Text

➨ Hinweis: Zur Zeit sind geringfügige Änderungen und Korrekturen am Text und in den Apparaten noch möglich.

Nach Abschluss der Edition werden etwaige Korrekturen und Ergänzungen in einem Änderungsregister gelistet.

Tagebuch des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg: September 1651


Überlieferung: LASA Dessau-Roßlau, Z 18 Abt. Bernburg, A 9b Nr. 14 Bd. XXII, fol. 240r-275r (vgl. Quellenbeschreibung).

Zitierlink für den aktuellen Monat: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/id/edoc_ed000228_fg_1651_09_sm/start.htm

Bearbeitungsstand: transkribiert, kommentiert und korrigiert

[Zitierhinweis]
[Inhaltsverzeichnis]
01. September 1651
Bernburg
  • Wechsel des Schlafzimmers für den jüngsten Sohn Karl Ursinus
  • Nachtgewitter nach langer Dürre
  • Gespräch mit dem Reinstedter Pfarrer Wolfgang Benjamin Giegelsberger
  • Beginn des Bernburger Ägidiusmarktes
  • Bericht durch den Hof- und Stadtarzt Dr. Levin Fischer
  • Administratives
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Ankunft der Herzogin Eleonora von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg mit ihrem Sohn Johann Bogislaw
  • Steinleiden des herzoglichen Hofmeisters Offenberg
  • Korrespondenz
02. September 1651
Bernburg
  • Beratung mit dem Kanzlei- und Lehenssekretär Paul Ludwig
  • Gespräch mit dem ältesten Sohn Viktor Amadeus
  • Besserung der Gesundheit von Offenberg
  • Wirtschaftssachen
  • Darbietung von Seiltänzern auf dem Schloss
03. September 1651
Bernburg
  • Anhörung der Predigt zum Bettag
  • Frühstück der Gemahlin Eleonora Sophia und von Viktor Amadeus mit der Herzogin von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg und deren Sohn
  • Abreise der Gäste nach Zerbst
  • Ritt von Viktor Amadeus nach Dessau
  • Ungarischer Säbel des ältesten Sohnes
  • Ende des Bernburger Ägidiusmarktes
  • Administratives
  • Gespräche mit dem Amtmann Georg Reichardt und dem Kammerdiener Jakob Ludwig Schwartzenberger
04. September 1651
Bernburg
  • Korrespondenz
  • Wirtschaftssachen
  • Türklopfen als schlechtes Vorzeichen
  • Schwartzenberger als Essensgast
05. September 1651
Bernburg
  • Vogel- und Lachsfang
  • Hasenlieferung aus Ballenstedt
  • Besuch durch den früheren Registrator Christoph Bährenreutter
  • Wirtschaftssachen
06. September 1651
Bernburg
  • Lerchenfang
  • Nachrichten
  • Gartenspaziergang mit der Gemahlin bei warmem Wetter
07. September 1651
Bernburg
  • Lerchenfang
  • Hasenlieferung aus Ballenstedt
  • Administratives
  • Gespräche mit dem Ballenstedter Amtmann Martin Schmidt, dem Kammerjunker und Stallmeister Abraham von Rindtorf sowie dem Hofmeister Gottlob Sekyrka
  • Anhörung zweier Predigten
  • Helena von Rindtorf, Bährenreutter und der Kammermeister Tobias Steffeck als Mittagsgäste
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
08. September 1651
Bernburg
  • Lerchenfang
  • Wirtschaftssachen
  • Gespräch mit Schmidt
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Abschied von Schmidt
  • Korrespondenz
09. September 1651
Bernburg
  • Reh- und Lebensmittellieferung aus Ballenstedt
  • Lerchenfang und Wachteljagd
  • Starke Hitze
  • Entsendung des Lakaien Michael Ringk nach Dessau
  • Korrespondenz
  • Diakon Bartholomäus Jonius als Mittagsgast
  • Aufwartung durch Bährenreutter
  • Wirtschaftssachen
  • Besuch durch Hans Heinrich Schlegel
10. September 1651
Bernburg
  • Dachs- und Hasenjagd
  • Administratives
  • Schwartzenberger als Mittagsgast
  • Korrespondenz
  • Gespräch mit dem Juden Simon Frangke
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
11. September 1651
Bernburg
  • Regen und Wind
  • Wirtschaftssachen
  • Korrespondenz
  • Gespräch mit Ludwig
  • Ankunft des Magdeburger Stadtarztes Dr. David Heimburger
12. September 1651
Bernburg
  • Regen
  • Abreise von Dr. Heimburger mit dem fürstlichen Küchenmeister Philipp Güder nach Magdeburg
  • Beratung mit Schwartzenberger
  • Gestriges Gespräch mit Dr. Heimburger
13. September 1651
Bernburg
  • Karl Ursinus beim Lernen
  • Wirtschaftssachen
  • Gespräche mit Reichardt und Schwartzenberger
  • Regenschäden
  • Zeitweise nachlassender Regen
14. September 1651
Bernburg
  • Rückkehr von Güder aus Magdeburg
  • Anhörung zweier Predigten
  • Administratives
  • Kammerrat Dr. Joachim Mechovius als Essensgast
  • Korrespondenz
15. September 1651
Bernburg
  • Hasenjagd und Vogelfang
  • Mitteilungen durch den Hofbarbier Johann Wenzel Rothe
  • Nachrichten
  • Rückkehr des Kammerdieners Ludwig Röber aus Ballenstedt
  • Wirtschaftssachen
  • Spaziergang
16. September 1651
Bernburg
  • Vogelfang
  • Korrespondenz
  • Illegale Hasenjagd
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Rückkehr von Viktor Amadeus aus Dessau
  • Wachsendes Saalehochwasser
17. September 1651
Bernburg
  • Regen
  • Steigendes Saalehochwasser
  • Rückkehr des Kammerschreibers Hans Friedrich Eckardt aus Zerbst
  • Wasserschäden
  • Zwei Spaziergänge
  • Nachrichten
  • Riss an einem neuen Schlossgebäude
18. September 1651
Bernburg
  • Lerchenfang
  • Spaziergang zum neuen Vogelherd
  • Administratives
  • Gespräch mit Jonius
  • Erfolglose Jagd von Viktor Amadeus
  • Darbietungen einer Gauklertruppe auf dem Schloss
19. September 1651
Bernburg
  • Lerchenfang
  • Anhaltendes Saalehochwasser
  • Wirtschaftssachen
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Besuch durch den Ballenstedter Untertan Christoph Jahn
  • Augenentzündung von Viktor Amadeus
20. September 1651
Bernburg
  • Lerchenfang und Hasenjagd
  • Rückkehr von Dr. Mechovius und Ludwig aus Zerbst
  • Wirtschaftssachen
  • Nachrichten
  • Vorbereitungen auf den Abendmahlsempfang
  • Besuch durch den Zerbster Gymnasium-Rektor Marcus Friedrich Wendelin
21. September 1651
Bernburg
  • Lerchen- und Wachtelfang
  • Anhörung zweier Predigten und Empfang des Abendmahls zum Erntedankfest
  • Unwohlsein der Gemahlin
  • Frau von Rindtorf, Wendelin, der Hofprediger Johann Menzelius und Steffeck als Mittagsgäste
  • Abschied von Wendelin
  • Schaden an der Schlosskirchenkanzel
  • Erkrankung der Gemahlin
  • Besuch durch die Brüder Christoph und Nathanael Jahn
22. September 1651
Bernburg
  • Lerchenfang
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Wirtschaftssachen
  • Bericht durch Dr. Mechovius und Ludwig
  • Korrespondenz
  • Sinkendes Saalehochwasser
  • Lebensmittellieferung aus Ballenstedt
23. September 1651
Bernburg
  • Hasenjagd und Vogelfang
  • Korrespondenz
  • Wirtschaftssachen
  • Spaziergang an die Saale
  • Ankunft des Theologen Johann Abraham Menzelius
24. September 1651
Bernburg
  • Nebel
  • Lerchenfang
  • Traum
  • Anhörung der Predigt
  • Gespräch und Mittagessen mit dem Theologen Menzelius
  • Auflösung des Nebels am Nachmittag
  • Spaziergang bei schönem Wetter
  • Beichte durch die Gemahlin
  • Administratives
25. September 1651
Bernburg
  • Vogelfang
  • Korrespondenz
  • Empfang des Abendmahls durch die Gemahlin
  • Wirtschaftssachen
  • Spaziergänge
  • Gespräche des durchreisenden anhaltischen Gesamtrats Martin Milag im fürstlichen Frauenzimmer
  • Nachrichten
  • Administratives
26. September 1651
Bernburg
  • Vogelfang
  • Gestrige Aufwartung durch den Bernburger Untertan Johann Schinckel
  • Hochwasser von Saale und Fuhne
  • Administratives
  • Spaziergang zum Vogelherd
  • Erneuter Besuch durch Bährenreutter
  • Abreise von Schwartzenberger nach Dessau
  • Gespräch mit dem Prinzen-Lehrer Johann Christian Hammel
  • Wirtschaftssachen
27. September 1651
Bernburg
  • Lerchenfang und Hasenjagd
  • Korrespondenz
  • Wirtschaftssachen
  • Ausfahrt von Viktor Amadeus, Karl Ursinus und einigen Töchtern in die Weinberge
  • Regen am Nachmittag
  • Gespräch mit Dr. Fischer
  • Leibschmerzen der Gemahlin
28. September 1651
Bernburg
  • Nächtliche Geräusche aus der Küche und dem Taubenschlag
  • Schlafwandeln von Karl Ursinus
  • Anhörung zweier Predigten
  • Frau von Rindtorf, Dr. Mechovius und Steffeck als Mittagsgäste
  • Administratives
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
  • Rückkehr von Schwartzenberger aus Dessau
  • Gespräch mit Johann Lorenz von Lucke
  • Korrespondenz
  • Wirtschaftssachen
29. September 1651
Bernburg
  • Anhörung zweier Predigten zum Michaelistag
  • Anhaltende Unpässlichkeit der Gemahlin
  • Frau von Rindtorf, Steffeck und Hofprediger Menzelius als Mittagsgäste
  • Gespräch mit dem Theologen Menzelius
  • Perönliches Patenschaftsgesuch durch den anhaltisch-zerbstischen Kammerjunker Kasimir Dietrich von Krage bei der Fürstin
  • Kriegsnachrichten und andere Neuigkeiten
30. September 1651
Bernburg
  • Vogelfang
  • Nachrichten
  • Abreise von Krage und des früheren Hofjunkers Hans Christoph von Witzscher
  • Wirtschaftssachen
|| [[Handschrift: 240r]]

Montag den 1. September 1651. perge <Ægidij;>


Ceste nuict, i'ay fait coucher mon petit Charles Ursin,
en la chambre de Victor, l'ostant de nostre chambre
ou l'on couche, & couchant moy mesme, en celle de
Victor Amadèe ceste nuict, afin de l'induire, a le
faire volontiers, car il nous abbandonna, á
chaudes larmes, & ne le fit, que par contrainte,
puis qu'on luy avoit donnè des impressions
èspouvantables, d'apparition d'esprits, & d'autres
fadayses, qu'il seroit mal servy, la nuict, de
serviteürs yvrognes, &cetera[.] Le bon Dieu, le vueille
assister, par la garde de ses Saints Anges, la, & par tout.


Diese nacht, ists wenig gewesen, undt auch
ein stargker regen eingefallen, Es hat sehr ge-
wetterleüchtet, undt auch gedonnert, undt also,
die langwierige hitze, undt dürre, vieler Tage,
nachgelaßen.


Er Benjamin Gigelßperger, ist bey mir gewesen,
wegen der bösen verdrießlichen Sache, mit Kohlmann. et cetera
Gott helfe mir auch, auß diesem labyrinth!


heütte, ist der Ægidijmargkt, alhier
zu Bernburg, eigentlich angegangen, weil gestern nur
viehemargkt gewesen. Gott gebe zu glügk!


Jch habe mit Doctor Fischern, viel conversiret, undt deßen Re-
lation angehöret.

|| [[Handschrift: 240v]]


J'ay sceü dès grandes villainies, qui se sont commises,
par ün de noble mayson, au train de Victor, <en Hongrie> & ay
commendè, qu'on les examinast, et chastiast, affin que
les domestiques, & èstrangers voyent, qu'on ne
prend point de playsir, en tels larcins, & choses
infames! Mundus vult decipi!1


Die Leiptziger avisen, confirmiren abermal den Sieg,
so die venezianer zu waßer, wieder den Türgken, erhalten,
undt Gott davor, gedangkt, viel Christen, erlediget,
viel Türgken zu Schklaven gemacht, viel
Stügke erobert, undt beütten gewonnen, auch die
übrigen verfolget, Christliche gefangene umb
schulden willen loß gelaßen, undt reiche
allmosen, außgetheilet, præsenten wolver-
dienten Officirern, gethan, etcetera etcetera[.]


König in Engellandt, suchet das glügk in En-
gellandt, (da er beyfall finden soll)
so er in Schottlandt verlohren, hat sich aber vorzusehen.
Cromwell gehet ihm nach. Fairfax, ist auch
wieder in den waffen, welcher biß dato, still geseßen.
Der König, offeriret allen denen pardon, so nicht
an seines Seligen herrnvaters Tode, schuldig sein. Der
König, sol schon Lancaster, inne haben.

|| [[Handschrift: 241r]]


Jn Frangkreich, wirdt desselben Königs majorennitet
verlanget. Prince de Condè, macht sich, einen anhang,
undt ob er schon dißimuliret, so trawet man ihm doch
nicht, undt wolte man ihn gerne, in das crimen
læsæ Majestatis, condemniren.


Zu Barcelona leßet die pest nach, undt es
ist, weder daselbst, noch in Flandern, diß iahr, eben
großer ernst gebraucht.


Zu Napolj hat man eine conspiration entdegkt,
daß der ViceRè, in die luft mit pulver, gesprengt
werden sollen, in einer kirche, beym Gottesdienst.


Pfaltzgraf Ruprecht, ist zu Lisbona, Pfaltzgraf
Eduardts Sohn, ist gestorben.


Jm sawerbrunnen zu Schwalbach, wirdt viel
tractiret, wegen des Tages zu Frangkfurth am Mayn.


Chur Brandenburg undt Pfaltz Neẅburgk, haben
sich persöhnlich verglichen, wiewol der iunge
Pfaltzgrave, nicht allerdingß, damit zufrieden.


Die Staaden, seindt einig, haben undtereinander,
eine Amnesty aufgerichtet, wollen Lüttich bekriegen,
wo ferne sie ihnen nicht satisfaction thut, wegen
aufgerichteten neẅen licenten, an der Maase gegen
Maestrich. Die heyrath, graf Wilhelms, mit Prin-
cesse Albertine, sol im herbst vollzogen werden.

|| [[Handschrift: 241v]]


König in Polen, leßet die Tartarn, und Cosagken,
(welche sich revangiren wollen) aufs neẅe be-
kriegen. Chmielinsky sol nicht beym Cham[!], ge-
fangen sein, sondern sich recolligiren. Dem
König in Polen, ist sein freẅlein gestorben, alß die
Frantzösischen Doctores, dem armen kinde, das
zahnfleisch, zu durchwachßung der zähne
durchschnitten, die ader gelaßen, mit clisti-
ren es übel gemartert, daß es zu erbarmen!
Die Königin, ist wieder schwanger, man er-
wünschet ihr, einen iungen Sohn, zum Trost,
der hochbetrübten Königlichen elltern.


Die Türgken, haben vor Klein Comorrhen,
in Ungarn, schläge bekommen, moviren sich aber
hin: undt wieder. Der Bassa von Ofen fordert
contributiones von Jstria, undt anderen orthen,
die ihme nie etwas gegeben, undt droẅet
mit der execution, im fall man es recusiret.


Der iüngere Fürst Ragozzi, ist krangk,
wie auch seine gemahlin, undt Sie haben eine
gute ehe mitteinander. Die deützschen, sollen
auch haüffig krongken, welche bey ihnen sein.
Gott lob, daß unser Sohn, noch also endtkommen. Er helfe || [[Handschrift: 242r]]
ferner, ihm, undt anderen, mit gnaden! undt liberire
gnediglich, auß aller gefahr, undt nöhten!


Zu Lübegk, gehen die Tractaten forth. hanß
Wachmeister, ist caput legationis, der Königlich Schwedischen[.]


heütte zeücht der Administrator, von halle,
mit seiner gemahlin Liebden nach dem lande zu Mecklenburg
forth, in meinung, die fürstlichen elltern zu besuchen.


Der dähnische Reichßhofmeister Ulefeldt, ist
mit den Seinigen, zu Amsterdam arriviret. hat
viel Schätze, mit sich, geführet. Das weib,
so man zu Coppenhagen, richten laßen, hat ihr leben
darauf beschloßen, daß er doch den König, hette
vergeben wollen, undt Treẅlich geseüftzet,
daß man ihr, unrecht [th]ete, weil sie den König,
vor schaden, gewarnet hette.


Der Spannische Ambassador zu Wien, hat stadt-
lich bancquettiret, undt Triumphiret, über
der geburtt, der iungen Spannischen jnfantin.
Es soll alles Königlich darbey, zugegangen sein.


Der Kayser setzet, den Obersten Lucas,
zum Gouverneür in Franckenthal, biß
Chur Pfaltz, Hailbrunn evacuiret wirdt haben.


Der iunge Böhmische König, entpfähet die erbhuldigung,
in Böhmen, Mären, Oesterreich, etcetera durch undterschiedliche
Commissarien, als: die Fürsten von Dietrichstein, und Lichtenstein.

|| [[Handschrift: 242v]]


Diesen abendt, gegen 5 uhr, ist die Hertzoginn
von hollstein, Norburgk, mit ihrem Sohn, hertzogk
Hanß Bogischlaff, anhero kommen, undt hat bey
unß, vorlieb genommen. Sie hat zweene Jungfern,
bey sich, undt einen hofmeister, Offenburgk, welcher
am stein krangk worden, undt von ihme ein Stein,
alß eine dattelkern groß, diesen abendt, abgegangen.
Gott lindere ihm, seine schmertzen! undt helfe,
allen krangken, undt nohtleidenden!


Schreiben, von Croßen, en bons termes.

Dienstag den 2. September 1651.


Secretarium Paul Ludwig habe ich, bey Mir, gehabtt,
undt viel expedienda e[x]pediret.


Mit meinem Sohn Viktor Amadeus hernacher conferiret,
undt sonderlich, wegen etzlicher remunerationum,
so bey Chur: undt Fürstlichen personen, zu gewartten.


Mit dem hofmeister Offenburgk, hat sichs,
nach eingenommenem auro potabilj, etwas gebeßert.


Es ist wieder, ein Schif, in die Schleüse, ankommen,
wiewol man saget: Gaw, wolle bancquerotte
spielen, welches ein schlechter poße, sein würde!


Nachmittage haben sich Sailtäntzer, mit
vielen gaückelpoßen aufm Schloß angemeldet,
undt mirabilia! præstiret, mit springen, undt || [[Handschrift: 243r]]
Tantzen, auf dem Sail. Undter andern Tantzte
einer, in der rüstung, mit gefahr, auf der leine.
Ein kindt, von sieben iahren, tantzte auch aufm Sail.
Deßgleichen, ein weibsbildt. Ein iunger kerll
tantzte artige sprünge, mitt: undt sonder
dem gewichtstogk. Machte capriolen, undt neben-
sprünge. Einer tantzte, mit ein par großen holtz-
schuhen. An einer andern hohen corde,
thate ein Meister setzame sprünge, undt
überwerffungen, gab sich die Strappecorde,
hieng sich mit dem gantzen leibe, an einem
fuß, hinundter, undt dergleichen. Ein weibs-
bildt, fädemte2 im umblauffen, 34 fädem[!], durch
ein Nehenadelauge. Ein Mägdlein inngleichem.
Ein iunger kerll hette ein gläßlein wein, auf
dem haupt, undt eines in dem Munde, that sprünge
darmitt, ohne den wein zu vergießen.
Jtem: sprang einer, sehr dispost, über die
Spitze, vieler bloßer degen, undt legte
die handt nicht einmal auf die erde.
Sprang auch, durch vier faßreiffe. Sonst
machten sie auch mascaraden. Darnach,
spielte aufm Sahl einer, auß der kekelTasche,
undt machte artige künste, mit der karte.

|| [[Handschrift: 243v]]

Mittwoch den 3. September 1651.

<BehtTag.>


Singillatim in die kirche, mit Carolo Ursino, da
der Caplan Jonius, den 129. psalm3, schön außgeleget.


Jnterim: hat die hertzoginn, undt ihr Sohn,
mit Meiner herzlieb(st)en gemahlin, Liebden Victore Amedeo,
gefrühestügkt, auch andere Adeliche, undt
bedienten, bey sich behalten.


Alß wir wieder, auß der kirche kommen,
ist allerseitß abschiedt genommen worden.


Die hertzoginn, ist nacher Zerbst gefahren.
Vi Meine herzlieb(st)e gemahlin, hat ihr, ein stügk weges,
das geleitte gegeben. Meine Söhne seindt
auch mitgeritten. Victor schläget sich von
ihnen ab, undt gehet nacher Deßaw. perge
Gott geleitte sie allerseitß!


Meines Sohns, Viktor Amadeus Sebel, helt 64 große
Turquoisen, undt 30 kleinere, item: 64 kleine
rubinlein, so auf 17 stügken, von Agat, oder chrysolit
versetzet. Über dieses ermangelt, ein großer
Türgkiß, undt 51 rubinlein. Der Sebel
ist sonst am creütz, <am heft, die länge hinundter> undt <am> ortbande, mit Silber
vergüldet, hüpsch außgearbeitet <hin, undt hehr> beschlagen,
Eine schöne Damaßkinirte klinge, ist drundter
gestossen, die Scheide, und gürtel, ist von rotem Sammet. || [[Handschrift: 244r]]
Der gürtel, ist mit silber, und seide, gewürgket,
auch etwas, mit silbern knöpfen, undt schnallen,
(so vergüldet) beschlagen. Zweene stargk
eingefaßte Türckiß, (so aber, undter vorige
64 große mittgezehlet) stehen auch auf dem gürtel.
Die Ungarn, sollen ihn, auf 300 ReichsthalerRthlr: ge-
schätzet haben, ich schätze ihn, halb so theẅer, (weil
die Türgkiß, in selbigen landen, undt in der
Türckey, da sie gekauft werden, wolfail sein.)
andere aber vermeinen, dieser<s> Sebel<s>
<steine> recht guht wehre, es solte deßen werth, auf
1000 Reichßthaler, sich erstregken. Sufficit:
das es ein fein præsent, undt schönes gedechtnüß
ist, undt bleiben wirdt, von meines Sohnes,
wol vollnbrachter, undt mit ehren,
undt ruhm, geendeter, Ungarischen rayse.
Die præsenten, hat man dißfalß, nicht
zu suchen, noch zu æstimiren, sondern die Ehre,
etwas gesehen, und erfahren <zu> haben, so löblich ist,
an schönen ländern, <vornehmen> leütten, Sitten, regierung:
undt lebensartten, undt dergleichen, undt das man
den Churhaüsern, Pfaltz, undt Brandenburg, zugleich,
seine affection, undt djenste, jm wergk, erweisen hat können!
et cetera

|| [[Handschrift: 244v]]


Gott der Allerhöchste, (deßen dienst, bey dieser
rayse, nicht vernachläßiget, oder mit willen,
verseümet ist worden, weil man das
exercitium religionis, nicht allein an vielen
ortten, undterwegens, hat haben können,
Sondern auch, gar einen hofprediger mitge-
führet im Comitat) wolle ferner gnade,
undt segen, zur erhaltung, und außbreittung,
seines heiligen nahmens ehre, undt der reinen
warheitt, geben. Jhm seye lob, undt dangk
gesaget, vor seine gühte! undt milden segen!


Umb den Mittag, ist meine herzlieb(st)e gemahlin,
mit Carolo Ursino, baldt wieder kommen, undt
hat die hertzoginn, undt ihren Sohn, ziehen laßen,
nacher Zerbst, (dahin heütte, der Administrator
von Halle kommen soll) Victorem Amadeum
aber, hat sie reitten laßen, nach Deßaw.
Gott seye allerseitß, ihr geleidtsmann!
wie er oftermalß, der unserige gnediglich,
gewesen, und unß vielfältig, bewahret hat!
Er wolle es noch weitter, väterlich thun, Amen!


Die Margktleütte alhier zu Bernburgk
seindt wieder voneinander gezogen.

|| [[Handschrift: 245r]]


Jch habe heütte, Doctor Mechovium, mit Secretario Paul Ludwig
in einer commission, (darzu der hofraht Pfaw, von
dorth auß, beruffen) nacher Ballenstedt, geschickt,
undt ihnen Abraham von Rindtorf, adiungiret,
etzliche differentzien, mit denen von hoym, sampt
andern sachen, zu vergleichen. Gott gebe zu glück! und segen!


Der Amptmann Reichardt, wie auch Schwartzen-
berger, haben mir, von allerley expediendis, referiret,
der letzte vor: der andere, nach der mahlzeitt.

Donnerstag den 4. September 1651. perge


An die Churfürstliche wittwe nacher Croßen, geschrieben.


Spatziren gegangen, an den kleinen weinberg,
an die Mühle, undt andere orth, die Oeconomica
zu befördern, sonderlich aber, die gebeẅde.


On dit: qu'il heürte derechef, a la porte
de ma chambre, & dü logis, <de Wischer, iadis de Schwechhausen> par dessüs mes fils.
Je crains, & apprehends, üne mortalitè, de
més fils. Dieu les preserve! & ne le vueille pas!


Schwartzberger wahr extra, hieroben! perge
undt er ist mir, ein nützlicher diehner. Gott
wolle mir ihn, undt seines gleichen, lange erhalten!
undt seine dienste, mir zum besten, kommen laßen!


Quod sum; non curo! quod ero; spero!


Palabras son hembras, y las obras, machos!


Schreiben von Deßaw, von Viktor Amadeus[.]

|| [[Handschrift: 245v]]

Freitag den 5. September 1651.

<13 lerchen, 4 wachteln, mit dem Nachtgarn, haben Oberlender, küchenschreiber, undt Trompter gefangen.>

<3 hasen, von Ballenstedt[.]>


<1 Frischen lachs.>


Rindtorf, hat von Ballenstedt
hasen wildpreth eingeschigkt, so er gehetzt.


Der iunge Bärenreütt, ist herauf zu mir kommen,
allerley zu discuriren etcetera von Frantzösischen sachen.
Dieu vueille, que ce soit, pour nostre bien, & avancement!
& que nous soyons tousjours bien servy!


Avis; von hecklingen, daß der haber an itzo
gilt zu halberstadt, 15 ReichsthalerRthlr:[,] der gerste, 20[,]
der Rogken 26 undt der weitzen 28. Alhier
zu Bernburgk, gilt der hafer: 14 ReichsthalerRthlr:[,]
der gerste, 16[,] der rogken, 20[,] der weitzen,
22 biß 24 ReichsthalerRthlr:

Samstag den 6ten: September 1651.

<13 lerchen, Ludwig Rober, Michel lackay, Valtin, jm stall.>


Avis: daß beyde meine iüngste Schwestern,
glügklich wieder von havelbergk
(aldar sie mit der Fraw Schwester, von
Strehlitz, conferentz gepflogen) zurügka,
undt nacher Deßaw, Gott lob, kommen.
Werden also, die iüngste, in kurtzem, (wilß Gott)
alhier, zu erwartten haben. Gott helfe, mit glügk!


Jn gartten, mit Meiner freundlichen herzlieb(st)en Gemahlin, in schönem,
warmen, stillen wetter, spatziren gegangen.

|| [[Handschrift: 246r]]

Sonntag den 7. September 1651.

<7 lerchen, der Mußcketirer Matz, Geörge gärtneriung[,] Michel vorreüter.>

<4 hasen Ballenstedt[.]>


Unsere leütte seindt von Ballenstedt, wiederkommen,
von der commission.


Dem Amptmann Märtin Schmidt, (welcher
auch mittgekommen) habe ich zugesprochen. Jtem:
Meinem CammerJungker Rindtorf, so sich auch ein-
gestellet. perge <Der alte Sekerka inngleichem.>


Jn die kirche, vormittags conjunctim. Er Jonius
hat geprediget, Text: Dominica 15 post Trinitatem Matthäus 6
Niemandt kan zweyen herren diehnen. perge4 Da
er dann eigentlich die lehre Christj, von der
allzuvielen Sorge, dißmahl schön außgeleget. perge


Die Rindtorfinn, undt der iunge Bärnreütt,
wie auch, Tobias Steffeck von Kolodey extra zue Mittage.


Nachmittags singillatim in die kirche, mit
Carolo Ursino, undt den Töchtern. Der
pfarrer von Dohndorf Angelocrator,
hat geprediget. perge


Die avisen, von Erfurdt, geben: das der König in Engellandt,
numehr müße desperat gehen, dann vor sich, hette er
Engellandt, hindter sich, den General Cromwell, werden
ihme die länder zufallen, so kan er progrediren, sonst nicht.
Man schreibt zwahr, auß hollandt, das er, der König, mit
26000 Reüttern, undt dragonern, wieder den Gromwell
in der Grafschafft Fise oder Fife, etwas victorisiret, || [[Handschrift: 246v]]
undt sich mit eroberung, etzlicher plätze, darundter
auch die Stadt Sterling ist, etwas vertieffet, undt
seine Vires, solcher gestaltt, distrahiret, endlich
aber, hette er, seinen marsch, schleünig, auf Engel-
landt zu, genommen, undt wehre in denselben
schon glügklich ankommen, hette auch, viel
feste örther, undt eine große anzahl der
undterthanen daselbst, durch seine freündtlig-
keitt, undt gute ordre, <schon> an sich gebracht,
wie auch, den General Horrison (welcher
ihme den paß, umb nicht weitter zu gehen,
verlegen wollen) gäntzlich geschlagen, undt
ihn Horrison gefangen bekommen, undt hette
darauf, seinen Soldaten, dermaßen courage
zugesprochen, das sie, ohne abmattung, eine so
weitte rayse, auch biß 15 meilen, von Londen,
mit lust, undt begierde gethan. Gott gebe
ferner glügk! undt progreß! und bewahre vor
allem unheyl, unfall! undt unglügk!


Die Chur Brandenburgischen völgker, campiren, vor
Duyßburgk, undt die lottringhischen Trouppen,
seindt, bey währendem Stillestandt, in den
Gülichischen, undt Bergischen landen, einquartirt.


