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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: Dezember 1650


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXIb, fol. 243v-11v (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. Dezember 1650
Bernburg
  • Schnee
  • Anhörung der Predigt
  • Gespräch mit dem Superintendenten Joachim Plato
  • Plato, der Kammerrat Dr. Joachim Mechovius und der Kammermeister Tobias Steffeck als Mittagsgäste
  • Anhörung der Predigt am Nachmittag mit den Söhnen Viktor Amadeus und Karl Ursinus
  • Korrespondenz
02. Dezember 1650
Bernburg
  • Schnee und Wind
  • Gespräche mit Justiz-und Hofrat Paul Ludwig, Kammerdiener Jakob Ludwig Schwartzenberger und Küchenmeister Philipp Güder
  • Wirtschaftssachen
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
03. Dezember 1650
Bernburg
  • Schlechter Zustand von Schwester Dorothea Bathilde
  • Neuigkeiten
  • Ankunft des Sekretärs Martin Hanckwitz
  • Hanckwitz als Mittagsgast
  • Administratives
04. Dezember 1650
Bernburg
  • Schnee und Frost
  • Kirchgang mit beiden Söhnen
  • Administratives
  • Hofprediger Konrad Theopold als Mittagsgast
  • Erinnerung an den verstorbenen Vater
05. Dezember 1650
Bernburg
  • Rückkehr des ehemaligen Tafeldeckers Christoph Carl aus Preußen
  • Administratives
06. Dezember 1650
Bernburg
  • Rehlieferung aus Ballenstedt
  • Besuch von Amtmann Georg Reichardt
  • Administratives
  • Korrespondenz
  • Neuigkeiten
07. Dezember 1650
Bernburg
  • Besuch des Gottesdienstes
  • Wirtschaftssachen
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
08. Dezember 1650
Bernburg
  • Nebel
  • Anhörung der Predigt
  • Steffeck und Hofmeister Heinrich Friedrich von Einsiedel als Mittagsgäste
  • Anhörung der Predigt am Nachmittag mit beiden Söhnen
  • Administratives
09. Dezember 1650
Bernburg
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Erkrankung von Steffecks Sohn
  • Unfall der Gemahlin des Stattelknechts Michael Kuhne
  • Rätselhafte Erkrankung der Nutztiere
  • Verabschiedung des Ludwig
  • Besuch bei der Schwester
  • Korrespondenz
10. Dezember 1650
Bernburg
  • Abbruch eines Reisevorhabens wegen Wetter und anderen Hindernissen
  • Abfertigung des Steffeck
  • Gespräche mit Schwartzenberger
  • Gespräche mit dem Hoymer Pfarrer Johannes Splitthausen d. Ä. und dem Reinstedter Pfarrer Wolfgang Benjamin Giegelsberger
  • Dieselben als Mittagsgäste
  • Korrespondenz
  • Erneute Erkrankung der Schwester
  • Gespräch mit der Gemahlin
11. Dezember 1650
Bernburg
  • Frost
  • Wildschweinlieferung aus Dessau
  • Kirchgang mit beiden Söhnen
  • Korrespondenz
  • Neuigkeiten
  • Taufe des Sohnes von Stadtvogt Georg Banse
12. Dezember 1650
Bernburg
  • Kälte
  • Hasenlieferung von Ballenstedt
  • Gespräch mit Ludwig
  • Administratives
  • Korrespondenz
13. Dezember 1650
Bernburg
  • Nebel und Kälte
  • Schwefelgestank am gestrigen Abend
  • Traum
  • Administratives
  • Spaziergang
  • Besuch der kranken Schwester
14. Dezember 1650
Bernburg
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Viehsterben
  • Ankunft des vermeintlichen römischen Konvertiten Dr. Girolamo Colonna
15. Dezember 1650
Bernburg
  • Kaltes Wetter
  • Anhörung der Predigt am Vormittag
  • Helena von Rindtorf, Dr. Mechovius und Pfarrer Georg Enderling als Mittagsgäste
  • Kirchgang am Nachmittag mit beiden Söhnen
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
16. Dezember 1650
Bernburg
  • Lärm um Mitternacht
  • Neuigkeiten
  • Korrespondenz
17. Dezember 1650
Bernburg
  • Besuch von Bürgermeister Martin Tornau
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
18. Dezember 1650
Bernburg
  • Kirchgang mit den Söhnen
  • Theopold als Mittagsgast
  • Beratungen mit Ludwig und Güder
  • Spaziergang
  • Neuigkeiten
  • Rückkehr des Lakaien Hans Georg Berger aus Holstein
  • Korrespondenz
19. Dezember 1650
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Neuigkeiten
  • Korrespondenz
  • Administratives
20. Dezember 1650
Bernburg
  • Tauwetter
  • Korrespondenz
  • Administratives
  • Ankunft des früheren Kammerjunkers Ernst Dietrich von Röder am Abend
  • Neuigkeiten
21. Dezember 1650
Bernburg
  • Gespräch mit Güder
  • Neuigkeiten
  • Besuch des Gottesdienstes
  • Administratives
  • Wirtschaftssachen
22. Dezember 1650
Bernburg
  • Schnee
  • Anhörung der Predigt am Vormittag
  • Helena von Rindtorf, Dr. Mechovius und Diakon Bartholomäus Jonius als Mittagsgäste
  • Anhörung der Predigt mit den Söhnen am Nachmittag
  • Bericht durch den Ballenstedter Amtmann Martin Schmidt
  • Korrespondenz
  • Neuigkeiten
23. Dezember 1650
Bernburg
  • Schnee
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Verabschiedung des Schmidt
  • Lebensmittellieferungen aus Ballenstedt
24. Dezember 1650
Bernburg
  • Kaltes Wetter
  • Verwunderung über unerklärliche Ereignisse in der Nacht und am Morgen
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Besuch des Gottesdienstes mit beiden Söhnen
  • Rückkehr einer erfolglosen Abschickung nach Dessau
25. Dezember 1650
Bernburg
  • Schnee
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Anhörung der Predigt am Vormittag
  • Abendmahlsfeier
  • Helena von Rindtorf und Justina Maria von Einsiedel als Mittagsgäste
  • Kirchgang am Nachmittag
26. Dezember 1650
Bernburg
  • Schnee und Kälte
  • Anhörung der Predigt
  • Erkrankung der Schwester
  • Helena von Rindtorf und der Köthener Hofarzt Dr. Johann Brandt als Mittagsgäste
  • Anhörung der Predigt am Nachmittag
  • Entsendung des Güder nach Halle
  • Gespräch mit der Schwester
  • Traumdeutung
27. Dezember 1650
Bernburg
  • Unbeständiges Wetter
  • Hasenjagd
  • Entsendung des Lakaien Michael Ringk
  • Lektüre
  • Studium von Geheimschriften
  • Besuch der kranken Schwester
  • Neuigkeiten
  • Korrespondenz
28. Dezember 1650
Bernburg
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Korrespondenz
  • Dr. Brandt als Mittagsgast
  • Krankheit der Schwester
29. Dezember 1650
Bernburg
  • Rückehr des Güder aus Halle
  • Anhörung der Predigt am Vormittag
  • Entsendung des Dr. Mechovius und des Plato nach Köhten
  • Neuigkeiten
  • Verabschiedung des Röder
  • Administratives
30. Dezember 1650
Bernburg
  • Regen
  • Traurigkeit von Sohn Karl Ursinus wegen Auszug aus dem Frauenzimmer
  • Rückkehr des Schwartzenberger und des Trompeters Zacharias Haug aus ###
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
31. Dezember 1650
Bernburg
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Korrespondenz
  • Angst um die Gesandten Steffeck und Schwartzenberger
|| [[Handschrift: 243v]]

Sonntag den 1. December 1650. Erster Advent.

Schnee. Kälte.


Der Superintendens, Er Plato hat unß
geprediget. Postea habe ich mit ihm, conversiret.


Extra: war zu Mittage, Doctor Mechovius,
Tobias Steffeck von Kolodey undt der Superintendens. perge


Nachmittags cum filiis, in dje predigt, gezogen.


Briefe von Cöhten, empfangen, zu Deßaw, datirt,
vom iungen herztogk von Wirtembergk.

<Tiefer Schnee. Windt.>


Paul Ludwig bey mir gehabt. Jtem: Jakob Ludwig Schwartzenberger seine
exculpationes, zu vernehmen. Jtem: Philipp Güder.


Die Oeconomijsachen, Rechnungen, undt
dergleichen, vorgenommen.


Schreiben von Croßen, de Madame l'Electrice.


Die Leiptziger avisen geben:


Daß der Kayser, die Mantuanische heyrath, zu volln-
ziehen, undt nacher Prag, zu wandern gewillet.


Der Pabst, hette scharf wieder den deützschen Frieden,
protestiret, wiewol der Kayser ihm geschrieben
hette: Wann er das geldt, so er auf die Ma-
donna Olympia, unnützlich verwendet, Jhrer Mayestät
hergeschoßen hette, wolten Sie den krieg, wol continuiret haben.


Jn Ungarn, sollen die Türgken, den Gubernator1
von Canischa ertapt, undt in die 800 Christen, erschlagen haben.

|| [[Handschrift: 244r]]


Jhre Kayserliche Mayestät sollen solches hoch empfinden.


Der Königlich Dennemarkische gesandte, sol sich prächtig sehen
laßen, undt Jhre Mayestät mit <schönen> pferden, undt degken,
im Nahmen seines Königes, stattlich beschengkt haben.


Zu Dresen[!], gehet es prächtig zu, auf den
Beylagern, mit Ritterspielen, feẅerwerk undt herrligkeiten.


Zu Stogkholm, ist es albereitt vollendet,
die Stadtlichen aufzüge, Ritterspiele, Turniere[,]
Triumph, feẅerwergk, Cröhnung <der Königinn>, undt
wahl des Generalissimi Pfaltzgraven.


Jn Frangkreich, progrediren, die Spannischen,
haben nach Rethel, undt Mouson, auch Donchery
eingenommen. Der Ertzhertzogk, hat nicht
im willens, dem Don Giovan d'Austria, zu weichen.
Der Cardinal Mazzarinj, hat 2 millionen bey-
sammen, die verlohrnen plätze, zu recuperiren.
Die gefangenen Printzen, werden nach Havre de
Grace, geführet. Vndterwegens hat der kutzscher
umbgeworfen, undt den Prince de Contij aber-
mahlß verletzet, wie auch den Düc de Longueville.
Conte de Harcour, hat sie mit 1000 Mann, zu
Roß, undt fuß, convoyiret. Jn Catalogna
ziehen die Frantzosen, den kürtzern, undt verlieh-
ren, eines, nach dem andern.

|| [[Handschrift: 244v]]


Jn Engellandt, stärgken sich die Parlamentischen.


<General> Cromwell setzt dem castell zu Edingburg, stargk
zu, mit miniren, undt duchstraift Schott-
landt, vmb ihre Musterplätze zu verstöhren.
Theilß halten auf die factiones, Theils
meynen, sie seyen verglichen, wieder Engllandt.
Cromwell suchet, seine sachen, in schrifften,
zu beschöhnen. Alle briefe werden durch-
sucht, so auß Engelland undt Schottlandt ge-
schrieben werden, welches die avisen, schwehr machet.


Jn Niederlandt, ist noch kein richtiger
Schluß, wegen des Generalats, genommen.


Zu Nürnbergk; bemühet man sich,
Oldenburgk; undt Brehmen, zu vergleichen.


Die Cosagken droẅen nicht allein Polen,
mit den Tartarn, sondern auch, Sibenbürgen,
der Moldaw, et cetera nach dem Sie die Wallachey,
verderbet, undt durchstraiffet. An itzo
helt die Cron Pohlen, wieder einen ReichsTag zu
Warschaw, undt wollen dem hospodar helfen.


Jn Candia gehets nicht gar glügklich.


Jm Archipelago, sollen viel erdbebem geschehen,
in den Jnseln, undt auf dem Meere.

|| [[Handschrift: 245r]]


Zu Constantinopel gibts auch dissidia.


Die Schweitzer, wollen ihre libertet verfechten.
haben den Bürgemeister[!] von Bahsel, undt den
Obersten Zweyer vorhero, nacher Wien, geschickt,
umb zu vernehmen, worumb Jhre Mayestät (so ihnen
zu Münster, confirmation ihrer freyheitten,
undt Erbainigung versprechen) ihnen, ihre gühter
bey Schlettstedt, durch das kammergerichtt,
verarrestiren laßen?


hertzogk von Lottringen, hat vier Regi-
menter, inß Elsaß, einquartieret,
schregken, undt nachdengken vervuhrsachet.


Die Frantzosen, haben Annone im Mont-
ferrat, am Piemont gelegen, belägert.


Düc de Guise ist zu Madrill rantzioniret,
vor 150000 krohnen, undt mit bedinge,
zu den malcontenten Fürsten, in Frangkreich
überzugehen, auß Spannien dimittiret worden.


Zu Napolj, gibts auch neẅe wiederwertigkeitten.


Der Churfürst von Brandenburg hat den Printzen
von Portguall, mit seinem Sohn, wol content dimittiret,
undt will dem Düc de Crouy 100000 ThalerThlr: vor sein Stift
Camin, erlegen, hat auch vor 2000 ThalerThlr: præsenten, nacher Dresen[!] geschickt.

|| [[Handschrift: 245v]]

Dienstag den 3. December 1650.


Meine Schwester, Fräulein Dorothea Bathilde gestern, wie auch
etzliche Tage lang, ein gewaltiges hertzklopfen,
angst, undt bangigkeit, umbs hertz. Gott
wolle es beßern! undt so viel quahl benehmen!


J'ay aussy eü, üne citation, avanthier,
(pour le premier d'Advent) hier; & aujourd'huy
d'ün nouvel hoste, a scavoir, d'üne alteration,
& comme d'ün bouleversement, en mon coeur,
avec üne palpitation, seülement, par jntervalles,
dont ie ne suis nüllement accustümè. Dieu
me vueille garder, de Venin! & d'autres accidens!
benignement, par sa Sainte grace!


Mein viehe, fängt mir nun auch ahn, in zimlicher
quantitet, krangk zu werden, so wol alß anderer
leütte! Gott bewahre vor deßen mortaliteten,
undt schigke unß, in gnaden, dienliche remedia!


Mein Secretarius Hangkwitz, (meiner Söhne gewesener
Præceptor,) ist von Cöhten, anhero gekommen, undt, zu
Mittage alhier geblieben.


J'ay commencè, a èscrire mes lettres.


Jch habe befehliche außgelaßen, an die Erbzinßleütte, zu
recognoscirung, ihrer lehen, undt zu abhelfung der bißerho
eingerißenen confusionen.


Avis: daß auch, im Braunschweigischen lande, daß
viehe stirbt.

|| [[Handschrift: 246r]]

Mittwoch den 4. December 1650.

<Schnee. Froßt.>


Am heüttigen BehtTage, mit Meinen Söhnen, zur kirchen.


Befehlich, an Panßen, außgelaßen, wegen übergebung
seiner zweyiährigen hindterbliebenen Rechnungen,
undt Steẅerregister außantworttung.


Jch habe extra zu Mittage gehabt, den hofprediger
Ern Theopoldum, undt viel mit ihm dißcuriret, dès per-
secütions d'aujourd'huy. Dieu les vueille amender!


Je me souviens, dès parolles, que me disoit, feü Son Altesse Monseigneur
mon Treshonorè Pere, (environ deux ans, avant sa mort) <de>
<bon memoire> quand il se prognostiquoit, (avec üne face allegre,
majestueüse, & pleine de desir, de dèsloger, & d'estre avec
son Saulveür,) son soudain trèspas, que ce nouvel hoste,
(disoit il, alors;) ascavoir: l'Asthma luy apporteroit, &
que je luy repliquay, ce, que mon obbeissance filiale me
dictoit, alors Son Altesse repartit: Vous le verrèz bien,
Nota Bene asseürez vous en, & nous sommes tous en nostre
famille süjets, a mourir promptement, & a ne faire
Nota Bene nostre course gueres longue. Que voulèz vous me
tourmenter avec üne plüs longue vie, qui ne
m'est, qu'ün tourment & au moins double gésne
l'an, sür tout, en automne & en est<au> Printemps,
ou la goutte, la gravelle & mes maulx, me donnent
la question J'ay assèz vescü, pour aller a mon Dieu,
& pour faire place, aux aultres. J'en seray bien Content.

|| [[Handschrift: 246v]]

Donnerstag den 5. December 1650.


Christof Carll, Buchbinder, (so vor iahren, mein Tafeldegker
gewesen) hat sich præsentiret undt ist auß Preüßen,
dahin er, inturbis bellicis, gewandert gewesen,
glügklich, nicht ohne große gefahr, wiederkommen.


Hè escribido, una muchedumbre, de cartas! que Dios
salve y guarda!

Freitag den 6. December 1650. [...]a

<1 Rehe, von Ballenstedt.>


Georg Reichardt ist bey mir gewesen, et cetera rallegrandomj.


J'ay expediè, üne depesche importante ce soir,
sur Christophe Charles que Dieu vueille bienheürer, par sa
Sainte grace, & benir!


Jch habe in publicis, wichtige schreiben, diesen Nach-
mittag bekommen, von Deßaw, undt Plötzkaw.


Avis; iedoch noch ungeglaübet, daß der General
Königßmargk, von einer andern generalsperson,
zu Stogkholm, seye erstochen worden.


Jtem: daß zwischen hier, undt Zerbst, gestern
zweene arme leütte, seyen ermordet,
undt dem einen, die kehle zugehalten worden,
daß er nicht hette schreyen können. Jtem:
das mejn Bruder, Fürst Friedrich, von Seiner Liebden
kleinen rayse, auß Provence, undt Languedocq
glügklich wieder, zu Genff, arriviret.

|| [[Handschrift: 247r]]

Samstag den 7. December 1650.


Die Oeconomica, (wie gewöhnlich) examiniret,
post sacra peracta. perge


Die avisen, von Erfurdt, geben:


Das der König in Schottlandt in gefahr, leibs undt lebens seye,
wegen der dreyerley factionen daselbst. Jtem: das es mit
minirung des Schloßes Edimburgk nicht forth will.


Daß etzliche Englische Schiffe wehren verungelügket,
undt eines in Printz Roberts, hände, gerahten.


Andere Schiffe, sollen auch bey hamburgk; durch Sturm,
in unglügk, gerahten sein.


Jn Frangkreich, prosperiren die Spannischen undt der Visconte
de Türenne; nehmen noch mehr plätze ein. Der gouverneür2
in Havre de Grace, hat die gefangenen Printzen, nicht
einlaßen wollen. Wieder den Cardinal, Mazzarinj;
werden noch böse Pasquillen, spargiret. Die execution
ist ergangen, wieder die übelthäter, welche des Düc
de Beaufort Stallmeister3, in der Carosse ermordet.
Der König, und die Königinn, seindt wieder zu Paris.


Der hertzogk von Savoye, gedengkt, die Stadt
Genff, zu attacquiren, undt zu subiugiren.
Die von Bern, undt Zürich aber, werden sich ihrer
annehmen, auf solchen fall, nemlich des krieges.


hertzogk von Parma, ist von 30 Reüttern,
zwischen Parma undt Pjacenza zwahr attacquiret
undt geplündert, von iehnen aber, 7 ertapt, und aufgehengkt worden.

|| [[Handschrift: 247v]]


Jm Arcipelago, soll ein Erdbebem, die Jnsel Mette-
lino, fast umbgekehret, auch an den Schiffen,
biß an Candia, schaden gethan, undt stincken-
den Schwefel, undt rauchdampf, außgeworfen haben.


Die Zeitung continuirt, daß die Türgken,
bey Canischa, den Hauptmann Rauch, sampt
seinen, bey sich habenden 700 deützschen Soldaten,
(so viel geldes nebst einem Commissario4, bey sich,
gehabt) umbringet, undt alles, biß auf 50
Mann, niedergemachtt. Der hauptmann, solle
sampt seinem Sohn, auch verloren sein. Der Türgken
wehren in die 1400 auch geblieben, dann die
Christen, hetten sich Tapfer gewehret, undt
die Türcken, wehren, über die 4000 stargk
gewesen. Kayserliche Mayestät wehre sehr consterniret.


Jedoch, würde der ankommende Türgkische
Bohtschafter, solennissime entpfangen; zu Wien.


Rantzaw, dänischer Legato; hielte sich
prächtig, mit præsenten, großen train, Trac-
tamenten, undt dergleichen.


Jn der Wallachey suchte der hospodar hülfe
bey Polen, wieder die Türcken, undt Tartarn.

|| [[Handschrift: 248r]]


Der Pollnische ReichßTag zu Warschow, hette seinen
forthgang, undt es dörfte der krieg, wieder die
Türgken, undt Tartarn, decerniret werden.
die Cosagken, liegen im armbrust, wißen
noch nicht, wohin sie sich wenden wollen?


