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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: September 1649


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXIa, fol. 191r-222r (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. September 1649
Bernburg
  • Vogeljagd
  • Jahrmarkt in Bernburg
  • Gestriges Forttreiben der Kutsche durch einen starken Wind
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Besuch der kranken Schwester Dorothea Bathilde durch die Fürstinnen Johanna, Sophia und Elisabeth von Anhalt-Plötzkau
02. September 1649
Bernburg
  • Kirchgang mit den Kindern
  • Verbleib der Gemahlin Eleonora Sophia bei der kranken Schwester
  • Leibarzt Dr. Johann Brandt und Hofprediger Konrad Theopold als Mittagsgäste
  • Ausfall der Nachmittagspredigt aufgrund des Jahrmarkts
  • Windiges Wetter
  • Erneuter Krankenbesuch bei Schwester Dorothea Bathilde durch Fürstin Johanna von Anhalt-Plötzkau
03. September 1649
Bernburg
  • Vogeljagd
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Trauer um den verstorbenen Sohn Erdmann Gideon
  • Besuch der kranken Schwester Dorothea Bathilde am Vormittag
  • Gespräch mit Fürstin Johanna von Anhalt-Plötzkau
  • Wetter als schlechtes Vorzeichen
  • Gespräch mit Diakon Andreas Hesius am Nachmittag
  • Ankunft des Konsulenten Christoph von Jena aus Zerbst
  • Verabschiedung des Prinzen-Hofmeisters Simon Heinrich Schweichhausen
  • Korrespondenz
04. September 1649
Bernburg
  • Vogellieferung aus Ballenstedt
  • Abreise des Schweichhausen
  • Gespräch mit Jena
  • Neuigkeiten
05. September 1649
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Kirchgang mit den Söhnen und einigen Töchtern
  • Besuch bei der kranken Schwester
  • Gespräch mit Küchenmeister Philipp Güder, Amtmann Georg Reichardt und Jena
06. September 1649
Bernburg
  • Weiterhin Regenwetter
  • Aktenstudium
  • Neuigkeiten
  • Dr. Brandt und Jena als Mittagsgäste
07. September 1649
Bernburg
  • Jagd
  • Jagdausflug mit Sohn Viktor Amadeus
  • Gespräch mit Jena und Kanzlei- und Lehenssekretär Paul Ludwig
  • Jena und Ludwig als Essensgäste
  • Lebensmittellieferung aus Ballenstedt
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
08. September 1649
Bernburg
  • Neuigkeiten
  • Gespräch mit Kammerrat Dr. Joachim Mechovius, Jena und Ludwig
  • Diesselben und Kammerdiener Jakob Ludwig Schwartzenberger als Mittagsgäste
09. September 1649
Bernburg
  • Gestern Brand im Frauenzimmer
  • Anhörung der Predigt am Vormittag
  • Jena und Theobold als Mittagsgäste
  • Kirchgang am Nachmittag mit den Söhnen und drei Töchtern
  • Gartenspazierung mit der Gemahlin
  • Schönes Wetter
  • Abschied des Jena
10. September 1649
Bernburg
  • Vogeljagd
  • Beistand für die todkranke Schwester Dorothea Bathilde
  • Abreise des Jena
  • Wirtschaftssachen
  • Spaziergang in den Weinberg bei Regenwetter
  • Beobachtung schlechter Vorzeichen
11. September 1649
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Vogellieferung aus Ballenstedt
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Pfarrer Bartholomäus Jonius als Mittagsgast
  • Besserung des Gesundheitszustandes von Schwester Dorothea Bathilde
12. September 1649
Bernburg → Zepzig → Prederitz → Bernburg
  • Vogelfang
  • Rückkehr des Lakaien Johann Balthasar Oberlender und des Pagen Christian Wilhelm von Wartensleben aus Zerbst
  • Ausritt nach Zepzig und Prederitz am Vormittag
  • Rückkehr von Fürstin Johanna nach Plötzkau
  • Starker Regen
  • Sorgen
  • Neuigkeiten
13. September 1649
Bernburg
  • Fisch- und Vogelfang
  • Träume der Gemahlin
  • Korrespondenz
  • Entsendung des Lakaien Barthold nach Hamburg
  • Dr. Brandt als Mittagsgast
  • Krankenbesuch bei Schwester Dorothea Bathilde
  • Spaziergang am Vormittag
  • Administratives
  • Rückkehr des Präzeptors Martin Hanckwitz aus Köthen
  • Spaziergang zur Weizenaussaat am Vormittag
14. September 1649
Bernburg
  • Vogellieferung aus Ballenstedt
  • Jagdausflug von Sohn Viktor Amadeus
  • Administratives
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
15. September 1649
Bernburg
  • Vogeljagd
  • Vogellieferung aus Ballenstedt
  • Beratung mit Reichardt und Ludwig
  • Neuigkeiten
  • Gespräch mit dem ehemaligen Prinzenhofmeister und fürstlichen Rat Melchior Loyß
  • Erdbeben durch passierende Ochsenherde
  • Administratives
  • Korrespondenz
16. September 1649
Bernburg
  • Vogelfang
  • Administratives
  • Neuigkeiten
  • Kirchgang am Vormittag
  • Kirchgang am Nachmittag mit den Söhnen
  • Gartenspaziergang mit der Gemahlin
  • Zweimaliger Besuch der kranken Schwester Dorothea Bathilde
17. September 1649
Bernburg
  • Vogelfang
  • Frost
  • Abreise des Dieners Christian Groß zur Schweinemast nach Dessau
  • Wirtschaftssachen
  • Bericht des französischen Rittmeisters Johann Schauer
  • Schauer als Mittagsgast
  • Spaziergang in den Weinberg
  • Neuigkeiten
  • Verärgerung über einen Diebstahl durch den Stadthirten
  • Ehemaliger Hofjunker Christoph Wilhelm Schlegel als Abendgast
18. September 1649
Bernburg
  • Lerchenfang
  • Bestrafung des Stadthirten
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Ankunft eines von Schaffgotsch
19. September 1649
Bernburg
  • Vogelfang
  • Spaziergang zum Vogelherd mit der Gemahlin
  • Ankunft des kaiserlichen Kapitänleutnants Georg Wilhelm Ayrer
  • Spaziergang in den Garten mit der Gemahlin
  • Neuigkeiten
  • Verschlechterung des Gesundheitszustandes von Schwester Dorothea Bathilde
20. September 1649
Bernburg
  • Jagd
  • Essenslieferung aus Ballenstedt
  • Rückkehr des Groß aus Dessau
  • Neuigkeiten
  • Schwartzenberger als Mittagsgast
  • Korrespondenz
  • Gartenspaziergang mit der Gemahlin
  • Weiterhin schlechter Zustand der Schwester Dorothea Bathilde
21. September 1649
Bernburg
  • Vogelfang
  • Traum
  • Himmelserscheinung am gestrigen Tag
  • Beobachtung eines Regenbogens am Vorabend
  • Neuigkeiten
  • Administratives
22. September 1649
Bernburg
  • Vogelfang
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Anhörung der Predigt am Nachmittag
23. September 1649
Bernburg
  • Lerchenfang
  • Neuigkeiten
  • Kirchgang am Vormittag mit beiden Söhnen
  • Feier des Abendmahls
  • Abendmahl für die weiterhin kranke Schwester Dorothea Bathilde und die Altfrau Maria Crimmelius
  • Administratives
  • Theopold als Mittagsgast
  • Anhörung der Predigt am Nachmittag mit beiden Söhnen
  • Bericht des Reichardt
24. September 1649
Bernburg
  • Jagd
  • Wirtschaftssachen
  • Administratives
25. September 1649
Bernburg
  • Essenslieferung aus Ballenstedt
  • Vogelfang
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Korrespondenz
  • Ayrer und Schwartzenberger als Essensgäste
26. September 1649
Bernburg
  • Vogelfang
  • Neuigkeiten
  • Besuch durch Jonius
  • Spaziergang
  • Korrespondenz
  • Einstellung der neuen Altfrau Katharina Böhme
27. September 1649
Bernburg
  • Vogelfang
  • Rückkehr des Oberlender aus Zerbst
  • Neuigkeiten
  • Korrespondenz
  • Durchreise von Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode
  • Ankunft des früheren Kammerjunkers Ernst Dietrich von Röder
  • Administratives
  • Ankunft von günstig erworbenen Pferden
  • Misstände
28. September 1649
Bernburg
  • Vogelfang
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Besichtigung der neu erworbenen Pferden der Gemahlin
  • Pferde als Geschenke für Fürst Christian und Sohn Karl Ursinus
  • Wirtschaftssachen
29. September 1649
Bernburg
  • Reh- und Vogellieferung aus Ballenstedt
  • Neuigkeiten
  • Zweimaliger Kirchgang
  • Ayrer, Theopold und Röder als Mittagsgäste
  • Wirtschaftssachen
29. September 1649
Bernburg
  • Vogelfang
  • Kirchgang am Vormittag
  • Ayrer als Mittagsgast
  • Kein Kirchgang am Nachmittag
  • Unfall in der Apotheke
|| [[Handschrift: 191r]]

Samstag den 1. September 1649.

<Mein Sohn Viktor Amadeus 2 Sperber, 2 Weyhen, 1 crahe geschoßen.>

<Der Große Kersten, der page Hacke, Geörge Musketirer 15 lerchen, 2 Wachteln.>


heütte, ist der Ægidij Margkt, alhier zu
Bernburgk, undt ein guter iahrmargkt.


Nota Bene Jch habe gestern, vergeßen einzuschreiben, das
diesen<gestern> Morgen, ein stargker windwirbel alhier,
aufm Schloßplatz, geschwinde gekommen,
welcher vndter dem neẅen wagenschuppen, bey
den Stügken, auß der krümme herauß vnsere
Calesche gewehet, vndt weitt mitten über den platz forthgetrieben, || [[Handschrift: 191v]]
ejn etwaß unnatürliches, stügke weges. Jddîo
sà, quel che significherà!


Die Erffurter avisen geben:


Daß Schwedische, Frantzösische, Dähnische, undt Venezianische
Abgesandten, zu Wien, ankommen, allwo ein herr-
lich castrum doloris ausgerichtet, wegen der
verstorbenen Kayserin Mariæ Leopoldinæ,


Die Türgken streiffen in Ungarn, undt
verbrennen dörfer, führen auch Menschen hinweg.


Die pest graßiret sehr, zu Prag.


Auß Polen, wirdt die gefahr der Cosagken,
von etzlichen extenuirt, von andern exaggeriret.
gleichwol beiahen sie, das zeit, dieses Pollnischen krieges,
in die 300 mille Menschen, undt darüber, durch den krieg,
pest, hunger, vndt kummer, vmbkommen.


Der Königlich Schwedische Abgesan[dte], herr Peter Schutt,
sol vor Coppenhagen stattlich empfangen worden
sein, in deme 30 kutzschen, undt 50 Edelleütte,
eine ½ meile weges von dannen, ihme entgegen
gefahren, alda auf dem Felde, der Statthalter in
dähnischer, Sprache, in einer zierlichen rede, ihn
bewillkommet, deme er in Schwedischer sprache, geant-
wortett, hierauf Sie sich in eine stattliche
vergüldete Königliche kutzsche, gesetzet,
undt sich, nach der Stadt zu, gewendet.

|| [[Handschrift: 192r]]


Vorhero, seindt alle Dennemärckische herren
gefahren, undt haben etzliche 2 oder 3 Schwedische Edel-
leütte, bey sich, gehabt, die gantze bürgerey
stunde im Gewehr, hat 2 mal salve gegeben,
wie auch, auß 9 canonschüßen. Der Ambassa-
deur, wurde auf das Schloß logiret, vndt
zum Könige, mit mehr, dann 100 Dennemarker
Edelleütten, zur audientz, geholet. Die Königliche
wittibe ist auch denselben Tag, durch viel vom
Adel, zu pferde, vndt vielen Frawenzimmer,
eingeholet, undt durch die bürgerschaft, im ge-
wehr entpfangen worden. Die zu ham-
burgk beysammen gewesene Königlich Dennemarkischen[,]
Fürstlich hollsteinische, Braunschweigische, Lüne-
burgische, undt gräfliche Oldenburgische Ge-
sandten, haben ihre tractaten zu hamburgk
geendiget.


Die Kayserlichen[,] Bayerischen undt Säxischen völcker,
werden abgedangkt.


Die festung Ehrenbreitstein, sol der Churfürst
von Meintz, vor die frantzosen sequestriren,
zur assecuration vor Frangkenthelt. perge


Die Reüßen sein strettig, mit den Schweden, wegen
ihres exercitij a dispa[...]<religionis> Græcæ, in Carellen, und Jngermanlandt[.]
et cetera

|| [[Handschrift: 192v]]


Der pabst hat vor Castro, geschlagen, die Parmischen.


Zu Bordeaux, währet der Aufruhr noch. Sie
haben des Düc d'Èspernons, geplündert. Zu Aix,
ist auch die empörung, noch groß.


Jn Catalonien, haben sie alle Frantzosen,
auf einen Tag, wollen niedermachen. Jst aber entdegkt.


Die pest grassiret auch aldar.


Zu Constantinopel gibts auch händel zwischen
des verstorbenen, undt dieses Türckischen Kaysers,
Favoriten. Viel seindt darüber, umbkommen.


Der Türgke wil von den Venezianern,
den haven, Santa Croce haben.


Jn Londen seindt 7 reichbeladene OstJndia-
nische Schiffe, ankommen.


Die prediger in Schottlandt, sein gar
eiverig, die Schotten, zum gehorsam, des Königs,
undt wieder Engellandt, zu bewegen.


Dublin sol von den Jrrländern, erobert sein.


Vor Lüttich, mehren sich die Chur Cöllnischen animositeten.


Holländer, wollen 40 schiffe contra Portugal außrüsten,
selbiger König, zur restitution Brasiliens,
undt des darinnen, erlittenen schadens, zu bewegen.


Weder Frangkreich, noch die Staden, helfen den Lüttichern.

|| [[Handschrift: 193r]]


Die Tractaten zwischen Spannien, undt
Frangkreich, wollen noch nicht recht forth.
Einer suchet dem andern, einen fortheil abzugewinnen.
et cetera


Der König in Frangkreich, ist zu Paris
eingezogen, mit seinem Cardinal Mazzarinj,
vndt von mehr alß 300000 Menschen gesehen,
undt mit Freẅden, entpfangen worden. perge


Die Freẅlein von Plötzkaw, seindt herüber
kommen, die krangke Schwester, Bathilde zu besuchen. perge
Darnach, seindt Sie wieder hinweggezogen.

|| [[Handschrift: 193r]]

Sonntag den 2. September 1649.


Jn die kirche, mit meinen kindern, vormittagß.


Meine freundliche herzliebste gemahlin, ist bey Schwester Bathildjs, ver-
blieben, dieweil dieselbige, diese Nacht, undt
heütte, sehr schwach, undt krangk, ist. Gott
wolle sich doch unser einmahl in gnaden erbarmen!
undt die Sterbedrüse, von unß nehmen!


Extra: zu Mittage, Doctor Brandt, undt der hofprediger.


Nachmittags ist nicht geprediget worden, weil jahr-
margkt jst. Gott gebe doch, beßeres gedeyen!


heütte, gestern, undt vorgestern, jst es sehr windig
gewesen. Freẅlein Johännchen, ist von Plötzkaw
wiederkommen, meine krangke Schwester, zu besuchen.

|| [[Handschrift: 193v]]

Montag den 3. September 1649.

<1 Weyhe mein Sohn geschoßen.>


Avis, von Wien, wie nachfolget, mit den wortten:
Der Kayserinn Mariæ Leopoldinæ Todesfall,
ist wol zu betrawern. Jhre Mayestät haben weiber
auß Tyrol kommen laßen, welche auf dieselbe, bestellet
gewesen, aber theilß getrungken, theils geschlafen haben,
sollen, also: daß die Kayserinn gebohren, ehe Sie
darzu kommen, hernach haben Sie dieselbe 4 Stunden
schlafen laßen, ehe die Aftergeburth von ihr kommen,
darauf ihr daß geblüht zum hertzen, gestigen,
die Frayß darzu geschlagen, in deren man ihr
eine Ader geöfnet, vndt Sie clistiret. An Kayserlicher
Mayestät solle man genung zu trösten haben, sollen
sich zu Eberstorf, sehr übel auf befinden, vndt nicht
eßen wollen. Jhre Mayestät können nun keine
Austriacam mehr heyrathen, Sie wollen dann,
wie Philippus ii. filio destinatam, nehmen, vndt
dero pubertatem erwartten: dann der Kayserinn
Schwester, dem Mantuano schon versprochen.
Datum 18. Augusti (stylus novus) 1649. Huc usque novellæ Viennæ.


hierauß siehet man, wie elendt, nichtig, vndt
flüchtig, unser leben, vndt wandel hierniden
auff erden ist, so wol <bey> dem geringsten bettler, vndt || [[Handschrift: 194r]]
Tagelöhner. Jtem: erkennet man augenscheinlich
darauß, das kein Mensch, er seye wie hoch er wolle,
vor dem Tage seines Todes, (wie<alß> Sohlon gesaget,
und weißlich dem Cræso, lange vor seinem
ende geweißaget, oder verkündiget) vor recht
glügksehlig zu schätzen.1 Jst es nicht ein iammer,
vndt ein elendt, auch nicht genung zu bedawren,
daß eine solche große Kayserinn, so liederlich,
verabseümet, vndt negligiret worden,
da es ihr doch nicht an geldt, noch guht, noch
leütten, ermangeln können, noch an allem dem,
waß zu zeittlichem eüßerlichen wolstandt,
hülfsmitteln, vndt assistentz, zu erfordern
gewesen. Jhr herr vndt gemahl der Kayser,
hat Sie ia inniglich, und hertzlich geliebet,
vndt an nichts es fehlen laßen, waß zu ihrem
zeitlichem besten, dienlich gewesen. Die herr-
liche aufwartungen, vieler herren vndt Damen,
auch gemeiner leütte, haben ihr nicht gemangelt,
gleichwol haben alle diese causæ secundariæ
es unverantwortlich versehen, undt ohne die
allein gute, undt gerechte causam primam, das
wenigste nicht, agiren, noch helffen können.
Ja Sie haben mehr geschadet, alß geholffen, Medicij, weiber
vndt dergleichen, wie obiger bericht, in allem klar darthut. perge

|| [[Handschrift: 194v]]


Ach! daß habe ich auch genungsam erfahren, bey
dem kläglichen abgang, Meines Sehligen frommen Sohnes,
deßen quahlverkürtzung, ich ihme nie mißgönnet,
allein habe ich bedawert, daß er so zimblicher
maßen geringschätzig, liederlich, negligiret, vndt ver-
wahrloset worden, durch die causas secundas,
et individua personalia quorundam, wieder
meinen wjllen, vndt wieder Meinen dangk!


Ach! des großen Leydes! Ach iammer! Ach elendt!


Avis von Plötzkau per Erffurt das der Kayser gestorben, undt
die gantze handlung, zu C Nürnbergk, in ein stegken,
undt confusion gerahte. Gott erbarme sich,
des Armen, Nohtleidenden, hochbedrengeten, vaterlandes!


Schwester, Dorothea Bathilde (alß ich vormittagß, bey ihr gewesen)
ist sehr matt vndt krangk. hat gewaltige Tor-
mina, in ihrem leibe, große angst zum hertzen,
innerliche mattigkeit, mit der Sprache, wil es
nicht recht forth, vndt lieget da, in Gottes gewaltt.
Sie præpariret sich aber, gar schön zum Tode, ergibt
ihren willen, in Gottes willen, fühlet die schmertzen
nicht sonderlich, redet gar Christlich, geistreich,
vndt gedultig, vndt erweyset, daß Sie sich
zu Gott sehnet, vndt daß ihr wandel
schon im himmlischen vaterlandt ist! Ô der
Schönen! Ô der glaubigen! Ô der Außerwehlten Seele!

|| [[Handschrift: 195r]]


Freẅlein Johännichen von Plötzkaw, ist auch bey ihr,
von gestern her. Jch habe mit ihr gesprachet. Sie saget
undter andern, der herrvetter Fürst Augustus habe auf<zu> dem
Forwergk Plötzkaw, diß iahr 36 Sechtzigk, ger-
sten geerndtet. Der Rogken aber wehre sehr
erfrohren, undt verdroben. Jch aber bin kawm alhier,
auf 10 Sechtzigk gersten kommen. Je trouve
peü d'heür, & de süccéz, en mes affaires,
depuis la mort de feü ma seur, Sybille,
& de mon bon fils, le Prince Erdmann Gedeon, de bon mémoire[.]


Man meynet, die winde voriger Tage, werden
nichts gutes andeütten. Es hat ein 3 Tage hero,
stargk ged gewehet, gestürmet, undt geregenet.
perge


Er Hesius, ist nachmittags bey mir gewesen, allerley
zu referiren, undt sich bescheidts, zu erholen.


