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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: Mai 1651


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXII, fol. 120v-153r (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. Mai 1651
Bernburg
  • Anhörung des Johann Kornführer aus Zerbst und des Magisters Christian Flemming
  • Unmut über eine Audienzanfrage
  • Abreise des Arztes Dr. Levin Fischer nach Plötzkau zu Markgräfin Sophia von Brandenburg-Ansbach
  • Abreise des von Lancken nach Dessau
  • Korrespondenz
  • Saatausbringung in Zerbst unter der Aufsicht des Kammerdieners Ludwig Rober
  • Nachricht über eine göttliche Erscheinung in Kleinpaschleben
  • Göttliche Begegnung des Hirten Johann Kreuzbergen kurz vor seinem Tod mit einem alten Mann
02. Mai 1651
Bernburg
  • Nächtliches Gewitter und Regen
  • Diverse Prophezeiungen, Träume und Forderungen Kornführers
  • Ungeziefer in Gärten und Feldern
  • Verabschiedung des Registrators Christoph Bärenreiter
  • Rückkehr des Trompeters Zacharias Haug
  • Korrespondenz
03. Mai 1651
Bernburg
  • Wind
  • Hasenjagd
  • Durchreise von Fürst Ernst Gottlieb
  • Erwarten von Markgraf Albrecht von Brandenburg-Ansbach
  • Spaziergang
  • Rückkehr des älteren Sohnes Viktor Amadeus aus Dessau
  • Aufbruch von Bärenreiter
  • Wirtschaftssachen
  • Unfälle und Erkrankungen in Verbindung mit Alkoholkonsum
  • Jagderfolg von Viktor Amadeus
04. Mai 1651
Bernburg
  • Lachs aus Dessau
  • Bisheriges Ausbleiben von Lachs in Bernburg
  • Kirchgang
  • Kammerrat Joachim Mechovius, Dr. Fischer, Helena Rindtorf, Hans Christoph von Witzscher und weitere als Essensgäste
  • Bestattung von Hauptmann Michael Eberdt
  • Entschuldigung des Markgrafen Albrecht durch einen Junker
  • Windhunde für Markgraf Albrecht
  • Rückkehr Eleonora Elisabeths von Ditten von der Leipziger Messe
05. Mai 1651
Bernburg
  • Morgendlicher Frost
  • Hasenjagd
  • Eheschließung zwischen Superintendent Joachim Plato und Anna von Kiesewetter
  • Gespräche mit Amtmann Georg Reichardt und Kammerdiener Jakob Ludwig Schwartzenberger
  • Korrespondenz
  • Fische aus Ballenstedt
  • Administratives
  • Zähe Verhandlungen mit dem Kaufmann Hans Heinrich Gau
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
06. Mai 1651
Bernburg
  • Raureif
  • Rechnungssachen
  • Benachrichtigungen vom Tod der geschätzten Markgräfin Sophia von Brandenburg-Ansbach durch Ersticken
  • Rückkehr von Witzschers
  • Spaziergang
07. Mai 1651
Bernburg
  • Regen
  • Beantwortung der Traueranzeigen
  • Entsendung des Kammermeisters Tobias Steffeck und von Rober
  • Korrespondenz
  • Wirtschaftssachen
08. Mai 1651
Bernburg
  • Gutes Wetter
  • Kirchgang
  • Erkrankung der Schwester Fürstin Dorothea Bathilde
  • Rückkehr Dr. Fischers aus Plötzkau
  • Lutherische Predigt in Zerbst
  • Konflikt zwischen König Johann II. Kasimir von Polen und dem Senat von Danzig
  • Wiederkehr der Schiffe Gaus
  • Spaziergang
  • Bericht Dr. Fischers zur Todesursache der Markgräfin Sophia
  • Rückkehr des Lakaien Johann Balthasar Oberlender aus Crossen
  • Keine finanzielle Unterstützung für eine Reise zur Hochzeit von Pfalzgräfin Henrietta
  • Niederlagen der Polen
09. Mai 1651
Bernburg
  • Wind und Regen
  • Korrespondenz
  • Anstieg der Saale
  • Durchfahrt von Gaus Schiffen
  • Neue Pläne
  • Ablehnungsschreiben bezüglich eines Landtags
  • Voranschickung des Lakaien Michael Ringk nach Crossen
10. Mai 1651
Bernburg
  • Wechselhaftes Wetter
  • Hasenjagd
  • Abreise des von Viktor Amadeus nach Crossen (Oder)
  • Gespräch mit Dr. Fischer
11. Mai 1651
Bernburg
  • Gutes Wetter und Gewitter
  • Erbangelegenheit in Waldau
  • Kirchgänge
  • Johann Lorenz von Lucke, Mechovius, Dr. Fischer und weitere als Essensgäste
  • Bestätigung der Vision Kreuzbergens
  • Ausflug der Fürstinnen Eleonora Sophia, Sophia Margaretha und Dorothea Bathilde nach Plötzkau
  • Nachricht über Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburgs Aufenthalt in Gröningen
  • Karpfenfang
12. Mai 1651
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Abschicken von Steffecks und Empfangen des Küchenmeisters Philipp Güder
  • Gespräch mit Reichardt
  • Spaziergang
  • Durchfahrt von Gaus Schiffen
  • Nachrichten von der Hochzeit des Kaiser Ferdinands III. und weitere Neuigkeiten
  • Gewitter und Hagel
  • Korrespondenz
13. Mai 1651
Bernburg
  • Neuigkeiten eine vertraute Person betreffend
  • Genesung der Tochter, Fürstin Ernesta Augusta
  • Gartenbesuch
  • Viktualienlieferung
14. Mai 1651
Bernburg
  • Unwetter
  • Vorfall vor Viktor Amadeus‘ Fenster
  • Kirchgang
  • Unterredung mit dem durchreisenden Obristen Werder
  • Bericht Werders
  • Erwarten der Ankunft des Gottlob Sekyrka von Sedschitz
  • Unmut über Werder
  • Einigung mit Gau
  • Hechtfang
  • Rückkehr von Steffecks
  • Wollverarbeitung
15. Mai 1651
Bernburg
  • Prophezeiung bezüglich der Kurfürstin Louise Henrietta von Brandenburg
  • Angeblicher Versuch einer Vergiftung des Königs Friedrich III. von Dänemark
  • Angeblicher Komplott gegen König Johann II. Kasimir von Polen
  • Selbstmord eines Adeligen
  • Auftrag des Kanzlers Martin Milag für Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
  • Landschaftliche Veränderungan der Unstrut
  • Pläne des Kurfürsten Friedrich Wilhelm, neues Geld in der Mark einzuführen
  • Kauf Fürst Friedrichs von Anhalt-Bernburg-Harzgerode eines Guts in Opperode
  • Unzufriedenheit des Generals Graf Hans Christoph von Königsmarck mit dem Amt Winningen
  • Hochzeitspläne der Familie von dem Werder
  • Bestattung des Patenkindes Christian Heinrich Jonius
  • Spaziergang
  • Ankunft des neuen Hofmeisters Sekyrka
16. Mai 1651
Bernburg
  • Unwohlsein Fürst Karl Ursinus‘
  • Angst vor Verlust weiterer Söhne durch einen frühen Tod
  • Ausritt
  • Regen
  • Verstimmung Fürstin Eleonora Sophias
17. Mai 1651
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Rückkehr des Exulanten Philipp May
  • Erkrankung des Obristen Johann von Mario zu Gammerslewe
  • Erholung des Fürsten Karl Ursinus und des Bürgers Kaspar Hilliger
  • Erkrankung der Schwester Fürstin Dorothea Bathilde und des Mechovius
  • Kirchgang
  • Korrespondenz
18. Mai 1651
Bernburg
  • Pfingstsonntag
  • Kirchgänge
  • Sekyrka, die von Rindtorf, von Witzscher und weitere als Essensgäste
  • Spaziergang
  • Korrespondenz
  • Nachrichten und Neuigkeiten aus dem In- und Ausland
  • Erdrutsch, Unwetter und Entstehung neuer Quellen bei Laucha an der Unstrut
  • Unwetter bei Laucha an der Unstrut
19. Mai 1651
Bernburg
  • Schönes Wetter
  • Kirchgänge
  • Die von Rindtorf, Sekyrka, Witzscher und weitere als Essensgäste
  • Genesung von Schwester Dorothea Bathilde
  • Abreise von Schwester Sophia Margaretha nach Plötzkau
  • Spaziergang
20. Mai 1651
Bernburg
  • Regen und Donner
  • Unterredungen
  • Erhalt von Schreiben
  • Tagesausflug der fürstlichen Kinder
  • Heimkehr von Schwester Sophia Margaretha
21. Mai 1651
Bernburg
  • Erledigungen
  • Unterredungen mit Dr. Fischer
  • Spaziergang
  • Nachrichten und Neuigkeiten aus dem Ausland
  • Kriegsangst
  • Heimkehr des Lakaien Hans Georg Berger
22. Mai 1651
Bernburg
  • Spaziergang
  • Gespräch
  • Korrespondenz
  • Lateinische Sinnsprüche
  • Auftritt eines französischen Fechtduos
23. Mai 1651
Bernburg
  • Etliche Todesfälle reformierter Prediger
  • Besuch der Fürstinnen Eleonora Sophia und Sophia Margaretha mit Fürst Karl Ursinus bei Fürstin Sophia von Anhalt-Köthen
  • Unterredung mit Hofrat Paul Ludwig
  • Korrespondenz
  • Durchreise von Frachtschiffen
24. Mai 1651
Bernburg
  • Seltsamer Traum
  • Rückkehr Oberlenders aus Crossen
  • Bericht Oberlenders
25. Mai 1651
Bernburg
  • Kirchgänge
  • Die von Rindtorf als Essensgast neben den gewöhnlichen Gästen
  • Besuch durch Ascherslebener Bürger Johann Berndt samt Schwester und Neffen
  • Nachrichten und Neuigkeiten aus dem Aus- und Inland
  • Korrespondenz
26. Mai 1651
Bernburg
  • x und Schwartzenberger als Essensgäste
  • Abreise von Witzscher und Lancken
  • Mühsal
27. Mai 1651
Bernburg
  • Schiffspassage
  • Aufständische Bürger
  • Spaziergänge
28. Mai 1651
Bernburg
  • Kirchgang
  • Rechtsstreit mit Bürgern
  • Ehebruch und Femizid in Badeborn
  • Ankunft des in den Diensten des Fürsten Johann VI. von Anhalt-Zerbst stehenden Kasimir Dietrich von Krahe
29. Mai 1651
Bernburg
  • Unterredung mit Ludwig
  • Abreise von Krahes
  • Korrespondenz
  • Nachrichten und Neuigkeiten aus dem Aus- und Inland
  • Menzelius als Interimslehrer für Fürst Karl Ursinus
  • Dr. Fischer, der frühere Page Heinrich von Krosigk und weitere als Essensgäste
30. Mai 1651
Bernburg
  • Besuch durch Pfarrer Georg Eberhard Reinschmidt
  • Amtliche Einstellungszeremonie Dr. Fischers als Leibarzt
  • Polnische Schausteller
  • Rückkehr des Amtsschreibers Wolfgang Sutorius
  • Unterredung mit x
31. Mai 1651
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Abreise Dr. Fischers
  • Besuch bei den Fürstinnen Dorothea Bathilde und Sophia Margaretha
  • Ankündigungsschreiben eines Landrechnungstages
  • Nachricht über die Konversion des Landgrafen Ernst von Hessen-Rheinfels zum katholischen Glauben
  • Tod eines Pferdes durch Blitzeinschlag
|| [[Handschrift: 120v]]

Donnerstag den 1. May; 1651.


hanß Kornführer, von Zerbst, hat sich præsentiret,
undt seine grillen, auf die bahn, gebracht.


Darnach, ist der gute 77-iährige Magister Fläming,
(des sehligen Theopoldj Schwiegervatter) zu mir
kommen, vor des hofpredigers relictam, seine Tochter,
zu intercediren, damit ihr in ihrem wittiben
Stande geholfen, undt sie ungekrengt wehre!


Üne pretenduë noble, dü pays de Wirtembergk, s'est
presentèe, en intention d'avoir audience, auprès de
moy, Mais sachant, son impüdence, & le peü de re-
pütation, qu'elle a acquise ailleürs, ie l'ay di-
vertie, & luy faysant offrir, ün petit don, elle
l'a mèsprisè, signe Manifeste, de sa malice.


Il faut donner de bon cœur, aux pauvres, mais
il faut bien regarder, a qui l'on donne? & s'ils
sont vrays pauvres, ou dès meschans abüseürs
affin de ne dèsrobber, aux vrays pauvres, le leür.


Doctor Fischer, ist nacher Plötzkaw, wegen der Marg-
grävin Schwachheit abgeholet worden. Gott beßere es.


Langken, ist nacher Deßaw, in privatis.


Briefe nacher Croßen, <Wien> undt Dresen[!], geschrieben.

|| [[Handschrift: 121r]]


1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: und 1 Schefel (Scheffel)schfl: gerste, <In Præsentia, Ludwig Robers> seindt zu Zeptzigk
außgesehet, undt 1½ Schefel (Scheffel)schfl: wickfutter. Gott
gesegene unß dadurch, laße es aufwachßen,
zum glügk! undt gedeyen!


Avis: daß unlengst ein Gesichte dem hirtten, zu kleinen
Paschleben, hanß Creützbergen, am Sontag Iubilate er-
schiehnen, alß er, der kühe gehütet, <undt er baldt hernach <gestorben.>>


Ein Alter Mann, mit einem langen grawen barth, undt
mit einem langen grawen Rock, welcher ungenehet gewe-
sen, undt keine Schuch an seinen füßen, ist mir, (saget er!) auf
dem wege, in hütung Meiner anbefohlenen küheherde
erschienen, in dem ich, mit andacht gesungen: kompt her
zu mir, spricht Gottes Sohn et cetera undt erstlich gefraget,
nach dem heüttigen Evangelio, so Jch ihm meiner einfaltt
nach gesaget: über ein kleines, so werdet Jhr mich nicht
sehen, undt aber über ein kleines, so werdet ihr mich sehen.1 et cetera
Welcher sehr hart gedraẅet, über Deützschlandt,
wo die Menschen, nicht würden wahre buße thun,
So wolte er Deützschlandt, noch ein mahl, mit der
Eisernen Ruhte, heimsuchen, das kein Stein, auf dem
andern, bleiben soll, da sie aber, buße thun würden,
so wolle er ihnen, den ewigen Frieden, scheinen laßen,
auch hat Er sehr geseüftztet, über den großen, undt
schregklichen hoffarth, so in Deützschlandt getrieben wirdt
auch hat er noch einmal geseüftzet, über die Menschenkinder || [[Handschrift: 121v]]
daß Sie sich, so unfleißig, zu der kirchen halten, Er hat
gesprochen: Mancher, der noch in die kirche kömpt, der
nehme sein hertz, nicht mit sich, sondern henget es
an das zeitliche, So hat er gesprochen,: Wo sie nicht
buße thun, und fleißig zur kirchen, kommen wolten,
so will er ihnnen, einen hunger, inß landt schicken,
nicht einen hunger, nach brodt, noch durst nach waßer,
sondern, nach dem wortt des herren, zu hören, denn
vor 120 iahren, habe Er das helle wortt Gottes,
gegeben, welches auch itzunder, helle undt klahr,
heller alß die Sonne scheinet, undt leüchtet, dafür
wir den lieben Gott loben, rühmen, undt preisen sollen,
Er hat auch gesprochen, : Am himmel stehet, ein wol-
gebawet Schloß, undt fleüßet ein helles klahres
waßer, darbey, da hat Er zu mir, gesprochen:
zu welchem ich greiffen will, darauf ich geant-
wortett: Jch greiffe nach dem wolgebaweten
Schloß, darauf spricht er: daß wolgebawete
Schloß, ist die ewige freẅde, das waßer aber,
ist das ewige hellische feẅer, dafür thue du
dich hüten, das sage ich itzt dir, zur Stunde, letzlich
hat er gesprochen, bestendig zu glauben, wir werden
in kurtzer zeitt, einander wieder schawen, in der ewi-
gen Sehligkeitt, undt darnach, ist er verschwunden. et cetera

|| [[Handschrift: 122r]]

Freitag den 2. May; 1651.

<Donner, blitz, diese Nachtt. Darnach regen, so den Tag hindurch, continuiret.>


Kornführers gesterige grillen, wahren Nachfolgende,
welche wann sie wahr werden sollten, keine grillen
<eines theils> billich zu nennen, alß da ist: daß der Kayser,
sollte unserer Religion werden. perge


Der Pabst, undt das Antichristische Reich, fallen.


Zu Zerbst, die reformation, in vorigen Standt kommen.


Daß Fürstliche hauß Anhaltt, solte die verlohrnen
gühter, als: Staßfurth, Calbe, Agken, Bitterfeldt,
Delitzsch, die Grafschaft Aßcanien, undt dergleichen,
wiederbekommen.


Eine Stimme, so er im felde allein gehöret hette,
vor Zerbst, nach der margk zu: Waß darfstu
Christum mündtlich eßen, ist er <dir> doch schon <vorhin> in deinem hertzen!


Darauf ihn folgende Nacht getraẅmet hette,
an demselben orth, oder stette, wehren rings
herumb etzliche bähren gewesen, so herumb, gewühlet
undt gescharret. Alß er aber hinzu, undt auf Sie
loß gegangen, hetten sie grimmig, auf ihn zu gehen
wollen. Er aber unerschrogken, hette Sie mit einem
dünnen stegken, von einander getrieben, also, daß sie in die
wildtnüß hineyn, gelauffen.


Er will man soll von allen lästerern, undt Ehebrechern
im Lande, und denen so die contributionscassa bestohlen, Strafe
nehmen, undt die Landtschafft Schulden, damitt bezahlen.

|| [[Handschrift: 122v]]


Die kefer haben sich voriger Tage, in gärtten, undt
Weinbergen, sehr gemehret, undt die blühte ange-
griffen. Dieser regen, wirdt sie dempfen, undt
dem lieben getreydig auch dienlich sein.


Christof Bärenreüth, mein gewesener Registrator,
itziger Secretarius der Princeßin Henriette,
hat seinen undterthänig(st)en abschiedt genommen, in meynung,
Morgen (gebe gott) sich auf den weg, nacher Croßen, zu
begeben. Gott laße alles wol succediren, undt gedeyen!


Sein abscheidt, wahr gar sehnlich, undt beweglich! perge


Der Zachariaß Trompter, ist diesen abendt, ankommen,
mit schreiben von Meinem Sohn, Viktor Amadeus von Deßaw, undt
avis; daß Morgen (gebe gott) der Marggrave von Anspach,
nacher Plötzkaw, gedächte, heütte zwahr, wehre er
von Deßaw, nach Zerbst, geritten. Mein Sohn, ist
gewillet, sich morgen wilß Gott, wieder bey Mir,
alhier, einzufinden, undt einzustellen.

Samstag den 3. May; 1651.

<Windt, undt frische lufft. 2 Rämmeler, Carl Ursinus gehetzt.>


Vetter Ernst Gottlieb, ist hjerdurch, frühe paßiret.
Man vermeinet, der Marggraf von Anspach, werde
heütte alhier, anlangen, aufs neẅe.


A spasso, anß waßer, in die Mühle, & aliis locis.

|| [[Handschrift: 123r]]


Mein Sohn, Victor Amadeus, ist von Deßaw, nachmittags,
glügklich wiederkommen, (Gott Lob!)


Bärnreütt, ist heütte forth, auf Zerbst, zu, Gott
geleite ihn dahin, undt förter auf Croßen, undt
in Ungarn, etcetera mit glügk! undt Segen!


heütte, hat Märtin haug, noch einen wispel, gersten<haber>,
zu Zeptzigk, seen laßen. Gott gebe, zu wachßthumb!
undt gedeyen! undt helfe mir, gnediglich, auß nöhten!


J'ay sceü de mon fils Victor Amédée que le Prince Jean Casimir,
estant yvre, ait fait, üne dangereüse cheüte, la nuict,
dans la cheminèe, per inguina, sür ün fer; Dieü le
vueille, benignement remettre! Le Prince Jean George,
son fils, est devenü aussy, griefuement malade, dü boire.
Dieü vueille aussy avoir pitiè de luy, & ne nous
pünir, pour nos pechèz!


Mein Sohn, hat das glügk gehabt, einen birckhahnen,
zu schießen, auf dere hanenfaltz, draußen im walde
bey Deßaw, alß sie am Donnerstage frühe, hinauß
gezogen, der Marggrave von Anspach, Mein vetter,
Fürst Johann Casimir, vetter Ernst Gottlieb, vetter
hanß Geörge, undt mein Sohn Victor. Sonst hat
von ihnen keiner, etwaß zu schießen, das glügk gehabt,
wiewol es der Marggrave, sehr verlanget. Gestern
ist der Marggrave, nacher Zerbst, gefahren.

|| [[Handschrift: 123v]]

Sonntag den 4ten: May; 1651.


heütte morgen, ist der erste lachß, alhier zu Bernburgk<herkommen diß iahr, so>
in diesem iahr<zu Deßaw>, gefangen worden. Gott gebe ferner, segen!


Jhr lachßfang, ist wieder repariret. Sie fangen schon
lächße in großer quantitet. Wir aber, nichts,
weil ein loch im dam, an der Sahle, undt die Sahle
an itzo zimlich wieder wächßt, also das die lächße
über den Tham2, mitt weg gehen. perge Der lachß, so mir,
von Deßaw, geschickt, undt verehret worden, wieget 14 Pfund (libra).


Jn die kirche, vormittags, cum sororibus, & filiis, &
parte filiarum, da der iunge Plato, geprediget.


Extra zu Mittage, Doctor Mechovium <Doctor Fischer, Tobias Steffeck von Kolodey>, undt die Rindtor-
finn gehabt, dann Wischer, Langken, undt andere,
nicht mehr wollen vor extra: gerechnet werden


Nachmittags ist die hofpursche zu grabe gangen,
mit dem verstorbenen Pommerischen Capitajn Eberdt.


Zu Abendts, (in deme wir Mahlzeitt gehalten,)
ist ein Cammeriungker, vom Marggraven zu Anspach,
zu mir geschickt worden, ihn zu endtschuldigen,
das er alhier durchpaßiret, <in dem moment> undt mir nicht
zugesprochen, weil er wegen seiner Liebden FrawMutter
unpaßligkeitt, nach Plötzkaw eilen, undt auch Chur
Brandeburg Liebden zu Grüninghen, zusprechen müste. Mein
Sohn, hat ihm, zweene windthunde verehret. perge et cetera

|| [[Handschrift: 124r]]


Jungfrau Eleonore von Dütten, ist auch von Leiptzigk
diesen abendt, wiederkommen, von der Meße.

Montag den 5. May; 1651.

<Kälte, Frost, mane! 3 hasen, meine Söhne gehetzt.>


heütte Acht Tage, habe ich vergeßen einzuschreiben, daß
der allte Superintendens, Er Plato, mit der Kisewette-
rinn, ad secundas nuptias, geschritten, undt eine abendt-
hochzeitt, gehalten, gleichsam privatim, in seinem hause,
mit Meinem consenß, dieweil er kein groß wesen,
in seinem hohen allter, hat machen wollen. perge


Mit dem Amptmann, Reichardt, habe ich, von allerley
angelegenheitten, geredet, wje auch, mit Schwartzenberger.
Gott gebe! Das alles wol succedire!


Jch habe briefe von Ballenstedt, undt Fische, von
der Sehe, bekommen.


Es tragen sich schregkliche tragicj casus zu.


Jm Ampt Falgkenstein, hat eines vat Magdt<pawern Sohn>, seines vaters
Magdt, impregniret, Alß nun die Magd solches klaget, sagt
der vater, zum Sohn, er solte der hure, den halß zerbrechen,
Jnmaßen auch geschehen, und sitzen vatter, undt Sohn, auf
Falgkenstein, ihren verdienten lohn, zu entpfangen.


Zu hartzgeroda, hat ein Schuester, Hillebrandt genandt,
mit seiner Magdt, wißende seines Eheweibs, zugehalten,
auch mit derselben, drey kinder gezeüget, und dieselben allemahl
wann Sie zur weltt geboren, erwürget, ia man meinet gar des
Schuesters eheweib, könne zaubern. Man ist mit dem examine geschäftig.

|| [[Handschrift: 124v]]


Es ist noch ein kerll, zu hartzgeroda, welcher eine krähmerinn
daselbst, geehlichet, Sabina genandt, so ebenmeßig, mit sei-
ner Magdt soll zugehalten haben, darvon gelauffen.


