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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: Oktober 1649


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXIa, fol. 222v-251v (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. Oktober 1649
Bernburg
  • Regen
  • An Gott gerichteter Dank
  • Abreise des Präzeptors Martin Hanckwitz nach Leipzig
  • Kriegsnachrichten
  • Kontributionsforderungen
  • Kriegsnachrichten aus dem Ausland
  • Neuigkeiten
  • Geburtstagsfeier zu Ehren des Königs Ludwig XIV. von Frankreich
02. Oktober 1649
Bernburg
  • Jagdausritt mit den Söhnen Viktor Amadeus und Karl Ursinus
  • Besuch beim erkrankten Superintendenten Joachim Plato
  • Weinlese
  • Rückkehr des Rüstmeisters Johann Balthasar Oberlender aus Leipzig
  • Nachricht über einen Beinbruch des Landgrafen Wilhelm VI. von Hessen-Kassel
  • Spaziergang
03. Oktober 1649
Bernburg
  • Vogelfang
  • Kirchgang
  • Weinlese
  • Kriegskommissar Matthias von Biedersee und Kapitän-Leutnant Georg Wilhelm Ayrer als Essensgäste
  • Rückkehr des Lakaien Barthold aus Holstein
04. Oktober 1649
Bernburg
  • Vogelfangen
  • Verabschiedung des Kammerdieners Georg Friedrich von Künsberg
  • Besuch durch die Fürstinnen Johanna Elisabeth von Anhalt-Bernburg-Harzgerode und Johanna von Anhalt-Plötzkau
  • Morgendlicher Vorfall
05. Oktober 1649
Bernburg
  • Vogelfangen
  • Kriegsnachrichten
  • Truppendurchzug
  • Unterredung mit dem Baalberger Pfarrer Bartholomäus Friedrich
  • Rückkehr des Amtmannes Georg Reichardt aus Köthen
  • Kontributions- und Proviantforderungen
  • Kriegsnachrichten aus dem Ausland
  • Friedensnachrichten aus Nürnberg
06. Oktober 1649
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Nachricht von Verhandlung mit Gouverneur Graf Magnus Gabriel De la Gardie af Läckö durch Geheimrat Christian Ernst von Knoch
  • Kontributionsangelegenheiten
  • Geburtstag von Viktor Amadeus
  • Unterredungen mit Kanzleisekretär Paul Ludwig und Reichardt
  • Verärgerung über Lohnforderung Knochs
07. Oktober 1649
Bernburg
  • Kirchgänge
  • Kammerrat Joachim Mechovius, Ayrer, Kriegskommissar Ernst Dietrich von Röder und Helena von Rindtorf als Essensgäste
  • Nachrichten
08. Oktober 1649
Bernburg
  • Spaziergang durch den Garten
  • Hochzeit des Kammerrechnungsführers Hans Friedrich Eckardt
  • Vollmachtübertragung des Bruders Friedrich während dessen Abwesenheit
09. Oktober 1649
Bernburg
  • Hasen- und Vogeljagd
  • Kriegsnachrichten und -folgen
  • Sorge wegen Pestfällen
  • Korrespondenz
  • Friedensverhandlungen
  • Neuigkeiten
  • Kriegsnachrichten aus dem Ausland
  • Hochzeit des Fürsten Johann VI. von Anhalt-Zerbst
  • Ausritt
10. Oktober 1649
Bernburg
  • Vogel- und Dachsjagd
  • Kirchgang
  • Unterredung mit Pfarrer Daniel Marggraf
  • Bittschrift der Familie von Trotha aus Hecklingen
11. Oktober 1649
Bernburg
  • Dachsjagd
  • Kriegsnachrichten
  • Truppendurchzug
  • Röder, Ayrer und den Kammerdiener Jakob Ludwig Schwartzenberger als Essensgäste
  • Besuch durch einen britischen Exilanten
  • Verärgerung über die Fürsten August von Anhalt-Plötzkau und Ludwig von Anhalt-Köthen
  • Rückkehr Oberlenders
  • Korrespondenz
12. Oktober 1649
Bernburg
  • Ende der Weinlese
  • Spaziergang
13. Oktober 1649
Bernburg
  • Vogelfangen und Hasenjagd
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten
  • Unterredung mit Ludwig
  • Hausbrand
  • Geldgeschenke für Kurfürst Karl Ludwig von der Pfalz
  • Regen
14. Oktober 1649
Bernburg
  • Zwei Predigtanhörungen
  • Hofprediger Konrad Theopold, Mechovius und die von Rindtorf als Essensgäste
15. Oktober 1649
Bernburg
  • Details zur Kollekte aus England
  • Gallusjahrmarkt
  • Neues Treffen mit dem Grafen de la Gardie durch von Knoch
  • Transport von Militärrüstung auf Wasser
  • Meutereien
  • Nachrichten und Neuigkeiten
16. Oktober 1649
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Verschlechterung von Dorothea Bathildes Gesundheitszustand
  • Spaziergang im Regen
17. Oktober 1649
Bernburg
  • Gespräche mit Ayrer, Schwartzenberger und weiteren
  • Bericht von verhinderten Anschlägen auf den Erzbischof und Kurfürst Johann Philipp von Mainz und den Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
  • Aufbruch des Bruders Friedrich nach Nassau-Hadamar
  • Gang von Viktor Amadeus und Karl Ursinus auf den Jahrmarkt
18. Oktober 1649
Bernburg
  • Vogelfangen
  • Korrespondenz
19. Oktober 1649
Bernburg
  • Vogelfangen
  • Todesnachricht einer Bürgerin
  • Korrespondenz
  • Bericht von Hochzeitsfeier des Fürsten Johann VI. durch Hofmeister Matthias von Krosigk
  • Besuch bei Theopold
  • Todesnachricht von Gräfin Renata Elisabeth von Bentheim-Tecklenburg
  • Neuigkeiten und Kriegsnachrichten
20. Oktober 1649
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Kriegsnachrichten
  • Wirtschaftssachen
21. Oktober 1649
Bernburg
  • Predigtanhörungen
  • Ayrer und Theopold als Essensgäste
  • Abfertigung Schwartzenbergers
22. Oktober 1649
Bernburg
  • Lieferung aus Ballenstedt
  • Hasenjagd
  • Reformationsbestrebungen im Fürstentum Anhalt-Zerbst
  • Kriegsfolgen
  • Korrespondenz
  • Truppendurchzug
  • Abholung zweier in Bernburg gelagerter Laden
  • Kriegs- und Friedensnachrichten aus dem In- und Ausland
  • Neuigkeiten
23. Oktober 1649
Bernburg
  • Hasenjagd der Söhne Viktor Amadeus und Karl Ursinus
  • Administratives
  • Befürwortung der versöhnlichen Haltung des Herzog August von Sachsen-Weißenfels gegenüber den Reformierten
  • Besuch bei Plato durch den Kammermeister Tobias Steffeck
24. Oktober 1649
Bernburg
  • Vogelfangen
  • Rückkehr einer Kutsche
  • Kirchgang
  • Friedrich als Essensgast
  • Besuch bei Plato durch den Kammerdiener Gebhard Loyß
25. Oktober 1649
Bernburg
  • Vogelfangen und Hasenjagd
  • Todesfall in Folge einer durch einen Splitter verursachten Sepsis
  • Spaziergang
  • Korrespondenz
26. Oktober 1649
Bernburg
  • Vogelfangen
  • Nächtlicher Frost
  • Gedanken zu dem kürzlich durch ein Feuer verursachten Mauerschaden
  • Schwester Dorothea Bathilde als Beobachterin des Feuers
  • Nachricht eines mit Geburtsfehler geborenen Kindes
27. Oktober 1649
Bernburg
  • Vogelfangen
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Kriegsfolgen
  • Nachricht über Unglücksfälle in Dresden von Christoph Wilhelm Schlegel
28. Oktober 1649
Bernburg
  • Vogel- und Hasenjagd
  • Predigtanhörung und Kirchgang
  • Magdalena Sophia von Schilling, Mechovius und Theopold als Essensgäste
  • Geburtstag der Tochter Fürstin Eleonora Hedwig
  • Truppenabzug
  • Kontributionsforderung
  • Korrespondenz
29. Oktober 1649
Bernburg
  • Abfertigung Mechovius', Ludwigs und Steffecks
  • Behinderung durch das weibliche Geschlecht
30. Oktober 1649
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Kriegsnachrichten
  • Verhinderung eines Truppendurchzugs
  • Korrespondenz
  • Abreise der von Schilling sowie der Katharina von Kospoth
  • Tod des mit Geburtsfehler geborenen Säuglings
31. Oktober 1649
Bernburg
  • Vogelfangen
  • Lieferung aus Ballenstedt
  • Kirchgang
  • Bestätigung des brandenburgischen Todesfalles
  • Spaziergang
  • Kriegsnachrichten
|| [[Handschrift: 222v]]

Montag den 1. October 1649.

<Stargker Regen. et cetera>


Gott lob, daß das gestrige jnfortunium
noch in gnaden, abgewendet worden! Er be-
wahre unß ferner, nebst den unserigen,
vor Unglügk! Amen! Amen! herr Jesu, Amen!


Præceptor Hangkwitz, ist heütte,
nacher Leiptzigk. Gott geleitte ihn!


Avis: Von Plötzkaw, daß von dem Lande
zu Meißen, so wol, alß von der Stadt
Erfurdt auß, die Schwedische Artillerie
heran dringet, daß Obrist leutnant Knoche, in Leiptzigk
ankommen, undt dieses Fürstenthum, wirdt
zu guter letzte, treflich leyden, vndt herhalten
müßen. Gott erbarme sich, der Nohtlejdenden!
Man fordert, aufn Montag☽tag, (alß heütte) die sa-
tisfactiongelder, vollkömblich. perge


Die Leiptziger avisen, bekräftigen die Erffurdter,
undt v̈ber daßelbige.


Daß die Portughesen in Brasilia, am Rio de
la Plata mit den Spannischen, am Rio de Janero
wegen des Schklaven handels, vergleich ge-
troffen, undt daß die von Angola nun gäntzlich
wieder, unter den gehorsam des Königs in Portugall || [[Handschrift: 223r]]
gebracht seyen. Jn Portugall an den gräntzen
haben die Portughesen wieder die Spannier,
victorisirt, undt vorstädte bey Albuquerque,
petardiret, undt beütten gemacht.


Der hertzogk von Jcar, in Spannien,
so wieder des Königs Philippj IV. person
conspiriret solte haben, ist greẅlich
torquiret worden, sol aber nichts bekandt
haben, sondern zur ewigen gefängnüß,
vfß castell Leon, condemniret worden sein.


Die hertzogin von Modena, nachdem
Sie eine Tochter zur weltt, gebracht, ist
todes verblichen.


Den hertzogk von Bouillon, haben
etzliche andere Dücs & Pairs de France,
excludiren, vndt ihn alß einen Außländer,
tractiren wollen, es hat aber, der König
in Frangkreich, die Königinn, Prince de
Condè, undt Cardinal Mazzarinj, solchem
beginnen sich opponiret, vndt durch eine
Königliche Declaration vorgebawet.


Der Mareschal de Türenne, hat seinen Mar-
schalckstab, in seiner carosse, außleschen laßen. || [[Handschrift: 223v]]
Will die qualitet, eines Mareschal de France,
nicht mehr führen, (nescio quare?)


Der König in Franckreich die Königinn, vndt
der gantze hof zu Paris, haben die Trawer
wegen der Kayserinn todt, angeleget.


Prince de Condè, bemühet sich, den Ma-
reschall de Rantzaw, wieder loß zu machen.


Ein Landgrave von heßen Darmstadt,
Ludwig genandt, Landtgraf Geörgen Sohn,
ist zu Wien, mit gutem contento ab-
geschieden, undt nach Venedig, gerayset,
auch der Grave von Trauttmanßdorf,
wieder nacher Wien, auß der Steyermargk
beruffen worden.


Ein Türkischer Jnternuncius ist zu
bestehtigung des Friedens, mit großem
apparat zu Wien, angelanget.


Jn Jrrlandt, hoffen sich die Königlichen
noch zu manuteniren, wie auch die Königlichen
partheyen in Schottlandt verhofft. Sie be-
gehren aber, nicht viel frembder gäste,
weder Frantzosen, noch Spannier. Der
König Carolus 2. sol in der Insel Garnsey sich aufhalten.

|| [[Handschrift: 224r]]


Die Königliche hispanische Brautt, ist bey
Barcelona vorüber, nach Denia, geschiffet,
undt mit salven gegrüßet worden.


Duca di Parma wil sich demühtigen.
Schiebet alle seine Schuldt, des unglügkß
auf seinen Ge[n]e[ral] Goffredo, (welcher ein
Frantzose von [gebu]rdt, vndt ein Spagnuol
von affe[c]tion, [sein so]lle) dö[rfte] den halß
demselben ko[ste]n.


Portug[all,] Genua, so wol alß
Frangkreich, zu[sam]pt den Schweitzern,
offeriren [ebenf]a[ls], assistentz, wieder
die neẅ[...]e Italienischen Fürsten
mit Span[nien] [d]eren haü[p]t Florentz ist.
Ein Ma[ntuanischer] Fürst, ist beym Kayser,
alß ein Ambassador gewesen.


Die zu Bourdeaux haben den Düc d'Ès-
pernon in seinem Schloß 4 Meilenm. darvon,
mit 500 pferden überfallen, undt weg-
führen wollen. Diweil er aber ent-
wichen, haben Sie sein bagage, undt Silber-
geschirr, geplündert.

|| [[Handschrift: 224v]]


Die Gesandten zu Münster, begeben sich
von dannen, undt haben aldar, nichts zu thun.


Die Frantzösische armèe, hat sich von Condè
wieder zurügk gezogen, nachm verlußt der
dreyer Regiment[er.]


General Ro[se] [hat das] Schloß Lorentzen
an der Saar, im [Wesi]ch gelegen, mit
accord eingenommen, [undt d]en Ob[er]sten
Randt, abziehen l[aßen.]


Jn hollandt de[liberir]et man, wie die
Macht des Königs, i[n P]or[tug]all, zu demp-
fen, in Brasilien, [Angola] vndt vor
Lisabona 3[0] O[r]l[o]gssch[iffe zu] senden. perge


Die pest [g]rassiret [noch z]u Prag.
Schleichet auch in etzlichen dörfern, vmb
Dresen[!] herumb, allmählich eyn.


Zu Lüttich, hat auf vor[i]ge execution,
der churfürst von Cölln n[och ei]ne gethan,
undt den Bürgermeister Bartoldt, nebenst noch
einem Bürger, <hencken undt> endthaüpten laßen,
unerachtet des Königs in Frangkreich,
beschehener beweglichen intercession.

|| [[Handschrift: 225r]]


Das Regiment zu Lüttich, wirdt gantz veren-
dert, undt in ein Neẅes modell, gegoßen.
Der Printz, Coadjutor des Ertzstifts Cölln,
(vom hause Bayern) ist auch daselbst.


heßen Caßel kan sich, mit Heßen
Darmstadt, nicht vergleichen, noch in
communione bleiben, wegen bestellung
der Academij zu Marpurgk, dahero
Landgraf Geörge die Seinige zu Gießen,
desto fleißiger anfänget zu bestellen,
undt allerley vnordnung abzuschaffen.


Der Cosagken treffen, undt ab-
gezwungener friede mit den Polen
continujrt, wie auch des Großen
Chams[!] anwesenheit, im Cosagkischen läger.


Die Abdangkungen, undt evacuatio-
nes im Reich, gehen wol von statten.


Der Moßkowiter, hat einen
Anschlag, auf Schmolenßko.


Chur Bayern, prætendiret, das ius
reformandj, in der Oberpfaltz. et cetera


Die Verunglügkung vieler Schiffe im Niederlandt, continuirt. perge

|| [[Handschrift: 225v]]


Der Könjg in Frangkreich; Ludovicus XIV. ist
12 iahr altt worden, derentwegen hat man
zu Paris, mit Feẅerwergken, bancquetten,
undt andern Freẅdenfesten gewaltig triumphiret.


Der Könjg in Spannien, jst an einem
Fieber, darnider gelegen, vndt wieder genesen.

Dienstag den 2. October 1649.

<5 hasen, gehezt>


Jch bin mit meinen Söhnen, durch die Stadt
hinauß, hetzen geritten, darnach in den
weinbergk, darnach, den krangken
Superintendenten, Ern Platonem, im rügk-
wege, besucht. Gott wolle es zur beße-
rung, mit ihm schigken.


Gestern, hat Rindtorf, vndt Kinspergk
die aufsicht, über die weinlese gehabt,
heütte hat Sie Röder, undt Schwartzen-
berger. Der Amptschreiber, Wolfgang,
ist jmmerforth darbey. etcetera


Oberlender, ist von Leiptzigk wiederkommen,
hat den Schwechhausen, undt hanß
Geörgen, aldar, gesehen. Der eine, ist
in des hertzogs von Weymar diensten,
der ander gehet nach Schlagkenwerdt, zum
hertzogk Iulio heinrich, von Saxen. et cetera

|| [[Handschrift: 226r]]


Avis: daß der iunge Landgraf von heßen
Caßel, ein bein zerbrochen. Gott helfe
das es sich baldt mit ihm beßere! undt
das sich seine! undt unsere Feinde!
nicht freẅen, über seinen zufall!


A spasso; zu abends, in schönem wetter,
nach den waßergebeẅden zu.

Mittwoch den 3. October 1649.

<19 lerchen, mein Sohn Viktor Amadeus cum asseclis die nacht gestrichen.>

<16 lerchen, idemi a meridie.>

<15 lerchen, 1 Räphun, der kleine hacke. hanß Friedrich Eckardt kleine Märtin mit dem nachtneze.>

<2 Schockßo: kleine vogel der Ernst.>


Am heüttigen Behttage
zur kirchen.


Die weinlese, ist in gutem wetter, wol von
statten, gegangen. Gott segene ferner, unser
thun, undt laßen! in allen Dingen.


Extra; wahren zu Mittage, Matz Bidersehe,
undt der Capitain leütenampt Ayrer.


A spasso, auf den Mühltamm, vndt garten, etcetera


Bartoldt lackay; ist auß hollstein un-
versehrt, (Gott lob) wiederkommen, wiewol
die bohten von Nürnbergk, undt
von hamburgk; angegriffen worden


Nachmittags ist mein Sohn Victor, mit dem
klebegarn hinauß, haben nur 16 lerchen
gefangen, weil der Mond zu helle geschienen.

|| [[Handschrift: 226v]]

Donnerstag den 4ten. October 1649.

<1½ Schockßo: kleine vogel.>

<1 Schockßo: 16 große vogel vndt 1 haselhun von Ballenstedt.>


Geörge Friderich von Kinßpergk, mein
gewesener Cammerpage, so mir, in die 2½ iahr
lang, aufgewartett, vndt sich Gottsförchtig,
fromb, vndt Still verhalten, auch zur Tu-
gendt, fein angetrieben, ist numehr wege-
fertig, an auf abfordern, seiner allten
krangken vormünder, eines von
Segkendorff, undt des Ritterhaüpt-
mann Geüders, zu erscheinen, undt
hat von mir seine dimission, wie-
wol ungerne, erlanget. heütte
wandert er, biß nacher halle, von
dannen, wil er auf Leiptzigk, undt
Nürnbergk. Gott wolle ihn geleitten!


