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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: August 1649


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXIa, fol. 170v-191r (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. August 1649
Bernburg
  • Kirchgang
  • Kammerrat Dr. Joachim Mechovius und der Ballenstedter Pfarrer Petrus Gothus als Mittagsgäste
  • Wirtschaftssachen
  • Beherbergung des schwedischen Generalmajors und Reichsrats Graf Axel Gustafsson Lillie und seiner Gemahlin Christina Lillie
  • Diakon Bartholomäus Jonius als Abendgast
  • Korrespondenz
02. August 1649
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Gespräch mit dem Kaufmann Abraham Benedix
  • Scheibenschießen im Garten
  • Spaziergang
  • Neuigkeiten
  • Verärgerung über die schlechte Behandlung der Pferde
  • Ankunft des Konsulten Christoph von Jena
03. August 1649
Bernburg → Zepzig → Bernburg
  • Unruhiger Schlaf
  • Absendung von Jena nach Plötzkau
  • Ausritt auf die Felder in Bernburg und Zepzig
  • Rektor und Diakon Andreas Hesius als Mittagsgast
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Rückkehr des Jena aus Plötzkau
04. August 1649
Bernburg
  • Abreise des Jena
  • Administratives
  • Besuch durch den ehemaligen Prinzenhofmeister und fürstlichen Rat Melchior Loyß
05. August 1649
Bernburg
  • Träume
  • Furcht vor der Pest
  • Kirchgang am Vormittag
  • Dr. Mechovius als Mittagsgast
  • Tauffeier des Christian Ludwig Schwartzenberger
  • Regenwetter
06. August 1649
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Spaziergang
  • Entsendung des Dr. Mechovius und des Bernburger Amtmann Georg Reichardt nach Köthen
  • Rückkehr des ehemaligen Bibliothekars Gebhard Loyß aus Torgau
07. August 1649
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Träume
  • Rückkehr des Friedrich von Börstel aus Frankreich
  • Börstel und der geheime Kammerdiener Jakob Ludwig Schwartzenberger als Mittagsgäste
  • Nachrichten
  • Gestriges Gespräch mit dem Kleinpaschlebener Pfarrer Brunn
  • Korrespondenz
08. August 1649
Bernburg
  • Gespräch mit Superintendent Joachim Plato
  • Spaziergang zum Damm
  • Plato und Leibarzt Dr. Johann Brandt als Mittagsgäste
  • Administratives
  • Gartenspaziergang mit der Gemahlin
09. August 1649
Bernburg
  • Bericht durch Dr. Mechovius
  • Korrespondenz
  • Neuigkeiten
10. August 1649
Bernburg → Baalberge → Bernburg
  • Gespräch mit dem Bernburger Simon Frangke
  • Wirtschaftssachen
  • Ausritt mit den beiden Söhnen nach Baalberge
  • Mittagessen in Baalberge mit den Söhnen, den Töchtern Eleonora Hedwig und Ernesta Augusta sowie der Gemahlin
  • Korrespondenz
  • Neuigkeiten
  • Ankunft des Harzgeröder Amptshauptmanns Hans Ernst von Börstel und seiner Gemahlin Dorothea Louise
11. August 1649
Bernburg
  • 51. Geburtstag des Fürsten
  • Wirtschaftssachen
  • Nachrichten
  • Gespräch mit Hans Ernst von Börstel
  • Spaziergang
  • Sorge um den erkrankten Lakaien Johann Balthasar Oberlender
12. August 1649
Bernburg
  • Regen
  • Kirchgang am Vormittag
  • Kirchgang am Nachmittag mit Schwester Dorothea Bathilde und einigen Kindern
  • Verägererung über fremde Bettler
13. August 1649
Bernburg
  • Administratives
  • Rückkehr des Prinzenhofmeisters Simon Heinrich Schweichhausen aus Meissen und Thüringen
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
14. August 1649
Bernburg
  • Wirtschaftssachen
  • Spaziergang mit der Gemahlin und allein
15. August 1649
Bernburg
  • Nächtlicher Regen und Donner
  • Neuigkeiten
  • Entsendung des anhaltischen Gesamtrats und Köthner Geheimrats Christian Ernst von Knoch zu Pfalzgraf Karl Gustav von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg
  • Erkrankung des Küchen- und Kellerschreibers Andreas Hetzler
16. August 1649
Bernburg
  • Regen
  • Wirtschaftssachen
  • Bericht durch Dr. Mechovius sowie den Kanzlei- und Lehenssekretär Paul Ludwig
  • Dr. Mechovius, Schwartzenberger und Ludwig als Mittagsgäste
  • Korrespondenz
  • Spaziergang
  • Neuigkeiten
  • Trauer um Sohn Erdmann Gideon
17. August 1649
Bernburg
  • Rebhuhnjagd
  • Wirtschaftssachen
  • Spaziergang
  • Neuigkeiten
18. August 1649
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Regen am Nachmittag
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
19. August 1649
Bernburg
  • Kirchgang am Vormittag
  • Anhaltisch-dessauischer Rat und Hofmeister Christian Heinrich von Börstel, der Kammermeister Tobias Steffeck und Helena von Rindtorf als Mittagsgäste
  • Gespräche mit Schweichhausen und Börstel
  • Kirchgang am Nachmittag mit Schwester Dorothea Bathilde und den Söhnen
20. August 1649
Bernburg → Zepzig → Bernburg
  • Lerchenfang
  • Neuigkeiten
  • Spaziergang
  • Ausritt mit den Söhnen nach Zepzig
  • Unfall
  • Sichtung eines Feuerdrachens
21. August 1649
Bernburg
  • Lerchenfang
  • Spaziergang
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Spaziergang zur Ernte mit der Gemahlin
  • Gartenpläne
22. August 1649
Bernburg → Aderstedt → Bernburg
  • Lerchenfang
  • Traum
  • Spaziergang
  • Gespräch mit Wolf Thilo von Trotha
  • Administratives
  • Besichtigung der Weinberge in Bernburg und Aderstedt mit Sohn Viktor Amadeus
  • Gespräch mit dem ehemaligen Hofjunker Christoph Wilhelm Schlegel
  • Neuigkeiten
23. August 1649
Bernburg
  • Rebhuhnjagd
  • Beratungen mit Dr. Mechovius und Schwartzenberger
  • Korrespondenz
  • Bericht durch den Ballenstedter Amtmann Martin Schmidt
  • Rückkehr des Kammerdieners Hans Georg Horenburg
24. August 1649
Bernburg
  • Lerchenfang
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Rückkehr von Schwester Dorothea Bathilde aus Plötzkau
  • Abreise des Schmidt
  • Abreise des Schlegel
25. August 1649
Bernburg
  • Lerchenfang und Hasenjagd
  • Jagd mit Sohn Viktor Amadeus
  • Ärgernisse
  • Gartenspaziergang mit der Gemahlin
  • Neuigkeiten
26. August 1649
Bernburg
  • Lerchenfang
  • Kirchgang am Vormittag
  • Dr. Mechovius als Mittagsgast
  • Kirchgang am Nachmittag mit beiden Söhnen
  • Erkrankung von Schwester Dorothea Bathilde
  • Neuigkeiten
  • Unwetter am Abend
27. August 1649
Bernburg
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Rückkehr des Steffeck aus Aken
  • Administratives
  • Krankenbesuch bei Schwester Dorothea Bathilde
  • Korrespondenz
  • Verabschiedung Horenburg
28. August 1649
Bernburg
  • Rückkehr des Schweichhausen
  • Abreise des Horenburg
  • Korrespondenz
  • Neuigkeiten
29. August 1649
Bernburg
  • Nachrichten
30. August 1649
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Korrespondenz
  • Streit mit der Gemahlin
31. August 1649
Bernburg
  • Vieh- und Pferdemarkt
  • Gespräch mit Dr. Mechovius
  • Korrespondenz
  • Wirtschaftssachen
  • Spaziergang
|| [[Handschrift: 170v]]

Mittwoch den 1. Augustj: 1649.


Jn die kirche, am heüttigen BehtTage.


Extra zu Mittage, Doctor Mechovius, vndt
Er Peter Goht, pfarrer von Ballenstedt. perge


285 hauffen, gersten, haben heütte Nachmittags
Abraham von Rindtorf und der Große Kersten, auf der
klipperbreitte, gezehlet. perge


Jn den garten, con Madama, in zimlichem winde,
undt albereitt anfangendem herbstwetter.


General Axel Lillie, ist gegen abendt, anhero
kommen, mit 72 pferden. Jch habe ihn laßen complimentj-
ren <mit> heüttigen fast: buß: undt behtTag, mich endtschuldiget, || [[Handschrift: 171r]]
vndt daß er so unversehens vorüber gezogen, mit meiner
unwißenheit, und vngleichen rapporten, welche seiner ankunft
halber, geschehen. Wolte ihn gerne noch invitiren, wann ich ihn
dörfte wieder herüber, über daß waßer, in diesem winde,
mit Seiner liebsten, bemühen, und er mit unserm betrübten,
undt ruinirten zustande, vorlieb nehmen wollte. Er ist
gar höflich, wieder gewesen, hat sich gehorsamlich bedangkt,
vor die bewillkommung, undt angebottene gnade. Sich
auch excusirt, daß er mir nicht aufwarten thete,
wehre auch bey Cöhten mit fleiß vorüber paßiret.
Wolte ungerne ungelegenheit machen, gestaltt es ihm
dann leidt wehre, daß er so stargk anhero kommen,
<auch> mich und meine undterthanen, incommodiren müßen,
wolte morgen frühe wieder forth paßiren. Er köndte
leicht erachten, wie betrübt ich, vmb meinen lieben Sohn
seindt müßte? Vndt wie ungerne ich frembde leütte sehen
an itzo sollte, hat sehr beweglich, sejne condolentz contestjrt,
undt endlich auch bekandt, daß er etwaß müde, von Seiner
rayse wehre. Die Tractation (so ich ihm auch freywillig,
mit freyem quartier, anpræsentiren laßen) hat er zu
demühtigem großem dangk, acceptirt, undt gesagt,
er begehrte nichts, alß einen guten Trungk, Zerbster Bier,
So hette er schon genung. etcetera Zu Nürnberg, würde noch
wagker pancketiret, undt der gehofte Schluß, wehre
noch nicht zum ende. Jedoch hofte man, des besten. Seine
gemahlin, hat auch gar höflich, gegen Meine gemahlin sich bedangken || [[Handschrift: 171v]]
laßen, undt gehorsamlich befehlen. etcetera


Jm herrein ziehen, ist er auf einer Calesche, mit 4 pferden
gefahren, vndt hat gegen sich über, einen geistlichen
sitzende gehabt! Seine liebste aber, ist vorher
geritten, undt viel andere pferde mehr, von
Damen, vndt Cavagliers, Officirer, und auch handtroße.


Auf seine offene calesche, ist gefolget, ejne schöne
carretta mit 6 grawen pferden, darinnen theilß
seiner kinder, geseßen, vndt sonst, mehr kutzschen,
undt wagen, nachgefolget. Gott helfe, das wir
von allen beschwerungen, <baldt> mögen erleichtert werden!


Der Caplan Jonius, ist bey mir gewesen, welchen ich
Mit collecten, contentirt, und extra zu abends, behalten.
perge


Schreiben von Halberstadt, vom Hans Georg Horenburgk.

Donnerstag den 2. Augustj: 1649.

<3 hasen, Viktor Amadeus Fürst zu Anhalt gehetzt.>


Abraham Benedix hat sich præsentiret, avec des propositions estranges.


Dieu me vueille contregarder, de toute faussetè!
& m'assister de ses Paternelles graces, & benedictions!


Jn gartten, nachm Ziel zu schießen, darnach an
den Thambbaw1 spatzirt, post negocia peracta. perge


Es wirdt alles sehr mühsam, sawer, undt schwehr, die
Erndte, das bawen, und andere concurrirende omen!


Jakob Ludwig Schwartzenberger hat Mich, zu seinem Söhnlein, zu gevattern
Schrifftlich, gebehten. Er wil es auff den Sontag (gebe gott) täuffen laßen!

|| [[Handschrift: 172r]]


Meine zweene klepper, so ich <vor>gestern, Hans Georg Horenburg
nach halberstadt, mitgegeben, seindt beyde, zu Rehe, worden,
dann in einem Tage, haben Sie 8 meilen, geritten, von
hinnen, auf Ballenstedt, undt Quedlinburgk zu, aldar
Sie gefüttert, undt forth, auf halberstadt, vndt
gestern, wieder her, 7 meilen weges, den geraden weg.
Jst mir ein großer schade! Wenn nur die Roß-
ärtzte undt Schmide, etwaß taugen möchten?


Mein Consulent Jehna, ist diesen abendt, von
Zerbst anhero gekommen.

<Ambulatio spirituum nocturna, somnum interrupit! Nota Bene et cetera>


Mein Raht Jehna, ist nacher Plötzkaw.


Hinauß, auf meine Felder, alhier, undt zu Zeptzig
geritten, vndt die hauffen gezehlet.


Extra: Hesius der Diaconus, undt Rector, zu Mittage. Nota Bene


Avisen von Erffurdt, daß graf Magnus, in den Ober-
kraysen, erstlich reducjret, undt hernacher in andern weitter
forthfahren wirdt. Die Schweden, seindt offendiret, daß
<da> Kayserliche Mayestät undt Chur Meintz, 2 Evangelische gesandten,
(alß herr Blumenthal, undt Wolfßkähle) nach Nürnberg,
geschigkt, daß Chur Saxen, einen Päbstischen gesandten2,
dahin ablegiret, welcher mit niemandt, conversation
helt, alß mit den Kayserlichen alleine. General Axel Lillie
hat zu seiner abfertigung, eine assignation, auf || [[Handschrift: 172v]]
40000 ReichsthalerRthlr: an die satisfactionsgelder, entpfangen,
Alß unlengst Ertzhertzogk Leopoldt Wilhelm, in den
Niederlanden, bey einer kleine Stadt, vorüber gefahren,
hat man salve heraußer gegeben, welche baldt übel
gelungen wehre, dann die Kugel durch die kutzsche
undt dem Ertzherzogk, an dem kopf, hingefahren ist.


Jn Frangkreich, ist das feẅer deß tumults,
noch nicht gestillet, der König, undt seine Rähte,
wollen alles, par force durchdringen, die gemeine
aber, undt Parlamenten werden desto unruhiger,
inmaßen etzliche länder, aufß neẅe rebelliren.