Solche große sünden, möchten den himmel erschwartzen
machen, undt dörften dadurch, Gottes schwehre Strafen,
alß: Pestilentz, Mißwachß, Theẅerung, oder gar der krieg,
gehaüfft werden. Gott wende es in gnaden mildiglich abe!


Die beschwehrlichen undt geschwinden krangkheitten,
halten auch noch jmmer ahn. Gott wolle beßerung, verleyhen!


Meine Söhne, seindt draußen hetzen gewesen.


Gaw, ist wieder mit 4 Schiffen, von halle
hehr, ankommen. Jch habe mit ihm, durch Rind-
torf, Reichardt, Tobias Steffeck von Kolodey wie auch Secretarium Paul Ludwig
tractiren laßen, es hat aber, gar hart gehalten.


Jch certire de damno vitando, undt er, de
lucro captando, er hat sich endtlich, auf den
Administrator beruffen, deme ich doch, kein
Commando gestehe.


Schreiben von Wien, erlanget, en termes süspensifs!


Die avisen geben:


Das der Kayser, dero Mayestäten beylager, mit der Mantua-
nischen Princeßinn, in der stille, wol vollnbracht, undt
darnach, mit 60 in 70 carossen, zu Wien, prächtig ein- || [[Handschrift: 125r]]
gezogen wehre. Daß stadtliche feẅerwergk
so man zu Wien gehalten, sol einen Spannischen Trompter,
(welcher die Fama gewesen, undt auf einem feẅer-
wagen geseßen, undt geblasen) übel verderbet haben,
auch sonst etwas schaden, andern zugefüget. perge


Man vermeinet, Jhre Kayserlichen Mayestäten werden baldt,
nach Prag verraysen, von dannen, auf einen ReichßTag,
nach Regenspurgk, sich gefast machen.


Jn Polen, continuirt die niederlage, selbiger
völcker, undt die ferrnere androhende gefahr.


Jtem: daß die verlaßenen Deützschen völcker,
(nach tapferem gefechte) alß die Pollnischen Reütter
außgerißen, umb quartier gerufen, solches erlanget,
undt bey den Cosagken, undtergestellet worden.


Jn Schweden, macht man neẅe Graven, undt
Freyherren. General DorstenSohn, sol am Podagra-
Stein, undt engbrüstigkeit, gestorben sein.


Jn Dennemarck, sol eine gefährliche machi-
nation, wieder den König, entdegkt worden sein, das
man denselben mit gifft, hette hinrichten wollen!


Jn Schottlandt, continuiren die kriegesrüstungen,
wie auch etzliche Thätligkeitten, zu waßer, undt zu lande,
nebst der hofnung, die Engelländer, zu überwältigen. Diese
hingegen thun auch ihr eüßerstes, sich zu manuteniren,
undt offensive, undt defensive, krieg zu führen.

|| [[Handschrift: 125v]]


Cromwell, ist wieder gesundt worden, stellet sich
gar demühtig, undt heilig ahn, im reden, undt
schreiben. Sie die neẅen Regenten, haben von
London auß, ihrem Stadtlichen Ambassadeür3,
im haag, 500000 kronen, zu spendiren, aufs
neẅe übermacht.


Frangkreich, kan mit Spannien, nicht accordiren
Rüsten sich derowegen, von beyden theilen, zum kriege,
in Flandern, Jtalien, Catalonien, etcetera etcetera


Cardinal Mazzarinj, ist zu Cölln, mit 150
personen, helt sich magnificq, siehet kein geldt ahn,
undt hat seine correspondenten, undt intelligentzen
in Frangkreich. Die Spannischen, bemühen sich,
ihn, (zu großem fortheil,) auf ihre seitte, zu bewegen.


Der Ertzhertzogk Leopoldus hat zu Brüßel, große
freẅde erwegkt, in dem er selber, den vogel
von der Stange herundter geschoßen, welches selbige
lande, vor ein gutes omen, seü auspicium futuræ
Foelicitatis, halten wollen. Interim; werden
die wichtigen armaturen aldar, nicht negligirt,
undt sollen auß Spannien, 3 millionen, in wechßel,
dahin remittiret worden sein, von den Indianischen thesauris.

|| [[Handschrift: 126r]]


Die herren Staaden, halten noch versamlungen, tracti-
ren, mit Engellandt, iedoch behutsam noch zur zeitt.


Es gibts mißverstände mit Frangkreich, wegen etz-
licher abgenommener holländischen Schiffe.


Die Türgken, setzen Candia hart zu, undt es
wirdt den Venezianern schwehr, sich, in die länge,
also alleine, wieder einen solchen mächtigen feindt,
zu wehren, undt zu defendiren. Jedoch, thun Sie,
zu waßer, undt Lande, ihr eüßerstes, undt
bestes, suchen auch, bey andern Potentaten, hülfe, undt
assistentz, wie sie können, undt vermögen?

Dienstag den 6ten: May; 1651.

<Reiff, des Morgens.>


Jch habe heütte, rechnungen revidiret.


Der Trawrige avis, ist von Plötzkaw kommen,
das diesen Morgen, die Marggrävin von Anspach
daselbst unverhoft Todes verblichen. Gott
tröste ihre Seele, wie auch, die affligirten,
undt consternirten! Jch habe eine Treẅe
Freündin, an Jhrer Liebden sieder anno 1612 hehr, gehabt.


Sie wahr, eine <sehr> schöne, fromme, kluge, undt
Tugendtsahme Fürstin, zu ihrer zeitt, undt
ihr abgang ist von den überlebenden, wol zu beklagen. et cetera


Wischer ist (re infecta) von Bösem, undt Wer-
derßhausen, dahin ich ihn gestern geschickt gehabt,
Futter zu borgen, wiederkommen. Patientia.

|| [[Handschrift: 126v]]


A spasso, in gartten, aufs Forwergk, an die Sahle.


Allerley avis, von Plötzkaw, wegen des Trawrigen
anverwandten fallß, beyrähtig, undt behülflich, zu
sein, darahn ichs auch, nicht ermangeln laßen,
nach einfältigem vermögen. Gott tröste Sie daselbst,
in ihrer aller, großen consternation!


Die Trawrigen notificationes, an Mich, undt meinen
Sohn, seindt, noch heütte, vom Marggraven, angelanget,
undt darauß zu sehen, daß ein Catharrus suffocativus, die Sehlige Marggrävin, erstickt.

Mittwoch den 7ten: May; 1651.

<Regen mane. Nachmittags 1 Fux 2 hasen, Carl Ursinus Fürst zu Anhalt gehetzt.>


Die Trawrigen notificationes, an Marggraven
von Anspach, haben ich, undt mein Sohn, Victor Amadeus,
wieder beantwortett. Gott tröste ihn!


Tobias Steffeck von Kolodey nacher Cöhten, undt Rheinstorf, geschickt.
Gott gebe, zu verlangter expedition!


Es seindt unnütze spitzige, auch unwahrhafte schreiben
vom Neẅen Medico, Doctor Beckmanno, anhero kommen,
der will durchauß die angetragene Vocation, nicht annehmen. et cetera


J'ay eü de la peine, & angoisse, a cause qu'il n'y
a pas, de l'avoyne, pour mès chevaulx, que ceste semaine,
& en cerchant par tout, ie n'en ay pas sceü rencontrer.


Ludwig Röber meinen kammerdiehner, habe ich nacher Plötzkau geschicktt,
umb futter, vor meine pferde.


Nirgends, ist etwas außgerichtet worden, alß kleine sperantz,
von Werderßhausen.

|| [[Handschrift: 127r]]

Donnerstag den 8ten: May; 1651. himmelfahrtsTagk.

<Schön wetter.>


Jn die kirche vormittags, cum sorore Sophia Margaretha beyden Söhnen,
undt dreyen Töchtern. Er Ionius Diaconus, hat gepredi-
get, undt den Articul, von der himmelfahrt Christj,
wol außgeführet. perge


Nachmittagß, hat der studiosus RheinSchmidt ge-
prediget, da in die predigtt, meine Söhne gezogen. perge


Schwester Dorothea Bathilde ist wieder am hußten, sehr
krangk worden.


Doctor Fischer, der Medicus, ist von Plötzkaw, wiederkommen.


J'ay sceü, qu'au dernier sermon fünebre, á Zerbst,
le ministre, Magister Dürre a dit, que le ieüne Prince defünct, s'il
auroit vèscü? eüst eü süjet, a se contregarder dés Diables
Blancs, & qu'il auroit estè forcè de marcher, parmy dès
glaives trenchans, & dès picques poinctuë, en grand
danger, &cetera Nota Bene[:] C'est üne belle recommendation, que ces
Calomniateürs, donnent a leurs Princes, pour le bien
de leürs süjets. Telles gens pacifiques, & Chrestiens,
(vel quasj) possederont le Ciel, eux seüls, & en chasseront
dehors, tous les autres? Mais le iour dü iügement,
paravantüre prochain, nous monstrera la sentence,
de ces choses, & confondra nos ennemis, & adversaires!


Le Roy de Pouloigne, a rechargè le Senat de Dantzigk, sous
peine, de 100000 florins (Gulden)f. d'or, d'amende, s'ils n'obbeissent au Decret,
pour la restitütion de l'Eglise refformèe, à tort, confisquèe!

|| [[Handschrift: 127v]]


Die 7 Schiffe, des Gaw, (nach deme Sie, ihr getreydig zu
Calbe in ein großes Schiff, geladen, undt hinundter nacher Magdeburg
geschifft) seindt heütte nachmittags, wieder alhier angelendet.


Jn gartten, con Madama.


Conversirt, mit Doctor Fischern. Er hat mir deducirt, wie er,
undt Doctor Engelhardt, anfangß der meynung gewesen, alß wehre
die liebe Marggrävin Sehlig mit einem Veneno getödtet
worden, weil sie so schleünig verstorben, da sie noch abends
zuvorn, frisch, undt gesundt, gewesen, undt nur, in einer
Stunde verbleichen müßen, nach eingenommenen pülfer-
lein, de sa Damoyselle zur Vomition. Sie hetten aber,
in der exenteration, undt Balsamirung befunden,
daß die galle klein, undt gantz steinicht, wie mitt
demanten, besetzt gewesen, (mit verwunderng) Jtem:
das die Miltz sehr klein gewesen. Sie wahr auch eine
freẅdige, schöne, gesunde, stargke Fürstin, anzusehen.
Das hertz ist gantz flach, auch mit befrembdung
gewesen, die leber, frisch, undt gesundt. Nur, die
lunge ist gantz verfault, undt eyterhaftig
gewesen, dannenhero der conatus vomitionis, die
erstickung, mag veruhrsachet haben. Jm Magen,
hat man nichts gefunden, als ein Rosinlein, weil dreyen
Vomitus erfolget. Ach! waß seindt wir elende Menschen!


Man hette Sie ohne einen Medicum, bey solchem langwierigem
husten, undt Schwachheitt, nicht so weitt, raysen lassen sollen.

|| [[Handschrift: 128r]]


Von Croßen, ist Oberlender diesen abendt, wiederkommen,
mit schreiben von der Churfürstinn, undt den Princeßinnen.


On honore nostre bonne volontè, on plaint la
briefuetè dü temps. On plaint<s'excuse sür> la misere, & pauvretè,
de la mayson Electoralle Palatine. On reproche
(secrettement) l'exorbitance de la demande de 6000
Dalers, de ma femme, pour, ün si petit voyage, que
l'espouse mesme Princesse Henriette, sera avec 2000
& moins, & que Madame Catherine, sa Tante, si elle
estoit saine? Vouldroit accompagner, avec 100 Dalers.
Il y aura 30 gentilshommes en leür suitte, (bien ayses,
d'y voir, quelque chose) lesquels iront avec, a leurs dèspens.


Chacün, se devroit èstendre, selon sa couvertüre,
(èscrivent elles) & leürs freres le font aussy, etcetera
Ainsy nostre voyage d'Hongrie, ira enfümèe! Le
progrèz ne va point si avant, qu'en Transylvanie,
ains presque a moytiè dü chemin, iüsqu'à Sarospatack,
seülement, la ou se feront les vrayes nopces,
& ce voyage, on l'estime pour peü de chose, puis qu'on
y pourra arriver, en huict jours de Brigue en Silesie.


Von den Polen, will böse zeittung erschallen, als ob
Sie sehr geschlagen wehren, undt immer wichen, undt
nicht recht fechten wollten? hingegen, die armen Deütz-
schen, im Stiche ließen. Proh! dolor!

|| [[Handschrift: 128v]]

Freitag den 9ten: May; 1651.

<Windt. regen.>


J'ay èscrit a Madame Elizabeth, & aux Baron de Roggendorff,
avec nostre ordinaire. perge


Die Sahle hat treflich, diese Nacht, wieder gewachßen.
Läuft schon wieder in die awe, undt hindert das Mahlen.


Gawens Schiffe, seindt wieder hiedurch paßiret.


Moses Saul, ein Neẅer Jude, ist heütte in
pflichtt, undt Schutz genommen worden. Gott gebe,
daß er sich redlich verhalte, undt ein Christ werde!


Nous sommes, derechef, en peine, pour dès nouveaux desseings.


Jch habe, nebst Fürst Johannßens Liebden an Fürst Augustum undt Fürst Johann Casimirn,
wegen des LandtTags, unnöhtigkeitt, ejn beweglich schreiben,
abgehen laßen.


Michel lackay, wirdt vorahn geschickt, nach Croßen,
mit schreiben, an die Churfürstinn, an Freẅlein Catherine,
undt ahn Madame Eljzabeth.

Samstag den 10ten: May; 1651.

<Regen. 2 hasen, Carl Ursinus Fürst zu Anhalt gehetzt. Gegen abendt schön wetter.>


Præparatoria gemacht, zu Meines Sohnes, Victor Amadeus abrayse.


Nach dem eßen, ist derselbige forthgezogen, mit dem
iüngeren Einsidel, dem page Wartemßleben, dem
page Lampen, undt einem Lackayen, wie auch,
dem præceptore Hammeln, undt einem Jungkerniungen
in meynung, per Deßaw, auf Berlin, undt Croßen, zu gehen,
undt (da es annehmlich!) von dannen, auff vngarn zu. || [[Handschrift: 129r]]
Gott gesegene, seine jntentionen, undt conatus! undt
laße sie wol außschlagen! undt gedeyen! Zu seines
herren nahmens ehr, der kirchen aufnehmen, auch zu zeitt-
licher, undt ewiger wohlfahrt! Ach herr strafe unß
nicht mehr, in deinem zorn, undt züchtige unß nicht, in deinem
grimm! Nim ia meine Söhne, nicht mehr hinweg, in der
helfte ihrer Tage! Jm Tode gedengkt man ia dein
nicht, wer will dir in der helle dangken?


Ma femme a pleürè de ce depart, & mes filles, (sür
tout, Erneste, & Angelique), en ont fort pleürè. Dieu
vueille; qu'üne grande consolation, s'en ensuive!
& que nous ayons occasion, de nous en rèsjouir plüstost,
que de nous en contrister, ou <d'en> larmoyer, & souspirer!


Mit Doctor Fischern, conversiret. perge

Sonntag den 11ten: May; 1651.

<Bel tempo.>


Der Obrist leütnant Luck, (so auß Preüßen, ahnkommen, seines
Schwagers, des Obrist leutnant Meyers, Wesembegkisches guht, zu
Waldaw, ahnzunehmen) hat sich bey mir præsentiret.
Gott gebe zu glügk! undt Segen!


Postea zur predigtt, da sich Jonius hören laßen.
Extra: den Obrist leutnant Luck gehabt, item: Doctor Mechovium,
Doctor Fischer, die Rindtorfinn, Tobias Steffeck von Kolodey.


Die vision, des hirtten von Paschleben, wirdt confirmirt,
undt daß er baldt darauf gestorben.


Meine freundliche herzlieb(st)e Gemahlin, undt Schwestern seindt nach Plötz-
kaw, nachmittags, gezogen.

|| [[Handschrift: 129v]]


Nachmittags, zur kirchen, cum Carolo Ursino, undt
es hat Marggravius geprediget.


Avis: daß Chur Brandenburgk, gestern, zu Grü-
ninghen, ankommen, undt nur 4 Tage aldar, bleiben werde.


Gestern haben die Fischer, einen Carpen von
5 Pfund (libra) undt heütte, einen von 9 Pfund (libra) gefangen.


Gegen abendt, hats gedonnert, undt geblitzt.


Meine freundliche herzlieb(st)e gemahljn, ist von Plötzkaw, wiederkommen.

Montag den 12ten: May; 1651.

<1 hase.>


Tobias Steffeck von Kolodey habe ich heütte verschicktt, nacher Gröningen
vndt Berlin. Gott gebe zu glügk! segen! undt succeß!


Philipp Güder, ist von Zerbst, wiederkommen, undt er will
die hertzoginn von Schöninghen todt sagen. Gott bewahre Sie!


Amptmann Reichardt, ist bey mir gewesen.


Spatzieren gegangen, in die Mühle, an den kleinen
weinbergk, undt auf ein breittchen. et cetera


heütte seindt wieder, 4 schiffe, alhier ankommen,
undt durchgangen, von halle auß, mit 89 wispel
getreydig, undt haben einen paß, vom Administrato-
re vorgezeiget. Jst also, mit Gawen, lautter
betriegerey, undt undterschleiff.


Die avisen, von Leiptzigk geben:


Das viel stadtliche feẅerwergk, auf des Kaysers
beylager, undt heimführung, gehalten worden.

|| [[Handschrift: 130r]]


Item: Daß in Polen, der Cosagken, Türcken, undt Tattern
macht, biß in die 400000 Mann, sich erstregken solle.


Jtem: daß in Schweden, viel graven, undt Freyherrn
gemacht werden.


Jn Dennemargk, wirdt auf daß Veneficium
inquiriret, wormitt der König umbgebracht werden sollen.


Jn Candia haben die Venezianer, zu schaffen,
sich wieder die Türgken, zu rüsten, undt zu defendiren.


Zu Constantinopel, grassiret die pest.
Fürst in Siebenbürgena, hat ein absehen, auf Pohlen.


Jn Frangkreich, suchet man tractaten, mit
Spannien, eines Theilß, anders theilß hand rüstet
man sich, zum kriege. Die Königinn correspondi-
ret noch mit dem Cardinal Mazzarinj.


Die Bourdeauxer rebelliren aufs neẅe,
weil man ihnen, den Düc d`Èspernon zum gouverneür
aufdringen will.


Jn Schottlandt gibts factiones, undt difficulteten.
Cromwell gehet wieder zu felde. Jn Jrrlandt suchen
die Papisten hülfe, bey Lottringhen. Die Parlamentischen
Engelländer hoffen noch, auf Staadische alliance, gleich
wie Sie die Spannische, erhalten. perge

|| [[Handschrift: 130v]]


Gestern abendt, alß es alhier gewittert, sol ein
greẅlicher hagel, hinder Cöhten, gegen Agken, undt
Deßaw, gefallen sein.


Schreiben von Crossen, von Freẅlein Catherine, en bons <termes, wegen Viktor Amadeus Fürst zu Anhalt>

Dienstag den 13. May; 1651.


I'ay sceü dès choses nouvelles, et inopinèes, touchant
üne de mes plüs proches, a quoy le bon Dieü, vueille
ottroyer sa Sainte benediction!


Es hat sich, mit meiner Tochter, Freẅlein Ernesta
Augusta, welche, am grimmen, darnieder gelegen,
(Gott Lob;) wol gebeßert, durch Gottes segen, undt
fleiß, des Medicj, Doctor Fischers. perge


Jn gartten, con Madama.


Victualien, von Ballenstedt. et cetera

<Regen, donner, blitz, diese Nacht.>


Jn die kirche, am heüttigen behtTage, cum liberis, & sororibus.


Jn dieser Nacht, sol wie ein klumpen feẅer, vor Meines
Sohns Viktor Amadeus Fürst zu Anhalt fenster gefallen sein, Gott helfe! Das
es ihm ia nichts böses bedeütte!


Extra zu Mittage, Doctor Fischer, Wischer, undt
Marggravius, gewesen, wiewol die beyden ersten,
numehr ordinarij sein.


Nachmittags ist der Oberste Werder, alhier durchpaßirt,
Jch habe ihm, am garten, in Tobias Steffeck von Kolodeys losament, zugesprochen.

|| [[Handschrift: 131r]]


Er kömpt von Grüningen, vom Churfürsten von Bran-
denburgk, wiewol er sehr schwach undt krangk ist.


Il dit: que l'Electeur èscrira au Prince Jean, affin qu'il cesse
de reformer, ou bien luy l'Electeur reformera en contr'eschan-
ge tout son pays.


Jtem: que l'Electeur a estè là, 4 jours, & a Lichtem-
bergk: 10 iours. L'Electeur de Saxe, l'auroit courtisè
& pleürè souvent par cordialitè, disant, d'avoir
cognü son bisayeül, son ayeül, son grandPere, son
Pere, mais que cestui-cy, coupperoit le poil a tous les
aultres, & qu'il seroit tousjours son grand amy. L'Electeur
l'a acceptè pour Pere, & le Prince Electoral pour
frere. L'Electeur de Brandenbourg a donnè a l'Electeur de Saxe
ün pocal d'anticailles, de la valeür de 4000
Dalers, & l'Electeur de Saxe luy a redonnè ün bel
anneau, ün Diamant, de la valeür de mille Dalers.
Saxe a dit á Brandenbourg combien que nous ne sommes
point d'accord, en tous poincts tousiours si est ce,
que nostre amitiè sera pourtant jnviolable.


L'Electeur de Brandenbourg n'a prins le haut bout,
qu'ünefois, s'opiniastrant, a ne vouloir preceder
depuis, le vieil Electeur de Saxe, contre la Volontè d'jceluy.


Les Dücs de Brunswigk, & de Mecklenbourg, ont aussy
estè a Gröninghen. Le dernier, a racconté, que le || [[Handschrift: 131v]]
Reichßhofmeister Ulefeldt, ayant üne pütain,
en son lict, á Copenhagen, sa femme sürvinst. Il
cacha la garce, vistement sous la couvertüre.
La femme ne le voyant pas, dist a son Mary,
Voicy le venin, pour le Roy. La garce l'enten-
dant, & Ulefeldt s'en appercevant, il dist, il le
faut donner a boire, a ceste pütain. Ils la con-
traignirent donc, de le boire. Elle s'enflant
au corps, courrüst vistement vers le Roy, (le
meilleür Prince dü Monde) le luy dire. Le Roy,
l'entendant fist venir á soy, aulcüns, se retirant
en üne autre chambre. Des assassins, masquéz,
sürvindrent, pour le tuër, & de fortüne ne le
trouverent point. Annibal Seestädt, doibt
aussy estre coulpable, de ceste menèe.


Le Conte Jean Maurice de Nassaw,
nepheü de ma femme, iadis general aux Westjndes,
maintenant Gouverneür á Cleves, doibt aussy
avoir estè a Grüningen, & le General Hofkirchen.


Les Estats de Cleves, prient l'Electeur de n'y venir
point, car il n'y auroit pas a vivre. Nonobstant
cela, l'Electeur y va, avec Madame l'Electrice.

|| [[Handschrift: 132r]]


Le Conte Maurice a plantè, 300000 arbres cest
estè, en son gouvernement, & sür ses biens.


Il conte, dés choses merveilleüses des Indes Occj-
dentales, mais a honte de les racconter aux igno-
rans d'Allemaigne, qui ne le veülent pas croyre,
aussy peü, que ce, que Hofkirche racconte d'a-
voir veü a Constantinoples aux deux annèes de
seiour, qu'il y a fait.


Le Marquis d'Anspach, vouldroit estre chef de
la Legation, á Lübeck, aux traittèz entre la
Swede & la Pouloigne, afin de rentrer en la süc-
cession de Prüsse, dont ces lignes sont exclüses.


Le Prince Talmond doibt estre mort.


La Düchesse de Schöninghen, vid encores, & l'Electeur
de Brandenbourg luy a parlè.