Daß Freẅlein von Naßaw, ist an-
hero kommen, nachmittags, von Meiner Schwester
abschiedt zu nehmen, Freẅlein Iohann-
chen von Plötzkaw, ist auch mittgekommen,
darnach seindt Sie miteinander nacher
Plötzkaw gezogen, nach deme Sie zuvorn
von Cöhten, gekommen gewesen, vndt
werden von Plötzkau nacher hatzgeroda[!].

|| [[Handschrift: 227r]]


<Nota Bene[:]> Ce mattin, j'oubliay, de mettre, qu'il a
heürtè avant iour, fort a la porte de
ma chambre ünefois, & peü avant a
ma fenestre, proche de mon lict, il donna
ün grand coup, a la fenestre, comme si
ün fort oyseau y auroit becquetè
extraordinairement. Cela denote rien de
bon! Dieu vueille divertir, tous malheurs!

Freitag den 5ten. October 1649.

<1 hase vndt 35 große vogel von Ballenstedt.>

<37 kleine vogel, Ernst vogelsteller.>


Eilender avis, von etzlichen Königßmarckischen
Capitainen, welche bey halle, im felde
liegen, 200 Mann, bey sich haben, undt 40
bagage pferde. Begehren proviandt, vorspann,
endtgegenschickung eines commissarij,
undt Strohe, hütten zu machen. Jch sende
ihnen, Ernst Dietrich Rödern entgegen
selb dritte, zusampt den bohten, welcher
mir, das schreiben von den 4 capitänen gebracht.


Den pfarrer von Palbergk bey mir gehabt,
welcher allerley nohtwendigkeitten, referiret.


Item: Geörge Richardt, so von Cöhten, wiederkommen.


Den Officirern, schigke ich proviant, undt andere
Notturften, vndt abhorrire ihre völgker, wegen der infection. || [[Handschrift: 227v]]
Sintemahl sie von Prag kommen.


Avis von Ballenstedt daß 8 compagnien zu Fuß
sich zu hoym, einquartirt, sampt aller
bagage, wollen vorspann haben, undt
also werden wir recht enerviret.


Die satisfactiongelder, der 4 undt 5ten.
million seindt auch heütte, undt gestern
forth, nacher Cöhten. Gott wolle
unß doch die schwehre last, erleichtern!
undt abwenden, waß schädlich ist!


Vmb Mittage, seindt die völgker unver-
sehens ankommen, (weil Sie der Administrator,
in seinem Lande, nicht leiden wollen) undt
seindt hierdurch paßiret. Jch habe Sie be-
gleitten, mit proviandt versehen, undt
durchführen laßen. Sie wollen zu
Güsten, über nacht, bleiben.


Die avisen von Erffurdt, geben:


Daß es in Engellandt, vndt Irrlandt,
schlecht stehe, vor den König, welcher gar
sollte, mit Seiner FrawMutter, im arrest
in Frangkreich sein.


In Frangkreich gibt es auch, uneinigkeitten || [[Handschrift: 228r]]
undt motus, sonderlich zu Bourdeaux.


Die Türgken, haben in Candia, die meisten
plätze innen, undt spielen daselbst, den Meister.
Sie sollen zwar, etwas Niderlage zur See,
erlitten haben, si credere; fas est.


Die Tartaren, sollen mit sengen, brennen,
undt erschregklichem hausen, auß Pohlen abge-
zogen sein. Der große Cham[!], hat mit
dem Frieden, geejlet, weil ihm sein Bru-
der, in seinem abwesen, inß landt, gefallen,
undt sich zum Könige zu machen, vermeinet.


Die Moßkowite[r] endtschuldigen ihre ar-
matur damitt, [daß] Sie sich, vor den
Tartarn, undt Cosagken einbruch besorget.


Der König in Polen, hat viel wieder-
sprechen, vndter den Polen selbst, so
aufm Pollnischen ReichsTage, außbrechen möchte!


ViceRè von Napolj, verfolget
mit gifft, etzliche vornehme herren,
welche guht Frantzösisch sein mögen.


Zu Nürnberg, schreyet man vom Friede.
panquetiren ist in vollem Schwange. Ein
FreẅdenFeẅerwergk aber, (Nota Bene[:]) ist zergangen! || [[Handschrift: 228v]]
Das Feẅer zu zeitlich aufgegangen, vndt
inß pulver kommen, also daß es alles zu
nichte wortten, undt in einem lächer-
lichen rauch, den zusehern die augen
verkleistert, undt Sie recht geässet.


Sic transit, gloria Mundj!

<3 hasen, Victor Amadeus Fürst Zu Anhalt>


Gestern abendt spähte, kahm noch avis
von Plötzkau ahn, das Obrist leutnant Knoche alles
bey graf Magno de la Garde,
nach wuntzsch, undt willen, erhalten.
Die satisfactionsgelder mü[ßen] ohne abgang,
bezahlet werden. [G]raf Magnus,
erleßet unß, den September,
wegen seines Generalstabs. Die
Stoltzembergische Reütter compagnie
wirdt abgeführet, undt abgedangkt.
Die Axellillischen 4 compagnien bleiben
noch 8 oder 14 Tage im Lande, vndt
die Ascanische sache wil Sich Graf Magnus
auch recommendiret sein laßen. Knochens
expedition, wirdt gewaltig exaggeriret, || [[Handschrift: 229r]]
wie auch, von recompensen geschwatzt. et cetera


hingegen, schreibt einer vom hartz, es
hetten die in der grafschaft Manßfeldt,
von ihrem quid, wol der Stabs- vndt satisfactions-
gelder, wol 3000 ThalerThlr: abgedungen, undt
darvon, wirdt doch so viel dicentis
nicht gemacht. Patientia!


Man hat auch hin- vndt wieder, auf
Obrist leutnant Knochens erinnern, viel verehrungen
geben müßen, den commissarien Secre-
tarien theilß Rittmeistern, undt Offi-
cirern, also heist es: Honos; est onus!
vndt: L'argent fait tout; ou beaucoup!
Waß gibt aber daß, vor erleichte-
rung, den armen hochbedrengten vnderthanen?


Fürst Augustus, wil auch alles, so wol zur
militia, alß zu den Nebensolvendis,
perfectissimè einbracht wißen,
oder er droẅet alsobaldt, die milita-
rische execution mir zuzuweysen! et cetera


heütte ist meines Sohns Victorio Amedeo,
geburtsTag; Gott wolle ihn Segenen Fristen,
undt bewahren. Er hat nun, sein 15. iahr, außbracht. || [[Handschrift: 229v]]
undt gehet in daß 16de. Gott seye Dangk
vor seine gnade, vndt laße ihn wachßen!
undt zunehmen, an Allter! weißheit!
vndt gnade! bey Gott, undt den Menschen!


Secretarium Paul Ludwig bey mir, gehabt, in publicis.
Postea: Geörg Richardt perge in Oeconomicis.


Ein scharfes, nichtswerdiges schreiben, ist vom
Obrist leütnant Knochen, einkommen, welcher von
Cöhten, nicht forth will, er habe dann,
vollkömblich seine gelder. Nun hat der
herrvetter Fürst Lud Augustus, in die
625 ThalerThlr: zu viel, außgeschrieben,
darüber beschwehre ich mich, will rech-
nung wißen, undt hjnderhalte, so lange,
solch geldt, pro quota, in deposito, allein
Knoche tumultuirt, undt wil mir
Stoltzenberger, auf den halß weysen. perge


hier verleüret sich alle pacientz, in so
ungereümbten dingen, gegen einen
undangkbahren solchen vogel,
deßen Elltern, undt ihnen, von Meinen
Elltern, undt mir, alle gnade, undt
guts, wiederfahren. Ô Dîo! che tormentj?

|| [[Handschrift: 230r]]

Sonntag den 7ten: October 1649.


Zur kirchen, conjunctim. Meine schwester,
Freẅlein Dorothea Bathildis, ist zum
ersten mahl, nach dero krangkheit,
undt lager, mit außgefahren. Gott
gebe bestendige gesundtheitt!


Extra zu Mittage: Doctor Mechovius,
der capitain leütnant Ayrer, Ernst
Röder, die Rindtorffinn.


Addreßen von Zerbst, der Knochischen
depesche, vndt expedition, von Lejptzigk.


Nachmittags, cum sorore & liberis zur kirchen,
aldar der Caplan Jonius, das gebott von den
bildern, außm Catechismo, vndt Heiligen Schrifft,
gar fein außgeleget.

Montag den 8ten: October 1649.


A spasso, in gartten, vndt an die Sahle.


hanß Fritz Eckardt, mein bißanhero,
in die 10 iahr lang, gewesener
küchenschreiber, undt darnach kammerrech-
nungßführer, hat heütte hochzeit gehalten
mit eines pfarrers Flemingij, wittibe.
Gott gebe ihm glügk! Segen! undt gedeyen!

|| [[Handschrift: 230v]]


Mein Bruder Fürst Friedrich hat mir geschrieben.
Träget mir, in seiner absentz vollmacht
auff, in publicis; &cetera

Dienstag den 9ten: October 1649.

<3 hasen von der hatz. 1½ Schockßo: kleine vogel.>

<1 Schockßo: 55 große vogel, vndt 1 haselhun, von Ballenstedt.>


Avis von Plötzkau wegen der Erffurter artillerie,
vndt daß ich Morgen (gebe gott) nacher Sanderßleben,
120 pferde zu 280 auß Bernburgk, undt
Ballenstedt, (ohne Gröptzigk undt
Werderßhausen) schaffen, undt mich
deßen nicht beschwehren solle,
da doch die andern Empter alß:
hartzgeroda, Plötzkaw, Gernroda,
Niemburg, Warmstorf, Sanderßleben,
Freckleben, leidlicher tractiret werden.


Avis von Ballenstedt daß abermahl völgker
einquartiret, aldar, undt zu hoim,
auch vorspannpferde, mit hinweg ge-
nommen, auch die Axel Lillischen, länger
liegen bleiben wollen, alß geordnet.


So sollen auch, viel inficirte in Bal-
lenstedt liegen. Gott bewahre unß,
vor der pest! undt andern Seüchen!

|| [[Handschrift: 231r]]


Schreiben von Croßen, Leiptzigk; und Dresen[!]. et cetera


Die Leiptziger avisen, bekräftigen die Erffurter
melden viel vom Frieden, jtem: von dem statt-
lichen pancqueet, welches der pfaltzgrave Ge-
neralissimus, zu Nürnbergk, gehalten, ochßen,
vndt wein, den armen, zum besten, gegeben, Feẅer-
wergk angestellet, undt alles gar splendide
verordnen, auch die gesundheitt trüngke, mit
Freẅdenschüßen, celebriren laßen.


Mit Frangkreich, ist man zwar auf Kayserlicher
seitten, noch nicht recht einig, ob schon die
Stände, in die einraümung Ehrenbreitstein,
biß Frangkendal evacujret, gewilliget
haben sollen.


Der Churfürst Pfaltzgrave sol nacher
heidelbergk sich begeben haben. Gott gebe
zu bestendigem, langwierigem glügk!
Segen! undt gedeyen! Amen! Eja Domine Jesu! Amen!


Die flotta auß Terrafirma sol gar reich
beladen, in Spannien arriviren.


holländer, seindt von Portughesen, in Brasilia
aufß neẅe, geschlagen.


Die Unirte Provintzien, dissentiren unter-
einander; umb des krieges willen, contra Portugall.

|| [[Handschrift: 231v]]


Jn Engellandt, erheben sich die Egalisten,
undt Levelleürs, auf des Königs seitten,
contra Parlamentarios, novos, General Fair-
fax aber, hat ordre, Sie zu debelliren.


Jn Irrlandt, dominiret General Cromwell,
iedoch, wirdt ihme wiederstanden.


Der König Carolus 2. sol in der Insul
Garsey; sich befinden, zu deme wollen
die pfaltzgraven, Ruprecht, undt
Moritz stoßen, ihn abzuholen.


Jn Frangkreich, gibts dissensiones,
undter den Großen, am Königlichen hofe,
die empörung zu Bordeaux, währet noch.
Die in Provence aber, ist gestillet.


Jn Hennegaw, seyen wieder, Frantzösische
völgker, nach voriger retirada, an-
gekommen.


Zu Lüttich, wirdt ein absoluter Domj-
nat, (nach 5 oder 6 blutgerichten zweyer
Bürgermeister, undt anderer Bürger,)
eingeführet, von Chur Cölln, die in-
tercession von Frangkreich, nicht geachtet,
undt eine Citadelle aldar gebawet, || [[Handschrift: 232r]]
noch Kriegßvolgk auf den beinen behalten,
stügke an theilß orthen, gegen die Stadt
gepflantzet, vndt dieselbe commandiret.


General Rosa, gehet mit Frantzösischen völ-
gkern, inß ErtzStift Trier, daselbst den Chur-
fürsten, wieder das Thumbcapitul zu vindicjren.


Candia wirdt vom Türgken sehr bedren-
get, undt ist den venedigern, angst undt
bange, das sie selbiges Königreich, undt
haüptstadt, schwehrlich manuteniren können.
Gott erbarme sich, der armen Christenheitt!


Zu Gottorf, sol die Fürstlich Anhaltische
hochzeitt, stattlich abgegangen sein, der König
in Dennemargk, (welcher persöhnlich darbey
gewesen) sol alle Fürsten, (so zu Gottorf
anwesend damalß gewesen,) nacher Flenß-
burgk; auf ein pancqueet, invitiret haben,
darbey auch, des leidigen gebrauchs, der
gesundtheittrüngke, meldung geschicht,
undt solchen eingewurtzelten, bösen ge-
brauch der Deützschen, zu bestettigen, muß
das blasen, vndt paugken, der höerdrum-
meln, neben den salveschößen1, auß Stügken,
wol darbey observiret werden.

|| [[Handschrift: 232v]]


Die abführung, undt abdangkung etzlicher
völgker, von beyden theilen, wie auch
die evacuation etzlicher fürnehmen
plätze, alß: Prag, Wiltzburgk, Augs-
purgk, etcetera wirdt auch confirmiret,
undt daß der hertzogk von Wirtem-
bergk von den Schweden, viel metalline
Stügke, verehretverehret bekommen.


Der pabst, wil dem Duca dj Parma,
auf des Königs, in hispanien, vorbitte,
nicht pardoniren, hat Castro zu
schlaifen, befohlen, derowegen, marchiren,
etzliche Spannische trouppen, von
Napolj, nachn Romanischen frontjren.


Der ViceRè von Neapolj, continuirt
mit hinrichtung, vieler großen, undt leßet
viel gemeine rebellen, auf die galleren,
schmieden.


Die Spannier, haben Oneglia occupiret,
undt gehen auf Monaco zu, es zu recuperiren.


Zu Stogkholm hat man die Reüßische Le-
gaten, abgefertiget. Wie aber, oder welcher
gestaltt,? ist vngewiß.

|| [[Handschrift: 233r]]


Fürst Augustus hat v drey Fuder wein,
von Wirtzburgk, anhero führen laßen,
in 12 Tagen. perge


A spasso, jn den gartten, undt an die Sahle.
Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin, hat mir eines von dero
gelben Preüßischen klepperlein gegeben.
Meine Söhne vndt Töchter, seindt in die
weinlese, gezogen. perge

Mittwoch den 10ten: October 1649.

<45 kleine vogel. Ein dax Wartemßleben.>


Jn die wochenpredigt, conjunctim. Er
Marggravius, hat geprediget, weil
Er Theopoldus der hofprediger, in seinem
hause, die hochzeitgäste hat, undt
an seinem Studieren, verhindert worden. perge


Er hat sich darnach, bey mir præsentiret,
undt allerley, in Ecclesiasticis, & Politicis,
zu referiren, gehabt, vor- vndt nach-
mittage, wiewol er zur mahlzeitt,
nicht geblieben.


Die Trohten von Hecklingen, haben
eine nachdengkliche supplication an Mich,
abgehen laßen, vndt den Friedensschluß,
nach ihrem belieben, undt deüttung, allegiret.

|| [[Handschrift: 233v]]

<1 Dax gehezt.>


Gestern abendt, seindt unsere Artolle-
rey pferde, (Gott lob) unversehrt wieder-
kommen, haben helfen 20 Stügke gestern
nach Staßfurth bringen. Die Ballenstedter
pferde, seindt außen geblieben, weil
man Sie allzuspähte avisiret gehabt.
Gleichwol seindt pferde genung vor-
handen gewesen, dann Sanderßleben,
warmstorf, vndt Niemburgk, wie
auch Plötzkaw, mit geholfen mit
dem anspann. Matz BiderSehe, ist
Fürst Augustj commissarius gwesen, hat
die Anhaltischen vertretten, wieder
Rittmeister hagkeborn, zu Staßfurth,
welcher alle laßt, unß aufbürden
wollen, (unangesehen er von Fürst Augusto
erzogen, undt alle gnade entpfangen)
vnd sich vor einen Ertzbischoflichen Commissa-
rium außgegeben. Vndter den Stügken,
seindt 2 halbe Cartaunen gewesen, welcher
iede mit 12 pferden gezogen werden müßen.
Baldt nach ihrer ankunfft zu Staßfurth, || [[Handschrift: 234r]]
ist ein treflicher regen eingefallen, so die
Nacht hindurch gewähret, welcher die wege
böse, undt grundtlose machet. Zu diesem
zuge von Sanderßleben nacher Staßfurth,
haben die Stadt Bernburgk 40 vndt der
Berg, 20 pferde contribuiret, vndt mit
wagenzeügen, geschirnen, futter, undt
Mahl versehen, welche Geörge Petz
der Einspenniger, wieder in salvo gebracht.
18 Mußcketirer, seindt bey den Stügken, zur
convoy, mitgewesen. perge


Extra zu Mittage, nicht allein Rödern,
sondern auch Capitän leütnant vndt Schwartzenberger
gehabt. perge


Ein Engelländer Johann Wilhelmßen,
genandt, ist hehrkommen, alß ein exulant,
hat mir wundere sachen erzehlet,
von dem itzigen statu in Engellandt,
undt hülfe begehret, undt erhalten. perge
Er saget inter alia, daß General Cromwell,
selber dem Frommen Könige Sehlig den Kopf abge-
hagkt, vndt das viel ungeheẅre secten,
daselbst auf die bahne kommen.

|| [[Handschrift: 234v]]


Avis von Plötzkau wie der Churfürst von Saxen,
die 4 million begehret, mit bedro-
hung der execution, wo ferne man nicht
innehelt. Fürst August vndt Fürst Ludwig haben alleine
vor sich, vndt vor unß, (wie unsere
vormünder, zwar unbestellet)
geantwortett, alß auch an
Graf Magnus de la Garde, da
wir doch im Lande, anwesendt,
undt es so große eilfertigkeit
nicht gehabt, sonderlich in der Ascanischen
hochwichtigen, bedengklichen Sache!


Oberlender ist von Leiptzigk, (Gott lob)
fæliciter wiederkommen.


J'ay èscrit a Crossen.