Jehna, ist von Zerbst, anhero kommen.


Diesen abendt, habe ich meinen Raht, vndt iunger
herrschaft hofmeister, Simon heinrich Schwech-
hausen, in gnaden dimittirt, undt ihn, an
Meinen vetter, hertzogk Wilhelm zu Wey-
mar, recommendirt, alda er gute beförde-
rung haben soll. Er ist bey vnß, inß
vierdte iahr gewesen, hat gute capaci-
tet, undt feine wißenschaften. Gott gebe!
daß er sich ferrner, wol comportiren möge!

|| [[Handschrift: 195v]]


Schreiben, von Madame Elizabeth von Berlin,
undt vom graf Moritz von Naßaw. perge


Die avisen geben: daß die Polen, mit den Cosagken
im freyen Felde, friede gemachtt.


Zu Nürnberg, wehre alles richtig.


Kayser wehre wol auff, undt mit dem
Könige, zu Eberßdorf.


Türgken prorogirten den vngrischen frieden, auf
20 iahr, lang.


Zu Prag, vndt in Bayern, grassirte die pest.


Dublyn, wehre von den Königlichen in Jrr-
landt erobert. Die Schotten, armirten stargk.
Cromwell, wehre geschlagen.


Die Türgken, hetten Canea, mit etzlichen
Tausendt Mannen endtsetzt, auch mit
munition undt proviandt, versehen.


Jn Frangkreich währen zwar die
motus zu Aix, undt Bordeaux, gleichwol
wehre der König, mit der Königinn
Regentin, vndt dem Cardinal, cum maximo
applausu populj, in Paris, eingezogen.


Pabst wil den Duca di Parma, in den Bann
thun. Derselbe hat seinen General in verhaftung || [[Handschrift: 196r]]
genommen, weil er sich bey Castro, schlagen hat
laßen.


Die neẅe Regierung zu Londen, samlet geldt,
wollen Agenten hin vndt wieder schigken,
ihre händel zu justificiren.


Die Stadt Lüttich, wirdt von den Chur
Cöllnischen, sehr bedränget.

Dienstag den 4ten: September 1649.

<16 großvogel von Ballenstedt. perge>


Simon heinrich Schwechhaußen, ist forth, auf Eißleben
zu. Gott wolle ihn geleitten! vndt vnß gnade
verleyhen, daß wir allezeitt recht Gottsehlige
eyferige, Treẅe, fleißige, vndt Sittsahme Christen,
zu vnsern diensten, haben, undt behalten mögen!


Conversatio, mit deme von Jehna.


J'ay ceste apres disnèe, entendü (de bon lieu,) des
estranges soupçons, de la mort, de feü mon bon
fils, de bonne mémoire que ie ne me füsse jamais immaginè.
L'Espagnol dit: La sospecha es ponçoña de la Amistad!


Dieu nous garde, de sinistres pensèes, mais
s'il est ainsy, comme l'on peut apprehender,
Dieu vueille pünir exemplairement! avec
confüsion, honte & ignominie douleüreüse,
ces tygres quj a, ou qui ont, osè entreprendre
ün attentat, sj füneste, si execrable, & mauldit!

|| [[Handschrift: 196v]]

Mittwoch den 5ten: September 1649.

<3 hasen, hetzen laßen.>


Am heüttigen BehtTage, in die kirche, mit zweene
Söhnen, undt dreyen Töchtern2.


Postea, (wie Täglich!) meine krangke Schwester,
besucht, mit deren es sich, Gott lob, etwaß
zur beßerung, anläßet. Gott gebe in gnaden!
nach seinem väterlichen willen, daß es bestandt
habe! Freẅlein Johanna von Plötzkaw,
ist auch noch gar fleißig, undt Sorgfältig, bey
ihr. Gott wolle Sie davor gesegenen!


Philipp Güder, ist nachmittags, bey Mir, ge-
wesen, vndt hat mir, in Oeconomicis, viel
undt mancherley referiret, so nicht vndienlich.
Dieweil er sich auch mit mir abgefunden,
vndt außgesöhnet, laße ich ihm die ver-
stattung voriger gnade, vndt acceßes,
wiederfahren, iedoch noch ohne dienste.


Postea: habe ich den Amptmann Reichardt,
erfordern laßen, ihme allerley remonstration
gethan, ihn auch endtlich, in gnaden von mir
gehen laßen, alß er sich, zu vndterthänig(st)en würgk-
lichen diensterweysungen, offeriret. perge


Discorsj co'l Jehna. et cetera

|| [[Handschrift: 197r]]

Donnerstag den 6ten: September 1649.


Das Regenwetter continuirt numehr ein Acht
Tage her, gibt nicht allein, einen naßen herbst,
undt naße erndte, Sondern wirdt auch dem
wein, schlechten nutzen bringen. Jedoch wirdt
unß Gott, unser bescheiden Theil, wol geben!


Jch habe (nach gehabter gestriger conversation
mit Christoph von Jena) abermalß die acta, vndt
neẅe zeügenverhör des Amptmanns zu
Zerbst, v̈ber Geörge Glauns sachen, vndt
beschuldigungen, belesen, (dann die vorige
zeügenverhör, nicht von der Fürstlichen Regie-
rung, wie diese, sondern vom Rath, angeord-
net gewesen, vndt dennoch übereinstimmig ist)
vndt befunden, daß man allzugeschwinde,
mit ihm procediret, auß <allzueiverigen> passionen, deß
leichtfertigen, beschriehenen vogels, Gaterschle-
bens, falschen calumnien, vndt lügenhaftigen
angeben, gegläubet, vndt den guten ehrlichen,
bekandten <vndt mit Fürstl: vndt Adelichen Testimoniis versehenen> alten diehner, (welcher mit vndter-
schiedlichen Ehrenämptern zu Zerbst, alß vorsteher
der kirchen, vndt Hospitals, item: Viertelsmeisters
vndt Rahtsherren, item: Fürstlicher geleidtsmanns versehen,)
in elender 14 wochenentlicher gefängnüß, unschuldig endthalten.

|| [[Handschrift: 197v]]


Meine schwester <Dorothea Bathilde>, ist vormittags, zimlich wol auf
gewesen. Nachmittagß aber, wieder schwach,
undt krangk, vndt hinliegend worden.
Gott tröste! heile! undt helfe! in gnaden!


Extra zu Mittage, Doctor Brandt, undt Jehna!

Freitag den 7. September 1649.

<6 hasen gehetzt. 20 großvogel>


Jch bin hinauß, hetzten geritten, mit Mei-
nem Sohn, Viktor Amadeus vndt haben 6 hasen gefangen.
perge


Postea: conferirt mit Jehna, vndt Secretario
Paulo, welche extra geblieben.


Victualien, von Ballenstedt, bekommen,
wie auch großvogel, &cetera &cetera &cetera weitzen. perge


Avis: daß gestern, Fürst Johannßens Liebden auß
Zerbst, einen prächtigen, ordentlichen
Außzugk, zu dero Fürstlichem beylager gehalten.
Gott geleitte Jhre Liebden vndt gesegene Sie,
undt bewahre Sie, undt vnß, vor allem übel!


Nacher Tegklemburgk, geschrieben.


Ein dax ist im hofe, gehetzt worden.


Avisen von Erffurdt:


Daß General Cromwell den Graven von Ormondt,
vor Dublyn, aufß haüpt, geschlagen.


Der Churfürst von Cölln, die Stadt Lüttich || [[Handschrift: 199r]]
erobert habe, <theilß, auß Furcht der bürger, theilß durch faction etzlicher, so Sein volgk eingelaßen.>


Der Kayser, will die Nürnberger Tractaten
nicht vndterschreiben. Chur Bayern, undt Chur Pfaltz
aber, sollen sich verglichen, vndt undterschrieben haben.
Die Stände, seindt im Sagk, besorgen winterquartier.
Gott liberire unß doch, von allen drangsallen!


Jn Frangkreich rebelliren die länder noch.
Zu Paris, ist es stille.


Die Türgken haben Canea endtsetzt.
Sollen aber auch schaden gelitten haben.


Parma vergleicht sich, mit dem pabst.
Leget die schuldt auf seinen General, vndt
straffet denselben.


hertzogk von Guise sol zu Napolj
endthaüptet sein, der Gennaro aber stran-
guliret.


Jn Provence hat der Conte d'Alaix, in einem
eroberten Städtlein, bey Aix, den Gouverneür,
Bürgermeister, undt Richter, aufhengken laßen,
darauf sich die Stadt Aix mit ihm verglichen,
die von Bordeaux aber, thun dem Düc d'Espernon,
großen schaden. Der König, schickt eine flotta dahin.


Von Stogkholm, ist befehlich, nacher Nürnbergk
kommen, dem Churfürsten von Brandenburg die länder
undt Stiffter, einzuraümen. perge

|| [[Handschrift: 199v]]

Samstag den 8ten: September 1649.


Zu den gesterigen avisen, kahm noch heütte, daß zu
Copenhagen, der König in Dennemargk hette ein
stattliches kindttaüffen gehalten, mit kost-
bahren Ritterspiehlen, balletten, undt Feẅer-
wergken, hette auch darzu, die Königinn in
Schweden, die herren Staden, undt den Printz von
Uranien, zu gevattern, gebehten.


Mit Doctor Mechovius, Jehna, vndt Paulo conferirt,
welche extra: geblieben, wie auch Jakob Ludwig Schwartzenberger
parlans, & devisans, de choses ütiles, & necessajres.

Sonntag den 9ten: September 1649.


Gestern abendt spähte, hat daß eingeheitzte Stroh,
im schornstein, unserß Frawenzimmers, angefangen
zu brennen, vndt alarm im hause zu vervhrsachen,
ist aber baldt gelöschet worden, (Gott lob!)


heütte vormittags, conjunctim, zur predigt,
gezogen.


Extra: Zu Mittage gehabt, Meinen Raht
Jehna, wie auch den hofprediger Theopoldum,
undt mit ihnen, conferiret. et cetera


Nachmittags, cum filiis, & 3 filiabus3 zur kirchen.


heütte vormittags, hat man auf der Cantzel danck
gesaget, vor Schwester Dorothea Bathilde mit dero es sich anfängt,
zur beßerung, anzulaßen. Gott gebe! daß es bestandt habe!

|| [[Handschrift: 200r]]


Aufn abendt, bin ich mit Madame, in garten spatzirt.


Il tempo, è bello, e sereno.


Jehna, hat seinen vndterhänig(st)en Abschiedt, diesen
abendt, genommen, will morgen (gebe gott) nacher Zerbst. perge


Gott wolle ihn beglejtten!

Montag den 10ten: September 1649.

<8 lerchen, die lerchenstreicher.>

<3 wachteln, vndt 1 lerche, Oberlender mit Schützgeörge.>


Gestern Abendt, wahr, Schwester Dorothea Bathildis,
wiederumb, so hinfällig, Matt, undt krangk, daß
wir alle vermeinten, Sie würde sterben. Es
wurde der Doctor Brandt, undt der hofprediger
Theopoldus gefordert, gebehtet, undt gebraucht,
waß müglich zur handt, wahr. Endlich hat
Gott ihr doch noch daß leben gefristet. Sie
redete (wann Sie vor mattigkeitt, leise
reden kundte?) verständig, undt gar Christlich,
ergab ihren willen, in Gottes willen, vndt
wahr bey der gewaltigen hertzensangst,
vndt aufstoßen der brust, sehr gedultig.
Gott wolle Sie ferrner trösten, stärgken,
undt mit der gnadenkraft des heiligen geistes,
überschatten! vndt vollbereitten!


Diesen Morgen, ist mein Raht, Jena,
wieder verrayset, Gott geleitte, ihn! <und segne uns, vndt das heütte wirdt alhier Rübesaht, und wintergerste geseet.>

|| [[Handschrift: 200v]]


Daß wolle Gott auch, unß waißen, und müldig-
lich, in väterlichen gnaden, gedeyen laßen!


Vormittags, ist die liebe fromme Schwester,
wieder gar Matt, undt Schwach, undt voller
angst aufm hertzen, anzusehen gewesen, auch
etzliche mahl, gantz stille da gelegen.
Gott stehe ihr in gnaden bey! undt wolle ihre
innerliche schmerzten lindern, die erzeigte
Freẅdigkeit vermehren, undt unß allen,
mit ihr, gnedig erscheinen!


Wir haben ihr vorgelesen, undt vorgebehtet,
sonderlich, auß der Schatzkammer, allerhandt Trostes,
welches ihr, (wie zu spühren wahr) gar annehm-
lich gewesen.


A spasso, in einen weinbergk, da ich aber,
vom Regen überfallen worden. perge


Gestern, hat man einen weißen Strahl
alhier zu Bernburgk, überm Schloße gesehen.


Ein heymichen oder grille, leßet sich
auch wieder kläglich hören, welches schon
zum öftern geschehen, wann iemands stirbet.
Gott bewahre! vor mehrerem Unheyl!


Es hat diesen Tag, undt abendt zwar, mit
der Schwester, ein ansehen, zur beßerung, Gott lob!

|| [[Handschrift: 201r]]

Dienstag den 11ten: September 1649.

<51 großvogel von Ballenstedt>

<2 hasen, mein Sohn Viktor Amadeus>


Jn den Leiptziger eingekommenen avisen, werden die
Erffurdtischen confirmiret, undt variiren in deme,
daß nicht General Cromwell, sondern der O[b]erste
Jonaß durch einen heroischen außfall, die
gantze Armèe vor Dublyn in Jrrland des
Marggraven von Ormondt, liederlich geschlagen,
undt vornehme haüpter gefangen, 4000 Mann
sollen auf der Königlichen seitte, geblieben, vndt
3000 gefangen, alles geschütz undt bagage
neben 100 Fahnen, bekommen sein. Der General
Ormondt, ist gar zu sicher gewesen, hat schlechte
wacht gehalten, vndt nicht glaüben wollen,
das ihm der feindt also auf den halß
kommen, undt diesen Streich, ihm versetzen dörfte.
Frequentissimum initium calamitatis securitas!4


Cromwell hingegen, macht zu Londen,
difficulteten. Will 100 Pfund (libra)℔: Sterlingß bahr
haben, wil man solle das itzige Parlament
dissolviren, vndt ihme mehr gewaltt geben,
anderst wil er nicht forth, nach Jrrlandt zu.


Der vergleich in Polen mit den Cosagken contj-
nuiret. Es scheinet, der König, habe Sie numehr, zu sei-
nem dienst, vndt die Pollnischen Senatores sehen es ungerne.


Zu Paris hat der König, undt seine Rähte, vorige Authoritet wieder.

|| [[Handschrift: 201v]]


Zu Bourdeaux, gibts noch empörungen, wieder die
severitet, des hertzogs, von Èspernon.


Jn hennegaw, seindt die Frantzosen, mit macht
eingefallen, haben das Städtlein Condè erobert,
undt befestiget, auch andere plätze mehr occu-
piret, brennen, sängen, undt iagen denselben
ländern, einen nicht geringen schregken ein.


hingegen, rüstet sich der Ertzhertzogk,
zum wiederstandt, vndt erwartett,
des secourßes, vom Generall Sparr, (welcher
Lüttich eingenommen,) wie auch der deützschen
völcker, des hertzogs von Wirtembergk. perge


Die Kayserliche Mayestät wollen den Nürnbergischen schluß,
darumb nicht approbiren, weil Sie die prælimj-
nar evacuation nicht billichen, sondern alles
zugleich, evacuirt haben wollen. Die Stände
mögen zwar alda, zu allem gewilliget haben,
vmb den frieden zu redjmiren. Die Schweden
aber machen groß wesen hiervon, undt droẅen
mit der continuation des krieges. Chur Saxen,
(welcher gerne Leiptzigk wieder hette, auch
ungerne, den letzten Termin der restituendorum
erwarten wollte) leget particular tractaten zu,
cum Suecis, vndt wil ihnen die satisfactionsgelder auf einmal, hin geben.

|| [[Handschrift: 202r]]


Zu Napolj, continuiren die scharfen executiones
wieder die rebellen. Es variirt aber die novelle darinn,
daß nicht der Düc de Guise, sondern der iehnige,
welcher ihn, inß Königreich, introducirt, decolliret worden.


Duca dj Parma, tractiret seinen geschlagenen
General Marchese Goffredo v̈bel, mit scharfer
gefängnüß, in eisernen banden. Der muß nun alle
schuldt haben, des krieges, wieder den pabst.


Jnterim, interponirt sich der Großhertzog
von Florentz, schengkt dem Pabst, alle eine
restirende schuldt, von 100000 krohnen, vndt
offerirt sich noch auf etzliche zeitt, iährlich
50000 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: zu erlegen, (mit versetzung, seiner
im päbstlichen kirchen stado, habenden gühter)
ob nun dadurch, der vorgewesene bann,
wieder Parma, aufgehaben5, oder aber
der krieg cessiren werde, lehret die zeitt!


Der Venezianer abermahlige waßer-
Schlacht, undt Victoria, wieder den Türgken,
continuiret nicht, aber wol, daß die Türgken,
die Jnsel Candia, insonderheit aber, die
Festung Canea, mit Macht, endtsetzet hetten.


Jn Dalmatia, mögen auch die sachen schlecht stehen. et cetera


Jn Ungarn, hofft man die Continuation des Friedens. et cetera

|| [[Handschrift: 202v]]


Von Meines vettern, Fürst Johannsen, beylager, undt
stadtlichen præparatoriis, zu demselben, so zu
Gottorf gemacht werden, stehet auch zwey-
mal in diesen avisen, undt das der König
in Dennemargk, wie auch viel Fürsten,
von hollstein, Meckelburgk, Braunschweigk,
Lünenburgk, Lawenburgk, etcetera dahin
kommen solen, undt stallung, auf 3000
pferde, zubereittet werde. Gott gebe,
zu glügklichem succeß, zu Seiner ehre,
zur erhaltung, vndt aufnehmen, vnserß
<vhr>allten Fürstljchen hauses, vndt zu abwen-
dung, alles deßen, so unruhe, undt verstöh-
rung, bringen möchte! Der Grave von
Oldenburgk, sol auch dahin kommen, wie die
novellen sagen, ich zweifele aber, sehr daran.


Extra: Zu Mittage, ist bey Mir, gewesen,
der Caplan Jonius. et cetera


On a dèscouvert, des èstranges menèes. <en mon mesnage.>


Meine Schwester, Freẅlein Dorothea Bathildis,
hat sich heütte beßer befunden. Es scheinet,
alß ob Gott möchte wunder thun? Wenn wir
doch nur glauben köndten? Ah! mon fils Erdmann!

|| [[Handschrift: 202r]]

Mittwoch den 12ten: September 1649.

<9 lerchen, trois canailles gestrichen.>


Oberlender, ist mit Wartemßleben von Zerbst, wie-
derkommen, vndt hat meine kutzschen, undt pferde, (welche
Jehna hinüber geführt,) wiederbracht, neben etwan
Zerbster biers, gestriges Abendts. perge


Jch bin hinauß, nach Zeptzigk vndt Pröderitz
auf meine felder <vormittags> geritten. Es samlet sich al-
les gar schlecht. Gott gibt unß doch unser be-
scheiden Theil! wann er unß nur geben möchte?


Pacem internam; et externam!


Ach Gott erhöre unß, in diesem Stügk! Amen!


Freẅlein Johanna, ist heütte nachmittagß,
wieder verrayset, gen Plötzkaw, dero iüngste
<Schwester> Freẅlein Lyßgen, hat sie abgeholet, zu kutschen,
nebst einer iungfer, vndt 1 raysiger, ist mitgeritten.


Es hat stargk geregenet, wie fast den
September bis dato, hindurch. Gibt eine Naße
erndte, vndt feüchte Sahtzeitt.


J'ay beaucoup d'inquitüdes! Ô Dieu; delivre m'en!


Avis: daß Curt Christoff von Börstel, ein unglügk
gehabt, in dem ihm, seine pferde, vieh, brodtkorn,
futter, vndt Scheünen, auf einmahl zu Bisenrode
verbrandt. Gott ersetze ihm, den Schaden!

|| [[Handschrift: 202v]]

Donnerstag den 13den: September 1649.

<2 lächße.>

<30 kleine vogel aufm vogelherdt.>


Phantasmata, in somniis, valde exagitarunt
uxorem meam! Deus in adjutorium nostrum jn-
tendat!


Geschrieben, gen hamburgk durch Bartoldt Lackayen.
Gott geleyte ihn, glügklich, hin vndt wieder!


Extra: Doctor Brandt, zu Mittage behalten, nach dem
wir conjunctim, (wie täglich), die krangke
Schwester, besucht.


A spasso an die waßergebeẅde, vormittags[.]


Gestern, undt heütte, habe ich weitzen seen
laßen. Gott gebe, zu glügk! undt gedeyen!


Præceptor haugkwitz, hat sich heütte
allererst wieder, von Cöhten, eingestellet.


