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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: Januar 1651


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXII, fol. 11v-46v (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. Januar 1651
Bernburg
  • Predigten durch die Diakone Andreas Heise und Bartholomäus Jonius
  • Helena von Rindtorf, Kammerrat Dr. Joachim Mechovius, Heise sowie Jonius als Essensgäste
  • Unterredung mit Dr. Mechovius
  • Geburtenraten des vergangenen Jahres in Bernburg
  • Nachmittagskirchgang mit den Söhnen Viktor Amadeus und Karl Ursinus sowie mit den Töchtern Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika und Anna Sophia
  • Auslandsnachrichten und Neujahrsschreiben
  • Einstellung der Bediensteten Johann Kothe und Clemens Pegau
  • Einsatz für orthodoxe Gläubige in Zerbst
02. Januar 1651
Bernburg
  • Schneefall
  • Denkwürdiges Erscheinen eines Regenbogens zwei Tage zuvor
  • Kanzleisekretär Paul Ludwig und den künftigen Registrator Christoph Bährenreutter als Essensgäste
  • Korrespondenz
03. Januar 1651
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Neujahrsschreiben
  • Einstellung des neuen Hofbäckers und Brauers Johann Winther
  • Nachrichten von der Schlacht bei Rethel und weitere Neuigkeiten
  • Übergabe von Geschenken aus dem Osmanischen Reich an Kaiser Ferdinand III.
  • Anstehende Geburtstagsfeiern zu Ehren der Königin Christina von Schweden
  • Allmähliche Abreise von Gesandten aus Wien nach Lehensvergaben
  • Nachricht von denkwürdigen Festakten in Dresden
  • Ertrinken eines Bernburger Bürgers
  • Viktualien aus Ballenstedt
04. Januar 1651
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Rückkehr des Lakaien Johann Balthasar Oberlender
  • Wirtschaftssachen
  • Tod des Universitätsprofessors Dr. Gregor Francke
  • Glaubensstreitigkeiten in Anhalt-Zerbst
  • Verabschiedung des Grafen Hans Christoph von Königsmarck in Schweden
05. Januar 1651
Bernburg
  • Schneefall
  • Neujahrsschreiben
  • Predigt durch den Waldauer Pfarrer Daniel Marggraf
  • Marggraf und die von Rindtorf neben Amtmann Georg Reichardt als Essensgäste
  • Übersetzen mit der Fähre bei starkem Wind
  • Angebliche vorangegangene Todesvision des zwei Tage zuvor verstorbenen Bernburgers
  • Witterungsbedingter Ausfall des nachmittäglichen Kirchgangs
06. Januar 1651
Bernburg
  • Schnee
  • Predigt durch Superintendent Joachim Plato
  • Plato und die Rindtorf als Essensgäste
  • Nachmittagskirchgang mit Viktor Amadeus und Karl Ursinus
  • Notwendigkeit von Schneeräumarbeiten
  • Hochzeit des Bernburger Kutschers Hans in einem Gasthaus
  • Spiele- und Tanzabend für die fürstlichen Kinder
  • Schwächeanfall von Schwester Dorothea Bathilde und seltsamer Traum derselben
  • Ablehnung Dorothea Bathildes, sich in andere Familienangelegenheiten einzumischen
07. Januar 1651
Bernburg
  • Schnee
  • Schwesterliche Angst um den verschickten Lakaien Michael Ringk
  • Verhindern eines weiteren Falls von Ertrinken
  • Schießunfall von Viktor Amadeus
  • Ankündigung eines Besuchs durch Herzog Christian von Schlesien-Brieg-Liegnitz-Ohlau-Wohlau
  • Unwille beim Gedanken an den möglichen Besuch
  • Vermehrt Unfälle in der Region
08. Januar 1651
Bernburg
  • Schnee
  • Gestriges Ausbleiben der Ankunft des Herzogs Christian
  • Umquartierung Karl Ursinus‘ in väterliche Gemächer
  • Ankunft des Herzogs Christian samt Gattin und Gefolge bei höchst schlechtem Wetter
09. Januar 1651
Bernburg
  • Kälte
  • Witterungsbedingte Unmöglichkeit des herzöglichen Besuchs, abzureisen
  • Konversation und Spiel
10. Januar 1651
Bernburg
  • Kälte
  • Abreise Herzog Christians
  • Witterungsbedingte Unmöglichkeit des Amtsrats Georg Banse nach Plötzkau zu reisen
  • Korrespondenz
  • Rückkehr des mitgeschickten Geleits für den Herzog
11. Januar 1651
Bernburg
  • Kleintierjagd
  • Aktuelle Widrigkeit der Lebensumstände und Unmöglichkeit, Arbeiten außer Haus nachzugehen
  • Sorge um verschickte Bedienstete
  • Neujahrsschreiben
  • Rückkehr eines tot geglaubten Boten mitsamt etlichen Schreiben
  • Neben veralteten Nachrichten Neuigkeiten aus dem Kaiserreich und diverse Auslandsnachrichten
  • Glückliche Ankunft
12. Januar 1651
Bernburg
  • Tauwetter
  • Abschickung Oberlenders
  • Die Rindtorf, Mechovius und Jonius als Essensgäste
  • Unverdrossenheit Karl Ursinus‘ trotz Verletzung
  • Ausfall der Nachmittagspredigt
  • Gestriger Schreckensbericht vom Kriegsgeschehen in Polen
  • Andauernde Krankheit des Hofpredigers Konrad Theopold
  • Ausführungen zum Kriegsgeschehen in Polen
13. Januar 1651
Bernburg
  • Tau
  • Unterredung mit Ludwig
  • Nachlassen von Krankheit und Tod unter den Nutztieren
  • Witterungsbedingte Getreideschäden
  • Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Frischwasser und Lebensmitteln
  • Schlittenausflug mit einigen Kindern
14. Januar 1651
Bernburg
  • Indienstnahme des Registrators Christoph Bärenreiter
  • Begutachtung der wasserabhängigen Infrastruktur
  • Tod des jüngsten Sohnes von Küchenschreiber Philipp Güder
  • Ungewissheit über die Pläne des Grafen Johann Philipp von Hanau-Lichtenberg
15. Januar 1651
Bernburg
  • Anhaltende Krankheit der Schwester Dorothea Bathilde
  • Korrespondenz
  • Kirchgang mit den Viktor Amadeus und Karl Ursinus
  • Sorge um den Kammermeister Tobias Steffeck durch dessen Gattin
16. Januar 1651
Bernburg
  • Regen
  • Rückkehr Oberlenders
  • Abbleiben von Bernburger Fuhren
17. Januar 1651
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Neuigkeiten vom Kriegsgeschehen im europäischen Ausland und weitere Nachrichten
  • Entführung eines mit diversen Reichtümern bestückten Schiffes in Italien
  • Fall von unbefugtem Eindringen am Kaiserhof
  • Religionskonflikt in Dortmund
  • Friedensverhandlungen in Lübeck
  • Nachrichten zu diversen Gesandten
  • Sturz Oberlenders in die Saale
18. Januar 1651
Bernburg
  • Schnee
  • Großes Glück Oberlenders bei gestrigem Unfall
  • Rückkehr des Lakaien Michael Ringk
  • Bitte des Landgrafen Hermann von Hessen-Rotenburg um Zusendung von Regierungspersonal
19. Januar 1651
Bernburg
  • Kälte
  • Schlechter Traum Fürst Karl Ursinus‘
  • Predigt durch Marggraf
  • Die Rindtorf und Mechovius als Essensgäste
  • Nachmittäglicher Kirchgang mit den Söhnen in die Predigt Jonius
20. Januar 1651
Bernburg
  • Nachricht zur Hochwasserlage an diversen Orten
  • Verlust von Bauholz aufgrund von Elbehochwasser
21. Januar 1651
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten aus dem Ausland
  • Unterstützung der Republik Venedig durch die Republik Genua
  • Schwangerschaft der Königin Maria Anna von Spanien
  • Gerücht von Geistersichtungen in Berlin
  • Regierungssachen
22. Januar 1651
Bernburg
  • Kälte
  • Anhörung der Predigt
  • Bestätigende Nachrichten
  • Regionale Schneemassen verhindern Verkehr
  • Rückkehr des Lakaien Michael Ringk
  • Neujahrsbriefe
23. Januar 1651
Bernburg
  • Schlechte Prophezeiungen
  • Dichte Nebelschwaden
  • Schreiben in Regierungssachen
  • Mannaeinnahme durch Viktor Amadeus und Karl Ursinus
  • Unterredung mit Kammerdiener Jakob Ludwig Schwartzenberger
  • Rückkehr des Trompeters Zacharias Haug mit Schreiben und Viktualien aus Ballenstedt
  • Korrespondenz
24. Januar 1651
Bernburg
  • Kälte
  • Wild aus Ballenstedt
  • Getreidelieferung nach Magdeburg
  • Besuch durch Dr. Philipp Beckmann
  • Regierungssachen
  • Unterredung mit Ludwig
25. Januar 1651
Bernburg
  • Pauli Bekehrungstag
  • Kälte
  • Hasenjagd
  • Geräusche in der Nacht
  • Abschickungen
  • Erfolgloser Jagdausflug
26. Januar 1651
Bernburg
  • Wertschätzung des Lakaien Michael Ringk
  • Mechovius und Pfarrer Georg Enderling als Essensgäste
  • Kirchgang
  • Erschießen eines tollwütigen Hundes
27. Januar 1651
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Besuch durch Dr. Beckmann, Banse und Güder
  • Schnee im Harz
  • Unterredung mit Barbier Johann Wenzel Rothe
28. Januar 1651
Bernburg
  • Elbehochwasser
  • Gespräch mit Güder
  • Korrespondenz
  • Vermeiden einer Audienz für den Hofrat Christoph von Jena
  • Unterredung zwischen Jena, Dr. Mechovius und Ludwig
  • Etliche Hochwässer und Flussuferübertretungen
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Abschickungen des Hofmeisters Heinrich Friedrich von Einsiedel sowie des Kammerjunkers und Stallmeisters Abraham von Rindtorf
  • Gestrige Absendung des Kammerdieners Hans Friedrich Eckardt
  • Baldiges Treffen zwischen Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen und Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
29. Januar 1651
Bernburg
  • Schnee
  • Anhörung der Predigt
  • Jonius und Schwartzenberger als Essensgäste
  • Angebliche Sichtung dreier Sonnen in Wien
  • Saalehochwasser bei Merseburg
30. Januar 1651
Bernburg
  • Schnee
  • Wild aus Ballenstedt
  • Korrespondenz
  • Besuch durch Rat Paris von dem Werder, Rothe und Reichardt
  • Erkrankung des Ballenstedter Amtmannes Martin Schmidt
  • Witterungsbedingt erfolgloser Jagdausflug des Fürsten Karl Ursinus
31. Januar 1651
Bernburg
  • Kälte
  • Bierlieferung aus Zerbst
  • Unmut über sich weigernde Bedienstete
  • Spaziergang
|| [[Handschrift: 11v]]

Mittwoch den 1. Januarij: anno: 1651.


Quod fœlix, & Faustum sit!


Er Hesius, hat vormittags, hieroben, aufm Sahl ge-
prediget, (weil der hofprediger Theopoldus krangk ist!
Gott wolle es mit ihme, zur beßerung schigken!)
undt ist BehtTag, zugleich, gehalten worden.


Der liebe Gott, wolle unß gnediglich er-
hören, unß erquigken, (ehe wir hinfahren,
undt nicht mehr sein,) auch auß aller noht,
elendt, und wiederwertigkeitten, <uns> helfen, undt erretten!


Extra zu Mittage, die Rindtorfinn, den Cammer-
Raht, Doctor Mechovium, undt Ern Hesium, gehabt.


Viel neẅe iahr, außgetheilet, et cetera pro posse!
Des Doctor Mechovij relation, angehöret, vom
Geistlichen convent zu Cöhten, contra persecutjo-
nes Servestanas! Gott beßere alles unheyl!

37 kinder seindt daß abgewichene, 1650. iahr
gebohren worden.
9 kleine Sechßwochenkinder, seindt gestorben.
alles, vorm berge Sankt Ægidij:

|| [[Handschrift: 12r]]


Jn der allten Stadt, Beatæ Virginis, seindt:
23 kinder, gebohren.
14 iung, undt altt, gestorben.


Jn der NeẅStadt, Sankt Nicolaj:
12 kinder gebohren,
11 Jung, undt altt, gestorben.

Summa: 72 getaufte kinder,
Summa: 34 verstorbene.
Seindt also in diesem Jahre:
38 persohnen, mehr ge-
tauft, alß gestorben,
alhier zu Bernburgk. et cetera


Nachmittags, cum filijs, & filiabus in die kirche,
undt predigt, des Diaconj Jonij.


Jn den avisen von Leiptzigk, stunde auch:


Daß 16 OrlogsSchiffe der Parlementischen Engelländer,
dem Türgken, zu hülfe kähmen.


Jtem: daß der General Chmielinßsky in Polen,
darumb so aufrührisch wehre, weil man
ihme seine fraw endtführet, undt nicht hielte
was man ihm, undt seinen Cosagken versprochen.


Neuiahrsbrief von Deßaw, entpfangen. perge

|| [[Handschrift: 12v]]


heütte vormittags, ist hanß Cohte, Carolj Ur-
sinj, kammerdiehner, undt Clemen Pegaw, alß
haußknechtt, in Eydt, undt pflichte, genommen
worden. Gott gebe zu glügk! undt Segen!
zu gedeylichem forthgang, undt meiner satisfaction!


Extra zu abends, den Caplan Ionium, gehabt.


J'ay estè contraint, par ma conscience,
de signer dès choses tres importantes, pour la
deffence, dès pauvres, Servestains, & dès Or-
thodoxes, en compagnie d'autres fidelles. Le
bon Dieu vueille remedier, á ces confüsions!

Donnerstag den 2. Januarij; 1651.

<Schnee.>


I'oubliay, avanthier, d'escrire, que ce
soir lá, avant le nouvel an, ie vis au
jardin, ün tresbel arc en Ciel, lequel
passoit, par dessüs nostre ville, à Bernbourg,
& près de mon jardin, (a parler, selon la
veüe hümajne!) nonobstant la pluye, qu'il faysoit.
Cela est rare, de voir en hyver, l'arc en Ciel,
cela a accoustümè a estre, ün signe de grace.
Pleüst a Die! que cela füst a nous aussy!

|| [[Handschrift: 13r]]


Extra zu Mittage, gehabt, Secretarium
Paulum Ludwigen, undt Christoph Behrenreütter,
seinen vetter, von 27 iahren, pour le prendre, en service!
apres qu'il a voyagè, estüdiè, & veü le monde!
Dieu me vueille ottroyer, avec luy; bonne fortüne!


J'ay èscrit, á Berlin, ou Crossen, item: á Halle. et cetera et cetera
Dieu vueille conduire, les hommes, & les epistres!

Freitag den 3. Januarij; 1650<1>.

<1 Hasen, Viktor Amadeus undt Carl Ursinus gehetzt.>


Neuiahrs brief, von Harburgk; per Cöhten.


Meine StubenThür, hat sich diesen Morgen, vor 6 uhren,
wieder von sich selber, aufgethan. Dörfte ein Omen sein. et cetera


hanß Winther, der Neẅe hofbegker, undt
Brawer, ist heütte, in eydt, undt pflichte ge-
nommen worden. Gott gebe, zu glügk! undt Segen!


Die Erffurter avisen, confirmiren, die Türennische
Niederlage, undt das auf beyden seitten, in
die Eilff Generalspersonen, geblieben, undt ver-
wundet, (darundter auch der gute Pfaltzgrave
Philipß, Todt sein solle ) vndt billich, zu bedawren)
ein groß volgk geblieben, beyde armèen geschwächt,
sonderlich aber, auff Spannischer seitte, in die 4000 Mann, ge-
blieben, undt beyderseits sich in etzlichen Monaten, würden || [[Handschrift: 13v]]
recolligiren, schwehrlich, können. Visconte de Turenne
undt Conte de Ligneville, wie<wehren> übel verwundet,
der Lottringische General Monsieur de Fougue, gefangen.
Der Königliche General Rosa aber, (welcher
Ritterlich, gefochten) wehre nicht ümbkommen,
sondern sein bruder, der Oberste Rosa, undt viel
vornehme tapfere leütte, auf beyden seitten.
Der Visconte de Türenne, hette zwahr, mit
6 losungschüßen, die andern, in der nähe gelegenen
Spannischen undt Lottringischen Generalln, gewarnet,
Sie wehren aber, zum endtsatz, zu spähte kommen,
alß er sich gegen die hereinbrechende Königliche
Machtt, engagiren müßen, undt hette Mannlich,
biß in die Nachtt, gefochten, auch die Königliche Frantzösische
Reütterey schon die fluchtt, getrieben gehabt,
biß ihr endtsatz kommen, undt daß auf beyden
seitten, stehende, tapfere fußvolgk, alß ehrliebende
Soldaten, einandere dermaßen gemeinet, daß
gantze Regimenter, wie Sie in der Schlachtord-
nung gestanden, heroisch niedergeleget worden;
Darüber endlich, die Türennische, undt Spannische
Reütterey, sich auch, neben denen überbliebenen, wenigen
fußvölgkern, retiriren müßen, gegen abendt umb
Sieben uhr. Diße action, machet den Cardinal formidable; || [[Handschrift: 14r]]
die gefangenen Printzen, (ob sie schon etwaß moderation
ihrer libertet erlanget) dörften doch, schlechtere hofnung
baldt loß zu kommen, erlangen, die lottringischen werden
numehr, ihre quartier, am RheinStrohm, nicht erweit-
tern dörfen, Chur Cölln, wirdt mit denen von Lüttich,
(welche sich, auf Lottringischen secours, verlaßen) eher zu
rechte kommen, die eroberten plätze in Frangkreich
dörften eher, wieder verlohren gehen, undt in summa
beyder Theile, consilia, in vielen dingen, sich wieder
alteriren, gutes, undt böses erfolgen. perge


Die Schotten, vereinigen sich, hoffen, Edinburgk
zu endtsetzen. hingegen, besorget man sich, eines
vfstandes, zu Londen, undt in vielen Engellischen Provintzien,
die Engelländer armiren hundert Schiffe, alß 50
wieder Portugall, undt Pfaltzgraf Ruprechtt, 30
wieder Schottlandt, 20 wieder Frangkreich, welches
ihnen, den Parlamentischen, viel Schiffe, hinweg genommen.


Zu Wien, hat die Türgkische Bohtschaft, so statt-
liche præsenten gebracht, alß iemalß, undter andern
daß Zeltt, welches Sultan Solymann, anno ...1 1529
alß er Wien belägert, gehabt, Sol stattlich, mit
kleinodien, undt golde, gestigkt sein, (welches vor eine
sonderbahre ehre, undt gutes omen, bey den Kayserischen
geachtet wirdt) Jtem: einen köstlichen Raigerpusch, || [[Handschrift: 14v]]
undt 2 pferde, mit sehr Stattlichen zeügen, bekleidete
p wie auch 2 bloße schöne Türgkische pferde, neben
etzlichen, Türgkischen Teppichen, undt Tapezereyen,
Jtem: ein futteral, mit Bezoar, undt Biesemen,
eingefüllet, undt undterschiedliche andere Schöne
kunstStügke, gleichwol sol der werth der Römisch
Kayserlichen præsenten, welche nach Constantinopel kommen,
viel größer sein, undt höher zu schätzen. Des
Türgkischen Bohtschafters, vornehmstes anbringen, sol
sein, die verlängerung des vngarischen Friedens,
auf 20 iahr, darzu, der Gesandte, die Ratificatjon
des Türckischen Kaysers, sol bey sich haben.


General Sperreütter aber, ist auch zu Wien,
undt hat ein geheimes anbringen, vor Venedig.
Zu Constantinopel gehen die außrüstungen, vor
Venedig, stargk forth, undt hat der Bascha
von Ofen, befehlich, die völgker, in NiederUngarn,
in beraitschaft zu halten, sie in Dalmatiam, zu führen.


Jn Polen, hat der ReichsTag, zu Warschow,
seinen anfang gewonnen. Der krieg, wirdt mit
ernst, undt eyver, proponirt, weil die Polen, den Co-
sagken, undt ihrem General, nicht trawen,
dann der General Chmielinsky sol mit dem Türgken || [[Handschrift: 15r]]
fleißig correpondiren, undt von demselben, eine Bullawa,
Saibel, undt fahne, zum zeichen des Homagij; undt protec-
tion, entpfangen haben, auch in deme, mit dem Türgken,
gemachtem bunde, nur zwey die besten Fürstenthümer
sich außbedungen, die übrige gantze Cron Pohlen aber,
dem Türgken, zu bekriegen, undt einnehmen zu
helfen, versprochen sol haben. Er sol auch, an Polen,
noch andere große prætensiones machen, undter
andern, will er auch versicherung, undt pfande
von der Crone haben, das sie den getroffenen frieden,
in allen puncten, zu halten, begehren.


Jn Schweden, erlustiret man sich ferner, und wirdt
auf der Königinn geburtsTag, zu bancquetten,
feẅerwergken, wirttsschaften, undt dergleichen,
zugeschicktt. Undter andern, wirdt geschrieben, von
einer holländischen wirthschaft, darbey 80 personen
utriusque sexus zusammen agiren sollen, undterschiedliche
Stände, undt Nationes repræsentiren. Auf die re-
girende Königinn, ist daß loß kommen, das Sie, wie
ein holländisch Mägdlein, und eines wirtts Tochter,
sich verkleiden, undt die gäste tractiren helfen wirdt.
Die Königliche wittib, wirdt diese wirttschaft, undt
panckeet halten.


In Hollandt, stehet es, in vorigen Terminis. Die Provintz
Overyßel, wil Graff Wilhelm, von Naßaw, zu ihrem Gou- || [[Handschrift: 15v]]
verneür annehmen, undt scheinet, das die Meisten
GeneralStaaden, dahin ziehlen, keinen Printzen
mehr, zu ihrem Gouverneür, vom hause Naßaw,
anzunehmen, Sondern eine iede Provintz, möchte ihre
Sache, durch ihre eigene Bediente, verrichten laßen.


Die Allte Princeßinn von Condè, als Sie verstorben,
hat eine Million in die klöster, undt den armen
vermachtt, ihrer Tochter aber, der hertzoginn von
Longueville 300000 pfundt, undt ihren bedienten,
über 100000 Pfund (libra). Sol gar stadtlich, begraben werden,
wie es die gefangenen Printzen, ihre Söhne,
selber begehret.


Der ChurBrandenburgische gesandte, ist wieder
von Nürnberg, nacher hause, verrayset, der Schwedische
sol auch baldt nachfolgen. Der Frantzösische aber,
Monsieur d'Avaugour, ist von Wirtzburgk, wieder
dahin kommen.


Die Schweitzerischen Gesandten, seindt auch beym
Kayser erschienen, undt suchen restitution, ihrer,
zu Speyer, Confiscirten gühter.


Der Frantzösische Ambassadeur zu Rom, ist mal-
content, mit dem pabst, wegen einfalls, undt || [[Handschrift: 16r]]
durchsuchung der übelthäter, in seinem pallast,
Sonderlich aber, das der Pabst, einen Currirer
nacher Frangkreich, geschigktt, solches zu endtschuldigen,
weil der Ambassadeür beschuldiget wirdt, er habe
allezeitt, böse buben, darinnen aufgehalten, und
auf des Pabsts erinnerung, niemalß abschaffen wollen.
Jnndeßen, verstärgkt gedachter legatus, seinen pal-
last, mit vielen Banditen, auß Abbruzzo.


Zwischen dem Pabst, undt der herrschaft
Genua, ist auch Streitt endtstanden, weil diese
herrschaft, die, derer zu Sankt Bartolomej in Genua
abgestorbenen München, gewesene Aptey, den ar-
men gegeben, der Bapst aber solche, dem Cardinal
Ragy, conferiret hat.


Die Signorîa zu Venedig, hat auß ihrem Schatz,
drey millionen <goldes> nehmen, laßen, undt zu nohtwen-
digkeitten, reserviret. hat baldt darauf,
etzliche proviandtSchiffe, undt Fußvölgker, nach
Candia geschickt, nebenst einer bahrschaft, von
150000 Ducaten. Der Morlacken abfall, in
Dalmatia wirdt confirmiret weil die Venezianischen
Soldaten, ihre gemachte beütten, mit ihnen, ungleich gethejlet.


