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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: Juli 1650


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXIb, fol. 77r-127v (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. Juli 1650
Bernburg
  • Fischfang
  • Friedens- und Kriegsnachrichten
  • Entdeckung eines Gesundbrunnens
  • Erkrankung von Kaiser Ferdinand III.
  • Überprüfung des Kellerbestandes
  • Ernteergebnis
  • Rückkehr des Kammerjunkers Wolf Curt von Einsiedel
02. Juli 1650
Bernburg
  • Ankündigung von Einquartierungen
  • Kriegsnachrichten
  • Fall von betrügerischem Diebstahl
  • Korrespondenz
  • Spaziergang
  • Ausritt mit den Söhnen Viktor Amadeus und Karl Ursinus
03. Juli 1650
Bernburg
  • Lachsfang
  • Kirchgang
  • Doktor Joachim Mechovius, von Einsiedel, Heinrich von Krosigk und Helena von Rindtorf als Essensgäste
  • Unterredung mit von Einsiedel
  • Vorbereitung der Einquartierung
  • Korrespondenz
  • Nachricht vom Tod des Herzogs Karl von Württemberg
04. Juli 1650
Bernburg
  • Lachsfang
  • Sichtung eines außergewöhnlichen Vogels
  • Schrittweise Einquartierung
  • Angebliche Ermordung des Gouverneurs von Breisach Johann Ludwig von Erlach
  • Der schwedische Gesandte Georg Forstenheuser samt Begleitung als Besuch und Essensgast
  • Rückkehr von Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst und Fürstin Sophia Augusta von Anhalt-Zerbst von Dresden nach Zerbst
  • Rückkehr von Lakai Johann Balthasar Oberlender aus Zerbst mit Bierlieferung
05. Juli 1650
Bernburg
  • Ende des Marktes
  • Spaziergang mit Gattin Fürstin Eleonora Sophia
  • Besuch durch einen Probst aus Hötensleben
  • Spaziergang
  • Ausritt mit Viktor Amadeus
  • Gegenbefehl für die einquartierten Soldaten und Proviantforderung
06. Juli 1650
Bernburg
  • Vorbereitungen für die eintreffenden Soldaten
  • Kriegsnachrichten
  • Durchreise des Matthias von Krosigk
  • Nachrichten zu Friedensverhandlungen und Kriegshandlungen im In- und Ausland
  • Designation des Graf Christian VIII. von Oldenburg und Delmenhorst zum künftigen König von Dänemark
  • Viktualienlieferung aus Ballenstedt
07. Juli 1650
Bernburg
  • Truppendurchzug und Einquartierung
  • Zwei Kirchgänge
  • Frau von Rindtorf, Einsiedel und der Kammermeister Tobias Steffeck als Essensgäste
  • Bericht durch Obristleutnant Christian Ernst von Knoch
  • Organisation der angekommenen Truppen
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
08. Juli 1650
Bernburg
  • Lachsfang
  • Aufbruch der Truppen
  • Feldarbeit
  • Hochzeit des Sattelknechts Michael Kuhne
  • Spaziergang
  • Wirtschaftssachen
  • Aufenthalt Johann Georg Bohses als Vertreter von Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode
09. Juli 1650
Bernburg
  • Besuch und Bericht durch Bürgermeister Johann Berndt
  • Ankunft des neuen Präzeptors Johann Christian Hammel
  • Bericht zum Truppendurchzug durch den Trompeter Zacharias Haug
10. Juli 1650
Bernburg
  • Kirchgang
  • Kammerrat Joachim Mechovius, die von Rindtorf und von Einsiedel als Essensgäste
  • Rückkehr der in Streik getretenen, kürzlich durchgezogenen Truppen
11. Juli 1650
Bernburg
  • Lachsfang
  • Teilweise gewaltvoller Truppenstreik wegen Ausbleiben von Bezahlung und Entlassung
  • Ankunft von Streikvermittlern
  • Ausritt mit Viktor Amadeus und Karl Ursinus
  • Proviantforderung
  • Sommergewitter in der Region
  • Bericht aus den Niederlanden durch Kanzler Martin Milag
  • Wetterbedingter, landwirtschaftlicher Schaden
12. Juli 1650
Bernburg
  • Unterredung mit Kammerdiener Jakob Ludwig Schwartzenberger
  • Andauern des Truppenstreiks
  • Auffälliges Verhalten von Vögeln
  • Kriegsnachrichten
13. Juli 1650
Bernburg
  • Lachsfang
  • Eskalation des Truppenstreiks
  • Kriegsnachrichten, Auslandsnachrichten und weitere Neuigkeiten
  • Friedensfeierlichkeiten in Nürnberg
  • Verhandlungen und Entwicklungen im Truppenstreik
  • Ausritt mit Viktor Amadeus und Karl Ursinus
  • Schreiben aus Ballenstedt
  • Nachricht von Schlichtung des Streiks
14. Juli 1650
Bernburg
  • Wind
  • Viktualienlieferung aus Ballenstedt
  • Wiederaufnahme des Truppenstreiks und Ankunft neuer Verhandlungsführer
  • Zwei Kirchgänge
  • Mechovius, Einsiedel, Wilhelm Christian von Roggendorf und Steffeck als Essensgäste
  • Indienstnahme Hammels
  • Proviantforderung
  • Entwicklungen in der Streiksache
  • Bericht über Truppenpläne durch Haug
15. Juli 1650
Bernburg
  • Bericht eines Haushaltsunfalls mit mehrfacher Todesfolge durch Philipp Güder
  • Unterredung mit Bürgermeister Martin Tornau
  • Obristleutnant von Knoch als Essensgast und zur Berichterstattung
  • Nachrichten und Neuigkeiten aus dem In- und Ausland
  • Spaziergang und Feststellen von Ernteschäden
  • Ausflug der Fürstinnen Eleonora Sophia und Dorothea Bathilde nach Baalberge
16. Juli 1650
Bernburg
  • Milag zur Unterredung und als Essensgast
  • Truppenversorgung
  • Nachricht von Ballenstedt über zu erwartende Truppen
17. Juli 1650
Bernburg
  • Pfarrer Wolfgang Benjamin Giegelsberger zur Berichterstattung und neben Schwarzenberger als Essensgast
  • Spaziergang mit Fürstin Eleonora Sophia
  • Kriegsnachrichten
18. Juli 1650
Bernburg
  • Viktualienlieferung aus Ballenstedt
  • Spaziergang
  • Nachricht aus Plötzkau von Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst bezüglich Einquartierung
  • Angebliche Geiselnahme des Herzogs Christian Ludwig von Braunschweig-Lüneburg
  • Andauern von Einquartierung und Proviantforderungen
19. Juli 1650
Bernburg
  • Lachsfang
  • Wirtschaftssachen
  • Ausflug einiger Familienmitglieder nach Baalberge
  • Weinkauf
  • Abschickung Steffecks in Einquartierungsfragen
  • Andauern des Streiks
  • Nachrichten von der Friedensverhandlung und andere Neuigkeiten aus dem In- und Ausland
20. Juli 1650
Bernburg
  • Hasen- und Vogeljagd
  • Auseinandersetzung und Drohung wegen Proviantforderungen
  • Sorge um Fürstin Eleonora Sophia aufgrund ihrer eigenen Ahnung eines frühzeitigen Todes
21. Juli 1650
Bernburg
  • Lachsfang
  • Streit der Soldatesca um den Proviant
  • Schreiben bezüglich einer Verlängerung der Einquartierung
  • Plötzliches Einstürzen von Decken im Bernburger Schloss an zwei Stellen
  • Zwei Kirchgänge
  • Die von Rindtorf, Mechovius, Einsiedel und Steffeck als Essensgäste
  • Nachricht zu Kontributionsforderungen aus Nürnberg
  • Versorgungsaufforderung aus Plötzkau bezüglich des Pfalzgrafen Karl Gustav von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg
22. Juli 1650
Bernburg
  • Wildlieferung aus Ballenstedt
  • Nachricht von Erntediebstahl durch Soldaten
  • Unmöglich zu beantwortende Proviantforderung
  • Streit zwischen ehemaligem und derzeitigem Hofböttcher
  • Ausflug der Fürstin Eleonora Sophia nach Baalberge und Trinum
  • Besichtigung der Ernte
  • Nachrichten und Neuigkeiten aus dem In- und Ausland
23. Juli 1650
Bernburg
  • Lachsfang
  • Auslandsnachrichten
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten
  • Verstärkung der Truppen zur Beendigung des Streiks und Kampf zwischen beiden Seiten
  • Spaziergang mit Viktor Amadeus und Karl Ursinus nach Baalberge
  • Niederschlagung und Verhaftung der streikenden Soldaten
24. Juli 1650
Bernburg
  • Bericht zur Eskalation der Meuterei des Vortags
  • Kriegsfolgen
  • Schonungslose Verurteilung der Streikenden
  • Namenstagsfeier der Königin Christina von Schweden
  • Vorhersehen der Meuterei durch einen Hirten und durch weitere Vorzeichen
25. Juli 1650
Bernburg
  • Seltsamer Traum
  • Fortführen der Verurteilungen und Bestrafungen in der Streiksache
  • Leid der Bürger unter den Forderungen der Truppen
  • Kriegsnachrichten
  • Erneute Unruhe in Zusammenhang mit den durchziehenden Truppen
  • Bericht von Begegnung mit Obristleutnant Israel Isaaksson Ridderhielm durch den Trompeter Zacharias
  • Verteilung der einquartierten Soldaten
  • Bericht über den Getreidezustand und die Verurteilten durch den Pfarrer Valentin Reichard
  • Kaltherziges Verhalten Ridderhielms und Rittmeister Johann Schachts
  • Rückkehr des Einspännigen Joachim Metzsch aus Hecklingen
  • Korrespondenz
  • Feuer bei Calbe
26. Juli 1650
Bernburg
  • Lachsfang und Hirschjagd
  • Ritt von Viktor Amadeus nach Ballenstedt
  • Spaziergang
  • Längerer Aufenthalt von Ridderhielm bei gleichzeitigem Abzug von Teilen der Truppen
  • Doktor Johann Brandt als Essensgast
  • Durch Brandt Bericht von Neuigkeiten von Kurfürst Karl Ludwig von der Pfalz und diversen weiteren
  • Verabschiedung Brandts in die Oberpfalz
27. Juli 1650
Bernburg
  • Lachsfang
  • Verwertung eines Hirsches
  • Blutsichtungen als Vorzeichen der Streikniederschlagung
  • Ausfahrt nach Baalberge mit Gattin Eleonora Sophia und Sohn Karl Ursinus
  • Starker, Gebäudeschäden verursachender Windsturm während des Ausfluges
  • Angebliche Festnahme Ridderhielms durch den Oberbefehlshaber Pfalzgraf Karl Gustav von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg
28. Juli 1650
Bernburg
  • Lachs- und Vogelfang
  • Nächtlicher Sturm
  • Abermals seltsamer Traum
  • Zwei Kirchgänge
  • Eine von Diener, die von Rindtorf, Mechovius, Einsiedel und Steffeck als Essensgäste
  • Nachrichten und Neuigkeiten aus dem In- und Ausland
  • Wahl Karl Kaspars von der Leyen zum Koadjutor von Trier
  • Getreideschäden
  • Kriegsnachrichten
29. Juli 1650
Bernburg
  • Amtmann Georg Reichardt zum Bericht über Sturmschäden und weiteres Schicksal der verurteilten Soldaten
  • Ungehorsam und Bestrafung des Pagen Ernst Gottlieb (von) Lampe
  • Nachrichten aus Leipzig und Halle zu Neuigkeiten aus dem In- und Ausland
  • Tod des Leipziger Apothekers Martin Scherkel
  • Angebliche Festnahme des König Karl II. von England
  • Friedensfreude
30. Juli 1650
Bernburg
  • Lachsfang
  • Besuch durch Valentin Reichard und Bestattung der Verurteilten in Cörmigk, Dohndorf und Löbnitz
  • Ausritt mit Karl Ursinus
  • Gewitter und Regen
31. Juli 1650
Bernburg
  • Wild- und Vogellieferung aus Ballenstedt
  • Freundliches Wetter
  • Erhalt der Jagdbeute von Viktor Amadeus
|| [[Handschrift: 77r]]

Montag den 1. Julij; 1650.

<9 läxe vorige woche. 3 lächße heütte.>


Jn den angekommenen Leiptziger avisen, werden
die Erffurter confirmiret, undt viel von der Friedensfreẅde
verkündiget, Gott gebe! daß solcher friede heylsam,
undt der Deützschen Libertet, unpræiudicirlich seye!


Es wirdt auch addiret, daß bey Herborn, sich ein ge-
waltiger heyl- undt gesundtbrunnen, abermal erzeiget
habe, undt in heilungen großer krangkheitten, undt
schäden, Gottes gühte preise.


Jn Italien, will die eroberung Piombino, noch
zweifelhaftig gemacht werden, wie auch die hofnung,
Porto Longone, zu recuperiren.


Jn Flandern, vndt an den Frantzösischen grentzen, aber,
sollen die Spannischen, gewaltig victorisiren,
undt viel plätze, schon eingenommen haben.


Die Banditen im Königreich Napolj, hetten Salerno
geplündert.


Des Generals la Riva, Victorien continujren.


Jn Polen, wehre guter friede, absetzung böser Müntze,
undt hofnung, zu einem guten ReichsTage.


Zu Trier, wehre noch Streitt wegen eines
Neẅen Coadjutoris, wahl.


hertzogk von Lottringhen, tractiret mit Frangkreich.
Zu Franckenthal, wirdt gute ordre gehalten, wegen des || [[Handschrift: 77l]]
außreittens undt streiffens, so scharf verbotten.


Die Malcontenten Printzen, in Frangkreich, haben
große progreßen, wolten gerne, die gefangenen
liberiren, undt stärgken sich mit Spannischer machtt.


Auß Engelland undt Schottlandt, bleibet es
bey dem Erffurter berichtt.


Die Leiptziger besatzung, ist im abzuge
undt außzuge begriffen, die ChurSäxische
hingegen, sol wieder hineyn ziehen.


Von schregklichen wettern, höret man
hin- undt wieder.


Das Päbstliche reformiren in den Erblanden,
gehet scharf forth. perge


On avertit aussy de Dresen[!], que Sa Majestè Imperiale
est malade, & que les Medecins, en sont en grande
apprehension. Dieu la vueille parfaittement reguerir!


Jch habe eine Visitation, im keller abermalß ange-
stellet, undt allerley darinnen, gefunden. Gott
helfe mir doch, zu guten, undt Treẅen leütten!


1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: 8 Schefel (Scheffel)schfl: wintergerste, ist heütte aufge-
meßen worden, auß den Eingeerndteten 4 schogken
37 garben.

|| [[Handschrift: 78r]]


Der iunge Einsidel, unseres hofmeisters Sohn, Wolff
Conradt, so beym Feldtmarschalck Rantzow, zu
Duynkirchen, gewesen, ist außm Niederlande
anhero kommen, seine allte vorige dienste, etzlicher
maßen, zu erfrischen, undt sich wieder zu præsentiren.


Gott gebe! daß er unß, zu glügklicher stunde,
angekommen sein möge! undt gute officia, præstiren
könne!

Dienstag den 2. Julij; 1650.


Eilender avis von Cöhten, daß alle völgker,
so in Leiptzigk; undt in der feste Pleißemburg,
gelegen, mit dem Obersten Nähren, ab, undt
außziehen, undt auf Cöhten gehen, begehren
124 wagen, undt 300 vorspann pferde
biß auf Agken. Wir werden v auß dem
Bernburgischen, 50 wagen, darzu geben
müßen. Gott helfe uns auch, auß dieser,
undt anderer laßt weil auch noch
heütte, die andere einquartirung,
von Deßaw auß, geschehen soll! Man
wirdt in einen Sawern Apfel beißen
müßen, undt besorglich, die letzte Öhlung kriegen.
Got erbarme sich, aller bedrangeten undt Nohtleidenden!

|| [[Handschrift: 78v]]


Avis: daß Gustaff Horn, mit etzlichen trouppen,
zu Staßfurth, anlangen wirdt, auch viel trouppen
auf Sanderßleben, gehen, Micrander, ist forth,
dem Pfaltzgraven, entgegen. Gott gebe gute expedition
undt das wir, der vielen beschwehrungen, in kurtzem,
loß werden mögen! auch keine größere kriegen!


Dieser tage einen, ist hans Ernst Börstels
deß hauptmanns, haußfraw, in ihres abwesenden
bruders hauß alhier gekommen, hat seine
haußfraw angeredet, ob sie sich erinnerte,
das ihr, der haüptfraw bruder, dieser, ihr
Jungker, 300 ThalerThlr: schuldig blieben, undt ihr
davor, silbergeschirr versetzt hette? Als es
nun die alhiesige Börstelinn beiahet, hat
die haüptfraw, mit süßen worten, diese
gebehten, ihres iungkers kasten aufzuthun,
undt ihr solch Silbergeschirr zu weysen,
welches, als es von der guten frawen in Ein-
falt, beschehen, fähret die andere de facto,
zu, reißet ihr in die 700 ThalerThlr: werth,
auß den händen, schmeißt die Thür zu,
gehet damitt hinweg, undt fähret,
unersucht, undt unbegrüßet der gerichte || [[Handschrift: 79r]]
mit solcher beütte, zum thor, hinauß, leßet die
andere, kärmen, winseln, undt schreyen, undt thut
mir hierinnen selber, in meiner residentzstadt,
keine schlechte gewaltt, ahn. Die arme fraw,
weheklaget heftig sehr, undt ist darüber, drey
Tage lang, im bette krangk gelegen. Jst sich
zu verwundern, über diesen Frevel, undt daß
eine leibliche Schwester, ihren bruder, also be-
schimpfen, undt verfolgen darf, in seinem abwesen,
darzu auch, (ohne einigen respect) mir also
ungescheẅet, meine jurisdiction violiren!
Es ist mir zwahr, noch nicht geklaget, Sondern
nur discoursweise vorgekommen, wirdt aber noch
wohl geklaget werden. perge


Schreiben von Fürst Augusto wegen der marsche.


A spasso in gartten, undt sonsten. perge


Nachmittags, bin ich mit meinen Söhnen, in die
weinberge geritten, auch hin- undt her, en
passant durch den Jahrmargkt et cetera Es seindt
unß undterschiedliche Damen, undt Jungkern,
begegnet, alß: Einsidels Sohn, mit seinen Elltern,
der iunge Krosigk von Alßleben, mit seiner Mutter,
Erlach mit seiner Frawen, Matthes, undt Albrecht Bidersehe. et cetera

|| [[Handschrift: 79v]]


Eilender avis, diesen abendt von Plötzkaw, nebst
einem Schreiben vom Pfaltzgraven Generalissimus
darinnen begehret, undt gar höflich gesucht
wirdt, nach erfolgtem friedensexecution-
Schluß, undt evacuationsTractaten, mit
ChurSaxen, das leibregiment zu pferde
des Obrist leütnant Israels, auf wenig Tage,
einzunehmen, auch mit Futter, undt mahl,
zu versorgen. Jst eine sehr große Laßt!
auch fast diesem armen erschöpften Für-
stenthumb, unerträglich! Gott helfe emergiren!


Schreiben von Ballenstedt in terminj mediocrj, e ristrettj.

<4 lächße. von fischern 1 auß der mühle.>


Jn die kirche, am Behttage, conjunctim.


Extra zu Mittage, Doctor Mechovius, der iunge Ein-
siedel, der iunge Krosigk, wie auch, die Rindtorfinn.


Conversatio, mit dem iungen Einsidel, a Meridie.


Es hat heütte allerley zu thun, gegeben, wegen
des accords, mit einnehmung der Reütter.


Schreiben von ChurSaxen, in hagens sache,
begehret die gen Originalacta, darauf
man zu sprechen pfleget, undt nicht auf Copien. et cetera

|| [[Handschrift: 80r]]


Schreiben vom hertzogk Eberhardt, von Wirtem-
bergk; daß, als er im Sawerbrunnen gewesen
nebst Seiner gemahlin Liebden ihme sein Söhnlein zu
Stugkgardt gestorben, undt also dem Töchter-
lejn, baldt gefolget wehre. Gott tröste ihn!

Donnerstag den 4ten: Julij; 1650.

<1 lachß.>


Gestern abendt spähte, alß ich zu bette gehen
wollen, iedoch noch etwas helle, in itzigen
langen SommerTägen, haben meine kammerdiehner,
Gebhardt Loyß, undt Ludwig Rober, an der
weitten fischerey, in der Sahle, unferne von der
Schleüße, einen großen weißgrawen vogel
gesehen, wie ein <kleiner> Strauß, <von leibe> der ist baldt auf
den Jnselchen hin- undt wieder gegangen,
baldt inß waßer wieder gesprungen, undt
geschwummen, undt dem ansehen nach, Nahrung
gesucht. Er hat einen kurtzen schnabel (deßen
farbe, wie auch der zimblich langen füße,
man von ferne, also nicht discerniren können)
gehabt, undt einen großen kropff, wie die
leffelgänße. Jst wol etwas seltzames,
undt rares an diesen orthen. Dörffte wohl,
etwas ungewöhnliches, ominiren.

|| [[Handschrift: 80v]]


Vor abends, seindt erstlich die Officirer, darnach,
die compagnien, nemlich, die beyde, so jm Bernburgischen
logiren sollen, ankommen. Gott gebe! das Sie gute
ordre halten.


J'ay sceü, de bonne part; que le bon General
Erlach, a estè empoisonnè en France, par les menèes
dü Cardinal Mazzarinj, (qu'il croyoit estre,
son grand amy) a cause de sa trop grande
authoritè, & dependance, dü Prince de Condè,
item: qu'il le vouloit deposseder de Briesach.
Voyla! les recompenses, dès Grands, en ce Monde!


Der Schwedische Resident Förstenhaüser, (welcher
mir vor iahren, auf des Kaysers cröhnung,
aufgewartett) hat sich bey mir præsentiret,
undt zweene iunge wrangel, deß Tollen
Wrangels Söhne, nebst ihrem hofmeister1, mitgebracht.


Jch habe sie, mit Mir, eßen laßen, darnach
seindt sie, wieder forthgezogen, undt es hat
allerley gute dißcurß, mit Förstenheuser gegeben.


Avis: das Fürst Hanß, mit dero Gemahlin,
wiederumb, zu Zerbst, von Dresen[!], ankommen.


Die compagnien, seindt mit Förstenheuser auch
ankommen. Er saget aber, es wehren nicht achte || [[Handschrift: 81r]]
sondern nur fünffe, undt man hette ungleich gepartet,
weil 3 compagnien hinweg von diesen 8 compagnien gegangen,
also dörfte es haspeley geben.


Oberlender, ist mit dem Zerbst[isch]en Bier, von Des Zerbst
angekommen.


heütte seindt die kaufleütte, undt krähmer, vom
margkt alhier zu Bernburgk, wieder forth,
wiewol auch schon gestern etzliche abgerayset.


A spasso, con Madama, nel giardino!


Ein probst von hettemßleben, (ein lustiger Mann,)
ist anhero gekommen, alß gevollmächtiget, von
seinen Klosteriungfern, wegen der wiederkaüflichen zinßen. et cetera


A spasso auf meine breitten, da das liebe ge-
treydig, anfänget reiff zu werden. Gott
bewahre es vor unglügk! gnediglich!


Jch bin auch mit meinem Sohn Victore durch die
Stadt, zur zigel- undt kalgkscheüne geritten,
wie auch, in die Weinberge, undt Lüdolf Lorentz
von Krosigk ist zu unß, gestoßen.


Eilender avis, in der Nacht, undt reiterirt, vom Obrist leutnant
Knoche, daß der Obrist leutnant Israel JsaacsSohn, contremandiret
undt beordert worden, sein Regiment wieder zusammen
zu führen, undt nebenst 4 compagnien zu fuß nach dem
Stifft Cölln, zu gehen. Kömbt also alles, wieder zu rügke.

|| [[Handschrift: 81v]]


Nemlich: die 3 Compagnien zu roß Schweden, welche
den Residenten Förstenhaüser, convoyiret, undt
unsere compagnien alhier, undt am hartz, werden
zusammen geführet, auch 4 compagnien zu fuß, darzu
gestoßen, liegen schon, in den Cöthnischen dörfern, undt
sollen nach Morgendem rastTage, übermorgen
alhier, bey Bernburgk; in der awe, sich stellen,
aldar übernachten, förders aber, auf Ascherßle-
ben, undt inß Stift Halberstadt, marchiren.


Die hohen Officirer wollen in der Stadt alhier,
pernoctiren, die gemeinen aber, sampt den unter-
officirern, bleiben auf den Anger, stehen,
undt müßen, mit brodt, Bier, und futter versorget
werden. Er der Obrist leutnant Knoche, will darbey bleiben,
biß auf Ascherßleben, umb desto beßere
ordnung zu procuriren. Begehret, ich solle
schaffen, 3000 Pfund (libra) s brodt, 14 faß bier undt zwey
Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: hafer. Er will die vorspann, auß dem
Cöthnischen, biß nacher Ascherßleben, geben.


Gestern<heütte zu abendt> seindt von unsern 30 vorspannwagen,
welche dem Obristen Nähren, mitgegeben worden, || [[Handschrift: 82r]]
nur 25 wiederkommen, undt übel abgetrieben, auch
Theils arme undterthanen geschlagen worden.
hetten ihrer pferde, itzt in der erndte wol von nöhten.
Unser heẅ, dörfte alles darauf gehen, im
Rahtsanger, undt in der Awe. Gott entledige
unß auch von dieser laßt!

Samstag den 6ten: Julij; 1650.


Jch habe laßen etwas heẅ einführen,
avant le coup.


Viel wiederwertigkeitt noch gehabt, wegen
Schwartzenbergers brawgerechtigkeitt, darumb
die brawer colludiren, undt instigirt werden.


Avis: daß der pfaltzgrave Generalissimus in voller
marche begriffen, undt nach Schweden zu, eyle,
Sintemahl den 7. Augustj gebe gott die Cröhnung der
Königinn, werden solle, darumb vielleicht, die
Soldatesca zusammen geführet, undt gefordert wirdt.


Matthiaß Krosigk; welcher diesen Morgen hier,
durch paßiret, hat diesen avis gegeben.


Die Erffurter avisen, bringen mitt:


Daß die subscription zu Nürnberg, nicht allein,
von den Schwedischen sondern auch, von den Frantzosen so-
lenniter geschehen seye, undt die 4 waldstetten, || [[Handschrift: 82v]]
ihnen, mit zimlichem disgusto, abgesprochen.


General Piccolominj, solle præparatoria machen.


Zu einem Treflichem Valetbancquet, undt
feẅerwergk, etcetera Darnach, der vfbruch
erfolgen.


Jn Frangkenthal, sol numehr, der commendant,
sehr scharfe disciplin, undt Ordre halten.


Die Lottringischen trouppen, vagiren noch, hin- und wider.
Chur Meintz, sol in der Stadt Meintz, solenniter
eingezogen sein, die Frantzosen hingegen, trawrig auß[.]


Jn Frangkreich, gehet es noch verwirret zu.


Gleichwol, tractiren die von Bourdeaux, mit
dem Könige. Der Ertzhertzogk, hat die festung
Guise, auch einbekommen. Düc de Bouillon,
hat den Spannischen seinen Sohn, zum Geyßel
geben müßen, damit sie ihme Trawen,
undt assistiren in Guienne. Die Princesse
de Tarante, gehet wieder nach Caßel.


Die Princesse de Condè, sampt ihrem Söhnlein
Düc d'Anguien ist in der Bordeauxer Schutz.
Düc d'Èspernon, hat befehl vom Könige, sich auß
Guienne zu retiriren. Dücs de Bouillon & de Roche-
faulcaut, seindt Criminels de Leze Maiestè decla- || [[Handschrift: 83r]]
riret. Maréchal de la Force, undt Visconte d'Harpa-
iou, (welcher Mareschal de France, worden) halten
sich stille. Die Armèe gehet, gegen die Spannischen.


Piombino, undt Porto Longone, haben sich noch ge-
halten.


Jn Portugall, continuiren die Dissidia, zwischen
selbigem Könige, undt den Engellischen Parlamentischen.
Printz Ruprecht, hat etwas wieder sie tentiret, iedoch,
ohne effect.


Cromwell hat in Jrrlandt zimlich eingebüßet.
Jst zwahr, mit großer pompe, zu London wiedereinge-
holet, undt nacher Schottlandt, in person, zu gehen,
beordert worden, iedoch empfinden die Engel-
länder, die großen unleidlichen undt tirannischen
exactionen.


General Maior Harrey, (von den Montrosischen)
sol auch sein offentlich, zu Edinburg, iustificiret worden.


Jnndeßen, vermeinet man, seye der König, in
Schottlandt, arriviret, undt habe lautter Schott-
ländische rähte, umb sich. Gott wolle ihn, protegiren!


Die Unirten provintzien dissentiren noch, wegen
abdangkung ihrer völgker, undt anderer sachen.
Hollandt wil über die andern herrschen, welches die
anderen, nicht leyden wollen, hat auch umb der commercien
willen, eines eigenen abgeordneten, nacher London, geschickt.

|| [[Handschrift: 83v]]


Amsterdam, will auch absolutè, vor sich, gehen.


König in Dennemargk, hat seinen Sohn, mit einhelliger
einwilligung der Stände seines Reichs, den
12ten Junij; zu Copenhagen, zum künftigen successore,
designiren, undt eligiren laßen.


Jn Schweden, continujren die Præparatoria
zur Cröhnung.


Jn Polen, wirdt doch noch, ein Moßkowiter
krieg, besorget. Zu Crakaw, haben die Studenten,
wieder exceß verübet, mit Stürmung der
haüser, undt Mordthaten, sollen aber davor,
heftig gestraft werden. General Chmielins-
ky, sol zwytracht haben, mitt seinen Officirern.
Die Pommerische Grentzscheidung, mit ChurBrandeburg ist noch unrichtig


Abermahliger avis; vom Obrist leutnant Knochen,
wegen durchpaßirung, zerlegung, forthbringung,
undt accommodation, der völgker. Gott erlöse, uns
auß dieser drangsahl ebenmeßig! wie ehemalß!


Sie begehren auch, 28 wagen vorspann. Kömbt
übel zu paß, in der Erndte perge et cetera


Victualien, von Ballenstedt, seindt ankommen.
Diesen abendt, ist ein zimlich wetter gewesen
undt die hitze hat sich abgekühlet.

|| [[Handschrift: 84r]]

Sonntag den 7. Julij; 1650.


Diesen Morgen, seindt schon trouppen Reütter,
alhier durch gegangen.


Jn die kirche, conjunctim vormittages.


Vmb Mittage, seindt schon 3 Compagnien ankommen, undt
überpaßiret.


Extra zu Mittage, gehabt, die Rindtorfinn,
den iungen Einsidel, Tobias Steffeck von Kolodey


Nachmittagß, cum sorore; & filijs, wieder in die kirche.