Den 22. Augusti haben die Tractaten, zwischen
Chur Brandenburg undt Pfaltz Neẅburg ihren anfang || [[Handschrift: 247r]]
gewonnen, Pfaltz Neẅburgk, hat drey puncten
begehret: 1. das in den Fürstenthümbern Berge, undt
Gülich, die religion, wie man sie daselbst, anno: 1624
gefunden, gelaßen werden sollte. 2. Das der pfaltz-
graff von Neẅburgk zu abfindung, ihres in diesem
kriege, erlittenen schadens, 15 Tonnen goldes,
wieder haben möchten, undt 3. genungsahme
versicherung, de non amplius offendendo, & inva-
dendo. Diese vorschläge scheinen scharf, undt
schwehr zu sein. Die Churfürstlich Brandenburgischen Abge-
sandten aber, (deren caput Graf Moritz von
Naßaw ist) haben sie mascule also beantwortett,
das selbige puncten, durch Gottes hülfe, undt
vornehmer Potentaten, insonderheitt der herren
General Staaden, interposition, wie man hoffet,
endtweder schon numehr einen guten außschlag auf
Brandeburgischer seitten, gewonnen haben, oder doch in kurtzem,
erlangen werden. Chur Brandenburg will es in sel-
bigen landen, mit der religion dergestaltt haben,
wie im iahr, 1614 zwischen beyden hohen haüsern,
ertheilten reversallen, ist verabschiedet worden.
Waß die 15 geforderte Tonnen goldes anlanget,
weiß der Churfürst, den erlittenen schaden,
so hoch, zu computiren, das Sie dieserhalben, 30
Tonnen goldes, hingegen zu fordern, und begehren, || [[Handschrift: 247v]]
de non amplius invadendo, & offendendo, noch
stärgkere versicherung, als der herr Pfaltzgrave
iemalß heischen dörffen. Die ChurBrandenburgischen
haben Angermondt, undt andere eingenommene
plätze quittirt, hingegen, hat Pfaltz
Neẅburgk, undt seine adhærenten,
die Grafschaft Margk, auch wieder
abgetretten, undt befinden sich, beyderseits
deputirte, annoch, zu Essen, beysammen,
die übrigen strittigkeitten, zu vergleichen.


Chur Saxen, sampt dem ChurPrintzen,
mit dero Gemahlinnen, befinden sich, bey
dem hertzogk Julio heinrich, von Sachßen
Lawenburgk, zu Schlagkenwerde in Böhmen,
allwo auch, der hertzogk von Aldenburgk,
undt der Marggrave von Bareüth, er-
wartet werden.


Die Venetianer[!], haben wiederumb, die
Türgkische flotta, geschlagen, 24 galleren
erobert, 3000 Schklaven, so die Türcken,
einladen wollen, bekommen.


Jn Ungarn, leßet sichs, zu einem Türcken-
kriege, gefährlich ansehen.

|| [[Handschrift: 248r]]


Jn Frangkreich, glimmet ein böses Feẅer auff,
des innerlichen krieges, die Printzen suchen, zeitt
zu gewinnen, biß zu des Königs Maiorennitet,
alßdann die Königin, nicht viel mehr gelten
wirdt. Man helt davor, die Spannischen cunctiren
derentwegen, damit sie sich, den innerlichen
krieg, zu nutz machen können. Die lottringhischen
haben es, durch iüngsten Streif, so weitt
gebracht, das daß Stifft Metz, ihnen zu
contribuiren, verwilligen müßen. perge

Montag den 8ten: September 1651.

<12 lerchen, vom Streichen, des Märtin vorreütters, Clemen haußknechts, undt des hundeiungen, heinrichs.>

<{Nebel mane, zimlich lange.}>


heütte wirdt wintergerste,
undt Rübesaht, alhier, zum
Forwerge Bernburgk, außgeseet. Gott gebe, zu glück, und segen!


Es hat allerhandt anordnungen, in Oeconomysachen, gegeben.


Conversatio, mit dem Alten Märtin Schmidt, Amptmann
zu Ballenstedt, welcher zu abends, undterthenig Valediciret.


Aviß: das in der Froborn Mühle, etzliche personen,
albereitt, an der pest gestorben, auch der Müller
undt Müllerinn, noch krangk darnider,
darahn liegen. An theilß ortten, sol auch
die rohte Ruhr, einreißen. Gott bewahre, vor
mehrerem unheyl, undt landeßverderben!
undt remediire genediglich, undt väterlich,
allen schädlichen mängeln! undt gebrechen!

|| [[Handschrift: 248v]]


Diesen abendt, hat der Amptmann von Ballenstedt,
Märtin Schmidt, seinen undterthenigen abschiedt
genommen, in Meynung, Morgen (gebe gott) wieder
nacher Ballenstedt, zu raysen. Gott geleitte ihn!
undt seine geferten! Darundter mein kammerdiehner
Ludwig Rober, begriffen ist. perge


Von Leiptzigk, habe ich abermal zwey briefe
undt pacquet, so an meinen Sohn, Viktor Amadeus abgegangen
wieder bekommen, weil sie, seiner verfehlet.


Die ordinarij avisen, confirmiren die
große verwirrung in Frangkreich zwischen
der Königin, undt dem Printzen von Condè, welchen
man, frembder jntelligentzen, undt verstendt-
nüß, mit den Spannischen, auch daß er die Königlichen
Beneficia, wenig beobachtet, inculpiret,
ia das er gar motus intestinos, & bella civilia
erregen wolle. Er aber, exculpiret sich, de meliorj.


Barcellona, ist von den Spannischen, zu waßer,
undt zu lande, hart belägert. Gleichwol
Tummelt sich daselbst, der Frantzösische general
Marzin, undt hat 3000 anlendende Spannische
geschlagen.


Zu Rom, sol der pabst krangk sein.


Die venezianische Victoria des Generals Mocenigo
wieder den Türgken, wirdt confirmiret.

|| [[Handschrift: 249r]]


Jn Dalmatia, sollen die Türgken, auch stöße bekommen
haben, Jn Ungarn inngleichem, vor Klein Comorrhen.
Der Bascha in selbigen gegenden, hette den Commendanten
spießen laßen, welcher also, eigenes gewaltts, davor
gerügkt. Gleichwol wollen die Kayßerlichen dem
Türgken, nicht recht trawen, undt armiren sich.


Chur Brandenburg undt Pfaltz Neẅburgk laßen
zwahr noch zu Eßen, friede tractiren. Dennoch,
aber, wollen sie einander, nicht recht trawen,
undt thun in den ländern, ihre parthien, großen
schaden, wie auch, in Westpfahlen geschicht,
also das der Westfälische Krayß, anfängt,
sich in verfaßung, zu stellen.


Zu Brehmen, gibts auch Mißverstände, mit
den Schwedischen, weil diese, etzliche dörfer,
zur Erbhuldigung, inß hertzogthumb Brehmen,
zur ungebühr) citiret haben, darwider
die Stadt, protestirt, undt ihre jura reserviret.


Die Neẅburgischen partien, streiffen biß in daß
Fürstenthumb Minden, hinein, thun großen schaden.


hollandt correspondiret noch mit den Engelländischen Parlament(ar)ischen[.]
Der König in Engellandt, gehet desperat, hat
den Cromwell hindter sich, (welcher Sterling, occupiret)
er aber ist unferrne von Londen, führet die wortt,
im HaüptFahnen: Endtweder eine Crone, oder ein Beyl. || [[Handschrift: 249v]]
Er sol nur 8 meilen von Londen, sein, in hofnung,
eines stargken beyfalls. hingegen, hat ihm,
der General Fairfax, (welcher bißhero
stille geseßen) eine armèe, entgegen geführt,
Londen zu defendiren, undt Cromwell, hat
ihm, den Repaß, nacher Schottlandt, gantz
abgeschnitten. Gott bewahre, den König, vor unglügk!


Jn Dennemargk, sol selbiger König, in gu-
tem vernehmen sein. vlefeldt ist citiret,
undt seine gühter, alle eingezogen.
Sehestedt hat ein landtguht wiederbekommen,
undt man hat ihm auch Langelandt eingeraümet.
Die Reichßrähte, vereinigen sich, mit dem Könige.


Zu Lübegk, gehen die Tractaten, zwischen
Polen, undt Schweden, schwehr von statten,
wegen des Tituls, welchen die Schweden,
den Polen, nicht concediren wollen, undt
es vor eine contravention halten, daß Sie sich
deßelben anmaßen, hingegen diese, von ihren
allten prætensionen nicht abzustehen, gesinnet.
Frangkreich, undt andere interponiren sich.


Die Cosagken, seindt noch nicht gestillet.
Der General Chmielinsky, sol sich, mit 500000 || [[Handschrift: 250r]]
Gulden (florenus)f. von dem Cham[!], liberiret haben, und noch
große hülfe auß der Tartarey erwartten.
Die deützschen, undt Pollnischen völgker, sollen
sich sehr ruiniret haben, in der nachiagt der
Cosagken, undt Tartarn, weil diese das landt
so sie hindter sich gelaßen, alles verheeret,
verbrandt, undt verwüstet, undt also den
Nachfolgern die hungersnoht gelaßen,
deren viel sollen gestorben sejn. Dennoch
hat Fürst Radzivil, etzliche rebellische
pawren, geschlagen, undt die Stadt
Kioff, mit ruhm, wieder eingenommen.


Sie hoffen noch secours, die Cosagken,
von denen Türgken, so wol, als von Tattern.


Der König in Polen, zeücht nacher Dantzigk
von dannen er gedengkt, auf den Reichß-
tag nach Warschow, zu kommen. Sein Fraẅ-
lein, so an den zähnchen etwas krangk
gelegen, sol ein Frantzösischer Balbirer,
mit aufschneidung des zahnfleisches, ohne
noht, getödtet, und die Eltern dadurch, sehr
betrübet, auch der Frantzösischen nation, bösen nachklang gemacht || [[Handschrift: 250v]]
haben, zumahl da andere liederligkeitten
mehr, von ihnen verübet worden, vor diesem
mit aderlaße iunger Söhne, undt da
eine Frantzösische Amme, vorm iahr, fast die
gantze Königliche residentz, durch ver-
wahrlosung, angezündet.


Jn OostJndien, sol der Portughiesische Vice
von Goa, eine gewaltige Stadt
erobert, undt große beütten, gemacht
haben.


Jch habe auch schreiben, von Wien, entpfangen,
vom herren von Roggendorff.

Dienstag den 9ten: September 1651.

<Ein Rehe von Ballenstedt[.]>

<Albrecht Sekerka, Rindtorfs Hans, Michel lagkay 15 lerchen[,] 1 wachtel.>


Gestern Abendt, ist ein Rehe, undt Victualien,
von Ballenstedt, ankommen. Die Tages hitze,
(so noch groß ist) bringt solchen Sachen mergklichen schaden!


Michel lagkay, ist heütte, nach Deßaw, wieder
mit brieffen, zu meinem Sohn, Viktor Amadeus verschigkt worden.


Extra: Ern Jonium, zu Mittage, gehabtt.


Bärnreütt, hat sich auch præsentiret.


heütte hat Oberlender einen wispel Ballenstedter schönen
weitzen, alhier zu Bernburg außseen lassen, im regenwetter || [[Handschrift: 251r]]
welches mehr zu seen verhindert. Gott helfe daß
es wol gerahten, undt genoßen werden möge!


hanß heinrich Schlegel, ist bey mir gewesen
mit seinen vögeln zum beißen.

Mittwoch den 10ten: September 1651.

<4 hasen. 1 dachs.>


heütte, habe ich, meine leütte, hinauß geschickt,
das kleine werderchen, in der Sahle, im Gränaer
weinberge, so sich herüber angeleget, abhawen
zu laßen, undt das holtz hereiner zu führen,
dieweil mirs Plötzkaw, zur ungebühr,
undt mit ungrundt, streittig machen will.
Gott gebe zu glügklichem succeß!


Jakob Ludwig Schwartzenberger wahr extra zu Mittage.


Schreiben, von Gohta, undt Krannichfeldt.


Simone Ebreo, è stato quì, in castello, con varie proposte.
perge


Schreiben, von der andern herrschaft, wegen der gesindeord-
nung, Jtem: wegen einer M[ord]That, so drey
Reütter, an zweyen Reüttern, in hertzogk
Ernsts, von Gohta, gebiehtt, verübet, undt wir
umb assistentz ersucht werden, die Thäter auß-
zufragen, undt zu verhaften in unsern landen,


Jtem: eine fröliche ankündigung, von Fürst
Hanßen, das ihm Gott, den 8ten: huius, durch fröliche
Niederkunft seiner gemahlin Liebden einen iungen Sohn, beschehret!

|| [[Handschrift: 251v]]


Die gute post, ist auß hollandt ankommen, daß
der König in Engellandt, auf 40 deützscher meilen
weges weitt von Londen, eine steinerne brügke
von 36 Schwibbogen, undt einen importanten
paß, mit gewaltt, forciret, nach Nordt-
wallis, seine parthien, zu animirung seiner
favoriten daselbst, außgesandt, undt selber
in person, auf Londen zu, gegangen, aldar
triumphantelich eingezogen, undt seine
feinde zimblich gedempft <auch einen anhang, von 80000 Mann bekommen>, nach dem er anfangs
den General Horrison (ahn obgedachten paß)
totaliter geschlagen, undt den Cromwell,
so ihn verfolgen, undt ihm den paß abschneiden
wollen, abusiret, undt verführet. Bey
der Princesse Royalle, sol darüber, große
freẅde sein, undt viel Parlamentische,
sollen in Zeelandt undt nach Rotterdam fliehen.
<Der König führet im HaüptFahnen, den blutenden abgehawenen kopf, des herrn vatters,>
Der Gott der gerechtigkeitt, wolle der
gerechten sache, beyfallen! undt die war-
heitt vertheidigen, auch seinen Gesalbten, schützen!
Jhm seye allezeit, lob, undt dangk gesaget,
vor alles gute, so er seinen kindern, erzeiget, undt
erweiset, er wolle es ferner thun, umb Jesu
Christj theẅren verdiensts willen, Amen! Amen!

|| [[Handschrift: 252r]]


Aus Westphalen, wirdt geklaget, das die Theẅ-
rung sehr über handt nehme, undt ein wispel
getreydig, gelte in die 48 ReichsthalerRthlr: daselbst.


Die lottringhischen völgker, sollen übel hausen.


Der hertzogk von Lünenburg (welchen man vor
Päbstisch außgeruffen) sol sich noch nicht recht
erklähret haben, sondern, zu venedig, auf
einen Cardinalßhuet, undt 20000 crohnen, iähr-
licher pension von Rom wartten. perge
(Mundus vult decipi!5 Drumb seind, die pfaffen hie!)

Donnerstag den 11ten: September 1651. perge


<Regen, windt.>


Gestern, haben meine leütte, von dem quæstio-
nirtem, in die 12 Fuder holtz, anhero
undt nach Zeptzigk geführet. Fürst Augusti leütte,
alß Zerbst, Jehna, undt ein Amptmann,
haben auf iehnem ufer, mit stillschweigen,
heütte<gestern> zugesehen. heütte, habe ich, meine
leüttlin, wieder hinauß geschicktt, was sie machen werden?


Jnterim: habe ich auch keine zeitt verspildert,
sondern an Fürst Johannsen, gratulando wieder geant-
wortett, durch seinen Trompter.


Secretarius Paulus ist bey mir gewesen, von
der Ballenstedter Commission, und andern expediendis, zu referiren.

|| [[Handschrift: 252v]]


heütte ist wieder ein ½ Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: weitzen alhier,
undt ½ Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: weitzen zu Zeptzigk, (in bösem wetter)
geseet worden, der erste in praesentz Hans Balthasar Oberlenders[,]
der ander, <in Præsentz> Martin haug lackayen. Gott gebe! das es
nicht übel, sondern wol gerahten, aufwachßen!
undt recht genoßen, werden möge!


Man hat heütte wieder 5 Fuder holtz,
auß dem werder geführet. Jst alles
mitteinander, weydenholtz. Meine
leütte iudiciren, selbiger werder, seye
wol 100 ThalerThlr: werth, so schön hat er
in 4 oder 5 iahren, zugenommen, dazuvor
nichts gestanden, undt die alluvion es gebracht.


Doctor Haimburger, Medicus von Magdeburg,
ist anhero kommen, Jl a l'heür, de guerir
les maniaques, undt hat stattliche
curen gethan, sonderlich hat er auch bißhero
durch Gottes gnaden, die Fürstin zu Cöhten,
zimblicher maßen, noch curiret, und erhalten.
Madame veüt parler a luy, d'üne proche
parente, que le bon Dieü, vueille reguerir!
par sa Sainte grace, et Benediction!

|| [[Handschrift: 253r]]

Freitag den 12ten: September 1651.

<Regen.>


Doctor haimburger, ist wieder forth, nacher Magdeburg
in meynung, nacher hollstein zu gehen, undt
der cur halben, über der hertzogin zu Eütin,
sich zu vergleichen. Gott gebe zu glügk!
undt gesegnetem succeß!


Philip Güder, gehet mitt nacher Magdeburg[.]
Gott helfe! daß er seine sachen, wol außrichte!


Jacob Ludwig Schwartzenberger, ist bey
mir gewesen, in oeconomy: undt Polizeysachen,
allerley expedienda, zu befördern.


Doctor haimburger, hat mir gestern, betheẅert,
daß er 96 maniacos, (deren man die meisten
verwahren, undt an ketten legen müßen)
durch Gottes gnaden un[d sein]en segen, hat curiret.
Er sagt auch, das es au[f] der lüneburger heyde, ahn
itzo, wegen der Straßenraü[b]er, gar unsicher seye!


Jn neẅligkeit, wehre d[er] postbohte, zwischen
Magdeburg, undt hamburg[k] angegriffen, undt
ihme in die 3000 ReichsthalerRthlr: abgenommen worden.


Die Engelländische gute zeittungen, confirmiret er.


Zu hanover, sol ein Rector, undt Cantor, die Schuel-
knaben in der Magia necromantica, haben undterrichtet
undt auf dem Mantel zu fahren. Seindt eingezogen worden.

|| [[Handschrift: 253v]]

Samstag den 13den: September 1651.


Meinem Carolo Ursino, in studiis, zugehöret,
undt zugesehen.


Oeconomysachen, befördert.


Mit Georg Reichardt geredet, Jtem: mit Jakob Ludwig Schwartzenberger[.]


Etzliche <8> Fuder holtzes, noch außm <quæstionirten> Werder,
holen laßen, undt die gestrige
vergebene protestation, des Amptß
Plötzkaw, remittiret. perge


Der greẅliche Regen, hat an vielen orthen,
durchgeschlagen, im Schloß, undt in der Stadt.
sonderlich, hat er auch leyder! zum willkommen,
des neẅen hofpredigers Menzelij
stall eingeweicht, und eingeschlagen,
undt bey nahe [s]eine pferde ermordet.
Gott lob! daß [es] noch also, abgegangen!
Der helfe ferrne[r] mit gnaden!


heütte hat [der] große regen, ein wenig remittiret,
iedoch nur, per intervallo.

Sonntag den 14den: September 1651.


Philip Güder, ist von Magdeburgk wiederkommen,
mit meinen kutzschpferden, diesen Morgen. Er hat
Doctor Haimburgern, nach Magdeburg gelifert, || [[Handschrift: 254r]]
undt aldar einen landtkutzscher, vorn gedachten
Medicum, gemiehtet, nacher hamburgk in 6 Tagen,
zu fahren, alle Tage, vor 2½ ReichsthalerRthlr:
Von dannen, sol er nach Eütin, wandern.
Gott gebe zur glügklichen cur, de la Duchesse!
Die Magdeburger haben ihm, alß ihrem Stadt-
Physico, nur auf 16 Tage, undt doch ungerne
erlaübnüß gegeben, weil ihre gemeine
stargk, viel krangke, ehrliche leütte
darinnen, undt gleichwol kein ander Stadt-
Physicus daselbst vorhanden.


Philipp Güder hat mir auch etwas fischwahren
<an häringen, StogkFisch, und Schollen> mittgebracht, undt große ungelegenheit
wegen des regens, bösen weges, undt ge-
wäßers, mit gefahr, sonderlich gestern
abendt, auf der Budebrügke, zu Gaterschleben,
außgestanden, in dem die verfaulten
höltzer, auf der brügke, eingegangen,
undt die räder also im finstern, biß an
die Naben, hinein gefallen, undt wann
noch ein querholtz gebrochen wehre, hetten
Sie alle mit kutzschen, undt pferden, elendiglich
verderben müßen. Gott <seye> lob, und dangk, vor diese <väterliche> beschirmung!

|| [[Handschrift: 254v]]


Jn die kirche vormittags conjunctim, da Er Valentinus
Reichardt, pfarrer von Cörmigk, geprediget. Text:
von der wittwen Sohn, zu Naim; Lucas 76 Dominica 16.


Jch habe die hofordnung, vor meinem
Gemach, ablesen, undt durch den hofmeister
Einsidel, der pursche, inculciren laßen.
Gott gebe zu frucht, undt Nutzen!


Den CammerRaht Doctor Mechovium extra
gehabt, dann numehr der alte Sekerka[,]
der iunge Einsidel, undt andere, nicht vor
extraordinarij, zu achten, <Jtem: Tobias Steffeck von Kolodey[.]>


Man hat d[as] dangkfest, über 8 Tage
(wilß Gott) wegen der erndte, undt
die communion, von der cantzel abgekündiget.


Schreiben von Viktor Amadeus daß er gestern, nicht
hat erlaübet werden können, wegen des
regens, will in 2 oder 3 Tagen (gebe gott) wiederkommen.


Nachmittags, in des Jonij predigt, (welcher
den andern Theil, des Catechismj angefangen)
mit Carolo Ursino, undt zweyen Töchtern7.


Unum est necessarium.8

|| [[Handschrift: 255r]]

Montag den 15den: September 1651.

<3 hasen. 68 kleine vogel aufm vogelherdt.>


Der Balbirer, hanß Wentzel Rohte, hat mir
heütte sagen laßen, er hielte gäntzlich davor,
sein Elltistes krangkes söhnlein, <von 6 iahren altt> wehre behext.
Doctor Fischer hette anfangß, solches nicht glauben
wollen, ahn itzo aber, müste er es glauben,
undt hette gesagt, man müste des 14. Ta-
ges erwartten, wenn es den überlebete,
so köndte ihm keine zauberey mehr schaden.
Nun wehre heütte, der 14de: Tag.
Das liebe kindt, lieget da, kan weder
sterben, oder genesen, h[a]t ofte[!] die Epilepsiam
gehabt. Gestern aber, hat sich eine große
beüle, am arm erzeig[e]t, so von oben von
der achßel, biß gegen die median, alß ob es
lebendig, wie eine mauß wehre, herundter
gelauffen, undt als es eröfnet, ist noch zur
zeitt, garstige materiam, eyter, undt
bluht, heraußer kommen. Jch habe dem
kinde, ein wenig corallen Tinctur ge-
schicktt, in einem appropriirten waßer.
Gott gebe (wo es so lange noch lebet) daß es ihm
gut thue, gleich wie ihm vor wenig Tagen, mein
Balsamus Vitæ, und Florentiner giftöhl zimlich gut gethan! || [[Handschrift: 255v]]
Aber! Ach! waß seindt wir arme, elende, Menschen?
Baldt, nach dem ich diese Tinctur, undt wäßerlein
hinundter geschigkt, ehe es noch hinkommen, ist
bericht erschollen, daß noch gestern abendt, umb
9 uhr, das liebe kindt, gestorben wehre.
Gott genade ihm! Es ist sein frömbstes
kindt, undter allen gewesen. hat sich
fein ahngelaßen, undt wol studieret,
auch so lange es reden können, in seiner
krangkheit fleißig gebehtet, undt ohne
zweifel, hat es dem lieben Gott, auch
wolgefallen, er hat es zu sich gezogen,
(nach außgestandener quahl) auß lauter gühte.


Er gibt vor, de[r] Balbirer, daß sein Söhnlein,
mein pahte, (welcher vorm iahr verschieden)
auch seye behext gewesen. Gott wolle
solche scelera offenbahren, undt straffen!


Seine elltiste Tochter, (meinet er) sol auch
vor iahren, behext gewesen sein, zu Agken,
also: daß sie auch vor Todt gelegen, und große
mattigkeit außgestanden, auch viel erlitten,
endtlich hette ihr, zu förderst Gott der allmächtige || [[Handschrift: 256r]]
geholfen, darnach, hette das weib, so sie bezau-
bert, die bösen dinger, wieder wegthun müßen, weil
es ihr wehre auferleget worden. Daßelbe weib
solte endtrunnen sein, alß man sie zur Tortur,
bringen wollen, da man vermeinet, Sie würde
wol, auf die vornembsten weiber, in Agken,
bekandt haben. Alß sie nach hamburgk kommen,
sol sie sich, auf ein Schiff, aufs Meer, gesetzt
haben, undt alß sie in gesellschaft anderer
auf die offenbahre See kommen, wehre ein
grawsahmer Sturm endtstanden, undt
der Teüfel hette leibhaftig, das lose weib
in den lüften, hinweg geführet, daß kein
Mensch erfahren, wo sie hinkommen. Wehre
wol ein memorabile exemplum, Vindictæ Divinæ!
Gott gebe! das andere, sich daran, spiegeln!
undt buße thun! vor ihre greẅel, undt böse thaten!


Man sagt auch, von einem <außgerissenen bösem> weibe zu Lep-
pendorf, welches einer Frawen, ihr kindt
bezaubert, darumb, daß sie ihr, auf ihr ansuchen,
keine butter, undt brodt geben wollen.
Sie hat es ihr, mit pochen, schelten, und lästern, ab-
betteln wollen, vndt 2 hunden, butter und brot geben,
das kindt ist 1½ iahr altt, gewesen, am 9ten: Tage gestorben.

|| [[Handschrift: 256v]]


Der Balbirer gibt vor, er habe vor ein par
Tagen, neünerley holtz genommen, undt dem
kinde in die handt geben, einen zuber, oder gelte
mit waßer, darundter setzende. Alß nun
das kindt, die leichten höltzerlein, in die handt,
(unvermuhtendt) bekommen, undt fallen laßen,
wehren 6 stügklein hinein geplumpt,
so schwehr, alß bley, undt zu grunde ge-
sungken, das solte die prob sein, das
es 6 par böse dinger, wie sie es nen-
nen, bekommen, (ist aber superstitioß,
meines bedüngkens) in den leib, das
Arme unschuldige kindt, die übrigen
drey stügklein aber, wehren oben auf
dem waßer geschwummen. Gott erlöse
unß, von dem bösen, undt von allem unheyl!


Eine fuhre nach Zerbst geschigkt, Zerbster bier,
abzuholen. Gott gebe zu glügk!


On dit, qu'au cloistre, ou en l'hospital, il y
a dès sorcieres, au moins trois, dont l'üne
a failly gaster, il y a 10 ou 12 <ans> Georg Reichardt nostre
baillif, qui estoit alors Precepteür, de mes fils. perge || [[Handschrift: 257r]]
mais la frayeur, qu'il luy fist, la fit luy
oster lès tourmens de la teste, qu'il croyt,
qu'elle luy, ait occassionnè! Dieu vueille
pünir telles meschancetèz! soit en haut, ou bas degrè.


Mein kammerdiener, ist von Ballenstedt, wie-
derkommen, mit mühe, undt sorgen, wegen des großen
unerhört geschwinden, gewäßers! Die
Bude, undt Selgke, auch andere waßer,
haben sich mächtig ergoßen, undt schaden gethan,
in den feldern, an den dörfern, an dem, un-
eingebrachtem getreydig, undt gebeẅden, etcetera[.]
Mir ist auch zimblicher schade geschehen,
aufm Schloß zu Ballenstedt, an der Schäferey,
gebeẅde, an den außgerißenen Teichen,
an der Mühle, an dem uneingeerndten
haber, an Theilß breitten, so daß waßer
überschwemmet, und große löcher hinein
gerißen. Deus dedit; Deus abstulit, sit nomen
Dominj: benedictum.9 Meiner gemahlin Liebden sol zu
Ballenstedt, undt Padeborn, auch großer
schade, an gebeẅden, undt in feldern,
geschehen sein, zumahl da ihr haber, noch
gantz im felde in schwadten stehet. Patientia!

|| [[Handschrift: 257v]]


Die Schafe krongken, das Federvieh, stirbt
auch, insonderheit, die gänße. Miseria; per tutto!


A spasso; an die Mühle, undt kleinen weinberg.

Dienstag den 16den: September 1651. perge

<hanß Cohte, Peter banckkoch undt hanß der Bötticher, nur eine lerche.>


Post von Cöhten, mit den AntiDurrianis.
Gott gebe, zu gleichsahmen nachdrugk!


Es ist gestern, ein hase, einbracht worden, welchen
hagens von Biendorf, hunde, gefangen, vor
Poley, undt sie sollen mir ofte[!], zu nahe, hetzen.
Jst unrecht, undt strafbahr!


Die avisen geben: die erwüntzschte con-
firmation der Victorien, des Königß in Engel-
landt, seiner progreßen, stargken zufalß,
undt einzugs in Londen. Die Parlament(ar)ischen
wehren außgerißen. Printz Robert, be-
fünde sich auch, auf der nähe, mit einer
Schifarmada.


Jn Frangkreich, währet die unruhe noch,
der König, hette gerne declaration seiner Mündigkeitt[.]
Prince de Condè machet difficulteten, will zuvor-
hero declaration seiner unschuldt, haben,
Düc d'Orleans, interponirt sich. Cardinal Maz-
zarinj soll außgemustert werden.

|| [[Handschrift: 258r]]


Die Spannischen, haben Vuerne in Flandern
recuperirt, hoffen Duynkercken, oder La Bassèe
numehr anzugreiffen.


Die lottringher, wehren sich gegen den la Fertè
Seneterre, tapfer, gleichwol müßen sie endtlich cediren.


Der Kayser, will nach Prag kommen, undt
zuvorn, die Kayserinn, zur Königin in Ungarn, krönen
laßen.


Die Türgken moviren sich zwahr in Ungarn,
haben aber gleichwol vor Klein Comorrhen,
abziehen müßen. Der Kayser sucht alda friede.


Chur Brandenburg undt Pfaltz Neẅburg
tractiren annoch, es will aber zu keinem
Schluß, noch gedeyen. Der Kayser, hat Chur
Brandeburg vors kammergericht, zu Speyer ci-
tiret, wegen angefangenen krieges.
Man will auch, bey straff, vielen Margk,
lötiges goldes, die Thumbprobstey,
zu halberstadt, restituiret haben,
vor den Cardinal von harrach.


Die Züricher, in der Schweitz, haben auch
Streitt, mit den Fünff päbstischen orthen,
wegen des Turgaw, dörfte wol krieg causiren!

|| [[Handschrift: 258v]]


Der Bischof von Basel, ist gestorben.


Die Päbstische Fürsten, halten zu München,
undt die Evangelische, zu Stugkgardt,
(darundter auch Chur Pfaltz ist,) einen
convent, dörfte krieg außbrüten.


Jn Schweden, helt man behtTage, versam-
lungen, raysen, im schein, daß man, mit etwas
neẅes umbgehet.


Zu Lübegk, laßen sich, die tractaten
zwischen Schweden, undt Polen, numehr
wol an.


Der Könjg jn Polen, kömbt, in Preüßen,
die Cosagken, werden verfolget.


Duca de Jnfantado, welcher Spannischer
Gesandter zu Rom gewesen, extraordinarie
wirdt ViceRè in Sicilien.


Duca Farnese, gehet gesandter
vom Pabst in Spannien, zu gratuliren
wegen der neẅgeburtt, der iungen Tochter,
undt eine päbstliche geweyhete bett-
degke mittzubringen.


Viel Papisten, auss Böhmen, raysen nach Loreto.

|| [[Handschrift: 258ar]]


Mein Sohn Victor, ist nachmittags von Deßaw
wiederkommen.