Le conte Maurice, a üne singüliere jnvention de
carosse, de bois de cedre, qui va fort a l'ayse.
Il dit, que l'air de Bresil, incite merveilleüsement
a l'acte Venerien, & qu'on ne se scauroit pas
bien passer lá, de deux femmes, ou en ces pays icy,
üne seüle, ne seroit, que trop. Que la Compagnie,
des Indes d'Occident, luy offroit maintenant, ce qu'elle
luy auroit refüsèe devant trois annèes, mais qu'il
ne le vouloit point accepter, a prèsent.

|| [[Handschrift: 132v]]


Que ce pays lá, seroit excellement bon, en toutes
choses, & ün Vray terroir des Delices.


Que le Conte Maurice, se seroit recreè grandement
a parler au Colonel Werder, avec lequel il
auroit estè familier, en sa jeünesse á Cassel,
& ne l'auroit veü en 30 ans. Il vid sobrement
le dit Conte, & ne souppe point. Ainsy il est ve-
, a la table de l'Electeur tout le monde estant
desja assis, & s'est tenü presque tout le repas,
derriere la chaire dü Colonel Werder, ainsy
qu'il s'est vantè, d'avoir ün fort honorable
& trop grand serviteür, devisant continüellement
avec luy.


Avis: Diesen nachmittag, daß der Allte Sekir-
ka, zu Aken, ankommen sein solle. Gott gebe
doch! das wirs mit ihm, treffen!


Le Colonel Werder, n'a pas voulü prendre
sür soy, le<la sollicitation dü> payement de France, que le grand
Pere, & le Pere de l'Electeur m'ont assignèz, en
contr'èschange, dü service de la guerre de Juilliers,
& les Conseillers de l'Electeur le luy ont dissuadéz, qu'il
ne pouvoit point, (comme serviteur de l'Electeur) s'employer
a üne telle Ambassade, comme si c'estoit ün grand || [[Handschrift: 133r]]
affaire, de parler, pour üne meschante chetifue
plenipotence, & souscription!


Ingratis, servire nefas!


Nach dem mir endtlich Gaw in etwas satisfaction
undt abtrag gethan, habe ich die Schiffe, mit des
Administratoris paß, frey durchpaßiren laßen.
Gott gebe, beßeren nutzen, undt forthgang!


Carolus Ursinus, hat in der Fuhne gefischet,
undt etzliche hechte gefangen.


Ich habe das schlimme buch gelesen, also intituliret:


Puritanischer Glaubens- undt RegimentSpiegel, da-
rinnen die Früchte gezeiget werden, welche auß prætendirter
Freyheitt, in Religionssachen, nicht allein zu glaüben, sondern
auch offentlich zu lehren, waß man will, undt in Regiments-
sachen, das Oberhaupt denen unbändigen Gliedtmaßen zu
undterwerffen, fürzusprießen pflegen, Gegenwärtiger,
undt künftiger weltt, zur warnung vorgestellet
durch Petrum Gartz Iuris Consultus in 8o zu Leiptzig gedrugkt. et cetera


Dieses buch, helt zwahr allerley in sich, die weil
aber, dieser Lutheraner, viel grobe handtgreifliche
lügen, mitt undter die warheit mischet, undt die
puritaner, independenten, undt reformirte fast vor
ein ding, helt, undt unsere wahre religion dadurch odioß
machen, und viel böses, uns imputiren darff, (inmaßen Fürst
Hans, zu Zerbst, es auch lesen soll) als ist es billich zu verwerffen!

|| [[Handschrift: 133v]]


Tobias Steffeck von Kolodey ist diesen abendt, auch wiederkommen, avec
peü de succez, nonobstant ses diligences.


Die walpurgiswolle, ist mir worden, also, das mir
mehr nicht lauttere wolle geblieben, alß 30 Steine, 10 Pfund (libra).
Matz Urlob, hat sie bekommen.

Donnerstag den 15den: May; 1651.


J'ay sceü, de bon lieü; qu'on a prophetizè a Madame
l'Electrice de Brandenbourg que son fils, qu'elle a eüe,
mourroit, que trois fois depuis, elle avorteroit,
(ce qui est avenü infailliblement) mais apres tout cela,
elle accoucheroit de 2 fils, a la fois, qui vivroyent.


Et ceste Prophetesse a estè, üne Vieille femme. Dieü
vueille que sa prophetie, s'accomplisse a sa gloire.


Jtem: on conte, qu' Ulefeldt Reichshofmeister Danois
a voulü empoisonner le Roy de Dennemargk, par<sa> femme
luy apportant le venin en sa simplicitè il coucha
avec üne garce. La garce, ayant contentè Ulefeldt,
qui vid arriver sa femme, sans scavoir pour quoy?
se cacha sous la couvertüre. La femme, qui ne sca-
voit rien de cest adültere, dist tout haut : Mon mary
je vous apporte le Venin, pour le Roy. Ulefeldt estonnè,
& craintif pour sa Vie, se resolüt a dire, qu'üne
Pütain, entendoit cela, & qu'il la falloit dèspecher. || [[Handschrift: 134r]]
La femme jalouse, rèspondit: Jl luy faut presenter
á boire le venin. Ainsy, on la contraignit, a le bojre.


Elle la pütain, enflèe, & douleüreüse s'en court,
en opinion de se dèscharger de ce poison, mais en effect,
pour le dire au Roy, & le luy dèscouvre. Le Roy
s'en va en d'autres chambres cachèes, consülte
avec ses intimes, apres avoir fermè les serrüres.
Cependant, dix ou douze personnes masqueès,
avec armes au poing, entrent au poile dü Roy,
& viennent pour le massacrer, mais defortüne
ne l'y trouvans pas, & visage de bois, s'en
retournent, sans rien faire. C'est le recit
Düc Christian de Meckelnbourg, & qu'on
a arrestè Ulefeldt, & Annibal Sehestedt, pour cela.
Ce Düc a estè a Grüninghen. D'autres disent,
que le Gouverneür (Stadthalter) dü Royaume
de Norwege, hannibal Seestedt, a corrompü
ün Medecin, lequel il demanda tout haut: quand
c'est que le venin opereroit, au Corps dü Roy. Le
Le medecin rèspondant; i'espere au troisièsme jour,
une pauvre dèschirèe nourrice, en ün coing obscür,
entendant cela, alla au chasteau à Coppenhagen,
pour l'indiquer. Mais la garde, & les valets, ne la vou-
lürent point admettre, comme üne si simple femme || [[Handschrift: 134v]]
a la presence dü Roy. Elle donc impetra avec
peine, d'estre admise par la porte, a la place dü
chasteau. Là, elle se mit, sous la fenestre dü
Roy, tant que le Roy, par hazard, regarda par
ceste fenestre. Alors, elle commença a crier: Ô
Sire, permettèz moy, que ie vienne a vous,
i'ay dès choses a Vous dire, qui concernent
le salüt, & la Vie, de Votre Majestè. Le Roy,
entendant telle chose, l'admit a l'audience,
(comme sans cela, ün Prince doux, & debonnaire)
elle luy dèscouvrit le trame. Le Roy,
envoya incontiment ses gardes, pour environner,
la mayson d'Annibal Seestedt, ce qu'ils firent
promptement, mais Sehestedt, se resolüt a
sa dèsfence, avec toute sorte d'armes, & le
peüple (incitè par ses adherans,) creüt, qu'on
luy faysoit tort, luy courrüst a l'ayde,
& le renforcerent tellement, qu'il chassa
les gardes dü Roy, & penetra en leür compagnie
iüsqu'au Palais Royal, fermant lés Portes, &
entrant plüs avant, qu'aulcüns craignent, que le
Roy soit assassinè d'autres pensent, qu'Ulefeldt, et
Seestedt, ayent estè tuéz par l'ordre dü Roy!

|| [[Handschrift: 135r]]


Jtem: i'ay sceü, que le General hofkirchen, par
desespoir, s'a voulü rendre aux Cosaques, & lever
dès gens, pour eulx, contre le Roy de Pouloigne.
L'Empereur scachant cela, a donnè ordre, qu'on le prinst
par le collet, ou on le rencontreroit, & qu'on arrestast
tous ses biens. Il a estè a Grüningen, mais l'Electeur
de Brandenbourg fist semblant, de ne scavoir rien, en
ce sien passage, de ceste jüssion Jmperialle.


Ün Rantzow riche, s'est tüè, d'ün coup d'har-
quebüze, soy mesme, (sous pretexte d'aller tirer
dés oyseaux,) ayant estüdiè a Helmstedt, &
n'ayant peü avoir, üne Damoyselle, qu'ün autre
a obtenü pour sa maistresse & femme.


Le Chancellier Milagius va au pays de Cleves,
pour servir, a l'Electeür de Brandenbourg en ün affaire,
quj concerne douze tonnes d'or.


Nota Bene[:] Üne montagne près de l'Unstruth, s'est
enfoncèe, de soy mesme cés jours passèz, (sans
aulcün tremblement de terre) & üne autre
montaigne, s'est relevèe en ün aultre en-
droict, qui penche, par dessüs ce fleüve d'Unstruth,
& semble tomber. S'il tombe; il accrochera, le
courrant de la riviere, & causera dès grands
dommages, & inondations, a ce pays là. Cela est rare!

|| [[Handschrift: 135v]]


L'Electeur de Brandenbourg veüt monnoyer en la Marche,
de la monnoye de cuivre, mais lés estats, de ce Pays
lá, s'en plaignent, & on veüt deffendre le bon argent Anhaltin.


Mon frere le Prince Frideric, doibt achepter
pour certain, le bien de Wieterßheim Opperode.


Le baillage de Winnüngen ennuye, le General
Königsmargk, a cause, qu'il n'en peüt tirer,
grand proffit, (n'ayant point de services auprès,)
& pourtant, il le veüt vendre.


Le fils dü Colonnel Werder, n'aura point, la
fille dü Grand Chambellan Borgßdorf, comme on pre-
sümoit, car il la veüt donner, au fils4Vicaire
Blumenthal. Le Colonel Werder, vouldroit, que
son fils èspousast, la seür5 de George Frideric de
Börstel, Chambellan, de l'Electeur de Brandenbourg
qui est de la religion, & fort belle. Mais le
ieüne homme, a encores aversion, dü mariage.


Diesen Nachmittag, ist des Caplans Jonij,
mein Söhnlein, mein pahte, zu grabe,
getragen worden. Transeundum est! Memento morj!


Mit Madame, in gartten, spatziret.


Der Allte Gottlob Sekerka, neẅer hofmeister,
ist von Dresen[!] ankommen. Gott gebe zu unserm glügk!

|| [[Handschrift: 136r]]

Freitag den 16den: May; 1651.


Mon petit Charles, se plaignit hier, au soir
avant soupper, sortant dü jardin, d'avoir froid
& üne espece de fievre, apres avoir beu un
peü de biere. Son appetit, estoit fort maigre,
& son Visage pasle. Ce mattin, il se plaig-
noit, que le corps, luy faisoit mal. Mais
il a peür dü Medecin, & dés medecines.
Le bon Dieu, aye pitiè de ce pauvre enfant!
& le conserve, par sa Sainte grace, & benignitè!


Ô Dieu! ne m'ostes plüs, mes fils, en la moi-
tiè de leurs jours; par nostre doulx Saulveür
Jesüs Christ, ton fils ünique, & Tres-aymè,
en Vertü, dü Saint Esprit, Ainsy soit il! Amen!
Ne m'en prives plüs, ni spirituellement;
nj temporellement, ie t'en prie, ie t'adore,
ie t'in<vo>que, ardemment! Ô Pere de Misericorde!


Nachmittags, bin ich mit Carolo Ursino, hinauß nach Zep-
tzigk; undt gegen Peüßen, geritten, perge


So baldt, alß wir wieder herein kommen, hat es stargk
geregenet, aber nicht lange.


A furore, Malæ Herbæ; libera me Domine!


Mon pauvre petit Charles, pleint encores la teste, &
que tout le corps, luy fait mal! Dieü le preserve!

|| [[Handschrift: 136v]]

Samstag den 17den: May; 1651.

<4 hasen, Abraham von Rindtorf gehetzt.>


Philip May, ist (Gott Lob!) auß hollandt wiederkommen,
mit schreiben, vom Feldtmarschall Brederode, vom Wijgkfoort
vom Rulicio, vom Cordier, &cetera en termes courtois,
mais dilatoires. Ô Dieu! delivres moy, de
tant d'intrigues! & rends moy; la liesse perduë!


Vom Obristen Mario, hat er mir auch nachrichtt gebrachtt,
daß derselbe sehr krangk wehre, undt fast in agone
läge, deßen Sohn aber, hat mir geschrieben.


Mein Carolus Ursinus, hat sich beßer befunden,
(Gott Lob!) nach deme ich ihme gestern abendt,
vom Florentinischen giftöhl, angeschmieret,
an die pulße, undt an die Schläfe, auch
undter das hertz, undt in die hertzgrube,
er auch stadtlich darvon geschwitzet,
wiewol er es verschlafen, undt es wieder
hinein geschlagen sein möchte. Sein appetit
findet sich etwas wieder. Daß reißen, im
Leibe, in armen, undt beinen, verleürt sich.
Das kopfwehe mindert sich. Die bitterkeitt
im munde leßet nach, Jedoch ist nicht damitt
zu rauschen, undt ich besorge dennoch ein fieber.
Gott wende es, in väterlichen gnaden.

|| [[Handschrift: 137r]]


hingegen, hat nachmittags (als man die devotion
abgewartett) ehe man zur præparation sich verfüget,
die gute Schwester Dorothea Bathilde ihren affectum, undt ohn-
machten, wieder bekommen, nebst dem hertzklopfen,
also: das es scheinet, die vorgewesene andacht,
solle zimlich zerstöhret, undt jnterrumpirt werden.


Doctor Mechovius, Mein CammerRaht, hat auch, das
fieber an halß bekommen, undt suchet Medicorum rath.
Gott helfe allen Pacienten mit gnaden!


Der digke hilliger, welchen der Schlag vor dreyen
Tagen, gerühret, undt sprachloß gelegen, fängt
nun wieder ahn (wieder verhoffen) zu reden. perge


Die Fürstin zu Plötzkaw, undt Doctor Brandt,
haben ihm, (vermittelst Göttlicher gnade) durch
köstliche artzneyen, aufgeholfen! Gott gebe bestandt!


Nachmittags, bin ich mit Schwester Sofie Margrithe,
zur præparationpredigt gefahren. habe auch,
mein Carllchen, undt andere gute leütte, mitgenommen.
Er Ionius hat geprediget, undt abgelesen. Gott gebe
das alles unß heylsam, undt sehlig seye!
Darahn wir, (in rechter vorbereittung), nicht zu zweifeln. perge


Risposta von Schöninghen, die hertzoginn ist so ferrne resti-
tuiret, daß Sie wieder zur Tafel, gehet, Gott Lob; der helfe ferner!

|| [[Handschrift: 137v]]

Sonntag den 18den: May; 1651.

<Pfingsten, schön wetter.>


Jn die kirche vormittags, undt zur Communion.
Der allte Gottlob Sekerka, ist auch mittgangen.
undt hat sich darnach, præsentiret. Sonsten
ist auch extra gewesen, die Rindtorfinn, der
Wischer, die Einsidljnn, Doctor Fischer, Langken, &cetera.


Nachmittags, wieder, (wie billich, conjunctim)
zur kirche, da Er Plato Superintendens, wieder
geprediget. perge


Aufn abendt, in gartten, avec Madame. perge


Schreiben von Berlin, von meinem Sohn, Viktor Amadeus. Jtem:
von Wien, &cetera


Die avisen geben:


Das der Visconte de Türenne, mit 3000 Mann, von
den Spannischen ab, nach den Frantzosen, zu, gegangen,
undt seinen accord selber machet.


Die Tractaten, mit dem h<Er>tzhertzoge sollen vor sich gehen.
hertzogk von Lottringhen, will den Jrrländern,
assistiren, undt dieselben in seinen Schutz nehmen,


Pfaltzgraf Wolfgang Wilhelm, hat wieder ge-
heyrathet, ein freẅlein von Fürstembergk,
graf Egons Tochter.


Es scheinet, daß die Staaden, in hollandt, die offerirte
alliance, von den Engellischen Parlamentischen annehmen
wollen, umb ihrer navigation, undt Commercien willen.

|| [[Handschrift: 138r]]


Ein Engellendischer lackay, (so dem Frantzösischen gesandten,
zugehöret) ist gegeißelt, undt verwiesen worden
auß dem haag, weil er den Parlamentischen gesandten,
in die fenster geschmißen, welcher Streiche, er
sich berühmet, alß ein Märterer, umb seines Königes
undt der gerechtigkeitt willen, erlitten zu haben.


Der gemeine Mann, sol sehr, auf selbige
Legatos verbittert sein. Derhalben, hat man
ihnen, leibguardien zuordnen, müßen. Sie aber
seindt abgerayset, (wieder der Staaden willen,)
in meinung die tractaten nach Londen zu ziehen,
undt daselbst zu vollnführen.


Frangkreich protestirt sehr, wieder solche alliantz.


Man tractirt eine heyrath, zwischen dem iungen Printzen
von Condè, undt des Düc d'Orleans Tochter. Deßen
Sohn, hat die Königin, zum pahten geschencke eine
iährliche pension von 50 mille Pfund (libra) verschrieben.


Cardinal Mazzarinj, endtfernet sich noch nicht.


Jn Frangkreich, Spannien, Jtalien, undt Türckey,
sol die pest grassiren.


Zu Napolj haben die Edlen, wieder eine rebellion
vor, undt secours, an gelde, undt volgk von
Frangkreich begehret, aber noch nicht erhalten.
Sie klagen, der neẅe Vice Rè Conte d'Ognate tractire
sie allzuhart, undt grawsam.

|| [[Handschrift: 138v]]


Don Giovanni d'Austria, hat hofnung, Barcellona zu re-
cuperiren, weil es halb außgestorben sein solle.


König in Schottlandt, undt General Cromwell
wollen es beyderseits, auf eine battaille stellen.


Jn Dennemark continuirt die jnquisition, wegen
des Veneficij, so man dem Könige anthun wollen,
undt das weib <so es angesaget> wirdt heftig urgirt, den beweiß,
zu führen.


Jn Schweden, ist man lustig, undt guter Dinge.


Man animirt, die Rheinischen CrayßStende, zum
Defensionswesen, so zu Frangkfurth, geschloßen.
Die Königin, undt der Pfaltzgrave, recreiren
sich, mit Sommerraysen.


Die gefahr in Polen, wegen der Coßagken mehret
sich. Man besorget, Türgken, Tattarn, undt Moßko-
witer, dörften dem General Chmielinsky zu hülfe kommen.


Jn Candia hoffen die Venezianer bastant
zu werden, diß iahr, wieder die Stargken
Türckischen armaturen. Etzliche vermeinen,
der Türgke werde sich, in Tractaten, einlaßen.


Zu Wien, ist der Türckische Gesandte, vom
Kayser, content abgescheiden. Der Venezianische residi-
rende Legatus aldar, hat ihm einen schönen Spiegel || [[Handschrift: 139r]]
verehret, an welchem zweene kerll zu tragen gehabt.


Es continuirt, mit dem Erdtfall, undt waßer, auß
Laucha an der Unstruth, von dannen ein dorf, der Fraw
von Rockhausen, gehörig, eine kleine viertel wege, gele-
gen, Dorndorf genandt, hindter welchem ein lang höltzi-
chen, und an demselben ein Weinbergk, in welchen ein
pawer, (dem er gehörig,) am 5. May; gegangen, in
meynungen, sengken von weinStögken, einzulegen.


Alß er aber gesehen, das der berg aufgerißen, undt
die klunse immer größer worden, hat er sich ver-
wundert, iedoch forthgearbeitet, biß ein praßeln,
undt knallen, im höltzigen sich erhoben, die baẅme undt
püsche empor gestiegen, auch im weinberge kleine sich
regende hügel worden, ia die baẅme undt püsche
theils mit erde, undt allem forthgerügkt, das er da-
rüber erschrogken, undt gedacht, der berg würde gar ein-
fallen, ist auch hingelauffen, undt hat viel Nachtbaren,
undt andere leütte, diß wunder anzuschawen, beruffen,
Seindt also viel Bürger, Pawren, undt Arbeitter,
auß den andern bergen, hinzugelauffen, und gesehen,
das die püsche undt baẅme, von ihrem grundt empor
getrieben, etzliche auf die seitten gefallen, stehen baldt
oben, baldt undten, rügken bißweilen, in einer halben
Stunde, wol auf ein 10 ellen förters, manche weitter,
manche näher, daß also denselben Tag, biß auf den abendt, die
büsche, und baẅme, auff die 300 ellen, von ihrem orth, gerüc[ket] || [[Handschrift: 139v]]
vom berge, mit mehr als dem halben weinberge, der ien-
seyt des höltzigens lieget, herundterwerts gegangen sein.
Etzliche püsche, auch kläfteriche Eichen, Birnbaẅme,
undt Aeschen, hat es umbgeworfen, undt gantz undter
sich, gezogen, die in dem Schlamm, undt Morast, mit versun-
cken sein. Es hat auch ein Theil vom weinberge
mit den weinstögken, und erden, wol ein 4 ellen hoch
wunderlich, empor getrieben. Die kluft, da das
höltzchen gestanden, ist anfangs, wol eines hauses
Tief gewesen, undt so breitt, das keiner, mit einem
Stein, darüber hat werffen können, füllet sich
aber itzo, durch die stargke quelle vom weinberge
so quer oben drüber herab lauffen, undt noch immer das
Erdtreich, mit forthschwemmen, allgemach wieder auß.
Das halbe höltzichen, auf der Seitte nach Laucha
zu, stehet zwahr noch. Undter dem höltzgen, ist ein
Stügk weinberg, der Fraw von Rogkhausen, undt
auch, undten quehr vor einer, einem in Dorndorf gehörig,
im selben, undt in des bawren besten flegke, da seinen
beste Stögke gestanden, stehet itzundt das höltzchen
mit Erden, auf ein 4 ellen hoch, über den wein-
stögken, so gerade, als wenn es sonst immer aldar,
gestanden wehre? Jn dem Loche, ist ein weiß Tho-
nicht Erdtreich, als wie ein gemengter Pfuhl,

|| [[Handschrift: 140r]]


Man hat mit einer langen Stange hinein gestochen,
aber keinen grundt gefühlet, das waßer, so von oben
herab kömbt, versincket meist wieder, undten in diesem
prudell, das man gar wenig ablauffen siehet.
Viel leütte, haben diesem spectaculo biß in
die Nachtt, zugesehen. Sol eine Species von einem
Erdtbeben gewesen sein, so Pulsus genandt wirdt,
wenn das erdtreich, sich erhebet undt aufschwingt,
gleich als ob es, mit pulfer, miniret würde!


Sonst sol auch den 1. May; daselbst, umb Laucha,
ein greẅlich gewitter, donner, blitz, undt regen,
in der nacht endtstanden sein, und ergießung der
waßer verahnlaßet haben, auch continuirt den
andern May, solcher platzregen, die Unstruht
hat darüber sich ergießende, alle Bachmühlen
eingerißen, undt verderbet, sonderlich zu Bebra,
Steinbach, Saubach, Thalwingkel, undt Drebsdorf,
brügken, undt stege weggeführet, undt die leütte
in haüsern, also überfallen, das sie auf böden, undt
Söller, in die höhen, sich salviren müßen.


An etzlichen orthen, quellen wol in die 100 neẅe
quellen hervor, undt ergrößert die inundationes.
Das gantze Städtlein Laucha, stehet im waßer,
also das niemandt seines Lebens sicher ist. Jn selbigen
Ackern, undt Sahtfeldern, hat die überschwemmung auch großen
schaden gethan. Der Administrator von Halle hat alles besichtiget || [[Handschrift: 140v]]
undt in augenschein, selbst genommen, mit verwunderung.

Montag den 19den: May; 1651. PfingstMontag.

<Bel tempo.>


Wiederumb zur kirchen, conjunctim, da Er Jonius
vormittagß, geprediget.


Nachmittags, abermalß conjunctim, da der
studiosus RheinSchmidt geprediget.


Zu Mittage, wahren extra: die Rindtorfinn,
Sekerka, <Wischer> Tobias Steffeck von Kolodey, Langken, Doctor Fischer, wiewol
Sie mehrentheilß ordinarij numehr worden seindt.


Mit Schwester Dorothea Bathilde leßet sichs, allmehlich,
zur beßerung, ahn. Gott Lob! Der gebe bestandt!


Schwester Sophia Margaretha ist diesen abendt, nacher
Plötzkaw, gezogen. Gott geleitte sie!


