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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: Mai 1649


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXIa, fol. 77v-107v (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. Mai 1649
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Gespräch mit dem Kanzlei- und Lehenssekretär Paul Ludwig
  • Vorbereitung der Bestattung von Sohn Erdmann Gideon
  • Lektüre
02. Mai 1649
Bernburg
  • Gottesdienst
  • Wirtschaftssachen
  • Trauer um die bisher verstorbenen Söhne
03. Mai 1649
Bernburg
  • Anhörung der Predigt
  • Pfarrer Bartholomäus Jonius und Kammerrat Dr. Joachim Mechovius als Essensgäste
  • Verägerung über Gemahlin Eleonora Sophia
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Traum
  • Traum von Tochter Maria
  • Erkrankung der Töchter Maria, Anna Elisabeth und Anna Sophia
04. Mai 1649
Bernburg
  • Gottesdienst
  • Gespräch mit Diakon Andreas Hesius
  • Angst um die erkrankten Töchter Maria, Anna Elisabeth und Anna Sophia
  • Haferaussaat in Zepzig
05. Mai 1649
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Lebensmittellieferung aus Ballenstedt
  • Beratung mit Ludwig
  • Pferdehaltung
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Traum
  • Trauer um Sohn Erdmann Gideon
  • Sorge um die kranken und verletzten Kinder
06. Mai 1649
Bernburg
  • Rückkehr des Dieners Martin aus Tecklenburg, Amsterdam, Hulst und Terborg
  • Anhörung der Predigt
  • Waldauer Pfarrer Daniel Marggraf und Dr. Mechovius als Mittagsgäste
  • Besichtigung der Särge für Sohn Erdmann Gideon
  • Trauer
  • Wirtschaftssachen
  • Tod eines Fohlens
07. Mai 1649
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Neuigkeiten
  • Bittgesuch des kranken Kammerschreibers Paul Ehling
  • Hagelschäden
  • Lebensmittellieferung aus Ballenstedt
  • Holzlieferung aus Diebzig
08. Mai 1649
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Traum
  • Vorbereitung des Begräbnisses von Sohn Erdmann Gideon
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Rückkehr des Lakaien Johann Balthasar Oberlender aus Dessau
09. Mai 1649
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Korrespondenz
  • Besuch der Familiengruft gemeinsam mit Schwester Dorothea Bathilde und Sohn Viktor Amadeus
  • Administratives
  • Donner am Abend
  • Wirtschaftssachen
  • Ankunft von Trauergästen
10. Mai 1649
Bernburg
  • Hasenlieferung aus Ballenstedt
  • Vorbereitungen für das Begräbnis
  • Trauer
  • Korrespondenz
  • Regenbogen als Gnadenzeichen
  • Ankunft der Trauergäste
  • Begräbnisfeier von Sohn Erdmann Gideon
  • Abreise der Plötzkauer Vettern und Nichten
  • Abreise des ehemaligen anhaltisch-dessauischen Rats Christian Heinrich von Börstel und des früheren Bernburger Hofjunkers August Ernst von Erlach in die Niederlande
  • Unterdirektor Dietrich von dem Werder und Fürst Friedrich als Essensgäste
11. Mai 1649
Bernburg
  • Schönes Wetter bei der gestrigen Beerdigung
  • Abreise von Bruder Fürst Friedrich und Werder nach dem Frühstück
  • Gespräch mit Werder
  • Korrespondenz
  • Abreise weiterer Gäste
  • Tod eines Fohlens
  • Abreise des Konsulenten Christoph von Jena
12. Mai 1649
Bernburg
  • Gespräch mit Ludwig
  • Korrespondenz
  • Spaziergang durch den Garten mit Gemahlin Eleonora Sophia
  • Kirchgang von Schwester Dorothea Bathilde
  • Annahme des Ernst Emanuel (von) Lampe als Page der Gemahlin
  • Lektüre
13. Mai 1649
Bernburg
  • Anhörung der Predigt
  • Gespräche mit dem Prinzen-Hofmeister Simon Heinrich Schweichhausen und dem Reinstedter Pfarrer Wolfgang Benjamin Giegelsberger
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
14. Mai 1649
Bernburg
  • Anhörung der Predigt
  • Gespräch mit Dr. Mechovius und Giegelsberger
  • Fahrt der Gemahlin und Schwester Dorothea Bathilde nach Plötzkau
  • Kirchgang mit den Söhnen und einigen Töchtern
15. Mai 1649
Bernburg
  • Beobachtung schlechter Vorzeichen durch die Gemahlin
  • Neuigkeiten
  • Rückkehr des C. H.### aus Hamburg
  • Korrespondenz
16. Mai 1649
Bernburg
  • Abreise der Gemahlin mit den Töchtern Eleonora Hedwig und Ernesta Augusta nach Ballenstedt
  • Begleitung derselben durch Ernst Dietrich von Röder, den Kammermeister Tobias Steffeck, den Kammerjunker und Stallmeister Abraham von Rindtorf sowie Kammerjungfer Elisabeth von Ditten und andere
  • Besichtigung der Bienenstöcke im Garten
  • Spaziergang in den Weinberg
17. Mai 1649
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Wirtschaftssachen
  • Gespräch mit Schwester Dorothea Bathilde
  • Spaziergang
18. Mai 1649
Bernburg
  • Gespräche
  • Administratives
  • Trauer um Sohn Erdmann Gideon
  • Ankunft des schwedischen Majors Ernst von Stolzenberg
  • Spaziergang in den Garten mit Schwester Dorothea Bathilde
  • Neuigkeiten
  • Korrespondenz
19. Mai 1649
Bernburg
  • Wirtschaftssachen
  • Kriegsfolgen
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Gespräch mit Dr. Mechovius
  • Ruhestörung durch Eindringen von Soldaten ins Schloß
  • Spaziergang an die Fuhne
  • Besichtigung des Getreides
20. Mai 1649
Bernburg
  • Kirchgang mit den Kindern und Schwester Dorothea Bathilde
  • Dr. Mechovius, Leibarzt Dr. Johann Brandt, Amtmann Georg Reichardt und Kammerdiener Jakob Ludwig Schwartzenberger als Mittagsgäste
  • Nachrichten
  • Kirchgang am Nachmittag mit Schwester Dorothea Bathilde und einigen Kindern
  • Korrespondenz
21. Mai 1649
Bernburg
  • Gespräch mit Jonius
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Abreise des Schweichhausen und des Kammerschreibers Hans Friedrich Eckardt nach Leipzig und Dresden
  • Stolzenberg als Mittagsgast
  • Korrespondenz
22. Mai 1649
Bernburg
  • Nachrichten
  • Begutachtung von Frostschäden im Garten und im Vorwerk
  • Rückkehr des Ludwig aus Ballenstedt
  • Korrespondenz
23. Mai 1649
Bernburg
  • Abreise des schwedischen Obristen Jaroslaus Peter Kinsky von Wchinitz und Tettau nach Leipzig
  • Kirchgang mit Schwester Dorothea Bathilde und den Kindern
  • Neuigkeiten
  • Dr. Mechovius, Schwartzenberger und die ehemalige Hofjungfer Helena von Rindtorf als Mittagsgäste
  • Korrespondenz
  • Träume
24. Mai 1649
Bernburg
  • Spaziergang
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
25. Mai 1649
Bernburg
  • Traum
  • Abreise des Oberlender nach Leipzig
  • Korrespondenz
  • Besprechung mit Ludwig
  • Spaziergang in den Garten mit Schwester Dorothea Bathilde
  • Rückkehr der Gemahlin aus Ballenstedt am Abend
26. Mai 1649
Bernburg
  • Kriegsfolgen
  • Nachrichten
  • Administratives
27. Mai 1649
Bernburg
  • Kirchgang mit der Gemahlin, Schwester Dorothea Bathilde und den Kindern
  • Steffeck und Dr. Mechovius als Mittagsgäste
  • Kirchgang am Nachmittag mit der Schwester und den Kindern
  • Nachrichten
  • Gartenspaziergang mit der Gemahlin
28. Mai 1649
Bernburg
  • Jagd
  • Administratives
  • Korrespondenz
  • Rückkehr des Oberlender aus Leipzig
  • Wirtschaftssachen
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
29. Mai 1649
Bernburg
  • Neuigkeiten
  • Verhandlungen mit dem Kaufmann Abraham Benedix
  • Reisevorbereitungen der Gemahlin
30. Mai 1649
Bernburg
  • Abreise der Gemahlin, der beiden Söhne und der Töchter Eleonora Hedwig und Ernesta Augusta nach Coswig
  • Kirchgang mit den Kindern
  • Gespräch mit Hesius
  • Hesius als Mittagsgast
  • Nachrichten
  • Administratives
  • Krankenbesuch bei Schwester Dorothea Bathilde
  • Trauer um Erdmann Gideon
31. Mai 1649
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Regen nach langer Trockenheit
  • Fieber, Schüttelfrost und Gliederschmerzen
  • Furcht vor wetterbedingter Erkrankung
  • Spaziergang
  • Gespräch mit Jonius
  • Rückkehr des Schwartzenberger aus Wörlitz in Begleitung des Pfarrers Joachim Plato
  • Theopold als Mittagsgast
  • Besuch der kranken Schwester Dorothea Bathilde
  • Korrespondenz
  • Entsendung des Oberlender nach Hamburg
|| [[Handschrift: 77v]]

Dienstag den 1. May; 1649.

<3 hasen Rindorf gehetzt.>


Mit Moritz, (so auß Oesterreich kommen)
viel geredet, vndt allerley erforschet.


Secretrarius Paulus, ist bey Mir gewesen,
wegen der personalien, meines Sehligen frommen
Sohns, richtigen aufsatz, zu machen.


In vitis Pontificum, habe ich gelesen <et cetera>
post sacras & luctuosas mediationes
peractas!


Post ordinarias preces, & sacra peracta,
habe ich in Oeconomicis, vndt in Iustj-
tziensachen, allerley anstaltt gemacht.
Gott gebe succeß! in allem, gnediglich!


Mein leid, continujre ich, in mir selber, billich
zu beklagen, weil ich so unglücksehlig,
mit meinen Söhnen bin, sonderlich dem neẅlichst
verstorbenen, undt erwachßenen, (ob ihnen
schon wol geschehen, vndt der Sehlige wechßel,
mit nichten, zu mißgönnen!) dannoch, ist es
ein mächtiger hertzensriß, & ie crains, qu'il
y ait eü, quelque mal cachè, quelque malice || [[Handschrift: 78r]]
& violence secrette d'autruy, & plains aussy de
ne l'avoir mieux fait observer, servir, & secourrir,
nj de l'avoir assistè assèz moy mesme! Cela
augmente cruëllement mon crevecoeur, &
me sera ün regret, tout le temps, de ma pauvre
& miserable Vie, encores! Dieu nous vueille
consoler! & conserver! & conforter! & nous pardon-
ner, benignement & paternellement toutes nos offences!

Donnerstag den 3. May: 1649. himmelfahrtsTag etcetera


Der pfarrer zu Dröble, vndt Diaconus alhier,
Er Bartholomeus Jonius, hat aufm Sahl geprediget,
Er ist auch neben dem CammerRaht, Doctor Mechovio,
extra hieroben geblieben.


Ô Dieu! delivres moy! dés meschantes
machinations, et menèes de Mala herba!


Avis, von Plötzkaw, Cöhten, vndt Deßaw,
daß der Amptßraht Panße, sol zum Generalissimo
pfaltzgraven, vmb verschonung der lande willen,
geschigkt, vndt abgesandt werden, so ich confirmirt,
vndt Eßken, wie auch Axel Lillien sollen
mitt cooperiren.


Songe; de Viktor Amadeus Fürst Zu Anhalt daß Erdmann Gideon Fürst zu Anhalt wehre zu
ihm gekommen, hette gemeldet (im hembde) er wehre zwar
hart verklaget worden, der herr Jesus Christus aber, hette ihn absolviret.

|| [[Handschrift: 78v]]


Mein Marichen, hat auch getraẅmet, ihr bruder
Erdmann, hette gesagt: Er lebte noch.


Ces signes sont remarquables, contre celle,
quj doubte par fois, de son salüt!


Schreiben, von Sigen, Grawenstain,
vndt Amsterdam, gekommen. (Dieumercy!)


Mein Marichen, wie auch, Anne Lißgen,
seindt matt, undt krangk. Gott wolle
sich ihrer, erbarmen! wie auch Anne Sofichen,
habe also drey krangke Töchter, in diesem
hause, wie in einem Lazareth. Gott
wolle ihren zustandt beßern! undt unß,
vor mehreren betrübnüß, undt Trawer-
fällen, gnediglich bewahren!


Condolentzen, von hertzogk Ernst von Gohta.


Schreiben, von meinem bruder, ratione sepulturæ!
Von Deßaw, bleibet mjr, viel zurügkea.


Die Erffurter avisen bringen:


Daß man zwar, zu Nürnberg, beysammen jst,
allein die abdangkung, gehet langsam forth.


Jn Engellandt, gibts, (dem bericht nach!)
desperata consilia, undt das die neẅe
Regenten, auß Barbaria, Marocco, vndt Fez || [[Handschrift: 79r]]
hüllfe suchen wollen. Die Schotten sollen
der Engelländer beyspiel anfangen zu folgen, vndt
den Marquis de Huntley, haben richten laßen,
derentwegen ihnen, der neẅe König,
nicht trawen will. Printz Robert, sol
den Engelländern, über 50 Tonnen goldes
werth, albereit, auf der See, schaden zuge-
füget haben, vndt viel Schiffe wegnehmen.
Der grave von Oldenburgk, begehret ein
Stügke geldes, von den Brehmern, alßdann
will er die Zollsache, fahren, vndt fallen
laßen.

Freitag den 4ten: May; 1649.


Post sacra peracta, habe ich mit Ern Hesio,
conversiret. et cetera


Gott wolle vnß, vor geschwinden mehreren
begräbnüßen behüten! On haste (ex gynecoeo)
trop, l'enterrement de feü mon bon fils, de bonne mémoire.
Jl y a, a craindre, qu'üne, de mes trois
filles, puisnèes, toutes trois malades, pour-
roit suivre, le pas de la mort, sj Dieu, ne
les preserve, par sa Sainte grace? Oh que ne
frappe il? les coeurs pervers, & indürcis? pour les innocen[ts?]

|| [[Handschrift: 79v]]


1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: 6 Schefel (Scheffel)schfl: hafer, zu Zeptzigk, außseen laßen.


Gott gebe! Segen, vndt gedeyen!

Samstag den 5ten: May; 1649.

<3 hasen Rindorff gehetzt.>


Victualien, von Ballenstedt, <sein> ankommen.


Mit Secretario Paulo Ludwigen, expedienda ex-
pediret, von jmportantz.


Die blaw<graw>schimmelichte Stuhte <im kleinen gespann>, hat
gefohlet, vndt ein Füxlein, ein Stühtlein,
gebracht. Siehet auß, wie mein großer
Fux. Es ist aber zu zeitlich, ein 14 Tage, zu
frühe kommen. Die Stuhte, wil es nicht
annehmen. Schmeißt, vndt stößet es,
von sich. Jch habe also, wenig glügk!


Die Erffurdter avisen geben:


Das die execution des Marquis de Huntley;
in Schottlandt, große alterationes, vndt aufstandt,
causire. Seine freünde, undt anverwandte, wollen
es rächenen, haben schon 5000 Mann, in den Norder-
quartieren, colligiret, denen der General Leütnant
Davidt Leßle, sich opponiren soll. Jnmittelst,
thun die Schiffe, des Printz Roberts, an den Engellän-
dischen kaufmannsSchiffen, großen schaden,
nehmen viel hinweg, vndter andern haben Sie eines, || [[Handschrift: 80r]]
inn 200000 Pfund (libra)℔: Sterlingß, werth, erobert. Sie sorgen,
der kaufhandel, werde darüber, gar zu grunde gehen,
wiewol Sie einen neẅen fund erdacht, vndt
holländische Flaggen, anfangen zu führen,
damit sie vnangefochten bleiben, man weiß
noch nicht, ob es mitt? oder ohne consenß geschicht?


Jn Engellandt wirdt durch daß gantze Reich,
der vierdte Mann aufgebotten, weil die Schotten,
mitt 60000 Mann, zu felde, gehen, auch die
Jrrländer, mit 30000 folgen wollen, des
Königes Todt, zu rächenen. Printz Ruprecht,
sol v̈ber vorige, noch 2 reich beladene Englische
Schiffe, vndt darauff, in 12 Tonnen goldeß
werth, bekommen haben. Die Irrischen
Fregahten, creützen die See, vndt machen
alles, gar vnsicher. König in Dennemargk, wir-
bet auch, (wieder Engellandt) alß man meinet? perge


Jn Frangkreich, ist zwar, die unruhe, stiller,
iedoch, haben die malcontenten Printzen, ihre völgker,
noch beysammen, wie auch zu Bourdeaux, der aufstandt währet,
der Cardinal Mazzarinj, wil das Königreich, nicht
reümen, stärgket seine garde. General Erlach,
schreyet vmb geldt, oder seine völgker, werden sich dèsbandjren.
General Rosa, ist in großem ansehen. General Rantzow aber, gefangen.

|| [[Handschrift: 80v]]


Jm haag, ist der hertzogk von Lottringen, ankommen, zum
Könige in Engellandt, sich zu verfügen, welcher
König, mit den Schotten, noch nicht recht verglichen.


Sankt Venandt, vndt die feste Schantze Cnogke,
ist vom Ertzhertzogk Leopoldo erobert. Ypere
hoffet er auch baldt zu emportiren, weil die
Frantzosen, dermaßen enervirt, daß Sie keinen
endtsatz schigken können.


Jn Portugall, wirdt eine Brasilianische Com-
pagnie von 40 Schiffen, außgerüstet, iedes, mit
30 stügken, montiret, so iährlich 2 mahl,
außlauffen sollen, vndt die ZugkerSchiffe,
von der Baya de Todos los Sanctos, vndt
vom Rio de Genero, convoyiren. hingegen
haben sich, die holländer, mit 22 Schiffen, vor
gedachter Bahia, sehen laßen, vndt albereitt,
30 ZugkerMühlen, in brandt, gestegkt. Die
Portugesischen Schiffe, so vor Bahia gelegen, hat
der holländische admiral Witte Wittensen, in
brandt gestegkt mehrentheils, dem aviß nach!


Die Türgken in Candia leiden mangel, an
vivres, entlauffen sehr, werden von den Venezianern,
mit geldt, vndt paßzetteln, gerne forthgelaßen,
die Bassa von Alepo, Damasco, vndt Alcajro, || [[Handschrift: 81r]]
wollen ihre gewöhnliche tribute, vndter dem Schein,
Sie möchten bey diesem Minderiährigen GroßTürgken,
v̈bel angeleget werden, nicht nach Constantinopel
lifern.


Zwischen den Cosagken, undt dem Könige in Pohlen,
ist ein Stillstandt, vndt jnterimsvergleich, biß
auf Pfingsten getroffen. Es werden ihnen auch, ge-
wiße plätze, zur versicherung, eingereümet.
Sie gebehren, erledigung ihrer gravaminum,
in geistlichen vndt welttlichen dingen. Der general
Chmielnigkj, wil die Feldhauptmannschaft
vom Könige annehmen, wann solche perpetuirlich,
bey ihrer militja verbleibet? Den anfänger
dieser empöhrung, nemlich: der Craplinßky
begehren sie zur bestraffung, gelifert.


Zu Prag, geschehen angriffe, vndt
Mörderreyen, werden aber auch gestrafft.


Auf dem convent zu Nürnbergk erscheinen,
nicht allein, viel Gesandten, sondern auch die
Generallen, beyder kriegßheere. Es beruhet
der endtliche schluß, der Christenheit zeit-
licher wohlfahrt, (itziger apparentz nach)
auf dieser Zusammenkunfft, sonderlich aber:
die evacuatio locorum, restitutio restituen-
dorum, die Abdangkung der Soldaten, vndt andere erleichterungen.

|| [[Handschrift: 81v]]


Jn Engellandt, sollen, (dem vorgeben nach) auch die
kirchen, verkauft werden, die zu Candelberg, bieh-
ten sie vmb, vndt vor 100000 Gulden (florenus)f:[.] So soll auch, die
kirche zu Sankt Paul in Londen fail sein. Der
hohe raht, der neẅen Regierung, (wie Sie sich
nennen) hat ein Manifest außgehen laßen,
darinnen Sie die Königliche authoritet, gäntz-
lich vernichten, vndt alle des Königes kin-
dern, vndt Anverwandten, die succession,
bey leibes Straffe, verbiehten.


