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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: Februar 1650


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXIa, fol. 336r-357v (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. Februar 1650
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Vermehrt Todesfälle in Halle und Plötzkau
  • Regionalnachrichten
  • Gesundheitliche Erholung von Amtmann Martin Schmidt
02. Februar 1650
Bernburg
  • Frost trotz Anzeichen milderer Temperaturen
  • Bestätigung der Lage in Halle und Plötzkau
  • Wirtschaftssachen
  • Spaziergang
03. Februar 1650
Bernburg
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Georg Friedrich von Börstel, der Diakon Andreas Heise, Helena von Rindtorf und Kammermeister Tobias Steffeck als Essensgäste
  • Korrespondenz
  • Predigtanhörung und Kirchgang
04. Februar 1650
Bernburg
  • Regen
  • Viktualien aus Dessau
  • Möglichkeit, einen ehemaligen Soldaten zu beschäftigen
  • Rückkehr des Lakaien Johann Balthasar Oberlender
  • Korrespondenz
  • Forderungen der Äbtissin Anna Sophia von Quedlinburg
05. Februar 1650
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Verunglücken von Kindern in Quedlinburg
  • Korrespondenz
  • Kriegs- und Friedensnachrichten aus dem Ausland
  • Unfallexplosion in London
  • Nachricht bezüglich der Sichtung eines Kometen über Warschau
  • Beschlüsse des polnischen Reichstags
  • Hochzeit des anhaltischen Rats Gebhard Paris von dem Werder
06. Februar 1650
Bernburg
  • Kirchgang
  • Wirtschafts- und Kirchensachen
07. Februar 1650
Bernburg
  • Aufnahme von Schlachtangaben
  • Diakon Bartholomäus Jonius als Essensgast
  • Unterredungen mit Präzeptor Christian Röber und anderen
  • Korrespondenz
  • Spaziergang
08. Februar 1650
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Bitte um Audienz durch den Bürgermeister von Rheda
  • Vergebliches Vogelfangen
  • Korrespondenz
  • Nachrichten und Neuigkeiten aus dem In- und Ausland
09. Februar 1650
Bernburg
  • Eingang von Fürst Ludwigs von Anhalt-Köthen Lebensbeschreibung
  • Eingang eines Neujahrsschreibens
  • Ärger über Fürstin Eleonora Sophia
  • Ehrenhafte Entlassung des Kammerdieners Matthias Hermann
10. Februar 1650
Bernburg
  • Anhörung der Predigt von Superintendent Joachim Plato
  • Plato, die von Rindtorf, Kammerrat Joachim Mechovius und Steffeck als Essensgäste
  • Kirchgang
11. Februar 1650
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Tod des Sohnes von Diakon Bartholomäus Jonius kurz nach seiner Geburt
  • Aufgreifen der kürzlich in Quedlinburg verunglückten Kinder und weiterer Todesfälle von Kindern
  • Korrespondenz
12. Februar 1650
Bernburg
  • Wind
  • Hasenjagd
  • Absagen zur Trauerfeier von Fürst Ludwig
  • Beerdigung des am Vortag verstorbenen Kindes
  • Durchreise des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau samt Familie
  • Ankunft von Adeligen und Bruder Fürst Friedrich zur gemeinsamen Reise zur Trauerfeier nach Köthen
  • Korrespondenz
13. Februar 1650
Bernburg
  • Gemeinsame Reise von Bernburg zur Trauerfeier nach Köthen
  • Ankunft der Fürsten Johann Kasimir und Johann Georg II. von Anhalt-Dessau
  • Bis auf die Verhinderung des Fürsten Johann VI. von Anhalt-Zerbst planmäßiger Tagesablauf
  • Beileidsbekundungen
  • Unterbringung und Verpflegung der Gäste
  • Schreiben vom Agenten Joachim van Wickevoort
14. Februar 1650
Bernburg
  • Ankunft des Fürstenpaars Johann VI. und Sophia Augusta
  • Trauergottesdienst nach dem Mittagessen
  • Abendlicher, gemeinsamer Leichenschmaus
  • Rückzug in private Gemächer nach Unterredungen
15. Februar 1650
Bernburg
  • Erneut gemeinsames Festessen nach Regierungsgeschäften
  • Gemeinsame Rückkehr nach Bernburg mit Fürst Friedrich
  • Besprechungen mit Fürst Friedrich
16. Februar 1650
Bernburg
  • Heimreise Fürst Friedrichs
  • Wirtschaftssachen
  • Korrespondenz
17. Februar 1650
Bernburg
  • Hagel
  • Leichenpredigt für Fürst Ludwig in den Bernburger Kirchen
  • Predigtanhörung
  • Pfarrer Georg Eberhard Reinschmidt, die von Rindtorf, Steffeck und von Börstel als Essensgäste
  • Abreise von Börstels
  • Wenig Jahrmarktbesucher aufgrund der Wetterlage
  • Unterredung mit Amtmann Georg Reichardt
  • Benachrichtigung über Durchreise Fürst Augusts am Vortag
  • Nachricht vom Tod des Harderwijker Bürgermeisters Ernst Brinck
  • Kriegsnachrichten und Neuigkeiten aus dem In- und Ausland
18. Februar 1650
Bernburg
  • Schnee
  • Spaziergang
  • Korrespondenz
  • Nachrichten aus dem In- und Ausland
19. Februar 1650
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Unfall des Fährmannes
  • Spaziergang
20. Februar 1650
Bernburg
  • Wind und Kälte
  • Predigtanhörung
  • Abfertigungen
  • Viktualien aus Ballenstedt
  • Gefahr von Gebäudeschäden durch starken Wind
21. Februar 1650
Bernburg
  • Wind und Regen
  • Einbruchdiebstahl beim Bernburger Bürgermeister Andreas Kohl
  • Fischfang
  • Korrespondenz
22. Februar 1650
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Kälte und Wind
  • Unterredung mit Mechovius
  • Nachrichten und Neuigkeiten aus dem In- und Ausland
23. Februar 1650
Bernburg
  • Die Grafschaft Aschersleben betreffendes Schreiben an Reichshofrat Joachim Friedrich von Blumenthal
  • Wirtschaftssachen
  • Abfertigung von Küchenmeister Philipp Güder
  • Krankheiten unter den Bediensteten
24. Februar 1650
Bernburg
  • Schnee
  • Treffen von Beamten ohne Fürsten
  • Geburtstag von Fürstin Eleonora Sophia
  • Anhörung der Predigt von Hofprediger Konrad Theopold
  • Theopold, die von Rindtorf und Steffeck als Essensgäste
  • Kirchgang
  • Treffen mit genesenem Hofmeister Heinrich Friedrich von Einsiedel
25. Februar 1650
Bernburg
  • Schnee
  • Wirtschaftssachen
  • Sichtung von Geistern im Schloss
26. Februar 1650
Bernburg
  • Rehlieferung aus Dessau
  • Korrespondenz
  • Neuigkeiten aus Nürnberg, Trier und Kassel
  • Kriegsnachrichten aus dem In- und Ausland
  • Spaziergang
27. Februar 1650
Bernburg
  • Kälte, Schnee und Wind
  • Kirchgang
  • Mechovius als Essensgast und zu Unterredungen
  • Besuch der Fürstin Eleonora Sophia durch Pfarrer Otto Gise
  • Spaziergang
28. Februar 1650
Bernburg
  • Frost und Schnee
  • Kommunion Fürstin Eleonora Sophias
  • Bewegung in der Verhandlung um die Grafschaft Aschersleben
  • Denkwürdiger Traum
  • Post bezüglich eines Konvents
  • Kaiserliche Anwerbung von Soldaten
  • Erwarten von Sturmschäden an Gebäuden in Ballenstedt
|| [[Handschrift: 336r]]

Freitag den 1. Februarij; 1650.

<1 hase von der hatz.>


Jch bin hinauß geritten, mit meinem Sohn
Viktor Amadeus undt er hat gehetzt, einen hasen.


On dit, qu'il ne meürt pas seülement,
á Halle, plüs de 30 personnes, par jour,
ains aussy desja á Plötzkaw. perge Dieü
nous vueille benignement preserver!


Schreiben von Ballenstedt: daß das Ampt Eglen,
den graven von Schwartzburgk, auf 10 iahr
lang, v̈bereignet, undt der Churfürst von Branden-
burgk, auf die nähe komme.


Mit dem Amptmann zu Ballenstedt hat sichs,
durch Gottes gnade, undt fleiß des Medicj, zu Qued-
linburgk, etwas zur beßerung, angelaßen.

|| [[Handschrift: 336v]]

<Lichtmeßer. Frost.>


Wiewol wir, gestriges Tages, undterschiedliche
lerchen, gesehen, im felde, undt singen hören,
So hat es doch, diesen Morgen, wieder gefrohren.


La nouvelle de Halle, & de Plötzkaw, continuë.
Le bon Dieu, aye pitiè de nous! par sa Sainte grace!


In Oeconomicis, hat man zu thun gehabt,
wie ordinariè, insonderheit zu ende, vndt zu
anfang der wochen. perge et cetera


A spasso, Nachmittags, anß waßer, in die
Mühle, undt kunst. Die Sahle ist etwas gefallen.

|| [[Handschrift: 336v]]

Sonntag den 3ten: Februarij; 1650.


Die Erffurter avisen geben:


Daß Chur Brandenburg den 14den: huius zu Gröningen
anlangen, undt biß auf den 10ten: Martij,
aldar verbleiben werde.


Daß zu Nürnbergk die Tractaten, wie ein
Aprillenwetter gehen, baldt siehet es einer
ruptur, baldt einem friedlichen zustande ähnlich.
Jehnes wirdt doch nicht præsumiret,
aber die tractaten, gehen langsam von statten.


Die Evangelischen prædicanten, werden von
den Kayserlichen auß Eger, vertrieben, dero gühter
confisciret, undt Sie lamentiren sehr.

|| [[Handschrift: 337r]]


Es continuirt mit der grawsahmen Ruhte
die man, über Warschaw gesehen, undt Sie
ist feẅrig gewesen, gegen Nordoosten.


Der ReichsTagsschluß daselbst in Polen, sol
sonst zu des Königes, undt der Cosagken ver-
genügung sich geendiget haben, undt dem
Könige stattliche armaturen der völgker,
deützscher vndt Cosagken, wie auch geldtcon-
tributiones bewilliget sein, der Königin inngleichem
ein ajuto di costa, zu iährlichem undterhalt.


Kayserliche Mayestät nehmen viel geldt auf, vndt
armiren mit Chur Bayern, de novo. Archidux
Leopoldt stärgket sich auch sehr, in Flandern.


Frangkreich disgustiret seine Schweitzer.


Sie seindt schwürig. Spannien machet sichs, zu nutz.
Der krieg mit Bordeaux ist zwar gestillet,
undt der friede publiciret, iedoch sol Düc d'És-
pernon viel violiren. hingegen seindt zu
Paris neẅe motus, weil der König, undt Köni-
ginn, die Printzen von Condè, undt Conty, haben
laßen, neben dem Düc de Longueville, auß dem
Königlichen geheimen rath, hinweg nehmen, verarrestiren,
undt in des Königes carosse, nach Bois de Vincennes, (da
Feldtmarschall Rantzaw, relaxiret ist) gefangen hinweg führen!

|| [[Handschrift: 337v]]


Jn Catalogna sol es auch neẅe empörungen,
contra Frankreich geben, undt Spannien hat ein auge darauf.
Jn Engellandt gehets noch wiedrig her.


Jn Cromwells armèe, grassiret die pest.


Die Schotten erwarten des Königes resolution.


Printz Robert macht gewaltige beütten,
auf der Spannischen See, hat einen Sicheren
haven, zur retirada in Portugall be-
gehret, damit er auch seine beütten, in
salvo bringen, undt verkeüffen köndte.


König in Portugall aber, hats ihme abge-
schlagen. Mag sich mit Engellandt nicht
verwirren. Die GeneralStaaden,
haben den Ambassador nach vielen pro-
vndt contestationen, der Engelländer,
admittiret, alß einen gesandten einer
freyen Republique, unangesehen der Printz
von Uranien, undt etzliche provintzien,
darwider protestiret, undt stargk sich
opponiret. Es scheinet, die Engelländer, haben
Sie terriret, mit ihrer Macht, undt hemmung
der commercien, Tuchhandel, häringfang, undt dergleichen.

|| [[Handschrift: 338r]]


Zu Trier, sol der alte Churfürst Todtkrangk
auf dem bette, undt von seinem Thumbcapittel
verarrestiret sein, dennoch pochen, auf die abbitte,
undt frantzösischen secours, des Generals Rosa.


Der General hanß Ludwig von Erlach,
(ein Tapferer hochberühmbter cavaglier,
undt mein allter diener) sol am 16den: Januarij;
in Briesach, gestorben sein. Gott genade! der
Sehligen, frommen Sehle! Also gehet mir, ein
bekandter, nach dem andern hinweg! Mi-
grandum, transeundum est! Memento morj!


Er hat viel große Thaten gethan, undt seinen herren,
alß ein redlicher Schweitzer, allezeit Treẅlich gediehnet[.]
Jst auch dadurch zu ehren kommen, undt hat in zimb-
lichem allter, sein leben also geendiget. perge Gott
segene alle redliche! undt die es Treẅlich, undt
aufrichtig, in ihrem beruff, meynen!


Die Türgken, sollen sich, vor Candia gewaltig
verbawen, vndt verhoffen, die feste haüpt-
statt selbiges Königs<reichs>, also zu emportiren.
Sollen albereitt, in die 50000 Christen, auß
selbiger Jnsel, gefangen, getödtet, veriagt,
auff die galleeren, geschmiedet, theils in andere
schnöde dienstbarkeit hinweg geführet haben, O iammer! O elendt!

|| [[Handschrift: 338v]]


Extra zu Mittage, Geörg Friederich von
Börstel, Churfürstlicher Brandenburgischer KammerJungker,
Doctor Mechovius, vndt Er Hesius, welcher vnß
aufm Sahl vormittages, geprediget. perge et cetera perge


Item: Die Rindtorfinn, vndt Tobias Steffeck von Kolodey. perge et cetera


Risposta von Ballenstedt, vom Amptmann,
undt kornschreiber. et cetera


Nachmittags wieder in die kirche, cum sorore, & filijs.

<Regen die Nacht. 2 Rehe von Deßaw.>


Avis von Ballenstedt daß mir, die von Neindorf,
zu nahe gehetzt, vndt im Ambt Gaterschle-
ben, ihr diehner ereylet worden.


heütte hat sich, bey meinen leüttlin, ein
Soldat præsentiret von guter mine. Redet
Italienisch, kömbt auß des Königes
in Frangkreich, armèe her. hat 18 iahr
lang, dem kriege nachgefolget, vndt
jst mit guten Testimoniis, versehen.
Die letzten 5 iahr, hat er vor einen
corporal gediehnet. Wil mir, (weil
der krieg ein loch gewinnet, vndt nichts
sonderlichs, zu erwerben mehr sein möchte)
vor einen pflugk- undt Ochßenknecht, dienen.
Ein Fendrich dienet mir, vor einen Drescher. et cetera

|| [[Handschrift: 339r]]


Oberlender ist von Deßaw, undt Zerbst, mit 2 Rehen,
undt faß Zerbsten bier, wieder ankommen.


J'ay èscrit à Plötzkaw, a mon Oncle, & a sa fille. perge et cetera


Die Aeptißinn von Hadtmerschleben, nebenst
ihren consorten, hat heütte an mich geschrieben,
undt 134 ThalerThlr: verfallene zinßen incontinentj
begehret, daß capital aber, von 300 Goldgulden (Goldflorin)☉f.
auf Ostern (gebe gott) aufgekündiget, alles, zur
erbawung ihres klosters, dergleichen die
Magdeburger kirchen, auch vielfältig begehren. et cetera
Sed! non omnes petitiones, sunt justæ!