Moldaw, Siebenbürgen, undt die Wallachey
stehen alle drey, in besorgendem anlauff.


Der Türckische Kayser, hat dem Fürsten in der
Wallachey, einen bloßen Sebel geschicktt,
zum Zeichen, seiner ungnade.


König in Spannien, hat progreß in Catalonien,
will Frangkendahl, nicht restituiren,
Man erlege ihm, denn 80 millionen, vor die
kriegsunkosten. Ein Rheinischer krayßTag,
zu Frangkfurth am Mayn ist außgeschrieben.


herzog von Lottringhen, undt Türenne, senden ihre
völgker, nacher Elsaß undt Burgundt zu,
ohne die, welche sie in Champanien, haben.


Die Tartarn, suchen hülfe in Schweden,
wieder Polen, undt Moßkaw.


Zu Stogkholm, währen noch die freẅdenFeste.


Vom ReichßTag, zu Nürnberg, wirdt es wieder stille.

|| [[Handschrift: 248v]]

Sonntag den 8ten. December 1650. 2. Advent.

<digker Nebel.>


Es hat Er Marggravius, auf unserm Sahl geprediget.


Extra: ist zu Mittage geblieben Tobias Steffeck von Kolodey undt er,
der hofmeister Einsidel, hat sich, nach außgestandenem
lagerhaftem Podagra, undt waßerSucht, auch
wieder præsentiret. Gott gebe ihm, bestendige gesundheitt!


Nachmittags wieder in die Predigt, cum filiis, Ern Jonij.


Expedienda expedirt.


Tobias Steffeck von Kolodey sein eintziges Söhnlein, ist gestern Nachmittags im
Stein, undt bauchgrimmen, Todtkrangk worden. Gott
schigke es, in gnaden, zur beßerung!


heütte frühe hat sich Meines Sattelknechts
fraw, durch umbschlagung, eines keßels,
mit Siedheißem waßer, (welchen durch un-
glügk zweene herabgefallene Spegkseitten
umbgeschlagen, eben als das weib, den keßel
vom Feẅer, wollen herab nehmen) elendiglich
undt iämmerlich verbrandt. Gott lindere dem armen
weibe, die Schmertzen! undt große quahl!


Toutes mes esperances, & grands
travaulx de mes fossoyeurs fidelles, sont
reduites en fümèe & a neant. Pacience!


Avis: daß Magdeburgk vom Churfürsten, von
Brandenburg blocquiret werde! Patientia!

|| [[Handschrift: 249r]]


Mein kuhevieh krongkt immerforth, wie auch die Schweine.
Die kälber sterben gar. Die Remedia wollen nicht helfen.
An itzo ist es nicht gesundt, kalbfleisch zu eßen. perge Pacience!


Es sollen auch, an Theilß orthen, die hüner, gänse, Tauben,
so wol alß andere vierfüßige Thier, krangk werden. perge
Gott verhüte, mehrere landtplagen!


Secretär Paulus Ludwig, ist bey mir gewesen,
undterthänig(st) abschied zu nehmen.


Schwester Dorothea Bathilde habe ich zu abends besucht, abschied
genommen, undt habe Sie, in zimlichem zustandt
gelaßen, iedoch, ist darauf, nicht zu bawen. et cetera


Schreiben, von Leiptzigk et cetera von Nürnberg undt Wien.


Die avisen geben:


Daß der Türckische gesandte, prächtig zu Wien eingezogen,
mitt 180 pferden, undt die Coßagken, sich undter
die Türckische Protection, ergeben hetten, auch
wol aufgenommen wehren worden.


Jn Candia, stünden die Sachen noch wol, undt
wehre eine Bastandte verfaßung, wieder die Türgken.


Zu Basel, stehet man, in forchten, wegen der Lottringischen
undt Spannischen völcker. Sie fordern am kammergerichte,
zu Speyer, Alte prætensiones, ehe Basel, noch vom Reich,
sich eximiret, darumb auch, der arrest, auf die gühter zu
Schlettstadt ergangen, undt nach Speyer, geführet worden.


Die waßermühlen, zu Briesach, seindt durch Sturm,
aufm Rhein, zerrißen, undt haben schregken causiret.

|| [[Handschrift: 249v]]


Jn Dennemargk, mindert sich, die Theẅrung.


Jn Schottlandt, sol es noch factiones geben, undt
selbiger König, wie gefangensein. Gott liberire ihn!


Die Engelländer, haben Portugall vor feindt
erklähret. Correspondiren mit Spannien.


Ein Türckischer gesandter5, so von Madrill nach
Constantinopel gewoltt, hat sich, zu Cagliarj
in Sardinien, aufgehalten, en passant,
undt ist vom Cardinal Triroulzio, selbiger
Jnsel gubernatorn, wol tractiret worden.


Jn Catalogna progrediren die Spannischen,
undt haben Tortosa belägert.


Jn Piemont, hat der Meyländische Guber-
nator auch progreßen.


ViceRè zu Neapolj, Conte d'Ognata
drügket den Adel nieder. Suchet friede,
undt straft die Banditen.


Die Tartarn, suchn hülfe bey Schweden,
wollen den Moßkowiter opprimiren.


Der ReichsTag zu Warschow, gehet forth.


Der pfaltzgraf Generalissimus ist erblich, zum ErbFür-
sten, bestehtiget, in Schweden.

|| [[Handschrift: 250r]]


Der Bourdeauxische friede, will wangken.


Die Staaden wollen denen von Brehmen, contra
Oldenburgk; in der WehserZollsache assistiren.
Wollen die Staatsachen führen, (in währender
Minderiährigkeit), des Printzen von Uranien,
undt das Generalat zu führen, undter der Direc-
tion, des Rahts von Staaden, überlaßen.


Zu Lüttich, wil es auch motus geben, iedoch
hoft man, der iunge Churfürst von Cölln, werde sich stabiljren.


Zu Turin, machet die alliance, mit Chur
Bayern, das man die Trawer anleget
am gantzen hofe, wegen des abgestorbenene
Churfürsten von Cölln. Zu Paris, leget der
Königliche hoff, die Trawer ahn, wegen des Printzen
von Uranien, absterben.


Die gefangenen Frantzösischen Printzen, haben
zu Havre de Grace, nicht eingelaßen werden wollen.


Die Maltheser, haben wegen ihres or-
dens, auch differentzien, mit <den> Lüttichern.


Der Conte d'Avaux, Sürjntendant dès finances
de France, (den ich zu hamburgk, alß Königlich Frantzösischer
Gesandter, zu vor iahren gesehen, so auch zu Münster
gewesen) sol gestorben sein, ein löblicher herr.

|| [[Handschrift: 250v]]

Dienstag den 10ten: December 1650.


Die angestellte rayse, ist wegen des grundt-
eises, undt anderer heimlichen, undt offent-
lichen, resistentzen, zurügkeb gegangen. perge


Cependant, j'ay expediè, Tobias Steffeck von Kolodey
que Dieu vueille conduire, & reconduire
(avec succéz disirè) heüreüsement!


Discorsj co'l Montenegro, di varie cose. perge


Nota Bene Madame vouloit, que ie voulois, que je luy envoyasse
toutes les lettres, que j'aurois èscrit, pour Ballenstedt,
tost apres que Tobias Steffeck von Kolodey s'en estoit allè.


Jtem: elle me demandoit, ou il estoit allè, lors,
qu'a bon droict, personne ne s'en pouvoit encor'appercevoir.


Schwartzenberger ist bey mir gewesen, Jtem:
die pfarrer: Er Splitthuet, 74 iähriger,
pfarrer zu hoym, undt Er Benjamin, pfarrer zu Reinstedt,
demandans leurs gages, de Madame
& luy donnans, la moytiè! Jch habe Sie,
extraordinar zur mahlZeitt, behalten. perge


Schreiben von hanover, vom herren von
Schrahtembach, undt ihme rescribirt. et cetera


Schwester Dorothea Bathilde ist heütte wieder sehr Matt,
undt krangk worden. Gott erbarme sich ihrer!


Avis: daß auch hertzogk Christian, vom Brigk
zu Dessaw, krangk worden. Gott wolle ihn, restitujren!

|| [[Handschrift: 251r]]

Mittwoch den 11ten: December 1650.

<2 <wilde> Sawe von Deßaw kalter froßt.>


Jn die kirche, cum filijs, in großer käldte.


Avisen: daß im lande zu Meißen, im voytlande
in Frangken, in der Margk, im lande zu
Braunschweig, in Westfalen, in Stiftern
hierneben, so wol alß in unserm Fürstenthum,
ein landtsterben des viehes, seye. Gott
wende solche strafen gendiglich abe
undt helfe! daß nicht ärgere darauf erfolgen!


Jn Pommern, in Preüßen, in Dennemargk,
in hollstein, in Schweden, in Polen, sol große
Theẅerung, am getreyde, und mangel sein. perge


Schreiben von Deßaw, mit Schwartzem wildpreth.
Jtem: von Ballenstedt, schreiben, undt Rechnungen, mit
Märtin lackayen, vom Matz Knüttel.


Man hat heütte, über <das waßer mit> der großen fehre
wegen des grundteiß, nicht kommen können.


Geörge Panße, hat heütte sein einiges Söhn-
lein, so ihm Gott im allter, beschehret, taüffen
laßen, undt mein Sohn Victor Amadeus ist öber-
ster gevatter gewesen, deßen Stelle, undt Standt,
Doctor Mechovius vertretten. perge Gott gebe zu glügk!

|| [[Handschrift: 251v]]

Donnerstag den 12. December 1650.

<große kälte 2 hasen, von Ballenstedt>


Paul Ludwig ist bey mir gewesen, wegen der Erxlebischen
renovation der beleyhung, undt waß beyde
alhier anwesende Krosigk darwider
eingewendet, zu referiren, und sich
bescheidts, zu erholen. perge


J'ay èscrit, plüsieurs lettres, de ça, de là.
Dieu nous vueille ottroyer; bonne Fortüne! in
Orientem; & Occidentem, Meridiem, & Septentrionem!

Freitag den 13den: December 1650.


Die digken Nebel, so etzliche Tage hero, Morgens,
undt abends, gefallen, wollen nichts gutes ominiren.
Gestern abendt hats gestuncken wie Schwefel,
unahngesehen der großen kälte.


Jch habe schwehre Somnia gehabt, von einem
undt anderm Thurm, darauf ich gestiegen, <auch zimlich leiche hinauff kommen,>
<aber>undt im herabgehen, wegen abfallung
der Steine im gemaẅer, (so mehrentheils
Schifersteine gewesen) leibs, undt
lebensgefahr außgestanden, biß ich (nach
vieler angst, mühe, undt Sorgen)
zu Meinem Sohn Victore undt andern in
ein feines losament gekommen, darinnen || [[Handschrift: 252r]]
auch Magister Enderling gewesen, undt wegen der
verlittenen gefahr, bewegliche wolmeinende
remonstrationes mittleydig, und guthertzig gethan.


Melchior Loyß, horte[!] ich auch reden, da
er sagte: nun, ich allter Mann! habe
müßen, mitt umblauffen spiehlen,
es wirdt nun die Reyhe, an andere kommen.
Mich deüchtt, Mein Sohn Erdmann,
undt herrvetter Fürst Ludwig wahren auch im Spiel.
Ma femme se füst mocquèe seülement de
moy, blasmant ma cüriositè (Führwitz)
et n'ayant nülle compassion, de més souffrances.
J'eüsse repliquè que dès gens graves
comme mes Conseilleurs & Officiers m'auroyent
fait monter, pour voir üne campagne
à partager, item d'autres choses necessaires
que j'ay oubliè, n'estant pas en
estat, de meriter tel reproche.


J'ay derechef expediè üne depesche importante[,]
Dieu la vueille prosperer, & benir! avec bonheür!


A spasso, aufß forwergk; in die kunst, an die
Mühle; undt anderstwo, zum rechten, zu sehen,
wie es denn überall, wol von nöhten thut[.]


Die krangke Schwester, besucht.

|| [[Handschrift: 252v]]

Samstag den 14den: December 1650.


Avis: daß die kinderpogken, alhier in der Stadt
Bernburgk, anfangen, zu regieren, in
zweene haüsern. Gott bewahre einem
ieglichen frommen Christen, das Seinige!


Meine kühe, krongken nicht allein,
sondern fangen auch ahn, zu sterben, So wol
alß die kälber, wie auch andern
leütten, geschicht. Gott wolle es beßern!
undt allen landschaden, gnädig abwenden!


Die Erfurdter avisen, bringen:


Daß der König in Engellandt, undter den Schottischen
Factionen, wie ein gefangener, noch gehalten werde,
undt das es gar confuse daselbst zugehe.


Antorffer briefe, melden, alß sollte Cromwell
auß Edenburgk, undt auß gantz Schottlandt,
wieder geschlagen sein. Sed vix credj potest!


Jn Frangkreich, gehet es noch bundt durcheinander.
Die von Bordeaux seindt schwührig, weil ihnen der
accord, nicht gehalten, undt Sie noch darzu
mit exactionen, undt militarischer execution
tribuliret werden. Vor Rethel, bringet der König, || [[Handschrift: 253r]]
ein Mächtiges läger, zusammen, dahin sich der Car-
dinal, in person, transferiren soll. Der Ertzhertzogk
undt Turenne, gedengken eine Diversion, auf la Basse
zu machen. Theilß Türennische, undt Lottringische
völgker, wollen im Elsaß, undt am Rhein winter-
quartiere nehmen. Zu Auxerre ist ein tumult
wieder die Deützschen, endtstanden, wegen eines
erschoßenen Reichß: oder Rahtsherren, undt sollen da-
rumb etzliche capitains, undt Officirer, der
deützschen nation, sein aufgehengkt worden.
Die gefangenen Printzen, seindt wolgemuhtet,
ob man sie schon gefangen, nach Havre de Gra-
ce, gebracht, undt hoffen, auf ihre liberation.


Tortosa in Catalogna ist hart bedrenget, undt
kan schwehrlich, von Barcelona auß, endtsetzt werden.


Jn Schweden, seindt nicht allein die Cröhnungß-
solennia, sondern auch, der ReichsTag geendiget.
Es sol die Königin, sich resolviret haben, nicht zu
heyrathen, wiewol es die Stände gerne gesehen
hetten. Der Pfaltzgrave Generalissimus aber (welcher
numehr, Königliche hoheitt, tituliret wirdt)
ist zum ErbFürsten, confirmirt, undt angenommen.
Wirdt sich, nach einer, ihme anstendigen heyrath,
umbsehen. Die Lifländische Ritterschaft, sol im
rügkwege, zur See, ersoffen, undt undtergangen sein.

|| [[Handschrift: 253r]]


Etzliche sindt mit diesem Schwedischen ReichßTagsSchluß
wol zufriedenc, andere aber, disgustirt. Es sol mit
verwunderung, im November sein in Schweden, Sommer
worden, schön grün, undt lieblich, hin undt wieder,
Man hat frösche sehen undt hören, quaxen, undt
den kukugk schreyen. Jst fast ungläublich!


Die Staaden, halten eine extraordinarij
zusammenkunft, im December wollen ihre com-
pagnien, reduciren. Die Zeeländer begehren
Graf Moritzen von Naßaw, zu ihrem Gouver-
neür, undt es gibt allerley differentzien.


Die Cosagken, geben sich, undter den
Schutz, des GroßTürgken. Jhre gesandten
seindt sehr wol tractirt, undt entpfangen
worden, zu Constantinopel. Des hospodars, in
der Wallachey6 Tochter, muß noch, des Chmiel-
niky Sohn, nehmen, weil er sich, der Pollnischen
hülfe, nicht zu versichern. Jn Polen befahret
man, neẅe motus.


Die Türgken, stärgken sich, in Natolia,
undt Græcia, wieder die Venezianer.
General la Riva, lieget zu Milo, krangk
darnieder. General Sperreüter, wirbt volgk,
vor die Venezianer in Deützschlandt[.] Zu Constantinopel || [[Handschrift: 253v]]
sollen auch factiones sein, daß einer über den andern
herrschen will. Zu Wien, ist der Türckische gesandte,
(so mit 180 Mann, im Comitat, erschienen) so stadt-
lich eingeholet worden, alß noch kein Gesandter.


Der Creißtag zu Francfurt hat sich ang<e>fangen.
Wie auch der zu Nürnbergk. Die ChurPfältzischen,
straifen auß. Führen, militarische executiones,
wieder die Seümigen contribuenten. Die
plackereyen nehmen in ländern zu, undt seindt
kaum zu verwehren.


Die von Basel haben wollen, undt sollen vom
Reich, eximiret werden. Dieweil Sie aber noch
40000 Gulden (florenus)f: vor ihrer alten exemption, schuldig
blieben, undt seidthero neẅe proceße wieder
etzliche privatpersonen, vervhrsachet, Alß
hat das kammergericht zu Speyer, ihre güh-
ter, aufm Rhein, verarrestiren, undt nacher
Schletstadt, führen laßen. Sie hingegen
berufen sich, auf ihre freyheitten, undt
suchen hülfe bey ihren Eidgenoßen. Scheinet
also, das auß diesem handel, wol eine aber-
mahlige unruhe, undt krieg, an deützschen
gräntzen, endtstehen dörfte.


Die neẅe heyrath, des Kaysers, mit Mantua, ist unzweiflich.

|| [[Handschrift: 254r]]


Der herr von Lambergk, ihr Oberster hofmeister
wirdt dahin geschicktt, sie von Mantua abzuholen,
undt Sie heißet auch, Eleonora; wie die alte Kayserinn,
undt ist, des itzigen hertzogß von Mantua, Schwester.


Die Grentzstrittigkeitten in Pommern, zwischen
Schweden, undt Chur Brandenburg seindt noch nicht verglichen.


Diesen vormittag, ist ein Seltzamer Mensch, zu Mir
kommen, Er nennet sich: Hieronymus Columna,
von Rom, der Scholastischen Theologiæ Doctor,
undt vor diesem, gewesener Apt, zu San Antonio,
undt Canonicus zu San Pietro. Er erwiese, mit
Chur: undt Fürstlichen Testimoniis, von dem Churfürsten
zu Brandenburg Liebden vom Marggraf Christian, zu Ba-
reütt, undt von dem hertzoge Eberhardt zu Wjr-
tembergk; undt andern, daß er die Evange-
lische wahrheitt anzunehmen, begierig, undt seine
gute gelegenehitt, in Welschlandt quittiret,
umb des reinen erkandtnüßes willen,
welches er zu Rom, in Lutherj, undt Calvinj
büchern, (so er wiederlegen sollen) gefunden.


Jst billich, zu consideriren, zumahl, da er, umb
des wortts Gottes willen, alles verlaßen,
ein 12000 krohnen, iährliche einkommen, undt gute
gelegenheitten, undt sich in diese lande, auß dem || [[Handschrift: 254v]]
Päbstischen dreyiährigen kercker, (darin er alß
ein vermeinter ketzer, geworfen worden) salviret.
Jnß hertz, kan ich im nicht sehen, in die augen wohl.
Seine conversation ist gut. Sein vorgeschütztes
geschlecht Colonna, wol bekandt, undt vor-
treflich. Seine intention noch vortreflicher.
Von den Colonnesern, kommen die Graven von
Stollbergk, undt herren von Felß, hehr. Gott
gebe, das wirs auch mit diesem, treffen!
undt das er ein aufrichtiger wahrer Christ!
undt kein jmposter seye.

Sonntag den 15den: December 1650.

<Große kälte.>


Vormittagß, hat Magister Enderling, am heüttigen
dritten Advent, auf unserm Sahl, geprediget.


Extra zue Mittage, die Fraw Rindtorfinn,
Doctor Mechovium, undt Magister Enderling, gehabtt.


Nachmittags cum filjis, wieder zur kirchen.


Avis: daß die Zeittung, von der Blocquade
vor Magdeburg dahero erschollen, das nicht
der Churfürst von Brandenburg Sondern der Churfürst
von Saxen, zwey compagnien zu roß, nacher
Barby, geschickt, selbigen guten Graven zu exe-
quiren, wegen etzlicher restirenden lehengelder;
oder lehnwahren. Die Wolfenbüttelische heyrath, mag auch im wege liegen.

|| [[Handschrift: 255v]]

Montag den 16den: December 1650.


On a entendü dü tintamarre a minuict icy
à Bernbourg, au chasteau. Il a fort heürtè
aux portes, & nous avons estè, a l'erte.


Man saget, von vielen einbrechen, so hin: undt
wieder geschicht, wie auch, von außgeschickten
Mordtbrennern, undt rauben, auf der Straßen.
Gott wolle vor unglügk, gnediglich bewahren!


