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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: Juni 1651


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXII, fol. 153r-181r (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. Juni 1651
Bernburg
  • Anhörung zweier Predigten
  • Hofmeister Gottlob Sekyrka, ein junger Herr von der Lancken, Helena von Rindtorf, der Theologe Johann Abraham Menzelius, der Kammermeister Tobias Steffeck und der Kammerrat Dr. Joachim Mechovius als Mittagsgäste
  • Nachrichten
  • Spaziergänge der Gemahlin Eleonora Sophia, der Schwester Sophia Margaretha und der Kinder
  • Fußbeschwerden von Tochter Ernesta Augusta
02. Juni 1651
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Wirtschaftssachen
03. Juni 1651
Bernburg
  • Besuch durch den früheren Hofjunker Hans Christoph von Witzscher
  • Nachrichten
  • Korrespondenz
04. Juni 1651
Bernburg
  • Nachrichten
  • Abreise von Witzscher nach Weimar
  • Kirchgang zum Bettag
  • Diakon Bartholomäus Jonius, Sekyrka, Menzelius, Frau von Rindtorf, eine Frau von Peccatel und Lancken als Mittagsgäste
  • Erkrankung von Tochter Angelika
  • Korrespondenz
05. Juni 1651
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Administratives
  • Besuch durch den Zerbster Bürger Hans Kornführer
  • Nachrichten
  • Morgendliche Durchreise des früheren Hofjunkers Christoph Wilhelm Schlegel
06. Juni 1651
Bernburg → Zepzig → Bernburg
  • Stoßgebet um Geduld
  • Wirtschaftssachen
  • Ausritt auf die Felder bis Zepzig
  • Erneuter Besuch durch Kornführer
07. Juni 1651
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Erneuter Besuch durch Kornführer
  • Rückkehr des Lakaien Hans Georg Berger aus Magdeburg
  • Nachrichten
  • Gartenspaziergang mit der Gemahlin
  • Angelerfolge des jüngsten Sohnes Karl Ursinus
  • Starkes Abendgewitter
  • Wirtschaftssachen
08. Juni 1651
Bernburg
  • Anhörung zweier Predigten
  • Korrespondenz
  • Dr. Mechovius, Frau von Rindtorf und Steffeck als Mittagsgäste
  • Nachrichten
09. Juni 1651
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Besuch durch Fürst Johann Kasimir
10. Juni 1651
Bernburg
  • Nächtliche Angst von Karl Ursinus
  • Nachrichten
  • Gespräch mit Fürst Johann Kasimir
  • Wirtschaftssachen
  • Administratives
  • Ankunft des anhaltisch-dessauischen Kammer- und Kanzleirats Bernhard Gese
11. Juni 1651
Bernburg
  • Anhörung der Predigt
  • Abreise von Gese
  • Beratungen mit Fürst Johann Kasimir
  • Der Cousin, dessen Begleiter Wilhelm Heinrich von Freyberg und Esche von Wallwitz sowie die Frauen von Peccatel und Rindtorf als Mittagsgäste
  • Streit am Abend
12. Juni 1651
Bernburg
  • Gestrige und heutige Hasenjagd
  • Abreise von Fürst Johann Kasimir nach Plötzkau und der Kammerjungfer Eleonora Elisabeth von Ditten nach Ballenstedt
  • Streit mit dem Cousin vom Vortag
  • Nachrichten
  • Beratung mit dem Kanzlei- und Lehenssekretär Paul Ludwig
  • Korrespondenz
13. Juni 1651
Bernburg
  • Entsendung von Steffeck
  • Wirtschaftssachen
  • Rückkehr von Fürst Johann Kasimir aus Plötzkau
  • Weiterreise des Cousins nach Dessau
  • Gespräch mit Ludwig
  • Gartenaufenthalt mit der Gemahlin
  • Korrespondenz
  • Klopfen an der Zimmertür von Fürst Johann Kasimir
  • Erneuter Streit mit dem Cousin
  • Vorwürfe durch den Hofmeister Heinrich Friedrich von Einsiedel
14. Juni 1651
Bernburg
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Wirtschaftssachen
15. Juni 1651
Bernburg
  • Anhörung zweier Predigten
  • Frau von Rindtorf, Dr. Mechovius und Menzelius als Essensgäste
  • Gartenaufenthalt mit der Gemahlin und den Kindern
  • Erfolglose Rückkehr von Steffeck aus Leipzig
16. Juni 1651
Bernburg
  • Wirtschaftssachen
  • Abreise von Steffeck nach Dessau und Köthen
  • Gespräch mit dem Amtmann Georg Reichardt
  • Entsendung des Lakaien Johann Balthasar Oberlender nach Strelitz
  • Nächtliche Angst von Karl Ursinus
  • Korrespondenz
  • Erfolgreiche Rückkehr von Steffeck aus Köthen
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
17. Juni 1651
Bernburg → Zepzig → Bernburg
  • Warmes Wetter mit Abendgewitter
  • Korrespondenz
  • Ausritt auf die Felder bis Zepzig
  • Sekretär Martin Hanckwitz als Mittagsgast
  • Wirtschaftssachen
18. Juni 1651
Bernburg
  • Lachsfang
  • Anhörung der Predigt
  • Frau von Rindtorf und der Kammerdiener Jakob Ludwig Schwartzenberger als Mittagsgäste
  • Anmeldung und Aufwartung durch den anhaltisch-dessauischen Abgesandten Freyberg
  • Administratives
  • Freyberg als Abendgast
19. Juni 1651
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Besuch bei den Schwestern Sophia Margaretha und Dorothea Bathilde
  • Erneutes Gespräch mit Kornführer
  • Unterhaltungen mit Freyberg
  • Beratung mit Dr. Mechovius und Ludwig
  • Ankunft von Gese am Abend
20. Juni 1651
Bernburg
  • Regnerisches und windiges Wetter
  • Weiteres Gespräch mit Kornführer
  • Reise von Freyberg nach Plötzkau
  • Wirtschaftssachen
  • Jonius als Mittagsgast
  • Unterhaltung mit Sekyrka
21. Juni 1651
Bernburg
  • Gestriger Traum
  • Gespräch mit Gese
  • Besuche durch den Exulanten Philipp Nicolai und die Witwe Sophia von der Trautenburg
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
22. Juni 1651
Bernburg
  • Anhörung zweier Predigten
  • Frau von der Trautenburg, Frau von Peccatel, Lancken und Dr. Mechovius als Mittagsgäste
  • Nachrichten
23. Juni 1651
Bernburg
  • Wirtschaftssachen
  • Administratives
  • Ausritt mit Karl Ursinus sowie dem Kammerjunker und Stallmeister Abraham von Rindtorf auf die Felder
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Besuch durch Witzscher
24. Juni 1651
Bernburg
  • Administratives
  • Ankunft von Fürst Johann Kasimir mit Freyberg und Wallwitz
  • Abreise der Frauen von der Trautenburg und Peccatel
25. Juni 1651
Bernburg
  • Abreise von Freyberg nach Leipzig
  • Wirtschaftssachen
  • Anhörung der Predigt
  • Frau von Rindtorf und Jonius als Mittagsgäste
  • Rückkehr von Schwartzenberger und Menzelius aus Ballenstedt
  • Nachrichten
26. Juni 1651
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Gespräche mit Fürst Johann Kasimir
  • Ausfahrt mit dem Cousin und der Gemahlin in die Weinberge
  • Wirtschaftssachen
  • Korrespondenz
27. Juni 1651
Bernburg → Plötzkau → Bernburg
  • Beratung mit Fürst Johann Kasimir
  • Reise des Cousins, der Gemahlin und von Karl Ursinus nach Baalberge
  • Ritt nach Plötzkau
  • Gespräch und Abendgebet mit Fürst August
  • Rückritt nach Bernburg bei Regenwetter
  • Korrespondenz
  • Rückkehr von Fürst Johann Kasimir, der Gemahlin und einiger Kinder aus Baalberge
  • Abschied vom Cousin
28. Juni 1651
Bernburg
  • Abreise von Fürst Johann Kasimir nach Dessau
  • Beschenkung der Dienerschaft durch den Cousin
  • Gespräche mit dem Bediensteten Johann Berndt und Reichardt
  • Anhörung der Predigt durch die jüngste Schwester Dorothea Bathilde
  • Ankunft des neuen Hof- und Stadtarzts Dr. Levin Fischer aus Braunschweig
29. Juni 1651
Bernburg
  • Windiges bis stürmisches Wetter
  • Anhörung zweier Predigten
  • Dr. Mechovius, Justina Maria von Einsiedel, Frau von Rindtorf und Schwartzenberger als Mittagsgäste
  • Empfang des Abendmahls durch Dorothea Bathilde und weitere Personen am Vormittag
  • Alltägliche Mühen
30. Juni 1651
Bernburg
  • Wind und Regen
  • Administratives
  • Wirtschaftssachen
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Korrespondenz
  • Rückkehr von Oberlender aus Strelitz
|| [[Handschrift: 153r]]

Sonntag den 1. Junij; 1651.


Jn die kirche conjunctim, da Er Jonius geprediget.


Extra zu Mittage, nicht allein Sekerka,
Langken, Rindtorfinn, Magister Menzelium, Tobias Steffeck von Kolodey
sondern auch, Doctor Mechovium, (welcher reconvalescirt,) gehabt.


Avisen von Erfurdt: daß Frangkreich, mit
Spannien, die Tractaten zerschlagen.


Das zu Nürnbergk, ein Oxenstirn, an-
kommen, auf neẅe, mit den Ständen, zu
tractiren, welche aber schlechte lußt haben, ihm
gehör zu geben.


Düc d'Orleans, undt die Printzen, zu Paris,
haben noch Streitt, mit der Königinn, wegen
exclusion von allen consilijs, des Cardinals Mazzarinj.
Die General versamlung der Stände in Frangkreich
(les Estats genandt,) sol der sachen, einen außschlag geben!

|| [[Handschrift: 153v]]


Nachmittagß, wieder in die kirche, conjunctim,
da der pfarrer von Dondorf, Angelocrator geprediget.


Pourmenades, de ma femme, de ma seür Sophia Margaretha
& de mes enfans.


Ernesta Augusta, ist gar unpaß, an füßen,
Gott helfe zur restitution, mit gnaden!


Briefe, von Croßen, von der Churfürstinn,
undt von Madame Elizabeth, welcher nacher
Heidelbergk, verraysen wirdt.


Die Avisen geben:


Daß die Spannier, in den Niederlanden, die Campagne
beziehen, undt die Frantzosen, stargk armiren.


Cardinal Mazzarinj; ist noch zu Cölln,
undt hoffet wieder in Frankreich zu kommen.


Jm haag, tractiret man stargk, mit den
Engelländisch: Parlamentischen; undt ist der
Allten Königinn in Böhmen, wie auch allen perso-
nen von selbiger familia, angedeüttet, sich
ein wenig auß dem haag, zu retiriren.


Jn Schottlandt gibts noch factiones, undt
wirdt daselbst, mitt ehistem, ein treffen vermuhtet.


Jn Jrrlandt, hoffen Sie, auff lottringische hülffe.

|| [[Handschrift: 154r]]


Jn Dennemargk, creützen noch die Schwedischen Schiffe.


Mit Spannien, Frangkreich, undt Portugall
tractiren die Engelländischen Parlamentischen noch.


Catalogna wirdt von Spannien, bedrenget.


Zu Napolj, continuiren die scharfen executiones,
undt Don Juan d'Austria gehet hinweg.


Candia wirdt sehr geängstiget vom Türgken.


Der Persianer, sol zwar Babylon occupiret haben
iedoch, der Türgke, der Cosagken General, in Schutz
genommen, undt den Tartarn, Modawern, wallachen,
undt Siebenbürgern, befohlen haben, sich, wieder
Polen, zu coniungiren, undt meinet man, der Moß-
kowiter, werde den Cosagken, auch assistiren.


Jnterim sol der König in Polen, auf die Cosac-
ken loß gegangen sein, (ehe diese ungeheẅre
große Macht, zusammen stoßen möchte,)
undt wollen etzliche, es seyen die Cosagken,
schon geschlagen, iedoch, mit großem blutver-
gießen, auf beyden Theilen.


Printz Ruprecht, undt Printz Moritz, seindt noch
zu Toulon, mit 7 Schiffen, im willens, sich, auf daß
Mare Mediterraneum, mit Stärgkerem Frantzösischem secours,
zu begeben, undt ihr heyl, hernachmalß, zu versuchen.


Frantzösischer Ambassador protestiret noch, <zu Nürnberg> wieder die Spannische werbungen.

|| [[Handschrift: 154v]]


Eine Fuhre, ist abermals, von Ballenstedt ankommen,
mit kohlen, mehrentheilß, undt hat auch, 3 hasen, mittbrachtt.

Dienstag den 3. Junij; 1651.


Hans Christoph Wischer, ist wieder anhero kommen, undt
hat allerley berichtet: wie der Stadthalter Blu-
menthal von Chur Brandeburg zum Kayser, geschickt
worden, die confirmation des Chur: Säxischen undt Chur
Brandeburgischen zu Lichtembergk getroffenen vergleichs,
wegen der Jülichischen, undt Magdeburgischen lande,
zu suchen. Jtem: hat er erzehlet, daß es continuj-
re, daß der König in Dennemargk, mit dero ge-
mahlin, sich gantz retirat hielte, im hause,
undt micht trawete, auch die köche, undt viel
diener von hofe, abgeschaft, (auß beysorge
der Corruption) undt in dero eigenen
Camin, kochen ließe, weil es außgebrochen,
das der Reichshofmeister, in Dennemargk, Ulefeldt,
(alß er den König zu gevattern gebehten, undt
ihn persönlich zu erscheinen, darzu invitiret)
hofnung gehabtt, den König zu vergeben, welches
also entdegkt worden, (ohne zweifel, durch
Göttliche Sonderbahre providentz) das, als die
Fraw des Ulfeldts, (des Königes bastard Schwester) || [[Handschrift: 155r]]
in den wochen gelegen, undt er, mit einer hure
sich, zu begatten, gewohnet, auch den Tag zuvor,
alß der König inß hauß kommen sollen, undt die
hure, bey ihm, dem Ulefeldt, gelegen, darvon
die Fraw, nichts gewust, Sie, die Fraw
aber, hinein kommen, undt einfältig das gift
gebracht, undt lautt gesaget: hier bringe
ich das Gifft, so den König tödten soll,
hette Ulefeldt geförchtet, die undter dem
bette verstegkte hure, es gehöret haben,
undt nachsagen möchte, hette derowegen es,
der Frawen bekandt, das er, so eine bey sich,
hette, undt hette Sie hervor gezogen, in meinung,
es beßer wehre, daß sie sterben, undt verderben
müste, alß er, undt seine hertzliebste, welches
geschehen möchte, wann es entdegkt werden sollte?
hetten also die hure zwingen wollen, das gift
zu Tringken. Sie aber hette vor Gott, undt
nach Gott, umb fristung ihres lebens, gebehten,
undt versprochen, nichts nachzusagen, Sondern
nach hause zu gehen, undt stille zu schweigen,
hette sich auch, zu bestärgkung deßen, zu einem
Cörperlichen Eydt, undt das hochwürdige A-
bendmahl darauff, zu entpfangen, anerbotten. || [[Handschrift: 155v]]
Darauf hetten Sie ihr, <lebens>fristung versprochen,
undt einen priester holen laßen, von deme
sie die concubina das heilige abendmal entpfangen
sollte, welcher als er kommen, haben<hetten> Sie in den
kelch, das gift gethan, undt das arme
Mensch, als Sie es gefühlet, undt zu
schwellen angefangen, nur umb Gottes
willen umb erlaubnüß, in ihr hauß
zu gehen, gebehten, vor ihrem ende, das
doch nicht ferne sein köndte. Sie wollte
versprochener maßen, stille schweigen,
undt nur ihres sehligen endes erwarten,
auch sich, umb nichts irrdisches mehr, bekümmern.


Alß die eheleütte solches gesehen, undt
gehöret, auch gedacht, es köndte doch nun
nicht lange mehr, mit ihr dawren, hetten
Sie sie gehen laßen. Sie aber, wehre baldt
nach hofe gegangen, undt hette ein großes
getümmel vor des Königes gemach, angerichtet,
weil Sie unnachläßig hinein gewoltt, undt
man Sie nicht einlaßen wollen, biß es, der
König gehöret, undt selber die Thür auf-
gemacht, da hette Sie dem Könige zugeruffen || [[Handschrift: 156r]]
undt zugesprochen, mit itztgedachter erzehlung,
ihn warnende. Sie aber, wehre heftig geschwollen,
undt durch lange operation des giffts, in allen
gliedmaßen, verdorben, undt krumb worden.
Doch hetten sie des Königes, leibäertzte, in etwas
curiret, undt so ferne restituiret, daß Sie nicht
gestorben, sondern in arrest gehalten werden
können, biß zu außführung der sache, welches
Sie auch, willich, undt gerne gethan, weil ihre
wiederwertige ihr schuldt gegeben, Sie hette solches
alles ertichtet, undt ihnen, auß haß, calumniose
nachgeredet. Die Stadt Copenhagen, so wol
alß die hofStadt, des Königes, hat darüber
tumultuiret, undt seindt zu Vlefeldts hause
zugelauffen, ihn undt sein weib, auß eyfer,
zu erwürgen, wie auch der Oberste Walter
undt seine Soldaten, (die in der Stadt liegende
besatzung) zugelauffen, undt thun wollen. Der
König aber, hat alsobaldt, seine leibguardy
hingeschickt, solchem beginnen abzuwehren,
hingegen Ulefeldts hauß, zu umbringen,
undt niemandt auß: oder einzulaßen,
also, das ihnen biß dato, (so viel bewust) eßen,
tringken, undt was Sie bedürffen, vors hauß, getragen || [[Handschrift: 156v]]
wirdt, wie den inficirten in Pestzeitten.
Der König, sol dem hertzogk von Gottorff, undt
hertzoge von Lüneburg Zelle, die diiudication
dieses handelß, neben andern 24 Dänischen
undt deützschen Rähten, aufgetragen haben.


Man vermeinet, es stegke nicht allein,
des<r> Hannibal Sehestedts, undt anderer
hurkinder Männer, undter diesem complott
Sondern auch, Frawen Christina ihre kinder,
sonderlich Graf Woldtemar, undrt andere.
Gott wolle, die bösen listigen anschläge
entdegken, dempfen, undt strafen, aller orthen!


Etzliche wollen, g der Ulefeldt solle
torquirt werden, undt seine Fraw, wann
sie die That, nicht gutwillig bekennen würden.
Andere sagen, man werde alle verdächtige
einziehen, undt auch den priester, so das
abendtmal geraicht, wie auch, des Ule-
feldts diehner, so im hause gewesen, exami-
niren, sintemahl es keine liederliche sache
gewesen. Die zeitt wirdt in kurtzem, meh-
rere gewißheitt eröfnen. Der Gott der
Gerechtigkeitt, undt warheit, wolle al-
lenthalben recht verschaffen, und allem bösen, kräftiglich steẅren!

|| [[Handschrift: 157r]]


Es ist ein atrox, & mordax scriptum, von Zerbst,
anhero kommen, von Fürst Johann in causa religionis;
darinnen er, keine rationes admittiren, unsere in-
tercessiones reijciren, vorige pacta, reversallen,
undt dergleichen, nichts gelten, die landeßfürstliche
hoheitt, auch bey abgetheilten Fürsten, vornemlich
auf das ius reformandj alß das summum Regale
extendiren, unsere religion verdammen, undt
gleichsam excludiren, die vorige rechtmeßige
reformation tadeln, undt summa imis confun-
diren laßen will. Es scheinet seine Theologastrj
Lutherani haben ihn, zu dieser vehementz, undt unzeit-
tigem eyfer, instigiret. Er will auch behaüpten,
das Großherrvatter, Fürst Joachim Ernst, undt
auch Fürst Geörge Sehliger, das horrendum Dogma,
de Ubiquitate & Omnipræsentia corporis Christj,
introduciret, undt statuiret hetten, welches doch
niemalß geschehen, Sondern das contrarium
ist klahr, undt offenbahr, ob sie schon damals
ex tenebris Papatus eluctirt, undt etwas vom
allten SawerTeig, de oralj manducatione, undt
andern erroribus behalten. Mein vetter confundiret
auch, die Augspurgische, undt Fürst Geörgens Confes-
sion, mit dem concordienbuch, und Nagelneẅen, Ubiquitistischen lehre.

|| [[Handschrift: 157v]]

Mittwoch den 4ten: Junij; 1651.


Communicationes, in publicis von ChurSaxen,
an den, Chur Meintz geschrieben, undt wegen Römischer Kaiserlicher Majestät
zu evacuation der Festung Franckenthal,
(so Jhre Mayestät bey dem Spannischen Ambassador nu-
mehr rühmlich, Gott lob erhalten, undt
dadurch, den frieden im Reich stabiliret)
13 Monat Römerzugk, auf die <zu Münster undt Osnabrück> bewilligte
100 Monat, begehren. Der Churfürst von Saxen,
endtschuldiget zwahr, die eilfertigkeitt,
undt den Modum procedendj, ohne convocation
der Stände, bedinget aber doch inß künftige
die Reichsverfaßungen, undt gebraucht
solche motiven, daß es unmüglich ist, dem
Kayser, an itzo, solch geringes postulatum
(damit viel größere emolumenta
gewonnen werden, sonderlich auch wegen
Pommern, undt Warnemünda)
abzuschlagen.


