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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: April 1650


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXIa, fol. 384v-012v (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. April 1650
Bernburg → Gröna → Bernburg
  • Korrespondenz
  • Administratives
  • Quellendorfer Pfarrer Philipp Beckmann als Mittagsgast
  • Treffen mit Fürst August in Gröna
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Furcht vor der Pest
02. April 1650
Bernburg
  • Gespräch mit dem Dessauer Arzt Dr. Philipp Beckmann
  • Kontributionen
  • Gerstenaussaat
  • Neuigkeiten
03. April 1650
Bernburg
  • Kirchgang mit Schwester Dorothea Bathilde und den Kindern
  • Gespräch mit dem Köthener Leibarzt Dr. Matthias Engelhardt d. Ä.
  • Einjähriger Todestag von Sohn Erdmann Gideon
04. April 1650
Bernburg
  • Todestag von Sohn Erdmann Gideon
  • Trauer um die verstorbenen Söhne
  • Nachrichten von jung verstorbenen Kindern
  • Regenwetter
  • Neuigkeiten
  • Rückkehr des Kammerjunkers und Stallmeisters Abraham von Rindtorf aus Halberstadt und Gröningen
  • Ankunft zweier Herren von Bila, eines Herrn von Mengerodt und anderer
  • Korrespondenz
05. April 1650
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Spaziergang bei gutem Wetter
  • Gerstenaussaat
  • Nachrichten
06. April 1650
Bernburg
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Gerstenaussaat
  • Spaziergang mit Sohn Viktor Amadeus am Nachmittag
  • Korrespondenz
  • Hilfe für den verletzten Landrat August Ernst von Erlach
07. April 1650
Bernburg
  • Besuch des kranken Kammermeisters Tobias Steffeck
  • Gemeinsame Einnahme von Arzneimittel
  • Anhörung der Predigt am Vormittag
  • Kammerrat Dr. Joachim Mechovius, die ehemalige Kammerjungfer Helena von Rindtorf und Hofprediger Konrad Theopold als Mittagsgäste
  • Neuigkeiten
  • Anhörung der Probepredigt des Steckbyer Pfarrers Johann Müller am Nachmittag
08. April 1650
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Entsendung des Rüstmeister Johann Balthasar Oberlender nach Zerbst
  • Spaziergang bei Regenwetter
  • Gespräch mit dem anhaltisch-köthnischen Leibarzt Dr. Matthias Engelhardt d. Ä.
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Weiterreise des Dr. Engelhardt nach Aschersleben
09. April 1650
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Gedanken zum Tod des Ochsen und von Sohn Erdmann Gideon
  • Gerstenaussaat
  • Neuigkeiten
  • Rückkehr des Oberlender aus Zerbst
  • Administratives
10. April 1650
Bernburg
  • Gartenspaziergang mit der Gemahlin
  • Gerstenaussaat
  • Neuigkeiten
  • Sorge um die askanische Sache
11. April 1650
Bernburg
  • Anhörung der Predigt
  • Schönes Wetter nach Regen am Vormittag
  • Essenslieferung aus Ballenstedt
  • Administratives
  • Getreideaussaat
  • Ankunft des Kammerjunkers Ernst Dietrich von Röder
12. April 1650
Bernburg
  • Kirchgang am Karfreitag
  • Frau von Rindtorf, Dr. Mechovius und Röder als Mittagsgäste
  • Kirchgang der Söhne am Nachmittag
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
13. April 1650
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Vorbereitungen auf das Abendmahl
  • Anhörung der Predigt mit den Söhnen
  • Erkrankung von Schwester Dorothea Bathilde
  • Hafersaussaat
  • Erkrankung des Amtschreibers Wolfgang Sutorius
  • Administratives
  • Neuigkeiten
  • Sorge um den verletzten Erlach
  • Mißtrauen gegenüber der Methoden der Bader
14. April 1650
Bernburg
  • Besuch des Abendmahls mit den Söhnen am Vormittag
  • Am Nachmittag Gottesdienstbesuch mit der Gemahlin und den Kindern
  • Gartenspaziergang mit der Gemahlin am Abend
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
15. April 1650
Bernburg
  • Kirchgang am Vormittag
  • Admistratives
  • Frau von Rindtorf, der ehemalige Leibarzt Dr. Johann Brandt und Steffeck als Mittagsgäste
  • Anhörung der Predigt
  • Gespräch mit dem geheimen Kammerdiener Jakob Ludwig Schwartzenberger
16. April 1650
Bernburg
  • Spaziergang
  • Ärger mit alkoholisierten Diener
  • Diakon Bartholomäus Jonius als Mittagsgast
17. April 1650
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Gespräch mit dem ehemaligen Dessauer Hofmeister Christian Heinrich von Börstel
  • Derselbe als Essensgast
  • Getreideaussaat
  • Beobachtungen zu Unglücksfällen in der Osterzeit
18. April 1650
Bernburg
  • 8. Geburstag von Sohn Karl Ursinus
  • Kühles Wetter
  • Hasenjagd
  • Administratives
  • Gespräch mit dem Amtmann Georg Reichardt
  • Spaziergang mit der Gemahlin und den Kindern Karl Ursinus, Ernesta Augusta und Anna Sophia an die Fuhne
  • Haferaussaat
19. April 1650
Bernburg
  • Dr. Mechovius als Mittagsgast
  • Ankunft von Schwartzenberger und Reichardt
  • Gartenspaziergang mit der Gemahlin
  • Haferaussaat
20. April 1650
Bernburg
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Bedauern für den unehrenhaft geborenen Diener Andreas Hauer
  • Ausfahrt der Gemahlin und einigen Kindenr nach Baalberge
  • Korrespondenz
21. April 1650
Bernburg
  • Reh- und Hasenlieferung aus Ballenstedt
  • Kirchgang
  • Theopold und Frau von Rindtorf als Mittagsgäste
  • Kirchgang mit den Söhnen und einigen Töchter am Nachmittag
  • Gespräch mit dem Kanzlei- und Lehenssekretär Paul Ludwig
  • Rückkehr des Steffeck aus Ballenstedt
  • Zweimaliger Gartenspaziergang mit der Gemahlin
22. April 1650
Bernburg
  • Regenwetter
  • Hasenjagd
  • Unstimmigkeit wegen Ankunft von Flößen für die Gemahlin
  • Ankunft der Fürstin Johanna von Anhalt-Plötzkau
  • Traum der Gemahlin
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Spaziergang mit Sohn Karl Ursinus zu den Fischereien
  • Unwetter
23. April 1650
Bernburg
  • Zusammenkunft der anhaltischen Räte Dr. Mechvius, Christian Ernst von Knoch, Hans Ernst von Freyberg, Christoph von Jena und Johann Köppen
  • Gespräch mit Dr. Mechovius
  • Haferaussaat
  • Abreise von Fürstin Johanna nach Plötzkau
  • Neuigkeiten
24. April 1650
Bernburg
  • Administratives
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Kirchgang mit den Söhnen und einigen Töchtern
  • Bericht des Dr. Mechovius
  • Ausfahrt der Söhne und einiger Töchter
  • Ankunft des Wilhelm Christian von Roggendorf
25. April 1650
Bernburg
  • Regenwetter
  • Fischfang
  • Neuigkeiten
  • Korrespondenz
26. April 1650
Bernburg
  • Lachsfang
  • Regenwetter
  • Traum
  • Gespräch mit dem anhaltisch-harzgerödischen Advokaten Johann Georg Bohse
  • Bohse, Dr. Mechovius, Ludwig, Wilhelm Christian von Roggendorf und Steffeck als Mittagsgäste
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
27. April 1650
Bernburg
  • Jagd
  • Wirtschaftssachen
  • Gespräch mit Schwartzenberger
  • Hoffnung auf Genesung des Erlach
  • Neuigkeiten
28. April 1650
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Anhörung der Predigt am Vormittag
  • Theopold, Dr. Mechovius, Frau von Rindtorf und Wilhelm Christian von Roggendorf als Mittagsgäste
  • Administratives
  • Kirchgang am Nachmittag mit Schwester Dorothea Bathilde, beiden Söhnen und einigen Töchtern
  • Gartenspaziergang mit der Gemahlin
  • Gespräch mit Roggendorf
29. April 1650
Bernburg
  • Starker Regen
  • Entsendung des Reinstedter Pfarrers Wolfgang Benjamin Giegelsberger in die Niederlande und des Hertzebroch nach Tecklenburg
  • Spaziergang am Vormittag
  • Entsendung des Rindtorf, des Schwartzenberger und des Sutorius nach Zepzig
  • Kriegsnchrichten und andere Neuigkeiten
  • Haferaussaat
30. April 1650
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Getreideaussaat
  • Spaziergang bei Regenwetter
|| [[Handschrift: 384v]]

Montag den 1. Aprilis, 1650.


herrvetter Fürst Augustus hat mir frühe geschrieben,
mich nachmittags nacher Grähna citirende,
weil mir angelegene sachen, unverzüg-
lich, undt persöhnlich, anzudeütten, wehren.
Gott gebe! daß es etwan gutes seye!


Jch habe in die 22 Adeliche, undt freye
lehenbriefe <undt gesampter handt briefe>, undterschrieben, der liebe Gott,
wolle unsern Staat vermehren! auch Treẅe
diehner, undt lehenleütte, unß lange erhalten.


Extra: Er Philippus Beckmannus zu Mittage!
Der hat Mir, seines Bruders Sehliger leichpredigt,
mitgebracht.


Jch bin, zum herrnvetter Fürst Augusto nach Grähna
kommen, undt es hat allerley wichtige confe-
rentzen gegeben.

|| [[Handschrift: 385r]]


L'air est infect, & mal saim, en plüsieurs lieux.


A Gröeninghen; lá petite verolle, regne, dont
est en grande crainte, Madame l'Electrice
de Brandenbourg. Dieu l'en garde; par sa Sainte grace!


A Aldenburg, la Düchesse Douaririere, est
mort 8 jours après la jeüne Düchesse. L'air
y est fort infect, & impür, comme aussy ailleürs
au Voysinage. On craint la peste!
Dieu nous en vueille benignement preserver!


Le haut mal sürprend plüsieurs personnes!


La Düchesse Douajriere de Schöninghen, en
est atteinte griefuement. Dieu aye pitiè d'elle!


Plüsieurs personnes, moyennes, & basses, à
Plötzkaw, icy, & ailleürs, sont Malades.


Le souverain Medecin, de nos corps, &
Ames, nous soit propicé; par sa Mjsericorde!


Zu Nürnbergk, gibt es noch viel hän-
del, wegen des Frangkenthalischen Tempera-
ments, schriftwechßelungen, Zangk, undt
wiederwillen hin: undt wieder. L'Electeur
Palatin, n'en vüt point recercher[!] le
Roy d'Espaigne, France & Swede cerchent
leurs avantages. A l'Empereur on ottroye, <cent> Römerzüge.

|| [[Handschrift: 385v]]


Spannischen haben Germersheim occupiret.


hertzogk von Lottringen, gehet herüber, nach der pfaltz zu.


Die Frantzösischen garnisonen, werden tentiret am
Rhein, von den Türennischen, undt Spannischen.


Die gefangenen Printzen, im Bois de Vincennes,
seindt krangk. Tractaten, mit Spannien werden reassumirt.


Die Pariser tumultuiren.


König in Engellandt, ist zu Breda ankommen, mit
den Schotten, zu tractiren.


Cromwell macht sich breitt, in Jrrlandt, hat aber
schlechte macht an itzo.


Der großfürst, in der Moßkaw, wirdt von
Königen, undt Repübliquen, wegen
getreydigs, sehr angelanget.


Jn Dennemargk sol es getreydig vom himmel
geregenet, undt eine Schantze von Sich
selber, aufgeworffen haben.


Jn Böhmen, ist der Jude (so das kindlein zu Caden
freventlich ermordet) grawsam exequiret
worden, mit abschneidung der zunge, undt
handt, brennung mit glüenden zangen,
räderung von vndten auff, zertheilung
der vierdteil. Er sol auch sich haben, bey der
execution noch tauffen laßen. Das kindlein || [[Handschrift: 386r]]
sol auch erschienen sein, als man es außgegraben, biß
die apparitiones zu einem lichtlein w[orden], undt verschwunden.


Königin in Polen, sol schwanger sein, derentwegen
des Königes <vorgehabte> rayse, in Preüßen, verschoben worden.


Jn der Moßkaw, sol eine ansehliche Persianische
bohtschaft, derer præsenten, von 1200 Mann,
kawm getragen werden können, angelanget sein.


Die Schweden versehen sich zwahr nach freündt-
schaft, zum Moßkowiter, iedoch verwahren Sie
ihre gräntzen.


Der Pabst dangkt abe, undt schickt
den Venezianern seine völgker zu.


Frangkreich, undt Spannien, armiren
auch stargk, in Jtalien.


Pfaltzgraf Ruprecht, wirdt vom Könige
in Portugall, wohlgehalten.


Die Engelländische Regierung, sucht noch freündt-
schaft, bey Spannien, Portugall, undt anderen
Potentaten, außer bey Frangkreich.


Die Stadten, wollen auch ihre Regierung, in
itzigem FriedensStande anders faßen.


Die Ungarn, haben in religions: undt anderen
sachen, ihre Freyheitten confirmirt erhalten.


Huc usque die substantz der itzigen Leiptziger ordinarien!

|| [[Handschrift: 386v]]


Doctor Philipp Beckmannus, bestalter Medicus zu
Deßaw, Ern Christjani des hochgelahrten
Superintendenten Sohn, hat sich bey Mir,
præsentiret, undt allerley schöne discurß
geführet. Gott gebe unß, viel solcher
leütte!


Nota: Täglich gehen Chur Brandenburgische auf:
Zwey Ochßen, 10 kälber, 10 hammel,
2 schogk hüner, 12 schock Eyer, 1½
Centner Butter, 20 faß bier, 30 Ejmer
wein. Wildpreth, fische, häringe,
unda vndt andere Victualien, werden
nicht mit gerechnet. perge


1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: gerste, hat Hans Georg lackay, heütte
außseen laßen, zu Pfuhle. Gott gebe zu Segen!


Avis: daß ein gesundtbrunnen, in Westphahlen,
zwischen Rheda, undt Tecklenburgk endt-
sprungen. Gott gebe! daß er mehr zur gesundtheit,
alß die leütte krängker zu machen, diene!

|| [[Handschrift: 387r]]

Mittwoch den 3ten: Aprilis, 1650.


Am heüttigen BehtTage, cum sorore & liberis, zur kirchen. perge


Der alte Medicus von Cöhten, Doctor Matthias Engelhardt,
ist anhero kommen, & i'ay parlè fort confidemment
avec luy. Dieu benie! la sinceritè de bonnes intentions.


heütte ists, dem Tage in der Wochen nach, (alß
Mittwochen) iährig, daß unser Sehliger frommer
Sohn, Fürst Erdmann Gideon, Christmilder ge-
dechtnüß, diese böse, undt elende weltt,
undt Threnenthal, hat gesegenen müßen,
in der blühte seiner Jahre, welches ich meiner
annoch übrige lebenzeitt, nicht vergeßen kan!


Gott erbarme sich unser! Christ erbarme
dich doch, über vnß! herr erbarme dich unser!

Donnerstag den 4ten: Aprilis, 1650.


heütte ist unser großes unglügk iährig, nach
dem MonatsTag, den 4. Aprill. Gott wolle
doch die Sterbedrüse, einmahl von vnß nehmen!
unß wieder gesegenen, undt die annoch
übrig gelaßene beyde Söhne (von Achten,)
nicht in der helfte, undt blühte ihrer
iahre, von dem Engel, dem verderber, an-
tasten laßen, Sondern Sie frisch, undt gesundt,
in gesegnetem wolstande, an leib, undt Seele fristen,
undt lange iahr erhalten! vmb Jesu Christi, willen!

|| [[Handschrift: 387v]]


Gestern abendt vmb 8 vhr, ist mein pahte, Christian
Ludwig, meines geheimen Cammerdiehners, Jacob Lud-
wigß Schwartzenbergers Söhnlein, gestorben,
nach dem es sich lange gequehlet, (alß man davor
helt) mit dem innerlichen iammer, undt in
16 Tagen, (welches wundersam, undt fast
unglaüblich zu hören) weder gegeßen, noch
getrungken. Il y en a qui craignent,
que ce pauvre enfant, plein de bontè,
& d'innocence, ait estè ensorcellè, a
cause de la perversitè de quelquesüns,
quj par l'instinct de Sathan, & par l'Envie
& jalousie, qu'ils portent au Pere, a cause
que ie l'ayme & estime, le peüvent a-
voir fait, dèscochant leur rage, contre
cest innocent Vermisseau! Si cela est;
Dieu vueille dèscouvrir, & pünir ce ün tel
crime! sinon! il nous vueille corriger!
amender, & donner vraye repentance!
& recognoissance de nos fautes, & pechèz
& que nous nous gardions, de ne donner point
faux tèsmoignage, contre nos prochains. Amen!

|| [[Handschrift: 388r]]


Gott wolle die Trawrigen Trösten, Sonderlich
den die betrübten, annoch lebenden, Elltern, undt
Großelltern, das liebe kindlein sehlig in Abrahams
Schoß, der Seelen nach, haben, den leibe aber
nach, in der erden, sanfte ruhen laßen, eine
fröhliche aufferstehung, am iüngsten Tage ihme,
unß aber allen eine Sehlige Nachfahrt, undt
urstendt alßdann auch zu seiner zeitt ver-
leyhen! undt einen ieglichen, zu seinem Sterbe-
Stündlein, allezeit wol bereittet machen!


Extra zu Mittage, den Caplan Jonium, gehabt. et cetera


Gestern, war der Tag, Christianus, im Kalender, undt
die iahresZeitt, meines sehlig abgestorbenen Sohnes, et cetera


Schwartzenbergers kindt, ist nahe bey ¾ iahr altt
gewesen, hat sich, mit dem iammer sehr gequelet.


Gestern abendts, ist des Stadtschreibers
Töchterlein, frisch undt gesundt, diesen Morgen
aber, Todt gewesen. Memento morj!


Das freẅlein Johannchen, zu Plötzkaw,
sol auch sehr krangk sein. Gott helfe ihr, mit gnaden!


Das heiße wetter, so etzliche Tage hero gewesen,
hat sich heütte, in ein regenwetter nachmittags verwandelt.


Jch habe heütte, durch Ludwig Rober, zu
Pfuhle 30 Schefel (Scheffel)schfl: Gersten, außseen laßen.
Gott wolle es gesegenen! undt wol gedeyen laßen!

|| [[Handschrift: 388v]]


Abraham von Rindtorf, ist heütte wiederkommen
von halberstadt, undt Grüningen, undt hat refe-
riret, wie die huldigung, so dem Churfürsten
von Brandenburgk, geschehen, abgelauffen?
Er erzehlet auch, wie der Churfürst ein neẅes
gehege angeordnet, etzliche vom Adel da-
rein gewilliget, andere aber nicht, etzliche
auch, jn daß Anhaltische, verwiesen worden,
in præiudicium Tertij; so aber unleidlich!


Am dinstage, ist zu halberstadt gehuldi-
get, gestern zu Saltza, heütte wandert
der Churfürst forth, auf Barby zu, über
die Elbe, undt also nacher Zigesar!


heütte seindt, zweene Bila, einer
von Mengerodt, undt Advocaten anhero
kommen, in halckens sache, wegen deß
Börstelischen Testaments, vor der Cantze-
ley zu tractjren. perge


J'ay èscrit, a Maximilian Wogaw,
à Halle!


Fürst hanß, schreibet an Mich, von Zerbst, undt
mahnet mich, (importune intercedendo)
wegen Fürst Wolfgangß Testamentgelder vor
die Geistlichen, aldar, undt zu Coßwigk.

|| [[Handschrift: 389r]]

Freitag den 5ten: Aprilis, 1650.


Schreiben, von dem hertzogk Eberhardt von Wirtemberg,
daß ihm Gott, einen iungen Sohn, beschehret.


Jtem: von der hertzoginn, Anna Sabina, Meiner
herzliebsten gemahlin Liebden Schwester. Jst eine Neu Jahrs, gratulation.


A spasso; in gutem wetter.


heütte, hat Oberlender, noch 5 Schefel (Scheffel)schfl: gersten, zu
Pfuhle, außseen laßen, Rober aber zu Zeptzig
2 Wispelw: gersten. Gott gesegene es!


Schreiben von Tegklenburgk, Gotha,
hartzgeroda, &cetera entpfangen. perge


Von Gohta, wirdt mir der todt der hertzoginn von
Altenburgk wittiben, SchwiegerfrawMutter
deß hertzogk Ernsts, avisiret. Gott tröste Sie!

Samstag den 6ten: Aprill: 1650.


Die avisen von Erfurdt geben:


Daß die Jnsel Cypern, sich wegen allzuvieler auflagen,
wieder den Türgken, auch empöret, undt die Türckischen
beamten, undt Officirer, hin: vndt wieder, erschlagen.


Der große Cham[!], solle mit seinen Tartarn, auch
gewillet sein, wieder den Türgken, krieg zu führen.


Jn Polen seindt viel rebellische pawren erschlagen,
die Griechischen Unitj aber, bekommen größern ge-
waltt, darwider der päbstliche Nuncius, protestiret.

|| [[Handschrift: 389v]]


Jn Engellandt, grassiret die pest, wie auch in Jrr-
landt. Cromwell hat nicht lußt, nach Londen zu
kommen. Viel provintzien in Engellandt, stehen
auf, undt hengen den Schotten ahn, wieder die Neẅe
Regierung. Der König, tractiret zu Breda,
mit den Schotten. Die Neẅen Parlamentarij
schigken eine große Macht, zur See, auß,
wieder Pfaltzgraf Ruprechten, ihn auf
das eüßerste, ia biß in Portugall
hinein, zu verfolgen, undt wieder seine
person, (im fall Sie sich deren bemächtigen)
scharf zu procediren. (Gott verhüte solches gnediglich!)
sie vermeynen auch sonsten, mit Spannien
noch einen vergleich zu treffen, weil dem
König in Engellandt, fast alle v̈brige Könige
der Christenheitt, näher verschwägert, undt be-
freündet sein, undt anhangen. Gott sehe dareyn!
Es ist nicht vermuthlich, das Spannien, solches thun werde!