Risposta von Ballenstedt[,] hoym, undt Ermßleben, auch hall.


Avis de Halle, que Tobias Steffeck de Kolodey n'a parlè là,
a Maximilan Wogau que Mittwoch l'11me.

Dienstag den 17den: December 1650.


Bürgermeister Tornaw, ist bey Mir gewesen.


Schreiben vom Tobias Steffeck von Kolodey. Jtem: vom T. S. v. F.


Die avisen, von Leiptzigk geben:


Daß die beylager, zu Dreßden wol abgegangen, mit
großem pracht, kostbahren Ritterspielen,
ringrennen, Turnieren, feẅerwergken, Balletten,
undt dergleichen freẅden.


Jtem: daß der Kayser, seine freẅdenfest, mit der
hertzoginn, erst auf Ostern, oder pfingsten, halten,
zuvor aber, auf Prag kommen werde. Die Böhmischen
Stände, hetten große bewilligungen gethan, zu Jhrer Majestät
contentament.

|| [[Handschrift: 256r]]


Der friede mit dem Türgken, wehre bestettiget, undt
der Extraordinäre Kayserliche Ambassador zu Ofen ankommen, vndt stattlich
eingeholet worden.


Jn Polen aber, würde ein krieg, wieder den Türgken,
decerniret, undt in die 100000 Mann, zusammen gebracht,
weil der Türgke die Cosagken, in protection genommen,
undt andere sachen, zu abbruch deß friedens vorgenommen.
Es solte auch, auf itzigem ReichßTag, zu Warschau,
eine assistentz dem Könige in Schottland bewilliget,
undt decretiret werden.


Schweden, hat friede, mit dem Römischen Kayser,
mit Dennemargk, undt mit Moßkaw,
haben diesem nach, der Königinn viel bewilli-
get, undt den Pfaltzgraven, in eventum,
recipiret, zum Erbfürsten, undt Könige, iedoch,
etzliche conditiones, vorgeschrieben. perge
Wollen auch mit Polen, tractiren.


Jn Schottlandt, variiren die meynungen. Theilß
hoffen, die Engelländer, seyen herauß geschlagen,
andere statuiren die macht der factionen,
undt das Theils, dem Gromwell, beygefallen.


Printz von Uranien, (letzt verstorben) soll das
Fürstenthumb Orange, dem Cardinal Mazzarinj,
vor zweene millionen, haben versetzten wollen, wie man || [[Handschrift: 256v]]
undter seinen schriften, gefunden. Die Zeeländer,
wollen noch Graf Moritzen von Naßaw, mit
gewaltt, zum Admiral haben. Die [...] Stadt
Amsterdam, ist zu gevattern gebehten, zum
iungen Printzen von Uranien, schengken ihm,
zum præsent, 2000 Gulden (florenus)f: darnach, iährlich,
10000 Gulden (florenus)f: sollen Sie ihm, deputiret haben.


Des hospodars, in der Wallachey7, Tochter
heyrath, mit Chmielinsky Sohn, sol noch
fortgehen, undt er, der hospodar, sehr v̈bel,
mit der Polen irresolution, zufriedend sein.


Zu Lüttich, hat der iunge Bischof, viel
mutinirte Soldaten, hengken laßen, undt allen
Aufruhr, gestillet, wiewol etzliche neẅe
empörungen, besorget werden.


Die Schweitzer Gesandten, wegen der Baßler
seindt nach Wien, alles zu componiren.


Zu Nürnberg, machen sich die übrigen Ge-
sandten, zum abzug gefast.


Die CreißTäge daselbst, undt zu
Frangkurth, wegen der plagkereyen, gewinnen
ihren fortgang.

|| [[Handschrift: 257r]]


Schreiben vom Ertzh Administratore zu halle,
daß er alda, mit einem iungen Söhnlein,
gesegnet worden, darzu ich zu gratuliren.

Mittwoch den 18den: December 1650.

<4 hasen Viktor Amadeus gehetzt.>


Jn die kirche, undt wochenpredigt, cum filijs.


Extra: den hofprediger, zu Mittage, gehabt.


Paul Ludwig bey mir gehabt, wie auch Philipp Güder.
Den einen, in publicis, undt justitzien: den
andern, in Oeconomijsachen.


A spasso, anß Eiß, an die Mühle; &cetera


Avis: daß der Thamb8, zu Kalbe, gantz
außgerißen.


Hanß Geörge lackay schwatzt
von großer Theẅerung, in hollstein, dan-
nenhero er wiederkommen ist. et cetera (re infecta!)


Lettres de Dessaw, en mauvais termes,
de Jakob Ludwig Schwartzenberger lequel ne peüt passer, l'eau.


Briefe von Krannichfeldt, dahin, Meine gemahlin
begehret wirdt, aber zu kommen, sich excusiret.

Donnerstag den 19. December 1650.

<4 hasen, Viktor Amadeus gehetzt.>


Daß elende brodt, habe ich gesehen, welches, wegen
erschregklicher großer Theẅerung, in hollstein,
auch an Fürstlichen höfen, gegeßen wirdt. Gott beßer es! || [[Handschrift: 257v]]
Undt steẅere allen landtplagen, wie auch, un-
serm viehesterben! undt viehkrongken!


J'ay èscrit a mon frere, Jtem: an
Caspar Pfaw, item: an Matz Knütteln, durch
Märtin Lackayen. Gott gebe, zu glügk!


Expedienda, an Paul Ludwig addreßiret.


Avis: daß zwischen hier, undt Magdeburgk;
wie auch zwischen hier, undt halle, sehr un-
sicher ist, wie auch auf der Lüneburger,
undt Garleber heyden. Es geschehen,
plünderungen, Mordt, undt angriffe,
Gott strafe die Thäter, undt gebe
wahre beßerung! buße! undt bekehrung!


Mein vieh stirbet, noch forth, mit vnserm
schaden, an kühen, undt kälbern. Gott
wolle es beßern!


J'ay èscrit a Crossen, & Halle.


Schreiben von der Regierung, zu Amberg
bekommen, wegen der bergwercke, die herr-
vatter Sehliger Melchiorn Loyß, undt Schwar-
tzenbergern verehret; dilatorisch. et cetera

|| [[Handschrift: 258r]]

Freitag den 20ten: December 1650.

<Thawwetter.>


Schreiben von Croßen durch eigenen bohten.


Jch habe viel zu expediren gehabt, in Publicis.


Ernst Dietrich Röder, ist gegen abendt, anhero
kommen.


Jch habe nacher Croßen, geantwortett. perge an die
Churfürstinn, an die Mesdames les Princesses Elizabeth,
undt Catherine. Gott gebe zu glügk! undt succeß!


Avis: daß unlengst, zwischen hartzgeroda, undt
Günterßberge, ein Mann, übel zerhawen, undt ver-
wundet, Todt gefunden worden. Je ne veüx point espe-
rer, que ce soyt Christoph Carl que i'ay envoyè vers Brehmen.
Dieu le vueille benignement contregarder, par sa
Sainte grace! & nous preserver; de tous malheürs, & in-
conveniens! Jl estoit fort en apprehension, ce pauvre
compagnon, de quelque desastre, ou mauvais augüre!
Le bon Dieü, l'ait; en sa Saulvegarde! & vueille
aussy garantir, de malheür, nos Prochains!


Von vielen orthe, stürmet man numehr, auf
mich, ein, gleich alß ob ich, in vollem wolstande, undt
erwüntzschten friedenßfedern, säße. Einer, wil von
mir, Jlsemburger zehendgelder, nach Aderstedt haben,
der ander, die Roschwitzer zehendgelder, in die obedi-
entz, nacher Magdeburgk. Der dritte andere prætensiones,
deren Theils, nicht gesucht worden in 27 iahren. Pacience!

|| [[Handschrift: 258v]]

Samstag den 21ten: December 1650. [...]e


Philipp Güder wahr heütte, bey Mir, klaget, das die kinder-
pogken, gar stargk, alhier zu Bernburgk, regieren.
Er besorget, es seye, ein Prodromus pestis, zu-
mahl, da es von undten herauf, kömpt. Gott
wolle, vor unglügk, bewahren.


Nach gesterigen depeschen, habe ich heütte
(post sacra peracta) in Oeconomijsachen, zu thun gehabt,
auch in sacris, & Prophanis, allerley ordiniret.


Die Meüße thun mächtigen schaden, aufm
felde, im getreydich, in Scheünen, undt häusern,
undt ist eine rechte landplage.


Von rauben, von morden, aufm hartz,
Jtem: bey Quedlinburgk; halberstadt,
undt anderstwo, redet, undt höret man viel-
faltig. Gott bewahre die Seinigen!


heütte vormittage, stritten die Crahen,
dahlen, Stahren, undt dergleichen, über
unserm hause, haüffig wiedereinander.


Die großen Ratten, inquietiren
unß sehr, in den wohnungen, gewölbern,
fleischkammern, undt dergleichen. perge


Die Tauben thun schaden, in diehmen, undt Scheünen.

|| [[Handschrift: 259r]]

Sonntag den 22. December 1650.

<Schnee.>


Gestern, hette balt, unser Thamb9 alhier an
der Mühle, einen großen Stoß, undt nicht gerin-
gen schaden, leyden sollen, wann man es nicht
baldt wehre gewahr worden, undt in
zeitten, mit vielen leütten, aufgeeiset hette.
Solcher gestaltt, ist immerzu schaden, in der
haußhaltung, zu besorgen, und zu verwehren!


Vormittages, hat auf unßerm Sahl gepre-
diget der Diaconus Jonius.


Extra zu Mittage geblieben, die Fraw
Rindtorfinn, Doctor Mechovius, undt Jonius.


Nachmittage, cum filiis, zur kirche
gefahren, da dann der iunge Plato, deß
Superintendenten Sohn, geprediget.


Märtin Schmidt, ist anhero kommen, von Ballenstedt
undt hat viel dinges, referiret, è viciniâ, sonderlich
auch, von mancherley unthaten. Gott wolle es beßern!


Schreiben, von Caspar Pfauwen, undt Geör Matz
Knütteln, item: die Erffurter avisen bekommen.


Avis: daß mein Bruder Fürst Friedrich eilends von Genff,
aufgebrochen, nach Jtalien zu 1. weil er allzubekandt
worden[,] 2. weil ihm Frantzösische bestallung, offeriret, 3. Seine
Curiositet, zu erfüllen. Deus det fœliciter!

|| [[Handschrift: 259v]]

<Schnee.>


Die Erffurter avisen geben:


Daß der Kayser, den hertzogk von Amalphy, Octavio
Piccolominj d'Arragona, in den ReichßFürsten Standt
erhaben10, undt gesetzt, welcher darauf ein Panquet gehalten.


Jtem: daß Jhrer Mayestät, noch, über die, vom Dennemarkischen
Gesandten, jm nahmen seines Königes, præsentirte
8 pferde, von den hollsteinischen gesandten11, Sechß,
undt von den Oldenburgischen12 fünf schöne pferde,
offeriret, undt verehret wehren worden.


Der Chmielinßky Coßagken General
hette zum Kayser, geschickt, undt eine große
Summa geldes begehret, so ihme aber abge-
schlagen, undt hingegen, die Ungrischen gräntzen,
verstärgkt worden. Dergleichen anmuhten,
sol er auch, dem Fürsten Ragozzj, in 7benbürgen,
gethan haben, deßen antwortt auch mag,
abschlägig gewesen sein.


Der hospodar in der Wallachey13, hat
sich, mit seiner Tochter, in Polen, solviret,
undt die Tochter, zu ihrer Schwester, des
Radzivils gemahlin, gebracht. Er sagt, der
contract mit des Chmielinsky Sohn, wehre
ihm abgenöhtiget, undt abgezwungen worden, || [[Handschrift: 260r]]
auch derentwegen, unverbindlich, zumahl, da die
Tochter, keine beliebung, zu ihme hette, er auch
nicht, ihres gleichen wehre.


Der König in Polen macht sich zum kriege gefast,
wieder die Türgken, Tartarn, undt Cosagken,
trachtet nach Deützschem volgk. Auf 20
huven feldes, sollen, 1 Reütter, undt 1 fuß-
knecht, außzurüsten, bewilliget sein, welches
im gantzen Königreich Polen, undt deßen jncor-
porirten provintzien, in die 100000 Mann, auß-
tragen solle.


Jn Schweden, continuiren noch die Ritter-
Spiele, undt Cröhnungßfestiviteten.


Zu Lübegk sol ein hanseeTag <gehalten> werden,
undt auch Königlich Dennemarkische gesandten, hinkommen.


Jn Schottlandt, sol der Düc de Bukingham,
(innerster raht, undt favorit, deßelbigen Königs)
endthaüptet sein, undt eine verrähterey
entdegkt worden, daß etzliche Schotten, den En-
gelländern, hetten ihren König, überlifern wollen,
so aber, (Gott lob!) mißlungen. Gott beschütze
ferner, seinen Gesalbten! undt Strafe die Königsmörder!


Cromwell, kan mit seinen miniren zu Edenburgk, von
wegen des Stein Felßen nicht forthkommen. Die factionen
jn Schottlandt, bequehmen sich, zur einigkeitt!

|| [[Handschrift: 260v]]


Jn des Printzen von Uranien, eröfneten codicill,
seindt der Princeßinn, seiner hinterlaßenene wittiben,
150000 Gulden (florenus)f: iährliche jntraden, darzu die herr-
schaften Breda, Jselstein, Bühren, undt
Grave, vermacht worden.


Man deliberiret noch im haag, von einem
Neẅen Gouverneür, undt daß demselben,
die gage, undt authoritet, etwan beschnitten werde.
Die Staaden von Overyßel, sollen auch damitt
umbgehen, einen Neẅen gouverneür, auß dem
hause Naßaw, zu wehlen.


Jn Frangkreich, werden die gefangenen
Printzen, im Havre de Grace, genawer
gehalten, alß iemalß. Sie sitzen separirt,
an finstern orthen. Schmähen auf den Cardinal
Mazzarinj, undt auf seine adhærenten.
haben auch nicht allein, mit wortten,
sondern auch mit schlägen, ihrer guardij
capitain, Monsieur de la Barre, übel tractiret,
Sonderlich der Prince de Condè, undt der Düc
de Longueville, inmaßen Sie auch, dem Conte
de Harcour, verweysen laßen, daß er, (alß
ein vornehmer herr, vom hause Lottringhen, undt
welcher so viel heroische Thaten im kriege vollbracht) || [[Handschrift: 261r]]
zu so einer Schlimmen action, alß diese wehre
(unschuldige gefangene Printzen, mit Reütte-
rey, undt fußvolgk, zu concoyiren,) sich hette
mögen gebrauchen laßen, undt hette darzu
den muht nicht, sie selber anzusprechen.


Vmb Bordeaux, glimmet noch, daß kriegesfeẅer
in der aschen.


Die zeittung, von den erhenckten Deützschen
Capitains, zu Auxerre, umb eines erschoßenen
Scheppen willen, continujret.


Der Cardinal, gehet selber zu felde, mit
einer stargken armèe vor Rethel.


Der Ertzhertzogk vigiliret, auf anschläge,
wieder die Frantzosen.


Jn Provence, sol auch unruhe sein.


Visconte de Türenne, undt die Lottringischen
trouppen, breitten sich, gewaltig auß, in die
winterquartiere nachm Rheinstrohm.


Die Chur: undt Fürsten, am Rhein,
seindt a l'erte, aufm Crayßtage zu Frangk-
furth, wolten gerne dem unheyl vorbawen.


Jnterim: weil Sie cunctiren, undt deliberiren,
wie Sie die Sachen angreiffen? So durchstreiffen,
die Spannischen, undt Frantzösischen garnisonen, von Fran-
ckendahl, von Philippsburgk undt andern orthen, die länder, || [[Handschrift: 261v]]
machen viel verwünstungen, richten allerhandt
plagkereyen, auch viel Mord, undt unglügk
ahn, unterm vorwandt, Sie kriegten sonst,
keine bezahlung. Gott erbarme sich der bedrangten!


Pfaltzgraf Ruprecht, sol mit Sechß
Schiffen, in die See, auf einen anschlag,
außgelauffen sein. Gott wolle ihn, vor
unglügk, bewahren!


Daß Kayserliche Beylager, mit Mantua,
sol allererst auf Ostern, oder pfingsten vorgehen.
Die Stände, in Böhmen, Mähren, Schlesien,
undt Oesterreich, haben undterschiedliche
bewilljgungen, an gelde, undt imposten,
darzu gethan, undt gegeben.


Jn dem Arcipelago, sol die Jnsel Santorinj,
(welche vor iahren, durch ein Erdbebem, abge-
sondert) an itzo greẅlichen Stangk, undt
Schwefeldämpfe, außwerfen, undt von sich,
geben, also: das die leütte, darahn sterben,
undt krangk werden, auch theilß endtwichen.
Solch wesen, sol sich auch anderstwo hin, undt biß
in Candiam hinein, erstregken, dergestaltt, das || [[Handschrift: 262r]]
die Türgken sonderlich, m[...] angefochten werden,
undt in ihrer neẅerbaweten Stadt, undt
gemachten wergken, kawm bleiben können!
Wann dem also wehre, müste man den finger
Gottes, auch wieder den Orientalischen Antichristen,
desto mehr, erkennen, undt seine gerichte, admiriren!


Den Amptmann, Märtin Schmidt valedicjret.
et cetera


Diesen Abendt, seindt Victualien, von Ballenstedt, ankommen.

Dienstag den 24. December 1650.

<Käldte.>


Diesen Morgen umb 6 uhr hat etwaß meine Stuben-
Thür, mit der klingke ordentlich vfgemachtt,
undt ist kein Mensch gewesen, also daß sich draußen,
meine diehner, darüber verwundert.


Ein par hats mir, (vor etzlicher [...] undt
unlengst,) meine hosen, so ich bey mein bet[te]
die Nacht lege, ordentlich, mit dem Ne[...]
zugemacht, daß ich mich des Morgens [...]
verwundern, undt die zugesenck[...]
wieder auflösen müßen. [...]


Schreiben von halle, Le[ipzig.]
Croßen, Brandenburg &cetera &cetera [...]
avisenbohte, unermord[et]
[g]nediglich durchko[mmen.]

|| [[Handschrift: 1r]]


Dienstag den 24. December 1650.


Über die iehnigen avisen, (welche gestern von Erffurt k[ommen,]
stehet in den heüttigen, von Leiptzigk, daß der türgke,
den Chmilinßky, in protection genommen, undt 100000 Mann,
ihme, wieder die Cosagke<Polen> zusenden werde. Es sollen
die Tartarn, Cosagken, undt Türgken, sich zusammen
rottiren, wieder Pohlen, auch die Moldawer, Wal-
lacher, undt Siebenbürger, an sich ziehen. haben sich
also die Polen, vorzusehen. Der König, rüstet sich, mit
Macht zum kriege, alß eine vormawer der Christen!
Gott beschütze, undt bewahre, die Seinigen!


Jn Engellandt, gehet es, wie neẅlich berichtet,
undt sol der König, in Spannien, eine stargke alliance,
mit den Parlamentischen, geschloßen haben, wel-
che ihm 70 Schiffe, leyhen wollen, contra Frangkreich,
undt Portugall, welches letzere, auch amicabilem
compositionem, mit gedachtem Parlament, suchet.


Die Schottländer, haben etzlichen gefangenen Engellän-
dern, ein auge, undt bißweilen zweene außgestochen,
darwider, will Cromwell, einem ieglichen, so er
wieder bekämbt, daß duplum vergelten, undt also
zweene blinden, vor einen, machen. Seindt daß Christen?


Jn Candia sol ein Schiff mit vielem gelde, undt Christen,
sein von den Griechen nach Rhetino, geführet, undt dem
Türcken verrahten worden.

|| [[Handschrift: 1v]]


Der König, in Spannien, wil mit hülfe der Engelländer
die Frantzosen, auß Jtalien, vertreiben.


Der Pabst, hat in des Frantzösischen Ambassadeürs,
losament, einfallen, undt (wegen einer begangenen
Mordthat) in die 50 personen, <hinweg nehmen,>aufhengken, darvon,
in die 8 personen, auf die galleren schmieden, die
3 aber, aufhengken, die übrigen, in verhaft, noch
nehmen laßen. Dieses, gibt großen alarm, bey
dem Frantzösischen Ambassador.


Zu Stogkholm, ist man lustig, undt triumphirt
über dem frieden, mit kostbahren balletten,
Turnieren, undt Ritterspielen, gewaltig,
bey der Cröhnung, deren abgelegte juramenta,
undt solennia außführlichen beschrieben werden,
aber auch die Tragœdia referiret, mit dem
undtergang, auf der See, der Lifländischen Stände,
als Sie im rügkwege, nach hauße, gewoltt.


