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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: November 1649


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXIa, fol. 251v-284v (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. November 1649
Bernburg
  • Jagd
  • Traum
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Rückkehr des kaiserlichen Kapitänleutnants Georg Wilhelm Ayrer aus Leipzig
  • Korrespondenz
02. November 1649
Bernburg
  • Spaziergang zum Vogelherd bei Nebel
  • Vogelfang
  • Abwägen von Plänen
03. November 1649
Bernburg
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Abwägen von Plänen
04. November 1649
Bernburg
  • Anhörung der Predigt
  • Diakon Andreas Hesius, Kammerrat Dr. Joachim Mechovius und Ayrer als Mittagsgäste
  • Vereidigung des Lakaien Hans Georg, des Stall- und Reitknechts Adam Ludwig sowie des Stall- und Sattelknechts Michal Kuhne
  • Neuigkeiten
  • Feuerwerk für die Söhne Karl Ursinus und Viktor Amadeus durch den Kammermeister Tobias Steffeck
  • Streit unter den Bediensteten
05. November 1649
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Wirtschaftssachen
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Korrespondenz
06. November 1649
Bernburg
  • Jagd
  • Traum
  • Ergänzung der Pläne
  • Wirtschaftssachen
07. November 1649
Bernburg
  • Kirchgang
  • Korrespondenz
  • Abreise des Ayrer und des Volrad Ludolf von Krosigk nach Leipzig
  • Gespräch mit dem Hanauer Exulanten Philipp May
  • Neuigkeit
08. November 1649
Bernburg
  • Jagd
  • Traum
  • Bericht durch den Kanzlei- und Lehenssekretär Paul Ludwig
  • Ludwig, Hofprediger Konrad Theopold und Steffeck als Mittagsgäste
  • Administratives
  • Entsendung des May in die Niederlande
  • Mißlingen der Pläne
09. November 1649
Bernburg
  • Forderung des Quartiermeisters von Graf Magnus Gabriel de la Gardie wegen zurückgehaltenen Geldes
10. November 1649
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Administratives
  • Neuigkeiten
  • Berichterstattung durch Ludwig, Amtmann Georg Reichardt und Kanzlist Georg Knüttel
11. November 1649
Bernburg
  • Anhörung der Predigt
  • Theopold und Dr. Mechovius als Mittagsgäste
  • Besuch des Gottesdienstes mit Schwester Dorothea Bathilde und den beiden Söhnen am Nachmittag
  • Neuigkeiten
12. November 1649
Bernburg
  • Ankunft der Elefantendame Hansken in Bernburg
  • Administratives
  • Unterhaltung durch den Elefanten
13. November 1649
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Zeitvertreib mit Elefantendame Hansken im Schlosssaal
  • Gespräche mit dem Elefantendomteuer Oldenbarnevelt
  • Mittagsgäste
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Am Abend Besuch der Elefantendame im Stall
14. November 1649
Bernburg
  • Kirchgang
  • Abreise des Elefanten
  • Bezahlung von Oldenbarnevelt und dessen Dienern
  • Durchreise des Gottorfer Hofmeisters Matthias von Krosigk
  • Erwerb eines Kupferdrucks mit Kunststücken des Elefanten
  • Rückkehr von Diener Barthold aus Strelitz
  • Korrespondenz
15. November 1649
Bernburg
  • Neuigkeiten
  • Weitere Informationen und Gerüchte über den Elefanten
  • Rückkehr des Rüstmeisters Johann Balthasar Oberlender aus Ballenstedt
  • Essenslieferung aus Ballenstedt
  • Ankunft der königlich-dänischen Hofmeisterin Rossau und der Sophia von der Trautenburg am Abend
16. November 1649
Bernburg
  • Sorge um durch starken Regen erschwerte Reisebedingungen für Boten und Elefant
  • Neuigkeiten
  • Administratives
  • Kapitän Michael Eberdt, Adam von Biedersee und der Stargarder Jehner als Mittagsgäste
  • Besuch durch Hesius
  • Besuch durch Christoph Wilhelm Schlegel
  • Kriegsfolgen
  • Korrespondenz
  • Vermessung des Elefanten
  • Besonderheiten des Elefanten
17. November 1649
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Entsendung des Dr. Mechovius nach Köthen
  • Korrespondenz
  • Dr. Mechovius als Mittagsgast
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Körpermaße des Elefanten
18. November 1649
Bernburg
  • Neuigkeiten
  • Anhörung der Predigt
  • Pfarrer Georg Enderling und Steffeck als Mittagsgäste
  • Kirchgang mit Schwester Dorothea Bathilde und den Söhnen am Nachmittag
19. November 1649
Bernburg
  • Jagd
  • Spaziergang bei schlechtem Wetter
  • Hochwassgefahr
  • Administratives
  • Rückkehr der Frau von Rossau aus Halle
20. November 1649
Bernburg
  • Abreise der von Rossau, deren Sohn, der von der Trautenburg und Rittmeister von Hagen
  • Gestern keine Aufwartung durch Hagen und Rossau
  • Nächtliches Klopfen an der Tür
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
21. November 1649
Bernburg
  • Anhörung der Predigt mit Schwester Dorothea Bathilde und beiden Söhnen
  • Neuigkeiten
  • Rückkehr des Barthold
  • Trauer um den verstorbenen Sohn Erdmann Gideon
  • Gespräch mit dem Hofbarbier und Chirurgen Johann Wenzel Rothe
  • Gespräch mit Schlegel
22. November 1649
Bernburg
  • Jagd
  • Frost
  • Jagdausflug zur Krähenhütte mit Sohn Karl Ursinus
  • Administratives
23. November 1649
Bernburg
  • Gespräch mit Paul Ludwig
  • Spaziergang bei frostigem Wetter
  • Besuch durch den Reinstedter Pfarrer Wolfgang Benjamin Giegelsberger
  • Korrespondenz
  • Neuigkeiten
24. November 1649
Bernburg
  • Traum
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Berichterstattung durch den Kämmerer Martin Tornau
  • Korrespondenz
25. November 1649
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Anhörung der Predigt
  • Kirchgang am Nachmittag mit Schwester Dorothea Bathilde und den beiden Söhnen
  • Gespräch mit dem angehenden Pfarrer Ottmar Baumeister d. J.
  • Neuigkeiten
  • Abschrift von Beglaubigungsschreiben und Beschreibung eines türkischen Gesandtenbesuchs in Spanien
26. November 1649
Bernburg
  • Rückgang des Hochwassers
  • Wirtschaftlicher Schaden der Gemahlin
  • Korrespondenz
  • Spaziergang
27. November 1649
Bernburg
  • Besprechung mit Reichardt und Diakon Bartholomäus Jonius
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Korrespondenz
  • Verspätete Rückkehr des Boten aus Leipzig
28. November 1649
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Kirchgang
  • Rückkehr des Boten aus Stassfurt
  • Neuigkeiten
29. November 1649
Bernburg
  • Jagd
  • Korrespondenz
  • Ehemaliger Prinzenhofmeister und fürstlicher Rat Melchior Loyß und der ehemalige Leibarzt Dr. Johann Brandt als Mittagsgäste
  • Wirtschaftssachen
30. November 1649
Bernburg
  • Fuchsjagd
  • Ankunft des betrügerischen Faktors Jakob Adolff in Bernburg am gestrigen Tag
  • Aktenstudium
  • Wirtschaftssachen
  • Tauwetter
  • Weiterhin vereeiste Saale
|| [[Handschrift: 251v]]

Donnerstag den 1. Novembris, 1649.

<3 hasen, hat Rindorff gehetzt. et cetera>


Ein Somnium gehabt, alß wann jch mit meinem Sohn,
Victorio Amedeo, hette verraysen wollen. Alß wir
Nota Bene aber vermeint Erdtmann Gideon Sehliger mein Elltister
lieber Sohn, wehre Todt, siehe, so wehre er auch zu
unß kommen, mit raysekleidern, stifeln, undt Sporen,
hette zwar übel außgefsehen, wehre aber
doch miraculose aufkommen, undt hetten wir
Gott den herren, davor gelobet, undt gedangkt.
Nota Bene Jch wehre auch gewarnet worden, den Balsa-
mum Vitæ innerlich, undt daß Oleum contra
Venenum, eüßerlich, zu gebrauchen, undt fleißig
meinen Söhnen zu adhibiren, wolten wir anderst, nechst
Gott, unß bey leben, erhalten! undt wir solten nicht
Nota Bene allen Medicis, oder denen, die uns curiren wolten, zu viel vertrawen.

|| [[Handschrift: 252r]]


Avis; daß 14 compagnien zu fuß, zu Barby liegen, item:
5 compagnien dergleichen im Zerbster Antheil. Wollen sich
nicht bequehmen, über die päße, in Pommern zu gehen,
undt als Schwedische Schklaven tractiren laßen,
ziehen den friedensschluß ahn, undt opponiren sich
ihren Officirern. Wollen auf deützschem boden,
abgedangkt sein. Man saget, Stoltzenberg,
seye, von den hartzpawern, erschlagen. Zu
Calbe sollen Sie einen vornehmen Schwedischen Obersten,
(welcher mit 10 pferden aldar gewesen, undt nicht
vor lieb in der vorstadt, in der herberge, vndt
bestelltem quartier, nehmen wollen, weil in der
Stadt kein gasthof ist) vom pferde herundter ge-
schlagen, den Mantel genommen, undt ihn, wol
abgebleẅet haben, dann er ihnen, ihr vieh,
vor der Stadt, zum theil verwundet, undt nieder-
gestochen, biß Sie ihn hinein zum Thor laßen
müßen, undt er also mit dem übrigen viehe,
hineyn gedrungen in die Stadt, aber wie vorgedacht
übel von den bürgern entpfangen worden. Der Man-
tel hat sich nicht so baldt finden wollen, ist ihm
doch endtlich nachgeschigkt worden gen Magdeburgk. Er hat
ihn aber wieder zurügk geschigkt, undt trefflich gedroẅet, || [[Handschrift: 252v]]
auch geklaget zu halle, undt Leiptzigk, vndt repara-
tion seiner ehren, vndt schäden gegehret. Alleine die
Calber, seindt auch mit ihrer vorklage kommen,
darüber der gute Oberste schlechten bescheidt, so
wol vom Ertzbischof, alß vom graven Magno be-
kommen, undt schimpf undt schaden, sich selber dan-
gken müßen. perge


Le Capitaine Lieutenant Ayrer, est revenü de Leipsigk,
s'estant blessè au cül, sans y penser, avec
ün cousteau, ou bien ala jambe, ou jambon!


Risposta von Ballenstedt, vom Matz Knüttel. et cetera


Auf dem krammetsvogel herdt, 9 gefangen, alß
ich daselbst diesen Morgen, in bequehmen <Nebelichten> wetter,
hin spatziret.


Rationes pro; novo intento.
1. Perpetuus motus, &
instinctus genij, &cetera
2. Morositas malæ herbæ.
3. Melioratio filiorum;
maxime pusillj educatio.
4. Indigentia, crescente
ætate, præcavenda.
Rationes contra
1. Pecunia non est sufficiens,
debita in posterum præavenda!
2. Patientia! vincit omnia!
3. Novis, & calidis consiliis,
vetera confunduntur, & bo-
na spes aliunde, in nihilum re-
ducitur! cuius effectus <adhuc> expectandus
ab aula Cæsaris et ex Belgio!

|| [[Handschrift: 253r]]
Rationes pro:
5. Facilitas rej, modo
tentetur!
6. Spes, magnarum, &
non mediocrium expeditjonum.
7. Crudelitas, & jnhumanj-
tas, pessimj Medicj! cuius
mutatio, sero meditanda,
se caute, quasj aliud agendo!
& peregrinatio erit potimum
remedium, ad hoc exequendum.
8. Reditus pomposus Principis Johannis,
cuius accessus, per absentiam
vitandus, & expensæ Vjtandæ!
9. Item: transitus Ducis Saxoniæ
Julij Henricis, & aliorum.
10. Tempus est, in ætate quin-
quagenaria, res meas bene
disponendj dum spiro adhuc,
ne post mortem meam, posterj,
majora gravamina sentiant!
11. In absentia fratris mej,
omnia melius & secretius peragj
poterunt.
Rationes contra
4. Jndigentia & miseria potius
crescit, novis expensis jncertis.
5. Jmaginatio, & jmpetus
animij, non est instinctus.
6. Periculum itinerum,
a latronibus, & militibus
exauctoratis, item: a Vene-
ficis, Sodaliciis & aliis scelestis.
7. Jgnorantia & malitia
discernendæ sunt, & omnja
optime ponderanda!
8. Forsan non veniet
tam propere Princeps Johann
& in vere idem incur-
remus periculum.
9. Jste transitus
adhuc in jncerto stat!
10. Dispositjo rerum
melius sit, remandendo
domj, quam peregrinan-
do, nisj spes certa
pro incerta adsit!
11. Hoc est aliquid,
sed ambiguitas
nec ab hac causa im-
pulsiva removetur.
|| [[Handschrift: 253v]]
Rationes pro:
12. Habebo nobiles, & comites
itineris, mihi gratos, hoc tempore,
postea, quando eoconomj serunt
& metunt, difficulter ibunt
mecum, in peregrinationem.
13. Jnclinatio filii mej,
Victoris Amadei valde magna est,
ad hanc expeditionem.
14. Perturbatio a patruis,
& sic nominatis statibus, in
publicis, & tributis.
15. Approximatio Sveci-
corum, Generalium, Principis
Palatinj, Comitis Magnj, etcetera
quorum tractationj impares
sumus, & non expectandj a me.
Uxorj meæ, in absentia maritj,
istj milites, non afferent gravamen.
16. Sanitas mea, & meorum
consideranda, nunc!
17. Contemptus personæ meæ,
amovendus, & authoritas re<cu>pe-
randa. Audaces Fortuna juvat
timidosque repellit!
Rationes contra
12. Nescio an hoc
certum sit, quia aliqui
difficulter progredien-
tur, etiam hiberno tempore.
13. Non semper
voluntatj liberorum,
est jndulgendum!
14. Jstæ diffidentiæ,
sunt mansuetudine
& congressibus, ac sanis
consiliis, non fuga, emendandæ!
15. Hic transitus non
erit, per hunc locum
necessario. Nunquam
incertum pro regula
certj, statuendum.
16. Sanitas non
est incitamentum
necessarium ad
jtinera suscipienda.
17. Optimum esset,
sin eventus responde-
ret, conatibus nostris?
nec deteriora omnia fierent!
|| [[Handschrift: 254r]]
Rationes pro. Rationes contra:
18. Venter, pluma, Venus,
laudem fugienda sequentj!
19. Non nobis est, morum
præfectus, cuj fidere
possumus! apud filios.
20. Persecutio Serv
contra Orthodoxos, ubj
multum odij, in nos
concitabimus, parum
proficiemus!
21. Res angusta domj,
melius se habebit, dum
absens ero!
22. Intentio secreta,
uxoris meæ, ad itinera
Septemtrionem versus,
interrumpuntur!
23. Nova fœdera
& præiudicia quorun-
dam, quærentium res
novas, evitantur.
24. Aliquj vivunt adhuc,
quorum post mortem, res meæ
in deterius ruere possent.
18. Jn ætate juvenilij, hoc
decentius fieret. Jn virilj,
& senilj ætate, negocia
peragenda domj, nec voca-
tio leviter deserenda!
19. Quj quærit, inveniet!
uno impetu; Roma urbs,
non est ædificata.
20. Hæc etiam, non fuga,
sed oppositione mascula
quantum possimus, corrigenda,
nec conscientia oneranda!
21. Valde timendum,
ne omnia Oeconomica mea,
in peius ruant, si in præsentia
mea, non possint emendarj?
22. Forsitan! inter-
ruptio ista, parum juva-
bit, potius absentia mea a-
nimum dabit, illæ, ad majora
suscipienda & peragenda!
23. Non fuga laborum,
sed astu, & prudentiorum consi-
liis præiudicia declinantur!
24. Ut vita mortalium, incerta
est; sic etiam spes nostræ ambiguæ!
|| [[Handschrift: 254v]]

Samstag den 3. November, 1649.


Die Erffurter avisen geben:


Daß es zu Nürnbergk, noch nicht forth will, undt nur
dahin gespielet wirdt, die winterquartier biß in
den Martium hinein zu verlängern, es treffe gleich,
wen es wolle! Ein ieder bedengkt sich selbst.
Muß also, unsere miseria noch länger währen!


Wegen Ehrenbreitstain, hemmet sich, an der sub-
scription der Kayserlichen[,] interim streiffen die
Spannischen auß Frangkenthal, in Chur Pfaltz
lande hineyn, undt thun schaden, also:
daß sich Chur Pfaltz, mit volgk stärgken, undt
versichern muß.


Zu Nürnberg, ist der Mittlere Pfaltzgrave
von Sultzbach, an einem hitzigen Fieber, gestorben.
Gott genade ihm! undt bewahre unß, vor febribus maljgnis!


Die luttrischen zu Eger, wollen auch ein exercj-
tium ihrer Religion haben. Duc d'Amalfy, sol es
zwar, dem Schwedischen Generalissimo versprochen, der
ander Plenipotentiarius Vollmar aber, retractiret
haben. Gibt neẅe diffidentzen, undt altercationes.


Die Schweden, dangken ab, undt reduciren,
schigken auch etzliche völgker, in Schweden, Fin: undt Liflandt, || [[Handschrift: 255r]]
hingegen, schigken Sie wiederum, neẅe völcker
auß Schweden in Deützschlandt, undt nach anlaß der
tractaten, continujren Sie, oder hören auf, zu reducjren!


Die sehen auch nicht gerne, daß die Frantzosen, Ehren-
breitstein, bekommen sollen. Dargegen sollen die
Frantzosen, dem Pfaltzgraven, die festung Benfelden,
nicht gönnen wollen. Discordia!


Jn Frangkreich continuirt die unruhe zu
Bourdeaux heftig, undt zu Paris, erregen sich
zweene factiones, die eine, undter dem hertzog
von Orleans, die andere, undter dem Printzen
de Condè, dörfte einen innerlichen krieg, verahnlaßen.


Jnterim: tractiret man doch friede, mit
Spannien, durchn Pabst, Venezianer, undt
andere interponenten.


Cardinal Mazzarinj, wirdt sehr verhaßet,
sonderlich weil an itzo, die Theẅrung zu Paris,
zunimpt, undt das promittirte getreydig, außen bleibet.


Die Spannier, haben progreß in Catalonien,
undt verhoffen, Barcelona, noch vor winters,
zu übermeistern.


Jn Flandern, ziehen Sie in die winterquartier.


Die Unirten provintzien, seindt uneins, wegen abdangkung || [[Handschrift: 255v]]
etzlicher Compagnien, undt wegen der neẅen Engelländischen Regierung.
haben sich mit Dennemargk, tief eingelaßen,
offensive, undt defensive.


Zu Lübegk, ist eine große, lange unerhörte
springflut auß der OostSee kommen, undt hat
aufm lande, mit überschwemmung, schaden gethan.


Zu hamburg, hingegen, hat man gar wenig
waßer, undt weniger alß sonst, gehabt.


Die Cosagken, undt Tartarn, sollen mitt-
einander uneins sein. Die Cron Pohlen, impro-
biret es an dem Könige, daß er die Cosagken
alleine will commandiren, die Respublica
wil sie mitt commandiren. Es wirdt aber auf
dem ReichsTage, dieser Zweifel, an itzo, zu
Warschaw, erörtert werden. Sonst appro-
biren die Stände numehr, den Pollnischen frieden.


Die Tartarn, wollen ihn durchauß, in allen
puncten, undt clausulen, gehalten haben, oder
stärgker wiederkommen.


Zwischen Schweden, undt Polen, wirdt numehr
auch, durch undterhandlung anderer potentaten,
Friede tractiret.

|| [[Handschrift: 256r]]


Zu Wien, ist der türckische legatus, wol abgeferti-
get, die prolongation des Friedens, auf 20 iahr
verlängert, undt dahin geschloßen worden,
daß die Türgken nicht mehr, 600000 ReichsthalerRthlr:
vom Kayser, alß einen Schuldigen tribut,
fordern sollten, Sondern beyde Kayser, solten
einander, nicht auß schuldigkeitt, Sondern
freywillig, biß auf 10000 Gulden (florenus)f: werth, reci-
proce, einander præsenten schigken.
Wehre dadurch, ein mergkliches erhalten.


Es scheinet, daß die Türgken sich, vor der con-
iuncition der Christen, förchten, undt innerliche
motus haben mögen, zumahl Sie auch noch, mit
dem Venezianischen kriege, impliciert sein.