Die überliferte supplication, von 10000 Edelen, undterschrieben,
wegen des Proceßes, oder liberation, der gefangenen Printzen, und cassati- || [[Handschrift: 16v]]
on der allzugroßen imposten, wirdt confirmiret.


Zu Paris, hat man das: Te Deum Laudamus;
gesungen, von wegen der eroberung Rethel, undt
gewonnenen Schlacht, wieder den Türenne, undt die Spannischen.


Zu Frangkfurtt, gehen die versamleten
Stände, fleißig zu rahte, wegen evacuation
Frangkenthal, undt hat das ansehen, als wolle
man es, auf die extrema, stellen, wann man nur
die Mittel, an volgk, geldt, undt munition, haben kan?


De Dresden, nous avons particülier avis, dès
festins, passèz en ces lieux lá, aux nopces,
comme l'on y a repeü, plüs de 800 tables, avec
toute sorte de viandes, delicates, & grossieres,
(comme renards, loups, corneilles, chouettes, chats.) et cetera
& comme l'Electeur & son fils aisnè, ont chargè
de bons coups, quelques gentilshommes Principaulx,
tout ainsy qu'en l'an: 1631 en l'assemblèe de
Leipsic au commencement de ces guerres.


heütte hat sich alhier zu Bernburgk; ein un-
glügk zugetragen, in deme in der Sahle, ein
Engke2, undt ein pferdt, des Bürgermeister Schmidts,
beym wasserführen, ersoffen. Gott genade ihm! || [[Handschrift: 17r]]
Der knechtt, mit dem andern pferde, nemlich dem
Sattelgaul, wehre auch baldt ertrungken, in deme
er, undter dem gaul gelegen, wann nicht ein digker,
Stargker, ejsener ringken, mit verwunderung,
zerbrochen wehre.


Dieser Tag, ist unglügklich, gewesen. Jch,
Meine herzlieb(st)e gemahlin, meine Schwester, undt Carolus
Ursinus, ieglicher absonderlich, haben unß die Nacht,
im Trawm, sehr geängstiget, undt schwehre Traẅme
gehabt, so ich diesen Morgen, aufzuschreiben vergeßen. et cetera
Daß die Thüren sich aperiren, ist Seltzam. et cetera perge
Gott bewahre, vor Unglügk!


Diesen abendt, im Schneewetter, seindt victualien,
von Ballenstedt, angekommen.

Samstag den 4ten: Januarij; 1651.

<8 hasen Abraham von Rindtorf gehetzt.>


Iohann Balthasar Oberlender, ist, (wieder mein vermuhten,) Gott Lob,
undt dangk, fæliciter wiederkommen. Gott helfe
ferner, mit gnaden! Il m'apporte plüsieurs lettres! &cetera

<Hier, il s'est hazardè par dessüs la glace, a Barby á pied, en danger, d'estre noyè, oultre les dangers semblables precedens. Dieu soit louè, de sa Conservation!>


In Oeconomicis, habe ich travagliiret.


Mit negromonte geredet, undt denselben extra
behalten, zu Mittage.

|| [[Handschrift: 17v]]


Die Trawrige zeittung, erfahren, daß der hochgelehrte, fromme,
berühmbte Mann, Doctor Francus, Professor zu Frangkfurth, an der Oder,
tödtlich krangk wehre. Gott schicke es mit ihme, zur gesegneten
beßerung! Item: daß der vortrefliche Mann, der Chur Brandenburgische
Cantzler, Sigmundt Götz, mit Tode abgangen. Gott ersetze diese
Stelle, mit qualificirten, rechtglaübigen leütten! Jn der Margk,
meinen etzliche luttrische Theologastrj, es könne das publicum religionis
exercitium, nicht frey geheißen sein, man schelte dann, undt in-
vehire offentlich, auf die reformatos, undt verdamme dieselben,
von den Cantzeln; wollen sichs auch nicht verbiehten laßen.


Servestæ, ist ein betrübter Zustandt, undt eine rechte
persecutio Orthodoxorum. Man kan es leicht versehen, So werden
die prediger abgesetzt, undt es kommen, an dero Stelle,
wie auch an statt der verstorbenen, andere nicht, alß
Lutheranj concionatores. Es werden auch, von etzlichen pfarrern,
Confessiones, über die Artickel, de Prædestinatione, de Persona
Christj; de Baptismo, & Coena Dominj, von dem Luttrischen Superintendenten,
Magister Dürren, gefordert. Georgius Möringius, pfarrer zu Roßlaw,
ist anfänglich, seines Amptß, rotundè, abgesetzt worden, durch ge-
wiße abgeordnete. Er hat sich aber, (alß ein Schändlicher Apostata),
bey dem Ampt, zu erhalten, absoforth, zum abfall erklähret,
auch baldt hernacher, in daß Luttrische Consistorium zu Zerbst, eine
gantz Luttrische confession, eingegeben, die da gäntzlichen be-
liebet, undt approbiret worden, worauf er von Neẅem, wieder
in das Ampt, gesetzt, undt einen wiederruf, für der Gemeine,
gethan, den er, durch annehmung des Luttrischen Nachtmals, so || [[Handschrift: 18r]]
ihme, der Luttrische Dürre zu Roßlaw, in offentlicher Gemeine
gereichet, bezeüget. Ein schändtlich verdammlich exempel, von
einem Pfarrer, so 24 iahr, im Ministerio Reformato, zuge-
brachtt. Es sollen sich aber, nachdengkliche Sachen, in primo Aposta-
siæ intui actu, zugetragen haben: Da anfänglich, alß er in der
kirchen wahr, undt geleüttet wurde, der klöppel auß der
glocke, in die kirche, undt auf die Erde, unferrne von dem Mamme-
lugken, soll gefallen sein, da er leichtlich, hette können erschlagen
werden! worüber er auch sehr erschrogken, undt lautt gesagt
haben solle, Hilff Gott! waß ist dieses, für ein zeichen?


hernacher: eodem die, soll in Roßlaw, eines Lutheraners,
(so der erste, undter denen, gewesen, der umb einen Luttrisch
pfarrer, angehalten) sein hauß, in den brandt, gekommen,
undt zu grundt auß verbrandt sein, ohne schaden, der andern Nachtbarn,
worüber der Apostata noch heftiger erschrogken, undt es für
ein böses omen, gehalten. Jst über solchen dingen, gantz Trawrig,
undt melancolisch, auch in allem, gantz perplex worden, es sol
sich auch numehr, bey ihme, ein Defect am verstande sich eraigen.
Vielleicht wil Gott, andern zum exempel, ihn straffen.
Iustus est Dominus; et iusta sunt judicia eius! Man suchet
den quartum, concionatorem, einen Lutheranum, in die Stadt-
kirche zu Zerbst, zu intrudiren, undt also allmählich, die
geistlichen, undt welttlichen immunitates, Privilegia, jura
Patronatus, undt dergleichen, zu vertungkeln, undt zu nehmen.
Gott wolle diesen Persecutionibus, kräftiglich steẅeren!
undt die veram constantiam Christianam, floriren laßen!

|| [[Handschrift: 18v]]


Der Königßmargk, sol zu Stockholm, mit übelen wortten,
vom hanß wachmeister, sein angefahren worden, gleich
alß ob er, mit Leichtfertigkeitt, undt ä<a>nschlägigen
überfall, nur das glügk gehabt, Prag zu gewinnen,
da doch andere, längere, undt mehrere dienste, der Krohn
Schweden, gethan. Er hette auch nur, die metallenen Stügke,
undt die Seltzamen vögel, loẅen, undt andere Thier,
undt lappereyen, auß der kunstkammer, der Königinn ge-
lifert, hingegen, hette er, das geldt, goldt, Silber, edel-
gesteine, undt also das beste vor sich, behalten, undt
der Königinn nichts berechnet, wo eines, undt das
andre, hingekommen? etcetera Solche undt dergleichen wortt,
haben den Königßmargk, geschmertzet. Er ist darauf
mit ihm, von wortten zun wergken, undt auf den
degen gangen, undt durchn Arm, gestoßen worden.
hat auch hernachmalß gesaget: Wann er gewußt,
daß er keine andere recompenß, vor seine geleistete
Treẅe dienste, von der Kron Schweden, bekommen sollte,
alß diese, undt dergleichen Schmähliche unleidliche
nachreden, wolte er sein lebetag, Schweden nicht
mit augen, angesehen, viel weniger, zu dienen begehret haben.
Der Pfaltzgrave, sol auch baldt wieder zu Stettin, erscheinen.

|| [[Handschrift: 19r]]

Sonntag den 5ten: Januarij; 1651.

<Tiefer Schnee einge<fallen> noch eines so viel, als gestern.>


Gleich wie mir gestern, die Churfürstlichen Brandeburgischen, undt
Pfältzischen, von Croßen auß, zum Neẅen iahr, congratuliret,
(undt alle den Titul graven zu Aßcanien, <Mir> gegeben) also
habe ich, von Freẅlein Eleonora von Reetwisch, ein
Neuiahres schreiben, höflich entpfangen. perge


Er Marggravius, ist heütte, unser prediger, aufm Sahl
vormittags, gewesen, undt extra zu Mittage, neben der Rind-
dtorfinn, undt dem Amptmann, geblieben zum eßen.


Jm herüber fahren, hat der Amptmann, undt Marggra-
vius, auf der Sahle, im Fehrkahn, wegen einer stargken
welle, undt windesbrautt, leibs, undt lebenß-
gefahr, außgestanden. Gott seye lob! undt dangk!
der Sie errettet hat! perge undt bewahre ferner, vor unglügk.


Daß unglügk, am FreyTage, hat sich abends zuvor, des
Bürgermeister Schmidts, sein vetter3, undt Engke, prognosticiret,
in deme er gesaget, das würde das letzte mahl sein,
daß man ihm, einen Trungk Bier, zapfen würde. Er
ist nur, 18 iahr altt gewesen. Darnach, hat
man, selbigen Tag, einen stargken fall, im hause, gehöret,
als sollte das hauß, eingehen. So hat man auch, daß
Mühlradt, lange kreisten hören, welches gemeiniglich
einem, so ertringken soll, zu ominiren pfleget. So baldt aber,
als er Todt gewesen, hat es Stille geschwiegen. Seltzame signa!

|| [[Handschrift: 19v]]


Die Nachmittagßpredigt, hat man von hofe auß, wegen
tiefen Schnees, undt ungemachter bahn, auch übeler durch-
fahrt am Thor des kirchhofes, (da der Schnee, des küsters
haußfenster, adæquiret) nicht besuchen können, Sonsten
aber, in sacris zu lesen, undt sich Gottsehlig zu üben,
nicht undterlaßen. perge

Montag den 6ten: Januarij; 1651.

<Trium Regum. Schnee.>


Der Superintendens, hat unß aufm Sahl geprediget.


Extra: die Rindtorfinn, undt Er, zu Mittage. et cetera


Nachmittags, in des Diaconj Jonij predigt, cum filijs.


Man hat den tiefen schnee, zuvorn, wegschippen,
undt bahne machen müßen. et cetera


hanß Ruprecht der kutzscher, bey den vier
füchßen, hat hochzeit gehalten, mit Bürgemeister[!]
Schmidts Bahße4. Gott gebe ihnen, seinen Segen!


Meine Söhne, undt Töchter, haben mit den Jungkern
undt Jungfern, sampt dem Præceptore hammeln, diesen
abendt, eine wirtsschaft, gespielet, undt getantzt,
(auf anhalten Meiner gemahlin Liebden) Gott laße
Sie im herren, frölich sein, undt gönne ihnen
in väterlichen gnaden, diese Freẅde! Amen!


Meine Schwester, Dorothea Bathilde ist heütte sehr Schwach,
undt krangk gewesen. Gott wolle Sie stärgken!

|| [[Handschrift: 20r]]


Sie hat einen Trawm gehabt, die Nachtt, alß wehren Sie
die Schwestern, alle miteinander, (darundter auch die verstorbe-
nen) in einem hause einmühtig gewesen, einer guten
predigt, zuzuhören. Jn währender predigt aber,
wehre eine beseßene weibsperson hineyn ge-
kommen, hette auf die Schwestern zu, gestürmet,
sonderlich auf Schwester Sibille Elisabeth, darüber
wehre ihr, der Schwester Dorotheæ Bathildis, bange
worden, es möchte die beseßene, der Schwester
Sibille Liebden, schaden zufügen, weil Sie von rügkling
zu, auf sie loß, gegangen wehre, in dem die
Schwester Sibille, der predigt fleißig zugehöret, undt
hette ihr abgewehret, sie auch, nach vielem ringen
überwältiget, undt zu boden gebracht, da sie
die Schwester Dorothea Bathilde dann gewollt, das beseßene
Mensch, solte sagen: der herr wirdt Mir wol
helffen, anders wolte sie Sie nicht auflaßen.
Das arme Mensch nun, hette sich sehr bemühet,
undt geengstiget also zu sprechen, hette auch die
andern wortt, heraußer gebracht, allein das
wörttlein Mir, hette gar nicht forthgewollt,
darüber die Schwester beweget worden, undt gesehen, || [[Handschrift: 20v]]
das ihr erinnern, undt vorsagen, nichts helfen wollen,
undt nur mehr angst dem elenden beseßenen veruhrsacht,
(in dem es geschwitzt, undt sich gequehlet, das wörtlein
Mir, heraußer zu zwingen, wiewol vergebens) hette
Sie also aufgelaßen, da wehre ein kleines kindlein,
darauß worden, welches fein stille geseßen, iedoch
wehre die Schwester baldt darauf verda erwacht,
darahn gedenkende, wie eine große, heylsahme
gnade Gottes, es wehre, wann man sich, das wörtlein
Mir, recht appliciren Köndte, inmaßen Sie sich selber
hierundter geprüfet, erfreẅet, undt Gott hertzlich,
gedangket, daß er ihr schon hülfe, undt Tröstlich
helfen würde, es möchte zum Tode, oder zum leben
gerahten, oder außschlagen. Sonst discurirte Sie
von den Traẅmen, das sie eben nicht viel darauf hielte,
iedoch müßte man sie wißen, zu undterscheiden,
(wie Sie gestern, auß Ern Marggravij, predigt, fein
behalten) in Göttliche, Natürliche, undt vergebliche
Traẅme, undter welchen letzten, auch die Teüfelischen
Traẅme zu setzen, so der Sathan, die leütte zu verführen,
eingibet. Jn der ersten zahl, wahr gestern im Textus
des Josephs, Trawm, das er vor dem kindermordt Herodis, solte
mit Maria; undt dem Kindlein Jesu, in Egypten fliehen, undt im || [[Handschrift: 21r]]
heüttigen Textus die warnung, so Gott, den weysen, auß
MorgenLandt, gab, sich nicht wieder zu Herodes, zu lengken,
Sondern, durch einen andern weg, wieder in ihr Land zu ziehen.


Man muß aber Gott den herren, fleißig anruffen, daß
er unß die gabe recht zu undterscheiden, nichts zu ver-
abseümen, undt nichts zu præcipitiren, gnediglich verley-
hen, undt mittheilen wollte!


Schwester Dorothea Bathilde gedachte auch, alß wir vom handel
des Superintendenten, <den er hat> mit seinem Eidam Schwartzenberger
dißcurirten, Sie wolte nicht gerne eines Geistlichen,
wie der Superintendent ist, seüftzen auf sich laden,
weil Sie weiß, das solches nicht gut ist, wie viel
mehr, solte sich, seine leibliche Tochter, undt Tochter-
Mann davor hüten? Sed Mundus, non intelligit, nec
vult, sæpius intelligere, Virtutes, seculj futurj!
Proh dolor! Quid hoc est? Præstant Æterna, caducis!

Dienstag den 7. Januarij; 1651.

<Schnee. Käldte.>


Wolfgang Sutorius berichtet, daß gestern Abendt, seiner
Schwester Tochter, ein Mägdlein von 13 iahren, bitterlich
angefangen zu weinen, umb ihren Bruder Michel
Ringk, (welchen ich verschickt) von freyen Stügken,
weil ihr in die gedangken unvorsehens gestiegen, er
würde erfriehren, oder sonst umbkommen, oder undterwegens, von
den Wölffen, in diesem tiefen Schnee, gefreßen werden. Gott bewahre ihn

|| [[Handschrift: 21v]]


Gestern abendt, ist einer von meinen vorreüttern, auß-
glitzschende, in den fischkasten, am brunnen, gefallen. Wehre
auch ersoffen, wann man ihme nicht, zu hülfe, kommen wehre.


Diesen vormittag, Kurtz vor der Mahlzeitt, hat mein
Sohn, Victor Amadeus, ein neẅes rohr, nach einer Krähen,
abgeschoßen. Es mag es aber, ein unvorsichtiger vogel,
doppelt geladen haben. Jst also der Schaft darvon,
etwaß außgesprungen, undt hat sich gesplittert,
also: daß meinem Sohn, ein Splitter, an die Nase
gefahren, (Gott Lob! das es noch also, abgegangen,
undt nicht gahr inß auge kommen, ihn zu verderben,
Gott helfe ferner mit gnaden!) undt <hat> ihn, das Rohr,
am munde, zimlich gestoßen. Es ist so stargk geladen
gewesen, daß es über eine Elle hoch, ihm die büchße, auß
der handt, gestoßen worden, undt wehre die Schaft<büchse>
so neẅe nicht gewesen, hette der lauft gar zerspringen,
undt noch größer unglügk, anrichten dörfen.


Gott bewahre doch, vor mehrerem unheyl! undt Schaden!


Jtzt umb Mittage, als wir fast abgegeßen,
kriege ich schreiben, von Deßaw, (dahin ich sonst,
keinen gemeinen bohten, in itzigem tiefem Schnee
undt kaltem wetter, zu bringen, gewußt, noch
einen hundt, vor die Thür, zu iagen, begehret) durch || [[Handschrift: 22r]]
einen Trompter, vom hertzogk Christian von Brigk,
darinnen er Mir, ein glügksehliges Neẅes iahr, wüntzschet,
undt mir andeüttet, vom gestrigen dato, er wolle
mit 33 personen, undt 27 personen, heütte diesen
abendt, alhier bey Mir sein, den abschiedt zu nehmen,
ehe er auß diesem Lande zöge, (da er unß doch kei-
nen willkomb gegeben, noch willkom geheißen
worden, sondern bey seinem Schwiegervatter in
privatis alleine, zu thun gehabt) Nostre commoditè
n'est point telle, qu'on puisse accommoder icy, des
hostes, si forts, & quj n'ont rien affaire, chéz nous.


Mon beaufrere, le Düc de Meckelnbourg, n'est point
allè tracasser á Dessaw, encores qu'il estoit plüs
d'ün an en ce pays, p & a demandè son dote, non
dés aultres Princes, ains de moy, & de mes freres.
<Tout ainsy ont fait les Dücs & Contes marièz en <ceste> mayson.>
Celuy-cy, veüt combattre les Elemens, pour
venir icy, nous incommoder, en ün temps, auquel
on est comme assiegè, & ne peüt on avoir, nj
bois, nj vivres, ni rien. Pacience! Pacience!


Man höret undterschiedliche unfälle von leütten,
so zwischen hier, undt Leiptzigk auch nachm Lande zu
Braunschweig zu, erfroren sein, oder bey nahe solche gefahr
gehabt. Gott bewahre mir, meine verschigkte Leüttlin!

|| [[Handschrift: 22v]]

<Schnee. Schlagkwetter>


Wir haben fast biß umb Mitternacht, vergebens gewartet,
auf den hertzogk von Brigk, undt die Seinigen, so
wegen des Tiefen Schnees, nicht forthkommen können.


Meinen Carolum Ursinum habe ich diese nacht,
auf instendiges anhalten Meiner gemahlin Liebden wegen
grawsahmen Schnees, kälte, undt anderer sorgen,
wieder auß Victoris Amadej, Schlafkammer, in
meine Kammer genommen, undt laße ihn in meiner
Stube, auß- undt anziehen. Gott helfe zu glügk!


Der hertzogk Christian von Brigk, ist mit Seiner gemahlin
Liebden <wie auch mit> Freẅlein Eva von Deßaw, undt <gantzem> comitat, noch
vormittagß, anhero kommen, nach dem Sie, einen sehr
bösen weg, tiefen Schnee, undt übel wetter gehabt,
undt über Nacht, zu Palbergk, gelegen. Siehet
man also, das wahre Sprichwortt: des Menschen
wille, ist sein Himmelreich! Patientia!


Man kan sonst, weder bohten, noch Reütter, fast vors Thor, bringen,
undt ist wetter, das man keinen hundt hinauß, iagen möchte.


Zu anderer zeitt, wehre es wohl guht, freünde besuchen!
Jedoch, ist es gut gemeint gewesen.

|| [[Handschrift: 23r]]

Donnerstag den 9ten: Januarij; 1651.

<Kälte. Windt. Schnee.>


Diesen Tag, hat, wegen übelen, wetters, undt weges,
der hertzogk von Brigk, mit Seiner gemahlin, undt comitat,
alhier stille liegen müßen, undt sich, undt unß incommodiren.


Man hat nicht auß, noch einkommen können. Keiner
hat sich getrawet, naher Plötzkaw, den weg
zu weysen.


Mit conversiren die zeitt, vertrieben. Die
iugendt hat nachmittage etwas gespielet.

Freitag den 10ten: Januarij; 1651.

<Kälte. Stille wetter. Thaw Nachmittags wiederumb kälte zu abends.>


heütte, ist nach der Mittagsmahlzeitt, (welche zeitlicher
angerichtet worden) der hertzogk Christian, von Brigk,
mit dero gemahlin, <Freẅlein Eva Liebden> undt Freyherren Augusto, nacher nacher
Köhten, wieder zu rügk, aufgebrochen, nebenst seinem
comitat, in meynung, inß künftige wiederzukommen,
wilß Gott) wann es beßer wetter wirdt, undt
nacher Plötzkaw, forthzukommen sein möchte!
Dann heütte, sich kein Mensch dorthin getrawet.
Gott wolle Sie allerseitß geleitten! undt mit
heylsahmen consilijs, ihnen beyrähtig sein!


Geörge Panße, der Amptßraht, hat mir zu ge-
fallen, den undterthänigen dienst gethan, undt dorthin
nacher Plötzkaw reitten wollen, ist aber, biß über die ohren, in Schnee, gefa[llen.]

|| [[Handschrift: 23v]]


Jch habe neẅe iahrs briefe auß heßen, undt von
Breßlaw, bekommen, durch den Plötzkawischen
Trompter, welcher von Leiptzigk wiederkommen,
undt dennoch, auf Plötzkaw, heütte durchzukommen,
gedengket, wiewol unsere Bernburger, weder zu
Roß, noch zu fuß, hinwollen.


Gegen abendt, seindt drey, von meinen leüttlin,
(welche ich mittgeschigkt gehabt, an die gräntze) wieder-
kommen, undt haben referiret, wie sie, nicht ohne gefahr,
den hertzogk, undt hertzoginn, über die Fuhne zu
Palbergk; auch ferner über den Tham5, gebrachtt,
undt das sie bey nahe, zu Palbergk, heütte, hetten bleiben,
oder ümbkehren wollen, wann ihnen endlich, mein Cammerdieh-
ner Ludwig Rober, nicht beßer, alß die andern, durch-
geholfen hette? Gott gebe! das Sie ferner, mit glügk
nacher Cöhten, kommen mögen! undt dann fer weitter!

Samstag den 11. Januarij; 1651.

<3 hasen, 2 Räphüner, Oberlender.>


Bißher seindt unß, (also zu reden) etzliche Tage lang,
sieder Sontags, alle vier Elementa zuwiedera, undt be-
schwehrlich gewesen. Waßer, hat man zur hofstadt, an-
führen müßen, weil die kunst, von wegen großen ge-
wäßers, nicht forthgekondt. Feẅerung, ist schwehr || [[Handschrift: 24r]]
worden, weil man, von wegen des tiefen Schnees, weder holtz
hawen, noch anführen können. Die luft, ist wegen vieler
winde, schnees, undt ungestümmes, den Menschen beschwehr-
lich gewesen, undt hat die Sinnen afficiret, daß sie die
wege nicht sehen, nichts rechtes im felde vernehmen,
undt die ungelegenheitten solches wetters entpfinden müßen.


Also hat man die ordentlichen functiones, auf erden,
mit gehen, reitten, handthieren, fahren über landt,
undt dergleichen, auch nicht füglich, verrichten können.


Gott gebe! das es baldt beßer möge werden!


Wir stehen noch, in angst, undt Sorgen, wegen des avisen-
bohten, item: pour Tobias Steffeck de Kolodey pour Michael Ringk pour Ch C & autres.