Dienstag den 5ten: Februarij; 1650.

<1 hase Viktor Amadeus gehetzt.>


Avis: daß dem küchenschreiber, undt koch1 , zu
Quedlinburg (so mir bißweilen, auf solenniteten,
aufgewartett, ein berühmbter künstler,
mit kochen, wachsposiren, Schweßen machen,
undt dergleichen, undt ein frommer stiller Mensch ist)
drey kinder, auf einmal, von einer einfallenden
wandt, todtgeschlagen worden, das vierdte,
hat die Wärterinn, (welche es auf den ar-
men getragen, undt zimlich auch getroffen worden)
noch gerettet. Das Knäblein, undter den Dreyen,
ist durch zuruffen, gewarnet schon außer gefahr
gewesen, ist aber zu rügk gelaüffen, seinen beyden seümigen
Schwesterlein zu helffen, Sie forthzubringen, undt also mitt umbkommen. || [[Handschrift: 339v]]
Jst dem vatter, ein groß creütz, undt hertzeleidt,
auch ein unglügksehliger zufall, davor Gott alle
Christlichen Elltern, gnediglich bewahren wolle!


Risposta von Plötzkau gar höflich.


Schreiben von Wien, item: von Stolpe, Nürnberg
hall, undt andern orthen,


Die Leiptziger avisen, geben:


Daß die Schotten von ihrem Könige, begehren:
1. Die bestettigung des convenants, zwischen den
dreyen Königreichen, beschwohren, auch waß seidt-
hero in ihrem Parlament, beschloßen, zu placitiren.
2. Jngleichen, zu ratificiren, alle Decreta, Acta,
undt erklährungen, wieder den Düc d'Hamilton
publiciret, undt dem Könige, communicjret.
3. Die außgegebene commissiones, zu cassiren,
undt hinführo, nicht zuzulaßen, das Außlän-
dische kriegesvölgker, inß Königreich, gebracht werden.
4. Die Römische Catohlischen, (so beym Könige)
abzuschaffen, undt dero Stellen, mit protestan-
tischen Schotten, zu suppliren.
5. Einen orth, unweitt hollandt, zu benennen,
zu den tractaten, zwischen dem Raht von Staadt,
der Geistligkeitt, von Schottlandt, undt andern
Schottischesn herren. Der Baron de Liberton,
hat dieses alles angebracht, in der Jnsel Jarsey || [[Handschrift: 340r]]
beym Könige, undt erwartett resolution. Jnterim,
ist der Oberste Forby, welcher mit den Königischen
völgkern, auf der Jnsel Orckney sol correspondiret haben,
zu Edenburgk, zum Tode condemnirt, undt andere
mehr gefänglich eingezogen worden. Deßen ungeachtet,
samlen, sich doch die Hamiltonschen reliquien, undt andere mal-
contenten, in den Norderquartiren in Schottlandt. perge et cetera
undt erwartten mehr succurs.


Zu Bourdeaux ist der friede gemacht, wie folget:
1. Das Casteel Trompette, sol in dem Stande ver-
bleiben, alß es itzo stehet.
2. Der Düc d'Èspernon, sol zwar Gouverneür in
Guienne verbleiben, iedoch außer der Stadt
Bourdeaux, residiren.
3. Daß Parlament sol auß eigener authoritet
Bürgermeister erwehlen, undt nicht gehalten sein,
den Gubernator hierüber, vmb raht zu fragen.
4. Die Fortification, solle demolirt, undt keine
kriegsvölgker, auf 10 meilen, von der Stadt, einquartirt werden.
5. Gedachter Statt, Bourdeaux, bürger, undt
Einwohner, sollen in dreyen iahren, nur halbe
Schatzung, bezahlen, undt nach verlauff der 3 iahr,
andern Provintzien, conform, dißfalß, sich verhalten.



Jn Jrrlandt, hat Cromwell, vor Waterfordt, müßen
abziehen, undt die pest grassiret, undter seinen völckern.

|| [[Handschrift: 340v]]


Pfaltzgraf Ruprecht, tummmelt sich, in der Spannischen See.
General Jonas, wegen kriegestapferkeitt, berühmbt,
vndt noch gubernator zu Dublin gewesen,
ist gestorben.


Zu London, ist eines pulverhändlers hauß in der
TourStraßen, auß verwarlosung angegangen,
hat 2 benachtbarte haüser, mitgenommen,
undt in die 100 personen, klein, undt groß,
aufgeflogen.


Jn Rio Grande, sol eine sehr reiche Aurifodina
entdegkt worden sein.


Catalogna ist aufrührisch, begehren einen
ViceRè, vndt geldt vom Könige in Franckreich,
eine armèe zu halten, undt das Streiffen
derer von Lerida vndt Tarracona zu verhjn-
dern, auch das arme volgk aufm Lande,
wegen erlittenen Schadens, zu recompensiren,
widrigen fallß, wollen Sie diese conditiones,
den Spannischen, anbiehten.


Die neẅlichste zeittung, wegen der Schweitzer
abfertigung, undt disgusto, auß Frangkreich,
wie auch, wegen des guten General Erlachs
todt, So dann, die verhaftung der Printzen,
von Condè, Conty; undt Longueville, continujret.

|| [[Handschrift: 341r]]


Item: das zwischen Engellandt, undt Frangkreich, re-
pressalien ertheilet seyen, undt daß Sie einander die Schiffe
beyderseitß, hinweg nehmen. Theilß meynen, der Liberton
seye mit gutem contento, auß Jarsey, geschieden,
vom Könige in GroßBritannien.


Es continuirt auch, die zeitung wegen des erschregklichen
cometen, welcher im vergangenen: 1649. iahr, den 28. December
Neẅen kalenders, auf den Abendt, umb 11 uhr, über der
Stadt Warschaw, sich hat sehen laßen, vndt in 5 Stunden
lang, in gestaltt einer Feẅrigen Ruhten, am himmel
gewähret, hat, darüber vieler menschen hertzen,
denen der Cometarum wirgkung, bekandt, mit
Schregken undt Furchtt, hingegen aber, ein postil-
lon auß Polen, nacher Dantzigk kommende, selbige gantze
Stadt, mit sonderbahrer Freẅde, undt Frologken,
angefüllet, in dem selbiger, die rebus sic stantibus,
minantequam cælo, fast unvermuhtete zeitung, mit-
gebracht, daß sich der ReichsTag in Polen, glügklich,
undt auf nachfolgende substantialpuncten, geendet:
1. Daß die gantze soldatesca, innerhalb eines
monats, gäntzlich abgezahlet werden solle.
2. Das der Armèe von Zbarras, weil selbige, mitt-
undt unter weylandt General Firley, den Cosagken,
undt Tartarn, so Ritterlich wiederstanden, drey
Monat Soldt, über ihre Ordinarie gage, zur verehrung,
sollen gegeben werden. || [[Handschrift: 341v]]
3. Daß hinführo die Cron Pohlen, 12000 Mann,
continuè, sub signis, halten, undt mit denen
darzu nöhtigen Monatsgeldern, alle Monat,
sich gefast machen solle.
4. Alle puncten, so der König mit den Tar-
tarn, undt Cosagken, iüngst aufgerichtet,
sollen solenniter, confirmiret werden.
5. Die Tractaten, mit der Cron Schweden,
wolte man reassumiren, undt Commissarien,
darzu, benennen.
6. Die Müntze müßte necessariò refor-
miret, undt die Quisquiliæ, oder haüffig
eingerißene allerhandt kleine Müntze,
abgeschaft werden.
7. Daß man einen andern ReichßTag, so nur
14 Tage, währen soll, außschreiben, iedoch
hierinnen, des Königes beliebung, folgen,
8. undt dann der Königinn, wegen dero
habenden anforderungen, ein genungsames
contentament, leisten wolle.
9. Drey Nahmhafte Cosackische Ca-
vagliers, sollen pro indigenis, angenommen
werden, des General hubaldts, undt anderer || [[Handschrift: 342r]]
Cavaglier petita dißfalß aber, sollen auf den
künftigen ReichsTag, verschoben worden sein.
10. So wolle man auch, die Gravamina dissiden-
tium in Religionssachen, auf den nechsten ReichsTag,
mit fleiß, vornehmen, undt den partheyen allerseitß,
Contentament geben.
11. So ist auch geschloßen, das durch gantz Pohlen,
undt Littaw, eine Schatzung gegeben werden
solle, a 20. 15. biß 2 florin (Gulden)f. von iedem hauß, oder haüßlein.
12. Der Fürst Radzivill, alß Feldtherr in
Lyttawen, sol daß Städtlein Andell, erblich,
13. Jnngleichem, der Fürst Weßnowetzky, das
Fürstenthumb, Girlenhoo, haben, undt besitzen.
14. das von dem Pollnischen hofe, eine Ambassade
an die Ottomannische pforte, abgefertiget.
15. vndt endtlich, dem Könige in Pohlen,
ein Zoll, a 10 pro cento, von allerhandt
wahren, zur recompenß der gehabten, zumahl
periculosen expedition, bezahlet werden solle!



Die übrigen Novellen, so in den Erffurter stunden,
werden auch, in diesen confirmiret.


V̈ber der verarrestirung, des Printzen von Condè,
sol sich die Gemeine zu Paris, sehr erfreẅet haben.


Zu Nürnberg; wil es, einer ruptur, ähnlich sehen;

|| [[Handschrift: 342v]]


Avis: daß, in deme an itzo Gebhardt Pariß von dem
Werder zu Gröptzigk, pompose hochzeitt helt,
undt lustig ist, seiner Frawen<brautt>, einer von
Bartemßleben, freünde vndt verwandten,
darbey sein, nebenst dem Obersten Kannenbergk
undt andern Officirern, ihr hauß zu der
Wulfßburgk, in brandt gerahten, undt
ihnen, sonderlich der brautt, undt ihren
blutsfreünden, großer schade geschehen,
Also kan der Allmächtige herr, die
freẅde dieser weltt, leichtlich, mit bitter-
keit versaltzen, undt <seine kjnder> mit wermuth speisen!

Mittwoch den 6ten: Februarij; 1650.


Conjunctim, zur kirche, am heüttigen BehtTage.


Oeconomijsachen expedirt, wie auch depeschen
nacher halle, Ballenstedt, undt sonsten, item: im
Consistorio, kirchensachen, tractiren laßen.

Donnerstag den 7ten: Februarij;


Hò fatto pesar, una gran bestia, che hà pesato,
322 Pfund (libra) la carne, e il grasso, per candele 37 Pfund (libra).


Extra zu Mittage, Ern Ionium behalten.


Postea hats allerley conversationes gegeben,
mit Robero, undt andern.


Schreiben von Tecklenburgk.

|| [[Handschrift: 343r]]


A spasso fuorj.

Freitag den 8ten: Februarij; 1650.

<1 hasen, Viktor Amadeus Fürst Zu Anhalt gehetzt.>


Ein Bürgermeister, von Rheda, (welcher gestern,
die Tecklenburgischen briefe gebracht) hat sich bey
mir, angemeldet, umb Audientz, undt Graf
Moritzen, ehegelder zu procuriren.


Jch bin, auf der krähenhütte, frustra gewesen.
Schreiben von Ballenstedt Tecklenburgk,
Bentheim, Oldenburgk, etcetera gratulationes.


Die Erffurter avisen geben:


Daß die Bourdeauxische pacification, zwar
publicirt, aber nicht richtig, weil Düc
d'Èspernon, alles gebrochen.


Prince de Condè, undt Conty, undt Longue-
ville werden hart verstrigkt, undt alle
ihre diener, abgeschafft.


Ein Meüchelmörde[r] ist ertapt, so
dem Churfürsten von Brandenburg nach
dem leben, gestanden. Gott bewahre,
den frommen Churfürsten vor unglügk!


Engellandt, förchtet sich, vor Frangk-
reich, wegen publicirter repreßalien.

|| [[Handschrift: 343v]]


Zu Nürnbergk; sol ia alles, klahr,
undt richtig sein. Gott gebe es!


Kayser begehret viel, auf
dem Oesterreichischen LandtTage,
per ajuto di costa, di se deglj Ambas-
ciatorj, ed altrj.


Venezianer, haben noch, viel ver-
worrene händel, mit dem Türgken.


Pfaltzgraf Ruprecht, hat nicht
dörfen außsteigen zu Calis
Malis, aber wol zu Lisabona.


Die Engelländer, helfen den
Burdegalensern.


Zu Rom, sol der Spannische Ambassador, Duque de Infantado,
mit 250 ca[ro]ssen (ejn vnerhörter
train!) zur ers[t]en Audientz, deß
Pabsts, gefahren sein.


Die Schotten, haben den Engel-
ländern, alle zufuhr, des getrey-
digs, sperren laßen.


Die heyrath zu Cassel gehet solenniter forth.

|| [[Handschrift: 344r]]


Der Düc de Guise, wirdt vom Könige in
Spannien, seiner verhaftung, relaxiret,
auf vorbitte der Kayserinn.


Der todt des Generals Erlach, zu
Briesach, continujret.


Die Engelländischen neẅen Regenten,
offeriren sich, Spannien zu assistiren,
undt DuynKirchen recuperiren zu helfen,
contra Frangkreich.


Sie seindt des Generals Fairfax
müde, undt überdrüßig. Wollen den
Cromwell alleine haben, welcher gedanc-
ken haben soll, sich zum Könige, zu machen.


Venezianer geben allen ihren
Schuldenern, so sich auf 2 millionen be-
lauffen, 10 procento verehrung,
wann Sie itzo bezahlen würden.


Daß der Pollnische Reichstag, zu
des Königes vergenügung, wol abgegan-
gen, continuiret, undt seindt also
die Polen, viel dangkbahrer, undt civiliores,
gegen ihrem Könige, als die unerkendtlichen
Engelländer, dahin der Barbarismus, an itzo, gewichen.

|| [[Handschrift: 344v]]


Dieweil herrvetter Fürst Augustus befohlen, es solte
mir, Obrist leütnant Knoche, die personalia,
von herrvetter Fürst Ludwig Sehlig zuschigken,
alß ist solches geschehen. Werde Sie
bey den leichpredigten, in meinem
Antheil, auch publiciren laßen.


Mit ebenmäßiger occasion, habe
ich ein Neuiahresschreiben, de dato hall,
vom 30. December allererst heütte
empfangen. Mag zu Cöhten, sein liegen
blieben.


Ô Dieu gardes moy, d'infamie!
J'en ay sceu, cejourd'huy assèz, a
cause dès Voytüres, de Malherbe,
dont ie suis dü tout jnnocent!


Matz herman, ist von Schöningen,
wieder anhero gekommen, seine sachen,
abzuholen. Bekömbt einen guten
kammerdienst, beym hertzogk Iulio
heinrich, von Sachßen Lawenburgk.
Jst ihm, wol zu gönnen. Sic Vos! non vobis!2

|| [[Handschrift: 345r]]

Sonntag den 10ten: Februarij; 1650.


Predigen laßen, vfm Sahl, Ern Platonem Superintendenten.


Extra: zu Mittage, derselbige, wie auch die
von Rindtorf, Doctor Mechovius, undt Tobias Steffeck von Kolodey.


Nachmittags wieder in die kirche, cum sorore; & filijs.
Da Jonius die Catechismuspredigten, contjnuiret. perge et cetera

Montag den 11ten: Februarij.

