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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: April 1651


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXII, fol. 97r-120r (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. April 1651
Bernburg
  • Aprilwetter
  • Abschickung des Johann Faber
  • Besuch durch den Kammerdiener Jakob Ludwig Schwartzenberger, Amtmann Georg Reichardt und Hofmeister Heinrich Friedrich von Einsiedel
  • Abreise von Kammerjunker Ernst Friedrich von Röder nach Ermsleben
  • Korrespondenz
  • Neuigkeiten
02. April 1651
Bernburg
  • Wechselhaftes Wetter
  • Abfertigung des Lakaien Michael Ringk nach Berlin und Crossen
  • Traum der Altfrau Maria Crimmelius
  • Gedenken an den Tod von Sohn Erdmann Gideon
  • Spaziergang ans Wasser
  • Haferaussaat
03. April 1651
Bernburg
  • Wind und Regen
  • Korrespondenz
  • Spaziergang mit Sohn Karl Ursinus zur Saale
  • Neuigkeiten
  • Gestrige Angstzustände von Sohn Karl Ursinus
  • Getreideaussaat
04. April 1651
Bernburg
  • Windiges Wetter
  • Gedenken an den verstorbenen Sohn Erdmann Gideon
  • Gerstenaussaat am Vormittag
  • Neuigkeiten
  • Besuch durch Reichardt
  • Administratives
  • Korrespondenz
05. April 1651
Bernburg
  • Schlechtes Wetter
  • Jagd
  • Verägerung über unübliche Bieranlieferung aus Ballenstedt
  • Administratives
  • Gerstenaussaat
  • Neuigkeiten
  • Ankunft des ehemaligen Hofjunkers Hans Christoph von Witzscher
  • Erstaunen über eine Warnung
06. April 1651
Bernburg
  • Frost
  • Anhörung der Predigt
  • Kammerrat Dr. Joachim Mechovius, Witzscher, Helena von Rindtorf, Frau von Peccatel, der Baalberger Pfarrer Bartholomäus Friedrich und Schwartzenberger als Mittagsgäste
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Administratives
07. April 1651
Bernburg → Baalberge → Poley → Bernburg
  • Hasenjagd
  • Spaziergang bei schönem Wetter
  • Schwierigkeiten beim Getreidemahlen durch Hochwasser
  • Am Nachmittag Ausritt nach Baalberge und Poley mit dem jüngeren Sohn Karl Ursinus, Witzscher sowie dem Kammerjunker und Stallmeister Abraham von Rindtorf
  • Getreideaussaat
  • Ankunft des Mecklenburg-Güstrowischen Hofrats Müller
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Korrespondenz
08. April 1651
Bernburg
  • Traum
  • Müller, Frau von Peccatel, Dr. Mechovius und Witzscher als Mittagsgäste
  • Korrespondenz
  • Verabschiedung von Müller
  • Gartenspatziergang mit der Gemahlin am Abend
  • Gerstenaussaat
09. April 1651
Bernburg
  • Schönes Wetter
  • Abreise des Müller nach Aschersleben
  • Kirchgang
  • Neuigkeiten
  • Rückkehr des Kammermeisters Tobias Steffeck
  • Korrespondenz
  • Getreideaussaat
10. April 1651
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Korrespondenz
  • Neuigkeiten
  • Besuch der Schwestern Dorothea Bathilde und Sophia Margarita
  • Administratives
  • Gerstenaussaat
11. April 1651
Bernburg
  • Schönes Wetter
  • Besuch durch Justiz- und Hofrat Paul Ludwig, Reichardt und Küchenmeister Philipp Güder
  • Gerstenaussaat
  • Spaziergang der Kinder nach Baalberge
  • Abreise des Registrators Christoph Bärenreiter nach Crossen und Berlin
  • Gartenspaziergang mit der Gemahlin
12. April 1651
Bernburg → Bornische Aue → Bernburg
  • Regenwetter
  • Hasenjagd
  • Abreise des Bärenreiter nach Crossen und Berlin
  • Korrespondenz
  • Abreise des Schwartzenberger nach Dessau
  • Abreise des Kammerschreibers Hans Friedrich Eckardt nach Zerbst
  • Spaziergang
  • Gespräch mit Matthias von Krosigk
  • Getreideaussaat
13. April 1651
Bernburg
  • Neuigkeiten
  • Anhörung der Predigt am Vormittag
  • Dr. Mechovius, Helena von Rindtorf und Ludold Ludwig von Krosigk als Mittagsgäste
  • Anhörung der Predigt am Nachmittag
  • Abreise des Krosigk
  • Ankunft von des Dessauer Hofarztes Dr. Philipp Beckmann und des Schwartzenbergers
14. April 1651
Bernburg
  • Dr. Beckmann, Frau von Peccatel und Johann Berndt als Mittagsgäste
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Korrespondenz
  • Gerstenaussaat
15. April 1651
Bernburg
  • Frostiges Wetter
  • Rückgang des Hochwassers
  • Ankunft von Hof- und Justizrat Johann Köppen
  • Gespräch mit Demselben
  • Ankunft des Ludolf Lorenz von Krosigk
  • Neuigkeiten
  • Administratives
  • Abreise des Köppen nach Wolfen
  • Haferaussaat
16. April 1651
Bernburg
  • Windiges Wetter
  • Abreise des Rindtorf und Witzscher nach Zerbst
  • Anhörung der Predigt mit beiden Schwester, Sohn Karl Ursinus und einer der Töchter
  • Getreideaussaat
  • Ankunft des Hans Christoph von Denstedt
  • Rückkehr von Sohn Viktor Amadeus
  • Ankunft eines neuen Sprachlehrers
17. April 1651
Bernburg
  • Gutes Wetter
  • Korrespondenz
  • Neuigkeiten
  • Getreideaussaat
18. April 1651
Bernburg
  • Hagel und Wind
  • 9. Geburtstag von Sohn Karl Ursinus
  • Ankunft des Pagen Christian Wilhelm von Wartensleben
  • Korrespondenz
  • Entsendung eines Bediensteten in die Niederlande
  • Haferaussaat
19. April 1651
Bernburg
  • Frost
  • Abreise des ###
  • Sorgen
  • Spaziergang
  • Besuch des Gottesdienstes
  • Wirtschaftssachen
  • Haferaussaat
  • Rückkehr der Schwestern aus Köthen
  • Entsendung des Lancken nach Köthen
  • Neuigkeiten
20. April 1651
Bernburg
  • Zweimaliger Kirchgang mit den Schwestern und einem Teil der Kinder
  • Lancken, Steffeck, Diakon Bartholomäus Jonius und Dr. Mechovius als Mittagsgäste
  • Neuigkeiten
  • Rückkehr von Rindtorf und Witzscher aus Zerbst
  • Rückkehr des Hofbarbiers Johann Wenzel Rothe vom kranken Zerbster Rektor Marcus Friedrich Wendelin
  • Ankunft des Dr. Beckmann
21. April 1651
Bernburg
  • Schnee, Wind und Regen
  • Abendmahl der Gemahlin
  • Rückkehr des Witzscher und des Krosigk aus Zerbst
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Haferaussaat
  • Gespräche mit Witzscher und Krosigk
  • Ankunft des Hofrats Christoph von Jena am Nachmittag
  • Fischfang
22. April 1651
Bernburg
  • Gespräch mit Jena
  • Ankunft des neuen Pagen Philipp Karl Geuder
  • Ankunft von Fürstin Johanna von Anhalt-Plötzkau
  • Gespräche mit dem Mecklenburg-Güstrowischen Rat Andreas Müller und dem Braunschweiger Arzt Dr. Levin Fischer
  • Haferaussaat
22. April 1651
Bernburg
  • Kirchgang
  • Ankunft des Zerbster Kammerjunkers Georg Jobst von Marschall
  • Neuigkeiten
  • Marschall, Müller und Dr. Mechovius als Mittagsgäste
  • Müller als Abendgast
  • Verabschiedung desselben
  • Unwohlsein der Gemahlin
24. April 1651
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Nachrichten
  • Abreise von Müller und Marschall
  • Abreise des Gesamtrates Martin Milag nach Zerbst
  • Korrespondenz
  • Gerstenausssaat
  • Rückkehr Dr. Fischer
  • Entsendung des Rüstmeisters Johann Balthasar Oberlender nach Crossen
25. April 1651
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Abreise des Oberlender nach Crossen am gestrigen Abend
  • Regenwetter
  • Zubereitung eines medizinischen Geheimtranks durch Rothe
  • Wirtschaftssachen
  • Rückkehr des Lakaien Martin Haug aus Magdeburg
  • Gartenspaziergang mit der Gemahlin
  • Korrespondenz
  • Gerstenaussaat
26. April 1651
Bernburg
  • Regenwetter
  • Gespräch mit Schwartzenberger und Reichardt
  • Gespräch mit Dr. Fischer
  • Haferaussaat
  • Neuigkeiten
  • Fasten
27. April 1651
Bernburg
  • Traum
  • Kirchgang am Vormittag
  • Frau von Rindtorf, Dr. Fischer, Steffeck und Lancken als Mittagsgäste
  • Kirchgang mit den Kindern und Schwestern am Nachmittag
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
28. April 1651
Bernburg
  • Regenwetter
  • Hasenjagd
  • Gespräch mit Ludwig
  • Verabschiedung des Theologiestudenten Heinrich Hessler
  • Streitschlichtung
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Korrespondenz
29. April 1651
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Besuch durch Markgraf Albrecht von Brandenburg-Ansbach mit Gefolge sowie Fürst Ernst Gottlieb von Anhalt-Plötzkau am Nachmittag
  • Gespräch mit dem Obristleutnant von Wuthenau
  • Neuigkeiten
30. April 1651
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Abreise von Markgraf Albrecht nach Dessau
  • Korrespondenz
  • Abreise des Krosigk
  • Rückkehr des Witzscher
  • Mäuse- und Rattenplage
  • Berichterstattung des Bärenreiter
  • Rezepte des Dr. Fischer
|| [[Handschrift: 97r]]

Dienstag den 1. Aprilis; 1651.

<Aprillenwetter, schön, undt regenicht confuse.>


Johann Faber a estè expediè. Jch habe den Jakob Ludwig Schwartzenberger[,]
den Georg Reichardt undt Hans Eckardt bey mir, gehabt.


Ernst Dietrich Röder, ist wieder forth, nach Ermßleben.
Gott geleitte ihn!


J'ay beaucoup èscrit. Dieü benie, mès desseings!


Avis: wie Höchstedt, abgebrandt? Jn daß Strohedach,
ist Spegk kommen, (welchen ein weib brahten wollen,
so aber baldt endtlauffen). Derselbe hat das Strohe,
undt consecutive die halbe Stadt angezündet,
undt verbrandt. So leicht ist ein unglügk geschehen!


Gott bewahre vor mehrerem! und tröste die Elenden!


Ein hengstfüllen, habe ich heütte, von der <blaw> Schim-
mlichten Stuhte bekommen. Jst das vierdte diesen
Monat. Gott gebe zu glügk! undt gedeyen!


Avis: das es sich mit der Fürstin zu Cöhten, Gott lob,
undt dangk; zu beßern anfähret, undt das Jhre
Liebden anfangen wieder zu behten, undt Gottes wortt,
zu lieben. Der Allerhöchste, vielgühtige getreẅe
Gott, helfe ia ferner, mit gnaden!


Abermals schreiben, von Meinem Sohn, Viktor Amadeus noch zu
Breßlaw datiret, entpfangen, en termes mediocres,
Dieümercy! Ô Dieü, exauces nous! d'ores en avant!

|| [[Handschrift: 97v]]

Mittwoch den 2. Aprilis, 1651.

<Schön wetter vormittage. Nachmittags böse undt gut.>


Michel Ringk zu meinem Sohn, Viktor Amadeus abgefertiget, mit zwey
großen pacqueeten. Gott wolle ihn geleitten, nacher
Berlin, undt Croßen, undt meinen Sohn bewahren!


La Vechiarella1, hà sognato <un di> questi gironj, che'l
mio figliolo Vittorio Amedeo, fosse tornato qui, in
una carozza, tutto turbido, pallido, ed essangue,
vacillandi con la Testa, come un ammalato, e
mezzo morto, si che fù forza, di portarlo giù,
dalla carozza! Jddîo lo preservì, e mantengha
benignamente, per mera grazia! e misericordia!
da ognj mala ventura! e malincontro!
in perpetua sanità, e felicità! con l'altro figliolo[.]


heütte ist es, dem Tage nach, als Mittwoch zweyiähri[g]
das mein Außerwehlter Sohn, Fürst Erdtmann Gideon
Sehliger, (leyder! leyder!) so liederlich, ohne rechtmeßige
hülfe, verschieden, Gott tröste unß noch darüber.
undt strafe alle die iehnigen, so ihn ermordet
oder seines unglügks begehret haben mögen!


A spasso, ans waßer <2 mal>. Die fehrleütte, fahren
heütte wieder, mit der fehre! wiewol man, mit
Mühe, das Gottlose volgk daran gebracht!


8 Schefel (Scheffel)schfl: haber, seindt heütte nachmittage <gesackt, aber nur 7 Schefel (Scheffel)schfl:> außgeseet worden
auf dem kleinen breittigen, am Weinberge, in präsentz Martin haug
Go[tt] gebe, zu Segen! glü[g]k! undt gedeyen!

|| [[Handschrift: 98r]]

Donnerstag den 3ten: Aprilis; 1651.

<Windig. regenicht.>


J'ay èscrit, üne quantitè de lettres. Dieü vueille!
qu'elles arrivent, en temps, & lieux, á Berlin, en Hollande
& ailleürs, & que tant des travaulx, ne me nuysent,
& ne soyent infrüctüeux!


A spasso; co'l Carolino Orsino; al fiume.


Avis: daß es zu Magdeburgk anfange, an der pest zu sterben,
ob wol andere darahn zweifeln wollen. Gott erbarme sich,
der krangken! undt bewahre, vor mehreren landtstrafen!


Hier au soir, mon petit Charles, a estè cruellement
angoisè dedans son lict, süant dès grosses gouttes,
& ne scachant luy mesme, ce, qui luy manque
sinon; qu'il s'est prefigürè la mort d'Erdmann. et cetera
Dieu vueille, preserver ce von enfant, de tous maulx,
de l'esprit & dü corps! en paternelle Protection!


Es seindt Vict kornwagen, mit Mehl von
Ballenstedt, ankommen, weil man alhier, nicht
füglich, mahlen kan!


1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: gersten, ist vormittage zu Zeptzigk, auß-
geseet worden, Nachmittage, daselbst; 12 Schefel (Scheffel)schfl: Erbßen,
undt 10 Schefel (Scheffel)schfl: gersten, alles, in præsentz Johann Balthasar Oberlenders[.]
Gott gebe zu glügk! Segen! undt gedeyen!


Das waßer fället gar gemächlich, undt die Müh-
le gehet sehr langsam, zum mahlen.

|| [[Handschrift: 98v]]

Freitag den 4ten: Aprilis; 1651.

<Windig, unlustig wetter.>


heütte ist der elende MonatsTag, an deme Mein Sohn,
Erdtmann Gideon Sehliger verschieden, undt unß großes
klagen, undt Trawern, veruhrsacht. Jedoch,
müßen wir ihme, (alß Christen gebühret) den Sehligen
wechßel, undt die ewige freẅde, nicht mißgönnen.
Viel mehr aber auch nach ihme, undt nach dem himm-
lischen vaterlandt unß sehnen! undt verlangen tragen!


Cependant! ie ne le puis oublier! Ô Dieü! Mon Pere!


Auf den hundert Morgen, ist doch ejn wispel Gersten <in præsentz Martin Haug>, noch
vormittags, geseet worden. Gott gebe zu segen, undt gedeyen.


Nachmittags hat man das seen, wegen großen windes, einstellen
müßen. et cetera


Avis: daß es nicht allein zu Magdeburgk, an der pest, stirbtt,
undt sonderlich viel leütte vom schlage, getroffen werden, und
gählingen dahin sterben, Sondern auch, das alhier, abermalß,
die kinder, an pogken, wegsterben. Gott beßere es gnediglich!


Ein Stügk von der Mawer, ist an der überfahrt, einge-
fallen. Gibt abermahl haspeley!


Den Amptmann Georg Reichardt habe ich, bey mir gehabt. et cetera


Jtem: den buchbinder, Christof Carll, meine uneingebundene
bücher, nebenst dem Bibliothecario Gebhardt Loyß, re-
vidiren laßen, undt die defect annotiren.


Schreiben von Cöhten, undt Zerbst, entpfangen.

|| [[Handschrift: 99r]]

Samstag den 5ten: Aprilis; 1651.

<Schlagkwetter. 3 hasen von der hatz.>


Es ist bier auß Ballenstedt, ankommen, undt alhier, zu un-
serer hofstadt, (auß noht,) abgeholet, undt gelifert worden,
dergleichen ich, geschehen zu sein, niemalß gedengke.


Man hat mir wiederumb diese Nacht, in der
Scheüne eingebrochen, un<oder> ist man eingestiegen, undt
auß gedroschenes getreydig, heraußer gestohlen.
Jch laße visitiren. Endlich, hat sich befunden, daß es ein Böhmisches <Engke, den Mutterpferden, zum besten gestohlen, 1½ Schefel (Scheffel)schfl:>


Nachmittags hat man wegen des Schlagkichten wetters
nicht füglich sehen können. Vormittags hat Martin haug,
einen Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: gersten, in die hundert Morgen, noch außseen
laßen, Gott gebe zu glügk! undt Segen!


Avis: daß es sich, (Gott lob! undt dangk!) mit der Fürstin
zu Cöhten, wieder vermuhten, augenscheinlich gebeßert,
durch Gottes segen, undt gedeyende hülfe, oder raht,
des neẅen Medicj, Doctor a von Magdeburgk
also daß Sie wieder zu Tische gehet, fleißig behten,
undt lesen thut. Gott helfe ferner, mit gnaden!


hanß Christof Wischer, ist diesen abendt anhero kommen,
pour traitter, avec Madame.


Meine Stallpursche haben drey hasen, gehetzt,
undt einen Wolf, welcher sich loß gerißen, von den hunden.


Nota Bene admonition inopinèe au lict, de Charl Ursinus dj non chiavare
con la Donna! perge miracolo mysterioso!

|| [[Handschrift: 99v]]

<Frost diesen Morgen.>


Jn die kirche, da der pfarrer von Palbergk, geprediget.


Extra zu Mittage: Doctor Mechovius, Wischer, die Rindtorfinn,
die Peckadelinn, der pfarrer, undt Schwartzenberger,
auch successive, mit einem, undt andern, conversiret.


Avisen: daß undter dem Prætext der Cosagken bekriegung, in
Polen, die Schweden, in Liflandt, gemeinet seyen <sollen>, undt dieselbigen
sollen auch vigiliren, wichtige Sachen, ob handen, haben, undt schon
in die 24000 Mann, zusammen gebracht, zur resistentz.
Die Königinn, gehet fleißig, zu rahte, mit den Reichßrähten
Chur Brandenburgs undt hollandt, mag auch, von den Schweden, ge-
droẅet werden.


Jn Engellandt, sol der General Cromwell, Todt sein, undt alles
noch gar verwirret stehen.


Jn Frangkreich, gibts factiones, undt dissensiones zu Paris[,]
deßen sich, die Spannischen, wol bedienen, undt sichs zu Nutz,
machen werden.


Der König, in Spannien, hat befehl, nacher Par Brüßel,
geschickt, man solle Chur Pfaltz, Franckenthal, evacujren,
also würde es, keiner creyßdefension, bedörfen.


König in Polen, hat den Dantzigkern scharf geschrieben,
den reformirten die eingezogene kirche, zur heiligen drey-
faltigkeitt, bey vermeidung ungnade, undt Strafe,
alsobaldt wieder zu restituiren, Sie (als getreẅe gehorsa-
me undterthanen,) nicht von der Augspurger confession, eigenes || [[Handschrift: 100r]]
gewalts außzuschließen, viel weniger Sie, der Ehrenämpter,
zu endtsetzen. Die Staden, haben auch vor Sie intercedjret. perge


Die Schweden, wollen der Stadt Oldenburgk<Brehmen>, wieder den
Graven von Oldenburgk; in der Brehmer<Weser> Zollsache, assistjren.


J'ay expediè, mès depesches laborieüses, de ces jours
passèz, & demainb Dieü aydant, P. M.c s'en ira. Dieü le
conduise, & reconduyse heüreüsement!

Montag den 7ten: Aprilis; 1651.

<3 hasen, von der hatz.>


Jn schönem wetter, bin ich spatziren gegangen. Das große
waßer, fället gar Spahrsam. Man kan übel mahlen:
Nur mahlen sie Maltz, in 24 Stunden, so man sonst in
12 Stunden mahlen können. Mit dem Mehl, wil es gar
nicht fortt.