Jn gartten, cum Mala Herba!

Dienstag den 20ten: May; 1651.

<Regen <mane>, nach gesteriger, hitze, undt schönem wetter.>


Den Stadtvogt bey mir, gehabtt, in justitzien Sachen.


Postea, Philipp Güder, m'apportant üne lettre, de J de Maximilian Wogau
par l'arrivèe de J. M. Dieu m'y benie!


Postea, der Amptmann, Georg Reichardt, vormittags bey mir gewesen.


Nachmittags seindt meine Kinder, hinauß nach Altemburg
gefahren, dem Pfingsttantz, zuzusehen.


Gegen abendt, hats gedonnert, undt <wieder> geregenet,
zimlich stargk.

|| [[Handschrift: 141r]]


Mit dem Alten Sekerka, allerley dißcurß, gehabt,
von Böhmischen, undt andern sachen.


Gegen abendt, seindt meine kinder, von Altenburg
undt meine Schwester, Sophia Margaretha von Plötzkaw, wiederkommen. perge

Mittwoch den 21ten: May; 1651.

<perge>


Meine expeditiones, habe ich continuirt, undt
allerley conferentzen, mit Doctor Fischern, gehalten.


Nachmittagß, in gartten. avec Madame.


Zeittungen von Erfurdt, daß dem König in Dennemarck
mit gift, undt mit gewaltt, nachgestellet, undt
etzliche darüber, eingezogen worden.


Jn Schottlandt, stünde es mißlich, die Prædicanten
predigten wieder den König, undt würden eingezogen,
die Engellischen Regenten, tyrannisirten zu Londen
sehr, undt inculpirten viel unschuldige reiche
leütte, nur damitt Sie ihnen, ihr leben, undt
gühter, nehmen, undt ihren Staat, darvon
führen köndten. Ô der ungerechtigkeitt!


Die Tractaten zwischen Spannien, undt Frangk-
reich, wollten noch nicht recht forth. Die
kriegßarmaturen aber, giengen desto stärgker.
Jedoch, urgirte noch, der Ertzhertzogk, eine conferentz,
mit dem Düc d'Orleans, deme es dissuadiret worden.

|| [[Handschrift: 141v]]


Der Frantzösische Ambassadeur, Monsieur d'Avaugour
zu Nürnbergk, hat vor seinem abzug, ein bedraw-
liches schreiben abgehen laßen, undt darwider
protestiret, daß man Spannien so viel
nachsehe, mit der evacuation Franckenthal
mit großen werbungen, undt überlaßung,
so vieler deützschen völcker, auch mit durch-
paßirung derselbigen.


Jn hollandt, gibts mißverstände, undt
uneinigkeitten. Theilß seindt gut Frantzösisch,
Theilß gut Spannisch, können sich, wegen
formirung, ihres Staats, undt Generalats,
nicht vergleichen, wie auch, wegen des
Engelländischen Parlaments undt Portughesischem
Gesandten. Dörfte bella civilia, erregen.


Schweden, gehet wieder mit neẅen
kriegsgedangken umb, vielleicht wieder
Polen, welchen, ohne daß, die Cosagken, aufm
halse sein, undt wol, mit hülfe der Tattarn
undt Türgken, ferner, biß in Deützschlandt,
einbrechen möchten, So Gott, in gnaden, verhüten wolle!

|| [[Handschrift: 142r]]


Hans Georg Berger, der lackay, ist diesen abendt
fæliciter, ex     wiederkommen. Gott wolle
doch ferrneren succeß, zu allen guten conatibus,
gnediglich verleyhen! undt unß, an leib! undt
Seele, mit dem unserigen, gesegenen!

Donnerstag den 22ten: May; 1651.


Jn gartten, (pour parler au I. M. &cetera Nota Bene[:])dar-
nach anß waßer, in die Mühle, & alibj.


Briefe geschrieben, am heüttigen PostTage,
versus Orientem, & Septentrionem.


Duc me! nec sine me! per me! Deus optime, ducj;
Nam, duce me, pereo, te Duce, salvus ero.


Ne quæso! more judicis! quid egerim; quid dixerim
Quid cogitarim! pondera! peccata sed mea
Omnia; tuo cruore, deleas!6


Quj iudicastj mortuus, in petra Rex innocuus,
Regas, me, quæso, miserum! Pro quo dedistj pretium,
Ac per tuam clementiam, Deducas nos ad gloriam!


Venj Sancte Spiritus, Et emitte cælitus,
lucis tuæ radium! Consolator Optime,
Dulcis Hospes animæ, Dulce refrigerium! || [[Handschrift: 142v]]
Sine tuo Numine, Nihil est, in Homine,
Nihil est innoxium! Da salutis exitum!
Da perenne gaudium!7


Diesen abendt, ist ein fechter, auß Franckreich
anhero kommen, la Violette genandt, welcher
mit seinem Sohn, in unserer præsentz, gefochten,
undt mit der picke, gar schön gespiehlet.
Er gehet auf halle, undt auf Dreßden. perge

Freitag den 23ten: May; 1651.


Gestern kahmen mir, die nachdengklichen, undt
betrüblichen zeittungen, zu, das nicht alleine,
herr Tobias Mylius, undt Freherus, prediger
der reformirten hamburgischen kirche, zu Altena
gählingen, innerhalb 14 Tagen, nacheinander
verstorben, (muhtmaßlich, auß heimlichen
insidiis, der independenten, oder Arminianer,
welche sich, in selbige kirche, gerne ein-
schleichen wollten) Sondern, auch, herr Rivetus,
der vortrefliche, hochgelehrte Mann, zu Leyden,
Monsieur Rambour zu Sedan, Primerose zu Roan, || [[Handschrift: 143r]]
Ganisoles, zu Montaulban, Vincent zu
Rochelle, alles, vortrefliche, hochgelehrte
berühmbte leütte, undt Lumina Ecclesiæ
Orthodoxæ; welche vielleicht, unß armen
hindterlaßenen, elenden Christen, Gott
der herr, zur Strafe, entzogen, weil
wir unser Christenthumb, nur in der
eüßerlichen profession, nicht aber, in
der That, undt warheitt, mannichmal
an vielen orthen, erweysen, undt sehen laßen.
Gott bekehre, die Steinhartte gemühter!
Undt erhalte die frommen, gnediglich! Das sie
nicht, umb der Gottlosen willen, zu grunde gehen müßen!


Diesen Morgen, ist Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin
nach Cöhten gefahren, undt hat Carolum Ursinum,
mittgenommen, wie auch Schwester Sophia Margaretha. Gott
wolle Sie, sampt allem comitat, geleitten!


Postea ist Secretarius Paul Ludwig zu mir, gekommen,
allerley expeditiones, zu befördern.


Jch habe geschrieben, an Fürst Hanßen, an Viktor Amadeus Fürst Zu Anhalt
an Freẅlein Catherine, mit dem Ordinarijbohten.


Vom Baron de Schrahtembach, briefe auß Hanover. et cetera


Gaw, ist wieder, mit Sieben Schiffen, durchpassiret.

|| [[Handschrift: 143v]]


Sie seindt (seinem vorgeben nach!) mit 120 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w:
getreydig, beladen gewesen, undt er gibet mir
4 gebe gott von iedem wispel zoll, thete 20 ThalerThlr:
unlengst, paßirte er, undt gab 40 ThalerThlr: zoll,
von vorigen paßirten, 240 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: in undter-
schiedlichen frachten. Die allererste
fracht, auf die 52 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: habe ich zollfrey
paßiren laßen, undt auch 89 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: in 4
Schiffen, welche dem Administrator zustendig,
undt freyen paß hatten, wann nur
Gaw, allemahl den numerum, recht
ansagen thete?


Conferenze, mit Einsideln, Sekerka, undt
andern, gehalten, in Staatssachen, &cetera[.]


Meine herzlieb(st)e gemahlin, ist von Cöhten, von
Rheinstorf, undt von Palbergk, spähte wiederkommen.


Zu Cöhten haben Jhre Liebden die FrawMuhme,
in zimlichem zustandt gefunden, undt daselbst
zu Mittage, gegeßen, zu Rheinstorf, den Obersten
Werder, undt deßen Fraw, besucht, undt alda
collation gehalten, zu Palberg aber, zu Nachts gegessen,
nach deme Sie heüte Frühe, alhier desjünirt gehabt.

|| [[Handschrift: 144r]]

Samstag den 24ten: May; 1651.


Somnium: alß hette ich mich, am waßer, in eyser-
nen feßeln, an füßen, selber sehende verwundert,
undt Reichardt, so bey mir gestanden, erinnert,
mich loß zu machen, undt den Schimpf,
von Mir, zu nehmen. Er hette difficulteten
gemacht, undt gesagt, diß würde mir
gut sein, undt großen Nutzen, an geldt
undt gühtern, einbringen, Er hette sich
meiner, umb der leütte, undt umb sein selbst
willen, also versichern müßen. Endtlich,
hette er mich liberiret, undt die schande von
mir gethan, darüber ich erwachte, zuvorhero
aber, somnia horrida, & meticulosa hatte,
undt so mich endtsetzte, alß ob mich Paralysis,
treffen sollen, undt alle glieder, erschüttert
worden. Waß es aber, vor insomnia vorhero
gewesen, ist mir endtfallen. perge Es gehet mir
bißweilen, wie Davidt, der da saget: du
schregkest mich des Nachts, im gesichte, mit
Traẅmen, undt ich habe wenig rast noch ruhe!


Gott wolle alles zur erleichterung schicken!
undt uns Tag, undt nacht, gnedig erscheinen!

|| [[Handschrift: 144v]]


Oberlender, ist von Croßen wiederkommen, mit
Meiner kutzsche, undt pferden, undt mit schreiben
von Meinem Sohn, Viktor Amadeus welcher sich numehr resolvirt
(auf innstendiges anhalten) mittzuraysen. Gott
gebe, zu glügk! undt Segen, forthgang! undt
gedeyen! Ach Gott bewahre, vor hitzigen an-
stegkenden seüchen! vor schädlicher lufft,
hitzigem wein, vor allem bösen! undt
laße ihn ia frisch, undt gesundt, wieder
zu unß kommen! Ach Gott, erhöre unß, umb
Christi willen! Ach Gott! tröste unß!


Es seindt 28 Tageraysen von Croßen
biß nach Saroschpatack, aldar das
rechte beylager, gehalten werden soll.
De là, il y a 14 iournèes, iüsqu'a Bisance.


Zu Croßen, ist die Trawung, mit der
Princesse Henriette, durch die Siebenbürgischen
gesandten, <welche mit 120 Personen und pferden stargk> geschehen, undt Sie hat, vor
20000 ReichsthalerRthlr: werth <oder wol 2 mal so hoch taxirt>, præsenten bekommen.
So werden auch, drey schöne pferde, mit köst-
lichen Sättel und Zeügen, ChurPfaltz, undt Chur || [[Handschrift: 145r]]
Brandenburg præsentiret, alles mit goldt
undt Silber reichlich auß gemacht, undt mit
edelgesteinen versetzt. Sonst, mögen vor
das übrige volgk, schlechte præsenten, ge-
fallen sein. Gott stehe unß doch, in
gnaden bey! undt helfe unß! undt den
unserigen, so es treẅlich, undt guht meinen!


Die ChurPfältzische Gesandten, so mittziehen,
heißen, 1. Einer von Grimbergk 2. undt der von
Wollzogen. Von Chur Brandenburg ziehen auch<seindt> zweene
mitt<da>, 1. der von Knesebegk, 2. Der von Kleest.
Von Churlandt, undt heßen, ist der von Waldaw,
welcher vor diesem, Marschalck zum Berlin gewesen.


Jn die 200 vom Adel, seindt dar gewesen,
von welchen, in die 40 mitt in Ungarn, gehen sollen.
Von denen ordnet die Churfürstinn, 6 meinem
Sohn zu, zur aufwarttung, undt vermehrung
seines trains. Die rayse, ist den 19den: May;
im Nahmen Gottes, angetretten worden,
undt alles ordentlich außgetheilet.
Ach Gott! gib doch, zu glügk! undt Segen! zur
erweitterung, undt aufnehmen, unsers Fürstlichen hauses,
zur Ehre deines heiligen Nahmens, zur außbreittung, deiner kirchen!

|| [[Handschrift: 145v]]

Sonntag den 25ten: May; 1651. Festo Trinitatis.


Jn die kirche, vormittags cum sororibus & liberis.


Jonius hat geprediget.


Extra zu Mittage, hat mittgegeßen: die Rindtorfinn,
der Tobias Steffeck von Kolodey[,] der Magister Menzelius, undt andere,
dann Sekerka, undt Wischer, seindt wie Ordinarij.


Nach der malzeitt, ist auch hanß Bernds ankommen,
mit seiner Schwester Sohn8, welcher in En-
gellandt, (alß der König endthaüptet worden,)
gewesen, undt auch Constantinopel gesehen.


A meridie, cum sorore, & liberis, wieder
in die kirche, gezogen.


Secretarium Paul Ludwig zu mir kommen laßen.


Mit Hans Berndts Schwester Sohn, habe ich auch geredet,
undt viel Seltzame sachen, mir referiren laßen.


Die Leiptziger avisen geben:


Daß der Printz von Condè solle Gouverneür in Gasconien werden,
cum applausu subditorum. hingegen, protestirt der Düc d'Esper-
non, darwider, alß welcher nichts gethan, alß waß ihm befohlen.


Die hertzogin von Chevreüse, ist wieder zu hoff in gnaden,
beklaget sich, über den affront in vernichtung der heyrath
ihrer Tochter, mit dem Printzen von Conty, undt will es vindiciren.


Die feindschafft zwischen dem hause Vendosme, undt Elbeüf,
ist dermaßen außgebrochen, das vor Paris ein Duel angestellet || [[Handschrift: 146r]]
gewesen, da der Düc de Vendosme undt deßelben beyde
Söhne, der Düc de Mercœur, undt Beaufort, wie auch sein
TochterMann, Düc de Nemours, von einer, dann der hertzogk
von Elbœuf, mit seinen dreyen Söhnen, auf der andern parthey,
neben vielen secunden, sejn sollen, undt wurde die Sache
nicht kundtbahr, biß Sie schon vff dem platz, undt an dem
wahr, das daß gefechte sollte angehen, da entzwischen
der Printz von Condè sich aufmachte, mit 300 pferden,
solches zu verhindern, auch wurden vom Könige, ernstliche
verbott geschicktt, denen Sie müsten gehorsamen, undt
sich wieder voneinander begeben, die hin- undt wieder
ehrenrührige sachen, will der König, undter ihnen,
zu vergleichen, sich vorbehalten, die übrigen, undter ihnen
habende prætensionen, sol daß Parlament beylegen.


Cardinal Mazzarinj, trachtet wieder in Frangkreich
zu kommen. Die Königin, thut nichts wichtiges, ohne seinen raht.


Visconte de Türenne, sol des Mareschal de la
Force, kleine Tochter, heyrathen, undt ist wieder
außgesöhnet, <nachdem er etzliche Spannische völcker mitt überbracht, ist> in vorigen chargen, undt Digniteten.


Der Düc de Richelieü, hat eine conspiration im Havre
de Grace, angestiftet, wieder die Düchesse d'Aiguillon,
Gubernantin daselbst, so aber entdegkt worden.


Man hat noch ein auge, auf die Tractaten, zwischen
Fr dem Ertzhertzogk, undt dem Düc d'Orleans.


Die allgemeine convocation in Frankreich les Estats genandt,
sol im September angehen, undt 2 iahr lang, continuiren.


Die Deützschen, undt Schweitzer völgker, seindt schwührig, weil Sie kein geldt bekommen.

|| [[Handschrift: 146v]]


Jn Schottlandt stehen die sachen zweifelhaftig, undt auf
einer endtlichen crisi, gewinst undt<oder> verlust, des obsie-
genden, oder undterliegenden Theilß, weil es auf eine
battaille sol gewaget werden. Gott stehe dem Gerechten bey!


General Cromwell, hat schon, einen anschlag, auf etzliche Schottische
Regimenter, gehabtt, so über einer rivier[!]+ gelegen, undt
hat seine völgker, in 6 Schiffen überbrachtt. Es ist
ihm aber sein anschlag mißlungen, weil sich die Schotten
bey zeitten, salviret. Nun ist Cromwell auf
Glaßca avancirt gewesen, gegen dem Könige zu.


Jn den Jnseln Scilly, thun die Meerraüber, den Engelländern,
großen schaden, auch graßiret die pest in Engellandt.


Jn Frangkreich, geben sich geschickte leütte ahn, welche
eine armèe von 50000 Mann, zu Fuß, undt 24000 pferde
mit 10 Monat Soldt iährlich, Jtem: dem Königlichen hof unter-
haltung, die Königlichen Schulden bezahlen, undt alle Königlichen Officj-
rer gagieren, über diß alles, 6 millionen, der Königlichen Schatz-
kammer, einlifern, auch zu mehrerer versicherung, sufficiente
Bürgen, vor 100 millionen, stellen wollen, da ferrne man
ihnen, des gantzen Königreichs jntraden dargegen genießen,
undt solche, achte nach einander folgende iahr, ihnen laßen wollte?


Die Frantzösische armèen, stärgken sich, zu waßer, undt zu lande.


Der König in Frankreich ist in gefahr gewesen, in dem er sich
in einem gartten, an des kutzschers stelle gesetzt, undt
selbst fahren wollen, die pferde aber lauffendt worden, || [[Handschrift: 147r]]
undt der iunge König, sie aufzuhalten, zu schwach gewesen,
undter die Teißel gefallen, undt kaum, ohne schaden, salvirt worden.


Der Marechal de Türenne, hat seine v Spannische völgker,
durch den Conte de GrandPrè, versamlet, undter dem Schein,
sie zu mustern, undt Sie also von Stenay forthgeschicktt,
So baldt Sie aber beysammen, in einem corpo gewesen,
hat er ihnen zugesprochen, es wehre nun zeitt, daß Sie ihme
folgen sollten, er wolte sie wol anführen, welches auch geschehen,
hat darauf, seinen marsch mit ihnen, durch das Lützenbur-
ger landt, auf Diedenhofen, vorgenommen, Alß nun dieses
der General Wachtmeister, Monsieur Clienehaut , (welcher über
alle diese trouppen, daß obercommando gehabtt) erfahren,
hat er die Seinigen, auch zusammen gezogen, undt ihnen
nachgesetzt, aber zu spähte, weil sie schon voneinander
gelegen, undt forthgewesen, mitt weittem vorsprung.


Die Türgken, armiren stargk im Arcipelago, bey der
Jnsul Chio, wollen von keinem accord mehr hören, man
restituire ihnen dann gantz vollkommen Candia.


Die Macht gegen Dalmatia zu Lande aber, sol geringe sein.


Der Frantzösische Ambassador zu Constantinopel intercediret sehr
vor die Venezianer, hat dem Divano zu erkennen gegeben,
(wie auch der, Mufty selbst gethan) das alles unglügk
dem Ottomannischen Reich, bißhero begegnet, als: Kaysers
Jbrahim ableiben, unglügkliche SchiffStreitt, verbrennung der
Galleren, Erdbeben, Außwerffungen Feẅer flammen in den
Jnseln des Archipelago. Es will aber, keine erinnerung verfangen.

|| [[Handschrift: 147v]]


Die Türgken, haben abermahl, mit großem verlußt,
zweene Stürme verlohren, in der Schantze Martinengo,
vor Candia. hingegen haben die galleren auß
Barbaria ein Schiff, welches, mit passagieren, weibern,
undt kindern, auch in 800000 Ducaten, an bahrschaft, undt
kleinodien, auß Candia, vf Venedig zu, entfliehen wollen,
bey der Jnsel Zante, hinweg genommen.


Das Poßpolite Rußenie, oder vfbott, der Ritterschaft
in Polen, wieder die Cosagken, ist zum Dritten mahl,
ergangen. Der Moßkowiter, sol mit dem Chmielinsky
in eine bündtnüß, sich eingelaßen haben, ein Griechisches
Jmperium aufzurichten, darzu der Patriarch zu Con-
stantinopel, helfen solle.


Die Cosagken. haben mit 30000 Mann, den König gesucht,
zu überfallen, bey Sokol, weil er mit der Königinn
von Lublin aufgebrochen gewesen. Jst ihnen aber
mißlungen, undt die Königinn ist in salvo zu Warschaw
ankommen, der König aber, mit der armèe weitter gegangen.


Die Poßpolita Rußenia, sol sich auf 160000 Mann erstregken
ohne die geworbenen völgker, <so 24000 stargk sein sollen> die Cosagken sollen
130000 vor sich stargk sein, ohne die hülfen, welche sie,
vom großen Cham[!], vom Türgken, Moßkowiter,
undt auß Moldaw erwartten, sich formidabler zu machen.


hingegen sol der Persianer, dem Türgken, ins landt,
gefallen sein, undt Babylon belägert haben.

|| [[Handschrift: 148r]]


Die Dantzigker abgesandten, kommen vom Königlich
Pollnischen hofe wieder, undt hoffen ihre kirchen zu manute-
niren, welche Sie (mit unrechtt) den reformirten, abgenommen.


Zu Brüßel, hat sich hertzogk Ulrich von Wirtemberg
mit einer verwittibten Grävin von Hochstrahten, des
Printzen von Barbanzon Tochter, vermählet.


Die iunge hertzoginn von Neẅburgk, undt ihr herr,
seindt krangk, nach dem Sie vier wochen, nach der
vorigen Fürstin absterben, mitteinander getrawet worden.


Die Lottringischen völgker, seindt vor Borglon
(nach verübten großen insolentzien) von den zusammen
rottirten pawren, getrennet, undt geschlagen worden.
Man hat ihnen viel beütten, undt geldt, abgenommen.


Die heßische satisfactiongelder, seindt erleget.


Der Englische commendant Pen, vagiret mit 21 Orlogß-
Schiffen, in der Mittelländischen See herumb,
undt hat undter andern, ein Portughesisch Schiff,
so auf 80000 Pfund (libra) Sterling, æstimiret wirdt, weggenommen.


Man meynet, zwischen den Engelländischen Regenten,
Portugall, undt hollandt, seye der vergleich, richtig.


Der holländische Admiral Tromp, bestreittet die
Seeraüber, in den Sorlinges, Jnseln. Der Kern
der Freybeütter, sol daselbst eingesperret sein.


hertzogk von Meckelburg (ich vermuhte vetter Gustaff,)
sol zu Basel, ankommen sein.

|| [[Handschrift: 148v]]


Die Spannischen hoffen Barcelona, undt gantz
Catalonien, zu übermeistern, woselbst auch, hitzige
Pestilentzialische fieber, regieren sollen.


Viel Jüden, undt Türgken, sollen sich zu Rom
haben taüffen laßen, zu Saint Jean Latran.


Von der Stadt Raguza, hat der Türckische
Kayser, 100000 Ducaten, begehret auf einmal
cum amplis promissis. Sie haben sich aber, excusirt
mit ihrem unvermögen, undt ihren gewöhnlichen
iährlichen tribut, nemlich 12000 zecchinj bahr
erleget.


Nota Bene[:] Die Reiche Stadt Cußco, im Königreich Peru,
sol durch 46-tägiges Erdtbeben, gantz versungken,
iedoch, die meisten Menschen, darauß, salviret worden sein.


Die herren Camerales zu Speyer, haben
sich endtlich erklähret, der Baßler Kaufleütte
bißhero vorenthaltene gühter, hinwider abfolgen
zu laßen, auf wiederholte Kayserliche mandata,
undt erneẅerte protestationes, undt besorgen-
de verfaßungen, der Eidgenoßen.


Dem Türgkischen bohtschafter, so von Wien,
abgerayset, sol ein Schiff mit armaturen, undt
eisenwergk beladen, undterhalb Preßburgk || [[Handschrift: 149r]]
undtergangen, auch die leütte darauf, ertrungken sein.


Zu Stogkholm, armiret man 20 OrlogsSchiffe,
undt rüstet stattliche Ambassaden auß, an Kayserlichem hof,
item: nach hollandt, Lübegk, Rußlandt. perge


Der Kayser, helt processiones.


Graf Königßmargk, hat eine Grafschaft in Schweden
Westerwyck genandt, bekommen.


Der Pfaltzgrave Generalissimus ist nach Oelandt,
undt die Königinn, nach Upsal verrayset.


