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Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: August 1651


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXII, fol. 205r-239v (vgl. Quellenbeschreibung).

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[Inhaltsverzeichnis]
01. August 1651
Bernburg → Ballenstedt
  • Umzug nach Ballenstedt
  • Beginn der Ernte
  • Wirtschaftssachen
  • Zu viele Insekten und Wölfe in den Wäldern
02. August 1651
Ballenstedt
  • Todesvorzeichen
  • Hasen- und Rehjagd
  • Wenig Rehe und viele Wölfe
  • Unterredung mit dem Hofrat Kaspar Pfau
  • Regen
  • Nachrichten vom ausländischen Kriegsgeschehen
  • Notgedrungenes Töten eines verirrten Vogels
03. August 1651
Ballenstedt
  • Viktualienlieferung nach Bernburg
  • Tagesausflug der Fürstin Eleonora Sophia nach Quedlinburg
  • Kirchgang mit Fürst Karl Ursinus
  • Pfarrer Petrus Gothus und weitere als Essensgäste
  • Abholen der Fürstin Eleonora Sophia durch Fürst Karl Ursinus und gemeinsame, spätabendliche Rückkehr
  • Sichtung eines Zeichens durch Fürstin Eleonora Sophia
04. August 1651
Ballenstedt
  • Verhandlungen mit Quedlinburg
  • Wirtschaftssachen
  • Verschickung des Amtsschreibers Georg Knüttel nach Quedlinburg
  • Ernte
  • Gewitter
  • Landwirtschaftlicher Schaden durch Wildgänse
  • Neue Bejagungsregelungen durch Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
05. August 1651
Ballenstedt → Bernburg
  • Spaziergang
  • Abfertigungen
  • Korrespondenz
  • Nachrichten
  • Schiffspassagen in Bernburg
  • Gewitter und Hagel
  • Rückkehr nach Bernburg
06. August 1651
Bernburg
  • Anhörung der Predigt zum Bettag
  • Kammerrat Dr. Joachim Mechovius, der Hofprediger Johann Menzelius, der Kammerverwalter Tobias Steffeck und Bährenreutter als Essensgäste und zu Unterredungen
07. August 1651
Bernburg
  • Nachricht von Gewitteropfern
  • Bericht von Niederlage und angeblichem Tod des Kurfürsten Friedrich Wilhelm
  • Hoffnung auf Unwahrheit des Berichts
  • Nachricht zu Verschwörungssache gegen König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen
  • Verhandlungen zwischen Polen und Schweden
  • Unterredung mit Hofrat Paul Ludwig
  • Korrespondenz
08. August 1651
Bernburg
  • Erntebesichtigung
  • Besuch durch Leibarzt Levin Fischer
  • Regierungsschreiben
  • Christoph Wilhelm Schlegel als Essensgast
  • Korrespondenz
  • Rückkehr des Pagen Georg Ehrenreich von Roggendorf aus Kassel
09. August 1651
Bernburg
  • Wirtschaftssachen
  • Nachricht zu Verschwörungssache gegen König Friedrich III.
  • Flutschäden in Oldenburg
  • Brand in Schwerin
  • Konversion Herzog Johann Friedrichs von Braunschweig-Calenberg zum katholischen Glauben
  • Verhandlungen in Lübeck
10. August 1651
Bernburg
  • Zwei Kirchgänge
  • Helena von Rindtorf, Hans Christoph von Witzscher und weitere als Essensgäste
  • Spaziergang
11. August 1651
Bernburg
  • Enten- und Fischfang
  • 52. Geburtstag Christians II.
  • Ausritt
  • Korrespondenz und Nachricht vom Tod des kurpfälzischen Gesandten Wolzogen
  • Neuigkeiten und Nachrichten aus den ausländischen Kriegsgebieten
  • Viele Störche in Wien
  • Mordanklage gegen Schäfer
12. August 1651
Bernburg
  • Gestriger Bootsausflug der fürstlichen Kinder
  • Geburtstagsglückwünsche von Fürstin Eleonora Sophia erst auf Nachfrage
  • Neues Jesuskreuz und neue Mariensäule in Prag
  • Unterredungen mit Amtmann Georg Reichardt, Hofmeister Heinrich Friedrich von Einsiedel und Hofmeister Gottlob Sekyrka
  • Erkrankungen in Ballenstedt
  • Besuch durch den Italiener Dionysius Columba
  • Korrespondenz
13. August 1651
Bernburg
  • Besuch bei erkranktem Knüttel durch Dr. Fischer und Kammerdiener Ludwig Rober
  • Unterredungen mit Ludwig und Kammerdiener Jakob Ludwig Schwartzenberger
  • Korrespondenz
  • Ausritt
  • Gespräch mit Columba
  • Schreiben von Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode
14. August 1651
Bernburg
  • Ehepaar Christian Julius und Gisela von Hoym als Übernachtungsgäste
  • Rückkehr Robers und Dr. Fischers, wie auch Columbas
  • Regen und Donner
  • Durchreise von Fürstin Eva Katharina von Anhalt-Dessau
15. August 1651
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Korrespondenz
  • Passage von Handelsschiffen
16. August 1651
Bernburg
  • Verschickung des Kammerschreibers Hans Friedrich Eckardt nach Zerbst und Columbas nach Dessau
  • Heimkehr von Fürst Johanns VI. Bediensteten
  • Unterredung mit Schwartzenberger
  • Ausflug nach Baalberge
17. August 1651
Bernburg
  • Nachricht vom inländischen und ausländischen Kriegsgeschehen
  • Durch Todesfälle verursachte Abreise der Gesandten aus Frankfurt
  • Tod des Grafen Georg Wilhelm zu Sayn-Wittgenstein und Hohenstein
  • Heirat des Herzogs Friedrich Wilhelms II. mit Prinzessin Magdalena Sibylla
  • Noch Unklarheit in der dänischen Verschwörungssache
  • Zwei Kirchgänge
  • Frau von Rindtorf und Johann Lorenz von Lucke als Essensgäste
18. August 1651
Bernburg
  • Lehens- und Vormundssachen mit den Familien Krosigk, Alvensleben und Börstel mit gemeinschaftlichem Essen
  • Korrespondenz
  • Benachrichtigung über den Tod der Landgräfin Amalia Elisabeth von Hessen-Kassel
  • Bier aus Zerbst
  • Nachrichten und Neuigkeiten zu, inländischen und ausländischen Kriegsgeschehen
  • Polnische Freudenfeuerwerke in Lübeck
  • Pestaufkommen in Konstantinopel
  • Fall von Vatermord in Venedig
  • Seltsame Erkrankung eines Pferdes
  • Herzog Rudolf August von Braunschweig-Wolfenbüttel auf Vogeljagd in Braunschweig
19. August 1651
Bernburg
  • Unterredungen mit Schwartzenberger und Reichardt
  • Nachtrag zur Lehens- und Vormundssache des Vortags
  • In Franken Hoffnung auf gutes Weinjahr
  • Viktualienlieferung
  • Spazierfahrt
20. August 1651
Bernburg
  • Hasen- und Entenjagd
  • Nachricht von einem letzten Wunsch der verstorbenen Landgräfin Amalia Elisabeth
  • Spaziergang
21. August 1651
Bernburg
  • Wirtschaftssachen
  • Streitigkeiten in Hoym
  • Gartenspaziergang
  • Überlegungen mit Dr. Fischer
22. August 1651
Bernburg
  • Unterredungen mit Küchenmeister Philipp Güder, Schwartzenberger und Ludwig
  • Schreiben und Umzug von der Schwester Fürstin Sophia Margaretha nach Dessau
  • Heiratspläne Robers
23. August 1651
Bernburg
  • Hasenjagd mit Fürst Karl Ursinus und Lachsfang
  • Unsinniger Traum
  • Ritt durch das Erntegeschehen
  • Nachrichten zum ausländischen Kriegsgeschehen und Inlandsneuigkeiten
  • Schwere Erkrankung der Gräfin Anna Sophia von Schwarzburg-Rudolstadt
  • Viktualienlieferung
24. August 1651
Bernburg
  • Gewitter und Regen
  • Unkraut auf den Feldern
  • Schlechte Getreidequalität und schlechte Lagersituation
  • Gefühl der alleinigen Last bei gleichzeitiger Gier der Gläubiger
  • Zwei Kirchgänge
  • Die von Rindtorf und Steffeck als Essengäste
  • Rückkehr des Lakaien Michael Ringk
25. August 1651
Bernburg
  • Kutschenverschickung zur Abholung des ältesten Sohnes Viktor Amadeus in Dessau
  • Schnelle Abreise des Schotten Drummond
  • Korrespondenz
  • Gewitter und Hagel
  • Gespräch und Essen mit dem Diakon Bartholomäus Jonius
  • Nachrichten
26. August 1651
Bernburg
  • Nachrichten
  • Rückkehr von Viktor Amadeus
  • Abfertigung von Sekyrka, Güder und weiterer
27. August 1651
Bernburg
  • Aufbruch von Sekyrka, Güder und weiterer in den Harz
  • Korrespondenz
  • Erneuter Besuch durch Columba
  • Besuch bei Viktor Amadeus
  • Gartenspaziergang
28. August 1651
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Abreise Columbas
  • Todesnachricht des Herzog Franz Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg
  • Behandlungsplan der erkrankten Herzogin Julia Felizitas von Schleswig-Holstein-Gottorf
  • Gestriger, beunruhigender Traum
  • Korrespondenzen
  • Ernte erster Trauben
29. August 1651
Bernburg
  • Vogelfang
  • Korrespondenz
  • Reise von Viktor Amadeus nach Plötzkau
  • Gespräche mit Schwartzenberger und Reichardt
  • Schiffsdurchfahrten
  • Administratives
  • Durchreise der Herzogin Eleonora von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg
  • Besuch durch Herzog Johann Bogislaw von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg
  • Vorbereitungen für den morgigen Ägidienmarkt
30. August 1651
Bernburg
  • Hasenjagd
  • Abreise Dr. Fischers und Güders nach Ballenstedt
  • Nebel
  • Schreiben an Fürst August
  • Schur der Schafe
  • Fragwürdige Informationen über die Fürstin Sophia Rakoczi von Siebenbürgen
31. August 1651
Bernburg
  • Nebel
  • Nachrichten
  • Geschenke für die Hochzeitsgäste
  • Anzahl der adeligen Gäste
  • Einnahmen und Ausgaben von Viktor Amadeus
  • Besondere Geschenke für die Abgesandten
  • Kirchgang
  • Frau von Rindtorf, Dr. Mechovius, Steffeck und Jonius als Essensgäste
  • Jahrmarkt
  • Glaube eines Abgesandten
  • Ausflug der fürstlichen Kinder nach Baalberge
  • Verhandlungen zwischen Kurfürst Friedrich Wilhelm und Pfalzgraf Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg
  • Auslandsneuigkeiten
  • Korrespondenz
|| [[Handschrift: 205r]]

Freitag den 1. Augustj; 1651. perge


Post jentaculum, von Bernburgk nach Ballenstedt,
mit Meiner herzlieb(st)en gemahlin, undt Carolo Ursino,
in allem, 16 personen, stargk.


Es war heütte, warm wetter.


Die beampten zu Ballenstedt, Märtin Schmidt, undt
Mattheß Knüttel, habe ich in ihrer Vocation
wol gefunden, undt man hat den anfang, zur
lieben erndte, auch zu Ballenstedt gemacht.


Oeconomijsachen tractiret.


Jns holtz zu gehen, ist mir wiederrahten worden,
nicht allein, wegen der hitze, Sondern auch, wegen
der Mügken, undt hornißen, welche Menschen undt
viehe gewaltig im waldt, infestiren, also daß man
auch diesen abendt, das vieh, vor der zeit, eintreiben müssen, || [[Handschrift: 205v]]
weil es nicht, vor dem ungeziefer bleiben,
noch sich retten können. So haben auch, die wölfe
den winter über, viel Rehe gefreßen, also daß
ihrer wenig im holtz zu finden, oder ahnzutreffen.

<Bouleversement dedans mon lict, ie crains quelqu'ün mort; ia a Dieü ne playse.>

<2 hasen schießen laßen, gegen Morgen. 2 Rehe, gegen abendt.>


Jch habe mich dennoch bemühet, im holtze, mit dem
Reheblahten, etwas zu schießen, habe aber kein Rehe
können ansichtig werden. Der forster1, gibts den
wölfen schuldt, welche so viel aufgefreßen.
Vor 8 tagen, sollen 4 wölfe, einen stargken
hirsch, niedergerißen, undt gefreßen haben.


Der hofrath Pfaw, ist bey mir gewesen,
undt hat mir viel- undt mancherley referiret.


Nachmittage, hats geregenet.


Die avisen von Erfurdt, geben:


Das die Faction formirt ist heimlich, zwischen dem
Printzen de Condè, undt der Königinn in Franckreich,
dörfte, wo nicht eher, dennoch im September
außbrechen, wann die große versamlung dès
Estats, geschicht, undt der König (wilß Gott) || [[Handschrift: 206r]]
mündig wirdt. Interim, gehen schon wieder manifesta
auß, gegen einander.


Jn Engellandt, hoffen beyde kriegende
partheyen, auf den Sieg, und stehen gegeneinander
zu felde. Man erwartet eines hauptStreichs.


Gott dempfe die übelthäter!


Jn Dennemargk, undt Schweden, gibt es viel
undt mancherley verwirrungen.


Die Pollnische Victoria wieder die Tartarn,
continuiret, und daß sich der General Chmielinsky,
mit seinen Cosagken, hette zu rügke gezogen.


Der König, wirdt wegen seiner Tapferkeitt,
so er darbey bezeiget, sehr gerühmet. General
hubaldt, Fürst Weßnewetzky undt andere
sollen zur zeittigen Schlacht, gerahten haben,
ehe die völgker, durch hunger, oder krangkheitten,
oder auf parthien zergiengen, undt ruiniret
würden. Die ersten beyde Tage, sol es schwehr
auf der Pollnischen seitten, sein hergangen, auch
gefährlich sich ahngelaßen haben, aber an dem
dritten Tage, hette der König, das feldt erhalten.


Der Chrimmische Cham[!], wehre verwundet, sein bruder
getödtet, undt in die 40000 Mann, beyderseits geblieben.

|| [[Handschrift: 206v]]


Auch hette der Cosagken General Chmielinsky seine
gantze Cantzeley verlohren, darbey 15000 Cosagken, die
wache gehalten, undt von den Polen, alle niedergemacht worden.


Die Poßpolite Rußenie (welches die vfgebottene Ritter-
schaft, in Pohlen, undt Lyttawen ist) hette den ersten
angriff gethan, mit dem Könige, undt sehr wol gefochten,
die deützschen, hette man zur reserve behalten,
welche da es an sie kommen, auch an sich, nichts er-
mangeln laßen.


Die Türgken sollen sich sehr stärgken, wieder
die Venezianer, so wol zu lande, wieder Dalmatiam
als zu waßer, wieder Candia undt in die 300
galleren undt Sehgel stargk auß den Dardanellj
außgelauffen sein, mit befehlich, die Venezianische armada
wo sie die antreffen, ahnzugreiffen, hingegen,
seindt die Venezianer unerschrocken und stärgken
sich auch gewaltig, zu waßer, mit ihren eigenen,
undt dann mit des Pabsts, der Maltheser,
undt anderer Jtalienischen Potentaten galleren
galleazzen, gallionen, undt Schiffen. So versehen
Sie ihre festungen, undt grentzen, mit geldt,
volgk, undt anderer Provision, in meinung,
mit Gottes hülffe, dem Mächtigen feinde, wol || [[Handschrift: 207r]]
gewachßen zu sein.


Jn Ungarn, sollen sie die Türgken, auch stargk
streiffen, undt die besatzung zu Neẅheüsel, eine
stargke excurrirende partie solcher Türgken,
überwältiget, undt geschlagen haben. Der Kayser
fehret mit der stargken reformation2 in den Erblanden,
immer forth.


Die Maltheser haben drey Schiffe, so dem Türcken
zu, gewoltt hinweg genommen, darundter auch Englische.


Mes gens ont tuè en mon poile icy à Ballenstedt,
üne arondelle, qui voloit dedans a l'entour,
fort long temps, n'en voulant nüllement sortir,
(nonobstant qu'on ouvroit les fenestres) & rodant
souvent a l'entour de ma teste, cela m'estoit
importün. Je la voulois chasser dehors, mais
ün dès valets la frappa enfin d'ün baston, voyant
que la Viande estoit mise, sür la table, et auroit
pu estre salie. On croyt, que cela apporte dü
malheür, quand on tuë, ün tel animal
ou oyseau, mais ie ne veux pas estre bigot, nj
süperstitieux.

|| [[Handschrift: 207v]]

Sonntag den 3. Augustj; 1651.


Jch habe ein Rehe nach Bernburgk geschickt, undt
eines behalten.


Meine gemahlin ist frühe, nacher Quedlinburgk
zur Aeptißinn gezogen, ihre visite abzulegen,
Jch aber, bin mit Carolo Ursino, zur kirchen, im
flegken Ballenstedt, dem Gottesdienst abzuwarten,
undt Ern Peter Goht, zu hören.


Zu Mittage, habe ich niemandt, bey mir gehabt,
alß: meinen Carolum Ursinum, Ernst Dietrich
Röder, den Amptmann Märtin Schmidt, undt Ern
Peter Goht.


Nachmittages, habe ich, durch importunes (ohne
zweifel angestelletes) sollicitiren, Meinem
Carolo Ursino erlauben müßen, die FrawMutter,
von Quedlinburg, abzuholen. Gott gebe! Das
es nach meinem wuntzsch, undt zufriedenheit,
ergehen möge! Interim leßet man mich
gantz alleine, ohne Junckern, undt bediente,
comme ün gueux, de peü de consideration.


Gar spähte in der Nacht, umb 10 uhr,
seindt sie endtlich wiederkommen.

|| [[Handschrift: 208r]]


Ma femme a veü, üne croix noire, a Quedlinbourg
sür son rabbat, a costè gauche. Elle craint, que cela
signifie Viktor Amadeus. Ja a Dieu, ne playse!

Montag den 4ten Augustj; 1651.


Es hat Tractaten gegeben, mit den Quedlinburgern,
de la part de Madame & de la mienne.


Jn Oeconomicis, allerley zu befehlen, gehabt, bey dem
Amptmann, undt Amptschreiber, ieglichem á part,
undt den letzten, habe ich nacher Quedlinburg geschickt
in angelegenheitten, undt auch etwas von Wein, undt
Proviandt, einzukauffen.


Die Erndte gehet wol von statten, Gott helfe
ferner mit gnaden! undt laße alles wol gedeyen!
Jhm seye Lob, undt Dangk gesagt, vor seine
milde gaben!


Es hat gegen abendt, alhier im forst zu Ballenstedt,
gedonnert, geblitzt, undt geregenet, derhalben
ich, den vorgehabten Spatzierweg, inß holtz, auf
daß Reheblahten, habe einstellen müßen.


Die leütte umb Padeborn, undt hoym, klagen
sehr, über die wilden Gänße, das ihnen dieselben,
so großen schaden zufügen, undt zu 3 in 400 stargk
auf die felder, fallen, und ihnen das getreidig, abfreßen.

|| [[Handschrift: 208v]]


Sie thun es mehrentheilß in der Nacht, da man sie nicht
recht sehen, noch ihnen beykommen kan, undt seindt
sehr schüchtern, undt wilde. Der Churfürst von
Brandenburg hat verbotten, in seinem neẅen
Fürstenthumb Halberstadt, weder zu schießen
noch zu iagen, außer, waß seine leütte thun
müßen, daher mag sich solches, undt ander ge-
vögel, undt wildpreth, haüffig mehren, undt
zunehmen. Jst auch eine Landtplage, weil
sie in einer Nachtt, eine Breitte abfreßen,
undt mächtigen schaden thun können.


A spasso alhier zu Ballenstedt, gegangen.


Etzliche expeditiones, den Beampten, specifice
committiret.


Schreiben von Tobias Steffeck von Kolodey von Bernburgk, mit
den Leiptziger avisen, undt berichtt, vom
erträglichen zustandt, Gott Lob, daselbst,
undt das Victor Amadeus unser Sohn im
rügkwege, auß Ungarn, undt zum Brigk
ankommen seye, Gott Lob! Der helfe ferner, mit gnaden!

|| [[Handschrift: 209r]]


Zu Bernburgk, seindt vor Gawen, 6 Schiffe
mit 80 angegebenen wispeln nur, undt 45 schöne
pferde, auß dem Fürstenthumb hanover, vor Chur
Saxen, durchpaßiret. Umb Calbe undt
Niemburgk hat es vorgestern, greẅlich gewittert,
undt gehagelt. Zu Bernburg, aber nicht, Gott Lob!


Die Leiptziger avisen geben:


Daß der König in Polen, die Schlacht, wieder die
Türc Tartarn, und Cosagken, gewiß erhalten,
Chmielinßky von Tartarn, übel tractirt,
weggeführt, undt die Pollnische vfgebottene Ritter-
schaft, auch wieder nach hause, gezogen seye,
wiewol es der König, ungerne gesehen, undt sie gerne
länger gebraucht hette. Die Cosagken,
haben zwahr friede, und gnade gesucht, iedoch,
weil sich ihre Gesandten im Brandtewein
voll gesoffen, undt wiederwertig sich erzeiget,
hat man sie geprügelt, undt dadurch, ihre
nation aufß neẅe irritiret. Die eroberung
gewaltiger beütten, und vornehmer gefangenen
continuiret. Zu Constantinopel, sol auch der
Patriarch daselbst, es mit den Cosacken gehalten,
undt briefe gewechselt haben, welche man nach der
Schlacht, gefunden. Alda zu Constantinopel regiret die Pest.

|| [[Handschrift: 209v]]


Die Türgken, ominiren nichts gutes, weil ihr
größestes Schiff, mit 80 stügken, im außlauffen
auß den Dardanellj, undtergangen, undt gesuncken.
Mag übel verwahret, undt gebawet sein gewesen.
Die Venezianer, animiret es. Dieselben ruiniren
etzliche festungen in der Jnsel Candia, alß
Turluru, Suda, undt andere, zu erspahrung
unkosten. Armiren stargk beyderseitß.


Jn Engellandt, stehen beyde kriegende theil,
gegen einander, und stehet auf einer haüptaction.


Jn Frangkreich, werden, die Mißverstände
ergrößert, zwischen der Königinn, undt
dem Printzen von Condè. Der Printz, will
den Cardinal Mazzarinj durchauß nicht
einkommen laßen. Der Lionne, Tellier, Ser-
vient, undt andere creaturen des Cardinals
seindt vom hofe geschaft.


Jn Catalogna nimpt die pest überhandt.


Der Ertzhertzog, ist krangk zu Brüßel.


Jnterim gehen die armèen, auf einander.
Zu Rom, hat der Spannische Ambassador die lehen wegen des
Königreichs Napolj entpfangen, den zelter mit 7000 Ducaten, || [[Handschrift: 210r]]
præsentirt, undt mit banqueten freẅdenfesten,
undt andern magnificentzen, sich sehen laßen.


Der Pabst, hat 300000 crohnen, von Spittälern,
Gotteshäusern, undt Montj della pietà, bahr
hinweg genommen, undt die interessenten, auf andere
gühter, verwiesen.


Der Principe Sàvelly, ist umb 400000 cronen
Schuldt willen, in eines Cardinals hause zu
Frascatj, beschimpft, undt durch die Sbirrj, auf
seine gühter, ein arrest geschlagen worden.
Der Cardinal, Capponj genandt, zeücht auch
diesen Schimpf, hoch ahn.


heutte nachmittags umb 3 uhr, seindt wir
zu Ballenstedt, wieder aufgebrochen, undt
nacher Bernburg gezogen. Undterwegens hat
es sehr gewittert, undt sonderlich gegen Warm-
storff etzliche stargke donnerschläge gegeben,
also das etzlichen, nicht wol bey der sache gewesen.
Der liebe Gott, hat unß aber dennoch baldt
ein gnadenzeichen, nemlich, den regenbogen sehen
lassen, undt der <angedrohete> regen, hat sich verzogen. Daß
wetterleüchten aber, hat in die Nacht hinein continuiret.

|| [[Handschrift: 210v]]

Mittwoch den 6ten Augustj; 1651.