Die Bawren im Bisthumb Basel, seindt auff-
rührisch, vndt empören sich, jm lande!


Zu Caßel, wirdt die heßische abdangkung,
fleißig continuiret. Printz Talmond,
sol mit Seiner gemahlin Liebden von dannen, nacher
Frangkreich, abraysen. Ein gesandter1,
vom iungen Könige, in Engellandt, ist
daselbst ankommen. Die Landgrävin,
zeücht nacher Embß, ins warme badt.


Der junge Churfürst Pfaltzgrave, ist
zu Cleve, vom Churfürsten von Brandenburg nebenst
bey sich, habenden hertzogen von Braunschweig,
vndt Meckelnburgk, stattlich eingeholet worden.


Der Frantzösische Gouverneür zu Meintz, zeücht auß!

|| [[Handschrift: 82r]]


J'ay songè ce mattin, de m'estre trouvè en
compagnie de Bodenhausen2, sür ün batteau, & il
se seroit, (apres avoir long temps bravè & fait le
rodomont) crüellement battü en duël, avec
le Prince Jean Casimir, lequel l'auroit
genereüsement rencontre, & comme il pensoit
aussy se battre avec moy; ie me serois èsveillè,
plaignant tousiours la fascheüse & regrettable
separation & le decéz de feü mon bon fils, de bonne mémoire
ce; quj me donne ün crevecoeur, & regret jndjcible.
Ah! que n'at on üsè, des remedes, plüs ütiles,
& proffitables, á sa conservation! Pourquoy,
s'est on fiè, á des gens, de peü de Valeür, & de
peü de discretion? moins de dexteritè? Ô Dieu!


Avis; daß die FrawMuhme, zu Plötzkaw,
auch plötzlich krangk worden. Gott wolle der
lieben frommen Fürstin, in gnaden, wieder aufhelfen!


Mein Victor hat gestern von der colica etwan
angefangen zu empfinden, iedoch, ist es (Gott lob!)
baldt über hin, gegangen. Gott bewahre ferner!


Mein Carll hat ein böß knihe bekommen, hat es
verengkt, vndt es ist ihm geschwollen. Gott beßere es!


Drey meine iüngste Töchter seindt auch krangk.
Gott wolle alles, in diesem elendt, zur beßerung, schigken!

|| [[Handschrift: 82v]]

Sonntag den 6ten: May: 1649.


Gestern abendt, ist Märtin, mit schreiben, von
Tegklenburgk, von Amsterdam, von Hülst,
vndt von Borch, wiederkommen, die letzten beyde
wahren, en mauvais termes. Malheür!


Er Marggravius hat hieroben geprediget.


Extra zu Mittage, derselbige, neben dem
CammerRaht, Doctor Mechovius.


Jch habe Nachmittags meines Sehligen lieben Sohnes
höltzern, vndt dann auch den mit blech
beschlagenen, vndt mit schönen Sprüchen,
beschriebenen Sargk, besichtiget. Der
blecherne, ist schön, vndt wol formiret,
einem zinnernen gar ähnlich. Der höltzerne
stehet noch im Sande, undt das graß
herumb, wirdt immer höher. Ach! mein
Sohn Erdmann, ach mein Sohn! Du grünest
itzt in dem Tempel des herren, wie das
grüne graß, du grünest, vndt blühest
herrlich, vndt sehlig, ohne allen Zweifel!
Wir aber müßen noch diß elendt bawen,
undt unß quehlen, biß wir auch verwelgken!
Non t'invidio, nò; il tuo Destino, mà piango, il mîo!

|| [[Handschrift: 83r]]


Rindtorf, hat mit zuziehung Wolfens, vndt
Oberlenders, die wolle wägen laßen, in der
Rahtswage, vndt befunden 46 Steine,b Pfund (libra)℔:
Gott laße mich auch diese jntrade, genießen!


Mein fohlen, so von der schimmlichten wilde gefal-
len, jst gestorben. Vnglügk! Gott gebe! das
diß, das größeste seye!

Montag den 7ten: May; 1649.

<4 hasen Rindtorf gehetzt.>


Avis von Münster daß an den Schwedischen Generalissimus, de
bon encre, geschrieben worden, die reduction, vndt eva-
cuation zu maturiren, anderst würde man, neben
Kayserlicher Mayestät auf andere remedia, bedacht sein müßen.


ChurPfaltz, gedengkt nacher Heidelberg, zu gehen,
iedoch schreibet man ihm, noch allerley condititones
vor, vndt die Evacuatio, ist v̈berall noch nicht erfüllet,
sonderlich, zu Frankenthal. Jl semble; que Messieurs
les Estats, l'assisteront, de deniers, en ses angoisses!


Monsieur la Cour, Frantzösischer gesandter, hat protestiret,
wieder den durchzugk, der Chur Cöllnischen Lamboyschen
trouppen, durch den Westphählischen Krayß, so nacher
Brabandt, vndt Stift Lüttich, in Spannische dienste,
contra Frangkreich, <zu> gehen. Will: es lauffe recta
wieder das Friedensjnstrument <vndt jura imperij>, bittet vmb remediirung,
cum comminatione des darauß endtstehenden unheyls.


Graf la Garde, sei am Kayserlichen hofe, nomine Reginæ Svedæ, die lehen entpfahen.

|| [[Handschrift: 83v]]


Paul Ehling, meiner freundlichen herzliebsten gemahlin, Cammer-
schreiber, ist todtkrangk, auch an der Schwindsucht,
hat mich durch Tobiaß Steffeck sehnlich, vmb
verzeyhung bitten laßen, wormit er mich
beleydiget etcetera vndt andere auch! Gott verzeyhe
ihm seine Sünde! Vndt Mißhandlungen! Vndt
gebe ihm wahre reẅe! Vndt buße!
glauben! undt beßerung seines Zustandeß!


Vmb 4 vhr, nachmittags, hat es
stargk geregenet, gedonnert, geblitzt,
vndt dichte hagelsteine, <theils wie Taubeneyer, theilß> alß Mußkeeten
<kugeln> groß, geworfen, an den fenstern im hause,
schaden gethan, vndt die blühte von den
baẅmen, im garten abgeschlagen. Gott
erbarme sich unser, vndt bewahre vor
mehrerem unheyl! schaden! undt strafen!


Ein kleines Mägdlein, welches der gänße
gehütet, ist halb todt, in die Stadt herein,
gebracht worden, vndt viel klein vieh,
jst erschlagen. Jn meinen Erbßen, auch theil
meinem Rogken, ist großer schade geschehen.
Dominus dedit! Dominus abstulit, nomen Dominj, sit benedictum!3

|| [[Handschrift: 84r]]


Es beütt aber offt ein unglügk, dem andern
die handt. Cependant; le malheür, nous devroit
estre Medecin!


Victualien, seindt vom Ballenstedt, ankommen.
Jtem: holtz von Dieptzigk, so ich kauffen müßen.


Man hat lerchen gefunden, so der hagel nieder-
geschlagen. Er lieget knie hoch, auf meinen
breitten, gegen die Fuhne, alhier vor Bernburgk.

Dienstag den 8ten: May; 1649.

<5 hasen Rindtorf.>


J'ay songè, d'avoir envoyè mes gens, pour tirer
ün bel oiseau, de mediocre grandeür, ün vaultour
(habicht) mais m'en repentant, ie les suivis
de loing, & l'oiseau vint de soy mesme, me Voler
par dessüs la teste, en fin, s'abbaissant,
á mon souhait, ie le prins, par üne aisle,
me rèsiouissant fort, d'avoir attappè üne
telle fortüne, mais ie ne le sceüs pas te-
nir si ferme, qu'il ne m'eschappast de
force, a mon grand damn, & dèsplaysir!


Wir seindt in stargken præparatoriis, gegen
das angestellte leichbegengnüß, Meines
Sehligen lieben frommen Sohnes, begriffen,
Gott gebe doch gnade! das alles, wol abgehen möge!

|| [[Handschrift: 84v]]


Damit aber meine Trawrigkeit, nicht alleine
bleibe, sondern mit Zorn, vermenget werde, Alß
kriege ich, böse schreiben, von der Elltern herr-
schaft, in landschaftsachen, vndt wegen liferung
der Steẅern, (verdrießlicher alter geigen
nach!) zur landtrenterey. O Dîo!


Condolentzen, von Cleve, vndt Bayreüth.


Jtem: schreiben, von Berlin, Wien, vndt vom herr von Roggendorf.


Die avisen, von Leiptzigk confirmiren die Erfurdter.


Sonst wirdt versichert, daß der pfaltzgrave
Schwedischer Generalissimus, zu Nürnberg ankommen.
Jnngleichen Piccolominj, Duca d'Amalfj,
Kayserlicher Gerneralissimus sampt andern Ständen.
Gott gebe, erwüntzschten Schluß!


Der König, in Polen, iagt, an den Preüßischen gräntzen,
interim, stärgken sich, die Cosagken, an den Podo-
lischen gräntzen.


Der Türgke trachtet die venezianer,
mit einer armèe navale, vom Ponto
Euxino, vndt mit einer andern, auß Affrica
in die Mitte zu kriegen, undt zu vmbringen,
im Archipelago, vndt vor den Dardanellj.

|| [[Handschrift: 85r]]


Die holländer sollen in Brasilien, von den
Portughesen, geschlagen sein.


Der Ertzhertzogk nimbt viel plätze in Flan-
dern, hinweg, weil es die Frantzosen, nicht
zu entsetzen vermögen. Ypern, ist, in agone!


Jn Engellandt, wirdt nichts guts, gehöret,
scharfe Executiones, vndt blutvergießen.
Der iunge König, vexiert sich auch noch, mit
unzeittigem bedengken, ob er in Schottland oder Jrr-
landt, sich begeben will? außm haag.


Dennemargk wirbt, (ut putatur) contra Anglos.


Die Königjn, in Schweden, hat sich <gegen> dem Könige
in Engelland wol offeriren laßen, condolendo,
& officia offerendo.


Der große Cham[!] in Tartaria, solle das König-
reich China, mehrentheilß erobert haben.


Zu Preßburgk schlagen sich, die Deützschen
vndt die Tartarn<Ungern>, miteinander herumb. Weil
aber die Vngarn, die stärgksten, gehet es
sehr, über die Germanos. Jedoch, wirdt remedyret!


Die Jesuiter, haben sich, durch Königlich
Pollnische intercession, in Persia, ejngenistelt.


Die reformatj, wollen so wol als die Lutheranj, ihre
kirchen, in Ungarn, frey haben, welches ihnen diese contrastiren.

|| [[Handschrift: 85v]]


Der Schottische General Leßle, soll von den
Engelländern, aufß haüpt geschlagen sein.


Der junge König Carolus 2 solle mit der gantzen
Königlichen familia <vom Parlament> außgemustert sein, auch bey
leibsstraffe, der succession sich nicht mehr anzu-
maßen, im fall er sich ihren Decretis wil submjttiren.


Zu Prage, sollen sich 4 Sonnen, am himmel,
sehen laßen.


Die Türgken haben, biß an Raigkerspurgk
gestraift, undt in die 1000 undterthanen,
dem Graven Budianij, hinweg geführet.


An stadt des Fürsten, von Egghembergk,
ist ein Grave von Awerspergk, landesß-
hauptmann, in Crain worden.


Der Churfürstliche Pfaltzgrave, ist zu Cleve, an-
kommen, weil aber, heidelberg, vndt Franckenthal,
von den Chur Bayerischen, undt Spannischen, nicht
evacuirt werden wollen, alß hat es, schlechte
apparentz, zu seiner redintegration.


Oberlender ist von Deßaw, wiederkommen,
mit etzlichen Victualien, vndt Trawerwahren. <et cetera>

|| [[Handschrift: 86r]]

Mittwoch den 9ten: May; 1649.

<Noch 3 hasen Rindtorf>


Condolentz entpfangen von den 3 hertzogen von Brigk.


Jch bin diesen Morgen, in der Stille, mit meiner
Schwester, Fraẅlein Dorothea Bathildiß, in das
gewölbe, in vnserm erbbegräbnüß, abermalß
gegangen, Mein Sohn Victor Amadis, vndt wenig
bedienten, wahren mitt. Es stehen numehr,
15 leichen vndt<in> ihre<n> Särgen, darinnen,
alß beyde meine Sehlige Elltern, 6 meiner
lieben kinder, (ein Töchterlein, vndt 5 Söhne)
5 meiner Schwestern[,] <1 bruder, Fürst Ernst Sehlig>, 1 freẅlein von Plötzkaw,
vndt an itzo <zum 16.>, kümbt mein Sohn Erdtmann Gideon Sehlig darzu.
Gott wolle unß, mit freẅden, im ewigen
himmlischen leben, wieder zusammen helffen!
Vndt in ewiger sehligkeit, vndt herrlich-
machung, (nach diesem Threnenthal) vereinigen!
Wir giengen hindten, durch vnsern Schloß-
gartten, darnach zum Thor hinauß, baldt
durch deß hofpredigers hoff, hin: vndt wieder,
in zimlichem Trüben, vndt Trawrigen Regenwetter.


Mein Bruder, Fürst Friedrich schreibet mir in landessachen,
vndt darneben deüttet er mir ahn, sein Söhnlein
wehre krangk, excusirt sich, im fall er nicht, invi-
tirter maßen, (wiewol ungerne) zurügkc bleiben müste.
et cetera

|| [[Handschrift: 86v]]


Ghiribizzj; contrastj! sopra prese, in cose, da poco!


Nulla Calamitas, sola est!4


Jch habe vielerley expedienda, zu expediren
bekommen. Gott! wolle helfen emergiren!


Diesen abendt,<Nachmittag,> hats gedonnert. perge


10 Schefel (Scheffel)schfl: haber, seindt heütte noch, in allhiesigen
breitten, geseet worden. Gott wolle es gesegenen.


Also seindt, diese Sahtzeitt v̈ber, in
allem, außgeseet worden, alhier, vndt zu Zeptzigk:
17 wispel, 6 Schefel (Scheffel)schfl: haber.
1 wispel Erbßen.
29 wispel 6 Schefel (Scheffel)schfl: 1 Viertel (Hohlmaß)v: gersten.


Gott wolle vnß alles heilsamlich, gesege-
nen, benedeyen, vndt <wol> genießen laßen!


Avis: von Münster vndt Osnabrück daß es noch vielerley
disputata gibet, wegen der abdangkung,
undt evacuation, zwischen den Kayserlichen
vndt Schwedischen Gesandten, vndt auch der Stände.
Siehet man also noch nicht, finem miseriarum.


Zwey Rindtorf, einer von Kropp, Ernst Röder,
vndt mein Raht, Jehna, so alle beschrieben worden,
haben sich diesen abendt, eingestellet.

|| [[Handschrift: 87r]]

Donnerstag den 10ten: May; 1649.

<2 hasen von Ballenstedt>


Es gibet zu thun, mit mancherley præparatoriis,
zu dem Trawrigen leichbegängnüß.


Wir müßen weinen, zum Brigk freẅet
man sich, auf der hochzeitt. Anno 1647
ist der hochberühmbte Heldt, Printz Heinrich
Friderich, von Uranien, auß dem haage nach
Delfft, stadtlich conduciret, vndt begraben
worden, welchem <conduct, außritt, vndt> gange mein hertzlieber
frommer Sohn Sehliger, (solenniter invitirter
maßen) auch damalß, mitt beigewohnet. Solche,
undt dergleichen Observationes, können nicht schaden. perge


Condolentz von Halgken, in guten terminis, entpfangen.


heütte frühe, ist ein schöner Regenbogen, gerade
über daß neẅe gebeẅde, alhier zu Bern-
burgk, stehende, gesehen worden. Jst ohne
zweifel, ein sonderbahres gnadenzeichen! weil
in selbigem gebeẅ, mein lieber frommer Sehliger
Sohn, verblichen, deßen Seele, alß ein Schöner
Sigelring in Gottes handt ruhet, vndt auf
Sein barmhertziges gnadenhertz gedrugkt ist.
Gott laße mirs auch, zum gnadenzeichen, dienen!
das er mich nicht mehr, also heftig, angreiffen,!
undt bekümmern wolle, (wie in<nach> der Sündfluht, Noah, geschehen!)

|| [[Handschrift: 87v]]


Ein Zerbst5, zwey legaten, Rittmeister Hagkeborn,
ein halgke6, 2 Bidersehe, Erlach, haben sich eingestellet,
vormittages, zeitlich, neben andern Officirern, Rähten,
undt bedienten. Gott gebe! daß alles doch, wol abgehe!


Oberste Werder, 3 Trohten, ein Schkele,
Gebhardt Pariß, Werder, seindt auch baldt kommen.


Jtem: Gibichenstain7, hofmeister Börstel, vndt
einen gantzen hauffen andere, biß in
die beyden vettern, von Plötzkaw8, seindt
mit ihren beyden Schwestern9, auch herkommen,
haben ihre liebe Elltern, wegen leibeß-
Schwachheit, endtschuldiget.


Mein bruder, Fürst Friederich, ist auch noch
ankommen. Jst also, das Fürstliche leichbegeng-
nüß wol vollbracht worden, Christlich,
vndt ehrlich. Man hat 2 bekleidete
pferde, vndt 2 Fahnen, meinem Sehligen Sohn,
vorgeführet. Ein vergüldeter degen,
vndt ein par Sporen, seindt auf den
Sargk, geleget worden. Die leiche,
ist von 14 vom Adeln, getragen worden.
Aulcüns l'ont fait de bon grè, d'aultres non!
Cependant; l'affection treshümble; est louable!

|| [[Handschrift: 88r]]


Nach vollbrachter leichpredigt, vndt solennite-
ten, ist es an ein scheiden gangen, undt die Plötz-
kawischen vettern, undt muhmen10, seindt wieder
verrayset, weil Sie artzney vndt aderlaße
gebrauchen, auch gegen Pfingsten, sich praepariren wollen.


Christian heinrich von Börstel, undt Augustus
Ernst von Erlach, nehmen a Dieu, in die Nieder-
lande, in ihren privatis, zu verraysen.
Gott gebe alles! waß heilsam ist!


Jch habe auf den Abendt, in meinem gemach
speisen laßen, vndt meinen bruder tractirt,
vnser Fürstliches Fraẅzimmer, wie auch meine
Söhne vndt der Oberste Werder, haben
mitgegeßen. et cetera Gott lob! daß alles wol verrichtet.

Freitag den 11ten: May; 1649.


Vnser lieber herrGott, hat unß auch gestern
die gnade gethan, vndt schönes helles wetter,
undt Sonnenschein, bey dem leichbegengnüß,
verliehen, da es dochzuvor trübe, vndt regen-
haftig gewesen, undt das Fürstliche Fraẅenzimmer,
(neben auch andern), sich sehr, des ganges, mit den
Schleyern, undt sonsten befahret. Jch observire viel
gutes, so Gott der herr Meinem Sohn Sehlig erzeiget, und ihn gnedig angesehen!
Jhm seye davor, lob, Ehr, undt Preiß, in ewigkeitt! Amen!

|| [[Handschrift: 88v]]


Mein bruder Fürst Friedrich ist wieder verrayset, nachm
Frühestügke, wie auch der oberste Werder, vndt es
hat allerley zu verreceßiren, vndt zu thun, gegeben.


Gott lob! daß alleß wol vollbracht ist!


J'ay donnè a entendre, au Colonel Werder,
mes dèsgousts, & dèsplaysirs. Il s'est
fort excüsè, & a protestè de sa treshümble
affection, & fidelitè! blasmant d'aultres!


Zweene condolentzschreiben, von Tecklemburgk
entpfangen. perge


Die meisten Edelleütte, seindt heütte, verrayset,
die Rindtorff, vndt Kropp, seindt heütte auch
nach der malzeitt, hinweg gezogen, bey
welcher dann die Rähte gleichßfalß extra verblieben.


Gestern, (in dem wir in der kirche gewesen,) ist Mir
der schöne hengstfohlen, das Füxlein, so ich vom
großen Fuchß, vndt von der hanoverischen Sattel-
stuhte bekommen, im stall vmbgefallen, vndt
verregket. Jst ein unglügk! Es mag
daß netze im leibe zerrißen haben, weil
es freẅdig gewesen, und gesprungen. habe
ich also wenig glück, zur Pferdezuchtt!


Mein Raht Jehna, hat diesen abendt,
seinen vndterthänig(st)en abschied genommen.

|| [[Handschrift: 89r]]

Samstag den 12ten: May: 1649.