Nachmittags hinaußd geritten, mit Carl Ursinus nach Palberg,
undt Poley. Beyde Junckern Wischer und Rindtorf mitgeritten.


Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: gersten, aufn 100 morgen undt 1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: haber
seindt außgeseet. Gott gebe zu Segen!


Der hofraht von Strehlitz Müller, hat sich praesentiret,
undt ich habe ihn, extra behalten, zu abends, undt mit
ihme viel conversiret. et cetera


Buone nuove dj Halla. Jddîo le benedica!


Schreiben von Meinem Sohn, Viktor Amadeus[.] Jtem: von der Churfürstinn
von Croßen, item: von Tobias Steffeck von Kolodey en bons termes empfangen.


Ach Gott! hilff doch einmal, auß so vielem labyrinth,
mit freẅden, mit Trost, undt mit ergetzung, emergiren!
Faxit Deus Omnipotens!

|| [[Handschrift: 100v]]


Die avisen von Leiptzigk bringen:


Das es umb Warschaw herumb, falsche werber gegeben, welche
im Nahmen des Königes in Polen, schon in die 600 Mann, geworben
vndt von den dörfern, viel erpreßet, auch vorgehabt,
die Stadt zu plündern, so baldt der König würde mit
den völgkern, hinweg sein. Man hat aber, die Conspira-
tion entdegkt, die völkger, getrennet, undt geschlagen,
theilß gefänglich eingezogen, undt erfahren, daß der
General Chmielinßky, solches angestifetet. Der Oberste,
so falsch geworben, sol Meyer heißen, wie auch ein
anderer, Christof Weiß. Meyer aber, hat sich zu
roß, mit der fluchtt salvirt, undter den <155> gefangene
seindt 15 Officirer, undt ein Dominicaner Münch. Von
den völgkern, welche unwißendt des betrugs, in ihrer
einfaltt geworben worden, hat man 250 Mann, undter
die Königlichen trouppen, undtergestellet.


Fürst Janusius Radzivil, ist in Littawen, unver-
warnter dinge, von 40000 Cosagken, überfallen worden,
da er kawm 10000 Mann, bey sich, gehabt. Er hat sich
aber, resolviret, ritterlich gewehret, undt Sie,
die Cosagken, endlich in die fluchtt, geschlagen. Der-
selben, sollen, in die 10000 Niedergehawen worden sein.


Kayserliche Mayestät leßet etzliche völgker, an den Schlesischen
gräntzen, zusammen ziehen, wegen besorgenden einbruchs
gedachter Cosagken, undt deren adhærenten.

|| [[Handschrift: 101r]]


Graf Magnus de la Garde ist ReichsMarschalgk in Schweden
worden, undt resignirt, das guberno in Liflandt, dahin der
Feldtmarschall Gustavus Horn, (numehr auch gewordener
Schwedischer Graf) kommen, die Schwedischen völgker zusammen
ziehen, undt auf die Pollnischen armaturen, ein wachendes auge
haben solle.


herr Salvius, sol von Stogkholm, nacher Wien raysen,
die lehen, über die deützschen Fürstenthümer, Pommern,
undt Brehmen, zu entpfangen, im nahmen der Königinn,
vom Kayser. Graf Magnus sol numehr, in Schweden, verbleiben.


General Feldtmarschall Wrangel, sol Reichsadmiral werden.


Frangkreich, undt Spannien, haben im Niederlande Stille-
standt gemacht, vf ein par Monat, wegen etzlicher tractaten,
armiren aber doch inndeßen, weydlich.


Die Printzen, so gefangen gewesen, recuperiren wieder
ihre authoritet, haben zu Paris, bey der Königinn audi-
entz gehabt, undt vor die noblesse geredet, nebst dem
Düc d'Orleans, wegen haltung eines allgemeinen Reichs-
Tages, so die Frantzosen, Les Estats nennen, damit den
vielen unordnungen undt Gravaminibus, in selbigem König-
reich, abgeholfen werden möchte. Die Königinn aber,
will sich nicht rotunde erklähren, schiebe es auf,
von einer Zeitt, zur andern, biß der iunge König, im
September mündig, undt (vielleicht,) darnach, gar nichts
darauß werden möchte. Sie, die Printzen, und Noblesse,
dringen noch stargk, auf die exclusion des Cardinals Mazzarine.

|| [[Handschrift: 101v]]


Casal, wirdt mit gelde, <volgk> undt anderm versehen, weil
sich die Frantzosen aldar, einer Spannischen belägerung vermuhten[.]


Der Cardinal leßet ein manifest außgehen, undt
klaget höchlich, über die undangkbarkeitt, der Frantzosen[,]
denen er vermeint, so große dienste, gethan zu haben.


Die Lottringher dominiren im Stift Lüttich, ihres gefallens
occupiren, plündern, undt hausen erbärmlich, wie auch, an
den Frantzösischen gräntzen.


Der Cardinal Mazzarini so sich noch zu Lüttich, aufhelt,
prætendirt, viel geldes, an die Königlich Frantzösische Rent-
kammer, so er zu iüngstem treffen, vor Rethel, vorge-
schoßen haben will, die Königin Regentinn, ist auch
geneigt, ihme zu gratificiren. Allein der Düc d'Or-
leans, undt die Printzen, nebst den Parlamenten,
undt der noblesse, wollen nicht, sondern viel mehr,
das man dem Decret, mit confiscation seiner
gühter <und einkommen>, inhæriren, auch damitt, einen anfang machen solle[.]


Der Frantzösische Admiral2, in marj Mediterraneo, 19 Schiffe
Stargk, macht selbige See, gar unsicher, hat neẅlich,
3 reichbeladene Holländer, gehende nach Venedig,
worundter eins, mit 28 Stügken, undt 700 ballen
pfeffer, weggenommen. Zu Paris, seindt 100 mille Gulden (florenus)f: auf des Cardinal <leib, gesetzt>


General Türenne, bemühet sich, wegen des
Stille Standts, undt rüstet sich auch, in eventum, zum kriege.

|| [[Handschrift: 102r]]


Zu Dysseldorf, wirdt die herztoginn von Neẅburgk
den 3. Aprilis, begraben, undt von den Evangelisch reformirten,
sehr beklaget. Der landtTag daselbst gehet infructose ab.


Man meynet, der Oberste Del Pontj, so Rethel liederlich
aufgegeben, dörfte einen schwehre sententz erwarten müßen.


Der Marquis de Castell Rodrigo, so vor diesem Königlich
Spannischen gouverneür in den Niederlanden, gewesen, an itzo
aber die Stelle eines Großhofmeisters des Königs in Spanien
betretten, ist den 8. Februar gestorben, sehr vom Könige be-
trawret, undt magnificentissime zur erden bestattet worden.


Die Spannischen machen große præparatoria, hin: undt wieder
zum kriege, weil Sie reichbeladene Schiffe auß Jndien,
abermalß bekommen. Spannien begehret von Frangkreich,
endtweder einen bestendigen frieden, oder einen ernsthaften krieg.


Des Cardinals Mazzarin leütte, seindt unferne von
Brüßel angegriffen, undt geplündert worden.


Spannien, hat absehen auf Casale in Montferrat.


Der Marquis de Montpezat, ist Gouverneür darinnen.


Zu Napolj werden wieder aufrührische Zeddel spargiret.
Fremde, undt contagiosische Seüchen, sollen alda regieren.
Der ViceRè fähret forth, mit scharfen proceßen,
gegen verdächtige große herren.


Jn Barcellona, nimbt der hunger überhandt,
wie auch, die pest, also das ihrer viel endtfliehen.


Die Kayserliche brautt, ist in dem Veronesischen gebiehte
von den Venezianern kostfrey gehalten, undt biß in das Tridenti-
nische, stattlich spesiret, tractiret, undt convoyiret worden.

|| [[Handschrift: 102v]]


Zu Wien, ist eine Jüdinn, Eleonora genandt, erschoßen
worden. Man hat die Jüdin derentwegen selber, im verdacht,
undt wirdt fleißig, darauf inquiriret.


Jn Böhmen, werden die pawren sehr aufrührisch,
wegen der Stargken reformation3. Jn undter Oester-
reich, wil man auch, stargk reformiren.


Graf Strozzj, wirdt der Kayserinn, entgegen geschickt.


Der Ertzherzogk Leopoldus, hat solennissime vom Kayser,
die lehen entpfangen laßen, über das Oberste Meister-
thumb, in Preüßen, undt in Deützsch: undt Welschen landen,
durch Grafen Lhaun, undt Geörg Ludwig Lindenspüher,
respective, des deützschen OrdensRitter, undt Kayserlichen Reichs-
hof: auch Ertzfürstlichen geheimen Raht.


Man hat zu Wien, stargke Processiones von Fla-
gellanten halten, undt die Trompter kläglich
darein blasen, auch die heerpaugken, schlagen, undt
doch darneben auch andere Trompter, die marche
blasen laßen, darauf der Todt die herrpaugker
schlagen müßen, undt ist die Passion darbey
repræsentiret worden.


Jn der Stadt Candia mag es an lebensMitteln,
undt an gelde, ermangeln, wie auch an volgk. Stehet
gefährlich. Ein venezianisches Schiff, nach Smirne gehende,
mit wahren, auf 300000 krohnen werth, ist ge-
scheitert, undt mit allem, zu grunde gangen?

|| [[Handschrift: 103r]]


Eine Jnsel bey dem Arcipelagoe, sol gantz versungken,
undt undtergangen sein, undt hetten sich nur von allen
Jnnwohnern, 5 personen davon, in einem Schiflein, salviret.


Der Uhrsprung, solches unheyls, wehre ein Bergk
welcher nun 3 gantzer iahr hero, continuirlich sich ie höher,
undt höher, erhoben, zu letzt aber, sich eröfnet, undt so viel
feẅer, undt Aschen, außgeworfen, das die Jnsel zumaln,
darvon bedegkt gewesen, undt undtergangen!


Die landtStände, in Oesterreich, contribuiren dem
Kayser, zum beylager, 80000 gülden, undt für die Kayserliche
Brautt 20000 zum hochzeittpræsent, undt noch zu
dero freyen Disposition: 200000 gülden, auch zu undter-
haltung der im lande, restirenden soldateca 100000 Gulden (florenus)f:


König in Engellandt, undt General David Leßle, faßen
sich gegen den Cromwell. hoffen, eins mit ihme zu wagen,
undt bastant zu sein. Printz Robert, ist zu Toulon
in Frangkreich mit etzlichen Schiffen, die er repariren leßet.
Die Parlamentischen werben stargk, wieder Schottland vndt
Jrrlandt, auch machen sie große præparatoria zur See.


Cromwell hat anschläge, auf die Grafschaft Fife.
Der König, leßet in Deützschland, viel wafen ein-
kauffen. Das Parlament, oder die neẅen Regenten
zu Londen, hat den Gewaltt, so der Große Admiral
von Engellandt gehabt, numehr dem Rath, von Staat,
(wie Sie es nennen), zugeeignet, der creiret neẅe
admiralen, zur See. Jhr hoher Justitzien Rath, hat herren || [[Handschrift: 103v]]
henrich heyde, gewesenen Königlichen Ambassador
zu Constantinopel darumb endthaüpten laßen, weil
er dem publicirten Parlamentarischen decret zuwiederf, (das kein
geborner Engelländer, des exequirten Königs, successorn vor
einen König in Engellandt, erkennen, noch einige Commissio-
nes, von demselbigen, (eo nomine) entpfangen, oder in einige
seiner dienste, sich einlaßen sollte, bey leib: undt le-
bens Strafe,) gehandelt, in dem er bey dem Türckischen
Kayser als Königlicher Agent, gewesen, den kaufhandel
der Türgkischen Compagnie, wie auch, des Parlaments
jnteresse, nicht allein, zu Constantinopel, sondern auch, zu Mi-
tilene, Smirne, undt in KleinAsien, alda er kraft habender
particular commission <nicht allein> ein Consul sein, undt der Englischen
kaufleütte alda befindliche affaires, tractiren, undt
theils verarrestiren sollen, umb den Parlamentarischen Ambassador zu
Constantinopel Rittern Thomaß Wendisch, außzustoßen,
sonsten auch, undter den Engelländischen kaufleütten, großen
Zwispalt, anzurichten, sich undterstanden haben sollte[.]


Es hetten solches glaubwürdige Zeügen, deponiret,
undt sein Jnnsiegel, so er, als ein Königlicher Agent,
mit sich, geführet, hette es verrahten, undt ihn also
convinciret. Er hat sich aber, in einer langen oration,
so er auf der bühne gehalten, sehr endtschuldiget, undt
offentlich, erklähret, das er nichts gethan, als worzu ihn,
seine pflicht Schuldigkeitt, verobligiret hette!

|| [[Handschrift: 104r]]


Zu Londen, hat man zu erbawung neẅer Schiffe, und
befreyung der See, neẅe jmposten, auf die kohlen, angeleget,
undt die schwehren Zölle, noch auf zwey iahr, prolongiret.


König in Spannien, hat befohlen Frangkenthal zu restitujren.


Der Portughesische Ambassadeür, im haag, hat seine
Resolution schriftlich übergeben, Jnnhalts: es wehre
seinem Könige unmüglich, die den holländern in Brasilien
abgenommene plätze, zu restituiren, weil die besitzere
solcher örther, hierzu, nicht verstehen, oder in wiederigem
fall, den König in Spannien, zum Schutzherren, annehmen
wollten, ist gleichwol erbiehtens, den herren Staden,
undt WestJndianische compagny, freye commercia, nacher
Brasilien, zu gestatten, Jtem: 8 millionen zu endt-
richten, auch den waysenKindern, in Zeelandt,
vor das iehnige, so Sie, in die WestJndische compagny
eingeleget, 8 Tonnen gülden, zu bezahlen. Jnmit-
telst, haben die herren Staden beschloßen, noch mehr
Schiffe in eil außzurüsten, als ob Sie mit dem bott,
nicht zufriedeng wehren?


Der Parlamentarische Engelländische Ambassador4 ist im haag, mit
250 personen, stadtlich geputzt, ankommen. hat undter
andern, eine leibguardij, von 12 hellerbardirern,
bey sich, welche neben den hellebarten, undt degen, mit
einer carabin, an der seitten hangende, gewafnet sein.


Der Düc d'Yorck, die Princesse Royalle, zusampt dem
iungen Printzen von Uranien, seindt nach Breda, gezogen. et cetera

|| [[Handschrift: 104v]]


Man erwartet, noch, ia im haag, einen graven von Dum-
ferling, so in einer Ambassade, vom Könige, undt Ständen
in Schottlandt, ehistes Tages, geschickt werden soll.


Ein 13 holländer, undt hamburger Schiffe, haben im
haag, undt zu Mittelburgk einen großen Theil, des in Spa-
nien angelangten Reichthumbs, mitgebracht.


Die Frantzosen haben abermahl in der See, den Engel-
ländern, ein groß: undt reichbeladenes Schiff, abgenommen,
deßen verlust, auf 130000 Pfund (libra)℔: Sterlings, geschätzet wirdt.


Der holländische Resident, zu hamburgk, herr Schraßert
ist Todes verblichen.


Andere schreiben vom Parlamentarischen Ambassador5 daß er im haagen
mit 300 personen, ankommen seye, undt hette darundter,
13 Trompter, undt 30 pferde, mittgehabt, wehre
auch mit 50 carossen eingeholet worden. Zu Rotterdam,
hetten ihm zwahr, einige auf den dienst, gewartett,
undt eines beybringen wollen, es hette es aber,
seine stargke suitte verwehret. Theilß meinen,
Cromwell seye Todt, undt es gienge in Engellandt
wunderlich zu, bevorab, zu Londen.


Der hertzogk von Savoye hat eine potschaft, in
die 100 personen Stargk nach Wien, geschicktt,
zu waßer, auf 30 Schiffen, von Ulm auß. Man hat Sie
durch Bayerlandt, kostfrey gehalten.

|| [[Handschrift: 105r]]


Zu Regenspurgk, hat man an dem himmel 3 Sonnen
gesehen, undt zu Janckow, in Böhmen, unweitt deütz-
schenbroda, hat es blut, Schwefel, undt pulver ge-
regenet, wie die avisen melden.


Chur Bayern sol wieder werben, zu waß ende
weiß man nicht hingegen, wirdt die Rheinische
Crayßdefension, suspendiret, undt in dem
landt zu Braunschweig, undt Lüneburgk, wie
auch im stift hildeßheim, seindt alle werbungen
verbotten, damit man das volgk im lande, be-
halte, undt wieder anbawen könne!


Jn Oesterreich, sollen sich schon, in die 28000 un-
catohlische angegeben haben, welche lieber das
landt reümen, alß ihr gewißen, beschwehren wollen?

Dienstag den 8ten: Aprilis, 1651.


J'ay songè d'avoir estè assis, a üne table, avec
le Prince Augüste, & ün principal Seigneur Es-
cossois Royalliste, auprès d'iceluy Cromwell,
& quelques aultres Officiers Anglois, Escossois,
& Allemands. J'eüsse parlè la plüspart avec l'Èscos-
sois, & maintenü le party dü Roy. Cromwell eüst
fait ün triste & morne mine, dissimülant tout,
& faysant semblant, de n'entendre pas nostre
Discours François. Enfin, il s'en füst allè, de dèspit, || [[Handschrift: 105v]]
se levant de table, a cause d'üne parole Passionnèe, que
i'avois proferèe, pour le party dü Roy, envers le Prince
Augüste, lequel avoit discourü avec grande precaution,
me regardant souvent, & prennant garde, a ce, que
ie disois, & mè rèspondant avec singüliere prevoyance!


Extra zu Mittage: ist noch der hofraht Müller
gewesen, wie auch die Peckadelinn, undt Doctor Mechovius,
dann Wischer rechene ich nicht, vor <extra> Ordinarium
mehr, weil er numehr ordinarie, Meiner gemahlin Liebden
aufwartten soll.


Nachmittage, habe ich geschrieben, nacher Croßen, undt Berlin
im vorrath. <hofrath Müller, hat zu abends abschied genommen.>


Gegen abendt, bin ich mit Meiner gemahlin, jn gartten,
spatziren gegangen, in hellem schönem wetter, alß es
heütte, den gantzen Tag, gewesen.


<1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: 21 Schefel (Scheffel)schfl: gersten, hat Martin haug außseen alßen, aufn 100 Morgen, Gott gesegne es!>

Mittwoch den 9ten: Aprill, 1651.

<Bel tempo.>


Der hofrath Müller, ist heütte forth. Jch laße ihn
führen, biß nach Warmbstorf, von dannen, wollen ihn,
die Cöhtnischen nach Ascherßleben, führen laßen,
alda er etzliche Tage, in seinen privatis, in sua Patria,
bleiben, darnach aber wieder anhero zu kommen, undt
seinen rügkweg, nach Strehlitz, forthzusetzen, gewillet[.]


Gott gebe überall, gute expeditiones!


Am heüttigen BehtTage, conjunctim, zur kirchen.

|| [[Handschrift: 106r]]


Das waßer, so gestern abermal gewachßen, fället
heütte wieder. Gott helfe weitter, mit gnaden!


Zu Barby, sollen die Tämme, an den ufern, in die 30 Ruhten,
das ist 240 ellen weitt, (die ruhte, zu 8 ellen gerechnet)
außgerißen sein, die felder, undt ägker, überschwemmet,
undt sehr großen schaden, dem Graven, undt andern,
gethan haben. Sie können wenig ägker, bestellen,
das winterkorn, in niederigen feldern, leidet noht, andere
Egker, können sie, nicht zurichten, zur Sommersaht.
Zu den hohen feldern, haben sie mühe zu gelangen,
durch das waßer. Müßen droben bleiben, in hütten,
die woche hindurch, wegen der überfahrt, undt Zeitt
verliehrung, also das Sie nur am Sonnabend pflegen
überzufahren. So hat auch ihr vieh mangel an weyde,
also: daß sie daselbst, viehe, undt gesinde, anfangen abzu-
schaffen, sich in der Zeitt, zu schicken, undt zu gedulden.


Gott helfe ihnen, undt unß, emergiren, undt
bewahre, vor ferrnerem unheyl! undt unwesen!


Der gute Tobias Steffeck von Kolodey ist heütte, von seiner
abentheẅerlichem rayse, (Gott seye lob! undt
dangk gesagt) unversehrt wiederkommen. Gott
helfe mir ferner, zu glügk! undt gnaden! undt be-
wahre mir, recht Treẅe diehner, gebe auch,
glügk; Segen! undt fortgang! Zu meinem ferneren
vorhaben, undt anschlägen!

|| [[Handschrift: 106v]]


Il m'a apportè tout plein de lettres, de Complimens,
mais en effect, nous avons obtenü, bien peü, de nos desirs.
Pacience! Pacience! Pacience!


in 100 Morgen, 6 Schefel (Scheffel)schfl: gersten abermal <in präsentz Martin haugs> geseet. Gott laße es gedeyen!