Graf Gustaf Horn, Feldtmarschall zeücht
in Liflandt, die Generalmusterung, anzuordnen,
undt sol dergleichen, in allen Provintzien, geschehen.


Die Napolitaner, werden wieder aufrührisch.
Einer hat nach dem Don Juan d'Austria,
geschoßen. Etzliche Fürsten werden gefangen
nach Spannien zu, geführet, undt sol ihnen,
ihr Proceß, zu Madrill, gemacht werden.


König in Dennemargk, helt sich stille mit
Seiner gemahlin. Nimpt sich in achtt, undt
das weib, so das Veneficium endtdegkt,
haben etzliche torquiren laßen wollen, weil
sie keinen beweiß führen können. Man hat
aber, diese Sache, biß auf einen herrenTag, remittiret. perge


Schreiben von Wien, undt Paris.

|| [[Handschrift: 149v]]

Montag den 26ten: May; 1651.


Extra zu Mittage, ist Magister Menzelius, undt Jakob Ludwig Schwartzenberger
gewesen, ohne Sekerka. Wjscher ist forth! Langk
ist nacher Plötzkaw perge in meinung, baldt wiederzukommen.


Es hat auch dieser Tag, seine plage gehabt,
undt allerley zu thun, gegeben. Gott helfe zu tröstlicher,
erwüntzschter erleichterung, so vieler beschwerden!

Dienstag den 27. May; 1651.


Eilf Schiffe, seindt heütte wieder alhier durchpaßirt
hinaufwarts, auf siebenen, wahr brennholtz, vor
Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin, auf 4 bretter, so dem Admi-
nistratorj zuständig. Paßirten also frey!


Die Hoymischen undterthanen, seindt wieder an-
kommen, undt haben einen Notarium, mitgebracht,
welchen ihr Syndicus von Quedlinburg abgefertiget, tanquam
Patronus causæ, ihnen zu assistiren, nicht aber einige
Protestation einzugehen. Jch habe aber dem Notario,
sagen laßen, er köndte nur, seiner wege gehen.
Die undterthanen aber, habe ich alhier behalten,
biß Sie mir kehr, wandel, undt abtrag, vor zuge-
zogenen despect, undt Diffamation machen. perge


Jn gartten, avec Madame, kurtz vorm eßen.


Nach der Mahlzeitt, in die weinberge, undt zur ZiegelScheüne,
geritten, mit Carolo Ursino, & aliis. Der wejn stehet dünne.

|| [[Handschrift: 150r]]

<Regen, windt.>


Jn die kirche, conjunctim, da der neẅe Magister
Menzelius, eine feine predigt, zum ersten mahl,
gethan, auß dem Text: Gehet ein, durch die
enge pfortten,9 etcetera etcetera etcetera


Jch habe allerley contrastj gehabt, alhier, wegen
der Gerichtskosten, so die bürger nicht contribujren
wollen, zu vorgegangenen malefitzsachen, darinnen sie
sich, auf ein alltes urtheil, von 33 iahren, sich be-
rufen, undt dadurch ihre Freyheit erstritten zu haben,
vermeinen, da man doch weiß, das Sie in währender
solcher zeitt, keinen actum erweisen können, daß Sie
frey ledig solten sein außgegangen, ob schon, die
malefitzpersonen, nicht bürger, sondern frembde
gewesen? Wie man berichtet wirdt, also wirdt
man auch belehret! Unsere jurisdiction, wirdt
auch nicht den SchöppenStühlen, oder juristischen Facul-
tet, subject sein.


Avis: von Ballenstedt, da ein Soldat zu Padeborn,
mit dem weibe, sich gesetzt, undt das weib
biß auf den Todt geschlagen, weil sie es nicht leiden
wollen, das ihr Mann, mit der Magdt, (dero er auch,
in eventum, mit einem Treẅring, die ehe versprochen)
leffeln sollen. Man hat den Mann, undt die Magd gefangen.

|| [[Handschrift: 150v]]


Casimir Krahe, ist ankommen, vom Fürst Hanßen,
4 Stügke abzufordern.

Donnerstag den 29ten: May; 1651.


Paul Ludwig habe ich bey Mir gehabt, in etzlichen expediendis.


Casimir Dietrich Krahe, ist wieder forth, nacher Agken, und Zerbst. perge


Schreiben von Meinem Bruder Fürst Friedrich von Rom
entpfangen, vom 3⁄13den: Martij May; Jst frisch!
Avisjret: daß der vetter, Fürst Lebrecht, itzo auf Paris
gerayset, von Genff auß.


Avisen: daß der papst von Spannien absetzen, undt
auf den Stado dj Milano, ein auge schlagen will.


Nota Bene[:]Jch hette eher gemeinet, auf Napolj.


Der Türcke, will so wol in Dalmatia,
alß in Candia, zu mächtig werden, (dem ansehen nach,)
den Venezianern, deren große laster, undt gebrechen,
zu Rom, carpiret werden, undt ihnen ihre crysis
gedroẅet wirdt, da doch zu Rom, eben selbige
undt vielleicht noch gröbere sünden, undt ab-
göttereyen getrieben werden, undt im Schwange gehen.
Gott bekehre, die irrenden Sünder, von ihren
verkehrten wegen! undt laße unß solche
greẅel fliehen, meiden, undt von Babel außgehen!
unser leben beßern! Gott dem herren, uns aufopfern!

|| [[Handschrift: 151r]]


Die Frantzosen, rüsten sich stärgker inß feldt, als man
vermeint gehabt. Die Spannischen haben ihr rendevous,
bey Douay.


Des Pfaltzgraven von Neẅburgk neẅe gemahlin, ist gantz
Todtkrangk gewesen, es hat sich aber, wieder mit ihr gebeßert.


Jm gravenhaag, gibt es Mißverstände, die Provintz
hollandt, will etzliche Schiffe außrüsten, ungeachtet die
anderen Provintzien darwider reden.


Der Engelländische Ambassador begehret von den herren Staaden
förderlichste resolution, auf sein anbringen, will nicht
länger wartten.


Jn Dennemargk gewinnet die iüngst vorgewesene
Conspiration, ein gefährlich außsehen, undt will fast
erscheinen, ob einige Potentaten, darahn jnteressirt wehren.


Zu Brehmen, laßen sich die Tractaten, schwehr ahn.


Die Schweden fordern viel, undt die Stadt Brehmen,
ist ihnen wenig zu willen, sich auf holländische
hülfe verlaßende. Die Schweden laßen viel
Schiffe, undter Dennemargk, creützen. Man weiß
nicht, ob es geschicht Bremen zu schregken, oder wieder
die holländer, weil alle Schwedische Schiffe, den Sundt-
zoll zu Amsterdam, (wieder ihren willen, undt dangk)
bezahlen müßen. Die Schweden erzeigen sich begierig
zum kriege, wieder hollandt.


Vom ReichsTage, ist es noch stille. Am Kayserlichen hofe,
hat man wenig lust darzu.

|| [[Handschrift: 151v]]


Jn Polen, stehet es zimlich gefährlich. Gott behüte!
daß die Pohlen, alß eine vormawer des Römischen Reichß,
nicht schaden leiden, sonsten solche Barbarische
völgker, durch Schlesien, oder durch die Margk
herauß zu streiffen, gute gelegenheitt haben würden.


Die Graven zur Schwartzburgk Arnstadt,
haben dieser Tagen, ihre Lande, in drey gleiche
Theil getheilet, undt durch ein vieriährig kindt
die loßzettel ümbtheilen laßen, undt ist vor
Fatal zu achten, das ein Jeder Graff in seiner
bißhero gehabten Residentz verbleiben muß,
welches ihnen dann, ihr herrvatter Sehlig in seinem
Testament, ebenfalß also angeordnet, undt befohlen.


Mein kleiner Carll, hat sich heütte, mit dem
Magistro Menzelio, geübet, im Studium,
weil derselbige interimsweyse, (biß hammel
wiederkömbt, oder ein ander subjectum, sich,
einstellet) die information auf sich genommen.
Gott gebe zu glügklichen succeß! undt facilitire
mit gnaden, undt Segene<,> diese information!
dem discentj, undt Docentj!


Extra zu Mittage, nicht allein Doctor Fischern, Sekerka,
Magister Menzelium, undt andere gehabt, sondern auch den
iungen Krosigk, welcher olim page alhier gewesen. perge

|| [[Handschrift: 152r]]

Freitag den 30. May; 1651.


RheinSchmidt, ist bey mir gewesen.


Meine pferde, haben mangel, an futter, es ist
auch kein heẅ, schon lange nicht mehr vorhanden
gewesen, undt es ist noch lange hin, biß zu der
erndte. Jch weiß nicht, wie man es machen,
oder angreiffen sol? das erborgen gehet
schwehr daher. Gott helfe emergiren!


Doctor Levino Fischern, habe ich heütte, seinen
bestallungßbrief, überandtwortten laßen,
Gott gebe zu glügk! undt Segen! undt
daß wir, seiner cur nicht viel bedörfen mögen!
Er hat sich zu allem guten, erbotten, undt daß ju-
ramentum Fidelitatis, würgklich abgeleget.
Gott laße es ihn Christlich, undt wol adimpliren!


Der hofmeister Einsidel, hat ihn, in pflichtt genommen,
meo nomine: Tobias Steffeck von Kolodey hat ihm den Eidt vorgelesen,
welchen er, mit aufgeregkten fingern, (alß mein
leibmedicus, numehr) nachgesprochen, Sekerka der
allte, undt Rindtorf, seindt auch mitt zugegen gewesen.


Seine bestallung, wirdt ihme auch außgeant-
wortett, da er einen Revers dargegen außlifert.
Undt damitt, hette dieses, seine richtigkeit, Gott Lob!

|| [[Handschrift: 152v]]


Gott der herr, gebe gedeyen! undt helfe mir ferner,
zu Treẅen, undt geschickten Diehnern!


Es seindt Polen, mit Tantzbähren, undt Käckel-
iungen alhier ankommen, so sich hieroben, aufm Schloße
im platze haben sehen laßen. Modus acquirendj, miserrimus!
Sed, mundus universus, exercet histrioniam!10


Wolfgang, ist mit etwas weniges, an Victualien,
von Ballenstedt, wiederkommen, wenn es nur zuraichen wollte?
Discorsj, mit dem Magister, so numehr Carolum
Ursinum, jnterimsweyse, instituiret. perge

Samstag den 31. May; 1651.

<4 hasen, Abraham von Rindtorf[.]>


Der Neẅe LeibMedicus, Doctor Fischer, ist heütte forthgereiset, Gott wolle ihn, begleitten!


Rindtorf, hat heütte gehetzt, undt 4 hasen, einbracht.


I'ay visitè mes seürs, comme ie fay souvent; par semaine.


Carolus Ursinus, hat einen iungen fuchs, außgraben laßen.


Avis, von einem angesetzten landtrechnungsTage
gegen den 16. Iunij, (gebe gott) zu Cöhten. Oberster
Werder, begehret, darzu zu conferiren, auß
diesem Bernburgischen antheil, 100 ThalerThlr:. Jch habe
es, auß der Cantzeley, recusiren laßen,
weil kawm der 4te. Theil, der Steẅren, ejn-
kömbt, so einkommen sollte, die, jm antheil, ge-
seßene compensanten, zu contentiren.

|| [[Handschrift: 153r]]


Avis: daß Landtgraf Ernst von heßen Caßel, Päb-
stisch wirdt. Gott erbarme es!


Jtem: daß der donner, zu Caßel, im Marstall,
eingeschlagen, undt der alten Landtgrävin,
kutzschpferde eines erschlagen, darauß etzliche,
übel ominiren wollen. Gott bewahre sie!
undt alle die ihrigen, (so der warheitt zugethan),
vor unglügk! undt unheyl!


Textapparat
a Im Original steht "7benbürgen" für "Siebenbürgen".

Kommentar
1 Io 16,16.
2 Hier: Damm.
3 Irrtum Christians II.: Es handelte sich um zwei englische Gesandte, nämlich um Oliver St John und Walter Strickland.
4 Hier kommen Johann Blumenthal und David Blumenthal in Frage.
5 Hier kommen Anna Justina und Katharina Tugendreich von Börstel in Frage.
6 Zitat aus Flaminio: De rebus divinis carmina, o. S.
7 Zitat aus der Pfingstsequenz "Veni Sancte Spiritus" in Graduale de Tempore (1614), S. 382-385.
8 Beide Personen nicht ermittelt.
9 Mt 7,13.
10 Ein traditionell Petronius zugeschriebenes, doch bei seinen überlieferten Schriften nicht nachweisbares Zitat, welches in Lipsius: De constantia, I, 8, S. 54-57, sowie Montaigne: Les Essais, III, 10, S. 1057, belegt ist.
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1651_05.xml
XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
ableiben
sterben
Accord
Vereinbarung, Vergleich
Accord
Vertrag zur kampflosen Übergabe eines Ortes
accordiren
einen Vertrag schließen, sich einigen
accordiren
einen Ort mittels eines Vertrags (Akkords) übergeben
accordiren
übereinstimmen, einig sein, zustimmen
accordiren
übereinstimmend machen, vergleichen
accordiren
vertraglich zubilligen
adimpliren
erfüllen
affligiren
peinigen, plagen, quälen, ängstigen, bekümmern
anlenden
anlanden
Armatur
Rüstung
Aufbot
Zusammenruf des Heeres, Aufgebot zur Heeresfolge
avanciren
vorrücken (im militärischen Sinne)
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Beilager
Hochzeit, Feierlichkeit anlässlich der Vermählung (ursprünglich: Beischlaf als Vollzugsakt der Eheschließung)
Breite
Fläche, auf der z. B. Getreide zum Trocknen ausgebreitet ist
Breite
Feld
carpiren
tadeln
certiren
streiten, wetteifern
Collation
Mahlzeit (außerhalb des Mittagessens)
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
Commercien
Handelsgeschäfte
conferiren
jemandem etwas (z. B. ein Amt oder ein Lehen) übertragen
confirmiren
bestätigen
contentiren
zufriedenstellen
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
contribuiren
außerordentliche Steuern oder andere Zwangsabgaben entrichten
contribuiren
beitragen, beisteuern, einen Anteil leisten
contribuiren
bezahlen
deduciren
abziehen, ableiten
deduciren
erklären, darlegen
defendiren
verteidigen
desjeuniren
frühstücken
Despect
Geringschätzung, Beleidigung, Verachtung
Devotion
Andacht, Frömmigkeitsübung
Difficultet
Schwierigkeit
Dignitet
Würde, Standeswürde
dissuadiren
abraten, ausreden
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
ein
ungefähr
emergiren
emporkommen, herauskommen
erlegen
etwas entrichten, begleichen, bezahlen
excusiren
entschuldigen
facilitiren
befördern, erleichtern
gähling
plötzlich, unversehens
Gubernantin
Gouverneurin
impregniren
schwanger machen
imputiren
zurechnen, zur Last legen
inculpiren
beschuldigen
inquiriren
ermitteln, prüfen, untersuchen
instituiren
unterweisen, anweisen
instituiren
für gültig erklären, bestimmen
instituiren
etwas einrichten
interrumpiren
unterbrechen
Intraden
Einkünfte
Jubilate
dritter Sonntag nach Ostern
Keckeljunge
junger Gaukler oder Possenreißer
liberiren
befreien, freilassen
liberiren
erlösen, frei machen
Losament
Unterkunft, Wohnraum
Malefizperson
Straftäter(in), Verbrecher(in)
Malefizsache
Straftat, Kapitalverbrechen, Hochgerichtsfall
manuteniren
bewahren, behaupten, erhalten, handhaben
miniren
einen Stollen graben, um durch das Legen von Pulver feindliche Befestigungsanlagen zu sprengen
ominiren
prophezeien
Ordinarije
gewöhnliche/regelmäßige Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Präparation
Vorbereitung
Präparationspredigt
Predigt zur Vorbereitung auf den Empfang des Abendmahls
recuperiren
zurückerobern
recuperiren
wiedererwerben, wiedererlangen
recusiren
(jemandem etwas) versagen, verweigern
recusiren
ablehnen, nicht akzeptieren
remittiren
zugestehen, bewilligen
remittiren
(an jemanden) verweisen, weiterleiten
remittiren
übersenden
remittiren
nachlassen, vermindern
remittiren
zurücksenden
remittiren
(auf jemanden) verweisen, sich berufen
resolviren
entschließen, beschließen
resolviren
auflösen
restituiren
(gesundheitlich) wiederherstellen
salviren
retten
Satisfactionsgelder
auf die Stände bzw. die Steuerpflichtigen umgelegte Zahlungen zur Befriedigung von Ansprüchen eines anderen Staates, die in einem Friedensvertrag festgelegt sind
sieder
seit
spendiren
ausgeben, aufwenden
Stein
Gewichtseinheit für Flachs, Talg und Wolle
Stück
Geschütz, Kanone
Stück
(einzelner zählbarer) Gegenstand, (einzelne) Sache, (einzelnes) Objekt
succediren
folgen, nachfolgen
succediren
erfolgreich sein, Glück haben
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
torquiren
foltern
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
Trompter
Trompeter
verehren
schenken
verehren
beschenken
vindiciren
rächen, bestrafen
vindiciren
beanspruchen, in Anspruch nehmen
Volk
Truppen
Wick(en)futter
Futtermischung aus Erbsen, Wicken, Gerste und Hafer
Zeitung
Nachricht
Johann Georg Albinus
Johann Georg Weiß von Weißenlöw

geb. 1616
gest. nach 1686
Anm.: Sohn des Dessauer Pfarrers Justus (1) Albinus (1584-1635); um 1646/49 Konrektor der Schule in Dessau; 1650-1653 Stadtvogt in Bernburg; spätestens seit 1657 kaiserlicher öffentlicher Notar und praktischer Jurist in Bernburg; 1656 Nobilitierung ("Weiß von Weißenlöw").
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Ferdinand Christian von Anhalt-Bernburg

geb. 1643
gest. 1645
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau

geb. 1627
gest. 1693
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); schwedischer Obrist (1655-1658) und Generalmajor (1658); ab 1658 kurbrandenburgischer General und Statthalter der Kurmark sowie Obrist (1658-1660 und seit 1666); später auch Geheimer Staats- und Kriegsrat in Berlin sowie Feldmarschall (1670); ab 1660 regierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1670 Senior des Hauses Anhalt; ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefüllte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Bernburg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1651-1660 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); ab 1631 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wohltätige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Sophia von Anhalt-Köthen
Geburtsname: Gräfin Sophia zur Lippe

geb. 1599
gest. 1654
Anm.: Tochter des Grafen Simon VI. zur Lippe (1554-1613); 1626-1650 Ehe mit Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Emsige"); seit 1629 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Ernst Gottlieb von Anhalt-Plötzkau

geb. 1620
gest. 1654
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1653 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Lebrecht (1622-1669) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Starke").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
Fürst Lebrecht von Anhalt-Köthen

geb. 1622
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sibylla von Anhalt-Plötzkau
Geburtsname: Gräfin Sibylla zu Solms-Laubach

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Tochter des Grafen Johann Georg zu Solms-Laubach (1547-1600); 1618-1653 Ehe mit Fürst August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); ab 1621 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gläubige"); seit 1622 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Johann Friedrich von Anhalt-Zerbst

geb. 1650
gest. 1651
Anm.: Sohn des Fürsten Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Anhalt, Haus
Fürsten von Anhalt

Anm.: Reichsfürstengeschlecht aus der Dynastie der Askanier.Weiterführende Informationen in der NDB
Don Juan José de Austria

geb. 1629
gest. 1679
Anm.: Unehelicher Sohn des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); spanischer General; Vizekönig von Sizilien (1648-1651) und Katalonien (1653-1656); 1656-1659 Statthalter der Spanischen Niederlande; 1662-1664 Oberbefehlshaber im Restaurationskrieg gegen Portugal; 1669-1678 Vizekönig von Aragón; seit 1676 leitender Minister seines Halbbruders König Karl II. von Spanien (1661-1700).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Markgräfin Maria Franziska von Baden-Baden
Pfalzgräfin Maria Franziska von Pfalz-Neuburg
Geburtsname: Gräfin Maria Franziska von Fürstenberg

geb. 1633
gest. 1702
Anm.: Tochter des Grafen Egon VIII. von Fürstenberg (1588-1635); 1651-1653 erste Ehe mit Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1578-1653); 1666-1671 zweite Ehe mit Markgraf Leopold Wilhelm von Baden-Baden (1626-1671).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christoph Bährenreutter
Christoph Bernreuth

geb. 1624
Anm.: Sohn des Bernburger, später Zerbster Kantors Thomas Bährenreutter (Bernreuth) (gest. vor 1652); Januar bis April 1651 anhaltisch-bernburgischer Registrator; Mai-September 1651 Sekretär der Pfalzgräfin Henrietta Maria von Pfalz-Simmern (1626-1651); um 1652/56 fürstlicher Sekretär in Bernburg; 1654 auch Interimslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660).
Philipp (2) Beckmann

geb. ca. 1615
Anm.: Sohn des Zerbster Superintendenten und Gymnasialprofessors Christian Beckmann (1580-1648); Dr. med.; um 1650/51 fürstlicher Hofarzt in Dessau; später bis 1663 Professor für Physik an der Universität Frankfurt/Oder.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Hans Georg Berger

Anm.: Um 1648 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); um 1649/52 Lakai und bis 1654 Musiker ("Instrumentist") des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1654 im Dienst des Herzogs Christian von Sachsen(-Merseburg) (1615-1691).
Johann Berndt