Churfürst von Bayern, wil mit gewaltt, in
der Oberpfaltz, reformiren, da Sie doch noch anno
1626 die reformirte, undt luttrischen religionen
gehabt, undt dem Friedensschluß gemäß, alles
in dem Stande, wie anno 1624 bleiben sollte.


Die Jesuiter, haben die herrschaft
Wartembergk; undt andere gühter, eigen-
thübmlich eingeraümet bekommen.

|| [[Handschrift: 256v]]


Zu den Egalisten in Engellandt, solle sich, viel volgk
sammlen, undt des Königes partie stärgken, also das
man meynet, Sie die independenten, werden nach Jrr-
landt zu, gehen, undt aldar ihren auffenthalt, bey
dem Cromwell suchen. Daß neẅe Parlament zu
Londen, sol auch in neẅe factiones, sich theilen.


Zu vorgestrigen, rationibus, pro, & contra, meines vorhabenß,
ist mir noch eingefallen:


Rationes Pro: Rationes contra:
25. Die Trawerkleidung.
26. Die guten diehner, pagen
undt andere, so ich noch habe,
undt sonst mutiren dörften.
27. Abzug der Schwedischen möchte
allerley puntillas, undt Mißver-
stände causiren, da heißt es:
Procul a Jove; procul a Fulmine!
28. Jch werde auch itzt
mit Cavallieren, undt Officj-
rern, zur genüge, versehen sein.
25. Parum proficit, ad rem!
26. Dergleichen seindt noch wol
zu bekommen.
27. Multo magis, ist der
Argwohn zu bedengken,
eines vnreiffen abzuges, undt
mit vernünftigen dißcurßen,
aller Mißverstandt zu verhüten. perge
28. Mèsfiance d'ün, quj se
fourre en mon service, & n'est
pas trop ferme. Nota Bene Nota Bene Nota Bene

Sonntag den 4ten. November, 1649.


29. Tobias Steffeck von Kolodey noch so, das er
kan forthkommen, ist mir hochnöhtig,
undt wirdt endlich Schwächer undt Mätter.
30. Alexipharmaca, comparanda N. & S.
Oleum contra Venenum & Balsamum Vitæ &cetera
29. Eben des Tobias Steffeck von Kolodey <Fraw> sol
in die wochen kommen, vndt
hindert ihn mittzuraysen.
30. Etiam in absentia com-
pararj queunt.

|| [[Handschrift: 257r]]

Sonntag den 4. November, 1649.


Er Hesius hat hieroben, auf dem Sahl, geprediget.


Extra: Doctor Mechovius, Capitän leutnant Ayrer, undt Er hesius.


Hanß Geörgen lackay, vndt zweene Stallknechte
Michel, undt Adam, seindt in Eydt, undt pflicht, genommen
worden. Gott gebe zu glügk! undt Segen!


Vnsere Adelichen, undt andere, seindt mitt, zum leichbegengnüß,
der Wehsembegkinn <Sehlig>, gegangen. Gott tröste! alle Trawrige,
zerschlagene, undt affligirte hertzen!


Diesen abendt, hat Tobias Steffeck von Kolodey meinen Söhnen zu gefallen,
auf dem Sahl, vor meinem gemach, klein feẅerwergk,
an rackeetlein, schwärmerchen, Strobilkatzen, vndt
kleine schlägen gemacht, wie auch die Stügklein von
wechs, darmit man schießen kann.


Adam hat diesen Abendt, einen kochgesellen blut-
rünstig geschlagen, undt also nach dem heüttigen Eidt,
schlechte Zeichen gethan. Der ander aber, hat sich auch
gewehret, aber zu kurtz kommen. Scheltworth, undt der
Trungk, haben es vervhrsachet, undt das nicht ein ieder
seines Amptß, wartett. Sie haben auch mit Streẅ-
gabeln, vndt Steinen, einander zu chargiren, unternommen.
Jst aber noch durch die fluchtt, vndt daß der Stein im
finstern falliret, vnglügk vermieten blieben. Muß
also immerforth, eine unruhe, über die andere in meinem
hause sein! Gott steẅre, undt wehre dem Stöhren friede!

|| [[Handschrift: 257v]]

Montag den 5. November, 1649.

<4 hasen Rindtorff.>


Jn Oeconomicis, viel verwirrungen, gehabt.


Schreiben, von Simon Heinrich Schechhausen en bons termes, von Wey-
mar, vndt dann, andere nöhtige particulariteten, von Erffurt[.]


Jtem: von Leiptzigk. et cetera


Die avisen, concurriren, daß wir wol in den Martium
oder Majum hineyn, die winterquartier, (leyder!)
werden haben müßen, weil alles zu Nürnbergk
schläferig tractjret, undt nur, auf eigenNutz,
gesehen wirdt. Patientia!


Das Temperament, wegen Franckenthal,
gibt viel: vndt mancherley difficulteten.


Der handel, zwischen Spannien, undt
Frangkreich, wo er componiret wirdt, dörfte
den Deützschen frieden, bestehtigen, anderer gestaltt, nicht.


Landgraf Fritz nimbt Spannische bestallung
ahn, wie auch viel Schwedische Officirer, undt Soldaten thun.


Zu Bourdeaux, währet die unruhe noch, zu
Paris, stellen sich, die Magnates, freündlich, gegeneinander.
Kein geldt, ist beym Könige vorhanden. Gleichwol,
will man par force alles übertrüben.
Jedoch, dissimulirt der Cardinal, seine disgustj!


Casal, wirdt von den Spannischen belägert.

|| [[Handschrift: 258r]]


Catalogna wirdt heftig bekrieget.


Zu Napolj, helt es der ViceRè Conte d'Ognata,
mit dem Adel, verfolget den pöbel, undt thut
scharfe executiones.


Der Pabst, freẅet sich, aufß Jubeliahr,
undt macht stargke præparatoria darzu.


König in Portugall schickt 2 millionen, in golde
undt köstlichen præsenten, nacher Cività Vecchia,
damit der pabst seine Gesandten annehme,
(darwider doch, die Spannischen, contramjniren)
undt die vacirende prælaturen in Portugall confirmjre.


König in Spannien, leßet seine iunge Königinn
herrlich entpfahen, logiren, undt tractiren.


Der Duque de Maqueda, ist mit disgrazia
vom Königlichen hofe, geschafft, dieweil er, den
iungen König in Böhmen, Kayserlicher Mayestät herrn
Sohn, so hoch beleydiget, undt despectiret.


Ein Spannischer gesandter Monsieur Brün ist im haag,
sol die Zwijtracht foviren, als sie vorgeben.


Zu Madrill, so eine stadtliche Türgkische
bohtschaft, mit köstlichen præsenten, alß:
4 loẅen, an güldenen ketten, 12 Einhörnern,
undt dergleichen, ankommen sein. Bringen große || [[Handschrift: 258v]]
fortheilhaftige tractaten eines ewigen friedens,
undt anderer dinge, vor Spannien, undt vor daß
hauß Oesterreich, die auch der gantzen Christen-
heit, (alß man schreibet) zum besten dienen sollen.


Die Niederländischen Provintzien seindt
etwan uneinig, 1. wegen acceptation des Engel-
ländischen gesandten. 2. Wegen reducirung, undt
caßirung etzlicher compagnien. Die Provintz
hollandt, wil den Engelländern recipiren,
die andern aber, nebst dem Printzen von Vra-
nien, keines weges. hollandt, wil auch
durchauß friede haben, undt deßen früchte
genießen. Die andern länder aber, wollen die
völgker, auf den beinen, behallten.


Der König in Engellandt, ist mit seinem
Bruder, undt andern Printzen, in der Jnsel
Garnesay, oder Jarsey, (weiß nicht eigent-
lich, in welcher von diesen beyden, weil es in-
distincte geschrieben wirdt, undt doch nicht einer-
ley ist) durch die Parlamentischen, mit 30
kriegesSchiffen, blocquiret, wehren auch schon ange-
lendet, wo ferne Sie nicht durch die marèe, undt || [[Handschrift: 259r]]
durch contrarij windt, daran verhindert worden wehren.
Gott bewahre! vor mehrerem unheyl! undt unglügk!


General Cromwell, sol victorisiren in Jrrlandt, undt
einen platz, nach dem andern occupiren. hingegen
stärgken sich, die Königischen, in Engelland undt Schottlandt!


Der Sundt ist den Staden verpachtet, weil Sie
dem Könige in Dennemargk, eine große Summa
geldes, darauf außgezahlet.


Polen tractirt friede mit Schweden.
Jhr ReichsTag, vermeinet man, solle noch gar
wol abgehen, so wol wegen der Stände,
alß wegen der Cosagken, undt Tartarn befriedigung.


König in Engellandt, bewirbt sich, umb hülfe,
in Polen, Moßkaw, undt wo er kan.


hingegen wil die Engelländische neẅe Regierung,
keinen gesandten mehr, admittjren, man er-
kenne ihn<Sie> denn, vor eine Souveraine Repüblique.


Die Türgken, præpariren sich, zu einem General-
Sturmb, vor der hauptStadt Candia, mit
30000 Mann, welche zugleich, anlauffen sollen,
haben wollsägke zu den batterien, vndt Sturm-
leitteren sampt andern materialien gefast gemacht,
die Signoria zu Venedig, hingegen, rüstet sich zur gegen-
wehre, undt haben das 40 Stündige gebeht, angeordnet.

|| [[Handschrift: 259v]]


Die Spannischen haben in Flandern, einen anschlag,
auf Duynkirchen, vorgehabt, so aber mißlungen.


Die von Bourdeaux, suchen secours, bey
Engellandt, von ihren Schiffen.


hollandt abhorrirt den krieg, wie der
Portugall, in Brasilien. Jrrlandt opiniastri-
ret sich, denselbigen zu prosequiren, nebst andern
Provintzien. <Die Türgken haben einen vergebenen anschlag auf Clissa gehabt, so ihnen mißlungen.>


Moßkaw, hat den friede, mit Schweden,
confirmirt, vndt ihnen, vor alle prætensio-
nes, undt übergelauffene pawren, (deren,
in die 20000 sein sollen) erleget: 400 mille ReichsthalerRthlr.


Der hertzogk von Mantua, heyrathet ein
freẅlein von Jnsprugk.


Es gibt viel: vndt mancherley Protestatjones
zu Nürnbergk, wieder die vorgeschlagene
einraümung, von Ehrenbreitstein, undt Benfelden.


Chur Pfaltz, hat nichts, alß heidelbergk,
Manheim, undt Moßbach. Jst darzu, <ein> verdorben,
undt rujniret landt.

|| [[Handschrift: 260r]]


Frangkreich, gedengket Chur Bayern, groß
zu machen, undt dem hauß Oesterreich, zu opponiren.


Der neẅe Coadjutor zu Lüttich, hertzogk
Maximilian heinrich, von Bayern, ist erwöh-
let, undt alles solenniter abgegangen.

<Der Administrator zu Halle, hat einen iungen Sohn. hertzog Julius heinrich kömbt herauß.>

Dienstag den 6ten: November, 1649.

<2 Räphüner.>


Ein Somnium gehabt: alß ob der Churfürst
Pfaltzgrave, undt sein gantz geschlecht
wehre mit gift, vergeben worden, welches
alles, Gott der Allmächtige, in gnaden, verhüten
vndt väterlich abwenden wolle!


Rationes pro
<31.> La restivete dü Düc
Frideric de Norburgk,
per le gioje impegnate.
Rationes contra:
31. Ces choses se
traittent mieulx, en
absence, qu'en presence!


Pfund (libra)℔:
La venayson d'ün sanglier, a pesèe 115
La peau, & les pieds 54
La Teste 29

|| [[Handschrift: 260v]]

Mittwoch den 7. November 1649.


Am heüttigen BehtTage, coniunctim, zur Kirchen.


Gute post von Ballenstedt et cetera undt geantwortett.


Der Capitän leütnant Ayrer, ist nacher Leiptzigk, mit
Krosigk, von Bösem. Gott wolle ihn, geleitten!


Jch habe, mit dem Allten Philip May; einem
exulanten, von Hanaw, geredet, so, lange zeitt,
im Niederlande, gewesen, undt 56 iahr altt ist.
et cetera


A spasso, questa sera!


Avis: daß auf 1½ meilen, von Magdeburgk, ein Schiff
mit 120 wispel weitzen, undtergangen. Jst ein
großer schade! Wirdt vielleicht sein überladen gewesen.

Donnerstag den 8ten: November die fatalj:

<4 hasen. 2 endten.>


Ein Somnium gehabt, wie ich so sonderbahr liebliche
dißcurß, mit meinem Sohn Erdtmann gehabt.
Er hette mir zu verstehen gegeben, daß er stets
bey mir wehre, undt mich nicht verließe,
wie ich mir einbildete. Jch sollte mich aber
numehr zur ruhe begeben, mich nicht allzusehr
vmb ihn, bekümmern, viel weniger ihme
seine große Sehligkeitt, mißgönnen.
Wir würden schon frölich baldt zusammenkommen.
Er hette mir auch, viel schöner Sprüche, gesaget! et cetera


Secretär Paul Ludwig ist bey mir gewesen, allerley undterthänigst vorzutragen.

|| [[Handschrift: 261r]]


Extra zu Mittage, den hofprediger, wie auch Se-
cretarium Paulum, undt Tobias Steffeck von Kolodey gehabt, vndt
der hofprediger, hat mir wegen deß Consistorij; viel
undt mancherley, anzubringen gehabt. perge


J'ay ordonnè ce soir, ün desseing, que le bon Dieu,
vueille faire benignement reüssir, par sa Sainte grace!


J'ay depeschè ce soir, Philipp May pour aller demain, Dieu
aydant, (quj le vueille conduyre, & reconduire heüreü-
sement) vers la Hollande avec lettres au Colonel Mario, &
à negromonte!


Nota Bene[:] Le desseing, n'est pas reüssy, l'opposition y ayant
estè trop düre. Ainsy nos entreprinses, vont sou-
vent, en fümèe! J'y employay, huict affidèz.
1. Georg Reichardt 2. Philipp Güder 3. Wartensleben 4. Oberländer 5. Georg musketiera 6. Hortulanusb 7. Hans Eckardt
8. Andreas Monaco, co'l 9. Port.1 (Mundus vult decipj!2)

Freitag den 9ten: November 1649.


Consilia agitantibus Rationj, (vere!) consentanea,
fœliciter omnia cedunt. Jis vero, quj consilia
agitant, Rationj non consentanea; ne Dii
quidem ipsj, auxiliares tendunt manus. <Julius Cæsar.>3


Einen anlauff bekommen, von des grafen Magnj,
quartiermeister, wegen 13 kahler Thaler, welche
hinderhalten sollen sein worden vom Bürgermeister Fußen. et cetera

|| [[Handschrift: 261v]]

Samstag den 10ten: November 1649.


Es seindt wol 6erley pacqueet, von Deßaw,
anhero kommen, ohne waß von Erfurdt, noch
eines angelanget, habe also genung zu lesen,
undt zu meditiren. 1. Wegen Fürst Leberechts
abschigkung, undt darzu gewidmeter spesen,
auß den Steẅren, darzu mein Antheil, nichts zu
contribuiren. Sollen in 3 iahren, 6000 ThalerThlr: sein.
2. Wegen einbringung, der Steẅren, zur landtrent-
rey, un so ich recusire, undt mein ius quæsitum
billich manutenire! 3. Wegen einer zusammenkunft,
gegen, den 19den: huius, da man vom landschafft-
wergk, sol deliberiren. 4. Wegen des -
niglichen Oberhofpredigers, Matthias Decenius genandt,
welcher 2000 <ThalerThlr> erheyrathete capitalien, von
unserer landschaft fordert, auch albereitt
contrahiret (sans mon sceü) in 2 iahren es be-
zahlt anzunehmen, hingegen die zinßen (welche
alterum tantum machen) schwinden, undt fallen
leßet. Der Ober: undt UnterDirector, wie
auch ihr landtrentmeister, thun, waß Sie
wollen. Patientia! 5. Wegen abrechnung || [[Handschrift: 262r]]
mit der contributionscaßa, die proviandtfuhren, durch-
züge, artillerie: undt vorspannpferde etcetera betreffend
damit gleichmeßige bezahlung, ex communj massa, erfolge!
6. Wegen des Gymnasij zu Zerbst, damit die Communis
Mensa, wieder angerichtet, undt auß den Emptern,
darzu gestreẅret werde!


Von Erffurdt kommen schlechte zeittungen, ahn,
nemlich, das es einer Ruptur ehnlich sehe zu
Nürnbergk, weil die restitutiones nicht
erfolgen, daß ius reformandj von den Pontificijs,
zu weitt extendiret werden will, undt
allerley intrighi in den frieden, sonderlich wegen
des Temperaments mit Frangkenthal ein-
gestreẅet werden. gott beßere den zustandt!


heütte hat Philipp Güder, im Nahmen
des Stadtvogts, den Frohndienst eingemahnet.
Jst meiner höchsten Regalien, eines, <wer es verstehet!>


Secretär Paulus, der Amptmann Reichardt,
undt Geörg Cnüttel, seindt successive bey
Mir gewesen, vndterthänig(st) zu referiren, undt expe-
dienda, zu expediren. perge


Il y a eü beaucoup d'jntrighes, en plüsieurs affaires
Rien de noble, ne se fait, sans hazard!

|| [[Handschrift: 262v]]


Er Theopoldus hat hieroben, auf dem Sahl geprediget,
undt ist extra, zu Mittage, neben Doctor Mechovius geblieben.


Nachmittags, cum sorore & filiis zur kirchen, da
Er Marggravius geprediget, undt der liberation
von den armèen, auf heüttigen Tag, vor 5
iahren erwehnung, undt dangksagung gethan <et cetera >
wie auch diesen Morgen etwan geschehen.
Gott seye gepreiset, vor Seine wunder-
bahre gühte undt gnade! Vndt helfe
unß ferner, alß ein Barmhertziger Treẅer vatter.


Avis von Ballenstedt, in Oeconomicis, undt
dann auch, daß der feine geschigkte Mann,
Eberhardt Heidtfeldt Rahtscämmerer, in
Quedlinburgk Tod[e]s verblichen, deme
Gott genade! undt seiner Seelen, gnedig seye!
Es gehen gute leütte, gewaltig nachein-
ander hinweg! Transeundum est!


Avis von einem Elefanten, welchen ich mich
bemühe, anhero bringen zu laßen. Melchior
Loyß, hat ihn zu Staß Ascherßleben gesehen,
in seinem hohen allter, zuvor nie dergleichen.
Er hat auch einen Schwedischen ofen, vom hartz mitgebracht.

|| [[Handschrift: 263r]]

Montag den 12ten: November 1649.


heütte ist daß wunderThier, der Große Ele-
fant, von Staßfurth, (auf mein begehren,) anhero
gebracht worden. Mich hats gefreẅet, weil
es eben derselbige gewesen, welchen ich anno
1634 zu Ryßwick in hollandt gesehen,4
da er kawm halb so groß, alß itzo, vndt
benandtlich, 3½ iahr altt, da er an itzo
jm, 19. iahr, altt, gewesen, Meine Söhne
Victor Amadis, undt Carolus Ursinus, haben
ihn numehr auch gesehen, wiewol ihn, Victor
Amadis, nebenst Erdmann Gideon Sehliger
albereitt, vor 3 iahren, auch in hollandt gesehen.


Er macht reverentzen, zem setzt einen hut
artig auff, undt gibt ihn dem genaw wie-
der, von dem er ihn entpfangen, auch mitten
undter einem großen hauffen, kehret sich mit
börsten, ficht mit fechtdegen, schwinget die
fahne, schläget auf der drummel, nimbt
einen dreyer auff, undt gibt <ihn> einem wieder,
leßt gerne auff, vndt absitzen, seüfft wein,
bier, undt brandtwein, so er alles mit dem
Rüßel, oder Trump fasset, undt ins maul gjeßet,

|| [[Handschrift: 263v]]


Er brüllet klein, undt lautt, hat runde
Tellerfüße, und etwan gespaltene klawen.