Jtem: 1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: zu Zeptzigk. Gott gesegene mirs!

Donnerstag den 10ten: Aprilis; 1651.

<4 hasen, Rindtorf gehezt>


Briefe geschrieben, am heütten postTage.


Nota Bene Die erfreẅliche wunderbahre Zeittung, undt avis
Nota Bene vom Obrist leutnant Knochen, von Cöhten, bekommen, das sichs
Nota Bene mit der Fürstin daselbst, gleichsam, miraculose
gebeßert, undt verstandt, undt alles wieder-
bracht worden. Gott ist wunderbahr, in seinen
wergken, undt billich zu preisen. Groß
seindt die wergken des herren, wer ihr achtet,
der hat eitel lust, undt freẅde darahn!


Visité gegeben, meinen Schwestern, undt sonsten,
mit Tobias Steffeck von Kolodey mittgebrachten Sachen, wie auch, mit
andern briefen, viel zu thun, gehabt, undt zu bestellen[.]


1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: gersten, ist alhier geseet worden. Gott gebe
zu glügk! segen! undt gedeyen! Martin haug war darbey[.]


Post von Ballenstedt, bekommen, von selbigen
Beampten.

|| [[Handschrift: 107r]]

<Bel tempo.>


Paul Ludwig bey mir gewesen. Jtem: Georg Reichardt undt Philipp Güder. et cetera


2 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: gersten, vor: undt nachmittags alhier geseet,
<undt> 1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: gersten zu Zeptzigk. Gott gebe zu segen! undt
gutem gedeyen! Hans Balthasar Oberlender wahr dortt, undt Martin haug, alhier. perge


Meine kinder, seindt hinauß, nach Palberg spatziren. perge


Christoff Bärnreütt, hat gegen abendt, seinen
undterthäng(ist)en abschiedt genommen, gehet auf Croßen, Berlin,
undt vielleicht gar, in 7benbürgen. Gott gebe zu glügk!
segen! undt forthgang! Gott helffe emergiren!


Mit Madame; in gartten spatzirt.

Samstag den 12ten: Aprilis; 1651.

<Regen, mane!>

<4 hasen, Abraham von Rindtorf gehetzt.>


Bärenreütt, ist forth, nacher Berlin, undt Croßen zu.
Gott wolle ihn geleitten! undt ihm succeß geben!
Jch habe ihm recommendationschreiben, mittgegeben,
an Fürst Johannßen, an Meinen Sohn Viktor Amadeus undt ahn
die Churfürstliche wittwe zu Croßen. Gott segene, deren effect!


Jacob Ludwig Schwartzenberger, ist mitt, auf
Deßaw, undt hanß Eckardt, gehet vollends mitt
nacher Zerbst, Zerbster bier, vor die hofstadt alhier ab-
zuholen. Gott laße Sie gleichßfalß, mit
frieden, wiederkommen, undt gebe uns glück! und Segen!


Etzliche Schiffe, den Strohm herauf, gehen durch, in-
maßen heütte, viere, ledig, mit zweyen Sehgeln, passiret.


A spasso, in die Awe, nacher Bornike zu. perge mit Carolo Ursino.

|| [[Handschrift: 107v]]


Matthiaß von Krosigk, hat vor abendts, alhier, en passant,
eingesprochen, undt sich endtschuldiget, das er zu Zerbst,
nicht aufwartten köndte, weil er nacher halle citiret.


3 Schefel (Scheffel)schfl: gersten, undt 13 Schefel (Scheffel)schfl: haber, seindt alhier geseet,
undt 12 Scheffelschffl: gersten zu Zeptzigk. Gott laße es wol gedeyen[.]

Sonntag den 13den: Aprilis, 1651. Domenica Misericordias Dominj. <et cetera>


Avis von Wartemßleben, von hannover.


Conjunctim, in die vormittagspredigt, des Jonij.


Extra zu Mittage: Doctor Mechovius, die Rindtorfinn,
Lüdolf Lorentz von Krosigk. et cetera


Nachmittags, wieder in die kirche, da der iunge
Rheinschmidt, geprediget.


Krosigk ist forth nach hause zu, in meynung,
auf den 16den: huius, (meinem außschreiben gemäß)
dem leichbegängnüß, zu Zerbst, beyzuwohnen. perge


Die Sahle fellet zimlich (Gott lob!)


Schwartzenberger; undt der neẅe Medicus, Doctor Beck-
mannus, seindt diesen abendt, von Deßaw,
ankommen, Gott gebe zu glügk! undt Segen!

Montag den 14den: Aprill 1651.


Doctor Beckmannus, der Neẅe Medicus, hat sich bey mir
præsentiret, undt ist extra zu Mittage, neben Hans
Bernds, undt der Pegkadin, behalten worden.


Avis von Graf Moritz, von Tecklemburg daß sein Söhnlein,
graf Wilhelm Ludwig sehlich verschieden. Gott tröste ihn! und gemahli[n.]

|| [[Handschrift: 108r]]


Schreiben, von meinem Sohn, Viktor Amadeus von Berlin, Paris,
Jtem: von Einsideln, jtem: von Märtin Schmidt.


1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: 18 Schefel (Scheffel)schfl: gersten alhier, undt 12 Schefel (Scheffel)schfl: gersten
zu Zeptzigk, außseen laßen: Gott gebe zu glück! und Segen!


<Der junge Plato, pfarrer zu Altenburgk, helt heütte hochzeit, mit Teichmanns Tochter.>


Daß der König in Engellandt, in guter postur, stehe, wieder
die Parlamentischen, undt General Cromwell genesen.


Zu Paris, hindert die Königinn die versamlung der Stende
in Frangkreich wieder die Printzen, wieder die Parlamenter,
undt wieder die Noblesse. Cardinal Mazzarinj, ist zu Brüel
in des Churfürsten von Cölln, lande. Jn Catalonie steht es gar
schlecht, vor die Frantzosen.


Die Türgken, setzen Candia heftig zu, undt haben viel
volgk, proviandt, munition, undt geldt, dahin gebrachtt,
in dem die Venezianischen schiffe, undt Galleren, außen gewesen,
sich zu erfrischen, in Corfû!


Jn Polen, undt Lyttowen, wirdt noch der krieg besorget,
von Cosagken, undt Tartarn.


holländer, undt Engelländer, rüsten sich, wieder Portugall,
stargk zur See, wiewol sie ungleichen zwegk haben, die ersten,
wegen Brasilien, die andern, wegen etzlicher hostiliteten.
Der Engelländische Parlamentarische gesandte6, im haag, helt sich, gar splendide!


Frangkenthal, ist noch nicht evacuiret, ob man schon
hofnung darzu hatt!


Pfaltz Neẅburgk, will mit den Staaden, zerfallen, wegen
etzlicher Mißverstände, undt Militarischer execution, wieder
die Pfaffen.

|| [[Handschrift: 108v]]

Dienstag den 15den: Aprill, 1651.

<Frost.>


Das waßer fällt. hofraht Keppe, hat sich præ-
sentiret, alß abgesandt, von Fürst hanßen. et cetera


hanß Geörge horenburgk, gewesener kammer-
diener, bey F hertzogk Julius heinrich, von Sachßen
Lawenburg hat sich auch præsentiret. Jst der dienste müde.


Lüdolf Lorentz von Krosigk, ist auch erschienen,
in meynung nacher Zerbst, per Deßaw, zu gehen, aufs
leichbegengnüß, nebenst Wolf Thylo von Troten.


Keppe hat ahnzubringen gehabt, 1. Curialia, wegen der
condolentzen, vndt beschriebenen vom adel dangksagung. 2.
Frage, wie wir unß, zu vereinigen, wieder den landtTag,
da man schriftlich erklährung begehrt, vom Fürst hanß,
wegen<durch> ablegation Cantzlers Milagij; undt Freybergs. Der
Adel, erigiret cristas, will unß den Zügel, auß handen,
nehmen, undt leges imperandj, vorschreiben. Bleibet nicht,
in terminis der proposition, zur befriedigung, der landschaft
creditorn, So doch auch, ihre norm schon hat. et cetera 3. In causa
Gernrodensj, sich zu excusiren, daß Fürst hans mir nicht zur præjudicirn
gemeinet, Sondern nur wolmeinendt die abalienation an Fürst Augustus
vorgeschlagen. 4. In causa Ascaniensj, gebehten, die Sache zu
urgiren, damit lis contestiret werde. 5. Einen consens
gebehten, über 10000 ReichsthalerRthlr: so er von seiner FrawMutter
aufnehmen, undt zur verbeßerung, anwenden will.

|| [[Handschrift: 109r]]


Jch habe ihm mit humanitet, undt curialiter ge-
antwortett, auch die<meine> rähte, undt Deputirte bestellet,
mit ihme außführlicher, in conferentz, sich einzulaßen,
noch vor der Mittagßsmalzeitt, wie auch, geschehen, durch Se-
cretarium Paulum Ludwigen, undt durch Doctor Mechovium.


Nachmittags habe ich ihn, in gnaden, wieder dimittiret,
undt er ist, auf Wolfen, geritten.


Schefel (Scheffel)schfl: haber seindt heütte geseet. Gott segne Sie!


heütte habe ich auf des iungen Platonis hochZeitt, schengken
laßen, vi[e]r Eimer wein, an stadt des hochzeitsgeschengkes.

Mittwoch den 16den: Aprilis, 1651.

<Windig.>


heütte ist Rindtorf undt Wischer forth, nacher
Zerbst, in meinung, über die Elbe zu kommen.


Gott gebe! das Sie, der stargke windt,
nicht darahn verhindere! undt an ihrer aufwarttung!


Jn die wochenpredigt, (so der iunge Ottmar
gethan,) cum sororibus, filiolo, & una filia. perge


<alhier> 2 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: <Martin haug> haber, außseen laßen. Gott gebe zu segen!
Wie auch zu Zeptzigk <Hans Balthasar Oberlender> 18 Schefel (Scheffel)schfl: gersten, auf der Evan-
gelionsbreitte. Gott gebe! Zu gleichmeßigem gedeyen!


Dänstedt, ist von Cöhten, ankommen, die Schwestern
dorthin abzuholen; <die gleichsam miraculose, genesene Fürstin, zu besuchen,>


Mein Sohn Victor Amadeus, ist umb den Mittag,
unvorsehens, (Gott lob!) ankommen. Gott helfe ferrner!

|| [[Handschrift: 109v]]


Il a fait, ün joly petit voyage, Dieümercy; en Silesie, & en la Marche[.]


Einsidel, undt Langken, seindt auch mittkommen.


Ein Neẅer Sprachenmeister, hat sich auch eingestellet.

Donnerstag den 17den: Aprilis; 1651. [...]h

<guth wetter.>


Geschrieben, an Adolf Börstel nach Paris; an Princesse Catherine <par ün extraordinaire> undt
an Madame Elizabeth <par la poste>, Jtem: a la Douairière de Schöningen.


Die kinder, sterben wieder sehr alhier zu Bernburg,
an den pogken. Gott seye der pacienten Artzt! undt Nohthelfer!


1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: haber, ist alhier<zu Zeptzigk>, (Hans Balthasar Oberlender) undt ½ Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: haber alhier,
geseet. (Märtin haug) Gott gebe zu Segen! undt wachßthumb!

Freitag den 18den: Aprilis, 1651.

<Windig, vormittags Nachmittags hagelwetter.>


heütte ist meines kleinen Sohns, Carolj Ursinj, geburtsTag,
an welchem er 9 iahr altt worden, undt das Zehende iahr,
seines allters antritt. Gott laße ihn wol gerahten!
in wahrer Gottesfurchtt, aufwachßen, undt gedeyen!
undt gebe ihm langes leben! glügk! Segen! undt gnade!
bey Gott, undt den Menschen!


Christian, von Wartemßleben, unser Page, ist von seinen
Elltern, wieder anhero, glügklich ankommen, hat briefe
mittgebracht, von hanover, Wolfenbüttel, Ballenstedt etcetera[.]


J'ay depeschè ce soir, J. G.7 avec lettres, <1.> a la Reine de Bohême <2.> au
Colonel Mario8 2. au Maréchal de camp, Brederode9 4. a Monsieur Rivet10. 5. a Godefroy Hotton. <et cetera>
6. a Monsieur Cordier. 7. Rulitius. 8. Falquen:11 9. a la Prince d'Orange[.]


Dieü vueille fortüner, cés miens desseings, par Jesus Christus Amen!


1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: haber, Martin haug alhier, außseen lassen, Gottgesegenees[!].

|| [[Handschrift: 110r]]

Samstag den 19den: Aprill: 1651.

<frost.>


J. G.12 est party. Le bon Dieu le vueille conduire, & reconduire
heüreüsement!


J'ay beaucoup de soing, pour plüsieurs choses, que Dieu
vueille, remettre en üne estat desirè!


A spasso, post sacra; et Oeconomica peracta perge


12 Schefel (Scheffel)schfl: haber, seindt heütte außgeseet, in die gerichts-
breitte. Gott gebe, zu gesegnetem gedeyen!


Die Schwestern, Freẅlein Sophia Margaretha und Dorothea Bathilde seindt zu
abendts, von Cöhten, wiederkommen. Jch hatte ihnen, den
iungen Langk zu pferde, entgegen geschickt. Er ist aber
zu Cöhten, gählingen krangk worden, undt hat
zu pferde, nicht bleiben können. Gott helfe ihm!


Es regieren an itzo, geschwinde krangkheitten. et cetera
undt gehet alles, in besorglicher confusion zu. Gott
helfe doch einmahl emergiren, sonderlich, auß der so gar
beschwehrlichen haußhaltung!

Sonntag den 20ten: Aprilis; 1651. Jubiliate.


Jn die kirche, cum sororibus, duobus filiis, & parte filiarum.


Extra zu Mittage, gehabt, Langken, Tobias Steffeck von Kolodey[,] Ern Jonium,
sonderlich auch, Doctor Mechovium.


Nachmittags wieder in die predigt cum sororibus, & filiis, da der
junge heßler, des bawherrn Sohn, fein gepediget.


Avis, das der Graf Jobst Günther von Barby gestern
gestorben, so ein feiner herr gewesen. Gott genade ihm!
er ist sonsten noch vegetus gewesen, aber baldt abgangen. et cetera

|| [[Handschrift: 110v]]


Gott erbarme sich, des iungen herrleins, undt anderer krangken,
in gnaden!


Das waßer fället sehr Gott lob.


Unsere Jungkern, seindt von Zerbst, wiederkommen, haben
mit der überfahrt, über die Elbe, zu thun, gehabt.


Der feldtscherer, undt mein hofbalbirer, Hanß
Wentzel Rohte, ist auch wieder mittkommen, hoffet
beßerung, beym guten allten herrn Wendelino, zu dem
ich ihn geschigkt hatte, seine aufgelauffene handt,
zu verbinden. Er hat ihm etwan vom pflaster, gelaßen.
Gott gebe zu glück, heyl, undt gedeyen!


Doctor Beckmannus, der neẅe Medicus, kahm heütte, aller
malat, undt disgutirt herauff, weil er das fieber am
halse hat, nacher Deßaw, forth will, undt kein lo-
sament alhier, (Contre la promesse, de mes Secretaires
& Officiers) bekommen kan.

Montag den 21. Aprilis, 1651.

<Schnee undt windt, mane. Regen a meridie undt Schloßen.>


heütte hat Meine freundliche herzliebste gemahlin, alhier vfm hause
Bernburgk, ihre Communion gehalten, nach deme Sie
gestern gebeichtet, bey dem allten pfarrer, von Alsleben
herrn Otto Geese. Gott gebe rechte buße, undt her-
tzensandacht! undt leitten uns, auf ewigem wege!
Worinnen wir irre gehen! Faxit Deus; Amen!


Wischer, <und> Krosigk undt<seindt> von Zerbst, nachmittags wiederkommen, haben || [[Handschrift: 111r]]
berichtet, wie man sie beyde, tractiret, neben
Rindtorfen, dem iungen Paris Werder, undt dem
einen Trohta13, alß meinen beschriebenen hof: undt
landtiungkern. Jls ont estè maigrement
traittèz, & honorèz, come si on avoit quelque
peür ou arrierepensèe & je m'en estonne!


<Trohte,> Wischer, undt Krosigk haben die leiche
helfen tragen müßen, da doch viel iunge
leütte, undt landtsaßen, außm Zerbster Antheil,
(denen es eigentlich gebührt hette) vorhanden gewesen.
Rindtorf mein CammerJunker hat auch müßen helfen die
hertzoginn führen, ist aber undten ahn, gegangen,
undter der herztoginn CammerJunker einem Marschalck von
geschlecht, ein hoym, ist Königlich hollsteinischer<Dennemarkischer> undt hollsteinischer
Abgesandter, gewesen, ein Münchhausen14, Anhaltischer.
et cetera


heütte seindt 7 Schiffe mit 130 wispel
getreydig alhier durch paßiret, (2 defacto!)


1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: haber ist alhier außgeseet. Gott gesegene es!
undt laße alles wol aufwachßen, undt gedeyen!


lettres de Crossen, de Stugkgardt, de Vienne; etcetera.


Krosigk, undt Wischer, seindt diesen abendt alhier geblieben.
undt ich habe allerley, mit ihnen, conversiret.


Christoff von Jehna, ist anhero kommen, nachmittags.

|| [[Handschrift: 111v]]


Die avisen wollen:


Daß der Römische Kayser, daß emigriren, allen uncatohlischen,
in Ober: undt Nieder Oesterreich, verbotten habe.


Jtem: daß die Mantuanische heyrath, baldt vor sich gehe.


Jtem: daß der König in Schottlandt wieder die Engelländer
victorisiret hette.


Der Engelländische Parlamentarische gesandter15, wolte im haag, die
herren Staaden, bewegen, mit ihnen, in eine alliance, zu
tretten, so wol wegen der Religion, alß wegen der Commercien,
Frangkreich aber, wie auch Sp Portugall, Dennemargk,
Schweden, Polen, hetten einhellig, davor protestiret,
undt sich erklähret, wann diß geschehe, So wolten Sie
mit dem Könige leichßfalß einen bundt machen,
offensivè, undt defensivè, wieder die Parlamentarischen
Engellender, undt wieder die Staaden, zugleich, zu
waßer, undt zu lande. Der Princesse Royalle,
undt die Uranischen leütte, haben sich, im Haag,
nicht vergleichen können, undt derowegen,
seindt die Uranischen, mit der princeßin, nach Breda gezogen.


Jn Frangkreich, gibts noch dissidia, ob schon der
Cardinal Mazzarinj, hinweg ist, undt die reformir-
ten, fangen auch ahn, sich zu versamlen.


Mit Spannien, werden gleichwol, tractaten gepflogen,
wie auch, mit Lottringhen.

|| [[Handschrift: 112r]]


Zu Rom, ist des Cardinals d'Este, Oberhofmeister,
auf offentlicher gaße gehende, von zweyen Mörder,
(meüchelischer weyse), ermordet worden, ob er schon
in die 20 personen, in seiner suitte, undt einen
Marchese, bey sich gehende, gehabt. Man inquiri-
ret, auf die Thäter, so endtsprungen, undt man nicht
erfahren kan, wer sie seyen, oder, wer sie bestellet?


Der Pabst, leßet vor Spannien, werben.


Candia die Stadt, sol entsetzet, undt versehen sein.


Die Venezianer, rüsten sich stargk, vor ihrem ge-
waltigem Nachtbarn. Gil de haaß, ist an General
Sperreütters stelle verordnet, weil derselbe
über der Zeitt, so ihme erlaubet, außen geblieben.


Die Polen, sollen von den Cosagken, sehr ge-
schlagen sein, undt die Deützsche infanterie,
welche von den Pollnischen Reüttern, abandoniret),
sol sich bey den Cosagken, haben undterstellen müßen.


Die Dantzjgker, kriegen, einen schwehren
handel, wegen einziehung der reformierten kirche,
undt da sie, den Königlichen Mandatis, nicht pariren wollen.


Das gewäßer, sol hin: undt wieder, großen
schaden gethan haben, in Preußen, Polen, undt überall.


Meine Söhne haben heütte zu Pfuhle, auf den
ägkern, gefischt, undt hechte undt speisefische gefangen.

|| [[Handschrift: 112v]]

Dienstag den 22. Aprill; 1651.


Jch habe viel conversirt, mit dem<Christophoro> von Jehna,
welcher von Zerbst herüber gekommen, undt etzliche
Sachen, in publicis, & Privatis, undtergeben.
Gott verleyhe heilsahme Consilia!