Ach Gott! erbarme dich, ihrer aller gnediglich! undt
väterlich! Bewahre sie, undt unß! vor unfall!
unglügk! undt verderben!


Ein neẅiahrs, Schreiben, vom Graven von Oldenburgk
entpfangen, welches mir, von Zerbst, durch einen reitten-
den, (welcher nach Plötzkaw, gegangen) zugebracht,
undt derselbe, ist mit Lebensgefahr, über die
Elbe paßiret, welche noch zugefrohren.


Unser vor verloren geachtete avisenbohte, ist wieder-
kommen, hat mir viel briefe mitgebracht, mehrentheils
gratulationes zum Neuiahr, von halle, Dreßden, Weymar, Gohta,
Erfurdt, Strehlitz, Rügenwalde in Pommern, von Berljn annoch, item: von Darmstadt,
Stuckgardt, Anspach, Schlagkenwerde, Mais, mais, mais, dü Principal lieü, rien. Nota Bene

|| [[Handschrift: 24v]]


Die avisen, seindt altt. Jch mag sie dero wegen, alhier,
(außer wenigen) nicht recapituliren, weil auch die Erfurdter
darinnen, repetiret werden. Sonst wirdt avisiret:


Daß die Ratification, des 20iährigen Friedens, mit<zwischen>
dem Römischen, undt Türgkischen Kayser, geschehen, undt
der Türgkische legatus zu Wien, prächtig eingeholet worden seye!
Der Christen ordnung,<einzug,> undt Feldtmusick, wehre schön
ordentlich, undt herrlich, der Türgken, ihr einzug aber,
unordentlich, die Musick lächerlich, undt albern gewesen.


Jn der Türckey, oder viel mehr, in der Ungrischen Türckey, wehren
die Minoriten, undt Reformirte, aneinander gerahten,
mit disputiren, undt weil die genandten calvinisten,
den Minoriten, überlegen gewesen, hetten diese gewoltt,
der Bascha, solte iehne außtilgen, dann Sie hielten doch
den Mahumeth, vor keinen propheten, undt redeten
lästerlich, von ihme. Der Bascha aber, hette, (ungehört)
keinen verdammen wollen, undt die partheyen vorbescheiden,
darüber, wehre ein Minoriter koch, undt ein Reformirter
prædicant, erschiehnen. Alß es nun zum disputiren an-
kommen, hette zwahr erstlich, der arglistige koch, nicht
darahn gewoltt, weil der ander ein priester wehre,
doch endlich, als es sein müßen, hette der koch, den
Geistlichen gefraget, wie viel propheten wehren?
undt die zahl deren, zu wißen, begehret, die in der || [[Handschrift: 25r]]
Schrifft der Heiligen Bibel, endthalten, undt begriffen? Darauf
hette der rechtglaübige Geistliche, geantwortett, wie sichs
gebühret, undt wie es im Canone scripturæ, ordentlich,
stehet, nemlich, 16 alß, 4 große, undt 12 kleine propheten.


Alß nun der Minorit, weitter gefraget, ob dann der
Machomet, nicht darbey stünde? hat er geantwortett:
Nein. Darauf ferner der Minorit mit fragen, forthge-
fahren, ob er, der priester, nicht den Machomet, vor einen
großen Propheten hielte,? Der priester, mit Nein,
es beantwortett, undt also die sache so ferne,
(wiewol Christlich, undt hochrühmlich) verspielet,
dermaßen, das er, auf befehl des Bascha iämmer-
lich geprügelt worden, der Minoritische koch aber
mit seinen München, triumphiret, ob hetten sie eine
herrliche Sache gewonnen, in deme sie den Bascha
noch überredet, Sie hielten mehr, von dem Propheten
Mahumeth, undt erzeigten sich, ehrerbiehtiger
gegen ihm, alß die von ihnen genandten Calvinianer. et cetera
undt ihre Köche, wehren beßer, undt klüger, alß der
andern, ihre Geistlichen? Gott wirdt aber, recht richten!
undt diese Schmach, so der gute prediger, umb seines
Nahmens, undt der warheitt willen, erlitten, wol belohnen.


Jn Polen, mag es gefährlich stehen, weil die Cosagken,
(welche bißhero, der cron Polen, vormawer gewesen,) zu den Türgken, || [[Handschrift: 25v]]
undt Tartarn, sich begeben, darumb der König in Polen, von Kayserlicher
Mayestät undt dem Könige in Frangkreich, auch andern Poten-
taten, geldt- undt volgkhülfe begehret, also künftiger
Sommer, gewiß bluhtiger krieg, zu gewartten, wiewol
etzliche vermeinen, der General Chmielinßky, seye
Todt, undt der hospodar, in der Wallachey; hette
sich mit den Polen conjungiret.


Der Dennemarkische gesandte, Christian Rantzow,
sol zu einem Reichßgraven, von Kayserlicher Mayestät
erklähret worden sein.


Jn Schweden, gehet es auch, zu 2 oder 3 factionen,
zwischen den Grandes, erscheinen, große jalousien,
die da endlich, zum innerlichen kriege, außschlagen
möchten. Die Deützschen, so hineyn gerayset, werden
mehr despectiret, alß respectiret. Nach der cröh-
nung, hat man von den Generalspersonen, vndter
andern, vom General Königßmargk 3 Tonnen
goldes, vom General Peykuhl 1 Tonne, vom General
Steinbogk 1 Tonne, undt von etzlichen Obersten,
zu 30000[,] 40000 oder 50000 ReichsthalerRthlr: etcetera Anlehen
begehret, Ja: alß General Königßmargk seinen, in Prag,
überkommenen überauß köstlichen Rubin, der Königinn || [[Handschrift: 26r]]
præsentirt, ist es wenig geachtet, auch nicht angesehen
worden, undt wirdt Graf Magnus, nebens herrn Erßkejn,
in kurtzem, nacher Wien, en Ambassade, abgesandt werden.


Zu Frangkfurth, wirdt von einem Defensionwergk
gerahtschlaget, auf 6000 Mann, Jtem: ob man Frangken-
thal belägern solle? undt woher die völgker, auch
geldt, undt Munition, zu erlangen? Die Stadt
Frangkfurth aber, will nichts hierzu geben.


Pfaltz-Neẅburg, wollen die Jülichischen undt
Bergischen LandtStände, nichts mehr, zu willen sein,
biß zuvor, ihren Gravaminibus abgeholffen.
Sie verlaßen sich, auf Lottringische hülfe, dergleichen
die Lottrin Lütticher, auch thun sollen.


Jn Frangkreich, triumphiren zwahr, die Kö-
niglichen, wegen der Victorie, wieder den Türenne,
(welcher Todt gesaget wirdt) alleine, die Par-
lamenten, die Geistlichen, undt die gemeinden,
beynebenst dem hertzogk von Beaufort, suchen
die erledigung, der gefangenen Printzen;
welche hingegen, die Königinn; der Düc d'Orleans,
undt Mazzarinj, suchen gefangen zu behalten,
und will weder der Adel, noch Landvolgk; noch Geistliche
mehr contribuiren. Mazzarin wirdt zaüberey beschuldiget.

|| [[Handschrift: 26v]]


Jn Schottlandt, sol des Königes General Carrè, über
3000 Mann, verlohren haben, oder ihne ruiniret worden
sein. Man hat empörungen vorgehabt, in Engellandt,
dem Könige, zum besten. Jst aber alles verrahten,
verkündtschaft, undt unglügklich, außgeschlagen.
Die Türckische Regierung zu Constantinopel,
hat den Königlichen Englischen Ambassadeur den Parlamen-
tischen gelifert, welche ihnen nicht allein, die
700000 erlegte Reichßthaler, vor untüchtige
Schiffe, wieder gegeben, sondern auch noch, 15
Schiffe, wieder die Venezianer, künftigen
Frühling, außzurüsten, sich erbotten.


Die Schotten, werben stargk, in hofnung, den
Cromwell, zu übermeistern, der König aber,
wirdt wie ein gefangener gehalten, undt
hat stets 100 Trabanten, undterm Schein, einer
leibguardia, bey Sich. Jn Engellandt Schottlandt,
undt Jrrlandt, thut die pest, viel 1000 Menschen
wegreißen.


Jm Gravenhaag, können die Staaden, sich nicht
vereinigen, wegen eines Generals, an des Printzen
von Uranien Stelle. Theils wollen einen, theils gar keinen.

|| [[Handschrift: 27r]]


Zu Brüßel, werden viel Patenta, volgk zu werben,
außgegeben.


Printz Ruprecht, ist im haven zu Toulon, in Frangk-
reich, hat gut glügk gehabt, etzliche Schiffe zu erobern.


Der gestangk, undt giftige Dämpfe, im Arcj-
pelago, währen annoch, wie auch, die Mächtige
außrüstung, wieder die Venezianer.


<Tortosa, in Catalonien, haben die Spannier, wieder occupiret; undt haben bey Crescentino, im Piemont; die Frantzosen forthgetrieben.>


Schreiben entpfangen, wegen Ch C glügklicher
überkunft. Item: Neuiahrs briefe, vom hertzogk
Augusto von Ratzeburgk, undt vom hertzogk Joachim
Ernst, von hollstein. <Nota Bene[:] Auiourd'huy, ou l'ün de ces jours, i'apprehens dü malheür, pour mes envoyèz. Le bon Dieü les vueille garantir.>

Sonntag den 12. Januarij; 1651.

<Thauwetter; undt Regen. 9 hasen, Abraham von Rindtorf nachmittags gehetzt.>


J'ay depeschè Iohann Balthasar Oberlender vers Leipzig. Dieu le conduyse.


Extra zu Mittage; die Rindtorfinn, Doctor Mechovium, undt
Ern Ionium, gehabtt.


Mon petit Charles, s'est disloquè, üne coste, & ne
laisse pas, de jouer, & railler. Dieu vueille conserver, ce bon
enfant, & luy conforter ses bonnes jnclinations!


Die Nachmittagßpredigt, jst <wegen mangels an predigern> eingestellet worden.


Es ist gestern, einer von Breßlaw, alhier gewesen, welcher
erschregkliche Sachen, von der Cosacken krieg, gewalt, Tapferkeitt,
undt Grawsahmkeitt, erzehlet, das einem die hahr gen berge stehen.

|| [[Handschrift: 27v]]


Der hofprediger Theopoldus (welchen ich besuchen laßen) wirdt
sehr schwach, undt krangk. Doctor Brandts medicamenta, mögen
ihn stargk mitnehmen, zu dem er große confidentz hat.
Gleichwohl klaget er, das seine natur sehr geschwächt
wirdt, von vielen artzeneyen, undt er hette noch heütte
etwaß einnehmen müßen, welches 24 mal operiret.
Jn vorigen Tagen, alß ich ihn bißweilen, besuchen laßen,
ist er nicht so Matt, undt kraftloß gewesen.
Gott wolle es mit ihm, zur gedeylichen beßerung, schigken!
undt Segen zur cuhr, geben! perge


Der aviß von Cosagken wahr also bewandt:


Sie hetten bestehtigung ihrer Privilegien, undt religionsexerci-
tij gesucht, aber auch beym vorigen Könige Vladislao, nicht
erhalten können. Derselbige hette sich endtschuldiget, das
er nicht absolut wehre, undt bey den sachen wenig, oder
gar nichts zu thun, vermöchte. Er, der Chmielinßky,
itziger, Cosagken General, (so vor diesem, dem vorigen
General, Koniezpolsky aufgewartett sol haben)
hette obiges anbringen gethan, aber zur antworth
bekommen vom Könige, wie gedacht, undt darneben:
Er hette ia doch einen Sebel an der Seitte, waß er
darmit machte,? Der würde ihm, undt seinen Cosagken,
das beste Mittel, zur Confirmation, jhrer Privilegien zeigen.


Darauff, hetten Sie sich, wieder die Polen empöret, die || [[Handschrift: 28r]]
Tartarn, zu hülfe genommen, undt so ein grawsahmes
Blutbadt, angerichtet, das fast innerhalb iahresfrist,
800000 Menschen, iung, undt altt, Mannes, undt weibs-
personen, ümbkommen. Vndter denen, wehren 200000
Juden gewesen. Die Jüden, undt Jesuiter, hetten
die größeste Marter, undt pein, außstehen müßen,
wiewol sie allen Papisten, sehr feindt wehren.
Die Jesuiter aber insonderheitt, hetten sie umb jhre
Griechische kirchen, gebracht, darumb Sie sich an
ihnen, grawsam rächeneten. Die Juden, hetten sie
umb ihre nahrung, gebracht, undt wehren ihnen,
eingedrungen worden. Sie hetten auf 200 meil weges
Landt gewonnen, darinnen Sie wolten, ihre Alte
Griechische Religion, restitujret haben, weil biß
dahin, vor 300 iahren albereitt, ihre grentze,
oder bezirgk gegangen. Sie hetten weitter nicht
gehen mögen, ob sie schon gekundt, undt vorgegeben,
wann man sie schützte, vndt ihre Religion, undt
Privilegia, freyließe, wolten sie gerne, der
Cron Polen, gehorsam, undt undterthan sein.
Allein, es schiene, man hielte ihnen nicht,
die Friedensartigkel, hingegen tyrannisirten
Sie, Barbarisch, undt unmenschlich undt köndten || [[Handschrift: 28v]]
in dem offenen Lande, undt Königreich, gehen, wohin Sie wollten?
Sie achteten ein hundert meilen weges, wie nichts, hetten
gute pferde, wehren sehr wol armiret, mit Rohren,
pistolen, Pusikanen, Tscheckkahnen, puffern, Palaschen,
Sebeln, undt wüsten sehr behende, darmitt umbzugehen,
hetten deützsche Officirer, undt Malcontenten, bey sich.
Zwahr, die deützschen Soldaten, undt Officirer, welche
sie im anfang des aufstandes, bey sich gehabt, hetten
sie alle Niedergemacht, damit sie ihnen, an ihrer
intention, nicht hinderlich sein sollten. Die itzigen
aber, so zu ihnen fallen, halten sie sehr wol, undt
geben ihnen, gute quartier. Sie die Cosagken,
sollen alle Lateinisch reden, undt die Deützschen
außlachen, auch wol gar prügeln, die nicht Latein
gelernet haben. Sie haben allerley inventionen
erdacht die leütte zu plagen, so sie gefangen.
Theilß priester, Jesuiten, Münche, undt Pfaffen,
sollen Sie haben, lange hungern laßen, undt
endlich einen auß ihnen geschlachtet, undt gebrahten,
welchen die andern hetten freßen müßen.


Andere Menschen, hetten sie eingegraben biß an
halß, undt brodt vorgeleget, so weitt vom
munde, das Sie es nicht ergreiffen, aber doch, dar- || [[Handschrift: 29r]]
nach verlangen, undt mit dem appetit, sich quehlen
können, biß Sie gestorben.


Viel Knaben, hetten sie mit den händen, an
wände, oder baẅme, angenagelt, biß sie verschmachtet.


Kleine kinder, hetten sie ermordet, wieder die
wände, geschmißen, undt gantze brunnen voll,
darmit gefüllet.


Frawen, undt Jungfrawen, übel geschändet.


Officirer, undt Soldaten, Deützsche undt Polen,
umb die hände, undt füße gestümmelt, undt
ihnen das schießen, undt lauffen, beßer zu
lernen, exprobriret, undt vorgeworffen.


Theilß hetten sie die Fußsohlen abgeschnitten,
theilß die hautt abgezogen, undt a la mode
canons, darauß machen wollen, theilß
geschunden, theils gar verbrandt. Undt wen
sie begnadigen wollen, den haben sie, alsobaldt
Niedergehawen, damit er den Todt, nicht zu
empfinden hette. Manchem haben sie, vor seinen
augen, die kinder niedergehawen, etcetera etcetera


40000 dieser Cosagken, sollen beßer sein, als
100000 Polen, undt nicht also durchgehen; im kriege.

|| [[Handschrift: 29v]]


Das gantze Landt, Schwartz Reüßen, (eine vornehme
Provintz, zum Königreich Polen, gehörig) sollen Sie recupe-
riret, auch einen Griechischen Metropolitam, oder Ertzbischof,
neben andern Bischoffen, wieder eingesetzt, undt die
lateinischen Bischoffe, veriaget, oder ermordet haben.


Der König, wirdt verdachtt, alß solte er mit
ihnen colludiren, weßentwegen, er in großer gefahr,
vor seinen eigenen Polen ist. Gott bewahre ihn!


Es sollen, über 200000 pawren, Griechisches
glaubens, sich zu ihnen den Cosagken geschlagen,
undt empöret haben.


Fürst Radzivil, hette sich im kriege, wieder
Sie, Ritterlich verhalten, undt groß Lob, eriaget.


Die Precopenßer Tartarn, solten an itzo
wieder, in armis sein, undt aufwärtig, wann
sie ihrer begehrten, ihnen zu hülfe, zu kommen,
gestaltt dann auch, des Moßkowiters adhæ-
rentz, bey ihnen, besorget würde.


Wann die Cosagken, mit Türgken, Tartarn,
undt Moßkowitern, sich conjungirten, würden
Sie, eine unüberwindliche Machtt, zusammen
bringen, undt nicht allein, Polen, undt Littawen
verheeren, und durchstreiffen, Sondern auch Deützschlandt || [[Handschrift: 30r]]
formidabel sein. Gleichwol ließen die Polen, ihren
pracht nicht, undt wehre der Adel darinnen, sehr
hochmühtig, pancketirten, dominirten, alß ob
Sie solche augenscheinliche große gefahr, ihres
VaterLandes, wenig, oder gar nichts achteten.


Sie wolten auch die päße, oder wolgelegene
plätze, nicht befestigen, weil sie besorgten,
ihr König, möchte sich deren, zum absoluten
Dominat, mißbrauchen, undt Sie wehren
auch so großmühtig, das sie vermeinten, Sie
wehren im felde bastant genung, den
feinden zu wiederstehen. Wie aber?
wann eine Schlacht verlohren würde?


Die Tartarn, sollen sagen, ihre vorfahren
undter dem König Battj, wehren, vor 300
iahren, in Deützschlandt, wol gewesen.
Sie müsten es wieder einmal visitiren.


Wie es ihnen aber damalß bekommen?
Undt wie sie der Tapfere hertzogk heinrich
von der Lignitz, in Schlesien, geschlagen,
ob er gleich, neben andern Tapferen Rittersleütten
geblieben, darvon seindt die Historien voll! Gott
bewahre uns, undt unsern nechsten; vor solchen Gästen!

|| [[Handschrift: 30v]]

Montag den 13den: Januarij; 1651.

<Thawwetter.>


Jch habe Secretarium Paul Ludwig bey mir gehabt, undt vielerley
expedienda, (Gott gebe zu glügk!) expediret.


Das waßer der Sahle, wirdt sehr groß, wächßet
immerforth, macht die überfahrt gefährlich, undt dörfte
wol schaden thun. Gott verhüte es in gnaden!


Mein viehe krongket (Gott Lob) nicht mehr. Drey
kühe, undt zehen kälber, seindt alhier zu Bernburgk
aufm vorwergk, gestorben. Die übrigen, seindt wieder
aufkommen, waß kühe, kälber, Rinder, etcetera gewesen.


Die Schafe seindt alle fast krangk gewesen,
an hußten, an Lahmen Schengkeln, undt dergleichen,
haben sich aber auch (Gott Lob) gebeßert, wiewol
ihnen die kälte schadet, undterm freyen himmel, in
ermanglung der gebeẅde, undt das Strohfutter,
auch abgehen will.


Die Schweine (rev) seindt auch alle krangk
gewesen, undt einer drey seindt umbkommen,
auch an der neẅen viehkrangkheitt. Sie kehren
aber numehr, (auch Gott Lob) alle wieder zu.


Gott bewahre unß, undt unsere benöhtigte
haußhaltungen, vor fernerem unheyl! undt Strafen!


Mein getreydig, ist in den übel geflickten
beyden offenen Scheünen, noch mehr aber, in den diehmen || [[Handschrift: 31r]]
sehr elendt zu dreschen, <ist> außgewachßen, vom Schnee
übel verderbet, von den Tauben, Sperlingen, und andern
vögeln, außgefreßen, undt thut mir einen Mächtigen
Stoß. So kan man auch, das Strohe auß der Stadt,
nicht herüber bringen, wegen des eyses, und gewäßers.


Waßer muß ebenesfalß, in ermanglung der stille-
stehenden kunst, mit wagen herauf geführet, undt
angeschaft werden. holtz, ist auch beynöhtig,
undt übel anzuführen. Die Victualien,
seindt auch nicht wohl, umbs geldt zu bekommen.


Jn Summa: die haußhaltung, wirdt mir Sawer,
undt Schwehr, zumahl bey so geringen Einnahmen,
abgang des Fehrgeldes, undt unersättigkeit
etzlicher stets pinselnden, undt Lamentirenden
Einheimischen Persohnen! Patientia! Patientia!
Gott helfe mir väterlich, alles <leiden> creütz,
undt wiederwertigkeitt, mit gedult, zu übertragen!


Nachmittagß, seindt wir hinauß, nach Zeptzigk
gefahren, undt ich habe meine Töchter, im Schlitten,
dahin geführet. Jst das erste mahl, das ich sie, in
einem, undt mein Sohn Victor, im andern Schlitten geführet,
wiewol die Elltiste Lenörchen, auch einmahl von Mir,
(als Sie noch gar klejn gewesen) alhier mag sein
geführet worden. Ernesta Augusta; und Anna Sophia
aber dißmahl.

|| [[Handschrift: 31v]]

<Berenreütter, ist heütte, in Eidt undt pflicht, genommen.>


Post sacra, & Prophana peracta, bin ich in die korn- Maltz-
undt kunstmühlen, gegangen, auch überall verhinderungen,
wegen des großen waßers gefunden. Es stawet sich,
undterhalb, wegen des Eißes, wächßet alhier zu
Bernburgk; immerforth, undt gehet dem Thamb6,
vndten, wje oben, gleich. Man köndte wol, mit Kahnen,
an itzo sicher, übern Thamb, fahren. Oberhalb stawet
es sich zwahr auch etwaß, an etzlichen horsten, undt
zu Alßleben, also daß mo<das> eiß, weder helt, noch bricht,
undt hin- undt wieder, die Commercien aufhelt.
Gott gesegene, undt erleichtere! Die Schwehre
haußhaltungßbürde! Die Große Fehre,
kan auch nicht gehen, ist sehr befrohren; undt
das Sail, kan kawm höher gespannet werden.


Philip Güdern, sein kleinestes Söhnlein, ist am
iammer gestorben. Sol morgen, (Gebe Gott) begraben werden.
Memento morj! Transeundum est!


Avis: das nicht allein, ein Graf von hanaw,
Freẅlein Susanna, von Deßaw, heyrathen,
sondern auch baldt anhero kommen werde inß
landt, eine stargke Prætension, abzuheischen.
Gott helfe, auch auß diesem labyrinth, emergiren!

|| [[Handschrift: 32r]]

Mittwoch den 15den: Januarij; 1651.


Die Schwester, Dorothea Bathilde ist heütte undt gestern, sehr unpaß
gewesen. Der Liebe Gott wolle sie trösten! undt stärgken!


Ein gratulationschreiben, zum Neuen iahr, vom Brieg, entpfangen.


Jn die wochenpredigt, mit meinen Söhnen, gezogen, da dann
Er Jonius geprediget, auß dem 68. psalm: Gott leget
unß, eine laßt auf, aber er hilft unß auch. Wir
haben einen Gott, der da hilft, undt den herren
herren, der vom Tode errettet.7 perge et cetera


Nachmittagß, seindt wir im Schlitten gefahren. Jch habe
Meine Tochter, Angelica, geführt, Victor Amadeus, hat
meinen Carolum Ursinum, geführt, undt Rindtorf die
Jungfer Wirleben. Jch habe anfangß, wegen der pferde,
impedimenta gehabt, welche scheẅ worden, undt
sich gebaẅmet, da Sie doch andern, guht gethan.
Darnach, habe ich pferde gewechßelt, undt bin wol
forthkommen; biß nacher Zeptzigk, mit meinem Sohn,
welcher ein kleines klepperlein gehabtt. Rindtorf
aber, hat baldt vor Wolfgangßkirche, umbwenden,
undt nach hause, umbkehren müßen, weil ihme
sein Schlittensitz, gebrochen.