Secretarius Paulus Ludwig, ist bey mir gewesen, aller-
ley expedienda vndterthenig vorzutragen. Er wil
auch krangk werden. Gott bewahre mir, den Treẅen
diehner!


Condolentzantworth, vom Hertzogk Friederich
von Norburg bekommen, in höflichen terminis.


heütte bin ich zum ersten mahl, mit meiner freundlichen
herzlieb(st)en gemahlin Liebden nach vnsers sehligen frommen Sohnes,
Todt, in gartten gegangen, vndt haben die
schönen Tulipahnen, veilgken, undt andere
blümlein consideriret, theilß: wie sie schön
aufwachßen, theils auch, wie Sie verwelgkt,
vndt vergangen sein, wie auch ihrer etzliche,
sampt den baẅmlein, der neẅlichste hagel,
(so am Montage darein geschlagen) großen schaden
zugefüget. Est vicissitudo; rerum humanarum!11
Ergo: Memento morj!
Da Pater; augustam, Mentj conscendere sedem,
Da Fontem lustrare bonj; Da luce reperta,
Jn te conspicuos, animj defigere sensus.12


Schwester Dorothea Bathilids, ist heütte in die vorbereittungs-
predigt gezogen, weil Sie morgen (gebe gott) zu communiciren
gewillet. et cetera

|| [[Handschrift: 89v]]


Ernst Emanuel von Lampe ist diese Tage,
zum page, angenommen worden, von Meiner freundlichen herzlieb(st)en ge-
mahlin Liebden. Gott gebe! daß er wol gerahte!


Legj hodie, in Platina: de Vitis Pontificum
nequaquam, a suspicione datj venenj, alienum
esse, cum dysenteria periisse hominem, (scilicet
Victorem iii) scriptor Vincentius dicat, inde;
quod in dysentheriam, veneno petitj, interdum
vertuntur, correptis, & labefactatis intestinis.
Hoc annotare voluj, (certa quadam ex causa.)


Gott der hertzen kündiger wolle durch seine
Allmacht, vndt weißheit, unß zu guhte, alle
vorsetzliche beharrliche Mißethäter offenbahr
machen! undt exemplarisch bestraffen!


Amen! eja Domine Jesu! Amen! Amen!

Sonntag den 13den: May; 1649. Pfingsten.


Er Benjamin Gigelßberger, hat auf unserm Sahl
geprediget, weil wir allerseitß aufm Schloße
diesen feyertag halten wollen, außer Schwester
Dorothea Bathildis, welche in die kirche, zur
predigt, undt communion, gezogen.


Nachmittags, haben wir alle conjunctim
predigt gehöret, eben vom herrn Benjamin, <aufm Sahl.>

|| [[Handschrift: 90r]]


Ach Gott! hilf zur beßerung,! gnade! undt gedeyen!


Discorsj, co'l Simon Heinrich Schweichhausen[,] item: mit Ern Benjamin.
et cetera


Schreiben von Bareüth, vndt der Schwester hertzoginn[.]


Die avisen geben: daß Ypere in Flandern,
in agone! seye! Daß die holländer in Brasilien, geschlagen.


Daß die Engelländer, ihre violentzen, continuj-
ren, hingegen aber, der König, den Schotten, nicht
Trawe, vndt die Jrrländer, factiones machen.


Zu Paris, seye zwar frjede, iedoch mißtraẅisch.


Chur Pfaltz, rayset von Cleve nach Caßel.
Zu Freybergk in Meißen, ist die Stadt-
maẅer eingefallen, auf 64 ellen.


Zu Riga, hat das hohe waßer, 400 men-
schen ersaüft, schiffe versengkt, vndt
aufm lande, auch schaden gethan.


Der Moßkowiter rügket an die Schw-
dische gräntzen.


Die Cosagken trotzen auf Türck: vndt Tar-
tarische macht, correspondiren, mit Ragozzj.


Jn Vngarn, regen sich die Türgken auch in confinibus.


Zu Rom ist Theẅrung, undt dissidia cum Duce Parmensj.


Zu Napolj regen sich die malcontenten wiederumb.


Zu Nürnberg sehen aller augen, auf selbige tractaten.

|| [[Handschrift: 90v]]


Er Benjamin, hat abermalß eine schöne
predigt, auf unserm Sahl gethan, vndt
den Text: Johann 3. Also hat Gott, die
weltt geliebet13 perge erudite außgeleget! perge
Gott laße sein wortt, nicht leer außgehen!


Extra zu Mittage, ist bey mir gewesen, conver-
sando, vndt dann bey den Junckern zur
mahlzeitt, Doctor Mechovius, undt Er Benjamin Gigelßperger.


Nachmittags ist Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin, nach
Plötzkaw gezogen <eine Visite zu thun>, mit Schwester Bathilde, vndt gegen
abendt, ist Sie wieder anhero, gekommen.


Jch bin mit meinen Söhnen, vndt theilß
Töchtern, zur kirchen gefahren. perge

Dienstag den 15. May; 1649.


Avis de ma compaigne; qu'elle apperçoit dere-
chef des croix-noires, sür son linge blanc,
düquel signe, elle se prefigüre derechef, des
mortalitèz de ses enfans, ce que Dieu
vueille benignement divertir, par sa bontè jmmense!


Der Große Kersten, leßet heütte sejn
erstes kindt taüffen, ein Töchterlein. hat meine
freundliche herzlieb(st)e gemahlin, principaliter, zu gevattern, gebehten.

|| [[Handschrift: 91r]]


Gott gebe ihm glügk! undt Segen darzu!


C H ist von Hamburg wiederkommen, undt hat briefe
mitgebracht, von Ern Mylio, vom Albrecht Schultze,
vom Christian Rantzau gar höflich, vom Libert Wolters, (buonj.)
Gott lob! daß dieser Mensch, auch wol paßiret!
Er wolle mir ferner, mit gnaden, helffen! perge


Condolentzen, werden mir von allen orthen,
mitgetheilet. Gott verdangke es ihnen!

Mittwoch den 16den: May: 1649.


Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin, ist nach der mahlzeitt,
gen Ballenstedt, verrayset, mit den Elltisten
beyden Töchtern. Gott gebe! Zu glügk! vndt succeß!


Röder, Rindtorff, vndt Steffegk; seindt auch mitt.
Wie auch, Jungfraw, Eleonora Eljsabeth, von Ditten. perge
avec les autres serviteurs & servantes, dela suitte;
Dieu les vueille conduyre! & reconduire heüreüsement!


Nachmittag, bin ich, ein wenig, in gartten, gegangen,
die biehnenstögke, vergehen, (indigetiren unglügk,)
viel schöne blumen vergehen auch. Sic floremus!
Jch war auch im kleinen weinberg. perge

Donnerstag den 17den: May; 1649.


Am heüttigen PostTage, habe ich mich, mit
schreiben bestellung bemühet, nacher Wien, Berlin,
Halle, Leiptzigk, etcetera


Oeconomica tractirt, mit Reichardt, vndt Schwartzenberger[.]

|| [[Handschrift: 91v]]


Conversatio, mit Meiner Schwester Bathilde.


Pourmenade, in schönem wetter.

Freitag den 18den: May; 1649.


Discorsj. Varie lezzionj! disturbj!


hofmeister Einsideln, hofmeister Schwechhausen,
Schwartzenbergern, Reichardten, allerley
befohlen, undt aufgetragen.


Je ne peux cesser! de plaindre, jour
& nuict, mon bon fils! Le bon Dieu; se
vueille contenter, de ceste victime! voire
de ce coup inesperè! a moy, füneste, & la-
mentable! & me consoler gracieüsement!


Der Maior Stoltzenbergk ist von Zerbst,
zimlich stargk, herüber kommen. Wil
geldt holen, vor seine völgker, da man
es ihme doch, noch nicht versaget hat,
wenn ers mit wenigern unkosten, in sein
quartier, hette abholen laßen. et cetera


A spasso, nel giardino, con Madamigella
mîa sorella, da wir den Stoltzenbergk, wieder
haben sehen übergehen, Er ist aber, an der gerichts-
breitte meinen Söhnen, so mit mejnen Töchtern, || [[Handschrift: 92r]]
nacher Palbergk spatziret <gewesen>, begegnet, vndt ist
mit 10 pferden, durch meinen rogken, vndt haber
geritten, vndt hat so nahe, vor meiner resi-
dentz, ohne discretion gehetzt, vndt im getrey-
dich, großen schaden gethan, auch 2 hasen, weg-
gefangen. Il se faut laisser gourmander, de
ces lourdaux, que c'Est, üne pitiè! Dieu
nous vueille ünefois, delivrer, de ceste ge-
neration des gens! Ils nous affrontent,
& endommagent! Fürst hanß, sol ihm haben, im
spiel 1400 Thaler, abgewonnen, welches
den erbaren Stoltzen herren, noch schmertzen mag.
Seine Fraw, ist auch gar stattlich
aufgezogen, vndt in einer carretta, mit
6 pferden, gefahren.


Schreiben, von Ballenstedt aldar Sie tractiren.
mit Hans Ernst Börstel vndt dem Pachtmann von hoim.
Gott gebe sehligen succeß!


Ein Gesandter, vom Fürst Ragozzj; ist bey
Meinem Bruder, Fürst Friedrich gewesen, nescio; quare?
mit creditifuen, undt gehet auch zu Chur Brandenburg[.]


Vriel von Eiche, ist im Stollberg gestorben,
Gott genade ihm! Sj sa probitè & fidelitè
eüst estè aussy grande, que son erüdition &
bonnes qualitèz l'estoyent, on l'eust iügè parfait!

|| [[Handschrift: 92v]]


Meine leütte zu Ballenstedt beschwehren
sich, daß frembde vndt Nachtbarn aldar,
die hasen, so dünne gemacht haben,
daß Sie einen gantzen Tag, kawm
einen sehen, vndt hetzen können.

Samstag den 19den: May; 1649.


Die Fuhrleütte von Leitpzigk, plagen,
undt peinigen mich, wegen erlaßung
des Fehrgeldes, wollen sonst nicht wieder
kommen. Jch finde überall, abgang.


Man höret von erschregklichen Mör-
derischen Thaten, vndt losen händeln, der ab-
gedangkten parthien. Gott steẅre ihnen!


Die Erfurdter avisen bringen:


Daß zu Nürnbergk solle vollends, abgehandelt
werden, waß zu Münster vndt Osnabrück nicht geschloßen,
oder der krieg, auf allen fall, continuiren.


Zu Regenspurgk, sol gegen Michaelis,
ein ReichsTag gehalten werden, worzu
man zu Wien, præparatoria machet.


Der Türgke continuiret an den vngrischen
gräntzen, schaden, vndt einfälle zu Thun,
Man besorget einen krieg, so wol in Vngarn || [[Handschrift: 93r]]
als in Dalmatia, alda er Sebenico belägert,
vndt mit 400000 Mann, die Christenheit
gedengkt zu v̈berziehen, ohne die außrüst-
stungen zu waßer, alda die Venezianer die
Schlößer Dardanellj, am Hellesponto, besetzt
haben, vndt dadurch große Theẅrung, zu
Constantinopel vervhrsachen. Gott be-
wahre die Seinigen!


Der LandTag zu Preßburgk, continujret noch.


Der Cosagken General Chmielinsky, hat
sich etwan zurügkd gezogen, weil er
Mangel an proviant hat, theilß seiner
Officirer rebellisch sein sollen, (darundter
er einen Obersten, Tapicha, niedersebeln
laßen) vndt die pest, gewaltig, vndter
ihnen, grassiret, also daß auch, der Tartern
General Tochabey, daran gestorben,
nebst vielen andern. Gleichwol trawen
ihnen die Polen nicht, weil der Türckische
Kayser, mitt im Spiel ist, vndt den Tartarn
großen Cham[!], animiret zum kriege.


Der Große Fürst in der Moßkaw,
sol auch 12000 Mann, an die Schwedische
gräntzen, geschickt haben.

|| [[Handschrift: 93v]]


Gleichwol gehet auch von ihme, ein vornehmer
herr, in Ambassade nach Stogkholm, derselbe
sol deützsche Obersten, undt Officirer, mit sich
führen.


Es continuirt, das zu Riga in Liflandt,
das gewäßer sich grawsam ergoßen, vndt
erschregklichen schaden solle gethan haben.


Zu Rom sollen viel leütte verhungern.


Die Italiänischen Fürsten, machen eine
liga wieder Frangkreich.


Die Neapolitanischen malcontenten
suchen aufs neẅe, secours vndt assistentz,
bey Frangkreich, stärgken sich sehr,
biß in die 24000 zu roß, vndt fuß,
(darundter vornehme herren, vndt Ritters-
leütte sein sollen) wo nichts erfolgt, dörften
Sie dem Türgken, auß desperation, daß
landt öffnen! Ach Gott! seye vnß gnedig!
vndt komb, mit deiner gnadenhülffe
baldt! Wie höret man doch nur,? von graw-
sahmen, schregklichen dingen, vndt verenderungen!


Fürst Ragozzj sol mit dem Fürsten
Wiesonewetzky, undt dem Chmielnicky cor- || [[Handschrift: 94r]]
respondiren.


Jn Frangkreich, gibt man den malcontenten
satisfaction, gleichwol, währet der aufstandt
zu Bordeaux, noch.


Es continuiret daß Ypre in Flandern
undt Saint Venant, vom Ertzhertzogk occupiret
seyen.


Jtem: daß im haag, der neẅen Engelländischen
Regierung gesandter, So mit den Staaden,
negociiren wollen, von 6 vermummten
armirten personen, (deren noch 20 dergleichen,
außwarts vorm losament, aufgewartett)
an seiner Tafel, erstochen, vndt 2 seiner
diehner, ermordet<verwundet> worden seyen!


Jn Engellandt, rüstet man sich gewal-
tig, contra Jrrlandt, (welches mit 40 schiffen,
denen von Londen vndt andern, großen schaden thut)[.]


Schottlandt, trabet in zweene hauffen, stehet
im zweifel, ob es einen könig haben? oder
ob sichs frey machen will?


Die handlung, zwischen dem Graven von Olden-
bourgk, vndt der Stadt Brehmen, sol sich zer-
schlagen haben, wegen der Zollsache.

|| [[Handschrift: 94v]]


Der CammerRaht, Doctor Mechovius, ist bey Mir gewesen,
undt hat mir vorgetragen, allerley expedienda.


Nachmittags, alß ich, an nichts arges gedacht,
vndt in meinen büchern, gelesen, ist ein Tumultt
undt lermen worden, in dem ein Trompetter,
vndt noch ein Reütter, mit gewaltt, herein
inß Schloß, gewoltt, der Mußcketirer
Girßbegk aber, mit ihm, deßentwegen, (weil
er sich unnütz gemacht, vndt sich nicht an-
melden wollen) expostulirt, endtlich mit flegeln
den andern geschlagen, darüber die andern,
nach vielen exprobrationen, außgerißen,
denen Girßbegk nachgelauffen, neben andern
hofdiehnern, vndt bürgern (wiewol die
meisten bürger, nach Magdeburgk, hinweg sein)
da haben Sie Feẅer aufeinander gegeben,
vndt Girßbegk, ist durch die rechte
handt, verwundet worden. Jch habe
ihnen nachgeschigkt, ob sie zu ertappen?


Bin darnach selber, selbiges weges, biß
an die Fuhne, spatziren gegangen, ihnen
nachzusehen, vndt Mein getreydig zu besehen.

|| [[Handschrift: 95r]]

Sonntag den 20ten: May: 1649. Festum Trinitatis.


Jn die kirche, mit meinen kindern, vndt mit
Schwester Bathildiß.


Extra zu Mittage, Doctor Mechovius, Doctor
Brandt, Georg Reichardt, Schwartzenberger.


Relationes, von Münster vndt Osnabrück da die
restitutiones vndt executiones deß friedens-
schlußes nicht effectujret werden wollen.
Nunnen, Mönche, pfaffen, Jesuiter,
bischoffe, auch theilß Politicj weigern
sich, fast in allen krayßen, vndt
werden gesteift, von Anonymis. Jn der
pfaltz suchen so wol Papisten alß Lutheraner ihre vortheil.
Gott erbarme sich, seiner rechtgläubigen!


Nachmittags wieder in die kirche, con la sorella,
e glj duoj figliuolj, e due figliuole. etcetera etcetera


Ce soir, i'ay expediè, üne depesche impor-
tante, par Simon Heinrich Schweichhausen[.] Dieu la vueille fortüner!


Jch habe auch den abendt, nacher Cöhten,
schreiben laßen, wegen des gestrigen handelß,
ob etwan dannenhero, zu erlangen?

|| [[Handschrift: 95v]]

Montag den 21ten: May; 1649.


Er Jonius, der hofcaplan, ist bey mir, gewesen.
Klaget daß ihm der neẅlichste hagel
in die 70 Thaler schaden, gethan, 16 morgen
getreydigs über der Fuhne, in den Dröb-
lischen feldern vernichtiget, auch den
armen pawren, welche wieder in das
elende dörflein gezogen, undt ange-
bawet, alles verderbet. Also kömbt er
in doppelten schaden, (alß ein ohne daß,
sieder anno 1644 hero totaliter ruinirter
Mann) 1. wegen seines schadens obgedacht,
2. wegen der vndterthanen, die ihme nichts zu
geben, vermögen, ob er wol ihr pfarrer
zu Dröble auch ist.


Dem pfarrer zu Waldaw, seindt über der
Sahle 24 morgen getreydigs, durch den
hagel verderbet. Diese des Jonij 16 morgen
aber, seindt wol so groß, alß: die 24 <des> Margravij.
Gott erbarme sich! aller Nohtleidenden!
Vndt ersetze gnediglich! undt väterlich! alles
unglügk! undt verderben! Amen! Amen!


heütte ist der hofmeister Schwechhausen forth,
nacher Leipzig undt Dresden. Jch habe Hans Friedrich Eckhardt mitgeschickt || [[Handschrift: 96r]]
ihme an handen zu gehen, vndt aufzuwartten.
Gott gebe glück! Segen! undt succeß!


Der Maior Stoltzenberg, ist zu mir kommen,
hat mit mir, mahlzeitt gehalten, undt ist von
gutem discours, vndt gespräch gewesen.
Darnach, ist er wieder forthgezogen. Seine
Fraw, ist eine von Wartemßleben.


Fürst Ludwig schreibt an Mich, undt jntercedirt
vor den Trompter, undt Constabel, welche
in dem arrest, zu Cöhten noch sejn, vmb alhiesiges,
vorgegangenen handelß willen. Sie sollen
in des Hertzogs von Hanover, diensten sejn.


Der Raht zu Egeln, darf mich bedroẅen, vmb
einer particularschuldt willen, eins, ihrer
mittbürger, repreßalien, gegen die hoimischen
Amptßundtherthanen, vorzunehmen, weil der
pachtmann, so doch ein frembder von Quedlin-
burgk ist, ihme etwaß schuldig, im fall
man ihn nicht baldt zur zahlung, anheldt.
Solche præjudicia, wolten unerhört sein!


Jch habe schreiben, vom hertzogk, vndt Her-
tzoginn, auß Curlandt, condolendo entpfangen,
ob ichs ihnen schon nicht, zugeschrieben?

|| [[Handschrift: 96v]]


Die avisen geben:


Daß die Tractaten zu Nürnberg, sich verlängern,
undt mit gewaltiger pompe, angefangen worden.


Daß auf Michaelis (gebe gott) solle ein ReichßTag, zu
Regenspurgk werden. Man macht darauf zu
Wien, schon præparatoria.


Der Kayser sol von Preßburgk baldt wieder-
kommen. Wil den Ungarn frieden schaffen,
undt keine neẅe gravamina mehr annehmen,
ob sich gleichwol die Bischoffe, vndt der Clerus oponjren!


Von Münster, wirdt alles nacher Nürnberg remittiret.


Jm haag wirdt der vermummeten MordThat,
wieder den Londischen Abgeordneten, Dorißlaer
confirmiret. Er sol ein Doctor iuris sein, vndt
mag den König haben helfen verurtheilen. perge


Ypere, vndt Saint Venant, seindt über.


Jn Frangkreich continujret die rebellion zu
Bourdeaux. Die andern, seindt so zimlich, gestillet.


Die holländer seindt in Brasilien geschlagen
worden, durch einen Portughesischen hinderhalt,
also daß v̈ber die 1000 Mann, vndt viel
Officirer ihnen gelieben, hinder dem Reciff.