Philipp Carll Geüder, der neẅe page, ist anhero
kommen, Gott gebe mir glügk darzu! undt segen!
Sein bruder, Ludwig Ernst, hat mir ihn, recommendirt,
umb seines Sehligen, frommen vaters willen. perge


Fraẅlein Johanna von Plötzkaw, ist nach-
mittags, herüber kommen, mit meinen Schwestern,
sich zu bespraachen. Der hofraht Müller von Strehlitz,
undt der berühmbte Doctor Medecinæ, von Braunschweig,
Doctor Fischer, ist auch mittkommen. Jch habe mit beyden,
gespraachet. perge


1 w: hafer zu Zeptzig, Hans Balthasar Oberlender undt alhier
Schefel (Scheffel)schfl: seen laßen Martin haug[.] Gott gebe zu Segen!


Mit hofraht Müller, undt Jehna, diesen abendt,
successive geredet, von vielen jmportantzien et cetera[.]


Omnia te vorum! spectantia nulla retrorsum!16

|| [[Handschrift: 113r]]

Mittwoch den 23. Aprilis, 1651.


Jn die kirche, undt wochenpredigt, da der iunge
Heßler, sich wol gehalten.


Der CammerJungker, von Zerbst, Marschalck,
ist an mich geschickt worden, wegen eines con-
senseß, auf 10000 ThalerThlr: so Fürst Johannsens <Liebden von dero> Fraw-
Mutter, aufnimbt, deren es, von den hertzogen
von Lünenburg auß gezahlet wirdt. perge


Nach dem er audientz gehabt, ist er mit
Mir, undt meinen Freẅlein Schwestern,
undt Söhnen, in die kirche gegangen. Wir fuhren,
er aber gienge zu fuß, nebenst unsern officirern,
undt Junckern.


Extra zu Mittage, ihn gehabt, wie auch den
Meckelburgischen Abgeordneten, (welcher ihme vorgezogen worden)[,]
Jtem: den Cammerrath, Doctor Mechovium. &cetera


Zu Abends, extra, hofraht Müller. Darnach
hat er, seinen undterthänigsten abschiedt genommen, in mey-
nung, morgen (gebe gott) wieder zu verraysen.


J'ay beaucoup conversè avec luy.


Ma femme estoit mal disposte, cejourd'huy,
ayant euë divers vomissemens. Dieü vueille
qu'elle s'amende!

|| [[Handschrift: 113r]]

Donnerstag den 24ten: Aprilis, 1651.

<3 hasen, hetzen laßen. es wahren Rämmeler.>


Avis von Plötzkaw, vom Fürst Augusto schriftlich, durch
Cantzler Milagium, daß der Marggraf von Anspach,
mit seiner FrawMutter Liebden dorthin kommen seye!


Jtem: daß der Churfürst von Brandenburg nacher
Gröninghen, komme!


Jtem: daß die Zusammenkunft, beyder Churfürsten
von Saxen, undt Brandenburg zu Lichtemburgk,
vor sich gehe.


hofrath Müller, abgeordneter von Strehlitz, wie
auch Marschalck abgeordneter von Zerbst, seindt
wieder forth, iehner heütte Morgen, dieser aber,
noch gestern, mit contento. Gott geleitte sie!


Canzler Milagium, habe ich, nacher Cöhten müßen führen
laßen, weil mich Fürst Augustus, darumb ersuchtt,
undt seine pferde, (umb der ankommenden gäste
willen,) wieder haben will.


Risposta di Schöninghen, en termes fort froids,
& la Düchesse Douairiere, est toute malade! Pacience!


18 Schefel (Scheffel)schfl: gersten, seindt zu Zeptzigk; geseet
worden, Hans Balthasar Oberlender. Gott gebe zu gedeyen!


Doctor Fischer, ist heütte wieder anhero kommen. Schwester
Bathilde in die cur, zu nehmen. Gott gebe zu heil[!]

|| [[Handschrift: 114r]]


J'ay èscrit á Crossen, par Oberlender. Dieu le guide!
J'ay aussy èscrit, à Vienne, & Stuckgardt perge


Quj me servastj puerum, juvenemque Virumque;
Nunc fer opem misero; Christe benigne, Senj!


Qui iudicastj mortuus, Jn petra Rex innocuus,
Regas me (quæso;) miserum, Pro quo dedistj pretium,
Ac per tuam Clementiam, Deducas nos, ad gloriam!


Venj, Sancte Spiritus! Et emitte cælitus;
Lucis tuæ, radium! Consolator Optime;
Dulcis Hospes animæ; Dulce Refrigerium!
Sine tuo numine, Nihil est in homine,
Nihil est innoxium; Da salutis exitum!
Da, perenne Gaudium!17


Da Pater; augustam; Mentj conscendere sedem!
Da Fontem lustrare bonj; Da, luce reperta,
Jn te conspicuos; animj defigere sensus!18


Te puro nunquam cessabo pectore, votis
Flectere. Tu flatu me, Deus alme; rege!


Te piis, nunquam Deus Alme, Votis,
Desinam placare, tuo usque et usque.
Me sacro supplex rogo te, vicissim,
Flamine ducas!


<Anhalten wil ich stehtiglich Mit ernstem geleüht demühtiglich Gib mir herr, deinen Heiligen Geist! der mich, zu allem guten weißt.>

|| [[Handschrift: 114v]]

Freitag den 25ten: Aprilis; 1651.

<2 hasen, meine Söhne, gehetzt.>


Oberlender ist gestern abendt, noch abgefertiget worden,
nacher Croßen. Gott gesegene unser vorhaben!


Meine Söhne, seindt hinauß hetzen geritten, im Regen.


Jch habe heütte, den Balbirer, hanß Wentzel Rohte
bey mir gehabt, undt ein sonderliches arcanum, in
medicina, præpariren laßen.


Die lämmer seindt ge[sammelt]<beschrieben> worden, durch Wolfgang
Sutorium undt Märtin haug, alß 82 Zibben,
undt 102 hammel lämmer, darzu hat man
6 außgesetzt, zur Fürstlichen küche, und 3 dem Schäfer,
Summa 193 darzu addiert noch, so zur hofstadt kommen[.]


Thut 199 undt über die, noch 92 knechte<lämmer.>


Märtin haug, kahm frühe morgens, mit Spannischem
wein, undt, Austern, wieder, von Magdeburgk:


Jn garten, con Madama.


Schreiben von den Ballenstedter beampten.


Jtem: von Deßaw, in publicis, wann mit Chur Brandenburg
zu tractiren? in negocio Religionis undt wegen
Frosa, vndt Nachterstedt.


½ Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: gersten, hat Ludwig Rober, seen laßen
zu Zeptzigk. Gott lasse es gedeyen!

|| [[Handschrift: 115r]]

Samstag den 26ten: Aprilis; 1651.

<Regen.>


Jch habe mit Schwartzenberger, undt mit dem Ampt-
mann, in jmportantissimis, geredet, auch der justitz
die hülfliche handt alhier, damit sie nicht jmpingi-
re, mit sanftmuth, undt mit authoritet,
darbiehten laßen.


Doctor Fischer, (so schwester Dorothea Bathilde in der cur, hatt) ist
bey Mir, gewesen, undt hat viel schöne Sachen,
mit mir discurriret, hat schon 40 iahre, practicjret.


Ein hengstfohlen, von der Ursul, hat sich erhengkt,
in dem es, mit einem andern füllen gespielt, undt in
die halfter, kommen. Jst ein unglügk! Gott ersetze es!


Jch habe, in beysein Martin haugs zu Zeptzigk 15 Schefel (Scheffel)schfl: haber, seen
laßen. Gott gebe, zu glügk! undt Segen!


Colerj pfarrers zu hatzgeroda[!] bruder, ist anhero
kommen, von Cölln, (alldar er selbiger reformirten gemeine,
zu Mühlheim, pfarrer ist) undt hat berichetet, wie
er darbey gewesen, alß die hertzoginn von Neẅ-
burgk zu Duysseldorf, gestorben, so Christlich, so
Gottsehlig, undt vernünftig. Jhr herr hat einen
sehnlichen abschiedt, zwahr von ihr genommen, iedoch
Sie aufm todtbette inquietiret sich zu verkehren,
hat auch auf ihren hofprediger geschmähet, undt der
herztogin erst ein crucifix <vorgehalten>, darnach ein licht in die || [[Handschrift: 115v]]
handt gegeben. Sie hats aber beydes, wieder die h<W>andt
geworfen, undt sich auf einen beßeren Trost, fundiret.
Endlich, nach ihrem Tode, hat er doch, iehnen hofprediger
demulciret, undt behalten.


Nota Bene Nota Bene Nota Bene Es ist auch avis einkommen, daß ein kleines Männlein,
einem hirtten, erschiehnen, welcher, der Stadt
Cöhten, von seinentwegen, ihren undtergang anzei-
gen müßen, undt dreẅen, das sie mit einer
eisernen ruhte, solten gestraft, undt heim-
gesucht werden, (weil die bißherige Menschen
ruhten, in den windt, geschlagen) wo ferne
Sie nicht buße theten, undt abließen, von
ihrer ungerechtigkeit, wucher, Schinderey, über-
fortheilung, des Nechsten, üppigkeitt, undt übermaße
in kleidung, freßen, Sauffen, pancketieren, fluchen, etcetera


Vor 5 iahren, ohngefehr, sol auch ein Männ-
lein, dem Superintendenten Magister Sachsen, erschienen
sein, undt ihn gewarnet haben, v die Stadt
<Cöhten> zu erinnern, abzulaßen, von obigen, Sünden, oder
Sie würde im feẅer, undtergehen. Gott
bewahre, vor unglügk! gebe bußfertige
hertzen, undt lehre die Geister recht prüfen[.]


Jejunium serotinum, gehalten; wie
ich mehrentheils, bis in hebdomade, zu thun, pflege.

|| [[Handschrift: 116r]]

Sonntag den 27ten: Aprilis; 1651.

<Somnia horrida gehabt, media nocte, da dann aliquid apud pulvinar, sich, bey mir überworffen. et cetera>


Jn die kirche, vormittagßs, conjunctim.


Er Marggravius hat geprediget.


Extra zu Mittage, die Rindtorfinn, Doctor Fischer,
Tobias Steffeck von Kolodey undt Langken, welcher zwahr mehr
Ordinarius, alß extraordinarius numehr ist. et cetera


Nachmittags cum filiis, & sororibus, wieder in die kirche,
da dann, der pfarrer von Dohndorf geprediget.


Vorgestern, ist der Marggraf von Anspach, zu Plötz-
kaw, mit stargkem comitat, ankommen.


Avisen, von Erffurdt: daß mein bruder zu Rom, sich sehr
wol auf befindet, Gott lob! (en la grande Babylon!)


Jtem: das die Polen, von den Cosagken sehr geschlagen
seyen. Sie hetten, in die 5000 Mann, (Deützsche völgker,)
verlohren, undt sich schon auf die 30 meil weges, inß
landt hineyn, retiriret. Gott bewahre, vor größerem unheil!


Es hetten auch, die Schweden, im willens, in Littow ein-
zufallen, undt sich dieser occassion, zu gebrauchen.


Der Pabst, würde eine deü armèe, vor Deützsch-
landt, werben. Zu Nürnberg, wahren die Sultzbacher tractaten noch.


Jn Frangkreich, suchte man, die dissentirenden gemühter,
zu vereinigen.


Jn Engellandt, thete man vielen reichen, unrecht, undt
nehme theilß köpfe, theilß gühter, manchem unschuldigem, hinweg,
nur, damit man, den geldtmangel ersetzen, undt die Soldaten, be-
zahlen könne. Der Gerechte Gott, wolle darejn sehen, vom hohen himmel!

|| [[Handschrift: 116v]]

<Regen.>

<2 hasen hetzen laßen.>


Jch habe Secretarium Paul Ludwig bey mir gehabt, allerley zu expediren.


Der iunge hetzler, ist bey mir gewesen, weil er nacher
Frangkfurth, an der Oder, wandert, noch ein par iahr,
zu Studieren. Gott gebe zu glügk! undt Segen.


Jch habe durch Rindtorfen, undt Tobias Steffeck von Kolodey die verdrieß-
liche Zängkerey, so zwischen, Meines Sohns Junckern19,
auf der rayse, mit dem Cammerdiener Rober vorgangen,
zu accomodiren, mich bemühet, undt es endtlich, verglichen. et cetera


Avis: das Friederich Christoff von Trohta zu
hecklingen, Mejn lehnMann, gestorben. Er wahr der
feineste, undter den Trohten, Gott ersetze, seine Stelle!


Schreiben mit der post, von Croßen entpfangen,
wie auch durch Bärnreütt, so wiederkommen. Die
Sibenbürgische rayse sol baldt forthgehen.


Die avisen geben:


Daß der pabst etzliche Theologos deliberiren laßen, obs recht
wehre, daß ohne seinen consenß der Cardinal Mazzarinj,
alß eine Geistliche person vom Parlament zu Paris, hette
können vertrieben werden, welche solches aber beiahet,
und mit exempeln bewiesen, dann er nicht als ein
Geistlicher, sondern, als ein weltlicher Regent, wehre außgeiaget <worde[n.]>


Jn Engellandt, continuiren die blutgerichte, undt
confiscationes. Sie die Parlamentische, wollen ia auch
eine Victoria abermals in Jrrland erhalten haben.

|| [[Handschrift: 117r]]


Jn Polen, wil die niederlage continuiren, undt das
die Cosagken, sich, undter des GroßTürgken Schutz begeben,
welcher den Tartarn, befohlen, ihnen zu assistiren.


Die festung Candia, solle vom Türgken, hart
belägert, undt der secours, unmüglich sein.


Die waßer, haben in Polen, in deützsch: undt
hollandt, großen schaden gethan.


Cardinal Mazzarinj, ist zu Cölln, gewesen.


Die Lottringhischen sollen 8000 Mann stargk, in das
landt zu Cleve, eingefallen sein.


Zu Paris, werden viel vornehme Officirer
undt Staatsbediente verändert. Düc d'Orleans,
hat sich wiederumb, mit der Königinn, reconcilijret.


Das Kayserliche beylager, ist biß auf den 1. May verschoben.


Der Türckische bohtschafter, wirdt heimraysen, undt
der Kayserliche von Constantinopel, wiederkommen.


Die Jnseln Garnsey, undt Man, haben
sich Königisch erklähret, wieder die neẅe Regenten, in Anglia.


Die holländer schätzen ihren schaden, auf 12 millionen
den Sie von Frantzosen, erlitten. Erwarten satisfaction.


Die Spannische werbungen gehen in Deützschlandt, stargk
forth, der bischof von Osnabrügk, reconvalescirt.


Schweden hat einen Legatum zu Brüßel.


Schweden tractirt mit Polen, zu Lübeck, oder hats im willens.


Landtgraf Johann, ist im warmen bade, zu Embs, in der cur, gestorben.

|| [[Handschrift: 117v]]


König in Polen, hat die Mandata, vor die Reformirten,
an die Stadt Dantzigk, bey 100000 Ducaten Strafe
verneẅert, weil Sie auf die ersten, nicht pariret,
Die herren Staaden, haben sich auch erklähret, der
Dantziger Freünde, nicht zu verbleiben, wo
ferne Sie ihre glaubensgenoßen, ferner drügkten[.]


Zwischen dem Pabst, Spannier, der herrschaft
Venedig, undt den Malthesern, ist eine alliance
vor, wieder den Türgken.


Mit der Landtgrävin, sol es sich zu heidelbergk
(Gott lob!) gebeßert haben, undt die genesung der
Churfürstin Pfaltzgrävin, mit einem iungen
herren, continuiret.


Zu Napolj, continuiret der ViceRè, mit scharfen
executionen, wegen besorgender Revolten.


Drey Officialn, oder beampten, sollen eines pawren
Scheüre, darinnen 150 Arbeitsleütte, undt korn-
träger geschlafen, damit Sie das arbeitslohn, (so Sie
denselben den andern Tages, bezahlen sollen, in ihre eige-
ne beüttel stegken möchten, an vier orthen, ange-
zündet haben. Alß sich die elende Menschen retten,
und auß dem Feẅer, springen wollen, hatten die ver-
fluchten brandtMörder, die Thüren besetzt, undt
trieben Sie, mit bloßem Gewehr, wieder hineyn || [[Handschrift: 118r]]
dahero derselbigen, in 50 in Feẅer, undt Rauch, er-
bärmlich ümbkommen, die so noch davon, undt theilß
halb verbrandt, dahin kommen, nach Rom, (dann es im
romanischen, geschehen) ließe man im Gasthauß
beym heiligen Geist genandt, curiren. Einer von den
dreyen Officialln, ist ertapt, undt jncarceriret worden.
Jst eine erschregkliche hellische That, davor
himmel undt erde, sich endtsetzen sollte!


Zu München, ist ein Spannischer Ambassador20, ankommen.


Jn Spannien, ist der neẅlichst angekommene
große Jndianische Schatz, mehrentheilß in Fal-
schen realen, von Achten, bestanden, so numehr
verbotten, undt zu Sevillia, geschmeltzt werden.


Es scheinet, das die holländer, sich auch, wieder
die Königlich Engellischen, wegen etzlicher vorge-
gangenen Mißverstände, zur See, setzen wollen.


König in Spannien, hat die evacuation Frangkenthal
bewilliget, 1. vermittelst würcklich abtrag,
undt erlegung, aller der Franckenthalischen garnison, rück-
stendiger contributionen. 2. des hindterstelligen,
so wol vom Commendanten, alß Soldatesque, præten-
dirten Soldts. 3. 600000 ReichsthalerRthlr: zur Königlichen Cassa.
4. undt dann, daß eine solennelle cession der Stadt,
undt Ertzbisthumb Cambray, vom Kayser, und vom Reich,
dem König in Spannien, geschehen sollte.

|| [[Handschrift: 118v]]


Die Ambassade der neẅen Engelländischen Regenten, im
haag, ist neẅlich, wegen den gemeinen pöfelß, in
gefahr des lebens gewesen, derentwegen ihnen,
die Staaten von hollandt, zu ihrer Sicherheitt,
eine gantze compagny Mußcketirer, zugeordnet.


Pfaltz Neẅburgk, hat händel mit den herren
Staaden, wil die mit ihnen, getroffene reversalen[,]
so anno 1612 aufgerichtet, wegen der kirchen,
nicht halten, sondern nur dem instrumento pacis
inhæriren, also das waß die reformirten, anno
1624 im besitz würgklich gehabt, ihnen
nur verbleiben soll. Die parthien gehen von
beyderseits herrschaften, stargk aufeinander. perge


Der Kayser, will Chur Pfaltz, nicht beleyhen,
er habe dann erst die vergleichungßtractaten,
mit Chur Bayern, vorgenommen.


Das OberRheinische Defensionwesen, gehet forth.


hertzogk Julius heinrich, von Saxen Lawenburg
sol auch zu Lichtembergk, ankommen sein.


Sonst stehet auch in avisen, von des Duca d'Amalfij
beylager, mit Jhrer Liebden freẅlein Tochter.


Dem Cardinal Mazzarin werden in Frankreich seine Mobilien,
verarrestirt, undt auf seine gelder inquirirt.

|| [[Handschrift: 119r]]

Dienstag den 29ten: Aprilis; 1651.


heütte vormittags, habe ich, ein schreiben, bekommen,
vom Marggraven Albrechten, auß Plötzkaw, durch
einen Trompter. Er offeriret sich, zu mir, zu kommen,
undt schickt seinen furrierzettel, auf 33 personen,
undt 31 pferde, alß:


personen: pferdt.
1 Jhre Liebden 19
3 hofmeister Jacob huffel 2
4 Zwey CammerJungkern, Christian
Friederich von Creilßheim, undt Veit
Julius von Lichtenstein
4
2 hanß Ulrich von Creilsheim hofiuncker 2
2 Joachim Ernst, von Rammin 2
2 Geheimer Secretarius.
2 Cammerdiehner.
2 Pagen.
1 Furrierer.
2 Trompter 2
3 Lackayen
1 Sattelknechtt
3 Reitknechtt
5 Kutzscher

Summa 33 personen

31 pferde.

<Titulus: d d H.F. v. H. H Albrecht Margraf zu Brandenburg zu Magdeburg, in Preüßen, zu Stettin[,] Pommmern, der Caßuben und Wenden, auch in Schlesien, zu Crossen, und Jagerndorf hertzog, Bruggraven zu Nürnberg[,] Fürst zu Halberstadt vndt zu [Minden.]>

|| [[Handschrift: 119v]]


Seine FrawMutter, bleibet zu Plötzkaw, mit wenig
leütten, inndeßen.


Nachmittags, umb 2 uhr, (in zimlicher hitze)
ist mein Sohn Victor Amades hinauß geritten,
dem Marggraven von Plötzkaw kommende, entgegen.