<3 hasen, Rindorf, einbracht.>


Dem Diacono Jonio, ist diese nacht alhier,
vorm berge Bernburgk, ein Sohn gebohren,
baldt aber hernacher, wieder gestorben,
nach dem Sie es noch zu vor, getaufft.


Ergo: Disce morj!


Avis von Ballenstedt das alda herumb, noch maligni-
teten regieren. Churfürst von Brandenburg wehre zu
Gröeningen, ankommen. Viel seltzame casus
trügen sich zu. Die armen kinder des kochs3,
so neẅlich, (wie gemelde[t)] zu Quedlinburg vmb-
kommen, hetten wol 14 tage, bey ihrer Mutter
angehalten, ihrer befreündten eine, zu besuchen,
biß es endlich, ungerne, (quasj præsagiente animo)
concedirt worden. Seidthero, seindt aldar
noch andere 3 kinder, im waßer ersoffen.
Eines ist verbrandt. Zu Ballenstedt ist eines
Fleischers kindt, ertrungken da es wasser schöpfen wollen.

|| [[Handschrift: 345v]]


Schreiben von Brigk; gratulationes, zum Neuiahr.
Jtem: von Croßen, undt auß Curlandt,
item: von Wien.

Dienstag den 12ten: Februarij; 1650.

<Windig>

<2 hasen Rindtorf gehetzt.>


Die Stammer zu Rammelburgk, vndt
Westorf, haben abgeschrieben. Der
erste endtschuldiget sich, mit einer Churfürstlichen
citation nacher Leiptzigk; in seinen
angelegenheitten, der andere mit
dem begräbnüß seiner abgestorbenen
Frawen.


Geörge Friederich Börstel, hat sich
zeitlich, undt noch vormittages,
eingestellet.


Des Diaconj Jonij, kindt, ist Nachmittags begraben
worden.


herrvetter Fürst Augu[s]tus ist mit seiner familie,
undt zimlichem comitat, alhier über-
paßiret, nacher Cöhten zu, zum leichbegengnüß.


henning Stammer, zu Kutzschen, undt
Ernst Röder, zu pferde, haben sich auch, eingestellet.


Mein Bruder Fürst Friedrich ist gegen abendt
ankommen, mit 16 pferden.


Schreiben von Churpfaltz, gratulando.

|| [[Handschrift: 346r]]

Mittwoch den 13den: Februarij; 1650.


Nach der mahlzeitt, bin ich mit Meinem Bruder,
undt Fürstlicher familie, über 50 pferde stargk
aufgewesen, nacher Cöhten (erbehtener maßen)
zu erscheinen. Vndterschiedliche beschriebene
vom Adel, haben sich præsentiret, den comitat
zu stärgken, vndt seindt mittgeritten, so ohne
daß <dahin> beschrieben gewesen, auß dem Bernburgischen Antheil.


Zu Cöhten, wurden wir, im hofe, von
den dreyen Plötzkawischen iungen herren,
undt einem<r> großen suitte vom adeln, in langen
Trawermänteln aufwartende, entpfangen,
undt in die losament begleittet, im nahmen
Fürst Augustj, welcher, alß vormundt, vndt Bruder,
klägers stelle, mitt vertritt.


Fürst Johann Casimirs Liebden ist baldt hernacher, auch an-
kommen, iedoch, ohne seine gemahlin, hat nur seinen
eintzigen Sohn, Fürst hanß Geörgen, mitgebracht.


Fürst Hanß, hat heütte, wegen stargken windes
über die Elbe, nicht kommen können.


Es ist sonst alles, ordentlich, stattlich, undt wol
angeordnet gewesen, undt nirgends kein mangel erschienen.


Obrist leütnant Knoche hat alles wol dirigiret, nebenst dem alten Schlegel, || [[Handschrift: 346v]]
undt Freybergk.


Diesen abendt, habe ich mich erst, bey Fürst Augusto hernach-
malß bey der Fürstlichen wittiben, (welche ihren Sohn, bey
sich, gehabt) præsentjret, undt das leidt geklaget.


Jn meinem gemach, bin ich, nebst Meiner herzlieb(st)en ge-
mahlin Liebden vndt meiner schwester Dorothea Bathilde so dann
auch meinen beyden Söhnen, Victore Amedeo,
undt Carolo Ursino, item: beyden mitgenommenen
Töchtern, Eleonora hedwig, undt Angelica
sampt, den Jungfern, undt etzlichen iungkern,
an einer Tafel, gespeiset, auch wol bedieh-
net, undt aufgewartett worden.


Fürst Johann Casimir, ist gleichßfalß,
mit seinem Sohn, (mutatis mutandis) gespeiset
worden in dero zimmer, <zu> sampt meines bruders Liebden.


Man hat auch allerley nebensachen,
zu tractiren, undt zu expediren, gefunden.


Schreiben auß hollandt, vom Wyckfordt.

Donnerstag den 14den: Februarij: 1650.


heütte ist Fürst Johannes, mit dero gemahlin,
von Zerbst, herüber kommen.


Darnach, hat man mich, in meinem losament
gespeiset, ohne allein, das eben Fürst Johann || [[Handschrift: 347r]]
Casimir, mit seinem Sohn, undt meinem bruder
bey mir, gespeiset worden. Walwitz, undt
der alte henning Stammer, (welcher anstatt
meines krangk gewordenen hofmeister
Einsidels, dieselbe stelle vertritt) saßen
mitt, undten, an unserer Tafel.


Nachmittags, ist zu rechter zeitt, der conduct
angegangen, ein ieglicher, hohes, undt nie-
driges standes, in der procession, an seinem
gehörigen orth, gegangen, vndt dem löblichen
frommen, herrvetter, Fürst Ludwig Sehliger,
die letzte, wolmeritirte Ehre, undt
dienst, billich, geleistet worden. Der Oberste
Werder, undt<führete> führete die Fürstliche wittibe, undt
Christian heinrich von Börstel, ein ieg-
licher herr, brachte Führer mitt, vor
die seinigen. Der Superintendens; Magister
Sax, hielte die leichpredigt, undt
applicirete, den Text, vom Frommen Josaphat
dem Könige Juda, füglich, undt wol, auf
unsern Sehligen, frommen, hochlöblichen, undt weysen
Regenten, wie solches gedrugkt, der leichproceß
aber, anderstwo beschrieben wirdt werden.

|| [[Handschrift: 347v]]


Auf alles, wol angeordnete, undt vollen-
dete action, seindt auch, die gepregte Müntzen,
distribujret worden, zum gedechtnüß.
Diesen abendt, hat man herrliche
pancqueet, offentlich in der tafelstube
gehalten. perge et cetera wie auch die viel
beschriebene vom Adel, undt andere, mag-
nifice, laute, & opipare, tractirt.


Nach dem wir, den herrnvetter Fürst
Augustum, in dero zimmer, begleittet,
seindt zwar, allerley conferentzen,
wegen landtschaftsachen, gehalten,
iedennoch alle odiosa, noch so zjmlich
vermittelt endtlich worden.


Postea hat sich ein ieder, in sein
losament retjriret.


Freitag den 15. Februarij; 1650.


heütte zu Mittage, hat man gespeiset,
publicè, wie gestern abendts.


Nachmittage, habe ich abschiedt genommen, || [[Handschrift: 348r]]
undt bin, mit Meiner herzlieb(st)en gemahlin Liebden bruder,
undt comitat, darvon nacher Bernburg gezogen.
Gott lob das alles wol vollnbracht ist.

Freitag den 15. Februarij; 1650.


heütte hat man zu Mittage, mit vielen
Tafeln, wie gestern, solenniter, & magnifice
tractirt, Gest<nach gehaltenem Raht, in causa Ascaniensj.> Nach der mahlzeitt
habe ich abschiedt genommen, undt bin mit Meinem
Bruder, undt familie, wieder gen Bernburgk gezogen.
Gott wolle doch mit seinen landtstrafen, nachlaßen!


Mit meinem Bruder, habe ich, importantissima
geredet, undt wir seindt sehr familiar, undt
vertraẅlich, miteinander gewesen.
Gott bestehtige, diese einigkeitt!

Samstag den 16den: Februarij; 1650.


heütte vormittagß, ist mein Bruder, nach
eingenommenem frühestügk, wieder verrayset,
nach dem hartz zu. Gott wolle ihn geleitten!


In Oeconomicis, hat es viel, zu thun, gegeben.
Gott helfe, daß wolgemeinte anschläge, wol auß-
schlagen, undt gelingen mögen!

|| [[Handschrift: 348v]]


Schreiben, auß Hollandt, in ambiguis terminis,
durch den allten Philip May etcetera.

Sonntag den 17den: Februarij; 1650.

<hagel.>


Man hat heütte in den kirchen, alhier zu Bern-
burgk, auf <meine> anordnung, des<dem> herrnvetter, Fürst Ludwig
Sehliger, eine leichpredigt gehalten, undt pers-
onalia abgelesen. Aufm Sahl aber, haben
wir predigen laßen, Ern RheinSchmidt, Con-
rectorem alhier, vndt pfarrer zu hecklingen,
welcher mir seine Noht, undt persecutiones,
sehnlich geklaget. Jst auch extra zu Mittage
nebst der Rindtorfinn, undt Tobias Steffeck von Kolodey behalten
worden. Gott gebe dienliche remedia!
bey so stargken oppositionen!


Nach der predigt, ist auch Georg Friedrich von Börstel Churfürstlicher
Brandenburgischer kammerjungker herauf kommen, vmb
extra zu bleiben, undt abschjedt zu nehmen.


heütte wirdt iahrmargkt, alhier zu
Bernburgk. Das hagelwetter, vndt
regen, verhindert die leütte herzukommen.


Georg Reichardt ist auch, a meridie, bey mir gewesen.


Avis: daß gestern, Fürst Augustus mit seinem comitat
alhier wieder durchpassiret ist.

|| [[Handschrift: 349r]]


Jtem: daß der gute bekandte Bürgermeister Bringk zu harderwyck
in Gelderlandt, gestorben, deme Gott genade!


Die Erfurter avisen geben:


Daß der punctus evacuationis, undt restitutionis, ex capi-
te Amnistiæ & gravaminum richtig vollnzogen.


Trierische accord ist noch unrichtig.


Zu hamburgk helt Dennemargk vndt die NiederSäxischen
Krayßfürsten eine zusammenkunft, zu ihrer defension.


Jn Frangkreich, continuiret die unruhe. Prince
de Condè, ist ihnen zu mächtig worden, hat zu viel guber-
namenten erhandelt, undt sich darinnen fortificirt,
auch heimlich gewehr, undt munition eingekauft,
auch practica, gemacht, wie man vorgibt, darumb
haben Sie ihn, incarceriret. Düc de Bouillon,
undt Marechal de Türenne, (so außgerißen) sollen
Criminis læsæ Majestatis rej, declariret worden sein.
Geldt, silber, kleinodien, Schriften, 20000 Duplonen
bahr geldt, hat man dem Condæo, undt andern gefangenen
Printzen, abgenommen. Zu Bordeaux ist der friede violirt.


Engellandt ist uneins, Cromwell, wehre des Fairfax
gerne loß, trachtet sich zum Könige zu machen, offeriren
hülfe dem Könige in Spannien, contra Frangkreich.


Jn Polen, gibts neẅe empörungen, unter der soldatesca.
Venezianer, rüsten sich stargk, nach Candia zu, undt
der Römische Kayser, gegen den ReichsTag.

|| [[Handschrift: 349v]]


Die Provintz Hollandt, (wieder der andern Provintzien
willen) declarirt die Engellische Regirung,
vor eine Souverajne Repüblique, admittiret
dero Gesandten, undt schickt auch, zu ihnen,
in solcher Qualitet.

<Schnee.>


A spasso, in zimlich kaltem wetter.
Schreiben von Wien, Croßen, etcetera etcetera etcetera
jtem: von hall, cacades! cacades! perge et cetera


Die Leiptziger avisen, confirmiren die Erffurter
wegen des Nürnbergischen Conclusj.


Jtem: wegen des Frantzösischen, Engellischen vndt
Pollnischen wesens perge et cetera vndt in vielem andern.


Sonst, ist berichtet: daß der Türkische
Raht zu Constantinopel, habe den Venezianischen
Ambassador, nebenst allen venedischen kauf-
leütten, undt commercien, außgeschafft.


Der Große Visier, werde mit großer
macht, in Candia kommen, die festung Nova
Candia renforziren, so die Türgken gebawet,
undt suchen, das gantze Königreich, in selbiger
Insel zu conquestiren. hingegen liegt || [[Handschrift: 350r]]
General la Riva, in der Jnsel Tenedos, verhindert
den Türgken, den außlauff, auß den Dardanellj,
undt die Spahi (denen die alte Sultanin, deß
Sultans Jbrahim freundliche Mutter patrociniret)
sollen mit den Janitzschären, an der Ottomanischen
Porten, sehr uneins worden sein. Die Fürsten
in Jtalien, Pabst, undt Spannische, assistiren
den Venezianern, mit Machtt.


Pfaltzgraf Ruprecht, hat ingreß, im hafen vor
Lisabona, vor Calis aber, ists ihm verweigert.
Die Engelländer rüsten sich stargk, wieder ihren König.
Die Schotten aber suchen, sich mit ihme, zu vergleichen.


Visconte de Türenne, Düc de Bouillon, vndt
andere von des Printzen von Condè anhang, suchen
sich in Burgundt, undt andern orthen, zu versichern,
undt der Fürsten Freyheit, zu defendiren.


Anstatt des General Erlachs, sol General
Harcour, zu Briesach, commandiren.


Der Kayser, hat das podagra gehabt beßert sich,
gedengkt, nacher Prag, undt Regenspurgk.


Der Türckische bohtschafter, ist, mit gutem con-
tento; von Wien, abgerayset, hat prolongation,
des friedens, auf 20 iahr lang, erhalten. etcetera


herr Schmidt, sol solenniter wieder dahin, geschickt werden.


Fürst von Lobkowitz, wirdt Obrist Burggraff, zu Prage.

|| [[Handschrift: 350v]]


Schreiben, von Fürst Augusto avec ün medicament
de grand poids, & importance; s'il reüssit?
Dieu benie! tous bon desseings!

Dienstag den 19den: Februarij; 1650.

<3 hasen, Viktor Amadeus gehetzt. 3 endten Oberlender geschoßen>


Mein alter Fehrmann, ist gestern abendt,
von einem pferde iämmerlich zugerichtet, undt
getretten worden. Jst auch eine remora
fælicitatis meæ, weil er in einnahme
der fehrgelder, noch getreẅ ist. Gott
erbarme sich seiner! undt stille sein bluhten!
undt zustoßen<d>e ohnmachten!


A spasso, post peracta negocia.

Mittwoch den 20ten: Februar: 1650.

<glatteiß, kälte. Windt.>


Am heüttigen Mittwoch, cum sorore, & filiis
in die wochenpredigt.


Postea; habe ich expedienda expediret.


Victualien von Ballenstedt, seindt ejnkommen,
undt avis, das der windt daselbst, baldt daß
hauß über einen hauffen, geworffen. et cetera


Wirdt wieder etwas zu bawen sejn.

Donnerstag den 21ten: Februarij; 1650.

<Windt. Regen.>


Diese Nacht, ist alhier in der Stadt Bernburgk, dem
alten Bürgemeister[!] Kohl, in seinen krahmladen eingebrochen, || [[Handschrift: 351r]]
undt viel geldt herauß, gestohlen worden. perge et cetera


Bona huius Mundj, sunt caduca; & transitoria!