Graf Montroß tummelt sich in den Schottischen
Norderquartieren, bevorab in der Jnsel Orckney,
undt spendiret seinem Könige zu diensten, guht, undt blut.


Die holländer dangken 55 compagnien fußvolgk
ab, welche von den Schotten, dem Könige zu dienst, wieder
angenommen werden. Die Staden behalten nur die || [[Handschrift: 390r]]
Reütterey, in diensten, undt wenig fußvolgk in den
garnisonen. hingegen, trachtet der Ertzhertzogk, mit
8000 Mann, wieder die Frantzosen zu felde zu gehen.


Visconte de Türenne stärgket sich sehr, in Burgundt,
Champagne, undt an den Niederlendischen gräntzen,
wie auch am Rhein. Will dennoch, dem Ertzhertzogk,
sich nicht gantz vndtergeben, noch zu viel trawen!


Die hertzogin von Bouillon, ist verkleidet, mit
ihrer Tochter, auch auß Paris, außm arrest, entritten.


Prince de Condè, delectirt sich, im gefängnüß
mit einer voliere, darinnen er, viel vögel bey-
sammen hatt. Düc de Longueville, undt Prince de
Conty, seindt krangk.


Die Frantzösischen Generallen des Königs, alß:
General Rosa, undt Fertè Seneterre, seindt uneins,
vndt können sich, des Obercommando halben <nicht> vergleichen.


Zu Nürnbergk, stegken noch die tractaten,
wegen deß Franckenthalischen Temperaments.
Jm übrigen, sol alles, auf gutem wege sein,
wiewol es auch, ratione restituendorum, noch
Neẅe händel gegeben, undt die tractaten verlängert.


Jn Jtalien, armiren die Spannier, undt Frantzosen,
gewaltig, zur See, wieder einander.


Jn Schweden, ist ein ReichsTag abermalß vor.


General Wrangel, gehet zurückb, in sein gubernament nach Pommern.

|| [[Handschrift: 390v]]


12 Schefel (Scheffel)schfl: gersten, hat Ludwig Rober, heütte
noch zu Zeptzigk, außseen laßen. Gott segene es!


Avis: daß sich der gute Augustus von Erlach,
unvorsehens, unglügksehliger weyse, durch-
geschoßen. Gott erbarme sich seiner! undt
helfe gnediglich, daß es nicht Tödtlich seye!


Wie so gar nichts, seindt wir arme Menschen?
undt leben doch so sicher? Ô der elenden
Creaturen! Ergo: Memento morj!


A spasso Nachmittagß, in garten, co'l
mio figliolo Viktor Amadeus undt an den kleinen weinbergk,
in Stall, undt sonsten.


hertzogk Ernsten, habe ich nacher Gohta, condo-
lenter wieder geantwortett. et cetera


Avis: durch meinen kammerdiehner, den
ich zu Erlachen geschickt, ihn zu besuchen, undt
mit Carfunckelwaßer, zu versorgen,
daß er sich, mit einer flinte, durch die
rechte handt, an der Mauß, geschoßen,
vndt die Adern, sehr verletzt, auch
sehr gebluhtet, vndt große schmertzen
hat. Gott lindere ihm, dieselbigen!
Er hat sich sehr bedangkt, undt erzehlet,
das es ihm, im kahn geschehen, als er ein waßerhun || [[Handschrift: 391r]]
schießen wollen, undt sich über die gespannte
flinte geleget, nach einem<r> Stange, zu langen.
Der Bader, ist zu ihm eilends gezogen. Gott
wolle ihn heylen! ihn, undt die Seinigen, trösten!

Sonntag den 7. Aprilis, 1650. Dominica Palmarum.


Mein Tobias ist mir gählingen krangk worden,
Gott erbarme sich, des frommen getreẅen
dieners, undt heyle ihn gnediglich!


Jch habe ihn besucht, undt selber vom Balsam des le-
bens, etwan eingegeben, (9 Tropfen, in lindenblüthenwaßer)
so Gott gesegenet, undt etwan linderung ihm verliehen.
Er helfe ferner, mit gnaden!


Diesen Morgen, hat noch der hofprediger, Er
Theopoldus hieroben aufm Sahl geprediget.


Extra zu Mittage, Doctor Mechovius, die Fraw
Helena, undt gedachter concionator aulicus.


Avis: daß die kinder sehr sterben. Sonderlich re-
gieren die pogken sehr, zu Grüningen, Zerbst,
Berlin, etcetera in der Margk haüffig.


Nachmittagß, zur kirchen, da Mullerus1 (vertrie-
bener von Zerbst) ein Ballenstedter, seine probpredigt
gethan. Darnach ist die pursche, mit Jacob Ludwig
Schwartzenbergers kinde, zu grabe, gegangen.

|| [[Handschrift: 391v]]

<3 hasen Rindtorf gehetzt.>


Oberlendern habe ich nacher Zerbst, geschickt, bier abzuholen,
Gott gebe zu glügk! in selbiger, undt andern verrichtungen!


A spasso, in Regenwetter. et cetera


Doctor Engelhardt, hat sich wieder eingestellet. et cetera


Jch habe allerley, mit ihme conversiret,
undt sonderlich von Medicamenten, darbey dann
auch, vornehmer Doctorum, des Aquapendentis,
Spigelij; Quercetanj, Minadoj, Crollij,
Mizaldj, Rumpffij; herren von Helmondt,
Riverij zu Montpellier, undt Poterij zu
Bologna, item: Arnoldj Villanovanj,
Cardanj, Giovanni Baptista Porta, undt
etzlicher andere, (inn: undt außerhalb
Deützschlandes,) meldung geschehen.


Zu Plötzkaw, hat sichs (Gott lob!)
gebeßert, mit vetter Ernst Gottlieb,
undt freẅlein Johanna. Dje febres
Epidemicæ, et Malignæ, wollen
noch nicht nachlaßen.


Doctor Engelhardt, ziehet ab, von Cöhten
nach Ascherßleben. Dienet von hauß auß,
herrnvetter Fürst Augusto deme er schon 29 iahr lang, gediehnet.

|| [[Handschrift: 392r]]


Jn den Leiptziger Ordinarien, werden, die Erfurdter
confirmiret, undt die rügkrayse des Churfürsten
Pfaltzgraven, von Caßel auf Frangkfurth,
beschrieben.


Jtem: daß man sich zu Nürnbergk, wegen
Frangkenthal, noch nicht verglichen, den
noch aber, zum Schluß, eilet.


Zwischen Chur Trier, undt seinem dumb-
capittel, seindt tractaten vor.


Die Lottringischen völgker, hausen übel.


Die Staaden, dangken viel Soldaten ab.


König in Engellandt, hoffet beßerung.


Jn Polen, seindt die empörte pawren, geschlagen.


Jn Cypern, haben die armen Christen, dem
Bassa, müßen geldt hergeben, zu stillung
der meütinirten soldatesca.


Der Pabst, wil mit Portugall sich noch
nicht recht vergleichen, derentwegen dann,
ein schade an selbigen orthen der Römischen
kirchen, zuwachßen dörfte.


Viel vertriebene undterthanen, auß
Oesterreich, Mähren, Böhmen, sollen in Meißen,
undt auff der Nachtbarschafft anlangen.

|| [[Handschrift: 392v]]

Dienstag den 9ten: Aprilis, 1650.


3 hasen, Viktor Amadeus Fürst zu Anhalt
gehetzt. et cetera


C'est ün grand cas de la Memoire, ou plüstost
de la reminiscence, ou ressouvenance. Car ie
me souviens fort bien maintenant, que
devant deux ans, comme ie fis tuër, ce
beau bœuf, tant estimè, l'Esprit me
rammemora, que ce, que ie faysois
a ce coup, ie l'estimois peü, & que
ie ne scavois, <ce> que ie faysois, mais que
ie l'experirois, puis apres, avec ün
grand dèsplaysir, & repentir! Que
tout ainsy comme ce bon Animal se
lamentoit en sa natüre, de se voir
de moy, si miserablement, & contre
toute rayson abbandonnè, & devenoit
de ceste tristesse de jour en iour plüs
maigre, (comme de fait, cela arriva, puis
que ses meürtriers, me trouverent que
4 Pfund (libra)℔: de suif, en ce grand & vaste corps,
apres l'avoir assommè, & s'en èsmerveillerent
grandement) iüsqu'a la fin de sa Vie, ainsy || [[Handschrift: 393r]]
Nota Bene Nota Bene mon fils aisnè en payeroit la folle enchere,
& deviendroit de iour en iour, plüs maigre & seroit
aussy abbandonnè de Medecins, & de ceux
qui en devroyent avoir plüs de soing, affin de
m'apprendre, a ne mèspriser les creatüres de
Dieu, sür tout, lors que Dieu s'en sert, pour
nous avertir de quelque cas extraordinaj-
re & inüsitè, contre l'opinion dü vülgaire,
comme en effect, i'ay estè induict, par ce prodro-
me & avantcoureur de la Mort de feu mon
bon fils, de bon memoire tant aymè & chery, (mais mal
garenty des hommes) d'apprendre deux ou trois
choses grandes, & assèz inüsitèes, que ie n'ose
pas encores mettre, sür ce pappier. Üne ou deux
de ces choses, seront desja passèes, la 3me. est encores
a venir. Nota Bene: Aussy, ie me souviens, d'üne inflüen-
ce, sans doubte, celeste lors que ce bon animal
m'aborda, & m'amadoua priant pour sa Vie, qui
sonna ainsy en mon ouie: Hic est Porta Cælj!


Mais cela m'estoit alors, comme ridicüle, & comme
üne rèsverie, dont ie <ne> me repens <que> trop tard!


Je ne trouve pas tout cecy, en mes pappiers iournaulx
precedens, & m'en èsbahis avec merveille!

|| [[Handschrift: 393v]]


C'est üne chose estrange, comme l'on peüt s'oublier
soy mesmes, & se rendre comme stüpide & endormy,
par üne profonde meditiation, quj nous met,
comme en Ecstase, puis nous rèsveille, tout
á coup, comme d'ün profond sommeil, & lethargie,
non d'ün iour seülement mais par fois, de
quelques semaines, de quelques mois, de quelques
annèes voirement. Feü Son Altesse Monseigneur mon
Pere, de bienheüreüse memoire, disoit tousjours[:]


Nous sommes trop charnels, nous ne
pouvons pas entendre les choses spiri-
tuëlles. Nostre sens est trop brütal,
s'il n'est bien pürifiè, par la regeneration
de l'Esprit de Dieu. Aussy nous estimons
souventesfois trop peü, ce; que nous de-
vrions beaucoup estimer, & viceversa:
Partant dist Son Altesse il faut beaucoup prier
Dieu voire sans cesse, car nous ne pouvons
rien faire, rien entreprendre, rien effectuër,
sans son ayde & assistance. C'est luy! quj opere
en nous, & le Vouloir, & le parfaire! selon son
bon playsir, & excite nos devotions, pourveü, que
nous nous tenions fermera luy! Son Altesse disoit aussy, || [[Handschrift: 394r]]
Que la Doctrine des Esprits, (Doctrina Spiristica,
sive de Spiritibus, & Angelis) nous estoit encores, ün
peü obscüre, & se traittoit rarement, aux presches,
& ailleürs, de peür d'abüs, & de Süperstition.


Mais, que pour cela, il ne la falloit point negliger
tout á fait, puis que nous scavons, qu'il y a
dés bons, & dès mauvais Anges, les üns; pour
nous garentir, & contregarder, les aultres; pour
nous combattre, & qu'il falloit devotement
prier Dieu, de nous vouloir illüminer nos en-
tendemens affin de bien discerner, les Esprits,
& de ne chasser arriere de nous les bons, &
faire avancer vers nous les mauvais,
ni croire a ceux-cy, & resister a ceux là.


Le Prince Auguste m'a dit autresfois; Que le don
de Prophetie estoit tousjours parfait, en soy
mesme, & tous les dons de Dieu, l'estoyent,
aussy bien en ces derniers temps, qu'aux
siecles anciens, car le bon & souverain Dieu,
& Legislateür, seroit immüable, & eternel,
(ne perdant rien, de ses Perfections invariables)[.]
Mais la vase recevante ces dons (vas recipiens)
c'est a dire nostre depravèe natüre hümaine, estoit <si> corrumpuë
comme ün Canal impür, par lequel la plüs claire eau, quj passe, se trouble[,] || [[Handschrift: 394v]]
& est incapable de recevoir, ces graces Divines, &
dons süpernatürels, sj Dieu n'y met sa main benigne?
paternelle? & entierement extraordinaire? Aussy,
qui plüs est, on perd aysement ces dons, lors
qu'on en tient desia, üne partie, si on se
rend coulpable de crimes & pechèz? si on
reiette la benediction de Dieu? si on charge
sa conscience insolemment? C'est alors
que les mauvois Anges, se fourrent
parmy nous, au lieu dés bons, (quj nous
accompagnoyent auparavant, &
nous abbandonnent, pour l'abomination
que ces esprits celestes, & pleins de
püretè & de bontè ont de nos Vices, &
insolences, malicieüsement perpetrèes)[.]
Et en ce cas, il est tres aysè de nous
persuader, comme le Roy Achab, a nostre
rujne & precipice, dont Dieu Eternel
vueille benignement contregarder, ses
enfans, & qui le servent sincerement,
nonabstant leurs foiblesses, & infirmitèz
hümaines, que le Merite, de son fils bienaymè vueille couvrir!

|| [[Handschrift: 395r]]


1 Wispelw: 12 Schefel (Scheffel)schfl: gersten, seindt außgeseet
worden zu Pfuhle, durch Ludwig Röber, undt
Wolfangen. Gott gebe zu Segen!


Jn den gesterigen zeittungen, stunde auch, daß
ein gesundtbrunnen, 6 meilen, von Frangkfurth
am Mayn, entsprungen, wehre, undt große
heilungen den leütten, zubrächte.


Jtem: daß die gefangenen Printzen, im Bois
de Vincennes, sehr krangk wehren.


Oberlender, ist von Zerbst, mit bier wiederkommen.


Fürst hanß, continuirt seine reformationes,
wieder die gebühr, undt den geschloßenen frieden.


Der Administrator zu halle leßet zu
Agken, von einem pferde 2 Groscheng: vndt von einem
faß Zerbster bier, 2 Groscheng: Zoll nehmen, unange-
sehen, meines Fürstlichen paßes, undt daß er sich
mit herrvetter Fürst Ludwigen Sehliger vmb die helfte
verglichen, welches doch mich gar nicht binden
kan, noch binden sollte! Laüft auch wieder
die observantz im gantzen Reich, da Fürsten-
gut, unverzollet, paßiret wirdt, ichs
ihme dem großen eingebildeten herren, auch
selber, frey gelassen, hinführo aber, es nicht
mehr zu thun, gesinnet bin. perge

|| [[Handschrift: 395v]]

Mittwoch den 10ten: Aprilis, 1650.


A spasso, con Madama in gartten.


Ludwig Rober, hat heütte noch 8 Schefel (Scheffel)schfl: gersten, zu
Pfuhle außseen laßen. Gott gesegene es!


Avis von Fürst Augusto daß auf unsere klage an die
Kayserliche Mayestät hingegen auf stargke gegen-
einwendung des Churfürsten zu Brandenburg am Kayerlichem
hofe, alsobaldt decretiret worden, Man solte
unß mit unserm Suchen, wegen der grafschaft
Aßcanien separation vom Stift halberstadt,
ab: vndt zur ruhe weysen, inß petitorium.


Jtem: daß Chur Brandenburg an Fürst Johann Casimir,
undt an Fürst Johannsen, geschrieben, undt den
Tittul Aßcanien, außgelaßen. perge


Jl semble! que nos affaires aillent en
decadence! Le bon Dieu, nous vueille
armer d'ün costè de Pacience! & de l'Autre,
de bonne resolütion, force, courage! & deuë
assistance! Oportet contra spem, sperare!


Avis: daß wir wieder müßen eine extraordinarij
Anlage dreyfach geben, weil in die 200000
ReichsthalerRthlr: über die Friedenßgelder, den Schweden,
zu Nürnbergk, undt das ChurPfaltz, übertragen
werden solte, dißmahl bewilliget worden.

|| [[Handschrift: 396r]]

Donnerstag den 11ten: Aprilis, 1650. grün Donnerstag


Jn die predigt, conjunctim, Ern Theopoldj. et cetera


Nachmittags hats geregenet, demnach es vormit-
tags, schön wetter gewesen.


Victualien von Ballenstedt seindt ankommen.


Jch habe den guhten, August Ernst von Erlach in seinem
Schwachen lager, besuchen laßen. Gott tröste!
undt stärgke ihn! undt lindere seine Schmertzen!


Zu Zeptzigk, hat Nachmittags Ludwig Rober
einen wispel hafer seen laßen, Oberlender
aber, einen halben wispel haber zu Pfuhle.
Gott gebe zu glügk! segen! undt gedeyen!


Ernst Dietrich Röder, ist anhero kommen. et cetera

Freitag den 12ten: Aprill: 1650. Charfreytag.


Jn die kirche, conjunctim; am heüttigen Stillen
Freytage, in Ern Theopoldj predigt vormittages.


Extra zu Mittage, die Rindtorfinn, Doctor Mecho-
vius, Röder. perge


Nachmittags seindt meine Söhne, mit den Jungkern
wieder zur kirchen, die historie, von der passion
Christj, verlesen zu hören, auß den 4 Evangelisten,
zusammen gezogen.


Gott gebe uns, Andächtige hertzen! undt dempfe
alle des Sathans, verführische wergke!

|| [[Handschrift: 396v]]


Schreiben, vom Caspar Pfaw, gratiarum actio, vor coniungirte
Schäfereyen.


Die Erffurter avisen geben: daß die Türgken, sich wieder
in Candia, vndt Dalmatia, stargk rüsten.


Spannien, undt Portugall certiren, mitt
einander zu Rom.


Moßckowitrische legation, zu Warschow,
bringt confirmation des friedens, mit Polen
mitt, undt stattliche præsenten.


Dem großen Cham[!] ist endtsatz von Pohlen,
bewilliget, wieder seine rebellische Tartarn.
Er gedengktet auch, auf einen Türgkenkrieg,
weil er in letzter wahl zu Constantinopel
übergangen worden.


Die Pollnischen Soldaten, meütiniren, undt begehren,
1. Abschaffung der inquisition auf ihre insolentzien,
undt das man ihnen, an ihrer Zahlung, nichts
abkürtzen müße. 2. Exemption von den
scharfen proceduren wieder etzliche ihrer came-
raden, der decreten des Tribunals, Reichß: auch
anderer landtgerichte. 3. Vollkommene bezahlung,
ihres außenstehenden rests.


Jn Vngern gibts excursiones, wieder den Türgken.

|| [[Handschrift: 397r]]


Jn Böhmen, gibts viel Kayserliche Einquartirungen.


Jn Jrrlandt hat Cromwell in die 27 plätze
erobert, hingegen seine armèe geschwächt.


Die großen, alß hertzog von Lenox, Sout-
hamston, harfort, undt andere, wollen dem
Parlament in Engellandt, nicht schwehren,
aufs neẅe. Alle correspondentzen mit der
Königlichen familie, seindt bey leibesStrafe
verbotten, wie auch, daß keiner nichts wieder
die Neẅe Regirung, reden solle, er seye
Geistlich, oder welttlich, bey verlußt ihrer
Officien, chargen, ehren, undt patrimonialgühter.


Bellegarde wehret sich noch, wieder den König
in Frangkreich.


Türenne tractiret stargk, mit dem Ertzhertzoge.


Zu Marseille, gibts auch empörungen.


Die gefangenen Printzen, seindt gefährlich krangk.


Die lottringischen völgker excurriren.


Spannien, hat mit Frangkreich alle commercia
verbotten.


Der ReichsTag in Schweden, sol den 24. Junij; undt die
Königliche krönung, den 24. Julij; ihren fortgang haben.


Cardinal Mazzarinj, ist Gouverneür zu
Briesach worden.

|| [[Handschrift: 397v]]


Zu Trier, stehet alles, in guten Tractaten.


König in Engellandt, tractiret zu Breda, mit Schotten.


Zu Nürnbergk hemmen sich die handlungen,
undt die anwesende verendern ihre losa-
menter, wegen unrichtigkeit des Frangkentha-
lischen Temperaments, item: der extradirung,
etzlicher Oberpfältzischer Aempter, Pfaltz Neẅburg,
Jtem: außführung der Evangelischen rechten
zu Cölln, undt Aach. Jtem: die Oldenburger
Zollsache. General Wrangel, ist zu
Erfurdt, ankommen, gehet nacher Pommern.
General Wittemberg, evacuirt, Mähren,
undt Schlesien. Zu Stettin, befinden sich
deputirte von Schwedischen undt Brandenburgischen
wegen der Pommerischen grentzscheidung.


Cromwell undt Fairfax dissentiren.


Schottl: undt Jrrlandt assistiren dem Könige.


Poictou vndt Piccardie rebelliren in
Franckreich, assistiren den Printzen.


Bellegarde, ist mit 12 mille Mann belägert.


hingegen hat Visconte de Türenne 10000 im
felde, undt hoffet noch, sich zu stärgken.

|| [[Handschrift: 398r]]


Die Frantzosen, undt Schweden, zu Nürnbergk,
seindt schwürig, weil die Stände, an Spannien
gar zu höflich, wegen Franckenthals, geschrie-
ben, vndt ihnen præjudicirliche phrases lo-
quendj, gebraucht haben sollen. Frankreich hat den
Monsieur la court destwegen nacher Wirtzburg
geschigkt, den Churfürsten von Meintz, destwegen
zu besprechen, sonderlich aber darumb, das
Man, der krohn Spannien, gar die assis-
tentz, offeriret haben solle.