Freitag den 12ten: October 1649.


heütte hat die weinlese ein ende.
Jch habe mehr nicht, alß 124 Eimer
bekommen. Gott gesegene es! vndt gebe
unß, wahre demuth! Gottesfurcht, undt
genügen!

|| [[Handschrift: 235r]]


A spasso in gartten, an den vogelherdt,
vndt Pfaffenpusch, auch Bornigker awe.

<1 Schockßo: 7 vogel. von Ballenstedt.>

<2 hasen, meine Söhne gehezt.>


Schreiben von Weymar, en termes mediocres.


Jtem: addreßen von Deßaw, wegen
der vielen munitionvölgker, so dorthin,
undt nach Sanderßleben kommen, undt zu
verpflegen ihnen beschwehrlich fallen.
Gott gebe unß allen, erleichterung!


Negocia vndt expeditiones, mit Paulo. perge


Nachmittagß, hats in der Stadt angefangen zu brennen, alhier zu Bernburgk,
gegen der Cantzeley über, undt es ist der
Flähmingischen wittwen, ihr hauß
abgebrandt. Jst durch ve[rw]ahrlosung,
deß Stroheinheitzens, g[e]schehen.
Gott lob! daß es noch also abgegangen. perge et cetera
undt nicht weitter, umb sich gerißen!


J'ay sceü que l'Electeur Palatin, a eü 10000 Dücats
de Madame la Landgrave, item: 8000 Dücats,
en ün beau cabinet, dü General Palatin. etcetera

|| [[Handschrift: 235v]]


Der heüttige regen, undt daß sich der windt ge-
leget, hat Gott lob! auch viel ge-
than, zu löschung des feẅerbrandeß.


Gott weiset unß, zorn- undt gnaden-
zeichen!

Sonntag den 14den: October 1649.


Jch habe hieroben, laßen predigen,
Ern Theopoldum.


Extra; zu Mittage; Doctor Mechovium,
vndt den hofprediger gehabt, wie
auch Rindtorfs Fraw. etcetera etcetera


Nachmittags, wieder in die kirche,
cum filijs.

Montag den 15. October 1649.


J'ay eü süjet, d'admirer les jügemens
de Dieu. Car i'ay sceü, que l'Arche-
vesque de Cantorbery; a rabbrouè,
ün envoyè Streso2, de Cöhten autres-
fois, a Londres, pour les collectes de nos
Eglises. Et ce süperbe Prelat, luy a
respondü austerement, a son hümble
semonce: Et allèz vous en, devant ma || [[Handschrift: 236r]]
face, avec vos jmportünes demandes,
& n'y revenèz plüs, allèz, & ne revenèz plüs.
Car vous autres Allemands, vous vous
avèz attirèz volontairement Vos calamitèz
sür vos èspaules. Taschèz de les<d'y> remedier.
Vous estes indignes, de compassion! &cetera


Aussy toute la collecte de ce riche
& puissant Royaulme, n'a este qu'en-
viron de 100 Dalers, qu'üne riche vefue
a contribuè secrettement. Car les collec-
tes pübliques, ont estè deffenduës,
(il y a 10 ans environ), par le Roy,
a l'instigation de ce Prelat, en An-
gleterre. Avec les Pa[la]tins & aul-
tres, on avoit eü plüs d[e ]condoleance
au commencement qu'avec nous, a cause
qu'ils croyoyent, que nous n'estions
pas dechassèz de nos biens, comme
les aultres, & l'jmportünitè de
la multitüde dés pretendans,
a occasionnè, auprès des coeurs endur-
cis, üne si mal charitable inhibition.

|| [[Handschrift: 236v]]


heütte ist Gallj viehemargkt alhier.


Avis, in publicis, das Obrist leütnant Knoche, aber-
malß zu Leiptzigk gewesen. Graf
Magnus hat sich wol erklähret.


Von Deßaw nach Agken, 7000
Centner, an Stügken, undt Bagage zu
führen, kostet aufm waßer 120
ReichsthalerRthlr: iegliche meile 60 ReichsthalerRthlr:
zu lande hette es noch mehr gekostet.


Oben im Lande, mutiniren, viel
völgker, wegen nicht bezahlung, undt
das Sie sich nicht in Schweden oder Finlandt
führen laßen wollen. perge Man
leßt Sie[ a]ber niederhawen, nieder-
schießen, he[ng]ken, auch theilß befehlichhaber. et cetera


Die avisen geben:


Daß der friedenschluß richtig, vndt alles
zum final, sich nahete. (Gott lob!)


Zu Wien, wehre ein castrum doloris,
der Kayserinn, aufgerichtet worden.


Jn Flandern vndt selbigen provintzien,
wehre der Ertzhertzogk Leopoldus, Souverain || [[Handschrift: 237r]]
erklähret, vndt daß er verheyrathen
dörfte, von der Kron Spannien, bewilliget worden,
wiewol die Spannier, damitt übel zufrieden. perge


Mit Frangkreich, wirdt auch friede tractjrt,
vndt die empörung zu Bordeaux währet noch.


Jn hollandt ist man nicht mehr, so hitzig
wieder Portugall, zu kriegen.


Jn Jrrlandt scheinet es, das General
Cromwell progreß habe, vndt desperat gehe.
Zu London, ist ein Prædicant von der
Cantzel armata manu, gerißen worden,
dieweil er vor den König gebehtet.
Man hat ihn, incarceriret heißet:
Master Williams. perge Gott helfe ihm!


Der Türgke ist vor dem Porto dj Suda
in Candia etwas geschlag[e]n worden, undt
ihr general Bassa gebl[ie]ben, haben
sonst 6 schiffe, verlohren. Die venezianischen
Generallen, Gil de Haaß, undt Foscolo,
seindt zu venedig, auß Candia ankommen.


In Polen, seindt zwar die Cosagken,
undt Tartaren, (welche im abzuge erschregklich
gehauset) gestillet. Die Senatoren Regni, || [[Handschrift: 237v]]
vndt der Ordo Equestris aber, wollen
nicht acquiescjren, vndt tadeln des
Königes tractation mit dem feinde.


Die restitutiones, vndt evacuatjones,
gehen wagker vonstatten, im
Römischen Reich. Die völgker werden ab-
gedangket, undt abgeführet. Die-
weil man sie aber, in Schweden
führen will, meütjniren ihrer viel.


Jn Engellandt, regiret hunger,
krieg, vndt Pestilentz, 3 landstrafen.


Zu Prag, undt umb Dresen[!] herumb,
graßiret auch die pest.


Zu Rom wil der pabst, mit dem
Duca dj Parma, sich vergleichen.


Zu Na[po]lj; continujren, die blut-
gerichte, heimlich, vndt offentlich.


Die Silberflotta, auß Westindien,
sol in Spannien, reichlich ankommen sein.


Die Königliche brautt, nach dem Sie
magnificè in Milano, undt Pavia an-
genommen worden, sol zu Valencia ankommen sejn.

|| [[Handschrift: 238r]]

Dienstag den 16den: October 1649.


Nacher Zerbst spedirt, an Wendelinum,
vndt Jehna. et cetera Gott gebe guten succeß!


Schwester Dorothea Bathildiß, hat wieder
eine recidivam bekommen, da wirs unß
am wenigsten versahen. Memento morj!
heißet es alle Tage! Gott helfe, auß Nöhten!


A spasso, in garten &cetera in regenwetter. et cetera

Mittwoch den 17den: October 1649.


Discorsj, mit dem Capitain leütenampt Ayrer,
undt sonst mit negromonte, undt anderen. perge


Le premier m'a contè, comme les François
auroyent voulü tuër, l'Electeur de Mayen-
ce, par ün Capitaine corrompü, & par ün va-
let de chambre, & comme cela auroit
estè merveilleüsement dèscouvert!
jtem: comme l'Archidücq Leopolde,
devoit mourir, par des chandelles,
l'ün & l'autre descouvert, & püny.
Dieu vueille tousjours chastier telles enormitèz,
& nous contregarder, de toutes menèes, & machinations || [[Handschrift: 238v]]
secrettes!


Avis: daß mein Bruder, Fürst Friederich, gestern
aufgebrochen, nacher der grafschaft Naßaw
hadamar zu, mit seinem kleinen
haüflein, Gott wolle sie geleitten!


Meine Söhne, seindt heütte auf
den iahrmargkt, geritten!

Donnerstag den 18den: October 1649.

<8 lerchen mit dem klebegarn.>

<38 kleine vogel.>


Jch habe eine Mandel briefe, von impor-
tantz, geschrieben, undt den Tag da-
mitt mehrentheilß zugebracht. Gott
gebe! daß meine labores nicht umbsonst,
noch vergeblich angewendet seyen!

Freitag den 19den: October 1649.

<45 kleine vogel. 59 große vogel, 1 haselhun.>


Avis: daß gestriges abends, die gute
allte wittwe, die wehsembergkinn
noch Sanft, vndt sehlig, verschieden. Gott
verleyhe ihr, undt allen glaübigen,
eine fröhliche, undt Sehlige aufferstehung,
zum ewigen leben, Amen! Sie sol gar
schön gebehtet haben, da Sie doch zuvorn || [[Handschrift: 239r]]
gantz verrügkt bißweilen, gewesen. Gott
hat ihr hierinnen große gnade erwiesen,
der seye vor Seine gühte, gelobet! undt
gepreyset! immer, undt ewiglich, Amen!


J'ay èscrit, a mon frere, item: au Capitaine
Börstel, jtem: au Baillif, à Ballenstedt. perge


Matz Krosigk ist anhero kommen, hat
erzehlet, wie pompose das beylager zu
Gottorf, vetter Fürst Johannßen, abgelauffen. et cetera


Außspatzirende, habe ich auch
den hofprediger, Ern Theopoldum,
in seinem pfarrhause, (inopinatò) besucht. et cetera


Schreiben vom Graf Moritz von Tegk-
lemburg, undt seiner FrawMutter,
vom absterben, freẅlein Renata liebden.
Darüber ich billich, alß meiner nahen
Bahse, zu condoliren.


Die Erffurter avisen bringen mitt:
Neẅe difficulteten des friedens,
wegen der restitution Frangkendahl
undt dann der 5ten: million.

|| [[Handschrift: 239v]]


Die völgker meütinjren sehr. Wollen
geldt haben, bey der Abdangkung, vndt nicht
alß freye deützschen, sich in Schweden,
undt Finlandt, führen laßen. Sie werden
aber darüber, gehengkt, gefangen, undt
übel tractjret.


Die Staden, haben eine alliance mit
Dennemargk; offensivè vndt defensivè
geschloßen, auf 36 iahr lang, iedoch
mit vorbehalt, deßen, so Sie mit Schweden
vndt Frangkreich, sich verglichen.


Der Ertzhertzog ist Souverain in den
Niderlanden erklähret.


Der pabst hat noch händel, mit Spannien,
undt Parma.


Die Türgken sollen in einem Schiff-
Streitt, abermahl 30 galleren verlohren
auch vor Suda in Candia, die köpfe
greẅlich zerstoßen haben.


Gleichwol suchen Sie Candia gantz
zu haben, oder keinen frieden einzugehen,
so ihnen aber, der Senat, resolut abgeschlagen.

|| [[Handschrift: 240r]]


Churfürst von Trier, wirdt endtsetzt
vom General Rosa, vndt sein Thumbcapittel
attacquiret.


Der Türgkische jnternuncius zu Wien,
suchet verlängerung des friedens, auf 20 iahr.
Jst splendide entpfangen worden.


Jn Jrrlandt sol Cromwell progreß haben,
wiewol die Schotten, vndt Èsgalisten,
sich auch stärgken, an<dem> Könige, zu dienst.


Mit Moßkow sol die Kron Schweden
einen stetswährenden friede geschloßen
haben.


Die [R]eüßische pawren, (so rebellirt)
beklagen sich, daß Sie undter daß
vorige ioch, kriechen müßen,
vndt nicht den Cosagken gleich, im
Friedenssc[hlu]ß in Polen, tractjrt werden.


Jn Frangkreich glimmet die flamme
zu Bourdeaux noch: An volgk seindt
die Bourdegallois den anderen v̈berlegen,
haben aber mangel an Mettallenen Stügken.

|| [[Handschrift: 240v]]

Samstag den 20ten: October 1649.

<3 hasen von der hatz.>


Avis: daß zu Ballenstedt selbiger capitain viel jnsolen-
tzien begehet, vndt mehr haben will, alß
sichs geziehmet, droẅet dem Amptmann.
Man berichtet auch, daß etzliche Regimen-
ter, in voller marche, auf daß Ampt Ballenstedt
zu, gehen, vndt von den Churfürstlichen Brandenburgischen rähten
dahin gewiesen werden. Jch habe scharf dem
capitain seine iniqua postulata verweisen laßen!
undt gedroẅet, mich derer Mittel, wieder ihn,
undt andere zu bediehnen, welche mir die Ge-
neralitet selber concedjret. perge


In Oeconomicis, habe ich viel zu laboriren,
undt zu bestellen, gehabt.


Jch habe hieroben, aufm Sahl, predigen laßen,
Ern Theopold[um]


Extra zu Mittage, gehabt den Capitain leütnant
undt hofprediger.


Postea hat mich der CammerRaht, Doctor Mechovius
auch angesprochen. et cetera


Nachmittagß, cum filijs, in die kirche,
darinnen wir, den iungen Ottmarum
Bawermeister, studiosum gehöret. perge


Ce soir i'ay depeschè Iakob Ludwig Schwartzenberger Dieu le conduyse!

|| [[Handschrift: 241r]]

Montag den 22ten: October 1649.

<7 große vogel von Ballenstedt. 1 hasen hat Oberlender geschoßen.>


Avis; daß die persecutiones zu Zerbst, in vollem
schwange forthgehen, (dem instrumento Pacis,
e Diametro, zuwiedera! da alles, in dem Stande
solte bleiben, wie es anno: 1624 gewesen.)


Fürst hanßens leütte, reformiren, oder deformiren
strenglich! Setzen auf dem Lande, nicht allein,
an der verstorbenen pfarrer, stelle, Luthe-
raner ein, Sondern suchen auch liederliche
vhrsachen, an einem hie, an dem andern da,
ihn außzustoßen, undt zu verendern, wie schon
auf undterschiedlichen dörfern, undt pfarrstellen,
geschehen! Gott erbarme sich, der verfolgten!
undt stärgke Sie, mit bestendiger gnaden-
kraft, glauben, undt <wahrer> beharrligkeit! auß der höhe!


Diese Nacht, ist ein groß Stügk Mawer,
alhier zu Bernburgk; in meinem Forwergk,
vndter der Feẅermeẅer eingefallen,
mit großem krachen, in den graben hineyn.
Solches seindt die fructus bellj, des schießens,
erschütterens, undt heimlicher brüche! Gott
wolle unß vor mehrerem unglügk bewahren!


Schreiben, von Madame Elizabeth, von Croßen.

|| [[Handschrift: 241v]]


Der General Königßmargk, ist hierdurch
unversehens paßiret, gleich alß wir über der
Mahlzeitt, geseßen. hat sich nicht anmelden
laßen. perge


Rittmeister <Geörge> Burstorf, hat, die alhier, deponirte
2 laden, wieder abgeholet, vndt sich des guten
willens, gegen Tobias Steffeck von Kolodey (welcher die versigelte
laden, angenommen) hoch bedangkt. Er ist
undter dem General Maior Müller, auch
abgedankt worden. hats hoch æstimiret, das
er alhier, so redliche treẅe leütte angetroffen!


Die avisen von Leiptzigk geben:


Daß es hin- vndt wieder viel mutinationes der
soldatesca gibt, dann dieselbe sich nicht will
ohne geldt abdangken, noch wie die leibeigene
in Schweden führen laßen. Wrangel, Douglaß,
graf Magnus vndt andere hohe Officirer, werden
dadurch bewogen, wieder die delinquenten, undt
opponenten, severitet zu üben. Gestern, alß General
Königßmargk, vom Graf Magno abgeschieden,
vor Leiptzigk, hat eine companie Reütter, (so mitt-
gehen sollen) meütiniret, vndt die Fahne von der Stange,
gerißen, welcher Schimpff, in præsentia Königsmarcks graffen || [[Handschrift: 242r]]
Magno so wehe gethan, das er mit bloßen degen,
undter Sie gerandt, gehawen, undt gestochen, auch etzliche,
zur ferneren bestraffung, gefangen nehmen laßen.
Die Stügke auf dem wall zu Leiptzigk, alß
man Sie, Königßmargk zu ehren, abgehen laßen,
haben Sie im felde also scharf geladen, eintzelne
personen, beschädiget, eines hette auch bey nahe,
unsern avisenbohten getroffen <vnferrne> vorm Thor, welcher
sich aber zu glügk eben gebügket etwaß zuzu-
binden, da dann die kugel, so außm Stügk vom
wall, abgangen, kurtz vor seinen füßen
niedergeschlagen. Er vermeinet, wann er aufrechtt
gestanden wehre, hette es ihm den kopf weg-
schießen, vndt den obertheil des leibes mitnehmen
dörfen. Solcher schertz, diehnet nicht zum spielen.
Gott lob! der ihn, undt andere, bewahret hat!
Er wolle es noch ferner thun, undt seine gühte, an
Mir, undt allen den Meynigen, nicht auß sein laßen!
So wollen wir, mit freẅdigem hertzen, seinen hochge-
lobten wehrten Nahmen, allezeit preisen, Amen!


Die Straßen, sollen auch sehr unsicher werden,
Gott wolle doch in gnaden, Iakob Ludwig Schwartzenberger auf wegen undt
steigen, behüten, auch seine rayse, undt expedition gesegenen!

|| [[Handschrift: 242v]]


Ferner geben die avisen: das man mit pancketieren
noch lustig ist, zu Nürnbergk, undt des Schlußes erwartett.
Mit Frangkreich, gibt es mesintelligentzen, wegen
Frangkenthals, undt der Chur Pfältzischen restitution.


Zu Bordeaux, währet die Unruhe, undt Aufruhr noch.


Jn Flandern attacquiren die partheyen kleine
plätze, undt Schlößer.


Die tractaten zwischen Frankreich undt Spanien werden reassumirt.


Printz von Uranien, verkauft seine herrschaften,
undt Landereyen, im lande von Wals, Seelandt,
undt Flandern. hat zu dem ende, offentliche placca-
ten an haüsern, undt kirchen, im haag, anschlagen laßen.


Die herrligkeit Linghen, hat zwar, das dumb-
capittel zu Münster, mit 20 Tonnen goldes, be-
zahlen wollen, es haben sich aber die praedicanten,
vndt etzliche benachtbahrte darwider gesetzt,
sonderlich in der Drente vndt Twente, (dahin ihrer
viel schon exulirt,) undt gebehten, man wollte
doch vmb des schnöden geldeß willen, die war-
heit nicht verfolgen, noch undterdrügken laßen,
es wehren so viel 1000 Seelen daselbst der
reformirten religion zugethan, theilß auch
hetten sich vom Pabsthumb, zu ihnen bekehret, || [[Handschrift: 243r]]
sindt deme, das die herrschaft Linghen, wieder
in der Staaden gewaltt kommen, die würden alle
gleichsam verrahten, verkauft, verfolget, betrübet,
veriaget, oder dem Antichristen, mit Leib undt
Seel, in rachen gestoßen werden, undt eine schweh-
re verantworttung des gewißens, nach sich
ziehen! Darauf sollen der Printz von Uranien,
sampt den Staaden, acquiesciret haben, undt in sich gegangen sein.