Frißet 70 Pfund (libra)℔: brodt alle Tage, ohne
was man ihm sonsten gibet. Jst an itzo, 9
schuch hoch, undt soll noch so hoch wachßen,
auch in die 100 iahr altt werden. Auf seinem
Rüßel oder Trump, leßet er auch einen
stargken Menschen reitten, undt auf einem,
Ohr, alß wir selber gesehen. Sonst faßen
7 kerll darauff. Er hat stargke
digke hautt, stargker Schengkel,
undt ist ein vngeheẅres corpus, kopff,
undt hindertheil. Jst glatt, vndt zwar
sehr hartt von hautt, aber ohne haar,
außer ein wenig vmb die ohren, undt,
undter dem halß, hat kleine augen, nicht
viel größer alß ein pf[er]dt, sol aber scharf
darmit sehen. Jst ein weiblein, hat
zweene zitzen an der Brust. Jst verständig,
undt lehrsam. Die Elfenbeinerne zähne,
haben Sie ihm außgeschlagen, innwendig
aber, hat er noch stargke digke zähne || [[Handschrift: 264r]]
wormitt er ißet, undt alles zermalmet,
oben vndt vndten. Der schwantz ist auch kahl.


Diß Thier ist gar gehorsam, vndt ob es schon
plump scheinet zu sein, so kehret, undt
wendet es sich, geschwinde wie es sein
herr haben will. Es hat dem Printzen
von Uranien, zugehöret, welcher es soll
Graf Moritzen überlaßen, dieser aber,
einem Barnefeldt (so eine Dame qualifièe
geheyrathet) cediret, oder verkauft haben.
Vndt dieser Barnefeldt, ist mitt hier.


On en parle diversement! Wer daß
Thier siehet muß 2 Groscheng: geben, mais
nous n'en eschapperons pas ainsy! Die
Vettern vndt Bäßgen von Plötzkaw, haben
es zu Staßfurth gesehen, undt wol consideriret,
zu Wolfenbüttel, ist es auch gewesen,
undt zu Zelle, wie auch zu Caßel. Jn
der Stadt Braunschweig, sollen Sie auf einen
Tag, in die 1500 ThalerThlr: gewonnen haben[.] Mit
einem Stegken, daran ein krummer hagken ist,
wirdt diß Thier, regiret, undt ist gar fromb!

|| [[Handschrift: 264v]]


Die Zunge ist ihm angewachßen, (wie ich selber
gesehen, gefühlet, undt ihm in den gaumen, undt
in die Zähne gegriffen habe) sonst meinen die hüter,
er würde wie ein Mensch reden können. Sie hack-
ten ihn, in die digke hautt, wann er nicht
fluchß that, waß Sie haben wollten, da blutete
es doch leichtlich, ob schon die hautt hart ist.

Dienstag den 13den: November 1649.


Schreiben, von Croßen, Wien, halle, Leiptzig et cetera
Paris, etcetera


Wir haben, den Elefanten, ferner spielen gesehen,
Er schoß über die gestrigen stügke, eine pistole
artig loß, lase eine Feder<haar>nadel, auch eine
Stegknadel auf, undt gab Sie Meiner gemahlin Liebden.
Meine Söhne, seindt auch alle beyde, jm Sahl darauf
geritten, undt noch wol 6 personen. Er sol noch
so hoch wachßen, undt in die 18 schuch hoch werden.
Er gab vor Barnefeldt, diß Thier würde wol
300 iahr altt, vndt wüchße biß in das 100.
Sein Vater, wehre sehr groß gewesen, undt
hette, in die 100000 Centner, getragen,
auch ein Thürmlein, mit 36 mann. Theilß
Elefanten, sollen wol 24 Schuch hoch werden.
Coitus illorum est viceversa cum tergis, wie die || [[Handschrift: 265r]]
cameel, undt Dromedarij. Diese itztgenandte
Thier, wie auch loẅen, pferde, Ochßen, vndt lüchße,
leoparden, undt allerley, förchten sich vor ihm.
Dieses sol von zahmer arth sein. Jhr feindt
ist der Rhinoceros, oder daß Nasehorn, welches ihm
vndterlaüft, undt den bauch aufschneidet mit
dem Nasehorn, vndt ist voller Natürlichen Schilde
gewapnet. Wo sich der Elefant nicht zu hüten weiß.


Er legete sich auch gantz nieder auf Stroh, auf
die seitte, wie ein bohte, vndt kundte sich
hüpsch dügken, biegen, undt schmiegen, also
das es eine fabel is[t,] waß Plinius undt andere
schreiben, das er kein [g]elengke sol haben,
wann er, an einen a[bg]ehawenen bawm sich
lehnet, undt derselbe vom g[e]wichtt, vmbfället,
das er nicht solte wi[ed]er aufstehen können,
dann er stunde gar le[ich]tlich auf, als sein
Meister, nur ein wortt [sp]rach.


Meine brügke hat [gest]ern sehr ge-
krachet, wegen seines schwehren gewichts,
also das vielen bange gewesen, Sie möchte eingehen.


Er hat auch ein Eimer mit waßer wißen aufzu-
heben, dreyer, undt Reichsthaler, gar artig, undt behende.


Er will ihn dem Kayser, vmb, undt vor 8000 ThalerThlr: ver-
kauffen, zeücht von einem hoffe, von einer Stadt zur andern, inndeßen.
et cetera

|| [[Handschrift: 265v]]


Er meynet zwar, mehr alß 8000 ReichsthalerRthlr: vom
Kayser zu erlangen, weil er ihme, so viel ge-
kostet, undt er ist des herumbraysens müde. <Cardjnal de Richelieu, hat ihm vor iahren 20000 Livres tournois davor Præsentiret.>


Daß Thier, hat auch forne an der härte
der klawen, etwaß gesundes, welches in der
Apoteke, pfleget gebraucht zu werden, undt
die klawen müßen ihm abgesaiget werden
bißweilen. Er weinet auch underzeitten,
daß ihm die Thränen, über die bagken lauffen,
sonderlich, wenn ihm unrecht geschicht, mit
schlägen oder sonsten. Jst gar vernünftig.


Dieser kerll <Barnefeldt>, ist z[u] Batavia, gewesen,
in der Jnsel Java, [v]ndt vermeinet dieser
Elephant komme a[u]ß Zeilan her, vndt
in Sian gebe es, d[i]e s[ch]önesten Elefanten, ich
halte aber dav[o]r, er irre sich, dann in Ceylon
oder Zeilan, gi[bt] es die schönesten Elefanten.
Der Kayser in [Si]an, sol sich schreiben, Kayser
über die w[eiß]n, rohten, undt rundt-
stertzigen Elefanten, dann dieser hat viereckicht
flachen Schwantz.


Eilff Königliche kinder specificiret er, so da-
rauff geritten, darundter der itzige König, in Frang-
kreich, undt König in Pohlen.

|| [[Handschrift: 266r]]


Er saget, der berümbte Advocat Barnefeldt
seye sein großvatter gewesen. hette 3 Söhne5 hinter-
laßen, darundter einer, Jacob, sein vatter ge-
wesen. Solte noch leben, undt eine herrschaft
nicht ferne vom Haag haben, Grundefeldt genandt.


Extra zu Mittage, wahren, etzliche Adeliche
Mannes, undt weibespersonen, auch rähte, Doctores,
Secretarien, undt andere, so dem Spiel zugesehen. perge


Die Zeittungen von Leiptzig, confirmiren:
den krieg zu Bordeaux, undt unruhen in Frangkreich.


Die Victorien in Jrrlandt des Cromwells.


Die aufhaltung, des Friedens, zu Nürnbergk.


Die alliance der Staden mit Dennemargk, welche
auf 200000 ThalerThlr: iährlich, den Sundt verpachtet,
auf 30 iahr lang, undt einen großen verschuß erhalten.


Eine Neẅe Victoria, der Venezianer, wieder den Türgken.


Die bestehtigung des friedens, in Polen, undt daß
der große Cham[!], mit dem Könige, heimlich wol stehe,
die Catohlischen, in einer Stadt geschonet, (umb ihrer
Tapferkeitt <undt erwiesenen Treẅe> willen,) die Griechen aber, verfolget, da-
rüber, die Cosagken, mit den Tartarn, uneins worden.


Die Türgkische Tractaten, zu Wien, undt Madrill,
werden auch confirmiret, undt es sol auch der Türgke
wiedergeben: 40 abgenommene Ungrische dörffer, <in> wehrenden tractaten.

|| [[Handschrift: 266v]]


Der Elefant, frißet auch Fleisch, obst, käse[,]
brodt, undt allerley. Weiß sich zu curiren,
wann er krangk ist, undt gelegenheit darzu
hat, mit gesunden, heilsahmen kreüttern,
auf der weyde.


heütte saßen ihm wol 4 personen
klein, undt groß, auf dem Rüßel alleine.


Gegen abendt, habe ich ihn wieder im Stall
besehen, undt gespeiset. Seine ohren, seindt
ihm etwaß abgerißen. Solches kämpt von
der kälte her, welche ihn also erfröhret
in vorigen iahren, da man es wieder heylen,
undt schmieren müßen. Der Stentz, oder schwantz,
ist zwar, in der mitte, flächlich vieregkicht,
alleine am ende ist er rundt, undt schmahl[,]
oben auff aber am gesaße, ist er digk vndt
rundt. Jn Summa, an diesem Seltzahmen
Thier, ist viel wunders zu betrachten,
Sonderlich, hat mir anlaß darzu gegeben,
das 40. capittel hiobes, wo selbsten
vom Behemoth, oder Elefanten, geredet wirdt,
vom 10. vers, biß auff den 20ten:6.

|| [[Handschrift: 267r]]


Er sol auch im Sommer, wann es sehr heiß ist,
undt er kein waßer bekommen kan, mit dem
Rüßel oder Trump, in den halß greiffen,
einen großen Strohm heraußer ziehen,
undt sich selbst damit seinen leib,
übergießen. Daß hat ihn die Natur gelernet.


Er sol 9000 pfundt wägen.


Jm Sahl hat er sich sehr geförchtet zu gehen,
wegen des gewölbes überm keller, auß vor-
sichtigkeitt, damit es nicht einfallen möchte,
wie auch auf der Schloßbrügke.


Der kerll sagte, er wolte ihn wol
von hinnen nach Staßfurth schigken,
undt ein geschäfte anbefehlen, briefe, oder
anders zu bestellen, undt wiederzukommen,
Er wüste, er solte alles wol, undt
fleißig verrichten, auch seinen weg, wol finden.


Jm Stall stehet er am halße undt einem
bein, angebunden, bammelt immer hin: vndt
wieder, wie ein Tantzbähr, undt das sol seine
ruhe sein. Er kan sich aber auch wol niederlegen.


Er sol zimlich geschwinde gehen können, wann er will,
undt wann er warm wirdt. Ordinarie gehet er langsam.

|| [[Handschrift: 267v]]

Mittwoch den 14den: November 1649.


Jn die kirche, undt wochenpredigt, conjunctim.


heütte ist der Elephante, weggeführet
worden. Alß man ihn, auß dem Stall, gebracht,
hat er sich baldt gewendet, undt ist nach
dem Sahl, undt keller zu gegangen, hat
fleißig nach den Sahlfenstern, gesehen,
ob er der gesterigen wolthaten wieder
genießen köndte? Endtlich, alß er forth-
gemust, ist er doch gar ungerne zum
Thor zu, viel weniger gerne über die
Zugbrügke gegangen, ob ich schon dieselbige
habe mit 2 baẅmen, understützen laßen.


Alß man ihn nun, mit Mühe, hinauß
getrieben, ist der eine bawm, (so baldt
er v̈ber die krachende undt wagkeln-
de Zugbrügke gewesen,) weggefallen,
von dem schwehren gewichte. Das Thier
ist den berg hinundter an die Sahle geführet,
undt hat immer wieder zurügkec, ungerne
aber auf die Fehre gewoltt, da dann der
laßt auch zu spühren gewesen! Jenseyt aber, || [[Handschrift: 268r]]
am vfer, hat sich der Elefant kurtz umbge-
wendet, das Schloß in die höhe angesehen,
einen stargken <kläglichen> Schrey gethan, undt vnß
gleichsam vmb hülfe vndt vffenthalt ange-
ruffen, auch darneben sich vielleicht vor
empfangene gutthaten bedangkt, hat
sich auch, nach der Stadt zu, nicht wenden
wollen, biß ihn seine unbarmhertzige
Treiber, mit scharfen schlägen, darzu
genöhtiget, undt gezwungen. Worüber
sich, nicht unbillich, hoch zu verwundern!
undt Gottes Allmacht[,] <weißheitt>, undt gühte, in
seinen Creaturen, undt geschöpfen, zu preisen!


Er hat zwar 9010 Pfund (libra)℔: auf den Schiffen,
gewogen, undt ist also taxiet worden. Dieweil
man ihm aber die helfenbeinerne Zähne,
außgeschlagen, (damit er mit dem Trump,
beßer spiehlen kändte) seindt 10 Pfund (libra)℔: abgegangen.


Das er sich, vor Ratten, undt Mäusen,
förchten solle, (wie etzliche wollen) ist eine Fabel.


Groß seindt die wergk des herren, wer ihr
achtet! der hat eitel lußt, undt Freẅde daran!


I'ay donnè 12 Dalers, au maistre, 2 Dalers aux Valtes, & ils || [[Handschrift: 268v]]
ont estè, & sont party trescontens, ayant eü
assèz, a manger, & boire, & leur Elephant aussy.


Matz Krosigk, ist herkomen, aber alsobaldt
wieder verrayset, weil er den Elefanten, nicht gefunden. et cetera


Ein kupferstügk, ist mir heüte, umb, vndt vor
6 gute Groschengg: verkauft worden, darinnen alle des Ele-
fanten künste, biß auf 2 zu befinden: 1.
Wie er seine Reverentz thut. 2. Wie er den leütten
dangkt, vor ihr geldt? (unum et idem!) 3. Wie er
sich, zur erden Niederleget?<die fahne schwinget?> 4. Wie er geldt im
hosensack suchet? undt dahin wider gibet?
5. Wie er Tantzt, (aber gar unbehelflich). 6.
Wie er sich artig, mit einem besen, an stadt der
bürste, oben undt undten kehret? 7. Wie er
einen keßel mit handtwaßer, bringet? 8. Wie
er fechten kan, auf den hieb? 9. Dergleichen
auf den Stich, oder Stoß? 10. Wie er die pohte gibet?
11. Wie er einen Stüber, von der erde, aufhebet
undt darreichet? 12. Wie er einen Reichsthaler
aufnimpt, undt wiederholet? 13. Wie er eine
Reverentz, mit dem huht machet, ihn artig
auffsetzet, undt wieder abnimpt, auch dem iehnigen
zubringet, welcher ihn ihm gegeben, undter dem hauffen? || [[Handschrift: 269r]]
14. Mit einer Stügkkugel stellet er sich,
alß schieße er dieselbige loß dreymal,
vor den Fürsten, vor die Gemahlin, undt
iunge herren, wirft Sie auß dem fuß, undt
schreyet, iedes mahl darzu, alß ob er
den schall der Cartaunen, wollte nachruffen!
15. Er wirft die iungen, über einen hauffen
die auf ihm lange genung geritten haben,
wann es der hüter also befihlet.
16. Den Trompter, der da bläset, träget er
auf seinem Rüßel, undt leßet ihn, immer
blasen, kan auch noch mehr leütte, darauf tragen.
17. Er leget sich nieder, auf die erden, undt
auf die seytte, wie ein Müder, matter Mensch,
stehet aber wieder hurtig auff, wie ein pferdt,
wann es ihm sein Meister, mit einem wortt befihlet.
Darzu kömbt noch: so nicht gedrugkt, noch
aufgezeichnet, 18. das pistol loß schießen,
(wiewol daßelbige auch schiene mit künsten,
zuzugehen)[.] 19. Das er nebenst dem hüter, auff
der Trummel schlagen kondte! undt diese 2 Stügke,
sol er erst, gar neẅlich gelernet haben. Mirabilia!

|| [[Handschrift: 269v]]


Bartoldt lackay, ist mit schreiben, von Strehlitz
wiederkommen, von beyden Schwestern. et cetera

Donnerstag den 15den: November 1649.


Vom Elefanten, (so gestern noch in der Stadt
geblieben undt gespiehlet, nicht allein aufm
Rahthause, sondern auch vor dem Superintendenten
habe ich gehöret ferner:


Daß er heütte Morgen, nach eingenommenem
frühestügk, an brandtewein, zugker,
undt Semmeln, (die wir ihme geschigktt)
ofte nachm Schloß, gesehen, undt gar schwer-
lich, auch auß der Stadt, hinwegzubringen
gewesen, dann er sehr wol alhier, tractiret
worden. Mag sich auch, vor dem stargken
winde, undt ungewitter, förchten.


Er sol nicht 2 iahr, sondern 3 iahr, einen
fœtum tragen, undt so keüsch sein, daß
er nur einmahl, cum masculo congredij-
ret, darzu niemalß vor den leütten,
auß Sonderbahrer schahmhaftigkeitt.


Dieser Elefant aber, ist niemalß, || [[Handschrift: 270r]]
cum masculo, admittiret worden, dann
man ihn alß ein kleines Elefanten kalb,
auß Batavia in der Jnsel Java, auf den
armen, hinweg getragen. Vndt ob er schon
eine fæmina ist, heißen Sie ihn doch immer,
mit dem Nahmen: Jungker hanß,
wann ihm seine hüter zuruffen. Er hat
die pudenda an dem orth, da die kühe,
undt andere Thiere, ihre Zitzen haben,
Seine Zitzen hat er hingegen, undt
deren nur zweene, [ba]ldt vorne vndter
der brust. Förcht[en] sich, weder vor Maü-
sen, noch vor Saẅen, undt es gibet die
experientz, in etzlichen dingen, viel
ein anderst, alß etzliche veteres & mo-
dernj Philosophj, ac Physicj, ex relatione
aliorum, darvon schreiben. Jn etzlichen
dingen aber, treffen Sie, dennoch ein.


Der Barnefeldt, ist so höflich gewesen,
das er diesen Elefanten, vor dem Superin-
ten[!], vmbsonst undt vergebens, mir zu ehren spielen
lassen, undt einen davor offerirten Ducaten, nicht annehmen || [[Handschrift: 270v]]
wollen.


Alß er über die Zugbrügke mit gefahr
gegangen, undt einer den Barnefeldt ge-
fraget, wann er in graben sich Todt fiele,
waß er machen wollte: hat er geant-
wortett: der schade müßte sein zwar
sein, weil er die brügke selber gesehen,
undt man dieselbe, nach seinem willen,
understützet gehabt, alleine wann
ie der Elefant, sich Todtfallen sollen,
(ihme zum höchsten schaden, undt verdruß),
hette er doch no[ch] wol, in die 1000
ThalerThlr: von seiner hautt, Zähnen, klawen,
undt allem, waß er an ihm hette, lösen
wollen. Wann aber waßer im graben
gewesen, wolte er es nicht sehr geachtet
haben, dieweil der Elefant wol schwimmen
köndte, undt wol eher in hollandt (mich
deücht zu Rotterdam) inß waßer, geplumpt.


Mußkeeten kugeln, sollen nicht leicht,
durch gehen, wann sie abgeschoßen auf die Ele-
fanten werden, weil ihre hautt zwar hart ist, || [[Handschrift: 271r]]
siedennoch[!] auch nachgibet, wie dichte wollsägke
dergleichen in Jndien solle sein probiret worden,
daß 50 Mußcketirer zugleich, auf einen Elefan-
ten feẅer gegeben, die kugeln aber abgesprun-
gen, vndt sich platt geschlagen, alß von einer
Mawer, also daß es demselben Thier nichts geschadet,
hingegen hat es grimmig einen von denen
zurück gebliebenen Mußcketirern verfol-
get. Selbiger aber ist dispost gewesen,
hat einen digken bawm erreichet,
undt ist um[b densel]bigen so lange herumb
gelauffen, biß i[hn s]ein verfolger der Ele-
fant, (so ihn gerne, mit dem Rüßel,
mit den Zähnen, undt füßen, erreichet,
undt zermalmet hette) in dem vmblauff,
nicht mehr folgen können, Sondern vor seiner
ungeheẅren schwähre, so matt,undt
müde worden, das er von ihm ablaßen,
undt darvon wandern müßen, da er
dann greßlich gebrüllet, vor zorn, auch
Stogk, vndt Stauden, kleine bawme, auß der
erden gerißen, mit den Zähnen vndt Rüßel, vor boßheitt.
et cetera

|| [[Handschrift: 271v]]


Oberlender, ist heütte von Ballenstedt,
wiederkommen.


Victualien, von Ballenstedt, seindt darauff,
gegen abendt, gefolget.