Amantes sunt interdum Amentes.6


A spasso zur weitzenSaht, nachmittags!


Gott gesegene unser vermögen!

<1 Schockßo: vndt 1 mandel großvogel von Ballenstedt>


Mein Sohn, Viktor Amadeus ist nacher Aderstedt, geritten,
mit den vettern von Plötzkaw, Räphüner
zu beitzen, haben 1 Räphun, undt 1 wachtel gefangen.
Er hat zu Plötzkaw, zu Mittage bleiben müßen. et cetera

|| [[Handschrift: 203r]]


Jch habe inndeßen, commissiones expedirt, so wol
privatim, mit dem Allten Märtin Tornaw,
alß publice, durch meine Rähte, vndt diehner,
zwjschen dem Raht, undt Doctor Brandt, Jtem: durch
den Amptmann, mit den dorfschaften. et cetera


Es hat viel verwirrungen gegeben.


Ein scharf schreiben, von Fürst Augusto bekommen,
wegen eines handelß, so Börstel, sein lehenmann
mit Galle weber, dem pachtmann auf der
Aeptißinn hofe, angefangen, vndt durch meinen
Amptmann Reichardt, wagen, undt pferde verar-
restiren laßen, vmb des Zehenden willen, da-
rauß Börstel, einen köhrZehenden machen,
Fürst Augustus aber, solches nicht zulaßen will.
Fürst Augustus nimbt sjchs hoch ahn, zu anden, wieder
Christian heinrich von Börstel undt will, daß
ich diese unbedachtsahme præcipitantz, wieder
Reichardten, ernstlich eyfern soll.


Avis: daß Fürst Ludwig sehr krangk seye.
Gott schigke es gnediglich, zur beßerung!


Avis: von Ballenstedt, daß die Alte Stammerin
aldar, gestorben. Gott genade ihr! Es seindt
auch Victualien, von dannen, mittgekommen. et cetera

|| [[Handschrift: 203v]]


Die Erffurdter avisen geben:


Daß die Tractaten zu Nürnberg aufm
sprunge, zu biegen, oder zu brechen, stehen. Der
Kayser, hat mit dem Türgken, auf 20
iahr lang, friede gemacht. Der Pole, ist
mit den Cosagken, auch verglichen.


Der Moßkowiter, droẅet den Schweden,
mit dem kriege. Also dörfte Kayserliche Mayestät
die ruptur nicht groß achten. Der Schwedische
Generalissimus Pfaltzgrave, hat den Ständen
proponiren laßen, 1. Ob Sie wolten, im fall
längerer dilation, die winterquartier
noch leiden? 2. oder zugeben, daß man dem
Kayser, in die Erblande falle, undt ihn
feindlich tractjre. Jnterim weil man sich
<zu> bedengken, ist der pfaltzgrave, auf die Jagdt,
inß Marggrafthumb, gezogen. Man
will endtweder die assistentz der Stände suchen,
oder die jnvidiam, auf Sie, decliniren. et cetera


Schreiben, von Weymar, mit beylagen et cetera
dès Barons Reüßen, & des Contes de noirmont.

|| [[Handschrift: 204r]]

Samstag den 15. September 1649.

<1 lerche. 1 Schockßo: vndt 7 kleine vogel.>

<34 großvogel, undt 1 haselhuhn, von Ballenstedt>


Mit Georg Reichardt vndt Paul Ludwig conferiret, undt die
gestrigen händel, (so gantz falsch Fürst Augusto be-
richtet worden) zu recht zu bringen, getrachtet.


Es kommen heütte, beßere zeittungen, auß
Nürnbergk; alß solten die Generalln, bey-
sammen gewesen sein, undt wegen der aller-
seitß beschehenen, vndterschrift, die degen, vndt
pistolen, zerbrochen, undt zum Fenster hinauß,
geworffen haben, auch Silbergeschirr, undt Pocalen.
Es hätten aber, die Sjlber, vndt pocal, (beym
gehaltenen bancqueet,) von der gaßen, müßen
wiedergeholt, undt aufgelesen werden,
die Zerbrochenen degen, undt pistolen aber,
hette man preiß gegeben. perge


Melchior Loyß, mein Elltister Raht, undt diener,
ist in seinem 73. iahr, undt hohem Allter,
herauf, aufß Schloß, gegangen, hat sich bey
mir angemeldet, undt zweyerley anzubringen
gehabt. 1. die befreyung des Fahrd: (welches
ich doch, vor ein hohes regale, achte! 2. daß
er nicht dem Raht, alhier, sondern dem Ampte möchte
subject sein. Jch habe ihm dilatorisch geantwortett. || [[Handschrift: 204v]]
hingegen, zu verstehen gegeben, nicht allein,
wie sehr ich ihn æstimire, sondern auch, wie sehr
ich ihn, sieder anno 1606 her, observirt, vndt
undterschiedlich begnadiget, etcetera auch noch
in müglichen dingen, ihm, billichmeßigen Schutz zu
halten, bedacht. hofte, er werde sich contentiren
laßen, undt wann er forthköndte, bißweilen
in commissionen, so wol in geistlichen Sachen,
kirchen, undt Schulen, zum besten, sich bemühen,
wiewol ich seiner, alß eines emeritj, etzliche
iahr hero, in Seinem hohen allter, undt Schwach-
heitten, gerne verschonet. Er klaget sehr,
daß da er, vor 12 iahren, von hartzgeroda
wieder anhero kommen, undt die contribution
kawm 2 oder 5 fach gewesen, Sie an itzo, in
die 36fach gegeben würde, undt keine er-
leichterung, zu spühren. Man forderte auch,
viel von ihm, so er nicht schuldig wehre,
destwegen bähte er, vmb gnedigen Schutz. perge
Jch habe ihm, alle billiche manutenentz versprochen,
undt sonsten animirt, bono animo, zu sein.


Jl y a eü, dü Tintamarre & des alarmes, a
cause, de 46 bœfs, quj ont passè le guè, sans rien
mentionner. Je les fay poursuivre, ceste nuict. et cetera

|| [[Handschrift: 205r]]


Jch habe herrnvetter Fürst Augusto mascule geantwortet
wegen seines suchens, wieder Börsteln, undt meinen
Amptmann Reichardt, in Gallen Webers sachen,
vndt mich meiner Lehenleütte, undt bedienten,
in billichen dingen, eyferig angenommen.

Sonntag den 16den: September 1649.

<1½ Schockßo: kleine vogel, Ernst Vogelsteller>


Vnsere leütte, seindt re infecta wiederkommen,
von der Nachiagt, der 46 Ochßen, welche
gestern abends stillschweigende Zoll: vndt
geleittefrey, durchpaßiret. Sie haben aber
dem General Königßmargk zugehöret,
eines leütenampt bey sich, vndt gutem
paß, vom Obrist Borgßdorf Commendanten
zu halberstadt gehabt. Wollen die Ochßen
zu hall, undt Leiptzigk verkauffen.
Sie seindt alhier, durch den furtt ge-
setzet, undt zu Peißen, ertapt worden.
Der paß lauttet auf 60 stügk, mögen
etzliche stügk undterwegens verkauft haben.
Jst groß Schön vieh gewesen.


Jn die kirche, conjunctim, vormittages.

|| [[Handschrift: 205v]]


Nachmittagß, wieder in die kirche, <cum filijs.>


Postea; in garten con Madama.


Visiten, Schwester Dorothea Bathilde zweymal (wie
fast Täglich,) gegeben. Es hat das ansehen, zur
beßerung. Gott wolle Sie bestehtigen!
undt seine kraft, in den Schwachen, mächtig
sein laßen!

Montag den 17den: September 1649.

<3 lerchen, Georg Ehrenreich Freiherr von Roggendorf cum asseclis. 2 Schockßo: Fingken Ernst vogelsteller.>


Es hat heütte gefrohren, undt gereifft.


Der Große Kersten, ist forth nacher Deßaw, mit
40 Schweinen, in die Eichelmast, zu schlagen.
Gott gebe mir zu glügk! undt gedeyen!


heütte seindt noch 12 Schefel (Scheffel)schfl: weitzen, vf die
gerichtsbreitte, alhier zu Bernburgk, gesehet
worden, zu voriger tage, 1½ wispeln. Gott gebe
zu glügk! Segen! undt gutem gedeyen!


Rittmeister Schawer, so auß Frangkreich,
wiederkommen, hat sich bey Mir, præsentiret,
undt mancherley referiret. perge Jnsonderheit; von
des Generals Rantzow, avantüres, leben, undt Thaten,
So dann, von etzlichen Treffen, denen er beygewohnet,
undt zimblich darinnen, gezeichnet worden.


Er hat mir, zu seiner ankunfft, eine schöne flinte,
undt einen a la mode degen, mit Silber eingeschlagen,
præsentiret. hat auch des iungen herztogs von Rohan || [[Handschrift: 206r]]
Todt mir referiret, undt beklaget, wiewol er,
undt sein camarade ein grave von hollach, so auch
Rittmeister gewesen, undter denselben Rantzow-
ischen Regiment, selbigen Todt, im treffen, so
ferne vervhrsachet, daß Sie den iungen Düc, in
die mitte zwischen ihre compagnien (un-
bekandter,) gekriegt, undt chargirt, also: das
er, von einem cornet, in der ersten furie
erschoßen worden, iedoch noch 24 stunden gelebt,
aber keine Münche, undt pfaffen, vmb sich
leyden wollen. Prince de Condè hat seinen
Todt, gar gerne gesehen. Etzliche vmbstende
weisen, das dieser iunge Fürst, allzusehr sich
voran gewaget, sein courage zu erweisen,
v̈bel secondirt, auch vom pferde, mag
emportiret <etwas> worden sein. Jst wol schade!
hette können der religion in Frankreich viel diehnen.
Sed! sic fuit in Fatis!7 Gott hat seine gerechte
unerforschliche vhrsachen! da müßen wir acquesciren!
Er hat mir auch viel, vom tapfern Mareschal
de Gassion, undt deßen aufrichtigkeijt, erzehlet.
Jtem: wie die Dunynkergker die jtzigen
Engelländischen Parlamentischen, verfolgen, undt be-
kriegen, Jtem: wie Saint Denijs, gleich Bernburg, verödet worden.

|| [[Handschrift: 206v]]


Er ist zu Mittage, extra: zur mahlzeitt,
behalten worden. perge


A spasso, in weinbergk, da mir der froßt
schaden gethan. perge Pacience!


Der Kuhehirte, jn der Stadt, so vndterschiedlichen
diebstall, undt Frevelthaten, erwiesen, in dem
er einem hie, dem andern da, von Bürgern
ihre garben vom Agker genommen, undt seine
Schweine darvon gemästet, auch gänse vndt
hasen <vndt holtz> gestohlen, vndt sonst allerhandt leicht-
fertigkeitten, vndt Rachgier, an dem armen
vieh, gebrauchtt, auß Trotz, undt boßheit,
derselbe, wirdt vmb 50 hammel, undt 7
Schweine, von mir, gestraft, sol den schaden,
über diß, den bürgern, gut thun, vndt cassiret
werden, nach geschwornen vhrfrieden, undt dimission
auß Seiner gefängnuß. Er gestehet zwar
nicht alles, ist doch des meisten v̈berwiesen, nicht
allein von bürgern, sondern von seinem eigenen iungen,
welchen er grawsamer dinge, zu schlagen, gedroẅet,
er sol aber, von jhm, genommen werden. Die
weltt wirdt sehr arg, unnütz, undt Gottloß.
Er hat sich hoch vermeßen, auch zu perjuruiis, erbotten,
man hat aber solch leichtfertig schwehren, nicht concediren können.

|| [[Handschrift: 207r]]


Es haben mei[n]e commi[s]sarien die gruben gefunden,
darinnen er die ges[t]ohlene garben verborgen,
vndt die Schweine [da]rinnen, heimlich gefüttert.


Er hat mir auch, i[m] Rah[t]sanger, an meinem ei-
genen heẅ, schaden getha[n], der lose legker. perge
Kähme wol auf [T]ortur, (wann man scharf
sein wollte, [h]ette [g]ar den galgen, oder <doch> eine
landeßver[weisung], meritjret perge neben ersetzung
des Zugef[...]denß, etcetera etcetera etcetera


Die beri[chte aus] Cöhten, wegen des herrnvetters
Fürst Ludwigs, w[währ]ender unpaßligkeit, wollen
gar übel latt[en.] [Go]tt erbarme sich Seiner!
vndt erscheine, mit [Gnad]en unserm hauße!


J'ay sceü a[...] des calomnies,
& tradütio[n]s insüpp[er]tables.


Extra [...] abends, Schlegeln gehabtt. perge

Dienstag den 18den: September 1649.

<21 lerchen, Kinßperg, Hans Georg lagkay, vnd[t] kleine Märtin.>


heütte habe ich 7 Schweine, neben
50 schafen, undt hammeln, zur recht-
mäßigen Strafe, von dem legker,
dem [St]adthirten, bekommen, vor seinen viel-
fältigen diebstall. Gott beßere die leütte!
undt gesegne mir, seine gaben!


Briefe von Wien, Strehlitz, undt Paris. et cetera

|| [[Handschrift: 207v]]


Die avisen von Leipt[z]ig:


Confirmiren: die Dublynische Victoria deß Obersten
Jonaß, wieder den graven von Ormondt.


Jtem: eine greẅliche Zaüberey vndt Schwartz-
künstlerey, so Fr[aw] [K]ersten, in Dennemarck,
solle haben vorgehabt, [di]e sch[w]angere weiber
umbzubringen, mit [Fr]a[wenm]ilch, damitt
die Königin vornehmlich, [hat so]len hi[n]gerichtet
werden. Dieweil aber [...], oder die Magdt,
welche die Frawenmil[ch] [ge]tragen, gestolpert,
undt die Milch versch[ütte]t, hat s[ie] kuhemilch,
an deren statt ge[tan] (einen scharfen verweiß,
oder filß, zu ve[rhindern]) [u]ndt hingetragen,
darauf seindt alle [tr]ächtigen kühe gestorben,
undt bezaubert worden. Ma[n] [h]at Theilß
Thäter, eingezogen, theilß seindt [en]dtwichen!
Gott straffe mehrere übelthat[e]n!


Jn Schweden sol auch, ein Mann vndter zweene
Männer (als raüber,) gefallen s[ei]n, die haben
ihm 100 vndt aber 100 ThalerThlr: <neben [fris]tung [s]eines lebens> verheißen, Wenn
er ihnen eine Schwangere fraw verkauffen
möchte, welches als er es verheißen, vndt seinem || [[Handschrift: 208r]]
eigenem Schwangeren weibe, darvon gesaget,
das er einen gartten verkauffen wolte, Sie aber
etwan ärgeres geahnet, und ihre bruder, umb hülfe,
angeruffen, ist endtlich ihr leben, (mit mühe)
salviret, undt die Mörder theilß erschoßen, theilß
bekommen, undt justificiret worden.


Zu Nürnberg, difficultiret man noch, an
Kayserlicher seitten, die subscription des Friedens.


Jn Polen, ist der friede zwischen dem Könige,
undt den Coßagken, vndt Tartarn, ge-
schloßen im freyem felde, 40000 Cosagken
bleiben zu des Königes diensten, welcher
absolutes commando, über sie hatt.


Chmielinßky bleibet ihr General,
vndt Senator Regnj Poloniæ in der 9ten: Stall.
V̈ber 20000 Seelen sollen im Pollnischen
läger, verhungert sein. Man ist un-
menschlich, (wie die Engelischen<berichte sagen.>) wie die
bericht s[agen], mit ihnen vmbgangen den Pohlen,
<Jesuitern, undt Pfahlen> so die Cosagken, undt Tartarn, übermeistert,
mit nase, vndt ohren abschneiden et talia!
Weiber, kinder, Männer, haben Sie ermordet, undt
in brunnen geworffen ohne undterscheidt.

|| [[Handschrift: 208v]]


Die Unmenschliche grawsamkeit, undt Tiranney,
sol so groß, gegen die armen Polen, gewesen
sein, alß noch iemalß einige, weil das König-
reich Polen gestanden. Gott gebe beßere früchte!


Jn Frangkreich, sol Provence, vndt
Bourdegalois, noch rebellisch sein, wiewol zu
Paris, undt anderstwo, die empörung, gestillet.


Die Princesse de Tarante, (zuvorn
de Talmond) wirdt sehr höflich tractjret,
von der Königinn, zu Paris. Jhr Sitz, wirdt
über alle anderen Fürstinnen, hervor
gezogen, ihr die visite, am ersten gegeben,
undt große ehre erwiesen, vmb der
præeminentz vndt consideration, des
deützschen Fürstlichen hauses, heßen
willen, auß deme Sie endtsproßen.


hingegen, wirdt hertzogk Geörgen
von Wirtembergk Gemahlin, vom
hause Chastillon, schlechter tractjret,
kan auch kein tabouret in der Königinn
gemach erlangen, dann man sihet nur
auff die iehnigen, so dem Königlichen hause, || [[Handschrift: 209r]]
nutzen bringen, undt mit deme, stargk
jnteressiret sein, nicht aber alleine auf den
schuldigen vorzugk, des hohen geblühtes. perge


Der Printz Edouardo von Brahanza,
des Königs in Portugall bruder, sol im
Castell zu Milano, gestorben sein.
Meritirt wol, (alß ein <unschuldiger> frommer herr,
den ich gekandt), beklaget zu werden!


Ein Schafgotzsch (welcher der Churfürstinn von Lich-
tembergk, wie auch dem Könige in Dennemargk
bedient, Edeliungen weyse, darnach aber, in
seinem 21. iahr von seinem vettern, herren
hanß Vlrich Schafgotzschen, Freyherren,
in die 17 iahr lang, gefangen setzt
worden, biß ihn der Crabahten furia libe-
riret), hat sich bey mir præsentjret. Jst
begnadiget, undt begabet worden.


Er mag haben, außer seinem Stande
heyrathen wollen, eines Doctoris zu Leiptzig
Tochter, welches der Freyherr, nicht leyden
wollen, Sondern ihn, alß einen verlohrnen Sohn
geachtet, undt gefangen, gleichwol aber, etwan
geschwinde mit ihm verfahren, undt vnverantwortlich.

|| [[Handschrift: 209v]]

Mittwoch den 19den: September 1649.

<1½ Schockßo: kleine Vögel. 1 lerche Pandolfo.>


Post peracta negocia, auf den vogelh<e>ardt
mit Madama spatzirt, vndt über eine
Mandel vogel selber gerugkt. perge


Der Capitain Leütenampt, Ayrer,
(welcher drei jahr lang, undter den Kayserlichen
gewesen, sonderlich, undter dem Obersten Dewaky)
hat sich bey mir præsentiret, undt hat
mit vnsern leütten, zu Mittage, gegeßen,
auch mahlzei<audientz> darnach bey mir gehabt,
particolarmente. &cetera


Jn gartten, con Madama.


Avis; außm OberDirectorio daß numehr zu Nürn-
bergk, so wol von Kayserlicher alß Schwedischer
seitten, alles undterschrieben, vndt Graf
Magnus de la Garde, in kurtzem, zu
Leiptzigk, erwartet werde. Gott lob!
daß es so weitt gekommen! er helfe ferr-
ner, mit gnaden! Zum erwüntzschten frieden.


heütte hat der wandel des Mondens,
der Schwester, Dorothea Bathilde neẅe beschwehrung,
gebracht. Gott wolle alles unheyl beßern!

|| [[Handschrift: 210r]]

Donnerstag den 20. September 1649.

<(17 lerchen mein Sohn, Viktor Amadeus)>

<4 hasen Abraham von Rindtorf 1 hase, von Ballenstedt 1 Schockßo: 56 großvogel. 1 Schockßo: klein vogel Ernst vogelsteller.>

<14 lerchen, Oberlender, Matz kammerdiener Michel Sattelknecht>


Kersten, (so gestern von Deßaw, wiederkommen, dahin
ich ihn geschigkt, die Mastschweine zu convoyiren,
undt überzubringen) referiret, wie eine Statt-
liche Mast, der vetter, Fürst Johann Casimir, diß
iahr habe? vndt wie gute hofnung er sich
auch, auf daß Schwartze wildpreth mache?
Gott erhalte, einem ieglichen, seinen Segen!


Mais les partages, de ceste nostre Princj-
pautè sont fort inèsgaux! Pacience!


Extra zu Mittage, Jakob Ludwig Schwartzenberger.


Jch habe nachm Berlin, Paris, undt Wien, geschrieben.


Etzliche Victualien, seindt von Ballenstedt, anhero
geschickt worden. Dat Deus omne bonum!


Nel giardjno, con Madama, questa sera.


Die gute Schwester, Dorothea Bathildis, ist
heütte, gar unpaß gewesen. Gott erbarme sich ihrer!


Avis: daß wir die 5te million, auch geben müßen
zur satisfaction. Gott mache des elends, ein ende!