Printz von Uranien ist wieder im haag, angelanget,
nach dem er alle gräntzfestungen, gegen Zeelandt,
undt Flandern zu, wol besichtiget.


Die alte Princeßinn, hat zu Vianen, in die
4 wochen lang, residiret, undt den Sawerbrunnen
von Spaa, mit gutem Nutzen, (Gott lob!) gebrauchtt.


Die Princesse Royalle ist nach Maestrich.


in particularj werden mir, biß dahin (von der herrligkeit
linghen an) diese sachen geschrieben, undt daß die
allte Regina Bohemiae große noht leyde. Jhre diener
dangken mehrentheilß ab, ihre glaübiger
mahnen Sie, also daß Sie im haag wenig friede
gehabt, biß die herren Staden, die creditores be-
gühtiget, undt auff caution vertröstet. Sie sol
mit 12 Speisen, ihre Tafel an itzo halten, undt ihrem || [[Handschrift: 243v]]
übrigen train, kostgeldt sparsamlich geben, auch nur
20 personen, in allem halten. Jst wol zu bedauern,
daß solche hohe Damen, noht leiden müßen. Jedoch,
wil Gott der herr haben, daß wir durch viel
trübsall, in das Reich Gottes, eingehen sollen!


Wol dem, der wol kämpfet, undt überwindet!


Ferner die avisen: Daß die Staden, die
alliantz, mit Dennemargk, offensivè, undt de-
fensivè, auf 36 iahr, geschloßen, vndt 800 mille florin (Gulden)f.
dem Könige in Dennemark vorauß, gezahlet,
der Sundt sol ihnen verpachtet sein, vor
350 mille florin (Gulden)f. iährlich, welches in Schweden argwohn
vervhrsachet, wiewol in dieser alliance
vorbehalten wirdt, die confæderation, so die
Staaden, mit Frangkreich, vndt Schweden, aufge-
richtet haben, vor 4 iahren.


Der Schottische General Montrooß wirbt
zu hamburgk, vor den König Carolum 2.


General Cromwell, hat Drogeda in Irrlandt,
im 12ten: Sturm, erobert, undt soll über die
vierdtehalb tausendt Irrländer massacrirt haben.
hat auch 2 große Schiffe hinweg genommen, welche
den iungen König, mit den Seinigen, hetten, auß || [[Handschrift: 244r]]
der Jnsul Jarsey, nacher Jrrlandt, überführen sollen.


Der Terror armorum deß Cromwells, sol auch
andere plätze, sich zu ergeben vervhrsachet haben.
Er stellet den pfältzischen Printzen, Ruprecht,
undt Moritz, gewaltig nach, undt vermeinet Sie
noch, in seine hände, zu kriegen, davor Sie Gott
sampt dem Könige, undt den Seinigen, gnediglich
bewahren wolle! Damit die ungerechtig-
keitt, in diesen letzten, bösen zeitten, nicht
ferner, allzusehr überhandt nehme! Die
obgedachten 2 schiffe, sollen Zeeländische Schiffe gewesen
sein. Dörfte die Staden wieder das neẅe Parlament
erregen!


Jn Schottlandt sollen Dreyerley factiones
sein, alß <1.> purè Königliche <2.> Presbyterianer,
(welche den König zwar paßiren laßen, iedoch mit li-
mitirter authoritet.) vndt <3.> Parlamentische, welche
des Königes feinde, vndt die stärgksten sein mögen,
auch undter dem Conte d'Argail, militiren.
Gott dempfe die übertretter, undt helfe der Ge-
rechten sache, gnediglich wieder auff! Amen!


Der Türgke sæviirt in Candia, mögen zwar, die
Köpffe vor Suda zimblich zerstoßen, undt in die 30
galleren auß Barbaria verlohren haben. Die Engelländischen || [[Handschrift: 244v]]
schiffe, welche dem Ottomanno gediehnet, sollen
wieder nacher hause, gegangen sein. Sie schreiben auch
auß Venedig, alß wehre der iunge Kayser stran-
guliret, undt der große vezier, an seine stadt
Türckischer Kayser worden. hingegen melden Sie
auch, alß hette der Türckische Kayser aufs neẅe
das gantze Königreich Candia, von den Venezianern,
begehret, der Raht hette darüber, lange deliberiret,
endlich aber einhellig geschloßen, den
krieg zu continuiren, undt solche unbilliche
conditiones, nicht einzugehen. hetten hofnung,
Gott der Allmächtige, würde Sie, in solcher,
gerechten Sache, nicht verlaßen, Sondern un-
billichem großem gewaltt, wiederstreben,
auch möchten Sie durch den deützschen frieden
beßere Mittel, an die handt bekommen, mit
nachdrügklicherer assistentz, diesem Mächtigem
Feinde, der Christenheitt, zu begegnen.
Gott wolle vor gewaltt, die Christen bewahren!


Zu Rom, ist der Pabst noch v̈bel zufriedenb,
contra Parma, es gibt aber doch Tractaten,
durch interpositiones. Die Madonna Olympia, || [[Handschrift: 245r]]
des Pabsts Bahse, sol disgraziiret, undt von hofe
geschaft sein. Omnium rerum, vicissitudo!


Schweden, hat mit Moßkaw, friede geschloßen.


Die übergeloffene vndterthanen der Reüßen,
in Ingermanlandt, von 3 iahren her, werden
ihnen wieder überliffert, undt waß vor 3
iahren geschehen, mit 400 mille ReichsthalerRthlr: compensiret.


Mit Polen, stehen sie auch, in tractaten.



Jch habe auch importante schreiben, vom Obristen
Mario, vom Johann Sternbergk, undt auß Nürn-
bergk (, con avertimentj Nota Bene) vom Geüder,
entpfangen. Gott gebe! das mirs dienlich seye!

Dienstag den 23ten: October 1649.

<4 hasen Viktor Amadeus Fürst Zu Anhalt gehezt.>


Jn justitzien sachen, undt in Oeconomicis laborirt.


Avis: daß die priester zu Cönnern,
einen reformirten abgeleibten capitain, biß in den
4ten: Tag, unbegraben liegen laßen. Alß sol-
ches dem Administratorj, zu halle geklaget worden,
hat er rescribirt, man solte ihm das Erdtreich nicht
versagen, die reformirten gedächten eben in den himmel
zu kommen, darein er, undt die Geistlichen zu kommen gedächten[.]

|| [[Handschrift: 245v]]


Man hette Sie in den friedensschluß, mitt eingenommen,
undt sein befehl wehre, dieselben nicht, von
kindtTaüffen, oder gevatterschaften, (alß biß
dato geschehen,) zu excludiren. perge Wehre doch
eine gute anzeigung, einer Löblichen jntentjon,
darinnen Gott diesen herren, stärgken wolle!


Meine Söhne, seindt hinauß geritten, vndt
haben gehetzt. Jch habe durch Tobias Steffeck von Kolodey Ern Platonem <Superintendenten, besuchen laßen.>

Mittwoch den 24ten: October 1649.

<11 kleine vogel, 1 krammetsvogel Ernst gefangen.>


Die kutzsche, so Johann Ludwig Schwartzenberger nacher Ballenstedt gebracht, ist
wiederkommen, gestern abendt. et cetera


Jn die kirche, undt wochenpredigt.


Der pfarrer zu Palbergk; jst extra zu Mittage,
bey unß, geblieben.


Den Superintendenten durch Gebhardt Loyß, besuchen,
undt beneficiiren laßen. Er befindet sich so zimlich,
aber die hofnung, ist schlecht. perge

Donnerstag den 25ten: October 1649.

<1 grive Ernst.>

<5 hasen Rindtorf gehetzt.>


Vor ein par Tagen, ist ein Fuhrmann, alhier gestorben,
in des Feldtscherers hauß, undt cur, der hat sich zu Leip-
tzigk ein Splitterlein, in den kleinen finger gestochen,
daßelbe negligirt, undt vervhrsachet, daß der kalte
brandt darein kommen, undt ihn getödtet. Alsoleicht || [[Handschrift: 246r]]
undt liederlich, kan es umb einen Menschen gethan sein!
Ergo: Vive; memor lethj!3


A spasso; vor: undt nachmittags, in schönem wetter.


J'ay èscrit a Madame Elizabeth, & au Chevalier Geüder.

Freitag den 26ten: October 1649.

<2 Räphüner Oberlender 10 zimer, Ernst Vogelsteller 1 Drußele, vndt 5 kleine vögel>


Die Nachtfröste continuiren. Es ist auch zeitt darzu.


Nach genungsam eingezogener information,
habe ich heütte allererst, aufzeichnen wollen,
daß vergangenen Montag <zu>, abends gegen 11
vhren, (ohngefehr, umb die zeitt, als daß
Stügk Mawer, im Forwergk eingefallen,)
der himmel sich sol recht aufgethan haben,
vndt voller feẅer erschienen, baldt aber,
wie ein Blitz vergangen sein. Etzliche
haben vermeinet, es wehre der feẅerdrache,
alleine die meisten, so es recht consideriret,
judiciren anderst darvon. Gott gebe unß
bußfertige glaübige hertzen! solche signa
cælestia, recht zu erwegen, undt allen
aberglauben darneben, abzuthun! auch aufzu-
schawen, undt vnsere haüpter empor zu heben,
wann der Sohn Gottes, in seiner herrligkeitt
undt Seine Heiligen Engel mit ihm, kommen werden!

|| [[Handschrift: 246v]]


Meine Schwester, Freẅlein Bathildis, (mit
deren es sich Gott Lob, über vermuhten, zur
beßerung, angelaßen, Gott gebe ferner, das
es bestandt haben möge!) hat auch dieses
feẅer, in ihrem gemach, observiret.


Hier, a estè nè ün enfant, icy, a Bern-
bourg, a Salomon Neve, maistre d'èscole,
quj a eü üne vesie au dos, gros comme üne
œuf de poule<empoignèe main d'homme>, & il est fort en peine, pour
cela, courrant a l'entour, & ne scachant,
s'il le doibt faire ouvrir? ou coupper? C'est
üne espece, de Monstre, ou de Prodige!
Dieu nous vueille donner, & conserver!
des enfans bien nèz! par sa Sainte grace!

Samstag den 27ten: October 1649.

<8 krammetsvögel Ernst vogelsteller.>


Eine Trawrige notification, von Chur Brandeburg Liebden
entpfangen, das, alß Sie den den 9. ⁄ 19den: October dero zu rügk
rayse, auß dem hertzogthumb Cleve, nacher der Chur,
undt Margk Brandenburgk vorgenommen, undt mit
weylandt dem Hochgebornen Fürsten, dero freundlichem vielge-
liebtem Sohn, herren Wilhelm Heinrichen Marggraven, etcetera
wol, uvndt bey guter Leibes constitution, den 13. ⁄ 23. ange-
langet, hette es den Allerhöchsten, nach Seinem unwan- || [[Handschrift: 247r]]
delbahren Raht, gefallen, Seine des Sohnes liebden mit einem
scharfen catharro, plötzlich heimzusuchen, So dermaßen
überhandt genommen, das Seine Liebden dato zu Wehsel
den 14.⁄24ten: October zwischen 11 vndt 12 uhr vormittage
durch ein Stilles sanfteß ende, auß diesem vergäng-
lichem Leben abgefordert, undt in die ewige himmelß-
freẅde, der Seelen nach, versetzet worden, Seine
Göttliche Allmacht wolle Seiner Liebden an iehnem großem
Tage, mit allen Christglaübigen, eine fröliche auffer-
stehung verleyhen! Jst billich ein Christliches Mitt-
leyden, über diesen plötzlichen Trawerfall
zu haben, undt umb trost zu bitten, in dieser hohen
betrübnüß, so dem lieben frommen Churfürsten,
also zugestoßen. Gott wolle Jhre Liebden sampt dero
Churfürstlichem gemahl, noch lange erhalten! undt
zum Segen setzen, in viel generationes, biß
ans ende der weltt, Seiner kirchen, zu trost!
auffenthaltt, undt erquigkung!


Die Erffurter avisen, geben:


Daß die Tractaten, zu Nürnberg, nur procrastini-
ret werden, vmb die winterquartier zu verlängern.
Darzu kömbt noch, der Frantzosen opposition, wegen
des Franckenthalischen æquivalentis, undt die Kayserlichen
wollen wegen Ehrenbreitstein, nicht subscribiren.

|| [[Handschrift: 247v]]


Der Türgke begehret vom Römischen Kayser, verlänge-
rung des friedenß, auf 40 iahr, offeriret dem
Könige in Spannien, einen immerwährenden frieden,
wie auch das gelobte landt (si novellis credendum?)
undt seinem Natürlichen Sohn, Don Juan d'Austria,
ein Königreich mit einer Sultanin, (welche eine
Christinn, sein soll) zu geben.


Zu Madrill, wirdt die Königliche brautt,
mit großem Triumph, undt magnificentz, entpfangen.


Jn Catalonien, seindt, die Frantzosen schwach,
leiden mangel, an volck, geldt undt proviandt,
derentwegen, die Spannischen exercitus, in die
18000 stargk, alda sollen eingefallen sein,
undt vermeinen die gantze Landtschaft gar
in kurtzem, zu recuperiren.


Die <West>Jndianische Silberflotta, sol auch, sehr
reich zu Gades, oder Cadiz, oder Calis Malis,
wie es undterschiedlich, genennet wirdt, ankommen sein.


Die Venezianer, haben den commendanten in
Suda, vmb Seine Tapferkeit willen, wol belohnet
vndt mit der Senatoria dignitate, verehret, hingegen
haben die Türgken, an ihres erschoßenen Generals, || [[Handschrift: 248r]]
Stadt, einen Albaneser Renegaten, wiederumb er-
wöhlet, undt sollen die venezianer, auch bey Chio,
30 Türckische galleeren, wiederumb rujniret, undt
15 gefangen haben.


Jn Flandern, tummeln sich auch, die Spannier,
gegen die Frantzosen, mit aufschlagung quartire,
undt gewinnung kleiner plätze, undt Schantzen.


Zu Lüttich, ist der pöbel wieder etwaß aufrüh-
risch, haben dem Frantzösischen residenten, sein hauß
geplündert, unangesehen es mit Cöllnischen Sol-
daten, besetzt, undt verwachet gewesen. Die Rä-
delsführer aber, des tumults wirdt man straffen!


Die Stadt Cölln, wie auch Lüttich, waigern
sich ihre quotas, zun satisfactiongeldern zu erlegen,
derowegen, die erste, mit verarrestirung des
Schiffes, so von Frangkfurt am Mayn dahin gehen
wollen, gestraft, undt 50 mille ReichsthalerRthlr: zu geben,
mehr alß ihr contingent außträget, gezwungen
worden, die Stadt Lüttich aber, welche 100000 ReichsthalerRthlr:
geben sol, undt nicht will, wirdt mit krieges-
gewaltt exequiret werden.


Chur Pfaltz residiret numehr, zu Heidelbergk
ohne contradiction, Chur Bayern, hat das Seinige, evacuiret.

|| [[Handschrift: 248v]]


Graf Magnus, gehet nach Dresen[!], mit Seiner gemahlin[.]
König in Dennemargk residiret an itzo zu Flens-
burgk, gedengkt in kurtzem nacher Glügkstadt
zu gehen, daselbst wil der hertzog von Zelle zu ihm
kommen. Die Braunschweiger vndt Lünenburger völgker
werden auch abgedangkt, undt machen die Straßen
unsicher.


Die Staaden von hollandt, wollen den Ambassador
der neẅen Londischen Regierung, admittiren,
darwider setzen sich, alle andere Provintzien.


König in Engellandt, sitzt in den Jnsel Jar-
sey zusampt den Pfaltzgräflichen printzen, in
gefahr. Cromwell hat den Jrrländern
einen schregken eingeiagt, mit Drogeda,
dominiret weitter darinnen, pro libitu[!].
Die Königlichen seindt zu schwach. Jedoch, ver-
hoffen Sie noch beyfall auß Engellandt
zu kriegen, alda man des independentischen
Jochs, müde ist. Das neẅe Parlament,
suchet, einen independenten Patriarchen, über
die kirchen zu machen. Wirdt ein schön Regiment werden! || [[Handschrift: 249r]]
Gott erbarme sich, seiner glaübigen Außerwehlten!
undt des Königlichen rechtmeßigen erben geblüts!


Jn Polen, gehet der ReichsTag, im November forth,
auf deßen außgang, undt resolution, wartten
die armèen, außer die Tartarn, welche man
forthgebracht, undt Sie haben grawsam tyrannisiret.


Jn der Moßkaw, beförchtet sich auch, der Groß-
fürst, vor einem Krieg, mit ihnen, weil er
vorm iahr, alß Sie auch auß Polen ab- vndt
in die winterläger, gezogen, attacquirt, und geschlagen.


Der himmel sol unlengst, so wol zu Erfurdt,
als zu hamburgk, sein feẅerig gesehen worden,
item: Lange Strahlen, alß cometen, feẅer-
kugeln, vndt dergleichen, nach NordOost zu.


Zu hamburgk, ist verbotten, den Engel-
ländern, (alß welche viel Rindtfleisch, undt
andere Victualien, aufkauffen, undt Theẅrung
vervhrsachen) nicht so viel abfolgen zu laßen.


Der Pabst, undt sein anhang, machen
große præparatoria auf das Iubileum.
hingegen armirt der ViceRè von Neapolj, undt
gibt den Banditen, Freyheit, contra Papam zu diehnen!

|| [[Handschrift: 249v]]


Es wirdt an itzo, gar unsicher zu raysen,
wegen der parthien, undt abgedangkten
völgker. Gestern, in der nacht, ist mein
Ambtschreiber, von 6 Reüttern, angesprengt,
vndt alß einer nach ihm, gehawen, vndt
gefehlet, sein klepper, inß ohr, gehawen worden,
alhier vor Waldaw. Sie hatten 2 fuder
hegke nacher Staßfurth geführet, unsere
Leütte, undt 8 Stügken Saltz, davor bekommen,
Mein guter Wolf aber, hatte sich, mit Zechen,
bey unserm Bürgermeister Weylandt, pachtmann daselbst
verspähtiget. Jm hinfahren, ist ihnen auch
eine partie, von 20 pferden begegnet, undt die
partien gehen, diß- undt ienseytt der Sahle!


Avis von Schlegeln, daß alß er neẅlichst zu Dresen[!]
sich endthalten, lautter vnglügk gewesen.
1. wehren 16 haüser, in AlttDresen[!], abgebrandt,
weil die wache gesehen, undt bestendig außge-
saget, das feẅer ejnes Kopfs groß, vom himmel
gefallen, undt gezündet. Sol aber ernstlich
verbotten sein, wirdt auch einem Jäger schuldt gegeben
weiß nicht, worumb man Gottes strafen, zu verbergen, || [[Handschrift: 250r]]
suchet. 2. Wenig tage hernacher, gieng die pulfer-
mühle ahn, undt schlug des pulvermachers sohn, todt.
3. Baldt darnach, in Schlegels, (Christof Wil-
helms) gegenwartt, ehe er von Dresen[!], wegzog,
schoß ein Junger Löser, des Churfürsten Cammerpagen,
einen iungen Hilger, frevendtlicher weyse, vor
Schlegelß losament, todt, er wurde aber
stragkß bekommen, wirdt unzweifelich sein
recht außgestanden haben. Die vhrsache
wahr, das leichtfertige Spielen, vndt
zwar, nur umb zweene groschen wegen!