Zu Hamburg, seindt die 2 vornehmste Engel-
ländische kaufleütte, mit list, auß der Stadt practizi-
ret, undt zu Schiffe, bereits 9 meilen, undter Glügk-
stadt, gegen Engellandt, geführet gewesen, aber
durch nachgeschickte Mußcketirer, wiederumb ein-
geholet, undt sampt ihren Endtführern nach ham-
burgk, gebracht worden.


General Gromwell bereittet sich gewaltig,
mit einer Armèe, nach Schottlandt, zu gehen,
woselbsten er, genungsam zu schaffen, finden wirdt,
dann die Königlichen Presbyterianer, Egalisten, undt
andere factiones, sich auch dargegen, mjt Macht || [[Handschrift: 173r]]
rüsten, nur hat der Gromwell, seinen Schwager, den
General Commissarium Jhreton, durch das Parlament,
vor leütenampt General, nach ihme, über der republicque
trouppen, in Jrrlandt, declariren laßen, und solle diese
commission drey gantzer iahr lang, gültig sein,
undt in allen absolut commando haben, biß die Königlichen
in Schottland undt Jrrlandt (ihrer meinung nach)
werden gedempft sein. Also gedengkt er in Jrrlandt
über zu gehen, vndt Doublin zu endtsetzen, im fall
es nicht schon eingenommen sein möchte. Printz
Robert, hat über 200 fischer schiflein, zu grunde
gesengkt, undt dadurch den Engelländern, die
See fischerey verderbeet.


Die hofnung der Nürnberger tractaten endtschaft, ergrößert
sich, die punctj institutionis, solutionis, & assecurationis
wegen der letzten millionen, satsifactiongelder, seindt richtig.
Mangelt nur, an der subscription der Kayserlichen[.]
Die assecuration, wegen Frangkenthal, ist an Königlich Schwedischer
und Chur Pfältzischer seitten, so viel, alß richtig, wegen Benfelden haben
zwar Chu<die> Frantzosen, gegen Chur Pfaltz, difficulteten
gemacht, iedoch endlich gewilliget, kleine puntillas
sollen noch zwischen Chur Pfaltz, undt Chur Beyern sein,
welche das haüptwergk, nicht hindern könnne.
Graf Magnus, wirdt baldt kommen, reduciren, und abdangken,
auch die itzo, in Pommern, Meckelnburg, Westphalen, und in der Margk || [[Handschrift: 173v]]
liegende militie der Schweden und Finnen, zu Schiffe bringen,
worgegen deützsche völgker eingeleget, und andere
subleviret werden sollen. Graf Magnus zeücht
an, auf Erfurdt. Ein currir auß Spannien,
ist ankommen, welcher die restitution Frangkenthals,
von wegen seines Königes, mitbringet. Puncta
restitutionis, darüber man nicht eines werden
können, seindt aufn ReichsTag verschoben. Jn summa:
der himmel hengt, (wie man sagt) voller geigen.
Man macht sich gefast, zu Freẅden Festen.
Avisen, von Bergen unserm abgeschickten, nacher Nürnberg[,]
item: von Halle, von Leiptzigk, von Erfurdt,
confirmirt alles den Friedenschluß.


Gott gebe! daß es ein bestendiger, wahrer
Friede, nur seye! und mich auch etwaß
erfreẅen möge!


Grentzstreitt, von den Quedlinbürgern <perge>
welche sich auf ChurSaxen beruffen, im Ampt
Ballenstedt, item: lose händel, von einem Axel
Lilliischen quartiermeister, wegen einmahl
bezahlter 30 ThalerThlr:[.] Voyla deux pieces,
pour me consoler, & rèsjouir, (vel quasj!)[.]

|| [[Handschrift: 174r]]


Jehna ist diesen abendt, von Plötzkaw wieder-
kommen, dahin er diesen Morgen, verrayset wahr,
allerley mir referirende.


Der von Jehna, ist wieder verrayset. Gott
gesegene! undt erhalte ihn!


Jch habe allerley expeditiones, außgefertiget,
in publicis, & privatis!


Nachmittags ist der redliche fromme Mann, mein Elltister
diehner, und raht, Melchior Loyß, herauf zu Fuß
<in zimlichem Vigore> gegangen, mich zu besuchen. hat allerley, mit mir
conversirt, von Allten, undt neẅen Sachen, vndt ein
kleines desiderium (so ich ihme bewilliget) gehabt. Er hat an itzo 73 iahr,
auf sich, undt wirdt den 6. November das 74. iahr,
(wilß Gott!) antretten, wiewol er vermeinet,
diese kurtze zeit, schwehrlich, zu erleben,
Sintemahl, er, von asthmate, sehr geplaget
wirdt, Sonst macht er sich, gar fein geschickt
zum Tode. Jst billich, und bereit darzu. Er
tractirt gerne sacra, & Theologica. Dangket
Gott, vor seine gnaden gaben, und das er ihm, die
gehofte Frjedenszeit, noch erleben laßen, daran
viel iüngere mehr, Alß er gethan, dubitiret. Jst
sonst ex Professo, ein Stattlicher künstlicher Mathematicus.

|| [[Handschrift: 174v]]

Sonntag den 5ten: Augustj; 1649.


Somnia moribunda gehabt, wegen Pestzeitt,
in vicinia. Warnung von Schkela, pour mon fils,
Charles, Dieu nous en preserve paternellement,
par sa Sainte grace! Vielleicht kömbt es daher,
weil neẅlich, in Zeitung gestanden, daß in allen
dreyen Prager Städten, die pest gewaltig
grassirte, wie auch in Spannien, zu Madrill,
zu Seviglia, und anderstwo, So dann auch
zu Genua in Jtalien, undt gar in den Jndien!
Gott erhalte die Seinigen, gnediglich!


Jn die kirche, vormittags, da dann ein iunger
studiosus, Theodorus genandt, von Zerbst, eine probepre-
digt gethan, ob er zum Diaconat zu Ballenstedt zu befördern.
et cetera


Extra zu Mittage, Doctor Mechovium gehabt.


Nachmittags bin ich, mit Schwester Dorothea Bathilde <vnd> meinen Söhnen,
hinundter, in die Altstätter kirche, gefahren, vndt
haben des Hesius, stattlichen predigt zuge-
höret, darnach aber, <habe ich> Jacob Ludwigs Schwar-
tzenbergerß Söhnlein auß der Tauffe gehaben,
welches Christian Ludwig, genennet worden.


Die gevattern waren, 1. Jch. 2. Schwester Dorothea
Bathildis. 3. Christian Heinrich Börstels Fraw
|| [[Handschrift: 175r]]
vor die, ihr iungker stunde, weil sie krangk
war. 4. Der CammerRaht, Doctor Mechovius vor sich selbsten.
5. Der Superintendens von Cöhten, Magister Daniel
Sachße. 6. Des CammerRahts Fraw. 7. Der
Superintendens alhier, Er Plato, sein des
Schwartzenbergers Schwäher. Er Hesius täufte
das kindt. Es war gar still vndt fromm.


Nach verrichteten Taufceremonien, wurde
in der kirchen, aufm küßen da das kindt lag, ge-
schengkt. Darnach zogen wir wieder, dar-
von, wiewol der Vater des kindes sehr bahte,
meine Söhne, zu ihme zu vergönnen. Dieweil
es aber sehr regenete, und nur unsere
eine kutzsche vorfanden, darauf wir wieder,
zu Schloße mußten fahren, sonderlich aber auch, weil
ich kawm 4 Monat, vmb meinen lieben Sehligen
frommen Sohn <Erdtmann Gideon Sehliger>, auß getrawret, vndt darneben,
den guten leüttlin, keine beschwehrung, (nach wolvollbrachtem Christlichem wergke,) machen
wollen, seindt wir Fürstliche personen, wieder hinauf
gezogen. Jch habe aber, meinen Raht, und hofmeister
Einsidel vor mich, (auf viel sollicitiren) zum convivio
oder collation gehen lassen, es auch andern mehr concediret.

|| [[Handschrift: 175v]]


Gott gebe allenthalben, seinen Segen! Amen!

Montag den 6ten: Augustj; 1649.


Schreiben vom Berlin, von Fräulein Catherine, daß dero
Bahse, Freẅlein Charlotte von Hanaw, baldt
nach dero wiederkunft, auß dem langwierigen
haagischen exilio, in ihrem vaterlande Todes
verblichen. Gott genade ihr! Jch habe sie
allezeit hoch zu æstimiren, vhrsach gehabt perge
und sie war eine hochverstendige Dame. perge


Jhre Fraw Schwester, die landgrävin, sol sich
sehr umb Sie bekümmern, also: daß Sie auch aller
krangk ist! Gott wolle Jhrer Liebden wieder zu
rechte helfen! undt unß diese rechtglaübige
Seüle, noch lange zeit, gnediglich, fristen! undt
erhalten! <Jtem: avis daß Chur Pfaltz zu Heidelberg ist, Gott erhalte ihn!>


A spasso; auf meinen Thamb3, da es dann etwan
langsam, undt schwehr zugehet, alles zu expediren. perge


heütte Nachmittags, habe ich den CammerRaht,
Doctor Mechovium, nacher Cöhten, auf den convent, ablegiret,
zu deliberiren helfen, 1. wie es mit den
durchzügen, zu halten? 2. Wie man die 4te.
undt 5te. million, zun satisfactiongeldern, auf-
zubringen? Gott gebe glügkliche, verrichtungen!
Der Amptmann Reichardt, ist ihm, (auf sein begehren,) adjungiret.

|| [[Handschrift: 176r]]


Schreiben von Kayserlicher Mayestät an Mich, condolendo
gar gnedigst, wegen meines Sehligen Sohnes absterben.


Schreiben vom Berlin, daß die Polen, durch die
Cosagken, sich mannlich durchgeschlagen, undt
deren viel Tausendt erleget, wie auch, viel Tartern! perge


Schreiben von Wien, daß die liebe iunge
Kayserinn, eines iungen Sohnes, genesen,
welcher auch getauft worden, Sie aber die
Kayserin Maria Leopoldina, baldt hernacher
im kindelbett, diese welt gesegnet. Jst zu be-
dawren. Gott tröste Jhre Mayestät und alle betrübten!


Schreiben vom hetzogk Wilhelm, von Weymar,
sampt beygelegter intercession in causa As-
caniensj, vor unßer hauß, an Kayserliche Mayestät[.]
Gott laße diese, und mehrere intercessiones
nutzen schaffen, und helfe unß, mit gnaden!


Die avisen von Leiptzigk, geben continuation
deßen, waß die Erffurter avisen neẅlichst ein-
bracht. Das übrige, ist nicht der rede werth. et cetera


hertzogk Geörge vom Brigk, hat auch
gar höflich, an Mich, geschrieben, und Schwester Sophia Margaretha
hat mir das brieflein zugeschigkt. perge


Gebhardt Loyß, ist von Torgaw,
wiederkommen. perge

|| [[Handschrift: 176v]]

Dienstag den 7ten: Augustj: 1649.

<2 hasen, mon fils gehetzt.>


Somnia; gehabt, wie ich Meinen Sohn, Erdtmann Gideon
Sehliger, hette wieder aufferwegken wollen, in diß
leben zu kehren, durch hülfe des gebehts der
Geistlichen, sonderlich Ern Peter Gohtens, vndt
durch gehofte, miracula, (nach dem ich zuvor
viel mit ihme meinem Sehligen Sohn, gleichsam in
einer erscheinung, geredet). Es hette aber,
alles nichts helfen wollen. Er mein Sohn, hette
es auch selber nicht begehret, der liebste,
schön verklährte Engel, im himmlischen wolleben!


Von meinen Töchtern, und v̈brigen Söhnen,
hat mir auch allerley getraẅmet, bevorab
von Angelica, wie ihre augen verstarret.
Gott laße unß, nichts böses, wiederfahren!


Jtem: getraẅmet, wie ich in eines pfarrers
im Niederlande, losament, in gefahr gewesen?
Da es doch mit Thüren und riegeln, auch fen-
sterladen bey Nacht verschloßen, und wol verwahret gewesen.


Friederich von Börstel, ist auß Frangkreich, wieder-
kommen, hat sich bey Mir præsentiret. Jch habe
ihn neben Jakob Ludwig Schwartzenberger extra zu Mittage behalten.
Er sagt, es regieren malignische morbj, im haagen! perge undt || [[Handschrift: 177r]]
der Oberste DèsLoges, mein guter bekandter,
wehre auch gestorben. Jst mir leydt!


Brunius, pfarrer zu kleine Paschleben, welchen
ich nacher Ballenstedt, zum Diaconat, vociren wollen,
hat sich gestern eingestellet, undt endtschuldiget.
Damit: 1. das er bey 70 iahr, altt wehre,
undt solches Diaconat, nicht annehmen köndte.
2. hette sich schon ohne daß, zu Paschleben, einge-
richtet, damit er seine lebenßmittel, haben
köndte. 3. ohne Fürst Ludwigs consenß, ohne
daß, nicht mutiren dörfte. 4. Bestellung
kirchen, und schulen zugleich, zu verrichten, wie
er zu Ballenstedt thun sollte, wehre ihm, in seinem
hohen allter unmüglich, undt einem iüngeren
Mann, (so thätiger, vndt arbeittsahmer) zu thun
leichter. Bähte ihn zu excusiren, undt mir zu
dangken, vor die gnedige promotion. Er ist sonst,
ein Pfältzischer Exulant. perge


Avis: daß zu hegklingen der bißhero, <noch nicht cassirte aber> geduldete
Schulmeister, (Lutheranæ Confessionis) sich vndter-
standen, drey kinder daselbst, zu taüffen, ohne
waß neẅlichst, mit dem transport, eines Fischer-
kindes, geschehen. Ein einsehen, wirdt von Nöhten sein. et cetera

|| [[Handschrift: 177v]]


Ein schreiben von ChurSaxen, bekommen,
wegen des von hagens. Die güldene bulla
wirdt angezogen, item: das Privilegium, de
non evocando subditos, sampt andern inusitatis.


Von Eißleben, schreiben mir auch, die Chur
Säxischen rähte, &cetera in selbiger Sache. et cetera


Es wirdt heißen: Avre l'occio. perge

Mittwoch den 8ten: Augustj; 1649.


Jch habe den Superintendenten, Ern Platonem,
bey mir gehabt, mit ihme, zu reden, von bestel-
lung kirchen, undt Schulen, eines consistorij,
anrichtung des hospitalß, undt dergleichen, &cetera[.]
Gott gebe gnade! segen! undt succeß!