Darnach, ist z gegen 4 uhr, das gantze comitat,
alhier, zu Bernburgk, auf meinem hause, erschienen,
undt Jhre Liebden vetter Ernst Gottlieb, auch mittkommen.


Der Marggraf Albrecht, ist ein feiner discreter
herr, undt mit allem, wol zufriedeni gewesen.


Mit Wutenawen, so in Candia gewesen, habe
ich auch conversiret, undt allerley particularia angehört.

Mittwoch den 30ten: Aprilis; 1630[!].

<3 hasen, von der hatz.>


heütte seindt wieder vier Schiffe, von Calbe kommende
alhier durchpaßiret, ledig.


Der Marggrave, ist nach eingenommenem frühe-
stügk, wieder forth, nacher Deßaw. Mein Sohn, hat
ihn accompagnirt, so wol, als vetter Lebrechtt.


Jl a donnè, 12 Dalers, en la mayson, & 2 au bac[.]


Schreiben, von Chur Saxen, en termes ambigües.


Krosigk ist wieder forth. Wischer ist wiederkommen.


Es gibt mit verwunderung, an itzo aufm hause alhier
zu Bernburg nicht allein, viel Meüse, sondern auch grosse
Scheützliche Ratten, so unsern Victualien, hartt zusetzen.

|| [[Handschrift: 120r]]


Sie mehren sich sehr, undt wollen sich nicht vertilgen laßen.


Gott liberire unß auch, von solcher plage! undt bewahre
vor unglügk!


Bäreütt hat sich, abermal præsentiret, undt aller-
ley præsentiret referiret.


Vor die lunge sagt Doctor Fischer, seye guht, das man
nehme, ein ey geschählet, von einander gethan, das gelbe
herauß genommen, undt das weiße wieder aufeinander
gesetzt, zugker hinein gethan, undt auch von außen,
darauf gestreẅet, undt über nacht, in einem keller,
stehen laßen. So resolvirt sichs in ein hüpsch öel.
Man muß es aber, in keine silberne oder metallene
schüßel thun, sondern in eine irrdene schüßel,
(dann das metall zeücht an sich) wol zugedegkt,
vor maüsen, ratten, undt anderm ungezifer.


Des Morgends frühe, einen leffel voll, darvon, ein-
genommen. Es sol treflich vorn husten, undt vor die
lunge sein. Man kan es ofte, wieder erneẅern, diß remedium.


Sonst helt er viel, vom Auro potabilj; so er auch, præ-
pariret, bey sich hat, undt mit sich führet.


Die Galle abzutreiben, sagt er, seye wer-
muth sehr gut, undt auch der Sawerbrunnen,
wie auch, andere bittere sachen, undt kreütter.


Vor den Soodt, meinet er, seye guht, hirschhorn, krau-
müntze,


Textapparat
a Lücke im Text. Name sollte vermutlich später nachgetragen werden.
b Die Silben "de" und "main" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
c Abkürzung nicht auflösbar.
d Die Silben "hin" und "auß" sind im Orginal getrennt geschrieben.
e Lücke im Wort; vermutlich wegen Beschädigung der Seite.
f Die Wortbestandteile "zu" und "wieder" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
g Die Wortbestandteile "zu" und "frieden" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
h Graphisch nicht darstellbares Symbol mit nicht ermittelter Bedeutung.
i Die Wortbestandteile "zu" und "frieden" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.

Kommentar
1 Identifikation unsicher.
2 Identifkation unsicher.
3 Hier: Gegenreformation.
4 Irrtum Christians II.: Es handelte sich um zwei englische Gesandte, nämlich um Oliver St John und Walter Strickland.
5 Irrtum Christians II.: Es handelte sich um zwei englische Gesandte, nämlich um Oliver St John und Walter Strickland.
6 Irrtum Christians II.: Es handelte sich um zwei englische Gesandte, nämlich um Oliver St John und Walter Strickland.
7 Person nicht ermittelt.
8 Identifikation unsicher.
9 Identifikation unsicher.
10 Identifikation unsicher.
11 Person nicht ermittelt.
12 Person nicht ermittelt.
13 Identifikation unsicher.
14 Identifikation unsicher.
15 Irrtum Christians II.: Es handelte sich um zwei englische Gesandte, nämlich um Oliver St John und Walter Strickland.
16 Zitat nach Hor. epist. 1,1,74f. (ed. Fink/Herrmann 2000, S. 150f.)
17 Zitat aus der Pfingstsequenz "Veni Sancte Spiritus" in Graduale de Tempore (1614), S. 382-385.
18 Zitat aus Boeth. 3,9 (ed. Gegenschatz/Gigon 2002, S. 130f.).
19 Personen nicht ermittelt.
20 Person nicht ermittelt.
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1651_04.xml
XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
Abalienation
Entfremdung, Entziehung
abandonniren
verlassen, zurücklassen
abandonniren
aufgeben
abandonniren
im Stich lassen
Ablegation
Absendung, Entsendung
accommodiren
sich anpassen, sich fügen, sich (gütlich) vergleichen
accommodiren
einrichten, ausstatten
accommodiren
zufriedenstellen, versorgen
accompagniren
begleiten
Adhaerent
Anhänger
Agent
(diplomatischer) Geschäftsträger
Ambassador
Gesandter, Botschafter
Armatur
Rüstung
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Balbier
Barbier
bancquetiren
üppige Festmähler halten, schlemmen, prassen
Beilager
Hochzeit, Feierlichkeit anlässlich der Vermählung (ursprünglich: Beischlaf als Vollzugsakt der Eheschließung)
besorgen
befürchten, fürchten
Breite
Fläche, auf der z. B. Getreide zum Trocknen ausgebreitet ist
Breite
Feld
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
Commercien
Handelsgeschäfte
Commission
Auftrag, Bevollmächtigung
contagiosisch
ansteckend
contestiren
bezeugen
contestiren
eine Auseinandersetzung in Gang bringen
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
contribuiren
außerordentliche Steuern oder andere Zwangsabgaben entrichten
contribuiren
beitragen, beisteuern, einen Anteil leisten
contribuiren
bezahlen
convinciren
(einer Schuld) überführen
convoyiren
begleiten, geleiten
convoyiren
in einem Konvoi ziehen
deliberiren
überlegen, beratschlagen
demulciren
besänftigen
deponiren
zur Schau stellen, lächerlich machen
dimittiren
entlassen, (förmlich) verabschieden, beurlauben, entsenden
disgustiren
verärgern, vor den Kopf stoßen
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
Eimer
Hohlmaß für Flüssigkeiten
ein
ungefähr
emergiren
emporkommen, herauskommen
erigirien
aufrichten, erheben
erigirien
errichten, gründen
excusiren
entschuldigen
exequiren
(einen Befehl, eine gerichtliche Anordnung) vollziehen, vollstrecken, mit Gewalt durchsetzen
exequiren
militärischen Zwang anwenden (zur Schuldeneintreibung, zum Erpressen von Geld- oder Naturalleistungen)
exequiren
strafen, (feindlich) verfolgen
exequiren
bestrafen, hinrichten
gähling
plötzlich, unversehens
gratificiren
sich gefällig erweisen, einem Wunsch entsprechen
hinterstellig
rückständig
hinterstellig
zurückbleibend
Hostilitet
Feindseligkeit
impingiren
anstoßen
impingiren
gegen Gesetze verstoßen
impingiren
treiben, drängen
Importanz
Bedeutung, Wichtigkeit
Importanz
wichtige Angelegenheit, Sache von Bedeutung
impost
Steuer
incarceriren
einkerkern
inhaeriren
anhängen, an etwas festhalten, fest darauf bestehen
inquietiren
beunruhigen
inquiriren
ermitteln, prüfen, untersuchen
Jubilate
dritter Sonntag nach Ostern
Knechtlamm
Schafe, die die Schäferknechte zu ihrem eigenen Nutzen mit halten dürfen
kostfrei
frei von Kosten
ledig
frei
ledig
leer, leerstehend
liberiren
befreien, freilassen
liberiren
erlösen, frei machen
Losament
Unterkunft, Wohnraum
Marche
Marsch
Morgen
Waldmorgen (Flächenmaß)
Morgen
Osten
Oration
Rede
Parlament
oberster regionaler Gerichtshof in Frankreich
Partie
Streifkorps (kleinere Truppenabteilung, die meist auf Kundschaft oder zum Einbringen von Geld, Lebensmitteln und Furage entsandt wurde)
Partie
Kriegspartei (reguläre Truppenabteilung)
Partie
(sich gegenüberstehende) Seite, Partei
Partie
eine gewisse Anzahl oder eine Gruppe von Dingen oder Personen gleicher Art
Pöfel
einfaches Volk, Pöbel
Postur
Stellung, Haltung, Lage
prätendiren
vorgeben, vortäuschen, heucheln
prätendiren
fordern, verlangen, beanspruchen
Quasimodogeniti
erster Sonntag nach Ostern (weißer Sonntag)
reconciliiren
aussöhnen
recuperiren
zurückerobern
recuperiren
wiedererwerben, wiedererlangen
resolviren
entschließen, beschließen
resolviren
auflösen
restiren
schulden, schuldig sein
restiren
übrig sein, übrig bleiben
Reversal
schriftliche Zusage, Verpflichtung
Rute
Längenmaß
salviren
retten
schlackicht
nass, regnerisch
Schlackwetter
Wetter mit anhaltendem (Schnee)Regen
schloßen
graupeln, hageln
Sentenz
Gerichtsurteil, Rechtsspruch
Soodt
Sodbrennen
spargiren
ausstreuen, ausbreiten
spesiren
verköstigen, verpflegen
Stillstand
Waffenstillstand
Stück
Geschütz, Kanone
Stück
(einzelner zählbarer) Gegenstand, (einzelne) Sache, (einzelnes) Objekt
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
verarrestiren
beschlagnahmen
verarrestiren
verhaften
verobligiren
verpflichten
victorisiren
siegen, siegreich sein
vigiliren
wachsam sein, auf etwas Acht geben
visitiren
besuchen
visitiren
untersuchen, begutachten
Volk
Truppen
Wispel
Raum- und Getreidemaß
Zeitung
Nachricht
Johan Adler Salvius

geb. 1590
gest. 1652
Anm.: Sohn des Strängnäser Stadtschreibers Peder Hansson (gest. vor 1609); Studium in Uppsala (1609), Rostock (1612/13), Helmstedt (1613/14), Staßburg (1615) und Marburg (1615); 1614 Magister; 1619 Promotion zum Dr. jur. utr. in Valence; ab 1621 Assessor am schwedischen Hofgericht; diplomatische Missionen für Schweden nach Kursachsen (1622), Dänemark (1623) und Norddeutschland (1624); seit 1624 Staatssekretär; 1631-1634 und 1636-1650 schwedischer Resident in Hamburg und im Niedersächsischen Reichskreis; ab 1634 Hofkanzler und Geheimer Rat; seit 1638 alleiniger Legat Schwedens in Deutschland; 1643-1648 schwedischer Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress; seit 1648 Reichsrat; 1629 Nobilitierung; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand; vgl. Heiko Droste: Im Dienst der Krone. Schwedische Diplomaten im 17. Jahrhundert, Berlin/Münster 2006, S. 378.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Westfälische Geschichte
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Bernburg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1651-1660 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); ab 1631 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wohltätige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Sophia von Anhalt-Köthen
Geburtsname: Gräfin Sophia zur Lippe

geb. 1599
gest. 1654
Anm.: Tochter des Grafen Simon VI. zur Lippe (1554-1613); 1626-1650 Ehe mit Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Emsige"); seit 1629 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Ernst Gottlieb von Anhalt-Plötzkau

geb. 1620
gest. 1654
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1653 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Lebrecht (1622-1669) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Starke").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Johanna von Anhalt-Plötzkau

geb. 1618
gest. 1676
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1660 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wissende").
Fürst Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
Fürst Lebrecht von Anhalt-Köthen

geb. 1622
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Friedrich von Anhalt-Zerbst

geb. 1650
gest. 1651
Anm.: Sohn des Fürsten Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Magdalena von Anhalt-Zerbst
Geburtsname: Gräfin Magdalena von Oldenburg

geb. 1585
gest. 1657
Anm.: Tochter des Grafen Johann VII. von Oldenburg (1540-1603); 1612-1621 Ehe mit Fürst Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621); danach Leben in Wittenberg bzw. Oldenburg (1633-1642); seit 1642 Witwensitz in Coswig (Anhalt).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Sophia Augusta von Anhalt-Zerbst
Geburtsname: Herzogin Sophia Augusta von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1630
gest. 1680
Anm.: Tochter des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659); 1649-1667 Ehe mit Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christoph Bährenreutter
Christoph Bernreuth

geb. 1624
Anm.: Sohn des Bernburger, später Zerbster Kantors Thomas Bährenreutter (Bernreuth) (gest. vor 1652); Januar bis April 1651 anhaltisch-bernburgischer Registrator; Mai-September 1651 Sekretär der Pfalzgräfin Henrietta Maria von Pfalz-Simmern (1626-1651); um 1652/56 fürstlicher Sekretär in Bernburg; 1654 auch Interimslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660).
Graf August Ludwig von Barby und Mühlingen

geb. 1639
gest. 1659
Anm.: Sohn des Grafen Albrecht Friedrich von Barby und Mühlingen (1597-1641); seit 1641 regierender Graf von Barby und Mühlingen, bis 1651 unter Vormundschaft seines Onkels Graf Jost Günther von Barby und Mühlingen (1598-1651).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Jost Günther von Barby und Mühlingen

geb. 1598
gest. 1651
Anm.: Sohn des Grafen Jost von Barby und Mühlingen (1544-1609); 1609-1641 gemeinschaftliche Regierung mit seinem älteren Bruder Albrecht Friedrich (1597-1641), danach Vormundschaft über dessen Sohn August Ludwig (1639-1659); seit 1632 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Güldene").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Ott(o)mar Baumeister d. J.

geb. 1627
gest. 1685
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Ott(o)mar Baumeister d. Ä. (1590/91-1670); Pfarrer in Amesdorf (1651-1660) und Nienburg/Saale (seit 1660); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 210.
Herzog Maximilian Heinrich von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Maximilian Heinrich von Köln
Bischof Maximilian Heinrich von Hildesheim
Bischof Maximilian Heinrich von Lüttich
Bischof Maximilian Heinrich von Münster

geb. 1621
gest. 1688
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht von Bayern (1584-1666); Koadjutor im Hochstift Hildesheim (1633-1650), im Erzstift Köln (1642-1650) und im Hochstift Lüttich (1649/50); ab 1650 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Hildesheim und Lüttich; 1657 auch Fürstabt von Malmedy und Stablo; seit 1683 ebenso Bischof von Münster.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Maximilian I. von Bayern
Herzog Maximilian I. von Bayern

geb. 1573
gest. 1651
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1597 regierender Herzog von Bayern; Oberhaupt der 1609 gegründeten Katholischen Liga; 1623 Verleihung der (ehemals Pfälzer) Kurwürde durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637), endgültig bestätigt im Westfälischen Frieden; seit 1600 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Philipp (2) Beckmann

geb. ca. 1615
Anm.: Sohn des Zerbster Superintendenten und Gymnasialprofessors Christian Beckmann (1580-1648); Dr. med.; um 1650/51 fürstlicher Hofarzt in Dessau; später bis 1663 Professor für Physik an der Universität Frankfurt/Oder.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Baronet Thomas Bendish

geb. ca. 1607
gest. 1674
Anm.: Sohn des Thomas Bendish, 1st Baronet of Bower Hall (ca. 1565-1636); ab 1636 2nd Baronet of Bower Hall; seit 1647 englischer Botschafter in Konstantinopel, auch über seine Abberufung vor 1655 hinaus.

Weiterführende Informationen in VIAF
Gräfin Johanna Dorothea von Bentheim-Tecklenburg-Limburg
Geburtsname: Fürstin Johanna Dorothea von Anhalt-Dessau

geb. 1612
gest. 1695
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1636-1674 Ehe mit Graf Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg (1615-1674).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg

geb. 1615
gest. 1674
Anm.: Sohn des Grafen Adolf von Bentheim-Tecklenburg (1577-1623); seit 1624 regierender Graf von Tecklenburg und Limburg sowie Herr von Rheda (bis 1634 unter Vormundschaft).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Wilhelm Ludwig von Bentheim-Tecklenburg-Limburg

geb. 1651
gest. 1651
Anm.: Sohn des Grafen Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg (1615-1674).
Johann Berndt

Anm.: 1629/30 Hof- und Quartiermeister des kaiserlichen Obristen Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632); danach möglicherweise im Dienst von dessen Bruder Christian II.
Adolf von Börstel

geb. 1591
gest. 1656
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmannes Curt von Börstel (1549-1618); ab ca. 1609 Agent der Fürsten von Anhalt und anderer protestantischer deutscher Reichsfürsten am französischen Königshof; später auch königlicher Kammerherr in Paris; seit 1646 Herr von Rieux (Oise).
Armand de Bourbon
Prince Armand de Conti

geb. 1629
gest. 1666
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); ab 1629 Prince de Conti; 1649/50 Beteiligung an der Fronde; 1650/51 deswegen in Haft; 1654-1660 Gouverneur von Guyenne; militärische Kommandos in Spanien (1654) und Italien (1657); 1656-1660 Grand maître de France; seit 1660 Gouverneur des Languedoc.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
César de Bourbon
Duc César de Vendôme
Duc César d' Étampes
Duc César de Beaufort
Duc César de Mercœur
Duc César de Penthièvre

geb. 1594
gest. 1665
Anm.: Legitimierter außerehelicher Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); ab 1598 Duc de Vendôme; 1598-1626 Gouverneur der Bretagne; seit 1599 Duc d'Étampes et Duc de Beaufort; ca. 1607-1612 Gouverneur von Lyonnais, Forez und Beaujolais; ab 1608 Duc de Mercœur (de iure uxoris); 1626-1630 Gefangenschaft in Amboise; 1630-1650 wegen Beteiligung an mehreren Verschwörungen mit kurzen Unterbrechungen Exil in den Niederlanden und England; seit 1650 Duc de Penthièvre (de iure uxoris) und Gouverneur von Bourgogne; ab 1651 Grand amiral de France; seit 1652 Lieutenant-général in Aunis, Poitou, Saintonge und Angoumois; ab 1655 Surintendant général de la navigation et commerce.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gaston de Bourbon
Duc Gaston d' Anjou
Duc Gaston d' Orléans
Duc Gaston de Chartres
Duc Gaston d' Montpensier
Duc Gaston d' Saint-Fargeau
Duc Gaston de Valois
Duc Gaston d' Alençon

geb. 1608
gest. 1660
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610) und ältester lebender Bruder ("Monsieur") von Ludwig XIII. (1601-1643); 1608-1640 Duc d'Anjou; ab 1626 Duc d'Orléans et de Chartres; seit 1627 Duc de Montpensier et de Saint-Fargeau; 1630-1650 und ab 1652 Duc de Valois; seit 1643 Lieutenant-général du royaume; ab 1646 Duc de Alençon; 1648-1653 wiederholter Parteiwechsel während der Fronde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
John Bradshaw

geb. 1602
gest. 1659
Anm.: Sohn des Henry Bradshaw; Studium der Recht in London; 1637 Bürgermeister von Congleton; seit 1643 gewählter Richter des Londoner sheriff's court; 1646 Ernennung zum serjeant-at-law im Parlament; 1648 Chief Justice von Chester und North Wales; 1649 Ernennung zum Präsidenten der parlamentarischen Kommission des Verfahrens gegen König Karl I.; 1649 Wahl zum Präsidenten des Council of State; 1649-53, 1658-1659 Kanzler des Herzogtums Lancaster; 1654 Member of Parliament für Stafford und Cheshire; 1659 MP für Cheshire.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Markgraf Albrecht von Brandenburg-Ansbach

geb. 1620
gest. 1667
Anm.: Sohn des Markgrafen Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach (1583-1625); seit 1634 regierender Markgraf von Brandenburg-Ansbach (bis 1639 unter Vormundschaft seiner Mutter Markgräfin Sophia).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Markgräfin Sophia von Brandenburg-Ansbach
Geburtsname: Gräfin Sophia zu Solms-Laubach

geb. 1594
gest. 1651
Anm.: Tochter des Grafen Johann Georg I. zu Solms-Laubach (1547–1600); 1612-1625 Ehe mit Markgraf Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach (1583-1625); 1625-1639 vormundschaftliche Regentin der Markgrafschaft Brandenburg-Ansbach für ihre Söhne Friedrich (1616-1634) bzw. Albrecht (1620-1667); seit 1630 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Ernsthaftige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg
Herzogin Elisabeth Charlotte in Preußen
Geburtsname: Pfalzgräfin Elisabeth Charlotte von Pfalz-Simmern

geb. 1597
gest. 1660
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1616-1640 Ehe mit Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); seit 1650 Witwensitz in Crossen an der Oder.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Braunschweig-Lüneburg, Haus
Herzöge von Braunschweig und Lüneburg

Anm.: Teillinie der reichsfürstlichen Dynastie der Welfen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzogin Anna Sophia von Braunschweig-Wolfenbüttel
Geburtsname: Markgräfin Anna Sophia von Brandenburg

geb. 1598
gest. 1659
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg (1572-1619); 1614-1634 Ehe mit Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1591-1634); bereits seit 1628 Residenz auf Schloss Schöningen; nach 1625 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Aufrichtige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Jan Wolfert van Brederode

geb. 1599
gest. 1655
Anm.: Sohn des Floris van Brederode (1549-1599); ab 1620 Herr von Brederode, Vianen, Noordeloos und Ameide; niederländischer Obrist (1633), Generalleutnant der Artillerie (1636) und Feldmarschall (1642); seit 1630 Gouverneur von 's-Hertogenbosch; ab 1653 Unterstützer des republikanischen Anführers Johan de Witt (1625-1672).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christoph (2) Carl

geb. 1619
gest. 1688
Anm.: Sohn des Buchbindermeisters Christoph (1) Carl (gest. 1636); um 1650/53 Buchbindermeister in Bernburg; einige Jahre vor 1650 zugleich Tafeldecker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach bis Ende 1650 kriegsbedingter Aufenthalt in Preußen; seit 1654 zugleich Schulmeister in Waldau.
Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1595
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gutsbesitzers Mychajl Chmelnyzkyj; Ausbildung am Jesuitenkolleg in Tschyhyryn; danach Kriegsdienst im Kosakenherr; seit 1648 Hetman der Kosaken und Anführer von deren Aufstand gegen Polen-Litauen.