Die Sahle wächßt gewaltig, also
daß er<Sie> auch in die awen tritt, undt der
vogelsteller, zu stellen, abgetrieben worden
nach dem er heütte 1 schock, 5 vogel gefangen.

Mittwoch den 17den: September 1651.


<Regen.>


Daß waßer der Sahle, ist noch eine elle, diese
Nacht gewachßen. Wil sich sehr ergießen.
Gott bewahre vor mehrerem unglügk!


hanß Eckardt, ist mit 2 faß, Zerbst[isch]en bieres,
von Zerbst wiederkommen. Klaget auch über
das große gewäßer, undt daß es, in dem
Rosenburgischen, Barbyschen, undt Cälbischen, großen
schaden gethan, an heẅ, getreydig, im felde, ein-
reißung der Thämme, undt dergleichen.


Solatium est miseris; socios habuisse malorum!


Zu Erxleben, zu Warmstorf, überall leidet
der iehnige, so getreydig im felde hat, schaden.


Alhier penetriret der Regen, durch die übel
bedegkte Scheünen, undt durch die diehmen, also:
das auch, das eingebrachte getreydig, schaden leidet.
Gott helffe überwinden, undt emergiren!

|| [[Handschrift: 258av]]


An der Stadtmawer alhier, beym Krumphalß,
ist ein groß Stügk mawer eingefallen.


Nulla calamitas sola!10


A spasso, auf den höhen, die ergoßene Sahle in
den awen zu sehen, undt den vogelherdt
zu verändern.


haagen zu Biendorf, Krosigk zu Bösem,
undt andere, sollen große noht leiden,
am heẅ, undt getreydig, so noch im felde
stehen mag, wie auch Erlach, zu Aldenburgk.


Nachmittags, ist des Balbirers Söhnlejn,
begraben worden. Gott gebe ihm, die erbehtene
ruhe! undt an iehnem großem Tage, die herr-
liche Aufferstehung, zum ewigen Freẅdenleben!


Jst es bezaubert gewesen, (alß die Elltern,
undt ihrer viel, darvor halten) so gebe Gott,
daß es an den Tag komme, wol gestrafft, undt
das böse, gedempft werde!


A spasso nachmittagß wiederumb, da dann
die Sahle fast zusehens, noch gewachßen, undt die
Mühlgänge gehindert, auch die überfahrt
an der Fehre, sehr schwehr gemacht.


Am neẅen gebeẅde auf dem Schloße, da || [[Handschrift: 259r]]
meine Söhne, logiren, hat sich auch ein stargker riß,
eüßerlich, am gemaẅer, eraignet, welches wol
groß unglügk (da Gott in gnaden, vor seye!) cau-
siren dörfte. Gott gebe bäldiste remediirung!
reparation! verbeßerung! undt hülffsmittel!
perge

Donnerstag den 18den: September 1651.

<21 lerchen, Albrecht Sekerka[,] Märtin lackay, Nickel Stalliunge.>


Post sacra peracta, & lectiones studiosas,
bin ich auf den neẅgelegten vogelherdt, inß Richters
gartten, spatziren gegangen, habe aber befunden,
daß daselbst so wol, alß in der awe, das waßer
eingerißen, undt also das vogelstellen verderbet.
Es ist heütte, noch sehrer gewachßen, als gestern.


Gestern habe ich den Rah[t] vorm berge, mit der
dissentirenden bürgerschaft, etzlicher maßen
verglichen, in einer collecte: oder contributions-
sache, der Fuhren des hofpredigers Menzelij
betreffende, heütte aber habe ich Einsideln,
mit Wartemßleben, durch commissarien
alß: Abraham von Rindtorf, undt Tobias Steffeck von Kolodey
Gott lob, verglichen, wegen der händel,
so undter ihnen, in Ungarn, undt Schlesien, vorgegangen,
als Sie truncken, undt uneinig gewesen. Der Gott
der einigkeit, wolle über ihnen, undt unß, schallten, und wallten!

|| [[Handschrift: 259v]]


Den Caplan Jonium, habe ich bey mir, gehabt,
undt 10 exemplaria von den AntiDurrianis,
vor daß Consistorium, undt andere geistliche
zugestellet. Gott gebe, zu nutzen!


Mein Sohn Victor, ist draußen, zu Zeptzigk,
undt an der Fuhne, gewesen, undt wiederkommen,
hat aber nichts geschoßen.


Einem kerll zugesehen, welcher nicht allein,
allerley gaükelspiel gemachtt, Sondern
auch, mit seinen gesellen, einen großen Crocodill,
2½ klafter lang, gewiesen, welcher zehen
Soldaten, alß man ihn geschoßen, sol umbs
leben gebracht h[ab]en. Jngleichem, haben sie
unß gezeiget, einen Parädißvogel, einen
Pelicanskopf: so die zahl seiner iahr, mit
Strichen, auf dem Schnabel, führet, nemlich
Fünffe, ein Jndiannischen Rabenkopff,
wie dann auch, ein iunger Basilißke,
welcher, so er lebendig wehre, undt einen
Menschen ansichtig würde, wegen seines
gifftigen Gesichts, ihme von Stund ahn,
zu Tödten vermöchte, (dem vorgeben nach) || [[Handschrift: 260r]]
dieser Basilißke, sol im lande zu Gülich, auß
einem haneney, durch eine kröhte sein außgebrü-
tet werden. Jch habe zwahr dergleichen dinge,
zum öftern, gesehen, dieweil es aber alhier, auf mei-
nem Residentzhause Bernburgk, eine raritet ist,
Alß habe ichs, aufzeichnen wollen.


Der gaügler hat auch ahrtige Spiel, undt veren-
derungen, auf der gaückelTasche gemachtt, allein
mit der kahrte, gefielen mir die transmutationes
so er geschwinde machte, am besten, wiewol Sie
nicht alle gleich, anstendig wahren.


Mit einem bogen pappier, machte er viel, undt
mancherley, artige verenderungen. Mit eyern,
mit nüßen, mit fädem[!], entzwe[y]schneiden, undt so
baldt wieder, zu ergäntzen, mit geldt verstegken,
in schnupTüchern, <zu verwechseln> undt herauß, wieder sobaldt,
partiren, undt andern händen, wahr er vix.
Sonderlich, wußte er auch, in der handt, endtlehnte
güldene ringe, an<vom> finger, an ein holtz, zu bringen,
wann daßelbe schon auf beyden ecken gehalten wurde.
Jtem: geldt, in der handt, zu verwandeln, Nägel,
in die Nase, zu stegken, schlößer, an der iungen
Maüler, zu legen, bier auß der Stirn, fließen zu
laßen, undt andere, lächerliche behendigkeitten. et cetera
<auch Mehl in weitzen, und weitzen in Mehl, geschwinde zu verwandeln.> || [[Handschrift: 260v]]
Sonderlich, wahr auch dengk: oder mergkwürdig, daß
er sich die hände, von zweene stargken kerlls, ließ
feste binden, so feste alß sie kondten, und gleichwol
zohe11 er die rechte handt, von sich selbsten, wieder
herauß, gar leichtlich, alß wolte er loß schlagen,
undt schob sie behende wieder hinein, in die
gebundenen strigke, wie zuvorn, also: daß
man sich billich darüber, zu verwundern, hatte.


Nachmittags, haben Meine Söhne, 15
lerchen, mit dem klebegarn, gefangen.

<3 außm Stall haben 4 lerchen einbracht, vom streichen.>


heütte, ist die Sahle, in jhrer größe,
stehen b[l]ieben, undt ist wenig gefallen.
Man kan noch, mit der Fehre, nicht überfahren.


Avis von Ballenstedt, von großem schaden, des uner-
hörten Regenwetters, so zu Ballenstedt undt Padeborn,
geschehen, an den gebeẅden, wenden, undt getreydig.


Ein Sechtzigk gersten, ist Meiner herzlieb(st)en gemahlin Liebden zu
nichte worden, so auß mangel der Scheünen,
in hauffen, geleget werden müßen. Es ist
außgewachßen. Möchte noch zu mast, oder
Futter, (wann er getrogknet,) zu gebrauchen sein. || [[Handschrift: 261r]]
Jm Felde, seindt auch 12 Morgen Gersten, verdorben,
weil der regen, die härgker übereilet, daß sie ihn nicht
binden können. Am hafer, sollen noch 150 Morgen,
im felde liegen, in den Schwaden, so auch sehr außgewachßen.
Acht Morgen Erbßen im felde, seindt auch verdorben,
dergleichen henning Stammer, auch begegnet.
Diß alles ist Meiner gemahlin Liebden im Padebörnischen
wiederfahren. Man leßet in die pfarre daselbst
in die ställe, Scheüne, und auf die bödem[!] stegken,
waß zu Padeborn lieget, und guht ist, damit es nicht
auch verderbe! Meiner g Die Scheünen zu Ballenstedt,
seindt voll gebanßet, und kan nur ein ½ Sechtzig haber
noch hinein gehen, also daß das übrige Meiner gemahlin Liebden
endtweder in diehmen, oder in d[i]e Amptsscheünen,
(wo ferrne platz?) geleget we[r]den. Mir, wirdt
auch wol, nicht geringer schade, [g]eschehen sein, wie
denn aller enden, wegen des ungewöhnl[ich]en regens, klage ist.
Zu hartzgeroda, muß wol die hel[ff]te des getreydigß,
im felde, liegen bleiben. Die Teiche, seindt zu hartzgeroda
auch theilß außgerißen. Die Straffen Gottes, leyder!
wollen noch nicht aufhören. Der krieg zwischen Chur Bran-
denburg undt Pfaltz Neẅburg gehet auch noch stargk forth.
Die lottringhischen haben biß an Minden, gestraift undt die
Chur Brandenburgische Cantzeley veriagt. Zu Ascherßleben sollen
3 compagnien und zu Ermschleben 1 compagnie winterquartier haben, undt also
forth, im Fürstenthumb Halberstadt, welchen frustra 10 mille ThalerTh: davor offeriret.

|| [[Handschrift: 261v]]


Christopherus Janus, mein undterthan, so auß Schweden
wiederkommen, undt hofmeister, bey einem herren von Effern,
gewesen, hat mir undterthenig, zugesprochen, undt
vielerley recitiret. perge


<Nota Bene[:]> Jnflammation des yeux de Viktor Amadeus[.] Dieu le vueille
reguerir, par sa Sainte grace!

Samstag den 20ten: September 1651.

<23 lerchen, Wartemßleben, Zacharias Trompter, undt Hans Georg lackay.>

<2 hasen, Carl Ursinus Fürst zu Anhalt[.]>


Doctor Mechovius, mein CammerRaht, undt Paulus
Luwdig, Secretarius, seindt von Zerbst, von des Fertzij
hochzeitt, wiederkommen.


Avis von Palbergk, undt den andern dörfern,
daß den armen leüttlin, viel getreydig, undt fast
die helfte an gersten, haber undt heẅ, durch
das regenwaßer, verdorben, umbkommen, undt
außgewachße[n.] Jst bedaẅerlich!


Jn der Stadt [B]raunschweig, sol sich die Ogker,
dermaßen, ergoß[en] haben, das die bürger, in den
haüsern, nicht [tr]ugken sitzen, undt auf den
gaßen, undt Märgkten zusammen, auf kähnen,
fahren. Zub sol eine wolgkenbrust,
gefallen sein, welche dieses plötzliche gewäßer,
verahnlaßet mag haben.


heütte ist unsere Sahle, umb eine elle hoch, gefallen.
Die wasser am hartz, sollen sich auch verloffen haben[.] || [[Handschrift: 262r]]
Gott gebe, fernere continuation! Des guten, undt wende
in gnaden ab! alles böse! Die Fuhren, können noch nicht transitiren!


Diese Nacht, ist dem Caplan Jonio, der kuhestall
eingefallen, hette bey nahe, seine kühe erschlagen,
welche numehr, dem wolff, (welcher ihm schon ein-
gefallen, undt gänße hinweg genommen) dörften
zu Theil werden. Bey Lorentz N[ic]kel vorm berge,
sol auch der wolff in der nachtt, [si]ch haben spühren
laßen, item: bey Meinen Schaafen, so im Schweinhofe
liegen. Nulla calamitas sola!12 Gott remediire in gnaden!


Præparatio ad Sanctam Synaxim, piis meditationibus, et
lectionibus, item: precibus assiduis, et cetera[.] Deus det; velle, & perficere!


Nachmittagß, zur vorberei[tu]ngßpredigt, so Er
Menzelius, der neẅe hofprediger, [zum] ersten mahl gehalten,
ex capitulo 10 ad Hebræos13, Gott g[ebe zu] nachdrügklichem
succeß! undt gebe dem donner, s[eine]s worttes, große krafft!
undt laße unß, mit aufrichti[gen], andächtigen hertzen,
zu seiner gnaden Tafel, Mor[gen] (gebe gott) undt allezeit, tretten!
O herre hilff! o herr, laß wieder [es] gelingen! Amen! Amen!


Der Allte Magister Marcus Fridericus Wendelinus,
mein gewesener Præceptor, in meiner iugendt,
an itzo aber, in die 40 iahr hero, Rector Gymnasij
Anhaltinj, zu Zerbst, hat sich, in der abendtstunde,
unvermuhtende alhier, præsentiret, undt angegeben.
Er ist ein sehr gelehrter, Frommer, Theẅrer Mann.
et cetera

|| [[Handschrift: 262v]]

Sonntag den 21. September 1651.

<53 lerchen, undt 1 wachtel vom streichen, die Nachtt, Oberlender, Märtin lackay, undt Valtin Stallknecht, einbracht.>


Am heüttigen dankfFest,
vor die liebe Erndte, mit meinen Söhnen, undt
beyden Mittleren Töchtern, undt comitat, zur
kirchen, Er Menzelius, der neẅe hofprediger,
hat eine schöne [pr]edigt gethan, auß dem
13.[,] 14.[,] 15.[,] 16.[,] 17. [v]erßen, des 104. psalms14.
Postea, hat man die heilige communion gehalten,
deren ich, undt mein Sohn Victor, auch
beygewohnet. Gott gebe unß allen, zur
Sehligkeitt! undt wolfahrt!


Meine freundliche herzlieb(st)e [gem]ahlin, ist etwas unpaß,
<diesen Morgen worden.>
Gott wolle [es zur] beßerung schigken!


Extra zu Mit[tage] die Rindtorfinn, Ern
Wendelinum, [d]en hofprediger Menzelium,
Tobias Steffeck von Kolodey gehab[t.]


Postea hat [We]ndelinus abschiedt genommen,
undt ich habe ihn nach Cöhten, laßen führen.
Gott gesegene undt erhalte noch lange zeitt,
diesen frommen, hochgelehrten, aufrichtigen Mann!


Nachmittage, wieder zur kirchen, da der Caplan
Jonius, geprediget, undt fast nach der predigt, undt
gesprochenem Segen, die stiegen herab, von der Cantzel || [[Handschrift: 263r]]
gefallen wehre, weil die eine stuffe, undt die lehne
an der Cantzel, gebrochen. Gott lob! undt dangk! der
es noch also zum besten, geschickt hat, das er sein
Ampt, erstlich verrichten können, hernacher aber,
vor unglügk præserviret worden, wiewol er
heftig erschrogken, undt es lange hernach gefühlet. perge
Le malheür nous talonne, de près.


Mit meiner freundlichen herzlieb(st)en Gemahlin Liebden will es sich, zu einem
Fieberlein ahnlaßen. Sie hat diesen morgen
frühe, (forsan, ab esu hesterno, melonum) eine
Diarrhæam bekommen, darnach eine große Mattig-
keitt, weil ihr der schlaf interrumpirt worden.
Darnach, hat sich die kälte eingefunden.
Gegen abendt aber die hitze. Gott wolle
die beßerung, schigken, undt zu den medicamen-
tis, so Jhre Liebden vom Doctor Fischer, gebrauchtt, segen, undt
gedeyen geben! Das eßen, schmegkt Jhrer Liebden
nicht, undt alles ist ihr b[i]tter im Munde,
Mag, auß dem verderbten Magen, oder von
der Galle herkommen. Peut estre, qu'il y a eü,
quelque secrette alteration, et commotion. perge


Die beyden Jahns, haben sich auch bey mir, einge-
stellet, des gewesenen Caplans zu Ballenstedt, Söhne,
alß: Christopherus, undt Nathanael. perge

|| [[Handschrift: 263v]]

Montag den 22ten: September 1651.

<12 lerchen die Nacht, Michel Sattelknechtt, Michel vorreütter, undt Wischers knechtt.>


Avisen von Erffurdt, daß wegen continuirlichen
Regenwetters, Freitag[,] Samstag undt sonntages☉tages, Acht Tage,
die waßer daselbst, so groß worden, dergleichen
kein Mensch, gedengken will, wodurch auf
dem lande, so wol, alß in selbiger Stadt,
großer schade geschehen, das waßer, ist in etz-
lichen gaßen, zu Erfurdt so hoch gestanden,
das kein Mensch, zum andern, kommen können.
Viel keller, seindt überfüllet worden, auch
undterschiedene dörfer, im waßer, gestanden.
Man besorget, man werde ie mehr, undt mehr,
von größerem schaden, vernehmen.


Jnn Frangkreich, endert sich viel, der iunge
König, Ludovicus XIV. ist numehr mündig, undt
hat die Regierun[g], seines Reichs, angetretten,
Man hoffet, es werde sich alles vergleichen,
undt die König[i]n, sich auf ihr widdumb, zu
begeben, veruhrsachet werden.


Jn Engellandt, hat der König zwahr succeß,
allein das platte landt gewinnet er, undt hat
etwaß zulauff. hingegen, hat Cromwell die
Stadt, undt Schloß Sterling, occupirt, undt den
König, von Schottlandt, abgeschnitten. So haben auch || [[Handschrift: 264r]]
die Neẅen Regenten, die festen plätze, undt päße
in Engellandt, mehrentheils, besetzet, undt preßen
viel volgks, auß Londen, sich dem Könige, (welcher in
großer gefahr, versiret) zu opponiren. Cromwell
gehet ihm auch nach, Gott laße den König nicht,
in seine Tirnannische hände, gerahten. Fairfax,
undt andere Parlamentische, sollen nacher Rotterdam
endtwichen sein, dem Spiel, von ferrne zuzusehen.


Chur Brandenburg undt Neẅburg wollen inter Arma
undt zu Neüße, hinführo tractiren, worinnen, der
Graf von hatzfeldt, undt andere Chur: undt Fürstliche
Gesandten, sich sehr bemühen.


Hans Georg lackay, leßet mir heütte, (in schönem
wetter), 1½ Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: Rogken außse[en.] Gott gebe mirs,
undt den Meinigen, zu glück! [se]gen! undt gedeyen!


Meine Rähte, Doctor Mechovius, und [Pa]ulus Ludwig, haben
mir mündtliche relation abgeleget, von der Zerbsterischen
rayse, undt verrichtung.


Schreiben von Croßen, daß die Princeßinnen in Ungarn,
5 wochen am fieber krangk gelegen, undt sich wol
geduldet daselbst. Gott tröste! segene! undt stärcke sie!
undt dempfe allenthalben, alle wiederwärtigkeitt!


Die Leiptziger avisen, confirmiren, die venezianische
große Victoria, undt waßerSchlachtt, undt eroberung,
vieler Schiffe, galleren, Maonen, Stügke, gefangenen[,]
beütte, undt dergleichen. Jnterim hilft es doch, Candia, undt || [[Handschrift: 264v]]
Dalmatia, nicht viel. Es sollen auch, die Päbstlichen
undt Maltheser galleren, (unwißendt von diesem
Siege) die Türckische armada von Tripolj, geschlagen
haben, also: daß zu waßer, die Türcken, succumbiren.


Der Türckische Kayser, sol, mit seinem Primo
Vesier, von den Janitzschahren, stranguliret
worden sein, weil er, die Türgken, undt
Tartarn, den Cosagken, zu hülfe geschicktt,
wieder die Pollen, undt also, dem frieden, contra-
veniret, mit Pollen, mit der Wallachey, undt Moldaw.


Jn Ungarn, hat sich der Kayserliche General,
Grave von Buchhaim, wegen Klein Comorrhen,
an einer Ungari[sch]en Pallanka, Zigeth genandt,
gerochen15, undt [de]n Türgken, mit krieg, Feẅer,
undt brandt, [d]reymal mehr schaden gethan.
Gleichwol, hat der Bassa von Ofen, den Kayser
versichert, daß die vorigen hostiliteten, nicht
mit willen, des Türckischen Kaysers geschehen seyen,
undt das der Bascha oder Stadthalter16, zu
Canischa, derentwegen solte strafe leyden.
Dennoch trawet man nicht, zu Wien, sondern
man machet stärgkere gegen verfaßung.

|| [[Handschrift: 265r]]


Der Pabst sol gestorben sein, undt Cardinal Mazzarinj
nach Rom raysen, mit 90000 pistoletten, so ihme, die Köni-
ginn in Frangkreich, zur zehrung, mittgegeben.


König in Frangkreich, ist den 7. September dieses
1651. iahres, maiorennis worden, undt hatt eine zierliche
rede, in seinem Parlament zu Paris, gehalten, die Regie-
rung ahngetretten, undt seiner Fraw Mutter, die direction
im geheimen Raht, wieder übergeben. Düc d'Orleans, ist
darbey gewesen, cum applausu, Printz von Condè,
undt sein bruder, Printz von Conty, aber nicht. Der
gemeine Mann, hat sehr gefrohlogkt, darüber, wie
auch viel Geistliche, undt etzliche Noblesse. Er
sol baldt gekröhnet werden, undt zur armèe, gehen. perge


Barcellona, sollen die Spannischen, recuperiret
haben, undt fast gantz Catalogna. Sie gehen nun,
vor Perpignan.


Vor Turino, seindt auch, die Spannischen. Die hertzogin,
sampt ihrem Sohn, dem iungen hertzog von Savoya,
suchen, sich, durch die Frantzösische armèe zu mainteniren.


Die Päbstischen, undt reformirten Schweitzer, seindt
wieder einander, wegen einer elenden, allten,
verfallenen Cappellen, im Turgaw, so die reformirten,
an sich gebracht, undt eine kirche dahin gebawet,
da die Papisten, wol zehenmahl mehr pecciret. Jtem:
anderer nichts werdiger händel halber. Bern, Basel || [[Handschrift: 265v]]
undt Schafhausen, suchen sich, durch den außträglichen
weg rechtens, zu interponiren, welches auch der
interessirte orth, Zürich, beliebet, allein es schei-
net, die Römisch: Catohlischen orth, suchen, frembde
hülfen, undt die extrema. Gott beßere es!


Jn Engellandt, will der einzug des Königs,
in Londen, gar nicht continuiren, Sondern viel
mehr, daß er von vier armèen, umbringet seye,
undt das über 20000 independenten, undt
wiederTaüffer, alleine in der Stadt Londen,
in armis seyen. Gott bewahre ihn, vor unglügk!
undt daß er zurügkc kommen könne!
Es sollen zwahr, zweene Schiffe, mit furchtt-
sahmen Parlamentischen, zu Rotterdam ankommen
sein, aber Cromwell ist nach eroberung des
festen Casteels Sterlings (so keinen
Mangel gehabt, undt wol versehen gewesen,
nur, das die darinnen liegende hitlender
nicht fechten wollen, undt den Gouverneür
zur übergabe, zu unzeittig, gezwungen)
dem König, nachgefolget, wiewol etzliche
wollen, Cromwell seye geschlagen. Gott gebe es! || [[Handschrift: 266r]]
undt bewahre den guten König, vor verrähterey! unglügk!
undt bösen consiliis!


Jn Schweden, sol der Portughiesische gesandte, von seinem
Secretario, so ein Jesuit, betrogen, bestohlen,
undt ümb seine geheimste sachen, gebracht worden
sein. Derselbe Jesuit, ist mit solchen sachen, heimlich
nacher Lübegk, entrunnen.


Die Tractaten zu Lübegk, haben ein absehen,
auf Pollnischer seitten, auf der Cosagken krieges
außgang, undt auf Schwedischer, siehet man, wo
es mit dem Chur Brandeburgischen kriege, hinauß will?


Jn Schweden, ist des Admirals Flämingß
wittwe, eine geborne grävin Brahe17, mit ihren
kindern18, undt befreündten, in einer gallere
raysende, durch Sturm, umbgeworfen worden,
Man hat sie kawm noch gerettet, die übrigen
personen aber, seindt ertrungken. O Unglügk!


Die Cosagken, undt Tartarn, rüsten sich,
aufß neẅe, wieder Pohlen. Moldaw, undt
Wallachey, helt bestendig am Könige, undt der Cron.
haben solches auch, mit abordnungen, undt Præ-
senten, bestehtiget. Des Königs rayse, sol gewiß
vor sich gehen, nacher Preüßen zu. <Viel grosse, undt kleine, von der armee sterben.>


Der ReichsTag, sol noch, im Maijo, intimiret werden.

|| [[Handschrift: 266v]]


heütte, ist die Sahle, mergklich gefallen, undt man
hat, die pferde, wieder angefangen, überzuführen.


Post, undt Victualien von Ballenstedt, auch
avis, daß der große schade noch etwas erträglich,
undt zu repariren, iedoch empfindtlich seye!

Dienstag den 23ten: September 1651.

<16 lerchen, Ludwig Rober, Andreaß hetzler, Rindtorfs hänßgen. 26 kleine vogel, der vogelsteller, gefangen.>

<5 hasen, von der hatz. 1 hasen, Oberlender geschoßen.>


Schreiben von Wien, durch eigenen
bohten, in allerhandt anbringen daselbst.


Jn Oeconomysachen, laboriret.


Post sacra peracta, & expedienda expedita, bin
ich vormittagß, an die Mühle, undt ufer, gegangen,
die Sahle ist noch wenig gefallen.


Ein Schiff, ist mit 17 wispel getreydigß
durchpassiret.


Meine Söhne, haben mit dem klebegarn,
nur 6 lerchen gefangen.


Magister Menzelius ist wiederkommen, mit recommen-
dationschreiben von Meiner Fraw Schwester Liebden[.]

Mittwoch den 24ten: September 1651.

<Nebel[.]>

<10 lerchen Hans Kohte cum sociis.>


<8 lerchen, Wolfgang[.]>


Getraẅmet, daß ich, an einer kurtzen Tafel, geseßen,
mit beyden predigern, Doctor Bergio, undt Doctor Crellio,
undt viel mit ihnen geredet. Sie hetten auch noch
einen Geistlichen, bey sich gehabt. Zuvorhero aber, legte || [[Handschrift: 267r]]
sich, eine handt, mit 5 fingern, auf meine handt,
welche ich über dem hauptküßen, liegen hatte,
ich wachte darüber auff, siehe so fühlete ich
die 5 finger, auf meinen fingern, noch gar
eigentlich, endtsetzte mich ein wenig,
da vergienge, undt verschwande es. Quid hoc significat?


Jn die kirche, undt erste wochenpredigtt
des Menzelij (neẅen hofpredigers) so er kurtz
undt nervose, auß dem 125. psalm19, gethan.
Meine Söhne, wahren mit mir darinnen.
Gott gebe ferner segen, undt gedeyen, zu
der würgkung, des heiligen Evangelij.


Extra ist zu Mittage geblieben,
undter andern, der ander Menzelius, <Magister>
so gestern abendt, alhier ankommen, undt
allerley relation, von Strehlitz, gethan,
wie auß der Margk Brandenburg[.]


Er hat auch, seine anstöße gehabt, an der Margk,
undt bey Zerbst, mit umbwerfung der kutzsche,
alhier aber, auf 1 meile weges, von hinnen,
ist er, im Moraß, tief stegken blieben, undt
sehr eingesungken, biß man ihnen, außgeholfen.
Dulcia non meruit; qui non gustavit amara!

|| [[Handschrift: 267v]]


Nachmittagß, ist der digke, ungesunde, stingkende
Nebel, so vormittags, gewesen, wieder gefallen.


A spasso, in schönem wetter, in kleinen wein-
bergk. Die waßer, seindt, gar wenig, gefallen.


Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin, hat heütte gebeichtet, bey dem Otto
Gehse, pfarrer von Alßleben, so sie haben anhero holen laßen. Gott
gebe einträchtige, einmühtige undt friedtfertige gemühter!


Diese Tage, ist (einkommenem bericht nach) der itzige
pfarrer von NiederPeißen, gar eiferig mit unverstandt
worden, in dem er von unserm reformirten pfarrer von
Paschleben, in controversien überwiesen, undt überzeüget,
zwahr eigensinnig blieben, dennoch aber, sich dermaßen
alteriret, daß er Jesum dreymahl angeruffen, der
solte sein zeüge sein, das er nun, oder nimmer, wollte
zulaßen, daß ein Calvinist, bey eintziger Tauffe oder
Gevatterschaft sein, undt dieselbe vertretten sollte,
gestaltt er auch unlengst, zweene Gevattern, reijciret,
welche Ernst der Schengke daselbst, (mein gewesener
vogelsteller, undt Mußcketirer) <alhier in Bernburgk> gebehten gehabtt,
undt er es inhibiret, gleich alß ob er, in OberPeüßen,
(welches doch mein ist) auch zu gebiehten hette? da ich doch
wol, commendiren köndte, daß meine pawren, alhier oder zu
Palbergk müßte Taüffen laßen, undt predigt hören, wie
es der Oberhauptmann Curdt Börstel Sehliger, gar mit erbawung
einer neẅen kirche zu wirschleben vorgehabt, wann er der krieg nicht interrumpirt || [[Handschrift: 268r]]
hette? undt die OberPeißner, dahin hetten hingehen sollen.
An itzo, hat Krosigk in NiederPeüßen, kaum drey undertha-
nen, so wieder aufgebawet haben, der meynigen aber,
seindt viel mehr, welche billich, nicht zu deseriren, Sondern,
(pro posse,) auf den rechten weg, zu bringen. Die kirche sonst
zu Nieder Peüßen, liegt im Magdeburgischen Territorio, wie sie
es an itzo beschreiben, undt gezogen haben wollen?

<21 lerchen, Albrecht Sekerka[,] Michel Ringk, lackay; Peter bangkkoch, haben 22 lerchen gestrichen.>


<38 kleine vogel.>


Geschrieben, nacher Croßen, undt Strehlitz.


Meine freundliche herzlieb(st)e gemahlin, hat heütte ihre communion, alhier gehalten.
Gott gebe zur einigkeitt, undt Friedlichem wolstande!


heütte haben Wolfgang Sutorius, undt Ludwig Rober,
einen wispel rogken, zu Zeptzigk außsehen laßen,
Gott gebe zu glügk! wachßthumb! undt gedeyen!


Meine wochenrechnungen, habe ich durchsehen.


Etwaß spatziren gegangen, vor: undt Nachmittagß. perge


Der Cantzler Milagius, hat gegen abendt, in transitu
eingesprochen, in unserm Gynecæo.


Avis: daß der Administrator von halle, mit Seiner Liebden gemahlin
undt Freẅlein Töchterlein, (von drey iahren altt) zu-
rügkd auß Mecklenburg wieder kommen, undt zu Deßaw,
auf das Nachtlager, eingesprochen, auch gar content gewesen.