General Königßmargk, sol mit einer fliegenden
armèe, außcommandiret sein.


Der Ertzhertzogk Leopoldt, undt hertzogk
von Lottringhen, seindt mit dem Churfürsten von
Cölln, wegen Lüttich, nicht zufriedenf. Man
bemühet sich daselbst, umb den vergleich, undt
abwerfung der Cittadella.

|| [[Handschrift: 2r]]


Der Kayser ist zu Orth, undt expedirt viel sachen?


Zu Dreßen[!], ist auch große pompa, celebriret worden,
auf den beylagern, mit Ritterspilen, Balletten,
kleidern, undt præsenten.


Den Cardinal Mazzarinj, sol die Spannischen,
vor Rethel, aufgeschlagen haben. Visconte de
Türenne, habe es, mit Spannischen[,] Deützschen, undt
Lottringischen völgkern, endtsetzen wollen, habe
aber 4800 Mann eingebüßet, geschütz, und bagage.


Rethel, seye mit accord übergangen. Mouzon
wehre numehr, in ebenmäßiger gefahr. Se-
dan aber, hette er endtsetzt. Vor Bapaulme,
wehren auch, 3000 Spannische geschlagen worden. perge


Die consilis zu Brüßel, alterirten sich.


Der LandtTag, zu Cölln, oder Mülheim, wel-
chen Pfaltz Neẅburgk, begehret, hette sich
zerschlagen.


Der Cöllnische gesandte zu Frangkfurth,
nach deme er erstlich auf der rayse, ein bein ge-
brochen, darnach gählingen vom Schlag gerühret
worden, wehre mit Todt abgangen, dadurch der Chur-
fürsten Consultationes, aufm CrayßTage, etwaß
in Stegken, geriehten.

|| [[Handschrift: 2v]]


Jn die vorbereittungßpredigt, cum filiis, & nobilibus
gefahren. Gott gebe, zur Sehlen heyl! und Sehligkeitt!


Die Fuhre von Deßaw, ist re infecta wiederkommen.
Le Diable tente nostre devotion, de tous costez!
Dieu le vueille confondre, avec tous ses adherens!

Mittwoch den 25ten: December 1650. ChristTag.

<Schnee. Kälte>


Jn den gesterigen avisen stundt auch:


Daß der donner an vier orthen, in Rom, hette einge-
schlagen, vornehmlich aber, in dem päbstlichen pallast,
del Vaticano, dörfte wol etwan ominiren!


Jtem: stunde, das die Venezianer, 4 Procurator[j]
di San Marco gemacht, undt accisen importiret, da-
durch Sie 400000 Ducaten, bahr bekommen.


Die Eydgenoßen liegen noch im Armbrust.


Diesen Vormittag, hat man Meiner Schwester, Dorothea Bathilde
zu gefallen, hieroben, auf dem Sahl, geprediget,
welches der hofprediger, Er Theopoldus, verrichtet,
die darauf gehaltene communion aber, hat
gedachter Theopoldus, undt Er hesius, administriret.


Die hofpursche, so der reformirten Religion zugethan,
hat mehrentheils, mit mir, meinem Sohn Victore
Amadeo, undt Schwester Dorothea Bathilde auch unsern nobilibus
als hofmeister Einsidel undt Seiner Frawen, Ernst Dietrich
Rödern, Wolff Conradt von Einsidel, undt dem Præceptore || [[Handschrift: 3r]]
hammeln, den pagen, Wartemßleben, undt Seckeka,
undt andern Officianten, mitt communiciret, wie
auch etzliche weibesbilder. Gott laße es ihnen,
undt unß, zu stärgkung unsers glaubens, undt
unserer Seelen heyl, diese himmlische Speise,
undt Trangk wol gedeyen, zum ewigen leben,
undt verlangter unsterbligkeitt, vmb Christij
unsers Süßen heylandes willen, in kraft des
heiligen Geistes, geliebet, undt gelobet, ewiglich Amen!
Gott wolle auch noch viel irrenden herzu-
bringen! undt das haüflein, der Rechtglaübigen,
stärgken, undt vermehren, in Christo Jesu, Amen!


Venj Sancte Spiritus, Et emitte cælitus!
Lucis tuæ radium! Consolator optime!
Dulcis Hospes Animæ; Dulce Befrigerium!
Sine tuo Numine, Nihil est in Homine,
Nihil est innoxium; Da salutis præmium!
Da Perenne Gaudium!14


Extra zu Mittage, ist niemandt bey unß geblieben,
alß: die Frawen Einsidelin, undt Rindtorffinn. et cetera


En l'Eglise, s'est aussy accreü le nombre, des Ortho-
doxes. Dieu en soit loue, eternellement!

|| [[Handschrift: 3v]]


Nachmittage, conjunctim, (außer Schwester Dorothea
Bathildis) zur kirchen, aldar wiederumb, Er Theopoldus
geprediget. Gott erweiche, alle verstögkte hertzen!

Donnerstag den 26. December 1650.

<Kälte. Schnee>


der hofprediger, Er Theopoldus, hat hieroben, aufm Sahl, ge
prediget. Schwester Dorothea Bathilde hat zwahr, dem gehör Göttliches
wortts, beygewohnet. Jst aber sehr krangk worden. gott
erbarme sich ihrer!


Extra zu Mittage, die Rindtorfinn, Doctor Brandt, undt
den hofprediger, gehabtt.


Nachmittagß, cum filiis, in die kirche, in des Diaconj
Jonij; predigtt.


Die Schwester Dorothea Bathilde besuchtt, undt ihre geistreiche
discurß, undt Stadtliche præparation zum Tode, mit
Freẅden, angehöret. Gott stärgke sie, mit Seinem
Heiligen Geist, kräftiglich, iemehr, undt mehr! Amen!


Philipp Güdern depeschè vers halle. Dieü le conduyse!


Die Schwester Dorothea Bathilde bahte mich, zur letzten bitte,
(mit anwüntzschung vieles Segens) das Sie ia baldt
nach ihrem Tode, undt ohne geprenge, müste<möchte> begraben
werden, Sie thate auch schöne confessiones, Sehnet, undt
Schwinget sich schon, (der Seelen nach) gen himmel,
als eine schöne pflantze, welche der himmlische vater,
gepflantzet hatt. Er wirdt Sie auch wohl bewahren! || [[Handschrift: 4r]]
undt Niemandt, wirdt sie, auß seiner handt reißen!


Comme ie luy raccontay, (en devisant) que la porte
de mon poile s'estoit ouverte avanthier, au mattin, de
soy mesme, elle dist: Cela signifiera, que i'ay deü sortir
par cest porte, a la Sainte Cene, pour la derniere fois, &
me repaistre, avec mon Saulveür, <en ce monde> puis apres, vous
(mon frere) sortirèz aussy par là, pour suivre á
mon enterrement. Elle insista lá dessüs, gayement!

Freitag den 27ten: December 1650.

<Thauwetter.>


8 hasen, Viktor Amadeus von der hatz
eingebrachtt.


J'ay depeschè, Michael Ringk. Dieu le vueille benignement, con-
duire, & reconduyre heüreüsement! par sa Sainte grace,
avec tous les aultres, envoyéz aux quattre vents!


Jch habe heütte mich bemühet in Ziffern, undt in belesung
Theolgjscher Schriften, habe auch, dje krangke Schwester,
zweymahl besuchtt. Dieü la vueille conforter!


Avis: das Fürst Augustus zu Plötzkaw, undt Seine gemahljn,
auch unpaß seye! Gott wolle beßerung, verleyhen!


Sie haben Mir beyderseitß, gute wüntzsche, zum
Neẅen iahr, gethan, undt meine gratulationes, wol aufge-
nommen. Gott segene Sie davor, hinwiederumb.


Gegen abendt, hats wieder gefrohren, undt ist glatt-
eiß worden. Also unbestendig, erst itzundt, daß wetter!

|| [[Handschrift: 4v]]

Samstag den 28ten: December 1650.


Die Erffurter avisen bringen:


Daß die battaille vor Rethel, gewiß vor sich gegangen,
ein 5000 Mann, auf Spannischer seytte, geblieben,
ein 1000 Officirer gefangen, Visconte de Türenne
seye in einen arm, gequetzscht, ein Pfaltzgrave
verlohren, (ich besorge, es seye Pfaltzgraf Philips!)
geschütz, bagage, undt munition, im stich blieben,
hingegen, hette auf Frantzösischer seitten, der Cardi-
nal Mazzarinj, obgesiget, undt sich dadurch,
numehr, sehr considerable gemachtt. Tapfere
leütte zwahr, wehren auch geblieben, auf Seiner
seitte, alß: der General Rosa, Conte de Courvall,
undt andere mehr. Rethel wehre mitt accord
übergangen, auch der gouverneür darinnen, Del Pontj,
Tödtlich verwundet worden. Der Cardinal, hette kein
volgk davor, gespahret, auch kein böse wetter,
angesehen, biß er zu seinem intent, gelanget.
Gienge nun auf Mouzon, undt wolte den
Spannischen, Lottringischen, undt Türennjschen,
die winterquartier, verderben, welches auch
denen am RheinStrohm, gelingen dörffte.

|| [[Handschrift: 5r]]


Die gefangenen Printzen, werden im Havre de Grace,
gar scharf custodiret, undt es sollen über 10000
Edlen, eine supplication vor Sie, undt wegen erleich-
terung, vieler beschwerden, undterschrieben, undt dem
Könige, zu Paris, übergeben haben.


Vor Bayonne, leßet sich eine Stargke Spannische
armada zu waßer sehen, undt veruhrsachet, Furchtt,
undt alterationes, in Gasconien.


Jn Schottlandt, sollen die factiones einig, undt
etzliche Geistlichen, (so den König, an die Engelländer
zu überlifern, practicquen gemacht) gerichtet
worden sein. Man helt darvor, der Düc de Bouc-
quingham, seye gleichßfalß, ge iustificiret, weil
er dem Könige, gerahten, sich heimlich, auß Schott-
landt, hinweg, zu salviren. Vor Edenburg,
sol Cromwell noch liegen, ob schon die minen,
durch den harten felßen, nicht operiren wollen.


Jn Jrrlandt, sollen die Königlichen, gantz ge-
schlagen sein, undt die Parlamentischen, den Meister
spielen, auch <die> general<en>, Ormondt, Inchequin, undt
andere haüpter, das landt gereümet haben.
Pfaltzgraff Ruprecht, wie auch die Frantzosen,
sollen den Engelländern, zur See, großen abbruch thun.

|| [[Handschrift: 5v]]


Jn Hollandt, sol die Theẅerung des lieben getreydigs[,]
scheinbahrlich, abgenommen haben, alß etzliche Schiffe
wol beladen, auß Preüßen, undt Polen, angekommen.


Die große versammlung im haag, sol vielen
leütten zu discuriren, undt nachzudengken, machen[.]


Nach des Printzen von Uranien, Tode, hat man,
die Bürgermeister, zu Amsterdam, wieder verendert,
undt seine favoriten, daselbst, wie auch in Zee-
landt, undt anderstwo, abgesetzet.


Zu Turin, ist Graf Kurtz, mit 80 personen,
(darundter Graven undt Freyherren, dieser
Ambassade, mitt aufwartten) stadtlich ankommen,
undt prächtig eingeholet worden, im nahmen
des Bayerischen Chur Printzens Ferdinandj Ma-
riæ, die vermählung, mit der Princeßinn
Adelheide von Savoya, zu befördern.


Jn Dennemargk, gibts mißverstände.
Der König, undt Theilß Reichsrähte, undt noblesse
dringen auf die bezahlung, undt Tilgung der
gemachten Königlichen Schulden, andere hingegen,
waigern sich, das geldt herzugeben, undt die
imposten, zu bewilligen.

|| [[Handschrift: 6r]]


Jn Schweden, suchet man, die iehnigen, so bey der crönung
gewesen, wol abzufertigen, undt den frieden, in Deützsch-
landt, Polen, undt der Moßkaw, zu stabiliren.


Jn Polen befahret man einen grawsahmen krieg,
von Coßagken, Tartarn, undt Türgken. Dem
Chmielinßkij, sol schon die Woywodschaft, über die
Wallachey, vom Türckischen Kayser, undt ein se-
cours, von 100000 Mann, versprochen sein. Der
König, undt die vornehmsten Senatores Regnj,
rahten, undt rüsten sich zum kriege, etzliche andere
aber, wollen doch, umb der Wallachey, undt Moldaw,
willen, mit dem Türgken, nicht brechen.


Kayserliche Mayestät haben dem Türckischen Bohtschafter,
(welche gar schlechte præsenten, offeriret haben
solle) noch nicht audientz geben wollen, biß
dero curirer, so nacher Constantinopel geschickt,
wiederkömbt. Jnterim: leßet gedachter Türckische
gesandte, Stadtliche libereyen, vor seine diehner
machen, desto ansehlicher, in der audientz, zu erscheinen.
Er sol umb verlängerung des Friedens, in
Ungarn, auf Zwantzigk iahr <lang>, anzuhalten, in
mandatis, haben. hingegen, sol General Sperreütter,
mit commissionen, von Venedig, zu Wien, ankommen sein.

|| [[Handschrift: 6v]]


Daß der Pabst, in den pallast des Frantzösischen
Am[b]assadors mit 600 Mann, einfallen, undt etzliche
herauß nehmen laßen, wegen dreyer erschla-
genen, (welche man hindter dem pallast ge-
funden, undt vermuhtet, der mordt wehre
durch etzliche in den pallast, salvirte Nea-
politaner verübet) continuiret. Jtem: daß
der Frantzösische Ambassador dadurch, sich hoch offen-
dirt befindet, undt keine audientz, mehr
haben will, es werde ihm dann, von seinem
Könige befohlen. Der Gesandte zwahr, ist
vor diesem Einfall, durch den Cardinal Pam-
philio, gewarnet worden, undt hat sich selbige
Nacht, selber im Mazzarinischen Pallast,
aufgehalten, dennoch zeücht er diese violentz,
sich, oder vielmehr seinem Könige, vor eine
große injurie, undt despect ahn. Die
Frantzösischen Cardinäle, seindt auch derent-
wegen, beysammen, zu deliberiren. et cetera


Jn der Steyermargk, sonderlich gegen die Vngrisch
Türgkischen gräntzen, sol die pest, heftig grassiren.

|| [[Handschrift: 7r]]


Jn Publicis, habe ich, schreiben von Plötzkaw[,]
Deßaw, undt Zerbst bekommen, Sonderlich:
1. wegen des vorseyenden Tausches mit
halberstadt, der Gernrödischen dörfer, Frosa
undt Nachterstedt. 2. Wegen des Reverßes,
gegen Chur Brandenburg den Titul der graven
zu Aßcanien, anraichende. perge


Extra zu Mittage, den Medicum, Doctor Brandt
gehabt, weil Schwester Dorothea Bathilde sehr Matt, undt krangk ist.


Mauvayses nouvelles, des violences & refor-
mations intempestives, Servestaines. Dieu les
vueille retarder, en leurs mauvayses intentions,
apporter remede, aux jnconveniens! & conserver,
en bon estat, les vrays fidelles! Cela nous
fait conjoindre nos conseils, & cercher remede;
ce que Dieü, nous vueille ottroyer, par sa Sainte grace!


Antworth, von Ascherßleben, vom Doctor Matthia
Engelhardt, welcher gar schwach, undt krangk ist,
undt sich endtschuldiget, anhero zu kommen, aber
doch fein vernünftig induciret, von meiner Schwes-
ter, fräulein Dorothea Bathilde Schwachheitt. Gott gebe dienlich,
heylsahme Remedia!

|| [[Handschrift: 7v]]

Sonntag den 29ten: December 1650.


Philipp Güder, ist von halle wiederkommen, (sodisfacendomj.)


Er Magister Enderling, hat hieroben, aufm Sahl
geprediget. Die Nachmittagspredigt ist eingestellet worden.


Doctor Mechovius, undt Superintendent Plato, seindt
ablegiret nacher Cöhten. Gott gebe! Zu glügklicher
verrichtung.


Mein hofprediger, Er Theopoldus, ist gähling
krangk worden. Gott schicke es, zur beßerung!


Ernst Dietrich Röder, mein CammerJungker, hat
seinen undterthänigen abschiedt, diesen abendt, genommen,
umb morgen (wilß Gott!) wieder nacher Ermßleben,
zu verraysen. Gott geleitte ihn!


Diesen abendt, habe ich meinen Sohn, Carolum Ursi-
num, (albereitt in seinem Neündten iahr) auß
dem Frawenzimmer gezogen, undt zu meinem
Sohn, Victore Amadeo, (wie billich) quartieret,
welche separation, mir viel adversiteten,
causiret, auch schehle undt naße augen,
bey malis herbis, verahnlaßet. Patientj[a!]
Gott gebe, meinen lieben Söhnlein, zu dieser
enderung, glügk! heyl! Segen! undt gedeyen!

|| [[Handschrift: 8r]]

Montag den 30ten: December 1650.

<Regen: undt Thauwetter.>


Mein Sohn Carolus Ursinus, gewehnet sich allmählich,
daß: A teneris, assuescere multum!15 zu verschmertzen,
undt Männlicher zu werden. <Jl se contriste pourtant.>


Schwartzenberger ist mit dem Trompter, von R.16
(re infecta) wiederkommen, nonobstant ses diligences.


Le bon Dieu, me vueille ayder, ailleürs!


Die Leiptziger Avisen, undt briefe seindt ankommen,
vom Berlin, Prage, hanover, Aldenburgk, Caßel,
Rotenburgk, etcetera gratulationes, zum Neẅen iahre.


Jn den avisen, werden confirmirt, die Erffurdter,
sonderlich die Türennische Niederlage, vor Rethel,
die wahl, undt gegen reverß, in Schweden, des Pfaltz-
graven Generalissimi, die difficulteten in Dennemargk,
wegen der ReichßSchulden, die besorgende invasion,
der Cosagken, Türgken, undt Tartarn, in Polen,
des Türckischen Ambassadors anbringen, zu Wien, wegen verlänge-
rung, des friedens, auf 20 iahr, der Niederlender, ver-
gaderung, im haagen, der Princeßinn von Condè, der
allten, Todt, undt große legaten, so Sie vermachtt,
nicht allein, ihren erben, Sondern auch dienern, undt
freünden, des crayßTages, zu Frangkfurth pro-
position Sich zu liberiren, von den plagkereyen, auch
Frangkenthal, zu erlangen, krafft friedenSchlußes.

|| [[Handschrift: 8v]]


Avis vom Berlin, daß der gute Allte Cantzler,
Sigmundt Götz, Mein guter bekandter, Sondern
auch
gestorben, Sontags acht Tage. Les autres
Conseilleurs ne me sont gueres affectionnèz, nj affidèz,
car le lüxe d'aulcüns, est trop grand, & insüp-
portable, n'admettans les Princes, pour n'estre
empeschèz, en leurs engraissemens! Helas!

Dienstag den 31. December 1650.


Nota Bene: Tobias von Kolodey a dit, a la bienvenüe a Jakob Ludwig Schwarzenberger mon envoyè[:]


Le Diable est tout enragè, maintenant, a nous
molester, avant les jours de feste. C. v. B. a estè
trescourtois, en parolles. L'Electeur a resolü seül,
(selon le dire de C. v. B.) tous les poincts, mè dès-
goustant presque en tous, mais Tobias von Kolodey les a mis,
sür le pappier. Jl y a beaucoup d'abüs, entr'aul-
tres, qu'on n'aide pas, le moyen, d'ayder a Viktor Amadeus
pour son progréz. Cependant <tout fraischement>, on a aydè a dés Papistes,
& Lütheriens, moins allièz & plüs èsloignèz de pa-
rentage! Mesme on me donne dès reprimandes,
comme a ün enfant, & a feü Son Altesse de mon Pere,
de n'avoir estè assèz vigilant, a solliciter les
debtes de France, en ün meilleür temps, comme || [[Handschrift: 9r]]
si on ne scavoit prendre ses mesüres? & comme si
les aultres Electeurs & Princes de l'Empire, (auxquels
tous la France est encores là plüspart redevable)
auroyent estè si bien payèz? En somme; on a tout
mal interpretè, comme si les affaires estoyent si diffi-
cilles, que j'avois fait proposer, (en quoy, leur
propre rèsponce prompte, & naifue, quoy que
malicieüse, les dèsment mesmes) & comme on
eüst estè si importün avant la feste, l'Electeur estant
a la chasse a Krossen dont ie n'en scavois rien, ne
l'Ayant importünè, en huict ans. On s'excüse
aussy, avec üne transaction, avec ses cousins,
qu'il n'en tire que le tiers, avec tout cela, ie
n'ay rien a faire, & ne suis point payè, & cese<ce>
seroit üne grande ingratitüde, de ne vouloir
recognoistre, les grands services, & bienfaits, de feü
Son Altesse qui a gaignè au peril, de sa Vie, & de ses biens,
ün sj fertile, & beau pays, a l'Electeur en Juilliers.