Avis: daß Eberhardt heitfeldts zu Quedlin-
burgk sein Todt erfolget, vom schregken,
welchen er, über dem vngeheẅren ersehenen
ungewöhnlichen Elefanten, entpfangen. So
sol auch auß eben dieser vhrsache, der hofraht,
Caspar Pfaw, krangk worden sein, worüber
wir unß, nicht weni[g ve]rwundert.


heütte haben sich al[...] [me]ine leütte,
verlautten laßen, [d]iß Thier wehre kein
Thier, sondern ein gespenst, ein blawer dunst,
so magica virtute die augen verblendete.
So seltzame opiniones, haben offt die leütte!
in dingen, die ihnen zu begreiffen unmüglich,
undt ungewohnet sein. Der Teüfel hat ie
nicht macht (ohne Gottes willen, undt sonderbahre
verhengnüß!) eine <elende> Saw, zu besitzen, viel weni-
ger, in einem so Frommen, vernünftigen, Edlen
Thier, (darauß man Gottes weißheitt, güte, undt
Allmacht herrlicher weyse, durch so ein schönes || [[Handschrift: 272r]]
geschöpf, zu spühren, undt augenscheinlich zu sehen)
seines gefallens, zu operiren. <Es sündiget auch weniger, als Gottlose verwegene Menschen. et cetera>


Gegen Abendt, ist die Fraw, von Roßaw,
der Königinn in Dennemargk, hofmeisterinnn,
mit der Fraw von Bayern, anhero kommen,
Meiner freundlichen herzliebsten gemahlin Liebden, zu zusprechen.


Der vielfältige Regen, machet die wege
grundtloß: Es kan fast kein bohte forth-
kommen. Die Fuhrleütte, beklagen sichs
sehr. Der gute Elefante, wirdt es auch
fühlen, vndt empfinden. Die raysenden haben
es übel. Gott gebe in allen, beßerung!


Avis: daß der Oberste Volkmann, (so am Bo-
denSee gelegen,) mit 14 compagnien von Manßfeldt
kompt, vndt 12 bespannete wagen, begehrt.
Obrist leutnant Micrander, (welcher, zu Sanderßleben
lieget) hats avisirt, undt zeücht ihnen entgegen.


Bürgermeister Döhring, ist auch alß ein Außschußstandt,
vom Ober: vndt VndterDirectore, nacher Cöhten,
zur abrechnung citiret worden. Jch concedire es,
connivendo, weil dem Bernburger Antheil an der abrechnung
der kriegeskosten itzt gelegen, Protestire aber, wieder solche immediat evocation.

|| [[Handschrift: 272v]]


Capitain Michel Eberdt, hat sich bey Mir præ-
sentiret, wie auch sein Schwäher, Adam
von Bidersehe, der 74 iährige allte.
Jehner, ist ein Patritius von Stargardt
auß Pommern, ein allter Soldat, undt
der die fructus bellj, zimlich versuchet,
in dem er hin, vndt wieder auch neẅlichst
vor Prag sehr beschädiget worden. et cetera


Er Hesius ist auch bey mir gewesen.
Je l'ay satis fait!


Christof Wilhelm Schlegel, hat sich auch praesentirt[.]


Der avis continujre, das der Major Stoltzen-
bergk, von den Tremlingischen pawren, Todtge-
schlagen worden seye, weil er Sie auf Solda-
tische manier, tractjren, sie es aber nicht leyden
wollen.


Jn landschaftsachen, sonderlich, wegen Thei-
lung der Steẅren, habe ich viel verdrießliche
picquante schreiben, undt gutachten empfangen.
Gott erlöse mich doch einmahl von solcher
beschwehrlichen servitut.

|| [[Handschrift: 273r]]


Schreiben, vom herrn von Schrahtembach, von Hanover.


Der Elefant ist hoch 5¼ Ellen, lang 6¼ Ellen,
vndt digk 9 Ellen, wie ihn, unsere leütte,
unten im Saal gemeßen. Ein gewaltiges großes,
vndt in diesen landen, gantz vngewöhnliches,
wunderseltzames, ungeheẅres Thier, dennoch
eine creatur Gottes, undt der neben dem
Menschen erschaffen, auch der anfang der wege
Gottes, beyderley, beim Job: am 40.7
also genennet, undt gesetztet wirdt. Die ge-
lehrten, expliciren das wortt, anfang,
also; das es bedeütte, den vorzugk, vndt
præeminentz, undter den vierfüßigen Thiren,
auf erden. Jst dero wegen billich, zu achten! et cetera

Samstag den 17den: November 1649.

<2 hasen, von der hatz.>


Den CammerRaht, Doctor Mechovium, bey mir gehabt,
undt seine jnstruction verfertiget, so er nacher
Cöhten, mit zunehmen, wilß Gott, das gebe zu glügk!


Schreiben, vom hofraht Pfawen, das mein bruder,
Fürst Friedrich gedengkt, vmb weyhenachten, (gebe gott) aufß lengste,
wieder im lande zu sein. Er endtschuldiget auch seine
herabkunfft, wegen der völgker, iedoch will er sehen. et cetera

|| [[Handschrift: 273v]]


Extra zu Mittage, Doctor Mechovium, gehabt.


Die avisen, von Erffurdt geben:


Daß die restitutio ex capite Amnistiæ, &
Gravaminum, neben dem jure reformandj,
undt restitution der exulanten, disputiret wirdt,
zu Nürnbergk; iedoch, hoffe man, einen vergleich.


Der Kayser, wil auch noch, die Churfürsten
consuliren.


Zu Wien, ist der friede mit dem Türgken, auf
20 iahr bestehtiget, undt die contravention
wegen der 40 dörfer, (so der Türgke eingezogen,
dem frieden zuwiederd, undt sich huldigen laßen)
repariret in Vngarn.


Königinn in Spannien, hat von deütschen,
niemands mehr, als einen Artzney Doctorem,
vndt 3 geistliche, undt Jesuiten, bey sich.


Die Spannische provintzien, inn: undt außer-
halb Spannien bitten, vmb eine gesegnete
Ehe, undt umb Mannliche leibeserben.


Portugall ist in alliance mit Frangkreich,
offeriret eine flotta wieder Spannien, undt eine
heyrath, vor seinen Sohn, mit der Madamoyselle d'Orleans.

|| [[Handschrift: 274r]]


Die 2 millionen, so er nach Cività Veccia
geschickt, den Pabst zu complaciren, wollen
wegen der Spannier contraminiren, noch nicht
angenommen werden, viel weniger sein Legatus8.


Jn Napolj, gehen die persecutiones forth,
undt es werden große gühter, undt gelder
eingezogen, viel leütte auch, am leben, gestraft.


Der pabst hat accordirt mit Parma, derowegen
vermuthen die Venezianer dannenhero großen
secours. Jn Candia, ist durch der Maltheser
Ritter, Tapferkeitt, die vom Türgken
mit 14000 Mann durch Sturm, eroberte
Schantze Mocenigo, vor der Stadt Candia,
recuperiret worden, weil die Türgken, zu mächtig,
deren doch, viel Tausendt, durch minen, undt
verborgene feẅer, in die luft geflogen. Jn Dal-
matia, haben auch die Morlacchj, etzliche Türgken,
geschlagen, (der Nachdrugk, ist zu desideriren.)


Jn Frangkreich, währet zu Bordeaux, die
unruhe noch, zu Paris ist nicht alles so klahr,
General Rantzow, ist auch unschuldig erkandt, undt liberi- || [[Handschrift: 274v]]
ret worden. Begehret einen Ehrlichen abschiedt.


Graf Magnus de la Garde, zeücht nacher
Leiptzi Dresen[!].


Die Schweden, stehen im Mißverständen
mit den Frantzosen, gönnen ihnen nicht:
Ehrenbreittstein, noch andere avantages.


Jn Schlesien, ist die reduction der Schwedischen
Soldaten, undt die abführung der Stügke,
suspendiret, wiewol sie schon auf der
Oder, eingeschiffet gewesen, nacher
Stettin, zu gehen.


Die Staden disputiren, ob sie der neẅen
Engellischen Regierung, zu Londen, Gesandten,
(alß einer Souverainen Respublique,)
noch admittiren wollen, oder nicht? im haagen?
Jtem: wollen Sie, 50 compagnien zu Fuß,
vndt in die 10 compagnien zu roß, auß-
ländische, reduciren, undt abdangken.


General Cromwell, hat aufs neẅe
in Jrrlandt victorie gehabt, undt
den jmportanten haven Wexfordt, mit
Stürmender handt erobert, in die 2000 || [[Handschrift: 275r]]
Mann, niedermachen laßen, vndt gantz
Jrrlandt, fast übermeistert. Er hoft
auch noch, Pfaltzgraf Ruprecht, undt Moritz,
wie inngleichem den König selbst, zu
blocquiren, vndt in seine gewaltt, zu kriegen,
(davor Gott, in gnaden seye!)[.] Die
Schotten hingegen, seindt gut Königisch,
vndt haben sich in Jarsey, so wol alß
im haag, angemeldet, undt zur assistentz
sich erbotten.


Jn Polen, gibts rebellionen, undter den
Reüßischen pawern. Die Tartarn, vexie-
ren sich, mit der Müntze, undt wollen
nur, mit SchwertThalern der holländer, undt
keinen andern, bezahlet sein. Die Königinn
ist krangk, der ReichsTag tritt heran.
Dem Großcantzler, wirdt alles unglügk imputirt.


Jn der Osst See, vor Lübegk undt Gottorf,
ist großer schade geschehen, durch einen Nordosten
Sturmb, undt Springflut. Viel menschen, länder,
undt viehe seindt verdorben. Jn der WestSee, höret man auch
von naufragiis, Schiffbruch, undt unglück. etcetera

|| [[Handschrift: 275v]]


eBeschreibung der länge, höhe, Weite vndt größe
deß Elefhanten, Alß:


Ellen Viertel
Die höhe oben vom Rücken biß an die Seide herunter 5 1
Die Länge in allem, vom Rüßel an, biß an den Schweiff 6 1
Die Weite vmb den leib herumb 9 1
Die länge deß Rüßels, von Kopffe oben an, biß gantz ans ende 4 1
Die länge deß Rüßels vom Munde an, biß gantz ans ende 3 1
Die Weite deß Rüßels, oben am Munde 2 1
Die Weite deß Rüßels vorn am ende 2 3
Die länge der Ohren, gerade herunter 1 3
Die Weite der Ohren mit den Ohrlapfen 3 1
Die länge deß Kopffs, ohne den Rüßell 2 1
Die breite deß Kopffes auff der seiten 1 2
Die länge deß leibes ohne den Kopff 4 2
Die breite vorne an der brust 2 2
Die breite hinten beym Schweiffe 1 3
Die länge deß Schweiffes 2 1
Die br<W>eite deß Schweiffes gantz oben 1 1
Die br<W>eite deß Schweiffes gantz unden 1 1
Die länge der füße, vom bauch an biß zu der Erde 2 1
Die Weite oben am knie des beines 3 1
Die Weite oder vmbschweiff deß fußes gantz vnden 2 2

f

Sonntag den 18den: November 1649.


Avis von Zerbst, daß mein vetter Fürst hanß,
☽tag, oder ♂tag, dahin kommen, undt seinen einzug
halten, auch die Brautt, heimführen werde.


Jtem: daß graf Magnus auch dahin kommen solle,
undt seine resolution, nacher dresen[!], zu ziehen,
gählingen geendert. Oberste Steinagker
logire auch daselbst, mit 14 compagnien,
undt die durchzüge incommodiren das landt.


Jtem: daß der iunge Mann, Er Melchior Theo-
dorus, (welcher alhier im Sommer, eine probpredigt that || [[Handschrift: 276r]]
undt nach Ballenstedt, zum Diaconat, vociret
werden sollte) zu Zerbst, den 16. diß, des Morgens,
frühe umb 3 uhr, ohne krangkheitt, gählingen
gestorben. Gott genade ihm! undt bewahre
ferner, vor plötzlichen, geschwinden zufällen!


Jch habe hieroben, auf dem Sahl, Magister
Enderling, predigen hören, vndt darnach
mit ihme, conversirt, ihn auch extra, zur
Mittagsmahlzeitt behalten, neben Tobias Steffeck von Kolodey[.]
Die Fraw von Bayern, ist auch noch alhier.


Avis von Cöhten, vom Doctor Brandt, das Fürst Ludwig
gar schwach sein solle! Gott erhalte! undt
stärgke Jh[r]e G[naden] et cetera gnediglich! undt väterlich!


Nachmittag, cum soro[re] & filiis, zur kirchen,
da der caplan Jonius, [ei]ferig gewesen, von der
haltung des Sabbahts, zu concioniren. perge

Montag den 19den: November 1649.

<6 hasen, Viktor Amadeus gehetzt, i geschoßen[,] 1 Räphun> <gefangen>


A spasso, in zimlichem bösem wetter. Die
waßer wachßen sehr, alß die Elbe, Sahle,
biede, Lithe, etcetera Dörften sich ergießen, undt
schaden thun.


Mein Sohn, Victor hat heütte 6 hasen einbrachtt,
undt geh[e]tzt, auch 2 geschoßen, 1 Räphun gefangen.

|| [[Handschrift: 276v]]


J'ay donnè üne commission jmportante, a Philipp Güder[.]
Dieü la vueille conduyre! & benir!


Die Roßawinn, ist heütte von Halle,
wiederkommen.

Dienstag den 20ten: November 1649.


Die Roßawinn, oder Roßing, zeücht hinweg
zu ihrer Königinn. Mit ihr, ist die Fraw
von Bayern, in bösem weg forth. Rittmeister
Geest, undt der Roßawinn Sohn, seindt auch mitt.
Sie haben sich gestern endtschuldigen
laßen, das Sie mir nicht aufgewartett,
der eine wolte unpa[ßlich] sein, der ander,
hatte zu schreiben. perge


Il a heürte ceste nuict, a nostre
porte fort naifuem[men]t. Dieu scait! ce,
que cela denote!


Schreiben von Croßen, undt Berlin. perge


Jn den Leiptziger avisen werden die
Erfurdter confirmirt, die Cromwellischen
Victorien in Jrrlandt, der aufschub, vndt ver-
zögerung, der Tractaten, zu Nürnbergk.
Die Pollnischen molestien, undt neẅer aufruhr,
der Spannier progreß in Catalonien, des Pabsts || [[Handschrift: 277r]]
præparatoria zum Jubeliahr, des Königs
in Engellandt, undt der pfaltzgraven gefahr,
in der Jnsel Jarsey, iedoch des Königes ver-
hofte assistentz, auß Schottlandt, den
Päbstlichen erkauff, des hertzoghumbs Castro,
das unglügk so zur See geschehen, so wol,
mit der springflut in der OostSee, alß mit
stargken naufragiis, in der WestSehe,
darzu dann addiret wirdt, die Suspension
der admission zur Bäbstlichen audientz deß
Portughesischen gesandten9, (unerachtet seiner
zweyen millionen), biß daß das Jubeliahr
vorüber, damit alles friedlich abgehe!


Die gefängnüß in Sicilien, des Don Juan
d'Austria, weil er nach dem Königreich
Napolj selber getrachtet haben solle.
Jtem: daß die Türgken in wehrenden tractaten
zu Wien, 300 Mann, bey Neẅhaüsel, niedergehawen,
undt ein castell, erstiegen vor der Stadt
Candia, (wejl ihrer sehr viel geblieben)
sollen Sie, abgezogen sein. Durch des Sundt, hat der
König jn Dennemark verbotten, kein Schiff mehr, passiren zu laßen.
Eine alte Prophezeyung meldet, daß anno 1650 Polen sol mit huff-
eisen gantz bedegket werden, welches Gott in gnaden, abwende!

|| [[Handschrift: 277v]]

Mittwoch den 21ten: November 1649.


Jn die predigt, cum sorore, & filiis.


Die Sahle wächßet sehr. Man kan
in den beüttel Mühlen, nicht mehr Mahlen.
Auch die große Mühle, leidet noth. Die
wege seindt sehr arg, vndt grundloße.
Mit der großen Fehre leßet sichs auch
nicht wol überfahren, weil das
der Strohm, in das waßerThor hoch hineyn
gehet. Jn Palbergk laüft die Fuhne
hinein, gar haüffig. Die avisen geben
auch, daß in Jtalien, die Etzsch bey Verona
undt andere waßer, sich treflich ergoßen,
undt schaden gethan haben sollen. Gott
wende alles, zum besten!


Bartoldt, ist glügklich von Hg wieder-
kommen. Jl semble que Philipp Güder aura dü progrèz,
moyennant l'ayde de Dieu; si ie doibs iüger;
selon les premieres apparences, & circonstances?


Je ne peux oublier encores, feü mon bon fils,
l'ayant trop abbandonnè, au babil, et cacquet,
de ce charlatan, Doctor Brandt sans songer, a son inexperience!

|| [[Handschrift: 278r]]


J'ay discourü beaucoup, avec mon bon chirür-
gien, Hans Wenzel Rothe de son mal, & il m'a monstrè,
que i'ay malfait, de me fier trop au Docteur Brandt
& trop peü, a luy, car il a apprins, des beaux
secrets, dü feü Docteur Sennertus a Wittemberg, &
d'autres, ce, que je ne scavois pas auparavant. perge


Ô! que l'homme est malheüreüx, quj ne se
laisse guider, de la vraye rayson, & se
laisse aveügler, de fallaces pensèes! Ohime!


Mit Schlegeln, conversirt, welcher heütte
bey dem Maior Schierstedt, undt bey Rittmeister
Sperling, in Einsidelß hause, gewesen.

Donnerstag den 22ten: November 1649.

<5 Räphühner 1 Hase.>


heütte hat das naße wetter, nachgelaßen, undt
ist auf einen Frost, gefallen.


Jch bin mit meinem Söhnlein, Carolo, auf die
krähenhütte, gegangen, undt habe einen schönen
Stoßvogel, nebenst einer krähe geschoßen.


Mein Sohn Victor aber, ist nach Räphünern
gezogen, undt hat deren 5 nebenst einem hasen, einbracht.


Die Amptßacta des gewesenen Amptßraht, Geörge
Panßen, seindt heütte, dem Amptmann Reichardt, in
præsentia meiner Commissarien, extradiret worden.

|| [[Handschrift: 278v]]

Freitag den 23. November 1649.


Secretarium Paul Ludwig bey mir gehabt, welcher mir
viel importirliche sachen, vorgetragen. perge


A spasso, in stargkem Frost.


Er Benjamin, ist diesen abendt bey mir gewesen,
pour faire inprimer des Catechismes d'Heidelberg. perge Sed
remoræ jnterveniunt! Patientia! Sathan
s'oppose, quand il peüt, au bastiment dü Temple
de Dieü, lequel le vueille confondre, & aneantir.


Schreiben von Jakob Ludwig Schwartzenberger[.] Difficultè, & revolü-
tion en toutes choses. Nülle esperance, en rien.
Kläglich ists, das er die Ziffern, gantz verkehret,
undt versehen, also daß ich nichts rechtes lesen kan.


Estrangè Metamorphose, en des telles, importances!


Avis von Ballenstedt das der Oberste Volckmann, am Montagtage
mit 4 compagnien zu fuß, undt vielen abgedangkten
Officirern, durch hoym, paßiret, die hoymer haben 4
wagen, sampt den pferden, zum vorspann ihm geben
müßen. Jtem: vermeinet er, das wieder 4 Regiment
im anzuge, seyen, von Manßfeldt, hero.


An itzo, können die fuhren, mit der Fehre, nicht
v̈ber die Sahle, gehen, weil das waßer schon
ein par Tage hero, so sehr angelauffen, undt gewachßen.

|| [[Handschrift: 279r]]

Samstag den 24ten: November 1649.


Songe; qu'ün Vieillard, m'auroit admonnestè
de prender garde a moy, que 12 nobles a
Cöhten, avoyent ün desseing, de me dèsvalliser
en chemin, & ce Venerable estoit vestü de
noir, avec ün manteau, ayant üne belle
barbe grise. Jl adjousta, qu'il me les nom-
meroit encores. Et en l'èscoutant atten-
tivement, je m'èsveillay! Dieu nous preserve!


Avis: das der schöne Elephant, alß er über die
Elbe, traijciren sollen, auß der fehre gesprungen,
undt ersoffen. Wehre wol schade, umb das edle Thier!
undt werth, das man es beklagen, undt bedawren
sollte, zumahl da es fast menschen verstandt hatte!


Jtem: aviß, daß hindter halle, eine wolgken-
brust gefallen, undt die waßer, nebenst
dem Regen, also ergrößert, auch ein dorf
verschwemmet.


Zu Deßaw, sol die Milde den lachß-
fang, die halbe Mühle, undt andere felder,
verschwemmet haben. Jst also überall schade!