Jn die kirche conjunctim, am heüttigen behtTage
da dann, Er Menzelius pfarrer von Rheinßdorf,
eine schöne predigt, auß dem Spruch, Jesaja 49.
Zion spricht3, etcetera abgeleget. Gott stärgke
ihn! undt gebe dem donner seines wortts,
fernere kraft! Oberste Werder, hat mir
ihn recommendiret, zum hofprediger.


Extra zu Mittage, den Doctor Mechovium, (so
aber avociret worden) darnach den Menzelium,
Tobias Steffeck von Kolodey Schwartzenberger undt Bärnreütt, des
Registratoris bruder, gehabt, undt mit einem
ieglichen, successive de rebus diversis, conversiret.


Der Bärnreütt, kömbt auß Frangkreich. Jst bey dem
Conte d'Avaux gewesen, zu Münster. Redet gut Frantzösisch
undt hat recommendationschreiben, von Croßen mitgebracht.

Donnerstag den 7ten Augustj; 1651.


Aviß: das zu Weymar, der donner, in die
Schule geschlagen, 3 personen getödtet, undt
14 verwundet hette. Gott bewahre, vor mehrerem
unheyl, undt bösen zufällen.


Ein Superintendens, ein exulant von Sagan, auß || [[Handschrift: 211r]]
der Schlesie, so heütte sich præsentiret, undt zu Wolfen-
büttel, vor ein par Tagen, gewesen, berichtet, daß man
aldar nachricht hette, die Chur Brandenburgischen völgker,
wehren von den PfaltzNeẅburgischen undt Lottringern,
totaliter geschlagen, undt der Churfürst, so persön-
lich darbey gewesen, tödtlich verwundet.


Gott gebe, daß diese böse, der gantzen reformirten
kirchen, hochschädliche, undt unß anverwandten
höchstbetrübliche, undt hertzeinschneidende
zeittung, nicht wahr sein möge!
O Domine; in quæ nos reservastj tempora!


Auß hollstein, wirdt geschrieben, das man in Den-
nemargk, das weib, (so den König, vor unglügk,
schaden, undt gifft, gewarnet) erst torquiret,
darnach hingerichtet hette. Der Reichshoff-
meister Ulefeldt aber wehre mit weib, undt
kindt, in Schweden, geflohen. Mit dem Reichßzahl-
meister, wehre auch eine Neẅe inquisition vor, Man
besorget große alteration daselbst. Gott stehe
der gerechten Sache bey! undt walte über seinen
Gesalbten, auf erden. Den Pollnischen gesandten, wächßt
in Lübegk, der muht, über der Victorie, wieder die Tartarn,
der König in Polen, hat in der eroberten Cantzley des Chams[!], viel
Schwedische correspondentzen gefunden, welche die Tractaten schwehr machen. et cetera

|| [[Handschrift: 211v]]


Secretarius Paulus Ludwig, ist heütte bey mir
gewesen, allerley zu referiren, undt bescheidts
in etzlichen expediendis, sich zu erholen.


J'ay èscrit, á Crossen, et á Brigk. et cetera

Freitag den 8ten Augustj; 1651.


Jch bin hinauß geritten, mit Carolo Ursino,
in die erndte, undt haben den Segen Gottes
alhier, undt zu Zeptzig, besichtiget. Gott der
herr, wolle es unß, wol gedeyen laßen!


Der Medicus, Doctor Fischer, hat sich præsentiret.


Schreiben, von Deßaw, 1. in publicis,
undt Landtschaftsachen. 2. Wegen der ehestiftung
meiner Schwester zu Deßaw. 3. Wegen hertzogk
Ernsts <von Saxen Weymar> jnterposition, mit Zerbst. et cetera


Der Christof Wilhelm Schlegel ist auch
bey uns, gewesen, undt extra zu Mittage,
geblieben, auch allerley referiret.


Jch habe an Graven von Oldenburgk, durch
einen expreßen bohten, (so sich præsentiret im
durchraysen) geschrieben.


Geörg Ehrenreich, Freyherr von Roggendorff,
ist von Caßel, (woselbst er, ein iahr lang gewesen), || [[Handschrift: 212r]]
alhier ankommen. Il loue la grace, dès illüstres
Personnes, mais il dit, Que la coustüme, y est, de
ne donner, point de quartier libre, aux nobles illecq,
nj assèz de fourrage, pour les chevaux, nj de gage, nj
d'autres petites necessitèz. Au contraire, qu'il y faut
servir, avec soing, & diligence, qu'il se faut magnifique-
ment habiller, & faire grande dèspence, aux estrenes,
et en d'autres presens, & qu'ainsy, il est impossible,
a ün pauvre compagnon exilè, comme il est, d'y süb-
sister, moins d'y gagner quelque chose. Le Prince
l'a benignement expediè, et luy a fait present,
pour tout son service, (ayant fait l'Èscuyer
trenchant) de 60 RixDalers, dont il luy a fallü
dèspendre, 16 pour le quartier, dans la ville de
Cassel, 20 pour estrenes, aux trompettes,
lacquays, Müsiciens, cuysiniers, hallebar-
diers, & semblables gens, en jcelle cour,
le reste, pour achepter dès chevaux, et pour
s'habiller, & entretenir son valet, & pour son
linge blanc, et autres besognes, luy estant
trop peü, & pour fournir, aux fraix de son retour,
il l'a eü, de son Pere, et d'abondant, a encores
dèspence, quelque chose d'üne petite reserve, recüe de moy.

|| [[Handschrift: 212v]]

Samstag den 9ten Augustj; 1651.


Es seindt heütte allerhandt Oeconomijsachen, zu
tractiren gewesen, undt avisen einkommen.


Das das weib, in Dennemargk iämmerlich gefoltert
worden, zu bekennen, undt zu sagen, daßieh-
nige, waß ihre feinde gewoltt, sonderlich aber,
zu verneinen, waß sie vom Ulefeldt, außgesaget.
Endtlich, alß Sie das Nachtmahl, entpfangen sollen,
hat sie es nicht thun wollen, sondern ist bestendig
darbey verharret, es wehre, undt bliebe wahr,
waß sie anfangß gesaget. Darauf der König
<(als das weib auch den Schlüßel zu Ulefelds Cammer, den er ihr gegeben, herfür gezogen)>befohlen, man solte gemach mit ihr thun, undt
sie wieder einführen, der Reichßhofmeister
Ulefeldt aber, hat sie <nichts desto minder> richten <zu> laßen, <befohlen> undt
solle darauf, mit weib undt kindt, in hollandt,
endtwichen sein, wie auch hannibal Sehestedt, mit den Seinigen.


<Der Oberste Walter, als er beym gericht gewesen, haben ihn, des Ulefeldts diehner, gleich angefallen, das er sich, ins Königliche Schloß, salviren müßen.>
Zu Oldenburgk, sol großer schade, von der
waßerfluht, dem Graven, geschehen sein.


Die Stadt Schwerin, sol durch verwahrlosung
eines Schmidts, abgebrandt sein.


Ein hertzogk von Lünenburg ist Päbstisch worden.

|| [[Handschrift: 213r]]


Die Pollnischen gesandten, zu Lübegk, wolten gerne ein
Triumphfest, anstellen, über die Victorie, wieder die Tartarn.
Es contjnuiret, das in des Chams[!] Cantzeley, schreiben
seyen gefunden worden, von den Schwedischen, zum præ-
iuditz der Crone Pohlen, gemeinet.


Der Marggraf von Anspach, sol nach Lübegk kommen,
undt selbigen Tractaten, wegen des Churfürsten, von
Brandenburg beywohnen. perge

Sonntag den 10ten Augustj; 1651.


Jn die kirche, conjunctim, da Er Jonius geprediget.


Extra zu Mittage gehabt: Die Rindtorfinn,
Wischer, Ehrenreich Roggendorf, Tobias Steffeck von Kolodey undt
den Caplan Jonium, wie auch, Doctor Mechovium.


Nachmittags, wieder in die kirche, conjunctim,
da dann, ejn, Studiosus Theologiæ, Cratzius, geprediget. perge et cetera


Mit Madame, in gartten, spatzirt. perge zu abends.

Montag den 11ten Augustj; 1651.

<3 wilde endten. 2 lächße, einer zu 25 einer zu 5 Pfund (libra)>


heütte habe ich durch Gottes gnade, das 52. iahr
meiner mühesehligen Lebenspilgramschaft, absolviret,
Gott seye gedangkt, vor seine gühte, undt helfe
mir ferner, überwinden!


Jch bin mit Carolo Ursino, undt dreyen Jungkern
sampt andern diehnern, nacher Pröderitz, und Zeptzigk geritten.

|| [[Handschrift: 213v]]


Schreiben von Croßen, undt Wien Undter andern,
wirdt gemeldet, daß mein Sohn Victor, auch in der Königlichen
Pollnischen residentz, zu Crackow, gewesen,
undt der eine ChurPfältzische gesandte, herr Wolzogen,
todtkrangk daselbst, liegen blieben.


Ie ne scay; pourquoy, mon fils Victor, n'èscrit
rien?


Die Leiptziger ordinarien geben:


Daß der Kayser, nacher Prag, ziehen werde, undt den
anfang des ReichsTages, daselbst erwartten.


Die Türgken machen händel an den Ungrischen
grentzen, weil sie die im Stillstande, abge-
nommene dörfer, nicht wiedergeben wollen.


Jn Polen continuirt die Victoria, undt daß
man besorget, der große Cham[!], dörfte den
Chmielinßky, dem König in Polen, selbst über-
lifern, undt dadurch, seinen gefangenen
blutsfreündt, undt andere, hohe Tartarische
Officirer, frey machen. Vor den blutsfreündt,
hat man schon, 200000. Reichßthaler ran-
tzion gebotten, der König aber, hat kein geldt
annehmen laßen wollen. Zu Lübegk wollen die Pollnischen || [[Handschrift: 214r]]
legaten, freẅdenfeẅer machen, undt fontanen mit wein,
dem volgk zu gefallen, über diesem Siege lauffen laßen.
Wegen der Cron Schweden, sol hanß Wachtmeister, dorthin
kommen.


Die Königin in Schweden, hat Sawerbrunnen getrungken,
zur beförderung, ihrer reconvalescentz.


Zu Brehmen, ist großer argwohn, undt man ist, <in> der Stadt,
den Schweden, wenig zu willen. Die Schweden haben von der
Ritterschaft, des Fürstenthumbs Brehmen, die huldigung zu
Staade, eingenommen, undt wollen eine andere Stadt,
an der Weser bawen, undt die handlung von Brehmen,
dorthin ziehen.


Chur Brandenburg undt Pfaltz Neẅburg, kriegen noch,
wieder einander, iedoch verahnlaßen sie auch gütliche tractaten.
Die Lottringhischen, assistiren mit Macht, den Neẅburgischen
der iunge Printz von Neẅburg ist General. Chur Brandeburg
hat seinen Clevischen Stadthalter Graf Moritz von Naßaw,
nacher Brüßel, zum Ertzhertzogk geschickt. Die Staaden,
haben auch im willens, dem Churfürsten, zu assistiren. perge perge


Zu Lüttich, gibts auch neẅe Mißverstände, wegen
creirung selbiger Bürgermeister.


Die Frantzösischen undt Spannischen waffen im Niederlande
streiffen auf einander, in Flandern, und hennegaw.


Landtgraf Ernst, ist zu Duysseldorf, suchet condition,
nach dem er zur Päbstischen religion, abgefallen.

|| [[Handschrift: 214v]]


Jn Franckreich, continuiren die factiones, der Königischen,
undt Condeischen, undt beharren, auf der außschaffung
des Cardinals Mazzarinj, undt seiner anhänger.
Die Königin betrübt sich, daß Servient, Tellier,
la Lionne, (welche sie, vor treẅe diener, des Königes
gehalten) außm raht, undt von Paris, geschaft werden
müßen.


Barcelona ist zu lande, undt zu waßer von
den Spannischen belägert. Die pest, sol aldar,
22 mille Menschen weggefreßen haben, undt kaum
6000 noch übrig daselbst sein, derowegen die
Spannier, der occasion sich gebrauchende,
beßere hofnung zur eroberung haben.


Printz Ruprecht, undt Printz Moritz, Pfaltzgraven,
haben in der Spannischen See, reichbeladene
Spannische, undt Engelländische Schiffe,
gewunnen, undt in Portugall aufbracht.


Die evacuation Frangkenthals hemmet
sich noch, undt die Spannischen bawen noch daselbst.


Zu Frangkfurt, am Mayn, versamlen sich
viel Stände, undt Gesandten.


In Engellandt undt Schottlandt, rüsten sich beyde || [[Handschrift: 215r]]
parteyen. Man meinet, die armen Schotten seyen
geschlagen, undt hetten 5000 Mann, verlohren, auch viel
geschütz, bagage, munition, undt dergleichen.


Jrrlandt, sol fast gantz, von den Neẅen Regenten,
überwältigt sein.


Den Prædicanten, Magister Love, wollen sie zu Londen,
richten laßen.


Einen armen iungen, von 12 iahren, welcher zu Ryß-
wigk in hollandt, in des Printzen, gartten, eingestigen,
undt kirschen gestohlen, haben etzliche diehner, ertapt,
mit dornen, gegeißelt, undt endtlich mit hagel
todtgeschoßen. Jst grawsam!


Jm haage, währet die große versamlung,
der herren Staaden noch.


Die heyrath, zwischen der Princeßin Alber-
tina von Uranien, undt dem graven Wilhelm
von Naßaw, gouverneür in Frießlandt,
ist nun gewiß geschloßen. Gott gebe zu glügk!


Der Graf, hat auch müßen, alß Colonel den
Staaden, einen neẅen eydt schwehren, wie
auch der herr von Brederode, undt andere, unlengst gethan,
des Printzen von Uraninen Tode, undt vorgegangenen verenderung.


Jn Portugall sollen zweene reichbeladene Indianische
Caracquen, undtergangen sein, undt alterationes bringen.

|| [[Handschrift: 215v]]


Man spargiret, zu Venedig, von einer abermahligen
großen Victoria, welche die Venezianer im Arcipelago,
wieder den Türgken, erhalten haben sollten. Jst aber noch
ungewiß. Es sollen auch, zweene Bascha
rebelliren, in Natolîa, undt an den Persianischen grentzen.


Der König in Persjen, sol auch, eine große Stadt,
Bam genandt, am fluß Tigris, erobert haben.
Die Janitzscharen, sollen gar aufrührisch
sein, undt verhindert werden, in Candia zu gehen,
weil ihrer etzliche, von einem rebellischen
Bascha, in Natolîa, geschlagen worden,
welcher Bascha darumb sich empöret, daß
er gehöret, daß ihn, der Primo Vesier
niedersebeln laßen wollen, auß uhrsach,
daß er die Länder, mit contributionen all-
zusehr, enervirt, undt außgemergelt.
Diese unruhe, kömbt den Venezianern, zu statten!


Der general Foscola, sol ihr Generalissimus
undt Gil de haaß, ihme adjungiret werden,
weil der General Mocenigo, abgedangket.


Jn OostJndien, unweitt von Banda, sol eine
Neẅe Insul, auß der See endtstanden sein, undt sich feste
geleget haben.

|| [[Handschrift: 216r]]


Zu Wien, sollen neẅlich 400 Störche, (so alda seltza-
me vögel sein) sich auf die haüser, kirchen, undt Thürme
gesetzet, eine Nacht, dar geblieben, gegen Morgen
aber, wieder weggeflogen sein. Dörften seltzahme
gäste bedeütten.


Die Stadt Schwerin, in Meckelnburgk,
ist mehrentheilß abgebrandt, undt eingeäschert
durch eines Schmidts verwahrlosung, in die 60 häuser.


Zu Leiptzigk, hat man einen Berlinischen
Cammerdiehner, eingezogen, welcher Chur Brandeburgisches
Silbergeschirr gehabt, undt verpartiren wollen.


Drey Schäfer, hat man auch, im Lande zu
Meißen, eingezogen, welche sich unsichtbahr
machen können, undt also viel wanderß-
leütte, ermordet haben sollen, deren viel man
auf den Straßen, eintzelen todt gefunden,
undt lange nicht erfahren, können, wer sie
erschlagen, biß man endtlich, darhindter kommen.
Des Churfürsten von Saxen, außgeschickte Defen-
sioner, sollen Sie ertapt haben.

|| [[Handschrift: 216v]]

Dienstag den 12ten Augustj; 1651.


Der gesterigen occasion, meines geburtsTages, ha-
ben meine kinder, sich gebraucht, sich zu recreiren.


Seindt also, <gestern> nachmittagß, theilß meiner Töchter,
mit Carolo Ursino, auf dem waßer, spatziren
gefahren, undt haben eine kleine Musica, dar-
bey gehabt, nebst gebührlicher aufwarttung.
Mala Herba, ne m'a point congratülèe, ains
m'a regardè á travers, tout le jour, presque d'hier,
ie ne scay pourquoy? Elle n'oseroit dire, d'a-
voir fait ceste incivilitè, par oubliance,
puis qu'elle a envoyè vers moy, toutes sés
six filles, me faire dès petits præsens. Aussy
a elle par cy devant tousjours observè a
mon jour de naissance, de m'honorer sinon
de presens, au moins avec dès bons souhaits,
& tèsmoignages d'affection conjügale!


Ie l'en ay ressouvenüe aujourd'huy, alors
elle me congratüla, plus par dèspit, que de bon cœur
faysant dèsdaigneüsement semblant, de n'y avoir
pas pensè! Le bon Dieü vueille ammollir, || [[Handschrift: 217r]]
ce coeur endürcy! & acharnè a me contrarier!


Es ist auch gestern, auß Böhmen, avisiret worden,
daß zu Prag, das renovirte crucifix auf der brügken
sich gewendet, gegen den Strohm der Moldaw, hinauf,
da es zuvorn abwarts hinab gestanden. Undt
sol ein stargker schwehrer Götze sein. General
Königßmargk, hat ihn, mit stügken, zernichtet,
undt herundter geschoßen gehabt, darumb
haben sie ihn, noch viel, ansehlicher renoviret. <Ô>
<Thorheitt! Ô blindtheitt!>


Jtem: Die neẅe MarienSeüle, so Sie auf-
gerichtet, in der Allten Stadt Prag, zur dangk-
sagung, der Mutter Gottes, (weil sie aldar,
von der Schweden gewaltt, errettet worden,
davor sje billich, Gott dem Allmächtigen,
alleine, undt nicht den leblosen götzen, oder<noch den>
verstorbenen heyligen, dangksagen, undt<Sondern>
die Ehre Gott alleine geben sollten) davor
sie die knie beügen, Altar aufgerichtet, Meße
halten, opfern, undt raüchern, solcher greẅel
sage ich, sol (den avisen nach), bißweilen in der
Nacht, von schwartzen vogeln, wie Störchen, umb-
flogen, undt visitirt werden. Die Jesuiter sprechen,
es seyen heilige engel, und gute Geister. so der Mutter Gottes, aufwarten!

|| [[Handschrift: 217v]]


Jch habe den Amptmann Reichardt, bey mir gehabt,
in Oeconomicis, undt Polizeysachen, zu expediren, vormittags.


Postea hat es, conferentzen gegeben, mit hofmeister
Einsidel, undt mit Sekerka.


Avis von Ballenstedt, das der Ambtschreiber aldar,
todtkrangk worden, (itzt in der Erndte), auch am cal-
culo, Laborire der Amptmann. Confusio ubiquam in
mea Tetrarchîa.


Es hat sich ein Jtalienischer Sprachenmeister
Dionysius Columba sich nennende, angemeldet, undt
recommendationes, vom Chur Printzen, von Dreßen[!],
mitgebracht, will dienste bey mir haben.


Jch habe schreiben, von meinem Sohn, Viktor Amadeus <auß Brigk> per
Deßaw, entpfangen, item: von Schwester Sophia Margaretha.

Mittwoch den 13den Augustj; 1651.


Jch habe meinen Kammerdiehner, Ludwig Rober, nach Ballenstedt
geschigkt, nach dem krangken Ambtschreiber Cnüttel, zu sehen,
denselbigen zu besuchen, undt die Oeconomica daselbst ein wenig
zu beobachten. Doctor Fischer, ist auch mittgesandt worden. Gott
gebe zu gesegnetem gedeyen.


Secretarius Paul Ludwig ist bey mir gewesen, allerley expedienda zu expediren.


Conversatio, mit Jakob Ludwig Schwartzenberger[.]


Briefe aus Ungarn, so mir zurück gesendet worden. et cetera
Durch Bährenreütt, welcher todtkrangk worden. Gott beßere es.

|| [[Handschrift: 218r]]


Jch bin nachmittage, in die Erndte alhier, undt zu
Zeptzigk, mit Carolo Ursino, geritten.


Darnach, habe ich mit dem Dionysio Columba conversiret,
undt ihn zimlich capable gefunden: auch vor aufrichtig, angesehen.


Schreiben von Florentz, von meinem Bruder Fürst Friedrich. Vom
5.⁄15. Julij; Er approbiret die rayse meines br<Sohns>, in Ungarn.
hette zwahr die rayse in Frankreich lieber gesehen. Er mein bruder,
mèsnagirt, damit er heütte oder morgen, keinen gebrechen, an le-
bensMitteln habe. Er wil noch einen Tour in Jtalien,
thun, darnach, künftiges iahr, wieder nach Genff ziehen,
undt von dannen eine reise durch Spannien, vornehmen,
und endtlich, nach verahnlaßung der Notturft, wieder
im Lande, sich einstellen. Beklagt sich, das man ihm, in
publicis, wegen verzögerten LandtTags, kitzliche briefe
nachschriebe, undt das es unmüglich, daß die Luttrische Ritter-
schaft, bey discrepirender herrschaft, etwaß præstiren
köndte, im negocio Religionis, Fürst Johannsen zu bewegen.
Er verwundert sich auch, das daß negocium religionis,
solle <zu Zerbst> schaden leiden, durch hindtertreibung des LandtTags.
Beklaget die Todesfälle der nahen freünde, undt erinnert
sich, der undterirrdischen unbeständigkeitt! Von dem
Türckenkriege, in Candia, undt Dalmatia, schreibet
er, daß die Venezianer hiebevorn, die media so zu deßen
versicherung, gezeiget worden, nicht employiren, sondern
lieber mit geldt, den Erbfeindt, versöhnen wollen, darüber || [[Handschrift: 218v]]
die occasion, außhanden gegangen. Jnterim, ist daß
landtvolgk, sonderlich in Candia, durch allzuharte
Tractament der Nobilj Venezianj, abalieniret
worden, welchen fehler, zu ersetzen, man itzo, den General
Gill de Haaß, (welcher zu Venedig, undt vielmehr
zu Rom, unserer Religion, in seinem allter worden)
mit völliger Plenipotentz, dahin schigken will.
Gott gebe ihm, guten succeß! Darahn viel
Menschen <doch> zweifeln, wollen. Die Deßawische hey-
rath, helt mein bruder, vor eine stargke resolution
von der Schwester Liebden, in betrachtung, daß vetter hans
Geörgens humor, sehr nach den heßischen, sich
richtet, daß die große Tochter, undt Schwestern,
eben mit den unserigen, so recht vertrawte
Freündtschaft, nie gehalten, undt darbey
stargke auch theils importune creditores
in demselbigen hause, vorhanden, anderer
Nebensachen geschwiegen. Jedoch, erkennet
er, sonderlich auch darinnen, Gottes heilige
schickung, undt stellet (ohne sein zuthun,) auf
mein brüderlich gemüth, undt herkommen unsers
hauses, wie die Fraw Schwester, zu versichern, undt
die conservation, undt wolwesen, unsers Fürstlichen hauses,
zu befördern? wil sich gerne mit mir, brüderlich conformiren.

|| [[Handschrift: 219r]]

Donnerstag den 14den Augustj; 1651.