Stammerische ahnbringen auß Ballenstedt, in puncto hæreditatis[,]
ehegelder, Schmugkgelder, undt schulden, der OberStammerischen
contra die NiederStammerischen, und andere cohæredes.

|| [[Handschrift: 268v]]

Freitag den 26<ten:> September 1651.

<14 lerchen, Geüder der page, Hans Eckardt, undt der gärtner.>

<13 kleine vogel.>


Johann Schinckel, ein Bernburger kindt, (so sieder Gallaaßischer
Einquartierung, in der frembde, in Pommern, gewesen)
hat sich auch gestern, bey mir præsentiret.


Seltzam ist es, daß die Sahle ein 3 Tage hero,
ein wenig gefallen, die Fuhne aber hingegen wächßet.


Der Stadtvogtt, Johannes Georgius Albinus, hat umb dispen-
sation <ahn>gehalten, neün gevattern, zu seinem iüngstge-
bornen Söhnlein, zu bitten. (Sonst vermag, das Mandat,
daß man nur drey gevattern, bitten solle) wiewol
er nun, alß eine Amptßperson, andern gut exempel
geben sollte, So hat man doch, dißmahl, [...]<in> ansehung,
seiner dürftigkeitt, undt undterthenigen Confidentz,
ihme gratificiret. Wirdt er also, erbitten, gegen
den Sontag, wilß Gott! 1. Meine persohn.
2. Den Cammerraht, Doctor Mechovium. 3. Secretarium
Paulum Ludwig. 4. Die Amptmanns Reichardts,
haußFraw. 5. Den Amptßverwalter, zu Warmbstorff,
Johann Jacob Eisenberger. 6. Fraw Superintendentin.
7. Des Cämmerers Teichmanns Fraw. 8. Bürgemeister[!]
Joachim Döhring. 9. Der Cammermeister, Tobias
Steffegk von Kolodey, qui ne doit pas estre le dernier!


A spasso, auf den vogelherdt, spatzirt, wenig gefangen.


Der iunge Bährenreütt, hat sich wieder præsentiret.

|| [[Handschrift: 269r]]


Schwartzenberger, gehet nacher Deßaw. Gott geleitte ihn!


Conversatio, mit Hammeln, in cose, di momento.


Die bürger alhier, zu Bernburgk, haben etzliche
Tage lang, (alß man nicht mahlen können, noch
brodt haben,) theilß semlen, theilß geschrohten
brodt eßen müßen, darvon sie sich aber, in
erinnerung der Gallaaßischen hungerß-
noht, undt sonsten, nicht wol befunden.

Samstag den 27ten: September 1651.

<Clemen haußknecht Nickel Stalliunge[,] Gärtneriunge. 29 lerchen.>

<3 hasen, Rindtorff gehetzt. 31 kleine vogel. 5 großvogel.>


Post von Ballenstedt, in Kohlmanns fastidiis.


1 Wispel (Raum- und Getreidemaß)w: rogken, habe ich, abermal seen laßen.
Gott gebe, zu glügk! wachßthumb! undt segen!


Meine Söhne, undt Theilß Töchter, seindt hinauß, in die
weinberge, da die Trauben, sehr reiff werden.


Oeconomica undt rechnungen vorgehabt.


Es hat nachmittagß geregnet, alß Oberlender,
obgedachten wispel rogken seen laßen.


Doctor Fischer, ist bey mir gewesen, mit seinen
gravaminibus, wieder den Apotegker.


Ma femme sent encores, quelques trenchèes
au corps, depuis le jour de sa commünion. Mais
on a apprehension, que ce ne soyt la gravelle!
Dieu la vueille remettre, en ün estat souhaittable!

|| [[Handschrift: 269v]]

Sonntag den 28ten: September 1651.


Diese Nacht, hat man alhier zu Bernburg, aufm Schloß,
einen stargken fall in der küche, wie auch einen,
auf meiner Söhne Taubenschlag, über ihrer kammer,
gehöret. Der kleine Carll, ist in der Nacht, auf-
gestanden von sich selbsten, schlafende, undt alß
er in die Thür der kammer kommen, hat er ange-
fangen zu weinen, da ihn dann, sein bruder,
undt der Præceptor, wieder zurechte gebracht.
Er hat sich aber geengstiget. Gott laße dieses
alles, nichts böses andeütten!


Jn die kirche, cum filiis, & tribus filiabus20, da
der neẅe hofprediger Menzelius abermalß eine gute
predigt, vormittags gethan.


Extra zu Mittage: die Rindtorfinn, Doctor Mechovius,
undt Tobias Steffeck von Kolodey gehabtt.


Nachmittagß, die gevatterschaft beym
Stadtvogtt Albino verrichten laßen, durch
Doctor Mechovium.


heütte, nach der vormittagßpredigt, in der Stadt,
so Magister Menzelius verrichtet, ist dieser Magister,
vom Superintendenten ordinirt worden. Gott gebe zu glügk! || [[Handschrift: 270r]]
undt Segen, auch zur außbreittung der warheitt!


Avisen: daß zu Brehmen, viel prodigia, sich sehen laßen.
undter andern, daß eine Nacht, die pfortte nach
Delmenhorst hin, sich selber eröfnet.


Jtem: das eine Fraw, getreydig getruck-
net, welches sich von sich selber, häuffig vermehret hette.


Ejn kindt, solte auch, viel seltzames dinges,
außsagen, undt prophezeyen.


Die Schweden, setzen der Stadt Brehmen, mit
heimlichen verfolgungen hartt zu. Königßmargk,
Eschken, undt andere Donatarij, bawen
stadtliche haüßer, undt Pallatia, in der geschenck-
ten Thumbherren gühtern, undt vexieren sehr,
den raht, mit verachtung, undt übermuth.
Dörfte endtlich, desperata consilia verahnlaßen.


Der Kayser, hat die me[d]iation der Staaden,
zwischen Chur Brandenburg un[d]t Pfaltz Neẅburg
verworffen, also daß ihre gesandten, abgezogen,
undt Jhre Mayestät sich der interposition undternommen.


Der König in Engellandt, sol von Cromwell
(leyder! Gott erbarme es!) gantz geschlagen sein,
undt 6000 Mann, verlohren haben. Die Schottische Ca-
vallery, ist zeittlich durchgegangen, das Fußvolgk im stich ge-
blieben. Wo der König hinkommen, weiß man noch nicht?

|| [[Handschrift: 270v]]


Schwartzenberger ist von Deßaw, wiederkommen.


Nachmittags in die predigt, des Diaconj Jonij; cum filiis.


Obrist leüttnant Lugk, hat mir zugesprochen.


Die Erffurter avisen gaben auch, daß in Frangkreich,
der Düc de Longueville vom<zum> König in Frankreich gefallen
wehre, undt also der Printzen parthey,
zimlicher maßen, geschwächt.


Mein bruder, Fürst Friedrich schreibt mir, von
Florentz, daß er mit dem Großhertzogk
undt deßen 3 Brüdern, wol daran seye,
habe auch kundtschaft, mit dem hertzoge
von Mantua, undt deßen Gemahlin,
gemachtt, gedengket nach Napolj,
Meylandt, Venedig, undt in Dalmatiam
zu raysen. Die venezianer hetten des Mocenigo
Victoria zu waßer, durch den General
Foscolo, verfolgen laßen, undt also
die Türgken, in forchtt, gebracht, daß
Sie ihre schiffe verlaßen, undt in eine
Jnsel, sich salviret, also daß die Christen
54 galleren, undt 17 große Schiffe, ohne
Schwerdt Streich erobert, darnach, die Jnsel || [[Handschrift: 271r]]
besetzt, undt die Türgken, sich zu ergeben <auß hungersnoht>, gezwungen,
also: daß Sie darüber, 11000 Türgken, zu Schklaven,
gemachtt, undt alle gefangene Christen, liberiret.


Der iunge Graf Banner, helt sich, bey
Meinem bruder auf. Der Pabst, wil baldt
sterben, sol die waßersuchtt, stargk haben,
oder heimlich gift, ihme beygebracht worden sein,
also das Sie ihm sein prognosticon, auf den
Frühling machen, diesem Jnnocentio X. perge Gott
gebe! daß er, undt iedermann, sich bekehre, undt
die warheitt, des reinen wortts Gottes, ergreiffe!


Plüsieurs, sont d'opinion, que ce Roy d'Angleterre
aye a souffrir, pour les pechèz ou malediction,
de son Pere & Grand Pere, & que cela arrive-
ra jüsqu'a la 4me. generation, pour quelque
Crime secret, düquel pourtant, comme cachè,
on ne devroit pas jüger, si asseurêment!
Et les evenemens sinist[r]es, d'üne cause
jüste, ne devroyent pas faire, si mal jüger!


Ce jour, n'a pas manquè, a m'estre penible,
tant a cause, dès tribülations ordinaires, qu'a
cause de beaucoup d'ennuy, que m'a apportè l'op-
position de Kohlmann, & les dispütes traversantes,
que ie rencontre, pour rebastir, ün bacq nouveau.

|| [[Handschrift: 271v]]

Montag den 29ten: September 1651. <Festum Michaelis Archangelj Christj Verj Dej!>


Zur kirchen, cum filijs, & filiabus.


Meine gemahlin, ist noch etwas unpaß.


Extra zu Mittage, gehabtt: die Rindtorfin,
den Tobias Steffeck von Kolodey undt hofprediger Menzelium.


Nachmittags, hat Magister Menzelius ge-
prediget. Der hofprediger, heißt Johannes
Menzelius, undt der Magister heißet:
Johannes Abrahamus Menzelius.


Jch habe mit diesem, nach der predigtt,
conversiret.


Der CammerJungker von Zerbst, Krahe,
jst anhero gekommen, Meine freundliche herzlieb(st)e gemah-
lin, zu gevatter, zu bitten, wiewol das
kindttaüffen geschehen, undt das kindt J Geörge
Rudolff genen[n]et worden, allein bey der
einsegnung, machen sie eigene ceremonien.


Die avisen, von Leiptzigk bringen:


Nota Bene
Nota Bene
Nota Bene
Daß der Churfürst von Bayern, numehr im 79.
iahr, seines allters, zu Jngolstadt, gestorben.
habe also wieder einen bekandten Potentaten, verlohren.

|| [[Handschrift: 272r]]


So sol auch Chur Pfaltz, 12 gravamina undt
Contraventiones des friedenschlußes, haben eingegeben
undt umb assistentz die krayßStände zu Frangk-
furth, gebehten haben. Die Kayserlichen aber, halten
es vor sachen, so via juris, zu endtscheiden,
undt hemmen inndeßen, die evacuation Fran-
ckenthalß.


Jn Engellandt, sol der König, zwahr, zweene
Tage, große Niederlage, erlitten, den dritten
Tag aber, wieder den Cromwell, victorisiret
haben. Gott gebe! das das gute, wahr seye!
undt das böse fe[r]rne weiche! Die Parlament(ar)ischen
machen sich dadurch, einen anhang, in deme sie
eine declaration ergehen laßen, daß die iün-
geren brüder, mit den Elltisten, zu gleichen
theilen, gehen sollen. Pf[a]ltzgraf Ruprechtt
wirdt verfolget von den [Sp]annischen, bey
der Jnsul Madera.


König in Frangkreich ist mit [s]olenniteten,
Mündig, oder Maiorennis worden in seinem
14. iahr, seines allters. hat den Printzen
von Condè pardoniret, undt den Cardinal in
Jtalien, geschickt, auf des Pabsts ver-
muhtendes absterben, ein wachendes auge, zu haben.

|| [[Handschrift: 272v]]


Barcellona, haben die Spannier, noch nicht,
weil eine jntelligentz darinnen, entdegkt worden.


Wynoxbergen in Flandern aber, haben die
Spannischen, baldt nach eroberung Vuerne,
recuperirt, undt wollen sich nun, an Duynkirchen,
machen.


Chur Brandenburg undt Pfaltz Neẅburg,
seindt noch nicht recht verglichen, undt
werben immerforth.


Zu Embden, ist, ein Neẅerbawtes
außlauffendes Sc[h]i[f]f, im außlauffen,
umbgeschlagen, undt hat, 500 Menschen,
iung, undt altt, iämmerlich, ertrengkt.


Candia ist [en]dtsetzt, die blocquade auf-
gehaben21. Die [Ve]nediger, prosequiren ihre Victorien,
Jn Dalmati[a] sollen sie auch, einen Baßa22,
so 10000 Türgken, unferne von Clissa,
geführet, geschlagen haben.


Jn Polen, moviren sich noch, die Cosagken
undt Tartarn, wieder die Polen, undt geben
einander auß verbitterung, kein Quartier.

|| [[Handschrift: 273r]]


Der König in Polen, ist zu Marienburgk in Preüßen,
in der stille, zu waßer ankommen, hat undterwe-
gens zu Toren, undt andern vornehmen Städten,
zu verhütung vergeblicher beschwehrungen, undt
prachts, nicht einsprechen mögen, wie sehr
ihn die Magistratus auch genöhtiget, undt gebehten,
also das man fast zweifelt, ob er zu Dantzigk
einziehen werde.

Dienstag den 30ten: September 1651.

<Wartemßleben[,] Zacharias Trompter, Michel lackay; 12 lerchen.>

<10 kleine vogel, gestern, heütte 17 perge>


Der Schweitzer Streitt, (stunde auch in gestrigen avisen,)
wehre durch falsche zungen, undt rapports endtstanden,
undt numehr fast beygeleget.


Die 12 mängel an der friedensrestitution,
darüber sich Chur Pfaltz gravirt befindet, seindt diese:
1. Daß er nur in genere in die possession der undterPfaltz
immittirt seye, es mangelten ihrn aber vornehme Stücke
undt gerechtsamkeitten darahn; alß: Frangkenthal
mit den Archiven, Stügken, undt Munition, item: andere
orth, so die Spannier noch besetzt halten, nemlich:
Simmern, Lautern. perge 2. Chur Pfaltz, hette von un-
dengklichen iahren, biß auf anno 1618 vermöge stadt-
licher Privilegien, undt von Kaysern, zu Kaysern, con-
firmiret, auch durch pacta corroboriret, viel leibei-
gene im Stift Speyer, undt andern benachtbahrten örtern,
welche Man ihm, an itzo, entzöge, undt vorendthielte. || [[Handschrift: 273v]]
3. Die Grafschaft Leiningen, (welche länger alß vor 100 iahren,
undt biß auf anno: 1618 von den Churfürsten Pfaltzgraven, zu lehen
gerühret) wehre vom Kayser Ferdinando II. in währendem
kriege, dem graven zu Leiningen, verliehen worden,
undt continuirte also, contra pacta conventa, & jn-
strumentj pacis tenorem! darinnen alle im kriege
vorgenommene veränderungen, cassiret würden. Dennoch
suchte, der itzige Jnnhaber, selbiger Grafschafft,
solcher lehen, als eines Reichslehens, renovation, beym Kayser,
Chur Pfaltz, zu mergklichem præjuditz.
<4.> Ungeachtet die Grafschaft Sayn, vor länger alß 400
iahren, undt biß anno: 1618 vermöge der lehen reversallen,
von Chur Pfaltz iederzeitt, zu lehen, entpfangen worden,
So hetten dennoch, Chur Cölln, undt Chur Trier, sich undter
währendem kriege, undterstanden, das Ampt Hohen-
berg, undt 4 kirchspiel in dem Ampt Grüßbergk
undterm prætext, das Sie lehenherren, mit der That, einge-
nommen, begehrten auch, daß Directum Dominium, der Chur
Pfaltz, noch nicht wieder einzuraümen. Über diß
undterstünde sich, die wittibe, etzliche lehenstügke
in Erb: undt Eigenthumb, zu verwandeln.
5. Chur Trier, vorendthielte Chur Pfaltz, das Directum
Dominium der dem Schengkherren im FriedensSchluß,
gegebenen Flegkensteinischen dörfer, welche der
Probst zu Weißemburg23, undter wehrendem kriege
eingezogen, Chur Pfaltz aber dieselben iederzeitt, von Chur
Trier, zu lehen, und die von Flegkenstein solche hinwiederumb || [[Handschrift: 274r]]
von Chur Pfaltz, zu Afterlehen, getragen, über daß, verweigerte
Chur Trier, auch den Churfürsten Pfaltzgraven, mit denen Stügken, so von
dem Stift Speyer, zu lehen rühren, zu belehnen, sondern berief
sich, auf die Frantzösische Protection perge
6. Chur Pfaltz hette anno: [16]18 undt von undengklichen iahren,
hero, zu haimspach, Sultzbach, undt Lauterbach, die leütte
Obrigkeitt, unstrittig gehabtt, alß aber selbige undterthanen
dem uhrallten herkommen, gemeß, zu entleistung der Endtschul-
digung citiret worden, hetten die Bischofliche Wormbsische
Beampten, ihnen zu erscheinen, verbotten, undt wolte über
diß, das ius Territorij, vor anno [16]18 an itzo erst, gestritten werden.
7. Jm Amptt Umbstadt (welches Chur Pfaltz undt daß
hauß heßen, gemein haben) wehre des Churfürsten herr-
vater, undt vorElltern, anno [16]18 in possessione exercitij
Religionis, der kirchen undt Schulen, sampt deren darzu
gewidmeten, undt von Chur Pfaltz erkauften Geistlichen
Gefällen, gewesen, aber Landgraf Geörge, wolte
es noch nicht völlig restituiren.
8. Der Chur Bayerische lehenbrieff über die Undter-
Pfaltz, wehre noch in Chur Bayerns händen, undt
müste billich zuvor caßirt, auch der neẅe lehen-
brief verglichen werden.
9. Dieweil der Königlich Spannische Gesandte zu
Münster, in seiner daselbst in druck gegebener Pro-
testation expresse meldet, daß sein König, Jhrer Kayserlichen Mayestät
die UndterPfaltz, geschencket, so wehre billich, Chur
Pfaltz auch hierundter, zu versichern. || [[Handschrift: 274v]]
10. Chur Pfaltz graviret sich inngleichem, daß er noch nicht
jmmittiret seye, in die Aempter Pargkstein, undt Bleyenstein,
in der OberPfaltz, welche Chur Bayern, niemalß inne ge-
habt, in dem Friedenschluß auch versehen, daß Chur Bayern, die
OberPfaltz, allein solcher gestaltt, wie selbige bißhero be-
seßen inne behalten sollen, undt gedachte Aempter, an
Pfaltz Neẅburg, nur biß zu Außtrag der Pfältzischen
Sachen, administratoris nomine inne zu haben, eingereü-
met worden, dannenhero <der> Chur Pfaltz, nach deme die
Pfältzische Sache durch den FriedenSchluß numehr ver-
glichen, erwehnte Aempter, ex capite Amnistiæ, et
Gravaminum zu restituiren, undt abzutretten.
11. Dero FrawMutter, herren Brüder, undt der Princeßin
Henriette, deputat, undt heyrathgeldt, weiln solches,
zu des Churfürsten sublevation versprochen, undt also
pars Restitutionis ist, urgiren Sie billich.
12. Jn dem FriedenSchluß, wehre verordnet, si quæ
feüda Juliacensia aperta esse, competentj vîa juris
evictum fuerit, ea Palatinis evacuentur24.
Nun hette Chur Pfaltz zu verschiedenen mahlen, umb
erkendtnüß, einer Kayserlichen commission zu erörterung
dieser Sache, dem FriedenSchluß gemeß, anhalten laßen,
aber biß dato, nichts erlanget. Der Kayserliche Legat: Vollmar,
lesset sich verlautten, dieser punkt gehöre mehr ad processum justitiæ, als
executionis. Man solle darumb heilbrunn nicht aufhalten, noch sich || [[Handschrift: 275r]]
selbst zu schaden, die evacuation Frangkenthal. etcetera


Es stunde auch, in gestrigen avisen, die alte Königinn
in Frangkreich, hette ihrem Sohn, einen Fußfall vor freẅden
gethan, undt ihme gratulirt zum antritt, in sein Regiment.
Der König aber, hette sie baldt wieder, freündtlich ge-
küßet, undt aufgerichtet, undt als Sie ihm, ein kleidt
vor 1800 Frangken machen laßen, zur künftigen
kröhnung, hats der König nicht haben wollen, sondern gesagt,
wenn er solte Meister wehrden, müste er ihme ein
kleidt, nach seinem kopf, undt willen, machen laßen.
Undter seinen ersten Decreten, hat er auch, die
Duella, undt Gotteslästerungen, bey hoher leibes-
Straffe, (rühmlich) verbotten.


<CammerJunker> Crahe, ist wieder forth, nachm frühestügk.


heütte gehet meine weinlese ahn, Gott gebe zu segen!
Der allte Sekerka, ist hinauß geritten, die inspection,
im Aderstedtischen weinberge, zu haben. Oberlender ist
auch mitt hinauß gelauffen, ihm an die handt zu gehen.
Die wintzer, trösten schlechtt! Deus providebit.25


hanß Christof wischer, ist nachmittags weggeritten.


Gleichwol, hat Gott gesegenet, daß endtlich,
in die: eEimer, Trettemost, gegen Morgen aber,
fkeltermoßt, gemacht worden. Gott laße es wol
gedeyen! undt gesegene unß, seine gaben!


Textapparat
a Die Silben "zu" und "rügk" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
b Dahinter hat Christian II. eine größere Lücke gelassen, in die er vermutlich einen Ortsnamen nachtragen wollte.
c Die Silben "zu" und "rügk" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
d Die Silben "zu" und "rügk" sind im Original voneinander getrennt geschrieben.
e Davor hat Christian II. eine Lücke gelassen, in die er sicherlich eine Zahlenangabe nachtragen wollte.
f Davor hat Christian II. eine Lücke gelassen, in die er sicherlich eine Mengenangabe nachtragen wollte.

Kommentar
1 Zitat aus Franck: Paradoxa, Nr. 238, S. 357.
2 Hier: fädelte.
3 Ps 129.
4 Mt 6,24.
5 Zitat aus Franck: Paradoxa, Nr. 238, S. 357.
6 Lc 7,11-17.
7 In Betracht kommen hierfür vermutlich nur Angelika, Anna Sophia und Maria.
8 Lc 10,42.
9 Iob 1,21.
10 Zitat aus Eur. Tro. 596 (ed. Biehl 1970, S. 35).
11 Hier: zog.
12 Zitat aus Eur. Tro. 596 (ed. Biehl 1970, S. 35).
13 Hbr 10.
14 Ps 104,13-17.
15 Hier: gerächt.
16 Person nicht ermittelt.
17 Irrtum Christians II.: Sie war eine verwitwete Gräfin Brahe.
18 Irrtum Christians II.: Es handelt sich um ihre Stiefkinder.
19 Ps 125.
20 In Betracht kommen hierfür Eleonora Hedwig, Ernesta Augusta, Angelika, Anna Sophia, Maria und Anna Elisabeth.
21 Hier: aufgehoben.
22 Person nicht ermittelt.
23 Dieses Amt bekleidete von 1610 bis 1652 Philipp Christoph von Sötern als Bischof von Speyer.
24 Zitat des IPO IV, 11, in: Instrumentum Pacis Osnabrugensis (1648), S. 102, Z. 5f.
25 Gn 22,8.
XML: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/1651_09.xml
XSLT: http://diglib.hab.de/edoc/ed000228/tei-transcript.xsl
abkündigen
von einer erhöhten Stelle aus bekanntgeben
abusiren
täuschen
Adhaerent
Anhänger
adjungiren
anfügen, anhängen
adjungiren
beigeben, zuordnen
Ägidiustag
Gedenktag für den Heiligen Ägidius (1. September)
Affection
(positive oder negative) Einstellung jemandem gegenüber (meist Gewogenheit, Zuneigung)
Afterlehen
weiterverliehenes Lehen, Unterlehen
Agat
Achat
alteriren
verwandeln, verändern
alteriren
(sich) aufregen
alteriren
aus der Fassung bringen, erschrecken, aufregen
angeben
etwas in Auftrag geben
angeben
anmelden
angeben
anzeigen, denunzieren, rügen
Ankündigung
Mitteilung
anlenden
anlanden
Anstoß
Angriff (der Gesundheit), (körperliche) Beeinträchtigung, Schaden
Anstoß
Hindernis, Behinderung, Unterbrechung, Beeinträchtigung
Anstoß
(militärischer) Angriff
appropriiren
sich aneignen
appropriiren
zueignen
appropriiren
einen Stoff mit einem anderen vereinigen
Armada
Armee, Heer
Armada
Kriegsflotte
arriviren
ankommen, eintreffen
artig
kunstvoll, meisterhaft
artig
fruchtbar
Ausschlag
Entscheidung
Ausschlag
Ausgang, Ende
austräglich
dienlich, zweckmäßig, erfolgversprechend, wirkungsvoll, zuträglich, nützlich
Austrag
einvernehmliche Beilegung, Vergleich, Vereinbarung
Austrag
öffentliche richterliche Entscheidung
Avis
Mitteilung, Nachricht, Zeitung
Balbier
Barbier
bancquetiren
üppige Festmähler halten, schlemmen, prassen
Bankkoch
für Pfannengerichte verantwortlicher Koch
Bankrott spielen
zahlungsunfähig werden
Befreunde
Verwandte
Beifall
Billigung, Beistand, Hilfe, Unterstützung
beifallen
beistehen, helfen, unterstützen
beißen
beizen, jagen
beobachten
beachten, einhalten
besorgen
befürchten, fürchten
Breite
Fläche, auf der z. B. Getreide zum Trocknen ausgebreitet ist
Breite
Feld
cassiren
jemanden aus einem Amt entlassen, abdanken
cassiren
aufheben
cassiren
abschaffen
causiren
verursachen
cediren
weichen, nachgeben
cediren
abtreten, übereignen
Comitat
Begleitung, Gefolge, Geleit
computiren
berechnen
condemniren
verurteilen, verdammen
Confidenz
Vertrauen, Vertraulichkeit
Confirmation
Bestätigung
confirmiren
bestätigen
Continuation
Fortdauer, Fortsetzung
Continuation
erneuter/fortgesetzter Bericht
continuiren
(an)dauern
continuiren
fortfahren, fortsetzen
continuiren
weiter berichtet werden
contraveniren
entgegenhandeln
Contravention
Verstoß, Zuwiderhandlung
contribuiren
außerordentliche Steuern oder andere Zwangsabgaben entrichten
contribuiren
beitragen, beisteuern, einen Anteil leisten
corroboriren
kräftigen, stärken
cunctiren
zögern
damaskiniren
nach einem aus Damaskus übernommenen Verfahren Stahl härten und linear oder durch eingehämmertes Edelmetall verzieren
defendiren
verteidigen
Deputat
Aufwendung für den Lebensunterhalt
Deputat
Unterhaltsleistung
deseriren
jemanden verlassen, etwas aufgeben
dick
dicht
Dieme
Haufen von Heu, Stroh, Getreide und sonstigen Feldfrüchten
Difficultet
Schwierigkeit
dispost
fähig, geschickt
dissimuliren
sich verstellen, verheimlichen
distrahiren
ablenken, zerstreuen, unaufmerksam/achtlos machen
distrahiren
trennen, auseinanderziehen, zerstreuen
dürfen
müssen
dürfen
können
dürfen
brauchen, benötigen, bedürfen
Dürftigkeit
Bedürfnis, Wunsch
Dürftigkeit
Armut, Mangel am Lebensnotwendigen
Dum(b)propstei
Dompropstei
Ehegeld
Mitgift, Aussteuer, Morgengabe (Gabe des Mannes an die neue Ehefrau am Morgen nach der Hochzeit zum Zeichen, dass sie als Jungfrau in die Ehe gegangen sei)
E(h)r
durch Höherstehende gebrauchter Titel für vornehme, besonders geistliche Personen
Eimer
Hohlmaß für Flüssigkeiten
ein
ungefähr
einziehen
verhaften
emergiren
emporkommen, herauskommen
Erbhuldigung
Treuegelöbnis, das der hierarchisch auf nächst niedrigerer Stufe einem hierarchisch Höhergestellten im Rahmen der Lehensverfassung leistet
erledigen
befreien, freilassen
Faß
Hohlmaß
Fuder
Raum- und Hohlmaß
Fußvolk
sämtliche Soldaten zu Fuß (Infanterie) innerhalb eines Heeres
Gefälle
fälliger Zins und ähnliche Einkommen
Gegenverfassung
Gegenmaßnahme
Gelte
Gefäß (aus Holz), Wassergefäß
genungsam
genügend, hinreichend
Gerechtsamkeit
Berechtigung, Vorrecht, Recht
Gesicht
Sehkraft, Sehvermögen
Gesicht
Anblick, Erscheinung, Trugbild, Vision
Gesicht
eingekerbtes Metallstück am Gewehr, wodurch man beim Zielen das Korn sieht
Gesicht
Blickfeld, Sicht
Giftöl
gegen eine Vergiftung angewandte Flüssigkeit
gratificiren
sich gefällig erweisen, einem Wunsch entsprechen
graviren
(jemanden mit etwas) beschweren, belasten
graviren
sich beschweren, jemandem etwas zu Last legen
Großvogel
allgemeine Bezeichnung für größere essbare Vögel
Hauptfahne
Fahne mit dem Hoheitszeichen bzw. Wappen eines Herrschaftsgebiets oder einer militärischen Einheit
Hitländer
Bewohner der Shetlandinseln
Hostilitet
Feindseligkeit
immittiren
jemanden rechtlich in den Besitz von etwas einsetzen, jemanden in ein Amt einsetzen
important
bedeutend, wichtig
inculciren
einprägen, einschärfen, eintrichtern
inculpiren
beschuldigen
inhibiren
verbieten
inhibiren
verhindern, unterbinden
Intelligenz
Einverständnis
Intelligenz
(geheime) Zuträgerschaft, Informanten, Spitzel
interessirt
teilhaftig, beteiligt
interponiren
vermitteln
interponiren
einlegen
interponiren
(sich) als Vermittler einschalten
Interposition
Vermittlung
interrumpiren
unterbrechen
intimiren
ankündigen, veröffentlichen
Keckeltasche
Gauklertasche
Keltermost
mit der Weinpresse frischgekelterter Most (Trübwein)
Klebgarn
an Stangen befestigte Fangnetze für Vögel
Korallentinctur
Flüssigkeit aus mit Verwendung von Korallen zubereiteten Säften
Kreuz
Degen- oder Säbelkreuz (Teil des Degens bzw. Säbels zwischen Griff und Klinge)
kroncken
erkranken
kroncken
krank sein
Lehensreversale
schriftliche Bestätigung des Lehensempfangs durch den Lehensmann für den Lehensherrn
Lehensstück
Teil eines Lehens
Lerchen streichen
Lerchen mit Hilfe eines Netzes massenhaft fangen
liberiren
befreien, freilassen
liberiren
erlösen, frei machen
Licent
Abgabe für ausgeführte Waren, Zoll, Akzise
lötig
rein, unvermischt
mainteniren
(sich) behaupten
mainteniren
in Stand und Ordnung halten
Mandat
obrigkeitlicher Befehl
Maone
eine türkische Galeasse (Ruderkriegsschiff), die kleiner als eine venezianische Galeasse ist
Mark
Gewichtseinheit für Gold und Silber
Moraß
Morast
moviren
bewegen, sich regen
moviren
anreizen, anregen, verursachen
moviren
(emotional) bewegen, rühren
moviren
verändern
moviren
anstrengen, in die Wege leiten
moviren
erwägen
Mühlgang
Vorrichtung, in der das Getreide und Mehl transportiert oder auf den Mühlstein geschüttet wird
Nachtgarn
Netz zum Fangen von Lerchen
Nähnadelauge
Nähnadelöhr
offenbar
räumlich offen
ordiniren
verordnen, befehlen, festlegen
ordiniren
regeln, einrichten
ordiniren
jemanden bestimmen, beauftragen, einsetzen
ordiniren
in einem liturgischen Akt eine kirchliche Weihe (meist Priesterweihe) erteilen (in der katholischen Kirche), in ein geistliches Amt einsetzen (in der evangelischen Kirche)
Ortband
Band am Ende eines Gegenstandes
Palanke
während der Türkenkriege befestigte kleinere Städte, Marktflecken, Wehrdörfer und Burgen
Partie
Streifkorps (kleinere Truppenabteilung, die meist auf Kundschaft oder zum Einbringen von Geld, Lebensmitteln und Furage entsandt wurde)
Partie
Kriegspartei (reguläre Truppenabteilung)
Partie
(sich gegenüberstehende) Seite, Partei
Partie
eine gewisse Anzahl oder eine Gruppe von Dingen oder Personen gleicher Art
partiren
durch Betrug an sich bringen, heimlich entwenden
pecciren
fehlen, sündigen, Unrecht tun
Pension
Gnaden- oder Ruhegehalt
Pension
Kostgeld
Pension
Dienstgeld, Besoldung
Pension
Auszahlung, Bezahlung
perdoniren (pardoniren)
begnadigen
Pistolette
Pistole (spanische Goldmünze)
Polizeisache
Angelegenheit, welche die Herstellung und/oder Erhaltung des Zustandes guter Ordnung (des Gemeinwesens) betrifft
präserviren
vor etwas bewahren
prästiren
darreichen, leisten
Prätext
Vorwand, Scheingrund
progredi(i)ren
fortschreiten, vorgehen, vorrücken
prosequiren
etwas verfolgen, vorantreiben
quästioniren
einfordern, beanspruchen
quittiren
verlassen
quittiren
überlassen
quittiren
aufgeben
quittiren
entlassen
recolligiren
sich erholen, sich wieder sammeln
recuperiren
zurückerobern
recuperiren
wiedererwerben, wiedererlangen
recusiren
(jemandem etwas) versagen, verweigern
recusiren
ablehnen, nicht akzeptieren
rejiciren
verwerfen, abweisen
rejiciren
abwerfen, wegstoßen, zurückdrängen
rejiciren
(auf jemanden) schieben, verweisen
rejiciren
ausstoßen
Relation
Bericht
remedi(i)ren
abhelfen
Remedi(i)rung
Abhilfe
remittiren
zugestehen, bewilligen
remittiren
(an jemanden) verweisen, weiterleiten
remittiren
übersenden
remittiren
nachlassen, vermindern
remittiren
zurücksenden
remittiren
(auf jemanden) verweisen, sich berufen
Renovation
(erneute) Verzeichnung der für ein Gut oder in einem Gebiet geltenden Besitz- und Herrschaftsrechte
Repaß
Pass für die Rückreise
Repaß
Rückmarsch, Rückreise
reserviren
vorbehalten, ausnehmen
reserviren
aufbewahren, aufheben
Reversal
schriftliche Zusage, Verpflichtung
Rote Ruhr
Ruhr mit schleimig-blutigem Stuhl
rühren
von jemandem als Lehen übertragen worden sein
salviren
retten
Schiffarmada
Kriegsflotte
Schmuckgeld
zur Aussteuer gehörige, für die Anschaffung von Schmuck bestimmte Geldsumme
Sechziger
Stückmaß
Sechziger
Flächenmaß
sieder
seit
Stillstand
Waffenstillstand
Stockfisch
an Stangengerüsten luftgetrockneter und dann aufgeschichteter Fisch
streichen
zur Ehrerbietung (Flagge oder Segel) herunterziehen
streichen
Vögel mit Hilfe eines Netzes (massenhaft) fangen
Stück
Geschütz, Kanone
Sublevation
Erleichterung, Unterstützung
Succeß
Erfolg, glücklicher Ausgang
succumbiren
unterliegen
superstitios (superstitiös)
abergläubisch
Tatter
Tatar
Thum(b)herr
Domherr
Tractat
Verhandlung
Tractat
Vertrag, Abkommen, Vereinbarung
tractiren
(ver)handeln
tractiren
bewirten
tractiren
misshandeln
tractiren
behandeln
Tretemost
durch Treten frischgekelterter Most (Trübwein)
Trompter
Trompeter
überweisen
nachweisen, beweisen
überweisen
jemanden einer Sache überführen
Ungrund
unberechtigte Begründung
unzeitig
nicht zur rechten Zeit
unzeitig
vorzeitig
valediciren
Lebewohl sagen, Abschied nehmen, verabschieden
in Verfassung stellen
Bereitschaft herstellen, geordnete Anstalten machen, insbesondere Kriegsvorbereitungen treffen
verführen
an einen anderen Ort führen
vergeben
vergiften
vergeben
mit schlechter/schädlicher Absicht geben
vergeben
eine Sache aufgeben
verlegen
vorschießen, vorstrecken
verlegen
zusperren, versperren
versiren
sich bewegen, sich befinden, schweben
versiren
sich mit etwas beschäftigen, mit etwas umgehen
verspildern
vergeuden, verschwenden
Verwahrlosung
Nachlässigkeit, Unachtsamkeit
verwechseln
auswechseln, eine Änderung mit etwas vornehmen, durch etwas anderes ersetzen
verwechseln
Geld wechseln
Victorie
Sieg
victorisiren
siegen, siegreich sein
vielfältig
vielfach, vielmalig, oft, wiederholt
Vogelherd
erhöhter Platz, auf dem der Vogelsteller die Vögel in Garnen oder Netzen fängt
Vogelstellen
Vogelfängerei
Vogelsteller
Vogelfänger
Volk
Truppen
Wispel
Raum- und Getreidemaß
Wolkenbrust
Wolkenbruch
zeitlich
rechtzeitig
zeitlich
früh, zeitig
zeitlich
vorzeitig
Zeitung
Nachricht
Zufall
unerwartete spürbare Veränderung der Gesundheit
Zufall
Ereignis, Vorfall
Zufall
etwas, das einem zufällt
Zufall
Zulauf, Parteinahme, Beistand
Abaza Siyavuş Pascha