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N. N. Colerus

Anm.: Sohn des Schlichter Pfarrers Johann Colerus (1583-1646); 1651 Pfarrer in Köln-Mülheim.
Johann Erhard Colerus

geb. 1623
gest. 1688
Anm.: Sohn des Schlichter Pfarrers Johann Colerus (1583-1646); Präzeptor der Enkel des früheren kurpfälzischen Geheimen Rats Dr. Ludwig Camerarius (1573-1651); 1646-1650 Archidiakon an der Dessauer Marienkirche; seit 1650 Hofprediger und Inspektor in Harzgerode; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 320.
Jacques Cominges
Marquis Jacques de Montpezat

Anm.: Um 1651 Gouverneur von Casale Monferrato.
Pierre Cordier
Petrus Corderius

gest. 1652
Anm.: Geboren in der Pfalz; reformierter Theologe; vor 1645 vermutlich Pfarrer in ’s-Hertogenbosch; seit 1645 Prediger der reformierten wallonischen Gemeinde in Leiden.

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Christian Friedrich von Crailsheim

geb. 1618
gest. 1680
Anm.: Sohn des Georg Friedrich von Crailsheim (1588-1647); Erbherr auf Altenschönbach, Morstein, Thann, Rödelsee und Fröhstockheim; 1637 in kaiserlichen Kriegsdiensten; seit 1638 schwarzenbergischer Kammerjunker; in brandenburgisch-ansbachischen Diensten als Kammerjunker (1650) und Oberstallmeister (1653); 1662 Oberamtmann zu Crailsheim; 1667 geheimer Regierungsdirektor der brandenburgisch-ansbachischen Vormundschaftsregierung; vgl. Sigmund Friedrich von Crailsheim: Die Reichsfreiherrn von Crailsheim. Familiengeschichte, Band 2, München 1905, S. 242-245.

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Johann Ulrich von Crailsheim

geb. 1626
gest. 1684
Anm.: Sohn des Georg Friedrich von Crailsheim (1588-1647); Erbherr auf Rügland und Rosenberg; um 1645 in bayerischen Kriegsdiensten; um 1651 brandenburgisch-ansbachischer Kammerjunker; seit 1669 Oberamtmann von Gunzenhausen und Flüglingen; vgl. Sigmund Friedrich von Crailsheim: Die Reichsfreiherrn von Crailsheim. Familiengeschichte, Band 2, München 1905, S. 258-262.

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Maria Crimmelius
Maria Reinhard
Geburtsname: Maria Kind

geb. ca. 1577
gest. 1651
Anm.: Tochter des Zerbster Diakons und Gymnasialprofessors Nikolaus Kind (1541-1598); bis 1617 erste Ehe mit dem Aderstedter Pfarrer Augustin Reinhard (gest. 1617); 1620-1621 zweite Ehe mit dem Riederer Pfarrer Valentin Crimmelius (1554-1621); ca. 1624-1652 Altfrau auf dem Bernburger Schloss; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 324 und 388.
Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

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Graf Magnus Gabriel De la Gardie af Läckö

geb. 1622
gest. 1686
Anm.: Sohn des schwedischen Reichsmarschalls Graf Jakob Pontusson De la Gardie (1583-1652); schwedischer Obrist (1645), General (1648) und Reichsmarschall (1651); 1646 Sondergesandter in Frankreich; seit 1647 Reichsrat; 1648-1650 Gouverneur des Meißnischen Estats zu Leipzig; 1649-1651 und 1655-1657 Generalgouverneur von Schwedisch-Livland; 1651 Hofmarschall; 1652 Reichskammerrat und Präsident des Kammerkollegiums; 1652-1660 Reichsschatzmeister; 1660-1680 Reichskanzler; 1680-1684 Reichsdrost.

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Hans Christoph von Denstedt

geb. 1622
gest. 1670
Anm.: Sohn des Hans von Denstedt; Erbherr auf Pißdorf (bei Köthen); seit 1651 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angreifende").
Hans Friedrich Eckardt

geb. 1622
gest. nach 1680/vor 1683
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Brauers Johann Eckardt (gest. vor 1640); spätestens ab 1639 Bediensteter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1643/47 Amts- bzw. Hofkopist sowie vermutlich seit 1643 zugleich fürstlicher Küchenschreiber (noch 1648); um 1649/55 Kammerschreiber (Kammerrechnungsführer); um 1653 auch Kammerdiener; ab 1658 Bauherr und um 1670/80 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister sowie Rat in Bernburg; seit 1634 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

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Elçi Hasan Pascha

Anm.: Vor 1649 osmanischer Aga; türkischer Internuntius (1649) und Großbotschafter (Elçi; 1650-1651) in Wien; 1650/51 bzw. ab 1653 Pascha (Beylerbey) von Temeswar.
Eleonora (2) N. N.

Anm.: Um 1651 in Wien erschossene Jüdin.
Christian Engelhardt
Christian Angelocrator

geb. 1607
gest. 1679
Anm.: Sohn des späteren Köthener Hofpredigers und Superintendenten Daniel Engelhardt (1569-1635); 1635-1637 schwedischer Feldprediger bei Feldmarschall Johan Banér (1596-1641); 1637-1643 Pfarrer von Pißdorf; seit 1643 Pfarrer in Dohndorf; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 204.
König Jakob II. von England
König Jakob II. von Irland
König Jakob VII. von Schottland

geb. 1633
gest. 1701
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); 1644-1685 Duke of York; 1685-1689 König von England und Schottland; 1685-1690 König von Irland; von seiner Absetzung durch die Glorious Revolution (1688/89) bis zu seinem Tod jakobitischer Thronprätendent; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

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König Karl I. von England
König Karl I. von Schottland
König Karl I. von Irland

geb. 1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England) (1566-1625); ab 1625 König von England, Schottland und Irland; 1649 durch das Parlament des Hochverrats angeklagt und hingerichtet; seit 1611 Ritter des Hosenbandordens.

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König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

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König Wilhelm III. von England
König Wilhelm III. von Irland
König Wilhelm II. von Schottland
Graf Wilhelm III. von Nassau-Dillenburg
Fürst Wilhelm III. von Oranien

geb. 1650
gest. 1702
Anm.: Sohn des Fürsten Wilhelm II. von Oranien (1626-1650); ab 1650 Fürst von Oranien; seit 1672 Statthalter von Holland, Zeeland und Utrecht, ab 1675 zudem von Overijssel und Gelderland sowie seit 1698 auch von Drenthe; ab 1689 gemeinsam mit Gemahlin Maria II. (1662-1694) außerdem König von England, Schottland und Irland; ab 1653 Ritter des Hosenbandordens.

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Rinaldo d' Este
Bischof Rinaldo von Reggio-Emilia
Bischof Rainaldus von Montpellier
Bischof Rinaldo von Palestrina

geb. 1618
gest. 1672
Anm.: Sohn des Alfonso III d'Este, Duca di Modena e Reggio (1591-1644); ab 1641 Kardinal; seit 1650 Bischof von Reggio-Emilia; 1653-1655 Bischof von Montpellier; ab 1671 Kardinalbischof von Palestrina.

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Johann Faber

Anm.: Um 1651 "A. zu T."; vgl. Tagebucheintrag vom 31. März 1651.
Levin Fischer

Anm.: Geboren in Osterwieck; Mediziner, Chemiker und Poet; Studium in Helmstedt (1605, 1616 Promotion zum Dr. med.) und Jena (1638/47); bis 1651 Arzt in Braunschweig; seit 1651 Stadtarzt und fürstlicher Leibarzt in Bernburg (noch 1656).

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Graf Giulio Antonio Frangipani

geb. 1606
gest. 1656
Anm.: Kaiserlich-königlicher spanischer Kriegsrat; Obristleutnant im Regiment Beck; seit 1646 Gouverneur der Unterpfalz und spanischer Kommandant von Frankenthal.

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Königin Anna von Frankreich und Navarra
Geburtsname: Infantin Anna von Spanien

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Tochter des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); 1615-1643 Ehe mit König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); 1643-1651 Regentin von Frankreich.

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König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

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Hans Ernst von Freyberg

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Ernst von Freyberg (1578-1626); Erbherr auf Elsdorf; Hof- oder Kammerjunker des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); Mitte der 1630er Jahre auch anhaltisch-köthnischer Stallmeister und Kriegskommissar; um 1639 im Dienst des Grafen Otto V. von Schaumburg und Holstein-Pinneberg (1614-1640); um 1643/49 und erneut ab 1656 Hofmeister des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); um 1650/56 anhaltisch-plötzkauischer Rat und Hofmeister; später Hofmeister und ab 1660 auch Wittumsrat der Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau (1615-1673); spätestens seit 1642 Mitglied des Größeren, später auch des Engeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; zugleich Direktor des anhaltischen Stipendienwerks; seit 1627 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ausführende").

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Bartholomäus Friedrich

gest. 1664
Anm.: Geboren in der Oberpfalz; Pfarrer in Preußlitz (1636-1642) und Baalberge (seit 1642); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 252.
Johann Philipp Geuder von Heroldsberg
Johann Philipp Rabensteiner

geb. 1597
gest. 1650
Anm.: Sohn des Nürnberger Patriziers und kurpfälzischen Regimentsrats Jakob Geuder von Heroldsberg (1575-1616); zunächst kaiserlicher Leutnant (im Regiment der fränkischen Reichsritterschaft) und Rittmeister; Rat des Kantons Gebürg; Hofmeister und Kanzleidirektor des Grafen Wolfgang Ernst von Löwenstein-Wertheim (1578-1636); zwischen 1631 und 1635 schwedischer Rittmeister und Kriegsrat im Fränkischen Reichskreis, auch Gesandter der fränkischen Reichsritterschaft; 1634/35 Vertreter der Grafen im fränkischen Kreisrat des Heilbronner Bundes; ab 1635 Ritterhauptmann des Reichsritterkantons Gebirg; 1636 Reisehofmeister und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit dem gleichen Jahr auch Rat von diesem und des Markgrafen Christian von Brandenburg-Bayreuth (1581-1655); im Dezember 1636 anlässlich der Krönung Ferdinands III. zum römischen König zum Ritter geschlagen; später Direktor der fränkischen Reichsritterschaft; zuletzt auch Generaldirektor der reichsunmittelbaren Ritterschaftskreise Franken, Schwaben und Rheinstrom; ab 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ergänzende").

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Ludwig Ernst Geuder von Heroldsberg
Ludwig Ernst Rabensteiner

geb. 1622
gest. 1660
Anm.: Sohn des Nürnberger Patriziers Johann Philipp Geuder von Heroldsberg (1597-1650); 1638-1641 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach bis 1642 in anhaltisch-köthnischen Diensten; später in niederländischen Kriegsdiensten.
Philipp Karl Geuder von Heroldsberg
Philipp Karl Rabensteiner

geb. 1636
gest. 1694
Anm.: Sohn des Nürnberger Patriziers Johann Philipp Geuder von Heroldsberg (1597-1650); 1651-1656 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1665/68 Hofmeister in Bernburg; zuletzt anhaltisch-bernburgischer Geheimer Rat, Kammerdirektor und Hofmeister.

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Otto Gise
Otto Gesenius

gest. 1658
Anm.: Sohn des Strenznaundorfer Pfarrers Joachim Göse; seit 1625 Prediger an der Stiftskirche St. Johannes Baptistae in Alsleben; vgl. Verein für Pfarrerinnen und Pfarrer in der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen e. V. (Hg.): Pfarrerbuch der Kirchenprovinz Sachsen, Bd. 3, Leipzig 2005, S. 277.
Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Gil(les) de Haes

geb. 1597
gest. 1657
Anm.: Sohn des Bürstenhändlers Jean de Haes in Gent; zunächst Bäckerjunge in Gent; ca. 1623-1630 in spanischen Kriegsdiensten; danach kaiserlicher Obristleutnant (1630), Obrist (1632) und Generalfeldwachtmeister (1639); kurbayerischer Generalwagenmeister (1640) und Feldmarschallleutnant (1644); 1645-1652 venezianischer General; dann Gouverneur von Zara (Zadar).

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Martin Haug
Martin Hauke

Anm.: Um 1638 fürstlicher Bediensteter in Bernburg; um 1643 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); danach bis 1647 Lakai von deren Gemahl Christian II.; um 1648/49 braunschweigisch-lüneburgischer Soldat; seit 1650 erneut fürstlicher Lakai in Bernburg (noch 1655).
Georg Heseler

Anm.: Bürger und Schlossbäckermeister in Bernburg; um 1646 Ratsherr und um 1651 Bauherr der Bernburger Talstadt.
Heinrich Heseler

geb. 1628
gest. 1716
Anm.: Sohn des Bernburger Schlossbäckermeisters Georg Heseler; 1645-1650 Studium der Theologie in Bremen; 1650/51 Prediger in Bernburg; 1652-1656 Pfarrer in Hohnsdorf; 1656-1660 Schulrektor in Bernburg; seit 1660 Oberprediger in Hoym; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 285.
Landgraf Johann von Hessen-Braubach
Landgraf Johann von Hessen-Darmstadt

geb. 1609
gest. 1651
Anm.: Sohn des Landgrafen Ludwig V. von Hessen-Darmstadt (1577-1626); 1631-1635 schwedischer Obrist und zuletzt Generalmajor; ab 1636 Befehlshaber der hessisch-darmstädtischen Truppen im kaiserlichen Heer; 1641/42 Oberkommandierender der Armee des verstorbenen Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); seit 1643 Inhaber der Herrschaften Eppstein, Katzenelnbogen und Braubach; ab 1639 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stattliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Landgräfin Amalia Elisabeth von Hessen-Kassel
Geburtsname: Gräfin Amalia Elisabeth von Hanau-Münzenberg

geb. 1602
gest. 1651
Anm.: Tochter des Grafen Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg (1576-1612); 1619-1637 Ehe mit Landgraf Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); 1637-1650 Regentin der Landgrafschaft Hessen-Kassel für ihren unmündigen Sohn Wilhelm VI. (1629-1663).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Hans Georg Horenburg

geb. ca. 1625
Anm.: Spätestens ab 1646 Kammerdiener der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); seit 1649 im Dienst des Herzogs Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg (1586-1665), um 1650 als dessen Kammerdiener.
Graf Gustaf Carlsson Horn af Björneborg

geb. 1592
gest. 1657
Anm.: Sohn des finnischen Adligen Carl Henriksson Horn (gest. 1601); ab 1618 Kammerherr des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); schwedischer Obrist (1621) und Feldmarschall (1628); seit 1625 Reichsrat; 1632-1634 Oberbefehlshaber des schwedischen Heeres im Heiligen Römischen Reich; 1634-1642 bayerischer Kriegsgefangener; ab 1643 Vizepräsident des Kriegsrats; 1652/53 Generalgouverneur in Livland; seit 1653 Reichsmarschall und Präsident des Kriegsrats; 1651 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Godefroid Hotton

geb. 1596
gest. 1656
Anm.: Geboren in Stavelot (bei Lüttich); Studium der reformierten Theologie in Heidelberg und Genf (bis 1621); später Prediger in Frankenthal, Aix und Bremen (bis 1629); danach Pfarrer der wallonisch-reformierten Gemeinden in Limbourg (bis 1633) und Amsterdam (seit 1634).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. von Hoym (5)

Anm.: Angehöriger des mitteldeutschen Adelsgeschlechts; um 1651 dänischer und schleswig-holsteinischer Gesandter.
Jakob Huffel

Anm.: Um 1651 Hofmeister des Markgrafen Albrecht von Brandenburg-Ansbach (1620-1667).
Johannes Hund

geb. 1597/98
gest. 1680
Anm.: Geboren in Bockenheim an der Weinstraße; ab 1617 Studium in Heidelberg; 1621-1631 Pfarrer in Contwig; 1631-1651 Hofprediger der Pfalzgräfin Katharina Charlotte von Pfalz-Neuburg in Düsseldorf; seit 1651 Pfarrer in Kleve.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Henry Hyde

geb. ca. 1605
gest. 1651
Anm.: Sohn des Lawrence Hyde (1562-1641); langjähriger Kaufmann im osmanischen Reich; 1638-1647 Konsul von Morea (Peloponnes); 1649 Ernennung zum Konsul von Izmir durch König Karl II.; 1649 Gesandter des englischen Königs Karl II. in Konstantinopel; 1651 Hinrichtung in London.
Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Eleonora (Magdalena)
Königin Eleonora (Magdalena) von Böhmen
Königin Eleonora (Magdalena) von Ungarn
Erzherzogin Eleonora (Magdalena) von Österreich
Geburtsname: Eleonora (Maddalena) Gonzaga di Nevers

geb. 1630
gest. 1686
Anm.: Tochter des Carlo II Gonzaga di Nevers, Duc de Mayenne et d'Aiguillon (1609-1631); 1651-1657 Ehe mit Kaiser Ferdinand III. (1608-1657).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christian Ernst von Knoch(e)

geb. 1608
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kaspar Ernst von Knoch (1582-1641); Erbherr auf Trinum; 1631-1639 in Kriegsdiensten, zuletzt als kursächsischer Obristleutnant und Generaladjutant (um 1637); ab 1641 Landeshauptmann des Teilfürstentums Anhalt-Zerbst; seit 1643 anhaltischer Gesamtrat; 1645-1650 Geheimer Rat des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1650 Direktor der Köthener Vormundschaftsregierung; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Weichende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann (1) Köppen

geb. 1584
gest. 1641
Anm.: Sohn des Zerbster Kirchvorstehers Bartholomäus Köppen; 1610-1612 Rechtsstudium in Heidelberg (Mag. phil.); ab 1613 Konrektor des Zerbster Gymnasiums Illustre; anhaltisch-dessauischer Kanzleisekretär (1614-1619) und Kanzleirat (seit 1619); ab 1628 außerdem Hof- und Justizrat für die drei anhaltisch-zerbstischen Ämter.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Ludolf Lorenz von Krosigk

geb. 1627
gest. 1673
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1646-1650 in schwedischen Kriegsdiensten; um 1651/52 Hofjunker der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); 1653-1656 französischer Rittmeister; danach kurbrandenburgischer Obristwachtmeister (1657) und Generaladjutant; ab 1661 Hofmeister bei Herzog Rudolf August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); braunschweigisch-lüneburgischer Obristleutnant (1665) und Obrist; seit 1671 kurbrandenburgischer Kammerherr; ab 1672 Obrist und Kriegsrat; seit 1653 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabende"); vgl. Daniel Müller: Kurtzer Trauer-Sermon Von der Gebrechligkeit Menschliches Lebens [...], Köthen [1675], o. S.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Matthias von Krosigk

geb. 1616
gest. 1697
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben, Rathmannsdorf, Merbitz, Queis und Groß Salze; 1638/39 in kaiserlichen und kursächsischen Kriegsdiensten; 1648/49 Hofmeister des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Gottorf, Administrator von Lübeck (1606-1655); 1650 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; 1665 erzstiftisch-magdeburgischer Kriegskommissar des Saalkreises; ab 1683 kurbrandenburgischer Landkammerrat im Herzogtum Magdeburg; seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verbesserte"); vgl. August Hertzog: Wahl- Denck- und Trost-Spruch Eines Frommen und Wohlbetagten [...], Halle 1698, Bl. [H2]v-Lv.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Henri (2) de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri (2) de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri (1) de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. von der Lancken (4)

Anm.: Sohn des Wolf von der Lancken; um 1651 vermutlich im Dienst der verwitweten Herzogin Eleonora Maria von Mecklenburg-Güstrow (1600-1657).
David Leslie
Lord David Newark

geb. ca. 1600
gest. ca. 1682
Anm.: Sohn des schottischen Adligen Patrick Leslie, 1st Lord Lindores (gest. 1608); 1630/31 schwedischer Hauptmann; 1632-1634 russischer Hauptmann; 1635-1640 schwedischer Obrist; danach Obrist (1643/44) und Generalmajor (1644-1650) der schottischen Parlamentsarmee; 1650/51 royalistischer Generalleutnant; 1651-1660 Gefangenschaft im Tower of London; seit 1661 1st Lord Newark.
Karl Kaspar von der Leyen
Erzbischof und Kurfürst Karl Kaspar von Trier

geb. 1618
gest. 1676
Anm.: Sohn des kurtrierischen Amtmanns Damian von der Leyen (1583-1639); ab 1641 Domherr in Trier; seit 1650 Koadjutor sowie ab 1652 Erzbischof und Kurfürst von Trier.