Die compagnien, seindt inndeßen ankommen, mit
dem Obersten leütenampt, Israel JsaacsSohn.
Gott gebe! Das Sie recht hausen! Jch habe
ihn laßen, durch Rindtorf, herauf bitten. Er hat
sich aber sehr endtschuldiget. Sol in die 10000 pferde
stargk sein. Wolte gerne gute ordre halten, undt
nicht, das klage über sie kähme, weil daß
Bernbürger Bier, zu operiren pfleget. Sie
stehen draußen, beym Peltzigker Werder.
Die vornehmsten Officirer aber, alß: der Obrist leütnant
undt Maior, haben ihre quartier, in der Stadt.
Man wirdt das liebe getreydig, undt so viel müglich,
das heẅ, zu beschützen haben. Gott wolle es bewahren!

|| [[Handschrift: 84v]]


Obrist leütnant Knoche, ist zu mir kommen, undt hat Mir
zugesprochen, auch allerley referiret.


Jch habe Rindtorfen, mit ihme hinundter geschigkt
dem Obrist leutnant Israel, nochmalß, hoym zu recommendiren,
sampt meinen armen undterthanen, weil Sie
die marsche, dorthin, bey weg, auf Gaterschleben,
an der See, von dannen durchs Braunschweigische
zu, nehmen wollen. Sie haben nicht allein
1000 pferde, sondern auch, 4 Compagnien zu fuß, bey sich. et cetera


Die Leiptziger Avisen, conformiren sich, mit den
Erfurdtern, undt ist wenig darzu addiret, außer
daß in Ungarn, die Türgken streiffen.


Daß die Christliche armèe der Venezianer, undt
Italiäner, vor den Dardanellj, liegt, undt ohne
Schläge, nicht wol voneinander kommen möchte.
Piombino, sol über sein, Porto Longone nicht.
Der Pabst, hat einen Neapolitanischen Münch, auß
des Frantzösischen Ambassadors hofe zu Rom, laßen hinweg
nehmen, undt aufhengken, darüber sich der Ambassador
sehr beschwehret, es hat aber nichts geholfen.


Guise die Stadt, hat zwar der Ertzhertzog, mit
Sturm, erobert, undt darinnen alles niedermachen || [[Handschrift: 85r]]
laßen, waß im gewehr gewesen, Allein daß
Casteel sol sich noch halten. Einen spion haben die
Spannischen ertapt undt aufgehenckt, welcher briefe
gebracht, der commendant solte sich halten, so lange er
köndte, undt baldt entsetzet werden.


Der Envoyè auß Pohlen in Moßkaw, wehre
wiederkommen. Etzliche præsumirten einen krieg,
andere, einen gütlichen vergleich.


Die Princesse Sofie, wehre den Rhein hinauff,
nacher Heidelbergk, gebracht, worden, mit vielem
bagage, darauß schlöße man, das ihre fraw-
Mutter, (gewesene Königinn in Böhmen,) baldt
nachfolgen würde.


Der Pfaltzgrave Generalissimus, würde den
18ten: Junij, von Nürnbergk auf sein.

Montag den 8ten: Julij; 1650.

<2 lächße.>


Diesen Morgen, seindt die völgker, aufgebrochen,
undt mit bagagepferden, undt allem, wol in die 2000
stargk gewesen. Sie haben sich noch zimblich ver-
halten, undt seindt nicht in die Stadt gekommen.
Der Obrist leütnant Jsrael hat gute Ordre gehalten.
Jch habe leütte mittgeschickt, auff Hoym perge Gott helfe
ferner, von innerlichen, undt eüßerlichen beschwerden!

|| [[Handschrift: 85v]]


heütte haben meine dingmehder angefangen, die
Gerste, zu meyen. Gott gebe zu dieser, undt anderer
Erndte seinen Segen! undt gedeyen!


heütte Nachmittagß, helt Michel Kühne,
mein Sattelknecht, hochzeitt, mit Märtin hans
Sehlig wittwen. Gott gebe ihm, seinen Segen!


A spasso, auf meine breitten, in gartten, undt alij.


Pomponio. Oeconomica, mit Jakob Ludwig Schwartzenberger undt Philipp Güder


Der Syndicus Pose, von Hall, ist anhero
gekommen, den consiliis, alhier, aufm gerichts-
Tägen, beyzuwohnen, alß meines Bruders Raht.
Gott gebe sana consilia! undt daß nicht,
auß Assistenten, ConDominj gemacht werden!

Dienstag den 9ten: Julij; 1650. et cetera


hanß Bernds, ist alhier gewesen, wegen seiner schuldigen
sachen, mit den Krosigken, undt hat erzehlet,
wie erschregklich das wetter am Sonnabend
zu Wilschleben, an dreyen orthen, eingeschlagen
undt angestegkt, alß auch zu Quedlinburgk.
Gott bewahre, einem ieglichen, das Seinige!
undt laße unß, solche Dinge, zur buße diehnen.


Der Neẅe Præceptor, hammeln, hat sich diesen Nach-
Mittag, eingestellet, durch Jakob Ludwig Schwartzenberger anmelden laßen, auf
recommendationes, undt erinnerungen vom Wendelino, mitgebracht.

|| [[Handschrift: 86r]]


Zacharias Trompter, ist von hoym, undt Ballenstedt
kommen, mit bericht, das die Israelischen trouppen,
sich wol gehalten, undt gar friedlich, vorüber gezogen.


Nur hette etwas einquartirung zu hoym, von
diesen, undt zu Rider, von den hatzgerödischen[!]
völgkern, so daselbst gelegen, vorgehen müßen,
nicht zwahr, zu unserm besten, sondern disproportionirten
überfortheilung. Patientia! vincit omnia!


Jn die kirche, undt wochenpredigt, cum sorore & liberis.


Extra zu Mittage gehabt, den CammerRaht,
Doctor Mechovium, die Rindtorfinn, den iungen Einsidel,
(der neẅe Præceptor, wirdt numehr ordinarius
werden) Jakob Ludwig Schwartzenberger<Tobias Steffeck von Kolodey> et cetera


Diesen Nachmittag, gegen 4 vhr, ist daß gantze
Regiment, des Obristen leütnant Jsraels wieder zu rügk
anhero kommen, unvorsehens. Sie haben den
Obrist leütnant auch Theilß officirer gefangen,
wollen sie nacher Cöhten führen, wie sie vorgeben,
undt ihre vorenthaltene gelder holen.
haben sich auch nicht weitter wollen weg-
führen laßen, im Lande umbher, undt seindt
alhier zu Bernburgk; durchpassirt, undt übergeführet.

|| [[Handschrift: 86v]]


Es wahren 6 Standarden, mit bagage, undt 2 stan-
darden sollen noch nachkommen. Sie giengen auf Cöhten. perge


Leur intention, donne de la frayeür, a aulcüns.
Le bon Dieu, vueille divertir, tous maulx, & inconvenients.

Donnerstag den 11ten: Julij; 1650.

<2 lächße.>


Gestern, seindt die Reütter, vor Cöhten, gestanden,
haben durchauß ihren Obrist leütnant (wie sehr er auch
darumb gebehten) nicht hinein laßen wollen,
undt Proviant herauß bekommen.


Diesen Morgen, kommen eintzelne parthien, von Dröbel
hehr, wieder zu rügke. Gott bewahre vor mehrem
unheyl! undt confusionen!


Gestern abendt, gar spähte, hat ein corporal zu
Meinem Mußcketirer, so die wache am eüßern
Thor, gehalten, gesaget: laßet bey leibe keinen
von den reüttern ein, sonst wirdt es schwehre
verantworttung geben. L Nehmet sie ia nicht ein,
auf das Schloß. Es scheinet also, das Sie endtweder
uneinig, undtereinander selber, seyen, oder aber,
Sie dörften baldt, von andern stärgkeren parthien,
verfolget, undt attacquiret werden. perge


Jtzt vmb 8 uhr, vormittags, kömpt nachricht ein,
das die Reütter, umb Wedegast, stehen, undt hetten
proviandt, undt futter, von hinnen, undt von Cöhten, || [[Handschrift: 87r]]
begehret, so wolten sie kein getreydig angreiffen.
Sie hetten sich diesen Morgen, im felde, (nach dem
sie den Obrist leütnant Jsrael, mit drey geschloßenen
Crayßen, umbringet) mit ihrem Obrist leütenampt
verglichen, Er solte ihnen, in 24 stunden, ihr geldt
schaffen, Sie abdangken, undt ihren redlichen nahmen,
ihnen geben. hat ihnen auch einen Eidt schwehren müßen,
sie nicht zu strafen, noch sich an ihnen, zu rächenen.
Sie stehen in der opinion, er hette ordre vom Pfaltzgra-
ven, Generalissimo, gehabt, sie abzudangken,
nicht aber in Schweden, oder Engellandt, sie zu führen,
(wie an itzo verlautten will), undt sie eben so wol
alß andere Regimenter, des friedenschlußes
fähig zu sein vermeinen, zumahl, da sie daß
leibregiment der Königin sein, undt so
viel undt lange iahr, redlich, undt Treẅlich
gedienet, Schlachten, undt schönen occasionen, beygewohnet. perge


Er der Obrist leütnant hat lange tergiversiret, auch
geleügnet, das er geldt vor sie entpfangen hette,
endlich doch willigen müßen, hat auch lange nicht,
seine ordre, nach Engellandt zu, entdegken wollen,
biß endlich. Dann die erste ordre, nach Pommern, undt
Schweden zu, zu gehen, ist geendert worden. Er hat
auch die geborne Schweden, durch auß in dem accord || [[Handschrift: 87v]]
nicht mitt eintschließen wollen, weil Sie seine landeß-
leütte, undt der Königinn alß immediat unterthanen, undt
Diener, mehr verbunden, undt solche proceduren
weniger zu endtschuldigen wehren. Die deützschen
aber, haben einhelliglich, protestiret, Sie
begehrten keinen accord, wann die Schweden, (so
in dieser Noht, bey ihnen, umbgetretten,)
excludiret würden, undt haben endlich gedroẅet,
wann es nicht gehen wollte, So wüßten sie schon,
waß sie mit ihme dem Obrist leütnant thun wollten,
darauf hat er endtlich, nach vielem disputiren,
eines, undt das andere, einwilligen müßen.


Er hat sich auch lange gewaigert, jhnen, ihre
abschiede zu geben, weil er gesaget, er hette
über die 1000 gedrugkte abschiede, undt paß-
portten, schon nach Engellandt<Pommern> zu, geschigkt,
köndte sie so baldt nicht wieder kriegen,
noch vmbschreiben laßen. Sie wollen aber,
mit tergiversationen, undt außflüchten, sich nicht
vergenügen laßen. Er hat nochmalß sehr gebehten,
Sie möchten ihn doch, in Cöhten, hinein laßen, da
mag seine fraw, heimlich, mit dem gelde sein,
allein Sie haben es bedengken, wollen es endlich, gesche- || [[Handschrift: 88r]]
hen laßen, iedoch also: daß der Obrist leütnant baldt wiederkomme,
undt Geysel, von andern Officirern, ihnen hindterlaße,
auch eine stargke trouppe von ihnen mittnehme.


Es scheinet, das die diffidentz, dieser Reütter,
gegen dem Obrist leütnant groß seye, alß hette er ihnen,
ihre gelder hinderhalten, undt ordre vor sich,
verendert, oder doch sie, alß Schklaven, in Diensten
zu behalten, undt nacher Schweden, oder Engellandt
zu, mit gewaltt zu nöhtigen, undt zu führen,
gewillet, welches sie kurtzümb, nicht thun wollen.


Sie sehen auch, das andere Regimenter abgedankgt
werden, theils wol, theils übel tractiret. Sie
gleichwol, begehren eben auch nicht die aller-
schlimmsten, undt die allerletzten, (alß die im König-
lichen leibregiment gediehnet, undt billich, zum
allerbesten, solten vor ihre langwierige
treẅe <tractiret undt> gelohnet werden) zu sein.


Es hat sie auch sehr verbittert gemacht, das
gestern frühe, alß der Obrist leütnant zu Wegeleben,
von ihnen, geritten, (in der meinung, sie laßende,
alß wolte er baldt wiederkommen, undt nur bey
einem bekandten vom Adel, frühstügken) undt nacher
Grüningen zu, außgerißen, auch verfolget worden,
biß Sie ihn gefangen genommen, er einen tapferen
alten Soldaten, auch auß ihrem Mittel, todtgeschoßen.

|| [[Handschrift: 88v]]


Der iehnige, so das hertz gefaßet, ihnen diese
große resolution einzusprechen, soll vor ein
par iahren, undter den Weymarischen, mitt ge-
wesen sein, alß sie wieder den König in Frankreich
undt den Visconte de Türenne, sich gesetztet,
auch von denselbigen, attacquirt, undt verfolget
worden, dieselbigen haben eben so wol angezogen,
das Sie keine meütmacher, sondern redliche
Deützschen wehren, undt beschwehrten sich das
man sie nicht ordentlich auf Deützschem boden,
abdangken, sie außzahlen, nach den versproche-
nen accord ihnen halten, sondern, sie in andern
ländern, alß Schklaven, herumb schleppen,
undt zu diehnen, (wieder ihren willen), zwingen wollte.


Etzlichen, so dergleichen im Oberlande gethan,
wie auch, in Schlesien, ist es übel bekommen,
undt seindt theilß vom General feldtmarschalck
Wrangel, theilß von Douglaß, theils vom
Wittembergk, undt andern Officirern, mit
stärgkerer macht, umbringet, theilß nider-
gemacht, theilß der anfänger, auß denen
hauffen, herauß genommen, undt iustificiret worden.

|| [[Handschrift: 89r]]


Jst also ungewiß, wie dieser handel, ihnen den
Reüttern, (denen es doch nicht zu gönnen, wann sie
einen guten vorsatz haben?) gelingen möchte?
Gott gebe! Daß Officirer, undt Soldaten, herren,
undt knechte, ein ieglicher, seine gebühr, in achtt
nehme! undt niemanden, unrecht, oder zu viel, geschähe!


Avis: daß die 4 compagnien zu fuß, nicht alleine
auch gestern, rebelliret, sondern ihre officirer,
mit Mußkeeten Todtgeschlagen hetten. Wehre
zu viel böses, auf einmahl.


Die Obersten Didemann, undt Fritz, seindt anhero,
nach Bernburgk kommen, sich des Obersten leütnant Israels
anzunehmen, undt den Reüttern ihren exceß zu re-
monstriren. Dieselbigen aber, wollen nicht hören,
wollen auch, <zu> ihrem Obrist leütnant diese Obersten, nicht laßen.


Jnndeßen, bin ich Nachmittags, mit meinen Söhnen,
hinauß auf etzliche meiner breitten, alhier,
zu Pröderitz, undt zu Zeptzigk, spatziren geritten,
daß liebe getreydig, (so mir Gott segenen wolle)
zu besehen. Es ist mir aber auch baldt einer
von den Reüttern, nachgefolget, welcher mich,
<im nahmen der andern> umb proviant gebehten, vor die trouppen, damit
Sie des lieben getreydichs, im felde, verschonen köndten. et cetera
Jch habe ihnen, 800 Pfund (libra) brodt, undt 6 faß bier, abfolgen laßen.

|| [[Handschrift: 89v]]


J'ay escrit, a Madame l'Electrice Douairiere de Brandebourg.


Avis von Ballenstedt, daß die Fußvölgker, noch in Dern-
burgk, liegen, undt die Reütter, (so wir numehr, in
Vicinia haben) hetten gestern auf dem Rendevous,
rebelliret, den Obrist leütnant Jsrael zur bezahlung
3 Monaht Soldts, undt abdangkung, nöhtigen wollen,
der sich aber darzu, nicht verstehen können,
deßentwegen, er seines commando, undt allen
Respects, benommen, undter sie beschloßen,
undt auf Cöhten zu, gegangen, in meinung,
sich daselbst, seiner hinterlaßenen bagage, zu
mächtigen, die fußvölgker hetten auch im willens
zu revoltiren.


Es ist noch eine compagnie zu diesen Reüttern gestoßen,
also: das sie numehr 7 Standarden, stargk sein.


Ein 14 Tage her, seindt stargke regen, undt
überauß große Donnerwetter, zu Ballenstedt,
undt in der Nachtbahrschafft entpfunden worden,


Zu Rieder, hat vorgestern, daß wetter ein-
geschlagen, undt ist ein fein hauß abgebrandt.


Am Sonnabendt, hats an 4 orthen, in Quedlinburg
eingeschlagen. Zum Stiega, aufm hartze, hat das
wetter 4 kühe, undt einen zugochßen todtgeschlagen.


Cantzler Milagius, so von Emmerich, wiederkommen, || [[Handschrift: 90r]]
saget, von großer Theẅrung, undt waßerschaden,
so drundten in den Niderlanden, vorgehen, undt
vorgegangen sein soll. Mit der heẅerndte, will
es noch nicht recht forth, wegen des regens.


Magister Knüttel schreibet, daß Rehe zu bekommen.
Schicket 1 dutzent großvogel, undt kirschen.
Klaget, über sehr große platzregen, daß
darvon der weitzen, undt alles getreydig sehr
niedergedrugkt würde. Zu Rieder hette daß
wetter vorgestern, eines leinewebers hauß, vopel
genandt, abgebrandt, undt entzündet.
Gott bewahre, vor ferneren plagen!

Freitag den 12ten: Julij; 1650.


Negromonte ist bey Mir, gewesen. Es hat noch haß-
peleyen gegeben, wegen der brawerschaft, que, Vis
maior, fomente! Pacience!


Die Reütter, seindt noch im felde, vormittags ge-
standen. Droẅen den Cöhtnern sehr, weil der Obrist leütnant
Knoche, die gelder nicht will herauß geben, oder
negirt, dieselbigen zu haben. Sie laßen alhier, zu
Bernburgk, viel abschiede schreiben, in die 500 undt
dringen darauff. Sie wollen auch die Obersten Didemann
undt Fritz, gefangen nehmen undt alhier einfallen. Sie
seindt aber gewarnet, undt endtwichen, haben zum || [[Handschrift: 90v]]
Obrist leütnant Jsrael durchauß nicht kommen können.


Einen Rittmeister, so die Obersten zu ihme geschigkt,
haben sie, mit schlägen, tractiren wollen,
(wie berichtet wirdt) auch nicht begehrt, den
hanß von Bergen, zu admittiren, welcher, von
Fürst Augusto, zum Obrist leütnant geschigkt worden. perge


Das Spiel, hat ejn seltzames außsehen. Gott
helfe auch, auß diesem Labyrinth. Man sagt,
Sie wollen alles getreydig, umb Cöhten herumb,
verderben, undt die Dörffer plündern.


Die Elstern, oder Aglestern, haben gestern,
undt heütte, ein gewaltiges geschrey, vor meinen
Fenstern gemacht, undt verführet. Pflegen wohl
seltzame böse, undt Frembde gäste, zu bedeütten. perge et cetera


Es gehen diesen nachmittag, etzliche trouppen, bey
der Stadt vorüber, waß sie doch, im Sinne haben mögen?


Jch laße die Statthor, wol in acht nehmen. perge

<2 lächße.>


Trois corporaulx sont encores venü ceste nuict,
prians pour l'amour de Dieu, qu'on les voulüst
recevoir en saulvetè, car ils craignent,
qu'a ce mattin, les soldats massacreront
tous les Officiers, si precisêment a 8 heüres || [[Handschrift: 91r]]
leur depütè ne revient d'Erfurdt, avec de l'argent?


J'ay dit: qu'on devoit tascher de ne se mèsler point
avec ces troubles, ains, a les faire passer ailleurs,
oultrement nostre ville en pourroit avoir dü danger.


Avisen von Erfurdt, geben:


Daß der Oberste Nähren, mit seinen, in Leiptzigk, gelegenen
Fußvölgkern, nach Pommern zu, gegangen


Der Pfaltzgrave Generalissimus, meinet man, werde
seinen weg, nacher Eschwege zu, nehmen, undt bey
Landtgraf Fritz, zu gevattern stehen, von dannen
gegen Caßel, sich wenden. Die örther darauf
der Durchzug fellet, werden mit vorspann, vor-
wagen, <feẅermörsel> undt Stügke, belästiget.


Engellandt will noch in Schottlandt offensivè
gehen, die Schotten aber, welche ihrem Könige 35
Kriegsschiffe, undt 25000 Mann zu Lande, undter-
halten, wollen defensivè kriegen, in hofnung da-
durch mehr zu gewinnen, und die Engelländer zu ruiniren.
Es continuiret, das Gott Lob, der König, in Schottlandt
glügklich, ankommen, undt daselbst mit freẅden,
undt frologken entpfangen worden.


Die evacuationes continuiren; die Kayserlichen haben
am Rhein, Offenburgk; die Bayerischen Freyburgk, inn-
gleichen die Frantzosen Lawingen evacuiret,
Ehrenbreitstein, ist auch von den Kayserlichen quittiret, undt
Chur Trier, überlifert. Die Schwedischen haben die Festung || [[Handschrift: 91v]]
Niemburgk an der Wehser evacuiret, und den hertzogk
zu Lüneburgk, eingereümet. Man zweifelt nicht,
es werde numehr, der erste Termin, aller orthen
vollnzogen sein. So baldt die hertzoge von Lüne-
burgk, die Nottürftigen gelder erleget, So soll
daß Briesewitzische Regiment zu pferde dar-
von abgedankt werden.


Zu Trier, sol der herr von Leyen, zum Coad-
iutore einmühtig erwehlet sein. Es hat zwahr
Graf Cratz, darwider protestiret, ist aber
zur Appellation, verwiesen, so ihme doch,
wenig helfen wirdt, undt wehre er selber
gerne (wie die zeittungschreiber melden) Chur-
fürst gewesen.


Das Lothmattische Regiment, so in 3 compagnien
reduciret werden sollen, hat meütiniret,
die Standarden zerbrochen, undt ist ein ieder
Reüter von dannen, seiner wege geritten,
wohinauß er gewollt.


Jn Frangkreich gehet es noch wunderlich
daher, undt es engagiren sich die Printzen,
ie mehr, undt mehr, mit Spannien.


Zu Nürnbergk, hat der Duca d'Amalfy; || [[Handschrift: 92r]]
sein hauptpanckeet, undt feẅerwergk, gar solen-
niter gehalten, undt vollnzogen, deme der Pfaltzgrave
Generalissimus wie auch undterschiedliche anwehsende
Fürstliche personen, anwesende Officirer undt gesandten
beygewohnet. Es ist alles sehr köstlich, undt prächtig
zugegangen, auch (dem ansehen nach) vertraẅlich,
undt wol. Das darbey angestellete feẅer-
wergk, ist ohne schaden, abgangen. Der friede,
hat mit dem Unfriede, undt Neidt gestritten,
undt diese beyde überwunden, auch seindt
andere schöne sachen, repræsentiret worden.
Sol alles in kupfer gestochen werden.


Des Pfaltzgraven Generalissimus vorhaben
wahr anfangs, den 8. dito von Nürnbergk ab-
zuraysen, auf Wirtzburgk; undt Heidelbergk
zu, von dannen, nach der Weeser, undt in das
Stifft Brehmen, sich zu begeben, Alleine, solche reso-
lution, ist gantz geändert, undt wirdt numehr
Seiner Liebden recta von Nürnbergk, auf Bamberg,
undt Erfurdt zu, den weg, nehmen, und nebenst
General Feldtmarschalck Wrangeln sich ein par
Tage, zu Bamberg, aufhalten, weil aber noch
vielerley Sachen, zu expediren, scheinet es, das
Sie vor dem 13. oder 14den: huius, schwehrlich abraysen dörften.

|| [[Handschrift: 92v]]


Avis: daß die 4 Fähnlein zu fuß, die vorgehab-
te alteration geendert, undt sich noch accommodiret,
ihre Officirer aber, unbeschädiget gelaßen hetten.


Die Achte, von den Reüttercompagnien,
(welche Rittmeister Wolf commandiret, undt
zu Ballenstedt gelegen) hat auch ihre vorge-
habte alteration, undt coniunction mit
diesen 7 compagnien geendert, undt sich überreden
laßen, nacher Erfurdt, zu gehen, worselbsten
Sie die Stadt, so völgker vonnöhten hette,
in gute dienste, nehmen würde.


Gestern abendt, haben die empörte Compagnien
(dem bericht nach) abermals vmb den Obrist leütnant
undt die andern Officirer, einen Krayß,
im felde geschloßen, undt resolution ihrer
abdangkung, auch geldt begehret. Der
Obrist leütnant hat geantwortett, die abschiede
solten Sie diesen Morgen bekommen, waß
Deützschen antreffe, den Schweden dörfte ers
nicht geben. Die gelder, hette er nicht, er
wollte sich aber bemühen, das er ihnen,
ihr contentement zu wegen brächte, undt || [[Handschrift: 93r]]
zwey Fürsten, (dadurch er, Bernburgk, undt
Deßaw, gemeinet) zu bürgen setzte.


Die Reütter, haben über dieser vorgeschla-
genen bürgschaft gelachet, undt gemeinet,
wir würden unß darein nicht mengen,
Sie wolten aber nicht allein, vor die deütz-
schen, sondern auch vor die Schweden, (so mit ihnen
umbgetretten) ihren ehrlichen Nahmen, undt
abdangkung haben. Waß das geldt an-
langet, so wüsten Sie wol, daß der Obrist leütnant
von den satisfactiongeldern es bekommen,
undt zu Cöhten hette. Er solte sie, alß heütte
befriedigen, oder, er<Sie> wollten sie ihn, vndt
die anderen Officirer, vor die köpfe, schießen.


Theilß Rittmeister, undt Officirer haben
geweinet, undt ihnen, remonstriret, wie
treẅlich Sie sich allezeit ihrer angenommen,
so viel iahr lang, undt sie in keiner Noht,
verlaßen, Sie solten doch so liederlich mitt
ihnen nicht procediren. Sed surdo narratum fabula!


Sie haben sich, der Fehre zu Agken, bemächtiget,
im fall der Noht, über die Elbe, sich zu retiriren,
bewachen dieselbe, undt halten überall stargke wachten!

|| [[Handschrift: 93v]]


Heütte, ist ein Cornet, von den Reüttern,
durchgegangen, hat vermeinet, eine standarde
hinweg zu bringen, Sie haben ihm nachgesetzt,
ihn eingeholet, undt harquebuziret.


Nota: Es sollen, 12 Bayerische Reütter,
neben etzlichen Weymarischen, undter denen
trouppen sein, die ihnen den weg, zu dieser
alteration gewiesen haben.


Alß vor Grüninghen, der Obrist leütnant Israel
den einen Reütter, todtgeschoßen, haben sie
wieder feẅer auf ihn gegeben, seinem pagen
durch die handt, undt seinen knechtt, durch
die Schuldter geschoßen.


Die Corporals, (biß auf drey,) halten es
mit den officirern, undt seindt auch gefangen.


Die Trompter halten es auch mit den Officirern.


An gelde sol es den Reüttern nicht mangeln,
Sie geben den leüttlin alhier, zimlich geldt zu lösen.


Nachmittags, bin ich hinauß geritten, mit
meinen Söhnen, nach Pröderitz, Zeptzigk; Palbergk,
auch guten theilß meiner breitten.


Schreiben, von Ballenstedt. et cetera vom abzug, der compagnie
Rittmeister Wolfs, undt von Cameralien.

|| [[Handschrift: 94r]]


Avis: diesen abendt, daß die turba militaris, mit dem
Obrist leütnant Jsrael verglichen seye, undt ihme alles
abgebehten habe. Wollen ihn hinführo, vor ihren vatter
erkennen. Er möge sie führen wohin er wolle. Es weh-
ren nur mißverstände gewesen. Ein leütenampt,
undt 4 Reütter (so auch in arrest numehr genommen)
hette sie mit falschen rapport, verführet, alß
ob er, ihre gelder, entpfangen, undt hinderhalten hette?


Dann er, der Obrist leütnant hats ia hoch, undt theẅer
geschwohren, das er nichts entpfangen, hat auch da-
rauf, daß heilige abendtmahl entpfangen gestern, undt
sich zum tode, bereittet. Endlich, durch seinen feldt-
prediger2, undt Secretarium, in gegenwarth etzlicher
Reütter, ein zu Cöhten, niedergesetztes trügelein,
aufschließen laßen, darinnen ein par ketten,
wenig Sjlbergeschirr, undt kein geldt gewesen.
Da haben sie sich zufriedena gegeben, undt ihr unglügk
accusiret, auch umb gnade vndt pardon gebehten,
undt das sie doch derentwegen, nicht möchten ge-
strafft werden.


Diesen abendt, ist auch, ihr abgeschickter cornet,
von Erfurdt eilends wiederkommen, undt bringt
ordre, vom General Maior, Paykell mitt.


Der iehnige so die standarde wegbringen wol-
len, ist zwar von ihnen nicht harquebuzirt, sondern
erbehten, iedoch iämmerlich geprügelt, darnach wieder
ehrlich worden, auch kein cornet, Sondern ein Quartiermeister gewesen.

|| [[Handschrift: 94v]]

Sonntag den 14den: Julij; 1650.

<Kühle winde wie in dem herbst.>

<16 großvogel von Ballenstedt>


Der gesterige gute avis, des vergleichs der Reütter,
mit den Officirern, hat nicht continuiren wollen,
Sondern daß Sie noch gar schwührig wehren.


Ein Maior3, ist hierdurch paßiret vom
Pfaltzgraven kommende, sie zu begühtigen,
auf 3 wochen ihnen quartier in Erfurdt et cetera,
darnach die Abdangkung versprechende,
Man weiß aber nicht, ob sie trawen werden.


Morgen (gebe gott) sol der pfaltzgrave Generalissimus
in Erfurdt, persöhnlich kommen.


Wir seindt coniunctim, diesen vormittag,
zur kirchen, gezogen.


Extra zu Mittage: Doctor Mechovius, der iunge
Einsidel, iunge Roggendorf, Tobias Steffeck von Kolodey.


Der neẅe Præceptor, Johann Christian
Hammeln, ist auf meinen befehl, in Eidt,
undt pflicht genommen worden. Gott gebe
Mir, darzu, glück <succeß!> undt Segen!


Abermahliger avis, von Ballenstedt.


Nachmittags, wieder in die kirche, cum sorore, & quibusdam liberis

|| [[Handschrift: 95r]]


Vor abendts, hat man gesehen, die völgker
aufbrechen, etwaß weitter hinauß inß feldt.


Sie sollen noch nicht veraccordiret sein, mit dem Obrist leutnant.


Die gebornen Schweden aber wollen innach Pommern
zu, gehen, in die 300 stargk, undt haben sich
überreden laßen. Der heüttige Maior, ist nicht
vom Pfaltzgraf eigentlich, sondern vom General
Maior Peickhell oder Beüttel, abgesandt worden.


