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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: September 1650


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXIb, fol. 163r-193v (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. September 1650
Bernburg
  • Lerchenfang
  • Kirchgang
  • Helena von Rindtorf, der frühere Kammerjunker Ernst Dietrich von Röder, der Hofjunker Wolf Curt von Einsiedel und der Kammermeister Tobias Steffeck als Mittagsgäste
  • Korrespondenz
  • Administratives
  • Entsendung des Röder zum schwedischen General Robert Douglas of Whittinghame
  • Rückkehr des Röder
  • Neuigkeiten
02. September 1650
Bernburg
  • Jagd
  • Ankunft eines gehörlosen Menschen aus Wiesenburg
  • Überlegungen zum Sakramentsverständnis von Kindern und gehörlosen Menschen
  • Spaziergang zur Krähenhütte
  • Köthener Hofarzt Dr. Johann Brandt als Mittagsgast
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Korrespondenz
03. September 1650
Bernburg
  • Lerchenfang
  • Neuigkeiten
  • Ende des Bernburger Jahrmarkts
  • Gespräch mit Kammerdiener Jakob Ludwig Schwartzenberger und Amtmann Georg Reichardt
  • Spaziergang in den Garten mit Gemahlin Eleonora Sophia
  • Besichtigung der Schleuse
  • Keine Einladung zur Huldigung von Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen
04. September 1650
Bernburg
  • Schlechte Träume wegen Unruhen am Vortag
  • Kirchgang
  • Helena von Rindtorf, Kammerrat Dr. Joachim Mechovius, Wolf Curt von Einsiedel, Steffeck und Röder als Mittagsgäste
  • Korrespondenz
  • Neuigkeiten
  • Gartenspaziergang mit der Gemahlin
05. September 1650
Bernburg → Zepzig → Baalberge → Bernburg
  • Lerchenfang
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Korrespondenz
  • Diakon Bartholomäus Jonius als Mittagsgast
  • Durchreise von Fürst August
  • Ausritt nach Zepzig und Baalberge mit Röder, dem Kammerjunker und Stallmeister Abraham von Rindtorf sowie Steffeck
  • Wirtschaftssachen
06. September 1650
Bernburg
  • Vogellieferung aus Ballenstedt
  • Ankunft des schwedischen Obristen Johann Riesengrün
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Früherer Page Ernst Gottlieb von Börstel als Mittagsgast
  • Gespräche mit Börstel und dem Hammener Regimentsschulzen und Sekretär Bohne
07. September 1650
Bernburg
  • Vogellieferung aus Ballenstedt
  • Lerchenfang
  • Administratives
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Beratung mit Schwartzenberger, dem Küchenmeister Philipp Güder und Kammerschreiber Hans Friedrich Eckardt
  • Wirtschaftssachen
08. September 1650
Bernburg
  • Reh- und Vogellieferung aus Ballenstedt
  • Lerchenfang
  • Zweimaliger Kirchgang
  • Helena von Rindtorf, Röder, Wolf Curt von Einsiedel, Hofprediger Konrad Theopold und Steffeck als Mittagsgäste
  • Frau von Rindtorf, Röder und Einsiedel als Abendgäste
09. September 1650
Bernburg
  • Lerchenfang
  • Spaziergang bei gutem Wetter
  • Kurbrandenburgischer Kammerjunker Georg Friedrich von Börstel und Ernst Gottlieb von Börstel als Mittagsgäste
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Auffinden des verlorenen Siegels
10. September 1650
Bernburg
  • Entenjagd
  • Starker Wind in der Nacht
  • Rückkehr von Schwester Dorothea Bathilde aus Plötzkau am gestrigen Tag
  • Gespräch mit Dr. Mechovius
  • Spaziergang in den Weinberg am Nachmittag bei schönem Wetter
  • Ankunft des ehemaligen Dieners Georg Schütze aus Zerbst
  • Dachsjagd von Schütze und Sohn Viktor Amadeus
11. September 1650
Bernburg
  • Spaziergang zur Besichtigung von Mühle und Schleusenbau
  • Dr. Mechovius und der Ballenstedter Amtmann Martin Schmidt als Mittagsgäste
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Gespräch mit Dr. Brandt über die gesundheitliche Verfassung von Schwester Dorothea Bathilde
12. September 1650
Bernburg
  • Vogeljagd
  • Gespräch mit dem Prinzenerzieher Johann Christian Hammel und Schmidt
  • Abfertigung des Schmidt nach Ballenstedt
  • Röder und der ehemalige Page Heinrich von Krosigk als Mittagsgäste
  • Beichte der Gemahlin beim Alslebener Superintendenten Johann Emmerling
  • Korrespondenz
  • Aufdeckung von Hinterlisten
  • Erlernen von Geheimschriften durch Hammel
13. September 1650
Bernburg
  • Jagd
  • Vogellieferung aus Ballenstedt
  • Bitte um Einigkeit des Glaubens anläßlich der Feier des lutherischen Gottesdienstens der Gemahlin
  • Korrespondenz
  • Besuch durch den ehemaligen Aufwärter und Halberstädter Schneidermeister Gabriel Hübere
  • Neuigkeiten
  • Besuch der kranken Schwester Dorothea Bathilde
14. September 1650
Bernburg
  • Jagd
  • Traum
  • Lektüre
  • Georg Friedrich von Börstel, Ernst Gottlieb von Börstel und Schwartzenberger als Mittagsgäste
  • Abreise der beiden Börstel nach Berlin und Crossen
  • Spaziergang zum Vogelherd
15. September 1650
Bernburg
  • Jagd
  • Friedens- und Erntefest
  • Anhörung der Predigt am Vormittag
  • Dr. Mechovius, Röder, Wolf Curt von Einsiedel und Steffeck als Mittagsgäste
  • Gottesdienstbesuch am Nachmittag mit musikalischer Untermalung
  • Justina Maria von Einsiedel, Einsiedel, Röder und Jonius als Abendgäste
  • Abbruch des Feuerwerks wegen Regen
16. September 1650
Bernburg
  • Fischfang
  • Korrespondenz
  • Rückkehr des ehemaligen Theologiestudenten Heinrich Heseler
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Feuerwerk am Abend
17. September 1650
Bernburg
  • Jagd
  • Verabschiedung des Röder
  • Himmelserscheinungen vor dem gestrigen Feuerwerk
  • Adminstratives
  • Albträume von Sohn Karl Ursinus
  • Nachmittagsausflüge
  • Regen und Regenbogen
18. September 1650
Bernburg
  • Jagd
  • Vogellieferung aus Ballenstedt
  • Neuigkeiten
  • Anhörung der Predigt mit der Gemahlin
  • Theopold, Wolf Curt von Einsiedel und Steffeck als Mittagsgäste
  • Besuch der genesenden Schwester Dorothea Bathilde
  • Korrespondenz
19. September 1650
Bernburg
  • Jagd
  • Korrespondenz
  • Dr. Brandt und der Baalberger Pfarrer Bartholomäus Friedrich als Mittagsgäste
  • Neuigkeiten
  • Besuch der weiterhin genesenden Schwester Dorothea Bathilde
20. September 1650
Bernburg → Aderstedt → Bernburg
  • Jagd
  • Vogellieferung aus Ballenstedt
  • Entsendung eines Boten
  • Neuigkeiten
  • Spaziergang in die Weinberge mit Sohn Karl Ursinus
  • Begegnung mit Fürst Ernst Gottlieb von Anhalt-Plötzkau bei Aderstedt
21. September 1650
Bernburg
  • Jagd
  • Bericht durch Reichardt
  • Gespräch mit Bürgermeister Martin Tornau
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Weinlese im Beisein der Kinder
22. September 1650
Bernburg
  • Lachsfang
  • Kirchgang
  • Dr. Mechovius, Wolf Curt von Einsiedel und Steffeck als Mittagsgäste
  • Kirchgang am Nachmittag mit Schwester Dorothea Bathilde und zwei Töchtern
  • Neuigkeiten
23. September 1650
Bernburg
  • Abreise von Dr. Mechovius und Hofmeister Heinrich Friedrich von Einsiedel nach Kelbra
  • Entsendung des Steffeck nach Aken
  • Administratives
  • Rückkehr eines Sendboten
  • Rückkehr von Diener Georg aus Dänemark
  • Neuigkeiten
  • Ankunft des böhmischen Exulanten Gottlob Sekyrka von Sedschitz mit Sohn Albrecht Czenek
24. September 1650
Bernburg
  • Vogel- und Fischlieferungen
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Sekyrka und ####Böltzig als Mittagsgäste
25. September 1650
Bernburg
  • Lerchenjagd
  • Kirchgang
  • Sekyrka, Wolf Curt von Einsiedel und Steffeck als Mittags- und Abendgäste
  • Zusammentreffen mit Fürst Augustus an der Schleuse
26. September 1650
Bernburg
  • Neuigkeiten
  • Administratives
  • Beginn der Weinlese
  • Empfang von Leichenpredigten und anderern Bücher aus Köthen
  • Bericht des Reichardt
27. September 1650
Bernburg
  • Gebet und Lektüre am Morgen
  • Administratives
  • Gespräch mit Sekyrka
  • Rückkehr des Hofmeisters Heinrich Friedrich von Einsiedel und von Dr. Mechovius aus der Grafschaft Schwarzburg
  • Ankunft des Hofrats Christoph von Jena und von Röder
  • Dieselben und Wolf Curt von Einsiedel als Abendgäste
28. September 1650
Bernburg
  • Vogelfang
  • Traum der Gemahlin
  • Zahnschmerzen von Tochter Eleonora Hedwig
  • Sekyrka, Röder und Wolf Curt von Einsiedel als Mittagsgäste
  • Anhörung der Predigt mit Schwester Dorothea Bathilde, beiden Söhnen und weiteren Adeligen
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und weitere Neuigkeiten
29. September 1650
Bernburg
  • Vogellieferung aus Ballenstedt
  • Feier des Abendmahla
  • Erkrankung von Schwester Dorothea Bathilde während des Gottesdienstes
  • Sekyrka, Justina Maria von Einsiedel, Wolf Curt von Einsiedel, Theobold, Steffeck, Helena von Rindtorf und Schwartzenberger als Mittagsgäste
  • Feuerwerk am Abend
30. September 1650
Bernburg
  • Jagd
  • Besprechungen mit Sekyrka und Schwartzenberger
  • Ausritt mit Sekyrka zum Ziegelberg und zur Jagd
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
|| [[Handschrift: 163r]]

Sonntag den 1. September 1650.

<18 lerchen, undt 1 wachtel Ludwig Rober, cum sociis, gefangen.>


heütte ist Ægidijmarckt, alhier zu Bernburgk.
Jn die kirche conjunctim, vormittages, gezogen.


Nachmittagß seindt Meine Söhne, undt Töchter,
auf den iahrmargkt gezogen.


Extra: wahren zu Mittage, die Fraw Rindtorfinn,
der Ernst Dietrich Röder, der iunge Einsidel, Tobias Steffeck von Kolodey[.]


Jch habe ein leichtfertig schreiben, wegen hanß Ernst
von Börstel, undt seiner Frawen, bekommen,
weil er auf die Sache, mit seinem Schwager, sehr
alteriret ist. Gott dempfe, alle Meine feinde! undt
feindinnen! undt confundire ihre boßhafte consilia!


Ein Rittmeister1, mit 45 pferden, von Douglaß, ist
gegen abendt, ankommen, begehret quartier. Jch habe
den Ober Commissarium Röder, zu ihme geschicktt,
undt ihn persuadiret, weitter zu gehen. Dörfte
heütte, auf einen dorf, oder flegken, gegen Ascherß-
leben zu, logiren. Zu Ascherßleben, will er, seines
Generals, des Douglaß, (Deßen beyde Söhne, er
bey sich hatt) erwartten. perge


Gegen abendt, ist Röder wiederkommen, mit bericht,
daß die trouppe zu Güsten, quartier genommen,
undt gute Ordre gehalten, auch sorgfeltig gewesen.
Sie haben ihre resolution geendert, wollen nicht auff
Ascherßleben, sondern auf Quedlinburgk zu, gehen.

|| [[Handschrift: 163v]]

Montag den 2. September 1650. [...]a

<6 hasen, Viktor Amadeus gehetzt.>


Ein Stummer, undt Tauber Mensch, auß dem Ampte
Wiesenburgk, ist gestern bey unß gewesen, welcher
mit geberden, undt andeütten, so viel zu verstehen
gegeben, daß er vorm iahr, den heyl: undt gesundt-
brunnen zu hornhausen, vergeblich gebrauchtt. hat
sehr geseüftzet, undt wehemühtig gethan, über
seinen elenden zustandt, undt alß man ihm, (nach
befundenen richtigen Testimonio) eine gabe, mitt-
getheilet, ist er auf die knie, niedergefallen, vorm
SchloßThor, hat nach dem Schloß zu, gesehen, undt
mit geberden, zu verstehen, gegeben, daß er Gott preise-
te, undt unß viel Segen wüntzschete. Er war
sonst fein gekleidet, schiene über 40 iahr altt, zu sein
undt stalte sich nicht unvernünftig ahn, undt ist bey
den Lutheranis, zum heiligen abendmahl, admittiret worden,
welches aber von den unserigen, improbiret wirdt.


Fides est, ex auditu. Ein Tauber mensch, kan nicht hören.
Undt ob zwahr, Gott der heilige Geist, auch in den kindern, undt
unmündigen, wirgken kan, so ist doch solches übernatür-
lich, undt der Allmacht Gottes, vorbehalten! Folget
darumb nicht, das man den kindern, undt Sinnlosen,
das nachtmal reichen soll. Vhrsach, dann Sie können
sich nicht prüfen, noch undterscheiden den leib des herren,
Ein Stummer, kan auch nicht sein glaubensbekendtnüß, von sich sagen, || [[Handschrift: 164r]]
da Paulus sagt, 1. Cor: 102 eben bey der institutione Cœnæ:<handlung vom Nachtmal:>
Alß mit den klugen, rede ich, Richtet ihr, waß ich sage3, etcetera[.]
Jtem: Welcher unwürdig ißet, undt Tringket, etcetera[.]
Wie kan sich ein kindt, oder Sinnloser, recht prüfen,
so er kein rechtes erkendtnüß Gottes hat. Der
glaube kömbt auß dem gehör, das ist der weg,
den unß Gottes wortt, hat vorgeschrieben, es
seye dann sache, das auch der heilige Geist immediate
undt miraculose, (wie in Sankt Johanne Baptista
in Mutterleibe geschehen) wirgken wolle, <welches wir Menschen also eigentlich nicht wißen können.>


Non privatio, sed contemptus Sacramentorum damnat:
Ob schon solche leütte, die heiligen Sacramenten weder
recht verstehen, noch gebrauchen können, so dürfen wir
darumb sie nicht verdammen. Gott kan ihrer
Schwachheit gnediglich aufhelffen, mit ihren ge-
brechen, wirdt er auch gedultt haben, der gühtige
fromme vater, undt nicht mehr von einem solchen
armen elenden Menschen fordern, dan<als> ihm gegeben
ist, der herr Jesus, wirdt vor ihn behten, bey seinem
himmlischen vater, (wie die Christliche brüderliche
liebe hoffet) der Heilige Geist, wirdt ihn vertretten,
mit unaußsprechlichen Seüftzen. Derenthalben
aber, sol man <dennoch> mit den heiligen Sacramenten, nicht liederlich
spielen, undt die ordentlichen, von Gott vorgeschriebenen media,
der wahren prüfung, gleichsam vernichten, undt verwerffen. et cetera

|| [[Handschrift: 164v]]


Mein Sohn Victor, ist hinauß hetzen geritten, undt hat
Sechß hasen eingebracht.


Jch bin auf die krähenhütte spatzirt, undt habe nur
einen Sperber, zum Schuß haltende, gesehen. Die Büchße
hat aber auf ihn versaget.


Extra zu Mittage, ist Doctor Brandt der Medicus bey unß gewesen.


Referiret von dem v̈blen zustandt, der Fraẅ Muhme zu Cöhten.
Gott wolle es, zu bäldister beßerung, schigken!


Schreiben vom Berlin, von der Churfürstlichen wittiben, das ein Am-
bassador4 auß Siebenbürgen, aldar gewesen, et cetera[.]


Der Großcantzler in Polen, wehre an der schwehren Noht ge-
storben. Alß derselbe seine Andachtt, vor einem bildt
gehalten, wehre ihm Königs Sigismundj Scepter auf den
halß gefallen, welches er, vor ein böses omen gehalten,
wie auch das es in währender seiner krangkheitt, so große
Sturmwinde gegeben. Die iüngstgeborne Pollnische
Princeßinn, ist getaufft, heißet Marianna Theresia,
der König ist nach Littawen, auf die iagt, solle zu
waßer, auf Dantzigk, undt Thoren, gehen, wann die
6 wochen, der Königinn, vorbey, Man meinet auch, er werde
in Preüßen, kommen, der Oberkämmerer ist von Eger, wieder-
kommen, befindet sich wol nach dem Sawerbrunnen. et cetera


Der Kayser, hat noch viel volgk, auf den beinen, wieder
den Türgken, über 15000 Mann. Der Pfaltzgrave Genera-
lissimus sol schon zu Wißmar, angelanget sein.

|| [[Handschrift: 165r]]


Die Leiptziger Ordinarien, melden: daß zwar beyde parteyen
die Engelländer undt Schottländer gegeneinander eingebüßet, iedoch
wirdt in einem Post Scriptum avisiret, der Cromwell wehre totaliter
geschlagen, undt gefangen worden. Die gewißheitt, mit nechstem!
Die pest sol auch in Engellandt, grassiren, neben dem kriege.
Zu Londen, vergreifft man sich, ie mehr, undt mehr, an des
Königes bildt, undt an den Königischen. Man hat auch alle
Schotten, bandisiret.


Zu Stogkholm, werden zur Königlichen kröhnung, große
præparatoria gemachtt, mit Ehrenpfortten, feẅerwergken,
undt andern solenniteten, der ReichsTag aldar, gehet auch
noch forth, undt m[an] [antwo]rtett, mit [ve]rlangen, des Generalissimj[.]


Jn Frangkreich, [geh]et der [...], vor Bourdeaux scharf
forth, der Cardin[al] Mazzarinj, undt Düc d'Espernon seindt
sehr verhaßet. [hin]gegen, ge[het] die Spannische Reüterey
auß den Niederlanden, [...] Frangkreich, hineyn,
macht gewaltige beütt[en.] Der Ertzhertzogk, undt der
Visconte de Türenne, nehm[e]n, Stä[d]te, undt flegken, ein.


Porto Longone, [ist] numehr S[p]annisch, undt sollen diese, in die
10000 Mann, davo[r] [v]erlohren [h]aben, <au[ch 1]400000 Crohnen gekostet> die Spannier, trachten
numehr, die Fran[tzose]n fern[e]r, auß Jtalien, zu veriagen.


Zu Napolj, hat man in einer Nacht, eilf Spannier Todt gefunden,
auf den gaßen, undt die Banditen vf dem lande, seint noch nicht
alle gestillet.


Der Venezianische General, Gil de haaß, tummelt sich, in Albania, hat die
VorStadt vor Castelnovo abgebrandt, die außgefallene Türgken || [[Handschrift: 165v]]
wieder hineyn geiagt, auch die umbliegende dörffer, außge-
plündert. Jnmittelst stärgket er sich, zu wichtigeren impresen.


Jn Candia, sol der General Mocenigo, den festen Posto,
zu Sankt Todero, recuperiret haben.


Jn hollandt, manutenirt der Printz von Uranien, seine
authoritet, mit verenderung der bürgemeister, undt mit
moderation der cassation der compagnien. Sonst laßen
die Staden, schleünig 26 große OrlogßSchiffe, mit Acht
Jagten, wieder Portugall, außrüsten. Man sagt: es
solle Leonhardt Tromp5, darüber general werden, weil
der ViceAdmiral de Witte, so p[rop]ria authoritate
von den Holländ[e]rn, unle[ngst] [au]f freyen fuß, gestellet
worden, numehr aufß neẅ[e] g[lei]ch wieder eingezogen.


Chur Cölln befindet sich sehr [un]päßlich. Chur Pfaltz,
hat das Schloß Alßhegen6 [] ersteigen, undt die darinnen gele-
gene, Turennische 3 []ten, herauß schaffen laßen.


Die heßischen völgker, e[va]cuiren OstFrießlandt,
undt das Stift Münster. [Al]so schicket sichs überall zum frieden.


Erfurdt, wirdt auch eva[c]uiret.


Duc d'Orleans gemahlin, ist zu P[a]ris, eines iungen
Printzen, genesen, darüber er [] froh worden, das er
an der pfortte seines Pallasts, 12 faß wein lauffen,
undt feẅerwergk spielen laßen. Ein nativitetensteller,
hat sich auch herbey gemacht, undt gesagt: diß kindt
habe, in seinem Ascendenten, die Sonne in Leone gehabt, || [[Handschrift: 166r]]
welches die Astrologj, vor daß glügklichste Zeichen halten,
darüber ihm der hertzogk 25 Crohnen verehret.


Zu Paris, fängt es ahn Theẅer zu werden, dahero der pöfel
rebelliret, undt ruffet: Friede, friede!


<Zu Madrill seindt die zum Tode condemnirt, welche den Englischen Parlamentarischen Agenten <umbgebracht>>


Zu hamburgk, werden die Turennische werbungen
verbotten, hingegen geben des Königes in Frangkreich
leütte gute vertröstung, den Soldaten, daselbst.


Von den Englischen werbungen, wirdt es aldar wieder Stille.


Man ist auch, im wergk beriffen, in kurtzem
aldar das friedens:dangkfest zu celebriren, undt
Feẅerwergke, salve schießen, etcetera anzustellen. perge


Zu Wien, seindt die Ungarischen Stände, sampt
ihrem Palatino, bey Kayserlicher Mayestät deliberiren, von
abschickung des Freyherren Schmidts, nach Constantinopel,
undt das man in die 2000 flegken, undt dörfer, (so der
Türgke, wieder die Friedenßcapitulation dem
Römischen Kayser, in Ungarn, abgenommen) wieder fordern,
oder den Türgkischen Gesandten7, welcher schon zu Ofen,
angelanget, nicht annehmen, noch, nacher Wien laßen
solle, item: vom vndterhalt der 12 oder 15000 Mann
in Ungarn, wieder den Türgken, wirdt auch delib[e]riret.


Die Sultzbachische Sache, zu Nürnberg, sol mehrentheilß
richtig, undt der Duca d'Amalfij, zu seiner abrayse, von
dannen, in procinctu sein. perge

|| [[Handschrift: 166v]]

Dienstag den 3. September 1650.

<8 lerchen, Mein Sohn Viktor Amadeus mit Tobias Steffeck von Kolodey undt Krosigk von Alßleben, gestrichen.>


Avis: das die Eptißinn von Quedlinburg (welche zu Plötzkaw
gewesen) wieder hinweg ist, gleich wie die Gräffin
von Manßfeldt, geborne von der Lippe, (welche mit
ihrem herren, bey der Fürstin zu Cöhten, gewesen) wieder
zurügkeb gewandert ist.


heütte zu Mittage, hat unser Jahrmargkt alhier
zu Bernburgk, ein ende, undt ist zimlich gut gewesen. perge


Mit Schwartzenberger, undt postea, mit dem
Amptmann, conversiret, von allerley nöhtigen anstallten.


Nel giardino, come hierj, con Madama.


Jch bin an die Schleüse, gefahren, undt besehen, wie die-
selbige, von den Neẅen Bawmeistern, sol erbawet werden?
Gott gebe, zu glügk! undt succeß! Segen, undt gutem gedeyen!


heütte geschicht die huldigung zu Cöhten, undt ich bin glejch-
wol alß ein naher Anverwandter, undt executor Fürst-
väterlichen Testaments aldar, von den vormündern,
nicht darzu citiret, ersucht, oder beschrieben. Patientia!

Mittwoch den 4ten: September 1650.


Ayant estè fort inquitè hier tout le jour,
pour quelques dèsplaysirs receüs de Martin Hanckwitz8[,] item:
pour dès parolles & ris indecents, de Charl Ursinus9[,] item:
a cause dès meschancetèz & mauvais
services de mes lacquays & trompettes || [[Handschrift: 167r]]
& pour d'aultres pensèes affligeantes, & troublantes
mon repos, & qui me firent mürmürer avec impacience,
je songeay ceste nuict, d'avoir conversè fort fami-
lierement, avec les gens de l'Empereur sür tout, avec
le Conte de Trauttmanßdorf, lequel m'auroit
beaucoup confiè, & se plaint, de n'avoir frequentè
de si long temps, la Cour Jmperialle, & poussè ma
fortüne, a laquelle, il m'auroit bien voulü ayder.