A spasso auf den Neünaugenfang, deren numehr,
eine gute Notturft, durch Gottes Segen, gefangen werden. perge et cetera


Nacher Croßen, undt nacher Wien, habe ich geschrieben. perge et cetera

Freitag den 22ten: Februarij; 1650.

<1 hasen, hat Viktor Amadeus gehetzt 4 endten Oberlender gelifert.>

<Kälte, vormittags. Windig, nachmittags.>


Jch habe den CammerRaht, Doctor Mechovium, bey Mir,
gehabt, undt viel mit ihme, conferiret. perge et cetera tam
in Publicis, quam privatis. perge et cetera Il iüge tresbien,
& pertinemment de choses graves, & serieüses!


Die Erffurdter avisen geben:


Daß zu Nürnbergk, die puncta restitutionis, ex capite Am-
nistiæ, & gravaminum, wie auch exauctorationis,
& solutionis, richtig, undt gute Conclusa zu hoffen.


Jn Frangkreich, gehet alles, über, undt über.
Printz von Condè, hat viel undterschreiben müßen,
wieder seinen willen, undt den Gouverneurs,
die festungen aufzugeben, demandiren. Düc de
Bouillon, undt Visconte de Türenne nehmen sich
in acht, undt stärgken sich. Düc d'Èspernon, wirdt citirt.


Jn Engellandt, sol Cromwell den Fairfax wegstechen.


Der König, ist mit den Schotten, verglichen.


Zu Polen gehet dem Könige alles nach wuntzsch, also
das auch der große Cham[!] in der Tartarey, seine
Freundtschafft, mit schreiben ambiret. Die || [[Handschrift: 351v]]
Radzivillen, Janusius, undt Bogislaus, seindt wegen
geleisteter treẅer dienste, stadtlich remuneriret,
undt den reformirten mehr freyheit, gegeben worden.


Die Cosagken, seindt auch contentjret.


Jn Dennemargk, undt Schweden, ists stille.


Der tapfere, Schottische MontRoß, hat völ-
gker aufgebracht, wieder die Engelländer.


Jn Candia stärgken sich die Türgken, undt
suchen, selbiges gantze Königreich zu v̈ber-
wältigen. hingegen rüsten, undt stärgken
sich, die venezianer, dargegen, wie
wol ihr Bailo, undt alle ihre leütte, von
Constantinopel, bandisiret, auch alle commer-
cia, ihnen inhibiret seindt.


Der König in Persia, sol mit 60000 pferden,
undt mit 40000 Mann zu fuß, auf sein,
Babylonia zu recuperiren.


Der pabst undt die Italiänische Fürsten,
helfen den Venezianern mit volgk, undt gelde.


Zu Caßel, ist das ChurfPfältzische beyla-
ger, gar pompose celebriret worden. Jn
die 1000 pferde, seindt von frembden darbey
gewesen, undt in die 26 Fürstliche personen.

|| [[Handschrift: 352r]]


Churfürst von Brandenburg sol auf den Montag
(wilß Gott) zu Gröeningen, anlangen.


König in Engellandt, sol von Jersey, nacher Breda,
sich begeben, biß die rayse in Schottlandt, resolvj-
ret wirdt.


hollandt, undt Jrrlandt, haben sich vereiniget,
eine Schifflotta naher Portugall, zu senden.
Wann aber selbiger König, sich accommodiret,
sollen Sie nacher Jtalien zu, gehen, undt
ihre Schiffe herauß convoyiren.


Die Engelländische neẅe Regirung, suchet
Noch Spannien, zu gewinnen, undt auf ihre
seitte, zu ziehen.


Der Ertzhertzog, bedienet sich, der Frantzösischen
unruhe, undt stärgket die Fürsten. Die
hertzogin von Longueville, hat von Diepe,
heimlich außreißen müßen.


General Erlach Sehlig ist zu Briesach, solenniter
begraben worden. Die Schweitzer, seindt von
Frangkreich disgustiret, wollen ihnen den bundt
aufsagen, undt keine völgker mehr hineyn laßen.


Jn gantz Frangkreich, wie auch in Catalonien
hineyn, werden des Printzen de Condè favoriten ange-
halten, undt gefangen gesetzt. Interim hat er einen
guten muht. General Rantzow ist frey, aber sehr krangk.

|| [[Handschrift: 352v]]

Samstag den 23ten: Februarij; 1650.


heütte ist ein Protestationschreiben, in causa
Ascaniensj, wieder die einraümung, der-
selbigen grafschaft, an den Kayserlichen Commissarium,
den von Blumenthal, inßgesampt, vollnzogen,
abgegangen. Gott gebe zu Nutz! undt fruchtt!


J'ay expediè plüsieurs negoces, d'Oeconomie, mesme
pour les bastimens.


J'ay depeschè ce soir, Philipp Gueder derechef. Jacta
sit alea! Jddîo cj salvj! e ajutj!


Meine leütte krongken. Lorentz Kutzscher,
Rindtorfs iunge4. Ein Agkerknecht, der
Alte heinrich genandt, undt ein Ochßen-
iunge, seindt fast zugleich, krangk worden.
Solch gesindlein, hat man von nöhten.
Gott schigke es, zur schleünigen beßerung!

Sonntag den 24ten: Februarij; 1650.

<Schnee.>


Gestern, ist Bürgermeister Döhring, vom Obersten Werder,
durch den Landtrentmeister, auf eine zusamm-
kunft, in wichtigen Landtschaftsachen,
citiret worden, (sans doute contre moy) Jst
abermahl etwaß neẅes. Sie sollen auf
auf den 4. Martij erscheinen, (sans mon sceü.)

|| [[Handschrift: 353r]]


heütte ist Meiner freundlichen herzlieb(st)en gemahlin geburtstag,
an deme Jhrer Liebden numehr 47 iahr, durch Gottes
gnadensegen, vollendet, undt wir in die 25 iahr
lang, einander gehabt, Gott gebe ferner
gnade! Das wir, ihm zu ehren, undt unserm
Nechsten zum besten, zu unserer zeitlichen, undt
ewigen beruhigung, undt wolfahrt, vollends
unser leben, wol zubringen, auch in dieser
sterblichkeitt, unser creütz geduldig
tragen, undt allezeit, unß genügen laßen
mögen, in Gottsehligem, Stillem wandel!
vmb Jesu Christj willen, durch kraft deß
heiligen Geistes, Amen! Amen! Amen!


Jch habe Jhrer Liebden mit einer friedensmuschel angebunden.


Ex die vormittagspredigt, aufm Sahl, hat der
hofprediger verrichtet.


Extra zu Mittage, die Rindtorfinn, undt
der hofprediger, nebenst Tobias Steffeck von Kolodey.


Nachmittagß, in die kirche, cum sorore
& filiis.


heütte hat der hofmeister Einsidel wieder
aufgewartett, nach außgestandener heftigen
leibesschwachheit. Gott helfe ihm ferner, mit gnaden!
Zur gedeylichen beßerung! undt andern Pacienten!

|| [[Handschrift: 353v]]

Montag den 25ten: Februarij: 1650.

<Schnee>


In Oeconomicis, habe ich viel zu travaglijren
gehabt, mich zu ergetzen, undt zu betrüben.


On dit, que dés fantosmes, se sont fait
ouir, en la chambre, de mon fils, Viktor Amadeus &
les Lütheriens s'en prevalent, affin de deni-
grer ceux quj sont, dès nostres, & cela
doibt estre appercëu hier au soir, au
poile, & au fourneau de mon cher
enfant. De là, ceste pertürbation
doibt estre montèe, a la chambre
dü gouverneür precedent Schwechhausen,
dont on infere, qu'il soit mort,
peüt estre, que sj, peüt estre que non!


Tels presages, non üssitèz, ne me playsent point.

<Fastnachten. 1 Rehe von Deßaw.>


Schreiben von Wien, undt Berlin, (alda die Churfürstliche
wittwe wieder ankommen, undt einen großen Sturm
über die Oder bey Frangkfurt, außgestanden,
eben an dem Tage, alß wir auf das begräbnüß,
nacher Cöhten, gezogen) entpfangen.


Die avisen von Leiptzigk; weisen auß:
das nicht allein, der Punctus Restitutionis ex || [[Handschrift: 354r]]
capite Amnistiæ, & gravaminum, zu Nürnbergk richtig,
sondern auch die puncta exauctorationis, & evacua-
tionis, wie solches anderstwo, weitlaüfiger zu lesen,
undt die dreyen termin, der außwechßlung der plätze
resolviret seindt. Der punctus solutionis, sol
auch baldt klahr werden. Die Schweden wollen zur
versicherung deßelben, (waß etwas an den
zweyen millionen, restiret, undt mit dem unver-
mögen der Stände, so baldt zu geben, endtschuldiget
wirdt,) einen guten platz eingereümet haben,
undt alßdann abziehen. Es sollen auch in
3 oder 4 wochen, die Generallen, undt legaten,
zu Nürnbergk von einander ziehen.


Jn der Moßkaw, wil ein neẅes feẅer
aufgehen, gegen die Schweden, weil der Groß-
fürst, nicht allein, den Schwedischen Gesandten,
hart zugeredet, sondern auch dieselbigen
solle prügeln haben laßen, undt den ordi-
narij Schwedischen Agenten aldar befohlen, daß
landt zu reümen.


Jn Polen, ist durch Gottes gnade, undt väter-
liche vorsorge des Königes, alles ruhig, undt
werden die Soldaten, undt hohe haüpter, wol bezah-
let, undt remuneriret. Der Große Chan, offeri-
ret dem Könige stargken secours, zu seinem vorhaben.

|| [[Handschrift: 354v]]


Jn Frangkreich, ist die unruhe noch groß. Die
Fürsten von Bouillon, undt Türenne, (welche
die Freyheit der gefangenen Printzen,
wieder den Cardinal Mazzarinj, in deß -
niges minderiährigkeit, verfechten wollen)
stärgken sich, an den Burgundischen, undt
Lottringischen gräntzen, erwartten secours
von Spannien, undt Lottringen hingegen
trachtet die Königliche oder Mazzarinische
Faction, sich auch zu stärgken, (wie albe-
reit in Normandie geschicht,) den hertzogk
von Lottringen, zu gewinnen, undt so
wol durch scharfe declarationes, alß
armaturen, wieder die iehnigen so Sie
vor rebellen halten, ihnen, ein ansehen
zu machen, auch darnebenst die Deützschen
undt Schweitzer an sich, zu ziehen undt zu
begühtigen, insonderheit: General Rosa, den
Feldtmarschalck Rantzow, undt andere.


Perigort, undt Limousin, sollen auch,
aufrührisch sein, nebenst mehr andern Provintzien.

|| [[Handschrift: 355r]]


Jn Catalonien, wirdt ein Neẅer Frantzösischer ViceRè
der Düc de Mercoeur, undt die Condeischen favoriten
werden hin- undt wieder verarrestiret.


Jn Stenay, sol der Marechal de Türenne einen
großen Schatz des Prince de Condè, bekommen haben,
undt darmit Krieg führen wollen, wo ferne
er nicht vom General Rosa überwältiget, undt
übereilet wirdt.


Die Trierischen Dissidia, zwischen dem Churfürsten
undt selbigem capittul, laßen sich, zur compo-
sition, ahn.


Jn Sicilien, mag der Cardinal Mazzarinj,
bey seinen Landeßleütten, auch eine empörung
angerichtet haben, deren man etzliche bekommen,
undt gerichtet, zu Palermo, undt anderstwo,
undt also diesen motum, durch die Span-
nische Vigilantz, undt vorsichtigkeitt, baldt
gestillet, inmaßen auch, zu Napolj, geschehen
sejn soll.


Jn Engellandt, continuiret die dissension,
zwischen der neẅen Regierung, undt Fairfax.
hingegen, das verlangen, nach Cromwell,
undt das der König Carolus 2. mit den Schotten,
verglichen seye, auch baldt zu Breda, ankommen werde!
Zusampt der Königinn Seiner FrawMutter.

|| [[Handschrift: 355v]]


Chur Pfaltz, hat mit großem pracht, zu
Caßel beylager gehalten. Sein herr vetter,
Pfaltzgraf Ludwig, ist mit dero gemahlin
auch daselbst gewesen, nebenst Pfaltz
Landgraf Geörgen, undt dero angehörigen,
auch vielen andern Fürsten. etcetera


Zu Prag, wirdt scharf reformiret,
undt alle uncatohlische außgeschaft.


Die holländischen OrlogsSchiffe auf
dem Rhein, zwingen den Kayser, undt
die Landtgrävin zu Caßel, die ange-
legte licenten, abzuschaffen.


Der Tapfere venezianische General
la Riva, sol unferne Negroponte, 18
mit vivres, nach Canea zu gehen, desti-
nirte Türgkische Galleotten, bestritten,
derer 6 zu grunde geschoßen, undt 9
erobert haben, welche er nacher Candia
zu selbiger Statt, proviantirung, abgeschigkt.


Der Pabst thut den venedigern, gute hülfe.


Es sollen in kurtzem, von seinen, wie auch anderer
Fürsten, völgker, in die 10000 Mann nach
Candia zu, gehen. Die Türgken stärgken sich, || [[Handschrift: 356r]]
zwar sehr, iedoch sol ihre Schifarmada gantz
verderbt, undt ruiniret zu Constantinopel ankommen,
undt fast undienlich gemacht worden sein. Es
continuiret auch auß Spannien, das der König in
Persien, mit 100000 Mann, zu Roß, undt Fuß,
Babylonia zu recuperiren, aufgezogen seye.


Graf Montroß ist von Gothenburgk,
nacher Schottlandt, mit guter verrichtung, abgerayset.


Dem graven von Schwartzenbergk, sollen
von Chur Brandenburgk, vor schuldige 300 mille
ReichsthalerRthlr: das Ampt, undt Statt Ascherßleben,
neben andern Aemptern, auf 8 iahr lang,
eingeraümet werden; (unserm Fürstlichen hause
Anhaltt, zu mergklichem præjuditz)


Zu Leiptzigk, hats auch t[um]ult, undt Arg-
wöhnische gedangken gegeben, Sintemahl,
ein geschrey erschollen, alß wolte der Chur-
fürst von Sachßen, Leiptzigk belägern, undt
also mit gewaltt, recuperiren, darüber
die Schweden, tumultuiret, mehr garnison,
eingenommen, nach mehr stügken, geschicktt,
undt nicht ruhen können, biß eine declaration
vom Churfürsten einkommen, daß man gar gerne
der kurtzen zeitt, des evacuationTermins mit frieden, erwarten wolte.

|| [[Handschrift: 356v]]


Der iungen Princeßin von Uranien, Princesse
Royalle, sol alle ihr Silbergerschirr sein
gestohlen worden, von dienern, so eingebrochen. et cetera


Jst also kein unglügk allein!


A spasso, an die Mühle. et cetera die ange-
führte bawStügken, zu besehen.

Mittwoch den 27ten: Februarij.

<kälte, undt Schnee.>

<Grawsahmer windt, diese nachtt. et cetera>


Jn die kirche, undt wochenpredigt, cum
sorore, & filijs.


Extra zu mittage, den CammerRaht, Doctor Mechovium
gehabt, undt viel mit ihme, conferiret.


heütte Nachmittags, hat Meine freundliche herzlieb(st)e
Gemahlin, den pfarrer von Alßleben, laßen
anhero holen, zu beichten, (auf ihre weyse)
undt morgen, ([Gebe gott]) zu communicjren.
Gott wolle, die verirreten, bekehren, undt
zu rechter Erkendtnüß bringen!


A spasso, dopo lo studio, co' figliuolj!

Donnerstag den 28. Februarij. 1650.