Avis: daß Cantzler Milagi[us], zu Arbitro erkohren
zwischen dem Churfürsten von Brandenburg vndt Pfaltzgra-
ven von Neẅburgk eines theilß, anders theils den
Staden von Gelderlandt, in ihren alten differentzien.
Er begehret darzu permission von uns, so wir jhm geben werden.

|| [[Handschrift: 210v]]

Freitag den 21den: September 1649.

<1 Schockßo: klein vogel Ernst, vogelsteller, her[...]>

<1 Schockßo: 4 lerchen mit dem klebegarn, meine Söhne. 1 Schockßo: 45 her<o>djè Ernst vogelsteller Nota Bene>

<8 lerchen Bötticher[,] girßbegk8[,] gärtneriung.>


J'ay songè, d'avoir eu beaucoup de besoignes,
avec ce Capitaine Lieutenante Jmperial, qui est icy,
á Bernbourg, George Guillaume Ayrer,
Patricien de Norembergh, & apres cela
i'eusse estè averty, de parler a ün
Jesuite, lequel eüst fort dispütè
de la Religion, avecques moy, & on
m'eust dit, que ie me devois donner de-
Nota Benegarde, d'ün Jesuite, &cetera[.] Dieu vuielle
me faire la grace, de pouvoir discerner
le certain, d'avec l'incertain,
le pür d'avec l'impür, affin de ne
faire tort, á personne & de bien èsprou-
ver les esprits, veritables, ou mensongers!


Gestern Abendt, habe ich auf meinem
Fenster, nach der Stadt zu, gesehen, v̈ber die
Stadt quer über, einen breitten
weißen bogen, von einem egk der erden
zum andern, vndt wiewol der bogen, der Viæ
lacteæ, nicht unähnlich gesehen, So kan es doch || [[Handschrift: 211r]]
dieselbe MilchStraßen, nicht sein, Sintemahl
Via lactea länglicht, an der höhe des himmels
v̈ber das Hemisphærium gehet, vndt nicht
nach der quehre. Gestern vor abends aber,
sahen wir einen rechten schönen Regenbogen
über vnser Schloß, alhier. Gott gebe
unß stehtige gnadenzeichen.


Unßer bötticher, cum sociis, (die heünte[!]
diese nacht, lerchen streichen gegangen,)
beklagen sich, daß Sie gegen Grähna
zu, von den Jrrwischen, oder lichtmänn-
lein, sehr verführet, undt irre gemacht,
seyen worden. Il y a tousiours des
erreürs, & des confüsions, au Monde!


Jch habe noch eine stargke contribution
außschreiben müßen, diesen Monat September
alß in der Stadt Bernburgk v̈ber vorige
36fach, noch 20½fach, Jm Ampte, über
vorige 24fach, noch 12fach, im Ampt
Ballenstedt, über vorige 24fach, noch: 13½fach
thut: ist diesem einigen Monat, in die 2000 ThalerThlr:
zur Schwedischen verpflegung, satisfaction, undt geringen
nebensolvendis. Gott erleichtere, die beschwerden!

|| [[Handschrift: 211v]]


heütte, wirdt der Fahrpfenning, vom
Amptschreiber, Wolfgang Sutorio, am Tage
Matthej, eingefordert, vndt stehet darauf
der verlust der Aegker, wer sich nicht
bey Sonnenschein, einstellet, gleich wie
bey eintreibung des frohnpfennings,
am Tage Sancti Martinj, der verlußt, der
haüser, vndt höfe. Diese beyde recog-
nitiones, halte ich, vor die zweene höchsten
Regalien, so wir haben, wiewol es nur
wenig pfennige oder groschen, undt in Summa
ein iedes noch nicht zwey Thaler, einträgt,
aber, propter <Dominij> consequentiam; et subjectio-
nem incolarum, nicht wegzuschengken <perge>
vndt alß ein RegentenSchatz, hoch zu æstimjren.

Samstag den 22ten: September 1649.

<11 lerchen 1 wachtel hortulanus cum sociis.>

<1 Schockßo: klein vogel Ernst.>


Daß der Schluß, zu Nürnbergk,
richtig, undt von allen Theilen, undter-
schrieben seye! Gott lob!


Die Schwedischen Generalln, haben sich mit
Chur Pfaltz, undterredet, vndt kommen zurügkea.

|| [[Handschrift: 212r]]


Jn den Spannischen Niederlande, seyen 2 Frantzö-
sische excurrirende Regimenter totaliter rujnj-
ret, undt geschlagen, auch vornehme gefangene,
undt große beütten, bekommen worden.


Jn Jrrlandt dominiret zwar, General Crom-
well, nach belieben, (sieder des Obersten Jonas
großen Victoria, wieder den General Ormond
vor Doublyn) iedoch wirdt davor gehalten,
die neẅen motus, zu Londen, wieder die itzige
Regierung daselbt, undt der Einfall, der
Schottischen armèe, in Engellandt, werden ihn
baldt wieder zurügkb ziehen.


Fürst Johannsen, zu Anhaltt, beylager, sol
wieder, auf 14 Tage verschoben sein, weil
der König in Dennemargk, persöhnlich da-
rauf, zu Gottorf erscheinen, hernachmalß
aber, nach Glügkstadt, undt anderen dortt-
herumb, gelegenen orthen, gehen will.


Jn Polen continuiret der vergleich. Die
Cosagken seindt zu des Königes, diensten,
erlangen ihre exercitia Griechisches glau-
bens überall, wie auch dignitates & honores,
amnistiam, und waß Sie begehret. Die Tartarn || [[Handschrift: 212v]]
werden bezahlet. Die Polen aber mißtrawen,
dem Könige, weil ihm die Cosagken
alleine, undt nicht der Crone geschworen.


Printz Janusch Radzivil, hat auch
eine Victoria wieder die Bawren, undt
Cosagken, in Littawen, erhalten, undt
alß der König die Cosagken geschlagen
ist es anfangß, auf seiner seitten,
sehr scharf hergegangen, undt viel
tapfere leütte, geblieben.


Jn Candia, gehet es schlecht her. Die
gantze Türckische armada, ist vnverhindert, in Canea,
eingelauffen, vndt hat secours, proviandt, undt
munition, nach wuntsch hinein gebracht, weil
die Venezianischen Generaln uneins gewesen,
undt einer hie, der ander dort hinauß, ge-
woltt, darüber die Respublica, den General
Bernardo, degradiret, undt seines Generalats,
endtsetzt, undt Morosinj, ist an seine Stelle kommen.


Jn Dalmatia, sollen über 20000 Türgken, an
der pest, gestorben sein.


Zu Florentz, undt Siena, stirbet es auch sehr, || [[Handschrift: 213r]]
wie auch zu Seviglia, undt anderer orthen, in Spannien.


Zu Prag continuirt gleichßfalß die pest.


Die Spannische Königinn, ist stattlich entpfangen,
undt nacher Spannien zu, begleittet worden, von
den Spannischen Grandes vndt Generallen.


Zu Finale, vndt nicht zu Meylandt, sol auf
selbigem Casteel, der gute fromme Protughesische
Printz, Edouardo die Braganza, (oder Odoardo)
an einem hitzigen fieber gestorben sein.


Zu Rom, hat der Pabst, die fulmen excommunica-
tionis, wieder den Duca di Parma, ergehen
laßen, nach dem er Victorisirt, vndt will
Castro zur haüpt: vndt gräntzfestung, machen.
Der gute General des hertzogs von Parma,
Marchese Goffredo, ist darüber in gefahr,
seinen kopf zu verliehren, deme albereitt
seine gühter, vnd bahrschaften, in die
fünftehalb Tonnen goldeß werth, sollen
eingezogen, undt seine person in enger custodiam sein.


Jnterim; sol eine stargke confœderation
zwischen dem Könige in Hispanien, sampt allen
Jtaliänischen Printzen, wieder dem
Papst, undt König in Frangkreich, obhanden sein.

|| [[Handschrift: 213v]]


Jn Frangkreich, seye zwar die unruhe,
mit den Parlamentischen, zu Aix, undt zu Bordeaux
gestillet, alleine zu Paris, hette sich ein großer
streitt, undt unwillen erhoben, zwischen der
Königinn Regentin, undt dem Prince de
Condè, über vergebung der Amiralschaft,
welche der Printz, dem Düc de Mercüre, (dem
es die Königinn conferiret,) nicht gönnen
wollen, vndt darüber harte wortt gefallen.


Jn Frangkreich seindt auch die commercia
auf Engellandt scharf verbotten, Sonderlich
die außführung, der Engelländischen Tücher.
hingegen hat die neẅe Londische Re-
gierung bey hoher Strafe, scharf verbotten,
die commercia auf Frangkreich, insonderheit
aber, die außführung der Frantzen weine.
et cetera


General Cromwell, suchet, die Printzen Robert,
undt Moritz, pfaltzgraven, zu beschließen,
in die Jrrländischen Seehaven. Gott laße
Sie ia nicht, in seine hände elendiglich gerahten!
Er, undt Sein Gottloser Anhang, dörfte es ihnen,
sonst nicht beßer machen, als dem frommen Sehligen Könige!

|| [[Handschrift: 214r]]


Der hertzogk Christian Ludwig, von Braunschweig vndt
Lünenburgk, ist mit großer pomp vndt apparat
zu Lünenburgk in der Stadt, <(armirt mit 4 compagnien)> eingezogen,
vndt durch die armirte bürgerschafft,
entpfangen worden. Darnach, hat man
ihme solenniter gehuldiget. Diese Stadt,
pfleget sonsten, Privilegia vorzuschützen,
alß eine hanseStadt. Wolte vielleicht
gerne, frey sein, wie Hamburgk, wenn
Sie darzu gelangen köndten?
hj, non può, quel che vuol, quel che può, voglia!9


Nachmittags, bin ich mit Meinem Sohn
in die præparationpredigt, gezogen,
welche der Diaconus Jonius gehalten.
Gott laße unß würdiglich zu seinem
Tisch gehen! vndt halte daß heilige Abendmahl
in vnsern hertzen, alß mit seinen lieben
glaübigen kindern! Er vergebe unß, alle
unsere erkandte, vndt unerkandte Sünden!
mache vnß gnadenbegierig, Bußfertig, undt
Außerwehlet in Christo! durch krafft des heiligen Geistes!

|| [[Handschrift: 214v]]

Sonntag den 23ten: September 1649.

<30 lerchen, Munschwitz.>


Avis: daß sehr viel trauben, in meinen wein-
bergen <voriger tage> erfrohren! Patientia! Patientia! Dominus dedit;
Dominus abstulit, sit nomen Dominj benedictum!10


Diesen vormittag, bin ich (nur mit meinen Söhnen)
in die kirche gezogen, haben der predigt zugehöret,
vndt daß dangkfest, auf die beschehrte erndte,
gehalten. Vnser hofprediger, Theopoldus hat
zum Text; den 147. psalm11 genommen.


Der heiligen communion, haben ich, vndt mein Sohn
Victor Amadiß beygewohnet, in zimlicher
frequentz. Gott lob! daß wir auch diesen
Gottesdienst, mit frieden, celebriren können!


Er erbarme sich, vnsßer ferner! undt laße
alles, zu unserer Sehlen Sehligkeit, ge-
reichen! undt gedeyen!


Nach verrichtetem kirchengehen, ist der
hofprediger auch zu Meiner Schwester,
vor ihr Siechbette kommen, undt hat aldar
einen kleinen Sermon gethan, undt der
Schwester Liebden wie auch, der AltFraw
Mariæ Kindin, undt etzlichen Mägdlein,
das heilige Nachtmal, administriret. perge

|| [[Handschrift: 214v]]


Der gedachte pfarrer, hat auch heütte von der
Cantzel abgekündiget, die neẅe ordnung,
so ich in Ecclesiasticis, deß Consistorij halben,
gemacht, oder viel mehr die allten guten ord-
nungen, renoviret. Gott gebe darzu, seinen
Segen! glügk! undt gedeyen! Zur erhaltung
seiner kirchen, vndt der warheitt, vndt
zum aufnehmen der undterthanen, undt
pfarrkinder, in kirchen, undt Schulen!


Die darzu deputirte personen, seindt:
1. Er Plato Superintendens, vndt pfarrer
in der Allten Stadt alhier, welcher daß Di-
rectorium im consilio consistorij, zu führen.
2. Theopoldus hofpre[dige]r, undt pfarrer vorm berge.
3. Geörge Richardt, Amtmann, undt Stadt-
vogtt alhier.
4. Magister Enderling pf[a]rrer in der Neẅstadt.
5. Andreas Hesius [Vicar] vorm berge, undt
Rector Schol[æ, alhi]er.


Sie sollen in vorfallenden sachen, di (wie ihre be-
stallungßpuncta besagen, sonderlich in matrimonial-
sachen, lehre, leben, undt wandel, geistlicher, so-
wol als welttlicher personen) zu diiudiciren haben,
iedoch in wichtigen zweiffelhaftigen dingen, undterthänig(st) referiren.

|| [[Handschrift: 215v]]


Extra zu Mittage, den hofprediger gehabtt.


Nachmittagß interim mit meinen Söhnen,
in die predigt, des caplans Jonius. perge


Richardt der Amptmann, hat sich auch præsentirt
undt allerley zu referiren gehabtt, vndter
andern, wie gestern ein Quartiermeister vom
graven Magno, zur execution herkommen?


Ach Gott! mache des treibens, ein ende!


Diesen nachmittag, vor Abends, hat sich ein
unglügk alhier, in der Sahle zugetragen,
in deme deß landrichters, Davids von
Bergen, pferde, (so waßer zum brawen,
führen sollen) zu tieff in das den aufge-
wachßenen St[e]gen, mit den vollen
knechten, gekommen, die zweene hindersten
schönen pferde, (deren eines trächtig gewesen)
seindt baldt ersof[fen,] daß dritte hat sehr
gearbeittet, bi[s zu dem] Todten pferde,
mit wagen, vndt faßen, auß dem waßer
gezogen, undt sich noch muhtig gerettet,
den knechten, seindt die Fischer, zu hülfe
gekommen. Man iudiciret vngerne ab eventu || [[Handschrift: 216r]]
gleichwol hette man den Sabbath des herren,
recht freyen, auch die Thü Thiere ruhen laßen,
undt die Menschen, sich nicht volltringken sollen.
Jst dem Bergen, ein großer Schade!


Avis: vom OberEinnehmer, Johann von Berge,
daß Graf Magnus, mit dem AssistentzRaht
Eschken, nicht gar wol stehe, undt baldt zu Leip-
tzigk, anlangen werde, auch müßte die
4te. vndt 5te. million vorhanden sein, wolte
man sich anderst redimiren, von der einquar-
tirung deß winters? ChurSaxen, hette
es schon gewilliget, sein landt zu liberiren,
oder sein abgesandter, der General Major Trandorf.


Zu Nürnberg überliffen die Officirer
gewaltig, den Pfaltzgraven, undt wolte ein
ieder fast assignationes haben, oder mit einem
großen beüttel voller Ducaten; expediret
sein. Er, der Generalissimus wehre auch destwegen
nacher Winßheim zu[m] [C]hurfürsten von Heidelbergk
gezogen, mit General Wrangeln, sich ein wenig
vor der importunitet, zu absentiren.


Fürst Augustus ermahnet unß, in einen Sawern apffel
zu beißen, die subditos zu animiren, undt auß der noht,
eine Tugendt zu machen. et cetera Patientia!

|| [[Handschrift: 216v]]

<4 hasen, Viktor Amadeus Fürst zu Anhalt 25 kleine vogel.>

<5 lerchen, etzliche ex infimis.>


J'ay eü, beaucoup de traverses, & dü Tin-
tamarre, en mon Oeconomie.


J'ay taschè de redresser, les desordres.


Mein Sohn Victor, ist hinauß, nacher Grähna,
hetzen geritten, undt hat 4 hasen gefangen.
Man hat heütte wieder 1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: rogken, zu Prö-
deritz, geseet. Gott laße es wol gerahten undt
zu vnserm gesegnetem genoß, gedeyen!

Dienstag den 25. September.

<Von Ballenstedt 1 Rehe 2 hasen. 2 Schockßo: 58 groß vogel. 2 fette hammel.>

<11 kleine vogel hic.>


Mit den Leiptziger avisen, werden die Erffurter
confirmiret, vndt stehet noch mehr da-
rinnen: daß die Jrrländer zwar trium-
phiret, über der Ormondischen Niederlage[.]
Sie seye aber so groß nicht, alß man Sie
gemacht. Selbiger Marquis hette noch,
in die 2000 Mann, auf den beinen.


General Jreton vn[d]t Cromwel hetten
auch noch zur Zeit, [i]n Kingsale
wieder Pfaltzgraf Robert, nichts anhaben
können. Das Schottische Parlament,
wehre uneinig. Die Commercia || [[Handschrift: 217r]]
zwischen Engellandt, undt Frangkreich,
wehren aufgehaben12.


Zu Aix in Provence ist alles verglichen. Zu
Bordeaux aber, wehre der Düc d'Espernon auf
der Garonne, von den Bourdegalois,
mit hülfe 6 Engelländische Schiffe, totaliter
rujniret vndt geschlagen worden. Selbige
rebellion währet noch, iedoch, verhoft man
sie, mit nachgebung der schwehren vflagen,
baldt zu stillen. Zu Paris ist große
Theẅrung, der Cardinal Mazzarinj
aber, will von Dantzigk getreydig
dem volgk in abundantz zuführen laßen.


Zu Lüttich, hat der Churfürst von Cölln, den
Bürgemeister[!] Hennet, nebenst seinem
diehner, undt noch zweene andere bürger,
(alß Rädlinßführer) enthaüpten, die
ketten von den gaßen der Stadt, hinweg
nehmen, vndt eine cittadella aldar an-
zulegen, befehlen laßen.


Die Staden wollen 10000 Mann, in Brasj-
lien schigken, wieder die Portughesen. Sie
haben etzliche Schiffe, an der Seekandte, vndt in der Maaß
durch unglück verloren, andere aber reichbeladene ex Indiis, bekommen.

|| [[Handschrift: 217v]]


Ein Engel sol erschienen sein, unferrne
von Londen, in gestaltt eines kleinen kindeß
wie von 2 Monden ohngefehr, alttt anzusehen.


Alß man daßelbige gefunden, undt
mit Milch etwan gespeiset, hette es an-
gefangen zu reden, vndt zu sagen:
Dieser König Carolus 2. würde
über 3 iahr recht herrschen in Engel-
landt, undt wol regieren, würde auch
etzliche Schlachten wieder die itzige
Parlamentarische gewinnen, vndt
diese neẅe Regierung würde nur
drey iahr lang in esse bleiben, dar-
nach zergehen. Jhrer viel, welche den
frommen König Carolum 1. gottloser-
weyse, ermordet, <vndter 97 Seiner Feinde> würden keines guten
Todeß sterben etcetera <durch Gottes Rache>[.] Alß dieser alles,
der Engel, in gestaltt eines kindes ge-
redet, in einem dorf Hervors genandt,
(dahin ihn die landtleütte gebracht, undt
mit etwaß Milch, aufgequickt hatten
wollen) undt an vorige stelle, auf ein großes || [[Handschrift: 218r]]
Feldt, da es vorhin gewesen vndt anfangs
erschienen, wieder gesetzt worden, hat es still
geschwiegen, undt ist verschwunden! Es
hatte auch gesagt, im selbigen großen felde,
würde die letzte hauptschlacht, über drey
iahr, geschehen, undt von den Parlamentarischen verlohren werden.


Tempus demonstrabit veritatem rej!


Die rechte handt des höchsten, kan alles en-
dern, undt die gerechtigkeitt, an Tag bringen!


Von Nürnbergk, continujren die erfolg-
ten subscriptiones, undt Freẅde über den
Frieden, den unß Gott erwüntscht geben wolle.


<4 musicanten zu Wien, haben an 42 maß wein, sich zu tode gesoffen, bey verbottenen Freüdenfesten.>


Schreiben von Croßen, undt Leiptzigk. et cetera


Extra, ist der capitain leütenampt Ayrer, vndt
Schwartzenberger gewesen, welchen letzten, ich
nacher Ballenstedt zu schigken, gesinnet bin, von
wegen der eilig geforderten satisfactiongelder
undt in andern Oeconomicis.


Schreiben von meines Cammerpagen, Geörg Friederich
von Künspergk, vormündern, alß Joachim Christoff
von Segkendorff seinem Großvatter, undt hanß
Philips Geüder, entpfangen, wegen seiner erlaßung.

|| [[Handschrift: 218v]]

Mittwoch den 26ten. September 1649.

<36 lerchen, Wartemsleben, Andres küchenschreiber und 1 vorreütter.>

<57 kleine vogel Ernst.>


Eilender avis von Plötzkaw, daß Fürst Augustus den
Obrist Leütnant Micrander, nacher Sanderßleben ge-
schigktt, undt die Artollerey <von Erfurdt her> 380 pferde, be-
gehrt, wollen auf Sanderßleben undt Staß-
furth gehen, undt vielleicht alhier über.