Ein heidnischer König von Goa, sol sich, mit
vielen Edlen, zum Christlichen glauben, bekehrt haben.

|| [[Handschrift: 97r]]


Die Jrrländer, verlangen noch, nach dem iungen
Könige Carolo 2 welchem die Schotten zu obediren,
numehr, (da Sie keine satisfaction von ihm zu haben,
vermeinen) bedengken tragen. Die Engelländische
neẅe regierung, verwirft alles Königische,
hat auch denen, bey sich habenden, Königlichen Kindern,
alß einem Fraẅlein, Madame Elizabeth genandt,
vndt einem herrlein, dem Düc de Glochester, gebotten
in die Grafschaft Rudlandt zu ziehen, vndt ihnen
den Graven von Haringhton, neben 3000 Pfund (libra)℔:
Sterlinß, iährlichen vndterhalts, in vormundschaft,
zugeordnet. Das Königliche Fraẅlein, hat flehent-
lich gebehten, das es doch zur Princesse Royalle,
ihrer Schwester, in haag, ziehen dörfte, das neẅe
Parlament zu Londen aber, hat es ihr, platt ab-
geschlagen. Theilß Obersten, haben vmb ihr leben
spielen müßen, da dann ein Oberster Poyer, ehe
er arquebuziret worden, eine schöne rede, an daß
volgk gethan, von der vnbeständigkeit des
Menschlichen glügks, undt wie man allezeit, zum
Tode gefast sein sollte? Andere Officirer, haben
müßen drümb spiehlen, wer in Jrrlandt gehen? undt
sich daselbst, herumb schmeißen sollte? da hats meütj-
nationes gegeben, welche doch gestillet worden.

|| [[Handschrift: 97v]]


Printz Ruprecht, tummelt sich noch, im waßerkriege.


Zu Rom, sollen viel leütte, hungers sterben, in die
200 wochentlich. Der pabst, leßet zwar,
ihrer viel speisen, kan aber nicht zukommen.
Die Liga der Italienischen Fürsten, contra Frangkreich
contjnuiret. hingegen armirt auch Frankreich zu
waßer, vndt lande, wieder sie, gewaltig.
Zu Napolj continuirt der neẅe stargke auf-
standt im gantzen Königreich, undt daß
Sie hülfe, vom Frantzosen, oder Türgken verlangen.


Es continuirt auch, die gewaltige auß-
rüstung, eines Theilß der Türgken, anderß
Theilß, der Cosagken, wieder die Christenheitt.


Zu Rom, ist der Portughesische Legat solenniter an-
genommen worden, vom Pabst.


Der Moßkowiter, hat 12000 Mann, an die
Schwedische gräntzen, geschigkt.


Die inundationes zu Riga, continuiren, jtem
hitzige, anfällige Seüchen, undt maligniteten,
sollen regieren, in Littawen, Preüßen, Liflandt<Pohlen.>


Die Jesuiter zu Prag, halten panckeet den
Schwedischen Generallen, vndt Obersten, wie
auch die Kayserlichen undt Schwedischen Generallen einander thun.

|| [[Handschrift: 98r]]


Es befinden sich vielerley Fürsten, in ihren ange-
legenheitten zu Nürnbergk, vom hause Pfaltz,
Wirtembergk, heßen, Baden, wie auch von
Anspach, Bareüth, holstein, Meckelnburgk. et cetera


Die Pegnitz, hat sich daselbst, vom regen, er-
goßen, vndt jnn: vndt vmb die Stadt, mächtigen
schaden gethan, welches etzliche, vor ein böß ohmen halten.


Der König in Vngern vndt Böhmen, Ferdinandus IV.
wil mit Seiner Königlich Schwester brautt, persöhn-
lich nach Madrill. Der Raht in Castiglia aber,
wil solches nicht permittiren, also; wirdt die
forthrayse, von Trent auß, noch suspendirt.


Der Düc d'Espernon sol mit 8000 Mann, vom
Parlament zu Bourdeaux; geschlagen sein.

Dienstag den 22. May; 1649.


Abermalß verwirrungen[,] lamentationes, undt
supplicationes, von Paderborn wegen des bier-
schancks, so man von dannen nacher hoym zwingen
will, vndt Sie sich sehr darüber graviren,
wie auch die Reinstedter gethan. Gott helfe doch
auß allem Labyrinth, undt laße die præcipi-
tantzen, so die muliebria jmperia verahnlaßen,
auch bißweilen, sub: & obreptitie außwirgken, nicht
allzuhoch steigen, vndt gewaltt abutiren!

|| [[Handschrift: 98v]]


Jch bin in gartten, vndt Forwergk gegangen,
nach allerley haußhaltungssachen, zu fragen.


Der hagel, vndt die Nachtfröste, haben den
baẅmen, vndt bluhmen großen schaden gethan.


Von 102 bienenStögken, seindt nur noch,
30 stögke übrig.


Die iungen fohlen, seindt dahin, biß vf eines.


Mit dem vieh <große, vndt kleinen> gibts auch gravamina.


Jn summa: glügk! vndt unglügk! findet sich überall.


Quia; Bona huius vitæ, sunt caduca, & transitoria!


Der Secretarius Paulus Ludwig, ist von Ballenstedt,
(plein de catharres) wiederkommen, hat mir ein
schreiben de Madame mitgebracht, undt mancherley
referiret.

Mittwoch den 23ten: May; 1649.


Graf Kinßky, der Oberste, (welcher gestern
abendt alhier in der Stadt, gelegen) hat sich endt-
schuldigen laßen, daß er mir nicht zugesprochen,
er hette zu eilen, undt hette stargke gesell-
schaft, bey sich. Wolte sehen, das er im
rügkwege, mir zusprechen köndte! heütte
frühe, ist er forth, auf die Leiptziger Meße.

|| [[Handschrift: 99r]]


Jn die kirche, undt wochenpredigt, cum sorore & liberis.


Avis von Herwaerden, wegen einer Neẅen Aeptißjnn
weil die vorige (ein Freẅlein von Delmenhorst)
ihrer leiblichen Schwester Mann, hertzogk Augus-
tum von Hollstein, (filium fratris uxoris meæ!)
nehmen will. Le bon Dieu! ne nous pünisse en son ire!
Jl semble qu'Aulcüns visent, sür la personne
de ma seur puisnèe Dorothea Bathilde. Dieu luy donne bonheür.


Extra: Zu Mittage: Doctor Mechovius, undt noirmont. <Wie auch die Rindtorffin.>


Avis von Münster: daß man noch aldar, wegen
der reduction, vndt evacuation, difficulteten macht.


Der pfaltzgrave Generalissimus weiset unß
den Obrist leutnant Engeln an, deme sollen wir,
2100 ReichsthalerRthlr: von satisfactionsgeldern erlegen,
wir wollen aber ungerne, die 100000 ThalerThlr:
satisfactiongelder, dißmembriren laßen!


Jch habe gar ein feines Trostbrieflein, (auf
eine eigene arth,) vom Doctor Lentz entpfangen.
Gott tröste Mich! Rien ne m'afflige tant;
que la sollicitüde, d'avoir abbandonnè, feü mon
bon fils, de bonne memojre, & de n'avoir assèz,
eü soing de luy, comme mon devoir paternel, &
grande affection, á ce cher fils, le requerroit!

|| [[Handschrift: 99v]]


Condolentz von Oldenburgk, entpfangen.


J'ay oubliè d'èscrire ce mattin, que je songeay,
Nota Bene que Mala Herba, auroit estè, a Quedlinburg
& l'abbesse (defüncte,) luy auroit dit, en
l'Eglise, á l'oreille, qu'elle devroit mettre
Nota Bene de l'Arsenic, et de l'Antimoine, parmy
üne medecine, que ie devrois prendre, avec
mon fils Victor Amadis, quand nous au-
Nota Benerions avallè cela, les mousches Calviniennes,
nous passeroyent. J'aurois entendü cela,
(ayant l'ouie Dieumercy; fort bonne)
sans faire semblant de rien, & estans
sorty dü Temple de la dite Abbaye, ie vis
Nota Bene preparer de Mala Herba ceste medecine, &
prenant exactement garde, á tout,
Nota Bene ie vis aussy cest Arsenicq. Estans
donc les mèslanges finies, comme ie de-
vois avaller le tout, sans m'en pouvoir
Nota Bene excüser, & pensant desja secrettement,
aux Antidotes, et á la pouldre de serpent,
<& à l'Huile de Florence> en ces entrefaites, je m'èsveillay!


N'a gueres aussy, ie songeay, d'üne estrange
conversation, avec le Grand Chambellan; Borgisdorff.

|| [[Handschrift: 100r]]

Donnerstag den 24ten: May; 1649.


Briefe von Ballenstedt. A spasso auf meine felder.


Avis von Caspar Pfau daß Chur Pfaltz von Cleve
auf Caßel, gegangen, vndt daß es mit
Frangkenthal schwehr hergehe,
weil die Spannier, nicht evacujren
wollen, ob schon die Kayserlichen es begehren.


Die Kayserlichen haben den 1.[,] 15. vndt letzten
Junij zur abdangkung, vorgeschlagen.


Avis von Erffurt daß zu Prag, vndt in Böhmen,
die pest sehr überhandt nimpt, also daß auch die
Soldaten, sehr hinweg sterben, General Witten-
berg, jst in daß Carlßbad gezogen. Viel
flehen hinweg, von Prag. Der Kayser, vndt
Chur Bayern, reducjren, undt dangken ab.


Zu Nürnberg, gehet es zwar hart her.
Complimenten geschehen alda vollauff.


Jn Franckreich, gibt es noch uneinigkeitt.
Jn Engellandt continujrt, die hartnägkigkeit.
Jn Schweden, ist eine wichtige impresa vor, zu waßer.
Die Königßmarckischen völcker, streiffen, in holstein,
darumb, der hertzogk14, vndt die Städte werben.
General Wittenberg, ist eilends citirt, ausm bade.
etcetera

|| [[Handschrift: 100v]]

Freitag den 26ten: May; 1649.


J'ay songè, ce mattin, d'avoir ouy prescher
ün sermon, dans üne chambre. Apres cela
nous eüssions voulü manger. Et comme
i'eüsse regardè a costè, j'eusse veü, ün
cadaver sür üne table. Croyant au com-
mencement, que c'estoit le corps, de feü
mon bon fils, Erdmann, ie n'en fis
gueres semblant, de m'en èsbahir. Et
pensant me laver, le maistre d'hostel Ein-
sidel <mon Conseiller> me voulant jetter la serviette,
ie m'accrochay plüsieurs fois, avec la
manche gauche, en sorte que les bouttons
s'ouvrirent, & la manche dèscouvrit le
bras, dont i'eüs honte, devant les Dames.
Jl me pria, de bien contempler en arriere
ce qu'il y avoit sür la dite table. Je
vis donc, que le grand cadaver estoit
devenü comme èsvanouy, & qu'il y avoit
üne femme & ün enfant, comme assis & comme
peint ensemble, mais tout cela estoit mort, || [[Handschrift: 101r]]
quoy qu'en habits mouchetèz, & il y avoit
des fleürs & des boucquets auprès. On m'aver-
tit que tous deux m'appartenoyent, la femme & l'en-
fant. La petitesse & coiffüre de l'enfant, comme on
revestit tous petits enfans, ne me permit de distin-
guer, si c'estoit ün de mes fils, ou üne de mes filles,
dont Dieu nous vueille benignement contregarder
de l'ün & de l'autre malheür! Regardant donc
attentivement cela, ie m'en estonnay, en espe-
rance neantmoins, de les voir tous deux, se
reprendre, & rèsveiller, & de les voir en vie,
puis qu'ils estoyent ainsy assis, <quoy que> blèsmes
& pasles, comme ün mort mais demeurans
trespassèz ie m'esviellay, en ceste frayeür.


Oberlender, ist mit dem avisenbohten, forth
nacher Leiptzigk. Gott wolle ihn sicher, hin:
vndt her, geleitten! Vndt mir succeß beschehren!


J'ay èscrit a Madame, á Ballenstedt. perge


Paulum Secretarium habe ich, bey Mir, gehabt, expedj-
enda zu expediren.


A spasso, in gartten, mit Schwester Dorothea Bathildis


Meine freundliche herzliebste Gemahlin ist diesen abendt von Ballen-
stedt, (Gott lob) glügklich wiederkommen.

|| [[Handschrift: 101v]]


Gestern, ist ein Major, vom General Axel Lillie,
alhier gewesen, mit 20 dragoner, welcher
treflich dieser Stadt, gedroẅet, vmb etzlicher
trunckenen leütte, harten reden willen,
hat auch den Stadtschreiber15, mit dem degen
verfolget.


Avis von Cöhten, daß der Schwedische Obrist leutnant Engel
aldar ankommen, mit 40 handtroßen,
vom Pfaltzgraven Generalissimo vndt
300 pferden zur convoy. Er hat anweisung,
auf 2100 ReichsthalerRthlr: von satisfactiongeldern
Wil man Sie ihm geben, wol guht, so wil
er Morgen (gebe gott) fortmarchiren. Wo nicht,
so wil er liegen bleiben im lande, (mit be-
schwehrung) vndt anderer ordre, sich erholen.


Die andern herren, concediren es, gegen genung-
sahme quittung, undt Schadloßhaltung. Ergo:
werde ichs auch willigen, müßen, zumahl,
da ChurSaxen, wegen verweigerung der
100000 ReichsthalerRthlr: in abschlag der satsifactiongelder, v̈bel
angesehen, vndt sein landt, migenommen wirdt.

|| [[Handschrift: 102r]]


Zu Nürnbergk sol ratione restiutionis, & evacuationis,
alles, zwischen den Kayserlichen undt Schwedischen richtig sein.


12 schiffe marchiren die Elbe herundter, mit den
Schwedischen Stügken, undt munition, so den Schweden,
überlaßen worden, fahren also auch, durch daß An-
haltische, inmaßen ChurSaxen, unß auch, solche
forthschaffung, intimjret. Wegen Frangkenthal
mag es noch difficulteten, geben. Gott gebe perfection!


Jn Schwester Freẅlein Dorothea Bathildis,
ihrer Herfordtischen sache, ist auch gutachten,
von Cöhten, undt Plötzkaw, neben dienlichen
recommendationen, an den Churfürsten von Bran-
denburg[,] an graf Moritzen, zu Naßaw, undt
an den graven von Wittgenstain, einkommen,
so ich auch mitt vollnzogen. Gott verleyhe,
den erwüntzschten effect! Vndt meiner
Schwester, die erledigte Eptißinstelle,
langes leben! vndt glügksehlige zeitten!
auch das nicht andere sich etwan inß
Nest, setzen, vndt ihr vorfischen mögen!
Darneben, auch zu besorgen, man werde
ihr gewißen etwan, mit Schwehren condi-
tionibus graviren wollen, welches Gott, in gnaden, verhüte!

|| [[Handschrift: 102v]]


Avis von Ballenstedt, daß der Alte wolverdiente
Diaconus daselbst, Er Christophorus Janus diesen
Morgen, (nach deme er am verschienenen Sontage,
seine predigt, noch verrichtet, vndt kawm
zwey Tage, auch nicht recht, bettlägerig
gewesen) im herren, sehliglich endtschlafen:
Gott der Allerhöchste, wolle diesem
exemplarischen Mann, in der erden, eine
Sanfte ruhe, undt an iehnem großen
Tage, eine fröhliche aufferstehung, verleyhen!
auch diese erledigte Stelle, mit meinem
Gottsgelehrten, vndt der sein leben, so
exemplariter, gleich wie der Sehlige herr Dia-
conus gethan, führen möchte, wieder ersetzen!
Er ist im anfang der Reformation, inß
Fürstenthumb<predigampt> kommen, vndt hat sein
Talent, wol angewendet, auch ein
großes erlitten, mit schlägen, Schwedischen
Trüngken, vndt ungemach von den Soldaten,
ob er schon ein recht frommer Mann gewesen,
vndt Sein gebeht, ohne zweifel, unß viel gefruchtett.
Sonst war er im predigen, gar popular!

|| [[Handschrift: 103r]]


Avis: von Hoym, daß der pachtmann seinem
versprechen zuwidere, lose händel anfänget,
wieder den haüptmann hanß Ernst von Börstel,
undt nicht abweichen will. Jch laße ihm
schreiben per conciliarios, die extrema zu meyden. perge


Avis auß Dresen[!], daß sich schregkliche
omina, vor den sepulturen zu Freybergk
zugetragen. Deus avertat! mala jnfortunia!


Jn die kirche, conjunctim, cum uxore, sorore, & sorore & liberis.


Extra: Zu Mittage, Tobias Steffeck von Kolodey mit Doctor Mechovio.
perge


Nachmittags, wieder in die kirche, cum sorore & liberis.


Avis: von Plötzkau wegen der herabfuhre der Schwedischen
Artollerey wie gestern gemeldet worden.


Es sol Sie ein ieder Fürst, durch sein gebieht, es
seye zu waßer, oder zu lande, führen laßen.
Man wirdt aber trachten, auf geldt zu handeln,
die durchfuhre zu befördern, undt alle lang-
wierige einlagerung, vndt beschwehrung abzuwenden.


A spasso, nel giardino, con Madama, la sera.

|| [[Handschrift: 103v]]

<4 füchße 2 hasen, mein Sohn, Viktor Amadeus[.]>


Expedienda außgefertiget, durch Secretarium
Paulum Ludwigen, wegen der schengken, zu
hoym, vndt Radißleben. Gott gebe zu glügk.


Addreße per Plötzkau von Leipztigk; das
General Maior Forbusch, auch in diesem
Monat Majo, die Stabßgelder, vndt
contribution begehret, vor Graven de la Garde.
Gott wolle die beschwehrungen, erleichtern!


Mein Sohn Victor Amadiß, ist hinauß
hetzen geritten, undt hat 2 hasen
mitgebracht, auch 4 füchße außgegraben.


Oberlender mein lackay, ist (Gott lob!) zeit-
lich von Leipzig fœliciter wiederkommen, cum letteris <et cetera>
vom Markus Wendelin[,] vom Simon Heinrich Schweichhausen[,] vom M. S. v. R.f
Der Stein wolle, gilt zu halle 2 Gulden (florenus)f: auch 2 ReichsthalerRthlr:
Zu Leiptzigk aber, 3 Gulden (florenus)f:[.]


Avis von der gesamptung, 1. wegen eines
consenßes so Fürst hanß zu geben, vmb 8000
ReichsthalerRthlr: willen, so er zu wideranrichtung
seiner verfallenen oeconomij, aufnehmen will.
2. die Stadt Zerbst, mit den services zu secundiren,
ex communj massa, weil sich völgker aldar zusammen || [[Handschrift: 104r]]
ziehen.


Die avisen geben:


Daß der friede zu Nürnbergk, befördert werde.
Die inundationes aber daselbst herumb continujren,
eine wolgkenbrust gefallen, vndt die Wirtembergischen
Gesandten, darüber ersoffen.


Die türgken, streiffen stargk, in die Steyermargk
hineyn, führen hinweg, menschen, vndt viehe.


Zu Rom continuiret der hunger, undt Theẅrung.


Jn Frangkreich, die rebelliones, hin vndt wieder.


Die Cosagken, stärgken sich mächtig, geden-
gken noch diesen Sommer, Reüßisch Lemberg, zu emportjren,
vndt stärgker alß vorm iahr, inß feldt zu kommen.
Jnterim: meditirt der König in Polen seine nuptias!
gegen den 30ten: May; ut ferunt nova!
<be>wirbt sich auch vmb deützsches volgk. perge


Zu Prag, helt die pest, gewaltig ahn, vndt
die vornehmsten, endtweichen von dannen.


Jn Engellandt, continujren, die verwirrungen.
General Fairfax, wirdt excusirt, wegen des Königs Todt,
das er es wiederrahten, undt unschuldig daran seye!
Der junge König, hat beyfall, bey Schotten, vndt Jrren.


Die Staden, seindt verbittert, über Doctor Dorißlaer
Meüchelmordt, laßen scharff inquiriren, undt wollen keinen
beysprung dem iungen Könige thun, da es also hergehet.

|| [[Handschrift: 104v]]


Avis von Breßlaw, daß aldar, Meine
Fraw, vndt Freẅlein Schwestern, cum sponsa,
fœliciter ankommen, undt wol tractiret worden,
vndterwegens, undt aldar.


Jtem: daß den lieben Altten Obristleutnant Krei-
selwitz, (welcher noch anno 1613 in Jtalien,
mit raysete, vndt deß hertzogß Geörg Ru-
dolfß von der Lignitz, hofmeister, dazumahl
wahr, in meiner raysegesellschaft) der
Schlag getroffen, vndt sprachloß gewesen.
Gott erbarme sich seiner,! vndt vnser aller!