<Frost, diese Nacht, den Tag Schnee.>


heütte Morgen, communicirt Meine gemahlin liebden.


Wieder Chur Brandeburg wirdt protestiret, in
causa Ascaniensj, nicht allein durch Notarien,
undt zeügen, Sondern auch, durch Rähte undt, || [[Handschrift: 357r]]
vom Adel, dieweil man vernimbt, daß er
die Ascherßleber, nacher Grüningen citiret, undt
selbst die Erbhuldigung, aufnehmen will.
Gott gebe zu glügk; vndt succeß! vor unß!


Jacta sit alea!


Mir hat getraẅmet, wir wehren beym
Churfürsten zu Gröeningen, gewesen, Er hette unß
zwar bewillkommet, wie auch sein Borgsdorf,
Es wehren ihm, die herrnvettern, sonderlich Fürst Johann
Casimir, sehr annehmlich gewesen, mich hette
er der Churfürst etwaß kaltsinnig angesehen.


Alß wir nun, mit ihme, hetten eßen
sollen, wehre mir übel worden, undt ich
hette meinen abschied genommen, undt
kein wammes angehabt, welches den Churfürsten
verschmähet. Alß wir nun fortraysen
wollen, hette man mich gewarnet,
daß viel partien, sonderlich eine, von
50 pferden auf mich lawerten. Jch
wehre dennoch, fortgezogen, hette Meine
leütte (so mehrentheilß voll gewesen,
undt unordentlich durcheinander hehr, zu fuß,
zu roß, undt zu wagen, gewandert) sich wol in acht
zu nehmen erinnert, undt also fortgefahren, darüber erwachende.

|| [[Handschrift: 357v]]


Post von Zerbst, das der convent zu Cöhten,
oder Görtzigk, zu krängkung meines juris
quæsitj, undt fast zu nichts anderst,
wegen der Steẅren, angesehen.


Jtem: daß der Kayser, alle Spannische
undt Venezianischen werbungen, verbotten,
undt selber stargk wirbet, unerachtet
des getroffenen Nürnbergischen friedenß!


Post von Ballenstedt, daß daß hauß
daselbst, vom winde, will einfallen.


Nulla calamitas, Sola!5


Kommentar
1 Nicht ermittelbar.
2 Zitat nach einem Vergil zugeschriebenen Lobgedicht auf Kaiser Augustus nach Don. Vita Verg. 70 (ed. Diehl 1911, S. 35).
3 Nicht ermittelbar.
4 Hier kommen sowohl Daniel als auch Kaspar von Rindtorf in Frage.
5 Zitat aus Eur. Tro. 596 (ed. Biehl 1970, S. 35).
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1650_02.xml
XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
accommodiren
sich anpassen, sich fügen, sich (gütlich) vergleichen
accommodiren
einrichten, ausstatten
accommodiren
zufriedenstellen, versorgen
Accord
Vereinbarung, Vergleich
Accord
Vertrag zur kampflosen Übergabe eines Ortes
admittiren
gestatten, zulassen
Ambassador
Gesandter, Botschafter
ambi(i)ren
anstreben
Anschlag
Plan, Absicht
Armatur
Rüstung
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
bandisiren
verbannen
bandisiren
ächten
Beilager
Hochzeit, Feierlichkeit anlässlich der Vermählung (ursprünglich: Beischlaf als Vollzugsakt der Eheschließung)
Commercien
Handelsgeschäfte
condemniren
verurteilen, verdammen
confirmiren
bestätigen
conquestiren
einnehmen
Contentament
Zufriedenstellung
contentiren
zufriedenstellen
Contestation
Anfechtung, Anzweifelung, Bestreitung (durch Zeugen)
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
convoyiren
begleiten, geleiten
convoyiren
in einem Konvoi ziehen
defendiren
verteidigen
demandiren
etwas auftragen, anempfehlen
disgustiren
verärgern, vor den Kopf stoßen
Dissension
Meinungsverschiedenheit, Uneinigkeit
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
emportiren
einnehmen, erobern
Erbhuldigung
Treuegelöbnis, das der hierarchisch auf nächst niedrigerer Stufe einem hierarchisch Höhergestellten im Rahmen der Lehensverfassung leistet
genungsam
genügend, hinreichend
incarceriren
einkerkern
inhibiren
verbieten
inhibiren
verhindern, unterbinden
Kunst
Wasserkunst
Licent
Abgabe für ausgeführte Waren, Zoll, Akzise
Losament
Unterkunft, Wohnraum
meritiren
verdienen
Notarie
Schreiber
Pacification
Beilegung von Streitigkeiten, Befriedung
Partie
Streifkorps (kleinere Truppenabteilung, die meist auf Kundschaft oder zum Einbringen von Geld, Lebensmitteln und Furage entsandt wurde)
Partie
Kriegspartei (reguläre Truppenabteilung)
Partie
(sich gegenüberstehende) Seite, Partei
Partie
eine gewisse Anzahl oder eine Gruppe von Dingen oder Personen gleicher Art
patrociniren
fördern, bevorzugen
placetiren
billigen, gutheißen, zustimmen
procuriren
besorgen, beschaffen
procuriren
für eine Sache eintreten
reassumiren
wiederaufnehmen, erneuern
recuperiren
zurückerobern
recuperiren
wiedererwerben, wiedererlangen
Reichstagsschluss
Zusammenfassung der Beschlüsse eines Reichstages, wobei verschiedene Einzelgesetze wiedergegeben oder zahlreiche Einzelnormen kompiliert werden
relaxiren
freilassen
relaxiren
rückgängig machen, annullieren, aufheben
Repressalie
Recht, sich am Eigentum Fremder für die Nichterfüllung einer Verpflichtung oder die fehlende Wiedergutmachung erlittenen Unrechts schadlos zu halten, auch wenn diese hierfür unmittelbar nicht verantwortlich waren
resolviren
entschließen, beschließen
resolviren
auflösen
restiren
schulden, schuldig sein
restiren
übrig sein, übrig bleiben
Sipahi (Spahi)
Reiter im osmanischen Heer
Stück
Geschütz, Kanone
Stück
(einzelner zählbarer) Gegenstand, (einzelne) Sache, (einzelnes) Objekt
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
Succurs
(militärische) Unterstützung, Hilfe
suppliren
ersetzen
terriren
erschrecken, in Furcht versetzen
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
travagli(i)ren
arbeiten, sich anstrengen, sich bemühen
tumultuiren
Unruhe/Aufruhr stiften, lärmen
tumultuiren
sich empören, meutern, unruhig/aufrührerisch sein
tumultuiren
unruhig/lebhaft werden
verarrestiren
beschlagnahmen
verarrestiren
verhaften
violiren
verletzen
Volk
Truppen
Wachsbossierer
Wachsbildhauer
Zeitung
Nachricht
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

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Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

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Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

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Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

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Fürstin Agnes von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Landgräfin Agnes von Hessen-Kassel

geb. 1606
gest. 1650
Anm.: Tochter des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); ab 1623 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1623 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Eiferige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau

geb. 1627
gest. 1693
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); schwedischer Obrist (1655-1658) und Generalmajor (1658); ab 1658 kurbrandenburgischer General und Statthalter der Kurmark sowie Obrist (1658-1660 und seit 1666); später auch Geheimer Staats- und Kriegsrat in Berlin sowie Feldmarschall (1670); ab 1660 regierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1670 Senior des Hauses Anhalt; ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefüllte").

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Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

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Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1579
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1600 Aufnahme in die Florentiner Accademia della Crusca ("L'Acceso"); seit 1606 regierender Fürst von Anhalt-Köthen; 1631-1635 schwedischer Statthalter des Erzstifts Magdeburg und des Hochstifts Halberstadt; 1617 Mitbegründer und bis zu seinem Tod erstes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nährende").

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Fürstin Sophia von Anhalt-Köthen
Geburtsname: Gräfin Sophia zur Lippe

geb. 1599
gest. 1654
Anm.: Tochter des Grafen Simon VI. zur Lippe (1554-1613); 1626-1650 Ehe mit Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Emsige"); seit 1629 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1638
gest. 1665
Anm.: Sohn des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1650 regierender Fürst von Anhalt-Köthen, bis 1658 unter Vormundschaft der Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) bzw. Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlangende").

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Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Elisabeth von Anhalt-Plötzkau

geb. 1630
gest. 1692
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Nüchterne").
Fürst Emanuel von Anhalt-Plötzkau
Fürst Emanuel von Anhalt-Köthen

geb. 1631
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Lebrecht (1622-1669) in Plötzkau; ab 1657 in schwedischen Kriegsdiensten; 1659/60 in dänischer Gefangenschaft; 1662 Teilnahme am venezianischen Feldzug gegen die Türken; 1665-1669 zusammen mit seinem Bruder Lebrecht herrschender und seit 1669 alleinregierender Fürst von Anhalt-Köthen; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Strebende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Ernst Gottlieb von Anhalt-Plötzkau

geb. 1620
gest. 1654
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1653 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Lebrecht (1622-1669) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Starke").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Johanna von Anhalt-Plötzkau

geb. 1618
gest. 1676
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1660 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wissende").
Fürst Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
Fürst Lebrecht von Anhalt-Köthen

geb. 1622
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sibylla von Anhalt-Plötzkau
Geburtsname: Gräfin Sibylla zu Solms-Laubach

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Tochter des Grafen Johann Georg zu Solms-Laubach (1547-1600); 1618-1653 Ehe mit Fürst August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); ab 1621 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gläubige"); seit 1622 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Sophia von Anhalt-Plötzkau

geb. 1627
gest. 1679
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; nach 1638 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Mäßige").
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sophia Augusta von Anhalt-Zerbst
Geburtsname: Herzogin Sophia Augusta von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1630
gest. 1680
Anm.: Tochter des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659); 1649-1667 Ehe mit Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.Weiterführende Informationen in der NDB
Kurfürst Maximilian I. von Bayern
Herzog Maximilian I. von Bayern

geb. 1573
gest. 1651
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1597 regierender Herzog von Bayern; Oberhaupt der 1609 gegründeten Katholischen Liga; 1623 Verleihung der (ehemals Pfälzer) Kurwürde durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637), endgültig bestätigt im Westfälischen Frieden; seit 1600 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Graf Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg

geb. 1615
gest. 1674
Anm.: Sohn des Grafen Adolf von Bentheim-Tecklenburg (1577-1623); seit 1624 regierender Graf von Tecklenburg und Limburg sowie Herr von Rheda (bis 1634 unter Vormundschaft).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Joachim Friedrich von Blumenthal

geb. 1607
gest. 1657
Anm.: Sohn des Christoph von Blumenthal (1579-1624); ab 1633 kurbrandenburgischer Hof- und Kammergerichtsrat sowie Kammerjunker; 1635-1641 Direktor des Kriegsrats; mehrfach Gesandter Kurbrandenburgs, u. a. beim Kurfürstentag (1636) sowie den beiden Reichstagen (1640/41 und 1653/54) in Regensburg; 1638 Generalkommissar der kurbrandenburgischen Truppen in Kleve; 1638-1641 wirklicher Geheimer Rat; seit 1646 kaiserlicher Rat und Oberster Kriegskommissar; 1649 Generalkriegskommissar des Westfälischen Reichskreises; 1649 kaiserlicher Gesandter auf dem Nürnberger Exekutionskongress; 1649/50 Reichshofrat; ab 1649 zudem kurfürstlicher Statthalter von Halberstadt und Amtshauptmann von Gröningen; seit 1651 kurbrandenburgischer Staatskammerrat; 1652/53 Direktor des Geheimen Rates; 1646 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Christian Heinrich von Börstel

geb. 1617
gest. 1661
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); Erbherr auf Güsten und Ilberstedt; 1641-1643 Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) und zugleich Hofmeister für dessen Sohn Johann Georg (1627-1693); 1643-1648 Geheimer Rat und Hofmeister von Fürst Johann Kasimir; 1648 Übersiedlung nach Bernburg; seit 1657 anhaltischer Gesamtrat und Hofmeister des Fürsten Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlängernde"); vgl. Andreas Hesius: Lieblich und schönes Erbtheil der Kinder Gottes [...], Köthen 1661, Bl. Fijr-Givv.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Georg Friedrich von Börstel

geb. ca. 1627
gest. 1688
Anm.: Sohn des kurbrandenburgischen Rats Ludwig von Börstel (ca. 1585-1631); zunächst kurbrandenburgischer Kammerjunker; ab 1651 Hof- und Kammergerichtsrat; 1654-1665 mehrfach diplomatische Missionen; zudem seit 1673 Amtshauptmann von Beeskow und Storkow; außerdem Appellationsgerichtsrat in Ravensberg; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 435f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Armand de Bourbon
Prince Armand de Conti

geb. 1629
gest. 1666
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); ab 1629 Prince de Conti; 1649/50 Beteiligung an der Fronde; 1650/51 deswegen in Haft; 1654-1660 Gouverneur von Guyenne; militärische Kommandos in Spanien (1654) und Italien (1657); 1656-1660 Grand maître de France; seit 1660 Gouverneur des Languedoc.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Louis (2) de Bourbon
Duc Louis de Mercœur
Duc Louis de Vendôme
Duc Louis d' Étampes
Duc Louis de Beaufort
Duc Louis de Penthièvre

geb. 1612
gest. 1669
Anm.: Sohn des César de Bourbon, Duc de Vendôme (1594-1665); ab 1612 Duc de Mercœur; in franzöischen Kriegsdiensten als Volontär (1630-1640), Regimentsinhaber (1649) sowie Armeekommandeur in der Provence (1652) und Lombardei (1656); 1649-1651 Lieutenant Général de Catalogne; seit 1665 Duc de Vendôme, Beaufort, Penthièvre et d'Étampes; ab 1667 Kardinal.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg
Herzogin Elisabeth Charlotte in Preußen
Geburtsname: Pfalzgräfin Elisabeth Charlotte von Pfalz-Simmern

geb. 1597
gest. 1660
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1616-1640 Ehe mit Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); seit 1650 Witwensitz in Crossen an der Oder.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Ernst Brinck

geb. 1581
gest. 1649
Anm.: Sohn des Harderwijker Bürgermeisters Alphert Brinck (gest. 1617); Studium in Paris (1602) und Leiden (1604/05); Reisen nach Deutschland, die Schweiz und England (1607); 1612/13 Sekretär des niederländischen Gesandten in Konstantinopel; ab 1618 Rentmeister und seit 1619 mehrfach Bürgermeister von Harderwijk; ab 1648 erster Bibliothekar der Universität in Harderwijk.

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Konrad Alexander Magnus von Burgsdorff

geb. 1595
gest. 1652
Anm.: Sohn des Alexander Magnus von Burgsdorff (1567-1620); Erbherr auf Goldbeck, Buckow, Oberstorf und Groß-Machenow; ab 1609 gemeinsame Erziehung mit Kurprinz Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640) am Berliner Hof; 1614-1617 erste militärische Erfahrungen; ab 1620 Capitain der kurfürstlichen Leibgarde; seit 1623 Obristleutnant des brandenburgischen Reiterkontingents im Obersächsischen Kreisheer; ab 1626 Kommandeur des kurfürstlichen Leibregiments zu Fuß; seit 1631 kurbrandenburgischer Kriegsrat und Obrist; als Gegner des Grafen Adam von Schwarzenberg (1584-1641) zeitweise Verbannung als Kommandant nach Küstrin (Oktober 1638); 1642-1652 Geheimer Rat und erster Minister, kurfürstlicher Oberkammerherr (Oberkämmerer) und Oberkommandant aller kurmärkischen Festungen; Johanniterkomtur zu Lagow; ab ca. 1651 Dompropst in Halberstadt; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Einfältige").