Sonntag den 28ten: October 1649.

<8 großvogel, vndt 1 hase von Ballenstedt.>


Aufm Sahl predigen laßen.


Extra zu Mittage, gehabt, die Schillingin von
Zerbst, Doctor Mechovium, undt den hofprediger Theopoldum.


Avis: daß über nacht, 3 Compagnien fußvölgker zu
Hegklingen, gelegen. Jch habe hingeschickt, sie forthzubringen.


Item avis: daß General Axel Lillie, mit 2 Söhnen4, vndt
anderm volgk, auch vielen deützschen Schätzen, in der
OostSee, durch Sturm ersoffen, denen Gott genade!


Nachmittags, cum sorore & filijs, zur kirchen,
in des caplans Jonij; predigt. perge


Heütte ist meiner Tochter, Eleonora hedwig, geburtsTagk,
Gott gebe ihr rechten Sinn! Gottesfurcht, undt Sehlige gedangken!

|| [[Handschrift: 250v]]


Avis von Ballenstedt (mit geldt, undt Victualien)
daß die Axel Lillischen Soldaten, aldar, (Gott lob)
aufgebrochen, undt wir dieser last, erleichtert sein.
Die Obersten Copie, undt Steinagker, seindt zu
Eißleben, gehen auf Zerbst, dahin auch die Axel-
lillische sollen.


Avis von Plötzkau daß der Obristleütnant hofmeister
im Deßawischen, den gantzen October
fordert, 50 ReichsthalerRthlr: werden ihm gegeben.


Schreiben von Iakob Ludwig Schwartzenberger welcher (Gott lob) in
erschregklichem bösem wege, zu Bremen ange-
langet. Gott helfe ihm, ferner, mit gnaden!
glügk, heyl! gesundheit! undt gesegnetem
succeß! undt progreß! zu meinem besten!
Schreiben von westerEgeln, vom hans Börstel. perge


Den CammerRaht Doctor Mechovium, habe ich nach Cöhten ab-
gesandt, zu des Præceptoris, Martinj Hangkwitz hoch-
zeitt. Secretarius Paulus, undt Tobiaß Steffegk, seindt auch
mitgerayset. Gott gebe glügk! undt Segen!


J'ay eü beaucoup de dèstourbier, avec le sexe
feminin, pour des choses peü de valeür!

|| [[Handschrift: 251r]]

Dienstag den 30ten: October 1649.

<4 hasen, Victor Amadeus Fürst Zu Anhalt gehetzt.>


Avis, von Fürst Augusto, daß wieder volgk vndt Stügke
zu Manßfeldt ankommen, auf Sanderßleben zu, wol-
len, undt durchzubringen seyen. Begehret zu
solchem behuef, 35 pferde in diesem Ampt Bernburgk,
in bereitschaft, zu halten.


Hò scritto all' Imperatore, ed a Stellamonte per Erfordia
Jddîo Benedetto benedica i nostri dissegnj!


Die Leiptziger avisen, confirmiren, die Erfurdter,
undt ist noch mehr darbey, so nicht viel zu bedeütten.


Schreiben von Croßen, von der Churfürstlichen wittwe, undt
von Madame Elizabeth. perge


Die Koßpohtinn (des gewesenen Kammerrahts zu
Weymar, Fraw, undt numehr wittibe) undt die
Schillingin, seindt heütte wieder verrayset.


Salomons Neven kindt (so die blase aufm rügken, ge-
habt) ist heütte an Jammer, gestorben, undt hat
zuvor viel schmertzen erlitten. Gott erbarm
sich sein, undt unser aller, hier zeittlich!
undt doch ewiglich!


Nachricht gegen abendt, ist noch von Plötzkaw ein-
kommen, daß die vorgewesene marche, noch abgewandt worden.

|| [[Handschrift: 251v]]

Mittwoch den 31ten: October 1649.

<16 krammetsvögel Ernst.>

<2 frischling von Dessaw wägen 119 Pfund (libra) subtrahe, 18 die heütte.>


Jn die kirche, undt wochenpredigt, cum sorore, & filiis.


Kersten ist von Dessaw, wiederkommen, mit wildpreth.


Schreiben von Schöningen, vndt confirmation, der Brandeburgischen klage.


A spasso, an die Mühle, vndt sonsten, dem fehrbaw,
zugesehen.


Eine stargke trouppe Reütter, ist vor der Stadt vorüber
paßiret.


Textapparat
a Die Wortbestandteile "zu" und "wieder" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
b Die Wortbestandteile "zu" und "frieden" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.

Kommentar
1 Hier: Salvenschüssen.
2 Identifizierung unsicher.
3 Zitat aus Pers. 5,153 (ed. Kißel 1990, S. 54f.).
4 Wahrscheinlich die beiden ältesten, noch lebenden Söhne Axel und Gustaf Helmer Lillie.
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1649_10.xml
XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
abdingen
einen Preisnachlass erhandeln
abhorriren
etwas verabscheuen, vor etwas zurückschrecken
ableiben
sterben
Accord
Vereinbarung, Vergleich
Accord
Vertrag zur kampflosen Übergabe eines Ortes
acquiesciren
sich beruhigen, zufrieden sein
acquiesciren
zustimmen
Addresse
schriftliche Nachricht, Zuschrift
admittiren
gestatten, zulassen
Affection
(positive oder negative) Einstellung jemandem gegenüber (meist Gewogenheit, Zuneigung)
allegiren
anführen, sich berufen, sich beziehen
Armatur
Rüstung
arriviren
ankommen, eintreffen
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Bagagepferd
Gepäckpferd
bancquetiren
üppige Festmähler halten, schlemmen, prassen
Beilager
Hochzeit, Feierlichkeit anlässlich der Vermählung (ursprünglich: Beischlaf als Vollzugsakt der Eheschließung)
beneficiren
eine Wohltat erweisen
Capitän
Hauptmann (Kommandeur einer Kompanie bei Infanterie- und Dragonereinheiten)
Capitän-Leutnant
Kommandeur der Leibkompanie eines Generals oder Obristen
condemniren
verurteilen, verdammen
confirmiren
bestätigen
consideriren
(vor dem geistigen Auge) betrachten, erwägen, überlegen
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
Convoy
Begleitung, Begleitschutz
debelliren
militärisch besiegen
deliberiren
überlegen, beratschlagen
Difficultet
Schwierigkeit
Dimission
Entlassung, Beurlaubung, Verabschiedung
disgraciiren
in Ungnade bringen
Egalist
Gleichmacher
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
Eimer
Hohlmaß für Flüssigkeiten
Einspänniger
Kriegsknecht mit Pferd, fürstlicher Bediensteter, Stadtknecht; berittener Bote, Geleit- und Meldereiter
Einspänniger
Eigentümer eines kleineren bäuerlichen Besitzes, der meist nur Handdienste leistet
erlegen
etwas entrichten, begleichen, bezahlen
exaggeriren
eine Sache recht groß darstellen, übertreiben
exaggeriren
vergrößern, vermehren
excludiren
ausschließen
exequiren
(einen Befehl, eine gerichtliche Anordnung) vollziehen, vollstrecken, mit Gewalt durchsetzen
exequiren
militärischen Zwang anwenden (zur Schuldeneintreibung, zum Erpressen von Geld- oder Naturalleistungen)
exequiren
strafen, (feindlich) verfolgen
exequiren
bestrafen, hinrichten
Expedition
Beförderung, Besorgung
Expedition
Abfertigung
Expedition
Verrichtung
Expedition
Ausfertigung eines Schriftstückes
Expedition
Feldzug
exuliren
in die Verbannung gehen
exuliren
in der Verbannung leben, im Exil leben, auswandern, fliehen
Frontir
Grenze
Fußvolk
sämtliche Soldaten zu Fuß (Infanterie) innerhalb eines Heeres
Gallustag
Gedenktag für den irischen Mönch Sankt Gallus (16. Oktober)
genungsam
genügend, hinreichend
Hecke
das Heimliche bzw. Verbotene
Hecke
niedriges Buschwerk
Hecke
Reisigholz
Herrlichkeit
Gesamtheit von Herrschaftsrechten über Personen oder Sachen
important
bedeutend, wichtig
Importanz
Bedeutung, Wichtigkeit
Importanz
wichtige Angelegenheit, Sache von Bedeutung
incarceriren
einkerkern
Intercession
Fürsprache, Vermittlung
invitiren
einladen
Klebgarn
an Stangen befestigte Fangnetze für Vögel
Levellers
Anhänger einer politischen Bewegung in England, welche z. B. vollständige Religionsfreiheit, die Abschaffung der Stände und die Gleichheit aller vor dem Gesetz forderte
Losament
Unterkunft, Wohnraum
Magnificenz
Herrlichkeit
Mandel
Anzahl von fünfzehn
manuteniren
bewahren, behaupten, erhalten, handhaben
Mesintelligenz
Missverständnis
meutiniren
meutern
meutiniren
sich widersetzen, widerspenstig sein
mutiniren
meutern
mutiniren
sich widersetzen, widerspenstig sein
Nachtnetz
Netz zum Fangen von Lerchen
Partei
kleinere Truppenabteilung, die meist auf Kundschaft oder zum Einbringen von Geld, Lebensmitteln und Furage entsandt wurde
Partei
Kriegspartei (reguläre Truppenabteilung)
Partei
(sich gegenüberstehende) Seite
Partie
Streifkorps (kleinere Truppenabteilung, die meist auf Kundschaft oder zum Einbringen von Geld, Lebensmitteln und Furage entsandt wurde)
Partie
Kriegspartei (reguläre Truppenabteilung)
Partie
(sich gegenüberstehende) Seite, Partei
Partie
eine gewisse Anzahl oder eine Gruppe von Dingen oder Personen gleicher Art
petardiren
aufsprengen
prätendiren
vorgeben, vortäuschen, heucheln
prätendiren
fordern, verlangen, beanspruchen
reassumiren
wiederaufnehmen, erneuern
recuperiren
zurückerobern
recuperiren
wiedererwerben, wiedererlangen
rescribiren
zurückschreiben, antworten
rescribiren
eine Verfügung erlassen, anordnen
saevi(i)ren
wüten, toben, rasen
Satisfactionsgelder
auf die Stände bzw. die Steuerpflichtigen umgelegte Zahlungen zur Befriedigung von Ansprüchen eines anderen Staates, die in einem Friedensvertrag festgelegt sind
Severitet
Ernst, Strenge, Härte
streichen
zur Ehrerbietung (Flagge oder Segel) herunterziehen
streichen
Vögel mit Hilfe eines Netzes (massenhaft) fangen
Stück
Geschütz, Kanone
Stück
(einzelner zählbarer) Gegenstand, (einzelne) Sache, (einzelnes) Objekt
subscribiren
unterschreiben, unterzeichnen
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
Supplication
Bittschrift
torquiren
foltern
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
Tractation
Bewirtung, Verpflegung
Tractation
Behandlung
Tractation
Verhandlung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
tumultuiren
Unruhe/Aufruhr stiften, lärmen
tumultuiren
sich empören, meutern, unruhig/aufrührerisch sein
tumultuiren
unruhig/lebhaft werden
verehren
schenken
verehren
beschenken
victorisiren
siegen, siegreich sein
vindiciren
rächen, bestrafen
vindiciren
beanspruchen, in Anspruch nehmen
Vogelherd
erhöhter Platz, auf dem der Vogelsteller die Vögel in Garnen oder Netzen fängt
Vogelsteller
Vogelfänger
Volk
Truppen
Wassergebäude
Bauwerk im, am oder über dem Wasser (z. B. Wehr)
Ziemer
Rückenstück beim Wild oder Großvieh
Ziemer
Wacholderdrossel
Zufall
unerwartete spürbare Veränderung der Gesundheit
Zufall
Ereignis, Vorfall
Zufall
etwas, das einem zufällt
Zufall
Zulauf, Parteinahme, Beistand
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

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Fürstin Johanna Elisabeth von Anhalt-Bernburg-Harzgerode
Geburtsname: Gräfin Johanna Elisabeth von Nassau-Hadamar

geb. 1619
gest. 1647
Anm.: Tochter des Grafen Johann Ludwig von Nassau-Hadamar (1590-1653); seit 1642 Ehe mit Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670).

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Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Anna von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Gräfin Anna von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg

geb. 1579
gest. 1624
Anm.: Tochter des Grafen Arnold IV. von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); ab 1595 Ehe mit Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Mutter Christians II.; 1617 Gründerin und Patronin der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Enthaltende").

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Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg

geb. 1568
gest. 1630
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Vater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1582 Reise nach Konstantinopel; 1591/92 Führer eines Expeditionskorps für König Heinrich von Navarra; 1592 Übertritt zum reformierten Glauben; 1592/93 Befehl über die protestantischen Truppen im Krieg um das Bistum Straßburg; 1595-1620 oberpfälzischer Statthalter in Amberg und zunehmend Leiter der pfälzischen Politik; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1610 Unionsgeneral im klevisch-jülischen Krieg; seit 1618 Senior des Hauses Anhalt; 1619/20 Kommandierender der pfälzisch-böhmischen Truppen gegen Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); nach kaiserlicher Ächtung Flucht nach Schweden (1621) und Flensburg (1622-1624); 1624 Aufhebung der Reichsacht; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sehnliche").

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Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unveränderliche"); Kurzbiographie im Rahmen dieser Edition unter http://www.tagebuch-christian-ii-anhalt.de/index.php?article_id=15.

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Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

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Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

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Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

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Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

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Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

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Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Bernburg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1651-1660 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); ab 1631 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wohltätige").

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Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1579
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1600 Aufnahme in die Florentiner Accademia della Crusca ("L'Acceso"); seit 1606 regierender Fürst von Anhalt-Köthen; 1631-1635 schwedischer Statthalter des Erzstifts Magdeburg und des Hochstifts Halberstadt; 1617 Mitbegründer und bis zu seinem Tod erstes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nährende").

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Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

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Fürstin Johanna von Anhalt-Plötzkau

geb. 1618
gest. 1676
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1660 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wissende").
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

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Don Juan José de Austria

geb. 1629
gest. 1679
Anm.: Unehelicher Sohn des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); spanischer General; Vizekönig von Sizilien (1648-1651) und Katalonien (1653-1656); 1656-1659 Statthalter der Spanischen Niederlande; 1662-1664 Oberbefehlshaber im Restaurationskrieg gegen Portugal; 1669-1678 Vizekönig von Aragón; seit 1676 leitender Minister seines Halbbruders König Karl II. von Spanien (1661-1700).

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Georg Wilhelm Ayrer

Anm.: Sohn des Nürnberger Bürgers N. N. Ayrer (1); um 1646/49 kaiserlicher Kapitänleutnant.
Barthold N. N.

Anm.: Geboren in Preußen; seit 1648 Stallknecht und Lakai des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1649).
Ott(o)mar Baumeister d. J.

geb. 1627
gest. 1685
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Ott(o)mar Baumeister d. Ä. (1590/91-1670); Pfarrer in Amesdorf (1651-1660) und Nienburg/Saale (seit 1660); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 210.
Herzog Ferdinand (2) von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Ferdinand von Köln
Bischof Ferdinand von Lüttich
Bischof Ferdinand von Hildesheim
Bischof Ferdinand von Münster
Bischof Ferdinand von Paderborn

geb. 1577
gest. 1650
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1612 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Lüttich, Hildesheim und Münster; seit 1618 auch Bischof von Paderborn.

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Bayern, Haus
Herzöge von Bayern
Kurfürsten von Bayern

Anm.: Seit 1180 reichsfürstliche Dynastie der Wittelsbacher.

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Herzog Maximilian Heinrich von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Maximilian Heinrich von Köln
Bischof Maximilian Heinrich von Hildesheim
Bischof Maximilian Heinrich von Lüttich
Bischof Maximilian Heinrich von Münster

geb. 1621
gest. 1688
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht von Bayern (1584-1666); Koadjutor im Hochstift Hildesheim (1633-1650), im Erzstift Köln (1642-1650) und im Hochstift Lüttich (1649/50); ab 1650 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Hildesheim und Lüttich; 1657 auch Fürstabt von Malmedy und Stablo; seit 1683 ebenso Bischof von Münster.

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Kurfürst Maximilian I. von Bayern
Herzog Maximilian I. von Bayern

geb. 1573
gest. 1651
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1597 regierender Herzog von Bayern; Oberhaupt der 1609 gegründeten Katholischen Liga; 1623 Verleihung der (ehemals Pfälzer) Kurwürde durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637), endgültig bestätigt im Westfälischen Frieden; seit 1600 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Graf Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg

geb. 1615
gest. 1674
Anm.: Sohn des Grafen Adolf von Bentheim-Tecklenburg (1577-1623); seit 1624 regierender Graf von Tecklenburg und Limburg sowie Herr von Rheda (bis 1634 unter Vormundschaft).

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Gräfin Margaretha von Bentheim-Tecklenburg
Geburtsname: Gräfin Margaretha von Nassau-Idstein

geb. 1589
gest. 1660
Anm.: Tochter des Grafen Johann Ludwig I. von Nassau-Idstein (1567-1596); 1606-1623 Ehe mit Graf Adolf von Bentheim-Tecklenburg (1577-1623).

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Gräfin Renata Elisabeth von Bentheim-Tecklenburg

geb. 1620
gest. 1649
Anm.: Tochter des Grafen Adolf von Bentheim-Tecklenburg (1577-1623).
Matthias von Biedersee

geb. 1601
gest. 1664
Anm.: Sohn des Georg von Biedersee (gest. 1606); Erbherr auf Ilberstedt; langjähriger Kriegskommissar des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1650 Aufseher über die Ämter des Teilfürstentums Anhalt-Köthen; seit 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Niederlegende").
Hans Ernst von Börstel

geb. ca. 1585/90
gest. 1654
Anm.: Sohn des anhaltischen Rats Ernst von Börstel (ca. 1560-1623?); Erbherr auf Westeregeln; zunächst hessisch-kasselischer Rat; 1622 Hofjunker und 1623/24 Hofmeister des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg, danach auch für dessen Bruder Ernst (1608-1632); ab 1633 anhaltisch-bernburgischer Rat und Amtshauptmann von Harzgerode (noch 1649); seit 1634 zudem Hofmeister des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); zuletzt Hauptmann von Schloss und Amt Hoym; seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittere").

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Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

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Markgraf Christian Wilhelm von Brandenburg
Administrator Christian Wilhelm von Magdeburg
Administrator Christian Wilhelm von Halberstadt

geb. 1587
gest. 1665
Anm.: Sohn des Kurfürsten Joachim Friedrich von Brandenburg (1546-1608); 1598-1631 Administrator des Erzstifts Magdeburg; ab 1614 auch Koadjutor und 1624-1628 Administrator des Hochstifts Halberstadt; dänischer Obrist (1625-1627) und Generalleutnant (1626); 1630/31 auch erzstiftisch-magdeburgischer Obrist; 1631 kaiserlicher Kriegsgefangener; 1632 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1635 finanzielle Entschädigung durch regelmäßige Einkünfte aus dem Erzstift Magdeburg.