O Gott! erbarme dich unser aller,! vndt
unserer Nachtbarn! auch aller frommen Christen!

|| [[Handschrift: 279v]]


Dornaw ist bey mir gewesen zu referiren.


Schreiben, dal hermano, in jmportantissimis.
perge


Die Erfurdter avisen geben:


Daß die Nürnbergische Tractaten, sich noch
zaudern, wegen Frantzosen, vndt anderer
opposition. Gibt also verzögerungen!


Jn Spannien, ist die Türckische
bohtschaft, mit gewaltigen præsenten,
undt schönen offerten, (so unerhört, in ein pahr
seculis) ankommen. Gott schaffe friede der
Christenheitt!


Zu Wien, geben es die Türgken
guht vor, gleichwol streiffen Sie, vndt occupi-
ren in Ungarn, waß Sie überfallen können.


Zu Candia haben Sie in stürmen, in die
14000 Mann verlohren, undt sejndt abgewichen.


Zu Rom, seindt in die 40000 Menschen,
an der pest, gestorben. Sein schlechte præparatoria
zum Jubeliahr. Duca de Jnfantado, Spannisch
Königlicher Ambassador ist stadtlich recipirt, bringt
viel offerten, befördert den Parmesanischen Frieden, || [[Handschrift: 280r]]
ob schon der pabst, das Fürstenthum Castro, mit 1700 mille
kronen, bezahlet, auf redemption in 8 iahren,
neben des Duca schulden. Der Portuga-
leser10, wirdt noch nicht recipiret. Die pest re-
giret, hin: undt wieder in Jtalia.


Jn Jrrlandt triumphirt Cromwell,
mit seinen ungerechten waffen, hat Wexford
vndt Waterfordt erobert, undt spielet den
Meister. Printz Ruprecht, ist mit mühe
seiner Macht, zu waßer, nacher Jarsey;
zum Könige, endtrunnen. Cromwell achtet
kein volgk. Spielet, alla desperata,
quitte, ou double! Gott dempfe,! alle übelthat!


General Erlach, lieget Todtkrangk, in Briesach,
Gott erbarme sich Seiner! undt helfe ihm!


Don Juan d'Austria, soll die Catolische
zu Malta gefangen gewesene, bekehrte
Türckische Sultanin11, des itzigen Kaysers
(welcher sich, einen herren der gantzen weltt,
tituliret) Schwester heyrathen, undt das
Heilige grab, auch noch eine andere Provintz in Türkey
mittbekommen. Wunder seltzame Metamorphoses!

|| [[Handschrift: 280v]]


Die Cosagken Trawen den Polen, noch nicht,
halten sich in guter bereitschafft, vndt
haben eine mächtige armèe beysammen,
ihren getroffenen vergleich, mit dem Sebel
zu confirmiren, weil die Polen tergiversiren.


Printz Sigmundt Ragozzy; will eine
reformirte Dame heyrathen. hat zu Caßel
einen korb bekommen, weil Freẅlein
Charlotte, schon versprochen, mit dem Chur-
fürsten Pfaltzgraven. Jnterim, recerchirt
er andere.


Die reformirten zu Sigen, haben die
Catohlischen, par force außtreiben wollen,
undt also ihre gut sache, böse gemachtt.


Lottringen, schwärmt an den Spannischen
gräntzen, man trawet ihm nicht, und er
hat Chur Cölln, offendiret, im Stift Lüttich.


Der Archidux Leopoldus zeücht viel Schwedisch
volgk, an sich.


Jn Frangkreich, ist die unruhe zu Bourdeaux,
noch nicht gestillet.

|| [[Handschrift: 281r]]

Sonntag den 25ten: November 1649.

<1 hase die Wirschleber einbracht.>


Aufm Sahl, hat der hofprediger, Er Theo-
poldus geprediget.


Extra zu Mittage, Doctor Mechovius, [...]<undt>
[...] der hofprediger gewesen.


Nachmittags, cum sorore & filiis zur kirchen,
da dann der iunge studiosus, undt initiant,
Ottmar, fein geprediget. perge


Postea habe jch ihm zugesprochen, a casa.


Avis von Zerbst, von dem Einzuge des
Fürst Johannsen, so ordentlich, undt prächtig,
angeordnet gewesen.


hJn den gestrigen Avisen stundt nachfolgende particula-
ritet.


    Aus Meylandt, den 9. November Stylo Novo


Daß vor Candia im Jungsten Sturm über 14000 Türcken todt
blieben vnd zu Madritt ein Türckischer gesandte12 an kommen, ist
gewiß, was solcher vor ein Creditiv v̈ber liffert vnd vor ein schrifft-
lich anbringen gethan, ist aus der Spannischen sprach in das Teütsch
überbracht, vndt lautet also:
    Creditiv.
Alij Soliman, herr des Ottomannischen hauses, Keyser vnd herr
der herren vndt Fürsten der Welt, haubt vndt Verthädiger
des durch vnsern Propheten Mahomet gegeben vnd vns er-
klärten gesetzes,
dem gloriosisten Fürsten, aller Christlichen Fürsten,
Scheid: vndt Friedemachern der Nazarenischen händel,
mächtig, vndt in allem voller Tugendt. Königen Philippo, || [[Handschrift: 281v]]
deßen Ende gut, vndt nach freundlich vnter vns geschloße-
nen Frieden heyl sey.
Das lob der ehren aller eweren tugendten Herz, Ob zwar
die gesetz deren wir vns bekennen, vnterschieden seind, hat
gleichwol mich nicht gehindert, ewere gloriose Vernehmen zu-
erkennen, vnd hoch zuachten, ohne ewere Feinden, so in großer
anzahl seind, zu helffen, nach dem mich ieder zeit ihrem vor-
nehmen entzogen, ihre Feldzug vndt armeen, so auf den
beinen waren, verhinderende, auf daß Jhr gegen Sie die
euch gebührliche Obsiege habt können erhalten, Soviel mich
belangt, weiln mit den meinigen alle Macht bey mir wehre
genugsamb, dieselbe in solchen Standt zusetzen, daß deren Abgang
nicht zubefahren. Meines Theils sonsten werde ich vollen-
ziehen alles, was mein Bahsa, Cammer herr13 vns freundt mit
Euch wirdt einig worden sein, deme ihr allen glauben werdet
zumessen.   Wahr vnterschrieben
      Der herr der gantzen Welt.


Anbringen des Türckischen Bottschaffters, in Schrifften.
1. Der Gros herr wird in ihrer Catholischen Königlichen Majestat gewalt
das heilige grab, vnd andere heilige orth zu Jerusalem vn-
tergeben. 2. Daß ein freyer handel vnd kauffmanschafft
in allen Porten vnd häfen des Meers sey, auch kein Meerzauber
vnd Seefanger gelitten werden sollen. 3. Daß Don Johan
di Austria mit der Sultanin14, so ietzo Catolisch worden, vnd
deme man ein Königreich in des Grosherrn landen zuerwehlen
frey geben wirdt, heyrate. 4. Das man ins künfftige bey-
derseits keine gefangene oder Sclaven machen, sondern die,
welche ietzo seind, von ein vnd anderer seitten loßgeben vnd
restituiret werden sollen.
Man sagt, daß die Sultanin die leibliche Schwester des
Großherrn sey, welche mit ihrer Mutter15 im Krieg durch
die Ritter von Malta gefangen, vndt zum glauben
bekehret worden.


  Præsent, vnd kostbahre sachen, so Jhrer Mayestät et cetera
    v̈berbracht worden:
1. Vier löwen mit ihren ketten vnd halsbändern von
feinem golde, worauf Jhrer Maystät Wappen gestochen.
2. Zween Säbel mit eingelegten güldenen handgriff, || [[Handschrift: 282r]]
zubehörlichen scheiden vndt güldenen ketten. 3. Vier Käst-
lein voller meßer mit guldenen hefften, scheiden, vnd mit
Perlen besetzt von hohen werth. 4. Zwölff Einhorn, Jedes
12 handbreit hoch, mit gold belegt, vff deren dicke Jhrer Meyestät et cetera
wappen. 5. Vier vnd zwanzig Türckische Teppich mit Goldt
vnd seiden gewebt, bezeigende die Jenige Schlachten vnd Armeen,
so Jhre Meyestät perge von der zeit Sie Erbe der Cronen seind, gehabt.
6. Ein bettlädle von Christall vnd gold, auff form einer Galleren
gemacht, mit Portierten vmbhängen, worauf Jhre Meyestät Victorien
zusehen. 7. Zwey kleine güldene kasten, voller Plumen vndt
Federn von großen werth. 8. Ein anders Christallen kästlein
mit köstlichen Perlen übersetzt, in welchem 40 stuck Bezoar,
Jedes stuck wigendt 14 Vntzen. 9. Ein bettdecke mit 40
güldenen Sternen, in welchen zusehen die Obsiege, welche
der Keyser erhalten. perge


iGegen abendt, ist die böse post einkommen,
daß Meiner gemahlin Factor, der Jacob (von Staßfurth)
mit gelde, undt allem, außgerißen, vndt
Meiner gemahlin wagen, undt pferde, zu Garleben,
im Stich gelaßen. Mundus vult decipj!16


Malum Consilium; consultorj pessimum!17


Al mal s'appiglia! chj mal sj consiglia?


Die Sahle fället nun wieder, also daß
man gestern überpaßiren können, alhier zu
Bernburgk, in der fehre, mit laßtwägen. perge


Meine gemahlin, ist sehr geschäftig, ihres schadens,
sich zu erholen. Schätzet ihn auff 1000 ReichsthalerRthlr: Gott
gebe uns wieder, was uns sehlig, undt gut ist!

|| [[Handschrift: 282v]]


J'ay èscrit, en Nordwest, Dieu nous soit
en ayde, & conduyse! & reconduyse heüreüsement[.]


A spasso, in schönem, iedoch kaltem wetter.
perge


Schreiben von Ballenstedt, in crassis terminis!

Dienstag den 27ten: November 1649.


Conferenze mit Reichardt, undt ander Jonio,
ieglichem absonderlich.


Jn den Leiptziger avisen, stehet (über das iehnige
so in den Erfurdtischen, gestanden:)


Daß Cromwell Waterfordt, Wexfort,
undt Jounghall eingenommen, auch Kilkenny belägert,
die Königlichen stärgken sich in Jarsey, die Schotten
inngleichem, helfen dem Könige, mit geldt, undt volgk,
Ormondt, undt Inchequin, Königliche Generallen
haben sich verglichen. Die Pfaltzgraven seindt
in Jarsey, ankommen, nicht ohne gefahr. Gott
bewahre Sie! undt den König! Carolum 2dum:.


Jm Niederlande triumphirt der Spannische Ambassador
Brün, im haagen, wegen der heyrath seines Königs,
mit Freẅdenfeẅern, Feẅerwergken, undt Stügken.


Frangkreich tractirt friede, mit Spannien,
undt hat noch unruhe zu Bourdeaux.

|| [[Handschrift: 283r]]


General Erlach, ist Todtkrangk zu Briesach,
Le bon Dieu l'amende & aye pitiè de luy!


hertzogk von Lottringen, hat mjt gewaltt,
quartier im Stift Lüttich, genommen, undt etzliche
1000 arme pawern, (so sich opponirt) erschlagen laßen.
Es leßet auch der Churfürst von Cölln, das neẅe
castell zu Lüttich, mit Macht, fortbawen.


Auf der Elbe bey Dämitz, ist ein Schiff, mit
2000 wispel getreydig, auf einen pflock
scheitternde, zu grunde gegangen, undt verdorben.


Zu Nürnbergk, lanterniren die handlungen.


Graf Magnus, rayse nach Dresen[!], ist suspendirt.


General la Riva, hat abermahl 30 Tür-
kische Galleren ruiniret.


Die türgken seindt vor Candia abgezogen,
nach verlust 14000 Mann, in etzlichen assaltj,
hingegen haben die Christen, auch viel volgk
verlohren, undt 2 generalln, Coloredo<, undt Grimouille.>


Mit Spannien, tractirt der türgke, wie gemeldet.


Die Reüßjschen pawren, rebelliren, wegen
ihrer herren, erneẅerten grawsamkeitt.


Die Cosagken, liegen im Armbrust!

|| [[Handschrift: 283v]]


Der pabst, macht stattlich præparatoria zur ent-
pfahung der Jubel gäste, unangesehen daß 40000
personen, an der pest in Rom gestorben. Er befehlt
auch Castro, in 9 iahren, wieder einzulösen, undt
nimbt auf sich, die Parmesanischen Schulden.


König in En Dennemargk, assistiret heimlich,
dem König in Engellandt, vndt helt landtTäge.


Jn Catalonien; victorisjren, die Spannischen. Die
Könjgjnn jn Schweden, ist etwan unpaß, hat
die Rüßischen Gesandten18, solenniter abgefertiget.


Adolf Jacob, der Factor, meiner gemahlin,
(den, man vor flüchtig gehalten) schreibet an
Meine gemahlin, von Staßfurth auß, endtschuldi-
get sich, wegen eines bösen schengkels,
negiret seine imputationen, klaget über
der fuhrleütte insolentz, ungehorsam, undt
wiederspenstigkeitt. Gibt also neẅe judicia!


Le Capitaine lieütenant Ayrer, a emprüntè, dix Dalers,
a Leipsigk, de Johann Christoph Wischer, le persuadant, qu'il
y estoit en mon service, pour m'acheter quelquechose,
ce qui n'est point. Jl a aussy arrestè hier, nostre || [[Handschrift: 284r]]
messager, avec menace, sous peine de la vie,
(bey leib, undt leben) qu'il le devroit attendre, mais
il ne l'a attendü, que jüsqu'a 3 heüres apres
Midy, & comme il n'est point comparü, le messager
s'en est allè. Ce delay non necessaire pour-
tant, a arrestè l'arrivèe dü dit messager, d'hier.
perge


Les preüves, font cognoistre les personnes!


Mundus universus, exercet Histrioniam.19

Mittwoch den 28ten: November 1649.

<4 hasen.>


Jn die kirche, undt wochenpredigt, conjunctum.


Vnsere leütte, seindt von Staßfurth, wiederkommen,
berichten, daß Adolf Jacob, durchgegangen,
nach dem er, an Meine gemahlin geschrieben gehabt,
vndt er hat vorgegeben, er gienge nach Bernburgk.


Mundus vult decipj!20


Nachmittagß, hinauß hetzen geritten, mit
mejnem Sohn21, undt haben, vier hasen, gefangen.

Donnerstag den 29ten: November 1649.

<3 Räphüner Oberlender.>


Geschrieben nacher Wien, undt sonsten, am heüttigen
postTage.


Extra: Zu Mittage, Den allten Melchior
Loys, undt Doctor Brandt gehabt, welcher sich auch,
mitt eingeflicktt. et cetera

|| [[Handschrift: 284v]]


Victualien von Ballenstedt, mit 6 Wispelw: weitzen,
so ich, a Madame refundire.

Freitag den 30ten: November 1649.

<1 fux, mein Sohn22 gehetzt:>


Gestern, ist doch noch der Adolf Jacob, mit
list, anhero gebracht worden, von Staßfurth,
durch Bürgemeister[!] Weylandt. Offeriret sich,
in allem satisfaction zu erstatten.


heütte habe ich etzliche Acta revidiret, in
Gallicis expeditionibus, undt sonsten in Oecono-
mijsachen, anstaltt gemachtt. Gott gebe succeß!


heütte nachmittage, hat es gethawet,
nach dem frost, voriger Tage. Sonst ist
es zimblich windtig den gantzen Tag gewesen.


Das grundeiß gehet auch noch, auf der Sahle.


Textapparat
a Auflösung unsicher.
b Auflösung unsicher.
c Die Wortbestandteile "zu" und "rügke" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
d Die Wortbestandteile "zu" und "wieder" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
e Schreiberwechsel zu unbekannt.
f Schreiberwechsel zu Christian II.
g Lücke im Text; Ortsname sollte vermutlich nachgetragen werden.
h Schreiberwechsel zu unbekannt.
i Schreiberwechsel zu Christian II.

Kommentar
1 Person nicht ermittelt.
2 Zitat aus Franck: Paradoxa, Nr. 238, S. 357.
3 Irrtum Christians: Das Zitat stammt nicht von Caesar, sondern ist eine lateinische Übersetzung von Hdt. 8,60C (ed. Feix 72006, Bd. 2, S. 1096).
4 Vgl. Tagebucheintrag vom 24. April 1634.
5 Johann Barnevelt hatte nur zwei Söhne, Reinier und Willem. Der Elefantenbesitzer Cornelis van Groenevelt, der sich gegenüber Christian fälschlich Barnefeldt nannte, versuchte offenbar, seine Abstammung durch falsche Angaben aufzubessern.
6 Iob 40,15-25.
7 Iob 40,15-25.
8 Person nicht ermittelt.
9 Person nicht ermittelt.
10 Person nicht ermittelt.
11 Person nicht ermittelt.
12 Person nicht ermittelt.
13 Person nicht ermittelt.
14 Person nicht ermittelt.
15 Person nicht ermittelt.
16 Zitat aus Franck: Paradoxa, Nr. 238, S. 357.
17 Zitat aus Var. rust. 3,2,1 (ed. Flach 2006, S. 145 und 290).
18 Personen nicht ermittelt.
19 Ein traditionell Petronius zugeschriebenes, doch bei seinen überlieferten Schriften nicht nachweisbares Zitat, welches in Lipsius: De constantia, I, 8, S. 54-57, sowie Montaigne: Les Essais, III, 10, S. 1057, belegt ist.
20 Zitat aus Franck: Paradoxa, Nr. 238, S. 357.
21 Entweder Viktor Amadeus oder Karl Ursinus.
22 Entweder Viktor Amadeus oder Karl Ursinus.
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1649_11.xml
XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
abbleuen
schlagen, verprügeln
abhorriren
etwas verabscheuen, vor etwas zurückschrecken
accordiren
einen Vertrag schließen, sich einigen
accordiren
einen Ort mittels eines Vertrags (Akkords) übergeben
accordiren
übereinstimmen, einig sein, zustimmen
accordiren
übereinstimmend machen, vergleichen
accordiren
vertraglich zubilligen
adhibiren
zuziehen, anwenden
admittiren
gestatten, zulassen
affligiren
peinigen, plagen, quälen, ängstigen, bekümmern
Ambassador
Gesandter, Botschafter
Anlauf
Anschwellen, Ansteigen
Anlauf
Angriff
Anlauf
drängendes Angehen
anlenden
anlanden
approbiren
billigen
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
causiren
verursachen
cediren
weichen, nachgeben
cediren
abtreten, übereignen
chargiren
angreifen, beschießen
chargiren
beschweren, belasten
complaciren
geneigt machen, gefallen
componiren
(sich) einigen, (sich) vergleichen
componiren
einrichten
componiren
(Konflikt) beilegen
concioniren
predigen
confirmiren
bestätigen
congregiren
versammeln, vereinigen
Conjunction
Vereinigung, Zusammenführung
Conjunction
Verbindung
consideriren
(vor dem geistigen Auge) betrachten, erwägen, überlegen
consuliren
um Rat fragen, zu Rate ziehen
consuliren
beraten
consuliren
einen Rat geben
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
contrahiren
einen Vertrag schließen, schriftlich übereinkommen
contraminiren
entgegenarbeiten
contraminiren
einen Stollen graben, um das unterirdische Legen von Pulver zur Sprengung von Befestigungsanlagen durch den Feind zu verhindern
contrarie
entgegengesetzt, ungünstig
contribuiren
außerordentliche Steuern oder andere Zwangsabgaben entrichten
contribuiren
beitragen, beisteuern, einen Anteil leisten
contribuiren
bezahlen
Creditiv
Beglaubigungsschreiben
deliberiren
überlegen, beratschlagen
desideriren
verlangen, ersehnen, wünschen, begehren
desideriren
beanstanden, Wünschenswertes vermissen
despectiren
gering schätzen, verachten
despectiren
geringschätzig machen, beleidigen
Difficultet
Schwierigkeit
dispost
fähig, geschickt
dissimuliren
sich verstellen, verheimlichen
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
einflicken
einschmeicheln
erlegen
etwas entrichten, begleichen, bezahlen
Experienz
Erfahrung
extradiren
an einen Berechtigten aushändigen/übergeben
Exulant
aus Glaubensgründen vertriebene Person (meist für vertriebene Protestanten aus den habsburgischen Erbländern und anderen rekatholisierten Territorien)
Factor
lokaler Geschäftsführer eines Handelsunternehmens
Factor
Beauftragter für Geld- und Handelsangelegenheiten
falliren
in Konkurs gehen, in die Insolvenz treiben
falliren
fehlschlagen
falliren
betrügen
falliren
sich irren
foviren
warm halten, begünstigen
gähling
plötzlich, unversehens
important
bedeutend, wichtig
importirlich
bedeutend, wichtig
improbiren
missbilligen, tadeln
Imputation
Beschuldigung, Zurechnung
imputiren
zurechnen, zur Last legen
Interponent
Vermittler
kahl
dürftig, armselig, elend, von geringem Wert
Landrenterei
oberste Behörde zur Verwaltung der Einnahmen aus Grund und Boden
lanterniren
sich verzögern, verzögert werden
Liberation
Befreiung, Freilassung
liberiren
befreien, freilassen
liberiren
erlösen, frei machen
manuteniren
bewahren, behaupten, erhalten, handhaben
Molestie
Belästigung, Beschwerung
opiniastriren
hartnäckig auf etwas bestehen/beharren
Particularitet
Einzelheit
Partie
Streifkorps (kleinere Truppenabteilung, die meist auf Kundschaft oder zum Einbringen von Geld, Lebensmitteln und Furage entsandt wurde)
Partie
Kriegspartei (reguläre Truppenabteilung)
Partie
(sich gegenüberstehende) Seite, Partei
Partie
eine gewisse Anzahl oder eine Gruppe von Dingen oder Personen gleicher Art
Präeminenz
Vorrang
Präeminenz
Herrschaftsrecht(e) bzw. Hoheitsgewalt eines Oberherrn
promittiren
versprechen, zusagen
prosequiren
etwas verfolgen, vorantreiben
recuperiren
zurückerobern
recuperiren
wiedererwerben, wiedererlangen
recusiren
(jemandem etwas) versagen, verweigern
recusiren
ablehnen, nicht akzeptieren
reduciren
zurückführen
Reduction
Wiederherstellung in den vorigen Stand
retractiren
widerrufen, rückgängig machen
Ruptur
Bruch, Trennung
Schuh
Längenmaß
Schwärmerchen
Feuerwerkskörper
Schwerttaler
Österreichische Silbermünze für die Niederlande
Stenz
Stock
Stenrz
Schwanz (bei Tieren)
Stoßvogel
großer Raubvogel (z. B. Adler, Falke oder Habicht)
Streugabel
hölzerne Gabel, womit den Pferden die Streu aufgerüttelt wird
Stück
Geschütz, Kanone
Stück
(einzelner zählbarer) Gegenstand, (einzelne) Sache, (einzelnes) Objekt
Subscription
Unterschrift, Unterzeichnung
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
suspendiren
eine bestimmte Zeit aussetzen, auf längere Zeit verschieben, aufschieben, hinauszögern
Temperament
Vergleich, Mittelweg, richtiges Maß
Temperament
Mäßigung, Zurückhaltung
tergiversiren
zögern, sich weigern, Ausflüchte suchen
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
trajiciren
hinüberfahren, hinüberbringen
Trump
Rüssel
übermeistern
durch Überlegenheit gewinnen, überwinden
vaciren
frei oder unbesetzt sein
vergeben
vergiften
vergeben
mit schlechter/schädlicher Absicht geben
vergeben
eine Sache aufgeben
Victorie
Sieg
victorisiren
siegen, siegreich sein
vociren
rufen, berufen, vorladen
Volk
Truppen
Wispel
Raum- und Getreidemaß
Zeitung
Nachricht
Jakob Adolff