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Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

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Joachim Döring

geb. 1595
gest. 1658
Anm.: Um 1634 Bauherr, dann Ratskämmerer sowie seit 1636 Bürgermeister der Bernburger Talstadt (1636, 1640, 1643, 1645/46, 1649, 1652/53, 1655 und 1658 regierend); vgl. Volker Ebersbach: Geschichte der Stadt Bernburg, Bd. 1, Dessau 1998, S. 237.
Isaac Dorislaus
Isaac Dorislaer

geb. 1595
gest. 1649
Anm.: Sohn des späteren Hensbrocker Pastors Lieven Dorislaer (1555-1652); ab 1610 Studium in Leiden; 1627 Promotion zum Dr. jur.; seit 1627 Greville lecturer on History an der Universität Cambridge; daneben Tätigkeit als Rechtsanwalt; ab 1648 Judge of the Admiralty Court; 1649 Ermordung durch Royalisten als Gesandter des englischen Parlaments in Den Haag.
Jakob Du Moulin

Anm.: Um 1649 vermutlich aus den Niederlanden stammender schwedischer Resident in Moskau.
Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister sowie Rat in Bernburg; seit 1634 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

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Elçi Hasan Pascha

Anm.: Vor 1649 osmanischer Aga; türkischer Internuntius (1649) und Großbotschafter (Elçi; 1650-1651) in Wien; 1650/51 bzw. ab 1653 Pascha (Beylerbey) von Temeswar.
Königin Henrietta Maria von England
Königin Henrietta Maria von Irland
Königin Henrietta Maria von Schottland
Geburtsname: Dauphine Henrietta Maria von Frankreich und Navarra

geb. 1609
gest. 1669
Anm.: Tochter des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); 1625-1649 Ehe mit König Karl I. von England (1600-1649); 1644-1660 Exil und seit 1665 Leben in Frankreich.

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König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

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Johann Ludwig von Erlach

geb. 1595
gest. 1650
Anm.: Sohn des Rudolf von Erlach (1563-1617); 1611-1616 Page des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); zunächst im Kriegsdienst für die Republik Venedig (1616), dann als Fähnrich bzw. Hauptmann der Protestantischen Union und böhmischen Konföderierten (1618-1620); 1621 Major unter Markgraf Johann Georg von Brandenburg-Jägerndorf (1577-1624); 1622 Hauptmann unter Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); 1622/23 Obristleutnant unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); zeitweise Kammerjunker und Hofmeister des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg; 1625-1627 schwedischer Obrist und Generalquartiermeister; Mitglied des Großen (1627-1629) und Kleinen Berner Rates (1629-1638); 1630/31 in französischen Kriegsdiensten; 1633-1638 Oberbefehlshaber der Berner Truppen im Aargau; Obrist (1637) und Generalmajor (1638) unter Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639) und seit 1638 Gouverneur von Breisach; nach dem Tod des Herzogs einer der Führer von dessen Weimarischer Armee in französischen Diensten (1639-1647); später Generalleutnant (1647) und Kommandant (1649) der französischen Armee im Reich; 1650 Maréchal de France.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Thomas Fairfax
Lord Thomas Fairfax of Cameron

geb. 1612
gest. 1671
Anm.: Sohn des Ferdinando Fairfax, 2nd Lord Fairfax of Cameron (1584-1648); 1639/40 Teilnahme an den Bischofskriegen gegen die Schotten; Kriegsdienst für das englische Parlamentsheer als Lieutenant-general of the Horse unter seinem Vater (1642-1645) sowie Commander-in-Chief of the Forces und Captain General (1645-1650); seit 1648 3rd Lord Fairfax of Cameron; 1651-1660 Lord of Mann; danach Rückzug auf die Güter.

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Andrzej Firlej

geb. ca. 1583
gest. 1649
Anm.: Sohn des polnischen Adligen Andrzej Firlej (gest. 1609); seit 1611 polnischer Kavalleriehauptmann; 1638-1649 Kastellan von Bełz; 1649 polnischer Heerführer gegen die Kosaken; 1649 Woiwode von Sandomierz.

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N. N. Forby

Anm.: 1650 in Edinburgh zum Tode verurteilter, schottischer Obrist.
Königin Anna von Frankreich und Navarra
Geburtsname: Infantin Anna von Spanien

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Tochter des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); 1615-1643 Ehe mit König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); 1643-1651 Regentin von Frankreich.

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König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

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Hans Ernst von Freyberg

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Ernst von Freyberg (1578-1626); Erbherr auf Elsdorf; Hof- oder Kammerjunker des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); Mitte der 1630er Jahre auch anhaltisch-köthnischer Stallmeister und Kriegskommissar; um 1639 im Dienst des Grafen Otto V. von Schaumburg und Holstein-Pinneberg (1614-1640); um 1643/49 und erneut ab 1656 Hofmeister des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); um 1650/56 anhaltisch-plötzkauischer Rat und Hofmeister; später Hofmeister und ab 1660 auch Wittumsrat der Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau (1615-1673); spätestens seit 1642 Mitglied des Größeren, später auch des Engeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; zugleich Direktor des anhaltischen Stipendienwerks; seit 1627 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ausführende").

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Bernhard Gese

geb. 1595
gest. 1659
Anm.: Sohn des Coswiger Superintendenten Joachim Gese (1561-1623); Besuch der Gymnasien in Zerbst und Joachimsthal (1618); 1620 Studium in Frankfurt (Oder); 1622-1626 Konrektor an der reformierten Schule in Cölln an der Spree; Stadtkämmerer (1628) und Bürgermeister (1629) von Dessau; ab 1630 anhaltisch-dessauischer Lehns- und Justizsekretär; seit 1639 Landrentmeister; ab 1641 Kammerrat; seit 1647 auch Kanzleirat; vgl. Johann Christoph Beckmann: Historie des Fürstenthums Anhalt, Teil VII, Zerbst 1710, S. 382f.

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Otto Gise
Otto Gesenius

gest. 1658
Anm.: Sohn des Strenznaundorfer Pfarrers Joachim Göse; seit 1625 Prediger an der Stiftskirche St. Johannes Baptistae in Alsleben; vgl. Verein für Pfarrerinnen und Pfarrer in der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen e. V. (Hg.): Pfarrerbuch der Kirchenprovinz Sachsen, Bd. 3, Leipzig 2005, S. 277.
James Graham
Earl bzw. Marquess James of Montrose

geb. 1612
gest. 1650
Anm.: Sohn des John Graham, 4th Earl of Montrose (1573-1626); ab 1626 5th Earl und seit 1644 1st Marquess of Montrose; 1644-1646 Kommandeur der royalistischen Truppen als Lord Lieutenant (1644) und Captain-general of Scotland (1645); 1650 eigenmächtige Landung auf den Orkney-Inseln und Hinrichtung als Kriegsgefangener des schottischen Parlaments in Edinburgh.

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Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Duke William of Hamilton
Earl William of Cambridge
Earl William of Lanark

geb. 1616
gest. 1651
Anm.: Sohn des James Hamilton, 2nd Marquess of Hamilton und 4th Earl of Arran (1589-1625); ab 1639 1st Earl of Lanark; 1640 Mitglied des englischen House of Commons; 1641-1649 Secretary of State für Schottland; seit 1649 2nd Duke of Hamilton und 3rd Earl of Cambridge (1606-1649); Anhänger der schottischen Covenanters (1643-1647) und Royalisten (ab 1647).

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Heinrich (1) N. N.

Anm.: Um 1650 Ackerknecht des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Matthias Hermann

Anm.: Spätestens seit 1648 Kammerdiener der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Andreas (1) Hesius
Andreas Heise

geb. 1610
gest. 1693
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgers Simon Heise; Dr. theol.; 1642-1655 Rektor der Bernburger Stadtschule; daneben Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien (1644/45) und der Marienkirche (1645-1655) in Bernburg; 1655-1659 Pfarrer und Hofprediger in Plötzkau; seit 1659 Superintendent und Oberpfarrer an St. Marien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 285.

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Landgraf Georg II. von Hessen-Darmstadt

geb. 1605
gest. 1661
Anm.: Sohn des Landgrafen Ludwig V. von Hessen-Darmstadt (1577-1626); seit 1626 regierender Landgraf von Hessen-Darmstadt.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Hessische Biographie
Landgräfin Amalia Elisabeth von Hessen-Kassel
Geburtsname: Gräfin Amalia Elisabeth von Hanau-Münzenberg

geb. 1602
gest. 1651
Anm.: Tochter des Grafen Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg (1576-1612); 1619-1637 Ehe mit Landgraf Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); 1637-1650 Regentin der Landgrafschaft Hessen-Kassel für ihren unmündigen Sohn Wilhelm VI. (1629-1663).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Christoph von Houwald

geb. 1601
gest. 1661
Anm.: Sohn des Grimmaer Tuchmachers Christoph Haubal (ca. 1575-1617); 1616-1618 kaiserlicher Musketier; später nacheinander Soldat der böhmischen Konföderation, der kursächsischen Armee sowie unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626) und Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); 1624-1634 in schwedischen Kriegsdiensten als Leutnant (1625), Hauptmann (1627), Major (1629), Obristleutnant (1630), Obrist (1630) und Generalmajor (1632); 1634/35 kursächsischer Generalwachtmeister; 1635-1648 Oberkommandant der Danziger Soldaten; 1647/48 zugleich polnischer Kammerherr, Kriegsrat und Obrist; seit 1648 kurbrandenburgischer Generalmajor; ab 1651 Geheimer Kriegsrat; 1631 Nobilitierung (Schweden).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Jesus Christus
Jesus von Nazareth

Anm.: Biblische Figur.

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Michael Jones

geb. ca. 1606
gest. 1649
Anm.: Sohn des Lewis Jones, Bischof von Killaloe (1560–1646); Jurist und seit 1640 Mitglied der Dubliner King's Inns; zu Beginn des irischen Aufstands 1641 Eintritt in die königliche Armee als Offizier, zuletzt als Major; 1644 Übertritt zur Parlamentsarmee, zuletzt als Generalleutnant der Kavallerie (1649); Gouverneur von Chester (1646-1647) bzw. Dublin (1647-1649).

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Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
David Jonius

geb. 1650
gest. 1650
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Bartholomäus Jonius (1603-1657).
Joseph

Anm.: Biblischer Patriarch.

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Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Eleonora
Königin Eleonora von Böhmen
Königin Eleonora von Ungarn
Erzherzogin Eleonora von Österreich
Geburtsname: Eleonora Gonzaga

geb. 1598
gest. 1655
Anm.: Tochter des Vincenzo I Gonzaga, Duca di Mantova e Monferrato (1562-1612); 1622-1637 Ehe mit Kaiser Ferdinand II. (1578-1637).

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Christoph von Kannenberg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Sohn des Christoph von Kannenberg; Erbherr auf Buschow, Kannenberg und Himmelreich; ca. 1631-1650 in schwedischen Kriegsdiensten als Reiter, Quartiermeister (1634), Kornett (1635), Leutnant, Rittmneister, Major (um 1643), Obristleutnant und Obrist (um 1648); danach kurbrandenburgischer Generalmajor (1651) und Generalleutnant (1657); seit 1666 auch Geheimer Kriegsrat.

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Kara Murad Pascha

geb. 1611
gest. 1655
Anm.: Gebürtiger Albaner; militärische Karriere im Janitscharenkorps, ab 1648 dessen Kommandeur; Mai 1649 bis August 1650 und Mai bis August 1655 Großwesir des Osmanischen Reiches; 1650-1653 Beylerbey (Gouverneur) von Ofen; 1653-1655 Kapudan Pascha (Großadmiral); 1655 Beylerbey des Ejalet Damaskus.
İslâm III. Giray Khan (Krim)

geb. 1604
gest. 1654
Anm.: Sohn des Krim-Khans Selâmet I. Giray (1558-1610); seit 1644 Krim-Khan.

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Christian Ernst von Knoch(e)

geb. 1608
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kaspar Ernst von Knoch (1582-1641); Erbherr auf Trinum; 1631-1639 in Kriegsdiensten, zuletzt als kursächsischer Obristleutnant und Generaladjutant (um 1637); ab 1641 Landeshauptmann des Teilfürstentums Anhalt-Zerbst; seit 1643 anhaltischer Gesamtrat; 1645-1650 Geheimer Rat des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1650 Direktor der Köthener Vormundschaftsregierung; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Weichende").

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Matthias Knüttel

Anm.: Bruder des Georg Knüttel (1606-1682); zunächst fürstlicher Amtsschreiber in Großalsleben; danach um 1641 Stadtschreiber zu Ballenstedt; Gerichts- und Haushalter der Justina Maria von Einsiedel (gest. 1700) auf Roschwitz; seit 1649 fürstlicher Amts- und Kornschreiber in Ballenstedt (noch 1657); um 1674 Gerichtsverwalter in Dessau.
Andreas Kohl

geb. 1576
gest. 1662
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Michael Kohl; 1601 Kriegsdienst unter dem kaiserlichen Obristen Fürst Johann Ernst von Anhalt (1578-1601) in Ungarn; um 1617/25 Ratsbauherr, um 1637/39 Stadtkämmerer und 1640-1643 Bürgermeister in der Bernburger Talstadt (1640/41 regierend); vgl. Volker Ebersbach: Geschichte der Stadt Bernburg, Bd. 1, Dessau 1998, S. 237.
Frédéric-Maurice de La Tour d'Auvergne
Duc Frédéric-Maurice de Bouillon
Duc Frédéric-Maurice d' Albret et de Château-Thierry
Prince Frédéric-Maurice de Sedan

geb. 1605
gest. 1652
Anm.: Sohn des Henri de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Prince de Sedan (bis 1642) und Duc de Bouillon; 1633 Konversion zum katholischen Glauben; französischer Maréchal de camp (1635) und Lieutenant-général (1642); seit 1650 Teilnahme an der Fronde; ab 1651 Duc d’Albret et de Château-Thierry.

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Henri (2) de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri (2) de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri (1) de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

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Nikolaus Lanius

Anm.: Dr. med.; um 1632/34 Arzt in Quedlinburg; auch zeitweilig Leibarzt von Haus aus des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Wenzel Eusebius von Lobkowitz
Fürst Václav Eusebius z Lobkovic
Wenzel Eusebius Popel von Lobkowitz
Václav Eusebius Popel z Lobkovic
Herzog Wenzel Eusebius von Schlesien-Sagan

geb. 1609
gest. 1677
Anm.: Sohn des Sidonius Adalbert Popel von Lobkowitz (1568-1628); ab 1628 Fürst; kaiserlicher Obrist (1632), Generalfeldwachtmeister (1636) und Feldmarschall (1647); seit 1627 kaiserlicher Kämmerer; ab 1646 Herzog von Schlesien-Sagan; seit 1647 Geheimer Rat; 1650-1665 Hofkriegsratspräsident; 1651/52 zugleich Oberstkanzler von Böhmen; 1665-1674 Obersthofmeister; ab 1670 erster Minister von Kaiser Leopold I. (1640-1705); seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Henri (2) de Lorraine
Comte Henri d' Harcourt
Comte Henri de Brionne
Comte Henri d' Armagnac
Comte Henri de Charny
Vicomte Henri de Marsan

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Sohn des Charles I de Lorraine, Duc d'Elbeuf (1556-1605); ab 1605 Comte d'Harcourt und de Brionne; Teilnahme an der Schlacht vom Weißen Berg (1620) und dem letzten Krieg gegen die Hugenotten (1621-1628); seit 1636 französischer General; 1643-1658 Grand écuyer de France; 1645-1647 französischer Vizekönig von Katalonien; ab 1645 Comte d'Armagnac; seit 1646 auch Comte de Charny und Vicomte de Marsan; zudem Sénéchal de Bourgogne; 1649-1659 Gouverneur des Elsass; seit 1659 Gouverneur des Anjou.