Diesen Abendt, haben zwey Reütter, im
Nahmen des Obrist leütnant Jsraels, sich angemeldet,
weil derselbige beängstiget wehre, begehrte
er, 2000 Pfund (libra) brodt, 8 faß bier, undt
einen wagen, oder Calesche, zum aufbruch.
Jch laße michs erkundigen, obs auch sein
wille seye, undt habe mich vorzusehen. perge


Jn der Nacht, ist mein trompter wiederkommen,
hat selbst mit dem Obrist leütnant Jsrael, geredet, undt
sol derselbe das commando wiederhaben, hat mich sehr
demühtig grüßen laßen, undt den proviandt,
auf ein par Tage, abzutheilen begehrt, wie
auch ein par tage, abzutheilen begehrt, wie
auch von Cöhten geschehen. Den vorspann, bitter[!] er,
biß nach Manßfeldt, vor den Maior, so doch noch, vom
Generalissimo sein soll. Vorgestern, hetten Sie Sie alle
capot gemacht, wann Sie hetten die völgker zusammen bringen können.

|| [[Handschrift: 95v]]

Montag den 15den: Julij: 1650.


Jtzt vormittages, vmb 9 uhr, kömpt der Apoteker
auß der Stadt herauff, berichtet, das ehe gestern,
ein Schneider, Schatz genandt, vor seinen
krangken Sohn, (welcher lange schwach gewesen,)
zur labung, einen trungk wein holen laßen,
undt weil er etwas feẅer, bey Bürgermeister Kohlen
auß seinem krahmladen, zugker darein zu thun
holen laßen. Die unwißende iungen des Kohls aber
undt vielleicht daß weib selber, <so Mangel am Gesichte hat> geben ihnen,
quid? pro quo? nemlich Arsenicum hüpsch ge-
pülvert, das ergste gifft[.] Alß sie es
nun bekommen, undt undter den wein, mengen,
(Sie sollen aber nur vor einen dreyer, des ver-
meinten zugkers, gekauft, undt nicht alles hinein
geschüttet haben) bittet das krangke knäblein,
seine Mutter, Sie solle doch auch darvon tringken,
die thut es, nebenst noch einem gesunden kinde,
zur Gesellschaft mitt. Darauf werden sie alle
drey sehr krangk, das ohne vorhin schon
schwache kindt, von langwieriger krangkheitt
außgemattet, stirbt baldt darnach. Die Mutter,
undt das andere kindt aber, seindt auch sehr krangk
annoch, undt Doctor Brandt, hat an ihnen, zu curiren,
wie auch am vatter, welcher es nur gekostet.

|| [[Handschrift: 96r]]


Gott erbarme sich ihrer in gnaden! undt præservire
hinführo gnediglich, vor solcher unvorsichtigkeitt!


Kohl, undt die seinigen, gestehen es, daß sie es versehen,
hetten billich sollen, andern, denen es gebühret, undt
die es beßer verstehen, undt kennen, benandtlich
dem Apotecker, diese krähmerey überlaßen.
Ne sutor; ultra crepidam!


Den Bürgermeister Tornaw, habe ich abermals
bey mir, gehabt, undt anstaltt gemacht, so wol
wegen des proviandts, alß anderer Stadthändel.


Der Obrist leütnant knoche, ist zu unß kommen, undt
extra bey unß gewesen. hat auch allerley
referiret, wie ungühtlich, ihme imputirt worden,
die v̈bernahme, vom Obrist leutnant Jsrael, der satisfaction-
gelder? Jtem: daß sie verglichen, die Schweden, giengen
nach Pommern zu, die andern, würden alhier stehen
bleiben, denen geben ich, undt Zerbst, proviandt,
Deßaw, undt Cöhten, gibt es, den Schweden. perge et cetera
Meine assignirte, sollen bey Dondorf, stehen,
biß Sie abgeführet, abgedangket, undt mit
gelde, versehen werden. Der Obrist leutnant Jsrael, hat
ihnen, pardon gegeben, wiewol er sich beschwehret,
daß Sie es nicht, vmb ihn, meritiret. Sie haben numehr,
ihn, vndt ihren Officirer, frey gemacht, wollen aber ihnen
nicht pariren, biß Sie contentiret, außer den Obrist leütnant.

|| [[Handschrift: 96v]]


Darnach, nach dem eßen, ist der Obrist leütnant Knoche,
auf Grähna zu, geritten, mit Milagio, sich zu underreden.


Die Erffurter avisen, werden in den Leiptzigern, confirmirt,
vndt addiret:


Daß zu Nürnbergk, das Valet bancquet, des Duca
d'Amalfy, dermaßen stadtlich, undt schön, ange-
ordnet gewesen, das dergleichen, in deützschlandt,
nie mag gesehen sein worden, undt deßen des-
cription, stehet mitt, in den Nowellen.


Jtem: Die Spannischen, wehren vor Guise, abgezogen,
auß hungers noht.


Jtem: Die Frantzosen, wehren noch, in vollen,
troubles, wie neẅlichst, berichtet worden.


Jtem: Der König in Schottlandt, wehre zu Edenburgk
arriviret, undt mit frologken, entpfangen,
Seine officirer aber, so dem Montroß gefolget,
würden immer hingerichtet. Die Schotten,
brächten 25000 Mann, zusammen, defensivè zu
kriegen, wieder die Engelländer.


Zu Lisbona, hette sich der König in Portugall mit
seiner waßermacht, auf der pfaltzgraven seitte,
geschlagen, undt wehre in die 70 schiffe, stargk in
Meinung die Englischen Parlamentarische, so etzliche 40 || [[Handschrift: 97r]]
Schiffe stargk, zu veriagen, undt außzuschlagen.


Zu Madrill, wehre der EnglischParlamentische
Gesandte, von fünf vermummten Königlichen Englischen
in seinem losament, überfallen, undt ermordet
worden. Auf die Thäter, hette der König in Span-
nien, (welcher die neẅe Englische Regierung, vor eine
Souveraine Repüblique, erkennen solle) inqui-
riren, undt sie gefangen nehmen laßen.


Bourdeaux, gibt sich undter Spannien Schutz.


hollandt declariret sich, mit Amsterdam, Parlamentisch.
Die andern provintzien Königisch, undt vor den Prin-
tzen von Uranien, welchem die holländischen abdangkungen
der völgker mißfallen.


Jn Ungarn, reget sich der Türgke, undt Sibenbürgen.
Der Kayser macht anstaltt dargegen. Jhre
Mayestät seindt sehr erfreẅet worden, alß ihr der
Oberste Ranft, die zeittung des vollnzogenen
Nürnbergischen friedenshandelß gebracht, haben
ihm in die 10000 ThalerThlr: werth, an præsenten
eines schönen ringes, vom finger, güldener ketten
undt gnadendenarii verehret. hingegen seindt
Jhre Mayestät betrübet, das fünffe von dero
Rähten gählingen nacheinander weggestorben. Der
fünffte undter ihnen, der Leßle4 gewesen. perge

|| [[Handschrift: 97v]]


Vor Porto Longone, verliehren die Spannischen, viel
volgks, sonderlich, an Deützschen, undt Engelländern.


Der Pabst, will die Beneficia so in Portugall Vacant
sein, selbigem Könige, nicht überlaßen.


General la Riva, lieget, mit der Venezia-
ner waßermacht, vor den Dardanellj, will die
Türgken, nicht ohne schlagen, herauß laßen, in-
maßen er schon, mit verlust, zweyer Türckischer
galleren, sie wieder hinein getrieben. Sie
können aber Canea unendtsetzt nicht
laßen. Dörfte also, in kurtzem, etwaß
dengkwürdiges vorgehen. Ohine! dove stò jo?


Der Große Cham[!], auß der Tartarey, bemühet
sich noch, Pohlen, in den harnisch, zu bringen, wieder
die Moßkowiter, hat den Chinesern, obgesiget,
undt sich mächtig gemacht. Suchet, die
Reiche, Casan, undt Astracan wieder.


hingegen, suchet der Moßkowiter, freündt-
schaft mit Polen, zu underhalten, wiewol
er, die insolente worth, seines gesandten,
nicht endtschuldiget. Der Königinn in Schweden
aber, sucht er, alle satisfaction zu geben, von wegen || [[Handschrift: 98r]]
der exceßen, welche zu Pleßkow, undt anderstwo
vorgegangen.


Der iunge Printz von Dennemargk; ist solenniter,
designirt, undt eligiret, worden, zu Coppenhagen.


hertzogk Christian von Meckelnburgk,
helt hochzeitt, in Hamburgk; mit der wittwe,
hertzog Frantz Albrechts von Saxen Lawenburg Sehlig,
wieder seines herrnvatters, hertzogk Adolfs,
(zwahr ungerechten!) willen.


Die Pfaltzgräflichen Freẅlein, werden, nacher
heidelbergk; den Rhein hinauff, abgeholet.


Die restitutiones, undt abdangkungen, wie auch,
die reducierung undt abdangkungen, gehen wol
von statten, hin- undt wieder im Reich. Gott gebe
continuation, zu allem friedenszwegk!


Die hertzoginn, von Pommern, (geborne zu Braun-
schweig, und[t] Lüneburgk) wittibe zu Neẅen
Stettin, ist gählingen gestorben, undt hat den
Churfürsten von Brandenburg im Testament
zum erben eingesetzt.


Die hertzoginn von Curlandt, ist eines
iungen Sohnes, genesen. Gott stärgke! undt
erhalte ihn!

|| [[Handschrift: 98v]]


A spasso hinauß in die Erndte, dahin ich nie gehe,
ich vermergke, unordnungen, Nachläßigkeitt,
heimlichen diebstall, undt dergleichen.


Meine freundliche herzliebste Gemahlin, ist nacher Palbergk gefahren,
mit Schwester Dorothea Bathilde undt

Dienstag den 16den: Julij; 1650.


Cantzler Milagius, hat sich, bey Mir, præsentiret,
undt vor- bey- undt nach der mahlzeit, allerhandt
gute discurß geführet, von seiner rayse.


Diesen Abendt, ist die<etzliche> bagage, hierdurch, zu den völ-
gkern, gegangen, nemlich Schachts compagnie, mit dem <Bagage;>


Avis von Ballenstedt daß in die 600 Mann, dorthin kommen
sollen, mit Stügken, undt Bagage, von Erfurdt. perge et cetera


Gott erbarme sich der bedrengeten leütte!

Mittwoch den 17den: Julij; 1650.


Er Beniamin Gigelßberger, hat sich præsentiret.


Jst ex Belgio, wiederkommen, con speranze! hat
allerley epistolas mittgebracht; Jch habe ihn,
extra zu Mittage, behalten, wie auch Schwartzenberger.


J'ay prins playsir, à entendre ses relations!


A spasso, con Madama; nel giardino. perge et cetera


heütte, ist wieder eine trouppe Reütter,
undt Bagage, hierdurch, gegangen, gegen abendt.

|| [[Handschrift: 99r]]

Donnerstag den 18den: Julij; 1650.

<1 Rehe, von Ballenstedt>


A spasso, zuzuschawen, ein wenig, wie die leüttlin
Meyhen, undt hargken?


Avis von Ploetzkau daß sich Zerbst, zu unserem beytrag, wegen
des Obrist leütnant Jsraels, noch nicht accomodiren will.


Jtem: (welches grawsam zu vernehmen,) daß der
iüngste hertzogk von Lünenburgk, Zellischer linie
auf seiner Jtaliänischen rayse, von den Türckischen
Seeraübern, gefangen worden seye. Dörften
ihn übel tractiren. Gott gebe! Das es nicht wahr
seye! Jst dem aber also, so wolle Gott, den
lieben iungen herren, baldt liberiren! gnediglich!
undt andere vor solchen ge abscheẅlichen händen, bewahren!


Avis von Dohndorf, daß zwar gestern, die Reütter
dahin geruckt, alleine dem Obrist leütnant laßen Sie wenig
commando, undt wollen kürtzumb, ihr geldt undt ab-
dangkung haben, auch durchauß nicht weitter sich
wegführen laßen. Der pfarrer, ist hier gewesen,
beschwehret sich, über die einlosirung, in selbigem
dorf, der Officirer perge et cetera Jch kan es ie nicht endern. perge et cetera


Jch habe zwahr, an den Obrist leütnant Ihsrael geschrie-
ben. Er endtschuldiget sich, will nicht nach Zerbst schigken,
stellet es auf mich. klaget sonsten sehr, daß er den ver-
sprochenen proviandt, nicht richtig gelifert bekomme, sonderlich
vom verwilligten hafer, am 15. passato, gar nichts, den || [[Handschrift: 99v]]
16den: alß vorgestern, nur 14½ Schefel (Scheffel)schfl:, vndt heüte
nur 15 Schefel (Scheffel)schfl: nach Dohndorf geschaft worden, restirten
also 30½ Schefel (Scheffel)schfl: haber, die er neben dem Morgenden
contingent, unfehlbar begehrt, sonst müßte er
laßen die Officirer, die Feldtfrüchte angreiffen,
undt also dem landtmann schädlich sein. Jn Summa;
es ist allenthalben, zu lamentiren, undt zu queruliren.

Freitag den 19den: Julij; 1650.

<3 lächße.>


Es wirdt in Oeconomicis; noch fleißig forthgefahren.


Madame; est allèe à Palberg avec ma seur,
& aulcüne des enfans!


J'ay acheptè 2 Eimer dü Vin de Franconnie, pour 20 Dalers.


Tobias Steffegk, habe ich nacher Dohndorf geschickt, dem
Obrist leütnant Jsrael, einen lachß, <undt Rehewildpreth> zu præsentiren, undt
sonsten, vorige errata, des proviandtsabliferung, zu
excusiren, insonderheit aber, zu penetriren, waß die
revolte, vor einen außschlag gewinnen will?
auch einen Reütter, eines wintzers Schwager, loß zu
machen, undt mit manier sich zu beschwehren gegen
dem Secretario des Tittulshalben, hoch- undt wol-
geborn, welcher unserm uhrallten Fürstlichen hause
ungewöhnlich, undt verkleinerlich ist et cetera.


Tobias Steffeck von Kolodey ist nachmittage wiederkommen, hat den
Obrist leutnant Israel, zu Dohndorf, nicht gefunden, dieweil derselbe || [[Handschrift: 100r]]
nacher Erfurdt verrayset, undt gestern, vom Pfaltzgraven
Generalissimo schreiben bekommen, die Reütter nochmalß zu
disponiren, daß sie der Crohn Schweden zu dienst, den letzten
dienst<ritt,>, in das Stift Lüttich zur execution, einiger
satisfactiongelder, thun wollten, alßdann sollten sie
wohl abgedangkt werden, undt recompenßen bekommen.
Jnterim ersucht unß, der generalissimus, die Bagage
so lange im Fürstenthumb, zu behalten, undt zu verpflegen.


Die Reütter aber, wollen durchauß nicht forth, sondern
sagen, man solle sie abdangken, vndt ihnen geldt alhier
im lande geben, wollen eher die hälse sich brechen laßen,
alß forthziehen, <sonderlich in ein verderbt landt, und da die pawern die Soldaten todtschlagen> Sie gehörten, mitt in den Friedenschluß,
undt stünde darinnen, man solte die Deützschen, auf deütz-
schem boden abgdangken. Es ist ihnen zwahr, füße
vorgeschwatzt worden, wie sie, alß das leibregiment
solten vor andern, wol tractiret, ordentlich abgedangkt
undt auch recompensiret werden. Sie trawen aber nichtt.


Jhr exempel, hat drey andere Regimenter, im
Stift hildeßheim gleichsfalß bewogen, zu meütiniren.


Die Rittmeister, undt Officirer, haben im abwesen des
Obrist leütnant den lax, undt andere Victualien zu dangk
angenommen, undt gesagt, er wehre selber nach Erfurdt,
würde etwas, in vier, oder fünff, Tagen, wiederkommen.
Waß des wintzers Schwager anlanget, riehten sie er
sollte wartten, biß er geldt undt abschiedt zu gleich bekähme.


Den Errorem, des Tittuls, hat der Feldtprediger, in abwesenheit
des Secretarij, sehr getadelt, sich geschähmet, und es zu erinnern, promittiret. || [[Handschrift: 100v]]
Das maß des habers, (darahn so viel abgegangen, undt
die Officirer, dißgustiret) sol einerley sein, mit dem alhiesigen,
alleine, es mag wol sein, von den fuhrleütten, undter-
wegens angegriffen, gestohlen, oder verpartirt sein
worden, <der> von denen, so es ablifern sollen. heütte
haben die armen leütte, 10 Schefel (Scheffel)schfl: ha gersten,
vor 20 Schefel (Scheffel)schfl: haber, hingelifert, wormitt die
Officirer, sehr malcontent. Der vorschuß fället
meinen armen Bernburgern, über alle maßen
schwehr, undt unerträglich. Gott wolle die
laßt, baldt erleichtern! Der Obrist leütnant sol
von einer iedern Compagnie den Elltisten Reütter,
haben mitgenommen, in meinung, Sie möchten ihr
wortt selber reden, undt auf das beste, anbringen,
Solches wil bey den trouppen verdacht geben,
alß wehre der Obrist leütenampt, wieder von ihnen,
außgerißen, undt wolte ihre cameraden, aufopfern! perge


La sospecha, es ponçonna de la amistad!


Die Erffurter avisen bringen:


Dass es noch allerley haspeley gibt, in friedenstractaten,


Zu Nürnbergk, wegen Oßnabrügk, undt Sultzbach,
darbey die Catohlischen, einer tergiversation, beschuldiget werden.
Der Pfaltzgraf gehet zwar nach Erfurdt, Piccolominj aber,
will noch 3 wochen zu Nürnbergk verbleiben.

|| [[Handschrift: 101r]]


ChurPfaltz, ist nach Benfelden, gezogen, welches eva-
cuiret, undt geschlaift sol werden.


Die Schweden, sperren sich, Schweinfurth, Nördlingen,
undt Erffurdt, zu evacuiren, biß alles richtig.


Die Lottringer, verderben die Erndte umb Metz
herumb, undt machen lose händel.


Des Wrangels leibregiment, hat auch mutiniret,
undt ihre officirer veriaget, wie auch das Görtzkische,
undt andere, weil sie exempel, am leibregiment der
Königinn nehmen.


Jn Frangkreich, continuiret Bourdeaux in der
rebellion, undt suchen schutz bey Spannien.


Der abzug, der Spannischen vor Guise; hat die Frantzo-
sen wieder animirt. Der König gehet persöhnlich,
nacher Bourdeaux, sie zum gehorsam zu reduciren.


Jn Engellandt, fallen etzliche landtschaften,
auf des Königes seitte. General Fairfax, hat
sich endtschuldiget, nacher Schottlandt zu gehen. Crom-
well aber, spreüßet sich dahin, mit aller Macht.


Die Schotten, wollen sich, undt ihrer König, auf
daß eüßerste, defendiren, mit einer armèe von
25000 Mann, undt 35 kriegsschiffen.


Zu Lisabona sol Printz Ruprechtt, die Parlamentischen
geschlagen haben, 4 kriegsSchiffe in grundt geschoßen,
undt Sechße erobert.

|| [[Handschrift: 101v]]


Zu Madrill, ist der Parlamentische Engellische resident
an seiner Tafel ermordet, nebenst noch einem andern
herren, undt die Thäter, eingezogen. Will also
keiner mehr gesandter sein. Der zu Lisabona
ist auch außgerißen, undt hat dergleichen streichs,
nicht erwartten wollen. Gleichwol sol man,
bey deme zu Madrill gefunden haben, eine
verglichene alliantz, zwischen Spannien, undt
Engellischen neẅen Regierung, wieder Frangkreich,
undt Portugall. König in Portugall hat
70 Orlogsschiffe, (eingeschloßen Printz Roberts seine),
außgerüstet, wieder die Parlamentischen, so ihn
hart bedrengen, undt seinen hafen, schließen wollen.
Eine große Carake auß OostJndien, ist zu Lisa-
bona eingelauffen, 800 last schwehr, wol beladen.


Die holländer, undt Amsterdam, seindt guht
Parlamentisch, haben auch einen Gesandten5,
nacher London, geschickt, die andern Provintzien
aber, seindt gut Königisch, in den Niederlanden.


Die Türgken, setzen Candia heftig zu, haben
viel Griechen, an sich gezogen, La Riva hat
die auß den Dardanellj, außgelauffene Türgkische
Schiffarmada, mit verlußt zweyer galleeren, wieder || [[Handschrift: 102r]]
hinein geiaget.


Porto Longone helt sich noch, vor Frangkreich.
Moßkow, suchet friede bey Pohlen, wie auch der
Große Cham[!], wieder Moßkaw assistentz suchet,
zur eroberung der Reiche, Casan undt Astracan.
Jst schwehr, dem Könige in Polen, sich auf beyderley,
zu endtschließen.


Zu Copenhagen, ist des Printzen wahl wol
abgegangen, der Reichshofmeister Ulefeldt,
hat sie auch undterschrieben, Sonst aber, in
keine affaires, sich gemenget.


Zu Stogkholm, sol Salvius, des krangken
Cantzlers Ochßenstirn, stelle, auf dem Reichs-
undt Cröhnungstägen, mit reden, vertretten.


Die Obersten, so zu Quedlinburgk liegen,
gehen alle nacher Erfurdt, zum Pfaltzgraven Generalissimo.


Niemburgk, ist von den Schwedischen auch
evacuirt, undt den hertzogen von Lüneburg restitujrt.


Der <nacher> Türckey <verordnete> gesandte, zu Wien, ist noch
nicht forth, herr Schmidt genandt, wartett
aber jn kurtzem, auf seine außrüstung, undt
auff erscheinung des Türckischen Gesandten, von
Ofen her. perge

|| [[Handschrift: 102v]]

<3 hasen, von der hatz. 5 großvogel. 11 lerchen.>


Ein Rittmeister, hat gestern, unsern Trompter schlagen
wollen, undt ihn übel <an> gefahren, wegen des proviandts,
dieser aber, hat ihm wieder die zähne gewiesen,
undt der armen leütte noht remonstriret, So seindt
die Reütter darzu kommen, alß der Rittmeister gesagt:
Er wollte in der leütte korn fallen, undt fourragiren,
Sie aber, die Reütter, haben ihn getrotzt, undt
gesagt, vorn kopf zu schießen, wer fourragiren würde.


Ahj mala fortuna! che mi resiste, in ognj cosa!


La mîa moglie, mj disse hoggidì, ch'io dovessj pensar a
lej, ch'ella morirebbe, nel Termine, di due annj.


Jddîo <me> la conservi, molto tempo, e la facci ambulare
nelle Vie, della Verità, e sincerità!

Sonntag den 21ten: Julij; 1650.

<5 lächße undt eine große Scholle.>


Gestern abendt, haben die Officirer, noch einen Quar-
tiermeister zu mir, geschickt, sich wegen des proviandts
sonderlich, der 10 Schefel (Scheffel)schfl: gersten wegen, zu beschwehren.
Wollen geldt davor, oder <20 Schefel (Scheffel)schfl:> haber, in natura haben.
Jch habe befohlen, ihnen, 15 Schefel (Scheffel)schfl: gersten, täglich, zu
geben, wann sie es nur, aufbringen können?


Die Officirer, hatten wiederumb gedroẅet, mit
dem fourragiren, die Reütter aber, haben es bey hoher
Strafe verbotten, undt außrufen laßen, man solte || [[Handschrift: 103r]]
sich nicht an dem getreydig vergreiffen, bey Strafe.
zum 1. mal der anschließung, an einen pfahl, zum
2. mahl, durch die Spißruhten, zu iagen. zum 3. mahl,
vnehrlich zu machen, undt vom Regiment, zu iagen.


Die Reütter, haben mir auch sagen laßen,
Sie wehren, mit dem überschickten proviandt, bier,
undt brodt, hertzlich, wohl zufriedenb. Waß aber die
Officirer anlanget, denen dörfte ich nichts schigken,
ich wehre es nicht schuldig, weil sie die gnade nicht
erkennen wollten, die ich ihnen thete. Mais ces
passions, sont dangereüses, & considerables


Jn Mitternacht ist eine addresse vom Pfaltzgraven Gene-
ralissimo ankommen, darinnen begehret wirdt, weil daß
leibregiment, noch einige dienste zu thun, beordret, wir
möchten so lange, biß sie wiederkommen, die bagage vnderhalten
so lange<in> unserm gesampten Fürstenthumb, neben den
leütten, so darbey bleiben möchten. Wirdt gar höflich gesucht,
de dato Bamberg, vom 15den: huius. Jch addressire es weitter,
nacher Zerbst, undt Deßaw, cum voto.


Diesen Morgen, ehe wir zur kirchen gefahren, ist
in Meiner Töchter gemach, ein groß loch worden, undt
ein großer balgken darauß hinundter, in Meines herrn-
vatters Sehlig gemach, gefallen. Es hette ein groß un-
glügk darauß endtstehen können, meinen Töchtern, undt
ihren leüttlin, oben, undt denen so durch das gemach
gehen, bevorab meinen Söhnen, <So ¼ Stunde zuvor durchgegangen> undt ihren leüttlin undten.
Gelobet seye Gott, der es noch väterlich undt weißlich || [[Handschrift: 103v]]
durch seine gnadenhandt, undt wunderbahre Regierung,
also geordnet hat, das keinem Menschen dadurch, kein
schade geschehen, wiewol meiner Tochter Anne Sofien bette
allernechst an dem eingefallenen loch, undt sie selbsten, gestanden, darneben auch, Mägde, undt anderec
aufwärterinnen, durchgegangen. Gott bewahre
vor ferrnerem unglügk undt unheyl, zu hause, undt
zu felde! Es denotirt, etwas, daß es im haüptgemach, geschehen.


Wir seindt alsobaldt darauf, zur kirchen gefahren,
undt hat Er Theopoldus eine schöne predigt gethan,
am heüttigen 6. Sontag, nacher Trinitatis von der Phariseer ge-
rechtigkeitt, undt heücheley. etcetera


Extra zu Mittage, die Rindtorfinn, Doctor Mechovius,
der iunge Einsidel, Tobias Steffeck von Kolodey perge


Jn der Rindtorfinn gemach, aufm Schloße, ist
auch ein loch eingefallen. Nulla calamitas sola!6


Nachmittagß, wieder zur kirchen, cum sorore, & filijs. perge et cetera


Abschlägliche Antwortt, von Zerbst, bekommen, wegen deß bey-
trags, Sonst aber, ein hauffen neẅe contributiones,
so zu Nürnbergk, bewilliget worden 1. zu ferneren
satisfactiongeldern. 2. Vor die Oberpfaltz 3. Vor
die Landgrävin zu Caßel 4. Vor Spannien, undt
ChurPfaltz, wegen Frangkendal 5. auch noch vor
etzliche Schwedische garnisonen. et cetera


Abermahliger avis von Plötzkaw, daß man solle 300 pferde || [[Handschrift: 104r]]
undt 26 wagen, außrüsten, vorn Pfaltzgraven, undt seiner
bagage, auch Artillerie, forthbringung[.] die beschwerden
wollen kein ende nehmen. Gott errette unß!

Montag den 22ten: Julij; 1650.

<Rehebogk von Ballenstedt.>


Avis: daß die Reütter anfangen, das heẅ anzutasten,
weil sie keine fourrage, mehr haben.


Sie haben diesen Morgen, einen Corporal, an mich ge-
schickt, undt mich ersuchen laßen, ihnen ferner den
proviandt, (so versprochen) abzulifern, oder ihnen zu
vermelden laßen, worahn sie wehren? Jch habe
ihnen, die unmüglichkeit laßen remonstriren, undt
das sie so lange zeitt, über 4 Tage, alhier gelegen.
Die armen leütte, köndten es nicht länger außduwren,
es wehre kein bier, undt brodt, in der Stadt, mehr zu
bekommen, undt wo wolte man es hehr nehmen? alle
Tage, 40 ReichsthalerRthlr: werth, herzugeben. Waß ich
promittiret hette, wehre conditionaliter geschehen,
daß nemlich, Zerbst auch daß seinige herbey tragen
sollte. Nun sperrete sich daßelbige, also möchten
sie dorthin schigken, undt exequiren laßen.
Jch köndte mich nicht zerreißen. perge et cetera


Avis: Daß sich Deßaw, auch sperret, beytrag zu
thun, den Cöhtnischen zu erhaltung der nationalen.
Jch wjll gerne sehen, wie dieser handel, noch will ablauffen?


Gestern abendt, gar spähte, hat der gewesene hof-
bötticher, Märtin Riseler, einen losen, gefährlichen handel,
nebst seinem gesellen, angerichtet, wieder den Neẅen Bötticher.
(unahngesehen des geschwornen vhrfriedens), vorm Schloße, mit Schlägereyen. perge et cetera

|| [[Handschrift: 104v]]


Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin, ist nacher Trinum vndt Palbergk
spatziret.


Jch habe etwas meinen erndteleütten, zugesehen.


Die Erffurter avisen, werden durch die Leiptziger ordinarien, confirmirt,
undt addirt, daß auch Querfurtt, evacuiret worden,
wiewol der commendant darinnen, difficulteten gemachtt.


Pfaltz Neẅburg, wehre mit pfaltz Sultzbach, noch
nicht verglichen.


Kayserliche Mayestäten haben die Congratulationes der
anwesenden Gesandten zu Nürnberg, wol aufgenommen,
im Nahmen ihrer principallen, undt ihnen gedangkt.


Chur Trier hat wieder den Friedensschluß, protestirt,
derhalben die Festung Ehrenbreitstein, deßen Coadiutorn
undt Thumbcapittel von Kayserlicher Mayestät eingereümet worden.


Zu Nürnberg, hat auch der hertzogk von Amalfy
nach vollendetem prächtigem friedenspanckeet,
den pawren einen Tantz halten, undt gaben,
distribuiren laßen, zu ihrer vergenügung.


Die buben, seindt auß Mißverstandt, eines
geschoßenen Trompters, in die 2000 stargk vor
Piccolominj losament, auf stegkenpferden, geritten
kommen, undt ob er schon anfangs, dieses, vor
einen despect, gehalten, undt zornig darüber worden,
iedoch alß er es erfahren, hat er sie auf einen
andern Tag, bescheiden, undt ihnen Müntzpfennige
geben laßen. Sein Trompter aber, so den lermen
angerichtet, ist abgeschafft worden.

|| [[Handschrift: 105r]]


Der friedensschluß wirdt allenthalben, exequiret,
auch mit Kayserlichen patenten, bestärgket, damit niemandt
darwider disputire, schreibe, predige, oder sonst contravenjre.


Jn Frangkreich, gehets noch übel zu. Vor Guise
seindt zwahr die Spannischen abgezogen, dennoch mögen die von
Bourdeaux, eine Victoria, wieder den Düc d'Èspernon
erhalten haben. Piombino, haben die Spannischen gewiß,
Porto Longone aber noch nicht gehabt, undt volgk davor
gebüßet, auch verrähtereyen entdegket. Die fran-
tzosen hoffen diesen platz, von Marsilien auß, zu endtsezen.
hingegen, haben die Spannischen etzliche Engellische Schiff
zu hülfe bekommen. Printz Ruprechts Victoria in
Portugall, will nicht continuiren, aber wol;
daß sich Engellische Parlament mit Spannien, contra
Portugall, undt Frangkreich, verbunden.


König in Engellandt, hat Schottlandt erreicht,
undt seine Gesandten, an Kayserliche Mayestäten an die
Könige im Dennemargk undt Schweden geschickt.