Vorgestern, sol Dorothea, Tobias Steffeck von Kolodeys haußfraw, stargk
haben hören, gegen Morgen, am hause anklopfen, da doch Nie-
mandt da gewesen. Sie ominiret derenthalben, von ihme, nichts gutes.

|| [[Handschrift: 32v]]


Gott bewahre, vor unfall undt verderben!

Donnerstag den 16den: Januarij; 1651.

<Regen, Schlagkwetter.>


Iohann Balthasar Oberlender ist wiederkommen, con qualche mîa sodisfazzione,
e lettre, d'Anspach, Krannichfeldt, Lauttern, Weymar, Cassel, Vienna &cetera


Die 27 fuhren, so anhero, nacher Bernburgk, gewoltt
haben, seindt zu Rosembergk, über daß gestawete
Eiß gegangen, Jst mir also wenig glügk beschehret. perge


Jedoch, ist die rechte handt, des Allerhöchsten unver-
kürtzt. Er gebe mir doch, wahr gedultt, in allem Creütz,
leyden! undt wiederwertigkeitt! vmb Jesu Christj willen, Amen!

Freitag den 17den: Januarij; 1651.

<2 hasen, hat Carolus Ursinus gehetzt.>


Die avisen geben: das auß den Tractaten, zwischen
Generalen Cromwell, undt Straugham, nichts worden,
undt das es zun extremiteten, kommen dörffte.
General Midleton, (so gut Königisch) hette seine
außsöhnung erhalten, wehre von der Geistlichen
bann, liberiret, post precationem factam,
undt conjungirte sich, cum reliquis Scotis.


Jn Jrrlandt, stärgkt sich wieder die Königische Partey.


Jn London, gibts rumohr, undter den Kaufleütten,
weil Printz Ruprecht, ihnen, ein reich beladenes
undt noch drey andere von Malaga kommende
Schiffe angegriffen, drey in grundt, geschoßen,
eines erobert, undt in die 500000 gülden werth,
darauff gefunden. In Virginia wiedersetzen || [[Handschrift: 33r]]
sich auch die Königlichen, wieder die Parlamentischen.
Die Schotten, haben die kröhnung ihres Königes, biß in
Februarium; verschoben, undt rüsten sich, zum endtsatz
des Edenburgischen casteels, mit Machtt. Die
Engellischen Parlamnetarij; müßen an itzo, drey
Armèen halten; eine wieder Schottlandt, die andere
in Jrrlandt, undt die dritte in Londen, wieder die
tumultuirende malcontenten. So wollen sie
auch noch 100 Schiffe außrüsten, umb die See, zu
kreützen, sich an den Frantzosen, undt ihrem anhang,
zu revangiren, undt die Commercien, sicher zu haben,
alß 50 Schiffe wieder Portugall, undt Pfaltzgraf
Ruprechtt, 30 wieder Schottlandt, undt 20 wieder
Frangkreich. Der König hat 100 Trabanten,
undt ein Regiment zu pferde, Tag, undt Nachtt,
umb sich, zur versicherung, seiner person.


Die Frantzosen, haben in Catalogna wenig
glügk, diß iahr. Tortosa haben sie, per accordo,
verlohren. Barcellona, stehet in gefahr. Die
Türennische Niederlage der Spannischen, wirdt
ferner avisiret, daß nemlich General Türenne, mit
etzlichen Spannischen undt Lottringhischen trouppen, in die
8000 pferde, undt 4000 zu fuß, bey Saint Estienne
unferne von Rethel, zwahr zu spähte zum entsatz,
ankommen; da die Königlich Frantzösischen, in 18000 Stargk; || [[Handschrift: 33v]]
en battaille gestanden, (am 15. Decembris stilo novo vorigen
iahres) undt nach hartem gefechte, darinnen, undter
dem General Turenne, drey pferde, Todtgeschoßen
worden, hetten endlich die Türennischen, das Feldt
raümen müßen, deren wehren 2000 Todt blieben,
undt bey 2000 gefangen, bey 4000 Reütter,
hetten sich, nach Stenay, retiriret. Die pawren,
hetten viel Todtgeschlagen. Die Frantzosen,
hetten viel gefangene bekommen, & viceversa
die Spannischen ebenermaßen, ihres Theilß.
Frantzosen, haben viel officirer verlohren.
Beyder Theile armèen, seindt sehr ruiniret,
undt auf etzliche Monat, gleichsam ohnmächtig worden,
undt beyderseits, in die winterquartier ge-
gangen, da dann General Rosa Lottringhen, heimsucht.
Der Mareschal dü Plessis Praslin, (welcher das
Commando eigentlich, auf Königlich Frantzösischer seitten,
über alle gehabt) hat in diesem treffen, seinen
Sohn, undt den Conte d'Hospital verlohren.
Gehen in Normandie, die winterquartier zu beziehen.
General Rosa, hat seidthero, Bar eingenommen. Gene-
ral Ligneville8 auf Lottringischer seitten, undt Oberster
Cappion seindt Seidthero, an ihren wunden, gestorben.
Die Frantzosen, haben auch, den Obersten Lana, ge- || [[Handschrift: 34r]]
fangen bekommen, welcher die Deützschen trouppen
angeführet, undt commandiret, unsern guten bekandten.


Die Königin Regentinn, hat im Raht zu Paris propo-
niret, man solte dem Marquis de Bouteville, undt andern
gefangenen Türennischen Officirern, alß Rebellen, der
krohne, ihren Proceß machen, Düc d'Orleans aber,
hat sich deme wiedersetzt, vorgebende, man müste
Sie, alß prisonniers de guerre, tractiren, sonst
würden die Spannischen mit ihren gefangenen,
eben also mitspielen. Pfaltzgraf Philips,
ist leyder auch, undter den Lottringhischen nicht baldt,
sondern eine zeitlang hernacher, todt gefunden, undt
erkandt worden. Der Sieg, ist zwahr auf der
Frantzosen seitte, die Stöße aber, gehen gleich
auff, undt hat sich kein Theil einiger præferentz
dißfalß, groß zu rühmen, Es sollen gleichwol
dem Könige, 40 Fähnlein, undt 70 Stan-
darden, nebens etzlichen höerpaugken, præsen-
tiret worden sein. Türenne ist frisch und gesundt,
(Gott Lob) undt recolligiret sich wieder. Die
Königinn, wehre auch gesundt worden, vor Freẅ-
den über diesem Siege. Es sollen 6 neẅe
Mareschaulx de France; gemacht werden, alß:
1. Der Marquis de la Force; 2. la Ferte Imbaut. 3. Sene-
terre 4. Visconte d'Arpajou. 5. Villequier 6. Hocquincourt.

|| [[Handschrift: 34v]]


Die gefangenen Printzen, werden numehr ihre
gratiosam redemptjonem, ex Portu Gratiæ,
(Havre de Graw!) erwartten müßen;
undt dem Türenne, mögen seine Concepten, zimlich
verrügkt sein.


Der wiederwillen, zwischen dem Pabst, undt
Frantzösischem Ambassadeur nimmet täglich zu. Es seindt
auch vier falsche Müntzer, undter den gefan-
genen zu Rom, in des Ambassadors pallast, bekommen
worden. Der Ambassador endtschuldiget sich, mit der
unwißenheitt, schiebet die Schuldt, auf seinen
hofmeister. Der Pabst aber, hat darahn, kein
genügen, Sondern leßet den Pallast bewachen,
undt ein wachthauß davor bawen.


Die Neapolitanischen außrüstungen, gehen
wol von statten, undt seindt Patenta, auf
10000 zu fuß, undt 2000 zu pferde, in
Deützschlandt zu werben, außgegeben.
Mag auf Casal angesehen sein.


Jn Polen, befahret man noch, der
Cosagken, Türgken, undt Tartarn, conjunc-
tion. Der König, wil mit 60000 Mann
(darundter viel Deützschen) Persöhnlich, zu felde || [[Handschrift: 35r]]
gehen. Befindet er sich dann nicht bastant, so sol alß-
dann, durch die gantze Crohne, erstlich der Zehende,
hernacher der Fünfte Mann, vfgebotten werden,
undt dem Könige zu hülfe, geschigkt, auch
endlich gar, Mann, vor Mann. Theilß halten
den General Chmielinsky; vor Todt, Theilß sagen,
er wehre mit 60000 Mann, dem Pollnischen Feldt-
herren, (welcher 40000 hat) vorbey paßiret.


Zu Warschaw redet man nur, vom kriege,
undt kriegesrüstungen, weil die Cosagken undt
Tartarn ebenesfalß gewaltig armiren.


Es erwegket auch bey den Jnnwohnern,
keine geringe furchtt, das hin- undt wieder,
am Himmel, auch in der Lufft, undterschiedliche
miteinander streittende Kriegsheere, undt
andere Omina gesehen werden. Gott
wolle sich der armen Christenheit, gnediglich, erbarmen!


Der Türgke sol albereitt, der Cron Pohlen,
den krieg haben angekündiget, undt die Cosagken,
gegen Rußlandt avanciret sein, auch der
Hospodar in der Wallachey; von Pohlen,
hülfe begehren. Der König in Polen aber,
von Kayserlicher Mayestät einen secours, an volgk;
undt gelde stargk urgiren.

|| [[Handschrift: 35v]]


Den 26. Decembris stilo novo annj præteritj, hette man
gegen Mittage, am himmel drey Sonnen, zu
Wien, gesehen. Das Kayserliche ablager sol zur
Neẅstadt, mit der hertzoginn von Mantua,
ohne pracht, gehalten werden.


Jn hollandt, schläget der rogken, wieder auf.
Die Staaden, können sich, wegen des Generalats
noch nicht vergleichen. Viel große herren,
retiriren sich außm haag, als: die graven
von Naßaw, Brederode, Rheingrave, <Hauterive> etcetera.
Man weiß nicht, auß waß vhrsachen?


Die Amsterdammer negiren es, daß sie sich
mit dem Parlament von Londen, heimlich ver-
bunden, undt inquiriren, nach dem Authore, so es spargiret.


Pensionarius Catz, wehre in arrest, genom-
men worden.


Zu Frangkfurth, wirdt noch, daß Defen-
sionswesen, tractiret, iedoch gibt es viel, dissen-
tirende köpfe, so wenig darzu contribujren wollen.


Die Venezianer besorgen, der Türgke
werde diß iahr, stargk kommen, zu, waßer,
undt zu Lande. Jhr Tapferer General,
Giacomo della Riva, der so große dienste || [[Handschrift: 36r]]
ihnen, mit geringer Macht, und geringen unkosten,
gethan, wirdt von seinen jnvidis, et æmulis, beschuldi-
get, er seye zu zeitlich, von den Dardanellj gewichen,
undt hette den Türgken luft gemacht, mit ihren
Schiffen, zum endtsatz Canea, außzulauffen.


Die Venezianer befinden mangel, an gelde,
an Schiffprovision, an allerley. Scheinet also, alß ob
es diß iahr, nicht wol ablauffen dörfte, mit
ihrem kriege? Gott erbarme sich, der Christenheitt!


General Mocenigo, sol mit dem guten la Riva
einen proceß angefangen, undt seine Treẅe
dienste, wenig attendiret haben! Undangk!
in fine Laborum! Die Griechen, haben ein Schif,
mit gelde, (davor man korn einkauffen sollen)
verrathen, undt dem Türgken, überlifert,
nach Rhetimo, an stadt das es in Arcipelago fahren sollen.


Graf Maximilian Khurtz, hat im Nahmen
des Bayerischen Chur Printzen, der Princeßin Adel-
heidt zu Turino, einen kostbahren Mählring:
auch etzliche kleinodien, von großem werth,
undt ihrer FrawMutter, der hertzoginn einen
gantz Silbern, vergüldeten SchreibTisch, und dem
iungen hertzog von Savoya, eine Trugen, voller
mit goldt undt Silber, gezierten waffen, verehret.

|| [[Handschrift: 36v]]


Als der Cardinal Trivultio, ViceRè von Sardegna
viel seiner kleinodien, undt in 40000 Duplonen,
von Cagliarj, nach Rom verschicken wollen,
seindt selbige, von dreyen Niederländern, als
seinen Cämmerlingen, endtführet, wie dann auch
diese destwegen, bey der Nacht, auf Laitern,
über die Mawren, des Casteels, undt der Stadt,
herundter gestiegen, undt mit gedachten kleinodien,
undt gelde, in einem hamburger Schiff, heimlich
darvon gesegelt.


Der Kayser leßet die Schlesischen besatzun-
gen, an den gräntzen, mit 6000 Mann,
gegen Polen, verstärgken, aufn Nohtfall,
darmitt selbigem Könige, zu hülfe zu kommen.


Ein welscher Rittmeister, so sich mit
gewaltt, in die Kayserliche Anticamera zu
Wien, eindringen wollen, ist zum Profoßen,
geleget worden. Sein bruder aber, hat vor
ihn, bey Kayserlicher Mayestät einen Fußfall gethan,
vorgebende, er wehre Lunatico, oder Mohn-
süchtig, undt Wahnwitzig, darauf Kayserliche Mayestät
ihn wieder loß zu geben, befohlen, die Rähte aber,
haben es wiederrahten, umb ihn schärfer examiniren || [[Handschrift: 37r]]
zu laßen. Es sol am Neẅen iahrsTage, geschehen sein,
als Jhre Kayserliche Mayestät gebeichtet. Jhrer Mayestät
podagra sol sich (Gott Lob!) wieder gelindert, undt
gebeßert haben, also daß Sie wieder auf die Schwein-
hatz, nach Orth, verrayset, undt nach Ostern,
dero copulation, zur Neẅstadt, ohne sonderes
gepränge, anstellen wollen.


Die Evangelische Schulpursche, zu Dortmündt
im Lande von der Margk, sol an Mariæ Emp-
pfängnüß abendt, die kirche undt Closter
des prediger ordens aldar, das Schwartze kloster
genandt, nahe an der Evangelischen Schule gelegen,
mit Steinwerfen rundumb bestürmet, undt
die Münche, auß ihren Zellen, in die kirche,
getrieben, haben. Dörfte lose händel setzen.


Der Tartarische Gesandte9, rayset auß
Schweden, durch Dennnemargk, undt Polen,
wieder zu rügke. Sol nichts erhalten haben.


Die Donna Olympia, kömpt bey dem Pabst,
wieder zu gnaden, als man vermeinet.
Der Pabst, hat am Frantzösischen hofe den Ambassadeur ver-
klaget, das er böse buben herbergete, iehner
aber, sich damit endtschuldiget, das er die armen
vertriebenen Neapolitaner, auß mittleyden, aufgenommen,
nur auf eine zeitlang, weil ihnen der Pabst, mit freyem Paß, nicht wjll- || [[Handschrift: 37v]]
fahren wollen, auf undterschiedliches begehren.
Der außschlag, dieses Streitts, wirdt von Paris,
erwartett, wo ferne der pabst, damit vergenüget.


Die Conferentzien, wegen der Gräntzescheidung
zu Stettin, sollen noch, vor sich, gehen. Jtem:
Die Friedenßtractaten zu Lübegk, zwischen
Polen, undt Schweden, Frangkreich, undt der
hertzogk von Curlandt, sollen die vornehm-
sten Mediatores sein.


Graf Magnus de la Gardie, undt der
KriegsPræsident, Alexander Erßkein,
sollen im Februario nacher Wien, ablegiret werden,
die lehen, wegen der Königinn, vom Kayser,
(über die, im friedensinstrument gewonnene
Fürstenthümber im Reich,) zu entpfangen.


herr Biörneklaw, wirdt ehistes aufsein
nacher Wien, als Königlicher Schwedischer resident,
daselbst ordinariè zu verbleiben, undt
der großen Gesandschaft, die bahne
zu bereitten.


Der Düc de Guise ist noch gefangen in
Spannien, kan nicht loß kommen, weil es
ihme, an geldt gebricht perge

|| [[Handschrift: 38r]]


Der Türckische Gesandte10, (welcher zu Madrill gewesen)
Sol im rügkwege zu Maiorica, gestorben, zuvor aber, von
selbigem Ertzbischoff zum Christlichen glauben, bekehret,
undt getauft worden sein.


Oberlender, ist heütte in die Sahle gefallen, wehre baldt er-
trungken, als er in einem kipkahn, überfahren wollen. Gott Lob! undt dangk! <Der ihn bewahret hat, der helfe ferner, mit gnaden!>

Samstag den 18den: Januarij; 1651.

<Nix.>


Wann sich Oberlender, nicht am großen Sail, so über die
Sahle gehet, (die fehre überzuführen) gestern sich mit
machtt, (weil ihn der Strohm, stargk getrieben,
undt er in seinem langen rogk oder Mutzen,
biß an gürtel, <viel> waßer geschöpft,) genaw
erhalten hette, meinet man er wehre ersoffen,
ehe man ihm, zu hülfe kommen können. Jst also
außerm Schertz gewesen. Gott beschirme ferner, väterlich!


Michael Ringk ist (Gott Lob) fæliciter wiederkommen, per
nives, per montes, per saxa (per ignes, qasi vel) Gott lob,
sed re infecta et cetera Gott helfe ferner, mit gnaden!


Il a apportè, dès pappiers; rien, de solide!


Baldt darnach, ist ein bohte, vom Landgraf her-
mann, ankommen, derselbe schreibet mir, undt bittet
mich, ihme, einen Cantzeleyraht, undt Assessorem
zuzuweysen, auß diesem Lande, undt von der
religion, weil in heßen, alles desolat in Schulen, die
meisten, in krieg, gelauffen, auch proceß im Lande, die leütte
abschregken; aldar zu dienen. hat gute confidentz, zu mir!

|| [[Handschrift: 38v]]

Sonntag den 19den: Januarij; 1651.

<Kälte.>


Mon petit Charles, a songè en ma chambre, ceste
nuict, de la mort de ma femme, qui seroit soudajnement
disparuë en l'Eglise, apres avoir ouy le presche dü Mi-
nistre de Palberg, icy, et la servante Susännichen,
l'auroit cerchèe en nostre tombeau, & l'auroit
trouvèe morte, dans la biere, ou cercueil, les
mains toutes froides, & le visage aussy, dont
on eüst fort pleurè, & luy aussi le petit, en
pleüra tant, a bon escient, qu'a peine le
peüst il oublier, s'estant rèsveillè! Mais
ordinairement, Songes; sont, mensonges!


Vormittags, hat Er Marggravius, auf unserm Sahl
geprediget. et cetera


Extra zu Mittage, die Rindtorfinn, undt Doctor Mecho-
vium, gehabtt. Er Marggraf hat sich absentiret.


Nachmittagß, zur kirchen, cum filiis, in des Diaconj
Jonij; predigtt.

Montag den 20ten: Januarij; Frost. Schnee. 11.


Avis: daß nicht allein zu Pfuhle, undt zu Küstrena
alles, im waßer stehet, sondern auch, zu Groß:
undt Klein Rosenbergk, zu Breidenhagen, zu
Agken, allwo die leütte, weder auß- noch ein können,
in die drey Tage lang, mit den glocken, gestürmet, || [[Handschrift: 39r]]
umb hülfe, undt daß aldar gelegene, auch von vielen
Bernburgern, erkaufte bawholtz, an der Elbe, weg-
geschwemmet worden. Patientia!


Schreiben von Gottorff, undt Norburgk, gratulationes.

Dienstag den 21ten: Januarij; 1651.


Schreiben von Chur Pfaltz, vom Marggraf Christian,
von Madame Elizabeth, von der wittib, zu hilpoltnstain,
vom Sekirka. et cetera


Die avisen geben:


Daß der gute Pfaltzgraf Philips, gewiß geblieben.
Das Türenne sich recolligire, undt die außge-
rißenen Officirer, straffe! mit decollirung, und relegation.


Daß Cromwell, das casteel zu Edinburgk
mit accord erobert, undt der König in Spannien,
wie auch, die herren Staaden, mit dem Engelländischen
Parlament, (wieder vermuhten) eine alliance geschloßen,
undt der König in Portugall, gleichmeßiges
suche, Printz Ruprecht aber, geschlagen worden seye.


Tortosa in Catalonien, hetten die Frantzosen verlohren.
Der Türgke, würde mächtig, contra Venetos.
Jn Polen, währeten noch die turbæ, und gefahr.
Jn Schweden, determinirte man auch eine Le-
gation, nach der Tartarij. Genua securirte
mächtig, an geld, und schiffen, die Venetos; nur umb des Königlichen
Tituls, willen. Die Königin in Hispanien, wehre gravida.

|| [[Handschrift: 39v]]


Schreiben von Schwester Sophia Margaretha daß dieselbe baldt anhero
zu kommen, gedengket, et qu'on void a Berlin, derechef
la femme blanche, sans teste, ce que plüsieurs craig-
nent, denotera la mort de l'Electeur (ja, à Dieü, ne
playse!) et qu'il y a encore d'autres meschans signes.


Briefe von Zerbst, in vielen publicis, undt
Landeßsachen. Gott helffe emergiren!

Mittwoch den 22ten: Januarij; 1651.

<Kälte.>


Jn die wochenpredigt, mit Victore Amedeo; gezogen.
Er Jonius, hat geprediget. Den Text:


Sol ich dich schützen Jsrael, Sol ich nicht billich, ein
Adama auß dir machen, undt dich wie Zeboim
zurichten, et cetera Aber Meine Barmhertzigkeitt,12 etcetera
Mein Sohn Carolus Ursinus, hat Manna einge-
nommen, Gott laße es ihme wol bekommen! et cetera


Avisen, von Erfurdt, per Hartzgeroda. Confor-
miren sich mit den Leiptzigern. Der Schnee droben
lieget so tieff, das man auch von hartzgeroda,
nacher Gernroda, nicht forthkommen kan. et cetera


Michel Ringk, ist von Magdeburgk, Gott
Lob, unversehrt wiederkommen. Die wölffe sollen
undterwegens, die leütte, sehr molestiren,
undt beschädigen.

|| [[Handschrift: 40r]]


Briefe vom Könige Friederico III. in Dennemargk
vom Hertzogk hanß, zu Eütin, vom hertzogk Philippo
Meinem Schwager, entpfangen, alles höfliche gratulationes.

Donnerstag den 23ten: Januarij; 1651.


Hier au soir, üne ancienne bouche voulüt prophetiser
beaucoup dès chastiemens de Dieü, ceste annèe, comme:
d'inondations, de chertè, famine; peste; &cetera &cetera &cetera
Le bon Dieü, nous en vueille, benignement preserver!


Es ist gestern abendt, abermalß, ein Stingkender
duftiger Nebel eingefallen, unahngesehen
des großen frosts, undt käldte. perge Die
Sahle fället zwahr etwaß.


Jch habe an Fürst hanßen, geschrieben, undt Jhrer
Liebden meine gedangken, (weg<mit> Jhrer Liebden mich in hoc
passu, conformirende,) zu erkennen, gegeben,
wegen des unnöhtigen LandtTags, undt daß
ich darmit, nichts zu schaffen, auch keine
Spesen, wieder Mich selbst, conferiren wollte,
Sintemal die einkommenden Steẅren,
des Bernburger Antheils kawm sufficient, mich
undt die meynigen, zu befriedigen. Mein ius
quæsitum, ließe ich Mir, nebenst dem er-
langten Dominio, an den Steẅren, durch andere credi-
tores nicht nehmen. Man würde nur, einen Concursum, und Verhetzung, || [[Handschrift: 40v]]
veruhrsachen, & talia! habe auch an Fürst Augustum
geschrieben, alles, nomine meo, & fratris Fridericj.
Gott helfe doch einmahl, emergiren!


Mein Sohn Victor Amadeus, hat heütte auch
Manna gebrauchtt 4 loht, Gott laße es
ihme, wol bekommen! undt gedeyen!


Carolus Ursinus, nahm gestern 2 loht ein, hat
nur dreymahl operiret, bey ihme. Mag eine,
allzuschwache Dosis, gewesen sejn.


Noirmont, ist bey mir, gewesen. perge allerley
importantzen zu referiren, undt ist extra zu Mittage geblieben.


Zacharias, ist von Ballenstedt wiederkommen,
mit Victualien, undt briefen von dannen,
wie auch von dem hertzogk, undt hertzoginn
zu Wolfenbüttel, in höflichen terminis!


J'ay èscrit, aux Princesses Catherine,
& Elizabeth; a Crossen. Dieu donne süccèz!

Freitag den 24ten: Januarij; 1651.