A spasso, in gartten, undt an den Thamb4.
Es werden in die 22 kammern <im Tham>, oben undt undten
wieder zu rechte gemacht. Gott helfe! daß
es guten bestandt haben möge!


Extra zu Mittage, Superintendes Plato, undt Doctor Brandt.


Es ist Commission ertheilt, hofmeister Einsidel,
Doctor Brandt, undt Tobias Steffeck von Kolodey das Sie sollen
die Amptsacten, vom Ampts Raht Panße,
wieder auffnehmen.

|| [[Handschrift: 178r]]


Jn garten con Madama, nel fresco. Es
ist heütte zimlich herbstwetter gewesen.

Donnerstag den 9ten: Augustj; 1649.


Der CammerRaht Doctor Mechovius, hat relation
gethan, von der Cöthnischen Zusammenkunfft,
alda vernünftige consultationes, vorkommen,
auch die puncta wegen der 4ten: vndt 5ten: million zur
Schwedischen satisfaction, wie auch wegen der durchzüge,
vndt gesampten beyhülfe, mit gutem bedacht, de-
battirt, undt resolviret worden, (wie die gehaltenen,
undt ad Acta beygelegte Prothocolla außweysen)[.]
der engere Außschuß, hat sich wol erklähret,
undt submittiret. Fürst Ludwig, sol an einem Seitten-
wehe, gar unpaß sein, Gott wolle es, zur bäldisten
beßerung, mit dem lieben Allten herren, schigken!


Briefe nachm Berlin, und Wien, geschrieben. et cetera

Freitag den 10ten: Augustj: 1649.


Simon Hebreo, s'è presentato, á me, con parechie
proposizionj, qualj non sono da ributtare ancora.


Tosto dipoj, sono arrivatj lamentj, contra quel-
lo, da quej Christianj, che sono più giudaizantj,
nell'essere, e nella Vita lor, (ben che battezatj,)
che queglj Hebrej medesimij, che vivono honestamente!

|| [[Handschrift: 178v]]


Nach vielen bestellungen, in Oeconomicis, in itziger
ErndteZeitt, bin ich Nachmittags mit meinen Söhnen,
nach palbergk, geritten. Meine gemahlin, ist mit
Schwester Bathilde, undt den Elltisten beyden
Töchtern, dahin gefahren, undt haben collation gehalten.


Jm rügkwege, habe ich undterschiedliche
briefe undt molestien, vor mir gefunden, da man
doch in itzigen feriis canicularibus, billich, ruhe
haben sollte! Jnsonderheit werde ich an itzo gepla-
get, 1. in Publicis dieses landes, wegen subscription
des receßes, in Steẅersachen, unangesehen ich,
toties quoties reiterirt, daß ich mir mein ius
quæsitum, nicht köndte, noch wolte nehmen laßen!
2. in militaribus, da man, contra ius, et fas,
eine execution zu Ballenstedt leiden muß,
umb 30 ThalerThlr: willen, welche zu des Generals
Axel Lillie verpflegung vndt Stab gehörig,
er Sie aber zuvorn den dismontirten Reüttern,
(welche sie auch entpfangen) numehr aber, einem
Sergeanten, angewiesen, und weil man Sie
<zum andern mahl> nicht zahlen will, die Ballenstetter exequiret.


Also müßen wirs doppelt geben, wil man im
lande friede, undt ruhe haben? 3. in Privatis || [[Handschrift: 179r]]
da haüptmann Börstel, viel verdrießliche
händel, mit dem gewesenen pachtmann zu
Hoym, Kohlmann, haben muß, vndt ich mit
meiner gutwilligkeit, mir nur lites übern
halß gezogen. Der haüptmann und seine Fraw, seindt herkommen.


Mein bruder Fürst Friderich, schreibet mir auch, undt
nimbt halb vndt halb abschiedt, wegen einer vorha-
benden rayse, nacher heßen, undt Naßaw. perge

Samstag den 11ten: Augustj; 1649.


heütte ist abermal mein geburtsTag, an demen
ich mein 50te. iahr außbracht, durch Gottes gnade,
undt daß 51te. antette. Er wolle unß ferner
gesegenen, nach seinem gnedigen willen! undt die
gar viele Mühesehligkeitt, undt Unruhe, von
vnß nehmen! daß wir in fröligkeit, die noch übri-
ge zeitt, unserß kummerhaften <elenden angst>lebens, zubringen mögen!
Da pace Domine; in his regionibus, in diebus nostris!


Meine freundliche herzliebste Gemahlin, hat sich belieben laßen, mich
mit 4 Ochßen, (die ich endtweder zur küche, oder zum
Zuge, zu gebrauchen) mich anzubinden, so Jhre Liebden auß der
Laußnitz, bekommen. Gott gesegene ihre viehzucht davor!


Avisen von Erffurdt: daß die Schweden, mit dem Schluß
zu Nürnbergk eilen, undt eine post nach der andern,
von Stogkholm, derentwegen, aldar ankömpt.

|| [[Handschrift: 179v]]


Jtem: Graf Magnus de la Garde, hette ordre
mit ihren nationalvölgkern, in Schweden, undt
<Fin>Liflandt, zu eilen. Der pfaltzgrave Generalissimus
hat resolviret, daß die iehnigen Stände, welche
ihre quotam an den satisfactionsgeldern bezahlen
würden, alsobaldt der völgker, entlediget,
die gelder aber, zu contentirung der völgker, an-
gewendet werden solten. Die meisten gelder,
werden nicht eincassiret, sondern den Officirern,
und der soldatesca, alsobaldt angewiesen[.]
Die garnisonen sollen, so baldt die bezahlung,
erfolget, außziehen. Jm OberSäxischen Krayß
zwar, beharret der Churfürst darauf, man
solle die satisfactiongelder zu reducir: oder ab-
dangkung der völgker, vorauß zahlen, vndt Leiptzig
vorhero einraümen, darumb wirdt Graf Magnus
die Stände nacher Leiptzigk convociren, und mit
ihnen tractiren, wer aber am ersten bezahlen
wirdt, der sol auch am ersten, der völgker loß werden.


Der NiederSächsische Krayß ist auf ihrem Tage zu
Bremen berait, ihre quotam zu bezahlen, werden
also ihrer völgker, baldt quitt. Alß herr
Volmar zu Nürnberg ankommen, hat er dem Piccolominj || [[Handschrift: 180r]]
gleich, tractiret wollen sein, und alles diffi-
cultiret, wegen der andere geschloßen. Gibt remoras!
undt abschigkungen nacher Wien, umb Kayserliche ratificationes!


Alß Piccolominj dem Schwedischen Generalissimo der Kayserinn
Todt, notificirt, undt sich in die Trawer geschickt,
hat der pflatzgrave, das blasen, und paugken,
vor der malzeitt abgestellet, vndt
condolentz erwiesen. Es werden viel Schwedische
Regimenter abgedangkt, im Frängkischen,
Schwäbischen, OberRheinischen und Chur Cöllnischen
Krayßen, wie auch im NiederSäxischen.


Jn Engellandt, seindt die Regenten
uneins, Fairfax ist froh, daß er Crom-
welß loß worden, undt derselbige
nach Jrrlandt, forthgeschaft worden.
Der Jreton sein Schwager, vndt General
leütnant ist ein Schuester gewesen.


Einer hat nach Fairfax geschoßen, aber
gefehlet, undt bekandt, daß er, vndt v̈ber 1000
darzu von Gott beruffen wehren, die
Königes Mörder, wieder hinzurichten.


Frangkreich, ist voller innerlicher unruhe. perge

|| [[Handschrift: 180v]]


Hans Ernst Börstel, ist zu mir kommen, seiner Sachen,
zu expediren, vndt anbrigen zu thun, so wol wegen
deützen, alß wegen des pachtmanns zu hoym. Er hat
Audientz erlanget, vndt jst depeschjrt worden,
we<nach> dem er malzeitt, mit unß<zu hofe>, gehalten.


A spasso, aufn Thamb5, in die Mühle, kleinen
weinbergk, Wolfgangßkirche, etcetera etcetera etcetera


Avis: daß Paul Ehling, meiner herzliebsten gemahlin Liebden
gewesener Cammerschreiber, in hollstein, an seiner
Schwindsucht, numehr gestorben. Gott genade ihm!
Dieu luy vueille avoir pardonnè tous ses pechèz,!
encores qu'en sa vie, il m'ait extraordinariement offencè,
si est ce, que ie luy ay pardonnè ses grandes fautes.


Maintenant, son hümeür farouche, & indomptable,
(lors qu'il estoit encores en santè) ne me nuira
plüs, & ne sera plüs soustenü, de personne!!!


Dieu me vueille garantir, de tous, mes ennemis,
secrets, & ouverts! des Simej; & <des bouches> mesdisan<te>s! Amen!


Mein Lackay, Hans Baltzer Oberlender, ist treflich krangk
worden, und hat sich greẅlich verbluhtet, also daß man
ein böses ende ominiret. Kämbt zwar, zweifelß
ohne, vom Sauffen her. Gott erbarme sich Seiner!
Vergebe ihm, seine Sünde! und helfe ihm auß gnaden!
Jch habe sonst einen Treẅen diehner, an ihm et cetera
und möchte ihn ungerne verliehren. perge

|| [[Handschrift: 181r]]

Sonntag den 12ten: Augustj; 1649.

<Regen.>


Jn die kirche, vormittagß.


Nachmittags wieder zur kirchen singulariter cum sorore, & filiis,
& 3 filiabus.


On est fort tourmentè, des mendians importüns,
qui ne sont point, dü Pays, ains èstrangers. perge


Doctor Mechovius, vndt Secretarius Paulus Ludwig, seindt
nacher Ballenstedt, eine commission, nebenst Caspar Pfawen
(meo nomine) vorzunehmen, undt den Amptmann
Martin Schmidt, sampt Jacob Ludwig Schwartzenberger
zum Protocoll mit zuziehen, in den hoymischen
irrungen, zwischen haüptmann Börstel, vndt
dem gewesenen pachtmann Kohlmann. gott
gebe zu glügk! undt succeß!


Simon heinrich Schwechhausen, ist von
seiner abereinsten verschigkung <foeliciter>, wiederkommen,
auß dem lande zu Meißen, undt Dühringen. perge


Die avisen von Leiptzigk, confirmiren die
Erffurdter, undt bringen über diese mitt:
daß die Nürnberger tractaten geschloßen.
Die Kayserinn, ohne hebamme niederkommen,
undt weil die secundinæ, nicht forthgewollt,
Sie endlich, durch die Fraiß des Todes sein müßen! Ohime!

|| [[Handschrift: 181v]]


Die Venezianer haben 4 squadrons zu waßer
außgeschickt, 1. wieder die Dardanellj. Zum 2.
wieder die flotta von Aleandria, auß Egypten.
Zum 3. wieder die Armada, auß Barbaria.
Undt zum 4ten: Canea zu endtsetzen.


Die Türgken, machen sich auch an Ragusa,
und wollen päße, durchzüge, und Schantzen
haben. Diese Repüblique aber, suchet,
Schutz, bey Spannjen, undt Venedig.


Zwischen Frangkreich, undt Spannien, gehen
die Friedenßtractaten, schläferig von statten.


Jn Frangkreich seindt etzliche provintzien, wie auch
etzliche Religionsverwandten, in motu.


Lüttich, hat mit dem Churfürsten von Cölln zwiespalt.


Der pabst tummelt sich noch, vmb das Für-
stenthumb Castro, wieder Parma.


<General> Cromwell braviret, wie ein König, mit
aufwarttungen, 80 vom Adel, vndt leib-
guardien, in meinung, Jrrlandt, undt Schottlandt,
zu übermeistern. Sejn gegentheil (die Königlichen)
schläfft aber auch nicht, und obsiegen, in Jrrlandt.

|| [[Handschrift: 182r]]


Zu Amsterdam, seindt 9 Schiffe, reich beladen,
auß OostJndien, ankommen, haben freẅde erwegket.


Printz Rupreht, pfaltzgrave, hat mit seinen
Jrrischen Schiffen, drey Engelländische OstJndien-
fahrer, mit reicher beütte, übermeistert, und einbracht.


Es continuiret, daß die Cosagken, das eine
Pollnische läger, gantz vmbringet, blocqujret,
undt umbgraben, undt das es der König in person
zu endtsetzen, willens, wann er nur, seine
deützsche völgker <alle> ankommen sehe, wie
auch nach ergangenen vierdten aufbott,
den gantzen Pollnischen Adel, undt landtvolgk.
Die Polen sollen nur, 16000[,] die Tartarn
undt Cosagken aber, über 200000 stargk sein,
undt sich noch immerforth stärgken, auch
sehr trotzig, sich erzeigen, wiewol auch diese
Tartarn, mit den Moßkowiter Cosagken,
zu thun bekommen haben sollen.


Zu Breßlaw, ist das meiste, undt beste
Theil, der hauptkirchen daselbst, zu Sankt Elisabeth,
übern hauffen gefallen. Sie halten es, vor ein böß omen!

|| [[Handschrift: 182v]]

Dienstag den 14den: Augustj, 1649.


Es hat allerley, in Oeconomicis, zu Thun gegeben,
noje, e contentj framezzate!


A spasso, con Madama in garten.


Jtem: solo aufn Tham6, & alibj. Alles, wirdt
schwehr, undt gehet doch noch forth. perge Gott
helfe ferner, mit gnaden!

<Donner diese nacht. heütte regen.>


Avis vom Obrist leutnant Knoche, daß der Pfaltz-
grave Generalissimus, wie auch Graf Magnus
de la Garde, glügklich, schon zu Leiptzigk
ankommen, und die Tractaten zu Nürnberg
gantz richtig seyen. Gott gebe es guht!


<Obrist leutnant> Knoche, wirdt zum Pfaltzgraf geschigkt.
Gott gebe vor unß, gute expeditiones!
undt daß unß die durchzüge, nicht allzu-
hart betreffen mögen!


Die Wörlitzer brandtbeschädigten,
wollen sich von der Contribution, eximiren,
die andern herren rahten, man solle Sie auß dem
überrest übertragen, der zu viel bleibet, weil
allezeit zu viel Contribution, außgeschrieben wirdt.

|| [[Handschrift: 183r]]


Die Malignischen Fieber, fangen an, zu grassiren,
gestaltt dann, einer von unsern bedienten, der neẅe
küchenschreiber, darmit, befallen worden. perge Gott
helfe auß allem elendt! undt unheyl!

Donnerstag den 16den: Augustj: 1649.