Man fördert alhier viel pferde, von Mir.
Jch hoffe aber, Plötzkaw, Sanderßleben, undt
Warmßdorf, werden auch, daß ihrige, bey
der Sache thun. Gott gebe es! undt daß
keiner den andern, überfortheile! Den
Sonnabendt, (wilß Gott) sollen Sie nacher
Staßfurth kommen. perge


Ern Jonium, habe ich, bey mir, gehabtt. perge


A spasso, vormittages, an Tham13. Disordinj[.]


Jch habe geschrieben, nacher Cöhten, an Meinen Brudern.


Die Neẅe AltFraw Catharina Böhminn,
eines pfarrers auß der pfaltz exulantens witti-
be, undt eines pfarrers Colerj14 Tochter, hat
sich præsentiret, weil die vorige, Maria
Kindin, nicht mehr forthkan, wiewol ich
Sie auf ihrem Siechbette, nicht zu ver-
laßen, gedengke!

|| [[Handschrift: 219r]]


Meine peiniger, die elltern herrnvettern,
addressiren mir wieder tediosa, in landschaftsachen.


Risposta von Cöhten, von meinem bruder.

Donnerstag den 27ten: September 1649.

<1 Schockßo: lerchen, Ernst Mußketier cum socijs, darundter 4 heydelerchen perge diese nacht mit dem streichneze.>

<45 kleine vogel hodie Ernst.>


Oberlender, so gestern Abendt, mit 2 faß
Zerbster bier, wiederkommen, berichtet,
daß in 3 wochen, Fürst hanßens Liebden
von dero beylager wiederkommen, undt
anlangen werde. perge


J'ay Rèscrit, a Berlin, & Crossen.


Mein Bruder, Fürst Friederich, ist anhero gekom-
men, repaßirende von Cöhten, (alda der zustandt
mit dem herrnvetter Fürst Ludwig, noch Gott lob, vndt
dankg, gebeßert sein soll! Gott verleyhe
erwüntzschte continuation!) vndt nachmittags
ist er wieder forth nacher Plötzkaw, weil er
wegen allerhandt geschäfte, vndt besorgender
durchzüge, auch anstallt seines dangk-
fests, vndt communion, gegen beyde feyer-
tage dieser zeitt, sonderlich auch wegen Seiner
bevorstehenden rayse in die Grafschafft zu
Naßaw, vor winters, zu eylen. perge Gott
gebe, zu glügklichen forthgang; vndt succeß?

|| [[Handschrift: 219v]]


Bey meinem bruder, wahr, ein <Christian> Röder, undt
ein <Friderich> Börstel, von Edelleütten.


Ernst Dietrich Röder, hat sich diesen
abendt auch eingestellet. Jst zum
Commissario verordnet, wegen der artolle-
reypferde, so durchpaßiren möchten. perge


Diesen abendt, seindt 27 pferde,
meiner freundlichen herzlieb(st)en gemahlin, Liebden zugekommen,
durch beförderung deß Pierre de la
Cave, Churfürstlich Brandenburgischer Stallmeisters,
undt leibguardij hauptmanns, im
Preüßen. Daß Stügk hat kawm
8 ReichsthalerRthlr: gekostest. Seindt Littaw-
ische pferde. Die zeüge kosten wenig,
weil das leder wolfail. Jn Summa:
mit zeügen, <zehrung> undt allem, seindt kawm
100 ThalerThlr: einen so weitten weg, darauf
gegangen. perge


Hò saputo molte furfanterie, e furba-
rie. Jl Nostro Salvatore Domenedio, pagi glj authorj,
secondo i meritj loro!

|| [[Handschrift: 220r]]

Freitag den 28ten: September 1649.

<41 kleine vogel Ernst vogelsteller, vndt 17 heydelerchen. et cetera>


Avis: daß die FrawMuhme von Krannich-
feldt, sehr Malade seye. Gott beßere ihrer
Liebden zustandt, undt aller klagenden!


Wir haben heütte, die pferde, auß Preüßen,
besehen. Es seindt Littawische pferde, 6 gelbe,
6 Rohtschimmel, 7 Füchße, 8 Maußfahle,
diese 27 hat meine freundliche herzliebste gemahlin gekauft,
darzu ist noch ein Räpplein mitgegeben worden,
so Monsieur de la Cave, meinem iüngsten Sohn, Carolo
verehret. Diß wehre außer der ordnung, das 28ste.
Sie seindt fein bey leibe, dawerhaftig, vndt
sollen doch in langer zeitt, kein futter bekommen, haben,<sondern>
nur heẅ vndt stroh gefüttert haben. Vndterwe-
gens, hat man sie in die weyde geiagt, undt groß
freßen laßen. Meine freundliche herzliebste gemahlin, hat
mir einen Maußfahlen [...]enger, darvon geschengkt. et cetera


heütte gehet d[ie w]einlese ahn, im Ader-
stedtischen berge. Gott gesegene Sie unß.
Es wirdt auch ferner, mit der rogken:
vndt winterSaht, continuiret. Gott wolle
alles wol gerahten! undt <es> unß genießen laßen!

|| [[Handschrift: 220v]]


Vnterschiedliche avis, von Plötzkaw, wegen
der artollereypferde, bekommen, wie auch: cose
nojose, wegen des Christian Börstelß,
deßen sache man noch nicht ungetadelt
laßen, noch meinen excuses, in Gallens
zehenden Sache, deferiren will.


Die avisen; von Erfurdt, geben:
daß zu Nürnbergk, alles richtig seye!
Jtem: das die holländer, eine alliance,
mit Dennemargk, geschloßen,
auch, wieder Portugall <vndt Brasilien>, armiren.


Jtem; daß jn Frangkreich, das feẅer
der empörung, noch glimmet.


Jn Jrrlandt hette Cromwell nicht so
viel außgerichtet, alß man sich imagi-
nirte, undt fünde großen wiederstandt.


Jn Jtalien, wehre eine heimliche
liga, aller Jtalienischen Fü[rs]ten, (deren haupt,
Florentz wehre) w[ider] Frangkreich,
undt den Pabst, ge[schloß]en, denen Genua,
die Schweitzer, vndt Grisoner, assistjrten. perge


Zu Napolj, continuirte das blutgericht,
des ViceRè, wieder große, undt kleine.

|| [[Handschrift: 221r]]


Jn Polen, hette der König schlagen müßen, undt
kawm den dritten Theil, seines volgkes dar-
von gebracht, viel hohe personen, Officirer
undt Tapfere leütte verlohren, undt alles
gewilliget, undt eingegangen, waß die
Cosagken begehret. Ob zwar auch solches,
cum consensu Senatorum, (welche beym
Könige im felde gewesen) beschehen,
So hat doch der Adel in Polen, solches
improbiret, undt in den accord nicht gewilli-
get. Der Große Cham[!] auß Tartaria
sol auch <persönlich> anwesendt im läger, sein, undt
mit den Cosagken, in die 300000 Mann
beysammen haben. Die Polen, haben im
Felde, mit ihme tractiret, undt der
große herr, mag hart geredet haben,
in seinem gezelte, mit dem Pollnischen Fürsten
Osolinsky, welcher zu ihm, geschigkt gewesen.


Die Venediger, werden kleinlautt,
suchen assistentz, wollen den Spanniern,
zweene haven in Candia einraümen, undt
die Jesuiter, vor eine Summa von 300000
Ducaten, (den avisen nach!) wieder einnehmen. perge

|| [[Handschrift: 221v]]


Die Holländer, sollen viel Schiffe, durch un-
glügk, vor Schevelingen, undt in der
Maase, verlohren haben, auch sonsten
in Brasilien, wieder geschlagen sein.


Die Schwedischen Regimenter werden
theilß abgedangkt, theilß reducirt,
undt die Artillerie, abgeführet.
Duca di Parma submittirt sich, dem Pabst.
et cetera


hertzog Ernst von Gohta, schreibet mir,
daß ihn Gott mit einem iungen Sohn,
durch gesegnete Niederkunft Seiner lieben
gemahlin, abermalß erfreẅet.
Gott gebe ihm zu glügk! undt gedeyen!

Samstag den 29ten: September 1649. Michaelis <perge>

<18 lerchen. 52 groß vogel von Ballenstedt 1 Rehe. 1 Schockßo: klein vogel.>


Avis von Plötzkaw, daß graf Magnus Gabriel
de la Garde, begehrt, man solle die Seümigen
Communen <ihm> anweisen, damitc nicht der
Schuldige, mit dem unschuldigen leyden
müße. Erinnert derowegen Fürst Augustus man
solle sich vor Schimpf, und Schaden hüten, undt
die satisfactions, vndt andere gelder fleißig exigiren.
et cetera

|| [[Handschrift: 222r]]


Jn die kirche heütte vormittags, conjunctim.


Extra zu Mittage, der capitain leütenampt
Ayrer, undt der hofprediger, neben Rödern.


Nachmittags, wieder in die kirche, singillatim.


Avisen auß Preüßen, vom Wirgker, daß der
Moßkowiter, wieder Schweden den krieg
angekündiget habe!


<6 Eimer, 3 m: wein, auß dem Aderstedtischen berge. 1 Eimer (Hohlmaß für Flüssigkeiten)Eim: auß dem kleinen weinberge.>

<45 kleine vogel. 15 heidelerchen. vormittags.>


Jn die kirche, conjunctim
vormittages.


Extra zu Mittage, der Capitän leutnant Ayrer. perge


Avis: daß 7000 Centner bagage, anzu-
führen seyen, undt über: 1300 pferde,
darzu vonnöhten. (O Suecorum onus!)


Nachmittags, seindt Meine Söhne, zur
kirchen, in die Nachmittagßpredigt, gezogen.
perge


Diesen abendt, vor eßens, ist ein groß
loch, in der Apoteke, ejngefallen, da
eben Jungfer Wirleben, gestanden,
undt schon den Ejnen fuß hinundter gehabt,
auch einen übelen fall hinundter thun sollen,
wann nicht Gott der herr, Sie noch erhalten.
et cetera


Textapparat
a Die Wortbestandteile "zu" und "rügke" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
b Die Silben "zu" und "rügk" sind im Original getrennt geschrieben.
c Die Silben "da" und "mit" sind im Original getrennt geschrieben.

Kommentar
1 Vgl. Hdt. hist. 1,28–33 (ed. Feix 72006, S. ###f.).
2 In Betracht kommen hierfür vermutlich nur Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia und Maria.
3 In Betracht kommen hierfür vermutlich nur Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia und Maria.
4 Vgl. Vel. hist. 2, 118,2 (ed. Giebel 2014, S. ###).
5 Hier: aufgehoben.
6 Zitat nach Ter. Andr. 218 (ed. Rau 2012, S. xx).
7 Zitatanklang an Ov. fast. 1,481 (ed. Holzberg 42012, S. 32f.).
8 Identifikation unsicher.
9 Zitat aus dem 3. Akt, 3. Szene, in Guarini: Pastor fido, o. S.
10 Iob 1,21.
11 Ps 147.
12 Hier: aufgehoben.
13 Hier: Damm.
14 Identifikation unsicher.
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Abundanz
Fülle, Überfluss, Reichtum
Acceß
Zutritt
Accord
Vereinbarung, Vergleich
Accord
Vertrag zur kampflosen Übergabe eines Ortes
Ägidiustag
Gedenktag für den Heiligen Ägidius (1. September)
Aftergeburt
Nachgeburt
Agent
(diplomatischer) Geschäftsträger
Altfrau
ältere Dienerin, Haushälterin oder Gesindeaufseherin
Armada
Armee, Heer
Armada
Kriegsflotte
Artollerei
Artillerie
Artollereipferd
Artilleriepferd
Assecuration
Zusicherung, Sicherheitserklärung
Assecuration
Absicherung, Sicherheit
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Ballet
höfischer Schau- oder Bühnentanz
Beilager
Hochzeit, Feierlichkeit anlässlich der Vermählung (ursprünglich: Beischlaf als Vollzugsakt der Eheschließung)
Breite
Fläche, auf der z. B. Getreide zum Trocknen ausgebreitet ist
Breite
Feld
Calumnie
falsche Beschuldigung, Verleumdung
cassiren
jemanden aus einem Amt entlassen, abdanken
cassiren
aufheben
cassiren
abschaffen
cessiren
aufhören, wegfallen
chargiren
angreifen, beschießen
chargiren
beschweren, belasten
Commission
Auftrag, Bevollmächtigung
comportiren
sich verhalten, sich benehmen
conferiren
jemandem etwas (z. B. ein Amt oder ein Lehen) übertragen
confirmiren
bestätigen
Consideration
Überlegung, (eingehende) Betrachtung, reifliche Erwägung
Consideration
Wichtigkeit
contentiren
zufriedenstellen
Continuation
Fortdauer, Fortsetzung
Continuation
erneuter/fortgesetzter Bericht
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
convoyiren
begleiten, geleiten
convoyiren
in einem Konvoi ziehen
decliniren
abweichen
decliniren
abnehmen, nachlassen
decliniren
abwenden, vermeiden
decolliren
enthaupten
Difficultet
Schwierigkeit
difficultiren
erschweren
difficultiren
ablehnen, kritisieren
difficultiren
sich widersetzen
Dilation
Aufschub
Dimission
Entlassung, Beurlaubung, Verabschiedung
dimittiren
entlassen, (förmlich) verabschieden, beurlauben, entsenden
dissolviren
auflösen
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
Eimer
Hohlmaß für Flüssigkeiten
ein
ungefähr
emportiren
einnehmen, erobern
erlegen
etwas entrichten, begleichen, bezahlen
exaggeriren
eine Sache recht groß darstellen, übertreiben
exaggeriren
vergrößern, vermehren
excurriren
hinauslaufen
exigiren
fordern, verlangen, eintreiben
extenuiren
verkleinern, abschwächen
Faction
Aufruhr, Meuterei, Empörung
Faction
(politische) Partei
Faction
(politische) Entzweiung
Fahrdenar
Zins, der bei Nichtbezahlung ständig steigt
Fahrpfennig
Fahrzins; Zins, der zur Strafe für den versäumten Zinsabholungstermin entrichtet wurde
Filß
Verweis
Fraiß
Schmerz, Gefahr, Schrecken
Fuchs
Pferd mit bräunlichem, rötlichem oder gelblichem Fell, das dem eines Rotfuchses ähnelt
Furie
Wut, Raserei
genungsam
genügend, hinreichend
Importunitet
Beschwerde
improbiren
missbilligen, tadeln
interponiren
vermitteln
interponiren
einlegen
interponiren
(sich) als Vermittler einschalten
justificiren
Strafe vollstrecken, hinrichten
justificiren
berichtigen, prüfen
justificiren
rechtfertigen
Klebgarn
an Stangen befestigte Fangnetze für Vögel
Körzehnte
Wahlzehnte
Krümme
Biegung (eines Flusses oder Weges)
Lecker
Bursche (in der Regel abwertend)
leibguardia
Leibwache, Leibgarde
Lerchen streichen
Lerchen mit Hilfe eines Netzes massenhaft fangen
Lerchenstreicher
Person, die mit Hilfe eines Netzes massenhaft Lerchen fängt
liberiren
befreien, freilassen
liberiren
erlösen, frei machen
Mandel
Anzahl von fünfzehn
Manutenenz
Handhabung, Schutz
Martinstag (Tag Martini)
Gedenktag für den Heiligen Martin von Tours (11. November)
Matthiastag
Gedenktag für den Apostel Matthias (24. Februar)
meritiren
verdienen
Novelle
Neuigkeit
Particulartractat
Sonderverhandlung
Präcipitanz
Übereilung
Präeminenz
Vorrang
Präeminenz
Herrschaftsrecht(e) bzw. Hoheitsgewalt eines Oberherrn
Präparationspredigt
Predigt zur Vorbereitung auf den Empfang des Abendmahls
proponiren
vortragen
proponiren
vorstellen
proponiren
vorschlagen
proponiren
beantragen
prorogiren
verlängern, aufschieben
redimiren
freikaufen, loskaufen
reduciren
zurückführen
reisig
beritten
reisig
zur Reise brauchbar, dienend, verwendbar
reisig
für den Kriegsdienst ausgerüstet
Remonstration
(gerichtliche) Erwiderung, Gegenvorstellung, Einwand
restiren
schulden, schuldig sein
restiren
übrig sein, übrig bleiben
Ruptur
Bruch, Trennung
salviren
retten
Satisfactionsgelder
auf die Stände bzw. die Steuerpflichtigen umgelegte Zahlungen zur Befriedigung von Ansprüchen eines anderen Staates, die in einem Friedensvertrag festgelegt sind
Sechziger
Stückmaß
Sechziger
Flächenmaß
Secours
Entsatz, Hilfe
Seekante
Meeresküste, Seeküste
Severitet
Ernst, Strenge, Härte
sieder
seit
Sterbedrüse
todbringende Krankheit, schwere Seuche, Pest (ursprünglich eigentlich Pestbeule)
Streichnetz
Netz zum Vogelfang
Stück
Geschütz, Kanone
Stück
(einzelner zählbarer) Gegenstand, (einzelne) Sache, (einzelnes) Objekt
submittiren
unterwerfen
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
Treffen
Schlacht
Treffen
zu einer gemeinsamen Linie zusammengestellte Truppenverbände innerhalb einer Schlachtaufstellung
verehren
schenken
verehren
beschenken
victorisiren
siegen, siegreich sein
Viertelsmeister
Aufseher eines Stadtviertels, welcher die Einhaltung der öffentlichen Ordnung überwacht
Vogelherd
erhöhter Platz, auf dem der Vogelsteller die Vögel in Garnen oder Netzen fängt
Vogelsteller
Vogelfänger
Volk
Truppen
Wispel
Raum- und Getreidemaß
Wissenschaft
Kenntnis, Wissen
Zeitung
Nachricht
zugeben
gewähren, gestatten, dulden
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

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Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

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Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

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Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

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Fürst Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Sibylla Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1602
gest. 1648
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; ab 1617 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Tröstende").

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Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1579
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1600 Aufnahme in die Florentiner Accademia della Crusca ("L'Acceso"); seit 1606 regierender Fürst von Anhalt-Köthen; 1631-1635 schwedischer Statthalter des Erzstifts Magdeburg und des Hochstifts Halberstadt; 1617 Mitbegründer und bis zu seinem Tod erstes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nährende").

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Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Elisabeth von Anhalt-Plötzkau

geb. 1630
gest. 1692
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Nüchterne").
Fürst Emanuel von Anhalt-Plötzkau
Fürst Emanuel von Anhalt-Köthen

geb. 1631
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Lebrecht (1622-1669) in Plötzkau; ab 1657 in schwedischen Kriegsdiensten; 1659/60 in dänischer Gefangenschaft; 1662 Teilnahme am venezianischen Feldzug gegen die Türken; 1665-1669 zusammen mit seinem Bruder Lebrecht herrschender und seit 1669 alleinregierender Fürst von Anhalt-Köthen; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Strebende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Ernst Gottlieb von Anhalt-Plötzkau

geb. 1620
gest. 1654
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1653 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Lebrecht (1622-1669) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Starke").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Johanna von Anhalt-Plötzkau

geb. 1618
gest. 1676
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1660 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wissende").
Fürstin Sophia von Anhalt-Plötzkau

geb. 1627
gest. 1679
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; nach 1638 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Mäßige").
Fürst Johann IV. von Anhalt-Zerbst
Fürst Johann IV. von Anhalt-Dessau

geb. 1504
gest. 1551
Anm.: Sohn des Fürsten Ernst von Anhalt-Dessau (1451-1516) und Urgroßvater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1516-1544 gemeinsam mit seinen Brüdern Georg III. (1507-1553) und Joachim (1509-1561) Regent des Fürstentums Anhalt-Dessau (bis 1530 unter Vormundschaft seiner Mutter Margaretha); seit 1544 alleinregierender Fürst von Anhalt-Zerbst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.Weiterführende Informationen in der NDB
Gennaro Annese

geb. 1604
gest. 1648
Anm.: Neapolitanischer Büchsenmacher; seit 1647 Anführer eines Volksaufstandes in Neapel; 1648 hingerichtet.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Georg Wilhelm Ayrer

Anm.: Sohn des Nürnberger Bürgers N. N. Ayrer (1); um 1646/49 kaiserlicher Kapitänleutnant.
Barthold N. N.