Qu'il voyoit bien, que ie serois trop mèsfiant,
& n'aurois nülle confiance, nj en luy, nj en per-
sonne de ceste cour, contre mes propres commoditèz
l'Empereur devenant maintenant, sj absolü, qu'il
n'auroit jamais estè, opülent, & riche, &cetera
& m'estoit plüs affectionnè, que je ne le pensois,
ni pouvois croyre. Ce Conte comme aussy le Ba-
ron Gaspar de Starhemberg, & plüsieurs autres
Chambellans, de l'Empereur voyagerent avec moy,
quasi par toutes les Provinces de l'Empereur me
traitterent, au mieux qu'ils pouvryent
par l'Austriche & la Boheme, mangerent avec
moy, & me firent bien coucher, le Conte de Trautmansdorff
mesme me presentant dès linceux pour dormir, &
les accommodant sous dès chaires, & escabeaux, m'ap-
portant aussy, ün gobelet de Vin, pour boire, & mes Cousins
de Plötzkaw, Ernst Gotlieb, avec Jmmanuel, & mon fils Charles eüssent estè avec.

|| [[Handschrift: 167v]]


Et Charles avec Jmmanuel auroyent fait üne
vilaine cacade, au beau millieu de la chambre,
ou ie dormois, avec ces Seigneürs Jmperiaulx,
dont j'aurois eü honte, avec eulx. Ce songe
cependant, ne me denote pas grand bon heür,
en ce monde, ains plüstost mortalitè. Dieu nous
vueille bien preparer, aussy bien, aux adver-
sitèz, Croix, & afflictions, voir a la mort
mesme, & a chasque espece, de tribülation,
qu'aux prosperitèz fleürissantes de ceste Vie!


Je le prie qu'il me pardonne mes pechèz,
mes impacienses, & mes mürmüres, & les
peschèz dés miens, pour l'Amour, de son fils Üni-
que, nostre doux Saulveür, Jesüs Christ, Amen!


Jn die kirche, conjunctim, am heüttigen BehtTage.


Extra: Zu Mittage: die Rindtorfinn, Doctor Mechovius,
der iunge Einsidel, Tobias Steffeck von Kolodey undt Röder, so lange er alhier
verbleibet, alß Obercommissarius zu den völgkern.


Heinrich Jordans, hat ein langes Schmierament
eingeschickt, wegen seiner curandin, der Börstelin10
zu hoym, mit vielen widrigen Protestationen. perge


Je trouve, de la jalousie a Plötzkaw, touchant
l'èsclüse nouvelle, qu'on bastit. Virtutis Comes; JnVidia.11

|| [[Handschrift: 168r]]


Jn gartten, avec Madame.

Donnerstag den 5ten: September 1650.

<25 lerchen, Großer Kersten, hans Eckardt, und Michel lackay, aufm lerchenstreichen.>


Avis: daß Douglaß vorüber, ist, undt daß
er hoym, undt Rheinstedt, berühret habe,
iedoch mit guter ordre. Also ist Gott lob, das eüßerliche
krieges feẅer, dißmal gedempft. Gott helfe ferner in gnaden.


Schreiben von Fürst Augustum wegen der Schleüße,
darauß Jnvidia zu spühren, item: wegen des
dangkfests conformitet. etcetera


Die verleger, seindt heütte wiederkommen. perge
Gott gebe succeß zum Neẅen Baw!


Extra zu Mittage, den Caplan Jonium gehabtt,
nach dem ich mit ihme, von Politicis, undt Ecclesiasticis, conversiret.
et cetera


Fürst Augustus, ist heütte, alhier, wieder durchpaßiret,
nach dem die Erbhuldigung, solenniter zu Cöhten abgegangen. perge


A spasso inß felde, mit Rödern, Rindtorf, undt
Tobias Steffeck von Kolodey nacher Zeptzigk; undt Palbergk.


heütte ist, in hüpschem wetter, die winter-
Saht angefangen worden, nemlich: 3 Schefel (Scheffel)schfl:
wintergerste, undt 1 Schefel (Scheffel)schfl: rübesaht, all-
hier zu Bernburgk. Gott gesegnene Sie!
undt gebe glügk! undt gedeyen! Friede, undt Eintracht!


Avis: daß der Douglaß zwahr gute Ordre, zu hoym, undt Reinstedt
gehalten, iedoch, viel vorspann begehret, über die 70 pferde, undt sich
beschwehret, daß man des Axel Lillie söhne, alhier, nicht aufgenommen.

|| [[Handschrift: 168v]]

Freitag den 6ten: September 1650.

<10 große vogel, undt 1 haselhuhn, von Ballenstedt>


Gestern abendt, ist der Oberste Risengrün, alhier gewe-
sen, hat berichtet, daß Douglaß habe bey Erfurdt,
4 Regimenter, so meütiniret, abdangken müßen,
undt habe sie, mit geldt, und abschieden, wol abgefertiget.
(3 Regiment zu roß, undt 1 zu fuß.) Er, der Risengrün,
hat ihnen, den Soldaten, auch recht gegeben, weil sie
schon außgediehnet hetten, das sie, alß freye deützschen,
auch des friedenschlußes, genößen, undt sich nicht,
alß Schklaven, in die Nord: undt Laplande, wer
weiß wohin? schleppen ließen, da doch, kein feindt,
in Deützschlandt, mehr vorhanden wehre, wieder den
sie fechten dörfften. Er hat auch sehr improbiret, die
Strenge, undt scharfe execution, so der Obrist Leutnant
Jsrael JsaacsSohn, an denen vom leibregiment, (wieder
gegebene parolle undt geschwohrnen Eydt,) gegangen,
da sie doch, vor ihrem feinde, nicht mütiniret gehabt,
sondern nur, umb ihre bezahlung, undt ehrlichen abscheidt,
angehalten.


Extra zu Mittage gehabt, Ernst Gottlieb, von Börstel, welcher
von Berlin, anhero gekommen, undt mit ihm conversiret,
item: mit einem iungen boht Bohne, welcher Regiments-
Schultze, undt Secretarius zu Ham ist.

|| [[Handschrift: 169r]]


Post mit Victualien von Ballenstedt[.]


Die Erffurter ordinarien geben:


Daß Cromwell von den Schotten gefangen, undt geschlagen seye,
der König wehre persöhnlich, bey dem Treffen gewesen, undt
darauff, in Schottlandt, gekröhnet worden.


Jn Frangkreich prosperirten die Spannischen, nebenst der ge-
fangenen Printzen, parthey. Die Spannischen streiften biß an
Paris hinan, fünden keinen rechten wiederstandt. Zu
Bourdeaux, wehre der Düc de Bouillon, zum Bürgemeister[!]
gemacht worden, undt thete waß er wollte. Die verbitte-
rung, würde aldar, ie länger, ie größer, zumahl da
eines theils durch hülfe der Spannischen, man die gefangenen
Printzen loß gemacht, undt den Cardinal Mazzarinj
abgeschaft haben wollte, anders Theilß aber, die König-
lichen, kein quartier hielten. Visconte de Türenne, würbe stargk.


Zu Amsterdam, fortificirte sich die Stadt, mit Außer-
wergken, undt wolte dem landfriede, noch nicht recht Trawen.
Vielleicht streiften Sie sich, auf heimliche anschläge, und correspondentzen.


Jn Catalogna, sieder die zeitung, vom verlust, Porto Lon-
gone erschollen, undt von der innerlichen Zwytrachtt,
in Frangkreich, wolte alles wieder Spannisch werden.
Die Spannier, offeriren dem hertzoge von Savoya ihre in-
fantin, wann er sich will zu ihnen gesellen, undt die Fran-
zosen, auß Jtalien, vertreiben helffen.


Jn Schweden, ist es numehr, mit der Krönung, undt
denen præparatpriis darzu, ein rechter ernst, undt es
sol der pfaltzgrave Generalissimus, (welcher überall
herrlich, tractiret wirdt, wo er durchzeücht, in NiederSaxen,) || [[Handschrift: 169v]]
auch noch darzu kommen, undt den festiviteten, beywohnen.


Jn Polen, ist man lustig undt content, so wol wegen des
getroffenen friedens, als wegen des iüngstgebornen,
undt getaufften freẅleins, wie auch in Curlandt,
aldar die herztoginn, eines iungen Printzen, genesen.


Alß der großcantzler in Polen, Osolinsky, seine
vorgehabte rayse, nach Rom, mit gewalt fortsetzen,
undt keine persuasiones dargegen, auch nicht vom
Könige selbsten, helfen wollen, ist er gählingen krangk
worden, undt an dem Tage, da er nach Rom, wallfar-
ten wollen, gestorben. Jst hochgehalten worden.


Das dem Düc d'Orleans zu Paris, ein iunger Printz,
gebohren worden, hat nicht allein, große freẅde
erwegkt, sondern auch vielen, die consilia also
verrügkt, das sie die selbigen, haben endern müßen.


Es continuiret, das der Porto Sankt Tudero, in
Candia, vom General Mocenigo erobert, undt die
vorstadt vor Castel novo in Albania vom Gil de
haaß außgebrandt seye, undt die Türgken in ihren
außfällen, etwas schaden gelitten hetten.


Es continuirt auch, daß der Römische Kayser, den
zu Ofen, ankommenen Türgkischen gesandten, nicht ad-
mittiren wolle, man restituire dann, Jhrer Mayestät
die in Ungarn, contra pacta conventa, abgenommene
flegken, undt dörfer, undt liberire die gefangene Christen.
Zu welchem ende, 12000 Mann, an die gräntzen, marchiren. et cetera

|| [[Handschrift: 170r]]


Die herren Staden dangken ab, 55 compagnien zu fuß,
undt 12 zu pferde, nach welchem vergleich, die ver-
arrestirten Magistratspersonen, undt andere, vom Printzen
von Uranien, loßgelaßen worden.


Der heßen Caßelische Gesandte, Krosigk
hat zu Wien, im nahmen seiner principallen, die
lehen, solenniter entpfangen.


Die reducir: undt abdangkung, der ChurSäxischen
völgker, gehet numehr auch, tapfer von statten.


General Douglaß, ist mit seinem Regiment zu pferde
undt Esquadron Tragoner, durch die grafschaft
Manßfeldt, undt förter marchiret. Die andern
Regimenter aber, so bey ihme gewesen, alß: Jordan,
graf Carll, Davaugour, undt Pier Anderson, haben
noch bey Uffenheim rebelliret, ihre Officirer, in freyem
felde umbringet, undt nebenst den satisfactions-
geldern, ihre Paßportten erzwungen, undt ist ein
ieder, seinen weg geritten. Daß Bülawische Regiment,
hat ebenfalß meütiniret, undt seindt etzliche 100
darvon gelauffen, der Oberste Bülaw, ist ihnen
kümmerlich, vf ein Schloß, entkommen, in 200 Muß-
ketirer aber, seindt bestendig blieben, mit welchen
gedachter Oberster Bülaw seinen marsch continuiren,
undt Douglaßen folgen wirdt. Die Schweden haben ihren
anschlag gemacht, zum wenigsten, ein 10000 Mußketirer in ihre
Plätze zu bringen, Solcher gestaltt aber, dörffte es ihnen || [[Handschrift: 170v]]
fehlen, undt ihnen kawm, 2000 folgen. Dem General Maior
Peykuhl seindt auch schon 200 mehrentheilß Preüßen,
durchgangen. Theilß so schon in Pommern gewesen,
haben sich wißen, außzuschnühren, undt seindt
dennoch durchgegangen. Andere laßen sich,
dergleichen zu thun, auch schon verlautten.


Der Hertzogk von Amalfij, soll in begleittung
vieler Cavaglierj, undt nach lösung aller Stügke
daselbst, von Nürnbergk den 28. Augustj, gegen
Regenspurgk, abgerayset sein, deme folgenden
Tages, der ChurSäxische General wachmeister
Trahndorff, und hernacher die Lünenburgischen undt
andere Abgesandten, zu folgen, willens gewesen.


Die annoch in Nürnberg anwesende, gehen
fleißig zu raht, bemühen sich, alles, zur exe-
cution, zu bringen. perge

<5 großvogel von Ballenstedt[,] 16 Pfund (libra)℔: lerchen, Viktor Amadeus Fürst zu Anhalt[,] Röder, Wartemßleben, præceptor[.] 7 lerchen, eine andere partie, Jochen, Geörge12 & gärtner13.>


Hier, i'ay fait accorder, nos Ecclesiastiques
assavoir le Ministre Aulique, avec son Chappelain, &
avec le maistre d'èscole, par ün debile instrument
c'est a dire par nostre Vieil tailleür, Clamor Knoche,
sans faire grand bruit, et èsclat, avec le
Consistoir. Ainsiy le bon Dieu, se sert dés petits
moyens, a fin de parfaire souvent choses grandes.

|| [[Handschrift: 171r]]


Je les appelle choses grandes, car ces dissensions
entre les Theologiens, donnoyent ün grand scandale
au peüple, & ceux quj sont èsloignèz de nostre Confession.


Et il sembloit, qu'ün esprit Vindicatif, & irreconciliable
pouvoit rendre la playe, en apparence, incürable.


Tant plüs doibt on rendre graces á Dieu, quj a fleschj
les Coeurs, par sa Toutepuissance, & bontè infinée!
A luy en soit la gloire eternellement!


Avis von Genff, daß der vortrefliche Theologus, Jo-
hannes Diodatj, schon lengst gestorben, undt seine schöne
Bibliotheca, umb, vndt vor 100 ReichsthalerRthlr: oder crohnen, neẅ-
lichst verkaufft worden. habe also auch an diesem Mann,
einen Treẅen vorbitter, undt guten gönner verlohren.
Sic fuit in Fatis!14 Er ist gleichwol ein allter verleb-
ter Mann, gewesen, welcher sein lebenlang, im wein-
berg des herren, fleißig gearbeitet, undt sein
Talent wol angewendet. Mein bruder Fürst Friedrich
ist noch irresolut, ob er länger aldar verbleiben,
oder forthwandern wolle? Die conversation
mehret sich, weil auch, ein hertzog von Wirtemberg,
ein Landgrave von heßen Putzbach, ejn herztogk
von Saxen Weymar, ein Marggraf von Baden,
aldar erwartett wirdt. Die hitzigen krangk-
heitten, wollen auch daselbst, graßiren. Viel leütte
zu Genff, (dem stylo der Republicquen nach) seindt guht || [[Handschrift: 171v]]
Parlamentisch, undt feinde der Monarchen. Der Cardinal
Mazzarinj verwirret gantz Frangkreich, (schreibt
mein bruder) undt es sol eine heyrath, oder conubi-
nat, zwischen ihme, vndt der Königinn, vom Pabst
bewilliget sein. Die religionsverwandten, werden
auch mitt, in diesen krieg, verwigkelt. Gott
wolle sie bewahren, undt sein haüflein, erhalten!


Es wirdt besorget, es dörfte über diesem kriege,
die Stadt Genff, mit dem hertzoge von Savoya,
auch zu thun bekommen. Mein Bruder, gedengkt,
Friederich Börsteln, zu verschicken, wann er von
Genff, aufbrechen sollte. Jst sorgfeltig, wegen
seines Söhnleins, zu Deßaw, nach absterben selbiger
Fürstin, undt gedengket denselben anderstwohin
zu thun. Fürst Lebrecht, ist auch noch wol auff. et cetera


Avis; von einem andern orth, daß die Schweden,
nicht zulaßen wollen, das ihre Königinn,
Nota Bene den Pfaltzgraven Generalissimum, heyrathen solle,
Nota Bene weil Sie nach ihrem absterben, den statum
Nota Bene Monarchicum abzuschaffen, undt einen statum
Democraticum, zu introduciren, gedengken,
wie andere Septentrionales mehr vorhaben
mögen, wann Sie nur erst sehen, waß es vor
einen außgang, mit Engellandt; undt Amsterdam, gewinnen dörffte?

|| [[Handschrift: 172r]]


Gott wolle über seinen Gesalbten auf erden halten!
undt die Könige, undt Fürsten, nicht zu grunde gehen laßen!


Jakob Ludwig Schwartzenberger wie auch Philipp Güder[,] hans Eckardt undt andere, seindt
diesen Morgen, hieroben gewesen, sich bey Mir, bescheidts
zu erholen, in Bawsachen, Oeconomicis, rechnungen,
undt andern dingen. perge

Sonntag den 8ten: September 1650.

<1 Rehe von Ballenstedt 4 gr vogel, daher. 9 lerchen alhier.>


Jn die kirche, conjunctim, da dann, daß künftige
Friedens: undt dangkfest, abgekündiget worden.


Gott laße es unß, mit ruhe, undt freẅden halten.


Extra zu Mittage, gehabtt: die Rindtorfinn,
Röder, den iungen Einsidel, undt den hofprediger, nebenst
Tobias Steffeck von Kolodey et cetera[.] Zu abends reliquos, außer Tobias Steffeck von Kolodey und hofpredigern.


Avis: daß sich die Werder15 accommodiret haben, wegen
des Ober Commissarij, Röders, mir zu ehren. perge


Nachmittags, in die kirche singillatim cum filliis. perge

Montag den 9ten: September 1650.

<42 lerchen, Andreaß hetzler, der Trompter16, undt Wartemßleben.>


A spasso vormittags, in gutem wetter.


Extra zu Mittage, beyde Börstel gehabtt, Geörge
Friederich, undt Ernst Gottlieb, welche auch
audientz gehabt, wegen ihrer Theilung.


Schreiben von Anspach, daß dem Marggraf Albrecht
Seine gemahlin, geborne von Wirtemberg gestorben,
Gott wolle ihn Trösten.


Mein Sigel, so ich 13 iahr verlohren, habe ich auch wiederbekommen.

|| [[Handschrift: 172v]]


Gott helfe mir doch ferner, väterlich, zu extraordinarium glügk!


Die Leiptziger avisen, bestehtigen zwahr, daß iehnige
waß die Erfurdter, mitgebracht, allein wollen
sie zu ende, darinnen variiren, das sie sagen,
die Schottischen Zeittungen, seyen dißcrepant, in
deme, daß Cromwell nicht so heftig, geschlagen,
noch gefangen seye. Man weiß also nicht,
waß man glaüben, oder nicht glaüben solle?


Piccolominj, ist mit großem pomp, von Nürn-
bergk hinweg, undt der Schwedische Generalissimus,
mit ebenmeßigem prachtt, zu Stade, ankommen.


Die Tartarischen herden, gehen in die 200000
Mann stargk, auf den Moßkowiter zu, undt
berühren die Krohn Polen. Die Cosagken, sollen
sich, mit ihnen conjungiret haben.


König in Dennemargk; hat den vergleich, mit seinen
Crohnständen, befördert.


Die Jtalienischen Zeittungen, seindt außen geblieben.


ChurSaxen, hat seine völgker auch reducirt,
undt abgedangkt, mitt wortten, abschieden, und <wenig> geldt.


Bourdeaux, tractirt mit ihrem Könige, in Frankreich
die gefangenen Printzen, haben gratuliret dem Düc
d'Orleans, wegen vermehrung, des hauses Bourbon.

|| [[Handschrift: 173r]]

<4 endten Oberlender.>


Diese Nacht ist ein stargker windt gewesen.


Gestern, ist meine Schwester, Freẅlein Dorothea Bathilde noch von
Plötzkaw, wiederkommen.


Der CammerRaht, Doctor Mechovius, ist bey mir gewesen, undt
hat mir allerley importantzen referiret.


A spasso; in feinem wetter, nachmittagß, e nella Vigna.


Der Allte Schütze Geörge17, von Zerbst, ist alhier
gewesen, hat meinem Sohn Viktor Amadeus dachßlöcher in den
Weinbergen, helfen außsuchen. perge

Mittwoch den 11ten: September 1650.


A spasso, in die Mühle, den Thamb:18 undt Schleüsenbaw,
zu besichtigen, undt zu befördern.


Extra zu Mittage, den CammerRaht, Doctor Mechovium,
und Märtin Schmidt, gehabt, welche der handlung,
zwischen Meiner herzlieb(st)en gemahlin Liebden undt Rindtorfen, (zwahr
re infecta) beygewohnet.


Jn Schwartzenbergers neẅen händeln, (mit der Stadt, undt
Brawerschaft) so er wol verantwortett, hat es
viel, undt mancherley, zu schaffen, gegeben. perge


Avis von Plötzkau per Genff, daß zwischen Sophoj, undt Genff, rencontres
vorgegangen, undt bey beyden Theilen, Furchtt seye, weil iehne,
ein offen landt, diese ihre gühter in Sophoy haben. Die Bayerische
heyrath, mit dem Chur Printzen, undt der Savoyschen Princeßin, möchte
eines Theils, animiren. Jn Frangkreich, gehet es, bundt über. et cetera

|| [[Handschrift: 173v]]


Doctor Brandt, dem Medico, habe ich zugesprochen, welcher
meine krangke Schwester, Fräulein Dorothea Bathilde besucht, (aldar ich
auch, zu ihm kommen,) undt er induciret, es seye bey Jhr
eine febris continua. Gott wolle es, in gnaden, beßern!

Donnerstag den 12ten: September 1650.

<1 Endte, hat Viktor Amadeus geschoßen.>


36 lerchen, Oberlender, Hans Georg
undt Adam Stallkech[t]


Conversatio, mit Hammeln, undt postea, mit Martin
Schmidt, welchen ich nacher Ballenstedt, in gnaden dimittiret[.]


Extra zu Mittage, nicht allein, Ernst Dietrich
Röder, Sondern auch den [i]ungen Krosigk, von Alßleben
(welcher, vor diesem, Meiner herzliebsten gemahlin, page gewesen,
undt den rechten arm gebrochen) gehabt.


heütte, helt Meine Freundliche herzliebste Gemahlin, dero
Beichte, undt hat den Superintendenten, von Alß-
leben, laßen anhero kommen.


Jch habe condolenter, an den Marggraven von
Anspach, geschrieben, wegen Seiner gemahlin, absterben[.]
Gott wolle ihn, undt alle betrübte trösten!
undt wieder erquigken!


J'ay comprins cejourd'huy dès fourberies. Dieu
les vueille manifester, & pünir exemplairement[.]


Le Precepteür Hammeln, m'a enseignè üne tres-
belle Methode, pour èscrire, en chiffres.

|| [[Handschrift: 174r]]

Freitag den 13den: September 1650.

<4 hasen Viktor Amadeus Fürst zu Anhalt[,] 15 großvogel von Ballenstedt>

<4 lerchen, hanß Eckardt, Michel lackay; undt der volle schelm, des Rindtorfs iunge, so die menge verhindert.>


heütte, hat meine freundliche herzliebste Ge-
mahlin, mit denen, so ihr nachge-
folget, dero Gottesdienst, undt communion, in einem
gemach, alhier auf meinem hause, vor sich, verrichtet.


Gott gebe! das Man in einigkeitt des glaubens,
dermal eines, einher gehen, undt sich nicht länger
zweyen, undt Trennen möge! (iedoch salva
Veritate; & illæsa conscientia!) Gott wolle die
reine warheitt, allen rejnh[er]tzigen Christen, laßen
in die Augen, scheinen, undt die irrenden, erleüchten.


Schreiben, vom Wendelino, mit allerley nachrichtun-
gen, Gott tröte, stärgke! undt erhalte lange
zeitt, den lieben, frommen, Treẅeiferigen Mann,
ein leüchter, undt krohne, im Tempel deß herren!


Ein Frantzose, (Gabriel Hübere genandt,)
(welcher, vor 40 iahren, mir noch zu Lion, in Frankreich
vor einen lackayen aufgewartett) hat sich bey
mir præsentiret. Er ist derselbige, undt hat mir
wißen mancherley umbstende <von vetter Fritz Moritz Sehliger Tode, undt>, von unseren Lio-
nischen händeln, zu erzehlen. An itzo, ist er ein
Schneider, undter den Meistern, zu halberstadt,
undt hat weib, undt kindt. Er ist zwahr ein Fran-
tzose zu Lion, gebohren, aber von einem Schweitzer, so sein vatter, || [[Handschrift: 174v]]
gewesen, so zu Lion gewohnet <vndt>, von Zürich bürtig gewese[n.]


Dieser Gabriel, hat mich offte gesucht, zu heidelbergk[,]
Prag, undt anderstwo, auch ofte nach mir gefraget,
aber endtweder meiner verfehlet, oder sonst nicht
recht erfahren, wo ich anzutreffen? oder die iehnigen,
so mir von ihme, sagen sollen, habe es nicht recht
außgerichtett, biß daß ich ihn heütte aller-
erst, nach 40 iahren, habe wieder sehen müßen.
So wunderbahr ist Gott der herr, in seinen
Göttlichen gerichten, undt weyser vorsehung.


Auch, waß diesem Menschen, kein Christ endtdegken
können, noch wollen, hat ihme ein Jude, Abraham Be-
nedix, von Meiner person zu erkennen geben müßen. et cetera


Victualien, seindt von Ballenstedt, ankommmen,
item: bericht, wegen der proben, so schlecht. et cetera


Meine krangke Schwester, Dorothea Bathilde besucht. Sie hat
das fiber, weiß nicht, ob es continua, oder
Quartana seye. Doctor Brandt, ist ein drey
Tage her, ieden Tag einmal zu ihr kommen, undt
<vnder>nimbt sich, der cur. Gott laße es wol gelingen!


J'apprehends derechef, quelque dueil, ou Mortalitè,
en nostre Mayson. Dieu nous en Vueille garentir!

|| [[Handschrift: 175r]]

Samstag den 14den: September 1650.