General Douglaß, kömpt auch, zu Nürnberg ahn.
perge

Samstag den 13den: Aprilis, 1650.

<5 hasen Rindorf gehetzt. 1 hasen von Ballenstedt>


Man hat, mit der præparation, zur heiligen communion
heütte zu thun gehabt, undt es hat dennoch, an vielen,
undt mancherleyen difficulteten, nicht ermangelt,
daß Sathan, nicht hette, muhtwillige verhinderungen,
(böser leütte, undt wiedersacher,!) eingestreẅet,
die Andacht, zu verwirren, undt eine capelle
darneben, zu bawen, vndt anzurichten, wo Gott seine
kirche hingebawet? Gott wolle alle lästerer,
dempfen! undt <dennoch> die reine warheitt, seines heiligen Evan-
gelij; (ungescheẅet aller gefahr) forthpflantzen!

|| [[Handschrift: 398v]]


Jn die vorbereittungßpredigt, cum filiis, & nobilibus, &cetera


Schwester Dorothea Bathilde ist nicht mitt gezogen, in die kirche,
weil sie krangk worden. Gott wolle es mit ihr,
zur beßerung schigken! undt unß allen
mit seiner gnade, undt Segen, beywohnen!


12 Schefel (Scheffel)schfl: haber, seindt heütte, in die stein-
bruchsbreitte, geseet worden. Gott laß es, in
gnaden, wol gerahten! undt gedeyen!


Wolfgang Sutorius, ist mir auch diesen Abendt,
gählingen krangk worden. Gott beßere es!


Der gute fromme Erlach, leidet große pein,
undt quahl, an seinen Schmertzen. Jch habe
ihn abermalß, durch Tobias Steffeck von Kolodey besuchen laßen,
Er hat in 3 Tagen, nichts gegeßen, noch geschlafen,
Sein arm schwillet sehr. Er weinet, undt win-
selt, vor großer, unaußsprechlicher quahl.


Der Bader2, hat ihme, an den pulß, einen
langen Schnitt gethan, die materie herauß
zu Treiben, welches mir gar nicht gefället.
Sorge, die flechßen, werden numehr gar
entzwey sein, undt verfaulen müßen, da Sie
doch noch das fleisch, zuvorn, aneinander gehalten, || [[Handschrift: 399r]]
undt das bley der Schröhte, wol im arm, hette
bleiben können, undt von sich selber endtweder
verheilen, oder ohne sonderbahre gefahr, heraußer
schwehren, Er hat vermeint der bader3, weil
es geschwollen, hette sich die materie dahin
gesetzet, alß es aber eröfnet gewesen, hat
nichts heraußer fließen wollen. Es würde
doch wol, durch andere, nicht so violente
Mittel, der Eyter (salvo honore) undt andere
böse materia, des pappiers wergks, undt
dergleichen, haben herauß gebracht werden
können, (vermittelst Göttlicher hülfe, undt Segens).
Man hat ia, das Johannisöel, man hat
Meister Elias waßer, man hat die güldene
Milch, & talia! Deren eines, oder andere
linde, undt doch köstliche Remedia, viel
undt mancherley vulnera außm<vndt> schäden,
außm grunde, fœliciter curiret haben.


Die Bader, undt Balbirer, verderben
offt mehr, mit ihren tirannischen Schnitten,
alß Sie gut machen. Gott verzeyhe es ihnen!
Doctor Brandt, gehet auch, zu dem guten Erlach,
Mais, il me semble, qu'il n'entend pas, la chirurgie!


Ô unvollkommenheit, der künstler! Künste, undt wißenschaf[ft.]

|| [[Handschrift: 399v]]


Avis von Plötzkau daß sichs, mit der hertzogin von Schöningen
(Gott lob!) zur beßerung angelaßen.


Jtem: daß der Churfürst von Brandenburg an vetter
Fürst Johann Casimirs Liebden geschrieben, undt sich
offeriret, hinführo den Tittul der graven
zu Ascanien, unß zu geben, (vmb deßen
außlaßung, Mein vetter sich beschwehret)
wann wir einen reverß, außantwortten
wolten, mit ihm keinen proceß, weitter
destwegen, zu führen, noch seine, ihme
cedirte lande, mehr anzusprechen.

Sonntag den 14den: Aprilis; 1650. Ostern.


Am heüttigen Heiligen OsterTage cum filiis, zur
kirchen, undt zur heiligen communion, da mein Victor
Amadis, mit Mir, communiciret, in feiner
frequentz. Gott laße alles, wol gedeyen!
Zu unserer Seelen heyl, undt Sehligkeitt!


Nachmittags, wieder in die kirche, cum
Uxore, et liberis, da auch Theopoldus, so wol
als vormittags, geprediget.


Abends vorm eßen, in garten, con Madama.

|| [[Handschrift: 400r]]


Die avisen von Leiptzigk, confirmiren die
Erfurdter, insonderheit aber, addiren Sie:


Daß Crüetzenach, Alzey vndt Bacharach,
in der Türennischen handen seye.


Jtem: daß Turenne, den Spannischen, wenig
trawe, exorbitante conditiones, ihnen vor-
schlage, undt gar nicht<mit> Frangkreich sich verglichen.


Mit dem Franckenthalischen Temperament,
wirdt daß Friedenßwergk, zu Nürnbergk
verhindert.


Cromwell triumphiret in Jrrlandt, undt es
scheinet, das allenthalben, die ungerechtigkeit
wolle überhandt nehmen! Gott erbarme es!


Spannien, contestiret mitleyden, mit dem -
niglich Engellischen Gesandten, kan sich aber, zur
assistentz, wegen eigener affairen, noch nicht resolvjren.


Die Türgken seindt stille in Ungarn, moviren
sich aber, gegen Dalmatiam, wieder die Venetos.


König in Engellandt, hofte daß ende guter
Tractaten, mit den Schotten zu Breda.


Portughesen sollen mit hülfe der Engelländer,
undt Jndianer, den importirlichen platz, der
Holländer, Neẅ Batavia, erobert haben. Jst
ein Stapel der commercien, undt gewürtze, in Oostindien!

|| [[Handschrift: 400v]]

Montag den 15den: Aprill: 1650.


Jn die kirche conjunctim, vormittages, da der
Superintendens, Er Plato, geprediget.


Dieweil man ihn, zur mahlzeitt, einzuladen
vergeßen, alß habe ich ihme, ein stügk wildpreth,
undt einen guten Trungk wein, hinundter in
die Stadt, præsentiren laßen.


Sonst ist extra, bey unß geblieben,
die Rindtorfinn, Doctor Brandt, undt Tobias Steffeck von Kolodey[.]


Nachmittags mit Söhnen, undt Töchtern,
in des Diaconj Jonij, predigt, der den
Text hatte: Jobj, 19. Ich weiß, daß mein Erlöser
lebet.4 et cetera


Mit Schwartzenberger importantissima conversiret,
insonderheitt, wegen der Bergkwercke aufm Fichtel-
bergk, undt anderer sachen, so privata, undt publica
concernjren. et cetera

Dienstag den 16. Aprilis; 1650.


A spasso, in schönem, warmen wetter.


Jch habe viel verwirrungen gehabt, wegen böser
diener, so sich allzuviel licentz gebraucht, undt
daß Osterbier, gekostet.


Extra zu Mittage, den Diaconum Jo-
nium, gehabt.

|| [[Handschrift: 401r]]


Schreiben, von meinem Bruder, Fürst Friedrich darinnnen
er mir seiner abrayse beweglich, zu erkennen
gibet, seine kinder, lande, undt leütte, re-
commendiret, undt vollmacht aufträget,
darneben aber, andeüttet, daß er ein
Testament gemachet, etcetera iedoch gantz
verschweiget, wohin er gedengket?
undt waß seine intentiones seyen?
Er begehret, auch sein interesse zu beobachten,
in gräntzsachen, undt in dem Steẅerwesen.
Jn lehensachen, sol man seinen Rath Posen,
mitt zuziehen, undt an gerichtsTägen, sein
Ampt, ihn verwalten laßen. etcetera


Werde ich also, mehr labores, undt verdruß,
alß nutzen, von dieser auftragung haben!


Jn publicis wil er auch, in seinem Nahmen,
alles mitt undterschrieben, undt sein bestes,
beobachtet haben. Gott helfe ihm zu ge-
sundem Rath, undt heilsahmen actionen!
auch brüderlichen guten vertraẅligkeit!


Christian Heinrich von Börstel, ist bey Mir, gewesen, hat vor den
iungen Fertzium, intercediret, weil er seiner kinder præceptor ist[.]

|| [[Handschrift: 401v]]


Jst extra zur mahlzeitt, geblieben.


Hans Geörge lackay, hat heütte, einen
wispel haber, auf der Steinbruchsbreitte,
außseen laßen. perge Gott gebe zu segen!


Oberlender hat die<der> Schafzehlung, beygewohnet,
alß 138 Zibbenlämmer, 144 hammellämmer,
106 knechtelämmer, vndt 20 außgesetzte
lämmer, zur hofküche, gezehlet.


Gott vermehre allenthalben, seinen Segen!


Avis von Ballenstedt daß der general Wrangel,
mit 5 Regimentern, auch sehr vieler bagage,
dann hohen, undt Niedern Officirern, in der
Marche, begriffen, kommende woche,
sol er, inn: undt umb Sangerhausen,
logiren. Umb Eißleben, haben die vor-
trouppen, schon 12 pferde, hinweggenommen.


Jn gartten, con Madama!, e le figliuole!


Oultre ce; qu'on observe, qu'en la semaine
Judica, comme aussy en celle dès Pasques
fleüries, il arrive souvent dü malheür,
nous avons observè ceste fois, aux iours
passèz: 1. Le grand malheür, arrivè, au
bon Erlach. Dieu aye pitiè de luy! 2. Au || [[Handschrift: 402r]]
mesme jour, ün meschant cheval a Dessaw,
a fait des insolences & escappades Èstranges,
sous le fils dü Colonel Werder, a merveille,
ainsy qu'il a estè contraint, d'en sauter à
bas, le cheval courrant iüsqu'a la riviere de
Milde, & faysant mine, de s'y precipiter.
Ainsy donc il s'en jetta a terre, & s'en
fit beaucoup de mal, a la teste, au corps,
aux bras, aux jambes! etcetera Dieu l'en reguerie!
Le cheval courrüst neantmoins, dans l'eau,
fist des estranges caracolles, ou Virevoutes
dans la riviere, mangea iusqu'a l'autre bord,
& voyant de n'y pouvoir sortir, a cause de
la hauteür dü rivage, il s'en revjnt, avec
ses tournoyemens, & en fin resortit, courrant
de çá de lá comme fanatique, si qu'on eust
de la peine, a le ravoir. 3. Jcy a Bern-
bourg, un Tavernier de Niembourg, beuvant,
tomba dès degrèz en bas, se rompant la main
droicte, dont il est faisy de grandes douleurs,
& ceste cheüte arriva iüstement au mesme iour süsdit.
4. D'üne petite fille, d'ün pauvre homme, on conte
aussy, qu'elle s'a rompü la jambe aux champs,
qu'il la luy ait fallü coupper. 5. A Rosembergk5 || [[Handschrift: 402v]]
en la Contè de Barby, ün garçon de berger, ayant
chassè ses brebis, sür le blè verd des champs,
pour se repaistre, & ün paysan, (a quj ce
blèd appartenoit,) sürvenant, il s'en
fascha, prinst üne pierre, & la jetta a la
teste, de ce pauvre garçon dormant,
le touchant aux tempes (Schlaf) dont
il en mourüst incontinent. Ce
sont dès cas estranges, & lamentables,
sürvenüs en mesme temps, Jl faut
admirer, en tout cela; les iügemens
de Dieu, & eviter neantmoins, toute
süperstition nuysible, si on s'attachoit
plüs aux observations, dès Creatüres,
qu'a celles, dü Souverain Createur?
6. On peut adioindre, a ces six cinq
exemples süsdit, le sixièsme advenü
tost apres, qui est la maladie, & fievre
cottidienne, de ma seur Dorothea Bathilde que le bon
Dieü, vueille paternellement reguerir!
7. Jtem: ma fille Angelique, laquelle fist
üne horrible cheüte en terre platte, pensant || [[Handschrift: 403r]]
se crever ün œil. 8. Ma fille Erneste sent
aussy derechef dés douleurs, en sa jambe. 9.
Aulcüns, de nos serviteurs & servantes, sont tombèes
soudainement malades. Pacience! Le bon
Dieu a encores <tout> preservè de Mortalitè, horsmis
quelques enfans, chers aux parens, quj en
fürent privèz en ce monde, par la Volontè Souverajne!

Donnerstag den 18den: Aprill: 1650.


heütte, ist meines Sohnes, Carolj Ursinj, ge-
burtsTag, an welchem er 8 iahr, außgebracht.
Gott lob, undt dangk! der ihn so lange
bey leben, gefristet, deßen gühte undt
Allmacht, ihn noch länger, erhalten,
zeitliche, undt geistliche gaben vermehren,
undt nicht in der helfte seiner iahr,
hinweg reißen wolle! Amen! herr
Gott vater im himmel, erbarme dich unser,!
undt wehre dem Engel dem Verderber! Amen! Amen!


Diese nacht, hats fein geregenet, Gott lob,
undt kämmet, dem dürren Erdtreich, wol zu statten.
heütte, ist ein feiner kühler Tag, nach voriger
Tage, verdrießlichen hitze.


Meine Söhne seindt hinauß geritten, undt haben
drey hasen einbrachtt.

|| [[Handschrift: 403v]]


Mit Graf Kinßky hat es händel gegeben,
wegen etzliches viehes, so er gestern, ohne
entrichtung des fehrgeldes, überpaßiren,
ich aber daßelbe verarrestiren, dennoch
heütte, auf bitten, wieder loß, vndt
dißmahl <nach behaüpteter meiner gerechtigkeitt>, frey paßiren laßen.


Conferentz, mit Geörge Reichardten.
et cetera


A spasso, con Madama, biß an die Fuhne.
Ernesta Augusta, undt Anna Sofia, wie
auch mein Sohn Carll, seindt mitgegangen,
hin, undt her. War zimlich weitt zu gehen,
wiewol man, an dem alten Teich, außruhete.


1 wispel haber, hat Hans Georg lackay,
auf der Steinbruchsbreitte außseen laßen.

Freitag den 19den: Aprill: 1650.


Extra: habe ich zu Mittage, Doctor Mechovium
gehabt, post expedita plurima negocia!


Negromonte, undt Riccardo, haben sich
auch præsentiret.


A spasso, con Madama, in gartten.


1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: haber, ist zu Zeptzigk; in beysein Ober-
lenders, undt alhier, 18 Schefel (Scheffel)schfl: in beysejn
Hans Georg lackayen, geseet worden. Gott
wolle es wolgerahten! undt gedeyen laßen! || [[Handschrift: 404r]]
undt allem verderben, (dergleichen noch heütte,
von vieh, undt Schweinen, unnöhtig geschehen) steẅ-
ren, undt wehren! wie auch allen wergk-
zeügen des Sathans, undt bösen Menschen,
kräfftiglich, wiederstreben!

Samstag den 20ten: Aprilis, 1650.


Avisen von Erfurdt:


Daß General Wrangel, zu Erff Weymar, gewe-
sen, undt auf Gohta, undt Caßel zu, gegangen.


Daß die gefangenen Printzen, im Bois de Vin-
cennes, noch krangk seyen, sonderlich der Prince
de Conty; deme ein Crohnenleüchter, auf
den kopf gefallen, undt den guten herren
baldt ertödtet. Gott beßere es, mit ihm!


Daß Bellegarde, vom Könige, undt Cardinal,
stargk belägert werde, sich aber Tapfer wehre.


Der Ertzhertzogk; wehre mit Türenne ver-
glichen, undt grassirte hertzgok Ulrich, von
Wirtembergk, gewaltig in Frangkreich,
ums Sedan, undt selbiger örther herumb.
Viel gute Städte, in Picardie, Champanien,
undt Burgundt, müßten contribution geben,
undt die neütralitet suchen.

|| [[Handschrift: 404v]]


Jn Engellandt, gebe es viel motus wieder die
neẅe Regenten, undt des Königes parthey
stärckte sich daselbst, wie auch in Schottlandt.


Jn Jrrlandt, regeten sich auch etzliche
aber Cromwell wehre ihnen zu stargk.


Printz Ruprecht, wehre resolvirt sein
eüßerstes, zur See daran zu wagen, weil
ihm die Neẅe Regierer, so sehr droẅen.


Jn Niederlandt gibts dissensiones,
undter den Provintzien, wegen behaltung,
oder abdangkung der völgker.


Portugall hat vier reich beladene
Caragken verlohren, deren Theils den
Spanniern, Theils den holländern, zu Theil
worden.


Die Türgken, rüßten sich, mit macht,
so wol in Candia, alß in Dalmatia.


hingegen rüsten sich auch die Tartarn
undt Cosagken, wieder die Türgken.


<Die Bassa6 von Cairo, Damasco, undt Palestina rebelliren.>


Moßkaw, meinet man, werde durch
die ansehliche große Bohtschaft, welcher
zum Könige in Polen, geschigkt worden, || [[Handschrift: 405r]]
nicht so sehr den frieden, (gehofter maßen) be-
stehtigen, alß einen Neẅen krieg ankündigen.


Die Deützschen Soldaten seindt in Polen wol
contentiret worden, wie auch die Pollnischen,
theilß meütinirer aber, seindt am leben, gestraft.


Die Venezianer, rüsten sich auch stargk,
zu waßer, undt zu lande, contra Turcas
haben zweene reiche kaufleütte zu Edel-
leütten gemacht <Minellj genandt>, iedern, pro 100000 Ducaten.


Der Pabst, wirbt auch, undt Trawet,
weder den Spanniern, noch Frantzosen, rechtt,
hat etzliche auf die gallere zu condemniren
gedroẅet, welche sich vom ViceRè von Napolj,
in der Römischen kirchen gebieht, heimlich haben
werben laßen, wie auch in der Stadt Rom selber
geschehen sein soll, undter dem Prætext der Auß-
theilung der Allmosen.


Zu Nürnberg; zawdern sich, die tractaten,
annoch, wegen Franckendals, undt eines Miß-
trawens, so zwischen den Crohnen, undt den Ständen,
endtstanden, als ob es diese, mehr mit dem Kayser,
undt mit Spannien, alß: mit Frangkreich, undt
Schweden hielten? undt ihnen assistentz versprochen hetten?


Altenburgk, undt Braunschweig, sollen sich gantz vor Chur
Bayern, declariret haben, zu Nürnbergk.

|| [[Handschrift: 405v]]


L'envie, & jalousie Courtisane, a tellement
persecütè, Hans<le> pauvre Andrè Hawer, (si bon
garçon), qu'il ne peüt devenir, avec bonne ma-
niere, tel serviteur comme on se l'estoit proposè,
a cause, qu'il est nè, comme Iephtah. Mais
cela ne derogera en rien, a sa pietè, & Vertü!
& Dieu ne l'abbandonnera point. Nous
avons bien eü en service, dés pütains,
& dés filles de pütain, que l'on n'a
pas tant persecütèes, d'autant qu'i-
celles estoyent recommendèes dü Gynecèe,
& estoyent de la creance de Martin Lüther. Il
y a, pourtant, plüs de dèshonneür, en üne
fille, qu'en ün homme, de scavoir d'elle cela,
& bien grande difference entre les nourri-
ces, quj donnent leur laict, aux enfans
de Princes, estans pütains, & entre ün
valet de chambre d'honnestes, Vertueüses,
& proffitables qualitèz! Aussy üne
Pütain <cognuë> est bien üne plüs grande pescheresse,
& plüs dèshonorable, que n'est, ün fils de pütain,
dont ma femme a pourtant aussy prins aulcüns en service!

|| [[Handschrift: 406r]]


Meine Gemahlin, ist hinauß nacher Palbergk
diesen Nachmittag, mit meinen Söhnen, undt Töchtern7,
außer den kleinesten8. et cetera


Schreiben, von vetter Fürst Johann Casimir von Deßaw,
undt noch eines, von meinem Bruder, von hartzgerode,
welcher gestern, mit vetter Lebrechten, abgerayset. et cetera

Sonntag den 21ten: Aprilis: Quasimodogenitj.

<1 Rehebogk von Ballenstedt 1 Hase daher.>


Jn die kirche, conjunctim.


Extra zu Mittage, den hofprediger gehabt,
nebenst der Rindtorfinn. etcetera


Nachmittags, cum filiis, & filiabus aliquot, zur
kirchen, undt postea, conferentz, mit Paul Ludwig gehalten.


Tobias Steffeck von Kolodey ist von Ballenstedt wiederkommen,
mit den pferden. et cetera Zum beschählen. perge Jtem: mit Victualien.


Jn gartten, mit Meiner herzliebsten gemahlin,
vor: undt nach der mahlzejtt. perge

Montag den 22ten: Aprilis; 1650.

<Regen. 1 hasen gehetzt.>


Vier<Sieben> Flöße, kommen heütte ahn, vor Meine
Gemahlin, auß Düringen, undt noch Zehne<Sechße>
<drey> sollen hernacher kommen. Cela me cause des fascheries!


Freẅlein Johannchen von Plötzkaw, ist anhero kommen,
Schwester Dorothea Bathilde zu besuchen.


Ma femme a songè, que mon fils Charles, se seroit noyè;
Dieu l'en garde! d'ün tel! & de tous autres malheürs!

|| [[Handschrift: 406v]]


Schreiben, von Caßel, von Madame Elizabeth,
undt von hertzogk Eberhardt, von Wirtembergk,
deme ein Töchterlein, von 7 iahren, gestorben.


Avis: daß der Kayser, nacher Prag, gegen Pfingsten,
ankommen solle.


Jn Nürnberg gehets, wie die Erffurter ordinarien, berichtet.


König in Spannien, soll krangk sein.