Hanß Christof Wischer, habe ich heütte
ein handtbrieflein, mitt auf Weymar, gegeben[.]
Gott gebe zu glügklichem succeß!

|| [[Handschrift: 158r]]


Dieweil heütte BehtTag ist, seindt wir Conjunctim
zur kirche gezogen.


Extra: den Caplan Jonium gehabtt zu Mittage,
ohne die ordinarios extraordinarios, alß den Sekerka
(welcher auch heütte, das consistorium besuchtt)
Menzelium, Rindtorfinn, Peckadelinn, Langken.
perge


Nach deme sich, meine Tochter, Ernesta Augusta,
ein wenig recolligiret, ist nun meine Angelica
krangk worden. Wir besorgen, die pogken. et cetera
Gott helfe hindurch, mit gnaden. Sje regie-
ren sonst durchgehends!


Schreiben, vom jungen Mario, wegen seines vattern.

Donnerstag den 5ten: Junij; 1651.


Schreiben von Ballenstedt mit einer sententz von helmstedt,
welche viel zu gelinde gesprochen, und ich sie corrigirt.


Kornführen<r> von Zerbst, ist wieder bey mir gewesen,
mit seinen einfällen, opinionen, undt zwar, gut
gemeinten intention! aber übel ordinirter sache,
welche imperfection ex abalienatione mentis, mag derivjren.


Avis: daß haüptmann Börstels Fraw, zu
hoym, in Puerperio gestorben, undt wirdt
billich, Gottes gerichten überlaßen. Gott gebe!
das Sie sehlig, gestorben seye, undt ihren
Geitz, undt Vindictæ cupiditatem, möge genungsam,
bereẅet! undt Gott dem herren, abgebehten haben!

|| [[Handschrift: 158v]]


Christof Wilhelm Schlegel, ist heütte frühe, alhier
durch, auf Halberstadt, paßiret, beklaget,
das ihm der unlengste hagel, im winter-
getreydig, großen schaden gethan, undt
noch ¼ ellen Tief löcher in der erde zu sehen,
so die Schloßen hinein geschlagen, undt
seindt größer, alß hünereyer, gewesen.

Freitag den 6ten: Iunij; 1651.


Ô Dieu; enseignes moy! a exercer la vraye
Pacience Chrestienne, contre mon Pürgatoire!


Jn Oeconomicis, undt büchern, facende gehabt.


Nachmittags, hinauß, auf meine felder ge-
ritten, den segen alhier, undt zu Zeptzigk, so
sich sehen leßet, zu besichtigen.


Der hanß Kornführer, ist wieder bey mir gewesen
undt hat berichtet (undter andern,) es wehre den
4ten: May, stylo veteri ümb 12 uhr, zu Mittage, zu
Zerbst, ihm ein befehl vom heiligen Geist, geschehen,
mir Fürst Christian, mit freẅdigem Muht, zu
sagen, das Mjr, der liebe Gott, Nun reichlich
geben wolle, wornach ich lange gehoffet, ge-
wartet, undt gefraget, undt darumb sagte
er, wehre ich aller ehren werth, weil ich bestendig || [[Handschrift: 159r]]
in Meinem großen betrübnüß, geblieben wehre,
undt ofte an den 40. psalm, gedacht hette, Jch
harre des herren, etcetera1 oder; wie gesungen wirdt.
Jch habe gewarttet des herren Stehtiglich, undt
er hat sich, zu mir, gekehrt, genedig meine bitt erhört.
perge
Nun ist dieser Kornführer zwahr, kein Adulator.
Gott der Allmächtige gebe unß alles, waß unß
sehliglich, undt gut ist, undt seye allezeit geehret,
undt gepreiset, in seinen wergken!


Schreiben, von Chur Bayern, in causa Ascaniensi so übel klappert.


Kornführer, ist wieder bey mir gewesen, undt dimittiret worden.


Hans Georg lackay, ist von Zerbst<Magdeburg> wiederkommen, mit Austern.


Avis: dès desseings de l'Archidücq, d'attacquer le pays
de Halberstadt, si la paix, ne se fait, avec la France?
item: de l'entreprinse dès Swedois, contre la Ville de Breh-
men, laquelle attend, dü secours de Hollande. perge
Dieü vueille favoriser, la bonne cause!


Mit Madame, in gartten, spatziren gegangen.


Mein kleiner Carll, hat geangelt, undt zum ersten
mahl, vier fischlein, in der Sahle, gefangen, auch sonst
undterschiedtliche schogk krebße, etzliche Tage hero,
in seiner præsentz, krebßen, undt zur küche, lifern laßen.
Gott gebe ihm nicht allein, in geringen, sondern auch, in
großen, undt wichtigen dingen, zu seiner zeitt, glügk! segen, und succeß!

|| [[Handschrift: 159v]]


Aufn abendt, hats stargk gedonnert, geblitzt,
undt geregenet.


Tobias Steffeck von Kolodey habe ich zu Plötzkau gehabt per li pezzj,
undt zu A.a per biava.

Sonntag den 8ten: Junij; 1651.


Jn die kirche, vorm berge, conjunctim, da Er Jonius
geprediget, vormittagß.


Briefe von Fürst Johann Casimir der will morgen (Gebe Gott) alhier
einsprechen. <Zu Mittage, wahr Doctor Mechovius, Rindtorfin, Tobias Steffeck von Kolodey extra.>


Nachmittagß, wieder zur kirchen, cum sorore Sophia Margaretha[,]
filiolo Carolo Ursino et parte filiarum. Er Marggraf hat geprediget.


Avis vom Secretario Bäreütt, daß die Princeßin
Henriette, mit meinem Sohn, Viktor Amadeus glügklich, den
24ten: May, zu Breßlaw ankommen, undt rega-
liret worden. Gott gebe ferneren Progreß! glügk! und Segen!


Schreiben, vom Wolff von der Langken, entpfangen,
wegen seines Sohns.

Montag den 9ten: Junij; 1651.


Schreiben von Breßlaw, von Viktor Amadeus meinem Sohn, vom
24ten: May; Jtem: von Croßen, allerley freundlichen bericht,
von selbiger rayse, wie auch vom abzuge der Prinzessin Elizabeth,
welche nacher heidelbergk verrayset.


Die avisen geben:


Daß Cromwell vom Könige, etwaß geschlagen seye in
Schottlandt, iedoch stargk vigilire, auf fernere progreßen. || [[Handschrift: 160r]]
Die Engelländer hetten auch viel Schiffe den Frantzosen,
undt holländern, abgenommen. Gleichwol tractirten, die
holländer, mit ihnen den neẅen Regenten, eine alliance,
undt hetten begehrt, die Königin Elizabeth, mit
ihren Söhnen, undt angehörigen, wie auch die Princesse
Royalle, undt andere vom Königlichen geblühte, möchten
auf eine zeittlang, auß dem haag endtweichen, undt sich
retiriren, weil es ihr itziger Staadt, also erfordert.
Sie, die Staaden, von hollandt, hetten auch den Pfaltz-
graf Eduardt, vor gericht offentlich proclamiren
laßen, wegen außgestoßener injurien, wieder
den Engelländischen Parlamentischen gesandten.


Spannien, hette eine belägerung vor Duyn-
kirchen vor.


Mit Frangkreich, wollten die Spannischen tractaten
noch etwas schwehr, undt ungewiß, sich ahnlaßen.


Der Visconte de Türenne, hette ein Stadt-
lich præsent, auf 150000 Pfund (libra)℔: vom Prince de Condè,
recusirt, undt gesagt, er hette ihm, undt seinen
mittgefangenen, diesen Reütterdienst2, auß affection,
undt Freündtschaft, nicht aber, umb recompenßen
undt gaben willen gethan, undt sich freundlich bedangkt.


Den Cardinal Mazzarinj trachtet die allte
Königin, wieder in Frankreich zu bringen, hat auch den Düc
d'Orleans, darzu, umb cooperation ersucht, welcher aber nichts geantwortet[.]

|| [[Handschrift: 160v]]


Dem Prince de Condè, ist bey besichtigung eines Ballets
ein warnungßzettel in einem Schnuptuch zukommen, daß
man ihn erstechen wollte, derhalben er sich hernacher,
solcher schawspiele endthalten.


Jn Catalonien spielen die Spannier den
Meister, undt hoffen selbige Provintz zu subiugiren.


Zu Napolj, undt in Sicilien, siehet es noch
gar wüste auß, undt <seindt> motus zu besorgen.


Der Pabst hat auch iubilæa nach Wien
ertheilet, denen, so vorm iahr, nicht dahin
nach Rom, aufß Jubelfest, erscheinen können.


Duca d'Amalfij hochzeitt, mit des hertzogs
Julij Heinrichs Tochter, ist zu Prag, celebriret worden.


Der Persianer, ist in Assyrien eingefallen.


Der Türgke, hat den Kayser, versichert, keinen
secours, wieder den König in Polen, den Cosagken,
zuzusenden.


Die Cosagken aber, stärgken sich sehr, mitt
Tartarn, undt Mußkowitern, undt suchen
die Polen, zu überwältigen.


Jn Candiâ wolten sich die venezianer, gerne ma-
nuteniren. Es gehet aber gar schwehr daher.


In Bosnia, hat der Neẅe Bassa, seinen vorfahren || [[Handschrift: 161r]]
endthaüpten laßen, mit vorwandt, er hette seinen ehren,
kein genügen gethan, in dem er Sebenigo, undt Spalatro
nicht angegriffen, undt eingenommen. Er sol an itzo,
gar eiferig darauf sein, undt die Morlacchi, an sich
zu ziehen, undt mit großen verheißungen, zu gewinnen,
trachten. Ein groß Schiff, (so viel Candiotten, undt
andere, so nach Venedig mit geldt, undt gühtern,
endtfliehen wollen, aufgehabt) ist von den Barbarischen
galeotten bey Morea erdapt, undt in den portt
Modon, eingebracht worden. Alß nun die Barbaren,
in die Stadt, gegangen, die Schklaven zu verkauffen,
undt sich wenig umb das Schiff bekümmert, hat
eine Mutter, (so ihr kindt schänden sehen,) sich er-
mannet, undt das pulver, in die munition
gestegkt, undt ist also, zusampt der Tochter,
undt zusampt dem Schiff, nebenst den feinden,
aufgeflogen, undt hat sich also selbst, aufgeopfert.


Von verhofter restitution, undt evacuation
Frangkenthals, seindt die zeittungen voll, iedoch,
das zuvorhero 500000 ReichsthalerRthlr: dem Könige in Spannien,
durch Kayserlicher Mayestät cooperation, erleget werden sollen.


Zu Lübegk, erwartten die Pollnischen gesandten3,
die Svecos, zun Tractaten, mit verlangen.


Der Kayser, wehre krangk am reißen, in gliedern. et cetera

|| [[Handschrift: 161v]]


Vetter Fürst Johann Casimir, ist nachmittage anhero
kommen, undt hat zwey vom Adel, alß: Freybergk
undt Walwitz mitgebracht, welche mit
ihme gefahren.


Es hat heütte allerley gute conferentzen,
undt discurß gegeben. Gott helfe ferner, mit gnaden!

Dienstag den 10ten: Junij; 1651.


Mon petit Charles Oursin, s'est fort angoissè
ceste nuict, criant, comme en vueillant, &
priant Dieü ardemment, poussant tout de soy,
pleürant, & se iettant hors dü lict, sans
scavoir ce lendemain[.] Pourquoy? Dieu le
vueille garentir! de sorcellerie, & de tout
sinistre accident! comme aussy son frere!
& tous ceux, quj nous sont proches.


Diesen Morgen, umb 5 uhr, ist Dorothea
Tobias Steffecks von Kolodey haußfraw, einer Todten Tochter
genesen, undt hat ihrem Manne, auch sonst
bekandten zu hofe große Trawrigkeitt, veruhrsachet.
Man höret diß iahr, von vielen Todten
puerperiis, auch daß die weiber sterben. Gott
bewahre einem ieglichen, die Seinige! undt || [[Handschrift: 162r]]
verhüte böse zufälle gnedig: undt väterlich!


Mein vetter, Fürst Johann Casimir heütte eine werbung,
bey mir angetragen, undt abgeleget, in einem Christlichem
vorhaben, so Gott gesegenen, undt darzu glügk
undt succeß, geben wolle, väterlich! undt gnediglich!


Expeditiones in causa Ascaniensj, in puncto religionis
contra Servestanos, in puncto contributionis, & contra
Berners weib zu hoym.


heütte seindt 7<11> Schiffe, mit 155 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: ge-
treydig, die Sahle herundter kommen, durch
die Schleüße zu gehen, in trübem regenwetter.
perge


Die Rähte, alß hofmeister Einsidel, Doctor Mechovius, undt Paul Ludwig
habe ich, diesen Nachmittag, an Freybergen, den deßawischen
raht, undt hofmeister, geschigkt, allerley, mit ihme, reden zu
laßen, wegen der vorhabenden Pactorum, so aufzusetzen. perge
Der Schluß, ist endtlich, an meinem orth, dahin gegangen, daß
meines vetters Liebden durch den Cantzler, undt Rähte, die Pacta
matrimonialia, möchte aufsetzen, undt zu pappier, bringen
laßen. Jch wollte sie dann revidiren, undt corrigiren, da nöhtig!


Es hat allerley conferentzen auch heütte gegeben,
undt der CammerRaht Gese, ist anhero kommen.


Avis; undt vertröstung, daß der herrvetter Fürst Augustus
von Plötzkau wolle anhero kommen, Morgen (gebe gott)[.]

|| [[Handschrift: 162v]]

Mittwoch den 11ten: Junij; 1651.


Conjunctim, in die wochenpredigtt, da Er Hesius,
sich hören laßen, außm Johanne capitel 17 vers 244[:] vatter, ich
will, daß wo ich bin, auch die bey mir sejn, die du
mir gegeben hast, daß Sie meine herrligkeit sehen, etcetera[.]
Mein vetter Fürst Johann Casimir undt seine leütte seindt
auch mittgegangen. perge Gott laße unß, in die ohren,
undt hertzen seine Stimme erschallen! uns zu beßeren!


Der CammerRaht Gehse, ist heütte frühe verrayset.


Es hat sonst allerley conferentzen, mit Fürst Johann Casimir gegeben.
Gott gebe, allenthalben, zu glügklichem progreß!


Extra ist sonst zu Mittage gewesen, nicht allein,
Fürst Johann Casimir undt seine leütte, Sondern auch, die
Peckadlin, die Rindtorfinn, undt andere. perge


Querelles, dispütes ce soir, contre mon grè!

Donnerstag den 12ten: Iunij; 1651.

<6 hasen, von gestriger, undt heüttiger hatz.>


Diesen Morgen, ist Fürst Johann Casimir frühe forth, nacher Plötzka
nach dem er gestern abendt, abschiedt, von mir genommen,
undt Morgen (gebe gott) wiederzukommen gedengket. perge


Jungfrau Leonora ist nacher Ballenstedt. perge <Gott geleitte! perge>


Lès querelles d'hier, provindrent, de ce, que je ne voulois
pas me resouldre, a faire consümer le mariage dü Prin-
ce Johann Casimir à Dessaw, (comme il me proposoit hier, & prenoit
nos discours & projects, pour üne conclüsion finale)
ni icy, sans preallable accord, en nos Pactes matrimoni- || [[Handschrift: 163r]]
aulx, ce, quj est de rayson, & nül noble, <au> bourgeois, voire
paysan, donnera sa seür, ou sa fille, a ün autre, sans
prellable accord, comme elle doibt estre pourveuë,
aux pactes matrimonialles, a cause de nostre mortalitè!


La seconde cause de nostre discorde, estoit, qu'on luy
a donnè dés impressions, de longue main, dès mauvayses
impressions de mès actions, car il abomine tout ce, que
ie fay, mesme lés meilleüres actions dü monde, avec
üne opiniastretè, envie & jalousie inveterèe, &
tellement enracinèe, en luy, qu'il m'est presque
impossible, á souffrir & <a le> süpporter, plüs long temps.
Mais ie voy bien, qu'en partie, il y a dès meschantes
langues mèsdisantes, mèslèes au jeü, lesquelles
taschent de s'opposer a nostre accroisement, &
de s'aggrandir, par nostre diminütion, & par nos divisions!
(Ô Dieu, revanges moy, prens la querelle!
defends ma jüste cause, contre tant d'ennemis!)


La tierce cause, en peüt estre ridicüle, qui
peüt estre, est: Amantes, sunt amentes.5


Cependant, par telles occasions, de colere, d'a-
mour, & d'autres passions, l'on dèscouvre, les in-
clinations, & la malice dès coeurs, & leür lourde
faussetè maintesfois! Dieü convertisse les errants! || [[Handschrift: 163v]]
Les jnvectives, & oppositions donc, fürent, ün peü
grossieres, avec dès picquanteries jntolerables.


Car comme ie disois hümainement: Jl faut
premierement accorder lés Pactes &cetera il me rab-
broua de fürie, avec cès mots, en presence de
mon petit Charles: Vous m'avèz promis hier
le contraire, quel changement, est cela? ie
voy bien, qu'on me veüt entrejetter dès diffi-
cültèz non attenduës, ie ne l'endüreray pas,
ie vous en feray bien aultant, & davantage,
vous contrevenèz a vostre resolütion propre
prinse, & concluë hier, ceux qui vous conseil-
lent autrement, sont dès novices, n'enten-
dent rien de telles choses, voire ce sont dès
gens de neant, & dès Schelmes, s'ils disent,
que ie ne veux pas pourvoir a ma Maistres-
se comme ie doibs? & que ie ne la vueille
pas mettre (en cas de mortalitè), en ün
baillage libre, ains qui soit onerè d'aul-
tres debtes, comme on vous veut persuader, et cetera[.]


Je replicquay, (comme on peüt penser), ne
voulant pas laisser injürier, mès Conseillers & bons
serviteürs, dont il vouloit scavoir lès noms, mais ie || [[Handschrift: 164r]]
ne lès luy dis pas, remettant le tout, sür l'equitè de la
chose mesme, a peser, s'il estoit irraysonnable d'accorder
lès pactes, matrimoniaulx avant la consommation
dü mariage? & si on ne devoit point s'enquerir,
en quel estat seroyent les baillages, qu'on veüt
assigner pour Douraire? &cetera <qu'on scait estre grevè.>


Jl üsa aussy d'invectives, contre la meschante
langue dès femmes, & filles, &cetera comme ün jnsensè!


Le pis est, comme ie luy disois, que ma seür pour-
roit estre molestèe (en tout cas) de sès enfans, & qu'il
le voulüst nier, & que ie repartis, Pensèz a vostre pro-
pre exemple, quelles divisions, ou mèsentendüs
que vous avèz eües, avec Madame vostre Mere, de bonne mémoire
qu'il replicqua brüsquement: Personne n'en at
estè cause, <proprement> que Monsieur vostre Pere, apres avoir
emprisonnè son Baillif6 de Sanderßleben, cela m'a
attirè tant dès maledictions, sür le dos, & ie n'en
scavois pas, ün mot, aussy mes Conseillers fürent diffamèz!


Cela est pervers, & malicieux, car cest arrest, dü
Baillif dit, se fit icy, á Bernbourg, a cause qu'il s'oppo-
sa a feü Son Altesse in publicis, & au point arrestè & conclü
de la contribütion, que la necessitè de la guerre,
exigeoit, l'an: 1628 & le Prince Casimir a süccedè a son
Pere l'an 1618 commençant a quereller Madame sa mere
les deüx premieres annèes, á bon escient, & tousiours apres, || [[Handschrift: 164v]]
in privatis, chose, qui n'a rien de commün, avec l'autre.


Jl dist aussy: que j'aurois üne sequestration,
au pays, & accrocherois, par trop de contrarietèz,
mès propres revenüs, comme en la Contè de Mansfeldt.


Jl picqua, comme en termes tiers, sür ce que
la noblesse estoit traittèe, trop rüdement.


Que nous la mettrions au desespoir,
a l'exemple dés Anglois. Ô iügement depravè!


Qu'on seroit obligè, de leür rendre compte
de toutes les Receptes, & dèspences, de la
Contribütion & dès Tribüts. Que l'ün &
l'autre appartenoit a eulx, & non a
nous. Heterodoxa! Ubj manet, ius collectandj,
ubj manet casus reservatj? ubj est regimen
Principatus? apud nos? aut apud illos? haben Sie
macht, die genandten Stände, oder viel mehr
undterthanen, <uns vorzuschreiben> wie wir unsere Regierung, führen sollen?
wo bleibet Erbhuldigungßeydt, lehenspflichte<?>, etcetera
schuldige undterthänigkeit? Dankbahre erkendtligkeit?


Jl appella aussy, Schelmes, lés Conseillers de sa Mere,
& menteürs l'ün & l'autre, avec force inconsideration.