Avis: vom Berlin, daß der vortrefliche
Christliche, Doctor Spanheimius, Todes verblichen.
Jst deme also? (wie ich besorge!) so genade
ihm Gott, vndt so ist gewiß, ein statt-
liches licht, der wahren reformirten
kirchen, verloschen, so Gott ersetzen wolle.


Jch beklage beyder ehrlichen leütte
verlust, einen ieglichen, in suo genere!


Man helt darvor, dieses 1649 seye ein annus
clymactericus huius seculj, vndt werde viel
vornehme leütte, Niederwerffen. Gott laße || [[Handschrift: 105r]]
einen ieglichen, die Sterbekunst, recht practici-
ren, undt parat erscheinen!

Dienstag den 29ten: May; 1649.


Avis auß Berlin, daß die Hertzoginn von Cuhrlandt,
abermalß eines iungen Töchterleins, genesen. Gott
wolle sie miteinander segenen, undt erhalten!


Mit Abraham Benedix aufß neẅe tractirt, wegen
meiner bey ihme außenstehenden posten. Gott
gebe! daß er redlich handele!


Graf Kinßky, ist hierdurch, paßirt, hat
sich abermalß endtschuldigen laßen, das er mir
nicht zusprechen köndte!


Meine gemahlin, hat præparatoria gemacht,
zu ihrer vorhabenden rayse. Gott gebe! daß
solche, mir nur unpræjudicirlich sein möge!


Meine freundliche herzliebste gemahlin, ist nacher Koßwigk verrayset,
hat meine beyden annoch übrigen Söhne, vndt
die beyden Elltisten Töchter, mitgenommen. Gott
gebe succeß, zu allem wolanständigen wesen!


Jn die kirche, cum liberis. Schwester Bathilde
lieget krangk darnieder, vermuhtlich an einem Fiber.
Gott schicke erwüntzschte beßerung!

|| [[Handschrift: 105v]]


Conversation, mit Hesio, gehabt, welcher
mich gemeiniglich wol satisfacirt. Jch habe
ihn extra zur mahlzeitt, behalten.


Stargke anmahnung, von Zerbst, be-
kommen, wegen der kirche, zu Sankt Bartolomej,
prætensionen, vndt es seindt zwene vorsteher
selbiger kirchen anhero selber mit geschigkt
worden, auß scharfem antrib selbiger Rähte.
Jch werde von vielen orthen gepeiniget.


Wiewol viel vermeinet, Paul Ehling,
gewesener Cammerschreiber, der hochgebornen
Fürstin, Meiner freundlichen herzliebsten Gemahlin Liebden
würde eben an der Schwindtsucht, sterben,
daran Mein frommer Sohn, Sehliger, verblichen,
So macht er sich doch so stargk; (ob er schon
Todtkrangk gewesen,) daß er Morgen,
(gebe gott) mit Seiner Schwester, der Schue-
männischen wittiben, Elltiste diehnerinn,
von Meiner gemahlin Liebden, nach erlangtem
abschiede, nacher Magdeburgk; vndt Hamburgk
zu raysen, gereitt[!] ist, darzu ich ihn, mit
einem paß, versehen. Gott gebe ihm succeß!
mit beyhabenden, undt das er es, recht treffen möge!

|| [[Handschrift: 106r]]


Schwester Bathilden habe ich heütte zweymahl be-
suchtt, <mit> welcher nach geschehener Aderlaße, sichs, in etwan
gebeßert, Gott lob! undt die hitze nachgelaßen.
Gott gebe! daß es bestandt möge haben!


Je ne puis cesser, de plaindre, feü mon cher,
& doux fils, Erdmann Gedeon. Je le quitte volon-
tiers, en sa gloire celeste, á mon Dieu, & a mon
doux & gracieux Sauveur, mais ie plains mon
grand malheür, de ne l'avoir assèz assistè,
visitè, nj secourü, & de l'avoir livrè a la
rage d'ün Medecin, peü pitoyable, & a l'ex-
perience düquel, ie ne me fie pas, assèz, moy mesme!


Quoy?, mon cher enfant, ta grande, & extraor-
dinaire obbeissance envers moy, recognuë assèz!
mais pas assèz guerdonnèe, n'at elle pas, meri-
tèe, ün tout aultre; & beauxoup meilleür traittement!


Ton genie m'a assèz dit, ce quj te dèsfailloit,
mais ie ne l'ay sceü, nj voulü comprendre.


Ô Ange bienheüreux, sois richement recompensè,
de tes maulx, angoisses, peines, & martyres!
& que ie te voye, bien tost, en ta gloire!
en compagnie des Anges, & ames fidelles!
Je ne puis obulier, ta Pietè! ta condeür, ta bontè!
ton obbeissance! ton affection, tresfiliale. Ô ame biennèe! || [[Handschrift: 106v]]
Ô ame! divinement benie! & bienheüreüse
eternellement!

Donnerstag den 31ten: May; 1649.

<4 hasen, hat Oberlender heütte gehetzt.>


Es hat, (nach zimblich besorgter, undt verahnlaßeter
dürre) diese nacht gar schön geregenet.
Gott wirdt mit seinem Segen, nicht so gar
von unß weichen! Er weyset unß noch
immerdar, seine gühte, vndt leßet sich
nicht unbezeüget, ob er schon bißweilen,
sein Antlitz, vor unß, verbirget. Seine
gnadenreiche gühte, seye gelobet, undt ge-
preiset, von nun an, biß in ewigkeit! Amen!


Die itzige ungesunde luft, ist mir die
Nacht über, im haüpt, undt andern gliedmaßen,
gelegen. Dieweil ich aber (salvo honore) geschwitzt,
ist es etwan beßer geworden, Gott lob. Je
crains le Medecin, & les medicamens!


Ein wenig spatziren gegangen, aber noch nicht
recht, auß den schengkeln, haüpt, vndt andern
gliedern, die einschleichende beschwehrung, bringen
können. Dieu me vueille garder, de maladies!


Baldt ist mir kalt, baldt warm, wie in
einem Fieber. Jch bin des krongkens, wenig gewohnet,
vndt sieder anno 1624 her, nie recht krangk gewesen.

|| [[Handschrift: 107r]]


Der Caplan Jonius, ist bey Mir gewesen, wegen seines
gebeẅdes, der caplaney, so noch nicht verfertiget. Er
klaget auch, das es ihm, in allen gliedern, lieget,
undt das er sich, vor der neẅen seüche besorget. Gott
wolle ihn, vndt alle fromme leütte gnediglich bewahren!


Schwartzenberger, (welcher mit seinem Schwiegervater,
von Ballenstedt, wiederkommen, von des Wörlitzischen Ambt-
schreibers hochzeit, mit des Richters Tochter) hat sich
bey mir, præsentiret, undt referenda referiret.


Den hofprediger, Ern Theopoldum, bey Mir, gehabt,
undt extra behalten zu Mittage, auch allerley
ihme communicjret, vndt conversiret. perge


Schwester Bathilde besucht, mit deren es sich (Gott lob!)
nach gesteriger Aderlaße, zur beßerung anläßet. perge


Doctor Lentz, hat anhero schreiben laßen, er wehre zu Qued-
linburgk, ob ich seiner begehrte? So wolte er herkommen,
hette sich nicht lange aufzuhalten. Jch urgire
an itzo, seiner ankunft nicht, Stelle es ihm curiali-
ter frey, ayant peür, de ne le pouvoir satisfaire,
apres tant des fraix, extraordinaires en ce, que je luy doibs.


J'ay depeschè ce soir, Hans Balthasar Oberlender vers hamburg en ün affajre
de consequence, luy adioignant 4 tonneaux de biere
de Zerbst, qu'il doibt ammejner, avec soy. Dieu luy
donne bon voyage, & heüreüse expedition! Jl a fort
saignè, dü nèz, peü avant, que ie luy parlay, en ce fait,
& tost après, ce; qui m'a ün peü donnè des pensèes sinistres.

|| [[Handschrift: 107v]]


Dieu vueille divertir; par sa bontè infinie! tous
les envenemens, des mauvais presages, & accidens
fünestes! & lamentables!


Textapparat
a Die Wortbestandteile "zu" und "rügke" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
b Im Orignal folgt hier eine Auslassung; vermutlich sollte ein Nachtrag des Gewichts erfolgen.
c Die Wortbestandteile "zu" und "rügke" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
d Im Original sind die Wortbestandteile "zu" und "rügk" getrennt geschrieben.
e Die Wortbestandteile "zu" und "wider" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
f Abkürzung nicht auflösbar.

Kommentar
1 Person nicht ermittelt.
2 Identifikation unsicher.
3 Iob 1,21.
4 Zitat aus Eur. Tro. 596 (ed. Biehl 1970, S. 35).
5 Identifikation unsicher.
6 Identifikation unsicher.
7 Identifikation unsicher.
8 Identifikation unsicher.
9 Identifikation unsicher.
10 Identifikation unsicher.
11 Römisches Sprichwort unklarer Herkunft, nachweisbar in Petrarca: Epistolae familiares, Bd. 2, S. 463.
12 Zitat aus Boeth. 3,9 (ed. Gegenschatz/Gigon 2002, S. 130f.).
13 Io 3,16.
14 Identifizierung unsicher.
15 Identifikation unsicher.
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1649_05.xml
XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
absolviren
vollenden, abschließen
absolviren
jemanden von etwas befreien, freisprechen, entbinden
abutiren
missbrauchen
Addresse
schriftliche Nachricht, Zuschrift
Apparenz
Anschein
Artollerei
Artillerie
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Avisenbote
Nachrichtenbote
befahren
(be)fürchten
Breite
Fläche, auf der z. B. Getreide zum Trocknen ausgebreitet ist
Breite
Feld
causiren
verursachen
colligiren
sammeln, zusammentragen
Compliment
höfliches Reden, höfliche Verbeugung, Ehrerbietung
confirmiren
bestätigen
consideriren
(vor dem geistigen Auge) betrachten, erwägen, überlegen
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
contrastiren
streiten, sich widersetzen, zanken
Convoy
Begleitung, Begleitschutz
convoyiren
begleiten, geleiten
convoyiren
in einem Konvoi ziehen
Creditiv
Beglaubigungsschreiben
debandiren
sich auflösen, auseinanderlaufen
Desperation
Verzweiflung
Difficultet
Schwierigkeit
dismembriren
zerteilen, zergliedern, zerstückeln
effectuiren
ausführen, durchführen
effectuiren
bewirken
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
ein
ungefähr
emergiren
emporkommen, herauskommen
emportiren
einnehmen, erobern
erlegen
etwas entrichten, begleichen, bezahlen
excusiren
entschuldigen
expostuliren
streiten, zanken
Exprobration
Vorwurf
Fuchs
Pferd mit bräunlichem, rötlichem oder gelblichem Fell, das dem eines Rotfuchses ähnelt
Gesamtung
gemeinschaftliche Regelung landesfürstlicher Herrschaftsbereiche (hier: der Fürsten von Anhalt)
Gesamtung
gemeinsame Unternehmung
graviren
(jemanden mit etwas) beschweren, belasten
graviren
sich beschweren, jemandem etwas zu Last legen
indigitiren
aufweisen, nachweisen, andeuten
inquiriren
ermitteln, prüfen, untersuchen
Intercession
Fürsprache, Vermittlung
Interimsvergleich
vorläufige Einigung
intimiren
bekannt machen
Intraden
Einkünfte
Landrenterei
oberste Behörde zur Verwaltung der Einnahmen aus Grund und Boden
Losament
Unterkunft, Wohnraum
malcontent
aufrührerisch, rebellisch
maturiren
beschleunigen
Meutination
Meuterei
Michaelistag
Gedenktag für den Erzengel Michael (29. September)
montiren
ausrüsten, ausstaffieren
Morgen
Waldmorgen (Flächenmaß)
Morgen
Osten
negociiren
verhandeln, (Geschäfte) betreiben
obediren
gehorchen, folgen
Partie
Streifkorps (kleinere Truppenabteilung, die meist auf Kundschaft oder zum Einbringen von Geld, Lebensmitteln und Furage entsandt wurde)
Partie
Kriegspartei (reguläre Truppenabteilung)
Partie
(sich gegenüberstehende) Seite, Partei
Partie
eine gewisse Anzahl oder eine Gruppe von Dingen oder Personen gleicher Art
perpetuirlich
dauerhaft, ständig, ununterbrochen
Präcipitanz
Übereilung
reduciren
zurückführen
Reduction
Wiederherstellung in den vorigen Stand
remedi(i)ren
abhelfen
Remedi(i)rung
Abhilfe
remittiren
zugestehen, bewilligen
remittiren
(an jemanden) verweisen, weiterleiten
remittiren
übersenden
remittiren
nachlassen, vermindern
remittiren
zurücksenden
remittiren
(auf jemanden) verweisen, sich berufen
Repressalie
Recht, sich am Eigentum Fremder für die Nichterfüllung einer Verpflichtung oder die fehlende Wiedergutmachung erlittenen Unrechts schadlos zu halten, auch wenn diese hierfür unmittelbar nicht verantwortlich waren
satisfaciren
zufriedenstellen
Satisfactionsgelder
auf die Stände bzw. die Steuerpflichtigen umgelegte Zahlungen zur Befriedigung von Ansprüchen eines anderen Staates, die in einem Friedensvertrag festgelegt sind
Sepultur
Begräbnis, Beerdigung, Bestattung
sieder
seit
steifen
sich (auf etwas) versteifen, beharren
steifen
(jemanden) bestärken, unterstützen
steifen
sich (auf etwas/jemanden) stützen
Stein
Gewichtseinheit für Flachs, Talg und Wolle
Stillstand
Waffenstillstand
Stück
Geschütz, Kanone
Stück
(einzelner zählbarer) Gegenstand, (einzelne) Sache, (einzelnes) Objekt
submittiren
unterwerfen
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
suspendiren
eine bestimmte Zeit aussetzen, auf längere Zeit verschieben, aufschieben, hinauszögern
in alten/vorigen/(sehr) guten/passlichen/weit(läufig)en/verwirrten/ziemlichen Terminis
in altem/unverändertem/(sehr) gutem/annehmbarem/ungewissem/unklarem/angemessenem Zustand
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
unpräjudicirlich
nicht nachteilig, keine Vorentscheidung für künftige Rechtsfälle treffend
verrecessiren
einen Beschluss in einer schriftlichen Vereinbarung gleichberechtigter Verhandlungspartner fassen
Volk
Truppen
Wispel
Raum- und Getreidemaß
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Wilhelm von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1643
gest. 1709
Anm.: Sohn des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670) und Neffe Christians II.; seit 1670 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Fürstin Agnes Magdalena von Anhalt-Bernburg

geb. 1612
gest. 1629
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; ab 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Züchtige"); seit 1628 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Amalia Juliana von Anhalt-Bernburg

geb. 1597
gest. 1605
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Amoena Juliana von Anhalt-Bernburg

geb. 1609
gest. 1628
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; ab 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Sparsame"); seit 1622 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Anna von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Gräfin Anna von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg

geb. 1579
gest. 1624
Anm.: Tochter des Grafen Arnold IV. von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); ab 1595 Ehe mit Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Mutter Christians II.; 1617 Gründerin und Patronin der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Enthaltende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Anna Magdalena von Anhalt-Bernburg

geb. 1603
gest. 1611
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.
Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1604
gest. 1640
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; ab 1617 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Holdselige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Berengar von Anhalt-Bernburg

geb. 1626
gest. 1627
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Bogislaw von Anhalt-Bernburg

geb. 1633
gest. 1634
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg

geb. 1568
gest. 1630
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Vater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1582 Reise nach Konstantinopel; 1591/92 Führer eines Expeditionskorps für König Heinrich von Navarra; 1592 Übertritt zum reformierten Glauben; 1592/93 Befehl über die protestantischen Truppen im Krieg um das Bistum Straßburg; 1595-1620 oberpfälzischer Statthalter in Amberg und zunehmend Leiter der pfälzischen Politik; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1610 Unionsgeneral im klevisch-jülischen Krieg; seit 1618 Senior des Hauses Anhalt; 1619/20 Kommandierender der pfälzisch-böhmischen Truppen gegen Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); nach kaiserlicher Ächtung Flucht nach Schweden (1621) und Flensburg (1622-1624); 1624 Aufhebung der Reichsacht; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sehnliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Christian III. von Anhalt-Bernburg

geb. 1631
gest. 1631
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg

geb. 1608
gest. 1632
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1626/27 Gesandtschaften nach Wien und Dresden; 1628-1631 kaiserlicher Obrist; ab 1630 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1631 kursächsischer Obrist, als welcher er in der Schlacht bei Lützen tödlich verwundet wurde; seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlbewahrte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Ferdinand Christian von Anhalt-Bernburg

geb. 1643
gest. 1645
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Joachim Ernst von Anhalt-Bernburg

geb. 1629
gest. 1629
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Louise Amalia von Anhalt-Bernburg

geb. 1606
gest. 1635
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; seit 1617 Angehörige der Noble Académie des Loyales; ab 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Sanftmütige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Sibylla Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1602
gest. 1648
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; ab 1617 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Tröstende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1627
gest. 1627
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Bernburg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1651-1660 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); ab 1631 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wohltätige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1579
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1600 Aufnahme in die Florentiner Accademia della Crusca ("L'Acceso"); seit 1606 regierender Fürst von Anhalt-Köthen; 1631-1635 schwedischer Statthalter des Erzstifts Magdeburg und des Hochstifts Halberstadt; 1617 Mitbegründer und bis zu seinem Tod erstes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nährende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Elisabeth von Anhalt-Plötzkau

geb. 1630
gest. 1692
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Nüchterne").
Fürst Emanuel von Anhalt-Plötzkau
Fürst Emanuel von Anhalt-Köthen

geb. 1631
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Lebrecht (1622-1669) in Plötzkau; ab 1657 in schwedischen Kriegsdiensten; 1659/60 in dänischer Gefangenschaft; 1662 Teilnahme am venezianischen Feldzug gegen die Türken; 1665-1669 zusammen mit seinem Bruder Lebrecht herrschender und seit 1669 alleinregierender Fürst von Anhalt-Köthen; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Strebende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Ernst Gottlieb von Anhalt-Plötzkau

geb. 1620
gest. 1654
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1653 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Lebrecht (1622-1669) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Starke").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Johanna von Anhalt-Plötzkau

geb. 1618
gest. 1676
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1660 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wissende").
Fürst Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
Fürst Lebrecht von Anhalt-Köthen

geb. 1622
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sibylla von Anhalt-Plötzkau
Geburtsname: Gräfin Sibylla zu Solms-Laubach

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Tochter des Grafen Johann Georg zu Solms-Laubach (1547-1600); 1618-1653 Ehe mit Fürst August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); ab 1621 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gläubige"); seit 1622 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Sophia von Anhalt-Plötzkau

geb. 1627
gest. 1679
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; nach 1638 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Mäßige").
Fürst Johann IV. von Anhalt-Zerbst
Fürst Johann IV. von Anhalt-Dessau

geb. 1504
gest. 1551
Anm.: Sohn des Fürsten Ernst von Anhalt-Dessau (1451-1516) und Urgroßvater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1516-1544 gemeinsam mit seinen Brüdern Georg III. (1507-1553) und Joachim (1509-1561) Regent des Fürstentums Anhalt-Dessau (bis 1530 unter Vormundschaft seiner Mutter Margaretha); seit 1544 alleinregierender Fürst von Anhalt-Zerbst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Wolfgang Engelbrecht von Auersperg

geb. 1610
gest. 1673
Anm.: Sohn des Dietrich von Auersperg (1578-1634); seit 1649 Landeshauptmann von Krain.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Baden, Haus
Markgrafen von Baden

Anm.: Südwestdeutsches Reichsfürstengeschlecht.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Georg Banse

geb. 1605
gest. 1670
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers, Sattelfreihofbesitzer und späteren anhaltisch-zerbstischen Kammermeisters Johann Banse d. J. (1578-1636); um 1639/41 Bernburger Freisasse (Besitzer eines Sattelfreihofs); Erbsasse auf Güsten und Quenstedt; seit 1646 fürstlicher Amtsrat (noch 1653); 1646-1650 daneben Stadtvogt in Bernburg.
Graf Adam Batthyány
Batthyány Ádám (Gróf)

geb. 1609
gest. 1659
Anm.: Sohn des Franz Batthyány (1577-1625); 1629 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1630 kaiserlicher Kämmerer; seit 1640 Generalkapitän für die Gebiete in Ungarn diesseits der Donau; 1630 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Abraham Benedix