General Fairfax, sol eine giftige langsam
operirende feige bekommen haben, weil er vom
Neẅen Parlament abgedangkt, undt sich,
wieder die Schotten, nicht gebrauchen laßen wollen.
hingegen Cromwell, hat alle seine chargen be-
kommen, undt ohne bedengken acceptirt. Jst auch
per posta, zur Armèe gangen, Schottlandt, zu bekriegen.
Die Schotten aber, feyren auch nicht, in ihrer, gegen verfaßung.

|| [[Handschrift: 105v]]


Das ärgste ist, das Sie ihrem Neẅen Könige, kein
frembdes volgk, verstatten wollen, undt dadurch,
viel angenommene Officirer, undt Soldaten,
dißgustirt machen.


Jn Schweden, gehet der Reichßtag ahn. Von
dem termin der Crönung, meldet die novella noch
nichts gewißes.


Jn Polen, besorget man, so wol alß in Ungarn,
einen einfall vom Türgken. General Chmielniky
wil sich, wieder den Moßkowiter (welcher
auch mit seinen rebellen, zu Pleßkaw, zu schaffen)
nicht gebrauchen laßen.


Jn Candia wil der Türcke zu stargk werden.
Die Jnnwohner incliniren vndter seine gewult
sich zu ergeben, von abtrünnigen Griechen, darzu
persuadiret. Jedoch manuteniren sich die vene-
zianer, so guht sie können, undt die Bayerischen
völgker, so dahin kommen, und den feindt gerne
sehen wollen, haben schlechte Thaten gethan.


Die ermordung des Parlamentischen Englischen residenten
in Madrill, von den Königlichen Engellischen conti-
nuiret, undt das diese eingezogen worden, auch
der von Lisabona außgerißen, auch der <Königliche> am
Königlichen Pollnischen hofe, wegen etzlicher empfangenen
gelder, bey seinem Könige in ungnade kommen.

|| [[Handschrift: 106r]]


hertzogk von lottringhen, hat die grafschaft
Naßaw Sarbrügken, noch inne, und wil sie nicht
restituiren, biß die Frantzosen außgeschafft,
undt er satisfaction erlanget habe.


Lüttich, wil zu den satisfactiongeldern, den
Schwedischen, nicht contribuiren, derowegen Sie
mit Macht, darzu compelliret werden sollen.


hertzogk Christian von Meckelburgk, hat
mit seiner Bahse von Stinichenburgk, (hertzogk
Frantz Albrechts von Sachßen Lawenburgs Sehliger wittiben)
solenniter in hamburgk beylager gehalten,
undt durch einen reformirten prediger, sich copu-
liren laßen. Es haben auch die hertzoginn
von Wolfenbüttel, undt andere Fürstliche per-
sonen dem actuj beygewohnet, wie auch,
ChurBrandenburg undt andere gesandten,
Alleine von herrnvatter, hertzogk Adolffen
ist Niemandt erschiehnen. perge


Die Grentzstreittigkeitten, in Pommern, seindt
zwischen Schweden, undt ChurBrandenburg noch nicht
grundauß verglichen, auf itzigem LandTage
zu Stettin, iedoch hat man gute hofnung.


Der Printz von Portugall, undt herr von Dhona,
(welche zu Coppenhagen, gewesen,) sollen nach Stogkholm,
raysen.

|| [[Handschrift: 106v]]

Dienstag den 23ten: Julij; 1650.

<2 lächße gefangen.>


Es stunde auch, in gesterigen zeittungen:


Daß die holländer sich numehr wegen abdangkung
50 compagnien resolviret hetten. Jhre Ambassade zu
der Neẅen Regierung, in Engellandt, würde übel ver-
mergkt, von den andern provintzien. Der friede mit
Spannien, wehre nicht dermaßen befestiget, daß
nicht ein neẅes feẅer leichtlich wieder aufgehen
köndte, undt lichter lohe brennen.


Jch habe auch schreiben, von der Churfürstlichen wittibe von
Berljn, entpfangen. Jtem: vom Christiano Robero,
welcher zu Nürnbergk nicht ankommen können,
Sondern nacher Wien, gedengket, oder in Jtaliam. et cetera


Er meldet auch, daß bey Piccolominj, stadtlichem
panckeet, undter andern, die nahmen, undt
wapen, also gesetzt worden, das daß Kayserliche
in die Mitte, daß Königlich Schwedische zur
rechten, daß Königlich Frantzösische aber, zur
lingken gekommen, wie auch die Stellen, an
der Tafel, geordnet gewesen, wann ein
Frantzösischer gesandter erschienen wehre?


Es hette aber, diese ungleichheit, die
Frantzösische Gesandten, undt nation heftig
verdroßen, also: das kein eintziger, von ihnen,
darbey, sein wollen. Sonst ist alles, köstlich,
prächtig, ordentlich, undt ansehlich, angestellet gewesen.

|| [[Handschrift: 107r]]


Diesen Morgen frühe, seindt etzliche stargke trouppen
alhier, undt zu Alßleben, von Erfurdt kommende durch-
paßiret, haben, weder leütte noch pferde, hinauß
in die Erndte laßen wollen, mit bedroẅung,
Man werde sonsten die leütte, undt pferde mitt
hinweg, in Schweden nehmen. Jst schade, umb
die schöne zeitt, die man in der Erndte, also
verliehren muß! Jch halte sie dörften
wol auf unsere mutinirte Reütter zu, gehen.
Gott verhüte ein unschuldiges blutbadt!


Der Obrist leütnant Jhsrael, ist auch darbey, hat
Auditeür, Stegkenknechtt, hengker, undt
dergleichen leütte, bey sich, so wol auch Fußvolgk.


Das Fußvolgk, liegt umb die Wolfgangß-
kirche herumb, die Reütterey, stehet in
der Schinderkaule, undt samlen sich.
Es scheinet, Sie wollen sich verborgen halten,
weil sie da stehen, undt niemandt hinauß
laßen. Die Schwedische mutinirte sollen
schon von den Deützschen, abgetretten sein,
undt die Fehre zu Agken, verwachsen, da-
mit die Deützschen nicht hinüber v̈ber die
Elbe können. Dörfte übel ablauffen!


Rittmeister Wolf ist mit seiner Compagnie (so nicht rebelliret) auch
darbey, welche sich beklagen daß Sie ihren cameraden, sollen helffen, die hälse || [[Handschrift: 107v]]
brechen. Sie haben etzliche arme Soldaten weiber alhier
gefangen nehmen laßen, undt wollen ihre kleider undt bagage preiß geben.


Vmb halbweg neüne, vormittags, (nach dem sie
proviandt begehrt, undt die Officirer, ein frühestügk)
seindt sie forthmarschiret, auf dem Dröblischen
wege hin, undt über die fuhne gegangen,
da dann die Schweden, (so neẅlich mitt mutinj-
ret) auch zu ihnen gestoßen, die armen Deützschen,
verfolgen zu helffen. Sie mögen, solcher gestaltt
allzumahl, zu roß, undt fuß, wol ein 1500<1000>
biß ein 2000<alß: 700 Pferde undt 200 zu fuß> stargk sein. Sie gehen, so verdegkt,
als sie können. haben Nacht, undt Tag, ein Acht
meilen weges, aneinander marchiret, undt
seindt sehr müde. Dörften aber doch, den
armen Reüttern zu Dohndorf, (welche etwas
450 mögen stargk sein; undt böses lohns, nicht
erwartten) das badt, heiß genung machen.


Der Oberste Würtzen, ist bey ihnen, wie
auch der Obrist leütnant Israel, ein iunger Oxenstern
vndt andere Officirer.


Die Mußcketirer, haben eben dergleichen
reden geführet, wie Wolfs Reütter, undt
die Köpfe geschüttelt, daß Sie auf ihr eigen
volgk feẅer geben sollten, wollten über
hin, schießen, & talia.


Es wirdt vorgegeben, Sie hetten das ende des Julij, zu ihrer
genungsahmen satisfaction, darumb sie gewürfelt erwarten <sollen.>

|| [[Handschrift: 108r]]


Avis,: vmb 10 vhr vormittags, daß die andern
mutinirten, vor Dohndorff, in dreyen trouppen, sich
gestellet, sich aufß eüßerste zu wehren;
undt das diese trouppen, so Sie anfallen sollen,
den mutinirendt gewesenen nationallen
selber nicht recht trawen, Sondern dieselben
undter sich vertheilet haben.


Jch habe zu dem Obrist leütnant geschickt, wie
auch zum Obersten, Tobias Steffeck von Kolodey im nahmen
unser, zu intercediren <vor des wintzers Schwager>, und ein gut worth zu
verleyhen, damitt <alle> die Mißhändler, nicht
allzuhart tractiret werden möchten.
Sie haben es wol aufgenommen, undt sich ge-
stellet, alß wollten sie moderatè mit
ihnen, verfahren, wann Sie sich nur ac-
commodirten! Wiewol der Oberste mehren-
theilß, sich erklähret, er müste seiner
Ordre, die er vom Genralissimo hette nachleben.


Jnterim: avisiret mir, der Ertzbischof von
halle, daß der Generalissimus ihn ersucht, undt die
benachtbahrten, die Fuhnepäße zu verlegen,
Sie nicht zu hegen, zu hause, oder zu herbergen,
Sondern unß, ihrer zu bemächtigen, wie man
kan, auch wenn Sie von einander giengen, undt
sich dèsbandirten, hier, undt daher. perge

|| [[Handschrift: 108v]]


Jch schigke ihnen nach, 2000 Pfund (libra) brodt, undt 10 faß
bier, inmaßen sie es begehrt, nach Tondorff, undt
etwaß eßenspeise vor die oberofficirer. perge et cetera


A spasso cum filiis, nacher Palbergk, undt
auf die Biendorffischen höhen, geritten, auch
von dar, 6 trouppen Reütter, gegen einander
stehende, gesehen. Vielleicht tractiren sie mitteinander.


Es seindt von Plötzkaw, ein 5 oder 6 pacquet
undt Neben postulata von der Soldatesca, eines,
über das andere, angekommen.


Avis diesen abendt, daß zwahr der Obrist leütnant
Jsrael, gegen die mutinirten, sich præsentirt,
Sie hetten endlich das hertz verlohren. Viel wehren
von ihnen durchgegangen. Die andern hetten sich
ergeben, die standarden præsentirt, und vmb
pardon gebehten, welcher ihnen, mit der condition
gegönnet worden, das sie die Rädelinsführer
undt anstifter rachen, undt herauß geben
sollten, deren also 95 wehren handtfest
undt wehrloß gemacht worden, Sollten
auf Erfurdt, geführet, undt morgen (gebe gott)
gegen Mittage, alhier durch gebracht werden.
Ie n'entends point, ce rüde pardon! et cetera

|| [[Handschrift: 109r]]


Zu Erffurdt, sollen auch die 7 Reütter, welche mit
dem Obrist leütnant dorthin geritten, ihr wortt anzubringen,
sein in gefängliche haft genommen worden.


Er hat heütte auch etzliche trouppen außcommandiret,
auf Halle, undt andere örther, den Ungewaschen,
undt andere Meütmacher sampt den außge-
rißenen, zu verfolgen, undt einzuholen.


Man sagt er habe darneben commandiret,
auch ihrer weiber, undt kinder, nicht zu ver-
schonen, sondern dieselben auch einzubringen,
oder gar niederzumachen.


Die übrigen, so pardon erlanget, haben
aufß neẅe, schwehren müßen. hingegen,
ist ihnen zugesagt, das ihnen, diese meü-
tination, keines weges, sol einen vorwurf,
inß künftige, mehr geben, undt sie sollen
folgen, (biß zu völliger abdangkung,) wo man
sie hin führen wirdt.


Diese trouppen, so sie attacquiren sollen,
hat man zu vorn auch, mit einem Eydt, ver-
bunden, keines zu schonen, sondern willig daran
zu gehen, wann es gleich ihre cameraden,
väter, brüder, Schwäger, undt befreündte,
sein sollten? Als die 95 wehrloß, undt handtfest ge-
macht worden, hat man Sie geplündert, undt preiß gegeben, wie feinde.

|| [[Handschrift: 109v]]

Mittwoch den 24ten: Julij; 1650.


Avis: daß gestern, alß die Reütter in battaille
gegen einander, gestanden, viel getreydig,
bey Kermigk den armen leütten verderbet
undt zu nichte gemacht worden, durch
ihr stehen, undt durchmarschiren. perge


On m'a rapportè des injüres, que le
lieütnant Colonel Jsrael doibt avoir dit, dès
Princes, & Princesses, & de tout degrè haut,
& bas, qui intercederoit, pour dès cocquins,
& rebelles, etcetera Ie m'en enquerray, & scauray,
ce que j'auray d'affaire, en ce cas!


Man bringt viel undt mancherley zeittungen,
das nemlich, die 95 Mann, halb arquebuzirt,
halb gehengkt sollen werden, noch heütte.
Jtem: daß man der außgerißenen personen,
auch weib undt kinder, verfolgen, plündern, undt
niederschlagen solle, wehre vom Obrist leütnant
befohlen, wiewol er nicht, rach- undt blut-
gierig sein will?


Jtem: das auch galgen zu Erfurdt, zu eben-
meßigem ende, aufgerichtet werden.


Jtem: daß gestern einer von den empöreten
Reüttern, auff den Obrist leütnant loß gestochen, als || [[Handschrift: 110r]]
er gesagt<ankommen,> E undt gesagt: herr Obrist leütenampt,
heißet daß parole gehalten, ist das deme
gemäß, waß ihr unß versprochen, undt leiblich
geschwohren? Das hat den Obrist leütnant verdroßen,
hat darauf sein pferdt getummelt, seinen blancken
degen, in di[e handt geno]mmen, sein pferdt
herümber ge[schickt u]ndt gesaget:
Nun, ihr hab[t ... g]enung vexirt,
undt commandire[n ...] eüch nun wieder
auch einm[...]. Darauf
wehre die[...]angen, undt
hette biß[...] 10 uhr, gewähret. perge et cetera


Jch [... Al]ßleben, nebenst
Zacharias, [...]ingeschigkt
zu sehen, w[...] undt ob er
einen N[...]nen vieregk,
von g[...]t sein, undt
mit d[...]alten, auch
unserer[... ]Dütten, verwandt
sein soll) wie auch meines wintzers Schwager,
loß machen köndte? Derselbe wintzers
Schwager, sol auch wegkommen sein. Viel
imputiren, den Obrist leutnant Knoche, die, Schuldt, das er
des Obrist leutnant Israels geldt, und bagage in gewahrsan genommen.

|| [[Handschrift: 110v]]


undt dadurch die völgker hieher gezogen, in ungleicher
opinion, alß ob es ihre satisfactiongelder wehren.


Avis: alß ob die Officirer, undt ihre soldatesca,
zu Palbergk, undt Poley, logiren wollten? Jch
habe eilends hinauß geschickt, sie weitter
zu bringen, weil es nur [eine ]meile von Dohndorf,
undt sie heütte wol w[eitter mar]schiren köndten.


Jtzt gegen abe[ndt ...]ein, daß der Obrist leütnant
Jsrael an ein[... Cör]migk. Ein undt
zwantzig Re[ ...un]dt zehne<Eilffe>
harquebusiren T[...]t Sechtzigk
hette er,(auf [...]der pardonniret,
die flüchtigen[...] alles,
nach gehalten[...]kein la-
mentiren, K[...we]heklagen, der
hingerichtet[...]lichen ge-
schrey, ihrer w[... h]elfen
wollen, viel [...]tte
16 vom Adel, [u]seren [...]andter[...]kern,
(so anwesende gewesen, wie auch Oberster
Werder) undt anderer leütte, admittiret
werden wollen, außer der unserigen Fürstlichen.


Sie haben endtlich geruffen, ihre Cameraden,
solten an ihnen, ein exempel nehmen, undt kei-
nem einigen Schweden, mehr trawen, undt

|| [[Handschrift: 111r]]


Gott würde den Obersten leütenampt, umb dieser
Unbarmhertzigkeit willen, undt daß er seine parolle
undt geschworne zusage, gebrochen, straffen.


Er hat die weiber, undt kinder, umb
ihres geschreyes willen, in ein treiben,
undt einsperren laßen, biß die execution
vorüber gewesen.


heütte wirdt die Reütterey in theilß
Cöthnischen dörfer, das fußvolgk aber zu Palberg
logiren. Morgen, wilß Gott, wollen sie forth.


Vndter den[... arke]busirten, ist auch der
Cornet viereg[...]Gott genade ihm!
undt seinen [...]ledige ihm!


Lan[...]htschulden!


Sie[...], daß die
62 pard[...]ng sein, undt
nacher. Er[...]sollen.


Avis von Plötzk[aw...]wegen etzlicher fuhren,
undt dann, die von Sanderßleben, nacher
Staßfurth, sollen, undt von hinnen gefordert werden.


Avis von Ballenstedt, alda sie auch geplaget
werden, mit vorspann so sie Douglaß leütten, geben
müßen, von hoym.


A spasso im gartten, con Madama, aldar ich, die
Trawrigen händel, von Kermigk, erfahren.

|| [[Handschrift: 111v]]


heütte stehet eben der Tag, Christinæ, mit
rohten buchstaben, in meinem kalender. Jst der
Königinn in Schweden, nahmensTag, aber
übel vom Königlichen leibregiment gefeyert worden.


Der Kuhehirtte von Dohndorf, hat schon
mehrmahl undt noch vor drey Tagen, trouppen
Reütter, (in seinen visionen, am himmel,) auff
einander gesehen gehen. hats auch den empö-
reten Reüttern angekündiget. Vielleicht
hats ihr unglügk[ angedeüttet.]


Sonst leßet sich [...B]ernburgk,
blut sehen,[...r]egen. hanß
Eckardt hauß[...]ch bluht
gefunden ha[...]bedeüttung!
Vielleicht mag e[...]chaben.

Donnerstag den 2[5ten: Julij; 1650].


Ein Somnium gehabt, [...] das ich in der Steyer-
Margk gewesen, undt viel vom Türgkenkriege
gehöret, undt von großer unsicherheit, auf sel-
bigen straßen, nacher Jtalien zu, undt sonsten,
darnach wehre ich nach Plötzkaw kommen,
undt hette es neben Fürst Augusto helfen, defendiren
wieder die Türgken, undt Croahten, so bey ihnen gewesen.

|| [[Handschrift: 112r]]


Avis: daß ein Schwedischer capitain, mit 60 oder 70 Muß-
cketirern nur, über Nachtt, in Palbergk gelegen, daß
übrige Fußvolgk wehre zu Preißlitz, <undt Plemnitz> geblieben, undt
die Reüterey hette sich in den Dörfern, Cörmigk,
Dohndorf, undt nach <Gröbtzigk undt> Lebchin, hin vertheilet.
Von Cöhten, sollen sie noch etzliche endtwichene
wieder bekommen haben. Vielleicht spielen sie auch
einen proceß, mit ihnen, wie mit den gesterigen,
undt können sich im bluht, noch nicht ersettigen, perge et cetera


Jch habe Zachariaß den Trompter, abermahl hinauß
geschigktt. Gott gebe ihm glügklichen Stern!


Meine arme leütte alhier, beklagen sich, daß
gestern abendts, in der eil unmüglich gewesen,
noch 25 pferde, undt 4 wagen aufzubringen,
in dem die hiesige bürgerschaft, inner 14 Tagen,
über die 150 fuhren, (des Stadtschreibers bericht
nach) leisten müßen, mit ihrem höchsten schaden,
Sie machen zu Plötzkaw, die repartition, inß ge-
lacke hineyn, möch[...] wol beßer bedengken,
undt wollen das meiste von hinnen, undt aufn
Stutz haben, darnach beklagen sie sich denn,
daß man dem lande, schaden vervhrsache,
eben, alß wann ich, vndt mein Antheil allein,
unmügliche dienge, müglich machen köndten?


Gegen die Mittagsmahlzeitt seindt die zu Palbergk, al-
hier geleg
<gelegene> völgker, alhier durchpassiret. Wollen || [[Handschrift: 112v]]
auf Hegklingen zu. Es hat das ansehen, Man will
mich, undt mein landt, auf einmahl verderben.


Avis: daß auch vier von den Reüttern, (so mit
dem Obrist leütnant nacher Erffurdt, geritten,
auf guten Traw, undt glauben, ihr wortt
desto beßer anzubringen) wehren zu Erfurdt,
gespißet worden. Sonst solte es heißen:


Fides etiam perfidis; præstanda est!


Jtzt nach der mahlzeitt, da ich vermeinet, das
unglügk wehre vorüber, undt die völgker
wehren forth, kömbt Bürgermeister Tornaw herauff,
beklaget sich, daß ihn ein Bürger, Mangoldt
am halß schlagen wollen, aufm Margkte,
weil er ihnen vorspann gebotten, item:
Daß sie mit Mißgabeln, an den beyden
capitains, undt mit hebebaümen gewesen,
in die 30 Bürger stargk, undt hetten weder
zu vorspann, noch [...] verstehen wollen.
Undter andern, wehre, hilliger, Gischke,
Hanß, undt Caspar Küster undter den
Rädlinßführern gewesen. Es ist umb zweene
kahle pferde, biß nach Staßfurdt, zu thun
gewesen, einen krangken forthzubringen, || [[Handschrift: 113r]]
die capitains aber, wollen es bey ihrem General
klagen, undt machen ein groß wesen darvon,
schelten, undt schmähen, auf die bürger. Jch
laße inquiriren. Nulla calamitas sola!7


J'ay eü üne grande blessüre au front,
par la porte de mon cabinet, inopinêment. perge et cetera


Vnverhoft, geschieht offt. perge et cetera


Mein Trompter, Zacharias, ist zwahr, nach dem eßen,
wiederkommen, berichtet, wie ihm der Obrist leütnant Israel,
ehre angethan, ihn mit sich eßen laßen, dennoch aber,
allerley picquante dißcurß gehabt, alß:
Worümb hat man vor die Reütter, undt nicht
vor mich, alß ich bey ihnen, gefangen wahr, gebehten?
Worumb, hat man sie durch den furth zu Bernburg
gewiesen? Worümb redet man der mutinirer, ihr wortt?
Er hat aber alles, auf freye manier der Trompter,
beantwortett, undt kein blatt, vors maul, genommen,
wie er es auch in warheit gar wol, hat verant-
wortten können. Der Obrist leütnant hat sonst
gepaustet, undt geschnarchet, ist auch gar
frölich gewesen, daß er diese That außgerichtet.


Er hat mir auch sagen laßen, er müste noch
heütte, still liegen, damit seine, außgeschickte
trouppen, wieder kähmen, undt die rebellen einholeten.

|| [[Handschrift: 113v]]


Er wollte mir aber heütte keine ungelegenheit
machen, dann 1 compagnie solte liegen, zu Werbtzigk
undt Kleine Wilgknitz. Die 2. compagnie zu Löbnitz,
die dritted compagnie zu Wiendorf, undt Jlversdorff,
die 4. Compagnie zu Plemnitz, undt Preißlitz, die
5. Compagnie zu Großen Badegast, die 6. compagnie
zu Kleinen Badegast, die 7. compagnie zu Libäne,
undt Briemßdorf, die 8. compagnie zu broßigk.


Jch werde auf morgenden aufbruch, vertröstet,
iedoch, berichtet mir der pfarrer zu Cormigk,
(welcher bey Mir gewesen, undt allerhandt referiret)
es habe schlechte darzu, undt daß
liebe getreydig, umb Cörmigk; undt Dohndorf
herumb, wehre sehr verdorben, undt die armen
leütte, (so wieder aufzubawen, vermeinet)
gäntzlich rujniret. Der gerichteten, wehren
13 harquebusiret, undt 21 gehengkt,
hetten sich, Christlich, undt wol zum Tode præ-
pariret, auch Theilß communiciret, gesungen,
undt gebehtet, Etzliche reformirte, hetten
auch, bey ihme communiciret. Sie hetten
sehr queruliret, daß ihnen zu viel geschähe.
Gott würde darein sehen. Der Obrist leütnant || [[Handschrift: 114r]]
thete ihnen zu viel, Sie wehren vor jhrem feinde,
nicht Treẅloß, oder Meineydig worden, hetten
sich so viel iahr, in redlichen Occasionen, Treẅlich
gebrochen laßen, der krohn Schweden, zu dienst.
An itzo, da man sie in Schweden führen, undt
ohne geldt abdangken wollte, hetten sie
umb ihrer bezahlung geredet. Viel hetten
auch gar nichts gethan, undt dennoch, sterben
müßen, alß Cornet vieregk, welcher gesaget:
Jch hoffe ia nicht, daß man unß gar in
Schweden führen wirdt. Man wirdt sich,
eines beßern wol bedengken.
Einer hette der kirchen, <vier> zehen ducaten, vereh-
ret, undt sehr gebehten, daß er doch, auf den kirch-
hof, zu Cörmigk, möchte begraben werden.
Daß geldt ist aber noch, biß dato zu rügk geblieben.


Der iehnige, so am ersten, gehengkt worden,
ist der iehnige gewesen, welcher des Obrist leütnant
page geschoßen. Ein Schweitzer, so nicht gesündiget will haben, hat auch sehr übel
gethan, daß er also sterben müßte, er wehre
von guten Elltern, wann sie es wüßten?
Der hengker undt sein knechtt von Cöhten, hat
die execution verrichtet, undt, aber 100 ReichsthalerRthlr: gewinst
darvon, bekommen, auch mehr, dem bericht nach! || [[Handschrift: 114v]]
Der Obrist leütnant hat auch heütte, unserm Trompter
vorgeworffen, worumb man sich des wintzers
Schwager, also annehme? Derselbe wehre auß-
gerißen, undt einer, von den ärgsten vögeln.


Zweene Mußcketirer, undter den fuß-
völgkern, insonderheit ein gefreyter seindt
<auch> im arrest, darumb, daß sie gesagt, es wehre
den deützschen, ihren landeßleütten, zu
viel geschehen, undt wehre unrechtt, das
man also scharf, mit ihnen, verführe,
weil sie umb ihre bezahlung, redeten,
undt nicht in Schweden, wollten. Ein <Schwedischer> capi-
tain, hat den gefreyeten, sehr übel ge-
hawen destwegen, am Ellenbogen,
welchen mein Balbirer, umbsonst, verbunden.


Alß die armen Soldaten, so wol luttrische
alß reformirte <theils>, beichte in der kirche
gehöret, theilß communiciret, ein ieglicher
bey seines glaubensverwandten, prediger,
ist dem Obrist leütnant die zeitt, sehr lang
worden, undt hat vielfältig gefraget,
ob es nicht baldt, ein ende hette? Er hat
auch noch vor der execution, die weiber undt || [[Handschrift: 115r]]
kinder, mit ihren querelen hinweg, undt nach
dohndorf, iagen laßen.


Wann man den Obersten Wurtzen, angesprochen,
undt beh bitten wollen, hat er gesagt: Gehet,
zum Obrist leütenampt, der ist offendiret, mir
hat niemandt etwaß, zu leide, gethan.


V̈ber Rittmeister Schachtt, klagen die Reütter,
auch sehr, das er sie zu hartt, undt über die ge-
bühr, angegeben. Jn Summa: man höret nur
itzt, von winseln, wimmerleichen, von iammer, und noht.
Gott beßere, die elende trübsehlige zeitten!


Nos gens, n'ont gueres envie davantage de
retourner, vers le lieutnant colonel car ils disent,
qu'il devient de iour en iour, <pire &> si effarouchè,
& a üne mine, comme d'un vif Diable. Il
picque & nous tient, pour süspects. Entr'
aultres il a dit que comme plüsieurs gentils-
hommes estoyent sortis de Cöhten, (pour voir
le spectacle, & interceder pour les pau-
vres soldats aupres de luy) il auroit
exactement, prins garde q'il n'y avoit
entr'eulx ün jeune homme, & noble nommè
Ziper, en üne robbe rouge lequel auroit instigè
les mütines, & louè leur rebellion d'aultant, que
leur argent serait engarder à Cöhten || [[Handschrift: 115v]]
& qu'ils se le devoyent faire donner, &cetera


Il a donc asseürè, que s'il auroit attrappè
parmy les aultres, ce noble imaginaire,
il l'auroit voulü faire harquebüzer,
sans autre procez. Mais ie croy, qu'il
s'èsgare, & a peütestre ouy parler,
dü jeüne Zepper, car il n'y a nül
Noble, nj ignoble, qui s'appelle Ziper,
que ie scache, & on a impütè semblable
discours, au ieüne Zepper, qui est reve-
n'a gueres, de France, & de Hollande.
Dieu le garde de tort, & persecütion!


Mein Einspenniger Joachim Metzsch, ist von
Hegklingen, wiederkommen, aldar, die alhier
durchpaßirte infanterie logiret. Die
Officirer, welche heütte alhier, in der
Stadt durchpaßiret, undt von den
bürgern, offendiret worden, hat er
wieder begühtiget, weil Sie es dem
Generalissimo klagen wollen, undt es
vor ein angestelletes wesen, gehalten.


J'ay èscrit, à Berlin, a Madame l'Electrice
Douairiere, & a Madame Elizabeth.

|| [[Handschrift: 116r]]


Gegen abendt, haben wir einen großen brandt
zu kalbe gesehen, ist aber baldt gelöschet worden.

Freitag den 26ten: Julij; 1650.

<3 lächße. 1 Hirsch.>


Mein Sohn Victor Amadeus, ist heütte nach
Ballenstedt geritten, mit vier pferden, aufß
Reheblahten, Gott gebe zu glügk! undt succeß!
Rindtorf mein CammerJungker, accompagniret ihn!


Con Madama, a spasso, umb meine breitten,
da sie itzt hargken. Gott laße es unß
wol genießen, undt gedeyen!


Avis: daß der Obrist leütnant Jsrael, in seinen
quartieren, noch ligen bleibet, undt der auß-
commandirten trouppen, erwartett, wie
unßere leütte berichten.


Fürst Augustus aber, avisirt, daß die völgker aufge-
brochen, undt auf halle zu, gezogen. Obrist
Wurtzen, hat gestern schon, den vorzug, mit
200 pferden, dahin genommen den Stangk haben
sie unß, im lande gelaßen. Daß alte
blawe wrangelische Regiment, ist die
Nacht zu höchstedt gelegen, gehen auff
Staßfurth, bey denen hüldebrandt Krosigk
ist undt über 180 weiber, undt kinder, bey
seiner compagnie haben solle. Mit den Stügkpferden. || [[Handschrift: 116v]]
haspelt sichs noch alleweil, dann 2 wagen
diese nacht, wiederumb nacher Sanderßleben,
von Plötzkau geschickt werden müßen, weil
die Niemburger, undt Krosigk von Erxleben,
außen geblieben, zu der Spannischen
garnison, wirdt ein Einfacher Römerzug,
müßen außgeschrieben werden undt parat
sein, damit der Krayßoberste keine
execution anstellen müße.