Anm.: Bis 1650 Faktor der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

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Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

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Fürst Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Bernburg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1651-1660 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); ab 1631 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wohltätige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1579
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1600 Aufnahme in die Florentiner Accademia della Crusca ("L'Acceso"); seit 1606 regierender Fürst von Anhalt-Köthen; 1631-1635 schwedischer Statthalter des Erzstifts Magdeburg und des Hochstifts Halberstadt; 1617 Mitbegründer und bis zu seinem Tod erstes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nährende").

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Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

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Fürstin Elisabeth von Anhalt-Plötzkau

geb. 1630
gest. 1692
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Nüchterne").
Fürst Emanuel von Anhalt-Plötzkau
Fürst Emanuel von Anhalt-Köthen

geb. 1631
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Lebrecht (1622-1669) in Plötzkau; ab 1657 in schwedischen Kriegsdiensten; 1659/60 in dänischer Gefangenschaft; 1662 Teilnahme am venezianischen Feldzug gegen die Türken; 1665-1669 zusammen mit seinem Bruder Lebrecht herrschender und seit 1669 alleinregierender Fürst von Anhalt-Köthen; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Strebende").

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Fürst Ernst Gottlieb von Anhalt-Plötzkau

geb. 1620
gest. 1654
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1653 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Lebrecht (1622-1669) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Starke").

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Fürstin Johanna von Anhalt-Plötzkau

geb. 1618
gest. 1676
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1660 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wissende").
Fürst Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
Fürst Lebrecht von Anhalt-Köthen

geb. 1622
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").

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Fürstin Sophia von Anhalt-Plötzkau

geb. 1627
gest. 1679
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; nach 1638 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Mäßige").
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

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Fürstin Sophia Augusta von Anhalt-Zerbst
Geburtsname: Herzogin Sophia Augusta von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1630
gest. 1680
Anm.: Tochter des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659); 1649-1667 Ehe mit Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667).

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Don Juan José de Austria

geb. 1629
gest. 1679
Anm.: Unehelicher Sohn des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); spanischer General; Vizekönig von Sizilien (1648-1651) und Katalonien (1653-1656); 1656-1659 Statthalter der Spanischen Niederlande; 1662-1664 Oberbefehlshaber im Restaurationskrieg gegen Portugal; 1669-1678 Vizekönig von Aragón; seit 1676 leitender Minister seines Halbbruders König Karl II. von Spanien (1661-1700).

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Georg Wilhelm Ayrer

Anm.: Sohn des Nürnberger Bürgers N. N. Ayrer (1); um 1646/49 kaiserlicher Kapitänleutnant.
Georg Banse

geb. 1605
gest. 1670
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers, Sattelfreihofbesitzer und späteren anhaltisch-zerbstischen Kammermeisters Johann Banse d. J. (1578-1636); um 1639/41 Bernburger Freisasse (Besitzer eines Sattelfreihofs); Erbsasse auf Güsten und Quenstedt; seit 1646 fürstlicher Amtsrat (noch 1653); 1646-1650 daneben Stadtvogt in Bernburg.
Barthold N. N.

Anm.: Geboren in Preußen; seit 1648 Stallknecht und Lakai des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1649).
Ott(o)mar Baumeister d. J.

geb. 1627
gest. 1685
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Ott(o)mar Baumeister d. Ä. (1590/91-1670); Pfarrer in Amesdorf (1651-1660) und Nienburg/Saale (seit 1660); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 210.
Herzog Ferdinand (2) von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Ferdinand von Köln
Bischof Ferdinand von Lüttich
Bischof Ferdinand von Hildesheim
Bischof Ferdinand von Münster
Bischof Ferdinand von Paderborn

geb. 1577
gest. 1650
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1612 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Lüttich, Hildesheim und Münster; seit 1618 auch Bischof von Paderborn.

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Herzog Maximilian Heinrich von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Maximilian Heinrich von Köln
Bischof Maximilian Heinrich von Hildesheim
Bischof Maximilian Heinrich von Lüttich
Bischof Maximilian Heinrich von Münster

geb. 1621
gest. 1688
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht von Bayern (1584-1666); Koadjutor im Hochstift Hildesheim (1633-1650), im Erzstift Köln (1642-1650) und im Hochstift Lüttich (1649/50); ab 1650 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Hildesheim und Lüttich; 1657 auch Fürstabt von Malmedy und Stablo; seit 1683 ebenso Bischof von Münster.

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Kurfürst Maximilian I. von Bayern
Herzog Maximilian I. von Bayern

geb. 1573
gest. 1651
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1597 regierender Herzog von Bayern; Oberhaupt der 1609 gegründeten Katholischen Liga; 1623 Verleihung der (ehemals Pfälzer) Kurwürde durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637), endgültig bestätigt im Westfälischen Frieden; seit 1600 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Hans Georg Berger

Anm.: Um 1648 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); um 1649/52 Lakai und bis 1654 Musiker ("Instrumentist") des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1654 im Dienst des Herzogs Christian von Sachsen(-Merseburg) (1615-1691).
Adam von Biedersee

geb. ca. 1576
gest. 1655
Anm.: Sohn des Martin von Biedersee (gest. 1623); Erbherr auf Ilberstedt.
Kaspar Böke
Kaspar Böckmann

Anm.: Geboren in Holstein; um 1646/56 Gärtnermeister und fürstlicher Schlossgärtner in Bernburg.
Anne-Marie-Louise de Bourbon
Duchesse Anne-Marie-Louise de Montpensier
Princesse Anne-Marie-Louise d' Orléans
Princesse Anne-Marie-Louise de Dombes
Princesse Anne-Marie-Louise de Joinville
Dauphine Anne-Marie-Louise d' Auvergne
La Grande Mademoiselle

geb. 1627
gest. 1693
Anm.: Tochter des Gaston de Bourbon, Duc d'Orléans (1608-1660); 1648-1653 Anhängerin der Fronde; 1653-1657 Verbannung vom französischen Königshof; 1681-1684 heimliche Ehe mit Antonin Nompar de Caumont, Marquis de Puyguilhem (1633-1723).

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Gaston de Bourbon
Duc Gaston d' Anjou
Duc Gaston d' Orléans
Duc Gaston de Chartres
Duc Gaston d' Montpensier
Duc Gaston d' Saint-Fargeau
Duc Gaston de Valois
Duc Gaston d' Alençon

geb. 1608
gest. 1660
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610) und ältester lebender Bruder ("Monsieur") von Ludwig XIII. (1601-1643); 1608-1640 Duc d'Anjou; ab 1626 Duc d'Orléans et de Chartres; seit 1627 Duc de Montpensier et de Saint-Fargeau; 1630-1650 und ab 1652 Duc de Valois; seit 1643 Lieutenant-général du royaume; ab 1646 Duc de Alençon; 1648-1653 wiederholter Parteiwechsel während der Fronde.

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Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

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Johann (2) Brandt

geb. 1604
gest. 1672
Anm.: Sohn des Tirschenreuther Kantors Bartholomäus Brandt (gest. 1611); Studium in Erfurt (1623) und Altdorf (nach 1630 Promotion zum Dr. med.); ursprünglich Arzt in Reichenbach/Vogtland (noch 1630); ab 1632 kriegsbedingt in Bernburg, dort baldige Bestallung zum Stadtphysikus; (vor 1637) bis November 1649 Leibarzt des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg und spätestens seit 1647 auch dessen Rat; ab Ostern 1650 Hofarzt des Fürsten Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665) und von dessen verwitweten Mutter Sophia (1599-1654); vgl. Wolfram Kaiser / Arina Völker: Universität und Physikat in der Frühgeschichte des Amtsarztwesens, Halle (Saale) 1980, S. 38.
Antoine Brun

geb. 1599
gest. 1654
Anm.: Sohn des Dôler Parlamentsrates Claude Brun (gest. 1621); 1622 Promotion zum Dr. jur.; ab 1622 Anwalt in Dôle; seit 1626 diplomatische Missionen, u. a. nach Brüssel (1627-1629); ab 1632 Procureur Générale am Parlament zu Dôle; 1636/37 Organisator der Verteidigung der Stadt gegen die Franzosen; 1640/41 Teilnahme am Regensburger Reichstag; seit 1642 Staatsrat von Flandern und Burgund; 1643-1648 spanischer Bevollmächtigter für Burgund bei den Friedensverhandlungen in Münster; ab 1649 spanischer Botschafter in Den Haag.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte
James Butler
Earl, Marquess bzw. Duke James of Ormonde
Earl James of Brecknock

geb. 1610
gest. 1688
Anm.: Sohn des Thomas Butler, Viscount Thurles (gest. 1619); 1634-1642 Earl, 1642-1661 Marquess und ab 1661 Duke of Ormonde; seit 1660 Earl of Brecknock; 1643-1646, 1648/49, 1662-1668 und 1677-1685 Lord Lieutenant of Ireland; ab 1660 Lord High Steward; seit 1649 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gaius Iulius Caesar

geb. 100 v. Chr.
gest. 44 v. Chr.
Anm.: Sohn des römischen Politikers Gaius Iulius Caesar (gest. 85 v. Chr.); römischer Feldherr, Staatsmann und Schriftsteller; ab 81 v. Chr. militärische Laufbahn; politische Karriere als Quaestor (69 oder 68 v. Chr.), Ädil (65 v. Chr.), Pontifex Maximus (63 v. Chr.), Praetor (62 v. Chr.), Triumvir und Konsul (59 v. Chr.), Prokonsul in Gallien (58–49 v. Chr.), Konsul (48 v. Chr.) und Diktator (seit 46 v. Chr.).

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Jaime Manuel de Cárdenas y Manrique de Lara
Duque Jaime Manuel de Maqueda
Duque Jaime Manuel de Nájera

geb. ca. 1585
gest. 1652
Anm.: Sohn des Bernardino de Cárdenas y Bragança, Marqués de Elche y Duque de Maqueda (1553-1601); königlicher Kämmerer; seit 1644 Duque de Maqueda y de Nájera; bald danach Mayordomo Mayor der Infantin Maria Theresia von Spanien (1638-1683); 1649 Entlassung wegen schlecht ausgeführter Abholung der neuen Königin Maria Anna von Spanien (1634-1696) aus Rovereto.
Graf Johann Baptist von Colloredo-Waldsee

geb. 1609
gest. 1649
Anm.: Sohn des Grafen Orazio von Colloredo-Waldsee (1578-1648); seit ca.1615 Militär in kaiserlichen Diensten, u. a. als Hauptmann, Obristleutnant (1636?) und Obrist (1642?); 1648 Übertritt in venezianischen Diensten als General einer Landungsarmee auf Kreta (1648/49).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Christian IV. von Dänemark und Norwegen
Herzog Christian IV. von Schleswig-Holstein

geb. 1577
gest. 1648
Anm.: Sohn des Königs Friedrich II. von Dänemark und Norwegen (1534-1588); ab 1588 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein (bis 1593 unter Vormundschaft); seit 1603 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich II. von Schleswig-Holstein
Administrator Friedrich II. von Bremen
Administrator Friedrich II. von Verden
Graf Friedrich I. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1623-1629 und 1634-1644 Administrator des Hochstifts Verden; 1634-1648 Administrator des Erzstifts Bremen; 1647 Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein; ab 1648 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1667 zudem regierender Graf von Oldenburg und Delmenhorst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Königin Sophia Amalia von Dänemark und Norwegen
Herzogin Sophia Amalia von Schleswig-Holstein
Gräfin Sophia Amalia von Oldenburg und Delmenhorst
Geburtsname: Herzogin Sophia Amalia von Braunschweig-Calenberg

geb. 1628
gest. 1685
Anm.: Tochter des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); 1643-1670 Ehe mit König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen (1609-1670).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Magnus Gabriel De la Gardie af Läckö

geb. 1622
gest. 1686
Anm.: Sohn des schwedischen Reichsmarschalls Graf Jakob Pontusson De la Gardie (1583-1652); schwedischer Obrist (1645), General (1648) und Reichsmarschall (1651); 1646 Sondergesandter in Frankreich; seit 1647 Reichsrat; 1648-1650 Gouverneur des Meißnischen Estats zu Leipzig; 1649-1651 und 1655-1657 Generalgouverneur von Schwedisch-Livland; 1651 Hofmarschall; 1652 Reichskammerrat und Präsident des Kammerkollegiums; 1652-1660 Reichsschatzmeister; 1660-1680 Reichskanzler; 1680-1684 Reichsdrost.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Matthias Decenius

geb. 1599
gest. 1663
Anm.: Sohn des Pfarrers Matthias Decenius (1559-1629); ab 1618 Student in Wittenberg (1620 Magister), Leipzig und Helmstedt; ab 1624 Hilfsprediger, Diakon und Archidiakon in Magdeburg; 1631 Feldprediger bei König Gustav Adolph; 1632 Erster Domprediger in Magdeburg; 1636-1642 Generalsuperintendent in Küstrin, Hofprediger des schwedischen Generals Johann Baner, und Präsident des Feld-Konsistoriums; 1642-1663 königl. Hofprediger und Konsistorialrat in Stettin.

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Joachim Döring

geb. 1595
gest. 1658
Anm.: Um 1634 Bauherr, dann Ratskämmerer sowie seit 1636 Bürgermeister der Bernburger Talstadt (1636, 1640, 1643, 1645/46, 1649, 1652/53, 1655 und 1658 regierend); vgl. Volker Ebersbach: Geschichte der Stadt Bernburg, Bd. 1, Dessau 1998, S. 237.
Armand-Jean Du Plessis de Richelieu
Duc Armand-Jean de Richelieu
Duc Armand-Jean de Fronsac
Bischof Armand-Jean von Luçon

geb. 1585
gest. 1642
Anm.: Sohn des François Du Plessis de Richelieu (1548-1590); 1607-1624 Bischof von Luçon; 1616/17 Ministre des Affaires étrangères und Secrétaire d’État à la Guerre; ab 1622 Kardinal; seit 1624 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); ab 1627 Grand-maître, chef et surintendant général de la navigation et du commerce de France; seit 1627 Gouverneur der Bretagne; ab 1629 Lieutenant-général du royaume; seit 1629 Duc de Richelieu und Pair de France; ab 1634 Duc de Fronsac.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Michael Eberdt
Michael Eberhard

gest. 1651
Anm.: Aus Stargard Patrizierfamilie stammend; vor 1649 Capitain (Hauptmann) vermutlich in schwedischen Diensten; seit 1649 in Bernburg ansässig.
Hans Friedrich Eckardt

geb. 1622
gest. nach 1680/vor 1683
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Brauers Johann Eckardt (gest. vor 1640); spätestens ab 1639 Bediensteter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1643/47 Amts- bzw. Hofkopist sowie vermutlich seit 1643 zugleich fürstlicher Küchenschreiber (noch 1648); um 1649/55 Kammerschreiber (Kammerrechnungsführer); um 1653 auch Kammerdiener; ab 1658 Bauherr und um 1670/80 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister sowie Rat in Bernburg; seit 1634 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Georg Enderling

geb. 1583
gest. 1664
Anm.: Geboren in Zerbst; Magister; 1618-1620 Schulkonrektor in Bernburg; Pfarrer in Altenburg bei Nienburg/Saale (1620-1635) und an der Bernburger Nikolaikirche (seit 1635); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 241.
England, Haus
Könige von England