Anm.: 1629/30 Hof- und Quartiermeister des kaiserlichen Obristen Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632); danach möglicherweise im Dienst von dessen Bruder Christian II.
David (1) Blumenthal

geb. 1595
gest. 1639
Anm.: Ausbildung in Stendal und Hamburg; Studium in Rostock (1620 Magister); Rektor in Seehausen und Stendal; Superintendent in Havelberg (1624-1635) und Salzwedel (seit 1635).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
David (2) Blumenthal

gest. 1677
Anm.: Sohn des späteren Salzwedeler Superintendenten David (1) Blumenthal (1595-1639); Studium in Jena; seit 1665 Pastor in Wendemark bei Stendal.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Blumenthal

geb. 1626
gest. 1695
Anm.: Sohn des späteren Salzwedeler Superintendenten David (1) Blumenthal (1595-1639); Studium in Wittenberg; ab 1657 Rektor in Salzwedel-Altstadt; seit 1670 Diakon in Salzwedel.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Georg Friedrich von Börstel

geb. ca. 1627
gest. 1688
Anm.: Sohn des kurbrandenburgischen Rats Ludwig von Börstel (ca. 1585-1631); zunächst kurbrandenburgischer Kammerjunker; ab 1651 Hof- und Kammergerichtsrat; 1654-1665 mehrfach diplomatische Missionen; zudem seit 1673 Amtshauptmann von Beeskow und Storkow; außerdem Appellationsgerichtsrat in Ravensberg; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 435f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Anne-Marie-Louise de Bourbon
Duchesse Anne-Marie-Louise de Montpensier
Princesse Anne-Marie-Louise d' Orléans
Princesse Anne-Marie-Louise de Dombes
Princesse Anne-Marie-Louise de Joinville
Dauphine Anne-Marie-Louise d' Auvergne
La Grande Mademoiselle

geb. 1627
gest. 1693
Anm.: Tochter des Gaston de Bourbon, Duc d'Orléans (1608-1660); 1648-1653 Anhängerin der Fronde; 1653-1657 Verbannung vom französischen Königshof; 1681-1684 heimliche Ehe mit Antonin Nompar de Caumont, Marquis de Puyguilhem (1633-1723).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Armand de Bourbon
Prince Armand de Conti

geb. 1629
gest. 1666
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); ab 1629 Prince de Conti; 1649/50 Beteiligung an der Fronde; 1650/51 deswegen in Haft; 1654-1660 Gouverneur von Guyenne; militärische Kommandos in Spanien (1654) und Italien (1657); 1656-1660 Grand maître de France; seit 1660 Gouverneur des Languedoc.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
César de Bourbon
Duc César de Vendôme
Duc César d' Étampes
Duc César de Beaufort
Duc César de Mercœur
Duc César de Penthièvre

geb. 1594
gest. 1665
Anm.: Legitimierter außerehelicher Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); ab 1598 Duc de Vendôme; 1598-1626 Gouverneur der Bretagne; seit 1599 Duc d'Étampes et Duc de Beaufort; ca. 1607-1612 Gouverneur von Lyonnais, Forez und Beaujolais; ab 1608 Duc de Mercœur (de iure uxoris); 1626-1630 Gefangenschaft in Amboise; 1630-1650 wegen Beteiligung an mehreren Verschwörungen mit kurzen Unterbrechungen Exil in den Niederlanden und England; seit 1650 Duc de Penthièvre (de iure uxoris) und Gouverneur von Bourgogne; ab 1651 Grand amiral de France; seit 1652 Lieutenant-général in Aunis, Poitou, Saintonge und Angoumois; ab 1655 Surintendant général de la navigation et commerce.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
François de Bourbon
Duc François de Beaufort

geb. 1616
gest. 1669
Anm.: Sohn des César de Bourbon, Duc de Vendôme (1594-1665); 1648-1653 Teilnahme an der Fronde; danach in königlichen Kriegsdiensten; ab 1665 Duc de Beaufort; seit 1665 französischer Grand-maître de la navigation.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gaston de Bourbon
Duc Gaston d' Anjou
Duc Gaston d' Orléans
Duc Gaston de Chartres
Duc Gaston d' Montpensier
Duc Gaston d' Saint-Fargeau
Duc Gaston de Valois
Duc Gaston d' Alençon

geb. 1608
gest. 1660
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610) und ältester lebender Bruder ("Monsieur") von Ludwig XIII. (1601-1643); 1608-1640 Duc d'Anjou; ab 1626 Duc d'Orléans et de Chartres; seit 1627 Duc de Montpensier et de Saint-Fargeau; 1630-1650 und ab 1652 Duc de Valois; seit 1643 Lieutenant-général du royaume; ab 1646 Duc de Alençon; 1648-1653 wiederholter Parteiwechsel während der Fronde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Jean-Gaston de Bourbon
Duc Jean-Gaston de Valois

geb. 1650
gest. 1652
Anm.: Sohn des Gaston de Bourbon, Duc d'Orléans (1608-1660); seit 1650 Duc de Valois.
Louis (2) de Bourbon
Duc Louis de Mercœur
Duc Louis de Vendôme
Duc Louis d' Étampes
Duc Louis de Beaufort
Duc Louis de Penthièvre

geb. 1612
gest. 1669
Anm.: Sohn des César de Bourbon, Duc de Vendôme (1594-1665); ab 1612 Duc de Mercœur; in franzöischen Kriegsdiensten als Volontär (1630-1640), Regimentsinhaber (1649) sowie Armeekommandeur in der Provence (1652) und Lombardei (1656); 1649-1651 Lieutenant Général de Catalogne; seit 1665 Duc de Vendôme, Beaufort, Penthièvre et d'Étampes; ab 1667 Kardinal.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Markgraf Albrecht von Brandenburg-Ansbach

geb. 1620
gest. 1667
Anm.: Sohn des Markgrafen Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach (1583-1625); seit 1634 regierender Markgraf von Brandenburg-Ansbach (bis 1639 unter Vormundschaft seiner Mutter Markgräfin Sophia).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Markgräfin Sophia von Brandenburg-Ansbach
Geburtsname: Gräfin Sophia zu Solms-Laubach

geb. 1594
gest. 1651
Anm.: Tochter des Grafen Johann Georg I. zu Solms-Laubach (1547–1600); 1612-1625 Ehe mit Markgraf Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach (1583-1625); 1625-1639 vormundschaftliche Regentin der Markgrafschaft Brandenburg-Ansbach für ihre Söhne Friedrich (1616-1634) bzw. Albrecht (1620-1667); seit 1630 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Ernsthaftige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg
Herzogin Elisabeth Charlotte in Preußen
Geburtsname: Pfalzgräfin Elisabeth Charlotte von Pfalz-Simmern

geb. 1597
gest. 1660
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1616-1640 Ehe mit Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); seit 1650 Witwensitz in Crossen an der Oder.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg
Herzog Georg Wilhelm in Preußen

geb. 1595
gest. 1640
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg (1572-1619); 1614-1619 Statthalter in Jülich-Kleve; ab 1619 Kurfürst von Brandenburg; seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Aufrichtende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürst Joachim Friedrich von Brandenburg
Administrator Joachim Friedrich von Magdeburg
Herzog Joachim Friedrich von ägerndorf
Herzog Joachim Friedrich in Preußen

geb. 1546
gest. 1608
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg (1525-1598); 1566-1598 Administrator von Magdeburg; seit 1598 Kurfürst von Brandenburg; 1603-1606 Herzog von Jägerndorf.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Johann Georg von Brandenburg

geb. 1525
gest. 1598
Anm.: Sohn des Kurfürsten Joachim II. von Brandenburg (1505-1571); seit 1571 Kurfürst von Brandenburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Johann Sigismund von Brandenburg
Herzog Johann Sigismund in Preußen

geb. 1572
gest. 1619
Anm.: Sohn des Kurfürsten Joachim Friedrich von Brandenburg (1546-1608); seit 1608 Kurfürst von Brandenburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürstin Louise Henrietta von Brandenburg
Geburtsname: Gräfin Louise Henrietta von Nassau-Dillenburg

geb. 1627
gest. 1667
Anm.: Tochter des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); seit 1646 Ehe mit Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Markgraf Wilhelm Heinrich von Brandenburg

geb. 1648
gest. 1649
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688).

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Johann (2) Brandt

geb. 1604
gest. 1672
Anm.: Sohn des Tirschenreuther Kantors Bartholomäus Brandt (gest. 1611); Studium in Erfurt (1623) und Altdorf (nach 1630 Promotion zum Dr. med.); ursprünglich Arzt in Reichenbach/Vogtland (noch 1630); ab 1632 kriegsbedingt in Bernburg, dort baldige Bestallung zum Stadtphysikus; (vor 1637) bis November 1649 Leibarzt des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg und spätestens seit 1647 auch dessen Rat; ab Ostern 1650 Hofarzt des Fürsten Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665) und von dessen verwitweten Mutter Sophia (1599-1654); vgl. Wolfram Kaiser / Arina Völker: Universität und Physikat in der Frühgeschichte des Amtsarztwesens, Halle (Saale) 1980, S. 38.
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Lüneburg
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Calenberg

geb. 1622
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg (1641-1648) und Braunschweig-Lüneburg (ab 1648); seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Reinherzige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Anna Sophia von Braunschweig-Wolfenbüttel
Geburtsname: Markgräfin Anna Sophia von Brandenburg

geb. 1598
gest. 1659
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg (1572-1619); 1614-1634 Ehe mit Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1591-1634); bereits seit 1628 Residenz auf Schloss Schöningen; nach 1625 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Aufrichtige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Jan Wolfert van Brederode

geb. 1599
gest. 1655
Anm.: Sohn des Floris van Brederode (1549-1599); ab 1620 Herr von Brederode, Vianen, Noordeloos und Ameide; niederländischer Obrist (1633), Generalleutnant der Artillerie (1636) und Feldmarschall (1642); seit 1630 Gouverneur von 's-Hertogenbosch; ab 1653 Unterstützer des republikanischen Anführers Johan de Witt (1625-1672).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Georg Ehrenreich von Burgsdorff

geb. 1603
gest. 1656
Anm.: Sohn des Alexander Magnus von Burgsdorff (1567-1620); Erbherr auf Hohenzieten, Goldbeck und Detzow; Page am kursächsischen, später am kurbrandenburgischen Hof; dort ab 1625 Kammerjunker; kurbrandenburgischer Kornett (1625), Rittmeister (1627), Obristleutnant (1631) und Obrist (1652); seit 1631 Oberstallmeister; ab 1641 kufürstlicher Kammerherr und Amtshauptmann von Zehden; seit 1645 Johanniterkomtur zu Supplinburg; ab 1652 Gouverneur von Küstrin und Regierungsrat der Neumark; seit 1653 Befehlshaber anderer Festungen; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielährichte"); vgl. Daniel Fessel: Anastaseōs Hēmōn eis tēn zoēn aiōnion eptarroos paraklēsis [...], Alten Stettin 1656, Bl. Fiir-Kiiiv.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Julianna Charlotte von Burgsdorff

geb. 1635
gest. 1654
Anm.: Tochter des Georg Ehrenreich von Burgsdorff (1603-1656).
Isabelle de Caumont

Anm.: Tochter des Jacques-Nompar de Caumont, Duc de La Force (1558-1652).
Jacques-Nompar de Caumont
Marquis bzw. Duc Jacques-Nompar de La Force

geb. 1558
gest. 1652
Anm.: Sohn des in der Bartholomäusnacht ermordeten François de Caumont, Seigneur de Castelnau (1524-1572); lange militärische Karriere unter Henri de Navarre, dem späteren König Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); 1593-1621 Gouverneur und Lieutenant-général von Béarn und Navarra; 1621 Teilnahme am lezten Hugenottenkrieg unter dem Duc Henri de Rohan (1579-1638); ab 1622 Maréchal und französischer General im Dreißigjährigen Krieg; 1609-1637 Marquis sowie seit 1637 Duc de La Force und Pair de France.

Weiterführende Informationen in VIAF
Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1595
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gutsbesitzers Mychajl Chmelnyzkyj; Ausbildung am Jesuitenkolleg in Tschyhyryn; danach Kriegsdienst im Kosakenherr; seit 1648 Hetman der Kosaken und Anführer von deren Aufstand gegen Polen-Litauen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
N. N. Clienehaut

Anm.: Um 1651 Generalwachtmeister in lothringischen Diensten.
Pierre Cordier
Petrus Corderius

gest. 1652
Anm.: Geboren in der Pfalz; reformierter Theologe; vor 1645 vermutlich Pfarrer in ’s-Hertogenbosch; seit 1645 Prediger der reformierten wallonischen Gemeinde in Leiden.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich II. von Schleswig-Holstein
Administrator Friedrich II. von Bremen
Administrator Friedrich II. von Verden
Graf Friedrich I. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1623-1629 und 1634-1644 Administrator des Hochstifts Verden; 1634-1648 Administrator des Erzstifts Bremen; 1647 Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein; ab 1648 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1667 zudem regierender Graf von Oldenburg und Delmenhorst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Königin Sophia Amalia von Dänemark und Norwegen
Herzogin Sophia Amalia von Schleswig-Holstein
Gräfin Sophia Amalia von Oldenburg und Delmenhorst
Geburtsname: Herzogin Sophia Amalia von Braunschweig-Calenberg

geb. 1628
gest. 1685
Anm.: Tochter des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); 1643-1670 Ehe mit König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen (1609-1670).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Eleonora Elisabeth von Ditten
Elisabeth Eleonora von Ditten

gest. 1676
Anm.: Tochter des Jürgen von Ditten (gest. 1629) zu Werle; um 1637/62 Kammerjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); später Konversion zum katholischen Glauben; vgl. Stian Herlofsen Finne-Grønn: Den mecklenburgsk-uradelige Aet v. Ditten, Christiania 1911, S. 7.
Charles Du Bois
Baron Charles d' Avaugour

geb. 1600
gest. 1657
Anm.: Unehelicher, doch 1615 legitimierter Sohn des Claude d'Avaugour, Comte de Vertus (1581-1637); ab 1629 französischer Diplomat; 1633-1641 diplomatische Missionen im Heiligen Römischen Reich, Dänemark, Schweden, Polen und bei den Generalstaaten; 1643-1648 französischer Resident bei der Armee Schwedens; 1643-1649 zudem schwedischer Obrist; 1649-1651 französischer Gesandter auf dem Nürnberger Exekutionskongress; seit 1654 Botschafter in Stockholm.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Alphonse-Louis Du Plessis de Richelieu
Erzbischof Alphonse-Louis von Aix-en-Provence
Erzbischof Alphonse-Louis von Lyon

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des François Du Plessis de Richelieu (1548-1590); 1626-1628 Erzbischof von Aix-en-Provence; ab 1628 Erzbischof von Lyon; seit 1629 Kardinal; ab 1631 Grand aumônier de France.

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Johann Dürr

geb. 1613
gest. 1689
Anm.: Sohn des Dresdener Goldschmieds Christian Dürr; Studium in Wittenberg (1636 Mag.); Dr. theol.; ab 1643 lutherischer Hofprediger, seit 1644 auch Pfarrer an der Bartholomäuskirche, ab 1648 zudem Superintendent und seit 1682 ebenso Gymnasialprofessor in Zerbst; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 237.

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Michael Eberdt
Michael Eberhard

gest. 1651
Anm.: Aus Stargard Patrizierfamilie stammend; vor 1649 Capitain (Hauptmann) vermutlich in schwedischen Diensten; seit 1649 in Bernburg ansässig.
Ebu Saîd Mehmed Efendi
Esad Efendizâde Ebû Saîd Mehmed

geb. 1594
gest. 1662
Anm.: Sohn des Hoca Sadeddin Efendizâde Sheikhulislâm Esad Efendi; Richter (Qādī) von Damaskus (1621-1623), Bursa (1623), Galata (1623), Istanbul (1624/25 und 1627-1629); Heeresrichter (Kazasker) für Anatolien (1629/30) und Rumelien 1630/31 und seit 1640); 1644-1646, 1651/52 und 1654/55 Mufti von Konstantinopel (Schaich al-Islām).
Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister sowie Rat in Bernburg; seit 1634 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

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Justina Maria von Einsiedel
Geburtsname: Justina Maria von Schierstedt

gest. 1700
Anm.: Tochter des Jakob von Schierstedt (gest. 1642) auf Scheuder und Tornau; bis 1640 Hofjungfer der Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg (1604-1640); 1640-1653 Ehe mit Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653).
Wolf Curt von Einsiedel

geb. 1628
gest. 1691
Anm.: Sohn des Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653); Erbherr auf Roschwitz; ab 1639 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Reisebegleiter des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693) nach Frankreich; 1645-1650 in französischen Kriegsdiensten, zuletzt als Leutnant; 1650/51 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg; 1651-1653 Kammerjunker des Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) auf dessen Reise nach Siebenbürgen; 1653/54 Hofjunker von Christian II.; 1654-1656 Kammerjunker des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); 1658/59 Kammerjunker für die Fürsten Viktor I. Amadeus und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660) auf deren Reisen nach Italien; 1659/60 Hofmeister in Harzgerode; 1660-1668 Reisehofmeister des Fürsten Wilhelm von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1643-1709) auf seiner Grand Tour durch die Niederlande, England, Frankreich, Italien und Spanien; seit 1670 anhaltisch-harzgerödischer Geheimer Rat und Hofmeister; vgl. Johann Christoph Lippian: Christ-Adeliches Trauer-Trost- und Ehren-Gedächtniß [...], Köthen 1691, Bl. E r-[F1] v.

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Elbeuf, Familie

Anm.: Französisches Adelsgeschlecht; Nebenlinie des Hauses Lorraine.
Elçi Hasan Pascha

Anm.: Vor 1649 osmanischer Aga; türkischer Internuntius (1649) und Großbotschafter (Elçi; 1650-1651) in Wien; 1650/51 bzw. ab 1653 Pascha (Beylerbey) von Temeswar.
Matthias Engelhardt d. Ä.

gest. 1651
Anm.: Sohn von Laurentius Engelhardt, Beisitzer im Großen Rat der Stadt Straßburg; Dr. med.; seit 1627 Leibarzt des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650) und vor 1638 auch des Fürsten Georg Aribert von Anhalt-Dessau (1606-1643); daneben noch 1640 Stadtarzt in Köthen; um 1650 vermutlich Arzt in Aschersleben.
König Karl I. von England
König Karl I. von Schottland
König Karl I. von Irland

geb. 1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England) (1566-1625); ab 1625 König von England, Schottland und Irland; 1649 durch das Parlament des Hochverrats angeklagt und hingerichtet; seit 1611 Ritter des Hosenbandordens.

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König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

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Levin Fischer

Anm.: Geboren in Osterwieck; Mediziner, Chemiker und Poet; Studium in Helmstedt (1605, 1616 Promotion zum Dr. med.) und Jena (1638/47); bis 1651 Arzt in Braunschweig; seit 1651 Stadtarzt und fürstlicher Leibarzt in Bernburg (noch 1656).

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Christian Flemming

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgers Petrus Flemming; 1603-1606 Pfarrer in Osternienburg; 1606-1641 Pfarrer in Wulfen; 1641-1653 Pfarrer in Natho; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 248.
Königin Anna von Frankreich und Navarra
Geburtsname: Infantin Anna von Spanien

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Tochter des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); 1615-1643 Ehe mit König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); 1643-1651 Regentin von Frankreich.

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König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

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Johann Freher

geb. 1622
gest. 1651
Anm.: Geboren in Nürnberg; Studium in Altdorf, Genf (1640) und Leiden (1645); seit 1646 französischsprachiger Prediger der reformierten Gemeinde in Altona.

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Graf Egon VIII. von Fürstenberg

geb. 1588
gest. 1635
Anm.: Sohn des Grafen Friedrich von Fürstenberg (1563-1617); 1616-1619 Domherr in Köln; seit 1619 kaiserlicher Kämmerer; bayerischer Obrist (1619-1629 und 1633-1635) und Generalzeugmeister (1634); auch Rat und Hofmarschall; 1622/23 bayerischer Bevollmächtigter auf dem Regensburger Fürstentag; kaiserlicher Obrist (1630), Generalfeldwachtmeister (1631) und Feldzeugmeister (1635).

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Antoine Garissoles

geb. 1587
gest. 1651
Anm.: Reformierter Pfarrer in Montauban.

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Peter Gartze

geb. 1612
gest. 1674
Anm.: Aus Hamburg stammender Jurist und Autor, der als Respondent an der Universität Wittenberg tätig war.

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Hans Heinrich Gau

Anm.: Pirnaer Handelsmann, der ab dem Jahr 1650 eine Saaleschleuse in Bernburg bauen wollte; 1661-1664 Salzfaktor in Dresden.
N. N. von Grimmberg, genannt Altenbockum (1)

Anm.: Um 1651 Angehöriger des westfälischen Adelsgeschlechts.
Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Johann Christian Hammel
Johann Christian Hamel

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgermeisters Friedrich Hammel (geb. ca. 1545); ab 1650 Hauslehrer der Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); spätestens seit 1656 Stadtvogt in Bernburg; später zudem fürstlicher Rat.
Martin Haug
Martin Hauke

Anm.: Um 1638 fürstlicher Bediensteter in Bernburg; um 1643 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); danach bis 1647 Lakai von deren Gemahl Christian II.; um 1648/49 braunschweigisch-lüneburgischer Soldat; seit 1650 erneut fürstlicher Lakai in Bernburg (noch 1655).
Zacharias Haug
Zacharias Hugk

Anm.: Im Juni 1637 Junge im Tross des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1638 Trompeter des Herzogs Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658); um 1650/56 fürstlicher Trompeter in Bernburg.
Landgräfin Amalia Elisabeth von Hessen-Kassel
Geburtsname: Gräfin Amalia Elisabeth von Hanau-Münzenberg

geb. 1602
gest. 1651
Anm.: Tochter des Grafen Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg (1576-1612); 1619-1637 Ehe mit Landgraf Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); 1637-1650 Regentin der Landgrafschaft Hessen-Kassel für ihren unmündigen Sohn Wilhelm VI. (1629-1663).

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Landgraf Ernst von Hessen-Rheinfels
Landgraf Ernst von Hessen-Kassel

geb. 1623
gest. 1693
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1641 Volontär in französischen Kriegsdiensten; danach hessisch-kasselischer Kapitän (1642), Obristleutnant (1643), Obrist (1645) und Generalwachtmeister (1648); seit 1649 Titularlandgraf von Hessen-Rheinfels unter der Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel; 1651 Konversion zum katholischen Glauben; Erbe der Mediat-Landgrafschaften Hessen-Eschwege (1655) und Hessen-Rotenburg (1658); 1663 Ernennung zum kaiserlichen Feldmarschallleutnant (Stellung jedoch nicht angetreten).

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N. N. Hildebrandt (1)

Anm.: Um 1651 Schuster in Harzgerode.
N. N. Hildebrandt (2)

Anm.: Um 1651 Ehefrau des Harzgeröder Schusters N. N. Hildebrandt (1).
Kaspar Hilliger

geb. 1589/90
gest. 1653
Anm.: Bürger und Handelsmann in Bernburg.
Lorenz von Hofkirchen

geb. 1606
gest. 1656
Anm.: Sohn des Wolfgang von Hofkirchen (1555-1611); 1620 Ächtung und Emigration wegen Teilnahme am böhmisch-österreichischen Ständeaufstand; kursächsischer Obrist (1631-1633) und Generalwachtmeister (1632/33); 1633-1638 schwedischer Generalleutnant unter Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); 1639-1644 kaiserlicher Feldmarschallleutnant.

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Graf Gustaf Carlsson Horn af Björneborg

geb. 1592
gest. 1657
Anm.: Sohn des finnischen Adligen Carl Henriksson Horn (gest. 1601); ab 1618 Kammerherr des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); schwedischer Obrist (1621) und Feldmarschall (1628); seit 1625 Reichsrat; 1632-1634 Oberbefehlshaber des schwedischen Heeres im Heiligen Römischen Reich; 1634-1642 bayerischer Kriegsgefangener; ab 1643 Vizepräsident des Kriegsrats; 1652/53 Generalgouverneur in Livland; seit 1653 Reichsmarschall und Präsident des Kriegsrats; 1651 Erhebung in den Grafenstand.

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Jesus Christus
Jesus von Nazareth

Anm.: Biblische Figur.

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Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Christian Heinrich Jonius

geb. 1648
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Bartholomäus Jonius (1603-1657).
Charles François de Joyeuse
Comte François Charles de Grandpré

geb. 1620
gest. 1680
Anm.: Sohn des Antoine François de Joyeuse, Comte de Grandpré (ca. 1602-1631); seit 1631 Comte de Grandpré; Gouverneur von Mouzon, Beaumont undt Argonne; französischer Obrist und Lieutenant-général des armées du roi.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Eleonora (Magdalena)
Königin Eleonora (Magdalena) von Böhmen
Königin Eleonora (Magdalena) von Ungarn
Erzherzogin Eleonora (Magdalena) von Österreich
Geburtsname: Eleonora (Maddalena) Gonzaga di Nevers

geb. 1630
gest. 1686
Anm.: Tochter des Carlo II Gonzaga di Nevers, Duc de Mayenne et d'Aiguillon (1609-1631); 1651-1657 Ehe mit Kaiser Ferdinand III. (1608-1657).

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İslâm III. Giray Khan (Krim)

geb. 1604
gest. 1654
Anm.: Sohn des Krim-Khans Selâmet I. Giray (1558-1610); seit 1644 Krim-Khan.

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Ewald von Kleist

geb. ca. 1615
gest. 1689
Anm.: Sohn des Georg von Kleist (gest. 1635); 1642-1648 kurbrandenburgischer Hof- und Kammergerichtsrat; ab 1644 auch Rittmeister; 1648-1662 Wirklicher Geheimer Rat und kurfürstlicher Kammerherr; 1653-1662 Präsident der Regierung von Hinterpommern in Kolberg und Amtshauptmann von Marienfließ; 1663 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1667 kurbayerischer Geheimer Hofrat und Pfleger von Rottenburg (Niederbayern); ab 1674 Hofratspräsident; seit 1682 kurfürstlicher Kämmerer; 1682-1686 oberpfälzischer Vizestatthalter; ab 1686 Kriegsratspräsident und Kanzler der Oberpfalz; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ergetzliche"); vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 517.

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Katharina Tugendreich von dem Knesebeck
Geburtsname: Katharina Tugendreich von Börstel

gest. nach 1689
Anm.: Tochter des kurbrandenburgischen Rats Ludwig von Börstel (ca. 1585-1631); um 1649/56 fürstliche Kammerjungfer in Dessau; seit 1660 Ehe mit Thomas (3) von dem Knesebeck (1628-1689).
Thomas (2) von dem Knesebeck

geb. 1594
gest. 1658
Anm.: Sohn des Thomas von dem Knesebeck (1559-1625); Erbherr auf Tylsen; ab 1618 kurbrandenburgischer Kammergerichtsrat; 1626-1646 Landeshauptmann der Altmark und Kreiskommissar; seit 1646 Direktor der Amtskammer in Cölln/Spree und kurbrandenburgischer Wirklicher Geheimer Rat; ab 1651 Interimsvorsitzender des Kammergerichts; seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Emsige").