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Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg
Herzogin Elisabeth Charlotte in Preußen
Geburtsname: Pfalzgräfin Elisabeth Charlotte von Pfalz-Simmern

geb. 1597
gest. 1660
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1616-1640 Ehe mit Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); seit 1650 Witwensitz in Crossen an der Oder.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

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Markgraf Wilhelm Heinrich von Brandenburg

geb. 1648
gest. 1649
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688).

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Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg
Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Calenberg

geb. 1624
gest. 1705
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg (1648-1665) und Braunschweig-Lüneburg (seit 1665).

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Georg Ehrenreich von Burgsdorff

geb. 1603
gest. 1656
Anm.: Sohn des Alexander Magnus von Burgsdorff (1567-1620); Erbherr auf Hohenzieten, Goldbeck und Detzow; Page am kursächsischen, später am kurbrandenburgischen Hof; dort ab 1625 Kammerjunker; kurbrandenburgischer Kornett (1625), Rittmeister (1627), Obristleutnant (1631) und Obrist (1652); seit 1631 Oberstallmeister; ab 1641 kufürstlicher Kammerherr und Amtshauptmann von Zehden; seit 1645 Johanniterkomtur zu Supplinburg; ab 1652 Gouverneur von Küstrin und Regierungsrat der Neumark; seit 1653 Befehlshaber anderer Festungen; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielährichte"); vgl. Daniel Fessel: Anastaseōs Hēmōn eis tēn zoēn aiōnion eptarroos paraklēsis [...], Alten Stettin 1656, Bl. Fiir-Kiiiv.

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Archibald Campbell
Earl bzw. Marquess Archibald of Argyll

geb. 1598/1607
gest. 1661
Anm.: Sohn des Archibald Campbell, 7th Earl of Argyll (gest. 1638); 1625-1628 Justice General of Scotland; ab 1628 Mitglied des schottischen Privy Council; 1637-1641 und seit 1643 einflussreicher Führer der Covenanters; ab 1638 8th Earl of Argyll; seit 1645 1st Marquess of Argyll; 1661 Hinrichtung wegen Hochverrat.

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Christian (2) N. N.

Anm.: Um 1643/47 Lakai des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

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König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich II. von Schleswig-Holstein
Administrator Friedrich II. von Bremen
Administrator Friedrich II. von Verden
Graf Friedrich I. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1623-1629 und 1634-1644 Administrator des Hochstifts Verden; 1634-1648 Administrator des Erzstifts Bremen; 1647 Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein; ab 1648 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1667 zudem regierender Graf von Oldenburg und Delmenhorst.

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Graf Magnus Gabriel De la Gardie af Läckö

geb. 1622
gest. 1686
Anm.: Sohn des schwedischen Reichsmarschalls Graf Jakob Pontusson De la Gardie (1583-1652); schwedischer Obrist (1645), General (1648) und Reichsmarschall (1651); 1646 Sondergesandter in Frankreich; seit 1647 Reichsrat; 1648-1650 Gouverneur des Meißnischen Estats zu Leipzig; 1649-1651 und 1655-1657 Generalgouverneur von Schwedisch-Livland; 1651 Hofmarschall; 1652 Reichskammerrat und Präsident des Kammerkollegiums; 1652-1660 Reichsschatzmeister; 1660-1680 Reichskanzler; 1680-1684 Reichsdrost.

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Gräfin Maria Euphrosina De la Gardie af Läckö
Geburtsname: Pfalzgräfin Maria Euphrosina von Pfalz-Zweibrücken-Kleefeld

geb. 1625
gest. 1687
Anm.: Tochter des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Zweibrücken-Kleeburg (1589-1652); 1647-1686 Ehe mit Graf Magnus Gabriel De la Gardie af Läckö (1622-1686).

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Isaac Dorislaus
Isaac Dorislaer

geb. 1595
gest. 1649
Anm.: Sohn des späteren Hensbrocker Pastors Lieven Dorislaer (1555-1652); ab 1610 Studium in Leiden; 1627 Promotion zum Dr. jur.; seit 1627 Greville lecturer on History an der Universität Cambridge; daneben Tätigkeit als Rechtsanwalt; ab 1648 Judge of the Admiralty Court; 1649 Ermordung durch Royalisten als Gesandter des englischen Parlaments in Den Haag.
Robert Douglas of Whittinghame
Graf Robert von Skänninge

geb. 1611
gest. 1662
Anm.: Sohn des schottischen Adligen Patrick Douglas of Whittinghame (gest. 1626); ab 1627 Page des seit 1622 in Schweden lebenden Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1589-1652); schwedischer Fähnrich (1630), Hauptmann (1632), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1643), Generalleutnant (1647), General und Kriegsrat (1651), Feldmarschallleutnant (1656) und Feldmarschall (1657); 1646/47 Gouverneur in Schwaben; 1652-1654 schwedischer Reichsstallmeister; ab 1658 Geheimrat im Senat sowie Oberbefehlshaber in Estland und Livland; Erhebung zum Baron von Skålby (1651) und zum Grafen von Skänninge (1654); seit 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Lebhafte").

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Hans Friedrich Eckardt

geb. 1622
gest. nach 1680/vor 1683
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Brauers Johann Eckardt (gest. vor 1640); spätestens ab 1639 Bediensteter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1643/47 Amts- bzw. Hofkopist sowie vermutlich seit 1643 zugleich fürstlicher Küchenschreiber (noch 1648); um 1649/55 Kammerschreiber (Kammerrechnungsführer); um 1653 auch Kammerdiener; ab 1658 Bauherr und um 1670/80 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Maria Eckardt
Maria Flemming
Geburtsname: Maria Cautius

geb. 1619
gest. 1670
Anm.: Tochter des Poleyer Pfarrers Christoph Cautius (1573-1642); 1639-1646 erste Ehe mit dem Wulfener Pfarrer Daniel Flemming (gest. 1646); seit 1649 zweite Ehe mit dem fürstlichen Kammerschreiber Hans Friedrich Eckardt (geb. 1622).
Elçi Hasan Pascha

Anm.: Vor 1649 osmanischer Aga; türkischer Internuntius (1649) und Großbotschafter (Elçi; 1650-1651) in Wien; 1650/51 bzw. ab 1653 Pascha (Beylerbey) von Temeswar.
Königin Henrietta Maria von England
Königin Henrietta Maria von Irland
Königin Henrietta Maria von Schottland
Geburtsname: Dauphine Henrietta Maria von Frankreich und Navarra

geb. 1609
gest. 1669
Anm.: Tochter des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); 1625-1649 Ehe mit König Karl I. von England (1600-1649); 1644-1660 Exil und seit 1665 Leben in Frankreich.

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König Karl I. von England
König Karl I. von Schottland
König Karl I. von Irland

geb. 1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England) (1566-1625); ab 1625 König von England, Schottland und Irland; 1649 durch das Parlament des Hochverrats angeklagt und hingerichtet; seit 1611 Ritter des Hosenbandordens.

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König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

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Vittoria d' Este
Duchessa Vittoria di Modena e Reggio
Geburtsname: Vittoria Farnese

geb. 1618
gest. 1649
Anm.: Tochter des Ranuccio I Farnese, Duca di Parma e Piacenza (1569-1622); seit 1648 Ehe mit Francesco I d'Este, Duca di Modena e Reggio (1610-1658).

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Vittoria d' Este
Duchessa Vittoria di Modena e Reggio

geb. 1649
gest. 1656
Anm.: Tochter des Francesco I d'Este, Duca di Modena e Reggio (1610-1658).
Thomas Fairfax
Lord Thomas Fairfax of Cameron

geb. 1612
gest. 1671
Anm.: Sohn des Ferdinando Fairfax, 2nd Lord Fairfax of Cameron (1584-1648); 1639/40 Teilnahme an den Bischofskriegen gegen die Schotten; Kriegsdienst für das englische Parlamentsheer als Lieutenant-general of the Horse unter seinem Vater (1642-1645) sowie Commander-in-Chief of the Forces und Captain General (1645-1650); seit 1648 3rd Lord Fairfax of Cameron; 1651-1660 Lord of Mann; danach Rückzug auf die Güter.

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Ranuccio II Farnese
Duca Ranuccio II di Parma e Piacenza
Duca Ranuccio II di Castro

geb. 1630
gest. 1694
Anm.: Sohn des Odoardo I Farnese, Duca di Parma e Piacenza (1612-1646); seit 1646 Duca di Parma e Piacenza und 1646-1649 Duca di Castro (bis 1648 unter Vormundschaft).

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Daniel Flemming

gest. 1646
Anm.: Sohn des Wulfener Pfarrers Christian Flemming (1575-1653); 1637/38 Pfarrer in Reinstedt; ab 1638 Adjunkt und seit 1641 Pfarrer in Wulfen; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 248.
Leonardo Foscolo

geb. 1588
gest. 1660
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Alvise Foscolo; venezianischer Patrono all'Arsenal (1617/18), Capitano delle guardie delle isole del Quarnaro e riviere dell'Istria (1618/19), Governatore delle galere dei condannati (1619/20), Capitano del Golfo (1620-1624), Duca di Candia (1624-1628), Sovrintendere alla costruzione dei galeoni (1628), Provveditore all'Armar (1628/29, 1632/33 und 1635/36), Sopraprovveditore alla Giustizia nuova (1629/30), Depositario al Sale (1630-1632); Governatore del Banco della Piazza (1633), Provveditore sopra Ori e monete (1633), Governatore delle Entrate (1633), Savio alla Mercanzia (1636), Transador (1637) und Sopraprovveditore di rispetto ai due sopraprovveditori alle Pompe (1637/38), Consigliere ducale del sestiere di Castello (1638-1640), Depositario in Zecca (1640), Governatore delle Entrate (1640-1642), Provveditore alla Cassa di ori e argenti (1642/43), Provveditore in Zecca al pagamento dei prò (1643), Provveditore all'Arsenale (1643/44 und seit 1659), Inquisitore di Stato (1644/45), Consigliere ducale (1645), Provveditore in Dalmazia (1645), Provveditore generale in Dalmazia e Albania (1645-1651), Capitano generale da Mar (1650-1654), Inquisitore e revisore delle Scuole Grandi (1655), Sopraprovveditore alla Sanità (1655), Esecutore contro la Bestemmia (1655/56), Regolatore alla Scrittura (1656), Provveditore sopra Monasteri (1657/58) und Savio all'Eresia (1658/59); zudem 1630, 1636 und 1644 Mitglied des Consiglio dei dieci der Republik Venedig.

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Königin Anna von Frankreich und Navarra
Geburtsname: Infantin Anna von Spanien

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Tochter des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); 1615-1643 Ehe mit König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); 1643-1651 Regentin von Frankreich.

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König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

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Bartholomäus Friedrich

gest. 1664
Anm.: Geboren in der Oberpfalz; Pfarrer in Preußlitz (1636-1642) und Baalberge (seit 1642); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 252.
Jacopo Gaufrido
Marchese Jacopo di Castelguelfo
Conte Jacopo di Felino
Jacques Godefroy

geb. ca. 1610
gest. 1650
Anm.: Gebürtiger Franzose; seit ca. 1632 Aufstieg vom Lehrer zum wichtigsten politischen Berater der jungen Herzöge Odoardo I (1621-1646) und Ranuccio II di Parma e Piacenza (1630-1694); in den 1640er Jahren Erhebung zum Conte di Felino und Marchese di Castelguelfo; 1649 General der herzoglichen Truppen im Zweiten Castro-Krieg; 1650 Hinrichtung.

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Johann Philipp Geuder von Heroldsberg
Johann Philipp Rabensteiner

geb. 1597
gest. 1650
Anm.: Sohn des Nürnberger Patriziers und kurpfälzischen Regimentsrats Jakob Geuder von Heroldsberg (1575-1616); zunächst kaiserlicher Leutnant (im Regiment der fränkischen Reichsritterschaft) und Rittmeister; Rat des Kantons Gebürg; Hofmeister und Kanzleidirektor des Grafen Wolfgang Ernst von Löwenstein-Wertheim (1578-1636); zwischen 1631 und 1635 schwedischer Rittmeister und Kriegsrat im Fränkischen Reichskreis, auch Gesandter der fränkischen Reichsritterschaft; 1634/35 Vertreter der Grafen im fränkischen Kreisrat des Heilbronner Bundes; ab 1635 Ritterhauptmann des Reichsritterkantons Gebirg; 1636 Reisehofmeister und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit dem gleichen Jahr auch Rat von diesem und des Markgrafen Christian von Brandenburg-Bayreuth (1581-1655); im Dezember 1636 anlässlich der Krönung Ferdinands III. zum römischen König zum Ritter geschlagen; später Direktor der fränkischen Reichsritterschaft; zuletzt auch Generaldirektor der reichsunmittelbaren Ritterschaftskreise Franken, Schwaben und Rheinstrom; ab 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ergänzende").

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Carlo III Gonzaga di Nevers
Duc Charles II de Nevers et Rethel
Duca Carlo II di Mantova e Monferrato
Duc Charles IV de Mayenne

geb. 1629
gest. 1665
Anm.: Sohn des Carlo II Gonzaga di Nevers, Duc de Mayenne et d'Aiguillon (1609-1631); 1632-1654 Duc de Mayenne; seit 1637 Duca di Mantova e Monferrato; 1637-1659 zudem Duc de Nevers et Rethel (bis 1647 unter Vormundschaft).

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James Graham
Earl bzw. Marquess James of Montrose

geb. 1612
gest. 1650
Anm.: Sohn des John Graham, 4th Earl of Montrose (1573-1626); ab 1626 5th Earl und seit 1644 1st Marquess of Montrose; 1644-1646 Kommandeur der royalistischen Truppen als Lord Lieutenant (1644) und Captain-general of Scotland (1645); 1650 eigenmächtige Landung auf den Orkney-Inseln und Hinrichtung als Kriegsgefangener des schottischen Parlaments in Edinburgh.

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N. N. (von) Hacke (7)

Anm.: Um 1649 anhaltisch-bernburgischer Page.
Dietrich von Hackeborn

geb. 1607
gest. 1676
Anm.: Sohn des Dietrich von Hackeborn (gest. 1609) auf Bahrendorf; Erbherr auf Staßfurt, Bahrendorf, Stemmern und Sülldorf; 1619-1624 Edelknabe des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); ab 1624 in dänischen Kriegsdiensten; kursächsischer Kornett (1631), Leutnant (1632) und Rittmeister (1636); 1638 Abdankung; später Ratsherr (1643), Ratskämmerer (1645 und 1647), Stadtvogt (1646 und 1648), regierender Bürgermeister (1649, 1651, 1653, 1655, 1657-1659, 1662, 1665, 1668 und 1671) sowie Schöppe und Kirchvater (1650) von Staßfurt; vgl. Johannes Kirchner: Electuarium & contra Virus mortis & contra omnes calamitates Preciosissimum [...], Quedlinburg 1676, o. S.

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Gil(les) de Haes

geb. 1597
gest. 1657
Anm.: Sohn des Bürstenhändlers Jean de Haes in Gent; zunächst Bäckerjunge in Gent; ca. 1623-1630 in spanischen Kriegsdiensten; danach kaiserlicher Obristleutnant (1630), Obrist (1632) und Generalfeldwachtmeister (1639); kurbayerischer Generalwagenmeister (1640) und Feldmarschallleutnant (1644); 1645-1652 venezianischer General; dann Gouverneur von Zara (Zadar).

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Martin Hanckwitz

gest. 1675
Anm.: Geboren in Preußen; später Bürger in Nienburg/Saale; 1640 Interimslehrer und dann bis 1650 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718), ab 1648 auch für deren Bruder Karl Ursinus (1642-1660); um 1651/52 fürstlicher Sekretär in Bernburg; seit 1652 Ratskämmerer in Köthen.

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Landgraf Georg II. von Hessen-Darmstadt

geb. 1605
gest. 1661
Anm.: Sohn des Landgrafen Ludwig V. von Hessen-Darmstadt (1577-1626); seit 1626 regierender Landgraf von Hessen-Darmstadt.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Hessische Biographie
Landgraf Ludwig VI. von Hessen-Darmstadt

geb. 1630
gest. 1678
Anm.: Sohn des Landgrafen Georg II. von Hessen-Darmstadt (1605-1661); seit 1661 regierender Landgraf von Hessen-Darmstadt.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Landgraf Wilhelm VI. von Hessen-Kassel

geb. 1629
gest. 1663
Anm.: Sohn des Landgrafen Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); ab 1637 regierender Landgraf von Hessen-Kassel, bis 1650 unter Vormundschaft seiner Mutter Amalia Elisabeth (1602-1651); seit 1659 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Auserkorne").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Hessische Biographie, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
N. N. Hilger (1)

gest. 1649
Anm.: Vermutlich aus einer Kamitzer Kaufmannsfamilie stammender Page des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656).
Johann (2) Hofmeister

Anm.: Um 1646 schwedischer Major, ab 1647 Obristleutnant (noch 1649).
Hans Georg Horenburg

geb. ca. 1625
Anm.: Spätestens ab 1646 Kammerdiener der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); seit 1649 im Dienst des Herzogs Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg (1586-1665), um 1650 als dessen Kammerdiener.
Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

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Jesus Christus
Jesus von Nazareth

Anm.: Biblische Figur.

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Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
William Juxon
Erzbischof William von Canterbury
Bischof William von London
Bischof William von Hereford

geb. 1582
gest. 1663
Anm.: Sohn des Richard Juxon; Studium der Rechtswissenschaft und Theologie in Oxford; 1621-1633 President of St John's College und 1626-1628 Vizekanzler der Universität Oxford; 1628-1632 Dean of Worcester; 1632/33 königlicher Clerk of the Closet; 1633 Bischof von Hereford; 1633-1646 und 1660 Bischof von London; 1636-1638 First Lord of the Admiralty; 1636-1641 Lord High Treasurer; seit 1660 Erzbischof von Canterbury.

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Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Maria Leopoldina
Königin Maria Leopoldina von Böhmen
Königin Maria Leopoldina von Ungarn
Erzherzogin Maria Leopoldina von Österreich

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Tochter des Erzherzogs Leopold von Österreich (1586-1632) in Tirol; seit 1648 Ehe mit Kaiser Ferdinand III. (1608-1657).

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Kara Murad Pascha

geb. 1611
gest. 1655
Anm.: Gebürtiger Albaner; militärische Karriere im Janitscharenkorps, ab 1648 dessen Kommandeur; Mai 1649 bis August 1650 und Mai bis August 1655 Großwesir des Osmanischen Reiches; 1650-1653 Beylerbey (Gouverneur) von Ofen; 1653-1655 Kapudan Pascha (Großadmiral); 1655 Beylerbey des Ejalet Damaskus.
Kara Musa Pascha

gest. 1649
Anm.: Geboren in Bosnien; ab 1645 Wesir, Januar bis September 1647 Kapudan Pascha (Großadmiral) und im September 1647 für fünf Tage Großwesir des Osmanischen Reiches; seit Dezember 1647 Beylerbey (Gouverneur) des Ejalet Bagdad.
İslâm III. Giray Khan (Krim)

geb. 1604
gest. 1654
Anm.: Sohn des Krim-Khans Selâmet I. Giray (1558-1610); seit 1644 Krim-Khan.