<1 dachß Viktor Amadeus gefangen. 1 hasen.>

<27 lerchen, Rindttorfs iunge, ein vorreütter, undt 1 Mußketier>


J'ay songè d'avoir estè auprès de l'Empereur[.] Sa Majestè eüst
estè severe, au commencement & m'auroit regardè á travers
parmy beaucoup de monde. Mais en fin, m'auroit ama-
douè, voyant le feü Roy d'Angleterre, auprès de moy,
lequel me plaignoit son malheür, & avoit grande
confiance en moy. Jl se cachoit souvent, de honte,
parmy la foule, & me contraignit, de me cacher
quelques fois aussy, parmy dés Cavalliers
nos amis, & qui ne disoyent rien de nous.
Mais ünefois, l'Archidüc Leopolde nous
dèscouvrit (nous voyans abbaissèz de la sorte)
& fit signe a l'Empereur, assis gueres loin
de là, en üne grande antichambre, pleine
de cavalliers, & d'aultres gens. Il se fallüt
donc relever, l'Empereur & l'Archidüc voulürent
honorer le Roy, mais il s'attacha tousiours á moy,
ne voulant nüllement estre courtisè, ains
se tenant comme ün Cavaglier privè. En fin il
s'en alla, parmy la foule, & moy, pensant le sui-
vre, l'Archidüc m'appella doucement, puis l'Empereur
lequel me dist: Venèz avec moy, il faut, que nous
lisions ün peü, quelque chose. Ainsy, nous nous || [[Handschrift: 175v]]
avançasmes en üne autre chambre tapissèe belle, &
accommodèe, comme üne chappelle, (contre mon grè, car ie
füsse plüs volontiers, allè avec le Roy d'Angleterre)
en foule de cavagliers. Là se mit l'Empereur en
son Oratoire, & l'Archidüc Leopolde, vis a vis, de
luy, au sien, ayant sür sa teste ün bonnet
blanc, & estant accoustrè, comme ün Evesque,
lisant, & priant devotement. Sa Majestè Jmperialle
me voyant a costè de son banc, (tapisse, en
haut, & en bas, somptueüsement), apres avoir
fait sa priere, m'appela, & me donna en la
main ün livre <Alleman>, in 4:to. grand assèz, sür üne
belle piece longue de drap d'or tanè auquel
il estoit enveloppè, & cela me donna quelque
peine, a le dèsvelopper, & a le tenir droict.


J'oublie, que Sa Majestè leüt premierement dedans,
puis me dit, prennèz garde au fueillet 45
apres me l'avoir rendü, & ie ne scay pas bien,
ce, que nous lisions, mais aultant en scay ie,
que Ægidius Albertinus, Secretaire iadis a
München (qui a traduict les Epistres dorèes
de Guevara, en Allemand) l'avoit fait, & qu'il || [[Handschrift: 176r]]
parloit, a la mode des Catoliques Romains, dès bonnnes
œuvres, adioustant, que la foy estoit mort, sans icelles,
& plüsieurs belles admonitions chrestiennes, quj me conten-
terent. L'Empereur le leüt quelquesfois luy mesme,
(me semble), tout haut, & plüsieurs avoyent les yeux
fischèz sür moy. Je devois lire aussy, tout haut,
i'en fis, quelque difficültè, craignant la tasche[!]
d'hypocrisie, l'Empereur poursuivit, & fit poursui-
vre, á d'aultres, me disant a l'oreille tout bas:
Vous pouvèz bien observer encores, le fueillet
50me. & pensant d'entendre davantage,
ün de nos chiens a la cour, abbaya reellement
& ün clou füst battü par ün marteau, au
dessüs <de> mon lict, en la chambre, qui y correspond,
tellement que i'en füs rèsveillè a bon escient! perge


Nota Bene: Je m'estois endormij, avec la lectüre,
d'ün beau livre lattin, que Docteur Francus, a Francfort
ad Viadrum a fait, dès signes extraordinaires
qui precedront la venuë de Jesus Christ, &
le dernier jour dü jügement, lesquels on
doibt diligemment observer, & n'estre point
ni trop nonchalent en cela (Dieu & la natüre
n'ayant rien fait, pour neant, ou en vain,) ni trop
curieux, en dés recerches[!] inütiles, & non necessaires!

|| [[Handschrift: 176v]]


Extra zu Mittage, habe ich gehabt, die beyden
Börstel, Geörge Friederich, undt Ernst Gottlieb,
welche sich durch meine interposition, undt verordnete
Commißarien, nicht allein, undtereinander selbst,
sondern auch, mit ihren Schwestern, verglichen, darzu
Gott der Allmächtige, seinen Segen, geben wollen.


Sie haben ihren undterthängisten abschiedt genommen,
wieder nacher Berlin, undt Croßen, zu verraysen. et cetera


Jakob Ludwig Schwartzenberger ist auch extra geblieben, zu Mittage.


A spasso, auf den vogelherdt, der erst, aufß
neẅe, angerichtet wirdt.

Sonntag den 15den: September 1650.

<13 lächße.>

<16 lerchen, Andreas Hezler Hans Kutzscher, <Trompter>19 undt Oberlender 30 lerchen, gärtner, sein iunge20, undt>


heütte haben wir, daß danck-
fest, celebriret, des friedens, in Deützschlandt,
wie auch der Erndte, mit behten, singen,
lobopfern, undt musiciren. Gott laße, uns
auch, des friedens <ein mahl>, recht genießen, undt
das wir, mit freẅden, ihme dienen mögen!


Der hofprediger, hat des 124. psalm21,
zum text, wol expliciret, undt ein schön
gebeht, nach der predigt, gehalten. et cetera


Wir seindt conjunctim, dahin gezogen.


Extra: Zu Mittage, Doctor Mechovius, Röder, der hofprediger,
undt der iunge Einsidel, Tobias Steffeck von Kolodey.

|| [[Handschrift: 177r]]


Nachmittage, wieder conjunctim in die kirche,
Gott zu loben, undt nochmalß zu dangken.
Er wolle unser armes gebeht, erhören, undt
unß erfreẅen, undt gesegenen.


Man hat bey den psalmen, undt gesängen,
beyde mal vor: undt nachmittagß, in dieser
extraordinarij Occasion, musiciret, wie
auch bey der Tafel. Sonst ordinarie, wirdt
in unsern kirchen, alhier zu Bernburg nicht
musiciret, dann wir nicht in die kirche
gehen, unsere ohren, mit der musica, zu
kitzeln, sondern die hertzensandacht, zu
Gott dem herren, undt seinem wortt,
inniglich, zu erheben. perge


Jch habe nach der predigt, nachmittags, mit
Stügken, undt Mußkeeten, dreymal salve
schießen, undt darein blasen laßen. Gott
gebe, daß wir öfters, solche salven
mehr zur freẅde, als mit schaden alhier
mehrmals geschehen, inß künftige hören mögen.


Extra zu abends, die Einsidelin, den iungen
Einsidel, neben Röder, und caplan Jonio gehabtt.

|| [[Handschrift: 177v]]


Man hat ein feẅerwergk angestellet, aber,
wegen des eingefallenen regens, daßelbe ab:
undt einstellen müßen, diesen abendt.

<lächße.>


Schreiben von Wien, Berlin, &cetera &cetera &cetera[.]


henrich heßler, Theologiæ studiosus, ist von Brehmen wiederkommen,
aldar er 5½ iahr, studirt gehabtt. Jst wol qualificirt,
undt mit Testimoniis, versehen, et cetera[.] Gott gebe ferneren progreß!


Die Leiptziger avisen geben:


Daß es mit Cromwells captur, undt niederlage, in
Schottlandt, nichts seye. Viel mehr hetten die Parlamentischen
zu waßer, undt zu lande progreß, undt stärgkten sich,
tractirten auch schon mit den Schotten, undt mit ihren
Geistlichen, bey denen es auch, factiones geben wollte.
Der König wehre zwahr proclamiret, iedoch, noch nicht ge-
kröhnet, wegen Neẅer, ihme vorgelegter puncten, in Schottlandt.


Die Engelländischen ParlamentsSchiffe, attacquiren
die Frantzosen, so wol, in Marj Mediterraneo, alß in Oceano,
undt stehen den Spanniern, bey, auch wieder Portugall.


Jn Schweden, wil es mit selbigem ReichßTage, wie auch,
mit der Königinn Cröhnung, undt wahl zum Erbfürsten,
des Pfaltzgraven Generalissimj, noch nicht recht forth,
undt des Pfaltzgraven rayse dorthin, (dene General Königßmarck
biß in Schweden, begleitten, undt mitziehen soll) gehet gar || [[Handschrift: 178r]]
langsam von statten. Er ist bey hamburgk vorüber (der Pfaltzgraf
stattlich regaliret undt tractiret, von selbigem Raht, nacher
Wißmar zu, gerayset.


Duc d'Amalfy, ist auf Regenspurgk, undt Wien zu,
ist auch pomposè, auß Nürnbergk außgezogen.


Zu Wien, ist ein Tartarischer Gesandter, welcher auch
zu Warschow, gewesen, Jtem: einer vom Fürsten Ragozzj.


Kayserliche Mayestät behalten ihren nechstgemelten exercitum,
die übrigen völgker, <(so abgedangkt)>, nimpt der Spannier, gleich wiederumb ahn.


Ertherztogk Leopoldt, hat Rhetel, undt andere plätze
in Champanien, besetzt, den Frantzösischen General Major undt
Gouverneür in Peronne, Hocquincourt, mit<geschlagen,>
undt ihme Sechß Regimenter ruiniret, darnach einen
Trompter, zum Düc d'Orleans, nach Paris geschickt, undt
ihn fragen laßen, ob er nur wollte friede machen?
Die Spannischen Reütter, darundter viel deützsche
sonderlich, die Obersten hertzogk Ulrich von Wirtembergk,
graf Woldemar, Güldenstern, etcetera sich befinden, seindt
mit dem Visconte de Türenne, biß auf 2 meilen von Paris
gegangen, undt selbige große Stadt, ist sehr schwührig,
weil es so übel zugehet, undt weil auch zu Bourdeaux
die Tractaten, sich gäntzlich zerschlagen haben sollen.
Man will auff der Printzen Seitte, ihre erlösung, undt die
abschaffung des Cardinals Mazzarinj, kurtzv̈mb haben.

|| [[Handschrift: 178v]]


Wegen der Spannischen streiffereyen, undt schreckens, so Sie
in Champagnien, undt Jsle de France, gebracht,
hat man die Printzen, vom Bois de Vincennes, nacher Am-
boyse beßer in Franckreich hinein, transferiret.


Zu Rom, werden die Cardinäle, mehrenTheilß, auf
Spannische seitte, gebracht. Porto Longone, undt deßen
recuperirung, hat der Spannischen Faction, großes ansehen,
undt fortheil zugespielet. Zu Napolj gibt es noch
motus. Jn Catalogna, hat es das ansehen, alß wollte
selbiges landt, dem Spannier, wiederzufallen, undt die
Frantzosen überall denn kürtzeren ziehen. Zu Marseille
seindt auch empörungen endtstanden. König, in Spannien,
hat 100000 pistoletten, en passant, nach Bourdeaux geschickt.


Zu Duynkirchen, haben die Frantzosen, einen anschlag,
auf Blanckenberg gehabt, jst ihnen aber mißlungen.


Jn Candia hat General Mocenigo, die festung
Sankt Todero, undt andere posten, erobert. Sie hoffen
numehr Canea, zu blocquiren, undt zu recuperiren,
undt die gantze Jnsel, zu befreyen, weil auch General
la Riva, die außfahrt des succurßes, an den Dar-
danellj verhindert.


Die Tartarn, wollen sich, mit Venedig, Persien, undt
Pohlen, wieder den Türgken, coniungiren, gestalt dann
der Bascia von Babylonien, dem Persianer, albereitt zu-
gefallen sein solle.

|| [[Handschrift: 179r]]


Die Tartarn sollen albereit, in die 40000 stargk, in
die Moßkaw, eingefallen sein. Geben Polen selbst jalou-
sie, weil in die 12000 Cosagken, mit ihnen gehen,
undt General Chmielinsky, ohne daß, disgustiret ist.


Die undterthanen des Moßkowiters, sollen gleichsfalß,
wieder den Großfürsten, undt deßen Fürsten, undt
Amptleütte, rebelliret haben, undt grawsamlich,
mit denen, so Sie übermeistern, umbgehen, auch secours
von der Krohn Schweden, sol der Großfürst begehren.


Gedachter Großfürst, oder Czaar sol dem Könige
in Engellandt, eine große assistentz, von gelde, ver-
heißen haben.


Der Pabst, hat protestiret, wider den zu Oßnabrück
geschloßenen frieden, weil er den Römischen kirchen,
schädlich, undt nachtheilig, sejn sollte.


Gedachter Pabst, hat auch seine galleren von den
Venezianern, wieder abgefordert, hingegen haben
Sie ihme die Geistlichen contributiones, versaget.
Die Türgken, haben alle handlung, nacher Venedig,
verbotten, undt sieder Spannischen, mit Constantinopel
vertragen, haben sie beyder seitß alle commercien, nacher
Venedig, auch den wollenhandel aufgehoben. Dadurch
wirdt das volgk sehr schwührig.


Jn Albania, hat auch Gil de haaß, gute succeß.

|| [[Handschrift: 179v]]


Ein Venezianisches OrlogßSchiff, hat sich, durch 16 Türckische
Galleren, nach langem gefecht, gleichsam miraculose
(mit neẅem, unverhoftem, gutem winde,) da es albe-
reit viel Türgken, erstiegen gehabt, durchgeschlagen,
undt die Türcken, so darauf geklettert, haben alle
müßen, die köpfe herhalten. Der Venezianische
Bailo, Soranzo, ist von Constantinopel, nach erlangter
dimission, wiederkommen, undt von den Türgken, dimittirt,
auch stattlich begleittet worden. Seinem dolmetzscher,
undt Dragomanno aber, neben vielen andern Vene-
digern, haben sie vorlengst schon, das leben genommen,
Theilß strangulirt, Theilß niedergehawen. Fürst
Ragozzj, sol auch secours, wieder den Türgken, vom
Kayser, begehren.


Pfaltzgraf Ruprecht, sol mit seinen Schiffen,
auß dem haven vor Lysabona außgelauffen sein.


Königinn in Spannien, sol Schwanger sein.


Die Staden, wollen wieder Portugall krieg an-
fangen, undt Brasilien, zu recuperiren, trachten.


Pfaltzgraf Ludwig Philips, hat Creützenach, vndt
Bacharach, von den Frantzösischen völgkern, liberiret,
durch vermeinte conniventz, des Visconte de Türenne.

|| [[Handschrift: 180r]]


L'Electrice de Brandenburg a derechef avortèe. Il y a dés
gens, quj craignent, quelque charme, ou enchantement.
Dieu la vueille benignement preserver, par sa Sainte grace!


Die Churfürsten am Rheinstrom, wollen einen Chur-
fürstentag, unß<halten,> undt ein defensionswesen aufstellen,
wieder alle neẅe invasiones, hostiliteten, contributiones
exactiones, preßuren, etcetera wie sie nahmen haben,
undt dem Friedensschluß, zuwiederc sein mögen!


El Duque de Jnfantado, hat sich zu Rom, beklaget,
daß er, alß der vornehmste, undt erste hertzogk
in Spannien, auch alß Grande di Spagna, nicht beßer
vom Ertzhertzogk Leopoldo, alß Jllustre, in schrei-
ben tituliret würde. Die Spannischen Cardinäle,
haben es damitt, endtschuldiget, das er, alß ein
Vasall der Cron Spannien, solches billich, von dem
Ertzherztzoge, alß einem Principalstem Mittgliede
des hauses Oesterreich, undt Spannien, würde
leiden müßen. Derselbe Duca holt sich zu
Rom, sehr prächtig, undt stadtlich, alß ein Fürst,
undt Extraordinärer Ambassadeür, nimbt sich auch
mit gewehr, sampt den Seinigen wol in acht,
weil ihm unlängst die Frantzosen, undt Romaner,
eine zimliche burla gespielet. Der Pabst hat ver-
botten, die kinder sollen nicht mehr, auff den gaßen ruffen:
Guarda la miseria, anders will er die Elttern, darumb straffen.

|| [[Handschrift: 180v]]


Diesen abendt (weil es gestern, nicht hat sein können)
hat Tobiaß Steffegk von Kolodey, etzliche
Rackeeten, in die höhe steigen, schwärmerchen
fliegen, undt feẅerräder umblauffen laßen.
Der Trompter, hat darbey geblasen, undt
unsere Schützen, undt Mußcketirer, haben
feẅer darein gegeben. Jst also, ein artig
klein feẅerwergk gewesen, undt ist (Gott
lob, undt dangk) ohne schaden, abgegangen.
Der haußmann, hat auch mit posaunen,
<zum anfang, nun lobe meine seel den herren et cetera undt> zum beschluß, intoniret: Allein Gott
in der höhe, seye Ehr, undt dangk vor
seine gnade, etcetera etcetera etcetera[.] Jst also gestern,
undt heütte, unsers dangkfests freẅde,
bezeüget worden. Gott gebe! daß wir, im
herren öffters, fröhlich sein mögen! undt mit
freẅdigem muht, undt inniglicher dangk-
sagung, unser leben, zubringen! undt vol-
lenden mögen!

|| [[Handschrift: 181r]]

Dienstag den 17den: September 1650.

<1 hasen Viktor Amadeus Fürst zu Anhalt. 9 lächße.>


Ernst Dietrich Röder, hat seine dimission erlanget.
Bleibet doch, von hause auß, in bestallung. Gott geleitte ihn!


Gestern abendt, vorm feẅerwergk, haben sich,
feẅerzeichen, im Schloße sehen laßen, welche unsere
leütte dermaßen terriret, daß Sie, (ein unglügk
befahrende) fast vom feẅerwergk, abgeschregkt
worden, Jch habe sie aber, noch animiret,
undt forthgetriben, (wiewol ich damalß hiervon
nichts gewußt) undt es ist (Gott lob! undt dangk!)
alles, ohne schaden, undt gefahr, abgegangen.


Mon petit Charles, a eü dés songes effroyables. perge
Dieu vueille conserver, ce bon enfant avec son
frere Viktor Amadeus & avec tous ceux, quj m'ayment!


Nachmittag, seindt meine Töchter, undt Carllchen,
in die weinlese, gezogen, Mein Sohn Victor,
ist absonderlich, mit seinen leüttlin, in das feldt,
eine situation zu besichtigen, wo die klebgarn,
zu den lerchen, zu stellen, undt ich bin auch ab-
sonderlich, nach dem vogelherdt, undt nach dem kleinen
weinberg zu spatziren gegangen. Wir seindt
aber alle drey parteyen, unversehens, von einem
<Stargken platz>Regen, undt hagelwetter, zimlich übereilt worden,
es hat aber nicht lange gedawret, und ist ein schöner regenbogen, darbey, || [[Handschrift: 181v]]
erschienen, quod semper est; & fuit, signum Gratiæ Dej.

Mittwoch den 18den: September 1650.

<5 lächße>

<16 lerchen, aufm Streichen. 75 großvogel von Ballenstedt 1 haselhun.>


Les mauvayses nouvelles, de l'estat de Madame
nostre Tante, á Cöhten, continuënt. Dieu la Vueille
reguerir, par sa Sainte grace, & luy rendre, Sa
pristine vigueür & bon sens! & ne rendre nostre
Mayson, en opprobre, aux mocqueürs, & mèsdisans!


Dennach, das dangkfest gehalten, undt die wochen-
predigten alhier zu Bernburgk, wieder angehen,
alß seindt wir conjunctim, zur predigt
gezogen, Gott zu ehren, zu loben, undt sein
wortt, zur Seelen Sehligkeitt, anzuhören. Er
laße es unß gelingen, darzu er es sendet.


Nota: Undter dem wortt coniunctim, verstehe ich
Mich, undt Meine gemahlin. Unsere kinder, können
selten, alle mittkommen. Schwester Dorothea Bathilde ist auch krangk.


Extra zu Mittage, den hofprediger, undt
iungen Einsidel, auch Tobias Steffeck von Kolodey gehabtt.


heütte ist mein pahte, Capitain Eberdts Tochter,
begraben, worden. Gott seye ihm! und unß gnedig!


Schwester Dorothea Bathilde (als ich Sie besucht) hat sie ver-
meinet, ihre Febris continua, undt Seitenstechen,
hette durch Gottes gnade, nachgelassen, der helfe ferner gnädig[.]

|| [[Handschrift: 182r]]


Jch habe es spähte erfahren, daß diese Nachtt,
ein iunger hertzgok von Mecklenburg22 unbekandt alhier
gelegen. Rittmeister Schawer, so undter den Königlich
Frantzösischen trouppen, in Flandern, neben ihme command-
diret, hat ihn gekandt perge[.]


Von Zerbst, zweene handbrieflein confident[.]

Donnerstag den 19den: September 1650.

<8 lerchen 2 Räphüner Viktor Amadeus mit dem klebegarn.>

<<Jm streichen gefangen.> 21 lerchen. 10 lächße, die fischer.>


Briefe geschrieben, nacher Zerbst, undt Berlin.


Extra zu Mittage, Doctor Brandt, undt den pfarrer
von Palbergk, gehabtt.


Ce pitoyable etat, a Cöhten, s'augmente de
iour en iour. Dieu le Vueille paternellement amender!
Le Conte de Mansfeldt, y est, avec Madame sa femme.


Meine Schwester, freẅlein Dorothea Bathilde habe ich besuchtt.
Es beßert sich, (Gott lob!) mit ihr. et cetera


Mein Sohn Victor Amadeus, hat es versuchtt,
mit dem klebegarn, undt 8 lerchen, nebenst 2 Räp-
hünern, gefangen.


J'ay sceü, que Madame l'Electrice de Heidelberg,
a aussy bien avortèe, que celle de Berlin, & que les
trois Duchesses de Brigk. Jl semble, qu'on persecüte
maintenant, par telles menèes, les vrays fi[d]elles!
Dieu vueille abbattre, & confondre, les malices, de Sathan!

|| [[Handschrift: 182v]]

Freitag den 20ten: September 1650.

<18 kleine vogel. 9 läxe.>

<1 Pfund (libra) 5 großvogel von Ballenstedt 23 lerchen, alhier mit dem klebegarn.>


J'ay envoye ün messager a Hd Le bon Dieu,
le vueille conduyre, & reconduyre heüreüsement!


Avis von Plötzkaw, daß des 23. September angesetzter
Convent, wegen Cantzlers Milagij, absentz, ver-
schoben worden, biß auf den 1. oder 2. October[.]


A spasso Nachmittags, in die weinberge, mit
Carolo Ursino, undt andern. Der hagel, hat
im langen: undt Rechßberge schaden gethan.


Jm Aderstedtischen, ist der wein, meistlich reiff,
Sonderlich der blawe. Gott gebe seinen
Segen, zu einer glügklichen weinlese! Mein
Sohn Victor Amadeus, hat indeßen, auf die
lerchen, gestellet, darzu Carolinus auch endtlich,
gekommen, undt sie haben, (cum sociis, & famulis)
23 lerchen, gefangen, gegen abendt.


Vetter Ernst Gottlieb, rencontrirte mich
auch, im felde, bey Aderstedt undt wir<Sie> fiengen,
Räphüner, nach dem er Mir zugesprochen,
undt seiner Elltern vndt geschwisterigen zustandt,
refe[r]iret. perge

|| [[Handschrift: 183r]]

Samstag den 21. September 1650.

<14 lächße. ½ großvogel von Caspar Pfau 30 kleine vogel aufm herdt.>


Geörge Reichardt, ist bey Mir gewesen, vndt hat
Mir allerley, wegen des Obrist leutnant Knochen, referiret.


Postea: in Oeconomicis, allerley anstaltt gemachtt.


Postea: mit Bürgermeister Tornaw, in angelegenheitten, conferiret.


Avis: von Erffurt daß die Pfaltzgräflich Sultzbachische
Sache, so numehr, in die 32 iahr, gewähret,
von den anwesenden Gesandten, zu Nürnberg,
verglichen seye. Der Kayser, habe seinem
gesandten undt Plenipotentario, herr Vollmar befohlen
nicht von Nürnberg, zu weichen, biß alles geschlichtet.


Cromwell, sollen nur 7 Regimenter ruiniret,
er aber, seidthero auß Engellandt, mehr alß
zuvor gestärgkt worden sein, undt es schei-
net, es wolle die Ungerechtigkeitt überhandt
nehmen. Gott erbarme es!


Jn Frangkreich, gehet es noch bundt her.
Die Sachen, zu Bourdeaux werden ie länger,
ie gefährlicher, stärgken sich sehr, undt ver-
laßen Sich, auf Spannische hülffe. Man deliberi-
ret von des Cardinals Mazzarinj, cassirung perge.