Anm.: Geboren in Preußen; seit 1648 Stallknecht und Lakai des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1649).
Herzog Ferdinand (2) von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Ferdinand von Köln
Bischof Ferdinand von Lüttich
Bischof Ferdinand von Hildesheim
Bischof Ferdinand von Münster
Bischof Ferdinand von Paderborn

geb. 1577
gest. 1650
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1612 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Lüttich, Hildesheim und Münster; seit 1618 auch Bischof von Paderborn.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Maximilian I. von Bayern
Herzog Maximilian I. von Bayern

geb. 1573
gest. 1651
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1597 regierender Herzog von Bayern; Oberhaupt der 1609 gegründeten Katholischen Liga; 1623 Verleihung der (ehemals Pfälzer) Kurwürde durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637), endgültig bestätigt im Westfälischen Frieden; seit 1600 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
David von Bergen

geb. 1616
gest. 1682
Anm.: Sohn des Dessauer Bürgermeisters Gottfried von Bergen (1589-1653); um 1643/44 Bauherr und um 1646/47 Ratskämmerer der Bernburger Bergstadt; seit 1649 Landrichter in Bernburg.
Johann von Bergen

geb. 1604
gest. 1680
Anm.: Sohn von Bernd von Bergen (ca. 1567-1623) auf Güsten; Hausbesitzer in der Bernburger Talstadt; Erbherr auf Ilberstedt; bis 1637 kaiserlicher oder kursächsischer Quartiermeister; um 1637/42 Sekretär des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); seit 1642 anhaltischer Obereinnehmer (noch 1649).
Hans Georg Berger

Anm.: Um 1648 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); um 1649/52 Lakai und bis 1654 Musiker ("Instrumentist") des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1654 im Dienst des Herzogs Christian von Sachsen(-Merseburg) (1615-1691).
Alexander Böhme

gest. 1637
Anm.: Pfälzischer Exulant; seit 1627 Pfarrer in Kleinschierstedt; 1633-37 Pfarrer in Quellendorf; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 222.
Katharina Böhme
Geburtsname: Katharina Colerus

Anm.: Vermutlich Tochter des Dessauer Pfarrers Johann Colerus (1583-1646); bis 1637 Ehe mit dem Quellendorfer Pfarrer Alexander Böhme (gest. 1637); seit 1649 Altfrau auf dem Bernburger Schloss.
Christian Heinrich von Börstel

geb. 1617
gest. 1661
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); Erbherr auf Güsten und Ilberstedt; 1641-1643 Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) und zugleich Hofmeister für dessen Sohn Johann Georg (1627-1693); 1643-1648 Geheimer Rat und Hofmeister von Fürst Johann Kasimir; 1648 Übersiedlung nach Bernburg; seit 1657 anhaltischer Gesamtrat und Hofmeister des Fürsten Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlängernde"); vgl. Andreas Hesius: Lieblich und schönes Erbtheil der Kinder Gottes [...], Köthen 1661, Bl. Fijr-Givv.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Curt Christoph von Börstel

geb. 1612
gest. 1655
Anm.: Sohn des Hans von Börstel (gest. 1617); Erbherr auf Biesenrode; wiederholt anhaltischer Gesandter; seit 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wiederfindende").
Friedrich (2) von Börstel

geb. 1627
gest. 1681
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); bis 1654 Kammerjunker des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); schwedischer Gardeleutnant (1655), Gardeobristleutnant (1662), Obrist (1665) und Generalmajor (1678); Kommandant von Göteborg (1674) bzw. Bohus (1678); später Oberkommandant von Göteborg; 1676 Erhebung in den Freiherrenstand.
César de Bourbon
Duc César de Vendôme
Duc César d' Étampes
Duc César de Beaufort
Duc César de Mercœur
Duc César de Penthièvre

geb. 1594
gest. 1665
Anm.: Legitimierter außerehelicher Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); ab 1598 Duc de Vendôme; 1598-1626 Gouverneur der Bretagne; seit 1599 Duc d'Étampes et Duc de Beaufort; ca. 1607-1612 Gouverneur von Lyonnais, Forez und Beaujolais; ab 1608 Duc de Mercœur (de iure uxoris); 1626-1630 Gefangenschaft in Amboise; 1630-1650 wegen Beteiligung an mehreren Verschwörungen mit kurzen Unterbrechungen Exil in den Niederlanden und England; seit 1650 Duc de Penthièvre (de iure uxoris) und Gouverneur von Bourgogne; ab 1651 Grand amiral de France; seit 1652 Lieutenant-général in Aunis, Poitou, Saintonge und Angoumois; ab 1655 Surintendant général de la navigation et commerce.

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Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

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Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

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Johann (2) Brandt

geb. 1604
gest. 1672
Anm.: Sohn des Tirschenreuther Kantors Bartholomäus Brandt (gest. 1611); Studium in Erfurt (1623) und Altdorf (nach 1630 Promotion zum Dr. med.); ursprünglich Arzt in Reichenbach/Vogtland (noch 1630); ab 1632 kriegsbedingt in Bernburg, dort baldige Bestallung zum Stadtphysikus; (vor 1637) bis November 1649 Leibarzt des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg und spätestens seit 1647 auch dessen Rat; ab Ostern 1650 Hofarzt des Fürsten Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665) und von dessen verwitweten Mutter Sophia (1599-1654); vgl. Wolfram Kaiser / Arina Völker: Universität und Physikat in der Frühgeschichte des Amtsarztwesens, Halle (Saale) 1980, S. 38.
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Lüneburg
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Calenberg

geb. 1622
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg (1641-1648) und Braunschweig-Lüneburg (ab 1648); seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Reinherzige").

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Hans Christoph von Burgsdorff

geb. 1602
gest. 1672
Anm.: Sohn des Christoph Ulrich von Burgsdorff (gest. ca. 1605/06); Obrist zunächst in schwedischen, später in kurbrandenburgischen Diensten; spätestens seit 1645 schwedischer Kommandant in Halberstadt (bis 1648) und Oberkommandant im gesamten Fürstentum Halberstadt (1648-1650); danach kurbrandenburgischer Kommandant von Halberstadt (noch 1656).

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James Butler
Earl, Marquess bzw. Duke James of Ormonde
Earl James of Brecknock

geb. 1610
gest. 1688
Anm.: Sohn des Thomas Butler, Viscount Thurles (gest. 1619); 1634-1642 Earl, 1642-1661 Marquess und ab 1661 Duke of Ormonde; seit 1660 Earl of Brecknock; 1643-1646, 1648/49, 1662-1668 und 1677-1685 Lord Lieutenant of Ireland; ab 1660 Lord High Steward; seit 1649 Ritter des Hosenbandordens.

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Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1595
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gutsbesitzers Mychajl Chmelnyzkyj; Ausbildung am Jesuitenkolleg in Tschyhyryn; danach Kriegsdienst im Kosakenherr; seit 1648 Hetman der Kosaken und Anführer von deren Aufstand gegen Polen-Litauen.

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Johann (2) Colerus

geb. 1583
gest. 1646
Anm.: Sohn des oberpfälzischen Pfarrers Johann Colerus; 1606-1609 Pfarrer in Hirschau; 1609-1626 Pfarrer in Schlicht; 1626 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1627-1635 Pfarrer in Sandersleben; seit 1635 Archidiakon an der Dessauer Marienkirche; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 319f.
Coligny, Familie

Anm.: Französische Hochadelsfamilie aus dem Burgund.

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Maria Crimmelius
Maria Reinhard
Geburtsname: Maria Kind

geb. ca. 1577
gest. 1651
Anm.: Tochter des Zerbster Diakons und Gymnasialprofessors Nikolaus Kind (1541-1598); bis 1617 erste Ehe mit dem Aderstedter Pfarrer Augustin Reinhard (gest. 1617); 1620-1621 zweite Ehe mit dem Riederer Pfarrer Valentin Crimmelius (1554-1621); ca. 1624-1652 Altfrau auf dem Bernburger Schloss; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 324 und 388.
Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

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Königin Anna Katharina von Dänemark und Norwegen
Herzogin Anna Katharina von Schleswig-Holstein
Geburtsname: Markgräfin Anna Katharina von Brandenburg

geb. 1575
gest. 1612
Anm.: Tochter des Kurfürsten Joachim Friedrich von Brandenburg (1546-1608); seit 1596 Ehe mit König Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648).

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König Christian IV. von Dänemark und Norwegen
Herzog Christian IV. von Schleswig-Holstein

geb. 1577
gest. 1648
Anm.: Sohn des Königs Friedrich II. von Dänemark und Norwegen (1534-1588); ab 1588 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein (bis 1593 unter Vormundschaft); seit 1603 Ritter des Hosenbandordens.

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König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich II. von Schleswig-Holstein
Administrator Friedrich II. von Bremen
Administrator Friedrich II. von Verden
Graf Friedrich I. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1623-1629 und 1634-1644 Administrator des Hochstifts Verden; 1634-1648 Administrator des Erzstifts Bremen; 1647 Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein; ab 1648 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1667 zudem regierender Graf von Oldenburg und Delmenhorst.

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Graf Magnus Gabriel De la Gardie af Läckö

geb. 1622
gest. 1686
Anm.: Sohn des schwedischen Reichsmarschalls Graf Jakob Pontusson De la Gardie (1583-1652); schwedischer Obrist (1645), General (1648) und Reichsmarschall (1651); 1646 Sondergesandter in Frankreich; seit 1647 Reichsrat; 1648-1650 Gouverneur des Meißnischen Estats zu Leipzig; 1649-1651 und 1655-1657 Generalgouverneur von Schwedisch-Livland; 1651 Hofmarschall; 1652 Reichskammerrat und Präsident des Kammerkollegiums; 1652-1660 Reichsschatzmeister; 1660-1680 Reichskanzler; 1680-1684 Reichsdrost.

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August Adolf von Drandorf

geb. ca. 1590
gest. 1656
Anm.: Sohn des Wolf Friedrich von Drandorf (gest. 1632) auf Belgern; kursächsischer Obristleutnant (1631), Obrist (1635-1650) und Generalwachtmeister (1649); Kommandant von Leipzig (1636-1638), Magdeburg (1638-1646) und Großenhain (1648-1650); 1649/50 kursächsischer Gesandter auf dem Nürnberger Exekutionskongress; 1644 Erhebung in den Freiherrenstand.

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Georg Enderling

geb. 1583
gest. 1664
Anm.: Geboren in Zerbst; Magister; 1618-1620 Schulkonrektor in Bernburg; Pfarrer in Altenburg bei Nienburg/Saale (1620-1635) und an der Bernburger Nikolaikirche (seit 1635); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 241.
England, Haus
Könige von England

Anm.: Seit 1603 aus der Dynastie der Stuart.
König Karl I. von England
König Karl I. von Schottland
König Karl I. von Irland

geb. 1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England) (1566-1625); ab 1625 König von England, Schottland und Irland; 1649 durch das Parlament des Hochverrats angeklagt und hingerichtet; seit 1611 Ritter des Hosenbandordens.

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König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

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Alexander Erskein
Alexander Erskine

geb. 1598
gest. 1656
Anm.: Sohn des schottischen Adligen und Greifswalder Kaufmanns Walter Erskein (1569-1643); ab 1628 in schwedischen Diensten als Hofrat und Agent in Stralsund; 1632-1634 Resident für Thüringen in Erfurt; 1634-1636 Kriegsrat bei der Hauptarmee; seit 1637 pommerscher Assistenzrat; ab 1643 Präsident des pommerschen Appellationsgerichts; 1645/46 Assistenzrat des schwedischen Generalfeldmarschalls Lennart Torstensson (1603-1651) in Leipzig; 1647/48 Vertreter der von der schwedischen Armee erhobenen Entschädigungsansprüche beim Westfälischen Friedenskongress; seit 1648 Kriegsratspräsident und Reichsrat; 1649/50 Unterhändler auf dem Nürnberger Exekutionskongress; Rat in den schwedisch besetzten Herzogtümern Bremen (1650) und Verden (1652); ab 1653 Kriegs- und Etatspräsident der Herzogtümer Bremen und Verden; seit 1655 Kriegspräsident der schwedischen Armee in Polen; 1656 polnischer Kriegsgefangener; 1655 Erhebung in den Freiherrenstand; ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fürsichtige").

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Ranuccio II Farnese
Duca Ranuccio II di Parma e Piacenza
Duca Ranuccio II di Castro

geb. 1630
gest. 1694
Anm.: Sohn des Odoardo I Farnese, Duca di Parma e Piacenza (1612-1646); seit 1646 Duca di Parma e Piacenza und 1646-1649 Duca di Castro (bis 1648 unter Vormundschaft).

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Königin Anna von Frankreich und Navarra
Geburtsname: Infantin Anna von Spanien

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Tochter des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); 1615-1643 Ehe mit König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); 1643-1651 Regentin von Frankreich.

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Frankreich, Haus
Könige von Frankreich

Anm.: Geschlecht der Kapetinger, seit 1589 vertreten durch die Dynastie der Bourbonen.
König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

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Königin Maria Theresia von Frankreich und Navarra
Geburtsname: Infantin Maria Theresia von Spanien

geb. 1638
gest. 1683
Anm.: Tochter des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); seit 1660 Ehe mit König Ludwig XIV. von Frankreich (1638-1715).

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Comte Jean de Gassion

geb. 1609
gest. 1647
Anm.: Sohn des Hugenotten Jacques de Gassion (ca. 1565-1631); 1625-1627 und 1629/30 in savoyischen Kriegsdiensten; dazwischen 1627-1629 Leutnant unter dem hugenottischen Heerführer Duc Henri de Rohan (1579-1638); 1630-1635 schwedischer Obrist; danach französischer Mestre de camp (1635), Maréchal de camp (1638), Mestre de camp général de la cavalerie (1641), Maréchal de France (1643), Lieutenant-général de l’Armée de Flandre (1644) und Kommandant der Flandernarmee (1647); seit 1643 Conseiller d'État; Erhebung in den Grafenstand.

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Jacopo Gaufrido
Marchese Jacopo di Castelguelfo
Conte Jacopo di Felino
Jacques Godefroy

geb. ca. 1610
gest. 1650
Anm.: Gebürtiger Franzose; seit ca. 1632 Aufstieg vom Lehrer zum wichtigsten politischen Berater der jungen Herzöge Odoardo I (1621-1646) und Ranuccio II di Parma e Piacenza (1630-1694); in den 1640er Jahren Erhebung zum Conte di Felino und Marchese di Castelguelfo; 1649 General der herzoglichen Truppen im Zweiten Castro-Krieg; 1650 Hinrichtung.

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Johann Philipp Geuder von Heroldsberg
Johann Philipp Rabensteiner

geb. 1597
gest. 1650
Anm.: Sohn des Nürnberger Patriziers und kurpfälzischen Regimentsrats Jakob Geuder von Heroldsberg (1575-1616); zunächst kaiserlicher Leutnant (im Regiment der fränkischen Reichsritterschaft) und Rittmeister; Rat des Kantons Gebürg; Hofmeister und Kanzleidirektor des Grafen Wolfgang Ernst von Löwenstein-Wertheim (1578-1636); zwischen 1631 und 1635 schwedischer Rittmeister und Kriegsrat im Fränkischen Reichskreis, auch Gesandter der fränkischen Reichsritterschaft; 1634/35 Vertreter der Grafen im fränkischen Kreisrat des Heilbronner Bundes; ab 1635 Ritterhauptmann des Reichsritterkantons Gebirg; 1636 Reisehofmeister und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit dem gleichen Jahr auch Rat von diesem und des Markgrafen Christian von Brandenburg-Bayreuth (1581-1655); im Dezember 1636 anlässlich der Krönung Ferdinands III. zum römischen König zum Ritter geschlagen; später Direktor der fränkischen Reichsritterschaft; zuletzt auch Generaldirektor der reichsunmittelbaren Ritterschaftskreise Franken, Schwaben und Rheinstrom; ab 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ergänzende").

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Andreas Girßbeck

geb. 1607/08
gest. 1696
Anm.: Geboren in Poley; um 1642/49 fürstlicher Musketier und zeitweilig Torwächter auf Schloss Bernburg; später Richter in Poley.
Georg Glaum
Georg Glaun

gest. 1656
Anm.: Spätestens 1624 bis 1637 fürstlicher Jäger und Hegereiter in Bernburg; seit 1637 Kämmerer in der Bernburger Bergstadt; zuletzt Brauer und Ratsherr in Zerbst.
Carlo III Gonzaga di Nevers
Duc Charles II de Nevers et Rethel
Duca Carlo II di Mantova e Monferrato
Duc Charles IV de Mayenne

geb. 1629
gest. 1665
Anm.: Sohn des Carlo II Gonzaga di Nevers, Duc de Mayenne et d'Aiguillon (1609-1631); 1632-1654 Duc de Mayenne; seit 1637 Duca di Mantova e Monferrato; 1637-1659 zudem Duc de Nevers et Rethel (bis 1647 unter Vormundschaft).

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Isabella Clara Gonzaga
Duchessa Isabella Clara di Mantova e Montferrato
Duchesse Isabelle-Claire de Nevers et Rethel
Geburtsname: Erzherzogin Isabella Clara von Österreich

geb. 1629
gest. 1685
Anm.: Tochter des Erzherzogs Leopold von Österreich (1586-1632) in Tirol; 1649-1665 Ehe mit Carlo III Gonzaga, Duca di Mantova e Montferrato und Duc de Nevers et Rethel (1629-1665); 1665-1669 Regentin des Herzogtums Mantua und Montferrat.

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Christian Groß(e)

gest. 1654
Anm.: Sohn des Schieloer Bauern Andreas Große (gest. vor 1647); ab 1633 in Diensten des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1638 Lakai von dessen Gemahlin Eleonora Sophia (1603-1675); danach bis 1642 fürstlicher Lakai in Bernburg; seit 1642 Haushalter und Unterkammerdiener sowie um 1643 Kammerdiener und Lakai von Fürst Christian II. (bis 1646); um 1647/50 fürstlicher Bediensteter in Bernburg; um 1651/54 Schneidermeister in Bernburg.
Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
N. N. (von) Hacke (7)

Anm.: Um 1649 anhaltisch-bernburgischer Page.
Martin Hanckwitz

gest. 1675
Anm.: Geboren in Preußen; später Bürger in Nienburg/Saale; 1640 Interimslehrer und dann bis 1650 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718), ab 1648 auch für deren Bruder Karl Ursinus (1642-1660); um 1651/52 fürstlicher Sekretär in Bernburg; seit 1652 Ratskämmerer in Köthen.

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Paul Hartmann

Anm.: Ab 1636 anhaltisch-zerbstischer Kammerschreiber; danach Amtmann in Lindau (seit 1641) und Zerbst (spätestens 1648).
Mathieu Hennet

Anm.: Um 1648/49 Bürgermeister von Lüttich.
Andreas (1) Hesius
Andreas Heise

geb. 1610
gest. 1693
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgers Simon Heise; Dr. theol.; 1642-1655 Rektor der Bernburger Stadtschule; daneben Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien (1644/45) und der Marienkirche (1645-1655) in Bernburg; 1655-1659 Pfarrer und Hofprediger in Plötzkau; seit 1659 Superintendent und Oberpfarrer an St. Marien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 285.

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Hessen-Kassel, Haus
Landgrafen von Hessen-Kassel

Anm.: Seit 1567 bestehende Linie des deutschen Reichsfürstengeschlechts.

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Andreas Hetzler

Anm.: Zunächst Amtskopist, seit 1649 fürstlicher Küchen- und Kellerschreiber in Bernburg (noch 1656).
Graf Wolfgang Julius von Hohenlohe-Neuenstein

geb. 1622
gest. 1698
Anm.: Sohn des Grafen Kraft von Hohenlohe-Neuenstein (1582-1641); 1641-1677 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender und ab 1677 alleinregierender Graf von Hohenlohe in Neuenstein; 1644-1652 in französischen Kriegsdiensten, zuletzt als Maréchal de camp (1650); 1652-1657 Maréchal de camp unter dem Frondeur Louis II de Bourbon, Prince de Condé (1621-1686); seit 1658 Generalleutnant und ab 1664 Generalfeldmarschall der Truppen des Rheinbundes.

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Henry Ireton

geb. 1611
gest. 1651
Anm.: Sohn des German Ireton aus Attenborough; seit 1642 Kriegsdienst im englischen Parlamentsheer als Obrist und General; 1650 Lord Deputy of Irland.

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Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

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Jesus Christus
Jesus von Nazareth

Anm.: Biblische Figur.

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Michael Jones

geb. ca. 1606
gest. 1649
Anm.: Sohn des Lewis Jones, Bischof von Killaloe (1560–1646); Jurist und seit 1640 Mitglied der Dubliner King's Inns; zu Beginn des irischen Aufstands 1641 Eintritt in die königliche Armee als Offizier, zuletzt als Major; 1644 Übertritt zur Parlamentsarmee, zuletzt als Generalleutnant der Kavallerie (1649); Gouverneur von Chester (1646-1647) bzw. Dublin (1647-1649).

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Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Maria Leopoldina
Königin Maria Leopoldina von Böhmen
Königin Maria Leopoldina von Ungarn
Erzherzogin Maria Leopoldina von Österreich

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Tochter des Erzherzogs Leopold von Österreich (1586-1632) in Tirol; seit 1648 Ehe mit Kaiser Ferdinand III. (1608-1657).

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İslâm III. Giray Khan (Krim)

geb. 1604
gest. 1654
Anm.: Sohn des Krim-Khans Selâmet I. Giray (1558-1610); seit 1644 Krim-Khan.