gest. 1656
Anm.: Geboren in Abchasien; Sklave des Schatzmeisters Abaza Mohammed Pascha ; 1634 Aufnahme in die Kammer der Seferli; ab 1634 Tschokadar-Aga (Marine); seit 1639 Silidhar-Aga; 1640 Wesir der Kuppel; 1640-1642 Kapudan Pascha (Großadmiral); Beylerbey (Provinzgouverneur) von Erzurum (1644/45), Silistra (1645-1648) und Ofen (1648-1650); 1650 erneut Wesir der Kuppel; 21. August bis 27. September 1651 Großwesir des Osmanischen Reiches; danach Beylerbey von Bosnien (1652/53) und Rumelien (1653-1656); 5. März bis 25. April 1656 erneut Großwesir; vgl. Anton Gévay: Versuch eines chronologischen Verzeichnisses der türkischen Statthalter von Ofen, in: Der österreichische Geschichtsforscher, Bd. 2 (1841), S. 80.
Christian Gottlieb Albinus

geb. 1651
gest. 1653
Anm.: Sohn des Bernburger Stadtvogts Johann Georg Albinus (gest. nach 1686).
Johann Georg Albinus
Johann Georg Weiß von Weißenlöw

geb. 1616
gest. nach 1686
Anm.: Sohn des Dessauer Pfarrers Justus (1) Albinus (1584-1635); um 1646/49 Konrektor der Schule in Dessau; 1650-1653 Stadtvogt in Bernburg; spätestens seit 1657 kaiserlicher öffentlicher Notar und praktischer Jurist in Bernburg; 1656 Nobilitierung ("Weiß von Weißenlöw").
Dietrich (von) Althoven

gest. 1654/57
Anm.: Sohn des Peter von Althoven; ab 1620 Studium in Köln; 1622 Promotion zum Dr. iur. utr.; seit 1633 Hofrat in Düsseldorf; ab 1635 pfälzisch-neuburgischer Geheimer Rat und Lehendirektor; 1636-1654 jülich-bergischer Vizekanzler; 1645-1648 Gesandter des Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1578-1653) auf dem Westfälischen Friedenskongress.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode

geb. 1613
gest. 1670
Anm.: Sohn des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Bruder Christians II.; 1630-1635 gemeinsam mit Christian II. regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; 1634/35 schwedischer Obrist; ab 1635 alleinregierender Fürst von Anhalt-Bernburg-Harzgerode; hessisch-kasselischer Generalmajor (1637-1641) und Obrist (1640/41); seit 1660 Senior des Hauses Anhalt; ab 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Stetsgrünende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Angelika von Anhalt-Bernburg

geb. 1639
gest. 1688
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Dorothea Bathilde von Anhalt-Bernburg

geb. 1617
gest. 1656
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; nach 1631 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Gastfreie"); seit 1634 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Hedwig von Anhalt-Bernburg

geb. 1635
gest. 1685
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1673 Kanonissin und seit 1683 Dekanissin des reichsunmittelbaren Stifts Gandersheim.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg
Geburtsname: Herzogin Eleonora Sophia von Schleswig-Holstein-Sonderburg

geb. 1603
gest. 1675
Anm.: Tochter des Herzogs Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1545-1622); 1625-1656 Ehe mit ihrem Cousin Fürst Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Künstliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Erdmann Gideon von Anhalt-Bernburg

geb. 1632
gest. 1649
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Ernesta Augusta von Anhalt-Bernburg

geb. 1636
gest. 1659
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg

geb. 1642
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1645
gest. 1655
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg

geb. 1634
gest. 1718
Anm.: Sohn des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; ab 1656 regierender Fürst von Anhalt-Bernburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gerühmte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau

geb. 1596
gest. 1660
Anm.: Sohn des Fürsten Johann Georg I. von Anhalt-Dessau (1567-1618) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1618-1643 gemeinsam mit seinem Bruder Georg Aribert (1606-1643) regierender, danach alleinregierender Fürst von Anhalt-Dessau; seit 1653 zugleich Senior des Hauses Anhalt; seit 1617 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Durchdringende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Dessau
Geburtsname: Fürstin Sophia Margaretha von Anhalt-Bernburg

geb. 1615
gest. 1673
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und Schwester Christians II.; 1651-1660 Ehe mit Fürst Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); ab 1631 Angehörige der Noble Académie des Loyales; seit 1643 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Wohltätige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürstin Sophia von Anhalt-Köthen
Geburtsname: Gräfin Sophia zur Lippe

geb. 1599
gest. 1654
Anm.: Tochter des Grafen Simon VI. zur Lippe (1554-1613); 1626-1650 Ehe mit Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); ab 1628 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Emsige"); seit 1629 Angehörige der Noble Académie des Loyales.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst August von Anhalt-Plötzkau

geb. 1575
gest. 1653
Anm.: Sohn des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586) und Onkel Christians II. von Anhalt-Bernburg; Verzicht bei der Landesteilung von 1603/06 für eine finanzielle Abfindung von 300.000 Talern auf ein eigenens Teilfürstentum; ab 1611 Regent im Amt Plötzkau unter Bernburger Landeshoheit; seit 1630 Senior des Hauses Anhalt; 1621-1642 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen, Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667); 1650-1653 zugleich vormundschaftlicher Regent für seinen Neffen Fürst Wilhelm Ludwig von Anhalt-Köthen (1638-1665); ab 1621 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Sieghafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Georg Rudolf von Anhalt-Zerbst

geb. 1651
gest. 1652
Anm.: Sohn des Fürsten Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667).
Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst

geb. 1621
gest. 1667
Anm.: Sohn des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1621-1642 unter Vormundschaft des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); trotzdem ab 1633 Erziehung in Oldenburg unter dem Einfluss seiner lutherischen Mutter Fürstin Magdalena (1585-1657); seit 1642 regierender Fürst von Anhalt-Zerbst; danach schrittweiser Konfessionswechsel seines Landes zum Luthertum; ab 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgestalte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürstin Sophia Augusta von Anhalt-Zerbst
Geburtsname: Herzogin Sophia Augusta von Schleswig-Holstein-Gottorf

geb. 1630
gest. 1680
Anm.: Tochter des Herzogs Friedrich III. von Schleswig-Holstein-Gottorf (1597-1659); 1649-1667 Ehe mit Fürst Johann VI. von Anhalt-Zerbst (1621-1667).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christoph Bährenreutter
Christoph Bernreuth

geb. 1624
Anm.: Sohn des Bernburger, später Zerbster Kantors Thomas Bährenreutter (Bernreuth) (gest. vor 1652); Januar bis April 1651 anhaltisch-bernburgischer Registrator; Mai-September 1651 Sekretär der Pfalzgräfin Henrietta Maria von Pfalz-Simmern (1626-1651); um 1652/56 fürstlicher Sekretär in Bernburg; 1654 auch Interimslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660).
Gottlieb Bährenreutter
Gottlieb Bernreuth

Anm.: Sohn des Bernburger, später Zerbster Kantors Thomas Bährenreutter (Bernreuth) (gest. vor 1652).
Graf Gustaf Adam Banér
Der "tolle" Banér

geb. 1624
gest. 1681
Anm.: Sohn des Johan Banér (1596-1641); ab 1653 königlicher Kämmerer; später Obrist der Garde, Stallmeister und Geheimer Rat; seit 1674 Präsident des Kriegsrats; ab 1678 Generalgouverneur von Ingermanland und Kexholms; 1651 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Ferdinand (2) von Bayern
Erzbischof und Kurfürst Ferdinand von Köln
Bischof Ferdinand von Lüttich
Bischof Ferdinand von Hildesheim
Bischof Ferdinand von Münster
Bischof Ferdinand von Paderborn

geb. 1577
gest. 1650
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1612 Erzbischof und Kurfürst von Köln sowie Bischof von Lüttich, Hildesheim und Münster; seit 1618 auch Bischof von Paderborn.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Maximilian I. von Bayern
Herzog Maximilian I. von Bayern

geb. 1573
gest. 1651
Anm.: Sohn des Herzogs Wilhelm V. von Bayern (1548-1626); ab 1597 regierender Herzog von Bayern; Oberhaupt der 1609 gegründeten Katholischen Liga; 1623 Verleihung der (ehemals Pfälzer) Kurwürde durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637), endgültig bestätigt im Westfälischen Frieden; seit 1600 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
David von Bergen

geb. 1616
gest. 1682
Anm.: Sohn des Dessauer Bürgermeisters Gottfried von Bergen (1589-1653); um 1643/44 Bauherr und um 1646/47 Ratskämmerer der Bernburger Bergstadt; seit 1649 Landrichter in Bernburg.
Hans Georg Berger

Anm.: Um 1648 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); um 1649/52 Lakai und bis 1654 Musiker ("Instrumentist") des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1654 im Dienst des Herzogs Christian von Sachsen(-Merseburg) (1615-1691).
Johannes (Peter) Bergius

geb. 1587
gest. 1658
Anm.: Sohn des Stettiner Stadtpredigers Dr. Konrad Bergius (1544-1592); Studium in Heidelberg (1604), Straßburg, Oxford, Cambridge (1608; Mag.) und Frankfurt/Oder (Dr. theol. 1614); 1614-1617 außerordentlicher und 1617-1624 ordentlicher Professor der Theologie sowie 1619 Rektor der Universität Frankfurt/Oder; ab 1623 kurfürstlicher Hofprediger; seit 1637 Konsistorialrat in Berlin.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Georg Böhme

geb. 1610
gest. 1659
Anm.: Sohn des Oberauer, dann Peritzer Pfarrers Jakob Böhme (1565-1627); 1645-1655 Apotheker in Bernburg; 1655 Übersiedlung nach Zerbst.
Curt (2) von Börstel

geb. 1549
gest. 1618
Anm.: Sohn des Curt von Börstel (gest. 1572); Erbherr auf Güsten, Plötzkau und Gentz; nach 1572 Hofmeister des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel (1564-1613); anschließend Rat des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt (1536-1586); Amtshauptmann in Köthen (1579-1582) und Warmsdorf (1582-1604); ab 1606 Oberhauptmann des Teilfürstentums Anhalt-Bernburg; seit 1610 Direktor der anhaltischen Landschaft; vgl. Konrad Reinhard: Leichpredigt. deß Alt Vaters Abrahamß Bey dem Adelichen begräbnüß Deß [...] Curd von Börsteln, Frankfurt/Oder 1618, Bl. D3v.-G4r.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Armand de Bourbon
Prince Armand de Conti

geb. 1629
gest. 1666
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); ab 1629 Prince de Conti; 1649/50 Beteiligung an der Fronde; 1650/51 deswegen in Haft; 1654-1660 Gouverneur von Guyenne; militärische Kommandos in Spanien (1654) und Italien (1657); 1656-1660 Grand maître de France; seit 1660 Gouverneur des Languedoc.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gaston de Bourbon
Duc Gaston d' Anjou
Duc Gaston d' Orléans
Duc Gaston de Chartres
Duc Gaston d' Montpensier
Duc Gaston d' Saint-Fargeau
Duc Gaston de Valois
Duc Gaston d' Alençon

geb. 1608
gest. 1660
Anm.: Sohn des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610) und ältester lebender Bruder ("Monsieur") von Ludwig XIII. (1601-1643); 1608-1640 Duc d'Anjou; ab 1626 Duc d'Orléans et de Chartres; seit 1627 Duc de Montpensier et de Saint-Fargeau; 1630-1650 und ab 1652 Duc de Valois; seit 1643 Lieutenant-général du royaume; ab 1646 Duc de Alençon; 1648-1653 wiederholter Parteiwechsel während der Fronde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Louis II de Bourbon
Prince Louis II de Condé
Duc Louis II de Bourbon
Duc Louis II de Montmorency
Duc Louis II de Bellegarde
Duc Louis II de Châteauroux
Duc Louis II d' Enghien

geb. 1621
gest. 1686
Anm.: Sohn des Henri II de Bourbon, Prince de Condé (1588-1646); 1621-1646 Duc d’Enghien; 1643-1675 französischer Lieutenant-général; ab 1646 Prince de Condé sowie Duc de Bellegarde et de Châteauroux; Gouverneur der Bourgogne (1646-1650) und von Berry (1647-1650); 1647-1654 Grand maître de France; seit 1650 Duc de Montmorency; 1651-1653 militärischer Führer der Fronde; 1653 Todesurteil in Abwesenheit und Flucht in die Spanische Niederlande; 1654-1659 spanischer General; 1659 Amnestie und Rückkehr nach Frankreich; 1661-1667 Duc de Bourbon.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gaspar de Bracamonte y Guzmán
Conde Gaspar de Peñaranda

geb. 1595
gest. 1676
Anm.: Sohn des Alonso de Bracamonte y Guzmán, Conde de Peñaranda (1563-1622); zunächst geistliche Laufbahn; durch Heirat seiner Nichte Conde de Peñaranda und Grande von Spanien; ab 1642 Kammerherr des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); 1645-1648 spanischer Generalbevollmächtigter bei den Friedensverhandlungen in Münster; nach 1648 spanischer Gesandter in Den Haag; 1650 Rückkehr nach Spanien; 1651-1653 Presidente del Consejo de Órdenes; 1653-1671 Presidente del Consejo de Indias; 1659-1664 Vizekönig von Neapel; seit 1664 spanischer Kriegs- und Staatsrat; ab 1665 Mitglied des Regentschaftsrates für den minderjährigen König Karl II. (1661-1700).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Georg Brand

geb. 1611
gest. 1671
Anm.: Geboren in Calbe; 1634-1645/50 zuerst Baccalaureus, später Rektor in Calbe; 1645/50-1655 Pfarrer in Unterpeißen; seit 1656 Pfarrer in Beesenlaublingen; vgl. Verein für Pfarrerinnen und Pfarrer in der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen e. V. (Hg.): Pfarrerbuch der Kirchenprovinz Sachsen, Bd. 2, Leipzig 2004, S. 15.
Markgraf Christian von Brandenburg-Bayreuth

geb. 1581
gest. 1655
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg (1525-1598) und Cousin Christians II. von Anhalt-Bernburg; ab 1603 regierender Markgraf von Brandenburg-Kulmbach/Bayreuth; seit 1627 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Vollblühende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürstin Elisabeth Charlotte von Brandenburg
Herzogin Elisabeth Charlotte in Preußen
Geburtsname: Pfalzgräfin Elisabeth Charlotte von Pfalz-Simmern

geb. 1597
gest. 1660
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1616-1640 Ehe mit Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); seit 1650 Witwensitz in Crossen an der Oder.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg
Herzog Friedrich Wilhelm in Preußen

geb. 1620
gest. 1688
Anm.: Sohn des Kurfürsten Georg Wilhelm von Brandenburg (1595-1640); ab 1640 Kurfürst von Brandenburg; seit 1643 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Untadeliche"); ab 1654 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Brandenburg, Haus
Kurfürsten von Brandenburg
Markgrafen von Brandenburg

Anm.: Seit 1415 reichsfürstliche Dynastie der Hohenzollern.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Herzog Johann Friedrich von Braunschweig-Calenberg
Herzog Johann Friedrich von Braunschweig-Lüneburg

geb. 1625
gest. 1679
Anm.: Sohn des Herzogs Georg von Braunschweig-Calenberg (1582-1641); 1651 Konversion zum katholischen Glauben; regierender Herzog von Braunschweig-Lüneburg (1665) und Braunschweig-Calenberg (1665-1679).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Bohdan Mychajlowytsch Chmelnyzkyj

geb. 1595
gest. 1657
Anm.: Sohn des Gutsbesitzers Mychajl Chmelnyzkyj; Ausbildung am Jesuitenkolleg in Tschyhyryn; danach Kriegsdienst im Kosakenherr; seit 1648 Hetman der Kosaken und Anführer von deren Aufstand gegen Polen-Litauen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
William Conyngham

Anm.: Englischer royalistischer Colonel, der als Festungskommandant im August 1651 Stirling Castle den Parlamentstruppen übergab.
Wolfgang Crell

geb. 1593
gest. 1664
Anm.: Sohn des Wittenberger Theologen Wolfgang Crell d. Ä. (1535-1593); Studium der Theologie in Marburg (Magister); anschließend Hofprediger in Kassel; vor 1620 Promotion zum Dr. theol.; ab 1616 Professor der Theologie und 1620 auch Rektor der Universität Frankfurt/Oder; seit 1626 Domprediger in Berlin.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Oliver Cromwell

geb. 1599
gest. 1658
Anm.: Sohn von Robert Cromwell (ca. 1560–1617); 1628/29 und 1640-1653 Abgeordneter des House of Commons; Colonel (1642-vor 1644) und Lieutenant-General (vor 1644-1646) der englischen Parlamentsarmee; 1645-1650 General und ab 1650 Oberbefehlshaber der New Model Army; 1649-1653 Mitglied des Council of State; seit 1653 Lord Protector of the Commonwealth of England, Scotland and Ireland.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen
Herzog Friedrich II. von Schleswig-Holstein
Administrator Friedrich II. von Bremen
Administrator Friedrich II. von Verden
Graf Friedrich I. von Oldenburg und Delmenhorst

geb. 1609
gest. 1670
Anm.: Sohn des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); 1623-1629 und 1634-1644 Administrator des Hochstifts Verden; 1634-1648 Administrator des Erzstifts Bremen; 1647 Statthalter der Herzogtümer Schleswig und Holstein; ab 1648 König von Dänemark und Norwegen sowie regierender Herzog von Schleswig und Holstein; seit 1667 zudem regierender Graf von Oldenburg und Delmenhorst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Graf bzw. Fürst Maximilian von Dietrichstein

geb. 1596
gest. 1655
Anm.: Sohn des Grafen Sigmund von Dietrichstein (1560-1602); ab 1614 erzherzoglicher Kämmerer in Graz; 1622-1637 Obersthofmeister der Kaiserin Eleonora (1598-1655); seit 1651 kaiserlicher Obersthofmeister sowie Mitglied und Präsident des Geheimen Rates; 1629 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1634 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Joachim Döring

geb. 1595
gest. 1658
Anm.: Um 1634 Bauherr, dann Ratskämmerer sowie seit 1636 Bürgermeister der Bernburger Talstadt (1636, 1640, 1643, 1645/46, 1649, 1652/53, 1655 und 1658 regierend); vgl. Volker Ebersbach: Geschichte der Stadt Bernburg, Bd. 1, Dessau 1998, S. 237.
Hans Friedrich Eckardt

geb. 1622
gest. nach 1680/vor 1683
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Brauers Johann Eckardt (gest. vor 1640); spätestens ab 1639 Bediensteter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1643/47 Amts- bzw. Hofkopist sowie vermutlich seit 1643 zugleich fürstlicher Küchenschreiber (noch 1648); um 1649/55 Kammerschreiber (Kammerrechnungsführer); um 1653 auch Kammerdiener; ab 1658 Bauherr und um 1670/80 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Graf (Jobst) Gerhard von Efferen
Graf (Jobst) Gerhard von Hall

geb. 1625
gest. 1670/73
Anm.: Sohn des schwedischen Obristen Adolf Dietrich von Efferen, genannt Hall (1595-1631); um 1658 schwedischer Obrist; nach 1650 Erhebung in den Grafenstand.
Heinrich Friedrich von Einsiedel

geb. 1582
gest. 1653
Anm.: Sohn des Georg Heinrich von Einsiedel (1550-1633); Erbherr auf Roschwitz; 1623 Hofmann des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); im Oktober 1637 interimistischer und ab 1639 bis mindestens 1651 regulärer fürstlicher Hofmeister in Bernburg; seit 1635 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gleiche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Wolf Curt von Einsiedel

geb. 1628
gest. 1691
Anm.: Sohn des Heinrich Friedrich von Einsiedel (1582-1653); Erbherr auf Roschwitz; ab 1639 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; danach Reisebegleiter des Fürsten Johann Georg II. von Anhalt-Dessau (1627-1693) nach Frankreich; 1645-1650 in französischen Kriegsdiensten, zuletzt als Leutnant; 1650/51 fürstlicher Kammerjunker in Bernburg; 1651-1653 Kammerjunker des Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) auf dessen Reise nach Siebenbürgen; 1653/54 Hofjunker von Christian II.; 1654-1656 Kammerjunker des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); 1658/59 Kammerjunker für die Fürsten Viktor I. Amadeus und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660) auf deren Reisen nach Italien; 1659/60 Hofmeister in Harzgerode; 1660-1668 Reisehofmeister des Fürsten Wilhelm von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1643-1709) auf seiner Grand Tour durch die Niederlande, England, Frankreich, Italien und Spanien; seit 1670 anhaltisch-harzgerödischer Geheimer Rat und Hofmeister; vgl. Johann Christoph Lippian: Christ-Adeliches Trauer-Trost- und Ehren-Gedächtniß [...], Köthen 1691, Bl. E r-[F1] v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Jakob Eisenberg(er)

geb. 1606
gest. 1667
Anm.: Sohn des Dessauer Amtmanns Dr. Jakob Eisenberg(er) (gest. 1640); spätestens 1636 fürstlicher Amtsschreiber (bis 1641) und ab 1641 Amtsverwalter in Warmsdorf (noch 1652); seit 1666 Inhaber des Ritterguts Giersleben.
Christian Engelhardt
Christian Angelocrator

geb. 1607
gest. 1679
Anm.: Sohn des späteren Köthener Hofpredigers und Superintendenten Daniel Engelhardt (1569-1635); 1635-1637 schwedischer Feldprediger bei Feldmarschall Johan Banér (1596-1641); 1637-1643 Pfarrer von Pißdorf; seit 1643 Pfarrer in Dohndorf; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 204.
König Jakob I. von England
König Jakob I. von Irland
König Jakob VI. von Schottland

geb. 1566
gest. 1625
Anm.: Sohn der Königin Maria I. von Schottland (1542-1587); ab 1567 König von Schottland (bis 1583 unter verschiedenen Regenten); seit 1603 auch König von England und Irland; ab 1590 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Karl I. von England
König Karl I. von Schottland
König Karl I. von Irland

geb. 1600
gest. 1649
Anm.: Sohn des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England) (1566-1625); ab 1625 König von England, Schottland und Irland; 1649 durch das Parlament des Hochverrats angeklagt und hingerichtet; seit 1611 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Karl II. von England
König Karl II. von Schottland
König Karl II. von Irland

geb. 1630
gest. 1685
Anm.: Sohn des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); ca. 1638-1649 Prince of Wales; 1651 König von Schottland; 1651-1660 Leben im Exil; ab 1660 König von England, Schottland und Irland; seit 1638 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
August Ernst (1) von Erlach

geb. 1616
gest. 1684
Anm.: Sohn des Burkhard von Erlach (1566-1640); Erbherr auf Altenburg (bei Nienburg/Saale); 1636-1640 und 1641-1644 in kaiserlichen Kriegsdiensten, dazwischen Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später anhaltischer Landrat und Direktor des Stipendienwesens.
Alexander Erskein
Alexander Erskine

geb. 1598
gest. 1656
Anm.: Sohn des schottischen Adligen und Greifswalder Kaufmanns Walter Erskein (1569-1643); ab 1628 in schwedischen Diensten als Hofrat und Agent in Stralsund; 1632-1634 Resident für Thüringen in Erfurt; 1634-1636 Kriegsrat bei der Hauptarmee; seit 1637 pommerscher Assistenzrat; ab 1643 Präsident des pommerschen Appellationsgerichts; 1645/46 Assistenzrat des schwedischen Generalfeldmarschalls Lennart Torstensson (1603-1651) in Leipzig; 1647/48 Vertreter der von der schwedischen Armee erhobenen Entschädigungsansprüche beim Westfälischen Friedenskongress; seit 1648 Kriegsratspräsident und Reichsrat; 1649/50 Unterhändler auf dem Nürnberger Exekutionskongress; Rat in den schwedisch besetzten Herzogtümern Bremen (1650) und Verden (1652); ab 1653 Kriegs- und Etatspräsident der Herzogtümer Bremen und Verden; seit 1655 Kriegspräsident der schwedischen Armee in Polen; 1656 polnischer Kriegsgefangener; 1655 Erhebung in den Freiherrenstand; ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Fürsichtige").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Thomas Fairfax
Lord Thomas Fairfax of Cameron

geb. 1612
gest. 1671
Anm.: Sohn des Ferdinando Fairfax, 2nd Lord Fairfax of Cameron (1584-1648); 1639/40 Teilnahme an den Bischofskriegen gegen die Schotten; Kriegsdienst für das englische Parlamentsheer als Lieutenant-general of the Horse unter seinem Vater (1642-1645) sowie Commander-in-Chief of the Forces und Captain General (1645-1650); seit 1648 3rd Lord Fairfax of Cameron; 1651-1660 Lord of Mann; danach Rückzug auf die Güter.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Girolamo Farnese
Duca Girolamo di Latera

geb. 1599
gest. 1668
Anm.: Sohn des Mario I Farnese, Duca di Latera (ca. 1548-1619); 1639-1658 Titularerzbischof von Patrasso; 1639-1643 Apostolischer Nuntius in der Schweiz; 1644-1655 Segretario della Congregazione dei Vescovi e Regolari; 1650-1653 Governatore di Roma und Vice-Camerlengo della Camera Apostolica; 1655-1658 Prefetto del Palazzo Apostolico; ab 1658 Kardinal; 1658-1662 Legato apostolico di Bologna; seit 1662 Duca di Latera.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Georg Fertschius

geb. 1627
gest. 1683
Anm.: Sohn des Bernburger Advokaten und Ratskämmerers Georg Fertschius (gest. 1626); ab 1640 Studium in Leipzig; um 1650 Präzeptor der Kinder des Christian Heinrich von Börstel (1617-1661); seit 1653 Ratskämmerer sowie 1663, 1666, 1669, 1673, 1676, 1679 und 1682 Bürgermeister der Talstadt von Bernburg.
Levin Fischer