<Regen, vndt hinderung der erndte.>


Der CammerRaht, Doctor Mechovius, wie auch Secretarius
Paulus Ludwig, (welche gestern, von Ballenstedt wieder-
kommen, undt ihre commission zwischen Börsteln, undt
Kohlmann, wol abgeleget, auch Casparn
Pfawen, zum neben commissario gehabt, undt
den Amptmann zu Ballenstedt, undt Schwartzen-
berger, zu Mitprothocollisten dazugezogen,)
haben sich præsentiret, undt ihre commission
Schriftt: vndt Mündlich, wol abgeleget.
Der Kohlmann, hat sich wohl excusiret.


Boerstel, hat tergiversiret, undt <sich> opiniastriret.


Extra zu Mittage, Doctor Mechovius, Paulus Ludwig
vndt Schwartzenberger. perge


Schreiben von Berlin, von Madame Elizabeth, <a la>
<quelle, i'ay rèscrit> undt Schwester Sofia Margaretha Liebden[.]


A spasso, aufn damb, undt in gartten.


Je ne scaurois oublier, mon cher Fils, Erdmann Gideon.
Il a estè trop abbandonnè, de nous! Dieü l'ait; en plüs
süblime; et glorieüse gloire celeste!

|| [[Handschrift: 183v]]

<2 Räphüner.>


Die Erndte habe ich heütte continuiren laßen,
undt auch, wegen mangelß, an dienstleütten,
die von der Freyheit, darzu gebraucht.


A spasso, in garten, undt damb, weinberg, etcetera
verdrießliche händel bekommen, in Sachen,
zwischen Fürst Johann Liebden undt dem Raht
zu Zerbst, darauß große weittlaüftig-
keitten endtstehen. Gott verhüte alle dissen-
siones! undt scandala!

<vormittags hat 3 hasen, mein Sohn Victor gehetzt. Nachmittags regen. perge>


Die avisen von Erffurdt geben:
daß alle puncten zu Nürnbergk richtig, vndt
die Generallen, nach der Seekandte zu, eilen.


Zu hamburgk, ist ejne Tagefarth. Dennemargk,
Braunschweig, vndt Lünenburg, haben wichtige
tractaten vor. Dennemark wirbt zur landesdefension[.]


Jn Engellandt, kan Cromwell, nicht forth-
kommen, wegen contrarij windes contra Jrrlandt.


Jn Frankgreich, ist alles aufrührisch,
weil man den Religionsverwandten auff
antrieb des Cardinals Mazzarinj, || [[Handschrift: 184r]]
will die kirchen sperren, vndt andere vn-
derthanen, mit contributionen, beschwehren,
den Parlamenten, ihre freye Vota benehmen,
auch sonst tyrannisiren. Düc d'Espernon
hat mit seiner leibguardie von 300
Edelleütten, zu Bourdeaux, auß der Stadt
kawm entrinnen können, und seindt der,
über 50 vom pöbel, erschlagen worden. perge


Zu Prag, graßirt die pest greẅlich,
undter den Officirern, undt Soldaten.

Sonntag den 19den: Augustj; 1649.


Jn die kirche, conjunctim.


Extra zu Mittage, Christian Heinrich von Börstel vndt Tobias Steffeck von Kolodey
vndt die Rindtorfin. perge


Conversatio, mit Schwechhausen. Postea:
mit Christian Heinrich von Börstel.


Nachmittags wieder in die kirche, cum sorore, & Filijs. et cetera

Montag den 20ten: Augustj; 1649.

<17 lerchen, hat mein Sohn diese nacht gestrichen.>


Avis von Chur Saxen, wir möchten
unß nicht allein, mit dem ersten Termin, zun
3 millionen, nemlich mit 1800000 ThalerThlr: parat hal-
ten, sondern auch mit den 1200000 bahr, welche doch auf
assignationes zuvor gewilliget gewesen. perge

|| [[Handschrift: 184v]]


A spasso zu fuß, in gartten.


Nachmittags aber, zu roß, mit meinen Söhnen, die
erndte alhier, undt zu Zeptzigk, in etwaß,
zu besichtigen vndt es hette fast Rindtorfs
erkauftes <diesen abendt> iunges pferdt, ein Blawschjmmel,
ein unglügk angerichtet, in deme er, mit
seinem Reütter, außgerißen, vndt an meines
Sohns, Carolj, Ursinj seitte, den lackayen,
Hanß Geörgen, übern hauffen geworfen,
also: daß derselbe, kawm athem holen können,
über seine seitte geklagt, undt dennoch
wol mitgelauffen, undt fleißig aufgewartett.


Diesen spähten abendt hat man einen
feẅerdrachen, über das Schloß, fliegen gesehen. <et cetera>
Jst von der Sahle über daß forwergk herge-
flogen gekommen, undt über meine Scheüne
hin, Schloß, vndt Thor, et cetera Gott dempfe
alle Bubenstügk, vndt Schelmereyen!


Avis: daß der Pfaltzgrave, General vndt graf
Magnus de la Garde, auf Deßaw zu, kommen
sollen.

|| [[Handschrift: 185r]]

Dienstag den 21ten: Augustj; 1649.

<6 lerchen, georg e.a friedrich von Künsberg[,] Bartoldt, vndt hanß Eckardt.>


A spasso, aufn Tham7.


Schreiben von Wien, in dilatorischen terminis.


Avisen von Leiptzigk:


Daß die pest, zu Prag, erschregklich, grassire!
Jtem: daß der friede, zu Nürnbergk, richtig.
Jtem: daß die Venezianer, wiederumb, eine
bluhtige Victoria, in dem Meerhaven, vor
Negroponte erhalten. Sonst aber, hetten
Sie, eine galere, vndt 80000 ducaten verlohren,
so ihnen die cappellettj, oder Vßcochj abgenommen,
vndt in des Kaysers landt salviret,
da sie doch diß geldt, in Dalmatiam
wieder den Türgken, schigken, und anwenden wollen.


Jn Engellandt, scheinet es, dörften die
neẅen Regenten, uneins werden. Es werden
Zettel spargiret, darinnen man, die Königß-
mörder vor recht citiret, nach Fairfax hat
man geschoßen, undt über 1000 sollen dergleichen,
im Sjnn, haben. Dublyn in Jrrlandt, jst in extremis.
Die Frantzosen, seindt in henngaw, eingefallen, haben
großen schaden, gethan, General Erlach, solle todt sein,
wehre wol schade umb ihn.

|| [[Handschrift: 185v]]


Die Schotten, wollen sich coniungiren, mit den
Jrren, dem Könige, zu dienste. Jhre geistlichen
selber, zu erweisung ihrer Treẅe, wollen
2 Regimenter, auf ihren beüttel werben.


Jn Polen ist großer krieg, undt mögen
die Cosagken, undt Tartarn, den Meister spielen.


Die Religionsverwandten, in Frangkreich, sollen
auch aufrührisch sein, weil man ihnen, ihre
privilegia nicht halten, undt ihre libertatem
conscientiæ, nicht recht laßen, noch Sie,
zu einigen digniteten, admittiren wjll.


Zu Constantinopel sol der Venezianische
Bailo, auf vorbitte des Kayserlichen Oratoris
wieder relaxiret sein.


Zu Stogkholm, ist der Pollnische gesandte8
todtkrangk. Die Schweden, schigken einen
gesandten9, auf daß kindttauffen zu Copenhagen.
et cetera


Printz von Uranien, ist in eyl nach Flan-
dern, undt Zeelandt zu, gezogen.


A spasso mit Madame gefahren, in die Erndte.


Jn garten will der gärtner 7 Eichbaẅme
haben zu den gängen. Ein bawm wirdt in || [[Handschrift: 186r]]
3 Theil getheilet, auf der Sägemühle,
auß iedem stügke werden 9 Seülen,
iedere 4 ellen lang, (darvon 1
elle tief, in die erde geschlagen wirdt)
geschnitten, vndt also: 27 gartenseülen,
auß einem bawm. Wirdt die
alleen, wol zieren, aber meine püscher,
in ohne das großer desolation, noch
dünner machen. perge

Mittwoch den 22ten: Augustj; 1649.

<22 lerchen, Kinspergk, kleiner Märtin. Hans Georg lackay.>


Schwehre somnia gehabt, wie ich meinen Sohn
Erdtmann Sehliger, noch einmal müßen laßen
zur erde bestatten, Meine gemahlin hette
mich darzu instigirt, wieder meinen willen,
vndt dangk. Wir hetten einander zwar ge-
folget, in schwartzen Trawerkleidern
undt langen Mänteln. Jch, vndt andere
aber, ehe man an den kirchhof kommen,
hetten durch ein enges kleines Niedriges
Thürlein, wie durch ein Schwibbögelein kriechen
müßen, daran ich ungerne gewoltt. Als ich mich
aber nach Meiner gemahlin umbgesehen, so mich instigiret,
wehre Sie darvon vndt absentirt gewesen, so mich verdroßen. et cetera

|| [[Handschrift: 186v]]


A spasso, in garten, undt auf den damb.


Wolf Thilo von Trohta ist hier gewesen, hat
sich gleichßfalß, wie die Krosigk zu Erxleben,
undt Erlach10, wegen der commission, (mutatis mutandis)
endtschuldiget, Sintemahl 1. Jhr einer vetter,
verrayset. 2. Der eine bruder, Todtkrangk.
3. Die Erndte in vollem schwange, und ohne
verseümnüß derselben, undt ohne schaden,
man sich nicht zu absentiren. 4. Die commission
wehre scharf clausuliret, wegen des nachreittens
im fall pferde abgenommen, oder zurügkb be-
halten werden solten, dörfte darüber
einer von der muhtwilligen soldatesca abgehetzt
oder gar Todtgeschoßen werden, bevorab, wann
einer es nicht verstünde, mit den Soldaten,
recht vmbzugehen, in maßen, zum 5. ihrer
der Trohten keiner, ein soldat gewesen,
undt also, vmb excüse gebehten. Jch habe
ihre endtschuldigung vor relevant annehmen
müßen, so wol, als Erlachs, vndt der Krosigke,
denn iehner, mit der erndte, vndt wieder anbaẅ
seiner ruinirten Oeconomij, diese aber sich || [[Handschrift: 187r]]
damit endtschuldiget, 1. daß der Elltiste Volraht
immerfort krangk. 2. Der andere Matthiaß, mit
Fürst Johannßen, auf mein begehren, verrayset.
3. Der dritte, alß Jacob Antonij, hette noht-
wendige nacher Brehmen, in sachen, daran ihm, seine
höchste wohlfahrt gelegen, verraysen müßen,
undt 4. der vierdte bruder, wehre auf-
wärtter, beym General Königßmargk. et cetera
5. So haben sie auch mit der gegenwärtigen
erndte sich excusirt, vndt 6. die commission,
per indirectum zwar, gescheẅet. Werde
also nach einem andern trachten, oder hoffen
müßen, es werde Gott gnade verleyhen,
das wir solcher vndt dergleichen commissionen
nicht viel bedörfen, vndt die durchzüge,
sich vielleicht, anderstwohin lencken werden.
Faxit Deus! et in adjutorium nostrum jntendat!


Jch bin nachmittags, mit Meinem Sohn, Victore
Amedeo, in die weinberge geritten, dieselbigen
alhier, undt zu Aderstedt, durchgangen, undt
gesehen, wie die beeren klein, etwas, außge-
dorret, auch vom hagel, undt von der kälte im voriahr
beschädiget worden. Neẅlichst hats auch <2 mal> gereifft,
iedoch wirdt unß Gott, unser bescheiden Theil, wol geben!

|| [[Handschrift: 187v]]


Schlegel hat sich præsentiret, me rap-
ortant des secrets, d'Erdmann Gideon de bonne mémoire que
ie ne scavois pas auparavant! Ô Dieu!

Donnerstag den 23ten: Augustj; 1649.

<5 Räphüner Schlegel, undt Oberlender.>


Der CammerRaht, Doctor Mechovius ist bey mir gewesen,
zu deliberiren, postea: Jakob Ludwig Schwartzenberger.


Schreiben von Bra.c vom Hans Georg Horenburg[.]


Märtin Schmidt, Amptmann von Ballenstedt ist ankommen,
allerley, undterthenig zu referiren.


J'ay èscrit a ma seur Sophia Margaretha perge.


Hans Georg Horenburg ist wiederkommen, con lettere perge re infecta:
Er hat (seinem bericht nach) lebensgefahr außge-
standen, auf der Lünenburger heyde, von zweyen Straßen-
raübern, welche ihn mit einem streifschuß,
verletzet, vndt ihn vollends ermordet hetten,
wann er sich nicht mit einem geschrey also libe-
riret, daß ihme etzliche fuhren convoyer, zu hülfe
gekommen wehren. Gott lob! der ihn beschirmet hat!

<31 lerchen, Matz kammerdiener cum sociis, Oberlender, vndt Michel Sattelknecht>


Avisen, von Erffurdt: daß der Churfürst
von Bayern, dem Churfürsten Pfaltzgraven
den Tittel ErtzTrugksäß, wie auch, die
Führung des Churapfels, disputiret, welches || [[Handschrift: 188r]]
gleichwol den friedensschluß remoriret. Er
sol auch Weyda dem pfaltzgraven von Sultzbach,
nicht restituiren wollen. Sonst wehre alles
von den Schwedischen, undterschrieben.


Jn Frangkreich, continuiren die unordnungen,
wie auch, (mutatis mutandis!) in Engellandt.


Theils vermeinen, Dublyn in Jrrlandt, wehre
über, andere aber, opiniren daß contrarium.


Schwester, Dorothea Bathildis, ist nachmittags,
von Plötzkaw, wiederkommen.


Der Amptmann von Ballenstedt, hat seinen
undterthänig(st)en abschiedt genommen, wil wieder zu Seiner
vocation peregriniren.


Schlegel hat auch licentz, wieder nach hause.
et cetera


Avis: daß ob zwar Fürst Johannes, seiner rayse, undt
Beylager, auf 14 Tage lang, aufgeschoben, (wegen
eines, mit etzlichen Tausendten ReichsthalerRthlr: auß-
geschigkten dieners willen) so seye doch der
außengebliebene diehner wiederkommen,
undt habe die in Frangkreich verfertigte
hochzeitkleider mitgebracht, also das diese
Dilation, Meinem vettern, leidt geworden.

|| [[Handschrift: 188v]]

Samstag den 25ten: Augustj: 1649.