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König (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand IV.
König Ferdinand IV. von Böhmen
König Ferdinand IV. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand IV. von Österreich

geb. 1633
gest. 1654
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand III. (1608-1657); ab 1646 König von Böhmen; seit 1647 König von Ungarn; ab 1653 römisch-deutscher König; seit 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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König (Lydien) Krösus

geb. ca. 590 v. Chr.
gest. ca. 541 v. Chr.
Anm.: Sohn des lydischen Königs Alyattes II.; von 555 v. Chr. bis 541 v. Chr. König von Lydien in Kleinasien.

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Graf Hans Christoph von Königsmarck

geb. 1600
gest. 1663
Anm.: Sohn des Konrad von Königsmarck (gest. vor 1621) auf Kötzlin; ab 1616 Page am Woffenbütteler Hof; 1620-1630 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Fähnrich; schwedischer Rittmeister (1631), Major (1633), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1640), Generalleutnant (1645) und Feldmarschallleutnant (1648); seit 1645 Generalgouverneur der Stifter Bremen und Verden; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Grafenstand; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Streitende").

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Georg Friedrich von Künsberg

geb. ca. 1630
gest. nach 1668
Anm.: Sohn des Tobias Friedrich von Künsberg (gest. 1637) auf Weidendorf und Altenkindsberg; Erbherr auf Schnabelwaid und Altenkindsberg; 1647-1649 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Michael Kuhne

Anm.: Gebürtig aus Reinstedt; seit 1649 Stall- und Sattelknecht des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1652).
Pierre de La Cave

geb. 1605
gest. 1679
Anm.: Sohn des Hugenotten Pierre de la Cave-Haute; 1630 Emigration aus Frankreich; militärische Karriere als kurbrandenburgischer Fähnrich der kurfürstlichen Leibgarde (1632), Rittmeister (1636/37), Hauptmann der Königsberger Leibkompanie (1642) bzw. zweiten Gardekompanie (1652), Gardeobrist und Kommandeur des kurfürstlichen Leibregiments (1655-1661), Kommandeur der kurfürstlichen Leibgarde (1657) und Generalmajor (1669); 1637-1640 Vizeunterstallmeister; 1640-1654 Stallmeister; 1654-1657(?) Oberstallmeister; ab 1655 Geheimer Kriegsrat; seit 1657 Gouverneur von Pillau; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 451.
Amélie de La Trémoïlle
Princesse Amélie de Tarente
Geburtsname: Landgräfin Emilia von Hessen-Kassel

geb. 1626
gest. 1693
Anm.: Tochter des Landgrafen Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); 1648-1672 Ehe mit Henri-Charles de La Trémoïlle, Prince de Tarente (1620-1672); seit 1686 Exil in Frankfurt am Main nach Aufhebung des Edikts von Nantes.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Charles II de Lorraine
Duc Charles II d' Elbeuf
Comte Charles II de Lillebonne
Comte Charles II de Rieux

geb. 1596
gest. 1657
Anm.: Sohn des Charles I de Lorraine, Duc d'Elbeuf (1556-1605); ab 1605 Duc d'Elbeuf sowie Comte de Lillebonne et de Rieux; seit 1607 gemeinsame Erziehung mit dem späteren König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); Gouverneur der Normandie und Picardie; 1631-1642 Exil in Brüssel; 1649 Teilnahme an der Fronde; 1652 Kommandeur der französischen Armee in Flandern.

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Henri (3) de Lorraine
Duc Henri II de Guise
Erzbischof Henri von Reims
Prince Henri de Joinville
Comte Henri d' Eu

geb. 1614
gest. 1664
Anm.: Sohn des Charles (2) de Lorraine, Duc de Guise (1571-1640); 1629-1641 Erzbischof von Reims; ab 1640 Duc de Guise; 1640/41 Prince de Joinville; 1640-1657 Comte d'Eu; 1641-1643 Exil in Flandern nach Teilnahme an Verschwörung gegen Kardinal Richelieu (1585-1642); 1647/48 Gouverneur der kurzlebigen "République royale de Naples"; 1648-1652 in spanischer Gefangenschaft; 1654 Lieutenant général der französischen Truppen im Königreich Neapel; 1655-1658 Grand chambellan de France.

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Melchior Loyß
Melchior Louis

geb. 1576
gest. 1650
Anm.: Ab 1606 in anhaltisch-bernburgischen Diensten, zunächst als Einnehmer(?) der oberpfälzischen Regierung, spätestens seit 1620 als Pfennig- (bis 1633) und Schatzmeister, ab 1634 als Amtmann von Harzgerode und fürstlicher Obereinnehmer der Harzämter (bis 1637) sowie als Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (bis 1650); 1638/39 Bernburger Stadtvogt; 1639-1646 Hofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Martin (2) N. N.

Anm.: Sohn eines Bernburger Glasers; um 1649 im Dienst des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Matthias (4) N. N.

Anm.: Bis 1648 Leidener Kammerdiener des böhmischen Exulanten Radislaw Kinsky von Wchinitz und Tettau (1582-1660); seit 1648 Prinzen-Kammerdiener in Bernburg (noch 1649).
Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

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Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Ferdinando II de' Medici
Granduca Ferdinando II di Toscana

geb. 1610
gest. 1670
Anm.: Sohn des Cosimo II de' Medici, Granduca di Toscana (1590-1621); seit 1621 Granduca di Toscana (bis 1628 unter Vormundschaft).

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Wilhelm von Micrander

gest. 1676
Anm.: Sohn des kaiserlichen Obristleutnants N. N. Micrander; 1628 Hofmeister des Grafen Philipp Reinhard I. zu Solms-Hohensolms (1593-1635); ab 1630 Genfer Bürger; Offizier in kursächsischen Diensten, u. a. Hauptmann (1634/37) und Obristleutnant (1639); Wechsel in kaiserliche (um 1643) bzw. schwedische Dienste (um 1645/48); 1649-1658 Geheimer Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) sowie Amtshauptmann von Sandersleben und Freckleben; zugleich kaiserlicher Obristleutnant; 1657-1660 erneut in schwedischen und zuletzt wieder in kaiserlichen Diensten als Obristleutnant bzw. Obrist (spätestens 1671); seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Entledigende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Martin Milag(ius)

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Schreibers Jakob Milag (1561-1637) aus Triestewitz bei Torgau; 1619-1622 Rechtsstudium in Frankfurt/Oder; 1622 Lic. jur.; 1623-1626 Advokat in Zerbst; 1626-1632 Amtmann von Bernburg; ab 1631 auch anhaltisch-bernburgischer Rat; 1632-1634 Rat im Hochstift Halberstadt unter dem schwedischen Statthalter Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dessen und Fürst Augusts von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) Rat; seit 1635 anhaltischer Gesamtrat; daneben anhaltisch-zerbstischer (1637-1645) und anhaltisch-dessauischer Kanzler (ab 1654); zudem anhaltischer Gesandter auf dem Frankfurter Konvent (1634), auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück (1645-1648) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mindernde").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Agnes Christina von Miltitz
Geburtsname: Agnes Christina von Werleben

Anm.: Thüringische Adlige; spätestens ab 1648 fürstliche Hofjungfer in Bernburg (bis 1656); seit 1656 Ehe mit Georg Friedrich von Miltitz (geb. 1627).
Bernardo Morosini

Anm.: Bruder des Tommaso Morosini (gest. 1647); 1635-1637 Bailo der Republik Venedig auf Korfu; venezianischer Admiral; 1644-1646 "Duca di Candia".
Giuseppe Morosini

Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Marcantonio Morosini; 1650-1653 "Duca di Candia"; danach mehrfach Kapitän venezianischer Kriegsschiffe im Krieg um Kreta.
Salomon (2) Muschwitz
Salomon (2) Munschwitz

geb. ca. 1577
gest. 1654
Anm.: Teilnahme am Langen Türkenkrieg; ca. 1618-1620 Fourier des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); 1625 Hoffourir von dessen Sohn Christian II.; um 1642/50 Bürger in Bernburg sowie fürstlicher Pachtinhaber.
Graf Wilhelm II. von Nassau-Dillenburg
Fürst Wilhelm II. von Oranien

geb. 1626
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); seit 1647 Fürst von Oranien und Statthalter der Niederlande.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Graf bzw. Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen

geb. 1604
gest. 1679
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Nassau-Siegen (1561-1623); ab 1621 in niederländischen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (1629), Generalleutnant (1644) und Feldmarschall (1668); 1636-1644 Gouverneur, Kapitän und Ober-Admiral von Niederländisch-Brasilien; seit 1647 kurbrandenburgischer Statthalter von Kleve, Mark und Ravensberg; 1652 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1652 Herrenmeister des Johanniter-Ordens der Balley Brandenburg; 1674-1676 Gouverneur von Utrecht; seit 1674 regierender Fürst von Nassau-Siegen.

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Bernard de Nogaret de La Valette
Duc Bernard de La Valette
Duc Bernard d' Épernon

geb. 1592
gest. 1661
Anm.: Sohn des Jean-Louis de Nogaret de La Valette, Duc d'Épernon (1554-1642); 1622-1649 und ab 1658 Duc de La Valette sowie Pair de France; seit 1610 Colonel général des Bandes françaises (bis 1642 unter Aufsicht seines Vaters); ab 1642 Duc d'Épernon; Gouverneur der Guyenne (1643-1651) und Bourgogne (1654-1660); seit 1645 Ritter des Hosenbandordens.

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Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

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Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

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Graf Anton Günther von Oldenburg und Delmenhorst
Graf Anton Günther von Oldenburg

geb. 1583
gest. 1667
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Oldenburg (1540-1603); ab 1603 regierender Graf von Oldenburg; 1647 Erbe der Grafschaft Delmenhorst; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unbetriegliche").

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Fürst Jerzy Ossoliński

geb. 1595
gest. 1650
Anm.: Sohn des polnischen Magnaten Jan Zbigniew Ossoliński (1555-1623); 1617/18 Teilnahme am Polnisch-Russischen Krieg; danach mehrfach polnischer Gesandter, u. a. in England (1621), bei den Waffenstillstandsverhandlungen von Altmark (1629), in Rom (1633) und auf dem Regensburger Kurfürstentag (1636/37); Starost von Radoszyce (ab 1625), Bydgoszcz (1632-1644), Lubaczów (1637-1645 und 1648-1650), Lubomel (seit 1639), Lublin (1649/50) und Żydaczów (1650); 1632-1636 Hofkronschatzmeister der polnischen Krone; seit 1636 Woiwode von Sandomierz; 1639-1643 Unterkronkanzler und ab 1643 Großkronkanzler des Königreiches Polen; 1645 Leiter des Thorner Religionsgesprächs (Colloquium Charitativum); 1634 Erhebung in den Reichsfürstenstand.

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Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg
Herzog Wolfgang Wilhelm von Jülich und Berg

geb. 1578
gest. 1653
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Philipp Ludwig von Neuburg (1547-1614); 1613 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1614 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg sowie Herzog von Jülich und Berg; seit 1615 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Pfalzgräfin Elisabeth von Pfalz-Simmern
Äbtissin Elisabeth (1) von Herford

geb. 1618
gest. 1680
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); ab 1661 Koadjutorin und seit 1667 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Herford.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Pfalzgraf Moritz von Pfalz-Simmern

geb. 1621
gest. 1652
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637 in niederländischen Kriegsdiensten; 1638/39 vermutlich zu Studienzwecken in Paris; 1640-1642 in schwedischen Kriegsdiensten; royalistischer Obrist (1642) und Generalleutnant (1643) im englischen Bürgerkrieg; 1646 Rückkehr in die Niederlande; 1648 in niederländischen Kriegsdiensten; seit 1649 Vizeadmiral einer kleinen englisch-royalistischen Flotte unter seinem Bruder Ruprecht (1619-1683), die 1651 zur Freibeuterei überging; 1652 Tod in der Karibik bei einem Schiffbruch; seit 1649 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb. 1619
gest. 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647/48 französischer Maréchal de camp; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistischen Flotte, die 1651 zur Freibeuterei überging; 1653-1655 Master of the Horse; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee und des Admirality Committee; ab 1668 Lord High Admiral; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Pfalzgräfin Anna Sophia von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld
Äbtissin Anna Sophia I. von Quedlinburg

geb. 1619
gest. 1680
Anm.: Tochter des Pfalzgrafen Georg Wilhelm von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld (1591-1669); seit 1645 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Joachim Plato

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Sohn des Amberger Pfarrers und Kircheninspektors Matthius Plato (1545-1617); 1619-1625 Pfarrer in Nittenau/Regen; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Hoym; 1638-1642 Pfarrer in Ballenstedt; seit 1642 Superintendent und Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 379f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Infant Duarte von Portugal
Duarte de Bragança

geb. 1605
gest. 1649
Anm.: Sohn des Duque Teodósio II de Bragança (1568-1630); 1634-1641 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Generalfeldwachtmeister (1636); seit 1641 als neuer Infant von Portugal kaiserlicher bzw. spanischer Gefangener.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Johann IV. von Portugal
Duque João II de Bragança

geb. 1604
gest. 1656
Anm.: Sohn des Duque Teodósio II de Bragança (1568-1630); ab 1630 Duque de Bragança; seit 1640 König von Portugal.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Janusz (2) Radziwiłł
Fürst Jonušas (2) Radvila

geb. 1612
gest. 1655
Anm.: Sohn des Fürsten Krzysztof Radziwiłł (1585-1640); 1633-1646 Großkämmerer von Litauen; 1646-1653 Generalstarost von Samogotien; 1646-1654 Feldhetman von Litauen; ab 1653 auch Woiwode von Vilnius; seit 1654 Großhetman von Litauen; ebenso Starost von Kamieniec Litewski, Sejny und Kazimierz.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Josias von Rantzau

geb. 1609
gest. 1650
Anm.: Sohn des Breide von Rantzau (1563-1639); zunächst in niederländischen, dänischen, kaiserlichen und schwedischen Kriegsdiensten; danach französischer Colonel (1635), Maréchal de camp (1636), Lieutenant-général (1637), Lieutenant-général des armées du roi (1643) und Maréchal de France (1645); 1645 Konversion zum katholischen Glauben; 1646-1649 Festungskommandant von Dünkirchen; während der Fronde 1649/50 kurzzeitig inhaftiert.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Reuß, Familie

Anm.: Vogtländisches Adelsgeschlecht, dessen männliche Mitglieder allesamt den Vornamen Heinrich tragen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Christian von Röder

geb. 1610
gest. 1697
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Wolf Dietrich von Röder (gest. 1624); Erbherr auf Harzgerode; um 1635 Aufwärter des kaiserlichen Obristen Peter von Götz (gest. 1638).
Ernst Dietrich von Röder

geb. ca. 1608
gest. 1686
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Wolf Dietrich von Röder (gest. 1624); Erbherr auf Ermsleben; bis 1630 Edelknabe und Kammerjunge des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ca. 1632-1635 Hofjunker und ab 1636 Kammerjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1634 zudem fürstlicher Kriegskommissar in den Ämtern Güntersberge und Harzgerode; bis 1650 anhaltisch-bernburgischer Kriegskommissar; ab 1650 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg von Haus aus; seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Diensthafte").
Martin Röseler
Martin Riselar

gest. 1666
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Christoph Röseler (gest. vor 1643); Bürger und Böttchermeister in Bernburg; spätestens 1643 bis 1650 zugleich Hofböttcher und fürstlicher Mundschenk; wegen Ehebruchs entlaufen; angeblich in Westindien gestorben.
Georg Ehrenreich (2) von Roggendorf

geb. 1627
gest. ca. 1668
Anm.: Sohn des Georg Ehrenreich von Roggendorf (1596-1652); 1641-1652 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Leben in Ödenburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schamhafte").
Duc Tancrède de Rohan

geb. 1630
gest. 1649
Anm.: Angeblich Sohn des Duc Henri de Rohan (1579-1638) - tatsächlich wohl unehelicher Sohn von dessen Gemahlin, der Duchesse Marguerite de Rohan (1595-1660), mit Henri de Nogaret de La Valette, Duc de Candale (1591-1639); Erziehung in den Niederlanden; 1646 Verlust des Titels "Duc de Rohan" durch Spruch des Pariser Parlaments im Rechtsstreit mit Marguerite de Chabot (1617-1684), der Tochter und Alleinerbin des alten Herzogs; 1648/49 Teilnahme an der Fronde.

Weiterführende Informationen
Herzogin Elisabeth Sophia von Sachsen-Gotha-Altenburg
Herzogin Elisabeth Sophia von Sachsen-Gotha
Herzogin Elisabeth Sophia von Sachsen-Weimar
Geburtsname: Herzogin Elisabeth Sophia von Sachsen-Altenburg

geb. 1619
gest. 1680
Anm.: Tochter des Herzogs Johann Philipp von Sachsen-Altenburg (1597-1639); 1636-1675 Ehe mit Herzog Ernst I. von Sachsen-Weimar, Sachsen-Gotha bzw. Sachsen-Gotha-Altenburg (1601-1675); nach 1637 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Keusche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha-Altenburg
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha
Herzog Ernst von Sachsen-Weimar

geb. 1601
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Herzog von Sachsen-Weimar; 1631-1636 schwedischer Obrist; 1633/34 Statthalter des Herzogtums Franken für seinen jüngeren Bruder Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Gotha; seit 1672 ebenso regierender Herzog von Sachsen-Altenburg; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittersüße").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Bernhard I. von Sachsen-Meiningen
Herzog Bernhard von Sachsen-Gotha-Altenburg

geb. 1649
gest. 1706
Anm.: Sohn des Herzogs Ernst I. von Sachsen-Gotha-Altenburg (1601-1675); 1675-1680 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Herzog von Sachsen-Gotha-Altenburg; seit 1680 alleinregierender Herzog von Sachsen-Meiningen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar

geb. 1598
gest. 1662
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender, ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Weimar; Obrist unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1620-1622) und Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach (1622); 1623 General unter Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); 1623/24 kaiserlicher Gefangener; 1631-1635 schwedischer Militärgouverneur von Thüringen und Statthalter von Erfurt; 1632-1635 schwedischer Generalleutnant; 1617 Gründungsmitglied und seit 1651 zweites Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schmackhafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Johann Georg II. von Sachsen

geb. 1613
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1656 Kurfürst von Sachsen; seit 1658 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Preißwürdige"); ab 1668 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürstin Magdalena Sibylla von Sachsen
Geburtsname: Herzogin Magdalena Sibylla von Preußen

geb. 1587
gest. 1659
Anm.: Tochter des Herzogs Albrecht Friedrich von Preußen (1553-1618); 1607-1656 Ehe mit Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); seit 1630 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Milde").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
N. N. von Schaffgotsch (2)

Anm.: Vermutlich vor 1637 Page des Königs Christian IV. von Dänemark (1577-1648) und der Kurfürstin Magdalena Sibylla von Sachsen (1587-1659); wahrscheinlich ca. 1637-1649 Gefangensetzung durch seinen Onkel Johann Ulrich von Schaffgotsch (1624-1662).
Graf Johann Ulrich von Schaffgotsch

geb. 1624
gest. 1662
Anm.: Sohn des Hans Ulrich von Schaffgotsch (1595-1635); 1636 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1647 in polnischen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (1653); 1654 Erhebung in den Grafenstand.
Johann Schauer
Johann Schaubert
Johann Schubardt

geb. 1609
gest. 1682
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Zacharias Schauer (gest. 1610); spätestens 1642 fränzösischer Rittmeister; später in Bernburg ansässig.
Christoph Wilhelm (von) Schlegel

geb. ca. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Wolf (von) Schlegel (1584-1658); Erbherr auf Merzien, Zehringen und Thurau; um 1631/32 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1633 Fahnenjunker des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); um 1640/41 Hofjunker in Bernburg.
Herzogin Frederike Amalia von Schleswig-Holstein-Gottorf
Geburtsname: Prinzessin Frederike Amalia von Dänemark und Norwegen

geb. 1649
gest. 1704
Anm.: Tochter des Königs Friedrich III. von Dänemark und Norwegen (1609-1670); 1667-1694 Ehe mit Herzog Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Gottorf (1641−1694); seit 1697 Witwensitz im Kieler Schloß.

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Gräfin Kirsten von Schleswig-Holstein
Geburtsname: Kirsten Munk

geb. 1598
gest. 1658
Anm.: Tochter des dänischen Adligen Ludvig Munk (1537–1602); 1615-1630 morganatische Ehe mit König Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1627 Erhebung zur Gräfin von Schleswig-Holstein.