Extra zu Mittage, Doctor Brandt gehabtt. et cetera
welcher abschiedt genommen, in meinung,
in die Oberpfaltz, zu verraysen. perge


Il dit: que l'Electeur de Palatin, a trouvè
à Heidelberg, ün immense thresor mürè
de ses ancestres fort profond en terre, d'or,
& d'argenterie, de ioyaulx, & de la monnoye,
que c'est; ün thresor Royal, & pour se
remettre assèz süffisant.


Que Madame la Landgrave, luy a
donnèe en dot, 200000 Dalers, & dü
bestail, linceuil & autres choses, en
abondance, afin de redresser son mèsnage.

|| [[Handschrift: 117r]]


Que le Prince Palatin Generalissime dés Swedois,
l'a fort favorisè, & luy a grandement assistè
de ses recommendations, & de son assistance, en
la conclüsion de Paix, & en Argent.


Que les autres Princes Palatins freres de
l'Electeur n'ont point asceptè encores la paix,
ains remis le tout, a üne Diete Jmperiale.


Que le Prince Palatin Philippe, a estè fort favorisè
dü Generalissime avec argent, conseil, & equip-
page; pour aller vers le Düc de Lorraine.


Que les Refformèz, par la paix, ont
gaignè l'inclüsion en la paix de religion.


Que Bodenhausen, a consignè: 32 poincts,
contre nous a la iournèe du pays prochaine,
& ces 32 poincts, doibt proferer leur Syndi-
que Geese.


Que la Princesse & le Prince a Cöhten,
sont remis <Dieumercy> en bonne santè, par sa cooperation


Que Weyden, Pargkstein, & Pleyenstain,
sont rendüs a l'Electeur Palatin, par la Paix.


Que l'armèe espagnolle auroit estè tota-
lement dèsfaitte, par le Cardinal Mazzarinj,
devant le chasteau de Guise, a leür retraitte.

|| [[Handschrift: 117v]]


Que le Vachier a Dohndorf a eü ses visions,
averstissant les mütinèz, de leür malheür,
qu'il a aussy dit, qu'ün Colonel Lieütenant
seroit pendü dans le terme de 4 semaines,
& que le lieutnant colonel Jsrael devoit prendre garde
à soy, que ce ne füst luy mesme, Sür
quoy il auroit grattè la teste le lieutnant capitaine
& auroit en riant, donnè au Vachier
ün Dücat, par üne boutade extraordinajre.


Que le jeüne Wutena Capitaine lieutnant
Prince Palatin Philippe, auroit eü
dés terribles blesseüres en Candie,
& se seroit deffendü le mieux, envers les
Türcs, avec dés grenades, á main.
Qu'ils auroyent estè mal traittèz
des Venitiens, & leur Prince dèsgoustè
fort a Venise, le Senat luy ayant
presentè ün coffre plein de verres, qu'il
auroit brisè & cassè de dèspit, comme
si on le tenoit, pour ün enfant, avec tels
iouets, voulant son payement promis,
& ne l'ayant sceü obtenir, il auroit || [[Handschrift: 118r]]
fait arrester les deniers de la Repüblique, á
Amsterdam, & se seroit fait payer. perge et cetera au
grand dès honneür, de la Repüblique.


Au fait d'Ascanie, il est de l'Opinion, dü lieutnant capitaine Knoche
combien qu'en plüsieurs de ses procedüres, il soit
d'autre avis.


Que l'Electeur Palatin, tient maintenant
üne cour fort splendide, & magnifique.


Que Milord Greve, luy a prestè dés
grandes, & notables sommes d'argent.


Que la jadis Roine de Boheme, ne
veüt accepter, les 20 mille DalersDal: que l'Empereur
luy offre, croyant que ce peü d'offre,
luy soit deshonorable & dèsavantageux.


Que le Medecin, Docteur Rollfingk de
Jehna, estoit fort estimè, comme le
meilleür Anatomiste, d'Allemaigne.


Que le Düc Guillaume de Saxe Weymar,
luy donnoit par an, 300 DalersDal: von hauß auß,
& d'autres avantages. Que le feü
Prince Louys, l'avoit splendidement recom-
pensè. Autrement on seroit obligè de payer
ün Daler, de chasque lieue, & donner chasque
nuict de seiour, ün Daler, aux Medecins non salarièz.

|| [[Handschrift: 118v]]


J'apperçeüs en luy, üne singüliere alteration
lors qu'il me dit à Dieu, la ou il me combla
avec les miens, de beaucoup de benedictions,
de corps, & d'ame, &cetera. Dieu l'accomplisse,
& face. que ce soit de coeur!

Samstag den 27. Julij; 1650.

<4 lächße.>


Der hirsch, hat 6 ReichsthalerRthlr: gekostet, undt
160 Pfund (libra) gewogen, darvon gehen 20 Pfund (libra) abe,
an kopf undt füßen, restiren 140 Pfund (libra) wildpräth
darvon noch 26 Pfund (libra) weggeworfen werden müßen.


Jn Simon Müllerinn hause, hat sich zweene
Tage, vor dem blutbadt der Reütter, in ihrer
pfützen, blut sehen laßen, an itzo aber ist es
vergangen, baldt nach verübter execution.


Dergleichen, ist auch an dem orth ebenfalß
geschehen, vor den Schlachten zu Lützen,
undt vor Leiptzigk. Sie ist eine
bürgerinn, undt Brawerinn, alhier
in der Stadt Bernburgk.


Jch habe selbst, vor gewaltsahmer
eroberung, der Stadt Magdeburgk vom
Tilly, alhier vorm berge, in fromknechts
hause, dazumahl eine pfütze, mit bluht,
undterlauffen, gesehen.

|| [[Handschrift: 119r]]


Es seindt auch leütte alhier, welche auf den
blättern, der weiden, am liban, vor dergleichen bluht-
stürtzungen, bluht gesehen. Prodigia!


heütte gegen Abendt, bin ich mit Meiner herzlieb(st)en gemahlin,
undt Theilß kindern<Carolo Ursino,> nacher Palbergk, gefahren,
undt seindt daselbst, zur Mahlzeitt, geblieben.


Vndterwegens, ohngefehr vmb     uhr8, endt-
stundt ein stargker windt, währete aber
kawm eine halbe Stunde. Dieser windt,
hat zu Bernburgk greẅlich gebrauset,
leütte vmbgeworfen, inß waßer der Sahle
geführet, ein hauß eingerißen, undt
greẅlich auf den [s]eitten, undter dem
lieben getreydi[g] rumoret. Dörfte
wol etwaß sonderliches indigetiren.
Auf dem Schloße, ist auch meinen kindern
vor einfallen, in unserm abwesen,
angst undt bange gewesen. et cetera


Es hat auch am gebeẅde, im Schloß, auf den
brügken, undt an dem kuhestall, zimlich
aufgerißen, undt schaden gethan.


Man sagt, der pfaltzgrave Generalissimus,
habe den Obrist leütnant Jsrael, laßen in arrest
nehmen, undt seye übel zufrieden, das er also tyrannisiret.

|| [[Handschrift: 119v]]

Sonntag den 28. Julij; 1650

<1 lachß. 7 großvogel.>


Diese Nacht, ist der windt wieder, zimlich stargk
gewesen, undt wie ein Erdtbeben, so das gantze
gebeẅ, erschüttert. Gott bewahre in gnaden,
vor mehrerem unglügk! Mein Töchterlein
Maria, hat sich gestern, sehr geängstiget,
alß der Sturm gewesen, hat geschrien,
geweinet, hat vor angst, nicht wißen
zu bleiben, noch gewußt wohin sie gehen sollte?


Mir Traümete ich wehre an einer Fürstlichen
Tafel geseßen, recht an der langen seitte,
in der Mitte. herrvetter Fürst Ludwig, wehre oben
an geseßen, dara[n a]n der seitte Fürst Augustus,
undt andere mehr. Alß ich nun Fürst Augusto
bescheidt gethan, undt Fürst Ludwigen daßelbige
gebrachtt, undt außgetrungken, hette
es zwar anfangs, Fürst Ludwig sehen, undt
haben wollen, auch mich außgelacht, das
es gesotten waßer wehre, ich hette es
ihm aber nicht weisen wollen, undt weil
er zimlich weitt von mir geseßen, hette
er mirs nicht auß der handt nehmen
können, darüber er mir schertzhafte
mine gemachtt, ich hette mich aber ein || [[Handschrift: 120r]]
wenig, vor den gästen, geschähmet, undt es
war die gantze Tafel, mit leütten besetzt,
wer aber, die andern alle gewesen, habe ich ver-
geßen. Lange hernach, Traẅmete mir
auch, vom hanß Baltzer Oberlender, welchen
alle unsere leütte, sehr beklaget, weil
er mit einem Musicanten, zu maße gekommen.
Jch hette ihn aber, durch Rindtorf, Nostitz,
undt andere succurriren laßen, wann
nur der secours, geholfen? Wachte darüber auff!


Jn die kirche vormittages conjunctim.


Extra zu Mittage, eine von Dina, welche zu
Dresden, sol hofmeisterinn werden, item:
Die Rindtorfinn, Doctor Mechovius, der
Junge Einsidel, Tobias Steffeck von Kolodey et cetera


Nachmittags, wieder in die kirche, cum
sorore, & liberis aliquot. perge


Die Erffurter avisen geben:


Daß der andere evacuationtermin auch
observiret undt gehalten worden, der Osna-
brügker undt Sultzbachischen sachen wegen,
würde noch deliberiret.


Der Kayser, hette beht- undt dangk-
auch freẅdenfeste angestellet, wegen des friedens.

|| [[Handschrift: 120v]]


Jhre Mayestät wollten 10000 Mann zu fuß,
undt 6000 pferde behallten, wieder den Türgken.


Der Türckische Kayser, wollte unserm Kayser,
den rechten Tittel von Ungarn, nicht geben,
sondern nur alß König, über den geringsten
Theil von Ungarn, tractiren, welches,
weil es wieder die vorige Observantz,
läufft, den Kayser offendiret, die tractaten
undt andere absendungen, remoriret. perge


Jn Candia, spielen die Ottomannischen,
den Meister, undt dörften sich der Jnsel
(im fall der secours, länger retardirt wirdt)
gar bemächtigen. Die Türgken zwahr,
seindt mit ihrem General, dem Ulaim Bassa
übel zufriedene, weil er ihnen, 8 Monat
Soldt, hinderhalten, undt dringen auf
eine mutation.


Jn Polen, ist der friede mit Moßkaw,
confirmiret, undt der Legatus des Groß-
fürsten, hat pardon gesucht. Jndeßen
aber, daß diese remora eingefallen,
haben die Cosagken, undt Tartarn,
einen einfall, in die Moßkaw, auch
mit brennen, undt sengen, großen Schaden || [[Handschrift: 121r]]
gethan. General Chmielinsky hat sich erklähret,
er könne undt wolle nicht, wieder seine confes-
sionisten die Reüßen, alß Griechischen glaubens,
dienen, diese consideration, hat den frieden
mit Moßkaw, mergklich befördert,
wann nur vorgemeldter Einfall, nicht
neẅe motus, causiret.


Der Große König, in China, sol, zur
dangksagung, das er die Tartarn, auß
seinem Reiche, geschlagen, vor sich, undt
alle die Seinigen, zum Christlichen
glauben, getretten sein, wie von Lisa-
bonna geschrieben wirdt. Wehre ein
großes, undt Gott davor zu dangken!
Die confæderation, zwischen Spannien,
undt Parlaments:Engellandt, wieder
Frangkreich, undt Portugall, wirdt
confirmiret abermals, wie auch
des Engellischen gesandten zu Madrill.


Jtem: des Königes Carolj 2. ankunft
undt stattliche reception, zu Edenburgk.


Jtem: des General Fairfax resignation zu
Londen, undt acceptation seiner charge des Grom-
wells, welcher auff Schottlandt zu, marchiret.

|| [[Handschrift: 121v]]


Zu Bourdeaux hoffet man schutz von Spannien,
iedoch marchiret der König in Frangkreich
dahin, nach dem Guise von Spannischen, mit
deren verlußt, abbandoniret worden.


Zu Genua, hat Don Steffano Raggj,
eine verrähterey vorgehabt, er eingezogen,
undt sich selbst im gefängnüß endtleibet,
dennoch <ist er> Todt, gehengkt, undt seine
gühter, auch 200000 krohnen, bahrgeldt,
eingezogen worden.


Porto Longone helt sich noch, undt wehret sich.


Zehen Engellische ParlamentsSchiffe, seindt
zu der Spannischen armada, im Mittelmeer
gestoßen.


Die holländer, wollen nur 24000 Mann
behalten, die andern 6 provintzien, aber,
wollen noch 29000 Mann, haben. Der-
halben zweyen Sie sich, wie auch wegen
der holländer einseittigen ablegation nacher Londen.


Piccolominj Duca d'Amalfy will
nicht eher von Nürnbergk abziehen,
er habe dann darzu ordre vom Kayser.


Ein herr von der Leye, Carll Caspar || [[Handschrift: 122r]]
genandt, ist zum Coadjutore zu Trier, erwehlet,
auch die festung Ehrenbreitstain, ihme albe-
reitt eingereümet worden. Der Oberste Lucaß
ist auß- undt abgezogen, lieget aber noch,
in etzlichen ChurTriehrischen dörfern, biß
er wegen seines prætendirenden rests,
allerdings befriediget.


Wieder die Lütticher, exequiren
die Schweden, von wegen der restirenden
friedenßgelder, undt Sie accommodiren sich.


Zu Coppenhagen, ist alles freẅdenvoll,
wegen des erwehleten Printzen, undt selbige
Stände, colligiren die Contributiones,
wegen des Reichs Dennemargk schulden,
solche abzutragen, undt den König,
totaliter zu contentiren.


Zu Stogkholm, præpariret man sich, zu
festiviteten, undt freẅdenspielen,
gegen die kröhnung, undt ReichsTag.
Des ReichsTrotz, Graf Brahens, ge-
mahlin, sol gestorben sein, (welcher der
vornehmste undter den Reichßrähten, undt
sehr reich sein soll), derhalben, vjel anver-
wandte familien, die Trawer, anlegen müßen.

|| [[Handschrift: 122v]]


Mein weitzen, undt gersten, ist sehr vom
Winde, verderbet, außgeschlagen, undt zu nichte
worden. Patientia! Dominus dedidt! Dominus abstulit! sit
nomen Dominj benedictum!9


Schreiben, von Meinem Sohn, Victor Amadeus daß er zu
Ballenstedt wol überkommen. Mit dem Reheblahten,
wehre es mehrentheilß geschehen. Sie wolten
nicht auf daß blatt lauffen. Er hat auch
6 schnerren, undt 1 krumbeißer geschoßen.


Er klaget auch, über den gesterigen
grawsahmen Sturm, davor er nichts hat
schießen können. Lobet die Dächer, so
Knüttel repariren laßen. Rogken, undt
Gersten, wirdt geschnitten, undt gemeyet.


Märtin Schmidt, berichtet, daß der General Feldt-
marschalck Wrangel, mit seinem leibregi-
ment, in, 12 fahnen, undt dreyen reducirten
Regimentern, in allem, vf 3000 Mann, effectivè
sampt 120 Bagage wagen, geachtet,
vorgestern, zu Sanderßleben angelanget,
undt 3 Tage dorherumb, stille liegen
wollen, Bergen aber, hat es noch so weitt
gebracht, das Sie nach Mehringen, Drondorff || [[Handschrift: 123r]]
undt Großen Schierstedt gangen. Der General-
Stab, hat sich wollen in Ascherßleben logiren,
so aber denselben nicht einnehmen wollen,
Es haben sich aber die Aßcanier noch bedacht,
ihre deputirte herauß, geschickt, undt 10
große faß bier, 8 Stügke, groß Rindtvieh,
undt 4000 Pfund (libra) brodt zu geben, verwilliget
Nach dieser verhandlung, seindt die Regimen-
ter, nach Großen Schjerstedt gegangen,
haben vergangene Nacht, daselbst logiret,
ob der Ascherßleber verwaigerung, solle
daselbst im felde großer schade, am lieben
getreydig geschehen sein. Die völgker
sollen auf Kochstedt, fortgebracht werden.


General Douglaß, sol heütte zu Manß-
feldt, mit vielen völgkern, auch ankommen,
undt die Artillerie, wirdt heütte zu
Manßfeldt<Sanderßleben>, erwartett.


Matz Knüttel, hat auch anhero
geschrieben, en termes fort lourdauts.
Je croy, que Sathan veüt avoir son jeü!

|| [[Handschrift: 123v]]

Montag den 29ten: Julij; 1650.


Georg Reichardt ist bey mir, gewesen. klaget, so wol alß
andere, über den erlittenen schaden, am ge-
treydig, vom winde. Jtem: erzehlet er, wie
ein erbärmlich Specktakel, es gewesen seye,
alß er zugesehen, da daß Standtrechtt,
über die armen Reütter, gehalten worden,
wie kläglich, wie erbärmlich, die condemnir-
ten gethan, und wie flehentlich sie ihre
Officirer, undt Rittmeister, gebehten, vor
Sie, zu intercediren, umb Gottes barm-
hertzigkeitt willen, umb ihrer armen
weiber, undt kinder willen, da hat
einer, von 3 der ander, von 4, 5, 6
kinderlein gesaget, den Rittmeistern,
baldt die Stifeln, baldt die Sporen, ge-
küßet, undt erbärmlich, sich angestellet,
Aber, bey den unbarmhertzigen leütten
hat kein Mittleiden statt finden wollen,
Sintemahl kein einiger, durch diese
wehemühtige bezeigungen, sich hat be-
wegen laßen, vor sie zu bitten, Sondern sie
haben ihre hertzen verhärtett alß felsen,
undt Sie nur, mit rauhen worten, angefahren, || [[Handschrift: 124r]]
worumb habt ihrs darnach gemacht, ich bitte nicht
vor eüch, gehet zum Obrist leütenampt. Damalß,
(nehmlich den Tag, vor der execution) vermeinten
alle 95 condemnirte, daß sie sterben sollten, es
wehre auch geschehen, wenn wir Anhaltische
nicht vor sie, auß Christlichem Mittleiden,
unersucht, gebehten, wiewol wir ihres
pardons, noch nicht versichert sein, dann man
sagt, Sie sollen zu Erfurdt, endtweder noch
gerichtett, oder doch durch die Spißruhten
geiagt, zu Schelmen, oder ewigen Schklaven
gemacht, undt an ferne örther, undt grentz-
häuser, in immerwährende dienstbarkeitt,
geführet werden, welches manchem bitterer
ankommen dörfte, alß der Todt selber?
Wie köndten es, die Barbaren, ärger machen?


Le petit Lampe, a estè menè aujourd'huy
a la cuysine, a cause de ses insolences, contre
le petit Charles, & son effronterie!


Der avisenbohte kömbt wieder, mit
briefen, von Leiptzigk, undt halle, berichtet
undter andern, von dem grawsahmen Sturmwin-
de, undt daß der fromme allte, weittberühmbte
Apoteker, Martin Schergkel, so mir von Prage her, || [[Handschrift: 124v]]
noch bekandt gewesen, Todeß verblichen. Gott
genade ihn! Sic transeundum est!
Guter leütte abgang, ist wol zu beklagen.


Jn den Leiptziger ordinarien, werden die
Erfurdter confirmirt, und noch diß addiret:


Daß man böse zeittungen vom Könige in En-
gellandt, habe, alß ob derselbe von den
Schotten, in arrest, genommen worden seye,
weil ihme die ersten commissarien, mehr
promittiret, alß jhnen, befohlen worden,
undt er sich sehr, über des Montroß
Todt, bekümmert. Andere novellen aber
geben beßeren Trost. Gott gebe! Das das
gute, undt nicht das böse, wahr werde!


Sonst, sollen die Engelländer, wieder die
Schotten, den krieg pro publiciret haben,
undter ihrem Neẅen General Cromwell,
nach abgedangktem Fairfax.


Die Engellischen independenten, sollen
auch etzliche Türgkische Schiffe, zu
hülfe nehmen, undt diese Türgken,
sollen schon 5 holländische, undt andere
mehr Schiffe, hinweg genommen haben.

|| [[Handschrift: 125r]]


Sie declariren auch den krieg, wieder Portugall,
weil sie Printz Robert, in Lisabona vorschub gethan.


König in Frangkreich ist zu Tours, von dannen er
die Bordeauxer zu dempfen, oder zu stillen, verhofft.


Bouillon, undt Türenne, stärgken sich, ie mehr,
undt mehr. Etzliche Frantzösische garnisonen in
Deützschlandt, alß zu Bacharach, Creützenach,
undt andern orthen, wollen auch nicht forth,
biß Sie ordre vom Türenne, haben.


Der ReichsTag, zu Stogkholm gehet ahn,
undt die Proposition, ist albereitt geschehen,
betrift 1. vergleich, wegen der Cröhnung. 2. wegen
mehrerer contributionen.


Jn Polen, besorget man sich doch noch vor
dem Moßkowiter.


Die zu Pleßkow wehren sich, gegen
des Großfürsten völgker, gewaltig, undt
es hat das ansehen, zu endtlichen extremis.


Der Römische Kayser, differiret die absen-
dung der Bohtschaft, nacher Constantinopel,
hat die verordnete præsenten, wieder in die
Schatzkammer, zu Wien, genommen, undt rüstet
sich mit 10000 Mann, zu fuß, undt 6000 pferden
wieder die Türgken, weil dieselbigen, dem || [[Handschrift: 125v]]
Graven Niclaeß von Serin, gefangen genommen,
(alß einen verkleideten kundtschafter, in einem
Türckischen Städtlein) undt ihrer Mayestät
dero rechten Tittul vom Königreich Ungarn,
nicht geben wollen.


Sonst triumphiret man sehr, zu Prage,
Wien, undt in den Erblanden, über dem
geschloßenen frieden, mit Schweden.
Es werden auch dangkfeste, processionen,
Salvenschießen, undt andere festiviteten,
derenthalben, angestellet, etcetera


Die Staaden, behalten noch, ein
29000 Mann, zu Roß, undt zu Fuß,
über die abgedangkte compagnien,
in ihrer armèe. haben wieder 9
reiche Schiffe, auß Oostindien, so in
Amsterdam, eingelauffen, bekommen.


Die hamburger, haben drey Schiffe
verlohren, so ihnen die ho Frantzosen
abgenommen, undt es wirdt in der See,
sehr unsicher, weil alles durcheinander
her gehet, undt auch der König in Engel-
landt seine feinde suchen, undt verfolgen leßet.

|| [[Handschrift: 126r]]


Zu tilgung Königes Christianj IV. schulden, werden
stadtliche contributiones, zu Coppenhagen, undt
in Norwegen, bewilliget.


Der König in Polen, will, nach seiner gemahlin
endtbindung, zu Dantzigk ankommen.


Churfürst von Brandenburgk, ist nach
Cüstrin, gezogen.


Engellendische Parlamentischen, haben sich
mit Spannien, contra Frangkreich, undt
Portugall, offensivè, vereiniget, wie auch
Spannien, die von Bourdeaux, protegiret.


Die von Frangkendal, so Spannische
Garnison ist, wollen noch nicht außziehen.


Der König, in Spannien, wil auch seine
prætensiones, auf daß Elsaß, vndt
Briesach, noch nicht quittiren biß daß
die 30 Tonnen goldes an Frangken,
(versprochener maßen) erleget sein,
welches an itzo, zu præstiren, unmüg-
lich dem Könige in Frankreich fallen will.


Des großen Königes, in China, victoria wieder
die Tartarn, undt conversion zum Christlichen glauben,
continuiret; undt wirdt confirmiret.

|| [[Handschrift: 126v]]

Dienstag den 30. Julij; 1650.

<3 lächße gefangen.>


Der pfarrer von Cörmigk ist wieder herkommen,
hat auf meinen befehl, die gehengkten
Reütter, alda begraben laßen. Die
harquebusirten seindt zu Dohndorf begraben
worden, biß auf einen, so zu Lebnitz begraben.


Einer, von den gehengkten, ist zu Cörmigk
auf den kirchhof, begraben worden, weil
er der kirchen 14 ducaten destwegen
vermachtt, so aber der Obrist leütnant undt sein
Feldtprediger, ihnen vorenthalten,
undt nicht gönnen mögen.


Einer von den iustificirten, undter andern,
sol 900 ReichsthalerRthlr: vor sein leben, gebotten
haben, so auch sein weib, dem Obrist leütnant
in der schürtze gebracht. Er hat aber das
geldt nicht annehmen wollen, Sondern
sein bluht begehret, undt das weib schreyen
undt kermen laßen, mit den kindern.


Nach vollbrachter execution, hat
er doch hingeschickt, undt daß geldt,
mit gewaltt, hinweg nehmen laßen.

|| [[Handschrift: 127r]]


Das weib, hat nur umb einen Ducaten, gebehten,
damit sie nicht betteln gehen dürfte, allein, er
hats ihr abgeschlagen, undt die übrigen Soldaten
weiber, undt kinder, auch außziehen, undt plündern laßen.


Es ist ihnen darneben, auch angedeüttet worden, sich
vom Regiment, hinweg zu pagken, wann es nacher
Erfurdt, kommen würde, oder man wollte sie weg-
prügeln, undt wegpeitzschen laßen.


Die 20 gehengkte, seindt auf d einer wiese,
begraben worden, der 21te. (wie gedacht) aufm kirchhofe.


Der erste Rädelßführer, (welcher dem Obrist leutnant
Jsrael, am heftigsten, zugesetzet, undt der Ungewaschene Michael heißet,) ist außgerißen, undt
durchgangen.


Plüsieürs tiennent qu'il y a encores üne
bonne somme d'argent, á Cöhten, pour le Lieutnant Colonel,
auprès dü Leutnant Colonel Knoche. La Veritè dü faict, se manifestera
en bref.


Man sagt, es sollen Sieben Papisten, fünf re-
formirte, undt die übrige alle lutrisch, undter
den iustificirten, gewesen sein. Die Papstischen,
haben kurtzumb, bey dem luttrischen Feldtprediger,
nicht communiciren wollen, die Reformirten, mögen
auch nicht alle, <bey unserm pfarrer> communiciret haben, weil etzliche
unlengst communiciret. Die Luttrischen aber alle, haben
sich mit ihrem Viatico putativo, zur reyse, geschigkt.

|| [[Handschrift: 127v]]


hinauß geritten, auf mejne felder, in die Erndte,
mit Carolo Ursino.


Hà Lampeggiato, folgorato, e piovuto, quinta sera. perge

Mittwoch den 31ten: Julij; 1650.

<1 Rehe, 3 hurbeln, 1 schnerre von Ballenstedt>


Nach dem donnerwetter, blitz, undt regen,
gestriges abendts, hat das hüpsche wetter, heütte
wieder die Erndte befördert.


Mein Sohn Viktor Amadeus hat drey, hurbeln, 1 schnerre,
undt ein Rehe, so er alles geschoßen, anhero
geschicktt.


Textapparat
a Die Wortbestandteile "zu" und "frieden" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
b Die Wortbestandteile "zu" und "frieden" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
c Im Original "eingefallenen loch, gestanden, undt sie auchselbsten, darneben auch, Mägde, undt andere" korrigiert in "eingefallenen loch, undt sie selbsten, gestanden, darneben auch, Mägde, undt andere".
d Im Original steht "3te" für "dritte".
e Die Wortbestandteile "zu" und "frieden" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.