Anm.: Sohn des Bernburger Rabbis N. N. Benedix (2); seit 1645 jüdischer Kaufmann in Bernburg.
Biedersee, Familie

Anm.: Anhaltisches Adelsgeschlecht.
Cuno Ordemar von Bodenhausen

geb. 1598
gest. 1654
Anm.: Sohn des Melchior von Bodenhausen (1560-1624); Erbherr auf Bodenhausen, Niedergandern, Görzig und Rhode; anhaltischer Landrat und Kriegskommissar; mehrfach Gesandter der Fürsten von Anhalt; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bequeme").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Christian Heinrich von Börstel

geb. 1617
gest. 1661
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); Erbherr auf Güsten und Ilberstedt; 1641-1643 Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) und zugleich Hofmeister für dessen Sohn Johann Georg (1627-1693); 1643-1648 Geheimer Rat und Hofmeister von Fürst Johann Kasimir; 1648 Übersiedlung nach Bernburg; seit 1657 anhaltischer Gesamtrat und Hofmeister des Fürsten Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlängernde"); vgl. Andreas Hesius: Lieblich und schönes Erbtheil der Kinder Gottes [...], Köthen 1661, Bl. Fijr-Givv.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Hans Ernst von Börstel

geb. ca. 1585/90
gest. 1654
Anm.: Sohn des anhaltischen Rats Ernst von Börstel (ca. 1560-1623?); Erbherr auf Westeregeln; zunächst hessisch-kasselischer Rat; 1622 Hofjunker und 1623/24 Hofmeister des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg, danach auch für dessen Bruder Ernst (1608-1632); ab 1633 anhaltisch-bernburgischer Rat und Amtshauptmann von Harzgerode (noch 1649); seit 1634 zudem Hofmeister des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); zuletzt Hauptmann von Schloss und Amt Hoym; seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittere").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Brandenburg-Ansbach, Haus
Markgrafen von Brandenburg-Ansbach

Anm.: Seit 1486 reichsfürstliche Dynastie der Hohenzollern.Weiterführende Informationen in der NDB
Brandenburg-Bayreuth, Haus
Markgrafen von Brandenburg-Bayreuth
Markgrafen von Brandenburg-Kulmbach

Anm.: Seit 1486 reichsfürstliche Dynastie der Hohenzollern.Weiterführende Informationen in der NDB
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

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Johann (2) Brandt

geb. 1604
gest. 1672
Anm.: Sohn des Tirschenreuther Kantors Bartholomäus Brandt (gest. 1611); Studium in Erfurt (1623) und Altdorf (nach 1630 Promotion zum Dr. med.); ursprünglich Arzt in Reichenbach/Vogtland (noch 1630); ab 1632 kriegsbedingt in Bernburg, dort baldige Bestallung zum Stadtphysikus; (vor 1637) bis November 1649 Leibarzt des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg und spätestens seit 1647 auch dessen Rat; ab Ostern 1650 Hofarzt des Fürsten Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665) und von dessen verwitweten Mutter Sophia (1599-1654); vgl. Wolfram Kaiser / Arina Völker: Universität und Physikat in der Frühgeschichte des Amtsarztwesens, Halle (Saale) 1980, S. 38.
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Lüneburg
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Calenberg

geb. 1622
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg (1641-1648) und Braunschweig-Lüneburg (ab 1648); seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Reinherzige").

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Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg

geb. 1579
gest. 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1533–1598); ab 1604 Paragiatsherrschaft in Hitzacker; seit 1635 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel (bis 1643 Residenz in Braunschweig wegen kaiserlicher Besetzung der Festung Wolfenbüttel); Büchersammler (Bestand der ursprünglichen Bibliotheca Selenica, später Bibliotheca Augusta zum Zeitpunkt seines Todes 40.000 Bände); ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Befreiende").

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Konrad Alexander Magnus von Burgsdorff

geb. 1595
gest. 1652
Anm.: Sohn des Alexander Magnus von Burgsdorff (1567-1620); Erbherr auf Goldbeck, Buckow, Oberstorf und Groß-Machenow; ab 1609 gemeinsame Erziehung mit Kurprinz Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640) am Berliner Hof; 1614-1617 erste militärische Erfahrungen; ab 1620 Capitain der kurfürstlichen Leibgarde; seit 1623 Obristleutnant des brandenburgischen Reiterkontingents im Obersächsischen Kreisheer; ab 1626 Kommandeur des kurfürstlichen Leibregiments zu Fuß; seit 1631 kurbrandenburgischer Kriegsrat und Obrist; als Gegner des Grafen Adam von Schwarzenberg (1584-1641) zeitweise Verbannung als Kommandant nach Küstrin (Oktober 1638); 1642-1652 Geheimer Rat und erster Minister, kurfürstlicher Oberkammerherr (Oberkämmerer) und Oberkommandant aller kurmärkischen Festungen; Johanniterkomtur zu Lagow; ab ca. 1651 Dompropst in Halberstadt; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Einfältige").

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Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1595
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gutsbesitzers Mychajl Chmelnyzkyj; Ausbildung am Jesuitenkolleg in Tschyhyryn; danach Kriegsdienst im Kosakenherr; seit 1648 Hetman der Kosaken und Anführer von deren Aufstand gegen Polen-Litauen.

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Daniel Czaplinski

gest. 1660
Anm.: Polnischer Adeliger; Starost von Tschyhyryn und Rittmeister.
König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich II. von Schleswig-Holstein
Administrator Friedrich II. von Bremen
Administrator Friedrich II. von Verden
Graf Friedrich I. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1623-1629 und 1634-1644 Administrator des Hochstifts Verden; 1634-1648 Administrator des Erzstifts Bremen; 1647 Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein; ab 1648 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1667 zudem regierender Graf von Oldenburg und Delmenhorst.

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Graf Magnus Gabriel De la Gardie af Läckö

geb. 1622
gest. 1686
Anm.: Sohn des schwedischen Reichsmarschalls Graf Jakob Pontusson De la Gardie (1583-1652); schwedischer Obrist (1645), General (1648) und Reichsmarschall (1651); 1646 Sondergesandter in Frankreich; seit 1647 Reichsrat; 1648-1650 Gouverneur des Meißnischen Estats zu Leipzig; 1649-1651 und 1655-1657 Generalgouverneur von Schwedisch-Livland; 1651 Hofmarschall; 1652 Reichskammerrat und Präsident des Kammerkollegiums; 1652-1660 Reichsschatzmeister; 1660-1680 Reichskanzler; 1680-1684 Reichsdrost.

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Eleonora Elisabeth von Ditten
Elisabeth Eleonora von Ditten

gest. 1676
Anm.: Tochter des Jürgen von Ditten (gest. 1629) zu Werle; um 1637/62 Kammerjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); später Konversion zum katholischen Glauben; vgl. Stian Herlofsen Finne-Grønn: Den mecklenburgsk-uradelige Aet v. Ditten, Christiania 1911, S. 7.
Isaac Dorislaus
Isaac Dorislaer

geb. 1595
gest. 1649
Anm.: Sohn des späteren Hensbrocker Pastors Lieven Dorislaer (1555-1652); ab 1610 Studium in Leiden; 1627 Promotion zum Dr. jur.; seit 1627 Greville lecturer on History an der Universität Cambridge; daneben Tätigkeit als Rechtsanwalt; ab 1648 Judge of the Admiralty Court; 1649 Ermordung durch Royalisten als Gesandter des englischen Parlaments in Den Haag.
Hans Friedrich Eckardt

geb. 1622
gest. nach 1680/vor 1683
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Brauers Johann Eckardt (gest. vor 1640); spätestens ab 1639 Bediensteter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1643/47 Amts- bzw. Hofkopist sowie vermutlich seit 1643 zugleich fürstlicher Küchenschreiber (noch 1648); um 1649/55 Kammerschreiber (Kammerrechnungsführer); um 1653 auch Kammerdiener; ab 1658 Bauherr und um 1670/80 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Fürst Johann Anton von Eggenberg
Herzog Johann Anton von Krumau
Graf Johann Anton von Gradisca

geb. 1610
gest. 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Ulrich von Eggenberg (1568-1634); ab 1629 kaiserlicher Kämmerer; seit 1635 Landeshauptmann von Krain, bald darauf auch Mitglied des innerösterreichischen Geheimen Rates; 1638 kaiserlicher Gesandter in Rom; 1647 Belehnung mit der reichsunmittelbaren gefürsteten Grafschaft Gradisca; ab 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Paul Ehling
Paul Junghans

gest. 1649
Anm.: Geboren in Holstein; spätestens seit 1638 Schreiber bzw. Kammerschreiber der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Uriel von Eichen
Uriel von der Eich

geb. 1597
gest. 1649
Anm.: Sohn des Bernburger Freigutsbesitzers Heinrich von Eichen (gest. vor 1613); bis 1631 Besitzer eines Freigutes in der Altstadt zu Bernburg; seit 1632 anhaltisch-bernburgischer Rat und Amtshauptmann von Harzgerode; später auch gräflich-stolbergischer Rat und Kriegskommissar (um 1641/46).

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Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister sowie Rat in Bernburg; seit 1634 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

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N. N. Engel (2)

Anm.: Um 1649 schwedischer Obristleutnant in Bernburg.
Prinzessin Elisabeth von England, Schottland und Irland

geb. 1635
gest. 1650
Anm.: Tochter des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649).

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England, Haus
Könige von England

Anm.: Seit 1603 aus der Dynastie der Stuart.
Prinz Heinrich von England, Schottland und Irland
Duke Henry of Gloucester

geb. 1640
gest. 1660
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); seit 1659 Duke of Gloucester.

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König Karl I. von England
König Karl I. von Schottland
König Karl I. von Irland

geb. 1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England) (1566-1625); ab 1625 König von England, Schottland und Irland; 1649 durch das Parlament des Hochverrats angeklagt und hingerichtet; seit 1611 Ritter des Hosenbandordens.

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König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

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August Ernst (1) von Erlach

geb. 1616
gest. 1684
Anm.: Sohn des Burkhard von Erlach (1566-1640); Erbherr auf Altenburg (bei Nienburg/Saale); 1636-1640 und 1641-1644 in kaiserlichen Kriegsdiensten, dazwischen Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später anhaltischer Landrat und Direktor des Stipendienwesens.
Johann Ludwig von Erlach

geb. 1595
gest. 1650
Anm.: Sohn des Rudolf von Erlach (1563-1617); 1611-1616 Page des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); zunächst im Kriegsdienst für die Republik Venedig (1616), dann als Fähnrich bzw. Hauptmann der Protestantischen Union und böhmischen Konföderierten (1618-1620); 1621 Major unter Markgraf Johann Georg von Brandenburg-Jägerndorf (1577-1624); 1622 Hauptmann unter Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); 1622/23 Obristleutnant unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); zeitweise Kammerjunker und Hofmeister des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg; 1625-1627 schwedischer Obrist und Generalquartiermeister; Mitglied des Großen (1627-1629) und Kleinen Berner Rates (1629-1638); 1630/31 in französischen Kriegsdiensten; 1633-1638 Oberbefehlshaber der Berner Truppen im Aargau; Obrist (1637) und Generalmajor (1638) unter Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639) und seit 1638 Gouverneur von Breisach; nach dem Tod des Herzogs einer der Führer von dessen Weimarischer Armee in französischen Diensten (1639-1647); später Generalleutnant (1647) und Kommandant (1649) der französischen Armee im Reich; 1650 Maréchal de France.

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Alexander Erskein
Alexander Erskine

geb. 1598
gest. 1656
Anm.: Sohn des schottischen Adligen und Greifswalder Kaufmanns Walter Erskein (1569-1643); ab 1628 in schwedischen Diensten als Hofrat und Agent in Stralsund; 1632-1634 Resident für Thüringen in Erfurt; 1634-1636 Kriegsrat bei der Hauptarmee; seit 1637 pommerscher Assistenzrat; ab 1643 Präsident des pommerschen Appellationsgerichts; 1645/46 Assistenzrat des schwedischen Generalfeldmarschalls Lennart Torstensson (1603-1651) in Leipzig; 1647/48 Vertreter der von der schwedischen Armee erhobenen Entschädigungsansprüche beim Westfälischen Friedenskongress; seit 1648 Kriegsratspräsident und Reichsrat; 1649/50 Unterhändler auf dem Nürnberger Exekutionskongress; Rat in den schwedisch besetzten Herzogtümern Bremen (1650) und Verden (1652); ab 1653 Kriegs- und Etatspräsident der Herzogtümer Bremen und Verden; seit 1655 Kriegspräsident der schwedischen Armee in Polen; 1656 polnischer Kriegsgefangener; 1655 Erhebung in den Freiherrenstand; ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fürsichtige").

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Thomas Fairfax
Lord Thomas Fairfax of Cameron

geb. 1612
gest. 1671
Anm.: Sohn des Ferdinando Fairfax, 2nd Lord Fairfax of Cameron (1584-1648); 1639/40 Teilnahme an den Bischofskriegen gegen die Schotten; Kriegsdienst für das englische Parlamentsheer als Lieutenant-general of the Horse unter seinem Vater (1642-1645) sowie Commander-in-Chief of the Forces und Captain General (1645-1650); seit 1648 3rd Lord Fairfax of Cameron; 1651-1660 Lord of Mann; danach Rückzug auf die Güter.

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Ranuccio II Farnese
Duca Ranuccio II di Parma e Piacenza
Duca Ranuccio II di Castro

geb. 1630
gest. 1694
Anm.: Sohn des Odoardo I Farnese, Duca di Parma e Piacenza (1612-1646); seit 1646 Duca di Parma e Piacenza und 1646-1649 Duca di Castro (bis 1648 unter Vormundschaft).

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Arvid Forbus
Arvid Forbes

geb. 1598
gest. 1665
Anm.: Sohn des Borgåer Zollbeamten Ernald Forbes (gest. 1605); schwedischer Leutnant (1623), Capitän (1626), Obristleutnant (1630), Obrist (1635), Generalmajor (1646) und General (1658); ab 1641 Oberbefehlshaber von Vorpommern und Kommandant von Stralsund; 1648-1653 Vizegouverneur von Pommern; 1649 zugleich Vizegouverneur des Meißnischen Estats in Leipzig; seit 1653 Kriegs- und Reichsrat; 1638 Naturalisierung als schwedischer Adliger; 1652 Erhebung in den Freiherrenstand.

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Christoph von Giebichenstein

Anm.: Anhaltischer Adliger; Erbherr auf Elsnigk.
Wolfgang Benjamin Giegelsberger

geb. 1607
gest. 1677
Anm.: Sohn des oberpfälzischen Pfarrers Melchisedek Giegelsberger (gest. 1636); Pfarrer in Preußlitz (1631-1636), Neundorf (designiert 1636) und Nienburg/Saale (1637-1639); seit 1647 Pfarrer in Reinstedt; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 258.
Andreas Girßbeck

geb. 1607/08
gest. 1696
Anm.: Geboren in Poley; um 1642/49 fürstlicher Musketier und zeitweilig Torwächter auf Schloss Bernburg; später Richter in Poley.
George Gordon
Marquess George of Huntly

geb. 1592
gest. 1649
Anm.: Sohn des George Gordon, 1st Marquess of Huntly (1562-1636); 1599-1636 Earl of Enzie; ab 1636 2nd Marquess of Huntly; 1649 Hinrichtung.

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Christian Groß(e)

gest. 1654
Anm.: Sohn des Schieloer Bauern Andreas Große (gest. vor 1647); ab 1633 in Diensten des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1638 Lakai von dessen Gemahlin Eleonora Sophia (1603-1675); danach bis 1642 fürstlicher Lakai in Bernburg; seit 1642 Haushalter und Unterkammerdiener sowie um 1643 Kammerdiener und Lakai von Fürst Christian II. (bis 1646); um 1647/50 fürstlicher Bediensteter in Bernburg; um 1651/54 Schneidermeister in Bernburg.
Eleonora Groß(e)

geb. 1649
Anm.: Tochter des anhaltisch-bernburgischen Bediensteten Christian Groß(e).
Henri Groulart

gest. 1658
Anm.: Sohn des Charles Groulart, Seigneur de La Court (ca. 1551-1607); Seigneur de La Court; französischer Resident in Osnabrück (1646-1648); danach Gesandter in Münster (1649) und auf dem Nürnberger Exekutionskongress (1649/50).

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Dietrich von Hackeborn

geb. 1607
gest. 1676
Anm.: Sohn des Dietrich von Hackeborn (gest. 1609) auf Bahrendorf; Erbherr auf Staßfurt, Bahrendorf, Stemmern und Sülldorf; 1619-1624 Edelknabe des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); ab 1624 in dänischen Kriegsdiensten; kursächsischer Kornett (1631), Leutnant (1632) und Rittmeister (1636); 1638 Abdankung; später Ratsherr (1643), Ratskämmerer (1645 und 1647), Stadtvogt (1646 und 1648), regierender Bürgermeister (1649, 1651, 1653, 1655, 1657-1659, 1662, 1665, 1668 und 1671) sowie Schöppe und Kirchvater (1650) von Staßfurt; vgl. Johannes Kirchner: Electuarium & contra Virus mortis & contra omnes calamitates Preciosissimum [...], Quedlinburg 1676, o. S.

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Hans Albrecht von Halck

gest. 1658
Anm.: Mitteldeutscher Adliger; zeitweilig Herr auf Crüchern; 1620 Kriegsdienst unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626), später unter König Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1640-1646 Major und Stadtkommandant von Bernburg; ab 1646 Kammerjunker und seit 1647 Stallmeister der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660); ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlschmeckende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Baronet James Harington

geb. 1607
gest. ca. 1680
Anm.: Sohn des Sir Edward Harington, 2nd Baronet of Ridlington (gest. 1652); Colonel (1642) und Major-General (1644) der englischen Parlamentsarmee; 1646–1653 und 1654/55 Abgeordneter des Parlaments; Mitglied und 1652 Präsident des Council of State; seit 1653 3nd Baronet of Ridlington.
Andreas (1) Hesius
Andreas Heise

geb. 1610
gest. 1693
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgers Simon Heise; Dr. theol.; 1642-1655 Rektor der Bernburger Stadtschule; daneben Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien (1644/45) und der Marienkirche (1645-1655) in Bernburg; 1655-1659 Pfarrer und Hofprediger in Plötzkau; seit 1659 Superintendent und Oberpfarrer an St. Marien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 285.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Landgräfin Amalia Elisabeth von Hessen-Kassel
Geburtsname: Gräfin Amalia Elisabeth von Hanau-Münzenberg

geb. 1602
gest. 1651
Anm.: Tochter des Grafen Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg (1576-1612); 1619-1637 Ehe mit Landgraf Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); 1637-1650 Regentin der Landgrafschaft Hessen-Kassel für ihren unmündigen Sohn Wilhelm VI. (1629-1663).

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Hessen, Haus
Landgrafen von Hessen

Anm.: Aus der Dynastie der Reginare (Brabant) im Jahr 1264 hervorgegangenes deutsches Reichsfürstengeschlecht.

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Moritz Hövel

Anm.: Um 1649 vermutlich aus Österreich stammender Mundkoch.
Christoph (1) Jahn

geb. ca. 1581
gest. 1649
Anm.: Sohn des Bernburger Konrektors Christoph Jahn (1550-1608); seit 1615 Diakon in Ballenstedt; 1639-1645 zugleich Vakanzvertreter der Pfarrei in Badeborn; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 298.
Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

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Jesus Christus
Jesus von Nazareth

Anm.: Biblische Figur.

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Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Christina Sophia Kettler

geb. 1649
gest. ca. 1651
Anm.: Tochter des Jakob Kettler, Herzog von Kurland und Semgallen (1610-1682).
Jakob Kettler
Herzog Jakob von Kurland und Semgallen

geb. 1610
gest. 1682
Anm.: Sohn des Wilhelm Kettler, bis 1615 Herzog von Kurland und Semgallen (1574-1640); 1615-1621 Erziehung am kurfürstlichen Hof in Berlin; ab 1638 Mitregent im Herzogtum Kurland und Semgallen; seit 1642 regierender Herzog von Kurland und Semgallen.

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Louise Charlotte Kettler
Herzogin Louise Charlotte von Kurland und Semgallen
Geburtsname: Markgräfin Louise Charlotte von Brandenburg

geb. 1617
gest. 1676
Anm.: Tochter des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); seit 1645 Ehe mit Jakob Kettler, Herzog von Kurland und Semgallen (1610-1682).

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İslâm III. Giray Khan (Krim)

geb. 1604
gest. 1654
Anm.: Sohn des Krim-Khans Selâmet I. Giray (1558-1610); seit 1644 Krim-Khan.