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Mehmed IV. Giray Khan (Krim)

Anm.: Sohn des Krim-Khans Selâmet I. Giray (1558-1610); 1641-1644 und 1654-1666 Krim-Khan.
Christian Ernst von Knoch(e)

geb. 1608
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kaspar Ernst von Knoch (1582-1641); Erbherr auf Trinum; 1631-1639 in Kriegsdiensten, zuletzt als kursächsischer Obristleutnant und Generaladjutant (um 1637); ab 1641 Landeshauptmann des Teilfürstentums Anhalt-Zerbst; seit 1643 anhaltischer Gesamtrat; 1645-1650 Geheimer Rat des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1650 Direktor der Köthener Vormundschaftsregierung; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Weichende").

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Kaspar Ernst von Knoch(e)

geb. 1582
gest. 1641
Anm.: Sohn des Kaspar von Knoch (gest. 1588/89); Erbherr auf Trinum; 1597-1602 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); 1606-1632 Amtshauptmann von Harzgerode und Güntersberge; 1632-1636 schwedischer Rat und Amtshauptmann der halberstädtischen Ämter Oschersleben und Schlanstedt; ab 1636 Angehöriger des engeren Ständeausschusses im Fürstentum Anhalt; seit 1639 anhaltisch-dessauischer Geheimer Rat und Hofmarschall sowie Amtshauptmann von Sandersleben und Freckleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ausbreitende").

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Magdalena von Knoch(e)
Geburtsname: Magdalena von Börstel

geb. 1586
gest. 1619
Anm.: Tochter des Bernburger Oberhauptmanns Curt von Börstel (1549-1618); seit 1606 Ehe mit Kaspar Ernst von Knoch (1582-1641).
Graf Hans Christoph von Königsmarck

geb. 1600
gest. 1663
Anm.: Sohn des Konrad von Königsmarck (gest. vor 1621) auf Kötzlin; ab 1616 Page am Woffenbütteler Hof; 1620-1630 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Fähnrich; schwedischer Rittmeister (1631), Major (1633), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1640), Generalleutnant (1645) und Feldmarschallleutnant (1648); seit 1645 Generalgouverneur der Stifter Bremen und Verden; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Grafenstand; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Streitende").

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Johann (Franz) von Koppy

geb. 1603
gest. 1676
Anm.: Sohn des Johann Michael von Koppy; Erbherr auf Saara, Dittersdorf und Schinditz; schwedischer Obristleutnant (um 1641) und Obrist (1646); 1647/48 Kommandant von Eger; 1649 Kommandant der Prager Kleinseite; seit 1658 Hamburgischer Obrist und Kommandant der Stadtgarnison (noch 1663).

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Friedrich von Kospoth

geb. 1569
gest. 1632
Anm.: Sohn des kaiserlichen Obristen Joseph von Kospoth (1514/15-1582); Erbherr auf Seubtendorf; Prinzenhofmeister in Altenburg; ab 1603 Assessor am Hofgericht in Jena; später sächsisch-weimarischer Hofrat; seit 1618 Geheimer Kammerrat; ab 1619 Präsident der herzoglichen Regierung in Weimar; seit 1621 Hofrichter sowie ab 1627 Stadthauptmann und fürstlicher Vertreter an der Universität in Jena; seit 1622 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Helfende"); vgl. Johannes Major: BegräbnißSermon/ Bey Adelicher Leichbestattung Des Woledlen/ Gestrengen und Vhesten/ Friederichen von Cospodt auff Seibtendorff [...], Jena 1632, o. S..

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Katharina von Kospoth
Geburtsname: Katharina von Zerssen

geb. 1594
gest. 1676
Anm.: Tochter des gräflich-oldenburgischen Hofmeisters Wolfgang von Zerssen auf Löwenau; vor 1628 fürstlich-anhaltische Kammerjungfer; 1628-1632 Ehe mit Friedrich von Kospoth (1569-1632).

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Matthias von Krosigk

geb. 1616
gest. 1697
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben, Rathmannsdorf, Merbitz, Queis und Groß Salze; 1638/39 in kaiserlichen und kursächsischen Kriegsdiensten; 1648/49 Hofmeister des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Gottorf, Administrator von Lübeck (1606-1655); 1650 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; 1665 erzstiftisch-magdeburgischer Kriegskommissar des Saalkreises; ab 1683 kurbrandenburgischer Landkammerrat im Herzogtum Magdeburg; seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verbesserte"); vgl. August Hertzog: Wahl- Denck- und Trost-Spruch Eines Frommen und Wohlbetagten [...], Halle 1698, Bl. [H2]v-Lv.

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Georg Friedrich von Künsberg

geb. ca. 1630
gest. nach 1668
Anm.: Sohn des Tobias Friedrich von Künsberg (gest. 1637) auf Weidendorf und Altenkindsberg; Erbherr auf Schnabelwaid und Altenkindsberg; 1647-1649 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Frédéric-Maurice de La Tour d'Auvergne
Duc Frédéric-Maurice de Bouillon
Duc Frédéric-Maurice d' Albret et de Château-Thierry
Prince Frédéric-Maurice de Sedan

geb. 1605
gest. 1652
Anm.: Sohn des Henri de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Prince de Sedan (bis 1642) und Duc de Bouillon; 1633 Konversion zum katholischen Glauben; französischer Maréchal de camp (1635) und Lieutenant-général (1642); seit 1650 Teilnahme an der Fronde; ab 1651 Duc d’Albret et de Château-Thierry.

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Henri (2) de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri (2) de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri (1) de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

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Graf Axel Axelsson Lillie

geb. 1637
gest. 1692
Anm.: Sohn des Axel Gustafsson Lillie (1603-1662); ab 1661 Kammerherr der verwitweten Königin Hedwig Eleonora von Schweden (1636-1715); seit 1665 schwedischer Kammerrat; 1666-1679 Hofmarschall sowie Gouverneur von Stockholm und Uppsala.

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Graf Axel Gustafsson Lillie

geb. 1603
gest. 1662
Anm.: Sohn des Gustaf Axelsson Lillie (gest. 1605); 1619 Page des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); schwedischer Leutnant (1626), Obrist (1630), Generalmajor (1635), General (1654) und Feldmarschall (1657); ab 1638 Vizegouverneur in Vorpommern und Kommandant von Stralsund; 1641-1648 Vizegouverneur von ganz Pommern; zugleich 1642-1648 Gouverneur des Meißnischen Estats und Oberkommandant von Leipzig; seit 1648 Reichsrat; ab 1651 Kriegsrat; seit 1652 Kammerrat; 1652-1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1655/56 Gouverneur von Halland; ab 1661 Generalgouverneur von Livland; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand; seit 1652 Graf von Lillieborg.

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Graf Gustaf Helmer Lillie

geb. 1639
gest. 1684
Anm.: Sohn des Axel Gustafsson Lillie (1603-1662); schwedischer Kornett (1655), Rittmeister (1656), Obristleutnant (1661) und Obrist (1665); 1668-1673 Oberst der Leibgarde.

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Gebhard Loyß
Gebhard Louis

geb. 1613
gest. nach 1660
Anm.: 1635/36 und 1647-1656 Kammerdiener, zuletzt auch Geheimer Kammerschreiber und Bibliothekar des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1637 Hofkastner in Amberg; Inhaber eines lehnbaren Gülthofs in Büchelberg (Oberpfalz).
Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Daniel Marggraf

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Dröbeler Lehrers Philipp Marggraf (gest. 1645); ab 1637 Studium am Zerbster Gymnasium Illustre; 1643-1663 Pfarrer in Waldau; 1663/64 übergangsweise Schulrektor in Bernburg; seit 1664 Pfarrer an der Bernburger Nikolaikirche; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 347.

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Johann von Mario zu Gammerslewe
Johan van Mario

geb. ca. 1574
gest. 1651
Anm.: Ab 1598 in den Niederlanden lebender Italiener; 1619/20 Obristleutnant unter Graf Georg Friedrich von Hohenlohe-Weikersheim (1569-1645) bzw. Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); seit 1622 im Dienst der Fürsten von Oranien, zuletzt als Obrist (um 1629/30); 1624/25 Hofmeister des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg; ab 1624 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Goldgelbe").
Martin (2) N. N.

Anm.: Sohn eines Bernburger Glasers; um 1649 im Dienst des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

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Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Burchard Müller von der Lühnen

geb. 1604
gest. 1670
Anm.: Angeblich Angehöriger einer Lüneburger Salzsiederfamilie; seit 1623 in schwedischem Kriegsdiensten als Kürassier, Leutnant (1623), Rittmeister (1632), Major (1636), Obristleutnant (1636), Obrist (1641), Generalmajor (1648), Generalleutnant (1655) und General der Kavallerie (1657); 1649 Kommandant in Greifswald; 1659 Generalkommandeur in Pommern; 1650 Nobilitierung.

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Gräfin Amalia von Nassau-Dillenburg
Fürstin Amalia von Oranien
Geburtsname: Gräfin Amalia zu Solms-Braunfels

geb. 1602
gest. 1675
Anm.: Tochter des Grafen Johann Albrecht I. zu Solms-Braunfels (1563-1623); seit 1619 Hofdame der Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz (1596-1662); 1625-1647 Ehe mit Fürst Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647).

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Gräfin Maria (Henrietta) von Nassau-Dillenburg
Fürstin Maria (Henrietta) von Oranien
Geburtsname: Prinzessin Maria (Henrietta) von England, Schottland und Irland

geb. 1631
gest. 1660
Anm.: Tochter des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); 1641-1650 Ehe mit Fürst Wilhelm II. von Oranien (1626-1650).

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Graf Wilhelm II. von Nassau-Dillenburg
Fürst Wilhelm II. von Oranien

geb. 1626
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); seit 1647 Fürst von Oranien und Statthalter der Niederlande.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Katharina Nefe

geb. 1649
gest. 1649
Anm.: Tochter des Bernburger Küsters und Stadtschreibers Salomon Nefe (gest. 1662).
Salomon Nefe

geb. 1606
gest. 1662
Anm.: Vermutlich Sohn des Bernburger Bürgers Hans Nefe; ab 1641 Küster (Äditus) an der Bernburger Schlosskirche St. Aegidien (noch 1653); seit spätestens 1642 zugleich Stadtschreiber der Bernburger Bergstadt (noch 1649); zuletzt Schulmeister in Ilberstedt.
Bernard de Nogaret de La Valette
Duc Bernard de La Valette
Duc Bernard d' Épernon

geb. 1592
gest. 1661
Anm.: Sohn des Jean-Louis de Nogaret de La Valette, Duc d'Épernon (1554-1642); 1622-1649 und ab 1658 Duc de La Valette sowie Pair de France; seit 1610 Colonel général des Bandes françaises (bis 1642 unter Aufsicht seines Vaters); ab 1642 Duc d'Épernon; Gouverneur der Guyenne (1643-1651) und Bourgogne (1654-1660); seit 1645 Ritter des Hosenbandordens.

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Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

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Olimpia (1) Pamphilj
Olimpia Nini
Geburtsname: Olimpia Maidalchini

geb. 1591
gest. 1657
Anm.: Tochter des Sforza Maidalchini (1561-1623); 1608-1611 erste Ehe mit Paolo Nini (1588-1611); 1612-1639 zweite Ehe mit Pamphilio Pamphilj (1563/64-1639); Schwägerin und enge Beraterin von Papst Innozenz X. (1574-1655).

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Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

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Georg Petz d. J.

geb. 1611
gest. 1662
Anm.: Sohn von Georg Petz d. Ä. (gest. 1660); seit 1638 Einspänniger des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1649); spätestens 1643 auch Hoffurier (noch 1656); um 1652 Kämmerer der Bernburger Bergstadt; um 1658/62 Bürgermeister.
Pfalzgräfin Elisabeth von Pfalz-Simmern
Äbtissin Elisabeth (1) von Herford

geb. 1618
gest. 1680
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); ab 1661 Koadjutorin und seit 1667 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Herford.

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Pfalzgraf Moritz von Pfalz-Simmern

geb. 1621
gest. 1652
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637 in niederländischen Kriegsdiensten; 1638/39 vermutlich zu Studienzwecken in Paris; 1640-1642 in schwedischen Kriegsdiensten; royalistischer Obrist (1642) und Generalleutnant (1643) im englischen Bürgerkrieg; 1646 Rückkehr in die Niederlande; 1648 in niederländischen Kriegsdiensten; seit 1649 Vizeadmiral einer kleinen englisch-royalistischen Flotte unter seinem Bruder Ruprecht (1619-1683), die 1651 zur Freibeuterei überging; 1652 Tod in der Karibik bei einem Schiffbruch; seit 1649 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb. 1619
gest. 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647/48 französischer Maréchal de camp; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistischen Flotte, die 1651 zur Freibeuterei überging; 1653-1655 Master of the Horse; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee und des Admirality Committee; ab 1668 Lord High Admiral; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürstin Charlotte von der Pfalz
Geburtsname: Landgräfin Charlotte von Hessen-Kassel

geb. 1627
gest. 1686
Anm.: Tochter des Landgrafen Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); 1650-1657 (geschiedene) Ehe mit Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz (1617-1680).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz
Königin Elisabeth von Böhmen
Geburtsname: Prinzessin Elisabeth von England, Irland und Schottland

geb. 1596
gest. 1662
Anm.: Tochter des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England und Irland) (1566-1625); 1613-1632 Ehe mit Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Joachim Plato

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Sohn des Amberger Pfarrers und Kircheninspektors Matthius Plato (1545-1617); 1619-1625 Pfarrer in Nittenau/Regen; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Hoym; 1638-1642 Pfarrer in Ballenstedt; seit 1642 Superintendent und Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 379f.

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König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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König Johann IV. von Portugal
Duque João II de Bragança

geb. 1604
gest. 1656
Anm.: Sohn des Duque Teodósio II de Bragança (1568-1630); ab 1630 Duque de Bragança; seit 1640 König von Portugal.

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N. N. Randt

Anm.: Um 1649 auf Schloss Lorentzen stationierter, vermutlich in kaiserlichen Diensten stehender Obrist.
Josias von Rantzau

geb. 1609
gest. 1650
Anm.: Sohn des Breide von Rantzau (1563-1639); zunächst in niederländischen, dänischen, kaiserlichen und schwedischen Kriegsdiensten; danach französischer Colonel (1635), Maréchal de camp (1636), Lieutenant-général (1637), Lieutenant-général des armées du roi (1643) und Maréchal de France (1645); 1645 Konversion zum katholischen Glauben; 1646-1649 Festungskommandant von Dünkirchen; während der Fronde 1649/50 kurzzeitig inhaftiert.

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Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Helena von Rindtorf
Geburtsname: Helena Bohusch von Ottoschütz
Helena Bohuš z Otěšic

Anm.: Tochter des böhmischen Adligen Bohuslaus Bohusch von Ottoschütz; 1628 Emigration nach Annaberg in Sachsen; spätestens 1643 Hofjungfer in Bernburg; danach bis 1649 Kammer- bzw. Hofjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675) bzw. der fürstlichen Fräulein; seit 1649 Ehe mit Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Ernst Dietrich von Röder

geb. ca. 1608
gest. 1686
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Wolf Dietrich von Röder (gest. 1624); Erbherr auf Ermsleben; bis 1630 Edelknabe und Kammerjunge des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ca. 1632-1635 Hofjunker und ab 1636 Kammerjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1634 zudem fürstlicher Kriegskommissar in den Ämtern Güntersberge und Harzgerode; bis 1650 anhaltisch-bernburgischer Kriegskommissar; ab 1650 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg von Haus aus; seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Diensthafte").
Barthélemy Rolans

gest. 1649
Anm.: Mehrmals Bürgermeister von Lüttich.
Reinhold (2) von Rosen
Der Gute

geb. 1604/05
gest. 1667
Anm.: Sohn des Otto von Rosen (gest. nach 1638) auf Gresten (Linie Groß-Roop); Erbherr auf Ninigal, Bollweiler und Dettweiler; um 1621 Page am Stockholmer Hof; spätestens ab 1631 schwedischer Obrist, zuletzt unter Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); seit 1639 einer der Führer von dessen Weimarischer Armee in französischen (1639-1647) und später schwedischen Diensten als Generalmajor und Obrist; um 1649 französischer Lieutenant-général und Kriegsrat; ab 1652 Kommandant im Elsass.

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Herzog Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg

geb. 1586
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); bereits als Jugendlicher Konversion zum katholischen Glauben; kaiserlicher Obrist (1618-1635) und Feldmarschall (1629); 1634/35 Inhaftierung wegen seiner Vertrauensstellung bei Wallenstein (1583-1634); ab 1637 Friedensvermittler zwischen Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) und Schweden; seit 1656 regierender Herzog von Sachsen-Lauenburg; ab 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Glückhafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar

geb. 1598
gest. 1662
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender, ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Weimar; Obrist unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1620-1622) und Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach (1622); 1623 General unter Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); 1623/24 kaiserlicher Gefangener; 1631-1635 schwedischer Militärgouverneur von Thüringen und Statthalter von Erfurt; 1632-1635 schwedischer Generalleutnant; 1617 Gründungsmitglied und seit 1651 zweites Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schmackhafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog August (1) von Sachsen-Weißenfels
Administrator August von Magdeburg

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1635/38 Administrator des Erzstifts Magdeburg; seit 1657 zugleich regierender Herzog von Sachsen-Weißenfels (kursächsische Sekundogenitur); ab 1643 Mitglied und seit 1662 drittes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgeratene").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

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Magdalena Sophia von Schilling
Geburtsname: Magdalena Sophia von Krage

gest. nach 1655
Anm.: Tochter des Heinrich von Krage (gest. 1630); 1634-1655 Ehe mit dem Zerbster Hofjunker Jobst Ernst von Schilling (1606-1655).
Christoph Wilhelm (von) Schlegel

geb. ca. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Wolf (von) Schlegel (1584-1658); Erbherr auf Merzien, Zehringen und Thurau; um 1631/32 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1633 Fahnenjunker des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); um 1640/41 Hofjunker in Bernburg.
Ernst Schmidt

Anm.: Geboren in Biendorf; um 1643/48 Schlossmusketier in Bernburg; um 1643/53 zugleich fürstlicher Vogelsteller; um 1651 außerdem Gastwirt in Peißen.
Martin Schmidt

gest. 1657(?)
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); fürstlicher Amtmann und Amtsschreiber in Harzgerode (spätestens 1631-1632); anschließend Amtmann von Bernburg (1632-1637) bzw. Ballenstedt-Hoym (1637-1657).
Johann Philipp von Schönborn
Erzbischof und Kurfürst Johann Philipp von Mainz
Bischof Johann Philipp von Würzburg
Bischof Johann Philipp von Worms

geb. 1605
gest. 1673
Anm.: Sohn des Georg von Schönborn (gest. 1613); Domizellar in Würzburg (ab 1621) und Mainz (seit 1625); Domherr in Würzburg (ab 1629) und Worms (seit 1630); 1635-1645 Stiftspropst von St. Burkard in Würzburg; ab 1642 Bischof von Würzburg; seit 1647 auch Erzbischof und Kurfürst von Mainz; ab 1663 ebenso Bischof von Worms.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
König Karl X. Gustav von Schweden
Herzog Karl Gustav von Bremen und Verden
Pfalzgraf Karl Gustav von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg

geb. 1622
gest. 1660
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1589-1652); schwedischer Rittmeister (1642), Obrist (1643) und ab 1648 oberster Befehlshaber der Armee im Heiligen Römischen Reich; 1649 Ernennung zum Thronfolger durch den schwedischen Reichstag auf Betreiben seiner Cousine Königin Christina von Schweden (1626-1689); seit 1654 König von Schweden sowie regierender Herzog von Bremen und Verden; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabene").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Simon Heinrich von Schweichhausen
Simon Heinrich von Schwechhausen

geb. ca. 1614
Anm.: Sohn des Bremer Patriziers N. N. Schweichhausen (1); zeitweise Kriegsdienst in England als Fähnrich, Leutnant, Capitän-Leutnant und Rittmeister; 1646-1649 Hofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718) sowie zugleich anhaltisch-bernburgischer Rat; ab 1649 sächsisch-weimarischer Hof- und Kammerjunker (spätestens 1651) sowie Obristleutnant (1651-1655); 1654/55 zudem Hofmeister der Herzöge Bernhard (1638-1678) und Friedrich von Sachsen-Weimar (1640-1656); 1653 Nobilitierung; seit 1651 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Eigentliche").
Joachim Christoph von Seckendorff

geb. 1577
gest. 1657
Anm.: Sohn des Joachim von Seckendorff (gest. 1586); Erbherr auf Obernzenn, Uhlstadt und Langenfeld; 1641-1651 Ritterhauptmann des Kantons Steigerwald; brandenburgisch-ansbachischer "Minister"; 1610-1616 Burggraf auf dem Rothenberg; Oberschultheiß in Würzburg; würzburgischer Amtmann von Iphofen.