Bien est vray, qu'il faut pardonner quelques-
fois, aux amans, & aux Veneürs, mais; intra Cancellos!

|| [[Handschrift: 165r]]


Apres luy avoir remonstrè son inconsideration,
il m'en demanda sür la fin finalle, pardon & dist:
Qu'il recognoissoit qu'il estoit quelquesfois brüsque,
& colere, & qu'il en avoit, dü regret, ne le pen-
sant pas tousjours, si mal, mais qu'il me prioit
que tout füst oubliè & ammorty, m'en donnant
deüx fois la main, & s'il avoit trop parlè,
que je l'attribüasse plüstost a son affection,
& amour pour sa maistresse, & a la dèsfence
de sa bonne renommèe, qu'a malicieux propos. et cetera


Je luy pardonnay finallement, luy remon-
strant, que les injüres estoyent intolerables,
a üne ame genereüse, que ie n'avois rien
parlè ni fait, pour le bien de ma seür, sa
maistresse mesme, que mon devoir & bien-
seance, qu'il falloit peser lès actions, & lès
parolles, avant que lés blasmer, & syndicquer.
Qu'üne autrefois, i'esperois meilleür traittement.


De là, nous vinsmes au congè assèz cordial
dès deux costèz. Mais voyant qu'il partoit
de grand mattin aujourd'huy, ie ne le vis
plüs, demeürant couchè, en mon lict, en l'at-
tendant derechef icy, demainb, car il n'est allè, qu'a
Plötzka, vers le Prince Augüste.

|| [[Handschrift: 165v]]


Cependant ie scay bien, qu'on m'a fort diffamè
á Dessaw, que j'estois chiche, (ein karger hundt)
que ie traittois mal, la noblesse, que ie pünissois
trop, més süjets, que i'estois süperbe, & avois ün
èsprit particülier. Mais tout cela doibt
estre celè devant moy, & on ne me l'oseroit
dire, au Visage!


Tobias Steffeck von Kolodey hat sein Toftgebornes Töchterlein, begraben
laßen. Gott tröste ihn, undt sein weib!


Paul Ludwig Secretarius ist heütte bey mir gewesen,
allerley expedienda zu expediren. perge


Post von Ballenstedt, vom Amptmann, Märtin Schmidt.


Jch habe an die Churfürstliche wittibe undt an Freẅlein
Catherine Sophie zu Croßen, So dann an meinen
Sohn, Victor Amadeum nacher Saroschpatack, geschrieben.
Gott gebe zu glügk! undt Segen!


En rüminant ün peü dans ma pensèe, lès propos
d'hier, ie me souviens d'avoir entendü, par tierce
main, que le mesme Prince Casimir, auroit fort blasmè
souvent mès procedüres, & mon orgueil, (d'autant
que ie ne veüx point me rendre si famillier,
à boire, a gogenarder, avec ün chascün, comme
font les autres, ainçois, que i'observe ma repü-
tation ün peü mieux, comme ie l'ay apprins, de feü || [[Handschrift: 166r]]
Son Altesse mon Genereüx Pere, de bienheüreüse memoire!)
item: qu'il auroit dit: Que i'estois ün chien chiche,
& n'aymois point á traitter la bonne Compagnie.
Cela est üne injüre, & touche le point d'honneür,
aussy ie le deffendrois, mais ceste beste dèsraysonna-
ble, ne le confesse point, lors qu'on luy reproche
dès telles choses. Jl n'a jamais vrayement aymè,
feü mon Pere, nj moy, & ie me suis trop confiè
en luy. Aussy n'at il sceü entierement cacher
devant mès fils, seiournans alors, á Dessaw,
ceste hayne, envie, & jalousie secrette, estant
marry, que je luy ay tant confiè.


Nous avons souvent eü, dès querelles ensem-
ble, mesme iüsqu'a se battre, & plüs de vingt
ans en çá, il a taschè aux assemblèes, a me
mèspriser & affronter, & i'ay estè tousiours
si bon, de me reconcilier avec luy, mais ie
voy, qu'il s'endürcit, en l'opinion, qu'il a de soy
mesme, & de sa süffisance, (en quoy, il est, luy
mesme fort hautain, orgueilleux, & niaiz!)
devenant tousiours plüs fol, en son arrogance,
& malicieux neantmoins, envers moy, en <la>quelle
contrarietè le confortent son Propre natürel, & les langues mèsdisantes,
comme si ie n'estois pas tant ruinè? ains addonnè a mon gain, &cetera[.]

|| [[Handschrift: 166v]]


Depesches, nacher Croßen, undt Saroschpatack.
Jtem: nacher Strehlitz, undt Ballenstedt.

Freitag den 13den: Iunij; 1651.


Tobias Steffeck von Kolodey ist verschigkt, Gott geleitte ihn.


Die eilf Schiffe, kommen mit holtz, von
Calbe wieder.


Fürst Johann Casimir ist von Plötzkaw, wiederkommen,
hat seine maistresse besucht, mit unß zur
Mittagßmahlzeitt, vor lieb, genommen, undt ist
darnach, wieder weg, nach Deßaw, gefahren.
Will mir, in kurtzem, die Pacta matrimonialia
zufertigen. Gott gebe überall, zu glügk! undt Segen!


Paul Ludwig Secretarium habe ich bey mir gehabt, undt
von allerley expediendis, mit ihm, geredet.


Jn gartten, avec Madame.


Schreiben von Lövaerden, vom graf Wilhelm Friederich
von Naßaw, vor eine Walserinn auß Böhmen,
(welche erbschafft zu Ballenstedt prætendiret)
entpfangen.


<Es hat heütte bey hellem Tage, an Fürst Iohann Casimirs kammer geklopft, da wir mitteinander conversireten.>


heütte, ist die heẅerndte angegangen. et cetera Gott
gebe zu glügk! undt Segen!


Avis von Ballenstedt, das es daselbst allein, nicht
regenen will, undt das daß Sterben undter die
Schweine kommen, denen keine remedia helfen wollen.
Gott steẅre, allem unheyl gnediglich!

|| [[Handschrift: 167r]]


J'ay eü derechef, au disner mès souffrances & tour-
mens, avec le Prince Casimir quj mèsdisoit pübliquement,
de nostre guerre de Boheme, dès Ambassadeurs de l'election
a Francfort (de l'Electeur Palatin envoyèz), l'an: 1619
dü bon Baron de Dhona feü ma fidelle Achates,
dü Docteur Camerarius, &cetera par le rapport de Son Altesse Electorale de Saxe,
lequel toutesfois, ne m'a jamais dit, telles choses.
Jl vauldroit mieüx se taire a table, de telles
choses odieüses, & ne remuër point, les sepülchres
dès morts. De mortuis & absentibus, nihil nisj bonum!


Lès Grands Princes, disent quelquesfois, ce
qui leür plaist, par mauvayse jnformation
d'autruy, ou par corrüption de leürs Conseillers[.]
Mais nous, qui sommes de la religion, et an-
ciens serviteürs de la mayson Palatine,
voire parens, & luy le Prince Casimir principallement,
n'en devrions point mèsdire, ou èscouter
avec επήχαyρεκακìα, tels propos chattouilleux,
moins blasmer lès bons serviteurs, comme
estoit: son propre Oncle, feü Son Altesse mon Pere, item:
le bon Grandmaistre, Conte Iean Albert de Solms,
le bon Baron Christofle de Dhona, & le Docteur Louys Came-
rarius, tous gens de probitè & de candeür recognüe!

|| [[Handschrift: 167v]]


Au soir, i'eüs dès rüdes attacques, dü Vieil
Maistre d'hostel, Heinrich Friedrich von Einsiedel lequel contre sa coustüme
avoit fait tort, & rüdoyè m aulcüns de mès
serviteürs, d'autant qu'ils ne luy avoyent
pas tant donnè a boire, comme il pensoit.
Encores l'avoyent ils satisfait, mais son
mèsentendü, luy faysoit precipiter dès
violences, iüsqu'a battre, (contre rayson)
dès testes grises, avec soufflets, & bastons,
iüsqu'au sang. Et comme ie le demanday
seülement de cela, il commença a üser dès
fortes invectives: Qu'on affrontoit icy,
lés Officiers, que l'on donnoit droict tousjours
aux valets contr'eux, (& ie n'avois rien
dit, ni iügè encores, demandant seülement
ce que c'estoit? & voyant moy mesme, le
sang, sür la cedüle dü sommeiller) Que c'estoit
sa recompence, qu'il rapportoit de ceste Cour,
de tant d'annèes de service, d'estre deshonorè
d'ün chascun, apres avoir consümè tous ses
biens, en mon fidelle service, de tant d'annèes.
Et il crioit avec telle vehemence, que j'en
avois honte, & dèsplaysir. Jl dit aussy, que || [[Handschrift: 168r]]
ie croyois aux rapporteürs & Delateürs, &cetera
& parla avec grossieretè & confüsion, que non tant,
son boire, mais sa cholere & chagrin, luy süggera!


Qu'at il a me reprocher, sans cause, sès services
& pertes? Lès services, n'ont pas estè gueres
grands, & i'ay plus travaillè au maniement
de la cour, que luy, lequel s'est plüs amüsè
a manger, & a boire, & a faire bonne chiere,
qu'a travailler á bon èscient, au redressement
de mès besognes. Et il a estè bien contentè,
pour lés maigres offices, qu'il m'a rendü.
Quant aux pertes, il ne les a point faits
de bonne volontè, ainsy n'en suis ie pas cause.
Mais il les a endürèz, par contrainte, & n'a
sceü, ou se tourner, que sous l'ombre de ma
Protection, dont il s'est fort bien trouvè,
avec sa Femme, & sés enfans, car s'il eüst
estè contraint, de vivre hors de service, il eüst
fait fort maigre chere, & seroit, peüt estre,
mort de faim, ou bien, auroit estè battü, et
assommè par la soldatesque violente, s'il ne se füst
retirè en mon chasteau? & s'il n'eüst se protegè avec
l'honorable office, de mon Conseiller, et Maistre d'Hostel?

|| [[Handschrift: 168v]]

Samstag den 14den: Junij; 1651.


Die Erffurter avisen, geben, daß man in Frangkreich
gerne, zum feldtzuge, sich rüsten wollte, wann
der geldtmangel daßelbe nicht hinderte. Es
scheinet, daß weder die Spannische, noch Frantzosen,
viel außrichten dörften. Die deützschen trouppen,
(welche dem Spannier zukommen sollen) reißen
sehr auß, undt seindt schwürig. Jn Frangkrejch,
Brabandt, undt Flandern, schreyet das volgk,
nach verlangtem frieden, undt wil nichts
mehr zum kriege, contribujren.


Jn Engellandt, ist man bedacht, den krieg,
aufß eüßerste forthzuführen, darumb Sie
auf der See schiffe wegnehmen, Sie mögen
zugehören, weme sie wollen? Printz
Ruprecht, undt Prinz Moritz, paßen wieder
in der See, den Engelländischen, auff.


Die in Frangkfurth, sich befindende legatj,
sollen auf Nürnbergk wandern, undt aldar
residiren, eine zeittlang, sonderlich auch der
Frantzösische Monsieur d'Avaugour, undt der Schwedische
Ochßenstirn.


Die Frangkenthalische Sache, sol richtig sein, || [[Handschrift: 169r]]
undt die evacuation wirdt erstes Tages, verhoft,
dann die von Spannien, begehrte conditiones, alß:
1. abtragung der umbliegenden restirenden Contri-
bution[,] 2. einraümung der ReichsStadt, Besançon[,]
3. erlegung der 500000 ReichsthalerRthlr: satisfaction von
den ReichßStänden, verwilliget seindt; ohne daß
noch etzliche ReichßStädte darwieder sprechen,
in betrachtung Besançon bißhero, dem Reich,
ohne daß, nichts genützet, undt von den Reichs-
anlagen, exempt gewesen, auch Kayserliche Mayestät
diese 500000 ReichsthalerRthlr: herzuschießen, sich er-
klähret, hingegen aber, vom Reich, hierzu, 13
Monath Römerzug begehren, undt werden
albereitt, umb Frangkenthal, die vorspann
in bereitschaft gehalten.


Eine person, sol undter dem Mantel in der
handt, eine gespannete Pistol habende, zum
Ertzhertzoge, hinein gedrungen sein, umb ihn
umbs leben zu bringen, wehre aber ertapt,
undt gefangen gesetzt worden, dörfte ein
bluhtiges Trangkgeldt, bekommen. perge


heütte habe ich wochen rechnungen durchsehen. perge

|| [[Handschrift: 169v]]

Sonntag den 15den: Junij; 1651.


Jn die kirche, conjunctim, da dann der Caplan
Jonius, eine feine predigt abgeleget, vom
verlohrnen Sohn7. et cetera


Extra, über die ordinarios, die Rindtorfinn,
Doctor Mechovius, Magister Menzelius, &cetera[.]


Nachmittags, wieder in die predigt, conjunctim,
da Magister Menzelius geprediget, undt die heüttige
Sontags Epistel, gar fein außgeleget. perge


Jn gartten, avec Madame & les enfans.


Tobias Steffeck von Kolodey ist gantz (re infecta) von Leiptzigk
wiederkommen, in deme man sich selber, leyder!
im licht, gestanden. perge undt mir liederlich
præjudicirt. Patientia!

Montag den 16. Junij; 1651.


Etzliche fuhren, seindt forthgeschickt worden,
nacher Deßaw, Cöhten, etcetera undt Tobias Steffeck von Kolodey ist dahin.
Gott gebe zu glügklichem succeß!


Jn Oeconomicis, habe ich travagliiret,
gesorget, undt geborget, weil es sehr mangelt.


heütte wirdt der Rübesaht geschnitten,
undt also die Erndte angefangen. Gott gebe
zu glügk! undt forthgang! zu Segen! und gedeyen!


Georg Reichardt Amptmann alhier, bey mir gehabt.

|| [[Handschrift: 170r]]


Oberlender ist mitt forth, auf Strehlitz, meiner
Schwester, Fräulein Sophia Margarethas leüttlin, zu begleitten,
undt ihre sachen, von dannen, abzuholen. perge


ahj che le Mon petit Charles, s'est cruëllement
angoissè ceste nuict, avec des souspirs, sueürs,
larmes, prieres, & autres griefs, quj l'ont pres-
que accablè & rendü malade. Dieu le confor-
te! le garde de sorcellerie, & enchantemens!
& le preserve, par sa Sainte grace!


Schreiben von Wien, von Dreßen[!], (en mauvais
termes,) item: von Croßen, von Caßel, von Leiptzigk.


Tobias Steffeck von Kolodey ist heütte zu Cöhten gewesen, undt hat
das glügk gehabt, auf erfolgtes unglügk vori-
ger Tagen, alles wieder zu ersetzen, waß versehen
gewesen. Post nubila Phœbus; Gott lob, undt
dangk! E'l Ciel, quando men luce,
L'aspettato seren' spesso n'adduce!8


Die avisen, von Leiptzigk, bringen mitt:


Daß in dem Feẅerwergk, des Kaysers Seüle,
in der ehrenpfortten, zu Wien, daran <an einem hertz> geschrieben gestanden,
Vivat Ferdinandus Vivat, et cetera im feẅer stehen geblieben,
der Kayserinn ihres aber, darinnen Vivat Eleonora
Vivat, gestanden, alles verbronnen, darauß wollen etzliche
auguriren, diese Fromme Fürstin, werde auch baldt sterben,
undt dem Kayser, die vierdte Gemahlin, zu Theil werden. || [[Handschrift: 170v]]
Gleichwol wil darneben berichtet werden, der
Kayser, seye an itzo, gar unpaß. Gott schicke es, zur
gedeylichen! undt verlangten beßerung!


Die Regimenter in Ungarn, werden abge-
dangkt, hingegen von Spannien wieder
angenommen, undt in die Niederlande, undt
an die Frantzösische confinia geführet.


Die evacuation Frangkenthals, will
nicht continujren, undt wieder ins stegken gerahten.


Cardinal Mazzarinj, trachtet noch in
Frangkreich, sich einzudringen: die Königinn,
favorisiret ihn heimlich, wieder die Printzen.


Er hat abschiedt vom Churfürsten von Cölln
genommen. Man weiß nicht, wohin er sich
numehr wenden will eigentlich?


Jn Frangkreich, gibts viel motus internos
undter den großen, undt es werden noch mehr
bella intestina besorget, auch Zizania disseminiret.


Beyde Potentaten, Frangkreich, und Spannien,
tractiren zwahr auf gewiße maße, per tertios
iedoch, armiren Sie auch, beyde gewaltig.


Zur See gibts mißverstände, und es scheinet,
als wolle: Frangkreich, Portugall, undt Jrrlandt
sich vereinigen, undt Spannien, Engelland undt hollandt || [[Handschrift: 171r]]
mitteinander, sich zu feinden machen. Jst eine stargke
gegenpartie zu waßer! Gott stehe der gerechten
Sache, bey!


Die ChurPfältzische wittibe, (gewesene Königinn in
Böhmen,) die Princesse Royalle, undt Prinz von Uranien
seindt auf begehren der holländer, auß dem haag,
auf eine zeitlang endtwichen, mit den ihrigen.


Man schreibet, die alliance, zwischen Engelland
undt hollandt seye richtig geschloßen.
Jst wol zu erbarmen! undt zu beklagen!


Cromwell, sol wieder krangk sein, undt der König
in Schottlandt, etwaß victorisiret haben.


Printz Ruprecht, undt Printz Moritz, seindt
mit ihren kriegsschiffen, von Toulon, wieder die
Engelländischen Schiffe, außgelauffen.


Jn den Jnsuln Sorles, sollen die Engelländischen neẅe
Regenten, undt ihre flotten, zimlich progreß haben.


Jn Dennemargk, wil es noch mit der inquisition,
in puncto maleficij, seü veneficij, nicht recht forth.


Jn Schweden, sol die Königinn, eine rayse, in
Pommern, zu thun, vorhabens sein.


Jn Polen, sol das vfbott, der Poßpolite Russenie,
noch ergehen, die Cosagken etwas geschlagen sein,
undt viel dissidia, & motus internj, auch zwischen
dem Könige, undt Theilß Senatorn vorgehen.

|| [[Handschrift: 171v]]


Die Türgken seindt in die 100 Segel stargk
außgelauffen, Candia zu bekriegen, undt es schei-
net die Venezianer verliehren den Muht, es zu
erhalten, undt solcher gewaltt, zu wiederstehen.
Gott wolle ihnen beystehen, undt die Christen-
heitt, beschützen! undt beschirmen!


Jm lande zu Braunschweig, sol auch ein vfbott
ergehen, undt 14 Stügke auß dem zeüghauße
zu Wolfenbüttel, geführet worden sein, zu
waß ende! ist (noch zur zeitt,) verborgen.


Die exemption der Stadt Basel vom Reich,
will andern, ein exempel der nachfolge geben.


Zu Napolj, gibts wiederumb, neẅe motus.


Zu Rom, deliberirt der Pabst heimlich. Man
meynet, es seye wieder Spannien gemeynet, da
er doch, vor diesem, allezeit, so gut Spannisch gewesen.


Es gibt auch mißverstände zu Rom, undter
den Cardinälen, von Frantzösischer, undt Hispa-
nischer faction, item: undter den Bischoffen,
Prælaten, &cetera wie auch undter den weibern,
alß da ist, die Madonna Olympia des Pabsts
Muhme, undt die Principessa dj Rossano, etcetera[.]
Mundus Universus, exercet histrioniam!9

|| [[Handschrift: 172r]]


Jn Brasilia sol ein Neẅes, reiches Silberbergwergk
entdegket worden sein.

Dienstag den 17den: Junij; 1651.

<Warm, wie gestern, iedoch hats, gegen abendt, geregenet, undt gedonnert.>


Post von Ballenstedt bonne, & mauvayse, selon
les Variations dü monde süblünajre.


Jch bin hinauß geritten, den segen Gottes,
in Meinen feldern, alhier, undt zu Zeptzigk
anzuschawen. Gott gebe ferner gedeyen!


Extra zu Mittage, habe ich Martinum
hangkwitz, gehabt, so von Cöhten kommen,
undt nachmittage, wieder verrayset. perge
Jl m'a confiè beaucoup! Nota Bene Nota Bene[.]


Der Rübesaht, ist heütte vollends, in
hauffen gebracht worden. Gott laße es gedeyen!


<Seltzame avisen von Ballenstedt wegen Mangels, der Victualien. perge>

Mittwoch den 18den: Junij; 1651.

<2 lächße.>


Jn die kirche, conjunctim. Er Jonius predigte.


<Extra zu Mittage gehabt, die Rindtorfinn, undt Schwartzberger.>


Der hofmeister von Deßaw, Freybergk, ist anhero
gesandt worden. Jst undter der Mahlzeit, im gast-
hofe eingezogen, hat aldar gegeßen, darnach
sich angemeldet, undt selbst præsentiret erstlich,
bey der Schwester, Fräulein Sophia Margaretha Liebden darnach, bey Mir. et cetera || [[Handschrift: 172v]]
Er brachte mir das Concept mitt, pactorum
Matrimonialium, undt ob ich etwaß darbey, würde
zu erinnern haben? Jch habe es, ad deliberandum
angenommen. Er gedachte auch etzliche sächlein
darneben, wegen anstellung, des Fürstlichen Beylagers,
undt waß sonsten, zu erinnern, undt zu obser-
viren, sein möchte?


Jch habe es darnach mit meinen Rähten,
in deliberation gestellet, nemlich: mit hofmeister
Einsidel, Doctor Mechovio, undt Secretario Paulo Ludwig,
ihnen auch, meine erinnerungen, zu erkennen gegeben,
undt sie, (nach mittgetheilter communication
voriger ehepacten, Meiner freundlichen herzlieb(st)en gemahlin, undt
meiner FrawMutter Sehliger Gnaden) umb raht,
gefraget.