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Jaroslaus Peter Kinsky von Wchinitz und Tettau
Jaroslav Petr Kinský z Vchynic a Tetova

gest. 1669
Anm.: Sohn des Adam Kinsky von Wchinitz und Tettau (1569-1648); seit 1627 in schwedischen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (um 1631/47) und General der Kavallerie; um 1650 in Hamburg; später polnischer General; 1669 Tod in Pirna.
König (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand IV.
König Ferdinand IV. von Böhmen
König Ferdinand IV. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand IV. von Österreich

geb. 1633
gest. 1654
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand III. (1608-1657); ab 1646 König von Böhmen; seit 1647 König von Ungarn; ab 1653 römisch-deutscher König; seit 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Graf Hans Christoph von Königsmarck

geb. 1600
gest. 1663
Anm.: Sohn des Konrad von Königsmarck (gest. vor 1621) auf Kötzlin; ab 1616 Page am Woffenbütteler Hof; 1620-1630 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Fähnrich; schwedischer Rittmeister (1631), Major (1633), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1640), Generalleutnant (1645) und Feldmarschallleutnant (1648); seit 1645 Generalgouverneur der Stifter Bremen und Verden; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Grafenstand; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Streitende").

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Rudolf Kohlmann

gest. 1658
Anm.: Geboren in Quedlinburg; seit 1647 Pachtmann in Hoym (noch 1654).
Johann von Kreiselwitz

gest. nach 1650
Anm.: Schlesischer Adliger; Erbherr auf Stephansdorf, Samitz und Diebahn; kaiserlicher Obristleutnant und Obrist; Rat und Hofmarschall des Herzogs Georg Rudolf von Schlesien-Liegnitz-Wohlau (1595-1653).
Daniel Friedrich von Kropff

geb. 1613
gest. 1680
Anm.: Angehöriger des erzstift-magdeburgischen Adelsgeschlechts; Sohn des Wipprecht von Kropff (gest. 1632); Erbherr zu Gröningen.
Amélie de La Trémoïlle
Princesse Amélie de Tarente
Geburtsname: Landgräfin Emilia von Hessen-Kassel

geb. 1626
gest. 1693
Anm.: Tochter des Landgrafen Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); 1648-1672 Ehe mit Henri-Charles de La Trémoïlle, Prince de Tarente (1620-1672); seit 1686 Exil in Frankfurt am Main nach Aufhebung des Edikts von Nantes.

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Henri-Charles de La Trémoïlle
Prince Henri-Charles de Talmont
Prince Henri-Charles de Tarente

geb. 1620
gest. 1672
Anm.: Sohn des Henri de La Trémoïlle, Duc de Thouars (1598-1674); 1628 mit dem Vater Konversion zum katholischen Glauben; ab 1638 in niederländischen Kriegsdiensten; 1640 Rekonversion zum Calvinismus; seit 1648 Prince de Talmont et de Tarente; 1651-1653 einer der Führer der Fronde; 1656 deswegen mehrmonatige Haft; danach bis 1668 wieder in niederländischen Kriegsdiensten; 1670 erneute Konversion zum katholischen Glauben.

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Graf Wilhelm von Lamboy
Comte Guillaume de Lamboy

geb. ca. 1600
gest. 1659
Anm.: Sohn des Wilhelm von Lamboy (gest. 1636); zunächst in spanischen Kriegsdiensten; danach kaiserlicher Obrist (1632), Generalfeldwachtmeister (1634), Feldzeugmeister (1641) und Feldmarschall (1645); 1647-1649 Kommandeur der kaiserlichen Truppen im Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis; Erhebung in den Freiherren- (1634) und Grafenstand (1649).

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Ernst Emanuel (von) Lampe

geb. 1637
gest. nach 1676
Anm.: Sohn des Ernst Konrad (von) Lampe (gest. 1644); Erbherr auf Güsten; seit 1649 Page der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675) (noch 1650); später in kurmainzischen (um 1672) und kaiserlichen Kriegsdiensten (um 1675).
Friedrich Lentz

geb. 1591
gest. 1659
Anm.: Geboren in Wittenberg; 1615 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Basel; Kanzler (1617-1635) und Geheimer Rat (1635-1645) der Äbtissin Dorothea Sophia von Quedlinburg (1587-1645); 1645-1648 gräflich-stolbergischer Kanzler und Rat des Fürsten Christian II. Anhalt-Bernburg; seit 1648 gräflich-schwarzburgischer Kanzler in Rudolstadt; vgl. Justus Söffing: Seligkeit im Glauben und Schawen [...], Jena 1659, Bl. E2 v-Fiv v.

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David Leslie
Lord David Newark

geb. ca. 1600
gest. ca. 1682
Anm.: Sohn des schottischen Adligen Patrick Leslie, 1st Lord Lindores (gest. 1608); 1630/31 schwedischer Hauptmann; 1632-1634 russischer Hauptmann; 1635-1640 schwedischer Obrist; danach Obrist (1643/44) und Generalmajor (1644-1650) der schottischen Parlamentsarmee; 1650/51 royalistischer Generalleutnant; 1651-1660 Gefangenschaft im Tower of London; seit 1661 1st Lord Newark.
Graf Axel Gustafsson Lillie

geb. 1603
gest. 1662
Anm.: Sohn des Gustaf Axelsson Lillie (gest. 1605); 1619 Page des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); schwedischer Leutnant (1626), Obrist (1630), Generalmajor (1635), General (1654) und Feldmarschall (1657); ab 1638 Vizegouverneur in Vorpommern und Kommandant von Stralsund; 1641-1648 Vizegouverneur von ganz Pommern; zugleich 1642-1648 Gouverneur des Meißnischen Estats und Oberkommandant von Leipzig; seit 1648 Reichsrat; ab 1651 Kriegsrat; seit 1652 Kammerrat; 1652-1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1655/56 Gouverneur von Halland; ab 1661 Generalgouverneur von Livland; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand; seit 1652 Graf von Lillieborg.

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Herzog Karl IV. von Lothringen und Bar

geb. 1604
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); seit 1625 Herzog von Lothringen und Bar; 1634 vorübergehende Abdankung zugunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670); zwischen 1634 und 1641, 1641 und 1661 sowie 1670-1675 durch französische Besetzung seines Herzogtums mehrfach von der Regierung abgehalten; 1654-1659 in spanischer Gefangenschaft.

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Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Daniel Marggraf

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Dröbeler Lehrers Philipp Marggraf (gest. 1645); ab 1637 Studium am Zerbster Gymnasium Illustre; 1643-1663 Pfarrer in Waldau; 1663/64 übergangsweise Schulrektor in Bernburg; seit 1664 Pfarrer an der Bernburger Nikolaikirche; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 347.

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Martin (2) N. N.

Anm.: Sohn eines Bernburger Glasers; um 1649 im Dienst des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

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Charles-Christophe de Mazencourt
Vicomte Charles-Christophe de Courval

geb. 1608
gest. 1650
Anm.: Sohn des Christophe de Mazencourt, Vicomte de Courval (1537-1617); 1643 französischer Kommandant von Überlingen; 1644-1650 Kommmandant von Mainz.

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Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

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Herzogin Eleonora Maria von Mecklenburg-Güstrow
Geburtsname: Fürstin Eleonora Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1600
gest. 1657
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und älteste Schwester Christians II.; 1626-1636 Ehe mit Herzog Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); ab 1637 Witwensitz in Strelitz; seit 1617 Angehörige und ab 1627 Patronin der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Tapfere").

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Herzog Gustav Adolf von Mecklenburg-Güstrow
Administrator Gustav Adolf von Ratzeburg

geb. 1633
gest. 1695
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636) und Neffe Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1636-1648 Administrator des Stifts Ratzeburg; ab 1654 regierender Herzog von Mecklenburg-Güstrow; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefällige").

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Mecklenburg, Haus
Herzöge von Mecklenburg

Anm.: Spätestens seit 1131 slawische Dynastie der Obodriten.

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Tobias Mylius

gest. 1651
Anm.: Spätestens ab 1631 Adjunktprediger und seit 1642 Prediger der reformierten Gemeinde in Altona.
Graf Friedrich Heinrich von Nassau-Dillenburg
Fürst Friedrich Heinrich von Oranien

geb. 1584
gest. 1647
Anm.: Sohn des Fürsten Wilhelm I. von Oranien (1533-1584); ab 1625 Fürst von Oranien und Statthalter der Vereinigten Niederlande; seit 1627 Ritter des Hosenbandordens.

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Gräfin Maria (Henrietta) von Nassau-Dillenburg
Fürstin Maria (Henrietta) von Oranien
Geburtsname: Prinzessin Maria (Henrietta) von England, Schottland und Irland

geb. 1631
gest. 1660
Anm.: Tochter des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); 1641-1650 Ehe mit Fürst Wilhelm II. von Oranien (1626-1650).

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Graf bzw. Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen

geb. 1604
gest. 1679
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Nassau-Siegen (1561-1623); ab 1621 in niederländischen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (1629), Generalleutnant (1644) und Feldmarschall (1668); 1636-1644 Gouverneur, Kapitän und Ober-Admiral von Niederländisch-Brasilien; seit 1647 kurbrandenburgischer Statthalter von Kleve, Mark und Ravensberg; 1652 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1652 Herrenmeister des Johanniter-Ordens der Balley Brandenburg; 1674-1676 Gouverneur von Utrecht; seit 1674 regierender Fürst von Nassau-Siegen.

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Salomon Nefe

geb. 1606
gest. 1662
Anm.: Vermutlich Sohn des Bernburger Bürgers Hans Nefe; ab 1641 Küster (Äditus) an der Bernburger Schlosskirche St. Aegidien (noch 1653); seit spätestens 1642 zugleich Stadtschreiber der Bernburger Bergstadt (noch 1649); zuletzt Schulmeister in Ilberstedt.
Noach
Noah

Anm.: Biblische Figur.

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Bernard de Nogaret de La Valette
Duc Bernard de La Valette
Duc Bernard d' Épernon

geb. 1592
gest. 1661
Anm.: Sohn des Jean-Louis de Nogaret de La Valette, Duc d'Épernon (1554-1642); 1622-1649 und ab 1658 Duc de La Valette sowie Pair de France; seit 1610 Colonel général des Bandes françaises (bis 1642 unter Aufsicht seines Vaters); ab 1642 Duc d'Épernon; Gouverneur der Guyenne (1643-1651) und Bourgogne (1654-1660); seit 1645 Ritter des Hosenbandordens.

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Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

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Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

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Graf Anton Günther von Oldenburg und Delmenhorst
Graf Anton Günther von Oldenburg

geb. 1583
gest. 1667
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Oldenburg (1540-1603); ab 1603 regierender Graf von Oldenburg; 1647 Erbe der Grafschaft Delmenhorst; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unbetriegliche").

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Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

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Papst Viktor III.
Abt Desiderius von Montecassino
Dauferius von Benevent

geb. ca. 1027
gest. 1087
Anm.: Aus dem Geschlecht der Fürsten von Benevent stammend; 1048/49 Einritt in den Benediktinerorden; 1058-1086 Abt des Benediktiner-Klosters in Montecassino; seit 1059 Kardinal; seit 1086 Papst.

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Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb. 1619
gest. 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647/48 französischer Maréchal de camp; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistischen Flotte, die 1651 zur Freibeuterei überging; 1653-1655 Master of the Horse; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee und des Admirality Committee; ab 1668 Lord High Admiral; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

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Pfalz, Haus
Kurfürsten von der Pfalz
Pfalzgrafen bei Rhein

Anm.: Rheinpfälzischer Zweig der reichsfürstlichen Wittelsbacher-Dynastie.

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Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

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Kurfürst Philipp Wilhelm von der Pfalz
Pfalzgraf Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg
Herzog Philipp Wilhelm von Jülich und Berg

geb. 1615
gest. 1690
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1578-1653); ab 1653 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg; 1653-1679 regierender Herzog von Jülich und Berg; seit 1685 auch Kurfürst von der Pfalz; ab 1653 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kaspar (1) Pfau

geb. 1596
gest. 1658
Anm.: Sohn des Kaspar Pfau (gest. 1604); nach 1622 Bediensteter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 Amtmann von Großalsleben (noch 1638); seit 1630 anhaltischer Gesamtrat; um 1632 Amtmann zu Gernrode und Großalsleben sowie fürstlich-anhaltischer Kriegskommissar; ab 1638 auch Landrentmeister, zugleich Amtmann von Gernrode; um 1640 Obereinnehmer; um 1641/42 Landrechnungsrat; seit 1645 Hofrat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anhaltende").

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Conte bzw. Principe Ottavio Piccolomini d'Aragona
Duca Ottavio d' Amalfi

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des toskanischen Adligen Silvio Piccolomini (1543-1609); ab 1618 abwechselnd in kaiserlichen und spanischen Kriegsdiensten als Obrist (1627), Generalfeldwachtmeister (1632), General der Kavallerie (1633), Feldmarschall (1634) und Generalleutnant (1648); seit 1622 kaiserlicher Kämmerer; ab 1639 Hartschierhauptmann von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1648-1650 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; Erhebung in den Grafen- (1638) und Fürstenstand (1653); seit 1639 Duca d'Amalfi; ab 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Zwingende"); seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Joachim Plato

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Sohn des Amberger Pfarrers und Kircheninspektors Matthius Plato (1545-1617); 1619-1625 Pfarrer in Nittenau/Regen; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Hoym; 1638-1642 Pfarrer in Ballenstedt; seit 1642 Superintendent und Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 379f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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John Poyer

gest. 1649
Anm.: Um 1642 Kaufmann und Bürgermeister von Pembroke; seit ca. 1642 Govenour von Pembroke Castle; bis ca. 1647 im Dienst des englischen Parlaments; danach Wechsel auf die königliche Seite; 1649 Hinrichtung.

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Georg II. Rákóczi
II. Rákóczi György
Fürst Georg II. von Siebenbürgen

geb. 1621
gest. 1660
Anm.: Sohn des Georg I. Rákóczi, Fürst von Siebenbürgen (1593-1648); ab 1642 (Mit-)Fürst und seit 1648 allein regierender Fürst von Siebenbürgen.

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Graf Christian von Rantzau

geb. 1614
gest. 1663
Anm.: Sohn des königlich-dänischen Statthalters Gerhard von Rantzau (1558-1627) in den Herzogtümern Schleswig und Holstein; 1633/34 dänischer Hofjunker; 1634-1636 Kammerjunker; 1639 Amtmann und ab 1640 Landrat in Rendsburg; 1643-1645 dänischer Generalkriegskommissar; seit 1648 Geheimer Rat; 1648-1661 königlicher Statthalter in Schleswig und Holstein; 1648 zudem Inspektor und ab 1649 Amtmann von Steinburg; seit 1649 auch Landvogt von Süderdithmarschen; ab 1661 königlicher Oberstatthalter in Schleswig und Holstein sowie Präsident des Staatskollegiums (Premierminister); 1650 Erhebung in den Grafenstand; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gezierte").

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Josias von Rantzau

geb. 1609
gest. 1650
Anm.: Sohn des Breide von Rantzau (1563-1639); zunächst in niederländischen, dänischen, kaiserlichen und schwedischen Kriegsdiensten; danach französischer Colonel (1635), Maréchal de camp (1636), Lieutenant-général (1637), Lieutenant-général des armées du roi (1643) und Maréchal de France (1645); 1645 Konversion zum katholischen Glauben; 1646-1649 Festungskommandant von Dünkirchen; während der Fronde 1649/50 kurzzeitig inhaftiert.

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Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Daniel von Rindtorf

geb. ca. 1600
gest. 1679
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); Erbherr auf Großalsleben; um 1645/46 Amtshauptmann von Großalsleben.
Helena von Rindtorf
Geburtsname: Helena Bohusch von Ottoschütz
Helena Bohuš z Otěšic

Anm.: Tochter des böhmischen Adligen Bohuslaus Bohusch von Ottoschütz; 1628 Emigration nach Annaberg in Sachsen; spätestens 1643 Hofjungfer in Bernburg; danach bis 1649 Kammer- bzw. Hofjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675) bzw. der fürstlichen Fräulein; seit 1649 Ehe mit Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Kaspar von Rindtorf

geb. ca. 1605
gest. nach 1664
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); Erbherr auf Großalsleben.
Ernst Dietrich von Röder

geb. ca. 1608
gest. 1686
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Wolf Dietrich von Röder (gest. 1624); Erbherr auf Ermsleben; bis 1630 Edelknabe und Kammerjunge des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ca. 1632-1635 Hofjunker und ab 1636 Kammerjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1634 zudem fürstlicher Kriegskommissar in den Ämtern Güntersberge und Harzgerode; bis 1650 anhaltisch-bernburgischer Kriegskommissar; ab 1650 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg von Haus aus; seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Diensthafte").
Georg Ehrenreich (1) von Roggendorf

geb. 1596
gest. 1652
Anm.: Sohn des Kaspar von Roggendorf (gest. 1598); 1620 Ächtung und Enteignung wegen Teilnahme am böhmisch-österreichischen Ständeaufstand; darauf Leben im Exil, nach kaiserlicher Begnadigung (1628) niederösterreichischer Landstand und Hausbesitzer in Wien; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Geduldige").
Reinhold (2) von Rosen
Der Gute

geb. 1604/05
gest. 1667
Anm.: Sohn des Otto von Rosen (gest. nach 1638) auf Gresten (Linie Groß-Roop); Erbherr auf Ninigal, Bollweiler und Dettweiler; um 1621 Page am Stockholmer Hof; spätestens ab 1631 schwedischer Obrist, zuletzt unter Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); seit 1639 einer der Führer von dessen Weimarischer Armee in französischen (1639-1647) und später schwedischen Diensten als Generalmajor und Obrist; um 1649 französischer Lieutenant-général und Kriegsrat; ab 1652 Kommandant im Elsass.

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Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha-Altenburg
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha
Herzog Ernst von Sachsen-Weimar

geb. 1601
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Herzog von Sachsen-Weimar; 1631-1636 schwedischer Obrist; 1633/34 Statthalter des Herzogtums Franken für seinen jüngeren Bruder Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Gotha; seit 1672 ebenso regierender Herzog von Sachsen-Altenburg; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittersüße").