Furbaria saputa nelle cassine. O Dio! daj, a'ladrij!

|| [[Handschrift: 183v]]


Also werde nicht allein ich, Sondern auch Meine
undterthanen, bestohlen, in dem Mir der arme drescher
klaget, daß er derentwegen, nichts verdiehnen können,
So klaget auch, Philipp Güder, daß sein Schwä-
her, Ottmar Bawmeister, zweene gute pferde,
verlohren, welche ihm, ein knecht, ein geborner
Schwede, entritten, in itziger SahmZeitt, undt
nicht wieder zu erlangen. Seltzam aber ists,
daß dieser Schwede alhier geheyrathet,
des Amptmanns Magdt23 genommen, sich alhier,
gesetzet, undt denoch endtwichen, also das
fast niemandt mehr, zu trawen sein will!


Diesen Nachmittag, ist der kleine weinberg,
in anwesenheit Meiner Söhne, undt Töchter,
gelesen, undt drey große gefäß voll worden.
Gott gebe ferner seinen Segen! Undt daß
einem doch nicht alle dinge so schwehr werden mögen!

Sonntag den 22ten: September 1650.

<1 lax.>


Jn die kirche, conjunctim, da Er Theopoldus
den Text: Matthäus 16 Niemandt kan zweyen herren
dienen etcetera24 wol ausgeleget &cetera &cetera &cetera[.] 25


Extra zu Mittage gehabt, Doctor Mechovium, || [[Handschrift: 184r]]
den iungen Einsidel, Tobias Steffeck von Kolodey &cetera[.]


Nachmittagß, wieder in die kirche, cum sorore,
(welche Gott lob, wieder genesen) & cum ambabus
filiabus) da der iunge Studiosus Heslerus, so von
Brehmen, wiederkommen, eine feine <kurtze> probpredigt,
gethan. Gott stärgke ihn ferrner, undt
laße unsere Bernburger, wol gerahten!


Avis von Seckrka von Agken. Gott
gebe, zu glügk! segen undt succeß!

Montag den 23ten: September 1650.


Der hofmeister Einsidel, ist mit Doctor Mecho-
vio; in seinen privatis, (mit meiner erlaub-
nüß) nach Kelbra gezogen, undt Tobias Steffeck von Kolodey
habe ich, nach Agken, gesandt, Gott
wolle sie beyderseits geleitten!


Geörge Cnütteln, undt Albino, habe ich, eine Commiss-
sion aufgetragen, (auprès de la Ville) welche Gott
gesegenen, undt succediren laßen wolle!


Ma depesche a he n'a pas voulü reüssir,
car le messager est revenü, re infecta, n'ayant
sceü passer, par le Pays de L.f a cause dès voleürs.

|| [[Handschrift: 184v]]


Der lahme Geörge, ist auß Dennemargk,
wiederkommen, berichtet von großer Theẅerung
in selbigen landen, von großem gewäßer, Sturm
winden, verschwemmungen, undt dergleichen.


Madame la Düchesse d'Eütin, nicpce de ma
femme, est encores, en fort mauvais estat.
Madame la Düchesse de Wirtemberg, sa Mere,
est auprès d'elle, mais ne luy peüt gueres
ayder, à cause dela rüdesse dü Mary, lequel
veüt se servir, d'aultres medecins, qu'elle,
& chascün se plaint! Ainsy, on'a d'ün costè
& d'aultres dès afflictions, pour tel Estat,
aussy bien a Eütin, qu'a Cöhten. Dieu vuille
reguerir tous Maniaques, dès deux costèz!


Gottlob von Seckrka ist anhero kommen, undt hat
seinen Sohn Albrecht, von 17 iahren, mir zum
page, mitgebracht. Gott gebe zu glügk! undt Segen!

Dienstag den 24ten: September 1650.

<1 Schockßo: 38 großvogel [Ballenstedt] 7 wachteln. <Cöthen> 8 Läxe [1 Pfund (libra)℔:]>


Schreiben von Adolf Börstel auß Frankreich[,] item vom Berlin, von Fräulein
Catherine.


Die Leiptziger ordinarien geben:


Daß bey itzigem unwesen, in Frangkreich die von der Religion, || [[Handschrift: 185r]]
(so man Hugenotten spöttlich nennet) noch 17 kirchen bawen
zu laßen, erhalten.


Der Ertzhertzogk, undt Düc d'Orleans haben an-
einander freündtlich geschrieben, wegen der friedenßhandlung.


Die von Bordeaux stärgken sich mächtig, zu
waßer, undt lande. Der König in Frankreich offeriret
ihnen, die gühte, undt den ernst. Sie erweisen
sich auch nicht abgeneigt, von billichmäßigen tractaten,
iedoch, wirdt so wol daselbst, alß in Champagne
die erlösung der gefangenen Fürsten, undt
die außschaffung des Cardinals Mazzarinj urgirt.


Die herren Staden im Niederlande, wollen sich
zu undterhändelern, undt Mediatorn, gebrauchen laßen.


Der Gouverneür, so Porto Longone, ohne Noht, den
Spannischen übergeben, sol 16000 Spannische Duplonen,
verehret bekommen haben, undt ihme verstattet
worden sein, den Schatz, von dannen, mit sich, zu führen.
Die Festung solle auf 2 iahr lang, mit proviandt,
Munition, undt genungsahmen volgk, versehen gewe-
sen sein, wie denn noch fast 1500 Mann ausgezogen.


Jn Catalogna, sollen über die 100 Orth, wieder die
Frantzosen, rebelliret haben. Spannien, wil sich,
solcher guten Occasion, gebrauchen, undt bediehnen.

|| [[Handschrift: 185v]]


Jn Schweden, wirdt den versamleten Ständen, die zeitt lang,
biß auf die ankunfft des Generalissimj, da alßdann
die Crönung, undt wahl des Pfaltzgraven, solle deli-
beriret werden.


Der Churfürst von Cölln, ist zu Arenßberg, im
Sawerlande, gestorben. Jst auch mein guter
gönner, undt patron gewesen, dieser Ferdinandus
Dux Bavariæ Sehliger[.] Gott genade ihm!


Die Türgkische Armada von 25 galleeren,
undt 8 Maonen, hat bey den Dardanellj, aber-
malß durchzubrechen, gesuchtt, General Riva
aber, (deßen armada in 28 großen Schiffen,
2 Galleatzen, undt 10 galleren, bestanden)
hat die Türcken wieder zurügk getrieben. Der
Türgken, Capitan Bassa26, (weiln die Soldaten, nicht
fechten, sondern ihn niedermachen wollen) hat sich,
mit der fluchtt, aufß landt, salviret, deßentwegen,
ein ander General, undt volgk, von Constantinopel,
dahin gesandt worden. Der neẅe venezianische General
Foscarinj, macht sich fertig, in Dalmatiam zu gehen,
undt den General Foßcolo abzulösen, wirdt 100000
Ducaten, mitt dahin bringen.

|| [[Handschrift: 186r]]


Jm haag, ist ein Portughesischer Gesandter27 ankommen, man
vermeinet, zu beylegung der Streittigkeitten, mit der
WestJndianischen compagney, undt wegen Brasilien.


Die Frantzösische garnison zu La Bassèe, hat eine
Proceßion der Stadt Ryßel angegriffen, undt mit
den bildern, undt crucifixern, weggeführet,
haben sich, umb 100000 Gulden (florenus)f: rantzioniren müßen.
Der Schatz von Saint Denis, ist nacher Paris
verschafft in beßere gewahrsam, auf daß
die Spannischen es damit nicht auch also machen.


Der Tartarische General, Sultan Galga,
hat 40000 Mann, undter dem Soloy Marowßky
auf die Moßkaw, anmarschiren laßen, welche
übel hausen. Zu denen hetten sich noch 12000
außerlesene Cosagken geschlagen, vorhabens, die
Moßkawiter, bey itziger revolte ihrer un-
dterthanen, zu debelliren.


Die 32 iahr gestrittene sache zwischen Pfaltz
Neẅburgk, undt Sultzbach, sol numehr auch
zu Nürnberg, in richtigkeit gebracht worden sein,
undt die gesandten allerseitß, abscheiden.


Pfaltz Neẅburg aber, hat andere dissidia, mit
dem Apt von Syburgk, deßen festung Pfalz Neẅburg vermöge
des friedenschlußes, repetiret, der Apt aber difficulteten machtt.

|| [[Handschrift: 186v]]


Jm Stifft Lüttich, gibt es abermal neẅe motus, undt
protestationes, so wol, wegen der neẅen auflagen,
alß wegen aufferbawung, der Neẅen Cittadella,
der Printz Coadjutor, hat sich derentwegen, von
Lüttich, nach dem Scharfen havel, retiriren müßen.


Zu Brinn begehret der Kayser, auf selbigem
landtTage, 150000 Gulden (florenus)f: zu dero freyen disposition,
dann auf munition, 6000 Gulden (florenus)f: zu restaurir: undt
völliger aufferbawung selbiges landthauses,
2 oder 3000 Gulden (florenus)f:[,] item: die iährliche bezahlung, des
Tribunals undt der landesbedienten, auch
die ordinarij von allters her, gewöhnliche hauß-
Steẅer, zu confirmirung der Ungarischen Gräntz-
haüser, so in allen Postulatis, bey 18 puncten sein.


Die Spannischen ministrj, tractiren mit dem
Fürsten von Monaco, ihn auf ihre seitte zu bringen,
versprechen ihme beßere conditiones, alß er bey
Frangkreich hatt. Die Genuseser haben dem
Großhertzogk von Florentz, die Stadt, undt landt-
schafft Pontremolj, endtlich abtretten müßen, mit
welchem gelde der Meyländische Gubernator,
inß feldt, zeüchtt.

|| [[Handschrift: 187r]]


Der Primovesier zu Constantinopel sol wegen des ver-
lusts, der festung Sankt Todero, undt Turluru, in Candia
ab: entgegen der Calill Bassa (welcher etzliche
tonnen goldes reich) an deßen Stelle, eingesetzt
sein, dieser mache große zurüstungen, auch hette
er, alle handlungen, mit Venedig, verbotten.
Die Venezianer hetten wieder 3 Türckische Schiffe, undt 2 fre-
gatten, welche nach Canea, gewoltt, erobert, 3 andere
fregahten aber, haben die Türcken, in Canea hinein gebracht.


Zu Venedig, hat man einen Glügkshaven, aufge-
richtet, durch deßen Mittel, in kurtzer zeitt, 600000
Ducaten, erhoben worden, zu fortsetzung des krieges.


Graf Leßle, ist Kayserlicher General, in Cärndten worden.


Die belägerung, Porto Longone, hat 2½ Monat, gewähret.


Die Streittigkeit zwischen den Coadjutorn zu Trier,
währet noch, herr Cratz, hat nach Rom, appelliret,
der von der Leye aber, helt sich, an seine wahl,
undt stehet dahin, wer den andern außstoßen wirdt?


Die Kayserlichen abgedangkten völgkern, werden mehren-
theilß, von Spannien, wieder angenommen.


Zu Prag, wirdt auch ein landtTag intimiret,
undt den Raubereyen gesteẅret.


Der Tartarische Cham[!], droẅet den Polen auch mit krieg, || [[Handschrift: 187v]]
weil der König seinem Gesandten, nicht allein, die
begehrte hülfe, wieder den Moßkowiter abge-
schlagen, Sondern auch mit diesen friede gemacht
undt bundsverwandtnüß, zum præjuditz, der Tartarn.


Chmielinßky General der Coßagken, sol
sich dem Großfürsten, zum Vasallen, undterthe-
nig gemacht haben, welches in Polen nachdengken causirt.


Die Parlamentarischen in Engellandt triumphiren
wegen etzlicher erhaltenen Victorien, in Jrrlandt.


Jn Schottlandt aber, liegen die armeen gegen-
einander. Die Generallen, Leßle, undt Cromwell
wächßeln bravirende schreiben gegeneinander.
Ein ieder beschönet seine Sache, undt pochen
aufeinander, iedoch, höflich. Schigken aber
einander beyde Königreiche Declarationes, zu
publiciren, zu, undt wollen es baldt außfechten.


Die Crönung des Königes, sol fortgegangen
sein, am 25ten: Augustj; nach dem er alles ein-
gewilliget, waß ihme die Schotten vorgeschrieben,
darundter harte puncta, sein sollen. Der
nahme König in Schottlandt, sol numehr dem Tittul,
Könige in Engellandt, vorgesetzt werden.

|| [[Handschrift: 188r]]


Die Printz Ruprechtischen undt Portughesischen Schiffe,
haben mit den Engelländischen ParlamentsSchiffen, in der
offenbahren See, geschlagen, iedoch ohne sonderlichen
succeß, undt seindt baldt wieder von einander gegangen.


Die Frantzosen wollen die Waldstädtlein, nicht
abtretten, biß Franckenthal, auch evacuiret seye.
Sie sagen, sie seyen zu Nürnberg übereilt worden,
undt machen Difficulteten, wegen acceptation deß
friedens.


König, undt Königinn in Dennemargk, seindt zu Ny-
cöpping, bey der Princeßinn. Delectiren sich, mit
der iagtt. Wollen aber, wieder nach Coppenhagen,
zur versamlung der Reichßrähte, gegen den 8ten: October
da man deliberiren wirdt, wie der Cron schulden,
über 6 millionen, sich erstregkende, getilget
werden möchten? maßen dann, ohne den neẅen
PfortenZoll undt angenordnete accisen, auf die
drey Stände, alß: Geistliche, Bürger, undt
Pawer Standt, eine extraordinarium Königliche Schatzung,
geleget werden soll. Man hat zwar, von denen
von Adel, den 3. Theil, von den lehnen, auf drey
iahr, begehret, Sie haben sich aber, darzu nicht
verstehen wollen, derhalben, wirdt man, inß künftige, ge-
nawere achtung geben, auff der gouverneurs, ihre rechnungen,
wie: inngleichem, wegen des Zolls, in Norwegen.

|| [[Handschrift: 188v]]


Die Stadt Brehmen, schickt auch gesandten nach
Stogkholm, so übern Sundt, paßiren.


Daß getreydig, in Dennemargk, ist sehr ver-
dorben, wegen der vielen regen, undt inundatio-
nen. Vervhrsacht, große Theẅerung, undt
hungersnoht. So haben auch die Sturm win-
de, auf der Oost: undt WestSee, grawsam
rumoret. Gott erbarme sich armer leütte!


Die in Demmin gelegene Schwedischen völgker
undter dem Obersten Conrath, sollen rebelliret,
die großen Stügke, vernagelt, die kleinen, inß
waßer, versengkt, die festung, darauf quittiret,
undt von den Officirern, einen Theil mitgenommen
haben, auß furchtt, (wie verlauttet) das Sie in
Schweden hinweg geführet werden möchten.


Der Pfaltzgrave Generalissimus, ist zu Wiß-
mar, gedengkt in kurtzem, mit gutem winde,
über die See, zu saigeln. Entpfähet visiten.


Der Königlich Dennemarkische Stadthalter Rantzow,
ist numehr in procinctu seiner lengst, vorge-
habten, ambassade, undt rayse an Kayserlichen hof, mit
Stadtlichem comitat, undt apparat. Jst auch || [[Handschrift: 189r]]
schon zu hamburgk persöhnlich gewesen, undt hat
sein Bagage, undt in die 6 schöne pferde vorahn geschicktt.


Minden an der Weser, ist numehr, von den Schwedischen
auch evacujret.


Der Feldtmarschall Wrangel, sol ein Anlehen vom
General Maior, Peykuhl, gesucht haben, dieser aber
hat sich excusirt, er hette es nicht, iehner hat
nicht acquesciren wollen, sondern härter angehalten.
Alß dieser nun, beym abschlag verblieben, sol
ihm Wrangel, im Stift Ferden, haben einfallen,
undt mit gewaltt, 300000 ReichsthalerRthlr: abnehmen
laßen, darumb er in Schweden, citiret seye.
Den erfolg dieser seltzamen Zeitung, lehret die Zeitt.


Der Pabst, vermeinet man, werde es bey
dem Protestiren, wieder den friedensSchluß,
nicht bleiben laßen, Sondern auch seine Macht
dargegen anwenden, undt so wol Spannien,
alß Frangkreich, darwider, animiren.


Etzliche muhtmaßen, es spinne sich ein feẅer ahn,
<wegen der Zölle undt traffic zur See> zwischen Schweden, undt Hollandt, item: zwischen
Schweden, undt Chur Brandenburg wegen der Pommerischen
gräntzen, undt verweigerter huldigung, zu Magdeburgk. et cetera


Dabit Deus, his quoque finem.28


Mittwoch den 25. September

|| [[Handschrift: 189v]]


Extra zu Mittage, ist Seckrka, undt Peltzigk gewesen.
Dieser Peltzigk, ist Jochem Peltzigks Sehliger vetter, undt Mein
lehenmann.


Jch habe viel intrighj gehabt, wegen der gebeẅde, undt
Oeconomijsachen.

Mittwoch den 25ten: September 1650.

<1 Schockßo: lerchen, die lerchenstreicher, Zacharias, Michel29 Lackai undt Märtin Vorreiter eingebracht.>


Jn die kirche, undt wochenpredigtt,
conjunctim, die Schwester aber ist
noch krangk.


Extra zu Mittage, undt abendts: Seckrka, undt
Einsidel. et cetera Tobias Steffeck von Kolodey et cetera[.]


Fürst Augustus ist cum filio30, & nobilibus an Meine Schleüse
unversehens, gekommen, eben, alß ich mich waschen,
undt Balbiren laßen, undt hat den baw besichtiget,
ist aber baldt darnach, auf ienseyts, wieder darvon
gefahren.

Donnerstag den 26ten: September 1650.


In Gallicis, habe ich heütte viel zu arbeitten ge-
habt, weil mir auß Frankreich verworrene händel, in
selbigen Schuldtsachen, vorkommen, auch dißputirlich gemacht
werden wollen. Gott helfe mir auch, auß selbigem
labyrinth.


heütte hat man die weinlese angefangen. Gott
gebe zu sonderbahrem glügk! Segen! undt succeß!

|| [[Handschrift: 190r]]


Die leichpredigten, des herrn vetters, Fürst Ludwigßs Sehliger hat
Mein Secretarius hangkwitz herüber geschicktt, nebst dem
gekrönten davidt, undt andern büchern.


Georg Reichardt est revenü de , l'y ayant voyè ce mattin
vers le L. K. C.g & il m'a rapportè de lá, esperance mediocre,
en termes trescivis.

Freitag den 27ten: September 1650.


Post preces, & lectiones matutinas, preparatoria
zur devotion gemacht, die Oeconomica ordjniret,
Mit Seckerka conversiret. etcetera


hofmeister Einsidel, undt Doctor Mechovius, seindt
diese Nacht, auß der Grafschaft Schwartzburg,
etwaß malat, wieder kommen.


Der von Jehna, undt Ernst Dietrich Röder, seindt
anhero kommen, undt extra zu abends, bey mir, geblieben,
wie auch der iunge Einsidel. Jehna, habe ich nach der
Mahlzeitt, wiederumb dimittiret.

<17 lerchen, vndt 1 wachtel, vom lerchenstreichen.>


Ma femme a songè Que mon fils Viktor Amadeus se seroit
noyè & perdü dans la rivière de Salle, & que
le Precepteur Hammel, auroit picquè avec le doigt
dans les yeux Charl Ursinus pour pünition de n'avoir Voulü estüdier,
item: l'auroit poussè avec la teste, par les troux, dü mitan dès escabeaux[.]

|| [[Handschrift: 190v]]


Mein Töchterlein, Eleonora hedwig, hat Trefliche schmertzen
an Zähnen, ein drey Tage, undt mehr hero, also, das Sie
muß darahn zu bette ligen, undt es will ihr, nichts
helfen. Gott erbarme sich des armen würmleins!
undt lindere, ihre große schmertzen!


Extra zu Mittage, ist niemandt gewesen, alß: Se-
kerka, Röder, undt der iunge Einsiedel. et cetera


Jn die Præparationpredigt, cum sorore, et filiis, et nobilibus, &cetera[.]


Gott laße unß, würdige Tischgenoßen, bey seiner
gnaden Tafel, erfunden werden!


Abermalß ein Prorogationschreiben, von Plötzkaw,
des angesetzten Tages halben, entpfangen.


Die Erffurdter avisen geben:


Daß leider! die Schotten geschlagen, in die 4000
Mann verlohren, ihr König, in gefahr, seye, ob
er gleich alles bewilliget, undt eingegangen, waß
die Schotten, gewollt: Gott erbarme sich, seiner!


Cromwell, sol in guter postur, stehen, sich sehr,
auß Engellandt, verstärgken, undt die Schotten,
in ihrem läger, außzuhungern, gedengken.


Jn Schweden, sol es auch innerliche factiones,
geben, undt neẅe motus aldar, besorget werden.
Selbiger landt: oder ReichsTag, sol sich, gar schlecht
anlaßen. Die Stände wollen nichts willigen, vor || [[Handschrift: 191r]]
ankunft selbiges Generalissimj des pfaltzgraven.


Jn Dennemargk, gibt es auch schwürige köpfe, ha-
ben zu Contributionen, wenig lußt. Jnterim cumu-
lieren sich, die Königlichen Schulden, wiewol Rantzow,
groß geldt auf seine Ambassade bekommen, undt
mitgenommen, undt sehr herrlich spendiren thut.


Jn Polen, besorgt man sich wieder, eines Tattern-
krieges, undt trawet man den Cosagken, auch nicht recht.


Die Venezianer, triumphiren sehr, mit ihrer
recuperirten festung, Sankt Teodoro, oder Tudero, in
Candia, wie auch <wegen> des Castels Turlulu, hoffen
selbige Jnsel, zu liberiren, weil auch zu Constan-
tinopel, der Primo Vezier, caßirt, oder stranguliret,
hingegen, der neẅe reiche eingesetzte Calil Bassa,
große confusiones machet.


König in Spannien, sol Todtkrangk sein, deßen
Tochter, der Ertzhertzog Leopoldus, undt der Pabst
auf das Königreich Neapolis ein auge haben,
gesinnet sein solle. Gott schigke alles, zur beßerung!


Düc de Bouillon, undt sein bruder, haben große
progreß allnoch, in Guienne, undt Champagne.
Die verbitterung, wieder den Cardinal, mehret sich
undt, ohne erledigung der Printzen, undt abschaffung
gedachten Cardinals wollen die tractaten, nicht forth.

|| [[Handschrift: 191v]]

Sonntag den 29ten: September 1650. Michaelis.

<34 großvögel, von Ballenstedt.>


Jn die kirche, undt zur heiligen communion in feiner
frequentz, Gott lob, undt dangk! Gott gebe
unß Stärgke, undt beständigkeitt! zu unserer
Seelen Sehligkeitt! Nach gehaltener communion,
ist die Schwester, freẅlein Dorothea Bathildis,
(welche sich hertz: inniglich, darauf gefreẅet)
etwan unpaß worden. Jedoch, hat Sie sich, stargk
gemacht, biß wir alles absolviret, mit
unserer kirchenDevotion, undt biß wir
also noch, wieder aufs Schloß kommen.


Extra zu Mittage, Monsieur Sekerka, des
hofmeister Einsiedelß, haußfraw, Röder, die
Rindtorfinn <der iunge Einsidel>, der hofprediger, Tobias Steffeck von Kolodey
undt Schwartzenberger an der Tafel theilß,
theilß auch am NebenTische gewesen.


Abendts spähte, haben meine Söhne durch Tobias Steffeck von Kolodey
noch etzliche Rackeetlein, undt Schwermer
fliegen laßen.

|| [[Handschrift: 192r]]

Montag den 30ten: September 1650.

<3 hasen nachmittags.>

<4 hasen, vormittags 2 läxe. 26 vogel.>


Conferenze mit Sekrka, postea mit Jakob Ludwig Schwartzenberger.


Mein Sohn31, ist hinauß hetzen geritten, undt hat,
4 hasen, eingebracht, von Palbergk, hero.


Nachmittags wieder hinauß hetzen, undt in die
weinberge, deme von Seckerka den Ziegelberg,
(den man liset) zu zaigen, welches auch geschehen,
undt wir haben darneben, 2 hasen, gehetzt,
wie auch Oberlender, 1 geschoßen.


Schreiben, von Berlin, halle, Leiptzigk.


Die avisen geben: daß der König in Engellandt, undt
seine Schotten, aufs haüpt geschlagen, vom Cromwell,
4000 außerlesene Mann, wehren aufm platz, geblieben.
General leütnant Leßle vndt sehr viel Officirer,
ia fast die gantze infanterie, gefangen, in die
250 fähnlein, undt fahnen verlohren, in die 40
stügke, undt alles Bagage inngleichem, Edenburgk
wehre Occupirt, man wüßte nicht, wo der König
hinkommen, es gienge alles, bundt über. Gott erbarm es!
undt laße doch, die ungerechtigkeitt, nicht überhandt nehmen!