<4 lerchen die Streicher>

<2 hasen, von der hatz.>


Jch bin mit meinem Sohn, Viktor Amadeus hetzen geritten.


Malherberies jmportünes.


Jn gartten, con Madama.


Avis; daß mit herrvetter Fürst Ludwig, sichs gar übel
anleßet, Gott wolle es mit Jhrer Gnaden zur beße-
rung, baldt schigken! und unß diese Seüle
des Fürstenthumbs, noch lange erhalten!

Sonntag den 26ten: Augustj: 1649.

<9 lerchen, Hanß Geörge kammerdiener[,] Wolf Sutorius, und Bartoldt.>


Jn die kirche vormittagß,
conjunctim.


Extra zu Mittage: Doctor Mechovius.


Nachmittags wieder in die kirche, cum filijs. perge


Schwester Dorothea Bathildiß, ist gestern
unpaß worden, heütte zwar in die kirche
vormittagß, gezogen, aber baldt darauf,
wieder eingefallen, vndt gezittert, wie ein
febricitant, auch gestern, undt heütte sehr
geschwitzet. Gott verleye, bäldiste beßerung!


Mit Andreaß hetzler, dem neẅen küchen-
schreiber, hat sichs, (Gott lob!) auch gebeßert.


Diesen abendt, hats geblitzt, gedonnert,
undt geregenet.

|| [[Handschrift: 189r]]


Avis: daß allerley geschwinde krangkheitten,
bey Adelichen, undt unadelichen, im schwang gehen,
undt mortaliteten, hier, undt dar, regieren. et cetera


Gott lindere! und beßere! alles elendt!


Tobiaß Steffegk, ist von Agken, wiederkommen,
dahin er gestern verschickt gewesen, im nahmen
Meiner freundlichen herzliebsten gemahlin Liebden iungfraw Eleonora
Elisabeth von Dütten, ihren auß Böhmen,
angekommenen Bruder, <Otto Christoph> zu besuchen, vndt zu
vernehmen, waß derselbe, im nahmen Meiner
gemahlin Liebden in ihren desiderijs, am Kayserlichen
hofe außgerichtett. perge Ars est varia! et
multiplex! dieser Otto, ist Päbstisch worden, undt <ist von 41 Dütten, dereinige undt letzte überblieben.>


Jch habe post expedita expedienda, meine
Schwester, Dorothea Bathilde besucht. Mag ein fieberlein sein.


Gott wolle allen übelstandt beßern!
undt unß allen gnedig erscheinen!


Schreiben von Wien, undt Berlin.


Gestern seindt 400 Mann, bey Warmstorf
vorüber paßiret.


heütte abends ist unser avisenbohte von den
exequirern, geschlagen, undt exequiret worden, umb 3 groschen willen.

|| [[Handschrift: 189v]]


Hans Geörge horenburgk (welcher unß in die 9
iahr lang, gediehnet, in Oeconomij vndt kammerdiensten
meiner Söhne, hat seinen vndterthänigsten abschiedt genommen,
undt ist von mir nicht allein, gnedig erlaßen, Sondern
auch weitter recommendirt worden. Gott seye mit
ihm! vndt das ihn das arge, nicht möge antasten!
in seinen blühenden iahren, da er 24 iahr altt ist. perge


Die Leiptziger avisen geben:


Daß der König in Polen, mit den Cosagken, accordjre
nach deme Sie etzliche vergebliche Stürme, auf
daß Pollnische läger gethan.


Der Kayser, ist, in summo luctu, wegen absterbenß,
der Frommen Kayserinn Seelig[.] Gott tröste Jhre Mayestät[.]


Zu Prag, grassiret die pest, gewaltig.


Jn Frangkreich, tractiret man mit Spannien.


Die Parlamenta zu Bourdeaux, undt Aix,
rumoren noch.


Mit der Stadt Lüttich, gibt es thätligkeitten,
deren sich benachtbarte annehmen dörfften.


Jn Engellandt ists im vorigen wesen.


Die Schotten wollen die macht, ihres Königes,
etwan vmbschrengken. Dublyn in Jrrlandt
soll endtsetzt sein.

|| [[Handschrift: 190r]]


Zu Nürnbergk, wehre alles undterschrieben.


Jn Flandern, sengten, undt brenneten, die Frantzosen
zu guter letzte. Wollten die leütte, überreden,
Sie meineten es guht, weil man doch baldt würde
vndter ihnen, und Spannien, friede tractjren. Spannien
wil mit dem Cardinal Mazzarinj nicht handeln.


Zu Rom, hette der pabst noch händel mit Par-
ma, deßen völgker etwan wehren geschlagen worden,
bey Castro.


Der Venezianer abermahlige Victoria,
wieder den Türgken, wil nicht continuiren.


Ein Türckischer gesandter rayset zu Spannien,
den iungen Sultan, des Kaysers Jbrahim
Sohn, von den MaltheserRittern, wieder zu begehren.


Die Königin, in Spannien, ist zu Madrill,
magnificentissime eingeholet worden.


Zu Caßel ist die heimführung, mit
großer pompa gehalten, vndt allerley
ritterspiel al[d]a vorgangen. Jm ring-
rennen, hat landgraf Fritz, darnach, ein
grave von Dillenbergk, vndt dann des Ober-
sten Werders Sohn, das beste gewonnen. An
turniren, balletten, Feẅerwergken, iagten, hats auch nicht || [[Handschrift: 190v]]
ermangelt. Gott gebe ihnen, Segen, undt Friede.

Dienstag den 28ten: Augustj; 1649.


Simon Heinrich Schwechhausen, ist von Zerbst,
Deßaw, undt Cöhten, auch von Leipztigk,
wiederkommen. hat mir allerley referjret.


Hans Geörge horenburgk, jst weggezogen.


hochzeitbrief, vom Ern Thülemeyer.


Furfanterie dj Georg Reichardt11 sapute da Philipp Güder12.


Avis: daß zu Nürnbergk, die Tractaten,
nicht recht forth wollen, item: daß man zur
4ten: million, contribujren muß. Ohjme!


Es sollen auch, etzliche Regimenter, nah[e] [hi###]rumb,
in der marche, begriffen sein.


Avis, vndt risposta von Ballenstedt, <in Oeconomijs.>

<4 hasen, mein Sohn gehetzt.>


Am heüttigen posttag, geschrieben, vndt doch darbey,
die Oeconomica nicht [neg]ligiret. perge


Contrastj [gra]ndissimj con la Mala Herba!


Jddîo [mj] liberj benignamente, da cotantj
fastidij! Veramente, l'è un mal jnsopportabile!
e senza rimedio! se Dio non vj mette la mano!

|| [[Handschrift: 191r]]

Freitag den 31ten: Augustj; 1649.


heütte, ist vieh: undt PferdeMargkt,
alhier zu Bernburgk. et cetera


Der CammerRaht, Doctor Mechovius, ist bey mir gewesen,
allerley zu consultiren, undt zu referiren.


Schreiben von Deßaw, vom vetter Fürst H. G. Johann Casimir
vom Hans Georg Horenburg vndt vom Berlin. perge


Mit der Sommerwolle, seindt Sie fertig worden.


Seindt 34 Stein, gewesen, darvon mir 27 SteinSt:
3 Pfund (libra)℔: geblieben. perge Zu 2 Dickthalerdickthlr: perge vndt was
es darüber gelten möchte, Matz Urloben.


Schreiben, von Zerbst, vom Jehna, wegen der Stol-
tzenberger gevatterschaft, und in Hagens sache.


A spasso, a[uf]n Tham13, gegangen. perge


Textapparat
a Auflösung der Abkürzung unsicher.
b Im Original sind die Silben "zu" und "rügk" getrennt geschrieben.
c Abkürzung nicht auflösbar.
d Graphisch nicht darstellbares Symbol mit nicht ermittelter Bedeutung.

Kommentar
1 Hier: Dammbau.
2 Person nicht ermittelt.
3 Hier: Damm.
4 Hier: Damm.
5 Hier: Damm.
6 Hier: Damm.
7 Hier: Damm.
8 Person nicht ermittelt.
9 Person nicht ermittelt.
10 Identifikation unsicher.
11 Identifkation unsicher.
12 Identifkation unsicher.
13 Hier: Damm.
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1649_08.xml
XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
abereinst
damals
ablegiren
jemanden entsenden, beordern
accordiren
einen Vertrag schließen, sich einigen
accordiren
einen Ort mittels eines Vertrags (Akkords) übergeben
accordiren
übereinstimmen, einig sein, zustimmen
accordiren
übereinstimmend machen, vergleichen
accordiren
vertraglich zubilligen
adjungiren
anfügen, anhängen
adjungiren
beigeben, zuordnen
admittiren
gestatten, zulassen
anziehen
anführen, erwähnen
Armada
Armee, Heer
Armada
Kriegsflotte
Assignation
(schriftliche) Anweisung, Zahlungsanweisung
Assignation
Quartierzuweisung
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Avisenbote
Nachrichtenbote
Ballet
höfischer Schau- oder Bühnentanz
bancquetiren
üppige Festmähler halten, schlemmen, prassen
Beilager
Hochzeit, Feierlichkeit anlässlich der Vermählung (ursprünglich: Beischlaf als Vollzugsakt der Eheschließung)
braviren
trotzen, Trotz bieten
Breite
Fläche, auf der z. B. Getreide zum Trocknen ausgebreitet ist
Breite
Feld
Bubenstück
gemeine Tat, Schurkenstreich, Freveltat, Verbrechen
clausuliren
vorbehalten, beschränken
Collation
Mahlzeit (außerhalb des Mittagessens)
Commission
Auftrag, Bevollmächtigung
complimentiren
höflich reden, Ehre erweisen
confirmiren
bestätigen
conjungiren
verbinden, verbünden, vereinigen, zusammenführen
contentiren
zufriedenstellen
Contentirung
Zufriedenstellung
contestiren
bezeugen
contestiren
eine Auseinandersetzung in Gang bringen
Continuation
Fortdauer, Fortsetzung
Continuation
erneuter/fortgesetzter Bericht
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
contrarie
entgegengesetzt, ungünstig
contribuiren
außerordentliche Steuern oder andere Zwangsabgaben entrichten
contribuiren
beitragen, beisteuern, einen Anteil leisten
contribuiren
bezahlen
convociren
zusammenrufen
Convoyer
bewaffneter Begleiter
deliberiren
überlegen, beratschlagen
Desolation
Verwüstung, Verödung
Difficultet
Schwierigkeit
difficultiren
erschweren
difficultiren
ablehnen, kritisieren
difficultiren
sich widersetzen
Dignitet
Würde, Standeswürde
Dilation
Aufschub
dismontiren
abrüsten, entwaffnen
dubitiren
zweifeln, bezweifeln
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
ergrößern
vergrößern
excusiren
entschuldigen
exequiren
(einen Befehl, eine gerichtliche Anordnung) vollziehen, vollstrecken, mit Gewalt durchsetzen
exequiren
militärischen Zwang anwenden (zur Schuldeneintreibung, zum Erpressen von Geld- oder Naturalleistungen)
exequiren
strafen, (feindlich) verfolgen
exequiren
bestrafen, hinrichten
Exequirer
Person, die eine Forderung mit Gewalt durchsetzen soll
Febricitant
Fieberkranker
Fraiß
Schmerz, Gefahr, Schrecken
Friedenstractat
Friedensverhandlung
genungsam
genügend, hinreichend
instigiren
anregen, antreiben, bewegen
Intercession
Fürsprache, Vermittlung
invitiren
einladen
Landvolk
Landestruppen
leibguardia
Leibwache, Leibgarde
Lerchen streichen
Lerchen mit Hilfe eines Netzes massenhaft fangen
Lerchenstreicher
Person, die mit Hilfe eines Netzes massenhaft Lerchen fängt
liberiren
befreien, freilassen
liberiren
erlösen, frei machen
Licenz
Berechtigung, Erlaubnis, Freiheit
Losament
Unterkunft, Wohnraum
malignisch
bösartig, schädlich
Marche
Marsch
Molestie
Belästigung, Beschwerung
Mortalitet
Sterbefall
offendiren
beleidigen, kränken
ominiren
prophezeien
opiniastriren
hartnäckig auf etwas bestehen/beharren
opiniren
eine Meinung äußern
peregriniren
reisen, sich auf Wanderschaft begeben
peregriniren
bewandert sein
practiciren
geschickt und einfallsreich verhandeln, Ränke schmieden, unlautere Machenschaften betreiben
reduciren
zurückführen
rehe
gliederlahm, starr, steif
reiteriren
wiederholen
Relation
Bericht
relaxiren
freilassen
relaxiren
rückgängig machen, annullieren, aufheben
remoriren
verzögern, zurückhalten, aufhalten
resolviren
entschließen, beschließen
resolviren
auflösen
Ringrennen
Wettkampf, bei dem der Reiter in vollem Galopp mit der Lanze oder dem Wurfpfeil einen Ring berühren musste
salviren
retten
Satisfactionsgelder
auf die Stände bzw. die Steuerpflichtigen umgelegte Zahlungen zur Befriedigung von Ansprüchen eines anderen Staates, die in einem Friedensvertrag festgelegt sind
Seekante
Meeresküste, Seeküste
Sergeant
Feldwebel
sollicitiren
etwas gerichtlich betreiben, um Rechtshilfe ersuchen
sollicitiren
ansuchen, bitten
sollicitiren
fordern
spargiren
ausstreuen, ausbreiten
Squadron
Halbregiment bei der Reiterei und den Dragonereinheiten
Stein
Gewichtseinheit für Flachs, Talg und Wolle
subleviren
erleichtern, unterstützen
submittiren
unterwerfen
Subscription
Unterschrift, Unterzeichnung
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
tergiversiren
zögern, sich weigern, Ausflüchte suchen
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
Tractation
Bewirtung, Verpflegung
Tractation
Behandlung
Tractation
Verhandlung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
übermeistern
durch Überlegenheit gewinnen, überwinden
Uskoken
Freischärler aus zumeist kroatischen, aber auch serbischen Flüchtlingen, die aus osmanisch besetzten Gebieten Kroatiens, Bosniens und der Herzegowina stammten
vociren
rufen, berufen, vorladen
Volk
Truppen
Zeitung
Nachricht
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Bernburg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1651-1660 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); ab 1631 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wohltätige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1579
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1600 Aufnahme in die Florentiner Accademia della Crusca ("L'Acceso"); seit 1606 regierender Fürst von Anhalt-Köthen; 1631-1635 schwedischer Statthalter des Erzstifts Magdeburg und des Hochstifts Halberstadt; 1617 Mitbegründer und bis zu seinem Tod erstes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nährende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann IV. von Anhalt-Zerbst
Fürst Johann IV. von Anhalt-Dessau

geb. 1504
gest. 1551
Anm.: Sohn des Fürsten Ernst von Anhalt-Dessau (1451-1516) und Urgroßvater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1516-1544 gemeinsam mit seinen Brüdern Georg III. (1507-1553) und Joachim (1509-1561) Regent des Fürstentums Anhalt-Dessau (bis 1530 unter Vormundschaft seiner Mutter Margaretha); seit 1544 alleinregierender Fürst von Anhalt-Zerbst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.Weiterführende Informationen in der NDB
Gräfin Catharina Banér
Geburtsname: Catharina Lillie

geb. 1633
gest. 1667
Anm.: Tochter des Axel Gustafsson Lillie (1603-1662); seit 1654 Ehe mit Graf Gustaf Adam Banér (1624-1681).
Georg Banse

geb. 1605
gest. 1670
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers, Sattelfreihofbesitzer und späteren anhaltisch-zerbstischen Kammermeisters Johann Banse d. J. (1578-1636); um 1639/41 Bernburger Freisasse (Besitzer eines Sattelfreihofs); Erbsasse auf Güsten und Quenstedt; seit 1646 fürstlicher Amtsrat (noch 1653); 1646-1650 daneben Stadtvogt in Bernburg.
Barthold N. N.