Kommentar
1 Person nicht ermittelt.
2 Person nicht ermittelt.
3 Person nicht ermittelt.
4 Irrtum Christians II.: Graf Walter Leslie stirbt erst im Jahr 1667.
5 Person nicht ermittelt.
6 Zitat aus Eur. Tro. 596 (ed. Biehl 1970, S. 35).
7 Zitat aus Eur. Tro. 596 (ed. Biehl 1970, S. 35).
8 Lücke im Original vor "uhr" verweist auf das ursprüngliche Vorhaben Christians II., noch eine genaue Uhrzeit hinzuzufügen.
9 Iob 1,21.
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1650_07.xml
XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
abandonniren
verlassen, zurücklassen
abandonniren
aufgeben
abandonniren
im Stich lassen
Ablegation
Absendung, Entsendung
Accommodation
Anbequemung, Anpassung
Accommodation
Versorgung, Ausstattung
Accommodation
Vereinbarung, Vergleich, Abkommen
accommodiren
sich anpassen, sich fügen, sich (gütlich) vergleichen
accommodiren
einrichten, ausstatten
accommodiren
zufriedenstellen, versorgen
accompagniren
begleiten
Accord
Vereinbarung, Vergleich
Accord
Vertrag zur kampflosen Übergabe eines Ortes
accusiren
jemanden beschuldigen, anklagen
Addresse
schriftliche Nachricht, Zuschrift
addressiren
schreiben
admittiren
gestatten, zulassen
Alteration
Aufregung, Ärger
Alteration
Veränderung (zum Schlimmeren)
Ambassador
Gesandter, Botschafter
arkebusiren
jemanden mit der Hakenbüchse hinrichten, standrechtlich erschießen
arriviren
ankommen, eintreffen
assigniren
zuweisen
aufmessen
(z. B. Getreide) gehäuft (im Gegensatz zu gestrichen) messen
ausdauern
überstehen, aushalten, ertragen
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Avisenbote
Nachrichtenbote
Bagagepferd
Gepäckpferd
Beilager
Hochzeit, Feierlichkeit anlässlich der Vermählung (ursprünglich: Beischlaf als Vollzugsakt der Eheschließung)
Breite
Fläche, auf der z. B. Getreide zum Trocknen ausgebreitet ist
Breite
Feld
causiren
verursachen
Charge
Angriff
colligiren
sammeln, zusammentragen
Commercien
Handelsgeschäfte
compellieren
zu etwas zwingen
condemniren
verurteilen, verdammen
confirmiren
bestätigen
Conjunction
Vereinigung, Zusammenführung
Conjunction
Verbindung
Consideration
Überlegung, (eingehende) Betrachtung, reifliche Erwägung
Consideration
Wichtigkeit
contentiren
zufriedenstellen
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
contraveniren
entgegenhandeln
contremandiren
einen gegebenen Auftrag durch einen Gegenbefehl widerrufen
contribuiren
außerordentliche Steuern oder andere Zwangsabgaben entrichten
contribuiren
beitragen, beisteuern, einen Anteil leisten
contribuiren
bezahlen
convoyiren
begleiten, geleiten
convoyiren
in einem Konvoi ziehen
debandiren
sich auflösen, auseinanderlaufen
defendiren
verteidigen
deliberiren
überlegen, beratschlagen
denotiren
bezeichnen
denotiren
auf etwas schließen lassen
Despect
Geringschätzung, Beleidigung, Verachtung
differiren
verschieben
Difficultet
Schwierigkeit
Diffidenz
Misstrauen
Dingmähder
angemieteter Landarbeiter, der ein Feld oder eine Wiese abmähen soll
discerniren
unterscheiden
discerniren
beurteilen
disgustiren
verärgern, vor den Kopf stoßen
disponiren
(jemanden zu etwas) bewegen
disponiren
anordnen, einrichten
disponiren
etwas verteilen, über etwas verfügen
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
Eimer
Hohlmaß für Flüssigkeiten
ein
ungefähr
Einlosirung
Einquartierung
eligiren
wählen, auswählen
emergiren
emporkommen, herauskommen
erlegen
etwas entrichten, begleichen, bezahlen
Exaction
(gewaltsame) Einforderung, Eintreibung, Einziehung
excludiren
ausschließen
excusiren
entschuldigen
exequiren
(einen Befehl, eine gerichtliche Anordnung) vollziehen, vollstrecken, mit Gewalt durchsetzen
exequiren
militärischen Zwang anwenden (zur Schuldeneintreibung, zum Erpressen von Geld- oder Naturalleistungen)
exequiren
strafen, (feindlich) verfolgen
exequiren
bestrafen, hinrichten
Expedition
Beförderung, Besorgung
Expedition
Abfertigung
Expedition
Verrichtung
Expedition
Ausfertigung eines Schriftstückes
Expedition
Feldzug
Fahne
kleinste Gliederungseinheit einer Armee (Kompanie)
Fourrage
Lebensmittel und Viehfutter
Fourrage
Beschaffung von Lebensmitteln und Viehfutter
fourragiren
Lebensmittel und Futter herbeischaffen
fourragiren
Pferde bzw. Vieh futtern lassen
Friedenstractat
Friedensverhandlung
Fußvolk
sämtliche Soldaten zu Fuß (Infanterie) innerhalb eines Heeres
gähling
plötzlich, unversehens
Gnadenpfennig (Gnadendenarius)
Bildnismedaille, die von Landesherren als Auszeichnung oder Geschenk verliehen wird
Hebebaum
starke hölzerne Stange zur Anhebung einer Last
incliniren
zu etwas neigen
indigitiren
aufweisen, nachweisen, andeuten
inquiriren
ermitteln, prüfen, untersuchen
instigiren
anregen, antreiben, bewegen
justificiren
Strafe vollstrecken, hinrichten
justificiren
berichtigen, prüfen
justificiren
rechtfertigen
kermen
wehklagen, jammern
Kornett
Kompanie bei der Reiterei oder eine Truppeneinheit, die sich unter einer Standarte ("cornette") versammelt
Kornett
Offiziersgrad bei der Kavallerie (analog zum Fähnrich bei der Infanterie bzw. den Dragonern)
Kornett
Standarte
liberiren
befreien, freilassen
liberiren
erlösen, frei machen
Losament
Unterkunft, Wohnraum
manuteniren
bewahren, behaupten, erhalten, handhaben
meritiren
verdienen
meutiniren
meutern
meutiniren
sich widersetzen, widerspenstig sein
Mittel
Mitte
Mutation
Veränderung
mutiniren
meutern
mutiniren
sich widersetzen, widerspenstig sein
Novelle
Neuigkeit
Observanz
Befolgung
Observanz
durch Übung (oder Ausübung mit Billigung der zur Rechtsetzung befugten Personen) zum Recht gewordenes Herkommen
Observanz
herkömmliche Gewohnheit
offendiren
beleidigen, kränken
ominiren
prophezeien
Ordinarije
gewöhnliche/regelmäßige Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Partie
Streifkorps (kleinere Truppenabteilung, die meist auf Kundschaft oder zum Einbringen von Geld, Lebensmitteln und Furage entsandt wurde)
Partie
Kriegspartei (reguläre Truppenabteilung)
Partie
(sich gegenüberstehende) Seite, Partei
Partie
eine gewisse Anzahl oder eine Gruppe von Dingen oder Personen gleicher Art
Patent
Urkunde über die Verleihung eines Rechts, Erlaubnisschein
Patent
schriftlicher Anschlag (meist zur öffentlichen Bekanntmachung einer obrigkeitlichen Verordnung oder Mitteilung)
Patent
mit der Ernennung zum Offizier verbundene Verpflichtung zum Anwerben und Unterhalten eines bestimmten Truppenkontingents
Patent
Befehl
penetriren
(etwas) durchsetzen
penetriren
verstehen, (geistig) erfassen, ergründen, durchschauen
penetriren
(etwas) ergreifen, sich anmaßen, unterstehen
pernoctiren
übernachten
persuadiren
überreden, überzeugen
präjudicirlich
nachteilig, eine Vorentscheidung für künftige Rechtsfälle treffend
präserviren
vor etwas bewahren
prästiren
darreichen, leisten
prätendiren
vorgeben, vortäuschen, heucheln
prätendiren
fordern, verlangen, beanspruchen
Principal
Vorgesetzter, Oberhaupt
procuriren
besorgen, beschaffen
procuriren
für eine Sache eintreten
promittiren
versprechen, zusagen
queruliren
(meist ohne Grund oder wegen Nichtigkeiten) klagen
quittiren
verlassen
quittiren
überlassen
quittiren
aufgeben
quittiren
entlassen
recompensiren
belohnen, vergüten, vergelten
recuperiren
zurückerobern
recuperiren
wiedererwerben, wiedererlangen
reduciren
zurückführen
rehblatten
mit Hilfe eines Blattes im Mund den Ruf eines Rehs imitieren, um in der Brunftzeit einen Rehbock anzulocken
reiteriren
wiederholen
remonstriren
Gegenvorstellungen machen, einwenden, entgegenhalten
remoriren
verzögern, zurückhalten, aufhalten
Repartition
Zuteilung, Verteilung, Austeilung
resolviren
entschließen, beschließen
resolviren
auflösen
restiren
schulden, schuldig sein
restiren
übrig sein, übrig bleiben
Römerzug
von den Reichsständen zu entrichtender, in Matrikeln festgelegter finanzieller Beitrag, der ursprünglich zur Finanzierung des Begleitzuges der deutschen Könige zur Kaiserkrönung nach Rom, später zur Deckung der monatlichen Kosten für die Unterhaltung und Besoldung von Truppenkontingenten des Reichs und der Kreise diente
Satisfactionsgelder
auf die Stände bzw. die Steuerpflichtigen umgelegte Zahlungen zur Befriedigung von Ansprüchen eines anderen Staates, die in einem Friedensvertrag festgelegt sind
schleifen
schlüpfen
Schnerre
Schnarrdrossel
secouriren
Hilfe leisten, unterstützen, beistehen
secouriren
(ab)sichern
Steckenknecht
Bediensteter des Profossen, welcher bei der Züchtigung von Soldaten hilft
Stück
Geschütz, Kanone
Stück
(einzelner zählbarer) Gegenstand, (einzelne) Sache, (einzelnes) Objekt
Subscription
Unterschrift, Unterzeichnung
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
tentiren
versuchen
tentiren
in Versuchung führen
Tergiversation
Ausflucht, listige Verzögerung
tergiversiren
zögern, sich weigern, Ausflüchte suchen
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
Trinitatis
Fest der Heiligen Dreifaltigkeit (erster Sonntag nach Pfingsten)
Trompter
Trompeter
veraccordiren
einen Vertrag schließen
verehren
schenken
verehren
beschenken
verpartiren
widerrechtlich wegschaffen, verbergen (um es zu entwenden)
victorisiren
siegen, siegreich sein
violiren
verletzen
Visitation
Besuch
Visitation
Prüfung, Untersuchung
Volk
Truppen
Wassermacht
Streitmacht zur See, Kriegsflotte
Zeitung
Nachricht
Johan Adler Salvius

geb. 1590
gest. 1652
Anm.: Sohn des Strängnäser Stadtschreibers Peder Hansson (gest. vor 1609); Studium in Uppsala (1609), Rostock (1612/13), Helmstedt (1613/14), Staßburg (1615) und Marburg (1615); 1614 Magister; 1619 Promotion zum Dr. jur. utr. in Valence; ab 1621 Assessor am schwedischen Hofgericht; diplomatische Missionen für Schweden nach Kursachsen (1622), Dänemark (1623) und Norddeutschland (1624); seit 1624 Staatssekretär; 1631-1634 und 1636-1650 schwedischer Resident in Hamburg und im Niedersächsischen Reichskreis; ab 1634 Hofkanzler und Geheimer Rat; seit 1638 alleiniger Legat Schwedens in Deutschland; 1643-1648 schwedischer Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress; seit 1648 Reichsrat; 1629 Nobilitierung; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand; vgl. Heiko Droste: Im Dienst der Krone. Schwedische Diplomaten im 17. Jahrhundert, Berlin/Münster 2006, S. 378.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg

geb. 1568
gest. 1630
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Vater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1582 Reise nach Konstantinopel; 1591/92 Führer eines Expeditionskorps für König Heinrich von Navarra; 1592 Übertritt zum reformierten Glauben; 1592/93 Befehl über die protestantischen Truppen im Krieg um das Bistum Straßburg; 1595-1620 oberpfälzischer Statthalter in Amberg und zunehmend Leiter der pfälzischen Politik; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1610 Unionsgeneral im klevisch-jülischen Krieg; seit 1618 Senior des Hauses Anhalt; 1619/20 Kommandierender der pfälzisch-böhmischen Truppen gegen Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); nach kaiserlicher Ächtung Flucht nach Schweden (1621) und Flensburg (1622-1624); 1624 Aufhebung der Reichsacht; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sehnliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1579
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1600 Aufnahme in die Florentiner Accademia della Crusca ("L'Acceso"); seit 1606 regierender Fürst von Anhalt-Köthen; 1631-1635 schwedischer Statthalter des Erzstifts Magdeburg und des Hochstifts Halberstadt; 1617 Mitbegründer und bis zu seinem Tod erstes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nährende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sophia von Anhalt-Köthen
Geburtsname: Gräfin Sophia zur Lippe

geb. 1599
gest. 1654
Anm.: Tochter des Grafen Simon VI. zur Lippe (1554-1613); 1626-1650 Ehe mit Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Emsige"); seit 1629 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1638
gest. 1665
Anm.: Sohn des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1650 regierender Fürst von Anhalt-Köthen, bis 1658 unter Vormundschaft der Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) bzw. Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlangende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sophia Augusta von Anhalt-Zerbst
Geburtsname: Herzogin Sophia Augusta von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1630
gest. 1680
Anm.: Tochter des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659); 1649-1667 Ehe mit Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.Weiterführende Informationen in der NDB
Duc Louis d' Arpajon
Marquis Louis de Sévérac
Comte Louis de Rodez

geb. ca. 1601
gest. 1679
Anm.: Sohn des Comte Jean V. d’Arpajon (ca. 1570-1634); 1626 Ernennung zum Maréchal de camp; 1637 Ernennung zum Lieutenant-général; außerordentlichen Botschafter in Polen bei König Wladislaw IV.; 1651 Verleihung des Herzogstitels und Ernennung zum Marechal de France; seit 1633 Ritter des Ordens vom Heiligen Geist.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Anthony Ascham

geb. ca. 1614
gest. 1650
Anm.: Sohn des Ratsherren Thomas Ascham aus Boston (Lincolnshire); ab 1634 Studium in Cambridge; seit 1646 Erzieher des zukünftigen Königs Jakob II. (1633-1701) und von dessen Bruder Heinrich (1640-1660); 1649/50 englischer Gesandter bei den Hansestädten in Hamburg; 1650 Ermordung bei seiner Ankunft als zukünftiger englischer Gesandter in Madrid.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürst Maximilian I. von Bayern
Herzog Maximilian I. von Bayern

geb. 1573
gest. 1651
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1597 regierender Herzog von Bayern; Oberhaupt der 1609 gegründeten Katholischen Liga; 1623 Verleihung der (ehemals Pfälzer) Kurwürde durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637), endgültig bestätigt im Westfälischen Frieden; seit 1600 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Johann von Bergen

geb. 1604
gest. 1680
Anm.: Sohn von Bernd von Bergen (ca. 1567-1623) auf Güsten; Hausbesitzer in der Bernburger Talstadt; Erbherr auf Ilberstedt; bis 1637 kaiserlicher oder kursächsischer Quartiermeister; um 1637/42 Sekretär des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); seit 1642 anhaltischer Obereinnehmer (noch 1649).
Johann Berndt

Anm.: 1629/30 Hof- und Quartiermeister des kaiserlichen Obristen Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632); danach möglicherweise im Dienst von dessen Bruder Christian II.
Albrecht von Biedersee

gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg von Biedersee (gest. 1606); Erbherr auf Ilberstedt.
Matthias von Biedersee

geb. 1601
gest. 1664
Anm.: Sohn des Georg von Biedersee (gest. 1606); Erbherr auf Ilberstedt; langjähriger Kriegskommissar des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1650 Aufseher über die Ämter des Teilfürstentums Anhalt-Köthen; seit 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Niederlegende").
Cuno Ordemar von Bodenhausen

geb. 1598
gest. 1654
Anm.: Sohn des Melchior von Bodenhausen (1560-1624); Erbherr auf Bodenhausen, Niedergandern, Görzig und Rhode; anhaltischer Landrat und Kriegskommissar; mehrfach Gesandter der Fürsten von Anhalt; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bequeme").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Christian Heinrich von Börstel

geb. 1617
gest. 1661
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); Erbherr auf Güsten und Ilberstedt; 1641-1643 Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) und zugleich Hofmeister für dessen Sohn Johann Georg (1627-1693); 1643-1648 Geheimer Rat und Hofmeister von Fürst Johann Kasimir; 1648 Übersiedlung nach Bernburg; seit 1657 anhaltischer Gesamtrat und Hofmeister des Fürsten Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlängernde"); vgl. Andreas Hesius: Lieblich und schönes Erbtheil der Kinder Gottes [...], Köthen 1661, Bl. Fijr-Givv.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Christina von Börstel
Geburtsname: Christina von Wuthenau

geb. 1612
gest. 1682
Anm.: Tochter des anhaltisch-dessauischen Hofrats und Hauptmanns Albrecht von Wuthenau (gest. 1624); 1643-1661 Ehe mit Christian Heinrich von Börstel (1617-1661).
Dorothea Louise von Börstel

geb. 1613
gest. 1653
Anm.: Tochter des Heinrich von Börstel (1581-1647); bis 1635 Kammerjungfer der unverheirateten Schwestern Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1635 Ehe mit Hans Ernst von Börstel (gest. 1654).
Hans Ernst von Börstel

geb. ca. 1585/90
gest. 1654
Anm.: Sohn des anhaltischen Rats Ernst von Börstel (ca. 1560-1623?); Erbherr auf Westeregeln; zunächst hessisch-kasselischer Rat; 1622 Hofjunker und 1623/24 Hofmeister des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg, danach auch für dessen Bruder Ernst (1608-1632); ab 1633 anhaltisch-bernburgischer Rat und Amtshauptmann von Harzgerode (noch 1649); seit 1634 zudem Hofmeister des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); zuletzt Hauptmann von Schloss und Amt Hoym; seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittere").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Georg Bohse

geb. 1578
gest. 1669
Anm.: Sohn des Juristen Johann Georg Bohse; Studium in Helmstedt; Dr. jur. utr.; anhaltischer und mecklenburgischer Rat; ab 1629 Stadtsyndikus von Halle (Saale); um 1647/53 Advokat und spätestens seit 1654 Rat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670).

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Armand de Bourbon
Prince Armand de Conti

geb. 1629
gest. 1666
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); ab 1629 Prince de Conti; 1649/50 Beteiligung an der Fronde; 1650/51 deswegen in Haft; 1654-1660 Gouverneur von Guyenne; militärische Kommandos in Spanien (1654) und Italien (1657); 1656-1660 Grand maître de France; seit 1660 Gouverneur des Languedoc.

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Claire-Clémence de Bourbon
Princesse Claire-Clémence de Condé
Duchesse Claire-Clémence de Bourbon
Duchesse Claire-Clémence de Bellegarde
Duchesse Claire-Clémence de Châteauroux
Duchesse Claire-Clémence d' Enghien
Duchesse Claire-Clémence de Montmorency
Geburtsname: Claire-Clémence de Maillé

geb. 1628
gest. 1694
Anm.: Tochter des Urbain de Maillé, Marquis de Brézé (1597-1650); 1641-1686 Ehe mit Louis II de Bourbon, Prince de Condé (1621-1686).
Henri-Jules de Bourbon
Prince Henri-Jules de Condé
Duc Henri-Jules de Guise
Duc Henri-Jules de Bellegarde
Duc Henri-Jules de Châteauroux
Duc Henri-Jules d' Enghien
Duc Henri-Jules de Montmorency

geb. 1643
gest. 1709
Anm.: Sohn des Louis II de Bourbon, Prince de Condé (1621-1686); 1646-1686 Duc d’Enghien; 1660-1685 Grand maître de France; französischer Maréchal de camp (1672) und Lieutenant général (1673); ab 1686 Prince de Condé sowie Duc de Bellegarde et de Châteauroux; 1686-1689 Duc de Montmorency; seit 1688 Duc de Guise.

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Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

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Bourbonen, Dynastie

Anm.: Seit 1589 regierende Königsdynastie in Frankreich.

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Gräfin Kristina Katarina Brahe af Visingsborg
Geburtsname: Kristina Katarina Stenbock

geb. 1608
gest. 1650
Anm.: Tochter des Reichsrats Gustav Stenbock (1575-1629); seit 1628 Ehe mit Graf Per Abrahamsson Brahe af Visingsborg (1602-1680).
Graf Per Abrahamsson Brahe af Visingsborg

geb. 1602
gest. 1680
Anm.: Sohn des schwedischen Reichsrats Graf Abraham Pedersson Brahe (1569-1630); ab 1626 königlicher Kammerherr; seit 1628 schwedischer Obrist; ab 1629 Landmarschall; seit 1630 Reichsrat; 1632 Beisitzer im Svea Hovrätt; 1637-1641 Generalgouverneur über Finnland; seit 1641 Reichsdrost und Präsident des Svea Hovrätt; 1641-1644 Mitglied der Vormundschaftsregierung für Königin Christina von Schweden (1626-1689); 1648-1654 erneut Generalgouverneur über Finnland.

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Markgraf Christian Wilhelm von Brandenburg
Administrator Christian Wilhelm von Magdeburg
Administrator Christian Wilhelm von Halberstadt

geb. 1587
gest. 1665
Anm.: Sohn des Kurfürsten Joachim Friedrich von Brandenburg (1546-1608); 1598-1631 Administrator des Erzstifts Magdeburg; ab 1614 auch Koadjutor und 1624-1628 Administrator des Hochstifts Halberstadt; dänischer Obrist (1625-1627) und Generalleutnant (1626); 1630/31 auch erzstiftisch-magdeburgischer Obrist; 1631 kaiserlicher Kriegsgefangener; 1632 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1635 finanzielle Entschädigung durch regelmäßige Einkünfte aus dem Erzstift Magdeburg.

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Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg
Herzogin Elisabeth Charlotte in Preußen
Geburtsname: Pfalzgräfin Elisabeth Charlotte von Pfalz-Simmern

geb. 1597
gest. 1660
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1616-1640 Ehe mit Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); seit 1650 Witwensitz in Crossen an der Oder.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

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Johann (2) Brandt

geb. 1604
gest. 1672
Anm.: Sohn des Tirschenreuther Kantors Bartholomäus Brandt (gest. 1611); Studium in Erfurt (1623) und Altdorf (nach 1630 Promotion zum Dr. med.); ursprünglich Arzt in Reichenbach/Vogtland (noch 1630); ab 1632 kriegsbedingt in Bernburg, dort baldige Bestallung zum Stadtphysikus; (vor 1637) bis November 1649 Leibarzt des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg und spätestens seit 1647 auch dessen Rat; ab Ostern 1650 Hofarzt des Fürsten Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665) und von dessen verwitweten Mutter Sophia (1599-1654); vgl. Wolfram Kaiser / Arina Völker: Universität und Physikat in der Frühgeschichte des Amtsarztwesens, Halle (Saale) 1980, S. 38.
Herzog Johann Friedrich von Braunschweig-Calenberg
Herzog Johann Friedrich von Braunschweig-Lüneburg

geb. 1625
gest. 1679
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); 1651 Konversion zum katholischen Glauben; regierender Herzog von Braunschweig-Lüneburg (1665) und Braunschweig-Calenberg (1665-1679).

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Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Lüneburg
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Calenberg

geb. 1622
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg (1641-1648) und Braunschweig-Lüneburg (ab 1648); seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Reinherzige").

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Kurfürst Ernst August von Braunschweig-Lüneburg
Herzog Ernst August von Braunschweig-Calenberg
Bischof Ernst August von Osnabrück

geb. 1629
gest. 1698
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); ab 1662 Bischof von Osnabrück; seit 1679 regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg; ab 1692 Kurfürst von Braunschweig-Lüneburg.

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Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Lüneburg
Herzog Georg Wilhelm von Braunschweig-Calenberg

geb. 1624
gest. 1705
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg (1648-1665) und Braunschweig-Lüneburg (seit 1665).

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Kurfürstin bzw. Herzogin Sophia von Braunschweig-Lüneburg
Geburtsname: Pfalzgräfin Sophia von Pfalz-Simmern

geb. 1630
gest. 1714
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1658-1698 Ehe mit Herzog bzw. Kurfürst Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698); seit 1701 designierte Thronfolgerin der britischen Monarchie.

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Herzogin Sophia Elisabeth von Braunschweig-Wolfenbüttel
Herzogin Sophia Elisabeth von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg
Geburtsname: Herzogin Sophia Elisabeth von Mecklenburg-Güstrow

geb. 1613
gest. 1676
Anm.: Tochter des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); 1635-1666 Ehe mit Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg bzw. Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666); seit 1629 Angehörige der Noble Académie des Loyales; nach 1630 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gutwillige").

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Jacques-Nompar de Caumont
Marquis bzw. Duc Jacques-Nompar de La Force

geb. 1558
gest. 1652
Anm.: Sohn des in der Bartholomäusnacht ermordeten François de Caumont, Seigneur de Castelnau (1524-1572); lange militärische Karriere unter Henri de Navarre, dem späteren König Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); 1593-1621 Gouverneur und Lieutenant-général von Béarn und Navarra; 1621 Teilnahme am lezten Hugenottenkrieg unter dem Duc Henri de Rohan (1579-1638); ab 1622 Maréchal und französischer General im Dreißigjährigen Krieg; 1609-1637 Marquis sowie seit 1637 Duc de La Force und Pair de France.

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Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1595
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gutsbesitzers Mychajl Chmelnyzkyj; Ausbildung am Jesuitenkolleg in Tschyhyryn; danach Kriegsdienst im Kosakenherr; seit 1648 Hetman der Kosaken und Anführer von deren Aufstand gegen Polen-Litauen.

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Johannes Crassus
Johann Cratz

geb. ca. 1596
gest. 1658
Anm.: Vermutlich Sohn des Steinfurter Professors Gerhard Crassus (gest. 1647/48); Studium in Marburg (1616); um 1620 gräflich-bentheimischer Hofprediger in Hohenlimburg; 1622-1632 Rektor der Lateinschule in Schüttorf; seit 1632 Pfarrer in Neuenhaus; vgl. F. W. Bauks: Die ev. Pfarrer in Westfalen, Bielefeld 1980, Nr. 1066.
Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

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König Christian IV. von Dänemark und Norwegen
Herzog Christian IV. von Schleswig-Holstein

geb. 1577
gest. 1648
Anm.: Sohn des Königs Friedrich II. von Dänemark und Norwegen (1534-1588); ab 1588 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein (bis 1593 unter Vormundschaft); seit 1603 Ritter des Hosenbandordens.

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König Christian V. von Dänemark und Norwegen
Herzog Christian V. von Schleswig-Holstein
Graf Christian VIII. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1646
gest. 1699
Anm.: Sohn des späteren Königs Friedrich III. von Dänemark und Norwegen (1609-1670); seit 1670 König von Dänemark und Norwegen, regierender Herzog von Schleswig-Holstein sowie Regent der Grafschaften Oldenburg und Delmenhorst.

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König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich II. von Schleswig-Holstein
Administrator Friedrich II. von Bremen
Administrator Friedrich II. von Verden
Graf Friedrich I. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1623-1629 und 1634-1644 Administrator des Hochstifts Verden; 1634-1648 Administrator des Erzstifts Bremen; 1647 Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein; ab 1648 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1667 zudem regierender Graf von Oldenburg und Delmenhorst.

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N. N. Diedemann

Anm.: Um 1650 vermutlich schwedischer Obrist.
N. N. von Diener (1)

Anm.: Um 1650 vermutlich Angehörige der Münchner Patrizierfamilie.
Burggraf Friedrich von Dohna

geb. 1621
gest. 1688
Anm.: Sohn des Burggrafen Christoph von Dohna (1583-1637); ab 1636 in niederländischen Kriegsdiensten u. a. als Obrist (1640), Generalmajor (spätestens 1646) und Generalleutnant (1649); 1649-1660 Gouverneur des Fürstentums Orange; danach mehrfach diplomatische Missionen für Kurbrandenburg; seit 1657 Seigneur de Coppet; 1667 militärischer Oberbefehlshaber in Genf.

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Robert Douglas of Whittinghame
Graf Robert von Skänninge

geb. 1611
gest. 1662
Anm.: Sohn des schottischen Adligen Patrick Douglas of Whittinghame (gest. 1626); ab 1627 Page des seit 1622 in Schweden lebenden Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1589-1652); schwedischer Fähnrich (1630), Hauptmann (1632), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1643), Generalleutnant (1647), General und Kriegsrat (1651), Feldmarschallleutnant (1656) und Feldmarschall (1657); 1646/47 Gouverneur in Schwaben; 1652-1654 schwedischer Reichsstallmeister; ab 1658 Geheimrat im Senat sowie Oberbefehlshaber in Estland und Livland; Erhebung zum Baron von Skålby (1651) und zum Grafen von Skänninge (1654); seit 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Lebhafte").

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François Duval
Marquis François de Fontenay-Mareuil

geb. ca. 1594
gest. 1665
Anm.: Zunächst in französischen Kriegsdiensten, zuletzt als Maréchal des camps et armées du Roy (1626); seit 1626 Conseiller d'État; französischer Botschafter in England (1626) und Rom (1641-1646 und 1647); vgl. François Duval de Fontenay-Mareuil: Depuis Le Règne De Philippe-Auguste, Jusqu'Au Commencement Du Dix-Septième Siècle; Tome L.: Mémoires De Messire Du Val, Marquis De Fontenay-Mareuil, Marechal des camps et armées du Roy [...], Bd. 1, Paris 1826, S. 3-9.

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Hans Friedrich Eckardt

geb. 1622
gest. nach 1680/vor 1683
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Brauers Johann Eckardt (gest. vor 1640); spätestens ab 1639 Bediensteter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1643/47 Amts- bzw. Hofkopist sowie vermutlich seit 1643 zugleich fürstlicher Küchenschreiber (noch 1648); um 1649/55 Kammerschreiber (Kammerrechnungsführer); um 1653 auch Kammerdiener; ab 1658 Bauherr und um 1670/80 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister sowie Rat in Bernburg; seit 1634 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

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Justina Maria von Einsiedel
Geburtsname: Justina Maria von Schierstedt

gest. 1700
Anm.: Tochter des Jakob von Schierstedt (gest. 1642) auf Scheuder und Tornau; bis 1640 Hofjungfer der Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg (1604-1640); 1640-1653 Ehe mit Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653).
Wolf Curt von Einsiedel

geb. 1628
gest. 1691
Anm.: Sohn des Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653); Erbherr auf Roschwitz; ab 1639 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Reisebegleiter des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693) nach Frankreich; 1645-1650 in französischen Kriegsdiensten, zuletzt als Leutnant; 1650/51 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg; 1651-1653 Kammerjunker des Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) auf dessen Reise nach Siebenbürgen; 1653/54 Hofjunker von Christian II.; 1654-1656 Kammerjunker des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); 1658/59 Kammerjunker für die Fürsten Viktor I. Amadeus und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660) auf deren Reisen nach Italien; 1659/60 Hofmeister in Harzgerode; 1660-1668 Reisehofmeister des Fürsten Wilhelm von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1643-1709) auf seiner Grand Tour durch die Niederlande, England, Frankreich, Italien und Spanien; seit 1670 anhaltisch-harzgerödischer Geheimer Rat und Hofmeister; vgl. Johann Christoph Lippian: Christ-Adeliches Trauer-Trost- und Ehren-Gedächtniß [...], Köthen 1691, Bl. E r-[F1] v.

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Christian Engelhardt
Christian Angelocrator

geb. 1607
gest. 1679
Anm.: Sohn des späteren Köthener Hofpredigers und Superintendenten Daniel Engelhardt (1569-1635); 1635-1637 schwedischer Feldprediger bei Feldmarschall Johan Banér (1596-1641); 1637-1643 Pfarrer von Pißdorf; seit 1643 Pfarrer in Dohndorf; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 204.
König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

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August Ernst (1) von Erlach

geb. 1616
gest. 1684
Anm.: Sohn des Burkhard von Erlach (1566-1640); Erbherr auf Altenburg (bei Nienburg/Saale); 1636-1640 und 1641-1644 in kaiserlichen Kriegsdiensten, dazwischen Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später anhaltischer Landrat und Direktor des Stipendienwesens.
Johann Ludwig von Erlach

geb. 1595
gest. 1650
Anm.: Sohn des Rudolf von Erlach (1563-1617); 1611-1616 Page des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); zunächst im Kriegsdienst für die Republik Venedig (1616), dann als Fähnrich bzw. Hauptmann der Protestantischen Union und böhmischen Konföderierten (1618-1620); 1621 Major unter Markgraf Johann Georg von Brandenburg-Jägerndorf (1577-1624); 1622 Hauptmann unter Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); 1622/23 Obristleutnant unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); zeitweise Kammerjunker und Hofmeister des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg; 1625-1627 schwedischer Obrist und Generalquartiermeister; Mitglied des Großen (1627-1629) und Kleinen Berner Rates (1629-1638); 1630/31 in französischen Kriegsdiensten; 1633-1638 Oberbefehlshaber der Berner Truppen im Aargau; Obrist (1637) und Generalmajor (1638) unter Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639) und seit 1638 Gouverneur von Breisach; nach dem Tod des Herzogs einer der Führer von dessen Weimarischer Armee in französischen Diensten (1639-1647); später Generalleutnant (1647) und Kommandant (1649) der französischen Armee im Reich; 1650 Maréchal de France.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Sibylla Eleonora von Erlach
Geburtsname: Sibylla Eleonora von Börstel

geb. 1619
gest. 1670
Anm.: Tochter des Heinrich von Börstel (1581-1647); 1635-1642 Kammerjungfer der unverheirateten Schwestern Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1642 Ehe mit August Ernst von Erlach (1616-1684).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Thomas Fairfax
Lord Thomas Fairfax of Cameron

geb. 1612
gest. 1671
Anm.: Sohn des Ferdinando Fairfax, 2nd Lord Fairfax of Cameron (1584-1648); 1639/40 Teilnahme an den Bischofskriegen gegen die Schotten; Kriegsdienst für das englische Parlamentsheer als Lieutenant-general of the Horse unter seinem Vater (1642-1645) sowie Commander-in-Chief of the Forces und Captain General (1645-1650); seit 1648 3rd Lord Fairfax of Cameron; 1651-1660 Lord of Mann; danach Rückzug auf die Güter.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Georg Forstenheuser
Georg Fürstenhäuser

geb. 1584
gest. 1659
Anm.: Sohn des Johann Forstenheuser (gest. 1606); Kaufmann und Zeitungsvermittler in Nürnberg; auch Bücherrat, Beauftragter für Geld- und Handelsangelegenheiten sowie Agent vieler Fürsten und Herren; zeitweise schwedischer Resident in Nürnberg; vgl. Lore Sporhan-Krempel: Georg Forstenheuser aus Nürnberg 1584–1659. Korrespondent, Bücherrat, Faktor und Agent, in: Archiv für die Geschichte des Buchwesens 11 (1971), Sp. 727–804.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christoph Fromknecht

gest. 1635
Anm.: Bürger der Bernburger Bergstadt; um 1625/26 Kichenvorsteher zu St. Aegidien; um 1627/29 Ratsbauherr; um 1629 zugleich auch Gastwirt zum "Weißen Ross"; später bis 1635 Ratskämmerer und Gerichtsschöppe.
Gazi Hüseyin Pascha
Deli Hüseyin Pascha

gest. 1659
Anm.: Geboren in Yenişehir; Teilnahme an den Feldzügen nach Bagdad und Jerewan; 1634/35 Kapudan Pascha (Großadmiral) der osmanischen Marine; danach Statthalter in Ägypten (1635-1637), Anatolien (1638/39), Silistra (1640), Bosnien, Bagdad (1644) und Ofen (1644/45); dazwischen 1640 abermals Kapudan Pascha; seit 1646 militärischer Oberbefehlshaber auf Kreta; dazwischen 28. Februar bis 5. März 1656 Großwesir des Osmanischen Reiches; 1658 erneut Kapudan Pascha; 1659 Hinrichtung.
Bernhard Gese

geb. 1595
gest. 1659
Anm.: Sohn des Coswiger Superintendenten Joachim Gese (1561-1623); Besuch der Gymnasien in Zerbst und Joachimsthal (1618); 1620 Studium in Frankfurt (Oder); 1622-1626 Konrektor an der reformierten Schule in Cölln an der Spree; Stadtkämmerer (1628) und Bürgermeister (1629) von Dessau; ab 1630 anhaltisch-dessauischer Lehns- und Justizsekretär; seit 1639 Landrentmeister; ab 1641 Kammerrat; seit 1647 auch Kanzleirat; vgl. Johann Christoph Beckmann: Historie des Fürstenthums Anhalt, Teil VII, Zerbst 1710, S. 382f.