Bellegarde, wirdt hart zugesetzt. Der
Cardinal Mazzarinj, wehre bey nahe davor
erschoßen worden. Der belägerten proceß, ist
ihnen, schon gemacht. hingegen haben Sie
eine Schwartze fahne, mit Todten köpfen,
gestjgkt, herauß gesteckt, undt wehren
sich, aufß eüßerste. Wollen es nicht dem
Cardinal, sondern dem Könige, nach erledigung
der Printzen, aufgeben. Alß der König, den
gefangenen Printzen, von Condè, besuchen
undt ansprechen laßen, den Gouverneur9
durch schreiben zu befehllichen, daß derselbige
Bellegarde aufgebe, hat er geantwortett:
Er der printz, wehre numehr, so tief erniedriget,
daß sein befehlich nichts mehr gelten würde.


Der Prince de Conty, ist übel zugerichtet,
wegen des falls vom Crohnenleüchter auff || [[Handschrift: 407r]]
seinen kopf, welchen die Aertzte creütz-
weyse aufgeschnitten, undt er in lebensgefahr
sein solle. Gott erbarme sich seiner! undt aller
krangken! vndt affligirten!


Stenay: helt sich neütral.


Der Ertzhertzog; wil baldt zu felde gehen.


Portolongone, undt Piombino, wie auch
Barcelona, trachten die Spannier, zu recuperiren.


Die Frantzosen haben mit 5 Schiffen,
zweene reich beladene auß Orient an-
kommende Engelländische Schiffe, heftig bestritten,
undt nach bluthigem gefechte, endlich erobert,
große beütten, undt <alle> Engelländer darauf,
nieder: gemacht.


Printz Robert, hat sich wieder die Engelländer
zur See, in Portugall, gerüstet, hingegen,
haben Sie sich, neben ihn, mit vielen Schiffen,
(so den neẅen Ambassadeür in Portugall,
begleittet) geleget.


Die Spannier haben auch prinsen gemacht,
alß neẅlichst berichtet worden.


Die Neẅen Regenten zu Londen, richten wieder
einen Neẅen blutraht ahn, wieder alle adversarios[,] || [[Handschrift: 407v]]
welche ihnen, mit wortten, oder wergken, schriftlich,
oder persöhnlich, zuwiederc sein, undt es mit dem
Könige, Carolo secundo, halten mögen.


Die Stadt Londen, wirdt wüste, undt unbe-
wohnet, weil die neẅen gestrengen Regenten,
den neẅen Eidt, beschwohren haben wollen, undt
dadurch, manchen redlichen Mann veriagen.


Pleymouth, sol sich gantz darwider, decla-
riret haben. Jn Schottlandt, tummelt sich, Montroß.


Contarinj; (so zu Münster gewesen)
soll zum Meditatore, in den tractaten
zwischen Polen, undt Schweden, zu Lübegk
erwehlet sein, im nahmen der Republic von Venedig.


Venezia, wil den Bassa Arabasum,
(welcher im anfang des krieges, Novigradt
erobert, undt an itzo Clissa, zu recuperiren
gedencket, auch darumb, Tügkischer
General worden) in Dalmatia bekriegen,
undt zu waßer, eine große Macht, nacher
Candia, schigken.


Der Kayser, versiehet auch, seine Ungarische
Gräntzhaüser aufs beste, weil die Türckische
große werbungen, verdächtig vorkommen.

|| [[Handschrift: 408r]]


Die Tartarn, continuiren in ihrer jntention
mit zuthun der Cosagken, den Türgken zu bekriegen.


Zu Napolj; continuiren die executiones,
wieder alle verdächtige Personen.


heütte sein die Rähte, auß dem Fürsten-
thumb, von der herrschaft ablegiret, in alhiesiger
Stadt, erschienen. Gott gebe heilsahme consilia!


<Viel Kever, lassen sich in gärten, undt weinbergen sehen.>


A spasso, co'l Carolino, an die fischerey.


Ein schwehr, donner: undt Regenwetter, ist
vor der abendmahlzeitt, endtstanden. perge
Es wollen etzliche, es habe in die Sahle geschlagen.

Dienstag den 23ten: Aprilis; 1650. [...]d


herrvetter Fürst Augustus, hat sich zu erscheinen, diesen
Morgen excusiret. Die Consiliarij aber,
seindt zusammen kommen, nach dem mir der
CammerRaht vorhero, von allein, einen vorschmack
gegeben, in causa Ascaniensj. Gott gebe!
daß wir dieselbige prætension recht,
undt wol verwahren! unß keines
weges, selbst præjudiciren, noch unsere jura
unß nehmen laßen! Gott der gerechte Richter,
wolle uns doch einmahl ius, & iustitiam, verschaffen!

|| [[Handschrift: 408v]]


8 Schefel (Scheffel)schfl: haber, hat Oberlender, diesen Morgen,
zu Zeptzigk, seen laßen. et cetera Gott gebe zu
glügk! Segen! undt gedeyen!


Die committirten Rähte alhjer, seindt:
Obrist leutnant Knoche, von Plötzkaw, undt Cöhten.
Der iunge Jehna von Plötzkaw Raht.
Freybergk, von Deßaw.
Doctor Mechovius von hinnen, <Licentiat Köppe von Zerbst.>


Sie consultiren in der Cantzeley, Knoche
præsidirt, alß gesampter Raht,
iedoch, wirdt alles auf unsere ratification
gestellet. perge


12 Schefel (Scheffel)schfl: hafer, seindt in beysein Meines kam-
merdiehners Robers, auf den Klipperbergk,
gesehet worden. Gott gebe auch darzu, seinen Segen!


Freẅlein Johannchen, ist gegen Abendt,
wieder forth, nacher Plötzkaw.


heütte, ist dem feldtscherer, sejn Söhnlein,
mein pahte, begraben worden. Soll gählingen
am iammer, gestorben sein, daran diß iahr,
viel kinder, alhier zu Bernburgk, sterben.
Gott tröste alle affligirte, undt bewahre
unß, undt einem ieglichen, das seinige!

|| [[Handschrift: 003r]]

Mittwoch den 24ten: Aprilis; 1650.


Eine fuhre mit wein, nacher halle geschickt,
Gott gebe zu glügk! undt succeß!


Avis: daß der Lottringer, mit seinen völ-
ckern herein, inß Stift Halberstadt,
einbrechen will, welches aber schwehrlich,
kan geglaübet werden. Gleichwol aber
schreiben andere, man solle sich vorsehen,
es werde der Spannier, mit Macht, noch
diß iahr, in Deützschlandt, sich wenden!


Gott gebe, erwüntzschten, sehligen frieden!


Jn die kirche, cum filiis, & filiabus aliquot.


Der CammerRaht, Doctor Mechovius, wahr bey mir,
Thate relation, wegen gestern, in der wichtigen
Ascanischen So dann auch Bambergischen Lehens: undt
andern vorgegangenen sachen, wahre deliberiret
undt concludiret worden. Obrist leutant Knoche, undt
Jehna der hofraht, wahren deputirt, von Fürst Augusto
vor sich, undt in Cöthnischer vormundtschaft,
Freybergk von Deßaw, Doctor Mechovius von Mir,
Licentiat Keppe von Zerbst. Mein Bruder, Fürst Friedrich hatte
(unangesehen der mir gegebenen undt hinterlassenen
vollmachtt) sein votum, dem Obrist leutnant Knochen, aufgetragen.

|| [[Handschrift: 003v]]


Avis, daß der Theẅre Mann, hanß Philips
Geüder, von heroldtsbergk, Ritter, ein Treẅer
Anhaltischer diehner, eine crone der Frängkischen
Ritterschaft, deren Director, undt Ritter-
haüptmann, er gewesen, Todes verblichen.


Jst wol schade, das ein solches stadt-
liches subjectum, so gelehrt, peregrinirt,
in vielen sprachen, scientijs, Geistlichen
undt weltlichen wißenschaften, sehr
perfect, auch ein soldat, vndt Officirer
gewesen, albereitt faulen soll.
Gott genade ihm! undt tröste seine
hindterlaßene vetrübte wittwe undt
erben! Je connoy peü, ou quasj
point dés gentilshommes, en l'Empire,
qualifièz en toutes perfections,
comme iceluy a estè! Ô grand dommage!


Avis: daß die Churfürstlichen Gesandten,
zu Nürnberg, den brey, verschüttet, in deme
Sie mehr gewilliget, alß jhnen, von ihren
Principallen, befohlen worden, nemlich:
an den König in Spannien, zu schreiben, || [[Handschrift: 004r]]
ihme assistentz, paß, undt repaß, auch
werbungen, (so oft er es benöhtiget)
zu offeriren, undt allen vorschub, etcetera[.]


Der Churfürst von Meintz, sol so alteriret
sein, über den Seinigen, Doctor Mehl, das er ihn
will köpfen laßen, des Churfürsten von Saxen,
seiner, General Maior Trandorf, (so Catoh-
lisch ist) sol Todt im bette gefunden
worden sein. Der gute fromme Wesembe-
cius Chur Brandenburger sol auch darüber,
in große ungnade seines herren kommen sein.
Chur Cölln, vndt Chur Bayern, wie
auch Chur Pfaltz, vndt Trier, seindt mit
den ihrigen, ebenmäßig übel zufriedene.
Ob Spannische pistoletten, etwas ope-
riret? Will fast von etzlichen gemuht-
maßet werden. Gott seindt alle dinge bekandt!


Der berühmbte prediger zu Brehmen,
Doctor Ludovicus Crocius, (welcher aber des Armi-
nianismj, stargk beschuldiget worden)
sol auch gestorben sein, undt unsere reformir-
te Anhaltinj, Magister Fœlix hawstedt, undt Se-
bastianus Reinhardus, thun daselbst das beste!

|| [[Handschrift: 004v]]


Meine Söhne, seindt spatziren geritten, hinauß
nach Palbergk. Theilß meiner Töchter,
seindt mittgefahren, vndt vor eßens, seindt
Sie alle, wiedergekommen.


Jnndeßen, ist herr Wilhelm von<Christian>
von Roggendorf, alhier ankommen, undt
hat mir grüße von Wolfenbüttel
mitgebracht. Kömbt eigentlich, seinen
Bruder, meinen pagen, zu besuchen.


Etwan Victualien, von Ballenstedt seindt ankommen.

Donnerstag den 25ten: Aprilis, 1650.

<Regen.>

<1 lachß, von 14 Pfund (libra)℔: primus, hoc in anno.>


Avis: qu'on a, par dés charmes Jesuitiques,
fait avorter, les deux Düchesses de Brigk
femmes de mes cousins les Dücs Louys,
& Christian, de Lignitz Brigk.


Jtem: qu'on croyt le mesme estre desja
arrivè par deux, si non: par 3 fois, a
Madame l'Electrice de Brandenbourg.


Au contraire: q[u]e l'Electeur de Ba-
vieres soit mort, devant deux ans
desja, ayant eü 13 <fontenellen> cauteres, le loup,
la Lepre, la gangrene, & tant de mala-
dies incürables, tant d'annèes en son || [[Handschrift: 005r]]
corps Valetüdinaire, impossible (selon l'a-
vis de plüsieurs medecins experts,) a conserver
si long temps, en Vie, & cependant, on le
fait vivre encores, (pour l'avancement
de la Religion Catolique), soit: par illü-
sions charmantes, soit: par süpposition,
d'ün autre, quj le ressemble, soit:
par des medicamens, & confortatifs, dü
tout rares, & excellens! Ce dernier,
ie croyrois plüstost, combien que i'aye
entendü en France & ailleürs, (autres-
fois) de semblables exemples, de ceux,
qui ont sürvescu, leurs enterremens
secrets, comme entr'autres: le Düc
d'Espernon, le Mareschal de Fervaques,
etcetera etcetera etcetera & ce de gens graves, & dignes
de foy! La femme, dü Marquis
Christian Guillaulme, (quj estoit par cy
devant, Administrateür á Halle) fille dü
Conte Martinitz (precipitè par la fenestre a Prague,
iadis, & mort mai<n'a> gueres) est enceincte. On
croyt; que deux Jesuites ont aydè a ce Vieil & cadüc
Marquis, a fin de le faire Electeur de Brandenburg & meürtrir, le present. || [[Handschrift: 005v]]
düquel meürtre, ou embüsches secrettes,
ou ouvertes, le bon Dieu vueille preserver
benignement, par sa Sainte grace le bon
Prince Electeur d'a present, avec Mada-
me sa chere Compaigne! & aneantir,
les malicieux desseings, dès conseillers
d'iniquitè! Ô Dieu! tü es plüs fort,
& plüs puissant! que tous les ennemis!
A toy; ne scauroit plaire, aulcüne
injüstice! Les ouvriers d'iniquitè,
sont abominables, de devant ta face!


Avis von Halle, daß den herren Reüßen,
zugemuhtet worden, wegen Jhrer Kayserlichen Mayestät
in ihren landen, so Kayserlich, undt Böhmisch
lehen, zu reformiren, oder man wolle mit
der execution hinder her. Spannien leßet
überall, stargk werben, undt bringen ein
großes volgk zusammen, gibt nachdengken!


J'ay èscrit aux pays bas, touchant
les collectes, pour nos Ministres, &cetera &cetera
jtem: á Knesebegk; item a Stuckgardt, condo-
lendo, et á Madame Elizabeth.

|| [[Handschrift: 006r]]

Freitag den 26. Aprilis; 1650.

<1 lachß, von 18 Pfund (libra)℔: Regenwetter.>


J'ay songè: d'avoir abordè la Roine de Swede,
luy parlant en françois, j'aurois fort failly,
au commencement, & achoppè, & Madame
l'Electrice Palatine Douairiere (morte) m'au-
roit averty & aydè, avec ün regard severe,
& avec des reprimandes aspres, au mitan
de mon harangue. Cela m'auroit encores
plüs rendü & confüs, & les autres Dames,
l'eüssent entendü, & rians de moy, cela
me fascha, & me fit si bien continuer, comme
la Roine par ennuy pens s'en aller,
qu'elle demeüra encores, & m'èscoutant
attentivement, la parole me coula si bien,
& sj resoluement, iüsqu'a la fin, que i'en
füs grandement louè de la Roine, dü General
Banner (mort) lequel m'avoit introduit,
& presque forcè aceste audience. Mais
la dite Electrice, ne füt pas contente, & me
tança de m'estre mesprins en l'harangue,
Nota Bene parlant de deux meres Roines de Swede,
ce que j'avois pourtant corrigè dont la ieüne
Roine m'excüsa mesme & TorstenSohn, me regarda a travers,
avec ün sousris; de feüntise, de crainte, & desja de jalousie!

|| [[Handschrift: 006v]]


Meines Bruders Raht, Hanß Geörge Pose, ist
herauf gekommen, hat audientz begehret, undt
(nach überliferung eines allten creditifs,
deme schon satisfaction, unlengst beschehen)
<sein> anbringen gethan, sonderlich 1. wegen der
Steẅersachen, darinnen Mein Bruder seinen
anparth, an landtgühtern nehmen, undt
Meinen consenß darüber haben will[,]
2. wegen der lehenbriefe der von Adel,
so er begehret zu undterschreiben[,] 3. wegen
der gerichtsTäge, so alle 8 wochen, gehalten
werden sollen, daß es richtig geschähe[,] 4.
wegen Secretarij Paulj Ludwigs, daß
derselbige dem Bruder, durch einen
handtschlag, möchte pflichtbahr gemacht werden.


Das 1. habe ich zu bedengken promittirt,
undt Schriftlich mich darüber zu erklähren,
offeriret. Daß 2. wehre ia schon, sieder
dem dato des creditifs, geschehen. Daß 3.
geschähe ia itzo gegenwärtig, undt wir
wehren alhier, weder in culpa, noch in mora.


Das 4. recusirte ich platt, weil der Secretarius
in meinem brodt vndt Soldt, in Meiner Cantzeley || [[Handschrift: 007r]]
bestellet, die meiste labores hette, undt
Mein dirigirender Raht sich seiner am meisten zu
gebrauchen müßte. habe ihn also gnedig dimit-
tiret, undt zuvorn speisen laßen. perge


Extra: ist zu mittage, geblieben, Pose, herr Wilhelm
Christian, von Roggendorff, Doctor Mechovius, Tobias Steffeck von Kolodey
undt Secretarius, Paulus Ludwig.


Die Erfurdter avisen, berichten:


Daß zu Nürnbergk daß Franckenthalische
Temperament, undt deßen verzögerung, intrighj machet.


Daß die Schwedischen vorgeben, sie sähen gerne
den frieden befördert, wegen besorgenden krieges
mit Moßkaw, an welchem doch andere dubitjren.


Dann, die große Moßkowitrische bohtschaft,
(welche beym Könige in Pohlen ankommen,) große
bravaden, gemacht, vndt anfangs, den hut abzuzie-
hen, difficultiret, mit oberstellen prætensionen gehabt,
undt sonsten schwehre postulata, mit restitution
Schmolenßko, Siverien, Czenichovien undt anderer
ablatorum, gebracht, sonderlich auch, daß man
den Fürsten Wießnewetzky, undt den General
Konietzpoltzky spießen sollte, weil Sie alß
undterthanen der Kron Pohlen, undt im friede
begriffen, dennoch, sich eigenmächtig undterstan-
den, im kriege, wieder die Cosagken, die || [[Handschrift: 007v]]
Moßkowitrischen gräntzen, zu berühren, undt in
daßelbige reich, hinein, zu streiffen. Dannen-
hero ein krieg, besorget wirdt, contra Pohlen.


Spannien wirbet stargk in Deützschlandt.


König in Schweden, ist krangk am fieber.


König in Frangkreich, hat an den Gouverneur10
in Bellegarde, geschrieben, demselben alle
gnade, undt große promissa offeriret,
jm fall er es aufgebe, hingegen extre-
ma quæque gedroẅet, im fall er sich
länger darinnen obstinat erzeigte.


Stenay, hat die hertzoginn von Lon-
gueville occupiret. Bleibet darinnen
neütral, undt ist weder Königisch,
noch Printzisch, noch Spannisch.


Prince de Conty, ist in lebensgefahr,
wegen versehrung, seines haüptes.


Der Ertzherzogk stärket den
secours, des Visconte de Türenne.


Viel Provintzien, in Frankreich rebelliren.


Die Engelländer foviren die Dissensiones,
undt wollen den Saltzhandel vor Rochelle || [[Handschrift: 008r]]
gerne an sich ziehen.


Jn Engellandt, ist große furcht, weil
sich des Königes parthey, sehr stärgket.


hingegen haben die Parlamentarij
wieder pfaltzgraf Ruprecht, eine große
Macht, in die 160 Schiffe, außgeschickt.
Gott steẅre allem bösen vorhaben!


Zu Rom, seindt vor einer kirchen,
am hellen lichten Tage, drey personen,
von 12 vermummeten, hinweg ge-
nommen, undt endtführet worden.


Zu Napolj, hat man etzliche
Calabresen gerichtet, hingegen
die verdächtigen Neapolitaner
in ferne kriege, mit chargen versehen.


Piombino, wirdt von Spannien, hart
zugesetzt, undt versiret, in extremis.


General la Riva, lieget wieder
vor den Dardanellj, wie vorm iahr,
sein heyl, wieder die Türgken zu versuchen.


Jn Candia helt sich Sperreütter wol.


Jn Vngarn, regen sich auch die Türgken.

|| [[Handschrift: 009r]]

<1 lachß von 23 Pfund (libra)℔: 2 hasen Viktor Amadeus gehetzt. et cetera>


Oeconomica vollauff, gehabt.


Conferenze co'l negromonte.


Mit Erlachen, hoffet man, (Gott lob, undt
dangk) beßerung, undt das er, wieder
voriger zeitt, vermuhten, noch am leben,
bleiben werde. hat gleichwol ein sehr
großes, außgestanden. Dann man ihm
etzliche grobe schnitte gethan, die vielen
Schröhte, undt böse materia herauß
zu bringen. Die Flechßen aber, undt
die rechte handt, undt arm, (so verletzet)
müßen wol lahm bleiben. Gott erbarme
sich ferner seiner! undt seiner bekümmerten
Schwangeren Frawen!


J'admire les iügemens de Dieu, en cela,!
mais i'ay consideration, de les particülari-
ser; & ce sera peüt estre, pour üne autre fois.


Avis: daß Jacob Antonij von Krosigk
(voller weiser,) übel gefallen, undt seinen
rechten Arm, undt Schengkel, übel verderbet. et cetera


Jcy, il y auroit aussy, quelque chose, a
admirer, & á particülarizer! Mais?

|| [[Handschrift: 009v]]


Avis confident d'ün ministre de Niemburgk
que le bac illecq auroit portè la semaine
passèe 200 Dalers. Les voytüres, y vont
á foule, les chemins, sont meilleürs, qui
y vont, ivy on ne les amende pas, les
chemins aux ruës, & les ponts auprès de
Gaterßleben, ne sont pas refaits. La
chertè dès Vivres, est plüs grande icy,
qu'a Niemburg. Tout cela, empesche
les charrettiers, d'aborder icy, & ie
me contente icy, de 20 ou 30 Dalers,
par semaine, de ce basq, selon les occürrences.

Sonntag den 28ten: Aprilis: 1650.


Risposta von den Beampten zu Ballenstedt.


hieroben, auf dem Schloße, habe ich predigen laßen.
Extra: Zu Mittage, habe ich gehabt, den hofprediger
Theopoldum, neben Doctor Mechovio, undt der
Rindtorfjnn, wie auch, den Freyherren von Roggendorf.


Den Blaw Braunen, allten langohrichten
hengst, habe ich zugelaßen, mit der Blawschim-
melichten Stuhte, diesen Morgen, Gott gebe zu glügk!
Rindtorff war darbey, hatte aber, wegen eigensinniger
obstination, schlechte lust darzu. et cetera

|| [[Handschrift: 010r]]


Nachmittagß, cum sorore Dorothea Bathilde, (mit deren es sich,
Gott lob, gebeßert, Gott gebe gnedige contj-
nuation!) vndt filiis, & filiabus aliquot,
zur kirchen, in Jonij predigt, welcher
daß Achte gebott, außgeleget. et cetera


Nel giardino, con Madama avantj sera!