Zu Avignon hat das wetter, in eine kirche, darinnen
60000 Pfund (libra)℔: pulver gelegen, eingeschlagen, undt erschregklich
rumoret, zu Mecheln, ist der pulverThurm, angegangen, undt
hat auch gehauset, als ob der iüngste Tag, vorhanden?

|| [[Handschrift: 192v]]


Zu Bourdeaux, ist der krieg, noch grimmig, undt
alß die Königinn, dem Düc de Bouillon (welcher die
gefangenen Soldaten begraben zu laßen, angesucht)
mit einer rauhen antwott begegnet, alß ob er
in kurtzem, hoch genung solte begraben werden, ist
er darüber ergrimmet, undt unsinniglich, auß-
gefallen, auf des Cardinals Mazzarinj, quartier
kommen, undt viel officirer, undt Soldaten, er-
schlagen, undt gefangen. Visconte de Türenne,
sol auch in Champagnien, wieder victorisirt haben.
Der Ertzherzog aber, mit dem Düc d'Orleans
auf Fürstliche parolle, friede tractiren, hingegen
der Düc de Lorraine, solle unpaß sein. Die
Spannier, dringen auf die pacification von
Vervins, de anno 1598. Die Frantzosen aber,
auf observation des Münsterischen friedens.
Wollen die waldstädtlein, eher nicht evacuiren.
Chur Pfaltz, wirbt auch volgk.


Zu Basel undt dort herumb, ist ein erschregklich
donnern, blitzen, undt erdtbebem, auch großer
hagel, gewesen, welcher die früchte, sehr verderbet,
undt schregken gebracht.

|| [[Handschrift: 193r]]


Jn Dennemargk vndt selbigen landen, hat der regen
die Erndte, undt winttersahtZeitt, sehr gehindert,
undt verderbet, auch große Theẅerung vervhrsachet.


Der Tapfere Frantzösische Reichß: undt feldt-
marschalgk Rantzow, ist zu Duynkirchen, gestorben.


Die Frantzosen, seindt eingefallen, im Alexandri-
nischen, zwischen Annone, undt La Rocca d'Aranzo.


Der Pabst, will, alle Baronj Romanj, sollen ihre
festungen, demoliren, undt die Montj, darinnen sie
geldt stehen haben, reümen, Trift vornehmlich, die
Ursiner, undt Colomneser.


König in Spannien, hat vrlaub, vom Könige in
Spannien, seine geistlichen, in Castiglia undt Leon
auf 6 iahr, mit fleisch, wein, eßig, undt öhl-
Zoll, zu belegen, welches in die 19 millionen, eintragen
solle. <Zu Nürnbergk ist es nichts, mit dem Sultzbacher vergleich.>


Die Venezianer, triumphiren, über San Todero,
undt Turlulu, so General Mocenigo, recuperiret,
undt hoffen, Canea, vom secours, außzuschließen.


Der Große Cham[!], droẅet Polen, undt Moßkaw,
will auch, Moldaw, undt Walachay occupiren. et cetera
Chmielinßky wirdt auch gedroẅet, wo er ihm nicht assistjret.
Ein Spinola, so also heißt, undt doch ein geborner
Tartar ist, sol Ambassador zu Wien, sein.


Die Landtgrävin zu Caßel, will ihren RegentenStandt, abtretten. || [[Handschrift: 193v]]
Undt ihrem Sohne, Landtgraf Wilhelm, übergeben, derent-
wegen, ein landtTag, zu Caßel, außgeschrieben, sein soll.


Der iunge hertzogk von Bayern, Coadjutor zu Cölln,
undt Lüttich, sol Churfürst zu Cölln, &cetera werden.


Man spargiret noch, der Kayser, werde die
Princeßinn von Dennemargk, des Churfürsten von Saxen
Tochter, heyrathen, umb dadurch, desto mehr, die
liebe der Evangelischen Chur: undt Fürsten, zu gewinnen.


Zu Demmin, continuirets, daß die Schwedischen,
noch rebelliret haben, wie neẅlichst, geschrieben worden.
Sie hetten die Stügke vernagelt, die fähnlein von den
Stangen, gerißen, in abwesen ihres Obersten, die sa-
tisfacitongelder erpreßet, undt abdangkung erzwungen.


Textapparat
a Graphisch nicht darstellbares Symbol mit nicht ermittelter Bedeutung.
b Die Wortbestandteile "zu" und "rügke" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
c Die Wortbestandteile "zu" und "wieder" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
d Im Original folgt hier eine Leerstelle; der Ort sollte vermutlich später nachgetragen werden.
e Im Original folgt hier eine Leerstelle; der Ort sollte vermutlich später nachgetragen werden.
f Im Original folgt hier eine Leerstelle; der Ort sollte vermutlich später nachgetragen werden.
g Abkürzung nicht auflösbar.

Kommentar
1 Person nicht ermittelt.
2 1. Cor 10.
3 1. Cor 10,15.
4 Person nicht ermittelt.
5 Eventuell Irrtum Christians II.: Es könnte derniederländischen Admiral Maarten Harpertszoon Tromp (1598-1653) gemeint sein.
6 Christian II. könnte hier Schloss Alsheim in der Pfalz meinen.
7 Person nicht ermittelt.
8 Identifikation unsicher.
9 Identifikation unsicher.
10 Identifikation unsicher.
11 Zitat aus Rhet. Her. 4,26 (ed. Nüßlein 1994, S. 244).
12 Identifkation unsicher.
13 Identikation unsicher.
14 Zitatanklang an Ov. fast. 1,481 (ed. Holzberg 42012, S. 32f.).
15 Identifikation unsicher
16 Person nicht ermittelt.
17 Identifikation unsicher.
18 Hier: Damm-.
19 Person nicht ermittelt.
20 Person nicht ermittelt.
21 Ps 124.
22 Infrage kommen hier die Herzöge Karl, Johann Georg und Gustav Rudolf von Mecklenburg-Schwerin.
23 Person nicht ermittelt.
24 Mt 6,24.
25 Irrtum Christians II.: Die zitierte Bibelstelle ist bei Matthäus 6 zu finden.
26 Person nicht ermittelt.
27 Person nicht ermittelt.
28 Zitat aus Verg. Aen. 1,199 und Verg. Aen. 1,207 (ed. Holzberg 2015, S. 54f.).
29 Identifikation unsicher.
30 Identifikation unsicher.
31 Oder Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg.
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1650_09.xml
XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
accommodiren
sich anpassen, sich fügen, sich (gütlich) vergleichen
accommodiren
einrichten, ausstatten
accommodiren
zufriedenstellen, versorgen
acquiesciren
sich beruhigen, zufrieden sein
acquiesciren
zustimmen
admittiren
gestatten, zulassen
Ägidiustag
Gedenktag für den Heiligen Ägidius (1. September)
alteriren
verwandeln, verändern
alteriren
(sich) aufregen
alteriren
aus der Fassung bringen, erschrecken, aufregen
Ambassador
Gesandter, Botschafter
Anschlag
Plan, Absicht
Armada
Armee, Heer
Armada
Kriegsflotte
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Bailo
ständiger Gesandter der Republik Venedig in Konstantinopel
balbieren
rasieren
bandisiren
verbannen
bandisiren
ächten
Bassa
Pascha (Befehlshaber über eine Armee oder Provinz des Osmanischen Reiches)
befahren
(be)fürchten
braviren
trotzen, Trotz bieten
Captur
Verhaftung
Cassation
Abschaffung, Abdankung, Auflösung
cassiren
jemanden aus einem Amt entlassen, abdanken
cassiren
aufheben
cassiren
abschaffen
Cassirung
Entlassung von jemandem aus einem Amt
causiren
verursachen
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
Commercien
Handelsgeschäfte
condemniren
verurteilen, verdammen
conferiren
jemandem etwas (z. B. ein Amt oder ein Lehen) übertragen
confident
vertraulich
confundiren
verwirren
confundiren
vermischen, vermengen
confundiren
aus der Fassung bringen
conjungiren
verbinden, verbünden, vereinigen, zusammenführen
Connivenz
Duldung, Nachsichtigkeit
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
Curandin
Minderjährige unter Vormundschaft
debelliren
militärisch besiegen
deliberiren
überlegen, beratschlagen
demoliren
Befestigungsanlagen schleifen/zerstören
Devotion
Andacht, Frömmigkeitsübung
Difficultet
Schwierigkeit
Dimission
Entlassung, Beurlaubung, Verabschiedung
dimittiren
entlassen, (förmlich) verabschieden, beurlauben, entsenden
disgustiren
verärgern, vor den Kopf stoßen
Dublone (Doblone)
spanische Goldmünze (Doppelstück)
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
ein
ungefähr
Erbhuldigung
Treuegelöbnis, das der hierarchisch auf nächst niedrigerer Stufe einem hierarchisch Höhergestellten im Rahmen der Lehensverfassung leistet
Esquadron
Halbregiment bei der Reiterei und den Dragonereinheiten
Faction
Aufruhr, Meuterei, Empörung
Faction
(politische) Partei
Faction
(politische) Entzweiung
gähling
plötzlich, unversehens
Glückshafen
Glückstopf (aus dem Lose gezogen werden), Glücksbude, Lotterie
Großvogel
allgemeine Bezeichnung für größere essbare Vögel
Handbrieflein
kleines Handschreiben
Hostilitet
Feindseligkeit
Importanz
Bedeutung, Wichtigkeit
Importanz
wichtige Angelegenheit, Sache von Bedeutung
Imprese
Unternehmung
improbiren
missbilligen, tadeln
intimiren
bekannt machen
Inundation
Überschwemmung
irresolut
unentschlossen
Jagd
Jacht (schnellsegelndes leichtgebautes Schiff)
Klebgarn
an Stangen befestigte Fangnetze für Vögel
Lerchen streichen
Lerchen mit Hilfe eines Netzes massenhaft fangen
Lerchenstreicher
Person, die mit Hilfe eines Netzes massenhaft Lerchen fängt
liberiren
befreien, freilassen
liberiren
erlösen, frei machen
manuteniren
bewahren, behaupten, erhalten, handhaben
Maone
eine türkische Galeasse (Ruderkriegsschiff), die kleiner als eine venezianische Galeasse ist
meutiniren
meutern
meutiniren
sich widersetzen, widerspenstig sein
Michaelistag
Gedenktag für den Erzengel Michael (29. September)
Nativitätensteller
Sterndeuter
Ordinarije
gewöhnliche/regelmäßige Mitteilung, Nachricht, Zeitung
ordiniren
verordnen, befehlen, festlegen
ordiniren
regeln, einrichten
ordiniren
jemanden bestimmen, beauftragen, einsetzen
ordiniren
in einem liturgischen Akt eine kirchliche Weihe (meist Priesterweihe) erteilen (in der katholischen Kirche), in ein geistliches Amt einsetzen (in der evangelischen Kirche)
persuadiren
überreden, überzeugen
Pistolette
Pistole (spanische Goldmünze)
Pöfel
einfaches Volk, Pöbel
Postur
Stellung, Haltung, Lage
Prorogation
Verlängerung einer Frist oder eines Zustandes
ranzioniren
gegen Geldzahlung auslösen
ranzioniren
mit einer Lösegeldforderung belegen
recontriren
begegnen, treffen, auf etwas/jemanden stoßen
recuperiren
zurückerobern
recuperiren
wiedererwerben, wiedererlangen
Recuperirung
Zurückeroberung
regaliren
(reichlich) bewirten
repetiren
fordern, zurückfordern
salviren
retten
Satisfactionsgelder
auf die Stände bzw. die Steuerpflichtigen umgelegte Zahlungen zur Befriedigung von Ansprüchen eines anderen Staates, die in einem Friedensvertrag festgelegt sind
Schmierament
schlechtes, nur zum schmieren taugliches Buch/Schriftstück
sieder
seit
spargiren
ausstreuen, ausbreiten
streichen
zur Ehrerbietung (Flagge oder Segel) herunterziehen
streichen
Vögel mit Hilfe eines Netzes (massenhaft) fangen
Stück
Geschütz, Kanone
Stück
(einzelner zählbarer) Gegenstand, (einzelne) Sache, (einzelnes) Objekt
succediren
folgen, nachfolgen
succediren
erfolgreich sein, Glück haben
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
Succurs
(militärische) Unterstützung, Hilfe
terriren
erschrecken, in Furcht versetzen
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
übermeistern
durch Überlegenheit gewinnen, überwinden
Urlaub
Erlaubnis
Urlaub
Entfernung, Weggang
verehren
schenken
verehren
beschenken
Victorie
Sieg
victorisiren
siegen, siegreich sein
Vogelherd
erhöhter Platz, auf dem der Vogelsteller die Vögel in Garnen oder Netzen fängt
Volk
Truppen
vorlängst
längst, schon vor langer Zeit
Zeitung
Nachricht
Aegidius Albertinus

geb. 1560
gest. 1620
Anm.: Geb. in den Niederlanden; seit 1593 am Münchner Hof als Hofkanzlist; seit 1597 Hofsekretär; seit 1601 Hofbibliothekar.

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Johann Georg Albinus
Johann Georg Weiß von Weißenlöw

geb. 1616
gest. nach 1686
Anm.: Sohn des Dessauer Pfarrers Justus (1) Albinus (1584-1635); um 1646/49 Konrektor der Schule in Dessau; 1650-1653 Stadtvogt in Bernburg; spätestens seit 1657 kaiserlicher öffentlicher Notar und praktischer Jurist in Bernburg; 1656 Nobilitierung ("Weiß von Weißenlöw").
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

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Fürst Wilhelm von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1643
gest. 1709
Anm.: Sohn des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670) und Neffe Christians II.; seit 1670 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

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Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Agnes von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Landgräfin Agnes von Hessen-Kassel

geb. 1606
gest. 1650
Anm.: Tochter des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); ab 1623 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1623 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Eiferige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Friedrich Moritz von Anhalt-Dessau

geb. 1600
gest. 1610
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1579
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1600 Aufnahme in die Florentiner Accademia della Crusca ("L'Acceso"); seit 1606 regierender Fürst von Anhalt-Köthen; 1631-1635 schwedischer Statthalter des Erzstifts Magdeburg und des Hochstifts Halberstadt; 1617 Mitbegründer und bis zu seinem Tod erstes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nährende").

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Fürstin Sophia von Anhalt-Köthen
Geburtsname: Gräfin Sophia zur Lippe

geb. 1599
gest. 1654
Anm.: Tochter des Grafen Simon VI. zur Lippe (1554-1613); 1626-1650 Ehe mit Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Emsige"); seit 1629 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

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Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

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Fürstin Elisabeth von Anhalt-Plötzkau

geb. 1630
gest. 1692
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Nüchterne").
Fürst Emanuel von Anhalt-Plötzkau
Fürst Emanuel von Anhalt-Köthen

geb. 1631
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Lebrecht (1622-1669) in Plötzkau; ab 1657 in schwedischen Kriegsdiensten; 1659/60 in dänischer Gefangenschaft; 1662 Teilnahme am venezianischen Feldzug gegen die Türken; 1665-1669 zusammen mit seinem Bruder Lebrecht herrschender und seit 1669 alleinregierender Fürst von Anhalt-Köthen; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Strebende").

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Fürst Ernst Gottlieb von Anhalt-Plötzkau

geb. 1620
gest. 1654
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1653 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Lebrecht (1622-1669) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Starke").

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Fürstin Johanna von Anhalt-Plötzkau

geb. 1618
gest. 1676
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1660 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wissende").
Fürst Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
Fürst Lebrecht von Anhalt-Köthen

geb. 1622
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").

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Fürstin Sibylla von Anhalt-Plötzkau
Geburtsname: Gräfin Sibylla zu Solms-Laubach

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Tochter des Grafen Johann Georg zu Solms-Laubach (1547-1600); 1618-1653 Ehe mit Fürst August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); ab 1621 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gläubige"); seit 1622 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

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Fürstin Sophia von Anhalt-Plötzkau

geb. 1627
gest. 1679
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; nach 1638 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Mäßige").
Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.Weiterführende Informationen in der NDB
Anthony Ascham

geb. ca. 1614
gest. 1650
Anm.: Sohn des Ratsherren Thomas Ascham aus Boston (Lincolnshire); ab 1634 Studium in Cambridge; seit 1646 Erzieher des zukünftigen Königs Jakob II. (1633-1701) und von dessen Bruder Heinrich (1640-1660); 1649/50 englischer Gesandter bei den Hansestädten in Hamburg; 1650 Ermordung bei seiner Ankunft als zukünftiger englischer Gesandter in Madrid.

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Markgraf Wilhelm von Baden-Baden

geb. 1593
gest. 1677
Anm.: Sohn des Markgrafen Eduard Fortunat von Baden-Baden (1565-1600); ab 1622 regierender Markgraf von Baden-Baden (1631-1634 Vertreibung durch die Schweden), 1634-1648 ebenso von Baden-Durlach; seit 1630 kaiserlicher Geheimer Rat sowie Obrist (1630-1646), Generalfeldwachtmeister (1633) und Feldzeugmeister (1635); ab 1652 Reichskammerrichter; seit 1639 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Ott(o)mar Baumeister d. Ä.

geb. 1590/91
gest. 1670
Anm.: Sohn des Johann Baumeister aus Soest; spätestens 1639 Bauherr, 1640 vermutlich Reitherr und 1645 bis 1658 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Kurfürstin (Henrietta Maria) Adelheid von Bayern
Geburtsname: (Enrichetta Maria) Adelaide di Savoia

geb. 1636
gest. 1676
Anm.: Tochter des Duca Vittorio Amedeo I di Savoia (1587-1637); seit 1650/52 Ehe mit Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern (1636-1679).

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Herzog Ferdinand (2) von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Ferdinand von Köln
Bischof Ferdinand von Lüttich
Bischof Ferdinand von Hildesheim
Bischof Ferdinand von Münster
Bischof Ferdinand von Paderborn

geb. 1577
gest. 1650
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1612 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Lüttich, Hildesheim und Münster; seit 1618 auch Bischof von Paderborn.

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Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern

geb. 1636
gest. 1679
Anm.: Sohn des Kurfürsten Maximilian I. von Bayern (1573-1651); seit 1651 Kurfürst von Bayern, bis 1654 unter der Regentschaft seiner Mutter Maria Anna (1610-1665) und des Kuradministrators Herzog Albrecht von Bayern (1584-1666).

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Herzog Maximilian Heinrich von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Maximilian Heinrich von Köln
Bischof Maximilian Heinrich von Hildesheim
Bischof Maximilian Heinrich von Lüttich
Bischof Maximilian Heinrich von Münster

geb. 1621
gest. 1688
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht von Bayern (1584-1666); Koadjutor im Hochstift Hildesheim (1633-1650), im Erzstift Köln (1642-1650) und im Hochstift Lüttich (1649/50); ab 1650 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Hildesheim und Lüttich; 1657 auch Fürstabt von Malmedy und Stablo; seit 1683 ebenso Bischof von Münster.

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Bertram von Bellinghausen
Abt Bertram Rhabanus von Siegburg

geb. ca. 1587
gest. 1653
Anm.: Sohn des Bertram von Bellinghausen zu Altenbernsau; 1620 Abt der Benediktinierabtei in Siegburg; 1640/41 Teilnahme am Regensburger Reichstag; 1645 Teilnahme an den Friedensverhandlungen in Münster und Osnabrück.

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Luis Francisco de Benavides Carrillo de Toledo
Marqués Luis Francisco de Caracena
Marqués Luis Francisco de Frómista
Conde Luis Francisco de Pinto

geb. 1608
gest. 1668
Anm.: Sohn des Luis Francisco de Benavides y Cortés, Marqués de Frómista; Marqués de Caracena und de Frómista sowie Conde de Pinto; seit 1629 in spanischen Kriegsdiensten, zuletzt als General; 1648-1656 Gouverneur des Herzogtums Mailand; 1659-1664 Statthalter der Spanischen Niederlande; 1664/65 Inhaber des Oberkommandos im Restaurationskrieg gegen Portugal.

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Abraham Benedix

Anm.: Sohn des Bernburger Rabbis N. N. Benedix (2); seit 1645 jüdischer Kaufmann in Bernburg.
Hans Georg Berger

Anm.: Um 1648 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); um 1649/52 Lakai und bis 1654 Musiker ("Instrumentist") des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1654 im Dienst des Herzogs Christian von Sachsen(-Merseburg) (1615-1691).
Kaspar Böke
Kaspar Böckmann

Anm.: Geboren in Holstein; um 1646/56 Gärtnermeister und fürstlicher Schlossgärtner in Bernburg.
Joachim (1) von Böltzig

gest. vor 1650
Anm.: Sohn des Andreas von Böltzig auf Prussendorf; Erbherr auf Prussendorf.
Joachim (2) von Böltzig

gest. spätestens 1667
Anm.: Sohn des Christoph von Böltzig auf Brachstedt; Erbherr auf Staßfurt und Köckern; zudem anhaltisch-bernburgischer Lehnsmann.
Adolf von Börstel

geb. 1591
gest. 1656
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmannes Curt von Börstel (1549-1618); ab ca. 1609 Agent der Fürsten von Anhalt und anderer protestantischer deutscher Reichsfürsten am französischen Königshof; später auch königlicher Kammerherr in Paris; seit 1646 Herr von Rieux (Oise).
Christian Heinrich von Börstel

geb. 1617
gest. 1661
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); Erbherr auf Güsten und Ilberstedt; 1641-1643 Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) und zugleich Hofmeister für dessen Sohn Johann Georg (1627-1693); 1643-1648 Geheimer Rat und Hofmeister von Fürst Johann Kasimir; 1648 Übersiedlung nach Bernburg; seit 1657 anhaltischer Gesamtrat und Hofmeister des Fürsten Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlängernde"); vgl. Andreas Hesius: Lieblich und schönes Erbtheil der Kinder Gottes [...], Köthen 1661, Bl. Fijr-Givv.

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Dorothea Louise von Börstel

geb. 1613
gest. 1653
Anm.: Tochter des Heinrich von Börstel (1581-1647); bis 1635 Kammerjungfer der unverheirateten Schwestern Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1635 Ehe mit Hans Ernst von Börstel (gest. 1654).
Ernst Gottlieb von Börstel

geb. 1630
gest. 1687
Anm.: Sohn des kurbrandenburgischen Rats Ludwig von Börstel (ca. 1585-1631); 1639-1649 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ca. 1650/51-1660 Kammerjunker der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660); zudem Leutnant (1656), Hauptmann (1657) und Obristleutnant (1664) der kurfürstlichen Leibgarde; ab 1660 Kammerjunker und 1662-1675 Oberschenk des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688); daneben kurbrandenburgischer Obristwachtmeister (1671) Obrist (1676) und Generalwachtmeister (1684); 1675-1678 Schlosshauptmann in Cölln a. d. Spree; 1680-1683 kurbrandenburgischer Kriegsrat; seit 1682 Amtshauptmann von Wolmirstedt und Wanzleben; ab 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anreizende"); vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 434f.

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Friedrich (2) von Börstel

geb. 1627
gest. 1681
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); bis 1654 Kammerjunker des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); schwedischer Gardeleutnant (1655), Gardeobristleutnant (1662), Obrist (1665) und Generalmajor (1678); Kommandant von Göteborg (1674) bzw. Bohus (1678); später Oberkommandant von Göteborg; 1676 Erhebung in den Freiherrenstand.
Georg Friedrich von Börstel

geb. ca. 1627
gest. 1688
Anm.: Sohn des kurbrandenburgischen Rats Ludwig von Börstel (ca. 1585-1631); zunächst kurbrandenburgischer Kammerjunker; ab 1651 Hof- und Kammergerichtsrat; 1654-1665 mehrfach diplomatische Missionen; zudem seit 1673 Amtshauptmann von Beeskow und Storkow; außerdem Appellationsgerichtsrat in Ravensberg; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 435f.

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Hans Ernst von Börstel

geb. ca. 1585/90
gest. 1654
Anm.: Sohn des anhaltischen Rats Ernst von Börstel (ca. 1560-1623?); Erbherr auf Westeregeln; zunächst hessisch-kasselischer Rat; 1622 Hofjunker und 1623/24 Hofmeister des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg, danach auch für dessen Bruder Ernst (1608-1632); ab 1633 anhaltisch-bernburgischer Rat und Amtshauptmann von Harzgerode (noch 1649); seit 1634 zudem Hofmeister des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); zuletzt Hauptmann von Schloss und Amt Hoym; seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittere").

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N. N. Bohne

Anm.: Um 1650 Regimentsschulze und Sekretär in Hamm.
Armand de Bourbon
Prince Armand de Conti

geb. 1629
gest. 1666
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); ab 1629 Prince de Conti; 1649/50 Beteiligung an der Fronde; 1650/51 deswegen in Haft; 1654-1660 Gouverneur von Guyenne; militärische Kommandos in Spanien (1654) und Italien (1657); 1656-1660 Grand maître de France; seit 1660 Gouverneur des Languedoc.

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Gaston de Bourbon
Duc Gaston d' Anjou
Duc Gaston d' Orléans
Duc Gaston de Chartres
Duc Gaston d' Montpensier
Duc Gaston d' Saint-Fargeau
Duc Gaston de Valois
Duc Gaston d' Alençon

geb. 1608
gest. 1660
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610) und ältester lebender Bruder ("Monsieur") von Ludwig XIII. (1601-1643); 1608-1640 Duc d'Anjou; ab 1626 Duc d'Orléans et de Chartres; seit 1627 Duc de Montpensier et de Saint-Fargeau; 1630-1650 und ab 1652 Duc de Valois; seit 1643 Lieutenant-général du royaume; ab 1646 Duc de Alençon; 1648-1653 wiederholter Parteiwechsel während der Fronde.