Christian Iulius von hoym, <ein 65iähriger Mann> ist gestern anhero,
spähte kommen, mit seiner haußfrawen. Man hat
sie hieroben, herbergen müßen, weil im weißen
rößlein, kein rawm gewesen. Jch habe viel mit ihm
conversirt, sein anliegen gehöret, undt meine hof-
undt CammerRähte, auch darzu beruffen, wie auch
zur Tafel, ihn beruffen gefordert.


Doctor Fischer, undt Ludwig Rober, seindt von Ballen-
stedt, wiederkommen, weil die krangkheit, so gefährlich
nicht ist, als man sie gemacht, des Cnüttels. Die
<pferde, haben 12 fuder, korn verfeüert. et cetera>


Es hat nachmittags, geregenet, undt gedonnert,
zwahr stargk, aber nicht lange.


Der von hoym, ist mit seiner Frawen,
wieder verrayset. Seine anbringen, bestehen,
auf ferrneren Commissionen.


Freẅlein Eva Catherina, ist alhier, vorüber
paßirt, undt will nacher Weymar. Sie hat
ihre excüses, schriftlich gethan.


Der Jtaliener, Columba, den ich nacher Plötzkaw,
recommendirt, ist wieder von dannen kommen, hat nicht
acceptirt werden wollen. On se dèsfie des estran-
gers, que l'on ne cognoist pas bien.

|| [[Handschrift: 219v]]

Freitag den 15den Augustj; 1651.

<2 hasen Carl Ursinus gehetzt.>


Die briefe so ich gestern geschrieben, nacher Croßen,
undt in Schlesien, habe ich heütte, mit dem
Ordinarij avisenbohten, per Leiptzigk, forthgeschickt.


Es kommen abermalß 7 Schiffe ahn, von Magdeburg
mit 8 schogk brettern, vor Gaw, undt 2 Schogk,
vor die Schifknechte, zu 10 ReichsthalerRthlr: das Schockßo: et cetera.


Fürst hanß schreibet mir, undt schigkt wagen
undt pferde, anhero, begehret vier Stügke
von Mir, wieder. Jch recusire es. perge


Er schreibt mir auch, daß das verlöbnüß der
Dähnischen Princeßinn, mit dem hertzogk von
Sachßen Altenburg richtig wehre. Jtem:
daß seine Fraw StiefSchwester, die hertzoginn
von hollstein, würde heraußer kommen.


Ie luy ay rèscrit de bon anchre!

Samstag den 16den Augustj; 1651.


hanß Eckardten, habe ich nach Zerbst geschickt,
Gott gebe zu glück! undt forthgang!


Den Italiener Columba wieder abgefertiget
undt an den Obrist Werder recommendiret, oder
durch deßen Mittel, nacher Deßaw.

|| [[Handschrift: 220r]]


Fürst hanß leütte, haben auch, re infecta, mit
meinen dilatorischen excüsen, wieder forth gemußt,
nach dem ich sie außquittiren laßen.


Jch habe Jakob Ludwig Schwartzenberger in importantzen, vernommen.


Nachmittags bin ich, mit Madame, undt Carolo
Ursino, hinauß gefahren, nacher Palbergk
undt auf selbige breitten. haben auch über
Nacht, alda gegeßen.

Sonntag den 17den Augustj; 1651.


Avis von hartzgeroda, daß die ChurBrandenburgischen sich auf
Duißburgk, zu rügk gezogen, undt die Pfaltz
Neẅburgischen die Schlößer wieder eingenommen,
so iehne zuvorhero occupiret.


Etzliche 1000 Schotten, wehren ruiniret, also das
2000 Schotten, todt geblieben, undt viel nebens 50
fahnen, auch 9 stücken, geschütz, den Parlamentischen
zutheil worden. Sol ein corpo volante gewesen sein.


Jn Frangkreich, ist der Düc d'Orleans, mit
dem Printzen von Condè einig, wollen vom Cardinal
Mazzarinj, undt deßen anhang, nicht mehr hören.
Die Königinn aber, so zwahr dissimuliret,
suchet doch alle Mittel dieselbe zu mainteniren.
Der September aber, undt die allgemeine versamlung, || [[Handschrift: 220v]]
wirdt auch viel, undt große verenderungen
mittbringen. Der Printz von Condè, undt
Düc d'Orleans, wollen den Mareschal d'Aumont
auch abschaffen, derselbe aber, hat erpracticiret,
daß die gantze armèe, vor ihn intercediret,
undt sich erklähret, von ihm, undt keinem
andern, sich commandiren zu laßen, wiewohl
sie auß mangel geldes, biß dato, wieder
die Spannischen nichts tentiret.


Der printz von Condè, hat der Königinn zuge-
sprochen, sie aber ihn, gar kaltsinnig entpfangen,
doch endtlich haben sie beyde mitteinander
conferiret, undt nebst dem Düc d'Orleans,
raht gehalten.


Jn Catalonien, prævaliren die Spannischen.


Sie seindt, mit 28 kriegsSchiffen, undt
22 galleren, dahin kommen, erwartten noch,
6000 Mann, secours, alßdann sie über
20000 stargk, sein werden, Barcellona
undt andere mehr plätze, zu übermeistern.

|| [[Handschrift: 221r]]


Die zu Nürnberg, gewesene Gesandten, werden
nicht lange, in Frangkfurth, verbleiben, weil
in kurtzer zeitt, undterschiedliche personen, an Con-
tagiosis morbis, gestorben, freytags den 8. Augusti
sol die Fraw Landtgrävin, zu Caßel, verstorben
sein, und wenig Tage zuvor, des Chur Brandeburgischen
Stadthalters, zu Minden, graven von Wittgenstain,
anderer Sohn, so schon Rittmeister gewesen,
in der Wehser ertrungken, im angesicht des
herrn vaters, undt Fraw Mutter, undt es seindt
seine 3 brüder, kümmerlich auß dem waßer,
errettet worden.


Wegen des ChurBrandeburgischen krieges, förchtet
man sich, das auß diesem. noch zur zeitt, kleinen
feẅer, ein großer, undt gefährlicher krieg
endtstehen, undt die Catohlische wiederumb, inß Spiel
kommen, also einen neẅen religionskrieg, movi-
ren werden. Die Papisten vigiliren sehr, noch
zur zeitt, seindt alle Kayserlichen mandata, wieder Chur
Brandenburg gerichtet, undt in kurtzer zeitt, seindt
6 Evangelische Fürsten, unvermuhtend zum pabsthumb
getretten. Das SaxenAltenburgische beylager, sol auf Michaelis
beschehen. Ulefeldt ist weg, ex Dania, seine briefe visitiret.
Obrist Walter, ist relegiret. Viel andere, müssen rechnung thun. perge

|| [[Handschrift: 221v]]


Jn die kirche vormittagß, conjunctim.


Fraw helena Rindtorfinn, undt der Obrist
leütenampt Luck, seindt extra geblieben. perge


Nachmittags wieder in die kirche, gezogen, mit
Carolo Ursino. Vormittags predigte Jonius, nachmittags,
Marggravius.

Montag den 18den Augustj; 1651.


heütte habe ich beliehen, die Krosigk von Erxleben,
(aufs neẅe, weil sie sich getheilet, undt die
gesampte handt gebrochen) die Alvenßleben,
Dietfurdt, Erlach4, alß vormünder des kleinen
Curtt Börstels, undt Christian heinrich Börstel
zur gesampten handt. Alle seindt
zur stelle gewesen, außer Dietfurtt,
welcher einen gevollmächtigten, geschicktt.
Volrath, undt Ludolf Lorentz von Krosigk
wahren gegenwärtig, vor sich undt vor
Matthiaß, undt Jacob Antonij, von Krosigk
Gebhardt, undt Christian Ernst von Alvens-
leben, wahren gegenwärtig, undt der
letzte wurde begnadiget nach dem er
zuvorn, excludirt gewesen. Erlach undt || [[Handschrift: 222r]]
Börstel, wahren auch, zugegen. Meine Rähte,
Einsidel, Doctor Mechovius, undt Paulus, wahren auch
zugegen, nebenst vielen Jungkern, undt anderen
bedienten. Undt der actus solennis, gienge
gar wol ab, Gott Lob, der vereinige
ferner die Gemühter!


Jch habe Sie, mit mir, mahlzeitt
halten laßen, undt conversiret mit ihnen.


Schreiben, von meinem Sohn, von Croßen,
entpfangen, alda er (Gott Lob) ankommen.


Item: schreiben von Adolf Börstel der will heyrathen
in seinem 62. iahr. Gott segene ihn!


Schreiben von Wien perge et cetera Baron de Roggendorff.


Schreiben von Caßel, mit notification, von dem
absterben, der Fraw Landtgrävin zu Caßel, Sehlig.


Gott wolle die betrübten trösten! Jch habe
wol eine Treẅe freündinn undt große
Patronin, an Jhrer Liebden Sehlig verlohren. Sie ist
eine heroische, Tapfere Princeßinn, undt ein
Tugendtspiegel löblicher Regenten, undt
Gottsehliger glaubenßgenoßen wol gewesen.
Darumb hat Sie, Gott der herr, auch lieb gehabt, und zu sich gezogen!

|| [[Handschrift: 222v]]


Ein par faß Zerbst[isch]en bier, seindt von Zerbst kommen
zu meinem MundtTrangk. haben müßen groben
zoll, wieder die observantz, der Barbyschen zu Dochum geben!
Jch laße darwider protestiren, undt es wieder begehren.


Die avisen von Leiptzigk bringen mitt.


Daß Chur Brandenburg mit Pfaltz Neẅburg sich vergleiche,
dem Kayserlichen mandat, zu pariren, undt das brennen,
undt landeßverheeren, von beyden theilen einzustellen.


Die Neẅburger hetten alles <wieder> occupiret, waß ihnen abgenommen
worden. Die Staaden, und der Ertzhertzogk, jnterponirten sich.


Jn Frangkreich, währen, die alterationes, undt
Mißtrawen, theilß Regimenter, sollen in Champagne,
von F Spannischen, überfallen, undt geschlagen sein.
Prince de Condè, hat zwahr dem Könige zuge-
sprochen. Jst aber gar kaltsinnig entpfangen worden.


Jn Catalonien hoffen die Spannier, obzusiegen.


Die Spannische Königinn, sol baldt in die wochen kommen.


Der Pabst hat seinen geburtstag celebriret, undt
mit der Donna Olympia, undt der Princeßin Pamphilia
und noch einer anderen, viel fest gemachtt.


Der Spannische Ambassador Duca de Infantado, hat das lehen,
vom Königreich Napolj, herrlich entpfangen, den zelter
mit 7000 Ducaten, præsentiret, undt macht sich zu grossen
solenniteten gefast, gegen die Niederkunft seiner Königinn.

|| [[Handschrift: 223r]]


Zu Napolj, werden so wol die Banditen, alß rebellen
gedempft, durch den ViceRè, undt bleibt alles stille.


Pfaltzgraf Ruprecht, hat Genueser, reich bela-
dene Schiffe, im Stretto dj Gibilterra, weggenommen,
weil sie zu Genua, den Parlamentischen undterschleif gegeben.


Ein Frantzose Chesne genandt, hat gegen 10 Spannische
Schiffe, drey Stunden lang, ritterlich gefochten, undt
alß sie ihn überwältigen undt einsteigen wollen,
hat er in die luft, alles zu sprengen, vorgehabt.
Es ist ihm aber, von den seinigen, abgewehret, undt
er erschoßen worden, also haben sich, seine leütte ergeben.


Die Niederlage, des Königes, undt der Schotten,
continuiret, undt sollen 200 Mann geblieben,
1000 gefangen, auch viel verwundet, und etzliche
vornehme herren, umbkommen sein. Die Engelländer
hetten gar wenig volgk verlohren. Cromwell gehet
forth, recta, auf den König, so sich nach Sterling retiriret.


Jn Dennemargk, ist daß weib gerichtet, Ulefeldt,
undt Sehestedt aber, exuliren.


Die tractaten, zu Lübegk zwischen Polen, undt Schweden,
continuiren. Der Pollnische gesandte5, macht große Freẅden-
fest, mit weinbrunnen lauffen, Müntze außwerfen, Feẅer-
wergk, undt dergleichen, wegen der Victorie wieder die Tartarn.
Dieselbe aber, sol so groß nicht sein, als man sie spargiret, || [[Handschrift: 223v]]
undt der Cham[!] will wiederkommen, sich zu revangiren.
Die Cosagken sollen sich auch wieder zusammen ziehen.
Die Poßpolite Rußenie, ist abgezogen auß dem
felde, wieder des Königes, undt der Senatorn
willen, darumb hat auch, die verfolgung, undt
nachiagt der Cosagken, nicht größer werden können.


Die Pollnische Ritterschaft, beruft sich, auf ihre Freyheitten,
beklagen sich, daß sie der König an die Spitze
gestellet, undt sie außrotten wollen, hingegen
die deützschen, zur Reserve behallten,
undt werden viel gravamina, auf dem Reichß-
Tage zu Warschaw, vorzubringen haben. Es
scheinet, Sie wollen den König, nicht zu groß werden laßen. perge


Die Türgken, rüsten sich, gegen Candia gewaltig,
wie auch die Venezianer, zur gegenwehre. Die Türckische
armada ist von Constantinopel (aldar die Pest graßiret)
forth, theilß große Schiffe, gehen auf Negroponte,
die kleinen, auf Schio, werden sich zu Navarrino, samlen.


Die Venezianer, haben die nation der Morlacchj
in Albania, meistentheilß auf ihre seitte gezogen,
undt mit ihnen, etzliche Türgken, geschlagen. Jn
Clissâ, ist eine verrähterey entdegkt, undt die an-
Stifter, oder Rädlinsführer vornehme officirer, eingezogen worden.

|| [[Handschrift: 224r]]


Ein kerll zu Venedig, so seinen eigenen vatter er-
mordet, ist an einem pferdesSchwantz geschleift, beyde
hände, ihm abgebrandt, auch sonst mit zangen ge-
rißen, endtlich geviertheilet worden. hat seine
Sünde bekandt, bereẅet, undt daß ihm recht ge-
schehen, agnosciret, iedoch beklaget, daß seinem vater,
nicht dergleichen recht wiederfahren, weil derselbe
ebenmäßig seinen vater, ermordet hette.
Poena talionis! Arth leßet von arth nicht!


Die Türgken, sollen sich auch, in Ungarn, moviren,
undt klein Comorrhen, eingenommen haben. Derowegen
der Kayser, provision wieder sie, machet, undt die grentz-
festungen, mit volgk, geldt, undt munition, auch mit
proviandt versiehet, undt die fortificationes verbeßert.


Bey Croßen, hat ein pflugpferdt sich angefangen
in die brust zu beißen. Der AgkerMann hat
es außgespannt, undt in einen garten, da ein
krangk Schaf geweidet, es gethan, in meinung,
es zu weiden, weil es auch krangk wehre. Das
pferdt aber, hat sich über das krangke Schaf gemacht,
und daßelbige, biß auf das fell aufgefreßen, darnach
hat es sich über einen iungen, so in den garten kommen, auch
hehr gemacht, und ihn freßen wollen, er ist ihm aber, über
einen zaun, entsprungen, und noch davon kommen || [[Handschrift: 224v]]
das pferdt aber, hat darauf, drey Sprünge gethan,
undt ist gestorben. Jst ein Seltzamer casus!


Der iunge hertzogk, von Wolfenbüttel, ist nach
Braunschweig kommen, undt hat daselbst, mit den
bürgern, nach dem vogel, undt den selbigen, herab
geschoßen. Diß stehet auch in den Avisen.

Dienstag den 19den Augustj; 1651.


Jakob Ludwig Schwartzenberger undt Amptmann Georg Reichardt seindt, bey mir, gewesen,
allerley necessaria vorzutragen.


Die von den gestrigen Lehen, excludirte vom Adel, seindt gewesen,
1. Alle excludirte, vom Alvenslebischen agnaten, (außer
Gebhardt, undt Christian Ernst, welcher letzere, doch auch
begnadiget worden.) 2. Die Börstel, alß: Geörge Friederich,
Ernst Gottlieb, Curtt Christoff, undt Hanß Ernst
von Börstel. 3. Die Krosigk von Sanderßleben, undt
von Alßleben.


Avis: Daß in dem Landt zu Frangken, der wein sehr
wol gerahten seye, undt wolfail werden dörffte.


Victualien, in geringer anzahl, seindt hehrgesandt
worden, von Ballenstedt.


A spasso, mit Madame und meinen Elltisten beyden
Töchtern, zu abends spähte, auf meine felder gefahren. et cetera
alhier, undt bey Roschwitz. Gott gesegene das feldt!

|| [[Handschrift: 225r]]

Mittwoch den 20ten Augustj; 1651.

<2 hasen gehetzt. 2 endten Oberlender geschoßen. 1 lachs, von 12 Pfund (libra)>


Jch bin mit Carolo Ursino hinauß, hetzen geritten
undt haben, 2 iunge hasen, gefangen.


J'ay sceü aujourd'huy, dü Baron de Roggendorf que Madame la
Landgrave Douairiere de 6 mois luy a dit, en sa maladie,
le 8 d'Aoust, le jour avant sa mort, qu'elle seroit Nota Bene[:]
très desireüse, de me parler, encores avant son trèspas,
de plüsieurs choses. Qu'elle cognossoit mon zele, en la
Religion & scavoit bien, que j'aurois beaucoup paty,
et souffert! &cetera Ô ame, digne d'ün los immortel,
ô ame bien nèe, ô ame chrestienne! Dieu t'ait, en
sa gloire, & celeste demeürance, eternellemént!


Mit Meiner gemahlin Liebden bin ich gegen abendt, spatziret,
da es dann auf die letzt, zu regenen, angefangen. perge et cetera

Donnerstag den 21. Augustj; 1651.


In Oeconomicis travagliiret.
Den Medicum, Doctor Fischer, bey mir gehabt.


Avis von Ballenstedt perge wegen abermahliger hoymischer händel.


Jn gartten, vor abends, mit Madame.


Les poincts decidèz avec le Medecin, estoyent:
1. Antidota; Nota Bene[:] Mithridat mangè a temps, en la grandeür
d'üne noisette! 2. Paradißholtz, c'est a dire lignum Aloes, en la grosseür d'ün grain d'orge, allüme, & fait entrer la senteur,
aux narines, oste les deflüxions, et conforte la memoire. || [[Handschrift: 225v]]
3. Matz Cnüttel a failly de mourir, si on l'eust
pürgè encores üne fois. Il est allè a la selle
37 fois, & a voulü prendre encores üne dose,
Docteur Riemschneyder, si de fortüne Docteur Fischer, n'y
füst sürvenü? Il dit: que les principes dès
medecins, ordinaires, trompent souvent, en ce,
qu'ils croyent, de guerir toutes maladies,
par pürgations, ce qui est faulx, sür tout
au mal dés poulmons, & en la Phtyse, car
en ce cas, on oste toute force, au Pacient,
on gaste l'estomac, avec lés medicamens,
(lesquels tiennent coustümierement quelque venin
en soy, sür tout les purgations) & on pürge sou-
vent, tout le foye, & les poulmons exülcerèz
hors dü corps. Aussy dit-il! on ne scauroit
nettoyer lès poulmons, par pürgations, ains
il vaut mieux, par dès medicamens djuretiques,
par l'ürine & par la sueür. Il fait un
grand cas, de la liqueür d'or, & de l'or potable.
4. Hà delle invenzionj per monetar, senza
frode, e di far guadagnar un mezzo Talero, || [[Handschrift: 226r]]
sopra ciacun Ducato Ungaro, che si batte.
Eciò, con ragione, secondo la lega buona dell'Impe-
rio, perche sopra un Talero Jmperiale, vanno, 16 Loht,
Di questj, quattro sono buon argento, e dodicj Loht,
sono cupro. Gli groschj, pigliano la metà, dell'
argento buono, e l'altra metà, di ottone ô cupro.
Mà l'Elettore dj Brandenburg glj batte addesso catti-
vissimj, facendolj tuttj di cupro, e facendolj
cuocere bianchj, come se fossero tuttj d'argento?
Si perde il Privilegio, di monetare, se non s'esercita?
Privilegium, non utendo, amittitur!
5. Danarj, non si può havere dj Brandenburg se non
vi si manda, ô biada, ô vino? Gli mercantj,
non si fidano, se non hanno ficuri pegnj, in mano?
6. Il vino d'Alicante è buono, e non mal sano,
ne intesta cosi, come l'altro vino dj, Spagna,
sopportando l'acqua, e non nuocendo al capo.
Jl vin secco, e la malvasîa, sono sanissimj,
per lo stomaco, e per confortar 'il cuore.
Jl vino d'Enula campana, Alantwein, e Alandt-
bier, è sanissimo, per gli pulmonj, e per li Phtjsicj,
preservando l'huomo, da quella malattîa, e da
altri accidentj, allungandolj la Vita, mediante la grazia dj Dîo! || [[Handschrift: 226v]]
7. Stima glj segretj, della Medulla Distilla-
toria del Kunrath, dispiacendoglj, d'havere
palesatj cotalj, e tantj segretj, al Volgo ignorante.
8. Hà, per grazia di Dîo, fatto buone pruove,
non solamente, al mal de Ftylicj, mà an-
cora a quellj, che patiscono, il morbo caduco.
9. Eglj fà granstima, de'scrittj del medico
Cardano, dicendo; ch'eglj sîa stato molto savio,
esperto e huomo da bene. Che Scaligero,
e altri, gli habbiano fatto gran torto, scri-
vendo all'incontro dj luj, e biasimandolo come
se havesse havuto uno spirito familiare?
e come se non fosse stato dottissimo assaj?
Che l'uno, e l'altro, non era vero, perche
il padre del medico Cardano, hab<v>rebbe saputo
costringere glj spiritj, mà non il figliuolo,
loquale saria stato, tanto sincero, che
non l'havrebbe desiderato da imparare,
dal Padre medsimo, e più tosto harebbe
studiato diligentemente, nelle lingue, e nella Medecjna,
per rendersi assai perfetto, per arte, più tosto, che per Magîa.

|| [[Handschrift: 227r]]

Freitag den 22ten: Augustj; 1651.


Philipp Güder, ist in Oeconomijsachen, bey
mir gewesen, allerley bericht zu geben. perge


Schreiben, von Schwester Sophia Margaretha von Deßaw, mit
einem wagen, da allerley sachen, begehrt, undt abgeholt
werden sollen.


Postea: habe ich, Jakob Ludwig Schwartzenberger bey mir, gehabt, wegen bawsachen.


Jtem: Secretarium Paul Ludwig in Regimentssachen, nachmjttags.


Mon valet de chambre, Louys Rober, m'ayant servy, près
de deux ans, m'a donnè a connoistre, son intention, pour
se marier avec Jeanne Barbe, fille, de feü mon ancien
fidelle serviteür, Jean Schmidt, de Berne. Dieü le
vueille benir, en son sainct propos!

Samstag den 23ten: Augustj; 1651.

<3 hasen gehetzt. 1 lachß, gefangen.>


Mir hat getraẅmet, es wehre Mein Gnediger hertzlie-
ber herrvatter, oben ahn, alleine, an einer Fürstlichen
Tafel, geseßen, an den seitten, der pfaltzgraf
Wolfgang Wilhelm, von Neẅburgk, undt
andere herren mehr, so ich zum Theil vergeßen,
mich deücht aber, es wehre Fürst Ludwig Sehlig
undt der iunge Pfaltzgraf von Neẅburg wie auch
Landgraf Ernst von Caßel, sonderlich aber,
mein bruder, Fürst Friederich, mit darbey gewesen,
und mein bruder itztgedacht, der ander nach herrnvatter Sehlig || [[Handschrift: 227v]]
gewesen, hette auch kein wammes, in der großen hitze
ahngehabt, undt ich auch, der ich aber, gantz undten
ahn, geseßen. Die Tafel wehre nicht übrig lang
gewesen, sondern wie eine ordinarij Fürstliche Tafel
bey unß täglich ist, und es hette mich fast ver-
schmähet, das man meinen bruder, so hoch ge-
ehret, undt mich so tief erniedriget.