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Henri (3) de Lorraine
Duc Henri II de Guise
Erzbischof Henri von Reims
Prince Henri de Joinville
Comte Henri d' Eu

geb. 1614
gest. 1664
Anm.: Sohn des Charles (2) de Lorraine, Duc de Guise (1571-1640); 1629-1641 Erzbischof von Reims; ab 1640 Duc de Guise; 1640/41 Prince de Joinville; 1640-1657 Comte d'Eu; 1641-1643 Exil in Flandern nach Teilnahme an Verschwörung gegen Kardinal Richelieu (1585-1642); 1647/48 Gouverneur der kurzlebigen "République royale de Naples"; 1648-1652 in spanischer Gefangenschaft; 1654 Lieutenant général der französischen Truppen im Königreich Neapel; 1655-1658 Grand chambellan de France.

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Herzog Karl IV. von Lothringen und Bar

geb. 1604
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); seit 1625 Herzog von Lothringen und Bar; 1634 vorübergehende Abdankung zugunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670); zwischen 1634 und 1641, 1641 und 1661 sowie 1670-1675 durch französische Besetzung seines Herzogtums mehrfach von der Regierung abgehalten; 1654-1659 in spanischer Gefangenschaft.

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Philipp May
Philipp Mey(er)

geb. ca. 1593
Anm.: Aus Hanau stammender Exulant, der sich lange in den Niederlanden aufhielt; seit 1649 im Dienst des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1653).
Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

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Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Rodrigo Díaz de Vivar Mendoza y Sandoval
Duque Rodrigo del Infantado

geb. 1614
gest. 1657
Anm.: Sohn des Diego Gómez de Sandoval de la Cerda, Conde de Saldaña (ca. 1587-1632); seit 1628 Duque del Infantado; 1648-1651 spanischer Botschafter in Rom; 1651-1655 Vizekönig von Sizilien.

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Gräfin Maria (Henrietta) von Nassau-Dillenburg
Fürstin Maria (Henrietta) von Oranien
Geburtsname: Prinzessin Maria (Henrietta) von England, Schottland und Irland

geb. 1631
gest. 1660
Anm.: Tochter des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); 1641-1650 Ehe mit Fürst Wilhelm II. von Oranien (1626-1650).

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Graf Wilhelm II. von Nassau-Dillenburg
Fürst Wilhelm II. von Oranien

geb. 1626
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); seit 1647 Fürst von Oranien und Statthalter der Niederlande.

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Bernard de Nogaret de La Valette
Duc Bernard de La Valette
Duc Bernard d' Épernon

geb. 1592
gest. 1661
Anm.: Sohn des Jean-Louis de Nogaret de La Valette, Duc d'Épernon (1554-1642); 1622-1649 und ab 1658 Duc de La Valette sowie Pair de France; seit 1610 Colonel général des Bandes françaises (bis 1642 unter Aufsicht seines Vaters); ab 1642 Duc d'Épernon; Gouverneur der Guyenne (1643-1651) und Bourgogne (1654-1660); seit 1645 Ritter des Hosenbandordens.

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Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

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Anne-Geneviève d' Orléans
Duchesse Anne-Geneviève de Longueville
Duchesse Anne-Geneviève d' Estouteville
Princesse Anne-Geneviève de Châtelaillon
Comtesse bzw. Princesse Anne-Geneviève de Neuchâtel
Geburtsname: Anne-Geneviève de Bourbon

geb. 1619
gest. 1679
Anm.: Tochter des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1642-1663 Ehe mit Henri II d'Orléans, Duc de Longueville (1595-1663).

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Henri II d' Orléans
Duc Henri II de Longueville
Duc Henri II d' Estouteville
Prince Henri II de Châtelaillon
Comte bzw. Prince Henri I de Neuchâtel

geb. 1595
gest. 1663
Anm.: Sohn des Henri I d'Orléans, Duc de Longueville (1568-1595); ab 1595 Duc de Longueville und d'Estouteville, Prince de Châtellaillon und Comte de Neuchâtel; zunächst Gouverneur der Picardie; 1619/20 und seit 1627 Gouverneur der Normandie; 1636-1643 mehrmals französischer General in Italien; ab 1643 souveräner Prince de Neuchâtel; 1645-1648 französischer Prinzipalgesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; 1648-1653 Beteiligung an der Fronde.

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Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

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Schah Abbas II. von Persien

geb. 1633
gest. 1668
Anm.: Sohn des persischen Schahs Safi I. (1611-1642); 1642-1666 Schah von Persien.

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Pfalzgraf Ludwig Philipp von Pfalz-Simmern

geb. 1602
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); ab 1611 regierender Landesfürst von Pfalz-Simmern, Pfalz-Lautern und Sponheim (bis 1620 unter Vormundschaft); 1632-1649 Vormund des Kurfürsten Karl (I.) Ludwig von der Pfalz (1617-1680); 1633/34 Administrator der schwedisch besetzten Kurpfalz; seit 1624 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefährliche").

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Pfalzgräfin Maria Eleonora von Pfalz-Simmern
Geburtsname: Markgräfin Maria Eleonora von Brandenburg

geb. 1607
gest. 1675
Anm.: Tochter des Kurfürsten Joachim Friedrich von Brandenburg (1546-1608); 1631-1655 Ehe mit Pfalzgraf Ludwig Philipp von Pfalz-Simmern (1602-1655); 1655-1658 Regentin des Fürstentums Pfalz-Simmern.

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Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb. 1619
gest. 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647/48 französischer Maréchal de camp; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistischen Flotte, die 1651 zur Freibeuterei überging; 1653-1655 Master of the Horse; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee und des Admirality Committee; ab 1668 Lord High Admiral; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

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Pfalzgräfin Anna Sophia von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld
Äbtissin Anna Sophia I. von Quedlinburg

geb. 1619
gest. 1680
Anm.: Tochter des Pfalzgrafen Georg Wilhelm von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld (1591-1669); seit 1645 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg.

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Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

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Joachim Plato

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Sohn des Amberger Pfarrers und Kircheninspektors Matthius Plato (1545-1617); 1619-1625 Pfarrer in Nittenau/Regen; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Hoym; 1638-1642 Pfarrer in Ballenstedt; seit 1642 Superintendent und Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 379f.

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Polen, Haus
Könige von Polen

Anm.: Polnischer Zweig der (1521-1654 die schwedischen Könige stellenden) Dynastie der Wasa, der 1587-1668 in Polen und Litauen herrschte.
König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Königin Louise Maria von Polen
Großfürstin Louise Maria von Litauen
Geburtsname: Maria Luisa Gonzaga di Nevers

geb. 1611
gest. 1667
Anm.: Tochter des Carlo I Gonzaga, Duc de Nevers et Rethel (1580-1637); 1645-1648 erste Ehe mit König Wladislaw IV. von Polen (1595-1648); seit 1649 zweite Ehe mit König Johann II. Kasimir von Polen (1609-1672).

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König Johann IV. von Portugal
Duque João II de Bragança

geb. 1604
gest. 1656
Anm.: Sohn des Duque Teodósio II de Bragança (1568-1630); ab 1630 Duque de Bragança; seit 1640 König von Portugal.

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Fürst Bogusław Radziwiłł
Fürst Boguslavas Radvila

geb. 1620
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten Janusz Radziwiłł (1579-1620); bis 1636 unter Vormundschaft seiner Mutter Elisabeth Sophia (1589-1629) und seines Onkels Krzysztof (1585-1640); 1636 Page am polnischen Königshof; 1640-1642 mit Prinz Johann Kasimir von Polen (1609-1672) in niederländischen Kriegsdiensten; 1643-1648 Aufenthalt in Frankreich und den Niederlanden mit diplomatischer Tätigkeit; ab 1648 Kommandant der königlich-polnischen Leibwache; 1651 Oberbefehl über die deutschen Truppen im polnischen Heer; 1654/55 litauischer Großfeldherr; 1655-1657 Ächtung durch die polnische Krone; 1656 schwedischer Generalfeldmarschall; seit 1656 kurbrandenburgischer Generalleutnant; ab 1657 kurfürstlicher Statthalter im Herzogtum Preußen.

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Fürst Janusz (2) Radziwiłł
Fürst Jonušas (2) Radvila

geb. 1612
gest. 1655
Anm.: Sohn des Fürsten Krzysztof Radziwiłł (1585-1640); 1633-1646 Großkämmerer von Litauen; 1646-1653 Generalstarost von Samogotien; 1646-1654 Feldhetman von Litauen; ab 1653 auch Woiwode von Vilnius; seit 1654 Großhetman von Litauen; ebenso Starost von Kamieniec Litewski, Sejny und Kazimierz.

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Josias von Rantzau

geb. 1609
gest. 1650
Anm.: Sohn des Breide von Rantzau (1563-1639); zunächst in niederländischen, dänischen, kaiserlichen und schwedischen Kriegsdiensten; danach französischer Colonel (1635), Maréchal de camp (1636), Lieutenant-général (1637), Lieutenant-général des armées du roi (1643) und Maréchal de France (1645); 1645 Konversion zum katholischen Glauben; 1646-1649 Festungskommandant von Dünkirchen; während der Fronde 1649/50 kurzzeitig inhaftiert.

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Lorenz Reese

Anm.: Sohn des Hans Reese (gest. vor 1641) aus Görzig; spätestens seit 1641 Leibkutscher des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1642 eine Zeitlang des Dienstes enthoben und des Landes verwiesen; spätestens 1643 wieder fürstlicher Kutscher in Bernburg (noch 1649).
Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Georg Eberhard Reinschmidt

geb. 1625
gest. 1660
Anm.: Sohn des Dessauer Amtsschreibers Christian Reinschmidt; 1647/48 Lehrer in Raguhn; 1648/49 Konrektor und Kantor in Bernburg; 1649-1651 Pastor in Hecklingen; 1650-1656 Pfarrer in Giersleben; seit 1656 Diakon in Ballenstedt; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 390.
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Daniel von Rindtorf

geb. ca. 1600
gest. 1679
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); Erbherr auf Großalsleben; um 1645/46 Amtshauptmann von Großalsleben.
Helena von Rindtorf
Geburtsname: Helena Bohusch von Ottoschütz
Helena Bohuš z Otěšic

Anm.: Tochter des böhmischen Adligen Bohuslaus Bohusch von Ottoschütz; 1628 Emigration nach Annaberg in Sachsen; spätestens 1643 Hofjungfer in Bernburg; danach bis 1649 Kammer- bzw. Hofjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675) bzw. der fürstlichen Fräulein; seit 1649 Ehe mit Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Kaspar von Rindtorf

geb. ca. 1605
gest. nach 1664
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); Erbherr auf Großalsleben.
Giacomo da Riva

Anm.: 1648-1650 venezianischer General und Befehlshaber einer Kriegsflotte gegen die Türken; um 1652/53 Provveditor generale dell'armi nel Regno di Candia.

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Christian Röber
Christian Roberus

Anm.: Bruder des fürstlichen Kammerdieners Ludwig Röber; 1650 kurzzeitig Präzeptor der Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); später wohl Feldscherer in Diensten der Republik Venedig; nach 1650 Promotion zum Dr. med.; um 1652 Stadt- und Landarzt in Traù (Trogir) in Dalmatien.
Ernst Dietrich von Röder

geb. ca. 1608
gest. 1686
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Wolf Dietrich von Röder (gest. 1624); Erbherr auf Ermsleben; bis 1630 Edelknabe und Kammerjunge des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ca. 1632-1635 Hofjunker und ab 1636 Kammerjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1634 zudem fürstlicher Kriegskommissar in den Ämtern Güntersberge und Harzgerode; bis 1650 anhaltisch-bernburgischer Kriegskommissar; ab 1650 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg von Haus aus; seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Diensthafte").
Reinhold (2) von Rosen
Der Gute

geb. 1604/05
gest. 1667
Anm.: Sohn des Otto von Rosen (gest. nach 1638) auf Gresten (Linie Groß-Roop); Erbherr auf Ninigal, Bollweiler und Dettweiler; um 1621 Page am Stockholmer Hof; spätestens ab 1631 schwedischer Obrist, zuletzt unter Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); seit 1639 einer der Führer von dessen Weimarischer Armee in französischen (1639-1647) und später schwedischen Diensten als Generalmajor und Obrist; um 1649 französischer Lieutenant-général und Kriegsrat; ab 1652 Kommandant im Elsass.

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Daniel Sachse

geb. 1596
gest. 1669
Anm.: Sohn des späteren Halberstädter Superintendenten Daniel Sachse (1568-1605); Studium in Wittenberg (1609); Magister; 1621 Hofmeister in Leiden; 1624-1626 Pfarrer in Reupzig; 1626-1632 Hofprediger an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg; seit 1632 Oberpfarrer an St. Jakobi, Superintendent und Konsistorialrat in Köthen; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 405.

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Herzog Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg

geb. 1586
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); bereits als Jugendlicher Konversion zum katholischen Glauben; kaiserlicher Obrist (1618-1635) und Feldmarschall (1629); 1634/35 Inhaftierung wegen seiner Vertrauensstellung bei Wallenstein (1583-1634); ab 1637 Friedensvermittler zwischen Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) und Schweden; seit 1656 regierender Herzog von Sachsen-Lauenburg; ab 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Glückhafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürst Johann Georg II. von Sachsen

geb. 1613
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1656 Kurfürst von Sachsen; seit 1658 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Preißwürdige"); ab 1668 Ritter des Hosenbandordens.

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Wolf (von) Schlegel

geb. 1584
gest. 1658
Anm.: Sohn des Christoph (von) Schlegel (gest. 1609); Erbherr auf Merzien und Zehringen; neun Jahre lang Oberforstmeister des Grafen Wolfgang von Barby (1531-1615); um 1624 anhaltischer Hofmeister; später gelegentlich auch Kriegskommissar; seit 1618 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unentbehrliche").

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Johann Rudolf Schmid zum Schwarzenhorn

geb. 1590
gest. 1667
Anm.: Sohn des Steiner Ratsherrn und Stadthauptmanns Felix Schmid (gest. 1598); 1602-1606 als Begleiter eines kaiserlichen Offiziers Reise nach Italien und Ungarn; 1606-1624 türkischer Gefangener; 1625-1627 Dolmetscher für Türkisch beim Hofkriegsrat in Wien; danach kaiserlicher Sondergesandter (1627), Resident (1629-1643), Internuntius (1648/49) und Großbotschafter (1650/51) in Konstantinopel; 1643-1666 Hofkriegsrat; 1650 Erhebung in den Freiherrenstand; seit 1656 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verdiente").

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Martin Schmidt

gest. 1657(?)
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); fürstlicher Amtmann und Amtsschreiber in Harzgerode (spätestens 1631-1632); anschließend Amtmann von Bernburg (1632-1637) bzw. Ballenstedt-Hoym (1637-1657).
Graf Christian Günther von Schwarzburg-Arnstadt
Graf Christian Günther II. von Schwarzburg-Sondershausen

geb. 1616
gest. 1666
Anm.: Sohn des Grafen Christian Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen (1578–1642); 1642-1651 gemeinsam mit seinen Brüdern Anton Günther I. (1620-1666) und Ludwig Günther II. (1621-1681) regierender Graf von Schwarzburg-Sondershausen; ab 1651 alleiniger Regent in Arnstadt; seit 1651 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlbewährte").