Converazione, mit dem Freyherren, von Roggendorf[.]

Montag den 29ten: Aprilis; 1650.

<Greẅlicher regen.>


Nach Tegklenburgk, habe ich geschrieben,
durch hertzebruch11, vndt inß Niederlandt,
mit Ern Benjamin Gigelßperger. Gott gebe!
daß beyde wol durchkommen, undt erwüntzsch-
ten succeß, haben mögen! Der letzte,
wirdt erst, in Acht Tagen, (wilß Gott), auf sein.
et cetera


A spasso vormittags.


Rindtorf, Schwartzenberger undt Wolfgang Sutorium
habe ich nach Zeptzigk, geschickt, wegen
selbigen bawes. Gott gebe zu glücklichem succeß!


Das Consistorium, hat deliberiret wegen
des Mollerj, beruffenen Diaconj, nacher Ballenstedt
aber befunden, das man, zu weitt, gegangen
wieder ihn, mit inculpationen, undt imputationen,
die mores, will er corrigiren.

|| [[Handschrift: 010v]]


Die Leiptziger avisen confirmiren die Erffurter undt
daß die Tractaten zu Nürnberg, sich hemmen.


Der Kayser, nacher Prag, kommen werde.


König in Frangkreich, das Bellegarde
sehr ängstige, undt zur übergabe bringen dörfte,
wo ferne der entsatz länger außen bleibet.


Die hertzoginn von Longueville, wehre bey
dem Maréchal de Türenne, undt Sie hetten
mit den Spannischen also accordiret, daß
halb Frantzösische halb Spannische völgker,
in den eroberten plätzen, liegen solten.


Der Ertzhertog, gibt dem Türenne
auch viel geldt, undt die werbungen, gehen
stargk, auf beyden Theilen.


Jn Engellandt stehets, wie die Erfurter melden,
nur, das die gewesene Königinn in Böhmen,
den König zu Breda verhindere, daß
convenant in der religion, zu undterschreiben,
darüber die haüptlegation, auß Schottlandt,
zurücke bleibet. Graf Woldemar sol
auch zu Breda, bey dem Könige in Engellandt,
condition angenommen haben, über deützsch volgk.


Zu Rom, wirdt vor Spannien geworben, undt
die scharffen exectuiones zu Napolj; und Palermo, contjnuiren.

|| [[Handschrift: 011r]]


Die Türgken, wenden diß iahr, ihre größeste
Macht, nach Dalmatia, dergleichen die Vene-
zianer auch thun, vndt ihre festungen,
Sebenico, Spalatro, Cataro, wie auch,
Zara, wol fortificiren. Vor den
Dardanellj; undt in Candia; schlafen
Sie, inmittelst, auch nicht, undt sollen
vor Candia, viel Türckische proviant-
Schiffe, erobert haben.


Die Moßkowische bohtschaft, sol sich vor
dem Könige in Polen, sehr hochmühtig
erzeiget, undt nicht allein, mit oben
an sitzen, undt bedeckung des haüpts
neẅerungen gesucht, Sondern auch drey
Fürstenthümber, alß Schmolenßko[,]
Czernichovien, undt Siverien, auch
deren außlaßung auß dem Königlichen
Pollnischen Titul, cum fructibus perceptis,
wieder begehret haben, undt das
2 Fürsten, (so im Cosagken kriege
an den gräntzen schaden gethan), Wiesnewetz-
ky, undt Conietzpolsky, möchten gespißet werden.

|| [[Handschrift: 011v]]


Die holländer, undt andere Unirte Provin-
zien daselbst können sich noch nicht vergleichen,
wegen abdangkung der compagnien.


Jn Schweden soll der ReichßTag im Julio
werden, undt vielleicht die Cröhnung
darauf, erfolgen.


Die Engelländische flotta, sol in 160
Segel stargk, Printz Ruprechten an-
greiffen, wie auch die Jnsel Sankt Martin
vor Rochelle, vmb selbigen Saltzhan-
del an sich zu bringen, welcher sonst
dem Könige in Frangkreich, vier mil-
lionen, iährlich eintragen soll.


Die Prædicanten in Englandt, so vor
den König reden, werden auch verarrestiret,
wie auch alle die iehnigen, verfolget[,]
geängstiget, undt genaw gehalten werden,
welche wieder die Neẅe Regierung sprechen.


Visconte de Türenne, erklähret sich,
vor den König in Frangkreich, vor die, mit
unrecht, gefangene Printzen, vndt wieder
die iehnigen so blutgierige consilia führen,
undt des Königes minderiährigkeitt, mißbrauchen.

|| [[Handschrift: 012r]]


Dem Könige in Frankreich hat die landtschaft in
Burgundt, vor Bellegarde 600000 Pfund (libra)℔: undt
die Franche Contè; 200000 Pfund (libra)℔: durch die
Stadt Genff, allerley contribuiret[,]
munition, Proviandt, sonderlich aber,
eine forelle von 50 Pfund (libra)℔: groß. et cetera


Ein wispel, vndt 14 Schefel (Scheffel)schfl: haber, seindt
noch außgesehet worden, zu Zeptzigk; in
præsentz, Meines kammerdiehners <Robers>, undt
Wolfgangs Sutorij; Gott gebe, zu segen!
Zu glügk! undt zu gedeyen!


Es hat zwahr, diesen Tag, vielfältig
geregenet, undt sehr stargk!

Dienstag den 30ten: Aprilis. [...]f

<2 hasen.>


Jn allem, seindt geseet an Sommersaht:
23 wispel Gersten, 5 Schefel (Scheffel)schfl: 2 Viertel (Hohlmaß)v:
zu Bernburgk.
11 wispel 20 Schefel (Scheffel)schfl: zu Zeptzigk, undt
1 Schefel (Scheffel)schfl: undter daß wyckfutter.


Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: Schefel (Scheffel)schfl:
10 22 2 Viertel (Hohlmaß)v: haber, zu Bernburgk.
5 2 haber, zu Zeptzigk, darundter
2 Schefel (Scheffel)schfl: undter das wyckfutter.

|| [[Handschrift: 012v]]


An Erbßen, ist außgeseet:


Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: Schefel (Scheffel)schfl: Viertel (Hohlmaß)v:
12 zu Bernburgk.
2 undter das Wyckfutter.
12 zu Zeptzigk.
1 undter daß Wyckfutter.


Gott wolle alle diese Sommersaht,
reichlich, undt Mildiglich, segenen!
undt zu unsern guten genoß, vermehren!


A spasso, zu fuß, wiewol es noch rege-
nicht wetter jst.


Mein Sohn Viktor Amadeus ist hinauß geritten, undt
hat 2 hasen gefangen.


Textapparat
a Im Original verwischt.
b Im Original sind die Silben "zu" und "rück" getrennt geschrieben.
c Die Wortbestandteile "zu" und "wieder" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
d Graphisch nicht darstellbares Symbol mit nicht ermittelter Bedeutung.
e Die Wortbestandteile "zu" und "frieden" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
f Graphisch nicht darstellbares Symbol mit nicht ermittelter Bedeutung.

Kommentar
1 Identifikation unsicher.
2 Identifikation unsicher.
3 Identifikation unsicher.
4 Iob 19,25.
5 Entweder Groß oder Klein Rosenburg.
6 Identifizierung teilweise unsicher.
7 Zuordnung unsicher.
8 Zuordnung unsicher.
9 Person nicht ermittelt.
10 Person nicht ermittelt.
11 Identifikation unsicher.
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1650_04.xml
XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
ablegiren
jemanden entsenden, beordern
accordiren
einen Vertrag schließen, sich einigen
accordiren
einen Ort mittels eines Vertrags (Akkords) übergeben
accordiren
übereinstimmen, einig sein, zustimmen
accordiren
übereinstimmend machen, vergleichen
accordiren
vertraglich zubilligen
affligiren
peinigen, plagen, quälen, ängstigen, bekümmern
alteriren
verwandeln, verändern
alteriren
(sich) aufregen
alteriren
aus der Fassung bringen, erschrecken, aufregen
Anpart
Anteil
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Balbier
Barbier
Bassa
Pascha (Befehlshaber über eine Armee oder Provinz des Osmanischen Reiches)
Bravade
Prahlerei
Bravade
Provokation, Herausforderung
Breite
Fläche, auf der z. B. Getreide zum Trocknen ausgebreitet ist
Breite
Feld
cediren
weichen, nachgeben
cediren
abtreten, übereignen
certiren
streiten, wetteifern
Charge
Angriff
Commercien
Handelsgeschäfte
committiren
(jemanden) beauftragen
committiren
(etwas) auftragen
concerniren
betreffen
concludiren
beschließen
condemniren
verurteilen, verdammen
Condition
Dienststelle
confirmiren
bestätigen
conjungiren
verbinden, verbünden, vereinigen, zusammenführen
consultiren
(gemeinsam über etwas) beraten, beratschlagen
contentiren
zufriedenstellen
contestiren
bezeugen
contestiren
eine Auseinandersetzung in Gang bringen
Continuation
Fortdauer, Fortsetzung
Continuation
erneuter/fortgesetzter Bericht
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
contribuiren
außerordentliche Steuern oder andere Zwangsabgaben entrichten
contribuiren
beitragen, beisteuern, einen Anteil leisten
contribuiren
bezahlen
Creditiv
Beglaubigungsschreiben
deliberiren
überlegen, beratschlagen
Difficultet
Schwierigkeit
difficultiren
erschweren
difficultiren
ablehnen, kritisieren
difficultiren
sich widersetzen
dimittiren
entlassen, (förmlich) verabschieden, beurlauben, entsenden
dubitiren
zweifeln, bezweifeln
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
Eimer
Hohlmaß für Flüssigkeiten
excurriren
hinauslaufen
excusiren
entschuldigen
exequiren
(einen Befehl, eine gerichtliche Anordnung) vollziehen, vollstrecken, mit Gewalt durchsetzen
exequiren
militärischen Zwang anwenden (zur Schuldeneintreibung, zum Erpressen von Geld- oder Naturalleistungen)
exequiren
strafen, (feindlich) verfolgen
exequiren
bestrafen, hinrichten
Extradirung
Veräußerung, Verkauf
foviren
warm halten, begünstigen
Fußvolk
sämtliche Soldaten zu Fuß (Infanterie) innerhalb eines Heeres
gähling
plötzlich, unversehens
Gehege
vorbehaltenes Fischwasser
Gubernament
Regierung, Herrschaft
Gubernament
militärische Befehlshaberschaft über einen bestimmten Ort
Handbrief
Handschreiben
importirlich
bedeutend, wichtig
Imputation
Beschuldigung, Zurechnung
Inculpation
Anschuldigung
Karacke
großes Kriegs- oder Handelsschiff (Segelschifftyp vom späten Mittelalter bis ins 17. Jahrhundert)
Karfunkelwasser
stärkendes Arnzeimittel
Knechtlamm
Schafe, die die Schäferknechte zu ihrem eigenen Nutzen mit halten dürfen
köstlich
teuer, aufwändig
köstlich
prächtig, herrlich, schön
köstlich
kostbar
Licenz
Berechtigung, Erlaubnis, Freiheit
Losament
Unterkunft, Wohnraum
Marche
Marsch
Maus
Muskel
Maus
Teil zwischen Mittelhandknochen des Daumes und Zeigenfingers
meutiniren
meutern
meutiniren
sich widersetzen, widerspenstig sein
Meutinirer
Meuterer
moviren
bewegen, sich regen
moviren
anreizen, anregen, verursachen
moviren
(emotional) bewegen, rühren
moviren
verändern
moviren
anstrengen, in die Wege leiten
moviren
erwägen
Oberstelle
erste Stelle, Vortritt
Obstination
Eigensinn, Halsstarrigkeit
Offizie
Amt, Dienst
Ordinarije
gewöhnliche/regelmäßige Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Patrimonialgut
grundherrlicher Besitz, Privatbesitz eines Amtsträgers (Landesherr, Geistlicher usw.)
peregriniren
reisen, sich auf Wanderschaft begeben
peregriniren
bewandert sein
Pistolette
Pistole (spanische Goldmünze)
präjudiciren
nachteilig sein, schaden
präjudiciren
eine künftige Entscheidung vorbestimmen
Präparation
Vorbereitung
Pri(n)se
vom Feind erbeutetes Schiff
promittiren
versprechen, zusagen
Quasimodogeniti
erster Sonntag nach Ostern (weißer Sonntag)
reassumiren
wiederaufnehmen, erneuern
recuperiren
zurückerobern
recuperiren
wiedererwerben, wiedererlangen
recusiren
(jemandem etwas) versagen, verweigern
recusiren
ablehnen, nicht akzeptieren
Relation
Bericht
Repaß
Pass für die Rückreise
Repaß
Rückmarsch, Rückreise
resolviren
entschließen, beschließen
resolviren
auflösen
Römerzug
von den Reichsständen zu entrichtender, in Matrikeln festgelegter finanzieller Beitrag, der ursprünglich zur Finanzierung des Begleitzuges der deutschen Könige zur Kaiserkrönung nach Rom, später zur Deckung der monatlichen Kosten für die Unterhaltung und Besoldung von Truppenkontingenten des Reichs und der Kreise diente
Schock
Bund bzw. Haufen (z. B. von Garben, Stroh oder Holz)
sieder
seit
Sterbedrüse
todbringende Krankheit, schwere Seuche, Pest (ursprünglich eigentlich Pestbeule)
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
Temperament
Vergleich, Mittelweg, richtiges Maß
Temperament
Mäßigung, Zurückhaltung
tentiren
versuchen
tentiren
in Versuchung führen
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
tumultuiren
Unruhe/Aufruhr stiften, lärmen
tumultuiren
sich empören, meutern, unruhig/aufrührerisch sein
tumultuiren
unruhig/lebhaft werden
verarrestiren
beschlagnahmen
verarrestiren
verhaften
versiren
sich bewegen, sich befinden, schweben
versiren
sich mit etwas beschäftigen, mit etwas umgehen
Volk
Truppen
Wick(en)futter
Futtermischung aus Erbsen, Wicken, Gerste und Hafer
Wispel
Raum- und Getreidemaß
Zeitung
Nachricht
Abraham

Anm.: Biblische Figur; einer der drei Erzväter des Volkes Israel.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Wilhelm von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1643
gest. 1709
Anm.: Sohn des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670) und Neffe Christians II.; seit 1670 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Berengar von Anhalt-Bernburg

geb. 1626
gest. 1627
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Bogislaw von Anhalt-Bernburg

geb. 1633
gest. 1634
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg

geb. 1568
gest. 1630
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Vater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1582 Reise nach Konstantinopel; 1591/92 Führer eines Expeditionskorps für König Heinrich von Navarra; 1592 Übertritt zum reformierten Glauben; 1592/93 Befehl über die protestantischen Truppen im Krieg um das Bistum Straßburg; 1595-1620 oberpfälzischer Statthalter in Amberg und zunehmend Leiter der pfälzischen Politik; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1610 Unionsgeneral im klevisch-jülischen Krieg; seit 1618 Senior des Hauses Anhalt; 1619/20 Kommandierender der pfälzisch-böhmischen Truppen gegen Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); nach kaiserlicher Ächtung Flucht nach Schweden (1621) und Flensburg (1622-1624); 1624 Aufhebung der Reichsacht; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sehnliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Christian III. von Anhalt-Bernburg

geb. 1631
gest. 1631
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Ferdinand Christian von Anhalt-Bernburg

geb. 1643
gest. 1645
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Joachim Ernst von Anhalt-Bernburg

geb. 1629
gest. 1629
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1579
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1600 Aufnahme in die Florentiner Accademia della Crusca ("L'Acceso"); seit 1606 regierender Fürst von Anhalt-Köthen; 1631-1635 schwedischer Statthalter des Erzstifts Magdeburg und des Hochstifts Halberstadt; 1617 Mitbegründer und bis zu seinem Tod erstes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nährende").

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Fürst Wolfgang von Anhalt-Köthen
Fürst Wolfgang von Anhalt-Bernburg

geb. 1492
gest. 1566
Anm.: Sohn des Fürsten Waldemar VI. von Anhalt (1450-1508); alleinregierender Fürst von Anhalt-Köthen (1508-1562) und Anhalt-Bernburg (1544-1562) sowie 1508-1544 gemeinsame Regierung mit seinen Dessauer Vettern Johann IV. (1504-1551), Georg III. (1507-1553) und Joachim (1509-1561) in Anhalt-Bernburg und Anhalt-Zerbst; seit 1525 Förderer der Reformation in Anhalt; 1547-1552 Reichsacht wegen Beteiligung am Schmalkaldischen Krieg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Ernst Gottlieb von Anhalt-Plötzkau

geb. 1620
gest. 1654
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1653 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Lebrecht (1622-1669) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Starke").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Johanna von Anhalt-Plötzkau

geb. 1618
gest. 1676
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1660 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wissende").
Fürst Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
Fürst Lebrecht von Anhalt-Köthen

geb. 1622
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.Weiterführende Informationen in der NDB
Anthony Ascham

geb. ca. 1614
gest. 1650
Anm.: Sohn des Ratsherren Thomas Ascham aus Boston (Lincolnshire); ab 1634 Studium in Cambridge; seit 1646 Erzieher des zukünftigen Königs Jakob II. (1633-1701) und von dessen Bruder Heinrich (1640-1660); 1649/50 englischer Gesandter bei den Hansestädten in Hamburg; 1650 Ermordung bei seiner Ankunft als zukünftiger englischer Gesandter in Madrid.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johan Gustafsson Banér

geb. 1596
gest. 1641
Anm.: Sohn des Gustaf Axelsson Banér (1547-1600); schwedischer Obrist (1621), Generalmajor (1623), General der Infanterie (1630) sowie Feldmarschall im Nieder- und Obersächsischen Reichskreis (1634); ab 1630 Reichsrat; seit 1634 Oberbefehlsshaber der schwedischen Armee in Deutschland; ab 1638 zugleich Generalgouverneur in Pommern; seit 1633 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Haltende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Ferdinand (2) von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Ferdinand von Köln
Bischof Ferdinand von Lüttich
Bischof Ferdinand von Hildesheim
Bischof Ferdinand von Münster
Bischof Ferdinand von Paderborn

geb. 1577
gest. 1650
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1612 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Lüttich, Hildesheim und Münster; seit 1618 auch Bischof von Paderborn.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Maximilian I. von Bayern
Herzog Maximilian I. von Bayern

geb. 1573
gest. 1651
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1597 regierender Herzog von Bayern; Oberhaupt der 1609 gegründeten Katholischen Liga; 1623 Verleihung der (ehemals Pfälzer) Kurwürde durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637), endgültig bestätigt im Westfälischen Frieden; seit 1600 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Christian Beckmann

geb. 1580
gest. 1648
Anm.: Sohn des Zscheppliner Pfarrers Andreas Beckmann (gest. 1612); ab 1599 Studium der Theologie in Leipzig, Wittenberg und Jena; 1604 Promotion zum Mag. phil. an der Universität Leipzig; Schulrektor in Naumburg (1608-1612), Mühlhausen (1612-1615) und Amberg (1615-1625); 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1625-1627 Schulrektor in Bernburg; seit 1627 Pfarrer an der Nikolaikirche sowie Superintendent und Professor für Theologie am Gymnasium illustre in Zerbst; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 211f.

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Philipp (1) Beckmann

geb. ca. 1592
gest. 1666
Anm.: Sohn des Zscheppliner Pfarrers Andreas Beckmann (gest. 1612); 1620-1625 Pfarrer in Kirchenthumbach; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Radisleben; 1638-1644 Superintendent in Coswig/Anhalt; seit 1645 Pfarrer in Quellendorf; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 212.
Philipp (2) Beckmann

geb. ca. 1615
Anm.: Sohn des Zerbster Superintendenten und Gymnasialprofessors Christian Beckmann (1580-1648); Dr. med.; um 1650/51 fürstlicher Hofarzt in Dessau; später bis 1663 Professor für Physik an der Universität Frankfurt/Oder.

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Hans Georg Berger

Anm.: Um 1648 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); um 1649/52 Lakai und bis 1654 Musiker ("Instrumentist") des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1654 im Dienst des Herzogs Christian von Sachsen(-Merseburg) (1615-1691).
N. N. von Bila (4)

Anm.: Um 1650 in Bernburg; Angehöriger des mitteldeutschen Adelsgeschlechts.
N. N. von Bila (5)

Anm.: Um 1650 in Bernburg; Angehöriger des mitteldeutschen Adelsgeschlechts.
Christian Friedrich von Börstel

geb. 1647
gest. 1673
Anm.: Sohn des Christian Heinrich von Börstel (1617-1661); zuletzt vermutlich in niederländischen Kriegsdiensten.
Christian Heinrich von Börstel

geb. 1617
gest. 1661
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); Erbherr auf Güsten und Ilberstedt; 1641-1643 Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) und zugleich Hofmeister für dessen Sohn Johann Georg (1627-1693); 1643-1648 Geheimer Rat und Hofmeister von Fürst Johann Kasimir; 1648 Übersiedlung nach Bernburg; seit 1657 anhaltischer Gesamtrat und Hofmeister des Fürsten Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlängernde"); vgl. Andreas Hesius: Lieblich und schönes Erbtheil der Kinder Gottes [...], Köthen 1661, Bl. Fijr-Givv.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Curt Dietrich von Börstel

geb. 1650
gest. 1721
Anm.: Sohn des Christian Heinrich von Börstel (1617-1661); Erbherr auf Bittkow, Güsten und Westeregeln; 1661-1665 Page des Fürsten Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665), ab 1666/67 Page bei Herzog August von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1635-1699) in Magdeburg; dann kurbrandenburger als Fähnrich, Leutnant und Hauptmann (1674-1679); später in niederländischen Kriegsdiensten; kurbrandenburgischer Oberforstmeister im Fürstentum Halberstadt (1681-1686) bzw. in der Altmark (seit 1686); vgl. Christian Friedrich Heckel: Mosis Gottselige Betrachtung Uber das Menschliche Leben [...], Magdeburg 1721, S. 35-44.