Freybergk ist extra bey unß, geblieben.

Donnerstag den: 19den: Junij; 1651.


Geschrieben, nach Croßen, undt Saroschpatack.


Die Schwestern besucht, vormittags.


Kornführern, abermalß gehöret.


Freybergern, zue Mittage, entreteniret.


Nachmittages, seindt die Rähte, Doctor Mechovius, undt
Paul Ludwig zu mir kommen, undt wir haben unß abermahl,
wegen der Ehepacten, undterredet, undt Freybergern
vortragen lassen, nebenst meiner Correction.

|| [[Handschrift: 173r]]


Mit Freybergk, habe ich, viel discurriret. perge <zu abends.>


CammerRaht Gehse, ist auch, diesen abendt ankommen.

<Regen. windt.>


Kornführer, hat sich abermalß præsentirt.
Sein anbringen, ziehlet eigentlich dahin:
1. Einigkeitt, in der religion zu treffen, undt
darzu, nicht allein Papisten, undt lutheraner,
sondern auch Juden, undt Türgken zu bekehren,
zu welchem intent, er vermeinet, eine sonderliche
Vocation, undt Trieb des Heiligen Geistes zu haben,
auch allerley gesichte, gesehen haben will.
2. Vnser landt von Schulden zu liberiren,
durch Strafe der Mißhändler, insonderheitt,
der hurer, undt Ehebrecher, in allen 4 Antheilen.
Darneben, hat er gute Christliche gedangken. perge
Omnia probate; quod bonum est, tenete!10


Freybergk, ist diesen Morgen forth, nacher Plötzka,
<undt aufn abendt, hat er sich wieder angemeldet.>


Tobias Steffeck von Kolodey ist verschickt, des futters, weins, undt
anderer Nohtwendigkeitten, halben. <Gott gebe, zu glügk!>


Den Caplan Jonium, habe ich extra, zu Mittage,
bey mir gehabt, undt allerley mitt ihme conversirt,
wie auch darnach, mit dem Allten Sekerka.
Omnia conando, docilis solertia vincit!11

|| [[Handschrift: 173v]]

Samstag den 21ten: Junij; 1651.

<Somnium hesternum, wie Hans Balthasar Oberlender wehre wie ein Sckeledon, oder Todengeripp worden.>


Der CammerRaht Gehse, hat sich diesen Morgen,
bey mir, præsentiret. hat zu Plötzkaw
schlechte satisfaction bekommen, wegen Meiner
Schwester Liebden Schmugkgelder. Patientia!


Jngratis, servire nefas!


Ein exulirender pfarrer, von der religion, Philippus
Nicolaj, ist bey mir gewesen. Je l'ay consolè.


Avisen, daß Minden undt herwaerden, wieder
den Churfürsten von Brandenburg rebelliret
hetten, undt wehren die lottringischen völgker
darzu kommen, undt hetten die Brandenburgischen
geschlagen, also: das der Churfürst selber
selb Sechßte kawm darvon gekommen.
Es wehre vornehmlich auf deßen person,
angesehen gewesen. Gott wolle ihn bewahren!
undt vor den bösen insidiis, seiner heimlichen, undt
offentlichen feinde, gnediglich salvaguardiren!


Die Fraw von Bayern, ist anhero kommen, undt
saget, das sichs mit der hertzogin von Schöninghen,
zur beßerung ahngelaßen, Jst ein miracul.


Viel alte vom Adel, sollen sonst, hin-
weg sterben, in Stiftern.

|| [[Handschrift: 174r]]

Sonntag den 22ten: Junij; 1651.


Jn die kirche, conjunctjm, da Er Jonius geprediget.


Zu Mittage, extra gehabt, die von Bayern,
ohne die Peckadelinn, Langken, <Doctor Mechovium> undt andere.


Jtem Zu Nachmittags, cum sororibus, & filio, in
die Nachmittagspredigt, da der pfarrer von
Kromigk, Valentinus Reichardt, concioniret. perge


Die Erffurter zeitungen geben: daß es in Frangkreich gantz
einig seye, wiewol heimlich, disgustj vorhanden.
Jn Engellandt, fielen viel, vom Cromwell
ab, undt suchten die Neẅen Regenten, alla
desperata, sjch zu manuteniren.


Chur Brandenburg wolte Duysseldorf,
dem Pfaltzgraven von Neẅburgk nehmen,
der aber, suchte hülfe, bey Lottringhen.


Die Schweden, undt Frantzosen,
drüngen, auf einen ReichsTag, (worzu
die Kayserlichen wenig lußt hetten,) undt
wollten, die Stände im Reich, möchten nach
Nürnbergk, abermalß, ihre gesandten, ab-
schicken, zur exequirung, des FriedenSchlußes.


Zur evacuation Franckenthals, wehre
noch gute hoffnung. et cetera

|| [[Handschrift: 174v]]

Montag den 23. Junij; 1651.


Jn Oeconomysachen, habe ich travagliiret.


Es werden wagen, undt pferde nach Braun-
schweig, vom Raht, geschickt, den neẅen hoff:
undt StadtMedicum, Doctor Levinum Fischer,
abzuholen. Gott gebe, zu glügk! undt succeß!


Nachmittags bin ich hinauß geritten, auf
meine Felder, mit Carolo Ursino, undt
Rindtorfen, etcetera[.]


Jch habe mich selbst, maceriren müßen,
futter, vor meine pferde zu erlangen,
wejl, theilß meiner leütte, Miedtlinge sein.


Die Leiptziger avisen geben:


Daß der Kayser, in kurtzem, zu Prag, sein werde.


Chur Brandenburg hat Pfaltz Neẅburgk,
den krieg declarirt, undt etzliche plätze
albereitt occupirt. Neẅburg suchet hülfe, bey
den Spannischen undt lottringhischen.
Chur Brandenburg mag sich auf die Staden
verlaßen, undt von Chur Saxen, etwa
versicherung haben, wegen der Jülichischen
lande, undt deren succession.

|| [[Handschrift: 175r]]


Die herren Staaden, seindt noch nicht eins, mit den Engel-
ländischen gesandten, welche ihr losament, im
haag, befestigen, undt mißtraẅisch sein.


Jn Schottland, sol sich der König, sehr stärgken,
undt eine invasion in Engellandt, thun wollen.
Cromwell stellet sich, matt, undt krangk.
Die Jrrländer, erwartten des hertzogs, von
Lottringhen, undt seiner armèe.


Jn den Jnseln Sorles, (deren die neẅen
Regenten, zwey gewonnen) helt sich noch
das stärgkste casteel Sankt Maria, undt
dem holländischen Admiral Tromp, wollen
die Engelländer, auch nicht zu viel trawen.


<König in> Portugall tractiret noch, mit den
Staaden, undt Engelländern. Suchet hülfe,
bey den Morenkönigen. Undt weil der
pabst, seine denomination der bischoffe, nicht
leiden will, gedengkt er, mit hülfe
der Frantzosen, einen Patriarchen, in sei-
nem Königreich, zu erwehlen, undt dem
pabst, darinnen, zu valediciren.

|| [[Handschrift: 175v]]


Die evacuation Franckenthal, wirdt
abermal gewiß gemacht, so baldt die 13 Monat
Römerzüge, werden erleget worden sein.


Die gewesene Königin in Böhmen, Elizabetha
helt ahn, umb die 10000 Pfund (libra)℔: Sterlingß,
welche ihr von beyden Königen,
Jacobo, undt Carolo, ihrem herrnvatter,
undt herrn bruder Sehligen, iährlichen zum
undterhalt, versprochen, seidthero auch
vom Parlament, auß Engellandt,
confirmiret worden.


Cardinal Mazzarinj, ist nach Francfurt
gezogen. Weiß sich nirgends sicher. Wehre
gerne wieder in Frangkreich, wowider
die Printzen, sich stargk opponiren.


Prince de Condè, sol Gouverneür, in
Gascogne werden, darüber zu Bordeaux,
große freẅde endtstanden. Visconte
de Türenne, ist auch, in großem,
undt gutem, credit. hat modeste, undt
generose, die vom Printzen, offerirte præsent
recusiret, welches dem Printzen, mißfallen, ob || [[Handschrift: 176r]]
er schon sein großer Freündt ist.


Man muhtmaßet, Duynkercken sol vom
Spannier, mit hülfe der Engelländischen Schiffe,
belägert werden.


Die Neẅen Regenten, haben einen Je-
suiter, Pater Richium, so sich betretten laßen,
zur viertheilung, undt zum galgen condem-
niret in Londen.


Die Staaden, schicken drey gesandten
auß, 1. zum Kayser, 2. einen nach Stogkholm,
3. undt einen nach Brüßel.


Die Schweden, dringen auf einen ReichßTag,
im Römischen Reich, so der Kayser abhorriren mag.


Die Königinn in Schweden, machet herren
undt graven, hat auch, dem neẅen Freyherren
Salvio, in Jngermannlandt, eine herrschaft
verehret. Axel Lillie, ist auch, zum
Freyherren, undt Reichsraht, creiret.
Douglaß inngleichem, ein Baron worden.


Zu Coppenhagen, auf dem herrenTage, will
man fast, die beschuldigten großen exculpiren,
undt das arme weib, so es angezeiget, torquiren.
De occultis, non judicat Ecclesia, neque Princeps!

|| [[Handschrift: 176v]]


Die Cosagken, zusampt den Tartarn, (deren
großer Cham[!], gestorben sein soll) liegen, dem
Königlich Pollnischen läger, nahe, undt nach deme
eintzelne treffen, albereitt vorgegangen, dörfte
es wol baldt, zu einer haüptaction, gerahten.
Der König in Polen, hat viel deützsche völgker,
gestaltten auch, der König in Engellandt,
deützsche völcker, begehret, undt an sich
zeücht. General, graf Königßmargk,
sol auch 6000 Mann, aufs neẅe, vor
Schweden, werben, undt zu hamburg
albereitt angelanget, von dannen, inß
landt zu Brehmen, gegangen sein.


Chur Pfaltz, iungen herrens, kindt-
taüffen, zu heidelbergk, ist wol abgegangen,
der hertzogk von Lottringen, undt die
Schweitzer, haben sich mit stattlichen
præsenten, sehen laßen. hertzogk
von Wirtembergk <der Regierende> ist auch dar gewesen,
undt hat sonderlich, auf beförderung,
des bawes, einer neẅen luttrischen
kirchen, daselbst, sein absehen gerichtet.
perge

|| [[Handschrift: 177r]]


Hans Christof von Wischer, hat sich wieder præsentirt,
undt ist von Weymar, wiederkommen, wie auch, von
Krannichfeldt, dannenhero, er, grüße mitgebracht.


Von Croßen, wirdt unß, avisirt, daß die
raysenden albereitt zu Leüchtmeritz ankommen,
wiewol die Fürstliche brautt, einen bösen fall
gethan, mit der kutzsche, iedoch, Gott lob, ohne
schaden. Der liebe Gott, wolle sie ferner bewahren!
vor allem leydt! unglügk! undt unfall!

Dienstag den, 24ten: Junij; 1651. <Iohannis.>


Paul Ludwig ist bey mir gewesen, expedienda zu expediren.


Nach verrichteten travaglien, reposiret. perge


Mein vetter, Fürst Johann Casimir, ist nachmittags,
(abermalß zu kutzschen,) anhero kommen, undt hat
Freybergk, undt Walwitz, wieder bey sich, gehabt.


Die von Bayern, ist heütte wieder verrayset,
nacher Odeleben, undt Schöninghen zu, undt hat die
Pegkadelin mittgenommen.


Es hat heütte allerley Conferentzen, undt ein-
richtung der Acten, gegeben.

Mittwoch den 25ten: Junij; 1651.


hofmeister Freybergk, ist forth, nach Leiptzigk, dahin
ihn Mein vetter abschicket.


Hans Eckardt, ist mit 4 Faß, Zerbster bier, wiederkommen.

|| [[Handschrift: 177v]]


Jn die kirche, undt wochenpredigt, conjunctim,
darbey auch, der vetter Fürst Iohann Casimir gewesen, undt
der Diaconus Jonius, hat einer huren, welche
kirchenbuße thun müßen, iämmerlich das gesetz
geschärfet, undt gar recht darahn gethan,
weil an itzo solche laster, überhandt nehmen.


Extra zu Mittage, die Rindtorfin, Jonius,
undt andere extraordinarii ordinarij.


Jakob Ludwig Schwartzenberger ist, mit Magister Menzelio, von Ballenstedt
wiederkommen. Er avisirt, undter andern, daß
henning Stammern, der Schlag getroffen. Gott erhalte
ihn, undt wolle es mit ihm, zur beßerung, fügen!
Viel leütte, auch in den benachtbahrten Stiftern,
sollen vom Schlage, itziger zeit, getroffen werden.
Gott erbarme sich, aller, insonderheit der Seinigen!


Das liebe getreydig, sol gar schlecht stehen, umb
Ballenstedt herumb. Es hat daselbst, wenig gesegenet. perge

Donnerstag den 26ten: Junij; 1651.


<2 hasen.>


Conversationes gehabt, mit Meinem vetter, und sonsten.


Jtem: nachmittags, gen Aderstedt zu, gefahren,
die weinberge, und zigelscheüne, zu besehen. etcetera
mit Meiner gemahl, undt vettern.


Victualien vom hartz, bekommen, auß Ballenstedt.


Schreiben von Martin hanckwitz wegen eines neẅen concionatoris
aulicj.


Conferenze mit Fürst Iohann Casimir gehabtt. et cetera

|| [[Handschrift: 178r]]

<Freitag den 27. Junij; 1651.>

<Vormittags conferentz mit Fürst Johann Casimir[.]>


Nachmittags ist er, mit Meiner herzlieb(st)en gemahlin, undt Schwester
nacher Palbergk, gefahren, meiner herzlieb(st)en Gemahlin, gütlein,
zu besehen, undt alda, einer collation, an statt des
abendteßens, beyzuwohnen. Mein Carolus Ursinus, ist
auch mitt gewesen.


Jch aber, bin inndeßen nacher Plötzkaw, geritten,
die nöhtige sache, der Schmugkgelder, zu befördern,
undt habe den lieben allten herrnvetter, Fürst Augustum,
im felde, angetroffen, spatzirende, ihme also
zugesprochen, darnach dem abendtgebeht, in der
kirche mitteinander, beygewohnet, (darbey
auch die FrawMuhme, nebenst den Fürstlichen herren,
undt Freẅlein, sich befunden,) undt nach dem-
selben, im Felde gesprachet, eine gute
weile, mit herrvettern, (welcher mir, sampt
seinen Söhnen, das geleitte gegeben eine zeit
lang, da ich mit ihme zu kutzschen fahren müßen)
endtlich haben wir, einander, valediciret,
undt ich bin forthgeritten, herrvetter aber, ist in seinen
weinbergk, spatziren gegangen.


Als ich <mit einem Regenbogen, undt gnadensigno, zwahr> in unbestendigem Regenwetter, wieder
nach hause kahm, erlangte ich das schreiben, so meiner
verfehlet, von Plötzkau wegen der Schmugkgelder, in etwas tröst-
licheren Terminis, <dergleichen mir auch hofraht, Jehna, zu Plötzkau sagete.>

|| [[Handschrift: 178v]]


Mein vetter, Fürst Iohann Casimir ist, diesen abendt, von Palbergk,
wiederkommen, mit Meiner herzlieb(st)en gemahlin, undt Schwester,
auch theilß meiner kinder, undt anderm Comitat.
Jch habe sie, zu meiner vorhergehenden zu-
rückkunft, von Plötzkaw, alhier zu Bernburgk,
im Schloßplatz abends spähte als sie wiederkahmen
b entpfangen, undt darnach im zimmer, abschiedt
von Meinem vetter, genommen, darbey er mich
per iura sanguinis, & amicitiæ, conjuriret,
heütte abendts, undt nicht morgen frühe, abschiedt
zu nehmen, welches ich endlich, eingehen müßen.


Jl n'estoit point satisfait, de mon expedition
a Plötzka! & croyoit, qu'on nous avoit trompèz!

Samstag den 28ten: Junij; 1651.


Diesen Morgen, umb drey uhr, ist mein vetter
Fürst Johann Casimir, heimlich forthgewischt, nacher
Deßaw zu, in meynung, præparatoria, zum Fürstlichen
Beylager, (so Gott segenen wolle!) daselbst
zu machen, gegen den 14den: künftiges Monats, <(gebe gott)[.]>


Jl a presentè ceste fois, 6 DalersDal: en la mayson
et ün DalerDal: pour le lacquey, qui a servy en son logis.


La derniere fois, il presenta en tout, 12 Dalers.
Tout cela, sont, dès liberalitèz gratuites, & non
forcèes. Aussy tels presens, ne sont pas necessaires.

|| [[Handschrift: 179r]]


Hanß Bernds, ist bey mir, gewesen, wie auch HB
Geörge Reichardt der Amptmann. perge


Schwester Bathildis, ist in die vorbereittungßpredigt
gezogen. Gott gebe ihr, rechte præparation!


Der Medicus, Doctor Fischer, ist numehr, von Braun-
schweig, cum familia, et suppellectilj ankommen,
Gott gebe zu glügk! undt bewahre unß
vor krangkheitten!

Sonntag den 29ten: Junij; 1651.


<Sturmwindig.>


Jn die kirche cum sororibus, & parte liberorum.


Extra zu Mittage, den CammerRaht, Doctor Mechovium
gehabt, undt ordinarios, extraordinarios perge
alß: die Einsidlin, die Rindtorfinn, Schwartzenbergern,
undt andere. perge


Nachmittags, wieder zur kirchen, da der
pfarrer von Altenburgk, nemlich, der iunge Plato
geprediget, vormittags: predigte Jonius,
undt es hat Schwester Dorothea Bathildis,
vormittags, communiciret, ihr, hat gefol-
get, des Sekerka fraw, undt dero
zweene Töchter, wie auch die Einsidlin,
der von Sekerka, Langken, undt andere.
Gott erwegke ferner, gnadenbegierjge Christen!


J'ay eü mes peines journalieres. Dieu m'ayde; a vaincre!

|| [[Handschrift: 179v]]

Montag den 30ten: Junij; 1651.


<Windt. Regen.>


Jch habe eine jnstruction verfertiget, auf den CammerRaht undt Caspar Pfauc, nacher Cöhten, auf den landt-
rechnungßTag, mit zuziehung Amptmann Reichardts,
welche heütte dorthin raysen werden. perge
Gott gebe! zu glügklicher verrichtung!


Jn Oeconomicis, hat es auch allerley anstaltten
gegeben, mit dem Ampt: undt küchenschreibern.
So hat sich auch in Regierungssachen, (gewöhnlicher
maßen,) allerley zu thun, eraignet.


Von Braunschweig avis; daß man sich aldar,
wol vorsiehet, undt eines überfalß, vom
hertzogk, gewartten möchte.


Briefe von Croßen, von der Churfürstinn,
Jtem: von Meinem Sohn Victore von Puchaw,
undt von Princesse Henriette! Jtem: von der
gewesenen Königin in Böhmen, ein dangkschreiben,
daß ich meinem Sohn erlaübet, in Ungarn
mittzuziehen. perge Jtem: von Einsideln, undt Hammeln,
an Tobias Steffeck von Kolodey auß Puchaw, vom 3. ⁄ 13. Junij;


h: Matthias Riedel, heißet der kaufmann
welcher die Schreiben nacher Sarospatack
in Ungarn, bestellen wirdt.


Ad Notification von Caßel, der frölichen geburt, eines iungen
Söhnleins, den Gott segenen wolle!

|| [[Handschrift: 180r]]


Die avisen melden: von einer Victory, so der König
in Engellandt, wieder die Cromwellischen, solle er-
halten haben, wie auch Cromwell am calculo,
stargk laboriren, undt zum kriege untüchtig
werden solle. Printz Robert, sol ingleichem,
22 Engelländische Schiffe, geschlagen haben.
Frangkreich, wil sich auch, wieder die En-
gelländischen übelgesinneten declariren.


Printz von Condè fänget motus ahn. Prince von
Conty, wirdt wieder Geistlich. Düc de
Longueville, begibt sich zur ruhe. Düc de
Vendosme, undt d'Elbœuf, vergleichen sich
wieder, durch undterhandlung des Parlaments zu Paris.


Frangkreich, undt Spannien, gehen auf
einander, mit stargken armèen.


Catalonien gehet verlohren, wegen pest,
undt anderer mangel, an volgk, munition etcetera[.]


König in Portugall, rüstet sich, zur gegenwehre,
wieder Spannien, hollandt, undt Engellandt,
undt erweyset sich wolgemuht. hat auch mit dem
Pabst händel, undt will einen Patriarchen, crejren.


Zu Napolj, leßet der ViceRè die Soldaten,
auf die galleren schmieden, die er nach Catalonien,
schigken will, damit Sie ihm, nicht endtlauffen,
oder die Schiffe übermeistern, und dem feinde zufahren.

|| [[Handschrift: 180v]]


Die Tractaten zu Lübegk, zwischen Schweden,
undt Pohlen, gehen noch vor sich, undt kommen die
Gesandten12, nacheinander, allmählich, ahn!