Anm.: Geboren in Osterwieck; Mediziner, Chemiker und Poet; Studium in Helmstedt (1605, 1616 Promotion zum Dr. med.) und Jena (1638/47); bis 1651 Arzt in Braunschweig; seit 1651 Stadtarzt und fürstlicher Leibarzt in Bernburg (noch 1656).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fleckenstein, Familie

Anm.: Elsässisches Adelsgeschlecht.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Anna Fleming

geb. 1626
gest. 1651
Anm.: Tochter des Clas Larsson Fleming (1592-1644).
Clas Larsson Fleming

geb. 1592
gest. 1644
Anm.: Sohn des Lars Hermansson Fleming (1545-1602); schwedischer Kornet (1613), Rittmeister (1618), Vizeadmiral (1620) und Admiralitätsrat (1634); ab 1625 Reichsrat; 1629/30 Präsident des Kammerkollegiums; seit 1634 Oberstatthalter von Stockholm.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Elena Fleming
Gräfin Elena Brahe
Geburtsname: Elena Bielke

geb. 1592
gest. 1651
Anm.: Tochter des Claes Nilsson Bielke (1544-1623); 1618-1633 erste Ehe mit Graf Magnus Brahe (1564-1633); 1638-1644 zweite Ehe mit Clas Larsson Fleming (1592-1644).
Göran Claesson Fleming

geb. 1628
gest. 1667
Anm.: Sohn des Clas Larsson Fleming (1592-1644); seit 1660 schwedischer Reichsrat; 1660-1665 auch Reichskammerrat; 1666/67 Gesandter bei den englisch-niederländischen Friedensverhandlungen in Breda; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand.
Herman Claesson Fleming

geb. 1619
gest. 1673
Anm.: Sohn des Clas Larsson Fleming (1592-1644); schwedischer Kapitän eines Kriegsschiffes (1644), Vizeadmiral (1645) und Admiralitätsrat (1650); ab 1650 Reichsrat; 1650-1652 Oberstatthalter von Stockholm; 1653/54 Präsident des Kammerkollegiums; seit 1655 Präsident des Reduktionskollegiums; 1660 Rücktritt von allen Ämtern; 1664-1669 Generalgouverneur von Finnland; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Lars Claesson Fleming

geb. 1621
gest. 1699
Anm.: Sohn des Clas Larsson Fleming (1592-1644); ab 1649 Kammerherr der Königin Christina von Schweden (1626-1689); seit 1657 Präsident der Obersten Kriegskammer; 1665-1679 Präsident des Berufungsgerichts Dorpat; ab 1668 Reichsrat; seit 1676 Reichskammerrat; 1679-1681 Präsident des Kammerkollegiums; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Leonardo Foscolo

geb. 1588
gest. 1660
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Alvise Foscolo; venezianischer Patrono all'Arsenal (1617/18), Capitano delle guardie delle isole del Quarnaro e riviere dell'Istria (1618/19), Governatore delle galere dei condannati (1619/20), Capitano del Golfo (1620-1624), Duca di Candia (1624-1628), Sovrintendere alla costruzione dei galeoni (1628), Provveditore all'Armar (1628/29, 1632/33 und 1635/36), Sopraprovveditore alla Giustizia nuova (1629/30), Depositario al Sale (1630-1632); Governatore del Banco della Piazza (1633), Provveditore sopra Ori e monete (1633), Governatore delle Entrate (1633), Savio alla Mercanzia (1636), Transador (1637) und Sopraprovveditore di rispetto ai due sopraprovveditori alle Pompe (1637/38), Consigliere ducale del sestiere di Castello (1638-1640), Depositario in Zecca (1640), Governatore delle Entrate (1640-1642), Provveditore alla Cassa di ori e argenti (1642/43), Provveditore in Zecca al pagamento dei prò (1643), Provveditore all'Arsenale (1643/44 und seit 1659), Inquisitore di Stato (1644/45), Consigliere ducale (1645), Provveditore in Dalmazia (1645), Provveditore generale in Dalmazia e Albania (1645-1651), Capitano generale da Mar (1650-1654), Inquisitore e revisore delle Scuole Grandi (1655), Sopraprovveditore alla Sanità (1655), Esecutore contro la Bestemmia (1655/56), Regolatore alla Scrittura (1656), Provveditore sopra Monasteri (1657/58) und Savio all'Eresia (1658/59); zudem 1630, 1636 und 1644 Mitglied des Consiglio dei dieci der Republik Venedig.

Weiterführende Informationen in VIAF
Simon Frangke

Anm.: Seit Dezember 1648 jüdischer Einwohner von Bernburg.
Königin Anna von Frankreich und Navarra
Geburtsname: Infantin Anna von Spanien

geb. 1601
gest. 1666
Anm.: Tochter des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); 1615-1643 Ehe mit König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); 1643-1651 Regentin von Frankreich.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Ludwig XIV. von Frankreich
König Ludwig III. von Navarra

geb. 1638
gest. 1715
Anm.: Sohn des Königs Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643); seit 1643 König von Frankreich und Navarra (bis 1661 unter der Regentschaft seiner Mutter Anna).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Matthias Gallas
Duca Matthias di Lucèra

geb. 1584
gest. 1647
Anm.: Sohn des tridentinischen Adligen Pankraz Gallas (1549-1612); zunächst in spanischen und kaiserlichen Kriegsdiensten (1615-1617); 1626-1630 ligistischer Obrist; kaiserlicher Obrist (1629), Generalfeldwachtmeister (1629), Feldzeugmeister (1631), Feldmarschall (1632) und Generalleutnant (1633); ab 1631 kaiserlicher Kämmerer; seit 1639 auch Geheimer Rat; Erhebung in den Freiherren- (1627) und Grafenstand (1632); seit 1635 Duca di Lucèra.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Hans Heinrich Gau

Anm.: Pirnaer Handelsmann, der ab dem Jahr 1650 eine Saaleschleuse in Bernburg bauen wollte; 1661-1664 Salzfaktor in Dresden.
Georg (5) N. N.

Anm.: Um 1651/53 fürstlicher Gärtnerjunge in Bernburg.
Philipp Karl Geuder von Heroldsberg
Philipp Karl Rabensteiner

geb. 1636
gest. 1694
Anm.: Sohn des Nürnberger Patriziers Johann Philipp Geuder von Heroldsberg (1597-1650); 1651-1656 Page des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; um 1665/68 Hofmeister in Bernburg; zuletzt anhaltisch-bernburgischer Geheimer Rat, Kammerdirektor und Hofmeister.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Wolfgang Benjamin Giegelsberger

geb. 1607
gest. 1677
Anm.: Sohn des oberpfälzischen Pfarrers Melchisedek Giegelsberger (gest. 1636); Pfarrer in Preußlitz (1631-1636), Neundorf (designiert 1636) und Nienburg/Saale (1637-1639); seit 1647 Pfarrer in Reinstedt; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 258.
Otto Gise
Otto Gesenius

gest. 1658
Anm.: Sohn des Strenznaundorfer Pfarrers Joachim Göse; seit 1625 Prediger an der Stiftskirche St. Johannes Baptistae in Alsleben; vgl. Verein für Pfarrerinnen und Pfarrer in der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen e. V. (Hg.): Pfarrerbuch der Kirchenprovinz Sachsen, Bd. 3, Leipzig 2005, S. 277.
João Gomes de Serpa

gest. 1665
Anm.: Geboren in Santarém; Advokat, Dichter und Diplomat; 1651/52 portugiesischer Geschäftssträger in Stockholm.
Carlo III Gonzaga di Nevers
Duc Charles II de Nevers et Rethel
Duca Carlo II di Mantova e Monferrato
Duc Charles IV de Mayenne

geb. 1629
gest. 1665
Anm.: Sohn des Carlo II Gonzaga di Nevers, Duc de Mayenne et d'Aiguillon (1609-1631); 1632-1654 Duc de Mayenne; seit 1637 Duca di Mantova e Monferrato; 1637-1659 zudem Duc de Nevers et Rethel (bis 1647 unter Vormundschaft).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Isabella Clara Gonzaga
Duchessa Isabella Clara di Mantova e Montferrato
Duchesse Isabelle-Claire de Nevers et Rethel
Geburtsname: Erzherzogin Isabella Clara von Österreich

geb. 1629
gest. 1685
Anm.: Tochter des Erzherzogs Leopold von Österreich (1586-1632) in Tirol; 1649-1665 Ehe mit Carlo III Gonzaga, Duca di Mantova e Montferrato und Duc de Nevers et Rethel (1629-1665); 1665-1669 Regentin des Herzogtums Mantua und Montferrat.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Philipp Güder

geb. 1605
gest. 1669
Anm.: Sohn des Bernburger Bürgers und Ratsbauherrn Martin Güder (gest. vor 1639); um 1631 fürstlicher Gutsverwalter(?); um 1635 Bauherr der Bernburger Bergstadt; seit 1637 fürstlicher Amtsschreiber in Bernburg (noch 1646); um 1646/56 Küchenmeister; 1648/49 zugleich Landrichter; um 1650/56 auch Apotheker.
Michael Hermann von Hagen

geb. 1620
gest. 1666
Anm.: Sohn des Sigmund von Hagen (1564-1631); Erbherr auf Biendorf; 1645-1651 Hof- bzw. Kammerjunker des Herzogs August von Sachsen(-Weißenfels), Administrator des Erzstifts Magdeburg (1614-1680); 1659-1661 Hofmeister und Rat der Fürsten Lebrecht (1622-1669) und Emanuel von Anhalt-Plötzkau (1631-1670); seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gewährende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Johann Christian Hammel
Johann Christian Hamel

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Bürgermeisters Friedrich Hammel (geb. ca. 1545); ab 1650 Hauslehrer der Prinzen Viktor Amadeus (1634-1718) und Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); spätestens seit 1656 Stadtvogt in Bernburg; später zudem fürstlicher Rat.
Anna Elisabeth Hanemann
Geburtsname: Anna Elisabeth Rothe

geb. ca. 1640
gest. 1677
Anm.: Tochter des Bernburger Feldscherers/Barbiers Johann Wenzel Rothe; seit 1660 Ehe mit dem Bernburger Barbier Gottfried Hanemann.
Hans (12) N. N.

Anm.: Um 1651/53 Bediensteter des fürstlichen Kammerjunkers Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Ernst Adalbert von Harrach
Erzbischof Ernst Adalbert von Prag
Bischof Ernst Adalbert von Trient

geb. 1598
gest. 1667
Anm.: Sohn des Karl von Harrach (1570-1628); ab 1621 Cameriere segreto von Papst Gregor XV. (1554-1623); seit 1623 Erzbischof von Prag; ab 1626 Kardinal; seit 1665 auch Bischof von Trient.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Thomas Harrison

geb. 1616
gest. 1660
Anm.: Sohn des Bürgermeisters Richard Harrison in Newcastle-under-Lyme; studierter Jurist; Captain (1643), Lieutenant-colonel (1644) und Major-general (1651) der englischen Parlamentsarmee; 1646-1653 Mitglied des englischen Parlaments (House of Commons); seit 1653 mehrmalige Verhaftung als Gegner des Lordprotektorats; 1660 Hinrichtung als "Königsmörder" in London.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Melchior von Hatzfeldt
Graf Melchior von Gleichen

geb. 1593
gest. 1658
Anm.: Sohn des kurmainzischen Rates Sebastian von Hatzfeldt (1566-1631); kaiserlicher Obristleutnant (1625), Obrist (1632), Feldmarschallleutnant (1633), Generalfeldzeugmeister (1634), Feldmarschall (1635-1646) und Generalfeldmarschall (1657); ab 1639 gemeinsam mit seinem Bruder Hermann (1603-1673) regierender Graf von Gleichen; seit 1642 kaiserlicher Geheimer Rat; 1635 Erhebung in den Grafenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Martin Haug
Martin Hauke

Anm.: Um 1638 fürstlicher Bediensteter in Bernburg; um 1643 Lakai der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); danach bis 1647 Lakai von deren Gemahl Christian II.; um 1648/49 braunschweigisch-lüneburgischer Soldat; seit 1650 erneut fürstlicher Lakai in Bernburg (noch 1655).
Zacharias Haug
Zacharias Hugk

Anm.: Im Juni 1637 Junge im Tross des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1638 Trompeter des Herzogs Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658); um 1650/56 fürstlicher Trompeter in Bernburg.
David Heimburger

geb. 1613
gest. 1663
Anm.: Sohn des Quedlinburger Sattlers David Heimburger; ab 1628 Studium in Leipzig; danach Hauslehrer in Quedlinburg und Königsberg; 1640 Promotion zum Dr. med. an der Universität Königsberg; seit 1642 Stadtarzt in Magdeburg; daneben auch fürstlicher Leibarzt in Köthen und Plötzkau sowie gräflich-mansfeldischer Leibarzt; vgl. Caspar Andreae: Medicorum Piorum Et Persona Et Corona [...], Magdeburg 1663, o. S.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Heinrich (2) N. N.

Anm.: Um 1651 Hunde- bzw. Jägerjunge des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Landgraf Georg II. von Hessen-Darmstadt

geb. 1605
gest. 1661
Anm.: Sohn des Landgrafen Ludwig V. von Hessen-Darmstadt (1577-1626); seit 1626 regierender Landgraf von Hessen-Darmstadt.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Hessische Biographie
Hessen, Haus
Landgrafen von Hessen

Anm.: Aus der Dynastie der Reginare (Brabant) im Jahr 1264 hervorgegangenes deutsches Reichsfürstengeschlecht.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Andreas Hetzler

Anm.: Zunächst Amtskopist, seit 1649 fürstlicher Küchen- und Kellerschreiber in Bernburg (noch 1656).
Hoym, Familie

Anm.: Mitteldeutsches Adelsgeschlecht.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Adam Isinck

Anm.: Geboren in Kleve; ab 1623 Studium in Leiden; Dr. jur.; langjähriger Syndikus der Ritterschaft im Herzogtum Kleve; seit 1649 klevischer Rat; 1651 kurbrandenburgischer Gesandter bei den Verhandlungen mit Pfalz-Neuburg in Essen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christoph (1) Jahn

geb. ca. 1581
gest. 1649
Anm.: Sohn des Bernburger Konrektors Christoph Jahn (1550-1608); seit 1615 Diakon in Ballenstedt; 1639-1645 zugleich Vakanzvertreter der Pfarrei in Badeborn; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 298.
Christoph (2) Jahn

Anm.: Sohn des Ballenstedter Diakons Christoph Jahn (gest. 1649); um 1643 Student am Gymnasium Illustre in Zerbst; bis 1651 Hofmeister und um 1654 erneut im Dienst des schwedischen Offiziers (Jobst) Gerhard von Efferen (1625-1670/73).
Nathanael Jahn

Anm.: Sohn des Ballenstedter Diakons Christoph Jahn (gest. 1649).
Christoph von Jena

geb. 1614
gest. 1674
Anm.: Sohn des Peter von Jena (1584-1639), Rektor des Gymnasium Illustre Zerbst; Rechtsstudium in Wittenberg; um 1643/46 anhaltisch-zerbstischer Hofadvokat; zugleich ab 1643 Konsulent und Rat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1650 anhaltisch-bernburgischer Hofrat; um 1652 auch Stadtsyndikus in Zerbst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Jesus Christus
Jesus von Nazareth

Anm.: Biblische Figur.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Bartholomäus Jonius

geb. 1603
gest. 1657
Anm.: Um 1627/28 Kantor in Ballenstedt; Pfarrer in Neudorf (1633-1636), Opperode (1636-1640) und Altenburg bei Nienburg/Saale (1640-1643); seit 1643 Diakon an der Schlosskirche St. Aegidien in Bernburg sowie Pfarrer von Dröbel; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 300.
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand II.
König Ferdinand II. von Böhmen
König Ferdinand II. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand II. von Österreich

geb. 1578
gest. 1637
Anm.: Sohn des Erzherzogs Karl II. von (Inner-)Österreich (1540-1590); ab 1590 regierender Erzherzog der innerösterreichischen Erblande (bis 1596 unter Vormundschaft); 1617-1627 König von Böhmen; 1618-1625 König von Ungarn; seit 1619 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; ab 1596 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kaiser (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand III.
König Ferdinand III. von Böhmen
König Ferdinand III. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand III. (Ernst) von Österreich

geb. 1608
gest. 1657
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand II. (1578-1637); ab 1626 König von Ungarn; seit 1627 König von Böhmen; im Dezember 1636 Wahl zum römisch-deutschen König; ab 1637 regierender Erzherzog von Österreich und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; seit 1625 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Eleonora (Magdalena)
Königin Eleonora (Magdalena) von Böhmen
Königin Eleonora (Magdalena) von Ungarn
Erzherzogin Eleonora (Magdalena) von Österreich
Geburtsname: Eleonora (Maddalena) Gonzaga di Nevers

geb. 1630
gest. 1686
Anm.: Tochter des Carlo II Gonzaga di Nevers, Duc de Mayenne et d'Aiguillon (1609-1631); 1651-1657 Ehe mit Kaiser Ferdinand III. (1608-1657).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kaiserin (Heiliges Römisches Reich) Margarita Theresa
Königin Margarita Theresa von Böhmen
Königin Margarita Theresa von Ungarn
Erzherzogin Margarita Theresa von Österreich
Geburtsname: Infantin Margarita Theresa von Spanien

geb. 1651
gest. 1673
Anm.: Tochter des Königs Philipp IV. von Spanien (1605-1665); seit 1666 Ehe mit Kaiser Leopold I. (1640-1705).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
Kara Murad Pascha

geb. 1611
gest. 1655
Anm.: Gebürtiger Albaner; militärische Karriere im Janitscharenkorps, ab 1648 dessen Kommandeur; Mai 1649 bis August 1650 und Mai bis August 1655 Großwesir des Osmanischen Reiches; 1650-1653 Beylerbey (Gouverneur) von Ofen; 1653-1655 Kapudan Pascha (Großadmiral); 1655 Beylerbey des Ejalet Damaskus.
İslâm III. Giray Khan (Krim)

geb. 1604
gest. 1654
Anm.: Sohn des Krim-Khans Selâmet I. Giray (1558-1610); seit 1644 Krim-Khan.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König (Heiliges Römisches Reich) Ferdinand IV.
König Ferdinand IV. von Böhmen
König Ferdinand IV. von Ungarn
Erzherzog Ferdinand IV. von Österreich

geb. 1633
gest. 1654
Anm.: Sohn des späteren Kaisers Ferdinand III. (1608-1657); ab 1646 König von Böhmen; seit 1647 König von Ungarn; ab 1653 römisch-deutscher König; seit 1650 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Hans Christoph von Königsmarck

geb. 1600
gest. 1663
Anm.: Sohn des Konrad von Königsmarck (gest. vor 1621) auf Kötzlin; ab 1616 Page am Woffenbütteler Hof; 1620-1630 in kaiserlichen Kriegsdiensten, zuletzt als Fähnrich; schwedischer Rittmeister (1631), Major (1633), Obristleutnant (1634), Obrist (1635), Generalmajor (1640), Generalleutnant (1645) und Feldmarschallleutnant (1648); seit 1645 Generalgouverneur der Stifter Bremen und Verden; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Grafenstand; seit 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Streitende").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Rudolf Kohlmann

gest. 1658
Anm.: Geboren in Quedlinburg; seit 1647 Pachtmann in Hoym (noch 1654).
Johann Kothe

gest. 1696
Anm.: Seit Januar 1651 füstlicher Prinzen-Kammerdiener in Bernburg; spätestens 1662 Stadtschreiber und zuletzt Bürgermeister der Bernburger Bergstadt.
Georg Rudolf von Krage

geb. 1651
gest. vor 1667
Anm.: Sohn des Kasimir Dietrich von Krage (1615-1667).
Kasimir Dietrich von Krage

geb. 1615
gest. 1667
Anm.: Sohn des Heinrich von Krage (gest. 1630); Erbherr auf Gödnitz und Schrenz; 1631-1635 in schwedischen Kriegsdiensten, u. a. als Fähnrich (1634); 1635-1637 kursächsischer Kornett; vor 1650 fürstlicher Hofjunker, ab 1650 Kammerjunker und um 1654 Stallmeister in Zerbst; seit 1658 Zerbster Amtshauptmann; ab 1665 anhaltisch-zerbstischer Hofmarschall, Landeshauptmann und Kammerrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlbestehende"); vgl. Johann Dürr: Scutum Fidei Nobilissimum [...], Zerbst 1667, fol. G r-Hij v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Volrad Ludolf von Krosigk

geb. 1620
gest. 1671
Anm.: Sohn des Volrad von Krosigk (1577-1626); Erberr auf Poplitz, Beesen, Gröna, Plötzkau und Laublingen; 1633 Page bei Christoph Vitzthum von Eckstädt (1594-1653); bis ca. 1641 in niederländischen Kriegsdiensten; ab 1651 Angehöriger des Ausschusses der anhaltischen Landstände; seit 1646 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Liebe"); vgl. Jacob Tögel: Der allergröste und beste Sterbe-Trost [...], Halle (Saale) [1671], fol. Gij v-Hij v.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Michael Kuhne

Anm.: Gebürtig aus Reinstedt; seit 1649 Stall- und Sattelknecht des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1652).
Frédéric-Maurice de La Tour d'Auvergne
Duc Frédéric-Maurice de Bouillon
Duc Frédéric-Maurice d' Albret et de Château-Thierry
Prince Frédéric-Maurice de Sedan

geb. 1605
gest. 1652
Anm.: Sohn des Henri de La Tour d'Auvergne, Prince de Sedan et Duc de Bouillon (1555-1623); ab 1623 Prince de Sedan (bis 1642) und Duc de Bouillon; 1633 Konversion zum katholischen Glauben; französischer Maréchal de camp (1635) und Lieutenant-général (1642); seit 1650 Teilnahme an der Fronde; ab 1651 Duc d’Albret et de Château-Thierry.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Henri-Charles de La Trémoïlle
Prince Henri-Charles de Talmont
Prince Henri-Charles de Tarente

geb. 1620
gest. 1672
Anm.: Sohn des Henri de La Trémoïlle, Duc de Thouars (1598-1674); 1628 mit dem Vater Konversion zum katholischen Glauben; ab 1638 in niederländischen Kriegsdiensten; 1640 Rekonversion zum Calvinismus; seit 1648 Prince de Talmont et de Tarente; 1651-1653 einer der Führer der Fronde; 1656 deswegen mehrmonatige Haft; danach bis 1668 wieder in niederländischen Kriegsdiensten; 1670 erneute Konversion zum katholischen Glauben.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Peter Laue

Anm.: Sohn des Köthener Bürgers Andreas Laue (gest. vor 1652); um 1651/1652 "Bankkoch" des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Graf Johann Kasimir von Leiningen-Leiningen

geb. 1587
gest. 1635
Anm.: Sohn des Grafen Ludwig von Leiningen-Leiningen (1557-1622); seit 1622 regierender Graf von Leiningen-Leiningen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Philipp II. von Leiningen-Rixingen

geb. 1591
gest. 1668
Anm.: Sohn des Grafen Ludwig von Leiningen-Leiningen (1557-1622); ab 1622 regierender Graf von Leiningen-Rixingen; seit 1635 auch Regent der Grafschaft Leiningen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Fürst Karl Eusebius von Liechtenstein
Herzog Karl Eusebius von Schlesien-Jägerndorf
Herzog Karl Eusebius von Schlesien-Troppau

geb. 1611
gest. 1684
Anm.: Sohn des Karl von Liechtenstein (1569-1627); ab 1627 Herzog von Schlesien-Jägerndorf und Schlesien-Troppau sowie Fürst von Liechtenstein und Oberhaupt der Familie (bis 1632 unter Vormundschaft seines Onkels Maximilian); 1639-1641 Oberlandeshauptmann von Schlesien.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Lorenz von Lucke

gest. 1684
Anm.: Sohn des kaiserlichen Rats Kaspar von Lucke (gest. 1655?); seit 1651 Erbherr auf Waldau; schwedischer Obristleutnant.
Paul Ludwig

geb. 1603
gest. 1684
Anm.: Sohn des Bernburger Diakons Christoph Ludwig (1567-1636); seit ca. 1624 in Diensten des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) u. a. als Sekretär (um 1627/28) bzw. geheimer Kammersekretär (um 1630); ab 1630 Kammersekretär, seit 1633 zudem Pfennigmeister, spätestens 1636 Lehens- und Gerichtssekretär, spätestens 1642 Kanzlei- und Lehenssekretär sowie ab 1652 zugleich Justiz- und Hofrat des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; zuletzt Justiz- und Hofrat unter Fürst Viktor I. Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718).
Jean-Gaspard-Ferdinand de Marchin
Comte Jean-Gaspard-Ferdinand de Granville

geb. 1601
gest. 1673
Anm.: Sohn des wallonischen Adligen Jean de Marchin, Seigneur de Romezée (gest. 1652); ab 1647 französischer Lieutenant-général und Kommandeur in Katalonien; 1649/50 Teilnahme an der Fronde; 1650/51 deswegen in Haft; seit 1651 durch Heirat Comte de Granville; ab 1653 spanischer Generalkapitän; seit 1658 Ritter des Hosenbandordens.
Filipe de Mascarenhas

geb. ca. 1580
gest. 1652
Anm.: Sohn des Manuel de Mascarenhas (gest. 1625); portugiesischer Gouverneur von Ceylon (1630/31 und 1640-1645) und Moçambique (1633/34); 1645-1651 Vizekönig von Portugiesisch-Indien.
Matthias (5) N. N.

Anm.: Um 1651 fürstlicher Musketier in Bernburg.
Jules Mazarin
Giulio Raimondo Mazzarino
Bischof Jules von Metz
Duc Jules de Mayenne
Duc Jules de Nevers et Rethel

geb. 1602
gest. 1661
Anm.: Sohn des Pietro Mazzarino (1576-1654); 1609-1619 Besuch des Jesuitenkollegs in Rom; danach Studium der Rechtswissenschaften in Salamanca; 1628 Promotion zum Dr. jur. in Rom; ab 1631 Diplomat in päpstlichen Diensten, zuletzt als Vizelegat von Avignon (1634-1637) und Apostolischer Nuntius in Paris (1634-1636); 1639-1642 Sekretär des Kardinals Richelieu (1585-1642); seit 1641 Kardinal; ab 1642 Erster Minister unter König Ludwig XIII. von Frankreich (1601-1643), unter der Regentschaft von Königin Anna (1601-1666) und unter König Ludwig XIV. (1638-1715); 1646-1648 auch Surintendant des bâtiments du roi; 1652-1658 Bischof von Metz; seit 1654 Duc de Mayenne; ab 1659 Duc de Nevers et Rethel.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Joachim Mechovius

geb. 1600
gest. 1672
Anm.: Sohn des Güstener Pfarrers Erasmus Mechovius (gest. 1626); Schulbesuch in Ballenstedt, Aschersleben und Salzwedel; Studium in Leipzig (1615), Joachimsthal (1618/19), Zerbst (1619), Altdorf (1622) und Straßburg (1627); 1631 Promotion zum Dr. jur. utr. an der Universität Basel; danach Advokat in Aschersleben und Bremen; später anhaltisch-bernburgischer Kammerrat (1639-1656), Kammer- und Regierungsrat (1656-1662) sowie Kanzler (ab 1662), auch Kirchenrat; seit 1647 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Gedeihliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Eleonora Maria von Mecklenburg-Güstrow
Geburtsname: Fürstin Eleonora Maria von Anhalt-Bernburg

geb. 1600
gest. 1657
Anm.: Tochter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630) und älteste Schwester Christians II.; 1626-1636 Ehe mit Herzog Johann Albrecht II. von Mecklenburg-Güstrow (1590-1636); ab 1637 Witwensitz in Strelitz; seit 1617 Angehörige und ab 1627 Patronin der Noble Académie des Loyales; seit 1620 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Tapfere").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin
Administrator Adolf Friedrich von Schwerin

geb. 1588
gest. 1658
Anm.: Sohn des Herzogs Johann VII. von Mecklenburg (1558-1592); 1592-1610 regierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin (bis 1608 unter Vormundschaft); 1610-1621 gemeinsam mit seinem Bruder Johann Albrecht II. (1590-1636) regierender Herzog von Mecklenburg; 1621-1628 und ab 1631 alleinregierender Herzog von Mecklenburg-Schwerin (1628-1631 Ersetzung durch Albrecht Wenzel Eusebius von Wallenstein, Herzog von Friedland); 1634-1648 Administrator von Schwerin; seit 1629 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Herrliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Maria Katharina von Mecklenburg-Schwerin
Geburtsname: Herzogin Maria Katharina von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg

geb. 1616
gest. 1665
Anm.: Tochter des Herzogs Julius Ernst von Braunschweig-Lüneburg-Dannenberg (1571-1636); 1635-1658 Ehe mit Herzog Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin (1588-1658).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Ferdinando II de' Medici
Granduca Ferdinando II di Toscana

geb. 1610
gest. 1670
Anm.: Sohn des Cosimo II de' Medici, Granduca di Toscana (1590-1621); seit 1621 Granduca di Toscana (bis 1628 unter Vormundschaft).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Giovan Carlo de' Medici

geb. 1611
gest. 1663
Anm.: Sohn des Cosimo II de' Medici, Granduca di Toscana (1590-1621); seit 1644 Kardinal.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Leopoldo de' Medici

geb. 1617
gest. 1675
Anm.: Sohn des Cosimo II de' Medici, Granduca di Toscana (1590-1621); seit 1667 Kardinal.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Mattias de' Medici

geb. 1613
gest. 1667
Anm.: Sohn des Cosimo II de' Medici, Granduca di Toscana (1590-1621); 1629-1636, 1641-1643 und seit 1644 Gouverneur von Siena; 1631-1641 in kaiserlichen Kriegsdiensten als Feldzeugmeister (1632) und Feldmarschall (1637); 1643 toskanischer General.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Rodrigo Díaz de Vivar Mendoza y Sandoval
Duque Rodrigo del Infantado

geb. 1614
gest. 1657
Anm.: Sohn des Diego Gómez de Sandoval de la Cerda, Conde de Saldaña (ca. 1587-1632); seit 1628 Duque del Infantado; 1648-1651 spanischer Botschafter in Rom; 1651-1655 Vizekönig von Sizilien.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Menzelius

geb. 1596
gest. 1671
Anm.: Geboren in Oberisling (Oberpfalz); 1620-1625 Diakon in Neunburg vorm Walde; ca. 1625/26 Emigration aus der Oberpfalz; danach Pfarrer in Reinsdorf (1626-1634) und Edderitz (1634-1651); seit 1651 Hofprediger und Pfarrer an der Schlosskirche Sankt Aegidien in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Abraham Menzelius

geb. 1624
gest. 1665
Anm.: Sohn des Berliner Dompredigers Joachim Menzelius (1586-1638); 1651-1653 Diakon in Ballenstedt; 1651-1654 zudem Hauslehrer des Prinzen Karl Ursinus von Anhalt-Bernburg (1642-1660); 1653-1655 Pfarrer in Altenburg (bei Nienburg/Saale); seit 1655 Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 351.
Michael (6) N. N.