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Wolfgang Benjamin Giegelsberger

geb. 1607
gest. 1677
Anm.: Sohn des oberpfälzischen Pfarrers Melchisedek Giegelsberger (gest. 1636); Pfarrer in Preußlitz (1631-1636), Neundorf (designiert 1636) und Nienburg/Saale (1637-1639); seit 1647 Pfarrer in Reinstedt; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 258.
N. N. Gischke (1)

Anm.: Um 1650 Bernburger Bürger.
Joachim Ernst von Gör(t)zke

geb. 1611
gest. 1682
Anm.: Sohn des Joachim von Gör(t)zke auf Bollersdorf; ab 1620 Edelknabe der späteren Königin Maria Eleonora von Schweden (1599-1655); seit 1623 Page des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1628-1648 in schwedischen Kriegsdiensten als Kornett (1631), Rittmeister (1634), Obristleutnant (1641) und Obrist (1645); später kurbrandenburgischer Generalmajor (1656) und Generalleutnant (1675).

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James Graham
Earl bzw. Marquess James of Montrose

geb. 1612
gest. 1650
Anm.: Sohn des John Graham, 4th Earl of Montrose (1573-1626); ab 1626 5th Earl und seit 1644 1st Marquess of Montrose; 1644-1646 Kommandeur der royalistischen Truppen als Lord Lieutenant (1644) und Captain-general of Scotland (1645); 1650 eigenmächtige Landung auf den Orkney-Inseln und Hinrichtung als Kriegsgefangener des schottischen Parlaments in Edinburgh.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Lord N. N. Greve

Anm.: Vermutlich royalistischer englischer Adliger, der sich 1646 in Den Haag und 1650 in Kurbrandenburg aufhielt.
Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Christoph von Hagen

geb. 1592
gest. 1655
Anm.: Sohn des Bergbauunternehmers Otto von Hagen (1562-1626); Erbherr auf Berga; Bergbauunternehmer im Südharzraum.

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Martin Hahn

gest. 1648
Anm.: Spätestens seit 1638 fürstlicher Sattelknecht in Bernburg.
Johann Christian Hammel
Johann Christian Hamel

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgermeisters Friedrich Hammel (geb. ca. 1545); ab 1650 Hauslehrer der Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); spätestens seit 1656 Stadtvogt in Bernburg; später zudem fürstlicher Rat.
N. N. Harrey

Anm.: Um 1650 vermutlich schottischer royalistischer Generalmajor.
Zacharias Haug
Zacharias Hugk

Anm.: Im Juni 1637 Junge im Tross des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1638 Trompeter des Herzogs Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658); um 1650/56 fürstlicher Trompeter in Bernburg.
Landgraf Friedrich von Hessen-Eschwege
Landgraf Friedrich von Hessen-Kassel

geb. 1617
gest. 1655
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); seit 1632 Titularlandgraf von Hessen-Eschwege unter der Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel; schwedischer Obrist (1640) und Generalmajor (1648).

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Landgräfin Amalia Elisabeth von Hessen-Kassel
Geburtsname: Gräfin Amalia Elisabeth von Hanau-Münzenberg

geb. 1602
gest. 1651
Anm.: Tochter des Grafen Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg (1576-1612); 1619-1637 Ehe mit Landgraf Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); 1637-1650 Regentin der Landgrafschaft Hessen-Kassel für ihren unmündigen Sohn Wilhelm VI. (1629-1663).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Dietrich Hilliger

geb. 1621
gest. 1647
Anm.: Sohn des Bernburger Handelsmanns Kaspar Hilliger (gest. 1653); um 1646/47 Hausbesitzer und Kramer in Bernburg.
Graf Gustaf Carlsson Horn af Björneborg

geb. 1592
gest. 1657
Anm.: Sohn des finnischen Adligen Carl Henriksson Horn (gest. 1601); ab 1618 Kammerherr des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); schwedischer Obrist (1621) und Feldmarschall (1628); seit 1625 Reichsrat; 1632-1634 Oberbefehlshaber des schwedischen Heeres im Heiligen Römischen Reich; 1634-1642 bayerischer Kriegsgefangener; ab 1643 Vizepräsident des Kriegsrats; 1652/53 Generalgouverneur in Livland; seit 1653 Reichsmarschall und Präsident des Kriegsrats; 1651 Erhebung in den Grafenstand.

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Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Shunzhi Kaiser (China)
Aisin-Gioro Fulin

geb. 1638
gest. 1661
Anm.: Sohn des mandschurischen Fürsten und späteren Kaisers Huáng Tàijí (Abahai) (1592-1643); ab 1643 Kaiser der Mandschu; seit 1644 erster Kaiser der Qing-Dynastie über das gesamte China.

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Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Eleonora
Königin Eleonora von Böhmen
Königin Eleonora von Ungarn
Erzherzogin Eleonora von Österreich
Geburtsname: Eleonora Gonzaga

geb. 1598
gest. 1655
Anm.: Tochter des Vincenzo I Gonzaga, Duca di Mantova e Monferrato (1562-1612); 1622-1637 Ehe mit Kaiser Ferdinand II. (1578-1637).

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Friedrich Kasimir Kettler
Herzog Friedrich Kasimir von Kurland und Semgallen

geb. 1650
gest. 1698
Anm.: Sohn des Jakob Kettler, Herzog von Kurland und Semgallen (1610-1682); seit 1682 Herzog von Kurland und Semgallen.

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Louise Charlotte Kettler
Herzogin Louise Charlotte von Kurland und Semgallen
Geburtsname: Markgräfin Louise Charlotte von Brandenburg

geb. 1617
gest. 1676
Anm.: Tochter des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); seit 1645 Ehe mit Jakob Kettler, Herzog von Kurland und Semgallen (1610-1682).

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İslâm III. Giray Khan (Krim)

geb. 1604
gest. 1654
Anm.: Sohn des Krim-Khans Selâmet I. Giray (1558-1610); seit 1644 Krim-Khan.

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Christian Ernst von Knoch(e)

geb. 1608
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kaspar Ernst von Knoch (1582-1641); Erbherr auf Trinum; 1631-1639 in Kriegsdiensten, zuletzt als kursächsischer Obristleutnant und Generaladjutant (um 1637); ab 1641 Landeshauptmann des Teilfürstentums Anhalt-Zerbst; seit 1643 anhaltischer Gesamtrat; 1645-1650 Geheimer Rat des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1650 Direktor der Köthener Vormundschaftsregierung; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Weichende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Georg Knüttel

geb. 1606
gest. 1682
Anm.: Bruder des Matthias Knüttel; spätestens 1633 Küchenschreiber des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1634); 1636 Sekretär des kursächsischen Obristen Wilhelm von Brincken (gest. 1637); 1638-1640 Stellvertreter des Bernburger Amtmannes und fürstlichen Geheimsekretärs Thomas Benckendorf; ab 1639 auch Hofbesitzer in Radisleben; 1640-1642 Stellvertreter des Amtmannes von Ballenstedt; seit 1643 Kanzlist und Registrator in Bernburg (noch 1656); zuletzt fürstlicher Kanzleisekretär.
Matthias Knüttel

Anm.: Bruder des Georg Knüttel (1606-1682); zunächst fürstlicher Amtsschreiber in Großalsleben; danach um 1641 Stadtschreiber zu Ballenstedt; Gerichts- und Haushalter der Justina Maria von Einsiedel (gest. 1700) auf Roschwitz; seit 1649 fürstlicher Amts- und Kornschreiber in Ballenstedt (noch 1657); um 1674 Gerichtsverwalter in Dessau.
Andreas Kohl

geb. 1576
gest. 1662
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Michael Kohl; 1601 Kriegsdienst unter dem kaiserlichen Obristen Fürst Johann Ernst von Anhalt (1578-1601) in Ungarn; um 1617/25 Ratsbauherr, um 1637/39 Stadtkämmerer und 1640-1643 Bürgermeister in der Bernburger Talstadt (1640/41 regierend); vgl. Volker Ebersbach: Geschichte der Stadt Bernburg, Bd. 1, Dessau 1998, S. 237.
Anna Kohl
Geburtsname: Anna Trümpler

geb. 1601
gest. 1677
Anm.: Tochter des Bernburger Schneiders Bastian Trümpler; seit 1618 Ehe mit dem späteren Bernburger Bürgermeister Andreas Kohl (1576-1662).
Bertha von Krosigk
Geburtsname: Bertha von der Schulenburg

gest. 1682
Anm.: Tochter des Georg Christoph von der Schulenburg (gest. 1631) auf Polleben; 1628-1637 Ehe mit Heinrich von Krosigk (gest. 1637) auf Alsleben.
Krosigk, Familie

Anm.: Mitteldeutsches Adelsgeschlecht.

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Heinrich von Krosigk

geb. 1631
gest. 1705
Anm.: Sohn des Heinrich von Krosigk (gest. 1637); Erbherr auf Alsleben und Piesdorf; spätestens 1645 bis 1648 Page der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); herzoglich-magdeburgischer Land- und Kriegskommissar des Saalkreises.
Jakob Anton von Krosigk

geb. 1624
gest. 1704
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1640-1650 in schwedischen Kriegsdiensten, anfangs als Volontär, später als Kornett (1642); 1654-1661 kurbrandenburgischer Gardehauptmann; ab 1682 anhaltischer Landrat; seit 1693 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; vgl. Daniel Müller: Schuldige letzte Ehren- und Dienst-Erweisung [...], Zerbst 1706, Bl. [K2]v-M2v.

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Ludolf Lorenz von Krosigk

geb. 1627
gest. 1673
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1646-1650 in schwedischen Kriegsdiensten; um 1651/52 Hofjunker der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); 1653-1656 französischer Rittmeister; danach kurbrandenburgischer Obristwachtmeister (1657) und Generaladjutant; ab 1661 Hofmeister bei Herzog Rudolf August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); braunschweigisch-lüneburgischer Obristleutnant (1665) und Obrist; seit 1671 kurbrandenburgischer Kammerherr; ab 1672 Obrist und Kriegsrat; seit 1653 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabende"); vgl. Daniel Müller: Kurtzer Trauer-Sermon Von der Gebrechligkeit Menschliches Lebens [...], Köthen [1675], o. S.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Matthias von Krosigk

geb. 1616
gest. 1697
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben, Rathmannsdorf, Merbitz, Queis und Groß Salze; 1638/39 in kaiserlichen und kursächsischen Kriegsdiensten; 1648/49 Hofmeister des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Gottorf, Administrator von Lübeck (1606-1655); 1650 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; 1665 erzstiftisch-magdeburgischer Kriegskommissar des Saalkreises; ab 1683 kurbrandenburgischer Landkammerrat im Herzogtum Magdeburg; seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verbesserte"); vgl. August Hertzog: Wahl- Denck- und Trost-Spruch Eines Frommen und Wohlbetagten [...], Halle 1698, Bl. [H2]v-Lv.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Siegfried Hildebrand von Krosigk

geb. 1623
gest. 1669
Anm.: Sohn des (Albrecht) Christoph von Krosigk (1576-1638); Erbherr auf Sandersleben und Gnölbs; fürstlich-anhaltischer Rat und Oberhauptmann zu Harzgerode und Plötzkau.
Volrad (2) von Krosigk

geb. 1612
gest. 1660
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1631-1640 Kriegsdienst u. a. als Kornett unter Herzog Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641), kursächsischer Leutnant (40 Monate), kaiserlicher Capitain-Leutnant (10 Monate), Rittmeister und Obristwachtmeister (um 1638/40); ab 1642 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nötige"); vgl. Georg Lautenschläger: Mors Christianorum nunqvam præmatura [...], Leipzig 1661, fol. L r-Miv v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Hans Küster

Anm.: Um 1648 Bernburger Bürger.
Kaspar Küster

Anm.: Um 1646 Bernburger Bürger.
Dorothea Kuhne
Dorothea Hahn
Geburtsname: Dorothea Döhnert

Anm.: Tochter des Bernburger Bürgers Georg Döhnert; 1640-1648 erste Ehe mit dem fürstlichen Sattelknecht Martin Hahn (gest. 1648); seit 1650 zweite Ehe mit dem fürstlichen Sattelknecht Michael Kuhne.
Michael Kuhne

Anm.: Gebürtig aus Reinstedt; seit 1649 Stall- und Sattelknecht des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1652).
Duc François II de La Rochefoucauld
Prince François V de Marcillac

geb. 1613
gest. 1680
Anm.: Sohn des Comte François V de La Rochefoucauld (1588-1650), ab 1622 erster Duc de La Rochefoucauld; französischer Mestre de camp (1629) und Maréchal de camp (1646); 1648-1653 Teilnahme an der Fronde; seit 1650 Duc de La Rochefoucauld und Prince de Marcillac; Tätigkeit als Schriftsteller.

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Frédéric-Maurice de La Tour d'Auvergne
Duc Frédéric-Maurice de Bouillon
Duc Frédéric-Maurice d' Albret et de Château-Thierry
Prince Frédéric-Maurice de Sedan

geb. 1605
gest. 1652
Anm.: Sohn des Henri de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Prince de Sedan (bis 1642) und Duc de Bouillon; 1633 Konversion zum katholischen Glauben; französischer Maréchal de camp (1635) und Lieutenant-général (1642); seit 1650 Teilnahme an der Fronde; ab 1651 Duc d’Albret et de Château-Thierry.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Godefroy-Maurice de La Tour d'Auvergne
Duc Godefroy-Maurice de Bouillon
Duc Godefroy-Maurice d' Albret et de Château-Thierry

geb. 1636
gest. 1721
Anm.: Sohn des Frédéric-Maurice de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1605-1652); 1658-1715 Grand Chambellan de France; ab 1662 Duc d'Albret et de Château-Thierry; seit 1678 Duc de Bouillon.

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Henri (2) de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri (2) de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri (1) de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

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Amélie de La Trémoïlle
Princesse Amélie de Tarente
Geburtsname: Landgräfin Emilia von Hessen-Kassel

geb. 1626
gest. 1693
Anm.: Tochter des Landgrafen Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); 1648-1672 Ehe mit Henri-Charles de La Trémoïlle, Prince de Tarente (1620-1672); seit 1686 Exil in Frankfurt am Main nach Aufhebung des Edikts von Nantes.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Ernst Gottlieb (von) Lampe

geb. ca. 1640
gest. 1675
Anm.: Sohn des Ernst Konrad (von) Lampe (gest. 1644); Erbherr auf Güsten; um 1650/56 fürstlicher Page in Bernburg; spätestens 1666 in kurmainzischen Kriegsdiensten in Erfurt, um 1668 als Leutnant; zuletzt kaiserlicher Leutnant.
Graf Walter Leslie

geb. 1607
gest. 1667
Anm.: Sohn des schottischen Adligen William Leslie, Baron of Balquhain (gest. 1622); um 1624 in niederländischen Kriegsdiensten; kaiserlicher Obristwachtmeister (1631), Obrist (1634), Generalfeldwachtmeister (1637), Feldzeugmeister (1646) und Feldmarschall (1650); ab 1633 kaiserlicher Kämmerer; 1634 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1639 Hofkriegsrat; ab 1655 Geheimer Rat; 1665/66 Leiter einer kaiserlichen Großbotschaft an die Hohe Pforte; 1637 Erhebung in den Grafenstand; seit 1665 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Karl Kaspar von der Leyen
Erzbischof und Kurfürst Karl Kaspar von Trier

geb. 1618
gest. 1676
Anm.: Sohn des kurtrierischen Amtmanns Damian von der Leyen (1583-1639); ab 1641 Domherr in Trier; seit 1650 Koadjutor sowie ab 1652 Erzbischof und Kurfürst von Trier.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Henri (2) de Lorraine
Comte Henri d' Harcourt
Comte Henri de Brionne
Comte Henri d' Armagnac
Comte Henri de Charny
Vicomte Henri de Marsan

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Sohn des Charles I de Lorraine, Duc d'Elbeuf (1556-1605); ab 1605 Comte d'Harcourt und de Brionne; Teilnahme an der Schlacht vom Weißen Berg (1620) und dem letzten Krieg gegen die Hugenotten (1621-1628); seit 1636 französischer General; 1643-1658 Grand écuyer de France; 1645-1647 französischer Vizekönig von Katalonien; ab 1645 Comte d'Armagnac; seit 1646 auch Comte de Charny und Vicomte de Marsan; zudem Sénéchal de Bourgogne; 1649-1659 Gouverneur des Elsass; seit 1659 Gouverneur des Anjou.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Karl IV. von Lothringen und Bar

geb. 1604
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); seit 1625 Herzog von Lothringen und Bar; 1634 vorübergehende Abdankung zugunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670); zwischen 1634 und 1641, 1641 und 1661 sowie 1670-1675 durch französische Besetzung seines Herzogtums mehrfach von der Regierung abgehalten; 1654-1659 in spanischer Gefangenschaft.

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Gebhard Loyß
Gebhard Louis

geb. 1613
gest. nach 1660
Anm.: 1635/36 und 1647-1656 Kammerdiener, zuletzt auch Geheimer Kammerschreiber und Bibliothekar des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1637 Hofkastner in Amberg; Inhaber eines lehnbaren Gülthofs in Büchelberg (Oberpfalz).
Jakob Mangold

Anm.: Um 1641/53 Bürger und Schneidermeister zu Bernburg.
Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

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Herzog Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin
Administrator Adolf Friedrich von Schwerin

geb. 1588
gest. 1658
Anm.: Sohn des Herzogs Johann VII. von Mecklenburg (1558-1592); 1592-1610 regierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin (bis 1608 unter Vormundschaft); 1610-1621 gemeinsam mit seinem Bruder Johann Albrecht II. (1590-1636) regierender Herzog von Mecklenburg; 1621-1628 und ab 1631 alleinregierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin (1628-1631 Ersetzung durch Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein, Herzog von Friedland); 1634-1648 Administrator von Schwerin; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Herrliche").

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Herzog Christian Ludwig I. von Mecklenburg-Schwerin

geb. 1623
gest. 1692
Anm.: Sohn des Herzogs Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin (1588-1658); 1654 spanischer Generalwachtmeister; seit 1658 regierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin; 1659-1688 Aufenthalt in Frankreich; 1663 Konversion zum katholischen Glauben.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Herzogin Christina Margaretha von Mecklenburg-Schwerin
Herzogin Christina Margaretha von Sachsen-Lauenburg
Geburtsname: Herzogin Christina Margaretha von Mecklenburg-Güstrow

geb. 1615
gest. 1666
Anm.: Tochter des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); 1640-1642 erste Ehe mit Herzog Franz Albrecht von Sachsen-Lauenburg (1598-1642); 1650-1663 zweite Ehe mit Herzog Christian Ludwig I. von Mecklenburg-Schwerin (1623-1692).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Joachim Metzsch
Joachim Mötzsch

gest. 1657
Anm.: Geboren in Amberg; spätestens seit 1642 fürstlicher Einspänniger in Bernburg.
Wilhelm von Micrander

gest. 1676
Anm.: Sohn des kaiserlichen Obristleutnants N. N. Micrander; 1628 Hofmeister des Grafen Philipp Reinhard I. zu Solms-Hohensolms (1593-1635); ab 1630 Genfer Bürger; Offizier in kursächsischen Diensten, u. a. Hauptmann (1634/37) und Obristleutnant (1639); Wechsel in kaiserliche (um 1643) bzw. schwedische Dienste (um 1645/48); 1649-1658 Geheimer Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) sowie Amtshauptmann von Sandersleben und Freckleben; zugleich kaiserlicher Obristleutnant; 1657-1660 erneut in schwedischen und zuletzt wieder in kaiserlichen Diensten als Obristleutnant bzw. Obrist (spätestens 1671); seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Entledigende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Martin Milag(ius)

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Schreibers Jakob Milag (1561-1637) aus Triestewitz bei Torgau; 1619-1622 Rechtsstudium in Frankfurt/Oder; 1622 Lic. jur.; 1623-1626 Advokat in Zerbst; 1626-1632 Amtmann von Bernburg; ab 1631 auch anhaltisch-bernburgischer Rat; 1632-1634 Rat im Hochstift Halberstadt unter dem schwedischen Statthalter Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dessen und Fürst Augusts von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) Rat; seit 1635 anhaltischer Gesamtrat; daneben anhaltisch-zerbstischer (1637-1645) und anhaltisch-dessauischer Kanzler (ab 1654); zudem anhaltischer Gesandter auf dem Frankfurter Konvent (1634), auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück (1645-1648) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mindernde").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
N. N. Müller (5)

Anm.: Ehefrau des Bernburger Bürgers Simon Müller (gest. vor 1646).
Graf Wilhelm II. von Nassau-Dillenburg
Fürst Wilhelm II. von Oranien

geb. 1626
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); seit 1647 Fürst von Oranien und Statthalter der Niederlande.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Salomon Nefe

geb. 1606
gest. 1662
Anm.: Vermutlich Sohn des Bernburger Bürgers Hans Nefe; ab 1641 Küster (Äditus) an der Bernburger Schlosskirche St. Aegidien (noch 1653); seit spätestens 1642 zugleich Stadtschreiber der Bernburger Bergstadt (noch 1649); zuletzt Schulmeister in Ilberstedt.
Johann Ernst Nehren

geb. 1606
gest. nach 1656
Anm.: Schwedischer Obrist; seit 1643 Kommandant der Leipziger Garnison.
Bernard de Nogaret de La Valette
Duc Bernard de La Valette
Duc Bernard d' Épernon

geb. 1592
gest. 1661
Anm.: Sohn des Jean-Louis de Nogaret de La Valette, Duc d'Épernon (1554-1642); 1622-1649 und ab 1658 Duc de La Valette sowie Pair de France; seit 1610 Colonel général des Bandes françaises (bis 1642 unter Aufsicht seines Vaters); ab 1642 Duc d'Épernon; Gouverneur der Guyenne (1643-1651) und Bourgogne (1654-1660); seit 1645 Ritter des Hosenbandordens.

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Karl Heinrich von Nostitz

geb. 1613
gest. 1684
Anm.: Sohn des Heinrich von Nostitz (1563-1629); vor 1632 Page bei seinem Vetter Johann von Axt; 1632-1634 Kammerpage des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1634-1636 Musketier, Student der Ritterakademie und Kammerjunker in Orange; 1636-1641 Kammerjunker und seit 1639 zugleich Stallmeister Christians II., den er auf Reisen nach Polen, in die Niederlande, ins Reich und nach Frankreich begleitete; 1641 Rückkehr in die Oberlausitz; ab 1644 Landeskommissar im Kreis Bautzen; seit 1650 auch Hofgerichtsassessor; ab 1672 kursächsischer Kämmerer; seit 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Glatte").

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Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

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Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

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Henri II d' Orléans
Duc Henri II de Longueville
Duc Henri II d' Estouteville
Prince Henri II de Châtelaillon
Comte bzw. Prince Henri I de Neuchâtel

geb. 1595
gest. 1663
Anm.: Sohn des Henri I d'Orléans, Duc de Longueville (1568-1595); ab 1595 Duc de Longueville und d'Estouteville, Prince de Châtellaillon und Comte de Neuchâtel; zunächst Gouverneur der Picardie; 1619/20 und seit 1627 Gouverneur der Normandie; 1636-1643 mehrmals französischer General in Italien; ab 1643 souveräner Prince de Neuchâtel; 1645-1648 französischer Prinzipalgesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; 1648-1653 Beteiligung an der Fronde.

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Graf Axel Gustafsson Oxenstierna af Södermöre

geb. 1583
gest. 1654
Anm.: Sohn des schwedischen Reichsrats Gustaf Gabrielsson Oxenstierna (1551-1597); ab 1604 königlicher Kammerjunker; seit 1609 Reichsrat; ab 1612 schwedischer Reichskanzler; 1632/34-1644 Mitglied der Vormundschaftsregierung für Königin Christina von Schweden (1626-1689); 1645 Erhebung in den Grafenstand; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gewünschte").

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Graf Johan Axelsson Oxenstierna af Södermöre

geb. 1611
gest. 1657
Anm.: Sohn des schwedischen Reichskanzlers Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654); ab 1632 schwedischer Obrist und mehrere diplomatische Missionen für seinen Vater; seit 1639 Reichsrat; 1643-1649 Prinzipalgesandter Schwedens auf dem Westfälischen Friedenskongress; 1650-1652 Generalgouverneur in Schwedisch-Pommern; ab 1654 Reichsmarschall und Graf af Södermöre.

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Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

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Jurgen Paykull
Georg Paijkull

geb. 1605
gest. 1657
Anm.: Sohn des estnischen Gutsbesitzers Jurgen Claesson Paijkull; schwedischer Reiter (1622), Fähnrich (1626), Leutnant (1632), Major (1635), Obristleutnant (1636), Obrist (1639), Generalmajor (1647) und Generalleutnant (1651); 1648-1650 Oberbefehlshaber der schwedischen Armee in Franken und Thüringen; ab 1651 Kriegsrat; seit 1654 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand.

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Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg
Herzog Wolfgang Wilhelm von Jülich und Berg

geb. 1578
gest. 1653
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Philipp Ludwig von Neuburg (1547-1614); 1613 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1614 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg sowie Herzog von Jülich und Berg; seit 1615 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Pfalzgräfin Elisabeth von Pfalz-Simmern
Äbtissin Elisabeth (1) von Herford

geb. 1618
gest. 1680
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); ab 1661 Koadjutorin und seit 1667 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Herford.

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Pfalzgräfin Katharina Sophia von Pfalz-Simmern

geb. 1595
gest. 1665
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); nach 1621 Leben am kurfürstlichen Hof in Berlin bzw. Crossen (Oder).

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Pfalzgräfin Louise Hollandine von Pfalz-Simmern

geb. 1622
gest. 1709
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Kindheit in Den Haag und Ausbildung in Leiden; 1657 Flucht nach Antwerpen; 1658 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1659 Nonne und seit 1664 Äbtissin des Zisterzienserinnenklosters Maubuisson.

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Pfalzgraf Moritz von Pfalz-Simmern

geb. 1621
gest. 1652
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637 in niederländischen Kriegsdiensten; 1638/39 vermutlich zu Studienzwecken in Paris; 1640-1642 in schwedischen Kriegsdiensten; royalistischer Obrist (1642) und Generalleutnant (1643) im englischen Bürgerkrieg; 1646 Rückkehr in die Niederlande; 1648 in niederländischen Kriegsdiensten; seit 1649 Vizeadmiral einer kleinen englisch-royalistischen Flotte unter seinem Bruder Ruprecht (1619-1683), die 1651 zur Freibeuterei überging; 1652 Tod in der Karibik bei einem Schiffbruch; seit 1649 Ritter des Hosenbandordens.

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Pfalzgraf Philipp Friedrich von Pfalz-Simmern

geb. 1627
gest. 1650
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Erziehung in Den Haag und am französischen Hof; danach niederländischer Rittmeister; 1646 Flucht aus den Vereinigten Niederlanden nach der Tötung des französischen Emigranten Jacques de L'Epinay im Duell; zuletzt lothringischer Obrist.

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Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb. 1619
gest. 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647/48 französischer Maréchal de camp; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistischen Flotte, die 1651 zur Freibeuterei überging; 1653-1655 Master of the Horse; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee und des Admirality Committee; ab 1668 Lord High Admiral; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

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Pfalzgraf bzw. Herzog Christian August von Pfalz-Sulzbach

geb. 1622
gest. 1708
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen August von Pfalz-Sulzbach (1582-1632); 1632-1656 Herrschaft über Pfalz-Sulzbach unter pfalz-neuburgischer Landeshoheit; seit 1656 regierender Herzog von Pfalz-Sulzbach; 1656 Konversion zum katholischen Glauben.

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Pfalzgräfin Anna Sophia von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld
Äbtissin Anna Sophia I. von Quedlinburg

geb. 1619
gest. 1680
Anm.: Tochter des Pfalzgrafen Georg Wilhelm von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld (1591-1669); seit 1645 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg.

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Pfalzgräfin Elisabeth Louise Juliana von Pfalz-Zweibrücken
Äbtissin Elisabeth Louise Juliana von Herford

geb. 1613
gest. 1667
Anm.: Tochter des Pfalzgrafen Johann II. von Pfalz-Zweibrücken (1584-1635); seit 1649 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Herford.
Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz
Königin Elisabeth von Böhmen
Geburtsname: Prinzessin Elisabeth von England, Irland und Schottland

geb. 1596
gest. 1662
Anm.: Tochter des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England und Irland) (1566-1625); 1613-1632 Ehe mit Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632).