<Kälte.>

<1 Rehe von Ballenstedt.>


heütte habe ich etzliche wagen, mit getreydig
nacher Magdeburg, geschicktt. Gott wolle
sie geleitten!
Doctor Philippus Beckmannus, hat sich, bey mir eingestellet
zum Neẅen Leibmedico. Gott gebe unß glügk zusammen!

|| [[Handschrift: 41r]]


J'ay receü lettres, & dèspences, (in causa Religionis
Servestana) dü Directoire de Plötzkau


Secretarium Paul Ludwig habe ich Nachmittage bey Mir
gehabt, in jmportantissimis. perge

Samstag den 25ten: Januarij; 1651.

<Dies Paulj, Clara.>

<Kälte. Schön helle wetter. 2 hasen Oberlender geschoßen>


Diese Nacht, habe ich, einen stargken fall ge-
höret. Cela ne me plaist point!


J'ay expediè, dès déspeches, d'jmportance,
que Dieü vueille benir! & bienheürer!


Jch bin nachmittagß, in schönem klahren wetter,
hinauß spatziren, undt schießen gegangen, auf
die krähenhütte, undt sonsten, aber nichts
angetroffen, alß wenig Sperlinge, zu schießen.


Am heüttigen Tage, Paulj bekehrungs, ist
es helle, undt klahr wetter, secundum vulgatum
Clara dies Paulj; bona Tempora denotat annj!

Sonntag den 26ten: Januarij; 1651.


Michael Ringk ist (Gott Lob) fæliciter von Magdeburg wiederkommen.


Ce ieüne compagnon a desja bien de l'addresse,
Dieu le benie! & luy continuë ses graces! Amen!


Extra zu Mittage: den CammerRaht Doctor Mecho-
vium, und Magister Enderling gehabtt. et cetera


Nachmittags cum filijs, in des Marggravij; predigt,
in die kirche gezogen. Ein Toller hundt ist in reditum, uns begegnet || [[Handschrift: 41v]]
undt hat Wentzeln, den Mundtkoch, angefallen,
das er bluhtrünstig worden, wie auch den hauß-
knechtt Clemen. Er hat auch alle kleine
hunde im Schloße (utriusque sexus) fast gebißen.
Der page Wartemßleben, hat ihn Todtgeschoßen. et cetera

Montag den 27ten: Januarij; 1651.

<2 hasen Viktor Amadeus und Einsidel.>


Der Neẅe Medicus, Doctor Beckmannus, ist bey Mir gewesen.
Jtem: der Stadtvogtt, in andern angelegenheitten.
Postea der krangk gewesene Philip Güder, deßen
iüngstes Söhnlein, an pogken, gestorben, die andern
Söhne aber, genesen. Die pogken, oder kindeß-
blattern, grassiren sehr, in der Stadt. Jedoch,
sterben wenig darahn. Gott helfe ferner, mit gnaden!


Jm hartz, ist so tiefer Schnee, das hirsche,
wild, undt Füchße, zun leütten, in die höfe
hineyn lauffen, umb Stollbergk herumb,
auch viel umbkömpt. Vmb Jlefeldt, ist es
auf die Steinklippen gestiegen, darnach, hauffendigk
herundtergefallen, undt den pawren, (nur biß auff
die heütte), preiß gegeben worden.

|| [[Handschrift: 42r]]


Hans Wentzel Rohte, Balbirer, ist auch bey Mir
gewesen; allerley Artzneysachen, undt Chirurgica
zu referiren. Il a dès beaux secrets, & estüdie
diligemment!

Dienstag den 28ten: Januarij; 1651.


Avis: daß die Elbe, umb Dresen[!] herumb, er-
goßen, undt dem lande so großen schaden gethan,
als kawm, in 100 iahren, geschehen.


Jch habe Philip Güder, undt andere in Oeconomij-
Commissionibus, bei Mir, gehabt.


Schreiben von Kayserlicher Mayestät. Jtem: von Adolf Börstel
von Monsieur dü May, vom Tobias Steffeck von Kolodey (Dieümercy!).


hofraht Jehna, wirdt mir vom Fürst Augusto
tanquam Legatus zugeschicktt. et cetera Ie m'excüse,
pour avoir prins Medecine et cetera. Il ne veüt
pas venir, au disner, quoy que ie luy aye
envoyè, ün gentilhomme de chambre, Ensidel,
iusque'a l'hostellerie, & ne veüt pas aussy
(contre son ordre pretendü) dire aux Conseillers, ce
qu'il m'a deü dire seül, suivant sa commission.


En fin; ayans disnè, il vient, de soy mesme, parler
a mon Conseiller Docteur Mechovius, auquel i'adioignis, le Secretaire Paul Ludwig
& redemande audience, ou son depart, & recreditifues.

|| [[Handschrift: 42v]]


Ie m'excüse avec la Medecine, (sentant le vent
de sa negociation odieüse) & puis ie luy propose
trois choses, 1. Ou de dire a mes Deputèz fidelles,
sa Commission. 2. ou bien, de me la donner, par èscrit,
3. Ou d'attendre, iüsqu'a 4 ou 5 heüres, au soir,
s'il luy plait, iüsqu'a ce, que ie me trouve
a l'ayse, & que ma Medecine, ait operèe.


En tout cas, de refüs, ie luy concede son depart
sans recreditive toutesfois. Car que seroit il?
avec üne recreance, sans commission?


Voyant donc ma resolütion, il se resolüst, de
dire a mes Conseillers sa charge, et cela concernoit
voirement, ce, que j'avois devinè, de vouloir me
persuader, a estre content, que le Landtag,
füst pübliè, & intimè icy, vers le 4 de Mars,
affin de contenter, 1. les creanciers, 2. pour
püblier des èdicts, touchant les commünes
canailles dü gage dès serviteürs, & dès ser-
vantes, etcetera choses de neant, & qu'on peüst
effectuër, avec moindre dèspence. Il entre-
mèsla, qu'on ne me dispüteroit point, mon
droict indübitable, aux tribüts: jus quæsitum
& que le LandtTag, obtiendroit, les aydes, pour les
freẅleinSteẅern, a quoy i'avois grand jnterest.

|| [[Handschrift: 43r]]


Je repliqiay, apres plüsieurs dispütes, allèes, & Ve-
nuës, de mes Depütèz, que ie tenois, le Landtag,
pour jnütile. Que les Fräulein Steẅer, estoit desja
üne chose faite il y a 500 voire mille ans.
Qu'il ne falloit pas, la tirer en controverse.
Que l'on devoit attendre, la Diete Imperialle,
le terme de nostre Diete, estant trop court.


Qu'en fin, ie me declarerois a leür contente-
ment, s'ils me donnoyent ün Revers, signè
Nota Bene[:]dès Princes, & de l'Außschuß, que ce Landtag,
Nota Bene[:]ne me devoit contrarier, nj preiüdicier, en
Nota Bene[:]rien, in meo jure quæsito, & qu'aultrement
ie n'y avois jamais acconsenty, ni desirè d'y
contribuër, ün denier, comme de fait, ie ne
l'ay point fait, &cetera Il insista, de signer
la lettre, au Prince Jean, mit vorbehalt, afin
qu'on peüst avancer, l'intimation. Je
n'en voulüs rien faire; alleguant, comme
autresfois i'aurois estè picquè avec telle
Clause, et jcelle mal jnterpretèe.
Que l'enfant brüslè, craignoit le feü, & que
ie n'en ferois rien. Ainsy ie le renvoyay,
re infecta, <avec ün recreditif &> avec Complimens, sans audience.

|| [[Handschrift: 43v]]


Die avisen geben; daß große ergießungen der waßer,
<an der Donaw, Rhein, Mein, Elbe, &cetera vorgehen.>


Jtem: Daß der Kayser wol auf seye, undt viel Au-
dientzen, undt belehnungen, ertheile.


Dero Oberster kammerherr, Grave von Buchhaim,
(mein bekandter, undt von Jhrer Mayestät sehr
æstimirter, qualificirter Cavaglier,) wehre
leyder! gestorben, undt zu klagen!


Jhre Mayestäten wollen der crohn Polen, assistiren.


Daselbst werden, in die 50000 Mann, zu roß,
undt allerley media, geldt zu erfinden, zum
Cosagken, undt Türckenkriege, zu Warschaw,
aufm Königlichen ReichßTage, erdachtt.


Die Venezianer, sollen sich, mit Polen, ver-
bunden haben, offensivè, & defensivè, contra Turcam.


Der Große Cham[!], (welcher mit seinen Tartarn,
den Cosagken, beystehen soll) hat auch seine,
undt seiner angehörigen Brüder, gemahlin,
Mutter, Sohnes, undt vornehmsten Visiers
undt also 7 Gesandten, nacher Strogkholm,
geschickt, die Königinn in Schweden, wieder
Polen, undt Moßkaw, zum kriege, zu animiren.
Sol aber hierinnen, wenig außgerichtet haben.

|| [[Handschrift: 44r]]


In Engellandt, erheben die Parlamentarij die Cristas,
weil Printz Robert zur See geschlagen worden,
undt viel Schiffe, geschütz, undt volgk, verlohren,
auch mit genawer noht, darvon kommen.


So sol auch der König in Spannien, numehr Sie vor
eine freye Repüblique, erkennen, undt der Spannische
Ambassadeur zu London, dergleichen publiciret haben.


Jm Niederlandt, trachtet man, auf das exem-
pel der nachfolge, wiewol etzliche darwider sein,
undt in Neẅligkeitt, mißverstände, mit ihnen,
zur See gehabt, aber zu beförderung beyderseitß
Commercien, scheinet es fast, alß wolle man,
alle nebenconsiderationes, hindahn setzen.


Jn Frangkreich, wil es auch fast das ansehen
gewinnen, (unerachtet beyderseits vorgehender
verbitterungen, undt auch thätligkeitten)
alß ob die consideration der commercien, das præ
gewinnen, undt die Parlamentischen, vor eine
freye Repüblique gleichßfalß erklähren dörfte.
Gleichwol, sol der Frantzösische Ambassadeur in London,
außgewiesen sein, weil er in seinem hause,
Meße halten laßen. Jn Schottlandt, ist das
auffbott, ergangen, nach deme das Casteel zu Edin-
burgk, sich den Parlamentischen Englischen, ergeben.

|| [[Handschrift: 44v]]


Zum Kiel, sollen viel Dennemärckische wagen,
wol bespannet, vor den König in Dennemargk,
mit geldern, auf selbigen umbschlag, ankommen sein,
inmaßen auch, der hertzogk Friederich von Gottorf,
aldar gewesen, undt schulden getilget.


Der iunge Printz von Uranien, ist mit
solenniteten, getaüft, undt Wilhelm heinrich,
genennet worden. Etzliche großen, undt Städte
haben ihn, alß Gevattern, auß der Tauffe, gehoben.
Gott gebe, ihm, die wahre erkendtnüß, gute
gedeyligkeit, gesundtheit, undt Langes Leben!
undt das er Gott, undt seinem Nechsten, recht
wol diehnen möge!


Jn Catalonien, ist nicht allein Tortosa,
Sondern andere örther mehr, vor Frangkreich,
verlohren gegangen, undt beklagen die
Frantzosen, 60 millionen, welche sie, in selbi-
ges landt, spendiret, undt hinein gestegktt.


Cardinal Mazzarinj, verfolget seinen Sieg.


hingegen, halten die Geistlichen, wie auch die
meiste Noblesse, undt Parlamenta, in Frangkreich
ahn, damit die gefangenen Printzen, auf freyen
fuß, gestellet, undt die turbæ, gestillet werden möchten.

|| [[Handschrift: 45r]]


J'ay dès particülaritèz: Que l'Ambassadeur Danois
a eü competence, avec les Ambassadeurs de Brunswig, a la
Cour Imperialle, pour le fief, que les derniers, ont obtenü,
pendant, que l'autre alloit pourmener, en Hongrie.


Que les Ambassadeurs de Swede, se retiennent tant
qu'ils peüvent, de ne venir accoster la cour,
Imperiale pour leur fief, affin de n'entrer en dispüte,
avec cest Ambassadeur Christian Rantzau craignans, qu'il ne soit
plüs favorisè, de Sa Majeste Imperialle, qu'eulx,
& quand il sera party, ils veülent adonc se presenter.


Ün ieüne Landgrave de Hessen, a protestè,
contre l'infeüdation, de l'Ambassadeur de Cassel, quj
se nomme, le Conte Krosigk; (car en France, on l'a
fait Conte, ce nostre vasal, & compatriote, Adolfe
Guillaume) mais il a obtenü son fief, au nom
de son Maistre, l'autre, venant trop tard,
avec sa Protestation.


Il y a aussy, dès Ambassadeurs <, de l'Electeur Palatin. Wirtemberg, Brunswigk; Hessen, item:> de Regozzj, de Meck-
lenbourg, & d'aultres. Ceux, qui ont eü esperance,
de ces deniers, ont fait peür, avec dès monitoires,
ceux qui estoyent tardifs, a cercher leür jnfeüdations.


L'AmbassadeurGrand Türc, est aussy fort honorè, lá.


Le cose di Don Agesilan, de Colchos, han apparenza, di buon successo. et cetera

|| [[Handschrift: 45v]]


Der hofmeister Einsidel, ist heütte, nacher Cöhten,
Rindtorf aber, nacher Grüninghen. perge Gott geleitte Sie!


J'ay depeschè ce soir, Hans Eckardt pour l'envoyer, demainb,
Dieu aydant, á Zerbst, avec lettres, au Prince Jean,
& pour aller querir, de la biere. Dieü le conduyse!


Avis: daß Chur Saxen, undt Chur Brandenburg in
kurtzem, zur Nawmburgk, zusammen kommen wollen.


Dieü vueille! que ceste conference, ne face dü
dommage, á ceux, quj sont innocens tiers!!!

Mittwoch den 29ten: Januarij; 1651.

<Nix.>


Jn die wochenpredigt, cum filijs.


Extra zu Mittage, ist da geblieben, apud
nobiles, & virgines; der caplan Jonius, undt Schwe<a>rtzenberger, welchen ich zugesprochen, singillatim!


Avis: daß den 16. Decembris stilo veteri zu Wien,
am hellen Tage, drey Sonnen, gesehen worden,
welche von 8 uhr, ahn, biß umb: 12 gestanden,
undt vieler nachdengken, veruhrsachet. et cetera


Avis: diesen abendt, daß die Sahle, umb
Mörseburgk herumb, sich ergoßen, undt etzliche
Dörfer verderbt, auch haüser, hinweggeschwemmet.
Gott bewahre unß, vor dergleichen unheyl!

|| [[Handschrift: 46r]]

Donnerstag den 30ten: Januarij; 1651.

<Schnee. 1 Stügk wildt, undt ein Rehe von Ballenstedt.>


Briefe, geschrieben, hier, undt dorthin, Paris Werder undt Rothe <(Dieu les benie!)>
den Feldtschährer, bey Mir gehabt. Jtem:
Den Amptmann, Reichardt. perge


Avis von Ballenstedt daß selbiger Amptmann sehr krangk
ist. Gott wolle es mit ihme, zur beßerung, schigken!


Sie vertrösten auf wildpreth, &cetera Briefe von hertzbergk.


Mein kleiner Carll, ist auch hinauß geritten, nacher
Zeptzigk, undt Palbergk, haben eine gute Menge
hasen, undt Räphüner, angetroffen, aber wegen
des tiefen schnees, weder hetzen, noch fangen können.

Freitag den 31sten: Januarij; 1651.

<große kälte. 2 hasen, Viktor Amadeus undt Iohann Balthasar Oberlender.>


Die fuhre von Zerbst, mit 4 faß biers, ist in die-
ser Nachtt, mit hanß Eckardten, wiederkommen, und
hat schreiben von Fürst Johanßen, an mich gebracht.
<Das bier ist in der nacht, etwas angefrohren.>


Die iehnigen, so nach Ballenstedt, fahren, undt
bawholtz, zur Mühle, anschaffen sollen, haben sich un-
gehorsam, wiederspenstig, undt refractarisch, erzeiget,
also: das ich alle pacientz verlohren, auf solche
wiederwertigkeitt, undt interruption vielfäl-
tig gemachter anstaltt, undt stipulirter zusage.
Gott wolle mir Meine Sünde verzeyhen! undt
die ungehorsahmen, exemplarisch demühtigen!

|| [[Handschrift: 46v]]


Nachmittagß, in schönem (wiewol kaltem) wetter, bin
ich hinauß spatziren gegangen, an die Sahle, undt über
einen Theil derselben, auch sonst habe ich, zum rechten gesehen.


Textapparat
a Die Wortbestandteile "zu" und "wieder" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
b Die Silben "de" und "main" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.

Kommentar
1 Unleserliches gestrichen.
2 Person nicht ermittelt.
3 Person nicht ermittelt.
4 Person nicht ermittelt.
5 Hier: Damm.
6 Hier: Damm.
7 Ps 68,20-21.
8 Irrtum Christians II.: Der Comte Philippe-Emmanuel de Ligniville überlebte seine Verletzungen.
9 Person nicht ermittelt.
10 Person nicht ermittelt.
11 Unidentifiziertes Kreissymbol.
12 Os 11,8.
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1651_01.xml
XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
Ablager
Beherbergung und Verpflegung
ablegiren
jemanden entsenden, beordern
Accord
Vereinbarung, Vergleich
Accord
Vertrag zur kampflosen Übergabe eines Ortes
afficiren
bewegen, rühren, einwirken
alteriren
verwandeln, verändern
alteriren
(sich) aufregen
alteriren
aus der Fassung bringen, erschrecken, aufregen
aperiren
öffnen, aufmachen
appliciren
(sich zu etwas) eignen
attendiren
Aufmerksamkeit auf etwas richten, beachten
Ausschlag
Entscheidung
Ausschlag
Ausgang, Ende
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Avisenbote
Nachrichtenbote
Balbier
Barbier
bancquetiren
üppige Festmähler halten, schlemmen, prassen
Bulawa
historischer Kommandostab der Saporoger Kosaken
Cassation
Abschaffung, Abdankung, Auflösung
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
Commercien
Handelsgeschäfte
conferiren
jemandem etwas (z. B. ein Amt oder ein Lehen) übertragen
Confidenz
Vertrauen, Vertraulichkeit
Confirmation
Bestätigung
confirmiren
bestätigen
conformiren
beistimmen, übereinstimmen, sich fügen
conformiren
anpassen
conformiren
abstimmen, vergleichen
Conjunction
Vereinigung, Zusammenführung
Conjunction
Verbindung
conjungiren
verbinden, verbünden, vereinigen, zusammenführen
Consideration
Überlegung, (eingehende) Betrachtung, reifliche Erwägung
Consideration
Wichtigkeit
Copulation
Trauung
Decollirung
Enthauptung
Defensionswerk
Verteidigungsanlage, Befestigung
Defensionswerk
Gesamtheit aller Verteidigungsmaßnahmen
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
ein
ungefähr
emergiren
emporkommen, herauskommen
erlegen
etwas entrichten, begleichen, bezahlen
Fähnlein
kleinste Gliederungseinheit der Infanterie (Kompanie)
Friedenstractat
Friedensverhandlung
Fußvolk
sämtliche Soldaten zu Fuß (Infanterie) innerhalb eines Heeres
Gemeine
(Kirchen)Gemeinde, Gesamtheit der Einwohner eines Ortes
genung
genug
Importanz
Bedeutung, Wichtigkeit
Importanz
wichtige Angelegenheit, Sache von Bedeutung
impost
Steuer
invehiren
schimpfen, wettern
Invention
Erfindung, Einfall
Jalousie
Eifersüchtelei, Neid
Kunstmühle
Mühle an der Wasserkunst
liberiren
befreien, freilassen
liberiren
erlösen, frei machen
malcontent
aufrührerisch, rebellisch
Mameluken
Bezeichnung für erkaufte Sklaven, die die Leibwache orientalischer Herrscher bildeten
Moderation
Minderung, (mäßigende) Abänderung
Moderation
Mäßigung, Zurückhaltung
Morlaken
romanische Volksgruppe an der dalmatischen Küste
ominiren
prophezeien
präcipitiren
übereilen, überstürzen
präcipitiren
herabstürzen
proponiren
vortragen
proponiren
vorstellen
proponiren
vorschlagen
proponiren
beantragen
Puffer
Taschenpistole
Pusican
keulenförmige Waffe mit einem starken, eisernen und eiförmigen Kopf
recolligiren
sich erholen, sich wieder sammeln
Reigerbusch
Reiherfedern
Relation
Bericht
Relegation
Ausweisung, Verbannung aus einem Rechtskreis (d. h. einer Stadt oder einem Land), Ausschluss aus einer Gemeinschaft
Rohr
Handfeuerwaffe
secouriren
Hilfe leisten, unterstützen, beistehen
secouriren
(ab)sichern
sieder
seit
sint(er)
seit
spargiren
ausstreuen, ausbreiten
Standarte
kleinste Gliederungseinheit der Kavallerie
Stück
Geschütz, Kanone
Stück
(einzelner zählbarer) Gegenstand, (einzelne) Sache, (einzelnes) Objekt
Supplication
Bittschrift
in alten/vorigen/(sehr) guten/passlichen/weit(läufig)en/verwirrten/ziemlichen Terminis
in altem/unverändertem/(sehr) gutem/annehmbarem/ungewissem/unklarem/angemessenem Zustand
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
travagli(i)ren
arbeiten, sich anstrengen, sich bemühen
Tschaike
leichte Galeere zur Türkenabwehr
verehren
schenken
verehren
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adlige Maskerade, die eine dörfliche oder städtische Gast- bzw. Hauswirtschaft imitieren soll
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Johann Georg Albinus
Johann Georg Weiß von Weißenlöw

geb. 1616
gest. nach 1686
Anm.: Sohn des Dessauer Pfarrers Justus (1) Albinus (1584-1635); um 1646/49 Konrektor der Schule in Dessau; 1650-1653 Stadtvogt in Bernburg; spätestens seit 1657 kaiserlicher öffentlicher Notar und praktischer Jurist in Bernburg; 1656 Nobilitierung ("Weiß von Weißenlöw").
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Agnes Magdalena von Anhalt-Bernburg

geb. 1612
gest. 1629
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; ab 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Züchtige"); seit 1628 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

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Fürstin Amoena Juliana von Anhalt-Bernburg

geb. 1609
gest. 1628
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; ab 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Sparsame"); seit 1622 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

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Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1604
gest. 1640
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; ab 1617 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Holdselige").

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Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

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Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

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Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

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Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg

geb. 1608
gest. 1632
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1626/27 Gesandtschaften nach Wien und Dresden; 1628-1631 kaiserlicher Obrist; ab 1630 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1631 kursächsischer Obrist, als welcher er in der Schlacht bei Lützen tödlich verwundet wurde; seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlbewahrte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Louise Amalia von Anhalt-Bernburg

geb. 1606
gest. 1635
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; seit 1617 Angehörige der Noble Académie des Loyales; ab 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Sanftmütige").

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Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Sibylla Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1602
gest. 1648
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; ab 1617 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Tröstende").

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Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Eva Katharina von Anhalt-Dessau

geb. 1613
gest. 1679
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Bernburg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1651-1660 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); ab 1631 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wohltätige").

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Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1579
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1600 Aufnahme in die Florentiner Accademia della Crusca ("L'Acceso"); seit 1606 regierender Fürst von Anhalt-Köthen; 1631-1635 schwedischer Statthalter des Erzstifts Magdeburg und des Hochstifts Halberstadt; 1617 Mitbegründer und bis zu seinem Tod erstes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nährende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

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Duc Louis d' Arpajon
Marquis Louis de Sévérac
Comte Louis de Rodez

geb. ca. 1601
gest. 1679
Anm.: Sohn des Comte Jean V. d’Arpajon (ca. 1570-1634); 1626 Ernennung zum Maréchal de camp; 1637 Ernennung zum Lieutenant-général; außerordentlichen Botschafter in Polen bei König Wladislaw IV.; 1651 Verleihung des Herzogstitels und Ernennung zum Marechal de France; seit 1633 Ritter des Ordens vom Heiligen Geist.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Antoine d‘ Aumont
Duc Antoine d‘ Aumont
Marquis Antoine de Villequier
Comte Antoine de Berzé
Baron Antoine d‘ Estrabonnes

geb. 1601
gest. 1669
Anm.: Sohn des Jacques d‘Aumont; früher Einstieg ins französische Militär und Teilnahme an zahlreichen Schlachten und Belagerungen; 1646 Ernennung zum Lieutenant-général; 1651 Ernennung zum Maréchal de France, 1662 zum Militärgouverneur von Paris und 1665 zum Pair de France.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christoph Bährenreutter
Christoph Bernreuth

geb. 1624
Anm.: Sohn des Bernburger, später Zerbster Kantors Thomas Bährenreutter (Bernreuth) (gest. vor 1652); Januar bis April 1651 anhaltisch-bernburgischer Registrator; Mai-September 1651 Sekretär der Pfalzgräfin Henrietta Maria von Pfalz-Simmern (1626-1651); um 1652/56 fürstlicher Sekretär in Bernburg; 1654 auch Interimslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660).
Georg Banse

geb. 1605
gest. 1670
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers, Sattelfreihofbesitzer und späteren anhaltisch-zerbstischen Kammermeisters Johann Banse d. J. (1578-1636); um 1639/41 Bernburger Freisasse (Besitzer eines Sattelfreihofs); Erbsasse auf Güsten und Quenstedt; seit 1646 fürstlicher Amtsrat (noch 1653); 1646-1650 daneben Stadtvogt in Bernburg.
Matei Basarab
Fürst (Woiwode) Matei der Walachei

geb. 1580
gest. 1654
Anm.: Sohn des Vornic Danciu; seit 1632 Fürst der Walachei.