Anm.: Geboren in Preußen; seit 1648 Stallknecht und Lakai des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1649).
Herzog Ferdinand (2) von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Ferdinand von Köln
Bischof Ferdinand von Lüttich
Bischof Ferdinand von Hildesheim
Bischof Ferdinand von Münster
Bischof Ferdinand von Paderborn

geb. 1577
gest. 1650
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1612 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Lüttich, Hildesheim und Münster; seit 1618 auch Bischof von Paderborn.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Maximilian I. von Bayern
Herzog Maximilian I. von Bayern

geb. 1573
gest. 1651
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1597 regierender Herzog von Bayern; Oberhaupt der 1609 gegründeten Katholischen Liga; 1623 Verleihung der (ehemals Pfälzer) Kurwürde durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637), endgültig bestätigt im Westfälischen Frieden; seit 1600 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Abraham Benedix

Anm.: Sohn des Bernburger Rabbis N. N. Benedix (2); seit 1645 jüdischer Kaufmann in Bernburg.
David von Bergen

geb. 1616
gest. 1682
Anm.: Sohn des Dessauer Bürgermeisters Gottfried von Bergen (1589-1653); um 1643/44 Bauherr und um 1646/47 Ratskämmerer der Bernburger Bergstadt; seit 1649 Landrichter in Bernburg.
Hans Georg Berger

Anm.: Um 1648 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); um 1649/52 Lakai und bis 1654 Musiker ("Instrumentist") des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1654 im Dienst des Herzogs Christian von Sachsen(-Merseburg) (1615-1691).
Joachim Friedrich von Blumenthal

geb. 1607
gest. 1657
Anm.: Sohn des Christoph von Blumenthal (1579-1624); ab 1633 kurbrandenburgischer Hof- und Kammergerichtsrat sowie Kammerjunker; 1635-1641 Direktor des Kriegsrats; mehrfach Gesandter Kurbrandenburgs, u. a. beim Kurfürstentag (1636) sowie den beiden Reichstagen (1640/41 und 1653/54) in Regensburg; 1638 Generalkommissar der kurbrandenburgischen Truppen in Kleve; 1638-1641 wirklicher Geheimer Rat; seit 1646 kaiserlicher Rat und Oberster Kriegskommissar; 1649 Generalkriegskommissar des Westfälischen Reichskreises; 1649 kaiserlicher Gesandter auf dem Nürnberger Exekutionskongress; 1649/50 Reichshofrat; ab 1649 zudem kurfürstlicher Statthalter von Halberstadt und Amtshauptmann von Gröningen; seit 1651 kurbrandenburgischer Staatskammerrat; 1652/53 Direktor des Geheimen Rates; 1646 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Christian Heinrich von Börstel

geb. 1617
gest. 1661
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); Erbherr auf Güsten und Ilberstedt; 1641-1643 Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) und zugleich Hofmeister für dessen Sohn Johann Georg (1627-1693); 1643-1648 Geheimer Rat und Hofmeister von Fürst Johann Kasimir; 1648 Übersiedlung nach Bernburg; seit 1657 anhaltischer Gesamtrat und Hofmeister des Fürsten Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlängernde"); vgl. Andreas Hesius: Lieblich und schönes Erbtheil der Kinder Gottes [...], Köthen 1661, Bl. Fijr-Givv.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Christina von Börstel
Geburtsname: Christina von Wuthenau

geb. 1612
gest. 1682
Anm.: Tochter des anhaltisch-dessauischen Hofrats und Hauptmanns Albrecht von Wuthenau (gest. 1624); 1643-1661 Ehe mit Christian Heinrich von Börstel (1617-1661).
Dorothea Louise von Börstel

geb. 1613
gest. 1653
Anm.: Tochter des Heinrich von Börstel (1581-1647); bis 1635 Kammerjungfer der unverheirateten Schwestern Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1635 Ehe mit Hans Ernst von Börstel (gest. 1654).
Friedrich (2) von Börstel

geb. 1627
gest. 1681
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); bis 1654 Kammerjunker des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); schwedischer Gardeleutnant (1655), Gardeobristleutnant (1662), Obrist (1665) und Generalmajor (1678); Kommandant von Göteborg (1674) bzw. Bohus (1678); später Oberkommandant von Göteborg; 1676 Erhebung in den Freiherrenstand.
Hans Ernst von Börstel

geb. ca. 1585/90
gest. 1654
Anm.: Sohn des anhaltischen Rats Ernst von Börstel (ca. 1560-1623?); Erbherr auf Westeregeln; zunächst hessisch-kasselischer Rat; 1622 Hofjunker und 1623/24 Hofmeister des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg, danach auch für dessen Bruder Ernst (1608-1632); ab 1633 anhaltisch-bernburgischer Rat und Amtshauptmann von Harzgerode (noch 1649); seit 1634 zudem Hofmeister des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); zuletzt Hauptmann von Schloss und Amt Hoym; seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittere").

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Johann (2) Brandt

geb. 1604
gest. 1672
Anm.: Sohn des Tirschenreuther Kantors Bartholomäus Brandt (gest. 1611); Studium in Erfurt (1623) und Altdorf (nach 1630 Promotion zum Dr. med.); ursprünglich Arzt in Reichenbach/Vogtland (noch 1630); ab 1632 kriegsbedingt in Bernburg, dort baldige Bestallung zum Stadtphysikus; (vor 1637) bis November 1649 Leibarzt des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg und spätestens seit 1647 auch dessen Rat; ab Ostern 1650 Hofarzt des Fürsten Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665) und von dessen verwitweten Mutter Sophia (1599-1654); vgl. Wolfram Kaiser / Arina Völker: Universität und Physikat in der Frühgeschichte des Amtsarztwesens, Halle (Saale) 1980, S. 38.
Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Magnus Gabriel De la Gardie af Läckö

geb. 1622
gest. 1686
Anm.: Sohn des schwedischen Reichsmarschalls Graf Jakob Pontusson De la Gardie (1583-1652); schwedischer Obrist (1645), General (1648) und Reichsmarschall (1651); 1646 Sondergesandter in Frankreich; seit 1647 Reichsrat; 1648-1650 Gouverneur des Meißnischen Estats zu Leipzig; 1649-1651 und 1655-1657 Generalgouverneur von Schwedisch-Livland; 1651 Hofmarschall; 1652 Reichskammerrat und Präsident des Kammerkollegiums; 1652-1660 Reichsschatzmeister; 1660-1680 Reichskanzler; 1680-1684 Reichsdrost.

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Eleonora Elisabeth von Ditten
Elisabeth Eleonora von Ditten

gest. 1676
Anm.: Tochter des Jürgen von Ditten (gest. 1629) zu Werle; um 1637/62 Kammerjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); später Konversion zum katholischen Glauben; vgl. Stian Herlofsen Finne-Grønn: Den mecklenburgsk-uradelige Aet v. Ditten, Christiania 1911, S. 7.
Otto Christoph von Ditten

gest. nach 1652
Anm.: Sohn des Jürgen von Ditten (gest. 1629) zu Werle; um 1649 als Gesandter im Dienst der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg; um 1638 Konversion zum katholischen Glauben; vgl. Stian Herlofsen Finne-Grønn: Den mecklenburgsk-uradelige Aet v. Ditten, Christiania 1911, S. 7.
Hans Friedrich Eckardt

geb. 1622
gest. nach 1680/vor 1683
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Brauers Johann Eckardt (gest. vor 1640); spätestens ab 1639 Bediensteter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1643/47 Amts- bzw. Hofkopist sowie vermutlich seit 1643 zugleich fürstlicher Küchenschreiber (noch 1648); um 1649/55 Kammerschreiber (Kammerrechnungsführer); um 1653 auch Kammerdiener; ab 1658 Bauherr und um 1670/80 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Paul Ehling
Paul Junghans

gest. 1649
Anm.: Geboren in Holstein; spätestens seit 1638 Schreiber bzw. Kammerschreiber der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister sowie Rat in Bernburg; seit 1634 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
England, Haus
Könige von England

Anm.: Seit 1603 aus der Dynastie der Stuart.
König Karl I. von England
König Karl I. von Schottland
König Karl I. von Irland

geb. 1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England) (1566-1625); ab 1625 König von England, Schottland und Irland; 1649 durch das Parlament des Hochverrats angeklagt und hingerichtet; seit 1611 Ritter des Hosenbandordens.

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König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

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August Ernst (1) von Erlach

geb. 1616
gest. 1684
Anm.: Sohn des Burkhard von Erlach (1566-1640); Erbherr auf Altenburg (bei Nienburg/Saale); 1636-1640 und 1641-1644 in kaiserlichen Kriegsdiensten, dazwischen Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später anhaltischer Landrat und Direktor des Stipendienwesens.
Johann Ludwig von Erlach

geb. 1595
gest. 1650
Anm.: Sohn des Rudolf von Erlach (1563-1617); 1611-1616 Page des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); zunächst im Kriegsdienst für die Republik Venedig (1616), dann als Fähnrich bzw. Hauptmann der Protestantischen Union und böhmischen Konföderierten (1618-1620); 1621 Major unter Markgraf Johann Georg von Brandenburg-Jägerndorf (1577-1624); 1622 Hauptmann unter Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); 1622/23 Obristleutnant unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); zeitweise Kammerjunker und Hofmeister des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg; 1625-1627 schwedischer Obrist und Generalquartiermeister; Mitglied des Großen (1627-1629) und Kleinen Berner Rates (1629-1638); 1630/31 in französischen Kriegsdiensten; 1633-1638 Oberbefehlshaber der Berner Truppen im Aargau; Obrist (1637) und Generalmajor (1638) unter Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639) und seit 1638 Gouverneur von Breisach; nach dem Tod des Herzogs einer der Führer von dessen Weimarischer Armee in französischen Diensten (1639-1647); später Generalleutnant (1647) und Kommandant (1649) der französischen Armee im Reich; 1650 Maréchal de France.

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Thomas Fairfax
Lord Thomas Fairfax of Cameron

geb. 1612
gest. 1671
Anm.: Sohn des Ferdinando Fairfax, 2nd Lord Fairfax of Cameron (1584-1648); 1639/40 Teilnahme an den Bischofskriegen gegen die Schotten; Kriegsdienst für das englische Parlamentsheer als Lieutenant-general of the Horse unter seinem Vater (1642-1645) sowie Commander-in-Chief of the Forces und Captain General (1645-1650); seit 1648 3rd Lord Fairfax of Cameron; 1651-1660 Lord of Mann; danach Rückzug auf die Güter.

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Simon Frangke

Anm.: Seit Dezember 1648 jüdischer Einwohner von Bernburg.
König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

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Petrus Gothus
Peter Goth(a)

geb. 1599
gest. 1670
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Petrus Gothus; 1625 Pestprediger in Bernburg und Koadjutor an der Nikolaikirche; Pfarrer in Schielo (1626-1633), Poley (1633-1642), Baalberge (1636-1642) und Ballenstedt (seit 1642); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 261.
Christian Groß(e)

gest. 1654
Anm.: Sohn des Schieloer Bauern Andreas Große (gest. vor 1647); ab 1633 in Diensten des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1638 Lakai von dessen Gemahlin Eleonora Sophia (1603-1675); danach bis 1642 fürstlicher Lakai in Bernburg; seit 1642 Haushalter und Unterkammerdiener sowie um 1643 Kammerdiener und Lakai von Fürst Christian II. (bis 1646); um 1647/50 fürstlicher Bediensteter in Bernburg; um 1651/54 Schneidermeister in Bernburg.
Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Christoph von Hagen

geb. 1592
gest. 1655
Anm.: Sohn des Bergbauunternehmers Otto von Hagen (1562-1626); Erbherr auf Berga; Bergbauunternehmer im Südharzraum.

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Gräfin Charlotte Louise von Hanau-Münzenberg

geb. 1597
gest. 1649
Anm.: Tochter des Grafen Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg (1576-1612); zuletzt Leben am Kasseler Hof.

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Andreas (1) Hesius
Andreas Heise

geb. 1610
gest. 1693
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgers Simon Heise; Dr. theol.; 1642-1655 Rektor der Bernburger Stadtschule; daneben Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien (1644/45) und der Marienkirche (1645-1655) in Bernburg; 1655-1659 Pfarrer und Hofprediger in Plötzkau; seit 1659 Superintendent und Oberpfarrer an St. Marien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 285.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Landgraf Friedrich von Hessen-Eschwege
Landgraf Friedrich von Hessen-Kassel

geb. 1617
gest. 1655
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); seit 1632 Titularlandgraf von Hessen-Eschwege unter der Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel; schwedischer Obrist (1640) und Generalmajor (1648).

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Landgräfin Amalia Elisabeth von Hessen-Kassel
Geburtsname: Gräfin Amalia Elisabeth von Hanau-Münzenberg

geb. 1602
gest. 1651
Anm.: Tochter des Grafen Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg (1576-1612); 1619-1637 Ehe mit Landgraf Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); 1637-1650 Regentin der Landgrafschaft Hessen-Kassel für ihren unmündigen Sohn Wilhelm VI. (1629-1663).