Le Privilege de la navigation libre, il me dispü-
te aussy, avec beaucoup de fascherie. Mesme on
preoccüpe, que V<ic>toire A<m>ade n'y doyve point venir. On dispute,
la Procuration nouvelle en France, on dispüte, le tiltre,
de Conte d'Ascanie[,] on difficülte, les 6 chevaux de Prüsse, promis, il y
a tantost 8 ans, pour ün bel èstalon Neapolitain, que ie donnay a Son Altesse Electeur || [[Handschrift: 9v]]
l'an 1643 me payant de vaine esperance.


L'Electrice se plaint, que ie ne luy ay donnè le tiltre
de Serenitè, a l'inscription, & iamais les Electrices
de Saxen, de Brandenburg & aultres anciennes, s'en
sont plaintes, nj s'en plaignent encores, quand
je leur èscris ainsy, par les Secretaires. Mais,
quand i'èscris de ma main, ie suis trop hümble.


Les inscriptions, dès Princes, aux Electeurs se sont
commencèes seülement l'an 1631 a la Diete de
Leipsic, de durchleüchtiger, auparavant, ni moy
mesme, nj d'Aultres <Princes de l'Empire>, leur donnions aultre predicat,
que hochgeborn! Mais les novices, sont ordinairement
plüs süperbes, & plüs sages. Ceste plainte, ou ani-
madversion estoit, au lieü dü payement, d'üne
Pilgave deuë! Voyla, la consolation, qu'ün chef
de la religion refformée, donne a sés cousins, & membres,
d'üne mesme Eglise. Pacience! Je scay, qu'on a
aydè, au Prince de Portügall, aux Dücs de
Brunswig, de Meckelnbourg, de Wirtembergk, n'a
gueres, mais pour nous, point de nouvelles. Jngratis,
servire nefas! Quelque traistre, m'a denigrè, aceste
Cour lá, sans doubte! & ie soupçonné quelqu'ün, que
Dieü vueille confondre, & hümilier! s'iceluy l'a fait?


On ne considere nüls services anciens, on ne tèsmoigne || [[Handschrift: 10r]]
en effect, nülle compassion de més souffrances, voire, on
s'imagine d'avoir plüs souffert que moy, (ce qu'on pese,
in quantitate, non in qualitate, d'üne façon extrava-
gante)[.] On couppe tout court, l'esperance donnè au-
tresfois, a mon fils Viktor Amadeus voire a deux de mes fils,
par le feü Electeur & par le Conte de Schwarzenberg de les faire avoir
dès commenderies, en l'ordre de Saint Jean, &cetera[.] Bref, on
me traitte, comme ün estranger, tout èsloignè de religi-
on, de parentage, d'alliance, & amitiè, au lieu, ou ie
le croyois le moins, & attendois, nos avancemens,
de Pere, en fils, tant d'annèes! Pacience! <Il semble, qu'ils soyent insatiables de pays, & auront, üne guerre et cetera[.] Pacience!>


heütte habe ich abermals, ein brieflein entpfangen,
von Christoph Carl von Brehmen. Gott seye gelobet, daß er
ohne gefahr, so weitt durchkommen, undt helfe fer-
ner, mit gnadensegen, Mir, undt meinen Treẅen
diehner, undt Treẅen gehülffen! J'ay apprehension,
pour tous, mais en particülier, pour Tobias Steffeck de Kolodey & pour
le sürpays, car ils courrent, encores, & ont desja
courrü, risque, & danger. Dieu les vueille garentir!
contregarder! conduyre, conserver, & reconduyre
par sa Sainte grace; & benediction heüreüsement!
& me monstrer les moyens, de ma conservation &
de celle de mes enfans, a l'avenir, avec efficace!

|| [[Handschrift: 10v]]


Jch habe gratulationes, von Zelle, undt von
Zerbst, bekommen, so wol zum lieben frieden, undt
deßen würgklichen genoß, alß zum antretten-
dem Neẅen iahre. Gott erfülle es, mit gnaden!


Horrible exemple d'üne femme aux environs
de Coßwigk, laquelle a tuè, de poison, son
enfant au ventre, son propre mary, et son au-
tre plüs aagè enfant, avec comme aussy elle a
empoisonnèe la femme d'ün autre homme, (avec
son sceü)lequel elle a èspousè depuis, & se las-
sant de luy, l'a enfin aussy envenimè lequels
estant prést a mourir, a estè contraint, par
sa conscience, a dèscouvrir ces impietèz, a
ün sien voysin, le priant, de n'En vouloir rien
dire, qu'apres son enterrement de peür d'Estre
enterrè en ün lieü dèshonneste. Ce voysin,
quoy qu'inentionnè de ce faire, & incitè, &
par la meschante femme mesme, à faire, &
a prendre de l'argent, pour cela, n'a sceü
neantmoins tenir bouche close, la iüste vengeance
de Dieu, luy, envoyant la nuict, ün terrible fan-
tosme, qui l'a tellement angoisè & tourmentè avec
menaces de l'estrangler, s'il ne manifestoit || [[Handschrift: 11r]]
ces crimes atroces, qu'il est allè le lendemain,
dèscouvrir tout, aux Magistrats, sür quoy on a
emprisonnè la femme, (ne scachant quasiment, de
quel cruel süpplice chastier ces enormitèz,) & on
a iettè le corps a la voirie, & l'enterrè sous le
gibet, estant desia tout prest, a estre enterrè
honorablement en bourgeois, selon son degrè. &ctera


Cela est espouventable, a tout coeur, bon Chrestien!
Dieu vueille delivrer, le pauvre Pays, de tels meürtres!


Les chemins, se rendent mal asseürez, a cause dés
soldats, qui sont tantost hostes, tantost assassins,
& voleürs, aux chemins, & pillent mesme, les maysons
solitaires. Aussy, y en at il, parmy eux, qui n'ont
apprins, autre mestier, qu'a piller, voler, & a meürtrir.
Dieu nous vueille delivrer, de tels garnemens!


Jakob Ludwig Schwartzenberger n'a pas estè, en petit danger, pour cela.
Dieu soit louë, qui l'a garenty, aux chemins, dés
brigandages, & aux hostelleries, de meürte, sür
tout, en üne hostellerie solitaire, dans laquelle
on soupçonnoit assèz apparemment, ün hoste, de l'homj-
cide d'ün pauvre vieil messager, portant de l'ar-
gent, sür soy. Jl a estè aussy en danger, plüs d'üne
fois, de tomber, avec son cheval dans les glaces, Zacharie
Le Trompette le suivant á cheval. Dieu garantisse aussy || [[Handschrift: 11v]]
les aultres bons serviteürs! & soit avec eux, & avec
nous tous, par sa Sainte grace, & benediction! Amen!
Ainsy soit il, ainsy soit il! Amen! Ô Jesüs! Amen!


Textapparat
a Graphisch nicht darstellbares Symbol mit nicht ermittelter Bedeutung.
b Die Wortbestandteile "zu" und "rügke" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
c Die Wortbestandteile "zu" und "frieden" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
d Die Wortbestandteile "zu" und "frieden" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
e Graphisch nicht darstellbares Symbol mit nicht ermittelter Bedeutung.
f Die Wortbestandteile "zu" und "frieden" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.

Kommentar
1 Identifkation unsicher.
2 Person nicht ermittelt.
3 Person nicht ermittelt.
4 Person nicht ermittelt.
5 Person nicht ermittelt.
6 Irrtum Christians II.: Es handelte sich um Vasile Lupu, Fürst von Moldau.
7 Irrtum Christians II.: Es handelte sich um Vasile Lupu, Fürst von Moldau.
8 Hier: Damm.
9 Hier: Damm.
10 Hier: erhoben.
11 Personen nicht ermittelt.
12 Personen nicht ermittelt.
13 Irrtum Christians II.: Es handelte sich um Vasile Lupu, Fürst von Moldau.
14 Zitat aus der Pfingstsequenz "Veni Sancte Spiritus" in Graduale de Tempore (1614), S. 382-385.
15 Zitat nach Verg. georg. 2, ###. (ed. Erren 1985, S. ###.).
16 Ort nicht ermittelt.
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ablegiren
jemanden entsenden, beordern
Accord
Vereinbarung, Vergleich
Accord
Vertrag zur kampflosen Übergabe eines Ortes
Adhaerent
Anhänger
admiriren
bewundern
admiriren
(hoch) achten, viel aus etwas machen
Adversitet
Widerwärtigkeit, Ungunst
alteriren
verwandeln, verändern
alteriren
(sich) aufregen
alteriren
aus der Fassung bringen, erschrecken, aufregen
Ambassador
Gesandter, Botschafter
Anschlag
Plan, Absicht
Armada
Armee, Heer
Armada
Kriegsflotte
arriviren
ankommen, eintreffen
Ausantwortung
Übergabe
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Avisenbote
Nachrichtenbote
Ballet
höfischer Schau- oder Bühnentanz
befahren
(be)fürchten
Beilager
Hochzeit, Feierlichkeit anlässlich der Vermählung (ursprünglich: Beischlaf als Vollzugsakt der Eheschließung)
causiren
verursachen
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
Commission
Auftrag, Bevollmächtigung
componiren
(sich) einigen, (sich) vergleichen
componiren
einrichten
componiren
(Konflikt) beilegen
confirmiren
bestätigen
consideriren
(vor dem geistigen Auge) betrachten, erwägen, überlegen
Contentament
Zufriedenstellung
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
Contribuent
zur Entrichtung von Steuern oder anderer Zwangsabgaben verpflichtete Person
convoyiren
begleiten, geleiten
convoyiren
in einem Konvoi ziehen
cunctiren
zögern
custodiren
bewachen
decerniren
beschließen, entscheiden
deliberiren
überlegen, beratschlagen
deputiren
zuweisen, bestimmen
deputiren
absenden
Despect
Geringschätzung, Beleidigung, Verachtung
Dieme
Haufen von Heu, Stroh, Getreide und sonstigen Feldfrüchten
Difficultet
Schwierigkeit
dimittiren
entlassen, (förmlich) verabschieden, beurlauben, entsenden
disgustiren
verärgern, vor den Kopf stoßen
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
ein
ungefähr
Erbzinsleute
zur Zahlung von Erbzins verpflichtete
erlegen
etwas entrichten, begleichen, bezahlen
Exaction
(gewaltsame) Einforderung, Eintreibung, Einziehung
excusiren
entschuldigen
exequiren
(einen Befehl, eine gerichtliche Anordnung) vollziehen, vollstrecken, mit Gewalt durchsetzen
exequiren
militärischen Zwang anwenden (zur Schuldeneintreibung, zum Erpressen von Geld- oder Naturalleistungen)
exequiren
strafen, (feindlich) verfolgen
exequiren
bestrafen, hinrichten
eximiniren
befreien, von einer Regel usw. ausnehmen
Faction
Aufruhr, Meuterei, Empörung
Faction
(politische) Partei
Faction
(politische) Entzweiung
Fußvolk
sämtliche Soldaten zu Fuß (Infanterie) innerhalb eines Heeres
gähling
plötzlich, unversehens
Gubernator
Gouverneur
Gubernator
Befehlshaber
Gubernator
Statthalter
impost
Steuer
inquietiren
beunruhigen
Intent
Absicht, Vorhaben
Intraden
Einkünfte
Irresolution
Unschlüssigkeit
justificiren
Strafe vollstrecken, hinrichten
justificiren
berichtigen, prüfen
justificiren
rechtfertigen
Kinderpocken
Windpocken
Kunst
Wasserkunst
lagerhaft
durch schwere Krankheit oder Verwundung nicht mehr in der Lage, das Bett zu verlassen‹
Liberation
Befreiung, Freilassung
Liberei
Livrée, Kleidung für Bedienstete
Liberei
Bibliothek
liberiren
befreien, freilassen
liberiren
erlösen, frei machen
Losament
Unterkunft, Wohnraum
malcontent
aufrührerisch, rebellisch
miniren
einen Stollen graben, um durch das Legen von Pulver feindliche Befestigungsanlagen zu sprengen
Minirung
Anlegen von Minen
Mortalitet
Sterbefall
mutiniren
meutern
mutiniren
sich widersetzen, widerspenstig sein
Obedienz
Gehorsam, Gelöbnis zu Gehorsam und Treue
offendiren
beleidigen, kränken
Offiziant
Amtsträger niederen Ranges
ominiren
prophezeien
opprimiren
unterdrücken
ordiniren
verordnen, befehlen, festlegen
ordiniren
regeln, einrichten
ordiniren
jemanden bestimmen, beauftragen, einsetzen
ordiniren
in einem liturgischen Akt eine kirchliche Weihe (meist Priesterweihe) erteilen (in der katholischen Kirche), in ein geistliches Amt einsetzen (in der evangelischen Kirche)
Präparation
Vorbereitung
progredi(i)ren
fortschreiten, vorgehen, vorrücken
ranzioniren
gegen Geldzahlung auslösen
ranzioniren
mit einer Lösegeldforderung belegen
recuperiren
zurückerobern
recuperiren
wiedererwerben, wiedererlangen
reduciren
zurückführen
Reichstagsschluss
Zusammenfassung der Beschlüsse eines Reichstages, wobei verschiedene Einzelgesetze wiedergegeben oder zahlreiche Einzelnormen kompiliert werden
Renovation
(erneute) Verzeichnung der für ein Gut oder in einem Gebiet geltenden Besitz- und Herrschaftsrechte
rescribiren
zurückschreiben, antworten
rescribiren
eine Verfügung erlassen, anordnen
resolviren
entschließen, beschließen
resolviren
auflösen
restiren
schulden, schuldig sein
restiren
übrig sein, übrig bleiben
restituiren
(gesundheitlich) wiederherstellen
Ringrennen
Wettkampf, bei dem der Reiter in vollem Galopp mit der Lanze oder dem Wurfpfeil einen Ring berühren musste
salviren
retten
spargiren
ausstreuen, ausbreiten
stabiliren
fest machen, versichern, bestätigen
subjugiren
unterwerfen
Supplication
Bittschrift
Tractament
Behandlung
Tractament
Bewirtung, Verpflegung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
tribuliren
plagen, quälen
valediciren
Lebewohl sagen, Abschied nehmen, verabschieden
verarrestiren
beschlagnahmen
verarrestiren
verhaften
verehren
schenken
verehren
beschenken
vigiliren
wachsam sein, auf etwas Acht geben
Volk
Truppen
Zeitung
Nachricht
Ziffer
Geheimzeichen, Geheimschrift
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg

geb. 1568
gest. 1630
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Vater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1582 Reise nach Konstantinopel; 1591/92 Führer eines Expeditionskorps für König Heinrich von Navarra; 1592 Übertritt zum reformierten Glauben; 1592/93 Befehl über die protestantischen Truppen im Krieg um das Bistum Straßburg; 1595-1620 oberpfälzischer Statthalter in Amberg und zunehmend Leiter der pfälzischen Politik; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1610 Unionsgeneral im klevisch-jülischen Krieg; seit 1618 Senior des Hauses Anhalt; 1619/20 Kommandierender der pfälzisch-böhmischen Truppen gegen Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); nach kaiserlicher Ächtung Flucht nach Schweden (1621) und Flensburg (1622-1624); 1624 Aufhebung der Reichsacht; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sehnliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1579
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1600 Aufnahme in die Florentiner Accademia della Crusca ("L'Acceso"); seit 1606 regierender Fürst von Anhalt-Köthen; 1631-1635 schwedischer Statthalter des Erzstifts Magdeburg und des Hochstifts Halberstadt; 1617 Mitbegründer und bis zu seinem Tod erstes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nährende").

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Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

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Fürstin Sibylla von Anhalt-Plötzkau
Geburtsname: Gräfin Sibylla zu Solms-Laubach

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Tochter des Grafen Johann Georg zu Solms-Laubach (1547-1600); 1618-1653 Ehe mit Fürst August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); ab 1621 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gläubige"); seit 1622 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Don Juan José de Austria

geb. 1629
gest. 1679
Anm.: Unehelicher Sohn des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); spanischer General; Vizekönig von Sizilien (1648-1651) und Katalonien (1653-1656); 1656-1659 Statthalter der Spanischen Niederlande; 1662-1664 Oberbefehlshaber im Restaurationskrieg gegen Portugal; 1669-1678 Vizekönig von Aragón; seit 1676 leitender Minister seines Halbbruders König Karl II. von Spanien (1661-1700).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Georg Banse

geb. 1605
gest. 1670
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers, Sattelfreihofbesitzer und späteren anhaltisch-zerbstischen Kammermeisters Johann Banse d. J. (1578-1636); um 1639/41 Bernburger Freisasse (Besitzer eines Sattelfreihofs); Erbsasse auf Güsten und Quenstedt; seit 1646 fürstlicher Amtsrat (noch 1653); 1646-1650 daneben Stadtvogt in Bernburg.
Johann (3) Banse

geb. 1650
gest. 1661
Anm.: Sohn des Bernburger Amtsrats Georg Banse (1605-1670).
Graf Jost Günther von Barby und Mühlingen

geb. 1598
gest. 1651
Anm.: Sohn des Grafen Jost von Barby und Mühlingen (1544-1609); 1609-1641 gemeinschaftliche Regierung mit seinem älteren Bruder Albrecht Friedrich (1597-1641), danach Vormundschaft über dessen Sohn August Ludwig (1639-1659); seit 1632 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Güldene").

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Matei Basarab
Fürst (Woiwode) Matei der Walachei

geb. 1580
gest. 1654
Anm.: Sohn des Vornic Danciu; seit 1632 Fürst der Walachei.

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Kurfürstin (Henrietta Maria) Adelheid von Bayern
Geburtsname: (Enrichetta Maria) Adelaide di Savoia

geb. 1636
gest. 1676
Anm.: Tochter des Duca Vittorio Amedeo I di Savoia (1587-1637); seit 1650/52 Ehe mit Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern (1636-1679).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Herzog Ferdinand (2) von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Ferdinand von Köln
Bischof Ferdinand von Lüttich
Bischof Ferdinand von Hildesheim
Bischof Ferdinand von Münster
Bischof Ferdinand von Paderborn

geb. 1577
gest. 1650
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1612 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Lüttich, Hildesheim und Münster; seit 1618 auch Bischof von Paderborn.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern

geb. 1636
gest. 1679
Anm.: Sohn des Kurfürsten Maximilian I. von Bayern (1573-1651); seit 1651 Kurfürst von Bayern, bis 1654 unter der Regentschaft seiner Mutter Maria Anna (1610-1665) und des Kuradministrators Herzog Albrecht von Bayern (1584-1666).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Herzog Maximilian Heinrich von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Maximilian Heinrich von Köln
Bischof Maximilian Heinrich von Hildesheim
Bischof Maximilian Heinrich von Lüttich
Bischof Maximilian Heinrich von Münster

geb. 1621
gest. 1688
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht von Bayern (1584-1666); Koadjutor im Hochstift Hildesheim (1633-1650), im Erzstift Köln (1642-1650) und im Hochstift Lüttich (1649/50); ab 1650 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Hildesheim und Lüttich; 1657 auch Fürstabt von Malmedy und Stablo; seit 1683 ebenso Bischof von Münster.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Luis Francisco de Benavides Carrillo de Toledo
Marqués Luis Francisco de Caracena
Marqués Luis Francisco de Frómista
Conde Luis Francisco de Pinto

geb. 1608
gest. 1668
Anm.: Sohn des Luis Francisco de Benavides y Cortés, Marqués de Frómista; Marqués de Caracena und de Frómista sowie Conde de Pinto; seit 1629 in spanischen Kriegsdiensten, zuletzt als General; 1648-1656 Gouverneur des Herzogtums Mailand; 1659-1664 Statthalter der Spanischen Niederlande; 1664/65 Inhaber des Oberkommandos im Restaurationskrieg gegen Portugal.