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Kurfürstin (Henrietta Maria) Adelheid von Bayern
Geburtsname: (Enrichetta Maria) Adelaide di Savoia

geb. 1636
gest. 1676
Anm.: Tochter des Duca Vittorio Amedeo I di Savoia (1587-1637); seit 1650/52 Ehe mit Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern (1636-1679).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern

geb. 1636
gest. 1679
Anm.: Sohn des Kurfürsten Maximilian I. von Bayern (1573-1651); seit 1651 Kurfürst von Bayern, bis 1654 unter der Regentschaft seiner Mutter Maria Anna (1610-1665) und des Kuradministrators Herzog Albrecht von Bayern (1584-1666).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Herzog Maximilian Heinrich von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Maximilian Heinrich von Köln
Bischof Maximilian Heinrich von Hildesheim
Bischof Maximilian Heinrich von Lüttich
Bischof Maximilian Heinrich von Münster

geb. 1621
gest. 1688
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht von Bayern (1584-1666); Koadjutor im Hochstift Hildesheim (1633-1650), im Erzstift Köln (1642-1650) und im Hochstift Lüttich (1649/50); ab 1650 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Hildesheim und Lüttich; 1657 auch Fürstabt von Malmedy und Stablo; seit 1683 ebenso Bischof von Münster.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Philipp (2) Beckmann

geb. ca. 1615
Anm.: Sohn des Zerbster Superintendenten und Gymnasialprofessors Christian Beckmann (1580-1648); Dr. med.; um 1650/51 fürstlicher Hofarzt in Dessau; später bis 1663 Professor für Physik an der Universität Frankfurt/Oder.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Baronet Thomas Bendish

geb. ca. 1607
gest. 1674
Anm.: Sohn des Thomas Bendish, 1st Baronet of Bower Hall (ca. 1565-1636); ab 1636 2nd Baronet of Bower Hall; seit 1647 englischer Botschafter in Konstantinopel, auch über seine Abberufung vor 1655 hinaus.

Weiterführende Informationen in VIAF
Matthias Bioerenklou
Matthias Mylonius

geb. 1607
gest. 1671
Anm.: Sohn des Müllers Erik Mattsson; ab 1627 Studium in Uppsala; 1632-1637 Lehrer des späteren schwedischen Reichskanzlers Graf Magnus Gabriel De la Gardie af Läckö (1622-1686); seit 1637 Rhetorikprofessor an der Universität Uppsala; daneben ab 1640 königlich-schwedischer Kanzleisekretär; 1643-1647 schwedischer Gesandtschaftssekretär in Osnabrück; 1647-1649 Resident in Münster; 1650-1656 Rat und seit 1656 Präsident der Regierung des Herzogtums Bremen; schwedischer Gesandter in Wien (1651) und auf dem Regensburger Reichstag für Pommern (1653/54); 1659 diplomatische Mission in Frankreich; ab 1661 Hofkanzler der Vormundschaftsregierung; seit 1664 Reichsrat und Kanzleirat; Nobilitierung 1646.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte
Adolf von Börstel

geb. 1591
gest. 1656
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmannes Curt von Börstel (1549-1618); ab ca. 1609 Agent der Fürsten von Anhalt und anderer protestantischer deutscher Reichsfürsten am französischen Königshof; später auch königlicher Kammerherr in Paris; seit 1646 Herr von Rieux (Oise).
Armand de Bourbon
Prince Armand de Conti

geb. 1629
gest. 1666
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); ab 1629 Prince de Conti; 1649/50 Beteiligung an der Fronde; 1650/51 deswegen in Haft; 1654-1660 Gouverneur von Guyenne; militärische Kommandos in Spanien (1654) und Italien (1657); 1656-1660 Grand maître de France; seit 1660 Gouverneur des Languedoc.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
César de Bourbon
Duc César de Vendôme
Duc César d' Étampes
Duc César de Beaufort
Duc César de Mercœur
Duc César de Penthièvre

geb. 1594
gest. 1665
Anm.: Legitimierter außerehelicher Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); ab 1598 Duc de Vendôme; 1598-1626 Gouverneur der Bretagne; seit 1599 Duc d'Étampes et Duc de Beaufort; ca. 1607-1612 Gouverneur von Lyonnais, Forez und Beaujolais; ab 1608 Duc de Mercœur (de iure uxoris); 1626-1630 Gefangenschaft in Amboise; 1630-1650 wegen Beteiligung an mehreren Verschwörungen mit kurzen Unterbrechungen Exil in den Niederlanden und England; seit 1650 Duc de Penthièvre (de iure uxoris) und Gouverneur von Bourgogne; ab 1651 Grand amiral de France; seit 1652 Lieutenant-général in Aunis, Poitou, Saintonge und Angoumois; ab 1655 Surintendant général de la navigation et commerce.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Charlotte-Marguerite de Bourbon
Princesse Charlotte-Marguerite de Condé
Duchesse Charlotte-Marguerite d' Albret
Duchesse Charlotte-Marguerite de Bellegarde
Duchesse Charlotte-Marguerite de Châteauroux
Duchesse Charlotte-Marguerite d' Enghien
Duchesse Charlotte-Marguerite de Montmorency
Geburtsname: Charlotte-Marguerite de Montmorency

geb. 1594
gest. 1650
Anm.: Tochter des Duc Henri I de Montmorency (1534-1614); 1609-1646 Ehe mit Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Markgraf Christian von Brandenburg-Bayreuth

geb. 1581
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg (1525-1598) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1603 regierender Markgraf von Brandenburg-Kulmbach/Bayreuth; seit 1627 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vollblühende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Brandenburg, Haus
Kurfürsten von Brandenburg
Markgrafen von Brandenburg

Anm.: Seit 1415 reichsfürstliche Dynastie der Hohenzollern.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Johann (2) Brandt

geb. 1604
gest. 1672
Anm.: Sohn des Tirschenreuther Kantors Bartholomäus Brandt (gest. 1611); Studium in Erfurt (1623) und Altdorf (nach 1630 Promotion zum Dr. med.); ursprünglich Arzt in Reichenbach/Vogtland (noch 1630); ab 1632 kriegsbedingt in Bernburg, dort baldige Bestallung zum Stadtphysikus; (vor 1637) bis November 1649 Leibarzt des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg und spätestens seit 1647 auch dessen Rat; ab Ostern 1650 Hofarzt des Fürsten Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665) und von dessen verwitweten Mutter Sophia (1599-1654); vgl. Wolfram Kaiser / Arina Völker: Universität und Physikat in der Frühgeschichte des Amtsarztwesens, Halle (Saale) 1980, S. 38.
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Lüneburg
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Calenberg

geb. 1622
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg (1641-1648) und Braunschweig-Lüneburg (ab 1648); seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Reinherzige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg

geb. 1579
gest. 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1533–1598); ab 1604 Paragiatsherrschaft in Hitzacker; seit 1635 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel (bis 1643 Residenz in Braunschweig wegen kaiserlicher Besetzung der Festung Wolfenbüttel); Büchersammler (Bestand der ursprünglichen Bibliotheca Selenica, später Bibliotheca Augusta zum Zeitpunkt seines Todes 40.000 Bände); ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Befreiende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Sophia Elisabeth von Braunschweig-Wolfenbüttel
Herzogin Sophia Elisabeth von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg
Geburtsname: Herzogin Sophia Elisabeth von Mecklenburg-Güstrow

geb. 1613
gest. 1676
Anm.: Tochter des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); 1635-1666 Ehe mit Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg bzw. Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666); seit 1629 Angehörige der Noble Académie des Loyales; nach 1630 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gutwillige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Brederode, Familie
Herren von Brederode

Anm.: Illegitime Nebenlinie der 1299 im Hauptstamm ausgestorbenen Grafen von Holland aus der Dynastie der Gerulfinger.

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N. N. Cappion

gest. 1650/51
Anm.: Um 1650 lothringischer Obrist.
Christoph (2) Carl

geb. 1619
gest. 1688
Anm.: Sohn des Buchbindermeisters Christoph (1) Carl (gest. 1636); um 1650/53 Buchbindermeister in Bernburg; einige Jahre vor 1650 zugleich Tafeldecker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach bis Ende 1650 kriegsbedingter Aufenthalt in Preußen; seit 1654 zugleich Schulmeister in Waldau.
N. N. Carr

Anm.: Um 1650/51 royalistischer Politiker und Militär unter König Karl II. von England, Schottland und Irland (1630-1685).
Jacob Cats

geb. 1577
gest. 1660
Anm.: Sohn des Adriaen Corneliszoon Cats in Brouwershaven; Herr von Wulpen und Finningly; Studium in Leiden und Orléans (Dr. jur.); Anwalt in Middelburg und im Haag; 1621-1623 Pensionär von Middelburg; 1623-1636 Pensionär von Dordrecht; 1629-1631 und 1636-1651 Ratspensionär von Holland sowie Mitglied der niederländischen Generalstaaten; 1651/52 außerordentlicher Gesandter in London; daneben Tätigkeit als Dichter; 1627 Nobilitierung.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Armand-Nompar de Caumont
Duc Armand-Nompar de La Force
Comte Armand-Nompar de Mussidan

geb. ca. 1580
gest. 1675
Anm.: Sohn des Jacques-Nompar de Caumont, Marquis und ab 1637 Duc de La Force (1558-1652); französischer Capitaine-lieutenant des gardes du corps (1610), Maréchal de camp (1625) und Maréchal de France (1652); 1632-1637 Maître de la garde-robe du roi; seit 1652 Duc de La Force und Pair de France.

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Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1595
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gutsbesitzers Mychajl Chmelnyzkyj; Ausbildung am Jesuitenkolleg in Tschyhyryn; danach Kriegsdienst im Kosakenherr; seit 1648 Hetman der Kosaken und Anführer von deren Aufstand gegen Polen-Litauen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Hanna Chmelnyzkyj
Geburtsname: Hanna Somkiwna

Anm.: Gemahlin des Kosakenhetmans Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj (1595-1657).
César de Choiseul
Duc César de Choiseul
Comte César d‘ Hostel
Comte César du Plessis-Praslin

geb. 1598
gest. 1675
Anm.: Sohn des Ferry II de Choiseul-Praslin; seit 1612 Karriere im französischen Militär; von 1630 bis 1635 erste diplomatische Mission als Botschafter beim Herzog von Savoyen; 1636 bis 1645 Kommandant im Piemont, ab 1642 unter dem Titel des Lieutenant général des armées du Roi; ab 1649 Gouverneur von Philipp I. de Bourbon, dem späteren Duc d’Orleans und wichtiger Kriegsführer auf königlicher Seite; 1652 Ernennung zum Staatsminister; seit 1661 Ritter vom Orden des Heiligen Geists; 1665 Ernennung zum Duc de Choiseul und zum Pair de France.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Charles de Choiseul
Comte Charles du Plessis-Praslin

gest. 1650
Anm.: Sohn des César Choiseul-Praslin (1598-1675); militärische Karriere in den Truppen seines Vater bis zum Tod bei der Schlacht bei Rethel.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

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Wenzel Czerny
Václav Czerny

gest. 1659
Anm.: Geboren in Böhmen; seit 1628 Mundkoch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1636); um 1637 Betreiber der Ratsschenke in der Bernburger Bergstadt; 1639-1654 erneut fürstlicher Mundkoch; um auch 1642 Gastwirt "Zu den Drei Kronen"; seit 1654 Schenke des Ratskellers in der Bergstadt.
König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich II. von Schleswig-Holstein
Administrator Friedrich II. von Bremen
Administrator Friedrich II. von Verden
Graf Friedrich I. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1623-1629 und 1634-1644 Administrator des Hochstifts Verden; 1634-1648 Administrator des Erzstifts Bremen; 1647 Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein; ab 1648 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1667 zudem regierender Graf von Oldenburg und Delmenhorst.

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Graf Magnus Gabriel De la Gardie af Läckö

geb. 1622
gest. 1686
Anm.: Sohn des schwedischen Reichsmarschalls Graf Jakob Pontusson De la Gardie (1583-1652); schwedischer Obrist (1645), General (1648) und Reichsmarschall (1651); 1646 Sondergesandter in Frankreich; seit 1647 Reichsrat; 1648-1650 Gouverneur des Meißnischen Estats zu Leipzig; 1649-1651 und 1655-1657 Generalgouverneur von Schwedisch-Livland; 1651 Hofmarschall; 1652 Reichskammerrat und Präsident des Kammerkollegiums; 1652-1660 Reichsschatzmeister; 1660-1680 Reichskanzler; 1680-1684 Reichsdrost.

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August Adolf von Drandorf

geb. ca. 1590
gest. 1656
Anm.: Sohn des Wolf Friedrich von Drandorf (gest. 1632) auf Belgern; kursächsischer Obristleutnant (1631), Obrist (1635-1650) und Generalwachtmeister (1649); Kommandant von Leipzig (1636-1638), Magdeburg (1638-1646) und Großenhain (1648-1650); 1649/50 kursächsischer Gesandter auf dem Nürnberger Exekutionskongress; 1644 Erhebung in den Freiherrenstand.

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Charles Du Bois
Baron Charles d' Avaugour

geb. 1600
gest. 1657
Anm.: Unehelicher, doch 1615 legitimierter Sohn des Claude d'Avaugour, Comte de Vertus (1581-1637); ab 1629 französischer Diplomat; 1633-1641 diplomatische Missionen im Heiligen Römischen Reich, Dänemark, Schweden, Polen und bei den Generalstaaten; 1643-1648 französischer Resident bei der Armee Schwedens; 1643-1649 zudem schwedischer Obrist; 1649-1651 französischer Gesandter auf dem Nürnberger Exekutionskongress; seit 1654 Botschafter in Stockholm.

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Louis Du May
Louis Dumay

gest. 1681
Anm.: Französischer adliger Protestant; Seigneur de Sallettes; nach Amerika-Reise Emigration nach Deutschland; zunächst kurfürstlicher Berater in Mainz; seit 1648 oder 1651 württembergischer Rat und Professor für moderne Sprachen an der Adelsakademie Collegium illustre in Tübingen; Tätigkeit als Schriftsteller zu historischen und politischen Themen.

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Johann Dürr

geb. 1613
gest. 1689
Anm.: Sohn des Dresdener Goldschmieds Christian Dürr; Studium in Wittenberg (1636 Mag.); Dr. theol.; ab 1643 lutherischer Hofprediger, seit 1644 auch Pfarrer an der Bartholomäuskirche, ab 1648 zudem Superintendent und seit 1682 ebenso Gymnasialprofessor in Zerbst; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 237.

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François Duval
Marquis François de Fontenay-Mareuil

geb. ca. 1594
gest. 1665
Anm.: Zunächst in französischen Kriegsdiensten, zuletzt als Maréchal des camps et armées du Roy (1626); seit 1626 Conseiller d'État; französischer Botschafter in England (1626) und Rom (1641-1646 und 1647); vgl. François Duval de Fontenay-Mareuil: Depuis Le Règne De Philippe-Auguste, Jusqu'Au Commencement Du Dix-Septième Siècle; Tome L.: Mémoires De Messire Du Val, Marquis De Fontenay-Mareuil, Marechal des camps et armées du Roy [...], Bd. 1, Paris 1826, S. 3-9.

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Hans Friedrich Eckardt

geb. 1622
gest. nach 1680/vor 1683
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Brauers Johann Eckardt (gest. vor 1640); spätestens ab 1639 Bediensteter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1643/47 Amts- bzw. Hofkopist sowie vermutlich seit 1643 zugleich fürstlicher Küchenschreiber (noch 1648); um 1649/55 Kammerschreiber (Kammerrechnungsführer); um 1653 auch Kammerdiener; ab 1658 Bauherr und um 1670/80 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister sowie Rat in Bernburg; seit 1634 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

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Wolf Curt von Einsiedel

geb. 1628
gest. 1691
Anm.: Sohn des Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653); Erbherr auf Roschwitz; ab 1639 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Reisebegleiter des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693) nach Frankreich; 1645-1650 in französischen Kriegsdiensten, zuletzt als Leutnant; 1650/51 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg; 1651-1653 Kammerjunker des Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) auf dessen Reise nach Siebenbürgen; 1653/54 Hofjunker von Christian II.; 1654-1656 Kammerjunker des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); 1658/59 Kammerjunker für die Fürsten Viktor I. Amadeus und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660) auf deren Reisen nach Italien; 1659/60 Hofmeister in Harzgerode; 1660-1668 Reisehofmeister des Fürsten Wilhelm von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1643-1709) auf seiner Grand Tour durch die Niederlande, England, Frankreich, Italien und Spanien; seit 1670 anhaltisch-harzgerödischer Geheimer Rat und Hofmeister; vgl. Johann Christoph Lippian: Christ-Adeliches Trauer-Trost- und Ehren-Gedächtniß [...], Köthen 1691, Bl. E r-[F1] v.

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Elçi Hasan Pascha

Anm.: Vor 1649 osmanischer Aga; türkischer Internuntius (1649) und Großbotschafter (Elçi; 1650-1651) in Wien; 1650/51 bzw. ab 1653 Pascha (Beylerbey) von Temeswar.
Georg Enderling

geb. 1583
gest. 1664
Anm.: Geboren in Zerbst; Magister; 1618-1620 Schulkonrektor in Bernburg; Pfarrer in Altenburg bei Nienburg/Saale (1620-1635) und an der Bernburger Nikolaikirche (seit 1635); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 241.
König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

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König Wilhelm III. von England
König Wilhelm III. von Irland
König Wilhelm II. von Schottland
Graf Wilhelm III. von Nassau-Dillenburg
Fürst Wilhelm III. von Oranien

geb. 1650
gest. 1702
Anm.: Sohn des Fürsten Wilhelm II. von Oranien (1626-1650); ab 1650 Fürst von Oranien; seit 1672 Statthalter von Holland, Zeeland und Utrecht, ab 1675 zudem von Overijssel und Gelderland sowie seit 1698 auch von Drenthe; ab 1689 gemeinsam mit Gemahlin Maria II. (1662-1694) außerdem König von England, Schottland und Irland; ab 1653 Ritter des Hosenbandordens.

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Alexander Erskein
Alexander Erskine

geb. 1598
gest. 1656
Anm.: Sohn des schottischen Adligen und Greifswalder Kaufmanns Walter Erskein (1569-1643); ab 1628 in schwedischen Diensten als Hofrat und Agent in Stralsund; 1632-1634 Resident für Thüringen in Erfurt; 1634-1636 Kriegsrat bei der Hauptarmee; seit 1637 pommerscher Assistenzrat; ab 1643 Präsident des pommerschen Appellationsgerichts; 1645/46 Assistenzrat des schwedischen Generalfeldmarschalls Lennart Torstensson (1603-1651) in Leipzig; 1647/48 Vertreter der von der schwedischen Armee erhobenen Entschädigungsansprüche beim Westfälischen Friedenskongress; seit 1648 Kriegsratspräsident und Reichsrat; 1649/50 Unterhändler auf dem Nürnberger Exekutionskongress; Rat in den schwedisch besetzten Herzogtümern Bremen (1650) und Verden (1652); ab 1653 Kriegs- und Etatspräsident der Herzogtümer Bremen und Verden; seit 1655 Kriegspräsident der schwedischen Armee in Polen; 1656 polnischer Kriegsgefangener; 1655 Erhebung in den Freiherrenstand; ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fürsichtige").

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Jacques d' Estampes
Marquis Jacques de La Ferté-Imbault

geb. 1590
gest. 1668
Anm.: Sohn des Claude d'Estampes, Seigneur de La Ferté-Imbault (1526-1591); französischer Mestre de camp de cavalerie (1610), Maréchal de camp (1622), Colonel général der Schottischen Garde (1645) und Maréchal de France (1651); 1641-1643 Botschafter von Frankreich in England; später Conseiller d’État; seit 1651 Marquis de La Ferté-Imbault.

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Gregor Francke

Anm.: Geboren in Taucha als Sohn des Pfarrers Gregor Francke; Studium in Leipzig, Wittenberg, Frankreich und Schweiz; Tätigkeit als Hauslehrer der kurbrandenburgischen Fürstensöhne; 1617 Promotion zum Dr. theol. und Aufnahme als Professor an die theologische Fakultät an der Universität Frankfurt (Oder).

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Königin Anna von Frankreich und Navarra
Geburtsname: Infantin Anna von Spanien

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Tochter des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); 1615-1643 Ehe mit König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); 1643-1651 Regentin von Frankreich.

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Frankreich, Haus
Könige von Frankreich

Anm.: Geschlecht der Kapetinger, seit 1589 vertreten durch die Dynastie der Bourbonen.
König Ludwig XI. von Frankreich

geb. 1423
gest. 1483
Anm.: Sohn des Königs Karl VII. von Frankreich (1403-1461); seit 1461 König von Frankreich.

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König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

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Bartholomäus Friedrich

gest. 1664
Anm.: Geboren in der Oberpfalz; Pfarrer in Preußlitz (1636-1642) und Baalberge (seit 1642); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 252.
Sigismund von Götze

geb. 1578
gest. 1650
Anm.: Sohn des Friedrich von Götze (1540-1595); Page am Wolfenbütteler Hof; ab 1595 Studium in Frankfurt/Oder, Leipzig, Jena und Straßburg; 1603-1606 Hofmeister des reformierten Grafen Wolrad von Waldeck (1588-1640) auf dessen Kavalierstour durch die Schweiz und Frankreich; 1607-1627 kurbrandenburgischer Rat; 1613/14 auch kurfürstlicher Kommissar im Herzogtum Jülich; 1630-1637 und seit 1640 brandenburgischer Kanzler (1637-1640 abgesetzt); zudem Amtshauptmann von Gramzow; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Würdigste").

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Heinrich Gottlieb Güder

geb. 1643
gest. 1682
Anm.: Sohn des fürstlichen Küchenmeisters Philipp Güder (1605-1669) in Bernburg; um 1680/82 Lektor im "Kloster" (Hospital und Armenhaus) zu Bernburg.
Johann Christoph Güder

geb. 1637
gest. nach 1671
Anm.: Sohn des fürstlichen Küchenmeisters Philipp Güder (1605-1669) in Bernburg; Tischlermeister in Bernburg.
Johann Othomar Güder

geb. 1649
gest. 1651
Anm.: Sohn des fürstlichen Küchenmeisters Philipp Güder (1605-1669) in Bernburg.
Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Johann Christian Hammel
Johann Christian Hamel

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgermeisters Friedrich Hammel (geb. ca. 1545); ab 1650 Hauslehrer der Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); spätestens seit 1656 Stadtvogt in Bernburg; später zudem fürstlicher Rat.
Graf Johann Philipp von Hanau-Lichtenberg

geb. 1626
gest. 1669
Anm.: Sohn des Grafen Philipp Wolfgang von Hanau-Lichtenberg (1595-1641); ab 1647 Inhaber des hanauischen Amtes Babenhausen.

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Gräfin Susanna Margaretha von Hanau-Lichtenberg
Geburtsname: Fürstin Susanna Margaretha von Anhalt-Dessau

geb. 1610
gest. 1663
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1651 Ehe mit Graf Johann Philipp von Hanau-Lichtenberg (1626-1669).

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Hans (11) N. N.

Anm.: Um 1650/53 Kutscher des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Zacharias Haug
Zacharias Hugk

Anm.: Im Juni 1637 Junge im Tross des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1638 Trompeter des Herzogs Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658); um 1650/56 fürstlicher Trompeter in Bernburg.
Andreas (1) Hesius
Andreas Heise

geb. 1610
gest. 1693
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgers Simon Heise; Dr. theol.; 1642-1655 Rektor der Bernburger Stadtschule; daneben Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien (1644/45) und der Marienkirche (1645-1655) in Bernburg; 1655-1659 Pfarrer und Hofprediger in Plötzkau; seit 1659 Superintendent und Oberpfarrer an St. Marien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 285.