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Rodrigo de Silva Mendoza y Sarmiento
Duque Rodrigo de Híjar
Marqués Rodrigo de Alenquer

geb. 1600
gest. 1664
Anm.: Sohn des Diego de Silva y Mendoza, Duque de Francavilla y Marqués de Alenquer (1564-1630); ab 1622 durch Heirat Duque de Híjar; seit 1630 Marqués de Alenquer; ab 1640 spanischer Offizier im Restaurationskrieg gegen Portugal; seit 1648 lebenslange Haft wegen Beteiligung an Verschwörung gegen König Philipp IV. von Spanien (1605-1665).
Philipp Christoph von Sötern
Erzbischof und Kurfürst Philipp Christoph von Trier
Bischof Philipp Christoph von Speyer

geb. 1567
gest. 1652
Anm.: Sohn des Georg Wilhelm von Sötern (gest. 1593); ab 1610 Bischof von Speyer; seit 1623 Erzbischof und Kurfürst von Trier; 1635-1645 erst spanischer, dann kaiserlicher Gefangener wegen seines Bündnisvertrages mit Frankreich (1632).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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Königin Maria Anna von Spanien
Geburtsname: Erzherzogin Maria Anna von Österreich

geb. 1634
gest. 1696
Anm.: Tochter von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1649-1665 Ehe mit König Philipp IV. von Spanien (1605-1665).

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König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

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Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Otto Johann von Steinaecker

geb. ca. 1607
gest. 1667
Anm.: Sohn des Zerbster Brauers Dietrich Steinaecker; zunächst in dänischen, seit 1629 in schwedischen Kriegsdiensten als Major (1630), Obrist (1637/38) und Kriegsrat (bis 1641); 1637 Nobilitierung.
Johann Sternberg

gest. 1650
Anm.: Vermutlich Dr. jur.; um 1646/48 schleswig-holsteinischer und spätestens seit 1647 auch anhaltisch-bernburgischer Agent in Wien.
Ernst von Stolzenberg

gest. nach 1664
Anm.: Niedersächsischer Adliger; Erbherr auf Luttmersen; schwedischer Major (um 1649) und Obrist; später in Hamburg bzw. in Schweden.
Kaspar Streso

geb. ca. 1603
gest. 1664
Anm.: Sohn des Köthener Superintendenten Adam Streso (1571-1626); reformierter Prediger in Münster (1637/38) und Den Haag (seit 1638).

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Sultan (Osmanisches Reich) Mehmed IV.

geb. 1642
gest. 1693
Anm.: Sohn von Sultan Ibrahim (1615-1648); 1648-1687 Sultan des Osmanischen Reiches.

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Wolfgang Sutorius

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des späteren Ballenstedter bzw. Bernburger Pfarrers Leonhard Sutorius (1576-1642); bis 1643 fürstlicher Amtsschreiber in Harzgerode; 1646-1648 fürstlicher Gutsverwalter in Zepzig; seit 1648 Korn- und um 1649/54 Amtsschreiber in Bernburg.
Konrad Theopold

geb. 1600
gest. 1651
Anm.: Sohn des Amesdorfer Pfarrers Johannes Theopold (1563-1626); Schulbesuch am Gymnasium zu Zerbst, Studium in Frankfurt a. d. Oder; 1626-1637 Pfarrer in Natho; 1637-1644 Diakon an St. Bartholomäi in Zerbst (Entlassung als Reformierter); seit 1645 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 445.

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Graf Maximilian von Trauttmansdorff

geb. 1584
gest. 1650
Anm.: Sohn des Johann Friedrich von Trauttmansdorff (1542-1614); als Jugendlicher Konversion zum katholischen Glauben; Teilnahme am Langen Türkenkrieg; 1609-1618 Reichshofrat; ab 1619 kaiserlicher Kämmerer; spätestens seit 1627 Geheimer Rat; ab 1635 Obersthofmeister von König bzw. Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); wenig später auch Präsident des Geheimen Rates; mehrfach wichtige diplomatische Missionen, u. a. als Unterhändler des Nikolsburger (1622), Prager (1635) und Westfälischen Friedens (1645-1647); 1623 Erhebung in den Grafenstand; seit 1634 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Trotha, Familie

Anm.: Mitteldeutsches Adelsgeschlecht.

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Íñigo d. J. Vélez de Guevara y Tassis
Marqués Íñigo d. J. de Guevara
Conde Íñigo d. J. de Oñate
Conde Íñigo d. J. de Villamediana

geb. 1597
gest. 1658
Anm.: Sohn des Íñigo d. Ä. Vélez de Guevara y Tassis, Conde de Oñate (1572-1644); königlicher Kämmerer; spanischer Botschafter in London (1636-1638) und Rom (1646-1648); ab 1644 Conde de Oñate und Conde de Villamediana; 1648-1653 Vizekönig von Neapel; seit 1653 Consejero de estado; ab 1653 erster Marqués de Guevara.

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Christian Wilhelm von Wartensleben

geb. ca. 1632
gest. 1675
Anm.: Sohn des Johann Joachim von Wartensleben (1594-1633); 1646-1653 Page und 1653/54 Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später in niederländischen Kriegsdiensten u. a. als Capitain (1665) und Major (vor 1675).
Marcus Friedrich (1) Wendelin

geb. 1584
gest. 1652
Anm.: Sohn des Predigers Friedrich Wendelin (gest. 1594) in Sandhausen bei Heidelberg; Studium in Heidelberg (1607 Mag.); ab 1609 Erzieher und Hofmeister der Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg sowie Friedrich Moritz (1600-1610) und Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1612 Rektor am Zerbster Gymnasium Illustre; vgl. Gustav Früh / Hans Goedeke / Hans Jürgen von Wilckens: Die Leichenpredigten des Stadtarchivs Braunschweig, Bd. 9, Hannover 1985, S. 4386f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Maria Elisabeth von Wesenbeck
Geburtsname: Maria Elisabeth von Halck

gest. 1649
Anm.: Schwester des Hans Albrecht von Halck (gest. 1658); ca. 1628/30-1637 Ehe mit Peter d. J. von Wesenbeck (1575/76-1637).
Johann Weyland

geb. 1601
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Böttchers Joachim Weyland (gest. 1610); zunächst Reitherr, um 1624 Kämmerer sowie seit 1634 Bürgermeister (1634, 1636, 1639, 1642 regierend) der Talstadt von Bernburg.
N. N. Williams

Anm.: Englischer Geistlicher, der 1649 verhaftet wurde, weil er für König Karl I. von England (1600-1649) gebetet hatte.
John Williams

Anm.: Hofmeister des Thomas Howard, 14. Earl of Arundel (1585-1646); um 1649 englischer Emigrant in Bernburg.
Graf Carl Gustav Wrangel af Salmis
Graf Carl Gustav von Sölvesborg

geb. 1613
gest. 1676
Anm.: Sohn des Hermann Wrangel (1587-1643); ab 1627 in schwedischen Kriegsdiensten als Kornett (1629), Rittmeister (1632), Obristleutnant (1635), Obrist (1636), Generalmajor (1638), Generalzeugmeister (1645) und Feldmarschall (1646); seit 1646 Reichsrat; 1646-1648 Oberbefehlshaber der schwedischen Truppen in Deutschland; 1648-1650 und ab 1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1657-1664 Reichsadmiral; seit 1664 Reichsmarschall; 1651 Erhebung in den Grafenstand (1651-1665 Graf von Salmis, ab 1665 Graf von Sölvesborg); seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Obsiegende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Eberhard III. von Württemberg

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Friedrich von Württemberg (1582-1628); seit 1628 regierender Herzog von Württemberg (bis 1633 unter Vormundschaft); 1634-1638 Exil in Straßburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Zaffira
Ssaffije

Anm.: Angeblich Ehefrau oder Schwester von Sultan Ibrahim (1615-1648), die 1644 auf einer Pilgerfahrt nach Mekka im östlichen Mittelmeer durch die Malteser gefangen genommen wurde; in Spanien Konversion zum katholischen Glauben; 1649/50 Heiratskandidatin für Don Juan José de Austria (1629-1679).
Zar (Moskauer Reich) Alexei

geb. 1629
gest. 1676
Anm.: Sohn des Zaren Michail (1596-1645); seit 1645 Zar des Moskauer Reiches.

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Aken
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Albuquerque
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Angola
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Anm.: Seit 1575 Kolonie des Königreichs Portugal.
Anhalt-Dessau, Fürstentum
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Anhalt-Zerbst, Fürstentum
Anhalt, Fürstentum
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Askanien (Aschersleben), Grafschaft
Augsburg
weiterführende Informationen
Baalberge
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Ballenstedt(-Hoym), Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Barcelona
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Berberei (Barbareskenstaaten)
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Bernburg, Bergstadt ("Vorm Berge")
Anm.: Eigenständige Stadt rechts der Saale unterhalb des Bernburger Schlosses, die im Jahr 1825 mit der Talstadt vereinigt wurde.
Bernburg, Talstadt
Anm.: Stadt links der Saale, die aus den ehemals eigenständigen Teilen Altstadt und Neustadt bestand (1825 Zusammenschluss mit der Bernburger Bergstadt).
Bordeaux
weiterführende Informationen
Bornische Aue
Anm.: Nach der wüstgefallenen Siedlung Borna benannte Aue an der Saale zwischen Bernburg und Gröna in der Gegend des heutigen Bernburger Stadtteils Neuborna.
Brandenburg, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Brandenburg, Markgrafschaft
weiterführende Informationen

Anm.: Kernland des Kurfüstentums Brandenburg.
Brasilien
weiterführende Informationen

Anm.: Kolonie des Königreichs Portugal.
Braunschweig und Lüneburg, Herzogtum
weiterführende Informationen

Anm.: Die Teilfürstentümer Braunschweig-Wolfenbüttel, Lüneburg, Calenberg und Grubenhagen umfassendes Gesamtterritorium der welfischen Herzöge.
Bremen
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Cádiz
weiterführende Informationen
Castro
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Anm.: Hauptstadt des gleichnamigen Herzogtums in Mittelitalien, die nach ihrer Zerstörung im Jahr 1649 nicht wieder aufgebaut wurde.
Chios, Insel
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Condé-sur-l'Escaut
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Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
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Dänemark, Königreich
weiterführende Informationen
Den Haag ('s-Gravenhage)
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Dénia
weiterführende Informationen
Dessau (Dessau-Roßlau)
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Drenthe, Landschaft
Anm.: Bis 1815 Teil der niederländischen Provinz Overijssel.
Dresden
weiterführende Informationen
Drogheda
weiterführende Informationen
Ehrenbreitstein (Hermannstein), Festung
weiterführende Informationen
Eisleben (Lutherstadt Eisleben)
weiterführende Informationen
England, Commonwealth von
weiterführende Informationen
England, Königreich
weiterführende Informationen
Erfurt
weiterführende Informationen
Finnland
weiterführende Informationen

Anm.: Teil des Königreichs Schweden.
Flandern, Grafschaft
weiterführende Informationen
Flensburg
weiterführende Informationen
Florenz (Firenze)
weiterführende Informationen
Frankenthal
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Freckleben, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Friesland, Provinz (Herrschaft)
weiterführende Informationen
Gelderland, Provinz (Herzogtum Geldern)
weiterführende Informationen
Genf, Stadt und Republik
weiterführende Informationen
Gernrode, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Gießen
weiterführende Informationen
Glückstadt
weiterführende Informationen
Gottorf
weiterführende Informationen
Gröbzig, Amt
Anm.: Frühere Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Groningen (Stadt und Umland), Provinz
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Güsten
weiterführende Informationen
Halberstadt, Hochstift bzw. Fürstentum (seit 1648)
weiterführende Informationen
Halle (Saale)
weiterführende Informationen
Hamburg
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Harz
weiterführende Informationen
Harzgerode
weiterführende Informationen
Harzgerode, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Hecklingen
weiterführende Informationen
Heidelberg
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
weiterführende Informationen
Hennegau (Hainaut), Grafschaft
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Holland, Provinz (Grafschaft)
weiterführende Informationen
Holstein, Herzogtum
weiterführende Informationen
Hoym
weiterführende Informationen
Ingermanland
weiterführende Informationen
Irland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Jersey, Insel
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Katalonien, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Kleve, Herzogtum
weiterführende Informationen
Köln
weiterführende Informationen
Köln, Kurfürstentum (Erzstift)
weiterführende Informationen
Könnern
weiterführende Informationen
Köthen
weiterführende Informationen
Kreta (Candia), Insel
weiterführende Informationen
Krim, Khanat
weiterführende Informationen
Leipzig
weiterführende Informationen
Lingen
weiterführende Informationen
Lingen, Grafschaft
weiterführende Informationen
Lissabon (Lisboa)
weiterführende Informationen
London
weiterführende Informationen
Lüttich (Liège)
weiterführende Informationen
Maastricht
weiterführende Informationen
Madrid
weiterführende Informationen
Mailand (Milano)
weiterführende Informationen
Mansfeld
weiterführende Informationen
Mansfeld, Grafschaft
weiterführende Informationen
Mantua, Herzogtum
weiterführende Informationen
Meißen, Hochstift
weiterführende Informationen

Anm.: Seit 1581 unter der Herrschaft des Kurfürstentums Sachsen.
Monaco, Fürstentum
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Moskauer Reich (Großrussland)
weiterführende Informationen
Münster
weiterführende Informationen
Nassau-Hadamar, Grafschaft
weiterführende Informationen
Neapel (Napoli)
weiterführende Informationen
Niederlande (beide Teile)
weiterführende Informationen
Niederlande, Spanische
weiterführende Informationen
Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
weiterführende Informationen
Nienburg (Saale)
weiterführende Informationen
Nienburg (Saale), Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Nürnberg
weiterführende Informationen
Obere Pfalz (Oberpfalz), Fürstentum
weiterführende Informationen
Oneglia, Fürstentum
weiterführende Informationen
Osmanisches Reich
weiterführende Informationen
Ostsee
weiterführende Informationen
Overijssel, Provinz (Herrschaft)
weiterführende Informationen
Paris
weiterführende Informationen
Pavia
weiterführende Informationen
Pfaffenbusch
Anm.: Auenwaldgebiet an der Saale bei Bernburg.
Pfalz, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Plötzkau
weiterführende Informationen
Plötzkau, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt; 1611-1665 unter der Landeshoheit von Anhalt-Bernburg stehendes anhaltisches Teilfürstentum (vgl. Anhalt-Plötzkau, Fürstentum).
Polen, Königreich
weiterführende Informationen
Portugal, Königreich
weiterführende Informationen
Prag (Praha)
weiterführende Informationen
Provence
weiterführende Informationen
Rio de Janeiro
weiterführende Informationen
Río de la Plata, Fluss
weiterführende Informationen
Rom (Roma)
weiterführende Informationen
Saale, Fluss
weiterführende Informationen
Saar, Fluss
weiterführende Informationen
Sandersleben
weiterführende Informationen
Sandersleben, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Schlackenwerth (Ostrov nad Ohří)
weiterführende Informationen
Schöningen
weiterführende Informationen
Schottland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schweden, Königreich
weiterführende Informationen
Schweiz, Eidgenossenschaft
weiterführende Informationen
Seeland (Zeeland), Provinz (Grafschaft)
weiterführende Informationen
Smolensk, Fürstentum
weiterführende Informationen
Spa
weiterführende Informationen
Spanien, Königreich
weiterführende Informationen
Staßfurt
weiterführende Informationen
Steiermark, Herzogtum
weiterführende Informationen
Stockholm
weiterführende Informationen
Suda (Souda)
weiterführende Informationen
Terra firma
Anm.: Alte Bezeichnung (spanisch "tierra firme") für das nördliche Küstenland von Südamerika.
Trier, Kurfürstentum (Erzstift)
weiterführende Informationen
Twente
weiterführende Informationen
Utrecht, Provinz (Hochstift)
weiterführende Informationen
Valencia, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Venedig (Venezia)
weiterführende Informationen
Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
weiterführende Informationen
Vianen
weiterführende Informationen
Vosges (Vogesen), Gebirge
weiterführende Informationen
Waldau
weiterführende Informationen
Wallonien
weiterführende Informationen
Warmsdorf
weiterführende Informationen
Warmsdorf, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Weimar
weiterführende Informationen
Werdershausen, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Wesel
weiterführende Informationen
Westeregeln
weiterführende Informationen
Westindien
weiterführende Informationen

Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff für die Karibischen Inseln, im weiteren Sinne für den gesamten amerikanischen Kontinent.
Wien
weiterführende Informationen
Würzburg
weiterführende Informationen
Zerbst
weiterführende Informationen
Brandenburg, Landstände
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
weiterführende Informationen
Münster, Domkapitel
weiterführende Informationen
Niederlande, Generalstaaten
weiterführende Informationen
Trier, Domkapitel
weiterführende Informationen
Universität Marburg
weiterführende Informationen
Venedig, Rat der Zehn (Consiglio dei Dieci) der Republik
weiterführende Informationen
Venedig, Senat (Consiglio dei Pregadi) der Republik
weiterführende Informationen
Aulus Persius Flaccus: Satiren, hg. von Walter Kißel, Heidelberg: 1990. [Nachweis im GVK]