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Jean-Gaston de Bourbon
Duc Jean-Gaston de Valois

geb. 1650
gest. 1652
Anm.: Sohn des Gaston de Bourbon, Duc d'Orléans (1608-1660); seit 1650 Duc de Valois.
Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

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Marguerite de Bourbon
Duchesse Marguerite d' Orléans
Geburtsname: Prinzessin Marguerite von Lothringen

geb. 1615
gest. 1672
Anm.: Tochter des Franz von Lothringen, Graf von Vaudémont (1572–1632); seit 1632 Ehe mit Gaston de Bourbon, Duc d'Orléans (1608-1660).

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Bourbonen, Dynastie

Anm.: Seit 1589 regierende Königsdynastie in Frankreich.

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Markgraf Albrecht von Brandenburg-Ansbach

geb. 1620
gest. 1667
Anm.: Sohn des Markgrafen Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach (1583-1625); seit 1634 regierender Markgraf von Brandenburg-Ansbach (bis 1639 unter Vormundschaft seiner Mutter Markgräfin Sophia).

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Markgräfin Henriette Louise von Brandenburg-Ansbach
Geburtsname: Herzogin Henritte Louise von Württemberg-Mömpelgard

geb. 1623
gest. 1650
Anm.: Tochter des Herzogs Ludwig Friedrich von Württemberg-Mömpelgard (1586-1631); 1642 Ehe mit Markgraf Albrecht von Brandenburg-Ansbach (1620-1667).
Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg
Herzogin Elisabeth Charlotte in Preußen
Geburtsname: Pfalzgräfin Elisabeth Charlotte von Pfalz-Simmern

geb. 1597
gest. 1660
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1616-1640 Ehe mit Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); seit 1650 Witwensitz in Crossen an der Oder.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Kurfürstin Louise Henrietta von Brandenburg
Geburtsname: Gräfin Louise Henrietta von Nassau-Dillenburg

geb. 1627
gest. 1667
Anm.: Tochter des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); seit 1646 Ehe mit Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688).

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Johann (2) Brandt

geb. 1604
gest. 1672
Anm.: Sohn des Tirschenreuther Kantors Bartholomäus Brandt (gest. 1611); Studium in Erfurt (1623) und Altdorf (nach 1630 Promotion zum Dr. med.); ursprünglich Arzt in Reichenbach/Vogtland (noch 1630); ab 1632 kriegsbedingt in Bernburg, dort baldige Bestallung zum Stadtphysikus; (vor 1637) bis November 1649 Leibarzt des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg und spätestens seit 1647 auch dessen Rat; ab Ostern 1650 Hofarzt des Fürsten Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665) und von dessen verwitweten Mutter Sophia (1599-1654); vgl. Wolfram Kaiser / Arina Völker: Universität und Physikat in der Frühgeschichte des Amtsarztwesens, Halle (Saale) 1980, S. 38.
Barthold Hartwig von Bülow

geb. 1611
gest. 1667
Anm.: Sohn des Ratzeburger Domdechant Detleff von Bülow (gest.1662); um 1634 im Dienste Herzogs Bernhard von Sachsen-Weimar; seit 1634/35 als Obristleutnant in schwedischen Kriegsdiensten; 1642 schwedischer Obristleutnant; 1644 Obrist; 1646 Kommandant von Leipzig; nahm an den Verhandlungen des Nürnberger Exekutionstages 1649/1650 teil; seit 1653 Generalmajor; 1653 Kommandant von Thorn; seit 1664 Generalleutnant; 1664 Vizegouverneur von Schwedisch-Pommern; General der Infanterie,

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1595
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gutsbesitzers Mychajl Chmelnyzkyj; Ausbildung am Jesuitenkolleg in Tschyhyryn; danach Kriegsdienst im Kosakenherr; seit 1648 Hetman der Kosaken und Anführer von deren Aufstand gegen Polen-Litauen.

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Colonna, Familie

Anm.: Römisches Hochadelsgeschlecht.

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Alfonso Covello de Ribera

gest. 1646?
Anm.: Bis 1646 spanischer Gouverneur der Festung Porto Longone; wegen Übergabe derselben nach seiner Rückkehr nach Spanien dem Kriegsrecht übergeben.
Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

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König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich II. von Schleswig-Holstein
Administrator Friedrich II. von Bremen
Administrator Friedrich II. von Verden
Graf Friedrich I. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1623-1629 und 1634-1644 Administrator des Hochstifts Verden; 1634-1648 Administrator des Erzstifts Bremen; 1647 Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein; ab 1648 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1667 zudem regierender Graf von Oldenburg und Delmenhorst.

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Königin Sophia Amalia von Dänemark und Norwegen
Herzogin Sophia Amalia von Schleswig-Holstein
Gräfin Sophia Amalia von Oldenburg und Delmenhorst
Geburtsname: Herzogin Sophia Amalia von Braunschweig-Calenberg

geb. 1628
gest. 1685
Anm.: Tochter des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); 1643-1670 Ehe mit König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen (1609-1670).

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Giovanni Diodati
Johannes Deodatus

geb. 1576
gest. 1649
Anm.: Sohn des toskanischen Adligen Carlo Diodati (1541-1625), der 1567 aus Glaubensgründen von Lucca nach Genf emigriert war; Studium in Genf; 1597-1606 Professor für hebräische Sprache in Genf; 1607 Bibelübersetzung ins Italienische; seit 1608 Pfarrer; 1609-1645 Professor für Theologie in Genf; mehrfach auch diplomatische Missionen.

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Gustaf Douglas of Whittinghame
Graf Gustaf von Skänninge

geb. 1648
gest. 1705
Anm.: Sohn des Robert Douglas of Whittinghame (1611-1662); 1667-1679 schwedischer Obrist; seit 1692 Gouverneur von Västerbotten und Lappland.
Robert Douglas of Whittinghame
Graf Robert von Skänninge

geb. 1611
gest. 1662
Anm.: Sohn des schottischen Adligen Patrick Douglas of Whittinghame (gest. 1626); ab 1627 Page des seit 1622 in Schweden lebenden Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1589-1652); schwedischer Fähnrich (1630), Hauptmann (1632), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1643), Generalleutnant (1647), General und Kriegsrat (1651), Feldmarschallleutnant (1656) und Feldmarschall (1657); 1646/47 Gouverneur in Schwaben; 1652-1654 schwedischer Reichsstallmeister; ab 1658 Geheimrat im Senat sowie Oberbefehlshaber in Estland und Livland; Erhebung zum Baron von Skålby (1651) und zum Grafen von Skänninge (1654); seit 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Lebhafte").

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Wilhelm Douglas of Whittinghame

geb. 1646
gest. 1674
Anm.: Sohn des Robert Douglas of Whittinghame (1611-1662); ab 1670 schwedischer Kammerherr; seit 1672 Oberstleutnant der schwedischen Infanterie.
August Adolf von Drandorf

geb. ca. 1590
gest. 1656
Anm.: Sohn des Wolf Friedrich von Drandorf (gest. 1632) auf Belgern; kursächsischer Obristleutnant (1631), Obrist (1635-1650) und Generalwachtmeister (1649); Kommandant von Leipzig (1636-1638), Magdeburg (1638-1646) und Großenhain (1648-1650); 1649/50 kursächsischer Gesandter auf dem Nürnberger Exekutionskongress; 1644 Erhebung in den Freiherrenstand.

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Charles Du Bois
Baron Charles d' Avaugour

geb. 1600
gest. 1657
Anm.: Unehelicher, doch 1615 legitimierter Sohn des Claude d'Avaugour, Comte de Vertus (1581-1637); ab 1629 französischer Diplomat; 1633-1641 diplomatische Missionen im Heiligen Römischen Reich, Dänemark, Schweden, Polen und bei den Generalstaaten; 1643-1648 französischer Resident bei der Armee Schwedens; 1643-1649 zudem schwedischer Obrist; 1649-1651 französischer Gesandter auf dem Nürnberger Exekutionskongress; seit 1654 Botschafter in Stockholm.

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N. N. Eberdt

geb. 1649
gest. 1650
Anm.: Tochter des Hauptmanns Michael Eberdt (gest. 1651); Patenkind des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Michael Eberdt
Michael Eberhard

gest. 1651
Anm.: Aus Stargard Patrizierfamilie stammend; vor 1649 Capitain (Hauptmann) vermutlich in schwedischen Diensten; seit 1649 in Bernburg ansässig.
Hans Friedrich Eckardt

geb. 1622
gest. nach 1680/vor 1683
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Brauers Johann Eckardt (gest. vor 1640); spätestens ab 1639 Bediensteter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1643/47 Amts- bzw. Hofkopist sowie vermutlich seit 1643 zugleich fürstlicher Küchenschreiber (noch 1648); um 1649/55 Kammerschreiber (Kammerrechnungsführer); um 1653 auch Kammerdiener; ab 1658 Bauherr und um 1670/80 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister sowie Rat in Bernburg; seit 1634 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

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Justina Maria von Einsiedel
Geburtsname: Justina Maria von Schierstedt

gest. 1700
Anm.: Tochter des Jakob von Schierstedt (gest. 1642) auf Scheuder und Tornau; bis 1640 Hofjungfer der Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg (1604-1640); 1640-1653 Ehe mit Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653).
Wolf Curt von Einsiedel

geb. 1628
gest. 1691
Anm.: Sohn des Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653); Erbherr auf Roschwitz; ab 1639 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Reisebegleiter des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693) nach Frankreich; 1645-1650 in französischen Kriegsdiensten, zuletzt als Leutnant; 1650/51 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg; 1651-1653 Kammerjunker des Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) auf dessen Reise nach Siebenbürgen; 1653/54 Hofjunker von Christian II.; 1654-1656 Kammerjunker des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); 1658/59 Kammerjunker für die Fürsten Viktor I. Amadeus und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660) auf deren Reisen nach Italien; 1659/60 Hofmeister in Harzgerode; 1660-1668 Reisehofmeister des Fürsten Wilhelm von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1643-1709) auf seiner Grand Tour durch die Niederlande, England, Frankreich, Italien und Spanien; seit 1670 anhaltisch-harzgerödischer Geheimer Rat und Hofmeister; vgl. Johann Christoph Lippian: Christ-Adeliches Trauer-Trost- und Ehren-Gedächtniß [...], Köthen 1691, Bl. E r-[F1] v.

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Johann Emmerling

geb. 1604
gest. 1683
Anm.: Sohn des Zwickauer Müllers und Ratsbaumeisters Michael Emmerling; 1637 Ordination in Halle (Saale); 1627-1637 Rektor der Stadtschule in Alsleben; 1637-1639 Diakon und seit 1639 Oberpfarrer an der Alslebener Cäcilienkirche; vgl. Verein für Pfarrerinnen und Pfarrer in der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen e. V. (Hg.): Pfarrerbuch der Kirchenprovinz Sachsen, Bd. 2, Leipzig 2004, S. 452.
König Karl I. von England
König Karl I. von Schottland
König Karl I. von Irland

geb. 1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England) (1566-1625); ab 1625 König von England, Schottland und Irland; 1649 durch das Parlament des Hochverrats angeklagt und hingerichtet; seit 1611 Ritter des Hosenbandordens.

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König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

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Girolamo Foscarini

geb. 1597
gest. 1655
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Alvise Foscarini; ab 1617 Mitglied des Maggior Consiglio; seit 1622 Gouverneur von Zara; ab 1627 Richter im Collegio dei dodici; 1630-1635 Capitano (Stadthauptmann) und Podestà (Amtmann) von Vicenza, Bergamo und Sebenico; seit 1635 Senator; seit 1641 Camerlengo del Consiglio dei dieci; 1642/43 Capitano von Brescia; 1643/44 Provveditore alle Fortezze; 1647 Kommissar von Dalmatien; 1650-1653 Provveditore generale in Dalamtien und Albanien; ab 1654 Capitano generale da Mar.

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Leonardo Foscolo

geb. 1588
gest. 1660
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Alvise Foscolo; venezianischer Patrono all'Arsenal (1617/18), Capitano delle guardie delle isole del Quarnaro e riviere dell'Istria (1618/19), Governatore delle galere dei condannati (1619/20), Capitano del Golfo (1620-1624), Duca di Candia (1624-1628), Sovrintendere alla costruzione dei galeoni (1628), Provveditore all'Armar (1628/29, 1632/33 und 1635/36), Sopraprovveditore alla Giustizia nuova (1629/30), Depositario al Sale (1630-1632); Governatore del Banco della Piazza (1633), Provveditore sopra Ori e monete (1633), Governatore delle Entrate (1633), Savio alla Mercanzia (1636), Transador (1637) und Sopraprovveditore di rispetto ai due sopraprovveditori alle Pompe (1637/38), Consigliere ducale del sestiere di Castello (1638-1640), Depositario in Zecca (1640), Governatore delle Entrate (1640-1642), Provveditore alla Cassa di ori e argenti (1642/43), Provveditore in Zecca al pagamento dei prò (1643), Provveditore all'Arsenale (1643/44 und seit 1659), Inquisitore di Stato (1644/45), Consigliere ducale (1645), Provveditore in Dalmazia (1645), Provveditore generale in Dalmazia e Albania (1645-1651), Capitano generale da Mar (1650-1654), Inquisitore e revisore delle Scuole Grandi (1655), Sopraprovveditore alla Sanità (1655), Esecutore contro la Bestemmia (1655/56), Regolatore alla Scrittura (1656), Provveditore sopra Monasteri (1657/58) und Savio all'Eresia (1658/59); zudem 1630, 1636 und 1644 Mitglied des Consiglio dei dieci der Republik Venedig.

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Königin Anna von Frankreich und Navarra
Geburtsname: Infantin Anna von Spanien

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Tochter des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); 1615-1643 Ehe mit König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); 1643-1651 Regentin von Frankreich.

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König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

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Königin Maria Theresia von Frankreich und Navarra
Geburtsname: Infantin Maria Theresia von Spanien

geb. 1638
gest. 1683
Anm.: Tochter des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); seit 1660 Ehe mit König Ludwig XIV. von Frankreich (1638-1715).

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Bartholomäus Friedrich

gest. 1664
Anm.: Geboren in der Oberpfalz; Pfarrer in Preußlitz (1636-1642) und Baalberge (seit 1642); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 252.
Georg (2) N. N.

Anm.: Um 1642 fürstlicher Bediensteter in Plötzkau.
Giovanni Antonio Grillo

gest. 1649
Anm.: Als Dolmetscher im Dienst des osmanischen Reiches; 1649 ermordet.
Honoré II Grimaldi
Prince Honoré II de Monaco
Duc Honoré I de Valentinois
Marquis Honoré I de Les Baux
Comte Honroé I de Carladès

geb. 1597
gest. 1662
Anm.: Sohn des Herucle Grimaldi, Seigneur de Monaco (1562-1604); ab 1604 Seigneur und seit 1612 Prince de Monaco; ab 1643 Duc de Valentinois, Marquis de Les Baux und Comte de Carladès; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Christian Groß(e)

gest. 1654
Anm.: Sohn des Schieloer Bauern Andreas Große (gest. vor 1647); ab 1633 in Diensten des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1638 Lakai von dessen Gemahlin Eleonora Sophia (1603-1675); danach bis 1642 fürstlicher Lakai in Bernburg; seit 1642 Haushalter und Unterkammerdiener sowie um 1643 Kammerdiener und Lakai von Fürst Christian II. (bis 1646); um 1647/50 fürstlicher Bediensteter in Bernburg; um 1651/54 Schneidermeister in Bernburg.
Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Gil(les) de Haes

geb. 1597
gest. 1657
Anm.: Sohn des Bürstenhändlers Jean de Haes in Gent; zunächst Bäckerjunge in Gent; ca. 1623-1630 in spanischen Kriegsdiensten; danach kaiserlicher Obristleutnant (1630), Obrist (1632) und Generalfeldwachtmeister (1639); kurbayerischer Generalwagenmeister (1640) und Feldmarschallleutnant (1644); 1645-1652 venezianischer General; dann Gouverneur von Zara (Zadar).

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Johann Christian Hammel
Johann Christian Hamel

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgermeisters Friedrich Hammel (geb. ca. 1545); ab 1650 Hauslehrer der Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); spätestens seit 1656 Stadtvogt in Bernburg; später zudem fürstlicher Rat.
Martin Hanckwitz

gest. 1675
Anm.: Geboren in Preußen; später Bürger in Nienburg/Saale; 1640 Interimslehrer und dann bis 1650 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718), ab 1648 auch für deren Bruder Karl Ursinus (1642-1660); um 1651/52 fürstlicher Sekretär in Bernburg; seit 1652 Ratskämmerer in Köthen.

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Hans (11) N. N.

Anm.: Um 1650/53 Kutscher des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Martin Haug
Martin Hauke

Anm.: Um 1638 fürstlicher Bediensteter in Bernburg; um 1643 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); danach bis 1647 Lakai von deren Gemahl Christian II.; um 1648/49 braunschweigisch-lüneburgischer Soldat; seit 1650 erneut fürstlicher Lakai in Bernburg (noch 1655).
Zacharias Haug
Zacharias Hugk

Anm.: Im Juni 1637 Junge im Tross des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1638 Trompeter des Herzogs Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658); um 1650/56 fürstlicher Trompeter in Bernburg.
N. N. Hausmann

Anm.: Um 1650 in Bernburg.
Heinrich Heseler

geb. 1628
gest. 1716
Anm.: Sohn des Bernburger Schlossbäckermeisters Georg Heseler; 1645-1650 Studium der Theologie in Bremen; 1650/51 Prediger in Bernburg; 1652-1656 Pfarrer in Hohnsdorf; 1656-1660 Schulrektor in Bernburg; seit 1660 Oberprediger in Hoym; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 285.
Landgraf Georg II. von Hessen-Darmstadt

geb. 1605
gest. 1661
Anm.: Sohn des Landgrafen Ludwig V. von Hessen-Darmstadt (1577-1626); seit 1626 regierender Landgraf von Hessen-Darmstadt.

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Landgräfin Amalia Elisabeth von Hessen-Kassel
Geburtsname: Gräfin Amalia Elisabeth von Hanau-Münzenberg

geb. 1602
gest. 1651
Anm.: Tochter des Grafen Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg (1576-1612); 1619-1637 Ehe mit Landgraf Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); 1637-1650 Regentin der Landgrafschaft Hessen-Kassel für ihren unmündigen Sohn Wilhelm VI. (1629-1663).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Landgraf Wilhelm VI. von Hessen-Kassel

geb. 1629
gest. 1663
Anm.: Sohn des Landgrafen Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); ab 1637 regierender Landgraf von Hessen-Kassel, bis 1650 unter Vormundschaft seiner Mutter Amalia Elisabeth (1602-1651); seit 1659 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Auserkorne").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Hessische Biographie, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Andreas Hetzler

Anm.: Zunächst Amtskopist, seit 1649 fürstlicher Küchen- und Kellerschreiber in Bernburg (noch 1656).
N. N. Hübere (1)

Anm.: Um 1650 Ehefrau des Halbstädter Schneidermeisters Gabriel Hübere.
N. N. Hübere (2)

Anm.: Um 1650 lebendes Kind des Halbstädter Schneidermeisters Gabriel Hübere.
N. N. Hübere (3)

Anm.: Geboren in der Schweiz; Vater des Halbstädter Schneidermeisters Gabriel Hübere.
Gabriel Hübere

Anm.: Geboren in Lyon; um 1610 Aufwärter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg in Lyon; um 1650 Schneidermeister in Halberstadt.
Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

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Joachim (4) N. N.

Anm.: Um 1650 Bediensteter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Johannes der Täufer Heiliger

Anm.: Biblischer Prophet.

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Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Heinrich Jordan

gest. 1656
Anm.: Schlesischer Adliger; Dr. jur.; zunächst Rat und Syndikus des Halberstädter Domkapitels; um 1621/23 gräflich-stolbergischer Kanzler; seit 1627 Kanzler der erzherzoglichen Regierung des Hochstifts Halberstadt.
Michael Jordan

gest. nach 1659
Anm.: Schwedischer Obristleutnant und Obrist (seit 1638).
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kyrym Giray Kalga (Krim)

gest. 1651
Anm.: Sohn des Krim-Khans Selâmet I. Giray (1558-1610); seit 1644 Kalga (zweithöchster Rang nach dem Krim-Khan) während des Khanats seines Bruders İslâm III. Giray (1604-1654).
Kara Murad Pascha

geb. 1611
gest. 1655
Anm.: Gebürtiger Albaner; militärische Karriere im Janitscharenkorps, ab 1648 dessen Kommandeur; Mai 1649 bis August 1650 und Mai bis August 1655 Großwesir des Osmanischen Reiches; 1650-1653 Beylerbey (Gouverneur) von Ofen; 1653-1655 Kapudan Pascha (Großadmiral); 1655 Beylerbey des Ejalet Damaskus.
Friedrich Kasimir Kettler
Herzog Friedrich Kasimir von Kurland und Semgallen

geb. 1650
gest. 1698
Anm.: Sohn des Jakob Kettler, Herzog von Kurland und Semgallen (1610-1682); seit 1682 Herzog von Kurland und Semgallen.

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Louise Charlotte Kettler
Herzogin Louise Charlotte von Kurland und Semgallen
Geburtsname: Markgräfin Louise Charlotte von Brandenburg

geb. 1617
gest. 1676
Anm.: Tochter des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); seit 1645 Ehe mit Jakob Kettler, Herzog von Kurland und Semgallen (1610-1682).

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İslâm III. Giray Khan (Krim)

geb. 1604
gest. 1654
Anm.: Sohn des Krim-Khans Selâmet I. Giray (1558-1610); seit 1644 Krim-Khan.

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Katharina Tugendreich von dem Knesebeck
Geburtsname: Katharina Tugendreich von Börstel

gest. nach 1689
Anm.: Tochter des kurbrandenburgischen Rats Ludwig von Börstel (ca. 1585-1631); um 1649/56 fürstliche Kammerjungfer in Dessau; seit 1660 Ehe mit Thomas (3) von dem Knesebeck (1628-1689).
Christian Ernst von Knoch(e)

geb. 1608
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kaspar Ernst von Knoch (1582-1641); Erbherr auf Trinum; 1631-1639 in Kriegsdiensten, zuletzt als kursächsischer Obristleutnant und Generaladjutant (um 1637); ab 1641 Landeshauptmann des Teilfürstentums Anhalt-Zerbst; seit 1643 anhaltischer Gesamtrat; 1645-1650 Geheimer Rat des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1650 Direktor der Köthener Vormundschaftsregierung; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Weichende").

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Clamor Knoche

gest. nach 1670
Anm.: Bürger in der Bernburger Altstadt; seit ca. 1620 fürstlicher Frauenzimmer- bzw. Hofschneider in Bernburg.
Georg Knüttel

geb. 1606
gest. 1682
Anm.: Bruder des Matthias Knüttel; spätestens 1633 Küchenschreiber des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1634); 1636 Sekretär des kursächsischen Obristen Wilhelm von Brincken (gest. 1637); 1638-1640 Stellvertreter des Bernburger Amtmannes und fürstlichen Geheimsekretärs Thomas Benckendorf; ab 1639 auch Hofbesitzer in Radisleben; 1640-1642 Stellvertreter des Amtmannes von Ballenstedt; seit 1643 Kanzlist und Registrator in Bernburg (noch 1656); zuletzt fürstlicher Kanzleisekretär.
Graf Hans Christoph von Königsmarck

geb. 1600
gest. 1663
Anm.: Sohn des Konrad von Königsmarck (gest. vor 1621) auf Kötzlin; ab 1616 Page am Woffenbütteler Hof; 1620-1630 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Fähnrich; schwedischer Rittmeister (1631), Major (1633), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1640), Generalleutnant (1645) und Feldmarschallleutnant (1648); seit 1645 Generalgouverneur der Stifter Bremen und Verden; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Grafenstand; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Streitende").

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Graf Hugo Eberhard Kratz von Scharffenstein
Bischof Hugo Eberhard von Worms

geb. 1594
gest. 1663
Anm.: Sohn des kurtrierischen Rates Anton Kratz von Scharffenstein (gest. 1619); Domherr in Trier (1602), Mainz (1604) und Worms (1608); 1629-1638 Domkantor und ab 1638 Domkustos in Mainz; kurmainzischer Geheimer Rat und Kämmerer; kurmainzischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag (1640/41) und bei den Verhandlungen zum Westfälischen Frieden (1645-1647); 1650 (nicht nachfolgeberechtigter) Koadjutor des Erzstiftes Trier; 1650-1652 erzbischöflicher Statthalter der Stadt Trier; seit 1653 Dompropst von Trier; ab 1654 Bischof von Worms; 1655-1657 kaiserlicher Prinzipalkommissar auf dem Reichsdeputationstag in Frankfurt/Main; 1663 kurmainzischer Prinzipalgesandter auf dem Regensburger Reichstag; 1647 Erhebung in den Grafenstand.