Jn Polen, sollen die läger, baldt aufeinander
gehen. Der König, helt scharfe disciplin,
der Tartar Cham[!], sol auch mit 40000
pferden, bey den Cosagken, ankommen sein.
Der status Regnj Polonicj, hänget, ahn einem
seidenem faden, wann eine Schlacht, (da Gott
vor seye!) sollte verlohren werden. Die Co-
sagken, haben die festung Camieniez in Podolien,
vergeblich gestürmet, eine andere aber einge-
nommen, undt darinnen, viel adel, undt andere
leütte niedergemachtt, auch beütten bekommen.


Jn Candiâ sollen, in die 1000 Janitzscharen,
ankommen, undt von Türgken, übergefallen
sein, weil sie in Caneâ, undt Rhetimo, keine
lebensMittel, gehabt. Die venezianischen
hauptleütte, undt commendanten, haben Sie
mit paßzetteln, nacher hause geschickt.


Die Türgken, haben hingegen, Catharo, in
Albania, belägert, wiewol sie aldar, nicht
gar stargk, sondern mit den Pollnischen, undt
Persianischen händeln, impliciret sein sollen.
Der König in Persia solle Babylonia recuperiret haben.

|| [[Handschrift: 181r]]


Der Oberlender, ist von Strehlitz, wiederkommen, undt
hat mir briefe, von Meiner Schwester, der hertzoginn gebracht.
Gott lob, daß Sie noch wol lebet, wiewol sie sich
gantz alleine, undt von Schwester Sophia Margarethas gesellschaft
separirt befindet. perge Jhr herr Sohn, sol zu Angiers
numehr sich aufhalten. perge


Der Churfürst von Brandenburg hat laßen ein
Manifestum außgehen, darinnen er declariret,
daß Pfaltz Neẅburgk Liebden ihme unrecht thue,
in deme er die Gülichische undt Bergische lande,
wieder ihre religion, undt Freyheitten undterdrügke
die geschloßenen Pacta, undt Reversalen, de
anno 1610[, 16]11[, 16]12[, 16]14 und [16]30 nicht halten
wollen, sondern auß dem instrumento Pacis,
zu Münster, erzwinge, alß ob vorige pacta
ungültig, undt alles in den Standt, wie es
anno 1624 gewesen, müste wieder gesetzet
werden, (welches doch solchen verstandt nicht hat,)
Er bedawret, daß man kirchen eingezogen, pfarrer
veriagt, undt gefangen, übel geschlagen,
biß an den Todt, tribuliret, auch die Ritterschaft
undt undterthanen, mit allzuhohen Schatzungen, beleget.
Er vermahnet selbige Fürstenthümer, an ihn sich zu hal-
ten, undt iehnem, nichts mehr zu contribuiren, als seinem
Feinde, oder er müsse Sie auch, als feinde halten.


Textapparat
a Abkürzung nicht auflösbar.
b Die Silben "de" und "main" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
c Im Original "Caspar Pfau undt den CammerRaht" korrigiert in "den CammerRaht undt Caspar Pfau".
d Im Original verwischt.

Kommentar
1 Ps 40,2.
2 Hier: Ritterdienst.
3 Nur teilweise ermittelt.
4 Io 17,24.
5 Zitat nach Ter. Andr. 218 (ed. Rau 2012, S. 28f.).
6 Person nicht ermittelt.
7 Lc 15,11-32.
8 Zitat aus dem 4. Akt, 9. Szene, in Guarini: Pastor fido, o. S.
9 Ein traditionell Petronius zugeschriebenes, doch bei seinen überlieferten Schriften nicht nachweisbares Zitat, welches in Lipsius: De constantia, I, 8, S. 54-57, sowie Montaigne: Les Essais, III, 10, S. 1057, belegt ist.
10 1. Th 5,21.
11 Zitat aus Manil. 1,95 (ed. Goold 21998, S. 4).
12 Nur teilweise ermittelt.
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abhorriren
etwas verabscheuen, vor etwas zurückschrecken
abteilen
abfinden
admittiren
gestatten, zulassen
Affection
(positive oder negative) Einstellung jemandem gegenüber (meist Gewogenheit, Zuneigung)
Anschlag
Plan, Absicht
Aufbot
Zusammenruf des Heeres, Aufgebot zur Heeresfolge
aufpassen
anlegen
aufpassen
auflauern
auguriren
wahrsagen
ausbrechen
ruchbar werden, an den Tag kommen
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Ballet
höfischer Schau- oder Bühnentanz
Beilager
Hochzeit, Feierlichkeit anlässlich der Vermählung (ursprünglich: Beischlaf als Vollzugsakt der Eheschließung)
Beisorge
Sorge, Besorgnis, Bedenken, Furcht
besorgen
befürchten, fürchten
betreten
ertappen, erwischen
Candiot
Einwohner von Kreta
Collation
Mahlzeit (außerhalb des Mittagessens)
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
concioniren
predigen
condemniren
verurteilen, verdammen
Confirmation
Bestätigung
confirmiren
bestätigen
confundiren
verwirren
confundiren
vermischen, vermengen
confundiren
aus der Fassung bringen
conjungiren
verbinden, verbünden, vereinigen, zusammenführen
conjuriren
sich verschwören
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
contribuiren
außerordentliche Steuern oder andere Zwangsabgaben entrichten
contribuiren
beitragen, beisteuern, einen Anteil leisten
contribuiren
bezahlen
Correction
Berichtigung, Verbesserung
Correction
Strafe
creiren
jemanden in ein Amt wählen oder zu einem Amt ernennen, jemanden zu etwas machen
declariren
sich deutlich äußern, klar aussprechen, deutlich ausdrücken
Deliberation
Beratschlagung, Erwägung, Überlegung
deliberiren
überlegen, beratschlagen
Dijudication
Entscheidung, Aburteilung
dimittiren
entlassen, (förmlich) verabschieden, beurlauben, entsenden
disseminiren
etwas verbreiten, ausstreuen, sähen
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
einziehen
verhaften
eluctiren
sich einer Sache entwinden, mit Mühe überwinden
entreteniren
unterhalten
Erbhuldigungseid
Treuegelöbnis, das der hierarchisch auf nächst niedrigerer Stufe einem hierarchisch Höhergestellten im Rahmen der Lehensverfassung leistet
erlegen
etwas entrichten, begleichen, bezahlen
Erlegung
Entrichtung, Begleichung, Bezahlung
examiniren
ausfragen
examiniren
verhören
examiniren
prüfen
excludiren
ausschließen
Exequirung
Durchsetzung, Vollstreckung, Vollzug
exuliren
in die Verbannung gehen
exuliren
in der Verbannung leben, im Exil leben, auswandern, fliehen
Faction
Aufruhr, Meuterei, Empörung
Faction
(politische) Partei
Faction
(politische) Entzweiung
Faß
Hohlmaß
fortwischen
entwischen
Fristung
Schutz, Bewahrung
Gegenpartie
Gegenpartei
genungsam
genügend, hinreichend
Gesicht
Sehkraft, Sehvermögen
Gesicht
Anblick, Erscheinung, Trugbild, Vision
Gesicht
eingekerbtes Metallstück am Gewehr, wodurch man beim Zielen das Korn sieht
Gesicht
Blickfeld, Sicht
Großherrvater
Großvater
Handbrieflein
kleines Handschreiben
Herrentag
jährliche Zusammenkunft des dänischen Königs mit dem Reichsrat
herschießen
als Darlehen hergeben, vorschießen
Imperfection
Unvollkommenheit
impliciren
verwickeln
Inquisition
Untersuchung, Ermittlung, Verhör
instigiren
anregen, antreiben, bewegen
Intent
Absicht, Vorhaben
invitiren
einladen
Johannistag
Gedenktag für Sankt Johannes den Täufer (24. Juni)
körperlicher Eid
persönlich geleisteter Eid
Landrechnungstag
Tag der jährliche Rechnungslegung über die Einnahmen und Ausgaben eines Landes
Lebensfristung
Erhaltung des Lebens
Lehenspflicht
die aus der Eingehung eines Lehensverhältnisses entspringende besondere Treue- und Leistungspflicht eines Lehensmannes
liberiren
befreien, freilassen
liberiren
erlösen, frei machen
Losament
Unterkunft, Wohnraum
maceriren
sich abquälen, mürbe machen
manuteniren
bewahren, behaupten, erhalten, handhaben
Mietling
Person, die gegen Lohn arbeitet
Mißhändler
Übeltäter
Mohrenkönig
Bezeichnung für den Herrscher eines nordafrikanischen Barbareskenstaates
nachsagen
melden
observiren
einhalten, beachten
Operation
Wirkung
Opinion
Meinung
ordiniren
verordnen, befehlen, festlegen
ordiniren
regeln, einrichten
ordiniren
jemanden bestimmen, beauftragen, einsetzen
ordiniren
in einem liturgischen Akt eine kirchliche Weihe (meist Priesterweihe) erteilen (in der katholischen Kirche), in ein geistliches Amt einsetzen (in der evangelischen Kirche)
präjudiciren
nachteilig sein, schaden
präjudiciren
eine künftige Entscheidung vorbestimmen
Präparation
Vorbereitung
prätendiren
vorgeben, vortäuschen, heucheln
prätendiren
fordern, verlangen, beanspruchen
proclamiren
vorladen
recolligiren
sich erholen, sich wieder sammeln
recuperiren
zurückerobern
recuperiren
wiedererwerben, wiedererlangen
recusiren
(jemandem etwas) versagen, verweigern
recusiren
ablehnen, nicht akzeptieren
regaliren
(reichlich) bewirten
Reißen
mit einem heftigen Ziehen verbundener Schmerz
rejiciren
verwerfen, abweisen
rejiciren
abwerfen, wegstoßen, zurückdrängen
rejiciren
(auf jemanden) schieben, verweisen
rejiciren
ausstoßen
reposiren
ausruhen, sich erholen
restiren
schulden, schuldig sein
restiren
übrig sein, übrig bleiben
restituiren
(gesundheitlich) wiederherstellen
Restitution
Genesung, (gesundheitliche) Wiederherstellung
retirat
zurückgezogen
Reversal
schriftliche Zusage, Verpflichtung
Römerzug
von den Reichsständen zu entrichtender, in Matrikeln festgelegter finanzieller Beitrag, der ursprünglich zur Finanzierung des Begleitzuges der deutschen Könige zur Kaiserkrönung nach Rom, später zur Deckung der monatlichen Kosten für die Unterhaltung und Besoldung von Truppenkontingenten des Reichs und der Kreise diente
salvaguardiren
schützen
Schatzung
Erpressung von Geld als außerordentliche Kontribution
Schatzung
(häufig wegen einer Notlage erhobene) Abgabe, Steuer
Scheledon
Skelett
Schloße
Graupel- bzw. Hagelkorn
Schmuckgeld
zur Aussteuer gehörige, für die Anschaffung von Schmuck bestimmte Geldsumme
selbsechst
eine Person mit noch fünf anderen, zu sechst
Sentenz
Gerichtsurteil, Rechtsspruch
Staat
Zustand, Beschaffenheit
stabiliren
fest machen, versichern, bestätigen
Stück
Geschütz, Kanone
Stück
(einzelner zählbarer) Gegenstand, (einzelne) Sache, (einzelnes) Objekt
subjugiren
unterwerfen
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
torquiren
foltern
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
Travaglie
Mühe, Qual, Arbeit
travagli(i)ren
arbeiten, sich anstrengen, sich bemühen
Treffen
Schlacht
Treffen
zu einer gemeinsamen Linie zusammengestellte Truppenverbände innerhalb einer Schlachtaufstellung
tribuliren
plagen, quälen
tumultuiren
Unruhe/Aufruhr stiften, lärmen
tumultuiren
sich empören, meutern, unruhig/aufrührerisch sein
tumultuiren
unruhig/lebhaft werden
ubiquitistisch
über die Allgegenwart von Jesus Christus (insbesondere beim Abendmahl)
übermeistern
durch Überlegenheit gewinnen, überwinden
unzeitig
nicht zur rechten Zeit
unzeitig
vorzeitig
valediciren
Lebewohl sagen, Abschied nehmen, verabschieden
verehren
schenken
verehren
beschenken
vergeben
vergiften
vergeben
mit schlechter/schädlicher Absicht geben
vergeben
eine Sache aufgeben
Verstand
Einverständnis, Einvernehmen
Verstand
Sinn, Auffassung, Auslegung
Victorie
Sieg
victorisiren
siegen, siegreich sein
vigiliren
wachsam sein, auf etwas Acht geben
Volk
Truppen
Zeitung
Nachricht
Achates

Anm.: Figur der römischen Mythologie; in Vergils "Aeneis" der beste Freund und Gefährte des trojanischen Helden Aeneas.

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Johan Adler Salvius

geb. 1590
gest. 1652
Anm.: Sohn des Strängnäser Stadtschreibers Peder Hansson (gest. vor 1609); Studium in Uppsala (1609), Rostock (1612/13), Helmstedt (1613/14), Staßburg (1615) und Marburg (1615); 1614 Magister; 1619 Promotion zum Dr. jur. utr. in Valence; ab 1621 Assessor am schwedischen Hofgericht; diplomatische Missionen für Schweden nach Kursachsen (1622), Dänemark (1623) und Norddeutschland (1624); seit 1624 Staatssekretär; 1631-1634 und 1636-1650 schwedischer Resident in Hamburg und im Niedersächsischen Reichskreis; ab 1634 Hofkanzler und Geheimer Rat; seit 1638 alleiniger Legat Schwedens in Deutschland; 1643-1648 schwedischer Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress; seit 1648 Reichsrat; 1629 Nobilitierung; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand; vgl. Heiko Droste: Im Dienst der Krone. Schwedische Diplomaten im 17. Jahrhundert, Berlin/Münster 2006, S. 378.

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Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Anna von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Gräfin Anna von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg

geb. 1579
gest. 1624
Anm.: Tochter des Grafen Arnold IV. von Bentheim, Steinfurt und Tecklenburg (1554-1606); ab 1595 Ehe mit Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Mutter Christians II.; 1617 Gründerin und Patronin der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Enthaltende").

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Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg

geb. 1568
gest. 1630
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Vater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1582 Reise nach Konstantinopel; 1591/92 Führer eines Expeditionskorps für König Heinrich von Navarra; 1592 Übertritt zum reformierten Glauben; 1592/93 Befehl über die protestantischen Truppen im Krieg um das Bistum Straßburg; 1595-1620 oberpfälzischer Statthalter in Amberg und zunehmend Leiter der pfälzischen Politik; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1610 Unionsgeneral im klevisch-jülischen Krieg; seit 1618 Senior des Hauses Anhalt; 1619/20 Kommandierender der pfälzisch-böhmischen Truppen gegen Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); nach kaiserlicher Ächtung Flucht nach Schweden (1621) und Flensburg (1622-1624); 1624 Aufhebung der Reichsacht; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sehnliche").

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Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

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Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

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Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

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Fürst Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

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Fürstin Dorothea von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Pfalzgräfin Dorothea von Pfalz-Simmern

geb. 1581
gest. 1631
Anm.: Tochter des Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Simmern (1543-1592); 1595-1618 Ehe mit Fürst Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618); ab 1619 Witwensitz auf Schloss Sandersleben; seit 1623 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie").

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Fürst Johann Georg I. von Anhalt-Dessau

geb. 1567
gest. 1618
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1603-1606 Regent des Fürstentums Anhalt (im Namen seiner vier Brüder); ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Dessau und Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlriechende").

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Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau

geb. 1627
gest. 1693
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); schwedischer Obrist (1655-1658) und Generalmajor (1658); ab 1658 kurbrandenburgischer General und Statthalter der Kurmark sowie Obrist (1658-1660 und seit 1666); später auch Geheimer Staats- und Kriegsrat in Berlin sowie Feldmarschall (1670); ab 1660 regierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1670 Senior des Hauses Anhalt; ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefüllte").

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Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

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Fürstin Juliana von Anhalt-Dessau

geb. 1626
gest. 1652
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660).
Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Bernburg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1651-1660 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); ab 1631 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wohltätige").

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Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

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Fürstin Elisabeth von Anhalt-Plötzkau

geb. 1630
gest. 1692
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Nüchterne").
Fürst Emanuel von Anhalt-Plötzkau
Fürst Emanuel von Anhalt-Köthen

geb. 1631
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Lebrecht (1622-1669) in Plötzkau; ab 1657 in schwedischen Kriegsdiensten; 1659/60 in dänischer Gefangenschaft; 1662 Teilnahme am venezianischen Feldzug gegen die Türken; 1665-1669 zusammen mit seinem Bruder Lebrecht herrschender und seit 1669 alleinregierender Fürst von Anhalt-Köthen; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Strebende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Ernst Gottlieb von Anhalt-Plötzkau

geb. 1620
gest. 1654
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1653 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Lebrecht (1622-1669) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; seit 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Starke").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Georg III. von Anhalt-Plötzkau
Fürst Georg III. von Anhalt-Dessau

geb. 1507
gest. 1553
Anm.: Sohn des Fürsten Ernst von Anhalt-Dessau (1451-1516); 1525-1544 gemeinsam mit seinen Brüdern Johann IV. (1504-1551) und Joachim (1509-1561) Regent des Fürstentums Anhalt-Dessau (bis 1530 unter Vormundschaft seiner Mutter Margaretha); ab 1526 Dompropst in Magdeburg; seit 1544 alleinregierender Fürst von Anhalt-Plötzkau; 1544-1549 Koadjutor des Bistums Merseburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Fürstin Johanna von Anhalt-Plötzkau

geb. 1618
gest. 1676
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1660 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wissende").
Fürst Lebrecht von Anhalt-Plötzkau
Fürst Lebrecht von Anhalt-Köthen

geb. 1622
gest. 1669
Anm.: Sohn des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1653-1665 gemeinschaftliche Regentschaft mit seinen Brüdern Ernst Gottlieb (1620-1654) und Emanuel (1631-1670) in Plötzkau; ab 1665 zusammen mit seinem Bruder Emanuel regierender Fürst von Anhalt-Köthen; seit 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Angenehme").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sibylla von Anhalt-Plötzkau
Geburtsname: Gräfin Sibylla zu Solms-Laubach

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Tochter des Grafen Johann Georg zu Solms-Laubach (1547-1600); 1618-1653 Ehe mit Fürst August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); ab 1621 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gläubige"); seit 1622 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Sophia von Anhalt-Plötzkau

geb. 1627
gest. 1679
Anm.: Tochter des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; nach 1638 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Mäßige").
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Joachim Ernst von Anhalt

geb. 1536
gest. 1586
Anm.: Sohn des Fürsten Johann IV. von Anhalt-Zerbst (1504-1551) und Großvater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1562-1570 gemeinsam mit seinem Bruder Bernhard (1540-1570) regierender, seit 1570 alleinregierender Fürst von Anhalt.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Don Juan José de Austria

geb. 1629
gest. 1679
Anm.: Unehelicher Sohn des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); spanischer General; Vizekönig von Sizilien (1648-1651) und Katalonien (1653-1656); 1656-1659 Statthalter der Spanischen Niederlande; 1662-1664 Oberbefehlshaber im Restaurationskrieg gegen Portugal; 1669-1678 Vizekönig von Aragón; seit 1676 leitender Minister seines Halbbruders König Karl II. von Spanien (1661-1700).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christoph Bährenreutter
Christoph Bernreuth

geb. 1624
Anm.: Sohn des Bernburger, später Zerbster Kantors Thomas Bährenreutter (Bernreuth) (gest. vor 1652); Januar bis April 1651 anhaltisch-bernburgischer Registrator; Mai-September 1651 Sekretär der Pfalzgräfin Henrietta Maria von Pfalz-Simmern (1626-1651); um 1652/56 fürstlicher Sekretär in Bernburg; 1654 auch Interimslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660).
Herzog Maximilian Heinrich von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Maximilian Heinrich von Köln
Bischof Maximilian Heinrich von Hildesheim
Bischof Maximilian Heinrich von Lüttich
Bischof Maximilian Heinrich von Münster

geb. 1621
gest. 1688
Anm.: Sohn des Herzogs Albrecht von Bayern (1584-1666); Koadjutor im Hochstift Hildesheim (1633-1650), im Erzstift Köln (1642-1650) und im Hochstift Lüttich (1649/50); ab 1650 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Hildesheim und Lüttich; 1657 auch Fürstabt von Malmedy und Stablo; seit 1683 ebenso Bischof von Münster.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Maximilian I. von Bayern
Herzog Maximilian I. von Bayern

geb. 1573
gest. 1651
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1597 regierender Herzog von Bayern; Oberhaupt der 1609 gegründeten Katholischen Liga; 1623 Verleihung der (ehemals Pfälzer) Kurwürde durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637), endgültig bestätigt im Westfälischen Frieden; seit 1600 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Anna Christina von Bellersheim
Geburtsname: Anna Christina von Einsiedel

geb. 1642
gest. 1686
Anm.: Tochter des Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653); seit 1669 Ehe mit Johann Ernst von Bellersheim, genannt Stürtzelsheim (1646-1729).
Hans Georg Berger

Anm.: Um 1648 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); um 1649/52 Lakai und bis 1654 Musiker ("Instrumentist") des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1654 im Dienst des Herzogs Christian von Sachsen(-Merseburg) (1615-1691).
Johann Berndt

Anm.: 1629/30 Hof- und Quartiermeister des kaiserlichen Obristen Fürst Ernst von Anhalt-Bernburg (1608-1632); danach möglicherweise im Dienst von dessen Bruder Christian II.
N. N. Berner (1)

Anm.: Um 1651 Untertan in Hoym.
N. N. Berner (2)

Anm.: Um 1651 Ehefrau des Hoymer Untertans N. N. Berner (1).
Joachim Friedrich von Blumenthal

geb. 1607
gest. 1657
Anm.: Sohn des Christoph von Blumenthal (1579-1624); ab 1633 kurbrandenburgischer Hof- und Kammergerichtsrat sowie Kammerjunker; 1635-1641 Direktor des Kriegsrats; mehrfach Gesandter Kurbrandenburgs, u. a. beim Kurfürstentag (1636) sowie den beiden Reichstagen (1640/41 und 1653/54) in Regensburg; 1638 Generalkommissar der kurbrandenburgischen Truppen in Kleve; 1638-1641 wirklicher Geheimer Rat; seit 1646 kaiserlicher Rat und Oberster Kriegskommissar; 1649 Generalkriegskommissar des Westfälischen Reichskreises; 1649 kaiserlicher Gesandter auf dem Nürnberger Exekutionskongress; 1649/50 Reichshofrat; ab 1649 zudem kurfürstlicher Statthalter von Halberstadt und Amtshauptmann von Gröningen; seit 1651 kurbrandenburgischer Staatskammerrat; 1652/53 Direktor des Geheimen Rates; 1646 Erhebung in den Freiherrenstand.