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Landgraf Wilhelm VI. von Hessen-Kassel

geb. 1629
gest. 1663
Anm.: Sohn des Landgrafen Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); ab 1637 regierender Landgraf von Hessen-Kassel, bis 1650 unter Vormundschaft seiner Mutter Amalia Elisabeth (1602-1651); seit 1659 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Auserkorne").

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Landgraf Hermann von Hessen-Rotenburg
Landgraf Hermann von Hessen-Kassel

geb. 1607
gest. 1658
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); ab 1617 Koadjutor des Stifts Hersfeld; seit 1622 Propst des hersfeldischen Klosters Petersberg; ab 1627 Titularlandgraf von Hessen-Rotenburg unter der Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fütternde").

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Claude-François d' Iselin
Baron Claude-François de Lanans

geb. ca. 1610
gest. 1661
Anm.: Adliger aus der Freigrafschaft Burgund; kaiserlicher Obristleutnant (um 1642) und Obrist (spätestens 1647-1650); 1648 Erhebung in den Freiherrenstand.

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Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

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Jesus Christus
Jesus von Nazareth

Anm.: Biblische Figur.

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Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Joseph

Anm.: Biblischer Patriarch.

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König Herodes I. von Judäa
Gaius Iulius Herodes

geb. ca. 73 v. Chr.
gest. 4 v. Chr.
Anm.: Sohn des Antipatros aus Idumäa (gest. 43 v. Chr.); ab 47 v. Chr. römischer Statthalter von Galiläa; seit 37 v. Chr. römischer Klientelkönig in Judäa, Galiläa, Samaria und angrenzenden Gebieten.

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Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Eleonora (Magdalena)
Königin Eleonora (Magdalena) von Böhmen
Königin Eleonora (Magdalena) von Ungarn
Erzherzogin Eleonora (Magdalena) von Österreich
Geburtsname: Eleonora (Maddalena) Gonzaga di Nevers

geb. 1630
gest. 1686
Anm.: Tochter des Carlo II Gonzaga di Nevers, Duc de Mayenne et d'Aiguillon (1609-1631); 1651-1657 Ehe mit Kaiser Ferdinand III. (1608-1657).

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Kara Murad Pascha

geb. 1611
gest. 1655
Anm.: Gebürtiger Albaner; militärische Karriere im Janitscharenkorps, ab 1648 dessen Kommandeur; Mai 1649 bis August 1650 und Mai bis August 1655 Großwesir des Osmanischen Reiches; 1650-1653 Beylerbey (Gouverneur) von Ofen; 1653-1655 Kapudan Pascha (Großadmiral); 1655 Beylerbey des Ejalet Damaskus.
Jakob Kettler
Herzog Jakob von Kurland und Semgallen

geb. 1610
gest. 1682
Anm.: Sohn des Wilhelm Kettler, bis 1615 Herzog von Kurland und Semgallen (1574-1640); 1615-1621 Erziehung am kurfürstlichen Hof in Berlin; ab 1638 Mitregent im Herzogtum Kurland und Semgallen; seit 1642 regierender Herzog von Kurland und Semgallen.

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Batu Khan (Mongolei)

geb. 1205
gest. 1255
Anm.: Sohn von Dschötschis Khan; mongolischer Teilherrscher und Gründer der Goldenen Horde.

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İslâm III. Giray Khan (Krim)

geb. 1604
gest. 1654
Anm.: Sohn des Krim-Khans Selâmet I. Giray (1558-1610); seit 1644 Krim-Khan.

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Graf Hans Christoph von Königsmarck

geb. 1600
gest. 1663
Anm.: Sohn des Konrad von Königsmarck (gest. vor 1621) auf Kötzlin; ab 1616 Page am Woffenbütteler Hof; 1620-1630 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Fähnrich; schwedischer Rittmeister (1631), Major (1633), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1640), Generalleutnant (1645) und Feldmarschallleutnant (1648); seit 1645 Generalgouverneur der Stifter Bremen und Verden; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Grafenstand; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Streitende").

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Fürst Stanisław Koniecpolski

geb. 1591
gest. 1646
Anm.: Sohn des polnischen Magnaten Aleksander Koniecpolski (1555-1609); Starost von Wieluń (ab 1607), Żarnowiec (seit 1611), Babimost (ab 1617), Bar (seit 1623) und Bytów (ab 1638); seit 1610 militärische Karriere als polnischer Rittmeister, Obrist, General, Feldhetman (1618-1632) und Großhetman (ab 1632); 1620-1623 türkischer Kriegsgefangener; seit 1625 Woiwode von Sandomierz; ab 1633 Kastellan von Krakau; seit 1635 Starost von Busk, Perejasław, Chmielnicki, Stryj, Kowel und Szczurowice; 1637 Erhebung in den Reichsfürstenstand.

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Johann Kothe

gest. 1696
Anm.: Seit Januar 1651 füstlicher Prinzen-Kammerdiener in Bernburg; spätestens 1662 Stadtschreiber und zuletzt Bürgermeister der Bernburger Bergstadt.
Adolf Wilhelm von Krosigk

geb. 1609
gest. 1665
Anm.: Sohn des (Albrecht) Christoph von Krosigk (1576-1638); 1632 sächsisch-weimarischer Hauptmann; ab 1636 in hessisch-kasselischen Diensten als Hofmeister (1637/37) und Geheimer Rat (seit 1638); 1644-1649 Gesandter beim Westfälischen Friedenskongress; 1650-1652 Resident in Wien; 1653/54 Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; Präsident des Geheimen Rats in Kassel; 1656 Erhebung in den Frei- und Panierherrenstand; ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Zerstöbernde").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Maximilian Kurtz von Senftenau

geb. 1595
gest. 1662
Anm.: Sohn des Philipp Kurtz von Senftenau (gest. 1643); bayerischer Truchsess (1618), Mundschenk (1620), Kämmerer (1622), Hofrat (1624), Hofmarschall (1635), Geheimer Rat (1636), Oberstkämmerer (1643) sowie Obersthofmeister und Landhofmeister (1649); 1638 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
François de L'Aubespine
Marquis François d' Hauterive

geb. ca. 1584
gest. 1670
Anm.: Sohn des Guillaume de L'Aubespine, Baron de Châteauneuf (1547-1629); Kriegsdienst in französischen Truppenkontingenten für die Vereinigte Niederlande, zuletzt als Obrist und General der Infanterie; seit 1639 auch Gouverneur von Breda; später französischer Lieutenant-général des armées du roi.
N. N. de L'Hôpital (1)

gest. 1650
Anm.: Angehöriger der französischen Adelsfamilie; Militär in lothringischen Diensten.
N. N. de La Fauge

Anm.: Um 1650 französischer Lieutnant-général.
Henri (2) de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri (2) de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri (1) de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

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Comte Philippe-Emmanuel de Ligniville

geb. 1611
gest. 1664
Anm.: Sohn des Comte Gaspard de Ligniville; spätestens ab 1634 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (um 1637); seit 1641 Bailli von Nancy; danach General der Artillerie und Kommandeur der Truppen des Herzogs Karl IV. von Lothringen und Bar (1604-1675); ab 1661 kurbayerischer Feldmarschall; 1664 kaiserlicher Feldmarschallleutnant.

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Henri (3) de Lorraine
Duc Henri II de Guise
Erzbischof Henri von Reims
Prince Henri de Joinville
Comte Henri d' Eu

geb. 1614
gest. 1664
Anm.: Sohn des Charles (2) de Lorraine, Duc de Guise (1571-1640); 1629-1641 Erzbischof von Reims; ab 1640 Duc de Guise; 1640/41 Prince de Joinville; 1640-1657 Comte d'Eu; 1641-1643 Exil in Flandern nach Teilnahme an Verschwörung gegen Kardinal Richelieu (1585-1642); 1647/48 Gouverneur der kurzlebigen "République royale de Naples"; 1648-1652 in spanischer Gefangenschaft; 1654 Lieutenant général der französischen Truppen im Königreich Neapel; 1655-1658 Grand chambellan de France.

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Herzog Karl IV. von Lothringen und Bar

geb. 1604
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); seit 1625 Herzog von Lothringen und Bar; 1634 vorübergehende Abdankung zugunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670); zwischen 1634 und 1641, 1641 und 1661 sowie 1670-1675 durch französische Besetzung seines Herzogtums mehrfach von der Regierung abgehalten; 1654-1659 in spanischer Gefangenschaft.

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Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Daniel Marggraf

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Dröbeler Lehrers Philipp Marggraf (gest. 1645); ab 1637 Studium am Zerbster Gymnasium Illustre; 1643-1663 Pfarrer in Waldau; 1663/64 übergangsweise Schulrektor in Bernburg; seit 1664 Pfarrer an der Bernburger Nikolaikirche; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 347.

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Maria Heilige

Anm.: Mutter von Jesus Christus, weshalb sie als "Muttergottes" bzw. "Gottesgebärerin" verehrt wird.

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Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

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Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

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Herzogin Eleonora Maria von Mecklenburg-Güstrow
Geburtsname: Fürstin Eleonora Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1600
gest. 1657
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und älteste Schwester Christians II.; 1626-1636 Ehe mit Herzog Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); ab 1637 Witwensitz in Strelitz; seit 1617 Angehörige und ab 1627 Patronin der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Tapfere").

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Herzog Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow

geb. 1590
gest. 1636
Anm.: Sohn des Herzogs Johann VII. von Mecklenburg (1558-1592); 1610-1621 gemeinsam mit seinem Bruder Adolf Friedrich (1588-1658) regierender Herzog von Mecklenburg; 1621-1628 und ab 1631 alleinregierender Herzog von Mecklenburg-Güstrow (1628-1631 Ersetzung durch Wallenstein); seit 1628 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vollkommene").

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Herzog Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin
Administrator Adolf Friedrich von Schwerin

geb. 1588
gest. 1658
Anm.: Sohn des Herzogs Johann VII. von Mecklenburg (1558-1592); 1592-1610 regierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin (bis 1608 unter Vormundschaft); 1610-1621 gemeinsam mit seinem Bruder Johann Albrecht II. (1590-1636) regierender Herzog von Mecklenburg; 1621-1628 und ab 1631 alleinregierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin (1628-1631 Ersetzung durch Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein, Herzog von Friedland); 1634-1648 Administrator von Schwerin; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Herrliche").

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Earl John of Middleton

geb. ca. 1608
gest. 1674
Anm.: Sohn des Robert Middleton of Caldhame; zunächst Kriegsdienst in Frankreich; bis 1648 militärische Kommandos im Dienst der schottischen Covenanters und des englischen Parlaments; 1648-1654 royalistischer Offizier; 1655-1660 im Exil mit der königlichen Familie; seit 1656 1st Earl of Middleton; 1660-1663 Commander in chief der Armee in Schottland; 1661/62 zudem Lord High Commissioner to the Parliament of Scotland; 1663-1668 Governor of Rochester Castle; seit 1670 Governor of English Tangier.

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Agnes Christina von Miltitz
Geburtsname: Agnes Christina von Werleben

Anm.: Thüringische Adlige; spätestens ab 1648 fürstliche Hofjungfer in Bernburg (bis 1656); seit 1656 Ehe mit Georg Friedrich von Miltitz (geb. 1627).
Alvise Mocenigo
Leonardo Mocenigo

geb. 1583
gest. 1654
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Alvise Mocenigo; ab 1609 Mitglied des Maggior Consiglio; 1613-1615 Provveditore e Capitano a Legnago; 1621/22 Provveditore e Capitano della flottiglia di fuste del Lago di Garda; 1622/23 Provveditore ad Asola; später u. a. Provveditore sopra Danari (1633/34, 1637/38 und 1640/41), Provveditore alle Fortezze e Governatore di galea grossa (1638/39) und Kommandant einer Galeere (1645/46); 1646/47 Provveditore generale delle Tre Isole; 1647/48 Provveditore generale in Candia; 1648-1651 und seit 1653 Capitano generale da Mar.

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Georg Möhring

geb. 1601
gest. 1671
Anm.: Sohn des Heinrich Möhring aus Zerbst; 1626-1653 Pfarrer in Roßlau; 1653-1671 Pfarrer in Lindau; 1651 Konversion vom reformierten zum lutherischen Glauben.
Mohammed

geb. ca. 570
gest. 632
Anm.: Prophet und Religionsstifter des Islam.

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Charles de Monchy
Marquis Charles de Hocquincourt

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn des Georges de Monchy, Seigneur d’Hocquincourt; 1635-1639 Lieutenant-genéral von Santerre sowie Gouverneur von Péronne und Montdidier; französischer Maréchal de camp (1639), Lieutenant-général des Armées du Roi (1645) und Maréchal de France (1651); seit 1642 Grand Prévôt de l’Hôtel du Roi; 1645-1655 erneut Gouverneur von Péronne, Montdidier und Roye; nach 1651 Erhebung zum Marquis d'Hocquincourt; 1652-1656 Gouverneur von Ham; 1655 Wechsel in spanische Kriegsdienste.

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François-Henri de Montmorency- Luxembourg
Duc François-Henri de Piney-Luxembourg
Comte François-Henri de Luxe
Comte François-Henri de Bouteville

geb. 1628
gest. 1695
Anm.: Sohn des François de Montmorency-Bouteville, Comte de Luxe (1600-1627); Kindheit im Exil und wichtiger militärischer Akteur der Fronde; 1659 Begnadigung und 1661 Ernennung zum Duc de Piney-Luxembourg sowie zum Pair de France; militärische Erfolge in der königlichen Armee und 1675 Ernennnung zum Marechal de France.

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Jean de Montreuil

Anm.: Von 1645 bis 1650 französischer Botschafter in London.
Baltasar de Moscoso y Sandoval
Bischof Baltasar von Jaén
Erzbischof Baltasar von Toledo

geb. 1589
gest. 1665
Anm.: Sohn des Lope de Moscoso Osorio y Castro, Conde de Altamira[ (gest. 1636) sowie Neffe des Francisco Gómez de Sandoval y Rojas, Duque de Lerma (1553-1625); Studium des kanonischen Rechts und kirchliche Laufbahn; ab 1615 Kardinal; 1619-1646 Bischof von Jaén; seit 1646 Erzbischof von Toledo.

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Graf bzw. Fürst Wilhelm Friedrich von Nassau-Diez

geb. 1613
gest. 1664
Anm.: Sohn des Grafen Ernst Kasimir von Nassau-Diez (1573-1632); zunächst in niederländischen Kriegsdiensten; ab 1640 Statthalter von Friesland, seit 1650 auch von Groningen und Drenthe; 1650 Schlüsselrolle beim gescheiterten Umsturzversuch des Fürsten Wilhelm II. von Oranien (1626-1650); 1640-1654 regierender Graf und ab 1654 erster Fürst von Nassau-Diez.

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Graf Wilhelm II. von Nassau-Dillenburg
Fürst Wilhelm II. von Oranien

geb. 1626
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); seit 1647 Fürst von Oranien und Statthalter der Niederlande.

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Nassau, Familie
Grafen bzw. Fürsten von Nassau

Anm.: Teilweise in den Fürstenstand erhobenes hessisches Reichsgrafengeschlecht.

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Salomon Nefe

geb. 1606
gest. 1662
Anm.: Vermutlich Sohn des Bernburger Bürgers Hans Nefe; ab 1641 Küster (Äditus) an der Bernburger Schlosskirche St. Aegidien (noch 1653); seit spätestens 1642 zugleich Stadtschreiber der Bernburger Bergstadt (noch 1649); zuletzt Schulmeister in Ilberstedt.
Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

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Graf Anton Günther von Oldenburg und Delmenhorst
Graf Anton Günther von Oldenburg

geb. 1583
gest. 1667
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Oldenburg (1540-1603); ab 1603 regierender Graf von Oldenburg; 1647 Erbe der Grafschaft Delmenhorst; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unbetriegliche").

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Anne-Geneviève d' Orléans
Duchesse Anne-Geneviève de Longueville
Duchesse Anne-Geneviève d' Estouteville
Princesse Anne-Geneviève de Châtelaillon
Comtesse bzw. Princesse Anne-Geneviève de Neuchâtel
Geburtsname: Anne-Geneviève de Bourbon

geb. 1619
gest. 1679
Anm.: Tochter des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1642-1663 Ehe mit Henri II d'Orléans, Duc de Longueville (1595-1663).

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Henri II d' Orléans
Duc Henri II de Longueville
Duc Henri II d' Estouteville
Prince Henri II de Châtelaillon
Comte bzw. Prince Henri I de Neuchâtel

geb. 1595
gest. 1663
Anm.: Sohn des Henri I d'Orléans, Duc de Longueville (1568-1595); ab 1595 Duc de Longueville und d'Estouteville, Prince de Châtellaillon und Comte de Neuchâtel; zunächst Gouverneur der Picardie; 1619/20 und seit 1627 Gouverneur der Normandie; 1636-1643 mehrmals französischer General in Italien; ab 1643 souveräner Prince de Neuchâtel; 1645-1648 französischer Prinzipalgesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; 1648-1653 Beteiligung an der Fronde.

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Olimpia (1) Pamphilj
Olimpia Nini
Geburtsname: Olimpia Maidalchini

geb. 1591
gest. 1657
Anm.: Tochter des Sforza Maidalchini (1561-1623); 1608-1611 erste Ehe mit Paolo Nini (1588-1611); 1612-1639 zweite Ehe mit Pamphilio Pamphilj (1563/64-1639); Schwägerin und enge Beraterin von Papst Innozenz X. (1574-1655).

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Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

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Paulus Heiliger

Anm.: Apostel.

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Jurgen Paykull
Georg Paijkull

geb. 1605
gest. 1657
Anm.: Sohn des estnischen Gutsbesitzers Jurgen Claesson Paijkull; schwedischer Reiter (1622), Fähnrich (1626), Leutnant (1632), Major (1635), Obristleutnant (1636), Obrist (1639), Generalmajor (1647) und Generalleutnant (1651); 1648-1650 Oberbefehlshaber der schwedischen Armee in Franken und Thüringen; ab 1651 Kriegsrat; seit 1654 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand.

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Clemens Pegau

Anm.: Ab Januar 1651 Hausknecht des Bernburger Schlosses; danach Gutsverwalter auf den fürstlichen Vorwerken in Bernburg (seit Oktober 1651) und Zepzig (spätestens Oktober 1653).
Alonso de Peralta y Cárdenas
Vizconde Alonso de Villahermosa de Ambite

geb. ca. 1592
gest. 1666
Anm.: Sohn des Urbán de Peralta; 1638-1655 spanischer Botschafter in London; 1655-1660 königlicher Berater in Brüssel; außerdem Mitglied im Consejo de Guerra, Consejo de Estado (ab 1652) und Consejo Real y Supremo de las Indias (seit 1660); ab 1663 Vizconde de Villahermosa de Ambite.

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Pfalzgräfin Sophia Agnes von Pfalz-Hilpoltstein
Geburtsname: Landgräfin Sophia Agnes von Hessen-Darmstadt

geb. 1604
gest. 1664
Anm.: Tochter des Landgrafen Ludwig V. von Hessen-Darmstadt (1577-1626); 1624-1644 Ehe mit Pfalzgraf Johann Friedrich von Pfalz-Hilpoltstein (1587-1644).

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Pfalzgräfin Elisabeth von Pfalz-Simmern
Äbtissin Elisabeth (1) von Herford

geb. 1618
gest. 1680
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); ab 1661 Koadjutorin und seit 1667 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Herford.

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Pfalzgräfin Katharina Sophia von Pfalz-Simmern

geb. 1595
gest. 1665
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); nach 1621 Leben am kurfürstlichen Hof in Berlin bzw. Crossen (Oder).

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Pfalzgraf Philipp Friedrich von Pfalz-Simmern

geb. 1627
gest. 1650
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Erziehung in Den Haag und am französischen Hof; danach niederländischer Rittmeister; 1646 Flucht aus den Vereinigten Niederlanden nach der Tötung des französischen Emigranten Jacques de L'Epinay im Duell; zuletzt lothringischer Obrist.

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Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb. 1619
gest. 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647/48 französischer Maréchal de camp; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistischen Flotte, die 1651 zur Freibeuterei überging; 1653-1655 Master of the Horse; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee und des Admirality Committee; ab 1668 Lord High Admiral; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Pfalz, Haus
Kurfürsten von der Pfalz
Pfalzgrafen bei Rhein

Anm.: Rheinpfälzischer Zweig der reichsfürstlichen Wittelsbacher-Dynastie.

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Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

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Joachim Plato

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Sohn des Amberger Pfarrers und Kircheninspektors Matthius Plato (1545-1617); 1619-1625 Pfarrer in Nittenau/Regen; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Hoym; 1638-1642 Pfarrer in Ballenstedt; seit 1642 Superintendent und Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 379f.

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Polen, Haus
Könige von Polen

Anm.: Polnischer Zweig der (1521-1654 die schwedischen Könige stellenden) Dynastie der Wasa, der 1587-1668 in Polen und Litauen herrschte.
König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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König Wladislaw IV. von Polen
Großfürst Wladislaw II. von Litauen

geb. 1595
gest. 1648
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1610-1613 erwählter Zar des Moskauer Reiches; ab 1632 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1615 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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König Johann IV. von Portugal
Duque João II de Bragança

geb. 1604
gest. 1656
Anm.: Sohn des Duque Teodósio II de Bragança (1568-1630); ab 1630 Duque de Bragança; seit 1640 König von Portugal.

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Graf Johann Rudolf von Puchheim

geb. ca. 1600
gest. 1651
Anm.: Sohn des Grafen Johann Christoph von Puchheim (1578-1619); ab 1625 kaiserlicher Kämmerer; 1634 Sondergesandter in Konstantinopel; seit 1635 Oberstkämmerer von König bzw. Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1637-1645 Reichshofrat; ab 1645 Geheimer Rat.

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Fürst Janusz (2) Radziwiłł
Fürst Jonušas (2) Radvila

geb. 1612
gest. 1655
Anm.: Sohn des Fürsten Krzysztof Radziwiłł (1585-1640); 1633-1646 Großkämmerer von Litauen; 1646-1653 Generalstarost von Samogotien; 1646-1654 Feldhetman von Litauen; ab 1653 auch Woiwode von Vilnius; seit 1654 Großhetman von Litauen; ebenso Starost von Kamieniec Litewski, Sejny und Kazimierz.

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Lorenzo Raggi

gest. 1687
Anm.: Neffe des Kardinals Ottaviano Raggi (1592-1643); Studium der Philosophie in Rom; ab 1641 Kleriker der Apostalischen Kammer; seit 1647 Kardinal.

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Georg II. Rákóczi
II. Rákóczi György
Fürst Georg II. von Siebenbürgen

geb. 1621
gest. 1660
Anm.: Sohn des Georg I. Rákóczi, Fürst von Siebenbürgen (1593-1648); ab 1642 (Mit-)Fürst und seit 1648 allein regierender Fürst von Siebenbürgen.

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Graf Christian von Rantzau

geb. 1614
gest. 1663
Anm.: Sohn des königlich-dänischen Statthalters Gerhard von Rantzau (1558-1627) in den Herzogtümern Schleswig und Holstein; 1633/34 dänischer Hofjunker; 1634-1636 Kammerjunker; 1639 Amtmann und ab 1640 Landrat in Rendsburg; 1643-1645 dänischer Generalkriegskommissar; seit 1648 Geheimer Rat; 1648-1661 königlicher Statthalter in Schleswig und Holstein; 1648 zudem Inspektor und ab 1649 Amtmann von Steinburg; seit 1649 auch Landvogt von Süderdithmarschen; ab 1661 königlicher Oberstatthalter in Schleswig und Holstein sowie Präsident des Staatskollegiums (Premierminister); 1650 Erhebung in den Grafenstand; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gezierte").