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Hans Georg Berger

Anm.: Um 1648 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); um 1649/52 Lakai und bis 1654 Musiker ("Instrumentist") des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1654 im Dienst des Herzogs Christian von Sachsen(-Merseburg) (1615-1691).
Armand de Bourbon
Prince Armand de Conti

geb. 1629
gest. 1666
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); ab 1629 Prince de Conti; 1649/50 Beteiligung an der Fronde; 1650/51 deswegen in Haft; 1654-1660 Gouverneur von Guyenne; militärische Kommandos in Spanien (1654) und Italien (1657); 1656-1660 Grand maître de France; seit 1660 Gouverneur des Languedoc.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
César de Bourbon
Duc César de Vendôme
Duc César d' Étampes
Duc César de Beaufort
Duc César de Mercœur
Duc César de Penthièvre

geb. 1594
gest. 1665
Anm.: Legitimierter außerehelicher Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); ab 1598 Duc de Vendôme; 1598-1626 Gouverneur der Bretagne; seit 1599 Duc d'Étampes et Duc de Beaufort; ca. 1607-1612 Gouverneur von Lyonnais, Forez und Beaujolais; ab 1608 Duc de Mercœur (de iure uxoris); 1626-1630 Gefangenschaft in Amboise; 1630-1650 wegen Beteiligung an mehreren Verschwörungen mit kurzen Unterbrechungen Exil in den Niederlanden und England; seit 1650 Duc de Penthièvre (de iure uxoris) und Gouverneur von Bourgogne; ab 1651 Grand amiral de France; seit 1652 Lieutenant-général in Aunis, Poitou, Saintonge und Angoumois; ab 1655 Surintendant général de la navigation et commerce.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Charlotte-Marguerite de Bourbon
Princesse Charlotte-Marguerite de Condé
Duchesse Charlotte-Marguerite d' Albret
Duchesse Charlotte-Marguerite de Bellegarde
Duchesse Charlotte-Marguerite de Châteauroux
Duchesse Charlotte-Marguerite d' Enghien
Duchesse Charlotte-Marguerite de Montmorency
Geburtsname: Charlotte-Marguerite de Montmorency

geb. 1594
gest. 1650
Anm.: Tochter des Duc Henri I de Montmorency (1534-1614); 1609-1646 Ehe mit Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Markgraf Christian von Brandenburg-Bayreuth

geb. 1581
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg (1525-1598) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1603 regierender Markgraf von Brandenburg-Kulmbach/Bayreuth; seit 1627 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vollblühende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg
Herzogin Elisabeth Charlotte in Preußen
Geburtsname: Pfalzgräfin Elisabeth Charlotte von Pfalz-Simmern

geb. 1597
gest. 1660
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1616-1640 Ehe mit Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); seit 1650 Witwensitz in Crossen an der Oder.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg
Herzog Georg Wilhelm in Preußen

geb. 1595
gest. 1640
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg (1572-1619); 1614-1619 Statthalter in Jülich-Kleve; ab 1619 Kurfürst von Brandenburg; seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Aufrichtende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürst Johann Sigismund von Brandenburg
Herzog Johann Sigismund in Preußen

geb. 1572
gest. 1619
Anm.: Sohn des Kurfürsten Joachim Friedrich von Brandenburg (1546-1608); seit 1608 Kurfürst von Brandenburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürstin Louise Henrietta von Brandenburg
Geburtsname: Gräfin Louise Henrietta von Nassau-Dillenburg

geb. 1627
gest. 1667
Anm.: Tochter des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); seit 1646 Ehe mit Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann (2) Brandt

geb. 1604
gest. 1672
Anm.: Sohn des Tirschenreuther Kantors Bartholomäus Brandt (gest. 1611); Studium in Erfurt (1623) und Altdorf (nach 1630 Promotion zum Dr. med.); ursprünglich Arzt in Reichenbach/Vogtland (noch 1630); ab 1632 kriegsbedingt in Bernburg, dort baldige Bestallung zum Stadtphysikus; (vor 1637) bis November 1649 Leibarzt des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg und spätestens seit 1647 auch dessen Rat; ab Ostern 1650 Hofarzt des Fürsten Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665) und von dessen verwitweten Mutter Sophia (1599-1654); vgl. Wolfram Kaiser / Arina Völker: Universität und Physikat in der Frühgeschichte des Amtsarztwesens, Halle (Saale) 1980, S. 38.
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg

geb. 1579
gest. 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1533–1598); ab 1604 Paragiatsherrschaft in Hitzacker; seit 1635 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel (bis 1643 Residenz in Braunschweig wegen kaiserlicher Besetzung der Festung Wolfenbüttel); Büchersammler (Bestand der ursprünglichen Bibliotheca Selenica, später Bibliotheca Augusta zum Zeitpunkt seines Todes 40.000 Bände); ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Befreiende").

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Herzogin Christiane Elisabeth von Braunschweig-Wolfenbüttel
Geburtsname: Gräfin Christiane Elisabeth von Barby und Mühlingen

geb. 1634
gest. 1681
Anm.: Tochter des Grafen Albrecht Friedrich von Barby und Mühlingen (1597-1641); seit 1650 Ehe mit Herzog Rudolf August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704).

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Herzog Rudolf August von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb. 1627
gest. 1704
Anm.: Sohn des Herzogs August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666); ab 1666 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel; seit 1660 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nachsinnende").

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James Butler
Earl, Marquess bzw. Duke James of Ormonde
Earl James of Brecknock

geb. 1610
gest. 1688
Anm.: Sohn des Thomas Butler, Viscount Thurles (gest. 1619); 1634-1642 Earl, 1642-1661 Marquess und ab 1661 Duke of Ormonde; seit 1660 Earl of Brecknock; 1643-1646, 1648/49, 1662-1668 und 1677-1685 Lord Lieutenant of Ireland; ab 1660 Lord High Steward; seit 1649 Ritter des Hosenbandordens.

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Jean Calvin
Jean Cauvin

geb. 1509
gest. 1564
Anm.: Sohn des Gérard Cauvin (gest. 1531); protestantischer Theologe und Begründer des Calvinismus; Jurastudium in Orléans (1525 oder 1526) und Bourges (1529); um 1530 Abkehr von der alten Kirche; 1532 Lic. jur.; danach Aufenthalte in Paris (1533-1535), Basel (1535/36) und Straßburg (ab 1536); 1538-1541 Prediger an einer französischen Exulantenkirche in Straßburg; seit 1541 Pastor und Reformator in Genf.

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Christoph (2) Carl

geb. 1619
gest. 1688
Anm.: Sohn des Buchbindermeisters Christoph (1) Carl (gest. 1636); um 1650/53 Buchbindermeister in Bernburg; einige Jahre vor 1650 zugleich Tafeldecker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach bis Ende 1650 kriegsbedingter Aufenthalt in Preußen; seit 1654 zugleich Schulmeister in Waldau.
Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1595
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gutsbesitzers Mychajl Chmelnyzkyj; Ausbildung am Jesuitenkolleg in Tschyhyryn; danach Kriegsdienst im Kosakenherr; seit 1648 Hetman der Kosaken und Anführer von deren Aufstand gegen Polen-Litauen.

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Ruxandra Chmelnyzkyj
Geburtsname: Ruxandra Lupu

geb. ca. 1630/32
gest. ca. 1686/87
Anm.: Tochter des Vasile Lupu, Fürst von Moldau (ca. 1595-1661); 1652/53 Ehe mit dem Kosakenhauptmann Tymofij Bohdanowytsch Chmelnyzkyj (1632-1653).

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Tymofij Bohdanowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1632
gest. 1653
Anm.: Sohn des Kosakenhetmans Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj (1595-1657); seit 1648 Hauptmann unter seinem Vater im Kosakenaufstand gegen Polen-Litauen.

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Colonna von Fels, Familie

Anm.: Böhmisches Adelsgeschlecht.

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Colonna, Familie

Anm.: Römisches Hochadelsgeschlecht.

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Girolamo Colonna
Hieronymus Colonna

Anm.: Um 1650 in Bernburg; vermutlich aus Rom stammender Dr. theol. und ehemaliger Kanoniker von Sankt Peter; Konvertit.
Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

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Herzog Ernst Bogislaw von Croÿ
Administrator Ernst Bogislaw von Cammin

geb. 1620
gest. 1684
Anm.: Sohn des Ernest de Croÿ, Comte de Fontenoy-le-Château et Bayon (1583-1620); ab 1624 Herzog von Croÿ; Erbe des persönlichen Besitzes der 1637 im Mannesstamm ausgestorbenen Herzöge von Pommern (Greifen); 1637-1650 Administrator des Hochstifts Cammin; 1665-1678 kurbrandenburgischer Statthalter von Hinterpommern; 1684 kurfürstlicher Statthalter des Herzogtums Preußen.

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König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich II. von Schleswig-Holstein
Administrator Friedrich II. von Bremen
Administrator Friedrich II. von Verden
Graf Friedrich I. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1623-1629 und 1634-1644 Administrator des Hochstifts Verden; 1634-1648 Administrator des Erzstifts Bremen; 1647 Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein; ab 1648 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1667 zudem regierender Graf von Oldenburg und Delmenhorst.

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Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister sowie Rat in Bernburg; seit 1634 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

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Justina Maria von Einsiedel
Geburtsname: Justina Maria von Schierstedt

gest. 1700
Anm.: Tochter des Jakob von Schierstedt (gest. 1642) auf Scheuder und Tornau; bis 1640 Hofjungfer der Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg (1604-1640); 1640-1653 Ehe mit Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653).
Wolf Curt von Einsiedel

geb. 1628
gest. 1691
Anm.: Sohn des Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653); Erbherr auf Roschwitz; ab 1639 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Reisebegleiter des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693) nach Frankreich; 1645-1650 in französischen Kriegsdiensten, zuletzt als Leutnant; 1650/51 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg; 1651-1653 Kammerjunker des Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) auf dessen Reise nach Siebenbürgen; 1653/54 Hofjunker von Christian II.; 1654-1656 Kammerjunker des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); 1658/59 Kammerjunker für die Fürsten Viktor I. Amadeus und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660) auf deren Reisen nach Italien; 1659/60 Hofmeister in Harzgerode; 1660-1668 Reisehofmeister des Fürsten Wilhelm von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1643-1709) auf seiner Grand Tour durch die Niederlande, England, Frankreich, Italien und Spanien; seit 1670 anhaltisch-harzgerödischer Geheimer Rat und Hofmeister; vgl. Johann Christoph Lippian: Christ-Adeliches Trauer-Trost- und Ehren-Gedächtniß [...], Köthen 1691, Bl. E r-[F1] v.

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Elçi Hasan Pascha

Anm.: Vor 1649 osmanischer Aga; türkischer Internuntius (1649) und Großbotschafter (Elçi; 1650-1651) in Wien; 1650/51 bzw. ab 1653 Pascha (Beylerbey) von Temeswar.
Georg Enderling

geb. 1583
gest. 1664
Anm.: Geboren in Zerbst; Magister; 1618-1620 Schulkonrektor in Bernburg; Pfarrer in Altenburg bei Nienburg/Saale (1620-1635) und an der Bernburger Nikolaikirche (seit 1635); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 241.
Matthias Engelhardt d. Ä.

gest. 1651
Anm.: Sohn von Laurentius Engelhardt, Beisitzer im Großen Rat der Stadt Straßburg; Dr. med.; seit 1627 Leibarzt des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650) und vor 1638 auch des Fürsten Georg Aribert von Anhalt-Dessau (1606-1643); daneben noch 1640 Stadtarzt in Köthen; um 1650 vermutlich Arzt in Aschersleben.
König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

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König Wilhelm III. von England
König Wilhelm III. von Irland
König Wilhelm II. von Schottland
Graf Wilhelm III. von Nassau-Dillenburg
Fürst Wilhelm III. von Oranien

geb. 1650
gest. 1702
Anm.: Sohn des Fürsten Wilhelm II. von Oranien (1626-1650); ab 1650 Fürst von Oranien; seit 1672 Statthalter von Holland, Zeeland und Utrecht, ab 1675 zudem von Overijssel und Gelderland sowie seit 1698 auch von Drenthe; ab 1689 gemeinsam mit Gemahlin Maria II. (1662-1694) außerdem König von England, Schottland und Irland; ab 1653 Ritter des Hosenbandordens.

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Henri d' Éstampes-Valençay

geb. 1603
gest. 1678
Anm.: Sohn von Jacques d’Estampes (1579-1639), Marquis de Valencay; bereits als Minderjähriger 1608 Ritter des Malteserordens; ca. 1618 erster Kriegseinsatz für den Orden; später Gesandter des Ordens in Venedig; 1632 Kommandant der französischen Flotte; 1649-1653 französischer Botschafter in Rom; ab 1651 Abt von Bourgueil; ab 1670 Großprior von Frankreich; starb auf Malta.

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Ranuccio II Farnese
Duca Ranuccio II di Parma e Piacenza
Duca Ranuccio II di Castro

geb. 1630
gest. 1694
Anm.: Sohn des Odoardo I Farnese, Duca di Parma e Piacenza (1612-1646); seit 1646 Duca di Parma e Piacenza und 1646-1649 Duca di Castro (bis 1648 unter Vormundschaft).

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Königin Anna von Frankreich und Navarra
Geburtsname: Infantin Anna von Spanien

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Tochter des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); 1615-1643 Ehe mit König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); 1643-1651 Regentin von Frankreich.

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König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

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Wolfgang Benjamin Giegelsberger

geb. 1607
gest. 1677
Anm.: Sohn des oberpfälzischen Pfarrers Melchisedek Giegelsberger (gest. 1636); Pfarrer in Preußlitz (1631-1636), Neundorf (designiert 1636) und Nienburg/Saale (1637-1639); seit 1647 Pfarrer in Reinstedt; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 258.
Sigismund von Götze

geb. 1578
gest. 1650
Anm.: Sohn des Friedrich von Götze (1540-1595); Page am Wolfenbütteler Hof; ab 1595 Studium in Frankfurt/Oder, Leipzig, Jena und Straßburg; 1603-1606 Hofmeister des reformierten Grafen Wolrad von Waldeck (1588-1640) auf dessen Kavalierstour durch die Schweiz und Frankreich; 1607-1627 kurbrandenburgischer Rat; 1613/14 auch kurfürstlicher Kommissar im Herzogtum Jülich; 1630-1637 und seit 1640 brandenburgischer Kanzler (1637-1640 abgesetzt); zudem Amtshauptmann von Gramzow; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Würdigste").

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Carlo III Gonzaga di Nevers
Duc Charles II de Nevers et Rethel
Duca Carlo II di Mantova e Monferrato
Duc Charles IV de Mayenne

geb. 1629
gest. 1665
Anm.: Sohn des Carlo II Gonzaga di Nevers, Duc de Mayenne et d'Aiguillon (1609-1631); 1632-1654 Duc de Mayenne; seit 1637 Duca di Mantova e Monferrato; 1637-1659 zudem Duc de Nevers et Rethel (bis 1647 unter Vormundschaft).

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Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Johann Christian Hammel
Johann Christian Hamel

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgermeisters Friedrich Hammel (geb. ca. 1545); ab 1650 Hauslehrer der Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); spätestens seit 1656 Stadtvogt in Bernburg; später zudem fürstlicher Rat.
Martin Hanckwitz

gest. 1675
Anm.: Geboren in Preußen; später Bürger in Nienburg/Saale; 1640 Interimslehrer und dann bis 1650 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718), ab 1648 auch für deren Bruder Karl Ursinus (1642-1660); um 1651/52 fürstlicher Sekretär in Bernburg; seit 1652 Ratskämmerer in Köthen.

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Martin Haug
Martin Hauke

Anm.: Um 1638 fürstlicher Bediensteter in Bernburg; um 1643 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); danach bis 1647 Lakai von deren Gemahl Christian II.; um 1648/49 braunschweigisch-lüneburgischer Soldat; seit 1650 erneut fürstlicher Lakai in Bernburg (noch 1655).
Zacharias Haug
Zacharias Hugk

Anm.: Im Juni 1637 Junge im Tross des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1638 Trompeter des Herzogs Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658); um 1650/56 fürstlicher Trompeter in Bernburg.
Andreas (1) Hesius
Andreas Heise

geb. 1610
gest. 1693
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgers Simon Heise; Dr. theol.; 1642-1655 Rektor der Bernburger Stadtschule; daneben Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien (1644/45) und der Marienkirche (1645-1655) in Bernburg; 1655-1659 Pfarrer und Hofprediger in Plötzkau; seit 1659 Superintendent und Oberpfarrer an St. Marien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 285.

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Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand II.
König Ferdinand II. von Böhmen
König Ferdinand II. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand II. von Österreich

geb. 1578
gest. 1637
Anm.: Sohn des Erzherzogs Karl II. von (Inner-)Österreich (1540-1590); ab 1590 regierender Erzherzog der innerösterreichischen Erblande (bis 1596 unter Vormundschaft); 1617-1627 König von Böhmen; 1618-1625 König von Ungarn; seit 1619 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; ab 1596 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Eleonora
Königin Eleonora von Böhmen
Königin Eleonora von Ungarn
Erzherzogin Eleonora von Österreich
Geburtsname: Eleonora Gonzaga

geb. 1598
gest. 1655
Anm.: Tochter des Vincenzo I Gonzaga, Duca di Mantova e Monferrato (1562-1612); 1622-1637 Ehe mit Kaiser Ferdinand II. (1578-1637).

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Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Eleonora (Magdalena)
Königin Eleonora (Magdalena) von Böhmen
Königin Eleonora (Magdalena) von Ungarn
Erzherzogin Eleonora (Magdalena) von Österreich
Geburtsname: Eleonora (Maddalena) Gonzaga di Nevers

geb. 1630
gest. 1686
Anm.: Tochter des Carlo II Gonzaga di Nevers, Duc de Mayenne et d'Aiguillon (1609-1631); 1651-1657 Ehe mit Kaiser Ferdinand III. (1608-1657).

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Matthias Knüttel

Anm.: Bruder des Georg Knüttel (1606-1682); zunächst fürstlicher Amtsschreiber in Großalsleben; danach um 1641 Stadtschreiber zu Ballenstedt; Gerichts- und Haushalter der Justina Maria von Einsiedel (gest. 1700) auf Roschwitz; seit 1649 fürstlicher Amts- und Kornschreiber in Ballenstedt (noch 1657); um 1674 Gerichtsverwalter in Dessau.
Graf Hans Christoph von Königsmarck

geb. 1600
gest. 1663
Anm.: Sohn des Konrad von Königsmarck (gest. vor 1621) auf Kötzlin; ab 1616 Page am Woffenbütteler Hof; 1620-1630 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Fähnrich; schwedischer Rittmeister (1631), Major (1633), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1640), Generalleutnant (1645) und Feldmarschallleutnant (1648); seit 1645 Generalgouverneur der Stifter Bremen und Verden; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Grafenstand; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Streitende").

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Jakob Anton von Krosigk

geb. 1624
gest. 1704
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1640-1650 in schwedischen Kriegsdiensten, anfangs als Volontär, später als Kornett (1642); 1654-1661 kurbrandenburgischer Gardehauptmann; ab 1682 anhaltischer Landrat; seit 1693 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; vgl. Daniel Müller: Schuldige letzte Ehren- und Dienst-Erweisung [...], Zerbst 1706, Bl. [K2]v-M2v.

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Volrad (2) von Krosigk

geb. 1612
gest. 1660
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1631-1640 Kriegsdienst u. a. als Kornett unter Herzog Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641), kursächsischer Leutnant (40 Monate), kaiserlicher Capitain-Leutnant (10 Monate), Rittmeister und Obristwachtmeister (um 1638/40); ab 1642 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nötige"); vgl. Georg Lautenschläger: Mors Christianorum nunqvam præmatura [...], Leipzig 1661, fol. L r-Miv v.

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Dorothea Kuhne
Dorothea Hahn
Geburtsname: Dorothea Döhnert

Anm.: Tochter des Bernburger Bürgers Georg Döhnert; 1640-1648 erste Ehe mit dem fürstlichen Sattelknecht Martin Hahn (gest. 1648); seit 1650 zweite Ehe mit dem fürstlichen Sattelknecht Michael Kuhne.
Michael Kuhne

Anm.: Gebürtig aus Reinstedt; seit 1649 Stall- und Sattelknecht des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1652).
Graf Ferdinand Sigmund Kurtz von Senftenau

geb. 1592
gest. 1659
Anm.: Sohn des Philipp Kurtz von Senftenau (gest. 1643); zunächst Page des Erzherzogs Albrecht von Österreich (1559-1621) in Brüssel; ab 1625 kaiserlicher Kämmerer; 1626-1637 Reichshofrat; 1635 kaiserlicher Unterhändler bei den Friedensverhandlungen in Prag; seit 1637 Reichsvizekanzler; ab 1640 Geheimer Rat; 1636 Erhebung in den Grafenstand; vgl. Oswald von Gschließer: Der Reichshofrat. Bedeutung und Verfassung, Schicksal und Besetzung einer obersten Reichsbehörde von 1559 bis 1806, Wien 1942, S. 215f.