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Graf Ludwig Günther von Schwarzburg-Ebeleben
Graf Ludwig Günther II. von Schwarzburg-Sondershausen

geb. 1621
gest. 1681
Anm.: Sohn des Grafen Christian Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen (1578–1642); 1642-1651 gemeinsam mit seinen Brüdern Christian Günther II. (1616-1666) und Anton Günther I. (1620-1666) regierender Graf von Schwarzburg-Sondershausen; ab 1651 alleiniger Regent in Ebeleben und seit 1666 auch in Arnstadt; ab 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Entlähmende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Anton Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen

geb. 1620
gest. 1666
Anm.: Sohn des Grafen Christian Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen (1578-1642); 1642-1651 gemeinsam mit seinen Brüdern Christian Günther II. (1616-1666) und Ludwig Günther II. (1621-1681) regierender Graf von Schwarzburg-Sondershausen; ab 1651 alleiniger Regent in Sondershausen; seit 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielgültige").

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Graf Johann Adolf von Schwarzenberg

geb. 1615
gest. 1683
Anm.: Sohn des Grafen Adam von Schwarzenberg (1584-1641); ab 1635 kaiserlicher Kämmerer; 1640-1645 Reichshofrat; 1645-1662 Oberstkämmerer und 1656-1662 Obersthofmeister des Erzherzogs Leopold Wilhelm von Österreich (1614-1662); seit 1646 Hofkriegsrat; ab 1653 Geheimer Rat; seit 1670 Reichshofratspräsident; 1670 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Simon Heinrich von Schweichhausen
Simon Heinrich von Schwechhausen

geb. ca. 1614
Anm.: Sohn des Bremer Patriziers N. N. Schweichhausen (1); zeitweise Kriegsdienst in England als Fähnrich, Leutnant, Capitän-Leutnant und Rittmeister; 1646-1649 Hofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718) sowie zugleich anhaltisch-bernburgischer Rat; ab 1649 sächsisch-weimarischer Hof- und Kammerjunker (spätestens 1651) sowie Obristleutnant (1651-1655); 1654/55 zudem Hofmeister der Herzöge Bernhard (1638-1678) und Friedrich von Sachsen-Weimar (1640-1656); 1653 Nobilitierung; seit 1651 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Eigentliche").
Philipp Christoph von Sötern
Erzbischof und Kurfürst Philipp Christoph von Trier
Bischof Philipp Christoph von Speyer

geb. 1567
gest. 1652
Anm.: Sohn des Georg Wilhelm von Sötern (gest. 1593); ab 1610 Bischof von Speyer; seit 1623 Erzbischof und Kurfürst von Trier; 1635-1645 erst spanischer, dann kaiserlicher Gefangener wegen seines Bündnisvertrages mit Frankreich (1632).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Giovanni Soranzo

Anm.: Venezianischer Patrizier; 1642-1652 Bailo (Repräsentant) der Republik Venedig in Konstantinopel.
König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Eckhard Adam (von) Stammer

geb. 1608
gest. 1673
Anm.: Sohn des Eckhard Heinrich (von) Stammer (gest. 1630); Erbherr auf Westdorf, Arnstedt und Ballenstedt.
Elisabeth Sophia (von) Stammer
Geburtsname: Elisabeth Sophia von der Asseburg

gest. 1650
Anm.: Gemahlin des Eckhard Adam (von) Stammer (1608-1673) auf Westorf, Arnstedt und Ballenstedt.
Hans Heinrich (von) Stammer

geb. 1603
gest. 1654
Anm.: Sohn des Eckhard Heinrich (von) Stammer (gest. 1630); Erbherr auf Ballenstedt und Wahren; 1620 Aufwärter bei Herzog Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg (1586-1656) in Wien; kaiserlicher Fähnrich (1621-1624) und Hauptmann (1624-1629); 1635/36 kursächsischer Obristleutnant; zuletzt Domherr in Magdeburg (ab 1641) und Naumburg (seit 1647); Pfandinhaber des gräflich mansfeldischen Amts Rammelburg; vgl. Reinhard Bakius: Beatus Beate Defunctorum Status [...], Eisleben 1655, o. S.

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Henning (von) Stammer

geb. 1581
gest. 1660
Anm.: Sohn des magdeburgischen Amtshauptmanns Arndt (von) Stammer (gest. 1626) in Querfurt; Erbherr auf Ballenstedt, Wörlitz, Wedlitz und Wispitz (Anhalt); ca. 1605-1608 in spanischen Kriegsdiensten; ca. 1610-1618 kursächsischer Kammerjunker; Angehöriger des engeren Ständeausschusses und gelegentlich Kriegskommissar des Fürstentums Anhalt; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Hitzige"); vgl. Andreas Hesius: Herrliche Belohnung Der Standhafftigen Kämpffer und überwinder [...], Köthen 1661, o. S.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Sultan (Osmanisches Reich) Ibrahim

geb. 1615
gest. 1648
Anm.: Sohn von Sultan Ahmed I. (1590-1617); seit 1640 Sultan des Osmanischen Reiches.

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Konrad Theopold

geb. 1600
gest. 1651
Anm.: Sohn des Amesdorfer Pfarrers Johannes Theopold (1563-1626); Schulbesuch am Gymnasium zu Zerbst, Studium in Frankfurt a. d. Oder; 1626-1637 Pfarrer in Natho; 1637-1644 Diakon an St. Bartholomäi in Zerbst (Entlassung als Reformierter); seit 1645 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 445.

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Valide Sultan (Osmanisches Reich) Kösem Mahpeyker

geb. ca. 1598
gest. 1651
Anm.: Geboren in Griechenland; seit ca. 1605 Haseki Sultan des Sultans Ahmed I. (1590-1617); 1623-1632 Valide Sultan und faktische Regentin für ihren Sohn Murad IV. (1612-1640); 1648-1651 erneut Valide Sultan für ihren minderjährigen Enkel Mehmed IV. (1642-1693); 1651 Ermordung.

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Esche von Wallwitz

geb. 1588
gest. 1653
Anm.: Sohn des Esche von Wallwitz; Kammerjunker, Kriegskommissar und Hofmeister des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); um 1630/41 Leutnant; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Reizende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Dietrich von dem Werder

geb. 1584
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gebhard von dem Werder (1539-1612); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Gerlebogk, Görzig und Ziebigk; Page, Kammerjunker und Stallmeister des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1610 hessisch-kasselischer Rittmeister; danach bis 1622 Geheimer Rat und Oberhofmarschall in Kassel; 1623 anhaltischer Hauptmann; 1631-1635 schwedischer Obrist; ab 1639 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1645 kurbrandenburgischer Obrist, Geheimer Rat und Amtshauptmann von Alt-Gatersleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielgekörnte"); vgl. Gottfried Coler: Der Vom Vater gegebene/ Vom Sohne ausgeführete/ Und vom H. Geiste versiegelte Raht des Heils [...], Köthen 1658, fol. Jiij v - N2 v.

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Dorothea von dem Werder
Geburtsname: Dorothea von Bartensleben

gest. nach 1679
Anm.: Tochter des Achaz von Bartensleben (1592-1636) auf Wolfsburg; seit 1650 Ehe mit Gebhard Paris von dem Werder (1621-1679).
Gebhard Paris von dem Werder

geb. 1621
gest. 1679
Anm.: Sohn des Heinrich von dem Werder (1578-1636); Erbherr auf Gröbzig; anhaltisch-plötzkauischer Rat; ab 1658 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1665 anhaltisch-köthnischer Geheimer Rat, Vormundschaftsrat, Kammerpräsident und Landeshautmann; ab 1642 Mitglied der Fruchbringenden Gesellschaft ("Der Zeitigende").

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Joachim van Wickevoort
Joachim van Wicquefort

geb. 1596
gest. 1670
Anm.: Sohn des Antwerpener Kaufmanns Jasper Jansz van Wickevoort (1554-1634); langjähriger Agent des Herzogs Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639) in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden; seit 1639 hessisch-kasselischer Resident in Den Haag (bis mindestens 1659).

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George Winram
Lord George Liberton

geb. 1604
gest. 1650
Anm.: Schottischer Politiker, Jurist, und Soldat; Sohn des schottischen Adligen James Winram (gest. 1632); Jurastudium in Edinburgh und Aufnahme diverser politischer Ämter und Aufgaben im schottischen Parlament; 1649 Wahl zum Senator des Obersten, schottischen Gerichtshofes und Mittler zwischen König Karl II. von England(1630-1685) und schottischem Parlament sowie schottischer Kirche.
Fürst Jeremi Michał Korybut Wiśniowiecki

geb. 1612
gest. 1651
Anm.: Sohn des Fürsten Michał Wiśniowiecki (gest. 1616); 1632 Konversion vom orthodoxen zum katholischen Glauben; ab 1633 mehrfach polnischer Heerführer; seit 1646 Woiwode von Ruthenien; zudem Starost von Przemyśl, Przasnysz, Nowy Targ, Hadziacz und Kaniów.

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Zar (Moskauer Reich) Alexei

geb. 1629
gest. 1676
Anm.: Sohn des Zaren Michail (1596-1645); seit 1645 Zar des Moskauer Reiches.

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Alsleben
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Anduln (Ėgliškiai)
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Anhalt-Bernburg, Fürstentum
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Anhalt, Fürstentum
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Aschersleben
weiterführende Informationen
Aschersleben, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Hochstifts bzw. Fürstentums Halberstadt.
Askanien (Aschersleben), Grafschaft
Babylonien
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Ballenstedt
weiterführende Informationen
Bentheim (Bad Bentheim)
weiterführende Informationen
Berlin
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Bergstadt ("Vorm Berge")
Anm.: Eigenständige Stadt rechts der Saale unterhalb des Bernburger Schlosses, die im Jahr 1825 mit der Talstadt vereinigt wurde.
Bois de Vincennes
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Bordeaux
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Bourgogne
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Brandenburg, Kurfürstentum
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Breda
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Breisach am Rhein
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Brieg (Brzeg)
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Burgund, Herzogtum
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Cádiz
weiterführende Informationen
Candia (Irákleion)
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Candia (Kreta), Königreich (Regno de Càndia)
Anm.: Bis 1667 überseeisches Territorium der Republik Venedig.
Canea (Chania)
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Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
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Dänemark, Königreich
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Danzig (Gdańsk)
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Dardanellen
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Dessau (Dessau-Roßlau)
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Dieppe
weiterführende Informationen
Dublin
weiterführende Informationen
Duinkerke (Dunkerque, Dünkirchen)
weiterführende Informationen
Edinburgh
weiterführende Informationen
Egeln, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Erzstifts Magdeburg.
Eger (Cheb)
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Elbe (Labe), Fluss
weiterführende Informationen
England, Commonwealth von
weiterführende Informationen
England, Königreich
weiterführende Informationen
Erfurt
weiterführende Informationen
Flandern, Grafschaft
weiterführende Informationen
Forte dos Reis Magos (Natal)
weiterführende Informationen
Frankfurt (Oder)
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Friesland, Provinz (Herrschaft)
weiterführende Informationen
Gatersleben, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Hochstifts bzw. Fürstentums Halberstadt.
Gelderland, Provinz (Herzogtum Geldern)
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Girlenhoo, Fürstentum
Anm.: 1650 in den Besitz des Fürsten Jeremi Michał Korybut Wiśniowiecki gelangtes Gebiet im Osten des Großfürstentums Litauen.
Görzig
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Göteborg
weiterführende Informationen
Gröbzig
weiterführende Informationen
Gröningen
weiterführende Informationen
Groningen (Stadt und Umland), Provinz
weiterführende Informationen
Guyenne
weiterführende Informationen
Habsburgische Erblande (österreichische Linie)
weiterführende Informationen
Hadmersleben
weiterführende Informationen
Halle (Saale)
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Hamburg
weiterführende Informationen
Harderwijk
weiterführende Informationen
Harz
weiterführende Informationen
Hecklingen
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
weiterführende Informationen
Holland, Provinz (Grafschaft)
weiterführende Informationen
Irland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Italien
weiterführende Informationen
Jersey, Insel
weiterführende Informationen
Kassel
weiterführende Informationen
Katalonien, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Köthen
weiterführende Informationen
Konstantinopel (İstanbul)
weiterführende Informationen
Kreta (Candia), Insel
weiterführende Informationen
Krim, Khanat
weiterführende Informationen
Kurland, Herzogtum
weiterführende Informationen
Leipzig
weiterführende Informationen
Lérida (Lleida)
weiterführende Informationen
Limousin
weiterführende Informationen
Lissabon (Lisboa)
weiterführende Informationen
Litauen, Großfürstentum
weiterführende Informationen
London
weiterführende Informationen
Lothringen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Magdeburg, Erzstift
weiterführende Informationen
Moskauer Reich (Großrussland)
weiterführende Informationen
Neapel, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Negroponte (Euböa), Insel
weiterführende Informationen
Neindorf
weiterführende Informationen
Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
weiterführende Informationen
Normandie
weiterführende Informationen
Nürnberg
weiterführende Informationen
Oder (Odra), Fluss
weiterführende Informationen
Oldenburg
weiterführende Informationen
Orkney, Inselgruppe
weiterführende Informationen
Osmanisches Reich
weiterführende Informationen
Overijssel, Provinz (Herrschaft)
weiterführende Informationen
Palermo
weiterführende Informationen
Paris
weiterführende Informationen
Périgord
weiterführende Informationen
Pfalz, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Plötzkau
weiterführende Informationen
Polen, Königreich
weiterführende Informationen
Portugal, Königreich
weiterführende Informationen
Prag (Praha)
weiterführende Informationen
Quedlinburg
weiterführende Informationen
Regensburg
weiterführende Informationen
Rheda (Rheda-Wiedenbrück)
weiterführende Informationen
Rhein, Fluss
weiterführende Informationen
Rom (Roma)
weiterführende Informationen
Saale, Fluss
weiterführende Informationen
Sachsen, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Schöningen
weiterführende Informationen
Schottland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schweden, Königreich
weiterführende Informationen
Schweiz, Eidgenossenschaft
weiterführende Informationen
Seeland (Zeeland), Provinz (Grafschaft)
weiterführende Informationen
Sizilien, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Spanien, Königreich
weiterführende Informationen
Stenay
weiterführende Informationen
Stolp (Słupsk)
weiterführende Informationen
Tarragona
weiterführende Informationen
Tecklenburg
weiterführende Informationen
Tenedos (Bozcaada), Insel
weiterführende Informationen
Trier
weiterführende Informationen
Trier, Kurfürstentum (Erzstift)
weiterführende Informationen
Château Trompette, Festung (Bordeaux)
weiterführende Informationen
Utrecht, Provinz (Hochstift)
weiterführende Informationen
Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
weiterführende Informationen
Warschau (Warszawa)
weiterführende Informationen
Waterford
weiterführende Informationen
Wien
weiterführende Informationen
Wolfsburg (Alt-Wolfsburg)
weiterführende Informationen
Zbarazh
weiterführende Informationen
Zerbst
weiterführende Informationen
England, Council of State
Anm.: Regierungsgremium des Commonwealth von England (1649-1660), Schottland (1653-1659) und Irland (1653-1659).
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
weiterführende Informationen
Niederlande, Generalstaaten
weiterführende Informationen
Parlement de Bordeaux
weiterführende Informationen
Schottland, Parlament (Parliament of Scotland)
weiterführende Informationen
Trier, Domkapitel
weiterführende Informationen
Aelius Donatus: Vita Vergilii, in: Die Vitae Vergilianae und ihre antiken Quellen, hg. von Ernst Diehl, Bonn: 1911, S. 26-37. [Nachweis im GVK]
Euripides: Troades, hg. von Werner Biehl, Leipzig: 1970. [Nachweis im GVK]