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Andreas Hetzler

Anm.: Zunächst Amtskopist, seit 1649 fürstlicher Küchen- und Kellerschreiber in Bernburg (noch 1656).
Hans Georg Horenburg

geb. ca. 1625
Anm.: Spätestens ab 1646 Kammerdiener der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); seit 1649 im Dienst des Herzogs Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg (1586-1665), um 1650 als dessen Kammerdiener.
Henry Ireton

geb. 1611
gest. 1651
Anm.: Sohn des German Ireton aus Attenborough; seit 1642 Kriegsdienst im englischen Parlamentsheer als Obrist und General; 1650 Lord Deputy of Irland.

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Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

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Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Maria Leopoldina
Königin Maria Leopoldina von Böhmen
Königin Maria Leopoldina von Ungarn
Erzherzogin Maria Leopoldina von Österreich

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Tochter des Erzherzogs Leopold von Österreich (1586-1632) in Tirol; seit 1648 Ehe mit Kaiser Ferdinand III. (1608-1657).

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Christian Ernst von Knoch(e)

geb. 1608
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kaspar Ernst von Knoch (1582-1641); Erbherr auf Trinum; 1631-1639 in Kriegsdiensten, zuletzt als kursächsischer Obristleutnant und Generaladjutant (um 1637); ab 1641 Landeshauptmann des Teilfürstentums Anhalt-Zerbst; seit 1643 anhaltischer Gesamtrat; 1645-1650 Geheimer Rat des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1650 Direktor der Köthener Vormundschaftsregierung; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Weichende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Hans Christoph von Königsmarck

geb. 1600
gest. 1663
Anm.: Sohn des Konrad von Königsmarck (gest. vor 1621) auf Kötzlin; ab 1616 Page am Woffenbütteler Hof; 1620-1630 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Fähnrich; schwedischer Rittmeister (1631), Major (1633), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1640), Generalleutnant (1645) und Feldmarschallleutnant (1648); seit 1645 Generalgouverneur der Stifter Bremen und Verden; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Grafenstand; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Streitende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Rudolf Kohlmann

gest. 1658
Anm.: Geboren in Quedlinburg; seit 1647 Pachtmann in Hoym (noch 1654).
Jakob Anton von Krosigk

geb. 1624
gest. 1704
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1640-1650 in schwedischen Kriegsdiensten, anfangs als Volontär, später als Kornett (1642); 1654-1661 kurbrandenburgischer Gardehauptmann; ab 1682 anhaltischer Landrat; seit 1693 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; vgl. Daniel Müller: Schuldige letzte Ehren- und Dienst-Erweisung [...], Zerbst 1706, Bl. [K2]v-M2v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Ludolf Lorenz von Krosigk

geb. 1627
gest. 1673
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1646-1650 in schwedischen Kriegsdiensten; um 1651/52 Hofjunker der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); 1653-1656 französischer Rittmeister; danach kurbrandenburgischer Obristwachtmeister (1657) und Generaladjutant; ab 1661 Hofmeister bei Herzog Rudolf August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); braunschweigisch-lüneburgischer Obristleutnant (1665) und Obrist; seit 1671 kurbrandenburgischer Kammerherr; ab 1672 Obrist und Kriegsrat; seit 1653 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabende"); vgl. Daniel Müller: Kurtzer Trauer-Sermon Von der Gebrechligkeit Menschliches Lebens [...], Köthen [1675], o. S.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Matthias von Krosigk

geb. 1616
gest. 1697
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben, Rathmannsdorf, Merbitz, Queis und Groß Salze; 1638/39 in kaiserlichen und kursächsischen Kriegsdiensten; 1648/49 Hofmeister des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Gottorf, Administrator von Lübeck (1606-1655); 1650 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; 1665 erzstiftisch-magdeburgischer Kriegskommissar des Saalkreises; ab 1683 kurbrandenburgischer Landkammerrat im Herzogtum Magdeburg; seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verbesserte"); vgl. August Hertzog: Wahl- Denck- und Trost-Spruch Eines Frommen und Wohlbetagten [...], Halle 1698, Bl. [H2]v-Lv.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Volrad (2) von Krosigk

geb. 1612
gest. 1660
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1631-1640 Kriegsdienst u. a. als Kornett unter Herzog Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641), kursächsischer Leutnant (40 Monate), kaiserlicher Capitain-Leutnant (10 Monate), Rittmeister und Obristwachtmeister (um 1638/40); ab 1642 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nötige"); vgl. Georg Lautenschläger: Mors Christianorum nunqvam præmatura [...], Leipzig 1661, fol. L r-Miv v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Georg Friedrich von Künsberg

geb. ca. 1630
gest. nach 1668
Anm.: Sohn des Tobias Friedrich von Künsberg (gest. 1637) auf Weidendorf und Altenkindsberg; Erbherr auf Schnabelwaid und Altenkindsberg; 1647-1649 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Michael Kuhne

Anm.: Gebürtig aus Reinstedt; seit 1649 Stall- und Sattelknecht des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1652).
Graf Axel Axelsson Lillie

geb. 1637
gest. 1692
Anm.: Sohn des Axel Gustafsson Lillie (1603-1662); ab 1661 Kammerherr der verwitweten Königin Hedwig Eleonora von Schweden (1636-1715); seit 1665 schwedischer Kammerrat; 1666-1679 Hofmarschall sowie Gouverneur von Stockholm und Uppsala.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Axel Gustafsson Lillie

geb. 1603
gest. 1662
Anm.: Sohn des Gustaf Axelsson Lillie (gest. 1605); 1619 Page des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); schwedischer Leutnant (1626), Obrist (1630), Generalmajor (1635), General (1654) und Feldmarschall (1657); ab 1638 Vizegouverneur in Vorpommern und Kommandant von Stralsund; 1641-1648 Vizegouverneur von ganz Pommern; zugleich 1642-1648 Gouverneur des Meißnischen Estats und Oberkommandant von Leipzig; seit 1648 Reichsrat; ab 1651 Kriegsrat; seit 1652 Kammerrat; 1652-1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1655/56 Gouverneur von Halland; ab 1661 Generalgouverneur von Livland; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand; seit 1652 Graf von Lillieborg.

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Carl Lillie

geb. 1645
gest. 1654
Anm.: Sohn des Axel Gustafsson Lillie (1603-1662).
Gräfin Christina Lillie
Geburtsname: Christina von Mörner

geb. 1610
gest. 1663
Anm.: Tochter des Otto Helmer von Mörner (1569-1612); 1630-1662 Ehe mit Graf Axel Gustafsson Lillie (1603-1662).
Graf Gustaf Helmer Lillie

geb. 1639
gest. 1684
Anm.: Sohn des Axel Gustafsson Lillie (1603-1662); schwedischer Kornett (1655), Rittmeister (1656), Obristleutnant (1661) und Obrist (1665); 1668-1673 Oberst der Leibgarde.

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Graf Leonard Lillie

geb. 1642
gest. 1667
Anm.: Sohn des Axel Gustafsson Lillie (1603-1662); schwedischer Leutnant (1665) und Rittmeister (1666).
Gebhard Loyß
Gebhard Louis

geb. 1613
gest. nach 1660
Anm.: 1635/36 und 1647-1656 Kammerdiener, zuletzt auch Geheimer Kammerschreiber und Bibliothekar des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1637 Hofkastner in Amberg; Inhaber eines lehnbaren Gülthofs in Büchelberg (Oberpfalz).
Melchior Loyß
Melchior Louis

geb. 1576
gest. 1650
Anm.: Ab 1606 in anhaltisch-bernburgischen Diensten, zunächst als Einnehmer(?) der oberpfälzischen Regierung, spätestens seit 1620 als Pfennig- (bis 1633) und Schatzmeister, ab 1634 als Amtmann von Harzgerode und fürstlicher Obereinnehmer der Harzämter (bis 1637) sowie als Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (bis 1650); 1638/39 Bernburger Stadtvogt; 1639-1646 Hofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Martin (2) N. N.

Anm.: Sohn eines Bernburger Glasers; um 1649 im Dienst des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Matthias (4) N. N.

Anm.: Bis 1648 Leidener Kammerdiener des böhmischen Exulanten Radislaw Kinsky von Wchinitz und Tettau (1582-1660); seit 1648 Prinzen-Kammerdiener in Bernburg (noch 1649).
Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Maria Katharina Mechovius
Geburtsname: Maria Katharina Schöner

geb. 1609/10
gest. 1686
Anm.: Tochter des Juristen und kurpfälzischen Rates Dr. Johann Schöner; 1632-1672 Ehe mit dem anhaltisch-bernburgischen Kammerrat Dr. Joachim Mechovius (1600-1672).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf N. N. von Nassau-Dillenburg

Anm.: Angehöriger des hessischen Reichsgrafengeschlechts; 1649 bei einem Turnier in Kassel.
Graf Wilhelm II. von Nassau-Dillenburg
Fürst Wilhelm II. von Oranien

geb. 1626
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); seit 1647 Fürst von Oranien und Statthalter der Niederlande.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Bernard de Nogaret de La Valette
Duc Bernard de La Valette
Duc Bernard d' Épernon

geb. 1592
gest. 1661
Anm.: Sohn des Jean-Louis de Nogaret de La Valette, Duc d'Épernon (1554-1642); 1622-1649 und ab 1658 Duc de La Valette sowie Pair de France; seit 1610 Colonel général des Bandes françaises (bis 1642 unter Aufsicht seines Vaters); ab 1642 Duc d'Épernon; Gouverneur der Guyenne (1643-1651) und Bourgogne (1654-1660); seit 1645 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Erzherzog Karl Joseph von Österreich
Bischof Karl Joseph von Passau
Bischof Karl Joseph von Breslau
Bischof Karl Joseph von Olmütz

geb. 1649
gest. 1664
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); ab 1662 Bischof von Passau und Olmütz sowie Hochmeister des Deutschen Ordens; seit 1663 auch Bischof von Breslau.

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Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

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Matthias (1) Orlob
Matthias (1) Urlob

geb. 1589
gest. 1660
Anm.: Sohn des Bernburger Kämmerers Andreas Orlob d. Ä. (gest. 1612); um 1622 Bauherr und um 1623/26 Kämmerer der Bernburger Bergstadt.
Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

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Pfalzgräfin Elisabeth von Pfalz-Simmern
Äbtissin Elisabeth (1) von Herford

geb. 1618
gest. 1680
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); ab 1661 Koadjutorin und seit 1667 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Herford.

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Pfalzgräfin Katharina Sophia von Pfalz-Simmern

geb. 1595
gest. 1665
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); nach 1621 Leben am kurfürstlichen Hof in Berlin bzw. Crossen (Oder).

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Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb. 1619
gest. 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647/48 französischer Maréchal de camp; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistischen Flotte, die 1651 zur Freibeuterei überging; 1653-1655 Master of the Horse; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee und des Admirality Committee; ab 1668 Lord High Admiral; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

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Pfalzgraf bzw. Herzog Christian August von Pfalz-Sulzbach

geb. 1622
gest. 1708
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen August von Pfalz-Sulzbach (1582-1632); 1632-1656 Herrschaft über Pfalz-Sulzbach unter pfalz-neuburgischer Landeshoheit; seit 1656 regierender Herzog von Pfalz-Sulzbach; 1656 Konversion zum katholischen Glauben.

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Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

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Kaspar (1) Pfau

geb. 1596
gest. 1658
Anm.: Sohn des Kaspar Pfau (gest. 1604); nach 1622 Bediensteter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 Amtmann von Großalsleben (noch 1638); seit 1630 anhaltischer Gesamtrat; um 1632 Amtmann zu Gernrode und Großalsleben sowie fürstlich-anhaltischer Kriegskommissar; ab 1638 auch Landrentmeister, zugleich Amtmann von Gernrode; um 1640 Obereinnehmer; um 1641/42 Landrechnungsrat; seit 1645 Hofrat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anhaltende").

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Conte bzw. Principe Ottavio Piccolomini d'Aragona
Duca Ottavio d' Amalfi

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des toskanischen Adligen Silvio Piccolomini (1543-1609); ab 1618 abwechselnd in kaiserlichen und spanischen Kriegsdiensten als Obrist (1627), Generalfeldwachtmeister (1632), General der Kavallerie (1633), Feldmarschall (1634) und Generalleutnant (1648); seit 1622 kaiserlicher Kämmerer; ab 1639 Hartschierhauptmann von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1648-1650 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; Erhebung in den Grafen- (1638) und Fürstenstand (1653); seit 1639 Duca d'Amalfi; ab 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Zwingende"); seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Joachim Plato

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Sohn des Amberger Pfarrers und Kircheninspektors Matthius Plato (1545-1617); 1619-1625 Pfarrer in Nittenau/Regen; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Hoym; 1638-1642 Pfarrer in Ballenstedt; seit 1642 Superintendent und Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 379f.

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König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Heinrich Prunus

geb. ca. 1579
gest. 1661
Anm.: Bis 1626 Pfarrer in Saltendorf bei Nabburg; 1627 Vertreibung aus der Oberpfalz; seit 1648 Pfarrer in Kleinpaschleben; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 382f., und Maximilian Weigel / Joseph Wopper / Hans Ammon: Ambergisches Pfarrerbuch, Kallmünz 1967, S. 119.
Charles (2) de Rechignevoisin

geb. ca. 1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Charles (1) de Rechignevoisin, Seigneur des Loges; um 1617 Page des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); um 1646 niederländischer Obrist.
Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Helena von Rindtorf
Geburtsname: Helena Bohusch von Ottoschütz
Helena Bohuš z Otěšic

Anm.: Tochter des böhmischen Adligen Bohuslaus Bohusch von Ottoschütz; 1628 Emigration nach Annaberg in Sachsen; spätestens 1643 Hofjungfer in Bernburg; danach bis 1649 Kammer- bzw. Hofjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675) bzw. der fürstlichen Fräulein; seit 1649 Ehe mit Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Daniel Sachse

geb. 1596
gest. 1669
Anm.: Sohn des späteren Halberstädter Superintendenten Daniel Sachse (1568-1605); Studium in Wittenberg (1609); Magister; 1621 Hofmeister in Leiden; 1624-1626 Pfarrer in Reupzig; 1626-1632 Hofprediger an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg; seit 1632 Oberpfarrer an St. Jakobi, Superintendent und Konsistorialrat in Köthen; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 405.

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Herzog Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar

geb. 1598
gest. 1662
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender, ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Weimar; Obrist unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1620-1622) und Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach (1622); 1623 General unter Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); 1623/24 kaiserlicher Gefangener; 1631-1635 schwedischer Militärgouverneur von Thüringen und Statthalter von Erfurt; 1632-1635 schwedischer Generalleutnant; 1617 Gründungsmitglied und seit 1651 zweites Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schmackhafte").