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Dorothea Louise von Börstel

geb. 1613
gest. 1653
Anm.: Tochter des Heinrich von Börstel (1581-1647); bis 1635 Kammerjungfer der unverheirateten Schwestern Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1635 Ehe mit Hans Ernst von Börstel (gest. 1654).
Hans Ernst von Börstel

geb. ca. 1585/90
gest. 1654
Anm.: Sohn des anhaltischen Rats Ernst von Börstel (ca. 1560-1623?); Erbherr auf Westeregeln; zunächst hessisch-kasselischer Rat; 1622 Hofjunker und 1623/24 Hofmeister des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg, danach auch für dessen Bruder Ernst (1608-1632); ab 1633 anhaltisch-bernburgischer Rat und Amtshauptmann von Harzgerode (noch 1649); seit 1634 zudem Hofmeister des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); zuletzt Hauptmann von Schloss und Amt Hoym; seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittere").

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Bosanac Fazli Pascha

Anm.: 1651/52 und 1653-1655 Beylerbey (Provinzgouverneur) von Bosnien.
Armand de Bourbon
Prince Armand de Conti

geb. 1629
gest. 1666
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); ab 1629 Prince de Conti; 1649/50 Beteiligung an der Fronde; 1650/51 deswegen in Haft; 1654-1660 Gouverneur von Guyenne; militärische Kommandos in Spanien (1654) und Italien (1657); 1656-1660 Grand maître de France; seit 1660 Gouverneur des Languedoc.

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César de Bourbon
Duc César de Vendôme
Duc César d' Étampes
Duc César de Beaufort
Duc César de Mercœur
Duc César de Penthièvre

geb. 1594
gest. 1665
Anm.: Legitimierter außerehelicher Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); ab 1598 Duc de Vendôme; 1598-1626 Gouverneur der Bretagne; seit 1599 Duc d'Étampes et Duc de Beaufort; ca. 1607-1612 Gouverneur von Lyonnais, Forez und Beaujolais; ab 1608 Duc de Mercœur (de iure uxoris); 1626-1630 Gefangenschaft in Amboise; 1630-1650 wegen Beteiligung an mehreren Verschwörungen mit kurzen Unterbrechungen Exil in den Niederlanden und England; seit 1650 Duc de Penthièvre (de iure uxoris) und Gouverneur von Bourgogne; ab 1651 Grand amiral de France; seit 1652 Lieutenant-général in Aunis, Poitou, Saintonge und Angoumois; ab 1655 Surintendant général de la navigation et commerce.

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Gaston de Bourbon
Duc Gaston d' Anjou
Duc Gaston d' Orléans
Duc Gaston de Chartres
Duc Gaston d' Montpensier
Duc Gaston d' Saint-Fargeau
Duc Gaston de Valois
Duc Gaston d' Alençon

geb. 1608
gest. 1660
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610) und ältester lebender Bruder ("Monsieur") von Ludwig XIII. (1601-1643); 1608-1640 Duc d'Anjou; ab 1626 Duc d'Orléans et de Chartres; seit 1627 Duc de Montpensier et de Saint-Fargeau; 1630-1650 und ab 1652 Duc de Valois; seit 1643 Lieutenant-général du royaume; ab 1646 Duc de Alençon; 1648-1653 wiederholter Parteiwechsel während der Fronde.

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Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

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Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg
Herzogin Elisabeth Charlotte in Preußen
Geburtsname: Pfalzgräfin Elisabeth Charlotte von Pfalz-Simmern

geb. 1597
gest. 1660
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1616-1640 Ehe mit Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); seit 1650 Witwensitz in Crossen an der Oder.

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Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

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Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Lüneburg
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Calenberg

geb. 1622
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg (1641-1648) und Braunschweig-Lüneburg (ab 1648); seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Reinherzige").

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Herzogin Anna Sophia von Braunschweig-Wolfenbüttel
Geburtsname: Markgräfin Anna Sophia von Brandenburg

geb. 1598
gest. 1659
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Sigismund von Brandenburg (1572-1619); 1614-1634 Ehe mit Herzog Friedrich Ulrich von Braunschweig-Wolfenbüttel (1591-1634); bereits seit 1628 Residenz auf Schloss Schöningen; nach 1625 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Aufrichtige").

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Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel
Herzog August (d. J.) von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg

geb. 1579
gest. 1666
Anm.: Sohn des Herzogs Heinrich von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1533–1598); ab 1604 Paragiatsherrschaft in Hitzacker; seit 1635 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel (bis 1643 Residenz in Braunschweig wegen kaiserlicher Besetzung der Festung Wolfenbüttel); Büchersammler (Bestand der ursprünglichen Bibliotheca Selenica, später Bibliotheca Augusta zum Zeitpunkt seines Todes 40.000 Bände); ab 1634 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Befreiende").

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Ludwig Camerarius
Ludwig Kammermeister

geb. 1573
gest. 1651
Anm.: Sohn des Nürnberger Arztes Joachim Camerarius (1534-1598); Studium in Altdorf (1588), Helmstedt (1592), Leipzig (1592) und Basel; 1597 Promotion zum Dr. jur. an der Universität Basel; 1597 Tätigkeit am Reichskammergericht in Speyer; ab 1598 kurpfälzischer Rat und Beisitzer am Hofgericht; seit 1603 Mitglied des Oberrats; ab 1610 Hofrat; seit 1611 Geheimer Rat; 1619 Leiter der pfälzischen Kriegskanzlei in Prag; 1619/20 böhmischer Geheimer Rat und Vizekanzler von Schlesien; 1623-1626 Leiter der kurpfälzischen Exilregierung im Haag; schwedischer Resident (1626-1629) bzw. Botschafter (1629-1641) bei den Generalstaaten; ab 1628 schwedischer Hofrat; 1641 Abschied und Ernennung zum Geheimen Rat; 1649 Nobilitierung (ohne Introduktion); vgl. Heiko Droste: Im Dienst der Krone. Schwedische Diplomaten im 17. Jahrhundert, Berlin/Münster 2006, S. 384.

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Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1595
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gutsbesitzers Mychajl Chmelnyzkyj; Ausbildung am Jesuitenkolleg in Tschyhyryn; danach Kriegsdienst im Kosakenherr; seit 1648 Hetman der Kosaken und Anführer von deren Aufstand gegen Polen-Litauen.

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Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

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König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich II. von Schleswig-Holstein
Administrator Friedrich II. von Bremen
Administrator Friedrich II. von Verden
Graf Friedrich I. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1623-1629 und 1634-1644 Administrator des Hochstifts Verden; 1634-1648 Administrator des Erzstifts Bremen; 1647 Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein; ab 1648 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1667 zudem regierender Graf von Oldenburg und Delmenhorst.

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Königin Sophia Amalia von Dänemark und Norwegen
Herzogin Sophia Amalia von Schleswig-Holstein
Gräfin Sophia Amalia von Oldenburg und Delmenhorst
Geburtsname: Herzogin Sophia Amalia von Braunschweig-Calenberg

geb. 1628
gest. 1685
Anm.: Tochter des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); 1643-1670 Ehe mit König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen (1609-1670).

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Defterdarzade Mehmed Pascha

Anm.: 1650/51 osmanischer Beylerbey (Provinzgouverneur) von Bosnien.
Eleonora Elisabeth von Ditten
Elisabeth Eleonora von Ditten

gest. 1676
Anm.: Tochter des Jürgen von Ditten (gest. 1629) zu Werle; um 1637/62 Kammerjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); später Konversion zum katholischen Glauben; vgl. Stian Herlofsen Finne-Grønn: Den mecklenburgsk-uradelige Aet v. Ditten, Christiania 1911, S. 7.
Burggraf Christoph von Dohna

geb. 1583
gest. 1637
Anm.: Sohn des Burggrafen Achatius von Dohna (1533-1601); 1606/07 Pariser Reisebegleiter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630), der ihn anschließend in seine Dienste nahm, u. a. als Hofmeister des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg; ab 1615 kurpfälzischer Geheimer Rat und Diplomat; 1619 Landvogt in Neuburg; 1620 Oberstkämmerer des Königreichs Böhmen; 1620 Flucht zuerst nach Kurbrandenburg, 1624 nach Ostpreußen, 1626 in die Niederlande; seit 1629 Gouverneur des Fürstentums Orange; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Heilende").

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Robert Douglas of Whittinghame
Graf Robert von Skänninge

geb. 1611
gest. 1662
Anm.: Sohn des schottischen Adligen Patrick Douglas of Whittinghame (gest. 1626); ab 1627 Page des seit 1622 in Schweden lebenden Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1589-1652); schwedischer Fähnrich (1630), Hauptmann (1632), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1643), Generalleutnant (1647), General und Kriegsrat (1651), Feldmarschallleutnant (1656) und Feldmarschall (1657); 1646/47 Gouverneur in Schwaben; 1652-1654 schwedischer Reichsstallmeister; ab 1658 Geheimrat im Senat sowie Oberbefehlshaber in Estland und Livland; Erhebung zum Baron von Skålby (1651) und zum Grafen von Skänninge (1654); seit 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Lebhafte").

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Charles Du Bois
Baron Charles d' Avaugour

geb. 1600
gest. 1657
Anm.: Unehelicher, doch 1615 legitimierter Sohn des Claude d'Avaugour, Comte de Vertus (1581-1637); ab 1629 französischer Diplomat; 1633-1641 diplomatische Missionen im Heiligen Römischen Reich, Dänemark, Schweden, Polen und bei den Generalstaaten; 1643-1648 französischer Resident bei der Armee Schwedens; 1643-1649 zudem schwedischer Obrist; 1649-1651 französischer Gesandter auf dem Nürnberger Exekutionskongress; seit 1654 Botschafter in Stockholm.

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Hans Friedrich Eckardt

geb. 1622
gest. nach 1680/vor 1683
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Brauers Johann Eckardt (gest. vor 1640); spätestens ab 1639 Bediensteter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1643/47 Amts- bzw. Hofkopist sowie vermutlich seit 1643 zugleich fürstlicher Küchenschreiber (noch 1648); um 1649/55 Kammerschreiber (Kammerrechnungsführer); um 1653 auch Kammerdiener; ab 1658 Bauherr und um 1670/80 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
August Ludwig von Einsiedel

geb. 1644
gest. 1707
Anm.: Sohn des Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653); Erbherr auf Roschwitz und Bernburg; ab 1654 fürstlicher Edelknabe in Bernburg (noch 1660); 1667-1672 Kammerjunker des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); 1672-1674 Offizier der Obersächsischen Kreistruppen; 1674-1676 Wittumsrat und Hofmeister der Herzogin Sophia Elisabeth von Braunschweig-Wolfenbüttel (1613-1676) in Lüchow; 1677 Rückkehr nach Bernburg zur Verwaltung seiner Güter; seit 1679 Rat und Hofmeister des Fürsten Emanuel Lebrecht von Anhalt-Köthen (1671-1704); 1685-1692 zugleich Amtshauptmann von Köthen und Nienburg/Saale; ab 1692 anhaltisch-harzgerödischer Geheimer Rat und Kammerdirektor; seit 1702 auch Gesamtrat der anhaltisch-bernburgischen Gesamtkanzlei; ab 1706 zudem Landrat für das Teilfürstentum Anhalt-Bernburg; zuletzt ebenso Direktor des gesamten Fürstentums Anhalt; vgl. Andreas Knochenhauer: Das Dem Herrn gewiedmete Leben und seelige Sterben der Gläubigen [...], Zerbst 1707, S. 23-30.

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Christian Friedrich von Einsiedel

geb. ca. 1621
gest. 1649
Anm.: Sohn des Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653); 1636-1638 Edelknabe des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1638-1641 Page des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1645 Hofjunker des Fürsten Friedrich Heinrich von Nassau-Oranien (1584-1647), vielleicht auch Hofmeister des Prinzen Wilhelm II. (1626-1650); seit 1647 niederländischer Rittmeister und Kammerjunker Wilhelms II.; zuletzt niederländischer Obrist in Brasilien; ab 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Berötete").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister sowie Rat in Bernburg; seit 1634 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

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Justina Maria von Einsiedel
Geburtsname: Justina Maria von Schierstedt

gest. 1700
Anm.: Tochter des Jakob von Schierstedt (gest. 1642) auf Scheuder und Tornau; bis 1640 Hofjungfer der Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg (1604-1640); 1640-1653 Ehe mit Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653).
Wolf Curt von Einsiedel

geb. 1628
gest. 1691
Anm.: Sohn des Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653); Erbherr auf Roschwitz; ab 1639 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Reisebegleiter des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693) nach Frankreich; 1645-1650 in französischen Kriegsdiensten, zuletzt als Leutnant; 1650/51 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg; 1651-1653 Kammerjunker des Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) auf dessen Reise nach Siebenbürgen; 1653/54 Hofjunker von Christian II.; 1654-1656 Kammerjunker des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); 1658/59 Kammerjunker für die Fürsten Viktor I. Amadeus und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660) auf deren Reisen nach Italien; 1659/60 Hofmeister in Harzgerode; 1660-1668 Reisehofmeister des Fürsten Wilhelm von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1643-1709) auf seiner Grand Tour durch die Niederlande, England, Frankreich, Italien und Spanien; seit 1670 anhaltisch-harzgerödischer Geheimer Rat und Hofmeister; vgl. Johann Christoph Lippian: Christ-Adeliches Trauer-Trost- und Ehren-Gedächtniß [...], Köthen 1691, Bl. E r-[F1] v.

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Christian Engelhardt
Christian Angelocrator

geb. 1607
gest. 1679
Anm.: Sohn des späteren Köthener Hofpredigers und Superintendenten Daniel Engelhardt (1569-1635); 1635-1637 schwedischer Feldprediger bei Feldmarschall Johan Banér (1596-1641); 1637-1643 Pfarrer von Pißdorf; seit 1643 Pfarrer in Dohndorf; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 204.
König Jakob I. von England
König Jakob I. von Irland
König Jakob VI. von Schottland

geb. 1566
gest. 1625
Anm.: Sohn der Königin Maria I. von Schottland (1542-1587); ab 1567 König von Schottland (bis 1583 unter verschiedenen Regenten); seit 1603 auch König von England und Irland; ab 1590 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Karl I. von England
König Karl I. von Schottland
König Karl I. von Irland

geb. 1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England) (1566-1625); ab 1625 König von England, Schottland und Irland; 1649 durch das Parlament des Hochverrats angeklagt und hingerichtet; seit 1611 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Wilhelm III. von England
König Wilhelm III. von Irland
König Wilhelm II. von Schottland
Graf Wilhelm III. von Nassau-Dillenburg
Fürst Wilhelm III. von Oranien

geb. 1650
gest. 1702
Anm.: Sohn des Fürsten Wilhelm II. von Oranien (1626-1650); ab 1650 Fürst von Oranien; seit 1672 Statthalter von Holland, Zeeland und Utrecht, ab 1675 zudem von Overijssel und Gelderland sowie seit 1698 auch von Drenthe; ab 1689 gemeinsam mit Gemahlin Maria II. (1662-1694) außerdem König von England, Schottland und Irland; ab 1653 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Levin Fischer

Anm.: Geboren in Osterwieck; Mediziner, Chemiker und Poet; Studium in Helmstedt (1605, 1616 Promotion zum Dr. med.) und Jena (1638/47); bis 1651 Arzt in Braunschweig; seit 1651 Stadtarzt und fürstlicher Leibarzt in Bernburg (noch 1656).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Königin Anna von Frankreich und Navarra
Geburtsname: Infantin Anna von Spanien

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Tochter des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); 1615-1643 Ehe mit König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); 1643-1651 Regentin von Frankreich.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Wilhelm Heinrich von Freyberg

geb. 1617
gest. 1696
Anm.: Sohn des Ernst von Freyberg (1578-1626); um 1642 Hofmeister des Pfalzgrafen Moritz von Pfalz-Simmern (1621-1653) in England; ca. 1645-1647 Prinzenhofmeister des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693); ab 1647 Rat und Hofmeister des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); 1653/54 und 1663 anhaltischer Gesandter auf dem Regensburger Reichstag; seit 1660 anhaltisch-dessauischer Geheimer Rat und Landeshauptmann; außerdem anhaltischer Gesamtrat, Landrat und nach 1693 Vormundschaftsrat; ab 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleichgefärbete").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Bernhard Gese

geb. 1595
gest. 1659
Anm.: Sohn des Coswiger Superintendenten Joachim Gese (1561-1623); Besuch der Gymnasien in Zerbst und Joachimsthal (1618); 1620 Studium in Frankfurt (Oder); 1622-1626 Konrektor an der reformierten Schule in Cölln an der Spree; Stadtkämmerer (1628) und Bürgermeister (1629) von Dessau; ab 1630 anhaltisch-dessauischer Lehns- und Justizsekretär; seit 1639 Landrentmeister; ab 1641 Kammerrat; seit 1647 auch Kanzleirat; vgl. Johann Christoph Beckmann: Historie des Fürstenthums Anhalt, Teil VII, Zerbst 1710, S. 382f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Christian Hammel
Johann Christian Hamel

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgermeisters Friedrich Hammel (geb. ca. 1545); ab 1650 Hauslehrer der Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); spätestens seit 1656 Stadtvogt in Bernburg; später zudem fürstlicher Rat.
Martin Hanckwitz

gest. 1675
Anm.: Geboren in Preußen; später Bürger in Nienburg/Saale; 1640 Interimslehrer und dann bis 1650 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718), ab 1648 auch für deren Bruder Karl Ursinus (1642-1660); um 1651/52 fürstlicher Sekretär in Bernburg; seit 1652 Ratskämmerer in Köthen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Andreas (1) Hesius
Andreas Heise

geb. 1610
gest. 1693
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgers Simon Heise; Dr. theol.; 1642-1655 Rektor der Bernburger Stadtschule; daneben Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien (1644/45) und der Marienkirche (1645-1655) in Bernburg; 1655-1659 Pfarrer und Hofprediger in Plötzkau; seit 1659 Superintendent und Oberpfarrer an St. Marien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 285.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Landgraf Wilhelm VII. von Hessen-Kassel

geb. 1651
gest. 1670
Anm.: Sohn des Landgrafen Wilhelm VI. von Hessen-Kassel (1629-1663); seit 1663 regierender Landgraf von Hessen-Kassel (unter Vormundschaft).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Andreas Hetzler

Anm.: Zunächst Amtskopist, seit 1649 fürstlicher Küchen- und Kellerschreiber in Bernburg (noch 1656).
Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

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Jesus Christus
Jesus von Nazareth

Anm.: Biblische Figur.

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Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Eleonora (Magdalena)
Königin Eleonora (Magdalena) von Böhmen
Königin Eleonora (Magdalena) von Ungarn
Erzherzogin Eleonora (Magdalena) von Österreich
Geburtsname: Eleonora (Maddalena) Gonzaga di Nevers

geb. 1630
gest. 1686
Anm.: Tochter des Carlo II Gonzaga di Nevers, Duc de Mayenne et d'Aiguillon (1609-1631); 1651-1657 Ehe mit Kaiser Ferdinand III. (1608-1657).

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İslâm III. Giray Khan (Krim)

geb. 1604
gest. 1654
Anm.: Sohn des Krim-Khans Selâmet I. Giray (1558-1610); seit 1644 Krim-Khan.