Ehe wir unß aber zusammen gesetzet,
wehre man durch gemächer gegangen,
(da dann, undter andern, vielen Jungkern,
hanß Christof Wischer, undt Rindtorf
mitt vor unß her gegangen, und ich ihnen
immer zuruffen müßen, sie solten doch an
den bösen tritten, undt über einen bösen
gang, Carolum Ursinum, <heben undt> führen, darahn
sie so ungerne kommen, daß ich michs geschähmet)
undt mich deücht, man wehre zum Kayser,
zu, gegangen, undt hette darnach vorgemel-
dete Tafel zur collation gehalten. Der
Churfürst von Brandenburg (deücht mich), wehre
auch an der Tafel, geseßen, wie auch der Marg-
grave von Anspach, undt mitt, undter dieser
Gesellschafft, gewesen. Ce songe ne vaut rien!

|| [[Handschrift: 228r]]


Jch bin hinauß hetzen geritten, über die Sahle,
mit Carolo Ursino, undt haben 3 hasen, einbracht.


Postea: im rügkwege dißeits, auf meine felder,
alhier, undt zu Zeptzigk geritten, der erndte zuzusehen.


Die Erffurter avisen, geben:


Das die Venezianer, abermalß den Türgken, zu waßer
geschlagen, undt 16 galleren erobert, nebenst
vielen andern Schiffen, Sie hetten auch, von 5 in 6000
Türgken getödtet, undt gefangen. Der Türgken
Admiral Schiff, wehre in brandt, gerahten,
darüber hetten die andern, den muht verlohren.


Des Königs in Engellandt, sachen, hingegen, stünden
sehr schlecht, weil die Schotten großen verlust ge-
litten, und nicht wol forthkommen köndten,
die Engelländer hingegen, prosperirten.


Jn Frangkreich, würde nach dem Cardinal
Mazzarinj, verlangen getragen, weil derselbige
die Officirer, sonderlich die Deützschen, wol bezahlet,
an itzo aber, nirgends kein geldt sich finden wollte.


Die evacuation Frangkenthal, sol ein
Spannischer Dominicaner Münch6 befördern,
deme werden die gelder, zu Franckfurth, außgezahlet.


Die FrawMuhme zu Krannichfeldt, sol sterbekrangk
sein. Gott wolle es mit ihr, zur gedeylichen beßerung schigken!

|| [[Handschrift: 228v]]


Ein karn, mit etwas Victualien, ist von Ballenstedt
ankommen, undt bericht, wegen der erndte, welche
(Gott seye lob, undt dangk!) zimlich von statten, gehet.

Sonntag den 24ten: Augustj; 1651. Bartolomej.


Diese nacht, hats gewetterleüchtet, undt gedonnert,
<auch geregenet. Le Diable, n'est pas mort encores!>
Es scheinet, alß seye eine Malediction, über unserm
Agkerbaw, weil der agker, so gar viel disteln, getragen,
undt das liebe getreydig, so sehr zusammen rügket,
auch fast geringe (mit verwunderung) scheffelt, auch
sichs albereitt, zur Theẅrung, anleßet. Gott gebe,
ein sehliges außkommen! Mein weitzen, ist mehrentheilß
übel verdorben, eiferig, brandicht, zweywächsicht,
spitz, undt übel an den Mann, zu bringen. Die
gerste ist voller disteln. Des rogkens, ist wenig.
Des habers, ist auch nicht viel gebawet, wie auch erbßen.
Jn den diehmen, (weil man keine gedegkte Scheünen
hatt) verdirbet auch viel, wann naße wetter ein-
fallen, undt ohne daß von tauben, sperlingen,
undt anderm gevögel, wirdt viel weggefreßen.


Interim: finde ich wenig compaßion, weder in der nähe,
noch in der ferrne. Mir wirdt die schwehreste laßt
aufgebürdet. Die aller wenigsten, subleviren mich.
Jedermann, wil nur das Seinige vollkommen haben, undt
gedengken offte nicht, woher es dann kommen solle?

|| [[Handschrift: 229r]]


Die creditores, stürmen ein, seindt importun, undt
wollen bezahlet sein, in meinung, es seye nun friede
undt man habe sich allerdingß recolligirt, welches doch,
bey weittem, noch nicht geschehen, Jch sol die rudera
wieder aufbawen, aber die Mittel endtstehen.
Gleichwol dengket mancher, der himmel henge
voller geigen. In Summa: Noht ist allenthalben!
Woher sol ich dann, auß noht gemachte schulden
bezahlen, Mich, undt meine familiam, erhalten?
wieder anbawen? undt alles redressiren?
Ad impossibilia nemo adigitur! Gott
helfe überwinden. undt emergiren!


heütte seindt wir, in die vormittagß-
predigt conjunctim, ge[gan]gen. Er Jonius, hat
geprediget, undt nach der concion, ist
ein verarmter Schottlendischer, vornehmer
vom Adel, Dromont, in den begken, bedacht worden.


Unsere leütte, haben auch, mit ihme conversiret,
alß: Sekerka, Wischer, Roggendorf, undt Steffegk.


Extra zu Mittage, gehabt, die Rindtorfinn, undt Tobias Steffeck von Kolodey


Nachmittags, bin ich mit Carolo Ursino, undt beyden
mittlern Töchtern, zur kirchen, gezogen, da dann, der
pfarrer von Palbergk; Bartolomeus Fridericj, geprediget.


Michel lackay ist ankommen, diesen abendt, mit bericht,
daß Mein Sohn, Viktor Amadeus zu Deßaw, (Gott lob!) glügklich arriviret. perge et cetera

|| [[Handschrift: 229v]]

Montag den 25ten: Augustj; 1651.


heütte habe ich meine kutzsche, nach Deßaw geschicktt,
meinen Sohn, Viktor Amadeus abzuholen. Gott gebe zu glügk!


Der Schottländer, Dromont, ist forth nach dem er alhier,
ein zjmlich Viaticum bekommen, undt von andern erkandt
worden, daß er noch vorm iahr, sich gar herrlich gehalten,
in Leiptzigk, undt mit Graven, undt herren, wie auch,
mit dem General Douglaß, selbsten, befreündet ist.
Seine krangkheit, sol daher rühren, daß er, vor
iahren, in Frangkreich, eine fontanelle eröfnen,
nach der zeit aber, wieder zuheilen laßen, also
das er darvon wieder sehr krangk, undt flüßig
worden. Doctor Fischer hat ihm gerahten, sie wieder zu
aperiren, wolte er a[nd]erst nicht, daß ihm die flüße
auf die lunge fall[en,] ihn schwindsüchtig machen,
verderben, undt g[es]chwinde hinrichten sollten.
hat ihm auch eine Diæt, wornach er sich,
zu reguliren, vorgeschrieben.


Schreiben, von Croßen, <undt Wien> undt von Strehlitz.


Gestern frühe, hats zu Leiptzigk, erschröcklich,
gedonnert, geblitzt, undt gehagelt. heütte
diesen nachmittag, hats bey Zeptzigk starck
geregenet, alhier aber nicht, wiewol es sehr
windig gewesen.

|| [[Handschrift: 230r]]


Zu abends, den Caplan Jonium, bey mir gehabt, allerley
in Ecclesiasiticis, ahnzubefehlen, undt er ist extra zu
Mittage<abends>, bey unß<der mahlzeitt> geblieben.


Die Leiptziger avisen, confirmiren die Victoria
der Venezianer, zur See, wieder den Türgken, daß der feindt
2000 Mann verlohren, viel galleren, Schiffe,
undt andere Notturften, undt daß 3500 Christen
Schklaven, wehren erlediget worden. Candia
wehre auch entsetzt, undt außer gefahr.


hingegen continuiren, auf solche gute zeitung,
eine böse, daß nemlich, der König in Engellandt,
2000 Mann, in Schottlandt, verlohren, undt so viel
fast eingebüßet, die verwundet, undt gefangen
wehren. Jn der Grafschaft Fife, wehre
es, auf Schottischem boden geschehen, undt
auf solche niederlage, etzliche Städte undt
Schlößer, verlohren worden. Gott erbarme es!


Die Staaden, beschließen ihre große ver-
samlung, undt reduciren, ihre armèe,
auf 200 Compagnien zu fuß, undt 50 zu roß,
bey 30000 Mann, Sie haben ein auge, auf
Chur Brandenburg wieder PfaltzNeẅburgk,
undt rüsten eine legation, nach Engellandt zu.

|| [[Handschrift: 230v]]


Sonst hat der Kayser, die Mandata avocatoria
contra ChurBrandenburg undt deßen adhærenten,
geschärffet. Jnndeßen, haben beyde kriegende
Fürsten, eine persöhnliche conferentz, gehalten.


Frangkreich, wil sich neben den Staaden,
auch interponiren.


Jn Frankreich währen die motus intestinj annoch.
Die Königinn, schwebet in gefahr. Cardinal
Mazzarinj, gehet nach Rom, zu. Prince de
Condè helt sich prächtig, undt macht sich
einen großen anhang. Des Königes Mün-
digkeitt, undt die große versamlung,
aller Stände, in Frangkreich wirdt im Septembroa erwartet.


Barcellona, wirdt sehr von den Spannischen,
beängstiget, undt bedrenget, ob schon 2⁄3
Menschen, darinnen, an der pest, gestorben sein sollen.


Vor Turin, im Piemont, sol der Gouverneür
von Meylandt, auch stargk liegen.


Pfaltzgraf Ruprecht, sol mit vielen beütten,
so er erobert, umb Jrrlandt, herumb, vagiren,
in meinung, in Schottlandt, seine prisen, einzu-
bringen. Gott bewahre ihn, undt den König,
sampt ihrem anhang, vor größerem unglügk!

|| [[Handschrift: 231r]]


Der Duca d'Infantado Spannischer extraordinarius Ambassador
zu Rom, helt sich noch stadtlich, hat dem Pabst,
viel köstligkeitten, so mit der Spannischen flotta
auß Jndien, ankommen, præsentiret. Wirdt
ViceRè, in Sicilien, werden. Conte d'Ognate
ViceRè zu Neapolj, continuiret seine Authoritet.


Jn Dennemargk, ist verbotten, mit dem exuli-
renden Reichshofmeister, Ulefeldt, zu correspondiren.
Die Victoria der Polen, wieder die Tartarn
continuiret, undt daß der Cham[!] der Cosagken
General Chmielinsky, in eisernen banden,
herümber führe, undt zum fußtritt undt
fortheil gebrauche, wann er auf sein pferdt
sitzen will. Es stehe auch darauff, das
dieser Chmielinsky, dem Könige in Polen
solle gelifert, undt gegen dem Tartarischen
Marschalck (so dem Cham[!] verwandt, undt mit
100000 ReichsthalerRthlr: außgewechßelt<rantzioniret> werden
wollen) außgewechßelt werden. Der König,
hette in der Tartarischen, Cantzeley, ein Tür-
ckisches Diploma gefunden, darinnen dem
Chmielinsky das Fürstenthumb Russia,
so den Polen zugehörig, übergeben worden.

|| [[Handschrift: 231v]]


Der Pabst incitirete den König in Polen, ferner,
wieder die unglaübige, mit verheißung
ihme zu assistiren. Die Poßpolite Rußenie
wehre auß dem felde, undt hette geldt
hergeschoßen, davor, dem Könige, 14000
Mann zu werben. Der König, hette
einen kasten mit vielem gelde, undter
der Tartarischen beütte, seinen Soldaten
zum besten, außtheilen laßen.


Die Tractaten, zu Lübegk ließen sich
schwehr ahn, weil die Schweden den
Polen, den Tittel <zu Schweden> nicht geben, diese aber
darvon, nicht abweichen wollen.


Die iunge Princesse Royalle von Uranien,
ist streittig, mit der alten Princessin,
undt mit der<dem> Churfürsten von Brandenburg
<undt dem Hertzogk von Lünenburgk,>
wegen der vormundtschaft des kleinen
Printzen von Uranien, diese bewerfen
sich, auf die Testamentliche richtige ver-
ordnung, iehne aber, will keine com-
petitoren neben sich, leyden, als die näheste
zum kinde, undt will die verantwortung,
alleine, auf sich nehmen!

|| [[Handschrift: 232r]]


Die Königinn in Spannien, ist einer iungen Tochter
genesen, über welches ErbFreẅleins geburtt,
große freẅde, in allen Spannischen Provintzien,
auch bey allen ordinarij undt Extraordi-
narien Spannischen Ambassadoren, am Päbstlichen
undt andern Königlichen höfen, sonderlich aber
am Kayserlichen hofe, undt in den armèen
endtstanden, da man mit salveschießen,
undt freẅdenfesten, nicht gefeyret.


Zu Stockholm, hat der Portughesische
Ambassador seine abfertigung bekommen, undt
ist wol regaliret undt dimittiret worden.


Jn Ungarn, haben die Türgken, KleinCo-
morrhen über [iehne] etzliche Ungarische
undt Deützsche völgker, [g]eschlagen. Der
Kayser, macht anstalt[ten z]ur gegenverfaßung.

Dienstag den 26ten: Augu[stj]; 1651.


Estranges nouvelles, (que ie[ n]e veüx croyre,)
que Fürst Friedrich demeüre tant, en la [p]apautè pour
avoir licence & dispense, d'èspouser, derechef,
la seur, de feü sa femme defüncte, laquelle
chose abominable, le bon Dieü, ne vueille pas
permettre, ni ottroyer, ains le regir, par son Saint esprit!

|| [[Handschrift: 232v]]


Mein Carolus Ursinus, ist seinem bruder, Victorio
Amadeo, endtgegen geritten. Gott laße Sie
mit freẅden, wieder zusammen, anhero kommen!


Gegen den abendt, nach 5 uhren, nachmittags,
ist mein Sohn, Victor Amadeus, (Gott lob, undt dangk)
frisch, undt gesundt, auß hungarn, wiederkommen,
undt ob er schon viel ungemach, undt wieder-
wertigkeitt, auf selbiger rayse, außgestanden,
wirdt es ihme doch, ein ruhm, undt ehre sein.
Gott dempfe! meine undt seine wiederwertigen!
undt laß unß allen, viel gutes wiederfahren!


Sekerka, Philip Güder, undt andere
seindt diesen abendt, nach dem hartz, abgefertiget worden.

Mittwoch den 27[ten:] Augustj; 1651.


Sekerka, Doctor [F]ischer, deßen Sohn, undt
Philipp Güder [s]eindt mitteinander, nacher
Hatzgeroda[!], u[n]dt Ballenstedt gezogen,
in meinen dienst[en.] Gott wolle sie geleitten!


Schreiben in publicis, wegen, der Ascanischen
Gernrodischen undt Magdeburgischen sachen, etcetera nacher Wien.


Der Jtaliener Columba ist wiederkommen, nach
dem er sich vergebens, ei præsentiret, bey dem O-
bersten Werder, zu Deßaw, zu Zerbst, zu halla,
sucht, aufs neẅe dienste alhier, weil Victor ankommen!

|| [[Handschrift: 233r]]


Meinen Sohn Victor habe ich besucht, undt noch
viel- undt mancherley von ihme erfahren, vormittags.


Die Rähte, seindt auch kommen, ihme zu gratuliren.


Er hat mir noch ein dangkbrieflein überlifert
von der Churfürstin von Croßen, daß ich ihme er-
laübet, die rayse in hungarn, dem hause
Pfaltz, zu ehren, mittzuthun.


Jn garten, mit Madame, gegen abendt, spatzirt.

Donnerstag den 28ten: Augusti; 1651.

<1 Hasen, Meine Söhne gehetzt.>


Den Dyonisium Columba, (welcher nacher Schöninghen,
Wolfenbüttel, undt Hanover will, undt gar Trawrig,
auß diesem Lande, abgeschiden, das er nicht underkommen können)
habe ich, auf Ballenstedt, führen laßen, undt recommendation-
schreiben, mittgegeben, Gott wolle ihn, geleitten!
undt geben, das er ein aufrichtiger Christ, seye!


Der trawrige avis, ist ankommen, daß Meiner gemahlin
herzlieb(st)en bruders, Meines Schwagers, Hertzog Philips zu hollstein,
elltister Sohn, hertzogk Fran[tz ]Philips, in Frangkreich,
wieder männiglichs warnun[gen], mit einem pferdt,
durch ein waßer, setzen wollen, undt darinnen
elendiglich, undt erbärmlich ertrungken:
Gott genade seiner Seele! undt tröste die
betrübten Elltern, undt anverwandten, welche
billich, über dieses seinen herrenTode, undt plötzlichen fall,
mit uns allen, affligiret sein müssen. Temeritas cavenda!

|| [[Handschrift: 233v]]


hingegen, hat sich hertzogk hanß, bischof von Lübegk, zu
Eütin, numehr erklähret, seine gemahlin, (welche
biß dato, etzliche iahr hero, gleichsam verlaßen gewesen)
in ihrer gemühtskrangkheitt, curiren zu laßen,
darahn er lange nicht gewoltt, undt meiner herzlieb(st)en
Gemahlin Liebden erinnerungen, zuspreschen[!], undt vorschriften,
daß beste darbey gethan. Gott lob, undt dangk,
daß es scheinet, es wollen sich die hertzen, erweichen laßen!


Nota Bene[:] Gestern morgen, habe ich vergeßen, einzuschreiben,
daß ich einen Trawm gehabt, alß hette man sich, ahn
eine Tafel setzen müßen, darahn hette ich mich,
ohne ceremonien, allein, oben ahn gesetzt. Der
Römische Kayser hette sich, vorn Tisch, zu meiner rechten
gesetzte, andere [n]ach ihrer reyhe, wie sie kommen
undt zur Tafel [gefo]rdert worden. Der Kayser hette
ein größer gesicht, größere Nase, augen undt
längeren schwar[zen] Knebel- undt spitzbart alß
sonsten, gehabt, undt also einen größeren kopf,
auch sehr ewerisch, undt Tirannisch außgesehen.
Ein par mahl gleichwol, hette er mir ein par
bißen præsentiret, sonst aber wenig geredet
undt nur sawer mine gemachtt. Alß ich
nun von dem einen præsentireten bißen, gegeßen, || [[Handschrift: 234r]]
wehre mir im Magen übel worden, undt der geschmagk
im Munde, wehre mir sehr wiedrig gewesen, dann es
weder Süße, noch sawer, ia auch nicht recht bitter
mir geschmegkt, wiewol sichs etwaß, auf die bitterkeitt
gezogen, undt gar einen eigenen <ungewöhnlichen> übelen, undt wie-
drigen geschmack gegeben, undt große nauseam,
mir veruhrsachet, iedoch hette ichs ex verecun-
dia wollen verbeißen. So wehre mirs, auß dem
Magen, salva venia, in den schlundt kommen, undt
immer höher, biß in den Mundt, da ichs dann behende
undterm serviet, unvermergkt herauß gezogen.
Siehe! Da wahr es, ein stügk bley, in welchem
etzliche kleine kügelein, etwas größer alß
grobe Schrohte, nach einer reyhe gestregkt,
undt gegoßen werden<gewesen>. Der Kayser mochte
etwas mergken, das mich ec[ke]lte, undt mir
nicht wol wahr, (ob ichs schon verhehlen wollte)
undt gab mir noch ienen bißen, der würde
beßer sein, alß der vorige. Jch nahm ihn,
wiewol ungerne, iedoch schahm halber, ahn,
mit bedangkung, der machte mir eben solche,
undt fast lösere händel, undt nauseam<eckel> alß der
vorige. Undt als er auß dem Magen, wieder über
sich kahm, war es eben ein stück bley im Mundt, formiret
mit kugeln, wie der vorige. Jch zog es herauß, und als ich mich, gegen
ihre Mayestät excusiren wolte, daß ich mich oben an gesetzt, undt so lange || [[Handschrift: 234v]]
(ohne hindterdengken, undt gebührenden respect,)
oben ahn geseßen, Siehe! so erwachte ich darüber,
undt es war ein Trawm, den ich gleichwol
nicht geringschätzig halten, noch verachten kan!
Undt mich dauchte, ehe ich noch aufwachte, das
es mir sehr leid gewesen wehre, daß ichs so
langsam, und beym confect erst, observiret
hette, daß ich mich über den Kayser also erhoben,
Nota Bene[:] undt es nicht eher, biß nach den bißen, gemercket!


hanß heinrich heffenßhausen, von Braunschweig,
schreibet, an Meiner gemahlin, Secretarium, Daniel
Fischern, Doctoris Levinj Fischers, unserß Leibmedicj, Sohn,
daß ihnen, unser landtwein, so wol der gühte, als
des preises wegen, (zu 6, 7, 8 ThalerThlr:) unahnstendig.
So wehre auch, der Eimer, unsers ortts, sehr
klein, undt nach ihrer maße, würden wol bey
4 Stübichen, mancquiren. So wehren sie auch, mit
zimblichem vorrath, versehen, undt erwarteten
numehr, des wolfailen, guten, neẅen weinß,
geliebt es Gott. Ainsy, on trouve par tout,
dès empeschemens, difficültèz, & accrochemens!


J'ay èscrit, a Madame l'Electrice Douajriere, à Crossen, luy mandant de mon fils etcetera.


Risposta von Ballenstedt durch Hans Georg den Lackayen et ecetera.


heütte seindt die ersten weintrauben, uns gebracht
worden. Gott gesegene ferner, die weinberge!

|| [[Handschrift: 235r]]

Freitag den 29ten: Augustj; 1651.

<4 lerchen, haben aufm lerchenstreichen, drey unserer lackayen zum 1. mal bekommen.>


An die Churfürstliche wittwe, nach Croßen, geschrieben,
Mein Sohn Victor aber, an Herdesianum, Deus fælicitatem
indulgeat; nostris conatibus!


heütte ist mein Sohn Victor, hinüber nacher Plötzkaw,
herrnvetter Fürst Augusto relation zu thun, von seiner Ungrischen rayse.


Iakob Ludwig Schwartzenberger undt der Amptmann Reichardt, seindt
bey mir, successive gewesen, von allerley, zu referiren.


Zweene Schiffe, v seindt, mit 18 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: getreydig,
von undten herauf abermalß, ankommen, und paßiret.


Eine commission habe ich angeordnet, durch den
hofmeister Einsidel, Amptmann Geörg Reichardt,
Tobias Steffeck von Kolodey undt den caplan Jonium, damit Sie
den hanß Baltzer Oberlender, mit der Anna
Nevin, (deren er sol heimlich, die ehe vor diesem
versprochen haben) vergleichen möchten. Also,
seindt sie endlich, vertragen, der Annæ Neven,
anderwerts zu heyrathen, erlaübet, undt
dem Oberlender, (welcher ein Stügk geldes, ihr gibet)
waß er versprochen zu haben, negiret, in sein gewißen,
geschoben worden. Gott gebe versöhnliche Gottsehlige hertzen!


Die Fraw Muhme, undt Schwägerinn, von Norburgk, ist
alhier, unvorsehens <nacher Plötzkaw> durchpaßirt, undt Mein Sohn, Viktor Amadeus
(als er eben, von Plötzkaw, wiederkommen) ist ihnen, auff der fehre,
begegnet, undt hat den iungen hertzogk, mit herauff gebracht.

|| [[Handschrift: 235v]]


Er ist hertzogk Friederichs, Meiner herzlieb(st)en gemahlin
Elltisten Stiefbruders Sohn, undt heißt: hanß Bogischlaff.


Er hatte anfangs, nur drey pferde, alß er
mit meinem Sohn, herauf ritte, nemlich seines,
undt einen Cammerdiehner, undt Trompter.