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Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

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Conte bzw. Principe Ottavio Piccolomini d'Aragona
Duca Ottavio d' Amalfi

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des toskanischen Adligen Silvio Piccolomini (1543-1609); ab 1618 abwechselnd in kaiserlichen und spanischen Kriegsdiensten als Obrist (1627), Generalfeldwachtmeister (1632), General der Kavallerie (1633), Feldmarschall (1634) und Generalleutnant (1648); seit 1622 kaiserlicher Kämmerer; ab 1639 Hartschierhauptmann von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1648-1650 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; Erhebung in den Grafen- (1638) und Fürstenstand (1653); seit 1639 Duca d'Amalfi; ab 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Zwingende"); seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Königin Louise Maria von Polen
Großfürstin Louise Maria von Litauen
Geburtsname: Maria Luisa Gonzaga di Nevers

geb. 1611
gest. 1667
Anm.: Tochter des Carlo I Gonzaga, Duc de Nevers et Rethel (1580-1637); 1645-1648 erste Ehe mit König Wladislaw IV. von Polen (1595-1648); seit 1649 zweite Ehe mit König Johann II. Kasimir von Polen (1609-1672).

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Herzogin Hedwig von Pommern-Stettin
Geburtsname: Herzogin Hedwig von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb. 1595
gest. 1650
Anm.: Tochter des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1564–1613); 1619-1622 Ehe mit Herzog Ulrich von Pommern-Stettin, Bischof von Cammin (1589–1622); danach Witwensitz in Neustettin (Szczecinek).

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König Alfons VI. von Portugal

geb. 1643
gest. 1683
Anm.: Sohn des Königs Johann IV. von Portugal (1604-1656); seit 1656 König von Portugal (bis 1662 unter Vormundschaft, 1667 faktisch abgesetzt).

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König Johann IV. von Portugal
Duque João II de Bragança

geb. 1604
gest. 1656
Anm.: Sohn des Duque Teodósio II de Bragança (1568-1630); ab 1630 Duque de Bragança; seit 1640 König von Portugal.

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Grigorij Gawrilowitsch Puschkin

geb. ca. 1605
gest. 1656
Anm.: Sohn des Gawril Grigorjewitsch Puschkin (ca. 1560-1638); 1635-1638 moskowitischer Kommissar zur Festlegung der Grenze zu Polen-Litauen; 1644 und 1650 Gesandter des Moskauer Reiches in Polen; 1654/55 Woiwode von Smolensk.
Stefano Raggi

geb. 1599
gest. 1650
Anm.: Sohn des Genueser Patriziers Giovanni Filippo Raggi; 1647 Verbannung aus Genua nach Beteiligung an bewaffneten Konflikten; 1650 Suizid wegen drohender Verurteilung für geplante Verschwörung gegen die politische Führung der Republik.
Johann Christoph Ranfft von Wiesenthal

geb. 1599
gest. 1660
Anm.: Kaiserlicher Obristleutnant (spätestens 1632) und Obrist (1640); 1642/43 schwedischer Kriegsgefangener; 1645 Kommandant in Krems; 1649 Teilnahme am Nürnberger Exekutionskongress; 1657 Erhebung in den Freiherrenstand.

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Josias von Rantzau

geb. 1609
gest. 1650
Anm.: Sohn des Breide von Rantzau (1563-1639); zunächst in niederländischen, dänischen, kaiserlichen und schwedischen Kriegsdiensten; danach französischer Colonel (1635), Maréchal de camp (1636), Lieutenant-général (1637), Lieutenant-général des armées du roi (1643) und Maréchal de France (1645); 1645 Konversion zum katholischen Glauben; 1646-1649 Festungskommandant von Dünkirchen; während der Fronde 1649/50 kurzzeitig inhaftiert.

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Valentin Reichard

gest. 1661
Anm.: Geboren in Neunburg vorm Wald (Oberpfalz); 1636 Lehrer in Großweissandt; 1636/37 Pestpfarrer in Köthen; Pfarrer in Edderitz (1637/38?), Neudorf (1638?-1641) und Cörmigk (seit 1641); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 387.
Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Johann Friedrich von Reichardt

gest. 1674
Anm.: Zunächst sächsisch-weimarischer Rittmeister; um 1645/50 schwedischer Obrist; spätestens 1660 Pächter des Amtes Schlossvippach; um 1662/64 Hausbesitzer in Erfurt ("Zur goldenen Krone").
Israel Isaaksson Ridderhielm

gest. 1669
Anm.: Schwedischer Obristleutnant (1647), Obrist (1655), Generalmajor (1656) und Generalleutnant (1664); 1648 Nobilitierung.
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Helena von Rindtorf
Geburtsname: Helena Bohusch von Ottoschütz
Helena Bohuš z Otěšic

Anm.: Tochter des böhmischen Adligen Bohuslaus Bohusch von Ottoschütz; 1628 Emigration nach Annaberg in Sachsen; spätestens 1643 Hofjungfer in Bernburg; danach bis 1649 Kammer- bzw. Hofjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675) bzw. der fürstlichen Fräulein; seit 1649 Ehe mit Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Giacomo da Riva

Anm.: 1648-1650 venezianischer General und Befehlshaber einer Kriegsflotte gegen die Türken; um 1652/53 Provveditor generale dell'armi nel Regno di Candia.

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Christian Röber
Christian Roberus

Anm.: Bruder des fürstlichen Kammerdieners Ludwig Röber; 1650 kurzzeitig Präzeptor der Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); später wohl Feldscherer in Diensten der Republik Venedig; nach 1650 Promotion zum Dr. med.; um 1652 Stadt- und Landarzt in Traù (Trogir) in Dalmatien.
Ludwig Röber
Ludwig Rober

geb. 1619/20
gest. 1687
Anm.: Bruder des Prinzenlehrers Christian Röber; ab 1643 in anhaltisch-bernburgischen Diensten; bis 1650 fürstlicher Gutsverwalter in Baalberge; 1650-1656 Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1653 zugleich Gutsbesitzer in Baalberge; um 1673 Richter in Baalberge.
Martin Röseler
Martin Riselar

gest. 1666
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Christoph Röseler (gest. vor 1643); Bürger und Böttchermeister in Bernburg; spätestens 1643 bis 1650 zugleich Hofböttcher und fürstlicher Mundschenk; wegen Ehebruchs entlaufen; angeblich in Westindien gestorben.
Wilhelm Christian von Roggendorf

geb. 1623
gest. 1685
Anm.: Sohn des Georg Ehrenreich von Roggendorf (1596-1652); 1642 im Dienst des Herzogs Franz Albrecht von Sachsen-Lauenburg (1598-1642) und danach bis 1652 des Herzogs August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666); Tod in Breslau.
Werner Rollfinck

geb. 1599
gest. 1673
Anm.: Dr. med.; ab 1615 Studium in Rostock und Wittenberg sowie Leiden, Oxford, Paris und Padua; 1628 Rückkehr nach Wittenberg als Professor der Anatomie, ab 1629 Professor an der Universität Jena; 1645 auch Rektor der Universität.

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Johann Wenzel Rothe

gest. nach 1666/vor 1698
Anm.: Spätestens 1643 Feldscherer/Barbier in Bernburg; Feldscherer beim schwedischen Generalleutnant Robert Douglas of Whittinghame (1611-1662); spätestens 1649 auch fürstlicher Hofbarbier in Bernburg (noch 1656); um 1660 Barbier und Chirurg in Bernburg; um 1666 Bürger und Barbier in Bernburg und Barby.
Herzog Franz Albrecht von Sachsen-Lauenburg

geb. 1598
gest. 1642
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); 1618-1620 in Kriegsdiensten der böhmischen Konföderierten; kaiserlicher Obristleutnant (1621), Obrist (1625-1632) und Generalfeldwachtmeister (1631); 1633-1635 kursächsischer Feldmarschall; 1634/35 kaiserlicher Kriegsgefangener; ab 1641 kaiserlicher Feldmarschall; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Weiße").

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Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar
Herzog Bernhard von Franken

geb. 1604
gest. 1639
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); ab 1620 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Herzog von Sachsen-Weimar; zunächst Kriegdienst unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1622), Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach (1622) und Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1623); 1625-1627 dänischer Obrist; schwedischer Obrist (1631-1634) und General (1632); 1633/34 Herzog von Franken (größtenteils ehemalige Hochstifte Würzburg und Bamberg als Lehen der schwedischen Krone); ab 1635 Heerführer im französischen Auftrag; seit 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Austrucknende").

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Herzog Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar

geb. 1598
gest. 1662
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender, ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Weimar; Obrist unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1620-1622) und Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach (1622); 1623 General unter Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); 1623/24 kaiserlicher Gefangener; 1631-1635 schwedischer Militärgouverneur von Thüringen und Statthalter von Erfurt; 1632-1635 schwedischer Generalleutnant; 1617 Gründungsmitglied und seit 1651 zweites Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schmackhafte").

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Herzog August (1) von Sachsen-Weißenfels
Administrator August von Magdeburg

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1635/38 Administrator des Erzstifts Magdeburg; seit 1657 zugleich regierender Herzog von Sachsen-Weißenfels (kursächsische Sekundogenitur); ab 1643 Mitglied und seit 1662 drittes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgeratene").

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Kurfürst Johann Georg II. von Sachsen

geb. 1613
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1656 Kurfürst von Sachsen; seit 1658 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Preißwürdige"); ab 1668 Ritter des Hosenbandordens.

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Johann Schacht

Anm.: Um 1648/1650 Rittmeister in schwedischen Diensten.
Anna Schatz
Geburtsname: Anna Kottwitz

gest. 1688
Anm.: Tochter des Bernburger Lohgerbers Christoph Kottwitz; 1637-1686 Ehefrau des Bernburger Schneiders Heinrich Schatz (1609-1686).
Barbara Schatz

geb. 1648
gest. 1650
Anm.: Tochter des Bernburger Schneiders Heinrich Schatz (1609-1686).
Heinrich Schatz

geb. 1609
gest. 1686
Anm.: Sohn des Naundorfer Schneiders Matthias Schatz; Bürger und Schneidermeister in Bernburg.
Matthäus Schatz

geb. 1639
gest. 1650?
Anm.: Sohn des Bernburger Schneiders Heinrich Schatz (1609-1686).
Martin Scherkel

gest. 1650(?)
Anm.: Leipziger Apotheker.
Johann Rudolf Schmid zum Schwarzenhorn

geb. 1590
gest. 1667
Anm.: Sohn des Steiner Ratsherrn und Stadthauptmanns Felix Schmid (gest. 1598); 1602-1606 als Begleiter eines kaiserlichen Offiziers Reise nach Italien und Ungarn; 1606-1624 türkischer Gefangener; 1625-1627 Dolmetscher für Türkisch beim Hofkriegsrat in Wien; danach kaiserlicher Sondergesandter (1627), Resident (1629-1643), Internuntius (1648/49) und Großbotschafter (1650/51) in Konstantinopel; 1643-1666 Hofkriegsrat; 1650 Erhebung in den Freiherrenstand; seit 1656 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verdiente").

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Martin Schmidt

gest. 1657(?)
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); fürstlicher Amtmann und Amtsschreiber in Harzgerode (spätestens 1631-1632); anschließend Amtmann von Bernburg (1632-1637) bzw. Ballenstedt-Hoym (1637-1657).
Johann Philipp von Schönborn
Erzbischof und Kurfürst Johann Philipp von Mainz
Bischof Johann Philipp von Würzburg
Bischof Johann Philipp von Worms

geb. 1605
gest. 1673
Anm.: Sohn des Georg von Schönborn (gest. 1613); Domizellar in Würzburg (ab 1621) und Mainz (seit 1625); Domherr in Würzburg (ab 1629) und Worms (seit 1630); 1635-1645 Stiftspropst von St. Burkard in Würzburg; ab 1642 Bischof von Würzburg; seit 1647 auch Erzbischof und Kurfürst von Mainz; ab 1663 ebenso Bischof von Worms.

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Hans Schuster
Hans Schuester

Anm.: Geboren in Gemünden am Main; Bürger und Böttchermeister in Bernburg; seit 1650 zugleich fürstlicher Hofböttcher in Bernburg (noch 1655).
Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

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König Karl X. Gustav von Schweden
Herzog Karl Gustav von Bremen und Verden
Pfalzgraf Karl Gustav von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg

geb. 1622
gest. 1660
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1589-1652); schwedischer Rittmeister (1642), Obrist (1643) und ab 1648 oberster Befehlshaber der Armee im Heiligen Römischen Reich; 1649 Ernennung zum Thronfolger durch den schwedischen Reichstag auf Betreiben seiner Cousine Königin Christina von Schweden (1626-1689); seit 1654 König von Schweden sowie regierender Herzog von Bremen und Verden; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabene").

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Siawusch Pascha

Anm.: Wesir; Statthalter von Ofen ab 1648 und 1648-1650 türkischer Gesandter am Wiener Kaiserhof.
Philipp Christoph von Sötern
Erzbischof und Kurfürst Philipp Christoph von Trier
Bischof Philipp Christoph von Speyer

geb. 1567
gest. 1652
Anm.: Sohn des Georg Wilhelm von Sötern (gest. 1593); ab 1610 Bischof von Speyer; seit 1623 Erzbischof und Kurfürst von Trier; 1635-1645 erst spanischer, dann kaiserlicher Gefangener wegen seines Bündnisvertrages mit Frankreich (1632).

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Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

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Lukas Spieck zu Bibergau und Langenau

gest. 1664
Anm.: Kaiserlicher Obristleutnant, Obrist (1641) und Generalfeldwachtmeister (1659); 1646-1650 Kommandant der kurtrierischen Festung Ehrenbreitstein; 1652 kaiserlicher Festungskommandant von Frankenthal.

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Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Sultan (Osmanisches Reich) Mehmed IV.

geb. 1642
gest. 1693
Anm.: Sohn von Sultan Ibrahim (1615-1648); 1648-1687 Sultan des Osmanischen Reiches.

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Jean T'Serclaes de Tilly
Graf Johann von Tilly

geb. 1559
gest. 1632
Anm.: Sohn des Martin T'Serclaes de Tilly (gest. 1597); zunächst in spanischen und lothringischen Kriegsdiensten; kaiserlicher Obristleutnant (1600), Generalfeldwachtmeister (1601), Obrist (1602), Feldzeugmeister (1602-1604) und Feldmarschall (1605) in Ungarn; ab 1610 Generalleutnant der Katholischen Liga; seit 1630 auch kaiserlicher Generalleutnant; 1622 Erhebung in den Grafenstand.

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Konrad Theopold

geb. 1600
gest. 1651
Anm.: Sohn des Amesdorfer Pfarrers Johannes Theopold (1563-1626); Schulbesuch am Gymnasium zu Zerbst, Studium in Frankfurt a. d. Oder; 1626-1637 Pfarrer in Natho; 1637-1644 Diakon an St. Bartholomäi in Zerbst (Entlassung als Reformierter); seit 1645 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 445.

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Martin Tornau

geb. 1591
gest. 1664
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Hans Tornau; spätestens 1643 Bauherr, ab 1645 Reitherr, seit 1649 Kämmerer und 1650-1658 Bürgermeister (1650, 1653 und 1656 regierend; 1658 resigniert) der Bernburger Talstadt.
Graf Corfitz Ulfeldt af Sölvesborg

geb. 1606
gest. 1664
Anm.: Sohn des Jakob Ulfeldt (1567-1630), ab 1609 dänischer Reichskanzler; seit 1630 Kammerjunker des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); ab 1636 dänischer Reichsrat; seit 1637 Statthalter von Kopenhagen; 1643-1651 Reichshofmeister; daneben mehrfach diplomatische Missionen, u. a. nach England (1640/42), Regensburg (1641), zu den Friedensverhandlungen mit Schweden (1645) sowie nach Den Haag und Paris (1646); 1651 nach Korruptionsverdacht und Morddrohungen Flucht in die Niederlande und nach Schwedisch-Pommern; danach schwedischer Geheimer Rat (1657-1659), Friedensunterhändler mit Dänemark (1658) und Gouverneur von Schonen (1658/59); 1659 Todesurteil wegen Hochverrat, jedoch Begnadigung; 1660 Rückkehr nach Kopenhagen und Verhaftung (bis 1661); 1663 erneutes Todesurteil (wegen Planung einer Adelsrevolte gegen die dänische Krone) und Flucht; 1641 Erhebung in den Grafenstand; seit 1658 Graf von Sölvesborg.

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Charles Vane

geb. 1620
gest. 1672
Anm.: Sohn von Sir Henry Vane (1589-1655), of Hadlowe, Kent; 1650-1651 Resident des englischen Parlaments in Lissabon.
N. N. von Vieregg (2)

Anm.: Angehöriger des mecklenburgischen Adelsgeschlechts; um 1650 Kornett in schwedischen Diensten.
N. N. Vopel (1)

Anm.: Um 1650 vermutlich Weber in Rieder.
Marcus Friedrich (1) Wendelin

geb. 1584
gest. 1652
Anm.: Sohn des Predigers Friedrich Wendelin (gest. 1594) in Sandhausen bei Heidelberg; Studium in Heidelberg (1607 Mag.); ab 1609 Erzieher und Hofmeister der Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg sowie Friedrich Moritz (1600-1610) und Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1612 Rektor am Zerbster Gymnasium Illustre; vgl. Gustav Früh / Hans Goedeke / Hans Jürgen von Wilckens: Die Leichenpredigten des Stadtarchivs Braunschweig, Bd. 9, Hannover 1985, S. 4386f.

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Dietrich von dem Werder

geb. 1584
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gebhard von dem Werder (1539-1612); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Gerlebogk, Görzig und Ziebigk; Page, Kammerjunker und Stallmeister des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1610 hessisch-kasselischer Rittmeister; danach bis 1622 Geheimer Rat und Oberhofmarschall in Kassel; 1623 anhaltischer Hauptmann; 1631-1635 schwedischer Obrist; ab 1639 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1645 kurbrandenburgischer Obrist, Geheimer Rat und Amtshauptmann von Alt-Gatersleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielgekörnte"); vgl. Gottfried Coler: Der Vom Vater gegebene/ Vom Sohne ausgeführete/ Und vom H. Geiste versiegelte Raht des Heils [...], Köthen 1658, fol. Jiij v - N2 v.

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Graf Arvid Wittenberg
Arvid Wirtenberg von Debern

geb. 1606
gest. 1657
Anm.: Sohn des Hans Wirtenberg von Debern (gest. 1630); ab 1622 in schwedischen Kriegsdiensten als Kapitän (1629), Obrist (1634), Generalmajor (1640), General der Kavallerie (1645), Reichszeugmeister und General der Artillerie (1650) sowie Feldmarschall (1655); ca. 1634/35 kaiserlicher Kriegsgefangener; seit 1651 Reichsrat; ab 1655 Generalgouverneur von Pommern; seit 1656 polnischer Kriegsgefangener; Erhebung in den Freiherren- (1651) und Grafenstand (1652).

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N. N. Wolf (4)

Anm.: Um 1650 schwedischer Rittmeister.
Graf Carl Gustav Wrangel af Salmis
Graf Carl Gustav von Sölvesborg

geb. 1613
gest. 1676
Anm.: Sohn des Hermann Wrangel (1587-1643); ab 1627 in schwedischen Kriegsdiensten als Kornett (1629), Rittmeister (1632), Obristleutnant (1635), Obrist (1636), Generalmajor (1638), Generalzeugmeister (1645) und Feldmarschall (1646); seit 1646 Reichsrat; 1646-1648 Oberbefehlshaber der schwedischen Truppen in Deutschland; 1648-1650 und ab 1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1657-1664 Reichsadmiral; seit 1664 Reichsmarschall; 1651 Erhebung in den Grafenstand (1651-1665 Graf von Salmis, ab 1665 Graf von Sölvesborg); seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Obsiegende").

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Helm (1) Wrangel
Helmold Wrangel
Der tolle Wrangel

geb. 1600
gest. 1647
Anm.: Sohn des Helmold Wrangel aus Livland; schwedischer Reiter, Korporal (1627), Leutnant (1631), Rittmeister (1631), Obristleutnant (1632-1634) und Obrist (1636); 1638/39 kurbrandenburgischer Obrist; danach erneut schwedischer Obrist (seit 1639) und Generalmajor der Kavallerie (1645); vgl. Gustav Früh / Hans Goedeke / Hans Jürgen von Wilckens: Die Leichenpredigten des Stadtarchivs Braunschweig, Bd. 9, Hannover 1984, S. 4526.

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Helm (2) Wrangel

Anm.: Sohn des schwedischen Generalmajors Helm Wrangel (1600-1647).
Karl Emmanuel Wrangel

Anm.: Sohn des schwedischen Generalmajors Helm Wrangel (1600-1647).
Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

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Herzogin Anna Katharina Dorothea von Württemberg
Geburtsname: Wild- und Rheingräfin Anna Katharina Dorothea zu Salm-Kyrburg

geb. 1614
gest. 1655
Anm.: Tochter des Wild- und Rheingrafen Johann Kasimir zu Salm-Kyrburg (1577-1651); seit 1637 Ehe mit Herzog Eberhard III. von Württemberg (1614-1674).

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Herzogin Dorothea Amalia von Württemberg

geb. 1643
gest. 1650
Anm.: Tochter des Herzogs Eberhard III. von Württemberg (1614-1674).

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Herzog Eberhard III. von Württemberg

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Friedrich von Württemberg (1582-1628); seit 1628 regierender Herzog von Württemberg (bis 1633 unter Vormundschaft); 1634-1638 Exil in Straßburg.

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Herzog Karl von Württemberg

geb. 1650
gest. 1650
Anm.: Sohn des Herzogs Eberhard III. von Württemberg (1614-1674).
Paul Würtz
Paul von Örneholm

geb. 1612
gest. 1676
Anm.: Sohn des Husumer Viehhändlers Klaus Wirtz; zunächst in kaiserlichen, dann in schwedischen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (um 1648), Generalmajor (1654) und Generalleutnant (1658); 1661-1664 Vizegouverneur von Pommern; 1665 dänischer Feldmarschall; danach Leben in Hamburg; 1668-1674 niederländischer Feldmarschall; zuletzt Ruhestand in Hamburg; 1657 Erhebung in den Freiherrenstand.

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N. N. von Wuthenau (6)

Anm.: Bis 1650 lothringischer Obristleutnant unter Pfalzgraf Philipp Friedrich von Pfalz-Simmern (1627-1650).
Zar (Moskauer Reich) Alexei

geb. 1629
gest. 1676
Anm.: Sohn des Zaren Michail (1596-1645); seit 1645 Zar des Moskauer Reiches.

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Philipp Zepper

geb. 1592
gest. 1655
Anm.: Sohn des Dillenburger Hofpredigers Wilhelm Zepper (1550-1607); Studium in Bremen und Marburg; zeitweise Dozent der Rechte an der Universität Frankfurt (Oder); um 1623 anhaltischer Amtmann von Warmsdorf; um 1629 Stadtkämmerer und seit 1635 Bürgermeister von Köthen; um 1644 Amtmann von Köthen.

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Graf Nikolaus Zrinski
Graf Nikola Zrinski
Zrínyi Miklós (Gróf)

geb. 1620
gest. 1664
Anm.: Sohn des Grafen Georg Zrinski (1599-1626); seit 1638 königlich-ungarischer Offizier; seit 1646 General; 1647-1664 Ban von Kroatien.

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Aken
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Alsleben
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Amsterdam
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Anhalt-Bernburg, Fürstentum
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Anhalt-Köthen, Fürstentum
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Anhalt, Fürstentum
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Aschersleben
weiterführende Informationen
Askanien (Aschersleben), Grafschaft
Astrachan
weiterführende Informationen
Baalberge
weiterführende Informationen
Bacharach
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Bamberg
weiterführende Informationen
Bayern, Herzogtum bzw. Kurfürstentum
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Benfeld
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Berlin
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Bergstadt ("Vorm Berge")
Anm.: Eigenständige Stadt rechts der Saale unterhalb des Bernburger Schlosses, die im Jahr 1825 mit der Talstadt vereinigt wurde.
Bernburg, Talstadt
Anm.: Stadt links der Saale, die aus den ehemals eigenständigen Teilen Altstadt und Neustadt bestand (1825 Zusammenschluss mit der Bernburger Bergstadt).
Biendorf
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Bordeaux
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Brandenburg, Kurfürstentum
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Braunschweig-Wolfenbüttel, Fürstentum
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Anm.: Teilfürstentum des Herzogtums Braunschweig und Lüneburg.
Breisach am Rhein
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Bremen, Erzstift bzw. Herzogtum (seit 1648)
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Calbe
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Candia (Irákleion)
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Candia (Kreta), Königreich (Regno de Càndia)
Anm.: Bis 1667 überseeisches Territorium der Republik Venedig.
Canea (Chania)
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China, Kaiserreich
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Cörmigk
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Dänemark, Königreich
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Danzig (Gdańsk)
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Dardanellen
weiterführende Informationen
Derenburg
weiterführende Informationen
Dessau (Dessau-Roßlau)
weiterführende Informationen
Dohndorf
weiterführende Informationen
Dresden
weiterführende Informationen
Dröbel
weiterführende Informationen
Drohndorf
weiterführende Informationen
Duinkerke (Dunkerque, Dünkirchen)
weiterführende Informationen
Edinburgh
weiterführende Informationen
Ehrenbreitstein (Hermannstein), Festung
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Eilversdorf, Kloster
Anm.: Mittelalterliches Kloster in der Nähe von Querfurt.
Elbe (Labe), Fluss
weiterführende Informationen
Elsass, Landgrafschaft
Anm.: Habsburgische Besitzungen im Elsass.
Emmerich
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England, Commonwealth von
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Erfurt
weiterführende Informationen
Eschwege
weiterführende Informationen
Flandern, Grafschaft
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Franken
weiterführende Informationen
Frankenthal
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
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Freyburg
weiterführende Informationen
Friesland, Provinz (Herrschaft)
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Fuhne, Fluss
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Gatersleben
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Gelderland, Provinz (Herzogtum Geldern)
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Genua (Genova)
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Griechenland
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Gröbzig
weiterführende Informationen
Gröna
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Gröningen
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Groningen (Stadt und Umland), Provinz
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Groß Schierstedt
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Großbadegast
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Guise
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Guyenne
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Habsburgische Erblande (österreichische Linie)
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Halberstadt, Hochstift bzw. Fürstentum (seit 1648)
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Halle (Saale)
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Hamburg
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Harz
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Harzgerode
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Hecklingen
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Heidelberg
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Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
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Herborn
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Hettstedt
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Hildesheim, Hochstift
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Hötensleben
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Hohenerxleben
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Holland, Provinz (Grafschaft)
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Hoym
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Irland, Königreich
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Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Italien
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Jena
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Kasan (Kazan)
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Kassel
weiterführende Informationen
Kleinbadegast
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Kleinwülknitz
weiterführende Informationen
Kochstedt
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Köln, Kurfürstentum (Erzstift)
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Köthen
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Konstantinopel (İstanbul)
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Kopenhagen (København)
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Krakau (Kraków)
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Kreta (Candia), Insel
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Kreuznach (Bad Kreuznach)
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Krim, Khanat
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Küstrin (Kostrzyn nad Odrą)
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Lauingen
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Leipzig
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Libehna
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Lissabon (Lisboa)
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Löbejün (Wettin-Löbejün)
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Löbnitz an der Linde
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London
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Lothringen, Herzogtum
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Lüttich (Liège)
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Lüttich (Liège), Hochstift
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Lützen
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Madrid
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Magdeburg
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Mainz
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Mansfeld
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Marseille
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Mehringen
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Metz
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Mittelmeer
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Moskauer Reich (Großrussland)
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Nassau-Saarbrücken, Grafschaft
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Neapel, Königreich
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Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Neustettin (Szczecinek)
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Niederlande (beide Teile)
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Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
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Nienburg (Saale)
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Nienburg (Weser)
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Nördlingen
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Norwegen, Königreich
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Nürnberg
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Oberdeutschland (Süddeutschland)
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Obere Pfalz (Oberpfalz), Fürstentum
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Ofen (Buda)
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Offenburg
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Osmanisches Reich
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Osnabrück
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Ostindien
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Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff für Vorder- und Hinterindien sowie den Malaiischen Archipel.
Overijssel, Provinz (Herrschaft)
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Parkstein
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Pfalz, Kurfürstentum
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Pfriemsdorf
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Piombino
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Pleißenburg, Festung (Leipzig)
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Anm.: Nicht mehr existierende kursächsische Festung (anstelle des heutigen Neuen Rathauses) zu Leipzig, die baulich und rechtlich von der Stadt getrennt war.
Pleystein
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Plömnitz
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Plötzkau
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Pölzig
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Polen, Königreich
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Poley
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Pommern, Herzogtum
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Porto Longone (Porto Azzuro)
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Portugal, Königreich
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Prag (Praha)
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Prederitz
Anm.: Spätmittelalterliche Wüstung bei Gröna südlich von Bernburg.
Preußen, Herzogtum
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Preußlitz
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Prosigk
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Pskow
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Quedlinburg
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Querfurt
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Rhein, Fluss
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Rieder
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Rom (Roma)
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Saale, Fluss
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Sachsen, Kurfürstentum
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Salorno (Salurn)
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Sandersleben
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Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Schlesien, Herzogtum
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Schottland, Königreich
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Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schweden, Königreich
weiterführende Informationen
Schweinfurt
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Seeland (Zeeland), Provinz (Grafschaft)
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Siebenbürgen, Fürstentum
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Anm.: Östlicher Teil des Königreiches Ungarn unter Oberherrschaft des Osmanischen Reichs.
Spanien, Königreich
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Staßfurt
weiterführende Informationen
Steiermark, Herzogtum
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Stettin (Szczecin)
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Stiege
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Stockholm
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Stuttgart
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Sulzbach (Sulzbach-Rosenberg)
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Tours
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Trier
weiterführende Informationen
Trier, Kurfürstentum (Erzstift)
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Trinum
weiterführende Informationen
Ungarn, Königreich
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Utrecht, Provinz (Hochstift)
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Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
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Weddegast
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Wegeleben
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Weiden in der Oberpfalz
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Weser, Fluss
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Wien
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Wiendorf
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Wilsleben
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Wörbzig
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Würzburg
weiterführende Informationen
Zepzig
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Zerbst
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Dänemark, Stände
England, Council of State
Anm.: Regierungsgremium des Commonwealth von England (1649-1660), Schottland (1653-1659) und Irland (1653-1659).
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
weiterführende Informationen
Trier, Domkapitel
weiterführende Informationen
Venedig, Großer Rat (Maggior Consiglio) der Republik
weiterführende Informationen
Euripides: Troades, hg. von Werner Biehl, Leipzig: 1970. [Nachweis im GVK]
Friedens-Executions-HaubtRecess, Wie derselbe/ im Nahmen Röm. Kaiserlicher/ und zu Schweden Königlicher Majestat/ Majestat/ durch dero darzu Gevollmächtigte Höchstcommendirende Generalitäten/ und Plenipotentiarien/ mit Zuthun und Beyseyn der sämtlichen Chur-Fürsten und Stände anwesenden Herren Gesandten/ Räthen und Bottschafften/ in des Heiligen Römischen Reichs Stadt Nürnberg abgehandelt/ verglichen/ und den 16/26. Junii/ Anno 1650. allerseits unterschrieben/ besigelt/ ratificirt und endlich commutiret worden, Nürnberg: Jeremias Dümler, [1650]. [Nachweis im GVK]