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Adolf Wilhelm von Krosigk

geb. 1609
gest. 1665
Anm.: Sohn des (Albrecht) Christoph von Krosigk (1576-1638); 1632 sächsisch-weimarischer Hauptmann; ab 1636 in hessisch-kasselischen Diensten als Hofmeister (1637/37) und Geheimer Rat (seit 1638); 1644-1649 Gesandter beim Westfälischen Friedenskongress; 1650-1652 Resident in Wien; 1653/54 Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; Präsident des Geheimen Rats in Kassel; 1656 Erhebung in den Frei- und Panierherrenstand; ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Zerstöbernde").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Heinrich von Krosigk

geb. 1631
gest. 1705
Anm.: Sohn des Heinrich von Krosigk (gest. 1637); Erbherr auf Alsleben und Piesdorf; spätestens 1645 bis 1648 Page der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); herzoglich-magdeburgischer Land- und Kriegskommissar des Saalkreises.
Michael Kuhne

Anm.: Gebürtig aus Reinstedt; seit 1649 Stall- und Sattelknecht des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1652).
Frédéric-Maurice de La Tour d'Auvergne
Duc Frédéric-Maurice de Bouillon
Duc Frédéric-Maurice d' Albret et de Château-Thierry
Prince Frédéric-Maurice de Sedan

geb. 1605
gest. 1652
Anm.: Sohn des Henri de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Prince de Sedan (bis 1642) und Duc de Bouillon; 1633 Konversion zum katholischen Glauben; französischer Maréchal de camp (1635) und Lieutenant-général (1642); seit 1650 Teilnahme an der Fronde; ab 1651 Duc d’Albret et de Château-Thierry.

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Henri (2) de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri (2) de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri (1) de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

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Graf Walter Leslie

geb. 1607
gest. 1667
Anm.: Sohn des schottischen Adligen William Leslie, Baron of Balquhain (gest. 1622); um 1624 in niederländischen Kriegsdiensten; kaiserlicher Obristwachtmeister (1631), Obrist (1634), Generalfeldwachtmeister (1637), Feldzeugmeister (1646) und Feldmarschall (1650); ab 1633 kaiserlicher Kämmerer; 1634 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1639 Hofkriegsrat; ab 1655 Geheimer Rat; 1665/66 Leiter einer kaiserlichen Großbotschaft an die Hohe Pforte; 1637 Erhebung in den Grafenstand; seit 1665 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Graf Carl Mauritz Lewenhaupt von Raseborg und Falkenstein

geb. 1620
gest. 1666
Anm.: Sohn des Grafen Johann Kasimir Lewenhaupt von Raseborg und Falkenstein (1583-1634); Freiherr von Vinberg und Reipoltskirchen sowie Erbherr auf Tolsburg in Estland; schwedischer Rittmeister (1644), Oberst (1645), Generalmajor (1651) und Feldmarschall (1665); ab 1653 Reichsrat; seit 1654 Kriegsrat; 1664 Generalgouverneur von Finnland; 1665 Präsident des Kriegskollegiums.

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Karl Kaspar von der Leyen
Erzbischof und Kurfürst Karl Kaspar von Trier

geb. 1618
gest. 1676
Anm.: Sohn des kurtrierischen Amtmanns Damian von der Leyen (1583-1639); ab 1641 Domherr in Trier; seit 1650 Koadjutor sowie ab 1652 Erzbischof und Kurfürst von Trier.

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Anna Justina von Lilgenau
Geburtsname: Anna Justina von Börstel

geb. 1623
gest. 1672
Anm.: Tochter des kurbrandenburgischen Rats Ludwig von Börstel (ca. 1585-1631); um 1663 Kammerjungfer der Herzogin Louise von Schlesien-Ohlau-Wohlau (1631-1680); später Ehe mit dem schlesisch-briegischen Forst- und Jägermeister Friedrich von Lilgenau (gest. 1690) zu Ohlau.
Graf Axel Axelsson Lillie

geb. 1637
gest. 1692
Anm.: Sohn des Axel Gustafsson Lillie (1603-1662); ab 1661 Kammerherr der verwitweten Königin Hedwig Eleonora von Schweden (1636-1715); seit 1665 schwedischer Kammerrat; 1666-1679 Hofmarschall sowie Gouverneur von Stockholm und Uppsala.

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Graf Axel Gustafsson Lillie

geb. 1603
gest. 1662
Anm.: Sohn des Gustaf Axelsson Lillie (gest. 1605); 1619 Page des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); schwedischer Leutnant (1626), Obrist (1630), Generalmajor (1635), General (1654) und Feldmarschall (1657); ab 1638 Vizegouverneur in Vorpommern und Kommandant von Stralsund; 1641-1648 Vizegouverneur von ganz Pommern; zugleich 1642-1648 Gouverneur des Meißnischen Estats und Oberkommandant von Leipzig; seit 1648 Reichsrat; ab 1651 Kriegsrat; seit 1652 Kammerrat; 1652-1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1655/56 Gouverneur von Halland; ab 1661 Generalgouverneur von Livland; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand; seit 1652 Graf von Lillieborg.

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Carl Lillie

geb. 1645
gest. 1654
Anm.: Sohn des Axel Gustafsson Lillie (1603-1662).
Graf Gustaf Helmer Lillie

geb. 1639
gest. 1684
Anm.: Sohn des Axel Gustafsson Lillie (1603-1662); schwedischer Kornett (1655), Rittmeister (1656), Obristleutnant (1661) und Obrist (1665); 1668-1673 Oberst der Leibgarde.

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Graf Leonard Lillie

geb. 1642
gest. 1667
Anm.: Sohn des Axel Gustafsson Lillie (1603-1662); schwedischer Leutnant (1665) und Rittmeister (1666).
Per Andersson Linderoth

geb. 1596
gest. 1673
Anm.: Schwedischer Major (um 1634), Obrist (1636) und Generalmajor (1657).
Henri (2) de Lorraine
Comte Henri d' Harcourt
Comte Henri de Brionne
Comte Henri d' Armagnac
Comte Henri de Charny
Vicomte Henri de Marsan

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Sohn des Charles I de Lorraine, Duc d'Elbeuf (1556-1605); ab 1605 Comte d'Harcourt und de Brionne; Teilnahme an der Schlacht vom Weißen Berg (1620) und dem letzten Krieg gegen die Hugenotten (1621-1628); seit 1636 französischer General; 1643-1658 Grand écuyer de France; 1645-1647 französischer Vizekönig von Katalonien; ab 1645 Comte d'Armagnac; seit 1646 auch Comte de Charny und Vicomte de Marsan; zudem Sénéchal de Bourgogne; 1649-1659 Gouverneur des Elsass; seit 1659 Gouverneur des Anjou.

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Adam Ludwig

Anm.: Seit 1648 Stall- und Reitknecht des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1650).
Graf Christian Friedrich von Mansfeld-Hinterort

geb. 1615
gest. 1666
Anm.: Sohn des Grafen Friedrich Christoph von Mansfeld-Hinterort (1564-1631); schwedischer Fähnrich.

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Gräfin Maria Elisabeth von Mansfeld-Hinterort
Geburtsname: Gräfin Maria Elisabeth zur Lippe-Detmold

geb. 1611
gest. 1667
Anm.: Tochter des Grafen Simon VII. zur Lippe-Detmold (1587-1627); 1649-1666 Ehe mit Graf Christian Friedrich von Mansfeld-Hinterort (1615–1666).
Conrad von Marderfelt
Conrad von Maesberg

gest. 1688
Anm.: Sohn des Stockholmer Bürgers Johann von Maesberg (gest. 1657); seit 1628 Freiwilliger in der schwedischen Armee in Preußen; 1634 Ingenieur bei der schwedischen Hauptarmee; 1638 Capitain und Generalquartiermeisterleutnant; 1642 Generalquartiermeister und Obrist; 1646 Generalinspektor der schwedischen Festungen in Pommern, Brandenburg, Mecklenburg, Westfalen, Bremen und Verden; 1646 zugleich Kommandant in Demmin (noch 1654); 1648 Generalingenieur der schwedischen Festungen südlich der Ostsee; 1655 Generalquartiermeister; 1655 Generalmajor sowie Oberkommandant in Thorn; 1656 Kommandnat in Elbing; 1657 Gouverneur in Wismar; 1668 Vizegouverneur in Pommern (bis 1672); 1673 General; 1675 Feldmarschallleutnant; 1675 Feldmarschall; 1646 geadelt; 1677 Freiherr.

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Soloy Maroßky

Anm.: Um 1650 militärischer Befehlshaber der Krimtataren in Kämpfen gegen das Moskauer Reich.
Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

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Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

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Herzog Gustav Rudolf von Mecklenburg-Schwerin

geb. 1632
gest. 1670
Anm.: Sohn des Herzogs Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin (1588-1658); seit 1666 Domherr in Straßburg.

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Herzog Johann Georg von Mecklenburg-Schwerin

geb. 1629
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin (1588-1658); ab 1670 Inhaber der säkularisierten Johanniterkomturei Mirow; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Brechende").

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Herzog Karl von Mecklenburg-Schwerin

geb. 1626
gest. 1670
Anm.: Sohn des Herzogs Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin (1588-1658); seit 1666 Domherr zu Straßburg.

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Ferdinando II de' Medici
Granduca Ferdinando II di Toscana

geb. 1610
gest. 1670
Anm.: Sohn des Cosimo II de' Medici, Granduca di Toscana (1590-1621); seit 1621 Granduca di Toscana (bis 1628 unter Vormundschaft).

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Melek Ahmed Pascha

geb. ca. 1604
gest. 1662
Anm.: Geboren in Istanbul; Kindheit und Jugend im Kaukasus; Gouverneur in verschiedenen osmanischen Provinzen; von August 1650 bis August 1651 Großwesir des osmanischen Reiches; danach erneut Provinzgouverneur.

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Rodrigo Díaz de Vivar Mendoza y Sandoval
Duque Rodrigo del Infantado

geb. 1614
gest. 1657
Anm.: Sohn des Diego Gómez de Sandoval de la Cerda, Conde de Saldaña (ca. 1587-1632); seit 1628 Duque del Infantado; 1648-1651 spanischer Botschafter in Rom; 1651-1655 Vizekönig von Sizilien.

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Martin Milag(ius)

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Schreibers Jakob Milag (1561-1637) aus Triestewitz bei Torgau; 1619-1622 Rechtsstudium in Frankfurt/Oder; 1622 Lic. jur.; 1623-1626 Advokat in Zerbst; 1626-1632 Amtmann von Bernburg; ab 1631 auch anhaltisch-bernburgischer Rat; 1632-1634 Rat im Hochstift Halberstadt unter dem schwedischen Statthalter Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dessen und Fürst Augusts von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) Rat; seit 1635 anhaltischer Gesamtrat; daneben anhaltisch-zerbstischer (1637-1645) und anhaltisch-dessauischer Kanzler (ab 1654); zudem anhaltischer Gesandter auf dem Frankfurter Konvent (1634), auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück (1645-1648) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mindernde").

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Alvise Mocenigo
Leonardo Mocenigo

geb. 1583
gest. 1654
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Alvise Mocenigo; ab 1609 Mitglied des Maggior Consiglio; 1613-1615 Provveditore e Capitano a Legnago; 1621/22 Provveditore e Capitano della flottiglia di fuste del Lago di Garda; 1622/23 Provveditore ad Asola; später u. a. Provveditore sopra Danari (1633/34, 1637/38 und 1640/41), Provveditore alle Fortezze e Governatore di galea grossa (1638/39) und Kommandant einer Galeere (1645/46); 1646/47 Provveditore generale delle Tre Isole; 1647/48 Provveditore generale in Candia; 1648-1651 und seit 1653 Capitano generale da Mar.

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Charles de Monchy
Marquis Charles de Hocquincourt

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn des Georges de Monchy, Seigneur d’Hocquincourt; 1635-1639 Lieutenant-genéral von Santerre sowie Gouverneur von Péronne und Montdidier; französischer Maréchal de camp (1639), Lieutenant-général des Armées du Roi (1645) und Maréchal de France (1651); seit 1642 Grand Prévôt de l’Hôtel du Roi; 1645-1655 erneut Gouverneur von Péronne, Montdidier und Roye; nach 1651 Erhebung zum Marquis d'Hocquincourt; 1652-1656 Gouverneur von Ham; 1655 Wechsel in spanische Kriegsdienste.

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Graf Wilhelm II. von Nassau-Dillenburg
Fürst Wilhelm II. von Oranien

geb. 1626
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); seit 1647 Fürst von Oranien und Statthalter der Niederlande.

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Bernard de Nogaret de La Valette
Duc Bernard de La Valette
Duc Bernard d' Épernon

geb. 1592
gest. 1661
Anm.: Sohn des Jean-Louis de Nogaret de La Valette, Duc d'Épernon (1554-1642); 1622-1649 und ab 1658 Duc de La Valette sowie Pair de France; seit 1610 Colonel général des Bandes françaises (bis 1642 unter Aufsicht seines Vaters); ab 1642 Duc d'Épernon; Gouverneur der Guyenne (1643-1651) und Bourgogne (1654-1660); seit 1645 Ritter des Hosenbandordens.

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Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

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Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

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Henri II d' Orléans
Duc Henri II de Longueville
Duc Henri II d' Estouteville
Prince Henri II de Châtelaillon
Comte bzw. Prince Henri I de Neuchâtel

geb. 1595
gest. 1663
Anm.: Sohn des Henri I d'Orléans, Duc de Longueville (1568-1595); ab 1595 Duc de Longueville und d'Estouteville, Prince de Châtellaillon und Comte de Neuchâtel; zunächst Gouverneur der Picardie; 1619/20 und seit 1627 Gouverneur der Normandie; 1636-1643 mehrmals französischer General in Italien; ab 1643 souveräner Prince de Neuchâtel; 1645-1648 französischer Prinzipalgesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; 1648-1653 Beteiligung an der Fronde.

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Orsini, Familie

Anm.: Römisches Hochadelsgeschlecht.

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Fürst Jerzy Ossoliński

geb. 1595
gest. 1650
Anm.: Sohn des polnischen Magnaten Jan Zbigniew Ossoliński (1555-1623); 1617/18 Teilnahme am Polnisch-Russischen Krieg; danach mehrfach polnischer Gesandter, u. a. in England (1621), bei den Waffenstillstandsverhandlungen von Altmark (1629), in Rom (1633) und auf dem Regensburger Kurfürstentag (1636/37); Starost von Radoszyce (ab 1625), Bydgoszcz (1632-1644), Lubaczów (1637-1645 und 1648-1650), Lubomel (seit 1639), Lublin (1649/50) und Żydaczów (1650); 1632-1636 Hofkronschatzmeister der polnischen Krone; seit 1636 Woiwode von Sandomierz; 1639-1643 Unterkronkanzler und ab 1643 Großkronkanzler des Königreiches Polen; 1645 Leiter des Thorner Religionsgesprächs (Colloquium Charitativum); 1634 Erhebung in den Reichsfürstenstand.

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Otto Otto von Mauderode

geb. 1600
gest. 1671
Anm.: Geboren in Ellrich; Studium in Helmstedt (1624 Mag. phil.); braunschweigisch-lüneburgischer Kriegsrat (ab 1634), Hofrat (seit 1652) und Geheimer Rat (ab 1665); 1649/50 Gesandter der Herzöge Christian Ludwig von Braunschweig-Lüneburg (1622-1665) und Georg Wilhelm von Braunschweig-Calenberg (1624-1705) auf dem Nürnberger Exekutionskongress; nach 1652 Verwalter des säkularisierten Klosters Ilfeld; seit 1665 braunschweigisch-lüneburgischer Komitialgesandter auf dem Immerwährenden Reichstag in Regensburg; 1650 Nobilitierung.

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Graf Paul Pálffy von Erdőd
Erdődi Pálffy Pál (Gróf)

geb. 1592
gest. 1653
Anm.: Sohn des ungarischen Magnaten Nikolaus Pálffy (1552-1600); 1619-1621 und 1623/24 kaiserlicher Obrist; ab 1622 kaiserlicher Kämmerer; 1625-1646 Präsident der ungarischen Hofkammer; seit 1646 Obergespan und Burghauptmann von Preßburg sowie Geheimer Rat; ab 1649 Palatin von Ungarn; 1636 Erhebung in den Grafenstand; seit 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

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Paulus Heiliger

Anm.: Apostel.

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Jurgen Paykull
Georg Paijkull

geb. 1605
gest. 1657
Anm.: Sohn des estnischen Gutsbesitzers Jurgen Claesson Paijkull; schwedischer Reiter (1622), Fähnrich (1626), Leutnant (1632), Major (1635), Obristleutnant (1636), Obrist (1639), Generalmajor (1647) und Generalleutnant (1651); 1648-1650 Oberbefehlshaber der schwedischen Armee in Franken und Thüringen; ab 1651 Kriegsrat; seit 1654 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Pfalzgräfin Katharina Sophia von Pfalz-Simmern

geb. 1595
gest. 1665
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); nach 1621 Leben am kurfürstlichen Hof in Berlin bzw. Crossen (Oder).

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Pfalzgraf Ludwig Philipp von Pfalz-Simmern

geb. 1602
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); ab 1611 regierender Landesfürst von Pfalz-Simmern, Pfalz-Lautern und Sponheim (bis 1620 unter Vormundschaft); 1632-1649 Vormund des Kurfürsten Karl (I.) Ludwig von der Pfalz (1617-1680); 1633/34 Administrator der schwedisch besetzten Kurpfalz; seit 1624 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefährliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb. 1619
gest. 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647/48 französischer Maréchal de camp; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistischen Flotte, die 1651 zur Freibeuterei überging; 1653-1655 Master of the Horse; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee und des Admirality Committee; ab 1668 Lord High Admiral; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Pfalzgräfin Anna Sophia von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld
Äbtissin Anna Sophia I. von Quedlinburg

geb. 1619
gest. 1680
Anm.: Tochter des Pfalzgrafen Georg Wilhelm von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld (1591-1669); seit 1645 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürstin Charlotte von der Pfalz
Geburtsname: Landgräfin Charlotte von Hessen-Kassel

geb. 1627
gest. 1686
Anm.: Tochter des Landgrafen Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); 1650-1657 (geschiedene) Ehe mit Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz (1617-1680).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kaspar (1) Pfau

geb. 1596
gest. 1658
Anm.: Sohn des Kaspar Pfau (gest. 1604); nach 1622 Bediensteter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 Amtmann von Großalsleben (noch 1638); seit 1630 anhaltischer Gesamtrat; um 1632 Amtmann zu Gernrode und Großalsleben sowie fürstlich-anhaltischer Kriegskommissar; ab 1638 auch Landrentmeister, zugleich Amtmann von Gernrode; um 1640 Obereinnehmer; um 1641/42 Landrechnungsrat; seit 1645 Hofrat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anhaltende").

Weiterführende Informationen , Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Conte bzw. Principe Ottavio Piccolomini d'Aragona
Duca Ottavio d' Amalfi

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des toskanischen Adligen Silvio Piccolomini (1543-1609); ab 1618 abwechselnd in kaiserlichen und spanischen Kriegsdiensten als Obrist (1627), Generalfeldwachtmeister (1632), General der Kavallerie (1633), Feldmarschall (1634) und Generalleutnant (1648); seit 1622 kaiserlicher Kämmerer; ab 1639 Hartschierhauptmann von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1648-1650 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; Erhebung in den Grafen- (1638) und Fürstenstand (1653); seit 1639 Duca d'Amalfi; ab 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Zwingende"); seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Joachim Plato

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Sohn des Amberger Pfarrers und Kircheninspektors Matthius Plato (1545-1617); 1619-1625 Pfarrer in Nittenau/Regen; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Hoym; 1638-1642 Pfarrer in Ballenstedt; seit 1642 Superintendent und Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 379f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Königin Louise Maria von Polen
Großfürstin Louise Maria von Litauen
Geburtsname: Maria Luisa Gonzaga di Nevers

geb. 1611
gest. 1667
Anm.: Tochter des Carlo I Gonzaga, Duc de Nevers et Rethel (1580-1637); 1645-1648 erste Ehe mit König Wladislaw IV. von Polen (1595-1648); seit 1649 zweite Ehe mit König Johann II. Kasimir von Polen (1609-1672).

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Prinzessin Maria Anna Theresia von Polen

geb. 1650
gest. 1651
Anm.: Tochter des Königs Johann II. Kasimir von Polen (1609-1672).
König Sigismund III. von Polen
König Sigismund von Schweden
Großfürst Sigismund IV. von Litauen

geb. 1566
gest. 1632
Anm.: Sohn des Königs Johann III. von Schweden (1537-1592); ab 1587 König von Polen und Großfürst von Litauen; 1592-1599 König von Schweden (Absetzung durch den schwedischen Reichstag); seit 1600 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Georg II. Rákóczi
II. Rákóczi György
Fürst Georg II. von Siebenbürgen

geb. 1621
gest. 1660
Anm.: Sohn des Georg I. Rákóczi, Fürst von Siebenbürgen (1593-1648); ab 1642 (Mit-)Fürst und seit 1648 allein regierender Fürst von Siebenbürgen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Christian von Rantzau

geb. 1614
gest. 1663
Anm.: Sohn des königlich-dänischen Statthalters Gerhard von Rantzau (1558-1627) in den Herzogtümern Schleswig und Holstein; 1633/34 dänischer Hofjunker; 1634-1636 Kammerjunker; 1639 Amtmann und ab 1640 Landrat in Rendsburg; 1643-1645 dänischer Generalkriegskommissar; seit 1648 Geheimer Rat; 1648-1661 königlicher Statthalter in Schleswig und Holstein; 1648 zudem Inspektor und ab 1649 Amtmann von Steinburg; seit 1649 auch Landvogt von Süderdithmarschen; ab 1661 königlicher Oberstatthalter in Schleswig und Holstein sowie Präsident des Staatskollegiums (Premierminister); 1650 Erhebung in den Grafenstand; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gezierte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Josias von Rantzau

geb. 1609
gest. 1650
Anm.: Sohn des Breide von Rantzau (1563-1639); zunächst in niederländischen, dänischen, kaiserlichen und schwedischen Kriegsdiensten; danach französischer Colonel (1635), Maréchal de camp (1636), Lieutenant-général (1637), Lieutenant-général des armées du roi (1643) und Maréchal de France (1645); 1645 Konversion zum katholischen Glauben; 1646-1649 Festungskommandant von Dünkirchen; während der Fronde 1649/50 kurzzeitig inhaftiert.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Johann Riesengrün

Anm.: Schwedischer Obristleutnant (um 1642) und Obrist (um 1644).
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Helena von Rindtorf
Geburtsname: Helena Bohusch von Ottoschütz
Helena Bohuš z Otěšic

Anm.: Tochter des böhmischen Adligen Bohuslaus Bohusch von Ottoschütz; 1628 Emigration nach Annaberg in Sachsen; spätestens 1643 Hofjungfer in Bernburg; danach bis 1649 Kammer- bzw. Hofjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675) bzw. der fürstlichen Fräulein; seit 1649 Ehe mit Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Michael Ringk

Anm.: Seit 1650 fürstlicher Lakai in Bernburg; um 1657 Amtsschreiber in Ballenstedt.
Giacomo da Riva

Anm.: 1648-1650 venezianischer General und Befehlshaber einer Kriegsflotte gegen die Türken; um 1652/53 Provveditor generale dell'armi nel Regno di Candia.

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Ludwig Röber
Ludwig Rober

geb. 1619/20
gest. 1687
Anm.: Bruder des Prinzenlehrers Christian Röber; ab 1643 in anhaltisch-bernburgischen Diensten; bis 1650 fürstlicher Gutsverwalter in Baalberge; 1650-1656 Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1653 zugleich Gutsbesitzer in Baalberge; um 1673 Richter in Baalberge.
Ernst Dietrich von Röder

geb. ca. 1608
gest. 1686
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Wolf Dietrich von Röder (gest. 1624); Erbherr auf Ermsleben; bis 1630 Edelknabe und Kammerjunge des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ca. 1632-1635 Hofjunker und ab 1636 Kammerjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1634 zudem fürstlicher Kriegskommissar in den Ämtern Güntersberge und Harzgerode; bis 1650 anhaltisch-bernburgischer Kriegskommissar; ab 1650 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg von Haus aus; seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Diensthafte").
Herzogin Magdalena Sibylla von Sachsen-Altenburg-Coburg
Prinzessin Magdalena Sibylla von Dänemark und Norwegen
Geburtsname: Herzogin Magdalena Sibylla von Sachsen

geb. 1617
gest. 1668
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); 1634-1647 erste Ehe mit Kronprinz Christian von Dänemark und Norwegen (1603-1647); ab 1652 zweite Ehe mit Herzog Friedrich Wilhelm von Sachsen-Altenburg-Coburg (1603-1669); seit 1630 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gütige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Herzog Johann Ernst II. von Sachsen-Weimar

geb. 1627
gest. 1683
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar (1598-1662); ab 1662 regierender Herzog von Sachsen-Weimar; seit 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Richtigste").

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Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

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Duca Carlo Emanuele II di Savoia

geb. 1634
gest. 1675
Anm.: Sohn des Duca Vittorio Amedeo I di Savoia (1587-1637); seit 1638 Duca di Savoia, bis 1648 unter der Regentschaft seiner Mutter Cristina (1606-1663), die bis zu ihrem Tod faktisch weiterregierte.