Baldt darnach, aber, kahmen noch, zweene<vier> diehner,
hernach, zu pferde. Die übrigen, seindt mit
der hertzoginn, nach Plötzkaw, gezogen. Sie seindt
aber, mitteinander, von Zerbst, kommen.


Die Margkleütte, so vf den Ægidijenmargkt
wollen, fangen schon heütte ahn, eines theilß,
sich ein zustellen, undter andern, ein Sailtäntzer,
welcher gar seltzame streiche, sol vorgeben.
Man hat zu abends, Tafel gehalten, und conversirt.

Samstag den 30ten: Augustj; 1651.

<1 hasen, Viktor Amadeus <vormittags>gehetzt. 1 hasen, Carl Ursinus gehetzt, nachmittags.>


Doctor Fischer, undt Philip Güder, cum socio, seindt
gestern abendt, (mit dem wagen, welcher den
Italiäner Columbo nacher Ballenstedt, gebracht)
wieder anhero kommen. Können also, nicht viel,
außgerichtet haben. Sekerka ist zu Ballenstedt
geblieben, die proben, außdreschen zu laßen.


heütte Morgen, jst ein digker Nebel, eingefallen.


J'ay èscrit de bon anchre, au Prince Auguste, Dieu
vueille donner audience! et süccéz!

|| [[Handschrift: 236r]]


Gestern, hat man die Sommerwolle, von 623
Schafen, wägen laßen, in præsentia Ludwig Robers,
haben 24 Steine <10 Pfund (libra)> gewogen, darvon, nimbt der
Schäfer, seinen 5ten: Theil, hinweg, undt 1
Stein nimbt Tara, oder der Säcke gewicht,
behalte ich diesen nach, wenig im rest, undt der
Stein gilt, 3 ReichsthalerRthlr: ist alles vorgegeßen brodt!
Dann man hat, 60 ReichsthalerRthlr: auf die wolle, aufge-
nommen, also krieget man kawm, vor 18 restiren-
de Steine, undt 20 Pfund (libra) (wie sie es rechnen,
lautter, dem Ampte, und nehmen, 21 Pfund (libra) vor
einen Stein, da es 22 Pfund (libra) sonst gewesen) ein 54
oder 55 ThalerThlr: undt muß man noch etwas heraußer geben perge


J'ay entendü, que l'on diffame la vieille Princesse
de Transylvanie, pour üne sorciëre, ce que Dieu ne
vueïlle pas. Elle a fait incontinent, trancher la
teste a üne femme, qui luy en a donnè la coulpe.
Elle est accüsèe, de crüautè, ayant fait
empaler vifs, (tandis que nos gens, s'entre-
tenoyent lá) quatorze personnes, et comme
son Baillif, faysoit difficültè de les exe-
cüter, si promptement, elle luy fit dire; qu'il
soustiendroit le mesme süpplice, s'il differeroit da-
vantage l'execütion? Aussy cés malfaiteurs, entre ces
Barbares lá, meritent quelquesfois, rigoureüse pünition.

|| [[Handschrift: 236v]]

Sonntag den 31ten: Augustj; 1651.

<Dicker Nebel mane.>


I'entendis aussy hier, de quelqu'ün, que mon
fils, avoit eü ün iour, en Hongrie dès tasches
rouges, par tout le corps, au visage & aux mains,
cela auroit estè bien tost guery par la cüre
d'ün bon medecin, Docteur Schmidt, fort expert, lequel
auroit iügè, que ceste inflammation seroit proce-
dèe dés grandes chaleürs, en ces pays lá, & dès
vins forts, qui s'y boyvent. Dieumercy, quj
luy a ottroyè, üne si prompte guerison. Il le
vueille encores conserver, et preserver! & ne
permettre pas, qu'il se trouve mal, de quel-
ques mauvayses reliques, de ce penible voyage.


La plüspart dès plaintes, de ceux dü train,
provient, de ce, qu'ils se sont immaginèz, d'avoir
dès grandes recompenses, de ce voyage, puis
qu'on les a, au commencement, voulü amorcer,
puis repaistre [d']esperances, & ils ont fait
dès conclüsions vaines, a minorj ad maius,
Puis qu'au premier envoy, d'ün lacquay et
tailleür, le ieüne Prince Ragozzi, a fait
present de 50 Dücats, en argent comptant
et d'ün vestement, tout entier, de bonne || [[Handschrift: 237r]]
estoffe, & au second envoy, a fait encores de fort
riches presens, en chaines d'or, & autres belles choses
a ün Secretaire, qu'en ceste Ambassade si solennelle
& aux nopces mesmes, ün chascün seroit sürchargè
selon sa qualitè, de bien plüs grands dons, re-
compences & richesses. Mais cela <leur> a manquè,
Car les presens, (apres l'ours prins, dont la peau
ne se devoit vendre auparavant) ont estè assèz
maigres. Mon fils a eu voirement, ün Sable,
ou Cimeterre, assèz beau, que les Hongrois ont
estimè ün peü trop haut, a scavoir, de la valeur,
de 300 RixDalers, et il peut valoir, la moitiè,
ou cent, environ, combien qu'il y soit allè prin-
cipallement, pour acquerir de l'honneur, pour se
rendre plüs qualifiè, pour faire cognoissance
avec plusieurs personnes de marque, pour voir,
dès beaux pays, et nations estrangere et pour
rendre ün memorable service, a la mayson Electoralle
Palatine, en passant son temps honorablement,
non pour aller cercher, ou gaigner, dès presens!


L'autre noblesse, qui devoit estre au nombre de 40
mais s'est reduite au nombre, de 18 n'a rien eü, que
dès petites bagues, de la valeür, de 3, 4 iüsqu'à 6 Dalers
& aulcüns ont eü trois aulnes de Damas de couleur, de bon marchè.

|| [[Handschrift: 238v]]


Mon fils voirement, auroit estè bien ayse,
d'avoir ün ou deux beaux chevaux, de Türquie,
& cela auroit estè digne de luy, mais la fortüne,
est l'avarice d'aulcünes personnes, luy a enviè
ce bonheür, & l'a fait dèspendre & consümer, en
argent comptant, en habit, en livrèes, en che-
vaulx, & en d'autres necessitèz, plüs de 600 Rix-
Dalers, de sa propre bource, oultre les perils
de sa santè, & en chemin, d'estre assommè par
les voleurs Wallaches, qu'il a courrü hazard,
et meriteroit meilleur recognoissance!


Le Baron de Bilerstein, a eü ün harnachement
de teste d'ün cheval, de la valeür de vingt Dalers.
Le premier Ambassadeur a eü ün vieil cheval Türc,
& ün beau Schabrac. L'autre Ambassadeur a eü
de mesme ün Schabrac bien elabourè.
Ces deux presens, ont vallü (a ce qu'on
dit) plüs de deux cens Dalers etcetera.


Jn die kirche, conjunctim, diesen Morgen,
Textus Dominica 14. post Trinitatis da dann von den
zehen Außätzigen, und des Samariters
dangkbarkeitt7, geprediget worden, auch
finita concione eine schöne dangksagung, || [[Handschrift: 239r]]
wegen Victoris Amadej, glügklicher wiederkunft
geschehen.


Extra zu Mittage, die Rindtorfinn, Doctor Mechovium,
Tobias Steffeck von Kolodey undt den Caplan Jonium, gehabtt.


Dieweil heütte der Ægidijen Jahrmarckt,
alhier zu Bernburgk anfähret, alß habe ich
nachmittagß, meinem Carolo Ursino erlaübet
denselben zu besuchen, undt ist, (dem gebrauch
nach) die Nachmittagßpredigt, eingestellet worden.


On dit que le second Ambassadeur de l'Electeur Palatin
le Baron Wolzogen, <qui a este en Hongrie, est> Arrien vu Photinien <&> se nomme
Unitarier, c'est a dire qui ne croyt, qu'üne
seüle personne, en la Divinitè. C'est grand
dommage, qu'ün personnage, si qualifiè,
adhere a telles erreürs jnsüpportables!
Le mot de Trinitarier, i'ay bien entendü,
mais jamais encores, Unitarier. perge et cetera


Nachmittags seindt meine kinder nacher Palbergk gefahren.


Die avisen, von Erffurdt, geben: Daß zwischen Chur
Brandenburg undt PfaltzNeẅburg ein persöhnlicher
vertrag getroffen worden, undt daß Landt 600000 Gulden (florenus)f.
kriegskosten, geben soll, darwider sich, der iunge
Hertzogk von Neẅburgk, wegen der Lottringhischen uf dem
halse habenden völgker, etwas opponiret;

|| [[Handschrift: 239v]]


Jn Frangkreich, suchen die Printzen, undt die Parlament[ischen],
ihre vorige freyheitt, wollen den König binden,
(wann er mündig) anders, alß biß dato, geschehen,
zu regieren, undt ihre freyheitten, zu manutenjren.


Jn Engellandt, tragen die neẅen Regenten,
die nase hoch, undt erigiren die Cristas, von
wegen so vieler Victorien. Gleichwol be-
mühet sich der König, auß Schottlandt, in Engel-
landt einzubrechen. Gott gebe ihm glügk!


Jn Frangkendal will der gouverneür
keinem andern, (nach außgezahlten geldern,)
alß dem Kayser, die festung raümen.
Dörfte einen neẅen krieg, verahnlaßen!


Der Türcke, macht so viel Scharmützel,
nacheinander in Ungarn, daß man darvor
helt, es dörfte einen Türckenkrieg, mit
dem Römischen Kayser endlich veruhrsachen,
gestaltt man dann, auf allen theilen,
zu gegenverfaßungen sich rüstet.


Die Venezianer, sollen (nach neẅlichster
abermahligen Victoria) 25 galleren, bey
Chio erobert, große beütten, gewonnen undt
viel Türgken, zu Schklaven, gemacht haben perge et cetera


Responce de mon fils, Viktor Amadeus auquel i'avois èscrit, ce matin.


Textapparat
a Im Original steht "7bro" für "Septembro".

Kommentar
1 Identifizierung unsicher.
2 Hier: Gegenreformation.
3 Is 49.
4 Identifizierung unsicher.
5 Entweder Jan Leszczyński, Zbigniew Gorajski, Georg Fischer oder Alexander Naraschkewitz.
6 Person nicht ermittelt.
7 Lc 17,11-19.
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1651_08.xml
XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
abalieniren
etwas entfremden, entziehen
adjungiren
anfügen, anhängen
adjungiren
beigeben, zuordnen
affligiren
peinigen, plagen, quälen, ängstigen, bekümmern
agnosciren
anerkennen
aperiren
öffnen, aufmachen
approbiren
billigen
Armada
Armee, Heer
Armada
Kriegsflotte
arriviren
ankommen, eintreffen
ausquittiren
hinausgeleiten
ausquittiren
jemanden freihalten, jemandes Verpflegung bestreiten
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Avisenbote
Nachrichtenbote
avociren
jemanden von einem Ort weg oder zu einem Ort hin beordern bzw. befehlen
Bartholomäustag
Gedenktag für den Heiligen Bartholomäus (24. August)
Breite
Fläche, auf der z. B. Getreide zum Trocknen ausgebreitet ist
Breite
Feld
Collation
Mahlzeit (außerhalb des Mittagessens)
Commission
Auftrag, Bevollmächtigung
committiren
(jemanden) beauftragen
committiren
(etwas) auftragen
Compassion
Mitleid(en)
concion
Predigt
Condition
Dienststelle
Confect
durch Einkochen von Früchten, Gewürzen, Honig usw. hergestellte Süßigkeit (auch als Arzneimittel verwendet)
confirmiren
bestätigen
conformiren
beistimmen, übereinstimmen, sich fügen
conformiren
anpassen
conformiren
abstimmen, vergleichen
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
Creatur
Günstling
Defensioner
Verteidiger
dimittiren
entlassen, (förmlich) verabschieden, beurlauben, entsenden
discrepiren
(in der Meinung) voneinander abweichen
dissimuliren
sich verstellen, verheimlichen
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
Eimer
Hohlmaß für Flüssigkeiten
ein
ungefähr
emergiren
emporkommen, herauskommen
employiren
jemanden anstellen, ein Dienstverhältnis eingehen
erigirien
aufrichten, erheben
erigirien
errichten, gründen
erpracticiren
etwas mit List (heimlich) zuwege bringen
excludiren
ausschließen
excurriren
hinauslaufen
excusiren
entschuldigen
exuliren
in die Verbannung gehen
exuliren
in der Verbannung leben, im Exil leben, auswandern, fliehen
Faction
Aufruhr, Meuterei, Empörung
Faction
(politische) Partei
Faction
(politische) Entzweiung
Faß
Hohlmaß
Fontanelle
künstliches Hautgeschwür, das durch einen Mediziner mit Hilfe unterschiedlicher Mittel offen gehalten wird
Gegenverfassung
Gegenmaßnahme
Importanz
Bedeutung, Wichtigkeit
Importanz
wichtige Angelegenheit, Sache von Bedeutung
incitiren
jemanden zu etwas veranlassen, anspornen
infestiren
angreifen, anfallen
interponiren
vermitteln
interponiren
einlegen
interponiren
(sich) als Vermittler einschalten
Interposition
Vermittlung
Karacke
großes Kriegs- oder Handelsschiff (Segelschifftyp vom späten Mittelalter bis ins 17. Jahrhundert)
kitzlich
schwierig, misslich, bedenklich, mit Gefahr verbunden
mainteniren
(sich) behaupten
mainteniren
in Stand und Ordnung halten
Malediction
Verfluchung, Verwünschung
Mandat
obrigkeitlicher Befehl
manquiren
fehlen, mangeln
manuteniren
bewahren, behaupten, erhalten, handhaben
menagiren
haushalten, sparsam mit etwas umgehen, in Acht nehmen
Michaelistag
Gedenktag für den Erzengel Michael (29. September)
moviren
bewegen, sich regen
moviren
anreizen, anregen, verursachen
moviren
(emotional) bewegen, rühren
moviren
verändern
moviren
anstrengen, in die Wege leiten
moviren
erwägen
Observanz
Befolgung
Observanz
durch Übung (oder Ausübung mit Billigung der zur Rechtsetzung befugten Personen) zum Recht gewordenes Herkommen
Observanz
herkömmliche Gewohnheit
ominiren
prophezeien
Ordinaravis
gewöhnliche/regelmäßige Mitteilung, Nachricht oder Zeitung
Ordinarije
gewöhnliche/regelmäßige Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Partei
kleinere Truppenabteilung, die meist auf Kundschaft oder zum Einbringen von Geld, Lebensmitteln und Furage entsandt wurde
Partei
Kriegspartei (reguläre Truppenabteilung)
Partei
(sich gegenüberstehende) Seite
Partie
Streifkorps (kleinere Truppenabteilung, die meist auf Kundschaft oder zum Einbringen von Geld, Lebensmitteln und Furage entsandt wurde)
Partie
Kriegspartei (reguläre Truppenabteilung)
Partie
(sich gegenüberstehende) Seite, Partei
Partie
eine gewisse Anzahl oder eine Gruppe von Dingen oder Personen gleicher Art
partiren
durch Betrug an sich bringen, heimlich entwenden
prästiren
darreichen, leisten
prävaliren
schadlos halten
prävaliren
dem Übergewicht beugen
prävaliren
überwiegen, vorherrschen, dominieren
Pri(n)se
vom Feind erbeutetes Schiff
Provision
Vorrat, Vorsorge
Provision
Unterhalt, Versorgung, Verpflegung, regelmäßige (jährliche) Zahlung
Provision
Fürsorge, Vorkehrung
Ranzion
Lösegeld
ranzioniren
gegen Geldzahlung auslösen
ranzioniren
mit einer Lösegeldforderung belegen
recolligiren
sich erholen, sich wieder sammeln
recusiren
(jemandem etwas) versagen, verweigern
recusiren
ablehnen, nicht akzeptieren
redressiren
richtigstellen, (wieder) in Ordnung bringen
regaliren
(reichlich) bewirten
rehblatten
mit Hilfe eines Blattes im Mund den Ruf eines Rehs imitieren, um in der Brunftzeit einen Rehbock anzulocken
Relation
Bericht
salviren
retten
sollicitiren
etwas gerichtlich betreiben, um Rechtshilfe ersuchen
sollicitiren
ansuchen, bitten
sollicitiren
fordern
spargiren
ausstreuen, ausbreiten
Stein
Gewichtseinheit für Flachs, Talg und Wolle
Stübich
Hohlmaß, Tonne, Packfass
Stück
Geschütz, Kanone
Stück
(einzelner zählbarer) Gegenstand, (einzelne) Sache, (einzelnes) Objekt
subleviren
erleichtern, unterstützen
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
tentiren
versuchen
tentiren
in Versuchung führen
torquiren
foltern
Tractament
Behandlung
Tractament
Bewirtung, Verpflegung
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
travagli(i)ren
arbeiten, sich anstrengen, sich bemühen
Trinitatis
Fest der Heiligen Dreifaltigkeit (erster Sonntag nach Pfingsten)
Trompter
Trompeter
Unterschleif
Aufnahme, Beherbergung, Unterschlupf
Unterschleif
Täuschung, Betrug, Unterschlagung
Unterschleif
Vorschubleistung
vigiliren
wachsam sein, auf etwas Acht geben
visitiren
besuchen
visitiren
untersuchen, begutachten
Volk
Truppen
Wispel
Raum- und Getreidemaß
Zeitung
Nachricht
Christian Ernst von Alvensleben

geb. 1610
gest. 1691
Anm.: Sohn des Ludolf von Alvensleben (1580-1634); Erbherr auf Neugattersleben, Schermen und Randau (bei Magdeburg).
Alvensleben, Familie

Anm.: Altmärkisches Adelsgeschlecht.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gebhard von Alvensleben

geb. 1618
gest. 1681
Anm.: Sohn des kurbrandenburgischen Amtshauptmanns Gebhard von Alvensleben (1584-1627); Erbherr auf Neugatterleben, Glötha, Brumby und Seedorf; ab 1647 in Diensten des Magdeburger Administrators Herzog August von Sachsen(-Weißenfels) (1614-1680), u. a. als Hof- und Justizrat (seit 1649), Geheimer Rat (ab 1656) sowie Amtshauptmann von Giebichenstein und Moritzburg (seit 1659); mehrfach dilpomatische Missionen, u. a. als erzstiftisch-magdeburgischer Gesandter auf dem Nürnberger Exekutionskongress (1649/50); 1668 Amtsverzicht und Rückzug auf seine Güter; ab 1671 Rat von Haus aus für Herzog Christian von Sachsen-Merseburg (1615-1691); seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ausjagende"); vgl. Johann Bär: Theatrum Coelestis Gloriae [...], Wolfenbüttel 1682, S. 33-55.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Johanna Elisabeth von Anhalt-Bernburg-Harzgerode
Geburtsname: Gräfin Johanna Elisabeth von Nassau-Hadamar

geb. 1619
gest. 1647
Anm.: Tochter des Grafen Johann Ludwig von Nassau-Hadamar (1590-1653); seit 1642 Ehe mit Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg

geb. 1568
gest. 1630
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Vater Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1582 Reise nach Konstantinopel; 1591/92 Führer eines Expeditionskorps für König Heinrich von Navarra; 1592 Übertritt zum reformierten Glauben; 1592/93 Befehl über die protestantischen Truppen im Krieg um das Bistum Straßburg; 1595-1620 oberpfälzischer Statthalter in Amberg und zunehmend Leiter der pfälzischen Politik; ab 1606 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1610 Unionsgeneral im klevisch-jülischen Krieg; seit 1618 Senior des Hauses Anhalt; 1619/20 Kommandierender der pfälzisch-böhmischen Truppen gegen Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); nach kaiserlicher Ächtung Flucht nach Schweden (1621) und Flensburg (1622-1624); 1624 Aufhebung der Reichsacht; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sehnliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Anhalt-Bernburg, Haus
Fürsten von Anhalt-Bernburg

Anm.: Seit 1603 bestehende Nebenlinie des reichsfürstlichen Hauses Anhalt.Weiterführende Informationen in der NDB
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

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Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Eva Katharina von Anhalt-Dessau

geb. 1613
gest. 1679
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg.

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Anhalt-Dessau, Haus
Fürsten von Anhalt-Dessau

Anm.: Seit 1603 bestehende Nebenlinie des reichsfürstlichen Hauses Anhalt.

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Fürst Johann Georg II. von Anhalt-Dessau

geb. 1627
gest. 1693
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); schwedischer Obrist (1655-1658) und Generalmajor (1658); ab 1658 kurbrandenburgischer General und Statthalter der Kurmark sowie Obrist (1658-1660 und seit 1666); später auch Geheimer Staats- und Kriegsrat in Berlin sowie Feldmarschall (1670); ab 1660 regierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1670 Senior des Hauses Anhalt; ab 1638 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gefüllte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

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Fürstin Juliana von Anhalt-Dessau

geb. 1626
gest. 1652
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660).
Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Bernburg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1651-1660 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); ab 1631 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wohltätige").

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Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen

geb. 1579
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1600 Aufnahme in die Florentiner Accademia della Crusca ("L'Acceso"); seit 1606 regierender Fürst von Anhalt-Köthen; 1631-1635 schwedischer Statthalter des Erzstifts Magdeburg und des Hochstifts Halberstadt; 1617 Mitbegründer und bis zu seinem Tod erstes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nährende").

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Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

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Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

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Antoine d‘ Aumont
Duc Antoine d‘ Aumont
Marquis Antoine de Villequier
Comte Antoine de Berzé
Baron Antoine d‘ Estrabonnes

geb. 1601
gest. 1669
Anm.: Sohn des Jacques d‘Aumont; früher Einstieg ins französische Militär und Teilnahme an zahlreichen Schlachten und Belagerungen; 1646 Ernennung zum Lieutenant-général; 1651 Ernennung zum Maréchal de France, 1662 zum Militärgouverneur von Paris und 1665 zum Pair de France.

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Christoph Bährenreutter
Christoph Bernreuth

geb. 1624
Anm.: Sohn des Bernburger, später Zerbster Kantors Thomas Bährenreutter (Bernreuth) (gest. vor 1652); Januar bis April 1651 anhaltisch-bernburgischer Registrator; Mai-September 1651 Sekretär der Pfalzgräfin Henrietta Maria von Pfalz-Simmern (1626-1651); um 1652/56 fürstlicher Sekretär in Bernburg; 1654 auch Interimslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660).
Gottlieb Bährenreutter
Gottlieb Bernreuth

Anm.: Sohn des Bernburger, später Zerbster Kantors Thomas Bährenreutter (Bernreuth) (gest. vor 1652).
Barby, Familie
Grafen von Barby und Mühlingen

Anm.: Mitteldeutsches Reichsgrafengeschlecht.
Luis Francisco de Benavides Carrillo de Toledo
Marqués Luis Francisco de Caracena
Marqués Luis Francisco de Frómista
Conde Luis Francisco de Pinto

geb. 1608
gest. 1668
Anm.: Sohn des Luis Francisco de Benavides y Cortés, Marqués de Frómista; Marqués de Caracena und de Frómista sowie Conde de Pinto; seit 1629 in spanischen Kriegsdiensten, zuletzt als General; 1648-1656 Gouverneur des Herzogtums Mailand; 1659-1664 Statthalter der Spanischen Niederlande; 1664/65 Inhaber des Oberkommandos im Restaurationskrieg gegen Portugal.

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Gräfin Anna Elisabeth von Bentheim-Steinfurt
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Dessau

geb. 1598
gest. 1660
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1617-1632 Ehe mit Graf Wilhelm Heinrich von Bentheim-Steinfurt (1584-1632).

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Gräfin Johanna Dorothea von Bentheim-Tecklenburg-Limburg
Geburtsname: Fürstin Johanna Dorothea von Anhalt-Dessau

geb. 1612
gest. 1695
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1636-1674 Ehe mit Graf Moritz von Bentheim-Tecklenburg-Limburg (1615-1674).