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N. N. de La Barre

Anm.: Um 1650 französischer Hauptmann in Le Havre.
Henri (2) de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri (2) de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri (1) de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

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Graf Johann Maximilian von Lamberg

geb. 1608
gest. 1682
Anm.: Sohn des Georg Sigmund von Lamberg (1565-1632); ab 1631 kaiserlicher Kämmerer; 1637-1649 Reichshofrat; 1644-1649 kaiserlicher Prinzipalgesandter bei den Osnabrücker Friedensverhandlungen; 1653-1660 kaiserlicher Botschafter in Madrid; seit 1657 Geheimer Rat; 1661-1675 Obristkämmerer; ab 1675 Obersthofmeister und Geheimer Konferenzminister; 1641 Erhebung in den Grafenstand; seit 1655 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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François de Lorraine-Chaligny
Bischof François von Verdun
Comte François de Chaligny

geb. 1599
gest. 1672
Anm.: Sohn des Henri de Lorraine, Comte de Chaligny (1570-1600); 1623-1661 Bischof von Verdun; danach Comte de Chaligny.

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Henri (2) de Lorraine
Comte Henri d' Harcourt
Comte Henri de Brionne
Comte Henri d' Armagnac
Comte Henri de Charny
Vicomte Henri de Marsan

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Sohn des Charles I de Lorraine, Duc d'Elbeuf (1556-1605); ab 1605 Comte d'Harcourt und de Brionne; Teilnahme an der Schlacht vom Weißen Berg (1620) und dem letzten Krieg gegen die Hugenotten (1621-1628); seit 1636 französischer General; 1643-1658 Grand écuyer de France; 1645-1647 französischer Vizekönig von Katalonien; ab 1645 Comte d'Armagnac; seit 1646 auch Comte de Charny und Vicomte de Marsan; zudem Sénéchal de Bourgogne; 1649-1659 Gouverneur des Elsass; seit 1659 Gouverneur des Anjou.

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Henri (3) de Lorraine
Duc Henri II de Guise
Erzbischof Henri von Reims
Prince Henri de Joinville
Comte Henri d' Eu

geb. 1614
gest. 1664
Anm.: Sohn des Charles (2) de Lorraine, Duc de Guise (1571-1640); 1629-1641 Erzbischof von Reims; ab 1640 Duc de Guise; 1640/41 Prince de Joinville; 1640-1657 Comte d'Eu; 1641-1643 Exil in Flandern nach Teilnahme an Verschwörung gegen Kardinal Richelieu (1585-1642); 1647/48 Gouverneur der kurzlebigen "République royale de Naples"; 1648-1652 in spanischer Gefangenschaft; 1654 Lieutenant général der französischen Truppen im Königreich Neapel; 1655-1658 Grand chambellan de France.

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Lothringen, Haus
Herzöge von Lothringen und Bar

Anm.: Seit 1473 Dynastie der Lorraine-Vaudémont.

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Melchior Loyß
Melchior Louis

geb. 1576
gest. 1650
Anm.: Ab 1606 in anhaltisch-bernburgischen Diensten, zunächst als Einnehmer(?) der oberpfälzischen Regierung, spätestens seit 1620 als Pfennig- (bis 1633) und Schatzmeister, ab 1634 als Amtmann von Harzgerode und fürstlicher Obereinnehmer der Harzämter (bis 1637) sowie als Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (bis 1650); 1638/39 Bernburger Stadtvogt; 1639-1646 Hofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Vasile Lupu
Fürst (Woiwode) Vasile von Moldau

geb. ca. 1595
gest. 1661
Anm.: Sohn des moldauischen und walachischen Hofbeamten Nicolae Coci; Großschatzmeister (1619/20), zweiter Logothet (1625), Mundschenk (1627) und Hetman (1629/30) in der Walachei; 1631 Statthalter der unteren Moldau; 1633 Führer eines Aufstandes der Bojaren gegen den walachischen Fürsten Alexandru IV Iliaș (gest. 1666); seit April 1634 bis 13. April 1653 und vom 8. Mai bis 16. Juli 1653 Fürst von Moldau.

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Martin Luther

geb. 1483
gest. 1546
Anm.: Sohn des Eislebener Bergmannes Hans Luder (1459–1530); deutscher Bibelübersetzer und Reformator; Schulbesuch in Mansfeld, Magdeburg und Eisenach; ab 1501 Studium in Erfurt (1502 Baccalaureus artium, 1504 Magister artium); 1505 Eintritt in das Erfurter Kloster der Augustinereremiten; 1507 Priesterweihe; Studium in Erfurt (1507) und Wittenberg (1508-1510); 1511 Versetzung in das Wittenberger Kloster der Augustinereremiten; 1512 Promotion zum Dr. theol. an der Universität Wittenberg; seit 1513 Professor für biblische Exegese in Wittenberg; 1520 Verbrennung einer päpstlichen Bannandrohungsbulle; 1521 Bann durch den Papst und Reichsacht durch Wormser Edikt von Kaiser Karl V. (1500-1558); 1521/22 geheimer Aufenthalt auf der Wartburg bei Eisenach (Bibelübersetzung).

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Daniel Marggraf

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Dröbeler Lehrers Philipp Marggraf (gest. 1645); ab 1637 Studium am Zerbster Gymnasium Illustre; 1643-1663 Pfarrer in Waldau; 1663/64 übergangsweise Schulrektor in Bernburg; seit 1664 Pfarrer an der Bernburger Nikolaikirche; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 347.

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Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

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Charles-Christophe de Mazencourt
Vicomte Charles-Christophe de Courval

geb. 1608
gest. 1650
Anm.: Sohn des Christophe de Mazencourt, Vicomte de Courval (1537-1617); 1643 französischer Kommandant von Überlingen; 1644-1650 Kommmandant von Mainz.

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Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin
Administrator Adolf Friedrich von Schwerin

geb. 1588
gest. 1658
Anm.: Sohn des Herzogs Johann VII. von Mecklenburg (1558-1592); 1592-1610 regierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin (bis 1608 unter Vormundschaft); 1610-1621 gemeinsam mit seinem Bruder Johann Albrecht II. (1590-1636) regierender Herzog von Mecklenburg; 1621-1628 und ab 1631 alleinregierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin (1628-1631 Ersetzung durch Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein, Herzog von Friedland); 1634-1648 Administrator von Schwerin; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Herrliche").

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Claude de Mesmes
Comte Claude d' Avaux

geb. 1595
gest. 1650
Anm.: Sohn des Jean-Jacques de Mesmes (1560-1642); ab 1617 Mitglied im Grand Conseil; seit 1623 Maître des requêtes und Conseiller d'État; französischer Gesandter in Venedig (1627-1632) und Rom (1632-1634); 1634-1637 diplomatische Missionen in Dänemark, Polen und Schweden; 1637-1642 außerordentlicher Gesandter bei den Hansestädten (Hamburg); 1644-1648 französischer Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; ab 1649 Surintendant des finances; seit 1638 Comte d'Avaux.

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Gräfin Amalia von Nassau-Dillenburg
Fürstin Amalia von Oranien
Geburtsname: Gräfin Amalia zu Solms-Braunfels

geb. 1602
gest. 1675
Anm.: Tochter des Grafen Johann Albrecht I. zu Solms-Braunfels (1563-1623); seit 1619 Hofdame der Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz (1596-1662); 1625-1647 Ehe mit Fürst Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647).

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Graf Friedrich Heinrich von Nassau-Dillenburg
Fürst Friedrich Heinrich von Oranien

geb. 1584
gest. 1647
Anm.: Sohn des Fürsten Wilhelm I. von Oranien (1533-1584); ab 1625 Fürst von Oranien und Statthalter der Vereinigten Niederlande; seit 1627 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Graf Wilhelm II. von Nassau-Dillenburg
Fürst Wilhelm II. von Oranien

geb. 1626
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); seit 1647 Fürst von Oranien und Statthalter der Niederlande.

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Graf bzw. Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen

geb. 1604
gest. 1679
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Nassau-Siegen (1561-1623); ab 1621 in niederländischen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (1629), Generalleutnant (1644) und Feldmarschall (1668); 1636-1644 Gouverneur, Kapitän und Ober-Admiral von Niederländisch-Brasilien; seit 1647 kurbrandenburgischer Statthalter von Kleve, Mark und Ravensberg; 1652 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1652 Herrenmeister des Johanniter-Ordens der Balley Brandenburg; 1674-1676 Gouverneur von Utrecht; seit 1674 regierender Fürst von Nassau-Siegen.

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Murrough MacDermond O'Brien
Earl Murrough O'Brien of Inchiquin
Murchadh na dTóiteán

geb. 1614
gest. 1673
Anm.: Sohn des 5th Baron of Inchiquin Dermond O'Brien in Munster, 1640 Vizepräsident von Munster und Peer of Parliament, ab 1641 Beteiligung am irischen Aufstand; 1642 Gouverneur von Munster; 1643 Präsident von Munster; 1648 Generalleutnant und selbsternannter Herr von Drogheda; 1649 Lordpräsident unter Karl II., 1652 Exil in Frankreich; 1652 Mitglied des königlichen Rates in Holland; 1653 Gouverneur in Katalonien; 1660 Gefangenschaft in Algerien; nach 1660 Oberverwalter des Haushalts der englischen Königin; 1662 General-in-Chief einer englischen Expeditiontruppe in Portugal, 1664 Rückkehr nach Irland; 1666 Bürgermeister von Clare.

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Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

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Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

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Henri II d' Orléans
Duc Henri II de Longueville
Duc Henri II d' Estouteville
Prince Henri II de Châtelaillon
Comte bzw. Prince Henri I de Neuchâtel

geb. 1595
gest. 1663
Anm.: Sohn des Henri I d'Orléans, Duc de Longueville (1568-1595); ab 1595 Duc de Longueville und d'Estouteville, Prince de Châtellaillon und Comte de Neuchâtel; zunächst Gouverneur der Picardie; 1619/20 und seit 1627 Gouverneur der Normandie; 1636-1643 mehrmals französischer General in Italien; ab 1643 souveräner Prince de Neuchâtel; 1645-1648 französischer Prinzipalgesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; 1648-1653 Beteiligung an der Fronde.

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Camillo Francesco Maria Pamphilj
Principe Camillo Francesco Maria di San Martino al Cimino

geb. 1622
gest. 1666
Anm.: Sohn des Pamphilio Pamphilj (1563/64-1639) und Neffe des späteren Papstes Innonzenz X. (1574-1655); ab 1644 General der päpstlichen Armee; 1644-1647 Kardinal; 1645-1647 Präfekt der Apostolischn Singnatur; seit 1647 Principe di San Martino al Cimino.

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Olimpia (1) Pamphilj
Olimpia Nini
Geburtsname: Olimpia Maidalchini

geb. 1591
gest. 1657
Anm.: Tochter des Sforza Maidalchini (1561-1623); 1608-1611 erste Ehe mit Paolo Nini (1588-1611); 1612-1639 zweite Ehe mit Pamphilio Pamphilj (1563/64-1639); Schwägerin und enge Beraterin von Papst Innozenz X. (1574-1655).

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Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

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Ladislaus Pethö de Gerse
Pethő de Gerse, László

gest. 1677
Anm.: Um 1650 kaiserlicher Komandant auf der ungarischen Grenzfestung Komorn (Komárno).

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Pfalz-Neuburg, Haus
Pfalzgrafen von Pfalz-Neuburg

Anm.: Seitenlinie der rheinpfälzischen Wittelsbacher.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Pfalzgräfin Elisabeth von Pfalz-Simmern
Äbtissin Elisabeth (1) von Herford

geb. 1618
gest. 1680
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); ab 1661 Koadjutorin und seit 1667 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Herford.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Pfalzgräfin Katharina Sophia von Pfalz-Simmern

geb. 1595
gest. 1665
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); nach 1621 Leben am kurfürstlichen Hof in Berlin bzw. Crossen (Oder).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Pfalzgraf Philipp Friedrich von Pfalz-Simmern

geb. 1627
gest. 1650
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Erziehung in Den Haag und am französischen Hof; danach niederländischer Rittmeister; 1646 Flucht aus den Vereinigten Niederlanden nach der Tötung des französischen Emigranten Jacques de L'Epinay im Duell; zuletzt lothringischer Obrist.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb. 1619
gest. 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647/48 französischer Maréchal de camp; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistischen Flotte, die 1651 zur Freibeuterei überging; 1653-1655 Master of the Horse; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee und des Admirality Committee; ab 1668 Lord High Admiral; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kaspar (1) Pfau

geb. 1596
gest. 1658
Anm.: Sohn des Kaspar Pfau (gest. 1604); nach 1622 Bediensteter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 Amtmann von Großalsleben (noch 1638); seit 1630 anhaltischer Gesamtrat; um 1632 Amtmann zu Gernrode und Großalsleben sowie fürstlich-anhaltischer Kriegskommissar; ab 1638 auch Landrentmeister, zugleich Amtmann von Gernrode; um 1640 Obereinnehmer; um 1641/42 Landrechnungsrat; seit 1645 Hofrat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anhaltende").

Weiterführende Informationen , Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Conte bzw. Principe Ottavio Piccolomini d'Aragona
Duca Ottavio d' Amalfi

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des toskanischen Adligen Silvio Piccolomini (1543-1609); ab 1618 abwechselnd in kaiserlichen und spanischen Kriegsdiensten als Obrist (1627), Generalfeldwachtmeister (1632), General der Kavallerie (1633), Feldmarschall (1634) und Generalleutnant (1648); seit 1622 kaiserlicher Kämmerer; ab 1639 Hartschierhauptmann von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1648-1650 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; Erhebung in den Grafen- (1638) und Fürstenstand (1653); seit 1639 Duca d'Amalfi; ab 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Zwingende"); seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Joachim Plato

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Sohn des Amberger Pfarrers und Kircheninspektors Matthius Plato (1545-1617); 1619-1625 Pfarrer in Nittenau/Regen; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Hoym; 1638-1642 Pfarrer in Ballenstedt; seit 1642 Superintendent und Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 379f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Joachim Plato

geb. 1627
gest. 1672
Anm.: Sohn des Hoymer Pfarrers und späteren Bernburger Superintendenten Joachim Plato (1590-1659); 1651-1653 Pfarrer in Altenburg (bei Nienburg/Saale); 1653-1672 Pfarrer in Sandersleben; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 380.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. del Ponti

gest. 1650
Anm.: Um 1650 Gouverneur von Rethel.
Infant Emanuel Anton von Portugal
Duque Manuel António de Beja

geb. 1600
gest. 1666
Anm.: Sohn des portugiesischen Thronprätendenten Manuel von Portugal (1568-1638); 1619-1623 Gouverneur des Fürstentums Orange; ab 1626 spanischer Rittmeister; 1628 Einritt in den Karmeliterorden und Priesterweihe in Brüssel; 1633 Flucht aus dem Kloster nach Holland; 1634 Konversion zum reformierten Glauben; 1638 niederländischer Rittmeister; 1638 als spanischer Kriegsgefangener Rückkehr ins Kloster und Übertritt zum katholischen Glauben; 1643 Rekonversion zum Calvinismus; später niederländischer Hauptmann (1645) und Obrist; seit 1656 Gouverneur von Steenwijk und Kommandant von Elburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Infant Theodosius von Portugal
Duque Teodósio III de Bragança
Príncipe Teodósio I do Brasil

geb. 1634
gest. 1653
Anm.: Sohn des Königs Johann IV. von Portugal (1604-1656); ab 1640 Duque de Bragança und Infant von Portugal; seit 1645 Príncipe do Brasil.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Wilhelm von Portugal

geb. 1646
Anm.: Unehelicher Sohn des Infanten Emanuel Anton von Portugal (1600-1666).
Fürst Janusz (2) Radziwiłł
Fürst Jonušas (2) Radvila

geb. 1612
gest. 1655
Anm.: Sohn des Fürsten Krzysztof Radziwiłł (1585-1640); 1633-1646 Großkämmerer von Litauen; 1646-1653 Generalstarost von Samogotien; 1646-1654 Feldhetman von Litauen; ab 1653 auch Woiwode von Vilnius; seit 1654 Großhetman von Litauen; ebenso Starost von Kamieniec Litewski, Sejny und Kazimierz.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Maria Radziwiłł
Fürstin Marija Radvilienė
Geburtsname: Maria Lupu

geb. ca. 1625/27
gest. 1660
Anm.: Tochter des Vasile Lupu, Fürst von Moldau (ca. 1595-1661); 1645-1655 Ehe mit dem litauischen Großkämmerer und Feldhetman Fürst Janusz Radziwiłł (1612-1655).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Georg II. Rákóczi
II. Rákóczi György
Fürst Georg II. von Siebenbürgen

geb. 1621
gest. 1660
Anm.: Sohn des Georg I. Rákóczi, Fürst von Siebenbürgen (1593-1648); ab 1642 (Mit-)Fürst und seit 1648 allein regierender Fürst von Siebenbürgen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Christian von Rantzau

geb. 1614
gest. 1663
Anm.: Sohn des königlich-dänischen Statthalters Gerhard von Rantzau (1558-1627) in den Herzogtümern Schleswig und Holstein; 1633/34 dänischer Hofjunker; 1634-1636 Kammerjunker; 1639 Amtmann und ab 1640 Landrat in Rendsburg; 1643-1645 dänischer Generalkriegskommissar; seit 1648 Geheimer Rat; 1648-1661 königlicher Statthalter in Schleswig und Holstein; 1648 zudem Inspektor und ab 1649 Amtmann von Steinburg; seit 1649 auch Landvogt von Süderdithmarschen; ab 1661 königlicher Oberstatthalter in Schleswig und Holstein sowie Präsident des Staatskollegiums (Premierminister); 1650 Erhebung in den Grafenstand; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gezierte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
N. N. Rauch (1)

gest. 1650
Anm.: Kaiserlicher Kommissar auf der ungarischen Grenzfestung Komorn (Komárno).
N. N. Rauch (2)

gest. 1650
Anm.: Sohn des kaiserlicher Kommissars Rauch; um 1650 in Komorn (Komárno).
Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Helena von Rindtorf
Geburtsname: Helena Bohusch von Ottoschütz
Helena Bohuš z Otěšic

Anm.: Tochter des böhmischen Adligen Bohuslaus Bohusch von Ottoschütz; 1628 Emigration nach Annaberg in Sachsen; spätestens 1643 Hofjungfer in Bernburg; danach bis 1649 Kammer- bzw. Hofjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675) bzw. der fürstlichen Fräulein; seit 1649 Ehe mit Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Michael Ringk

Anm.: Seit 1650 fürstlicher Lakai in Bernburg; um 1657 Amtsschreiber in Ballenstedt.
Giacomo da Riva

Anm.: 1648-1650 venezianischer General und Befehlshaber einer Kriegsflotte gegen die Türken; um 1652/53 Provveditor generale dell'armi nel Regno di Candia.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Ernst Dietrich von Röder

geb. ca. 1608
gest. 1686
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Wolf Dietrich von Röder (gest. 1624); Erbherr auf Ermsleben; bis 1630 Edelknabe und Kammerjunge des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ca. 1632-1635 Hofjunker und ab 1636 Kammerjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1634 zudem fürstlicher Kriegskommissar in den Ämtern Güntersberge und Harzgerode; bis 1650 anhaltisch-bernburgischer Kriegskommissar; ab 1650 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg von Haus aus; seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Diensthafte").
Johann von Rosen

gest. 1650
Anm.: Sohn des Otto von Rosen (gest. nach 1638) auf Gresten (Linie Groß-Roop); 1632 Obristwachtmeister (im Regiment seines Bruders Reinhold von Rosen (1604/05-1667)); 1639 Obrist der Weimarischen Armee in französischen Diensten ("Neu-Rosen"); 1649 französischer Maréchal de camp; genannt "der Lahme".
Herzog August (1) von Sachsen-Weißenfels
Administrator August von Magdeburg

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1635/38 Administrator des Erzstifts Magdeburg; seit 1657 zugleich regierender Herzog von Sachsen-Weißenfels (kursächsische Sekundogenitur); ab 1643 Mitglied und seit 1662 drittes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgeratene").

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Herzog August (2) von Sachsen-Weißenfels

geb. 1650
gest. 1674
Anm.: Sohn des Herzog August von Sachsen(-Weißenfels), Administrator des Erzstifts Magdeburg (1614-1680); ab 1660 Dompropst in Magdeburg; seit 1659 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Behutsame").

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Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

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Duca Carlo Emanuele II di Savoia

geb. 1634
gest. 1675
Anm.: Sohn des Duca Vittorio Amedeo I di Savoia (1587-1637); seit 1638 Duca di Savoia, bis 1648 unter der Regentschaft seiner Mutter Cristina (1606-1663), die bis zu ihrem Tod faktisch weiterregierte.