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Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Helena von Rindtorf
Geburtsname: Helena Bohusch von Ottoschütz
Helena Bohuš z Otěšic

Anm.: Tochter des böhmischen Adligen Bohuslaus Bohusch von Ottoschütz; 1628 Emigration nach Annaberg in Sachsen; spätestens 1643 Hofjungfer in Bernburg; danach bis 1649 Kammer- bzw. Hofjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675) bzw. der fürstlichen Fräulein; seit 1649 Ehe mit Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
N. N. Ringk (1)
Geburtsname: N. N. Sutorius

Anm.: Tochter des späteren Ballenstedter bzw. Bernburger Pfarrers Leonhard Sutorius (1576-1642); Mutter des Lakaien Michael Ringk.
N. N. Ringk (2)

geb. ca. 1636/37
Anm.: Schwester des Lakaien Michael Ringk.
Michael Ringk

Anm.: Seit 1650 fürstlicher Lakai in Bernburg; um 1657 Amtsschreiber in Ballenstedt.
Giacomo da Riva

Anm.: 1648-1650 venezianischer General und Befehlshaber einer Kriegsflotte gegen die Türken; um 1652/53 Provveditor generale dell'armi nel Regno di Candia.

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Ludwig Röber
Ludwig Rober

geb. 1619/20
gest. 1687
Anm.: Bruder des Prinzenlehrers Christian Röber; ab 1643 in anhaltisch-bernburgischen Diensten; bis 1650 fürstlicher Gutsverwalter in Baalberge; 1650-1656 Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1653 zugleich Gutsbesitzer in Baalberge; um 1673 Richter in Baalberge.
Johann von Rosen

gest. 1650
Anm.: Sohn des Otto von Rosen (gest. nach 1638) auf Gresten (Linie Groß-Roop); 1632 Obristwachtmeister (im Regiment seines Bruders Reinhold von Rosen (1604/05-1667)); 1639 Obrist der Weimarischen Armee in französischen Diensten ("Neu-Rosen"); 1649 französischer Maréchal de camp; genannt "der Lahme".
Reinhold (2) von Rosen
Der Gute

geb. 1604/05
gest. 1667
Anm.: Sohn des Otto von Rosen (gest. nach 1638) auf Gresten (Linie Groß-Roop); Erbherr auf Ninigal, Bollweiler und Dettweiler; um 1621 Page am Stockholmer Hof; spätestens ab 1631 schwedischer Obrist, zuletzt unter Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); seit 1639 einer der Führer von dessen Weimarischer Armee in französischen (1639-1647) und später schwedischen Diensten als Generalmajor und Obrist; um 1649 französischer Lieutenant-général und Kriegsrat; ab 1652 Kommandant im Elsass.

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Johann Wenzel Rothe

gest. nach 1666/vor 1698
Anm.: Spätestens 1643 Feldscherer/Barbier in Bernburg; Feldscherer beim schwedischen Generalleutnant Robert Douglas of Whittinghame (1611-1662); spätestens 1649 auch fürstlicher Hofbarbier in Bernburg (noch 1656); um 1660 Barbier und Chirurg in Bernburg; um 1666 Bürger und Barbier in Bernburg und Barby.
Herzog August von Sachsen-Lauenburg

geb. 1577
gest. 1656
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); ab 1619 regierender Herzog von Sachsen-Lauenburg; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Hundertfältige").

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Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

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Kurfürst Johann Georg II. von Sachsen

geb. 1613
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1656 Kurfürst von Sachsen; seit 1658 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Preißwürdige"); ab 1668 Ritter des Hosenbandordens.

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Henri II de Saint-Nectaire
Duc Henri de La Ferté-Senneterre

geb. 1599
gest. 1681
Anm.: Sohn des Henri I de Saint-Nectaire, Marquis de La Ferté-Nabert (1573-1662); französischer Capitaine (ab ca. 1627), Mestre de camp, Maréchal de camp (1639), Lieutenant-général (1648) und Maréchal de France (1651); seit 1643 Gouverneur des Herzogtums Lothringen; ab 1665 Duc de La Ferté-Senneterre und Pair de France.

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Wild- und Rheingraf Friedrich Magnus zu Salm-Dhaun-Neuweiler

geb. 1606
gest. 1673
Anm.: Sohn des Wild- und Rheingrafen Friedrich zu Salm-Dhaun-Neuweiler (1547-1608); ab 1624 in niederländischen Kriegsdiensten, u. a. als Obrist (1635), General der Kavallerie (1665) und Generalleutnant (1668); seit 1642 Gouverneur der Festungsstadt Sluis; ab 1648 Gouverneur von Maastricht.

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Duca Carlo Emanuele II di Savoia

geb. 1634
gest. 1675
Anm.: Sohn des Duca Vittorio Amedeo I di Savoia (1587-1637); seit 1638 Duca di Savoia, bis 1648 unter der Regentschaft seiner Mutter Cristina (1606-1663), die bis zu ihrem Tod faktisch weiterregierte.

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Duchessa Cristina di Savoia
Geburtsname: Dauphine Christina von Frankreich und Navarra

geb. 1606
gest. 1663
Anm.: Tochter des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); 1619-1637 Ehe mit Duca Vittorio Amedeo I di Savoia (1587-1637); 1637-1648 Regentin des Herzogtums Savoyen.

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Herzog Christian von Schlesien-Brieg-Liegnitz-Ohlau-Wohlau
Herzog Christian von Schlesien-Ohlau-Wohlau
Herzog Christian von Schlesien-Brieg

geb. 1618
gest. 1672
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Christian von Schlesien-Brieg (1591-1639); 1639-1653 gemeinsam mit seinen Brüdern Georg III. (1611-1664) und Ludwig (1616-1663) regierender Herzog von Schlesien-Brieg; ab 1653 Herzog von Schlesien-Ohlau und Schlesien-Wohlau; seit 1664 auch Herzog von Schlesien-Brieg und Schlesien-Liegnitz; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Beliebige")

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Herzogin Louise von Schlesien-Brieg-Liegnitz-Ohlau-Wohlau
Herzogin Louise von Schlesien-Ohlau-Wohlau
Herzogin Louise von Schlesien-Brieg
Geburtsname: Fürstin Louise von Anhalt-Dessau

geb. 1631
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); 1648-1672 Ehe mit Herzog Christian von Schlesien-Brieg-Liegnitz-Wohlau (1618-1672).

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Herzog Georg III. von Schlesien-Brieg-Liegnitz
Herzog Georg III. von Schlesien-Brieg

geb. 1611
gest. 1664
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Christian von Schlesien-Brieg (1591-1639); 1635-1639 Statthalter im Herzogtum Schlesien-Brieg; 1639-1653 gemeinsam mit seinen Brüdern Ludwig (1616-1663) und Christian (1618-1672) regierender, ab 1653 alleiniger Herzog von Schlesien-Brieg; seit 1663 auch Herzog von Schlesien-Liegnitz; ab 1639 Oberlandeshauptmann von Schlesien; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unfehlbare").

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Herzog Heinrich XI. von Schlesien-Liegnitz

geb. 1539
gest. 1588
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich III. von Schlesien-Liegnitz (1520-1570); 1559-1570 alleiniger sowie 1571-1576 und 1580/81 gemeinsam mit seinem Bruder Friedrich IV. (1552-1596) regierender Herzog von Schlesien-Liegnitz.

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Herzog Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1597
gest. 1659
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Gottorf (1575-1616); ab 1616 regierender Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Hochgeachte").

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Herzog Johann von Schleswig-Holstein-Gottorf
Administrator Johann von Lübeck

geb. 1606
gest. 1655
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Gottorf (1575-1616); 1631-1634 Koadjutor und ab 1634 Administrator des Hochstifts Lübeck; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nützliche").

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Herzog Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg

geb. 1584
gest. 1663
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); seit 1622 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg.

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Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg

geb. 1581
gest. 1658
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); seit 1624 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg.

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Herzog Joachim Ernst von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön

geb. 1595
gest. 1671
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1622 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön; seit 1625 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sichere").

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Herzogin Eleonora von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1590
gest. 1669
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1624 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Langmütige").
Heinrich Schmidt

gest. 1668
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); um 1643 Kirchvater an St. Aegidien zu Bernburg; seit 1644 Bürgermeister der Bernburger Bergstadt.
Martin Schmidt

gest. 1657(?)
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); fürstlicher Amtmann und Amtsschreiber in Harzgerode (spätestens 1631-1632); anschließend Amtmann von Bernburg (1632-1637) bzw. Ballenstedt-Hoym (1637-1657).
Anna Kunigunde Schwartzenberger
Geburtsname: Anna Kunigunde Plato

gest. 1665
Anm.: Tochter des Bernburger Superintendenten Joachim Plato (1590-1659); zunächst Kammermagd der Fürstinnen Sophia Margaretha (1615-1673) und Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg (1617-1656); seit 1646 Ehe mit Jakob Ludwig Schwartzenberger (gest. 1696).
Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

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König Karl X. Gustav von Schweden
Herzog Karl Gustav von Bremen und Verden
Pfalzgraf Karl Gustav von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg

geb. 1622
gest. 1660
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1589-1652); schwedischer Rittmeister (1642), Obrist (1643) und ab 1648 oberster Befehlshaber der Armee im Heiligen Römischen Reich; 1649 Ernennung zum Thronfolger durch den schwedischen Reichstag auf Betreiben seiner Cousine Königin Christina von Schweden (1626-1689); seit 1654 König von Schweden sowie regierender Herzog von Bremen und Verden; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabene").

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Königin Maria Eleonora von Schweden
Geburtsname: Markgräfin Maria Eleonora von Brandenburg

geb. 1599
gest. 1655
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg (1572-1619); 1620-1632 Ehe mit König Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1640 Flucht aus Schweden.

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Graf Albrecht Czenek Sekyrka von Sedschitz
Graf Albrecht Cenek Sekerka ze Sedčic

geb. ca. 1633
gest. 1696
Anm.: Sohn des böhmischen Exulanten Gottlob Sekyrka von Sedschitz (gest. 1658); seit 1650 Kammerpage des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1654); später in kursächsischen Kriegsdiensten; 1666 Erhebung in den Grafenstand ("von Wrschowetz Sekyrka und Sedschitz" bzw. "Wřesowitz-Sekerka").
Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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Königin Maria Anna von Spanien
Geburtsname: Erzherzogin Maria Anna von Österreich

geb. 1634
gest. 1696
Anm.: Tochter von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1649-1665 Ehe mit König Philipp IV. von Spanien (1605-1665).

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König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

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Claus Dietrich von Sperreuter
Claus Dietrich von Sperreuth

geb. ca. 1600
gest. 1653
Anm.: Geboren in Mecklenburg; zunächst in Kriegsdiensten der böhmischen Stände, Braunschweig-Lüneburgs, Dänemarks (1621) und des Grafen Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); ab 1623 in schwedischen Diensten als Major (1628), Obrist (1629-1635) und Generalmajor (1634/35); seit 1636 kaiserlicher Obrist und Generalfeldwachtmeister; 1645 kurbayerischer Obrist und Generalwagenmeister; 1647-1650 venezianischer General; ab 1651 Statthalter von Vorderösterreich in Freiburg/Breisgau; 1641 Erhebung in den Freiherrenstand.

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Dorothea Steffeck von Kolodey
Geburtsname: Dorothea von Oesen

gest. 1672
Anm.: Tochter des Flensburger Handelsmanns Bernd von Oesen (gest. vor 1646); bis 1646 Kammermagd der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); seit 1646 Ehe mit Tobias Steffeck von Kolodey (1615-1679).
Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Graf Gustaf Otto Gustafsson Stenbock af Bogesund

geb. 1614
gest. 1685
Anm.: Sohn des Gustaf Eriksson Stenbock (1575-1629); in schwedischen Kriegsdiensten als Reiter (1631), Kornett (1632), Fähnrich (1633), Hauptmann (1633), Major (1636), Obristleutnant (1636), Obrist (1637), Generalmajor (1643), Generalleutant (1647), General (1648) und Feldmarschall (1656); ab 1644 Oberkommandant in Minden bzw. seit 1645 in Westfalen; ab 1652 Reichsrat; 1652-1654 Gouverneur in Riga; seit 1653 Kriegsrat; 1655-1657 Reichszeugmeister; 1658-1664 Generalgouverneur für Skåne, Halland und Blekinge; 1660-1680 Gesetzessprecher für Norrlands lagsaga; 1664-1676 Reichsadmiral; ab 1676 Oberstadmiral; seit 1682 Königlicher Rat; 1651 Erhebung in den Grafenstand (Bogesund).
N. N. Straughan (1)

Anm.: Um 1650/51 royalistischer Politiker und Militär unter König Karl II. von England, Schottland und Irland (1630-1685).
Sultan (Osmanisches Reich) Mehmed IV.

geb. 1642
gest. 1693
Anm.: Sohn von Sultan Ibrahim (1615-1648); 1648-1687 Sultan des Osmanischen Reiches.

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Sultan (Osmanisches Reich) Süleyman I.

geb. 1494/96
gest. 1566
Anm.: Sohn von Sultan Selim I. (1470-1520); seit 1502 Sultan des Osmanischen Reiches.

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Susanna N. N.

Anm.: Um 1650/51 Bedienstete des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg in Bernburg.
Wolfgang Sutorius

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des späteren Ballenstedter bzw. Bernburger Pfarrers Leonhard Sutorius (1576-1642); bis 1643 fürstlicher Amtsschreiber in Harzgerode; 1646-1648 fürstlicher Gutsverwalter in Zepzig; seit 1648 Korn- und um 1649/54 Amtsschreiber in Bernburg.
Konrad Theopold

geb. 1600
gest. 1651
Anm.: Sohn des Amesdorfer Pfarrers Johannes Theopold (1563-1626); Schulbesuch am Gymnasium zu Zerbst, Studium in Frankfurt a. d. Oder; 1626-1637 Pfarrer in Natho; 1637-1644 Diakon an St. Bartholomäi in Zerbst (Entlassung als Reformierter); seit 1645 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 445.

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Giangiacomo Teodoro Trivulzio
Conte Giangiacomo Teodoro di Melzo e Musocco
Principe Giangiacomo Teodoro della Val Mesolcina

geb. 1596/97
gest. 1656
Anm.: Sohn des Carlo Emanuele Teodoro Trivulzio, Conte di Melzo e Musocco (1565-1605); ab 1605 Conte di Melzo e Musocco; seit 1622 Principe della Val Mesolcina; ab 1629 Kardinal; 1631-1634 Apostolischer Legat in den Marken; 1638-1642 Generalgouverneur der Miliz und Superintendent der Festungen des Herzogtums Mailand; seit 1642 Grande von Spanien; 1642-1644 Generalkapitän und Vizekönig von Aragón; 1647-1649 Präsident und Generalkapitän des Königreichs Sizilien; 1649-1651 Vizekönig von Sardinien; seit 1655 Gouverneur und Generalkapitän des Herzogtums Mailand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Hans Claesson Wachtmeister af Björkö

geb. 1609
gest. 1652
Anm.: Sohn des Landrats Claes Hansson Wachtmeister (gest. 1631); schwedischer Major (vor 1631), Obristleutnant (1631), Obrist (1637) und Generalmajor (1644); ab 1640 königlicher Hofstallmeister; seit 1644 Landrat in Estland; ab 1646 schwedischer Kriegsrat und Assessor am Kriegskollegium; seit 1647 Reichsstallmeister; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christian Wilhelm von Wartensleben

geb. ca. 1632
gest. 1675
Anm.: Sohn des Johann Joachim von Wartensleben (1594-1633); 1646-1653 Page und 1653/54 Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später in niederländischen Kriegsdiensten u. a. als Capitain (1665) und Major (vor 1675).
Paris von dem Werder

geb. 1623
gest. 1674
Anm.: Sohn des Dietrich von dem Werder (1584-1657); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Reupzig und Bräsen; vor 1646 Page am Dessauer Hof; später anhaltisch-dessauischer Rat; seit 1639 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Friedfertige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Matthäus d. J. von Wesenbeck

geb. 1600
gest. 1659
Anm.: Sohn des Anastasius Wesenbeck (1569-1606); 1622-1627 Studium der Rechte; ab 1630 Rat bei der neumärkischen Regierung; seit 1639 kurbrandenburgischer Kriegs-, Hof- und Kammergerichtsrat; zudem mehrmals Gesandter, u. a. für den brandenburgischen Teil von Pommern auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), dem Reichsdeputationstag in Frankfurt/Main (1643-1645), dem Westfälischen Friedenskongress in Osnabrück (1645-1648), bei den Nürnberger Exekutionsverhandlungen (1649/50) und dem Reichstag von Regensburg (1653/54); ab 1651 Kanzler des Fürstentums Minden; seit 1655 Wirklicher Geheimer Rat in Cölln; ab 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fähige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Westfälische Geschichte, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Rudolf Wettstein

geb. 1594
gest. 1666
Anm.: Sohn des Basler Kellermeisters Hans Jakob Wettstein (gest. 1615); ab 1608 Studium in Basel; danach Kanzleilehre in Yverdon und Genf; seit 1611 Inhaber einer Notariats- und Schreibstube; ab 1620 Ratsherr, seit 1624 Obervogt auf der Farnsburg, ab 1626 Obervogt zu Riehen, seit 1627 Dreizehnerherr, ab 1632 Schiedsrichter im Kluserhandel, seit 1635 Oberstzunftmeister und ab 1645 Bürgermeister der Stadt Basel; daneben Gesandter der Schweizer Eidgenossenschaft auf dem Westfälischen Friedenskongress (1646/47) und am Wiener Kaiserhof (1650/51); 1653 Nobilitierung.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Johann Winther

Anm.: Um 1651 Hofbäcker und Brauer in Bernburg.
Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Eberhard III. von Württemberg

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Friedrich von Württemberg (1582-1628); seit 1628 regierender Herzog von Württemberg (bis 1633 unter Vormundschaft); 1634-1638 Exil in Straßburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Sebastian Peregrin Zwyer von Evibach

geb. ca. 1589
gest. ca. 1660
Anm.: Sohn des Hauptmanns Andreas Zwyer; kaiserlicher Hauptmann (1619), Obristleutnant (1624), Generalmajor (1635) und Feldmarschallleutnant (1642); 1638-1641 zudem im Dienst der Schweizer Eidgenossenschaft; ab 1643 kaiserlicher Resident in der Schweiz; 1645-1647 Statthalter von Uri; seit 1647 mehrfach Landamman des eidgenössischen Orts Uri.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Abruzzen (Abruzzo)
weiterführende Informationen

Anm.: Region im Königreich Neapel.
Ägäisches Meer
weiterführende Informationen
Ägypten
weiterführende Informationen
Aken
weiterführende Informationen
Alsleben
weiterführende Informationen
Amsterdam
weiterführende Informationen
Anhalt-Bernburg, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt-Plötzkau, Fürstentum
Anm.: 1611-1665 existierendes, jedoch unter der Landeshoheit von Anhalt-Bernburg stehendes anhaltisches Teilfürstentum.
Anhalt-Zerbst, Fürstentum
Anhalt, Fürstentum
weiterführende Informationen
Ansbach
weiterführende Informationen

Anm.: Bis ins 18. Jahrhundert meist Onolzbach genannt.
Askanien (Aschersleben), Grafschaft
Baalberge
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Bar
weiterführende Informationen
Barby
weiterführende Informationen
Barcelona
weiterführende Informationen
Berlin
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Bergstadt ("Vorm Berge")
Anm.: Eigenständige Stadt rechts der Saale unterhalb des Bernburger Schlosses, die im Jahr 1825 mit der Talstadt vereinigt wurde.
Bernburg, Talstadt
Anm.: Stadt links der Saale, die aus den ehemals eigenständigen Teilen Altstadt und Neustadt bestand (1825 Zusammenschluss mit der Bernburger Bergstadt).
Brandenburg, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Braunschweig
weiterführende Informationen
Braunschweig und Lüneburg, Herzogtum
weiterführende Informationen

Anm.: Die Teilfürstentümer Braunschweig-Wolfenbüttel, Lüneburg, Calenberg und Grubenhagen umfassendes Gesamtterritorium der welfischen Herzöge.
Breitenhagen
weiterführende Informationen
Breslau (Wrocław)
weiterführende Informationen
Brüssel (Brussels, Bruxelles)
weiterführende Informationen
Cagliari
weiterführende Informationen
Candia (Kreta), Königreich (Regno de Càndia)
Anm.: Bis 1667 überseeisches Territorium der Republik Venedig.
Canea (Chania)
weiterführende Informationen
Casale Monferrato
weiterführende Informationen
Crescentino
weiterführende Informationen
Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
weiterführende Informationen
Dänemark, Königreich
weiterführende Informationen
Dalmatien
weiterführende Informationen
Dardanellen
weiterführende Informationen
Darmstadt
weiterführende Informationen
Den Haag ('s-Gravenhage)
weiterführende Informationen
Dessau (Dessau-Roßlau)
weiterführende Informationen
Donau, Fluss
weiterführende Informationen
Dortmund
weiterführende Informationen
Dresden
weiterführende Informationen
Edinburgh
weiterführende Informationen
Elbe (Labe), Fluss
weiterführende Informationen
England, Commonwealth von
weiterführende Informationen
Erfurt
weiterführende Informationen
Eutin
weiterführende Informationen
Frankenthal
weiterführende Informationen
Frankfurt (Main)
weiterführende Informationen
Frankfurt (Oder)
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Fuhne, Fluss
weiterführende Informationen
Genua, Republik (Repubblica di Genova)
weiterführende Informationen
Gernrode
weiterführende Informationen
Gotha
weiterführende Informationen
Gröningen
weiterführende Informationen
Groß Rosenburg
weiterführende Informationen
Halle (Saale)
weiterführende Informationen
Hamburg
weiterführende Informationen
Harburg, Herrschaft
Anm.: Teil des Herzogtums Braunschweig und Lüneburg.
Harz
weiterführende Informationen
Harzgerode
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
weiterführende Informationen
Herzberg am Harz
weiterführende Informationen
Hessen, Landgrafschaft
weiterführende Informationen
Holland, Provinz (Grafschaft)
weiterführende Informationen
Île de Groix
weiterführende Informationen
Ilfeld
weiterführende Informationen
Irland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Israel, Königreich
weiterführende Informationen
Kaiserslautern
weiterführende Informationen
Kassel
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Katalonien, Fürstentum
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Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Klein Rosenburg
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Kleinrussland
Anm.: Ostslawischsprachiges Gebiet im Südosten des Königreiches Polen in der heutigen Ukraine.
Köthen
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Konstantinopel (İstanbul)
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Kranichfeld
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Krim, Khanat
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Kustrena
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Leipzig
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Litauen, Großfürstentum
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London
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Lothringen, Herzogtum
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Lübeck
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Lüttich (Liège), Hochstift
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Madrid
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Magdeburg
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Main, Fluss
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Málaga
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Mallorca, Insel
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Mark, Grafschaft
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Merseburg
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Moskauer Reich (Großrussland)
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Naumburg
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Neapel, Königreich
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Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Niederlande (beide Teile)
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Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
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Niederungarn
Anm.: Teil des (habsburgischen) Königreiches Ungarn, der die heutige West- und Mittelslowakei sowie größtenteils die Gebiete westlich des Plattensees (Balaton) umfasste.
Normandie
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Nürnberg
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Ofen (Buda), Ejalet
Anm.: Verwaltungseinheit des Osmanischen Reiches.
Orient
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Orth an der Donau
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Osmanisches Reich
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Overijssel, Provinz (Herrschaft)
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Paris
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Pful
Anm.: Nach der ehemaligen Burgruine Pful benanntes Auenwaldgebiet an der Saale bei Plötzkau.
Piemont
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Plötzkau
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Polen, Königreich
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Pommern, Herzogtum
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Portugal, Königreich
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Prag (Praha)
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Rethel
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Retimo (Rethymno)
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Rhein, Fluss
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Rom (Roma)
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Roßlau (Dessau-Roßlau)
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Rügenwalde (Darłowo)
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Saale, Fluss
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Sachsen, Kurfürstentum
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Saint-Étienne-à-Arnes
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Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Sardinien (Sardinia), Insel
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Schlackenwerth (Ostrov nad Ohří)
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Schlesien, Herzogtum
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Schottland, Königreich
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Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schwarzruthenien
Anm.: Teil des Königreiches Polen (heute im Westen von Belarus).
Schweden, Königreich
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Schweiz, Eidgenossenschaft
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Spanien, Königreich
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Speyer
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Stenay
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Stettin (Szczecin)
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Stockholm
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Stolberg (Harz)
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Strelitz (Strelitz-Alt)
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Stuttgart
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Tortosa
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Toulon
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Ungarn, Königreich
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Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
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Virginia, Kolonie
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Walachei, Fürstentum
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Warschau (Warszawa)
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Weimar
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Wien
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Wiener Neustadt
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Würzburg
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Zepzig
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Zerbst
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Berg, Landstände
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
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Jülich, Landstände
Jean Rotrou: Agésilan de Colchos, Paris: Sommaville, 1637. [Nachweis im GVK]