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Hans Georg Berger

Anm.: Um 1648 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); um 1649/52 Lakai und bis 1654 Musiker ("Instrumentist") des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1654 im Dienst des Herzogs Christian von Sachsen(-Merseburg) (1615-1691).
N. N. von Bilstein (5)

Anm.: Angehöriger des westfälischen Adelsgeschlechts.
Adolf von Börstel

geb. 1591
gest. 1656
Anm.: Sohn des Bernburger Oberhauptmannes Curt von Börstel (1549-1618); ab ca. 1609 Agent der Fürsten von Anhalt und anderer protestantischer deutscher Reichsfürsten am französischen Königshof; später auch königlicher Kammerherr in Paris; seit 1646 Herr von Rieux (Oise).
Christian Heinrich von Börstel

geb. 1617
gest. 1661
Anm.: Sohn des Heinrich von Börstel (1581-1647); Erbherr auf Güsten und Ilberstedt; 1641-1643 Rat des Fürsten Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660) und zugleich Hofmeister für dessen Sohn Johann Georg (1627-1693); 1643-1648 Geheimer Rat und Hofmeister von Fürst Johann Kasimir; 1648 Übersiedlung nach Bernburg; seit 1657 anhaltischer Gesamtrat und Hofmeister des Fürsten Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erlängernde"); vgl. Andreas Hesius: Lieblich und schönes Erbtheil der Kinder Gottes [...], Köthen 1661, Bl. Fijr-Givv.

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Curt Christoph von Börstel

geb. 1612
gest. 1655
Anm.: Sohn des Hans von Börstel (gest. 1617); Erbherr auf Biesenrode; wiederholt anhaltischer Gesandter; seit 1645 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wiederfindende").
Curt Dietrich von Börstel

geb. 1650
gest. 1721
Anm.: Sohn des Christian Heinrich von Börstel (1617-1661); Erbherr auf Bittkow, Güsten und Westeregeln; 1661-1665 Page des Fürsten Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665), ab 1666/67 Page bei Herzog August von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1635-1699) in Magdeburg; dann kurbrandenburger als Fähnrich, Leutnant und Hauptmann (1674-1679); später in niederländischen Kriegsdiensten; kurbrandenburgischer Oberforstmeister im Fürstentum Halberstadt (1681-1686) bzw. in der Altmark (seit 1686); vgl. Christian Friedrich Heckel: Mosis Gottselige Betrachtung Uber das Menschliche Leben [...], Magdeburg 1721, S. 35-44.

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Ernst Gottlieb von Börstel

geb. 1630
gest. 1687
Anm.: Sohn des kurbrandenburgischen Rats Ludwig von Börstel (ca. 1585-1631); 1639-1649 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ca. 1650/51-1660 Kammerjunker der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660); zudem Leutnant (1656), Hauptmann (1657) und Obristleutnant (1664) der kurfürstlichen Leibgarde; ab 1660 Kammerjunker und 1662-1675 Oberschenk des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688); daneben kurbrandenburgischer Obristwachtmeister (1671) Obrist (1676) und Generalwachtmeister (1684); 1675-1678 Schlosshauptmann in Cölln a. d. Spree; 1680-1683 kurbrandenburgischer Kriegsrat; seit 1682 Amtshauptmann von Wolmirstedt und Wanzleben; ab 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anreizende"); vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 434f.

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Börstel, Familie

Anm.: Urspünglich aus dem Erzstift Magdeburg stammendes, in Anhalt begütertes Adelsgeschlecht.
Georg Friedrich von Börstel

geb. ca. 1627
gest. 1688
Anm.: Sohn des kurbrandenburgischen Rats Ludwig von Börstel (ca. 1585-1631); zunächst kurbrandenburgischer Kammerjunker; ab 1651 Hof- und Kammergerichtsrat; 1654-1665 mehrfach diplomatische Missionen; zudem seit 1673 Amtshauptmann von Beeskow und Storkow; außerdem Appellationsgerichtsrat in Ravensberg; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 435f.

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Hans Ernst von Börstel

geb. ca. 1585/90
gest. 1654
Anm.: Sohn des anhaltischen Rats Ernst von Börstel (ca. 1560-1623?); Erbherr auf Westeregeln; zunächst hessisch-kasselischer Rat; 1622 Hofjunker und 1623/24 Hofmeister des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg, danach auch für dessen Bruder Ernst (1608-1632); ab 1633 anhaltisch-bernburgischer Rat und Amtshauptmann von Harzgerode (noch 1649); seit 1634 zudem Hofmeister des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); zuletzt Hauptmann von Schloss und Amt Hoym; seit 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittere").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Armand de Bourbon
Prince Armand de Conti

geb. 1629
gest. 1666
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); ab 1629 Prince de Conti; 1649/50 Beteiligung an der Fronde; 1650/51 deswegen in Haft; 1654-1660 Gouverneur von Guyenne; militärische Kommandos in Spanien (1654) und Italien (1657); 1656-1660 Grand maître de France; seit 1660 Gouverneur des Languedoc.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gaston de Bourbon
Duc Gaston d' Anjou
Duc Gaston d' Orléans
Duc Gaston de Chartres
Duc Gaston d' Montpensier
Duc Gaston d' Saint-Fargeau
Duc Gaston de Valois
Duc Gaston d' Alençon

geb. 1608
gest. 1660
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610) und ältester lebender Bruder ("Monsieur") von Ludwig XIII. (1601-1643); 1608-1640 Duc d'Anjou; ab 1626 Duc d'Orléans et de Chartres; seit 1627 Duc de Montpensier et de Saint-Fargeau; 1630-1650 und ab 1652 Duc de Valois; seit 1643 Lieutenant-général du royaume; ab 1646 Duc de Alençon; 1648-1653 wiederholter Parteiwechsel während der Fronde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis d' Albret
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d'Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc d'Albret (bis 1651), de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Markgraf Albrecht von Brandenburg-Ansbach

geb. 1620
gest. 1667
Anm.: Sohn des Markgrafen Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach (1583-1625); seit 1634 regierender Markgraf von Brandenburg-Ansbach (bis 1639 unter Vormundschaft seiner Mutter Markgräfin Sophia).

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Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg
Herzogin Elisabeth Charlotte in Preußen
Geburtsname: Pfalzgräfin Elisabeth Charlotte von Pfalz-Simmern

geb. 1597
gest. 1660
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1616-1640 Ehe mit Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); seit 1650 Witwensitz in Crossen an der Oder.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg sowie Herzog in Preußen; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Johann Friedrich von Braunschweig-Calenberg
Herzog Johann Friedrich von Braunschweig-Lüneburg

geb. 1625
gest. 1679
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); 1651 Konversion zum katholischen Glauben; regierender Herzog von Braunschweig-Lüneburg (1665) und Braunschweig-Calenberg (1665-1679).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Lüneburg
Herzog Christian Ludwig von Braunschweig-Calenberg

geb. 1622
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); regierender Herzog von Braunschweig-Calenberg (1641-1648) und Braunschweig-Lüneburg (ab 1648); seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Reinherzige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Rudolf August von Braunschweig-Wolfenbüttel

geb. 1627
gest. 1704
Anm.: Sohn des Herzogs August (d. J.) von Braunschweig-Wolfenbüttel (1579-1666); ab 1666 regierender Herzog von Braunschweig-Wolfenbüttel; seit 1660 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nachsinnende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Jan Wolfert van Brederode

geb. 1599
gest. 1655
Anm.: Sohn des Floris van Brederode (1549-1599); ab 1620 Herr von Brederode, Vianen, Noordeloos und Ameide; niederländischer Obrist (1633), Generalleutnant der Artillerie (1636) und Feldmarschall (1642); seit 1630 Gouverneur von 's-Hertogenbosch; ab 1653 Unterstützer des republikanischen Anführers Johan de Witt (1625-1672).

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Luigi Capponi
Erzbischof Luigi von Ravenna

geb. 1583
gest. 1659
Anm.: Sohn des Florentiner Adligen Francesco Capponi (1540-1613); 1605-1608 Tesoriere generale della Camera Apostolica; ab 1608 Kardinal; 1614-1619 päpstlicher Legat in Bologna; 1621-1645 Erzbischof von Ravenna; 1645-1652 Prefetto della Congregazione dei Riti; seit 1649 Archivar und Bibliothekar der Heiligen Römischen Kirche.

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Fazio Cardano

Anm.: Dr. jur.; Jurist, Gelehrter und Vater des Girolamo Cardano (1501-1676).
Girolamo Cardano

geb. 1501
gest. 1576
Anm.: Vermutlich unehelicher Sohn des Mailänder Rechtsgelehrten Fazio Cardano; Arzt, Philosoph und Mathematiker; ab 1520 Studium des Rechts, der Naturwissenschaften und Medizin in Pavia und Padua; 1526 Promotion zum Dr. med. an der Universität Padua; 1526-1532 Arzt in Saccolongo; seit 1534 Arzt am städtischen Armen- und Krankenhaus in Mailand; parallel dazu Lehraufträge an der Akademie für Vorlesungen in Mathematik, Astrologie und Architektur; ab 1539 Mitglied und seit 1541 Rektor des Kollegiums der dortigen Ärzte; 1544-1562 Professor für Medizin in Pavia; 1563-1570 Professor für Medizin in Bologna; 1570 kurzzeitige Verhaftung durch die römische Inquisition.

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Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1595
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gutsbesitzers Mychajl Chmelnyzkyj; Ausbildung am Jesuitenkolleg in Tschyhyryn; danach Kriegsdienst im Kosakenherr; seit 1648 Hetman der Kosaken und Anführer von deren Aufstand gegen Polen-Litauen.

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Dionysius Columba

Anm.: Um 1651 im Fürstentum Anhalt eine Anstellung suchender, polyglotter Italiener.
Matthias Cratius

geb. 1628
gest. 1669
Anm.: Sohn des Heinrich Kratz aus Ilberstedt; seit 1651 Pfarrer in Hecklingen, vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 322.
Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich II. von Schleswig-Holstein
Administrator Friedrich II. von Bremen
Administrator Friedrich II. von Verden
Graf Friedrich I. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1623-1629 und 1634-1644 Administrator des Hochstifts Verden; 1634-1648 Administrator des Erzstifts Bremen; 1647 Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein; ab 1648 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1667 zudem regierender Graf von Oldenburg und Delmenhorst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
N. N. von Ditfurth (1)

Anm.: Um 1651 Angehöriger des Harzer Adelsgeschlechts.
Robert Douglas of Whittinghame
Graf Robert von Skänninge

geb. 1611
gest. 1662
Anm.: Sohn des schottischen Adligen Patrick Douglas of Whittinghame (gest. 1626); ab 1627 Page des seit 1622 in Schweden lebenden Pfalzgrafen Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1589-1652); schwedischer Fähnrich (1630), Hauptmann (1632), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1643), Generalleutnant (1647), General und Kriegsrat (1651), Feldmarschallleutnant (1656) und Feldmarschall (1657); 1646/47 Gouverneur in Schwaben; 1652-1654 schwedischer Reichsstallmeister; ab 1658 Geheimrat im Senat sowie Oberbefehlshaber in Estland und Livland; Erhebung zum Baron von Skålby (1651) und zum Grafen von Skänninge (1654); seit 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Lebhafte").

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N. N. Drummond

Anm.: Schottischer Adliger.
N. N. Du Chesne

gest. 1651
Anm.: Um 1651 vermutlich Offizier der französischen Kriegsflotte.
Hans Friedrich Eckardt

geb. 1622
gest. nach 1680/vor 1683
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Brauers Johann Eckardt (gest. vor 1640); spätestens ab 1639 Bediensteter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1643/47 Amts- bzw. Hofkopist sowie vermutlich seit 1643 zugleich fürstlicher Küchenschreiber (noch 1648); um 1649/55 Kammerschreiber (Kammerrechnungsführer); um 1653 auch Kammerdiener; ab 1658 Bauherr und um 1670/80 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister sowie Rat in Bernburg; seit 1634 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Wilhelm III. von England
König Wilhelm III. von Irland
König Wilhelm II. von Schottland
Graf Wilhelm III. von Nassau-Dillenburg
Fürst Wilhelm III. von Oranien

geb. 1650
gest. 1702
Anm.: Sohn des Fürsten Wilhelm II. von Oranien (1626-1650); ab 1650 Fürst von Oranien; seit 1672 Statthalter von Holland, Zeeland und Utrecht, ab 1675 zudem von Overijssel und Gelderland sowie seit 1698 auch von Drenthe; ab 1689 gemeinsam mit Gemahlin Maria II. (1662-1694) außerdem König von England, Schottland und Irland; ab 1653 Ritter des Hosenbandordens.

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August Ernst (1) von Erlach

geb. 1616
gest. 1684
Anm.: Sohn des Burkhard von Erlach (1566-1640); Erbherr auf Altenburg (bei Nienburg/Saale); 1636-1640 und 1641-1644 in kaiserlichen Kriegsdiensten, dazwischen Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später anhaltischer Landrat und Direktor des Stipendienwesens.
Daniel Fischer

Anm.: Sohn des Bernburger Stadt- und fürstlichen Leibarztes Dr. Levin Fischer; seit ca. 1651 Sekretär der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Georg Fischer

Anm.: Um 1651 Hauptmann von Mitau.
Levin Fischer

Anm.: Geboren in Osterwieck; Mediziner, Chemiker und Poet; Studium in Helmstedt (1605, 1616 Promotion zum Dr. med.) und Jena (1638/47); bis 1651 Arzt in Braunschweig; seit 1651 Stadtarzt und fürstlicher Leibarzt in Bernburg (noch 1656).

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Leonardo Foscolo

geb. 1588
gest. 1660
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Alvise Foscolo; venezianischer Patrono all'Arsenal (1617/18), Capitano delle guardie delle isole del Quarnaro e riviere dell'Istria (1618/19), Governatore delle galere dei condannati (1619/20), Capitano del Golfo (1620-1624), Duca di Candia (1624-1628), Sovrintendere alla costruzione dei galeoni (1628), Provveditore all'Armar (1628/29, 1632/33 und 1635/36), Sopraprovveditore alla Giustizia nuova (1629/30), Depositario al Sale (1630-1632); Governatore del Banco della Piazza (1633), Provveditore sopra Ori e monete (1633), Governatore delle Entrate (1633), Savio alla Mercanzia (1636), Transador (1637) und Sopraprovveditore di rispetto ai due sopraprovveditori alle Pompe (1637/38), Consigliere ducale del sestiere di Castello (1638-1640), Depositario in Zecca (1640), Governatore delle Entrate (1640-1642), Provveditore alla Cassa di ori e argenti (1642/43), Provveditore in Zecca al pagamento dei prò (1643), Provveditore all'Arsenale (1643/44 und seit 1659), Inquisitore di Stato (1644/45), Consigliere ducale (1645), Provveditore in Dalmazia (1645), Provveditore generale in Dalmazia e Albania (1645-1651), Capitano generale da Mar (1650-1654), Inquisitore e revisore delle Scuole Grandi (1655), Sopraprovveditore alla Sanità (1655), Esecutore contro la Bestemmia (1655/56), Regolatore alla Scrittura (1656), Provveditore sopra Monasteri (1657/58) und Savio all'Eresia (1658/59); zudem 1630, 1636 und 1644 Mitglied des Consiglio dei dieci der Republik Venedig.

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Graf Giulio Antonio Frangipani

geb. 1606
gest. 1656
Anm.: Kaiserlich-königlicher spanischer Kriegsrat; Obristleutnant im Regiment Beck; seit 1646 Gouverneur der Unterpfalz und spanischer Kommandant von Frankenthal.

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Königin Anna von Frankreich und Navarra
Geburtsname: Infantin Anna von Spanien

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Tochter des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); 1615-1643 Ehe mit König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); 1643-1651 Regentin von Frankreich.

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König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

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Bartholomäus Friedrich

gest. 1664
Anm.: Geboren in der Oberpfalz; Pfarrer in Preußlitz (1636-1642) und Baalberge (seit 1642); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 252.
Hans Heinrich Gau

Anm.: Pirnaer Handelsmann, der ab dem Jahr 1650 eine Saaleschleuse in Bernburg bauen wollte; 1661-1664 Salzfaktor in Dresden.
Zbigniew Gorajski

geb. 1596
gest. 1655
Anm.: Polnischer calvinistischer Adliger, ab 1641 Kastellan von Chełm.

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Petrus Gothus
Peter Goth(a)

geb. 1599
gest. 1670
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers Petrus Gothus; 1625 Pestprediger in Bernburg und Koadjutor an der Nikolaikirche; Pfarrer in Schielo (1626-1633), Poley (1633-1642), Baalberge (1636-1642) und Ballenstedt (seit 1642); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 261.
Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Gil(les) de Haes

geb. 1597
gest. 1657
Anm.: Sohn des Bürstenhändlers Jean de Haes in Gent; zunächst Bäckerjunge in Gent; ca. 1623-1630 in spanischen Kriegsdiensten; danach kaiserlicher Obristleutnant (1630), Obrist (1632) und Generalfeldwachtmeister (1639); kurbayerischer Generalwagenmeister (1640) und Feldmarschallleutnant (1644); 1645-1652 venezianischer General; dann Gouverneur von Zara (Zadar).

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Gräfin Susanna Margaretha von Hanau-Lichtenberg
Geburtsname: Fürstin Susanna Margaretha von Anhalt-Dessau

geb. 1610
gest. 1663
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; seit 1651 Ehe mit Graf Johann Philipp von Hanau-Lichtenberg (1626-1669).

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Gräfin Sibylla Christina von Hanau
Gräfin Sibylla Christina von Hanau-Münzenberg
Geburtsname: Fürstin Sibylla Christina von Anhalt-Dessau

geb. 1603
gest. 1686
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1627-1638 erste Ehe mit Graf Philipp Moritz von Hanau-Münzenberg (1605-1638); 1638-1641 Regentin der Grafschaft Hanau-Münzenberg für ihren Sohn Philipp Ludwig III. (1632-1641); 1641-1647 Witwensitz auf Schloss Steinau an der Straße; 1647-1685 zweite Ehe mit Graf Friedrich Kasimir von Hanau (1623-1685).

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Hans (6) N. N.

Anm.: Um 1639 Jägerjunge des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 fürstlicher Förster in Ballenstedt.
Haydaragazade Mehmed Pascha

gest. 1654
Anm.: Zunächst Beylerbey (Provinzgouverneur) von Ägypten, Aleppo und Bagdad; 1649/50 Kapudan Pascha (Großadmiral) der osmanischen Marine; 1654 Hinrichtung.
Hans Heinrich Heffenhausen

Anm.: Um 1651 Braunschweiger Bürger.
Christian Herdesianus
Christian von Hardesheim

geb. 1606
gest. 1655
Anm.: Sohn des Bernburger Goldschmieds Bartholomäus Hardesheim (gest. 1625); Studium in Frankfurt/Oder (1624) und Wittenberg (1626); ab 1628 Reise in die Niederlande, England und Frankreich; seit 1635 Geheimsekretär sowie nach 1640 Hof- und Justizrat der verwitweten Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg (1597-1660); vgl. Gustav Früh / Hans Goedeke / Hans Jürgen von Wilckens: Die Leichenpredigten des Stadtarchivs Braunschweig, Bd. 3, Hannover 1979, S. 1467f.

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Landgräfin Amalia Elisabeth von Hessen-Kassel
Geburtsname: Gräfin Amalia Elisabeth von Hanau-Münzenberg

geb. 1602
gest. 1651
Anm.: Tochter des Grafen Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg (1576-1612); 1619-1637 Ehe mit Landgraf Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); 1637-1650 Regentin der Landgrafschaft Hessen-Kassel für ihren unmündigen Sohn Wilhelm VI. (1629-1663).

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Landgraf Wilhelm VI. von Hessen-Kassel

geb. 1629
gest. 1663
Anm.: Sohn des Landgrafen Wilhelm V. von Hessen-Kassel (1602-1637); ab 1637 regierender Landgraf von Hessen-Kassel, bis 1650 unter Vormundschaft seiner Mutter Amalia Elisabeth (1602-1651); seit 1659 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Auserkorne").

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Landgraf Ernst von Hessen-Rheinfels
Landgraf Ernst von Hessen-Kassel

geb. 1623
gest. 1693
Anm.: Sohn des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1641 Volontär in französischen Kriegsdiensten; danach hessisch-kasselischer Kapitän (1642), Obristleutnant (1643), Obrist (1645) und Generalwachtmeister (1648); seit 1649 Titularlandgraf von Hessen-Rheinfels unter der Oberhoheit der Landgrafschaft Hessen-Kassel; 1651 Konversion zum katholischen Glauben; Erbe der Mediat-Landgrafschaften Hessen-Eschwege (1655) und Hessen-Rotenburg (1658); 1663 Ernennung zum kaiserlichen Feldmarschallleutnant (Stellung jedoch nicht angetreten).

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Landgräfin Kunigunde Juliana von Hessen-Rotenburg
Geburtsname: Fürstin Kunigunde Juliana von Anhalt-Dessau

geb. 1608
gest. 1683
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1642-1658 Ehe mit Landgraf Hermann von Hessen-Rotenburg (1607-1658); seit 1623 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Willfertige").
Christoph von Houwald

geb. 1601
gest. 1661
Anm.: Sohn des Grimmaer Tuchmachers Christoph Haubal (ca. 1575-1617); 1616-1618 kaiserlicher Musketier; später nacheinander Soldat der böhmischen Konföderation, der kursächsischen Armee sowie unter Graf Peter Ernst II. von Mansfeld-Vorderort (1580-1626) und Herzog Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626); 1624-1634 in schwedischen Kriegsdiensten als Leutnant (1625), Hauptmann (1627), Major (1629), Obristleutnant (1630), Obrist (1630) und Generalmajor (1632); 1634/35 kursächsischer Generalwachtmeister; 1635-1648 Oberkommandant der Danziger Soldaten; 1647/48 zugleich polnischer Kammerherr, Kriegsrat und Obrist; seit 1648 kurbrandenburgischer Generalmajor; ab 1651 Geheimer Kriegsrat; 1631 Nobilitierung (Schweden).

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Christian Julius von Hoym

geb. 1586
gest. 1656
Anm.: Sohn des anhaltischen Oberpräsidenten und Kammerrats Christoph von Hoym (1534-1605); Erbherr auf Droyßig und Burgscheidungen; Erbkämmerer des Hochstifts bzw. kurbrandenburgischen Fürstentums Halberstadt; vgl. Gottfried Lobeck: Geistliches Sterbe-Bettlein/ Aus dem güldenen Macht-Spruch Joh. 3. v. 16 [...], o. O. 1656, o. S.

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Gisela von Hoym
Geburtsname: Gisela von der Asseburg

geb. 1596
gest. 1677
Anm.: Tochter des Ludwig (1) von der Asseburg (1546-1633); 1617-1656 Ehe mit Christian Julius von Hoym (1586-1656).

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Jesaja

Anm.: Biblischer Prophet.

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Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Margarita Theresa
Königin Margarita Theresa von Böhmen
Königin Margarita Theresa von Ungarn
Erzherzogin Margarita Theresa von Österreich
Geburtsname: Infantin Margarita Theresa von Spanien

geb. 1651
gest. 1673
Anm.: Tochter des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); seit 1666 Ehe mit Kaiser Leopold I. (1640-1705).

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Kyrym Giray Kalga (Krim)

gest. 1651
Anm.: Sohn des Krim-Khans Selâmet I. Giray (1558-1610); seit 1644 Kalga (zweithöchster Rang nach dem Krim-Khan) während des Khanats seines Bruders İslâm III. Giray (1604-1654).
İslâm III. Giray Khan (Krim)

geb. 1604
gest. 1654
Anm.: Sohn des Krim-Khans Selâmet I. Giray (1558-1610); seit 1644 Krim-Khan.