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Graf Hans Christoph von Königsmarck

geb. 1600
gest. 1663
Anm.: Sohn des Konrad von Königsmarck (gest. vor 1621) auf Kötzlin; ab 1616 Page am Woffenbütteler Hof; 1620-1630 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Fähnrich; schwedischer Rittmeister (1631), Major (1633), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1640), Generalleutnant (1645) und Feldmarschallleutnant (1648); seit 1645 Generalgouverneur der Stifter Bremen und Verden; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Grafenstand; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Streitende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Hans Kornführer

Anm.: Um 1651/54 Visionen habender Bürger in Zerbst.
Frédéric-Maurice de La Tour d'Auvergne
Duc Frédéric-Maurice de Bouillon
Duc Frédéric-Maurice d' Albret et de Château-Thierry
Prince Frédéric-Maurice de Sedan

geb. 1605
gest. 1652
Anm.: Sohn des Henri de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Prince de Sedan (bis 1642) und Duc de Bouillon; 1633 Konversion zum katholischen Glauben; französischer Maréchal de camp (1635) und Lieutenant-général (1642); seit 1650 Teilnahme an der Fronde; ab 1651 Duc d’Albret et de Château-Thierry.

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Henri (2) de La Tour d'Auvergne
Vicomte Henri (2) de Turenne

geb. 1611
gest. 1675
Anm.: Sohn des Henri (1) de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Vicomte de Turenne; 1625-1629 militärische Ausbildung in der niederländischen Armèe; seit 1630 in französischen Kriegsdiensten als Mestre de camp (1630), Maréchal de camp (1634), Lieutenant-général des armées (1639), Maréchal de France (1643), Colonel général (1657) und Maréchal général des camps et armées du roi (1660); 1650/51 Teilnahme an der Fronde; 1668 Konversion zum katholischen Glauben.

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Henri-Charles de La Trémoïlle
Prince Henri-Charles de Talmont
Prince Henri-Charles de Tarente

geb. 1620
gest. 1672
Anm.: Sohn des Henri de La Trémoïlle, Duc de Thouars (1598-1674); 1628 mit dem Vater Konversion zum katholischen Glauben; ab 1638 in niederländischen Kriegsdiensten; 1640 Rekonversion zum Calvinismus; seit 1648 Prince de Talmont et de Tarente; 1651-1653 einer der Führer der Fronde; 1656 deswegen mehrmonatige Haft; danach bis 1668 wieder in niederländischen Kriegsdiensten; 1670 erneute Konversion zum katholischen Glauben.

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N. N. von der Lancken (4)

Anm.: Sohn des Wolf von der Lancken; um 1651 vermutlich im Dienst der verwitweten Herzogin Eleonora Maria von Mecklenburg-Güstrow (1600-1657).
Wolf von der Lancken

Anm.: Vermutlich mecklenburgischer Adliger.
Jan Leszczyński

geb. 1603
gest. 1678
Anm.: Sohn des Andrzej Leszczyński (ca. 1559-1606); Kastellan von Śrem (1644) und Gniezno (1644-1653); 1645 königlicher Legat beim Thorner Religionsgespräch; 1649-1651 Hofmarschall der Königin Marie Louise von Polen (1611-1667); Woiwode von Łęczyca (1653-1656) und Posen (1656-1661); Unterkronkanzler (1661-1666) und Großkronkanzler (1666-1677) des Königreiches Polen; 1678 Woiwode von Krakau.

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Graf Axel Gustafsson Lillie

geb. 1603
gest. 1662
Anm.: Sohn des Gustaf Axelsson Lillie (gest. 1605); 1619 Page des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); schwedischer Leutnant (1626), Obrist (1630), Generalmajor (1635), General (1654) und Feldmarschall (1657); ab 1638 Vizegouverneur in Vorpommern und Kommandant von Stralsund; 1641-1648 Vizegouverneur von ganz Pommern; zugleich 1642-1648 Gouverneur des Meißnischen Estats und Oberkommandant von Leipzig; seit 1648 Reichsrat; ab 1651 Kriegsrat; seit 1652 Kammerrat; 1652-1654 Generalgouverneur von Schwedisch-Pommern; 1655/56 Gouverneur von Halland; ab 1661 Generalgouverneur von Livland; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand; seit 1652 Graf von Lillieborg.

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Elisabeth Augusta Lindenov
Geburtsname: Gräfin Elisabeth Augusta von Schleswig-Holstein

geb. 1623
gest. 1677
Anm.: Tochter des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1639-1659 Ehe mit Hans Hansen Lindenov (1616-1659).
Charles II de Lorraine
Duc Charles II d' Elbeuf
Comte Charles II de Lillebonne
Comte Charles II de Rieux

geb. 1596
gest. 1657
Anm.: Sohn des Charles I de Lorraine, Duc d'Elbeuf (1556-1605); ab 1605 Duc d'Elbeuf sowie Comte de Lillebonne et de Rieux; seit 1607 gemeinsame Erziehung mit dem späteren König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); Gouverneur der Normandie und Picardie; 1631-1642 Exil in Brüssel; 1649 Teilnahme an der Fronde; 1652 Kommandeur der französischen Armee in Flandern.

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Herzog Karl IV. von Lothringen und Bar

geb. 1604
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); seit 1625 Herzog von Lothringen und Bar; 1634 vorübergehende Abdankung zugunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670); zwischen 1634 und 1641, 1641 und 1661 sowie 1670-1675 durch französische Besetzung seines Herzogtums mehrfach von der Regierung abgehalten; 1654-1659 in spanischer Gefangenschaft.

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Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Daniel Marggraf

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Dröbeler Lehrers Philipp Marggraf (gest. 1645); ab 1637 Studium am Zerbster Gymnasium Illustre; 1643-1663 Pfarrer in Waldau; 1663/64 übergangsweise Schulrektor in Bernburg; seit 1664 Pfarrer an der Bernburger Nikolaikirche; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 347.

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Johann von Mario zu Gammerslewe
Johan van Mario

geb. ca. 1574
gest. 1651
Anm.: Ab 1598 in den Niederlanden lebender Italiener; 1619/20 Obristleutnant unter Graf Georg Friedrich von Hohenlohe-Weikersheim (1569-1645) bzw. Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); seit 1622 im Dienst der Fürsten von Oranien, zuletzt als Obrist (um 1629/30); 1624/25 Hofmeister des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg; ab 1624 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Goldgelbe").
Johann Heinrich von Mario zu Gammerslewe
Johan Hendrik van Mario

geb. 1609/10
gest. 1678
Anm.: Sohn des Johann von Mario zu Gammerslewe (ca. 1574-nach 1650); niederländischer Fähnrich (um 1629/30), Capitänleutnant (um 1646/55), Capitain, Major (1668), Obristleutnant (1672), Obrist (um 1674) und Gouverneur von Hulst.
Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

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Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Eleonora Maria von Mecklenburg-Güstrow
Geburtsname: Fürstin Eleonora Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1600
gest. 1657
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und älteste Schwester Christians II.; 1626-1636 Ehe mit Herzog Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); ab 1637 Witwensitz in Strelitz; seit 1617 Angehörige und ab 1627 Patronin der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Tapfere").

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Herzog Gustav Adolf von Mecklenburg-Güstrow
Administrator Gustav Adolf von Ratzeburg

geb. 1633
gest. 1695
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636) und Neffe Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1636-1648 Administrator des Stifts Ratzeburg; ab 1654 regierender Herzog von Mecklenburg-Güstrow; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefällige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Abraham Menzelius

geb. 1624
gest. 1665
Anm.: Sohn des Berliner Dompredigers Joachim Menzelius (1586-1638); 1651-1653 Diakon in Ballenstedt; 1651-1654 zudem Hauslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); 1653-1655 Pfarrer in Altenburg (bei Nienburg/Saale); seit 1655 Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.
Francisco de Moura Corte Real y Melo
Marquês Francisco de Castelo Rodrigo
Conde Francisco de Lumiares
Duca Francesco di Nocero

geb. 1621
gest. 1675
Anm.: Sohn des portugiesischen Adligen Manuel de Moura e Corte Real, Marquês de Castelo Rodrigo (1590-1651); 1648-1656 spanischer Botschafter in Wien; ab 1651 Marquês de Castelo Rodrigo und Conde de Lumiares; seit 1656 Duca di Nocera (im Königreich Neapel); Vizekönig von Sardinien (1657-1661) und Katalonien (1663/64); 1664-1668 Statthalter der Spanischen Niederlande; seit 1669 königlicher Caballerizo mayor (Großstallmeister).

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Gottfried Müller

geb. 1577
gest. 1654
Anm.: Sohn des Ascherslebener Bürgermeisters und Syndikus Dr. jur. Andreas Müller (1547-1610); Studium in Helmstedt (1593), Jena (1596) und Wittenberg (1599); Dr. utr. jur.; ab 1616 anhaltisch-dessauischer Rat und Kanzler; seit 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Aufweckende").
Graf bzw. Fürst Wilhelm Friedrich von Nassau-Diez

geb. 1613
gest. 1664
Anm.: Sohn des Grafen Ernst Kasimir von Nassau-Diez (1573-1632); zunächst in niederländischen Kriegsdiensten; ab 1640 Statthalter von Friesland, seit 1650 auch von Groningen und Drenthe; 1650 Schlüsselrolle beim gescheiterten Umsturzversuch des Fürsten Wilhelm II. von Oranien (1626-1650); 1640-1654 regierender Graf und ab 1654 erster Fürst von Nassau-Diez.

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Gräfin Maria (Henrietta) von Nassau-Dillenburg
Fürstin Maria (Henrietta) von Oranien
Geburtsname: Prinzessin Maria (Henrietta) von England, Schottland und Irland

geb. 1631
gest. 1660
Anm.: Tochter des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); 1641-1650 Ehe mit Fürst Wilhelm II. von Oranien (1626-1650).

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Philipp Nicolai

Anm.: Reformierter Pfarrer; um 1651 Exulant.
Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

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Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Henri II d' Orléans
Duc Henri II de Longueville
Duc Henri II d' Estouteville
Prince Henri II de Châtelaillon
Comte bzw. Prince Henri I de Neuchâtel

geb. 1595
gest. 1663
Anm.: Sohn des Henri I d'Orléans, Duc de Longueville (1568-1595); ab 1595 Duc de Longueville und d'Estouteville, Prince de Châtellaillon und Comte de Neuchâtel; zunächst Gouverneur der Picardie; 1619/20 und seit 1627 Gouverneur der Normandie; 1636-1643 mehrmals französischer General in Italien; ab 1643 souveräner Prince de Neuchâtel; 1645-1648 französischer Prinzipalgesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; 1648-1653 Beteiligung an der Fronde.

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Ippolita Orsini
Ippolita Aldobrandini
Geburtsname: Ippolita Ludovisi
Duchessa Ippolita di Bracciano
Duchessa Ippolita di San Gemini
Principessa Ippolita di Nerola
Principessa Ippolita di Rossano

gest. 1674
Anm.: Tochter des Orazio Ludovisi, Duca di Fano (1561-1624); 1621-1637 erste Ehe mit Giorgio Aldobrandini, Principe di Rossano (1591-1637); seit 1642 zweite Ehe mit Flavio Orsini, Principe di Nerola, Duca di Bracciano e di San Gemini (1620-1698).
Bengt Gabrielsson Oxenstierna af Korsholm och Wasa

geb. 1623
gest. 1702
Anm.: Sohn des späteren schwedischen Reichsadmirals Gabriel Bengtsson Oxenstierna (1586-1656); 1650/51 schwedischer Gesandter auf dem Nürnberger Exekutionskongress; ab 1654 Reichs- und Kanzleirat; Generalgouverneur von Warschau (1655-1659) und Livland (1662-1665); 1671-1680 Reichskanzleirat; 1674/75 schwedischer Botschafter in Wien; seit 1680 Kanzleipräsident.

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Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

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N. N. von Peccatel

Anm.: Um 1649 Gemahlin des Strelitzer Amtshauptmanns Georg von Peccatel.
Gräfin Sophia Elisabeth (von) Pentz
Geburtsname: Gräfin Sophia Elisabeth von Schleswig-Holstein

geb. 1619
gest. 1657
Anm.: Tochter des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1634-1651 Ehe mit Graf Christian von Pentz (1600-1651).
Schah Abbas II. von Persien

geb. 1633
gest. 1668
Anm.: Sohn des persischen Schahs Safi I. (1611-1642); 1642-1666 Schah von Persien.

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Titus Petronius Arbiter

geb. ca. 14
gest. 66
Anm.: Römischer Senator und Schriftsteller.

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Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg
Herzog Wolfgang Wilhelm von Jülich und Berg

geb. 1578
gest. 1653
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Philipp Ludwig von Neuburg (1547-1614); 1613 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1614 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg sowie Herzog von Jülich und Berg; seit 1615 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Pfalzgraf Eduard von Pfalz-Simmern

geb. 1625
gest. 1663
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1645 heimliche Konversion zum katholischen Glauben; seit 1649 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Pfalzgräfin Elisabeth von Pfalz-Simmern
Äbtissin Elisabeth (1) von Herford

geb. 1618
gest. 1680
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); ab 1661 Koadjutorin und seit 1667 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Herford.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Pfalzgräfin Katharina Sophia von Pfalz-Simmern

geb. 1595
gest. 1665
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); nach 1621 Leben am kurfürstlichen Hof in Berlin bzw. Crossen (Oder).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Pfalzgraf Moritz von Pfalz-Simmern

geb. 1621
gest. 1652
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637 in niederländischen Kriegsdiensten; 1638/39 vermutlich zu Studienzwecken in Paris; 1640-1642 in schwedischen Kriegsdiensten; royalistischer Obrist (1642) und Generalleutnant (1643) im englischen Bürgerkrieg; 1646 Rückkehr in die Niederlande; 1648 in niederländischen Kriegsdiensten; seit 1649 Vizeadmiral einer kleinen englisch-royalistischen Flotte unter seinem Bruder Ruprecht (1619-1683), die 1651 zur Freibeuterei überging; 1652 Tod in der Karibik bei einem Schiffbruch; seit 1649 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb. 1619
gest. 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647/48 französischer Maréchal de camp; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistischen Flotte, die 1651 zur Freibeuterei überging; 1653-1655 Master of the Horse; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee und des Admirality Committee; ab 1668 Lord High Admiral; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz
Königin Elisabeth von Böhmen
Geburtsname: Prinzessin Elisabeth von England, Irland und Schottland

geb. 1596
gest. 1662
Anm.: Tochter des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England und Irland) (1566-1625); 1613-1632 Ehe mit Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz
König Friedrich I. von Böhmen

geb. 1596
gest. 1632
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1610-1623 Kurfürst von der Pfalz (bis 1614 unter Vormundschaft); 1619/20 ebenso König von Böhmen ("Winterkönig"); ab 1620 Exil in den Vereinigten Niederlanden; 1623 Übertragung der pfälzischen Kurwürde auf Herzog Maximilian I. von Bayern (1573-1651) durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); seit 1612 Ritter des Hosenbandordens.

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Pfalz, Haus
Kurfürsten von der Pfalz
Pfalzgrafen bei Rhein

Anm.: Rheinpfälzischer Zweig der reichsfürstlichen Wittelsbacher-Dynastie.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürst Karl (II.) von der Pfalz

geb. 1651
gest. 1685
Anm.: Sohn des Kurfürsten Karl (I.) Ludwig von der Pfalz (1617-1680); ab 1680 Kurfürst von der Pfalz; seit 1680 Ritter des Hosenbandordens.

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Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

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Kaspar (1) Pfau

geb. 1596
gest. 1658
Anm.: Sohn des Kaspar Pfau (gest. 1604); nach 1622 Bediensteter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 Amtmann von Großalsleben (noch 1638); seit 1630 anhaltischer Gesamtrat; um 1632 Amtmann zu Gernrode und Großalsleben sowie fürstlich-anhaltischer Kriegskommissar; ab 1638 auch Landrentmeister, zugleich Amtmann von Gernrode; um 1640 Obereinnehmer; um 1641/42 Landrechnungsrat; seit 1645 Hofrat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anhaltende").

Weiterführende Informationen , Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Principessa Maria Benigna Franziska Piccolomini d'Aragona
Duchessa Maria Benigna Franziska d' Amalfi
Geburtsname: Herzogin Maria Benigna Franziska von Sachsen-Lauenburg

geb. 1635
gest. 1701
Anm.: Tochter des Herzogs Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg (1586-1665); 1651-1656 Ehe mit Ottavio Piccolomini, Duca d'Amalfi (1599-1656).

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Conte bzw. Principe Ottavio Piccolomini d'Aragona
Duca Ottavio d' Amalfi

geb. 1599
gest. 1656
Anm.: Sohn des toskanischen Adligen Silvio Piccolomini (1543-1609); ab 1618 abwechselnd in kaiserlichen und spanischen Kriegsdiensten als Obrist (1627), Generalfeldwachtmeister (1632), General der Kavallerie (1633), Feldmarschall (1634) und Generalleutnant (1648); seit 1622 kaiserlicher Kämmerer; ab 1639 Hartschierhauptmann von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1648-1650 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; Erhebung in den Grafen- (1638) und Fürstenstand (1653); seit 1639 Duca d'Amalfi; ab 1641 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Zwingende"); seit 1644 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Joachim Plato

geb. 1627
gest. 1672
Anm.: Sohn des Hoymer Pfarrers und späteren Bernburger Superintendenten Joachim Plato (1590-1659); 1651-1653 Pfarrer in Altenburg (bei Nienburg/Saale); 1653-1672 Pfarrer in Sandersleben; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 380.

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Volrad von Plessen

geb. 1560
gest. 1631
Anm.: Sohn des Daniel von Plessen (ca. 1530-1598); vermutlich in Heidelberg Konversion zum reformierten Glauben; 1591-1596 kurpfälzischer Kammerjunker; 1592 Oberrat; 1592, 1603 und 1607 kurpfälzischer Gesandter am französischen Königshof; ab 1620 Exil mit Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632) in den Niederlanden; seit 1623 Hofmeister von dessen Söhnen an der Universität Leiden; vgl. Matthias Asche: Volrad von Plessen. Ein Konvertit zwischen Gelehrsamkeit und Diplomatie, in: Christian von Plessen (Hg.), Maueranker und Stier. Plesse|Plessen. Tausend Jahre eines norddeutschen Adelsgeschlechts, Bd. I, Schwerin 2015, S. 329-336.

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König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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König Johann IV. von Portugal
Duque João II de Bragança

geb. 1604
gest. 1656
Anm.: Sohn des Duque Teodósio II de Bragança (1568-1630); ab 1630 Duque de Bragança; seit 1640 König von Portugal.

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Henrietta Maria Rákóczi
Rákóczi Henrietta Mária
Gräfin Henrietta Maria von Munkatsch
Geburtsname: Pfalzgräfin Henrietta Maria von Pfalz-Simmern

geb. 1626
gest. 1651
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1651 Ehe mit Sigismund II. Rákóczi, Graf von Munkatsch (1622-1652).

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Valentin Reichard

gest. 1661
Anm.: Geboren in Neunburg vorm Wald (Oberpfalz); 1636 Lehrer in Großweissandt; 1636/37 Pestpfarrer in Köthen; Pfarrer in Edderitz (1637/38?), Neudorf (1638?-1641) und Cörmigk (seit 1641); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 387.
Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
H[ans?] Matthias Riedel

Anm.: Um 1651 Kaufmann.
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Helena von Rindtorf
Geburtsname: Helena Bohusch von Ottoschütz
Helena Bohuš z Otěšic

Anm.: Tochter des böhmischen Adligen Bohuslaus Bohusch von Ottoschütz; 1628 Emigration nach Annaberg in Sachsen; spätestens 1643 Hofjungfer in Bernburg; danach bis 1649 Kammer- bzw. Hofjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675) bzw. der fürstlichen Fräulein; seit 1649 Ehe mit Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Herzog Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg

geb. 1586
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); bereits als Jugendlicher Konversion zum katholischen Glauben; kaiserlicher Obrist (1618-1635) und Feldmarschall (1629); 1634/35 Inhaftierung wegen seiner Vertrauensstellung bei Wallenstein (1583-1634); ab 1637 Friedensvermittler zwischen Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) und Schweden; seit 1656 regierender Herzog von Sachsen-Lauenburg; ab 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Glückhafte").

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Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

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Christoph Wilhelm (von) Schlegel

geb. ca. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Wolf (von) Schlegel (1584-1658); Erbherr auf Merzien, Zehringen und Thurau; um 1631/32 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1633 Fahnenjunker des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); um 1640/41 Hofjunker in Bernburg.
Herzogin Louise von Schlesien-Brieg-Liegnitz-Ohlau-Wohlau
Herzogin Louise von Schlesien-Ohlau-Wohlau
Herzogin Louise von Schlesien-Brieg
Geburtsname: Fürstin Louise von Anhalt-Dessau

geb. 1631
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); 1648-1672 Ehe mit Herzog Christian von Schlesien-Brieg-Liegnitz-Wohlau (1618-1672).

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Herzog Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1597
gest. 1659
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Gottorf (1575-1616); ab 1616 regierender Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Hochgeachte").