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Veit Julius von Lichtenstein

Anm.: Um 1651 Kammerjunker des Markgrafen Albrecht von Brandenburg-Ansbach (1620-1667).
Georg Ludwig von Lindenspür

geb. 1607
gest. 1663
Anm.: Sohn des Stuttgarter Bürgermeisters Wolfang Friedrich von Lindenspür (1581-1651); Studium der Rechte an den Universitäten Tübingen und Ingolstadt; Dr. iur.; seit 1641 Reichshofrat; 1649/50 kaiserlicher Gesandter auf dem Nürnberger Exekutionskongress; 1653/1654 als kaiserlicher Kommissar auf dem Reichstag zu Regensburg; 1659 interimistischer Reichsvizekanzler.

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Gebhard Loyß
Gebhard Louis

geb. 1613
gest. nach 1660
Anm.: 1635/36 und 1647-1656 Kammerdiener, zuletzt auch Geheimer Kammerschreiber und Bibliothekar des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1637 Hofkastner in Amberg; Inhaber eines lehnbaren Gülthofs in Büchelberg (Oberpfalz).
Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Daniel Marggraf

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Dröbeler Lehrers Philipp Marggraf (gest. 1645); ab 1637 Studium am Zerbster Gymnasium Illustre; 1643-1663 Pfarrer in Waldau; 1663/64 übergangsweise Schulrektor in Bernburg; seit 1664 Pfarrer an der Bernburger Nikolaikirche; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 347.

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Johann von Mario zu Gammerslewe
Johan van Mario

geb. ca. 1574
gest. 1651
Anm.: Ab 1598 in den Niederlanden lebender Italiener; 1619/20 Obristleutnant unter Graf Georg Friedrich von Hohenlohe-Weikersheim (1569-1645) bzw. Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); seit 1622 im Dienst der Fürsten von Oranien, zuletzt als Obrist (um 1629/30); 1624/25 Hofmeister des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg; ab 1624 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Goldgelbe").
Georg Job von Marschall
Georg Job Marschall von Bieberstein

geb. 1625
gest. 1682
Anm.: Sohn des kursächsischen Rats Alexander Marschall von Bieberstein (1604-1668); Erbherr auf Hedersleben; 1646 Begleiter der kursächsischen Delegation zum Westfälischen Friedenskongress in Osnabrück; ab 1647 Hofjunker des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659); seit 1649 (und noch 1651) Kammerjunker für dessen Tochter, Fürstin Sophia Augusta von Anhalt-Zerbst (1630-1680); um 1652/60 Kammerjunker, auch Rat und Hofmeister des Fürsten Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1663-1670 Hofmarschall des Herzogs August von Sachsen-Weißenfels, Administrator des Erzstifts Magdeburg (1614-1680); ab 1664 zugleich Domherr und seit 1681 Senior des Domkapitels in Magdeburg; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mehrende").

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Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

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Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

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N. N. Meyer (4)

Anm.: Um 1651 vermutlich im Dienst des Kosakenhetmans Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj (1595-1657) stehender polnischer Obrist.
Martin Milag(ius)

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Schreibers Jakob Milag (1561-1637) aus Triestewitz bei Torgau; 1619-1622 Rechtsstudium in Frankfurt/Oder; 1622 Lic. jur.; 1623-1626 Advokat in Zerbst; 1626-1632 Amtmann von Bernburg; ab 1631 auch anhaltisch-bernburgischer Rat; 1632-1634 Rat im Hochstift Halberstadt unter dem schwedischen Statthalter Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dessen und Fürst Augusts von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) Rat; seit 1635 anhaltischer Gesamtrat; daneben anhaltisch-zerbstischer (1637-1645) und anhaltisch-dessauischer Kanzler (ab 1654); zudem anhaltischer Gesandter auf dem Frankfurter Konvent (1634), auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück (1645-1648) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mindernde").

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Manuel de Moura e Corte Real
Marquês Manuel de Castelo Rodrigo
Conde Manuel de Lumiares

geb. 1590
gest. 1651
Anm.: Sohn des portugiesischen Adligen Cristóvão de Moura e Távora, Marquês de Castelo Rodrigo (1538-1613); 1607-1614 Conde de Lumiares; ab 1613 Marquês de Castelo Rodrigo; seit 1615 Kammerherr des Infanten bzw. späteren Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); spanischer Botschafter in Rom (1632-1641) und Wien (1642-1644); 1644-1647 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1648 Mitglied des Staatsrats; seit 1649 königlicher Mayordomo mayor.

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Andreas (2) Müller

geb. 1611
gest. 1668
Anm.: Sohn des Aschersleber Stadtschreibers und späteren Bürgermeisters Heinrich Müller (1580-1624); Besuch des Gymnasiums in Zerbst; Studium in Jena (1632) und Wittenberg (1633); Lehrer der Söhne des Freiherrn von Gödenitz in Ostfriesland; deren Reisehofmeister in Gröningen und Leiden; ab 1639 anhaltischer Sekretär im Dienst der verwitweten Herzogin Eleonora Maria von Mecklenburg-Güstrow (1600-1657) und der Fürstin Sibylla Elisabeth von Anhalt-Bernburg (1602-1648); seit 1648 Wittums- und Hofrat sowie Sekretär der Herzogin von Mecklenburg-Güstrow in Strelitz; ab 1657 Hof- und Kanzleirat, seit 1660 zugleich Kammerrat und ab 1667 Kammerdirektor in Dessau; vgl. Georg Raumer: Wie Wol Gott der Herr den guten und frommen Hertzen thue [...], Köthen 1668, fol. Gijr-Hiijv .

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N. N. Müller (2)

Anm.: Um 1636 abgedankter Major.
Hilmar Ernst von Münchhausen

geb. nach 1578
gest. 1671
Anm.: Sohn des Statius von Münchhausen (1555-1633); Erbherr auf Dornburg und Groß-Lübs; Landkomtur der Johanniter in Wietersheim (Hochstift Minden); ab 1613 Drost von Grohnde; mehrfach anhaltischer Kriegskommissar und Gesandter; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verträgliche"); vgl. Gottlieb Samuel Treuer: Gründliche Geschlechts-Historie Des Hochadlichen Hauses Der Herren von Münchhausen, Göttingen [1740], S. 127.

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Nassau-Oranien, Haus
Fürsten von Oranien

Anm.: Zweig der Grafen von Nassau, der seit 1530 im Besitz des Fürstentums Oranien war.

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Gräfin Maria (Henrietta) von Nassau-Dillenburg
Fürstin Maria (Henrietta) von Oranien
Geburtsname: Prinzessin Maria (Henrietta) von England, Schottland und Irland

geb. 1631
gest. 1660
Anm.: Tochter des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); 1641-1650 Ehe mit Fürst Wilhelm II. von Oranien (1626-1650).

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Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

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Graf Anton Günther von Oldenburg und Delmenhorst
Graf Anton Günther von Oldenburg

geb. 1583
gest. 1667
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Oldenburg (1540-1603); ab 1603 regierender Graf von Oldenburg; 1647 Erbe der Grafschaft Delmenhorst; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unbetriegliche").

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Henri II d' Orléans
Duc Henri II de Longueville
Duc Henri II d' Estouteville
Prince Henri II de Châtelaillon
Comte bzw. Prince Henri I de Neuchâtel

geb. 1595
gest. 1663
Anm.: Sohn des Henri I d'Orléans, Duc de Longueville (1568-1595); ab 1595 Duc de Longueville und d'Estouteville, Prince de Châtellaillon und Comte de Neuchâtel; zunächst Gouverneur der Picardie; 1619/20 und seit 1627 Gouverneur der Normandie; 1636-1643 mehrmals französischer General in Italien; ab 1643 souveräner Prince de Neuchâtel; 1645-1648 französischer Prinzipalgesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; 1648-1653 Beteiligung an der Fronde.

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Matthias Palbitzki

geb. 1623
gest. 1677
Anm.: Sohn des Stolper Bürgermeisters Georg Matthias Palbitzki (ca. 1570-ca. 1639); ab 1642 Hofjunker der Königin Christina von Schweden (1626-1689); seit 1643 schwedischer Fähnrich und Kapitänleutnant; 1645-1648 Reisen durch Europa; ab 1648 königlicher Kammerjunker; seit 1664 Regierungspräsident in Schwedisch-Pommern; ab 1649 außerdem immer wieder auf diplomatischen Missionen u. a. Gesandter in Venedig, Florenz und Rom (1649), Madrid (1651/52), Polen (1664/65) bzw. Wien (166/67); 1675 Erhebung in den Freiherrenstand.

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Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

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N. N. von Peccatel

Anm.: Um 1649 Gemahlin des Strelitzer Amtshauptmanns Georg von Peccatel.
Pfalzgräfin Katharina Charlotte von Pfalz-Neuburg
Geburtsname: Pfalzgräfin Katharina Charlotte von Pfalz-Zweibrücken

geb. 1615
gest. 1651
Anm.: Tochter des Pfalzgrafen Johann II. von Pfalz-Zweibrücken (1584-1635); seit 1631 Ehe mit Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1578-1653).

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Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg
Herzog Wolfgang Wilhelm von Jülich und Berg

geb. 1578
gest. 1653
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Philipp Ludwig von Neuburg (1547-1614); 1613 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1614 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg sowie Herzog von Jülich und Berg; seit 1615 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Pfalzgräfin Elisabeth von Pfalz-Simmern
Äbtissin Elisabeth (1) von Herford

geb. 1618
gest. 1680
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); ab 1661 Koadjutorin und seit 1667 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Herford.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Pfalzgräfin Katharina Sophia von Pfalz-Simmern

geb. 1595
gest. 1665
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); nach 1621 Leben am kurfürstlichen Hof in Berlin bzw. Crossen (Oder).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb. 1619
gest. 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647/48 französischer Maréchal de camp; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistischen Flotte, die 1651 zur Freibeuterei überging; 1653-1655 Master of the Horse; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee und des Admirality Committee; ab 1668 Lord High Admiral; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürstin Charlotte von der Pfalz
Geburtsname: Landgräfin Charlotte von Hessen-Kassel

geb. 1627
gest. 1686
Anm.: Tochter des Landgrafen Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); 1650-1657 (geschiedene) Ehe mit Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz (1617-1680).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz
Königin Elisabeth von Böhmen
Geburtsname: Prinzessin Elisabeth von England, Irland und Schottland

geb. 1596
gest. 1662
Anm.: Tochter des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England und Irland) (1566-1625); 1613-1632 Ehe mit Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Karl (II.) von der Pfalz

geb. 1651
gest. 1685
Anm.: Sohn des Kurfürsten Karl (I.) Ludwig von der Pfalz (1617-1680); ab 1680 Kurfürst von der Pfalz; seit 1680 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Principessa Maria Benigna Franziska Piccolomini d'Aragona
Duchessa Maria Benigna Franziska d' Amalfi
Geburtsname: Herzogin Maria Benigna Franziska von Sachsen-Lauenburg

geb. 1635
gest. 1701
Anm.: Tochter des Herzogs Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg (1586-1665); 1651-1656 Ehe mit Ottavio Piccolomini, Duca d'Amalfi (1599-1656).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Conte bzw. Principe Ottavio Piccolomini d'Aragona
Duca Ottavio d' Amalfi

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des toskanischen Adligen Silvio Piccolomini (1543-1609); ab 1618 abwechselnd in kaiserlichen und spanischen Kriegsdiensten als Obrist (1627), Generalfeldwachtmeister (1632), General der Kavallerie (1633), Feldmarschall (1634) und Generalleutnant (1648); seit 1622 kaiserlicher Kämmerer; ab 1639 Hartschierhauptmann von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1648-1650 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; Erhebung in den Grafen- (1638) und Fürstenstand (1653); seit 1639 Duca d'Amalfi; ab 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Zwingende"); seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Joachim Plato

geb. 1627
gest. 1672
Anm.: Sohn des Hoymer Pfarrers und späteren Bernburger Superintendenten Joachim Plato (1590-1659); 1651-1653 Pfarrer in Altenburg (bei Nienburg/Saale); 1653-1672 Pfarrer in Sandersleben; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 380.

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Susanna Plato
Geburtsname: Susanna Teichmann

geb. 1632
gest. 1652
Anm.: Tochter des Bernburger Kaufmanns und Kämmerers Johann Teichmann (1600-1671); seit 1651 Ehe mit dem Altenburger Pfarrer Johann Joachim Plato (1627-1672); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 380.
König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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N. N. del Ponti

gest. 1650
Anm.: Um 1650 Gouverneur von Rethel.
König Johann IV. von Portugal
Duque João II de Bragança

geb. 1604
gest. 1656
Anm.: Sohn des Duque Teodósio II de Bragança (1568-1630); ab 1630 Duque de Bragança; seit 1640 König von Portugal.

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Fürst Janusz (2) Radziwiłł
Fürst Jonušas (2) Radvila

geb. 1612
gest. 1655
Anm.: Sohn des Fürsten Krzysztof Radziwiłł (1585-1640); 1633-1646 Großkämmerer von Litauen; 1646-1653 Generalstarost von Samogotien; 1646-1654 Feldhetman von Litauen; ab 1653 auch Woiwode von Vilnius; seit 1654 Großhetman von Litauen; ebenso Starost von Kamieniec Litewski, Sejny und Kazimierz.

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Joachim Ernst von Ramin

Anm.: Um 1651 in brandenburgisch-ansbachischen Diensten; 1669 Oberamtmann von Feuchtwang.
Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Georg Eberhard Reinschmidt

geb. 1625
gest. 1660
Anm.: Sohn des Dessauer Amtsschreibers Christian Reinschmidt; 1647/48 Lehrer in Raguhn; 1648/49 Konrektor und Kantor in Bernburg; 1649-1651 Pastor in Hecklingen; 1650-1656 Pfarrer in Giersleben; seit 1656 Diakon in Ballenstedt; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 390.
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Helena von Rindtorf
Geburtsname: Helena Bohusch von Ottoschütz
Helena Bohuš z Otěšic

Anm.: Tochter des böhmischen Adligen Bohuslaus Bohusch von Ottoschütz; 1628 Emigration nach Annaberg in Sachsen; spätestens 1643 Hofjungfer in Bernburg; danach bis 1649 Kammer- bzw. Hofjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675) bzw. der fürstlichen Fräulein; seit 1649 Ehe mit Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Michael Ringk

Anm.: Seit 1650 fürstlicher Lakai in Bernburg; um 1657 Amtsschreiber in Ballenstedt.
Frederik Rivet

geb. 1617
gest. nach 1651
Anm.: Sohn des André Rivet (1572-1651); um 1646 Sekretär der niederländischen Gesandtschaft in England.
Ludwig Röber
Ludwig Rober

geb. 1619/20
gest. 1687
Anm.: Bruder des Prinzenlehrers Christian Röber; ab 1643 in anhaltisch-bernburgischen Diensten; bis 1650 fürstlicher Gutsverwalter in Baalberge; 1650-1656 Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1653 zugleich Gutsbesitzer in Baalberge; um 1673 Richter in Baalberge.
Ernst Dietrich von Röder

geb. ca. 1608
gest. 1686
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Wolf Dietrich von Röder (gest. 1624); Erbherr auf Ermsleben; bis 1630 Edelknabe und Kammerjunge des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ca. 1632-1635 Hofjunker und ab 1636 Kammerjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1634 zudem fürstlicher Kriegskommissar in den Ämtern Güntersberge und Harzgerode; bis 1650 anhaltisch-bernburgischer Kriegskommissar; ab 1650 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg von Haus aus; seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Diensthafte").
Johann Wenzel Rothe

gest. nach 1666/vor 1698
Anm.: Spätestens 1643 Feldscherer/Barbier in Bernburg; Feldscherer beim schwedischen Generalleutnant Robert Douglas of Whittinghame (1611-1662); spätestens 1649 auch fürstlicher Hofbarbier in Bernburg (noch 1656); um 1660 Barbier und Chirurg in Bernburg; um 1666 Bürger und Barbier in Bernburg und Barby.
Johannes (Nikolaus) Rulicius

geb. 1602
gest. 1666
Anm.: Geboren in Kirchberg (Hunsrück); Studium in Herborn (1623) und England (bis 1628); ca. 1630/31 Pfarrer in Dorchester; 1635 Pfarrer der englisch-reformierten Kirche in Heidelberg; ab 1636 englischer und seit 1639 deutscher reformierter Prediger in Amsterdam; daneben vor allem Sammler von Spendengeldern für protestantische Glaubensflüchtlinge.

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Daniel Sachse

geb. 1596
gest. 1669
Anm.: Sohn des späteren Halberstädter Superintendenten Daniel Sachse (1568-1605); Studium in Wittenberg (1609); Magister; 1621 Hofmeister in Leiden; 1624-1626 Pfarrer in Reupzig; 1626-1632 Hofprediger an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg; seit 1632 Oberpfarrer an St. Jakobi, Superintendent und Konsistorialrat in Köthen; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 405.

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Herzog Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg

geb. 1586
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); bereits als Jugendlicher Konversion zum katholischen Glauben; kaiserlicher Obrist (1618-1635) und Feldmarschall (1629); 1634/35 Inhaftierung wegen seiner Vertrauensstellung bei Wallenstein (1583-1634); ab 1637 Friedensvermittler zwischen Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) und Schweden; seit 1656 regierender Herzog von Sachsen-Lauenburg; ab 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Glückhafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Duca Carlo Emanuele II di Savoia

geb. 1634
gest. 1675
Anm.: Sohn des Duca Vittorio Amedeo I di Savoia (1587-1637); seit 1638 Duca di Savoia, bis 1648 unter der Regentschaft seiner Mutter Cristina (1606-1663), die bis zu ihrem Tod faktisch weiterregierte.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzogin Maria Elisabeth von Schleswig-Holstein-Gottorf
Geburtsname: Herzogin Maria Elisabeth von Sachsen

geb. 1610
gest. 1684
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); 1630-1659 Ehe mit Herzog Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659); nach 1635 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Verständige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Rudolf Schmid zum Schwarzenhorn

geb. 1590
gest. 1667
Anm.: Sohn des Steiner Ratsherrn und Stadthauptmanns Felix Schmid (gest. 1598); 1602-1606 als Begleiter eines kaiserlichen Offiziers Reise nach Italien und Ungarn; 1606-1624 türkischer Gefangener; 1625-1627 Dolmetscher für Türkisch beim Hofkriegsrat in Wien; danach kaiserlicher Sondergesandter (1627), Resident (1629-1643), Internuntius (1648/49) und Großbotschafter (1650/51) in Konstantinopel; 1643-1666 Hofkriegsrat; 1650 Erhebung in den Freiherrenstand; seit 1656 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verdiente").