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Ernst Ludwig von Börstel

geb. 1649
gest. 1674
Anm.: Sohn des Christian Heinrich von Börstel (1617-1661); zuletzt vermutlich in kaiserlichen oder niederländischen Kriegsdiensten.
Hans Heinrich von Börstel

geb. 1644
gest. 1711
Anm.: Sohn des Christian Heinrich von Börstel (1617-1661); preußischer Generalleutnant.

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Johann Georg Bohse

geb. 1578
gest. 1669
Anm.: Sohn des Juristen Johann Georg Bohse; Studium in Helmstedt; Dr. jur. utr.; anhaltischer und mecklenburgischer Rat; ab 1629 Stadtsyndikus von Halle (Saale); um 1647/53 Advokat und spätestens seit 1654 Rat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670).

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Jaroslaus Borzita von Martinitz
Jaroslav Bořita z Martinic
Graf Jaroslaus von Martinitz

geb. 1582
gest. 1649
Anm.: Sohn des Jaroslaus Borzita von Martinitz (1549-1581); Herr auf Smetschno, Okoř, Malíkovice und Sternberg; ab 1603 kaiserlicher Rat; 1609-1618 Hofmarschall des Königreiches Böhmen; 1617 Berufung in das böhmische Statthalterkollegium; am 23. Mai 1618 eines der drei Opfer des zweiten Prager Fenstersturzes; danach bis 1622 im Exil; seit 1619 kaiserlicher Kämmerer; ab 1623 kaiserlicher Geheimer Rat; seit 1624 Oberstlandrichter, 1625-1628 Oberstlandkämmerer, 1628-1638 Obersthofmeister und 1638-1649 Oberstburggraf des Königreiches Böhmen; 1648 in schwedischer Kriegsgefangenschaft; 1621 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Armand de Bourbon
Prince Armand de Conti

geb. 1629
gest. 1666
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); ab 1629 Prince de Conti; 1649/50 Beteiligung an der Fronde; 1650/51 deswegen in Haft; 1654-1660 Gouverneur von Guyenne; militärische Kommandos in Spanien (1654) und Italien (1657); 1656-1660 Grand maître de France; seit 1660 Gouverneur des Languedoc.

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Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

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Markgräfin Barbara Eusebia von Brandenburg
Geburtsname: Gräfin Barbara Eusebia Borzita von Martinitz
Geburtsname: Gräfin Barbora Eusebie Bořitova z Martinic
Gräfin Barbara Eusebia von Wrtby
Gräfin Barbora Eusebie z Vrtby

geb. ca. 1605
gest. 1656
Anm.: Tochter des Grafen Jaroslaus Borzita von Martinitz (1582-1649); 1630-1648 erste Ehe mit Graf Sezima Johann von Wrtby (1578-1648); seit 1650 zweite Ehe mit Markgraf Christian Wilhelm von Brandenburg (1587-1665).
Markgraf Christian Wilhelm von Brandenburg
Administrator Christian Wilhelm von Magdeburg
Administrator Christian Wilhelm von Halberstadt

geb. 1587
gest. 1665
Anm.: Sohn des Kurfürsten Joachim Friedrich von Brandenburg (1546-1608); 1598-1631 Administrator des Erzstifts Magdeburg; ab 1614 auch Koadjutor und 1624-1628 Administrator des Hochstifts Halberstadt; dänischer Obrist (1625-1627) und Generalleutnant (1626); 1630/31 auch erzstiftisch-magdeburgischer Obrist; 1631 kaiserlicher Kriegsgefangener; 1632 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1635 finanzielle Entschädigung durch regelmäßige Einkünfte aus dem Erzstift Magdeburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg
Herzogin Elisabeth Charlotte in Preußen
Geburtsname: Pfalzgräfin Elisabeth Charlotte von Pfalz-Simmern

geb. 1597
gest. 1660
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1616-1640 Ehe mit Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); seit 1650 Witwensitz in Crossen an der Oder.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürstin Louise Henrietta von Brandenburg
Geburtsname: Gräfin Louise Henrietta von Nassau-Dillenburg

geb. 1627
gest. 1667
Anm.: Tochter des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); seit 1646 Ehe mit Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann (2) Brandt

geb. 1604
gest. 1672
Anm.: Sohn des Tirschenreuther Kantors Bartholomäus Brandt (gest. 1611); Studium in Erfurt (1623) und Altdorf (nach 1630 Promotion zum Dr. med.); ursprünglich Arzt in Reichenbach/Vogtland (noch 1630); ab 1632 kriegsbedingt in Bernburg, dort baldige Bestallung zum Stadtphysikus; (vor 1637) bis November 1649 Leibarzt des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg und spätestens seit 1647 auch dessen Rat; ab Ostern 1650 Hofarzt des Fürsten Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665) und von dessen verwitweten Mutter Sophia (1599-1654); vgl. Wolfram Kaiser / Arina Völker: Universität und Physikat in der Frühgeschichte des Amtsarztwesens, Halle (Saale) 1980, S. 38.
Herzogin Anna Sophia von Braunschweig-Wolfenbüttel
Geburtsname: Markgräfin Anna Sophia von Brandenburg

geb. 1598
gest. 1659
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg (1572-1619); 1614-1634 Ehe mit Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1591-1634); bereits seit 1628 Residenz auf Schloss Schöningen; nach 1625 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Aufrichtige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Girolamo Cardano

geb. 1501
gest. 1576
Anm.: Vermutlich unehelicher Sohn des Mailänder Rechtsgelehrten Fazio Cardano; Arzt, Philosoph und Mathematiker; ab 1520 Studium des Rechts, der Naturwissenschaften und Medizin in Pavia und Padua; 1526 Promotion zum Dr. med. an der Universität Padua; 1526-1532 Arzt in Saccolongo; seit 1534 Arzt am städtischen Armen- und Krankenhaus in Mailand; parallel dazu Lehraufträge an der Akademie für Vorlesungen in Mathematik, Astrologie und Architektur; ab 1539 Mitglied und seit 1541 Rektor des Kollegiums der dortigen Ärzte; 1544-1562 Professor für Medizin in Pavia; 1563-1570 Professor für Medizin in Bologna; 1570 kurzzeitige Verhaftung durch die römische Inquisition.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Alvise Contarini

geb. 1597
gest. 1651
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Tommaso Contarini; ab 1618 Tätigkeit in der Administration der Republik Venedig; seit 1623 Mitglied des Großen Rates (Maggior Consiglio); ordentlicher bzw. außerordentlicher venezianischer Gesandter in den Vereinigten Niederlanden (1624-1626), London (1626-1629), Paris (1629-1632), Rom (1632-1635) und Konstantinopel (1636-1641); 1643-1649 Mediator auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte
Ludwig Crocius

geb. 1586
gest. 1653/55
Anm.: Sohn des Laaspher Pfarrers Paul Crocius (1551-1607); ab 1600 Studium in Herborn, Marburg (1604 Mag.), Bremen, Basel (1609 Promotion zum Dr. theol.) und Genf; Prediger an der Bremer Sankt-Martini-Kirche (1610-1628) und Liebfrauenkirche (1628-1652); zudem seit 1610 Professor für Philosophie und Theologie sowie 1630-1639 und ab 1647 Prorektor am Gymnasium Illustre Bremen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Oswald Croll

geb. 1560
gest. 1609
Anm.: Sohn des Wetterer Bürgermeisters Johann Croll (gest. 1590/1591); 1576-1582 Medizinstudium in Marburg, Straßburg, Genf und Heidelberg; 1582 Promotion zum Dr. med. in Heidelberg; bis 1593 Reisen und Tätigkeiten als Hauslehrer, u. a. für Graf Maximilian von Pappenheim (1593-1597); ab 1593 Arzt in Brünn und Prag; seit 1598 Leibarzt des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); Tätigkeit als Alchemist und Pharmazeut.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Robert Douglas of Whittinghame
Graf Robert von Skänninge

geb. 1611
gest. 1662
Anm.: Sohn des schottischen Adligen Patrick Douglas of Whittinghame (gest. 1626); ab 1627 Page des seit 1622 in Schweden lebenden Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1589-1652); schwedischer Fähnrich (1630), Hauptmann (1632), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1643), Generalleutnant (1647), General und Kriegsrat (1651), Feldmarschallleutnant (1656) und Feldmarschall (1657); 1646/47 Gouverneur in Schwaben; 1652-1654 schwedischer Reichsstallmeister; ab 1658 Geheimrat im Senat sowie Oberbefehlshaber in Estland und Livland; Erhebung zum Baron von Skålby (1651) und zum Grafen von Skänninge (1654); seit 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Lebhafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
August Adolf von Drandorf

geb. ca. 1590
gest. 1656
Anm.: Sohn des Wolf Friedrich von Drandorf (gest. 1632) auf Belgern; kursächsischer Obristleutnant (1631), Obrist (1635-1650) und Generalwachtmeister (1649); Kommandant von Leipzig (1636-1638), Magdeburg (1638-1646) und Großenhain (1648-1650); 1649/50 kursächsischer Gesandter auf dem Nürnberger Exekutionskongress; 1644 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Joseph Du Chesne
Iosephus Quercetanus

geb. ca. 1544
gest. 1609
Anm.: Sohn des hugenottischen Chirurgen Jacques Du Chesne in Armagnac; Alchemist, Arzt und Paracelsus-Anhänger; 1564-1566 Medizinstudium in Montpellier; 1573 Promotion zum Dr. med. in Basel; danach Arzt in Lyon, Kassel und Genf (1584 Bürgerrecht); ab 1587 Mitglied des Rats der 200 und seit 1594 des kleinen Rats der Stadt Genf; ab 1596 Leibarzt des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610) in Paris.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Matthias Engelhardt d. Ä.

gest. 1651
Anm.: Sohn von Laurentius Engelhardt, Beisitzer im Großen Rat der Stadt Straßburg; Dr. med.; seit 1627 Leibarzt des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650) und vor 1638 auch des Fürsten Georg Aribert von Anhalt-Dessau (1606-1643); daneben noch 1640 Stadtarzt in Köthen; um 1650 vermutlich Arzt in Aschersleben.
England, Haus
Könige von England

Anm.: Seit 1603 aus der Dynastie der Stuart.
König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
August Ernst (1) von Erlach

geb. 1616
gest. 1684
Anm.: Sohn des Burkhard von Erlach (1566-1640); Erbherr auf Altenburg (bei Nienburg/Saale); 1636-1640 und 1641-1644 in kaiserlichen Kriegsdiensten, dazwischen Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später anhaltischer Landrat und Direktor des Stipendienwesens.
Sibylla Eleonora von Erlach
Geburtsname: Sibylla Eleonora von Börstel

geb. 1619
gest. 1670
Anm.: Tochter des Heinrich von Börstel (1581-1647); 1635-1642 Kammerjungfer der unverheirateten Schwestern Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1642 Ehe mit August Ernst von Erlach (1616-1684).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Girolamo Fabrici d'Acquapendente
Hieronymus Fabricius ab Aquapendente

geb. 1533/37
gest. 1619
Anm.: Geboren in Acquapendente; 1554-1559 Studium der Medizin in Padua; 1559 Promotion zum Dr. phil. & med.; 1562-1565 Privatlehrer für Anatomie in Padua; 1565-1613 Professor für Chirurgie und Anatomie an der Universität Padua.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Thomas Fairfax
Lord Thomas Fairfax of Cameron

geb. 1612
gest. 1671
Anm.: Sohn des Ferdinando Fairfax, 2nd Lord Fairfax of Cameron (1584-1648); 1639/40 Teilnahme an den Bischofskriegen gegen die Schotten; Kriegsdienst für das englische Parlamentsheer als Lieutenant-general of the Horse unter seinem Vater (1642-1645) sowie Commander-in-Chief of the Forces und Captain General (1645-1650); seit 1648 3rd Lord Fairfax of Cameron; 1651-1660 Lord of Mann; danach Rückzug auf die Güter.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Georg Fertschius

geb. 1627
gest. 1683
Anm.: Sohn des Bernburger Advokaten und Ratskämmerers Georg Fertschius (gest. 1626); ab 1640 Studium in Leipzig; um 1650 Präzeptor der Kinder des Christian Heinrich von Börstel (1617-1661); seit 1653 Ratskämmerer sowie 1663, 1666, 1669, 1673, 1676, 1679 und 1682 Bürgermeister der Talstadt von Bernburg.
König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Hans Ernst von Freyberg

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Ernst von Freyberg (1578-1626); Erbherr auf Elsdorf; Hof- oder Kammerjunker des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); Mitte der 1630er Jahre auch anhaltisch-köthnischer Stallmeister und Kriegskommissar; um 1639 im Dienst des Grafen Otto V. von Schaumburg und Holstein-Pinneberg (1614-1640); um 1643/49 und erneut ab 1656 Hofmeister des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); um 1650/56 anhaltisch-plötzkauischer Rat und Hofmeister; später Hofmeister und ab 1660 auch Wittumsrat der Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau (1615-1673); spätestens seit 1642 Mitglied des Größeren, später auch des Engeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; zugleich Direktor des anhaltischen Stipendienwerks; seit 1627 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ausführende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
N. N. Geuder von Heroldsberg (2)
N. N. Rabensteiner (2)

Anm.: Um 1650 Ehefrau des Nürnberger Patriziers Johann Philipp Geuder von Heroldsberg (1597-1650).
Johann Philipp Geuder von Heroldsberg
Johann Philipp Rabensteiner

geb. 1597
gest. 1650
Anm.: Sohn des Nürnberger Patriziers und kurpfälzischen Regimentsrats Jakob Geuder von Heroldsberg (1575-1616); zunächst kaiserlicher Leutnant (im Regiment der fränkischen Reichsritterschaft) und Rittmeister; Rat des Kantons Gebürg; Hofmeister und Kanzleidirektor des Grafen Wolfgang Ernst von Löwenstein-Wertheim (1578-1636); zwischen 1631 und 1635 schwedischer Rittmeister und Kriegsrat im Fränkischen Reichskreis, auch Gesandter der fränkischen Reichsritterschaft; 1634/35 Vertreter der Grafen im fränkischen Kreisrat des Heilbronner Bundes; ab 1635 Ritterhauptmann des Reichsritterkantons Gebirg; 1636 Reisehofmeister und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit dem gleichen Jahr auch Rat von diesem und des Markgrafen Christian von Brandenburg-Bayreuth (1581-1655); im Dezember 1636 anlässlich der Krönung Ferdinands III. zum römischen König zum Ritter geschlagen; später Direktor der fränkischen Reichsritterschaft; zuletzt auch Generaldirektor der reichsunmittelbaren Ritterschaftskreise Franken, Schwaben und Rheinstrom; ab 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ergänzende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Wolfgang Benjamin Giegelsberger

geb. 1607
gest. 1677
Anm.: Sohn des oberpfälzischen Pfarrers Melchisedek Giegelsberger (gest. 1636); Pfarrer in Preußlitz (1631-1636), Neundorf (designiert 1636) und Nienburg/Saale (1637-1639); seit 1647 Pfarrer in Reinstedt; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 258.
James Graham
Earl bzw. Marquess James of Montrose

geb. 1612
gest. 1650
Anm.: Sohn des John Graham, 4th Earl of Montrose (1573-1626); ab 1626 5th Earl und seit 1644 1st Marquess of Montrose; 1644-1646 Kommandeur der royalistischen Truppen als Lord Lieutenant (1644) und Captain-general of Scotland (1645); 1650 eigenmächtige Landung auf den Orkney-Inseln und Hinrichtung als Kriegsgefangener des schottischen Parlaments in Edinburgh.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Henri Groulart

gest. 1658
Anm.: Sohn des Charles Groulart, Seigneur de La Court (ca. 1551-1607); Seigneur de La Court; französischer Resident in Osnabrück (1646-1648); danach Gesandter in Münster (1649) und auf dem Nürnberger Exekutionskongress (1649/50).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Hans Albrecht von Halck

gest. 1658
Anm.: Mitteldeutscher Adliger; zeitweilig Herr auf Crüchern; 1620 Kriegsdienst unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626), später unter König Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1640-1646 Major und Stadtkommandant von Bernburg; ab 1646 Kammerjunker und seit 1647 Stallmeister der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660); ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlschmeckende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Haseki Mehmed Pascha

Anm.: Schwiegersohn von Sultan Murad IV. (1612-1640) und Sultan Ibrahim (1615-1648); seit 1650 Wesir; Beylerbey (Provinzgouverneur) von Damaskus (1650-1652, 1656), Ägypten (1652-1656), Bagdad (1656-1659) und Aleppo (1659-1661).

Weiterführende Informationen
Andreas Hauer

Anm.: Um 1650 vermutlich Diener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Felix Hausstedt

geb. 1598
gest. 1652
Anm.: Sohn des Steckbyer Pfarrers David Hausstedt (1573-1599); Studium in Frankfurt (Oder), Wittenberg und Helmstedt; 1625/26 Pfarrer in Roßlau; 1626-1637 Diakon und 1637-1644 Pfarrer an der Bartholomäuskirche in Zerbst (1644 Entlassung als Reformierter); seit 1644 Pfarrer an der Ansgarkirche in Bremen; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 276.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Guillaume de Hautemer
Baron bzw. Duc Guillaume de Grancey
Comte Guillaume de Châteauvillain

geb. ca. 1538
gest. 1613
Anm.: Sohn des Jean de Hautemer, Seigneur de Fervaques, du Fournet et du Mesnil-Tison (gest. 1544); in wechselnden französischen Kriegsdiensten; 1597 Maréchal de France; 1608 Lieutenant-général im Gouvernement der Normandie; 1609 Mitglied des königlichen Regentschaftsrats; 1612 Gouverneur der Normandie; seit 1611 Duc de Grancey.
Franciscus Mercurius van Helmont

geb. 1614
gest. 1699
Anm.: Sohn des flämischen Arztes und Philosophen Johan Baptista van Helmont (1680-1644); 1644-1656 Tätigkeit als Arzt, Berater und Diplomat für verschiedene deutsche Fürsten, u. a. für die kurpfälzischen Wittelsbacher; 1661/62 Inhaftierung durch die Römische Inquisition; seit 1668 pfälzisch-sulzbachischer Hof- und Kanzleirat; 1670 diplomatische Mission in England; 1671-1679 Aufenthalt in England als Arzt der Viscountess Anne Conway (1631-1679); zuletzt Leben in Deutschland.

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Heinrich Hertzebroch

Anm.: Fürstlicher Amtmann von Nienburg/Saale (1626-1635) und Warmsdorf (1626-1633).
König Ahab von Israel

Anm.: Biblische Figur, im 9. Jahrhundert v. Chr. König des Nordreiches Israel.

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Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

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Jiftach (Bibel)

Anm.: Biblische Figur.

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Johannes der Evangelist Heiliger

Anm.: Apostel und Evangelist.

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Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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İslâm III. Giray Khan (Krim)

geb. 1604
gest. 1654
Anm.: Sohn des Krim-Khans Selâmet I. Giray (1558-1610); seit 1644 Krim-Khan.

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Jaroslaus Peter Kinsky von Wchinitz und Tettau
Jaroslav Petr Kinský z Vchynic a Tetova

gest. 1669
Anm.: Sohn des Adam Kinsky von Wchinitz und Tettau (1569-1648); seit 1627 in schwedischen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (um 1631/47) und General der Kavallerie; um 1650 in Hamburg; später polnischer General; 1669 Tod in Pirna.
Hempo (1) von dem Knesebeck

geb. 1595
gest. 1656
Anm.: Sohn des Thomas von dem Knesebeck (1559-1625); 1618-1626 zunächst Kammerjunker und Stallmeister, bald darauf Rat und Hofmeister des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 kurbrandenburgischer Kriegskommissar; seit 1646 Landeshauptmann der Altmark und Direktor der altmärkischen Ritterschaft; ab 1624 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gute").

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Christian Ernst von Knoch(e)

geb. 1608
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kaspar Ernst von Knoch (1582-1641); Erbherr auf Trinum; 1631-1639 in Kriegsdiensten, zuletzt als kursächsischer Obristleutnant und Generaladjutant (um 1637); ab 1641 Landeshauptmann des Teilfürstentums Anhalt-Zerbst; seit 1643 anhaltischer Gesamtrat; 1645-1650 Geheimer Rat des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1650 Direktor der Köthener Vormundschaftsregierung; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Weichende").

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Johann (2) Köppen

geb. nach 1612
gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Kanzlei- und Justizrats Johann Köppen (1584-1641); Studium in Wittenberg (1626), Zerbst (1630) und Marburg (1633-1636); Lic. jur.; danach Syndikus und Prof. juris et politices am Gymnasium illustre in Zerbst; ab 1642 anhaltisch-zerbstischer Hofrat; 1657-1664 anhaltischer Gesamtrat; seit 1664 kurbrandenburgischer Geheimer Rat; ab 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Dritte").

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Fürst Stanisław Koniecpolski

geb. 1591
gest. 1646
Anm.: Sohn des polnischen Magnaten Aleksander Koniecpolski (1555-1609); Starost von Wieluń (ab 1607), Żarnowiec (seit 1611), Babimost (ab 1617), Bar (seit 1623) und Bytów (ab 1638); seit 1610 militärische Karriere als polnischer Rittmeister, Obrist, General, Feldhetman (1618-1632) und Großhetman (ab 1632); 1620-1623 türkischer Kriegsgefangener; seit 1625 Woiwode von Sandomierz; ab 1633 Kastellan von Krakau; seit 1635 Starost von Busk, Perejasław, Chmielnicki, Stryj, Kowel und Szczurowice; 1637 Erhebung in den Reichsfürstenstand.

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Jakob Anton von Krosigk

geb. 1624
gest. 1704
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1640-1650 in schwedischen Kriegsdiensten, anfangs als Volontär, später als Kornett (1642); 1654-1661 kurbrandenburgischer Gardehauptmann; ab 1682 anhaltischer Landrat; seit 1693 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; vgl. Daniel Müller: Schuldige letzte Ehren- und Dienst-Erweisung [...], Zerbst 1706, Bl. [K2]v-M2v.