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Herzog Christian von Schlesien-Brieg-Liegnitz-Ohlau-Wohlau
Herzog Christian von Schlesien-Ohlau-Wohlau
Herzog Christian von Schlesien-Brieg

geb. 1618
gest. 1672
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Christian von Schlesien-Brieg (1591-1639); 1639-1653 gemeinsam mit seinen Brüdern Georg III. (1611-1664) und Ludwig (1616-1663) regierender Herzog von Schlesien-Brieg; ab 1653 Herzog von Schlesien-Ohlau und Schlesien-Wohlau; seit 1664 auch Herzog von Schlesien-Brieg und Schlesien-Liegnitz; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Beliebige")

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Johann Rudolf Schmid zum Schwarzenhorn

geb. 1590
gest. 1667
Anm.: Sohn des Steiner Ratsherrn und Stadthauptmanns Felix Schmid (gest. 1598); 1602-1606 als Begleiter eines kaiserlichen Offiziers Reise nach Italien und Ungarn; 1606-1624 türkischer Gefangener; 1625-1627 Dolmetscher für Türkisch beim Hofkriegsrat in Wien; danach kaiserlicher Sondergesandter (1627), Resident (1629-1643), Internuntius (1648/49) und Großbotschafter (1650/51) in Konstantinopel; 1643-1666 Hofkriegsrat; 1650 Erhebung in den Freiherrenstand; seit 1656 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verdiente").

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Martin Schmidt

gest. 1657(?)
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); fürstlicher Amtmann und Amtsschreiber in Harzgerode (spätestens 1631-1632); anschließend Amtmann von Bernburg (1632-1637) bzw. Ballenstedt-Hoym (1637-1657).
Balthasar von Schrattenbach

Anm.: Steirischer Adliger; vor 1629 Emigration aus der Steiermark; in den 1640er Jahren Exulant in Bremen; 1642 Interimshofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); um 1653/54 in Hannover; möglicherweise seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Versichernde").

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Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
Graf Adam von Schwarzenberg

geb. 1584
gest. 1641
Anm.: Sohn des Adolf von Schwarzenberg (1551-1600); 1599 Erhebung in den Grafenstand; ab 1610 kurbrandenburgischer Geheimer Rat und kurfürstlicher Oberkammerherr; seit 1619 als enger Berater des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640) Direktor des Geheimen Rates und Oberkämmerer; ab 1625 katholischer Herrenmeister des lutherischen Johanniterordens in der Ballei Brandenburg; seit 1630 Statthalter im Herzogtum Kleve; ab 1638 auch Statthalter der Mark Brandenburg; 1641 Inhaftierung und Tod auf der Festung Spandau.

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Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

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König Karl X. Gustav von Schweden
Herzog Karl Gustav von Bremen und Verden
Pfalzgraf Karl Gustav von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg

geb. 1622
gest. 1660
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1589-1652); schwedischer Rittmeister (1642), Obrist (1643) und ab 1648 oberster Befehlshaber der Armee im Heiligen Römischen Reich; 1649 Ernennung zum Thronfolger durch den schwedischen Reichstag auf Betreiben seiner Cousine Königin Christina von Schweden (1626-1689); seit 1654 König von Schweden sowie regierender Herzog von Bremen und Verden; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabene").

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Graf Albrecht Czenek Sekyrka von Sedschitz
Graf Albrecht Cenek Sekerka ze Sedčic

geb. ca. 1633
gest. 1696
Anm.: Sohn des böhmischen Exulanten Gottlob Sekyrka von Sedschitz (gest. 1658); seit 1650 Kammerpage des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1654); später in kursächsischen Kriegsdiensten; 1666 Erhebung in den Grafenstand ("von Wrschowetz Sekyrka und Sedschitz" bzw. "Wřesowitz-Sekerka").
Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

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Claus Dietrich von Sperreuter
Claus Dietrich von Sperreuth

geb. ca. 1600
gest. 1653
Anm.: Geboren in Mecklenburg; zunächst in Kriegsdiensten der böhmischen Stände, Braunschweig-Lüneburgs, Dänemarks (1621) und des Grafen Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); ab 1623 in schwedischen Diensten als Major (1628), Obrist (1629-1635) und Generalmajor (1634/35); seit 1636 kaiserlicher Obrist und Generalfeldwachtmeister; 1645 kurbayerischer Obrist und Generalwagenmeister; 1647-1650 venezianischer General; ab 1651 Statthalter von Vorderösterreich in Freiburg/Breisgau; 1641 Erhebung in den Freiherrenstand.

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Johannes Splitthausen d. Ä.

geb. 1580
gest. 1660
Anm.: Sohn des Hans Splitthausen aus Hoym; Pfarrer in Waldau (1610-1626), Badeborn (1626-1638) und Hoym (seit 1638); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 435.
Christian Erdmann Steffeck von Kolodey

geb. 1647
gest. 1676
Anm.: Sohn des bernburgischen Kammermeisters Tobias Steffeck von Kolodey (1615-1679).
Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Stolberg, Familie
Grafen von Stolberg

Anm.: Harzer Reichsgrafengeschlecht.

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Sultan (Osmanisches Reich) Mehmed IV.

geb. 1642
gest. 1693
Anm.: Sohn von Sultan Ibrahim (1615-1648); 1648-1687 Sultan des Osmanischen Reiches.

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Konrad Theopold

geb. 1600
gest. 1651
Anm.: Sohn des Amesdorfer Pfarrers Johannes Theopold (1563-1626); Schulbesuch am Gymnasium zu Zerbst, Studium in Frankfurt a. d. Oder; 1626-1637 Pfarrer in Natho; 1637-1644 Diakon an St. Bartholomäi in Zerbst (Entlassung als Reformierter); seit 1645 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 445.

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Martin Tornau

geb. 1591
gest. 1664
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Hans Tornau; spätestens 1643 Bauherr, ab 1645 Reitherr, seit 1649 Kämmerer und 1650-1658 Bürgermeister (1650, 1653 und 1656 regierend; 1658 resigniert) der Bernburger Talstadt.
Giangiacomo Teodoro Trivulzio
Conte Giangiacomo Teodoro di Melzo e Musocco
Principe Giangiacomo Teodoro della Val Mesolcina

geb. 1596/97
gest. 1656
Anm.: Sohn des Carlo Emanuele Teodoro Trivulzio, Conte di Melzo e Musocco (1565-1605); ab 1605 Conte di Melzo e Musocco; seit 1622 Principe della Val Mesolcina; ab 1629 Kardinal; 1631-1634 Apostolischer Legat in den Marken; 1638-1642 Generalgouverneur der Miliz und Superintendent der Festungen des Herzogtums Mailand; seit 1642 Grande von Spanien; 1642-1644 Generalkapitän und Vizekönig von Aragón; 1647-1649 Präsident und Generalkapitän des Königreichs Sizilien; 1649-1651 Vizekönig von Sardinien; seit 1655 Gouverneur und Generalkapitän des Herzogtums Mailand.

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Íñigo d. J. Vélez de Guevara y Tassis
Marqués Íñigo d. J. de Guevara
Conde Íñigo d. J. de Oñate
Conde Íñigo d. J. de Villamediana

geb. 1597
gest. 1658
Anm.: Sohn des Íñigo d. Ä. Vélez de Guevara y Tassis, Conde de Oñate (1572-1644); königlicher Kämmerer; spanischer Botschafter in London (1636-1638) und Rom (1646-1648); ab 1644 Conde de Oñate und Conde de Villamediana; 1648-1653 Vizekönig von Neapel; seit 1653 Consejero de estado; ab 1653 erster Marqués de Guevara.

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George Villiers
Duke George (2) of Buckingham

geb. 1628
gest. 1687
Anm.: Sohn des George Villiers, 1st Duke of Buckingham (1592–1628); ab 1628 2nd Duke of Buckingham; Teilnahme am englischen Bürgerkrieg auf royalistischer Seite; 1648-1650 Exil mit der königlichen Familie in den Niederlanden; seit 1650 Mitglied des Privy Council; 1650/51 Teilnahme am Feldzug des Königs Karl II. von England, Schottland und Irland (1630-1685) in Schottland; 1651-1657 erneutes Exil in den Niederlanden; 1658/59 Inhaftierung im Tower von London; ab 1660 königlicher Gentleman of the Bedchamber; 1661-1674 Lord Lieutenant of the West Riding of Yorkshire; 1668-1674 Master of the Horse; 1670-1672 englischer Sonderbotschafter in Paris; 1671-1679 Custos Rotulorum of the West Riding of Yorkshire; seit 1649 Ritter des Hosenbandordens.

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Christian Wilhelm von Wartensleben

geb. ca. 1632
gest. 1675
Anm.: Sohn des Johann Joachim von Wartensleben (1594-1633); 1646-1653 Page und 1653/54 Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später in niederländischen Kriegsdiensten u. a. als Capitain (1665) und Major (vor 1675).
Johann Rudolf Wettstein

geb. 1594
gest. 1666
Anm.: Sohn des Basler Kellermeisters Hans Jakob Wettstein (gest. 1615); ab 1608 Studium in Basel; danach Kanzleilehre in Yverdon und Genf; seit 1611 Inhaber einer Notariats- und Schreibstube; ab 1620 Ratsherr, seit 1624 Obervogt auf der Farnsburg, ab 1626 Obervogt zu Riehen, seit 1627 Dreizehnerherr, ab 1632 Schiedsrichter im Kluserhandel, seit 1635 Oberstzunftmeister und ab 1645 Bürgermeister der Stadt Basel; daneben Gesandter der Schweizer Eidgenossenschaft auf dem Westfälischen Friedenskongress (1646/47) und am Wiener Kaiserhof (1650/51); 1653 Nobilitierung.

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Maximilian Wogau

geb. 1608
gest. 1667
Anm.: Sohn des Johann David Wogau (1582-1636); 1627-1631 Studium der Rechte in Wittenberg; 1632-1637 Reise nach Holland, England, Frankreich und Seeland; ab 1639 Verwalter des städtischen Salzpfannen-Werks, danach Kornherr (1640), Achtmann (1641), Bierherr (1642), Vorsteher der Ulrichskirche (1643), Gräfenherr (ab 1644), Vierherren-Worthalter (1649), Holzherr (seit 1650), Geheimder (ab 1658) und Stadtkämmerer (seit 1661) in Halle (Saale); außerdem Hallenser Verbindungsmann des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

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Herzog Eberhard III. von Württemberg

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Friedrich von Württemberg (1582-1628); seit 1628 regierender Herzog von Württemberg (bis 1633 unter Vormundschaft); 1634-1638 Exil in Straßburg.

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Herzog Johann Friedrich (2) von Württemberg

geb. 1637
gest. 1659
Anm.: Sohn des Herzogs Eberhard III. von Württemberg (1614-1674).
Sebastian Peregrin Zwyer von Evibach

geb. ca. 1589
gest. ca. 1660
Anm.: Sohn des Hauptmanns Andreas Zwyer; kaiserlicher Hauptmann (1619), Obristleutnant (1624), Generalmajor (1635) und Feldmarschallleutnant (1642); 1638-1641 zudem im Dienst der Schweizer Eidgenossenschaft; ab 1643 kaiserlicher Resident in der Schweiz; 1645-1647 Statthalter von Uri; seit 1647 mehrfach Landamman des eidgenössischen Orts Uri.

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Aderstedt
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Ägäisches Meer
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Altenburg
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Amberg
weiterführende Informationen
Amsterdam
weiterführende Informationen
Anatolien (Kleinasien)
weiterführende Informationen
Anhalt-Zerbst, Fürstentum
Anhalt, Fürstentum
weiterführende Informationen
Antwerpen
weiterführende Informationen
Aschersleben
weiterführende Informationen
Auxerre
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Bapaume
weiterführende Informationen
Barby
weiterführende Informationen
Barcelona
weiterführende Informationen
Basel
weiterführende Informationen
Bayern, Herzogtum bzw. Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Bayonne
weiterführende Informationen
Berlin
weiterführende Informationen
Bern
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bordeaux
weiterführende Informationen
Bourgogne
weiterführende Informationen
Brandenburg an der Havel
weiterführende Informationen
Brandenburg, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Brandenburg, Markgrafschaft
weiterführende Informationen

Anm.: Kernland des Kurfüstentums Brandenburg.
Braunschweig und Lüneburg, Herzogtum
weiterführende Informationen

Anm.: Die Teilfürstentümer Braunschweig-Wolfenbüttel, Lüneburg, Calenberg und Grubenhagen umfassendes Gesamtterritorium der welfischen Herzöge.
Breda, Herrschaft (Baronie)
weiterführende Informationen
Breisach am Rhein
weiterführende Informationen
Bremen
weiterführende Informationen
Brüssel (Brussels, Bruxelles)
weiterführende Informationen
Buren, Grafschaft
Anm.: Bis 1795 reichsunmittelbares Territorium in der heutigen niederländischen Provinz Gelderland.
Cagliari
weiterführende Informationen
Calbe
weiterführende Informationen
Cammin, Hochstift bzw. Fürstentum (seit 1648)
weiterführende Informationen
Castello di Annone
weiterführende Informationen
Celle
weiterführende Informationen
Champagne
weiterführende Informationen
Colbitz-Letzlinger Heide (Garleber Heide)
weiterführende Informationen
Coswig (Anhalt)
weiterführende Informationen
Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
weiterführende Informationen
Dänemark, Königreich
weiterführende Informationen
Den Haag ('s-Gravenhage)
weiterführende Informationen
Dessau (Dessau-Roßlau)
weiterführende Informationen
Donchery
weiterführende Informationen
Dresden
weiterführende Informationen
Edinburgh
weiterführende Informationen
Elsass
weiterführende Informationen
England, Commonwealth von
weiterführende Informationen
Erfurt
weiterführende Informationen
Ermsleben
weiterführende Informationen
Franken
weiterführende Informationen
Frankenthal
weiterführende Informationen
Frankfurt (Main)
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Frose
weiterführende Informationen
Gascogne
weiterführende Informationen
Genf (Genève)
weiterführende Informationen
Gernrode, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Grave, Herrschaft
Griechenland
weiterführende Informationen
Güntersberge
weiterführende Informationen
Halberstadt
weiterführende Informationen
Halle (Saale)
weiterführende Informationen
Hamburg
weiterführende Informationen
Hannover
weiterführende Informationen
Harz
weiterführende Informationen
Harzgerode
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
weiterführende Informationen
Hohenerxleben
weiterführende Informationen
Holstein, Herzogtum
weiterführende Informationen
Hoym
weiterführende Informationen
IJsselstein, Herrschaft (Baronie)
Anm.: Bis 1795 reichsunmittelbares Territorium in der heutigen niederländischen Provinz Utrecht.
Ilsenburg
weiterführende Informationen
Irland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Italien
weiterführende Informationen
Jülich, Herzogtum
weiterführende Informationen
Kanischa (Nagykanizsa)
weiterführende Informationen
Kassel
weiterführende Informationen
Katalonien, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Kirchenstaat
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Köln
weiterführende Informationen
Köthen
weiterführende Informationen
Konstantinopel (İstanbul)
weiterführende Informationen
Kranichfeld
weiterführende Informationen
Kreta (Candia), Insel
weiterführende Informationen
Krim, Khanat
weiterführende Informationen
La Bassée
weiterführende Informationen
Languedoc
weiterführende Informationen
Le Havre
weiterführende Informationen
Leipzig
weiterführende Informationen
Lesbos, Island
weiterführende Informationen
Livland, Herzogtum
weiterführende Informationen
Lothringen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Lübeck
weiterführende Informationen
Lüneburger Heide
weiterführende Informationen
Lüttich (Liège)
weiterführende Informationen
Madrid
weiterführende Informationen
Magdeburg
weiterführende Informationen
Mailand (Milano)
weiterführende Informationen
Mantua (Mantova)
weiterführende Informationen
Meißen, Markgrafschaft
weiterführende Informationen

Anm.: Kernland des (albertinischen) Kurfürstentums Sachsen.
Milos, Insel
weiterführende Informationen
Mittelmeer
weiterführende Informationen
Moldau, Fürstentum
weiterführende Informationen
Moldau (Vltava), Fluss
weiterführende Informationen
Montferrat, Herzogtum
weiterführende Informationen
Moskauer Reich (Großrussland)
weiterführende Informationen
Mouzon
weiterführende Informationen
Mülheim an der Ruhr
weiterführende Informationen
Münster
weiterführende Informationen
Nachterstedt
weiterführende Informationen
Nea Kameni, Insel
weiterführende Informationen
Neapel (Napoli)
weiterführende Informationen
Neapel, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
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Nova Candia, Festung
Anm.: In den Jahren 1650 bis 1652 zur Belagerung der Stadt Candia (Iraklio) errichtete osmanische Festung.
Nürnberg
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Ofen (Buda)
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Oldenburg
weiterführende Informationen
Oldenburg, Grafschaft
weiterführende Informationen
Orange (Oranien), Fürstentum
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Orth an der Donau
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Osmanisches Reich
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Paris
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Parma
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Pfalz, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Philippsburg
weiterführende Informationen

Anm.: Bis 1615 Stadt Udenheim.
Piacenza
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Piemont
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Plötzkau
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Polen, Königreich
weiterführende Informationen
Pommern, Herzogtum
weiterführende Informationen
Portugal, Königreich
weiterführende Informationen
Prag (Praha)
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Preußen
Anm.: Historische Landschaft im nordöstlichen Mitteleuropa, die seit 1525 in das Herzogtum Preußen und einen königlich-polnischen Teil geteilt war.
Provence
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Quedlinburg
weiterführende Informationen
Reinstedt
weiterführende Informationen
Rethel
weiterführende Informationen
Retimo (Rethymno)
weiterführende Informationen
Rhein, Fluss
weiterführende Informationen
Rom (Roma)
weiterführende Informationen
Roschwitz
weiterführende Informationen
Rothenburg (Saale)
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Sachsen, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Sardinien (Sardinia), Insel
weiterführende Informationen
Schlettstadt (Sélestat)
weiterführende Informationen
Schottland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schweden, Königreich
weiterführende Informationen
Schweiz, Eidgenossenschaft
weiterführende Informationen
Sedan
weiterführende Informationen
Seeland (Zeeland), Provinz (Grafschaft)
weiterführende Informationen
Siebenbürgen, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Östlicher Teil des Königreiches Ungarn unter Oberherrschaft des Osmanischen Reichs.
Spanien, Königreich
weiterführende Informationen
Speyer
weiterführende Informationen
Steiermark, Herzogtum
weiterführende Informationen
Stockholm
weiterführende Informationen
Tortosa
weiterführende Informationen
Turin (Torino)
weiterführende Informationen
Ungarn, Königreich
weiterführende Informationen
Valserres
weiterführende Informationen
Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
weiterführende Informationen
Vogtland
weiterführende Informationen
Walachei, Fürstentum
weiterführende Informationen
Warschau (Warszawa)
weiterführende Informationen
Weser, Fluss
weiterführende Informationen
Westfalen
weiterführende Informationen
Wien
weiterführende Informationen
Zerbst
weiterführende Informationen
Zürich
weiterführende Informationen
Böhmen, Stände
weiterführende Informationen
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich, Reichskammergericht
weiterführende Informationen
Johanniter (Ordo Militiae Sancti Johannis Baptistae Hospitalis Hierosolimitani)
weiterführende Informationen
Anm.: Im Jahr 1538 aus der Ballei Brandenburg hervorgegangener evangelischer Zweig des Malteserordens (eigentlich "Johanniter").
Livland, Ritterschaft
Mähren, Landstände
Malteser (Ordo Militiae Sancti Joannis Baptistae Hospitalis Hierosolymitani)
weiterführende Informationen
Anm.: Eigentlich "Johanniter" auf Malta.
Niederlande, Generalstaaten
weiterführende Informationen
Niederösterreich (Österreich unter der Enns), Landstände
Oberösterreich (Österreich ob der Enns), Landstände
Overijssel, Provinzialstände
Schlesien, Landstände
Schweden, Stände
Graduale de Tempore iuxta Ritum Sacrosanctae Romanae Ecclesiae. Editio Princeps (1614). Edizione anastatica, Introduzione e Appendice, hg. von Giacomo Baroffio / Manlio Sodi, Città del Vaticano: 2001. [Nachweis im GVK]
Das Instrumentum Pacis Monasteriensis (IPM) vom 24. Oktober 1648, in: Die Friedensverträge mit Frankreich und Schweden, Bd. 1: Urkunden, hg. von Antje Oschmann, Münster: 1998, S. 1-49. ( Acta pacis Westphalicae, Serie III Abt. B: Verhandlungsakten 1 ) [Nachweis im GVK]
Das Instrumentum Pacis Osnabrugensis (IPO) vom 24. Oktober 1648, in: Die Friedensverträge mit Frankreich und Schweden, Bd. 1: Urkunden, hg. von Antje Oschmann, Münster: 1998, S. 95-170. ( Acta pacis Westphalicae, Serie III Abt. B: Verhandlungsakten 1 ) [Nachweis im GVK]
Publius Vergilius Maro: Georgica, Bd. 1, hg. von Manfred Erren, Heidelberg: 1985. [Nachweis im GVK]