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Johann Schauer
Johann Schaubert
Johann Schubardt

geb. 1609
gest. 1682
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Zacharias Schauer (gest. 1610); spätestens 1642 fränzösischer Rittmeister; später in Bernburg ansässig.
Herzogin Louise von Schlesien-Brieg-Liegnitz-Ohlau-Wohlau
Herzogin Louise von Schlesien-Ohlau-Wohlau
Herzogin Louise von Schlesien-Brieg
Geburtsname: Fürstin Louise von Anhalt-Dessau

geb. 1631
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); 1648-1672 Ehe mit Herzog Christian von Schlesien-Brieg-Liegnitz-Wohlau (1618-1672).

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Herzogin Sophia Katharina von Schlesien-Brieg-Liegnitz
Geburtsname: Herzogin Sophia Katharina von Schlesien-Münsterberg-Oels

geb. 1601
gest. 1659
Anm.: Tochter des Herzogs Karl II. von Schlesien-Münsterberg-Oels (1545-1617); seit 1638 Ehe mit Herzog Georg III. von Schlesien-Brieg-Liegnitz (1611-1664).

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Herzogin Anna Sophia von Schlesien-Liegnitz
Herzogin Anna Sophia von Schlesien-Brieg
Geburtsname: Herzogin Anna Sophia von Mecklenburg-Güstrow

geb. 1628
gest. 1669
Anm.: Tochter des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636) und Nichte Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1649-1663 Ehe mit Herzog Ludwig IV. von Schlesien-Brieg bzw. Schlesien-Liegnitz (1616-1663).

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Herzog Johann von Schleswig-Holstein-Gottorf
Administrator Johann von Lübeck

geb. 1606
gest. 1655
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Gottorf (1575-1616); 1631-1634 Koadjutor und ab 1634 Administrator des Hochstifts Lübeck; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nützliche").

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Herzogin Julia Felizitas von Schleswig-Holstein-Gottorf
Geburtsname: Herzogin Julia Felizitas von Württemberg-Weiltingen

geb. 1619
gest. 1661
Anm.: Tochter des Herzogs Julius Friedrich von Württemberg-Weiltingen (1588-1635); 1640-1653 Ehe mit Herzog Johann von Schleswig-Holstein-Gottorf, Administrator von Lübeck (1606-1655); 1653 Ehescheidung auf dessen Initiative; nach 1636 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Dankbare").
Graf Waldemar Christian von Schleswig-Holstein

geb. 1622
gest. 1656
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); kaiserlicher Obrist (1647-1650) und Feldmarschallleutnant (1649); ab 1649 kaiserlicher Kämmerer und Reichshofrat; seit 1655 schwedischer Obrist.

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Johann Rudolf Schmid zum Schwarzenhorn

geb. 1590
gest. 1667
Anm.: Sohn des Steiner Ratsherrn und Stadthauptmanns Felix Schmid (gest. 1598); 1602-1606 als Begleiter eines kaiserlichen Offiziers Reise nach Italien und Ungarn; 1606-1624 türkischer Gefangener; 1625-1627 Dolmetscher für Türkisch beim Hofkriegsrat in Wien; danach kaiserlicher Sondergesandter (1627), Resident (1629-1643), Internuntius (1648/49) und Großbotschafter (1650/51) in Konstantinopel; 1643-1666 Hofkriegsrat; 1650 Erhebung in den Freiherrenstand; seit 1656 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verdiente").

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Martin Schmidt

gest. 1657(?)
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); fürstlicher Amtmann und Amtsschreiber in Harzgerode (spätestens 1631-1632); anschließend Amtmann von Bernburg (1632-1637) bzw. Ballenstedt-Hoym (1637-1657).
Johann Philipp von Schönborn
Erzbischof und Kurfürst Johann Philipp von Mainz
Bischof Johann Philipp von Würzburg
Bischof Johann Philipp von Worms

geb. 1605
gest. 1673
Anm.: Sohn des Georg von Schönborn (gest. 1613); Domizellar in Würzburg (ab 1621) und Mainz (seit 1625); Domherr in Würzburg (ab 1629) und Worms (seit 1630); 1635-1645 Stiftspropst von St. Burkard in Würzburg; ab 1642 Bischof von Würzburg; seit 1647 auch Erzbischof und Kurfürst von Mainz; ab 1663 ebenso Bischof von Worms.

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Georg Schütze

Anm.: Vor 1648 Bediensteter der Fürsten Christian I. (1568-1630) und Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

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König Karl X. Gustav von Schweden
Herzog Karl Gustav von Bremen und Verden
Pfalzgraf Karl Gustav von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg

geb. 1622
gest. 1660
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1589-1652); schwedischer Rittmeister (1642), Obrist (1643) und ab 1648 oberster Befehlshaber der Armee im Heiligen Römischen Reich; 1649 Ernennung zum Thronfolger durch den schwedischen Reichstag auf Betreiben seiner Cousine Königin Christina von Schweden (1626-1689); seit 1654 König von Schweden sowie regierender Herzog von Bremen und Verden; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabene").

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Graf Albrecht Czenek Sekyrka von Sedschitz
Graf Albrecht Cenek Sekerka ze Sedčic

geb. ca. 1633
gest. 1696
Anm.: Sohn des böhmischen Exulanten Gottlob Sekyrka von Sedschitz (gest. 1658); seit 1650 Kammerpage des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1654); später in kursächsischen Kriegsdiensten; 1666 Erhebung in den Grafenstand ("von Wrschowetz Sekyrka und Sedschitz" bzw. "Wřesowitz-Sekerka").
Gottlob Sekyrka von Sedschitz
Bohuslav Sekerka ze Sedčic

gest. 1658
Anm.: Sohn des Ladislaus Sekyrka von Sedschitz (gest. 1620); böhmischer Exulant in Freiberg (1624-1630), Meißen, Pirna (vor 1635 und um 1639), Dresden (um 1635) und Zittau (um 1640); 1651-1656 Hofmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; nach 1656 vermutlich wieder in Pirna.
Georg Seydeler

Anm.: Um 1649/52 fürstlicher Musketier in Bernburg.
Philipp Christoph von Sötern
Erzbischof und Kurfürst Philipp Christoph von Trier
Bischof Philipp Christoph von Speyer

geb. 1567
gest. 1652
Anm.: Sohn des Georg Wilhelm von Sötern (gest. 1593); ab 1610 Bischof von Speyer; seit 1623 Erzbischof und Kurfürst von Trier; 1635-1645 erst spanischer, dann kaiserlicher Gefangener wegen seines Bündnisvertrages mit Frankreich (1632).

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Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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Giovanni Soranzo

Anm.: Venezianischer Patrizier; 1642-1652 Bailo (Repräsentant) der Republik Venedig in Konstantinopel.
Königin Maria Anna von Spanien
Geburtsname: Erzherzogin Maria Anna von Österreich

geb. 1634
gest. 1696
Anm.: Tochter von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1649-1665 Ehe mit König Philipp IV. von Spanien (1605-1665).

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König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

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Antonio Spinola

Anm.: Um 1650 Diplomat im Dienst des Krim Khanat.
Graf Kaspar von Starhemberg

geb. 1598
gest. 1646
Anm.: Sohn des Reichard von Starhemberg (1570-1613); 1633 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1633 kaiserlicher Kämmerer; 1634 oberösterreichischer Herrenstandsverordneter; 1643 Erhebung in den Grafenstand; vgl. Johann Schwerdling: Geschichte des [...] Hauses Starhemberg, Linz 1830, S. 263-266.

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Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Konrad Theopold

geb. 1600
gest. 1651
Anm.: Sohn des Amesdorfer Pfarrers Johannes Theopold (1563-1626); Schulbesuch am Gymnasium zu Zerbst, Studium in Frankfurt a. d. Oder; 1626-1637 Pfarrer in Natho; 1637-1644 Diakon an St. Bartholomäi in Zerbst (Entlassung als Reformierter); seit 1645 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 445.

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Martin Tornau

geb. 1591
gest. 1664
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Hans Tornau; spätestens 1643 Bauherr, ab 1645 Reitherr, seit 1649 Kämmerer und 1650-1658 Bürgermeister (1650, 1653 und 1656 regierend; 1658 resigniert) der Bernburger Talstadt.
Graf Maximilian von Trauttmansdorff

geb. 1584
gest. 1650
Anm.: Sohn des Johann Friedrich von Trauttmansdorff (1542-1614); als Jugendlicher Konversion zum katholischen Glauben; Teilnahme am Langen Türkenkrieg; 1609-1618 Reichshofrat; ab 1619 kaiserlicher Kämmerer; spätestens seit 1627 Geheimer Rat; ab 1635 Obersthofmeister von König bzw. Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); wenig später auch Präsident des Geheimen Rates; mehrfach wichtige diplomatische Missionen, u. a. als Unterhändler des Nikolsburger (1622), Prager (1635) und Westfälischen Friedens (1645-1647); 1623 Erhebung in den Grafenstand; seit 1634 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Maarten Harpertszoon Tromp

geb. 1598
gest. 1653
Anm.: Sohn des niederländischen Marineoffiziers Harpert Maertenz van der Wel, ab 1607 van der Tromp (gest. 1610); seit 1607 Schiffsjunge; nach 1612 Werftarbeiter in Rotterdam; Quartiermeister (1617), Steuermann (1618), Leutnant (1622), Kapitän (1624), Fahnenkapitän (1629) sowie Admiral von Holland und Westfriesland (1637) in der niederländischen Marine.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Isaak Volmar

geb. 1582
gest. 1662
Anm.: Sohn des württembergischen Vogts Abraham Volmar in Streußlingen; 1599 Promotion zum Dr. iur. utr. an der Universität Tübingen; 1606-1613 Professor für Rhetorik und 1613-1615 Advokat in Freiburg im Breisgau; ab 1615 im Dienst und seit 1621 Kanzler der vorderösterreichischen Landesregierung in Ensisheim im Elsaß; 1621 Konversion zum katholischen Glauben; nach 1627 zeitweise im Dienst des ebenfalls konvertierten Grafen Johann Ludwig von Nassau-Hadamar (1590-1653); ab 1630 Reichshofrat; 1632-1642 Präsident der Innsbrucker Hofkammer; 1638 Kommandant die Rheinfestung Breisach; kaiserlicher Gesandter auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Westfälischen Friedensverhandlungen in Münster (1643-1649), auf dem Reichstag in Regensburg (1653/54) und auf dem Deputationstag in Frankfurt/Main (1656); 1649 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Westfälische Geschichte
Christian Wilhelm von Wartensleben

geb. ca. 1632
gest. 1675
Anm.: Sohn des Johann Joachim von Wartensleben (1594-1633); 1646-1653 Page und 1653/54 Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später in niederländischen Kriegsdiensten u. a. als Capitain (1665) und Major (vor 1675).
Marcus Friedrich (1) Wendelin

geb. 1584
gest. 1652
Anm.: Sohn des Predigers Friedrich Wendelin (gest. 1594) in Sandhausen bei Heidelberg; Studium in Heidelberg (1607 Mag.); ab 1609 Erzieher und Hofmeister der Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg sowie Friedrich Moritz (1600-1610) und Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1612 Rektor am Zerbster Gymnasium Illustre; vgl. Gustav Früh / Hans Goedeke / Hans Jürgen von Wilckens: Die Leichenpredigten des Stadtarchivs Braunschweig, Bd. 9, Hannover 1985, S. 4386f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Dietrich von dem Werder

geb. 1584
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gebhard von dem Werder (1539-1612); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Gerlebogk, Görzig und Ziebigk; Page, Kammerjunker und Stallmeister des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1610 hessisch-kasselischer Rittmeister; danach bis 1622 Geheimer Rat und Oberhofmarschall in Kassel; 1623 anhaltischer Hauptmann; 1631-1635 schwedischer Obrist; ab 1639 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1645 kurbrandenburgischer Obrist, Geheimer Rat und Amtshauptmann von Alt-Gatersleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielgekörnte"); vgl. Gottfried Coler: Der Vom Vater gegebene/ Vom Sohne ausgeführete/ Und vom H. Geiste versiegelte Raht des Heils [...], Köthen 1658, fol. Jiij v - N2 v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Gebhard Paris von dem Werder

geb. 1621
gest. 1679
Anm.: Sohn des Heinrich von dem Werder (1578-1636); Erbherr auf Gröbzig; anhaltisch-plötzkauischer Rat; ab 1658 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1665 anhaltisch-köthnischer Geheimer Rat, Vormundschaftsrat, Kammerpräsident und Landeshautmann; ab 1642 Mitglied der Fruchbringenden Gesellschaft ("Der Zeitigende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Witte Corneliszoon de With

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn des Cornelis Wittenszoon de With (gest. 1602); zunächst im Dienst der Niederländischen Ostindien-Kompanie (1616-1628) und Westindien-Kompanie (1628/29); 1629-1635 Kapitän der Kriegsmarine; 1635/36 Ratsherr in Brielle; seit 1637 Vizeadmiral von Holland und Westfriesland; 1652/53 auch Oberbefehlshaber der niederländischen Kriegsflotte.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Graf Carl Gustav Wrangel af Salmis
Graf Carl Gustav von Sölvesborg

geb. 1613
gest. 1676
Anm.: Sohn des Hermann Wrangel (1587-1643); ab 1627 in schwedischen Kriegsdiensten als Kornett (1629), Rittmeister (1632), Obristleutnant (1635), Obrist (1636), Generalmajor (1638), Generalzeugmeister (1645) und Feldmarschall (1646); seit 1646 Reichsrat; 1646-1648 Oberbefehlshaber der schwedischen Truppen in Deutschland; 1648-1650 und ab 1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1657-1664 Reichsadmiral; seit 1664 Reichsmarschall; 1651 Erhebung in den Grafenstand (1651-1665 Graf von Salmis, ab 1665 Graf von Sölvesborg); seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Obsiegende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Ulrich von Württemberg-Neuenbürg

geb. 1617
gest. 1671
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Friedrich von Württemberg (1582-1628); 1639/40 in venezianischen Kriegsdiensten; kurbayerischer Rittmeister (1644), Obrist (1645) und Generalwachtmeister (1647); 1649-1657 spanischer General der deutschsprachigen Truppen; 1658/59 französischer Generalleutnant; 1664 kaiserlicher Offizier im Türkenkrieg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzogin Anna Sabina von Württemberg-Weiltingen
Geburtsname: Herzogin Anna Sabina von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1593
gest. 1659
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1635 Ehe mit Herzog Julius Friedrich von Württemberg-Weiltingen (1588-1635); seit 1626 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Leutselige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Eberhard III. von Württemberg

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Friedrich von Württemberg (1582-1628); seit 1628 regierender Herzog von Württemberg (bis 1633 unter Vormundschaft); 1634-1638 Exil in Straßburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Zar (Moskauer Reich) Alexei

geb. 1629
gest. 1676
Anm.: Sohn des Zaren Michail (1596-1645); seit 1645 Zar des Moskauer Reiches.

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Aderstedt
weiterführende Informationen
Aken
weiterführende Informationen
Albanien (Montenegro), Provinz
Anm.: Verwaltungseinheit der Republik Venedig.
Alessandria
weiterführende Informationen
Alsheim, Schloss
Alsleben
weiterführende Informationen
Amboise
weiterführende Informationen
Amsterdam
weiterführende Informationen
Ansbach
weiterführende Informationen

Anm.: Bis ins 18. Jahrhundert meist Onolzbach genannt.
Arnsberg
weiterführende Informationen
Aschersleben
weiterführende Informationen
Atlantischer Ozean
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Avignon
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Baalberge
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Babylonien
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Bacharach
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Ballenstedt
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Basel
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Bayern, Herzogtum bzw. Kurfürstentum
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Berlin
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Bernburg
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Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Blankenberge
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Böhmen, Königreich
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Bois de Vincennes
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Bordeaux
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Brandenburg, Kurfürstentum
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Brasilien
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Anm.: Kolonie des Königreichs Portugal.
Bremen
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Brünn (Brno)
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Candia (Irákleion)
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Candia (Kreta), Königreich (Regno de Càndia)
Anm.: Bis 1667 überseeisches Territorium der Republik Venedig.
Canea (Chania)
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Castello di Annone
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Castelnuovo (Herceg Novi)
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Champagne
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Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
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Dänemark, Königreich
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Dalmatien
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Danzig (Gdańsk)
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Dardanellen
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Demmin
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Den Haag ('s-Gravenhage)
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Dessau (Dessau-Roßlau)
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Duinkerke (Dunkerque, Dünkirchen)
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Edinburgh
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Egerischer Sauerbrunnen
Anm.: Sammelbezeichnung für mehrere Mineralquellen zwischen Schlada (Slatina) auf dem Gebiet der 1793 gegründeten Kurstadt Franzensbad (Františkovy Lázně) und Eger (Cheb).
England, Commonwealth von
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Erfurt
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Eutin
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Flandern, Grafschaft
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Frankenthal
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Frankfurt (Oder)
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Frankreich, Königreich
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Genf (Genève)
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Genua, Republik (Repubblica di Genova)
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Güsten
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Guyenne
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Halberstadt
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Halle (Saale)
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Hamburg
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Heidelberg
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Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
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Hessen-Kassel, Landgrafschaft
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Hornhausen
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Hoym
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Île-de-France
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Irland, Königreich
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Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Italien
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Kärnten, Herzogtum
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Kassel
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Kastilien, Königreich
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Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Katalonien, Fürstentum
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Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Kelbra
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Köln, Kurfürstentum (Erzstift)
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Köthen
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Konstantinopel (İstanbul)
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Kopenhagen (København)
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Kreta (Candia), Insel
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Kreuznach (Bad Kreuznach)
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Krim, Khanat
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Kurland, Herzogtum
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La Bassée
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Langer Berg (Saale)
Anm.: In der frühen Neuzeit Weinberg am Hang linkerhand von Wipper und Saale westlich von Bernburg zwischen dem heutigen Tiergarten und der Zörnitzer Mühle.
Lappland
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Laufenburg
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Leipzig
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Lille (Rijsel)
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Lissabon (Lisboa)
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Litauen, Großfürstentum
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London
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Lüttich (Liège), Hochstift
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Lyon
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Madrid
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Magdeburg
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Mailand, Herzogtum
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Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Mansfeld, Grafschaft
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Marseille
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Mechelen
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Minden
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Mittelmeer
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Moldau, Fürstentum
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Moskauer Reich (Großrussland)
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München
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Münster, Hochstift
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Neapel (Napoli)
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Neapel, Königreich
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Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Niederlande, Spanische
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Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
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Niedersächsischer Reichskreis
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Nordsee
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Norwegen, Königreich
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Nürnberg
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Nykøbing Falster
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Öresund (Øresund)
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Österreich, Erzherzogtum
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Ofen (Buda)
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Osmanisches Reich
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Osnabrück
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Ostfriesland
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Ostsee
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Paris
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Péronne
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Persien (Iran)
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Pfalz-Neuburg, Fürstentum
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Pfalz-Sulzbach, Fürstentum
Anm.: Deputatfürstentum von Pfalz-Neuburg.
Pfalz, Kurfürstentum
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Plötzkau
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Polen, Königreich
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Pommern, Herzogtum
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Pontremoli
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Pontremoli, Herrschaft (Fürstentum)
Anm.: Teil des Herzogtums Mailand (bis 1647), der Republik Genua (1647-1650) und des Großherzogtums Toskana (seit 1650).
Porto Longone (Porto Azzuro)
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Portugal, Königreich
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Prag (Praha)
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Preußen
Anm.: Historische Landschaft im nordöstlichen Mitteleuropa, die seit 1525 in das Herzogtum Preußen und einen königlich-polnischen Teil geteilt war.
Quedlinburg
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Quedlinburg, Stift
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Rechberg
Anm.: In der frühen Neuzeit Weinberg bei Bernburg.
Regensburg
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Reinstedt
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Rethel
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Rhein, Fluss
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Rheinfelden
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Rocca d'Arazzo
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Rom (Roma)
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Saale, Fluss
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Sachsen, Kurfürstentum
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Säckingen (Bad Säckingen)
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Saint-Denis
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San Todero (Theodorou), Festung
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Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Sauerland
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Savoyen, Herzogtum
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Schottland, Königreich
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Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schwarzburg, Grafschaft
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Schweden, Königreich
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Schweiz, Eidgenossenschaft
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Siebenbürgen, Fürstentum
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Anm.: Östlicher Teil des Königreiches Ungarn unter Oberherrschaft des Osmanischen Reichs.
Spanien, Königreich
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Stade
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Stockholm
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Theodorou, Insel
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Thorn (Toruń)
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Turluru, Festung
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Anm.: Venezianische Festung auf der Insel Theodorou.
Ungarn, Königreich
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Venedig (Venezia)
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Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
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Verden, Hochstift bzw. Herzogtum (seit 1648)
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Vervins
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Walachei, Fürstentum
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Waldshut (Waldshut-Tiengen)
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Warschau (Warszawa)
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Weser, Fluss
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Wien
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Wiesenburg, Amt
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Wismar
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Zepzig
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Zerbst
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Ziegelberg
Anm.: In der frühen Neuzeit Weinberg an der Saale bei Bernburg nahe der Ziegelscheune.
Zürich
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Dänemark, Stände
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
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Niederländische Westindien-Kompanie (Vereenigde Nederlandsche West-Indische Compagnie)
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Anm.: Im Jahr 1621 gegründete niederländische Handelskompanie für Westafrika und Amerika.
Niederlande, Generalstaaten
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Schweden, Stände
Ungarn, Stände
Antonio de Guevara: Der guldenen Sendtschreiben. Weilandt deß Hochwürdidigen unnd Wolgebornen Herrn Antonii de Guevara, Parfüsser Ordens/ Bischoffens zu Mondonedo, Keysers Caroli des V. Hoffpredigers und Chronisten: darinn vil schöne Tractätl/ subtile Discursen/ artliche Historien/ herrliche Antiquiteten/ und lauter gute Exemplarische sachen begriffen/ so allen und jeglichen/ hohen und nidern/ Geistlich und Weltlichen Standts Personen/ fast kurtzweilig/ annemblich und nutzlich zulesen / Durch [...] Aegidium Albertinum, auß der Hispanischen in die Teutsche Sprach auffs fleissigist verwendt, Theil 1-3, übers. von Albertinus Aegidius, München: Berg, 1603. [Nachweis im GVK]
Das Instrumentum Pacis Monasteriensis (IPM) vom 24. Oktober 1648, in: Die Friedensverträge mit Frankreich und Schweden, Bd. 1: Urkunden, hg. von Antje Oschmann, Münster: 1998, S. 1-49. ( Acta pacis Westphalicae, Serie III Abt. B: Verhandlungsakten 1 ) [Nachweis im GVK]
Das Instrumentum Pacis Osnabrugensis (IPO) vom 24. Oktober 1648, in: Die Friedensverträge mit Frankreich und Schweden, Bd. 1: Urkunden, hg. von Antje Oschmann, Münster: 1998, S. 95-170. ( Acta pacis Westphalicae, Serie III Abt. B: Verhandlungsakten 1 ) [Nachweis im GVK]
Publius Ovidius Naso: Fasti = Festkalender. Lateinisch-deutsch, hg. von Niklas Holzberg, Berlin: 2012. [Nachweis im GVK]
Georg Raumer: Der Deutsche Moses in Anhalt wird versamlet zu seinem Volck: als der [...] Herr Ludwig/ Fürst zu Anhalt/ [...] im Jahre Christi 1650. den 7. Ianuarii durch einen sehligen tod/ der Seelen nach/ zu den Geistern der volkommenen Gerechten im Himmel und den 14. Februarii durch ein hochansehnliches Beysetzen/ dem Leibe nach [...] in dero Fürstliches Schlafkämmerlein zu Cöthen: und also beiderseits zu seinem Volck versamlet worden / Fürgestellet an dem exempel des Hebraischen Mosis in Israel [...], Köthen: Fürstliche Druckerei, 1650. [Nachweis im GVK]
Rhetorica ad Herennium. Lateinisch-deutsch, hg. von Theodor Nüßlein, München: 1994. [Nachweis im GVK]
Daniel Sachse: Christliches Ehrengedechtnüs Des Weyland Durchleuchtigen/ Hochgebohrnen Fürsten und Herren/ Herren Ludwigen des Eltern/ Fürsten zu Anhalt/ Graffen zu Ascanien/ Herren zu Bernburg und Zerbst [...], Köthen: Fürstliche Druckerei, 1650. [Nachweis im GVK]
Publius Vergilius Maro: Aeneis. Lateinisch-deutsch, hg. von Niklas Holzberg, Berlin/Boston: 2015. [Nachweis im GVK]
Pietro Martire Vermigli: Der Gekrönte David/ Das ist Die Geschichte des zweiten Israelischen Königs Davids/ von dem tode Sauls an/ bis zu seinem absterben: Nach der Biblischen haubtschrift gehandelt und ausgeleget ; Darinnen allerhand gute und nützliche/ so Geistliche/ als Weltliche Lehren enthalten und ausgefüret: Auffs neue aus andern bewehrten auslegungen in deutsch verfasset und zusammen getragen, übers. von Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen, Köthen: Fürstliche Druckerei, 1648. [Nachweis im GVK]