weiterführende Informationen
Eisleben (Lutherstadt Eisleben)
weiterführende Informationen
Elbe (Labe), Fluss
weiterführende Informationen
England, Königreich
weiterführende Informationen
Erfurt
weiterführende Informationen
Ermsleben
weiterführende Informationen
Flandern, Grafschaft
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Fuhne, Fluss
weiterführende Informationen
Genua, Republik (Repubblica di Genova)
weiterführende Informationen
Gernrode, Stift
weiterführende Informationen

Anm.: Teil des Fürstentums Anhalt.
Golf von Venedig (Golfo di Venezia)
weiterführende Informationen
Gottorf
weiterführende Informationen
Halberstadt
weiterführende Informationen
Halberstadt, Hochstift bzw. Fürstentum (seit 1648)
weiterführende Informationen
Halle (Saale)
weiterführende Informationen
Hamburg
weiterführende Informationen
Harzgerode
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
weiterführende Informationen
Hohenerxleben
weiterführende Informationen
Hoym
weiterführende Informationen
Irland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Italien
weiterführende Informationen
Kassel
weiterführende Informationen
Kirchenstaat
weiterführende Informationen
Köthen
weiterführende Informationen
Kreta (Candia), Insel
weiterführende Informationen
Krim, Khanat
weiterführende Informationen
Kulmbach
weiterführende Informationen
Kurland, Herzogtum
weiterführende Informationen
Leeuwarden
weiterführende Informationen
Leipzig
weiterführende Informationen
Livland, Herzogtum
weiterführende Informationen
London
weiterführende Informationen
Lothringen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Lübeck
weiterführende Informationen
Luxemburg, Herzogtum
weiterführende Informationen
Magdeburg
weiterführende Informationen
Magdeburg, Erzstift
weiterführende Informationen
Mailand (Milano)
weiterführende Informationen
Meisdorf
weiterführende Informationen
Milde, Fluss
weiterführende Informationen
Minden
weiterführende Informationen
Moskauer Reich (Großrussland)
weiterführende Informationen
Münster
weiterführende Informationen
Neapel (Napoli)
weiterführende Informationen
Neuhäusel (Nové Zámky)
weiterführende Informationen
Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
weiterführende Informationen
Nürnberg
weiterführende Informationen
Osmanisches Reich
weiterführende Informationen
Paris
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Pfaffenbusch
Anm.: Auenwaldgebiet an der Saale bei Bernburg.
Piemont
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Plötzkau
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Polen, Königreich
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Pommern, Herzogtum
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Porto Longone (Porto Azzuro)
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Portugal, Königreich
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Prag (Praha)
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Preßburg (Bratislava)
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Reinstedt
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Rhein, Fluss
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Rieder
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Saale, Fluss
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Saint-Germain-en-Laye
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Sankt Johannis, Kloster
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Anm.: Bis 1528 Dominikanerkloster (gegr. 1236); 1531 neu besiedelt von konvertierten Nonnen aus dem ehemaligen Zisterzienserinnenkloster Herwardeshude (gegr. 1246 in Herwardeshude u. seit 1295 im späteren Hamburger Stadtteil Harvestehude); seit 1536 ein Evangelisches Damenstift.
Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Schlesien, Herzogtum
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Schottland, Königreich
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Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schweden, Königreich
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Schweinfurt
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Schweiz, Eidgenossenschaft
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Selke, Fluss
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Spanien, Königreich
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Speyer
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Stolberg (Harz)
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Straßburg (Strasbourg)
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Straußberg
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Strelitz (Strelitz-Alt)
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Sulzbach (Sulzbach-Rosenberg)
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Ungarn, Königreich
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Venedig (Venezia)
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Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
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Warschau (Warszawa)
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Weser, Fluss
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Westeregeln
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Wien
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Wörlitz, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Zepzig
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Zerbst
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Anhalt, Landstände
Bernburg, Rat der Bergstadt
Bernburg, Rat der Talstadt (Alt- und Neustadt)
Den Haag, Magistrat
England, Army Council
Anm.: In den Jahren 1647/48 bestehendes Führungsgremium der englischen Parlamentsarmee.
England, Council of State
Anm.: Regierungsgremium des Commonwealth von England (1649-1660), Schottland (1653-1659) und Irland (1653-1659).
England, Oberhaus (House of Lords)
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England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
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England, Unterhaus (House of Commons)
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Jesuiten (Societas Jesu)
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Niederlande, Generalstaaten
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Parlement de Paris
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Schottland, Parlament (Parliament of Scotland)
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Venedig, Großer Rat (Maggior Consiglio) der Republik
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Théodore de Bèze: Novum D. N. Iesv Christi Testamentum. A Theodoro Beza versum, ad veritatem Graeci sermonis è regione appositi, cum eiusdem annotationibus, in quibus ratio interpretationis redditur. Additi svnt indices tres., Genf: Nicolas u. Courteau Barbier, 1559. [Nachweis im GVK]
(Giovanni) Battista Guarini: Pastor fido oder die allerschönste Tragicomoedia. Der getrewe Hürte genant. Hiebevor von dem fürtrefflichen Ferraresischen von Adel vnd Ritter Baptista Gvarino in Italianischer Sprachen beschrieben, anjetzo aber in das Hochteutsche auffs fleissigste versetzt vnd mit Kupfferstücken zum Druck verfertiget, übers. von Statius Ackermann, Schleusingen: Schmiden, 1636. [Nachweis im GVK]
Zacharias Hogel: Der Weise Gamaliel mit dem Spruche/ Ist der Rath oder das Werck auß Menschen/ so wird es untergehen/ [et]c.: In einem Prognostischen Discurs von der vorstehenden Zerstörung der Stadt Rom/ Auff den Osnabrückische[n] FriedenSchluß, o. O.: 1649. [Nachweis im GVK]
Das Instrumentum Pacis Monasteriensis (IPM) vom 24. Oktober 1648, in: Die Friedensverträge mit Frankreich und Schweden, Bd. 1: Urkunden, hg. von Antje Oschmann, Münster: 1998, S. 1-49. ( Acta pacis Westphalicae, Serie III Abt. B: Verhandlungsakten 1 ) [Nachweis im GVK]
Das Instrumentum Pacis Osnabrugensis (IPO) vom 24. Oktober 1648, in: Die Friedensverträge mit Frankreich und Schweden, Bd. 1: Urkunden, hg. von Antje Oschmann, Münster: 1998, S. 95-170. ( Acta pacis Westphalicae, Serie III Abt. B: Verhandlungsakten 1 ) [Nachweis im GVK]
Gaius Sallustius Crispus: Epistulae ad Caesarem senem de re publica, in: Werke. Lateinisch und deutsch, hg. von Werner Eisenhut / Joseph Lindauer, Düsseldorf: 2006, S. 318-349. [Nachweis im GVK]
A solemn league and covenant: for reformation, and defence of religion, the honour and happinesse of the King, and the peace and safety of the three kingdomes of Scotland, England, and Ireland, Edinburgh: Robert Bryson, 1643. [Nachweis im GVK]
Gaius Suetonius Tranquillus: Divus Iulius = Iulius Caesar, in: Die Kaiserviten = De Vita Caesarum. Berühmte Männer = De Viris Illustribus. Lateinisch-deutsch, hg. von Hans Martinet, Düsseldorf: 2006, S. 16-141. [Nachweis im GVK]