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Martin Schmidt

gest. 1657(?)
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); fürstlicher Amtmann und Amtsschreiber in Harzgerode (spätestens 1631-1632); anschließend Amtmann von Bernburg (1632-1637) bzw. Ballenstedt-Hoym (1637-1657).
Johann Philipp von Schönborn
Erzbischof und Kurfürst Johann Philipp von Mainz
Bischof Johann Philipp von Würzburg
Bischof Johann Philipp von Worms

geb. 1605
gest. 1673
Anm.: Sohn des Georg von Schönborn (gest. 1613); Domizellar in Würzburg (ab 1621) und Mainz (seit 1625); Domherr in Würzburg (ab 1629) und Worms (seit 1630); 1635-1645 Stiftspropst von St. Burkard in Würzburg; ab 1642 Bischof von Würzburg; seit 1647 auch Erzbischof und Kurfürst von Mainz; ab 1663 ebenso Bischof von Worms.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Hendrick Schrassert

geb. 1600
gest. 1651
Anm.: 1640-1651 niederländischer Resident in Hamburg.
Balthasar von Schrattenbach

Anm.: Steirischer Adliger; vor 1629 Emigration aus der Steiermark; in den 1640er Jahren Exulant in Bremen; 1642 Interimshofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); um 1653/54 in Hannover; möglicherweise seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Versichernde").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Justina Luzia von Schrattenbach
Geburtsname: Justina Luzia von Knigge
Justina Luzia von Rehden
Justina Luzia von Wartensleben

geb. 1602
gest. nach 1650
Anm.: Tochter des Jobst von Knigge (1572-1626); vor 1630 erste Ehe mit N. N. von Rehden; 1630-1633 zweite Ehe mit Johann Joachim von Wartensleben (1594-1633); seit 1634 dritte Ehe mit Balthasar von Schrattenbach.
Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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Francisco de Sousa Coutinho

geb. 1597
gest. 1660
Anm.: Sohn des Gonçalo Vaz Coutinho; seit 1623 Vertreter des Hauses Bragança in Madrid; portugiesischer Sonderbotschafter in Kopenhagen und Stockholm (1641) sowie Gesandter in Den Haag (1643-1650), Paris (1651-1653) und Rom (1655-1658).

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König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Claus Dietrich von Sperreuter
Claus Dietrich von Sperreuth

geb. ca. 1600
gest. 1653
Anm.: Geboren in Mecklenburg; zunächst in Kriegsdiensten der böhmischen Stände, Braunschweig-Lüneburgs, Dänemarks (1621) und des Grafen Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626); ab 1623 in schwedischen Diensten als Major (1628), Obrist (1629-1635) und Generalmajor (1634/35); seit 1636 kaiserlicher Obrist und Generalfeldwachtmeister; 1645 kurbayerischer Obrist und Generalwagenmeister; 1647-1650 venezianischer General; ab 1651 Statthalter von Vorderösterreich in Freiburg/Breisgau; 1641 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Oliver St John

geb. ca. 1598
gest. 1673
Anm.: Sohn des Oliver St John of Cayshoe; ab 1615 Studium der Rechte in Cambridge; 1626 Zulassung als Advokat; 1640-1653 Mitglied des Parlaments (House of Commons); 1641-1648 Solicitor General for England and Wales; 1648-1160 Chief Justice of the Common Pleas; 1651 englischer Gesandter in Den Haag; seit 1651 Kanzler der Universität Cambridge.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Walter Strickland

geb. ca. 1598
gest. 1671
Anm.: Sohn des Walter Strickland of Boynton (gest. 1636); 1618 Aufnahme in das Gray's Inn als Barrister (Anwalt); ab 1619 Studium in Cambridge; 1642-1650 Gesandter des englischen Parlaments bei den niederländischen Generalstaaten in Den Haag; 1645-1660 Mitglied des House of Commons (mit Unterbrechungen); 1651 Teilnahme an einer Gesandtschaft in den Niederlanden; 1651/52 zudem Mitglied des Council of State; seit 1654 Hauptmann (Captain) der Leibwache des Lordprotektors Oliver Cormwell (1599-1658); 1657-1660 Mitglied des House of Lords; 1658/59 Mitglied im Rat von Richard Cromwell (1626-1712); 1659 Mitglied im Committee of Safety; 1660 Rückzug von allen Ämtern.

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Graf Peter Strozzi von Schrattenthal
Pietro Strozzi

geb. 1626
gest. 1664
Anm.: Sohn des kaiserlichen Generals Graf Jakob Strozzi von Schrattenthal (1578-1636); ab 1647 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (1656), Generalfeldwachtmeister (1660) und Feldmarschallleutnant (1663); 1648-1654 Kämmerer von König Ferdinand IV. (1633-1654); seit 1654 kaiserlicher Kämmerer.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Sultan (Osmanisches Reich) Mehmed IV.

geb. 1642
gest. 1693
Anm.: Sohn von Sultan Ibrahim (1615-1648); 1648-1687 Sultan des Osmanischen Reiches.

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Wolfgang Sutorius

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des späteren Ballenstedter bzw. Bernburger Pfarrers Leonhard Sutorius (1576-1642); bis 1643 fürstlicher Amtsschreiber in Harzgerode; 1646-1648 fürstlicher Gutsverwalter in Zepzig; seit 1648 Korn- und um 1649/54 Amtsschreiber in Bernburg.
Johann Teichmann
Johann Deichmann

geb. 1600
gest. 1671
Anm.: Sohn des Bernburger Kramers Johann Teichmann (gest. 1639); Kaufmann und Bürger in Bernburg; seit 1646 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Trotha, Familie

Anm.: Mitteldeutsches Adelsgeschlecht.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Friedrich Christoph von Trotha

geb. ca. 1617/18
gest. 1651
Anm.: Sohn des Wolf Friedrich von Trotha (ca. 1583-1637); Erbherr auf Hecklingen, Schkopau und Teutschenthal; vgl. Adolf v. Trotha: Geschichte des Geschlechts v. Trotha, Teil 6, Görlitz 1940, S. 208-215.
Wolf Thilo von Trotha

geb. 1620
gest. 1683
Anm.: Sohn des Wolf Friedrich von Trotha (ca. 1583-1637); Erbherr auf Hecklingen, Gänsefurth und Teutschenthal; vgl. Adolf v. Trotha: Geschichte des Geschlechts v. Trotha, Teil 6, Görlitz 1940, S. 215-310.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Íñigo d. J. Vélez de Guevara y Tassis
Marqués Íñigo d. J. de Guevara
Conde Íñigo d. J. de Oñate
Conde Íñigo d. J. de Villamediana

geb. 1597
gest. 1658
Anm.: Sohn des Íñigo d. Ä. Vélez de Guevara y Tassis, Conde de Oñate (1572-1644); königlicher Kämmerer; spanischer Botschafter in London (1636-1638) und Rom (1646-1648); ab 1644 Conde de Oñate und Conde de Villamediana; 1648-1653 Vizekönig von Neapel; seit 1653 Consejero de estado; ab 1653 erster Marqués de Guevara.

Weiterführende Informationen in VIAF
Graf Franz Wilhelm von Wartenberg
Bischof Franz Wilhelm von Osnabrück
Bischof Franz Wilhelm von Verden
Bischof Franz Wilhelm von Minden
Bischof Franz Wilhelm von Regensburg

geb. 1593
gest. 1661
Anm.: Sohn des Herzogs Ferdinand von Bayern (1550-1608), dessen Kinder 1602 zu Grafen von Wartenberg erhoben wurden; 1614-1621 Präsident des bayerischen Geistlichen Rates; 1621-1640 kurkölnischer Obersthofmeister und Geheimratspräsident; ab 1625 Bischof von Osnabrück; 1629/30 kaiserlicher Kommissar für die Exekution des Restitutionsedikts zwischen Rhein und Elbe; zudem Bischof von Verden (1630/31) und Minden (1630-1648); 1643-1648 kurkölnischer Hauptgesandter auf dem Friedenskongress in Münster und Osnabrück; seit 1649 auch Bischof von Regensburg; ab 1660 Kardinal.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Christian Wilhelm von Wartensleben

geb. ca. 1632
gest. 1675
Anm.: Sohn des Johann Joachim von Wartensleben (1594-1633); 1646-1653 Page und 1653/54 Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später in niederländischen Kriegsdiensten u. a. als Capitain (1665) und Major (vor 1675).
Christoph Weiß

Anm.: Um 1651 vermutlich im Dienst des Kosakenhetmans Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj (1595-1657) stehender polnischer Obrist.
Marcus Friedrich (1) Wendelin

geb. 1584
gest. 1652
Anm.: Sohn des Predigers Friedrich Wendelin (gest. 1594) in Sandhausen bei Heidelberg; Studium in Heidelberg (1607 Mag.); ab 1609 Erzieher und Hofmeister der Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg sowie Friedrich Moritz (1600-1610) und Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1612 Rektor am Zerbster Gymnasium Illustre; vgl. Gustav Früh / Hans Goedeke / Hans Jürgen von Wilckens: Die Leichenpredigten des Stadtarchivs Braunschweig, Bd. 9, Hannover 1985, S. 4386f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Paris von dem Werder

geb. 1623
gest. 1674
Anm.: Sohn des Dietrich von dem Werder (1584-1657); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Reupzig und Bräsen; vor 1646 Page am Dessauer Hof; später anhaltisch-dessauischer Rat; seit 1639 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Friedfertige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Hans Christoph von Witzscher

geb. 1621
Anm.: Sohn des Hans Christoph (von) Witzscher (gest. 1637) auf Schortewitz; vor 1639 Kammerpage, um 1643 Page und spätestens 1645 bis 1648 Hofjunker der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); dazwischen 1639-1643 Kavalierstour durch Frankreich und die Niederlande; 1648-1650 Hofmeister der Gräfin Maria Euphrosina De la Gardie (1625-1687) in Leipzig; um 1653 Aufenthalt in Straßburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Carl Gustav Wrangel af Salmis
Graf Carl Gustav von Sölvesborg

geb. 1613
gest. 1676
Anm.: Sohn des Hermann Wrangel (1587-1643); ab 1627 in schwedischen Kriegsdiensten als Kornett (1629), Rittmeister (1632), Obristleutnant (1635), Obrist (1636), Generalmajor (1638), Generalzeugmeister (1645) und Feldmarschall (1646); seit 1646 Reichsrat; 1646-1648 Oberbefehlshaber der schwedischen Truppen in Deutschland; 1648-1650 und ab 1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1657-1664 Reichsadmiral; seit 1664 Reichsmarschall; 1651 Erhebung in den Grafenstand (1651-1665 Graf von Salmis, ab 1665 Graf von Sölvesborg); seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Obsiegende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. von Wuthenau (6)

Anm.: Bis 1650 lothringischer Obristleutnant unter Pfalzgraf Philipp Friedrich von Pfalz-Simmern (1627-1650).
Ägäisches Meer
weiterführende Informationen
Alsleben
weiterführende Informationen
Altenburg
weiterführende Informationen
Anatolien (Kleinasien)
weiterführende Informationen
Anhalt-Bernburg, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt-Köthen, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt-Zerbst, Fürstentum
Anhalt, Fürstentum
weiterführende Informationen
Aschersleben
weiterführende Informationen
Askanien (Aschersleben), Grafschaft
Atlantischer Ozean
weiterführende Informationen
Baalberge
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Barby
weiterführende Informationen
Barcelona
weiterführende Informationen
Bayern, Herzogtum bzw. Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Berlin
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Böhmen, Königreich
weiterführende Informationen
Borna, Wüstung
Anm.: Am östlichen Saaleufer zwischen Gröna und Neuborna gelegene mittelalterliche Wüstung.
Bornische Aue
Anm.: Nach der wüstgefallenen Siedlung Borna benannte Aue an der Saale zwischen Bernburg und Gröna in der Gegend des heutigen Bernburger Stadtteils Neuborna.
Brandenburg, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Brandenburg, Markgrafschaft
weiterführende Informationen

Anm.: Kernland des Kurfüstentums Brandenburg.
Brasilien
weiterführende Informationen

Anm.: Kolonie des Königreichs Portugal.
Braunschweig
weiterführende Informationen
Braunschweig und Lüneburg, Herzogtum
weiterführende Informationen

Anm.: Die Teilfürstentümer Braunschweig-Wolfenbüttel, Lüneburg, Calenberg und Grubenhagen umfassendes Gesamtterritorium der welfischen Herzöge.
Breda
weiterführende Informationen
Bremen
weiterführende Informationen
Breslau (Wrocław)
weiterführende Informationen
Brühl
weiterführende Informationen
Brüssel (Brussels, Bruxelles)
weiterführende Informationen
Cambrai
weiterführende Informationen
Cambrai, Erzstift
weiterführende Informationen
Candia (Irákleion)
weiterführende Informationen
Casale Monferrato
weiterführende Informationen
Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
weiterführende Informationen
Dänemark, Königreich
weiterführende Informationen
Danzig (Gdańsk)
weiterführende Informationen
Den Haag ('s-Gravenhage)
weiterführende Informationen
Dessau (Dessau-Roßlau)
weiterführende Informationen
Deutschbrod (Havlíčkův Brod)
weiterführende Informationen
Dohndorf
weiterführende Informationen
Düsseldorf
weiterführende Informationen
Elbe (Labe), Fluss
weiterführende Informationen
Ems
weiterführende Informationen
England, Commonwealth von
weiterführende Informationen
Erfurt
weiterführende Informationen
Ermsleben
weiterführende Informationen
Fife, Grafschaft
Anm.: Teil des Königreichs Schottland.
Fränkischer Reichskreis
weiterführende Informationen
Frankenthal
weiterführende Informationen
Frankfurt (Oder)
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Frose
weiterführende Informationen
Gernrode
weiterführende Informationen
Gröningen
weiterführende Informationen
Guernsey, Insel
weiterführende Informationen
Halle (Saale)
weiterführende Informationen
Hamburg
weiterführende Informationen
Hannover
weiterführende Informationen
Harzgerode
weiterführende Informationen
Hecklingen
weiterführende Informationen
Heidelberg
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
weiterführende Informationen
Hettstedt
weiterführende Informationen
Hildesheim, Hochstift
weiterführende Informationen
Hohenerxleben
weiterführende Informationen
Indien
Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff sowohl für den amerikanischen Kontinent (Westindien) als auch für die südasiatischen Gebiete von Vorder- und Hinterindien sowie des Malaiischen Archipels (Ostindien).
Irland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Isle of Man
weiterführende Informationen
Jankau (Jankov)
weiterführende Informationen
Kalbe
weiterführende Informationen
Katalonien, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Kleve, Herzogtum
weiterführende Informationen
Köln
weiterführende Informationen
Köln, Kurfürstentum (Erzstift)
weiterführende Informationen
Köthen
weiterführende Informationen
Konstantinopel (İstanbul)
weiterführende Informationen
Korfu, Insel
weiterführende Informationen
Krim, Khanat
weiterführende Informationen
Leipzig
weiterführende Informationen
Lichtenburg, Schloss (Prettin)
weiterführende Informationen
Litauen, Großfürstentum
weiterführende Informationen
Livland, Herzogtum
weiterführende Informationen
London
weiterführende Informationen
Lothringen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Lübeck
weiterführende Informationen
Lüttich (Liège)
weiterführende Informationen
Magdeburg
weiterführende Informationen
Mantua, Herzogtum
weiterführende Informationen
Mecklenburg-Güstrow, Herzogtum
weiterführende Informationen
Middelburg
weiterführende Informationen
Mittelmeer
weiterführende Informationen
München
weiterführende Informationen
Nachterstedt
weiterführende Informationen
Neapel (Napoli)
weiterführende Informationen
Neapel, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Niederlande, Spanische
weiterführende Informationen
Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
weiterführende Informationen
Nürnberg
weiterführende Informationen
Oberrheinischer Reichskreis
weiterführende Informationen
Österreich, Erzherzogtum
weiterführende Informationen
Österreich ob der Enns (Oberösterreich), Erzherzogtum
weiterführende Informationen
Österreich unter der Enns (Niederösterreich), Erzherzogtum
weiterführende Informationen
Osmanisches Reich
weiterführende Informationen
Paris
weiterführende Informationen
Pfalz-Neuburg, Fürstentum
weiterführende Informationen
Pfalz-Sulzbach, Fürstentum
Anm.: Deputatfürstentum von Pfalz-Neuburg.
Pfalz, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Pful
Anm.: Nach der ehemaligen Burgruine Pful benanntes Auenwaldgebiet an der Saale bei Plötzkau.
Plötzkau
weiterführende Informationen
Polen, Königreich
weiterführende Informationen
Poley
weiterführende Informationen
Pommern, Herzogtum
weiterführende Informationen
Portugal, Königreich
weiterführende Informationen
Preußen
Anm.: Historische Landschaft im nordöstlichen Mitteleuropa, die seit 1525 in das Herzogtum Preußen und einen königlich-polnischen Teil geteilt war.
Preußen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Regensburg
weiterführende Informationen
Rethel
weiterführende Informationen
Rom (Roma)
weiterführende Informationen
Rotterdam
weiterführende Informationen
Saale, Fluss
weiterführende Informationen
Sachsen, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Santorin, Island
weiterführende Informationen
Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Schlesien, Herzogtum
weiterführende Informationen
Schleswig-Holstein-Gottorf, Herzogtum
weiterführende Informationen
Schöningen
weiterführende Informationen
Schottland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schweden, Königreich
weiterführende Informationen
Seeland (Zeeland), Provinz (Grafschaft)
weiterführende Informationen
Sevilla
weiterführende Informationen
Siebenbürgen, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Östlicher Teil des Königreiches Ungarn unter Oberherrschaft des Osmanischen Reichs.
Smyrna (İzmir)
weiterführende Informationen
Spanien, Königreich
weiterführende Informationen
Stockholm
weiterführende Informationen
Strelitz (Strelitz-Alt)
weiterführende Informationen
Stuttgart
weiterführende Informationen
Toulon
weiterführende Informationen
Trient (Trento)
weiterführende Informationen
Ulm
weiterführende Informationen
Venedig (Venezia)
weiterführende Informationen
Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
weiterführende Informationen
Verona
weiterführende Informationen
Warmsdorf
weiterführende Informationen
Warschau (Warszawa)
weiterführende Informationen
Weser, Fluss
weiterführende Informationen
Westindien
weiterführende Informationen

Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff für die Karibischen Inseln, im weiteren Sinne für den gesamten amerikanischen Kontinent.
Wien
weiterführende Informationen
Wolfen
weiterführende Informationen
Wolfenbüttel
weiterführende Informationen
Zepzig
weiterführende Informationen
Zerbst
weiterführende Informationen
Anhalt, Landstände
Anhalt, Großer Ausschuss der Landstände
Anhalt, Kleiner Ausschuss der Landstände
Deutscher Orden (Orden der Brüder vom Deutschen Hospital Sankt Mariens in Jerusalem/Ordo Fratrum Domus Hospitalis Sanctae Mariae Teutonicorum in Jerusalem)
weiterführende Informationen
Dominikaner (Ordo Fratrum Praedicatorum)
weiterführende Informationen
England, Council of State
Anm.: Regierungsgremium des Commonwealth von England (1649-1660), Schottland (1653-1659) und Irland (1653-1659).
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
weiterführende Informationen
Englische Levante Kompanie (English Levant Company)
weiterführende Informationen
Anm.: 1593 gegründete englische Handeslkompanie; Auflösung 182.
Frankreich, États généraux
weiterführende Informationen
Niederländische Westindien-Kompanie (Vereenigde Nederlandsche West-Indische Compagnie)
weiterführende Informationen
Anm.: Im Jahr 1621 gegründete niederländische Handelskompanie für Westafrika und Amerika.
Niederlande, Generalstaaten
weiterführende Informationen
Niederösterreich (Österreich unter der Enns), Landstände
Oberösterreich (Österreich ob der Enns), Landstände
Parlement de Paris
weiterführende Informationen
Anicius Manlius Severinus Boethius: Consolatio philosophiae = Trost der Philosophie, hg. von Ernst Gegenschatz / Olof Gigon, Düsseldorf: 2002. [Nachweis im GVK]
Die Confessio Augustana, in: Die Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche. Vollständige Neuedition, hg. von Gottfried Seebaß / Volker Leppin / Irene Dingel, Göttingen: 2014, S. 63-225. [Nachweis im GVK]
Graduale de Tempore iuxta Ritum Sacrosanctae Romanae Ecclesiae. Editio Princeps (1614). Edizione anastatica, Introduzione e Appendice, hg. von Giacomo Baroffio / Manlio Sodi, Città del Vaticano: 2001. [Nachweis im GVK]
Quintus Horatius Flaccus: Epistulae = Briefe, in: Sermones, Epistulae = Satiren, Briefe. Lateinisch-deutsch, hg. von Gerhard Fink / übers. von Gerd Herrmann, Düsseldorf: 2000, S. 146-251. [Nachweis im GVK]
Das Instrumentum Pacis Monasteriensis (IPM) vom 24. Oktober 1648, in: Die Friedensverträge mit Frankreich und Schweden, Bd. 1: Urkunden, hg. von Antje Oschmann, Münster: 1998, S. 1-49. ( Acta pacis Westphalicae, Serie III Abt. B: Verhandlungsakten 1 ) [Nachweis im GVK]
Das Instrumentum Pacis Osnabrugensis (IPO) vom 24. Oktober 1648, in: Die Friedensverträge mit Frankreich und Schweden, Bd. 1: Urkunden, hg. von Antje Oschmann, Münster: 1998, S. 95-170. ( Acta pacis Westphalicae, Serie III Abt. B: Verhandlungsakten 1 ) [Nachweis im GVK]