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Anna Sophia Kiewitte
Anna Sophia Nefe
Geburtsname: Anna Sophia Rödel

geb. 1613
gest. 1655
Anm.: Tochter von Bastian Rödel (gest. vor 1639); vor 1639 Kammerdienerin der Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg (1604-1640); 1639-1644 erste Ehe mit dem anhaltisch-bernburgischen Küchenschreiber Christoph Nefe (1611-1644); seit 1645 zweite Ehe mit dem Ascherslebener Zinngießer Kaspar Kiewitte.
Georg Knüttel

geb. 1606
gest. 1682
Anm.: Bruder des Matthias Knüttel; spätestens 1633 Küchenschreiber des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1634); 1636 Sekretär des kursächsischen Obristen Wilhelm von Brincken (gest. 1637); 1638-1640 Stellvertreter des Bernburger Amtmannes und fürstlichen Geheimsekretärs Thomas Benckendorf; ab 1639 auch Hofbesitzer in Radisleben; 1640-1642 Stellvertreter des Amtmannes von Ballenstedt; seit 1643 Kanzlist und Registrator in Bernburg (noch 1656); zuletzt fürstlicher Kanzleisekretär.
Matthias Knüttel

Anm.: Bruder des Georg Knüttel (1606-1682); zunächst fürstlicher Amtsschreiber in Großalsleben; danach um 1641 Stadtschreiber zu Ballenstedt; Gerichts- und Haushalter der Justina Maria von Einsiedel (gest. 1700) auf Roschwitz; seit 1649 fürstlicher Amts- und Kornschreiber in Ballenstedt (noch 1657); um 1674 Gerichtsverwalter in Dessau.
Graf Hans Christoph von Königsmarck

geb. 1600
gest. 1663
Anm.: Sohn des Konrad von Königsmarck (gest. vor 1621) auf Kötzlin; ab 1616 Page am Woffenbütteler Hof; 1620-1630 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Fähnrich; schwedischer Rittmeister (1631), Major (1633), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1640), Generalleutnant (1645) und Feldmarschallleutnant (1648); seit 1645 Generalgouverneur der Stifter Bremen und Verden; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Grafenstand; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Streitende").

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Krosigk, Familie

Anm.: Mitteldeutsches Adelsgeschlecht.

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Jakob Anton von Krosigk

geb. 1624
gest. 1704
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1640-1650 in schwedischen Kriegsdiensten, anfangs als Volontär, später als Kornett (1642); 1654-1661 kurbrandenburgischer Gardehauptmann; ab 1682 anhaltischer Landrat; seit 1693 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; vgl. Daniel Müller: Schuldige letzte Ehren- und Dienst-Erweisung [...], Zerbst 1706, Bl. [K2]v-M2v.

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Ludolf Lorenz von Krosigk

geb. 1627
gest. 1673
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben und Rathmannsdorf; 1646-1650 in schwedischen Kriegsdiensten; um 1651/52 Hofjunker der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); 1653-1656 französischer Rittmeister; danach kurbrandenburgischer Obristwachtmeister (1657) und Generaladjutant; ab 1661 Hofmeister bei Herzog Rudolf August von Braunschweig-Wolfenbüttel (1627-1704); braunschweigisch-lüneburgischer Obristleutnant (1665) und Obrist; seit 1671 kurbrandenburgischer Kammerherr; ab 1672 Obrist und Kriegsrat; seit 1653 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Erhabende"); vgl. Daniel Müller: Kurtzer Trauer-Sermon Von der Gebrechligkeit Menschliches Lebens [...], Köthen [1675], o. S.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Matthias von Krosigk

geb. 1616
gest. 1697
Anm.: Sohn des Gebhard Friedrich von Krosigk (1579-1630); Erbherr auf Hohenerxleben, Rathmannsdorf, Merbitz, Queis und Groß Salze; 1638/39 in kaiserlichen und kursächsischen Kriegsdiensten; 1648/49 Hofmeister des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Gottorf, Administrator von Lübeck (1606-1655); 1650 Mitglied des Größeren Ausschusses der anhaltischen Landstände; 1665 erzstiftisch-magdeburgischer Kriegskommissar des Saalkreises; ab 1683 kurbrandenburgischer Landkammerrat im Herzogtum Magdeburg; seit 1649 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Verbesserte"); vgl. August Hertzog: Wahl- Denck- und Trost-Spruch Eines Frommen und Wohlbetagten [...], Halle 1698, Bl. [H2]v-Lv.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Volrad Ludolf von Krosigk

geb. 1620
gest. 1671
Anm.: Sohn des Volrad von Krosigk (1577-1626); Erberr auf Poplitz, Beesen, Gröna, Plötzkau und Laublingen; 1633 Page bei Christoph Vitzthum von Eckstädt (1594-1653); bis ca. 1641 in niederländischen Kriegsdiensten; ab 1651 Angehöriger des Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1646 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Liebe"); vgl. Jacob Tögel: Der allergröste und beste Sterbe-Trost [...], Halle (Saale) [1671], fol. Gij v-Hij v.

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Frédéric-Maurice de La Tour d'Auvergne
Duc Frédéric-Maurice de Bouillon
Duc Frédéric-Maurice d' Albret et de Château-Thierry
Prince Frédéric-Maurice de Sedan

geb. 1605
gest. 1652
Anm.: Sohn des Henri de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Prince de Sedan (bis 1642) und Duc de Bouillon; 1633 Konversion zum katholischen Glauben; französischer Maréchal de camp (1635) und Lieutenant-général (1642); seit 1650 Teilnahme an der Fronde; ab 1651 Duc d’Albret et de Château-Thierry.

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Henri-Charles de La Trémoïlle
Prince Henri-Charles de Talmont
Prince Henri-Charles de Tarente

geb. 1620
gest. 1672
Anm.: Sohn des Henri de La Trémoïlle, Duc de Thouars (1598-1674); 1628 mit dem Vater Konversion zum katholischen Glauben; ab 1638 in niederländischen Kriegsdiensten; 1640 Rekonversion zum Calvinismus; seit 1648 Prince de Talmont et de Tarente; 1651-1653 einer der Führer der Fronde; 1656 deswegen mehrmonatige Haft; danach bis 1668 wieder in niederländischen Kriegsdiensten; 1670 erneute Konversion zum katholischen Glauben.

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Michel Le Tellier

geb. 1603
gest. 1685
Anm.: Staatsmann und Kriegsmnister; ab 1677 Kanzler.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Jan Leszczyński

geb. 1603
gest. 1678
Anm.: Sohn des Andrzej Leszczyński (ca. 1559-1606); Kastellan von Śrem (1644) und Gniezno (1644-1653); 1645 königlicher Legat beim Thorner Religionsgespräch; 1649-1651 Hofmarschall der Königin Marie Louise von Polen (1611-1667); Woiwode von Łęczyca (1653-1656) und Posen (1656-1661); Unterkronkanzler (1661-1666) und Großkronkanzler (1666-1677) des Königreiches Polen; 1678 Woiwode von Krakau.

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Hugues de Lionne

geb. 1611
gest. 1671
Anm.: Sohn von Artus de Lionne (1583-1663) und Neffe von Abel Servien (1593-1659); frühe Karriere in der Diplomatie und Hauptvertrauter des Kardinals Jules Mazarin (1602-1661) für Auslandsangelegenheiten; 1651 Abzug von diplomatischen Missionen durch königlichen Befehl und 1653 Rückkehr in königliche Dienste; 1654 außerordentlicher Botschafter in Rom; 1656 Unterhändler bei den Friedensverhandlungen zwischen Spanien und Frankreich in Madrid; 1658 Gesandter in Frankfurt/Main zu Verhandlungen zum Rheinischen Bund.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Karl IV. von Lothringen und Bar

geb. 1604
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Lothringen und Bar (1572-1632); seit 1625 Herzog von Lothringen und Bar; 1634 vorübergehende Abdankung zugunsten seines Bruders Nikolaus Franz (1609-1670); zwischen 1634 und 1641, 1641 und 1661 sowie 1670-1675 durch französische Besetzung seines Herzogtums mehrfach von der Regierung abgehalten; 1654-1659 in spanischer Gefangenschaft.

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Christopher Love

geb. 1618
gest. 1651
Anm.: Aus Cardiff; Studium in Oxford; Presbyteraner und Royalist, der für Hochverrat 1651 verhaftet und zum Tode verurteilt wurde.

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Johann Lorenz von Lucke

gest. 1684
Anm.: Sohn des kaiserlichen Rats Kaspar von Lucke (gest. 1655?); seit 1651 Erbherr auf Waldau; schwedischer Obristleutnant.
Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Daniel Marggraf

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Dröbeler Lehrers Philipp Marggraf (gest. 1645); ab 1637 Studium am Zerbster Gymnasium Illustre; 1643-1663 Pfarrer in Waldau; 1663/64 übergangsweise Schulrektor in Bernburg; seit 1664 Pfarrer an der Bernburger Nikolaikirche; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 347.

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Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

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Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Melek Ahmed Pascha

geb. ca. 1604
gest. 1662
Anm.: Geboren in Istanbul; Kindheit und Jugend im Kaukasus; Gouverneur in verschiedenen osmanischen Provinzen; von August 1650 bis August 1651 Großwesir des osmanischen Reiches; danach erneut Provinzgouverneur.

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Rodrigo Díaz de Vivar Mendoza y Sandoval
Duque Rodrigo del Infantado

geb. 1614
gest. 1657
Anm.: Sohn des Diego Gómez de Sandoval de la Cerda, Conde de Saldaña (ca. 1587-1632); seit 1628 Duque del Infantado; 1648-1651 spanischer Botschafter in Rom; 1651-1655 Vizekönig von Sizilien.

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Johann Menzelius

geb. 1596
gest. 1671
Anm.: Geboren in Oberisling (Oberpfalz); 1620-1625 Diakon in Neunburg vorm Walde; ca. 1625/26 Emigration aus der Oberpfalz; danach Pfarrer in Reinsdorf (1626-1634) und Edderitz (1634-1651); seit 1651 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche Sankt Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.

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Claude de Mesmes
Comte Claude d' Avaux

geb. 1595
gest. 1650
Anm.: Sohn des Jean-Jacques de Mesmes (1560-1642); ab 1617 Mitglied im Grand Conseil; seit 1623 Maître des requêtes und Conseiller d'État; französischer Gesandter in Venedig (1627-1632) und Rom (1632-1634); 1634-1637 diplomatische Missionen in Dänemark, Polen und Schweden; 1637-1642 außerordentlicher Gesandter bei den Hansestädten (Hamburg); 1644-1648 französischer Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; ab 1649 Surintendant des finances; seit 1638 Comte d'Avaux.

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Alvise Mocenigo
Leonardo Mocenigo

geb. 1583
gest. 1654
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Alvise Mocenigo; ab 1609 Mitglied des Maggior Consiglio; 1613-1615 Provveditore e Capitano a Legnago; 1621/22 Provveditore e Capitano della flottiglia di fuste del Lago di Garda; 1622/23 Provveditore ad Asola; später u. a. Provveditore sopra Danari (1633/34, 1637/38 und 1640/41), Provveditore alle Fortezze e Governatore di galea grossa (1638/39) und Kommandant einer Galeere (1645/46); 1646/47 Provveditore generale delle Tre Isole; 1647/48 Provveditore generale in Candia; 1648-1651 und seit 1653 Capitano generale da Mar.

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Alexander Naraschkewitz

Anm.: Um 1651 Hauptmann von Lida.
Gräfin bzw. Fürstin Albertina Agnes von Nassau-Diez
Geburtsname: Gräfin Albertina Agnes von Nassau-Dillenburg

geb. 1634
gest. 1696
Anm.: Tochter des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); 1652-1664 Ehe mit Graf bzw. Fürst Wilhelm Friedrich von Nassau-Dietz (1613-1664); 1664-1679 amtierende Statthalterin von Friesland, Groningen und Drenthe für ihren unmündigen Sohn Heinrich Kasimir II. (1657-1696).

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Graf bzw. Fürst Wilhelm Friedrich von Nassau-Diez

geb. 1613
gest. 1664
Anm.: Sohn des Grafen Ernst Kasimir von Nassau-Diez (1573-1632); zunächst in niederländischen Kriegsdiensten; ab 1640 Statthalter von Friesland, seit 1650 auch von Groningen und Drenthe; 1650 Schlüsselrolle beim gescheiterten Umsturzversuch des Fürsten Wilhelm II. von Oranien (1626-1650); 1640-1654 regierender Graf und ab 1654 erster Fürst von Nassau-Diez.

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Fürstin Sophia Magdalena von Nassau-Dillenburg
Geburtsname: Gräfin Sophia Magdalena von Nassau-Hadamar

geb. 1622
gest. 1658
Anm.: Tochter des Grafen Johann Ludwig von Nassau-Hadamar (1590-1653); seit 1656 Ehe mit Fürst Ludwig Heinrich von Nassau-Dillenburg (1594-1662).

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Gräfin Amalia von Nassau-Dillenburg
Fürstin Amalia von Oranien
Geburtsname: Gräfin Amalia zu Solms-Braunfels

geb. 1602
gest. 1675
Anm.: Tochter des Grafen Johann Albrecht I. zu Solms-Braunfels (1563-1623); seit 1619 Hofdame der Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz (1596-1662); 1625-1647 Ehe mit Fürst Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647).

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Gräfin Maria (Henrietta) von Nassau-Dillenburg
Fürstin Maria (Henrietta) von Oranien
Geburtsname: Prinzessin Maria (Henrietta) von England, Schottland und Irland

geb. 1631
gest. 1660
Anm.: Tochter des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); 1641-1650 Ehe mit Fürst Wilhelm II. von Oranien (1626-1650).

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Graf Wilhelm II. von Nassau-Dillenburg
Fürst Wilhelm II. von Oranien

geb. 1626
gest. 1650
Anm.: Sohn des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); seit 1647 Fürst von Oranien und Statthalter der Niederlande.

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Graf bzw. Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen

geb. 1604
gest. 1679
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Nassau-Siegen (1561-1623); ab 1621 in niederländischen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (1629), Generalleutnant (1644) und Feldmarschall (1668); 1636-1644 Gouverneur, Kapitän und Ober-Admiral von Niederländisch-Brasilien; seit 1647 kurbrandenburgischer Statthalter von Kleve, Mark und Ravensberg; 1652 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1652 Herrenmeister des Johanniter-Ordens der Balley Brandenburg; 1674-1676 Gouverneur von Utrecht; seit 1674 regierender Fürst von Nassau-Siegen.

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Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

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Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich
Bischof Leopold Wilhelm von Passau
Bischof Leopold Wilhelm von Straßburg
Bischof Leopold Wilhelm von Halberstadt
Erzbischof Leopold Wilhelm von Magdeburg
Bischof Leopold Wilhelm von Olmütz
Bischof Leopold Wilhelm von Breslau

geb. 1614
gest. 1662
Anm.: Sohn von Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); ab 1625 Bischof von Passau; seit 1626 Bischof von Straßburg; 1627-1648 Bischof von Halberstadt; 1629-1635 Erzbischof von Magdeburg; ab 1637 Bischof von Olmütz; 1639-1642 und 1645/46 Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee; seit 1641 Hochmeister des Deutschen Ordens; 1647-1656 Statthalter der Spanischen Niederlande; ab 1656 Bischof von Breslau.

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Graf Anton Günther von Oldenburg und Delmenhorst
Graf Anton Günther von Oldenburg

geb. 1583
gest. 1667
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Oldenburg (1540-1603); ab 1603 regierender Graf von Oldenburg; 1647 Erbe der Grafschaft Delmenhorst; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unbetriegliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Henri II d' Orléans
Duc Henri II de Longueville
Duc Henri II d' Estouteville
Prince Henri II de Châtelaillon
Comte bzw. Prince Henri I de Neuchâtel

geb. 1595
gest. 1663
Anm.: Sohn des Henri I d'Orléans, Duc de Longueville (1568-1595); ab 1595 Duc de Longueville und d'Estouteville, Prince de Châtellaillon und Comte de Neuchâtel; zunächst Gouverneur der Picardie; 1619/20 und seit 1627 Gouverneur der Normandie; 1636-1643 mehrmals französischer General in Italien; ab 1643 souveräner Prince de Neuchâtel; 1645-1648 französischer Prinzipalgesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; 1648-1653 Beteiligung an der Fronde.

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Olimpia (1) Pamphilj
Olimpia Nini
Geburtsname: Olimpia Maidalchini

geb. 1591
gest. 1657
Anm.: Tochter des Sforza Maidalchini (1561-1623); 1608-1611 erste Ehe mit Paolo Nini (1588-1611); 1612-1639 zweite Ehe mit Pamphilio Pamphilj (1563/64-1639); Schwägerin und enge Beraterin von Papst Innozenz X. (1574-1655).

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Olimpia (2) Pamphilj
Principessa Olimpia di San Martino al Cimino
Olimpia Borghese
Principessa Olimpia di Meldola
Principessa Olimpia di Rossano
Principessa Olimpia di Sarsina
Geburtsname: Olimpia Aldobrandini

geb. 1623
gest. 1681
Anm.: Tochter des Giorgio Aldobrandini, Principe di Meldola, Rossano e Sarsina; seit 1637 Principessa di Meldola, Rossano e Sarsina; 1638-1646 erste Ehe mit Paolo Borghese (1622-1646); 1647-1666 zweite Ehe mit Camillo Francesco Maria Pamphilj, Principe di San Martino al Cimino (1622-1666).

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Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

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Schah Abbas II. von Persien

geb. 1633
gest. 1668
Anm.: Sohn des persischen Schahs Safi I. (1611-1642); 1642-1666 Schah von Persien.

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Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg
Herzog Wolfgang Wilhelm von Jülich und Berg

geb. 1578
gest. 1653
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Philipp Ludwig von Neuburg (1547-1614); 1613 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1614 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg sowie Herzog von Jülich und Berg; seit 1615 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Pfalzgraf Moritz von Pfalz-Simmern

geb. 1621
gest. 1652
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637 in niederländischen Kriegsdiensten; 1638/39 vermutlich zu Studienzwecken in Paris; 1640-1642 in schwedischen Kriegsdiensten; royalistischer Obrist (1642) und Generalleutnant (1643) im englischen Bürgerkrieg; 1646 Rückkehr in die Niederlande; 1648 in niederländischen Kriegsdiensten; seit 1649 Vizeadmiral einer kleinen englisch-royalistischen Flotte unter seinem Bruder Ruprecht (1619-1683), die 1651 zur Freibeuterei überging; 1652 Tod in der Karibik bei einem Schiffbruch; seit 1649 Ritter des Hosenbandordens.

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Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb. 1619
gest. 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647/48 französischer Maréchal de camp; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistischen Flotte, die 1651 zur Freibeuterei überging; 1653-1655 Master of the Horse; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee und des Admirality Committee; ab 1668 Lord High Admiral; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

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Pfalzgräfin Anna Sophia von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld
Äbtissin Anna Sophia I. von Quedlinburg

geb. 1619
gest. 1680
Anm.: Tochter des Pfalzgrafen Georg Wilhelm von Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld (1591-1669); seit 1645 Äbtissin des reichsunmittelbaren Stifts Quedlinburg.

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Pfalz, Haus
Kurfürsten von der Pfalz
Pfalzgrafen bei Rhein

Anm.: Rheinpfälzischer Zweig der reichsfürstlichen Wittelsbacher-Dynastie.

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Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

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Kurfürst Philipp Wilhelm von der Pfalz
Pfalzgraf Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg
Herzog Philipp Wilhelm von Jülich und Berg

geb. 1615
gest. 1690
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1578-1653); ab 1653 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg; 1653-1679 regierender Herzog von Jülich und Berg; seit 1685 auch Kurfürst von der Pfalz; ab 1653 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Kaspar (1) Pfau

geb. 1596
gest. 1658
Anm.: Sohn des Kaspar Pfau (gest. 1604); nach 1622 Bediensteter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 Amtmann von Großalsleben (noch 1638); seit 1630 anhaltischer Gesamtrat; um 1632 Amtmann zu Gernrode und Großalsleben sowie fürstlich-anhaltischer Kriegskommissar; ab 1638 auch Landrentmeister, zugleich Amtmann von Gernrode; um 1640 Obereinnehmer; um 1641/42 Landrechnungsrat; seit 1645 Hofrat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anhaltende").

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José Pinto Pereira

Anm.: 1650/51 portugiesischer Botschafter in Stockholm.
König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

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Sigismund II. Rákóczi
II. Rákóczi Zsigmond
Graf Sigismund von Munkatsch

geb. 1622
gest. 1652
Anm.: Sohn des Georg I. Rákóczi, Fürst von Siebenbürgen (1593-1648); vor 1648 Erhebung zum Grafen von Munkatsch.

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Sophia Rákóczi
Rákóczi Zsófia
Geburtsname: Sophia Báthory
Geburtsname: Báthory Zsófia

geb. 1629
gest. 1680
Anm.: Tochter des Andreas Báthory (1597-1637); 1643-1660 Ehe mit Georg II. Rákóczi, Fürst von Siebenbürgen (1621-1660).