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Herzogin Dorothea Sophia von Sachsen-Weimar
Äbtissin Dorothea Sophia von Quedlinburg

geb. 1587
gest. 1645
Anm.: Tochter des Herzogs Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar (1562-1602); ab 1618 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg; seit 1624 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gottselige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Johann zu Sayn-Wittgenstein und Hohenstein

geb. 1601
gest. 1657
Anm.: Sohn des Grafen Ludwig II. zu Sayn-Wittgenstein (1571-1634); ab 1630 in schwedischen Diensten; 1633/34 Mitgliedschaft im Consilium formatum des Heilbronner Bundes; später in hessisch-kasselischen Kriegsdiensten; 1645-1648 Leiter der kurbrandenburgischen Delegation bei den Westfälischen Friedensverhandlungen; seit 1645 auch kurbrandenburgischer Geheimer Rat; 1647 Belehnung mit der Grafschaft Hohenstein; ab 1649 kurbrandenburgischer Statthalter im Fürstentum Minden und in der Grafschaft Ravensberg; seit 1651 regierender Graf zu Sayn-Wittgenstein; ab 1655 auch Statthalter in der Kurmark; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 568f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Hessische Biographie
N. N. von Schkölen

Anm.: Um 1649 Angehöriger des mitteldeutscher Adelsgeschlechts.
Herzog Christian von Schlesien-Brieg-Liegnitz-Ohlau-Wohlau
Herzog Christian von Schlesien-Ohlau-Wohlau
Herzog Christian von Schlesien-Brieg

geb. 1618
gest. 1672
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Christian von Schlesien-Brieg (1591-1639); 1639-1653 gemeinsam mit seinen Brüdern Georg III. (1611-1664) und Ludwig (1616-1663) regierender Herzog von Schlesien-Brieg; ab 1653 Herzog von Schlesien-Ohlau und Schlesien-Wohlau; seit 1664 auch Herzog von Schlesien-Brieg und Schlesien-Liegnitz; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Beliebige")

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Louise von Schlesien-Brieg-Liegnitz-Ohlau-Wohlau
Herzogin Louise von Schlesien-Ohlau-Wohlau
Herzogin Louise von Schlesien-Brieg
Geburtsname: Fürstin Louise von Anhalt-Dessau

geb. 1631
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); 1648-1672 Ehe mit Herzog Christian von Schlesien-Brieg-Liegnitz-Wohlau (1618-1672).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Georg III. von Schlesien-Brieg-Liegnitz
Herzog Georg III. von Schlesien-Brieg

geb. 1611
gest. 1664
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Christian von Schlesien-Brieg (1591-1639); 1635-1639 Statthalter im Herzogtum Schlesien-Brieg; 1639-1653 gemeinsam mit seinen Brüdern Ludwig (1616-1663) und Christian (1618-1672) regierender, ab 1653 alleiniger Herzog von Schlesien-Brieg; seit 1663 auch Herzog von Schlesien-Liegnitz; ab 1639 Oberlandeshauptmann von Schlesien; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unfehlbare").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Georg Rudolf von Schlesien-Liegnitz-Wohlau

geb. 1595
gest. 1653
Anm.: Sohn des Herzogs Joachim Friedrich von Schlesien-Liegnitz-Brieg-Wohlau (1550-1602) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1611 regierender Herzog von Schlesien-Liegnitz und Schlesien-Wohlau (bis 1612 unter Vormundschaft); 1621-1629 Oberlandeshauptmann von Schlesien; seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wunderbare").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Ludwig IV. von Schlesien-Liegnitz
Herzog Ludwig von Schlesien-Brieg

geb. 1616
gest. 1663
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Christian von Schlesien-Brieg (1591-1639); 1639-1653 gemeinsam mit seinen Brüdern Georg III. (1611-1664) und Christian (1618-1672) regierender Herzog von Schlesien-Brieg; ab 1653 Herzog von Schlesien-Liegnitz; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Heilsame").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog August Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Beck

geb. 1612
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Alexander von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1573-1627); um 1646 niederländischer Rittmeister; seit 1646 Herr auf Beck bei Löhne in Westfalen; später schwedischer Obrist.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzogin Clara von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Beck
Geburtsname: Gräfin Clara von Oldenburg-Delmenhorst

geb. 1606
gest. 1647
Anm.: Tochter des Grafen Anton II. von Oldenburg-Delmenhorst (1550-1619); seit 1645 Ehe mit Herzog August Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Beck (1612-1675).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzogin Sidonia von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Beck
Äbtissin Sidonia von Herford
Geburtsname: Gräfin Sidonia von Oldenburg-Delmenhorst

geb. 1611
gest. 1650
Anm.: Tochter des Grafen Anton II. von Oldenburg-Delmenhorst (1550-1619); ab 1628 Kanonissin und 1640-1649 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Herford; seit 1649 Ehe mit Herzog August Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Beck (1612-1675).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg

geb. 1581
gest. 1658
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); seit 1624 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Joachim Ernst von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön

geb. 1595
gest. 1671
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1622 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön; seit 1625 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sichere").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Alexander Heinrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1608
gest. 1667
Anm.: Sohn des Herzogs Alexander von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1573-1627); um 1631 schwedischer Rittmeister; 1649 Konversion zum katholischen Glauben; danach Übersiedlung nach Schlesien; später kaiserlicher Obrist.

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Schleswig-Holstein, Haus
Herzöge von Schleswig-Holstein

Anm.: Seit 1460 herrschende königlich-dänische Seitenlinie des Hauses Oldenburg.
Albrecht Schulte
Albrecht Schultze
Albrecht Schultheß

geb. 1576
gest. 1652
Anm.: Sohn des Hamburger Senators Johann (1) Schulte (1537-1597); Hamburger Kaufmann und Ratsschenk; ab 1621 Sechziger, seit 1623 Kämmereibürger, ab 1628 Kriegskommissar, seit 1629 Jurat, ab 1631 Bürger am Niedergericht, seit 1648 Oberalter und Präses sowie ab 1652 Leichnamsgeschworener der Freien und Hansestadt Hamburg; zudem Beauftragter der Herzöge von Schleswig-Holstein für Finanz- und Handelsangelegenheiten in Hamburg; vgl. Friedrich Georg Buek: Die hamburgischen Oberalten, ihre bürgerliche Wirksamkeit und ihre Familien, Hamburg 1857, S. 95.
Anna Schumann
Geburtsname: Anna Junghans

gest. nach 1657
Anm.: Geboren in Holstein; Schwester des anhaltisch-bernburgischen Kammerschreibers Paul Ehling, genannt Junghans (gest. 1649); 1635/36 Ehe mit dem fürstlichen Kammersekretär und Amtsschreiber Johann Schumann (gest. 1636); bis 1635, 1636-1649 sowie erneut seit 1650 Kammerfrau und Dienerin (noch 1657) der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

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König Karl X. Gustav von Schweden
Herzog Karl Gustav von Bremen und Verden
Pfalzgraf Karl Gustav von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg

geb. 1622
gest. 1660
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1589-1652); schwedischer Rittmeister (1642), Obrist (1643) und ab 1648 oberster Befehlshaber der Armee im Heiligen Römischen Reich; 1649 Ernennung zum Thronfolger durch den schwedischen Reichstag auf Betreiben seiner Cousine Königin Christina von Schweden (1626-1689); seit 1654 König von Schweden sowie regierender Herzog von Bremen und Verden; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabene").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Simon Heinrich von Schweichhausen
Simon Heinrich von Schwechhausen

geb. ca. 1614
Anm.: Sohn des Bremer Patriziers N. N. Schweichhausen (1); zeitweise Kriegsdienst in England als Fähnrich, Leutnant, Capitän-Leutnant und Rittmeister; 1646-1649 Hofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718) sowie zugleich anhaltisch-bernburgischer Rat; ab 1649 sächsisch-weimarischer Hof- und Kammerjunker (spätestens 1651) sowie Obristleutnant (1651-1655); 1654/55 zudem Hofmeister der Herzöge Bernhard (1638-1678) und Friedrich von Sachsen-Weimar (1640-1656); 1653 Nobilitierung; seit 1651 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Eigentliche").
Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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Friedrich Spanheim d. Ä.

geb. 1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Amberger Pädagogium-Rektors Wigand Spanheim (gest. 1620); Studium in Heidelberg (1614-1619) und Genf (1619/20); 1621-1623 Privatlehrer bei Jean de Bonne, Baron de Vitrolles; Professor für Philosophie (1626-1631) und Theologie (1631-1642) sowie 1633-1637 auch Rektor der Akademie in Genf; 1642 Promotion zum Dr. theol. an der Universität Basel; seit 1642 Professor für Theologie in Leiden.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Königin Maria Anna von Spanien
Geburtsname: Erzherzogin Maria Anna von Österreich

geb. 1634
gest. 1696
Anm.: Tochter von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1649-1665 Ehe mit König Philipp IV. von Spanien (1605-1665).

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Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Anna Elisabeth von Stolzenberg
Geburtsname: Anna Elisabeth von Wartensleben

Anm.: Tochter des Hermann Simon von Wartensleben (gest. 1654); bereits vor 1646 Ehe mit Ernst von Stolzenberg.
Ernst von Stolzenberg

gest. nach 1664
Anm.: Niedersächsischer Adliger; Erbherr auf Luttmersen; schwedischer Major (um 1649) und Obrist; später in Hamburg bzw. in Schweden.
Sultan (Osmanisches Reich) Mehmed IV.

geb. 1642
gest. 1693
Anm.: Sohn von Sultan Ibrahim (1615-1648); 1648-1687 Sultan des Osmanischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Konrad Theopold

geb. 1600
gest. 1651
Anm.: Sohn des Amesdorfer Pfarrers Johannes Theopold (1563-1626); Schulbesuch am Gymnasium zu Zerbst, Studium in Frankfurt a. d. Oder; 1626-1637 Pfarrer in Natho; 1637-1644 Diakon an St. Bartholomäi in Zerbst (Entlassung als Reformierter); seit 1645 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 445.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Trotha, Familie

Anm.: Mitteldeutsches Adelsgeschlecht.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Wartensleben, Familie

Anm.: Aus dem Erzstift Magdeburg stammendes Adelsgeschlecht.

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Marcus Friedrich (1) Wendelin

geb. 1584
gest. 1652
Anm.: Sohn des Predigers Friedrich Wendelin (gest. 1594) in Sandhausen bei Heidelberg; Studium in Heidelberg (1607 Mag.); ab 1609 Erzieher und Hofmeister der Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg sowie Friedrich Moritz (1600-1610) und Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1612 Rektor am Zerbster Gymnasium Illustre; vgl. Gustav Früh / Hans Goedeke / Hans Jürgen von Wilckens: Die Leichenpredigten des Stadtarchivs Braunschweig, Bd. 9, Hannover 1985, S. 4386f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Dietrich von dem Werder

geb. 1584
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gebhard von dem Werder (1539-1612); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Gerlebogk, Görzig und Ziebigk; Page, Kammerjunker und Stallmeister des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1610 hessisch-kasselischer Rittmeister; danach bis 1622 Geheimer Rat und Oberhofmarschall in Kassel; 1623 anhaltischer Hauptmann; 1631-1635 schwedischer Obrist; ab 1639 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1645 kurbrandenburgischer Obrist, Geheimer Rat und Amtshauptmann von Alt-Gatersleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielgekörnte"); vgl. Gottfried Coler: Der Vom Vater gegebene/ Vom Sohne ausgeführete/ Und vom H. Geiste versiegelte Raht des Heils [...], Köthen 1658, fol. Jiij v - N2 v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Gebhard Paris von dem Werder

geb. 1621
gest. 1679
Anm.: Sohn des Heinrich von dem Werder (1578-1636); Erbherr auf Gröbzig; anhaltisch-plötzkauischer Rat; ab 1658 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1665 anhaltisch-köthnischer Geheimer Rat, Vormundschaftsrat, Kammerpräsident und Landeshautmann; ab 1642 Mitglied der Fruchbringenden Gesellschaft ("Der Zeitigende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Jeremi Michał Korybut Wiśniowiecki

geb. 1612
gest. 1651
Anm.: Sohn des Fürsten Michał Wiśniowiecki (gest. 1616); 1632 Konversion vom orthodoxen zum katholischen Glauben; ab 1633 mehrfach polnischer Heerführer; seit 1646 Woiwode von Ruthenien; zudem Starost von Przemyśl, Przasnysz, Nowy Targ, Hadziacz und Kaniów.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Witte Corneliszoon de With

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn des Cornelis Wittenszoon de With (gest. 1602); zunächst im Dienst der Niederländischen Ostindien-Kompanie (1616-1628) und Westindien-Kompanie (1628/29); 1629-1635 Kapitän der Kriegsmarine; 1635/36 Ratsherr in Brielle; seit 1637 Vizeadmiral von Holland und Westfriesland; 1652/53 auch Oberbefehlshaber der niederländischen Kriegsflotte.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Graf Arvid Wittenberg
Arvid Wirtenberg von Debern

geb. 1606
gest. 1657
Anm.: Sohn des Hans Wirtenberg von Debern (gest. 1630); ab 1622 in schwedischen Kriegsdiensten als Kapitän (1629), Obrist (1634), Generalmajor (1640), General der Kavallerie (1645), Reichszeugmeister und General der Artillerie (1650) sowie Feldmarschall (1655); ca. 1634/35 kaiserlicher Kriegsgefangener; seit 1651 Reichsrat; ab 1655 Generalgouverneur von Pommern; seit 1656 polnischer Kriegsgefangener; Erhebung in den Freiherren- (1651) und Grafenstand (1652).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Wolf (4) N. N.

Anm.: Um 1647 Vogelsteller in Bernburg.
Liebert Wolters

geb. 1607
gest. 1663
Anm.: Sohn des Kaufmanns Steven Wolters (1574-1638); 1636 Interessenvertreter seines Onkels, des niederländisch-schwedischen Kaufmanns Louis De Geer (1587-1652), in Hamburg; 1637 Übernahme der väterlichen Handlung; ab 1641 Einstieg in den Geldhandel in Schweden mit De Geer; 1642 Diakon in Altona; spätesten seit 1642 auch Agent der Landgrafen von Hessen-Kassel: ab 1660 Kondirektor der schwedischen Afrika-Kompagnie (SAC); vgl. Reinhard Lohmann: Die Familie Wolters in Hamburg während des 17. Jhs. und die Beziehungen von Liebert Wolters Vater und Sohn nach Schweden, Köln 1969.
Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Württemberg, Haus
Herzöge von Württemberg

Anm.: Südwestdeutsches Reichsfürstengeschlecht.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Zar (Moskauer Reich) Alexei

geb. 1629
gest. 1676
Anm.: Sohn des Zaren Michail (1596-1645); seit 1645 Zar des Moskauer Reiches.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Albrecht von Zerbst

gest. nach 1650
Anm.: Anhaltischer Adliger im Dienst des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); seit 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ballernde").
Ägäisches Meer
weiterführende Informationen
Afrika
weiterführende Informationen
Amsterdam
weiterführende Informationen
Anhalt-Plötzkau, Fürstentum
Anm.: 1611-1665 existierendes, jedoch unter der Landeshoheit von Anhalt-Bernburg stehendes anhaltisches Teilfürstentum.
Anhalt, Fürstentum
weiterführende Informationen
Baalberge
weiterführende Informationen
Badeborn
weiterführende Informationen
Baía de Todos os Santos
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Basel, Hochstift
weiterführende Informationen
Bayern, Herzogtum bzw. Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Bayreuth
weiterführende Informationen
Berberei (Barbareskenstaaten)
weiterführende Informationen
Berlin
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Böhmen, Königreich
weiterführende Informationen
Bordeaux
weiterführende Informationen
Brabant, Herzogtum
weiterführende Informationen
Brandenburg, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Brasilien
weiterführende Informationen

Anm.: Kolonie des Königreichs Portugal.
Bremen
weiterführende Informationen
Breslau (Wrocław)
weiterführende Informationen
Brieg (Brzeg)
weiterführende Informationen
Candia (Irákleion)
weiterführende Informationen
Canterbury
weiterführende Informationen
China, Kaiserreich
weiterführende Informationen
Coswig (Anhalt)
weiterführende Informationen
Dänemark, Königreich
weiterführende Informationen
Dalmatien
weiterführende Informationen
Dardanellen
weiterführende Informationen
Delft
weiterführende Informationen
Den Haag ('s-Gravenhage)
weiterführende Informationen
Dessau (Dessau-Roßlau)
weiterführende Informationen
Diebzig
weiterführende Informationen
Dresden
weiterführende Informationen
Dröbel
weiterführende Informationen
Egeln
weiterführende Informationen
Elbe (Labe), Fluss
weiterführende Informationen
Ems
weiterführende Informationen
England, Königreich
weiterführende Informationen
Erfurt
weiterführende Informationen
Flandern, Grafschaft
weiterführende Informationen
Frankenthal
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Freiberg
weiterführende Informationen
Fuhne, Fluss
weiterführende Informationen
Goa (Velha Goa)
weiterführende Informationen
Gravenstein (Gråsten)
weiterführende Informationen
Halle (Saale)
weiterführende Informationen
Hamburg
weiterführende Informationen
Heidelberg
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
weiterführende Informationen
Hessen-Kassel, Landgrafschaft
weiterführende Informationen
Holstein, Herzogtum
weiterführende Informationen
Hoym
weiterführende Informationen
Hoym, Amt
Hulst
weiterführende Informationen
Irland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Italien
weiterführende Informationen
Karlsbad (Karlovy Vary)
weiterführende Informationen
Kassel
weiterführende Informationen
Kastilien, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Kleve
weiterführende Informationen
Knokke
weiterführende Informationen
Köln, Kurfürstentum (Erzstift)
weiterführende Informationen
Köthen
weiterführende Informationen
Konstantinopel (İstanbul)
weiterführende Informationen
Krain, Herzogtum
weiterführende Informationen
Krim, Khanat
weiterführende Informationen
Leipzig
weiterführende Informationen
Lemberg (Lwiw)
weiterführende Informationen
Litauen, Großfürstentum
weiterführende Informationen
Livland, Herzogtum
weiterführende Informationen
London
weiterführende Informationen
Lüttich (Liège), Hochstift
weiterführende Informationen
Madrid
weiterführende Informationen
Magdeburg
weiterführende Informationen
Mainz
weiterführende Informationen
Meißen, Markgrafschaft
weiterführende Informationen

Anm.: Kernland des (albertinischen) Kurfürstentums Sachsen.
Moskauer Reich (Großrussland)
weiterführende Informationen
Münster
weiterführende Informationen
Neapel (Napoli)
weiterführende Informationen
Neapel, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
weiterführende Informationen
Nürnberg
weiterführende Informationen
Österreich, Erzherzogtum
weiterführende Informationen
Oldenburg, Grafschaft
weiterführende Informationen
Osmanisches Reich
weiterführende Informationen
Osnabrück
weiterführende Informationen
Paris
weiterführende Informationen
Pegnitz
weiterführende Informationen
Pegnitz, Fluss
weiterführende Informationen
Persien (Iran)
weiterführende Informationen
Pfalz, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Plötzkau
weiterführende Informationen
Podolien, Woiwodschaft
weiterführende Informationen

Anm.: Verwaltungseinheit des Königreiches Polen.
Polen, Königreich
weiterführende Informationen
Portugal, Königreich
weiterführende Informationen
Prag (Praha)
weiterführende Informationen
Preßburg (Bratislava)
weiterführende Informationen
Preußen
Anm.: Historische Landschaft im nordöstlichen Mitteleuropa, die seit 1525 in das Herzogtum Preußen und einen königlich-polnischen Teil geteilt war.
Quedlinburg
weiterführende Informationen
Quedlinburg, Stift
weiterführende Informationen
Radisleben
weiterführende Informationen
Recife (Maurícia/Mauritsstad)
weiterführende Informationen
Regensburg
weiterführende Informationen
Reinstedt
weiterführende Informationen
Riegersburg
weiterführende Informationen
Riga
weiterführende Informationen
Rio de Janeiro
weiterführende Informationen
Rom (Roma)
weiterführende Informationen
Saale, Fluss
weiterführende Informationen
Sachsen, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Saint-Venant
weiterführende Informationen
Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Schottland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schwarzes Meer
weiterführende Informationen
Schweden, Königreich
weiterführende Informationen
Schweiz, Eidgenossenschaft
weiterführende Informationen
Sebenico (Šibenik)
weiterführende Informationen
Siegen
weiterführende Informationen
Spanien, Königreich
weiterführende Informationen
Steiermark, Herzogtum
weiterführende Informationen
Stockholm
weiterführende Informationen
Tecklenburg
weiterführende Informationen
Terborg
weiterführende Informationen
Trient (Trento)
weiterführende Informationen
Ungarn, Königreich
weiterführende Informationen
Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
weiterführende Informationen
Waldau
weiterführende Informationen
Wien
weiterführende Informationen
Wörlitz, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Württemberg, Herzogtum
weiterführende Informationen
Ypern (Ieper)
weiterführende Informationen
Zepzig
weiterführende Informationen
Zerbst
weiterführende Informationen
Egeln, Rat
England, Council of State
Anm.: Regierungsgremium des Commonwealth von England (1649-1660), Schottland (1653-1659) und Irland (1653-1659).
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
weiterführende Informationen
England, Unterhaus (House of Commons)
weiterführende Informationen
Jesuiten (Societas Jesu)
weiterführende Informationen
Niederlande, Generalstaaten
weiterführende Informationen
Parlement de Bordeaux
weiterführende Informationen
Anicius Manlius Severinus Boethius: Consolatio philosophiae = Trost der Philosophie, hg. von Ernst Gegenschatz / Olof Gigon, Düsseldorf: 2002. [Nachweis im GVK]
Euripides: Troades, hg. von Werner Biehl, Leipzig: 1970. [Nachweis im GVK]
Das Instrumentum Pacis Monasteriensis (IPM) vom 24. Oktober 1648, in: Die Friedensverträge mit Frankreich und Schweden, Bd. 1: Urkunden, hg. von Antje Oschmann, Münster: 1998, S. 1-49. ( Acta pacis Westphalicae, Serie III Abt. B: Verhandlungsakten 1 ) [Nachweis im GVK]
Das Instrumentum Pacis Osnabrugensis (IPO) vom 24. Oktober 1648, in: Die Friedensverträge mit Frankreich und Schweden, Bd. 1: Urkunden, hg. von Antje Oschmann, Münster: 1998, S. 95-170. ( Acta pacis Westphalicae, Serie III Abt. B: Verhandlungsakten 1 ) [Nachweis im GVK]
Francesco Petrarca: Epistolae de rebus familiaribus et variae. tum quae adhuc tum quae nondum editae familiarum scilicet libri 24 variarum liber unicus nunc primum integri et ad fidem codicum optimorum vulgati, Bd. 2, hg. von Giuseppe Fracassetti, Florenz: 1862. [Nachweis im GVK]