Anm.: Seit 1603 aus der Dynastie der Stuart.
König Jakob II. von England
König Jakob II. von Irland
König Jakob VII. von Schottland

geb. 1633
gest. 1701
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); 1644-1685 Duke of York; 1685-1689 König von England und Schottland; 1685-1690 König von Irland; von seiner Absetzung durch die Glorious Revolution (1688/89) bis zu seinem Tod jakobitischer Thronprätendent; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Ludwig von Erlach

geb. 1595
gest. 1650
Anm.: Sohn des Rudolf von Erlach (1563-1617); 1611-1616 Page des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); zunächst im Kriegsdienst für die Republik Venedig (1616), dann als Fähnrich bzw. Hauptmann der Protestantischen Union und böhmischen Konföderierten (1618-1620); 1621 Major unter Markgraf Johann Georg von Brandenburg-Jägerndorf (1577-1624); 1622 Hauptmann unter Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); 1622/23 Obristleutnant unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); zeitweise Kammerjunker und Hofmeister des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg; 1625-1627 schwedischer Obrist und Generalquartiermeister; Mitglied des Großen (1627-1629) und Kleinen Berner Rates (1629-1638); 1630/31 in französischen Kriegsdiensten; 1633-1638 Oberbefehlshaber der Berner Truppen im Aargau; Obrist (1637) und Generalmajor (1638) unter Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639) und seit 1638 Gouverneur von Breisach; nach dem Tod des Herzogs einer der Führer von dessen Weimarischer Armee in französischen Diensten (1639-1647); später Generalleutnant (1647) und Kommandant (1649) der französischen Armee im Reich; 1650 Maréchal de France.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Balthasar Fuß

geb. 1596
gest. 1668
Anm.: Sohn des Bernburger Kürschners und Ratskämmerers Matthias Fuß; um 1624/26 Ratsbauherr, um 1628 Ratskämmerer und spätestens seit 1630 Bürgermeister der Bernburger Bergstadt; zugleich Inhaber des Gasthofs "Zum Weißen Ross".
Wolfgang Benjamin Giegelsberger

geb. 1607
gest. 1677
Anm.: Sohn des oberpfälzischen Pfarrers Melchisedek Giegelsberger (gest. 1636); Pfarrer in Preußlitz (1631-1636), Neundorf (designiert 1636) und Nienburg/Saale (1637-1639); seit 1647 Pfarrer in Reinstedt; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 258.
Carlo III Gonzaga di Nevers
Duc Charles II de Nevers et Rethel
Duca Carlo II di Mantova e Monferrato
Duc Charles IV de Mayenne

geb. 1629
gest. 1665
Anm.: Sohn des Carlo II Gonzaga di Nevers, Duc de Mayenne et d'Aiguillon (1609-1631); 1632-1654 Duc de Mayenne; seit 1637 Duca di Mantova e Monferrato; 1637-1659 zudem Duc de Nevers et Rethel (bis 1647 unter Vormundschaft).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Isabella Clara Gonzaga
Duchessa Isabella Clara di Mantova e Montferrato
Duchesse Isabelle-Claire de Nevers et Rethel
Geburtsname: Erzherzogin Isabella Clara von Österreich

geb. 1629
gest. 1685
Anm.: Tochter des Erzherzogs Leopold von Österreich (1586-1632) in Tirol; 1649-1665 Ehe mit Carlo III Gonzaga, Duca di Mantova e Montferrato und Duc de Nevers et Rethel (1629-1665); 1665-1669 Regentin des Herzogtums Mantua und Montferrat.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. de Grimouille

gest. 1649
Anm.: Vermutlich französischer Herkunft; bis 1649 venezianischer General; fiel auf Kreta.
Cornelis van Groenevelt

gest. ca. 1665
Anm.: Sohn des Jacob van Groenevelt; möglicherweise Rittmeister in niederländischen Diensten; kaufte um 1636 die aus Ceylon stammende Elefantenkuh Hansken (1630-1655), mit der er durch Europa tourte; um 1649 in Bernburg und anderen anhaltischen Städten unterwegs; kehrte 1656 in die Niederlande zurück und starb in Den Haag.
Jacob van Groenevelt

gest. 1652
Anm.: Angeblich Sohn des holländischen Landesadvokaten Johan van Oldenbarnevelt (1547-1619), in Wirklichkeit aber Sohn eines Gerrit van Groenevelt; wohnte in Den Haag.
Wilhelmina van Groenevelt
Wilhelmina Souburgh

gest. nach 1671
Anm.: Tochter des niederländischen Chirurgen Sasbout Souburgh (ca. 1597-1653); ab 1641 Ehefrau des Elefantenbesitzers Cornelis van Groenevelt (gest. ca. 1665).
Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
N. N. von Hagen (2)
N. N. von Geist

Anm.: Um 1649 vermutlich dänischer Rittmeister.
Eberhard Heidfeld

geb. ca. 1575
gest. 1649
Anm.: Kaufmann und Ratskämmerer in Quedlinburg.
Bernhard Herre

geb. 1604
gest. 1682
Anm.: Zunächst fürstlicher Botenmeister in Dessau; spätestens seit 1643 anhaltischer Landrentmeister.
Andreas (1) Hesius
Andreas Heise

geb. 1610
gest. 1693
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgers Simon Heise; Dr. theol.; 1642-1655 Rektor der Bernburger Stadtschule; daneben Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien (1644/45) und der Marienkirche (1645-1655) in Bernburg; 1655-1659 Pfarrer und Hofprediger in Plötzkau; seit 1659 Superintendent und Oberpfarrer an St. Marien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 285.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Landgraf Friedrich von Hessen-Eschwege
Landgraf Friedrich von Hessen-Kassel

geb. 1617
gest. 1655
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); seit 1632 Titularlandgraf von Hessen-Eschwege unter der Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel; schwedischer Obrist (1640) und Generalmajor (1648).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Jupiter

Anm.: Oberste Gottheit der römischen Religion.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Shunzhi Kaiser (China)
Aisin-Gioro Fulin

geb. 1638
gest. 1661
Anm.: Sohn des mandschurischen Fürsten und späteren Kaisers Huáng Tàijí (Abahai) (1592-1643); ab 1643 Kaiser der Mandschu; seit 1644 erster Kaiser der Qing-Dynastie über das gesamte China.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
İslâm III. Giray Khan (Krim)

geb. 1604
gest. 1654
Anm.: Sohn des Krim-Khans Selâmet I. Giray (1558-1610); seit 1644 Krim-Khan.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Georg Knüttel

geb. 1606
gest. 1682
Anm.: Bruder des Matthias Knüttel; spätestens 1633 Küchenschreiber des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1634); 1636 Sekretär des kursächsischen Obristen Wilhelm von Brincken (gest. 1637); 1638-1640 Stellvertreter des Bernburger Amtmannes und fürstlichen Geheimsekretärs Thomas Benckendorf; ab 1639 auch Hofbesitzer in Radisleben; 1640-1642 Stellvertreter des Amtmannes von Ballenstedt; seit 1643 Kanzlist und Registrator in Bernburg (noch 1656); zuletzt fürstlicher Kanzleisekretär.
Matthias Knüttel

Anm.: Bruder des Georg Knüttel (1606-1682); zunächst fürstlicher Amtsschreiber in Großalsleben; danach um 1641 Stadtschreiber zu Ballenstedt; Gerichts- und Haushalter der Justina Maria von Einsiedel (gest. 1700) auf Roschwitz; seit 1649 fürstlicher Amts- und Kornschreiber in Ballenstedt (noch 1657); um 1674 Gerichtsverwalter in Dessau.
König (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand IV.
König Ferdinand IV. von Böhmen
König Ferdinand IV. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand IV. von Österreich

geb. 1633
gest. 1654
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand III. (1608-1657); ab 1646 König von Böhmen; seit 1647 König von Ungarn; ab 1653 römisch-deutscher König; seit 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Matthias von Krosigk

geb. 1616
gest. 1697
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben, Rathmannsdorf, Merbitz, Queis und Groß Salze; 1638/39 in kaiserlichen und kursächsischen Kriegsdiensten; 1648/49 Hofmeister des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Gottorf, Administrator von Lübeck (1606-1655); 1650 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; 1665 erzstiftisch-magdeburgischer Kriegskommissar des Saalkreises; ab 1683 kurbrandenburgischer Landkammerrat im Herzogtum Magdeburg; seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verbesserte"); vgl. August Hertzog: Wahl- Denck- und Trost-Spruch Eines Frommen und Wohlbetagten [...], Halle 1698, Bl. [H2]v-Lv.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Volrad Ludolf von Krosigk

geb. 1620
gest. 1671
Anm.: Sohn des Volrad von Krosigk (1577-1626); Erberr auf Poplitz, Beesen, Gröna, Plötzkau und Laublingen; 1633 Page bei Christoph Vitzthum von Eckstädt (1594-1653); bis ca. 1641 in niederländischen Kriegsdiensten; ab 1651 Angehöriger des Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1646 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Liebe"); vgl. Jacob Tögel: Der allergröste und beste Sterbe-Trost [...], Halle (Saale) [1671], fol. Gij v-Hij v.

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Michael Kuhne

Anm.: Gebürtig aus Reinstedt; seit 1649 Stall- und Sattelknecht des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1652).
Herzog Karl IV. von Lothringen und Bar

geb. 1604
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); seit 1625 Herzog von Lothringen und Bar; 1634 vorübergehende Abdankung zugunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670); zwischen 1634 und 1641, 1641 und 1661 sowie 1670-1675 durch französische Besetzung seines Herzogtums mehrfach von der Regierung abgehalten; 1654-1659 in spanischer Gefangenschaft.

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Melchior Loyß
Melchior Louis

geb. 1576
gest. 1650
Anm.: Ab 1606 in anhaltisch-bernburgischen Diensten, zunächst als Einnehmer(?) der oberpfälzischen Regierung, spätestens seit 1620 als Pfennig- (bis 1633) und Schatzmeister, ab 1634 als Amtmann von Harzgerode und fürstlicher Obereinnehmer der Harzämter (bis 1637) sowie als Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (bis 1650); 1638/39 Bernburger Stadtvogt; 1639-1646 Hofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Adam Ludwig

Anm.: Seit 1648 Stall- und Reitknecht des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1650).
Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Daniel Marggraf

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Dröbeler Lehrers Philipp Marggraf (gest. 1645); ab 1637 Studium am Zerbster Gymnasium Illustre; 1643-1663 Pfarrer in Waldau; 1663/64 übergangsweise Schulrektor in Bernburg; seit 1664 Pfarrer an der Bernburger Nikolaikirche; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 347.

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Johann von Mario zu Gammerslewe
Johan van Mario

geb. ca. 1574
gest. 1651
Anm.: Ab 1598 in den Niederlanden lebender Italiener; 1619/20 Obristleutnant unter Graf Georg Friedrich von Hohenlohe-Weikersheim (1569-1645) bzw. Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); seit 1622 im Dienst der Fürsten von Oranien, zuletzt als Obrist (um 1629/30); 1624/25 Hofmeister des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg; ab 1624 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Goldgelbe").
Philipp May
Philipp Mey(er)

geb. ca. 1593
Anm.: Aus Hanau stammender Exulant, der sich lange in den Niederlanden aufhielt; seit 1649 im Dienst des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1653).
Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

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Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

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Herzogin Eleonora Maria von Mecklenburg-Güstrow
Geburtsname: Fürstin Eleonora Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1600
gest. 1657
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und älteste Schwester Christians II.; 1626-1636 Ehe mit Herzog Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); ab 1637 Witwensitz in Strelitz; seit 1617 Angehörige und ab 1627 Patronin der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Tapfere").

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Rodrigo Díaz de Vivar Mendoza y Sandoval
Duque Rodrigo del Infantado

geb. 1614
gest. 1657
Anm.: Sohn des Diego Gómez de Sandoval de la Cerda, Conde de Saldaña (ca. 1587-1632); seit 1628 Duque del Infantado; 1648-1651 spanischer Botschafter in Rom; 1651-1655 Vizekönig von Sizilien.

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Wilhelm von Micrander

gest. 1676
Anm.: Sohn des kaiserlichen Obristleutnants N. N. Micrander; 1628 Hofmeister des Grafen Philipp Reinhard I. zu Solms-Hohensolms (1593-1635); ab 1630 Genfer Bürger; Offizier in kursächsischen Diensten, u. a. Hauptmann (1634/37) und Obristleutnant (1639); Wechsel in kaiserliche (um 1643) bzw. schwedische Dienste (um 1645/48); 1649-1658 Geheimer Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) sowie Amtshauptmann von Sandersleben und Freckleben; zugleich kaiserlicher Obristleutnant; 1657-1660 erneut in schwedischen und zuletzt wieder in kaiserlichen Diensten als Obristleutnant bzw. Obrist (spätestens 1671); seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Entledigende").

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Mohammed

geb. ca. 570
gest. 632
Anm.: Prophet und Religionsstifter des Islam.

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Andreas Münch
Andreas Mönch

Anm.: Spätestens 1637-1640 und vermutlich erneut 1641-1651 Gutsverwalter auf dem fürstlichen Vorwerk in Bernburg.
Graf Friedrich Heinrich von Nassau-Dillenburg
Fürst Friedrich Heinrich von Oranien

geb. 1584
gest. 1647
Anm.: Sohn des Fürsten Wilhelm I. von Oranien (1533-1584); ab 1625 Fürst von Oranien und Statthalter der Vereinigten Niederlande; seit 1627 Ritter des Hosenbandordens.

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Graf Wilhelm II. von Nassau-Dillenburg
Fürst Wilhelm II. von Oranien

geb. 1626
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); seit 1647 Fürst von Oranien und Statthalter der Niederlande.

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Graf bzw. Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen

geb. 1604
gest. 1679
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Nassau-Siegen (1561-1623); ab 1621 in niederländischen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (1629), Generalleutnant (1644) und Feldmarschall (1668); 1636-1644 Gouverneur, Kapitän und Ober-Admiral von Niederländisch-Brasilien; seit 1647 kurbrandenburgischer Statthalter von Kleve, Mark und Ravensberg; 1652 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1652 Herrenmeister des Johanniter-Ordens der Balley Brandenburg; 1674-1676 Gouverneur von Utrecht; seit 1674 regierender Fürst von Nassau-Siegen.

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Murrough MacDermond O'Brien
Earl Murrough O'Brien of Inchiquin
Murchadh na dTóiteán

geb. 1614
gest. 1673
Anm.: Sohn des 5th Baron of Inchiquin Dermond O'Brien in Munster, 1640 Vizepräsident von Munster und Peer of Parliament, ab 1641 Beteiligung am irischen Aufstand; 1642 Gouverneur von Munster; 1643 Präsident von Munster; 1648 Generalleutnant und selbsternannter Herr von Drogheda; 1649 Lordpräsident unter Karl II., 1652 Exil in Frankreich; 1652 Mitglied des königlichen Rates in Holland; 1653 Gouverneur in Katalonien; 1660 Gefangenschaft in Algerien; nach 1660 Oberverwalter des Haushalts der englischen Königin; 1662 General-in-Chief einer englischen Expeditiontruppe in Portugal, 1664 Rückkehr nach Irland; 1666 Bürgermeister von Clare.

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Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

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Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

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Johan van Oldenbarnevelt

geb. 1547
gest. 1619
Anm.: Sohn des Amersfoorter Kaufmanns Gerrit van Oudenbarnevelt (1516-1589); Rechtsstudium in Löwen (1566), Bourges (1566/67), Köln (1567), Heidelberg (1568) und Padua (1569); 1568 Konversion zum Calvinismus; Advokat am obersten Gerichtshof von Holland (1570-1572) und der Delfter Wasserbehörde (1572-1576); 1576-1586 Ratspensionär (wichtigster juristischer Berater) der Stadt Rotterdam; seit 1586 Landesadvokat von Holland; 1618 als Gegner des Statthalters Fürst Moritz von Oranien (1567-1625) verhaftet; 1619 Hinrichtung.

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Reinier van Oldenbarnevelt

geb. ca. 1588
gest. 1623
Anm.: Sohn des Johan van Oldenbarnevelt; seit 1592 Herr auf Groeneveld; Förster von Holland; 1623 Hinrichtung wegen Teilnahme an Verschwörung gegen den Statthalter Fürst Moritz von Oranien (1567-1625).
Willem van Oldenbarnevelt

geb. 1590
gest. vor 1638
Anm.: Sohn des Johan van Oldenbarnevelt; 1611 Ritterschlag durch König Jakob I. von England (1566-1625); 1617-1619 Gouverneur von Bergen op Zoom; 1623 Teilnahme an Verschwörung gegen den Statthalter Fürst Moritz von Oranien (1567-1625) und Flucht nach Brüssel; später in spanischen Kriegsdiensten und Konversion zum katholischen Glauben; seit 1613 Ritter des Hosenbandordens.
Osmanen, Dynastie
Sultane des Osmanischen Reiches

Anm.: Von Osman I. begründete Herrscherdynastie, die ab 1299 die türkischen Emire und Sultane sowie seit 1517 die Kalifen des Islam stellte.

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Fürst Jerzy Ossoliński

geb. 1595
gest. 1650
Anm.: Sohn des polnischen Magnaten Jan Zbigniew Ossoliński (1555-1623); 1617/18 Teilnahme am Polnisch-Russischen Krieg; danach mehrfach polnischer Gesandter, u. a. in England (1621), bei den Waffenstillstandsverhandlungen von Altmark (1629), in Rom (1633) und auf dem Regensburger Kurfürstentag (1636/37); Starost von Radoszyce (ab 1625), Bydgoszcz (1632-1644), Lubaczów (1637-1645 und 1648-1650), Lubomel (seit 1639), Lublin (1649/50) und Żydaczów (1650); 1632-1636 Hofkronschatzmeister der polnischen Krone; seit 1636 Woiwode von Sandomierz; 1639-1643 Unterkronkanzler und ab 1643 Großkronkanzler des Königreiches Polen; 1645 Leiter des Thorner Religionsgesprächs (Colloquium Charitativum); 1634 Erhebung in den Reichsfürstenstand.

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Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

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Titus Petronius Arbiter

geb. ca. 14
gest. 66
Anm.: Römischer Senator und Schriftsteller.

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Pfalzgraf Moritz von Pfalz-Simmern

geb. 1621
gest. 1652
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637 in niederländischen Kriegsdiensten; 1638/39 vermutlich zu Studienzwecken in Paris; 1640-1642 in schwedischen Kriegsdiensten; royalistischer Obrist (1642) und Generalleutnant (1643) im englischen Bürgerkrieg; 1646 Rückkehr in die Niederlande; 1648 in niederländischen Kriegsdiensten; seit 1649 Vizeadmiral einer kleinen englisch-royalistischen Flotte unter seinem Bruder Ruprecht (1619-1683), die 1651 zur Freibeuterei überging; 1652 Tod in der Karibik bei einem Schiffbruch; seit 1649 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb. 1619
gest. 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647/48 französischer Maréchal de camp; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistischen Flotte, die 1651 zur Freibeuterei überging; 1653-1655 Master of the Horse; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee und des Admirality Committee; ab 1668 Lord High Admiral; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Pfalzgraf Johann Ludwig von Pfalz-Sulzbach

geb. 1625
gest. 1649
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen August von Pfalz-Sulzbach (1582-1632); schwedischer Obrist und General (1649).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürstin Charlotte von der Pfalz
Geburtsname: Landgräfin Charlotte von Hessen-Kassel

geb. 1627
gest. 1686
Anm.: Tochter des Landgrafen Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); 1650-1657 (geschiedene) Ehe mit Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz (1617-1680).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Pfalz, Haus
Kurfürsten von der Pfalz
Pfalzgrafen bei Rhein

Anm.: Rheinpfälzischer Zweig der reichsfürstlichen Wittelsbacher-Dynastie.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kaspar (1) Pfau

geb. 1596
gest. 1658
Anm.: Sohn des Kaspar Pfau (gest. 1604); nach 1622 Bediensteter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 Amtmann von Großalsleben (noch 1638); seit 1630 anhaltischer Gesamtrat; um 1632 Amtmann zu Gernrode und Großalsleben sowie fürstlich-anhaltischer Kriegskommissar; ab 1638 auch Landrentmeister, zugleich Amtmann von Gernrode; um 1640 Obereinnehmer; um 1641/42 Landrechnungsrat; seit 1645 Hofrat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anhaltende").

Weiterführende Informationen , Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Conte bzw. Principe Ottavio Piccolomini d'Aragona
Duca Ottavio d' Amalfi

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des toskanischen Adligen Silvio Piccolomini (1543-1609); ab 1618 abwechselnd in kaiserlichen und spanischen Kriegsdiensten als Obrist (1627), Generalfeldwachtmeister (1632), General der Kavallerie (1633), Feldmarschall (1634) und Generalleutnant (1648); seit 1622 kaiserlicher Kämmerer; ab 1639 Hartschierhauptmann von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1648-1650 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; Erhebung in den Grafen- (1638) und Fürstenstand (1653); seit 1639 Duca d'Amalfi; ab 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Zwingende"); seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Joachim Plato

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Sohn des Amberger Pfarrers und Kircheninspektors Matthius Plato (1545-1617); 1619-1625 Pfarrer in Nittenau/Regen; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Hoym; 1638-1642 Pfarrer in Ballenstedt; seit 1642 Superintendent und Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 379f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gaius Plinius Secundus Major
Plinius der Ältere

geb. ca. 23 n. Chr.
gest. 79 n. Chr.
Anm.: Römischer Gelehrter, Offizier und Verwaltungsbeamter.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Königin Louise Maria von Polen
Großfürstin Louise Maria von Litauen
Geburtsname: Maria Luisa Gonzaga di Nevers

geb. 1611
gest. 1667
Anm.: Tochter des Carlo I Gonzaga, Duc de Nevers et Rethel (1580-1637); 1645-1648 erste Ehe mit König Wladislaw IV. von Polen (1595-1648); seit 1649 zweite Ehe mit König Johann II. Kasimir von Polen (1609-1672).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Johann IV. von Portugal
Duque João II de Bragança

geb. 1604
gest. 1656
Anm.: Sohn des Duque Teodósio II de Bragança (1568-1630); ab 1630 Duque de Bragança; seit 1640 König von Portugal.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Infant Theodosius von Portugal
Duque Teodósio III de Bragança
Príncipe Teodósio I do Brasil

geb. 1634
gest. 1653
Anm.: Sohn des Königs Johann IV. von Portugal (1604-1656); ab 1640 Duque de Bragança und Infant von Portugal; seit 1645 Príncipe do Brasil.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Henrietta Maria Rákóczi
Rákóczi Henrietta Mária
Gräfin Henrietta Maria von Munkatsch
Geburtsname: Pfalzgräfin Henrietta Maria von Pfalz-Simmern

geb. 1626
gest. 1651
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1651 Ehe mit Sigismund II. Rákóczi, Graf von Munkatsch (1622-1652).