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Graf Hans Christoph von Königsmarck

geb. 1600
gest. 1663
Anm.: Sohn des Konrad von Königsmarck (gest. vor 1621) auf Kötzlin; ab 1616 Page am Woffenbütteler Hof; 1620-1630 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Fähnrich; schwedischer Rittmeister (1631), Major (1633), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1640), Generalleutnant (1645) und Feldmarschallleutnant (1648); seit 1645 Generalgouverneur der Stifter Bremen und Verden; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Grafenstand; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Streitende").

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Hans Kornführer

Anm.: Um 1651/54 Visionen habender Bürger in Zerbst.
Kasimir Dietrich von Krage

geb. 1615
gest. 1667
Anm.: Sohn des Heinrich von Krage (gest. 1630); Erbherr auf Gödnitz und Schrenz; 1631-1635 in schwedischen Kriegsdiensten, u. a. als Fähnrich (1634); 1635-1637 kursächsischer Kornett; vor 1650 fürstlicher Hofjunker, ab 1650 Kammerjunker und um 1654 Stallmeister in Zerbst; seit 1658 Zerbster Amtshauptmann; ab 1665 anhaltisch-zerbstischer Hofmarschall, Landeshauptmann und Kammerrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlbestehende"); vgl. Johann Dürr: Scutum Fidei Nobilissimum [...], Zerbst 1667, fol. G r-Hij v.

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Johann Kreuzbergen

gest. 1651
Anm.: Um 1651 Hirte in Kleinpaschleben.
Heinrich von Krosigk

geb. 1631
gest. 1705
Anm.: Sohn des Heinrich von Krosigk (gest. 1637); Erbherr auf Alsleben und Piesdorf; spätestens 1645 bis 1648 Page der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); herzoglich-magdeburgischer Land- und Kriegskommissar des Saalkreises.
Jean de La Haye

Anm.: Seigneur de Vantelet; 1639-1665 französischer Botschafter in Konstantinopel.
Henri (2) de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri (2) de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri (1) de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

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Henri-Charles de La Trémoïlle
Prince Henri-Charles de Talmont
Prince Henri-Charles de Tarente

geb. 1620
gest. 1672
Anm.: Sohn des Henri de La Trémoïlle, Duc de Thouars (1598-1674); 1628 mit dem Vater Konversion zum katholischen Glauben; ab 1638 in niederländischen Kriegsdiensten; 1640 Rekonversion zum Calvinismus; seit 1648 Prince de Talmont et de Tarente; 1651-1653 einer der Führer der Fronde; 1656 deswegen mehrmonatige Haft; danach bis 1668 wieder in niederländischen Kriegsdiensten; 1670 erneute Konversion zum katholischen Glauben.

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Ernst Gottlieb (von) Lampe

geb. ca. 1640
gest. 1675
Anm.: Sohn des Ernst Konrad (von) Lampe (gest. 1644); Erbherr auf Güsten; um 1650/56 fürstlicher Page in Bernburg; spätestens 1666 in kurmainzischen Kriegsdiensten in Erfurt, um 1668 als Leutnant; zuletzt kaiserlicher Leutnant.
N. N. von der Lancken (4)

Anm.: Sohn des Wolf von der Lancken; um 1651 vermutlich im Dienst der verwitweten Herzogin Eleonora Maria von Mecklenburg-Güstrow (1600-1657).
Albert de Ligne
Prince Albert de Barbançon

geb. 1600
gest. 1674
Anm.: Sohn des Robert de Ligne, ab 1614 Prince de Barbançon (1564-1614); 1618-1620 in kaiserlichen Kriegsdiensten unter Comte Charles-Bonaventure de Buquoy (1571-1621); spanischer Hauptmann (1620), General (1622-1634) und Generalkapitän der Artillerie (1658-1660); 1634-1642 Verhaftung wegen seiner französischen Kontakte; seit 1628 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Anna Justina von Lilgenau
Geburtsname: Anna Justina von Börstel

geb. 1623
gest. 1672
Anm.: Tochter des kurbrandenburgischen Rats Ludwig von Börstel (ca. 1585-1631); um 1663 Kammerjungfer der Herzogin Louise von Schlesien-Ohlau-Wohlau (1631-1680); später Ehe mit dem schlesisch-briegischen Forst- und Jägermeister Friedrich von Lilgenau (gest. 1690) zu Ohlau.
Charles II de Lorraine
Duc Charles II d' Elbeuf
Comte Charles II de Lillebonne
Comte Charles II de Rieux

geb. 1596
gest. 1657
Anm.: Sohn des Charles I de Lorraine, Duc d'Elbeuf (1556-1605); ab 1605 Duc d'Elbeuf sowie Comte de Lillebonne et de Rieux; seit 1607 gemeinsame Erziehung mit dem späteren König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); Gouverneur der Normandie und Picardie; 1631-1642 Exil in Brüssel; 1649 Teilnahme an der Fronde; 1652 Kommandeur der französischen Armee in Flandern.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Charles III de Lorraine
Duc Charles III d' Elbeuf
Comte Charles III de Lillebonne
Comte Charles III de Rieux

geb. 1620
gest. 1692
Anm.: Sohn des Charles II de Lorraine, Duc d'Elbeuf (1596-1657); ab 1657 Duc d'Elbeuf sowie Comte de Lillebonne et de Rieux; in französischen Kriegsdiensten, zuletzt als Lieutenant-général des Armées du Roi (1648); seit 1652 Gouverneur der Picardie und des Artois.
Charlotte-Marie de Lorraine

geb. 1627
gest. 1652
Anm.: Tochter des Claude de Lorraine, Duc de Chevreuse (1578-1657).

Weiterführende Informationen in VIAF
François-Louis de Lorraine
Comte François-Louis d' Rieux
Comte François-Louis d' Harcourt

geb. 1627
gest. 1694
Anm.: Sohn des Charles II de Lorraine, Duc d'Elbeuf (1596-1657); ab 1657 Comte de Rieux; seit 1666 Comte d'Harcourt.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
François-Marie de Lorraine
Duc François-Marie de Joyeuse
Prince François-Marie de Lillebonne

geb. 1624
gest. 1694
Anm.: Sohn des Charles II de Lorraine, Duc d'Elbeuf (1596-1657); ab 1645 in französischen Kriegsdiensten, u. a. als Maréchal de camp (1649) und Lieutenant-général des Armées du Roi (1651); ab 1657 Prince de Lillebonne; seit 1693 Duc de Joyeuse.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Marie de Lorraine
Duchesse Marie de Chevreuse
Marie d' Albert
Duchesse Marie de Luynes
Geburtsname: Marie de Rohan

geb. 1600
gest. 1679
Anm.: Tochter des Hercule de Rohan, Duc de Montbazon (1568-1654); 1615-1617 Hofdame der Königin Anna von Frankreich (1601-1666); 1617-1621 erste Ehe mit Charles d'Albert, Duc de Luynes (1578-1621); 1622-1657 zweite Ehe mit Claude de Lorraine, Duc de Chevreuse (1578-1657).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Karl IV. von Lothringen und Bar

geb. 1604
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); seit 1625 Herzog von Lothringen und Bar; 1634 vorübergehende Abdankung zugunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670); zwischen 1634 und 1641, 1641 und 1661 sowie 1670-1675 durch französische Besetzung seines Herzogtums mehrfach von der Regierung abgehalten; 1654-1659 in spanischer Gefangenschaft.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Johann Lorenz von Lucke

gest. 1684
Anm.: Sohn des kaiserlichen Rats Kaspar von Lucke (gest. 1655?); seit 1651 Erbherr auf Waldau; schwedischer Obristleutnant.
Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Daniel Marggraf

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Dröbeler Lehrers Philipp Marggraf (gest. 1645); ab 1637 Studium am Zerbster Gymnasium Illustre; 1643-1663 Pfarrer in Waldau; 1663/64 übergangsweise Schulrektor in Bernburg; seit 1664 Pfarrer an der Bernburger Nikolaikirche; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 347.

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Johann von Mario zu Gammerslewe
Johan van Mario

geb. ca. 1574
gest. 1651
Anm.: Ab 1598 in den Niederlanden lebender Italiener; 1619/20 Obristleutnant unter Graf Georg Friedrich von Hohenlohe-Weikersheim (1569-1645) bzw. Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); seit 1622 im Dienst der Fürsten von Oranien, zuletzt als Obrist (um 1629/30); 1624/25 Hofmeister des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg; ab 1624 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Goldgelbe").
Johann Heinrich von Mario zu Gammerslewe
Johan Hendrik van Mario

geb. 1609/10
gest. 1678
Anm.: Sohn des Johann von Mario zu Gammerslewe (ca. 1574-nach 1650); niederländischer Fähnrich (um 1629/30), Capitänleutnant (um 1646/55), Capitain, Major (1668), Obristleutnant (1672), Obrist (um 1674) und Gouverneur von Hulst.
Philipp May
Philipp Mey(er)

geb. ca. 1593
Anm.: Aus Hanau stammender Exulant, der sich lange in den Niederlanden aufhielt; seit 1649 im Dienst des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1653).
Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

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Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

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Herzog Gustav Adolf von Mecklenburg-Güstrow
Administrator Gustav Adolf von Ratzeburg

geb. 1633
gest. 1695
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636) und Neffe Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1636-1648 Administrator des Stifts Ratzeburg; ab 1654 regierender Herzog von Mecklenburg-Güstrow; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefällige").

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Herzog Christian Ludwig I. von Mecklenburg-Schwerin

geb. 1623
gest. 1692
Anm.: Sohn des Herzogs Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin (1588-1658); 1654 spanischer Generalwachtmeister; seit 1658 regierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin; 1659-1688 Aufenthalt in Frankreich; 1663 Konversion zum katholischen Glauben.

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Johann Abraham Menzelius

geb. 1624
gest. 1665
Anm.: Sohn des Berliner Dompredigers Joachim Menzelius (1586-1638); 1651-1653 Diakon in Ballenstedt; 1651-1654 zudem Hauslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); 1653-1655 Pfarrer in Altenburg (bei Nienburg/Saale); seit 1655 Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.
Bernhard Meyer

geb. 1599
Anm.: Angehöriger des Basler Achtbürger- und Ratsgeschlechts Meyer zum Pfeil; Studium in Basel (1613); um 1636/37 schwedischer Obristleutnant; ab 1637 Erbherr auf Waldau; 1639/40 mecklenburgisch-güstrowischer Gesandter; seit 1639 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gültige").
Martin Milag(ius)

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Schreibers Jakob Milag (1561-1637) aus Triestewitz bei Torgau; 1619-1622 Rechtsstudium in Frankfurt/Oder; 1622 Lic. jur.; 1623-1626 Advokat in Zerbst; 1626-1632 Amtmann von Bernburg; ab 1631 auch anhaltisch-bernburgischer Rat; 1632-1634 Rat im Hochstift Halberstadt unter dem schwedischen Statthalter Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dessen und Fürst Augusts von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) Rat; seit 1635 anhaltischer Gesamtrat; daneben anhaltisch-zerbstischer (1637-1645) und anhaltisch-dessauischer Kanzler (ab 1654); zudem anhaltischer Gesandter auf dem Frankfurter Konvent (1634), auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück (1645-1648) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mindernde").

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Tobias Mylius

gest. 1651
Anm.: Spätestens ab 1631 Adjunktprediger und seit 1642 Prediger der reformierten Gemeinde in Altona.
Graf bzw. Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen

geb. 1604
gest. 1679
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Nassau-Siegen (1561-1623); ab 1621 in niederländischen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (1629), Generalleutnant (1644) und Feldmarschall (1668); 1636-1644 Gouverneur, Kapitän und Ober-Admiral von Niederländisch-Brasilien; seit 1647 kurbrandenburgischer Statthalter von Kleve, Mark und Ravensberg; 1652 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1652 Herrenmeister des Johanniter-Ordens der Balley Brandenburg; 1674-1676 Gouverneur von Utrecht; seit 1674 regierender Fürst von Nassau-Siegen.

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Bernard de Nogaret de La Valette
Duc Bernard de La Valette
Duc Bernard d' Épernon

geb. 1592
gest. 1661
Anm.: Sohn des Jean-Louis de Nogaret de La Valette, Duc d'Épernon (1554-1642); 1622-1649 und ab 1658 Duc de La Valette sowie Pair de France; seit 1610 Colonel général des Bandes françaises (bis 1642 unter Aufsicht seines Vaters); ab 1642 Duc d'Épernon; Gouverneur der Guyenne (1643-1651) und Bourgogne (1654-1660); seit 1645 Ritter des Hosenbandordens.

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Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

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Matthias (1) Orlob
Matthias (1) Urlob

geb. 1589
gest. 1660
Anm.: Sohn des Bernburger Kämmerers Andreas Orlob d. Ä. (gest. 1612); um 1622 Bauherr und um 1623/26 Kämmerer der Bernburger Bergstadt.
Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

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William Penn

geb. 1621
gest. 1670
Anm.: Sohn des englischen Kapitäns Giles Penn; 1642-1644 Kapitän, 1644-1648 Konteradmiral, 1648-1650 Vizeadmiral und 1650-1652 Kommandant der Südflotte der Kriegsmarine des Parlaments; 1653/54 General der englischen Flotte; 1654/55 Kommandant der Westindien-Flotte; seit 1660 Commissioner of the Navy Board und Mitglied des Parlaments (House of Commons).

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Titus Petronius Arbiter

geb. ca. 14
gest. 66
Anm.: Römischer Senator und Schriftsteller.

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Pfalzgräfin Katharina Charlotte von Pfalz-Neuburg
Geburtsname: Pfalzgräfin Katharina Charlotte von Pfalz-Zweibrücken

geb. 1615
gest. 1651
Anm.: Tochter des Pfalzgrafen Johann II. von Pfalz-Zweibrücken (1584-1635); seit 1631 Ehe mit Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1578-1653).

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Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg
Herzog Wolfgang Wilhelm von Jülich und Berg

geb. 1578
gest. 1653
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Philipp Ludwig von Neuburg (1547-1614); 1613 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1614 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg sowie Herzog von Jülich und Berg; seit 1615 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Pfalzgraf Eduard von Pfalz-Simmern

geb. 1625
gest. 1663
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1645 heimliche Konversion zum katholischen Glauben; seit 1649 Ritter des Hosenbandordens.

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Pfalzgräfin Elisabeth von Pfalz-Simmern
Äbtissin Elisabeth (1) von Herford

geb. 1618
gest. 1680
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); ab 1661 Koadjutorin und seit 1667 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Herford.

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Pfalzgräfin Katharina Sophia von Pfalz-Simmern

geb. 1595
gest. 1665
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); nach 1621 Leben am kurfürstlichen Hof in Berlin bzw. Crossen (Oder).

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Pfalzgraf Moritz von Pfalz-Simmern

geb. 1621
gest. 1652
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637 in niederländischen Kriegsdiensten; 1638/39 vermutlich zu Studienzwecken in Paris; 1640-1642 in schwedischen Kriegsdiensten; royalistischer Obrist (1642) und Generalleutnant (1643) im englischen Bürgerkrieg; 1646 Rückkehr in die Niederlande; 1648 in niederländischen Kriegsdiensten; seit 1649 Vizeadmiral einer kleinen englisch-royalistischen Flotte unter seinem Bruder Ruprecht (1619-1683), die 1651 zur Freibeuterei überging; 1652 Tod in der Karibik bei einem Schiffbruch; seit 1649 Ritter des Hosenbandordens.

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Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb. 1619
gest. 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647/48 französischer Maréchal de camp; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistischen Flotte, die 1651 zur Freibeuterei überging; 1653-1655 Master of the Horse; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee und des Admirality Committee; ab 1668 Lord High Admiral; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

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Pfalz, Haus
Kurfürsten von der Pfalz
Pfalzgrafen bei Rhein

Anm.: Rheinpfälzischer Zweig der reichsfürstlichen Wittelsbacher-Dynastie.

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Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

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Anna (2) Plato
Geburtsname: Anna Leising
Anna Kiesewetter

geb. 1601
gest. 1676
Anm.: Tochter des Bernburger Schenken Georg Leising; seit 1632 erste Ehe mit Christian Kiesewetter, Amtsschreiber in Harzgerode (gest. vor 1651); seit 1651 zweite Ehe mit dem Bernburger Superintendenten Joachim Plato (1590-1659).
Joachim Plato

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Sohn des Amberger Pfarrers und Kircheninspektors Matthius Plato (1545-1617); 1619-1625 Pfarrer in Nittenau/Regen; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Hoym; 1638-1642 Pfarrer in Ballenstedt; seit 1642 Superintendent und Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 379f.

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Johann Joachim Plato

geb. 1627
gest. 1672
Anm.: Sohn des Hoymer Pfarrers und späteren Bernburger Superintendenten Joachim Plato (1590-1659); 1651-1653 Pfarrer in Altenburg (bei Nienburg/Saale); 1653-1672 Pfarrer in Sandersleben; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 380.

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König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Königin Louise Maria von Polen
Großfürstin Louise Maria von Litauen
Geburtsname: Maria Luisa Gonzaga di Nevers

geb. 1611
gest. 1667
Anm.: Tochter des Carlo I Gonzaga, Duc de Nevers et Rethel (1580-1637); 1645-1648 erste Ehe mit König Wladislaw IV. von Polen (1595-1648); seit 1649 zweite Ehe mit König Johann II. Kasimir von Polen (1609-1672).

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N. N. Primrose

gest. 1651
Anm.: Englischer Adliger; um 1646 in Den Haag.
Georg II. Rákóczi
II. Rákóczi György
Fürst Georg II. von Siebenbürgen

geb. 1621
gest. 1660
Anm.: Sohn des Georg I. Rákóczi, Fürst von Siebenbürgen (1593-1648); ab 1642 (Mit-)Fürst und seit 1648 allein regierender Fürst von Siebenbürgen.

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Henrietta Maria Rákóczi
Rákóczi Henrietta Mária
Gräfin Henrietta Maria von Munkatsch
Geburtsname: Pfalzgräfin Henrietta Maria von Pfalz-Simmern

geb. 1626
gest. 1651
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1651 Ehe mit Sigismund II. Rákóczi, Graf von Munkatsch (1622-1652).

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Abraham Rambour

geb. ca. 1590
gest. 1651
Anm.: Theologiestudium an der Akademie in Sedan; ab 1611 Pfarrer und seit 1616 Professor für Theologie an der Akademie in Sedan.

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Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Georg Eberhard Reinschmidt

geb. 1625
gest. 1660
Anm.: Sohn des Dessauer Amtsschreibers Christian Reinschmidt; 1647/48 Lehrer in Raguhn; 1648/49 Konrektor und Kantor in Bernburg; 1649-1651 Pastor in Hecklingen; 1650-1656 Pfarrer in Giersleben; seit 1656 Diakon in Ballenstedt; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 390.
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Helena von Rindtorf
Geburtsname: Helena Bohusch von Ottoschütz
Helena Bohuš z Otěšic

Anm.: Tochter des böhmischen Adligen Bohuslaus Bohusch von Ottoschütz; 1628 Emigration nach Annaberg in Sachsen; spätestens 1643 Hofjungfer in Bernburg; danach bis 1649 Kammer- bzw. Hofjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675) bzw. der fürstlichen Fräulein; seit 1649 Ehe mit Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Michael Ringk

Anm.: Seit 1650 fürstlicher Lakai in Bernburg; um 1657 Amtsschreiber in Ballenstedt.
André Rivet

geb. 1572
gest. 1651
Anm.: Sohn des Jean Rivet; Theologiestudium in Bern, in Orthez (1592) und La Rochelle; ab 1595 Hofkaplan des Claude de La Trémoïlle, Duc de Thouars (1566-1604) sowie Pfarrer in Thouars (bis 1620); 1621-1646 Professor für Theologie in Leiden; ab 1630 zugleich Pfarrer in Den Haag; seit 1632 Hauslehrer und Erzieher des Grafen Wilhelm II. von Nassau-Dillenburg (1626-1650); seit 1646 Direktor der Hohen Schule in Breda.

Weiterführende Informationen in VIAF
N. N. von Rockhausen (1)

Anm.: Um 1651 Angehörige des thüringisch-obersächsischen Adelsgeschlechts.
Ludwig Röber
Ludwig Rober

geb. 1619/20
gest. 1687
Anm.: Bruder des Prinzenlehrers Christian Röber; ab 1643 in anhaltisch-bernburgischen Diensten; bis 1650 fürstlicher Gutsverwalter in Baalberge; 1650-1656 Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1653 zugleich Gutsbesitzer in Baalberge; um 1673 Richter in Baalberge.
Georg Ehrenreich (1) von Roggendorf

geb. 1596
gest. 1652
Anm.: Sohn des Kaspar von Roggendorf (gest. 1598); 1620 Ächtung und Enteignung wegen Teilnahme am böhmisch-österreichischen Ständeaufstand; darauf Leben im Exil, nach kaiserlicher Begnadigung (1628) niederösterreichischer Landstand und Hausbesitzer in Wien; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Geduldige").
Johannes (Nikolaus) Rulicius

geb. 1602
gest. 1666
Anm.: Geboren in Kirchberg (Hunsrück); Studium in Herborn (1623) und England (bis 1628); ca. 1630/31 Pfarrer in Dorchester; 1635 Pfarrer der englisch-reformierten Kirche in Heidelberg; ab 1636 englischer und seit 1639 deutscher reformierter Prediger in Amsterdam; daneben vor allem Sammler von Spendengeldern für protestantische Glaubensflüchtlinge.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog August (1) von Sachsen-Weißenfels
Administrator August von Magdeburg

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1635/38 Administrator des Erzstifts Magdeburg; seit 1657 zugleich regierender Herzog von Sachsen-Weißenfels (kursächsische Sekundogenitur); ab 1643 Mitglied und seit 1662 drittes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgeratene").

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Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

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Kurfürst Johann Georg II. von Sachsen

geb. 1613
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1656 Kurfürst von Sachsen; seit 1658 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Preißwürdige"); ab 1668 Ritter des Hosenbandordens.

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Moses Saul

Anm.: Um 1651 Bediensteter in des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg Diensten.
Charles-Amédée de Savoie-Nemours
Duc Charles-Amédée de Nemours
Duc Charles-Amédée d' Aumale
Duc Charles-Amédée de Genevois

geb. 1624
gest. 1652
Anm.: Sohn des Henri I de Savoie-Nemours, Duc de Nemours (1572-1632); ab 1641 Duc de Nemours, de Genevois et d'Aumale; seit 1646 in französischen Kriegsdiensten; 1651/52 Teilnahme an der Fronde; 1652 Tod im Duell.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Balthasar von Schrattenbach

Anm.: Steirischer Adliger; vor 1629 Emigration aus der Steiermark; in den 1640er Jahren Exulant in Bremen; 1642 Interimshofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); um 1653/54 in Hannover; möglicherweise seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Versichernde").

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Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
Graf Christian Günther von Schwarzburg-Arnstadt
Graf Christian Günther II. von Schwarzburg-Sondershausen

geb. 1616
gest. 1666
Anm.: Sohn des Grafen Christian Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen (1578–1642); 1642-1651 gemeinsam mit seinen Brüdern Anton Günther I. (1620-1666) und Ludwig Günther II. (1621-1681) regierender Graf von Schwarzburg-Sondershausen; ab 1651 alleiniger Regent in Arnstadt; seit 1651 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlbewährte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Ludwig Günther von Schwarzburg-Ebeleben
Graf Ludwig Günther II. von Schwarzburg-Sondershausen

geb. 1621
gest. 1681
Anm.: Sohn des Grafen Christian Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen (1578–1642); 1642-1651 gemeinsam mit seinen Brüdern Christian Günther II. (1616-1666) und Anton Günther I. (1620-1666) regierender Graf von Schwarzburg-Sondershausen; ab 1651 alleiniger Regent in Ebeleben und seit 1666 auch in Arnstadt; ab 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Entlähmende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Anton Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen

geb. 1620
gest. 1666
Anm.: Sohn des Grafen Christian Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen (1578-1642); 1642-1651 gemeinsam mit seinen Brüdern Christian Günther II. (1616-1666) und Ludwig Günther II. (1621-1681) regierender Graf von Schwarzburg-Sondershausen; ab 1651 alleiniger Regent in Sondershausen; seit 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielgültige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Graf Christian Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen

geb. 1578
gest. 1642
Anm.: Sohn des Grafen Johann Günther I. von Schwarzburg-Sondershausen (1532-1586); seit 1586 gemeinsam mit seinen Brüdern Günther XLII. (1570-1643), Anton Heinrich (1571-1638) und Johann Günther II. (1577-1631) regierender Graf von Schwarzburg-Sondershausen (bis 1599 unter Vormundschaft).