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Amélie de La Tour d'Auvergne

geb. 1640
gest. 1696
Anm.: Tochter des Frédéric-Maurice de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1605-1652); Nonne in Paris.
Éléonore Catherine Fébronie de La Tour d'Auvergne
Duchesse Éléonore Catherine Fébronie de Bouillon
Duchesse Éléonore Catherine Fébronie d' Albret et de Château-Thierry
Princesse Éléonore Catherine Fébronie de Sedan
Geburtsname: Eleonora Catharina Fébronia van den Bergh

geb. 1613
gest. 1657
Anm.: Tochter des Frederik van den Bergh (1559-1618); 1634-1652 Ehe mit Frédéric-Maurice de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1605-1652).

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Henri (2) de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri (2) de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri (1) de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

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Herzog Karl IV. von Lothringen und Bar

geb. 1604
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); seit 1625 Herzog von Lothringen und Bar; 1634 vorübergehende Abdankung zugunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670); zwischen 1634 und 1641, 1641 und 1661 sowie 1670-1675 durch französische Besetzung seines Herzogtums mehrfach von der Regierung abgehalten; 1654-1659 in spanischer Gefangenschaft.

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Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Lukas Heiliger

Anm.: Apostel und Evangelist.

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Martin Luther

geb. 1483
gest. 1546
Anm.: Sohn des Eislebener Bergmannes Hans Luder (1459–1530); deutscher Bibelübersetzer und Reformator; Schulbesuch in Mansfeld, Magdeburg und Eisenach; ab 1501 Studium in Erfurt (1502 Baccalaureus artium, 1504 Magister artium); 1505 Eintritt in das Erfurter Kloster der Augustinereremiten; 1507 Priesterweihe; Studium in Erfurt (1507) und Wittenberg (1508-1510); 1511 Versetzung in das Wittenberger Kloster der Augustinereremiten; 1512 Promotion zum Dr. theol. an der Universität Wittenberg; seit 1513 Professor für biblische Exegese in Wittenberg; 1520 Verbrennung einer päpstlichen Bannandrohungsbulle; 1521 Bann durch den Papst und Reichsacht durch Wormser Edikt von Kaiser Karl V. (1500-1558); 1521/22 geheimer Aufenthalt auf der Wartburg bei Eisenach (Bibelübersetzung).

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Markus Heiliger

Anm.: Evangelist.

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Matthäus Heiliger

Anm.: Apostel und Evangelist.

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Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

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Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Sebastian Wilhelm (von) Meel

geb. ca. 1597
gest. 1666
Anm.: Studium der Rechte in Mainz; Dr. iur.; Vizekanzler und Geheimer Rat des Würzburger Bischofs bzw. Mainzer Kurfürsten Johann Philipp von Schönborn (1605-1673); kurmainzischer Gesandter am französischen Königshof (1647/48), bei den Westfälischen Friedensverhandlungen in Münster und Osnabrück (1645-1648) und auf dem Nürnberger Exekutionskongress (1649/50); 1653/54 kurmainzischer Reichsdirektor auf dem Reichstag in Regensburg; ab 1654 würzburgischer Kanzler; 1655 kurmainzischer Gesandter auf dem Frankfurter Deputationstag; seit 1660 kurmainzischer Vizekanzler; ab 1662 kurmainzischer Reichsdirektor auf dem Immerwährenden Reichstag in Regensburg; 1654 Nobilitierung.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte
N. N. von Mengerodt

Anm.: Um 1650 in Bernburg.
Giovanni Tommaso Minadoi

geb. 1548
gest. 1615
Anm.: Geboren in Rovigo; bis 1576 Medizinstudium in Padua; 1578-1585 venezianischer Arzt in Konstantinopel; 1583/84 im Dienst der Gonzaga in Mantua; seit 1596 Professor für Medizin an der Universität in Padua.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. Minelli (1)

Anm.: Um 1650 venenzianischer Kaufmann.
N. N. Minelli (2)

Anm.: Um 1650 venenzianischer Kaufmann.
Antoine Mizauld
Antonius Mizaldus

geb. 1510
gest. 1578
Anm.: Geboren in Montluçon; Astronom, Astrologe und Arzt; Professor für Medizin in Paris.

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Daniel (2) Müller

geb. 1612
gest. 1686
Anm.: Geboren in Plauen; Studium in Leipzig (1632); Magister (1636); Bacc. theol.; Lic. theol.; Dr. theol.; ab 1640 Konrektor der Nikolaischule in Leipzig; auch Assessor an der Philosophischen Fakultät der Universität Leipzig; 1643-1649 Subdiakon, 1649-1657 Diakon und seit 1657 Archidiakon an der Leipziger Nikolaikirche; vgl. Reinhold Grünberg (Bearb.): Sächsisches Pfarrerbuch. Die Parochien und Pfarrer der Ev.-luth. Landeskirche Sachsens (1539-1939), Freiberg i. Sa. 1940, Bd. 2.2, S. 619.

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Johann Müller

geb. 1603
gest. 1656
Anm.: Sohn des Ballenstedter Bürgermeisters Joseph Müller; 1632-1637 Pfarrer in Brambach; 1637-1649 Pfarrer in Steckby (als Reformierter abgesetzt); 1650-1652 Diakon in Ballenstedt; seit 1652 Pfarrer in Preußlitz; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 359f.
Noach N. N.
Noah N. N.

gest. 1650
Anm.: Jude aus Holleschau in Mähren, der am 11. März 1650 den christlichen Jungen Matthias Schmidt (1644-1650) im böhmischen Kaaden ermordet haben soll.
Jean-Louis de Nogaret de La Valette
Duc Jean-Louis d' Épernon

geb. 1554
gest. 1642
Anm.: Sohn des Jean de Nogaret de La Valette (1527-1575); 1578-1589 einer der engsten Vertrauten (Mignons) des Königs Heinrich III. von Frankreich (1551-1589); ab 1581 Conseiller d’État, Colonel général des Bandes françaises, Duc d'Épernon und Pair de France; seit 1582 Premier gentilhomme de la Chambre du Roi; 1586–1594 Gouverneur der Provence; 1587-1589 Amiral de France; 1622-1641 Gouverneur der Guyenne.

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Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

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Anne-Geneviève d' Orléans
Duchesse Anne-Geneviève de Longueville
Duchesse Anne-Geneviève d' Estouteville
Princesse Anne-Geneviève de Châtelaillon
Comtesse bzw. Princesse Anne-Geneviève de Neuchâtel
Geburtsname: Anne-Geneviève de Bourbon

geb. 1619
gest. 1679
Anm.: Tochter des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1642-1663 Ehe mit Henri II d'Orléans, Duc de Longueville (1595-1663).

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Henri II d' Orléans
Duc Henri II de Longueville
Duc Henri II d' Estouteville
Prince Henri II de Châtelaillon
Comte bzw. Prince Henri I de Neuchâtel

geb. 1595
gest. 1663
Anm.: Sohn des Henri I d'Orléans, Duc de Longueville (1568-1595); ab 1595 Duc de Longueville und d'Estouteville, Prince de Châtellaillon und Comte de Neuchâtel; zunächst Gouverneur der Picardie; 1619/20 und seit 1627 Gouverneur der Normandie; 1636-1643 mehrmals französischer General in Italien; ab 1643 souveräner Prince de Neuchâtel; 1645-1648 französischer Prinzipalgesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; 1648-1653 Beteiligung an der Fronde.

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Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

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Pfalzgräfin Elisabeth von Pfalz-Simmern
Äbtissin Elisabeth (1) von Herford

geb. 1618
gest. 1680
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); ab 1661 Koadjutorin und seit 1667 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Herford.

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Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb. 1619
gest. 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647/48 französischer Maréchal de camp; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistischen Flotte, die 1651 zur Freibeuterei überging; 1653-1655 Master of the Horse; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee und des Admirality Committee; ab 1668 Lord High Admiral; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

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Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz
Königin Elisabeth von Böhmen
Geburtsname: Prinzessin Elisabeth von England, Irland und Schottland

geb. 1596
gest. 1662
Anm.: Tochter des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England und Irland) (1566-1625); 1613-1632 Ehe mit Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632).

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Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

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Kurfürstin Louise Juliana von der Pfalz
Geburtsname: Gräfin Louise Juliana von Nassau-Dillenburg

geb. 1576
gest. 1644
Anm.: Tochter des Fürsten Wilhelm I. von Oranien (1533-1584); 1593-1610 Ehe mit Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1620 Flucht nach Württemberg; später Exil in Berlin und Königsberg.

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Kaspar (1) Pfau

geb. 1596
gest. 1658
Anm.: Sohn des Kaspar Pfau (gest. 1604); nach 1622 Bediensteter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 Amtmann von Großalsleben (noch 1638); seit 1630 anhaltischer Gesamtrat; um 1632 Amtmann zu Gernrode und Großalsleben sowie fürstlich-anhaltischer Kriegskommissar; ab 1638 auch Landrentmeister, zugleich Amtmann von Gernrode; um 1640 Obereinnehmer; um 1641/42 Landrechnungsrat; seit 1645 Hofrat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anhaltende").

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Anna (1) Plato
Geburtsname: Anna zum Hahnenberg

geb. 1590
gest. 1650
Anm.: Zunächst Kammermagd der Fürstin Anna von Anhalt-Bernburg (1579-1624); seit ca. 1615 Ehe mit dem Pfarrer Joachim Plato (1590-1659).
Joachim Plato

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Sohn des Amberger Pfarrers und Kircheninspektors Matthius Plato (1545-1617); 1619-1625 Pfarrer in Nittenau/Regen; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Hoym; 1638-1642 Pfarrer in Ballenstedt; seit 1642 Superintendent und Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 379f.

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König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Königin Louise Maria von Polen
Großfürstin Louise Maria von Litauen
Geburtsname: Maria Luisa Gonzaga di Nevers

geb. 1611
gest. 1667
Anm.: Tochter des Carlo I Gonzaga, Duc de Nevers et Rethel (1580-1637); 1645-1648 erste Ehe mit König Wladislaw IV. von Polen (1595-1648); seit 1649 zweite Ehe mit König Johann II. Kasimir von Polen (1609-1672).

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Giambattista della Porta

geb. 1535
gest. 1615
Anm.: Sohn des Nardo Antonio della Porta; Tätigkeit als Naturforscher, Arzt, Universalgelehrter und Schriftsteller.

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König Johann IV. von Portugal
Duque João II de Bragança

geb. 1604
gest. 1656
Anm.: Sohn des Duque Teodósio II de Bragança (1568-1630); ab 1630 Duque de Bragança; seit 1640 König von Portugal.

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Pierre Potier
Petrus Poterius

geb. ca. 1581
gest. nach 1643
Anm.: Geboren in Angers; Arzt u. a. in Bologna.

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Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Sebastian Reinhardt

geb. 1586
gest. 1658
Anm.: Sohn des Grimmaer Superintendenten Martin Reinhardt; 1609-1611 Prediger in Harzgerode; 1611-1618 Pfarrer in Spelnshart/Oberpfalz; 1618-1621 Pfarrer in Grafenwöhr; 1621 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1623-1625 Diakon und 1625-1636 Archidiakon an der Dessauer Marienkirche; 1636-1649 Propst in Wörlitz; 1649-1653 Pfarrer an St. Stephani in Bremen; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 389.

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Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Helena von Rindtorf
Geburtsname: Helena Bohusch von Ottoschütz
Helena Bohuš z Otěšic

Anm.: Tochter des böhmischen Adligen Bohuslaus Bohusch von Ottoschütz; 1628 Emigration nach Annaberg in Sachsen; spätestens 1643 Hofjungfer in Bernburg; danach bis 1649 Kammer- bzw. Hofjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675) bzw. der fürstlichen Fräulein; seit 1649 Ehe mit Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Giacomo da Riva

Anm.: 1648-1650 venezianischer General und Befehlshaber einer Kriegsflotte gegen die Türken; um 1652/53 Provveditor generale dell'armi nel Regno di Candia.

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Lazare Rivière
Lazarus Rivierus

geb. 1589
gest. 1655
Anm.: Sohn des Martin Rivière; ab 1606 Medizinstudium in Montpellier; 1610/11 Promotion zum Dr. med.; seit 1622 Professor für Medizin in Montpellier.

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Ludwig Röber
Ludwig Rober

geb. 1619/20
gest. 1687
Anm.: Bruder des Prinzenlehrers Christian Röber; ab 1643 in anhaltisch-bernburgischen Diensten; bis 1650 fürstlicher Gutsverwalter in Baalberge; 1650-1656 Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1653 zugleich Gutsbesitzer in Baalberge; um 1673 Richter in Baalberge.
Ernst Dietrich von Röder

geb. ca. 1608
gest. 1686
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Wolf Dietrich von Röder (gest. 1624); Erbherr auf Ermsleben; bis 1630 Edelknabe und Kammerjunge des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ca. 1632-1635 Hofjunker und ab 1636 Kammerjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1634 zudem fürstlicher Kriegskommissar in den Ämtern Güntersberge und Harzgerode; bis 1650 anhaltisch-bernburgischer Kriegskommissar; ab 1650 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg von Haus aus; seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Diensthafte").
Georg Ehrenreich (2) von Roggendorf

geb. 1627
gest. ca. 1668
Anm.: Sohn des Georg Ehrenreich von Roggendorf (1596-1652); 1641-1652 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Leben in Ödenburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schamhafte").
Wilhelm Christian von Roggendorf

geb. 1623
gest. 1685
Anm.: Sohn des Georg Ehrenreich von Roggendorf (1596-1652); 1642 im Dienst des Herzogs Franz Albrecht von Sachsen-Lauenburg (1598-1642) und danach bis 1652 des Herzogs August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666); Tod in Breslau.
Reinhold (2) von Rosen
Der Gute

geb. 1604/05
gest. 1667
Anm.: Sohn des Otto von Rosen (gest. nach 1638) auf Gresten (Linie Groß-Roop); Erbherr auf Ninigal, Bollweiler und Dettweiler; um 1621 Page am Stockholmer Hof; spätestens ab 1631 schwedischer Obrist, zuletzt unter Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); seit 1639 einer der Führer von dessen Weimarischer Armee in französischen (1639-1647) und später schwedischen Diensten als Generalmajor und Obrist; um 1649 französischer Lieutenant-général und Kriegsrat; ab 1652 Kommandant im Elsass.

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Christian (2) Rothe

geb. 1650
gest. 1650
Anm.: Sohn des Bernburger Feldscherers/Barbiers Johann Wenzel Rothe.
Johann Wenzel Rothe

gest. nach 1666/vor 1698
Anm.: Spätestens 1643 Feldscherer/Barbier in Bernburg; Feldscherer beim schwedischen Generalleutnant Robert Douglas of Whittinghame (1611-1662); spätestens 1649 auch fürstlicher Hofbarbier in Bernburg (noch 1656); um 1660 Barbier und Chirurg in Bernburg; um 1666 Bürger und Barbier in Bernburg und Barby.
Herzogin Sophia Elisabeth von Sachsen-Altenburg-Coburg
Herzogin Sophia Elisabeth von Sachsen-Altenburg
Geburtsname: Markgräfin Sophia Elisabeth von Brandenburg

geb. 1616
gest. 1650
Anm.: Tochter des Markgrafen Christian Wilhelm von Brandenburg, Administrator von Magdeburg (1587-1665); ab 1636 Ehe mit Herzog Friedrich Wilhelm von Sachsen-Altenburg-Coburg (1603-1669); seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Großtätige").

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Herzogin Elisabeth von Sachsen-Altenburg
Herzogin Elisabeth von Sachsen
Geburtsname: Herzogin Elisabeth von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb. 1593
gest. 1650
Anm.: Tochter des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1564-1613); 1612-1615 erste Ehe mit Herzog August von Sachsen (1589-1615), Administrator des Hochstifts Naumburg; 1618-1639 zweite Ehe mit Herzog Johann Philipp von Sachsen-Altenburg (1597-1639); seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Fromme").

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Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha-Altenburg
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha
Herzog Ernst von Sachsen-Weimar

geb. 1601
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Herzog von Sachsen-Weimar; 1631-1636 schwedischer Obrist; 1633/34 Statthalter des Herzogtums Franken für seinen jüngeren Bruder Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Gotha; seit 1672 ebenso regierender Herzog von Sachsen-Altenburg; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittersüße").

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Herzog August (1) von Sachsen-Weißenfels
Administrator August von Magdeburg

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1635/38 Administrator des Erzstifts Magdeburg; seit 1657 zugleich regierender Herzog von Sachsen-Weißenfels (kursächsische Sekundogenitur); ab 1643 Mitglied und seit 1662 drittes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgeratene").

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Kurfürst Johann Georg II. von Sachsen

geb. 1613
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1656 Kurfürst von Sachsen; seit 1658 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Preißwürdige"); ab 1668 Ritter des Hosenbandordens.

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Henri II de Saint-Nectaire
Duc Henri de La Ferté-Senneterre

geb. 1599
gest. 1681
Anm.: Sohn des Henri I de Saint-Nectaire, Marquis de La Ferté-Nabert (1573-1662); französischer Capitaine (ab ca. 1627), Mestre de camp, Maréchal de camp (1639), Lieutenant-général (1648) und Maréchal de France (1651); seit 1643 Gouverneur des Herzogtums Lothringen; ab 1665 Duc de La Ferté-Senneterre und Pair de France.

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Herzog Christian von Schlesien-Brieg-Liegnitz-Ohlau-Wohlau
Herzog Christian von Schlesien-Ohlau-Wohlau
Herzog Christian von Schlesien-Brieg

geb. 1618
gest. 1672
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Christian von Schlesien-Brieg (1591-1639); 1639-1653 gemeinsam mit seinen Brüdern Georg III. (1611-1664) und Ludwig (1616-1663) regierender Herzog von Schlesien-Brieg; ab 1653 Herzog von Schlesien-Ohlau und Schlesien-Wohlau; seit 1664 auch Herzog von Schlesien-Brieg und Schlesien-Liegnitz; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Beliebige")

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Herzogin Louise von Schlesien-Brieg-Liegnitz-Ohlau-Wohlau
Herzogin Louise von Schlesien-Ohlau-Wohlau
Herzogin Louise von Schlesien-Brieg
Geburtsname: Fürstin Louise von Anhalt-Dessau

geb. 1631
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); 1648-1672 Ehe mit Herzog Christian von Schlesien-Brieg-Liegnitz-Wohlau (1618-1672).

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Herzogin Anna Sophia von Schlesien-Liegnitz
Herzogin Anna Sophia von Schlesien-Brieg
Geburtsname: Herzogin Anna Sophia von Mecklenburg-Güstrow

geb. 1628
gest. 1669
Anm.: Tochter des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636) und Nichte Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1649-1663 Ehe mit Herzog Ludwig IV. von Schlesien-Brieg bzw. Schlesien-Liegnitz (1616-1663).

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Herzog Ludwig IV. von Schlesien-Liegnitz
Herzog Ludwig von Schlesien-Brieg

geb. 1616
gest. 1663
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Christian von Schlesien-Brieg (1591-1639); 1639-1653 gemeinsam mit seinen Brüdern Georg III. (1611-1664) und Christian (1618-1672) regierender Herzog von Schlesien-Brieg; ab 1653 Herzog von Schlesien-Liegnitz; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Heilsame").

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Herzogin Elisabeth Charlotte von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg
Fürstin Elisabeth Charlotte von Anhalt-Köthen
Geburtsname: Fürstin Elisabeth Charlotte von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1647
gest. 1723
Anm.: Tochter des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670) und Nichte Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1663-1665 erste Ehe mit Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); 1666-1699 zweite Ehe mit Herzog August von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1635-1699).

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Graf Waldemar Christian von Schleswig-Holstein

geb. 1622
gest. 1656
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); kaiserlicher Obrist (1647-1650) und Feldmarschallleutnant (1649); ab 1649 kaiserlicher Kämmerer und Reichshofrat; seit 1655 schwedischer Obrist.

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Matthias Schmidt

geb. 1644
gest. 1650
Anm.: Sohn des Kaadener Pferdeknechts Tillich Schmidt; 1650 angebliche Ermordung durch den mährischen Juden Noach N. N. (gest. 1650).
Johann Philipp von Schönborn
Erzbischof und Kurfürst Johann Philipp von Mainz
Bischof Johann Philipp von Würzburg
Bischof Johann Philipp von Worms

geb. 1605
gest. 1673
Anm.: Sohn des Georg von Schönborn (gest. 1613); Domizellar in Würzburg (ab 1621) und Mainz (seit 1625); Domherr in Würzburg (ab 1629) und Worms (seit 1630); 1635-1645 Stiftspropst von St. Burkard in Würzburg; ab 1642 Bischof von Würzburg; seit 1647 auch Erzbischof und Kurfürst von Mainz; ab 1663 ebenso Bischof von Worms.

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Joachim Ernst Schör

geb. 1616
gest. 1665
Anm.: Geboren in Zerbst; um 1648/57 Stadtschreiber in der Talstadt zu Bernburg; spätestens 1658 auch Gerichtsschreiber; ab 1658 Bürgermeister der Talstadt.
Susanna Katharina Schör

geb. 1650
gest. 1650
Anm.: Tochter des Stadtschreibers in der Talstadt zu Bernburg Joachim Ernst Schör (1616-1665).
Anna Kunigunde Schwartzenberger
Geburtsname: Anna Kunigunde Plato

gest. 1665
Anm.: Tochter des Bernburger Superintendenten Joachim Plato (1590-1659); zunächst Kammermagd der Fürstinnen Sophia Margaretha (1615-1673) und Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg (1617-1656); seit 1646 Ehe mit Jakob Ludwig Schwartzenberger (gest. 1696).
N. N. Schwartzenberger

Anm.: Ehefrau des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630).
Christian Ludwig Schwartzenberger

geb. 1649
gest. 1650
Anm.: Sohn des fürstlichen Kammerdieners Jakob Ludwig Schwartzenberger (gest. 1696) in Bernburg.
Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

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König Karl X. Gustav von Schweden
Herzog Karl Gustav von Bremen und Verden
Pfalzgraf Karl Gustav von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg

geb. 1622
gest. 1660
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1589-1652); schwedischer Rittmeister (1642), Obrist (1643) und ab 1648 oberster Befehlshaber der Armee im Heiligen Römischen Reich; 1649 Ernennung zum Thronfolger durch den schwedischen Reichstag auf Betreiben seiner Cousine Königin Christina von Schweden (1626-1689); seit 1654 König von Schweden sowie regierender Herzog von Bremen und Verden; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabene").