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Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

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Christoph Wilhelm (von) Schlegel

geb. ca. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Wolf (von) Schlegel (1584-1658); Erbherr auf Merzien, Zehringen und Thurau; um 1631/32 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1633 Fahnenjunker des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); um 1640/41 Hofjunker in Bernburg.
Herzog Georg III. von Schlesien-Brieg-Liegnitz
Herzog Georg III. von Schlesien-Brieg

geb. 1611
gest. 1664
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Christian von Schlesien-Brieg (1591-1639); 1635-1639 Statthalter im Herzogtum Schlesien-Brieg; 1639-1653 gemeinsam mit seinen Brüdern Ludwig (1616-1663) und Christian (1618-1672) regierender, ab 1653 alleiniger Herzog von Schlesien-Brieg; seit 1663 auch Herzog von Schlesien-Liegnitz; ab 1639 Oberlandeshauptmann von Schlesien; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unfehlbare").

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Herzogin Frederike Amalia von Schleswig-Holstein-Gottorf
Geburtsname: Prinzessin Frederike Amalia von Dänemark und Norwegen

geb. 1649
gest. 1704
Anm.: Tochter des Königs Friedrich III. von Dänemark und Norwegen (1609-1670); 1667-1694 Ehe mit Herzog Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Gottorf (1641−1694); seit 1697 Witwensitz im Kieler Schloß.

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Johann Rudolf Schmid zum Schwarzenhorn

geb. 1590
gest. 1667
Anm.: Sohn des Steiner Ratsherrn und Stadthauptmanns Felix Schmid (gest. 1598); 1602-1606 als Begleiter eines kaiserlichen Offiziers Reise nach Italien und Ungarn; 1606-1624 türkischer Gefangener; 1625-1627 Dolmetscher für Türkisch beim Hofkriegsrat in Wien; danach kaiserlicher Sondergesandter (1627), Resident (1629-1643), Internuntius (1648/49) und Großbotschafter (1650/51) in Konstantinopel; 1643-1666 Hofkriegsrat; 1650 Erhebung in den Freiherrenstand; seit 1656 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verdiente").

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Martin Schmidt

gest. 1657(?)
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); fürstlicher Amtmann und Amtsschreiber in Harzgerode (spätestens 1631-1632); anschließend Amtmann von Bernburg (1632-1637) bzw. Ballenstedt-Hoym (1637-1657).
Christian Ludwig Schwartzenberger

geb. 1649
gest. 1650
Anm.: Sohn des fürstlichen Kammerdieners Jakob Ludwig Schwartzenberger (gest. 1696) in Bernburg.
Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
König Karl X. Gustav von Schweden
Herzog Karl Gustav von Bremen und Verden
Pfalzgraf Karl Gustav von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg

geb. 1622
gest. 1660
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1589-1652); schwedischer Rittmeister (1642), Obrist (1643) und ab 1648 oberster Befehlshaber der Armee im Heiligen Römischen Reich; 1649 Ernennung zum Thronfolger durch den schwedischen Reichstag auf Betreiben seiner Cousine Königin Christina von Schweden (1626-1689); seit 1654 König von Schweden sowie regierender Herzog von Bremen und Verden; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabene").

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Simon Heinrich von Schweichhausen
Simon Heinrich von Schwechhausen

geb. ca. 1614
Anm.: Sohn des Bremer Patriziers N. N. Schweichhausen (1); zeitweise Kriegsdienst in England als Fähnrich, Leutnant, Capitän-Leutnant und Rittmeister; 1646-1649 Hofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718) sowie zugleich anhaltisch-bernburgischer Rat; ab 1649 sächsisch-weimarischer Hof- und Kammerjunker (spätestens 1651) sowie Obristleutnant (1651-1655); 1654/55 zudem Hofmeister der Herzöge Bernhard (1638-1678) und Friedrich von Sachsen-Weimar (1640-1656); 1653 Nobilitierung; seit 1651 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Eigentliche").
Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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Giovanni Soranzo

Anm.: Venezianischer Patrizier; 1642-1652 Bailo (Repräsentant) der Republik Venedig in Konstantinopel.
Königin Maria Anna von Spanien
Geburtsname: Erzherzogin Maria Anna von Österreich

geb. 1634
gest. 1696
Anm.: Tochter von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1649-1665 Ehe mit König Philipp IV. von Spanien (1605-1665).

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König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

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Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
N. N. von Stolzenberg

geb. 1649
Anm.: Kind des Ernst von Stolzenberg.
Sultan (Osmanisches Reich) Ibrahim

geb. 1615
gest. 1648
Anm.: Sohn von Sultan Ahmed I. (1590-1617); seit 1640 Sultan des Osmanischen Reiches.

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Sultan (Osmanisches Reich) Mehmed IV.

geb. 1642
gest. 1693
Anm.: Sohn von Sultan Ibrahim (1615-1648); 1648-1687 Sultan des Osmanischen Reiches.

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Wolfgang Sutorius

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des späteren Ballenstedter bzw. Bernburger Pfarrers Leonhard Sutorius (1576-1642); bis 1643 fürstlicher Amtsschreiber in Harzgerode; 1646-1648 fürstlicher Gutsverwalter in Zepzig; seit 1648 Korn- und um 1649/54 Amtsschreiber in Bernburg.
Melchior (2) Theodorus

gest. 1649
Anm.: Um 1649 junger Geistlicher aus Zerbst.
Heinrich Thulemeyer

geb. 1619
gest. 1676
Anm.: Reformierter Prediger; bis 1647 gräflich-ortenburgischer Hofprediger; 1647-1660 Hofprediger der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660) und seit 1651 auch Pfarrer in Crossen (Oder).

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Friedrich Christoph von Trotha

geb. ca. 1617/18
gest. 1651
Anm.: Sohn des Wolf Friedrich von Trotha (ca. 1583-1637); Erbherr auf Hecklingen, Schkopau und Teutschenthal; vgl. Adolf v. Trotha: Geschichte des Geschlechts v. Trotha, Teil 6, Görlitz 1940, S. 208-215.
Friedrich Gebhard von Trotha

geb. 1613
gest. 1677
Anm.: Sohn des Melchior Andreas von Trotha (1580-1634); Erbherr auf Gänsefurth; vgl. Adolf v. Trotha: Geschichte des Geschlechts v. Trotha, Teil 6, Görlitz 1940, S. 160-204.

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Wolf Thilo von Trotha

geb. 1620
gest. 1683
Anm.: Sohn des Wolf Friedrich von Trotha (ca. 1583-1637); Erbherr auf Hecklingen, Gänsefurth und Teutschenthal; vgl. Adolf v. Trotha: Geschichte des Geschlechts v. Trotha, Teil 6, Görlitz 1940, S. 215-310.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Isaak Volmar

geb. 1582
gest. 1662
Anm.: Sohn des württembergischen Vogts Abraham Volmar in Streußlingen; 1599 Promotion zum Dr. iur. utr. an der Universität Tübingen; 1606-1613 Professor für Rhetorik und 1613-1615 Advokat in Freiburg im Breisgau; ab 1615 im Dienst und seit 1621 Kanzler der vorderösterreichischen Landesregierung in Ensisheim im Elsaß; 1621 Konversion zum katholischen Glauben; nach 1627 zeitweise im Dienst des ebenfalls konvertierten Grafen Johann Ludwig von Nassau-Hadamar (1590-1653); ab 1630 Reichshofrat; 1632-1642 Präsident der Innsbrucker Hofkammer; 1638 Kommandant die Rheinfestung Breisach; kaiserlicher Gesandter auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Westfälischen Friedensverhandlungen in Münster (1643-1649), auf dem Reichstag in Regensburg (1653/54) und auf dem Deputationstag in Frankfurt/Main (1656); 1649 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Westfälische Geschichte
Dietrich von dem Werder

geb. 1584
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gebhard von dem Werder (1539-1612); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Gerlebogk, Görzig und Ziebigk; Page, Kammerjunker und Stallmeister des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1610 hessisch-kasselischer Rittmeister; danach bis 1622 Geheimer Rat und Oberhofmarschall in Kassel; 1623 anhaltischer Hauptmann; 1631-1635 schwedischer Obrist; ab 1639 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1645 kurbrandenburgischer Obrist, Geheimer Rat und Amtshauptmann von Alt-Gatersleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielgekörnte"); vgl. Gottfried Coler: Der Vom Vater gegebene/ Vom Sohne ausgeführete/ Und vom H. Geiste versiegelte Raht des Heils [...], Köthen 1658, fol. Jiij v - N2 v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Paris von dem Werder

geb. 1623
gest. 1674
Anm.: Sohn des Dietrich von dem Werder (1584-1657); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Reupzig und Bräsen; vor 1646 Page am Dessauer Hof; später anhaltisch-dessauischer Rat; seit 1639 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Friedfertige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Hans Erhard Wolfskeel von Reichenberg

geb. 1605
gest. 1659
Anm.: Sohn des Georg Sigmund Wolfskeel von Reichenberg; würzburgischer Rat und Amtmann von Remlingen; 1633/34 schwedischer Regimentsrat im Herzogtum Franken; 1649 kurmainzischer Gesandter auf dem Nürnberger Exekutionskongress.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

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Ägypten
weiterführende Informationen
Aken
weiterführende Informationen
Alexandria
weiterführende Informationen
Amsterdam
weiterführende Informationen
Anhalt, Fürstentum
weiterführende Informationen
Baalberge
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Ballenstedt(-Hoym), Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Bayern, Herzogtum bzw. Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Benfeld
weiterführende Informationen
Berberei (Barbareskenstaaten)
weiterführende Informationen
Berlin
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Talstadt
Anm.: Stadt links der Saale, die aus den ehemals eigenständigen Teilen Altstadt und Neustadt bestand (1825 Zusammenschluss mit der Bernburger Bergstadt).
Böhmen, Königreich
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Bordeaux
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Brandenburg, Markgrafschaft
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Anm.: Kernland des Kurfüstentums Brandenburg.
Braunschweig-Wolfenbüttel, Fürstentum
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Anm.: Teilfürstentum des Herzogtums Braunschweig und Lüneburg.
Bremen
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Breslau (Wrocław)
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Canea (Chania)
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Castro, Herzogtum
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Anm.: Päpstliches Lehen, das zwischen 1537 und 1649 vom Haus Farnese regiert wurde.
Dänemark, Königreich
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Dalmatien
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Dardanellen
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Den Haag ('s-Gravenhage)
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Dessau (Dessau-Roßlau)
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Dublin
weiterführende Informationen
Eisleben (Lutherstadt Eisleben)
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England, Commonwealth von
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Erfurt
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Finnland
weiterführende Informationen

Anm.: Teil des Königreichs Schweden.
Flandern, Grafschaft
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Fränkischer Reichskreis
weiterführende Informationen
Frankenthal
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Genua (Genova)
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Glückstadt
weiterführende Informationen
Halberstadt
weiterführende Informationen
Halle (Saale)
weiterführende Informationen
Hamburg
weiterführende Informationen
Hanau-Münzenberg, Grafschaft
weiterführende Informationen
Heidelberg
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
weiterführende Informationen
Hennegau (Hainaut), Grafschaft
weiterführende Informationen
Hessen, Landgrafschaft
weiterführende Informationen
Holstein, Herzogtum
weiterführende Informationen
Hoym
weiterführende Informationen
Irland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Italien
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Kassel
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Kleinpaschleben
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Köthen
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Konstantinopel (İstanbul)
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Kopenhagen (København)
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Krim, Khanat
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Kurrheinischer Reichskreis
weiterführende Informationen
Lausitz
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Anm.: Historische, in die Markgrafschaften Nieder- und Oberlausitz geteilte Landschaft.
Leipzig
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Lüneburg, Fürstentum
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Anm.: Teilfürstentum des Herzogtums Braunschweig und Lüneburg.
Lüneburger Heide
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Lüttich (Liège)
weiterführende Informationen
Madrid
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Mainz, Kurfürstentum (Erzstift)
weiterführende Informationen
Mecklenburg, Herzogtum
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Meißen, Markgrafschaft
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Anm.: Kernland des (albertinischen) Kurfürstentums Sachsen.
Moskauer Reich (Großrussland)
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Nassau-Siegen, Grafschaft bzw. Fürstentum (seit 1652)
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Negroponte (Euböa), Insel
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Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
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Niedersächsischer Reichskreis
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Nürnberg
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Oberrheinischer Reichskreis
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Obersächsischer Reichskreis
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Österreich, Erzherzogtum
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Osmanisches Reich
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Ostindien
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Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff für Vorder- und Hinterindien sowie den Malaiischen Archipel.
Parma
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Pfalz, Kurfürstentum
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Plötzkau
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Polen, Königreich
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Pommern, Herzogtum
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Prag (Praha)
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Prager Altstadt (Pražské Staré Město)
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Anm.: Älteste der vier bis 1784 selbständigen Prager Städte.
Prager Kleinseite (Malá Strana)
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Anm.: Eine der vier bis 1784 selbständigen Prager Städte.
Prager Neustadt (Pražské Nové Město)
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Anm.: Jüngste der vier bis 1784 selbständigen Prager Städte.
Quedlinburg
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Ragusa, Republik
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Rom (Roma)
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Saale, Fluss
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Sachsen, Kurfürstentum
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Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Schkölen
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Schottland, Königreich
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Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schwäbischer Reichskreis
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Schweden, Königreich
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Seeland (Zeeland), Provinz (Grafschaft)
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Sevilla
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Spanien, Königreich
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Stockholm
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Thüringen
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Torgau
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Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
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Warmsdorf
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Weida
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Westfalen
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Westindien
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Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff für die Karibischen Inseln, im weiteren Sinne für den gesamten amerikanischen Kontinent.
Wien
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Wörlitz
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Zepzig
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Zerbst
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Anhalt, Kleiner Ausschuss der Landstände
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
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Malteser (Ordo Militiae Sancti Joannis Baptistae Hospitalis Hierosolymitani)
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Anm.: Eigentlich "Johanniter" auf Malta.
Parlement de Bordeaux
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Parlement de Provence (Parlement d'Aix)
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Zerbst, Rat der Stadt
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Die Goldene Bulle, in: Quellen zur Verfassungsgeschichte des Römisch-Deutschen Reiches im Spätmittelalter (1250-1500), hg. von Lorenz Weinrich, Darmstadt: 1983, S. 314–393. [Nachweis im GVK]