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Ernst Schmidt

Anm.: Geboren in Biendorf; um 1643/48 Schlossmusketier in Bernburg; um 1643/53 zugleich fürstlicher Vogelsteller; um 1651 außerdem Gastwirt in Peißen.
Johann Philipp von Schönborn
Erzbischof und Kurfürst Johann Philipp von Mainz
Bischof Johann Philipp von Würzburg
Bischof Johann Philipp von Worms

geb. 1605
gest. 1673
Anm.: Sohn des Georg von Schönborn (gest. 1613); Domizellar in Würzburg (ab 1621) und Mainz (seit 1625); Domherr in Würzburg (ab 1629) und Worms (seit 1630); 1635-1645 Stiftspropst von St. Burkard in Würzburg; ab 1642 Bischof von Würzburg; seit 1647 auch Erzbischof und Kurfürst von Mainz; ab 1663 ebenso Bischof von Worms.

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Georg Schütze

Anm.: Vor 1648 Bediensteter der Fürsten Christian I. (1568-1630) und Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
Gräfin Anna Sophia von Schwarzburg-Rudolstadt
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt

geb. 1584
gest. 1652
Anm.: Tochter des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586); 1613-1630 Ehe mit Graf Karl Günther von Schwarzburg-Rudolstadt (1576-1630); anschließend Witwensitz in Kranichfeld; seit 1619 Gründungsmitglied und Oberhaupt der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Getreue").

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Schwarzburg, Familie
Grafen von Schwarzburg

Anm.: Thüringisches Reichsgrafengeschlecht.

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Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

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König Karl X. Gustav von Schweden
Herzog Karl Gustav von Bremen und Verden
Pfalzgraf Karl Gustav von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg

geb. 1622
gest. 1660
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1589-1652); schwedischer Rittmeister (1642), Obrist (1643) und ab 1648 oberster Befehlshaber der Armee im Heiligen Römischen Reich; 1649 Ernennung zum Thronfolger durch den schwedischen Reichstag auf Betreiben seiner Cousine Königin Christina von Schweden (1626-1689); seit 1654 König von Schweden sowie regierender Herzog von Bremen und Verden; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabene").

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Königin Maria Eleonora von Schweden
Geburtsname: Markgräfin Maria Eleonora von Brandenburg

geb. 1599
gest. 1655
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg (1572-1619); 1620-1632 Ehe mit König Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1640 Flucht aus Schweden.

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Simon Heinrich von Schweichhausen
Simon Heinrich von Schwechhausen

geb. ca. 1614
Anm.: Sohn des Bremer Patriziers N. N. Schweichhausen (1); zeitweise Kriegsdienst in England als Fähnrich, Leutnant, Capitän-Leutnant und Rittmeister; 1646-1649 Hofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718) sowie zugleich anhaltisch-bernburgischer Rat; ab 1649 sächsisch-weimarischer Hof- und Kammerjunker (spätestens 1651) sowie Obristleutnant (1651-1655); 1654/55 zudem Hofmeister der Herzöge Bernhard (1638-1678) und Friedrich von Sachsen-Weimar (1640-1656); 1653 Nobilitierung; seit 1651 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Eigentliche").
Joachim Christoph von Seckendorff

geb. 1577
gest. 1657
Anm.: Sohn des Joachim von Seckendorff (gest. 1586); Erbherr auf Obernzenn, Uhlstadt und Langenfeld; 1641-1651 Ritterhauptmann des Kantons Steigerwald; brandenburgisch-ansbachischer "Minister"; 1610-1616 Burggraf auf dem Rothenberg; Oberschultheiß in Würzburg; würzburgischer Amtmann von Iphofen.

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Georg Seydeler

Anm.: Um 1649/52 fürstlicher Musketier in Bernburg.
Bengt Johansson Skytte af Duderhof

geb. 1614
gest. 1683
Anm.: Sohn des schwedschen Reichsrats Johan Bengtsson Skytte af Duderhof (1577-1645); ab 1633 Kämmerer und Günstling der Königin Christina von Schweden (1626-1689); seit 1637 Assessor am Kammerkollegium; ab 1638 Revisor in der Reichskammer; seit 1640 Kammerrat; 1646-1649 Gouverneur von Uppsala; ab 1647 Reichsrat und Landmarschall des ritterschaftlichen Standes im Schwedischen Ständereichstag; 1648/49 Kanzler der Universität Dorpat; 1652 schwedischer Gesandter in Konstantinopel; 1654-1656 Gouverneur von Estland; danach Privatgelehrter an verschiedenen Orten.

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Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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Solon

geb. ca. 640 v. Chr.
gest. ca. 560 v. Chr.
Anm.: Athenischer Staatsmann und Lyriker.

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Königin Maria Anna von Spanien
Geburtsname: Erzherzogin Maria Anna von Österreich

geb. 1634
gest. 1696
Anm.: Tochter von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1649-1665 Ehe mit König Philipp IV. von Spanien (1605-1665).

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König Philipp II. von Spanien
König Philipp I. von Portugal
König Philipp I. von Neapel-Sizilien
König Philipp I. von Sardinien

geb. 1527
gest. 1598
Anm.: Sohn von Kaiser Karl V. (1500-1558); ab 1556 König von Spanien, Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1580 König von Portugal; ab 1531 Ritter und seit 1555 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies; ab 1554 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

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Graf Ernst Georg von Sparr

geb. 1596
gest. 1666
Anm.: Sohn des Ernst von Sparr (1540-1596); 1621 in polnischen Kriegsdiensten; 1622 kurpfälzischer Obrist; 1623 Obrist unter Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); 1626 erzstiftisch-magdeburgischer Obrist; kaiserlicher Obrist (1627-1635), Generalfeldwachtmeister (1632) und Feldzeugmeister (1633); 1632 kurzzeitig schwedischer Kriegsgefangener und Friedensunterhändler; seit 1634 kaiserlicher Kämmerer; 1634/35 Verhaftung als Vertrauter von Wallenstein (1583-1634); 1641/42 kaiserlicher Generalleutnant; 1646 polnischer Generalleutnant; 1654 Erhebung in den Grafenstand.

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Anna (von) Stammer
Geburtsname: Anna von Veltheim

gest. nach 1636
Anm.: Tochter des Hermann von Veltheim; Gemahlin des Arndt (von) Stammer (gest. 1611) auf Ballenstedt.
Sultan (Osmanisches Reich) Ibrahim

geb. 1615
gest. 1648
Anm.: Sohn von Sultan Ahmed I. (1590-1617); seit 1640 Sultan des Osmanischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Sultan (Osmanisches Reich) Mehmed IV.

geb. 1642
gest. 1693
Anm.: Sohn von Sultan Ibrahim (1615-1648); 1648-1687 Sultan des Osmanischen Reiches.

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Wolfgang Sutorius

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des späteren Ballenstedter bzw. Bernburger Pfarrers Leonhard Sutorius (1576-1642); bis 1643 fürstlicher Amtsschreiber in Harzgerode; 1646-1648 fürstlicher Gutsverwalter in Zepzig; seit 1648 Korn- und um 1649/54 Amtsschreiber in Bernburg.
Konrad Theopold

geb. 1600
gest. 1651
Anm.: Sohn des Amesdorfer Pfarrers Johannes Theopold (1563-1626); Schulbesuch am Gymnasium zu Zerbst, Studium in Frankfurt a. d. Oder; 1626-1637 Pfarrer in Natho; 1637-1644 Diakon an St. Bartholomäi in Zerbst (Entlassung als Reformierter); seit 1645 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 445.

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Martin Tornau

geb. 1591
gest. 1664
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Hans Tornau; spätestens 1643 Bauherr, ab 1645 Reitherr, seit 1649 Kämmerer und 1650-1658 Bürgermeister (1650, 1653 und 1656 regierend; 1658 resigniert) der Bernburger Talstadt.
Graf Corfitz Ulfeldt af Sölvesborg

geb. 1606
gest. 1664
Anm.: Sohn des Jakob Ulfeldt (1567-1630), ab 1609 dänischer Reichskanzler; seit 1630 Kammerjunker des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); ab 1636 dänischer Reichsrat; seit 1637 Statthalter von Kopenhagen; 1643-1651 Reichshofmeister; daneben mehrfach diplomatische Missionen, u. a. nach England (1640/42), Regensburg (1641), zu den Friedensverhandlungen mit Schweden (1645) sowie nach Den Haag und Paris (1646); 1651 nach Korruptionsverdacht und Morddrohungen Flucht in die Niederlande und nach Schwedisch-Pommern; danach schwedischer Geheimer Rat (1657-1659), Friedensunterhändler mit Dänemark (1658) und Gouverneur von Schonen (1658/59); 1659 Todesurteil wegen Hochverrat, jedoch Begnadigung; 1660 Rückkehr nach Kopenhagen und Verhaftung (bis 1661); 1663 erneutes Todesurteil (wegen Planung einer Adelsrevolte gegen die dänische Krone) und Flucht; 1641 Erhebung in den Grafenstand; seit 1658 Graf von Sölvesborg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Matthias de Vacchi

geb. ca. 1605
gest. 1655
Anm.: Geboren im Herzogtum Krain; Freiherr von Adelsberg; kaiserlicher Obristwachtmeister (um 1629), Obristleutnant (um 1633) und Obrist (1642).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Louis-Emmanuel de Valois
Comte Louis-Emmanuel d' Alais
Duc Louis-Emmanuel d' Angoulême

geb. 1596
gest. 1653
Anm.: Sohn von Charles de Valois, duc d’Angoulême (1573-1650); Abt von Saint-André in Clermont sowie ab 1608 der Abtei La Chaise-Dieu; ab 1612 Bischof von Agde; 1622 Rücktritt von allen kirchlichen Pfründen; 1624-49 Colonel général der Kavallerie; ab 1635 Maréchal de camp; ab 1637-53 Gourverneur der Provence; seit 1650 Duc d'Angoulême; 1653 Ernennung zum Staatsminister und Pair de France; seit 1633 Ordensritter vom Heiligen Geist.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Íñigo d. J. Vélez de Guevara y Tassis
Marqués Íñigo d. J. de Guevara
Conde Íñigo d. J. de Oñate
Conde Íñigo d. J. de Villamediana

geb. 1597
gest. 1658
Anm.: Sohn des Íñigo d. Ä. Vélez de Guevara y Tassis, Conde de Oñate (1572-1644); königlicher Kämmerer; spanischer Botschafter in London (1636-1638) und Rom (1646-1648); ab 1644 Conde de Oñate und Conde de Villamediana; 1648-1653 Vizekönig von Neapel; seit 1653 Consejero de estado; ab 1653 erster Marqués de Guevara.

Weiterführende Informationen in VIAF
Christian Wilhelm von Wartensleben

geb. ca. 1632
gest. 1675
Anm.: Sohn des Johann Joachim von Wartensleben (1594-1633); 1646-1653 Page und 1653/54 Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später in niederländischen Kriegsdiensten u. a. als Capitain (1665) und Major (vor 1675).
Gall Weber

Anm.: Bernburger Bürger; um 1632 Höker; spätestens 1637 bis 1650 Pächter des Gernröder Hofes in Waldau; um 1651 Schenke zu Aderstedt.
Wolf (4) N. N.

Anm.: Um 1647 Vogelsteller in Bernburg.
Graf Carl Gustav Wrangel af Salmis
Graf Carl Gustav von Sölvesborg

geb. 1613
gest. 1676
Anm.: Sohn des Hermann Wrangel (1587-1643); ab 1627 in schwedischen Kriegsdiensten als Kornett (1629), Rittmeister (1632), Obristleutnant (1635), Obrist (1636), Generalmajor (1638), Generalzeugmeister (1645) und Feldmarschall (1646); seit 1646 Reichsrat; 1646-1648 Oberbefehlshaber der schwedischen Truppen in Deutschland; 1648-1650 und ab 1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1657-1664 Reichsadmiral; seit 1664 Reichsmarschall; 1651 Erhebung in den Grafenstand (1651-1665 Graf von Salmis, ab 1665 Graf von Sölvesborg); seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Obsiegende").

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Herzogin Anna von Württemberg-Mömpelgard
Geburtsname: Anne de Coligny

geb. 1624
gest. 1680
Anm.: Tochter des Comte Gaspard II de Coligny (1579-1666); seit 1648 Ehe mit Herzog Georg II. von Württemberg-Mömpelgard (1626-1699).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Georg II. von Württemberg-Mömpelgard

geb. 1626
gest. 1699
Anm.: Sohn des Herzogs Ludwig Friedrich von Württemberg-Mömpelgard (1586-1631); seit 1662 regierender Herzog von Württemberg-Mömpelgard.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Eberhard III. von Württemberg

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Friedrich von Württemberg (1582-1628); seit 1628 regierender Herzog von Württemberg (bis 1633 unter Vormundschaft); 1634-1638 Exil in Straßburg.

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Aderstedt
weiterführende Informationen
Aix-en-Provence
weiterführende Informationen
Anhalt, Fürstentum
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Ballenstedt(-Hoym), Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Bayern, Herzogtum bzw. Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Berlin
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Bernburg, Bergstadt ("Vorm Berge")
Anm.: Eigenständige Stadt rechts der Saale unterhalb des Bernburger Schlosses, die im Jahr 1825 mit der Talstadt vereinigt wurde.
Bernburg, Talstadt
Anm.: Stadt links der Saale, die aus den ehemals eigenständigen Teilen Altstadt und Neustadt bestand (1825 Zusammenschluss mit der Bernburger Bergstadt).
Biesenrode
weiterführende Informationen
Bordeaux
weiterführende Informationen
Brandenburg-Bayreuth, Markgrafschaft
weiterführende Informationen
Brandenburg, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Brasilien
weiterführende Informationen

Anm.: Kolonie des Königreichs Portugal.
Braunschweig
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Braunschweig und Lüneburg, Herzogtum
weiterführende Informationen

Anm.: Die Teilfürstentümer Braunschweig-Wolfenbüttel, Lüneburg, Calenberg und Grubenhagen umfassendes Gesamtterritorium der welfischen Herzöge.
Canea (Chania)
weiterführende Informationen
Castro
weiterführende Informationen

Anm.: Hauptstadt des gleichnamigen Herzogtums in Mittelitalien, die nach ihrer Zerstörung im Jahr 1649 nicht wieder aufgebaut wurde.
Condé-sur-l'Escaut
weiterführende Informationen
Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
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Dänemark, Königreich
weiterführende Informationen
Dalmatien
weiterführende Informationen
Danzig (Gdańsk)
weiterführende Informationen
Dessau (Dessau-Roßlau)
weiterführende Informationen
Dublin
weiterführende Informationen
Duinkerke (Dunkerque, Dünkirchen)
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Ehrenbreitstein (Hermannstein), Festung
weiterführende Informationen
Eisleben (Lutherstadt Eisleben)
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England, Commonwealth von
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Erfurt
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Finale Ligure
weiterführende Informationen
Florenz (Firenze)
weiterführende Informationen
Frankenthal
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Garonne, Fluss
weiterführende Informationen
Genua (Genova)
weiterführende Informationen
Glückstadt
weiterführende Informationen
Gottorf
weiterführende Informationen
Graubünden (Freistaat der Drei Bünde)
weiterführende Informationen
Gröna
weiterführende Informationen
Habsburgische Erblande (österreichische Linie)
weiterführende Informationen
Halberstadt, Hochstift bzw. Fürstentum (seit 1648)
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Halle (Saale)
weiterführende Informationen
Hamburg
weiterführende Informationen
Harzgerode
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
weiterführende Informationen
Hennegau (Hainaut), Grafschaft
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Hertford
weiterführende Informationen
Holstein, Herzogtum
weiterführende Informationen
Indien
Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff sowohl für den amerikanischen Kontinent (Westindien) als auch für die südasiatischen Gebiete von Vorder- und Hinterindien sowie des Malaiischen Archipels (Ostindien).
Ingermanland
weiterführende Informationen
Irland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Italien
weiterführende Informationen
Kaiserebersdorf
weiterführende Informationen
Karelien
weiterführende Informationen
Katalonien, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Kinsale
weiterführende Informationen
Kirchenstaat
weiterführende Informationen
Köln, Kurfürstentum (Erzstift)
weiterführende Informationen
Köthen
weiterführende Informationen
Konstantinopel (İstanbul)
weiterführende Informationen
Kopenhagen (København)
weiterführende Informationen
Kranichfeld
weiterführende Informationen
Kreta (Candia), Insel
weiterführende Informationen
Krim, Khanat
weiterführende Informationen
Leipzig
weiterführende Informationen
Lichtenburg, Schloss (Prettin)
weiterführende Informationen
Litauen, Großfürstentum
weiterführende Informationen
London
weiterführende Informationen
Lüneburg
weiterführende Informationen
Lüneburg, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Teilfürstentum des Herzogtums Braunschweig und Lüneburg.
Lüttich (Liège)
weiterführende Informationen
Maas (Meuse), Fluss
weiterführende Informationen
Mailand (Milano)
weiterführende Informationen
Mecklenburg, Herzogtum
weiterführende Informationen
Moskauer Reich (Großrussland)
weiterführende Informationen
Nassau-Hadamar, Grafschaft
weiterführende Informationen
Neapel (Napoli)
weiterführende Informationen
Neapel, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Niederlande, Spanische
weiterführende Informationen
Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
weiterführende Informationen
Nürnberg
weiterführende Informationen
Obere Pfalz (Oberpfalz), Fürstentum
weiterführende Informationen
Oldenburg, Grafschaft
weiterführende Informationen
Osmanisches Reich
weiterführende Informationen
Ostindien
weiterführende Informationen

Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff für Vorder- und Hinterindien sowie den Malaiischen Archipel.
Paris
weiterführende Informationen
Parma
weiterführende Informationen
Peißen
weiterführende Informationen

Anm.: Geteilt in Oberpeißen (Fürstentum Anhalt) und Unterpeißen (Erzstift Magdeburg).
Pfalz, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Plötzkau
weiterführende Informationen
Polen, Königreich
weiterführende Informationen
Portugal, Königreich
weiterführende Informationen
Prag (Praha)
weiterführende Informationen
Prederitz
Anm.: Spätmittelalterliche Wüstung bei Gröna südlich von Bernburg.
Preußen
Anm.: Historische Landschaft im nordöstlichen Mitteleuropa, die seit 1525 in das Herzogtum Preußen und einen königlich-polnischen Teil geteilt war.
Preußen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Provence
weiterführende Informationen
Rom (Roma)
weiterführende Informationen
Sachsen-Lauenburg, Herzogtum
weiterführende Informationen
Sachsen, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Saint-Denis
weiterführende Informationen
Sandersleben
weiterführende Informationen
Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Scheveningen
weiterführende Informationen
Schottland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schweden, Königreich
weiterführende Informationen
Schweiz, Eidgenossenschaft
weiterführende Informationen
Sevilla
weiterführende Informationen
Siena
weiterführende Informationen
Spanien, Königreich
weiterführende Informationen
Staßfurt
weiterführende Informationen
Stockholm
weiterführende Informationen
Strelitz (Strelitz-Alt)
weiterführende Informationen
Tecklenburg
weiterführende Informationen
Tirol, Grafschaft
weiterführende Informationen
Ungarn, Königreich
weiterführende Informationen
Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
weiterführende Informationen
Warmsdorf
weiterführende Informationen
Weimar
weiterführende Informationen
Wien
weiterführende Informationen
Windsheim (Bad Windsheim)
weiterführende Informationen
Zepzig
weiterführende Informationen
Zerbst
weiterführende Informationen
Zerbst, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Bernburg, Rat der Bergstadt
Bernburg, Rat der Talstadt (Alt- und Neustadt)
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
weiterführende Informationen
Gelderland, Provinzialstände
Jesuiten (Societas Jesu)
weiterführende Informationen
Niederlande, Generalstaaten
weiterführende Informationen
Schottland, Parlament (Parliament of Scotland)
weiterführende Informationen
(Giovanni) Battista Guarini: Il Pastor Fido. Tragicomedia Pastorale Di Battista Gvarini, Dedicata Al Serenissimo D. Carlo Emanvele Dvca Di Savoia. &c. Nelle Reali Nozze di S. A. con la Serenissima Infante D. Caterina D'Avstria, Venedig: Bonfadino, 1590. [Nachweis im GVK]
Herodotus: Historien. Griechisch-deutsch, 2 Bde., hg. von Josef Feix, Berlin: 2006. [Nachweis im GVK]
Publius Ovidius Naso: Fasti = Festkalender. Lateinisch-deutsch, hg. von Niklas Holzberg, Berlin: 2012. [Nachweis im GVK]
N. N. de Rivery: Schatzkämmerlein Heilsamer Zuneigungen: Welches in dreissig Betrachtungen begriffen/ und mit etlichen hierzu gehörigen Reimen vermehret worden/ Durch Herrn von Rivery gestellet/ Und an jetzo in Teutsche Sprach übergesetzet, übers. von Hans Ernst von Börstel, Köthen: [Fürstliche Druckerei], 1623. [Nachweis im GVK]
Publius Terentius Afer: Andria = Die Andrierin, in: Komödien. Lateinisch und deutsch, Bd. 1, hg. von Peter Rau, Darmstadt: 2012, S. 9-107. [Nachweis im GVK]
Paterculus Velleius: Historia Romana. Lateinisch-deutsch, hg. von Marion Giebel, Stuttgart: 2014. [Nachweis im GVK]