Anm.: Um 1651/52 fürstlicher Vorreiter in Bernburg.
Martin Milag(ius)

geb. 1598
gest. 1657
Anm.: Sohn des Schreibers Jakob Milag (1561-1637) aus Triestewitz bei Torgau; 1619-1622 Rechtsstudium in Frankfurt/Oder; 1622 Lic. jur.; 1623-1626 Advokat in Zerbst; 1626-1632 Amtmann von Bernburg; ab 1631 auch anhaltisch-bernburgischer Rat; 1632-1634 Rat im Hochstift Halberstadt unter dem schwedischen Statthalter Fürst Ludwig von Anhalt-Köthen (1579-1650); danach dessen und Fürst Augusts von Anhalt-Plötzkau (1575-1653) Rat; seit 1635 anhaltischer Gesamtrat; daneben anhaltisch-zerbstischer (1637-1645) und anhaltisch-dessauischer Kanzler (ab 1654); zudem anhaltischer Gesandter auf dem Frankfurter Konvent (1634), auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Friedensverhandlungen in Osnabrück (1645-1648) und auf dem Regensburger Reichstag (1653/54); seit 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Mindernde").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Alvise Mocenigo
Leonardo Mocenigo

geb. 1583
gest. 1654
Anm.: Sohn des venezianischen Patriziers Alvise Mocenigo; ab 1609 Mitglied des Maggior Consiglio; 1613-1615 Provveditore e Capitano a Legnago; 1621/22 Provveditore e Capitano della flottiglia di fuste del Lago di Garda; 1622/23 Provveditore ad Asola; später u. a. Provveditore sopra Danari (1633/34, 1637/38 und 1640/41), Provveditore alle Fortezze e Governatore di galea grossa (1638/39) und Kommandant einer Galeere (1645/46); 1646/47 Provveditore generale delle Tre Isole; 1647/48 Provveditore generale in Candia; 1648-1651 und seit 1653 Capitano generale da Mar.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Francisco de Moura Corte Real y Melo
Marquês Francisco de Castelo Rodrigo
Conde Francisco de Lumiares
Duca Francesco di Nocero

geb. 1621
gest. 1675
Anm.: Sohn des portugiesischen Adligen Manuel de Moura e Corte Real, Marquês de Castelo Rodrigo (1590-1651); 1648-1656 spanischer Botschafter in Wien; ab 1651 Marquês de Castelo Rodrigo und Conde de Lumiares; seit 1656 Duca di Nocera (im Königreich Neapel); Vizekönig von Sardinien (1657-1661) und Katalonien (1663/64); 1664-1668 Statthalter der Spanischen Niederlande; seit 1669 königlicher Caballerizo mayor (Großstallmeister).

Weiterführende Informationen in VIAF
Gräfin bzw. Fürstin Albertina Agnes von Nassau-Diez
Geburtsname: Gräfin Albertina Agnes von Nassau-Dillenburg

geb. 1634
gest. 1696
Anm.: Tochter des Fürsten Friedrich Heinrich von Oranien (1584-1647); 1652-1664 Ehe mit Graf bzw. Fürst Wilhelm Friedrich von Nassau-Dietz (1613-1664); 1664-1679 amtierende Statthalterin von Friesland, Groningen und Drenthe für ihren unmündigen Sohn Heinrich Kasimir II. (1657-1696).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Graf bzw. Fürst Wilhelm Friedrich von Nassau-Diez

geb. 1613
gest. 1664
Anm.: Sohn des Grafen Ernst Kasimir von Nassau-Diez (1573-1632); zunächst in niederländischen Kriegsdiensten; ab 1640 Statthalter von Friesland, seit 1650 auch von Groningen und Drenthe; 1650 Schlüsselrolle beim gescheiterten Umsturzversuch des Fürsten Wilhelm II. von Oranien (1626-1650); 1640-1654 regierender Graf und ab 1654 erster Fürst von Nassau-Diez.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Gräfin Maria (Henrietta) von Nassau-Dillenburg
Fürstin Maria (Henrietta) von Oranien
Geburtsname: Prinzessin Maria (Henrietta) von England, Schottland und Irland

geb. 1631
gest. 1660
Anm.: Tochter des Königs Karl I. von England, Schottland und Irland (1600-1649); 1641-1650 Ehe mit Fürst Wilhelm II. von Oranien (1626-1650).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf bzw. Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen

geb. 1604
gest. 1679
Anm.: Sohn des Grafen Johann VII. von Nassau-Siegen (1561-1623); ab 1621 in niederländischen Kriegsdiensten, zuletzt als Obrist (1629), Generalleutnant (1644) und Feldmarschall (1668); 1636-1644 Gouverneur, Kapitän und Ober-Admiral von Niederländisch-Brasilien; seit 1647 kurbrandenburgischer Statthalter von Kleve, Mark und Ravensberg; 1652 Erhebung in den Fürstenstand; ab 1652 Herrenmeister des Johanniter-Ordens der Balley Brandenburg; 1674-1676 Gouverneur von Utrecht; seit 1674 regierender Fürst von Nassau-Siegen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Lorenz Nickel

geb. 1576
gest. 1662
Anm.: Bürger der Bernburger Bergstadt; um 1628 Kirchenvater zu St. Aegidien; um 1636/57 Kämmerer der Bergstadt.
Nikolaus (3) N. N.

Anm.: Um 1651 fürstlicher Stalljunge in Bernburg.
Johann Balthasar Oberlender

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des Ansbacher Försters N. N. Oberlender; lange Zeit schwedischer Soldat; spätestens seit 1637 Lakai sowie um 1649 auch Jäger und Rüstmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Österreich, Haus (Erzhaus)
Herzöge bzw. Erzherzöge von Österreich
Könige von Böhmen
Könige von Ungarn

Anm.: Österreichische Linie der Habsburger.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, NDB
N. N. von Offenberg

Anm.: pommerscher Adliger; um 1648/51 Hofmeister des Herzogs Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658).
Henri II d' Orléans
Duc Henri II de Longueville
Duc Henri II d' Estouteville
Prince Henri II de Châtelaillon
Comte bzw. Prince Henri I de Neuchâtel

geb. 1595
gest. 1663
Anm.: Sohn des Henri I d'Orléans, Duc de Longueville (1568-1595); ab 1595 Duc de Longueville und d'Estouteville, Prince de Châtellaillon und Comte de Neuchâtel; zunächst Gouverneur der Picardie; 1619/20 und seit 1627 Gouverneur der Normandie; 1636-1643 mehrmals französischer General in Italien; ab 1643 souveräner Prince de Neuchâtel; 1645-1648 französischer Prinzipalgesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress in Münster; 1648-1653 Beteiligung an der Fronde.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Papst Innozenz X.
Patriarch Giovanni Battista von Antiochien
Giovanni Battista Pamphilj

geb. 1574
gest. 1655
Anm.: Sohn des Camillo Pamphilj (1540-1580); 1604-1621 Auditor der Römischen Rota; Apostolischer Nuntius in Neapel (1621-1625), Frankreich (1626) und Spanien (1626-1630); 1626-1629 lateinischer Patriarch von Antiochien; ab 1627 Kardinal; 1639-1644 Präfekt der Konzilskongregation; seit 1644 Papst.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Clemens Pegau

Anm.: Ab Januar 1651 Hausknecht des Bernburger Schlosses; danach Gutsverwalter auf den fürstlichen Vorwerken in Bernburg (seit Oktober 1651) und Zepzig (spätestens Oktober 1653).
Pfalz-Neuburg, Haus
Pfalzgrafen von Pfalz-Neuburg

Anm.: Seitenlinie der rheinpfälzischen Wittelsbacher.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg
Herzog Wolfgang Wilhelm von Jülich und Berg

geb. 1578
gest. 1653
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Philipp Ludwig von Neuburg (1547-1614); 1613 Konversion zum katholischen Glauben; ab 1614 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg sowie Herzog von Jülich und Berg; seit 1615 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Pfalzgraf N. N. von Pfalz-Simmern

geb. 1650
gest. 1651
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Eduard von Pfalz-Simmern (1625-1663).
Pfalzgraf Eduard von Pfalz-Simmern

geb. 1625
gest. 1663
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1645 heimliche Konversion zum katholischen Glauben; seit 1649 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Pfalzgräfin Katharina Sophia von Pfalz-Simmern

geb. 1595
gest. 1665
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); nach 1621 Leben am kurfürstlichen Hof in Berlin bzw. Crossen (Oder).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Pfalzgraf Moritz von Pfalz-Simmern

geb. 1621
gest. 1652
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637 in niederländischen Kriegsdiensten; 1638/39 vermutlich zu Studienzwecken in Paris; 1640-1642 in schwedischen Kriegsdiensten; royalistischer Obrist (1642) und Generalleutnant (1643) im englischen Bürgerkrieg; 1646 Rückkehr in die Niederlande; 1648 in niederländischen Kriegsdiensten; seit 1649 Vizeadmiral einer kleinen englisch-royalistischen Flotte unter seinem Bruder Ruprecht (1619-1683), die 1651 zur Freibeuterei überging; 1652 Tod in der Karibik bei einem Schiffbruch; seit 1649 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Pfalzgraf Ruprecht von Pfalz-Simmern
Duke Rupert of Cumberland
Earl Rupert of Holderness

geb. 1619
gest. 1682
Anm.: Sohn des Kurfüsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1637/38 niederländischer Obrist; 1638-1641 in kaiserlicher Kriegsgefangenschaft; 1642-1646 Heerführer der Royalisten im englischen Bürgerkrieg; ab 1644 Duke of Cumberland und Earl of Holderness; 1647/48 französischer Maréchal de camp; 1648-1653 Admiral einer kleinen royalistischen Flotte, die 1651 zur Freibeuterei überging; 1653-1655 Master of the Horse; 1659 kaiserlicher Feldmarschalleutnant; 1660 Rückkehr nach England; seit 1662 Mitglied des Privy Council, des Foreign Affairs Committee und des Admirality Committee; ab 1668 Lord High Admiral; seit 1642 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürstin Elisabeth von der Pfalz
Königin Elisabeth von Böhmen
Geburtsname: Prinzessin Elisabeth von England, Irland und Schottland

geb. 1596
gest. 1662
Anm.: Tochter des Königs Jakob VI. von Schottland (Jakob I. von England und Irland) (1566-1625); 1613-1632 Ehe mit Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz
König Friedrich I. von Böhmen

geb. 1596
gest. 1632
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574-1610); 1610-1623 Kurfürst von der Pfalz (bis 1614 unter Vormundschaft); 1619/20 ebenso König von Böhmen ("Winterkönig"); ab 1620 Exil in den Vereinigten Niederlanden; 1623 Übertragung der pfälzischen Kurwürde auf Herzog Maximilian I. von Bayern (1573-1651) durch Kaiser Ferdinand II. (1578-1637); seit 1612 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Pfalz, Haus
Kurfürsten von der Pfalz
Pfalzgrafen bei Rhein

Anm.: Rheinpfälzischer Zweig der reichsfürstlichen Wittelsbacher-Dynastie.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Kurfürst Karl (I.) Ludwig von der Pfalz

geb. 1617
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); Exil in Kurbrandenburg (1620-1624), den Vereinigten Niederlanden (1624-1635) und England (1635-1649); ab 1648 Kurfürst von der Pfalz mit neuer achter Kurwürde (gemäß Westfälischem Frieden); seit 1633 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Philipp Wilhelm von der Pfalz
Pfalzgraf Philipp Wilhelm von Pfalz-Neuburg
Herzog Philipp Wilhelm von Jülich und Berg

geb. 1615
gest. 1690
Anm.: Sohn des Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1578-1653); ab 1653 regierender Landesfürst von Pfalz-Neuburg; 1653-1679 regierender Herzog von Jülich und Berg; seit 1685 auch Kurfürst von der Pfalz; ab 1653 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kaspar (1) Pfau

geb. 1596
gest. 1658
Anm.: Sohn des Kaspar Pfau (gest. 1604); nach 1622 Bediensteter des Fürsten Christian I. von Anhalt-Bernburg (1568-1630); ab 1626 Amtmann von Großalsleben (noch 1638); seit 1630 anhaltischer Gesamtrat; um 1632 Amtmann zu Gernrode und Großalsleben sowie fürstlich-anhaltischer Kriegskommissar; ab 1638 auch Landrentmeister, zugleich Amtmann von Gernrode; um 1640 Obereinnehmer; um 1641/42 Landrechnungsrat; seit 1645 Hofrat des Fürsten Friedrich von Anhalt-Bernburg-Harzgerode (1613-1670); ab 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Anhaltende").

Weiterführende Informationen , Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Anna (2) Plato
Geburtsname: Anna Leising
Anna Kiesewetter

geb. 1601
gest. 1676
Anm.: Tochter des Bernburger Schenken Georg Leising; seit 1632 erste Ehe mit Christian Kiesewetter, Amtsschreiber in Harzgerode (gest. vor 1651); seit 1651 zweite Ehe mit dem Bernburger Superintendenten Joachim Plato (1590-1659).
Joachim Plato

geb. 1590
gest. 1659
Anm.: Sohn des Amberger Pfarrers und Kircheninspektors Matthius Plato (1545-1617); 1619-1625 Pfarrer in Nittenau/Regen; 1625 Vertreibung aus der Oberpfalz; 1626-1638 Pfarrer in Hoym; 1638-1642 Pfarrer in Ballenstedt; seit 1642 Superintendent und Pfarrer an der Marienkirche in Bernburg; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 379f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Johann II. Kasimir von Polen
Großfürst Johann II. Kasimir von Litauen

geb. 1609
gest. 1672
Anm.: Sohn des Königs Sigismund III. von Polen (1566-1632); 1648-1668 König von Polen und Großfürst von Litauen; seit 1638 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Königin Louise Maria von Polen
Großfürstin Louise Maria von Litauen
Geburtsname: Maria Luisa Gonzaga di Nevers

geb. 1611
gest. 1667
Anm.: Tochter des Carlo I Gonzaga, Duc de Nevers et Rethel (1580-1637); 1645-1648 erste Ehe mit König Wladislaw IV. von Polen (1595-1648); seit 1649 zweite Ehe mit König Johann II. Kasimir von Polen (1609-1672).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Prinzessin Maria Anna Theresia von Polen

geb. 1650
gest. 1651
Anm.: Tochter des Königs Johann II. Kasimir von Polen (1609-1672).
Johann von Portmann

geb. 1595
gest. 1665
Anm.: Geboren in Ratingen; Dr. jur.; ab 1633 klevisch-märkischer Geheimer Rat; mehrfach kurbrandenburgischer Gesandter, u. a. auf dem Westfälischen Friedenskongress (1645-1647), zu Verhandlungen mit Pfalz-Neuburg in Essen (1651) und auf dem Regensburger Reichstag (1652); seit 1651 kurfürstlicher Geheimer Rat; 1653 Nobilitierung.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Heinrich Prunus

geb. ca. 1579
gest. 1661
Anm.: Bis 1626 Pfarrer in Saltendorf bei Nabburg; 1627 Vertreibung aus der Oberpfalz; seit 1648 Pfarrer in Kleinpaschleben; vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 382f., und Maximilian Weigel / Joseph Wopper / Hans Ammon: Ambergisches Pfarrerbuch, Kallmünz 1967, S. 119.
Graf Johann Christoph von Puchheim

geb. 1605
gest. 1657
Anm.: Sohn des Johann Christoph von Puchheim (1578-1619); kaiserlicher Obrist (1635), Generalfeldwachtmeister (1638), Feldmarschallleutnant (1644) und Feldmarschall (1648); ab 1632 kaiserlicher Kämmerer; 1639-1642 schwedischer Kriegsgefangener; seit 1643 Hofkriegsrat; ab 1649 Vizepräsident des Hofkriegsrats; seit 1653 Geheimer Rat; ab 1648 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Zerbrechende"); 1657 Ordensritter vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Fürst Janusz (2) Radziwiłł
Fürst Jonušas (2) Radvila

geb. 1612
gest. 1655
Anm.: Sohn des Fürsten Krzysztof Radziwiłł (1585-1640); 1633-1646 Großkämmerer von Litauen; 1646-1653 Generalstarost von Samogotien; 1646-1654 Feldhetman von Litauen; ab 1653 auch Woiwode von Vilnius; seit 1654 Großhetman von Litauen; ebenso Starost von Kamieniec Litewski, Sejny und Kazimierz.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Henrietta Maria Rákóczi
Rákóczi Henrietta Mária
Gräfin Henrietta Maria von Munkatsch
Geburtsname: Pfalzgräfin Henrietta Maria von Pfalz-Simmern

geb. 1626
gest. 1651
Anm.: Tochter des Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz (1596-1632); 1651 Ehe mit Sigismund II. Rákóczi, Graf von Munkatsch (1622-1652).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Sigismund II. Rákóczi
II. Rákóczi Zsigmond
Graf Sigismund von Munkatsch

geb. 1622
gest. 1652
Anm.: Sohn des Georg I. Rákóczi, Fürst von Siebenbürgen (1593-1648); vor 1648 Erhebung zum Grafen von Munkatsch.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Beat Albrecht von Ramstein
Bischof Beat Albrecht von Basel

geb. 1594
gest. 1651
Anm.: Sohn des Emmanuel von Ramstein; 1615-1619 Studium am Collegium Germanicum in Rom; ab 1619 Generalvikar des Bistums Worms; seit 1620 Domherr in Worms; ab 1629 Domherr und seit 1640 Domkustos in Basel; ab 1646/50 Bischof von Basel.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Martin Reese

gest. 1652
Anm.: Um 1651/52 Vorreiter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Valentin Reichard

gest. 1661
Anm.: Geboren in Neunburg vorm Wald (Oberpfalz); 1636 Lehrer in Großweissandt; 1636/37 Pestpfarrer in Köthen; Pfarrer in Edderitz (1637/38?), Neudorf (1638?-1641) und Cörmigk (seit 1641); vgl. Hermann Graf: Anhaltisches Pfarrerbuch. Die evangelischen Pfarrer seit der Reformation, Dessau 1996, S. 387.
Elisabeth Reichardt
Geburtsname: Elisabeth Weyland

geb. 1629
gest. 1674
Anm.: Tochter des Bernburger Bürgermeisters Johann Weyland (1601-1669); seit 1643 Ehe mit dem Bernburger Stadtvogt und Kammerrat Georg Reichardt (gest. 1682).
Georg Reichardt

gest. 1682
Anm.: Sohn des Zerbster Ratsverwandten Lorenz Reichardt; vor 1638 vermutlich Lehrer in Zerbst; ab 1638 Präzeptor der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718); 1640-1643 Stellvertreter des Amtmannes von Bernburg; 1643-1646 Bernburger Stadtvogt; seit 1646 Amtmann von Bernburg (noch 1656); später Kammer- und Kanzlei- bzw. Regierungsrat; nach 1656 auch Wittumsrat für Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675).
Valentin Reupsch

Anm.: Um 1651/52 Stall- bzw. Reitknecht des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg.
Abraham von Rindtorf

geb. ca. 1610
gest. nach 1672
Anm.: Sohn des Abraham von Rindtorf (gest. 1615); ab 1630 Kammerpage, spätestens seit 1636 Kammerjunker (noch 1654), zugleich auch fürstlicher Jägermeister (um 1640, noch 1651) und Stallmeister (nach 1641, noch 1654) des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1640 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Kurze").
Helena von Rindtorf
Geburtsname: Helena Bohusch von Ottoschütz
Helena Bohuš z Otěšic

Anm.: Tochter des böhmischen Adligen Bohuslaus Bohusch von Ottoschütz; 1628 Emigration nach Annaberg in Sachsen; spätestens 1643 Hofjungfer in Bernburg; danach bis 1649 Kammer- bzw. Hofjungfer der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675) bzw. der fürstlichen Fräulein; seit 1649 Ehe mit Abraham von Rindtorf (geb. ca. 1610).
Michael Ringk

Anm.: Seit 1650 fürstlicher Lakai in Bernburg; um 1657 Amtsschreiber in Ballenstedt.
Ludwig Röber
Ludwig Rober

geb. 1619/20
gest. 1687
Anm.: Bruder des Prinzenlehrers Christian Röber; ab 1643 in anhaltisch-bernburgischen Diensten; bis 1650 fürstlicher Gutsverwalter in Baalberge; 1650-1656 Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1653 zugleich Gutsbesitzer in Baalberge; um 1673 Richter in Baalberge.
Georg Ehrenreich (1) von Roggendorf

geb. 1596
gest. 1652
Anm.: Sohn des Kaspar von Roggendorf (gest. 1598); 1620 Ächtung und Enteignung wegen Teilnahme am böhmisch-österreichischen Ständeaufstand; darauf Leben im Exil, nach kaiserlicher Begnadigung (1628) niederösterreichischer Landstand und Hausbesitzer in Wien; seit 1642 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Geduldige").
N. N. Rothe

Anm.: Um 1651 Ehefrau des Bernburger Feldscherers/Barbiers Johann Wenzel Rothe.
Christian (2) Rothe

geb. 1650
gest. 1650
Anm.: Sohn des Bernburger Feldscherers/Barbiers Johann Wenzel Rothe.
Johann Ludwig Rothe

geb. 1646
gest. 1651
Anm.: Sohn des Bernburger Feldscherers/Barbiers Johann Wenzel Rothe.
Johann Wenzel Rothe

gest. nach 1666/vor 1698
Anm.: Spätestens 1643 Feldscherer/Barbier in Bernburg; Feldscherer beim schwedischen Generalleutnant Robert Douglas of Whittinghame (1611-1662); spätestens 1649 auch fürstlicher Hofbarbier in Bernburg (noch 1656); um 1660 Barbier und Chirurg in Bernburg; um 1666 Bürger und Barbier in Bernburg und Barby.
Herzog Friedrich Wilhelm von Sachsen-Altenburg-Coburg
Herzog Friedrich Wilhelm von Sachsen-Altenburg

geb. 1603
gest. 1669
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar (1562-1602); bis 1624 gemeinsam mit seinen Brüdern Johann Philipp (1597-1639), Friedrich (1599-1625) und Johann Wilhelm (1600-1632) regierender Herzog von Sachsen-Altenburg (unter Vormundschaft); kursächsischer Obrist (1632/33) und Reitergeneral (1633); ab 1639 alleinregierender Herzog von Sachsen-Altenburg und Sachsen-Coburg; seit 1652 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Unschätzbare").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha-Altenburg
Herzog Ernst I. (der Fromme) von Sachsen-Gotha
Herzog Ernst von Sachsen-Weimar

geb. 1601
gest. 1675
Anm.: Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605); 1620-1640 gemeinsam mit seinen Brüdern regierender Herzog von Sachsen-Weimar; 1631-1636 schwedischer Obrist; 1633/34 Statthalter des Herzogtums Franken für seinen jüngeren Bruder Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar (1604-1639); ab 1640 alleinregierender Herzog von Sachsen-Gotha; seit 1672 ebenso regierender Herzog von Sachsen-Altenburg; ab 1619 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Bittersüße").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Magdalena Sibylla von Sachsen-Gotha-Altenburg
Herzogin Magdalena Sibylla von Sachsen-Gotha
Geburtsname: Herzogin Magdalena Sibylla von Sachsen-Weißenfels

geb. 1648
gest. 1681
Anm.: Tochter des Herzogs August von Sachsen-Weißenfels, Administrator von Magdeburg (1614-1680); seit 1669 Ehe mit Herzog Friedrich I. von Sachsen-Gotha bzw. Sachsen-Gotha-Altenburg (1646-1691).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Julius Heinrich von Sachsen-Lauenburg

geb. 1586
gest. 1665
Anm.: Sohn des Herzogs Franz II. von Sachsen-Lauenburg (1547-1619); bereits als Jugendlicher Konversion zum katholischen Glauben; kaiserlicher Obrist (1618-1635) und Feldmarschall (1629); 1634/35 Inhaftierung wegen seiner Vertrauensstellung bei Wallenstein (1583-1634); ab 1637 Friedensvermittler zwischen Kaiser Ferdinand III. (1608-1657) und Schweden; seit 1656 regierender Herzog von Sachsen-Lauenburg; ab 1637 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Glückhafte").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Herzogin Anna Maria Dorothea von Sachsen-Weißenfels
Geburtsname: Herzogin Anna Maria Dorothea von Mecklenburg-Schwerin

geb. 1627
gest. 1669
Anm.: Tochter des Herzogs Adolf Friedrich I. von Mecklenburg-Schwerin (1588-1658); seit 1647 Ehe mit Herzog August von Sachsen(-Weißenfels), Administrator des Erzstifts Magdeburg (1614-1680).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog August (1) von Sachsen-Weißenfels
Administrator August von Magdeburg

geb. 1614
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1635/38 Administrator des Erzstifts Magdeburg; seit 1657 zugleich regierender Herzog von Sachsen-Weißenfels (kursächsische Sekundogenitur); ab 1643 Mitglied und seit 1662 drittes Oberhaupt der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Wohlgeratene").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen

geb. 1585
gest. 1656
Anm.: Sohn des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560-1591); seit 1611 Kurfürst von Sachsen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Kurfürst Johann Georg II. von Sachsen

geb. 1613
gest. 1680
Anm.: Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); ab 1656 Kurfürst von Sachsen; seit 1658 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Preißwürdige"); ab 1668 Ritter des Hosenbandordens.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Kurfürstin Magdalena Sibylla von Sachsen
Geburtsname: Herzogin Magdalena Sibylla von Preußen

geb. 1587
gest. 1659
Anm.: Tochter des Herzogs Albrecht Friedrich von Preußen (1553-1618); 1607-1656 Ehe mit Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen (1585-1656); seit 1630 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Milde").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Kurfürstin Magdalena Sibylla von Sachsen
Geburtsname: Markgräfin Magdalena Sibylla von Brandenburg-Bayreuth

geb. 1612
gest. 1687
Anm.: Tochter des Markgrafen Christian von Brandenburg-Bayreuth (1581-1655); 1638-1680 Ehe mit Kurfürst Johann Georg II. von Sachsen (1613-1680); seit 1630 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Freundliche").

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Henri II de Saint-Nectaire
Duc Henri de La Ferté-Senneterre

geb. 1599
gest. 1681
Anm.: Sohn des Henri I de Saint-Nectaire, Marquis de La Ferté-Nabert (1573-1662); französischer Capitaine (ab ca. 1627), Mestre de camp, Maréchal de camp (1639), Lieutenant-général (1648) und Maréchal de France (1651); seit 1643 Gouverneur des Herzogtums Lothringen; ab 1665 Duc de La Ferté-Senneterre und Pair de France.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Duca Carlo Emanuele II di Savoia

geb. 1634
gest. 1675
Anm.: Sohn des Duca Vittorio Amedeo I di Savoia (1587-1637); seit 1638 Duca di Savoia, bis 1648 unter der Regentschaft seiner Mutter Cristina (1606-1663), die bis zu ihrem Tod faktisch weiterregierte.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Duchessa Cristina di Savoia
Geburtsname: Dauphine Christina von Frankreich und Navarra

geb. 1606
gest. 1663
Anm.: Tochter des Königs Heinrich IV. von Frankreich (1553-1610); 1619-1637 Ehe mit Duca Vittorio Amedeo I di Savoia (1587-1637); 1637-1648 Regentin des Herzogtums Savoyen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Gräfin Louise Juliana zu Sayn-Wittgenstein-Hachenburg
Geburtsname: Gräfin Louise Juliana von Erbach

geb. 1603
gest. 1670
Anm.: Tochter des Grafen Georg III. von Erbach (1548-1605); 1624-1632 Ehe mit Graf Ernst zu Sayn-Wittgenstein-Hachenburg (1600-1632); 1632-1652 Vormundschaftsregentin der Grafschaft Sayn in Hachenburg (1637-1648 Zuflucht auf ihrem Wittum Friedewald).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Hessische Biographie
Johann Bertram von Scheidt
Johann Bertram von Weschpfennig

geb. 1580
gest. 1662
Anm.: Sohn des Wilhelm von Scheidt, genannt Weschpfennig (ca. 1535-1611); Erbherr auf Bröl (Herrenbröl), Heltorf, Saurenbach und Rötzinghofen; ab 1591 pfälzisch-neuburgischer Edelknabe; seit 1609 in jülich-bergischen Diensten; Amtmann von Angermund (ab 1610) und Landsberg; seit 1620 jülich-bergischer Geheimer Rat; ab 1621 bergischer Landmarschall; seit 1625 Direktor des bergischen Landtages; später auch Obersthofmeister des Pfalzgrafen Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1578-1653) in den Herzogtümern Jülich und Berg; dessen Gesandter auf dem Westfälischen Friedenskongress (1645-1648) und dem Regensburger Reichstag (1652-1654); 1642 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Johann Schinckel

geb. 1628
Anm.: Sohn des Johann Schinckel, Kirchendiener an St. Nikolai zu Bernburg; Bernburger Untertan, der 1644-1651 in Pommern lebte.
Hans Heinrich (von) Schlegel

geb. 1624
Anm.: Sohn des Wolf (von) Schlegel (1584-1658); Erbherr auf Merzien, Zehringen und Thurau; seit 1651 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Lokkende").
Herzogin Julia Felizitas von Schleswig-Holstein-Gottorf
Geburtsname: Herzogin Julia Felizitas von Württemberg-Weiltingen

geb. 1619
gest. 1661
Anm.: Tochter des Herzogs Julius Friedrich von Württemberg-Weiltingen (1588-1635); 1640-1653 Ehe mit Herzog Johann von Schleswig-Holstein-Gottorf, Administrator von Lübeck (1606-1655); 1653 Ehescheidung auf dessen Initiative; nach 1636 Mitglied der Tugendlichen Gesellschaft ("Die Dankbare").
Herzogin Eleonora von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg
Geburtsname: Fürstin Eleonora von Anhalt-Zerbst

geb. 1608
gest. 1681
Anm.: Tochter des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst (1576-1621) und Cousine Christians II. von Anhalt-Bernburg; 1632-1658 Ehe mit Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzog Johann Bogislaw von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg

geb. 1629
gest. 1679
Anm.: Sohn des Herzogs Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg (1581-1658); seit 1658 Titularherzog von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Norburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Ernst Schmidt

Anm.: Geboren in Biendorf; um 1643/48 Schlossmusketier in Bernburg; um 1643/53 zugleich fürstlicher Vogelsteller; um 1651 außerdem Gastwirt in Peißen.
Martin Schmidt

gest. 1657(?)
Anm.: Sohn des Badeborner Pfarrers Matthäus Schmidt (gest. 1626); fürstlicher Amtmann und Amtsschreiber in Harzgerode (spätestens 1631-1632); anschließend Amtmann von Bernburg (1632-1637) bzw. Ballenstedt-Hoym (1637-1657).
Dina Schumacher
Geburtsname: Dina Vinhofvers

geb. 1620
gest. 1651
Anm.: Geboren in Kopenhagen als Tochter deutscher Eltern; in den 1640er Jahren Ehe mit Daniel Schumacher; 1650 Beschuldigung ihres angeblichen Geliebten, des dänischen Reichshofmeisters Graf Corfitz Ulfeldt (1606-1664), und seiner Gemahlin Leonora Christina (1621-1698) der Planung eines Giftanschlages auf König Friedrich III. von Dänemark und Norwegen (1609-1670); 1651 Hinrichtung wegen Erhebung falscher Anschuldigungen.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Hans Schuster
Hans Schuester