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William Seymour
Duke William of Somerset
Earl bzw. Marquess William of Hertford

geb. 1588
gest. 1660
Anm.: Sohn des Edward Seymour, Lord Beauchamp (1561-1612); ab 1621 2nd Earl of Hertford; seit 1640 Marquess of Herford; ab 1660 2nd Duke of Somerset.

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Philipp Christoph von Sötern
Erzbischof und Kurfürst Philipp Christoph von Trier
Bischof Philipp Christoph von Speyer

geb. 1567
gest. 1652
Anm.: Sohn des Georg Wilhelm von Sötern (gest. 1593); ab 1610 Bischof von Speyer; seit 1623 Erzbischof und Kurfürst von Trier; 1635-1645 erst spanischer, dann kaiserlicher Gefangener wegen seines Bündnisvertrages mit Frankreich (1632).

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Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

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Claus Dietrich von Sperreuter
Claus Dietrich von Sperreuth

geb. ca. 1600
gest. 1653
Anm.: Geboren in Mecklenburg; zunächst in Kriegsdiensten der böhmischen Stände, Braunschweig-Lüneburgs, Dänemarks (1621) und des Grafen Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); ab 1623 in schwedischen Diensten als Major (1628), Obrist (1629-1635) und Generalmajor (1634/35); seit 1636 kaiserlicher Obrist und Generalfeldwachtmeister; 1645 kurbayerischer Obrist und Generalwagenmeister; 1647-1650 venezianischer General; ab 1651 Statthalter von Vorderösterreich in Freiburg/Breisgau; 1641 Erhebung in den Freiherrenstand.

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Adriaan van den Spiegel

geb. 1578
gest. 1625
Anm.: Sohn des Brüsseler Adligen und Chirurgen Adriaan von den Spiegel (gest. 1600); Studium in Löwen, Leiden und in Padua (ab 1601); um 1603 Promotion zum Dr. med.; seit 1606 Arzt für die Studenten der deutschen Nation sowie Assistent des Arztes und Medizinprofessors Girolamo Fabrici d'Acquapendente (1537-1619) an der Universität Padua; nach 1612 Medicus primarius in Böhmen und Mähren; ab 1616 Professor für Chirurgie und Anatomie in Padua.

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Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
James Stewart
Duke James of Lennox
Duke James of Richmond

geb. 1612
gest. 1655
Anm.: Sohn des Esmé Stewart, 3rd Duke of Lennox (ca. 1579-1624); ab 1624 4th Duke of Lennox; seit 1625 königlicher Gentleman of the Bedchamber; ab 1626 Lord High Admiral of Scotland; seit 1633 Mitglied des englischen Privy Council; 1640-1642 Lord Warden of the Cinque Ports; ab 1641 auch Mitglied des schottischen Privy Council und 1st Duke of Richmond; seit 1644 Lord Steward of the Household; Beteiligung am englischen Bürgerkrieg auf royalistischer Seite; ab 1633 Ritter des Hosenbandordens.

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Wolfgang Sutorius

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des späteren Ballenstedter bzw. Bernburger Pfarrers Leonhard Sutorius (1576-1642); bis 1643 fürstlicher Amtsschreiber in Harzgerode; 1646-1648 fürstlicher Gutsverwalter in Zepzig; seit 1648 Korn- und um 1649/54 Amtsschreiber in Bernburg.
Tarhuncu Ahmed Pascha

gest. 1653
Anm.: Gebürtiger Albaner; osmanischer Beylerbey (Provinzgouverneur) von Diyabakir; 1648-1651 Statthalter in Ägypten; seit Juni 1652 Großwesir des Osmanischen Reiches; 1653 Hinrichtung.
Konrad Theopold

geb. 1600
gest. 1651
Anm.: Sohn des Amesdorfer Pfarrers Johannes Theopold (1563-1626); Schulbesuch am Gymnasium zu Zerbst, Studium in Frankfurt a. d. Oder; 1626-1637 Pfarrer in Natho; 1637-1644 Diakon an St. Bartholomäi in Zerbst (Entlassung als Reformierter); seit 1645 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 445.

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Giovanni de Torres
Erzbischof Giovanni von Salerno

geb. 1605
gest. 1662
Anm.: Sohn des Ludovico de Torres, Marchese di Pizzoli; seit 1645 Titularbischof von Hadrianopolis in Haemimonto (Erdine, Türkei); 1645-1652 Apostolischer Nuntius in Polen; seit 1658 Erzbischof von Salerno.
Graf Lennart Torstensson af Ortala

geb. 1603
gest. 1651
Anm.: Sohn des Torsten Lennartsson (1561-1631); ab 1618 Page des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); seit 1624 in schwedischen Kriegsdiensten als Obristleutnant (1628), Obrist (1630), General (1632) und Feldmarschall (1641); ab 1641 auch Reichsrat; 1641-1648 Generalgouverneur von Pommern; seit 1648 Generalgouverneur von Västergötland, Dalsland, Värmland und Halland; 1647 Erhebung in den Grafenstand.

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Íñigo d. J. Vélez de Guevara y Tassis
Marqués Íñigo d. J. de Guevara
Conde Íñigo d. J. de Oñate
Conde Íñigo d. J. de Villamediana

geb. 1597
gest. 1658
Anm.: Sohn des Íñigo d. Ä. Vélez de Guevara y Tassis, Conde de Oñate (1572-1644); königlicher Kämmerer; spanischer Botschafter in London (1636-1638) und Rom (1646-1648); ab 1644 Conde de Oñate und Conde de Villamediana; 1648-1653 Vizekönig von Neapel; seit 1653 Consejero de estado; ab 1653 erster Marqués de Guevara.

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Arnau de Vilanova
Arnaldus de Villa Nova

geb. ca. 1235
gest. ca. 1311
Anm.: Vermutlich geb. in der Nähe von Valencia; bis 1260 Medizinstudium in Montpellier; ab 1281 Leibarzt und Diplomat im Dienst der Könige von Aragon; 1291-1299 lehrte er Medizin an der Universität Montpellier; Leibarzt für mehere Päpste in Rom und Avignon.

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Dietrich von dem Werder

geb. 1584
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gebhard von dem Werder (1539-1612); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Gerlebogk, Görzig und Ziebigk; Page, Kammerjunker und Stallmeister des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1610 hessisch-kasselischer Rittmeister; danach bis 1622 Geheimer Rat und Oberhofmarschall in Kassel; 1623 anhaltischer Hauptmann; 1631-1635 schwedischer Obrist; ab 1639 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1645 kurbrandenburgischer Obrist, Geheimer Rat und Amtshauptmann von Alt-Gatersleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielgekörnte"); vgl. Gottfried Coler: Der Vom Vater gegebene/ Vom Sohne ausgeführete/ Und vom H. Geiste versiegelte Raht des Heils [...], Köthen 1658, fol. Jiij v - N2 v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Paris von dem Werder

geb. 1623
gest. 1674
Anm.: Sohn des Dietrich von dem Werder (1584-1657); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Reupzig und Bräsen; vor 1646 Page am Dessauer Hof; später anhaltisch-dessauischer Rat; seit 1639 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Friedfertige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Matthäus d. J. von Wesenbeck

geb. 1600
gest. 1659
Anm.: Sohn des Anastasius Wesenbeck (1569-1606); 1622-1627 Studium der Rechte; ab 1630 Rat bei der neumärkischen Regierung; seit 1639 kurbrandenburgischer Kriegs-, Hof- und Kammergerichtsrat; zudem mehrmals Gesandter, u. a. für den brandenburgischen Teil von Pommern auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), dem Reichsdeputationstag in Frankfurt/Main (1643-1645), dem Westfälischen Friedenskongress in Osnabrück (1645-1648), bei den Nürnberger Exekutionsverhandlungen (1649/50) und dem Reichstag von Regensburg (1653/54); ab 1651 Kanzler des Fürstentums Minden; seit 1655 Wirklicher Geheimer Rat in Cölln; ab 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fähige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Westfälische Geschichte, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Jeremi Michał Korybut Wiśniowiecki

geb. 1612
gest. 1651
Anm.: Sohn des Fürsten Michał Wiśniowiecki (gest. 1616); 1632 Konversion vom orthodoxen zum katholischen Glauben; ab 1633 mehrfach polnischer Heerführer; seit 1646 Woiwode von Ruthenien; zudem Starost von Przemyśl, Przasnysz, Nowy Targ, Hadziacz und Kaniów.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Arvid Wittenberg
Arvid Wirtenberg von Debern

geb. 1606
gest. 1657
Anm.: Sohn des Hans Wirtenberg von Debern (gest. 1630); ab 1622 in schwedischen Kriegsdiensten als Kapitän (1629), Obrist (1634), Generalmajor (1640), General der Kavallerie (1645), Reichszeugmeister und General der Artillerie (1650) sowie Feldmarschall (1655); ca. 1634/35 kaiserlicher Kriegsgefangener; seit 1651 Reichsrat; ab 1655 Generalgouverneur von Pommern; seit 1656 polnischer Kriegsgefangener; Erhebung in den Freiherren- (1651) und Grafenstand (1652).

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Maximilian Wogau

geb. 1608
gest. 1667
Anm.: Sohn des Johann David Wogau (1582-1636); 1627-1631 Studium der Rechte in Wittenberg; 1632-1637 Reise nach Holland, England, Frankreich und Seeland; ab 1639 Verwalter des städtischen Salzpfannen-Werks, danach Kornherr (1640), Achtmann (1641), Bierherr (1642), Vorsteher der Ulrichskirche (1643), Gräfenherr (ab 1644), Vierherren-Worthalter (1649), Holzherr (seit 1650), Geheimder (ab 1658) und Stadtkämmerer (seit 1661) in Halle (Saale); außerdem Hallenser Verbindungsmann des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Graf Carl Gustav Wrangel af Salmis
Graf Carl Gustav von Sölvesborg

geb. 1613
gest. 1676
Anm.: Sohn des Hermann Wrangel (1587-1643); ab 1627 in schwedischen Kriegsdiensten als Kornett (1629), Rittmeister (1632), Obristleutnant (1635), Obrist (1636), Generalmajor (1638), Generalzeugmeister (1645) und Feldmarschall (1646); seit 1646 Reichsrat; 1646-1648 Oberbefehlshaber der schwedischen Truppen in Deutschland; 1648-1650 und ab 1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1657-1664 Reichsadmiral; seit 1664 Reichsmarschall; 1651 Erhebung in den Grafenstand (1651-1665 Graf von Salmis, ab 1665 Graf von Sölvesborg); seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Obsiegende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Thomas Wriothesley
Earl Thomas of Southampton
Duke James of Richmond

geb. 1612
gest. 1655
Anm.: Sohn von Henry Wriothesley, 3rd Earl of Southampton (1573–1624); seit 1624 4th Earl of Southampton und 4th Baron of Wriothesley; 1642 Gentleman of the Bedchamber und Mitglied des Privy Council; seit 1660 Lord High Treasurer; seit 1662 Chief Commissioner für das Amt des Earl Marshal; seit 1650 Ritter des Hosenbandordens.
Herzog Ulrich von Württemberg-Neuenbürg

geb. 1617
gest. 1671
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Friedrich von Württemberg (1582-1628); 1639/40 in venezianischen Kriegsdiensten; kurbayerischer Rittmeister (1644), Obrist (1645) und Generalwachtmeister (1647); 1649-1657 spanischer General der deutschsprachigen Truppen; 1658/59 französischer Generalleutnant; 1664 kaiserlicher Offizier im Türkenkrieg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Herzogin Anna Sabina von Württemberg-Weiltingen
Geburtsname: Herzogin Anna Sabina von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1593
gest. 1659
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1635 Ehe mit Herzog Julius Friedrich von Württemberg-Weiltingen (1588-1635); seit 1626 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Leutselige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzogin Dorothea Amalia von Württemberg

geb. 1643
gest. 1650
Anm.: Tochter des Herzogs Eberhard III. von Württemberg (1614-1674).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Eberhard III. von Württemberg

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Friedrich von Württemberg (1582-1628); seit 1628 regierender Herzog von Württemberg (bis 1633 unter Vormundschaft); 1634-1638 Exil in Straßburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Herzog Karl von Württemberg

geb. 1650
gest. 1650
Anm.: Sohn des Herzogs Eberhard III. von Württemberg (1614-1674).
Zar (Moskauer Reich) Alexei

geb. 1629
gest. 1676
Anm.: Sohn des Zaren Michail (1596-1645); seit 1645 Zar des Moskauer Reiches.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Aachen
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Aken
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Altenburg
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Alzey
weiterführende Informationen
Anhalt-Bernburg, Fürstentum
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Anhalt-Dessau, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt-Harzgerode, Fürstentum
Anm.: 1635-1709 existierendes, bis 1647 jedoch unter der Landeshoheit von Anhalt-Bernburg stehendes anhaltisches Teilfürstentum.
Anhalt-Köthen, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt-Plötzkau, Fürstentum
Anm.: 1611-1665 existierendes, jedoch unter der Landeshoheit von Anhalt-Bernburg stehendes anhaltisches Teilfürstentum.
Anhalt-Zerbst, Fürstentum
Anhalt, Fürstentum
weiterführende Informationen
Aschersleben
weiterführende Informationen
Askanien (Aschersleben), Grafschaft
Baalberge
weiterführende Informationen
Bacharach
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Bamberg
weiterführende Informationen
Barby
weiterführende Informationen
Barby, Grafschaft
weiterführende Informationen
Barcelona
weiterführende Informationen
Batavia (Jakarta)
weiterführende Informationen

Anm.: 1619-1799 Hauptquartier der Niederländischen Ostindien-Kompanie in Asien.
Bayern, Herzogtum bzw. Kurfürstentum
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Bellegarde (Seurre)
weiterführende Informationen
Berlin
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Böhmen, Königreich
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Bois de Vincennes
weiterführende Informationen
Bologna
weiterführende Informationen
Bourgogne
weiterführende Informationen
Brandenburg, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Brandenburg, Markgrafschaft
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Anm.: Kernland des Kurfüstentums Brandenburg.
Braunschweig-Wolfenbüttel, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Teilfürstentum des Herzogtums Braunschweig und Lüneburg.
Breda
weiterführende Informationen
Breisach am Rhein
weiterführende Informationen
Bremen
weiterführende Informationen
Burgund, Freigrafschaft (Franche-Comté)
weiterführende Informationen
Candia (Irákleion)
weiterführende Informationen
Cattaro (Kotor)
weiterführende Informationen
Champagne
weiterführende Informationen
Clissa (Klis)
weiterführende Informationen
Coswig (Anhalt)
weiterführende Informationen
Dänemark, Königreich
weiterführende Informationen
Dalmatien
weiterführende Informationen
Damaskus
weiterführende Informationen
Dardanellen
weiterführende Informationen
Dessau (Dessau-Roßlau)
weiterführende Informationen
Eisleben (Lutherstadt Eisleben)
weiterführende Informationen
Elbe (Labe), Fluss
weiterführende Informationen
England, Commonwealth von
weiterführende Informationen
England, Königreich
weiterführende Informationen
Erfurt
weiterführende Informationen
Frankenthal
weiterführende Informationen
Frankfurt (Main)
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Friesland, Provinz (Herrschaft)
weiterführende Informationen
Fuhne, Fluss
weiterführende Informationen
Gatersleben
weiterführende Informationen
Gelderland, Provinz (Herzogtum Geldern)
weiterführende Informationen
Genf (Genève)
weiterführende Informationen
Germersheim
weiterführende Informationen
Gotha
weiterführende Informationen
Gröna
weiterführende Informationen
Gröningen
weiterführende Informationen
Groningen (Stadt und Umland), Provinz
weiterführende Informationen
Groß Rosenburg
weiterführende Informationen
Groß Salze (Bad Salzelmen)
weiterführende Informationen
Halberstadt
weiterführende Informationen
Halberstadt, Hochstift bzw. Fürstentum (seit 1648)
weiterführende Informationen
Halle (Saale)
weiterführende Informationen
Harzgerode
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
weiterführende Informationen
Holland, Provinz (Grafschaft)
weiterführende Informationen
Irland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Italien
weiterführende Informationen
Kaaden (Kadaň)
weiterführende Informationen
Kairo
weiterführende Informationen
Kalabrien (Calabria)
weiterführende Informationen
Kassel
weiterführende Informationen
Klein Rosenburg
weiterführende Informationen
Klipperberge
Anm.: In der frühen Neuzeit Weinberg am Osthang der Saale südlich des Bernburger Schlosses.
Köln
weiterführende Informationen
Köthen
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Konstantinopel (İstanbul)
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Kreta (Candia), Insel
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Krim, Khanat
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La Rochelle
weiterführende Informationen
Leipzig
weiterführende Informationen
London
weiterführende Informationen
Lothringen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Lübeck
weiterführende Informationen
Mähren, Markgrafschaft
weiterführende Informationen
Marseille
weiterführende Informationen
Meißen, Markgrafschaft
weiterführende Informationen

Anm.: Kernland des (albertinischen) Kurfürstentums Sachsen.
Milde, Fluss
weiterführende Informationen
Montpellier
weiterführende Informationen
Moskauer Reich (Großrussland)
weiterführende Informationen
Münster
weiterführende Informationen
Neapel (Napoli)
weiterführende Informationen
Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
weiterführende Informationen
Nienburg (Saale)
weiterführende Informationen
Nógrád (Novigrad), Burg
weiterführende Informationen
Nürnberg
weiterführende Informationen
Obere Pfalz (Oberpfalz), Fürstentum
weiterführende Informationen
Österreich, Erzherzogtum
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Oldenburg
weiterführende Informationen
Orient
weiterführende Informationen
Orkney, Inselgruppe
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Osmanisches Reich
weiterführende Informationen
Ostindien
weiterführende Informationen

Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff für Vorder- und Hinterindien sowie den Malaiischen Archipel.
Overijssel, Provinz (Herrschaft)
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Palästina
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Palermo
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Paris
weiterführende Informationen
Persien (Iran)
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Pfalz-Neuburg, Fürstentum
weiterführende Informationen
Pfalz, Kurfürstentum
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Pful
Anm.: Nach der ehemaligen Burgruine Pful benanntes Auenwaldgebiet an der Saale bei Plötzkau.
Picardie
weiterführende Informationen
Piombino
weiterführende Informationen
Plötzkau
weiterführende Informationen
Plymouth
weiterführende Informationen
Poitou
weiterführende Informationen
Polen, Königreich
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Pommern, Herzogtum
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Porto Longone (Porto Azzuro)
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Portugal, Königreich
weiterführende Informationen
Prag (Praha)
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Preußen
Anm.: Historische Landschaft im nordöstlichen Mitteleuropa, die seit 1525 in das Herzogtum Preußen und einen königlich-polnischen Teil geteilt war.
Reuß-Gera, Herrschaft
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Reuß-Lobenstein, Herrschaft
weiterführende Informationen
Reuß-Obergreiz, Herrschaft
Reuß-Saalburg, Herrschaft
Reuß-Schleiz, Herrschaft
weiterführende Informationen
Reuß-Untergreiz, Herrschaft
Rheda (Rheda-Wiedenbrück)
weiterführende Informationen
Rhein, Fluss
weiterführende Informationen
Rom (Roma)
weiterführende Informationen
Saale, Fluss
weiterführende Informationen
Sachsen-Altenburg, Herzogtum
weiterführende Informationen
Sangerhausen
weiterführende Informationen
Sankt Martin (Martin)
weiterführende Informationen
Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Schlesien, Herzogtum
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Schöningen
weiterführende Informationen
Schottland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schweden, Königreich
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Sebenico (Šibenik)
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Sedan
weiterführende Informationen
Seeland (Zeeland), Provinz (Grafschaft)
weiterführende Informationen
Sewerien, Fürstentum
Anm.: 1619-1667 Teil des Königreiches Polen (heute nördliche Ukraine und südwestliches Russland).
Smolensk, Fürstentum
weiterführende Informationen
Spalato (Split)
weiterführende Informationen
Spanien, Königreich
weiterführende Informationen
Stenay
weiterführende Informationen
Stettin (Szczecin)
weiterführende Informationen
Stuttgart
weiterführende Informationen
Tecklenburg
weiterführende Informationen
Thüringen
weiterführende Informationen
Trier
weiterführende Informationen
Tschernigow, Fürstentum
weiterführende Informationen
Ungarn, Königreich
weiterführende Informationen
Utrecht, Provinz (Hochstift)
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Venedig (Venezia)
weiterführende Informationen
Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
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Warschau (Warszawa)
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Weimar
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Westfalen
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Wolfenbüttel
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Würzburg
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Zara (Zadar)
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Zepzig
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Zerbst
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Ziesar
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Zypern
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Bernburg, Konsistorium
Anm.: Landesherrliche kirchliche Verwaltungs- und Justizbehörde im Teilfürstentum Anhalt-Bernburg.
England, Council of State
Anm.: Regierungsgremium des Commonwealth von England (1649-1660), Schottland (1653-1659) und Irland (1653-1659).
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
weiterführende Informationen
Fränkischer Ritterkreis
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Jesuiten (Societas Jesu)
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Niederlande, Generalstaaten
weiterführende Informationen
Trier, Domkapitel
weiterführende Informationen
A solemn league and covenant: for reformation, and defence of religion, the honour and happinesse of the King, and the peace and safety of the three kingdomes of Scotland, England, and Ireland, Edinburgh: Robert Bryson, 1643. [Nachweis im GVK]