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Gräfin Dorothea Elisabeth von Schleswig-Holstein

geb. 1629
gest. 1687
Anm.: Tochter des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); seit 1646 Nonne in einem Augustinerinnenkloster in Köln.
Gräfin Kirsten von Schleswig-Holstein
Geburtsname: Kirsten Munk

geb. 1598
gest. 1658
Anm.: Tochter des dänischen Adligen Ludvig Munk (1537–1602); 1615-1630 morganatische Ehe mit König Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1627 Erhebung zur Gräfin von Schleswig-Holstein.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Waldemar Christian von Schleswig-Holstein

geb. 1622
gest. 1656
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); kaiserlicher Obrist (1647-1650) und Feldmarschallleutnant (1649); ab 1649 kaiserlicher Kämmerer und Reichshofrat; seit 1655 schwedischer Obrist.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Martin Schmidt

gest. 1657(?)
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); fürstlicher Amtmann und Amtsschreiber in Harzgerode (spätestens 1631-1632); anschließend Amtmann von Bernburg (1632-1637) bzw. Ballenstedt-Hoym (1637-1657).
Johann Philipp von Schönborn
Erzbischof und Kurfürst Johann Philipp von Mainz
Bischof Johann Philipp von Würzburg
Bischof Johann Philipp von Worms

geb. 1605
gest. 1673
Anm.: Sohn des Georg von Schönborn (gest. 1613); Domizellar in Würzburg (ab 1621) und Mainz (seit 1625); Domherr in Würzburg (ab 1629) und Worms (seit 1630); 1635-1645 Stiftspropst von St. Burkard in Würzburg; ab 1642 Bischof von Würzburg; seit 1647 auch Erzbischof und Kurfürst von Mainz; ab 1663 ebenso Bischof von Worms.

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Dina Schumacher
Geburtsname: Dina Vinhofvers

geb. 1620
gest. 1651
Anm.: Geboren in Kopenhagen als Tochter deutscher Eltern; in den 1640er Jahren Ehe mit Daniel Schumacher; 1650 Beschuldigung ihres angeblichen Geliebten, des dänischen Reichshofmeisters Graf Corfitz Ulfeldt (1606-1664), und seiner Gemahlin Leonora Christina (1621-1698) der Planung eines Giftanschlages auf König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen (1609-1670); 1651 Hinrichtung wegen Erhebung falscher Anschuldigungen.

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Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christiane Sehested
Geburtsname: Gräfin Christiane von Schleswig-Holstein

geb. 1626
gest. 1670
Anm.: Tochter des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1642-1666 Ehe mit Hannibal Sehested (1609-1666).
Hannibal Sehested

geb. 1609
gest. 1666
Anm.: Sohn des Claus Maltesen Sehested (1558-1612); ab 1632 königlicher Hofjunker; mehrfach diplomatische Missionen; 1637-1639 Hofmeister des Königssohnes Graf Waldemar Christian von Schleswig-Holstein (1622-1656); 1640-1651 Reichsrat; 1642-1651 Generalgouverneur von Norwegen; 1651-1658 Leben im Ausland; seit 1660 Reichsschatzmeister und erneut Reichsrat.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Anna Ursula Sekyrka von Sedschitz
Anna Uršula Sekerka ze Sedčic

gest. 1683(?)
Anm.: Tochter des böhmischen Exulanten Gottlob Sekyrka von Sedschitz (gest. 1658).
N. N. Sekyrka von Sedschitz
N. N. Sekerka ze Sedčic

Anm.: Tochter des böhmischen Exulanten Gottlob Sekyrka von Sedschitz (gest. 1658).
Gottlob Sekyrka von Sedschitz
Bohuslav Sekerka ze Sedčic

gest. 1658
Anm.: Sohn des Ladislaus Sekyrka von Sedschitz (gest. 1620); böhmischer Exulant in Freiberg (1624-1630), Meißen, Pirna (vor 1635 und um 1639), Dresden (um 1635) und Zittau (um 1640); 1651-1656 Hofmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; nach 1656 vermutlich wieder in Pirna.
Katharina Sekyrka von Sedschitz
Kateřina Sekerka ze Sedčic
Geburtsname: Katharina Audrzky von Audritz
Geburtsname: Kateřina Údrcký z Údrče

gest. 1656
Anm.: Erste Gemahlin des böhmischen Exulanten Gottlob Sekyrka von Sedschitz (gest. 1658).
Graf Johann Albrecht I. zu Solms-Braunfels

geb. 1563
gest. 1623
Anm.: Sohn des Grafen Konrad zu Solms-Braunfels (1540-1592); ab 1592 regierender Graf zu Solms-Braunfels (1607 Teilung mit den Brüdern); 1602-1618 kurpfälzischer Großhofmeister; auch Geheimer Rat und enger Berater der Kurfürsten Friedrich IV. (1574-1610) und Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); seit 1620 Exil in Den Haag.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Oliver St John

geb. ca. 1598
gest. 1673
Anm.: Sohn des Oliver St John of Cayshoe; ab 1615 Studium der Rechte in Cambridge; 1626 Zulassung als Advokat; 1640-1653 Mitglied des Parlaments (House of Commons); 1641-1648 Solicitor General for England and Wales; 1648-1160 Chief Justice of the Common Pleas; 1651 englischer Gesandter in Den Haag; seit 1651 Kanzler der Universität Cambridge.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Henning (von) Stammer

geb. 1581
gest. 1660
Anm.: Sohn des magdeburgischen Amtshauptmanns Arndt (von) Stammer (gest. 1626) in Querfurt; Erbherr auf Ballenstedt, Wörlitz, Wedlitz und Wispitz (Anhalt); ca. 1605-1608 in spanischen Kriegsdiensten; ca. 1610-1618 kursächsischer Kammerjunker; Angehöriger des engeren Ständeausschusses und gelegentlich Kriegskommissar des Fürstentums Anhalt; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Hitzige"); vgl. Andreas Hesius: Herrliche Belohnung Der Standhafftigen Kämpffer und überwinder [...], Köthen 1661, o. S.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Dorothea Steffeck von Kolodey
Geburtsname: Dorothea von Oesen

gest. 1672
Anm.: Tochter des Flensburger Handelsmanns Bernd von Oesen (gest. vor 1646); bis 1646 Kammermagd der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); seit 1646 Ehe mit Tobias Steffeck von Kolodey (1615-1679).
Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Walter Strickland

geb. ca. 1598
gest. 1671
Anm.: Sohn des Walter Strickland of Boynton (gest. 1636); 1618 Aufnahme in das Gray's Inn als Barrister (Anwalt); ab 1619 Studium in Cambridge; 1642-1650 Gesandter des englischen Parlaments bei den niederländischen Generalstaaten in Den Haag; 1645-1660 Mitglied des House of Commons (mit Unterbrechungen); 1651 Teilnahme an einer Gesandtschaft in den Niederlanden; 1651/52 zudem Mitglied des Council of State; seit 1654 Hauptmann (Captain) der Leibwache des Lordprotektors Oliver Cormwell (1599-1658); 1657-1660 Mitglied des House of Lords; 1658/59 Mitglied im Rat von Richard Cromwell (1626-1712); 1659 Mitglied im Committee of Safety; 1660 Rückzug von allen Ämtern.

Weiterführende Informationen in VIAF
Stuart (Stewart), Dynastie

Anm.: Regierende Königsdynastie in Schottland (1371-1714) sowie in England und Irland (1603-1714).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Wolfgang Sutorius

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des späteren Ballenstedter bzw. Bernburger Pfarrers Leonhard Sutorius (1576-1642); bis 1643 fürstlicher Amtsschreiber in Harzgerode; 1646-1648 fürstlicher Gutsverwalter in Zepzig; seit 1648 Korn- und um 1649/54 Amtsschreiber in Bernburg.
Sophia von der Trautenburg
Sophia von Beyern
Geburtsname: Sophia von Ahlefeld

gest. vor 1676
Anm.: Tochter des Gottschalk von Ahlefeld (gest. 1644); bis 1630 Kammerjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); 1630-1639 Ehe mit Curt von der Trautenburg, genannt von Beyern (gest. 1639).
Maarten Harpertszoon Tromp

geb. 1598
gest. 1653
Anm.: Sohn des niederländischen Marineoffiziers Harpert Maertenz van der Wel, ab 1607 van der Tromp (gest. 1610); seit 1607 Schiffsjunge; nach 1612 Werftarbeiter in Rotterdam; Quartiermeister (1617), Steuermann (1618), Leutnant (1622), Kapitän (1624), Fahnenkapitän (1629) sowie Admiral von Holland und Westfriesland (1637) in der niederländischen Marine.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Graf Corfitz Ulfeldt af Sölvesborg

geb. 1606
gest. 1664
Anm.: Sohn des Jakob Ulfeldt (1567-1630), ab 1609 dänischer Reichskanzler; seit 1630 Kammerjunker des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); ab 1636 dänischer Reichsrat; seit 1637 Statthalter von Kopenhagen; 1643-1651 Reichshofmeister; daneben mehrfach diplomatische Missionen, u. a. nach England (1640/42), Regensburg (1641), zu den Friedensverhandlungen mit Schweden (1645) sowie nach Den Haag und Paris (1646); 1651 nach Korruptionsverdacht und Morddrohungen Flucht in die Niederlande und nach Schwedisch-Pommern; danach schwedischer Geheimer Rat (1657-1659), Friedensunterhändler mit Dänemark (1658) und Gouverneur von Schonen (1658/59); 1659 Todesurteil wegen Hochverrat, jedoch Begnadigung; 1660 Rückkehr nach Kopenhagen und Verhaftung (bis 1661); 1663 erneutes Todesurteil (wegen Planung einer Adelsrevolte gegen die dänische Krone) und Flucht; 1641 Erhebung in den Grafenstand; seit 1658 Graf von Sölvesborg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Hedwig Ulfeldt
Geburtsname: Gräfin Hedwig von Schleswig-Holstein

geb. 1626
gest. 1678
Anm.: Tochter des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); seit 1642 Ehe mit Ebbe Ulfeldt (1616-1682).
Gräfin Leonora Christina Ulfeldt af Sölvesborg
Geburtsname: Gräfin Leonora Christina von Schleswig-Holstein

geb. 1621
gest. 1698
Anm.: Tochter des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1636-1664 Ehe mit Graf Corfitz Ulfeldt af Sölvesborg (1606-1664).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Íñigo d. J. Vélez de Guevara y Tassis
Marqués Íñigo d. J. de Guevara
Conde Íñigo d. J. de Oñate
Conde Íñigo d. J. de Villamediana

geb. 1597
gest. 1658
Anm.: Sohn des Íñigo d. Ä. Vélez de Guevara y Tassis, Conde de Oñate (1572-1644); königlicher Kämmerer; spanischer Botschafter in London (1636-1638) und Rom (1646-1648); ab 1644 Conde de Oñate und Conde de Villamediana; 1648-1653 Vizekönig von Neapel; seit 1653 Consejero de estado; ab 1653 erster Marqués de Guevara.

Weiterführende Informationen in VIAF
Hans Claesson Wachtmeister af Björkö

geb. 1609
gest. 1652
Anm.: Sohn des Landrats Claes Hansson Wachtmeister (gest. 1631); schwedischer Major (vor 1631), Obristleutnant (1631), Obrist (1637) und Generalmajor (1644); ab 1640 königlicher Hofstallmeister; seit 1644 Landrat in Estland; ab 1646 schwedischer Kriegsrat und Assessor am Kriegskollegium; seit 1647 Reichsstallmeister; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Esche von Wallwitz

geb. 1588
gest. 1653
Anm.: Sohn des Esche von Wallwitz; Kammerjunker, Kriegskommissar und Hofmeister des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); um 1630/41 Leutnant; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Reizende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Jørgen Walter

geb. 1610
gest. 1670
Anm.: Geboren in Holstein; dänischer Obristleutnant (um 1645) und Obrist (1651); seit 1645 Erbherr auf Rohlstorff in Holstein; 1651 königlicher Rat und Ausweisung aus Dänemark wegen Planung eines Giftanschlages auf König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen (1609-1670); danach bis 1668 Leben im Exil; 1649 Nobilitierung.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Hans Christoph von Witzscher

geb. 1621
Anm.: Sohn des Hans Christoph (von) Witzscher (gest. 1637) auf Schortewitz; vor 1639 Kammerpage, um 1643 Page und spätestens 1645 bis 1648 Hofjunker der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); dazwischen 1639-1643 Kavalierstour durch Frankreich und die Niederlande; 1648-1650 Hofmeister der Gräfin Maria Euphrosina De la Gardie (1625-1687) in Leipzig; um 1653 Aufenthalt in Straßburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Peter Wright

geb. 1603
gest. 1651
Anm.: Geboren in Slipton (Northamptonshire); 1627/28 in niederländischen Kriegsdiensten; später Konversion zum katholischen Glauben; danach zwei Jahre Besuch des Jesuitenkollegs in Gent; 1629 Eintritt in den Jesuitenorden; Studium der Philosophie und Theologie in Lüttich; 1639 Priesterweihe; später Kaplan des royalistischen Offiziers Henry Gage (1597-1645); 1644 Rückkehr nach England; seit 1645 Kaplan von John Paulet, 5th Marquess of Winchester (ca. 1598-1675); 1651 Hinrichtung in London.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Eberhard III. von Württemberg

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Friedrich von Württemberg (1582-1628); seit 1628 regierender Herzog von Württemberg (bis 1633 unter Vormundschaft); 1634-1638 Exil in Straßburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Aderstedt
weiterführende Informationen
Albanien (Montenegro), Provinz
Anm.: Verwaltungseinheit der Republik Venedig.
Altenburg (bei Nienburg/Saale)
weiterführende Informationen
Angers
weiterführende Informationen
Anhalt-Bernburg, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt-Dessau, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt-Köthen, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt-Zerbst, Fürstentum
Anhalt, Fürstentum
weiterführende Informationen
Askanien (Aschersleben), Grafschaft
Assyrien
weiterführende Informationen
Baalberge
weiterführende Informationen
Babylon
weiterführende Informationen
Babylonien
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Ballenstedt
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Basel
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Berberei (Barbareskenstaaten)
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Berg, Herzogtum
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Bernburg
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Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Bernburg, Bergstadt ("Vorm Berge")
Anm.: Eigenständige Stadt rechts der Saale unterhalb des Bernburger Schlosses, die im Jahr 1825 mit der Talstadt vereinigt wurde.
Besançon
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Böhmen, Königreich
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Bordeaux
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Bosnien, Ejalet
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Anm.: Verwaltungseinheit des Osmanischen Reiches.
Brabant, Herzogtum
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Brandenburg, Kurfürstentum
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Brasilien
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Anm.: Kolonie des Königreichs Portugal.
Braunschweig
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Braunschweig-Wolfenbüttel, Fürstentum
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Anm.: Teilfürstentum des Herzogtums Braunschweig und Lüneburg.
Bremen
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Bremen, Erzstift bzw. Herzogtum (seit 1648)
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Breslau (Wrocław)
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Brüssel (Brussels, Bruxelles)
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Calbe
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Candia (Irákleion)
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Canea (Chania)
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Cattaro (Kotor)
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Cörmigk
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Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
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Dänemark, Königreich
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Den Haag ('s-Gravenhage)
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Dessau (Dessau-Roßlau)
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Dohndorf
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Dresden
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Düsseldorf
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Duinkerke (Dunkerque, Dünkirchen)
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England, Commonwealth von
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England, Königreich
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Erfurt
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Flandern, Grafschaft
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Frankenthal
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Frankfurt (Main)
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Frankreich, Königreich
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Gascogne
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Halberstadt
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Halberstadt, Hochstift bzw. Fürstentum (seit 1648)
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Hamburg
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Harz
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Heidelberg
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Heiliges Römisches Reich (deutscher Nation)
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Helmstedt
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Herford
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Holland, Provinz (Grafschaft)
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Hoym
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Ingermanland
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Irland, Königreich
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Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Jülich, Herzogtum
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Kamieniec Podolski (Kamjanez-Podilskyj)
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Kassel
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Katalonien, Fürstentum
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Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Köln
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Köthen
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Kopenhagen (København)
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Kranichfeld
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Kreta (Candia), Insel
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Krim, Khanat
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Leeuwarden
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Leipzig
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Leitmeritz (Litoměřice)
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Lichtenburg, Schloss (Prettin)
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London
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Lothringen, Herzogtum
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Lübeck
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Magdeburg
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Magdeburg, Erzstift
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Mansfeld, Grafschaft
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Minden
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Mittelmeer
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Modon (Methóni)
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Moldau, Fürstentum
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Morea (Peloponnes), Halbinsel
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Moskauer Reich (Großrussland)
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Münster
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Neapel (Napoli)
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Niederlande (beide Teile)
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Niederlande, Spanische
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Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
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Nürnberg
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Osmanisches Reich
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Osnabrück
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Ottleben
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Paris
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Persien (Iran)
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Plötzkau
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Podolien, Woiwodschaft
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Anm.: Verwaltungseinheit des Königreiches Polen.
Polen, Königreich
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Pommern, Herzogtum
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Portugal, Königreich
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Prag (Praha)
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Puchau (Púchov)
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Retimo (Rethymno)
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Rom (Roma)
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Saale, Fluss
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Sachsen, Kurfürstentum
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Sandersleben, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Sárospatak
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Schöningen
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Schottland, Königreich
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Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schweden, Königreich
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Schweiz, Eidgenossenschaft
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Scilly-Inseln (Isles of Scilly)
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Sebenico (Šibenik)
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Siebenbürgen, Fürstentum
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Anm.: Östlicher Teil des Königreiches Ungarn unter Oberherrschaft des Osmanischen Reichs.
Sizilien, Königreich
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Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Spalato (Split)
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Spanien, Königreich
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Saint Mary's, Insel
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Star Castle (Hugh Town)
Anm.: Im Jahr 1593 errichtete Festung auf St Mary's (Scilly-Inseln).
Stockholm
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Strelitz (Strelitz-Alt)
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Toulon
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Tresco, Insel
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Ungarn, Königreich
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Venedig (Venezia)
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Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
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Walachei, Fürstentum
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Warnemünde
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Weimar
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Wien
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Wolfenbüttel
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Zepzig
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Zerbst
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Anhalt, Landstände
Berg, Ritterschaft
Bernburg, Rat der Bergstadt
Bernburg, Rat der Talstadt (Alt- und Neustadt)
Bernburg, Konsistorium
Anm.: Landesherrliche kirchliche Verwaltungs- und Justizbehörde im Teilfürstentum Anhalt-Bernburg.
England, Council of State
Anm.: Regierungsgremium des Commonwealth von England (1649-1660), Schottland (1653-1659) und Irland (1653-1659).
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
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Frankreich, États généraux
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Holland, Provinzialstände
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Jesuiten (Societas Jesu)
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Jülich, Ritterschaft
Niederlande, Generalstaaten
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Parlement de Paris
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Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg: Mandat und Vermahnungs-Schreiben Der Churf. Durchl. zu Brandenburg Friederich Wilhelms An die Ritterschafft/ Stätt/ Amptleut/ Vögdt/ und Underthanen/ deroselben Fürstenthumben Gülich und Berg/ dieselbe bey den Anno 1609. ertheilten Reversalen, zu manuteniren/ und der von PfaltzGraff Neuburg bißdaher zugefügten Beschwerden zubefreyen, Köln: Gisbert Clemens, 1651. [Nachweis im GVK]
Die Confessio Augustana, in: Die Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche. Vollständige Neuedition, hg. von Gottfried Seebaß / Volker Leppin / Irene Dingel, Göttingen: 2014, S. 63-225. [Nachweis im GVK]
(Giovanni) Battista Guarini: Il Pastor Fido. Tragicomedia Pastorale Di Battista Gvarini, Dedicata Al Serenissimo D. Carlo Emanvele Dvca Di Savoia. &c. Nelle Reali Nozze di S. A. con la Serenissima Infante D. Caterina D'Avstria, Venedig: Bonfadino, 1590. [Nachweis im GVK]
(Giovanni) Battista Guarini: Pastor fido oder die allerschönste Tragicomoedia. Der getrewe Hürte genant. Hiebevor von dem fürtrefflichen Ferraresischen von Adel vnd Ritter Baptista Gvarino in Italianischer Sprachen beschrieben, anjetzo aber in das Hochteutsche auffs fleissigste versetzt vnd mit Kupfferstücken zum Druck verfertiget, übers. von Statius Ackermann, Schleusingen: Schmiden, 1636. [Nachweis im GVK]
Das Instrumentum Pacis Monasteriensis (IPM) vom 24. Oktober 1648, in: Die Friedensverträge mit Frankreich und Schweden, Bd. 1: Urkunden, hg. von Antje Oschmann, Münster: 1998, S. 1-49. ( Acta pacis Westphalicae, Serie III Abt. B: Verhandlungsakten 1 ) [Nachweis im GVK]
Das Instrumentum Pacis Osnabrugensis (IPO) vom 24. Oktober 1648, in: Die Friedensverträge mit Frankreich und Schweden, Bd. 1: Urkunden, hg. von Antje Oschmann, Münster: 1998, S. 95-170. ( Acta pacis Westphalicae, Serie III Abt. B: Verhandlungsakten 1 ) [Nachweis im GVK]
Das Konkordienbuch, in: Die Bekenntnisschriften der Evangelisch-Lutherischen Kirche. Vollständige Neuedition, hg. von Irene Dingel, Göttingen: 2014, S. 6-1652. [Nachweis im GVK]
Justus Lipsius: De constantia = Von der Standhaftigkeit. Lateinisch-deutsch, übers. von Florian Neumann, Mainz: 1998. [Nachweis im GVK]
Marcus Manilius: Astronomica, hg. von George P. Goold, Stuttgart/Leipzig: 1998. [Nachweis im GVK]
Michel Eyquem de Montaigne: Les Essais, hg. von Jean Balsamo, Paris: 2007. [Nachweis im GVK]
Publius Terentius Afer: Andria = Die Andrierin, in: Komödien. Lateinisch und deutsch, Bd. 1, hg. von Peter Rau, Darmstadt: 2012, S. 9-107. [Nachweis im GVK]