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Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

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König Karl X. Gustav von Schweden
Herzog Karl Gustav von Bremen und Verden
Pfalzgraf Karl Gustav von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg

geb. 1622
gest. 1660
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1589-1652); schwedischer Rittmeister (1642), Obrist (1643) und ab 1648 oberster Befehlshaber der Armee im Heiligen Römischen Reich; 1649 Ernennung zum Thronfolger durch den schwedischen Reichstag auf Betreiben seiner Cousine Königin Christina von Schweden (1626-1689); seit 1654 König von Schweden sowie regierender Herzog von Bremen und Verden; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabene").

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Hannibal Sehested

geb. 1609
gest. 1666
Anm.: Sohn des Claus Maltesen Sehested (1558-1612); ab 1632 königlicher Hofjunker; mehrfach diplomatische Missionen; 1637-1639 Hofmeister des Königssohnes Graf Waldemar Christian von Schleswig-Holstein (1622-1656); 1640-1651 Reichsrat; 1642-1651 Generalgouverneur von Norwegen; 1651-1658 Leben im Ausland; seit 1660 Reichsschatzmeister und erneut Reichsrat.

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Gottlob Sekyrka von Sedschitz
Bohuslav Sekerka ze Sedčic

gest. 1658
Anm.: Sohn des Ladislaus Sekyrka von Sedschitz (gest. 1620); böhmischer Exulant in Freiberg (1624-1630), Meißen, Pirna (vor 1635 und um 1639), Dresden (um 1635) und Zittau (um 1640); 1651-1656 Hofmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; nach 1656 vermutlich wieder in Pirna.
Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

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António de Sousa de Macedo

geb. 1606
gest. 1682
Anm.: Sohn des Gonçalo de Sousa de Macedo; 1641 portugiesischer Botschaftssekretär in England; danach selbst Botschafter des Königreichs Portugal in London (1642-1646) und Den Haag (1650/51); 1662-1666 königlicher Staatssekretär; seit 1665 Kapitän der Ilha Grande de Joanes (Brasilien); Tätigkeit als Schriftsteller.

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Oliver St John

geb. ca. 1598
gest. 1673
Anm.: Sohn des Oliver St John of Cayshoe; ab 1615 Studium der Rechte in Cambridge; 1626 Zulassung als Advokat; 1640-1653 Mitglied des Parlaments (House of Commons); 1641-1648 Solicitor General for England and Wales; 1648-1160 Chief Justice of the Common Pleas; 1651 englischer Gesandter in Den Haag; seit 1651 Kanzler der Universität Cambridge.

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Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Walter Strickland

geb. ca. 1598
gest. 1671
Anm.: Sohn des Walter Strickland of Boynton (gest. 1636); 1618 Aufnahme in das Gray's Inn als Barrister (Anwalt); ab 1619 Studium in Cambridge; 1642-1650 Gesandter des englischen Parlaments bei den niederländischen Generalstaaten in Den Haag; 1645-1660 Mitglied des House of Commons (mit Unterbrechungen); 1651 Teilnahme an einer Gesandtschaft in den Niederlanden; 1651/52 zudem Mitglied des Council of State; seit 1654 Hauptmann (Captain) der Leibwache des Lordprotektors Oliver Cormwell (1599-1658); 1657-1660 Mitglied des House of Lords; 1658/59 Mitglied im Rat von Richard Cromwell (1626-1712); 1659 Mitglied im Committee of Safety; 1660 Rückzug von allen Ämtern.

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Sultan (Osmanisches Reich) Ibrahim

geb. 1615
gest. 1648
Anm.: Sohn von Sultan Ahmed I. (1590-1617); seit 1640 Sultan des Osmanischen Reiches.

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Sultan (Osmanisches Reich) Mehmed IV.

geb. 1642
gest. 1693
Anm.: Sohn von Sultan Ibrahim (1615-1648); 1648-1687 Sultan des Osmanischen Reiches.

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Wolfgang Sutorius

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des späteren Ballenstedter bzw. Bernburger Pfarrers Leonhard Sutorius (1576-1642); bis 1643 fürstlicher Amtsschreiber in Harzgerode; 1646-1648 fürstlicher Gutsverwalter in Zepzig; seit 1648 Korn- und um 1649/54 Amtsschreiber in Bernburg.
Cäcilie Christina Theopold
Geburtsname: Cäcilie Christina Flemming

Anm.: Tochter des Wulfener Pfarrers Christian Flemming (1575-1653); 1627-1651 Ehe mit dem Bernburger Hofprediger Konrad Theopold (1600-1651).
Konrad Theopold

geb. 1600
gest. 1651
Anm.: Sohn des Amesdorfer Pfarrers Johannes Theopold (1563-1626); Schulbesuch am Gymnasium zu Zerbst, Studium in Frankfurt a. d. Oder; 1626-1637 Pfarrer in Natho; 1637-1644 Diakon an St. Bartholomäi in Zerbst (Entlassung als Reformierter); seit 1645 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 445.

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Graf Lennart Torstensson af Ortala

geb. 1603
gest. 1651
Anm.: Sohn des Torsten Lennartsson (1561-1631); ab 1618 Page des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); seit 1624 in schwedischen Kriegsdiensten als Obristleutnant (1628), Obrist (1630), General (1632) und Feldmarschall (1641); ab 1641 auch Reichsrat; 1641-1648 Generalgouverneur von Pommern; seit 1648 Generalgouverneur von Västergötland, Dalsland, Värmland und Halland; 1647 Erhebung in den Grafenstand.

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Maarten Harpertszoon Tromp

geb. 1598
gest. 1653
Anm.: Sohn des niederländischen Marineoffiziers Harpert Maertenz van der Wel, ab 1607 van der Tromp (gest. 1610); seit 1607 Schiffsjunge; nach 1612 Werftarbeiter in Rotterdam; Quartiermeister (1617), Steuermann (1618), Leutnant (1622), Kapitän (1624), Fahnenkapitän (1629) sowie Admiral von Holland und Westfriesland (1637) in der niederländischen Marine.

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Graf Corfitz Ulfeldt af Sölvesborg

geb. 1606
gest. 1664
Anm.: Sohn des Jakob Ulfeldt (1567-1630), ab 1609 dänischer Reichskanzler; seit 1630 Kammerjunker des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); ab 1636 dänischer Reichsrat; seit 1637 Statthalter von Kopenhagen; 1643-1651 Reichshofmeister; daneben mehrfach diplomatische Missionen, u. a. nach England (1640/42), Regensburg (1641), zu den Friedensverhandlungen mit Schweden (1645) sowie nach Den Haag und Paris (1646); 1651 nach Korruptionsverdacht und Morddrohungen Flucht in die Niederlande und nach Schwedisch-Pommern; danach schwedischer Geheimer Rat (1657-1659), Friedensunterhändler mit Dänemark (1658) und Gouverneur von Schonen (1658/59); 1659 Todesurteil wegen Hochverrat, jedoch Begnadigung; 1660 Rückkehr nach Kopenhagen und Verhaftung (bis 1661); 1663 erneutes Todesurteil (wegen Planung einer Adelsrevolte gegen die dänische Krone) und Flucht; 1641 Erhebung in den Grafenstand; seit 1658 Graf von Sölvesborg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gräfin Leonora Christina Ulfeldt af Sölvesborg
Geburtsname: Gräfin Leonora Christina von Schleswig-Holstein

geb. 1621
gest. 1698
Anm.: Tochter des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1636-1664 Ehe mit Graf Corfitz Ulfeldt af Sölvesborg (1606-1664).

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Íñigo d. J. Vélez de Guevara y Tassis
Marqués Íñigo d. J. de Guevara
Conde Íñigo d. J. de Oñate
Conde Íñigo d. J. de Villamediana

geb. 1597
gest. 1658
Anm.: Sohn des Íñigo d. Ä. Vélez de Guevara y Tassis, Conde de Oñate (1572-1644); königlicher Kämmerer; spanischer Botschafter in London (1636-1638) und Rom (1646-1648); ab 1644 Conde de Oñate und Conde de Villamediana; 1648-1653 Vizekönig von Neapel; seit 1653 Consejero de estado; ab 1653 erster Marqués de Guevara.

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Vendôme, Familie

Anm.: Französisches Adelsgeschlecht; Nebenlinie der Bourbonen.

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Marie-Madeleine de Vignerot
Duchesse Marie-Madeleine d‘ Aiguillon
Marie-Madeleine de Beauvoir du Roure de Grimoard

geb. 1604
gest. 1675
Anm.: Tochter des René de Vignerot de Pontcourlay (1561-1624) und Nichte von Kardinal Richelieu (1585-1642); ab 1638 Duchesse de Aiguillon und ab 1653 Gouverneurin auf Lebenszeit von Le Havre.

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Philippe Vincent

geb. 1600
gest. 1651
Anm.: geboren in Saumur (Maine-et-Loire); seit 1625 reformierter Pfarrer in Montauban.

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Bernhard von Waldow

geb. 1592
gest. 1658
Anm.: Sohn des Sebastian von Waldow (1564-1616); um 1617 kurbrandenburgischer Kammerjunker; seit 1618 Amtshauptmann von Marienwalde und Reetz; vor 1634 bis 1640 kurbrandenburgischer Hofmarschall; zuletzt dänischer Rat und Generalkriegskommissar.

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Christian Wilhelm von Wartensleben

geb. ca. 1632
gest. 1675
Anm.: Sohn des Johann Joachim von Wartensleben (1594-1633); 1646-1653 Page und 1653/54 Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später in niederländischen Kriegsdiensten u. a. als Capitain (1665) und Major (vor 1675).
Dietrich von dem Werder

geb. 1584
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gebhard von dem Werder (1539-1612); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Gerlebogk, Görzig und Ziebigk; Page, Kammerjunker und Stallmeister des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1610 hessisch-kasselischer Rittmeister; danach bis 1622 Geheimer Rat und Oberhofmarschall in Kassel; 1623 anhaltischer Hauptmann; 1631-1635 schwedischer Obrist; ab 1639 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1645 kurbrandenburgischer Obrist, Geheimer Rat und Amtshauptmann von Alt-Gatersleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielgekörnte"); vgl. Gottfried Coler: Der Vom Vater gegebene/ Vom Sohne ausgeführete/ Und vom H. Geiste versiegelte Raht des Heils [...], Köthen 1658, fol. Jiij v - N2 v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Juliana Ursula von dem Werder
Juliana Ursula von Krosigk
Geburtsname: Juliana Ursula von Peblis

geb. 1600
gest. 1655
Anm.: Tochter des Wilhelm von Peblis (gest. 1623) aus schottischer Adelsfamilie (Peebles); erste Ehe mit Adolf Wittich von Krosigk; seit 1629 zweite Ehe mit Dietrich von dem Werder (1584-1657).
Paris von dem Werder

geb. 1623
gest. 1674
Anm.: Sohn des Dietrich von dem Werder (1584-1657); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Reupzig und Bräsen; vor 1646 Page am Dessauer Hof; später anhaltisch-dessauischer Rat; seit 1639 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Friedfertige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Peter d. J. von Wesenbeck

geb. 1575/76
gest. 1637
Anm.: Sohn des Jenaer Rechtsprofessors und Hofrichters Peter d. Ä. von Wesenbeck (1546-1603); Studium in Jena (1591), Altdorf (1592) und Wittenberg (1595); Erbherr auf Waldau bei Bernburg.

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Joachim van Wickevoort
Joachim van Wicquefort

geb. 1596
gest. 1670
Anm.: Sohn des Antwerpener Kaufmanns Jasper Jansz van Wickevoort (1554-1634); langjähriger Agent des Herzogs Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639) in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden; seit 1639 hessisch-kasselischer Resident in Den Haag (bis mindestens 1659).

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Wietersheim, Familie

Anm.: Ursprünglich westfälisches Adelsgeschlecht.
Hans Christoph von Witzscher

geb. 1621
Anm.: Sohn des Hans Christoph (von) Witzscher (gest. 1637) auf Schortewitz; vor 1639 Kammerpage, um 1643 Page und spätestens 1645 bis 1648 Hofjunker der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); dazwischen 1639-1643 Kavalierstour durch Frankreich und die Niederlande; 1648-1650 Hofmeister der Gräfin Maria Euphrosina De la Gardie (1625-1687) in Leipzig; um 1653 Aufenthalt in Straßburg.

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Maximilian Wogau

geb. 1608
gest. 1667
Anm.: Sohn des Johann David Wogau (1582-1636); 1627-1631 Studium der Rechte in Wittenberg; 1632-1637 Reise nach Holland, England, Frankreich und Seeland; ab 1639 Verwalter des städtischen Salzpfannen-Werks, danach Kornherr (1640), Achtmann (1641), Bierherr (1642), Vorsteher der Ulrichskirche (1643), Gräfenherr (ab 1644), Vierherren-Worthalter (1649), Holzherr (seit 1650), Geheimder (ab 1658) und Stadtkämmerer (seit 1661) in Halle (Saale); außerdem Hallenser Verbindungsmann des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Matthias von Wolzogen

geb. 1588
gest. 1665
Anm.: Sohn des Andreas von Wolzogen; Erbherr auf Missingdorf; 1619/20 Teilnahme am böhmisch-österreichischen Ständeaufstand; 1620 deswegen Ächtung, Enteignung und Ausweisung aus Niederösterreich; danach Exulant an unbekannten Orten; ab 1632 in gräflich-oldenburgischen Diensten, um 1635 als Hofmeister, 1645 und 1649 ebenso als Gesandter; 1656-1658 Direktor der Regierungskanzlei und des neugeschaffenen Geheimen Rates; seit 1656 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Andeutende"); vgl. Karl August Alfred von Wolzogen und Neuhaus: Geschichte des Reichsfreiherrlich von Wolzogen’schen Geschlechts, Bd. 1, Leipzig 1859, S. 32-43.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Isabella von Württemberg-Neuenbürg
Comtesse Isabella de Hoogstraeten
Geburtsname: Isabella de Ligne-Arenberg

geb. 1623
gest. 1678
Anm.: Tochter des Albert de Ligne-Arenberg, Duc de Barbançon (1600-1674); erste Ehe mit Albert François de Lalaing Comte de Hoogstraeten; seit 1651 zweite Ehe mit Herzog Ulrich von Württemberg-Neuenbürg (1625-1682.
Herzog Ulrich von Württemberg-Neuenbürg

geb. 1617
gest. 1671
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Friedrich von Württemberg (1582-1628); 1639/40 in venezianischen Kriegsdiensten; kurbayerischer Rittmeister (1644), Obrist (1645) und Generalwachtmeister (1647); 1649-1657 spanischer General der deutschsprachigen Truppen; 1658/59 französischer Generalleutnant; 1664 kaiserlicher Offizier im Türkenkrieg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Ägäisches Meer
weiterführende Informationen
Aken
weiterführende Informationen
Altenburg
weiterführende Informationen
Altona
weiterführende Informationen
Amsterdam
weiterführende Informationen
Anhalt-Bernburg, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt, Fürstentum
weiterführende Informationen
Askanien (Aschersleben), Grafschaft
Baalberge
weiterführende Informationen
Babylon
weiterführende Informationen
Badeborn
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Barcelona
weiterführende Informationen
Basel
weiterführende Informationen
Beesen (Beesenlaublingen)
weiterführende Informationen
Berberei (Barbareskenstaaten)
weiterführende Informationen
Berlin
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bibra (Bad Bibra)
weiterführende Informationen
Bisance
Anm.: Nicht näher identifizierbarer Ort, vermutlich im Besitz der Familie Rakoczi.
Bitterfeld (Bitterfeld-Wolfen)
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Böhmen, Königreich
weiterführende Informationen
Bordeaux
weiterführende Informationen
Borgloon
weiterführende Informationen
Brandenburg, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Brandenburg, Markgrafschaft
weiterführende Informationen

Anm.: Kernland des Kurfüstentums Brandenburg.
Brasilien
weiterführende Informationen

Anm.: Kolonie des Königreichs Portugal.
Bremen
weiterführende Informationen
Brieg (Brzeg)
weiterführende Informationen
Brüssel (Brussels, Bruxelles)
weiterführende Informationen
Calbe
weiterführende Informationen
Candia (Irákleion)
weiterführende Informationen
Candia (Kreta), Königreich (Regno de Càndia)
Anm.: Bis 1667 überseeisches Territorium der Republik Venedig.
Chios, Insel
weiterführende Informationen
Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
weiterführende Informationen
Cusco
weiterführende Informationen
Dänemark, Königreich
weiterführende Informationen
Dalmatien
weiterführende Informationen
Danzig (Gdańsk)
weiterführende Informationen
Delitzsch
weiterführende Informationen
Den Haag ('s-Gravenhage)
weiterführende Informationen
Dessau (Dessau-Roßlau)
weiterführende Informationen
Diedenhofen (Thionville)
weiterführende Informationen
Dorndorf (Laucha)
weiterführende Informationen
Douai
weiterführende Informationen
Drebsdorf
weiterführende Informationen
Dresden
weiterführende Informationen
England, Commonwealth von
weiterführende Informationen
Erfurt
weiterführende Informationen
Falkenstein, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Hochstifts bzw. Fürstentums Halberstadt.
Flandern, Grafschaft
weiterführende Informationen
Frankenthal
weiterführende Informationen
Frankfurt (Main)
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Friesland, Provinz (Herrschaft)
weiterführende Informationen
Fuhne, Fluss
weiterführende Informationen
Gascogne
weiterführende Informationen
Gelderland, Provinz (Herzogtum Geldern)
weiterführende Informationen
Genf (Genève)
weiterführende Informationen
Glasgow
weiterführende Informationen
Griechenland
weiterführende Informationen
Gröningen
weiterführende Informationen
Halle (Saale)
weiterführende Informationen
Hamburg
weiterführende Informationen
Hannover
weiterführende Informationen
Harzgerode
weiterführende Informationen
Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
weiterführende Informationen
Helmstedt
weiterführende Informationen
Hessen-Kassel, Landgrafschaft
weiterführende Informationen
Hessen, Landgrafschaft
weiterführende Informationen
Holland, Provinz (Grafschaft)
weiterführende Informationen
Hoym
weiterführende Informationen
Irland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Italien
weiterführende Informationen
Jülich
weiterführende Informationen
Kalbe
weiterführende Informationen
Kassel
weiterführende Informationen
Katalonien, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Kleiner Berg
Anm.: In der frühen Neuzeit Weinberg an den westlichen Saalehängen bei Bernburg.
Kleinpaschleben
weiterführende Informationen
Kleve
weiterführende Informationen
Kleve, Herzogtum
weiterführende Informationen
Köln
weiterführende Informationen
Köthen
weiterführende Informationen
Konstantinopel (İstanbul)
weiterführende Informationen
Kopenhagen (København)
weiterführende Informationen
Kreta (Candia), Insel
weiterführende Informationen
Krim, Khanat
weiterführende Informationen
Kurland, Herzogtum
weiterführende Informationen
Kurrheinischer Reichskreis
weiterführende Informationen
La Rochelle
weiterführende Informationen
Laucha an der Unstrut
weiterführende Informationen
Le Havre
weiterführende Informationen
Leiden
weiterführende Informationen
Leipzig
weiterführende Informationen
Lichtenburg, Schloss (Prettin)
weiterführende Informationen
Livland, Herzogtum
weiterführende Informationen
London
weiterführende Informationen
Lothringen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Lublin
weiterführende Informationen
Lübeck
weiterführende Informationen
Luxemburg, Herzogtum
weiterführende Informationen
Madrid
weiterführende Informationen
Magdeburg
weiterführende Informationen
Mailand, Herzogtum
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Mantua, Herzogtum
weiterführende Informationen
Mark, Grafschaft
weiterführende Informationen
Martinengo, Schanze
Anm.: Um 1651 vor der Stadt Candia (Irákleion) gelegene Schanze.
Mittelmeer
weiterführende Informationen
Moldau, Fürstentum
weiterführende Informationen
Montauban
weiterführende Informationen
Moskauer Reich (Großrussland)
weiterführende Informationen
Neapel, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Niederlande, Spanische
weiterführende Informationen
Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
weiterführende Informationen
Niederrheinisch-Westfälischer Reichskreis
weiterführende Informationen
Norwegen, Königreich
weiterführende Informationen
Nürnberg
weiterführende Informationen
Oberrheinischer Reichskreis
weiterführende Informationen
Öland
weiterführende Informationen
Öresund (Øresund)
weiterführende Informationen
Opperode
weiterführende Informationen
Osmanisches Reich
weiterführende Informationen
Overijssel, Provinz (Herrschaft)
weiterführende Informationen
Paris
weiterführende Informationen
Peißen
weiterführende Informationen

Anm.: Geteilt in Oberpeißen (Fürstentum Anhalt) und Unterpeißen (Erzstift Magdeburg).
Persien (Iran)
weiterführende Informationen
Peru, Vizekönigreich
weiterführende Informationen
Pfalz, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Plötzkau
weiterführende Informationen
Polen, Königreich
weiterführende Informationen
Pommern, Herzogtum
weiterführende Informationen
Portugal, Königreich
weiterführende Informationen
Prag (Praha)
weiterführende Informationen
Preßburg (Bratislava)
weiterführende Informationen
Preußen
Anm.: Historische Landschaft im nordöstlichen Mitteleuropa, die seit 1525 in das Herzogtum Preußen und einen königlich-polnischen Teil geteilt war.
Quedlinburg
weiterführende Informationen
Ragusa (Dubrovnik)
weiterführende Informationen
Regensburg
weiterführende Informationen
Reinsdorf
weiterführende Informationen
Rom (Roma)
weiterführende Informationen
Rouen
weiterführende Informationen
Saale, Fluss
weiterführende Informationen
Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Sárospatak
weiterführende Informationen
Saubach
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Schlesien, Herzogtum
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Schöningen
weiterführende Informationen
Schottland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schwarzburg, Grafschaft
weiterführende Informationen
Schweden, Königreich
weiterführende Informationen
Schweiz, Eidgenossenschaft
weiterführende Informationen
Scilly-Inseln (Isles of Scilly)
weiterführende Informationen
Sedan
weiterführende Informationen
Seeland (Zeeland), Provinz (Grafschaft)
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Selke, Fluss
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Siebenbürgen, Fürstentum
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Anm.: Östlicher Teil des Königreiches Ungarn unter Oberherrschaft des Osmanischen Reichs.
Sokol
weiterführende Informationen
Spanien, Königreich
weiterführende Informationen
Speyer
weiterführende Informationen
Staßfurt
weiterführende Informationen
Steinbach
weiterführende Informationen
Stenay
weiterführende Informationen
Stockholm
weiterführende Informationen
Thalwinkel
weiterführende Informationen
Ungarn, Königreich
weiterführende Informationen
Unstrut, Fluss
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Uppsala
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Utrecht, Provinz (Hochstift)
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Västervik
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Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
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Waldau
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Warschau (Warszawa)
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Werdershausen
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Westindien
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Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff für die Karibischen Inseln, im weiteren Sinne für den gesamten amerikanischen Kontinent.
Wien
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Winningen, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Württemberg, Herzogtum
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Zakynthos, Insel
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Zepzig
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Zerbst
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England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
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Niederlande, Generalstaaten
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Parlement de Paris
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Marcantonio Flaminio: De Rebvs Divinis Carmina Ad Margaritam Henrici Gallorum Regis sororem, Antwerpen: Christophe Plantin, 1558. [Nachweis im GVK]
Peter Gartze: Puritanischer Glaubens- und Regimentsspiegel: Darinnen die Früchte gezeigt werden, Welche aus praetendirter Freyheit, in Religionssachen nicht allein zu glauben, sondern auch öffentlich zu lehren was man will, und in Regimentssachen das Pberhuapt denen unbändigen Gliedmassen zu unterwerfen, fürzusprießen pflegen., Leipzig: 1650. [Nachweis im GVK]
Graduale de Tempore iuxta Ritum Sacrosanctae Romanae Ecclesiae. Editio Princeps (1614). Edizione anastatica, Introduzione e Appendice, hg. von Giacomo Baroffio / Manlio Sodi, Città del Vaticano: 2001. [Nachweis im GVK]
Justus Lipsius: De constantia = Von der Standhaftigkeit. Lateinisch-deutsch, übers. von Florian Neumann, Mainz: 1998. [Nachweis im GVK]
Michel Eyquem de Montaigne: Les Essais, hg. von Jean Balsamo, Paris: 2007. [Nachweis im GVK]