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Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
N. N. Riemschneider

Anm.: Dr. med.; um 1651 in Ballenstedt praktizierender Arzt.
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Helena von Rindtorf
Geburtsname: Helena Bohusch von Ottoschütz
Helena Bohuš z Otěšic

Anm.: Tochter des böhmischen Adligen Bohuslaus Bohusch von Ottoschütz; 1628 Emigration nach Annaberg in Sachsen; spätestens 1643 Hofjungfer in Bernburg; danach bis 1649 Kammer- bzw. Hofjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675) bzw. der fürstlichen Fräulein; seit 1649 Ehe mit Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Michael Ringk

Anm.: Seit 1650 fürstlicher Lakai in Bernburg; um 1657 Amtsschreiber in Ballenstedt.
Johanna Barbara Röber
Geburtsname: Johanna Barbara Schmidt

geb. 1632
gest. 1713
Anm.: Tochter des Hans Schmidt aus Bern; ab 1653 Ehe mit dem fürstlichen Kammerdiener Ludwig Röber (1619/20-1687).
Ludwig Röber
Ludwig Rober

geb. 1619/20
gest. 1687
Anm.: Bruder des Prinzenlehrers Christian Röber; ab 1643 in anhaltisch-bernburgischen Diensten; bis 1650 fürstlicher Gutsverwalter in Baalberge; 1650-1656 Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1653 zugleich Gutsbesitzer in Baalberge; um 1673 Richter in Baalberge.
Ernst Dietrich von Röder

geb. ca. 1608
gest. 1686
Anm.: Sohn des Harzgeröder Adligen Wolf Dietrich von Röder (gest. 1624); Erbherr auf Ermsleben; bis 1630 Edelknabe und Kammerjunge des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ca. 1632-1635 Hofjunker und ab 1636 Kammerjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1634 zudem fürstlicher Kriegskommissar in den Ämtern Güntersberge und Harzgerode; bis 1650 anhaltisch-bernburgischer Kriegskommissar; ab 1650 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg von Haus aus; seit 1655 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Diensthafte").
Georg Ehrenreich (1) von Roggendorf

geb. 1596
gest. 1652
Anm.: Sohn des Kaspar von Roggendorf (gest. 1598); 1620 Ächtung und Enteignung wegen Teilnahme am böhmisch-österreichischen Ständeaufstand; darauf Leben im Exil, nach kaiserlicher Begnadigung (1628) niederösterreichischer Landstand und Hausbesitzer in Wien; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Geduldige").
Georg Ehrenreich (2) von Roggendorf

geb. 1627
gest. ca. 1668
Anm.: Sohn des Georg Ehrenreich von Roggendorf (1596-1652); 1641-1652 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Leben in Ödenburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Schamhafte").
Herzog Friedrich Wilhelm von Sachsen-Altenburg-Coburg
Herzog Friedrich Wilhelm von Sachsen-Altenburg

geb. 1603
gest. 1669
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar (1562-1602); bis 1624 gemeinsam mit seinen Brüdern Johann Philipp (1597-1639), Friedrich (1599-1625) und Johann Wilhelm (1600-1632) regierender Herzog von Sachsen-Altenburg (unter Vormundschaft); kursächsischer Obrist (1632/33) und Reitergeneral (1633); ab 1639 alleinregierender Herzog von Sachsen-Altenburg und Sachsen-Coburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unschätzbare").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Magdalena Sibylla von Sachsen-Altenburg-Coburg
Prinzessin Magdalena Sibylla von Dänemark und Norwegen
Geburtsname: Herzogin Magdalena Sibylla von Sachsen

geb. 1617
gest. 1668
Anm.: Tochter des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); 1634-1647 erste Ehe mit Kronprinz Christian von Dänemark und Norwegen (1603-1647); ab 1652 zweite Ehe mit Herzog Friedrich Wilhelm von Sachsen-Altenburg-Coburg (1603-1669); seit 1630 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gütige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Herzogin Eleonora Dorothea von Sachsen-Weimar
Geburtsname: Fürstin Eleonora Dorothea von Anhalt-Dessau

geb. 1602
gest. 1664
Anm.: Tochter des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1625-1662 Ehe mit Herzog Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar (1598-1662); seit 1619 Gründungsmitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Demütige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Johann Ernst II. von Sachsen-Weimar

geb. 1627
gest. 1683
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar (1598-1662); ab 1662 regierender Herzog von Sachsen-Weimar; seit 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Richtigste").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Johann Georg II. von Sachsen

geb. 1613
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1656 Kurfürst von Sachsen; seit 1658 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Preißwürdige"); ab 1668 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Giulio Savelli
Principe Giulio di Savelli
Principe Giulio di Albano

geb. 1626
gest. 1712
Anm.: Sohn des Bernardino Savelli, II. Principe di Albano (1606-1658); ab 1658 III. Principe di Albano; ab1697 Principe di Savelli.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gräfin Anna Augusta zu Sayn-Wittgenstein und Hohenstein
Geburtsname: Gräfin Anna Augusta von Waldeck-Wildungen

geb. 1608
gest. 1658
Anm.: Tochter des Grafen Christian von Waldeck-Wildungen (1585-1637); 1627-1657 Ehe mit Graf Johann zu Sayn-Wittgenstein und Hohenstein (1601-1657).
Graf Georg Wilhelm zu Sayn-Wittgenstein und Hohenstein

geb. 1630
gest. 1651
Anm.: Sohn des Grafen Johann zu Sayn-Wittgenstein und Hohenstein (1601-1657); Rittmeister.
Graf Gustav Otto zu Sayn-Wittgenstein und Hohenstein

geb. 1633
gest. 1701
Anm.: Sohn des Grafen Johann zu Sayn-Wittgenstein und Hohenstein (1601-1657); ab 1657 Regent der Grafschaft Hohenstein und seit 1683 der Grafschaft Sayn-Wittgenstein-Hohenstein.
Graf Johann zu Sayn-Wittgenstein und Hohenstein

geb. 1601
gest. 1657
Anm.: Sohn des Grafen Ludwig II. zu Sayn-Wittgenstein (1571-1634); ab 1630 in schwedischen Diensten; 1633/34 Mitgliedschaft im Consilium formatum des Heilbronner Bundes; später in hessisch-kasselischen Kriegsdiensten; 1645-1648 Leiter der kurbrandenburgischen Delegation bei den Westfälischen Friedensverhandlungen; seit 1645 auch kurbrandenburgischer Geheimer Rat; 1647 Belehnung mit der Grafschaft Hohenstein; ab 1649 kurbrandenburgischer Statthalter im Fürstentum Minden und in der Grafschaft Ravensberg; seit 1651 regierender Graf zu Sayn-Wittgenstein; ab 1655 auch Statthalter in der Kurmark; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 568f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Hessische Biographie
Graf Johann Friedrich zu Sayn-Wittgenstein und Hohenstein

geb. 1631
gest. 1656
Anm.: Sohn des Grafen Johann zu Sayn-Wittgenstein und Hohenstein (1601-1657).
Graf Ludwig Christian zu Sayn-Wittgenstein und Hohenstein

geb. 1629
gest. 1683
Anm.: Sohn des Grafen Johann zu Sayn-Wittgenstein und Hohenstein (1601-1657); seit 1657 regierender Graf zu Sayn-Wittgenstein.
Julius Caesar Scaliger

geb. 1584
gest. 1558
Anm.: Italienischer Humanist, Mediziner, Dichter und Naturforscher.

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Christoph Wilhelm (von) Schlegel

geb. ca. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Wolf (von) Schlegel (1584-1658); Erbherr auf Merzien, Zehringen und Thurau; um 1631/32 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1633 Fahnenjunker des Fürsten Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); um 1640/41 Hofjunker in Bernburg.
Herzog Johann von Schleswig-Holstein-Gottorf
Administrator Johann von Lübeck

geb. 1606
gest. 1655
Anm.: Sohn des Herzogs Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Gottorf (1575-1616); 1631-1634 Koadjutor und ab 1634 Administrator des Hochstifts Lübeck; seit 1636 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Nützliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Julia Felizitas von Schleswig-Holstein-Gottorf
Geburtsname: Herzogin Julia Felizitas von Württemberg-Weiltingen

geb. 1619
gest. 1661
Anm.: Tochter des Herzogs Julius Friedrich von Württemberg-Weiltingen (1588-1635); 1640-1653 Ehe mit Herzog Johann von Schleswig-Holstein-Gottorf, Administrator von Lübeck (1606-1655); 1653 Ehescheidung auf dessen Initiative; nach 1636 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Dankbare").
Herzog Franz Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg

geb. 1626
gest. 1651
Anm.: Sohn des Herzogs Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg (1584-1663).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg

geb. 1584
gest. 1663
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); seit 1622 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzogin Sophia Hedwig von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg
Geburtsname: Herzogin Sophia Hedwig von Sachsen-Lauenburg

geb. 1601
gest. 1660
Anm.: Tochter des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); seit 1624 Ehe mit Herzog Philipp von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg (1584-1663).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzogin Eleonora von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg
Geburtsname: Fürstin Eleonora von Anhalt-Zerbst

geb. 1608
gest. 1681
Anm.: Tochter des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1632-1658 Ehe mit Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg

geb. 1581
gest. 1658
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); seit 1624 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Johann Bogislaw von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg

geb. 1629
gest. 1679
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658); seit 1658 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg.

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N. N. Schmidt (6)

Anm.: Dr. med.; um 1651 in Ungarn praktizierender Arzt.
Hans (1) Schmidt
Jean Schmidt

Anm.: Geboren in Bern; bis 1628 Küchenmeister und Sattelknecht des Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg; fürstlicher Gutsverwalter in Hoym (1628-1632) und Zepzig (1632-1637); seit 1637 Hausbesitzer in Baalberge.
Martin Schmidt

gest. 1657(?)
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); fürstlicher Amtmann und Amtsschreiber in Harzgerode (spätestens 1631-1632); anschließend Amtmann von Bernburg (1632-1637) bzw. Ballenstedt-Hoym (1637-1657).
Dina Schumacher
Geburtsname: Dina Vinhofvers

geb. 1620
gest. 1651
Anm.: Geboren in Kopenhagen als Tochter deutscher Eltern; in den 1640er Jahren Ehe mit Daniel Schumacher; 1650 Beschuldigung ihres angeblichen Geliebten, des dänischen Reichshofmeisters Graf Corfitz Ulfeldt (1606-1664), und seiner Gemahlin Leonora Christina (1621-1698) der Planung eines Giftanschlages auf König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen (1609-1670); 1651 Hinrichtung wegen Erhebung falscher Anschuldigungen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
Gräfin Anna Sophia von Schwarzburg-Rudolstadt
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt

geb. 1584
gest. 1652
Anm.: Tochter des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586); 1613-1630 Ehe mit Graf Karl Günther von Schwarzburg-Rudolstadt (1576-1630); anschließend Witwensitz in Kranichfeld; seit 1619 Gründungsmitglied und Oberhaupt der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Getreue").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Königin Christina von Schweden
Herzogin Christina von Bremen und Verden

geb. 1626
gest. 1689
Anm.: Tochter des Königs Gustav II. Adolf von Schweden (1594-1632); 1632-1654 Königin von Schweden, bis 1644 unter der durch Reichskanzler Axel Gustafsson Oxenstierna (1583-1654) geleiteten Vomundschaftsregierung; 1648-1654 regierende Herzogin von Bremen-Verden; 1654 Konversion zum katholischen Glauben; seit 1655 Leben unter dem Namen Maria Alexandra bzw. Christina Alexandra in Rom.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christiane Sehested
Geburtsname: Gräfin Christiane von Schleswig-Holstein

geb. 1626
gest. 1670
Anm.: Tochter des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1642-1666 Ehe mit Hannibal Sehested (1609-1666).
Hannibal Sehested

geb. 1609
gest. 1666
Anm.: Sohn des Claus Maltesen Sehested (1558-1612); ab 1632 königlicher Hofjunker; mehrfach diplomatische Missionen; 1637-1639 Hofmeister des Königssohnes Graf Waldemar Christian von Schleswig-Holstein (1622-1656); 1640-1651 Reichsrat; 1642-1651 Generalgouverneur von Norwegen; 1651-1658 Leben im Ausland; seit 1660 Reichsschatzmeister und erneut Reichsrat.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gottlob Sekyrka von Sedschitz
Bohuslav Sekerka ze Sedčic

gest. 1658
Anm.: Sohn des Ladislaus Sekyrka von Sedschitz (gest. 1620); böhmischer Exulant in Freiberg (1624-1630), Meißen, Pirna (vor 1635 und um 1639), Dresden (um 1635) und Zittau (um 1640); 1651-1656 Hofmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; nach 1656 vermutlich wieder in Pirna.
Abel Servien
Marquis Abel de Sablé
Marquis Abel de Boisdauphin
Comte Abel de La Roche des Aubiers

geb. 1593
gest. 1659
Anm.: Sohn des Antoine Servien, Seigneur de Biviers (gest. 1621); 1616-1624 Procureur général beim Parlament von Grenoble; ab 1618 Conseiller d’État; seit 1624 Maître des requêtes de l'hôtel du roi; 1628/29 Intendant de la généralité de Bordeaux; 1630/31 Präsident des Parlaments von Bordeaux; 1630-1636 Secrétaire d’État de la Guerre; französischer Gesandter beim Westfälischen Friedenskongress in Münster (1644-1646 und 1647-1649) und in Den Haag (1646/47); ab 1648 Ministre d’État; seit 1653 Surintendant des Finances; ab 1656 Marquis de Boisdauphin et de Sablé.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Königin Maria Anna von Spanien
Geburtsname: Erzherzogin Maria Anna von Österreich

geb. 1634
gest. 1696
Anm.: Tochter von Kaiser Ferdinand III. (1608-1657); 1649-1665 Ehe mit König Philipp IV. von Spanien (1605-1665).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Sultan (Osmanisches Reich) Mehmed IV.

geb. 1642
gest. 1693
Anm.: Sohn von Sultan Ibrahim (1615-1648); 1648-1687 Sultan des Osmanischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Corfitz Ulfeldt af Sölvesborg

geb. 1606
gest. 1664
Anm.: Sohn des Jakob Ulfeldt (1567-1630), ab 1609 dänischer Reichskanzler; seit 1630 Kammerjunker des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); ab 1636 dänischer Reichsrat; seit 1637 Statthalter von Kopenhagen; 1643-1651 Reichshofmeister; daneben mehrfach diplomatische Missionen, u. a. nach England (1640/42), Regensburg (1641), zu den Friedensverhandlungen mit Schweden (1645) sowie nach Den Haag und Paris (1646); 1651 nach Korruptionsverdacht und Morddrohungen Flucht in die Niederlande und nach Schwedisch-Pommern; danach schwedischer Geheimer Rat (1657-1659), Friedensunterhändler mit Dänemark (1658) und Gouverneur von Schonen (1658/59); 1659 Todesurteil wegen Hochverrat, jedoch Begnadigung; 1660 Rückkehr nach Kopenhagen und Verhaftung (bis 1661); 1663 erneutes Todesurteil (wegen Planung einer Adelsrevolte gegen die dänische Krone) und Flucht; 1641 Erhebung in den Grafenstand; seit 1658 Graf von Sölvesborg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Leo Ulfeldt af Sölvesborg

geb. 1651
gest. 1716
Anm.: Sohn des Corfitz Ulfeldt (1606-1664); Kindheit in Obhut von Paten, unerkannt Karriere in der kaiserlichen Armee und nach maßgeblichen Erfolgen 1706 Beförderung zum Feldmarschall.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gräfin Leonora Christina Ulfeldt af Sölvesborg
Geburtsname: Gräfin Leonora Christina von Schleswig-Holstein

geb. 1621
gest. 1698
Anm.: Tochter des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1636-1664 Ehe mit Graf Corfitz Ulfeldt af Sölvesborg (1606-1664).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Íñigo d. J. Vélez de Guevara y Tassis
Marqués Íñigo d. J. de Guevara
Conde Íñigo d. J. de Oñate
Conde Íñigo d. J. de Villamediana

geb. 1597
gest. 1658
Anm.: Sohn des Íñigo d. Ä. Vélez de Guevara y Tassis, Conde de Oñate (1572-1644); königlicher Kämmerer; spanischer Botschafter in London (1636-1638) und Rom (1646-1648); ab 1644 Conde de Oñate und Conde de Villamediana; 1648-1653 Vizekönig von Neapel; seit 1653 Consejero de estado; ab 1653 erster Marqués de Guevara.

Weiterführende Informationen in VIAF
Hans Claesson Wachtmeister af Björkö

geb. 1609
gest. 1652
Anm.: Sohn des Landrats Claes Hansson Wachtmeister (gest. 1631); schwedischer Major (vor 1631), Obristleutnant (1631), Obrist (1637) und Generalmajor (1644); ab 1640 königlicher Hofstallmeister; seit 1644 Landrat in Estland; ab 1646 schwedischer Kriegsrat und Assessor am Kriegskollegium; seit 1647 Reichsstallmeister; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Jørgen Walter

geb. 1610
gest. 1670
Anm.: Geboren in Holstein; dänischer Obristleutnant (um 1645) und Obrist (1651); seit 1645 Erbherr auf Rohlstorff in Holstein; 1651 königlicher Rat und Ausweisung aus Dänemark wegen Planung eines Giftanschlages auf König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen (1609-1670); danach bis 1668 Leben im Exil; 1649 Nobilitierung.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Dietrich von dem Werder

geb. 1584
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gebhard von dem Werder (1539-1612); Erbherr auf Reinsdorf, Werdershausen, Gerlebogk, Görzig und Ziebigk; Page, Kammerjunker und Stallmeister des Landgrafen Moritz von Hessen-Kassel (1572-1632); 1610 hessisch-kasselischer Rittmeister; danach bis 1622 Geheimer Rat und Oberhofmarschall in Kassel; 1623 anhaltischer Hauptmann; 1631-1635 schwedischer Obrist; ab 1639 Unterdirektor der anhaltischen Landschaft; seit 1645 kurbrandenburgischer Obrist, Geheimer Rat und Amtshauptmann von Alt-Gatersleben; ab 1620 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vielgekörnte"); vgl. Gottfried Coler: Der Vom Vater gegebene/ Vom Sohne ausgeführete/ Und vom H. Geiste versiegelte Raht des Heils [...], Köthen 1658, fol. Jiij v - N2 v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Jeremi Michał Korybut Wiśniowiecki

geb. 1612
gest. 1651
Anm.: Sohn des Fürsten Michał Wiśniowiecki (gest. 1616); 1632 Konversion vom orthodoxen zum katholischen Glauben; ab 1633 mehrfach polnischer Heerführer; seit 1646 Woiwode von Ruthenien; zudem Starost von Przemyśl, Przasnysz, Nowy Targ, Hadziacz und Kaniów.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Hans Christoph von Witzscher

geb. 1621
Anm.: Sohn des Hans Christoph (von) Witzscher (gest. 1637) auf Schortewitz; vor 1639 Kammerpage, um 1643 Page und spätestens 1645 bis 1648 Hofjunker der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); dazwischen 1639-1643 Kavalierstour durch Frankreich und die Niederlande; 1648-1650 Hofmeister der Gräfin Maria Euphrosina De la Gardie (1625-1687) in Leipzig; um 1653 Aufenthalt in Straßburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christoph Andreas von Wolzogen

geb. ca. 1605/10
gest. vor 1685(?)
Anm.: Sohn des Andreas von Wolzogen (geb. 1581); Erbherr auf Gronau und Alsheim; um 1650 in Heidelberg; ab 1657 kurpfälzischer Kammerdirektor; seit 1674 Amtmann von Lindenfels und Otzberg (Odenwald); ab 1681 Amtmann von Oppenheim; vgl. Karl August Alfred von Wolzogen und Neuhaus: Geschichte des Reichsfreiherrlich von Wolzogen’schen Geschlechts, Bd. 1, Leipzig 1859, S. 47-56.
Ägäisches Meer
weiterführende Informationen
Albanien (Montenegro), Provinz
Anm.: Verwaltungseinheit der Republik Venedig.
Alicante
weiterführende Informationen
Anatolien (Kleinasien)
weiterführende Informationen
Anhalt-Dessau, Fürstentum
weiterführende Informationen
Anhalt-Zerbst, Fürstentum
Anhalt, Fürstentum
weiterführende Informationen
Askanien (Aschersleben), Grafschaft
Baalberge
weiterführende Informationen
Badeborn
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Bam
weiterführende Informationen
Banda
weiterführende Informationen
Barcelona
weiterführende Informationen
Bern
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Böhmen, Königreich
weiterführende Informationen
Brandenburg, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Braunschweig
weiterführende Informationen
Bremen
weiterführende Informationen
Bremen, Erzstift bzw. Herzogtum (seit 1648)
weiterführende Informationen
Brieg (Brzeg)
weiterführende Informationen
Brüssel (Brussels, Bruxelles)
weiterführende Informationen
Calbe
weiterführende Informationen
Candia (Irákleion)
weiterführende Informationen
Candia (Kreta), Königreich (Regno de Càndia)
Anm.: Bis 1667 überseeisches Territorium der Republik Venedig.
Champagne
weiterführende Informationen
Chios, Insel
weiterführende Informationen
Clissa (Klis)
weiterführende Informationen
Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
weiterführende Informationen
Dänemark, Königreich
weiterführende Informationen
Dalmatien
weiterführende Informationen
Dardanellen
weiterführende Informationen
Den Haag ('s-Gravenhage)
weiterführende Informationen
Dessau (Dessau-Roßlau)
weiterführende Informationen
Dresden
weiterführende Informationen
Düsseldorf
weiterführende Informationen
Duisburg
weiterführende Informationen
England, Commonwealth von
weiterführende Informationen
Erfurt
weiterführende Informationen
Eutin
weiterführende Informationen
Fife, Grafschaft
Anm.: Teil des Königreichs Schottland.
Flandern, Grafschaft
weiterführende Informationen
Florenz (Firenze)
weiterführende Informationen
Franken, Herzogtum
weiterführende Informationen
Frankenthal
weiterführende Informationen
Frankfurt (Main)
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Frascati
weiterführende Informationen
Friesland, Provinz (Herrschaft)
weiterführende Informationen
Genf (Genève)
weiterführende Informationen
Genua (Genova)
weiterführende Informationen
Genua, Republik (Repubblica di Genova)
weiterführende Informationen
Gernrode, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Habsburgische Erblande (österreichische Linie)
weiterführende Informationen
Halberstadt, Hochstift bzw. Fürstentum (seit 1648)
weiterführende Informationen
Halle (Saale)
weiterführende Informationen
Hannover
weiterführende Informationen
Harz
weiterführende Informationen
Harzgerode
weiterführende Informationen
Hennegau (Hainaut), Grafschaft
weiterführende Informationen
Hessen-Kassel, Landgrafschaft
weiterführende Informationen
Holstein, Herzogtum
weiterführende Informationen
Hoym
weiterführende Informationen
Irland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Italien
weiterführende Informationen
Kassel
weiterführende Informationen
Katalonien, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Klein Komorn (Zalakomár)
weiterführende Informationen
Kleinrussland
Anm.: Ostslawischsprachiges Gebiet im Südosten des Königreiches Polen in der heutigen Ukraine.
Kleve
weiterführende Informationen
Konstantinopel (İstanbul)
weiterführende Informationen
Krakau (Kraków)
weiterführende Informationen
Kranichfeld
weiterführende Informationen
Kreta (Candia), Insel
weiterführende Informationen
Krim, Khanat
weiterführende Informationen
Leipzig
weiterführende Informationen
Litauen, Großfürstentum
weiterführende Informationen
London
weiterführende Informationen
Lothringen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Lübeck
weiterführende Informationen
Lüttich (Liège)
weiterführende Informationen
Magdeburg
weiterführende Informationen
Magdeburg, Erzstift
weiterführende Informationen
Mecklenburg, Herzogtum
weiterführende Informationen
Meißen, Markgrafschaft
weiterführende Informationen

Anm.: Kernland des (albertinischen) Kurfürstentums Sachsen.
Minden
weiterführende Informationen
Moldau (Vltava), Fluss
weiterführende Informationen
Münster
weiterführende Informationen
Neapel, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Negroponte (Euböa), Insel
weiterführende Informationen
Neuhäusel (Nové Zámky)
weiterführende Informationen
Niederlande (beide Teile)
weiterführende Informationen
Niederlande, Spanische
weiterführende Informationen
Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
weiterführende Informationen
Nienburg (Saale)
weiterführende Informationen
Nürnberg
weiterführende Informationen
Oldenburg
weiterführende Informationen
Osmanisches Reich
weiterführende Informationen
Ostindien
weiterführende Informationen

Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff für Vorder- und Hinterindien sowie den Malaiischen Archipel.
Paris
weiterführende Informationen
Persien (Iran)
weiterführende Informationen
Pfalz-Neuburg, Fürstentum
weiterführende Informationen
Piemont
weiterführende Informationen
Plötzkau
weiterführende Informationen
Polen, Königreich
weiterführende Informationen
Portugal, Königreich
weiterführende Informationen
Prag (Praha)
weiterführende Informationen
Prederitz
Anm.: Spätmittelalterliche Wüstung bei Gröna südlich von Bernburg.
Pylos
weiterführende Informationen
Quedlinburg
weiterführende Informationen
Reinsdorf
weiterführende Informationen
Rijswijk
weiterführende Informationen
Rom (Roma)
weiterführende Informationen
Roschwitz
weiterführende Informationen
Saale, Fluss
weiterführende Informationen
Sagan (Żagań)
weiterführende Informationen
Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Schlesien, Herzogtum
weiterführende Informationen
Schöningen
weiterführende Informationen
Schottland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schweden, Königreich
weiterführende Informationen
Schwerin
weiterführende Informationen
Sizilien, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: Territorium der spanischen Krone.
Spanien, Königreich
weiterführende Informationen
Stade
weiterführende Informationen
Stirling
weiterführende Informationen
Stockholm
weiterführende Informationen
Straße von Gibraltar
weiterführende Informationen
Strelitz (Strelitz-Alt)
weiterführende Informationen
San Demetrio, Schanze (Suda)
Anm.: Vermutlich von den Venezianern 1651 zerstörte Befestigungsanlage vor Suda (Souda).
Tigris, Fluss
weiterführende Informationen
Tochheim
weiterführende Informationen
Turin (Torino)
weiterführende Informationen
Ungarn, Königreich
weiterführende Informationen
Venedig (Venezia)
weiterführende Informationen
Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
weiterführende Informationen
Walachei, Fürstentum
weiterführende Informationen
Warmsdorf
weiterführende Informationen
Warschau (Warszawa)
weiterführende Informationen
Weimar
weiterführende Informationen
Weser, Fluss
weiterführende Informationen
Wien
weiterführende Informationen
Wolfenbüttel
weiterführende Informationen
Zepzig
weiterführende Informationen
Zerbst
weiterführende Informationen
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
weiterführende Informationen
Malteser (Ordo Militiae Sancti Joannis Baptistae Hospitalis Hierosolymitani)
weiterführende Informationen
Anm.: Eigentlich "Johanniter" auf Malta.
Niederlande, Generalstaaten
weiterführende Informationen
Conrad Khunrath: Medulla Destillatoria Et Medica sextum aucta & renovata, hg. von Georg Ludwig Frobenius, Hamburg: 1638. [Nachweis im GVK]