Anm.: Geboren in Gemünden am Main; Bürger und Böttchermeister in Bernburg; seit 1650 zugleich fürstlicher Hofböttcher in Bernburg (noch 1655).
Jakob Ludwig Schwartzenberger

gest. 1696
Anm.: Sohn des anhaltisch-bernburgischen Rechnungsrats Johann Ludwig Schwartzenberger (gest. 1630); seit 1641 Kammerdiener und um 1646/53 Geheimer Kammerdiener des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; noch 1656 in dessen Diensten; spätestens 1665-1696 fürstlicher Hausvogt in Dessau.
Simon Heinrich von Schweichhausen
Simon Heinrich von Schwechhausen

geb. ca. 1614
Anm.: Sohn des Bremer Patriziers N. N. Schweichhausen (1); zeitweise Kriegsdienst in England als Fähnrich, Leutnant, Capitän-Leutnant und Rittmeister; 1646-1649 Hofmeister der Prinzen Erdmann Gideon (1632-1649) und Viktor Amadeus von Anhalt-Bernburg (1634-1718) sowie zugleich anhaltisch-bernburgischer Rat; ab 1649 sächsisch-weimarischer Hof- und Kammerjunker (spätestens 1651) sowie Obristleutnant (1651-1655); 1654/55 zudem Hofmeister der Herzöge Bernhard (1638-1678) und Friedrich von Sachsen-Weimar (1640-1656); 1653 Nobilitierung; seit 1651 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Eigentliche").
Hannibal Sehested

geb. 1609
gest. 1666
Anm.: Sohn des Claus Maltesen Sehested (1558-1612); ab 1632 königlicher Hofjunker; mehrfach diplomatische Missionen; 1637-1639 Hofmeister des Königssohnes Graf Waldemar Christian von Schleswig-Holstein (1622-1656); 1640-1651 Reichsrat; 1642-1651 Generalgouverneur von Norwegen; 1651-1658 Leben im Ausland; seit 1660 Reichsschatzmeister und erneut Reichsrat.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Erasmus (von) Seidel

geb. 1594
gest. 1655
Anm.: Sohn des Treuenbrietzener Bürgermeisters Friederich von Seidel (1554-1599); Studium in Frankfurt/Oder (ab 1609) und Wittenberg (seit 1613); ab 1621 Ratssyndikus in Berlin; 1621-1630 kurbrandenburgischer Kammergerichtsadvokat; 1628/29 Bürgermeister von Berlin; seit 1636 Hofkammergerichtsrat und Kriegsrat; ab 1638 zudem Geheimer Rat; vgl. Peter Bahl: Der Hof des Großen Kurfürsten. Studien zur höheren Amtsträgerschaft Brandenburg-Preußens, Köln 2001, S. 587f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Graf Albrecht Czenek Sekyrka von Sedschitz
Graf Albrecht Cenek Sekerka ze Sedčic

geb. ca. 1633
gest. 1696
Anm.: Sohn des böhmischen Exulanten Gottlob Sekyrka von Sedschitz (gest. 1658); seit 1650 Kammerpage des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg (noch 1654); später in kursächsischen Kriegsdiensten; 1666 Erhebung in den Grafenstand ("von Wrschowetz Sekyrka und Sedschitz" bzw. "Wřesowitz-Sekerka").
Gottlob Sekyrka von Sedschitz
Bohuslav Sekerka ze Sedčic

gest. 1658
Anm.: Sohn des Ladislaus Sekyrka von Sedschitz (gest. 1620); böhmischer Exulant in Freiberg (1624-1630), Meißen, Pirna (vor 1635 und um 1639), Dresden (um 1635) und Zittau (um 1640); 1651-1656 Hofmeister des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; nach 1656 vermutlich wieder in Pirna.
Philipp Christoph von Sötern
Erzbischof und Kurfürst Philipp Christoph von Trier
Bischof Philipp Christoph von Speyer

geb. 1567
gest. 1652
Anm.: Sohn des Georg Wilhelm von Sötern (gest. 1593); ab 1610 Bischof von Speyer; seit 1623 Erzbischof und Kurfürst von Trier; 1635-1645 erst spanischer, dann kaiserlicher Gefangener wegen seines Bündnisvertrages mit Frankreich (1632).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, NDB
Gräfin Anna Sophia zu Solms-Sonnewalde
Geburtsname: Fürstin Anna Sophia von Anhalt-Bernburg

geb. 1640
gest. 1704
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; 1664-1688 Ehe mit Graf Georg Friedrich zu Solms-Sonnewalde (1626-1688).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
König Philipp IV. von Spanien
König Philipp III. von Portugal
König Philipp III. von Neapel-Sizilien
König Philipp III. von Sardinien

geb. 1605
gest. 1665
Anm.: Sohn des Königs Philipp III. von Spanien (1578-1621); ab 1621 König von Spanien, Portugal (bis 1640), Neapel-Sizilien und Sardinien; seit 1613 Ritter und ab 1621 Großmeister des Ordens vom Goldenen Vlies.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Barbro Sparre af Rossvik
Geburtsname: Barbro Fleming

geb. 1592
gest. 1651
Anm.: Tochter des Clas Larsson Fleming (1592-1644); bis 1650 Hofdame der Königin Christina von Schweden (1626-1689); 1650-1673 Ehe mit Erik Larsson Sparre af Rossvik (1624-1673).
Lukas Spieck zu Bibergau und Langenau

gest. 1664
Anm.: Kaiserlicher Obristleutnant, Obrist (1641) und Generalfeldwachtmeister (1659); 1646-1650 Kommandant der kurtrierischen Festung Ehrenbreitstein; 1652 kaiserlicher Festungskommandant von Frankenthal.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Stammer, Familie

Anm.: Anhaltisches Adelsgeschlecht.
Henning (von) Stammer

geb. 1581
gest. 1660
Anm.: Sohn des magdeburgischen Amtshauptmanns Arndt (von) Stammer (gest. 1626) in Querfurt; Erbherr auf Ballenstedt, Wörlitz, Wedlitz und Wispitz (Anhalt); ca. 1605-1608 in spanischen Kriegsdiensten; ca. 1610-1618 kursächsischer Kammerjunker; Angehöriger des engeren Ständeausschusses und gelegentlich Kriegskommissar des Fürstentums Anhalt; seit 1623 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Hitzige"); vgl. Andreas Hesius: Herrliche Belohnung Der Standhafftigen Kämpffer und überwinder [...], Köthen 1661, o. S.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, Mitgliederdatenbank Fruchtbringende Gesellschaft
Tobias (2) Steffeck von Kolodey
Tobiáš (2) Štefek z Koloděj

geb. 1615
gest. 1679
Anm.: Sohn des Prager Bürgers Tobias Steffeck von Kolodey (gest. 1621), der wegen seiner Beteiligung am böhmischen Ständeaufstand enthauptet wurde; 1621 Emigration aus Böhmen; ca. 1637-1641 Kammerdiener sowie ab ca. 1641 Geheimer Kammerdiener und Kammerverwalter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; spätestens seit 1646 Kammermeister (noch 1654), Sekretariatsverwalter und Aufwärter; um 1653/56 zeitweise Hofjunker in Bernburg; um 1663 Stallmeister und Kammerjunker in Ballenstedt; zuletzt Kammerjunker in Bernburg.
Sultan (Osmanisches Reich) Mehmed IV.

geb. 1642
gest. 1693
Anm.: Sohn von Sultan Ibrahim (1615-1648); 1648-1687 Sultan des Osmanischen Reiches.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Wolfgang Sutorius

gest. nach 1656
Anm.: Sohn des späteren Ballenstedter bzw. Bernburger Pfarrers Leonhard Sutorius (1576-1642); bis 1643 fürstlicher Amtsschreiber in Harzgerode; 1646-1648 fürstlicher Gutsverwalter in Zepzig; seit 1648 Korn- und um 1649/54 Amtsschreiber in Bernburg.
Elisabeth Teichmann
Elisabeth Deichmann
Geburtsname: Elisabeth Kohl

geb. 1606
gest. 1670
Anm.: Tochter des Bernburger Bauherrn und späteren Bürgermeisters Andreas Kohl (1576-1662); seit ca. 1630 Ehe mit Johann Teichmann (1600-1671), Stadtkämmerer der Bernburger Talstadt.
Johann Teichmann
Johann Deichmann

geb. 1600
gest. 1671
Anm.: Sohn des Bernburger Kramers Johann Teichmann (gest. 1639); Kaufmann und Bürger in Bernburg; seit 1646 Kämmerer der Bernburger Talstadt.
Graf Corfitz Ulfeldt af Sölvesborg

geb. 1606
gest. 1664
Anm.: Sohn des Jakob Ulfeldt (1567-1630), ab 1609 dänischer Reichskanzler; seit 1630 Kammerjunker des Königs Christian IV. von Dänemark und Norwegen (1577-1648); ab 1636 dänischer Reichsrat; seit 1637 Statthalter von Kopenhagen; 1643-1651 Reichshofmeister; daneben mehrfach diplomatische Missionen, u. a. nach England (1640/42), Regensburg (1641), zu den Friedensverhandlungen mit Schweden (1645) sowie nach Den Haag und Paris (1646); 1651 nach Korruptionsverdacht und Morddrohungen Flucht in die Niederlande und nach Schwedisch-Pommern; danach schwedischer Geheimer Rat (1657-1659), Friedensunterhändler mit Dänemark (1658) und Gouverneur von Schonen (1658/59); 1659 Todesurteil wegen Hochverrat, jedoch Begnadigung; 1660 Rückkehr nach Kopenhagen und Verhaftung (bis 1661); 1663 erneutes Todesurteil (wegen Planung einer Adelsrevolte gegen die dänische Krone) und Flucht; 1641 Erhebung in den Grafenstand; seit 1658 Graf von Sölvesborg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Íñigo d. J. Vélez de Guevara y Tassis
Marqués Íñigo d. J. de Guevara
Conde Íñigo d. J. de Oñate
Conde Íñigo d. J. de Villamediana

geb. 1597
gest. 1658
Anm.: Sohn des Íñigo d. Ä. Vélez de Guevara y Tassis, Conde de Oñate (1572-1644); königlicher Kämmerer; spanischer Botschafter in London (1636-1638) und Rom (1646-1648); ab 1644 Conde de Oñate und Conde de Villamediana; 1648-1653 Vizekönig von Neapel; seit 1653 Consejero de estado; ab 1653 erster Marqués de Guevara.

Weiterführende Informationen in VIAF
Isaak Volmar

geb. 1582
gest. 1662
Anm.: Sohn des württembergischen Vogts Abraham Volmar in Streußlingen; 1599 Promotion zum Dr. iur. utr. an der Universität Tübingen; 1606-1613 Professor für Rhetorik und 1613-1615 Advokat in Freiburg im Breisgau; ab 1615 im Dienst und seit 1621 Kanzler der vorderösterreichischen Landesregierung in Ensisheim im Elsaß; 1621 Konversion zum katholischen Glauben; nach 1627 zeitweise im Dienst des ebenfalls konvertierten Grafen Johann Ludwig von Nassau-Hadamar (1590-1653); ab 1630 Reichshofrat; 1632-1642 Präsident der Innsbrucker Hofkammer; 1638 Kommandant die Rheinfestung Breisach; kaiserlicher Gesandter auf dem Regensburger Reichstag (1640/41), bei den Westfälischen Friedensverhandlungen in Münster (1643-1649), auf dem Reichstag in Regensburg (1653/54) und auf dem Deputationstag in Frankfurt/Main (1656); 1649 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB, Westfälische Geschichte
Hans Claesson Wachtmeister af Björkö

geb. 1609
gest. 1652
Anm.: Sohn des Landrats Claes Hansson Wachtmeister (gest. 1631); schwedischer Major (vor 1631), Obristleutnant (1631), Obrist (1637) und Generalmajor (1644); ab 1640 königlicher Hofstallmeister; seit 1644 Landrat in Estland; ab 1646 schwedischer Kriegsrat und Assessor am Kriegskollegium; seit 1647 Reichsstallmeister; ab 1651 Reichsrat; 1651 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Heinrich Waldbott von Bassenheim

gest. 1670
Anm.: Sohn des Johann Reichard Waldbott von Bassenheim (gest. 1615); Herr von Königsfeld; pfälzisch-neuburgischer Geheimer Rat und Oberstkämmerer; zeitweise auch Amtmann von Nideggen und Euskirchen; Landmarschall des Herzogtums Jülich.
Gerhard von Waldenburg
Gerhard von Schenkern

gest. vor 1661
Anm.: Vermutlich rheinischer Adliger; ab 1608 kurmainzischer Geheimer Rat; seit 1638 Vizedom von Aschaffenburg; ab 1641 kurfürstlicher Obristhofmeister in Mainz und kaiserlicher Rat.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Christian Wilhelm von Wartensleben

geb. ca. 1632
gest. 1675
Anm.: Sohn des Johann Joachim von Wartensleben (1594-1633); 1646-1653 Page und 1653/54 Hofjunker des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; später in niederländischen Kriegsdiensten u. a. als Capitain (1665) und Major (vor 1675).
Marcus Friedrich (1) Wendelin

geb. 1584
gest. 1652
Anm.: Sohn des Predigers Friedrich Wendelin (gest. 1594) in Sandhausen bei Heidelberg; Studium in Heidelberg (1607 Mag.); ab 1609 Erzieher und Hofmeister der Prinzen Christian d. J. von Anhalt-Bernburg sowie Friedrich Moritz (1600-1610) und Johann Kasimir von Anhalt-Dessau (1596-1660); seit 1612 Rektor am Zerbster Gymnasium Illustre; vgl. Gustav Früh / Hans Goedeke / Hans Jürgen von Wilckens: Die Leichenpredigten des Stadtarchivs Braunschweig, Bd. 9, Hannover 1985, S. 4386f.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche, ADB
Johann Heinrich von Winkelhausen

geb. ca. 1600
gest. 1667
Anm.: Sohn des Wilhelm von Winkelhausen (gest. 1638); pfälzisch-neuburgischer Geheimer Rat und Kämmerer; seit 1653/54 jülich-bergischer Kanzler; Amtmann von Düsseldorf; 1653 Erhebung in den Freiherrenstand.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Hans Christoph von Witzscher

geb. 1621
Anm.: Sohn des Hans Christoph (von) Witzscher (gest. 1637) auf Schortewitz; vor 1639 Kammerpage, um 1643 Page und spätestens 1645 bis 1648 Hofjunker der Fürstin Eleonora Sophia von Anhalt-Bernburg (1603-1675); dazwischen 1639-1643 Kavalierstour durch Frankreich und die Niederlande; 1648-1650 Hofmeister der Gräfin Maria Euphrosina De la Gardie (1625-1687) in Leipzig; um 1653 Aufenthalt in Straßburg.

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Herzogin Anna Elisabeth von Württemberg-Oels
Geburtsname: Fürstin Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg

geb. 1647
gest. 1680
Anm.: Tochter des Fürsten Christian II. von Anhalt-Bernburg; seit 1672 Ehe mit Herzog Christian Ulrich von Württemberg-Oels (1652-1704).

Weiterführende Informationen in der MWW-Personensuche
Albrecht von Zerbst

Anm.: Anhaltischer Adliger im Dienst des Fürsten August von Anhalt-Plötzkau (1575-1653); seit 1644 Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft ("Der Ballernde").
Aderstedt
weiterführende Informationen
Aken
weiterführende Informationen
Alsleben
weiterführende Informationen
Altenburg (bei Nienburg/Saale)
weiterführende Informationen
Amsterdam
weiterführende Informationen
Angermund
weiterführende Informationen
Anhalt, Fürstentum
weiterführende Informationen
Aschersleben
weiterführende Informationen
Baalberge
weiterführende Informationen
Badeborn
weiterführende Informationen
Ballenstedt
weiterführende Informationen
Ballenstedt(-Hoym), Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Barby, Grafschaft
weiterführende Informationen
Barcelona
weiterführende Informationen
Basel, Stadtstaat
weiterführende Informationen
Beesen (Beesenlaublingen)
weiterführende Informationen
Berg, Herzogtum
weiterführende Informationen
Bern, Stadt und Republik
weiterführende Informationen
Bernburg
weiterführende Informationen

Anm.: Zusammengesetzt aus der jeweils eigenständigen Tal- ("Stadt im Tale", gebildet aus den ehemaligen Teilen Alt- und Neustadt) und Bergstadt ("Stadt vorm Berge"), die erst 1825 vereinigt wurden.
Bernburg, Bergstadt ("Vorm Berge")
Anm.: Eigenständige Stadt rechts der Saale unterhalb des Bernburger Schlosses, die im Jahr 1825 mit der Talstadt vereinigt wurde.
Bernburg, Talstadt
Anm.: Stadt links der Saale, die aus den ehemals eigenständigen Teilen Altstadt und Neustadt bestand (1825 Zusammenschluss mit der Bernburger Bergstadt).
Biendorf
weiterführende Informationen
Bode, Fluss
weiterführende Informationen
Böhmen, Königreich
weiterführende Informationen
Brandenburg, Kurfürstentum
weiterführende Informationen
Brandenburg, Markgrafschaft
weiterführende Informationen

Anm.: Kernland des Kurfüstentums Brandenburg.
Braunschweig
weiterführende Informationen
Bremen
weiterführende Informationen
Bremen, Erzstift bzw. Herzogtum (seit 1648)
weiterführende Informationen
Calbe, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Erzstifts Magdeburg.
Candia (Irákleion)
weiterführende Informationen
Clissa (Klis)
weiterführende Informationen
Cörmigk
weiterführende Informationen
Crossen an der Oder (Krosno Odrzańskie)
weiterführende Informationen
Dänemark, Königreich
weiterführende Informationen
Dalmatien
weiterführende Informationen
Danzig (Gdańsk)
weiterführende Informationen
Delmenhorst
weiterführende Informationen
Dessau (Dessau-Roßlau)
weiterführende Informationen
Dohndorf
weiterführende Informationen
Duinkerke (Dunkerque, Dünkirchen)
weiterführende Informationen
Duisburg
weiterführende Informationen
Emden
weiterführende Informationen
England, Commonwealth von
weiterführende Informationen
Erfurt
weiterführende Informationen
Ermsleben
weiterführende Informationen
Essen
weiterführende Informationen
Eutin
weiterführende Informationen
Fife, Grafschaft
Anm.: Teil des Königreichs Schottland.
Flandern, Grafschaft
weiterführende Informationen
Fleckenstein, Herrschaft
Anm.: Reichsunmittelbares Territorium im Unterelsass.
Florenz (Firenze)
weiterführende Informationen
Frankenthal
weiterführende Informationen
Frankfurt (Main)
weiterführende Informationen
Frankreich, Königreich
weiterführende Informationen
Freiburg im Üechtland (Fribourg), Stadtstaat
weiterführende Informationen
Freusburg, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit der Grafschaft Sayn.
Froborn (oder Frauborn)
Anm.: Im Dreißigjährigen Krieg bis auf die Mühle zerstörtes anhaltisches Dorf bei Hoym.
Fuhne, Fluss
weiterführende Informationen
Goa (Velha Goa)
weiterführende Informationen
Gotha
weiterführende Informationen
Gröna
weiterführende Informationen
Hachenburg, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit der Grafschaft Sayn.
Halberstadt
weiterführende Informationen
Halberstadt, Hochstift bzw. Fürstentum (seit 1648)
weiterführende Informationen
Halle (Saale)
weiterführende Informationen
Hamburg
weiterführende Informationen
Hannover
weiterführende Informationen
Harz
weiterführende Informationen
Harzgerode
weiterführende Informationen
Havelberg
weiterführende Informationen
Hecklingen
weiterführende Informationen
Heilbronn
weiterführende Informationen
Hemsbach
weiterführende Informationen
Hohenerxleben
weiterführende Informationen
Holstein, Herzogtum
weiterführende Informationen
Ingolstadt
weiterführende Informationen
Istrien
weiterführende Informationen
Italien
weiterführende Informationen
Jülich, Herzogtum
weiterführende Informationen
Kaiserslautern
weiterführende Informationen
Kanischa (Nagykanizsa)
weiterführende Informationen
Katalonien, Fürstentum
weiterführende Informationen

Anm.: Bestandteil der spanischen Krone.
Kiew
weiterführende Informationen
Klein Komorn (Zalakomár)
weiterführende Informationen
Kleinpaschleben
weiterführende Informationen
Kleinwirschleben
weiterführende Informationen
Köthen
weiterführende Informationen
Kopenhagen (København)
weiterführende Informationen
Kranichfeld
weiterführende Informationen
Kreta (Candia), Insel
weiterführende Informationen
Krim, Khanat
weiterführende Informationen
Krumbholz (Krumbhals)
Anm.: Auenwaldgebiet an der Saale bei Bernburg.
La Bassée
weiterführende Informationen
Lancaster
weiterführende Informationen
Langeland, Insel
weiterführende Informationen
Laudenbach
weiterführende Informationen
Lebendorf
weiterführende Informationen
Leiningen, Grafschaft
weiterführende Informationen
Leipzig
weiterführende Informationen
Lissabon (Lisboa)
weiterführende Informationen
London
weiterführende Informationen
Loreto
weiterführende Informationen
Lothringen, Herzogtum
weiterführende Informationen
Lübeck
weiterführende Informationen
Lüneburger Heide
weiterführende Informationen
Lüttich (Liège)
weiterführende Informationen
Luzern, Stadtstaat
weiterführende Informationen
Maas (Meuse), Fluss
weiterführende Informationen
Maastricht
weiterführende Informationen
Madeira, Insel (Ilha da Madeira)
weiterführende Informationen
Mähren, Markgrafschaft
weiterführende Informationen
Magdeburg
weiterführende Informationen
Magdeburg, Erzstift
weiterführende Informationen
Mailand (Milano)
weiterführende Informationen
Marienburg (Malbork)
weiterführende Informationen
Mark, Grafschaft
weiterführende Informationen
Mecklenburg, Herzogtum
weiterführende Informationen
Metz, Hochstift
weiterführende Informationen
Minden
weiterführende Informationen
Minden, Hochstift bzw. Fürstentum (seit 1648)
weiterführende Informationen
Moldau, Fürstentum
weiterführende Informationen
München
weiterführende Informationen
Münster
weiterführende Informationen
Naïn
weiterführende Informationen
Neapel (Napoli)
weiterführende Informationen
Neugattersleben
weiterführende Informationen
Neuss
weiterführende Informationen
Niederlande, Vereinigte (Republik der Sieben Vereinigten Provinzen)
weiterführende Informationen
Niederrheinisch-Westfälischer Reichskreis
weiterführende Informationen
Nordsee
weiterführende Informationen
Nordwales
weiterführende Informationen
Obere Pfalz (Oberpfalz), Fürstentum
weiterführende Informationen
Oberpeißen
Anm.: Im Fürstentum Anhalt gelegener Ortsteil von Peißen.
Österreich, Erzherzogtum
weiterführende Informationen
Oker, Fluss
weiterführende Informationen
Osmanisches Reich
weiterführende Informationen
Ostindien
weiterführende Informationen

Anm.: Im frühneuzeitlichen Europa verwendeter Sammelbegriff für Vorder- und Hinterindien sowie den Malaiischen Archipel.
Parkstein-Weiden, Amt
weiterführende Informationen
Perpignan
weiterführende Informationen
Pfalz-Neuburg, Fürstentum
weiterführende Informationen
Pleystein, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit der Kurpfalz (bis 1623), des Herzogtums Bayern (1623-1626) und des Fürstentums Pfalz-Neuburg (seit 1626).
Plötzkau, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt; 1611-1665 unter der Landeshoheit von Anhalt-Bernburg stehendes anhaltisches Teilfürstentum (vgl. Anhalt-Plötzkau, Fürstentum).
Polen, Königreich
weiterführende Informationen
Poley
weiterführende Informationen
Pommern, Herzogtum
weiterführende Informationen
Portugal, Königreich
weiterführende Informationen
Prag (Praha)
weiterführende Informationen
Preußen (königlich-polnischer Teil)
weiterführende Informationen
Rom (Roma)
weiterführende Informationen
Rosenburg, Herrschaft
Anm.: Teil der Grafschaft Barby.
Rotterdam
weiterführende Informationen
Saale, Fluss
weiterführende Informationen
Sachsen-Gotha, Herzogtum
weiterführende Informationen
Saporoger Sitsch, Hetmanat
Anm.: "Kosakenstaat" im mittleren Teil der heutigen Ukraine.
Sayn, Grafschaft
weiterführende Informationen
Schaffhausen, Stadtstaat
weiterführende Informationen
Schlackenwerth (Ostrov nad Ohří)
weiterführende Informationen
Schlesien, Herzogtum
weiterführende Informationen
Schottland, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: 1653-1659 Teil des Commonwealth von England, Schottland und Irland.
Schwalbach (Bad Schwalbach)
weiterführende Informationen
Schweden, Königreich
weiterführende Informationen
Schweiz, Eidgenossenschaft
weiterführende Informationen
Schwyz, Land
weiterführende Informationen
Seeland (Zeeland), Provinz (Grafschaft)
weiterführende Informationen
Selke, Fluss
weiterführende Informationen
Simmern
weiterführende Informationen
Sint-Winoksbergen (Bergues)
weiterführende Informationen
Sizilien, Königreich
weiterführende Informationen

Anm.: Bestandteil der spanischen Krone.
Solothurn, Stadtstaat
weiterführende Informationen
Spanien, Königreich
weiterführende Informationen
Speyer
weiterführende Informationen
Speyer, Hochstift
weiterführende Informationen
Stirling
weiterführende Informationen
Strelitz (Strelitz-Alt)
weiterführende Informationen
Stuttgart
weiterführende Informationen
Sulzbach (Bergstraße)
weiterführende Informationen
Szigetvár
weiterführende Informationen
Thorn (Toruń)
weiterführende Informationen
Thurgau, Landgrafschaft
weiterführende Informationen

Anm.: Seit 1460 gemeine Herrschaft der sieben eidgenössischen Orte Zürich, Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug und Glarus.
Tripolis
weiterführende Informationen
Turin (Torino)
weiterführende Informationen
Umstadt, Amt
Anm.: 1521 bis 1803 Kondominat der Kurpfalz und der Landgrafschaft Hessen.
Ungarn, Königreich
weiterführende Informationen
Unterpeißen (Niederpeißen)
Anm.: Im Erzstift Magdeburg gelegener Ortsteil von Peißen.
Unterpfalz (Rheinpfalz)
weiterführende Informationen
Unterwalden, Land
weiterführende Informationen
Uri, Land
weiterführende Informationen
Venedig (Venezia)
weiterführende Informationen
Venedig, Republik (Repùblica de Venessia)
weiterführende Informationen
Veurne
weiterführende Informationen
Walachei, Fürstentum
weiterführende Informationen
Warmsdorf
weiterführende Informationen
Warmsdorf, Amt
Anm.: Verwaltungseinheit des Fürstentums Anhalt.
Warschau (Warszawa)
weiterführende Informationen
Westfalen
weiterführende Informationen
Wien
weiterführende Informationen
Worms, Hochstift
weiterführende Informationen
Zepzig
weiterführende Informationen
Zerbst
weiterführende Informationen
Zürich, Stadtstaat
weiterführende Informationen
Zug, Stadt und Land
weiterführende Informationen
Bernburg, Rat der Bergstadt
Bernburg, Konsistorium
Anm.: Landesherrliche kirchliche Verwaltungs- und Justizbehörde im Teilfürstentum Anhalt-Bernburg.
Bremen, Rat der Freien und Hansestadt
Dänemark, Reichsrat (Rigsrådet)
weiterführende Informationen
England, Council of State
Anm.: Regierungsgremium des Commonwealth von England (1649-1660), Schottland (1653-1659) und Irland (1653-1659).
England, Parlament (House of Commons und House of Lords)
weiterführende Informationen
Frankreich, Conseil des Affaires
weiterführende Informationen
Anm.: Seit 1643 Conseil d'en haut (Oberer Rat).
Gymnasium Illustre Zerbst
weiterführende Informationen
Anm.: Im Jahr 1582 gegründete höhere Landesschule für das gesamte Fürstentum Anhalt.
Heiliges Römisches Reich, Reichskammergericht
weiterführende Informationen
Jesuiten (Societas Jesu)
weiterführende Informationen
Malteser (Ordo Militiae Sancti Joannis Baptistae Hospitalis Hierosolymitani)
weiterführende Informationen
Anm.: Eigentlich "Johanniter" auf Malta.
Niederlande, Generalstaaten
weiterführende Informationen
Parlement de Paris
weiterführende Informationen
Euripides: Troades, hg. von Werner Biehl, Leipzig: 1970. [Nachweis im GVK]
Sebastian Franck: Paradoxa, hg. von Siegfried Wollgast, Berlin: 1995. [Nachweis im GVK]
Heidelberger Katechismus von 1563, in: Reformierte Bekenntnisschriften, Bd. 2,2, hg. von Wilhelm H. Neuser / Andreas Mühling / Mihály Bucsay, Neukirchen-Vluyn: 2009, S. 167-212. [Nachweis im GVK]
Das Instrumentum Pacis Monasteriensis (IPM) vom 24. Oktober 1648, in: Die Friedensverträge mit Frankreich und Schweden, Bd. 1: Urkunden, hg. von Antje Oschmann, Münster: 1998, S. 1-49. ( Acta pacis Westphalicae, Serie III Abt. B: Verhandlungsakten 1 ) [Nachweis im GVK]
Das Instrumentum Pacis Osnabrugensis (IPO) vom 24. Oktober 1648, in: Die Friedensverträge mit Frankreich und Schweden, Bd. 1: Urkunden, hg. von Antje Oschmann, Münster: 1998, S. 95-170. ( Acta pacis Westphalicae, Serie III Abt. B: Verhandlungsakten 1 ) [Nachweis im GVK]
Daniel Sachse: Nothwendiger und treuhertziger Unterricht/ An die Reformirte Gemeinen im Fürstenthume Anhalt/ Das die Lehre des ConcordienBuches von der Allenthalbenheit des Leibes Christi/ und was derselben anhengig/ in diesem Fürstenthume keine alte/ wie jetziger zeit im Zerbster Antheile vorgegeben werden will/ Sondern eine neue Lehre sey: Item. Das die Reformirte Kirchen im Fürstenthum Anhalt/ in dem artickel von dem heiligen Abendmahl/ von der Einsetzung Christi nicht abweichen: Hergegen aber/ Die Lehre von der leiblichen gegenwart und mündlichen niessung des Leibes und Blutes Christi/ In und Unter dem Brot und Weine des heiligen Abendmahls/ aus den worten der einsetzung keines weges könne bewiesen werden, Köthen: Fürstliche Druckerei, 1651. [Nachweis im GVK]