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Sigismund II. Rákóczi
II. Rákóczi Zsigmond
Graf Sigismund von Munkatsch

geb. 1622
gest. 1652
Anm.: Sohn des Georg I. Rákóczi, Fürst von Siebenbürgen (1593-1648); vor 1648 Erhebung zum Grafen von Munkatsch.

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Graf Christian von Rantzau

geb. 1614
gest. 1663
Anm.: Sohn des königlich-dänischen Statthalters Gerhard von Rantzau (1558-1627) in den Herzogtümern Schleswig und Holstein; 1633/34 dänischer Hofjunker; 1634-1636 Kammerjunker; 1639 Amtmann und ab 1640 Landrat in Rendsburg; 1643-1645 dänischer Generalkriegskommissar; seit 1648 Geheimer Rat; 1648-1661 königlicher Statthalter in Schleswig und Holstein; 1648 zudem Inspektor und ab 1649 Amtmann von Steinburg; seit 1649 auch Landvogt von Süderdithmarschen; ab 1661 königlicher Oberstatthalter in Schleswig und Holstein sowie Präsident des Staatskollegiums (Premierminister); 1650 Erhebung in den Grafenstand; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gezierte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Giacomo da Riva

Anm.: 1648-1650 venezianischer General und Befehlshaber einer Kriegsflotte gegen die Türken; um 1652/53 Provveditor generale dell'armi nel Regno di Candia.

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N. N. von Rossau (1)

Anm.: Um 1649 Hofmeisterin der Königin Sophia Amalia von Dänemark (1628-1685).
N. N. von Rossau (2)

Anm.: Sohn der königlich-dänischen Hofmeisterin N. N. von Rossau (1).
Johann Wenzel Rothe

gest. nach 1666/vor 1698
Anm.: Spätestens 1643 Feldscherer/Barbier in Bernburg; Feldscherer beim schwedischen Generalleutnant Robert Douglas of Whittinghame (1611-1662); spätestens 1649 auch fürstlicher Hofbarbier in Bernburg (noch 1656); um 1660 Barbier und Chirurg in Bernburg; um 1666 Bürger und Barbier in Bernburg und Barby.
Herzog Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg

geb. 1586
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); bereits als Jugendlicher Konversion zum katholischen Glauben; kaiserlicher Obrist (1618-1635) und Feldmarschall (1629); 1634/35 Inhaftierung wegen seiner Vertrauensstellung bei Wallenstein (1583-1634); ab 1637 Friedensvermittler zwischen Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) und Schweden; seit 1656 regierender Herzog von Sachsen-Lauenburg; ab 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Glückhafte").

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Herzog August (1) von Sachsen-Weißenfels
Administrator August von Magdeburg

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1635/38 Administrator des Erzstifts Magdeburg; seit 1657 zugleich regierender Herzog von Sachsen-Weißenfels (kursächsische Sekundogenitur); ab 1643 Mitglied und seit 1662 drittes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgeratene").

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Herzog Johann Adolf I. von Sachsen-Weißenfels

geb. 1649
gest. 1697
Anm.: Sohn des Herzogs August von Sachsen(-Weißenfels), Administrator des Erzstifts Magdeburg (1614-1680); ab 1680 regierender Herzog von Sachsen-Weißenfels; seit 1659 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sorgfälte").

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Bernhard Friedrich von Schierstedt

geb. 1613
gest. 1675
Anm.: Sohn des Jakob von Schierstedt (gest. 1642) auf Scheuder und Tornau; Erbherr auf Kleinbadegast und Tornau; 1627-1633 Page des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); 1633-1650 und erneut ab 1655 in schwedischen Kriegsdiensten als Kornett, Leutnant, Rittmeister (um 1641), Obristwachtmeister (1647), Obristleutnant (1655) und Obrist (1660); seit 1666 kurbrandenburgischer Obrist; anhaltischer Landrat; vgl. Conrad Lincker: Christlicher und Gottgefälliger Ritters-Männer Himmlischer Heer- und Seelen-Wagen [...], Köthen 1675, fol. J r-Kij v.

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Christoph Wilhelm (von) Schlegel

geb. ca. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Wolf (von) Schlegel (1584-1658); Erbherr auf Merzien, Zehringen und Thurau; um 1631/32 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1633 Fahnenjunker des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); um 1640/41 Hofjunker in Bernburg.
Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg

geb. 1581
gest. 1658
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); seit 1624 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg.

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Herzog Joachim Ernst von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön

geb. 1595
gest. 1671
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1622 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön; seit 1625 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sichere").

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Balthasar von Schrattenbach

Anm.: Steirischer Adliger; vor 1629 Emigration aus der Steiermark; in den 1640er Jahren Exulant in Bremen; 1642 Interimshofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); um 1653/54 in Hannover; möglicherweise seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Versichernde").

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Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

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König Karl X. Gustav von Schweden
Herzog Karl Gustav von Bremen und Verden
Pfalzgraf Karl Gustav von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg

geb. 1622
gest. 1660
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1589-1652); schwedischer Rittmeister (1642), Obrist (1643) und ab 1648 oberster Befehlshaber der Armee im Heiligen Römischen Reich; 1649 Ernennung zum Thronfolger durch den schwedischen Reichstag auf Betreiben seiner Cousine Königin Christina von Schweden (1626-1689); seit 1654 König von Schweden sowie regierender Herzog von Bremen und Verden; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabene").

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Simon Heinrich von Schweichhausen
Simon Heinrich von Schwechhausen

geb. ca. 1614
Anm.: Sohn des Bremer Patriziers N. N. Schweichhausen (1); zeitweise Kriegsdienst in England als Fähnrich, Leutnant, Capitän-Leutnant und Rittmeister; 1646-1649 Hofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718) sowie zugleich anhaltisch-bernburgischer Rat; ab 1649 sächsisch-weimarischer Hof- und Kammerjunker (spätestens 1651) sowie Obristleutnant (1651-1655); 1654/55 zudem Hofmeister der Herzöge Bernhard (1638-1678) und Friedrich von Sachsen-Weimar (1640-1656); 1653 Nobilitierung; seit 1651 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Eigentliche").
Daniel Sennert

geb. 1572
gest. 1637
Anm.: Sohn des Schuhmachers Nikolaus Sennert; 1593-1598 Studium in Wittenberg; 1601 Promotion zum Dr. med.; seit 1602 Professor für Medizin in Wittenberg; seit 1628 Leibarzt von Herzog Johann Georg I. von Sachsen.

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Georg Seydeler

Anm.: Um 1649/52 fürstlicher Musketier in Bernburg.
Königin Maria Anna von Spanien
Geburtsname: Erzherzogin Maria Anna von Österreich

geb. 1634
gest. 1696
Anm.: Tochter von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1649-1665 Ehe mit König Philipp IV. von Spanien (1605-1665).

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König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

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N. N. Sperling

Anm.: Um 1649 vermutlich Rittmeister in schwedischen Diensten.
Dorothea Steffeck von Kolodey
Geburtsname: Dorothea von Oesen

gest. 1672
Anm.: Tochter des Flensburger Handelsmanns Bernd von Oesen (gest. vor 1646); bis 1646 Kammermagd der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); seit 1646 Ehe mit Tobias Steffeck von Kolodey (1615-1679).
Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Otto Johann von Steinaecker

geb. ca. 1607
gest. 1667
Anm.: Sohn des Zerbster Brauers Dietrich Steinaecker; zunächst in dänischen, seit 1629 in schwedischen Kriegsdiensten als Major (1630), Obrist (1637/38) und Kriegsrat (bis 1641); 1637 Nobilitierung.
Ernst von Stolzenberg

gest. nach 1664
Anm.: Niedersächsischer Adliger; Erbherr auf Luttmersen; schwedischer Major (um 1649) und Obrist; später in Hamburg bzw. in Schweden.
Sultan (Osmanisches Reich) Mehmed IV.

geb. 1642
gest. 1693
Anm.: Sohn von Sultan Ibrahim (1615-1648); 1648-1687 Sultan des Osmanischen Reiches.

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Sultan (Osmanisches Reich) Murad IV.

geb. 1612
gest. 1640
Anm.: Sohn von Sultan Ahmed I. (1590-1617); seit 1623 Sultan des Osmanischen Reiches.

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Melchior (2) Theodorus

gest. 1649
Anm.: Um 1649 junger Geistlicher aus Zerbst.
Konrad Theopold

geb. 1600
gest. 1651
Anm.: Sohn des Amesdorfer Pfarrers Johannes Theopold (1563-1626); Schulbesuch am Gymnasium zu Zerbst, Studium in Frankfurt a. d. Oder; 1626-1637 Pfarrer in Natho; 1637-1644 Diakon an St. Bartholomäi in Zerbst (Entlassung als Reformierter); seit 1645 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 445.

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Martin Tornau

geb. 1591
gest. 1664
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Hans Tornau; spätestens 1643 Bauherr, ab 1645 Reitherr, seit 1649 Kämmerer und 1650-1658 Bürgermeister (1650, 1653 und 1656 regierend; 1658 resigniert) der Bernburger Talstadt.
Sophia von der Trautenburg
Sophia von Beyern
Geburtsname: Sophia von Ahlefeld

gest. vor 1676
Anm.: Tochter des Gottschalk von Ahlefeld (gest. 1644); bis 1630 Kammerjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); 1630-1639 Ehe mit Curt von der Trautenburg, genannt von Beyern (gest. 1639).
Íñigo d. J. Vélez de Guevara y Tassis
Marqués Íñigo d. J. de Guevara
Conde Íñigo d. J. de Oñate
Conde Íñigo d. J. de Villamediana

geb. 1597
gest. 1658
Anm.: Sohn des Íñigo d. Ä. Vélez de Guevara y Tassis, Conde de Oñate (1572-1644); königlicher Kämmerer; spanischer Botschafter in London (1636-1638) und Rom (1646-1648); ab 1644 Conde de Oñate und Conde de Villamediana; 1648-1653 Vizekönig von Neapel; seit 1653 Consejero de estado; ab 1653 erster Marqués de Guevara.

Weiterführende Informationen in VIAF
Joachim von Volckmar

geb. 1608
gest. 1662
Anm.: Schwedischer Obrist; um 1649 in schwedischen Diensten in Süddeutschland; 1654 Kommandant von Wismar.
Isaak Volmar

geb. 1582
gest. 1662
Anm.: Sohn des württembergischen Vogts Abraham Volmar in Streußlingen; 1599 Promotion zum Dr. iur. utr. an der Universität Tübingen; 1606-1613 Professor für Rhetorik und 1613-1615 Advokat in Freiburg im Breisgau; ab 1615 im Dienst und seit 1621 Kanzler der vorderösterreichischen Landesregierung in Ensisheim im Elsaß; 1621 Konversion zum katholischen Glauben; nach 1627 zeitweise im Dienst des ebenfalls konvertierten Grafen Johann Ludwig von Nassau-Hadamar (1590-1653); ab 1630 Reichshofrat; 1632-1642 Präsident der Innsbrucker Hofkammer; 1638 Kommandant die Rheinfestung Breisach; kaiserlicher Gesandter auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Westfälischen Friedensverhandlungen in Münster (1643-1649), auf dem Reichstag in Regensburg (1653/54) und auf dem Deputationstag in Frankfurt/Main (1656); 1649 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Westfälische Geschichte
Christian Wilhelm von Wartensleben

geb. ca. 1632
gest. 1675
Anm.: Sohn des Johann Joachim von Wartensleben (1594-1633); 1646-1653 Page und 1653/54 Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später in niederländischen Kriegsdiensten u. a. als Capitain (1665) und Major (vor 1675).
Dietrich von dem Werder

geb. 1584
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gebhard von dem Werder (1539-1612); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Gerlebogk, Görzig und Ziebigk; Page, Kammerjunker und Stallmeister des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1610 hessisch-kasselischer Rittmeister; danach bis 1622 Geheimer Rat und Oberhofmarschall in Kassel; 1623 anhaltischer Hauptmann; 1631-1635 schwedischer Obrist; ab 1639 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1645 kurbrandenburgischer Obrist, Geheimer Rat und Amtshauptmann von Alt-Gatersleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielgekörnte"); vgl. Gottfried Coler: Der Vom Vater gegebene/ Vom Sohne ausgeführete/ Und vom H. Geiste versiegelte Raht des Heils [...], Köthen 1658, fol. Jiij v - N2 v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Maria Elisabeth von Wesenbeck
Geburtsname: Maria Elisabeth von Halck

gest. 1649
Anm.: Schwester des Hans Albrecht von Halck (gest. 1658); ca. 1628/30-1637 Ehe mit Peter d. J. von Wesenbeck (1575/76-1637).
Johann Weyland

geb. 1601
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Böttchers Joachim Weyland (gest. 1610); zunächst Reitherr, um 1624 Kämmerer sowie seit 1634 Bürgermeister (1634, 1636, 1639, 1642 regierend) der Talstadt von Bernburg.
Hans Christoph von Witzscher

geb. 1621
Anm.: Sohn des Hans Christoph (von) Witzscher (gest. 1637) auf Schortewitz; vor 1639 Kammerpage, um 1643 Page und spätestens 1645 bis 1648 Hofjunker der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); dazwischen 1639-1643 Kavalierstour durch Frankreich und die Niederlande; 1648-1650 Hofmeister der Gräfin Maria Euphrosina De la Gardie (1625-1687) in Leipzig; um 1653 Aufenthalt in Straßburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Anhalt-Bernburg, Fürstentum
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Anhalt-Zerbst, Fürstentum
Anhalt, Fürstentum
weiterführende Informationen
Aschersleben
weiterführende Informationen
Baalberge
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Barby
weiterführende Informationen
Barcelona
weiterführende Informationen
Batavia (Jakarta)
weiterführende Informationen

Anm.: 1619-1799 Hauptquartier der Niederländischen Ostindien-Kompanie in Asien.
Bayern, Herzogtum bzw. Kurfürstentum
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Beesen (Beesenlaublingen)
weiterführende Informationen
Benfeld
weiterführende Informationen
Berlin
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bode, Fluss
weiterführende Informationen
Bodensee
weiterführende Informationen
Bordeaux
weiterführende Informationen
Brasilien
weiterführende Informationen

Anm.: Kolonie des Königreichs Portugal.
Braunschweig
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Breisach am Rhein
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Candia (Irákleion)
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Candia (Kreta), Königreich (Regno de Càndia)
Anm.: Bis 1667 überseeisches Territorium der Republik Venedig.
Casale Monferrato
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Castro
weiterführende Informationen

Anm.: Hauptstadt des gleichnamigen Herzogtums in Mittelitalien, die nach ihrer Zerstörung im Jahr 1649 nicht wieder aufgebaut wurde.
Castro, Herzogtum
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Anm.: Päpstliches Lehen, das zwischen 1537 und 1649 vom Haus Farnese regiert wurde.
Celle
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Ceylon (Sri Lanka)
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Civitavecchia
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Clissa (Klis)
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Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
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Dänemark, Königreich
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Dalmatien
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Den Haag ('s-Gravenhage)
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Dessau (Dessau-Roßlau)
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Dömitz
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Dresden
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Duinkerke (Dunkerque, Dünkirchen)
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Eger (Cheb)
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Ehrenbreitstein (Hermannstein), Festung
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Elbe (Labe), Fluss
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England, Commonwealth von
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Erfurt
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Etsch (Adige), Fluss
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Finnland
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Anm.: Teil des Königreichs Schweden.
Flandern, Grafschaft
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Frankenthal
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Frankreich, Königreich
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Friesland, Provinz (Herrschaft)
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Fuhne, Fluss
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Gardelegen
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Gelderland, Provinz (Herzogtum Geldern)
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Gottorf
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Groeneveld, Herrschaft
Anm.: Ehemaliges Herrengut (bis 1795), heute Teil der Gemeinden Midden-Delfland und Westland in der Provinz Zuid-Holland.
Groningen (Stadt und Umland), Provinz
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Großwirschleben
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Halle (Saale)
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Hamburg
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Hanau
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Hannover
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Harz
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Heidelberg
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Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
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Holland, Provinz (Grafschaft)
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Hoym
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Indien
Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff sowohl für den amerikanischen Kontinent (Westindien) als auch für die südasiatischen Gebiete von Vorder- und Hinterindien sowie des Malaiischen Archipels (Ostindien).
Irland, Königreich
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Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Italien
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Java, Island
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Jersey, Insel
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Kalbe
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Kassel
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Katalonien, Fürstentum
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Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Kilkenny
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Köthen
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Kreta (Candia), Insel
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Krim, Khanat
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Leipzig
weiterführende Informationen
Liethe, Fluss
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Livland, Herzogtum
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London
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Lübeck
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Lüttich (Liège)
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Lüttich (Liège), Hochstift
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Madrid
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Magdeburg
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Mailand (Milano)
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Malta (Inselgruppe)
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Mannheim
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Mansfeld
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Milde, Fluss
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Mocenigo, Schanze
Anm.: Um 1649 vor der Stadt Candia (Irákleion) gelegene Schanze.
Moosbach
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Moskauer Reich (Großrussland)
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Neapel (Napoli)
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Neapel, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Neuhäusel (Nové Zámky)
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Niederlande (beide Teile)
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Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
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Nordsee
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Nürnberg
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Obere Pfalz (Oberpfalz), Fürstentum
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Oder (Odra), Fluss
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Öresund (Øresund)
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Osmanisches Reich
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Ostsee
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Overijssel, Provinz (Herrschaft)
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Paris
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Parma
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Pfalz, Kurfürstentum
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Polen, Königreich
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Pommern, Herzogtum
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Portugal, Königreich
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Prag (Praha)
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Quedlinburg
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Rijswijk
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Rom (Roma)
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Rotterdam
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Saale, Fluss
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Sandersleben
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Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Schlesien, Herzogtum
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Schottland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schweden, Königreich
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Seeland (Zeeland), Provinz (Grafschaft)
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Siegen
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Sizilien (Sicilia), Insel
weiterführende Informationen
Spanien, Königreich
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Stargard in Pommern (Stargard)
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Staßfurt
weiterführende Informationen
Stettin (Szczecin)
weiterführende Informationen
Strelitz (Strelitz-Alt)
weiterführende Informationen
Tramelan
weiterführende Informationen
Ungarn, Königreich
weiterführende Informationen
Utrecht, Provinz (Hochstift)
weiterführende Informationen
Venedig (Venezia)
weiterführende Informationen
Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
weiterführende Informationen
Verona
weiterführende Informationen
Warschau (Warszawa)
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Wartenberg (Syców), Standesherrschaft
Anm.: Freie Standesherrschaft im Herzogtum Schlesien.
Waterford
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Weimar
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Wexford
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Wien
weiterführende Informationen
Wittenberg (Lutherstadt Wittenberg)
weiterführende Informationen
Wolfenbüttel
weiterführende Informationen
Xi'an
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Youghal
weiterführende Informationen
Zerbst
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Anhalt, Landstände
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
weiterführende Informationen
Gymnasium Illustre Zerbst
weiterführende Informationen
Anm.: Im Jahr 1582 gegründete höhere Landesschule für das gesamte Fürstentum Anhalt.
Heiliges Römisches Reich, Kurfürstenrat (Kurfürstenkollegium)
weiterführende Informationen
Jesuiten (Societas Jesu)
weiterführende Informationen
Malteser (Ordo Militiae Sancti Joannis Baptistae Hospitalis Hierosolymitani)
weiterführende Informationen
Anm.: Eigentlich "Johanniter" auf Malta.
Polen, Stände der Rzeczpospolita
Venedig, Kleiner Rat (Serenissima Signoria) der Republik
Sebastian Franck: Paradoxa, hg. von Siegfried Wollgast, Berlin: 1995. [Nachweis im GVK]
Herodotus: Historien. Griechisch-deutsch, 2 Bde., hg. von Josef Feix, Berlin: 2006. [Nachweis im GVK]
Justus Lipsius: De constantia = Von der Standhaftigkeit. Lateinisch-deutsch, übers. von Florian Neumann, Mainz: 1998. [Nachweis im GVK]
Michel Eyquem de Montaigne: Les Essais, hg. von Jean Balsamo, Paris: 2007. [Nachweis im GVK]
Marcus Terentius Varro: Res rusticae = Über die Landwirtschaft, hg. von Dieter Flach, Darmstadt: 2006. [Nachweis im GVK]